Full text: St. Ingberter Anzeiger

bereils bis Ende dieses Monats so weit ppdiehen sind, daß sie der 
Deffentlichkeit übergeben werden können. 25* 
WEdenloben, 18. Jan. In der heutigen Sitzung des Igl. 
Polizeigerichtes dahier wurde der katholische Pfarrer Schermer von 
Sleisweiler wegen Anheftens des Aufrufes des katholischen Wahl· 
Lomẽie's der Pfalz an die Simultankirche zu dGleisweiler ohne 
obrigle tliche Erlaubnitz auf Grund des Gesehes zum Schuhe gegen 
den Mißbrauch der Presse zu cinem Tag Haft und 1 Thir. Geld 
strafe verurtheilt. .......Gegenw.). 
t Niüenderg, I4. Jan. Wie von verlässiger Seue mitge⸗ 
sheiltiwirb/ hat die kal. Münze zu Munchen den Auftrag, die 
Ausprägung von Zweimarkstücken vorzu bereiten. Es ist somit die 
ielfach gebegte Befürchtung, die Reichsregierung werde den von 
so harmãckig betampften auf Einführung dieser Geldsorte ge⸗ 
eichteten Beschluß des Reschstages in der Praxis illusorisch machen⸗ 
anbegründet. 
m Hoffmann d. Fallertleben hat am 8. d. M. einen Schlag⸗ 
mfall gehabt und liegt in Folge vessen schwer darnieder. Sein 
Beist ist zwar ungebrochen, aber fein linker Arm scheint vollständig 
und fein linkes Beia etwas gelahmt zu sein.“ Er ist sehr schwach. 
Der Dichter steht, am Alter von 76 Jahten. o“ 
3 h Bismarck ls Wähler. Als Fürst Bismarck am 10. do. 
in das Wohllokol seines Bezirles (Cafo Hering) trat, prafentirte 
hin einer der beiden vor dem Lokale siehenden Sozial. Demokralen 
nnen Wahlzetteh, aus welchem der Name,Hasensclever“ stand. 
Der Reichslanzler betrachtete den Zettel und reichte ihn lacheind 
mit den Worten: zurück: ĩ Nein, sieber Freund, so weit sind wir 
noch nicht.“ insn. 
F Kdln, 162 Janne Bei der gestrigen“ und heutigen Ziehung 
der Dombaulotterie fielen: 2000 Thlr. auf Ne. 820 876, je 
000 Thle. auf 5536 und 319, 472, je 500 Thlr. auf 76224, 
141.506. 219, 489, 50,522, 75,805, 192 5324, 198,548. je 
200 Thlr. auf 44,831, 286,886, 287,218, 8338,702, 49 8348 
—⏑⏑ 
290,294, 337,033, 339,084 u. 342,207. 
Koln, 17. Jan. Bei der gestrigen Nachmittag- Ziehung 
der Donibaulotterie fielen 25,000 Thlr. auf Nr. 320,010, 10,000 
Thlr. auf 146,678. 2000 Thlr. auf 102,349, je 300 Thlr. 
auf 59833, 221 365. 230,619, 283. 888 826 601, je 200 
Thlx. auf 10, 191, 42,933, 536,286, 76,450, 99,28!, 103,540, 
loG, 311, 182,940. 145, 414, 161. 802. 192. 331, 2603388 
271256, 304, 465. F 
In Amerika geht man mit einem Riesenplane um, der sich 
auf eine tägliche Verbindung zwischen den beiden Nontinenten 
(Amerika und Europa) bezieht. Eine Gesellschaft von Nabitalisten. 
will auf dem Dekaware eine Flotue' von 45 de ersten 
Ranges aus amerikanischem Malerialet bauen, die 12000 Tonnen 
Behalt haben und 100 Passagiere erster Klafse, 1000 Auswan— 
erer und 2500 Tomen Ladung fuͤhren sollen. Die Kosstes dieser 
Fahrzeuge dürften sich auf 36 Millionen Dollars belauf n, und 
s* wird vorgeschlagen⸗ sechsprozentige/ in 20 Jahren Nahlbare 
Obligationen auszugeben. Die Regierung soll diese garantiren und 
albiährlich die Zinsen zahlen, wofüͤr fie 20 Jahre lang keine Zu— 
chüffe fuͤc das Ueberbringen der Posten ntichLiverpool zu zahlen 
raucht. Um das, Unternehmen durchuus: national m⸗machen 
ollen die Dampfer abwechselndbald von Baltimore hald bon 
Newhork, Boston oder Philadelphia absegein. 
Rienstesnachrichten. — 
7 Der Regtientehrer an der Gewerbschule zu Zweibrüden, J. 
Marzell, wurde wegen Krankheit auf ein Jahr in Rudzestand 
ersetzt. 
