das Irrenhaus führten. Sein Name ist Riehl,
er ist aus Hannover gebürtig und soll in glänzen⸗
den Verhälinissen leben. Dr. Morison erlitt in
der Racht nach dieser Ordinationsstunde einen
Schlaganfall.
Die zu Antwerpen erscheinende „Illustrirte
Weltausstellungs· Zeitung! bringt in ihrer 6. Nummer
rinen eingehenden Artikel über die Kollektiv—
Ausstellhung der vereinigten Werke Neunkirchen,
Halberg und Dillingen, dem wir folgende Daten
cAnehinen: Werfen wir einen kurzen Rückblick auf
die Enwickelung der Weltfirma Gebrüder Stumm,
Neunkirchen. Die Familie Stumm betrieb Eisen⸗
hütten auf dem Hunsrücke seit Anfang des 18.
Jahrhunderts. 1726 erbaute Joh. Nikolaus Stumm
das noch jetzt stehende Wohnhaus auf dem Hammer
Birkenfeid bei Kempfeld (Reg.«Bez. Trier) und er⸗
warb 1730 die Asbacherhütte. Sein Sohn Joh
Heinrich Stumm, badischer Kommerzienrath, erwarb
FDer daute die Abentheuerhütte, die Gräfenbacher⸗
hütte und den Weiprather Hammer. Bis zu seinem
1781 zu Abentheuerhütte erfolgten Tode besaß und
betrieb er außer den obengenannten 5 Werken noch
den Kotzenlocher Hammer. Seine 3 Söhne Frie⸗
—XV Ferdinand Stumm
erwarben 1793 den Hammer Weitersbach. 1806
das Neunkirchener Eisenwerk, 1809 die Hälfte der
Halberger⸗ und Fischbacherhütte. 1818 traten sie
durch Änkauf einer namhaften Anzahl von Altien
in die Gesellschaft der Dillingerhüttenwerke ein.
Christian Stumm trat im Jahre 1828 von den
Beschäften zurück, Ferdinand starb unverheirathet,
so daß die Leitung der Stumm'schen Werke aus⸗
schließlich auf die Nachkommen des Herrn Friedrich
Philipp Stumm, dessen Büste die Ausstellung der
g bereinigten Werke ziert, überging. Seinem Sohne
Karl Friedrich Stumm, geb. 1797, gest. 1848
verdanien dieselben die Anfäünge zu ihrer heutigen
großartigen Entwickelung. Dessen Sohn wiederum,
zuso der Urenkel des zuerst genannten Joh. Riko⸗
laus Stumm, der vch. Kommerzienrath Karl Ferd.
Stumm, geb. 1836, Mitglied des preußischen Her⸗
renhauses, früher langjähriges Mitglied des deut⸗
schen Reichstages, ist heute der oberste Leiter der
Stumm'schen Werke. Er ist Chef der Firma Gebr.
Zumm in Neunkirchen, Haupteigenthümer der
kommanditgesellschaft Rud. Böcking & Co. zu
dalbergerhütte (deren Gerant und Miteigenthümer,
Herr Rud. Böocking, gleichfalls ein Nachkomme des
Herrn Friedrich Phil. Stumm ist) und Präsident
der Aluen-Gesellschaft. der Dillinger Hüttenwerke.
Diese 8 Werke, deren. Produbkte in einer Kollektiv⸗
Ausstellung vereinigt sind, haben zur Verhütung
gegenseitiger Konkurrenz, das Ablommen getroffen,
daß die Halbergerhütte nur Gußwaaren, Dillingen
nur Bleche und Platten, Neunkirchen dagegen die
übrigen Artikel der Eisenindustrie fabrizirt. Neun⸗
tirken fabrizirte bisher jahrlich circa 100,000 1
Roheisen und 75,000 T Stabeisen. Faconeisen,
Achsen, Walzdraht, Eisenbahnschienen u. Schwellen
c. aus Rohe, Fluß und Schweißeisen mit circa
3000 Arbeitern. Dillingen e:rca 25,000 T. Bleche
linkl. Weißblech) und Panzerplatten aus Fluß⸗ u.
Schweißeisen mit circa 2000 Arbeitern. Halberger
hütte circa 20,0000 T Gußwaaren; namentlich
Rtöhren aus Hochofen⸗ und Kupolofenguß mit ca.
