223 2 ———— * — 121 — * — 3 — — —*XI e der St. J ng berter Auzeig er (und das mit dem Hauptblatte verbundene Uaterhaltungsblati, mit der Dienstags- Donnersiagt⸗ und Sonntag Cner) erscheint wͤchentlich vieer mal: Dienztas, Do nner satag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteliahrig 42 Krir. eder . 34.12 Silbergr. Anzeiaen werden mit 8 Krzr. die dreispaltige Zeile Blatischrift oder deren Raum berechnet. 77 — m, — — ATACAV 8 E 97. α ι V u Samstang, den 22. Juni . e e ve dn 1872 2 —UòLA.ÆLS---oCIOCC- — —— — —ñ — — — — —00 V, n. 26 gweifelhaft. Die Majorität der Volksbertreiung im Reichstage hat ginladung zum Abonnement. ereits die Ueberzeugung gewonnen, daß ein Orden mit so großen 4 IXLI. Quartal. Mitteln und so vorzügücher Orzganisation wie der Jesuitenorden, Vei berannaheindemn Quadilsschiute laden wir ergebenst zu ein festes Ziel verfolgend. Istaatsgefahrlich sel . und hatt sich drum neuem Abonnement ein. Durch moͤglichst rasche und — sofern es nich für berechtigt, denselben zu unlerdrücen.“ Die Annahme -des der Raum: gestaitet — vollstandige Mittheilung der politi⸗ Jesuitengesetzes eintspringt aus dieser Uebezeugung. Freilich, weise In Tagesereignisse und Besprechung der wichtigern in eingehen- nan auch alle Mitglieder des Ordens über die Grenze; es bleiben und ausführlichern Artikeln, sowie Mittheilung der neuesten mer noch die Freunde desselben und seine Lehren, die tiefe eetlen buf dem Gebiete der Voltswirthschaft“ des Handels Burzeln geschlagen haben, wirlen noch durch Generationen schab⸗ d Vertehrs und Herelinziehung localernn Augelegenheiten in den ich fort. Doch auch hierfür giebtes ein Mittel, das auch der Zan unseter Besprechungen werden wir allen billigen Anforder— ayerische Reichstagsabgeordnete Gerstner betonte; es heißt: Em⸗ ngen zu genügen suchen. Unsere verehrten Abonnenten von aus orheben der Masse auf eine höhere Bildungsstufe. Zats belieben Ihre Bestellungen bei der nächsten Postexpediinnnn ιν doch ja rechtzeitig machen zu wollen, während unsere verehrte — Die Kaiser⸗Begegnung. J ——— Ahonnenten von hier, die das Blatt durch unsere Zeitungsträger Die Abreise des Reichskanzlers noch Vatzin hat Vermulhungen rchalten, dasselbe auch im meuem Quartalbl fortgeliefert bekommen, Raum hegeben, doß große Dinge un Werte seien zuis sie nicht ausdrüdlich abbesteller. Neu eintretende Abonnenten Die dbersie Voraussehung für jeden diplomatischen Erfolg von hier bitten wir Ihre Bestellung direkt bei uns machen zu ssodas Gehre im ni ß. In Berun haben aber felbsĩ die Wande wlen. Der Preis des —— derselbe wie früher · · Shren, wahrend man in der pommetschen Villegiatur fern vom Vebentte .LMA. Schusse is. Nedaktion und Expeditiou des — Ingberter Der Besuch des italienischen Kronbrinzen⸗Paares hat wesent- Anzeigers . lich duzu beigetragen, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen —— Deutschland und Ftalien fester zu knüpfen. Die französische Re— gierung hatte uns allerdings gruͤndlich vorgearbeitet. Sie hat es erstanden, die Sympathie, die man noch in einzelnen it alienischen Zreisen für Frankreich hegte, gänzlich zu beseitigen, und uns lag as eigenilich nur ob, die Früchte aufzulesen, die Thüers für üns zeschütelt hatfte...... — Das Zusammenstehen mit Preußen hat den italienischen Ein⸗ heitsbau vellendet, und es ist jetzt jenseit der Alpen zur allge⸗ meinen Volksüberzeugung geworden, daß beide Länder durch eine »öllige Concutenz ihrer Interessen verbunden sind und es auch für die Zukunft bleiben müssnen. — Waährend man zu' Ehren des italienischen Thronerben in Berlin und Potsdam Feste arrangirte, wurde von Varzin aus mit der französischen Regierung wegen Zahlung der noch üchständigen drei Milliarden ein Abkommen angebahnt. Es scheint sich zu be— tätigen, daß es gelungen ist, in dieser heikeln und schwierigen An⸗ zelegenheit ein für uns befriedigendes Arrangenient zu treffen. Daß wir von Frankr ich nicht dupirt werden, dafüt wird man bei ins sorgen. Eine Milliarde soll noch im Laufe dieses Jahres Zezahlt, und für die beiden anderen sollen