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        Ht. Ingberler Zenzeiger.
Der St. Fnctereer Vnetig er (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungtüblatt, mit ver Dienztags⸗, Donnertiags⸗ und Sonnia
Zummer) erscheint wentlich vie rmal: Dienttag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreiß vierteljahrig 42 Krzr. oder
J 12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Kryr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet. *
— — — — 8 2

8
1873
Deutsches Reich.

Muünchen, 28. Dez. Zur gestrigen Hoftafel im Winter—
garten, war wie die A. A. Z. nachträglich erfährt, auch der hie—
sige Erzbischff geladen.

— Mündchen, 29, Dez. Nach einer vom kgl. Stoatsministe—
rium des Innern dem Generalcomite des landwirthschaftlichen
Vereins unterm 2. Dezember gemachten Mittheilung bleiben die
bayerischen Gewerbschulen auch ferner zur Ausstellung giltiger Zeug⸗
nisse für die wissenschastliche Qualifikation zum einjährig freiwilligen
Militärdienst in Bayern berechtigt. —

Mäünchen, 29. Dez. Dem Vernehmen nach sind, der Zu⸗
sage bei der letzten Budgetberathung der Kammer der Abgeord⸗
neten entsprechend, auch die aus dem früheren Handelsministerium
in das Ministerium des Inneren übergegangenen Ministerialräthe
vp. Nüßler und Messerschmidt in Ruhestand versetzt worden und
werden deren Stellen uitcht mehr besetzt· (N. Corr.). .

München, 30. Dez. Die zurx Prüfung und Bescheidung
der auf Grund des Z 48 des Landtagsabschiedes vom 28. Apru
1872 angemeldelen Entschädigungsansprüche für Kriegsleistungen
un die deutsche Armee in den Jahren 1870/71 im Staatsminifte⸗
X
hat bereits mehrere hundert Gesuche obiger Art einer genauen
Prüfung unterstellt und endgiltig beschieden, eine weit größere An⸗
jahl ist noch in der Instruirung begriffen. Die angemeldeten An—
sprüche, welche sich noch ticht genau übersehen lassen, werden ca.
200,000 fl. betragen.

In Molsheim (Elsaß), einem Wallfohrtsort mit sehr
bigotter Einwohnerschaft wurden die nach Zabern durchziehenden
Militärpflichtigen beschimpft und sogar mit Steinen geworfen.
„Ihr elenden Schwaben, wenn ihr nur die Häise brechen thätet
und euch der Teufel holte“, solche und ähnliche Liebes worte wurden
hnen nachgerufen.

Köln, 30. Dec. Noch einem Telegramm, welches der
Kolnischen Zeitung“ aus Rom vom heutigen Tage zugeht, hat
der preußische Geschäftsträger beim päpstlichen Stuhl, Veanee
jekretär Steunemem, dem Cardinal Antonelli die Mittheilung ge—
macht, daß ihm der Befehl zugegangen sei, einen' unbestimmten
Urlaub zu nehmen und wird derselbe heute nach Berlin ab
reisen. (W. T. B.)

Frankfuræt, 29. Dec. Das zweite Blatt der gestrigen
Nummer der „Frankfurter Zeitung“ wurde heute früh mit Be—
schlag belegt. Beanslaudet war ein Artikel „Augsburg, 27. De
cember,“ in welchem die auf das Deutsche Reich bezugliche Stelle
der Allocution des Popstes nach dem lateinischen Texte der „A.
Postzeitung“ ins Deutsche übertragen war. 38

Berlin, 28. Dec. Die „Spener'sche Zeitung? beleuchtet
in einem offenbar officiösen Artikel den Grammont⸗Schwindel
und betont, daß das sehr freundschaftliche Einvernehmen zwischen
Oesterreich Ungarn und Deutschland seit Dezember 1870 durch
Andrassy's Berufung zur Leitung der Politik des Gesammtstaates
und in Folge der wiederholten Begegnungen der Herrscher beider

Reiche sich erhöht habe. Unter solchen Umständen habe es wenig
politisches Interesse, in Geschichten aus der Vergangenheit zů
wühlen und etwaige Absichten bei Kriegssausbruch zu untersuchen.
„Die Staatenpolitik richtet sich nicht nach Regeln der Privat⸗
moral.“ Es ist nach Entfaltung des deuischen Reiches ein zweifel⸗
loses Interesse Oesterreichs, freundschaftliche Beziehungen mit diesem
mächtigen Reiche zu pflegen. „Was hinter der Zeit liegt, lümmert,
verbittert uns nicht; und ein Mensch von so plumper Bornirthcit
wie der Duc de Gramsnt wäre der Letzte, dessen Zeugniß be—
deutungsvoll sein lönnte.“ Schließlich zittirt der Artikel folgenden
Ausspruch Andrassy's, den derselbe gelegentlich seiner Abmahnung
zegen eine Parteinahme Oesterreichs zu Gunsten Frankreichs ge⸗
than . „Ich leugne nicht, Sympathien für Frankreich zu haben,
aber welcher Staatsmann handelt nach Sumpathien?“

Dio Qafn Ata“ shreiht hbozu lich rünasten päpstftihen

Blätter als ein Ausfluß der erssen Zornesaufwallung über die
väpstlichen Angrifse erscheint, wiewohl der Papst selbsi durch die
Anbestimmtheit in der Bezeichnung der von ihm gemeinten Per—
onen seine Scheu vor einer offenen und namentlichen Beleidigung
darthut, sind auch wir vollständig der Meinung, daß unsere Re—
gierung nie ein stärkerer Bewegrund gegeben wo den jst, den
Anmaßungen der Curie gegenüber eine fesie Stellung zu nehmen
und dem schädlichen Einflusse, den die von Rom aus geschleuderten
Verleumdungen auf einen Theil unserer Nation ansüben könnten,
ꝛinen Damm vorzubauen. Die katholische Geisftlichkeit ist inzwischen
von ihren römischen Obern in eine schlimme Versuchung geführt
worden; denn was kann für sie groͤßere Bedeuiung haben als
ine Ansprache des Papftes bei einer so feierlichen Gelegenheit,
wie einem Consistorium der Cardinale gehaiten ? Und wie nahe
liegt die Gefahr, daß der Geistliche, von dem hierarchischen Dis—
iplin beherrscht, sich auf der Canzel eine Wiederholuͤng der von
einem geistlichen Oberhaupte kundgegebenen Gedanken zu Schulden
ommen läßt? Eine von der Kanzel herab geschehende Verkündi—
gung der päpstlichen Verleumdungen von den wilden Verfolgungen

mit welchen die katholische Kirche in Deutschland heimgesucht

werde, wäre eine offene Aufreizung der unter priesterlichem Ein⸗

flusse stehenden Bevölkerung gegen die Landesgesetze, und die kaun

und wird der preußische Staat nicht dulden. Auch ein Bischof

steht nicht hoch genug, daß die Staatsbehörden Anstand nehmen

würden, ihn bei etwaiger Verbreitung jener papstlichen Anrede vor

das Strafgericht zu ziehen.“

Auf eine Anfrage des Genenal-Post⸗Direktors des Deutschen
Reichs hat General-Postmeister Creswell zu Wafhington er—
widert, daß sich im Postdienst der Vereinigten Staaten gegenwärtig
za. 700 Frauen befinden, welche ihre Pflichten zur vollkommenen
Zufriedenheit des Departements und ebensegut wie die Männer
erfüllen.

In Ful da soll Mitte April kommenden Jahres aberwals
eine Conferenz der deutschen Bischöfe stattfinden.

Königsberg i. P., 30. Dec. Die Regierung hat den
Redactionen der beiden hier erscheinenden Zeitungen unter An—⸗
drohung der Beschlagnahme untersagt, den auf Deutschland be—
zlüglichen Passus der kürzlich von dem Papste gehaltenen Allo-
cution in ihren Spalten zum Addruck zu bringen. (W. T. B)

Frankreich.

Die vormals napoleonischen Dipldmaten hat plötzlich ein Ent⸗
juslungsfieber ergriffen. Auch für Mercier, der beim Ausbruch
des Krieges von 1870 französischer Botschafter in Madrid ge⸗
wesen, hat die Ausfage Thiers' vor der Commission des 4. Sept.
Anlaß gegeben, einen Brief an den Grafen Daru zu richten, wel—
her gleichzeitig von den bonapartiftischen Blätteru vrröffentlicht
wird. Thiers hatte angegeben, Kaiser Napoleon habe, nachdem
die. Königin Jfabella aus Spanien verjagt war, in Madrid zu
derstehen gegeben, er werde nicht zugeben, daß ein Glied der
Familie Orlcans (Herzog v. Monipensier) den spanischen Thron
besteige; dadurch allein sei Prim auf den Gedanken gebracht wor.
den, dem Prinzen von Hobenzollern die Krone anzubieten, und
so verdanke Frankreich dem Haus Bongparte nicht blos den Krieg,
sondern auch den Grund zu dem Krieg. Mercier führt einen
Brief des Kaisers Napoleon an ihn selbst und eine Depesche La⸗
oglette's (damals Minister des Aeußern) wörtlich an, aus welchen
allerdings hervorgeht, daß die Candidatur Montpensier's zwar von
Nabpoleon nicht gern gesehen wurde, daß er aber direkt nicts da—
Jegen unternahm, sondern seinem Votschafter lediglich eine kluge
Zurückhaltung und Unterlassung jesglicher Einmischung in die in⸗
neren Angelegenheiten Spaniens empfahl und bereit war, den Her⸗
jog als Konig von Spanien anzuerkennen, wenn die Wahl auf
hu gefallen wäre. Mercier dvecweist auf die Archihe des Min.
eriums des Aeußern, aus welben Thiers sich überzeugen konue,.

pwer durch „leidenshaltliche Berichle“ in Ferthum verjeßt war
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        „In napoleonistischen Kreisen spricht man geradezu aus, es existir⸗
ten auch Briefe süddeutscher hochstehender Personen vom Jahre
1870, die für den Fall eines ersten Erfolges den Anschluß der
süddeutschen Staaten an Frankreich versprochen hätten. Hessen⸗
Darmstadt ist, als schon bekannt, nicht damit gemeint; vielleicht
aber Bayern, und über Varnbülers Kopf hinweg die Hofkreise von
Württemberg. Varnbüler selbst und Baden stehen außerhalb jeden
Verdachtes.“ Wir nehmen von dieser Notiz, welche nicht verfehlen
wird, Aufsehen zu erregen, einfach Act. Wenn man sie liest,
drängt sich Einem der Gedanke auf, daß die weiland napoleoni—
schen Diplomaten sich sür die Niederlage, welche sie im Jahre
1870 erlitten, nachträglich zu rächen suchen, indem sie unter die
jetzt Geeinten den Samen der Zwieträcht streuen. Vage Verdäch⸗
ligungen, wie die vorstehende, können keinen Werth haben; fie
erlangen ihn erst, wenn sie durch bestimmte Thatsachen und Docu-
mente begründet werden. Ob und inwiefern das möglich ist, wollen
wir abwarten. Uebrigens gilt? auch hier und zwar in noch höhe⸗
rem Maße, das, was die „Nordd. Allg. Ztg.“ aus Anlaß der
Gramont'schen Enthüllung bezüglich Oesterreichs sagt: „Cehen wir
über eine Recrimination von blos historischem Interesse zur Tages-
ordnung über, auf welcher das von den beiderseitigen Regierunge v
getheilte, von den Lebensinteressen beider Nachbarreiche gleichmäßig
diciirte Verlangen steht, das jetzige gute Einvernehmen zu einem
dauernden zu gestalten.“ Das schließt natürlich nicht aus, daß
man aus den Erfahrungen der Vergangenheit sich eine Lehre für
die Zukunft zieht.

Das offilielle Journal bringt folgende Ernennungen: zu
Div'sions Generalen die Brigade-Generale le Normand de Brette⸗
bille, de France, de Brauer, de Gondrecourt, de Berckheim, Dou—⸗
retaine. Zu Brigade⸗Generalen füuf Obersten. Ferner verdffent⸗
licht das amtliche Blatt die Ordnung, in welcher der Präsident
der Republik bei Gelegenheit des Neujahrsfeftes die Miltär⸗ und
Civitbehörden, das diplomatische Corps, den Klerus ꝛc. in Ver⸗
sailles, seiner officiellen Residenz, empfangen wird. Alle Gesandten
und Chefs der diplomatischen Missionen sind für nächsten Sonntag
zum Diener im Elisfée geladen.

Wie verlautet, wird der Prozeß gegen Bazaine Anfangs
April zur Verhandlung kommen. Die Zahl der Zeugen — es be⸗
finden sich viele darunter aus Metz — beträgt 200. Alle Ta⸗
gesbefehle und sonstigen Documente, welche die Deutschen über den
Zrieg veröffentlicht haben, sind ins Franzssische übersetzt worden
und figuriren im Prozesse. Ueber die Zusammenfetzung des Kriegs-
gerichts verlautet noch nichts. Nur ist es sicher, daß Admiral
Trébuanrd demselben präsidiren wird.
England.
London. 28. Dec. In ciner Besprechung der enalischen

Zeldderhältnisse wirft der „Econ omist“ die Frage auf, wo sich jetzi
»as ganze Geld befinde und bemerlt alsdann: „Wenn es einen
Theil des von der deutschen Regierung angehäuften und jetzt in
virklichet Münze gehaltenen Schaͤtzes bildet, so wird dessen Emis⸗
ion eine große und unmittelbare Wirkung auf den Zinsfuß aus⸗
iben. Aber wir sind nicht gewiß, daß folches der Fall sein wird.
Wie verlautet, soll die deuische Regierung große Summen in ver⸗
ichiedener Weise ausgeliehen haben; wenn sie dies thatsächlich nicht
gethan und die ganze französische Kriegsent schädigung in Dbaar em
Selde eingefchlossen hätte, so würde es in ganz Eucopa eine finan⸗
„ielle Noth und finanziellen Ruin sgeben. Wir müssen nicht
vergessen, daß das von der deuischen Regierung eingeschlossene
Beld für zwei Zwecke aufgespeichert ist, erstens als ein Milit är⸗
'ond für die Zukunft, der jetzt sicherlich nicht angerührt werden
vird und zweitens für Münzzwecke; und wir zweifeln vorderhand,
zaß die deutsche Regierung große Summen in ihrer jetzigen neuen
holdwährung em ttiren werde. Im Falle sie nicht einen großen
Zchnitzer begeht oder ihre Pläne ändert, wird sie nicht lolossale
S„ummen in der neuen Goldwährung emiltiren, falls sie nicht
zleichzeiig das Silber entwerthet und die Emission des neuen
Boldes wird nicht den Werth des Geldes schwächen, denn anderes
Beld von gleichem oder größerem Werthe wird gleichzeitig kasfirt
verden. Unter solch eigenthümlichen Zustünden und wenn das
vesentliche Element die zukünftige Politik einer geheimen Regitrung
unier beispiellosen Zuständen ist, kann nicht zu viel Vorsicht beob⸗
ichtet werden. Wir haben es jetzt nicht mit einer gewöhnlichen und
erechenbaren Geschäfisnachfrage zu thun, folglich müssen wir unser
Urtheil beständig susbendiren und täglich die Ereignisse ab⸗
varten“
Vermischles.

Neustadi, 80. Dez. In der vorletzten Sitzung des
protestautischen Presbyteriums wurde ein Antrag svon J. Exier
ingenommen, wornach vom 1. Januar an der Gesang der Schul⸗
iinder bei Beerdigungen aufhören wird, da er 1) nicht geeignet
st, die Würde dieses Actes und die Pietät der Begleitung zu
Jeben, 2) die Kinder dem Unterrichte entzieht und Erkältungen
aussetzt, und da es 83) den Geistlichen nicht möglich ist, andere
Tageszeiten zu wählen. als gerade die für den Unter i ht sdestimm-
ten. (MN. 8).—

Der Neustadter Vorschußbberein hat seine
Firma in Neustadter Voltsbank umgewandelt.

FHerabruck, 24. Dec. Hier ist unter den Kindern
eine sehr gefährliche Krankbeit, der Rachencroup. ausgebrochen, in
Folge dessen die Schulen geschlossen werden mußten. Leider sind
Zzereitzs 76 Linder diesler Lraänkheit erlegen.

M.
Bier,
—* * 2 * 3 4 —
(Brauerei der Freiherrn von Erailsheim Rügland) aus Ansbach (Mittelfranken.)
— Allein-Verkauf für St. Ingbert und Umgebung bei
38h. 30. Heinrich.
Der Brodpreis für die Stadt St.
Ingbert ist von heute an bis zum nächsten
Donnerstag (Fruchtmarktstag) festgestellt:
Korabrod 3 Kigr. 26 Krzt. Weiß⸗
hrod 9 Krzr.

ü — — — —
Bekanntmachung.
Diejenigen Pferdebesitzer, welche ——
igen, im kommenden Jahre 1873 Privat⸗
—I
ober sonstige Vergütung zu halten, werden
hiemit auf die Bestimmung des 8 5 der
Allerh. Verordnung vom 16. September
1864 (AKreisamtbl. S. 1257) zur Darnach⸗
ung hingewiesen, und aufgefordert, die
vorschriftsmäßige Anzeige nebst dem Zeug ⸗
nifse des Bürgermeisteramts aber den Besitz
des zur Ausübung der Beschälerei erforder⸗
lichen umschlessenen Raumes spätestens am
Mittwoch den 8. Januar 1878 bei der
unterfertigten Behörde einzureichen, da spüter
eingereichte Anzeigen unberücksichtigt bleiben
müssen.
Zweibrücken den 31. Dezember 1872.
Konigl. hayer. Vezirksamt
Dawmnimn
3
Gummischukße
ind wieder eingetroffen in schönster Auswahl.
PRinn Schuhmache

Trutz net so.“
Erste solenne
Narrensitzung
nit grande Illumination
Montags 6. Januar 8781
bende praͤeis 7 Uhr
F 630 Minuten
im Oberhauser'schen Saale.
NB. Nur Mitglieder und von Solchen
eingeführte Fremde haben Zutritt.
Jeder muß mit der vorschriftsmäßigen
Narrenkappe und Liederbuch versehen sein.
Die Kappe lostet 1 Gulden südd. Währ.
Das Liederbuch kostet 6Sgr. nordd. W.
Der Prafident.

Frucht⸗ Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preise
der Stadi Zweibrücken v. 2. Jan.

Weizen 6 fl. 34 tr., Korn 4 fl. 43 kr.
Herste Areihige. — fl. — kr., Gersie vier⸗
reihige, 4 fl. 12 kr. Spelz 4 fl. 26 tr.
Speizlern — fl. — ir. Dinkel — si.
ir. Mischfrucht — fl. — ir. Hafer
g fl. 40 tkr. Kartoffeln Ufl. 40 lr. Hev
lfi. 12 kr. Stroh Ufl. 12 kr. per
Zentner. Weißbrod 129 Kilogr. 18 kr
—XV
I7tr. ditio 1Kilogr. 9 kr. Gemischtbrod 3
dil. 3ukr. 1 Paar Weck 100 Gramm 2 kr.
Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kr.
dalbfleisch 16 kr. Hammelfle sch 18 tr.
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter 36
kyx. vher Pfund.

SIchlosser &amp; Nieter
n Accordarbeit gesucht von
Gebr. Lüttgens
BurbachaSaar
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        28 5* 22
22* 32.24 53 * — e 2
——— 3 2222 528* 3 2 23 2*
—2 28 —33553533356553 — 2537 7
35 55 ———— —386 — — 28
x ——836853 25 z—z5—z—37385 323 72335 757
8* z * 5552* 28
2 J * — —* * — * 35 — * 2
AVV— 53— —— 88
2 _.; —— — —8 * —2 7 ————— —— 8 S—
7 2 —— S — * * 2122 — 2 —2 — *8
3 *5 3 2 53
—A — 5222— 22 —E 23—83325 —— —
— — 2222322555 5 853 — * 3 — 2EG — 8
8 25357353 —— 38—3 35238 24
2 2 25 3225 —X 3 8 p 3* 5
z35 25362 33333578s837333 53
*» * * 2 * —
2 2 —— 2 — 8 22* 233235 —A —— —22 —
28* 522* 525 22 — 5 3 —A— 5538
2 * — 2 3 722 22.2—2., 55 22 2 —523232387 3
5832 ——— 352 — — ——5523—2.2,5 *253 ————
331 —3533738332 4627 —
z3225 5133335258 27*35 —355——*35 5235 523
—224 J — — * 2 — *— J —— 2 J 2 283258 3* 2
zs55 78 3 5 3 838
82 3 — 2 82 —2 * —A „2522 258 8 —
— 2—33 3 7 ——— 325 332 3338 —233533333832323858
2 5538222 —8 535 55 x55*35 525 5 5 52 323 5 23222325
— 57253 35355527z—355 5335 37285— 533383283233—2
7——55 — —5⏑ 3 3 3 33—5538
8 — ————— — —33 —333*
V 8 8 255 2—83,3587 —383 * * — 2 — 2
—õ 82 325 57 — —D— — * —„ 2 12222
— 233 55 328338 — »5835 —— 23, 5320 —58
* 2 —2* — 2 3 — —A — 2 52 7 558 2 7 —
4532 533 33 —53 538 3565 ⸗
28 * —— 5—252 ——S— — —
65 ——— * *

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83 5733338 ——— 38 323 28 5— 5335
—23* — 8
55381 5523 235232 55825 583 5535 57 3* 2* 3.533 —25835
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92* 257 728 55355338 26 *2* 3— — *33 —X 2335
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— 52 535 52 8352283838 8 * 1353 5337223
2 —— 533—5—328 —— — *8 —37 5—2—2 20 —833533—
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* 2550 55 52553 558 832. 132 58323 —2222328
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*3* 223227 582 2 55 —5335 8
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        Hl. Ingberler Anzeiger.
Det St. Ingadberter Anze Ig er lund das mit dem Hauptblatte verbundene unterhaltungsdlatt, mit der Diendtagb⸗ Donnerztags⸗ und Sonnta

ꝑummer) erscheinl wochentlich viermnal: Dienztag, Donners tag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljahrig 42 Arzt. oden
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Arzgr. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Raum berechnet.

— — ——

Samstag, den A. Januar 1873

— — — — — — —

—

—

— — —
F Deutsches Neich.

Mänchen, 30. Dec. Daß man in Folge des feindlichen
Gebahrens des Papstes gegenüber dem denischen Reiche und dem
deutschen Kaiser in Berlin nicht den müßigen Zuschauer machen
wird, darf als sicher angenommeu werden. Bereits hat, wie wir
bestimmt erfahren, der deutsche Geschäststräger beim Papste Befeh!

— —— Ürlaub zu verlassen, so daß die diploma⸗
ische Vertretung des Reiches beim Papste jedenfalls bereits sistir
ist. Weiteres wird sicher nicht lange auf sich warten lassen.

Der Landtagsabgeordnete Graf Fugse rBlumenthal

erläßt im „Bayherischen Kurier“ folgende gegen das „Bayerische
Vale: land“ gerichtete Erllärung: „Qkt nehmend von der wohl be⸗
gründeten Entrüstung des Reichslagsabgeordneten Grafen von
Hreysing gegen die Gesammthaltung des Dr. Sigl'schen Vater⸗
andes,“ erllaͤre auch ich, daß ich dieses Organ für eine Calamität
der katholischen Sache halte. Es ist hohe Zeit, unser braves Volk
bor solchen Auswüchsen der sogenannten klerikalen Presse zu
warnen. Wenn Religion, Sittuchkeit und Recht die idealen
Pfeiler unserer bürgerl. Ordnung sind, und wenn die kath. Presse
ziese Pfeilerr zu schützen und zu festigen hat, so ist Sigl's „Vater⸗
land“ nicht die Bolksstimme, die so hohem Berufe zu dienen
bermag. Dr. jur. Sigl, dieser unreife gährende Journalist, schädigt
die Rcligion durch ebenso böse als sinnlose Angriffe ihrer ver⸗
die atesten Träger, Sigl schädigt die Moral durch Vorkommnisse
und Erinnerungen, die er selbst vergeblich mit den „K abenhöschen“
zu verdecken sucht, er schädiget unsere bayerischen Rechtszustände,
dem er das Ansehen der Krone durch feine demokratischen
Auslossimgen in dedenklicher Weise erschüttert. Solchem Gebahren
mit Entschiedenheit und ehrlichem Manneswort entgegenzutreten,
cheint mir heute eine Gewissenspflicht zu sein, die ich hiermit an
unserm katholischen Volk erfuͤlle, das in der Sigl'schen Spitzederei
aur ein leises Vo.spiel ungleich schwererer Verluste beklagen
dürfte.“

Straßburg, 29. Dez. Den sämmtlichen Bürgermeistern
von Elsaß⸗Lothringen ist der Auftrag ertheilt worden, die Wahl⸗
listen vorzunehmen, und zwar schon im ersten Drittel des nächsten
Monats. Bis Ende März müssen die Feststellungen beendet und
die Lisien geschlossen sein, worauf dann die Wahlen der General⸗
räthe oder sonstigen Corporaltionen nachdenselben vorzunehmen
sind. Die „Voltsztg.“ beklagt, daß bei einem so enischieden frei⸗
innigen Wahlrecht der falale Umstand für die eingewanderten
Deuijchen eintrete, daß sie gegen die annectirten Elsoß⸗Lolhringer
zu Staatsbürgern und selbsi Gemeindegenossen zweter Klasse ge
macht werden. Nach den noch immer geltenden Gesetzen vom 3.
Dez. 1849 und 29. Juni 1867 können nur Großiährige und
zwar nach einem dreijaährigen Aufenthalt im Lande und durch
Natu ralisation vom Slaalsoberhaupte die vollen politischen Rechte
erlan gen. Das berliner fortschrittliche Blatt hofft, es werde solchen
Ungerechtigkeit durch Einführung des Gesetzes über die Bundes
und Slaaisangehörigteit vom 1. Juni 1870 gesteuert werden,
um dem deuischen Elemenie die ihm gebührende und in politischer
die communaler Beziehung durchaus nothwendige Gleichberechtig⸗
ung zu verschaffen. — Der Krieg hat die Schuidenlast der Ge⸗
neände Minhausen um 1242 Mill. Fr. vermehrt. Wie man der
Schweiz. Gr.P.“ schreist, hat nun der neue Gemeinderath an⸗
säßlich der Aufstellung des Budgets pro 1873 die Tilgung der
aufgelausenen Schulden in's Auge gefaßt und beschlossen, die
bisherigen O.troigebühren zu erhöhen und auf jeden Franken der
directen Steuer 24 Ct. zuzu chlagen. Dieser Beschluß bedars
natuͤrlich der Bestätigung der Regierung. Unter den Kregskosten
figurirt eine Summe von 80,000 Fr., welche die Stadt afs Strafe
dafür bezahlen mußte, daß die deutschen Truppen bei ihrem ersten
Abzuge von Mülhausen, als die Bevölkerung wähnte, nun wären
die französischen Waffen siegreich geworden, von alten und jungen
Zassenbuben mit Steinen beworfen und sonst insultirt worden
waten. Die deutschen Behörden maren nach erfolgier Annexion
des Elsasses auf dem Punkte, diese Contribution zurückzuerstatten.

als die aus Mülhausen in sehr demonstratlver Weise reichl ich ge⸗
flossenen Beitrage an die französische National⸗Subsc ription für
Befreiung des Territoriums jene generdse Regung wieder erstickte.
wWieer ist eine der größten Fabriken Mülhausens, die der
Firma Steinbach Köchlin (Spinnerei uno Druckerei), durch Kaus
suür die Summe von J Millionen Fres. in die Hände einer Ge⸗
sellschaft übergegangen, welche dieselbe vom 1. Januar 1873 unter
noch 8jähriger Leitung des Hrn. Eteinbach üb ernehmen wird.
Wiesbaden, 830. Dec. -Zchon in den letzten Tagen
war der Andrang zu den Spieltischen im Aursaal ein starker;
aus allen Richtuugen der Windrose sind Fremde herbeigeeilt, theils
um noch einmal Fortunas Gunst zu erproben, theils um dem
erregten. Treil en und dem letzten Messieurs faitez votre jeu!“
als kuhig beobachtende Zuschauer anzuwohnen. Seit heute aber,
wo Wiesbaden nach dem Schlusse der Spielbank in Homburg allein
noch ein derartiges Etablissement aufzuweisen hat, ist der Andrang
ein wahrhaft massenhafter, so daß die Administration nicht mehr
in der Lage ist, Eintrittskarten auszugeben. (Kh. K.)
Berlin, 30. Dec. Der denische Hilfsverein für den
Nothstand an den Ofsseeküsten wird in dieser Woche sein erstes
Babenverzeichniß veröffentlichen. Seit der kurzen Zeit seines Be⸗
sfehens sind dem Berein bereits 334,000 Thaler zugegangen und
um großen Theil von demselben sofort ahgeführt worden. — In
Sůd⸗Julland, hart an der deutschen Srenze, ist die Rinderpest
ausgebrochen. Auffallend dabei ist der Rebenumstand, daß die
anische Regierung auf diesseits von der schleswigschen Regierung
owohl als später vom schleswig⸗holsteinschen Oberpräsidium er⸗
assene telegraphische Anfragen kaine Antwort ertheint hat, weshaib
die genannie Regierung genöthigt worden ist, durch das Reichs-
kanzieramt in Berlin auf diplomatischem Wege über die Richtigleit
der betreffenden Nachricht und die näheren Umstände Auskunft
zu erbitten.
Der Weihnachts-Postverkehr in Berlin hat auch in diesem
Jahr, wie zu erwarten war, große Dimensionen angenommen.
Zomn 18. bis 25. December sind an Adressaten in Berlin einge-
gangen 111,866 Stück (13,0580 mehr als im Vorjahr); in Ber⸗
sin aufgeliefert sind 128,967 Stück (8060 mehr als im Vorjahr);
durch Berlin transirt 105,3559 Stück (6466 mehr als im Vorjahr).
An jedem Tage der Weihnachtswoche haben mithin im Durchschnitt
uber 40, 000 VPakete in Berlin von der Post behandelt werden
müssen. Die Auflieferung ersolgte bei dem Hofpostamte und bei
46Zweigpostanstalten in der Stadt und deren Umgebung. Um
zie Vewaltigung der angekommenen Pakete, welche sonst von einer
Tentralstelle (in der Oranienburgerstraße) ans geschah, zu erleich⸗
ern, war diesmal noch eine Stelle errichiet, und zu diesem Zwecke
ein Holzgebaude in großen Dimensionen (250 Fuß lang, 60 Fuß
hreit) am niederschlesischen Bahnhof in 14 Tagen mit einem Kosten⸗
aufwand von ca. 8000 Thalern errichtet. Alle Pakete, welche auf
deim niederschlesischen Bahnhofe, sowie auf den benachbarten Bahn⸗
höfen (Ostbahn nnd Gorliher) ankamen, d. i. über ein Drittel des
Vesommt⸗Weihnachtsverkehrs, brauchten in Folge. dieser Decentra⸗
lisation nicht erst in das Eentrum der Stadt geschafft werden,
ondern wurden unmittelbar von der neu errichteten Stelle abge-
ertigt, zu welchem Behuf die erforderliche Anzahl von Wagen und
Bespannen in der Nähe stationirt waren. Täglich gingen 129
Wagen von der alten Stelle in der Oranienburger Straße und
70 Wagen von der neuen Stelle am niederschlesischen Bahnbofe ab.

Berlhin, 31. Dec. Hr. v. Roon, der einstweilen den
Vorsitz im Ministerium gehabt, ist endgiltig zum Minister⸗VPräsi⸗
denten ernannt worden.

B'erlin, 2. Jan. Der Kaiser gab dringender Geschafte
wegen seine projectirte Fahrt nach Potsdam zur Sterbegedächtniß—
seier Friedrich xWilhelm's IV. auf, arbeilete mit dem zum General—
Feldmarschall ernannten Grafen Roon, dem General Lieufenant
Zamecke und dem Obersten Albedyll.

Berlin, 2. Jan. Die heutige Provinzialcorrespondenz
hringt die Mittheilung, daß der Kaifer bem Empfange des Staats—
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        ministeriums am Neujahrstage an den Für7en Bismarck folgende
Worte gerichtet habe: „Ich habe in Ihrer Stellung Aenderungen
pornehmen müssen, die mir schwer geworden sind; 6 mußte aber
geschehen, um Sie zu erhalten.“ Zum Grafen Roon gewendet habe
der Kaiser geäußert: „Dasselbe güt auch von Ihnen“, worauf er
jedem Minister die Hand gereicht und sie aufgefordert habe, ihm
auch fernerhin ihren Beistand zu leihen.

In Wiener diplomalischen Kreisen erzählt man, wie die
Montags-Revue“ berichtet, Graf Beuft hätte sich direlt an den
Herzog v. Gramont mit dem Verlangen gewendet, ihm jenes Acten⸗
stück namhaft zu machen, in welchem die von dem ehemaligen
französischen Gesandten citirien Sätze enthalten wären, indem sich
Braf Beust nicht zu erinnern vermöge, jemals diese oder eine
ähnliche Aeußerung mündlich oder schriftlich gethan zu haben.

Es ift jetzt von dsterreichifcher Seite zugegeben wor ·
den, sagt die „B. A. C.“ mit vollein Recht bezüglich der vieler⸗
oͤrtetten Gramont'schen Enthüllungen, daß man sich „im Interesse
des europdischen Gleichgewichts an dem Kriege zwischen Frank⸗
reich und Preußen habe betheiligen wollen, und daß man nur aus
Nücksicht auf die mangelhaften eigenen Vorbereitungen und auf
die durch die deutschen Siege inzwischen veranderte Lage davon
Abstand genommen hat. Diese Hiltung Oesierreichs ist unserer
Regierung bekannt gewesen und, wenn dieselbe trotzdem Oesterreich
die Hand zu einem ehrlichen Freundschafts verhältniß geboten hat

so haben wir usererseits keinen Anlaß, daran zu zweifeln, daß
seit dem Rüdtriti des Grafen Beufi auch die öosterreichisch ⸗ ungarische
Regierung jeden Hintergedanken aufgegeben und auch ihrerseits in
ehrlicher Absicht die ihr dargebotene Hand erfaßt hat.

Die „Sp. Z.“ iheilt mit, daß demnächst der bereits dem
Abgeordnetenhause unterbreiteten Vorlage über die Grenzen der
lirchlichen Strafmittel eine zweie über die geistliche Diskiplinar⸗
gewalt folgen wird; damit aber dürfte die Reihe der Vorlagen
auf diesem Gebiete für's Erste ein Ende haben. Die Einbringung
des Civileheentwurfes, der von drei Ministern verfaßt, dem Staats-
ministerium, wie belannt, bereits vorliegt, ist, wie dasselbe Blatt
bemerkt, mindestens zweifelhaft geworden, wo nicht gar als auf⸗

gegeben zu betrachten.

Die Herzensergießungen, in denen der Papst sich periodisch
Erleichterung zu verschaffen suchte, so scheeibt oie „Sp. 3.“, has
Deutschland bisher mit äußerfter Langmuth entgegengenommen
Wirderholentlich ist ja mit diesen Allocutionen ein arger Mißbrauch
getrieben worden; die Stelle, an welcher sie gehalten send, ist eine
erhabene, nach dem frommen Glauben von vielen Millionen ein⸗
geheiligte, so daß, was dort verlautbart, mit Ehrerbietung ver⸗
nommen werden sollte: dem Inhalt und dem Tone nach entspra⸗
chen jene Auslassungen dagegen immer weniger dee Erhabenheit
der Stellung und dem, was ein Christ unter „Heiligung! versteht,
da fie mehr und mehr den Charakter von Volksreden, Clubbisten⸗

polemit und demagogischen Aufreizungen annahmen. Gemeinhin
wurde dann auch nachträglich versichert, der authentische Text der
Ansprachen wäre durch mangelhafie Berichterstattung erregter Zu⸗
hörer entstellt worden. Die Schmähungen und Verwünschungen,
Mißdeutungen und Verdächtigungen wurden in Deutschland bisher
leidenschaftslos registrirt und mit Kopffchütteln oder Achselzucken
fur erledigt gehalten. Diese Milde hat indeß nicht begütigend,
sondern aufftachelnd gewirklt. Neuerdings ist im Valican ein⸗
Sprache geführt worden, deren Zügellosigkeit im grellen Contrast
steht mit der würdigen Haltung, an welcher man den Souberan
erkennt, und deren Heftigkeit doch auch das Maß dessen weit über⸗
schreitet, was dem vorgerückten Alter an Selbst vergessenheit nach⸗
gesehen werden darf. Man ist versucht, der bei jeder neuen Rede
des Papstes wahrnehmbaren Steigerung der Invectioen die Absicht
einer Herausforderung beizulegen, die, je vornehner sie ignorirt
worden, desto drastischer wieder auftritt. Wohin soll das führen?
Wie lange können geordnete Staaten — aus Rücksicht auf die
Gefühle ihrer katholischen Unterthanen — diese senilen Excesse er⸗
tragen 7? Liegt in diesen wiederkehrenden Versuchen, zum Ungehor⸗
sam gegen die Gesetze zu reizen, Haß und Verachtung zwischen den
verschiedenen Confessionen zu säen nicht eine Verletzung der edelsten
Gefühle patriotischer Katholiken, die um ihretwillen die eigent Re⸗
zierung in die unerwünschteste Lage versetzt sehen? — Die Allo⸗
rution vom 23. d. M. bildete den Theil einer Feierlichkeit, mit
welcher die Präconisation von Bischöfen in Italien, Frankreich,
Oesterreich, Belgien ꝛc. verbunden war. Die hohenpriester liche
Fürsorge, die sich über eine Welt erstrekt, fand eine Ergänzung
in tobsüchtigen Insulten, mit welchen die Regierungen der Völker
überschüttet wurden, für deren chriftliches Heil gesorgt werden soll.
Denken wir uns eine Thronrede des deutschen Kaisers, worin der
Papst vor aller Welt mit denselben Prädicaten beehrt wäre, welche
der päpstlichen Beredtsamkeit bei solenner Gelegenheit gegenüber
den weltlichen Obrigkeiten nicht zu unwürdig erschienen sind! Die
Boͤller dürfen fordern, daß es keine Stälte debe an welcher un⸗
gestraft gewagt werden daif, die Lenker ihret Staaaten gu belei.

digen. Von fremden Regenten, von auswättigen Mächten weiß

jede ehrliebende Nation Genugthuung und Sühne für solchen Frevel

zu erlangen. Wie wird aber der Üebermuth gezüchtigt und die

Beleidigung gesühnt, die hier in Rede stiht Das ist eine Frage

an unser Zeitalter, und sie muß gelöst werden.

Der „Magd. Z3.“ wird von hier geschrieben: „Die Allocu⸗

ion des Papstes vom 28. welche im ersten Augenbücke fast un⸗
heachtet geblieben, ist plötzlich zu einer für das Verhaltniß des
Deutschen Reiches zu der kirchenpolitischen Gesetzgebung eutscheiden⸗
de Thatsache geworden, seitdem der authentische Text, namentlich
'o weit die Allocution sich auf Deutschland bezieht, bekannt ge⸗
vorden ist. Waren dir Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich⸗
ind der Römischen Curie auf demselben Fuße zu behandeln, wie
wischen zwei weltlichen Mächten. wie im Jahre 1870 zwischen
Deutschland und Frankreich, so würde die unmitlelbare Folge einer
krllärung, wie diejenige vom 23. ist, den Abbruch der diploma⸗
tischen Beziehungen und die Mobilmachung der Armee sein. Glück⸗
icherweise liegt in diesem Falle die Sache viel einfacher, und die
Nordd. Allg. Z.“ hat gesiern bereits die Antwori der Reichsre⸗
zierung auf die unerhörte Herausforderung seitens der Curie er⸗
heilt, indem ste die Regelung des Verhältnisses zwischen Staat
und Kirche für eine Lebensfrage des Deuisches Reiches erklärte.
Praltische Folgen kann diese Auffaffung, insoweit die Reichsgesetz⸗
zebung in's Spietk kommt, allerdings erst in einigen Monaten
haben. Zunächst aber wird die Lösung dieser Aufgaben für den
Preußischen Staat zu einer Frage der Reichspolilik und das ist
»on besonderem Inleresse in —— wo so viel von
einem Stillstande in der preußischen kirchenpolitischen Gesetzgebung
die Rede ist.“

Den Nachrichten aus Frankreich zufolge hat fich an dem
Berhältnifse Thiers zur Subcommission des Dreißiger ⸗Ausschufses
noch immer nichts geändert, und die optimistische Auffassung der
‚Agence Havas“ vom 30. Dezember war ohne Begründung; eine
Debesche der „Independance belge“ theilt mit, daß sich die Com⸗
nission bis zum 5. Januar, an welchem Tage sie sich abermals
dei dem Herzoge von Broglie versammeln werde, vertagt habe.
Es heißt, Hr. Thiers wolle das Publikum fortwährend in dem
Blauben erhalten, daß zwischen der Regierung und dem Dreißiger⸗
Ausschusse ein verträglicher Geist herrsche, damit der Theater coup,
velchen er für sein Wiedererscheinen in Versailles vorbere ile, um
'o glänzender ausfalle. Viele Deputirten der Rechten sollen über
die Entdedung im höchsten Grade erzürnt sein, daß .Sie cle⸗ seine
Agitation für die Auflösungspetitionen durchaus iin der Zustim⸗
nung des Präfidenten der Republik in Scene gesetzt habe. Be⸗
lanntlich möchten diese Herren Thiers eriweder stürzenoder ihn
doch vor den Wahlen. vermittelsi der Minister⸗Verantw ortlichken
anfchädlich machen.

Man strengt sich an, um seinen Verpflichtungen aus dem
etzten Kriege gerecht zu werden; eigenthümlich muͤthen einen da—
ieben die Aeußerungen des Chauvinismus an, weiche sich allent⸗
jalben in Frankreich breit mechen, u. A. sogar in den hoͤheren
nilitärischen Kreisen. So erzählt man in Paris, der Kriegs⸗
Minister Cissey habe sich neuerdings nach dem Stande der Befest⸗
gungswerke von Luxemburg erkundigen lassen und in Offieier⸗
reisen hört man äußern, der nächfie Revanchezug müsse durch
helgien gehen u, s. w. — Nun, so würden wir die Herren Fran⸗
zofrn in den Ardennen empfangen, wie jüngsthin an der Saar
ind vor der Pfalz her.

Wien, 29. Dez. Der „Karlsr. Zig.“ schreibt man, daß
die Pforte ihre Repräsentanten im Auslande angewiesen habe, die
Aufmerksamkeit der Höfe, bei welchen sie beglaubigt sind, auf die
in unerklärlicher und unerklärter Weise sich steigernden militärischen
Vorlehrungen in Serbien zu lenken und die dadurch für die suzeräne
Macht gegebene Nöthigung zu betonen, auch ihrerseits zu denjenigen
Aufstellungen zu schreilen, die sie in den Stand setzen könnsen,
eder Eventualität die Spitze zu bieten. Gleichzeitig melden Nach⸗
richten von der serbisch⸗bosnischen Grenze, duß sich ein ganzes
ürkisches Armeecoips dort concentrirt, und daß die eingebornen
osnischen Truppen aus dem Vilayet herausgezogen und durch meist
isiatische Truppentheile ersetzt werden.

Nach dem Wiener „Vaterland“ wäre die Ansprache des Hei⸗
igen Vaters zwar das Vorzeichen eines göttlichen Strafgerichts,
velches nunmehr über den deuischen Kaiser und seinen Kanzler,
owie über den König Victor Emanuel hereinbrechen wird. Daß
Desterreich die Ehre einer Erwähnung in der Ullocution nicht
viderfahren, erklären die Ultramontanen aus den Rhechsichten des
Papstes auf die angeblichen Dienste, welche Graf Andrassy durch
eine diplomatische Intervention in der xömischen Klostrrfrage ge⸗
eistet hätte. Die Herren sorgen dafür, daß der Humor auch in
der Politik nicht ausgeht.

Frankreich.

Paris, 29. Dez. Nachdem nunmehr die dritte Milliarde

her Kriegscontributidn vollstandig an Deiuschl and entrichtet ist,
        <pb n="7" />
        trifft das Finanzministerium die nothigen Vorkehrungen zur prompten
Abtragung der vierten Milliarde. Wie „Siecle“ mittheilt, ist die
deutsche Regierung schon jetzt benachrichtigt worden. daß ihr eine
erste Einzahiung in Höhe von 200 Millionen aml15. Januar gemacht
werden soll; die weiteren Ratenzahlungen von gleichem Betrage
solgen am 15. Januar. 15. März, 15. April und 15. Mai. Es
dimmt diese Mittheilung mit den bisher von officiöser Seite ge⸗
machten Andeutungen überein, nach welchen die franzöͤsische Re⸗
gieruͤng zu Anfang Juni in der Lage sein werde, mit Deutschland
degen der für die fünfte Milliarde zu leistenden Garantien in
Unterhandlung zu treten. Von der vierten Milliare besitzt die
Regierung bereils 880 Millionen, welche sie in Wechseln angelegt
jat, um derart die Störungen zu vermeiden, die durch die Eut ˖
siehung einer so großen Menge baaren Geldes auf dem Finanz
natkte entstehen müßten. — Das Polizeigericht von Nancy hat
inen dortigen Bürger, der eine von der deutschen Militärverwalt⸗
ing während des Krieges ausgeschriebene Patrie Schlagholz aus
der Staatswallung kaufte, zu einem Monnt Gefängniß und
15,350 Fr. Geldstrafe und Schadenersatz verurtheilt.

Paris, 29. Dez. Die legitimistische Unionswill aus Mai⸗
and zwei bonapartistische Manifeste erhalten haben, die von einem
Tomité ausgehen, welches den Titel führt: „Union françaiae de
a Paix sociale.“ In dem einen dieser Manifeste wird gegen das
önigthum und die Republik losgezogen und die Arbeiter und die
Bourgeoisie aufgefordert, sich um das Kaiserthum zu schaaren, da
dasselbe allein den Einen sociale Verbesserungen gewähren und den
Andern die für ihre Geschäfte nothwendige Ruhe verschaffen könne.
Das zweite Manifest ist ausschließlich an die Arbeiter gerichtet und
st „ODn groupe de proscrits“ unterschrieben. Beide Actenstücke
stagen das Datum vom 1. Januur 1873. Daß diese Actenstücke
virtlich von bonapartistischen Comites ausgehen, scheint außer
Zweifel, da die Imperialisten ungeachtet der conservativen Sprache,
velche sie in ihren Jonrnalen führen, fortwährend auf die Ar⸗
zeiter in socialistischem Sinne einwirken und denselben die schönsten
und verführerischsten Versprechungen für den Fall machen, daß das
Kaiserreich wieder hergestellt werden sollte. Das System— welches
sie heute verfolgen ist ungefähr das nämliche, welches sie von. 1848
dis 1851 in Anwendung brachten. Uebrigens darf man auch
aicht übersehen, daß unter den Pariser Communisten eine große
Anzahl Bonarpartistischer Agenten sich befanden.

Spanien.

Nach einer den Londoner Times“ aus Paris zugegangenen
Madrider Depesche vom 30. v. M. befürchtet man in Spanien
den Ausbruch eines Alphonsistischen Aufstandes. Die Regierung
hereitet Maßregeln zur Unterdrückung desselben vor.

Amerika.
Newyork, 30. Dec. Nach hier eingelroffenen Nachrichten
hat der Aufstand auf Cuba wieder groͤßere Dimensionen angenom⸗
nen; es fanden zwei erfolgreiche Angrifse der Insurgenten auf
die Regierungstruppen statt.

Bermischtes.

fKaiserslautern, 2. Januar. Die Kaisersl. Zig.“
schreibt: „Heute Vormittag erhielten wir den Besuch des kgl.
Untersuchungsrichters in Begleitung des Staatsanwaltes, welcher
den Zweck hatte, die Nr. 314 unserer Zeitung vom 31. Dezember
p. J. zu konfisciren. Beanstandet ist der Schluß der politischen
lebersicht, in welchem anknüpfend an die Ausfälle des Papstes
zegen das deutsche Reich die Zuziehung des Erzbischofs von
München zur k. Tafel besprochen wird.“

fEnkenbach, 2. Jan. Der Heizer Nikolaus Geiger,
welcher in der Neujahrsnacht als Bürgergarde mit aufgestellt war,
erhielt von einem Burschen, dem er das Gewehr, mit welchem
derselbe geschossen hatte, wegnehmen wollte, mit einem Messer
einen ledensgefährlichen Stich durch das Auge.

f(Zur Warnung.) In Gonsßbach bei Winnweiler
ließ am 21. Dec. eine Tagnersfrau, die ihrem Manne das Mit)
ragessen brachte, ihre beiden Kinder von 893 und 194 Jahren
allein zu Hause. Beide schliefen bei ihrem Forsgehen. Als das
iltesie erwachte, zündete es mit Streichhölzchen die Wiege an, in
welcher das kleine Kind lag, und als die Mutter nach Hause kam,
fand sie dasselbe todt; es war verbrannt.

FIn Lambshieim hat an Weihnachten ein nicht genannt
sein wollender Israelit an die Ortsarmen ohne Unterjschied der
Konfession die Summe von 100 fl. vertheilen lassen.

Mannheim, 26. Dec. Die Fabriken schießen hier
aachgerade wie Pilze aus der Erde; so ist in der oben bezeichneten
Gegend in Zeit weniger Wochen eine Kohlensteinfabrik erbaut
vorden, welche den bei anderen Fabrikationszweigen abfallenden
Steintohlenther durch Mischung mit Kohlenstaub und Formen zu
ziegeln verarbeitet, welche entzündet die Eigenschaft haben, langt

ortzuglühen und in neuerer Zeit zur Heizung der Eisenbahncoupos
derwendet werden.

717 Im Baͤdischen sind bereits Stöoͤrche eingetroffen. Danach
scheint es fast, als bektämen wir gar keinen eigentlichen Wint er.

Geestemünde, 27. Dez. Folgender Vorfall mag allen
Zausfrauen zur Warnung dienen: Die Frau des Kaufmannes
derrn B. hierselbst hatte sich vor ungefahr 3 Monaten eine ganz
inbedeutende Verletzung an der Hand zugezogen, indem sie sich an
der Kellerthür „geritzt“ hatte. Am nämlichen Tage hatte sie eine
Waschfrau in Thaätigkeit. Hievei beschäftigle sich Frau B. mit dem
Aufidsen der Bläue. Am folgenden Morgen schon war nicht blos
die verletzte Hand, sondern der ganze Arm bedeutend geschwollen
und waurde durch den hinzugezogenen Arzt eine Blutvergiftung durch
im Blaumaterial enthaltenen Kupfergehalt constatirt. Der Behand⸗
ung des Arztes ist es gelungen, nicht blos das gefährdete Leben
zer Frau B. zu retten, sondern auch ihre nunmehr eingetretene
voͤllige Wiedergenesung herbe izuführen.

Berlin, 24. Dec. Gessern trafen aus Hamburg 62
Personen von dem aus Stettin abgegangenen und an der hollän⸗
ʒischen Küfle gescheiterten Auswandererschiffe „Franklin“ anf der
damburger Bahn hier ein, um mit dem um 6 Uhr nach Stettin
ibgehenden Zuge in ihre Heimath befördert zu werden. Diese
deute hatten nichts gereitet, als das nackte Leben. Von den ver⸗
chiedenen Eisenbahngesellschaften, deren Bahnstrecken sie zu passiren
Jatten, war ihnen in Anbetracht des vorhandenen Nothslandes freie
Fahrt bis zu ihrem ehemaligen Wohnort bewilligt worden.

fPeterssburg, 30. Dez. Die deutsche reformirte
dirche in der großen Morstoistraße ist gänzlich abgebrannt.
(T. R.)
rConstantinopel. Gottlose Zeit! Jetzt sind die
Türken schon ganz und gar von unserer zweifelsüchtigen Zeit an⸗
jefressen und iassen Religion Religion sein. Ganz ohne Schen
zringt die „Turquie“ den Speisezeitel, welcher bei den Feierlich⸗
eiten der Vermählung Izzet Beys, des Sohnes weiland Fuad
Baschas, mit der Prinzessin Azizé durchgegessen und getrunken
vorden ist, und führt dabei Weine an. Und damit man sieht,
zaß die Türken, wenn sie einmal ins Sündigen gerathen, schon
recht“ sündigen, seien die Weine auch hier verzeichnet, welche die
Söhne Muhamed's getrunken haben: Madeira, Barsac, Chateau
Hquem, Lafitte, Nargaux, Rheinwein Metternich, (früher Johan⸗
nisberger genannt), Steinwein, Moẽt und Chandon, Veuve⸗Cli⸗
quot, Rivqjalte, Chprer, Alicante und Portwein. Und denen ist
Wein verboten!

fLondon, 27. Dec. Während der Stürme im Monat
Dezember fiel es nicht wenig schwer, die Mannschaft des Leucht⸗
chiffes von Seven Stones in der Nähe von Landsend abzuldsen.
Endlich gelang es doch, und die Bemannung weiß von einer
wundersamen Geschichte zu erzählen. Sie behaupten, daß am 18.
November 2 Uhr Vormittags etn Meteor über das Leuchtschiff
hdinzog, explodirte und in unzähligen Feuerlugeln scheinbar fich
nuflöste. Das Deck war dick mit Asche bestreut und die beiden
deute auf demselben waren eine Zeitlang in Folge der Erplosion
janz ohne Besinnung. Der eine blieb sogar einige Tage krank.
Die Leute im Schiffe hoörten zwar das Geräusch, haben aber das
Phaänomen nicht gesehen.

Pecing. Ueber die Hochzeit des Kaisers von
Th ina erhalten die „Dailh News“ aus der Feder ihres Spe⸗
iaiberichterstatters in Pecking weitere int⸗ressante Details, die sich
nuf die Feier innerhalb des Palastes beziehen. Als die Braut den

Palaft erreichte, wurde sie an der Thür der gelben Särfte, in
er sie getragen worden, von den Kaiserinen des Ostens und
Westens empfangen. Sie überreichten ihr ungemünzte Gold- und
Ziuberstücke, sowie eine Vase, die Weizen, Mais, Reis, Smaragden,
Zophire, Rubinen und andere Symbole von Productionen der
krde enthielt. Dann stieg sie aus der Sänfte auf einen kleinen
soldenen Sattel und betrat die Wohnstätte ihres künftigen Gatten.
xẽs heißt, daß der Kaiser schlief, als die Braut aukam. Er mußte
jeweckt werden, worauf er rasch die nothwendigen Gebete sprach.
Die Ceremonie der Frisur des Haares der Braut, wie solches von
erheiratheten Frauen getragen wird, fand am mächsten Tage statt.
Am dritten Tage nach der Hochzeit erschien der Kaiser und die
daiserin in prachtigen Costumen. Die bei dieser Gelegenheit ge⸗
ragenen Kleider wurden in Peking verfertigt. Sie sind mit
BZerlen und allen Arten Edelsteinen besetzt, und losten, wie man
agt, jedet 180.000 Lstrl.

Frau Luca hat in Newy⸗r!l fül breißigmaliges Auf—
relen 47,478 Dollars erhalten; also pr. Abend 1,582 Doll.
Jußerdem hat sie Haus und Equipage kontraltlich frei. Ihr Erfolg
⁊ — ziffermäßig nachgewiesen — gtidtzer, als derjenige der
hwedisqh franzoͤsischen Sangerin, Frl. Nilson.
        <pb n="8" />
        Volkswirthschaft, Handel und Verkehr. angehoören u wofür pro Stück und Tag 1/2 Thaler Leihgeld
Qarlsruhe, 30. Dec. Bei der heute statigehabten Prä⸗ Hezahlt wird. REs repräsentirt dies eine Jahresmithe von rund
mienziehung der badischen 835 fl. Loose fielen je 1000 fl. auf fol⸗ 500,000 Thlr. d. h. allein die Nichtbenutzung dieser 900 Wagen
zende Nummern: 9052, 43,085, 90,861, 90,886, 117.1898 würde reichlich die Verzinsung und Amortisation der zur Vermehr—
226,971, 297,828, 304, 903, 310,569, 342,998 (T. R.) ung des Betrie bsmaterials geforderten 9 Millionen decken.
Auf den preußischen Staatsbahnen laufen jetzt 900 Güter—⸗ — —
wagen, welche der österreichischen Eisenbahn Waggon⸗-Leih-Anstalt
Bekanntmachungen.
eneral-Veor-
ærnlIung
des Bliesgau'schen Bezirks Lehrer⸗
Vereines am Mittwoch den 8. Januar
nächsthin Nachmittags präcis 2 Uhr im
Seel'eschen Saale zu Blieskastel.
Zu recht zahlreicher Betheiligung ladet
die Mitglieder andurch höflichst ein,
Blieskastel, den 28. Dezember 1872.
Fr. Schwaab, Vrstd.

— W8sBföx x x 8ůöů⸗—
m-erpentüre
gegen —
Gicht, Rheumatismus und Nerven-Kopfweh
uin Zlaäschen à 1 Gulden 45 Kreuzer S. W. und à 45 Kreuzer S. W.
Depot für St. Ingbert bei Joh.e Friedrich.
D nerzeichneter wohnt nunmehr in ⸗
A seinem elterlichen Hause über Wohnungsvermiethung.
Sueege. J p d woige g meines Hauses, wel—
58 4ern en Conditor Prinz bewohnt ist bis 15.
St. Ingbert, 4. Januar 1873. Januar beziehbar zu deen indi
— ———
sda
„Trutz net so.
Erste solenne
Narrensitzung
mit grande Illumination
Montags 6. Januar 3781
Abende präcis 7 Uhr
— 60 Minuten
im Oberhauser'sqen Saale.
NB. Nur Mitglieder und von Solcher
eingeführte Fremde haben Zutritt,
Jeder riuß mit der vorschriftsmäligen
Narrenkabpe und Liederbuch verjehen sein.
Die Kappe kostet 1 Gulden südd. Währ.
Das Liederbuch kostet 6 Sgr. nordd. W.
J Der Mrärident.
Rechnungen
in Us, 14 und ijs Bogen zum allgemeinen
Gebrauch sind vorrüthig in der Druckerei
dieses Blattes.
T ⸗ — se
* J ⸗ —
23. Fuhrländer Na er.
J — 2 F —— *82
85 VFAlIrgasso Sñ im Framtæ« Dai n.
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1 a r 23334 J J
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Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher destens besorgt und bitte mir das bioher bewiefene Vertrauen auch weiter
— 2z2u exhalten. ——

St. Ingbert.
Lothringer Zaubertheater.
Zum erstenmale in der Pfalz.
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Der Lothringer Zauberkünstler Herr
director Klock wird in hiesiger Stadt
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Klock, Director.

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— —*

—— *

— sXX..— — äO ——— —— üö———— —— —— — — — — —— —
Pedaktion. Druck vnd Verlag von F— X Demek in Si. Inabert
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der St IAnaberee Anzeiger sund das mit dem Hauptblatte verbandene Unterhaltungsblatt, mit der Dienttagt⸗ Donnerttags⸗ und Sonnia

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12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Ktrrr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Kaum berechnet.

—

Sonntag, den Senuar 1875
—

αα

Deutsches NReich.

Muünchen, 1. Jan. Die Blätter enthalten eine „Edicktal⸗
iadung“ in Sachen der Adele Spitzeder. Die Gläubiger haben
ihre Forderungen ꝛc. bis zum 31. Marz 1873 geltend zu machen.
Die Verhandlungs⸗ Tagfahrt ist auf den 10. Mai festgesetzt. —
—A
zeabsichtigt, der k. bayerischen Regierung das Bads teben abzukaufen.

Mänchen, 2. Jan. Im Staatsministerium der Justiz
sind bereits wegen Ausarbeitnng einer Vormundschafts- und
Berlassenschaftsorbnung die erforderlichen Einleitungen getroffen.
Dem nöchsten Landiage werden die hierauf bezüglichen Vorlagen
jemacht werden. Die nothwendige Reform dieses Theiles der Ge⸗
etzgebung und Rechtspflege wicd voraussichtlich zu einer raschen
Durchführung gebracht werden. — Mit der Verabfolgung der im
Beneralauditoriate verwahrten Heiraths-Cautionen der Ofiziere
vurde an Betheiligte bereits begonnen.

Ludwigshafen, 2. Jan. Heute Morgen 6 Uhr und
Bormittag 82443 Uhr sind zwei Extrazüge mit Elsässer Rekruten,
m Ganzen etwa 1500 Mann, hier durchgekommen.

—Worms, 2. Jan. Heute Vormittag um 7 urd 9 Uhr
vassirten zwei Züge mit 1480 Mann Rekruten aus Elsaß Loth-
ingen unsern Bahnhof. Denselben wurde von Soldaten der hie⸗
igen Garnison Kaffee und Cigarren angeboten, welche das Er⸗
rischungscomite besorgt hatte. Die Mannschaft war sehr munter,
ichtii h machte der freundliche Empfang, der denselben an allen
daltpunkten, gleichwie hier zu Theil wurde, einen guten Eindruck.
Bon Mainz aus wurden diese Rekruten, die viele hüdsche, stattliche
Mannet in ihren Reshen zählen, an die verschiedenen Regimenter
—E J—

eαn, 5. Jan. Der Spen. Zig.“ wird mitgetheilt,
»atz der Kaiser dem Fürsten Bismarck bei Gelegenheit des Rücd-
ritts desselben vom. Praäfidium des Stagts gimnsteriums den schwazen
Adlerorden· mit Brillanfen· verliehen* haf.

Vom 1. Jannax 1873 ah wird. duf Giund eines Gefetzes
„om 31. Mai d. J. — Für das innerhalb der Zolllinie Liegende
Bebiet des deutschen Reiches, jedoch mit Ausschluß der Koͤnigreiche
gahern und Würtemberg,« des Großherzogthums Baden, Elsaß⸗
dothringens, des GroßherzoglichSächsischen Vordergerichts Ostheim
ind des Herzoglich Sachsen Coburg⸗Gothaischen Amtes Koͤnigsberg,
ine für gemeinschaftliche Rechnung des Reichs zu erhebende Brau—
teuer eingeführt.

England.

London, 3. Jan. 60,000 Kohlengruben und Eisenwerl⸗
erbeiter in Wales beharren auf dem Strike, weil die Arbeitgeber
ich weigern den Streit einem Schiedsgerichte zu unterbreiten.

Amerika.

In den Centralstaaten von Amserika ist eine Bewegung
m Gange, die zum Zweck hat, die verschiedenen Staaten zut
zildung einer Konföderation zu beeinflussen. Ihre Parolt ist:
Eine Regierung und ein Land.“ Die Vereinigten Staaten von
Imerika sollen als Vorbild dienen.

———
fSaarbrüden, 29. Dez. Frkf. Ztg. Unser schönes
„Ehrenthal“, die Bezräbnißstädte der Krieger don 1870, in weiten
dreisen schon bekannt, wird im Frühjahre durch eine staitliche
Germania“, welche den Siegeskranz über die Gräber reich‘, ge⸗
chmückt werden; auch eine freundliche Aufseherwohnung, in welcher
in Indalide der wackeren Vierziger seinen Sitz erhält, wird den
Platz zieren; Alles auf Kosten unserer Stadt, wozu wir indessen,
vas löblich erwähnt werden muß, einen Zuschuß von 2000 Thl.
»om Kriesministerium erhielten. Ein franzdsisches Komité hat auch
eine Summe Geldes hetgesondt, um den hier bestatteten französi⸗
ichen Kriegern ein bescheidenes Gedenkkreuz zu setzen. —
F Die nächste Generalversammlung des Vereins für wissen⸗
chaftliche Pädagogik soll zufolge Einladung der Weimarischen
Mitglieder in den kommenden Osterferien in Weimar stuttfinden.
F Weilburg, 26. Dez. Am verflsssenen Dienstage, am
Tage vor Weihnachten, hatten sich zur Mittagszeit auf einer erst
eit wenigen Monaten in Betrieh gesetzten Grube, bei dem benach⸗
»arten Braunsfels 6 Mann von der 17 Mann siorken Belegschaft,
darunter der Steiger Strack, in der Hütte eingefunden, um das
Dittagsefsen zu bereiten. Bis das Kaffeewasser in den Kesseln
zum Sieden lam, gab der Steiger Anordnungen für den Abschluß
vor den Feiertagen und ließ zugleich 83 Dynamitpatrouen ouf
Scheitern Holz, welche auf den Ofen gelegt waren, erwärmen um
dieselben, welche bekanntlich bei noch ziemlich hoher Temparatur
zefrieren, zur Verwendung unmittelbar nach dem Mittags⸗ssen zu
dräpariren. Eine der Patronen fiel zwischen den Scheitern durch
und explodirte mit den andern. Der Ofen jersprang in lauter
vinzige Splitter, der Bau flog aus einander und 5 Mann wurden
zanz entsetzlich zugerichtet. Der eine wurde in der Mittte durch⸗
chnitten, dem zweiten hatte sich eine Masse Eisen in die Brust
getrieben, ein dritter wurde mit vielen Wunden auf das obere
Bebälke geworfen, dem vierten beide Beire abgeschnitten und der
ünfte gewaltig verstümmelt zur Thüre hinausgeschleudert. Der
echste war eben zur Thür hinausgetreten, um einen Trunk zur
Beihnuchtsvorfeier zu beschaffen. Er wurde beinahe 15 Schritte
veit vom Luftdrucke geschleudert, ohne erheblich beschädigt zu wer⸗
den. Keiner der Verletzten war sofort todt, obwohl die Unglücks⸗
tätte den Anblick eines Schlachthauses bot; drei starben aber als⸗
ald und sind bereits beerdigt, zwei leben noch, darunter derjenige,
velchem die beide Beine weggeflogen sind. Beide sollen aber der⸗
artig verstümmelt sein, daß ein baldiger Tod als wünschens verthe
Erlssung von furchtbaren Leiden betrachtet werden müßte. Sämmi-
iche Verunglückte sind unbemitlelte Arbeiter auß dem nahen Dorf
Bonbaden. Derjenige, welcher noch ohne die beiden Beine lebt,
jat zwei blinde Kinder, welche nunmehr ihren Ernährer verloren
In Folge der Beschwerden,“ die der General Ducrot gegen jaben. (Rh. K.)
ein Blatt von Mans (ddasselbe behauptete, an der Spitze der T In Wien ist die Errichtung eines Monumentes für die
Armee von Bourges stehe ein todter General) an den Kriegsmi- aiserin Maria Theresia im Werke.
nistet gerichtet hat; laßßt derselbe dem Vernehmen nach, ein Gesetz F Wie der Argramer Ztg. mitgetheilt wird, ist vom 1. Jan.
vorbereiten, welches die. Offizlere) gegen Zeitungsangriffe sicher jis Ende Oktober 1872 im Bereiche der croatijch lavonischen
tellen soll.“ Falls dasfelbe gugenommen wird, so wird man einen Militärgrenze nachfolgendes Raubwild: 12 Baren. 120 all⸗ Wölfe,
neuen Schritt zum Systen des Kaiserreichs hingethan hal en, unter 138 junge Wölfe, 809 Füchse, 379. Marder, und 90 ]Wildkatzen,
velchem es bekanntlich“ der Preffe verboten war, das Geringste erlegt und an Schußprämien für d.eses vertilgte Raubwild zusammen
iber dieg Miluar⸗ und, Civilbeamten und ihre Hardlungen zu 1607 fl. ausbezahlt worden. J
agen. f Im letzten November sind, so viel bekannt, 427 Zegel⸗
        <pb n="10" />
        schiffe gänzlich zu Grunde gegangen, nämlich: 136 englische, 57
uorwegische, 65 deutsche, 84 schwedische, 29 holländische, 29ftan ·
lösische, 17 russische, 10 dänische, 8 italientsche, 6amerikanische,
5 griechischo Jargentinisches, J öͤsterreichisches, 1 spanisches und
5 von unbekannter Flagge. »Dampfschiffe gingen verloren 23,
aämlich: 11 englische; 6 amerikanische, 2 deutsche, 2 spanische, 1
zelgisches und 1 schwedisches. Darunter sind 11 Segel- und 2
Dampfschiffe begrieffen. die mit Mann und Maus untergegangen
ind.

Widerstandeßs: eine kühne Brücke wird sie über den furchtbaren
Abgrund legen. Das erste Joch von 125 Fuß Spannung ist
bereits glücklich vollendet, an dem zweiten wird rüftig fortgeschafft
und am 15. Jannar 18783 hofft man die ganze Strecdee von 600
Fuß, vollständig kunstgerecht gebaut, bereits mit der Lokomotive
»efahren zu können. Da die Arbeiter sich weigerten, in solcher
)öhe fast schwebend in der Luft, ihre Thätigkeit fortzusetzen, mußten
Seeleute gewonnen werden, die Arbeiten weiter zu führen.
uSer urso çetes Papiergeld.

Anhalt⸗Bernb. Kassensch. à Thlr. 1, 5 und 25 von 1880, 1852 und
1856, sowie à Thlr. 1 v. 1839. Anh. Köthen'sche Kassensch. à Thlr. 1 und
* vom 1. Juni 1848. Anh.Köth.⸗Bernb. Kassensch. aà Thir. 1 und 5 vom
2. März 1848. Anh.Köthen⸗Bernb. Eisenb.⸗Scheine à Thlr. 1, 8 und 28.
Inh.⸗Dess. Kafsensch. à Thlr. 1J und 5 vom 1. Aug. 1849 und à Thlr. 10
om 5. Okt. 1855. Anh.Dess.⸗Landesbanknoten a Thlr. 1 und 5 vom 2.
Fan. 1847. Bautzener (Lausitzer landst.) Bankn. à Thlr. 5 von 1850 und
Thlr. 10 von 1861. Bayer. Hypoth.⸗ und Wechs.⸗Bankn. à fl. 10 vom
. Juni 1850. Braunschw. Bank⸗ und Darl. Bantsch. aà Thlr. 1 und 20
bon 1842. Braunschw. Bankn. à Thlr. 10 Gold v. 1. Juni 1856. Bresl.
tädt. Bankn. à Thlr. 1, 5, 25 und 50 vom 10. Juni 1848. Dän. 5
Reichsbankthalerzettel ält. Em. von 1885, auf einer Seite blau bedruckt.
Bothaische Kassenscheine à Thlr 1 und 5 vom 80. Sept. 1848. Großh. Hesj.
Zrundrentensch. à fl. 1, 5, 10, 35 und 70 seit 31. Dec. 1870. Holsieinische
Kassenanweis. von 1854. Konigsb. Privatbanknoten. Kurh. Leihe und Kom
nerz⸗Bank⸗Noten. Leipz. Bankn., alle vor dem 2. Nov. 1851 erschienenen.
Oesterr. Bankn., auf Konv. M. lautend. Oesterr. Staatsn. der Banknotenform
a fl. 1Oe. W. vom 1. Jan, 1858 und à n. 5 Oe. W. vom 1. Mai 1889
1fl. Kund 5 fl.Bankn. mit rothem Ueberdrucke auf der Vorderseite). Poln.
Banksch. grüne 41 Rubel, weiße und rothe aä 3 S.⸗R. Posener Prov.⸗Banln.
oom 1. Dez. 1857, seit 31. Dez. 1870. Potsd. Stadtsch. à Thlr. 1 vom
3. Sept. 1840. Noten der Preuß. Bank zu 50 Thlr. v. J. 1845. Reuß ält.
J. Kassenanweis. « Thlr. 1 vom 15. Mai 1858. Rostocker Banin. vom 1.
Juli 1850. Sachs.⸗Weimar⸗Kassenanw. aà 1 und 5 Thir. v. 1847. Schlesw.
dolst. Kassensch. a Thlr 1 (2/3 M.) vom 31. Juli 1848. Schwarz.⸗Rudolft.
dassensch. « Thlr. 1 und 5 v. 1848. Schwarzb.⸗Sondersh. Kassensch. a Thlr.
l, 5 u. 10 v. 11. März 1854, 20. Dec. 1856. und 25. Oci. 18359. Württemb.
2, 10 und 35 fl.⸗Scheine von 1849 u. 1850.

Vorläusitg, woch eing elö st werden an den betr. Hauptkassen:
Fhemn. Stadtsch. ä Thlr. 1 von 1848 u. ohne Datum. Coburg. Kassensch.
41 Thlr. vom 22. Jan. 1849 (bis 30. Juni 1874.) Kurh. Kassensch. ã
Thlr. 1, 5 und 20. Magd. Privaibankn. a Thlr. 10, 20, 50 und 100 vom
30. Juni 1856. Naff. Landesbankn. u. Landeskreditkafsenscheine. Rordd. Bun⸗
des-Darl.Kafsensch. von 1870 4 5, 10 und 25 Thir. Desterr. Vanku. in
ODe. W. ä fl. 10 vom J. Jan. und ä fl. 100 vom 1. Marz 1858. Preuß.
Bankn. aä Thlr. 25 und 50 von 1846. Preuß. Kassenanw. a Thlr. 1 und 8
yom 2. Jan. 1858 und preuß. Darl.Kassensch. æ Thlr. 1 und 5 vou
15. April 1848. Sächs. (königl.) Kafsenbill. von 1840, 1848, 1846, 1848,
ind 1855. Weim. Kaffenanw. x«1 und 5 Thle. vom 20. April 1859 (bis
320. April 1873.)

F Der groͤßte amerilanische Schwindel, welcher wohl
emals geleistet wurde, ist jetzt in St. Franzisko mit den Dia⸗
mantenfeldern zu Tage getreten. Zwei Schwindler, Arnold und
Shak, kauften für ein Kapital von mehreren Tausend Dollars
in der Kapstadt Diamanten, Rubinen, Topase und dgl. auf, be⸗
gaben sich mit den Schätzen nach der Gegend von Si. Franzisko,
dem sogenannten Tafelberge, und streuten dort die Diamanten in
Höhlengängen, Felsenspalten, Ameisenhaufen ꝛc. aus begaben sich
dann mit einem Rest nach der Stadt und ließen geheimnißvoll ihre
Wissenschaft von kollassalen Deamantenfeldern, die sie hier und dort
entdeckt, in das Publikum gelangen. Es bildete sich auch auf ihre
Auregung ein Konfsortium, welches die gefundenen Diamanten aus⸗
tellte und einen Ingenieur nach dem Tafelberge schickte, der nicht
allein das Vorhandensein der Diamanten constatirte, sondern auch
einige Töpfe voll mitbrachte. Nun wurde die Aktiengesellschaft mit
mehreren Millonen Dollars gebildet und die Alktien gingen reißend
zegen baar ab; natürlich verkauften die meisten Arnold und Shat
ind als sie in mehreren Städten, sogar in New-PYork einige Mil⸗
lionen eingeheimst, verschwanden sie. Man schöpfte nun Verdacht
und schickte einen Geologen, Mr Chareure⸗King, nach dem Tafel-
berge, der alsbald entdedte“ daß die Beschaffenheit des Berges
unmöglich solche Steinarten hervorbringen könne, sondern daß der
Berg künstlich „gesalzen“?, d. h. mit Diamanten bestreut sei. Nun
stellt sich obenein noch heraus, daß auch sehr werthlose Steine zum
Versalzen“ benutzt sind.

, Eine der großartigsten Unternehmungen der Welt bildet
zer Bau der Oraya Bahn, die von Callao beginnend, die doppel⸗
eitige Cordillere von Pern übersteigen wird. Dem vielgewundenen
Laufe des Rimac folgend hat die Linie bereits den ersten Felsen⸗
wall hinter sich und nähert sich mit mächtigen Hindernissen kämpfend,
dem zweiten. Plötzlich senktt sich der Boden zu einer gewalligen
Felsschlucht tief hinab; das Thal von Verrugas scheint jede Fort⸗
setzung der Arbeiten au verbieten. aber die Wissenschaft spottet des

T; ———

AO -
Dienstag, den J. Januar 1873, Abends
ö Uhr im Oberhauferischen Saale
indet eine dramatische Abendun⸗
terhaltung Statt, ausgeführtf von den
Zögtingen des hiesigen Institutes, zu wel⸗
her alle Eltern und Kinderfreunde hiermit
zeziemend einladet
⸗Morsteherin.
— — * — —
Ateneicneter wohnt nunmehr in
Sfeinem elterlichen Hause über
. Stiege.
St. Ingbert, 4. Januar 1873.
Dr. CarI Ehrhardt,
vrakt. Urzt

R —

m i irt J Ne
77 in Nixis — 38
* — iJ
TeineMedioin
—
J,

KeineMedicio

d
.vomOe cem⸗
er 70 3. α durch Schut-
marke vor Falichungen u. N⸗
ae ñ chert.

53
5
en
— — —
Erprobtes Hausmittel.
Bon hielen äürztlichen Autoritäten seit 17 Jahren empfohlen gegen veraltelen
Husten, andauernde Heiserkeit, Verschleimung, Keuchhusten, Katarrhe, Ent
sndung des Kehllopfes unde der Luftroͤhre, aeuten und chronischen Brust⸗
und Luugen-Katarrh, Bluthusten, Blutspeien und Asthma. Giehe Moed.
Dr. Rud. Weinbergers, pralt. Arzt in Wien „Krankheiten der Athmungs⸗
dorgane“, Leipzig bei. Gustav Brauns 1863.) 9—
Nrur allein ächt zu haben:
—iin Stt. Inabert bei J. Friedrich.

Der Regenerator
loder Lehensweker)
seit Jahren das bewährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und specielle
Schwächezustände, Magengedärm⸗ und
Leberkrankheiten, Hämorrhoiden, Eng⸗
drüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten ꝛc.
sowie alle Krankheiten, die von ver-
dotbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der „Lebenswecker“ be—⸗
fördert die Verdauung, reizt den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist beson⸗
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
Zuͤ haben per Flasche zu 1Efl. 16 kr
20 Sgr. bei P. Zepp in S
Inabert.
OOOOCOC

—
⸗

Billig zu verlaufen 18 Pfuud
fute Bettfedern. Zu erstagen in der
Exped. ds. Bl.

Per heotigen Nummoer liogt ein
axtra· Blatt hei, enthaltend Anerkenng
ingen ũhor die Heilwirkungen der Hottꝰ-
rehen Folaprüparate bei Hä—
10TAod-Luumgen-Hagen-
umnil Katarrhalisehem Leidem
ete. — Vorkauf bei Herro Fritæ
Panznerbieteosr in Si Ingbert.

— 2

Feuerwehr-Montag
bei Johann Echwarz
am, Bahnbhboß —

4
——
Pedaktidn. Druck vnd Verlag von F. X. Demestz in St. Inabert
        <pb n="11" />
        22
—
—— 32*
82 533232 5823252 —
8s225 223 53337263358 55
A —555* 323 823
253354 388 53357 35 26527 238523 73
22 336368 3338 5358 85 337 353883 533
2 2* —— ——— — — 2—— 59—8 * 5753 5 838252
222355 22 358 5328 z25857 2532 —A
—xt8 2533 32 22* — —A 25 —8 3 2
52 z58—53353— 5 2 52 235 —A —— 2222 2 328
—— * m * 2 —5
3 333 883 33
7 — 277 — — * 2 — 2 — — —— ——
* —3— —— 2 — 227 535523223 — — — 2 —8* 25 33 5325
—8 * 2 58 ——A — 2820— z5223623 2 —8 2 528
3333333552323 — —A 333228 2
—A 522 55— 252 55323 533 752 3338*
22238 553255 * S5 555 52525* 8 E 7— — 8 8 — 35
* — 2228 — 2 — * — —
58225 55 535*35 — 3253 * 72 — 83 35 5287 2
—D — 238733 646 33
** 2* 33 2325 227* —52235— —2* /„ 7 22 —
28535 528324 —— 53352—* ——— —A —— —
337* ——
DT 2 b 28 ** 33 —8 3 22232. 3*
5323332257 23822358 2353z38385 53288 32835—3335—563 *
58m 3— 25285654 SEBESES — 132 53722 225335* 3328383 3 52855688 5333
——— — —— 58332332 265 28332
3 73* 2233 5 *323235 — B33B3826 5225 5* 25358*ẽ4 22 353535
nñ 33*5 —2333*8365 33237533—2333 641523* —A 8
1252225 252 75 —22 * 52 5 —— —2 ——
—A— —— 2*2 —A 8B857 —2 325 — ——— a * — — 2
55333——37252 I388 5352233281 —ä — —V— 8 32853
5825 2225 222 98 237533353333 232 — 42 ——* 2 *
7325335772333835 2333333432253233 5*s53333 728 2338
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J ——— s528 57
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533—355383 —
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—3— I 53288— 52325 25378 322338
— 232— *2 — —— s —2 E mB55 —E X3
84 22323 2827 2388 23* 2* 5 *7 337253 —53856
222 23532535383 528 535* 3 8* 222 — 2537325
55 3335 32.23 22244 32 —A— — 5223352 3833833*527
* 7 —2 —3 52 — ——
7553 5*8 3255352606 5833 233 332533 3253553 23853
38 5533833327 22225 353535 258—88 333 32383 2333
38 325 3 75335 8533 827 * 5 552355 3353—,.,72
22 353 3222235 82——53 22 2 5 5 5538383 —338 ÜB823
2 28 * 22 2 —A 27* 2 — — 3 2 2 *82582 —
* 3325233333 353 333 3323 —35s58
* 82 — J — * b
* 33332333538 227 538 7 33* 2333323 ——— —
2 25332—255* 5 25584 »2 5 2323555235 — 2385333323
3 33355535853 3727 333 23383533 3335833
3 9 62353323 3235 2533 3 2533333 576 — — — —
5*5 2232328325 323 —AE — — — — —
2233 383833 2338 535 787333735 — ———
2 ⸗ * — 528232 —A 22 33 255353 2 37 132 *22
3 335 33 3
——z53233333— 53 — E 53333— —2 ——3——23 2
**232382 2283 532*2 55725 55 5935* 38333
232837 32* — 2 ã *25825 223
——A — 228 357535232335322232 338*
235 72 223323283 — 52— 52 322 532533535—3223 538235238 5325
552 523.35 —A —A O4 5 323 ——2325—8 53 235 ——
—228 93322558 25223372 — — 25 — 3232322
*—2552223 52325255528 15 —2— — —552557 803 5*
—338 33333 8
* —A 8 —4 2 82 X 2 —A—
— — 5328 2384 73. 8 — 352 5*222
55532* 2333352 52535
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        der St. .eree Enzeiaert (und daß mit dem Hauptblatte —R unterhallungublali, mit ver Dientiagt⸗, Donnerklagt und Sonnia
mmet) erichebei bqentlch vie e na 1. Dienzitags, Donnetrstag, Samttags und Sonntad. Ubo⸗onnementapreib vierteljahrig 42 Krn. oder
12 Silberge. Angteigen werden mit 4 Kergt. die dreispaltige Zeile Blatijchrist oder deren Raum berechnet.
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Deutsches Reich. hat. — Die kirchlichen Resormgesehe, an denen man im Mini⸗
Mänchen. 2. Jan. Die zur Prufung und Bescheidung gerium der geistlichen Angelegenheiten ernsilich arbeitete, bleiben
der auf Grund des g 48 des Landtogsabschiedes angemeldeten liegen; die Zivilehe ist definitid aufgegeben. wie ich heute aus
Zesuche eenannte Ennchadigungs · Commission yat bereits mehre unzweifelhaft gut anterrichteter Quelle mit volliger Bestimmthen
hundert Gesuche obiger Art ciner genauen Prüfung unterstelli und erfahre, (Ein Telegramm der „A. A. 3.“ dementirt die erstere
adgültig beschieden, eine weit größere Anzahl ist noch in der and bestätigt die letere Behauptung,) — wahrscheinlich find sogar
Instruirung begriffen. Die angemeldeten Anspruͤche welche sich noch die Tage des Ministers Fald gezaͤhlt. Die Versicherung der
nicht genau ubersehen lassen, werden ca. 700,000 Thlr. betragen. deuligen Provinzialkorrespondenz, von der „unabweislichen staat⸗
Ddie , Allgemeine Zeitung! sagt in ihren Neujahrs-Betrachtungen ichen Nothwendigkeit, durch unzweifelhafte und —XE
—XX Mangel an staalsmannischen Ideen, vor Allem atzliche Bestimmungen die Grenzen der geistlichen Rechte und Be⸗
Hangel an Energie sind die charakteristischen Merkmale der baye⸗ ugnisse in jeder Beziehung klar festzusetzen“ sind ein ebenso unzu⸗
rischen Politik im Jahre 1873. Insbesondere müussen wir diese derlässiges Geschwätz. (Wir haben allerdings vor einigen Tagen
Mangel in der Siellung der bayerischen Regierung den Anma⸗ noch bessere Heffnung gehegt And auch ausgedrückt, allein damals
zungen der Kirche gegenüber erleunen Wohlstylisirte Erlasse, Dro⸗ varen noch keine so deutlichen Ar zeichen eines Systemweqhsels
hungen und treffliche Reden sind die Waffen, welche die Regierung „orhanden, wie heute), als die vor acht Tagen an gleicher Stelle
his jetzt in's Feld geführt. Thaten vermissen wir in dem adgelau⸗ »erkundele Schoͤnrederei über den Fortbestand des Ministeriums
fenen Jahre, wie in den früheren, und trügt nicht alles, so ist Jismard.“ Mit welchen Waffen man den Kampf gegen den
die bayerische Regierung auch in dem begonnenen Jahre nicht Altramontanismus im Ministerium Roon weiter zu fuͤhren gedenkt,
ewillt, ihre schoͤnen Worte in Thaten umzusetzen. Unsere Hoff · arüber gibt wahrlich die Massenkonfiscation der auf Seiten der
—XO auch in dieser großen Frage auf dem Reiche.“ Ztaatsgewalt wieder Rom lampfenden lͤberalen Zeitungen die
Zum Schluß heißt es: „Was wir von unserer Regierung ver⸗ hesten Hinweise. Polizeimaßregelung und Strafprozeß im Sinne
angen, das glauben wir llar genug angedeutet zu haben: wmehr des absoluten Staates — Im Uebtigen bleibt alles beim Alten.
alatheit über ihre wahre Aufgabe und Energie zur Ausführung Dazu Reiche Erhöhung des Militar⸗Pauschquantums, und
ihrer Worte.“ — Der Commissär der Spitzeder schen Gant hai Verlängerung des Probisoriums; im gegenwartigen Reichstage,
die Glaubiger aufgefordert, ihre Forderungen bis 831. Marz d. J. wie im gegenwärtigen Abgeordnetenhause lassen sich ja alle der⸗
auf der Gerichtsschreiberei des Bezirlsgerichts Munchen l. J. an⸗ gleichen Duuge mit Majorität durchbringen, — was über's Jahr,
zumelden. Zugleich wird die Verhandlungsfahrt auf den 10. Mai wo der Osten Preußens weit oppositioneller waählen wird, nicht
jesigesezt. Er. Ztg.) mehr gut moͤglich wäre. Das ist der Anfang des Jahres 1878,
WüAm, 4. Jan. Der Verein der hiesigen deutschen Partei — wobei ich die weit untergeordnetere Thaisache gar nicht in
derdffentlicht in dem Schwäbischen Merkuͤr“ eine Erklärung be. Unschlag bringen will, ob wirklich, wie jeßt glaubhaft versichert
treffs der deutschen Rechtseinheit, in welcher es unter Anderem vird, Herr v. Selchow — wieder ausgepact hat. — Die fort⸗
heißt, daß, als die potitische Einheit des Valerlandes verwirllicht schriftlichen Abgeordneten, welche über die nationalliberaler Seits
worden, es selbstverständlich erschienen, daß bald Ein deutsches zehegte Ueberzeugung von der ümwandlung des Grafen Eulenburg
Recht unter Eien em Gerichtshofe eingeführt werde. Der Antrag in einen Liber len sehr ergrimmt waren. werden mit besonderer
des deutsches Reichstags, auf Erweiterung der Competenz des Benugthuung bei der am Dienstag beginnenden Debatte über
Keichs zum Zwece der Herbeiführung vollständiget Rechtseinheit, den Etat des Ministeriums des Innern lonstatiren tönnen, daß
ei freudig begrüßt worden. Peinlich berühre daher die Thatsache, die ohne Zweifel nach dem Sirofgeseßbuch unzulässigen Beschlag-
daß diesem Antrag einzelne Regierungen, unter ihnen die württem ˖ nahmen von Zeitungen wegen der papstlichen Allokution auf aus⸗
zergische, beharrlich entgegenträten. Die Ertlarung schließt mit druͤclicher Auordnung des Grafen Eulenburg beruhen.
iner entschieden und nachdrücklichen Zurückweisung aller partikula Berhin, 4. Jan. Das Armee⸗Verordnungsblatt publicirt
ristischen Tendenzen und mit der Aufforderung an die württem⸗ 'olgenden Etlatßz: Nachdem Ich den Reichslanzler Fürsten von
bergischen Abgeordneten zum Reichsiage und Landtage. dem gismarck uuf seinen Antrag von der Siellung als Peäsident
rwähnten Antrage jede mdgliche Forderung und Unterstützung Meines Sigatsministeriums entbunden habe, finde Ich Mich be⸗
angedeihen zu lassen. (W. T, B.) dogen, Ihnen diese Siellung zu verleihen. Sie gleichzeitig von
VLin, 4. Jan. Nach einem der Koͤlnischen Zeitung“ aus der des Kriegs⸗Ministers zu entheben, vermag Ich jedoch nicht,
Wien zugegangenen Telegramme vom heutigen Tage har Graf udem ich Werth darauf lege. daß Sie als Kriegsminister und
deust ari 21. v. M. eine Privatzuschrift an den Herzog von Gra⸗ horsitzender des Ausschusses sür Landheet und Fesiungen mit der
nont gerichtet, welche dieser unter dem 27. b. M. deantwortet hat. beren Leitung und Vertretung der Armee · Angelegenheiten auch
Braf Beust steht nun jetzt im Begriffe, in Pariser Zeitungen eine erner besraut dleiben. Da ich gleichwohl ermesse, daß es Ihnen,
weitere Erwiederung folgen zu lassen, durch welche Deutschl and hei dem Ihnen nunmehr übertragenen Vorsitze im Staatsministe⸗
über Oesterreichs Politit Aufklärung gegeben werden soll. jum und der daraus für Sie erwachsenen Geschaftsvermehrung
Berlin, 2. Jan. Vie Taͤnanschungen, welche das neue nicht möglich sein würde, die Pflichten als Kriegsminister in dem
Jahr den Verlrauensseligen unter den beralen bringt, werden zisherigen Umfange zu erfüllen: so finde Ich Miqh gleichzeitig ver⸗
mmer slarler; die Rathlosigleit derer, welche an die Versicherung nlaßt, den Chefs des Ingenieurcorpz und der Pioniere und
der Provinziallorrespondenz wie an Offenbaxrungen genialischer henerol · Inspecteur der Festungen, Generallieulenant von Kamecke,
Stagisweisheit glaubten, wird zaglich groͤßer. Die Reallion gegen nit dem Tilel vnd dem Range eines Staatsministers zum Mit⸗
die Errungenschaften des Jahres 1872, gegen rine Kreisordnung, gliede des Sigatsministeriums zu ernennen, wo es nothig, Sie
deren Werth, troß aller gegentheiligen Versicherungen liberaler als Ktiegsminister zu vertreten.
Schwärmer, doch nur be Niner Ausführnng durch aufrichlige W Frankreich.
Freunde der Selbsiverwaltung garantirt ist, und gegen die Her⸗ Paris, 3. Jan. Es wird aus guter Quelle bestätigt, daß
enhaus⸗Reformꝰ, bestehend ĩn der Ernennung von 24 lonserva⸗ die Einigung des Heren Thiers mit dem Dreißiger Ausschuß keinen
nipministeriell stimmenden hochbejahrten Herten zu Pairs, wird sich Schritt vorwarts gemacht het. Die beabsi hligle Interpellation in
nun nicht laͤnger mehr ableugnen lassen, nachdem der angeblich der idmischen Frage zählt bereiis 50 Unterjchtiften von Abgeord⸗
o tudebedurftige. politisch wie religiös streng tonservative Kriegs⸗ neten der äußersten Rechten. Am Neujahrstage empfing Genetal
ninister zum wirtlichen Ministerpräsidenten nannnt ist, und diese Bo ur bdati in Lyon das dortige Comito fuͤr Elsaß · Lothringen
Ernennung das seichte Geschwätz der Officidsen über die neri. and amwortete demselben in höchst merkwürdigen Revanch⸗phrasen.
nistische Natur des Minsterpräsidenten · Wechsels zu nichte gemacht Tel. d. „N. 3.)
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Bekanntmachungen.n

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Bürgervereins⸗Kränzchen. .. . Rechnungen
Morgen; (Mitiwoch Abend Zusammen⸗ in Unh —— B eme
— cha und s Bogen zum allgemeinen
unft bei Philivv Emmerich, Wirth. gebrauch y in der Drucderei
Das Neue Blatt 1873. Ne. 16 ist so- dieses Blattes.. 9
eee und d e—eee er — —
vyre.“ Novelle aus der Gegenwart. Von F ˖ Hirsch. * 23 *
Eine Erinnerungan einen unterge⸗ ohno Medicin. f
angenen Kunststern.“ Von K. Bauer. —
Wunder und De der Natur.“ Von
k. Just. — Ein Gedicht Gerftäckers über
bie Dichter.“ — „Plaudereien aus der
deutschen Kaiserstadt.“ Von R. Schmidt⸗
Cabanis. — In der Kaserne.“ Lebensbild
Ph. von Lenz. — „Elsässfische Charakter⸗
dilder.“ Von W. Rullmann. V. Johann Fried⸗
rich Oberlin, der Vater des! Steinthals —
Damenfeinlleton.“ — Handel und Ver⸗
ehr.n — „Allerleit 3 Zu unseren Bildern.*
srholung: — Eine Katze als Mörder.“ —
te — „Neue Bücherschau.“
Polytechnischer Briefkasten.“ — Corre⸗
pondenz — An Illustrationen: Ipr Schnee
rstarrt. — Gymnastik für Damen. —
Die Liebe. — Das Neue Blatt istzu
»eziehen durch alle Buchhandlungen und Post⸗
Anstalten für den mäßigen Preis von 15ñ Sgr. vier⸗
teljährlich. “ 7

Donneirstag, den 16. Januar d. J. des
6 Rachmittags um. 2Uhr, läßt der Metzger
5. und Wirih Hre Friedrich Deutsch zu
Altenwalb in seiner Wohnung da⸗
Jelbst, sein alsda gelegenes/ u jedem Ge⸗
.ua chaftsbetriebe gecignetes Wohnhaus nebst
33 Scheune, Stalluug, Bexing und Zubehör⸗
Iungen, sowie den dankhen gelegenen Garten
in mehrere Bauftellen“! oͤffenilich fur eigen
ln versteigern. 73

.Artois, Rotar
Avterzeichneter wohnt nunmehr, in
OSäseinem elterlichen? Hause lber
, Stiege..
Et. Ingbert, 4. Januar 1873
DV. Curi FPuFhardt,
J pratt. Arzt.

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»den gefahbrlos und
m Leipzig.
Redaktion, Druck und Verlag von ..

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. Demez in Sht. Ingbet.
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—588 38—538235 —8253—2323 58 35538383 23 533355 5353
— 22— ——333—83 32588*8 — 5 —A —282
523 z355588 3 2* 5*35583 * — 32827 22 ——
50 522 Ss2. 57523 35 — — 55555 222
— 5 25*S32 225 383 22 53858 5 25322587 5*25338
* J ßæ— —252 *25 325 22 —— 25 —23833 2 8 2 —32
* 8 35 588 —7 —5582 35235 —8 *322 — 32322 —7 225
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3532258223328 5523 35858 357 8 28 33 — —
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55 5— 383358332 E2f 52 —33 338 22*
—— 353 — 333255— 5253357 553——3 33
323 33353352655 —3 33383872
— —2 5258* 25322* 35 —XXX — 238 35 82 25535322 — 2
—2 2823— 5 —2 25 — 2 22 25—6 ——3 32223—825
2* 3 — 2 — 55 3 223—5 — — 558 7 — 34x *3 —
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        Sl. Ingberler AAnzeiger.

A natte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienbtagß⸗ Donnerktags⸗ und Sonnta

umme erscheint wð hentlich vie rn al: Dieusben tag. Sambtag und Sonntag. Ubonnementspreis vierteljährig 42 Krzr. oder
12 Silberzr. Anzeigen werden mit 4 Krar. e dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Kaum berechnet.

a 5. Donnerstag, den 9. Januar 1873

Deutsches Neich.

Müuündchen, 7. Jan. Das statislische Bureau im Staatismi⸗
nisterium des Innern beabsichtigt, dem nächst ein Verzeichniß sämmt ⸗
licher Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Bevölkerungs⸗
stande von 1871 herauszugeben, in welchem für jede einzelne
Gemeinde auch das einschlägige Rentamt und Forstamst angegeben
werder foll.

Der badische Oberschulraih hat die Vorsteher der Volksschulen
beauftragt, die Schulkinder in der Anfertigung von Briefadressen
jzu unterrichten, um auf diese Art an der Beseitigung des Uebel⸗
standes, daß noch ein beträgtlicher Prozentsatz aller Briefe wegen
mangelhafter Adresse unbestellbar ist, mitzuwirken. Zu diesem Be⸗
hufe ist von Seiten der kaiserl. Postverwaltung eine gedruckte An⸗
leitung gefertigt worden, welche als Muster dient und an sammi⸗
liche Volksschulen des Landes abgegeben wird.

In Köoln hat dieser Tage die vom dortigen Altkatholiken⸗
Zongreß gewählte Kommission, welche die Wahl don altkatholischen
Bischoͤfen vorzubereiten hat, getagt und über diesen Gegenstand
wichtige Beschlüsse gefaßt. Diese Beschlüsse sollen der um Ostern
einzuberufenden Delegirten⸗Versammlung der deutschen Altkatholiken
zur Genehmigung vorgelegt werden. Zugleich sollen auf dieser
Delegirten-Versammlung Ort und Zeit des nächsten (dritten) Alt⸗
datholikenKongresses bestimmt werden.