1200 Arbeitern. Die Beirgleute sind in diesen
Zahlen einbegriffen. Die übtigen obengenannten
Sluͤmm'schen Werke befinden sich zwar theilweise
noch im Besiß der Familie, sind aber sämmilich
nicht mehr im Betriebe. Bevor wir nunmehr in
die Einzelheiten der Kolossal ⸗Ausstellung eindringen,
möchten wir den Leser bitten, sich mit uns an der
einfach schönen, gediegenen und sinnigen Dekoration
der Schlußwand zu erfreuen. Jedem der drei
ausstellenden Werke ist ein gleich großes Feld auf
dieser Fläche zugetheilt. Grundriß und eine Dar⸗
stellung des betreffenden Werkes in künstlerisch voll⸗
ndetem Oelbild schmücken jedes Feld; weite Säulen
fassen die Felder ein und tragen das Gesimse,
velches zwei Medaillons und ein allegorischet
Mitielbind von Lorbeerkränzen eingerahmt, verzieren.
Zwei Trophäen, schwarzweißes Schild, schwarz⸗
veiße Fahnen führen das Auge zum Schlußstück
dem Reichsadler, von deutschen Standarten getragen.
derrn Spatz, Direktor des Gewerbemuseums zu
Faiserslautern, gebührt volle Anerkennung für diest
deistung. Einfach, sinnig und schön, jeder Ueber⸗
ladung bar, paßt sich diese Dekoration der ernsten
und sachverständigen Auffassung an, auf welche
diese Kollektiv ⸗Ausstellung einen so berechtigten An⸗
pruch hat.
New⸗PYork, 30. Juli. In Baker City,
Dregon, braunte gestern ein Gefängniß nieder.
Funf Sträflinge kamen in den Flammen um und
mehrere andere trugen schwere Brandwunden davon.
Gemeinnutziges.
(GMeinigung der Bier⸗ und Weinslaschen
Um vBier⸗ und Weinflaschen von den sich in “
bildenden Krusten, selbst wenn diese sehr —
anhaften, zu befreien, empfiehlt es sich, die dusg
mit einer Löosung von „übermangansaurem Ratren
zu schwenken oder, wenn nöthig, die Lösung ku
Zeit über der Kruste stehen zu lassen. Der
des Ansatzes ist dann leicht mit einer Bürsten
entfernen.
Literarisches.
Das pfalzische Sonntagsblatt „D ie Heimath
Verlag von A. Gotthold, Kaiserslautern) enthel
n Nr. 44: Gedächtnißtage, Im Walde Gedichh
Fine Verlobung mit Hindernissen (homorisfische Ro
velle), Schreckenstage (geschichtliche Erzählung), D
Schlacht am Hasenbühl, Ein kleines Erlebniß au—
zroßer Zeit, Hervorragende Pfalzer, Riehl übe
unsern Schandein, Rundschau im Pfälzer Lant
Blätter und Blättchen, In's Merkbuch, Briefkasten
Fur die Redaktion verantwortlich: F. X. Demeß.
— xα
Seit Jahren derselbe Erfolg.
Marienweiher (Bayern) Wohlgeborener hen
Auf Ihre werthe Anfrage unter dem 14. dieses Monau
db mir der bisherige Gebrauch Ihrer 3. Z. weit in de
Welt verbreiteten Äpotheker R. Brandt's Schweizerpile
wohl immer entsprochen, kann zur großen Freude Elerer
Wohlgeboren keine andere Antwort erfolgen, als daß righ
blob eine Wenigkeit, sondern auch Na heste hende und am⸗
dere bekannte Persoönlichkeiten über die siets sich gleic
bleibende Wirkung besagter Pillen nach jeweiligem Gebrauch
ihre volle Zufriedenheit aussprechen mussen. Gegenlbbe
diesem erfreulichen Zeugnisse hört man öfter Stimmen
welche diesen Pillen die bedachte Wirkung geradezu ab
prechen; ja, sie sagen, der krankhafte Zustand werde durt
Anwendung dieser Schweizerpillen nur noch mehr ver
schlimmert. In solchem Falle läßt sich wahrlich nich
Anderes denken, als daß solche das Gegentheil wirlerd
Dillen gefalscht sein müssen; denn haben dieselben mir un
dielen anderen Mitmenschen geholfen. dann muüssen sie aue
sofern sie wirklich ächt sind — allen denen von Nugn
sein, die zu diesen Pillen ihre Zuflucht nehmen. In alle
dochachtung und Dankbarkeit zeichnet Euer Wohlgebott
gebenst P. Albertin Schlegel, Vicarius O. S. Fr. Ra
achte genau darauf, daß jede Schachtel als Etiquen e
wveißes Kreuz in roihem Grund und den Namenzug
Brandt's trägt.
Stadtrathsitzung
J —e
Mittwoch, den 5. dss. Mits.
Abends um 5 Uhr.
Tages -Ordnung:?
1. Erbauung eines Schlachthauses.
2. Schulwesen.
Z. üunlerhaltung der Straßen⸗ und
Verbindungswege.
4. Heimathsangelegenheiten.
5 Waldberechtigungsangelegenheiten
G. Verschiedene Mitiheilungen.
St. Ingbert am 8. August 18885
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