Garantien gegeben wer⸗ den. Eine ausreichende finanzielle Sicherheit kann uns Frankreich bei der gegenwärtigen Lage der Sache nichf gewähren, die Garantien werden daher wahrscheinlich politische r. Natur jein. Vielleicht daß einer oder der andere der europäischen Groß⸗ zaaten die Bürgschaft für die rechtzeitige Abführung der Kriegs- ontribution übernommen hat. — Damit ist aber die Arbeit“ von Varzin noch nicht vollendet. In aller Stille ist ein weiteres, hochbedeulungsvolles Ereigniß dorbereitet worden, welches als ein Friedenssymptom und äne Friedensgarantie in allen deutschen Gauen einen reudigen Widerhall hervorrufen wird. Der Naiser von Oesterreich wird, nachdem er vorher in Ga—⸗ dein eine Begegnung mit dem Kaiser von Deutschland gehabt hat, m September oder Ockober d. J. in Begleitung zweier Erzherzoͤge u einem freundschaftlichen Besuche in Berlin eintreffen. . Seitdem der unglückliche Dualismus beseitigt ist, der die deutsche Polkstraft lähmte, und Deutschland sich selbsi wieder. gefunden qat, seitdem ist unter unß die Sympathie für das österreichische daiserreich auf's neue erwacht. Zuͤ keinem anderen Lande fühlen vir uns in einem solchen Grade hingezogen, wie zu Oesterreich. Anser Nachbarstaat trägt ein entschirden deussches Gepräge. Deutsche Tultur hat die zersprengten Völlersegmente geeinigt, und die werthvollsten Provingen sind von deuischen Bruderstämmen be— Wohznt u b . 3 —— **St. Ing bert, den 21. Juni. Und so hat denn vorgestern der Reichstag das Jesuitengesetz mit 181 gegen, 83 Stimmen in dritter Lesung angenommen. Nach⸗ —VD Princip nijchieden hatte und die vorhergegangenen Abstimmungen der beiden slen Lesungen eine bedeutende Majorität für das Gesetz ergaben, o war ein anderes Resultat, nicht mehr zu erwarten. Die letzten Zitzungen des Reichsstags, in denen über das Jesuitengesetz ver⸗ jandeli wurde, sind nur ejne wesentliche und volllommene Ergänz⸗ ing jener Mai⸗Debatten, nur diejenigen Punkte, auf denen die Be— cheidung zu beruhen hatie, heller. hervortreten lassend. Auch dieses hale wurde von den Herren der Centrumspartei, den Hrn. von Windihorst, Mallinckrodi ꝛc. das Loblied der Jesuiten in allen Tonarten gesungen und versichert, daß sie keine Böewichter, keine riminalistisch überführbaren Landesverräther seien, sondern edle, ufobferungsfähige Männer, von welchen mehrere. sich noch im ehlen Kriege durch Krankenpflege u. s. w. das Eiserne Kreuz ver⸗ „ieni haben. Als ob das nicht, sein könnte, und jrgend Jemand —A— hret Ausweisung heltend, gemacht habe 4 Man schöpft, eben in — nicht etwa aus Eugen Sue seine Anklagen gegen hen. Jesuitenorden, sondern aus dissen Geschichte, seinen Statuten ind insbesondere aus den neuesten Schriften und kirchlich politischen bemühungen seiner Mitglieder. Man kennt in Deuschland die Tendenz der Jesuiten diel zu genau. und läßt sich weder durch choͤne Redensatten und Lobeserhebungen, noch durch Drohungen hrer Vertheidigr täuschen oder schrecken. Wat hat ihnen, trotzdem ie gern Versteck spielen, doch so viel in die Karten gesehen, daß nan weiß, zu wessen Gunsten sie ihre Karten mischen und wem zu bieb sie ihre Trusnpfe spiclenDer Orden ist nicht sowoht ein religiͤser, sondernmehr noch ein pPolinisscher, der den Zweck xefolgt, die sämmilichen nationalen und territoxialen, Staaten als basallen⸗Staaten unter die theokratische Souveränität, des Papstes —A gen und defsen Milglieder an der Leine inetz unbedingten Gehorsams, den sie bei ihrem Eintritt in den Rden zu erfullen, geloben, für, den, oben angedeutenden Zwedh Alles thun, was hrem General je tweilig angemessen scheint. Wenn ber nun gerade in Deutschland. der, Kampf, zwischen Staat und Jesuitismus am ersten-ausgelämpft wird, so hat diefes darin jeinen srund, daß im Deutschland die Opposilioa und, Agitation seitens Nes Jesuitizmus degen den, Staat: am heftigsten austrigt; Deutsch⸗ and aber nach seinen hroß n Siegen nach auß siso g kraͤftigiist faͤdig, inen Kampf mit seinen Feinden im Junernzuugescheut gufnehmen u durfen, Pet, Ausgong, diese Kampfeg ist ur Deufschlannd dicht