Berhin. Die Einnahmen des Grafen Ro on summiren
sich zu einer anfehnlichen Höhe. Als Generolfeldmarschall bezieht
derselbe jährlich 24,000 Thaler, als Minister⸗Präsident 12,000
und als Kriegsminister gleichfalls 12,000 Thaler, in Summa
18,000 Thaler. ()

Berlin, 4. Jan. Dem Abgeordnetenhause ist vor einigen
Tagen des schon in der vorigen Session eingebrachte und erledigt
zebliebene Expropriations-Gesetz mit Motiven wieder zugegangen.
Auch dies wichtige Gesetz soll noch in dieser Session erledigt werden.

In Bonn haben am vorigen Sonntag 2000 Buͤrger ein⸗
dimmig folgende Adresse an Kaiser Wilhelm beschlossen:

„Allerdurchlauchtigster Kaiser, Allergnädigstet Kaiser, König
und Herr! Vor einigen Tagen hat eine in Bonn veranstaltete
Wanderversammlung ein franzöosisches, von reihnischen Edelleuten
unterzeichnetes Telegramm ebeschlossen und abgesandt, um Sr.
Heiligkeit dem Papste für die Allocution bom 23. Dezember zu
dauken, worin derselbe die Regierung des Deutschen Reiches mit
den schwersten Schmähuagen überhäuft. Die Unterzeichneten, Bonner
Bürger aller Confessionen, durch jenen Vorgang auf das schmerz ⸗
lichste in ihrem patriot schen Gefühle berührt, halten es für eine
Ehrensache, ihre Treue gegen Ew. Majestät und ihre Liebe zum
deutschen Vaterlande öffentlich zu bekunden. Wir wissen, daß Ew.
Majestät Regierung nichts ferner liegt als die Verfsolgung eirer
anerklannten Kirche, daß die neuen Gesetze keinen andern Zweck
haben, als Abwehr kirchlicher Uebergriffe in den gesetzlichen Wir⸗
kungskreis des Staates und in die bdeifassungßmäßige Religions—
freiheit der Vurger. Wir wünschen und hoffen, daß Ew. Majestät
Regierung fortfahren werde, alles zu diesem Zwecke Erforderliche
mit ruhiger Kraft vorzukehren. Eyrfurchtsvoll bitten wir Ew.
Majestät, die Versicherung unserer unerschütterlichen und patrioti⸗
schen Anhänglichkeit mit gewohnter Huld entgegenzunehmen.“

Aus Wien, 3. Jan., schreibt man der „A. A. Z.“:
Rlapta ist dem Vernehmen nach, um, die Reogar isation der
kürlischen Armee in die Hand zu nehmen, nach Konstantinopel
berufen worden; er bezieht dafür während der Dauer der Reorga⸗
aisationsarbeit einen Juhresgebalt von 200,000 fl. und erhält
nach beendigter Reorgani;ation eine Abfindung von ebeufälls
200,000 fl. Man braucht Klapka nur sehr oberflächlich zu kennen,
um überzeugt zu sein, daß er sich den Jahresgehalt für eine lange
Reihe von Jahren zu sichern wissen wird.

Die „Bozener Zeitung“ veröffentlicht einen Statthalterei-Erlaß,
wornach den Meraner Schulkindern der Besuch des Pfarrgottes-
dergen wegen der dort gehaltenen aufreizenden Predigten verbo⸗
ten wird

England.

London, 6. Jan. Napoleon wurde heute Mittag chloro⸗
formirt und einer zweiten Steinbohrung unterworfen. Die Schwie⸗
rigkeiten der Operation waren groͤßer als gewöhnlich, aber auch
die Ergebnisse bedeutend größer. Es ist noch Schmerz im Verein
mit einem gewissen Grade von Constitutionsstoͤrung vorhanden;
die allgemeinen Kräfte bleiben gut.

Daily News“ hat Nachrichten aus Petersburg, daß der
nglische Consul nach London berufen worden sei, um mit dem
Pinisterium über die von Rufland nach Central⸗Asien eingenom
uene Stellung zu sprechen. Die feste Sprache Englands soll in
Petersburg einigen Eindruck gemacht haben.!

Mehrerer unserer Provinzblätter ist von ihren londoner Cor⸗
respondenten die Nachricht übermittelt worden, daß Graf Beust
nicht mehr auf seinen bisherigen Posten zurückehren und überhaup:
aus dem österreichischen Staatsdienste scheiden werde. Der Ursprung
dieses Gerüchtes liegt auf der Hand, ihm ist vorerst keine über⸗
große Bedeutung beizulegen.

Afrika. s

Ein verheerender Orkan suchte Madeira heim, in Folge dessen
»as englische Kanalgeschwader unter derLeeseite“ der Insel eine
Zuflucht suchen mußte.

Vermischtes. —

Ormesheim, 6. Jan. Gestern wurde durch Hen.
Peler Dahlem vom Hunackerhofe ein Wildschwein (Keuler) erlegt
im Gewicht von 188 Pfund.

F Speier, 6. Jan. Nach der Militär Erlatz-Instruction
für Einjährig-Freiwillige besteht die Prüfungskommission für die
Pfalz aus folgenden Mitgliedern: Maj. C. Frhr. v. Crailsheim
om 5. Inf. Reg.; Kommandeur des Landw.˖Bez. Speyher Major
B. Veith; Regierungsrath H. Wand; — Th.
Pfender; Professor J. N. Heel des Gymnasiums; Lehrer W.
Treser der Gewerbschule.

fFKaiserslautern, 8. Jan. Bei der gesiern statt-
zehabten Landtagswahl für den Bezirk Kaiserslaulern wurde Land⸗
richter Vaillan? von Obermoschel mit sehr großer Maiorität zum
Abgeordneten gewählt.

F Dürkheim, 7. Jan. Der Gasthof „Zu den vier
Jahreszeiten“ ist unter dem heutigen von Herrn Alber Graf,
Rentner aus Cincinnati, um die Summe von 47, 000 fl. kauflich
exworben worden. Wie wir höͤren, deabsichtig“ Herr Graf den
Basthof zu vergrößern und auf das Eleganteste herzurichten.

Munchen, 4. Jan. Die Versteigerung des zur Spitz
eder'schen Gantmasse gehörigen Mobtliars wurde gestern beendigt.
Der Gesammterlös derselben beträgt 80,808 fl., darunter 4681
fl. für die Gemälde, 4239 fl. für Wagen und Geschirr, 3270
fl. für die Pferde und 2671 fl. für den Wein. Das Inventar
der zut Gantmasse gehörenden Gasthäuser kommt erst, um einer
groͤßeren Erlös zu erzielen, mit dem Verkauf der Häusec zur Ver
jeigerung.
D'ienstesnachrrqchten.

Der Distriks thierarzt Eugen Schöbserl in Hornbach wurde zum Kreis-
thierarzt in Forbach (Lolhringen) berufen und dem approbirten Thierarzt
Beorg Fei staus Nurnberg die Distrikisthierarztstelle fͤr den Kanton Horn⸗
ach übertragen; der praktische Thierarzt Rarl Margraff in Haßloch,
dezirlsamts Neustadt a. d. H, ist nach Kusel übergesiedelt; an Stelle des
um Kreisthierarzt in Weisenburg ien berufenen praktischen Thierartes
ßeorg Hag en in Mutterstadt hat iih der Veterinar⸗Karuditai Schleisch ezr
riedergelassen.
— — 7 —
Volkswirthschaft, Handel und Verkehr.

München, 5. Jan. Duͤrch Beschleß einer vom Handels⸗
zerein einberufenen Versammlnng sämmtlicher Interessenten Mün⸗
hens werden die Hollander Gulden nur zum bestehenden Tages—
urs als Zahlung angenommen und zwar dermaien das holl.
24 fl.Stöck zu 2 il. 26 kr und das boll. 1 fsl.Stück zu
581 kr
        <pb n="18" />
        Darmstadi, 4. Jan. Bei der heute Morgen fortgesetz⸗
sen Ziehung der großh. hessischen Fünfzig⸗Gulden ˖Loose wurden
gezogen: 6385, 75,840, 95,841 mit 16do fl.,60.522, 74, 109
116,544 mit 500 fl.

Darmstadit, 5. Jan. Bei der geAnden Jiehung der
530 fl. Loose fiel der Gewinn von , Nr. 31756.

——

—
edacteur.

Todes⸗Anzeige.

Dem lieben Gott, dem allmächtigen
Herrscher und Regierer gefiel es unser
innigst geliebtes Kind

Ann a
heute früh nach kaum sechstägigem
—X
weiten Lebensjahre darch einen sanften

Tod zu seinen lieben Engeln von uns
abzurusen.

Die unterzeichneten krauerndeu Eltern
utten Verwandte, theilnehmende Freunde
und Bekannte dem dahin geschiedenen
holden Kinde ein freundliches An⸗
denken zu bewahren.

St. Ingbertet Grube, 10. Jan. 1873.
Carl Zimmermann nebst Frau und
Tochter.

0.
Sonntag den 12. J Nar 1873, Abends 8 Ahr
zum Besten des projeetirten Narrenzuges der GeseIschaft
„rutza net so
— 9 8R Fastnncehtsdienstag —
FHusicaliseheæ theatralisehe
Abenéumteraatung
im Oberhausfer'schen Saale.
Rrogramm:
A Ouver ture -, Trutæ net sos“ zu 4 Händen.
B.. Chaxsepot oder Zümdnadel? Original-Schwank in 1 Aet von
Adolf Reich.
O., Walzer von Faust zu 4 Händen. UW
D., FEine Weinprobe, Posse wit Gesang in 1 Act von C. Helmerdiug
F— Musik von R. Bial.
Kassaöffnung 28 Uhr. Aufang 8s Uhr.
Bintritispreis ß Person 5 S, Familienbilletoe von 3 Perao⸗

nen I2 —gν. FAnilienbi Ilette von 4 Pernonen LI5 BSgr.

Der Eintritt ist nur Mitgliedern des Trutz net so und des Musikvereins und von
Solchen Eingeführten gestattet.

Immobiliarversteigerung.

Samstag, den 18. 1. Mts. des Nach
mittags um 3 Uhr, zu St. Ingbert, in
der Wirthsbehansung des Peter Jung,
(wormals Weir ich?schen Wirthschaft)
Jäht Ludwig Weirich, Wirth, von da
unter günstigen Conditionen öffentlich in
Eigenthum versteigern:

j. Plan⸗Nr. 349. 1 Dezimale Flache,
enthaltend ein zu St. Ingbert im unteren
Forellenweiher gelegenes Wohnhaus mit
Hofraum und sonstigen Zub hörden, neben
Peter Jung und Wittwe Jung.

2. Ppllan.Nr. 3627 und 8628. 1 Tag-
werk 27,6 Dezimalen Acke: beim Forellen⸗
weiher, neben Joh. Jos. Uhl und Christian
Jungfleisch, in 8 Parcellen, wovon der
nach der Stadt zu, links der Eisenbahn
noͤrdlich liegende Theil, zu Bauplätzen
sich eignet.

3. Plan⸗Nt. 3487. 38 Dez. Acker im
Betzenthal, neben Johann Klam und Ja⸗
lob Allar.

4. Plan⸗Nr. 3831. 39 Dez. Acer auf
Schiffelland, neben Carl Decarm und
Wittwe Fischer.

Vorbefchriebene Liegenschaften, St. Ing
berter Bannes, werden durch das unter⸗
fertigte Büreau, woselbst das Nähere zu
erfahren, bis zum Verkeigerungstage auch
aus freier Hand oerlkauft.

Aus Auftrag
Das Geschaäfts⸗ und Conjultalionsbüreau
L. Bechthold in St Insbert.
St. Ingberter Kantonal⸗
Zweigverein des bayer⸗ Lan⸗
deshilfsvereins und der Kai—
ser⸗Wilhelms-Stiftung.

Gemaͤß 8 6 Abs. 2 der Statuten werden
die Mitglieder zu einer

Generalversammlung
zuf nüchssen Sonntag, 12. d. M.
Nachmittags 8 Uhs im großen
—A
Reuwahl des Aueschusses pro 1873 vor-
sunehmen.

Si. Ingbert, den 6. Januat 18738.

Der Ausschuß.

Empfeblung.
Der ergebenst Unterzeichnete bringt hiermit zur allaemeinen Kenntniß, daß durch die
vollständige und bequeme Einrichtung seines neuen
e
— — a st h a 16
mit Stalungen er nun im Stande ist, allen Anforderungen und Bequemlich keiten eines
reisenden Publitfums in jeder Hinsicht entsprechen zu fönnen. Comfortabel eingerichtete
Zimmer für reisende Kaufleute, sowie auch bescheiden möblirte Zimmer für Handwerks⸗
risende (in dem Nebenhaus) sind immer zur Berfügung mit oder ohne Kost. — Ein
sändiger Mittagstisch wird geführt und kaltte nnd warme Speisen sind
eder Zeit zu haben.
Durch billige Preise und gute Bedienung werde ich mich bemühen, Jedermanns
Befriedigung zu erlangen.
Moein nenes Gasthaus bestens empfohlen haltend, zeichnet
Achtungsvollst J
Gleor I Icim,
Kohlenstraße.
„Trutz net so.“
Montag den 13.
Jannar 8781
4. Narreusitzung.
Tagesordnung:
1., Aufnahme neuer Mitglieder,
2., Definitive Absprace bezüglich deß
Fasinachtszuges.
3., Allotria und Rarretei.
Der Präsident
virthschaftsEreffnung &amp;
Empfehlung.
Einem hiesigen und auswärtigen Publi⸗
um die ergebene Anzeige, daß vom Sams ⸗
tag den I1. Januar Abends ab
ie Mayer'sche Brauerei
cröffnet ist.
Für guten Sioff, billiges und gutes
Tssen, fowie gute Bedienung ist bestens
gesorgt.

Wirthschaftseröffnung.

Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ich
anterm heutigen meine Wirthschaft er öffnet
habe und lade zu fleißigem Besuche
höflichst ein.

St. Ingbert, 8. Januar 1873.

Franz Huber.

Der Brodpreis für die Stadt St.
Jagbert ist von heute an bis zum nächsten
Donnerstag (Fruchtmarkistag) festgestellt:

Korabrod 8 Klgr. 26 Krzr. Weiß⸗
hrod 10 Krzr.
FruchtBrod- Fleisch ꝛc. Preise
der Stadi Zweibrücken v. 9. Jan.

Weizen 6 fl. 57 tr., Korn 4 fl. 35 kr.
Gerste 2reihige. 4 fl. 52 kr., Gerste vier⸗
reihige, 4 fl. 10 kr. Spelz 4 fl. 38 kr.
Spelzkern — fl. — tr. Dinlel 83 fl.
35 kr. Mischfrucht 5 fl. — kr. Hafer
3 fl. 839 kr. Kartoffeln Ufl. 40 kr. Heu
lufi. 12 kr. Stroh, Ufl. 12 kr. der
Zentner. Weißbrod 118 Kilogr. 19 tr
Fornbrod 3 Kilogr. 25 kr. ditto 2 Kilogr.
17kr. ditto 1 Kilogr. 9 kr. Gemischtbrod 32
—XX
Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kr.
Kalbfleisch 16 kr. Hammelflesch 18 kr.
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter 86
kr. per Pfund.

Friedrich Manz.

die vachsie BVorfiellung detz

hier weilenden Lothringer

rubertheaters findet Berhiuderungen
halber am Sonntag über 8 Tagen flatt.

Kedaktion, Druck und Verlag von F.

.Demens in St. Inav⸗rt.
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53338—283 538355—35 78 3 2
3 33 833333 2337575 —0
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3335 —3—385 — — 53333—33633 *s238
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223 2 535332 ——— —3 * 53223238 F
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383 3 385
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8223338322587* 22 328 *83 2832 53—2868 273 ——— 12222
22 532343332355 585333 — 226 88 7 8* 8 288
155235 838 I1555353 5225 8.5*8 5332 8835—575 —A——
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38 338— —3333 22382——38
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35232 * 2 7 * * 25357
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33553 A 3 228537 337
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8 J 12 Silberar. Anteigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Feile Blatischrist oder deren Raum berechnet.
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3 6. Samstac, den 24187
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v Deutsches Neich. r *
Sitraßzburg, 8. Jan. Das Oberpräsidium mach he⸗
kannt, daß es Deuischen und Franzosen freistehe, ohne Paß die
Hrenze zu überschreiten, sow'e beide Länder zu bereisen, unter der
einzigen Bedingung des edentuellen Nachweises des Namens und
der Nationalität.

Bertin. Mit einiger Spannung hat man der Wieder⸗
eröffnung der Nationalversammlung zu Versailles entgegengesehen,
da man den sofortigen Eintritt der feindlichen Elemente in den
neuen Kampf erwartete. Die Assembléee hat sich indessen
derfammelt, — vhne daß erwähnenswerthe · Vorgänge- stattgefunden
hätten. Arch soll eine Interpellation über die Demission des
Votschafters bee m Vatican, Bourgoing. noch nicht eingebracht
werden. Vielleicht haben die Herren Klerikalen bei ihren Machi⸗
anonen nicht in dem Maße reuissirt, um eine solche Interpebatirn
porlaufig opportun zu finden, oder aber, man will die fernere
Haltung Thier s' abwarten, um darnach seine Maßnahmen
zu treffen.

Was die Haltung des Präsidenten betrifft, so spricht sich
jetzt ebenfalls der „Bien Public“ dahin aus, daß die Regierung
fesi entschlossen sei, rüchsichtlich Italiens die gegenwärtige (7), von
ihr bereits dargelegte Politik, welche selbst Dupanloup's Beifall
gejunden habe, aufrecht zu erhalten. Das „Univers“ will übrigens
erfahren haben, daß Corcelles sich nunmeht entschlossen habe, den
Botschafterposten beim Heiligen Stuhle anzunehmen.

Von anderer Seite wird zu dieser Angelegenheit heute wieder
herichtet. Hr. de Corcelles sei der Träger einer Art von Ultimatum
des Papstes, d. h. er solle Herrn Thiers die Bedingungen über—
bringen. unter welchen der Heilige Vater seinen Anhängerun in
Frankreich den Befehl zugehen lassen wolle, sich vor der Hand
uhig zu verhelten und nicht zu versuchen die Regierung Frank⸗
reichs zu stürzen. Diese Bedingungen sollen u. A. darin bestehen,
daß Flranireich gegen die Exbropriation. der Römischen Klöster
Einsprache erhebe; bei den Interpellationen über den Fals
Bourgoing werde diese Frage gleichkalls zur Sprache kommen.

Berlhin, 6. Jau.Wie wir hören, ist die Entlassung des
Ministers für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten, v. Selchow
nunmehr vom Kaiser d.finitiv genehmigt worden. An seiner Stelle
übernimmt die Leitung des landwirthschaftlichen Ressorts der
Oberpräsideni der Provinn Posen,“ Graf v. Königsmard-Ober⸗
Lesnitz, mit dem die Unterhandlungen wegen Uebernahme dieses
Amtes schon seit länger Zeit gepflogen merden.

Berlin, 7. Jan: Die „Nordd. Allg. Ztg.“ bringh eine
offigielle Berichtigung des Kriegsministeriums, betr.' die von den
Zeitungen gebrachten Angaben uber die Gehaltsdezüge des Grafen
Roon. Monach derselbe weder als Feldmarschall (Cnoch als Mi⸗
nisterpräsident ein groͤßeres Diensteinkommen, sondern nach wie
vor sein Gehalt als Minister' bezieht und zu beziehen berechtigt ist.
Berslin, 8. Jan. Die“, Provinziab-Korrespondenz“ be—⸗
zeichnet als lestenden Grundsatz der Gesetzesvorlage über die
SGrenzen des Rechts zum Gebrauch kirchlichet Straf- und Zucht-
—VV Kirchen⸗ und
Religionsgesellschaften Raum zur freien,“ selbststaͤndigen Entwickelung
gewährt, nur insoweit den Beruf hat,“ gegen den Mißbrauch der
geistlichen Amtsgewalt einzuschreilen, als staatliche Eintichtungen
Gesetze und Rechte Staatsangehöriger'“ oder die? Ersüllung der
Pflichten letzterer gegenübet dem Staalfe gefährdet werden. Der
Staat kann überhaupt nur Strafen für zulässig erklären, deren
Wirkung fich lediglich — auf das kirchliche Gebiet beschränkt.“ Das
Staatsgesetz hat das Recht und die Pflicht, jeden Uebergriff über
diese Grenze zu verbieten. Der Gesetzentwurf verbiet ferger die
Anwendung don Kirchenstralen, wenn-die Strafe deshalb verhängt
wird, weil die betreffende Perfon ihren amttichen oder staatsbür⸗
gerlichen Pflichten nachkam, oder von ihrem öffentlichen Wohlrechte
mꝛ· hrauch machte, oder dessen Ausübung unterließ. Der Gesetzent
reey onlih hdie Merhinderung einer Form der Sftraof—

2
——
miitel, welche, abgesehen von der Petsonlichen Kränlung der Be⸗
heiligten, in weiteren Kreisen als Aergerniß empfunden wird.
rein Religionsdiener soll besugt sein, Kirchensttafen unter Be⸗
reichnung der Betroffenen bekannt zu machen. Die Kirchenzucht
in sich erleidet keine Einbuße. Ihre äußere Bethätigung wird in
Hrenzen gewiefen, welche die öffentliche Ordaung und den reli⸗
zidjsen Frieden gleichmäßig fördern.
Die ultramontane Bewegung, so schreibt die „D. Pr.“, ist
m Großherzogthum Hefssen, wie sich bei den letzten Landtags-
vahlen gezeigt hat, entschieden im Rückgange begriffen. Zum ersten
Male saͤt Niederwerfung der Bewegung von 1848 haben katho—
ische Landbezirte (Ober Olm und Ober Ingelheim)- freisinnig
zewählt; zum ersten Male seit jener Zeit hat sich in der Mehrzahl
Her kaͤtholischen Gemeinden eine Opposition gegen die priesterliche
Führung auf den Wohlplatz gewagt; zum exsten Male haben
iich die gebiideten gläubigen Katholiken von jener willenlosen,
anatischen Heerde losgesagt, die den Befehlen der von unsichtbaren
Füden geleiteten päpstlichen Oberhirten blindlings folgt. Der
jilhramontanismus war früher in Hessen eine ganz unbekanrte
Erscheinung; die akademisch gebildeten katholischen Priester waren
reue Anhaͤnger ihrer Kirche, aber gute Staatsbürger und Patrioten;
den Bischösen und ihren Räthen lagen weltliche Bestrebungen fern;
Männer wie Bischof Kaiser,“ Oberstudienrath Lufl, Professor
Schmid waren Zierden ihrer Kirche; vereinzelte j. suitische Versuche
wie sie mit v. Linden und Rifsel gemacht wurden, scheiterten
kläglich mit dem Sturze ihrer Urheber. Dem Ministerinm Dalwigk
zlieb es vorbehalten. den Ultramontanismus und Jejsuitismu—
fünstlich groß zu ziehen, und welche glänzenden Erfolge seine Be⸗
trebungen vermittels eines auegedehnten Vrotectionswefens erzielten,
ist männiglich bekannt.
Frankreich.
Paris8, 6. Jan. Die Okkupationstruppen von Bains in den
Bogesen sind verstärkt worden, weil vor mehrrren Tagen: einige
Flintenschüsse auf das dortige deutsche Lager abgefeuert worden
ind. Die deutschen Verstärkungen kommen aus Pemiremont
Paris, 6. Jan. Gestern öffneten sich zum ersten Male
eit den Kriegsereignissen die Salons der deutschen Botschaft in
)er Rue de Lille. Herr Thiers,Frau Thiers und Fräulein
Dosne speisten an der Tafel des Grafen und der Gräfin Arnin
inn Gesellschaft folgender Personen:“ Herr und Frau Léon Say,
Frau von Rémusat, Gegaeralt Ladmirault, Lord Lyons, Rittc
Nigra, Hanptmann Fayet, BVaron und Baronin Eclanger, Gre
und Gröfin Haßzfeld, Fürst und, Fürstin Trubetzkloi, Fürst un
Fürstin Lynar, Baron Holstein, Hauptmaun vou Bülow, Her
hon Dehn, Herr von Salignac Foͤncton, Graf Arnim⸗Boitzenburg.
Braf Henning von Arnimn An das Diner schloß sich eine bril
auteSoirér, in welcher namentlich auch die einheimische Aristo-
ratie durch viele ihrer herborragendsten Namen vertreten war;
so bemerkte man die Herzoge von AudiffretPabquier und Decazes,
den Graf imd die Gröfin-Castellane, den Herzog und dienHer⸗s
zogin von Galiera, den Herzog und die MHerzogin von Broglie,
die Herzogin Solvnna, den Baron und die Baronin Rothschild
u. s. w Das diplomatische Korps war mit Ausnahme des päpst⸗
ichen Nuntius und »des dänischen Gesandten vollzählig erichienen.
Der Präsident der Repudlik zog sich erst gegen 1192 Uhr zurück.
Pa sris, 7. Jan. Hr. Paul. de Cassagnar,welcher die
Weihnachtsfeiertage am Hose von Chislehurfst verbracht hat, legt
mePays“ die dort empfangenen'o Eindrücke nieder. Wir geben
zas Genießbarste aus dem »Berichte des Bomdpartisten: wieder.
der Kaiset 2 erzählt er — siht den politischen: Ereignissen mit
»nem regungungslosen Pflegmaezgu“ welches man an ihm lennt,
atschlossen, nichts auf's Gradewohl zu unternehmen,“ aber auch
Hereit, die erste vernünftige und ernstliche Gelegenheit, die fich ihm
hieten koͤnnte, zu benitzen, um zut Wiederherstellung der öffent⸗
ichen Ordnung und Sicherheit in Frankteich deizutragen. Dit
daiserin fand ich mit den Ereignissen ganz erstaunlich gewachsen.
VAañfñen im äB6ey Girade itrer Fofst Meisterin voss Ginßch
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        und Energie, ist sie meines Erachtens berufen, einen eben so wie die Hollander es bereils gethan haben, die sämmilichen phy⸗
Jeilsamen als entscheidenden Einfluß auf die Geschichte der kaiser- sischen Eigenschaften der Kentuckier eniwickein tdnnen.

ichen Familie zu üben. Am- meisten mußte natürlich der Kaiser Cbhislehunrst,“O. Januar. Napoleon ist heute Vormittag
iche Prinz meine Aufmerksamleit fesseln; denmdie ganze Zukunft 10. Uhr gestorben. 1

der Dynastie und vielleicht Franlreichs ruht auf diesem jugendlichen Karl Ludwig Napoleon, geboren zu Paris 20. April 1808
Haupte. Ich hatte die Ehre, mit Ndem Printen lange und ohne dritter Sohn Ludwigs Napoleons (ehemaligen Königs von Hol⸗
Umschweife, mit meiner ganzen brutalen Offenheik zu plaudern. land, gestorben 25. Juli 1846) und der Königin Hortensie (gge⸗
Und ich versichere, das ich zufrieden bin. Er ist ruhig und zugleich Jorben den 5. Ottober 1837): zum Mitgliede der conflituiren en
energisch; in seinen großen blauen Augen liegt eiwas Sanftes und Versammlung durch 5 Depariements im Äugust 1848 gewaͤhlt
pabei doch etwas Entschlossenes. Das Kind ist ein Jüngling ge⸗ am 10. Dezember 1848 zum Präsidenten det Republik“ auf 4
vorden u. s. w. Die Behaufung des Kaisers ist behaglich, elegant, Jahre von 5,662,884 Stimmen gewählt; am 21. und 22. Dez.
aber don bescheidenem Umfange, so daß mon nicht einem einzigen 851 zum Präfidenten der Republik auf 10 Jahre gewaählt von
GBaste oder Freunde ein Zimmer anweisen könnte. Sie gehört 7, 139,216 Stimmen; zum erblichen Kaiser am 21. und 28.
inem Engländer, welcher für die ganze kaiserliche Famile die in Lovember 1862 duich ein Plebiscit von 7,864, 189 gegen
aigste Verehrung hegt. Was er an Möbeln und Kunstsachen nur 231, 145St immen eruannt. Am2. Dezember 1852 nahm er
rufbringen lann, stapelt er hier für seine Miether zusammen; die den Titel Napoleon III. Kaiser der Franzosen an zund vermählte
staiserin selbst hat mir ganz gerührt diefe Details erzählt. Die ich am 29. Januar 1853 mit Kuserin Cugenie. Im Jahre 1870
laiserliche Familie lebt äußerst bescheiden und beinahe kärglich. Mit vurde er, nachdem er Krieg mit Deutschland angefangen, am 2.
den angeblichen Millionen und ungeheuren Schätzen des Kaisers September bei Sedan gefangen genommen. Das Weitere ist
hat es seine guken Wege. Ware der Kaiser nicht mit seinen FAl- ekanutt.

mosen und Geschenken so freigebig gewesen, so könnie er allerdings sa Amerika..

jeute über 60 Millionen besitzen; sein Vermögen beläuft sich Rewyork, 5. Jau. Ein Versuch, die Verfassung dahin
dö hstens auf 300, 000 Franken Rente. Ich gebe und ver bürge 4bzuändern, daß auch naturalisiete Bürger fur das Ame ines
die Ziffer, weil ich glaube, daß diese Indiskretion ihm nur Ehre Zräfidenten oder Vice-Präfidenten wähldar würden, erlangte nur
machen kann. 34 Stimmen gegen 71, nichtaiss die hierzu nöthige Zweidrittel⸗

Paris, 8. Jaun. Eingeschüchtert durch die Androhung Mehrheit.
einer Interpellation von Seite der Rechten beschloß der Minister⸗
cath die Deportation Rocheforts nach Caledonien. Vermisschte s.

Baionne, 7. Jan. Die Maschinisten der panischen F Am Samstag vor Neujahr, Abends, gerieth der Lehrer
Rordbahn haben die Arbeit eingestellt. Die Karlisten —*8 emmel von Heusweiler dei St. Johann a. d. Saar
die Eisenbahn zwischen Miranda und Bilbao und zwischen Alsa⸗ auf dem Rückweg von Obersalbach, wo er einen Kollegen bejucht
sua und Pamplona zerstört, eine Station mit Hilfe von Petro- hatte, in einen mit Wasser angefüllten Steinbruch und fand darin
seum verbrannt und die Eisenbahnbeamten als Gefangene fort- seinen Tod. Eine Wittwe und 6 Kinder heweinen den Verlust
—X des Gatten un Vaͤters.

Der mit Belgien abgeschlossene Handelsvertrag soll zu · * d b urg. Unsere Stadt begeht am 15. Januar
gleich mit dem englischen der Natronalversaimlung vorgelegt werden. nächsthin, dem Jahrestag der Prollamation des deutschen Reias,
Man erwartet eine fümische Berathung (K. 3.) die feierliche Einwerhung des auf dem hiesigen Friedhofe den dort

Ein Siabsofficier q. D. Graf de Brunct de Puysaye, hat beerdigten Zapferen von 1870/71 gesetzten Denkmals.
ꝛine Methode erfunden, um die Erlernung der deutschen Sprache F.In Pirmasens wurden dieser Tage ca. 40 wegen
uu erleichtern und zu verbreiten. General Jadmingult hat den Er- Besuchs von Tanzmusik prototollirte Sonatagsschäler
inder autorisirt, in der Carserne de la Pépinsdre in Gegenwart und ⸗Schüslerimmen polizeigerichtlich verurthein, und zwar die
aller Officiere des 1. Armeecords Vorträge über seine, Erfindung“ Frischlinge“ zu 1 und die „Repetenten“ zu 2 Tagen Haft.
zu halten. FWaldfischbach, 6. Jan. Kürzlich wurde in Wald⸗

England. bead der e dang Guttinget — deee von dem

London, 4. Januar. Unter dem Titel „Die Deuischen Landgerichte wegen Hinauswerfens einer rauensper on aus der
in Südafrila“ dringt der . Spectator“ eine eingehende Betrachtung kirche in eine Strafe don 10 Thalern verurtheilt. (Kais. Zis.)
uͤber die Moglichtei, welche vom „Daily Tel graph“ bereits an-1 Speier, 8. Jan. Das Versicherungslapital des pfälz.
zedeutet und besprochen worden ist, daß die deuische Regierung bieh-Versicherungs Vereines vom 1. Ocicber 1871 bis 30. Sept
zie Delagoa Bai von den Portugiesen kauflich erwerben sollte. 1872 berechnet sich auf 570,425 fl. Far diese Summe waren
Der Wunsch des Berliner Cabinets, gerade diese Niederlassung 3880 Thiere versichert. Die Prämien · Einnahmen beliefen sich auf

zu besitzen, scheint dem „Speciator“ aus mehr als einem Grunde 22,127 fl. 44 lr. und es wurde in genanntem Zeitraume die
gerechtsertigt. Die Wahi der Delagoa-Bai als Stützpunkt — so Summe von 15.805 fl. 18 kr. für 175 Thiere ausbezahlt.
heißt es in dem betreffenden Artitel unter Anderem — beruht (Sp. A)
hauptsächlich wahrscheinlich auf drei Erwägungen. Zunächst ist ‚gIn Mäünqen in der Dachauerstraße betrieb seit lan
der Hafen nicht nur an sich sehr gut, sondern auch vortrefflich Jerer Zeit, schon vor Entstehung der s. g. Do chauerbanken eine
zelegin. Sodann liegt hinter der vai bewohndares Land in wei. Privatiere und Inhaherin eiaer Agentur fur kaufmännische
er Ausdehnung, wo der Colonisation ein fast unbegrenztes Feld Artilel“ Th. Niseß ein Geidleihgeschäft, in welchem Capitaleinlagen
geboten waͤre, und drittens — und das ist wohl der wichtigste zu enormen Prozenten entgegengenommen wuͤrden. Man hatte
punkt — eröffnet die Bai den natürtichen Zugang zu den Ge⸗ Ilauben sollen, daß der Zusammendruch der Dachauerbanken an
zieten, auf welche die Boers in den holländischen Freistaalen An- diesem „Geschäfte“, welches natürlch aus derselben unsoliden Bafis
spruch erheben. Diese Staaten haben zu verschiedenen Zeiten Nei- uhte und ruhen mußtte, den Garaus hätte machen müssen; doch
zung an den Tag gelegt, in Europa Untersiütung zu fuhen und m Gegensheil — seit diesem Zeitpunkt kam das Ulseß sche Ge⸗—
or zwei Jahren kamen Agenten oder Gesandte derselben nach Häft erft recht in Blüthe, die Leute drängten sich formlich, um
Furopa, um im Haag und in Berlin Anfragen zu stellen, von hre Gelder daselbst „bettrauenspoll* los zu werden, ja, sie braq⸗
zenen damals unser Colonialamt Notiz nahm. Unser Streit mit en sogar, damit das „Fräulein“ ihre Einlagen nicht zurückweise,
hnen über das Eigenthumsrecht über die Diamantenfelder, welches teiche Geschenle an Butter, Schmalz, Eier c. mit. so zwar, daß,
von den Boers beansprucht wurde, weil fie die Vosutos über- als vor einigen Tagen die Behoörde daselbst Nachsuchung halten
vunden, ttug nicht gerade dazu bei, diese Bereitwilligkeit zur ließ, ihr Keller das Bild einer wohleingerichteten Victualien hand⸗
Anerkennung einer freiaden Oberhoheit zu vermindern, und es ist ung bot. Diese Rachsuchung lieferte aber auch noch, wie ver⸗
möglich, doß die Folge ein offenes Anerbieten in dieser Richtung nuthet, so reichliches anderweitiges Material, daß die Jnhaberin
an den deulschen Kaiser war. Wenn ein solches Anerbieten ger der Ageutur⸗ wegen dringenden Verdachts des Betruges in ge⸗
nacht und günstig aufgenommen worden war, dann gibt der bichtliche Haft gesezt wurde. —
Besitz der Velagoa ⸗Bai der deutschen Regierung ein großes unn f Von den vom Deutjschen Kaiser in der Serie nach Bayern
fruchtbares Gebiet in die Hand, welches zum Theil schon von verliehenen Kriegsmedaillen 18709/7 1 am Nichtlombattantenbande
Leuten devbdlkert ist, welche das Land genau kennen und welche ntfiel auf die Pfalz auch eine, und zwar an Oberlehrer Vöoge.li
mit einiger Unterstügung dasselbe gegen alle Angriffe der Einge -· n Kandle. J
borenen vertheidigen lͤnnen und sich die nene Herrschaft willig fKoblenz, 3. Jan. Der Tabakfabrikant J. G. aus
und ohne Zwang gefallen lassen. Von der Bai hinunter bis nach dreuznach wurde von dem hiesigen Zuchtpolizeigerich e uniter der
Natal, nordwärts soweit ihm beliebt und westlich soweit er vor⸗ Beschuldigung, inuerhalb der letzten fünf Jahre im Inlande Waaren,
dringen kann, mag dann Friedrich Wilhelm eines Tages über velche zum öffentlichen Gebrauch destimmt waren (Schnupftabach,
ꝛin drächtiges Gebiet herrschen, über ein Gebiet so groß wie ahrlassiger Weise vergiftet und solche dergiftete Waare fahrlässiger
44 2n welchoem mein⸗ Mann⸗s arhoeibes ued vanten une seilnrn e αν:. —X dehrak
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        zu haben, zu eiuer Gefängnißsirafe von 6 Wochen und Tragung
der Kosien verurtheilt. 33. W3 —
p'Stuttgart, 3. Jan.“ Zum Besten der Osisee-Ueber
schwemmten wird in nächster oder übernächster Woche ein Riesen⸗
Foncert von 190 Militär⸗Musikern und 40 Tambours statifinden.
was hier eiwas total Neues ist ⸗
IStraßburg, s6. Jan. Heate früheist ein unbedeuten ·
der Brand im kaiserlichen Lyseum, und zwar, im Lehrzimmer der
Septima, zum Ausbruch gelommen. Oberlehrer Sengei ist in
seinem im ersten Stock liegenden Schlafzimmer erstict.
IB. Los-3tg.)
f Aus den Tuchfabriken zu Bil ch w ei Ler lElsaß) sind in
den letzten drei Wochen für über eine halbe Million Tuche nach
Frankteich geliefert worden. Frankreich kann also, scheint es, trotz
seiner eigenen großartigen Fabrikation die El soͤsser Tuche nicht
entbehren.
ayn Mörssch (Bad. A. Ettlingen) entsland in der Neujahrs⸗
nacht zwischen zwei jungen Männern Sireit, wobei der Eine dem
Andern mit einem Schinken auf den Kopf schlug, in Folge dessen
derselbe bewußtlos zusammenbrach und nach einiger Zeit den Geist
ausgab. Der Thäter wurde fosoit verhaftet. *
—7 Worms?, 6. Jan. In der gestern im Kerber'schen
Saale dahier abgehaltenen Schuhmacherversammlung, welche von
hiesigen und auswaͤrtigen Schnhmacheru sehc zahlreich besucht war,
wurde beschlossen: 1) le ne läͤngere Borgfrist als 3 Monate zu
Jewähren; 2) alle Anwesenden haben durch ihre Unterschrift erllärt
daß sie dem hiesigen gegründet werden den Localvereine beitreten,

im alsdann in einer demnächst folgenden Versammlung sich dem
gemeinen deutjchen Schuhmacherverbender —X3 9
In Karlshofena. d. Weser geriethꝰneulich ein nicht
genügend hefestigter Güterwagen durch den Wind in Bewegung
sief auf dem von der Stat'on nach der Weser führenden Bahnge⸗
leise fort, fiel in die Weser und bohrte ein dort vor Anler lie⸗
Jendes Schiff in den Grund. Der Scaden ist betrachtlich.
7 Am 2. Jan. wurde im Schloßaarten zu Erlangen ein
sebender Maitkäfer gefangen; an demselben Tage von einem
Landmanne in Hagenbüchach auf einem Acer 5 Exemplare dieses
Jäfers im lebenden Instande gefunden. —
In Wien ist am 8 des Abends ein ziemlich heftiger Erdstoß
derspürt worden. *
In Wien kamen 1872 172 Selbmorde vor 21 weniger als
m Vorjahre. Das groͤßte Kontingent ssellt der Wonnemonat Moi
Der älteste Selbstmörder war 74, der jüngste 13. Jahre alt.
—Dienpe-nachrrercen.
Durch Beschluß der kgl. Regierung der Pfalz wurden ernannt: der
Schulverweser Jos. Muller von Altheim zum Lehrer an der kath. Schule zn
ẽIngberter Grube und der Schulverweser Georg Hoffelder in Niederwürz⸗
ach zum Verweser an der kath. Schule zu Iggelheim.
Durch allerhöchste Enischließuug vom 4. Januar l. J. wurde der k.
Notär Oilo Geul von Herxheim auf Ansuchen in gleicher Eigenschaft nach
Zell versetzt und der geprüfte Rechtscandidat Heinrich Biffar aus Deides heim
um Notär nach Winnweiler ernannt. —
F emetz, verantwortlicher Redacteur. J —
A WirthlchaftsEröffnung &amp;
Zweigverein des bayer⸗ Lan⸗ Empfehlung.
deshilfsvereins und der Kai— Einsem hiesigen und auswärligen Vubli⸗
⸗Wi Sti um die ergebene Anzeige, daß vom Sams⸗
ser Wihem⸗ Stistung s tag, den 11. Jauuar Abends ab
emã .2 der Statuten werden 6
vie Mitglieder zu einer V. Nayer sche Brauerei
Generalversammlung Iat ien Siohf, billiges und guies
auf nächssen Sonntag, 12. d. M. Essen, sowie gute Bedienung if bestens
Nachmittags 83 Uhs im großen desorgt. ·
* tadthau saale — um die Hente Somstag und Morgen Sonntag
euwahl des Ausschusses pro 1873 vor- 2
—— Harmoniemustk.
Der Ausschufß. Friedrich Manz.

Bekanntmachungen.
Ausverkauf.
Wegen Umzug verkauf der Unter—
zeichnete seine sämmtlichen Waaren⸗
Vorräthe als: Siamois, Barchend,
Cattune, Hosenzeuge, Wollentü⸗
cher, Mix, Merinos, Wollen und
Baumwollene Wämmser und Anter⸗
hosen und sonst noch mehrere Artikeln,
um schnell damit aufzuräumen unter
dem Fabrikpreis.
Niederwürzbach 10. Jan. 1873.
J. J. BRehr.

J

J — * —
W. Fuhrländer Nachfolger,
* 1732*
85 FKabrgasse sS5 in Frankfurt ain Maĩn-
Durch for!während weue Zufuhren und durch meine direlten Verbindungen mit den ersten Fabriken, ist es mir moͤglich, mein reich
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un erhalten.
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—— ietith ι, e 4372 —
icttation. ——— ator..
Samatag den 1. Febiuar 1873, Nacht 1 9 33 XXTX. RXAX.R. . .. *
min-ge 4he zu Si Jugterre in ben 7 gonntag den 12. Januar 1873, Abends 8 Aßhß
Behausung des Adjuncien Heinrich Schmitt un Renten des proisectirten Narrenzues dor Gerαö
werden, durch den hiezu eommittirten b.h 633 Trritz nmelt S Os 5
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derlebien Tagners Caspar Castel, und O., Walzer von Faust zu 4æ Händen.
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schaft gehörig. Kassasffuung 28 Uhr. Aufang sS Uhr.
Tigentdumer sinde NI. die Wittwe des Fintritispreis Person 5 — Famnmi lienbiülIlete von 8 Perso-
Casper Castel: Eufabetha Hofmonn, ohn en 12 Sgr. Familienballette von 4 Personen ISßS Sgr.
Bewerbe. II. Dessen Kinder und Enkel veene dar iedern des Trutz net so und des Musikvereins und von
Fsi zolche inge rten get —
F. —— wi ——— ‚Billete sind bei Fritz Panzerbieter und Abends an der Kasse zu haben.“
Bergleute; b. Aus der ersten Ehe mi—
Maria Jung; 1. Mogdalena Casiel und
Johann Bastel, minderjährige, gewerblose
Kinder des Georg Koftel, erzeugt uit dessen
Wittwe Maria. Kopp, gewerblos, vertreten
durch diese als“ Vormünderin und durch
obigen Franz Castel als Nebenvormund;
2. Elisabetha Klein, minderjähriges, ge
werbloses Kinde der derlebtenz Elisabesha
—XE
khemann Michael Klein, vertreien durch
obigen Peter Castel als Vormund und
durch Peter Seel Nagelschmied, als Neben⸗
oormund, alle in St. Ingbert wohnhaft.
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Sonuntærn, AAnunar. — . n —873

— Deutsches MReich. wiftmnster Theilnahme. Die Kaiserin und die Mitglieder: des lai⸗
Munchenn, 8. Jan. Gestern fand im Schwurgttichtssaale serlichen Haushalts uͤmstanden sein Sterbebett.' Als das eine Zeit
die Zusammenberufung der Gläubiger der ehemaligen Dachauer- lang geschwundene Bewußtsein momentan wiederkehrte, sprach der
bankinhaberin Pauline Dosch slatt; dabei erfuhren dieselben, daß Kaiset zweimal leise zut Kaiserin.“ Sein Tod trat plötzlich und
nuf Einen Guiden Guthaben“ etwa 7 tr.entfollen werden:“) Heilanscheinend schnierzkoß ein und wurde anfongs“ für eine Ohnmacht
dieser Annahme übrigens die Gerichts kosten vorerst nicht in Ane gehallen. Der kaiserliche Prinz trat erft dach des Kaiserrs Ableben
schlag gebracht sind. Werden auch diese in Rechnung gescehtt,“ so in's Zimmer. Die Section deri Leiche wird wahrscheinlich heute
ürfte die seinerzeitige Rückvergütung den Betrag von 5 Prozent borgenommen. Die vorläufige Beifetzung erfolgte in der Ma—⸗
aum übersieigen. ——— retihee eg ette

Aus Straßburg, 6. Jan.“ Von den eiwa 4500 Op⸗ Amerika.
rionen, welche in unserm Stadttreise abgegehen wurden, sind bis Washingtorn, 10. Jan. Staalksseitelür Fish hat“ an
etzt gegen 2000 als ungültig ertiärt worden, da die betreffenden den amerikanischen Gesandten in Madrid, Herrn Stidles, unterm
Optanten ihr Domicil zum Theil gar nicht verlegt haben, zum 29. Dezember v. J. eine Depesche' gerichtet, worin deni Bedauern
Theil wieder aus Frankreich zurückgekehrt sind.“ Die Zurückgekom⸗ der Unionsregierung über die Erfolglosigkeit der Bemuͤhungen, die
menen ergehen sich — auf den“ Bureaur in ollen möglichen Ver⸗Sklaverei auf Kuba abiuschaffen, entschieden-Ausdruck gegeben und
wvünschungen über die⸗ Treulosigkert der franzöfischen Regierung; gefagt wird:; die Uniom könne die Situation nicht ohne Soꝛ ge
und sind Flücklich darlüber, daß ihrem fernegen Aufenthalle michts betrachten-Dae Spauien, falls es dem fortgesetzten Zuwiderhandeln
'm Wege steht. Viele von den Ausgewanmerlen Wie An —A— nachsehe, die Unfähigkeit, Den Aufstand' zu
hret Geschasislosigkeit in Frankreich — hanptsächlich in Algier behedrschen, dokumentire: Ameriki?s Reutratitat sei schwierig; das⸗
hre · Baarschaft oder ihr Vermögen ringebüßt haben, wandien sich selbe önne durch die Umstände zu einer Aenderung seiuer Politik
sehend an die deutsche Gesandtschaft und'au dier deutschen Con⸗ gezwungen nerden. Amerika's Geduld wäre erschoͤpft, wenndie
ulate um Unterstützung zut Rückkehr, die ihnen n den meisten zemnachten: Zustcherungen nicht erfüllt und seinen Beschwerden nicht
Fällen denn auch gewährt worden ist. d(K.“3.) baoehoffen würde.

Berlhin, 9. Jan.⸗ Ueber Die Aaßgebenden Ursachen für
die vorläufige Zurücksetzung. des Kivilehegesetzeß wurde der „Voss. ——

Ztg.“ von- unfertichteten —Abgeordneten d Folgendes- mifgetheilt 4. FAus der Pf al,. J LIjaͤhrige Sohn der⸗ Wittwe
Im Ministerrathe-würde hotvorgehoben; dahß durche den Wegset aclich aus Trulben fpielle mitzeiner Wexderpat one; diese zewplatzte
»er Stolgehühren für die droͤtestantischer Geistl Hen bie? itiaterielle*? und ri hman der einen Hand zwei und unDver anderen aber
Stellung derselben unhaltbar würde. Dem eutgegen schlug der drei Finger ab.
cultusminister vor, daß der, Staat diese Gebühren ejnzichen solle. F DürkheimJan In der heutigen; Sitzung geneh ⸗
wurde jedoch von anderer Seite nachgewiesen, daß die Ein⸗ mitte der Stadtrath zur Abhaliung desn im'i Sommer ds. IR
hrung erner solchen Maßregel überhaupt die Reorganzsation der stattfirdenden pfäl z. Sängerfestes die Summe don
irchendersassung oder mindestens einiger dorläufiger Gesetze be⸗ 6900 fEl. ——33 60
dingen würde. In Folge dieser Verhandlungen wird Von der, .7 Am 6. »Jan. haben sümmil'che“ Brauet der NMainzer
Staatsregierung eine statistische Aufnahme der Stolgebühren jtatt Altienbrauerei die Arbeit eingestellk. Die gesorderte Lohnerhahung
finden. — Wohl gemerft, es handelt sich nur, Zum eine Zurüd-würde derweiger. — ——
jetzung, nicht Aufgebung des Cibpilehegesetzes u, F Mannz. Auf der hessischen Ludwigsbahn sind dieser Tage
Graf Eulenburglaßße(aleich dem Grafen P ismarch interessante Versuche mit der neuen Hebbeftlein'schen Bremsbor,
sommelten. Fsden vegdfsentl — richtung angestellt worden, mittelst der ein, ganzer Eiseubahnzug
Id Jan“ Abgrordnetenhaus *. amgenbticklich zunt Stehen gebracht' werden kann. Beiden täglich
odtd, betreffend denet F an Entgleisungen müßtt es alz eine große Wohlihal
»es auß Deutschland bezüglichen“ Passus der päpstlicheür Weih: üt's ende Publikuin erkarint werden, wenn es gelingen wurde
aachtsallotution rwidert Ver Minister des Innern: Ein bezüge den · 8wed pollständig zu erreichen. 811
icher· Mimsteteraß sei ergemgen* Die Regierung habe ehu, definiz N net von Friedrich Heder van den Verleger der.., Gate
tives Urtheil sbet, die Strafharkeit gicht zu fällen unde nur ihre enlaube“ gerichteten Briefe zufolge wied Ersteter diesen Sommernach
Ansicht mitgetheilt, nach welcher d Stelle Deine sei. Deutschland kommen. * qi 317* ———
Sie habe die Verhinderung der Veröffentlichung-deckalb ür an· Ampermoching, B.A. Dachau tuminelten si
gemessen gehalten. Das dem Etlaffe vorausgesꝙhidte aee 35 dein schwuch zugefroenen fogen. — ———
in die Oberprafidenten Wwar- gesetzlich weder erforderlich noch: det derum, Laldplohlich Eis druch und Jammtliche' Hnahen in der
boten. Damit sei dein-Gesetz viel mehe ·wohlo Tiese Iversch anden. Ain“ Z.be! Durdendie Leichen Ngud den
pollenð den: Redacsionen xn tgegengelom men. seirichtig, daß Wasser, welcheß hier n⸗ —XX Tiefe bat, Hheraus gezogen
die · Maßregel von der, Wilhelmsstraße, ,ausgegangen sei, weil ees 7: Man geht eben damit um, den großen offiziellen Plan
m auswärligen Amte daͤrauf n gekichtlich festzustellen, daß von Pauis, welcher ime „Hotel de Vale“n aufbewahrt wurde
die Allokution Verlaͤnmdungen athalle,“weiche zu Verfolgungen und vbeim! Brande zug Grunde ging,, wieder anfertigen zu lassen.
zegen die Urheber Anlaß gäben, wenmibine Jurisdiction. bestände, Die Kosten dieses Ußlernehmens werden fünf Millicnen betragen.
welcher dieselben umerworfen wärennl Mebet die jungste graͤß iche Ei se n ba henet rütastrophe
exDer Ecklärung des Ministers des Innern folgle eine n Ameralhadenidält ein im Newyort Herasd, abgedrucktes
ange Diskussion. Lasker sagte unter- dem Beifall des Hauses Telegramm aus Vesifield vom R Deember solgent⸗ Eimtlheiten.
jegenüber de Mallinckrodteund der Centrumspartei im Ganzen:n Heute Rachmittog um 8 Uhr ereignete sich auf der Troß Cut.
Wenn Sier mit Rom sich weiter indentifizirecz so werden Sie ösenbahn in der zwischen Brocihn un Maysville gelegenen Slalion
mmer weiter von den nationalen Zielen entfernt, auch wenn Si⸗ Prospert ein fürchtezüches Unglück. Als der nach dem Norden
nicht wollen!“ Nach eundlicher Antiahme des Schlussesder beftimimte, auß der Inee Linem Gepad- und zweĩ Pafsagier
Debalte wurdee die Berathung des Etats detz, Minist⸗riums des Waghons bestehende Jn der Corty um IUhr beriaffen haite
Fanern fortgesetzt. — Nächste Sitzung morgen); e. Boost Creel passirte, Antgleiste die Lokomotibe nd die Waghons
England. 9 türzten durch die Teestle⸗Brücke 10 Fuß dief pinuntẽr Die Wag-
VLondon, 10. Jan. Napoleon's“ Ableben Crregfe? Vick jond Aberkugelen sich vollig; Und hakten kaum den Boden erteicht
Jaemeines Bedauern. Fast alle Morgenblatter bringen Artftel as fsle zu drennen deguren, Wie man verminhet, defanden Ja
        <pb n="26" />
        ungefähr 60 Passagiere' im Zuge. Kein einziger entlam unversehrt.
Siebenundzwanzig,darunter.4* Frauen, wurden lebend aut aden
brennender, Trümmern gerettet.“ Man glaubt, daß 35 Personen
getoͤdtets wurden. Es war kein Wasser zur Löschung der Flammen
borhanden, und zur zwei Aexte konnten beschafft werden, um die
Waggons in Stücke zu schlagen. In dieser Lage wurden ungefähr
25 Personen lebendig geröstet, die Luft nahezu eine Stunde lang

mil ihren herzzerreißenden Hilferufen erfüllend. Man glaubt. daß
mehrere der Geretteten an ihren Vecletzungen sterben werden.“
*7 Eine amerikanische Zeitung briugt die Nadricht von einer
für Leisende üußerst angenehmen-Erfindung, die gewiß sehr zeit⸗
gemäß ist. Eine Weiche jsoll nämlich erfunden worden fein, die,
wenn sie nicht an ihrem Platze ist, wenn der Zug ankommt, den
Weichensteller toͤdtet.
3. X. Demeß. veranlworiicher edocieur.
Bekanntmachungen . Empfehlung. I
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Immobiliarversteigerung.
Samstag, den 18. 1. Mts. des Nach
mittags um 3 Uhr, zu St. Ingbert, in
der Wirihsbehansung des Peter Jung,
(GBormals Weirisch'schen Wirthschaft)
ßt Ludwig Weirich, Wirth, von da
unter günstigen Conditionen öffentlich in

Eigenthum versteigenre

i. Plan⸗Nr. 349. 1 Dezimale Flache,
enthaltend ein zu St. Ingbert im unteren

Forellenweiher gelegenes Wohnhaus mit
Hoftaum und sonstigen Zub hörden, neben
Peter Jung und Wittwe Rung. 7

2. Plan⸗Nr. 3627 und 8628. 1 Taq-
werk 27.6 Dezimalen Acker beim Forellen⸗
weiher, mit Korn besaamt, neben Joh. Jos.
Uhl und Christian Jungfleisch, in 8 Par⸗
cellen, wopon dernnach der Stadt zu, lints
der Eisenbahn noͤrdlich liegende Theil, zu
Bauplätzen sich eignete. —

3. Plan⸗Nr. 3487. 38 Dez. Acker im

Betzenthal, neben Johann Klam und Ja⸗
lob Allar. I—

4. Plan⸗Nr. 3831. 39 Dez. Acker auf
Schiffelland, neben Carl Decarm und
Wittwe Fischer.

Vorbeschriebene Liegenschaften, St. Ing
herter Bannes, werden durch das unter⸗
fertigte Büreau, woselbst das Nähere zu
erfahren, bis zum Versteigerungstage auch
aus freier Hand verkauft.

Aus Auftrag
Das Geschäfts⸗ und Confultalionsbüreau
L. Bechthold in St Inabert.

— — — — —— — —— — —

—
ev
*
I.
e n 7
— — AoAo⸗
—*8* in e

KeineMedera—

3*
2

Laut K. X.
tent vom 7. Decem⸗
730,645 durch Schus-
nngen u. Nachaht
gesichert.

r
—arke v757

J—
*

Donnerstag, den 16. Januar d. J. ves
Nachmittags um 2 Uhr, läßt der Metzger
und Wirth Hr. Friedrich Deutsch zu
Altenwald in seiner Wohnung da⸗
selbsi, sein allda gelegenes, zu jedem Ge⸗
schäftsbetriebe geeignetes Wohnhaus nebsi
Scheune, Stallung, Bering und Zubehoͤr⸗
ungen, sowie den daneben gelegenen Garten
in mehrere Baustellen oͤffentlich für eigen
versteigern.

Atois, Notar.
WirthschaftsEröffnung k
Empfehlung.

Einem hiefigen und auswärtigen Publi⸗
kum die ergebene Anzeige, daß vom Sams ⸗
tag, den 11. Januar Abends ab

die Mayer'sche Brauerei
toffnet inn...

Für guten Stoff, billiges und gutet
X
besorgt.

Heme Sonntog
v ⸗ A2

OQuintett
cusgeführt don Musilern des 3. Jiger-

bbataillons aus Zweibrücken.

Zu zahlreichem Besuch ladet hoͤflichst ein
Rri⸗drich Manz.

Æægwg22 — — — —
Feuerwekr-⸗Montag
dei Karl Engel

Erprobtes Hausmittel.
Von vielen ärztlichen Autoritäten seit 17 Jahren empfohlen gegen veraltelen
Husten, andauernde Heiserleit, Verschleimung, Keuchhusten, Katarrhe, Ent⸗
zündung des Kehlkopfes und der Luftrohre, aeuten und chronischen Brust⸗
und Lungen-Katorrh, Bluthusten, Blutspeien und Asthma. Giehe Med.
Dr. Rud, Weinbergers, prall. Arzt in Wien „Krankheiten der Athmungs⸗

organe“. Leipzig bei Gustav Brauns 1863.)
Nur allein ächt zu haber:
in St. Ingabert bei J. Friedrich.

., Seine
Limburger Käse
sind eingetroffen di

W. Jepp

Ausverkauf.
Wegen Umzug verkauft der Unter.
Jeichnete seine sämmtlichen Waaren⸗
Vorräthe als: Siamois, Barchend,
Cattune, Hosenzeuge, Wollentü—
cher, Mix, Merinos, Wollen und
Baumwollene Wämmsen und Znter
hosen und sonst noch mehr ere Artikeln
um schnell damit aufzuräumen unter
dem Fabrikpreis.
Niederwürzbach 10. Jan. 1873
J. 3. Vehr.
ear ur er Vörse
vom 10. Jan. 18785.
Ireußische Friedrichs d. 987. -86/
visete .. . 2:224
ie 10 f.⸗Stulke.. 9 83-55
ueaten... .⸗ 830-320
20Franca⸗Stucke... 9 20ä2ι
Enolische Souvereignis.1147-48
Dollars in Gold 225228

Der Bogenorato
(odor Lepenuaα αν)
feit Jahren das bewaäͤhrteste, best
Mittel gegen allgemeine und speeiell
Schwãchezustände, Magengedärm⸗ und
Leberkranlheiten, Hämorrhoiden, Eng
drustigleit, Milzkrankheit, Flechten 2c
sowie alle Krankheiten, die von ver⸗
dorbenem Blute und schlechten Säften
berrihjren. Der Lebensweder“ be—
fördert die Verdauung, reizt den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist beson
ders im kritischen Alter zu empfehlen
Zu haben per Flasche zu 1fl. 10k
* 20 Sgt. bei P. Zepp in Si
Inabert.

X
Vv — Drue ant PMerlag von FDemep ir *5 Svaboert
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        285* ks5 2284
25 — 138583832 ——
35855 — — 5223 3 32332
5 5555—288 —*8 3237 8* 553 2236 35 33 — 822.7 2
52 8587* 33— — — — —— 2
— 3527 —s5 5332332233 522z855 — I ——— *
232 75. 53537 —55 3235 587 — 53532357 5338 532832
2333558 z22358235525 135325 — 3 *—2—322 —
2552235 ckz ———— 22*83532 —52 3 —8 838* 2*2
7 — —— * 9 *
522 5372573588 — 5 7*223 23338 — —— 325
s*52332358 z2323 23235—33 7373533 26 335 57
— — 55 2225 2 —z533** —z2 52 88 25R2 ..3 238 *
E 2285325 2355 385* — — 28233 53 S3
—A —A 7585 82225 2—577 55—323255 335 *
S 3 26 2 75* 22*82 38 22 — — —2 * 825 2 2x
53822725 5883237 55 —AãA 8 7z22223 2 E
5 58253 A 555333235* . 82 535531 —— 7—— —— — 72227
5 5325338728 3325323 25353 2E335* 22 322227 78
.— * — —8 * * 2
2552 5 e 33
155755355332 3377555723 3335—33 — —26 5523383 3*
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2 * — — 2 22822232 . —FJ 28. 23232 555
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22 23 22322 34 —A—— 5 75 — —
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24*85235 5 —— 2232. 53 —— —5——3 3532 53—33 —*
— — 55 98335 2385
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3333 — 333—38 35— 58 3533 7385
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3322228 5532233323 —33535 735 233 3383 3z32287—
32232 — 33335538328 523 33830 233 *
33 2 2
3323333;833333—83 58 2333 53375383
3 3 323 3——5833 3— 33 33323—233732
2228252 — 2 32 32 87 232 13 272 2 ——
3283333358 —23333235.85353 —25275—3—5235 28 58—S23333533.8
5 — — 2 53 — — —-220532 22*— 7 3* —— —3 2 ?—
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353353 — 33335 —33623
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        Sl. Ingberter Anzeiger.

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Der St. Basberter Ungeigerr (und daß mit dem Haupiblatie verbundene Unterhaltungsblaut, mit der Diendiags⸗ Donnerstags⸗ und Sonnta
Rumme erhcheiert uentlich viernalt Dienrtag, Donnertag, Samstag und Sonntag. Abonnementapreis vierteljährig 42 Krzr. oder

12 Silbergr. Anteigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeilt Blattschrift oder deren Raum berechnet.
22 — ⸗— —— — — * —N ö— — — —— —
M 8. J Dienstan, den 1M. Jauuar 118173
Der Todte von Chislehurst.
Im Zeitalter des Dampfes und der Telegraphie arbeitet auch
der Griffei der Geschichte mit großerer Schnelligkeit, als früher.
saum ist einer der Acteure von der Weltbühne für immer abge⸗
relen, so ist das Todtengericht beendet und das Urtheil im Großen
und Ganjen unwiderruflich gesprochen. *
Sicherlich wird die Zukunft manche, bis jetzt noch unbel ann⸗
ten Thatsachen und einzelne bis deto verborgene Fäden aus dem
Leben des Todien von Chislehurst aufdeden, allein in dem Ge⸗
sammtbilde, das schon die Gegenwart über ihn gewonnen, wird
iwas Wesentliches nicht geändert werden. Es ist das zweite Mal,
daß ein Sproßiing jener corsischen Advokaten⸗Familie, die unserem
zanzen Jahrhundert die Signatur aufgedrückt, als ein Verbannter
auf fremder Erde unler den Verwünschungen seiner Zeitgenossen
zur ewigen Ruhe elingegangen ist. Ungewöhnlich wie ihre geistigen
Anlagen und ihre verbre herische Disposition sind auch ihre Schich⸗
fale und ihr Lebenslauf gewesen. Aus niederen Anfaängen haben
fie sich zur hochsten Macht und zu einem entscheidenden Einfluß
emporgearbeitet; ihr Wort war bestimmend für das Loos von
Millionen, an ihren Namen knüpfen sich fast alle wichtigeren
Veraͤnderungen, die sich in unserem Welttheile vollzogen haben,
und unaufhoͤrliche Kriege bezeichnen ihre Sput. So lange einer
der beiden Napoleons den französischen Thron inne hatte, war
der Friede geächtet, und der Tempel des Janus nicht mehr ge⸗
schlossen. Ihr maßloser Ehrgeiz und ihre unersättliche Herschbe⸗
—* steckten an allen Ecken und Enden die Welt in Flammen. —E
And immer wieder war es vorzugsweise das deutsche Volk, welches M⸗
—B in Vtengd r e
—Dæ— de sich fiählte, verjüngte und zu einer In Verle genheiten sür das hiesige Ministerium heraufbeschworen.
. Sie wissen, daß die partikularistische Stroͤmung augenblidlich hier
Im Guten und Bösen überragen die beiden corsischen Aben· Fielfach den Vorrang behauptei, und Herr v. Pfrehschner ist der
teurer in einem solchen Grade das Maß normaler Raturen, daß dniglichen Gunst noch immer viel zu wenig sicher, um einem
es verlehrt wäre, sie mit der gewöhnlichen, spießbürgerlichen Elle Aadicalen Schritt geneigt zu sein. Wird der Gtaf Taͤuftuchen dem
messen zu wollen. Man würde damit ihr Wesen nicht ergründen Beispiele seines deutschen Collegen folgen müssen, das ist die
und eine unzulangliche Vorstellung von ihnen gewinnen. Sie waren Frage, die hier alle ugerne hten areise beschastigt Man will
— ide k53 — du sarin nicht nur einen Gradmesser fur die —*8 Baherns
di n er Letzteren in Vollzug zu setzen. n ondern au rdi it Ides Köni i
———
zurückstehend, hatte der Neffe im Uebrigen aue amilien⸗ ichtelen Fragen ausweichend. Dennoch wi er,
Traditionen und Familien -Gigenschaften geerbt, die in zu hohem ee * u auf“ e ee e
Glanze erhoben uud demnachst ins Verderben gestürzt haben. Baherns, nach Berlin die Anfrage' gerichtet habe. welche Bedeu⸗

Seine Lieblingsidee, die Rebision der Karte von: Europa, ist ung man der Abberufung des deutschen Geschäftsträgers beimesse
noch vor seinem Tode zur Ausführung gebracht worden, aber ind ob man eine damit parallel gehende Abberufung des Grafen
freilich in einem anderen Sinne, als der Verstorbene es beabsich⸗ Taufftirchen wünsche. Ist ein derartiger Schritt wirklich ge⸗
tigt hatte. Rußlands Weltherrschaftsgelüste sind gebrochen, der chehen, sa wird er wahrscheinlich in Betlin so wenig befriedigen
Vielstaaterei Italieng ist ein Ende gemacht, das Haupt des geeinten ils in den hiesigen partikularistischen Kreisen. Dort wird die
italienischen Boltes thront in Rom neben dem papstlichen dalbheit und Unentschiedenheit der Anfrage, hier die Thaisache
Greise, der seine. muͤßige Zeit mit WVerfluchungen und derselben Tadel begegnen. Sicherlich wäre der spontane Anschluß
mit der Fabrilation neuer Dogmen verbringt. Oesterreich hat in das Vorgehen Deutlchlands, die einzig entjprechende Losung
jelnen Schwerpunlt in sich selbst gefunden und lastet nicht mehr, der Frage gewesen. Bayern hat zwar das Recht seibstständiger
einem Alp vergleichbar, auf dem staatlich zerklüsteten Deutschland; »iplomatischer Vertretung, aber keineswegs das Recht selbststaͤn⸗
der Schläfer im Kyffhäuser ist wieder erwacht, alle deuischen diger und spezifischer Politik. Damit hätte fich für ein wirklich
Stämme haben sich brüderlich zusammengeschlossen und um den in reichstreues Ministerium det Sqhlüssel zur Entscheidung der Frage
früberem Glanze erstandenen, germanischen Kaiserthron geschaart. ohne Zwang ergeben. (Sben. Zts.)

Freilich sind die Dinge großentheils anders gekommen, als Munchen, 12. Jan. Der kgl. Hof hat sich wegen An⸗
der Gefangene von Wil helmsdohe es gewollt hatte. Et hatte legung einer Hoftrauer für den verstorbenen Kaiser Napolcon III
Beister gerusen, die mächtiger waren, als er, und die er nicht beh den Hoͤfen in Berlien und Wien Auskunft erbeten, und soli
mehr zu bannen vermochte. Während er den Trugbildern seiner eine' Entschließung hierüber hierselbst abgewartet werden.
überreizten Phantasie naa jagte · und seine selbstsüchtigen und dd⸗ Berlinn, 10. Jan. Die Nachricht, die preußische Regie⸗
naftischen Plane zu fördern vermeinte, mußte er, so sehr er auch rung habe die baherische Regierung zur Abberufung ihres Ge⸗
hinterdrein fich dagegen sperrte, die Zwecke vollbringen und die sandten beim Papste veranlaßt, ist unbegründet. Dagegen wird die
Wege wandeln, die der Weltengeist sich vorgesetzt hatie. Während Allokution als Beleidigung des Reiches im Reicht tage zur Sprache
der Napoleonide, von rücsichtslofem Eigennutz durchdeungen, nur gebracht werden. Die Einbetufung des Reichsstucs wird für den
darauf bedacht war, seinen Kaiserthron zu befestigen und seinem 10. März beabsichtigt. Nach Schluß des Reichs! ges ist für den
7 die Hertschaft Frankreichs ju ßichern, mußte er, wider Fall, als wichtige Vorlagen unerledigt bleiben so. a, eine even-

ilien. das Glück der Volker aufbauen und freiheitliche Institu« tuelle Nachsession des Landiages in Aussicht genomencn.n (W. BlI4J—
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        Die „Volkszeitunge bringt die Nachrich en hiesigen
—XR F Anzahl von Briefen übesgeber
worden, dtteno Enveloppen ark mit Moschus parfücnirt sind End
deren ⸗Ingeres beim Oeffnesß ein nervenbetAubenbes Aroma Her ·
breitet. Diese Btijefe sind sämmtlich an den deuischen Reichskanzler
gerichtet und dem Fiirsten Bismarck nach allen seinm Aufenthalis
orten gefolgt; die Untersuchung wird ergeben, ob eine etwa beab⸗
sichtigte Gesundheitsstöruag durch diese Briefe möglich war.“

Frankreich —

Paris, 10. Jan. An 'der Beerdigung bes Exkaiser s dür⸗

fen nur die Officiere des kaiserlichen Hauses sheilnehmen. Es iß

untersagt, in Frankreich Trauergottesdienst für den verstorbenen

Exkaiser absuhalten. — Apponyi übergab Thiers eine Hepesche

Andrassy's, welche sich auf die Grammont'schen Enthüllungen be⸗

zieht. (Pf. 3.)

Paris, 11, Jan. Mac Mahon, Cantobert und mehrere
andere. Generale haben die Ermächtigung erhalten, sich nach
Chislehurst zu begeben. Thiets, welchen der Kriegsminister um
seine Anficht befragte, erwiedette, daß man dem Mane, von dem
man persönliche Wohlthaten erhalten, die letzte Ehre erweisen
mülsse. Mac Mahon wird von der Ermächtigung vielleicht keinen
Gebrauch machen; er hat ein Schreiben an die Kaiserin gerich⸗
ten, diefes aber vorher Thiers mitgetheilt. Die Prinzessin Ma
thilde hat auf die Anfrage, ob sie wieder nach Frankreich zurüd⸗
kommen kbnnte, die Antwori erhalten, daß die Thore Fraukreicht
für sie immer geöffnet seien. Die hiestge Regierung ist benachrich
tigt worden, daß die Ex⸗Kaifernin an die fremden Machte ein
Rundschreiben richten wird, worin sie den Tod des Kaifers, die
Thronbesteigung Napoteon's IV. und ihre Uebernahme der Regent⸗
schaft ankündige. Fast alle hiesigen Benapartisten haben Traue:
angelegt, die bonapartistischen Blätter erscheinen acht Tage lang
mit schwarzem Randhe..

Wie dem „N. W. T.“ berichtet wird, habe der Kaiser ein
umsfassendes Memoir an seinen Sobn, sowie einen Abschiedsgruß
an die franzoͤsische Nation hiuterlassfse.. —

Wie die, Patrie“ versichertt, wird der Prozeß Bazauin
erst nach der „Befreiung des Territoriums“ vor das Kriegsgerich!
konmen. Hohe politische Beweggründe sollen die Regierung be—
zimmt haben, bis dahin zu warten. In Folge dessen ist das
Haus, welches Bazaine als Gefängniß dient, auf weitere secht
Monate gemiethet wocden. V

England.

Londen, 11. Jan. Es bestätigt sich, daß Rapoleon ein
Testatement hinterlassen hat, ferner, daß seine Wittwe die Absicht
habe, eine Regenischaft zu erklären.

London, 11. Jan. Der Hof wirs vom 14. bis zum
24. Januar für den Kaiser Rapoleon Hoftrauer angelegen. — —
Die einbalsamirte Leiche des Kaiserz wird am Montag und Diens⸗ Volkswirthschaft, Haudel und Verkehr.
tag in Paredenueaestun woene solgt Nitt Vormlimuset Mäünchemn, 11. Jan. Unterm 4. Jan. Il. J. wurde der
vheer e * ng Per n 5 gt Nittwoch Vormittags im Altiengefellfcaftder pfaizischen Ludwigsbahn die Konzession zum

hor der katholischen uiche — V Baue und Betriebe einer Eifenbahn vom Bahnhofe in Speher

J * an den Rhein, sowie zu nschlu i

Mafiland, 11. Jan. Die hiesigen Zeitungen eröffnenertheilt. un dun usaültse an dee dadhhhe vchener
q!—2ﬀkC.C. llß
Bekanntmachungen.

Ausverkauf.

Wegen Umzug verkauft der Unter⸗
zeichnete seine saͤmmtlichen Waaren⸗
Vorräthe als: Siamois, Varchend,
Lattune, Hosenzeuge, Wollentü⸗
cher, Mix, Merinos, Wollen und
Baumwollene Wämmsen und Anter⸗
Zosen und sonst noch mehrere Artikeln,
um schnell damit aufzuräumen unter
dem Fabrikpreis. F

Riederwürzbach 10. Jan. 1878.

J. J. Behr.

Oeffentliche Erklärung.
Ich Unterzeichneter erlläre hiermit, daß
oie Verleumdung gegen Frau Holzner
(Hebamme) die infamsten Lügen sind, da
meine Frau und Kind im Wochenbelt frisch

und gesund sich befinden.
Peter Porcher.

rine Subskription zur Errichtung leines Napoleon⸗Denkmals
in eat leiner Rapole Vnnne

*8

schtees.

f Am borigen Freitag wurde von Herrn“ Oberfdrfler Hüm-
merich zu Wallau in der Neuburg bei Eppstein ein Fuchs mit
5 Füßen erlegt, der in's Museum nach Wiesbaden übersendei
werden soll. Der fünfte Fuß ist kürzer als die übrigen und mit
langen Krallen versehen. F

F Tusrinn, 10. Jan. In der vergangenen Nacht hat bei
Giode auf der Eisenbahnlinie Turin-Genug ein Tunnel ;Einsiurj
in der Lange von 15 Meter stattgefunden; in Folge dessen ist
der Eisenbahnverlehr zwischen Bussalla und Ponte-Detimo ein⸗
gestellt.

Hoeree ee. Die „Anglo Brazilian Times“ vom
4. Dec. enthält folgendes⸗ Von dem mit dem Census in Cape
Frio, in der Prodinz Rio Janeiro, Beauftragten wird folgender
Fall eines außerordentlich hohen Alters erzählt. Jose Martins
Toutinho wurde geboren am 20. Mai 1694 und ist demnach jeßzt
178 Jahre alt. Er ist im vollen Besiztze seiner geistichen— Faäͤhig⸗
keiten und beklagt sfich nur über Steisheit in den Kniegelenken.
In seiner Jugend kämpfte er als Soldat in Pernambuco gegen
die Hollander und erinnert sich der Hauptereignisse unter Dom
John V., Dom Jose und Donna Maria J. Als Beweise für
die Richtigkeit dieser außerordentlichen Angabe wird hin zugefügt
daß Coutinho mit 6 Frauen 42 Kinder erzeugt hat daß er 128
Enkel, 86 Urenkel, 23 Ur⸗Urenkel und 20. Kinder dieser Ur⸗
Urenlel zu seiner Familie zählen kann.

Der englische Weiterprophet James Pudley, sagt vorher:
Das Jaht 1873 wird das gesegnetstejin diesem Jahrhun dert
werden. Getreide in Menge, Wein im Ueberfluß, mehr denn im
Jahre 1834 wird es geben. Er weißt anscheinend wissenschaftlich
nach, daß die Aequatorialstürme des November und Dejeiber
den Winter über den Continent gejagt hätten, so daß Ende Februar
die Bäume blühen und es darauf keinen Froß mehr geben werde,
was auch wir zur Unterhaltung unserer Leser mittheilen wollen.
7 Das Barnum'sche Museum in Newyork ist am ersten
Weihnachtsfeiertage zum dritten Male niedergebrannt. Das Feuer,
welches durch den Heizapparat entstanden war, verbreitete sich auch
auf die umliegenden Gebaude, so daß die Feuerwehr ihre Auf⸗
merksamkeit auf diese richten und die wilden Thieren des Mu⸗
feums, die beim Herannahen der Flammen ein fürchterliches Ge⸗
brüll erhoben, von den Wärtern jedoch nicht befreit werden
durften, ihrem Schicksale überlassen mußte. Alle Thieren wurden
buchstäblich in ihren Käfigen geröstet. Unter den umliegenden Ge
häuden, die ebenfalls zerstoͤrt wurden, befindet sich auch eine Kirche.
Der angerichtete Schaden ist außerordentlich.

——
Nedaktion, Druck und Verlag don F. X. Demez in St. Ingbert.
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——* —— — 55273 * 82
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        Slt. Ingberker Anzeiger.

Der St. Nugberter Anzeiger (und das mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltun⸗ eit ver Dienztagt⸗ Donnerttagt⸗⸗ und Sonnia

LKumme erhkcheint wochentlich vie r mal: Dienztag, Donner ztag, Samstag und Sonntag. AÄbonnementspreis vierteljaährig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

Aä 9. Donnerstan, dIC. Jaenuar

Deutsches Reich.

Kaiserslauternn, 14. Jan. Nach den uns vorlie⸗

zenden, noch nicht ganz vollständigen Wahlberichten, wurden an
12 Wahlorten etwa 4600 Stimmen abgegeben, von denen etwa
3850 auf Petersen und 780 auf Jacoby entfallen. Im Durch ⸗
chnilt hat ein Drittel der Wähler an der Abstimmung theilge⸗
tsommen. Am ftärksten war die Betheiligung verhältnißmäßig in
deiligenmoschel, Schneckenhausen, Gehrweiler, Marnheim und
Münsterappel, wo etwa die Hälfte der Wähler stimmte, am
chwächsten in Enkenbach, Katzweiler, Niederklirchen, Olsbrücken,
Otterberg, Otterbach, Dreisen, Niederhausen und Odernheim, wo
aur us oder ?6 der Berechtigten ihre Stimmen abgegeben hat.
Auf Jacoby fielen außer in Kaiserslautern, Oiterberg und Otter⸗
zach nur ganz vereinzelte Stimmen. Das definitive Wahlresultat
vird erst am Freitag amtlich festgestellt.

Kaiserslautern, 15. Jan. Nach heutiger „Kais.
Ztg.“ hat Petersen 3000 und Jacob y 8SLs Stimmen.
Bei einigen Wahlbezirken fehlt Resultat.

Berlin, 7. Jan. Die Erträgnisse sämmtlicher Sammel⸗
tellen in Deutschland für die Ostseebeschädigten betragen bis jetzt
nur *4 Millionen Thaler, während das kleine Dänemark schon
nehr für seine Nothleidenden zusammengebracht hat und mindestens
343 Millionen für die unsrigen zur Linderung der Noth gebraucht
derden.

Berlin, 14. Jan. Das Entlassungsgesuch von Selchow's
st angenommen und Graf Königsmark, Oberpräßdent in Posen,
zum Ackerbauminister ernannt worden.

Frankreich.

Poris, 11. Jan. Der Herzog von Aumale hat mit
»en Bonapartisten Unterhandlungen angeknüpft, um einen Theil
der Anhänger Louis Napoleon's für die orleanistische Sache zu gewin⸗
nen. N. Fr. Pr.)

Auf den Marschall Bazaine hat die Nachricht von dem
Tode Napoleons einen so erschütternden Eindruck gemacht, daß man
»en Arzt zu ihm rufen mußte. Die Marschallin ist nach Chisle—⸗
zurst abgereist. — Gestern wurden die gerichtlichen Siegeln an
die Bureaus der Banque générale des reports gelegt. Der Direk⸗
or Balleix ist flüchtig. Der Hauptkassier und der Vorstand einer
»er Succursalen sind verhaftet. Man spricht von einem sehr bedeu⸗
enden Passivum.

Friedens von Preußen zu fordern.
Spanien.

Madrieid, 12, Jan. Unter außerordentlich zahlreicher
Betheiligung aller Klassen der Gesellschaft (man schätzt die
Zahl der Anwesenben auf eiwa 15 bis 17,000) bat hier
jeute eine Versammlung zu Gunsten der Aufhebung der Silaverei
in den Colonien stattgefunden. Die Versammlung entsandte eine
Deputation aus ihrer Mitte, um die Regierung wegen ihrer Haltung
nn dieser Frage zu beglückwünschen.

Bei den Gefechten mit den Carlisten in denn letzten Tagen
ind die von Saballs, Castells, Fagola (in Catalonien) und Pallor
Murcia) befehligten Banden geschlagen and die drei letzteren
Inführer getödtet worden. Andere Abliheilungen in den Provinzen
Castellon u. Navarra unter Cocalla Ollo u. andere Führer sind unter
Zurücklassung vieler Todten und Verwundeten zersprengt und die
Bande Fallada's von den Freiwilligen von Villaseco zurückgeworfen
worden.
Italien.

Rom, 11. Jan. Im Vatikan sieht man mit einem ge⸗
vissen Bangen den Entschlüssen der deutschen Regierung in Betreff
zer Maßregeln gegen die kath. Kirche entgegen. Die Heftigkeit
des Papstes wird vielfach bedauert, und man glaubt, daß die
alttatholische Bewegung jetzt erst recht Bedeutung gewinnen werde,
wenn ihr ein mächtiger Staat Vorschub und staalliche Organisatibn
derleihe. Ein italienisches Blatt bringt sogar die un wahrscheinliche
Nachricht, der Papst habe selbst an den Kaiser geschrieben, um
Jen unangenehmen Eindruck der Allokution zu vecwischen; eine
Untwort sei aber bis jetzt nicht eingetroffen. —
Bermischreo.

F Zweibrücken, 14. Januar. Gestern wurde ein bei
den Grundarbeiten an der neuen Bahnstrecke beschäftigter Arbeiter
in der Nähe des Friedhofes von einem Materialzug erfaßt und
leider derart überfahren, daß er sofort eine Leiche war. (3. 3.)

Frankfurt, 10. Jan, Zehn Bierbrauer und ein—
Inzahl Hoteliers sind zusammengetreten um ihren Eisbedarf aus
Norwegen zu beziehen. Dieselben werden das Eis in ganzen Zügen
ommen lassen und berechnet sich der Zentner bis an das Thor
auf 59 kr. Im Taunus sammeln die Vauern dermalen forgfältig
den Schnee und bringen ihn zur Stadt. Verflossene Woche wurde
per Wagen 16 fl. bezahli.

f Aus Elsaß-⸗Lothringen, 6. Jan. Weil es vor⸗
äufig mit Säbel und Kanonen nicht geht, wird Elsaß ˖ Lothringen
durch Wunder und Weissagungen wieder für Frankreich annexirt.
Es ist unglaublich, was sich bäuerliche und namentlich weibliche
Bornirtheit in dieser Beziehung bieten läßt. In einem Theile
Loihringens heißt es: Eine alte Frau, die schon den Krieg von
1870 prophezeite (Beweise fehlen, der Glaube allein genügt), hat
viederum prophezeit, daß bis zum 26. Ocl. 1873 Elsaß-Lothrin⸗
jen, das der „Mutter Gottes“ gehoöͤre, wie natürlich ganz Frank⸗
eich, von den Deutschen befreit sein werd“ und zwar — ohne
Blutvergießen.“ ... Man muß nur das Feuer sehen, mit dim
ich das Frauenvollk hierzuland bereits in diese Prophezeihung
eingelebt hat und den Deutschen seine Einbildungen aufschwatzen

möchte!

Belgien.

Brüsssel, 18. Jan. Das „Mouvement? schreibt: ADie
Regierung zieht den Plan einer Abtretung der großen Lurxemburger
cFisenbahn zurück. Die Regietung wird dies morgen in der Kam⸗
mer zur — der bezüglichen Interpellation erklären.

(Fr. J.
England.

London, 13. Januar. Die Prinzessin Murat ist in Chisle—
jurst angekommen. Beim Leichenbegängniß, am Mittwoch Morgen
uim 10 Uhr, wird dem achtspännigen Leichenwagen zuerst der
aiserliche Prinz und dann die übrigen Prinzen der laiserlichen
Familie folgen, vielleicht auch der Prinz von Wales; daun Mit⸗
jzlieder der Diplomatie und andere hervorragende Personen, Offi⸗
siere und Freunde des kaiserlichen Hauses. Der Aufzug wird sehr
einfach sein. Die Damen werden vorher sich zur Capelle begeben, — — 0—
vo die Leiche auf einem Paradebett in der Uniform liegen wird, Volkswirthschaft, Handel und Verkehr.
die er bei Sedan trug. München, 13. Jan. Die Einführung der Häberl in'schen

Der napoleonsche Familienrath wird bis zur Ankunft des Bremse an den Wagen der Siaatsbahn macht es noihwendig, daß
dardinals Bonaparte vertagt. J Hdie Handhabung derselben einem vollkammenen damit vertrauten

London, 14. Jan. Der Daily Telegraph veröffentlicht Manne zusteht, der sowohl eine Uebersicht über den ganzen Zug
iine Mittheilung des Herzogs von Gramont, worin dieser eine jat, als auch das Schienengeleise vor⸗nnd rüchvärts des Zuges
aldige Widerlegung des Beust'schen Briefes verheißt, Oesterreich im Augen haben kann; aus diesem Grunde haben von nun an
abe materiellen Beisiand nach der Kriegserkläruag versprochen, die Oberkondukteure die erhöhten Bremsersitze einzunehmen und den
elche Entscheidung in einem Ministerrath gefaßt worden, aber Bremserdienst zu übernehmen.
z habe Zeit verlangt, um sich vorzubereiten und einen Grund Darmstad't, 11. Jan. Der Betrieb der Offen⸗
uin Bruche mit Preußen zu erhalten. Beust habe in legterer b ach Frankfurter Bahm ist mit dem 1. Januat 1873
eziehung den Vorschlag gemacht, die Ausführung des Prager an Preußen überegangen.
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        SFrische Sendung
Ans bacher Erport— Bier
bei Joh. Jos. Heinrich.
2
Beranutmachung.
eye * * M

zeb Militär-Ersatzgeschäft für das Jahr 1873 betr.
Alle in der Zeit vom 1, Juli 18562 bis 831. Dezember 1853 geborene Mi—
litärpflichtigen, sodann alle diejenigen Militärpflichtigen früherer Altersklassen,

über deren Dienstpflicht noch nicht definitiv entschieden istt,
also auch die zeitweise von der Wehrpflicht Befreten, wegen unentschiedener Tauglichkeit
Zurückgestellten, Eingewanderten, Uebergangenen c., welche Angehorige des deutschen
Reiches sind, haben sich innerhalb der Zeit vom 13. Januar bis 1. Februar
J. Irs, behufs Einiragung ihrer Namen in die Slammrolle bei der mit Führung der⸗
selben beauftragten Gemeindebehörde zu melden.!

Die hierauf bezüglichen näheren Vorschriften der Militär-Ersatz-Instruktion werden

aachstehend zur Beachtung bekannt gegeben:

Es haben sich zu melden:

a) Diejenigen, welche sich am Orie ihres gesetzlichen Domicils (ordentlichen bleiben⸗

den Aufenthalts) oder in dem Musterungsbezirke (Verwaltungsbezirk) aufhalten,
zu welchem dasselbe gehört, an diesem;
Studenten, Schüler, Haus⸗ und Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener und Lehr⸗
linge, Handwertsgesellen, Dienftboten, Fabrikarbeiter und andere in ähnlichen
Bethältnissen lebende Militärpflichtige an dem Orte, wo sich die Lehranstalt de⸗
findet beziehungsweise, wo sie in Arbeit stehen ꝛc., sofern dieser Ort nicht zu
demselben Musseruugsbezirke gehört wie ihr Domizilort.

Ein Militaͤrpflichtiger, welcher im Laufe des Jahres, in welchem er sich zur Auf⸗
rahme in die Stammrolle anzumelden hat, den Wohnort oder Aufenthaltsort in einen
mnderen Musterungsbezirk verlegt, hat dies fowohl bei seinem Abgange der detreffenden
Behörde des Ortes, welchen er verläßt, als auch der des neuen Domizils, bezw. Aufent⸗
halisortes, behufs Berichtigung der Stammrolle ohne Verzug spätestens innerhalb 8 Ta—
zen zu melden.

Sind Militärpflichtige

a) im Orte ihres Domizils nicht anwesend, gleichviel, ob sie an einem andern Orte
gestellungspflichtig sind oder nicht,

h) oder sind dieselben von dem Orte, wo sie sich zur Stammrolle zu melden haben,
zeitig abwesend (z. B. auf der Reise begriffene Handlungsdiener c.).

io haben deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod⸗ oder Fabrikherren die Verpflichtung.
je und zwar im ersteren Falle (zu a) zur Stammrolle des Domizils, im wweiten Falle
zu b) zur Stammrolle des daselbst bezeichneten Ortes anzumelden.

Militärpflichtige oder deren ebengenannte Angehörige, welche ohne genügenden Ent⸗

chuldigungsgrund der vorbezeichneten Anmeldepflicht nicht nachkommen, werden nach Art.
17 des Einführungsgesetzes vom 26. Dezember 1871 mit Geld bis zu 10 Thalern be⸗
traft. Außerdem konnen derartige Militärpflichtige unter Verlust

a) der Berechtigung, an der Loofung Theil zu nehmen;

b) des aus etwaigen Reklamationsgründen erwachsenden Anspruches auf Zurüdstellung

zezw. Befreiung vom Militärdienst
»orzugsweise zum Militärdienst herangezogen werden.

Bei der Anmeldung muß der Geburtsschein, welcher zu diesem Zwecke kostenfrei aus⸗
Jestellt wird, vorgezeigt werden. Eine Ausnahme hievon findet nur stall bei denjenigen
Militärpflichtigen, welche sich in ihrem Geburtsort stellen.

St. Ingbert, den 12. Januar ie

as

Bekanntmachuno

Vom 1. Januar 1878 an haben
Dienstboten, Gesellen und andere Arbeiter,
wenn letztere in einer ständigen Arbeit
stehen, monatlich 12 Kreuzer Beiträge für
das Hospital St. Ingbert zu leisten und sind
die Dienstherrschaften oder Arbeitgeber für
tichtige Bezahlung der Beiträge haftbar,
gemäß Art. 20 Abs. 5 des Armengesetzes
vom 29. Aril 1869.

St. Ingbert, 15. Januar 1875.

Das Bürgermeisteramt
Chandon.
Immobiliarversteigerung.
Samstag, den 18. 1. Mis. des Nach
mittags um 8 Uhr, zu St. Ingbert, in
der Wirthsbehansung des Peter Jung,
(vormals Weir isch'schen Wirthschaft)
jäßt Ludwig Weirich, Wirth, von da
unter günstigen Conditionen öffentlich in
Eigenthum versteigerrf:

J. Plan-Nr. 349. 1 Dezimale Fläche,
enthaltend ein zu St. Ingbert im unteren
Forellen weiher gelegenes Wohnhaus mit
Hofraum und sonstigen Zub hoͤrden, neben
Peter Jung und Wittwe Rung.

2. PlanNr. 3627 und 3628. 1 Tag⸗
werk 27,6 Dezimalen Acke: beim Forellen⸗
weiher, mit Korn besaamt, neben Joh. Jos
Uhl 'und Christian Jungfleisch, in 3 Par.
relien, wovon dernnach der Stadt zu, links
der Eisenbahn nördlich liegende Theil, zu
Bauplätzen sich eignet.

3. Plan⸗Nr. 3487. 38 Dez. Acker im
Betzenihal, neben Johann Klam und Ja—
lob Allar.

4. Plaw Nr. 8881. 89 Dez. Acker auf
Schiffelland, neben Carl Decarm und
Wiltwe Fischer.

Vorbeschriebene Liegenschaften, St. Ing
herter Bannes, werden durch das unter ⸗
jertigte Büreau, woselbst das Nähere zu
zrfahren, bis zum Versteigeruugstage auch
aus freier Hand oerkauft.

Aus Auftrag
Das Geschäfts? und Consultalions büreau
L. Bechthold in St Insbert.
ve de
BürgerHülfsverein
St. Ingbert.

Sonntag den 19. ds. Mts.
Generalversammlung
im Verein? lokale bei G. Jung.

Anfang 4A Uhr.
Betreff: Aufnahme neuer Mitglieder.
Um pünktliches Erscheinnn wird ersucht
Der Vorstaud.

Bürgermeisteramt
EBRAanudoua.

Eine schwarze Dachshündin
nit braunen Abzeichen ist dem Herrn Ad⸗
unkten Eisel in Schnappdach übergeben
vorden. Der Eigenthümer kann dieselbe
—E
die Inseralionstofen dorten in Embfang
nebmen.

Der Brodpreis für die Stadt St.
Ingbert ist, von heute an bis zum nächsten
Donnerstag (Fruchtmarktstag) festgestellt:

Korabrod 3 Klgr. 26 Krzt. Weiß⸗
brod 10 Krzr.

Frũcht · Brod⸗ Ileisch ꝛc. Preis⸗
der Stadt Zweibrücken v. 16. Jon

Weizen 7fl. 9 tr., Korn 4 fl. 36lr.
Berste Lreihige. — fl. — kr., Gerste vier⸗
reihige, — fi. — kr. Spelz 4 fl. 42 tr.
Spelzlern — fl. — tt. Dinkel — s.
— ir. Myqhfrucht — fl. — kir. Hafer
3 fl. 42 tr. Kartoffeln Ufl. 40 kr. Heu
ufl. 12 kr. Stroh 1 fl. 12 kr. dei
Zeniner. Weißbrod 13 Kilogt. 19 kr
Fornbrod 3 Kilogr. 25 r. ditto 2 Kilogr.
17tr. ditio 1 Kilogr. 9kr. Gemischtbrod9
il. 32 kr. 1 Paar Wed 100 Gramm 2kr.
Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kn.
dalbfleisch 16.Ir. Hammelfle ijch 18.1
Schweinefleisch 20.kr. per Pfund. Butter 8
ir. per Pfund.

Zu verkaufen . ——
vie 500 Tud imner.gones tiesem Oeffentliche Erklärung.
epr dee uheee q d Pee en erlläre bitumin dab
dadisut 1 i). dis 500 Cubitmelt dw Vrn en e der —F
Stempelhoiz 15 bis 20,000 SEtem⸗ e »p *
pel, 70 bis 80 Klafter * Brenun meine Zrau und —* im Wochenbett frisch

und gesund inden.
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seder — sind zu haben bei — —

ebr. Höh, Breitermühle
n rnbof. Rechnungen

5 in kleiner Kohlenwagen in Ua, 4 und 6 Bogen zum allaemeinen

und ein Marktstand ist zu 3 Gebrauch sind vorr athig in der Druckerei
Fr Prinz. dieses Blattes.

