mm sich und hatten sich bereits mit dem Kinde bis nach Vieber hegeben, als es demselben gelang, sich heimlich zu entfernen. Es war dem Mädchen für den Fall eines Fluchtversuchs mit sofortigem Tode gedroht worden. Wie wir weiter vernehmen, befinden sich die Urheber eines so verabscheuungswürdigen Frevels hinter sicherem Schloß und Riegel. 8 235 des Strafgesetzbuches bedroht der⸗ zleichen Vergehungen mit Zuchthausstrafe. biniren, daß für die Saarbrücder Vahn die gewöhnlichen Retourbillettaxe und fur die pfälzische die einfache Fahrtaxe zur Erhebung kommt; hierdurch is die lästige neue Billetlösung auf den Uebergangsstationen beseitigt. — Außer⸗ jem wird sich das Central⸗Comite an das preußische Handelsministerium, ap die badische Bahndirektion, sowie an das Oberpräsidium nach Straßbur⸗ wenden, um für allenfallsige Festbesucher dieser Grenzländer ähnliche Reise begünstigungen za erlangen. An die Gesang⸗Vereine der Pfalz! Zu Ehren des hochverdienten Generals von Werder hat der Verschönerungs-Verein für den Canton Edenkoben auf einen in der Nähe dieser Stadt gelegenen, in die Ebene vorspringenden Berge eine größere Anlage hergestellt, den Werder-Plaß, welcher durch weite Rund sieht vom Wormser Dome bis zumn Ztraßburger Münster ausgezeichnet ist und zu welchem neu ange— egte Fußpfäde bequem hinanführen. Auf der höchsten Stelle des Berges soll sich eine 50 Fuß hoͤhe Säule erheben, welche, hinaus— leuchtend über die Rheinebene bis zu den badischen Bergen und dem Odenwalde, unser aller Dank gegen den berühmten Feldherty aussprechen soll — den Dank, daß er im Januar 1871 die süd— vest lichen Grenzen unseres Vaterlandes gegen den Ansturm an Zahl überlegener feindlicher Schaaren heldenmüthig vertheidigt und dadurch bor der Ueberfluthung französischer Massen bewa hrt hat. Um nun die Mittel zur Errichtung dieser Säule aufzubringen wenden wir uas an die Gesangvereine der Pfalz mit dem cu suchen, jeder von ihnen wolle im Laufe dieset Monate ein Concet! Jeben, dessen Ertrag dem hiesigen Verschönerungs-Vereine zum Behufe der Aufrichtung de Werder⸗Säuule zugewendet werden möge. Es würde in dieser Weise der Werderplatz ein dem ganzen Kreise gehöriger und bei der feierlichen Einweihung von Platz und A bereinen vertreten sein. Gefällige Zusendungen ec. wollen an unseren Rechner Hrn Hofapotheker Kaußler in Edenkoben gerichtet werden. Edenkoben 27. Mai 1872. Der Ausschuß des Verschönerungs Vereint a für den Canton Edenkoben. — — F.. Demeß, veramwortlicher Redaciteauxx Volkswirthschaft, Handel und Verkehr. Mrümnsch ein, 1. Juni. Dem Maschinenmeister bei der Ge— neraldirektion der kgl. Verkehrsanstalten, J.Feberlein, wurde auf die von ihm erfundene selbstthätige Bremse für Eisenbahnfahr⸗ zeuge für den Zeitraum von 15 Jahren, vom 24. Mai d. J— anfangend, ein Gewerbsprivilegium verliehen. Pfälzische Industrie⸗Lusstellung. Kaiserslautern, den 31. Ma 1872. Die III. Pfälzische Industrie-Ausstellung bildet in allen Theilen der Pfalz und in allen Schichten ihrer Bevölke rung Gegenstand lebhafter Unter⸗ jaltung und freut sich Jung und Alit auf die Zeit ihrer Eroöffnung. Es interliegt leinem Zweifel, daß bei nur einigermaßen günstiger Witterung der Besuch ein außerordentlich zahlreicher wird und Kaiserslautern während dieser zeit eine Art Rendez-vous für Pfälzer und angrenzende Nachbarn wird HRit Vergnügen constatiren wir daher, daß es fich die Direktion der pfälz xisenbahnen ganz besonders angelegen sein läßt, das Unternehmen zu