St. Ingberler AAnzeiger * 44 1I L. — * —— ———— — —— 27 der St Jug bert er Angeiger“ mit seinem Unterhaunmmgsblaue arjcheint wochentlich dreimal: Dienstag, Donnersstag S nseage Lcbonnementshreis dierteüährig 1ß Kryr Anzeigen werden min S Krzr. die dreupaltige Zeile Blanischrift oder deren Raum berechnet. — — — — — — —— — — ö——— — — — — Nro. 76. ———— —— —— — Einladung zum Abonnement. Mit dem 1.Juli nachsthin beginnk ein neues Quar⸗ tal für die Monate Juli, August. und September. Wir nachen unsere verehrlichen Leser hierauf mit der freundlichen Bitte nufmerksam, ihre Bestellungen gefälligst rechtzeitige zu er— neuern. Namentlich ersuchen wir diejenigen unserer Abonnenten, welche das Blait durch die Post beziehen, für eine mö glichsi baldage Bestellung bei der betreffenden Posterpedit ion oder den resp. Postboten Sorge tragen zu wollen, damit der Versand; des Blattes keine Verzögerung erleisdhe. Der St. Ingberter Anzeiger wird wie bisher Zmal wöchent. lich mit Unterhaltungsblatt um den vierteljährigen Preis von 45 sereuzern erscheinren. — Zu zahlreichem Abonnement ladet ei Die Expedition. XB. Denjenigen Abonnenten, welche den Anzeiger durch die hon der Expedition beauftragten Zeitungsträger erhalten, wird das Zlatt für das kommende Quartal regelmäßig fortgeliefert, soferne sie dasselbe vor Ende dieses Monats nmicht aus. drücklich abbestelben.““ i e Deutschland. J München, 28. Juni. Es veorlautet, daß der König sich deumächst zum Besuch der Industrieaussteltnng nach Parig bege— — VDD—— Innern uͤnd der Justiz damit um, die Vertretung der Staatsan waltschaft an den Stadt⸗ und Landgerichten wieder den Districts behörden zu überweisen. — Das auf dem gete zu concentrirend Armeecorps wird im Ganzen bei 17,000 PMuann stark sein. Zu zen in der zweiten Woche der Lagerperiode stattfindenden größe ren Mansvern in der württembergischen Grenze ist zwar auch die Theilnahme württembergischer Linientruppen in Aussicht genom —— Muünchen, 28. Juni. Mit Rüchsicht auf die Nothwendig teit, die gesammte Infanterie des bayerischen Heeres in der Hand⸗ habung uͤnd Behandlung des neuen Hinterladungsgewehres na nent.ich auch beim Scheibenschießen zu unterweisen, hat das kgl. Zriegsministerium angeordnet, daß vom 1, Juli ab ein Urlaubs wechfel der gesammteu älteren Mannschaft in der Art eintreten joll, daß die gegenwärtig beurlaubten älteren Mannschaften par— chienweise mit Rücksicht auf die verfügbaren Schießstände und so — normirten Präsenzstandes einberufen werden. Für jeden in solcher Weise einberufenen Mann der Linieu⸗-Infanterie-Butaillone ist die Unterrichtszeit auf 5 Tage, für jeden Mann der Jägerbataillone nuf 8 Tage normirt. Davon sollen jedoch jene Mannschaften wusgeschlossen sein, welche zu den Herbstwaffenübungen einberufer und dabei den erwähnten Unterricht erhalten werden. Zur Auf nahme desselben wird auf Befehl des Kriegsministeriums bereits die Jesuitenkaserne daselbst in Siand gesetzt. Die Vertretung des zu dem bevorstehenden concours musical international nach Pa— ris abgehenden Musikcorps des 1. Infanterie-Regiments Könit wird daselbst der bereits dort befindliche Major v. Schlichtegrol des genannten Regiments übernehmen. Dem Musikcorps wird der Oberlieutenant Frhr. v. Völderndorff des nämlichen Regiment? beigegeben sein. München 24. Juni. Nach den Beschlüssen des Social⸗ gesetzgebungsausschusses sollen fernerhin nur folgende Erwerbszweige der Conceffionspflicht untermorfen bleiben: Privat-Eisenbahn⸗ und Dempffchifffahrths⸗- Unternehmungen, Privat⸗Unternehmungen don ——— und Bankanstalten (gemeindliche Anstalten dieser Art nicht einbegriffen), das Apothedergewerbe, die Bereitung von Gift oder Arzneien, deren Verkauf beschränkenden Verordnungen unterliegt, sowie der Handel mit diefen Waaren, das Trödlerge- werbe, dann Commisssons⸗ und Anfrageburecus. Der int Regie— rungseutwurfe vorgesehenen