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Ne aktion,. Druck und Vetlag von F. X. Demes in St. Ingbert
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12 223 32 —A 2 2 8 z *
125 23322 283 2. 5822 3 33
22 5383 — 5233*325 27 F
3 — 8—Oa —— 2* *
3 78 5258 * 22 5*
2232322 *3338383 2585s23 55
2 5 33883 25228 3133
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4 235355339 357
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— vobchentlich vae zm a⸗b Diien ate 4. Du mersta g. Sa ms deng und —A vierteliahrid * ergt. eber
J .1 Silbergt. Ame⸗igen werden mit Aw Kryr.die dteiivaltige Zeite Biatuqtitt odee dern eauc verehꝛücce.
7 — — — — — — —— —* — — — —— — ——— — — — —7
RBREBEXR— — 383 se en n u. n. 30
— J J e ee Sams taa, den 18. Januar e na 8 J r 1873
F 8 — νν ůůSA —* A —

2 33 7 44 — 83 44* * 287
Dentsches Neich. vvas Wohl bese Vaterlandeß uͤber die Hettschast einer eimelnen Partei
Mamnchen:. Die Berechtigung zumn Einjahrig · Freiwilligen⸗ gehẽ, zusammeitzust⸗heg. — gegenüber werde
Dienft⸗ muß dei Verhust bes Anrechts spaätestens bis zum 7., bei den der deutschen Nation eigenen Wi —55 und jrommen
Februor des Kalenderjahres nachgesucht werden. in welchem das Simie der Sieg nicht fehlen.“ RKedner spricht sich für die Kom⸗
30. Lebeunsjahr vollendet wirb. Jene jungen Leuie; welche ihre missionsberathung aus. Nachdem noch die Abg. Dunder, VBrule
wissenschaftl che Qualifikation durch Schul⸗ und Prüfungszeugnifse und Graf Limburg ˖ Siyrum für die Voilagen, gesprochen hätten.
(J134 detr Ersatz-Instrultion) nachweisen körnen und im Jahre wurde die Debatte auf morgen vrrtagt. 35
1873 zwanzig Jahre alt werden, müssen uun sofort ihre Gesuche Wie bem N. W, 7.“ aus — berlchlet wird, begbsichtigt
In den weuer Kölhigen Nachweisen (ß148 der Ersat Instruktion) man, den Bischof von Diakovar, Stroßmanh⸗eer, detr seine
hei der Prüfungs Kommission für Einjährig Freiwillige, de ren sich großen Güter in sehr weltlichet Weise verwaliet und seine riesigen
inm jeder Kreishaupistadt eine befindet, einreichen. Solche junge Waidungen in geradezu unverantwortlicher Weise verwüstet, unter
Teute, welche schon im pflichtigen Alter stehen, in ihren Studien Kuratel zu stellen. Derselhe weilt gegenwaͤrtig in Rom, wo er
urr noch nicht so weil vorgerüdt sind, unt die erforderlichen sich dut amüsiren soll. Troß bereits, einmonätlichen zAufenthalteß
Feugnisse beibringen zu können, haben vor dem 1.5 Februar ein hal er dem Papfle noch keinen Besuch gemacht, dagegen iln er in
Hesuch um Zulassung zur Prüfung für den Einjährig-Freiwilligen⸗ einer Loge ves Apolls Theaterz gesehen worden. Er joll sich für
Siensi bei der Präfungs Kommifsion einzureichen. In diksem eine diesem Theater angehörige kroatische. Sängerin sehr in⸗
Falle befinden sich alle Vharmazeuten: fodanm albe jene iungen beresssten. J A32
Zeiewelche nicht nachzuweisen im Stande sind, daß sie ditg 4 Fraukreich.
I. Klasse einez Ghymnasiums oder Realgymnosiums zurüdgelegt * aris, — ——— Die aufrührerische Sprache der bona⸗
ind die Erlaubniß jum Vorrücken erhalten oder eine vollstandige dattistischen Presse in' Parig und in der. Provinz wäͤchst. Die
Gewerbschule absolvirt haben. Provinzial⸗Blätter enthalten ein Manifest, in weichen Napolecu IV.
m ü na en, 14. Janrar.“ Ueber das ? ädelige und bürger- proclamirt wird. Dies scheint die Regierung bettimmt zu haben,
liche Etement im den obersten⸗ Militärchargen Bayeras 'ergibt fich endlich Maßregeln gegen das tolle: Treiben der Imperialisten zu.
zach dem Stande vom J.? d. Mo Folgenges: Von den 14 Briga⸗ ergreifen; wenigstens meldet das officidiße Bien Public“: Die
delammandeurs sind 21adelig, 25bürgerlich (mehrere wurden mimer tiberalt und gemäßigle Regierung Zeigt sich sehr duldsam
zurch berliehene VBerdienstorden erst geadel), bon den 46 selbste ür alles, was den Charalter einer — für das An⸗
standigen Kommandeurt 25 adelig, 28bürgerlich, von den 16 denken an den Souberän haben kann, der, als er vom Throne
Imfanterieoberftew 8.adelig/ 8 bürgerlich, von den 10 Kavällerie⸗ fiel, das Unglück —B— in den Abgtund herabzugehen.
Obersten Gadelig, A. bürgerlich, von den 6 Regimentskomman⸗ Die Duldung darf abei vicht weitler gehen.“ Wahrend der großte
Tuͤren der⸗Arnisleriee4 adelig 2 bürgerlich; von den 2 Komman- Theil der Journale auf — 3388 oͤleiben, gehen die exaltirien
deurs der Pidnierbataillone ist keiner adelig, von den 2 Komman⸗ weitet und proclamiren· Rapoleon IV. Wenn den Traditionen
Feurs der Trainbatalllone einer adelig,“ teinet biülrgerlich.“ Untet jufolge und ungeachtet zwrier förmlicher Absetzungsbotums die. Re⸗
den 10 Kommandeurs der Jäger-Bataillone stad G bürgerliche und zZierung duldeie, daß der gestürzle Herrscher Rapoleon III. geuannt
adelige Stabsoffizere. » Eine aufnierksame Vergleichung des vurde, so deschah dies, weil eine Volksabstimmung ihm, diesen
latisischen Verhälinisses der bürgerlichen Officiere zu den adetigen Titel gegeben. Keine Volksabstimmung hat Napoleon IV. prob
ergibt, daß feit den letzten veiden Dezenniendas bürgerliche Ele⸗ amitt, im Gegentheil sprach die Versammlung Iimei Mal die
ndn in Vem Offigierestande stetig zunimmnt,'“ doch trifft dies zue Absetzung der kaiserlichen Dynast!e ausc. Es ist also gewiß, daß
nächst nur für die Grade · vom Maijor‘ abwätts als vollkommen die Regierung nichts dulden wird,“ was eine Negation oder eine
ichlig du.un Verlehung det beftehenden Ordnung ist, wilche von den Repräsemn
Dius Wür prem'beer g. Das Amtsblatt des Ministeriumtz tanten der Volkssouverainetat geheiligt wurde. Bis jetzt haben
des Innern veröffentlich einen Erlaß an die Obterämter, wornach nux die Marschälle Mac Mahon. Caurobert und Generai Frossard
mir Rückssicht datauf, daß einer Mittheitung des Reichskanzleramts die Ermächtigung erhalten,« üch aach Chifleharst zu begeben. Laut
in Ausfubrungedes F 111des RNeichgesetzes vönn 4.Dez. 1871, „Bien Publiç“. macht, Mac. Mahon von diejet Erlaubniß keinen
hetr die Ausprägung von: Reichsgol dünzen, uunmehr“ allmählich Gehrauch. ———— — ——
nite bem Eintug dir zwben Hilbermünzen des Guldensystems vor-· Paris, 13. Jan.' Als der kaiserliche Prisz pon Wooba:
zegmigen werden“z foll, dien württembetgischen Körpetschaftskossen vich in Cysund eintraf. sprang er mit den Worten aus dem
—— vorhandenen öder eingehen Wagen z Und mein Vater 79 Graf Darpilliers er riff seine Haände
den Zweiguldenftüche nirhte wieder abzuugeben, sondern bei ihren und sagie: Monseigneur, haben sie Muth2es geht dem Kaiser«
Sleuerabtieferungen elnsitsen den. ny hgen fehr, sehr schlecht. In diesem Augenblicke gewahrie der Prinz denen
Beci 14 FJan. Drk Reichskanzker hät dem“ Bundez“ Piatrer von Chijlehurst z er erblaßleund zitterte am ganzent
rathe einen Hefetzen wutf bäreffs det Bezirkz⸗203unb Gemeinde⸗ Leibe, dann nähm ex sith plößlich zusammen und sagte mit nochn
Vertteiund sowienbetteffs der Wichl err zu Weil Gemneinderathenein fschwankender Stimme, aber mit festene Blick ., Man sage mir die
ẽlfuß Lothringenẽ vnrhete gin? Danach sosldie Bezittsbertretung Wahrheit, ich bin stark genug, sie zu ertragen.“ Er exhielt nuc
in Gemaßheit der Binpumg der früheren: Genetalräthe. die Kreis Beschluchze zur Antwort; endlich tam die Kaiserin und schloß ihn
veitretung in Gemäßtzet der Bildimugder frühecen⸗ Arrohdisse⸗ mit den Worten iu ihre Arme: ',Vouis, mein armes Kind, ich
mentsräthe! zusammengefetzt werden. Dit Bejitks⸗ und; Kreissage habe nur noch Dich auf der Welt!“ seine Thräne zetgte sich in
ollen iin Laufe des Fahres zusammentreten uz ab a— ĩ den Augen bes Prinzen; ohne ein Wort hervorxzubtingen, stürzte
naBerlinl, 18. Fan.“ Das Haus der? Abgeorbnelen?“ftaͤß vt sich Jach dem Zitimet seines Vaͤlers. Dort warf er sich auf 1
heuie in dieersiee Berathung der“ Gesetzesvoilage über die Vor⸗ bie Knle rͤrd vetele mit lauter Slimme das Vaterunser — —
—XVVVR haltet — 16 nilscher Sptache. Dauti flüchtete ex, mit' dem Refe: —8 —
jur die Vorlngeeingeschrieben. Bemigien wandte sihe sangeret“ nicht mehr, ich kann nicht mehr nach seidem Zimmer.
Nede gegen die: beiden, Reichenspergtr nd gab zwaß zu,⸗daß viePagsdas, 13. Jin. Wie ian aus Cordlehurst berichtet, shac
Voriagen: deo Kullutzmmisters Felk Verfassungsbecänderlurgen bei ll? Beamtnen und Bedienien des exkaisetlichen Hofes Befehl .
nvotviren,! “hob aber deren Noͤthwendigkeitfeite Herftelkitng des ethalten, det Ptinz impdriol“ Als Kaiser zu behandeln und miee
Nationalstaates und -demstaatssfeiudlichen Treiben öer Cleritalen, Majestät“ auzurden. Dee Kaise.ia selbäà hu den Titel: Inpé.
gegenüber hervor, welche auf Commando von ußen consetvatid rattice Regente“ angenommen., An die bonopartistijchen Bialter in *
oder liberal, oder revolutionät seien, mahnte all Parteitn, denen Frankreich iste der Befehl ergangen, nicht mehr pom kaiserlichen,
* —V — e* —
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        Prinzen.“ sondern nur noch von N apolon IV.“ zu sprechen,
and sie kommen demselben auch eifrig nach.
Par vse 183. Jan. Au disbe hurst. wird berichte
Außer dem Prinzen Napoleon und der Prinzessin Clotilde sind i
den lehlen Tagen hier eingetroffen Prin Lucian) Bonaparie
und Prinzessin Caroline, Prinz und Prinzessin Achille Murat
Herzog und Herzogin von Mouchy, Prinzessin Mathilde. Prinz und
Prinzessin von Sachsen · Weimar, Fürst von der Mostkowa, Hetzog
von Camcores, Graf und Graäfin Cowley, Baron Rolhschild, der
junge Herzog von Persinh. Baron Jerome David, Marquis vo⸗
Labalette, die Herzogin von. Malakoff, die Marschallinnen Can⸗
robert und Régnault de St.⸗Jean d' Angoͤlh. der Kardinal Bona⸗
parte, der Graf von Aquila (von den sizilianischen Bourbonen)
endlich auch der eben im befonderer Mission des Czaren in London
weinende Graf Schuwaloff. Den Letzteren, wie zuvor den Prinzen
von Wales, konnte die Kaiserin in ihrem Schmerze nicht selöst
enpfangen; sie brachten Beide ihre. Condolenzen dem kaise lichen
Prinzen dar welcher in dieser Prüfung nach allen Berichten ein
„Fesligkeit“ cLentwickelt, die man leicht versucht sein könnte, mit einem
andern Nanien zu bezeichnen.
3 England. J I

Sonvorn, 16. Jan. do, oo Menschen waren bei dem
Leicheubegaängnisse in Chislehurst zugegen. Ia London und in der
Provinz waren die Läden jum Theile geschlossen. Der kaiserliche
Prinzist nach Camden House zurückgekehrt, begrüßt von Rufen
Es lebe det Kaisfer! Er anlwortete : Nein, der Kaiser ist todi
28 lebe Frankreich““

Chistehurste 15. Jan. Die Leichenfeierlichkeiten be⸗
zannen um 11 Uhr, wo der Leichenzug das Sterbehaus (Rapo⸗
leons) verließ. Um 1123 uhr tkam derselde in der Marienkircht
an.Die Haltung der Zuschauer, etwa 12,000 an der Zahl
war sehr ruhig und angemessen; es folgie keinerlei Kundgebunug.

Italien.

Rom, 12. Jan. Cardinal Bonapatte hat zuerst in hiesiger

Stadt die Nachricht von dem Ableben Napoleons erhalten. Er
begab sich sofort zum Papfte, welcher sich während der Krankheit
diters telegraphisch nach dem Befinden seines früheren Beschützers
erlundigen ließ, um diesem diese Botfchaft mitzutheilen. Man jagt
derselbe sei sehr erschüttert gewesen und habe eine Zeit lang in
stillem Gehbete derbracht. Hierauf meldete er der Kaiserin Eugenie
sein Beileid uud las heute sür den Verstorbenen ein⸗ Seelenmesse
Spaͤter wird in der Sixtinischen Kapelle eine solene Todtenfeier⸗
lichkeit statthaben. — Die ãaußerste Rechte der Jesuiten, geführt
bon dem grimmigen Geguer Napoleons, Hrnv. Merode, mach
aus ihrer Freude über den Tod dessel ben tein Hehl. Sie glaubt
daß durch Wegräumung dieses Prälendenten sich alle Sympathier
des katholischen Volks nunmehr der geheiligten Person Heinrichs V.
suwenden werden. — Noch 5 Millonen Francs derlangt der
Marineminister, um den Kriegshafen von Spezia zu vollenden.
Derselbe hat bis jetzt 48 Millionen gekostet und wird nach seiner
Vollendung zu den schönsten und wedmaßigsten Kriegsetablisseme ats
der Welt zählen.

30 fr. und für den Morgen zu mahen 2 fl. 40 tx. Edenkoben
den 12. Januar 1873.2 Wo es mit dieser fortwahrenden Preis
steigerung hinaus soll, in scwer zabzusehen, nur scheint einem
manchmal dieselbe unngürlich aber dio uatürliche Folge durchaus
nicht gesunder Zustaände des Berriebs der Geschafte, Fabriken und
Handelsetablissements zu sein. (Sdpf. W.) —
f Mesß, 12. Jan. In aller Stille erfolgle die Absteckung
der neuen franzößẽsch⸗deutschen Grenze. Und doch ging sie nicht gan
so ruhig von Stalten, einmal wuron zweiSchlisse abgefeuer!
derer Ziel vielleicht einem anderen Wild ais Rehen und Hosen
galt, da die Nugeln dicht an den Kopfen der Abgrenzungscom⸗
mijsion vorbeisausten. Die Abgrenzung ist nun ziemlich vollendet
und wird bis Mai einer endgültigen Revision unterzogen werden
Nach der *Pf. 3. hat am 30. 6 Mis. eine NKonferenz
badischer und bayerischer Kommissare sich über die Modalitäten de

Ausführung der Speier⸗Heidelberger unt der Bruchsal⸗Germes heimer

Bahn, sowie über die auf Herstellung besserer Verbindungewege

wischen Lud wigshafern und Mann he im bezuglichen

Fragen vollstandig geieinigt 757* J

TLudwigzbafen, 14. Jan. (Pf. Z.) Vom 19, Jan.
anfangend wird der Güterzug Nr. 254 bon Homburg bis Kaisers⸗

lautern Personen in IIl. Wagenklasse, jedoch nur in wveschränkie r

Anzahl besördern. Dieser Zug geht in nachstehenden Fahrzeiten:

Abg. Homburg 6 Uhr 50 Min Morgens, ab Bruchmuͤhlbach 7

Uhr. 22 M, M., ab Hauptstuhl 7 U 36 M. M. ab Landstuhl

8 U. 3 M M., ab Kindsbach 8 U. 14 M. M. IAnl. Kaisers-

lautern 8 U. 46 M. M.

, k. Am Todestage Napoleons (9. Jan.) traf in Hamburg die

Nachricht ein, daß in den chinesischen Gewassern das Hamb. Dampf⸗

schiff „Sedan? untergegangen se

— In Niederbayern fangen die Bauern an, sich mit

Revolvern zu bewaffnen, um bei eiwaigen Raubanfällen fich ver⸗

theidigen zu können. Im Griffe fesist. hende Messer zu tragen, ift

belanntlich dort ohnehin Sitte Wir fürchten sast, daß es nun
noch mehr Raubanfälle und Todschlägereien geben wird, als bis-
hec schon.

.XIn Land s hut machte fich am Sonntag Nachts gegen
11 Uhr eine sjeltene Erscheinung demerlbar. Ueber dem Boren
schwebte nämlich bis zu ziemlich bedeutender Höhe eine Nebelschich
und darüber stand in hertlicher KQlarheit der Mond am Himmel.
Wer nun dieser Zeit an der noͤrdlichen Seile der Mariinshir che
fund, konnte ein ebenso seltenes. aue großartiges Bild wahrnehmen.
dinter sich den Mond, warf der Martinsthurm seinen tolossalen
Schatten auf die Nebelschicht und da die Con:?uren des Thurmes
im Schatten bedeutend vergroͤßert und verlangert, und außerdem

auch zu höchst phantaflischen Formen verzerrt waren, machte das
Ganze den Eindruck, als ob irgend ein riesiges Ungeheuer in der
Luft schwebe, welcher Eindruck dadurch dverst alt wurde, daß man

in Folge des Nebels vom Thurme selbst nichts wahrnehmen

lonute.

GEin gefundenes Kind.) „Der Gymnafialdirector Dr. H.
Lehmann in Reustettin macht belannt, daß seit dem 80. d. Vi.
sich in seiner Pflege ein 97 Centimeier großes, zierlich gebautes
flachshaar ges Madchen von eiwa 4 Jahren befindet, nachdem —R
selbe, durch Schmutz, Ungeziefer und Keuchhusten sehr herunter·
getommen, einer Landstreichtrin abgenommen war. Das Kind
bat bis dor Kurzem eine gate Erziehung genossen, wie fit nurdin
hoͤberen Standen üdlich ist, Dafür spricht die reine Aussproch
nud Sprachgewandtheit, der sast übergroße Sinn für Reinlichleit,
die auffallend geschickte Handhabung bes Loͤffels beim Essen, die
zietrliche Art und Weise, wie sie die Puppe an⸗ und auskleidel
nad mit ihr spielt, wahrend der stari ausgeprägte Gigenwille zu
dem Schluß berechtigt, daß die Kleine liebedoll und zartlich er⸗
zogen, ja wohl gar ziemlich derzogen ist. Besondere Kennzeichen:
auffallend lange, blonde Augenwimpern, sehr sqlechte Oberzahne

und Narben, besonders auf dem Rücken nicht aber im Geßcht.
Auf alle Fragen nach ihrem Namen antwortete sie entweder gar
nicht oder, „ich sage es nicht!“ Aehnlichleit mit der Photograp hie
bon Anna Boͤckler ist unverlennbar, — doch fehlt die Shuumarbe
auf der linken Brust; auch stimmt die Groͤßte nicht.
fMünchen, 9 Jan. (Mordwoche in Niederbahern.)
„Die Woche fangt gut an,“ sagte eia am Montag zum Koppfen
Geführter. Das Jahr fangt gut an, kann man in Niederbaye rn
und Umgegend sagen. In Thalmassing eine ganze Wegmacher-
familie ermordet und ausgeraudt; die Rauber wußten, daß der
Mangn den Erlds einer verlauften Kuh im Hause hatie, waren
also wahrscheinlich Pfarrkinder defselben Sprengels; in Hainftetten
dei Hengersberg ein Gilrtler mit feiner Schwefier umgebracht; fernee
am Neujahrstag in der Pfarrei Mallersdorsf ein Wirthehaus demslirt,
Tags daranf dei Dietelskirchen ein Burjche erstochen und bei Dorn⸗
wang einer erschlagen; am Abend des 6, Januar eine harmlots
auf Stadtamhof zugehende Frau aus Muthwillen niedergeschlagen,
und aleichzeitig Regensburger Spaergänder dein i

Amerika
Newyorl, 16. Jar. Der Dampfer „Edgar Stuart“
landete eine bedeutende Anzahl Waffen, Munition und 60 Frei
schärler in Sina auf Cuba.
46.
7Neubausel, 14. Jan. Heute wurde der XX
Jand der prot. Gemeinde Kirlel⸗Neuhaͤufel durch folgendet Schreiber
freudigst überrasht;
„Konigl. Preuß. Gefandischaft. München, 9. Jan. 1873.
Dem Vorstande der ebang. Gemeinde zu Kirkel⸗Neuhäuse
beehre ick mich, erhaltenem Auftrage gemaß, ergebenst mitzut heilen
daß Ser Majestät der Kaiser und Koͤnig allergnadigst geruht
haben, mittelst Allerhoͤchster Ordre vem 27. Dez. v. Is. zu dem
von Ihnen projectirten Bau einer Kirche rine einmalige Beihuife vor
Siebenhundert GSulden S. W
zu bewilligen. *
2eez. Dereak. Preuß. Gesandte,
—— G. Werthern.“
Beigeschlofsen waren 4 Hundertihalerscheine. (Pf. P.
fEdenkoben, 14. Jan. Daß der Preisaufschlag der
ju verrichtenden Arbeiten sowohl als aller Verlaufsartilel ohn
Ausnahme vom Fabrikanten bis zum lezten Handwerker und
Tagner herab bestandig und fort während sich seigert, dadon gibt
eine in der dahier Gegenwart“ von „Sämmtiliche Taglöhnern“
unterzeichneten Anzeige den Beweis. Dieselbe⸗lautet: „Die Win er
der hiefigen Stadt bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß
fie des niedrigen Geldwerthez wegen ihren Lohn per Tag auf
einen Gulden zu erhöhen gezwungßen sind — Wein nicht mitge
rechnet — und beanspruchen in Zutunft sür den Morgen Wingert
zu bebauen 20 fl., das Viertel Dungaräben jzu maden 1fl.
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        don sog. Moͤrlelbuben, also dicht von Soldaten mit Wiessern Lalta—
itt. Dazu noch das unschuldige, Räuberspiel“ der Knaben boon
Pfaffenfte in, wobei ein Junge sein Debüt mit dem im Griff feft.
ehenden“ so glüͤclich desiand, daß der durchborie Gegner hoff
aungslos in's elierliche Haus getragen werden mußte.
fMunchen, 14. Jan. Das Gastzimmer im . Moos.
hurgerhofer an der Sendlingergasse war gestern Noachts der
Schauplatz einer graflichen That! Ein junger, kaum 20 Jahre
alter Südfrüchten haͤndler aus Italien, der sich hier“ mit dem
Verlaufe gebratener Kastanien befaßte, gerieih mit zwei Hafner⸗
zehilfen in einen Wortstreit, in dessen Verlauf er ploͤtzlich das
Messer zog. seinen beiden Gegnern mehrere Stiche versetzte und
schließlich dem Notariatsbuchhalter Georg Gerersdorfer welcher
Frieden zu stiften versuchte das Messer in den Unterleib rannte.
Die Verletzung der beiden Hafnergehilfen scheinen glüclicher Weist
nicht gefährlich, der Letztgenannte dagegen ist bereits im Laufe des
gestrigen Tages im Krankenhause gestorben. Der ruchlose Thäler
ergriff vom Plate weg sofort die Flucht, wurde jedoch auf die
alsbald nach allen Nichturgen erlassenen Telegramme hin in No—
senheim ermittelt und zur Haft gebracht. — Heute Nacht wurde
in einem Wirthshause an der Zweibrügenstraße gelegentlich eines
Zankes wieder das Messer gehandhabt und ein Schneidergejelle
duech Stiche schwer verlezt; der Thäter, ein Viehtreiber ist bereits
in Haft. — Borgestern Abends wurde in der Adelgundenstraße
in die Wohnung eines Fabrikarbeiters von zwei Burschen einge⸗
brochen und einiges Geld sammt Eff⸗cien eutivendet; auch wurde
diebei der Bestohlene, welcher die Gauner auf der That über.
raschte, von denselben nicht unerheblich durch Drosseln mißhandelt.
— Im Lause der letzten Tagen wurden wieder miehrere ehemalige
Bedienstete der Aocle Spitzeder wegen dringenden Verdachies, er
hebliche Summen aus der Bank dei Seute geschafft zu haben,
arretitt; die Gesammtzahl jener Personen, welche wegen strafberer
Betheiligung an den verschiedenen Dachauerbanken gefanglich ein—
zezogen wmur den, beträgt 285.
teBerlin, 9. Jien. Zu den Chingnons liefert der
nachstehende Fall einen interessanten Beitrag: Eine Dame der
mittleren Stände liebte es, wie viele ihrer Schwestern, ihr an
ich recht hübsches Haupt durch einen Wulst falser Haare von
weifelhafter Herkunft zu verunstalten und hatte dabei die Unge⸗
vohnheit, mit diesem Thurm zu Betie zu gehen. Vor einigen
Jahren schon begann die Genannte an fogenanntem Kopfreißen“
ju leiden, das sich aach und nach bis zu einem Grade steigerte,
pelcher Arges befürchten ließ. Kein Arzt konnte helfen — das
lebel wuchs mit Unterbrechungen gradatim zur stetigen Plage an
and derditterte der jungen Frau das Leben derart, daß ihre Be—
lannten in ihr nicht die Jugendgespielin wiedererkennen wollten
Bor einem halben Jahre endlich kam ein Heilgehilfe auf die JIdee,
der Dame das Tragen bon falfchen Haaren und ganz besonders
des Nachts zu untersagen und versprach sich von der stricten Be⸗
iolgung seiner Vorschlage die vollständige Herstellung der Patientin.
Trotz Achselzucken und Lachen Vieler, die von der sonderbaren
Idee gehört hatten, scheint es, als ob der Mann da⸗ Richtige
zetroffen hat; die Dame fühlte seit 6 Monaten ein Abnehmen der
sop schmerzen und beßindet sich heute bereints wieder im Besitz
ihrer alten Heiterleit and Lebenslust.)
fAuf der Fahrt von Singapore nach Boston ging am 26
—AXL das amerikanische
Schiff Perudian“ mit 28 Menschen zu Giunde. Die Ladung
zestand aus den lostbarsten Produkten Oftindiens im Gesammt
vertbe von 1 Million Dollars und ist gaünzlich verloren gegangen.

t Der Gr. Tagehp.“ wird aus Wofchacevatz (Serbien) Ende
Dec mber gemeldet: Ein schredtichez Unglück ereignete sich vor
Zurzem in dem von hier dier Stunden enfernien bisorischen Klofter
Bornjak bei Gelegenheit der Feier des AMlosterpatrones. Die außer⸗
ordentllch romantische Lage, die schoͤnen warmen Tage lockten don
weit, und breit· Leute heran (ca. 3000), um nach alihergestammter
Sitte an diesem Tage die Messe zu befuchen und von den Mon—
hen bewirthet: zu werden. Die Messe var beendet, die geiltlichen
o wie die weltiichen Honoralionen erwarieren theils im Herrensaale
Trapezaria) im ersten Stocke, theils in den Gangen verstreut. das
Zeichen zum Beginn des üblichen festlichen Schmauses, das Volk
agerte in malerischen Gruppen auf einer Wiese vor dem Kloster
ʒereitete sich das frugale Mahl an unzähligen Feuerplätzen. Eben
ʒegleitete der Archimandrit, Vorst:her des Klosters, zwei Männer
nus dem Herrensaale durch den Gang zum rüdwärtigen Ausgan ge
T.da erdröhnte ein dumpfer. furchbarer Donner, begleuer vom
Beprassel niederfallender Ziegeln, Steine, Holztrümmer, Fensier
heiben 2c.; dichte Staub⸗ und Rauchwollkenlieen Niemanden etwas
ehen. Die westliche Fronte der Gebaudes war in wenigea Secun⸗
den eine Ruine. Wie man erfährt, befanden sich in einer Kamner
ieben dem Keller 70 Pf. Sprengpulver; dasselbe war in einem Saͤcchen
vetwahrt, das man an die Mauer angelehnt hatte, die sich in die
düche fortsetzte, in welcher 24 Stunden lang gelocht worden war.
Wahrscheinlich erhitzten sich die Steine dieser Nauer, und wurde
ohin auf diese Weise das Pulver entzündet. Einige hundert Per⸗
sornen wurden mehr oder weniger schwer derleßkn

Dienstecnachrichten. —
Der Gerichtsvollieher⸗Kandidat C. Michel aus Grunstadz wurde zum
Gerichtsvollzieher in Waldmohr ernannt. V
Der Rechtskandiat Karl Beder au Frankenthal wurde zum Po lizei⸗
anwalt in Landau ernaum
Volkswirthschaft. Handel und Verkehr. J

Die Ertheilung der Concession zum Bau einer Eisenbahn
von Bergjabern zum Anschlusse an die dvon Landau nach Zweibrü⸗
hen herzustellende Bahnlinie mit einem Bau-und Einrichtungska⸗
pital von 3,600,000 fl. ist gleichfalls in den nächsten Tagen zu
erwarten. —M
Das Vereinsgebiet deutscher Eisenbahnverwaltungen umfaßt
am 1. Jan. 1878 eine Lange von 5318, 45 Min, welche 86
Bahmerwaltungen unterstellt ist,

Die großherzoglich Sacsen ⸗Weimarischen Kassenan⸗
weisungen zu Lund 5 Thaler vom 20. April 1859 ver⸗
fallen am 30. April 1873. Bis jum 1. Febrnar 1873 werden
dieselben don allen öͤffentlichen Kafsen Weimars in Zahlung an⸗
nommen. Vom 1. Febtnar 1873 findet die Einlssung nur noch
hei der großherzogl. Hauptstaatskasse siatt.
A⸗eretur.

Meichsssgewerbesrdnuug.) In der beliebten und handlichen Maß⸗
Jabe der Reichsgeseze, welche im Verlage der C. 5 Beck'schen —RtRX
in Nordlingen erschienen, ist aunmehr auch die eichsgewerbesronung
mit der k. bahr. Volizugtinftruktion und einem R bear⸗
beiteten Sach re g ister vollstandig geworden and kann bestens empfohlen
werden. Bekanntilich ist die Reichsgewerbeordnung mit dem 1. Januar 16n
ins Leben getreten. Dat 81. Vogen starke Bandchen koftel in rleganter .
attung nur 24 fr.

— 3.
— — — —

—
P

—— ZmWM
Bekanntmachungen.

denen der Wohnort nicht angegeben, dahier
wohnend, der Untheilbarkein halber dffentlich
in Eigenthum verfieigert: 1
13 Dec. mit Wohnhaus, Hofraum, zwei
BGarten und Zugehör dahier an der Haide.
.. Der Versteigerungsbeante:
7— GRuovrn, lal Notar.
Gartenversteigerung.
Minwoch, den 5. Februat 1873, Nach⸗
nittags 5 Uhr, zu St. Ingbert im Gafi⸗
jause von Georg QUein, wird der zur
Butergemeinschaft von Georg Petere
rühet in St. Ingbert jezt Privatmann in
Bliesbolgen wohnhaft und seiner nun der
ebten Edefrau Amalie Weber gehoͤrige
Barten St. Ingberter Bannes, nämlich:
Plan.Nr. 926. 15 Dez. Pflanzgatten
in den Großgärten neden Glehr. Dorr
der Untheilbarkeit halber öffentlich in Tigen⸗
sartoa verñfHeigert

„Eigenlhümer sind: L Genannier Georg
Pelers, U. seine mit seiner genannten
Eheftau erzeugten Kinder, als: i. Georg
Peters, Bierdrauet in St. Ingbert vwohn
haft; 2. die noch minderjaͤhrigen Kinder
und Repräsentanten des verlebien Sohnes
LTarl Peters und dessen Eheftau Marianna
Heintz, jetzt Ehefrau von Gustab Pelers.
Bader don St. Ingbert, jegt in Bliesbol⸗
den wohnend, Namens: a Carl und
d Claro Peters, welche ihre Mutter jur
Votmünderin, obigen Gustad Pelters zum
Mitvormund und den genannten Georg
Peters, Sohn zum Nebendormunde haben;
8. Gustav Peters genannt, 4. Amalie
Peters, ledig, großjahrig, gewerblos von
St. Ingbert, jeht in Bliesboigen wohnhaft.
Nahere Auskunft ertheilt der Geschafts⸗
agent Ludwig Bechthold dahier
Der Nersteigerungscomm ssaͤr
—R

22 —W
Hauslicitation.
Samstag. den 8. Februar 1873, Nach⸗
mitags 8 Uhr, dahier dei Adam 844
Wittwe wird auf Anstehen der Kinder der
zahier verlebt en Eheleute Franz Wagner
vnd Catharina Becker, als: 1. Bacbar⸗
Wagner, Ehefrau von Joseph Schmitt,
—RV Wagner,
edig. Tagnerin 3. Maria Katharina Wag-
—AX Meynet, Nutsqchet
n Paris, 4. Anna Maria Wagner, Ehe⸗
zan don Anton Schmitt, Bergmnann, 8.
dalentin Wagner, Feloschutt, 6. Peter
—XC Schloffer in Kohrbach, 7. Philipp
Vagner, Meiaudreher, ahwesend, verireten
urqh seinen gerichtlich ihm ernannten Re⸗
casentanten den . Mar Franz Augusi
—A Bliesfasten mohn hart Aff⸗ he;
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        annnim-⸗
..Tanmin-æ tin
—J—— ] peee 4 Terpenun * 2 —
nu!e t34 —V—⏑————— —c — en b * —ι . 5 J
3*8 9 B . .4* —F — —V —— * à. 32
e ueo —— Kopfweh *
——— Joh griebrich· — —
Purger erern u ffeutliche Ertlͤrunge
In⸗ JJ — J 38 Unterzeichneter aren ung.
7 V bhe t E üäre er u.5.
Gltelelbersammlung ereete ee
m — b GeJung. Webamme) die infamsten Lugen
An ang 244 Uhr —8 meine Frau imd mnen Sugen und, da
8 Al soohine neuer Vitgüedet. —B — ——
in püntiliches Erschein⸗ü — such n ich bedeh, pe
* * Der r. eter Por! J
— Eine schwarze — —— Blatt —,—
B —— in — — —— —
juntien Eig en in Schnappoa Herrn Ad. ie, Gebeinm er Gegenwart. Von F. Hirsch.
—RBR ——— —8 ihstet8 —AA uteraationeten
gegen Bezahlung des Nut dieselbe dVom, Bruder iesennauren and ihr Wesen.
die Inscrat 9583 es Fuitergeldes und letzter Wille.“ Ein D „Neisenhausero
hede onstosten dorten in Empf hen aus dem bombenfu ener Eriunerangsblait⸗
nehmen. Empfang — eee ——
. Rechn von F. Wehl. * „. Schule Gedich
Rechnungen ie r eeede eeett
in e, 24 g n und spietr on W. Ruilmann —QVu *
Trutz net — Geb und ii Bogen zum allzemeinen — der Natur.“ Bon wMeder
Trus ne so. ebrauch sind vorraüthigin der —— ee Aul aderLere hege
Montags den 20 dieses Blattes· cDruckerei KFauer, mit Ae —— *
TCC. 9 — —966 5*5 — — diede. Ei ferrer ertheidiguugo⸗
Januar 3781 ToAue Meiein. —* — ——
J —— witz. —* V on —
Abends prat ht.8 Utr —7 —S—
— —— Viidee id Herd⸗—Allerlei“: 8 Fur
5ã. Minuten zildern — Vas Murmielthier als 3 Zu unseren
gr Bildpret. Eine Aen rals neueste Art
I oße Narrensitzung ee meinet eg
Di benhan ed schen Saalt ce ———
gesordnung wie gewöhnli onene Des — Rvin FJunsro
— ich. —* νιαᷣινα Feierabend
ul Rnes ve ause um 10 Uhr wird d ,— als Jungfrau ð 8
alleemeines Verlongen mit feinen au Jagd auf Lan on Sr—
3 ni 3 * igen mit seinen —X d der. — Das 8 f Lampes Stiefb ⸗
nfichen rusgefuünn7 igd —** eeen eee
7 ur den und Post —**
Der Pramen — e
— 77 — — äezuc Ain ru
eeet — ——— nzeiter tur se——
—— ν,s BEnaxern —
——— W. 2 Ar— ν—
—— AIB, ——— er. 57 A ü u—
Durch forwährend reue Zufuh — * ** — 3 :. 372 5
* nmieine direlten Verbindungen mit d J Ex FIaIi. 4
8 J er it. —F— V—
Großes Manufakturw⸗ zu den bekannren bilniigen J. arsten Fabrilen⸗ist es mir möglich ñ —7
dod Swua n irene acfarbige se? aaren agereu 7 n Bretjen zu vurpfblen. inglich, maͤn reja
n aiddee —— sod eina Groͤßes Ansstattungs: Gesch! —
—R Ifr 383 —— Ine mit Bordem, ut * —— breitet schweret igs Geschäft. —
kbeiee — in ven — *üß cuen ur — ir ug jur Hemden and Betuuugẽr,
o0 Siück nta —— en wessinae poliflandi nen“! r in I J J
— 5—
5. retie. e rbiges r. V J e grooe Lur üt RAciasa f. TAB.5α
300 Stuck Vddie u Dehh 3 —— 200 Swuc — — —* vob⸗
5 7 AIAAä. . J 33 /4 breites si en —— 24.
—E Centimetres.] breens fuͤr Unterrdcke, die Eue 22 kr 200 Siud b aitn shirhpes und —8 83 IM.
Breiten englischen Woter broofßsi schwere roth wollene Be B — *
.St t tdecken WeiAlzidig—
9 — I —— 200 Eiüud ——— Fhen Wett, n, sin goeischanmge venem dur
iee 5 gilt brgige, vie —E — ce Wetidecken, san zweschiastice. VWelcn
vreile Fußteppichft ffe 4 Centimetreaq — 300 Paaxi aue Bett⸗ u. —B
—— offe.vie GEte 1d te⸗ I Centi — 500 Paax schwere weiße Piauedex .n Id. Stirl st. Borbi
Feim —X uns eece am o Ripende eein en
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Lamus, 8 der Maet von wortr. nier— Frühjahr A * leinene “ eElt von bn.
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4 ——— B in 5 L/ breiten rei ) ecken. ——— .A.
200 Stud * — XXXCõCG. allen drpperne en goien Woded ea ue e
J r. 35 se Vercheud, sue.binen, we Euͤ⸗ 16 N n van I r —9 bitt. ogen, der haibt
Nus? meine e 3 18. Pe und vie bresie —D d Cerin
.*. * teinem Haͤusfe gehe uzzliß' Faufietg ιι Brαε Zwillich, Lederlei Is VCenikũt
i — ** gehen jährlich grap, gelde. weiß Lederleinen, EStrohß m
sich wiederholende Naͤchbesteflungen, d ee von —S —
— 1V n die befte T , 9 allen Ge — F— ntkoreue. 2*
3 n⸗ Beweise, 753 genden, Deut 54 33
MNusse rab“ dil.ꝰ. n * man allen halben mit nd und täglie
Auch die kleinsten Jabsguitt —XDD— 334 ienung sehr
ge werdern wie bieder deftens ende in reichller Auswahl fra J
— — —— zuc 4 nud bitte mir daes bish nco per Vost. — *
— — — — * erhalten. 3 ex bewiesene Vertrauen uch 1
Ne attion, Drud vr 5 75 —V — weiter
19 Verlag pon 2* x D
RF⸗ X. D em 8 in St. Inaderr 7 —
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        ꝓl. J ngber ter Anzeiger.

————
der Si. JAaberter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstags⸗, Donnertiagt⸗ und Sonnta
Kamdie ericheint wöchentlich vi er n al: Dienbtag, Donune cta a, Samstag und Sonntaa. Adonnementspreis vierteljährig 42 Krzr. oder
.6512 Silberar. Anjeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

22* — — D— — »—ñN æ— Sm—A.aiAiæAũcibGI2.„9.(.
311. Souintag, den 10. Jauuarr 1873
DDeüutsches Reich.
Berlhin, 17. Jan. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Fort⸗
setzung der Debatle üher die Gesetzvorlage, betreffend die Vocbil-
zung der Geisilichen. Graf. Bethusy-Huc spricht füt die Vorlage
Strosser persoͤnlich, nicht im Namen seiner Partei gegen dieselbe.
Darquf ergreifl der Cultusminister Falk das Wort und richtet das⸗
elbe gegen einzelne Bekämpfer der Vorlage. Er erwidert dem
Abgeordneten Reichensperger, daß die Vorlage keinen Gastlichen
indere, nach wie vor dier Heilswahrheitenezu lehren, was die Cent⸗
ums partei zur Verwirrung der Gemüther und zum Schaden der
igenen Sache behaupte. Es muß ins Land hinausgerufen werden, daß
die Siaa Sregierung nicht daran denlt, die Geistlichen zu drüden und
in· ihrem Berufe zu hindern. Gegen rechtsgiltige Gesetze aber wird
hon den Clericalen als gegen einen angeblichen Rechtebruch pro—
estirt. „Beweis die Fuldaer Bischofserklärung gegen das Schul ·
aufsichtsgesetz.“ Das heiße nicht, dem Kaiser geben“ was des
Zaisers ist. Jeder müsse dem Gesetze gehorchen. — Nachdem ferner
Virchow für, Windthorst (Meppen) gegen die Vorlage gesprochen,
demertt der Minister⸗Präsident Leßterem gegenüber, daß der Kultus
Ninister seiner Unterstüßung nicht bedürfe, und konstatirt, daß das
ganze Ministerium bezüglich der gegenmärtigen Vorlagen von der
Nothwendigkeit einer entschiedenen Abwehr gegen Rom durchdrungen,
sowie daß ein neues Ministexium,. an die Stelle des seitherigen
getreten jei. wird der Schluß der Generaldiskussien angenommen
und die Vorlage einer besonderen Commission von 21 Mitgliedern
aͤberwiesen.
Bonn, 17. Jan. Heute standen die Herren Barone,
welche im Auftrage der hiesigen Katholiken-Versammlung das Te⸗
egramm an den heiligen Vater unterschrieben hatten, vor dem
Untersuchungsrichter, weil angeblich in diesem Telegramme eine
Majestätsbeleidigung enthalten sein sol. 5*
Frankreichh..
Paris, 14. Jan.“ Es bestätigt sich, daß die Clerikalen sich
damit begnügen werden, die Regierang wegen der römischen
Frage und speciell wegen der Bourgoing Affaire zu befragen, und
es aufgegeben haben,“ eine förinliche und ernstliche Interpellation
deshalb zu stellen. Ueber das, was Thiers in der gestrigen Zu⸗
ammenkunft mit der Deputation der Rechten sagte theilt der
„Soir“ folgendes mit: Herr Thiers gab die Hauptpunkte feiner
Rede wieder welche er*Geleeit der Penion der Bischöfe
dielt, und erklärte, daß seine pershnlichen Meinungen über, die
weltliche Herrschaff Des Papstes und das Koömigreich Italien sich
nicht geändert hätten/ „Wie Sie.“ so sagts er zuz Belcastel, „bin mi,t⸗
ch Anhänger der wenlichen Herrschaft; wie Sie bebauerẽ ich die — Kaiferslautern, 16. Jan. In der Nacht vom
Schoͤrfung des Königreichß Jialien Feaber wir finden uns-einer Montag zum Dienstag, also am Abend nach der Wahl, fand
vollendeten Tbatsache, ener Kage gegenüber, zu dit nd unhe hor der Brauerei von Orth zwischen Arbeitern eine großartige
venig, n VLage kann nur der Schlägertl statt, die erst durch das energische Eingreifen der
ꝛrieg abhelfen. Wollen Sie, den Krieg 25 Was mich.güdelangt, Polizei und Gendarmerie,« welche von Zihren Waffen Gebrauch
o bin ich entschlossen⸗ keine Hardlung zu begehen,, kein Wort aus, machten, beendigt wurde. Es sollen erhebliche Verletzungen vor⸗
usprechen, was ẽinen Confliet herbeiführen Aönnie.z. Was vorgebt, gelo umen ·ugd mehrere Verhaftungen vorgenommen worden sein.
st unangenehm fijksie das ift wahr zu zaberedeist in dem näam — PBiergzabern, 16. Jan. Es wird uns die Mitthei-
lichen Maße unangenehm für mich,“ imdSiensind es vix mich sung gemacht. ß ein hiesiger Bürger-am: 8. Jannar einen *4
interpelliren wollen ? Uebrigens besteht das Königreich Italien; Morgen großen Acker mit Hafer besäete, der bei fortdauernder
vir haben nur ein wahres und großzes Juteresse, nänilich das in nilder Witterung in etwä sechs Tagen in vollstandig zrünem Flor
Fintracht miß ihm zu leben; Es hal so viele Gründe, sich von tehen wird. — Auch wurde gestern ein prächtiges Blumensträuß⸗
uns zu entfernen, daß wir es vermeden muͤssen, es auss äußerste hen gepflückt, das verschiedene Exemplare ver Frühlingsflera
u treiben. Und ist der, Augenblick gut gewählt ?, Man unter⸗ enthält. (S. W.)
uimmt in Europa- einen Kreuzzug. gegen das Papstthum. Der Landau, 14. Jan: * U⸗ber aworme“ Winfertempera-
Nann, welcher sich an die Spitze dieses Feldzuges gestellt, ist uren berichten glte Chro iten folgendes . 1172 waren im Wiuter
in unermüdlicher Geist, eiger der arößten Manner seines Jahr⸗ die Bäume neu belaubt und die Vögell fingen an, Nester zu
underts, einer der Männer, welche Deutschland groß gemacht und dauen. 1289 gab es gar keinen Winter und die Temperatur
inser Vaterland niedergeworfen haben, naͤmlich Hert von Bismarck. var so frühlingsmäßig zu Weihnachten, daß die jungen: Mädchen
Wohlan! er überhäuft das Königreich Italien, seinen natürlichen ich zu diesem Feste mit Veilshen schmückten; 1241 standen die
Berbündeten det diesem großen Kampfe, mit Freundlichkeiten. Man Baͤume im März in Blüthe, im Mai dab es reife Kirschen
ann nicht sagen, daß dieser große Polit. der irgend etwas verlässigt, 1838 entfalteten die Gärten schon im December und im Januar
um Ikalien zur“ preußischen Allianze hinzuziehen. Wollen fie es ihren vollen Blüthenschmuck, 1572 waren die Bäume im Februar?
n feine Arme werfen Wir achten die Rechte des heitiger grun⸗ebenso 1688. In den Inhren 41607 1694617qab
436 J —7660 223

Stuhles; wir wollen seine volle Unabhängigkett. Aber wir nehmen
die vollendeten Thatsachen an, und wir werden nichts thun, was
von uns einen König und Minister trennen könnte, über die wir
uns nur zu beloben haben.“ — So der ,Soir.“ Daß Thiers
ich mit so großer Entschlossenheit für die weltliche Herrschaft des
Bapsles ausgesprochen, darf nicht befremden; eben so wenig ist
zu dermuthen,. daß er nicht offen seine Ideen sagt, weil er zu den
ericalsten Deputirter der Kammer sprach. Herr Thiers ist, nach
vie vor, für die weltliche Herrschaft und ein zerstückeltes Italien;
venn heute Frankreich stark genug wärs, um Beides wieder zu er⸗
angen,so würde er der Erste sein,“ welcher zum Kriege rathen
vürde. 7 — —— —W

Paris, 15. Jan. Die Marschälle Le Boeuf und Can⸗

obert und der General Palikado schifften sich heute Morgen in
Talais ein, sind also erst im letzten Augenblick zu der Begrähniß
eier Napoleons in Chislehurst eingetroffen. Nur zwej Bischöfe,
die von Vannes ünd Avignon, haben bis jezzt schriftliche Beleids—
dezeugungen an die Ex-Kaiserin gesandt. Die Veröffentlichung
des Testaments des Kaisers soll nicht gestattet werden.
Wie das ‚„Journ. des Deb.“ erfährt, hat der General
Trosch u nun definitiv um seine Versetzung in den Pensions-
tand nachgesucht and der Kriegsminister diesem Gesuche will
fahrt.
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        l keinen Winter; 1659 gab es keinen Schnee und keinen Frost 21 Manner zusammengethan, welche am 14. Januar unter Füh—⸗
722 braluchte man im Januar in Deuischland nicht mehr gu cung des Siadipfarcpredigers Geiger die Reise antreten wollten.
eizen und vbᷣlühten im Februar sämmtliche Bäume.“ Auch 1807 F Ueberdie Papierfabrication.“ Die Papier⸗
Jab esfast gat keinen Winter. Noch in frischer Erinnerung sind abrilation steht durch die neuen che mischen Verfahren der Holz⸗
hie milden Winter von 1834 und 1846 ꝛc. In Petersburg wurde toffbereitung eine vollständige Umwälzung bevor. Die Engländer
1780 das Neujahr bei 8 Grad Wärme gefeiert. 5 und Lee haben bereits eine Anzahl Fabriken nach ihren
5 in System eingerichlet, wovon indessen nur die des Letzteren gut
—E n , dae —AI gehen sollen. Tessis du Mothahy hat sein Verfahren, das übrigens
— — ig von den anderen abweichi, an eine Gesellschaft verkauft,
deschreibt aber den Aerger der Betroffenen, als dasselbe bei der s Hroße Faben earrichen üngerer hat Wwei i end
it l J-S
wn * Januar stattgefundenen Ziehung mit 60,000 fl. gezogen 8 ege Adn die 83 in 5 vnne
— er chemische Holzstoff ist bedeutend besser als der bisherige u
f ODagserdorf, 12. Jan. Reisende, welche heuis Ror-sol namentuhe der von Unger r dem Hadernstoffe michtä nach-
—TI Eisent ahn vou Gladbach hier ankamen, erzählen, daß der eben. Da die Herftellung nur ihs — des Hadernstoffes kosten,
Fürftich Saum. Dot sche Zorster in den Baldungen in der an wird das Papier bedeutend billiger und für eine Menge von
jes Dorfes Aldenhoven am Samftag einen Wilddieb erschossen Fegenständen berwendet werden konnen, wofür es disher zu theuer
Jabe. Gestern nun wurde der Foͤrster von big jegzt unbelannter dar — Die heurige Ausstellung in London enthieitNeine be—
dand erschossen. Beide Leichen wurden in das Spritzenhaus in nertenswerihe Zusammenfteliung der Stoffe, aus denen jetzt Papiert
ldenhoven gebracht. Die amtliche Untersuchung wierd das Nähere macht wicd, don denen diele bei uns unbekannt sein werden.
zigeben. ẽs waren da vertreten außer Holz, Stroh und dem in Englaud
fMünchen, 14. Ott. Einer der dienstältesten, wenn haufigften Ersatzmitlel: Esparto-Gras, auch Baumrinde, chinesisches
nicht aäͤltesten, Milltärs in der deutschen Armee ist wohl det Feld⸗ Hras, Rohr, Setalgen, Ficus-⸗religiosa, indische Schlinggewöchse x.
pebel und Casernhausmeister Paul Hoff dahier. Derselbe ist 2
1790 zu Pirmasens in der Pfalz geboren und schon a higen VNeolp sapé tt, Maudel und Verkehr
dnabe als Tambour in die Armee eingetreten; er zahlt jonach Frankfurt, 15. Jan. Bei der heute stattgehabten Z'ie⸗
etzt 73 wirkliche Prasenz Dienstjahre und mit Einrechnung don, hung 4. Classe 163. Stadilotterie wurden folgande höhert Sreife
—R 7 Kriegsjahren (von 1808 bis sezogen: Nre. 879 20,000 fl., Ne. 23,9008 4000 fl., Ne. 28.000
1815) sogar 80 Dienstjahre. He. Hoff hat jetzt um Penfionitung 2000 st., Nr. 14702 1000 fl., „Nr. 168. 4415 und 932 je
nachgesucht.. — ——— too fl. ⸗
4 Zu der Pilgerfahrt nach Jerusalem haben sich in München/

eMDemen veraniwor...cdacteur.

Todes⸗Anzeige.
Verwandien und Freunden die trau⸗
rige Nachricht, daß unser lieber Sohn
und Vruder

4 —A — '“ꝛ F 3 F e
— Empfeblung
Der ergebenst Unterzeichnete bringt hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß durch die
boslständige und beaueme Finrichtung seines neuen
Gasthauses“
nit Stallungen er nun im Stande ifst, allen Anforderungen und Bequemlighkeiten eines
eisenden Pultlitums in jeder Hinsicht entsprechen zu können. Comfortabtl eingerichtete
Zimmer für reisende Kauflente, sowie auch bescheiden möblirte Zimmer für Handwerts⸗
teisende (in dem Nebenhaus) sind immer zur Berfügung. umit oder ohre Kolt. — Ein
ständiger Mittagstisch wird geführt und kalte nnd war me Speisen sind
eder Zeit zu hadaen. AA —
Durch billige Preise und gute Bedienung werde ich mich bemühen, Jedermanns
Befriediaung zu erlangen. 31—*
3 NMein neues Gasthaus bestena empfohlen haltend, zeichnet —D
* ! y 43 Achtung wvol ist 7
Gie. iein,

*
2

Carl Steinfed
Feuie Naumittig 1 Uhr sanft und
ruhig verschieden ist.
Die Beerdigung findet Dienstag
Morgen 92 10 Uhr statt.
Um stille Theilnahme bitten
die frauernde Mutter u. Geschwister.
O fleißige Schi nergesellen
werden bej gutem Lohn zu jofortigem
Eintritt gesucht.
Joh. Schuster, Schreiner.
Feuerwehr⸗-Montag—
bei Peter Weingerber.
2 7 22222
Der Regenerator
(0odeꝝ Leααν
seit Jahren das bewährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und specielle
Schwachezustände, Magengedärm⸗ und
Leberkrankheiten, Hämorrhoiden, Erge
rüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten .
owie alle Krankheiten, die von ver⸗
dorbenem Blute und schlechten Säften
berrühren. Der „Lebensweder“ be⸗
jördert die Verdauung, reizt den Ape
zetit und bringt neue Lebenslust in
en erschlafften Körper, er ist beson⸗
ers im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Flasche zu 1fl. 10 kr.
— 20 Sgr. bei P. Zepp in St
naher⸗

5rämiirt
, 1867 in Varis — —
*54 — f —— di J
Ain Ma⸗die; TBeineMedici
Ceine Medic omon n
————

aut.
vom 2. en⸗
εν Qutch æu
r erke vor Falschungen n. Nachahmunr⸗
ae v chert.
EEryrobtes Hausmitteltt
Bon vielen ärztlichen Autoritäten seit 17 Jahren empfohlen gegen veraltelen
Husten, andauernde Heiserkeit, Verschleimung, Keuchdusten, Katarthe, Ent
zündung des Kehlkopfes und der Luftröhre, aeuten und chronischen Brust·
und Lungen-Katorrh, Bluthusten, Blutspeien und Asthma. Eiehe ANed.
Dr. Rud. Weinbergers, pralt. Arzt in Wien „Krankheiten der Athmungs⸗
aorgane“. Leipzig bei Gustav Brauns 1803.). —
— Nur allein ächt zu habet:;
. —in St. Inabert bei J. Friedrich.

pä. V Ä.Uxô à ,wC]|..,LXAOASñ

rankfurter Borse

vom 16. Jan. 187353.
Preußische Friedtichddor957268
Pisftolen 45* 9 42 44
dollandische 10 fleeStide.. 933-55
Hucaten....330-832
Varancb⸗Stüclse.92021
kEnglische Souvereigss..1147 -49
Dollars in Gold8 25 - 26
* — * — — αα
Nealtion, Druc und Verlag von F. X. Demes in St. Ingbert.
        <pb n="43" />
        28 5153*8 52 523222 322 2,53823 *53 2232 —2 522 —22
352 5 85 —32535* 72 335323 82555333525 23233 85
27 2 2 88 2 823 585235 — — —— 258 372 —32
—3 2 ——33 28235238 —553z3333335 23335 58
20553 8238 —— 33388 z2554625 55 656 73 3*
7 —8 J — * — 27* 8
533 2323 2*2238 z 33888 827385385

22 — — * — J 22 J
5555 3558 5738 83.. 253— 3 2 —
535 — 27 883 25 372553323 232— 3553235*
323 53 * 23553 358 2533 53323 5252 —53 53—2 52323583
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        St. Ingberler Anzeiger.
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der St. Jua berkeir Anzeiger sund das mit dem Haupiblaite verbandene Unlerhaltangkblatt, mit der Dicnstags- Donnerstagz⸗ 'und Sonnia

remme erscheiet woͤchentlich vi er ea B Dere nstag, Donner stag, Sasms ka g und Sonntag. Abanttementspreis vierteljährih42 Krzr. oͤder
12 Silbergr.Anzeigen werden mit 4 Kryr. die dreispaltige Jeile VBlattschrift oder weren Kaum berechnet.

4 12. Dienstag, den 12. Januarr 1873

Deutsches Neich.

Mäüngqhen, 17. Jan. Es ist nunmehr sicher, daß Graf
Tauffkerchen nicht aus Rom abberusen werden wird. Herr v.
Bfretschrer beruft sich zur Rechtfertigung dieser Entscheidung auf
vertrauliche Berliner Mittheilungen, welche auf eine weitere De⸗
nonstrati an dem heiligen Stuhle gegenüber kein Gewicht gelegt
haben. Insbesondere aber wurde von Seiten des Berliner Ka⸗
zinets nicht nur eingeräumt, sondern auch geltend gemacht, daß
ein Anschluß Bayerns an die von Preußen beschlossene Maßregel
im Sinne der Verträge sich deshalb als nicht erforderlich heraus⸗
dellte, weil Herr Stumm nicht als deutscher, sondern als preu⸗
zischer Geschäftstrüger in Rom fungirt habe, und dasselbst
iberhaupt die Gesandtschaft noch nicht in eine deutsche umge—
pandelt worden sei. Ob dieser subtilen Unterscheidung Berech⸗
igung zuerkaun werden darf, wird man in Berlin besser beur
heilen koͤnnen, als hier, aber in der That ist uicht zu leugnen,
daß der letzte Gesandte in Rom, Graf Arnim, lediglich zur Ver⸗
xretung Preußens bevollmächtigt war, und daß, seit seiner Beru⸗
ung nach Paris und der ungefäühr vor Jahresfrist erfolgten Ab⸗
lehnung des Cardinals Hohenlohe keine Aenderung in dem ob⸗
ectirten Charakter der römischen Mission eingetreten ist. Jeden⸗
alls ist es der bayerischen Regierung sehr willkommen, durch die
in Berlin angenommene Haltung aller weiteren Schwirrigkeiten in
der Frage überhoben zu sein. (Sp. 3.)

München, 18. Jan. Die k. Regierungen, K. d. Innern,
erhielten vom Staatsministerium des Innern den Auftrag behufs
der Vertheilung der Summa von 300,000 fl. auf die einzelnen
Regierungsbezirke, welche durch das Finanzgesetz vom 28. April
2. Irs. für die Unterhaltung und Herstellung wichtiger Distrikts—
traßen, insbesondere solcher Distriktsstraßen, welche den Verkehr
zu den Eisenbahnstationen vermitteln, bewilligt wurden, Erhebungen
u pflegen. J

Mänsche'n, 18. Jan. Durch Erkenntniß des Appellations—
zerichts sind wegen Preßvergehen — Beleidigung des Staatsan⸗
walts — vor das Schwurgericht verwiesen: der Pfarrer Mahr
in Ebermannstadt, Landtagsabgeordneter, der flüchtige Redakteur
des eingegangenen Münchener Tagblattes, Faist, welches Eigen⸗
ihum der Spitzeder war.

Müncheu, 16. Jan. Durch die Spitzeder'sche Gant ist
zur Zeit auch unsere Briefpost außrordentlich in Anspruch genom⸗
men, denn es muß die Edictalladung an nicht weniger als 7000
ruswärtige Gläubiger expedirt werden und zwar mit Retourrece
pissen, deren Ausstellung natürlich viele Zeit in Anspruch nimmt.
Es war übrigens eine so große Anzahl von Recepisse-Formularen
zar nicht vorhanden und mußte erst angefertigt werden. Da jede
Votladung mit Relsourrecepisse 17 kr. kostet, so ersordert die Er—
jedition der 7000 Ladungen eine Ausgabe von nicht weniger als
zahezu 2000 Gulden! Wenn schon die Expedition eiues gericht⸗
ichen Schreibens eine solche Summe erfordert, so mag man be—
rechnen, wie hoch sich die Gerichtskosten überhaupt stellen werden.

Berlin, 18. Jan. Nach der „Voss. Zig.“ hat der
Oberkirchenrath genehmigt, daß Prediger Sydow den Confirman—
denunterricht fortsetze, in Folge dessen wird erwartet, der Ober—
irchenrath werde das Urtheil auf Amtsentsetzung cassiren.

Die Einführung der Civilehte, die' eine eminent .bolitische
und Freiheitsfrage ist, wurde von der Regierung zu einer Geld⸗
rage degradirt. Denn sie ließ durch den Oberkiechenrath bei der
vangelischen Geistlichkeit Ermittelurgen darüdber anstellen, wie viel
Trauungen und Aufgebote sie in den letzten 6 Jahren in ihren
Barochieen vorgenommen habe. Also man fürchtet, und wohl mit
Inrecht, durch die Civilehe eine bedeutende Abnahme der kirchlichen
Trauungen und damit einen finanziellen Verlust der Geistlichen.
—A— — Geldfrage
Schuld an der Vertagung des io nothwendigen Gesetzes
ruge. —9—

Berlin. In Frankreich bildet die Fusion der Legitimisten

und Orldeanisten, die wikder einnicl ots ersolgt verlündigt wird.
jegenwärtig das Tagesereigniß. Nach der „Agence Havas“ soll
nieselde wenigstens in den regitiimistischen Kreisen als kait acrompu
jelten. Bevor ind ssen von Orleanistischer Seite Aehnliches mu—
jetheilt wird, darf man äauf die Wahrheit der Thatsache nicht
hwoͤren, wenn auch zugegeben werden mag, daß die augenblick—
ichen politischen Verhältnisse in Frankreich einen soichen Schriit
»er beiden Bourbonistischen Linien möglich erscheineun lassen; jeden⸗
alls wird man gut thun, eine Bestätigung dieser Nachricht abzu⸗
varten.

Mittlerweile wird in dem Dreißiger · Ausschuß uͤber die von
her Sub Commission ausgearbeitete Gesetzvorlage bezuglich der
der Executive zustehenden Befugnisse berathen, ohne jedoch wesent⸗
lich in diesem Werke vorwärts zu kommen; so ist am Freitage
die Debatte, nachdem man kaum den ersten Paragraphen in Au—
zriff geuommen hatte, wieder auf Montag vertagt worden. Es
cheint fast, daß der Dreißiger⸗Ausschuß nur Zeit gewinnen will,
um der Befreiung des Territoriums von der deutschen Occupation
aäher zu kommen.

Was diese Letztere betrifft, so glaubt die „Opion Nationale“
nelden zu können, die vierte Milliarde der Kriegsentschädigung
verde bis Ende Mai vollständig gezahlt sein und die Regierung
ann der Kammer die Absicht zu erkennen geben, sogleich mit
Deutschland wegen Anbietung von Garantien für die fünfte Mil-
liarde zu unterhandeln. Nach der Berechnung der „Opinion“ koͤnute
die Räumung Frankreichs Seitens der deutschen Truppen im
August oder September eine vollzogene Thatsache sein.

Wie das „D. W. Bl.“ vernimmt, ist die Vertheilung der
Beschäfte zwischen dem Kriegsminister und dem zweiten Chef der
Armeederwaltung durch eine Instruction erfolgt und die Abgren⸗
zung soll in der Richtung geschehen sein, daß sich Graf Roon
die in das politische Gebiet einschlagenden Gegenstände vorbehielt,
die reinen Verwaltungsangelegenheiten dagegen Hrn. v. Kamede
übertragen sind. Es ist also anzunehmen, daß Graf Roon nach
vie vor die Absicht hat, das Armee- Organisationsgefet zu ver⸗
sreten. Zweifelhaft dagegen erscheint es, wer die durch die Er—
vöhung aller Preise unabweisbar gewordenen Mehrkosten der Mi⸗
itärverwaltung zu vertheidigen haben wird. Daß diese Forder⸗
ungen nicht durch, Erhöhung des Pauschquantume sondern auf
»em Wege des Etals eingebracht werden follen, wird uns be⸗
IX

Die Wiener .„Deutsche Ztg.“ beinerkt über die bei unserem
dandtage eingebrachten kirchlichen Vorlagen: „Diese drei Gesetze
ind eine würdige Antwort auf die Allokution des Papstes. Sie
reifen weit tiefer wie die Austreibung der Jesuiten und die Ein—
hränkung der geistlichen Strafgewalt, sie find die richtige und
eitgemaͤße Ergänzung jenes allgemeinen Principzs der Religions-
reiheit. wie sie durch die preußische Verfassung staiuurt virg,
denn fie schützen die Gewissensfreiheit der Staatsbürger und der
Beistlichen gegen die Allgewalt päpstlicher und bischöflicher Bebor⸗
nundunge* J
Wie das „Westf. Kirchenbl.“ mittheilt; wird binnen —R
m̃ Verlage von Ferd. Schöningh eine neue Schrift. des Herrn
Bischofs Dr. Martin von Paderborn erscheinen, welche unter dem
Titel: „Die Arbeiten des vaticanischen Concils die vollständige
Wirksamkeit dieser hochwichtigen Versammlung ausführlich darlegt.
Bisher war sämmtlichen Miitgliedetn des Concils das strengste
AV Verhandtungen auferlegt,
und es geschieht in Folge besonderer papstlicher Ermächtigung,
daß Bischof Martin nun mit den angekündigten Enthüllungen
hervortrit.
Frankreich.

Paris, 16. Jan. In Marseille, Perpignan und Abignon
vurden neue Verhaftungen, vermuthlich von Muͤgliedern der „In—⸗
urnationale,“ dorgenemmen. Die Verhafleten wurden nach
Narbonne geführt
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        Vermischtes.

fAus der Pfalz, 16. Jan. Auf Anregung von
Berlin aus hat die bayerische Staatsregierung an die Verwaltung
der Pfälzischen Bahnen das Verlangen gestellt, bei der Ausführung
der Bahn von Germersheim nach Bruchsal die beiden Rheinufer
im strategischen Interesse durch eine feste Brücke zu verbinden.
Wie man hört, hat der Verwaltungsrath der Pfaälzischen Bahnen
in seiner Sitzung vom 6. d. M. sich zur Erfüllung jener For⸗
derung bereit erklärt in der Erwartung, daß auch die Staats
regierung der Gesellschaft für das Opfer, welches diese in Rück
sicht der dem Reiche obliegenden Landesvertheidigung bringt, einige
GBegenzugeständuisse machen werde. (Pf. Z.)

FKaiserslautern, 20. Jan. Der Betrieb der neu
gegründeten Actien-Brauerei Kaiserslautern soll am 1. October
rroöͤffret werden und ist das Grundkapital auf 250,000 Thaler,
oder 437,500 Gulden in 1250 Actien à 200 Thlr. oder 350
GBulden festgesetzt, wopon für Erwerb des Grundstücks, Bau und
Einrichtung der Brauerei 180,000 Th., Inbentar und Betriebs
cabpital 70,000 Th. bestimmt find.

FEnlenbach, 17. Jan. (Kais. Ztg.) Der Bürgergardist,
welcher in der Neujahrsnacht von einem junger Burschen, dem er
das Gewehr abnehmen wollte, gestochen wurde, ist in der vergan⸗
genen Nachtzseiner Verwundung erlegen.

FKulmbach, 14. Jan. Im Jahre 1872 wurden in
ulmbach 10,007,020 Liter Bier ausgeführt.

F Essen, den 12. Jan. In Betriff der bekannten Exzesse
vom vorigen Auguft wegen Ausweisung der Jesuiten ist gestern
Verhandlung vor dem Kriminalgericht dahier gewesen. Es wurden
die 2 Haupifanatiker, die den ultramontanen Pöbel aufhetzten, zu
b und zwei Monaten Gefängniß verurtheilt.

FKassel, 14. Jan. Zwischen General von Bardeleben
und dem Präsidenten v. Hardenberg fand ein Pistolenduell statt.
betzterem sekundirte Oberpräsident Bodelschwing. Das Duell
nahm einen unblutigen Ausgang.

Der Fürst Bismarck erwiederte am 8. d. M. einer
Deputation der Bürgerschaft von Stendal, die gekommen war, ihm
das Diplom als Ehrenbürger zu überbringen, daß es für ihn eine
besondere Freude sei, gerade in Stendal das Bürgerrecht zu erlan⸗
angen, weil er dadurch wieder in den uralten landsmännischen
Verband aufgenommen und Bürger der Stadt werde, aus der seine
Altvordern oor Jahrhunderten durch die Verfolgungen fanatischer
Priester verlrieben worden seien. Derselbe Streit, zwar in anderen,
doch kaum veränderten Formen, finde den Urenkel auch jetzt noch
auf dem Kamfplatze vor.

Regensburq, 15. Jan. Der wegen des Mordes in
Thalmassing verhaftete Bruder der ermordeiten Ehefrau Stang,
der 22jährige Diensttnecht Xaver Marchner von dort, hat bereits
ein umfassendes Geständniß seiner That abgelegt. Ob nicht noch
weitere Personen betheiligt sind, wird die Untersuchung ergeben.

F Von Ingolstadit aus machen größere Truppenabthe⸗
ungen Streifzüge nach den Verübern des Raubes bei Meilenhofen.
Auch um Ingolstadt sind Raubanfälle vorgekommen. Die Aufreg⸗
ung unter der Landbedölkerung ist groß. Am letzten Viehmarkttage
war schon Nachmittags 8 Uhr in Ingolstadt vom zahlreichen
Landvolke Niemand mehr zu sehen.

Der Früh Expreßzzug von Cal ais nach Paris ist am
13. ds. bei Marguise entgleist nachdem der Zug, welcher zahlreiche
Personen zur Begräbnißfeserlichkeit nach Chislehurst führte. eben
passert war. Der Locomotivführer wurde getödtet, der Heizer und
zwei Passagiere verwundet.

4 Für das NapoleonDenkmal in Mailandsind
hei der „Perseveranza“ bereits 44,850 Franken eingegangen, der
Lombardia“ 250, dem Corriere de Milano“ 800, dem „Pungolo“
250 Franken.
Volkswirthschaft, Handel und Verkehr.
In einem Berliner Bankhause sind vorzüglich gelungene ge⸗
älschte Berlin Potsdam-Magdeburger Attien Coupons zu 2 Thlr.
maehalten worden. Sie sind durch Vhotographie hergestellt.
Wie wir erfahren, erscheint seit dem 1. Janua in dem ruhrigen
Berlag von A. H. Payne in Leipzig ein großartig angelegtez Werk, das
vazu bestimmt isi, 100,000 Herzen zu erfreuen. Ohne daß es irgend welche
Vorkenntnisse voraussett, soll es in der, in andern Fächern schon bewährten
Form des brieflichen Unterrichts Erwachfenen die Kunst des Klavierspiels
ehren. Es soll darin in so deutlicher Sprache zu dem Lernbegierigen geredet
verden, daß ein Mißverstehen unmöglich und ein rascher Fortjchritt die un⸗
.. ittelbare Folge ist.

Das Wert ist also speciell dem Selbsistudium Erwachsener gewidmet und
joll einen Lehrer vollständig entbehrlich machen. — Wenn man bedenkt, Paß
man ein geschriebenes Wort zu wiederholten Malen überlesen kann, und
war so lange, bis des Pudels Kern erfaßt ist, während ein gesprodenes
Wort gar schnell verklingt, so ist wohl anzunehmen, daß das Werk seinen
Zweck erreichen wird, zumal da es von einer Verlagsfirma ausgeht, welche
das Gebiet der populären Literatur mit so vielem Erfolg betreten hat.
Fur Eltern und Erzieher kann das Werk als Controlebuch dienen, als Pruf⸗
ein, wie es um den genofssenen Unterricht des Kindes wohl sieht.

Der Kaufpreis pro Heft wird 10 Sgr. sein und sol immer am 1. und
15. eines Monats ein ferneres Heft erscheinen. — Alle Buchhandlungen
werden den Bezug des Werkes gern vermitteln.

Demetz, verantwortlicher Nedacteun.
Um mit meinen noch vorräthigen Winterwaaren wmöglichst zu rau· Arztuchee I 3 —
m gen Über die opheln. on Dr. E. Reich. —
en habe ich die Preise derseldin bedeutend reduzitt und verkaufe: —— —— ing
wollene Lamas doppelte Breite zu 36 ir. ont In * * ihr 5*
om Bruder Or. osophus. — Hochnothpein⸗
desgleichen ganz schwer 8 kr. iche Anklage⸗Acte gegen alle —*
Halbsamas 8 kr. —935 — eg — mit
43 eierlicher Vertheidigungs ⸗Nede. Ein
shwerer Wollreps ukr. umoristisch⸗ sociales e t dem bere
Tuch in allen Farben zu 1 si. 12 kr. We eneg pr en onp —Ein
3 irbelwind als Netter. — amenfeuil⸗
Ratins, Velour, 2 uble zu leton.“ Zur Naturgeschichte * 838 —
Damenjacken und Joppen und Vertehr Alere Ein
7J ] agdfinale. — Ein unerwarteter Neujahrsbrief. —
ich eignend zu 1 fl. 30 ir.) —A verdienter 335
Hosenstosfse K Vuxkins zu den billigsten Preisen. irend Vn wiren
Gleichzeitig erlaube mir mein Lager sertiger LiebeeDer Vpee an — — —
k J d Nene Bücherschaue⸗ — Polytech⸗
derren eider, 3
— Un Illustrationen: Jagdfinale. —
deren Preise ebenfalls herabgesetzt find zu empfehlen, mache besonders auf 5 Skizzen aus dem e,. **
F Wirbelwind als Netter. —
schwere Winter⸗Joppen zu 6 fl. Blatt ist zu beziehen —* —sAã
desgleichen für Knaben 4, 30 kr. angen und Poft Anstaunen fur den mahigen Vreis
—
Tuchhosen in allen Farben ,3 36, ohno Mnse
schwere Arbeitshosen 52324,
aufmerksam.
Heinrich 3saac.

Bürgervereins⸗-Kränzchen.

Morgen (Mittwoch) Abend Zusammen
unft bei Ferdinand Oberkaufer.

Brust· u. Lungen⸗
tranke finden auf naturgemassem
Wego selbst in veraweiselten und
ron den Aerzten für unheilhar er-
—ERLXXEEE
umg ihres Leidens
ohne Medicin.
Mach specieller Beschreibung der
Xrankheit Naäheres brieflien durch
Dir. J. M. FicKert, Berlin.
WWaIISr anne Vr. 23.

2
2
2
— 8
Eine Hündin, Pudel, schwarz
2nd weißfarbig, langhaarig, mit messingenem
Halsband mit Schloß, auf den Namen
Caro hörend, ist am Sonntag Nachmit⸗
tag in Rohrbach entlaufen. Wer densel⸗
ben an Gastwirth Klein in St. Ing-
hdert überbringt, erhält eine gute Belohnuug.

HasNene Blatt 1873. Nr. 18 ist so⸗
ben eingetroffen und enthält: Moderne Vam—⸗
pyre. Novelle aus der Gegenwart. Von F. Hirsch
IAWaldaeheimniß.“ Gedicht von M. Kalbes
ohne Medidin.

eDdaftion. Druck und Verlag von

fJ. X Dem⸗* in St. Inabert.
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        23
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52552 * — S 8 — 2 3 2738
3523 23223385— 23 58533 353 533373 573
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55 2 253353 552—5* * *5 532 325 —— — —8 22583
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7823 238 235 33338 55 255 25 333 23 383,.8
553555 255 2873335 s325 277 —A 52523237 ——
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— 2 —— 25* ⸗ 55* 25 —322 — 8 * —
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2827 z2242 — 2 5 8 5 — 522382* 56353 — 33
325235 538 — 7 43 3 3885 35 5 Zz852 222258
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*— 55 — 538— — 353535 2735 333358 —X
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555 333 5355 58 383533 à 8 72 —— —
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2 2 25 8— * 852 2*5535 — 75 —5 5—55 — — — 53
2* 535 232 248 53 73552 23 352783—356—63 58 5
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* 52 — 575 — —— 28EX 5 2522 —52235 3 2
28 5.2 —E — —3 — 88258s —A— 83 .8 — 5 35 32222 283
5555326 5285 222380 38 528 25258 28 3335325
23532 * — —3832E——— — 52532283 523*8 25330 8
3533 3535385 zä 83 z1288
3 455235 5775
3* —2 * —3 7* TD * * —3 xX * 1
— — 3833 25 52535 55z 55 8—7
* 8 —A —A 22* A2 — —
5252—* 338* 5859 58 —2 »
E——2423
5335 52855 —————
53323 — — 82 2 *82383 —— s 4424
37 — — 25323 22 — 3 3 — 8 ——
37853 3555 335 755535 233 *3383 355 535338 132322588
—— * 2 —2 * —⸗ * —32
82 3 2 3 —2 —25 23*
z32335 —33 3 3 555 2535338 —z553 235553
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1898
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        St. Ingberker Anzeiger.
—
der St. daaberter Anzeiger (and dat mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungtblati, mit der Dienttags⸗, Donnerttags⸗ undi Sonnl⸗

ene erscheiet wdchentlich vi e v n a lo Dienunstaag, Donnerstag, Samstag und Sonnta«. Abonnementspreis vierteliährig 42 Krrr. oder
J 12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Raum berechnet.

— — ——— — — ss sO .à, — — — — — — — — —

M 13. Donnersten, den 28. Januar 1873

Deutsches Reich. eher das Bestreben verdenlen könnte, diesen Intriganten rein⸗

Münqhen, 21. Jan. Zu der am 17. Febr. in Berlin waschen, zu wollen, als deren feindliche Absichten gegen Preußen
usommentretenden Kommission von Militär⸗ und Eidilbeamten beim Beginne des deutsch · franzoͤsischen Krieges. Warum die That⸗
hehufs Ausarbeitung eines Entwurfs zur Militarstrafgerichtsord- lache nicht offen eingestehen, die Niemand Oesterreich zum Vorwurf
aung für das Deuijsche Reich ist Seitens Bayerns der Ober-Stabs⸗ machen will?
auditeur Kndtzinger bestimmt. Hannove;:, 16. Jan. Am Dienstag Morgen fand in

Män hen, 21. Jan. Die im Ministerrathe angeregte der Kaserne des 3. Garderegiments zu Fuß die Vereidigung von
Abberufung Tauffkirchen's von Rom fand Widerspruch; von der 839 Rekruten aus dem Elsaß statt. Die Kriegsartikel wurden
dosung der Frage soll das Ver bleiben einzelner Minester ab⸗ ihnen in franzoͤsischer Sprace vorgelesen.
hangig sein. Frankreich.

Wiesbaden, 18. Jan. Friedrich Hedker, der alt Paris, 17. Jan. Wenn man von Hru. Thiers verlangte,
Oberst im amerikanischen Kriege ein deuisches Regiment unter er moͤge den Belagerungszustand aufheben, der auf Paris und
Heneral Fremont befehligte, wird nach dem „Rh. K.“ für den underen großen Städten Frankreichs lastet, pflegte er zu antwor⸗
Sommer hier erwactei um in unseren Thermen seine in der Schlach“ nen, daß der Belagerungszustand weniger gegen die Radicaien als
bei Chancellorsville empfangene Wunde auszuheilen. gegen die Bonapartisten dienen solle. Der Tod Napoleons nimmt

Frankfurt, 20. Januar. Die heutige außerordentliche etzt dem Präsidenten seinen Vorwand zur Beibehaltung eines
BZeneral⸗Versam mlung des Vereins deutscher Eiseabahnverwaltungen Zustandes, welcher normal werden zu sollen scheint. Es ist aber
ehnte nach längerer Debatie die Errichtung eines statistischen Cen ˖ vahrscheinlich, daß der Tod des Ex⸗Kaisers die Absichten der Re⸗
tralbureaus ab als vorläufig unausführbar. Ferner wurde ein gierung in dieser Beziehung nicht ändern wirs. Verschiedene De⸗
Antrag auf Annahme einer gleichmäßigen Classifikation der Güter putirten von der Linken, welche Herrn Thiers um Aufhebung des
für alle Bahnen, sowie der Äntrag, das Elsäßische Tarifsystem Belagerunszustandes für Paris angingen, erwiederte er, daß diese
anzunehmen, nach langen Debatten abgelehnt. Maßregel ihm Angesichts des Lärms, welchen die Benapartisten

Berlin, 19. Jan. Dem Bundesrath ist auch von Seiten in Chisleburst und in Paris machen, nicht zeitgemäß schiene. Wenn
des Vorstandes des Vereins deutscher Tabaksintertssenten eine die Anhänger Rapoleons IV. Hrn. Thiers so gefährlich scheinen,
Petition gegen die beabsichtizte Echöhung der Tabaksteuer zuge- wie die des gestorbenen Ex⸗Kaisers, so ist kein Grund vorhanden,
siellt worden. Die Petition, welche Unterschriften aus allen Städten den Belagerungszustand jemals aufzuheben. Die wirklichen Be⸗
des Reichs trägt, ist begleitet von einer Denlschrift, in welcher die sorgnisse des alten Staatemannes liegen aber anderswo; ihn er—⸗
wirihschaftlichen Nachtheile der beabsichtigten Steuererhöhung grell schrecken die gegenwärtigen Dispositionen der arbeitenden Klassen
beleuchtet werden. bon Paris. Die Erinnerungen an die Commune und die ge⸗

Dem köoniglichen Staatsministerium und dem Hause der waltsame Unterdrückung derselben durch die Armee von Versailles
Abgeordneten is von zahlreichen Directoren, Rectoren und Lehrern sind in den Vorstädten und in allen Gemüthern lebendig.
höherer Unterrichtsanstalten eine gleichlautende Denkschrift über die Der Prasident hat sich in Folge der Grammontschen Ent-
dage dieser Beamten zugegangen, sowie eine Petition zur gesetz, hüllungen entschlossen, der Commifsion vom 4. Sepiember sehr
lichen Regelung der äußeren Verhällnisse ihrer amtlichen Stellung. vichtige Documente mitzutheilen, von denen er bis jetzt keinen

Berlin, 20. Jan. (Abg.Haus.) Der Gesetzentwurf über Gebrauch gemacht hat; es scheint ihm alles daran zu liegen, dar⸗
die kirchliche Disciplinargewalt und über die Errichtung eines uthun, daß seine früheren Mittheilungen auf Wahrheit beruhen.
Bericht-hofes für tirchliche Angelegenheiten wurde nach der stattge- Diese neuen Beläge sollen indessen nicht der Oeffentlichkeit über⸗
habten Generaldiskussion, an weicher sich u. A. auch Hr. von geben werden. Man spricht auch davon, daß eine Interpellation
Berlach als Gegner der Vorlage betheiligte, der am Freitag be⸗ vorbereitet werde, um die Regierung zu veranlassen, Gramont zur
schlossenen 2her Kommission überwiesen. Dann folgte die erstt Rückgabe der gegen alle Regeln zurückgehaltenen Staatspapieren
Lesung des Gesetzentwurfs über die Grenzen des Rechts zum Ge⸗- zu nöthigen, und das „Siörle“ droht übeirdies mit dem Straf⸗
brauche kirchlichet Straf- und Zuchtmittel. Nach 12stündiger gesetzuuche. Thiers hegt, wie mon sagt, den Wunsch, dem Feder⸗
Nede des ultram. Reichensperger vertagte sich das Haus auf kriege so schnell wie möglich zu Gunsten Beust's ein Ende zu
morgen. — (Ein Telegramm der Koͤln. Zig.“ enthält folgendes machen, was ihm freilich nicht so leicht werden dürfte.

Nähere: ‚Gerlach (mit allgemeinen Sensationsrufen empfangen) Der „Ordre“ bringt heute wieder einen Artikel, um darzu⸗
spricht gegen die Vorlage. Das bestehende Kirchenrecht dürfe nicht hun, daß die Restauration des Kaiserreichs ganz unvermeidlich
ohne Bedürfniß, ohne Beweis der Nothwendigkeit abgeändert sei, da die nächsten Wahlen republikanisch ausfallen wütden und
werden. Der erforderliche Beweis fehle. Die katholische Kirche dann das Land zu dem Erben Napoleon's III. (so nennen sie jetzt
jei die Mutterkirche Deuischlands, deren garäntirte Rechte nicht Napoleon IV.) seine Zuflucht nehmen würde.

angreifbar, Die evangelische und die katholische Kirche müßten Auf die Vonapartistischen Manifestation aus Anlaß des Ab⸗
gemeinsam gegen den Lideraliamus, nicht gegen einander kämpfen.“) lebens des Kaisers wird ain 21. d. M. am 80. Jahrestage des
Unter den Eiagangen des heutigen Tages an das Haus be- Todes Ludwig XVI. eine legitimistische Kundgebung stattfinden,
indet sich eine Gesetzesvorlage Uber die Betbeiligung von Beamten und zwar durch den ungewöhnlichen Glanz, mit welchem die Ger
an Erwerbsgenossenschaften. dächtniß⸗ Messen in der Sühnekapelle der Rue d'Anjou (die wie

Berdin, 21. Jan. Graf Schuwalow, der hier bei der durch ein Wunder der Wuth der Kannibalen der Commune ent-
Rückreise nach Petersburg von dem Kaiser empfangen wurde und ging) gefeiert werden sollen.
mehrere Personen sprach hat sich, wie allgemein versichert wird, „Avenir National“ meldet: „Die Sublom mission des ober⸗
uüber den Erfolg seiner Misfion nach Loudon, wegen Zeutralasiens, sten Kriegsraths hat ihre Arbeiten über die Erweiterungen der
ehr befriedigend ausgesprochen. (K. 3.) Befestigungen von Paris vollendet und wird dieselbe nächstens

Berlin, 21. Jan. Die Kommission für die kirchlichen dem Kriegsminister vorleg n, worauf dieser von der Nationalbver ·
Vorlagen hat sich konsutuirt. Vennigsen und BethusheHuc sind sammlung die nöthigen Geldmittel zur Ausführung des Projects
Vorsitzende. Graf Limburg und von Brauchitsch Schriftführer. verlangen wird.

Im Wiener auswärtigen Amte soll man den heillosen Schre⸗ Hier ist allen Klöstern und auch an Notre Dame des Victoi⸗
den gar nicht mehr zu verdergen im Stande sein, den die Gra⸗ res die Weisung gegeben, die Gläubigen dahin za bedeuten, daß
montschen Enthüllungen hervorgebracht haben, und entschlossen der plötzlihe Tod Ropoleon III. der erste Erfolg der Gebete
jein, adthigenfalls Beust fallen zu lassen, was schon längst hätte ist, welche Frankreich an Notre Dame de Lourdes gerichtet hat,
geschehen sollen. da man der öͤsterreichlschen Regierung jedenfalls da das Abscheiden des Erkaisers die Rühkehr und Wiedereinsezung
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        des Königs Henri V. so sichtlich befördere. Dieses Stichwort trifft hat gesiern eine erste Sendung Eis serhalien. Das Eis, sog
zufammen mit dem Artikel des „Ofsservatore Romano,“ welcher See⸗Eis oder Kern Eis kommt aus Holzkirchen bei München und
klärt, daß die Katholiken sich nicht an der Subscription für das ist innerhalt, 8. Tagen über Maxau Landau-Germersheim mi
Denkmal betheiligen dürfen, welches man ee Napoleon einem Verluste von 1224 010 durch Schmelzen hier eingetroffen
ju errichten beabsicht.at. da Napoleon die Ursache der jetzigen Das Eis ist 15 bis 20 Centimeier dick und sehreschön und klar.
Lage in Italien sei. Der Bischoff von Versailles, der eben soDer Preis desselben steht per Centner 1fl. franco Speier.
seht ein Feind Napoleons war, wie Msgr. Darboy, wird sich hin- Kaiserslautern. 19. Jan. In Folge des Los⸗
ler der erwähnten Weisung zu verstecken fuchen. Man versichert, werdens und Abspr'ngens eines Radreifes an einem Padwagen
der Erzbischof von Paris werde nur stille Messen für den verstor⸗ des diretten Cöin-Baseler Zuges entgleiste gestern dieser Wagen
denen Exkaiser erlauven. Alles das, um Henrh Vr die Wege zu nit zwei Personenwagen in der Nähe der Siation Alsenz. Ersterer
bahnen. Man wird sehen, ob die Bonaparttsten, wie die adligen stürzie über den circa 2— Meter hobhen Damm hinab und “rhitt
Herren in Versailles sich schmeicheln, sich anf die Seite der Le⸗ dabei der in demselben befindliche Zugführer der Reichs ⸗ Eisenbahnen
ditimisien schlagen werden. J einige nicht unerhebliche Contusionen und Kopfverletzungen. Nach

England. circa einer Stunde war das Geleise für den Verkehr wieder frei

London, 21. Jan. Es heißt, daß die Arbeitseinstellung Berletzungen von Passagieren sind nicht norgekommen.
in den Eisen⸗ und Kohlenbezirken des südlichen Wales baldigst zů fRegensburg 29. Jan. Gestern wurde auch der
Ende fein wird. — Prinz Naboleon und die Pr.nzejsin Ctothisde Nleingütler Jofeph Marchner von Thalpaffing, der Voaler des
nesuchten gestern die Köniain Viktoria. Mörders der Stang'schen Familie, muthmaßlich wegen Theilnahme
an der Blutthat, in das Untersuchungsgefängniß eingeliefert.
(NR. Korr.)
Um mit meinen noch vorrälthigen Winterwaaren möglichst' zu räau Dez., Johann Schweitzer, 45 J. alt, Ehem
men habe ich die Preise derselben bedeutend reduzitt und verkaufe: v. Barbara Weber. 22. Dez., Elisabetha
Breite zu ꝰ er Hochadel, 62 J. alt, Wittwe von Adam
wonen⸗ amas — Nothos. 23. Dez., Ferdinand, 1IJ. 2M.
desgleichen ganz schwer kr
IJ alt, S v. Adolph Metz. 25. Dez., Adolph,
Halblamas kr. bandon, 38 J. Lun. iig. Sd. Wil
chwerer Wollreps aukr. elm. 25. Dez, Georg, 7? M. alt, S. v.
Tuch in allcn Farben zu Un. 12 kr. 7 denn —88 e A
ino 2 J. 7, M. alt, v. athia er⸗
—538 353 hderich. 26. Deß. ——* M. un
* T. v. Ludwig Koch. 27. Dez., Emma,
iich eignend zu Usfl. 30 kr.) J. alt, T. Jatob Kröner. 29. Dez.,
Hosenstosfe K VBuxkins zu den billigsten Preisen. J Dichael, 1J. 2 M. alt. S. v. Peie
Gleichzeitig erlaube mir mein Lager fertiger Ochs.
Herrenkleider.
deren Vreise ebenfalls herabgesetzt sind zu empfehlen, mache besonders auf
schwere Winter-Joppen zu 6 fl.
desgleichen für Knaben 4, 30 kr.
Tuchhosen in allen Farben, 8 36,
schwere Arbeitshosen 323243
aufmerksam.
Keinrich Zsaac.
v. Wilheim Jakob Bohrmann. 15. Dez.
Jakob S. v. Johann Joseph Siegwart
16. Dez., Philipp S. v. Philipp Conrad.
17. Dez., Adolph S. v. Friedrich Zoln⸗
sofer. 17. Dez, Jshann Otto S. v.
dart Günther. 18. Dez., Gertraude T. v.
Heorg Schwarz. 18. Dez., Johenn S. v.
Johann Mayer. 20. Dej., Josephina T.
3. Karl Horst. 22. Dez. Magdolena T.
d. Michael Schneider. 24. Dez., Barbarc
Tharlotte T. v. Karl Martin Kamann.
24. Dez.. Catharina T. v. Ludwig Schuh⸗
nacher. 25. Dez., Heinrich G. v. Ludwig
Iberkircher. 26. Dez, Magdalena T. v.
Johann Hofmann. 26. Dez., Joseph S.
). Friedrich Neumann. 29. Dez., Johann
S. v. Peter Zintel. 30. Dez., Heinrich
S. v. Heinrich Koch.
Gestorben find:

Am 3. Dezenber, Johann Nikolaus
dihm, 65 J. alt, Ehem. v. Maria Stalter.
3. Dez., Joseph, 1 M. alt, S. v. Jakot
Wack. 7. Dezember Michael Koch, 58 J
At, Ehem. d. Margaretha Bayer. 8. Dez.
Philipp. 1M. 6 Tg. alt, S. v. Peter
Kipplinger. 14. Dez., Ricolaus Lembert.
32 J. alt. Wittwer von Maria Gries
14. Dez., Helena, 3 J. 6 M. alt, T
d. Philipp Spaniol. 15. Dez., Georg.
z3M. alt, S. von Georg Jung. 19. Dez.
riedrich Kunz. 28 J. alt, Ehem.
nija Maas. 21. Dez., Johann Joser
1J. alt, S. v. Johanx Adam Reif. 22.

Im Jahr 1872 wurden geboren:
2
76 —5 — darunter 22 Todtgeburten
Gestorben sind im Ganzen 228.
darunter 22 Todtgeburten.
Verehelichungen hatten 77 statt.
St. Ingbert, den 21. Januar 1878.
Der Civilstandsbeamte
6Ehandon

Wirthschaftseröffnung.
Ich zeige hiermit ergebenst an, daß
zis Samsttag Nachmittag meine
Wirthschaft in meinem jetzigen Hause
neben der Materialwaarenhandiung Pan⸗
jerbieter eröffnet wird. Ich werde
flets Sorge tragen, gutes Bier und
ceinen Wein zu halten.
Zu fleißigem Besuche ladet hoͤflichst ein
Ludw. Weirich.

Der Brodpreis für die Sladt So
Ingbert ist von heute an bis zum nächster
Donnerstag (Fruchtmarktstag) festgeftellt:

Korabrod 3 Klgr. 26 Krzr. Weib
rod 10 Qrir
* *
Civilstand
St. Ingbert pro Monat
Dezember 1872.
Geboren wurden:

Am 2. Dezember 1872, Nikolaus S.
v. Peter Schühl. 83. Dez., Johann S. v.
Margatetha Naumann, ledig. 4. Dez.,
Adolph S. v. Adolph Filipowitz. 4. Dez.,
Beorg S. v. Johann Zintel. 5. Dei.,
Wilhelmina T. v. Heinrich Spaniol. 6. Dez.,
Theresia T. v. Friedrich Simon. 9. Dez.,
Farl S. v. Johann Schuster. 9. Dez.,
WBilbelm S. v. Johann Schusler. 10. Dei.,
douisa T. v. Jakob Buchholz. 10. Dea.,
FJosephina T. v. Johann Dießler. 12. Dez.,
Dorothea T. v. Joseph Seel. 13. Dez.,
tudolph S. v. Nitolaus Schütz. 14. Dez.,
Maria, Franzisla T. v. Johann Georg Franz
dauck, 14. Dez. Catharina Elisabetha T.

Frucht⸗Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preise
der Stadi Zweibrücken v. 23. Jan
Weizen 7 fl. 1 tr. Korn 4 fl. 38 kr.
Berste 2reihige. — fl. — kr., Gerste vier
reihige, 4* fl. 16 kr. Spelz 4 fl. 29 kr.
Spelzkern — fl. — ir. Dinlel 353 4
40 kr. Mischfrucht — fl. — kr. Hajet
8 fl. 53 kr. Kartoffeln Ufl. 40 kr. Heu
1fl. 12 kr. Stroh Ufl. 12 kr. pei
Zentner. Weißbrod 19 Kilogr. 19 kr
dornbrod 83 Kilogr. 25 r. ditto 2 Kilogt.
17tr. ditto 1 Kilogr. Oekr. Gemischtbrod8
Zꝛil. 32 ir. 1 Paar Weck 100 Gramm 2hr.
Rindfleisch I. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kr.
dalbfleisch 16 kr. Hammelfle sch 18 kr.
-chweinefleisch 20 kr. per Pfund. Butter 836
vwer Vfurd.

