Bestimmungen: Die Marmorbüsten beider Heer⸗
ührer werden Vormittags 10 Uhr dem Armeemu⸗
eum in Anwesenheit des Generalinspekteurs Prinz
douitpold, k. Hoh,, und der kommandirenden Gene⸗
ale des J. und II. Armeekorps Frhr. v. Horn
ind v. Orff übergeben. Das 11. und 14. In⸗
anterieregiment, deren Inhaber die verstorbenen
Hhenerale waren, werden hiebei außer durch ihre
Rommandeurs je durch einen Hauptmann, durch
inen Unteroffizier und einen Soldaten vertreten
— R Türken·
rrabenkaserne eine Garnisonsparade abgehalten,
vnzu anch die Kriegsschule und das Kadettenkorps
muszurücken haben, wie auch Einladung an die
maltiven Offiziere egeht.
4 Am Sonntag machten mehrere Mitglieder
des Velozipedllubs Münch en dem Klub in Frei⸗
ing einen Besuch. Trotz Wind und der schlechten
Beschaffenheit der Straße hatten die flotten Stahl⸗
coßreiter den 833 Kilometer langen Weg in zwei
Stunden zurückgelegt.
—In Stadisteinach, Oberfranken, wurde vor
tlichen Tagen der Opferstock in der kath. Kirche
erbrochen, und dessen Inhalt mit 50 Mark geraubt.
Diese Raubgeschichte wurde durch 4 noch schulpflich⸗
igen Jungen, zum Theil angesehenen Familien
mgehörend, ausgeführt. Einer, die Rolle als
Schinderhannes spielend, ließ die andern vor dem
Altar in feierlicher Eidesformel schwören, dann be⸗
gann das Raubrittergeschäft.
FDer ‚Unbekannte“ im Bett. Kürz⸗
sich passirte in Trier folgendes Stückchen. Ein
Reisender, welcher in einem der besuchteren Hotels
sogirte, wollte sich eben zu Bette legen und hatte
»icht bereits ausgeloscht. Als er die Bettdecke
zurückschlug, kam ihm diese etwas warm vor und
As er in's Bett tasiete, fuhr er entsetzt zurück; denn
da lag ein Unbekannter im Bett. Fliehend schri⸗
er, so laut er konnte, um Hilfe. Der Oberkellner
ein etwas ängstlicher Mann, hatte das Herz nicht,
den Unberufenen hinauszuschaffen, und lief daher
nuf die Straße, um Hilfe zu suchen. Ein gerade
Zes Wegs kommender UÜnteroffizier vom 9. Husaren⸗
Regiment ließ sich erweichen und folgte dem Ge⸗
suchsteller. Der Unteroffizier zog blank, der Ober⸗
kellaer nahm ein langes Tranchirmesser in die Hand
und ging es an's Werk, den Dieb oder Moͤrder
auszutreiben. Erst wurde die Thüre aufgerissen,
und da sich Niemand rührte, ging man in ge⸗
schlossener Colonne auf das Bett los. Und wen
ertappte man da? — Eine Wärmeflasche.
FGechs in Freiheit dressierte sibi—
rische Wölfe) sind die neueste Acquisition des
Thealers der Reichshallen in Berhin. Ihr
Dresseur ist ein Spanier, der sich bisher mit der
Dressur von Thieren nur aus Liebhaberei beschäf⸗
tigt hat und jetzt auf Zureden seiner Freunde zum
ersten Male die Bühne betritt. Seine Wölfe,
große prächtige Thiere, parieren aufs Wort und
eisten ersiaunliches. Auf Kommando erscheinen
sie einzeln aus ihren auf der Bühne placierten
Boxes und kehrten in dieselben zurück. Sie mar⸗
schieren in Kolonnen auf, avancieren im Trabe,
ihen in Front auf den Hinterbeinen, springen
ihrem Dresseur auf die Schulter etc. und der Haupt⸗
kuͤnstler unier ihnen springt über eine Reihe von
7 Stühlen, 4 Stühle übereinander, mit Elan hin⸗
weg. Wenn man die unruhige Natur des Wolfes
erwägt, so muß man dieses Dressur-Resultat als
saunliches bezeichnen. Auch bier hat Güten!
und Geduld alles erreicht. Als die Thiere jung
waren, schliefen sie z. B. wie Hündchen im Bette
ihres Herrn. Und wie Hunde folgen sie ihm noch
heute.
Wien, 28. Febr. (F. 3.) Heute Nach⸗
mittag wurde in der Blindengasse, Josefstadt, ein
Sozäialist verhaftet. Er suchte zu flüchten und
gab während der Flucht zwölf Schüsse ab. Ein
Wachmann wurde schwer, zwei wurden leicht ver⸗
wundet.
Paris, 28. Febr. In einem Kloster
zu Serirane bei Marseille schoß ein verabschie—
deler Gärtnergehülfe namens Chave gestern Abend
im Garten des Klosters sechs Revolverschüsse auf
die Oberin und eine andere Nonne ab; die Oberin
blieb auf der Stelle todt, die Nonne wurde schwer
verwundet.
FLondon, 28. Febr. ( F. J.) Ein Deutscher,
Namens Weßenberg, welcher sich für einen
deutschen Baron und Anverwandten Bismard't
ausgab, wurde wegen Betrugs eines deutschen
Bäders um 5300 Lire zu fünfjähriger Zuchthaus
strafe verurtheilt.
GMittel gegen Warzen) Gegen War—
zen, besonders an der Hand, wendet, so schreibt
e i md. Centt.Itg, Vidal schwarze Se
an, welche er auf ein Stuͤck Flanell dick aufträg
und auf dem betreffenden Theile festbindet. Dieser
Verband bleibt möglichst Tag und Nacht liegen.
Nach wenigen Wiederholungen der Procedur wird
die Warze weich und löst sich auf, so daß sie nur
herausgeschabt zu werden braucht. —
Fur die Redaktion verantwortlich: F. X. Demet.
sambrechler Tuche & Buxkins,
chwarzt veidenstofft,
seinen & halbleinen,
kuclisch Feder & Betlfedern.
Hausfrauen!
Unentbehrlich für jede Hausfrar
st die binnen Kurzem so in Aufnahm—
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staubfreie
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Im Interesse aller Hals⸗ und
Anerkennung. Brustleidenden halte ich
ꝛs für meine Pflicht unaufgefordert auszusprechen, daß der rheinische
Traͤuben⸗Bruft⸗Honig von W. H. Zickenheimer in Mainz
welchen ich von Herrn Kaufmann Bahlsen hier beziehe, sich in meiner
Familie als ein vortreffliches Mittel gegen Husten, Hals⸗ und
Brustleiden bewährt hat. Die Wirkung dieses Hausmittels war oft
eine geradezu überraschende und selbst bei harinäckigen Uebeln trat schon
nach durzem Gebrauche eine wesentliche Linderung ein. Ich kann daher
diesen angenehmen Saft aus vollster Ueberzeugung auf das Ange—⸗
legentlichste empfehlen.
Erfuri, den 8. April 1883.
Dr. Vorbrodt, Stadischulrath.
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* 5 das edelste, angenehmste und wirksamste Haus⸗ und
—DB Genußmittel bei Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Hals⸗
—— und Brustleiden, Husten der ßinder ꝛc. und durch
unzählige Anerkennungen ausgezeichnet. Jede! Flasche trägt nebige
Verschlußmarke, sowie im Glase und auf dem Etikett die Firma des
Erfinders und Fabrikanten.
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