Concessionspflichtigkeit der Großge⸗ werbe glanbte die WMajorität des Ausschuffes nicht beistimmen zu bönnen. Die Vertretung der Staatsregierung zeigte sich geneigt gegen Aufrechthaltung des Concesstonszwangs für den Detailhandel mit Preßerzengnissen und für die Lesecabinete und Leibibliothelen, die eigentlichen Erzeugungsgewerbe: Druckereien, lithographische, ohotographische Anstalten, damm den Verlagsbuchhandel, frei zu zeben, konnte aber auch für eine solchergestalt modificirte Propo— ition eine Majorität nicht gewinnen. Die Concessionspflichtigkeit der Wirthschaftsgewerbe wurde zwar für das diesrheinische Bäyern als angemessen erkannt, zu Gunsten der Pfalz aber auf Andrin⸗ gen der pfälzischen Ausschußmitglieder eine Ausnahme statuirt. Muünchen, 24. Juni. Vorgestern wurde die Kriegslasten⸗ ausgleichung für den Regierungsbezirk Unterfranken und Aschaffen⸗ burg vollendet und für diesen Kreis der Betrag von 2,981,358 fl. 338 kr. zur Zahlung angewiesen. Auch für andere Regie— rungsbezirke wurden bereits mehrere eingenommene Liquidationen geptüft und festgesetzt, so daß fich die Gesammtsumme, welche bisher Jur Einweisung bei den Kreiskassen gelangte, auf 8,058,640 fl. 48. kr. beiäust. Am 23. Juni hat fich die Commission in Bayreuth eingefunden und wird am 24. daselbst ihre Thätigkeit beginnen. —* Die Ausarbeitung des Entwurfes der künftigen Wehrverfassung wird im Ministerium des Imern eifrig fortgesetzte Ein Correspondent der Allg. Ztg. hört, daß der Entwurf die Normen für alle Kategorieen der bewaffneten Macht,also die Organisgtivn und Erganzung der eigentlichen activen Akmee- der Rescrve und der Landwehr nebst den Strafbestimmungen enthal— jen wird, deren Nothwendigkeit die Ausspruche des obersten Ge— richtshofes in Betreff der widerspänstigen Reservisten des verflosse⸗ nen Jahres datrgethan haben. Der Entwurf dürfte an 200 Ar— tikel in fünf Abschnitten umfassen; er wird dem Landtag alsbald nach dessen Wiederzusammentritt vorgelegt werden können. Aus der Pfalz, 24. Juni. In der heutigen Sitzung des: Verwaltungsraths der Pfälzischen Bahnen wurde, dem Vernehmen nach, von der Direction auch Bericht erstattek über das Ergebniß der Grunderwerbsverhandlungen für die Landstuhl-Kuseler Bahn Es ging daraus hervor, daß diese Verhandlungen im Ganzen ei⸗— nen befriedigenden Verlauf genommen haben, daß es aber bei den Rückständen und erwachsenden Processen noch ungewiß ist, ob die für Grunderwerbungen im Kostenvoranschlag vorgesehene Summe ausreichen wird oder nicht. Ferner hat der Verwaltungsrath das bon der Direckion entworfene Gesuch an die Staatsregierung um Ertheilung der Bauconcession für die Alsenzbahn gut geheißen, des⸗ gleichen den Vertragsentwurf für Beschaffung der Geldmittel. Da nun auch schon vor mehreren Wochen das k. Handelsministerium ein der Förderung jenes Unternehmens sehr günstiges Reskript er⸗ lassen hat, so ist an der baldigen Inangriffnahme der Alsenzbahn kaum mehr zu zweifeln, um so weniger, als der Verwaltungsrath die Direckion zugleich ermächtigt hat, mit der Detailprojectirung der genannten Linie unverweilt vorzugehen. Ebenso wurde der Entwurf des Geldvertrags für die Winden-Bergzaberner Bahn ge⸗ nehmigt und die Nachsuchung der Bauconcession für diese Strecke beschlossen, so daß also damit ein wichtiger Schritt zur Realisi⸗ rung beider Unternehmungen geschehen ist. Dienstes-Nachrichten. Seine Majestät der König haben sich allergnüdigst bewogen efunden: unterm 18. Juni l. J. die Gründung einer Actien⸗ Gesellschaft zur Errichtung und zum Betriebe einer Waggonfabrik in Ludwigshafen mit der Firma: „Waggonfabrik Ludwigshafen mit dem Sitze in Lundwigshafen a / Rh. uud einem Grundcapi⸗ tale von 3806,000 fl., welches in Aktien zu 1000 fl. auf den Na⸗ men lautend, begeben wird ani die Dauer von 25 Jahren zu znehmigen. — Unterm 10. Juni wurde dem k. Gerichtsboten Baumgäriner