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* —⸗—2 — * 38235 * * 7
33333 23 137
23783547 52
232.5 3 3336755 X
22 2325. * 32 8 — —— —
—— 23 *3334 ve33 5355338 2. 2
— — 333323322338 ——
* * 7 7 * 8 —
3 —— —— 5525838333 522237x —
ob * * 5555 ** S e 2
5 *5—25538 32 5 335355 m3
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35 —32 555532528 23753223
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* * 28 —3— 2337 —

* —28 5322423222 82 53223228*5
3335333 225 —2
3528 — 725353 225 9
32. 53535 2325323533 25283 55385327 8
3 262 35 253 —— —3 *855 8 2
35* Ez75 —— —A — —2 5252

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— * —A 2 —2—— — — — 7

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35337522 33 75 57 6 5—523 —32533 2 *
333523352535* 523352 3 2253525352335
* 25353552883388* 23335322 353
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2538 —3353 5 226 555325 235755
23 3 333 —A —— 5733332
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— *2 .2 D2 3 — *5 *22 — 2
—— 22* 238353 2235c—68 23
2*22 532255 23. 73 ⁊* 22 23 5S 52
.*5377 22852 — * 2 223 7 23
32 275*235325353 50 5553255233 325
22 —235353375335355 —— S Ss 5387303
2 * * —* s2553 2533 58 57 ALXOM
— 222 * 23227 5333535538 — *———
2 2—32853 3— 522 —33538385 2
73 33 2308232 — 225 *22 53 25255
132 25532 —A — 2 *5 255 58*
25 — 28273 88 775823* *2
8 —— — 35133 —— 2272322 —3533
AA T 25*37 — 3 2727— 23573353* A
72732— 5323823 *23 2—5533 28227 —
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F 2.
— — 77.
der E— . Inaberter Unzeüaer (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit — — Donnerstagt⸗ undi Sonnta
inme, erichernt wvd hentlich vier. Diennbtag. Dorner taa, Sams tag und Sonmntag. Uoannementspreis viertellahrig 42 Krrr. oder

an 12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Ærir. die dreisvaltige Zeile Blattschrift oder deren Kaum berechnet. Ne
— —— — —— — — — —— — ——— — — —
4 53 ESEanmstag, dber r. Janunarr3873
— * — — — * — ——— — — — 7

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i Reich. detlaration (Art. 15 und 181, welche Anfangs der nachsten Wor
33233 — Ernennung der Offiziere für he zur Plenarberathung gelangen soll, einverstanden. *
ben tretende · Eise ibahnkompagnie Belanntlich geben sich die Ultramontanen Nalle erdenlliche
ie mit 1. Februar neu 8 —8* h —8 De Nöhe, um zu beweisen,daß sie nicht jene Feinde des Dentschen
s dieser Tage ertolgt. um g 9 id Mojoc, zum Con.man⸗ eiches seien, als welche sie allcnthalben verschrien werden, und
Ahna,wie es heißt unter Beförderung we — 2 Enhng des bichhisen ehe nbo
honten derselben ernannt 7— —— e — 2 at sich der Argeordnete Rench ene perge r unter Anführung
ernige Zeit in Berlin und Po W85 edwper reußischen Armee in es rheinischen Syrichwoits wiederhoit gegen einen solchen Vor—
md den — de⸗ Esendahn aiai on— den be —A wurf verwahrt. Während ein Vorlämpfer der erwähnten Pactei
nahert Linfigiu 8 Bezüglich der Nachricht auswaͤrtiger oichergessalt unbegründet sein sollende Angriffe zurückwi 8 ging
wnn Ig nn des Ministerraths. betreffend ine Nummer der Germanio“, unter die Presse, welche nnen
eeedee r qu —X8* v. Tau s7 kirchen: neuen, salagenden Beweis für die tief eingewurzelte Reichsfeind
—— eg abgeletut tann Ihnen mit 'chkeit dieser Römlinge, welche wohlverstanden nicht mit den Ka—
* 2 g6 — — *
— 3
— Fr ni⸗t wger mu * e dies die Be⸗ nachsten Reichslog das Heeres⸗Organisationsgesetz, das Münze und
—— * —* e berfchiedene Arsichten über die das Bankgesetz, so wie, nach früherer Mittheiluñg, auch das Preß⸗
— i er ndten vorhanden seien; auch in esetz die haupisachlichsten Vorlagen bilden. Das Reorganisations-
gtage z Adeene —** 3 zesetz der Armte ist noch nicht ganz zum Abschluß gelangt. Man
eser Fehthung destetn en teministerium des Innern pricht davon, daß die hahersche Regierung, welcher der Eniwunf
Mange,n, 35, Jon. Tos Stoateministeri Ve manner dir Begutachtung zugegangen ift, bereits in einigen Punkten Mo⸗
zet A * e e ee n ificationen gewünscht hat, welche auch von anderer Seité aus
m Interesse Wagen t n. Ue 9 9*
In den Voranschlägen? sür Landbauten für die nächste Zinanzperi isiee ee hort, wird die Einberufung des Reichs-
»de ollen die erordertichen Summen zur Arganung der Raumne ages für di⸗ Zar vom 8. bis 10. März d. J. ersolgen, und
dleiumn dur Vehintadmter in euer Dchtang anssentemen wereen. vird daun der Reichstag gleichzeitig mit dem Landtage tagen.
Der Verein deutscher Eisenbahnverwaltungen, welcher dieser Die Reichecendnssten ————
Tage in Frankfuhrt ga. M. eine außeror dentliche Senerawersumd —D e
ung abhielt, hat wiederum gezeigt, daß es mit der Reform unseres nentreten, um' die inwischen antgearbetenen Von e,
Fiseubahnwesens sehr trübe aussehen würde, wenn man X auf ee 9 9* j
ie Bestrebungen jenes Vereins angewiesen wäte. Die Berathung dihene frühert würltembergische Ministerpräsident, Hr. d. Varn⸗
iber die wichligsten Gegenstäude war resultotlos. Weder sben u hceeeeceandnt. ve. e. VBar
nan sich über die Einführung des bereits ausden lsaß lat /ring j zen! ——
Reichsbahnen üdlichen Wag ˖ ur aumtarijs Jaruijsig machen, noq sich Naporle doen amege Essist mit der Puͤtlicauen. so schreiot
iber eine gleichmätzige Classefication der Güter verstaäändigen, woch 986 .Elb. Z.“ von hier, gewartet wordem bis die Hofe don
udlich sih über die Durchführung einer einheitlichen Eisenbah Bekersberg, Wien, London mit dem üblichen Cermoniell vorgingen.
tatistik einigen. Dieses negative R.sultat, so bcgren die „V. 3. n aie eeren Abhallung des Odenesee ne
besonders gegenwärtig bemerkenswerth, wo det Staat ohmhin arische Feier in Potsdan ec. nicht durch die Anlegung, der Trauer
m Begriff ist, sich eine größere Initiative im Serawesen rdten lassen. In der Umgebung des Hofes versichern man aher⸗
chern Die · Comwmissien —upseree Abgeo-duetentauses . we el »ings, darüber unterrichtet zu sen, daß die Trauer für den druten
zegenwärtig das Gesetz über die Eisen batncommissariate und den be — e
kisenbahnanleihe Eutwurf berarhet, wird nicht umhin können, von — ——— ehi Monarchen umgeben,
»eg Resultatiofigteit der Frankfutrier Ver sammlung Aci zu nehmen ind weil er ein Glied der eurobäischen Fürstenfamilie wat so
venn anders sie üͤberheupt gewillt sein kondte, einem von dem — —
Jegenwärtigen Handersminister einge brachten Gesetzentwurfe ihre deee eeeeeeemem nmee viecom
z st nmung zu er heien. —V — 4 In Chemmih daben seit cinigen Tagen, auß Anlaß ron
Berlin, 22. Jan. Die Provixzial· Correspoudenz con⸗ gerüghen“ ben rindn Zuusder da i act
tatirt, daß gach allen übereiastimmenden amtlichen Etklärungen Rindfleisch verkaufen sollte. — was aber amtlich als unkichtig be—
»er letzten Wochen trotz der früheren Meinungsverschiedenheiten, eichnet wurde — enstliche Unruhen stattgefunden, so daß an meh⸗
iber die Durchführung der Kreisordnung und, des eingetretnen eren Tagen Militar einschreiten, mußle and vieie Verhaftungen
bersonenwechsels im Präsidiuu deß Staatsministeriums doch poll oihwendig wurden. ug i⸗ t e Wies ngen
ommene Einigkeit über die zu verfolgenden Ziele innerhalb der In Gla uchau soll di — bee zum Reihstogsabgeorde
stegierung obwalte, und daß die Ver mathungen hr innere Wider⸗ neten ewahl fene dewen en Aeweicmoavhrvad⸗
pruche und Gegensäte unter deu Ministern leine thatsächliche Die Boͤnner Jilmn anen vda Redaction der Deut⸗
Siütze fünden. 433364 dhen Reicksjeitung“ ist aus den zgeistlichen Händen in weltliche
Der Hof hat achtlägige Trauet, für Napolcon angelegt. —8 Tagen stait
Berhinn, 28. Jan, AKoln. Zgt.) Aangefichts der Thatsache )es Klerikers Dr. Matznet Peter Emons, seines Jeichens Squsler.
eaß die Annahine der lirchenpolituschen Gesete gesichert ist. wird, Iatr Petet Emons ist Ubrigens der Preffe nüicht frenid, derselbe
¶ die liderale Mehz heut des Hauses füt die getreunte Abstunmumg at nun seinen Parte ftanppuntt · gewechfeln denn ·et! fungirte! zů
iber die Verfafsungs-Aenderung eintshe den, Formell wird wohl rüheren Jahren als — Raddreher und Auslaufet der Bonner
ihnlich wie bei Cinbringung des Schulgesetz s verfahren werden, Zeitung. ẽn *3
vo ein getrenntes Geseh uber Werjassungs· Aenderung, dorgetegt · go nnig 3ber ge 28. Jan. General v. Man⸗cufhel
vurde.. — ge n ee dielt, der hiesigen „Oswr. 8ig.a jufolge,“bei Ennweihung, detz
Berlin, 23.: Jan. Det Kultusminister, der ae Brabdenkmals in Mehz um —2 M. eine Ausprache, welche den
Uchenbach und vier Kommissäre- wohnten oet heutigen Sißung der! Passus enthielt: ¶Wo Leidenschaflen mitfprechen/ fehlt das obiet⸗·
—XXL Geletze an.“ Die Regierung iwe Urtheil; wo gebe es ober⸗ VBorern bet welcheü ——
ellarte sich mit einer den Gesetzen vorausgehenden“, Verfassungs en wie die des lehten Kttrzes de. aidens hgften gihu mitsdrg hen
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        Die Geschichte wird auch Baraine und seiner tapfern Armee gerecht. woriet. Das Meiste, auf: dert woestlichen Halblugel hat bisher
werden und klarftellen, das splche dem Prinzen Frirdrich Karli ers Reeru Garanmna dia für Cuba gethan, indem es vieler Emigranten⸗
liegen musste. Ich und Alle, welche an den Schlachten von Saunte, fumilien von, dort gaftlich aufnahm und ansjedenle. — Auch in
Barbe Theil nahmen, koͤnnen Dies versichern. Wir haben Bazaine, Paraguagah ist eine starke antispanische Bewegung im Gange
seine Generale und TDruppen als ebenbürtig angesehen. Das Herz Lima, 14. December. Der Praäsident von Bolibia
schlug um so dankbarer gegen Gott, nochdem wir fochem Angriff General Morales, ist von seinem Neffen, Orersten La Fayé
solcher Truppen siegreich widerstanden.“ in Folge eines rein persönlichen Wortwechsels ermordet worden.
Fraukreich. X Er ist der dritte südamerikanische Präsident, der im Zeit von 18
. Paris, 19. Jan. Heute fand in Momt rert out die Menaten eines gewaltsamen Todes starb. Die naheren Eimzelheiten
feierliche Enthüllung des Denkmals statt, welches man dort den über die Sache entrollen ein eigenthümliches Bild über die politi⸗
in der Schlacht vom 19. Jonuor 1871 der lißten welche: schen Verhältnisse im Staate Bolivia. Wie es scheint, war schon
Baris den Deutschen lieferte) Gefallenen gesetzt hat.“ Die Feier⸗ vor einigen Monaten der Präfident mit der Geseßgebenden Ver ⸗
lichleir wurde mit einer Rede des Pfarrers von Garches eröffnet. sammlung auf, schlechtem Fuße. gewesen. Er suchte unter dem
Nach seiner Rede begann der Pfarrer mit der Feiermesse. In entschiedenen Widerstande der Gesetzgebung sich einiger höchst
ziesem Augenblick kam aber der Mannergesangverein non Garches werthvollen Bergwerke zu bemächtigen. Am 24. November feier
mit cinem Musiktorbs heraugezogen, und der tausendfache Ruf er den zudeiten Jahrestag des vollständigen Sturzes seines Gegners
ertönte: „La Marseillaise“. Das Musiscorps leistete dem Rufe Melgarejo, und trauk sich dei dieser Gelegenheit. einen starken
Folge, und die ganze Menge sang das berühmte NRepolutions:ied. Rausch an. In seiner aufgeregten Stimmung kamen ihm seint
Victor Lefranc (der frühere Minister) gerieth in die höchdste Er⸗ Händel mit dem Congreß in's Gedächtnisz, und sporustreichs eilte
regung und rief in die Menge hinein: „C'est une insamie, quo er, wie ein Wütteender, in die Versammlung der Vollstreter, um
roius: ne Inisse pas eélebrer la messe“ Man antwortete ihm, denselben in der unumwundensten Weise seine Meinung zu sagen.
„Wir haben die Messe nicht noöͤrhig!“ und zugleich ertönte von Die Verhandlungen wurden unterbrochen, und nur mü großet
allen Seiten der Ruf:: „Es lebe die Republike!“ Endlich legte sich Muhe gelang es seinen Begleitern, den Wüthenden zu entfernen.
der Lärm, und war da der Pfarrxer sich beeilte, schnell zu Ende. Während das Haus voch über den Vorfall üch unterhielt, trat
Bicior Lefranc ergriff hierauf das Wort und spendete den Parisern dann pfötzlich ein Officier mit einer Anzahl Cavalleristen und
jur der Muth, den sie während der Belagerung bewiefen, das einem Muüsiccorps in den Sitzungssaal. Die Musikbande begcad
höchste Lob: „Auf dem Monumente seien keine Namen eingeschrie einen Trauermarsch, und die Deputirten meinten in allem Ernste,
ben, dieselber würden aber in den Herzen Aller fortleben.“ Nach ihr letztes Stündlein habe geschlagen und schichten sich an, mit
Lefranc sprach der Deputirte Tirard. Derselbe will, daß man Anstand aus dem Leben zu scheiden. Als der Oberst Danz, der
die Kinder an das Denkmal führe, um sich in das Gedächtniß die Truppe führte, übrigens sah, daß, der Congreß nicht einzu⸗
ein zuschrerden, wohin ein Volk gefilhrt werde, welches sich einem schüchtern sei, zog er ab. Tags zarauf versuchte Don Casimu
Despoten preisgebe. In Zukunft können über Frankreich solche Torreel, das Factotum des Präsidenten, auf dem Wege einer
Unglückszfälle nicht mehr kommen, da es nie mehr Kaiser oder Tonferenz den Zwist beizulegen, jedoch ohne Ersolg. Moxales, der
stönige dulden werde. Formidable „Vive la République!“, die sich wieder berauscht haue, empfing seinen Abgesandten, als er
gar kein Ende nehmen wollte, folgten auf Tirard's Rede. mverrichteter Sache zurückkehrte, so unangenehm, doß derselbt
, Evénément“ meldet: „Es wurde beschlossen, ein neues Bureau auf der amer'kanischen Gesandtschaft Schutz zu suchen, gendihigt
füt Miaße und Gewichte im Conservatoire des Arts et war. Der Präsident rückte nun an der Spitze seiner Truppe vor
Mötiers zu errichten. Dasfelbe soll neutal sein und würde von das Congreß⸗Gebäude, welches ex leer fänd, und verlas dort vor
allen bei der internationalen Metercommission dertretenen Nationen dem Volke und den Soldaten eine beleidigende Rede gegen die
unterhalten werden ·⸗· Volksvertreftung, die er als Verrätherbande bezeichnete. Das ent⸗
Eugland. — rüstete Ministerium trat in Folge dessen zurück, und die Aufregung
London, 20. Jan. Sämmtliche Mitglieder der englischen des Voltes wuchs zu vedenklicher Höhe. Ein Zufall maqte aber
Nonigsfamilie ließen, wie die „Sp. Z.“ nachträglich erfährt, Kräuze jetzt dem Unwesen ein Ende. In Furcht und Wurth verseßgt durch
auf Rapoteon's Sarg niederlegen. einen Brief, der anzeigte, einer feiner Adjutauten wolle ihn bei
Die „Times? enthalten eine kurze Mittheilung, welche dazu Racht gefangen nebmen, stürzte Morales am selben Adend in das
augethan ist, von den Bonapartisten als Stütze ihrer Hoffnungen Adjutantenzimmer, und fuhr unter die dortigen Offciere wie außer
ausgebeutet zu werden: „Der Herzog von Cambridge begab ich mit Schlägen, Schimpfworten und Berwünschungen. Oberft
sich am Donnersiag Morgen nach Chislehurst, wo er eine La Fayé, sein Neffe, suchte ihn zurüczuhalten, zog aber den Zorn
Unterredung mit der Kaiserin und dem kaiserlichen Prinzen hatte.“ des Sinnlosen auf sich selbsft. Es erfolgte eine kurze heftige
Der Oberbefehlshader der englischen Armet eine Unterredung mit Scene, worauf La Fayhé den Präsidenten mit seinem Revolver
„Napoleon 1V.“ Das muß doch ein Ohrerschmaus für niederschoß und dann die Flucht nahm. Die Ruhe und Ordnung
Rouher und Genossen sein. Nicht als ob diese dumm genug vurde nicht gestört, da der Staatsraih provisorisch die Regierung
wären, in dem Besuche mehr als eine Höflichkeit zu sehen; aber ibernabm. (Schöne Zuständ⸗eiy
zei der unwissenden Menge jn Frankreich läßt sich der Hinweis
nuf die militärische Eigenschaft des Herzogs vielleicht mit gutem
Erfolge verwerthen, um den Bonapartistischen Hoffnungen einen
neuen Anstoß zu geben. — Wie man vernimmt, ruht der ver⸗
Jorbene Kaiser, Dank der Aufmerksamkeit seines früheren Secre⸗
jars Eugene Del ssett, aicht in fremder Erde. Hr. Delessert hat
zine große Kiste französischer E.de, und zwar von dez Stelle des
Tuileriengariens, die Louis Napoleon zulezt betreten hatte, nach
Chislehurst gebracht, und diese Erde wurde in das Grab gelegt
in welchem der weiland Beherrscher der Franzosen jetzt ruht.
London, 22. Jan. „Daily Telegrapb“ bringt Einzel—
heiten über die vom Chislehurster Familieurath gefaßten Beschlüsse
Danach bleiben Kaiserin Eugenie und Prinz Napoleon an der
Spitze der Partei und politische Vormunder des koiserlichen Pria-
zen. Ein Manifest oder eine Proclamation wird nicht erlassen.
Amerika.
Newyorl, 20. Jan. Vierdundert nordamerikanische Sol⸗
daten und Freiwillige griffen einen im Oregongebiet hausenden
Indianerstamm an, welcher sich in Höhlen verschanzt hatte, wurden
aber nach einem Verlust von 40 Todten und Verwundeten zum
X genöthigt. — . .
In den südamerikanischen Republiken fängt man an, deau
Schidjat der Insel Cusb a große Aufmerljamk. it und Theilnahme
zuzuwenden. So foördern die angesehensten Blatter ihns Regierun
zen auf, den Kampf gegen den gameinsaman Erbfemd, — sa
nennt man das spanische Mutterland — woralisch durch offene
Leußerungen der Bewunderung des Heldennuthes der Insel und
werkthäteg durch Geldsendungen zu unlerstützen. In der chilenischen
Zammer wurde sogar die Regierung interpellirt, ob sie nichts
hzun wolle, die Interpellation sedoch mit Recht ausweichend beant⸗

2ELAsJV.

D St. Jugbert, im Januar. Die hiesigen Volksschullehret
qgaben sich bezüglich der Erhöhuug des Honodrars für eine Prival
dunde dehin geeinigt, von Anfangs dieses Jahres ab eiune Privei
dunde in Realien mit 24 Kreuzer ud eine Musikstunde mit 80
dreuzer zu berechnen. —

(Außerhalb, Schmelz ⁊c. entsprechender Zuͤschlag).

7 Kaiserstauftern, 21. Jan. Einjunger Mang von
Dürkheim erschoß sich heute dahier auf dem Grabe seiner jüngst
nerstorbenen Braut. Det junge Mann hinterläßt den besten Ruf
und eine fehr achtbate Familie ist in tiefe Trauer versetzt.

FKaiserslautern, 21. Jan. Gestern Abend ertlus
sich über unserer Stadt ein Gewitter mit Hagelschlag.
rOHornbanch, 20. Jan. Vor einigen Tagen weilten hier
wei Ingenieure des Reichslandes in Sachen der preojectirten
Ainie Zweibrücken · Vitsch. Von Hornbach aus existiren fur diese
trategisch wichtige Bahn zwei Projekte: das eine das Schwolb-
hal entlang üben Wolmünster, das andere das Trubthal entlang
ider die Kirschbacher und Steinhauser Mühle, Waldhaufen-⸗Bitsch.
Die beiden Ingenieure gingen beide Strecken ab und sprachen sich
nia Bestimmtheit dahin aus; daß die Bahnkinie Zweibt ucken⸗Bitsch,
veit strategisch wichtig, allen Ernstes don der Reichssregierung in
Hetracht gezogen sei und die Inangriffnahme nicht mehr lange
werde auf sich warten lassen. — Wie weit dieser Versicherung
von Fachleuten Glauben zu schenken inn, nnen wir nicht eutschei
den; nus eins sei bemertt, wer schon so oft vertrdstet und so oft
zeiaujcht worden ist, wie wir mit unserer Bahn, wird zuletzt meß
rauijch. Im Juteresse unserer Stadt aend uunseres Cantons,
owie des ganzen angrenzenden Bitscherlandes läge es jedenfalls
ziese nicht blos strategischwichtige, sondern auch für den Kohlen⸗
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        ransport nach dem Reichslaude naͤchste Bahulinie' endlich einmal wird die —XRE
u bauen. denn die Strede Saarbrücken · Saargemund⸗ Bitsch ist seichnet seit ˖ einiger Zeit an dem artou. dessen Darstellung —
mer Steigerung bei Bilsch Rohrbach wegen für den Transport die Sündfluth den groͤßlen Figurenreichthum verlangt.und
roherer Lastzuge fast ganz unlauͤglich. (pf. P.) die wenigen Gruppen die bereils entworfen sind, sollen. Alleß,
Surwlgétafen, 21. Jan.“ Inder Nacht“ dom * er dereits geschaffen, an Großartigkeit und Schönbeit über-
Sonnlag auf Montag, wurde der Bursche. J. Wagner von Feri e ressen ..
u hem don einem. gewissen. Steiner, Ane von —33— . Der: bekannte Hyeieift Karl Itgec.o ben hat, am Montag
n den Leib gestochen, daß die Gedärme hervorfielen. Die Wunde Wien der wirnen uewo we fünstigtausendsten Siste
s TCentimeler nef, und lebendgesührlich, — Heue Nacht fnürzten. mit Konigstrant nach KRarlsruhe seinem. Compioir/ und Fabrilper-
ven Häusetn in. Maumd a ch die Giebelmauern ein. Die ional ein solennes Diner und, Abends einen: Ball, veranftaltet.
dauser sind tbeils doriges Jahr. tteils vor zwei Jatzen voan — — en stesen a c 7Iten. F
ehmsteinen erbaut und deren Einsturz die Folge des Regenwettes. Die Pfarrej Trulben, Brzirksamis Pirmasenß; wurde dem. Verweser
Jerletzungen klammen richt vor. (V. Anz... —. ʒerselden, Prieser Ja.to b Weis verliehen. —

ccdie Sundfluth von Kaulbach.) Maler Kaulbach IuVDena verriticher gerere
T
Bekanntmachungen.
Danksagung.

Die so zahlreiche Betheiligung an der'
deichenfrijer meiner feeligen Ftau, so wie
ie erhebenden Gesange meiner Herren
Follegen am⸗ Grobe und in der Kirche
Jaben mich, zu großem Danke dverpflichtet,
—

dαι 2. Jan. 1873.

J. Kefsler.
Theilungsversteigerung.
Samstag den 22. Februar 1873, Nach

nitlags 8 Uhr, zu St. Ingsbert bei Job.!
Idam Beck's Wittwe werden die zur
Hülergemeinschaf— zweiter Ehe des dahier
erlebten Ladknechtes Peter auch Johann
deter Klein“ und seiner hinterbliebenen
Bittwe Julianna Wolf gehörigen Lie⸗
enschaften St. Jugberter Bannes der Un⸗
deisbarkeit wegen auf vierjährige Zahl⸗
ermine in Eigenthum versteigert.

I1 Tagwo. 45 Dez. Acker auf Saifeland
zeben Susanna Jung und Fichter.

92 Dez. Acker auf Hobels neben Peter
Badar und Johann Rees.

55 Dec. Acker links in den Kaftler
Rodern neben Jakob Schwarz und Lude
vig Stolz. ——

38210 Dez. Ader“ am Forellenweiher
xben Peter Uhl und Wiese. 1

52 Dez. Wese in den Potaschwiesen am
Ficherisbruch neben CarlEhrhardt Erben
ind Johann Schwarz.

43 Dez. Wiese daselbst neben Nicolau
Betz und Wittwe Schwuarz. J *

Eigenthuümer und Versteigerer sind: die * —
Witnde und Kinder des ob'gen Erblassers;
als: dessen Wittwe Julianna Wolf, ge⸗
verblos in St. Ingbert wohnhaft. II. —
dinder erster Ehe. 1. Sophia Cathartina
dlein. Ehefrau von Peter Mollendid, Schu⸗
slet, hier wohnhaft; 2. Louise Klein, Ehe-
rau bon Friedrich Eberhard. Glassmaches,
u Müh heim un der Ruhr' wohnhaft, 9.
Margatetha Klein, ledig, Haushälterin hier
vohnhaft, jetzt zu Türkismühle, 4. Wil-⸗
zelmine Kiein, Ehefrau von Georg Osthof,
Blazmacher, zu Mariaunenthaler Glashütte
vohnhaft, 58. Charlotte stlein, ledig. ge⸗
verblos, hier wohnhaft, jetzt zu Altenwald,
II. Die noch minderjährigen Kinder zweiter
Ehe: 6. Peter Klein, Bergschüler, 7. Lud⸗
vig Klein, Schreibgehilse, 8. Karl Klein,
uind 9. Karolina Klein, beide gewerblos,
velche ihre Mutter obige Wittwe Klein zur
Vormünderin und den obdigen Möllendid
um Nebenvormunde haben.

Si. Inabert, den 25. Januar 1873.

Horn, tgl. Notar.

Frische αα.Holzversteigerung
Citronen und Oxangen, den Senp u Ober
—5 wiürzbach.
Schweizer⸗ Alpen⸗Butter —X
ind wieder eingetroffen hei uhr, *7 Ser u Oberwatzbad.

Frit Panzerbieter. 3 e icherhang:
—A
27 buchen E
51 aspen Sparren,
22 kiefern
192 buchen Stempelstangen,
15 eichen Wagnerstangen,
6 tiefern Gerüststangen.
200 Bohnenstangen,
21 Stere bucheu Scheitholz,
26 Stangendruͤgel,
Astholzbrügel,
richen Prügel
aspen
duchen —— *
kiefeimimm
eichen 9 .3
— huchen Krappen.
.A beseitigt (auch brief· ·im, 23. Januar 1873.
lich) in 2 Stunden gefahrlos und Burgermeisteramt
icher Dr Hrnst in Leipzig. J Wack
m mit meinen noch vorräthigen 2ren moͤglichst zu räu⸗
nen habe ich die Preise derselben bedeutend redutitt und verkaufe:
vollene Lamas doppelte Breite r.
desgleichen ganz schwer rx.
Halblamas ir.
qhwerer Wollreuppßsß r.
Tuch in allcn Farben zu Ufl. 12 kr.
Ratins6, Velour, Zuble zu * »—
damenjacken und Joppen
ich eignend zu Ufl. 30 kr..
Gosenstosfe &amp; Wuakins zu den billigfsten Preifen.
Bleiqhzeitig erlaube mir mein Lager kertiger
BHerrenkleider,
eren Preise ebenfalle herabgescht sind zu einpfehlen, mache belonders auf
schwere Winter-Joppen zu 6 fl.
desgleichen für Knaben .230 lr.
—A
sschwere Arbeitshosen 2
ufmerksanm. 1J—

* —

5
—
—er

— Anerkennung.

derrn Th. BGöhenberger. Breslau.

Idgh ersuche nochmals freundlichst um 1 Flafche

TannimTerpentin“)

and hoffe, daß es die lehte sein wird, denn mein Rheumatismud hat

edeutend nachgelassen.
AltKemmniß bdei Hirschberg, den 17. October 1872.

A. Beck.

) un daben in Jlaschen d 1 Gulden 45 Kreuzer S. W. und d 45 Kreuzer S. W

TEt. Inabert bei Job. Friedrich.

Heinrich IRoa⸗

— renue
grüne und geschälte Erbsen,

Linsen und Rohnen

pfiehlt Meter Zepp.
        <pb n="56" />
        „Trutz net so.“
Montags den 27.
Januar 8781

Abends 8 Uhr 5

WVinuten

arreusitzung 7

nit Damen. *

m grofen Saale von Ferd. Oberhaufser.
Nur Vereiusmitglieder daben mit ihren
Damen⸗Zutritt. Schulpflichtige Kinder wer·
den nicht zugelassen. *
Der Präfident.

SArliefstegelmarken.
Einfarhig geprägte, siegelladähnlich pr. Misle 123 Thlr. ..
2. Ewei farhig geprägte, weiße oder helle Schrift auf dunkelfarbigem Grund⸗

2 Mille 256 Thlr., 1 Mille 156 Thlr. . VV

Couvertsa mit ausgeprügter farbiger Siegelmartie pr. Mille

4 Thlr. —JV — J

Du, I, 2 u. SB elexante NMeastugpetsahasfte 4 10 Agr.

Liographisehe Marken ohnme Frägung- 2 farbig mit weißer

Schrijt pr.Mille1Thlir.

5., Lit hogran hisehe Marlcen in Goldsehrift pr. Mille 12 Thlr
G., Visitlcartem auf Glacò oder Carton Papier pr. 100 Stück 20 Ngr.
Ebenso alle vortlommenden Aufträge für Lithographie. Gradir-Arbeit, Bilderfabri⸗
sation werden prompt und billig gelicfezt von der Siegelmarken-Fabrik, litho
graphischen Gravir⸗, Präge &amp; Eolorir Auftalt nebst Steindruckerei von

ernan Or

RNeusalza in —A —

Lieferzelt 4 nethalb 8 Tagen, ad 2—6 chrc4 Wochen,

Sendung pr. Pro sinach na hume,; wenn nicht Betrag franco vother tingejsand—
vurde. Agenten erhalten vohe Provision. a

— —— — —— 2
— ———

F

Gebt dem Kranken rich⸗
tige Diäten, so genest er.
Liebenwerda, den 17. Juli
1872. , Unendlich wohlthätig hat
Ihr Malzexiraft auf memen Husten
gewirkt und din ich jetzt fast nollstän⸗
dig davon befreit.“ Barnim, Steuer⸗
Finnehmer. — Cöthenu, den 16.
Juli 1872. Von angestrengter Kran
lenpflege war ich so hinfällig, daß
ich fürchtele ebenfalls krant zu werden,
als mir der Arzt rieth, Ihr verühm⸗
tes Malz⸗ExtractGesundheitsbier
zu genießen. Ich that dies, bekam
Appetit und fühle mich so schuell ge⸗
träftigt, daß iv Ihren Malz Extrakt
Jedem in ähnl'chen Fällen empfehlen
werde. — Mit Hochachtung. Emma
Holze. Lengegass.
An den Königl. Hoflieseranten Herrn
Johann Hoff, Berliin.
Verkaufsstelle bei Fritz Panzer⸗
bieter in St. Ingbert. —

—ã— 0 —
Rie seerbr

st⸗ ad trota ihrer vortresflic en
Original- IHustrationen wohl-
leilste Frauen-Zeitung ist
lie seit üher Sieben Jahren
rscheinende
Modenweltf.

5
——BE —*
Die
destigsten Zuhnschmerze
verden sofort —— di⸗
ze berühmten
. Eru satroimꝰs sIi wedi
—XRXXC Luhntropsen
Slacon 21 kr. acht zu shade—
St. Ingbert bei J. Friedrich

reis vierteljührlien 45 Kr.
nit eolorirten Modenkupfern
Gulden 3 Kreurer
Die practische Richtung
des Blattes, welehe stets die
oudũrfnisss der Familie berũcksichtigt, den
Inforderungen der eleganten Gesell-chaft aber
nicht minder Rechmung trügt, macht jede ein-
elne Vorlage doppelt werthvoll. Die Schnitt-
nuster — über 200 jährlicht — sind ihrer vor-
üglichen Auswahl und ihrer Genauigkeit wegen
rũübmliehst bekannt, nieht weniger die leicht-
verständliehen Anweisnngem vresche selbẽt un-
zeüb tere Hände geschiekt machen alie Gegent
tände der Toilette, Leibwãũsche ete. selbst an-
zufertigen. Auch im weiten Gebiet der Hand-
irbeitenlat dio Modenwelt die beste Lehr-
meisterin.
AIle Buehhandlungen und Ptämen nehr
jederzeit Bestellungen an-...

3ohne Medicin—

Brust- u. Lungen⸗
cranke sinden auf naturgemassem
Weégeo selbst in vorzweifelten und
von don Aerzten für unheilbar er-
klãrten Fällen rudicale IIéil-
unmg ihres Leidens
One Meéecäcin.
Nach specieller Beschreibung der
Krankheit Näheres briefliech durch
Dir. J. H. FieKert, Berlin.
WnII-Strasae Nr. 23.
ohne Medicin.
⸗ ⸗ e
7 * — * ——
DW. Juhrländer Nachfolger, 5
—F — ⸗ 2 7 * — 2 — 7
BS Argasssse s Franlkcfurt am ain.
Durch forwährend veue Zusuhren und durch meine direkten, Verbindungen mit den ersten Fabriken, ist es mir möglich, mein reis
lortirtes Lager zu den behannienbpjizigen Preisen zu empfehlen. —
Großes Manufakturwaaren ˖Lager Großes Ausstattungs · Geschäft.“ a
1000 Stuck / breite achtfarbige, lila, rosaj gelbe, braune Cattune, *09. Stuch / breites schweres Leinen, fuͤr Hemden und Betttucher,
für Kleider und Ueberzüge, Cattune mit Borden, fsur. . der halbe Meter 12 kir. *
VWorhänge, der halle Meter 9 tr. 2u Ellen brete grobe Leinen, für einschläfrige Betttücher, daß
200 Stuck feinste franzöfische Jaconets in den brillante sten Dessins, der 4.34535) vollstandig Betttuch ohne Nath, 4 Ellen lang, fi. 145.
halbe Meter 12 kr. heef deh huibe Me B*57 gEnin dar dzebe Leinen, e ehe Vettiucher, das von⸗
200 Stück jeinste Pique⸗Gattune, der! halbe Meter 12 sr. Ig S hrandige Betttuch ohne Rath 4 Ellen iang .2 24.
Siua 9 breiicz shweres —* Bettzeug, meistend ui tisch⸗ 200 Stud vo 95 de eetes und böhmisches Leinen, der halbe
roth, die Elle 15 kr. 1B355 Centimetres 3 ete is 30 33 J 4
300 Stuch schweren schwarzen Mooreens sir Untetrode, die Gue22kr. 200 Stud —IJʒx wollene Bettdecken, jur zweischlafrige Betten, das
([55 Centimetres. * —434 ⸗ 44 —
/. breiten englischen wainor⸗ snr bevᷣb —X oᷣ Em X 3 Bettdecken, sir zweifchlafrige venen
Franzen die Elle 48 kr. 60 Centimetres)) 5 z00 Eiuds .46.. J F
A3 * — qhhwere graue Bett⸗ a. Pferdedecken, d. Stück fi. 230. bis I. 13.
ie/ breiten schweren guten Buxkin für vosen und ganze Anzüge, Fe ———————— ieÑgen
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⸗breite Fußteppichstoffe, die Elle . 25 Lentimetres 100, Dutzend weiß feine Tischtücher, 2 Ellen vang 2Ellen bvet
Blatten, —8** Dplienn — E die Elle I5 15⸗ — * ßt das e — chev 2n v ————
metres. , Na od Derz nd Handtucher, das Dutzend von f. 3 am, die Elle vonb ke. an.
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Lamas, Unterrockstoffe, Thibets, Cachemires, Flanell, e/ breiten reich Tamagirten Vorhangomull mit Vogen ver halbe
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24 tr. [55 Centimetres.) . 134 graue, gelb weiße ervierten zum Fatriloreise.
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sich wiederho lende Nachbestellungen sind die besten Beweise,, daß man allemn halben, mit meiner. Beditnung sehr
ννιε—X äνιXaZöufrieden ist. —D
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Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestece iege diee isher beidiesene Wertrauen auch weiter
zu erhalten.

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Re.akltion, Druck und Verlag von F. X. Der
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        Sl. Ingberler Anze
J gberler Anzeiger.

der Si. Na a erier Anzeiger (end das mit dem Dauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstags⸗, Donnerstagt⸗ und Sonnta

anne erlherwdcheutlich vine r e a l: B ien atag, Donnerstaag, Samatag und Sonutag. Abonnementspreis vierteljährig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anteigen werden mit 4 erzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

— — — — — — —— — — —

1 15. V F 1873
Deutsches Neich. W
ünchen. IDem Wiener „Fremdenblatt“ wird von hier
peschtleben: „Graf Taufflirchen durfte demnächst auf mehr wöchent-
jigen Urlaub hier eintreffen, aber an eine Aufhebung der baherschen
Zesandtschaft beim Heiligen Stuhle ist nicht zu denken. Graf
Taufftirchen wird während seines Urlaubes durch Graf Cetto in
Rom vertreten werden.
mAnqhen. Im Spitzeder⸗Prozeß soll sich, wie dem Nürn⸗
„Bzeiger“ geschrieben wird, ein recht unliebsamer Zwischen-
iall ergetön haben; es sollen nämlich von der Militärmannsgaft,
welche, während die Untersuchungscommission sich im Hause der
Spitzeder mit Prüfung der Bücher ⁊c. bifaßte, dorthin beordert
war verschiedene Paprere, die die täglich wechselnden Soldaten
für werthlos hielten, die aber in der That -—cchuldurkunden ⁊c.
waren, zum Feueranmachen und zu sonst dergleichen Zwecken be—
nutzt worden sein, Man sagt, es seien dadurch mehr als zwei
Millionen zu Grunde gegangen ()). Wie groß der Schaden ist,
läßt sich gar nicht eruiren; es gibt also zweifellos neue Ver—
widlungen und Prozesse!

Berlhin. Die Vorlagen, welche den Reichstkage nach
seinem demnaͤchstigen Zusammentritt Seit ns des Bundesraths ge⸗
macht werden sollen werden, wie die .D. R.C.“ hört demselben
in nachstehender Reihenfolge zugehen: 1) der Entwurf einer
Strafprozeßordnung; 2) das Gesetz über die Kriegsleistungen;
5) das Bantgesetzz, 4 das Münzgesetz; 5) das Vereinsgesetz;
6) das Gesetz üver das Rechnungswesen; 7) der Entwurf einer
VTivil · Prozeß⸗Ordnung; 8) das Gesetz über die Gerichtsver⸗
fassung.

Der „D. A. 3.“ wird von hier geschrieben: Es ist als
ieststehend anzusehen, daß die beabsichtigtke Erhöhung der Tabaks-
sseuer als Acquivalent für die jedenfalls zu erwartende Aufhebung
der Salzsteuer nicht eintreten wird. Dagegen ist jetzi thatsächlich
die Einführung der Borsensteuer zum Ersatz in Aussicht genommen.
Dieselbe wird sich mit Bestimmtheit auf eine Besteuerung der
Sch ußzettel beziehen. Die Frage, ob auch eine Besteuerung der
Diblidendenscheine eintreten soll, schwebt noch; es ist ader höchst
unwahrscheinlich. daß man sich dafür entscheiden wird. Die Er⸗
höhung der Tabakssteuer scheiterte übrigens an dem Widerspruche
der Süddeuftschen.

Hinsichtlich ber Beust⸗Gramont · Affaire ist noch jimmer keine
doffnung vorhanden, daß die politische Weit furder mit dieser
—X— Fürst Metternich soll
ich durch die jünaste Erwiderung des Herzogz v. Gramont dergestait
detausgefordert fühle, daß er gleichfalls auf dem Kampfplatz her⸗
zuszutreten für fürl gut defindet, und zwar in Gemeinschaft mit
dem edlen Herrn v. Beust, Bei diesem neuen Scharmützel, heißt es
wolle man den Grafen Vitzthum, der doch nicht mehr zu retten
ei, fallen lassen; die Art der dabei zu befolgenden Taktik läß
ich schon wijchen den Zeilen durchlefen — man wird ihn wahr
scheinich beschuidigen, aus eingefleichter Liebe zu den Franzmaͤnnern
seine Vollmachten üderschritten zu haden; es wird schon angedeutet,
daß er wohl demnachn seinen Posten in Madrid verlassen werde,
um in irgend einem ferner Wintkel über die Vergänglichkeit der
Dinge nachzudenlen. Aber Beust — *

Frankreich

Paris, 22. Jan. Die „Arqives israeliles— bringen fol
gende Geschichie, die sich in Marokko zugetragen hat. In der Nah—
hon Tanger haite ein Aufstand Statt gefunden. Den Regierungs
ruppen verblieb der Sieg und der kommandirende Pascha, der
diergig der vornehmsten Häupilinge, welche in seine Hände gefaller
waren, hinrichten ließ, kam auf die Idee, die vierzig Koͤpse ein⸗
jalzen zu lassen um sie an den Sultan zusenden. Zur Ausfuhrung
dieser Operalion bestimmte er die jludischen Metzger; dieselben
weigerten sich zuerst, sich der Arbeit zu unterziehen; da aber mit
dem Tode gedroht wurde, so gaben sie ihre Zustimmung und
jührten die Arbeit. und gar an einem Samstoge, aus. Der

talienische Consul war der einzige fremde Vertreter, welcher gegen
die Sache protestirte.
Italien.

Rom. 22. Januar. Prinz Arthur von England hat gestern
iner Soirée im Quirinal beigewohnt und ist heute vom Papfte
u besonderer Audienz empfangen worden. Später hat derselbe auch
em Cardinal Antonelli einen Besuch abgestattet. (W. T. B.)

Schweiz.

St. Gallen, 19. Jan. Die zahlreich besuchte Kirchen⸗
zemeinde von Rapperswil besloß, mit allen gegen 25 Stimmen:
) nicht zuzugeben, daß die Kanzel zu politischen Zwecken miß
iaucht werde; 2) zur Entfernung des Custos Steinemann, wel⸗
her gegen die paritänschen Ehen, die liberale Presse ꝛc. dredigte,
ie nothigen Schritte zu thun. Zu gleicher Zeit wurde dem von
»en confessionellen Streitigkeiten sich ferne haltenden Ortspfarrer
eine Gehaltszulage bewilligt.

Amerika.

Newyhyork, 23. Jan. Ueber die Folgen des großen Schnee⸗
falls in Minnesota treffen schiimme Nachrichten ein. Biele
Menschen sind erfroren und der Viehstand ist schwer beschädigt
vorden.

Bermmischros.
fKaiserslautern, 25. Jan. Dem Vernehmen nach
vollen einige groͤßere Capitalisten hier noch eine zweite Actien⸗
zrauerei gründen und zu diesem Zwecke die Köhl'sche Brauerei
zur Loͤwenburg“ zu dem Preise von 200,000 Gulden ankaufen

Speier, 24. Jaa. Die Prufungscommission für Ein
ährig Freiwillige hat für die 8. Infanteriebrigade ihren Sih
in Speher und ist zusammengesetzt wie folgt: Ordentliche Mitglie⸗
der sind: 1. Major Carl Frhr. von Crailsheim des 5. Infanterie⸗
Regim. Geoßherzog von Hessen, 3. Commandeur des Landwehr⸗
bezuirks Speyer, Major Georg Veith, 83. Regierungsrath Hermann
Wand, und 4. Regierungs-Assessor Theodor Pfender. Außerordent⸗
iiche Mitglieder sind: 1. Prof. Joh. Nep— Heel des Gymnafiums,
2. Lehrer W. Dreser der Gewerbschule. (Sp. A.)

FEs durfte fur unsere Leset von Interesse sein, zu erfahren,
daß einer der Hauptgewinne der 8. Koölner Dombau⸗Pramien⸗
Zollekte, und zwar der von 5000 Thalern, einem in der Umgegend
‚on Warendorf wobnenden ar nen Koͤtter (kleinen Pächter) zuge⸗
allen ist. Den glücllichen Gewinner hatte das Schichssal durqh
Zrankheit von Frau und Sohn schwer betroffen. Dazn verendete
m vergangenen Jahre seine einzige Kuh, und sein einziger Sonn⸗
agsrock nebst anderen KHleidungsstücken wurden ihm und den Sei—
nigen durch freche Diebeshände entwendet. So ist denn also die
aunenhafte Frau Fortuna, wir möchten fagen ausnahmsweise,
inmal vernünftig gewesen.

F Berlhin. Bekanntlich hat die Militärbehörde neuer⸗
ings der Luftschifffahrt, resp. ihrer Verwendung im Kriege eine
zrößere Aufmerksamkeit zugewendet. Das Ingenieur⸗Comité dat
‚emzufolge eine befondere Kommission erwählt, welche die Aufgabe
hat, eingehende Versuche anzustellen, die sich namentlich auf die
Zösuug des Problems von der Lenkbarkeit des Ballons erstrecken
ollen. Wie wir hören hat diefe Kommission für diese Zwece
inen besonderen Ballon anfertigen lassen, mit welchem in der ver⸗
lossenen Woche auf dem großen Pionnir Uebungsplatz hinter der
dasenhaide mit demselben Fuͤllungsversuche angestellt worden sind.
Diese Versuche haben ein durchaus günstiges Resultat ergeben.
Fum Fruhjahr dürfte die die an dem Ballon zu befessigende
SicuermasDine fertiggestellt sein, worauf die auf die Lenlbarkeit
ezüglichen Verfuche vor genommen werden sollen.

Berlin. Folgenden höchst merkwürdigen Borfall erzaͤhlt
das, B. Fr. Bl.“ mit dem Bemerklen, daß ihm die Thatsachen
»erbürgt werden: Vor ca. 12 Tagen erkranlkte das 11 Wochen
lie Kind der 18 jährigen unverehelichten E. K. in der Bestraße,
vahrscheinlich in Folge Erkältung dei der kurz vorher stattgefundenen
ahte an Diaresde und besen Augen. Es war in Behandlung der
        <pb n="58" />
        Dr. W. gegeben, starb aber nach acht Tagen und zwar an
pergangenen Samstag. Nach Besichtigung der Leiche stellte De.
W. einen Todtenschein aus; die junge Mutter besorgte die Leiche, legte
sie in einen Sarg, der an das offene Kigchenfenster gestellt wurde;
am Dienstag früh sollte die Beerdigung siattfinden. In der Nacht
pom Montag zum Dienstag hört die Mutter aus der Küche plötzlich
Zindergeschrei — sie eilt hinzu und siehe da — es ist ihr Kind
im Sarge welches schreit. Sosort in ein warmes Bett gebracht,
schikt man zum Arzt und findet endlich bei Dr. Kt. Hilfe, der
jchnell Arzneimittel verordnet, obgleich er erllärt, daß das Kind
den Tag nicht erleben werde. Dennoch lebte das stind
gestern, Mittwoch Vormitiag, noch und berechtigt zu der Annahme,
daß es überhuupt leben bleibt, obschon nach AÄussage des Arztes
das Augenlicht für immer verloren sein und Stumpsinnigkeit zu⸗
rückbleiben wird.

fFParis den 15. Jan. In einem kürzlich verhandelten
Livilprocesse isft die Thatsache erwähnt, daß nach der Einnahme
yon Paris durch die regulätren Truppen der Commune Oberst
Brunel in dem Wandschrank einer am Vendome⸗Platze gelegenen
Wohnung entdeckt und auf der Stelle füsilirt worden sei. Heute
erhält nun die „Rep. fran.“ von dem Oberst Brunel aus London
eine Zuschrift aus der hervorgeht, daß derselbe aiemals von den
Bersaillern ergriffen, sondern im Kampfe am Chateau d'Eaut
ꝛerwundet und dann nach England enttommen sei, auch daß es in
der Commune⸗Armmee kein anderes Indididuum seines Namens
gegeben hätte. Es kam also hier wieder ein trauriger Fall von
Berwechsluug zu Tage, in Folge dereren, Dank dem summalischen
Berfahren der vordringenden Truppen, ein Unschuldiger zum Tode
geführt worden istt.

F London, 23. Jan. Das nach Amerika bestimmte
Auswandererschiff, Northfleet“ ist gestern Nacht im Kanal, wo es
ankerte, von einem ausländischen Dampfer niedeigerannt worden.
VPon 412 Auswanderern und der Schiffsmannschaft wurden nur
85 Personen geretiet. Der Name des Dampfers, welcher, ohne
auzuhalten, weiterfuhr, ist unbetkannt.

Petersbdurg. Ein schauderhaftes Verbrechen wird der
„Petersb. Ztg.“ aus dem Flecken Kachowka (Gouvernement
Therson) gemeldet. In eine auf dem Wege von Simferopol nach
Perekop gelegene Einfahrt kam gegen Abend ein Bauer mit einem
Madchen von zehn bis zwöͤlf Jahren und fand daselbst drei oder
pier ihm unbekannze Gaste vor. Diesen erzählte er, nachdem er
varm geworden, in Gegenwart des Hauswirthes, von seinem
Blücke, durch den Verkauf verschiedener Producte einen Gewinn
pon 90 Rubein erzielt zu haben. Diese Mittheilung erweckte in
dem Wirthe den Plan, in Gemeinschaft mit den anderen Gästen
den naiven Erzähler seines Gewinnes zu herauben. Gegen Mittet⸗

nacht, als alles ruhig wurde, überfielen die Verschworenen den
armen Bauer und hieben ihn in Stücke. Darauf berathschlagten
ie, was mit der Tochter zu beginnen sei, damit dieselbe an ihnen
unicht zun Verräther werde. Um nicht die ohnehin fehr zahlreichen
Blutspuren noch zu vermehren, machte der Wirth den Varschlag,
das unglückliche Mädchen zu verbrennen. Der Vorschlag fand
Beifall, und der Ofen wurde geheizt. Inzwischen entfernte sich
er Wirth aus der Hütte, um nicht Augenzeuge dieser Geere
That sein zu müssen. Das unglückliche Mädchen hatte den ganzen
Forgaug der E mordung des Vaters und der darauf gepflogenen
AInterhandlungen hinter der Bretterwand angesehen und angehoͤrt.
Zor Angst verbarg fie sich unter den Kissen des Bettes. Ala der
Afen geheizt worden war, schleppten die Unmenschen aus dem
Berschlage an Sielle der Bauerstochter die verschlafene Tochter
des Wirthes heraus und warfen sie in den Ofen. Auf das ent⸗
etzliche Geschrei der Unglücklichen, deren Stimme der Vater er⸗
annte, stürzte derselbe herein. Als man sie aus dem Feuer zog,
zatte sie schon stacke Brandwunden. Inzwischen hatte die Tochter
des Ermordeten die Verwirrung benutzt und war ins benachbarte
Dorf gelaufen mit der Meldung Uber das Geschehene. Es kamen
zon dort Leute, welche die Verbrecher am Orte der Unthat er-
zriffen in deuselben Augenblicke, als sie die Brandwunden der
tark verlezten Tochter des Wirthes mit Oel bestrichen.

Als am 13. November v. J. die Sturmfluth dan Bahne
orper zwischen Stralsund und Griifswald — 8
Brücke über den Ryckflaß beim Passiren des BahnzagesWuzie,
nermochten die Bahn⸗ und Poftoeamten nur mit Mühe und Noth
hr Leben zu retten. Das im Bahnzuge befindliche Postbureau
vurde von dem Postsecretär Kadewing begleitet. Als er den
kisenbahn⸗Postwagen bereits verlassen hatte, bestieg er denselben
doch wieder, um die in demselben befiadlichen Geldsendungen
inter Verschluß zu bringen. Diesem Umstande war es zu ver⸗
anken, daß die Postverwaltung später in den BVesitz sämmtlicher
Beldsendungen gelangte. Unter diesen besand sich, wie wir dies
einer Zeit constatiren, ein von Israel in Stralsund abgesandter
iach Berlin an Anhalt und Wagner gerichteter, mit 500 Thlr.
declarirter Geldbrief, der aber in Werklichleit 17,9000 Thlr. ent ˖
hielt. Die übrigen 16,500 Thlrn. waren bei einer Transport⸗
Versicherungsgesellschaft versichert. Diese Verficherungsgejellschoft
hat nun in Anbetracht des Umstandes, daß fie im Verlustfalle des
Beldbriefes die bei ihr versicherte Summe hätte ersezen mülssen,
dem Postserretär Ladewig mit Genehmigung seiner vorgesetzten
Dienstbehörde für sein muthvoslles und umsichtiges Verhalten ein
ehr werthvolles Geschenl, bestehend in einer goldenen Anleruhr
und schweren goldenen Panzerkette zustellen lassen, die einen Werth
von eiwa 150 Thalern repräsentiren.
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3355 33353
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82538 22333
*23835 S —
22383 5323333
2323 2
3 75
32 22 3
2553 2308 32
8 2*5325
—A 532223

— ⸗—

2028 35778*
52222
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m 874 — —

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22 *2 c — — 72 a
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22.75 —85 2* —— —
25—. — —353 3 3385—53 583*
1527 3383323*8358 *
225—75* 53753338 2352385 2 J
A 33 32232426 ẽ*
2S84.5 28333 222—z5 —
5 22353 —3—35 25
ãS323*22 282
— 3335—2823352325 8S—.
8335 32233—2—222 3
532323222 25272 2 9
255 5357 ** —— 8
233 55 237537 862
—23236 — 25
557 5.8 —— * 128
22
*338 55
4 —22 — *
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5 22 V9 2
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82 75377
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5— *
5
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J2 —329
252 722
an· 3 —AV

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I 5722 77
—— 53 2 B3223
2— 223,32333 —25
—1727 2* — *
—22593 2345322868
—— J— 3 *
A 2 * 2 5
2229098 2432288
2533535 337
5—252 —2325
*21327 522.25
1 * 2 *
233388 2533288
33 222 2528
12325385185 332 *53
7
—D 23 22
—x 553 S⸗ — — 23
252 2 28 J 25 * 25353
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225 — 3* 5 3 *5523
—832233 8 223337
2 5 2. 5 8 7 5 —2
253 — —A 2 223 77
2* — 2 —— 2
32233235 ĩ355
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32 3523 —* 2323322
35983—53— 238223
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32378232 835*
—2272 ——— 8 32
5 575 353 253 7 3353
23* V — 7 5* 2723

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28
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*
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        f. Ingberter Z(nzeiger.
3.

—

J *
Dder St. Naaberter Anze ig'e r Gand das wit dem erdiblatte verbundene Unterhaltunzoblatt, mit der Dienttags⸗, Donnerttagt⸗ und] Sonnta
— wbchentlich vie r n al: Diensta g, Donner ztag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteliährig 42 Arzr. vder
1a Suberur. Unleigen werden min 4 Kerre. de dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
—16
— —— ——
Deutsches Reich.

Mäanchen, 25. Jan. Dem Vernehmen nach hat der Kriegs⸗
minister Pranth anläßlich von Schw'erigkeiten, welche sich gegen
die vertragsmäßig einzuführenden militärischen Bestimmungen zeigen,
reuerdings seine Entlassung angeboten. Die Annahme ist noch
weifelhaft. Von particularistisch r Seite werden als Caundidaten
für das Krigeministerium die Generale Walther und Huetz ge⸗
nannt.

Dienstan, der 28. Janunuar

1rzgʒ

———

dieser Hinsicht würde jedenfalls auch für die anderen deutschen
Staaten maßgebend sein.

Ueber die angeblich— beabsichtigte Baarzahlung der fünflen
Milliarde der Kriegsentschädigung Frankreichs an Deusschland
liegen heuie aus Paris einige näheren Daten vor. Demgemäß
wäre die Regierung schon im Besitz von 300 Millionen der driften
Milliarde von der großen Auleihe, also von der fünften Milliarde
für die Kriegsentschädigung, von deren ganzem Bettage dis jetzt
3150 Millionen thatsächlich an die deutsche Regierung abgeführt
sind. Die französische Regierung hätte demnach in ihren Koffern
noch 1150 Millionen in Baar und jederzeit zu versilbernden Wech⸗
seln. Nach dem Vertrage vom 29. Juni v. J. brauchte Frankreich
die dritte Milliarde der Kriegsentschädigung erst am 1. Februar
d. J. die vierte am 9. März 1874 zu bezahlen, während die
fünfte, für welche unter Zustimmung der deutschen Regierung Bürg⸗
ichaft geleistet werden könnte, um die Räumung des G. bietes gleich
vollziehen zu lassen, erst am 1. Müärz 1875 verfallen würde. Nun
meldet auch der Pariser Berichterstatter der Londoner „Times“,
in Uebereinstimmung mit den Andeutungen des „Bien Pubiic.“
daß Frankreich wahrscheinlich keinen Anlaß haben werde, für die
afte Milliarde Bürgschaft zu leisten, weil es dieselbe schon im
Mai 1873 zahlen werde. Ju jenem Monat werde sich in dem
Schotze aämlich die Summe von 800 Millionen befinden, so daß
die fuͤnfte Milliarde ohne Burgschaftsstellung abgetragen werden
tonne.“Die noch fehlenden 200 Millionen würden kein Hinder—
niß für die vollständige Befreiung des Gebietes bilden, uͤnd es
sei daher zu erwarten, daß die gänzliche Räumung der besetzten
Departements noch im Laufe dieses Jahres erfolgen werde. —
Besetzt den Fall, die Sache verhielt sich wirklich also, so dürfte es
immer uoch von der deutschen Regierung abhängen, ob sie auf
eine derartige Erledigung — gelegenheit eingehen wolle; jeden⸗
falls müßten die inneren Zu e Frankreichs eine genügende
Bürgfchaft dafür bieten, daß die Ruhe für die nächfte Zeit nicht
gestoͤrt werde. —D ——

Frankreich
Die „France“ will wifsen, daß die Eröffnung der Verhand⸗
lung des Prozesses Ba zaime definitiv dauf den 19. April an⸗
gefetzt wäre, und daß das Dektet, welches die Muügilieder des
Friegsgrichts ernannt, schon in den. nächsten Tagen -itn Journal
Officiel erscheinen werde.

München, 258. Jan. Der Major des bayerischen Ge⸗
neralstabes, L. Lindhammet. welcher bither in die historische Ab⸗
iheilung des großen Generalstabes vach Berlin kommandirt ist
vird von dort abberufen und an dessen Stelle der Premier⸗Lieut.
F. Frhr. v. Steugel/ Abtheilungs⸗ Adjutant im 1. FeldArtillerie⸗
Regiment, zur Muͤhilfe beim Entwurfe des offiziellen Werkes über
den deutschefranzoͤsischen Krieg bon 1870 urd 1871 dahin abge—
ordert worden.

Berlhin. Als Curiosum erwähnen wir. daß in klerikalen
Nreisen dat Märchen verbreitet wird, Fürst Bismard ung
draf Roon würden sich in's Privatleben zurückziehen und der
chemalige Ministerpräsident Otto v. Mant'euffel wäaͤrde er⸗
steren, Graf Eulenburg lezteren ersezen. —

Ss erlin, 23. Jan. Die franzosischen Blatter erheben ein
Jubelgeschrei darüber, daß der Koͤnig Ludwig von Bayern sich
afficiei gegen die allzugroßen Ehrenbezeugungen ausgesprochen
habe, welche eir zelne bayerische Städte dem Quronprinzen des deut⸗
schen Reichs erzeugt hatien. In sehr sanguinischer Weise deduziren
fie nun aus diesen Aeußerungen, daß Konig Ludwig gar nicht
mehr; bundesfreundlich sei, und daß bei zeinem zwischen Frankreich
und Deutschland ausbrechenden Kriege eine Spallung zwischen den
rtünstlich zusammengeleimten — deutschen Sitaaten eintreten werde
Außerdem rechnen sie auf die staatsfeindliche Haltung der ultra⸗
montanen Pattei in Deutschland und reden ihren leichtgläubigen
dandsleuten ein, doß bei einem ausbrechenden Rachelriege Frank⸗
reich in Deutschland selbst so manchen Bundesgenossen finden
werde. Das ist derselbe unselige Irrthum, von welchem Nopo—
seon und seine Umgebung“ vor Ausbruch des leßten Krieges zum
Berderben Frankreichs« befangen waren. Von diefem Beispiel
belehrt, sollte doch die franzdsische Presse statt zu derartigen Täu—
schungen das Volk lieber zu seiner Reorganisation anfeuern.
Berliün, 25. Jan. Die Rede des Fürsten Vismarck,
welchet bei seinem heutiger Erscheinen. im Abgeorduetenhause auf Londonm,21. Ja Vglaud⸗ α
Wsdedhann ren 88 9— dae des Nicht⸗ Birmingham hoß⸗ Imii ee eede
—8 —*8 8 dhn —* he sich das jäbrliche Einmmen der kaiserlichen D hehen enm
—e— —— “e da an izmard eir hurft auf 123000 Lstr. Die spanischen Güter nue 3
orin ei Jeane Die — 3. begründet di vermögen der Kaiserin Sugenie bringen jaͤhrlich 6000 3 ivat⸗
Wu e e e 3 dit und der Verkauf ihrer Diamanten, Fuwelen und G i
sothwendigleit eiues Zusammentagent des preußischen Landsages irte cuca 120,000 vr. Der —9— h iund Semalde produ-
wobei sie alsdann demerlkt: —.An den Gedanken werden wir irgend ein idenes Ein mme. erstochene Erlaiser besaß ka
Deuische uns zu gewdh en haben, daß da⸗ Reich, die Vorhand hat Lulu hat nunmehr — —E — u Pi
und daß die patticutaren Interesen seibst wenn sie so werthvoll fonds angenommen. Man — sich ten vz pee F
8 so ee Bedehiun⸗ sind, wie die von unserm Land- Eugenie, wenn sie incognito reiste, ebenfalls ae Naetin
AF rtig dahr zurehmenden, nicht im Vordergrunde der pflegie. Pierrefonds ist gewissermoßen, das Stolzenf ;
ngen ich deweden . Von Preußen und seinen polin swhen ein in der Näte Com piegne's mi jels Frantreich
Maͤnnern heißt es uüberdies: noblessoe obligo! Grade wir Pteu der Kaeserin in mittelalterlichein Siyle * n eere
hen wollen damit ein Be spiel geben, daß uns in erster Linie vieder aufgebaut wurde Siyle und mit groben Answand
Deutschland steht und in zweiter Linie Preußen! Wenn wir dem Mußland. J
Reiche die Ehre geben, die es erfordert, dann wird solchem Bei; 5 Der Besu ch des N nhan 5. wi 2*
— —J sich in deutscher Staat versagen wollen. Was Petersburg darf für April als feststehend m . Host mn
ege 4 8 der nicht das wird man don dem kleüsten dens der dflerreichsschen Blätter an den Besuch geknü 8 Sei⸗
eree — en nede
—BR *4 —*8 elen uͤber Alles. —Bit Waßregeln, sind sicher grundlos. Der Besuch i ß ee
Furst Biz i 3 —8 ouch im Zusammenhang,wenn amder in Betlin zugesagt, spater bei Anwesenh sn 88
mare am 25.8 M. im Abgeordnetenhaufe in Aus roart in Pelersburz wahrend der Georges. senheit des Prinzen
icht slelte, daß die „auswärtigen Minifterien? in den deutschen puult drecfie rgsfestes wurde der Zeit⸗
ẽiche stacten den Titei Winsterien sur Reige vder fut deutsche *
Angelegenheiten“ eihallen würden. Der Vorgarg Preußens in

2 — 251* *
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        ermnishtes. —— æen (19) Verttetern des süddeutschen Eisenbahnverbandes behuss der
Ausder Pfalz. Die neueste Zusammenstellung des diejem ——— Welt· Ausstellung einjuführenden direkter
Schuldenfandes der Gemeinden in den einzelnen Regierungsbazitlen Jante Generaldirektionsgebännde eine Konferen, abgehalten.
Bahers fur das Jah. 1871 laßt rerfehen. daß auf die * Rach den gefahzten Beschlüssen sollen Retourbilleie mdt Awöchentlicher
der pfätt: Gemeinden im Betrage vonn 1,429, 228 fi. heimbesahl Biltigteit vei einetz Eemäßigung von 2500 jur Ausgabe elangen
wurden 217, 108 fJI., sonach sind verblieben 13242, 115 fl., woju und Exkrazügen, —R sih 8000 Personen betheiligen, ein⸗
neue Schulden kamen 656.321 fl., so daß der Gesammtschulden Frachtermaßigung von 5090 zugestanden werden.
stand beim Rechnungsschlusse 1871 1,868. 486 fl. war. (Pf. N.) Die Gesammtausprägung von Reichsgoldmünzen an all
— . Ju. M al statt bei Saarbrüden, wurde am 19. d. M Müuzstetten Heß deutschen Reiches gellt sich bis 11, Jan. d. I
ein Fäsbsich munntz enr verhaftet; er haite dem Wirth Gilborn! auf, 433. 854, 886, Mark zwovon 339. 118,780 Maikin Zwangg
ein Zweithaterstück in Zablung gegeben, das diesem verdächtig ex⸗ markstücken und 94,789,080 Mart in Zehnmarkstücken bestehen
schien, weßhalb er es einem gerade anwesenden Gensdarmen zeigte, Hievon partizipirt München mit 8483, 600 Mark.
der spfort die Verhaftung vornahm. Bei der. Durchfachung fand
man 'eine geladene Pistole mit Munition, falsche Zwei- und
Einthalerstücke und andere faliche Munzsorten, außerdem ein
Summe an richtigem Gelde. Der Verhaftete ist angeblich der 29
Jahre alte Müller Ignaz Ebel aus Mutzenhaufen a
Zw. 3.)
Menß, 20. Jan. Die neue Bahnlinie von Meßh nad
Berdun, die schon jetzt von Materialzügen befahren wird, soll im
Monat April eröffnet werden.
7 Erdbeben in Persien. Aus Kermanschah wird der
Bombay Gojetke“ gemeldet, daß Mitte September in dem nicht
weit davon gelegenen Soongur ein Erdbeben stattfand, in Folge
dessen 16,000 Menschen ums Leben kamen.
WVolkswirthschaft, Handel und Verkehr..
— München, 25. Jaun. Am gesteigen Tage wurde von

Bekanntmachungen.
Bürgervereins⸗Kränzchen.
Morgen (Mittwoch) Abend Zusammen—

lunft bei Carl Großz.

Frisch gewasserte J J
jeden Tag bei

4*

— 1332 —3 —WV * 3 J — — —
Briefstegelmarken.
1. Einfarhig geprägte, siegelladähniich“ pr. Mislle 13 Thlr. 612
2. Ziweifarhbig geprägte, weiße oder belle Schrift auf dunketfarbigem Grund
2 Mille 2*6 Thlr., 1 Mille I96 Thlt. J 3.3
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Zu L, 2 u. S elegante Mensningnpetaehaste 4 I0 Agr.
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erhalten dauernde Beschäftigung
In der Kohlenstraße Ar. 48 Il ist der
untere Stock,
bestehend aus 4A JZimmern und Küche
bis 15. April d. J. zu vermiethen. Der⸗
selbe eignet sich zu einem Laden⸗Ge⸗
schäft. Raheres beim Eigenthümer.

BAeue
grüne und geschälte Erbsen,
Cinsen und RBohnen

en nfiehilt Meter Zepp.

Bleichsüchtigen zur Be⸗
herzigung.
Neumarkt i/Schl. den 17. Juni
1872. Ich erlaube mir wiederholi zu
bem rken, daß Ihre Malz⸗Gesund⸗
heits⸗Chokolade für meine an schwa
che Verdauung leidende Frau fort⸗
während ein fehr wohlthuendes und
stärlendes Nahrungsmittel ist. Auch
meiner Tochter hat Ihre MalzCho⸗
colade vor 2 Jahren bei Bleichsucht,
von der sie grücklich geheilt ist, sehr
gute Dienste geleistet und unstreitig
mit zur Befteiung von ihren Leiden
deigetragen. Da nun unser Vorrath
zu Ende geht ⁊c. (Bestellung.) Kolbe,
Buchdruckereibesiher.
An den Nönigl. Hoflieseranten Herro
Johang Hoff, Beilinu. —
Verlaufsstelle dei Fritz Panzer
bhieter in St. Ingbert....

Zu Ihnem Namenstage
Dem Karl Röstler Feuerwehr ˖ Atjudant,
Dem Rarl Schwarz Wurstfab rikant,
Ein Hoch dazß's schalt dis in's Schwa⸗

benland!
Rechnungen
in Ve, 94 und VUs Bogen zum allemeinen
Gebrauch find vorrathig in der Druckerei
dieses Blattes

— MDee—e————
Das Neue Blatt 1873. Rr. 19 ist so—
eben eingetroffen und enthält· Eine Primaner⸗
tiebe.“ Erzählung von E. Ecstein. —, Plaude
ꝛeien aus der oͤsterreichischen Kaiserstadt
Von B. Walden. — „Kalendergeschichten.
Culturhistorische Skizze von Dr. A.C. Müller.-
Die schönste Blume und ihre Schwe
stern.“ Gedicht von Paul. Schanz. — Hoch
nothpeinliche Anklage-⸗Acte gegen alle
Tabak⸗ Naucher, Schnupfer und Kauer
mit feierlicher Vertheidigungs Nede
Ein humoristisch⸗sociales Plaidoyer vor den
Oerichishofe der Frauen von Hermaan IGdrwit
—. Die Geheimnisse der internationaler
Mystik.“ 8. Die Freima irer und ihr Wesen
Vont Bruder Or. hosophus. — , Moderne
Vampyre.“ Novelle aus der Gegenwart. Von ß.
dirsch ⸗ „Aerztliches Sprechzimmer.“
Betrachtungen Uber die Skropheln. Von Dr. &amp;.
Reich — Heitere Ehronika. —, Für Han⸗
und Herd.—, Allerleit? Zu unferen Bil
dern. — Der Diamant. — Romische Wörter. —
HYankeewitze.—Das Gesetz der Stürme. — Ein
zite drutsche Buchdruderei , Räthsel ANen,
BucherfchauAerztlicher VBrief·
kasten. GEorrespondenz! Un Inntra⸗
tlören Unseres lang gebhrten Vene
Antergang. — Die schonste Blume.—
n RNyhonethal, — Oas Nene Blatt
u beziehen durch, ulle Buchhandlunger
cs Anstalten fur den ießltjen. Preis von
Sgt.ꝰ dieriel jahrlich.
— — — — I,
Dewer in St. FInober —

—— — —
ohno Medicin.

Brust- u. Lungep⸗
kranke finden auf naturgemassem
Wege selbst in veraweiselten und
ron den Aertten für unheilbar er-
klürten Fällen radicale VLeil
Amg ihres Leidens *
osme Medlein
ach vpsoieller· Besehreihung der
RKrankheit Näahéres brieflich durch
dir. J. II. —XXXX Berlin
i ν Nr. 23.

ren beventigt sauon brief
v) m? Scnden gefahrlos un
aicher Vr. Ernat in Leiprig.

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Pe.altion, Druck und Verlag von F. *
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        St. Ingberler Anzeit

Dder Se. Jnakerter Anzeiger sundedat mit dem Hauptblatte verbundene Unterhallungkblatt, mit der Dienstags- Donnerskliags⸗ und' Sonnta

nme erscheint wbchentlich viernal: Dienerag, Donnerstag, Samstag und Soumutag, Abonnementspreis vierieljährig 42 Kryr. oder
12 Silbergr. Unzeigen werdon mil 4 Kejr. die dreispaltige Zeile Blattichrift ober deren Raum berechnet.

—— —— —

Donnerstag, den 830. Januar 1873

*
—
Deutsches Neich.

München, 26. Jan. Wie man hört, ist die Regierung
dem Projekt einer Bahn von Kaiserslautern nach Pirmasens fehr
Jenelgt und willens, nach den erforderlichen Vorbereitungen beim
ächsten Landtag einen Gesetzentwurf, betreffend die Zinsgatantie
jür jene Strecke, einzubringen.

Muünchen, 27. Jan. Zuverlässigsten Vernehmen nach
Jad die telegraphische Mittheilung auswärtiger Blätter und das
Jier verbreitete mündliche Gerücht, als ob der Freiherr von Pranth,
wegen Schwierigkeiten, welche stth gegen die vertragsmäßig einzu⸗
führenden milttärischen Bestimmungen zeigen, seine Entlassung er⸗
zeten habe, gleich so vielen anderen in jüngster Zeit tendentiös
aufgetauchten Nachrichten, durchaus keine Begründung.

Berhin, 27. Januar. Dem Bundesrath ist der preußische Gie Schisfskatastrophe im englischen
xcinlwurf einer Strafprozeßordeung für das Reich mit dem Antrag Tanal.) London, 24. Jan. Ueber die entsetzliche Schiffs⸗
vorgelegt worden, eine aus deutschen Juristen bestehende Commission katastrophe, die sich am Mittwoch Abend im englischen Kanal auf
mit' det Anfertigung eines Entwurfs zu beauftragen. Die Vor⸗ der Höhe von Dungeneß zugetragen und die gahezu 300 Menschen
egung des Münzgefetzes wird demnächst erwartet. das Leben gekostet hat, liegen jetzt ausführliche und wahrhaft

Frankreich herzzerreißende Berichte vor. Seit dem Untergauge des Dampfers

Paris, 23. Jan. Vor dem Civilgericht von Roeroy „London“ hat in der Nähe der englischen Küste kein so fürchter⸗
zat dieser Tage ein seltsamer Prozeß gespielt. Am 27. Ottober liches Unglück stattgefunden. Die „Northflheet“, das unter⸗
datten die Preußen das Dorf Vaur in den Ardennen besetzt; zJegangene Fahrzeug, war ein hübsches altes Segelschiff von 940
Tags darauf entspann sich ein Kampf zwischen diesen Truppen und Tonnen Tragkraft und Eigenthum der Herren J. Patton und
Franctireurs. Noch Beendigung des Kampfes tauchte die Be- Tomp. in London. Sie war von der Firma Edwin Clark, Pun⸗
chuldigung auf, Einwohner des Dorfes hätten auf die deutschen hard u. Comp., den Contrahenten der Tasmanian-Main⸗Line⸗
Soldaten geschossen; vierzig Männer des Dorfes wucden daher Eisenbahn, gechartert worden, um 350 Eisenbahnarbeiter mit
ils Gefangene in die Kirche von Vaux eingeschlossen. Am 29. einer gewifsen Anzahl von Frauen und Kindenn nach Hobart Town
Dtt. wird unter Vorfitz eines zu diesem Zweck von Aubigny her⸗ zu führen. Die „Northfleet“ verließ die East Indien Docks am
deigekommenen Obersten ein Kriegsgericht ahgehalten. Der ver⸗ Freitag, den 17. d., mit einer lebenden Fracht von ungefähr 400
nommene Pfarrer, wie der Maite bersichern, daß keiner der Ein-⸗ Personen an Bord, darunter eine 40 Köpfe starke Bemannung.
wohner sich am Kampfe betheiligt habe. Nun läßt man am 30. Die Ladung war nur 450 Tons schwer und bestand größtentheils
die in der Kirche Eingeschlossenen drei Schuldigen bezeichnen. aus Eisenschienen und anderem Eisendahnmaterick. Am Mittwoch
Die Geafangenen stimmen ab, wen sie als solche bezeichnen wollen. dei Sonnenuntergang warf das Schiff auf der Höhe von Dun⸗
Fin gewifser Petit macht die Vorschläge und alle Hände edchen gened- ungeführ 2 Meilen vom Gestade, Anker aus. Gegen 10
ich gegen die drei Opfer, mit Ausnahme ihrer eigenen. Sie werden“ Uhr waren fast alle Passagiere zu Bett gegangen und nur die
den Preußen als die Schuldigen bezeichnet und noch an demselben Nachtwache befand sich auf dem Verdeck. Gerade als die Glocken
Tage erschossen. — Nun ist aber die Wittwe eines der Erschos die halbe Stunde nach 10 Uhr schlugen, bemerkte die Wache einen

enen, Georges, klagend gegen die damals in der Kirche Eingeschlose aach auswärts bestimmten Dampfer mm gefährlicher Nähe, der
enen autgetreten, und der Gerichtshof hat auf Antrag des Staats- direkt auf sie zusteuerte. Das Schiff schien mit voller Geschwin⸗
mwaltis diese sämmtlich unter solidarischer Haftung zur Zahlung digkeit zu segeln und das laute Geschrei der Wache, die ihm zurief,
iner jaäͤhrlichen Pension von 700 Fres. an die Klaägerin ver⸗ seinen Kurs zu ändern, erweckte Capitän Knowles, den Komman⸗
Irtheilt. deut der „Norihfleet', der gerade auf dem Verdeck ankam, als
— »er Dampfer gegen die Frontseite der Northfleet“ anfuhr und
sie fast mitten durchschnitt, indem er eine voͤllize Bresche in das
holz unter der Wasserlinie legte und die massiven Balken des
»auptdecks thatsächlich zertrummerte. Durch den Stoß, den Ueber⸗
sebende mit der Detonation einer mächtigen Kanone verglichen,
wurder die meisten Passagiere aus dem Schlafe geweckt, woraus
eine fürchterliche Panik entstand. Kapiian Knowies agirte mit
einet Besonnenheit, Schnelligkeit und Entfchlossenheit, die sein
Andenken mit Ehre bedeckt. Trotz der Allarmruse, die an Bord
des Auswanderer ⸗Schiffes erhoben wurden, segelte dee Dampfer,
zer die Collision verschuldete, seines Weges, ohne den miudesten
Zeistand anzubieten, und ehe man sich besinnen konnte. war er
zußer Sicht. Kapi än Knowles ließ sofort Raketen aufst eigen und
indere Nothsignale geben, und befahl, inzwischen die Boote hirab⸗
ulassen, modei er die strenge Anordnung erließ, daß die Frauen
ind Kinder zuerst in Sicherheit gebracht werden sollten. Als sich
iine Neigung zeigte, diesen Befehlen Trotz zu bieten, und einige
don der Bemannung nach den Penterbalken ftürmten, um ihre
igene Rettung zu bewerkstelligen, zog er einen Revolver und er⸗
lärte, er werde den Ersten, der es wage, sich zu retten, ehe die
Frauen in Sicherheit gebracht wären, niederschießen. Der größere
Theil der Manschaft schien zu begreifen, daß der Kapitän nicht
nit sich spaßen lasse, aber als ein Mattose sich weigerte, dem
t8efehle zu gehurchen,“ feuerte der Kapistän seinen Redolver auf
hn ab. Die Kugel drang in des Bem des Mannes gerade

f Bei der Wiener Weltausstellung werden er⸗
vartet: der Prinz von Wales (als Präsident der englischen Kom⸗
nission schon zum Eröffnungsakte). Kaiser Wilhelm, der Kaiser
von Rußland, die Könige von Belgien und Holland, fast sämmt⸗
iche deutsche Fürsten, Thiers, der Vicekönig von Egypten. Der
Sullan hat sein Wegbleiben durch die Schwierigkeit, welche seinem
Besundheitsstande eine Reise bereite, entschuldigt. Außer der Wiener
dofburg werden noch in den kaiserlichen Lustschlössern zu Schön⸗
brunn, VLaxenburg und Hetzendorf alle Vorbereitungen getroffen,
um des Gostrechtes in jener Weise walten zu fönnen, die jedem
der hoben Gäste den Aufenthalt zu einem behaglichen machen soll.
Für Herrn Thiers ist bereits das Valais Leitenberger gemieihet.

Aermai schte s.

fZweibrücken, 29. Jan. Wie die „Nürnb. Pr.“ be⸗
richtet, hat der Hr. Bischsff Haneberg in Speier in den
athol. Zeitungen der vereinigten Staaten von Nordamerika einen
Aufruf erlassen zur Sammlung von Geldern für den Bau der
ziesigen dathol. Kirche.

fSpeier, 28. Jan. (Sp. A.) Der Gewerkschaft Stein⸗
toth, welde den Ackersmann Abraham Weiß II. zu Gumbsweiler
Kanton Lauterecken) als ihren Repräsentanten bestellt hal, ist das
Bergwerlz Eigenthum in einem auf den Gemarkungen von Gumbs-
veilet und Uimet geleßgenen, 2,504,000 Quadratmeter großen
Felde zur Gewinnung der darin vorkommenden Steinkohlen ver⸗
iehen worden.

Edenkoben, 22. Jan. Zwei Familien unserer Nach
darschaft, die eine in St. Partin, die andere in Maikammer, sind
en nicht geringen Schrecken versetzt. Deren beide Söhne, Schüler
der dritten Classe der hiesigen Lateinschule, sind gestern noch hier
in Unterrichte gewesen und seitdem verschwunden. Wie man
jört, hoben sie sich vorher mit Reise⸗Utensilien, Landkarten, Re—
dolvern u. dgl., wohl auch mit Geld zu versehen gewußt. (Rhpf.)

f München, 21. Jan. Sigl sitzt jetzt eine achttägige
jreiheitsfirafe ab, zu welcher er wegen Beieidigung des Kauf⸗
sanns Schulze verurtheilt wurde. — Adele Spitzeder soll deu
hersuch gemacht haben, sich zu erhängen, jedoch rechtzeitig daratr
zecrhindert worden sein.
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        lüͤber dem Knie. Inzwischen wurde an den Pumpen gearbeitet,
aber mit wenig oder gar keiner Wirkung, da das , Wasser durch
die Lecke, welche der Zusammenstoß verursacht hatte, unaufhaltsam
einstroͤmte. Die Ueberlebenden schildern die Scene als herzzereißend.
Viele, der Passagiere befanden sich in ihrem Nachtgewande, andere
hatten nur solch spärliche Bekleidung an, als sie beim Verlassen
ihrer Lagerstätten aufraffen konnten. Kinder schrieen nach ihren
Eltern und Eltern suchten vergeblich nach ihren Kindern, während
Ehegatten hoffnungslos getreunt waren. Die Dunkelheit der Nach
erhöhte das Entsetzen. Durch Schleppdampfer, Lootsenboote und
andere Fahrzeuge, welche die Nothsingnale wahrgenommen hatten,
wurden im Ganzen 85 Personen gerettet. Drei Viertelstunden
nach dem Zusammenstoße ging das Schiff anter. Der Kapitän
dlieb auf seinem Posten, bis es sank. Einer der Ueberlebenden
sagt, daß er nahe neben ihm stand, als das Schiff unterging;
ersierer bemächtigte sich irgend einer schwimmenden Substanz und
wurde an die Oberfläche getragen; der Kapitän indeß wurde
nicht wieder gesehen. Der Lootse und zehu Andere hatten auf
der Kreuzstange eine Zuflucht gesucht von welcher sie schließlich
gerettet wurden. Die Erzahlungen der verschiedenen Ueberlebenden
sind herzzerreißend. Viele Männer beweinen den Verlust von
Frauen und Familien, und Frauen und Kinder den Verlust von
Vatten und Vätern. Unter den geretteten Passagieren befindet
sich auch ein zehnjäͤhriges Mädchen, das Niemand kennt. Es sagt,
daß sein Vater es in das Boot setzte und ihr sagte, er gehe, um
die Mutter zu suchen. Er kehrte niemals zurück. — Einen der
schmerzlichsten Berichte über das traurige Unglück enthält die
Daily News“ von einem Arbeiter Namens John Brown, der
auf dem Schiffe blieb, bis alles unterging. Er hatte bereits sein
Ldeben aufgegeben, als jeine Aufmerksamkeit auf ein Fischerboosf
gelenkt wurde und er sprang in das Meer in der Hoffnung, das⸗
selbe zu erreichen. Die Scene war auf jedem Punkte des Schiffes
höchst traurig; Manner, Frauen und Kinder lagen auf den Knien
und beteten und andere liefen in der wildesten Weise umher.
Inmitten der wilden Konfussion wurde die Frau des Kapitäns in
das Boot an der Steuerbordseite des Schiffes herabgelassen. Sie
war von ihrem Gatten geweckt worden, der sie ankleiden half und
ihr als Vorsicht gegen Sinken einen Korlkgürtel umlegte. Als sie
hinabgelassen wurde, winlte der Kapitän mit seinen Händen und
jagte „Lebe wohl, meine Theuere, lebe wohl!“ und seine Frau
erwiderte unter Schluchzen „Lebe wobhl, mein Geliebler, ich er⸗
warte nicht, Dich je wiederzusehen.“ In diesem Augenblicke stürzte
das Vorderende des Schiffes in's Wasser und alle auf dem Quar⸗
terdeck Befindlichen wurden nach dem Mitteldech gespült. Man
hoͤrte den Kapitän ausrufen: „Gib auf meine Frau Acht, Hoch⸗
doctsmann!“ worauf letzterer, betheuerte, „ich will, Kapitän; wenn.

sie untergeht, gehe ich mit ihr untker.“ Das Schicdsal Aller war
nun, wie man sehen konnte, nahe. „Erbarmen, Erbarmen!“
wimmerten die mit den Wellen Kämpfenden, wobei sich ein rüh⸗
render Zwischenfall zutrug. Ein Vater und zwei seiner Sdhne
zegegneten sich im Wasser, der ältere Sohn sagte mit schwacher
Sltimme: „Laß mich Dich, Vater, zum letzten Male küssen, denn
vir Alle werden ertrinken.“ Beide Söhne küßten hierauf ihren
Vater und wurden dann von den Wogen weggespült. Nun be⸗—
jann Brown's Aufgabe, und während er auf das Fischerboot
uschwamm, wurde er von einer Frau angehalten, die ihn flehent⸗
lich bat, sie und ihren Säugling auf seinen Rücken zu nehmen
uind so zu retten. Dies war indeß unmöglich, und Mutter und
dind kamen um. Brown wurde schließlich von dem Schlepp-
zampfer ‚City of London“ an Bord genommen. — Der Dampfer,
der angeblich den Zusammenstoß verschuldete, ist bis jetzt noch nicht
entdeckt worden. Man glaubt, daß es ein portugiesisches oder ein
panisches Fahrzeug war. Auf dessen Identisizirung haben das
dandelsamt, sowie die Charterer der „Norihfleet“ je eine Beloh⸗
iung von 100 Pfd. St. ausgesetzt. Nach allen suͤdlichen Häfen
vurden Telegramme mit der Weisung gesandt, jeden in beschä⸗
digtem Zustande ankommenden Dampfer anzuhalten, und zu deti—
riren. damit eine dollständige Untersuchung über die Kollifion
eingeleilet werden könne. Man vermuthet nämlich nicht mit Un-
rechi, daß der Dampfer bei dem Zusammenstoße ebenfalls einigen
Schaden genommen hat. Die Entrüstung über das Benehmen der
Offiziere des unbekannten Dampfers ist allgemein. Die Tages-«
presse verlangt die exemplarische Bestrafung derselben. „Wenn
die Preisgebung der „Northfleet“ — sagen die „Tines“ — „ein
zorsatzlicher Aci war, so wird er von Seeleuten mit eigenthüm⸗
licher Eutrüstung getadelt werden, aber es wird nicht destoweniger
nothwendig sein, denselben verdientermaßen durch das Gesetz zu
hrandmarken. Bloße Ruchsichtslosigkeit ist unter solchen Umständen
im hohen Grade verbrecherisch, und es sollte als ein erstes Princip
vergestellt werden, daß jeder Kapitän, der es nach einer Kollision
anterläßt, zu warten, um den Umfang des Schadens, den er zu⸗
zefügt hat, zu erfahren, eines abscheulichen Verbrechens schuldig
vird.“ „Daily Telegraph“‘ und „Standard“ wollen den Com-
mandeur des Dampfers, falls er identifizirt wird, als einen
Mörder und Piraten bestraft wissen. — Den neuesten Ermittelun⸗
gen zufolge belärft sich die Auzahl der von der „Nortnsleet“,
Geretteten auf 97. Zur Unterstützung der Schiffbrüchigen und
der Hinterbliebenen der Ertrunkenen hat sich ein einflußre iches
Hilfscomits gebildet, an dessen Spitze der Lordmaior von Lon⸗
on steht.
emeß, verantwortlicher Nedactenr.
Bekanntmachungen.

—2
Holzversteigerung
ans dem Gemeindewalde zu Ober⸗
würzbach.
Montag, den 3. Februar ec., Nachmittags
l Uhr, im Schulhause zu Oberwüridach.
Schlag: Leichwicherhang:
3 eichen Stämme,
5 kiefen
127 buchen,
151 aspen Sparren,
22 kiefern,
192 duchen Stempelstangen,
15 ichen Wagnerstangen,
6 kiefern Gerüststangen,
1000 Bohnenstangen,
dj Ssure duchen —38 Frucht · Brod⸗ Fleisch re. Preiie
Astholzprügel, der Stadi Zweibrücken v. 30. Jan.
eichen Prügel, Weizen 7 fl. 6 tr., Korn 4 fl. 38 kr.
upen Berste 2reihige. — fl. — kr., Gerste vie
huchen, reihige, 4 ss. 80 kr. Spelz 4 fl. 832 r.
efern, Speizlern — fl. — tt. Dinkel — l.
eichen — ir. Mychfrucht — fl. — kr. Hafer
23 bugchen Krappen. 4 fl. — tr. Karioffein Ufl. 20 kr. Heu
Omme- heiüm, 23. Januar 1873. 1 fi. 24 kr. Stroh 1fl. 12 kr. per
Das Bürgermeisteramt Zeniner. Weißbrod 113 Kilogr. 19 kr
Wack.haoornbrod 3 Kilogr. 25 ir. ditio 2 Kilogr.
Ein einzell⸗kender Herr sucht eine 1766. ditio 1 Kilogr. Okr. Gemischtbrode8
K 3 dil. 32kr. 1 Paar Weck 100 Gramm 2kr.
o ch t n, Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kr.
kath. Mündliche oder schriftliche Anfragen dalbfleisch 16 kr. Hammelfle sch 18 tr.
richle man an Herrn Heintich Wehr, Schweinefleisch 20 kr. per Pfund. Butter 86
he eichnet A. A.in St. Johann⸗Zaarb. r. per Pfund.

Holzversteigerung
uu Ommersheim am 10. Februar c.,
hrmitiage 160 Uhr im Gemeindehause
Schlag: Knopfchen.
1. 7 Sitere buchen Schcithol,
2. 51Stangenprügel,
3. 20 , aspen Stangenpräuͤgel,
1. 222 . Krappenprügel, J
5. 8 Loose Reiser (Hecen).
Saͤmmtliches Holz sitzt in der Nähe der
Straße von Seelbach nach Niederwürzbach,
daher sehr bequem abzufahren.
Ommersheim, den 27. Januar 1873.
Das Burge rmeisteramt
Wack.
Ausverkauf.

Wegen Auäfgebens seines bisher detrie⸗
zenen Laden-Geschäftes verlauft der
Unterzeichnete von heute an seine noch
vorhandenen Waaren, nämlich: Wollene
Wämse, Unterhosen, Halstücher,
Arbeitshosen und sonst noch verschie⸗
dene Artikel, gegen Baarzahlung oder auch
zuf Credit.

St. Ingbert, 30. Januar 1873.

Ludw. Weirich.

Nenattion, Druck und Verlag von J. X. Demet in Sli. Ingbert.
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        35 —
a — * 2
283353252228. 2.358 238
—— —*83533— 22
—ãAA *8* —A —— —— 22
— A — 8 3 —52 12—
5 8—8 2 22322335 2 8 —2 96 5 —*55 2 257
2532323363 3 553—,332 323383—3 38
2 — 82
s 73882385. 55* — F 5cE 338
sñs58 5580 5 238 8 87 —A ——
—353*3353 5323,—288 5373 52553 87
5 —— 57 Zz ü? 5 5 —————— 2222 —A
5538E5 ⁊ 435885— 733522 —525 22
532353 —5558 2343 — — —„5323*22 * — — —
—AM— — 2 *— — 22 83 s655 5285— —332 2 3333
—A 22052 53233383332* 888*
2 — 5720 8 2 —2— —3
—A ——— —38 533 3 — —33233 223
—2 — 9 524 52 * — AmC; 22
225332828 22—33—2835588 —A — —A
—3— 2223 2 —A 25 — —SAS 5225
A — 23 525 583558 ẽ 22
532433 585 5555 0 5522 2952 838 ua 5
—— 28323822* 5823322 3535 — 3532352338 —AMG
— —2 —2 ⁊ 2 —2
22582 385 — 524 — ———— —* —
8* —— 2 2 —A—— —A — 35225 2. 52822
* ——— —— — — : 2 5 532 — S7« 222
5 * 2558* —— * 2222 3 5 2.k —z2226 m 2 275,2324
5387 3235s853* 735333333538 335358233533 »83——33330
8 3 — 5qc 33335 — ———— 25 .. — —38
—— — 522* —— e 8 8 ꝛ2282 28238
—— — kẽ —z8924 —A ———— 235233 B32E 233 * 28272
* 7 — 3222 —* —— 2 — * —— — 22 * * 58
5z3833 »552 —A — 333— —3333375535368 318
3 3332383735335838 —537 — —R
— *
22532 5ñz2586355 — 2 5
22z28 —325 5 ———38*5—8523823 55 —2 —3583235532 5228
—52 —5 — —5—82323235538 — aEE
̃ — 55—3355 2 AE A
55 E ää—
8
* —E————
* —A — —X ——
3 55* 535325* 8
— 7* 22* S 22
2— * A 2283 22322822
8 s23 5537 323 5325 32822538
. 233*35 23* 263 zisee s8 14 *
53 8 8 — 3 2 —2 5 2 222
Q — 2*5 8 5 ——— 3 8* — 55 22
—— 35ñ527 ·2 —— 525553 —— 55 —E 3 5*
5*2 — 7 15* 55 2— 833 7 — — *8 F F 222 — 22
3 — — — s5 8 —— 2 233280 22 — — 3225 — 355
2— * 822 S0 2525 —8 212 —— O — 3268 * *2 2*
5558 8 3535358* —— 53*8* X77 — 222 552
35 525335 37322* 87 ß —3 255 333 ——
— 2355327 — 53258 8— —8 — 2855 — 28 57
—— 335323287 22383 *S 525225 23 23 * 25 2*
—— — 2 2 — 53823725 3 2828 23355533 *2 33 — 283
— 5* 22 5 3223256 25357 23 AXx — A 2882 585
2 e —5522 233388 22 — 32335 53538 538 ãC — — A
—e— — — 22 * 223823 23 5 555 — 3 522 32
22332 Fa 2332 2253 * 8*89 2553553 * 555 — —
—8 5383722 * 28 — — — A 2 Bm* 558
2 2232 B * 2223552 — 5 23 — ν 3 —
xx 2* 357 8 552 — 8— 2E * — 5 *26 * 2 c
—A —33 23 228 21 A 5* 25335 * 3 23238 22
55332 22355 —A —5 * 22535 5253 2 .253 225
282 22 —— — 233553388* 253 3 — — 28 28 —
— 3 222 ——— 2 25283775* 53 5 * 7 —— 25 3*
0 ——— * 323228357 858* 2533332358 —2 25535 25
8 5333333 z28538357 33383535 5325553 35
335333383 2232 55 22 232060 53 * e 528 2 85
*55 524 —— — — 2255 —— 2 3 35 E —20
—A D— — —35— 535 2 2313553 5
— 5ä25 2 S2 c — 37523 223385 229
2* 28 3837 —— 537 3533—323 222 28
2 28 2 —* 8 — w 2322 —
2* — 532535372
552363565* 5253 3338828 5337— —A— 2358 535
2 33 322 228* 2 333385 * — 738—
— ———— — 2 —A 5 3877
2*9 —333 55 ü 27 25 553552 83 33
ES 2 — 2 2 8 2— 2553573378 RAB —
23225 * 53* 2338386
—X — — ⁊ccr
552328 — —E
— 65 e —
—— E 5
— 0

—2 88 282— 28 3 52 823
— 88 35 225 55. 53 255 3 *2533 8355 3855 555 35353
— 8 5 * 451*8 2258 8 9 — b *22 3 25*2* * — 8
583 5 25 —* *2 5 5* 23* * * c
232 . —»25 53248 —22—526 * s—43 255 228
252 * * . 25 —2 — 255 * — 7 8 — —z24
5 *8 2 — —— 3z68** —5—25222 3 * 28 — 2* 7 — 25
258 2*85 22 2,55 * 35 — 8* * —AV —
——e —— —A— n 4 7 5222 — * 42 — W
3 323 33333333 335 2558 732 358 885
358353— — 8 — m5 35 5* 2WX 2 392 —— ẽ 2 53 *
—A 2 2 — 23 5 — 2 FF 5382 — 28S6*. — —5 *
2385383 57 3* 33 —— 233* — 5338
5528 z23 335 S 2&amp; —A 183 85 3—2402 3
552 —3 —z —5335 6223 5 — 25—2 3555583 z8548 5755333 238
2323—52385* 553 32535*555255— —525 —— —3 585 525
—2 —E 35 2—3——355—3—55 —32 28 * ——
— 3 53 —3 33—5—833685* — V——
— — —E 25 582 8 32238268 8 3
— —„272323— — —A —— 5 5 52
—552—— 3323 533—5833537 *5233535 2383535* 258
238 z52 5 32535 555352525 7c 2 —— 52* 57
5273335383 2332 53 33—3 3 87
—A ——2 * 32 22225E2 * 2 — 225 23 —
355232353 733 3333 38 —4 2535 33
s28 23Sm 553328 523 — 3332 *8
AB558537 53 33375 —z5— 338 322385 I5 8286
8736
— 3 — 3335 —————
2*8* * 5 5 * 82 ꝰ 2Z —z82 8 * —6
— 3*3367 —— 553785325 2 3333 53358525
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22 2528 8 —AA 53*5 382.5
555 32358 —
5* — 289 — 5* —E —
8—2838—3 528 28 2 32
2 555 232— —A—— —A—

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325853
3 —
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2 *
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— 5—252
5
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—
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⸗5 3
755 3
5 *
327 52337
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232 285325
38357 —25*
23338 —5822
2 8z*88 2822
8 8—
—8 ——— —
5335223 * 8
2522* * 7728*
32 71 — —2— *8 —
—8253 —31 —AA—
238*3* * —2325
3 4 B2
56.2282* 2 75
—— 525 — 5* 8* *
—8288 88 A— 222*
55232 5 6585 60 55455
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        7227
533223772
E 5 *
— 22 325 5 52
723022.3 3 523333 5222328 13328 —A
—J—— 323332345 38353357 333 I 32324 33533335
22 22 *5* —9— — 2 —A —— *5 572 5 * 5*
332838 32233332 33535335337 ** 3822 342 52582598

—232553—5 *282225 * — ——— 7 285338

12 35 7227— 52253*8 7555 *8 73* — 5— —A — —8 28 2328

2233553553 22232 523435* 25325525 e*6S 2 552.2823

0 —A 3 5552232 3238 2 2523583553 — 2 2528 2 2 Ç2

e 53 —* 58 27 7 2 — 82

58535 1353317325 J— 332832538

3335 3* JJ

583 ——— — — 2 — 282852 7 — 3 22

5—22322 53 v A *2 2 — 252 3. 3 * 2 53

2332 29 27 — 22232 223 * * — 23

1332388 35357* 2355—5358 385238537 *5553583

*77223 v ——— * 2 0 *32. * —8 —2—

⁊ X 22 ——5— —— 3 — 2 * *

22727 2 37. 5 *37 32325238 22222 28 —

E —A 33537 —3233833 3— 255 32
22725— 22 *7 222388 — 553523 —
—588 —*8R&amp; 5*3337
27 * * 683 ——— 2.2 3* 355 — 2 —— — 3 57* 238 22*
138 2 —3 i —33 —3 . — 2 3 w— —3 * 5 —
— 2z 233333*53338 33353 23*5
5255 7* — 28 225 2. 252728—8 * —A
327* 223557 3 587 213328
B38— — *557 2 2 J 5 3

738 *55533 23 72, 23355833333* z 233373
*3 3317235 5325 337
7 335 —49 Be⸗ 23 — — 5233323
—: —* 2 —A —SS2 2 — —
— 37 — — 5228 52248 55532
— * —— 8 23278 225343 3—8.

