α α Lurtei 767 6*5* . * Konsi — 2.gam I n fehnte den Vor⸗ —XD Errichtůng von neutralen Spi— salern auf der Insel Creta ab. Der Gouverneur von Thessalien Ethem Pascha vertheilt Waffen unter die dortige muẽelmännische Bevoölkerung. ö— ꝛ Ruftland, . 5 Petersburg. 17. Jan. Das verschiedentlich mitgetheilte Gerücht⸗ England habe an Rußland eine Rote mit Reclamationen wegen des letzten, Polen betreffeuden kaiserlichen Ukas ergehen las⸗ sen, ist volllommen unbegründet. — Der russische „Invalide“ sagt in seiner: militärischent Jahresrundschau, die. Friedensstärle der Armee sei 700,000 Mann, mithin gegen früher um 100,000 Mann vermindert. Die Completirung zur Kriegsstärke könne, er⸗ forderlichen ·Falls binnen'⸗6. Wochen?erfolgen, binnen 2 Jahren werden die Artillerie vollständig mit neuen Geschützen versehen und 1867 bereits 300,000 Hiuterladungsgewehrz ind, 300 gezogen⸗ Geschühe vollendet sein. 3 J i Vonder polnischen Gren zen 18. Jan, Wie ver⸗ lautet, ist am 1. Mai der Termin, au deni die beurlaubten Sol⸗ daten sich wieder zu stellen haben. Wie es scheint, will die ruß fische Polnik bis dahim. wo die orientalissche sichmehr gellärt ha⸗ hen wird, die Rolle des Zuwartens übernehmenan zut an — — ⸗ Ber mischtes. — ꝓMitu ch en: König Ludwig besuchte am 15. d. das Etab⸗ lissement des Hrn: v. Maffei in der Hirschau, verweilte daselbst uüͤber eine Stunde besichtigte den größten Theil der Werkstätten und richtete gan viele/ Arbeiter freundliche Worte, sich um ihre Verhältnissez erlun digend. Wie man weiter mittheilt, hat der Kö— nig dem Arbeiterunterstützungsverein der Fabrik 3907.b0 pfschenkt pPRegensbuerg, 15. Jan. Dieser Tage wuͤrde der Her— zog von rensa woelcher hier größere Jagdbezirke hat, voii Wild dieben geschossen, iind ist einer bedeutenden Verwundung nur durch Dichtheit der Kleidung entgangen?. Die Schrote konnten leicht ausgeschnitten werden und befindet fich der Herzog gänzlich außer Gefahr. — Zweibrücken 17.Jan.“ Wie wir von glaubwürdiger Seite vernehmen, hat das kgl. Ministerium den Verkauf der hie⸗ sigen Maximilianskirche an das Justizärar genehmigt undesoll nur sofort mit der Räumung der Kirche begonnen werden. F Ludwigshafen, 20. Jan. In Worms und Mainz mußten die Schiffbrücken in Folge des Treibeises abgefahren werden. Hier ist der Rhein noch eisfreic FMainz. 16. Jan. Die erste Schiffmühle, in der Reihe vom. Mainzer Rheinufer? aus, begann heute Morgen kurz vor Ta⸗ gesanbruch zu sinken. Es wurden sofort die nöthigen Rettungs- vorkehcungen getroffen. Mühlnachen eilten herbei, um den auf der Mühle befindlichen Fruchtvorrath zu retten. Schiffspumpen wurden angesetzt, aber Alles vergebens. Gegen 9 Uhr hin sank die Müh— le dollständig und trieh, kaum mit der Dachspitze noch aus dem Wasser hervorstehend in dem hochangeschwollenen Strome sort. Die auf der Mühle beschäftigten Arbeiter mußten sich bei dem schnellen Sinken der Mühle eiligft. retten, und ijt glücklicher Weise kein Menschenleben, zu beklagen. Bei dem Sinken wurde auch die neben haltende zwelte Schiffmühle losgerissen und trieb eine Strecke stromabwärts; es gelang jedoch, dieselbe am sogenannten Schar⸗ fenech wieder ohne weitere