7 
elanntmachung. α 
—DD Thaler Belohnung. ν 
Der Taglohner Heinrich Volker von —X 
Mords durch Erlenntniß des lal. Schwurgerichtshofes hierseldst 
om 27. April d. Is. zum Tode veruriheiln durch Allerhochste 
dabinetsordre dom 26. Juli d. Is. zu leben länglichem Zuchthaus 
egnadigt, ist am 16. August d. Is. aus diesigem Gerichtsgefung⸗ 
niß entsprungen. Es wird Demjenigen, welcher diea Wiedrrergrei⸗ 
ung desselben bewirkt (den Polizeiörganen und Gendarmen unner 
»em in der Ministeriaberfügung vom 4. September 18835 Minist. 
Vlatt der Verwaltung S. 263 —ausgesprachenen Vorbehalt), eine 
HBelohnung von hundert Thalern hiemit zugesichert. 
Boller ist 32 Jahre olt, 50 2“ 1* groß, hat schwarzhraung 
daare und Augenbrauen, braune Augen, gewöͤhnliche Rase, her 
vorstehenden Mund, nuvollständige Zähne, laängliches Gesicht 
jervor stehende Badenknochen, dunkelaraunen Schnurr⸗ und Kinnbart 
—jetzt muthinaßlich tasitt —, bleiche Gesichtsfarbe und ist don mitt⸗ 
lerer oͤtatur. 
Besondere Kennzeichen sind: verkrüppelter kleiner Finger der 
linken Hand, etwa zehn Blutegelnarben am Unterleib, auffallend 
scheuer, unstäter Blid. 
Letzte Bekleidung: Grüne Schützenjoppe mit crünem Kragen, 
grünem Besatz und grün eingefaßlenn Riegel, schwarze Zeugweste, 
braune weite Zeughose mit dunklen Streifen, auf dem linlen Knie 
mit cinem blauen Lappen geslickt, Lederschuhe. 
Frankfurt a. M., den 8. Oktober 1872. UV — 
Der Koͤnigliche Staats⸗Anwalt. 
Gei. Kunitz. 
Bekanntmachungen. 
Bürger-Hilfsverein. 
St. Inabert. 1 
Samstag, den 24. Jannar 1874 
Abends vräcis 8 Uhr 
— Außerordentliche 
General⸗Versammlung 
im Vereinslokale bei Georg Jung. 
Theater in St. Ingboert. 
Im Saale des Herrn Oberhauser 
Direktivn von M. Schlumpf 
Mittwoch, den 21. Janunr 1874. 
AhOnnement gusp u. 
Benefiz-Vorstellung für den Schauspieler 
Franz Mathieun. 
Der Goldonkel. 
Broße Posse mit Gesang und Tanz in 8 
Alten und sieben Bildern von Fm Pohl, 
Musik von Conradi. 
Kassenöffnung 7 Uhr — Anfang 
u 8 Ubhr. ne 
— HOas Noabere besagen die Zetiel. 
9 
Einladung. 
Sämmtliche Mitglieder des baher. Lan 
deshilfsvereins (zugleich Organ der Kaiser⸗ 
Wilhelms⸗Stiftungh im Kanione St. 
Ingbert werden zur 
Beneralversammlung 
des St. Ingberter Zweigverecins 
und zur Neuwahl des Zweigvbereinsaus- 
schuss s auf Sonntag, den 25. Januar 
1874, Nachm'ttags um A Uhr in den 
Saal des Stadthausfes dahier ein 
geladen. — 
St. Ingbert, 18. Januar 1874. 
Der Vorstand des Zweigvereinsausschusses: 
J. Samann. 
Freiwillige Feuerwebhr 
Donuerstag, 22. 
Januar 1864, 
bends präcis 7 Uhr 
88 
ammlung L 
dei Peter Heusser. 
Dagesordunnng: 
Aufnah e neuer Mitglieder. 
Rechnungsablage. 
3) Neuwahlen. 
St. Ingbert, 16. Januar 1874. 
Der Verwaltungsratb 
Tagesordanuag? 
Ergänzungswahl des Vorstandes und 
Wahl einer Commission zur Revision 
der Statuten. 
Um recht zahlreiches Erscheinen wird 
gebeten. F 
Der Voratand. 
VUnterzeichneter bringt den 
holzdieben zur Nachricht, das gestoh⸗ 
lene Holz doch gleich nach Hause zu 
tragen, und nicht erst in den Schmel⸗ 
zerwald zu lagern. Bitte, das elfte 
Gebot zu beachten. 
XRXLLLXXV 
Rechnungen 
in is, 4 und s Bogen zum allgemeinen 
Bebrauch find vorrathig in der Druderei 
neses Blatteßz 
Bandwurn beseitigt (auch briefuch in 
2 Stunden gefahtlos und sicher Dr. 
wed. Nroat in Leipzig. 
2 E förse J X 
dom 17. Januar 1874. 8— 
Preußische Friedrichsdr.. 9 8738 —F 
hittoien 3. 3823886 
dollandische 10 I.Sitücke ⸗ 582 ·. 
Ducaten . —XR 32234 5 
oFranct·Stückhe..-220ν—αννν.“: 
ẽnglischt Souvereigus. 11 48-30 
doslars in Gol..... 2 241/-28 
W 
Aufeigenen JFüßen 
Pehafny T und Y⸗nevvEX Ve