8 — 5 2 2222 253 *

25 273353 33333832

—237 35 3223

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2 72. ? 2 1. 7 — * 2m 2 ⁊* z
585 7X*. 3383 20933 355332
* .225—ñ —A —A — 5z3532
15 —53 8 32589 5552 — —3 2327535258
—»732— —2385 — 7 5. 2 —68 57 222*
323355535 S.* O 23352 323—837338
— 27 R58 — 828 D2 125 * 2
*63 — 282833 *235323832
3— — 2320 225332385 233568332*5
—3 27 2 5 — 2 3 2
225— A5 —258 —X * * 252 — 58322232
58 35332833 235355 525533533
— —— 235835 25522222
— — — * 42 23343—
—5827 2*. 522755 25 — 233232328
2* — S8 884 ã 8 — 2* —— — 2 *
22255à 33320 2* * 3523 — 2322
72 5 5—3555 523 2225 —A— —— 233
5253 —2532 — J 222757 ä2252 8.
⁊ 2. 5 3 32587 —A — 23753* — *2532326
—32 22 2533 22 22 3
7 2833— 38
32 33 — — —5227523 22 722 357 518
2133535 335357253237* 23923 — ————
— 5233238 — — 535 7 5 38 2 2 e
532 ——— — 22* 2233335
22826 25822 5 S. * 23 2355*
228 223333238575 2 27 122 2
2383 3338323322 5823,8 728,38
2*33 —3.522334 — 2252325533
— — 5 —352383 5282 2 *— 228 —
2. 7 7 3 —723*2* —— * 2227 5222377
5323— 53 7533537— 32*222 2232327
22 E 7825* —— 123232252

—
78 2 722
7* 2 ẽ
— — — 722 553833
— 25 *
55 —53. 557 53* 22228 528 28
2 — 3838 2* — 35 ' —
2 22727. * 2 2 5 —
— 8 * 2860 — 7 7
5 52355258 2338 — ——— 828
378385 88 155573 5538 ——
783 *282.5 7 — *
———— —25 68 2225835 205
— ——2— 2 * 3 2 3 A
1*833 3E 53. 23 583333
38 5 329823 333 2** 23 82.
2337535* — — —5233558 —
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—— *83537 — 3535553 3
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255238— 2353535
23 53 5 *— —232227453 2*
250 —3237— 3
7 — * 153 —— —
— 5882
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3328555 23328
*2 2 53252 1323
23z3322353. 93
*2 * 2 6 22*
D— 8 2. * *
2277732—6 3633
222 283 7273 —223
W727 — 35A 557 — 3052 2

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        t. Ingberter Anzeiger.

—2
— —e
der St. Bau berter Anzeiger (und vas mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienttags⸗, Donnerttagt⸗ unds Sonnia
oetne erlchet webchentlich vier n a n: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonatag. Abonnementspreis vierteljährig 42 Krzr. oder
12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
25 —— 78 — 7
.43. .* TSebruusgg 1873

— —
2
Deutsches Reich.
Wie ein Münchener Koxrespo ndent der „Nat⸗Zig.“

„ositiv erfährt, soll der Minister des Innern, pP. Pfeufer,

herjenige sein, der bej dem Könige, auf den schwächsten Füßen

jehe und dessen Ersetzung durch den Münchener Polizeidirector v.

Buͤrgtorff nicht unwahrscheinlich sei, vorausgesetzt, doß der Letztere

ach in den vom Kabinete gepflogenen Unterhandlungen bezüglich

zer Beziehungen Bayerns zum Reiche und der Stelluug desselben
ur Kompetenzsrage zu den „erwünschten Versprechungen herbei-
asse. „Von dem Resultate der Unterhandlung,“ sagt der Korre
pondent weiter, ‚würde dann auch allein abhängen, ob nicht ein
durchgreifender Minister· und Systemwechsel etwarunter der Prä⸗
sidenschaft des als zuverläfsig geltenden Grafen Luxburg einzu⸗
reten hätte, dorausgejttzt, daß nicht Dr. v. Fäustle und seine
zetreffenden Kollegen zu noch weiteren Konz ssionen der eigenen

Anschauungen gegenüber bereit wären, als sie ohnehin schon dem
Bunsche des Königs geopfert haben.“ — Was die Korrespondenz
onst noch berichtet, daß nämlich diese wichtigen Verhandlungen
Seitens des Kabinets über die Köpfe der verantwortlichen Minister
hinweg gepflogen werden, ist leider für uns in Bahern seit langem
richts Neues mehr. (F. K.)

München, 26. Jan. Dr. Sigl elegt in seinem „Va—
serland“ heute folgendes in vielen Kreisen berühcendes Geständniß
1b: .Rom wolle uns dafür (für die Sammkung für den Papst)
einen Orden geben; derselbe war uns bereits angekündigt; ein

»aar ‚hervorrägendste und eifrigste Katholiken“ haben aber diesen
„Skandal in Rom glücklich zu hintertreiben und abzuwenden ge⸗
vußt, nachdem sie es hier im Justizministerium durchgesetzt hatten,
zaß wir grrade am Tage vor dem Abgang der Deputation nach
som gewaltsam eingisperrt wurden, um die Romfahrt nicht mit⸗
machen zu koͤnnen und etwa gar dabei vom Heiligen Vater beson
)ers ausgezeichnet zu werden.“ Dr. Si gbemerkl weiter: „Dafür
statt dem Orden) haben unsere Leser uns durch ihre reichen
Baben für den heiligen Vater ausgezeichnet, eine Auszeichnung⸗
die in unseren Augen mehr Werth hat, als alle Orden, die rö⸗
nischen eingeschlossen, weil sie von Herzen kam und kommt, und
der Heilige Vater hate uns gesegnet, und damit, meinen wir,
önnen wir uns wohl über die blaßgelben, neidischen Nörgeleien
der „Landshuter⸗“ und aller anderen Zeituugen kühl hinweg-
tzen.“ —— EGtaatsb Ztig.)

Wie die Frf. Z. mittheilt, wird demnaͤchst — wahrscheinlich

a Frankfurt — eine allgemeine Versammlung hessischer Israeliten
zusammentreten, um über die geeigneten Schritte zu ihrer vollen
Bleichstellung mit den übrigen Staatsbürgern Berathung zu pfleçen.
In Eingabe an die Landständen und an die Regierung soll vor—
zehmlich die Besoldung der israelitischen Lehrerlund Rabiner durch
den Staat und die Einführung des israelitischen Religionsunter-
richis in den öffentlichen Unterrichtzanstal:en und Iun n als ob⸗
— die ꝰ Zulassung vo — zu
Staatsämtern, von denen sie bis jetzt wenigstens thatsächlich so
zut, wie ausgeschlossea sind, etwa als besonders zu betonende De—
iderken bezeichnel werden. *

1 Dresden, 29. Januar. Bei unserem Hafe ist die Nach⸗
richt vom Tode der unglücklichen Kaiserin Charlotiee von Mextco
ꝛingetroffen. — 73

Berlin, 28. Jan. die Kommision zuknBetathung der
lirchenrechtlichen Vorlagen setzte Montag Abend' ihrer Berathung
iber dag Geseß wegen Vorbildung und Anslellang der Geistlichen
ort. Im 8. 8 wurde die Bestimmung, daß die Staatsprüfung
)er Geistlichen nach zurückgelegtem thealogischen Studium sich be⸗
onders auf das Gebiet der Philosophie, Geschichte, der deutschen
Lieratur und der klassischen Sprachen zu richten habe, in so fern
ibgendert, als die letzte Bedingung gestrichen aurde. Ein Anirag
yes Abgeordneten Muller (Berlin) auf Ausdehnung der Prüfung
uuf die Naturwissenschaften, und ein zweiter des Abgeordneten Richter

Sangerhausen), auch die Paͤdogogie zum Prüfungsgegenstande zu
nachen, wurden abgelehnt. Die folgenden Bestimmurren fanden

ast unveränderte An ahm e. Bezüglich des 8 14, der die Seminar
netrifft, wurde beschlossen, daß die theologischen Seminarien“ an
en Orten, in weichen Universitäten sich befinden, nicht statthaft,
nabenseminare und Knabenkonvikte lediglich zur Ausbildung von
zeistlichen nicht zu dulden seien; dagegen wurde gegen den Fort⸗
estand der Alumnate und allgemeinen Erziehungs⸗und Unterrichts⸗
Anstaalten untet Leitung von Geistlichen kein Einwand erhoben.
derjenige Theildes Gesetzes, welcher die Anstellung der Geistlichen
etrifft, sollte die Kommission heute Abend beschäftigen. In 10
is: I2. Tagen glaubt dieselbe ihre Arbeit beschließen und an das
)aus übermitteln zu können.

Berlin, 28. Januar. Der Siur; der Dachauer Banken
n München steht nicht mehr vereinzelt da. In Paris— und
Wauren sind diefer Tage gleichzeitig zahlreiche Leiter solcher oder
voch ähnlicher Etablissements verhaftet, resp. zur Untersuchung
jezogen worden. Besonders in Paris war die betreffende Schwin⸗
el⸗Explofion von groͤßtem Umfange. Eine ganze Reihe ehemaliger
joher und höchster Würdenträger des Kaiserreichs' sind damit
ompromittirt, so der ehemalige: Minister Clement Duvernois,
Heneral Uhrich, der Vertheidiger von Straßburg. Vielleicht wird
nach solchen Vorgängen doch der solide Erwerb wieder einiger⸗
naßen zu Ehren kommen!

Die Wiener „Reue freie Presse“ widmet om 24. d. M. dem
in den Fürsten Reichskanzler gerichteten Schreiben des Köonigs eine
Besptechung und hebt dabei in warmer Anerkennung hervor, „die
hei einem Souverain unschätzbare Eigenschaft, die richtigen Männer
zu wählen, sie gewähren zu lassen, im Augenblick der Entscheidung
nicht zu wanken und großen Conceptionen bei der Durchführung
onsequent zu folgen,“ werde dem regierenden Deutschen Kaifer
nicht streitig gemacht werden dürfen. In dieser Zeit und Angesichts
)essen, was sonst in der Welt vorgehl, ist es ein großes Verdienst,
»aß ein Bismarck,! ein Moltke überhaupt möglich waren und
valten konntea. Selbst wenn Männer dieser Art anderwärts vor⸗
janden wären, es würde ihnen nicht dergönnt sein, die Flugkraft
hres Ginius zu bethätigen.“ Das kaiserliche Schreiben „ehrt in
leicher Weise den Verfasser wie denjenigen, der es empfing.“
Mit Worten, wie es hier geschieht, hat noch nie, seitdem Kaiser
ind Könige die Welt beherrschen, ein Souberain feinen Premier
nusgezeichnet.““ Die Eroͤrterung schließt: , Auch die Tugend der
Berechtigkeit wird man einem Fürsten nicht aberkennen dürfen, der
n solcher Weise anzuerkennen und zu danken weiß.

Auf dem Gebitte der internationalen Politik gibt es heute
iuberst wenig zu verzeichnen, und das Vorhandene beschränkt sich
iun auf die in den letzten Tagen fast bis zum Ueberdruß behan⸗
»elten Fragen. Im Vordergrunde erhält sich inzwischen beständig
»as Treiben der Ultramontanen in aller Herren Lander, welche
nigenscheinlich bemüht sind, eine allgemeine Agitation gegen die
Regierungen ins Leben zu rufen. Dabei will man schon die Folgen
der Jesuitenauswanderung aus Deutschland beobachten. Seitdem
ich nämlich die Aus unsern Voterlande ausgewiesenen Jütger
2oyola's in der Mehrzahl nach ihrem gelobien Lande, Frankreich.
urückgezogen haben, mehren sich die Nachrichten in denfranzösischen
iltramontanen Blättern über Deutschland, die, wie man ieicht
henken kann, meist in Verunglimpfungen gegen die Deuischen und
jegen die Regierung von Berlin bestehen. So bringt Hr. Veuillot,
)er französische Majunke, im „Univers“ einen Bericht aus dem
Deutschen Reiche. in welchem es heißt, man sei daselbst jetzt auf
»em Pankte, wo man in Frankreich während der bürgerlichen
Lopstitution des Klerus gewesen; die Schreckenssherrschaft werde
nothwendig folgen, aber ihre Aera von kurzer Dauer sein. Dann
folgt ein Anerkenn ngserguß in Betreff des deutschen Episkopats
und Klerus, deren Hingebung an die „Sache Gottes“ hewunder⸗
ungswürdig sei.

Inm Uebrigen hat es nicht den Anschein, als ob die Wünsche
dieser schwarzen Gesellen so bald in Erfüllung gehen sosl'en, denn
von allen Seiten treffen Nachrichten ein, daß diesen Mächten der“
Finsterniß mit aller Thatetaft seitens der Neg'erung eatregen-
        <pb n="70" />
        Leten werden jou. So wird auch aus Bern ielegtaphenn, vaßg
in der am 28. d. zur Berathung der gegen den Bifjchosf Lachat
zu ergreifenden Maßregel in Solothurn zusammengetretene Dioce⸗
sanconferenz des Bisthums Basel es zwar noch zu keiner definitiven
Beschlußfassung gekommen, jedoch ein vollständiges Einvernehmen
unter den Ständen von Bern, Aargau, Solothurn, Thurgau und
Baselland über die zu treffenden Maßnahmen ezielt sei. Es han⸗
delt sich jetzt nur noch um definitive Redaction der im Sinne
der bereits bekannten Anträge zu fassenden Beschlüsse.

Was das Treiben der Bonapartistischen Pariei betrifft, so
wird heute aus London telegraphirt, daß die von einigen Blättern
behouptete vollständige Eintracht der Napoleoniden, der „Morning
post“ zufolge nicht vorhanden sei. Die Partei dielmehr
in zwei Theile gespalten, von denen die eine sich um die ver⸗
wittwete Kaiserin, die andrre um den Prinzen Napoleon
schaare. Nach der „Morningpost“ würde der Letztere sich genau
innerhalb der kürzlich gemeldeten Linie halten und nichts weiter
beanspruchen, als die Anerkennung und Ausübung seines franzo⸗
sischen Bürgerrechts; in Folge dessen wäre aber auch jede Verstän⸗
digung zwischen ihm und der Kaiserin Eugenie und deren poli⸗
tischen Freunde unmöglich. — Prinz Napoleon durfte dabei im
Auge haben, im geeigneten Augenblick zur Stelle zu sein, abgesehen
davon, daß seine Anwesenheit in Frankreich überhaupt die Agi
sation für das Bonapartistenthum aufrecht erhält. Thiers sieht
zie Gefahr denn auch ein und sucht sich so gut, wie es angeht,
dagegen zu schützen. Schwerlich dürfte er aber die richtigen Mittel
doazu wählen.
Frankreich

Thiers wird wegen des Todes von Napoleon LI.
Trauer anlegen müssen. Der Exkaiser war nämlich Ritter der
zoldenen Vließes, und da die Statuten besagen daß für jedes
derstorbene Mitglied Trauer anzulegen ist, so wird Thiers, wenn
er Ritter des goldenen Vließes bleiben will, dieser Bestimmung
Folge leisten müssen.

Unter der Ueberschrift „Eine historische Parallele mit Monte
Christo“ verdffentlichen die „Times“ aus der Feder eines verur
theilten Communisten eine abenteuerliche Erzählung, wie sechs
rommunistische Gefangene aus der Festung Port Louis au der
seüste der Bretagne entwichen. Die Gefangenen brachten es durch
unaufhörliche Arbeit während dreier Monate fertig, einen dreizebn
Fuß tiefen Schacht auszutiesen, und dann einen Tunnel zu graben,
durch welchen sie, nachdem sie die Zeit der Fluth ermittelt, wäh⸗
rend der Ebbe nach den nahe gelegenen Felsen krochen, und von
dort entkamen sie glüdlich nach England. Dreihundert Gefangene
hefanden sich in der Festurg und alle wußten was vorging, aber
keiner verrieth das Geheimniß. — Die Schildwachen, welche die
Flucht der drei Communisten aus dem Versailler Gefängniß er⸗
leichtert haben, sind verhaftet worden und kommen vor das
riegsgerich.

Die „unglüdlchen“ Elsässer und Loihringer bilden bekanntlich
rine stehende Rubrik in den Pariser Blattern und der wahnwitzigste
Blödfinn sindet ohne jede Controle Aufnahme, wenn es sich um
eine Schandthat der „Prussiens“ handelt. Um dies in ein grelle?
Licht zu stellen, hat ein Spaßbogel in den heutigen „Figaro“
das folgende Telegramm eingeschmuggelt: Frankfurt, 25
Januar. „Heute Morgen gegen 11 Uhr hat einer der 22 el—
jässischen Recruten, welche in das 81. Regiment gesteckt sind, seinen
Sergeanten, Namens Linlsum, welcher ihn gepeinigt hatte, getddtet
Als der Hauptmann, Baron v. Geilerbod,“ ihn verhaften wollte,

hat der Recrut Rindvich aus der Umgegend von Hagenau, ihm
jein Bajonett in den Leib gestoßen. Man fürchtet sehr für das
Leben des Barons. Ja der Stadt unterhält man sich nur von
dieser Affaite.“

Es ist fur Deutschland don einigem Interesse, zu
wissen, daß die bei weitem groͤßte Zahl der ausgetriebenen Jesuiten
sich hier in Frankreich niedergelassen hat; einstweilen in der Nähe
der Grenze, aber nicht ohne das Bewußisein, hier eine dauernde
Mission zu haben. Und da Thiers allem Anscheine nach die
„Versoöhnung“ um jeden Preis erstrebt, da ferner seine ‚liberalen
Ideen“ sich nur auf die aäußere Form und den Titel Republik
deziehen, in Fragen der innern Politik aber mit den Wünschen
der Reaction sich nur zu leicht begegnen und vertragen, so wird
das Land wohl einer Periode des clericalen Despotismus eut⸗
gegen gehen.
SEpanien.

Madrid, 27. Jan. General Gomzales hat die Bande
des Pfarrers von Veracruz vollstandig geschlagen, wobei 35 Todie
und viele Verwundete auf dem Platze blieben und 20 Gefangene
gemacht wurden.
Amerika.
New-⸗Yorl, 20. Januar. Ueber dis fremde Element
in der Bevolkeruag der Vereinigten Staaten gibt die letzte Volks
zählung einige interessante Daten. Von den 88,500 000 Be—

wohner der Bereiniglen Staaten von Nordamerika sind 5, 500, O0
im Auslande geboren oder gerade einer unter sieben. Von den in
Amerika Geborenen sind Vater und Mutter von 9,734,845 Kin⸗
der Ausländer; 10,521,238 haben einen Ausländer zum Vater
und eine Amerikanerin zur Muiter und 10,105,626 haben eine
nusländische Mutter und einen amerikanischen Vater. Nur 8,000,0 00
Amerikaner gibt es, deren beide Eltern ebenfalls in Amerika ge—
boren woren sind. Die Einwanderer gruppiren sich in den gro—
hßen Handelsplätzen, den Fabrik⸗ und Bergwerksbezirken im Osien,
jolgen den Haupteisenbahnlinien durch die Binnenstaaten und ver
breiten sich ziemlich gleichmäßig über die dichtbedöllerten Theile
des Westens, lieben jedoch augenscheinlich die Nähe großer Seen
oder Flüsse. Sie lieben es nicht, sich in Gebirgsgegenden anzu⸗
siedeln und ziehen Wälder den Prairien dor. Nach den Irländern
die 1,858.827 Mann in den Vereinigten Siaaten ftark sind,
haben die Deutschen unter den fremden Nationen in Amerika
die größ:e Anzahl, nämlich 1690.410 Seelen. Sie sind haupt-
—XV
leren New⸗e Yerseh zu finden und haden in ganz auffallender Weise
die neuenglischen Staaten mit Ausnahme des westlichen Connec⸗
licuts vermieden. Die Haupiniederlafsungen der Deutschen befindet
sich zwischen dem Delaware und Susquehana in Pensylvannien
auf beiden Seiten des Ohio um Cincinnati herum, den Michigan-
jee entlang, auf dem westlichen Ufer des Mississippi in der Rahe
von Dubuque; rings um St. Louis und Mifsouri. Die Eng⸗
lander, 550 204 Mann stark, und die 74,533 Walliser, wohnen
Rößtentheils in New-Yort, Boston, Philadelphia und in den
ztroßen Eisen- und Kohlendistrikten.

A — —

Die beiden Edenkobener Lateinschüler, welche vor wenigen
Tagen verschwunden find, wurden auf der Reise nach Nordamerika
in Cassel angehalten und ihren Eltern zurückgeschickt.

f Von der Donnersberger Bahn. Das Schienen⸗
zeleise iß bereits gelegt von Langmeil bis Dreisen. Wenn bei
m Bahn bau keine Störung vorkommt, wird hoffentlich bis Mai

die Strecte Langmeil ⸗Marnheim dem Verkehr übergeben werden

lönnen. — Jedoch bietet die Strecke Marnheim ˖Kirchheim des
dettenbodens sowie der Brücke über das Pfrimmthal halber wmehyr
Schwierigkeiten, und es koͤnnen wohl noch zwei Jahre vergehen,
zis der Bau der Donnersberger Bihn als vollstandiz beendigt
betrachtet werden kann.

FHeidelberg, 28. Jan. Bei der geftern deraustalteten
Fahrt einiger Mitglieder des Corps Vandalia nach Necarsteinach
ereignete sich auf dem Rückweg bei der Ueberfahrt über den Neckat
bei Neckargemünd ein beklagenswerthes Unglück. Als die Fähre,
auf welcher sich 5 Droschken befanden, am diesfeitigen Ufer lan⸗
dete, erhielt die leßte einen derartigen Stoß, daß dieselbe mit ihren
‚wei Insassen in den Fluß stürzte. Den beiden Studenten gelang
es, sich durch Schwimmen an das Ufer zu retten. Der Kuischer
Beorg Schmitt von Wiesenbach, und ein Pferd ertranken. Kutscher
Wolf, der Eigenthüumer des Fuhrwerks, erleidet einen Schaden
von mindestens 800 fl..

* Die Aktien der Heidelberg⸗Speierer Eisenbahn ˖ Gesellschaft

m Betrage von 750. 000 Thlre., in Stücken zu 100 Thlr., sollen
am 4. und 5. Februar zur Emission kommen. Der Egisffionspreis
ist 1002 Proz., die Stüde sind vorerst mit 40 Proz. eingezahlt.
Den Betrieb der Bahn hat die Direktion der badischen Staats⸗
ahnen übernommen und berechnet dafür nur ihre eigenen Aus⸗
lagen. Hingegen partizipirt der Staat mit der Hälfte an dem 5
Proz. übersleigenden Rheingewinn. Wahrend der Bauzeit werden
zie Altien mit 4 Proz. derzinst. Nach 10 Jahren ist der Staat
berechtigt, die Bahn gegen eine zwanzigfache Abloͤsungssumme bes
Ergelnisses de lezten funf Jahre — jedoh, üht un ter Pari —
anzukaufen.

Frankfurt a. M., 26. Jan. Der Consum don
Pferdefleisch nimmi auch in unserer Stadt mehr und mehr zi.
Es wurden seit dem kurzen Bestehen der zwei hiesigen J Pferdeschläch⸗
tereien in denselben 1621 Pferde geschlachtet. Da alle übrigen
Fleischsorten fortwahrend im Preise steigen und das Pferdefleisch
noch immer nur 6 kr. per Pfund kostet, so deht wohl ein nod
zroßerer Consum in Aussicht.

f In Koln find in wenigen Tagen sechs Mordanfäll J vorge
kommen, die theilweise tödlich endeten. Auf dem Ehrenfeld fand man
jüngst einen Arbeiter erwordet im einem Graben liegen. Der Ma⸗
schinenmeister einer dortigen Fabrik wurde von 3 Arbeitern am
hellen Tage angefallen und mißhandelt und rettete sein Leben nur
durch Gebrauch feines Revolvers. Der Wirth der vor dem E hren⸗
thor gelegenen ,Villa Streifler“ iß von einigen Kürassieren in
einer Weise m ßhandelt worden, die seinen baldigen Tod zur Fol⸗
ge hatte, und zwei andere auf den Ehrenfeld wohnende Personen
ind mit Messerstichen Ud l zugerichtet worden.

46
        <pb n="71" />
        Dem altikatholijchen Gymnaßtallehrer A.. in Ane u⸗
dorn (Westfalen) wurde von der katholischen Gesstlichkeit das
hristliche Begräbniß verweigert. Herr Pastor Dr. Tangermann
Jus Koͤln erschien zur Stelle, um die Leiche zum Friedhofe zu
geleiten, allein die Excesse und Insulten einer rohen Volksmenge
Lie bei dieser Gelegenheit zu Tage traten, überbieten alles was
hbis jetzt Aehnliches dagewesen. Die Thür des Kirchhofes mußte
von Polizei wegen und mit Gewalt erbrochen werden; Frauen
ind Männer brüllten und schimpften; am Abende gab es Ruhe⸗
stdrungen, und ein Stück Eisenschlacke, welches durch die Fenster
des Hotels, in dem Tangermann logirte, geworfen wurde, hätte
diesen beinahe getroffen; das Haus mußte während der ganzen
Nacht mit einer Schutzwache umstellt werden. (Zw. Ztg.)

pMuünchen. Am Weihnachtsabend wurde die Tochter
des Gaftwirths Vogl in der Hirschau, welche bei dem Truppen⸗
Finzug in Schwabing dem Kronprinzen von Preußen einen Lor
deerkranz überreichte, mit einem prachtvollen Medaillon erfreut;
der Ueberbringer wars der preußifche Gesandte in München.
4 An einen Postschalter in Berlienn kommt Abends ein
Arbeiter und kauft für 2 Thaler Vierpfennige⸗-Briefmarcen
und legte sie in eine Mappe. Bald nachher bemerkt der Post⸗
hHeamte, daß ihm drei Hundertthalerscheine fehlen, die in einem
offenen Couverte neben der Briefmarkenmappe gelegen hatten;
Riemand war an sein Fenster gelommen, als der Arbeiter, er
mußte der Dieb sein. Da klopft's an dem Schalter, es ist der
Briefmarlenkaͤufer, ser bringt das Couvert mit den Hunderithaler
scheinen, welches er in den bogenweise zusammengelegten Marken
gefunden hatten. Der Beamte offnet die Thür und überschüttel
den Arbeiter mit Dank. der Vorsteher des Büreaus aber über⸗
reichte dem braben Manne einen 285. Thalerschein. Der Arbeiter
aber weist ihn zurück und sagt: „Meine Herren, Sie haben ja
doch man blos det liebe Leben. Behalten sie det Geld. Ick habe
zedahn, was Recht is, und det lasse ick mir nich bezahlen. Er
sieß das Geld liegen und ging. Er ist ein Arbeiter aus einem
Toleniolwaaren · Geschaft.
fZabern, 17. Jane Der Redaction des Zabener
Wochenblattes, geht ein Brief eines Recruten an seine Eltern zu
welcher wörtlich also lautet?: „Mainz, den 10. Jänner 1873
Ich will Euch zu wissen thun, wie es bei mir zugeht. Ich bin
wirklich in einer schöͤnen Stadt, Mainz genannt. Als wir von
hagenau abgefahren find. fuhren wir gerade dieser Stadt zu, und
auf der Reise gefiel es mir ganz gut, denn ich habe immer
freundliche Gesichter gesehen. Mainz liegt ganz nahe am Rhein
Ich hätte nicht geglaubt, daß in Deutschland so gute Leute sind,
denn bei uns wurde immer geschimpft über die deutschen Volker
daß sie so unbarmherzig und böse sind. Ich habe es nun erfahren
daß ihnen solches nur zum Scherz und aus feindlichem Neid nach
geredet wird. Unsere Vorgesetzten sind gar nicht so rauh mit uns
und es ist ihnen scharf derboten uns zu schlagen oder zu mißhan⸗
deln. Wenn wir spaziren gehen in der Stadt, so werden wir
zegrüßt von jeden Einwohner der bei uns vorübergeht. Zuweilen
nehmen sie uns auch mit in ihre Wohnungen und schenken uns
ein Glas Wein ein. Wir kriegen alle Tage dreimal zR essen.
Morgens um 6 Uhr den Kaffee, welchen wir aber bitter trinken
müssen. Mittags bekommen wir Fleisch und sonst was, und
Abends wieder Kaffee; wenn man es gewöhnt ist, geht's ganz
gut. Wir exerzieren täglich G Stunden. Am Morgen drei und
Nachmittags drei Stunden. Sonst gibt es nicht viel Neuigkeiten
Ich endige mein Schreiben, indem ich Euch sage. deß ihr Euch

nicht sehr um mih uins
TFuer getreuer Sohn J. G.

FEin schlechter Witz für eine gute Sache ist in Brügge ge⸗
macht worden. Einige Herren kamen auf den Einfoll, eine Aus-
telluͤng „alter Hüte“ zu Gunsten des Vereins zur Unterstuͤtzung
verschämter Armer“ zu veranstalten. Sie erließen eine Auffor⸗
Zerung und bald strömten von allin Seiten die koͤstlichsten Exem⸗
hlare don Kopfbedechungen, die manchen Sturm erlebt, herbei,
ristorisch, archaologisch und modisch interessant. Trotz freien Ein⸗
ritts hatte man balb 1000 Fr. freiwilliger Gaben, Alles wollte
die Hutausstellung sehen, und die Veranstalter hatten die Freude,
die Summe unter „würdige Arme“ vertheilen zu können.

Meyg. Dem ,Cdur. de la Mos.“ zufolge soll die vom
Bürgermeisteramt angeotdnete Zählung in Metz eine Ein⸗
pohnerzahi don 15,000 Deutschen und ebensoviel Franzosen er⸗
geben haben.

F Mentz, 24. Jan. Vor einigen Tagen fand ein junger
Mann von Servigny les⸗St.Barbe eine in einem Wassergraben
gelegene, nicht expiodirte Granate, nahm solche mit nach Hanse
und wollte sie daselbst entladen. Wahrend er den Verschluß auf⸗
uudrehen versuchte, was in sißender Stellung geschehen sein soll,
ntlud sich das Geschoß und riß dem Unglücllichen beide Beine ab.
Der Tod trat kurze Zeit darauf ein.

Malhausen. Als eine Eigenthümlichkeit dieses Winters
vird hervorgehoben, daß die Tauben nicht aufgehöͤrt haben, Eier
zu legen und Junge auszubrüten. In vielen Taubenhäusern findet
man halbflügge Tauben und Eier, und junge Tauben werden auf
dem Marite feilgeboten. Auch aus der Schweiz meldet man das
Fintreffen vieler Frühlingsbosen. In Olten sind laut dem dor⸗
igen Wochenblatt am vergangenen Donnerstag die ersten Staare
ingerüft und aus Bünsen im Canton Aargau wird gemeldet,
daß dort in letzter Zeit Stoͤrche eingetroffen seien. Nicht minder
zeigen die Fische eine Rührigkeit, welche vieiseitig als Frühlings⸗
jeichen gedeutet wird. Dieselben wurden in außerordentlicher
Menge gefangen, der hiesige Markt vom lezzten Sonnabend gab
dadon einen Beweis. Im Rhein, oberhalb dem Bodensee, fingen
Fischer von An vorige Woche gegen 20 Eentner Hecht, darunter
ein Exemplar von anderthalb Centnern.

f Der Z2jahrige, erst seit Kurzem verheirathete Steuerein⸗
iehmer Waudtircher zu Mutzig, Kreis Molsheim (Elsaß)
rat nach der „Karlsr. Zig.“ mit Hinterlossung eines sehr dedeutenden
dassendeffektez das Weite gesucht. Außerdem lastet auf dem
Flüchtigen der Verdacht schwerer Falschungen.

p Oer Pianist Hans v. Bül o w wird, dem „Athenäum“
zufolge, London während der kommenden mußlalischen Saison
besuchen und in mehren Concerten mitwirken.

4 Der Personenzug der Theißbahn überfuhr am 14. d. dei
Szurdock einen mit Petroleum beladenen Frachtwagen; der Fuhr⸗
mann wurde verwundet, die Pferde getödet, die Fässer zertrüm⸗
mert; das über den Schienenweg ergossene Petroleum fing sagleich
Feuer durch das der ganze Zug wegging, wie der feurige Wagen
des Elias, indem sich die Räder in dem brennenden Fluidum be
hrer Achsendrehung tränkten; die Passagiere kamen mit dem Schrecken:
davon, der Maschinenmeister erlitt aber solch fürchterliche Brand-
wunden daß er nach wenigen Stunden den Geist aufgab.

F. X. Demeß, verantwortlicher Redacku.
— —

J
Bekanntmachung.
Am Freitag den 7. Februar nächsthin
Nachmittags am 2 Uhr im Stadthause
hier, wird das bis jetzt über wiesene
Berechtigungsholz pro 1872/73 öffentlich
versteigert.
1. Abtheilung Schiererschlag:
72 Ster eichen⸗ und 525 Ster buchen Holz.
2. Abth. Martinsroth, Wolfshalle, Schlan⸗
genthal, Ritgesthal und Balsertswiese:
b9 Ster Eichen⸗
10 Buch en⸗
b Nadel⸗
3 Weich. und
18, Gemischt⸗Holz.
St. Ingbert den 30. Januar 1873.
Das Bürgermeisteramt
ser Andon.
—
2 Schreiner
erhalten dauernde Beschaͤftigung
dei Ehrifi. Fichter.

„Trutz net so.“
Narrensitzung
Montags den 8.
Februar 3781

Abends 8 Uhr
Der Mräfsident.

die *-—rhre?“* ↄtste und trotz ihrer vortrefflichen
Original· Illustrationen wohl-
feilste FPrauen-Zeitung ist
die seit über sioben —*
arscheinendo
Modenwelt.
Preis viertoljahrlich 45 Kr.
mit colorirten Modenkupfern
2 Gulden 8 Rreuzer.“
Die practische Richtung
les Blattes, welcho stets die
edũrfnisso der Vamilie berũcksaichtigt, den
Anforderungen der eleganten Gesellackaft aber
nicht minder Rechnung trägt, macht jede ein·
zelne Vorlage doppelt werthvoll. Die Schnitt-
muster — ũber 200 jährlich — aind ihrer vor-
rüglichen Auswahl und ihrer Genauigkoit wegen
rühmlichst bekannt, nieht wenigor? die leicht-
rerstündlichen Anweisungen. weseho selbst un-
geübters Hande geschickt machen, alle Gegen-
stünde der Toilette, Leihwäsche ete. velbet an-
zufertigen, Auch im veiten Gebiet der Hanad-
arbeiten iat die Modenweit die besto Lebr-
meisterin.
Alle Buchhandlungen und Postümter nehmen
jederzeit Bestellungen aß.

Erklärung.

Ich erkläre hiermit, daß die Aussage,
welche ich in der Wirthschaft von Wo hl⸗
farunh gethan, nämlich ich hätte an
Adjunkten Schmidt 100 fl Bürgereinzugs⸗
geld bezahlt, eine Lüge ist und nehme hiermit
die Behauptung als eine verläumdrische
zurück.

St Ingbert den. 22. Januar 1873.
Netor Schibl.
bee:tigt (auch brief-

soh) in 2 Stunden gefahbrlos und
gicher Dr. Ermat in Leipzig.
        <pb n="72" />
        Jahrmarkt
in St. Ingbert
Montag, den 8. Februar 1878

Hilfe gefunden bei lang—
wierigen Brustkrankheiten.

Dresden, den 7. Janunar 1873.
Durch langwierige Brustkrankheit
jahreleng an das Beit gefesselt, bot
ich Alles auf, um meiner Natur zur
Hülfe zu kommen, jedoch war es ver⸗
gebens, bis ich auf Anrathen eines
Bekannten auf Ihr Malz⸗-Extract
aufmerkiom gemacht wurde und habe
ich wirklich nach Gebrauch von circa
16 Flaschen wahr undz wahrhaftig
Erleichterung gefunden, was ich gern
der Wahrheit gemäß hiermit beschei—
nige. Max Kutorsky, kleine Ziegel⸗
T snefe —

An den Königl. Hoflieseranten Herxn
Jothann Hoff, Beriin. —
Verkauiestelle bei Fritz Panzer-
bieter in St. Ingbert.

ohne Modidin..

rust⸗· U. Lungep-
kranke finden auf naturgemassem
Wege selbst in verzweifelten und
ron den Aekerzten für unheilbar er-
clärten Fällen radienle Heil-
nug ihres Leiden-
Aÿο Mec
Jach speci.. Enne der
eh durch
Porlin
23

qhnoe,

.

Tannin-Terpentin
gegen
Gicht, Rheumatismus und Nerven⸗Kopfweh
zu haben in Flaschen à 45 Kreuzer und,à 1 Gulden 45 Kreuzer
in St. Ingabert bei Joh. Friedrich.

— — — — — ———— —

(Aus den Berliner, Zeitungen.)
Der Königtrank,
eine mit circa 100 milden Pflanzensäften beretsee Limonande, größtes ygiönische
diätetisches Lasbsal für alle Kranke und für Gesunde, hefert deia Organismus
eine Fülle von Gesundheitsstoffen, durch welche die erkrankte Natur in den meisten
Fällen sich jo umwandelt, daß die Krankheitsursachen und dadurch selbst harinäckige
rankheiten oft wunderbar schnell verschwinden. F
Weitere beim Erfinder des Königtranks eingegangene Anerkennungsschreit en:

(48. 188.) Bertlin, 14. 11. 72. — Meine Frau litt seit langen Jahren an sehr
chmerzliden Hämorrhoidal- und Verhaltungsbeschwerden. Eine ganze Anjahl
von Aerzten ordinirter Mittel hatten nicht den neen oder doch nur momen⸗
lanen Erfolg. Meine Frau versuchte den Königstkraut und verbrauchte drei Fla—
schen nach Vorschrift. Nach achttägigem Genuß stellte sich vegelmäßig tägliche Ver⸗
richtung ein, und hat salcher seither, länger als ein Jahr, keine Unterbrechung ge⸗
habt, die Hämorrhoidalleiden sind seitdem weniger schmerzlich geworden.

Th. Langeheinecke.
Erzieher der Klein-Oinderhewahranstalt Nr. 83, Alexandrinensir. 1.
(49,7882) Berlin, 8. F. 738. — Seit zwei Jahren leide ich an einem Brusft
übel, welches ich durch einen Fals mir zugezogen. Nachdem ich schon mehrere Aerzte
zu Rathe gezogen, jedoch heme Erfelg, versuchte ich es mit dem Königtrank und
derspüre nach Gebrauch von zwer Flaschen schon eine bedeutende Linderung meiner
Schmerzen — GBestellung.) Elara Langeée, Elisabeihstr. 45, I.

Erfinder vnd alleiniger Fabrikant des Königtranls:
Wirkl. Gesundheitsrath (Eügiêist) Karl Jacobi,
Berlin, Friedrichsir. 208.
Die Flasche Königkrank Extract, zu dreimal so viel Wasser kostet in Berlin einen
halben Thaler, außerhalb incl. Fracht in Deutschland 16 oder 17 Sgr.
(1 fl. rb.) in St. Inabert bei Kaufimann J. Friedrich.

evder Nachfsolger,
der Aachfolger,
——
furt ammn Haim.
Durch for!während reue Zufuhren und durch meine direkten, Verbindungen mit den ersten Fabriken, ist es mir moglich, mein reich
sortittes Lager zu den bekannienbilligen Preisen zu empfehlen.
Großes Manufakturwaaren Lager. Großes Ausstattungs:Geschäft.
1000 Siuck /. dreite achtfarbige, lila, rosa, gelbe, braune Cattune, 500 Stück . bhreites schweres Leinen, fur Hemden und Beittticher,
Ur Kleider und Ueberzüge, Cattune mit Borden, für , der halbe Meter 42 kr.
7 —3 *
ei osische J i i ssins, der Bett ang, fl.
53 Izrzonde Jaconets in den brillantesten Dessins, de 3 Ellen —— 2 Poeeeaee he das dob⸗
9 ' 8 ändige Betttuch ohne Na Ellen lang, f. 2 24.
einsste Pique⸗Cattune, der halbe Meter 12 fr. pe en
* I schweres —— ettucus, meistens turtisch⸗ 200 Stud Pon n ehes und böhmijches Leinen, der halde
oth, die Elle 15 kr. s(55 Centimetres.
300 Stud ed schwarzen — fur Uiterrdtte, die Ele 22 tr. 200 Stud Ax wollene Bettdecken, fur zweischlafrige Betten, des
135 Centimetres. 8 200 Stuck schwere weiß wollene Bettdecken, fuͤr zweischlafrige
⁊/ breiten englischen Waterbroof fülr Regeamäntel mit und ohne “— Stud f. 4 30 1 Weisch friat Betxen,
Franzen die Elle 48 kr. [60 Centimetres] . 500 Stuck schwere graue Bette u. Pferdedecken, d. Stüdefl. 230. bis f. 8.
/ breiten schweren guten Buxkin für Hosen und hanze Anzüge, die 500 Poaarschwere weiße Piguedecken und Victrineeuu Franzen
Elle fl. 130 kr. fl. 2. [160 Centimetres.] für Ljchlafrige Betten das Stücfl. 2. 80.
breiie Fustteppichstoffe, die Elle 15 kr. [325 Centimetres. 100 Dutzend weiß feine Tischtücher, 22/1 Ellen 1ang, LEllen breit.
Hlatten, roihen woͤllenen Unterrockstoff, die Elle 15 kr. [55 Centi⸗ das Siud zotr
metres.] 100 Dutzend Handtücher, das Dutzend von fl. 3 an, die Elle von 6kr. au.
Feinen weißen 4 breiten Mull ir Kleider die Elle 12 kr. 1855 Centim.) 500 Dtzd. weiße rein leinene Damentaschentücher, das Dyd si. 2 30
Tooo Stud verschiedene gute Kleiderstoffe für Winter, Fruhjahr Große rothe Eachemires Tischdecken das Stück fl. 1. 45. u. A. ⁊
Sommer und Herbst der Maeger von 80 kr. an. Große rothe Cachemires Comodedecken, das Stüch sl. 1. u. fl. 124
Lamas, Unterrockstoffe, Thibets, Cachemires, Flanell, iꝛo/ breiten reich ramagirten Vorhangomull mit, Bogen, der halbe
Finets, Espagnolettes, Chales in allen Farben und Meter 16 kr.
Qurlitãten olilisct. Prima Shirting, grap, weiß, schwarz. die Etle 7 kx. [55 Centim.]
200 Stüucdk e/ breiten schweren Barchend fur Beiten, die Elle 16, 18, *4 und 0/. breiten Zwillich Lederleinen, Strohsackleinen
24 Ir. [55 CentimetresJ. n graue, gelbe, weiße Servietten zum Fabrikpreise. 4
»Aus meinem Hause gehen jährlich Tausende von Sendungen nach allen Gegenden Deutschlands, und täglid
sich wiederholende Nachbestellungen sind die besten Beweise, daß man allenthalben mit meiner Bedienung sehr
zufrieden ist. I 2*
Musterabschnitte sämmtlicher Artisiel sende in reichster Auswahl franco per Vost.
Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens un bitte mir das bisher bewiesene Vertraues auch welter
zu erhalten.

A
—XEEVOD Ingbertt.
        <pb n="73" />
        St. Ingberter Anzeiger.

der St. 37perrer Anzeiger sund vaß mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungkblatt, mit der Dienbiagt⸗, Donnertiagt⸗ und Sonmia
EAXE—BABIXL Donnerataa, Samsatag und Sountag. Abonnementspreis vierteljährig 42 Argr. oder
12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Kryr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Naum bercchnet.

3

Deutsches Meich. *

München, 30. Jan. die bayerische Regierung hat dem
Reichskanzleramte milgetheilt, daß sie ihre Konsulate außerhalb
Deuischlands nunmehr sammilich eingezogen hat, woraufhin die
nothigen Ausführungsbeschlüsse hinfichtlich der Reichskonsulate ge-
troffen wurden.

München, Unter dem 25. Jan. wurden in Bayern die
ersten Vicefeldwebel ernannt. Dieselben sind ehemalige Einjährige
Freiwillige, die bereits in der Reserve als Korporäle dienten;
shre Uniform ist ebenso wie die der Feldwebel; sie verrichten
Of fiziersd enst und stehen ungefähr den Portepeefähnrichen gleich. —
Das Befinden des Exkurfürstea von Hessen sall seit geraumer
Zeit zu ernsten Beforgnissen Anlaß geben. Man will wissen,
derselbe habe ein Testament gemacht, das seinem nominellen Re—
gierungsnachfolger genaue Vorschriften über dessen Verhallen gegen—
über dem preußischen Staate ertheilt; alle Bestimmungen sollen
darauf basiren, daß cuch nach seinem Tode kein Ausgleich mi!
Preußen eingeleitet werden darf. (Irf. 3.)

Frankreich

Avenir National“ meldet: Außer dem Lager von Avor,

welches in Kurzem vollständig eingerichtet sein wird, und dem von
Thalons an dessen Instandsetzung rüstig gearbeitet wird, beabsich⸗
tigt der Kriegsminister, noch zwei andere ausgedehnte Lager in
der Umgegend von Marseille und von Lyon zu errichten. Der
Kriegsminister teifft außerdem seine Anstalten, daß Frankreich näch-
sten April vier große Armen von 100 bis 110,000 Mann zum
mindesten zur Verfügung habe. Sie würden Ost⸗, West⸗, Süd⸗
Armee und Armee des Centrums heißen. Jede würde aus drei
Corps bestehen und jedes Corps aus drei Divisionen Infanterien
und einer Division Cavallerie“ Dem „Stäphanois“ zufolgt
herrscht in der Waffenfabrik von St. Etienne zu Folge von be—
deutenden Bestellungen des Staates eine große Thätigkeit. Man
fabricirt im Augenblicke hauptsächlich Carabiner für die Cavallerie,
System Choassepot. Die Zahl der täglich verfertigten Stück beträgt
9 bis 650 und man hofft, die Zahl bald bis auf 700 zu
ringen.

um ihren Verheerungen einigermaßen zu steuern. Cine Ordre des
Praͤsekten des Doupsdepartement:; befiehlt alen Wolfslägern und über⸗
Jaupt allen Forstbeaxitenn, unverzüglich in allen Teilen des Depar⸗
ements Treibjagden zu peranfstal ten. Eine gleiche Maßregel war
chon vorher von dem Präfelten der Haute ⸗Saone angeordnei
vorden, und geben wir nachstehend das am 1. Januar officell
bdekannt gegebene Refultat der Jagden: Es wurden erlegt 77
Wolfe, Wölfinnen une junqge Woͤlse; 729 Wildschweine jeden Alters;
581 Füchse. Die Totulsumme des erlegten Wildes beieägt 1387
Stüch; hierzu kommt noch eine faft gleiche Anzehl der bei Privat⸗
agden erlegten Wildschweine und Füchse. Troz dieser Meßlei
unter dem Wild ist das Departement Haute Soone immer noch
buchstäblich von Wildschweinen und Wölfen überschwenmt; die Jagd
auf die Thiere wire übrigens mit einer wahren Wuth betrieben.

fHamburgq, 31. Jai. Die „Vörsenhalle“ bringt ein
Telegramm aus London, wornach der vermeintlich versunkene Dam⸗
ofer „Murillo,“ welcher das Schisf „Norihfleet, onrannte, heute
inbeschaädigt in Lissabon eintraf.

Wie weit ein Luftiballon fliegt.) Ein Schüller einer Ge⸗
ehrien Schule zu Husum (Schleswieg) ließ am 10. Oktober vor
der Stadt einen GummisLuftballon von der Größe eines Kinder⸗
'opfes, mit Wasserstoffgas gefullt und mit einem den eventuellen Finder
umBenachrichtigung bittenden Zettel versehen, aufsteigen. Jetzt ist
nun dem Schüler ein Schreiben aus Schweden zugegangen, nach welchem
der Ballon am Weihnachtsabend-- also beinahe nach drei Mona⸗
en — im Meere von Degerhamm auf der Insel Oeland (Ostsee)
autgefunden worden ist.

kEinstund Jetzt.) In dem Archid der Abtei Hinter⸗
bach fand man ein Rechnungsbuch, worin das Jahr 1453 als das
Jahr der großen Theuerung eingeschrieben steht, weil in demselbin
ein fetter Ochs drei und einen halben Gulden kostete; eine Kuh
awei Gulden, ein Kalb einen Drittel-Gulden; 23 Hämmel acht
Bulden, 25 junge Hühner einen Gulden, 40 Dutzend Gier einen
halben Gulden. Der großen Noth wegen schidte man einen Expres
von dem Amtsdorse Behenburg mit drei Hellern nach Köoln, mit
welcher Summe derfelbe das zweimalige Ueberfahrtsgeld und sei⸗
nen flande smäßigen Unterhalt bestritt.

F(Gine amerilanische Borgia) In New-Haben,
Tonnecticut, wurde am 11. Jan. Frau Lydia Shermann der
pielen Giftmischereien wegen, deren sie verdächtig war, die „Vorgia
von Conectcut“ genannt, wegen der Vergiftung ihres letzten Gatien
des Todtschlages für schuldig befunden und zu lebenslänglichem
Befüncniß verurtheilt. Seit ihrer Verurtheilung hat die Giftmoͤr⸗
derin ein offenes Geständniß abgelegt, demzufolge fie einräumt,
zwei ihrer Männer, zwei ihrer eigenen Kinder aus erster Ehe,
owie einen Stiefsohn und eine Stifetochter, Kinder ihres dritten
Mannes, durch Arsenik vergiftet szu haben. Anspielungen auf
den unter mysteriösen Umständen ersolgten Tod eines vierten
Batten und zweier anderec ihrer leiblichen Kinder lassen darauf
hließen, daß sie auch diese vergiftet hat.

Die Correspondenz des Einzelnen mit Allen.

Feaf Es liegt uns das soeben im 12. Auflage erschienene
Zeitungsverzeichniß der Annoncen⸗Expedition von G. B. Daube
und Co. vor. Dasselbe führt fich dießmai beim Pubiikum mit
einer interessanten Vorrede über das Wes⸗n des Annoncirens —
der Correspondenz des Einzelnen mit Allen — ein. gibt durch
eine Reichhaltigket eine klare Uebersicht Uber den neuesten Stand
der heutigen Presse und legt durch möglihste Verdoll ständigung
o recht Zeugniß von der erfolgreichen Wirlsamkeit dieses rüh igen
Institutes ab. *

Der einige 50 Seiten zäblende Catalog kann sowohl direct
om Centralbüreau in Frankfurt a. M. als auch Lvon den in
allen größeres Stadien befindlichen Genetal⸗Agenluren gratis be⸗
sogen werden.

Amerika.

—New⸗York, 16. Januar. Es ist wohl nicht ganz ohne
Juteresse, daß sich der in Europa fast vergessene Zweig der Fami ⸗
lie Vonaparte anläßlich des Todes von Rapoleon auf's neue zu
tegen beginnt. So scheint es zum mindesten nach einer sehr aus—
führlichen Correspondenz, die der Herald“ aus Baltimore bringt
Bekanntlich, war die erste Gemahlin des jüngsten Bruder Napo—
leon's J., des Jerome Bonaparte, eine Tochter Baltimore's; we—
niger bekannt ist, daß diese, die einst blendene Schönheit, Elisa⸗
deth Patterson, welche der Machtspruch Napoleons J. nach kurzer
Ebe von dem Bruder schied, noch heute lebt, die 88jährige Mat
xone ist die Einzige, welche aus aus jener Generation der Bona⸗
parte's übrig ist. Sie hat ihre Ansprüche an den franzsischen Thron
noch niemals aufgeben; der einzige Sohn aus ihrer Ehe mit Jero—
me, also der Halbbtudoer des Prinzen Plo⸗Plon, ist 1870 gestot-
ben; es leber aber zwei Söhne von diesem, Enkel des Jerome
und Großneffen des ersten Napaleon. Der ältere, Jerome Nabpoleoa
Bonaparte, war Oberst in der Armee der Vereinigten Staaten
and hat mit der frauzbsische Armee den Krimkrieg mitgemacht;
der zweite, Carl Joseph, siudirt gegenwärtig die Rechte. Der ältere,
der in Baltimore lebt hat nun, wie der Correspondent des Herald“
aus hester Quelle wissen will, die Abficht, „das Feld seiner Thä⸗
ligkeit in Kurzem auf den alten Continent zu übertragen und seine
Anstrengungen dort dem franzdsifchen Volke zu widmen noch dem
Maße, wie es dessen Würde und Große beausprucht und wie es
den Traditionen der Familie Bonapdarte auch fernerthin entspricht.
Vermischtee. 2
F Metz, 28. Jan. Der „Cceurier de la Moselle? schreibt: die
Zahl der Wildschweine und Wolse in den östlichen Departemente
sstt so groß, daß man zu den energischsten Maßregeln scheeiten mußte,

— — — —ñ—rrç ⸗ s —⸗ —ñ— —
X. Demet, verantwortlicher Nedacteur.
        <pb n="74" />
        Bekanntmachungen.
2 *
Möbelversteigerung.
Dienstag. den 11. Februar 1873, Nach⸗
mittags 2 Uhr dahier im Sterbehause
werden die zur Gütergemeinschaft zweiter
Ede des dahier verlebten Tagners Caspar
Eastel und sjeiner hinterbliebenen Wittwe
Flisabetha Hofmann gehsrigen Mobi-
siargegenstände auf Borg versteigeri, als:
1Kleiderschrank, 1 Küchenschrank, 1
Tisch/ 2 Stühle, ein Bett mit Bett⸗
lade, L Uhr, Kulchengerätheund dal.
Horn, kgl. Notar.
*
Möbelbversteigerung
in Hasel
Mittwoch, den 12. Februar 1873, Vor⸗
nittags 209 Uhr, zu Hasel in seiner Be⸗
sausung läßt Jakob Keßler, früher
Lehrer, jetzt Wirth und Krämer daselbst die
zur Gemeinschaft, die zwischensihm undseiner
nun verlebten Ehefrau Barbara Uhl be⸗
tanden hat gehörigen Mobilargegenstände
nuf Zahltermine oͤffentlich versteigern, nämlich
1 Kuh, 1 Schwein, 1 Einspänner Kuh⸗
vaçcen, Hackenpflug, Egge, Feldschlitten,
Heu, Kartoffeln, leere Fässet, 1 Chif-
fonier, 1 polirter nußbaumener Kleider⸗
chrank, 1 Commode,,4 Beiten. 1 Saͤu⸗
lenefen, Getüch aller Art, 1 Stück
hausgemacht Leinen, Garn, Werg, stü⸗
henschrank, Küchengeräthschaften, Tische,

Stühle, Bänke und dal.
Horn, kgl. Notar.
2 Schreinergesellen
öonnen sofort eintreten bei
Johann Hölzheber
in Schnappbach.
In der Kohlenstraße Nr. 48 Meist der
untere Stock,
bestehend aus A Zimmern und Küche
bis 15. April d. J. zu vermiethen. Der⸗
selbe eignet sich zu einem Laden⸗Ge—
cchäft. Naherez beim Eigenthümer.
Stockfifche
eden Tag bei
J. J. GPια,
geupee
Eisendreher
finden bei gutem Lohn dauernde Beschäf—
igung in der Maschienenfabrik von
Hitschler &amp; Comp.
in Rweibrüden.
Ein einzellebender Herr sucht eine
Köchin,
lalh. Mündliche oder schrifiliche Anfragen
richte man an Herrn Heinrich Wehr,
ezeichnet A. A. in Et. Johann⸗Saarl
2 Schreiner
erhalten dauernde Besce?tigung
zei Chrisi. Fichter.
Rechnunge
in Ns, 4 und ä Bogen zum allgemeinen
Bebrauch sind vorrthig in der Druckerei
dieses Blattes.

Musi Ivereĩnm.
Zonntag, den 2. Zebruar 1878, im Saale von Ferd. Oherhauser.
Abenduntorhaltung.
Rrogramm:
J. Abtheilung.
Duverture zu vier Händen.
bol dno Lehensregein, Chor von R. Genee.
Am sehbnen RSin, gedenk ien Dein“, Walzer zu 4 Händen von
Keler Bela.
J II. Abtheilung.
„Ein Lugner der die Wahrheit sprieht“. Schwank in i Aet don Paul
übner.
Kaiser-⸗Marsenh von Keler Bela.
XXEAVC
— Anfang Prũücis S Uhr.
Nur Vereinsmitglieder und eingeührte Fremde haben Zutritt.
»R 3 —2— —
Künstlicher Vünger
aus der
Landwirthschaftlich chemischen
J Fabrik von

Silberne Medase
Qarlsruhe 1861.
hrenv. x
London 1862.
Medaille.
Hamburg 1863.
ẽhrenv. Erwähnung.
Maunnheim 1868
Medaille.
Köln 1865.

Silberne Medaillen
Straßburg 1866.
Medaille.
Genf 1866.
gzwei Medaillen.
Paris 1867.
Silberne Medaille.
Saarlouis 1867
Zwei Medaillen.
starlsruhe 1869

MAIInIHhEGIM.
Kali⸗ und Magnesia⸗Dün⸗
ger-Sabrik in Staßfurth.

in

Unter Controle der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchsstationen.
Knochenmehle, roh und gedämpft,
Zuperphosphate, in allen Sorten,
Kali- und Magnefia Präparate,
Ammoniak SEuperphosphate, als besser Ersaßz des rothen Peru⸗-Guanos,
Zpezial ⸗Dünger, für Rüben, Tabak, Reben, Hopfen, Wiesen 2c.
Sämmtliche Dünger werden in altbe währter, vorzüglichster Qualität und
inter voller Garantie des Gehaltes geliefert.
Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung seines Inhaltes und der Firma
Beorg Karl Zimmer in Hannhem versehen.
Gebrauchsssanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten.
Wegen allem Näheren beliebe man fich an die Fabrik in Mannheeim oder au
deren bekannte Verkaufslafgner 2u wenden.
Feuerwehr-⸗Montag
bei Peter Heusser.

2000

Der Regenerator

(oder Lehenxaweker)
seit Jahren das bewährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und specielle
Schwächezustände, Magengedärm⸗ und
Leberlrankheiten, Hämorrhoiden, Eng
drüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten ꝛc.
owie alle Krankheiten, die von ver-
hotbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der ‚Lebenswecker“ he⸗
oͤrdert die Verdauung, reizt den Ap
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist beson
xrs im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Flasche zu 1fl. 10 kr.
»20 Sgr. bei P. Zepp in St.
Ingbert.

Holzversteigerung
u Ommersheim am 10. Februar c.,
nitiags 10 Uhr im Gemeindehause
Ilda.
Echlag: Knopfchen.
1. 7 Stere buchen Scheitholj,
2. 53, „Srtangenprügel,
3. 20 , aspen Stangenprügel,
b. 222 , Krappenprügel,
5. 8 Loose Reiser (Hecken).
Sammiliches Holz sitzt in der Nähe der
Straße von Seelbach nach Niederwürzbach,
zaher sehr bequem abzufahren.
Ommersheim, den 27. Jannar 1873.
Das Burgermeisteramt
—AX—
—XR Börfse
Mandur urm beseitigt (auch brief⸗
lieh) in 2 Stunden gefabrlos und
icher Dr. Errat in Leippig. —

vom 81. Jan. 1873.

Preußische Friedrichsdor
Pistolenn.
)ollandische 10 fi.⸗Stüucke

dutaten 5
320Francß⸗Stücke —WF

Inglische Souvereigns

Doslars in Gold

57- 68
d41- 42

d 58258

8 31- 88

9 20-221
1147- 40
2241, -28.

.IIr, , rirte Familien⸗ Ka⸗
nder a 18rzr. find
Nruckerei da 8 find zu baben in der
4
Reattion. Drudck und Verlaga von F. X. Demes in St. Inabert
        <pb n="75" />
        8
ss *»25233556838
⸗⸗
* —A 355 73*87* 223 535238
22 — — 20 — —EB8 — A — 5
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z3232353 5—7z3553 —5 52 37533 3565 s82355357 2222
22322 32528* 23525 75 8* 202 58 2258355 235333
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23238 28838 5 — — E 2 7 —E— —A
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* 2 —X 28 —* 22 —8
5352 2838 252123 3148* * 5 37323 583 5523557533 368
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27355 8 8 552 —A —— a * * 5323333 8 2*
53383 5252 —z3235 — 2 — 5375 s33333 55
28 35323 2283835 5650 —524 3 7323
* 2 2 22322 5 2 *
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5355 3 5z35525.575— — 3223 733322—323 55225
—— —A —A 8 5— —A ẽ 5225 38 255322 *
223 8 —— 5 3 28 5 5 52 22 555 13238 ñ 53
SZ588 248 5388 8 525 3 25 285* z7* sü83532 2
—5368 3 * —R 5822 — — E 53 * 225* 82* * 8
5323 223235 —A ——A 3 785* 8 X —7224
3 523 z 8 25 ——— —XR —— 382 43. —z373—333353555 F
3225 3543638 —7 2 — 223 555 53 213 38523235583 *
28 * — — 2224 553355 55 2
53 7 8 A 53 *5352 32533 3*2
28 2 —A — —— — * 32225 22 —A 25 22 8
5328 *3255585 —3 7 0 8 55 — — 2 * 558 2 53253 E
32 72—,—33535* 53242 — 58 — — 853 3*2555 *3252283
33* — 55 2 * * 8 2 * * *2— 28323*25 —————
35335 35s8353853533337 1
25* 25323553250 23352 —R— * 3552338235
* 2253 — 3 —22553 12 2 24 — 22 387 ——222 2 — — 57
2 8 3 2 32 8 ee 5352228 58 2 7* — ——
2— 22 —s— 22 32 55*5 — 2 7 8⸗» —57 * 8 25
2232 52 5—2225 — 23258 5332327 55835 5355328825 2525
— 2352 23 335 2 —5*8 * 5332365 8 —58 5 3J 32 2
— 3373733233835638
5* F 8
—ãA—— —— 7 2237 55 32323238
3328 28333 325538 2 A
2 222 —— 226
235 322322
28
234 33
12 — 2 — —
3 5538 553533 2803 83
28535522 323 —A 555
23 3533553 — 52535532 525 55
2838 5533 — —A —— — 552538 632 *
2338 333 — ——— 228 5525388 —A
2385588 28 3* — — 5 22 5 2
33 ĩ 2 — 28 8 2 2 —— —
—22358 —— 285 — 5 3 22 8 232 2
5533858 A— 33352335 5 — 32584383 255 32
5252838 23588 —832 333355334 2838 8s8233235— 55 —55
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73853832 533 15353 2223
23583 8 532322 —8 — — ,5— — 2*5 8 * * 8
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53323538 —A 3383 2883 — ———
—— — —* — —7 3 8 —— —A 5
* A * 3 — 8 —225 3 — 85 33
* — * — 2 5 722 2 * 222 87* 235
2 e&amp;x ⸗5 —— 28322 232 z23558 3 222325 223285
— 2332 z29 —— — 223383335335 55238 555237 — 525 ẽ
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565* * 538 3333—223 —A * 5553535 —8
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2568 2233,.635 23 35355 7583 z55 53533
53 52,.8* —3335 358 55
25333.3238 32535 2528235323 553538
3. * 38* 3222 788 2333 2323533
— —— 2 C 388 5225 2225 525— 22
* 12 225 * — —8 *2 — — D 28
— —* —A D 522355 2—— 35385833 ——
552327 52535388 — 152 —3387338 253 2232233 32228
— * * — — —— 7 * ß z2.2 2 5
z53353 z854 3333 53 3338537 —23338
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— 0— 82 2* —3 — 22227 2 —5 25358 28 * 2—02—
33 2 533 327 72333325 4333 5353333, 3375
35333733—24 235 2. 53 5353 — — 354333 38333
3238373387 3555 23535 *2
* 22 * 85 3212 —322 2 22 5222 532 —
e * —z — 2 — 2* 35 2R 2 Añn —ü⸗ 22 * 1 —
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33 3 —5 55 5 25 53222
27 —38*23523358 52 —c.5 2
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25525—82 z558 3535353555 353536 553332323 5257
335s83538358* s255 83633283 5358 235335333 —5225
* * 555 22333 8 258 232 * g
5532 52 57 8 3837 2338 *7* — —X
523 55*80 —— 3535835 5853 *22 225353 5322 8*
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378333 8338 3337535333 *337 c 7355375 —
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2585 375 3325 3335358 58 27* 27 3 52 2 —
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5322523 *22 oe *53 8 22 2 552382353. * 2
* 2 28— 822 — t⸗ * 2z —555 —222322
2 —5828 5 8 2* — 2 2 8 252* 22 — —
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g — 33333283 33
2 2* 5 — —4 3 * — 32 — —A ⸗
—22 — 5 * 22 — — 32323 3 3 —
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        2 53252 28 532535
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2 Sc 2 2* 2235 2 S. — 5 —3 X
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522752 53587 22*885 52 5228 — ——
5553 3252838 8268 552 337 32338
—A 5*555 323533 23 *532 328 5 D.2.2 23353 3535335 2
—A —xX 3 2533 * —7 * — 228
4 25853773 253238 5 27 2328 338s38352393*35
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53525 33 — 258 —— *2323332335 52532385
2* 28 3
32225 33353273 829*335*33332 ———
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* — 225 — — 8522 — — —
—— 5 73355 5 35*
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22.· * 53. 2 8 225 25232833 2238 —
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83. 23312333285 532 23
23 *30 2. 5 2.2 *— 53
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253 — 2372
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— 5288 258838
388 3 33 —
2887 5857 — —838
5333 4532 3325 55
38 — — 2372 337
— 5* — 533 235
1875222 233 I
222 502 25835 8 *
*32 — 53835 3*
5 2 2252 — 555
2525 5738 22 53*3
2 — 38517 2822.
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5 46 5 35 2 252825
3332338 332.3 5587
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        St. Ingberter Anzeiger.

Der St. Bag Ruwzeiger (tad das mit dem Hauptblatie verbundene Unterhaliumgsblatt, mit der Dieudtagt⸗, Donnerbtagt⸗ und Soun⸗

Aimme erlqhelert wochentlich vie vru a l: Diou stag, Donner staa, Samstag und Sonutag. Abonnementapreis vierteljahrig 42 Arz. vder
12 Silbergr. Anteigen werden mit 4 Kriur. die dreispaltige Zeile Blaitschrift oder deren KRaum berechnet.

—— . ⸗ —V

Donnerstag, den 6. Februrrr 1873

Deutsches Neich.

Rheinpfalz, 2. Febr. Auch der Ausschuß des pfaätzischent
Protestantenvereins bat beschloffen, eine Zustimmungsadrefse an den
jemaßregelten Prediger Dr. Sydow in Berlin zu erlassen.

Kaiserslautern, 4. FFebt. Für die nach München in
der Kommunalschulfrage abgesandten Deputirten ergeben sich gute
Aussichten zur baldigen Eiledigung dieser Angelegenheit. Die Au—
tellung eines Schuldirektors soll als gesichert zu betrachten sein.

In der vom Bundesrath niedergesetzten Kommission wegen
Ersetzung der Salzsteuer durch andere Reichsabgaben ist der (Elber
elder Zig. zufolge) preußischer Seits jetzt nachträglich der Antrag
eiugebracht worden, alle Schlußzettel über Verläufe und Beleih—
ungen vertretbarer Saqchen mit einer Stempelabgabe von2 Egr
jzu belegen. Das wäre also die Borsensteuer!

Nach dem „Frif. Journ.“ beabfichtigt ein Theil der Katheder⸗
Sdcialisten während der Wiener Weltausstellung einen internatio⸗
nalen Congreß zusammentreten zu lassen.

Von den 10 Millionen Thaktern, welche im Militäretat für
1874 von der Reichsregierung für das Ordinarium verlangt wer⸗
den sollen, fallen, wie verlautet, drei Millionen auf die Erhoͤhung
der Gagen für die Unteroffiziere und 7 Millionen in runder
Summe auf die Verbesserung der Verpflegung für die übrigen
Mannschaften. Es ist aiso pro Kopf eine Erhöhung von 28
Thalern beantragt, demnach statt der Summe von 225 Thalern
sür jeden einzelnen der 400,000 Friedenssoldaten die Summe von
250 Thlrn. festgesetzt worden.

Frankreich

Paris, 3. Febr. Laut ‚National“ beträgt die Summe,
die auf die fünfte Milliarde (Anleihe) eingezahlt ift, jetzt 360
Mislionen. Ihm zusolge gehen jeden Monat 160 bis 170 Millionen
auf die Anleihe ein, so daß die französische Regierung sich in den
Stand gesetzt sehen werde, die fünfte Milliarde in baarem Gelde

zu bezablen, ohne zu den Garantien ihre Zuflucht zu nehmen.

Mit der Fusion der Bou: bonischen Linien scheint e8 wieder
den Krebsgang zu gehen, da ein Theil der Orleanistischen Führer
dem Grafen von Paris angekündigt hat, daß er zur Republil
abergehen werde, wenn der Graf nach Froschdorf pilgere. Letz
ierer soll darauf erklärt haben, er sei entschlossen, bei einer Parte
ju bleiben, die sich immer als Stütze seiner Familie und ale
Vertheidiger parlamentarischer Doctrinen gezeigt habe. Im Ueh
cigen wird demnächst ein neues Sendschreiben des Grafen C h am
bord, oder vielmehr der Froschdorfer Camarillo, deren Stroh
mann der Prätendent ist, erwartet. Also nicht Fusion sendern
Tonfussion!
Amerika.

Newyork. Die Moörder-Statistik in den Vereinigten
Staaten stellte sich für das vergangene Jahr wie folgt: Taglich
vurden auf dem nordamerikanischen von der Unionsflagge be⸗
chirmien Gebiete flinf Menschen gemordet. Das Verhaältniß ge—
taltet sich, je weiter man südlich oder westlich geht, immer un⸗
zünstiger. Im Staate Nebada⸗ kommt auf je 2000 Bewohner
zin Mord, während in NewHampfhire, dem entgegengesetzten Theile
her Union, auf je 800, 000 ein Mord kbonemt. In dem nordöst⸗
lichen Staate Vermont kommt auf 700,000, sowie in den süd⸗
westlichen Staaten auß 2500 Meuschen einer. So schlimm find
die Zustände, daß einige durchaus respectable Blätier — so die
„Newhort Evening Posie allen Ernstes einige Dosen Lynch⸗Justiz
empfieblt, um dem Scaudal ain Ende zu machen
Iwischtes. 4.

fHomburg, 1. Febr. Auf dem heuligen Miesauer
Waldjagd der Herren Gebrüder Ker äm er in St. Ingbert wurden
n einem Treihen 9 Wiidschweine aufgethhan ; davon wurden58
Stuck erlegt, 2 schwer ar geschossen, 2gingen durch de Treiber
durück. Unter der Beute befanden sich 4 Bach n und ein schwerer
keuler. (Pf. a.)
kHombura. 4. Febr. Ein Stück der ulerm 1. da

——

Mis. im Miesauer Walde angeschossenen Wildschweinen wurden
bereits aufgefunden und zwar in der Bütte eines Miesauer Cin—
vohners. (H. Anz) 5*
tKaiserslantern, 3. Febr. Durch das hiesige
Polizeiamt wurden in verschitdenen hiesitgen Wirthschaften 289
Stück ẽs-Litergläser als nicht gesetzliches Maß konfiszirt.
FLudwigshafen, 8. Ibr. Gestern Nachmittag brachen
auf dem dünnen Eis des Eisenbahnweihers beim Hemshof füns
dinder ein, von welchen leider zwei ertranlen. Pf. K.)
tLondon, 1. Febr. Der „Murillo.“ von dem e nun⸗
mehr feststeht, daß er den Untergang der „Northfleet“ herbeigeführt
hat, gehoört einer regelmäßigen Dampferlinie an, die den Verkehr
zoischen der Themse und Lissabon, Gibrallar, Cadiz und Sevilla
permittelt. Funf Dampfer gehören zu der Linie und sie besuchen
ab und zu auch andere europdische Häfen, wie in diesem Falle
der „Morillo“ in Antwerpen gewesen war. Der Capitän des
.Morillo“ erhielt, als er eben in Lissabon einlief, Depeschen, daß
er, wenn er kei dem Zusammenstoße im Canal betheiligt gewesen,
sich sofort nach Cadiz degeben soll. Der Dampfer ist durch den
Zusammenstoß wenig oder gar nicht beschädigt worden, und so
Jat der Capitän nicht einmal die Enischuldigung, daß durch die
Collision sein Schiff so sehr gelitten und seine Mannschaft in solche
Verwirrung gerathen sei, daß an ein Hilfebringen nicht hatte
gedacht werden lonnen. Eine andere Veriheidigung, man habe auf
dem Murillo“ nicht gewußt, daß die „Nor hfleet“ so arg beschä-
digt worden und daß mehrere hundert Menschenleben in Gesahr
—R werden; denn die gerette:en
Schiffbrüchigen bezeugen einstimmig, daß der Lärm, die Verwirrung
und das Geschrei waährend des Zusammenstoßes und unmittelbat
darauf ganz außerordenilich groß gewesen seien. Dann aber konnte
der Cabitän sich sagen, daß ein Dampfer von der Beschaffenheit
des Murillo“ bei seiner Fahrgeschwindigkeit, jedes Schiff, mit
dem er zusammenstieß, in große Gefahr bringen mußte. Im besten
Falle indessen bleibt immer noch der Vorwurf gegen den Führer
des Schiffes, daß er eine große Rachlassigkeit sich hat zu Schulden
ommen iassen und in niedriger Weise der Verantwortlichkeit sich
entziehen wollte. Ohne Zweifel jedoch dürfen noch größere Vor—
würfe dem Capitän gemacht werden, nämlich die gefühlloseste Un—
menschlichkeit und Herzlofigkeit.
rLondon, 3. Februar, Ein Londoner Telegramm mel
det zahlreiche Schiffsunfaͤlle, welche sich in der Nacht vom 1. zum
2. d. M. und wahrend des gestrigen Tages an der ganzen bri—
tischen Küste entlaug zugetragen haben. Nähere Details fehlen
noch in den meisten Fauͤllen. Es steht jedoch fest daß bei Falmouth
der der Paranagesellschaft angehoörige Dampfer „Elan Alpine“ ge—
scheiteet ist; von demselben isi nur der Steuermann gerettet. Bei
Tourquai laßt die Menge der herumtreibenden Schiffstrümmer
auf eine ganze Anzahl von Havarien schließen. Namentlich sind -
mich viele kleine Kuͤstenfahrzeuge beschädig⸗ worden.
7London, 83. Febr. Bei dem gestrigen Sturme stieß der
ranzösische Dampfer „Pereire“s mit dem deutschen Parkschifft
„Laura“ aus Stettin zusammen, dessen Mannschaft von ersterem
auftenommen und nach Holyhead gebracht wurde. Der „Pereire“
versuchte auch das Schiff zu retten und nahm dosselbe ins Schlepptau,
welches jed och riß. — Heute herrscht hier ein heftiger Schneefall.
Bei der Slurmfluth vom 18. Nob. wurde in Flen buarg
der Dreimuster „Straßburg“ durch die Gewalt der Wogen mitten
auf die Straße am Hafen gesetzt und blieb dort liegen, als das
Wafsser rasch ablief; seitdem wurde daran gearbeitet, das Schiff
zu drehen und vom Stopel zu lossen; erst am 26. ds. wurde dies
ermöglicht.
Dienunesnachrichten— F
Durch allerhöchstes Restript vom 80. Januat abhin wurden die nachbe⸗
eichneten k. Notäͤre auf Ansuchen versegt: Rober Faber von Edenkoben an
zie Stelle des früherenek. Nolärs Metz in Kirchheimbolanden; Eduard
Zarsch von Hornbach an die Stelle es“t. Rotars Bolza zu Kirchheimbolan⸗
den und Franz Ludwig Wenner von Germersheim nach Waldfischbach,
— — *?r7 rerantueetlibhier Nedicteu —
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        Bekanntmachungen.
leinspünner Wagen/,
PXα)Jä¶en i

Sitz, 4
süchenschrank, —
zroßer eichener Kleiderschrank.
Bettlade,
Ladentheke

1 Grube Pferdsmist 8

verschiedenes Küferwerkzeug bhat zu

verkaufen
Jacob Stief.
MFEIMASAM-ILRĩs
das Pfund zu 9 Krzr. bei
W. Jepp.
300 u.
niegen gegen 390 zum Aus
leihen bereit.
Naͤberes in der Expedition.
Zwei möblirte Zimmer,
die bis 1. Marrz bezogen werden können
hat zu vermiethen
ECarl Engel.
. Auf dem Wege von Sulz⸗
ach Jangs dem Steinbruch u. der obern
Maschine nach St. Ingbert wurde
gestern eine rothe geblumte Herren⸗
Schwale verloren. Der redliche Finder
polle dieselbe in der Exped. d. Bl. gegen
Belohnung abgeben.
Zgeübte
Eisendreher
finden bei gutem Lohn dauernde Besqchal
igung in der Maschienenfabrik von
Hitschler &amp; Comp.
in Zweibrücen.
3t. Ingbert.

Die Boͤlin Elifab. Kallenbrunnen
welche Zmal in der Woche, Montags, Min⸗
wochs u. Freitags von St. Ingbert nach
Blieskastel u. Zweibrüchen geht, und bei
derrn Wirth Wohlfahrt Domicil hat
bernimmt auch die reelle und pünktliche
Besorgung von Geldern an die Rentämter
ꝛxc. dorten.
Der Brodpreis fuür die Stadt St.
Ingbert ist von heute an bis zum nächsten
Donnerstag (Fruchtmarktstag) festgestellt:

Korabrod 3 Klagr. 26 Krzr. Weih
brod 10 Kriar
Frucht⸗ Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preise

der Stadi Zweibrücken v. 6. Febr.

Weizen 7 fl. 11 tr., Korn 4 fl. 45 fr.
Herste Areihige. — fl. — kr. Gerste vie
reihige, — fl. — kr. Spelz 4fl. 44 kr.
Spelzlern — fl. — tt. Dinkel — s.
— tr. Muigchfrucht — fi. — kr. Hafer
4Ofl. 4 tr. Kartoffein Ufl. 20 kr. Heu
fi. 24 kr. Stroh Ufl. 12 kr. per
Zentner. Weißbrod 1123 Kilogr. 19 kr
Zornbrod 8 Kilogr. 25 kr. ditts 2 Kilogr
17tr. ditto 1Kilogr. 9ekr. Gemischtbrod 8
Zil. 32 kr. 1 Paar Weck 100 Gramm 2kr.
Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kr.
Zalbfleisch 16 ir. Hammelfie isch 18 er
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter 80
it. per Pfund.

Künstlicher Dünger
Landwirthschaftlich chemischen
Fabrik von
GEORC OARI ZIMMER

Silberne ——
Karlsruhe 1861.
Fhrenv. Erwähnuna
London 1863.
Medaille.
Hamburg 1863.
TShrenv. Erwäbnung.
Mannheim 1868.
Medaille.
Köln 1865.

zilberne Medaille.
Straßburg 866
Medaille.
Geuf 1860
Zwei Medaillen
Paris 1867.
Silberne Medaille
Saarlouis 1867
Zwei Wedaillen.
Farl sruhe 1860.

—XX 0 i .
AKali- und Magne sia⸗Dün -
ger⸗Fabrik in Staßfurth.
Unter Controle der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchsstationen.
Knochenmehle, roh und gedämpft,
SZuperphosphate, in allen Sorten, FL
Kali- und Magnefia Präparate,
Ammoniak Superphosͤphate, als vesser Ersaß des rothen Peru⸗Guand,
Zpezial ⸗Dünger, für Rüben, Tabak, Reben, Hopfen, Wiesen ꝛc.
Saͤmmtliche Dunger werden in altoewährter, vorzüglichsiter Qualität und
unter voller Garantie des Gehaltes geliefert.
Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung seines Inhaltes und der Firma
Georg Karl ZTZimmer im Hannmheim versehen.
Gebrauchsanweisungen und Preislsten stehen zu Diensten.
Wegen allem Räheren beliehe man sich an die Fabrik in Mannheim oder au
deren bekaunnte Verkaufslager zur wend⸗n
*
Civilstand
St. Ingbert pro Monat
Januar 1873.
Geboren wurden:

Am 1. Januar Gertrauda, T. v. Karl
Stolz. 2. Jan. Peter, S. v. Peter Por⸗
der. 2. Jan. Ludwig. S. v. Theobald
Zirchner. 4. Jan. Barbara, T. v. Moria
Ochs, lesig. 6. Jan. Nikolaus, S. v. Va⸗
entin Derschang. 6. Jar. Elisabeiha, F
vp Nikolaus Eich. 7. Jan. Johann, ẽ
b. Jakob Eller. 8. Jan. Elisabetha
o. Michael Spohn. 9. Jan. Paul,
Johann Weiland. 9. Jan. Hilarius,
b. Iohann Heiser. 9. Jan. Jalob, S. v
Johann Heiser. V. Jan. Johann. S. v
Dichael Ochs. 9. Jan. Peter Anton, S.
b. Peter Wagner. 10. Jan. Magdalena,
T. d. Valentin Weidman“. 12. Jan. The⸗
resia, T. v. Georg Bauer. 13. Jan. Mar⸗
zaretha, T. v. Conrad Naumann. 14.
Jan. Friedrid, S. v. Nikolaus Weber,
14. Jan. Peter, S. v. Peter Dielforter.
14. Jan. Magdalena, T. v. Andreas
Grell. 15. Jan. Ludwig Felir, S, v
Joseph Klahm. 16. Jan. Anna Maria,
T. v. Johann Ludwig Persong. 18. Jan
Nikolaus S. v. Peter Schihl. 19. Jan.
Tatharina, T. v. Jakob Imhof. 20. Jan.
Maximilian Albert, S. v. Philipp Mun⸗
inger. 21. Jan. Tberesia, T. v. Johann
Brewenig. 21. Jan. Karl, S. v. Ludwig
Fetzer Wib. 21. Jan. Heinrich, S. vp.
dudwig Fetzer Wib. 22. Jan. Peter, S.
v. Sophia Gehring, ledig. 24. Jan. Ni⸗
?olaus, S. v. Philipp Jung. 26. Jan.
Johann, S. v. Adam Buser. 26. Jan.
Regina, T. v. Franz Closset. 26. Jas.
xlisabetha, T. v. Peter Menges. 28. Jan
Johann, S. v. Johann Selzer. 29. Jan.
—X
30. Jan. Philipp. S. v. Philipp Meß.

Gesstorben find:

Am 1. Jan. Elisabetha Weis, 57 J.
ilt, Wittwe von Niolaus Braun. 1. Jan
ʒeintich2 Tag alt, S. v. deinrich Kod.
3. Jan. Maria, 3 J. alt, T. v. Peter

Lorg. 6. Jan. Catharina, 1 M. 15 Tagꝗ
alt, T. v. Ludwig Stenger. 8. Jan. Ca⸗
hatina, 7 J. 5 M. alt, T. v. Heinrich
Baumüller. 8. Jan. Johann Kopp, 584
J. alt, Wittwer v. Catharina Selier. 9.
Jan. Elisabetha Buttermann, 30 J. alt,
Ehefr. v. Franz Ganster. 2. Jan. Anna,
2 J. alt, T. v. Carl Zimmermanu. 10.
Jan. Geerg, 1 J. 6 M. alt, S. v. Peter
Bech. 13. Jan. Maria Theobald, 54 J.
alt, Eheft. v. Peter Bauer. 15. Jan.
Maria, 10 J. 6. M. alt, T. v. Johann
Menges. 15. Jan. Joseph, 8 J. alt, S.
o. Friedrich Weißgerber. 16. Jan. Bar⸗
bara, 6 M. alt. T. v. Peter Lenhard.
17. Jan. Peter Emrich, 48 J. alt, Ehem
d. Maria Primm. 18. Jan. Anna 13J
alt, T. v. Georg Merz. 19. Jan. Carl.
31 J. alt, ledig, S. v. Johann Steiufeld.
19. Jan. Hilarius, 10 Tag alt, S. d.
Johann Heiser. 19. Jan. Jakob, 10 J.
alt, S. v. Johaun Heiser. 20. Jan. Mag
dalena, 4 J. 2 M. alt, T. v. Friedrich
Weißgerber. 21. Jan. Cathatina, 3 J.
alt, T. v. Theobald Schunk. 22. Jan.
Zarl, 18 J. alt, ledig S. v. Joh. Joseph
Zintel, 24. Jan. Barbara Kupper, 27
J. alt, Ehefr. v. Jakob Imhof. 24. Jan.
Fatharina, 1 J. 3 M. alt, T. v. Fried⸗
tich Weißgerber. 25. Jan. Johann Schwarz,
89 J. alt, Ehem. v. Katharina Wagner.
25. Jan. Johann, 15 Tag alt, S. v.
Michael Ochs. 26. Jan. Maria Clara,
5 M. alt, T. d. Michael Eberhard.
Verehelicht baben sich

Am 9. Jan. Johann Scholl mit Ca
rolina Nilola. 14. Jan. Joseph Schmitt
mit Maria Klemmer. 16. Jan. Karl Klein
nit Barbara Jung. 16. Jan. Peter Wag⸗
ner mit Katharina Peters. 16. Jan. Katl
Friedrich Auguft Klietsch mit SElisabetha
Schmitt. 21. Jan. Jakob Jung mit Maria
Dleif. 21. Jan. Jakob Best mit Barbara
Zimmermann. 21. Jan. Joseph Hager mis
atharina Quiring.

St. Ingbert, den 5. Februar 1873

Der Civilstandsbeamte
Chandon.

Revaktion, Druck und Verlag don J. X. Demesg in St. Inabert
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        —
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— —— 2 2 —8 — 87 — — 35 2 2,25 225
338333 5228. 83 2 ———— 8—723 358* — 8 — 5E526
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223235 5333235535 7573537 2538
5 5*,72 —2. *8 223 333 — 32
2. 2,83 —— —— —2 * ——— 2 3532 7 5 2. *
822352555 ——ú—w —— — 2 223877 —
733z2 55353503353 27 72
875328 —8252 r 22* A —83
2. — 328.* * ———— *5 229—6 25
253387 822 5 —2—50⏑— 55543* z5
—F * 7* 8
1533838335—33537383 35258 —
———— 5537 *. 3Z
2. —3 5à 53 20 —A—— 235223— *20
—* S T72.2 — 9— 5322 2 235 —
53528*255 2 —A —8 328 .
—A 2 55 38* 25 — *55832 — TF
5375* S* —E 7 * 37
22 * * 8 —— F * * *
33 56 247
— ——V ——— —
53233 23332 322 5488 3334 *
— 23 7 533558 83 —5355 22
— 38 23 7 —28 5*2 23 8 2. 3 8
222 — 7* * ⸗2 ãA 1 * — —
755 * —— * 7 7 —— ——
3 — 382 — 32 2242 532
cEE. * — * v 2822
22 2*822 33* —5353
2 2 3253 ——— —8 * 22 *235
S3. 8 2* 24 5
8253 53358 23353 877 2 22
532 222 —— — — 288 * ——
235 553535332 38333 522 55— 234 53 s
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        Hl. Ingberler Znzeiger.

der Si. ARugberter Anzeiger (und vas mit dem Haupiblatte verbundene Unlerhaltungkblatt, mit der Dienttagt⸗ Donnerttagt⸗ und Sounta

Lnme erscheint wchentlich vi er n alb Dienstag, Doumnet aztag, Samsstag und Sonmtag. Abonnementsopreis vierteljahrig 12 Kerrr. oder
12 Silbergt. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

221. Samstan, den 8. Februar 1873

Deritsches Reich. 2 Diegienhiedaa geschieht durch die Staatsanwaltschaft.
twurs 8.

Mänch en, 6. Febr. Seit langer Zeit dat keine die deut Di Die Kreuzzeitung verdffentlicht eine Adresse von 30 Berliner
—— 8 8 . cte e —58 sie die Amisentsetzung des e, De. Sydow gutheißen und
eich die Beseitigung der Schwurgerichte statuirt. Sie werden das ihren vn e —3 n
auch aus einem Artilel ersehen, welchen die PVeuesten Nachrihten⸗ war, wie man der Wes. Ztig.“ schreib:, seht belebt, der letztere
n ei e de Sasehen desse lhen de weichet lamet. gudtzeteuionm. Par gewann wgetad du een
Man sagt fo häufig, das deutsche Volk habe durch den glorreichen — den wes ischen Minifteriums
nainnnte n e e W e e e d gehhuet giceben
aicht mit dem Versuche beleidigen, bei der Bethätigung des heiligsten — — —* e nen
eine r Gefühle— des Rechtsgefüels — es unter Vormundschaft zu igen peet,frahee der Furst, e dent ietlich v eg
tellen! Molliuckrodt behaupeet, Preußen habe die italienische Regierung

870 aufgesordert oder ermaͤchtigt, don Rom Besitz zu ergreifen.
Dies wurde von mehren Mitgliedern des Abgeordnetenhauses be⸗
aht. Der Fürst versicherie darauf, dies sei eine grobe Unwahrheit,
»er Konig von Italien sei bei Beginn des Krieges mehr französisch,
ile deutsch gesinnt gewesen. Dies antipathische Verhbältniß sei
vährend des Krieges nicht gehoben worden und erst gegen Ende
des letztern, oder gar erst nach dem Friedensschluß, sei die Wie
derherstellung eines Einvernehmens mit Italien möglich gewesen,
edenfalls sei jene Behauptung Mallinckrodt's, wenn solche ge
allen, das directeste Gegentheil der Wahrheit, und Deutschland
ei frei von dem Vorwurf, irgend etwas gethan zu haben, was
zeeignet war, die feindselige Haltung Roms zu provociren.
Wenn es wahr ist, schreibt man der Magdeb. Ztg.“, daß
die kleineren bundesstaattichen Regie rungen deshalb auf den bal—⸗
zigen Zusammentritt des Bundesraths und des Reichstags gedriungen
Jjätten, um in den Besiß des Restes der Kriiegscortributon zu
gelangen, welcher nicht zur Dedung der gemeinsamen Ausgaben
der zu Reicht zwecken verwendet werden soll, so dürften die von
Tag zu Tag vollständiger werdenden Mittheilungen über neue
Herwendungszwedt der Milliarden nicht verfehlen, eine gewisse
leberraschung hervorzurufen.

Nacdh der „Post“ beabsichtigt Kaiser Wilhelm im Laufe des
Sommers mehre Provinzen zu bereifen.

In der „Germania,“ welche erklaͤrt, daß ihr an einem Frie⸗
»en mit der jetzigen Regierung nichts gelegen sei, macht ein Graf
d. einen „Vorschlag zur Güte“, indem er zur Bildung einn
veißen Centrums (1) neben dem „schwarzen“ auffordert, , damut
zieses, mit dem schwarzen verbunden, daß Gott geweihle schwarz⸗
veitze Panier bilde.“ Es ware der Sachlage nach vielieicht ange⸗
nessen, meint die „N. A. Z3.“ daneben noqh ein rothes Eentrum,
im Herrn Bebel zu gruppiren und dieses schwarz;weiß rothe Con⸗—
sortiun. dem deutschen Volke zur Nichtwiederwahl zu empfehlen.
Ruch ein Vorschlag zur Güte. 8

Frankreich

Der „Courrier de Paris“ entnimmt einem Briefe aus Lon⸗
von, welcher angeblich von einer Person derrührt, die in Chisle⸗
jurst Bescheid wissen soll, folgenden scharfen Ausfall gegen die
daiserin Eugenie: „Ueber die leßte Leidenszeit des Kaisers Napo—
eon verlautet manche düstere Einzelheit. Der Kaiser hattte mit ge·
valtigen körperlichen Schmerzen zu kämpfen; aber er hätté es
orgezogen, sie zu ertragen, als sich der mehr als zweifelhaflen
Operation zu unterziehen. Er war persoöalich ganz gegen die
eßztere; die Kaiserin Gugenie rieth dazu. Sis hoffte davon den
ẽrfolg, daß ihr Gemahl bald fähig sein würde, an dem zweimal
Hereits projectirten Landungsversuch an franzoͤsischer () Kuste sich
u betheiligen. Sie kam dader auf den Gcdaaken der Operalion
nit der ihr eigenen Hartnädigkeit zurüd, der gegenüüber die Wider
dandskraft Napoleans schon früher immer schwächer zu werden
flegte. Sie hat ihn zu der Operafion geirieben, wie sie ihn ind
)uu mex'karis Hen und dann in den deutseJen Krieg gedrängt hatt

München. Die Untersuchung gegen Adele Spitzeder und
Benossen ist noch in vollem Gange und wird bei der großen An⸗
ahl der Verdächtigen — gegenwärtig befinden sich 28 derselben
n Haft — und bei dem Üümstande doß durch den gleichzeitigen
Bantprozeß immner neues Material für die Criminaluntersuchung
zewonnen wird, kaum vor den Spvätherbst zzum Abschluß ge⸗
angen.