Beschädigung vor Anker zu legen. Berlin, 14. Jan. Am 8. d. früh wurden hier fünf Personen vom Kohlendunste betäubt in ihren Wohnungen gefun— den. Zwei von ihnen, zwei Dienstmädchen waren schon erstickt; sie hatten den Ofen ihrer Schlafkammer mit Steinkohlen geheizt,“dund unvorsichtigerweise die Klappe geschlossen, so daß die Kohlen noch Morgens im Ofen glühten. Alle Wiederbelebungsversuche bei den ersticlen, beiden Maͤdchen blieben fruchtlos: eben so konnte ein alter Monn, der an demselben Morgen bekäubt zu Hause gefun— den wurde, nicht mehr gerettet werden, während seine alte Ehe— zgattin nach mehrstündlichen Bemühungen des Arztes wieder zur Besinuung kam. Die fünfte Verunglückte, ein junges Mädchen, eben⸗ falls vvm Kohlendunste betäubt im Bette gefunden, wurde auf ärzliche Anordnung nach Bethanien gebracht. Also an einem Mor⸗ gen drei Todte durch Kohlendunst und außerdem noch zwei gefähr— lich Erkrankte. Die „Boͤrs.⸗Ztg.“ bringt folgende Warnung: „Es sind hier 1866et Dividendenscheine zu Actien der Rhein⸗Nahe-Bahn in Um— iauf gesetzt worden, denen man durch Ueberdrucken einer Werth⸗ angabe, in dent uns vorliegenden Scheine z. B. von 2 Thlrn. 7 Sgr. 6 Pfg., das Ansehen zu geben versucht hat, als würde für sie au irgend. einer Kasse dieser Betrag gezahlt. Um das Pub likum vor Täuschung zu bewahren, machen wir aufmerksam da quf daß dis Rhein⸗Nahe-Bahn leider guch fur 1866 nicht jn der Neeh wird, irgend eine Dividende zu — v Ach 4 Aus Wien wird geschrieben: Kin moralischer Meuchelmord⸗ versuch, von dem wir jetzi erst Kunde erhalten,der aber schon bor einiger Zeit vorgefallen, überbietet am Niedertracht Alles, was wir je gehört haben. Statt des Dolches ist Die Photographie als Werzeug gebraucht worden, obendrein gegen eine Frau, die sich mit ihrem Gatten, einem hexvorragenden Schrijtsteller, in den deften Kreisen bewegt. Auf irgend eine Weise hat man sich ihrt Photographie zu verschaffen gewußt, den Kopf davon ausgeschnitten, hu der Photographie einer liederlichen Dirne: in der unzüchtigsten Stellung aufgesetzt, dieses Bild dann vervielfältigt und ingrffente lichen Localen ausgestreut! Eine bestimmte Ermittellung dert Ur- jeber dieser Schändlichkeit ist zwar nicht gelungen,tdoche werden us solche ein paar Literaten bezeichnet, die aus Haß gegen den Mann dieses moralische Banditenstück gegen seine Gemahlin ver uübt haben, um beide aus der Gesellschaft zu vertreiben! FIn Wien werdenk. Ei100 Gulden“ Praͤmiens Loose mit dem Molto ausgeboten: LWie: nm, man reich werden,t ohne (sein, Geld zu verlieren?“ Der „N. Anz.“ fragt, warum, der, Finanz⸗ ninister dieses Kunststück nicht für sich behalte er lonne ẽz.am hesten für den Staatssäckel gebrauchen u it pPiBree me merla. Jan. Das Archip des zweiten deutschen. Bundesschießenz, welche sich im hem“ Gebände Lvon; Drystes und deymann in Bremen befand, ist bei einem großen „Brande, den dieses Gebäude betroffen, verloren gegange.