Full text: St. Ingberter Anzeiger

vort vorfindenden französischen Pap'ere in Beschlag, welche dafselbst 
hinterlegt worden sein sollen. Mon fand solche im Werthe von 
M. 80,000, welche der Eigenthümer zu M. 30,000 erhandelt 
haben will. Dieselben wurden um diesen Preis ausgelöst und von 
der Polizei in Beschlag genommen.“ 
F Ein besonders für Gastwirthe interessanter Rechtsfall wurde 
am 22. ds. von dem Appellationsgericht in Zweibrücken zur Ent⸗ 
scheidung gebracht. Vor etwa 2 Jahren hatte der Rentner Stahl 
pon Ingenheim sein Pferd im Stolle des Hoftels Körber unterge⸗ 
zebracht. Das als Schläger bekannte Pferd des Stahl zerschmetterte 
zinem im denselben Stalle stehenden Pferde eines Oelonomen von 
Moͤrzheint den Schenkel derart, daß es getödtet werden mußte. 
Der Eigenthümer erhob Klage gezen Stahl und dieser Garantiellage 
gegen Körber. Das hiesige kgl. Bezirksgericht verurtheilte im 
Frühjahr dieses Jahres den Stahl zur Zahlung einer Ent— 
schädigung von 500 Gulden und wies die Garantieklage gegen 
Korber zurück, weil dieser für den durch ein fremdes Pferd ange⸗ 
richteten Schaden nur dann hätte hafthar gemacht werden können 
venn ihm von der üblen Eigenschaft eines solchen, z. B. des 
Schlagens, Mittheilung gemacht worden wäre. Dies war aber in 
dem fraglichen Falle nicht geschehen. Gegen dieses Urtheil hatte 
Stahl Berufung erhoben, die indessen von dem Appellationsgerichte 
in Zweibrücken als undegründet verworfen wurde. Die Gesammt— 
dosten fallen natürlich dem Stahl zur Last urd dürften fich mil 
der ausgesprochenen Entschädigung auf ca. 3000 M. belaufen. 
fFAus der Pfalz schreibt man dem „Irkf. Journ.“: 
Das Betriebsergebniß der pfälzischen Bahnen in den ersten drei 
Bierteljahren 1878 weist die Summe von 8,529,263 M. auf, 
also um 684,817 M. weniger, als im gleichen Zeitraum des 
Jahres 1877. Man kann hienach annehmen, daß der Ausfall 
gegen voriges Jahr bis zum Ende 1878 mindestens 900,000 M. 
detragen wird. Für das Jahr 1877 mußte die Staatskasse schon 
2,792,000 M. zuschießen; für 1878 werden es also 3,500,000 
M. sein, eine Summe, welche den Betrag der gesammten direkten 
Steuern, welche die Pfalz dem Staate zahlt, erreichen, wo nicht 
bersteigen dürfte. 
fEine gefährliche Prise. In der Nacht vom 
3* 
⸗ 
Hausversteigerung. 
Samstag, 2. Nod. nächst⸗ 
hin, Nachmittags 2 Ubr bei 
Johann Fries an der Kohlen⸗ 
traße hietr 
lassen die Witiwe und Erben 
des hier verlebsen Samenhaͤndlertß 
Naspar Wachs die nachbezeich⸗ 
nete Liegenschaft im Banne von 
St. Ingbert abtheilungshalber 
gffentlich an den Meistbittenden 
zu Eigenthum versteigern nämlich: 
Pl.⸗Nr. 936. 2 a 42 qm 
Flaͤche Wohnhaus mit Stall, 
Hofraum und Pflanzgarten 
in den Großgärten. 
St. Ingbert, 23. Olt. 1878. 
Sauer, k. Rotar. 
Hausversteigerung. 
Samstag, 2. Novd. nachst⸗ 
hin, Nachmittags 8 Uhr bei 
Schreiner Johann Schmelzer 
iahßt Magdalena Mohyen 
Wittwe von Jalob Schmelzer, 
veiland Schreiner hier, folgende 
Liegenschaft im Banne von St. 
Ingbetrt, dffentlich an den Meist⸗ 
bietenden zu Eigenthum versteigern 
aümlich: 
Pl.eNr. 388. 95 qm Flaͤche, 
Vohnhaus, Siali u. Hof u. 
Pl.Ne. 3889. 12 29 qm, 
Pflanzoarten. 
Das Ganze gelegen auf dem 
Hahnacer in Si. Ingbert neben 
Karl Jung. 
St. Inobert, 24. Ott. 1878. 
Aa⸗rer, l. RNotar. 
rerkaufe 
ane schöne, junge frische Euh 
nit Kalb 
Fuche, Straßenwärter. 
Güterversteigerung. 