Der Allg. Ztg. ist eis Entwurf der neuen deutschen Straf-
»roceßordrung zugegangen, aus welchem sie die wesentlichen Un⸗
erschiede zwischen dem Entwurf und der Mehrzahl der bestehenden
)eutschen Geseßgebungen anführt. Als solche Neuerungen nennt sie:
) Die Strafurtheile werden in erster Ixstanz nicht mehr von
rechtsg-lehrten Richtern allein sondern überall unter Mitwirkung
jon Laien gefällt. 2) Die erkennenden Gerichte erster Instanz sind
Schöffengerichte. Sie zerfallen in die großen, mittleren und kleinen
Schöffengerichte. 3) Die großen Schöffengerichte treten an die Stelle
der seithergien Geschwornengerichte. 2) Die Schöffen üben in
leichberechtigter Stellung mit den rechtsgelehrten Richtern das
Richteramt in seinem vollen Umfang aus. 5) Gegen die Urtheile
der Schöffengerichte sindet keine Appelation statt. Entwurf 8. 248.
3) Dem durch eine strafbare Handlung Verletzten ist bei allen
tafbaren Handlungen, deren Verfolgung nur auf Antrag eintritt
»der bei denen der Strafrichter auf eine Buße erkennen darf, das
Recht der subsididren Privatklage gewährt. Entwuf 8282. 7) In
gleichem Umfange steht dem Verletzten das Recht zu, sich der
vor der Staatsanwaltschaft erhobenen öffentlichen Klage bebufs
Betriebes der Strafverfolgung als Nebenkläger anzuschließen.
Futwurf 8. 314.. 8) Oer Strafrichter kann auf Antrag des
Berletzten auch über die vermögensrechtlichen Ansprüche, welche dem
etßteren aus der strafbaren Handlung erwachsen sind, entscheiden.
ẽntwurf 8. 322 9) Der Beschuldigte kann sich schun im Vorver⸗
ahren des Beistandes eines Vertheidigers bedienen. Eatwurf
Z. 120. 10) Der Beichuldigte und sein Vertheidiger sind befugt,
den Beweiserhrbungen in der Voruntersuchung beizuwohnen. Ent⸗
vuf 8. 154. 11) Die Abwendung der Unterfu hungshaft durch
Sicherheitsbestellung ist in ausgedehrtem Umfange zugelassen. Ent⸗
vurs 8. 103 ff. 12) Ein Cantumacial Verfahren gegen einen in
)er Hauptverhandlung ausgebliebenen Angeklagten findet (abgesehen
»on strabaren Handlungen geringfügiger Act) nicht statt. Entwurf
z. 185 ff. 13) Gegen flüchtige oder abwesende Beschuldigte findet
ine Hauptversammlung und artheilsfällung nicht statt. Entwurf
3. 223. 14) Der Angeklagte iff befugt, zur Hauptverhandlung
Zeugen und Sachverständige unmittelbar laden zu lassen. Entwurf
3.176. 15) In der Hauptversammlung haben die Staatsanwalt⸗
chaft und der Angeklagte überall das gleiche Recht zut Mitwrikung
zei der Beweißaufnahme. Entwurf 8. 194, 195. 16) Die Beeidigung
der Zeugen erfolgt erst in der Hauptverhandlung. Der Eid wird
dromissorisch geleistet. Entwurf 8. 58. 52. 17) Bei der Urtheils⸗
ällung ist zum Ausspruch des Schuldig überall eine Mehrheit
jon zwei Drittheilen der Stimmenden erforderl'ch. Fetwires 213
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        Seine letzie Weigerung, Fsich der Operation zu unterwerfen, soll ficium zugewendet werden sollte, — es Handelte sich also gewisser⸗
sie mit dem erbarmungslosem. Ausspruch gebrochen haben: Fous maßen um ein Geschenk an die dänische Macht. Nun hat bekannt⸗
tes un lache.“ 5 (Du bist dine MNemme.) So wats Eugenie bis lich Preußen Schritie gethan, diese Bestimmung des Prager Ver⸗
zu der Todesstunde der bose Gentus des Koisers. Mit ihrer bigott⸗ trags zur Ausführung zu bringen; Dänemark aber, der Empfänger
ultramontanen Gesiunung verttug sich eine starkle Fribolitat.“ * Geschenkes, machte Ansprüche, die Preußen unter keinen Um⸗
2NEngland. —— ständen befriedigen konnte. Was bleibt der letztern Macht unter
Cadir, 5. Febr. Der englische Konsul beantragte gestern die olchen Umständen übrig? Einfach auf den zurecht bestehenden
Beschlagnahme des Dampfers „Murillo,“ sowie, den Kapitän und „iener Frieden zurückzugehen — ein Anderes gibt es nicht!
enen Theil der Mannschaft ˖ desselben, welcher während des Zu˖ Damit ollte man sagen, sei vernünftigerweise die Sache für alle
ammenstoßes die Wache hatte, als Gefangene an Bord, eines, Theile erledigt: für Dänemark, weil es es ein ihm zu kleines
Zriesschiffes zu bringen, die übrige Mannschaft aher an Bord des Beschenk nicht annehmen wollte, für Preußen, weil die Gabe, zu
„Murillo“ zu bewachen, und ihr nicht zu gestatten, an's Land zu! der es sich verpflichtet, zurückgewiesen wurde, und endlich für
zehen. —A— Desterreich, dessen Anspruch an Preußen damit ebenfalls erlosch.
Italien. Die Herren Dänen kommen bei dieser Gelegenheit immer
Vor einigen Tagen fand in den Räumen des Quirinal zum wieder auf das Natioualitätsprincip zutück, und Herr Bille
ersten Male seit seinem Bestehen ein Ball und zwar ein recht miint, der Artikel Vssei nur die Formulirung eines Rechtes, das
röhlicher statt. Der Prinz Arthuce tanzte bis zum Morgen und auch ohne allen Vertrag bestanden hätte; dasselbe Recht besteht
„ersicherte, wenn er kein englischer Prinz wäre, wolle er Rom nie aber auch für die Deutschen, die unter die däuische Herrschaft zu⸗
mehr aerlassen. Die schone Kronprinzessin machte mit bezaudern⸗ ückgelangen sollen. Dazu kommt neuerdings, daß unsere Brüder
der Grazie die Honneurs. Der Papst soll über diese Entweihung n Nordschleswig eben so gut ihr Blut auf dem Altare des Va-
seines Eigenthums sehr entrüstet sein und geäußert haben, man erlandes geopfert haben, wie alle übrigen Deutschen; und jene,
tanze dort auf einem Vulkan, der bald die ganze Gesellschaft bee velche auf solche Weise durch ihr Herzblut mit dem großen natio⸗
zraben werde. -Es soll nun än, hiesiger Stadt ein großes ra⸗ talen Körper verquickt sind, sollen wir wieder dem Hasse und der
zikales Btatt gegründet werden und haben bereits 11 Depulirten Feindschaft des Dänenthums pre 8g9eben? Nimmermehr!
der üußersten dinken ihre Mitwirkung zugesagt. — Das neueste Extrablatt, welches von Hadersleben aus an die
—— 77 BIALCELLLXAXL. „VEBXX stedactionen deutscher Blätter unter der Ueberschrift Bissmarck
Die dänische Agitation für den Artikel v ind der Artikel V', verfendet worden ist, ben die Hoffnung
des Prager Friedens. uus, daß die Veränderungen im preußischen Ministerium dem Ar⸗
Eingedenk des alten Sprichwortes? „Sietiges Tröpfeln höhlei ilel Vech —F tommen — In te Weise versucht
den Sitein“ haben bekanntlich die· Dänen und Dänenfreunde in 33 8 d — dee der Ameinen
ʒer nordschle?wigschen Frage eine Bewegung von einem Umfange * eeee a ee h
ns Leben gerujen, welche einer bessern Sache würdig wäre, und ermiitelst —X —* Gelentenee berbollsanri
die mit solcher Ausdauer dee nur der Hartnäckigkeit des velen g * ervollstãndigen
dänischen Charakters möglich ist. d7
ür dieser Agttation spielt ohne Zweifeh die-Schrift Edgar S geben uns indessen de freudigen Zuversicht hin, daß
“ di A jerade durch die gedachten Veränderungen in der preußischen Staats-
Bauer?s untet dem Titetu.Artikel Ve die Hauptrolle, da fie Frwaltung bre, deutsche Gedante vdem sich unfer Monarch so
instreitig die bedeutendste Leistung in diesem unerquidlichen po⸗ vohl, wie sein gioßer Minister so weit die politische Thätigkeit
lemischen Kampfe ist, dem endlich durch eine energische That der deder in die Va unen,, uiqleit
— gangenheit zurückverfolgt werden kdann, mit aller
kegierung ein Ende gemacht werden sollte: n
198 9 ite38 „ingebung gewidmet haben, seine Kronung erhalten und in diesem
Mit einem großen Aufwande von Sophistik wird in dieser inde aug der Artitae Vades Prager Friedens dennagst fe
Schrift ein reiches Material zur Geschichte ds deutsch⸗daänischen zriedigung finden werd⸗ ga eden emnachst seiae
Tonflicts zusammengetragen, augenscheinlich zu dem Zwecke, bei
der demnächst im preußischen Abgeordnetenhaufe über die Frage
dattfindenden Debatte verwendet zu werden — ist das Buch doch
vereits an die Abgeordneten vertheilt worden.
Es erscheint kaum begreiflich, wie ein deutscher Mann sich
dazu hergeben kann, mit allen Mitteln der Scheinlogik gegen das
igene Vaterland zu wüthen, wie esin dem Elaborat des Hrn.
Dr. Edgar Bauer geschieht: beipielloser Haß gegen den deutschen
Hedanken“ und Verhöhnung desselben? bilden den oihen Faden
der sich durch das ganze Buch hinziehta Um seinen Ausführungen
inigen Halt zu geben, behuptet der Verfasser daß nicht der
Artikel Verst die heutige Lage zwischen Deutschland und Däne
nark geschaffen habe. Trot aller Sophismen bleibt es indessen
wahr, daß die in Rede stehende Angelegenheit zwischen den be⸗
heiligten Mächten im Wiener Frieden vom 80. October 1864
»urch Festsetzung der Linie der Königsau; sowie durch Austausch
zer Enclaven geregelt war, und niemals würde mehr die Sprache
non einer weiteren Auseinandersetzung gewesen sein, wenn es der
verfiden Einmischung Napoleons in den Prager Frieden nicht
gelungen wäre, durch den Artikel Veine längst entschiedene Sache
pieder zu einer schwebenden zu machen und auf diese Weise einen
Frisapfel zu schaffen, der allen preußen⸗“ und deutschfeindlichen
kẽlementen jederzeit eine bequeme Handhabe bieten sollte. um der
emporstrebenden, verhaßten und gefürchteten Macht Verlegenheiten
im bereiten. —
Daß man auch in Dänemark die schleswigholsteinische Ange⸗
legenheit durch den Frieden von Wien als erledigt betrachtete, ist
zänischerseits wiederholt eingestanden worden, so noch in letzter
Zeit von der Sonderburger „Dybbölpost,“ welche sich in einem
deitartikel über den verstorbenen Exkaiser Napolcen dahin ausläßt,
zaß die Dänen denselben ihr „Grundgesetz, den Artikel Vf, zu
»erdanken hätten. Wäre demnach durch diesen Artiklel, wie Herr
Bauer behauptet, an der früheren Sachlage nichts geändert worden,
vozu denn das Endßzücken der Dänen derselben? Der Wiener
Frieden paßt aber den dänischen Agitatoren nicht in den Kram
ind deßhalb wird er einfach ignorirt; wir aber wollen uns die
Beziehungen zwischen diesfem Frieden und demfraglichen Artilel
eiwas näher ansehen, um das Rechtsverhältmiß klarzustellen.
Zwischen Oefterreich und Preußen wurde in dem berüchtigten
Urtitei V des Prager Friedens festgeseßzt, duß einer dritten Macht
Dänemark. die gar nicht zu den Contrahenten gehörte, ein Bene—

23 6—⸗
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        *Aus dem Bezair se 3Weibeern Ee p.. Nachdem man
anderwarts vorangegangen,Nhaben auch Idie practischen Aerzte“ des
hiesigen Bezirks sich dahin geeinigt, für einen Krankenbesuch am
Tage 830 kr., für einen solchen bei Nacht in lbooo Po il —*
herechnen. Auch bei Consultationen wollen fie eine zeitgemuße
Erhöhung der Tarxe eintreten assen.

Metz, 81. Jan. Zu den lbisherigen Forts unseres Fe⸗
dungsgürtels wird nun noch ein neues treten, und zwar bei
Woippy, zwischen den Festen St. Julien und Plappeville, ungefähr
3,5 Kilometer von beiden entferntt.—

fMunchen, 8. Febt. Vor Kurzem wurde bei Murnau
ein Steinkohlenflötz aufgefunden. Die sofort angestellten technischen
und chemischen Untersuchungen konstatirten nicht nur eine große
Mächtigkeit des Flötzes, jondern auch eine prächtige, fast dreh
freie Kohle, so daß sofort der Bergban beschlofsen und dald da⸗
zauf begonnen wurde. Jetzt ist das Unternehmen bereits in vollster
Entwickelung und regstem Betriede. Ein Tiesschacht von über
200 Fuß ist eingetrieben, eine Dampfmaschine arbeitenan Hebung
zer unterirdischen Schätze, Hochbauten entstanden un einen frühe
zanz öden Platze. Dem neuen Steinkohlenbergwerke, Gottesgnade“
hei Murnau ist eine Zukunft vorauszusagen, besonders wenn die
ängst projectirte Weilheim-⸗Murnau Mittenwald⸗Insbrucker Bahn
ausgeführt sein und dem Werkt die großen Verkehrsadern erschlie⸗
zen wird.

Mannheim, 31. Jan. Vord der hiesigen Strafkammer
wurde heute eine Anklage wegen fahrlässigen Feilhaltens und
Verkaufs vergift⸗ter Kleiderstoffe verhandelt. Eine Näherin in
Mosbach, welche aus grünem Tarlatan, der in einem dortigen

Laden gekauft war, ein Kleid anfertigte, erlrankte in Folge einge⸗
retener Arsenikvergiftung, war etwa 8 Wochen krank, und scheint
zeute noch an den Folgen zu leiden; eine andere Näherin, die
aur einen Meter von gleichem Stoff unter der Hand hatte, fühlte
auch ein leichtes Unwohlsein, und eine Frau aus Worms, die in
Frankfurt den gleichen grünen Tarlatan gekauft hatte,e wurde auf
dem Balle, auf dem sie das Kleid trug, nach den ersten Touren
unwohl. Veide Händler hatten den Stoff von' einer hiesigen
Broßhandlung bezogen, und deren zwei Inhaber mevst dem Mos
hacher Kaufmann erschienen heute vor Gerichte. Die Menge des
in diesem, aus der Fabrik von Thivel⸗Michonin VTardre bei Lyon
sttammenden Ballstoffes enthaltenen Giftes (Schweinfurter Grün)
zeträgt 8 des ganzen Gewichts, auf sden Quadraimeter 8,12s
Bramm oder so viel, daß mit dem Giftgehalte der von dem hie
igen Hause im vorigen Winter abgesetzten 100 Kleiber nach dem
Ausspruche des Professors Dr. L. Maher, etwa⸗ 85,000 Menschen

** * 22 8 22 —2— *4
ꝛergiftel werden konnten. Der Gerichtshol erachtete den Motbacher
Dändler für gedeckt durch die Verantworllichkeit der hiesigen Groß⸗
handlung, zumal er zum ersten Mal. diesen Stoff bezogen hatse,
and sprach denselben frei, dagegen nahm er bezüglich —3288—
»es hiesigen Geschäfts eine strafbare Fahrläsfigkeit an und verur-
theilte Jeden derselben zu 14 Tagen Gefängniß.(Karlsr. 3.)

7OHeidelberg, 18. Jan. Es sind heute bereits in den
Weinbergen längs dem Neckar blühende Mandelbaumen sichtbar.

— CGeid. J.

7In Koͤln wurde dieser Tage zwischen einem angetrun⸗
kenen Offieier vom 16. Regiment und einigen Civilisten auf der
Straße Streit. Eine große Menschenmenge versammelte sich, dem
Officier wurde der Degen genommen und seine Uniform zerissen.
Er mußte sich in ein Haus flüchten, und wurde unter dem Schutze
einer Patrouille nach der Hauptwache gebracht. In Folge dieses
Treignisses hat sich der Officier durch Erhängen das Leben ge⸗
nommen. 2.

7 Feldmarschall Graf Mol tke hat dieser Tage aus Mo⸗
n a cᷣ einen Brief in französischer Sproche erhalten, in welchem
er aus Anlaß des Todes Napoleons III. aufgefordert wird, sich
darauf dorzubereiten, demnächst vor dem obersten Richterstuhle zu
erscheinen.

Was kostet ein Wallfisch ? In Folge eines Prozesses,
der in den Vereinigten Staaten Amerika's kürzlich verhandelt
wurde, ist die Frage, wie folgt, beantwortet worden: Ein Wall⸗
fisch von mittlerer Größe gibt 160 Tonnen Thran, 2000 Pfund
Fischbein; beides repraͤsentirt einen Werth von 11,000 Thalern.

(Feuerversicherungs Stil.) Der Agent einer ungarischen
Feuerversicherungsgesellschaft schickte, wie das „N. F.“ schreibt, vor
einigen Tagen seinem Preßburger Generalagenten folgendes origi-
nelle Begleitschreiben zu einem Verficherungsantrage: „Anbei
erhalten Sie den Gutsbesitzer H.... Er ist vorne von Stein,
hinten von Lehm. Seine Nachbarn sind mit Ziegeln, erkselbst aber
noch mit Rohr gedect. Bitte ihn anzunehmen zu 2 Percent,
onst fallt er bei der „Europa“ rein, die schou lange nach ihm
ichnappt.
Bolkswirthchaft, Handel aud Verkehr.
Bieüd elberg, 28. Janvar. Man beabsichtigt, eine der
Rigibahn ähnliche Eisenbahn nach dem Schlosse, der Molkenkur,
dem Kaiserstuhle und dem Kohlhofe anzulegen.

—Demejt, verantiwortlicher Redacieun
W. Jubrländer Naßtolager,
ö ôE—— *5 aAam Maaim.
Durch forfwa
re
hrend rene. Zufutren und durch meine direkten V
ortirtes L irekten Verbind dey
G ager zu 778 ungen m
10 roßes Manufakt r zu den behbanniten billi it den ersten Fabriken, i
o0 urr R , ist
Stüuck / breit vaaren;L gen Preise es mir mö
—J——— achtfarbige, lila, rosa, gel ager. sen zu emnpfehlen. glich, mein reich
Vorhaͤ und üeberzuge Eati gelbe, braune Cattune, Großes Aus
200 Stuck feinste —A halbe Veter gue mit Borden, * 500 Stuch breites sch stattungs⸗Geschäft
- halbe Meter spe Jaeonets in den brillanlesen Dessint, de ai⸗ Lhen V Fib Neter wwe Leinen, fur Hemden “n Betttu
i 3 ins, e 3 h
300 Stuc sire Dieee at ane der halb ——0[ vieeeem für einschlafri
300 roih die e achtfarbiges B e tr. vnen 8— grobe e vhn Nath, 4Ehlen etsche da⸗
S — 3— i 5 ändi „Jur ß „fi.
Stuch e ee —E g⸗ meistens turtisch⸗ 200 Stud — Mete ige v v vol⸗
e/ hrei entimetres. r Unterrocke, di Mei ites schlesisches und boöhmi ng, fl. 2 24.
breiten englischen Waterbro ie ueaa tr, 200 Stud Ve nd böhmisches Leinen, der halbe
ie/. ——8 die Elle 48 kr oen Regeamaniel mit J— 200 Stuck sl. 6 ollene Bettdecken, fur zwei
guten Burxkin —— telt und ohne O Stuck re weiß wollene B zweischlafrige Betten, dae
e fl. 130 asen aand' ganze Anzüge, as Sti ettde
Anmane J belphihhseige Jildebepuimertz cene Amtic die 30 —— La pif cken sar mWehhhluseste Verns
en wollenen U e 15 kr [55 Ce 3* aar chwere weiß Adi 2u ferdedecke
geinen i ten i a. uenz eihe i edecen rd Vi w d Stud s. 230. bis
ditn een deeuen Deull fur etue u. Insaeiicel genn. lOo Dutenn i nn digheriadecken mit —*
—— J ieee duezt sos —S — ——— e Fe nen lana, 2 Elen bru
Lamas, u erbst der Met Winier Fruhlah— 00 8 Handtücher, d
n er d r,. Fru ð. weiße rein lei „das Du
erereee Thibets, — genhlahe Broze dih eee ö3 * die Elle von 6 kr. an
200 Stuc e 33 Chales enre Feren. —3— de IDdhe Cachemires — das —8 —3 fl. 2. 30.
Preiten schweren arben und iten reich ramagirten 9 edecken. das Sina si1. u. u. s. 2
———— Barchend fu nedirien Vorhangomu w I.Iu. s. 12
d entimetres r Betten, die E Prima Shirti ir. ull wit Vo 19*
Aus mei es.) , die Elle 16, 18, 7 hirting, gr aen, der balb
einem l “/4 und :0 de grau weiß, schw e
sich wiederholende — *88 gehen jährlich Tausende ———— —E ————
achbestellungen sind diie —* b Sendungen * e Servierten in —BR8
n Beweise, daß egenden D preise.
je desten Dewesen daß man allent eutschlands
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w. die Diulepatscuit sämmtlicher Artiß 38 / balben min meiner Vedienuns ai
äge werden wie bi ikel sende i
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zu ernalten. bitte mir das —* srance PVost.
ertrauen aunch Wwoei
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        Bekanntmachungen.
Gůterversteigerung.
Fastuachtmontag, den 24. Februar 1878,
Nachmittags präciis 1 Uhr, lassen die
derxen Gebrüder Dörr vom Trippscheidter
Hofe ihr sämmtliches Ader⸗ und Wiesen-
and, diesigen Bannes auf sechsjährige
Zahltermine oͤffentlich in Eigenthum ver⸗

teigern,
Horn, lul. Notax.
RA —T
Jagdverpachtung.
Samstag den 22. Februar nächsthin,
Bormittags 11 Uhr, zu Gersheim anf dem
Burgermeisteramte, wird die Feld uud
Waldjagd der Gemeinden Ruben⸗
he im und Herbitzheim auf einen
sechsjährigen Bestand öffentlich und meist⸗
zieiend verpachtet.
Sersheim, den 6. Februar 1873.
Das Bürgermeisteramt
— J. Hansel.
Trutz net so.“
Narrensitzung:
Nontags den 10.
Februar 37281
— Abends 8 Uhr 5 Min.
mit obligater flinter Bedienung, äußerst
leinen Borden, exquisiten Jagdwürstchen
ind sonstigen Reuigkeilen in Prosa und
in Versen.

54 * * * F * 7 — —
EGEichen⸗Missel⸗Holzversteigerung.
Samstag den 15. “3 2 Uhr Mittagt wird aus den; Waldungen der Gebr.

Lraemer, Abih.: Schiererschlag und Schiererweg durch den ltgl. Notar
Hormn bei Café Seiner nachstehendes Eichen &amp; Buchennutzholz versteigert.
3 Ster Eichenmifselholz J. Klasse,
v — * PV.
v — — .
e IV.
—A e
¶ v — W.
Nähere Aufschlüsse ertheilt Küßwetter.
Erfolg bei alten Gichtleiden.
Sehr geehrter Herr Höhenberger!

Hiermit meinen herzlichsten Hantk für den mir geschidken TAannmin Terpen-—
tüm, ich kann Ihnen, mein Herr. zur größten Freude mit heilen, daß sich nach
Hhebrauch der LFlasche meine schrecklichen Schmerzen und Geschwulst bedeun⸗
tend gebessert hat, ich habe vor Freude geweint. Das Uebel ist aber zu alt
and in den Gelenten sind kleine Anoiten, die mir viel Schnerzen bei jeder Bewe⸗
gung machen; da ich fühle, daß mir damit geholfen werden kann, bitte ich noch
Jan ergebensi um 1 Flasche. Mit der groößten Hochachtung empfiehlt fich die Ihnen
ankbare

Bischdorf bei Halle, den 7. Juni 1872. Witiwe Hahn.
in Flaschen à 1Gulden 45 Kreuzer und à 45 Kreuzer
zu haben in St. Ingbert bei Joh. Friedrich.
*
Briefstegelmarken
I. Finfarbig geprägte, siegelladähnlich pr. Mille 12 Thlr.
2 ZWeifarbig geprägie, weiße oder belle Schrift auf dunkelfarbigem Grunde
2 Mille 286 Thir. 1 Mille Lhe Thlr.
u mit aufgeprüûügcter farbiger Sieger-e pr. Mille
Thlr.

Zu I, 2 u. 8 elegante Heastugpets ehaste 4 10 Agr.

Litographisehe Harken ohnse Frägung- 2 farbig mit weißer

Schrift pr. Mille 1 Thir.

Lithographisehe Harcem Imn Goldachrist pr. Mille 1 öIhlr.

Visitarien auf Glaco oder Carton Papier pr. 100 Stück 20 Ngr.

Ebenso alle dorkommenden Aufträge für Lithographie, Gravir-Ar beit, Bilderfabri⸗

ation verden prompt und billig geliefert von der Siegelmarken⸗ Fabrik, litbo—
araphischen Gravire Praͤge S EolorirAnsialt nebst S teindrucke rei von
rrermann Oeser
in Neusalza in Sachsen.
Lieferzeit ad 1 innerbalb 8 Tagen, 2d 226 circa 4 Wochen.
Senduͤng pr. Postnach na hime, wenn nicht Betrag franco vorher eingesandt
»urde. Naenten erhalten hohe Provision.
Guten
Dung
5 bis 18 Wagen sucht zu kaufen —
J. Baron.

Der Präsident.
Holzversteigerung
u Ommersheim am 10. Februar c.,
mittags 10 Uhr im Gemeindehause
Ada.
Schlag: Knopfchen.
1. Stere buchen Scheitholz,
2. 51, „ Sltangenprügel,
3. 20 5, aspen Stangenprügel,
4. 222 Krappenprügel,
5. 8 Loose Reiser (Hecken).
Sämmiliches Holz sitzt in der Nähe der
Straße von Seeibach nach Niederwürzbach,
aher sehr bequem abzufahren.
Ommersheim, den 27. Januar 1873.
WMDas Burgermeisteramt
Wack.

2 Schreiner
erhalten dauernde Beschäftiguno
ʒei Christ. Fichter.
Das Neue Blatt 1873. Nr. 20 ist so
ben eingetroffen und enthält: Eine Primaner⸗
tiebe.“ Erzählung von E. Eckstein. — „Plande
ꝛeien aus der deutschen Kaiserstadt. Von
. SchmidteCabanis. — „Kalendergeschich
en.“ Culturhistorische Stizze von Dr. A. C
Müller. — „Ein Blick in die Welt der
Taubstummen. Von E. Walter. — Moderne
Vampyre. Novelle aus der Gegenwart. Von f
dirsch. Zwei Ordens schwestern aus vor
esuitischer Zeit.“ Von J. Mühlfeld. „Da
menfenilleton.“ — Handel und Verkehr.
— „Allerleis: Zu unseren Bildern. — Felsjen
vohnungen im Loirethal. — Ein Selbstmörden
— NRäthsel.“ — „Nene Bücherschau. —
Polytechnischer Briefkasten. — Corrt
pondenz — An Illustrationen: Ein Sturtn
ind seine Folgen. — , Unglückliche Be
vihung — Glückliche Bemuhung.—
Julie Nécamier. — Das Neue Blau
zu beziehen durch alle Buchhandlungr
ind Post Anstalten für den mäßigen Preis von
15 Sgr. vierteljährlich.
rrankurter Börse
vom 6. Febr. 1873.

Preußische Friedrichsdo.. 9 3702 - 6ꝛ
pistolen....338941

ollaändische 10 fl.Stücke 9 652-34
ueaten ..... 531-33
WFrancß⸗Stuũcke ... 220!/3-9
nglijche Souvereigss..11472409
Dollars in Gol. ... 21425 —-26

Bei Diarrhöe u. Magen⸗
leiden.

„Der Geauß Ihres vortrtefflichen
Valzextrakt Gesundheitsbiers und
Ihrer ausgezeichneten Malz⸗Gesund⸗
heits⸗Chokolade hat die Diarrhöe
woran ich litt, auffallend schnell ge-
oben undfühle ich mich jetzt ganz wohl.
— Ihre schöne Kröuter⸗Toiletten⸗
Seife hat meinem Bruder gegen das
zittern der Hände die wesentlichsten
Dienste gele stet. Fr. Schmidt in Ber⸗
tin, Bernauerstraße 1. d. 3. Februar
18732.

An den Königl. Hoflieseranten Herrn
Johann Hoff, Berlin.

—X&amp;
bieter in St. Inabert.

Trutz net s0.“
onntag, 9. Febr. 3781
Harrenkappen⸗
fahrt
nach Blies kastel.
bfahrt 1 Uhr Mittags.
Wi'ammenkunft 3,21 Uhr bei Ferdinand
Oberhauser.
Auf den närrischen Kopf gehört die Nar⸗
renkappe, Büchelchen nicht zu vergessen!
Der BVräsident.

q

7.hrõö
*
vhype
n der Muae en Bierbrauerei.
Für gute Speisen und Getränke ist
Istens gesorgtene,

176 42 des itigt (auch bries-
lüeh) in 2 Stunden gefabrlos und
Manz. cher Dr. Ernst in Leipaiß ··..
v4*
shettion. Druc und Verlaga don J. X. Demek in St. Anabert
        <pb n="85" />
        21 *7
νν — ——— 7* 3 *2* 8
de Si. Jagberter Unzeiger sand vas mit dem Hauptblalte verbundene Unterhaltungkblatt, mit der Dienßtags⸗, Donnerstags⸗ und Sonm⸗g
* —22*8 viernal Dienztag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljahrig 42 Kergt. oder
1B2 Silberar. Unteigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Raum berechneit.
—

*

Sounntaa, den 9. Februar
73
Deutsches NReich. Errichtung der Communalschule, sondern auch die Anstellung eines
Bexftin. 6. Februar, Die in dem neuen Miligär- Gesetz- weltlichen Schuldirektors zugesi chert. (N. Pf. Zabl.).82
Entwurf mit Rücksicht auf die Präsenzstärke in Aussicht genommene FDie guten Geschäfte. der Ludwigs hafener Actienbrauerej
Fadresformation dürfte sich folgendermaßen gestalten: Auf Preußen 14 pCt. Dividende) das Bertrauen des Publilums in did Renta⸗
und die unter preußischer Verwaltung stehenden Contingerite 358 dilität der eben in Gründung begriffenen Kaiserslauterer Actien⸗
Zolalllone Infanterie und Jäger, 865 Escadrons 234 Buaterien, drauerei das aufgelegte Actiencapital wurde fast zur Hälfte überzeich⸗
22 Fuß Arilillerie-Bataillone, 14 P'onier-Bataillone, 14 Train⸗ net). endlich der unstreitig immer mehr auch hierzulande zunehmende
Fataillone. — Auf Bayern 88 Infanteries und Jäger- Balaillone, Bierverbrauch haben in Winnweiler den Gedanten rege gemacht,
50 Ercadrons, 84 Baiterien, 4 Fuß Artillerie-Bataislone, 2 Pio · auch in diesem Städichen eine Actienbrauerei zu errichten. An der
mierVoteillone. 2 Train⸗Bataillone. — Auf Sachsen 29 Infanterie · Spitze des Anteernehmens, das von angesehenen Mänunern des
ind Juger Bataillone, 80 Escadrons, 18 Batterien.Z Fußz. Artillerie- Städtchens und der Umgegend ins Werk gehetzt wird, steht der
Zalaillone, 1 Train .Bataillon. — Auf. Württemberg 24 Jufanlerier Tisenwerkbesitzer Karl Fchr. v. Gienanth udHochftein Dieser hat
ind Jäger-Bataillone. 20. Escadrons, 14 Batterien. —1 Fuß · auch die Absicht, die in sein em Beñit befindlichen Eisenwerke am
Arlillerie · Bataillon, 1. Pionier -Bataillon, 1 Trein⸗Bataillon. Donnersberg, dei den jetzt günfligen Coniunkturen filt. Roheisen
Zusammen also würde sich der gesammte Aetivbestand der Friee wieder in Betrieb zu setzen, was aus gleichem Grunde noch mil.
denzarmee belaufen auf 469 Infanterie- und Jäger-Bataillone, den Erzhuttten in der Nähe von Kaiserslautern geschieht.
163 Escadrens, 300 Batterien, 29 Fuß Ar'illerieBalaillone. fFMannuheim, 5. Febr.. A. Berberich, Redakteur des
18 Pionier⸗Bataillone und 18 Train⸗Bataillone. 2 ultramontanen „Pfälzer Boten,“ wurde heute in der Recurs?
Berlin, 7. Febr. Abgeordnetenhaus. Präsident von For. Instanz wegen Beleidigung des Geh. Raths Bluntschli zu jechs
tenbeck zeigt den Eingong einer Adresse. der kathotischen Bischofe Wochen Gefängniß verurtheilt.
an, welche die Ablehnung der Kirchenrechtsgesetze verlangt; dieselblbe Essen, 4. Febr. In letzterer Zeit sind auf den vere
vird der Kommission füͤr die Berathung dieser Gesetze hienüber schiedenen Bahnhöfen der Köln⸗Mindener Bahn hier sowie zu
gegeben. * Vorbeck bedeutende Diebstähle ausgeführt worden durch Erbrechen
Dem Vernehmen nach hat die Reichssteuer Cammission die auf plomdirter Eisenbahnwagen. Auch auf der rheinischen Station ist
die Steuer und Zollsätze bezüglichen Artidel des Tabalstenergesetzes ein solcher in der Sountag Nacht erfolat, und ais der That ver⸗
nit einer einzigen Aendetu g angenommen. Es ist nämlich die dächtig ein Rangirer verhaftet. Die gestohlenen Gegenstände sind
Sleuer von inlandischem Gewächs auf 8 statt auf 9. Thlr. per Zeugstoffe, Champagner, Käse ꝛc., die zum Theil wiedergefunden
Fentmer festgesetzt worden, also der Zollschutz um LThir. erhöht, sind.(Ess. 3.) J
do der Zoll aufsjauswärtigen Tabak keine Abänderung erfahren ioll. pWiiren, 7. Febr. Der b kannte Besitzer einer der größten
Auf Antrag der Negierung sind von dem Landtag sowoht Wiener Btauereien, Dreher, wird nicht nur eine Ausschankhalle.
hen Staatsdieneyn als den Geistlichen, und Lehrern auf dem eines edlen Stoffes, sondern sogar eine ganze Brauerer auf dem
dande und in-den Landsiadten Theuerungszulagen für 1873 be· Weltausstellungsplatze errichten. Dieser Gedanke ist originell. aber
visligt worgen, .den betr. Geistlichen je 80 nü., don Lehrern jt großartige und einez „Dreher“ würdig. Die Besucher seines
z0 fi. Der Gesammtaufwand beträgt 17000 fI. und wird aus Riefenetäblissements werden in einem Trakte die Maltbereiung,
Ueberschüssen der Staatskasse 167 12 732 bestritten. 577 im zweiten das Maischen, im drittien wieder die eolossalen Fässer,
Die „Mainzer Ztg.“ erfährt aus authenzischer Quelle, daß n denen die Gährung vor sich geht, Erstaunt beschauen und
zie Genehmigung der Stadterweiterung von Mainz von' Berlin schließlich das klace frische Getidake in deinem leßten Stadium,
ingetroffen ist. W . 3. das berühmte Dreber Bier, versuchen. ohne jedoch dlos „beim
Aus Wien wird gemeldet, in den dort gen dipfomatischen Versuch ju bleiben.“ 9
2zreisen werde versichert, es fanden augendlicklich Verhandlungen fFAargau, 3. Febr. Ein Einwohner von Rheinfelden
er den Besuch des Kaisers Franz Josef zu Petersburg statt, nannte den Brandsieuereinzüger, Jesuit“, —worauf dieser wegen
dewar soll der Kaiser die Absichtzhaben, jseinen Besuch so Chrenverletzung klagte. Das Bezirksgericht erlannte nach dem
zurichten, daß er mit dem deuuschen Kaiser zusammentreffe. Der Schweizerdoten“, in Betracht, daß. die Jesuiten staatsgefährliche
ammenkunft in Peler sburg wulrden voraussichtlich wiederx die Individuen und aus diesem Grunde aus der Eidgenossenschaft
ei Reichskanzler beiwohnen, so daß also an dem politischen Cha· derwiesen worden seien, daß überhaupt die Absicht des Beklagten
alter derselben nicht gezweifelt werden könne. Man hat dabei zorliege, er habe den Beaniten mit der Zalage „Jesait“ in juriren
tentralasien im Auge, uͤber wiches man in Wien weniger beruhigt posleu: die Ehre des Klägers sei von Rachteramtswegen zu Pro⸗—
ein soll, als in London(O.zUebet das Zufammentreffen der drei jokoll verwahrt und der veklagle sei in eixe Buße von 5 Fiin.
Zaiser in Wien, zur Zeit der Ausstellana,.. jollen- nohb leine und in die Kosten verfällt 5 9 J
Besprechungen stattgefunden haben . FNew⸗York, 4, Febr. Eine furchtbare Kosselexplosion
Ecçò.αʒ 3 hat in den Puisburger Eisenhütten stattgesurden und einen be⸗
Bern, 7, Febr, -Der große Rath von Tessin beschloß mit grächtlichen Verlust an Menschenleben derutsacht. 7 Personen sind
großer Mehrheit, jede Annahme und Ausübung geiftlicher Aemter, geiddtet und 20 bedeutend verwundet worden.
sow e jede ohne Bewilligung des Staates stattfinden de —A 7 Aus Jerosalem wird der Germauia telegraphirt, daß
ichung. an Religions und, Cultusangelegenheiten mit jofortiet die 28 münchener Pilger dori eingetroffen find. .
Imicntickung und tiner, Gldbaßze zu hestrafen. 7 4chredliche Leiden' von Schiffbrüchigen.) Die Ueberlebenden
des an der Küste von Pätaägonirn gescheiterten amrikanischen
Schiffes „Golden Hind' waren gezwungen, zehn Tage laug von
Menschenfleisch, d. h. den Leichen ihrer gestorbenen Kameraden zu
leben. Uater den Nerstorbenen befonden sich awei Deutsche.

———

‚VBermischtes.

FZweibrüchken, 8. Fehruar, Gestern genossen wir hier das
seltene Schauspiel eines foörmlichen Eismarktes. Es hatte sich
aämlich aus dem Maxrktpratzt-eine, Anzahl mit Eis Tbeladiner
Landsuhren emgefunden, unf diesen augeudlichlich. sehr gesuchten
Artitel hier defitens an-den Manu zu dringen. Die Konkurren,
var indeß so stark, daß der Centner schließlich um 12 Kr. losge⸗
chlagen wurde.4 (Zw. Ztg.)

FTKaiser blautern, 8. Febr. Der städtischen Deputation
vurde vom sk. Eultusministerium in München nicht nur die bald ge

Dienstesnachrichten.
Der Rechtskandidat Oskar Gombart in Frarkenthal ist zum Advokaten
mn Bezirke des kaisrrl. Appellationsgetichts zu Colmar und zuu Anwalt bei
dem kaiserl. Landa⸗ericht in Saargemünd ernannt worden. 5
— — —— —
F. A. Demetz, verantwortlicher Redacteur.

—
2

*
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        Bekanntmachungen.
einshänner Wagen, 2.
OnÂννα Wãgelcheuͤ mit
2 Sitz. *4
Küchenschrank.
großer eichener Kleiderschrank,
Bettlade ν α
Ladentheken.
Grube Pferdsmist

verschiedenes Küferwerkzeug hat zu
—5
Jacob Stief.

Am Hienstag Abend von 6 Uhr ab
2 —7 J

Metzerfuppe

ei rcoter WVeisgerber.

In * aoblensiraße Nr. 48 TN ist der

untere Stock

zeste hend aus A Zimmern und Küche

zis 15. April d. J. zu vermiethen. Der—

elbe eignet sich zu einem LadenGe⸗
schäft. Näheres beim Eigenthümet.

—

— —

—F
Der Regenerator
(oder Lenensweker)
seit Jahren das bewährteste, beste
Heittel gegen allgemeine und specielle
Zchwãche zustaͤnde, Vagengedärm und
debertrantheiten, Hämorrhoiden, Erng⸗
„üstigkeit, Mitzkrankheit, Flechten ꝛc.
sowie alle Krankheiten, die von ver-
orbenem Blute und schlechten Säften
zerrühren. Der „Lebenswecker“ be⸗
oͤrdert die Verdauung, reizt den Ap⸗
»etit und bringt neue Lebenslust in
en erschlafften Körper, er ist beson
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Fla'sche zu Ifl. 10 kr.
— 20 Sgr. bei P. Zepp in St.
Ingabert.
52000— —7—

AAMISSEA.
Heutsche Blätter für Haus-
wesen und Zamilienleben.

3. Jahręzang 1873.
Preis vierteijährlich 18 Sgr.

Nro. 1 enthätt: Vorwort. — Gedan⸗
len einer englischen Hausfrau über die
Erziehung zu häuslichen Pflichten. Von
Louise Büchner. — Ueber die Mode.
Bon Emma Braun. — Der künst
lerische Schmuck des Hauses. Von L.
datzenst ein. — Ueber den Staud
der Frauenbewegung. — Von Jenny

dirsch. — Allerlei. 1—
Die Haussfrau“s“ will zunächst
in allen praktischen Fragen Rath und
Belehrung bieten. Dann aber wird sie
den Erziehungsberuf der Frau, ebenso
ihre Siellung in der Gesellschaft in's
Auge fafssen, ferner den wichtigsten Well⸗
reignissen folzen und dieselben in über⸗
ichtlicher Form und anschaulicher Dar⸗
iellung der Frau nahebringen. Bilder
aus dem Leden der groͤßten Städte
iollen abwechseln mit Berichlen über
Zunst, Literatur, über Mode uud gesell⸗

chaftliche Formen.
Bestellungen nehmen alle Buchhandlunger
und Postanstalten an und liefern auf

Wunsch Probenummern.
—AV
Luckhardt'sche Verlags handdlung
(Fr. Luckhardt.)
—— —

d
——— * —

M ⸗ 2 J *
Künstlicher Dünge
Silberne Medaille i i
ariorute —RX Landwirti hatuin chemischen
hrenv. Erwähnung Fa rik von
ouden issaa GEORG CARI. IMMER
Medaille.
Hamburg 18683.
hrenv. Erwähnung.
Nannheim 1868

MNedaisle.

stöln 1868.

Unter Controle der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchsstationen.
Knochenmehle, roh und gedämpft 6
Superphosphate, in allen Sorten, J
Kali- und Magnefia Präparate, — —
AUmmoniak Superphosphate, als bester Ersatz des rothen Peru⸗Guano,
SEpezial⸗Dünger, für Rüben, Tabak, Reberd Hopfen, Wiesen ꝛc.

Saͤmmtliche Dünger werden in altbewährter, vorzüglichster Qualität un—

inter voller Garautie des Gehaltes geliefert. J
Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung seines Inhaltes und der Firm—
bleorg Larlt Zimmer im Hannheim versehen.
Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten. —
Wegen allem Näheren beliebe man sich an die Fabrik in Mannheim oder a
deren bekannte Verkaufslager zu wenden. 6 an
— — s——— — —

(Aus den Berlnet Zeitungen.)
Der Königtrank,
eine mit circa 100 milden Pflanzenfäften bereilete Limonade, größtes hygeenische
diätetisches Labsal für alle Kranke und für Gesunde, liefert dein Organismus
eine Fülle von Gesundheitsstoffen, durch welche die erkranklte Natur in den meisten
Fällen sich so umwandelt, daß die Krankheitsursachen und dadurch selbst hartnädciae
drankheiten oft wunderbar schnell verschwinden.
Weitere deim Erfinder des Koönigtranks eingegangene Anerkennungtschreiben:
(48,138.) Berlin, 14. 11. 72. — Meine Frau litt seit langen Jahren an sehr
ichmerzligen Hämorrhoidal- und Verhaltungsbeschwerden. Eine ganze Anzahl
von Aerzten ordinirter Mittel hatten nicht den gewünschten oder doch nur momen⸗
anen Erfolg. Meine Frau versuchte den Königstrank und verbrauchte drei Fla-
chen nach Vorschrift. Nach achttagigem Genuß stellte sich regelmäßig tägliche Ver⸗
richtung ein, und hat solcher seither, langer als ein Jahr, keine Unterdrechung ge
dabt, die Hämorrhoidalleiden sind seitdem weniger schmerzlich geworden.
Th. Langeheinecke,
Erzieher der Klein-Kind-rhewahranstalt Nr. 3, Alexandrinenstr. 1.
(49,7384.) Berlin, 8. 1. 73. — Seit zwei Jahren leide ich an einem Brust
uͤbel, welches ich durch einen Fall mir zugezogen. Nachdem ich schon mehrere Aerzte
zu Rathde gezogen, jedoch hime Erfelg, versuchte ich es mit dem Konigtrank und
derspüre nach Gebrauch von zwei Flaschen schon eine bedentende Linderung meiner
—Schmerzen — (Bestellung.) Elara Langeée, Elisabethsit. 15. Ii.

Erfinder vnd alleiniger Fabrikant des Königtranls:
Wirkl. Gesundheitsrath (Eügiôist) Karl Jacobi.
Berlin, Friedrichsir. 208.
Die Flasche Koͤnigtrank ˖ Extract, zu dreimal so viel Wasser kostet in Berlin einen
hdalben Thaler, außerhalb inci. Fracht in Deutschland 186 oder 17 Sgr.
(Uffl. rh.) in St. Inabert bei Kaufmann J. Friedrich.

Guten D

15 bis 18 Wagen sucht zu kaufen
A. Baron.
5t. Ingbert.

Die Boͤtin Elisab. Kallenbrunnen,
relche Zmal in der Woche, Montags, Mitt-
vochs u. Freitags von St. Jugbert nach
Zlieskastel u. Zweibrücken geht, und bei
derrn Wirth Wohlfahrt Domicil hat,
ernimmt auch die reelle und pünktliche
esorgung von Geldern an die Rentämter
c. dorten.

Feuerwehr⸗ Montag
bei Johann Schwarz
am Babnbof.
2 Schreinergesellen
Wnnen sosort eintreten bei
Johann Hölzheber
in Sqhnarpbaqh.
Zwei möblirte Zimmer,
die bis 1. Marrz bezogen werden köonnen.
hat zu vermiethen
Carl Engel
pe atktion. Druck und Verlag don F. X. Demes in St. Inabert.
        <pb n="87" />
        s82822
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542 522 —
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52558 23258 53233
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2 * ——
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3 * 25383 8B8337—
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2 7* 82 5 2355 * 5
* 353 533 5535553533 57
2 2*
* 23235 532358 2533533— 35
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* 23235 —223 228358 33
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        St. Ingberler Anzeiger.

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der St. Inaboerter Angzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene uUnterhallun zeblatt, mit der Dienziags⸗, Donnerttagt⸗ und Sonnia
Junme erlcheinit wo chentlich viex mal: Dienstag, Donner ztag, Samstag und Sonntaa. Abonnementspreis vierteliahrig 42 Krzr. oder

12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krizr. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Raum berechnet. I
—
——
Deutsches Neich.

München, 8. Febr. Die wiederhoit verzdgerte Abreise
des Oberappellationsrathes Hr. Schmin't nach Berlin wird nun
Diendtag erfolgen. Derselbe hat als Bevollmächtigter Bayerns
in den Berathungen des Eutwurfes einer Gerichtsverfassung Theil
zu nehmen. — —F

Aus Nürnber g schreibt der Korr.“ vom 5. Febt.: „In
Anwesenheit des Schriftfühbrers des geschaftleitenden Ausschufses der
deinschen sozial -demokratischen Arbeuerpartei, Yort aus Hamburg
fand am 58. ds. eine Verfammlung von Delegirten der soꝛial⸗
denno kratischen Partei aus Nürnberg und Fürih statt. Die Ver⸗
fammlung, welcher auch die HH. Memminger und Dr. Mool
deiwohnten, verlief resultatlss. da die Vermittlungsversuche zum
Ausgleiche des ausgebrochener Zwistes ver geblich waren·“

Die „Germ.“ schreibt:. Unser Reichskanzler hat zwar das
stolze Wort gesprochen, daß „er nicht nach Canossa gehen werde,“
im sich untet Peus IX. zu beugen. Aber wir wollen ihm nun,
eilden unsere kirchliche Gesetzgebung, die von allen „liberal“ re⸗
volutionaren Elementen ersehnten uͤnd bewunderten Forischritte
macht, sogar Recht geben; er bereitet sich sein Canossa selbst im
eigenen Vaterlande, und dem Statthalter Christi, Pius IX., einen
herrlichen Triumph auf deutschet Erde!“

Im Widerspruch mit früherer Meldung wird versichert, daß
über eine höhere Besteuerung des · inlandischen — und imporlirten
Tabals definitive Bejchlüsse det Reichssteuercommission nicht vor⸗
egen. Die Veschlußfassung -ist bis mach“ Durchberathung des
Gesetzentwurfs arsgesetzt. (Die frühere Meldung entsprang wohl
hlos einem frommen Wunsche der Freunde jener Erhöhung )

Wie der „Karbsr. Zig.““ aus Wien mitgetheilt wird, sollen
hinnen Kurzem wieder Enthüllungen“ von größerer Autoritaͤt
als die Gramont;, bevorstehen, welche die Politik Italiens
hor der Zeit des deutschkranzösischen Nrieges zu illustriren bestimmt
rien, um in Preußen und Deutschland Mißtrauen und Groll gegen
Italien zu erwecken. Bekanntlich ist vor ziniger Zeit schon in der
„A. A. Ztg.“ die Frage zur Sprache gekommen. Ganz Neues,
Feint man, würden auch diese Enthüllungen schwerlich bringen,
denn daß⸗Frankreich und Italien seiner Zeit üder eine tev. ntuelle
Fooperation gegen Deutsch land verhandelten war längft bekannt.
Neues konute aber moglicherweise durch die Aufdecung der. Diffe ·
tenzen geboten werden, an welcher jene Cooperalion scheiterle, und
bon weichen man bisher nur“ im Allgemeinen weiß, daß sie mit
der NRoͤmischen Frage im engsten Zusammenhange gestanden: —
Warten wir also ab! 5

vi e thFrautveich 1

Der Prinz N polrcon hatte dieser Tage eine Uniexredung
mit einem enghischen Stnatsmanne, in welcher er. sich zZiemlich
offen über die Bongpartistische Partei und seine eigene! Projecte
dussprach?. Aus den Mittheilungen, welche derseibt machte, geht
hervor, daß der Prinz nicht die heringfste Lust hat, den kaiferlichen
Prinzen als das Oberhaubt der Bona bartistischen Portei anzuer⸗

jennen. Er hält ihn weder körperlich noch geistig fur fähig, eine
soiche Rolle zu spielen, und findet außerdem, daß der „pauvre
petit bambin“ — so nannte er ihn — eine zu schwöchliche
Tonstitut ion habe, um den Stürmen, von denen das jugendliche
Aiter immer begleitet ist, lange widerstehen zu kͤnnen. Natürlech
detrachiet sich der Prinz als den legitimen Chef der bonapartistischen
Partei und glauht, daß dieselbe große Aussicht habet wieder; ablß
Ruder zu o imen: neber die derwittwete Kaiserin sprach et
sich ziemlich mißachtend aus. Er beklagte und bemitileidete sie.
Dieseide habe sich immer mit ihrem Puhz, was sie gut verstanden.
und dann mit Angelegenheiten beschäfuigt, von denen sie nichts
verftanden habe. Was er ihr noch brbonders vorwarf, war, daß
ie es sei, der man den letzten Krieg zu vetdaulen haben. Der Exr⸗
daiser scheint üorigensdie Ansichten seines Vetters über Eugenie
detheilt zju haben. Man fand nomlich nach dem 4. September
inler den Tuilerlenpapieren ein Schreiben der Gräfin Theba,
delches sie dor ihrer Heitalh an Louis Napolon gerichtet, un

ihm für ein Piano zu danken, das er ihr zugesandt, Das Schreiben
war äußerst geistreich abgefaßt, ein wahres Meisterwerl, und der
Exkaiser gerieth darüber in das höchste Entzücken. Sechs Jahre
paͤter ersuhr er nun, daß dieses Schreiben von der Kaiserin nur
bgeschrieben worden war und daß der wahre Verfasser Prosder
Merimé gewesen. Der Exlaiser bemerote diezs auf dem Schreiben
ndem er folgende Worte hinzufügte: Hélas! Cette lettre m'a
ju mon mariage.“ (Ach, dieser Brief hat mir meine Heirath
ingetragen!) Ueber die Prinzessin Clotilde, seine Gemahlin, sagte
der Prinz nur wenig. Aus seinen Worten ging jedoch hervor,
aß fie nicht für die Rücktehr nach Frankreich ist und ihren
Soͤhnen die nicht so gefährliche Ehre wuͤnscht, den Thron Frank⸗
eichs zu besteigen. I
Thiers Auseinandersetzungen mit der Dreißiger⸗Commission
eschaftig n fortwährend die französische Presse in erster Linie.
das „Journal des Debals“ nennt es verlorene Zeit und Mühe,
vena Thäersdie Verhandlungen mit dem Ausschusse weiter
ührt; und das Blatt ermahnt die Nationalversammlung. die
Zache selber in die Hand zu nehmen- da die Delegation die
Assemblée im Lande um Ehre und Ansehen bringe. Das soll
augenblicklich das allgemeine Urtheil aller Unbefangenen in Frant ·
reich sein; indem Thiers bei seiner Boischaft bleibt hat er sich
der Majorität des Volkes versichert, wozu uͤberdies noch lommt,
aß er durch feine tetzte Aeußerung; nur ein ganz kteiner Bourgeois
u sein, ẽ den man wegen seiner Uebung in den Geschäften und
iner politischen Erfahrung ins Auge gefaßt habe, die ganze
Bourgeosie auf seine Seite gebracht hat. Die Legitimisten sind
deßhalb außer sich vor Aerger. Der „Soir“ secundirt Thiers
dabei recht wacker, indem er allerlei Scheechbilder beim Aufhoͤren
der Occupation in Aussicht stellt, um die energischen Schritte des
Prafidemen zu rechtfertigen, zu denen er etwa zu schreiten sich
veranlaßt sehen moͤchete.—

Avenir National“ schreibt: Marschall Mac Mahon
jat den Offizieren der Armee von Versailles angezeigt, daß nächstes
Frühjahr Versuche im Großen mit der Truppen· Mobilisirung
gemacht werden sollen, um die Corpsführer an diese Operationen
zu gewöhnen.
oen hat unter dem Titel Los Deépravés einen
Nonco gejchrieben.“ Der „Rappel“ wollte denselben verdffentlichen,
die Regierung verweigerte aber ihre Ermächtigung.“ Sie will die
Verdcinlichung des Romans, ußeeinem Buche)zpigebeü, und
auch dies nur, wenn der Name des —AV

31 England. 2

Losndon, 7. Febr. Lord Granville in Ankwort an Car⸗
jarvon dedauert in Betreff des Dampferd Murillo den Mangel
ines Auslieserungsvertrages mit Spanien. Die Verhandlungen
ur Herbeiführung eines solchen Verktages mit Dänemark und den
hereinigten Staaten sind weit vorgeschritten. die Vertagung des

Zenats in Washington habe Die noch ausstehende Ratification des
Berirages mit Amerika vorzögert; in Frantreich siu die Nothwen⸗
Higtkeit diplomatischer Intervention in soichen Auslieterungsfaällen
erschwunden. Die Regierung wird dem Partlament die Corre⸗
pondenze mil Spanien über den Dainpfer „Murillo“,“ der den
Untergang der Northfleet“ verschul ete, vorlegen.
Die Konigin hat auf Vorschlag des Herrn Gladstoue
ʒekl Winwen: des ertrunkenen Kapitäns der ‚Northfleet“, Frau
Znswles. in“ Anerkennüng des heldenmüthigen Vetragens ihres
herstorbenen Gatten bei demn, Untergauge dieses Sch ffes eine Jah⸗
resbension von 50 () Ostrn. aus der Civilliste ausgesetzt.
n.Schweiz. ι“
duurch den Strike der Goldarbeiter in Gein fwurden 460
Arbeiser beschäftigungälos: 880 derselben wanderlen nach Pforz-
eim, Hanau und Paris aus; der Rest von 130 schickt sich nun
leichfalls zur Reise an, da die (38) Arbeitaeber sich nicht zu
kongessionen verstehen. 77 7
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        Permieschterg —*

I St. Ingdert, 430. Febt. Auf der gestrigen 73—
ieler 5 der Herren * Kraem er?vor dier
Wildschweine erlegt, wobei 2 rächtige Bachen —— *

F Ein selletes JagdeErgebniß) neferle eins Tetibjagd in“ der
Umgegend O sn a ber üsck. Es wüurden nämlich Fauf derselben
geschossen: ein Rebhuhn, vier Hasen und dier Jäger. Letztere sind
aber zur Freude Aller nicht zu Tode getroffen. J J
F Spei er, 7. FebrUeber das Resaltat der Zeichnungen
jür die SpeierHeidelherger Bahn, können wit heute mittheilen,
daß das Actiencapital pon 750,000 Thaler, zwolfmal überzeichnet
wurde.

·7 F'Aus Munchen, 6. Febr., schreibt man der „Abdztaux:
Die Untersuchung gegen Adele Spitzeder ist trotz der sehr der⸗
weigten Nebenumstände gestern von demsk. Belicksgerichtsassessor
R. Radltofcz gesolossen worr en. Die Akten sinn berens der
.Btauisdehörde übetgeben, und eß wird sich nun bald entscheiden,
velches Schidsal dieser Prozetz nehmen wird. J

„F. Ronu, 6. Febr. Wie die Qberposidireckion amtlich mit⸗
heilt, beträgt der Werth den Geldsendungen, welche vor einigen
Tagen aus einem Postwagen zwischen Dzutz und Köln entwendet
wurden. etwa 15,000 Thaler Die Ausschreibung einer Prämie
von 500 Thaler auf die Eutdedung des Thäters hat bis heute
noch keinen Ersolg gehabt.— J

f Meßh, 8. Febr. Wie die „Zig. f. Loth.“ vernimmt, ist
zestern Adend in Pont ˖a. Mousson daß Theater, das jetzt als Offi⸗
zierskassino diente, abgebrannt. J

Nürnberg, 7. Febr. Der lange verfolgte Rauber
Bänzwürgec wurde auf der Landstraße zwischen Marching und
Ingolstadt erschossen gesunden, wahrschein lich fiel er durgh die Hand
eines Spießgesellen. — 00—

f EFin Bauer aus Eggenfelden bei Landshut legte unlängsl

in Folge einer Wette 16 Poststunden mit einem 9ahrigen Pferde
in 2 Stunden 18 Minuten zurück. * 9

fMainz, 6. Febr. Einige Unterbedienstete der hessichen
Ludwigsbahn sind derhaftet worden, weil es sich herausgeftellt hat.
aß sie es waren, welche s. 3. bei der Fahtt von hier nach Darmstad
ausEdem Koffer des Herrn v. Ketteler einige iausend Thlr. und

einen werthvollen Ring entwendeten. Der Ring jst gefunden um
ein Theil des Geldes krmittelt. 3 3
Straßburg Sgeb. Der bon den hiesigen Bläitem signo
isitie Gelddizbstadi von angedlich iin Million F: anlen, der an
viesigen Bahnhof derübt worden sei, beschranke sich auf12,000
Franken, die einer hier, angekommenen Kriegseuntschädigungsrat
entnommen wurden. Es gelang jedoch, den Thater in Mannhein
ju ermitteln und in Haff zu dringen; dagegen wurde in Nunzig
benfalls an nach Deutschland bestimmien Geldern, eia Diebstaͤhl
ini Betrage von'42, 000 Fr. verübt, von dessen Thäter man aud
nicht die geringste Spur vermitteln konnie. **

F Aus Melbourne wird vom gestrigen Tage gemeldet
daß das englische Kriegsschiff Basilisk“ drei Schiffe, welche in
der Südsee Menschenraub krieben, aufgebra Jat.

* Ein Segen für die M.n.schheit.

Selbst bei schon im Fortschreiten begriffener Lungentuberkulose
erweisen sich die Johann Hoff'schen Malzpraparate theils beschwich·
igend, theils heildringond. Es ist eine durch Tausende von Aerzten
eobachtete Thatsache. daß selbst solche Kranke, welche einen ausge ·
prochenen schwindslichtigen Körperbau besaßen und die bereits
Jahre lang an Husten wit Schleimauswurf litten, die beengte
Utheim oder Seiteastiche Jatten und schon sehr merklich abgemagert
varen, durch den sechs bis achiwöchentlichen Genuß des Mailjer
ractes wieder vollkommen wohl wurden. Haupisächtlich ist es die
rauhe Jahresjeit, die das zahlreich Heer der an der Brust und
dunge leidenden Persone so sehr belästigt und Viele, deren Mitte
es gestalten, zu einem Winteraufenthaut in wärmeren Gegenden
zwingt. Wüßten alle diese Leidenden, daß der fortgesetzte Genuß
der Hoff'schen segensreichen Malzpräparale mindestens ebenso heil
am ist, als der Winteraufenthalt in einem klimatischen Kurorte des
Südens, so würden sie wahrlich diese um so billigere Gelegenheit,
die ihnen noch außerdem gestattei, in der Heimath undbei der Familic zu
oleiben, mit beiden Händen ergreifen. Zugleich hat auch der weniger
Reiche und Woblhabende hiermit einen Fingerzeig gewonnen, wie

t eine so bostspielige Reise umgehehen und fur seinen leidenden

dörper noch dieselben, wenn nicht. bessere Wirkungen erzielen Ltkann

vas ja schon so unendlich viele Äerzte bestät igt haben.
——S
Bekanntmachung.
Die von den Geschäftsagenten Ludwig
Bechthold und Jacob Boos in Ei.
Ingbert gestellten Cautionen im Betrage
pon je 600 fl. werden den Genannten im
VBollzuge der Reichsgewerbeordnung hinaus⸗
zegeben, wenn nichtz binnen 14 Tagen
allenfallige aus der Geschäftsführung ent
standene Ansprüche, auf diese Cautionen
dahier geltend gemacht werden.
Zweibrücken, 7. Februar 1878.
Ngqal. Bezirksamt
Damm.

Eichen-Missel Holzversteigerung.
Samstag den 15. Februar,2 Uhr Mittagẽ wird aus den Waldungen der Gebt
draemer, Abth.: Schierer schlag und Schiererweg durch den kgl. Nolgr
)Norn bei Caso Saeintenr nachstehendes Eiche n F Buchennutholz versieigert.
. Ster Eichenmifselholz — Klasse,
1. — I.
V 608 2.1
Ferner 2 Ster Buchenmisselhoiz
. 10 — I. *
* e 5 i * E m. 4
Nähere Aufschlüsse ertheilt

Rüswetter.

Ausik. Verein.
Mittwoch, den 12. Febr. 1873, Abenda
präcis 8 Uhr
Generalversammlung.
Tagesordnung:Ball otagen.
Der Praͤsident.
„Trute not so.“«
Gleich nach obiger Generalversammlung
des Musikvereins findet
Comito⸗Sitzung

OP— vte allsuehnt)
heilt briei ch der Cpecialarat fuür Vpilepsie Pr. GO. AISch, Boin, Tαα-
atrase 48. Ap-Sui xlles uber ta vs Put,ιι Behaudtun J
F * e
Eichen⸗Lohrinden—
*

Versteigerung.

Bezirlsamt Jweibrücken.
Donnerstag den 27. Febcuar 1873, dee
Nachmittage um 2 Uhrr, im Schul hause zu
Erfweiler, werden die eichen Lohrin
den pro 18738 aus den Gemeindevalbungen
7T. pon Ormesheim, Schlag „Bettel⸗ ge⸗
chätzt zu Z00 Centner; — von Erfweiler⸗
Ehlingen, Schlag „Hoͤlzberg“ geschäßt zu

38 Centner versieigert. ·2

&amp; * *
Jagdverpachtung.
Samstag den 22. Februar nächsthin

Vormittags 11 Uhr, zu Gersheim anf den

Bürgermeisteramte, wird die Feld und

Waldjagd der Gemeinden Ruben—

heim und Herbißh eim auf einen

sechsjährigen Bestand offentlich und meist—
bieiend perpachtel.
Gersheim, den 6. Februat 1873.
Das Burgermeisteramt
J. Hanfsel.
Warnung.
Wir wannen hiermit Jedermannn, unserer

Tochter und Schwester Anna! Müter

auf unsern Namen eiwaß zu seihen oder zu

borgen, da wir keine Zuhlung oder Ga⸗
rantie füt dieselbe leisten werden.·
Josephh Müller. Peter Müller

datt.

Wer von Witgliedern noch in den Faft⸗
zachtszug eingetheilt sein will, mog dafelbst
erscheinen und sich anmelden. J

Der närrische Vräsfi dent.

Bürgervereins⸗Kränzchen.

Morgen (Mittwoch) Abend —
lunft bei Peter Weisiger er guf'm
boöfchen. *

Jagd⸗Verpachtung.
Unmittelbar nach der Lohrinden⸗Verstei⸗
erung wird die Feld⸗ und Waldjagb
in der Gemarlung von Omime? rahe im
auf einen sechsjährigen Bestand verpachizi.
Erfweiler, den 9. Februar 1873.
MPas Vürgerme iteromt
Braunberaer.
ꝛe altion. Drud und Verlag don F. X. Demeß in St. Ingbert.
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        22

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— 2 222

z28 5353233 3 3338535 5 2z455 55423 —
M * c—7* — —3 58 ·

— — 37 25283 —5 22863883. 33355* 33 535
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33335525 2253
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3223. XIXV 733 3*
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27 38 25238* 83258 52328 2
—2824 25253 8 2. 2 à53*5*2 853
— 35253 — — 2. * 2355 27 6 —A
2 — —— — * 7858
2 32. — — — 5
— 338333555 28
— 222 5355*8 ⸗835 77 3 5 5532 — 32
28 52237 55252 —A— gs8238288 5 47
3 5222 — 28 5277 35356 52.28528 325 738
— 3353335 A—
2 7 25 ;A 223 F. J— * — 3285222 33.
22 D 8 22* — 2B—83 2 *
— 525 *555525 — 2.— 2223 3533535 D —
ꝛ 3835 W 33 72
3— 7 2. 53 —3 23 28 —
9 z5335*823 5528 725 — — 33 3 2
22 p 5588 522 552252 — AIc 533 323
— 2 22 8 J — 2 3 3 —
155 ——— — 3 2 * —2 Ve 3 *
——— —A 33383.3 23335 2283 3—
5 7 317 43 533357 3235232 a 9
188 3 7 333 322832 3373325 7
333 — 7—— —333333 3 3
358362 5328 — 3 55 232232383 *——
2 283858 k533582* 3 ee222 * — 25*853327 —
33 223323,8 332225 538
* ĩ * * — —2 — 7 — 7
5—382 230 * 255252— 27 33 —
332338 — 33 223838 5 5525235* 3
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55 2383 383 23 23, 3 5223 5
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22 5* 7 „388.* 73
———— 7 —A 23 * F 5 71
⁊ S2 22 52383 236 8 *1 7.5
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3 8. 2 37 8 3*32.533 22325725 22
3857 32337353 * 23538* 7 2238
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—— *2.225 373.5 2282237* 4
122225 . 3*52435 33353375 F
— — 295383538 35*
— — 2 — 68 — — 55 —3 — 7 03 2385 5 *
—A — * *2 — * 5s —35 *
33 385233 32327 5 232555 28 8 *
283328 333 333323 — — 223
T5*53 3522 333553 3822 32988 *
352 —3 7 532 2 — 73
28 23 3B.328 27 Z —A 73
2 — 2 *35 , 3252 — ⸗ a 2 8 5 235 S5*
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2* ——— — 537553 7 8 822 — 23
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227 2 * 3298— ä 53873
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—537 *28 52722 5252332 85357. — * 2 128
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272 7208 2 523335 —5333 37* —F .
7 * —A 25.3 58
53 528 23 —

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        —A

der St. Fagbearter Anzeiger (und daß mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungablatt, mit der Dienßtags⸗, Donnerslags⸗ unds Sonnta
Zumme erjcheint wöchentlich vier m al: Dienstag, Donner dtag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljährig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Arzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet. J

Donnerstag, den 10. Februar 1873

Deutsches Reich.
Mänchen, 7. Febr. Es scheint sich in unseren boöͤchfien
2reisen gegenwärtig eine Schwenlung zu vollziehen, von der wit
freilich nicht zu behaupten wagen, daß sie zu einer vollen Frontver⸗
derung führ en wird, die aber immerhin Beacht ung verdient
Anläßlich der bevorstehenden Conferenzen über die deuische Ge⸗
aichtsorganisati on fanden in unserem Justizministerium Berathungen
zJalt, zu welchen auch außerhalb dieser Behörde stehende hervor⸗
agende Fachmänner beigezogen wurden. Insoweit nun diese Ver⸗
handlungen den zu bildenden obersten Reichsgerichtshof berührten
haben fich wie ich glaubhaft vernehme, die bisherigen Anschau
ingen des Just izministers und nach dessen Aeußerungen auch die
seiner übrigen Collegen zu Gunsten der ursprünglich von Preußen
vorgeschlagenen Zusammenseßzung ; und Competenz dieser Behoͤrte
geändert, so daß diel Commission zueinem im Wesenilichen zustimmenden
Zotum gelangte. Es ist anzunehmen, daß, nachdem es an der
entschie denen Bevorwortung nicht fehlen wird, der Beschluß die
jdnigliche Sanction erhält, denn es istddoch schwer zu glauben, daß
sich der Justizminister und Collegen led iglich zur Salvirung ihres
persönlichen außeramtlichen Liberalismus für eine aussichtslose
Sache engagirt hätten. Was die Motive Adieser Sinnesänderung
anlangt, so dürften sie wohl in der Erkeantniß don der unaus
zleibluͤhen Isolirung Bayerns zu suchen sein, die durch das Ab⸗
springen Württembergs von der förderalistischen Coalition und dem
Schwanken des für die Schöffengerichte nicht unempsindlichen
Sachsens in unheimlicher Nähe sich zeigt. Der „Rechtshof scheint
somm in der Geaurt erstidt und nicht einmal in das Stadium
chatzbaren Materials gelangt zu sein. In Bezug auf die Schoͤffen⸗
gerichhte ist man der Ansicht, daß sie in den kleineren und mit—
eren Formen sich wohl empfehlen, daß aber unsere Geschworenen ˖
gerichte undedingt für die schweren Fälle, sowie für politische und
Hreßdelicte erhalten werden müssen. (W. 3.)
Mäanchen, 11. Febr. Im Auftrage des Koͤnigs wird
Hrinz Luitpold nach Wien reisen, um daselbst dem Kaiser ein
Tondolenzschteiben wegen des Todes der Kaiserin ⸗Wittwe zu Über⸗
reichen. — Der König von Preußen hat, außer der schon jüngsi
erfoigten Verleihung des Ordens pour 1a mörite an Generallieut.
„. Maillinger, noch den preuß. rothen Adlerorden 5. Klasse ver⸗
liehen: den Generalmaloten Frhrn. v. d. Tann, Kommandeur
der 4 Inf⸗Brigade, v. Horn, Kommandeur der baher. Bejatzungs
brigade in Meß und Ritter v. Täufenbach, Kommandeur der 8.
Inj⸗Brigade; ferner das eiserne Kreuz 1. Klasse: den Obeistlieut.
d.Schonhueb vom 13. Inf. Reg. und Anton Orff vom 31 Art.
Reg. dem Major O. v. Schintling vom 15. Inf. Reg., den
dauptleuten Ritter d. Xylander vom Generalstab und Carl Rehm
hom Jäger. Bat., dann dem Premierlieut. Theodor Nusch von
1. Inf. Reg.
Verlin. Die Rede, die Lasler in Eisenbahn⸗Angelegenheiten hielt,
and die sich zunächst gegen den Geheimen Regierungsrath Wagener
ind seine Eifenbahn⸗Spekulationen kehrte, beschäftigt die Presse in
dollstem Maße. Die Rede hat eben offen zu Tage gelegt, wovon
man schon lange munkelte, daß bei Eisenbahn⸗Conzessionen Mancher
ein Schäffchen scheere, dem das Fell nicht gehöre und daß das
preußische Beamtenthum durch einige seiner hervorragenden Per⸗
dnlichkeiten der Gefahr ausgesetzt ist, stark compromittirt zu
virden. Daß aber gerade der Herr Wagener es ist, den die
Fnthüllungen des Lasker moralisch vernichten, gibt der Sache noch
ine andere Bedeutung. Wagener ist ein Haupthahn jener einst Spanien.
lleinen aber mächtigen Partei, die die schmachvolle — — Madräd, 11. Febr. Zorilla antwortet in der Cortessi⸗
mit ihrer gesetzlosen Willkührherrschaft in Scene gesezt und das zuung auf eine Anftage von Figueras, daß die Lage eine schwie⸗
dand an den Abgrund gebracht hat. Man fühlt es, daß in Wa⸗ rige sei; der Koͤnig habe am Sonnabend die Absicht, abzudanke n
gener eben seine ganze Richtung getroffen ist. So faßt die „Voss. rklärt, und bleibe auf derselben trotz aller Bemühungen bestehen
—V die Sache auf, wenn sie sagt, daß in der Person Wageners Zorilla verlangt schließlich eine Frist von 24 Stunden und be—⸗
ine Partei von der Nemesis ereilt wird, und sie sagt von dieser merkt, daß die Cortes ein Votum nicht eher hervorrufen könnten
Partei: „Jede Partei, die es nöthig hat, die Moral ausdrücklich ais bis die Abdankung officiell sei. Der König fordere die R⸗
in ihe Programm aufzunehmen die Gott und Tugend fortwährend publikaner auf, nichts zu übereilen.
im Munde führt und gegen alle Welt vertheidigen muß, geht in

Heuchelei jaämmerlich zu Grunde. Von der Partei Wagener's ist
nichts als diese (Heuchelei) übrig geblieben, und wenn sie auch noch
nanchmal Rückfälle in den hohen Ton don früher hat, so besteht
sie doch am zahlreichsten in dem zurückgebliebenen Pflegma. Das
ind die Personen und Figuren, die an bestimmten Siellen kleben
Jeblieben sind oder der Weg zu ihnen finden gelernt hatten.“ Die
Spenersche Ztg.“ richtet die Schneide ihrer Reflexionen an den
dandelsminister. Ueber seine jüngste Erwiderung auf Laslker's
Pede bemerkt sie: Wenn der Herr Handelsminster auf die gest
rige Rede des Abgeordneten Lasker nichts weiter erwidern konnte,
als was er heute erwiederte, so wäre es besser gewesen, er hätte
zeschwiegen. Er will den stenographischen Bericht durchstudiren und
ach dann weitere Bemerkungen vorbehalten. Wir koöͤnnen ihm mit
»em Abg. Berges nur empfehlen, daß er sich ganz besonders die
Ztellen ansieht, in denen die Integrität des preußischen Beamten⸗
hums, im Ganzen, natürlich mit Einschluß des Herrn Handels⸗
ninisters, ausdrücklich in Schutz genommen, in denen aber zugleich
jervorgehoben wird, daß Einzelne dieser Beamten der Leitung ihres
Beschäftes nicht gewachsen seien. Gegenüber so unerhoͤrten Dinge
vie sie am 10. de. Graf Iztenplitz darbot, das ist wahrlich
deprimirend am meisten für die, welche auf die Staatsautorität
etwas halten. Im Interesse dieser Staatsautorität möchten wir
dringend wünschen, daß Graf Itzenpitz sich selbst überlegte, ob es
für die Regierung vortheilhaft ist, in ihren Verhandlungen mit
der Landes-Vertretung parlamenarisch so repräsentirt zu werden
wie es am 10. ds. geschah“. Die „Kreuzzeitung“ ist völlig
ttumm; sie äußert über die moralische Vernichtung ihres ehe⸗
naligen Chefredacteurs kein Wort. Das einzige Berliner Blatt,
das für Wagener das Wort zu nehmen wagt, ist die „Norddeutsche
Allgemeine Zeitung.“ Sie stellt die Handlungen Woagener's, auf
die es ankommt, als dem Privatleben angehsͤrend hin, und jam⸗
mert über die parlamentarische Redefreiheit, vermöge deren
Jemand in die Lage kommen könne, als Schuldiger zu erscheinen,
bevor cr gehört worden sei. Das officiöse Blatt möchte natürlich
den Scandal in den Alten des Disciplinargerichtsh ofes begraben
wissen.

ß Aus der Provinz Hessen, 3. Febr. wird der „Dorfz..“ aus
guter Quelle mitgetheilt, daß diejenigen Lehrer, welche 25 Jahre
definitiv im Schuldienste angestellt waren, eine Zulage von 8
Thalern 10 Silbergroschen erhalten haben; macht auf ein
Dieustjahr netto 10 Sgr. I

Frankreich
Paris, 11. Febr. Edgard Quinet hat, wie die, Agence
davas“ meldet, heute von Figueras und Castellar eine Depesche
erhalten. Dieselbe ist aus Madrid vom 11. Febr. Mittags datirt
and lautet: die Repuplil wird heute Abend in Madrid proklamirt
werden.
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        Speier, 10. Febr. Ansere Pfalz ist ein gesegnetes chmack und klar wie die Sonne sein joll, ahebierr,
aber auch b 33— k * J s * — utolten Brauverfahren den Gnadenstoß
und Hochwasser, sondern auch von Wildschweinen. Unsere Leser 8 · )
ee . wieder von einzelnen erlegten Sauen — r, Von der Eibe, 7. Febt. Die Verheerungen durch die
haiten es dürfle aber die Nachricht, daß im Jahre 1872 nicht Sturmfluth aa den Oftseelüsten Schleswig-Holsteins am 18. Rod.
weniger als 4010 Soud Wildschweine in der Pfatz erlegt werden d. J. find jetzt so ziemtich ermittelt und der verursachte Sqhaden
sind, einigermoßen überraschen und beweisen, wie stark das fur n Zahlen festgestellt. Diesen nach sind 248 ngeien worunter
das Lanb schädliche Wild bei uns noch vertreten ist. Da die!12 Stadte von dem Unglüd vetroffen. 224 3 F
Schußprämie 8 fl. her Stück beträgt, hat demnach der Staat im er Wonpne sind woate ynyt theils flar — ig
—

r Die pfälz ischen Ba h nen haben im abgelaufenen An —9— siud —* Pferde big —* 748 Stuͤck Rindvieh 856
Jahre ein so glenstiges Betriebsergebniß geliefert, daß eine Sape bed 6 mnn en haten *
dividende von 2 Projent vertheilt und außerdem noch die Summe , hersen⸗ 3 Hauß * —58— ar, Vorraden und
bon 62,000 fl. dem Erneuerungs Reservefonds beigeschlagen werden vie sin auf voο —* art 9 Comnan **
tann. Doch ist hiebei zu demerken. daß dies Rechnungsergebniß 0— —38 An eα — ———
noch nicht definitid festaest ut ip. aber dur h die Endrevisivn kaum irribende an aꝛ, durch i Sturmfluthen ihren Geschäfts⸗
rine nennenswerihe Aeuderung etleiden wird. Es erhalten daher: isn — J——
1. die Altien der Ludwigsbahn außer den 400 Zinsen und dem — 5 be —39 —5 isen *
durch den Fufionsvertraa gewährten Prazipuum von 520 woch 8* ordnen —* (Der Schaden an der pommer'schen Küste
2010, im Ganzen also 11003; 2. die Altien der Maxbahn: ̃ un sabe eper
Zinsen 4 o, Prägipuum I, Superdividende 2u — im Ganpen f4 Wien,9 —*8* Die Kaiserin Carolina Augusta i
JiOν; 3. die Nordbahnen: Zinsen 400, Superdividende 200, heute 123 ühr —E mn Eisgöpfung der Kräste ruhig ent
— i. Zis.) chlafen. Die Verstorbene war die vierte Gemahlin des 1835

t Das t. Bezirisamt Landau datte verfügt, daß die Ge. estorbenen Kaisers Franz I. Sie war die aneste Tochter des
meindeeinnehmer berechtigt seien. fuiͤt die Auszahlung der aus Zzuigs Max J. don Bahern umd geboren zu Mannheim den 6
Anlaß des letzten Krieges gewährten Entschadigungsgelder für Febrüar 1792; vermählt wurde sie mit dem Kaiser am 10. No⸗
Finquartierung ec. 2 Proc. als Hebgeblihr an dem Guthaben der Fnber 1815. Vorher war fie am 8. Juni 1808 mit dem dama⸗
einzelnen Forderungsberechtigten in Abzug zu brisgen, Auf Recurs igen Kronprinzen und nachmaligen önige Wilhelm von Wurttem⸗
mehrerer vücger von Wollmesheim hat aber die k. Regier ung herg vermahlt vordem, welche Ede 18147 geschieden wurde.
diesen Beschluß aufgehoben und den Einnehmer der Gemeinde P'Wie der Ne sre Pree berichtet wird beabsichngt der Papst,
Wollmesheim angewiesen, den Rekurrenten ihr Guthaben gam und Marig Stuar heilig zu sprechen Doß die ichdne Komgn
ungeschmalert auszuzahlen. 9 Schottlands besser sei, ais ihr Ruf, das hat schon Schiller behauptet;

f Närnberg, 10. Febr. Auf Requifitivn der Müuchener daß aber die Mörderin Darnley's dereinst heilig gesprochen werden
Polizeidireltion wurde bei dem Landtagsabgeordneten Pfarret Mahr wird, das hätte sich wohl die kühnste Phantasie des Dichters nich
in Ebermannstadt Haussuchung gehalten und die Flugschrift, Offener räumen lassen.

HDrief an den Juffizminister“? confiscirt. 17 In Chicago starb in Folge eines Sturzes der Westphale

Ein franzoͤsischer Chemiker will ein ganz neues Brau⸗ Fritz Anneke. Derselbe war preußischer Officier, wurde 1846
bderfahren entdeckt haben und hat ein Patent auf seine Er⸗ vegen seiner demokratischen Gesinnung entlassen, betheiligte sich
findung genommen. Die neue Art, Bier zu brauen schreiben die 1849 am badischen Aufstand und wanderte dann nach Amerila
Fr. Bl.“, besteht hauptsächlich darin, daß die Gahrung ohne aus, wo er anfangs in der Presse, fväter als Agent der, Deutschen
cen Zutritt der Luft vollzogen wird. Genannter Chemiker nenn/ Besellschaft von Chicago“ sich beschäftigte.
das von ihm erzeugte Bier, welches alle Stoffe enthalten soll, F. X. Demed veraniwortlicher Redacleur.
Bekanntmachungen.
F
Hausversteigerung.
Samstag, den 1. März 18783, Nach-
mittags 33 Uhr, zu St. Ingbert im
dause von Johann Adam Be d's Wittwe
aͤndet die Licitation des zum Noclasse der
ahier verlebten Eheleute Ftan Wagner
anb Catharina Vecker, welche in Nr. 10
dieses Blattes vom 18. Januar 1878
ringeridt war und eingetretener Hindernisse
jalber am 8. Februar abhin nicht abgehalten
verden konnte, auf Anstehen der in er⸗
wähnter Nummer ds. Ol. genannten Be—
deiligten Statt.
Si. Ingbert, den 12. Februar 1878.
Der Versteigerungsbeamtt
Horn, tql. Notar.
Trutz net so.“
Narrensitzung.
Nontags den 17.
⸗bruar 3781
Rit Damen.
Der Präsident.
FFrisch gewässerte
Stockfische
eden Tag bei
J. J. Oro wenig-

1 einspanner Wagen,
Ohar-a-hanc-Waãgelchen mit
2Siß,
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Bettlade,
Ladentheke,
Grube Pferdsmist &amp;
berschiedenes Küferwerkzeug hat zu
berlaufen
Jacob Stief.
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bis 500 Cubilmeter schoͤnes kiesern
Bauholz in jeder beliebigen Länge ab⸗
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Zubitfuß 14 kr.), 4 bis 500 Cubikmeter
Stempelholz, 15 bis 20,000 Etem⸗
pel, 70 bis 80 Klafter hetern Breun⸗
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jeder deliebigen Lange sind zu haben bei
Gebr. Höh, Breitermühl
und Hahhof.
DOas Neue Blatt 1873. Rr. 21 ist se⸗
ben eingetroffen und enthält. Die neue VMag⸗
dalena.“ Von Wilkie Collins. — Das Si.
Valeutinséfest.“ Von F. J. Egenter —, Eine
Primanerliebe.“ Erzaͤhlung von E. Edfiein. —
„Des Kaisersé poetischer Vetter.“ Von
F. H. — Zwei Ordensschwestern aus
vporjesnitischer Zeit.“ Von J. Muhlfeld. —
Moderne Vampyre. Novelle aus der Gegen⸗
vart. Von F. Hirsch. Kalendergeschichten.“
Tulturhistorische Stizze von Dr. U. C. Muller.
-Heitere Chronika.“ Von O. Bl. —, Fur
Haus und Herd.“ — „Allerlei“: Gine der

beliebtesten Bucher. Das Grabmal deß Columbul.
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sein. — Näthsei.“ — Neue Bücherschau.
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tin. — Prinz Georg von —735. —8
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eine Nacht: Der Kaiser von Ehina be⸗
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Wiederfinden. — Das Neue Blatt 34
zu beziehen durch alle BVuchhandlungen

Vost Anstalten für den mäßigen Preit von 18
Sar. vierteljahrlich.

— —Z ? E ER
Der 3 yreis fur die Stadt St.
Ingbert ist von heute an bis zum ächsten
Donnerstag (Fruchtmarlistag) festgestell t:

Korabrod 8 Kigr. 27 Krzr. Weiß—
brod 10 Krar.

Frucht⸗Brod⸗, Fleisch rꝛe. Preise⸗
der Stadi Zweibrücken v. 13. Febr

Weizen 7 fl. 22 tr., Korn 4 fl. 83 x.
Gerste 2reihige. — fl. — kr., Gerste die
reihige, — fil. — ir. Spelz 4 I. 38 tr.
—A—
— ktr. Mischfrucht — fi. — kr. Hafu
4 fl. — fr. Karioffeln Ifl. 30 kr. Her
lfl. 24 tr. Stroh 1fl. 12 kr. dpe
Zentner. Weißbrod 1u Kilogr. 20 kr
Zornbrod 3 Kilogr. 26 kr. ditio 2 Kilogt.
S8tr. ditio 1 Kilogr. Ohkr. Gemischtbrode
dil. 32 Ir. 1 Paar Wed 100 Gramm 2ir.
Rindfleisch J. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 k
dalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18 n.
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Bunter 86
kr. per Pfund.
Kedaltion, Drud und Verlag von F. X. Demest in St. Ingbert
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25 e 22 —8— 2
202 5538 — — — 55 5
—A — 535 * Z2*22 * * 23220—
* 27 54 526 * —— 2 e“ —A——
— 22.155* 2555 322825 5 — 2
—33522 —5528288* 2 —53 —5 * 8 555 *
232538 2 —A —A 7 — 3 8 538
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xz822 38 5553223328 — D 5 — —X
552583 — *3* —54 22533
325383 5353338 — 38 2323
ARS2 * — 2— S 22 3
——— — 553*732 * ———— 52 5732352
538 — 4—3223255 32 — — — 83*8*
33z27—88 52523838 —A 2 — 32 Ek523
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        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaliungsblatt, mit der Dienstagb⸗ Donnertiags⸗ und Sonnta

—EX Abonnementspreis vierteljährig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

M 25. Samstag, den 18. Februr 1873
— 2

Deutsches Reich. vokaten Laporte den Verfasser einer unlängst erschienenen anti-
München, 10 Febr. Die in den nächsten Tagen 'eutschen Schmähschrift. Laporte wurde veryaftet.
erscheinende Schlußnummer des Jahrgangs 1871 der Zeitfchrift Berlhim, 11. Febr. Der „Koöln. Ztg.“ wird don hier
des tgl. bayer. statistischen Bureaus wird unter anderem eingehende geschrieben: Es bestätigt.sich nach Angaben von unterrichteter Seite,
Naqseisungen über die definitiven Ergcbnisse der Volkszählung daß das Staatsministerium den Inhalt der Rede des Abgeordne⸗
vom I. Dezember 1871 in Bahern mit uUnterscheidung der Ge en Lasker aus der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom
zählten nach dem Geschlechte, der Staatsangehörigkeit und der etzten Freitag bereits zum Gegenstan de der Erörterung gemacht hat
Zonfession enthalten. Die betreffenden Nachweisungen werden für velche jedoch zu bestimmten Entschließungen richt früher führen
alle einzelnen Verwaltungsdistrilte und Gerichtssprengel sowie für 'ann, als bis der stenographische Bericht des Hauses vorliegt,
mmtliche Städte gegeben werden. Vorläufig -dürften folgende »essen Erscheinen jedoch schwerlich vor übermorgen zu erwarten ist.
Fotigen nicht ohne Intresse sein. Die Gesammtbevölkerung von Der Rücktritt des Geheimen Ober⸗Regierungsraths Wagner aus
Vahern betrug am An Dezember 1871 nachtder nunmehr erfolgten einer ietzigen Stellung bezithuugswe ise aus dem Staarsdienste,
definiliven Festllellung der Zählungsergebnisse 4,868, 480 Seelen. Jilt ziemlich allgemein für zweifellos, auch hofft man, daß der
Hlvon treffen auf Oberbayern 811,707, Niederbahern 603,789 Jauze Vorfall die ja längst gewünjschte Aenderung im Handels.
pjfalz 618,035, Oberpfalz 497, 861, Oberfranken 341,063, Mit- ninisterium, wenn nicht unmittelbar herbeiführen, so doch wesentlich
teifranken 383, 666, Unterfranken 386, 132. Schwaben 582,773, ördern werde. Umer diesem Gesichtspuakte wird jetzt von der
die Regierungsbezirke zusammen: 4,852, 026, die Occupations jesammten liberalen Seite des Abgeordnetenhauses der Standpunkt
armee in Frankreich: 11,424, sonach überhaupt 4, 868, 450 Seelen. iufgefaßt. welchen man der Eisensahn Anleihe von 120 Millionen
Die bayerischen Garnisonstruppen in Elsaß-Lothringen sind hier— Thalern gegenüber einzunehmen hat. Auf diese Angelegenheit wird
anter nicht begriffen. Die Unterscheidung nach dem Geschlechte ganz sicher die Rede Lasker's nicht ohne Folgen bleiben. —
ergibt 2,8368,3508 maänuliche und 2,494,892 weibliche Perfonen. Man erzählt, der Chef des Gebeimen Civilcabinets des Kaisers
Nuch der Konfession vortheilt sich die angegebene Gefammtbevdlke und ein kaiserlichet General-Adjutant sei bei der Rede Laskers
rung Boyerns von 42865, AcC Ectlin euf 3, 464,364 Katholiken zugegen gewesen und hätten dem Kaiser darüber berichtet.
1.342,392 Protestanten (inkl. Reformirte.) 5—153 sonst ige Christen Von officidser Seite wird die Haltung der Regierung dem
30,662 Israclilen, 13 Belenner, anderet Religionen, währentd Antrage gegenüber noch nicht bestimmt bezeichnet, sondern vorerst
für 364 Personen die Angabe der Konfession fehlt. pr deert 37 ist * Veen d die en F
Münchenm 13. Febr. Nach Mittheilung des Reichskanzler- Adgeordneten Lastet naqch allen, Seiten din den tiefsten Cindru
umtes an das 8 . e 38 deen * zemacht haben. Auch der Minifterbrasident hat schon unumwun⸗
ranz öͤsischen Regierung die auf den Eintrtit von Reisenden aus den anerkannt, daß er von den berührten Thatsachen keine Kernt.
dem Auslande nach Frankreich bezüglichen Vestimmungen der fran⸗ auß gehabt hat. So bat er sich auch wiederholt ande weiig us.
zoͤsischen Preßgesetze gegenüber den Ange jörigen des denischen Reichs, gesprochen und sein Bedauern kundgegeben, da er lonsi jedenfalls
wieder außer Wirksamkeit gesetzt und sind letztere hiernach vom eine durchaus andere Haltung angenommen haben wirde. Wenn
Paßawange befreit. — In Folge dessen wurde auch die Anordnungç die gesammte Presse in dem Wunsche einig ist. die Mittheilungen
wonach alle die Grenze überschreitenden Franzosen in ElsußLoth⸗ dez Abgeordneten, Lasker ndhien n, in halhtt been Licht ge
eingen den Paßzwange unterworfen waren, außer Kraft gesetzt und stellt werben o kann man gewiß fein, daß auch Fe Regierung
werden nunmehr die Angehörigen beider Nationen gegenseitig zum hre volle Pflicht thun wird. Richt nur ihre Würde, sondern
Ein und Austritt und zum Aufenthalte in beiden Ländern ohne auch 8 Staatsinteresse fordert es, daß die jeßt naher begründeten
Passe, jedoch unterl dem Vorbehalte, sich über Namen und Natio- Anschuldigungen untersucht werden, ob sie auf Wahrheit beruhen
nalllät dusweisen zu müssen, ugeiassen oder nicht. Was den Geheimrath Wagener betrifft. so wird er
Der bayerischen Gendarmerie wurde wiederholt eine Aner— —— n— arie oden Eiat des — her
ennung ihrer tüchtigen Organisationen und Leistungsfähigkent von ist und fei ti nn oumnge an R befesselt
Seite der Reichsregierung zu Theil. Wie vor einigen —8 und ine ransnhe en ur tende dC
auf Aufforderung der Regierung der Reichslande Elsaß Lothringen sorten, daß ihm das bapan ecdz, d
bierzig Gendarmen und Unteroffiziere freiwisllig in die Landgendar⸗ lechten Seite des Abgeoronelenhauses geuiefert
nerie letztgenannter deutscher Provinzen übertraten, erging nun au enhaus⸗ geuneser Dhen More r
an die Officiere des boherischen ee eine ee g e aeeen ist 7 parlamentatischen Kreisen
—B adse e:ee n Dunr harereom
ersten zwei Jabre eine previsorische sin, und wäre den etwa iq.
übertretenden Offizieren bis zum Ablaufe des Provisoriums der * Dfand i e gIne Pleuarsitzung des Staats-
ministeriums untet em orsitze des Grafen Roon statt, an wel⸗
Constanz, 11. Febr. Im Anschluß an die am Sonntage — — 2838 Win e da 8
öd, LI. e a em Präfidenten de
latigehabte Bersammlung der Altkatholilen fand im Laufe des gest⸗ Abgeordnetenhauses inz wurde, nimmt man an daß Ge⸗
rigen Tages hier eine förmliche Abstimmung über das Jufallibil.« gensiand der Beraihung der Antrag Laeker auf Einseßung einer
ätsdogma statt. Von den Mitgliedern der Spitalpfarrei erklärten varlamentarischen Untersuchunascommission ewesen ist gein
168, von denjenigen der Stephanapfarrei 193 und von denjenigen Berlhin, 12. Febr ga den ee an der Boͤrse ist
der Münsterkirche 2090 — im Ganzen 653 — das Dogma nicht der Abgeorduere doler wie das Fremdenblatt“ erzählt * u
mmerlennen zu fönnen. Zugleich wurde beschlossen, die Regierung schwarzen Mann' —8 den einigen —* * es
— zweier eene w Aeolre gesonderten victůch einige bekannte Gruadir mit dein Nufe Lasker *
esdienste — “ i —
—
an —— anhenst ange vor chluß ver ießen. iese tünder sollen natürlich richt
gẽ hte. mmer unter Jobbern zu finden gewesen sein, sondern man klopfte
Sitraßburg, 12. Febr. Die Polzeibehörden haben hier mit diesem Ruse an Schultern von Leuten, die sich nicht gern
selbst ein Zweigkomite des Pariser Hauptkomites entdeckt, welches vürden dort haben betreffen lassen.
en Zweck verfoigt, elsassischhe Kinder zu ihrer Erzichung nach Berlin, 12. Febr. Die neueste „Provinzial Corresp.“
Frankreich zu locken. Es sind sehr bekannte hiesize Namen dabei bemerkte zur Affaire Wogener u. A.: „Je mehr die neu sten Er⸗
theiligt. Zucleich entdekte die Polizci in den ehten Vet eeee nt“ und die it danieben gewonnenen Vortheile erf
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        finanziellem und vollswirthschaftiichem Gebiete zugleich mannigfache
VBersuchungen und Gefahren in dem gesammten Verkehrsleben
erzeugt und die Neigung zu raschem, leichten Gewinn in weiten
Zreisen verbreitet haben, desto mehr wird es in der That eine
gemeinsame Pflicht aller Derer, welche zur Arbeit für das Wohl
zes Sigats berufen find, der Ausdehnung jener Gefahren durch
Starkung der öͤffentlichen Moral einen Damm entgegenzusttzen.
Dies vor Allem ist die große Bedeutung des Weck und Mahnrufs,
velchen der Abgeordnete Lasker in so eindringlicher Weise hat
dernehmen lassen, und diese Bedeutung ist zunächst unabhängig
hon den Personensragen, um welche es sich bei den bezüglichen
Borgängen handelt. . . .. Der Abgeordnete Lasker hat in
dankenswerther Weise wiederholt und „mit wahrhaftem Stolze“
hervorgehoben, daß alle seine Untersuchuagen ihm ein Anzeichen
virtlicher Corruption in den Beamtenkreisen nicht ergeben haben.
Weunn er schwere Anschuldigungen gegen einen hochstgestellten Beamten
erhoben hat, so beziehen sich diese nicht auf den Kreis der eigent
lichen autlichen Wirksamkeit desselben, sondern auf eine Thätigkeit,
welche er als Privatmann geübt haben soll. Allerdings wird durch
diese Anschuldigungen die Würde des Beamten so schwer getroffen,
daß es sich bei der unerläßlichen weitern Untersuchung der Ange ˖
legenheit in Wahrheit um die Ehre des gesammten preußischen
Beamtenstandes handelt. Zunächst liegt nur die schwere und
scharfe Anklage vor, und der Minifterpräsident mußse darauf
Ainweisen, daß es vor jedem weitern Schritte geboten sei, vor
illem auch den andern Theil zu hören; — aber mit Recht durfte
Braf v. Roon zugleich für die Regierung das Vertrauen in An—
pruch nehmen, daß sie selbst eben so ernst und tief wie alle Pattio⸗
en davon durchdrungen sei, daß unser Beamtenthum nicht corrum⸗
hirt werden oder auch nur corrumpert erscheinen dürse. Es ist
ijerner gegen die Eisenbahnverwaltung der Vorwurf erhoben
vorden, daß sie durch Mangel an Umsicht und Kraft dem Ein—
eißen der erwähnten Schäden Vorschub geleistet habe. Auch in
diefem Punkte wird es eine Ehrensache für die Regierung sein,
zuich vollständige Darlegung aller ihrer Schritte die Bedenken in
Betreff der Vergangenheit mögliust zu entkräften und gleichzeitig
dem Lande volle Beruhigung über die fernere feste und klarbe⸗
vußte Führung des wichtigen Verwaltungszweiges zu gewähren.
Wenn die Staatsregierung hoffen darf, durch ihr eigenes Verhalten
n beiden erwähnten Richtungen das Vertrauen der Landesver-
retung neu zu · beleben und zu stärken, so wird es gewiß auch
zelingen, bei der weiteren gemeins men Wahrnehmung der Interessen
Res Landes Schritte zu vermeiden, welche mögßlicherweise neue tiefe
Beunruhigung und Erregung ohne einen entsprechenden Nutzen
ꝛxzeugen könnten. Der ernste, patriotische Geist, in welchem die
Frage bisber behandelt worden ist, darf als Bürgschaft gellen,
daß auch über das weitere Vorgehen eine vertrauens volle Ver—
tändigung zwischen der Reçierung und der Landesvbertretung erreicht
verden wird.“

Aus Berhin, 12. Febr, bringt die „Allg. Zig.“ die

Nachricht, der Handelsminister Graf Itzenplitz habe sein Eutlaf⸗
jungsgesuch eingereicht. Anderswo haben wir darül er noch nichts
elesen.
Die „Germ.“ beginnt die Veröffentlichung von Fästnachts
Hirtenbriesen mit dem des Bischofs von Paderborn. Wer Sinn
ur Fastnachtsgenüsse hat, wird dieses Eladorat zu würdigen
vissen. Hr. Bischof Conrad von Paderborn cotirt darin u. A. die
Worte Jesu: „Ich bin ein Wurm und kein Meusch.“

Der preußische Militärbevollmächtige in Petersburg General
d. Wer der soll zu einem miliärischen Cemmando berufen
werden und an seine Stelle der Oberst v. Böhn, Commandeur
des ersten Garde-Regiments zu Fuß, nach Petersburg kommen.

Der russische Generallieutenant und Generaladjutant v. Al
hedynski, weicher am 10. d. Mefrüh von Petersburg hier eintraf
uind Vormittags vom russischen Botschafter v. Oubril empsangen
purde, hat sich bereits am Abend desselben Tages zum Kron
drinzen nach Wiesbaden begeben.

Der bisherige persönliche Adjutant des Peinzen Albrecht,
Rittmeister, Graf v. d. Schulenburg, ist zum Hofmarschall des
Brinzen ernannt.