⸗3 —X 9 F DieAusstellungscommission sucht einen Entrepreneur für ein Jroßarliges, wie, es⸗ heißt, vom Kaiser selbst, angeregtes Project. TRhandelt ich uum die Errichtung einer Monstre-Speistanftaltein der Nähe der Äusstellung, awelche⸗täglich 0006. Coupertꝶ zu nöglichst niederen Preisen zu liefern hätte? Dir Regierung trägt sich nämlich mit Her Idee, aus allen Communen Frankreichs, de⸗ ven ee 36.000 beläuft, Gruppen von!je 5— W0Perd sonen, für welche die Ausstellungein besonderce hatte ind deren Mittel für eine Reise nach Paris nicht ausketchen, auf Staatskosten dahin kommen zu lassen. Dieje sollen nun in jenem Phalanstoͤre moͤglichst billig beköstigt werden. Uebrigens hält es ie Ausstellungscommission für nöthig! heute nochmals durch den „Moniteur“ zu dersichern, daß die Eröffnung der Solennität un⸗ viderruflich auf den 1. Aprib festgesetzt bleibt. 534 7Paras, Hier herrscht eben in verschiedenen en Distrilten unler⸗ den Kaͤtzen eine Art Wuthlrankheit, so daß-schon eine be⸗ drächtliche Anzahl dieser Thiere getödtel werden mußte. .7 Das Londoner Blatt. Herald“ hat große Lust,“ den Ko⸗ nig Wilhelm von Preußen den Bayard Preußens zu nennen und deun Grafen Bismarck seinen Platz zwischen Dem franzöosischen Staatsmann Richelieu und dem italienischen Poͤlitiker Machiavelli inzuweisen. Zwei, imähnlichere“ Leute, als den Koönig“ Wilhelm und Bismardh gäbe es eigentlich nicht. KönigeWilhelm,“ sagt der „Herald“, ist ein schlichtet redlicher gerader Mam; tapfer, jah⸗ jornig und hartnäckig, wenn er in seinem Rechtenzu sein glaubt. Der Muth nit dem er in dem letzten Kriege sich; in die Frontt stürzte und den Oberbefehlbei Königgrätz übernahm, wonnohne eine und seines Sohnes“ Energie die Schlacht: hatte verloren.ges jen und das Kriegsglück sich gegen Preußen wenden bonnen.“ ver zindet seinen Namen mit einem unvergänglichen Triumph.nAlso ohne Furcht und ohne Tadel denn sein Minister habe ihmee rerst ann die ganze lang vorbereitert und auf die Spitze gestellte Laa jc der Dinge im Zusammenhange gezeigt, als dem z: König keine Wahl geblieben sei,als Oesterreich zu besiegen oder die dauernde Demüthigung Preußens zu Ddulden. Das sei in der berühmten Fabineissitzung Ende Februar 1866 geschehen, dun⸗ welcher“ der Zönig, der Kronprinz, Graf Bismarch und - die, Generale Theil nahnten? 1Bismarck habe dem stönige sein Entweder — Oder! gestellt, und der König habe entschlossen zugegriffen. 7 Gin ganzer Berg von Eisen — in“ Nordamerikac) Bab ugendliche Amerila schließt, im Vergleiche zu dem alternden En ropa, nicht nur gewaltige polikische, sondern auch unermeßliche Raturkräfte in sich. So ist z. B. der Eisenreichthum des Staal tes Missouri schier unerschöpflich. Unter anderen Wundern gibt s dort einen 800 Fuß hohen Eisenberg. Derselbe ist mit einer ẽrzschichte umgeben, unter welcher das Metall als eine kompacte Maͤsse wie geschmolzen liegt. Ein amerikamischer Gelehrter, Prof. Sillimann, hat berechnet, daß die Metallschichte sich bis zu einer Tiefe von 1200 englischen Fuß qusdehnen muß und tausend Jahre —X Der Berg wird bis jetzt nuͤr sehr wenig bergmännijsch ausgenützt, da es in Missouri an Kohlen fehlt. Indessen dürfte der , Pilot⸗ Fnob“, so heißt der Eisenkoloß nicht mehr kange Zeit Gegenstand »loßer Neugierde bleiben. Die Blutz und, Eisenpolitik auf Erden ürfte daher noch auf Lage Zeit binaus um Material nicht ver⸗ egen sein. 24