Montang, 11. Nov, nächft⸗ 
hin, Nachmittags 2 Uhr in sei⸗ 
nem Wirthslokal dahie 
laßt Herr Jakob Schwarz, 
Metzger und Wirth hier, die 
nachbezeichneten Liegenschaften im 
Banne von St. Ingbert unter 
den hier üblichen Bedingungen 
iffentlich an die Meistbietenden 
zu Eigenthum versteigern: 
I. Pl.Nr. 13900, 1390, 
1I390 u. 1390 , 84 4 
b0 qm Acker ober der 
Trift; J 
Pl.Nr. 1652. 95 a 6 
qm Acker am Rischbacher 
Rech; 
Pl.⸗Nr. 16571. 21 a 
17 qm Acker beim Hasen⸗ 
eck an der Maäͤusbach; 
Pl.Nr. 16579j58. 13 a 
29 qm Acker allda; 
Pl. Nr. 3909. 11 a 24 
Im Acker links in den Ka⸗ 
steler Rodern; 
Pl.⸗-Ne. 3912. 29 a 13 
qm Acker allda; 
7. Pl.-Nr. 4034. 14 a 31 
qm Acker hinter Hobels; 
8. Pl. Nr. 4036. 19 a 8 
qm Acker allda; — 
9. Pl⸗Nr. 4357. 14 a 65 
qm Ackt im Rod; 
10. Pi.Nr. 4388. 15 a 33 
qm Acker allda; 
11. Pl.Nr. 4400. 18 a4 74 
qm Acker allda; 
Pl.„Nr. 4401. 11 a 98 
qm Acker allda. 
St. Ingbert, 26. Olt. 1878. 
Sauer, k. Notar. 
Sonnabend zum Sonntag wurde einem Arbeiter im Berliner Thier—⸗ 
garten von Unbekanuten eine Prise Tabak gereicht. Der Arbeiter 
wurde, nachdem er die Prise geuommen, sofort betäubt, da der 
Tabak mit einem narkotischen Gisfte geschwängert war. In seinem 
zülflose Zustande wurde der Arbeiter seiner Uhr, seines Geldes 
und Gutes beraubt. Die Behörde ist dem Thäter, welcher ein 
Papier am Ort der That zurückgelafsen hat, bereits auf der Spur. 
F Nach dem „Prg. Tab.“ hat in Girschin ein Fleisch⸗ 
hauer einen israelitischen Gläubiger, der ihn seiner Schuld wegen 
mahnte, mit einem Schinlen erschlagen und sich dann selber an⸗ 
gezeigt. 
rf In Parris wurden am letzien Donnerttag einem Juwelier 
Diamanten und Schmucksachen im Werthe von 150,000 France 
entwendet, die Thäter wurden indesser sehr bald von der Polizei 
ergriffen und ein großer Theil der gestohlenen Juwelen bei ihnen 
gefunden. 
F Wie der „Commercio“ in Genung aus böchst verläßlich r 
Quelle melden zu können angiebt, wird der Gotthardt-Tunnel im 
daufe des kommenden Jahres fertig gestellt und Anfangs 1880 dem 
Berkehr übergeben werden. 
Alexandrien, 24. Olt. Die Ueberschwemmungen des 
Nils haben beträchtlichen Schaden verursacht, der auf 500,000 Pfd. 
Sterling geschätzt wird. 250 Menschen find ertrunken. Die Eisen⸗ 
bahnverbindung ist unterbrochen. Die Einwohner beschuldigen die 
Regierung, die nöthigen Vorsichtsmaßregeln außer Acht gelassen 
zu haben. 
Fur die Redaction verantworilich: F. X. Demeß. 
— — — 
3 „MMM) von L. HI. Pletseh COo. in Breslau 
Huste⸗ Nicht Honig-Kräuter-Malz-EBxtratt und -Caramellen“). 
Die meisten Menschen werden bei dem Witterungswechsel im Herbst und 
Frühjahr vom Husten befallen. Jeder Husten kann höcht gefährlich 
verden! Aus einem einfachen Husten und Tatarrh können der Keuchhusten, 
die Bräuue, chronischer Catarrh, Lungen⸗Affektionen, Ästhma 
ic. entstehen. Kein Hustender darf deßhalb ganz forglos sein. Wir machen 
darauf aufmerksam, daß obiges Fabrikai ärztlich geprüft und dipfohlen ist. 
2) Zu haben in St. Ingbert bei Herrn J. Friedrich. 
Bekanntmachung. 
Von Montag den 28. 
Oktober an wird die Ab— 
und Zufuhr von Gütern 
im bisherigen Güterschoppen und 
Berladeplätzen eingestellt und der 
probisorische Guterschoppen sowie 
die neuen Verladeplätze am 
westlichen Ende des Bahnhofes 
in Verwendung genommen. Das 
Verbringen der Güter dahin findel 
pon der Kaiserstraße aus auf der 
neu angelegten Straße am Lautzer⸗ 
thälchen Statt. 
St. Ingbert, 25. Olt. 1878. 
Die Babnhofverwaltung 
Eifler. 
Für Jagdliebhaber. 
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per Stück M. A. empfiehlt 
Hermann Zisscher. 
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tern Deutschlands gehörend. 
Pächter des Inseratentheils 
Annar·er· Eoreditien 
Adolf Stoiner 
EAMBURG. 
— 
Srust schwach.· 
Damit bezeichnet man oft das 
erste Stadium der immer allge 
meiner werdenden Lungenkrank 
heiten, gegen welche in dem Werk⸗ 
chen „Die Brust⸗ und Vungen⸗ 
rankheiten“ praktischeHeilvorschläge 
gegeben sind, deren Werth aus 
den zahlreichen darin abgedruckter 
Attesten hervorgeht. Vorräthie 
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-ab- und Steindruokorei 
IIXX. 
8t. Ingbort. 
Druck und Verlag von F. x. Demetz in St. Ingbert. 
Hiezu „Illustrirtes Sonntagsbilatt“ 
d. 
44.