Die „Süddeutsche Reichsposi“ behandelt die wichlige Frage,
vie der geschäftliche Verkehr mit der Reichsregierung und den
inderen dertschen Verdündeten auf einen Fuß zu bringen sei, der
dem Werthe der Sache entspricht. Es ist jedenfalls“, sagt es,
„kein auf die Dauer mönlicher Zustand, daß unsere Minister und
Ressorlchefs einen wesentlichen Theil des Jahres in Berlin zubringen
oder sich auf dem ohnehin dee Abkürzung sehr bedürftigen Wege
‚wischen der Isar u d der Spree befinden. Für die deutschen
Angelegenheifen müssen wir uns einen eigenen Mittelpunkt con⸗
truren, von wo aus die Angelegenheiten Bayerns im Reiche

zearbeitet und sowohl in Berlin, wie bei den Bundesgenossen
zerlreten werden. Der Chef dieses Ressorts müßte dann der erste
JenolIImächtiate Baherns im Bundesrathe sein, ihm bätte die In—

ruirung unserer übrigen Vertreter sowohl in Berlin wie in den
anderen deutschen Haupstädten obzuliegen. Er mußte das sichtliche
Band zwischen Bahern und dem Reiche sein.“

Ein interessanter Auftritt hat im österreichischen Herrenhaus
zei Berathung über die Lehrfteiheit der Universität stattgefunden.
Baron Lichtenfenfels, ein alter, streng katholischer Herr, einer der
höchsten Würdenträger, des Staates und Vertrauter des Kaisers,
hzrach gegen die päpstliche Unfehlbarkeit und ihre Urheber, die Je⸗
suiten los. Er erinnerte den anwesenden Cardinal Rauscher daran,
daß er selber anfangs ein Gegner dieses Glaubenssatzes gewesen
und sie in einer Schrift als „Hochverrath am Staate“ erklärt
habe. Habe sich der Cacdinal auch später betkehrt, so dürfe doch
der Staat die Warnung nicht in den Wind schlagen. Es dürfe
in den Schulen nichts gelehrt werden, was dem Rechte des Staates
viderspreche, die Greuzen zwischen Staat und Kirche seien durch
Besetze genau zu regeln und den staatsgefährlichen Wühlereien der
Jesuilen und Römlinge müsse scharf entgegengetreten werden u. s. w.
Das Herrenhaus brach in stürmischen Beifall ans und die amt⸗
iche Wiener Zeitung veröffentlicht die Rede des Alten Wort für
Wort. Durch Oesterreich ist sie gefahren wie ein Lauffeuer. Man
nuß sagen, daß ein Katholik schärfer und eindrucksvoller gegen
die Unfehlbarket und die Jesuiten sprechen kanu, als ein Prote⸗
tant, weil er weniger in den falschen Verdacht geräth, gegen den
datholizismus selbst zu fprechen. Ein merkwürdiges Gegenbild zu
em preußischen Herrenhaus ist dieses beifallrufende österreichische
Zerrenhaus doch!
Fraukreich

Paris, 12. Febr. Ich vernehme aus sicherer Quelle, daß
n der vorigen Nacht eine Versammlung von Orleanisten bei dem
derzog von Aumale stattgefunden hat, in der angeblich 20 Mill.
Francs gezeichnet wurden, um den Herzog von Montpensfier in
Spanien gegen die Republik zu unterstützen.

Parus, 12. Febr. Prinz Alfons, Sohn Isabellens,
von Wien gestern abgereist und wird heute in Paris erwartet.

Paris, 13. Febr. Olozaga, der spanische Gesandte, hat
der neuen Regierung in Spanien seine Demission einger eicht.

In Betreff der Grawont'schen Enthüllungen wreten neue
Momente zu Tage. Das Pariser „Uniders? veröffentlicht näm lich
einen Auszug aus einem Briefe eines der letzten Minister Na po—
eo's Dl., aus dem hervorgeht, daß einBündniß zwischen Oest rr eich
ind Frankreich im Jahre 1870 darum nicht zu Stande gekommen
ei, weil Graf Beust verlangte, daß Rom den Italienern über⸗
assen werde, wozu Napoleon sich nicht ntshlies n bonnte. Wenn
JZesterreich jenes Verlangen wirklich an Fränkreich gestellt hat, so
annS mau allerdinzs annehmen, daß es einem Bündniß mit letzte⸗
zem ausweichen wollte und damit wurde auch Graf Beust wieder
n einem b'esseren Lichte erscheinen!

Die Verhaftungen der Communisten dauern sort. Vierzig
neue Verhaftsbefehle wurden erlassen. Sie waren gegen so lche
Fommunisten gerichtet, welche aus dem Auslande zurüdcgelommen
varen. Nur ein geringer Theil konnte ausgeführt werden, die
neisten waren gewarnt worden und hatten sich in Sicherheit
ebracht.

Gestern war beim Grafen Apponhi, österreichischem Votschafter
zroßes Diner zu Ehren der Prinzen von Orleans. Von denselbes
varen anwesend: der Herzog von Alencon, Herzog von Aumaoale,
derzog von Nemours, Fürst Czartocisli und dessen Gemahlin, die
eine Tochter des Herzogs von Ldemours ist.

England.

London, 11. Februar. IJa einem heute im Camnon
Ztreet Hotel abgehaltenen, zahlreich besuchten Meeting zur Be—
prechung kirchlicher Fragen, kam eine Resolution zur Annahme,
velche sich für die Trennung des Staats von der englischen Hoch⸗
irche aussprach wie solche in Irland bereits durchgefübrt sei.
Auf den Vorschlag Maill's wurde beschlossen einen in diesem Sinn⸗
zehaltenen Antrag noch in der gegenwärtigen Session dem Parla⸗
mente zu unterbreiten. (W. T. B.)

Schweiz.

Bern, 12. Febr. Der Bundesruth hat die Ausweisung des
vom Papste zum apostolischen Vicar für Genf etnannten Pfarrers
Mecmillod aus der Schweiz beschlossen.

Spanien.

Madrid, 12. Febr. Vie Cortes ernannten eine Commis-
ion zur Begleituug des Königs bis zur Grenze. Es dheißt der⸗
elbe wolle heute abrersen. In den Cortes wird der Abschnitt über
yeststellung einer republikanischen Regierungsform und Uebertragusng
er Regierungsgewalt an die Versammlung mit 256 gegen 32
Zztimmen angenommen. Zorilla beanttragt die Ernennung einet
segierung vor der Abstimmung, Rivero widerspricht und verläßt
den Präsidentensitz und den Saal. Figuerola übernimmt das
Bräsidium. —

Madrid, 12. Febr. Nachdem die Abdankungsbotschaf
»a HKönigs im Conagreß verlesen war, wurde dessen Verzicht auf
        <pb n="99" />
        die Krone in gemeinsamer Sitzung beider Kammern einssimmigsa. H. hier ein. Derselhe wird in den nuüchsten Tagen 3 Vorträge
ugenommen. (Die Differenzen bezüglich der Artillerie sind jeden· im Saale der Eintracht halten.

Is nur die nächste Veranlassung zur Abdankung des Königs Aus Oggersheim hört der „Pf. K.“, daß der dor⸗
Amadeus gewesen; der eigentliche Grund derselben liegt darin, tige Metzger Berger von seinem Sonne nach einem vorausgegan⸗
aß das ganze Land von dem Parteitreiben zerklüftet und zerissenn' genen Streit mit einem Messer erstochen wurde. Der Sohn hatte
st und der König, durch die Verfassung diesem Getriebe gegenüber vor einigen Jahren den Versuch gemacht, sich zu erhängen und
ust machtlos, sich außer Stande sah, Ruhe und Ordnung im var damals vom Vater noch rechtzeitig abgeschnitten worden.
Finde zu schaffen. Indem König Amadeus unter diesen Umstän⸗ PSaarlouis, 12. Februar. Während bei Ihnen die
den abdanlt, thut er wohl das klügste, was zur Zeit möglich ist: Sinführung der confessionéslosen Communalschulen noch des Ent⸗
etzt geht er mit Ehren, später wäre es vielleicht nicht mehr der cheids höderen Orts entgegenfieht, hat unser Stadtrath mit großer
Faͤll. Mag ein Anderer fehen, wie er mit dem spanischen Augias Majorität (gegen 2 Stimmen) sich für Einführung derselben ent⸗
qall fertig wird. chieden.) (PfP.) —

Madrid, 12. Februar. In der heutigen Sißung der k Geschenk eines Bayers an Kaiser Wilhelm.) Die „D.
xortes wurde die Regierung erwählt und besteht aus folgenden Staatsb. Zig.“ erzählt: .Am vorigen Freitag Abend langte auf
Mitaliedern: Figueras, Conseilspräsident, mit 2144 Stimmen »2er Anhalier Bahn iun Berlin ein eigenthümlich konstrairter Wagen
wählt. Francisco Salmeron, Minister der Colonien (2388 St.), an, den ein patriotisch gesinnter Bayer dem deutschen Kaiser als
py Margall, Minister des Inneru (243 St.), Cordova, Kriegs- Geschenk überreichen will. Der Geschenkgeber, ein alter Böttcher⸗
minister (289 St.), Nicolas Salmeron, Justizminister (242 St.) meister, Namens Melchior Röehem aus Sönnenrad in Unterfranken
heranger, Marineminister (246 St.), Castelar, Minister der hat diesen Wagen und dessen Ausstattung selbst angefertigt. Das
uswärtigen Angelegenheiten (245 Si.), Becerca, Minister der Vehikel ruht auf vier Rädern, das Ober!heil desselben bildet eine
yffentlichen Arbeiten (283 St.), Echegeray, Finanzminister (242 Platte, guf deren beiden Schmalseiten sich je ein mit Weinlaub
St), Die Minister nehmen am Ministertisch Platz. Figue ras Jeziertes Faß mit Wein befindet, während in der Mitte zwischen
jält eine Ansprache, worin er hervorhebt, daß er seine Erwaäͤhlung diesen beiden Fäßern, ein Bottich steht, aus dem sich ein Geländer
Als Ergebniß seiner politischen Consequenz betrachtete; wenn Orenst mit Weinlaub und Trauben erhebt. Die Fässer sind ein Meister⸗
inwesend gewesen wäre, würde sicherlich dieser gewählt worden kück der Böttcherei, denn jedes derselben enthält drei besondere
sein. Figueras constatirt, daß die Wahlen in voller Freiheit voll⸗ Abtheilungen mit verschiedenem Wein, der nach Belieben aus dem
zogen wären, und verließt Telegramme ous den Provinzen, Fin gemeinsamen Zapfen fließt. Der Bottich trägt auf der einen Seite
achen gemeldet wird, daß überall die öffentliche Ordnung auf- die Inschrift: „Heil unserem König, Heil Ludwig U.“, auf der
eecht erhalten sei. Er spricht ferner die Hoffnung aus, daß die underen: „Es lebe der Regierungspräsident Graf v. Luxburg.“
Republik für immer auf festen Gruudlagen errichtet sei. Spanien Das Garze ist geschmackvoll mit Fahnen in den deutschen und
werde seinen berechtigten Einfluß im Westen Europa's ausüben bayerischen Farben dekorirt. Der biedere Meister hat sein Kunst⸗
ind seine volle territoriale Integrität bewahren. Nach dieser Rede werk, und als solches kann man j nen Wagen wohl bezeichnen,
wind die Sitzung geschlossen. Morgen soll die Wahl des Präsi- dem König von Bayern bereits vorgestellt und bei dieser
hien der Cortes stattsinden. Die Ruhe ist ungestoört. (W. T. B.) Gelegenheit von seinem jugendlichen Landesherrn auch die Erlaub⸗

Madrid, 13. Febr. Das Köoͤnigspar ist gestern früh 6 aiß erbeten, dasselbe dem deutschen Kaiser als Geschenk darbringen
Uhr, allenthalben ven der Bevölkerung espectvoll kegrüßt, nach zu dürfen.“
dissabon abgereist. Tie Ruhe ist ungestört. Die Civel und Militär— p Die speculativen Yinkees hegen die Hoffaung, bei Gelegen-
hörden in den Provizen haben die neue Regierung anerkannt — heir der Abdankung des Königs Amadeus von Spanien werde

ihnen das reiche und fruchtbare Cuba zufallen, oder, wie man das
diplomatisch ausdrückt, die Aufrichtung der Republick in Spanien
werde Cuba krei mahen. Sie werden sich in ihrer Hoffnung
ichwerlich täuschen und die Insel wird sich unter der neuen Herr—
haft dann desser befiaden, wie bei dem ganz der Auflösung an⸗
heimfallende Spanien.

77 7 F. XDemeß verantwortlicher Redacteur.

VBermisdeee
In Waldmohr wurden am 10. Febr. bei einer Holzver⸗
steigerung 6 Steer eichen Misselholz 2. Cl. von einem Waner um
115 fl. erstanden,
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Aus meinem Hause gehen jährlich Tausende von Sendungen nach allen Gegenden Deutschlands, und täglich
sich wieder holende Nachbeste lungen sind die besten Beweise. daß man allenthalben mit meiner Bedienung sehr
zufrieden

—5. WMuslerabschnitte Kämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post.
Auch die kleinsten Bufträge werden wie bisher bestens vesorgt 7 bitte mir das bisher bewiesene Bertrauen auch weite
zu erhalten.
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        Bekanntmachungen.
Haus⸗ u. Güterversteigerung.

Samstag, den 22. März 1873, Nachmit⸗
tags 1 Uhr zu St. Ingbirt im Café
Qberhausser läßt Johann Joseph
Fiack senior dahier sein zweistöckiges Wohn—
hans neben Gebrüser Dörr und sein
sämmtliches Acker- und Wiesenland hiesigen
Bannes öffentlich in Eigenthum versteigern

Horu, kgl. Notar.
Bürger-Hilfsverein.
Morgen, Sonntag den 16. Febr. 1878
Generalversammlung

im Jung'schen Saale.
Aufinahme neuer Mitglieder betrffend.
Der Vorstand.
„Trutz not so.“
Dienstags, 25. Febr. 1878
Raskenball
ztei Ferd. Obe rhauser.
Anfang Abens 8S Uhr
Entre ist nur Mitglie
— dern des Vereius mit ihren
Angehörigen und von Mitgliedern einge—
führten Fremden gestättet. Jeder Eintretende
muß für fich seine Karke haben. Die Karten
sind von nächsten Donnerstag ab beim
unterzeichneten Präsidenten abzuholen. Wer
eingeführt werden soll, dessen Namen muß
zenau dem Präsidenten gemeldet werden.
Ohne Karte hat Niemand Zutritt.
Etwaige Anmeldungen als Mitglied zum
Verein finden nur noch bis nächsten Montag
Abend Berücksichtigung.
Der Präsident
Fritz Panzerbieter.
L
—— n
Bezirkdamt Zweibrücken.
Donnerstag den 27. Febcuar 1873, des
Nachmittage un 2 Uhr, im Schul hause zu
Erfweiler, werden die eichen Lohrin⸗
den pro 1878 aus den Gemeindevaldungen
— von Ormesheim, Schlag „Bettei“ ge⸗
schätzt zu Z00 Centner; — von Erfweiler⸗
Ehlingen, Schlag „Hölzberg“ geschätzt zu
35 GCentner versteigert.
Jagd-Verpachtung.
Unmittelbar nach der Lohrinden-Verstei⸗
gerung wird die Felde und Waldjagd
in der Gemarkung von Ommersheim
auf einen sechsjährigen Bestand verpachtet
Erfweiler. den 9. Febrnar 1873.
Das Bürgermeisteramt
— ——
—
0 4
Jagdverpachtung.
Samstag den 22. Februar nächsthin,

Vormiitags 11 Uhr, zu Gersheim anf dem

Bürgetmeisteramte, wird die Feld- uund

Waldjagd der Gemeinden Ruben—⸗

heim und Herbitzheim auf einen

sechsjährigen Bestand öffentlich und meist

dieiend verpachtet. J
Gersheim, den 6. iFebruac 1873.

Das Bürgermeifteramt
J. Kansel.

Erfolg bei Gicht.

Im Frühjahr wurde ich heftig von der Gicht angegriffen und zwar so schmerz⸗
haft, daß trotz aller angewandten Miit⸗l während 6 mal 24 Stunden kein Schlaf“
in meine Augen kam; da kaufte ich eine Flasche Tannin Terpentin“*) von
Th. Hohenberger, Fabrikbesitzer in Breslau erfunden zum Einreiben, und bald

verspuere ich die guter Wirkuugen davon. Nach zwei Tagen waren die Schmerzen,

s fast spurlos verschwunden. Da sch diese sonderbare schnelle Genesung nur deim

Gebrauch des Tannin Terpent in zuschteißz, so kann ich nicht umhin, allen
an der Gicht oder Reumatismus Leidenden dieses Mittel zu empfehlen.

Sollwitt, Kr. Husum (Schleswig? Holstein), den 6. Mai 1872.7

J. G. Christiansee, Lehrer.
zu baben in Flaschen à 1 Gulden 45 Kreuzer und à 45 Kreuzer
in St. Ingbert bei Joh. Friedrich.

(Aus den Berliner Zeitungen.)
* 4 —3
Der Königtrank,
eine mit circa 100 milden Pflanzensäften bereisete Lümonande, größtes hygieénische
diätetisches Labsal für alle Kranke und für Gesunde, liefert der Organismus
eine Fülle von Gesundheitsstoffen, durch welche die erkrankte Natur ia den meisten
Fällen sich so umwandelt, daß die strankheitsursachen und dadurch selbst hartnäckttere
drankheiten oft wunderbar schnell verschwinden.
Weilere beim Erfinder des Königtranks eingegangene Anerkennungsschreiben:
(48,138.) Berlin, 14. 11. 72. — Meine Frau litt seit langen Jahren an sehr
schmerzlidgen Hämorrhoidal- und Verhaltungsbeschwerden. Eine ganze Anzahl
von Aerzten ordinerter Mittel hatten nicht den Jewuunschten oder doch nur momen⸗
tanen Erfolg. Meine Frau versuchte den Königstrank und verbrauchte drei Fla—
schen nach Vorschrift. Nach achttägigem Genuß stellte sich regelmäßig kägliche Ver⸗
richtung ein, und hat soicher seither, länger als ein Jahr, keine Unterbrechungge⸗
habt, die Hämorrhoidalleiden si id seitdem weniger schuerztich geworden.
Th. Langeheinecke,
Erzieher der Klein-Ninderhewahranstalt Nr. 3, Atexandrinenstr. J.
(49,7382.) Berlin, 8. 1. 73. — Seit zwei Jahren leide ich an einem Brust
übel, welches ich durch einen Fall mir zugezozen. Nachdem ich schon mehrere Aerzte
zu Rathe gezogen, jedoch Ohene Erfelg, versuchte ich es mit dem Königtrauk und
verspüre nach Gebrauch von zwei Flaschen schon eine bedeutende Linderung meiner
Schinerzen — (Bestellung) Elara Langẽée, Elijabeihstr. 45, II.

Erfinder vnd alleiniger Fabrikant des Königtranks:
Wirkl. Gesundheitsrath (Aügiéist) Karl Jacobi,
Berlin, Friedrichstr. 208.
Die Flasche Königtrank⸗Extract, zu dreimal so viel Wasser kostet in Berlin einen
halben Thaler, außerhalb incl. Fracht in Deutschland 16 oder 17 Sgr.
(1 fi. rh. in St. Inabert bei Kausfmann J. Friedrich.

Trutz net so.“
Narrensitzung

NPontags den 17.
debruar 3781
mit Damen.
Der Präsident.

Französische Kittel
in großer Auswabl empfieblt billigit
V. Zepop

—B

atste und trotz ihror vortrefflichen
Original- Illustrationen wobhl.
frilste Frauen-Zeitung ist
die seit üher sieben Jabren
erscheinende
Modenwolt.
Preis viortoljuhrlieh 45 Kr.
mit colorirten Modenkupfern
ulden 83 Kreuzer.
Die practische Richtung
O les Blattes, veiche stets ai
tseclũrfnisse der pamilie berũucksichtigt. den
Anforderungen der eleganten Gesellechaft aber
nicht mindér Rechnung trügt, macht jede ein-
zelne Vorlage doppelt werthvoll. Die Schnitt-
muster — über 200 jährlich — sind ihrer vor-
zũgliehen Auswahl und ihrer Genauigkeit wegen
rühmlichst bekannt, niecht weniger die leicht-
verstaundlichen Anweisungen. weiche selbst un-
geũbtere Hände geschickt machen, alle Gegen-
ztünde der Toilette, Leibwäsche eto. se bet a.
rufertigen. Auch im weiten Gebiet der Iand-
arbeiten iat dio Modenwelt die beste Lehr-
meisterin.
Alle Bnchhandlungen und Postämter nehme,
iederzeit Bestellungen an.

Für Lungenkranke.
Dr. G. M. Sporer, bezüglich der
Heilwirkungen der Johann Hoff'schen
Malz⸗Chocolade und Malz⸗VBonbons
jagt:

„Als ich die Hoff'schen Malzpräparate,
Bonbon und Ehokolade zur Anwen⸗
dung brachte — läglich 10 Bonbon
und 2 Tassen Chololade — fühl'e ich
Erleichterung, die ich früher nie
empfand. Der Husten wurde bedeufend
seltenet und erträglicher und meine
Lunge sehr gekräftigt. Aehnliche gün⸗
stige Wirkungen habe ich auch bei
anderen Katarrhalkranken wahrgenom⸗
men. Dr. G. M. Spo rer, ⁊c. ꝛ⁊c,
Die Johann Hoff'sche Präparote
nd zu haben bei Fritz Panzer-
bäeter in St. Inqabert.

Hieznuals Beflaget Allgemeiner
Anzeiger fir äas Konigreten
Raveruvr. 26.

——

PY⸗- akftion Druck vnd Nerlaa von F. F DHewmek in St. Inabert
        <pb n="101" />
        St. Ingberter Anzeiger.

der Si. Fnaberter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungkblatt, mit der Diendiagt⸗ Donnerktags ⸗ und Sonnleg⸗

dunme ericheint wöchentlich vie rn al: Dienstag, Donnerstag, Seras tag und Sonntag. Abonnementsdreis viertellährig 42 Keryr. oder
12 Silberar. UAnzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltze Zerte Blattschrift oder deren Raum berechnet.

n 286 i e 141373

Deutsches Neich.
München, 11. Febr. Graf Beumst ist gestern hier ein⸗
zetroffen, wird 8 Tage hier verweilen und dann auf seinen Posten
iach London zurückkehren.
Mäünch'en, 12. Februar. Wie wir vernehmen, hat Se.
Maj. der König dem hiesigen ebangelischen Handwerkerverein eine
Summe von 1000 fl. und der Gesellfchaft „Vrreinsdamenstift“
zur Förderung ihrer Vereins; wede die Summe von 500 fl. aus
der J. Kabinelskasse bewilligt. (A. Z3.)
Muünchen, 13. Febr. Das Gerücht von der Verlobung
deß Königs von Bahern taucht diesmal von einer Seite auf, die
was mehr Begutachtung verdient als die bisherigen Ausstreuungen.
Der „Spen. Z.“ wird nämlich von gestern aus Dessau geschrieben:
Seit mehreren Tagen unterhält man sihh hier sehr lebhaft von
zer erfolgten Verlobung der ältesten Tochter unsers Herzogs, der
liebenswürdigen Prinzefsin Elisabeth, min dem König von Bayern.
Berstärlt wird das Gerücht durch die Ankunft aller Glieder der
zerzoglichen Familie. J. k. H. die Frau Prinzessin Friedrich Carl
jon Preußen kam vorgestern Abend hier an, J. H. die Herzogin
zon Sachsen⸗Altenburg traf heute ein, während J. H. die Prin⸗
essin Friedrich von Anhalt mit der Herzogin von Nafsau und der
Fürstin zu Lippe am Sonnabend eingetro sen sind. Prinzessin
clisabeth steht im 16. Lebensjahr. Daß sehr wichtige Familien⸗
ing legenheiten der Anlaß dec Zusammenkunft sind, steht wohl außer
ill em Zwiisel.
München, 14. Februar. Wie wir erfahren, ist die
zayerische Staatsregierung sür das Gesuch der pfälzischen Bahn⸗
»erwaltung um Leistung eines Beitrags aus der Reicskasse für
die aus sleategischen Gründen in massiver Bauart üüber den Rzein
dei Germersheim herzustellende Brücke befürwortend 3
6. C.
München, 14. Februar. Die Abstimmung der Ostahn⸗
Beneralversammlung ergab, daß der Bau der Linie Landau—
Fisenstein (Vorschlag des Verwaltungsrathes) mit über 24000
gegen 8000 Stimmen genehmigt wurde.
Berlin. Se. Majesstät haben, nach einer uns jetzt erst belannt ge⸗
vordenen Allerhöchsten Cabineis Ordre vom 9. Januar c. beschlos⸗
en, das Andenken der im Kriege gegen Frankreich 187071mit
»er Fahne oder Standarte in der Hand, sowie bei der speciellen
Vertheidigung der Fahnen und Ssandarten gebliebenen und der
nn Folge mit der Fahne ꝛc. in der Hand erhaltenen Wunden ver⸗
terbenen Mannschaften für alle Zeiten dadurch zu ehren, daß ihre
Namen mit kurzer Erwähnung der Veranlassung auf silbernen
stingen an den betreffenden Fahnen und Standarten verzeichnet
verden. Die bezügtichen Truppertheile haben nunmehr die ihnen
zestimmten Ringe, durch Vermittlung ihrer General-Commandos
rhalten mit der Weisung, dieselben dicht urter dem Fahnentuche
ider, falls hier bereits ein von Sr. Majestät verliehener Ring
ingebracht ist, unmittelbar unter diesem anzubringen. Auch soll
er allerhöchsten Bestimmung gemäß mit diesem Act eine ange⸗ Jermischte s.
nessene kurze dienstliche Feierlichkeit innerhalb des betheiligten f Aus dem Bliesthal, 12. Febr. (Pf. P.) Zeichen der
Lruppentheils verbunden werden. (K. Ztg.) Zeit. In unserem schönen Bliesthal, in einem Dors, das nur zehn
Es soll fortan mit aller Strenge darauf' gehalten werden, Ninuten vom einem prächtig gelegenen Städtchen entfernt ist
aß Aenderungen von Fahrplänen der Eisendahnen immer nur Mimbach )), wurde vor ellichen Wocheneine neugegründete Schul⸗
nit dem ersten Tage eines Monats in Kraft Lreten und dieselben erweferstelle mit 880 fl. ausgefschrieben. Es fand sich kin Be⸗—
tets 14 Tage vorher dffentlich bekannt gemacht werden. verber. Daranfhin befschloß der Gemeinderath, die Stelle dem
„Wien, 13. Februar. Das Leichenbegängniß der verewig« zrotestantischen Ortspfarrer zu übertragen, der als gewiegter Schut,
en Kaiserin⸗Wittwe Carolina Augusta hat heute Nachmittag unter mann, früher Lateinschullehrer und Distriktsschulinspektor, in der
)ersonlicher Thellnahme sämmtlicher Glieder des kaiserlichen Hauses z nzen Pfatz bekannt ist. Derselbe erklärte sich bereit, die Beförde⸗
n der feierlichsten Weise stattgefunden; Prinz Adalbert von kung anzunehmen und ist nun seit einetr Woche in Funktion. Der
dreußen, Prinz Luitpold von Bahern und Prinz Georg von Beschluß des Gesreinderaths liegt der höheren Behörde zur Genehe
Zachsen befanden sich unter den Leidtragenden. Die Mitglieder migung vor.
aͤmmtlicher Behörden schritlen im Trauerzuge, und die Straßen, FfAm 10. Maärz beginnt in Speier die Prüfung behufs
nurch welche sich derselbe bewegte, waren von großen Vollscassen Zulassung zum Einjährigen Freiwilligen⸗ Dienst. (Pf. K.)
ungetusst. FSpeier, 13. Febr. Borgeftern kamen⸗ drei Bauen
Frankreich bburschen zu einem hiefigen Lohnkutscher, um sich auf ein benach⸗
Paris, 12. Febr. Ju der Umgebung der Königin Isa⸗ baries Dorf fahren zu lassen, wo sie angeblich Geschäfte hallen.

hella wird erzählt, daß bereits mehre spanifsche Siadte gegen die
Republik protestirt hätten. Heute Miltag fand bei der Köngin
ine Berathung; über sofort zu ergreifende Maßregeln, namentlich
zie Abfassung einer Pro lamation an das spanische Volk flan.
nus Bersailles erfahre ich, Zdaß Gent und andere radicale Abge⸗
oxdnete ihrer Fraktion eine Adresse an die spanische Republilk vor⸗
nuschlagen beabsichtigeen. Thiers hat sich gegenüber Olozaga mit
zroßer Theilnahme über die schweren Drangsale, denen Spanien
etzt enigegengehe, ausgesprochen, Heute machten beinahe alle hier
»eglaubigten Diplomaten Olozaga Beileidsbesuche. — In parla⸗—
aentarischen Kreisen wird versichert, es herrsche im Ministerium
3wiespalt in Betreff der dem Beschluß des Dreißigerausschufses
jegenüber einzunehmenden Haltung. Goulard, Fourion, Teisserenc,
Zothuau und Cisseh sollen sich für die Versöhnung, Remusat,
jules Simon, Leon Say und Dufaure dagegen für energischen
Diderstanb aussprechen. Nach Nachrichten aus Caprera ist Gari⸗
aldi gefährlich erkrankst. (N. 3.)

Paris, 12. Febr. Die Ereignisse in Spanien haben
nn Frankreich, wo sich die meisten Führer der vertriebenen Parteien
nufhalten eine große Aufregung hervorgerufen und sind für das⸗
elbe von hoher politischer Wichtigkeit. Vorderhand werden die
sepublikaner beider Länder den Nutzen ivon der Abieise des
dönigs Amadeus ziehen, denn es läßt sich nicht läugnen, daß
dieselben in einer gewissen Beziehung standen und eine gewisse
Bechselwirkung auf einander ausübten. Allein auch die Anhänger
Monipensiers rüsten fich mitt Macht, ihren Einfluß in Spanien
jeltend zu machen, und die Carlisten jubeln bereits Viktoria!“
ind glauben schon das Heft iu det Hand zu haben. Wenn sie
oirklich an das Regiment kommen sollten, was ganz allein von
»er Stimmung der spanischen. Armee abhängt, sa wird ein Rück⸗
chlag auf die? legitimistiiche Partei Frankreichs nicht ausbleiben
ind man wird auch Heinrich V. das Haupt kühner heben sehen.
Jedenfalls wird es au Blutvergießen in dem armen, zerrütteten
—XXR
brochen, um in ihre Heimalh zurückzukehren und zu sehen, was zu machen
ist. — Ueber dieser Neuigkeit ist das Schachergeschäfi der Dreißiger⸗
Fommission mit Hrn. Thiers etwas in, den Hintergrund getrelen.
Ich zweifle trotz gegentheiliger Versicherungen auch heute noch
richt datran, daß man handelseinig wird. — Gestern Abend wurden
ruf offener Straß nach hartem Kampfe zwei gefährliche Verbrecher
»erhaftet, die der Bank in Antwerpen 60,000 Francs gestohlen
hatten. Der Eme wehrte sich verzweifelt, und verwundete mit
seinem Revolver mehrere Verfolger sehr bedenktich.

Spanien.

Madrid. 13. Februar. Die Regierung der Vereinigten
S5taaten von Nordamerika hat durch ihren Gesandten, General
Sichles, bereis gestern die Regierung der jpanischen Rebublik an⸗
erkanut. (W. T. B.)
        <pb n="102" />
        Während nun zwei von Ihnen sich aus dem Wirthshause, in wel⸗ Ruth. So e Ruh hott ma sunscht uff'm srischtlinnelsmarlt for
chem sie abgestiegen waren, entfernten, lud der driite, den Kutscher zwee Kreuzer kaaft un noch paar goldene Ntiß drang' henkt kricht.
zu einem Schoppen ein und derschwand später ebeufalls. Als der Bedracht die dheier Welt jetzt, Leitcher! Gestern iss die Ruth uff'm
Kutscher dann nach seinem Gefährte jehen wollte, fand er es nicht utherischen Kexchhof im Schbekulationsrooches for 566 Gulden
mehr. Das saubere Kleeblatt war damit nach Neustadt gefahren, wegkumme.“
woses Wagen und Pferde verkaufte. Der Käufer schöpfte jedoch r(Prinz Peter Bonaparte.) Es war, schreibt der
Verdacht und machte Anzeig? bei der Polizei, welche überdies schon „F'garo“, nicht unbemerkt geblieben, daß der Prinz Peter Bona—
durch den Telegraphen von dem Diebstahl Kenntniß erhalten hatte. parte dem Begräbnisse Napoleons III. nicht beiwohnte. Dies be⸗
Die berhaftecen Diebe sehen' nun ihrer Strafe entgegei. xrubte aber lediglich darauf, diß der Prim durch ein heftiges
fF andau, 12. Febrnar. (Pf. Ztg.) In der gestrizen rheumat:sches Leiden auf dem ˖ Vandsitze zurückehalt ·n war, den er
Sitzuig dis hiesigen Zichtpolizeigerichts wuerde der Aushilfsbahn in der Nähe von Lüttich bewohnt. Seine Gemahlin, welche be—
wart Peter Horf von Steinweiler, durch dessen Verschulden an lanntlich in London ein Modegeschäft etablirt hat, besucht ihn m'it
3 Nodember v. Jahres, das Eisenbahnunglück beim Straßenüber⸗ den beidem Kindern jeden Monat; er selbst kann das englische
gauge von. Steinweiler nach Rahrbach auf der Marbahn stattfand Tlima sjseulecht rdings nicht vertragen. Die Prinzessin war zu der
wwegen sahrlässiger Tödtung und Körperverletzunz zu 6 Monaten Trauerfeierlichteit in Camden ⸗House erschienen und fand dort, wie
deturtheill. Wie mau sich krinnert, wurde damals die Chaise des zewöhnlich, die wohlwollendste Aufnahme. Prinz Peter, der unter
Herrn Kehrt aus Ilbesheim vom Bahnzuge erfaßt und deren In- dem Kaiserreich eine jährliche Apanage von 100,000 IIrcs. bezog,
sassen mehr oder weniger schwer verwundet. Die achtjährige Tochter besitzt zur Zeit gat kein Vermögen und lebt von dem Geschäfte
des Dekonomen Jotab Deunhart von Ilbesheim, die mit ihren seiner Frau. Dieses Letztere, New Bond Street 91 geleg'n, trägt
Zroßeltern, den Eheleuten Nitolaus Kehrt, Ziegele besitzer in Il- das Schild: Madame N. P. Bonaparte, und erfreut sich trotz der
besheim, und ihrer fünfjiährigen Schwester Wilhelm'ne Dennhart Anfeindang, welche es in der ersten Zeit gerade von bonapartisti⸗
jn der Chaise gesessen hatte, lag auf dem Boden und hatte ihre scher Seite erfuhr, einer zahlreichen und vornehmen Kundschaft.
beiden abgefahrenen Beinchen in der Hand; ohne auch nur den Die Prinzessin deschäftigt 20 Arbeiterinnen; des Abends kehrt sie
geringsten Schmerz zu außern, rief das Madchen seiner Großmuttter. nach ihrem kleinen Hause in Park Lane zurück und widmet sich
die nicht weit von ihm ohpmächtig auf dein Voden lag, zu: „Bist Du der Erziehung ihrer beideun Kinder, eines vierzehnjahrigen Kna⸗
sodt, liebe Großmutter ?“ Das Mädcen starb noch in der darauf ben Namens Roland, und eines jüngeren Mädchens, Namens
folgenden Nacht. Die Ehefrau Kehrt hatte Verletzungen an dem Jeanne.
Kopfe erlitten, welche das Schlimmste befürchten ließen; doch ist Barmen, 8. Febr. Am 4. d. M. Nachts hat dahier
sie außer Lebens gefaht. Kehet seldst hatte bedeutende Kontusionen eine Art „Haberfeldtreiben“ stattgeiunden, das einer in sittlicher
rliuen und mußte dier Wochen an einer Krücke gehen. Die Beziehung verächtlichen weiblichen Person gegolten. Die bewaffnete
fünfjährige Welhelmine Dennhart hat das Vorderglied an ihrem Polizei konnte des Scandals nicht Herr werden, und mußte den
Zeige' uad am Ringfinger verloren. — Steinwücfen der Masse weichen. Wie man hört, sollen aus dem
p Mannhesim, 9. Febt. Unfere „Stadtbas“ hat anläß Vorkommniß interessante Verhandlungen sich entwickeln, die auf die
lich der vorgestrigen Platzersteigerung einen so trefflichen Wih moralischen Verhältnisse der Barmer Arbeiter Bevoͤlkerung tiefe
gemacht, daß er wohl auch Verbreitung in weiteren Kreisen Schlagschatten werfen düeften.
herdient: „So werd's Recht. Die WWelt werd bald uf'm Kopp 5F. X. Demehz, verantworllicher Redacteur. F
schten. Betcacht eich die gerinagste Waar. Per Exempel e lumpiade
Bekanntmachungen.

2 Schreinergesellen

shommer sohort — Hölzheber
in Schnappbach.
Feuerwehr⸗Montag
bei. Johann Schwarz
Auf dem Wege bon St. Ingbert
nach Schnappbach ging gestern Abend eine
seue filberne Eylinderuhr mit der
—V———
un gelber Messinglette, verloren. Der red⸗
liche Finder wolle dieselbe bei Nikokaus
Schwinn ouf der Schnapphbach gegen
qute Belohnung abgeben. Vor Anlkauf wird
uewarnt.

*
Der Regenorator
(oder Lenensweler)
seit Jahren das bewährteste, beste
Mittei gegen allgemeine und specielle
Schwächezustände, Magengedärm und
Leberkrankheiten, Hämorrhoiden, Erg⸗
brustigkeit, Mitzkrankheit, Flechten ꝛc.
sowie alle Krenkheiten, die von ver-
dotbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der -,Lebenswecker“ be⸗
fördert die Verdauung, reizt den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist beson
ders im kritischen Alter zu empfehlen
Zu haben per Flache zu Ufl. 10 kr
— 20 Sgr. bei P. Jepp in S
Inabert.

—OOOS

Künstlbicher Dünger
aus der

—S Landwirthschaftlich chemischen
xhrenv. Ewahnung Fabrik von

αι BEORG CARL IMMER

we
Ehtenb. Erwähnung.
Maunheim 1863.

Medeise.
Koͤln 1865

Silberre Revae
Straßburg 1866
Medaille.
Genf 1866.
Zwei Medaillen
Paris 1867.
A Medaille.
Zaarlouis 1867
Zwei Medaillen.
fAJarlsruhe 1869
Unter Controle der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchsstationen.
sKrnochenmehle, roh und gedämpft,
Superphosphate, in allen Sorten,
sRali- und Magnefia Präparate,
Ammoniak Superphosphate, als besier Ersaßz des rothen Peru⸗Guano,
SpezialDünger, für Rüben, Tabat, Reben. Hopfen, Wiesen ꝛc. «
Säammtliche Dünger werden in altbewährter, vorzüglichster Qualität und
nuter voller Garantie des Gehaltes geliefert. F
Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung seines Inhaltes und der Firma
Georg Karl ZTimmer im Maumheims versehen.
Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten.
Wegen allem Näheren beliebe man sich an die Fabrik in Mannhbeim oder an
deren bekannte Verkaufslager zu wenden.
νν ν——να T—Isuokf)
heilt briesfIich der Specialarat für Fpilepsis Dr. O. KiIIIneh, Berlinm, Lounisan-
gstrasse 45. Avgenhlicklich über ta nsendi Patienten in Mhanai-—
Rechnungen
in s, 24 nnd Ne Bogen zum all gemeinen
Bebrauch fiud vorräthig in der Druckerei
izeses Blattes.

Frant urver Srse
vom 14. Febr. 1873.

Preußische Friedrichsdor .92957-38
Piftolen .. .928841
dollandische 10 fl.⸗Stücke9382-384
Ducaten .... 8 31-38
20F rancz⸗Stücke ..982 20/- 214
Inglische Souvereigns. 11 48-50
Dollars in Gold . 2 25 226

beseitigt (aueh brief⸗
ieh) in 2 Stunden gefahbrlos und
sicher Dr. Ernat in Leipzig.
Ne. altion, Druck und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert
        <pb n="103" />
        22 F
s3 37 3533 83
53232 23237*
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2232535. 35 5 —— 25 338 *
5 55 —3825 —232235 22 2S — 522 —F 3837 F
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583552353535835 — 556 38 23585* * z
5 * 485 253 2522 33235338 5272 52*
535355 83,*937 23532838⸗ —235 5 —
32525533353383* 2—z35855* 5522 53325* 3235 2352 3
5875 332327 53558 334 23237 5333388 5775
255853* 332838358 53332738 75755 3335323 532

2 — *
5532385283* 575555 55 33525325 s5 3283;77555 8
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5235373 A 2385 * — —A— —ãA— ————— 7
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55 55 32335 3 ——A 3 37527 355358

5328 *585 —A 55885 —8 32328 23 58 —322
8535 8 — 26822 —3253335 555585 —
— * 582 2 S2 —24 * 5 2555353

2532322 —————— 587

A 55255 2 SFeo 12 532355

385 2 333 *

* 232 357

ED 2535375

2 m52 232

* —A — —
22228 —5 — —
—5289 — * N 7 —W — 2 *
7* 2*8 7 — 27— 2 *2
— 23336525 82 R „32.322 2235225 —
2355 — 5555—553 —535335535755
22 *
s —2358323 3 8
s s8s. 552738* 5537*
* 2 8 * 23335 —— — 835 —
328 27 * — 8 5 — ES — — e
22 s * 3 . 2683—332 —z2352808 3538 — —* *
—A 25358 22 —28 —X 1528 2283 8
— — 2 2585 .65532 3555
— 5 —* ———— — —2 2 — 2⸗ ʒ. D 255 —5532383828
8 253332328 ð 255 —53255 — —
5 —— 2333352 z3353328 5326 *8
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Der· S t. Jnaberter Aunzteiger sund das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstags⸗, Dounerttags⸗ und Sonntog⸗
nonme erscheint wochentlich vieren al: Dienbtag Donner ztag, Samsstag und Sountag. Abonnementspreis viertellährig 42 Kerzr. oder
12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blatischrift oder deren Raum berechnet.
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(Die Republil Spanien.) Wenn die Weisheit in

dem Aufbau der neuen Staatsverfossung der Energie gleichkommt,

mit welcher das schwierige Werk in die Hand genommen wird,

jo steht es gut um die Aussichten des königlichen Spaniens. Am

i3 W. noch bevor der erste Sonnenstrahl das f verlassent

Schloß auf der Plaza Orienthal begrüßte, hatte König Amadeus

oder der Herzog von Nosta, wie ihr ihn wohl wieder nennen

müssen, dem Schauplatze seiner kurzen Herrscher⸗Exiftenz den Rücken

zewandt, wohl nicht mit schweren Seufzern zurückschauend, wie

einst Boabdil auf die Alhambra, sondern erleichterten Herzens

dem Meere entgegeneilend, dessen Wogen ihn in die italienisch

Heimath zurücktragen sollten. Und kaum war Madrid ohne Konig,

so hatten die Kortes, auf welche seine Souverainetät überge⸗

zangen, schon die neue Staaisform gegründet und eine ncue

Regierung eingesezt. Im Einklange mit den früheren Traditionen

eines großen Theiles ihrer Mitglieder schloß sich die radikale Partei

den Republikanern an und ein Beschluß von 256 gegen 32 Stim— utsches Reich.

men rief die Republik Spaniens ins Leben. Die Republik Spanien München, 14. Febr. In aller Eile melde ich Ihnen die
Man möchte wotzl einen Angenblick innehalten und nachdenken über aus guter Quelle fließende Nachricht, daß der nationale und frei⸗
das Geschick eines Landes, welches vor sechs Jahren noch für das jesinnte Adjutant Sr. Maj des Königs Oberstlieutenant v. Sauer
monarchichste der ganzen Welt galt; man möchte sich fragen, wie einer Stellung enthoben und nach Landau in der Pfalz versezt
unterwühlt dennoch ein Boden gewesen sein muß, auf welchem die st, daß ferner die Entlassung des gleich zesinnten Cabinetssekretärs
Gegensätze so Schlag auf Schlag auf einander folgen können. v. Eifenhart stündlich erwartet wird. Diese Vorgänge sind als
Aber die Ereignisse gehen einen zu raschen Gang; sie erlauben Borläufer einer Wendung der politischen Verbällnisse in Bayern zu
uns nicht, sinnend auf den einzelnen Stufen zu verweilen. Vor detrachten, welche den „Patrioten“ zwar erwünscht sein mag, die
wärts! heißt die Losung. Ob zum Heile, kann nur eine vielleicht Nationalgesinnten aber mit ernsten Besoranissen zu erfüllen geeignet
sehr verhängnißvolle Zukunft lehren. Aber nicht genug, daß die sein dürfite.

Republik schor eingeführt ist, sie hat in derselben Stunde auchh Maunchen, 14. Febr. Da das Staaisminiferium der
schon ihre Regierung erhalten. Ein Präsident ist zwar nicht vor⸗ Justiz zu einer entsprechenden Würdigung. der einlangenden Gesuche
handen, doch ist es vorerst noch eine ungelsste Frage, ob nicht von Notaren in den Landes heilen d. d. Rh. andere, ein offenez
dielenige Partei, welche nur einen Ausschuß der Laudesvertretung dienstliches Einlommen. gewmährende Stellen, dann der Gesuche um
als Regierung mit der Executive betrauen will, ihren Willen. Kinziehung erlediger Notarstellen oder Vermehrung der Notar—-
durchsetzen wird, so daß zwar die Regierung, nicht aber der stellen an einzelnen Orten verlässiger Anhaltebüntze bedarf, welche
Staat als solcher einen Präsidenten erhalten würde. An der Spitze wenigstens annähernd eine Vergleichung der Einlommensverhaltnisse
des von den Kortes gewählten Ministeriums steht ein Mann, der Notare möglich machen, so hat das l. Juflizwinisteriums unter
dessen Name ein Programm ist: Estanislao Figuetas, der unbeug- 28. v. Mis. nach Anhörunge der Notariatskommern den Rolaren
same, mit mächtiger Beredtsamkeit begabte Republikaner, der zwar den Auftrag ertheilt, die in den Geschaftsregisterh vorgetragenen
nicht den Kommumismus auf seine Fahne geschrieben, aber doch Honorare, Ausfertigungs ·, dann Entfernungs und Reisegebuůͤhren
gielfach wenigstens sottalistische Neigungen kundgegeben hazz sein ind zwar die Summe dieser Beträge künftig und zwar zum ersten
Ideal: ist die bundesstaatliche Repudlik und“ nur diese. Als Male bei Vorlage der Geschäfttregister für das Jaͤhr 1873 vor.
Kriegsministet stehf neben ihm der General Cordoba, der unker jutragen. Auf diesen Abschriften tönnen auche allenfallsige er⸗
Isahella noch in den konservativen Reihen stand.“ näch der Sep- jauternde- Bemerkungen, weiche der Noiar fur jachdienlich eachtet.
demberzevolution sehr allmählich sich liberallisirend endlich in dem Platz findeu.. J 9
Dafen. der radicalen, Partel“ landete und zeletzt, dosseibe Amt, Von einer Saite, welche- unterrichlet seinn Mmuß, wird jetzt
welches ihm jetzt wieder UÜbertragen worden, ünker dem Koͤnige versichert, daß in der Haltung Baderns zur. Frage der Reichs⸗
Amadeus verwaĩtete. Wie die Armee so ble bt. auch die Marine Justigesttz zebung eine den natio“alen Aufordecungen günftige Wendung
in denfelben Händen. in. denen des Contre-⸗A nirals Joss Maria ingetreten ist. In wie fern auf dieses erfreuliche Erei giß.. das
Beranger, der gleichfalls bichet zu den Rad ralen sehbrte.un Der sich weim'e3. Beistaud hat, Jehr hald indetn beginheunden betliner
berühm e Redner der alz Volkstribun voneiner eigenen?“ Partei, Berhandlungen!klat stellen eitd, die veränderie Position Wurniem—
dergötterte, von allen Parteien äls ein“Stolz Spaniens gepriefene] dergs Einfluß geüushert. hat, lassen wir unerßatert. Auf jeden Fall
Imilio Castelat übernimit die Leitung der misohrtigemn Angele muß zirgeftandeeo worden, daß man unz a Stltgarte wie foon
gerheiten. Vielleicht kennter, als Professor der Philbsephie und so mouchmal, juho ekonimen ist, und“ daß nach““dem', Abfall“
Beschichte, das Ausland ein wenig besser als die. meisten seiner Württembergs der Lbiderstand Bayernz umsonst sein würde. We⸗
dollegen, aber man hmal durste ihm doq seine ideglistische Schwär⸗ niger günstig liegen zur Stunde'dies Militärreformfragen. wo das
netel einen bösen Strich durch seine Diplotnatie machen.“ Mit, Kriegsmisterfum iaglich bergauf Zu fahren hat —
der Verwaltung der anneten Angelegeuheiren, ist Franscis o Puh rnid Febte n e in — —
Margall betraut, einer derx solidesten unter den Republikanern,, ber erbeutelen Chaͤssepotz in der diuischen Arinee“ nun doch ent⸗
in Mann der Mäßigung und in seinen Reden von gesunder Loe schieden., Eine techuische Militärkommission' warin adiefen Tagen
in Das Justizministerium geht an den Rechtsgelehrken Nicolas her zur Uebernahme vee in bedentendet Zaht gehen 300, 000
Zasneroi y. Alonso über, den republitaniscon-Abgeordneten sür Stüc lagernden Chassepots, welche nach ihrer —— größten
dddespn. Bedeutung seine Vatter durch mehrlache gleichzeitige Theils zur Bewalfnung der Kayalletie derwendet werden jollen,
ahlen anerlannte Minstef Ser Katngez und dauut Erhe der — — 3)*
— — ⏑— 1 wird Franct co. Salmeron h Alonso, einer H'erien, 18. Febr. dieNord gifghe⸗ga Muidigtean
vom linken Flügel der radikalen Patlciß- ebeufolls herborragender daß ihr kurz vor Schluß'der Ned. die Repit big Gehe Wagener
Idnet der dutch seine dlanzenden TIprsvfemont die progres⸗ auf die Aaschuldigungen Lastkers zuiheht', der Mobruück' deß Elcbo
istische Tertulia oft zu begeistertein Besffalle sintiß., Die Finanzen, ralez werde nun in dex nächsten Nimmererfotgen ·— —
tein beneidensweriher Gegensiand in Spaniene derbleiben in derein geertu n, 18. Februar.“ Wie verlaucet,sind von Seiten

Hand Jose Echegaray's, eines demokratischen Mitgliedes der radi⸗
alen Partei, seines Zeichens Ingenieur, der an einem Abende
zerühmt wurde durch eine Rede über die Kultusfreiheit. Des⸗
zleichen bleibt das Ministerium füre Bauten, Verkehr und Ackerbau
vas der Spanier klurzweg mit dem Namen Fomento bezjzeichnet,
einem bisherigen Inhaber Manuel Becerra, einem etwas unge⸗
ügen Galicier, der aber der radikalen Partei, zu welcher er als
ruherer Republikaner übergegangen war, manchen guten Dienst
jeleistet hat. Vier zu vier sie haben redlich getheili, die Herren
Kepubliklaner und Radicalen, wenn Überhaupt der alle Parteiun⸗
erschied noch einen Wecrth hat. An Meistern der Rede sehlt es,
vie man sieht, der neuen Regierungsbehörde nicht, und im Ruf
ver Ehrlichkeit siehen die Mitglider auch. Möchte nur zu dem be⸗
edten Worte und der Gefinnung sich die That, aber die der⸗
tändige That, gefellen. (K. 83).
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        des Abgeordnetendauses gasker und p.“ WedelleBehlings. sen, unweit der Station Illfuhrt, fand gestern eine Entgleisung
Iry Sis Muglieder der. Untersuchungskommifsion in dere Esen · des Personenzuges statt, in Folge deren ein Packmeister gedddtet
zahnangelegenheit bezeichnet. 54 ein Maschiai, und mebrere Personen beschäͤdigt wurden; Auch 4
Die wurch den Krieg im Jahre* 1870 Aerritelte Versmm, Materigl ist, der verurjachte Schaden nicht unbettächtlich.
lung der Evangelischen Alliance, zu welcher ale Zweigvereine des FB rr 0. Febr Die Tribüne“ fchreibt: Abgedrdneter
vangelischen Bundes in den curodaischen Staaten eingeladen sind Lasker ist der Lowe der Tages, der Ledpard des Abends.“ Noch
joll nunmehr bestimmt in der Zeu vom 2. bis 12. Oltober d. J. emals hat eine Primadonna mit ihrem Gesang ein solchetz Auf.
n Newyork stattfinden. Aus Deutschland sind N Referenten, aus sehen ertegt, wie Lasker mit dem Metall in Wagner's Kehle.
Frankreich 3. aus — — deine Kunftleistung, keine Schaussellung, ein Virtuose, lein Circuß
soviel in Aussicht genommen *»*37 ein Ausverkauf vermag gegen diese Konkurrenz aufzukommen. Sa⸗
Die manunigfachen Intriguen und Speculationen, welche in Wohnuung ward von Eugländern förmlich überlaufen. Gestern ecrst
Parid durch die neuesten Ereignisse jenseit der Pyrenãen seitens der s Lasker eben die Treppekhinaufstieg, um auszugehen, kemen ihm
dabeiinteressirten Parteien in's Leben geritfen sein sollen, glauben rei Englander entgegen. „Wo wünschen Sie zu seit 8 fragie
vir hier Ubergehen zu follen Da sie⸗noch ·zu· wenig verbürgt sind Zaster. Wir wollen sehen the little Lasker“ sagten die Gnq⸗
venso erwähnen wir nur beiläufig, doß aͤuch Preußen wieder bei änder. „Heate 7* sagte Laster schnell defaßt, heutek Am WMon ·
der Abdankung!desn Königs Amna die u 8; die Hand im Spiele ag wird Lasker nicht gezeigte!“ Jeder Photograph will ihn in's
haben soll Nan, »vhne, die Betheiligung B irs m a rch's kaun für Ütelier haben, 20,000 Damenhände sticken ihm Pantoffeln und in
die Feinde und Neider / den jungen.bmcht ig emporblühanden Macht illen Pfeifenläden fragt man nach einem Meerschaum · Lasker, da
ja einmal vteinnStein jw sirgendeinem Lande zu Boden jallen. nan-um jeden Preis diesen hervoͤrragenden Kopf unserer Voltz⸗
Bezüglich der Veränderungen am piplomateschen Corna Spo- vertretung anrauchein will. Auch on Misbürgern/ welche ihn aus ·
giens wird in Madrid, wie der Telegraphemeldet, versichert, daß jauen wollen, fihlt es nicht, und schließlich muß erwähnt werden,
poraussichtlich Orense für Paris.. Aburzuea für London, Fiol für doß die in Berlin lebenden Franzosen augenblicklich den Beweiz
Brussel vestimmt jeien. 8 ⸗ u fuͤhren suchen, Laster seĩ von, franzoͤsischer Abkunft, da dies
—58— 58 ve Irentrein * J —— ——— berenenden Menschen zu sein pflegen.
J adead is. hebe. Vor einiger Zeu hotte auf det Siee
hiesigen Freund ·ertlart, dit Regierung thabe den Willen. Cuba für zu Ehrenfeld Aen hiesigen ee
Spanien zu erhalten · Zbwei — 3 daß derselbe einige Tage darauf au der
I N ———— erwundun tarb. Den Tod äã su ber
eeu Xnn
Mermi llod gestern Mo gen das Schweizergebitt perlassen volizeigerichts ein 17jähriger Ralschuler. von Ehrenfeld angetlagt
‚aben — F Terfelbe hatte im Garten mit der Flinte seines Vaters Schieß⸗
— 7 Beermisoree ubuugen gehalten,“wobei pier Kageln, die denselben umgebende und
1 In'Kurfentbla u tert n haben 80 Schreiner eine Roh⸗ an iden Wege befinduche bretierne; Umzunung durchschlugen und
sihff. Genossenschaft git gtunen beschlossen. 2 die leßzte derselhen den Rentner in dem Augenblicke als er wit
J Sest Anfang Vdieses Monats .wurden in guben pfalzischen einer Frau den Garten auf dem Wege passirte so unglüdlich tras
Geblxgswaldungen gegen 50 Wildschweine exlogt. Wiewohle der Getodtete vor seinem Tode wiederholt beantragt hatte,
Meten hen 15. Febr. Heul Mittag halb 12 Uhr wutde den jungen Menschen mecht guc geuchtlicen. Verantworturnt
bei der Giefinger Nirchenbaulotterie der Hauptreffert im Betrage von zu zichefsen: so mußte doch dem Gesetze sein Lauf gelassen werden
21,000 fl. gezogen; derfelbe fiel auf die Nummer 50 143.803223und wurde der Beschuldigte unter Ännahme mildernder Umslände
Wiesbadein, 8 Febr. Dieser Tage sind dahier:drei zut einer Gefananißstrafe Pon inem Jahr; verurtheili. —7
Foß rothen und drei Faß weißen Weins von Californien ange · P. — ——
sangt. Der Wein, welcher in Californien von einem e Da en st e emacherüch ten..
bezogen — Sachkennern als von Der RPolizei⸗Anwalt Johannes Ha —&amp; zur Dahn winde
— aben. um funktiomitenden Staatsan uinten inn Z— I
aarg o iee ide debe dif der Stretes Atiirch: Maütttau ——44
* —— 0 — —4. — Unterzeichneten:“ eine ol e An alt e 5 .
Bekanntmachungen. —* i e use her ꝛ
J öffnet. wird und wo zu jeder Zeit
Eichen⸗Lohrinden⸗ Ver⸗ e
fieigerung eee cte
47 7 ESt. Ingbert is. Febiuar 18788
Donnerdtag. den 27. Sebruur l Jh Ludwig Weirich, Wirth
do caucee 10 Uhr auf dem Burgetmei⸗ muc 6Hohlenstraße. ννν
seram Bebels heim werden die nachbe · —
eichnetin. Sichenadunren nseenr 5
Gunde. Bebelsheim Schlag ehehmer⸗
— Meierswald.
circa· 280. Centner I. und M.Quariat,
5 2.Gmde.“ Bliesmengen Schlag Bran⸗
e derwald tirca 200 —VRR
3. Gmde. Habtirchen Echlag annen⸗!
busch citca ʒ0 Ventner Ikr. u. U. Qualität.
Vinde. Wittershelm Schlag Meiers⸗
h aid aͤrca vO Centnet M. u. i. Qualitat.
Bebelsheim, den 17. Febcuat 18783.
—* Das Burgermeisteramt
. cꝛerber.
— 9
Speiseanstalt.
Vielfeilig gedußerten Wunschen und dem
Bedürftisse entjprechend, au hiesigem Platze
eine Epeiseanstalt zu errichten, damit
dem hiesigen Arbeilerstande und solchen
Personlichkeiten, welche leine eigene Haus⸗
Jallung führen-wollen, für weniges Geld
isprechenid gute unde nahrhafte Speisen
Arobreicht werden Lönnen, beranlaßten den

J

35 2. —— —
Ne altion, Truck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert. rin

— *
5 3 7.—
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        *
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2 J
2 *23 —ã——
333 2—8 538
5*2 — 352 2 3382848
53 333875 5335 33. 3533833
* z558 —2 2 — 233
V 5 ——— — —4 833 35 —— 29
52* s 5 —3 * — —X — —H 88 —226
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6 55 —25 55 s S 8 **3 —55 352
— —3 4533353
4 —A 5*458 53 573 * *3 3
247* * 85 338337 ———— 8 2 3259 —27
— 25 288 —* * 2335 5— 22 2 ——2— —
2* — 133 J. — — 22 4 9* * *
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7 — — — —— 7 ** 7 2 7
32 — — * 552 8 28 S 255
35* 35333 55235885 55 357 5 388
—I5 4 333333 233 3535338
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* — * — 85* —5228075 d 52 8 — — 237 22
3: * 232823 — 56822 52282
22* 3— —2 —— — ẽ 5* 338 2 — —34 —583 22
23278 * *. 873— 55515 32332355 522
—A * ———— 457
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—2 33—553353383 33—8 24535 28 225 28 8 5* ——
32532* 53253 3—3352* 232333538 125232 Za857 37 *83
33552 37533338 —3 *3 23557 3—385* — 58 2 55528
25233238282 35338537 — 225 52 285 ————
— 882 z2 52 8 53 758 5* 2 * — —— — —— *
25 322222 —— 232323833 —222 28 — ———
—2 5 52353 2333835 37z7233 — —— — 3— — —27 21323
x 92* * —A— 2 2.2 3222 — * X 3 ** 5 S 252 —
* 2360 * ——— 222— 5s— 8 29 266 — —c 38*
—— 3 3 28* —z 258 2 —355* 328 ——62 m
—*—— 7* *5 22 8 255* 33252 — 228
* * M E S 322 —
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        . —32 8— 232 8 57 3 8278 732357
* 35 —— 5—553—— —XRE 2228738. 58335337
53 3 45— 7 — — 2 887 5853323838 8238 553
s 23 5 we 25 23233. — — 18 5553 32 5
55 2323* 2385 33253583 538 —338 23838383233
22 * * 5227 23 8323 2. 33 5233328 22283 325.* 2
2 5 — 2 23238383 33333383
* * 28 * —— —455 —3 — * * 2.
—8 22883 328 3333 3383 53*5833 3338 *
357* *7 54232. 23* 73 55 35*2532.23
552 232360 577 2 2222 —A
28 —A——— 222 583 3 52 2233
2283257* 5*7 323— 7 * — ——
8895 278378 s2z255 528 83 87 58
53332 24233 523 55 552 53
337 355 252 55 3254833
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——— 22 — ——— 727 * 3 3258 2235 —
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* * 5 5 27* 275 * 2. 2* 2 * — —3 ¶ð
a203 352* 3383 —32247— 7 22 ãa 53238
522235223 —A S — 73E3 2* 8584 55
22 7252 8 228 53 3 2* 2 23232
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5232353 2 25 2335 3233 ———78253 ã33
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2* —2. * 2332553 755 2533336 * * 8. 3 —
*5 53.3 553 2322 52545 5 223 3 5— AA
*823585 535838 —A —AA 233273
22 57 — BR87 2 5533 — ß 5223232 82335
22225 378588 5555 5253353
558388 54 35322 — —A 2*52368 53 —— ——
* 555558238 — 228 283 332 77258 2286532
3 56225 55323 2 232 25588 * X 5323 A —
2352 552538 22*7 285223 128533 — * 2*2 3 27
8* 233 — *7 * 5232727 5 872 *
3* 2238 — 8285253833 — 23 7 * —— 2
3 23332533 — 2325253 — — 2 523 23835388
377823 **7 — — 35233 S. —A 2332 7
333333275 — 52* 35 3253 A— —2722*3733533
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        St. Ingberter Anzeiger.

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7*

— 87
Det Su. 8 — der Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungüblatt, mit der Dienstags⸗, Donnerttagt- und Sonniag⸗

Annme erscheint wbchentlich vie rmal: Dien ztag, Donner tag, Samstasg und Sonntag. Abonnementspreis vierteljahrig 42 Kerir. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum derechnet.

4 28. . Donernstaq, dre 0. Februerrr
— —s—
Deutfhes Riich. verspricht dem Baue einen raschen Fortgang, wozu die milde
»Mänchen, 18. Febr. Der k. Finanzminister Hr. Berr ist Witterung auch wesentlich beiträgt.
bereits zu den Verhandlungen des Bundesrathes nach Berlin ge⸗ München, 16. Febr. Bei der Ziehung der hiesigen
rats; die Leitung des Finanzministeriums hat der k. StaatsrathHr. dinchenbau- Lotterie, welche. Dank des im böͤchsten Grade uͤnprak⸗
de. , Fischer übernommen ischen Lotserieplanes, schon seit 14 Tagen dauert, da 12,000
„Straßburg, 15. Februar. Den Scheinoptanten, 'die Gewinnste einzeln gezogen werden müssen, ereignete sich gestern
rast ohne Ausnahme dis jetzt ungestörte Gastfreundschaft m Reichss tin Umstand, wie er wobl noch bei keiner Lotterie vorlam. Es
lande genossen, ist dieser Tage Seitens der Poiizei-dDirektionen waren noch 1014 Gewini sse zu ziehen · — allein es war in dem
solgendes Schreiben zugegangen: „Da Sie ihren Woahnsitz pon Rade, in welches die 12. 000 Gewinnsinummern eingelegt weden
dem 1. Okllober v. J. nach Frankreich nicht verlegt haben, se sein sollten, keine Nummer mehr vorhanden. Da nicht anzuneh⸗
eroffne ich Ihnen hierdurch, daß die von Ihnen abgegebene Opti⸗- men ist, baß die 1014 Gewinnstnummern nachträglich wieder aus
ondertlärung nach Art. 2 des Frankfurter Friedensvertrages vom dem Rade entfernt wurden, so muß angenommen werden, daß
10. Mai 1873 wirkungslos ist und daß dieselbe in dem über man dieselben ursprünglich gar nicht in dasselbe eingelegt hal.
zie Option für die französische Nationalität diesseits geführten Was nun zu thun, ist noch nicht beschlossen — daß aber die
Berzeichnisse gelöscht wird.“ Damit ist dem mit der Oprion ge⸗- janze bisherige Zichung eine nichtige ist, kan natürlich nicht
iebenen Scwiadei ein Ende gemagt »77 wveifelhaft sein. Unternehmer und Leiter dieser Lotterie sind der
Berlin, 14. Febe. Die kirchliche Kommisfion erledigte in dirchendorstand v. Zeising mit dem Herrn Pfarrer an der
hrer Sitzung vom Sonnabend Abend und heute den Gesetzent Spitze.
wurf, beir. die Grenzen des Rechts zum Grvbranche kirchücher F Aus Geestem ünmde wird unter dem 8. d. berichtet:
Straf⸗und Zuchtmittel. Die Kommission hat im Allgemeinen die In einem Coupe 2. Ciasse brach Donnerstag Morgen auf der
Bestimmungen des Gesetzes gemildert und besonders den 8 5 in Fahrt von hier bis Bremen in Folge der zu starken Heizung
olgender Fassung angenämmen: „Geistliche, Diener, Beame oder euer aus. Die Passagiere gerieiben natürlich in die größte Ber
Beaustragte eine? Kirch? oder Religionsgenossenschaft, welche den ürzung, ein undurchdringlicher Rauch füllte das Coupe, die
Vorschriften des Gesetzes (83 128) zuwider Skraf⸗oder Zucht ˖ Befahr siieg von Sekunde zu Sekunde und dabei braust der Zug
nittel androhen, verhaͤngen oder verkündigen, werden mit Geld- nit größler Schnelligkeit dahin. Schon dachte man auf Leben
drafe bis 200 Thaler oder mit Haft oder mit Gefängniß bis zu der Tod aus dem Wagen zu springen, denn es war keine Mög⸗
2 Jahren bestraft. Der Versuch ist strafbar.““ ichleit vorhanden, dem Locomotivführer oder einem der Schaffner
In einer gestern hier im Alkazar äbgehaltenen, von etwa 'ie drohende Gefahr mitzutheilen. Da faßte ein Possagier einen
2000 Personen besuchten Volksversammlung wurde in sehr einge- ühnen Entschiuß. Er stieg auf das Trittbrett und klelterte am
hender Weise über die beabsichtigte Erhbhung der Tabaksfteuer! Inge entlang, bis er die Leine gefaßt hatte, welche von der
de batlirt und am Schlusse der Berathung ein fehr energischer Maschine über alle Wagen hinführt. Auf sein Zeichen wurde die
Protest gegen die Erhöhung angenommen, dabei auch beschiossen, Maschine zum Stehen gebrocht, und nun gelang es, das Feuer
diesen Protest zur Kenntniß des Reichstags zu bringen. Die Ver⸗ zu dämpfen.
sammlung beschloß ferner den Vorstand aufzufsordern, in allen, f Am II. ⸗erstach in der Gemeinde Rohrdorf (Algäu, würt.
Theilen Deutschlands derartige Versammlungen zuu Anschluß an Oberauts Wangen) von drei Brüdern, welche schon läugere Zeit
diesen Protest zu veranlassen. n Unfrieden mit einander lebten, zaber in demselben Hause wohn⸗
»Berlein, 17. Febr. Der Staatsanzeiger“ erllärt dien en, einer den andern.
Zeit ungsnachricht von der Uebernahme der RheinRahe-Bahn durch 7 Eine furchtbare Feuersbrunft brach jüngst in Liverpool
den Staat als unbegründet; es sei weder ein diesbezüglicher ius und legte in unglaublich kurzer Zeit die Spiicher der Firma
Beschluß gefaßt, noch überhaupt nur darauf bezügliche Verhand- Bishon, Cooper und Dunderdale in Asche. Die reichen Vorrauthe
ungen. epflogen worden. von Reis, Gewurzen, Samen, waren der Verbreitung der Flam⸗
nen so förderlich, daß von sieben in dem Pacraume beschäftigten
Frauen nur zwei fich zu retten Zeit hatten und die übrigen
uimkamen. —

FNewYork, 15. Febt. Das Schiff Henry Johns ist
derbrannt. Hierbei kamen 22 Menschen um und wurden 442
Ballen Baumwolle zerstört.

f Nordameritka. Die große Sekcschlange ist wieder
inmal gesehen worden. In RNewyork ist ein Schiffstapitan ange⸗
ommen, welcher erllärt, daß auf seiner Heimfahrt von Hongkong
m 290 38, südl. Breite und 1790 45 ostl. Länge die große
Zeeschlange vor senen und seiner Bemannung Augen vorbeizog.
Das Geschöpf, das fich sechs Fuß vom Schiffe entfernt bewegt
und von allen auf dem Verdecke befindlcher Personen gesehen
vurde, war mindestens 50 Fuß lang, von dunkelbrauner Farbe
ind mit schwarzen Punkten bededt.

Amerika

„„‚Havanna, 15. Febr. Der Generalkapitän von Cuba
hat durch eine Proclamation die in Sp mien eingetretene Regie
ungsveränderung bekannt gemacht und zum Gehorsam gegen die
von den Cortes gewählte Regierung aufgeforderi. Die Stimmung
st eine seht aufgeregte; unter den Sklavenbesitzern herrscht große
Unzufriedeuheit uͤber die Prollamirung der Nepublik, indeß ist
bisher die Ruhe in der Stadt nicht gestört worden. 9

(W. T. B.)

WVolkswirthchaft, Handel und Verkehr.
Die Bahn von Germersheim snach Bruchsal wird
ereits schon im nächsten Monat in Angricf genommen werden.
Die Länge beträgt 22, 469 Metet — 6 Sidn. Die Roharbeilen
sind auf 283,677 fl. veranschlagt. Die Trace ist mit geringen
lusnahmen diefelbe welche die Feldelsenbahn im letzlen Kiiege
nne hatte. Die Bahn wird did zum nächsten Winter bis zum
Brückenkopfe in Hermersheim befohren werden.
——— X Temen vera ae ieet R. .ucteuu

Bermischteso.
. Speier, 18. Febr. Die Vorarbeiten für die über den
Speierbach zu erbauende neue Eisenbahnbrücke sind schonin An⸗
rriff genommen. Die alte hötzerne Vrüdce ist abgetragen und in
wmittelbarrre Nähe efne Nothbrücken errichlet. Das Baumateriaĩ
Baumstaäͤmme, Quadersiin⸗ 2c.) sind dereits zur Stlle und all:3
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        Fastnachtsonntag u. Montae
5 — — — 0
Güterversteigerung. Proimusi k
Faftnacht Montag, den 24. Februar E
1873, Nachmittags 1 Uhr, zu St. Ing⸗
hert bei Adjunkt Heinrich Sadmitt, bei Zerd. Oberhauser.
assen die Herren Gebrüder Dörr vom An einein später noch bestimmt werden.
Trippsche derhofe ihre sammtlichen Liegen⸗ den Tag läßt Jacoo Schwarz, Mezzgen
schaften hiesizen Bannes auf, sechsjahrge dahier sein fammtliches auf hiesigem Van—
Zahltermine F — versteigern: gelegenes Ackerlaud anf mehrjaͤhrigen
erland: Bestand öffentlich in Pacht versteigern.
Plansr. 4562. 3 Tagw. 12 Dez. im St. Ingbert den 20. Februar 1873.
Wohmbacherweiher neben Wiw. C. Ehrhard Frisch gewaässerte
und P. Schmitt. J * fis J
PlanRNr. 4586. 98 Dec. daselbst neben 3 Stock che
Wiwe. C. X Mich. Thiery. e baͤ Fritz Panzerbieter.
Plan Per. 98 Tec. auf'm Rothen⸗ — —— —— — Ncn
lur neben — u. Wuwa.PKiehm. Fasinacht Sonntag und onta⸗
in. vod Den deseiet geben uuFreimufikk
Peter Wagner im Ek dede ere —V be 1
Plansit, 87410. 67 Dez. auf'm Di ·—— —, ver Peter Jung.
erfiur neden Erben Dorr . h 43 Manftanß deu 94
lansie 1842. 32 Der in der —D — Fastuacht Moutag den 24 Febru
bach J. Ahnung reben Steiger Senn.. Grosßes FSisitär⸗CEnucert!
mPlan. 1937213. 44 Dez. im Roden - qusgesührt don der Cadehe des 2 Bayherischn —— aill vm
PlansNer. 3325. 15 etro0 Dez. im Hahn⸗ König Karl v. Württemben —— ——— Musmesien
acker neben Lembert und Georg Georg. vuner — 6
Planir. 2879. 1210 Dez. im Seyen⸗ Program —A ————
rech neben Peter Redel und Eisenbahn. Marseh Gruss au Si. Ingbert, d. Römer. W
BPlamsr. 3886. 73 Dez. rechts den Duverture 3. Op. Semiranis, o. Rossiiiinn
Zafiler Röder neben Peter Ahl und Joh. marire Lieder-Walzer, v. Siebeniass —
Hhaacss. Arie a. d. Rarbier-Sevilia, Elari 38
PlanNr. 3765. 84 Dez. im Schiffeland Chant doisseam PolIIaa. —Bi wrhetnann d dine
neben Joh. Hager und Peter Schmel⸗ 0 2* — —
zer Wtib. J ——— — —* 3. Op. Jelva v. Reihsiger. 7*
plansir. 4281. 809 Dez. in der Baum — —,— —re v. Struitß. —
chuit neben Pet. Uhl u. obmw. Lion. —. 22 J oner ee v. Mozarrt.
Plansr. 4803. 12.Tagw. ꝰ Dez. auf'm 8* D0000———
Rodt neben Bernasco und Magd. Jung. ? ——— — Fotpourri v. Grin.
Planir. 145723. 34 Dez. im Garten Anfa 28 e Fones v. Reumann.
Etzelchen neben prot. Kirche u. Wiw. Lion. ng 2 Zihr Rachmittags Im Saale bel Georg Jung-
Plansir. 2346. 16 Dez. Garten in den Erntrse 24 Kreuzer.
Bruchtechgärten neben Pet. Kuhn u. Wiw. nachts onn lag ERAMMEIIIAEAæäIEAAC.
—* F — —
— zar M — — — —— ———
der Au neben Carl Groß und Wilhbelm j Bücher schau — Polytechni Bri
Frb. ontag * —433 —— eeeet In
Plansir. 2813. 1 Taow. 11 Dez. auf — — SJunn 727 ee o zurez
der Meß neben Erben Dörr beim Bahnhof. „T Ih thue tiermit Jedermann kund —— ——— —**
Plausee e Tagn. 27 VDen. im Pde issen, daß id an, Jobann des Copernicus ECEin Brief auder
Muhlenihal neben Ven. Wetner und Joh. Stauner, Dachdecker dahier füt das 1000 Bischof von Ermland. — Die Copernieu
duata ↄoä Stüd Ziegeln dophelt zu decken auf meiaem Dtatue in Thorn Tdes, Behurtohau
Wie sen: neuen W uafl. bezahlte, wahrend ich eerez oe 533
Plandir. 819. 16 Der in den Groe⸗ den oeme lungen vd Post Anstalten fuͤr den maßice
viesen neben W. Großardt und Jakob uͤtr. n es * Breis von Scr. vierte⸗ ——
Buhmann. 8 derbaut am voriheͤhastesten u cerdpre de
PlanNr. 821. 17 Dez. daselbst neben accordiren vorhet Jagbert ist von heute an bis zum ächsten
—XXVODDDDD Donnerstag (Fruchtmarlistag) festgestellt:
PlanNir. 830. 166 Dezj.daselbst ne⸗ Korabrod 3 Klgr. 27 Krar. Weij
PlanNr. 830. 16,5 9 ben Johann brod 10 Or
Schuster und Wilh. Groffard.
Planr. 841. 13,4 Dez. daselbst neben
Peter Jochem und Erben Doͤrr.
PlanNr. 1267. 45 Dez. in der Mäus—
hach neben Gebr. Kraewer.
PlauNr. 12674. 56 Dej. daselbst neben
edr. Kraemer. n
Planr. 126723. 21 Dez. daselbst neben
GBebr. Kraemer. 2*
PlanNr. 1269. 61 Dez. daselbli neben
Gehr. Kraemer. —
PlanNr. 12692. 79 Dez. daseldst neben
Gebr. Kraemer und Wiw. CT. Ehrhard.“
PlanNr. 4451. 54 Dez. im Allment
neben Ferdinand Siroß und W. Kahn.
PlanNr. 4454. 48 Dej. daselbst neben
Joh. Jos. Grewenig und Erben Dörr.
Ne altion, T n Verlag von J. X. Demes in St. Ingbert.

— —
        <pb n="111" />
        4 8
228 78
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3 ——— 5 *
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* 3 * 2382368 2* — 2882 233 *82 74338 ——
7 —3322 3307 —2336 —
5*5 1 28373 * — 538 223 332 5752*5 3222*
—— 33255 5 *33833375 k ——
58 * 33 R 25 728*— 2 729 583253 * 535824 — —
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. 7 35386 82 — ——
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83 226355 3*
3353236 3833 85 *
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55283 23 38
35. 3 253324 5
u2* 325835 — F 27 2 —3 5 —37
* 55 538 5258 —— 7225* 2 2 4 1*
27555 5583588 533 735 33553 7253 35332*36 532
23 2 5 —53 * * B7* 3 22 — 5*55 —2 3
2535353 * 23238 2 * 822 2. 4 22
— 27 —A * 223 * 25883—323353 2272* —H —
* 52 * 3 2 280 — —— 2 —;
*5852 283233382 2432083 s8 2378 *38 — 38 8 *
2 7* 323533 7* 25* * 38 —— 38582 —
233 282 —X 25z 257 3732 538385 8 533
8 —38 8 3 3 *523 ———
5353832353—58 3 5382288 3 — 2323 2
—— —— —— — 283 d 5—2— 2 8 54 — —AV
— — 5——232333 —3 5 5— 285 —3542332 —
2 2—55— 252— 352 — —— 8 J 858 — 248 8 32 24 7
A— 25—28 ———— B3 52 22326 22 —— 2290
— ——— 223 23 ·828 S 2532 * 2 — —
—3 8 n * —8 — 5685*7 253325 —AA —A —
7 33528 2322— 23 *4 5 22 —— — —
— ä — * — —2828355 2
—A — * 5z3352585 *2 —— 75 —— 22 7 — —
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27* * — — — 2 3 —A G — — 5B
— 7 3 722— 33 22 539 —C 2853 2*28 V82
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— — — ——— * 5358 358 553 3585 5353233355 —
J * 2 — —— * *
*823 3 33 5833555 —223—
7 22 2 222 25 38 —— —252 12 — — —A 8 2
535* 3235355—3387 25528* 2* 565 — — 3 2* 7252 38238 s83355
55 * —8— 55 3*3 3522 52 — 76 — * 2 25 —A —— 535 —
——— 53323235 z332 — T —23223 ** 2A* E 5 2855337
— — E — 2* e· *R — 2228 8 5— 225
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A —AX — —3— 5 —282 ———— *2 2 — 933 535 27
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12232 258 5z22272 2 532 7524 —535—52 22 232 —X
3533338 23 3323337* 3333355336335 538
5 2 —8 —X F 5
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        Ht. Ingberler Anzeiger.

der St. Jagberter Anzeiger (und das mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungkblatt, mit der Dienbtagt⸗, Donnertiags⸗ und Sonntag
umme erscheint wochentlich viernal Dienstag, Donner Stag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljährig 42 Krur. oder
12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Kryr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
—— ——

Deutsches Reich.

Speier, 18. Febr. Unterm 11. ds. wurde dem Beschlusse
des Landrathes der Pfalz, daß bei der k. Rigierung ein fach—
naͤnnisch gebildeter Kreisscholarch angestellt werde, die kgl. Geneh⸗
nigung ertheilt, und es wird nun die Stelle zur Bewerbung
zusgeschrieben. Der Anfangsgehalt 1400 fl., Dienstalterszulagen
hon je 200 fl. in den ersten 3 Quinquennien, von 100 fl.
püter; Diäten und Vergütung der Reijekosten bis zum Betrag
on 600 fl.

In München werden sich mehrere Loosbesitzer der Giesin⸗
jer Lotterie zu einer Prozeßgenossenschaft vereinigen, um gegen
zas Comite wegen der staltgefundenen Unregelmäßigkeit Klage zu
ühren.

Nürnberg, 20. Febr. Der Bundesrathsbevollmächtigte
Neumayer murde auf sein Ansuchen seiner Stelle enthoben und
ziefür Ministerialrath Riedel ernannt. Diese Veränderung be—
Zeutet ohne Zweifel Bayerns Nachgiebigkeit in der Frage des
steichsgerichts hofs.

Berlin, 20. Febr. (Abgeordnetenhaus.) Zu Begiun der
Zitzung, ehe das Haus in die Tagesordnung eintritt, ergreift
der Finanzminister das Wort zu folgender Erklärung: Die Ueber—
qüsse des Vorjahres betragen 20 Millionen. Sämmtliche Ver—
valtungszweige weisen Ueberschüsie auf. Die Regierung wünscht
ringend, daß die Ueberschüsse möglichst schnell dem Lande Nutzen
zringen und schlägt vor, 12 Millionen zu einer außerordentlichen
Schüldentilgung zu verwenden; dann könnte vom Jahre 1874 ab
ine Million vom Budget abgesetzt werden. Ueber die seit Schluß
des Reichstages eingegangene Kriegscontribution sei noch nicht
disponirt; es sei hierüber die Verständigung des Buudesraths mit
den Bundesregierungen abzuwarten. — Auf eine Interpellation
des Abgeordneten v. Schorlemer- Alst wegen Vertilgung des Schwarz⸗
wildes erwidert der Minister für die Landwirthschaft, er köͤnne
noch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob das Gesetz noch in dieser
AD
Jagordnunge vor. Uebrigens thue die Regierung Alles, um
Schwarzwildschaden abzuwenden. Die Oberförster seien mit In⸗
ttruftionen versehen, Jägerabtheilungen würden aufgeboten und
diesen Schußprämien von 4 Thalern per Stück bewilligt. —
». Kölhler hat die Wahl in die Eisenbahn⸗-Kommission ange⸗
nommen.

Die Gesammt-Ausprägung in deutschen Goldmünzen stellt sich
bis 1. Februar ds. Is, auf 459,252,290 Mark, wovon 345,174,220
Mark in Zwanzigmarkstücken und 114. 078. 070 Marl in Zehn.
narkstücken bestehen.
Frankreich

Pari?, 19. Febr. In der Prozeßsache des Prinzen Na—
poleon gegen Victor Lefranc wegen der Ausweisung des Ersteren
erklärte das Civiltribunal seine Inkombetenz und verurtheilte den
Brinzen in die Kosten.

Hier sei eines etwas unglaublichen Gerüchtes erwähnt, welches
einem Pariser Correspondenten „Daily Telegraph“ zufolge, in
fficiellen Kreisen von Versailles bezüglich Cuba's eirculiren soll.
Demgemäß wolle Frankreich „versuchen, Spanien zu zwingen,“
Tuba an Nordamerika zu verkanfen, um dadurch der Bank von
Frankreich 130 Millionen Franck, (aus, einem Anlehen von 200 Millio-
ien), welche dieselbe fir den König Amadeus zur Bestreitung der
Unkosten des Krieges gegen die Carlisten geliehen hätte, wiede rzu⸗
perschaffen. Die Vereinigten Staaten sollen sich erboten haben,
Faba für 500 Millionen, zahlbar in zwei Jahren, zu kaufen.
Der Correspondent des englichen Blattes kann indessen, trotz allen
gegeniheiligen Angaben, versichern, daß die neue spanische Renie⸗
rung den festen Entschsuß kundgegeben habe, Cuba unter allen
Amständen zu behalten; sie soll dies sogar zum Cardinalpunkt
ihrer Politik machen. — Wir haben vor einigen Tagen bereits Aehn⸗
liches berichtet. —

Schweiz.
GBGenf, 19. Febt. In der Sitzzung des Großen Rathes

wurde das Gesetz, betreffend die Wahl der Geistlichen durch das
Volk, mit 75 gegen 8 Slimmen definitiv angenommen. Die Be—⸗
⸗athungen verliefen sehr stürmisch. Anläßlich eines von den katho—
ischen Geistlichen des Kantons in sehr beleidigenden Aus vr ücken
zegen die Kantonal- und Bundesregierung abgefaßten Vrotestes
zing die Versammlung zur einfachen Tagesordnung über.
Spanien. J
Madrid, 20. Febr. Nach einer Depesche aus Berlin ist
zie deutsche Regierung entschlossen, die spanische Republik anzuer⸗
ennen, sobald ihr das Rundschreiben Castelar's zur Kenntniß
gebracht fein wird. Die schweizerische Regierung hat einen ähnlichen
Beschluß gefaßt. — Die Ruhe ist nicht gestört warden.
u Das „Journal des Debats“ meldet, als Amadeus seiner
Zemahlin den Entschluß abzudanken mitgetheilt, habe diese ausge—
⸗ufen: Endlich kann ich ruhig schlafen!
Berliner Humoristische Wochenschau.

Schauerliches für den Wochenschauer hat sich in den letzten
ieben Tagen in Berlin se viel begeben, daß wir kaum wissen,
vo uns, noch viel weniger wo dem Geheimen Eisenbahn⸗Concessions⸗
ind jetzt ganz rathlosen Justizrath Wagener der Kopf steht. Zu⸗
nächst haben wir über zwei nicht weg zu leugnende Wunder zu
»erichten: In der Brunnenstraße 138 fand eine, dem Hungertode
nahe Frau, wahrscheinlich als himmlischen Lohn dasür, daß sie
hren Mann vermocht hatte, gegen Sydow zu stimmen, zwölf frisch
zebackene Landbrode unterm Thorweg, und in der Holzmarktstraße
36 wurde ein Mann, jedenfalls Anhänger von Lisko, speckschwar⸗
en⸗knusprich gebraten aus dem Bonnschen Kalkofen geholt. Ein
Mann im feurigen Ofen, ohne daß die Polizei erfahren hätte, ob
x Sadrach, Mesech oder Abed Nejo geheißen. „So etwas
nacht warm,“ sagte der castilische General Inquisitor Thomas
de Torquemada, im Jahre 1481 zu Salamanca als er 498
Fuden, wegen ketzerischer Meinungen „im Dienste Gottes und
zhrer Hoheiten des Königs Ferdinand und der Isabella,“ auf
iinmal verbrennen ließ; ein auto da fé, welches den sonst vor⸗,
etzt leidtrzgenden Rath beim Staats Ministerium, Herrn Wagener
vohl nur um deshalb mit Betrübniß erfüllen wird, weil Lasker
uiicht ad majorem dei gloriam die 500 in Salamanca schon
»amals voll gemacht hat. — Die von dem „jüdischen Abgeordneten
vie ihn der frommchristliche Strosser nennt, beantragte Untersu⸗
hungs⸗ Commission gegen den dummerwiztzigen Gründer des kleinen
teactionärs wird jetzt zu enischeiden haben, ob der Letztere blos
eicht gebacken wie Landbrod, oder gezwiebelt und scharf gebraten
vie englisches Beafsteat werden soll. PRöglich auch, daß der olym⸗
ische Mars ibn schützt, wie die Tochter des Zeus, Aphrodite,
en Hector, die nach Homer „sorgete, daß er geschleift und die
Zaut doch ihm nicht geritzt ward.“ Die Hittze der mittelalterlichen
S„cheiterhaufen ist auch dem Cardinal Rauscher in Wien zu Kopfe
estiegen und es ist ein Glück, daß wir nachträglich noch harten
frost belommen haben, sonst würden wir wohl in Verlegenheit
erathen sein, wegen der nöͤthigen Eisumschläge für seinen Volks⸗
reund,“ in welchem Lasker ein jüdischer Winkel Advokat genannt
vird, weil er in allen Winkeln herumsiöbert, um etwas Ungerechtes
m Lager der Gerechten aufzufinden. Wir ersuchen den ehrwür⸗
igen Herrn Rauscher, aus dem vermuthlich der „Cardinal“ ge⸗
)rochen hat, die Worte Mephisto's, aus dem zweiten Theil des
Faust“ in Bezug auf die Winkel in seinem Winkelblatt valdigst
uch zum Abdrucd zu bringen:

„In Winkeln bleibt noch vieles zu entdecken,
Bar viel Erschrecklichsten im engsten Raum;
Ihr thut sehr wohl, die Sünder zu erjschrecen,

Sie lagen gar zu tief im sjüßen Traum.“

Herr Wapdner hatte übrigens des Spruches gedenlen sollen:
Wer sich mit Schustern befaßt, darf sich über Pech nicht wun⸗
zern.“ Jetzt kann man nur sagen: „Die Wagener ˖Oder ˖ Eisenbahn
deingeschustert.“

Obgleich Wien Manch? In uUns auszust Unn hat, wirden wir

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        doch nicht ermangeln, die Ausstellung in Wien zu beschicken, ohne
es gerade für schicklich zu halten, daß ein gründungsberücht igtet
Banquier alle Zeitungen kaufen will, um ihre Guthullungen micht
nehr fürchten zu brauchen, wir glauben eher, daß die Zeilungen
sich biesen gründungsberüchtigten Banquier gründlich kaufen
werden, um ihn als ein abschreckendes Exempel im Lomparden⸗
Winkel der Berliner Börse auszustellen. Auch der hiesige Magi—
ttrat hat zwei Abtheilungen des Wiener Ausstellungsgebäudes in
Anfpruch genommen: in der einen soll die Abfuhr, in der anderen
die Canalisation, Radicalsystem III., als „Berliner Duft“ den Ge⸗
ruchsorganen der Tonauuferbewohner zugänglich gemacht werden,
um Berlin nach Paet als „reinlich und zweifelsohne! erscheinen
zu lassen. Die Herren Treu und Nuglisch gehören aber nicht
zum Hobrechtschen Consortium.
Daß die Wiener Drehorgeln von Richard Wagner für die
Zeit der Ausstellung zukünftig gestimmt und von ihm perfönlich
dirigirt werden sollen, wofür sie die Hälf!'e ihrer Einnahmen für
das Bayreuther Musiktfest abzuliesern hätten, wird uns als eine
roch nicht spruchreife Frage bezeichnet. Schnell auf die Kosten
würde der „Orchesterkönig“ wohl gekommen sein, wenn er das
Judenthum in der Musik“ hoͤher geschätzt und die Tochter des
Baäron v. Rothschild auf dem Civilwege geheirathet dätte, die
zum Aerger der hochpriesterlichen Geistlichkeit von dem Adjntanfen
hdes Herzogs von Edinburgh kürzlich als ruhig waltende Hausfrau
heimgeführt worden ist. Da liegt, wie die Berliner sagen, wirklich
Musik drin.“ Auch die Dumasschen Ehebruchstücke find jetzt von
Ftalien in Musik gesetzt worden; die Begleitung besteht aber nur
einfach, wie die der früheren Bärentänze, aus Trommeln und
Pseifsen. Bologna und Flotenz haben die „Cameliendame“ und
„Prinzessin George“ ausgepfiffen und überlassen es den durch die
Polizei sittlich gemachten Berlinern, ihre Töchter nach Dumasschen
Grundsatzen moralisch zu bilden. Advokat Laport wird de Ca—
meliendame jetzt als elsässische Kinder behundeln und wieder nach
Frankteich veriocken. Wir rufen ihnen nach: „A la port!“
Der Gesundheitszustand in Berlin ist vortrefflich und jeden ˖
falls besser als in Boston, wo Pauline Luceca, vor Sehufncht nach
hrem Gemahl an einer Herzkrankheit darnieder liegt. Hoffentlich
wird ihr Hausarzt, Rittmeister W., den sie aus Berlin verschrieben
hat, sie bald von diesem Uebel vefreien. Im Punkte des Glau⸗
bens steht es schwachh mit der Kaiserstadt; nicht allein, daß äller
Glaube an die Unfehlbarkeit des Oberkirchenraths verloren gegangen
ist, man glaubt auch nicht, daß die Schweiz ihre Ausweisungsordre
gegen Pfarrer Mermillod, der vom Papst per Ordre de Muft'
zum apostolischen Vicar für Genf ernannt wurde, zurücknehmen
pird. „Er lebte ganz vergnügt in Genf und ahnte nicht diesen
Senf.“ Da wurde ihm der Canton und zugleich die Temporalien
gesperrt, und der Schweizer Burdesrath beschloß zugleich mit der
Grenzsperre und der Temporaliensperre so lange fortzufahren, bis
das renitente Pfaffenvolk die Maulsperre bekommen hat. — Wer
aber hat an allem Unheil Schuld? — Laskerz! Mäan sollte nicht
glauben, daß der körperlich nur kleine Mann so Großes bewirker
könnte. Graf Roon ist ja gegen ihn ein Riese! Wenn Lasker
dieses lieset, wird er cleich wieder sagen: .Das Großsein thut es
nicht allein, sonst holte die Kuh den Hasen ein.“ Er muß immer
das letzte Wort haben. Am Besten wird es sein, wir schicken ihn
nach Spanien, an die Stelle des abgetretenen Amadeo, da kann
er, als moderner Marquis Posa, die „schoͤnen Tage von Aranjuez“
wvieder herstellen. (B. B. Ztig.)
Vermischte s.

Zweiberücken, 19. Febr. Heute früh kurz vor ach
U yr erschoß sich in der Kaserne dahier der s. Z. als Freiwilliger
hei dem k. 5. Jägerbataillon eingetretene ehemalige Telegraphist
Alex. Stumpf von Saarbrücken aus Lebensüberdruß. Derselbe
war erst 18 Jahre alt—

fPirmasens, 17. Febr. Gestern wollten eine Anzahl
hiesiger junger Leute eine sehr unschuldige Kappenfahrt veranstal—
en, welche jedoch durch die Polizei insoweit gestattet wurde, daß
die Fahri stattfinden durfte, aber ohne Kappen. Ob das Aufsetzen
einer Kappe — ohne jede andere Vermummung — als eine
Maskerade angesehen werden kann, wozu nach Art. 32, Abs. 1
die Erlaubniß der Polizeibehörde erforderlich ist, vermag ich nicht
zu entischeiden. Gewiß ist nur so viel, daß durch dieses Verbot
hbiel böses Blut erzeugt worden ist. (L. A.);

4 Bezüglich des Anstellungs- und Entlaffungsmodus und der
Regelung ihret Gehalte werden die Gemeindeschreiber der Pfal,
deminächfi eine Adresse an S. M. den Körig absenden. Dieselbe
irkuliri gegenwärtig unter den Gemeindeschreibern behufs Ein—
holung von deren Unterschriften.

fSaargemänd, 18. Febr. Das hiesige „Wochenbl.“
schreibt: Gestern Morgen um 11 Uhr erschoß sich in der Kaferne
daͤhier ein Chevauxleger mit seinem Karabiner. Der Verdacht

des Diebstahls, der auf ihm ruhte, scheint das Motiv der Tha

gewefen zu fsein. *

57 ver! Dibisionsgeneral Uhrich, des Reserveadres, welcher

waͤhrend dem Kriegt von 1879 in Straßburg kommandirte, ver⸗

angte seine Ruhessandsversetzung. Sein Ruhegehalt b etragt

3000 Fr.

Sr. Uhrich ist 71 Jahre alt und zählt 53 Dienstjahre und

16 Feldzüge.

SLich tem steein (Sachsen), 15. Febr.“ Der Haus⸗ und

rundbesitzer Chr. Fr. Longt und seine Eheicau feierten heute

ihr 75jähriges Ehejubtläum. Der Ehemann hat ein Alter von

(03 die Frau ein solches von 98 Jahren, aiio zusammen ein

Alter vor 204 Jahren. Das Ehepaar lebt heute noch im der

hbesten Gesundheit.

fParis 185. Febr. Gestern fand man auf dem Boulevard

⸗ein Frauenzimmer halb ersroren;z ats sie aufgethaut war, bekannt

iie, daß sie 45 Gläser Absynth getrunlen habe.