fördern. Nachdem dieselbe, wie schon früher mitgetheilt, auf den Pfälzischen Bahnen Fracht⸗ n Fahctaxenermäßigungen bewilligte, hat sie Schritte gethan, solche r AÄussteller und Besucher auch von den Nachbarbahnen zu erlangen und jat der Verwaltungsrath der Hessischen Ludwigsbahn sich zu folgenden Ver⸗ unftigungen bereit erklärt: Dem Festbesucher, welcher nebst seinem einfachen Fahrbillet eine Eintritiskarte zur Ausstellung löst, wird freie Rückfahrt inner⸗ Jalb zwei Tagen gestattet. Ausstellungsgüter, für welche auf dem Hintrans port auf dieser Linie die volle Fracht bezahlt wurde und die vom Comite egitimirt sind, werden 14 Tage nach Schluß der Ausstellung frachtfrei zurück- zefördert. Als Ausgabestationen für fragliche Billete sind die Stationen Worms, Monsheim, Alzey, Bingen, Mainz, Oppenheim, Osthofen, Frankfurt uind Darmstadt bezeichnet. Mit der kgl. Saarbrücker Bahn ist die Verein⸗ harung getroffen, fur die Stationen Neunkirchen, Saarbrücken, Kreuznach und gingerbrück besondere Retourbillete mit zweitägiger Giltigkeit für die Dauer ser Ausstellung auszugeben und den Vreis derselben in der Weise zu com⸗ VD * — a 32 —3 Bekanntmachungen. AII. Pfälzische Industrie-Ausstellung. ....X Das Centralcomite macht die Aussteller darauf aufmerksam, d ß den Ausstellungs— Freiwillige Feuerwehr. Frachtstucken die der Anmeldetabelle beigedruckte Ven ebe * —8* — Minwoch den 5 volle auch — und zwart vor dem Worte „Pusstellungs⸗Gegenstand' — di Jun 1872 Gruppe in welche der Einsender eingereiht wurde, bezeichnet werden. AIdends 8 Uhr Die Einsendungen sind, spätestens bis letzten Juni zu effektuiren. Stele des hin. Der Vorsitzende des Centralcomites Carl / Schwarz z o he. Generalbersammlung. Ein fleißiger Geselle Das Commando. tann sofort in Arbeit treten bei Ehrist Am Diensiag den 11. Juni d. J. Mor- Weber, Schnhmacher im Hirteneck. jens 10 Uhr, werden in dem Gasthaus zum goldenen Lamm“ zu St. Jo⸗ zann 15 starke 0 Arbeitspferde gegen gleich baare Zahlung versteigert. Ph. Michel Auctionator. Vor orico per Padchen zu 81. Fein geschnittene Varinas-Rlättei ver Päckchen zu 8 und Y kr. Weter Zepp. Ein ordentlicher Junge kann gege Bezahlung in die Lehre treten be Schreiner Dercum. Auch finden 6 23 gute Arbeiter dauernde Beschftigung. Wohnungs⸗Veränderung. Mein 2nNaterialgeschäft verlege ich im Laufe dieser Woche in das von mir gekaufte Haus des ehedem hier wohnenden Bäckers Gustav Veters. Zmzugs halber wird deßbalb der Berkauf meiner Artikel von morgen Mittag (Mittwoch) bis Freitags ingestellt und ersuche meine geehrten Beschäftsfreunde, das mir seither ge— schenkte Vertrauen auch fernerhin gütigst hewahren zu wollen. St. Ingbert den 4. Juni 1872. BVrite Panzerhietern. — Gesangverein, Eintracht.“ Sonntag den 9. Juni, präcis 1433 Uhr des Nachmittags: Generalversammlung im neuen Schulhause, wozu besonders die passiven Mitglieder freundüchst einge⸗ iden werden. St. Ingebert, den 2. Juni 1872. Der Ausschuß. Ein Paar Schäftchen zu Stiefel hen wurden gestern auf dem Wege von St. Ingbert nach Ensheim verloren. Der redliche Finder wolle dieselben —R zine gute Belohnung in der Exped. d. Bl. abgeben. — — — Rahbmkaeso Französische Prima Qualität in Schachteln vott 5—10 Pfd. das Pfun— 22 kr. in Laib ohne Schachteln 2—4 Pfo 20 kr. für Wirthe entsprechend billiger Wh. Klinck. Von beute an kaufeid abgeschnittene u. ausgegangene Jrauen haare gegen gute Bezahlung. Carl SEchöffler⸗ Redaktian. Druck und Verlag von J. X. Demen in St Zurabert