Paris. Alexander Dumas, der Verfasser der Ebe⸗
hruchs⸗-Dramen: „Femme de Claude,“ der Cameliendame und
der „Prinzessin Gesrges“ ist eigenthümlicher Weise ein durchaus
nusterhafter Ehemann und lebt im glücklichsten Fam lienverhäaltnisse.
Man erzählt, von ihm ein Wort, das noch aus der Zeit des
daiserreichs und aus den Salons der Prinzessin Mathilde stammt:
„Sie, der Sie so gut die Herzen der Frauen kennen und beschreiben
jaben sie selbst je geliebt ?“ fragte ihn die Prinzessin. „Ein einzig
Mal, Madam, ein Mal mit Leideuschaft.“ „Und was — was
st aus diesen — — Gegenstand Ihrer Neigung geworden?“
Meine Frau,“ erwiderte Dumas kurz.

f (Ein Verhängnißvoller Regenscchir m) Ein Pariser Blau
erzaͤhlt folgende Geschichte: Wir wollen nicht einmal die Aufangs⸗
huchstaben der Acteurs dieser Tragicomöde geben, denn das hieße
eine Famil'e compromittiren, deren mit Recht geachteter Name bis
nuf Heinrich I. (reg. 1347 —-1559) zurückgeht und deren Oberhaupt
den Titel eines Marquis trägt. Von diesem Oberhaupte selbst
Jondelt die Geschichte. Hert v. X. ist 63 Jahre alt und besitzt
eine um mehr als 40 Jehre jüugere Frau, die ihn so oft als
nur möglich hintergeht. Der in jüngster Zeit Bevorzugte warꝰ ein
zuuger Mann, der in einem Ministerium eine ziemlich hohe Stel⸗—
fung betleidete. Vor 4 Tagen vergaß dieser junge Mann bei
Madame von X. einen Regenschitm, dessen Achatknopf in Gold
das Monsgramm des Besitzers trug. Wie Herr von X. das
rorpus delioti fand, frug er: „Was für ein Regenschirm ist dies?“
—„Mein Freund“ antwortete die Dam' errbihe d, „das ist
ein Geschent das ich Dir mache. Da siehe Deine Initialen.“ Durch
inen selisamen Zufall fingen Vorsund Zunamen des Gatten und
Beliebten mit denselben Buchstaben an. Der Gatte empfing den
Regenschirm. Tags darauf traf er fseinen Nebenbuhler im Cercle.
Beiden gingen miteiander fort. Der Gaͤtte ergtiff den Regenschirm,
„Halt,“ sagte der Liebhaber lachend, „das ist mit Verlaub mein
stegenschirm. Ich habe ihn gestern verloren, aber gehenkt will ich
ein, wenn ich dachte, dies sei hier gewesen“ — Der Scheidungsprozeß
st bereits eingeleitet.

rLondon, 19. Febr. In der Kohlengrube Falke in der
Hrafschaft Stafford hat eine Erplosion stattgefunden und 30 —40
Menschen getödtet.

Wien. Ueber Julie v. Ebergenyi, belannt aus dem
Bergifftungsprozesse Chorinsky Eberzenyi“ bringt das „Vaterland
olgende Daten: „Es waltet bei Julie v. Ebergenyi keine Simu⸗
ration, sondern ausgesprochener wirklcher Wahnsinn ob. Ihre
Wärterinnen, die sie Tag und Nacht zu überwachen haben, erzählen,
daß Ebergenyi Anfangs alle vierzehn Tage, jetzt nur alle fünf bis
sechs Wochen lichte Augenblicke habe und daß sie jeder Tröstung
unzugänglich sei. Die meiste Zeit sitzt sie aus einem Sessel in
hrer Zelle des Corridors, brütet und stiert stumpf und stumm
dahin, und gibt weder den Aerzten, noch Jemand Anderm Rede
und Antwort, nut manchmal bricht sie in Schimpf und Schell⸗
worte gegen eine Unterwärterin aus, die fie nicht leiden kaun.
Auch liegt sie viel im Bette und ahmt das Stricken, sowie auch
Threrstimmen, meist die des Kukuks, nach. In der Nocht, weun
fe sich allein glaubt, springt sie aus dem Beite, reißt, was sie
im Leibe hat, von sich und tanzt aus allen Leibeskraften in der
Zelle herum, bis sie zu Bette gebracht wird. Neulich wendete fie
ich gegen die Wand, stierte lange dahin, als sähe sie einen Go
genstand und rief: „Gustav, Gustav! Du bist dort, schrectich, ith
hier, die Nemesis hat mich ergriffen — meine Stunde ist gelom⸗
men, ich leide erschredliche Qual!“ — Gewissensbisse haben ihr
Antlitz enstellt, und sie ist widerlichtanzusehen.“

7 Die Ausgaben für die Wiener Weltausstellung haben bit
etzt — laut vorgelegten Rechnungen —,die Summe von 7, 808, 08 f
rreicht; doch dürfte der Aufwand durchdie in Aus sicht stehendent
eichlichn Einnahmen zun größten Theil wiedecr eingiebracht
verden.
        <pb n="115" />
        *
Bekanntmachungen.
Möbelbersteigerung
Mittwoch, den 5.März 1873, Vormit⸗

ags 9 Uhr, zu St. Jugbert in ihrem
hause lassen die Wittwe und Kinder des

Faselbst veclebten Schreinermeisters Johann
Schwarz die zur Gütergemeinschaft des
IAben mit seiner hinterbliebenen Witiwe
Fotharina Wagner und zum Nachlasse
esselben gehörigen Mobiliargegenstände auf

zahltermine öffentlich versteigern als:

i Kuh, 2 neue Kleiderichräuke, 1 Pfei⸗

lerschränkchen, 1 Secretär, 1 Canapee,

4 Tische. 6 Rohrstühle, 4 Stühle, 1

Qüchenschrank, 6 Habelbänke mit vielerlei

Werkzeug, kieferne nußbaumene, tannene,

birkene und Pappeldielen, eichene und

ußbaumene Madriche, nußbaumene Four⸗
niere, 12 hänfene und 12 wergene
deintüchet, 20 Handtücher, 12 Tisch⸗
lücher, 12 Deckbetlzügen und 18 Kissen-
zügen, 2 sil berne Cylinderuhren, Manns⸗
ktelder und Mannshemden, 4 vollständige

Betten, großer Spiegel und Bilder,

zinnernes und Porzellangeschirr, J Säu—

lenofen, 1 Kunstheerd, 5 Etr. Heu und

5 Ctr. Stroh und sonstige Haus- und

Küchengeräthschaften.

Horn, kgl. Notar.
Güterversteigerung.
Fastnacht Montag, den 24. Februar
1873, Nachmittags 1 Uhr, zu St. Ing
dert bei Adiunkt Heinrich Schmitt,
lassen die Herren Gebrüder Dörr vom
Trippscheiderhose ihre sämmtlichen Liegen—
chaften hiesigee Bannes auf sechsjährge
Zahltermine in Eigenthum versteigern:

Ackerland:

PlanKer. 4562. 3 Taow. 12 Dez. im
Wohmbacherweiher mit Lupinen gedüngt,
neben Wtw. C. Ehrhard und V. Schmitt
in 3 Loosen.

PlanRr. 4586. 98 Dec. daselbst ebenfallt
nit' Lupinen gedüugt, neben Wtwe. C.
Thrhatd uünd Mich. Thiery. in 2 Loosen.

PlanNr. 985. 52 TDec. auf'm Rothen—
flur neben Heinr. Kuhn u. Wiw.. P.Kiehm.

PlanNt. V90.42 Vez. daselbst neben
Peter Wagner im Eck.

PlanNet. 87432. 67 Dez. auf'm Dil—
mesflur neben Erben Dörr in 2 Loofen
47 Ruth.

PlanNr. 1842. 52 Dez. in der Risch
bach J. Ahnung neben Steiger Sonn.
PlanNce. 193792. 44 Dez. im Rocken⸗
thal.

PlauNr. 3325. 162160 Dez. im Hahn—
acker neben Lembert und Georg Georg.

PlanNr. 2879. 12210 Dez. im Seyen
rech neben Peter Redel und Eisenbahn.

Plansr. 38868. 73 Dez. rechts den
Kastler Röder neben Peter Ahl und Joh.
Haas. e

PlanNr. 3765. 84 Dez. im Schiffeland
neben Joh. Hager und Peter Schmel—⸗
zer Wtb.

PlanNr. 4281. 39 Dez. in der Baum⸗
chule neben Pet. Uhl u. Btw. Lion.
PlanNe. 4303. 1 Tagw. 9 Dez. auf'm
Rodt neben Bernasco und Magd. Jung
in 2 Voosen à 75 Ruthen.

PlanNr. 145732. 34 Dez. im Garten
Etzelchen neben prot. Kirche u. Wiw. Lion
in 2 Loosen à 2312 Ruth.

PlanNr. 2346. 22 Dez. Garten in den
Bruchrechgärten neben Pet. Kuhn u. Wtw.
Banster in 2 Loosen.

PlanNre. 3931.,4 Tagw. 83 Dez. in
der Au neben Carl Groß und Wilhelm
Erb in 10 Loosen à 67 Ruth.

PlanNr. 2813. 1 Tasw. 11 Dez. auf
der Meß neben Erben Törr beim Bahnhof
in 2 Loosen à 84 Ruth.

Planr. 2622. 2 Tagw. 27 Dez. im
Mühlenthal neben Pet. Werner und Joh.
Buchheit in 4 Voosen à 85 Ruth.

Wiesen:
PlanNer. 819. 16 Dez. in den Gros—

wielen geben. W. Großardt und Jalkvob
—2 -— ib —— N

PlanNr. 8213; I7, Dez. baselbst neben
Wiih. Grossard' und, Peter Uhl. J
Planr. 830. 166 —— daselbst ne⸗

Plan9tr. 8302. 16,8 Degz.s ben Johann
Schuster und Wilh. Grossard.

PlanNr. 841. 13.4 Dez. daseibst neben
Peter Jochem und Erben Dörr.

PlanNe. 1267. 45. Dez. in der Mäus—
bach neben Gebr, Kraewer.

PlanNr. 126714. 86 Dej. daselbst neben
Webr. Kraemer.

PlanNr. 126724. 21 Dez. daselbst neben
Gebr. Kraemer.

PlanNr. 1269. 61 Dez. daselbst peben
Gebr. Kraemer.

PlanNr. 1269 2. 79 Dez. daselbst neben
Bebre Kraemer und Wtw. C. Ehrhard.

PlanNr. 4451. 54 Dez. im Allment
neben Ferdinand Straß und W. Kahn.

PlanNr. 4454. 48 Dej. daselbst neben
Joh. Jos. Grewenig und Erben Dörr.

PlanNr. 2458. 24 Dez. in der Schweder⸗
wiese,

PlanNr. 245894 23 Dej. daselbst beide
zwischen Wtw. C. Ehrhard und Joh.
Jos. Heinrich gelegen.

Planser. 2444.0 53 Dez, in den Bruch⸗
rechwiesen neben Pet. Schwarz Metzger u.
Pet. Strauß.

PlanNr. 2506. 42 Dez. in den Steeg⸗
wiesen neben Neumann und Erben Dorr.

Horn, kgl. Notar.

Am Fastnachtmontage nach der Döͤrr'⸗
schen Bersteigerung laͤßt Georg Kiehl,
Fuhrmann hier in Eigenthum versteigern:

71 Dez. Acker hinter Hobels neben Wiw.
Steinfesd und Gastwirth Johann Schwarz.
482 Dee. Acker allda neben Gastwirth
Schwarz.

15 Dez. Wies in den Großwiesen neben
Peter Fischer und Müller Rewiger.

Horn, igl. Nolar.
— 2 e e ee ee Xy .
15
Durch forlwährend
r.e
ue Ausnen n durch meine diretten Verbindungen mit d — Mnin.
344 en
Großes Manufntenu ager zu den behannien billigen Desen Fabriken, ist es mir möglich
1000 Stuck */. breite ächtfarbige, lil vaaren Lager Groß n zu empfehlen. glich, mein reich
zür Kleider und lila, xosa, gelbe, braune C. roßes Aus
200 Stud —— —— mit wo aune 500 Stüch /. breites Ausstatt ungs; Geschäft.
einste französische Jacone ar he 2ꝛ/ der halbe Meter 12 kr inen, für Hemden und B
* halbe Meter 12 kr. ts in den brillantesten Dessins, der /3 Ellen breite grobe Leinen fu etttucher,
200 Stück ei voll standi fur einschläfri g
—R une Weeee et —— 3 Ellen vded e, 3 a — dar
Ah di tjarbiges Bett h standi zweischläfri 6..*
300 Stück vb — w [155 neus, meistens türtisch⸗ 200 Stück 3 4 t Dadie das voll⸗
. bre 56 —*ze voreens für Unterröcke, die Elle 22 kr. 200 Stud — 3 18 bis 80 tir. c und boͤhmisches Leinen, der halbe
breiten englischen Waterbroof “— roth wollene Bettdecken, für
ie/ breite Franzen die Ele 486 —3838 mit und ohne 200 Stuc — wollen zweischlafrige Betten, dae
n se im
epe guten Buxkin sur Hosen 3 Anige di zoo St —“— ——— guene Bettdecken, fur zweischläfrige Vett
*4 breite Fußt eehe fl. 2. [160 Centimetres. ze Anzüge, die 8. — graue Bett⸗ u. Pferdedeck uen
Blatten, rorhen wollenen die Elle 15 kr. [56 Centimetres e ee —886 ere Stüchfl. 230. bis f. 3
* eites uterrockftoff, die Elle 1s kr. Cemi 100 Duheneesietine ecen Stua fl. . gtorladecken mit dranzen
Ien weißen io/ breiten Mull fi J das S Wert Tischtücher, 2!/ Ell
000 Stuck verichiedene gute, ineeei Eue 12 tx.l55 Centim. 199 Zrtzend — d en tana. 2Eden breit
Sommer und Herbst der M offe für Winter, nee 500 Dtzd. weid dein leinene as Dutzend von fl. 3 an, di
Unt Meter von 36 kr. an. i Große doite E einene Damenta 3 an, die Elle von Klr. an.
Fxin errockstoffe, Thibets, Ca Große WDin Cachemires Dieerhentacher das Dzzd. fl. 2.30.
Finets, Espagnolet chemires, Flanell he Gachemires C as Stück fl. 1. 40
Zualitaten une ettes, Chales in allen Farden — io/ breiten reich ramagirten rre eee * fl. 2.
* breiten schweren Barchend Meter 16 ir. orhangomuu mit Vogen va— 1 24.
sar Veiten, die ue 16, 13. Mhh Shirting grag ze
us meinem Hause drelen Zwilni „die Etle 7 Ir. 155 Centi
3 e — 3 d ich, Lederlei Centim.J.
sich wiederholende N gehen jährlich Tausende von Send graue, gelbe, weiße Veeeeoe Lirc
achbestellungen sind die besten Beweist pen nach allen Gegenden —ã—S—
e, daß man allent 7 ands, und tägli
Au ujufrieden i enthalben mu meiner Bedieuu— glich
Auch die serntsete saͤmmtlicher ariiße diden ist. 7J F einer Bedienung sehr
räge werden wie bis ende in reichster Ansireu
her destens beforgt nnd bitte Ansire erp
qu erbalten. on.
eveiter
        <pb n="116" />
        Eichen-Lohrinden⸗Ver⸗
steigerung.
Donnerstag, den 27. Februar l. J.
Vormittags 10 Uhr auf dem Bürgermei—
seramt Bebelsheim werden die nachde⸗
jeichneten Eichenlohrinden versteigert:
Ii. Gmde. Bebelsheim Schlag Reinheimer⸗
Meierswald.
circa 250 Centner II. und UI. Qualität,
2. Gmde. Bliesmengen Schlag Bran—
derwald circa 200 Centiner,

3. Gmde. Habkirchen Schlag Tannen⸗
busch circa 50 Centner HB. u. III. Qualitaät.
4. Gmde. Wittersheim Schlag Meiers—
vald circa 50 Centner I. u. UI. Qualität

Bebelsheim, den 17. Febcuar 1873.

Das Bürgermeisteramt

Gerber.
Fastnachtsonntag
RAII
Montag Sreimusik
bei G. Aung.
Die Perle aller Biere.

Die Engländer haben schon seit Jahren
mit ihrem Porterbier D utschland über—⸗
schwemmt und damit den Beweis geliefert,
daß ein Bier, wenn zs nur stark und
schwer ist, sich unter allen Umständen
Ldiebhaber und Freunde verschafft, mag es
andererseits noch so viele Mängel haben.
Und so finden wir denn, um nur einige
Fehler, an denen fast alle englischen Por⸗
lerbiere leiden, aufzuführen, daß fie meistens
dom Seetransport gelitten und bedeutend
dadurch den Wohlgeschmack verloren haben,
serner ist ihr sehr hoher Preis, der durch
die weite Reise bis hierher veranlaßt wird,
ein wesentlicher Nachtheil; der Käufer einer
Flasche englischen Porterbiers trinkt also.
wvenn er sechs Groschen dafür bezahlt hat,
nicht etwa Bier im Preise von sechs
Groschen, sondern der wahre Werth des
Getraͤnkes ist etwa 2 Groschen und man
lrintt bei jeder Flasche gleich sür 4 Groschen
Reisekosten mit. Schließlich aber haben die
englischen Porterdiere noch eine gewiss
herbe Bitterkeit des Geschmacks, welche sie
haͤufig fast ungenießbar machen. Und doch
war es schwer, den Engländern bisher er⸗
folgreich Concurrenz zu machen, weil kein
Fabrikant visher einen Kundenkreis auf
deisen konnte, welcher den ihrigen übertraf
Das ist aber nun mit einem Schlage
ainders geworden. Mit dem Momente, wo
das Johaun Hoff'sche deutsche Porterbier
an's Licht der Welt getreten ist, hat es sic
zuch nicht nur über alle Städte Deutsch
lams, nicht nuc über alle Staaten Europas
jondern fast über alle civilisirten Lander
der Weli verbreitet. Denn an den meister
größern nach vielen Tausenden zählenden
Srien, hat Herr Johann Hoff, seit 30
Jahren einen festen, sicheren reelen Kunden
reis sich geschaffen, dem er sein Fabrikat
ohne Weiteres zusendet, und es dabdurch
in demselben Augenblicke schon fast in den
entferntesten Theilen der Erde einführt und
zinbürgert, wo in Berlin selbst, dem Orte
der Fabrikation, viell icht noch keine Flasche
zffentlich verkauft worden ist.

So sehen wir also die Engländer mit
chreu Porlerbieren in einem Moment nich
ndur auf unserm Continente, sondern in
allen Theilen der Erde durch dos Johann
Hoff'jche deutsche Porterbier, die Perle aller
diere geschlagen.

Fastnacht-Montag den 24. Februar
Grostes Militär-CEoncert!
nusgeführt don der Capelle des A. Kal. Bayerischen Infanterie-Regimen
„König Karl v. Wurttemberg 8 persoͤnlicher Leitung des Musikmeifters
Mömer.
Programm-
NaraehGruss an St. Ingbert, v. Roͤmer.
Ouverture z. Op. Semiramis, v. Rossini.
Marmne Lieder-Walhzer, v. Siebenkäsß.
Arie a. d. Barbierv. SevilIa, fur Clarinette, vorgetragen v. éFFeoe⸗
Ohant d'oisseauu LFBG lIIA. v. Römer.

2*
*
5
Duverture 3. Op. Jelva v. Reiffiger.
Uhantronettes-Quradrille v. Strauß.
Pristor-Chor a. d Zauberflöte v. Mozart.
Höllem Gulopp ob Nichaelis.
10 Carnevals Spectalkel Potpourri v. Grim.
I1ILII. Kutschke Polixa v. Neumann.
Anfang 2 Ahr Nachmittags im Saale bei Georg Jung.
Entrée 24 Kreuzer.
Erfolg bei Rheumatismus und Nerven-Kopfweh.
Herrn Th. Höhenberger. Breslau.

Ew. Wohlgeboren ersuche ich ergebenst, mir umgehend von Ihrem Tanninu-
Terpentin“*) gegen Rheumatismus 2 ZFlaschen à 12/ Sgr. zu schicken und
den Betrag per Postvorschuß zu entnehmen. Ich wende das Mittel gegen Rheu—
matismus an und habe dabei zufällig gefunden, daß es auch ein sehr cçutes Mit⸗
tel gegen einseitiges NervenKopfwoeh ist. Ergebenst

Fifcher, Oberförster.

Ersrode, Reg.-⸗Bez. Cassel, den 5. November 1872.

in Flaschen à 1 Gulden 45 Kreuzer und à 45 Kreuzer zu haben
für St. Inabert bei Doh. Friedrich.
Rustlicher Dünger
aus der
Landwirthschaftlich chemischen
Fabrik von
GEORG CARL ZTIMMER

Silberne Medaille.
Karlsruhe 1861.
ẽ“hrenv. Erwähnung
London 1862.
Medaille.
Hamburg 1863.
khrenv. Erwähnung
Mannheim 1868
Medaille.
Koͤln 1863.
ĩmer Tomcose der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchssiationen.
Knochenmehle, roh und gedämpft,
Superphosphate, in⸗allen Sorten,
Kali- und Maguefsfia Präparate,
Ammoniak Superphosphate, als bester Ersatz des rothen Peru⸗Guano.
Spezial-Dünger, für Rüben, Tabak, Reben. Hopfen, Wiesen ꝛc.
Sämmtliche Dünger werden in altbewährter, vorzüglichster Qualität
anter voller Garantie des Gehaltes geliefert.
Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung feines Inhaltes und der Firm
Georg Karl Zimmer im Hannheim versehen.
Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten.
Wegen allem Näheren beliebe man sich an die Fabrik in Mannheeim oder ar
Jeren bekannte Verkaufslager zu wenden

Silberne Medame.
Straßburg 1866.
Medaille.
Genf 1866.
Zwei Medaillen.
Paris 1867.
Zilberne Medaille.
Saarlouis 1867
Zwei Medaillen.
Karlsruhe 1869

Zyveise anstalt.

Speisen vach Berlangen zu d—
billigsten Preisen zu haben sind.
St. Ingbert, im. Februar 1873.
Ludwig Weirich, Wirtbh
Noblenstrosß⸗

Vielseitig geäußerten Wünschen und dem
Bedürfhdisse eatiprechend, an hiesigem Platze
eine Speiseanstalt zu errichten, damit
dem hiesigen Arbeiterstande und solchen
Bersönlichkeiten, welche keine eigene Haus⸗
jaltung führen wollen, für weniges Geld
entsprechend gute und nabrhafte Speisen
»erabreicht werden lönnen, veranlaßten den
Unterzeichneten, eine solche Anstalt hier zu
tabliren, die seit Mittwoch den 19. d. M.
zröffnet ist, und wo zu jeder Zeit gute

Frankfurter Börse
vom 20. Febr. 1873.
Preußische Friedrichsdr. 987-38
Pistole9389441
Holländische 10 fli⸗Stüche. 982-654
Dutaten.. 58331-388
WgFrancs⸗Stuckee20ꝛ/-21
Englische Souvereignss.1148-850
Dollars in Golde. .... 2 25 —26
De attion. Druck und Verlaq von F. X. Demes in St. Ingbert
        <pb n="117" />
        St. Ingberter Anzeiger.
*2
der St. 385 Ar An⸗ger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungbblatt, mit der Dienbtags⸗, Donnerstags⸗ und —9—
ae erscheit wb⸗hentlich vie vmn a l Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljahrig 42 Krzr. ode⸗
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattichrist oder deren Naum berechnet.
— — — — — — — — — — — — — — —
433 30. Sonntag, den 23. Febenar 1873
Deutsches Reich. Vermischtes.
Maunchen, 19. Febr. Die baherischen Bevollmächtiglen tKaiser,slautern, 20. Febr. Der Wihne Pfarr-
beim Bundestath, Finamminister Berr und Regierungsratu Land- amtskanditat, Jatob Regula aus Annweiler, welcher vor etwa zwei
sind schon vor einigen Tagen von hier nach Berlin abge⸗ Jahren der Pfalz dea Rücen kehrte, um eine Lehrerstelle in Qua⸗
J Morgen wird ihnen Ministerialrath Riedl dahin folgen, enbrück anzuvehmen, ist am 16. Februar letzhin zum Pfarrer
e n Sielle des auf sein Ansuchen dieser Funktion enthobenen vn Osnabrück erwaͤhlt worden. Regula gehorte zu den auchtigsten
Si appella nonsgerichts· Prasidenten von Neumayt zum wirklichen and freisivnigsen pfalzischen Theslogen, dessen Werlust für unsere
re en rnaunt worden ist. Die Minisser d. Pfretzschner Brovinz wir lebhaft beklagen. Bald nach seinem Weggang aus der
d Dr. Faustle werden wohl erst Ansfangs März sich nach Berlin ßfalz wurde er zum Pfarrer in Minden erwählt, welche Stelle er
3) iun mit der viel einträglicheren in Osnabrück vertauscht. In der
egeben. 5. seihe der pfälzischen Kandidaten wäre Herr Regula etwa in einem
artmann, Commandant
e —V Lungenentzündung be⸗ Jahre zur ersten Austellung gelommen und hätte nach einem Vier⸗
des * eljahrhundert vielleicht Aussicht auf eine ähnliche Stelle gehabt,
zentig inni 20. Februar Wie verlautet, ist der Gesandte des wie er in Norddeutschland innerhalb zwei Jahren eine solche sich
Deulschen Reich⸗ in Madrid angewiesen, den diplomatischen Ver⸗ erwarb. . 3.)
hc it der sablischen Regierung Sbaniens fortzuse tzen. fKaiserslautern, 21. Febr. ( Wachsthum der In
(A. A. Ztg.) zustrie.) Daß ein Maulwurfsfänger in einem benachbarten Orte
8serlhin, 21. Febr. Der (amiliche) Stoatsanzeiger“ künstliche Maulwucfsschwänze fertigte, erregte seiner Zeit viel Hei⸗
enthält eine vom Gesammistaatsministerium gezeichnete Kabineitsordre leckeit; derselbe hat nun seinen Meister gefunden. Ein hiesiger
veiche die Geheimen Justizräthe Hertz und Koͤrte, den Unter⸗ Biehhändler verkauft: einem Schuhmachermeister eine Kuh, an
staatssecretär Achenbach und den Geheimen Finanzrath Schamer velcher Letzterer nach einiger Zeit verdachtige Bewegungen des
jzu Mitgliedern der Eisenbahn⸗Spezial⸗ Untersuchungs · Kommission Schweifes bemerkte. Er ließ den Thierarzt rufen und bei genauer
deruft und die Zuordnung eines Protokollführers dem Minister Antersuchung stellte fich heraus, daß die Kuh eigentlich nur einen
prasidenten anheimgibl. alben Schweif ihr eigen nannte, an den die fehlende andere
Prinz Friedrich Karl hat einen großen Theil seiner Dot ation dalfle sehr kunstreich angenäht war. GPf. P.)
hdehufs Begrundung von Stiftungen an diejenigen Regimenter 4 Die Direktion der streisirrenanstalt Klingenmünster erläßt
iberwiesen welche 1864, 1866 und 1870-71 unter seinem eine Veroffentlichung, worin sie auf den für die Gemeinden höchsi
Oberbeßehl gefochten haben. wichtigen 8 20 der Satzungen dieser Anstalt aufmerkfam macht,
Frankreich welcher lautet: „Unvermögende, als heildar aufgenommene Kranke
Paris, 19. Febr. Officids wird soeben den Blattern fol· werden in den ersten neun Monaten gänzlich aus Kreisfonds ohn«
zende Note mitgetheilt: „Die gestern an der Boͤrse verbreiteten irgend einen Beitrag von Seiten der Gemeinden verpflegt, wenn
Heruchie von einer jeht nahe devorstehenden gänzlichen Räumung'das AufnahmesGesuch in den ersten drei Monaten der Kranutheit
ee Londesgebiels find insofern unrichtig, als noch kein Datum ingereicht und ven der erfolgten Aufnahme-Genehmigung längstens
fur die Zadlung der fünften Milliarde oder für den Abzug der nnerhals eines Monates Gebrauch gemacht worden ist.“ Durch
Freußischen Truppen festgesetzt ist; aber es bleibt noch immer sehr Benützung dieses Paragraphen können die: Gemeinden sich große
wahrscheinlich, daß die ganliche Zahlung, welche die gänzliche Vortheile sichern. Abgesehen von den moralischen Werthe bleibt auch
Rdumung zur natürlichen und unmittelbaren Folge halte, gegen zu bedenken, daß die Genesenen für die Ihrigen wieder arbeiten
Jen Monal September wird stattfinden können.“ J, iöanen, die Gestorbenen aber nicht selten den Gemeinden Waisen
rar in, 21. Februar. In Folge der Beschlüsse der Drej und gebrechliche Eitern zut Versorgung hinterlassen. Also die Augen
zigerlommission ist ein Bruch zwischen der legitiwistichen Rechten und die Herzen auf! Dann mag der Beutel ziemlich geicios⸗
And dem orieanistischea rechten Centrum eingetreten. — Man versichert, sen bleiben.
zaß in gang Spanien neue, carlistische Banden auftauchen. Lands hut, 18. Febr. Gestern starb' hier eines der
England. bellagenswerthesten Opfer deß Krieges. Es ist diesmal der ehe⸗
London 20. Febr. Die Königin Vitloria besuchte heute nalige Soldat Johann Staudingetr aus Salkedotf,“ der mit
dir Kaiserin Eugenie in Chiselhurst. mehreren anderen Soldaten in Toul von fanatischen Franzosen
Italien. L RFW mit Schwefelsäure übergossen und so an Kopf, Arm und Schulter
Garibaldiist vom spanischen republikanischen Direllorium auf das fürchterlichste verbtannt worden war. Der Unglücklicht
iugeladen worden, nach Madrid zu kommen—- Sein koͤrperliches hat seine Leiden nahezu dritthalb Jahren getragen, ehe ihm die
deiden wird ihm jedoch nicht erlauben, dieser Einladung Folge zu Frlösungsstunde schlug. Er starb, nachdem er den vorigen Sommer
leisten. mn benachbarten Bad Ast zugebracht, hier im Krankenhaus.
4 Die Deutschen in Mesz hielten am vorigen Samstag im
Theater ihren ersten Maskenball ab. Derselbe fiel zu voller
Zufriedenheit aus. Für Soantag 23. Februar ist große Kappen⸗
'ahrt angekündigt.
Vom Potzberg wird der „Pf. P.“ berichtet. daß am
rordwestlichen Fuße des alten Koͤnigsbergs, dicht am Rande von
Fßweiler, neuerdings wieder nach Steinkohlen gegraben werde.
xzs seien zwei Unternehmen vorhanden; das eine gehe von einem
drn. Mayer aus Frankfurt, das andere von einer Gefellschaft
nit Namen „Germania“ aus; der Erstere beanspruche das Vor⸗
recht, weil er zuerst gegraben, die Germania“ aber sei zuerst un
die Konzession eingelommen.
(Zur Tabalsteuerfrage) Wie von verschiedenen Seiten
nitgetheilt wird, haben bis jetzt in der Reichssteuerkommisfion
Preußen, Sachsen, Württemberg für 8 Thaler Steuer und 14
Thaler Zoll gestimmt. Bayern und Vaden wollen eine Steuer

Amerika
Newyo; l, 19. Februar. Bei Corrientes auf Cuba fand
neuerliche Ladung von Flibustiern mit Waffen und Munitior
att.
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        von dieser Höhe nicht bewilligen. Bremen, verlangt eine Tabak—
steuer von 12 Thaler und einen Zoll von 14 Thaler, demnmadch
unter Anrehnung des Gährungsverlustezs (Decalo) vollständige
Bleichstellung. 5
F Am 3. Februar wurde von der Landgendarmerie in
Reiche nau in der Oberlausitz ein reisender Handwerksbursche
aufgegriffen, welcher seit 210 Monaten als „armer Reisender“ fast
alle Städtchen und Ortschaften der sächfischen Lausitz heimgesucht
hatte. Beinseiner Durchsuchung fanden: die Gensdarmen außer di⸗
versen Besrelpfennigen und Bettelbros an 150 Thlr. in Doppel⸗
Louisd'or, Louisd'or, A0. Frants⸗, QO⸗Martstücken ꝛc. ⸗Das: Ge
wexhe dieses bettelnden Schusters muß ein sehr einträoliches sein,
Keyn dußer diesen 130 Thalern soll derseldeennoche anbere 1800
Thaler auf gleiche mysteriöse Weise erworben haben. Mit Erstau⸗
nen sahen die dei der Durchsuchung anwesenden Gaste die aus der
dürftigen Hülle zu Tage gebrachten Goldmünzen.
FPetersbura. Die R. C. berichtet über eine Bären-
jagd des dentschen Botschafters, wie folgt? »Der Winter ist die
Zeit der Bärenjagden. Da die Forsten meist sumpfig sind, findet
der Jagdfreund alsdann gefrornes Terrain, welches er sicher be⸗
treten dann; andeterseits ist dem Bären, der seinen Winterschlaf
hält und dann, wenn er aufgescheucht wird, etwas verschlafen ist
in den Wintermonaten besser beizukommen. Augendlicklich sind
daher die Bärenjagden sehr en vogue. In der Regel fahren 4
bis iß. Mann aufadie Jagd. selten mehr. An Ort und Stell
augelangt, stellen sie sich in einet Eutfernung von 140 bis 50
Schtitt nebeneinandet auf, währead das Thier von den Treibern
ihnen entgegengetrieben wird. Zu den passionirtesten Bärenjägern
in Petersburg gehört außer dem Kaiser, auch der deutsche Bot⸗
schafter, Prinz Heinrich von Reuß und der Hotelbesitzer Lommatsch,
tin geborner Dresdner, der sich in Rußland hat naturalisiren
laffen. Die Baärenjagden sind nicht ungefährlich, namentlich wenn
das Thier gar nicht oder schlecht getroffen wird. Im vorigen
Jahre verunglückte bekanntlich der türklische Gesandte im Hand-
gemenge mit einem Bären, und der Kaiser selbst befand sich auf
einer Jugdpartie ˖in, der äußersten Gefahr. In der vorletzten Woche
lam die Reihe au den deutschen Botschafter. Er besfand sich mit
dem bayerischen Gesandten, Frhrn. v. Lerchenfeld, und dem deut⸗
schen Gesandtschafts⸗-Attachs, v. Bargem, auf einer Bärenjagd;
sie hatten das Glück, sechs Prachtexemplare zu erlegen, wovon auf
den Prinzen Reuß drei, auf Hrn. v. Lerchenfeld zwei lamen.
Ersterer ist ein ausgezeichneter Schüßze, und die Gemjäger im
bayherischen Oberlande, die gewiß ihr Handwerk verstehen, schätzen
ihn als den exactesten Schützen aus Norddeutschland. Dennoch
hatte Prinz Reuß diesmal das Unglück, einen der Baren anzu—
schießen, ohne ihn toöͤdtlich zu treffen. Der Bär erhod sich, wie
dies seine Gewohnheit, wenn er im Jorne ist, auf die Hinterbein⸗

und marschirte brüllend und mit geöffnetem Rachen aus den
Brinzen los, der leider, da auch der zweite Lauf des Gewehres
ubgeschossen war, sich des letzteren uur als Haudwaffe bedienen
onnte. Allein der Bär, eifaßte dasselbe, biß in den Lauf und
machte eben Anstalt, den Prinzen ju umarmen, als der denselben
degleitende kleine Hund den Bären von hinten anfiel und ihn an
verschiedenen Stellen zu kneifen begann. Jeßt drehte sich der Bar
nach seinem neuen Feinde um, und diesen Augenblick benutzte der
Prinz, um ihm-einen Speer. der in, mehreren zExemplaren auf
boärenjagden nicht fehlen darf, durch den Leib zu ennen.
Taort er an z..) Einen Act großer gegenseitiger Toleranz
jerichtet die „Freie Prefser von Buffalo N. R.: Am letzten
Sonntag räumte Neb. Frotingham die Unitarierkirche gu', Buffalo
nem Rabbiner Falk von dem Tempel Beth Zion zum de
ein, während Rev. Falk Rev. Frotingham sein n Tempel einräumie.
Beide hieltenan den ausgetauichten Andachtsplähen ihren Gottesdienft
ind predigten. Fall's Predigt suchte zu zeigen, daß ein liberales Ju⸗
»enthum und ein l'berales Christenkhum dasselbe Ziel und denselden
rsprung haben, daß die alten Vorurtheile, welche Juden von
Fhristen trennen, fallen müssen.“ In Cincinnati uͤbrigens durfte
»er Rabbi Lilienthal schon vor mehreren Jahren in einer chriftli-
chen Kirche predigen.

F Der Da pfer „Henry A. Jones“ ist am 16. Febr. in
der Galdeston Bay in Texas niedergebrannt. Einundzwanzig Menschen
haben ihr Leben verloren.

f Aus Gibraltar ktommt eine wunderbare Erzählung
Die verlassene amerikanische Brigantine Mary Celeste wurde am
13. Dez. von der Dei Gratia auf offener See aufgefunden und
nach Gibraltar gebracht. Kein lebendes Wesen wurde am Derd
des Schiffes vorzefunden und nicht die geringste Beschaädigung a:
deiselben bemerk.. Die Ladung war unangetastet, und viele
Beräthe und Kostbarkeiten von großem Werthe befanden sich auf
dem Schiffe. Nicht einmal ein ungünstiges Wetter konnte der
Mary Celeste begegnet sein, denn in arößter Ordnung lagen die
zerschiedenen Kleinigkeiten auf den Tischen umher, ja auf einigen
Kasirmessern war nicht einmal eine Spur von Rost vorhanden.
cFine nähere Untersuchung ergab, daß eine Frau und ein Kind am
Bord gewesen sein mußten, und endlich entdeckte mau ein Schwert
)as aussah, als wenn es mit Blut beflickt und dann abgewischt
vorden waäre. Der Kapitän des verlorenen Schiffes war in
derr B. G. Briggs, der in Gibraltar als ausgezeichneter Mensch
wohl belannt war. Man hat auch nicht die geringste Losung fun
das Räthsel. Eine Vermuthung wird aufgestellt, daß die Sqhiffs-
nannschaft gegen den Kapitan sich empoͤrt. ihn getootet und fich
»ann davon gemacht hat.

F. X. Demet, veraniwoctlicher Redac.
Bekanntmachungen.

J Fastnacht-Montag den 24. Februar
Grostes Militär-Concert!
nusgeführt von der Capelle des A. Kgl. Bayerischen Infanterie ⸗Regiment
König Karl v. Wuebeemiderhe I personlicher Letztung des Musimeißers
RX. Römer.

An einem später noch bestimmt werden⸗
den Tag läßt Jacob Schwarz. Mezger
dahier sein sämmtliches auf hieügem Bann
zelegenes Ackerland auf mehrjahrigen
Bestand öffentlich in Pacht versteigern.
„St. Jagbert den 20. Febcuar 1878.
Feuerwehr⸗ Montag

ei Garl Engel.

Programm:

MaraehGiruss an St. Ingbert, v. Romer.

Duverture z. Op. Semiramis, v. Rossini.

NAarne LiederWalzer, v. Siebenkäs.

rie a. d. Rarbier v. SevilIa, fur Glarinette, vorgetragen d. Frou

Ohant d'oiasenau Polia. v. Römer.

Duverture z. Op. Jelva v. Reissiger.

EEXVXEXXEXELIIII Strauß.

Fristor-Ohor a. d Zauberflöte d. Mozart.

Hölien Galoppuv. Michaelis.

10. Carnevals Speειιααι Popourri v. Grim.
II. Kutæchke PoIIxca v. Neumann.
Anfang 2 Zihr NRachmittaas 1. 4αα bes Georg Jun⸗

Entroͤt zFireuzer.

Der Regenorator
lCoder Lenenawe ker)
seit Jahren das bewährteste, beste
Dittel gegen allgemeine und specielle
Schwächezustände, Nagengedärm⸗ und
deberkrankheiten, Hämorrhoiden, Eng⸗
zrüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten ꝛc.
sowie alle Krankheiten, die von ver-
dorbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der „Lebenswecker“ be⸗
fördert die Verdauung, reizt den Ape⸗
petit and bringt neue Lebenslust in
den nerschlafften Körper, er ist beson
ders / im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Fla'che zu Efl. 10 kr.
— 20 Sar. bei, P. Zepp in St.

Lunab⸗rt

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—A — * 25535 —2 5725— 75 2S * 73 2 55 —A
*23* 5 * 525 5538 323 5228 22 25* 22 mᷓ
3 5.5 725 AA 22—5—23 ⸗ —E 2—52 — 2 * *
—— 232 ——— — 723 5208 —c— 3 23322
8 —A —— 2583 5558 —25328 — 3355358 05 3
8* 2 3 834 —— —8 — —Z
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        St. In gberler Znzeiger.
de St.Sarter Anze ig er (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstags⸗, Donnerstagß⸗ und Sonntka
Le erhcheint wbchentlich viermal: Diensstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljiährig 42 Krur. ober
12 Silbergr. UAnzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrist oder deren RNaum berechnet.
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—W Diendtaa, den 23. Februar 4J — 1873

Deutsches Reich. die Wiener Regierung in der Lahte sein sellte, Garantien gegen
Mänchen, 21. Febꝛ. Heuse Vormittag elf Uhr fand in diesen Gebrauch ihrer Münzftätten auf unsere Kosten zu bieten.
»er kgl. Residenz nach längerer Zeit wiedet eine Staatsrathsfitzang Auch der Kostenanschlag fuür die Wiener Weltausstellung hat
mer dem Präsidium des Prinzea Luitpold statt. Der vor kurzem vieder einmal den alten Saß bestätigt, daß Irren ein durchaus
rin Amt angetretene Generalsekretaͤr v. Wigacd wurde den an⸗ nenschliches Privilegium ist. Der sehr politische Dictator der
vesenden Min'sstern und Staatsräthen vorgestellt. dierauf wurden Weltausstellung hat nämlich jetzt die lieben Wiener mit der Neuig⸗
nehrere dem Staatsrath vorgelegte Gegenstände rein administrativer eit überrascht, daß der ursprünaliche Kostenanschlag um mehr als
statur erledigt. das Doppelte überschritten ist und der für das Uaternehmen ane
Mängen, 21. Febr. Die Bevollmächtigten Baherns, änglich bewilligte Credit von 6 Millionen Gulden bis auf
welche der jetzigen Session des Bundesraths anzug bören haben, 15,700,000 ft. ausgedehnt werden muß. Da nun aber die Aus⸗
inde Stanisminister des kgl. Hauses und des Aeußern A. von lellungs-Rechenkünstlet die Einnahmen der Ausstellung etwas fan⸗
Pfrefchner, der Staatsminist er der Justiz Dr. Jv. Faustle, juinisch auf 16,240,000 fl. veranschlagt haben, sich also noch
zer Sigatsminister der Finanzen Gg. Berr, der außerordentliche mmer ein kleiner Ueberschuß ergiebt, so ist der Weltausstellungs-
Zesandte und Bevollmächtigte Mintstet M. Frhr. Pergler v. Per⸗ dictator nicht nur vor jeder unangenehmen Maßregel sicher, sondern
zlas in Berlin, der Minsterialrath im Minifterium des Innern auch gewiß, die feblenden 9 Millonen bewilligt zu erhalten. Wie
M. Riedel, der Oberst des Generalstabes Th. Fries, als Stell- es scheint rüsten die küastlerischen ünd technischen Kreise Wiens
Ferlreler: der Oberrechnungsrath F. Landgraf und Oberzollrath üch bereits dazu, in Betreff der arderen Momente der Weltaus⸗
F. Felser. tellung, bei denen man einen Mißerfolg befürchtet, auch ihrerseits
hun, 19. Febr. In seinem Fasten Hirtenbrief theilt der m Voraus jede Verantwortung von fich abzulehnen.
hiesige Erzbischof mit, der Ertrag des Peterpfennigs habe sich im Frankreich
Jahre 1872 auf 48,800 Thlr. belaufen, die bereits nah Rom Pari s, 19. Febr. Herr Edmond About erzählt im XIX.
ibgesandt feien. Im Jahre 1871 waren 60,000 Thlr. einge⸗ Sieécle“: „Als der Bifchof von Orleaus, Herr Dupaloup, im
imen. Der Ertrag hat also ziemlich bedeutend abgenommen. Hergangenen Jahr eine Reife nach Rom antrat, nahm er seiner
Berlin, 23. Febr.“ Das „Deutsche Wochenblatt“ vernimmt, Hesrohnheit nach einen stattlichen Vorrath der nenesten belletristi⸗
zaß die Einberufung des Reichstages für die Zeit vom 8. bis chen Erscheinungen als Lektüre für unterwegs mit. Der Bischof
13. Marz definitiv in Aussicht genommen sei; von der Einführung est rasch und ein Buch nach dem andern wanderte durch das
zes Preßgesetzes in der bevorstehenden Session fei Abstand ge⸗ Waggonfenster; nur zwei Bände fanden Gnade und kamen glüd⸗
ommen, die Vorlage desselben werde erst nach dem Ergebniß der ich mit dem Prälaten nach der ewigen Stadt: es waren die
Herhandlungen über die Gerichtsorganifation beabsichtigt, um vor zeiden letzten Theaterstücke des juugen Alexander Dumas: „Die
er Aufhebung der jetzt der Paligei eingeräumten Rechte die ge- Ideen der Madame Aubray“ und „Die Prinzessin Georges.“
eichtliche Verantwortlichkeit der Presse festzustellen und in Berückt derr Dupanloup gewann für den Verfasser Aufmerksamkeit und
ichtigung des von füddeutfcher Sette ausgesprochenen Wunsches, Sympathie: er las dann später mit noch größerem Interesse:
zie hreßprozesse den gelehrten Richtern zu entziehen, und die l'homme-femme“ und äußerte gegen einen Freand sein Bedauern,.
chwebende Frage über Geschwornen odet Schöffengerichte zul daß die „Femme de Claudoe“ nicht in Drud erschienen sei: er
rledigen. Die Berufung der Commission für Berathung der öönne nicht in das Gymnase ; Theater gehen, um dieses Stück kernen
Zecichtsorganisation und der Ernennung ihrer Mitglieder sei aller⸗ zu lernen. Dem Herrn Alexander Dumas wurde das. Wort hin⸗
nächstens bevorstehend. erbracht und er beeilte sich, dem Bischof des Bühnenmanustkript
Berlin. Die Nadhrichten über die jetzt tagende, Delegir- zu schicken. Vorletzten Montag nun lvd Herr Dupanloup den Schrift-
enccenferenz über die deutschen Justizgesetze lauten, fehr ungünstig. steller zum Dejeuner nach Viroflay ein; die Unterredung war eine
Nicht nur Bayern und Sachsen, sondern auch Württemberg weigert eben so geistreicht als herzliche, schließlich begleitete der Bischof trotz
ie Zustimmung zu einem obersten Reichsgerichtshof. Die jetzt des kalten Winters seinen Gast nach dem Bahnhofs zurück und
agende Delegirtenconterenz wird nach einer Piittheilung der nan meldet, daß Herr Dupanloup demnächst eine Broschüre über
Magd. Zig.“ voraussittlich ebeuso wie diejenige vom December die letzten Schriften des Herrn Dumas veröffentlichen wird.“ —
resultatlos verlaufen ;3. ob die im nächsten Monate zusammentre. Sedan, so meldet die Corr. Havas, wird ein befestigter
ende Ministerconferenz einen besseren Erfolg haben wird, ist sehr Platz bleiben, und fünf detachirte Forts erhalten.
raglich. Mit dem Gerichtsorganisationsgesetz sind auch die Civil- Spanien.
ind Strafprozeßentwürfe aussichtslos. Madrid, 21. Febr. Die dvon Ollo geführke Karlisten-
— Der Euntwurf zum definitiven Münzgesetze, welcher dem bande in Navarra, 2000 Mann stark, ist am Sonntag und
steichstage in der hevorstehenden Session zugehen soll, 7—— rantag auf den Höhen von Miravalles geschlagen worden und
vie dem, Hanm Cour.“ geschrieben“ wird — Abstand von der hat großze Verluste erlitten. Der “ Imparcial“ glanbt, Don Catlos
hatsächlichen Aufrechterhaltung des Thalers durch Ausprägung von sei seit drei Tagen auf spanischem Boden. Dasselbe Blatt räht,
dreimarkstücken,,, die man an unserem Hofe allerdings gewünscht die Vorlage- beltteffs sofortiger Abschaffuug der Sclavberei auf
ätte. Es sollen Funfmarkstücken (860, 10 und 5 Groschen“ in Portorico zurückzuziehen und durch einen Gesetzentwurf. Behufs
Silber ausgeprägt werden. Um den neuen Münzen Raum zu almählicher Aufhebung der Sclaverei in allen spanischen Besitzungen
Herschaffen, ist in Süddeutschland bereits mit der Einziehung des zu ersetzen. — —
rortigen Guldengeldes der Aunfang. ge zacht worden. Inzwische. 2 Schweiz. V
at eine Art nener Ueberschwemmung unseres Geldmarktes mi Bexrn, 18. Febr. Ugnser Kirchenkrieg, der nun auf zwei
serreichischen Zweimarkstücken, Gulden genannt. begonnen, — Punkten entbrannt!ist,“ scheint in der Nordschweiz eine ernstere
richt als ob die österreichisch⸗ ungarische Regierung auf einmal am Gestalt annehmen zu wollen. Der Hauptfocus der ulframontanen
Nünzen Vergnügen fände, dessen sie sich bekanntlich beinahe ent Widerstandsagitation ist das Solothurnergebiet. Begreiflich! So⸗
voͤhnt hat, sondern die Spekulalion findet es bei dem heutigen sothurn ist Bischofssitz, und hat ein altes, einst einflußreiches, zwar
inerhört niedrigen Silberpreise vortheilhaft, Barten oder Münzen leichttebiges und heiteres, abet doh gut orthodoxes Patriciat und
iach Wien zu schaffen und dort in Gulden ausprägen zu lassen, die Mehrheit der Geistlichen steht unter dem Einflusse theils des
im diese in Deutschland unier die Leute zu bringem Es besteht Bischofs und feines verschmitzen Kanzlers (Duret),“ theils aber
aher die Abficht, gegen das fernere schrankenlose Eindringen auch des Patriciats und seines Anhangs. Die Tactik der Ultra—
MNerreichischer Silbergalden Vorkehtüngen zu jreffen, eytweder im monganen im Solslthurnergebiehe geht nun dahin: die libere
—XV u urrin ed vreu nuntet daz rs nische Joche.“
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        bringen, und wohl gar würde eine neue Auflage von Sonderbün⸗ fZ3weibräcken, 24. Febt. Ein gefstern Abend von
delei erscheinen, wenn unsere Bundesverfaffung nicht jedem Putsch Wurzburg hier eingetroffenes Telegramm zeigte das gestern Mittag
Bersuche von vornherein alle Aussicht auf Gelingen abschnitte um 1 Ujr daselbn erfolgie Ableben Sr. Exzellenz des Generalß
Aber die Solothurner Regierung mit ihrem Anhang schläft nicht, Ritter v. Hartmann an,- nachdem erst vor wenigen Tagen die
so wenig als die Thurgauer, welche nun in den Fall kommen Nachricht von seiner Erkrankung (Lungenentzündung) hierher gelangt
Energie zu zeigen. In Bern, St. Gallen und anderen Orten var. Der Verewigte, bekannsich ein Pfalzer, in Maikammer bei
rühren sich die Antipapitsten wacker. Es gilt: jetzt oder nie, meint Leustadt geboren, war, wenn wir nicht irren, bereits ein hoher
der Correspondent der „A. A. 83.“ —A
Asien. chiedenen einen reuen Sohn, die bayerische Armee einen bewahrten
Gus Japan.) Fast jede Post ous Jadan bringt Kunde ind im höchsten Grade leut jeligen Führer, wir Pfalzer aber einen
von den Forischritten, die in diesem Lande die Civilisation macht. Landsmann, dessen Herz bis ins hohe Alter hinauf mit jugend⸗
Allenthaiben werden neue Schulen etrichtel und die Sache des li her Liebe an seiner Geburtsprobinz hing. Speciell uns Zweibrückern
Bolksunterrichts schreitet rüstig vorwärts. Indeß werden viele dar der Heimgegaugene eine wohl bekannke und siets mit inniger
Alagen taut, daß sich die japanesische Regiernug in ihrem Reform⸗ Freude begrüßte Erscheinung. Im engeren wie im weiteren Va
eifer in Dinge mischt, die ia der Regel privater Diskretion über⸗ erlande wird ihm von allen die ihn versönlich oder auch nur sein
lassen werden. So ist z. B. ein Ukas gegen das Aufsteigen von Wirken lannten, ein treues und dankoares Andenken bewahrt
papiernen Drachen und das Auswecfen von Speichel auf den verden, und seine bervorragende Betheili rung an dem letzten
Stroßen erlassen worden, und die Klasse der weiblichen Friseure cuhmreichen Kriege sichert seinem Namen einen ehrenvollen Platz
joll abgeschafft werden, da in Zukunft von jeder Frau erwartet in der vaterländischen Gschichte. Gw. Ztg.)
wird, daß sie ihr Haar selber Frisire. Außerdem sollen die wei⸗ B,t ünst a dit, 22. Febr. Nächste Woche fiudet die erste
hen Matten, mit denen in den Haufern der Eingeborenen der Hrobefahrt auf der Linie Monsheim Grünstadt statt. Die Eröffnung
Fußboden bedeckt ist, aus japanessischen Häusern verbannt werden, teht bis 15. — längstens zu erwarten. Die Linie Grünstadt
und zwar wird als Grund dafür angegeben, daß sie Fautheit Dürkheim wird bis längstens Ende Mai dem Verlehr übergeben.
erzeugen. Der japanesische Kalender st mit der europäischen Naäanqen, 22. Febr. Die Anselegenheit mit der
Chronologie in Einklang gebracht und die Veränderung trat aw Biesinget Kirchenbaulotterie fängt an, für die Kirchenverwaltung
1. Januar in Kraft. Der Mikado hat einen Ritterorden gegründet, ine ernstliche Gestalt anzunehmen. Auf den neulichen Aufruß,
der mit dem Barhorden Aehnl'chkeit hat. Japanessische Beamte Vrotest gegen die ganze Ziehung zu erheben, sind vereits 2066
pos Nang müssen nun ein europäisches offizielles Kostüm tragen Loosinhaber zusammengetreten und hat bereits Hr. Dr. Aub deren
und auf wöchentlichen Levers erscheinen, welche der Mikado vom Vertretung bei Gericht übernommen. Bei der k. Staatsanwalt
Peujahrstage an abhalten wird. Die Konstitution des japanesischen Haft am hiesigen Belirtsgerichte sind ebenfalls Klagen gegen die
Pariaments ist definitib geregelt und das Oberhaus soll aus Män⸗ Hiesinger Lotterie von mehreren In eressenten erhoben worden. Da
nern von Rang zusammengesetzt werden. Jar anessische Zeitungen Ler jedoch keine Criminalsache vorliegt, so können Eingaben keine
eristehen im ganzen Lande urze bereiten die Eingebornen im Innern Berücksichtigung finden.
für die berschiedenen Veränderungen. welche die jetzige Regierunn Der Sawindel in der Falle.) Unter diesem Titel hat
ꝛeinführt, vor. Das Nishin Shinjishi ist zum Regierungsorgan dr. A. Rück, Redakteur der „Fränk. Zig.“ eine einaltige Fast⸗
auserloren worden. Ein Eingeboreuen Klub ist gegründet worden nachtsposse verfaßt, welche die Spitzeder'sche Episode mit ächt
und Gas ist jetzt fast in gang Yotohama gelegt worden. arneoalist schem Humor behandelt und diverse geistliche und un⸗
Amerikra geistliche Rücken mit saftigen Pritschenhieben bedenkt. Das Stück
—777 vurde vom Ausbacher Carnevalverein 1473 aufgeführt.

Newyork, 20. Febr. Eine Deputation Farbiger verlangte f Von Schultz Deiihejhebesedet sich in neues Buch
pom Präsidenten Grant, daß den Insurgenten auf Cuba die Recht⸗ unter der Presse, das den Titel führt: „Die Genossenschaften in

* 38 12
von Kriegführung zuerkannt werden. Der Prasident antwortete aingelnen Gewerbeweigen
er werde alles Mogliche thun, was sich mit seiner Pflicht verein t(Bismarck aaen sich auch in Nuseeland) Eine Zeitung
baren losse. Die neuerlich mit Spanien bezüglich Cubas gewech· zus Autee berichtet, daß in der Goldgrube Bismarck der Grund—

denz wird auf Verlangen des Kongresses veröffent⸗ 55 ,—
selte Korrespondenz stollen „die Belagerung von Paris“ sich außerordentlich bewährt
licht werden. und reiche Ausbeute verspricht.

Newyhork, 21. Febr. Es hertscht hier ein heftiges, mi fLondon, 19. Febr. (Grubenunglück) In dem Kohlen⸗
Regen und orlanartigem Sturm verbundenes Unwetter, wodurd hergwerk der North Staffordshire Coal u. Iron Company in
der Verlehr fast gänzlich gegemmt wird. (T. N.) Talte, dem Schauptatz der Katastrophe, welche vor sechs Jahren

den Verlust von über 80 Menschenleben verursachte, trug sich
nestern Nachm ktag ein neues fürchterliches Unglüd zu. In gFolge
einer Explosion schlagender Wetter wurden die in der Zeche
beschäftigten Arbeiter, 830 bis 40 an der Zahl, durch herabftüt⸗
jende Kohlen und Erdmassen verschüttet, und man bezweifelt nicht,
aß sämmtliche ums Leben geloumen sind. Die Ursache des Un glück
ist noch nicht ermittelt. Ein Haufen Freiwilliger stieg mit
Lebenszefahr in den Schacht hinab, konnte aber wegen des Feuers,
das mit der Explosion ausgebrochen ist, nichts ausrichten.
J. X. Demeh, verantwortlicher Nedacteur.

BVermumischaes.

3weibrücken, 22 Febr. Gestern geschah ein zweites
Unglück bei dem hiesigen Bahnbau. Zwei Arbeiter fuhren bei
tarlem Gefäll ohne zu bremsen mit einem beladenen Rollwagen
und diesee kam so in Schuß, daß er mehrere Male über einen
Schuh hoch über die Schienen und zuletzt von denselben hinweg
prang, die beiden Arbeiter über 18 Meter weit wegschleudernd.
Der Zuftand des einen ist sehr bedenklich. Beide haben ihren
Unfall bloß ihrem Leichtsiun zuzuschreiben, der sich trotz wiederholten
Warnungen und noch an demselben Morgen über zwei andert
Arbeiter verhängten Strafen nicht bewegen ließ, die adthige
Vorsicht anzuwenden.

ll———alrn.. nrn,e,e, tedg
Bekanntmachungen.

Bürgervereins-Kränzchen.
Morgen (Mittwoch) Abend Zusammen⸗
unft bei Lnd ιαα,.

Da durch den Tod meines
Mannes ich das Ladenge⸗
schäft aufgebe, so empfe)le die vorhaudenen
Artikel, als: Kaffee, Zucker, Reis, Gersie,
Erbsen, Bohnen Tabal, Brantwein, Petro-
leum ⁊c. ⁊c. überhaupt alle in das Colo⸗
aialwaarengeschäft einschlagenden Artikel zu
billigem Preiße.
tAuch lann das ganze Ladengeschäft
nebst Einrichtung zur Fortführung über,
geben und das Loecal auf iangere Zeit
zermielhet werden.
Wittwe Gauster,
wohnhaft auf der neuen Schmeljze.

Toilettenmittel zur För⸗
deruag der Schönheit.
Ihre Malzseifen n. Malzvomaden
änd die besten Toilettenmittel, erstere
macht die Haut zart und fein, letztere
verschoͤnert das Haupthaar. Mediz.
Zeitschniften von Dr. Hirschfeld⸗Ischl,
Or. Schnitzler und Dr. Markbreiter

in Wien, den 12. Mai 1872.

An den Koͤnial. Hoslieferanten Herrn
Johann Hoff in Berlin.
Verlaufstelle bei Fritz Panzer⸗
ieter in St. Ingberi.

In der illustrirten Zeitschrift:
Das Neue Blatt erscheint jetzt ein Roman
„Die neue Magdalend“ von Willi⸗
Tollins, der die Leser in eine —AX
dersetzt, wie es selten ein Roman vermag
In Nr. 21 63nat der Roman an.

Rechnungen
n a, B4 nnd js Bogen zum all gemeinen
Bebrauch siud vorrüthig in der Druckerel
dieses Blattes.
Neraltion, Druck und Verlag von J. X. Demez in St. Ingbert.
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3 5755
72 527* 2 3333—35 57755—38
2 * — — 2 — 4 —
3 3 g 253528 330 382

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35 5— ————83 ——52—255555 m5ñ8383225 5 5 3853R5B3385
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38 83823 25355* 3382 553535 723 5533385333
2 3 255 2 525E5 2535 2225 252 5 —— *⁊ 2 32
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3985 7—532 58335 53332—33537267 528 335522

2 2 22* S755* — — * 232 2

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23*53 2222 — 332— 333555332553* 25 735732
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* — * — 22 222.8
38295336 58 8 53855533—82333
5233333538 2553 33 53338

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2 — * *57— 55* 2 — —2 3528 *2.

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33233 5 5z55835. 3835* 32
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        St. Ingberler Znzeiger.
der St. FIna berter Anzeiger sund das mit dem Haupiblatie verbundene Unterhaliungsblait, mit der Dientlagt⸗ Donnerstagß⸗ und Sountag

daume erscheint wöchentlich vie run al: Dienbtag, Donner atag, Sambtag und Sonntag. Ubonnementspreis vierteljahrig 42 Kryr. oder
—VV— 12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blatischrift oder deren Raum berechnet.

— — —— — — — —— — e — — — — — — — — — — — — —⸗

43 32. Donnerstanq, n 27. Sebruar F 1873
Deutsches Neich.

München, 24. Febr. Der „Närnb. Corr.“ dementit die
Nachricht der „Allg. Zig.“ über die Einführung der preußischen
Uniform in der bayerischen Armee. Die betreffenden Auträge der
Fommission seien Sr. Majestät noch gar nicht unterbreitet..

München, 24. Febr. Wie man vernimmt, sind die Pro—
zeste, welche gegen die Beschlüsse der Ostbahn⸗Generalversammlung
erhoben wurden, vom Staatsminifterium des Aeußern als unbe⸗
gründet erllärt worden. — In Folge der Beanstandung der Zie⸗
hung der Lotterid für den Giesinger Kircherbau, hat die Kreisre⸗
zierung bereits die Weisung erlassen: daß die Gewinaste bis auf
Weiteres nicht ausbezahlt werden dürfen. Die Gewinnstsumme
im Betrage von 145,000 fl. ist bei der bayer. Handelsbank
Xbonirt.

Berlhin, 22. Febr. Die Gesammiverluste der deutschen
Armee im letzten Krieg betrugen nach der soeben augsgegebenen
Zeitschrift des statistischen Bureaus noch den Ermittelungen des Dr
engel 127,897 Mann an Todten, Verwundeten und Vermißten
zarunter 5254 Offiziere und Aerzte. Mit Menschenverlust ver⸗
bundene feindliche Rencontres haben im Verlaufe des Krieges
1599 stattgefunden, davon im Feldkriege 78 Schlachten, Treffen
und groͤßere Gefechte und 870 kleiner Affairen, im Festungskriege
33 Ausfälle- und 486 feindliche Aktionen. Hierzu treten 121
ktappenbegegnungen und 11 feindlicherseits herbeigeführte Eisen
hahnunfälle. Die blutigsten Tagen sind Wöorth; Vionville,
Bravelotte und der 2. Dezember 1870 gewesen, an welchem die
Schlachten von Bazoches, 1.26 Hautes und Vegéves, und vor Paria
die von Brie und Champigny geschlagen wurden. ——

Berlin, 24. Febr. Der Ausschaß des Bundesrathes für
kisenbahn⸗, Post und Telegraphenwesen hat heute die auf Wunsch
des bayerischen Vertreters vor einigen Wochen unterbrochene Be—
rathung des Gesetzentwurfes, betreffend die Abänderung des Post⸗
axgesetzes wieder aufgenommen. Es handelt sich in der Hauptsache
im die Befeitigung der bishetigen Tarxen für Packete bis 10 Pfd.
ind um die Einführung einer einhenlichen Posttaxen für? alle
kntfernungen, welche auf 5 Sgr. filr Packete bis zu 10 Pfund
ꝛestgestellt werden soll. Nur auf kleinere Entfernungen (bis 10
Meiten) soll das Porto die Hälfte des obigen Sates betragen —ED ——
und demnach etwas höher fein als die bisherige nach der Enifer 7B8weibrücken, 24. Febr, Vor einigen Tagen sind
nunq berechnete Txxe. — wieder 10 Elsaß Lothringer hier angekommen, um bei dem hier

Bon der Werta, 19. Febr., schreibt man der „H. M. garnisonrenden Viiitar hre dreijährige Dient zeur angutreten.
3 aEndlich ist man mit Ertbeilung von Zulagen auch bei denn 61. —A—
bolleschullehrern augekommen und zwar sind dieselden nicht, wie Gestiern Abend 11 Uhr fand man bei Ankunft des Zuges 14
ꝛei der worigen Berbesserung der Lehrergehalte, durch höhere Ver. von Bingerbruch die Leiche dez — Rotenführes Thi den va
ushlagung der Naturgefalle herausgerechaet, sondern baar ausge · Maschine hängend und spatet duf der Suecde zwischen Dudweiler
ahnt worden. Alle Lehrer, melche 26 . Dienstjahre unnd, darüder ind dier die Teiche des hier statiniten Vahnmeinee v. Sin
ben, find mit einer ginmaligen außerordentlichen Zulage von nersdorf in dem dom Zuge 14 zulehzt befahrenen Geleise. Zwischen
Thalern zehn Silbergro chen bedacht · worden. Dit ungeren Dudweiler ünd hier wan in Rdhlechagen e u
aten nichts bekommen. Also 8 Thlr. 10 Sgr.⁊ Es ist kein Schlammersdorf ritte: mit der Rotie dorthin, um' zu helfen. Stolt
drucfehler), nicht. ganz der Wochenlohn eiger Handwerkers. Das son Dudwelere und Staten Si Juann hatten sich per Draht
sttes, was man für Mäanner, die über 25 Jahren untec Noth erständigt, daß- Zug 14 in ein andeits Gekerse einfahren solle.
und Entbehrung an der Bildung des Volkes gearbeitet Als das gesperrte Geleise wieder freĩ gemacht wat,meldete v.
aben, Abrig gelassen hat!— (Und dabel haben wir im Sqlammetsdorf vies nach Vudweern du Hoffnung, der Bote
minen Juhre 40 bis 50 Millionen Steuerüberschüsse — und werde vor Zug14 dort voch eimt ffen und ging mit dem Vahnwärter
A oder deutschen Siege den deutschen Schulmeie nach Hause u Plößlich hat die Moaschinea der Beide Krfa und

— W.. 1.so getödtet. Wegen des kalten Nordwindes hatten? sie die Ohren

Der Entwurf des Gesetzes, betreffend die Milnzverfassung berdunden, 888 von Dudweiler bis hierher Vn ist, der —*
Motiven, ist dem Bunde?rath vorgelegt worden. Außer den aljo still anlommt, hatten sie arglos nicht darauf geachtet. — Auf
————— sollen als Reichsmünzen geprägt werden: in Bahnhof Sti Wendel wurde ein Werkstältenardeiter bei Reparatur
un Warlstücke. 1 und * Markstücke, als Nicelmüngstücke eines Wagens darch das Rangiren der Wagen beschädigt und
5 Pfennigemünzen, als Kupfermünzen 2 und 1 Ppfen- geidden 7

ücke .. *

. — —f Vom Donneré beunge Nach der „Kaiserslauterer
pnde Regierung · foll mit dem Gedanlen einer alsbaldigen Zeitung“ weigern sich die Befiter des deiehen Bahn ⸗
* Provinz Preußen in ein Oste und Westpreußen hau auf * Grunde aneins des nunmehr nölhig

V werdenden Expiopriationsprozesses zu gestaiten, und würde die
in Wiener Deutsch. Zis. wird von hier gemeldet: Die Vollendung der Tonnersberger —— diefes Verfahren um
abakeommissien wird vor die Alternotive geftellt, ob Steuerer. Rindeffens eiu Jahr 0. zöneit
        <pb n="126" />
        Wäurzbarg. 24. Febr. Das Leichenbegängniß des
GSBenerals v. Hartinann — so schreibt die N. W. 3.“ —
findet am Mittwoch 12 Uhr statt, und zwar in Folge seiner Eigen
schaft als Ritter des Max Josephs-Ordens mit den einem Generdl
Feldmarschall zukommenden Ehren: somit habennach dem preu⸗
zischen Reglement 3 Betaillone J fanterie (1 —R Jäger von
Aschaffenbürg,) 4 Estädronen Kavallerie (Uhlanen von Ansbach)
und 12 Geschütze einwrückn. — Der Kronprinz des deutschen
Reiches sowie Prinz Friedrich Karl haben fich täglich zweimal per
Telegramm nach dem Befinden des Generals erkundigt. D

FM üenschen, 25. Febr. Der Generalinspecteur der bahyer
Armee, Prinz Luitpold, ist heute Mittags nach Würzburg abgereist
uim dem morgen stattfindenden Begräbniß des Generals v. Hart⸗
mann beizuwohnen. Ebendahin haben sich General Frhr. v. d.
Tann, sowie der preuß. Milttärbevollmächtigte Major vr. Stülpnagel
begeben, letzterer als Vertreter des deutschen Kaisers.

7 München, 22. Febr. Am Mittwoch sind aus Berlin
—
um in der kgl. Münze in 205 und 10-Markstücke umgepreßt zu
werden.

f Aus Hessen Darmstadt, 22 Febr. Ein herzzer⸗
reißender Unglücksfall wird aus der Provinz Oberhessen gemeldet.
Zehn Confirmandenkinder aus einem Oertchen bei Homburg a. d.
O. hatten sich des zMorgens zur Confirmandenstunde auf den
Weg nach dem erwähnten Pfarrdorf begeben. Als sie zur ge;
wohnien Zeit, ja selbst bis zum Abend nicht zurückgekommen waren
—XD
jorschungen nach ihnen angestellt. Das Resultat war ein entsetzliches.
Die Kinder waren auf dem Eis der Ohm ihrem Ziele entgegen⸗
geeilt, waren eingebrochen und fümmtliche Confiem anden hatten
hren Tod gefunden.— J

4 Die hess. Ludwigsbahn hat auf der MainzAlzeyr Strecke
Versuche mit der Heberlein'schen selbstwirlenden Bremsvortichtung
machen lassen, welche befriedigend ausgefallen sind. Das IF. J.“

berichtet darüber: Die Wirkung des Apparates war eine überra⸗
scheade. Mitten in vollster Fahrt wurde der Zug sowohl auf
Jerijontaler · Strede wie auch in Gefallen von 2/300— Nαο stets
innerhalb 15 bis höchstens 12 Secunden anf eine Eutfernung von
50 hie 450 Meter zum vöͤlligen Stillstand gebracht. Die Brems-
porrichtung wird durch die umdrehende Kraft der Achsen des
Zuges mittelst Frictionsrollen, die durch leichtes Anziehen der
Jewöhnlichen Zugleine von dem Locomotivführer oder von einem
Zugführer momentan und sammtlich gleichzeitig ausgelöst werden
können, in Thätigkeit gesetzt. und wirkt deshalb um so kräftiger, je
raichet der Zug lauft. Es wurde beobachtet, daß schon 6.bis8
Sekunden nach erfolgiem Signal die Schwunglraft des Zuges stets
vollständig gebrochen war, während die übrige Zeit bis zum
ollständigen· StisKand des Zuges aufgewendet wurde. Trotzdem
war die Wirkung für die in den Wagen befindlichen Personen
durchaus keine unangenehme eder stoßartige, sondern die Geschwin⸗
digkeit verminderte sich succsside, wenn auch mit raschem Uebergange
7 Wiernn, 21. Febr. In der hiesigen Gesellschaft macht eine
Verlobung Aufsehen.. Der Bräutigam ist Baron Nathaniel Roth⸗
schild, einziger Sohn und Erbe des Freihern Anselm, des Chefs
der öͤsterreichischen Linie dieser Gelddynastie. Die Braut ist tine
GBräfin M.ssey, Tochter eines Generals und Obersthofmeisters des
Erzherzogs Rainer. Der Bräutigam will die Verschiedenheit der
Copfession durch übertritt zum Chriffenthum ausgleichen, trotz der
Finsprache seines hochbetagten Vaters, der diesen ersten Fall eines
Religionswechsels in seiner Familie mit aller Zähigkeit perhorres-
cert und dem Sohne sogar mit FEnterbung gedroht haben soll.
Fine Londoner Rothschildin hat bekanntlich kürzlich einen englischen
Brafen geheirathet, ohne daß ein Religionswechfel auf irgend einer
Seite nöthig befunden wurde.
77 F. X. Demeß. deraniworilicher Redacteur.
Bekanntmachung.
Auf der kgl. Steinkohlengrube St. Ingbert werden vom 1. März 1873
an die Kohlen zu nachstehenden Preisen verkauft:
Förderkohle J. Qualität 33 kr.
II. 29 kr. pro Zentner einschließlich
.. III., 28ih kr.s des Ladgeldes.
.. . 10 tr.
St. Ingbert, am 24. Februar 1873.
Das kgl. Bergamt
A. Kamann.

Dĩo UIausfrau.
Deutsche Blätter für Haus-
wesen und Jamilienleben.

Mit Illustrationen.
5. Jahrgang 1873.
Preis vierteljährlich 18 Sar.

Aus dem Inhalt der ersten fünf Num—
mern sei besonders erwähnt: Gedanken
einer englischen Hausfrau über die Er⸗
ziehung zu häuslichen Pflichten. Von
Luise Büchner. — Ueber die Mode. Von
Emma Braun. — Der künstlerische
Schmudk des Hauses. Von L. Katzen⸗
stein. — Ueber den Stand der Frauen⸗
bewegung. Von Jenny Hirsch. — Ueber
das Reinigen der Kleidungsstücke. —
Berlin in der Weihnachtszeit. Von L.
Junghans. — Ein Weihnachtsgeschenk.
Skizzeablatt von Elise Polko. — Ge⸗
undheitslehren. Von R. Th., Oberarzt
a. D. — Der Matrose von Alabama.
Erzählung von Luise Büchner. — Die
GBerüche der Pflanzen. — Welischau.
Von F. v. H. — Die venehnianischen
Perlen. Bon Auguste d. Romer. —
Ueber Umgangs und Hoflichkeitäformen.
Von E. v. Maskow. — Wiegenlied einer
Matrosenfrau. Frei nach dem Dänischen
von P. Freitag. — Allerlei. — Bü
chertisch. — Brieftaften.

Der Segen des wahren Familienlebens
liegt in der Hand der Freu. Der
Frau zuzugehoͤren und ihr bei allem
Thun und Denken zur Seite zu stehen,
hat sich kein anderes deutsches Blatt so
ausschließlich zur Aufgabe gemach:, als
„Die Hausfrau.“
Bestellungen nehmen alle Buchhandiunger
und Postanstalten an und liefern auf
Wunsch Probenummern.

Leipzig.
ek HarAt'sehe Verlage uunt
(Fr. Luckhbardt..

225 — —
iloee —VKLo TalsSucht)
heilt brei e fIi ch der Specialarat für Epilepsie Dr. G. KilIlIiseh, Ber lin. Louisen-

gtre 4 —I in Nebena
Da durch den Tod meines
Wannes ich das Ladenge⸗
schäft aufgebe, so empfeyle die vorhandenen
Artikel, als: Kaffee, Zucker, Reis, Gerste,
Erbsen, Bohnen Tabak, Brantwein, Petro⸗
leum ꝛc. ⁊c., überhaupt alle in das Colo⸗
nialwaarengeschäft einschlagenden Artikel zu
nilligem Preiße.

Auch kann das ganze Ladengeschäft
nebst Einrichtung zur Fortführung über⸗
geben und das Loeal auf langere Zeit
vermiethet werden.

Wittwe Ganster,
wohnhaft auf der neuen Schmelze.

FFiür ein Fabrikgeschäft auf
dem Lande wird ein

Aufseher—
gesucht. Näheres in der Expedition
dieses Blattes.

Bandwuram beseitigt (auch brief⸗
leh) in 2 Stunden gefabrlos und
aicher Dr. Erinat in Leipzig.

Der Brodpreis für die Stadt St.
Ingbert ist von heute an bis zum nächsten
Donnerstag (Fruchtmarktstag) festgestellt:

Korabrode 3 Klgr. 27 Krzr. Weib
hrod 10 r2
Frucht⸗ Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preise
der Stadt Zweibrücken v. 27. Febr.

Weizen 7 fl. 12 tr., Korn 4 fl. 87 kr.
Berste Areihige. — fl. — kr. Gerste vier
reihige, 4 fl. 35 kr. Spelz 4 fil. 42 kt
Spelzkern — fl. — tr. Dinkel — fl.
— kr. Mijchfrucht — fi. — kr. Hafet
4fll. 6 fr. Kartoffeln Ufl. 38 ir Heu
1fl. 24 tir. Stroh! Ufl. 12 kr. per
Jentner. Weißbrod 114 Kilogr. 20 tr
dornbrod. 8 Kilogt. 26 kr. ditio 2 Kilsgt.
Bkr. ditto 1Kildgr. Ohkr. Gemischtbrode?
zil. 32 tx. 1 Paat Wed 100 Gramm 2kr
Rindfleisch I. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 tr
Kalbfleisch 16 r!“ Hammelfleisch 18 kr
Schweinefleisch 22 kt. per Pfund. Butter 30
kr. ver Pfund. 675

Ein gut erhaltenes Tafelela⸗
vier ist zu verkaufen. Näheres in der
Exbed. d. Bl.
Nealnon. Drud und Verlag von F. X. Den meß in Si. Inabert.

—38
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2875 * — —
* 222 55 52538 * 57
28522 222 2 5 2 2 —28 r J
25 355535 22* *—553538— 8 8
58 53 88 2 —55838 * 358 35*
2 38 J 27 * * 8
52 — * 33 ——322
35 235335 8 — 22
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53323235 2 5 ——
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2 —* 5*5 —z— 5 I — 22 — 22
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28 5353553527 335 * 5757 45583 325 32323323 2
* 52 ͤ 2* —E * 2 8 s2 38 * —
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— 26 —A ————— — * à: —— 522 *
*53525*32 5333 2535 73s533228* 55 25352? 378
A — 3372 735 552 53 223582 2253287
—A 55223 52. 2 ——— ————— 3252 88*
222 54 —— — * 252 —2575 z243 62 293
33337 5355—35238 2 —A 22
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—8s538 7434 5322 25322 —F 262 3 3
2 —* n TD * * 3— *
3323257* 5233523 55 5323.723 J 3s2383385533257
2538 535324 3— 5 — ——— —— 252232 8*82 8
23—3553 27527* 66230 —
* * — — 5
253555 —252 s 7I32 255 352* 324 — m5235 2
33265 ——— 5 8375336738
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525 ——— 8 — B 22 255 52 8
55 —A ———— 222 ** * — 2 228 2*2 9
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— 5533532s 28 ——— —— — 2X58 — — 2* 8 —3
8 22 2 255 38 2 5 77 255 —A
525 2 53228 5ñ55 5 — 2 28 —2 — 5
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28 8588253 25235 3382 —32638— — —— 28835
3* 5255 43 53 33282 2232332232 Z2323 4
24 58 — —8 S — 23522 7 51585 * 3. 22 * *
* 2 1832535 *9 — 28* 2538*5 * — *
N 3 25* T — * —e— —B
— — —V 25* 5 — 8— 2228 —— 2 1235 2
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2 * 242 2— 22 2— 9 9 24 m 82 5 2* 2. 5. * aG;
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—AV ig er (und daß mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungeblatt, mit der Diendtagß⸗, Donnerstagt und Sonnie⸗

ae ericheint wöchentlich v ie vrm al: Dienztag, Donnersatas, Sasmsstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljahrig 42 Krzr. ad⸗
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blaitschrift oder deren Raum berebnet.

18878

8 9
33835353 —
Deutsches Neich.
Mundchen, 28. Febr. Nach einem uns soeben aus Würzburg
ugegangenen Telegramm fand heute Mitttag 12 Uhr die Beer⸗
iung des am 23. d. Mis. verstorbenen Genexals der Infanterie
and Generalkommandeurs von Würzburg, J. Frhr. von Hart⸗
nann, nach dem ausgegebenen Tagesbefebl mit den vorgeschrie⸗
zenen militärischen Ehren statt. Die Einwohnerschaft Würzburg?
vetheiligie sich an dem Begräbniß in wirklich ungeahnter Weise
Die Läden in den Straßen, welche der Kondult vom Sterbehause
durch das Reunwegerthoc auf den Friedhof zu passiren hatte, waren
zrdßlentheils geschlofsen. Hinter den mit allen militarischen In
ignien geschmüctten Leichenwagen folgie Prinz Luitpold, General
er Infanterie Frhr. v. d. Tann, die Generallieutenants W. v.
Walther, Friedrich Graf von Bothmer, die Generalmajare d
Dißell, Horadom, Frhr. v. Leonrod. Deputationen des 14. Inf
R. (Gvelches seinen Namen führt), desgleichen des 4. 5., 6. 7.
8. 9. und 15. Inf. R., des 3., 5., 6., 8. und 10. Jäg. Bat
sowie des 1. 5. und 6. Chev. Reg. und des 1. und 2. Uhl. Reg.
JIus Frankfurt a / M. und den umliegenden preuß. Garnisonsorten
varen Offiziersdepntationen anwesend; die sammtlichen Behörden
der Magistrat und die Gemeindebevollmächtigten gaben den Ver
blichenen die letzte Ehre. Die unter dem Kommands des Generals
najors v. Lutz ausgerückten Teuopen waren beinahe in completer
Stärke. Es befanden sich dabei das 2. und 3. Bat. des 9.
Juf. Reg., das 10. Jäg. Bat. von Aschaffenburg, das 2. Uhl.
Leg. von Ansbach und 2 Batterien des 2. Feld Art. Reg. mit
12 Geschützen. Der unabsehbare Zug währte fast eine Stunde.
IVD
zen Sarg nieder. Die ausgerückten Truppentheilen gaben die
Ablichen drei Ehrensalben ab. Wie uns nachträglich mitgetheilt
wvird, fandten auch der „deutjche Kaiser und der Kronprinz
des deutschen Reichs Lorbeerkränze für den glorreichen Heerführer
München, 27. Februar, Das Schwurgericht ver urtheilte
den Pfareer Mahr wegen Vergehens der Beleidigung des
Staa tsanwaitz Studentauch durch, die Presfe zu 15, den Dr.
Faist zu 6, den K. Zander in contumaciam zu g Tagen Gefäng-
niß. Ter Staatsanwalt hatte 4, refp. ein Monat Gefänqniß be.
antragt.
Anläßlich des Ablebens des Generals v. Hartmann schreibt
zie „Südd. Post“ u. A. Folgendes: „Nach dem Feldzuge von
18606 wurde General Hartmann wegen feines Nichteintceffens bel
der Schlacht von Kissingen heftig angegriffen. Gegen den Nürnb.
Anz.“ und den „Volksboten“ fanden deßwegen Schwurgerichts
erhandlungen statt, ohne daß dadurch die Angelegenheit zu besserer
dlarung kam, da der General, vom Kriegsministerium seineß
Diensteides nicht entbunden, schweigen 'mußle. Später wurde die
Angelegenheit von der Süyd. Post“ wieder aufgegriffen und kam
dieselbe in die Lage, aus authentischer Quelle constatiren zu kon⸗
ien, daß Hartwann am Nichteintreffen ganz schuidlos war. Gegen
ausdrücklichen Befehl war er Jogar zweimal vorgerückt und erst
»aß drittemal blieb er stehen, waif seinen Säbel weg mit' den
Vorten: „Da möcht, der Teufel General sein.“ In den von ihm
elbst herrührenden Angaben ertlärte er, er möchte denSoldaten
lennen, der es wagte, einem dreimaligen Befehle ungehorsam zu
sein. Hartmann hatte es satt, in der öffentlichen Meinung immer
als der schuldige Theil zu gelten. Es wurden die Aufsehen erre—
denden Enthüllungen der „Südd. Post“ von leiner Seite dementert,
und wenn es zu einem neuerlichen Prozesse gekommen wäre, waß
merkwürdiget Weise nicht der Fall war, hätte Hartmann unter
aAllen Umständen sein Schw.igen gebrochen, wie uns bestimmt
deest hert wurde. Da kam ein?“ Wendunge durch Gottes Fügung,
dadg sranzösische Krieg, und damit war der Sache ein Ende
Macht.
Berfin, 25. Febt. Der Bundesrath stimmie dem Ap⸗
age des Reichskanzlers zu, die Gebühr für die extraotdinaren
Reinumgsbeilagen ouf VYa Pfg. bez. “48 streuzer per Exemplar und
ie Gebühr füe die Postmandate don 7 quf 6 Sar. bei Beträgin

bis 25 Thir. und von 9 auf 7 Sgr. bei Beirägen über 26 — 80
Thlr. herabzusezen. Was die Nachweise der einzelnen Bundes⸗
regierungen über die Ausführung des Jesuitengesehßes betrifft, so
handelt es sich dabei einmal um die Ausführung der vom Bun-
desrath beschlossenen Bestimmungen bezüglich der Mitgtleder des
JesuitenOrdens selbst. und ferner uim die Nachweise derjenigen
Drden und religidsen Genossenschaften, welche dem Jesuitenorden
»erwandt sind. Es wird zunächst die Aufgabe des Justizausschufsel
ein, Anträge in dieser Richtung an den ——

Berhin, 26. Febr. Auf Antrag des Färsten Bismard
soll über die Ertheilung von Eisenbahndonzessionen lkünflig nicht
der Handelsminister allein, sondern das Staatsministerium ent⸗

scheiden. (A. 3.) » 85.

Beer din, 26. Februar. Durch kaiserüichen Erlaß ist der

Reichstag nunmehr zum 12. März hierher einberufen worden.

Berhin, 26. Febr. Die Reichssteuerkommission hat heute
ber den Tabaksteuer⸗ Entwurf definuiv Beschluß gefaßt und
den Bericht an den Bundesrath genemigt. FKin Mehrheits beschluß
iber die Höhe der Besteuerung des einheimischen Tabals ist nicht
erfolgt. Die Kommiffion wird d emnächst in die Berathung der

Börsensteuer eintretenn. (A. 3.).
Berlin, 26. Febr. Der Reichsanzeiger“ bringt einen
hrenden Nachruf auf den General v. Hart mann, der mit fol-
senden Worten schließt: „Durch Hartmannk Tod verlor das deutsche
deer nicht nur einen seiner ältesten Generale, sondern auch einen
seinen thatkräfiigsten Heerführer ..

Wie das Freimaurerthum in Deutschland den Kaiser, den
Zronprinzen und sämmitliche königliche Prinzen zu seinen Bundes⸗
drüdern zählt, so gehören quch in Persien, nach den Mittheilungen
eines hier behufs militärischer Studien sich aufhaltenden perfischen
Offiziers, fast alle männlich Mitglieder des persischen Könighauseß
dem Freimaurerorden an. — IJn Straßburg ist am ö. d.
eine neue deutsche Loge unter dem Namen ‚Zum trenen Herzen“
zestiftet worden, welche unter Constitution der Bayreuther Groß⸗
Ldoge arbeitet.

Wie die „N. Ztg.“ hoöͤrt, ist auf die letzte kategorische Er⸗
lärung der deutschen Central ˖ Commisston für die Wiener Weltaus⸗
dessung on den General⸗Director der Ausstellung, Baron Schwarz
Sennborn, dadin lautend daß die deutsche Kunst auf der Wiener
Weltausstellung nicht vertreten sein werde, wenn Deutschland bei
Bertheilung des Ausstellungsraumes nicht der meist begünstigten
Nation gleich bedacht sei, von Wien aus noch immer keine zustim-
nende Erklärung eingetroffen, obgleich eine solche bis Montag den
17. Februar, gefordert war. Hiernach ist anzunehmen, daß eine
Ausftellung deutscher Kunstwerke auf der Wiener Weltaussiellimg
nicht stattfiaden wird.

Ueber die neue Grenze zwischen Frankreich und Deutschland
verichtet die Ztg. f. Loihr.“ einiges Nahere. Die Grenze ift

306 Kilsmeter (69 Meilen) lang, berührt 217 Gemarlungen (109
»eutsche und 114 französische) und erfordere 2400 Haupte und
13000 Zwischeusteine. Aenderungen hat dieselbe aur beim elsässischen
Belchen und bei Abricourt erfahren, um daselbst eine Straße und
kisenbahn ganz auf franzbsischem Gebiet zu belassen; ferner bei
Raon⸗fur ⸗Plaine und Raoneles ;Laux, die an Frankreich, zu dessen
Wassergebiet sie gehören, zurlickgegeben wurden, während die dor⸗

tigen großen Staatswaldungen bei Deutschland verbleiben. Sonsi

sind die Gemarkungsgrenzen fast durchgangig auch als Reichsgren ze
beibehalten worden.

—Hasenchtever, der Präsident des allgemeinen deutschen

Arbeitervereins, hat in einem Auftufe an seine Parteigenossen decre⸗

tirl, daß der 18. Matz zu Ehren des Aufstandes der Pariser

Commune gefeiert werden soll. Wo örtliche Verhälmisse die Feier

dieses Tages (Dienstag) verbieten, da ist dieselbe auf einen der

drei vorhergehenden Tage zu verlegen — nicht früher und nicht
später, um einen einheitlichen Gedanken auch zur selven Zeit zur

Geltung zu bringen. Für Berlin, süt der Herr Präsident himnm
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        dat der 18. März noch eine zweise untergeordnete Bedeutung; an
diesem Tage fand im Jahre 1848 auch eine Erhebung statt, durch
welche das Proletariat für die Bourgeoisie die Verfassungskastanien
us dem Feuer holte, und- darum soll es den Berliner Arbeitern
crlaubt sein, auch dieses Tages zu gedenken.

Constanz, 27. Febr. Da das Spitalpfarramt eine ver⸗
pflichtende Erklärung über die Einhaltung der Seitfens des Be⸗
zitksamtes segegesetzten Zeiten zur gemeinschaftlichen Benutung der
Spital⸗ (Augustiner) Kirche verweigert, hat das Bezirksamt Besit
don der Kirche ergriffen und wird dieselbe heute Nachmittag den
Altkatholiken so lange zur Alleinbenutzung überweisen, bis das
Spitalpfarramt sich den amtlichen Anordnungen unterwirft. Prof:
Michelis, welcher heute Abend hier eintrifft, wird-morgen den ersten
alitatholischen · Goitesdienst celebiren.

Frankreich
3 Paruͤrg, 24. Febr. Oie Nachrichten aus Spanien lauten
sehr beunruhigend; alles deutet an, daß bald überall Anacchie und
Vuͤrgerkrieg ausbrechen wer den. Die franzoͤsische Regierung hat ein
Heschwader nach der spanischen Küste abgesandt, um die franzoͤ⸗
—IX nd higenfalls zu schützen. Spanische Fonds
aten heute unverlauflich. ( M. 3.

Paris, 24. Febr. Das Journal de la Meurthe et des
PVosges bringt folgende Mittheilung: „Nach den bei Herrn de
St. Vallier eingezogenen Erkundigungen halten wir es für nütlich,
eine Nochricht zu berichtigen, die vor einigen Tagen in unserm
Journael erschienen ist und welche in diesem Augenblich die Runde
durch die Pariser Blätter macht. Ees ist falsch, daß die Stadt
Epinal nächsten Monat März von den deutschen Truppen geräumt
wird. Der Hauptort des Vogesen' Departements kunn nicht der
Gegenstand einer· speziellen Maßregel sein, während das Departe—
ment jelbst dem Vertrage vom 29. Juni gemäß erst nach der
Bezahlung der vierten Milliarde gerdumt. werden kann. Wir
fügen hinzu, daß, da die insden Baracken von Epinal einquartierten
deutfchen“ Truppen Frankreich für den Augenblick nicht verlassen
sollen, die Folge der Veranderung ihrer Gaͤrnisen, von welcher
wir gesprochen, die wäre, daß ihre Einquattierung den Bewohnern
der Hrijchaften, wohin man sie senden wurde. zur Last fallen
müßte. Solches suchen aber die Agenten der Regierung auf alle
mogtiche Weise zu verhindern.“

Pparis, 27. Febr. Zwischen der Linken und der äußersten
dinken besteht eine vollständige Spaltung. Die Fraction Perier
vird, aber ohne Aussicht auf Erfolg. die lebenslängliche Präsident.
schaft Thiers beantragen. Bei der Konigin Isabella ist der groß
Familienrath zusammengetreten.

Der Carlisten General Dorregarah, Oberbefehlshaber der
Nordarmee Sr. Maj. des Königs Carl VII., verössennicht eine
Srotlamotion an die Panische Armee, worin e sie zum Uebertritt
zur alten Fahne der spanischen Könige auffordert. Damit werde
em Bürgertrieg ein Ende gemacht; nur der Name Carl's ga
anfire die Unabhängigkeit des Vaterlandes, die Rettung der An-
tllen, d.e ruhmpeiche Wiedereroberung des alten Einflusses in' den
beiden Wellen und des alten“ Ansehens bei den europüuifchen
Maͤchten.

66England.

Londaon, 25. Febr. In der geslern iun Nonlingham. statt
gefundenen, “von zehntausend Personen besuchten Verfammlung
Furde der Beschluß gesfaßt, beim Parlamente eine Pezition um
Niedersetzung einer Commission zur Untersuchung der Ursachen de
Rohlentheuerung einzureichen. Die Versammlung fprach sich in
mißbilligender Weises gegen die Haltung der, Kohlengtubenbe ·
sitzer aus. J

— — ——
v Italien.

NRom, 21. Febr. Im Vatikon kämpft die französische Le⸗
gitimiftenpartel einen heftigen Kampf mit den Anhäng/rn des Hra.
Thiers. Der Bischof von Poitiers, Pie, ist hier eingetroffen und
jucht den Papst zu bewegen. jegt einen entscheidenden Schritt zu
wagen, da sein Vorgehen den iegitimistischen Interessen in Frank.
reich und Spanien den Sieg verschaffen müßte. Don Carlos als
Konig von Spanien: aund Heinrich V. in Frankreich würden aber
nicht versehlen, die Bourbonen in Neapel und den Papst in Ron
wieder einjusetzen. Der Papft jd wault in seinen Entschlüssen und
— Einflusse der
seißblütigen französischen Pralaten entgegenzuarbeiten. — Gestern
creignete sich in dem Baͤtican eine sehr tomische Scene. Der Quästor
Roms hane allen Masken das Betreten heiliger Orte aufs strengste
petboten. Die Wache an dem Vatican war Vorsichtshalber eiwas
staͤrker besetzt. Ploͤtzüch fahren einige Wagen vor, in deuen gan;
weiß gekleidete Manner; mit schwarzen Gesichtern und Feichem
Diamantenschmuck sihßen. Unter der Wache herrschte grobe Verle⸗
g Vnbeit, da sie ftreugen Vefehl hat, Masken von dem Vatican fern
zu halten. Der Ofsizier will die schwarzweißen Herrn schon zu
Faatehr zwingen. als plötzlich ein päpstlicher Schweizer herzutrit—

ind die Sache aufklärct. Die vermeintlichen Masken waren di
zirmanische Gesandtjchaft, welche sich eben hier aufhielt und den
Papste ihre Aufwartung machen wollte.
Belgien,. F
Ein Telegramm des „Daily-Telegroph“ aug Brüsse
meldet: „Der belgische Handelsdertrag mit Frankreich stilpulirt
jür die Behandlung einer „begünstigten Nation“ mit einer Mus⸗
rahme zum französischen Vortheil des Inhalts, daß Frankreich bis
um 81. Dezember 1876 eine Steuer auf Rohmaterial,“ das von
Belgien imporlirt wird, erheben kann, sobald eine solche Steuer
ahnlichen Artikeln aufgelegt wird, die Frankreich von Ländern
mit denen es bereits Übertrage abgeschlossen hat importirt werden
Compensatorische Zoͤlle sollen auf belgische Punkte Productz geleh
verden. Welche Zollermäßiguag in Frantreich auch effectuirt werden,
wag, so soll dieselbe sich auf Güter die vor Belgien importirtwerden
beziehen. Kohlen, Eisen und viele andere wichtige Artikel
bleiben unberührt und sollen nicht beeinträchtigt werden. Die bel.
zische Regierung weigerte sich, auj der Basis der ursprünglichen
Prätensionen zu unterhandeln, als aber nach dem Entwurfe des
englischen Vertrages neue Eroffnunnen gemacht wurden, willigie
ãe in freundlich m Geiste ein, sich auf die Sache einzulassen.“
Spanien.
Madräud, 258. Febt. Es werden Uaruhen befürchtett; die
extremsten Anhänzer der Partei, der Föderalen haben bewaffaet
mehrere Punkte der Stadt besetzt. Die Regierung hat auf alle
isponiblen und zur Wiederherstellung der Ordnung ausreichenden
Muitärkräfte gestüͤtzt, alle no hwendigen Gegenvorkehrungen getroffen
ind die voraehmsten öffentlichen und Privatgebäude mit Truphen
zesetzen lassen. General Burgos erbdält den Oberbefehl über dit
Mihiz und über die Corps, wetche sich zur Aufrechterhaltung du
Puhe gebildet haben; zum Generalcapitän von Madrid wurde de
der Partei der Radicalen angehötige General Moriones ernann
WWW. T. B.)
Mad rid, 27. Febr. Die Ordnung ist vollständig in Madcid
tarcelona und allen: Provinzen mit Ausnahme derjenigen Punlu
wo carlistische Banden existiren, hergestellt. — Die Marschälle Su⸗
rano und Concha, sowie jast alle in Madrid ihren Sitz habender
Henerale haben feierlich versprochen; der Republik ihre Dienste
veihen.
Bermischtes.
7Kaiseralbautern, 24. Febr. Der noch von 9
ervngsgeschaäften herrührende Prozeß L. Kehr gegen J. Kehr nid
dirsch, dbei dem es sich um die Kleinigteit von über 96,000
andeit, ist am Freitag vor dem hiesigen Handelsgericht in ersie
Instanz entschieden worden, indem den Beklagten der Reinigungẽei
Jarüber auferlegt wurde, ob sie dem Klager einen Antheil an der
deir. Geschäfte eingeräuut und demgemäß den entsprechendea. Th
am Reingewinn zugesagt haben. J

r'Kaiserzlauterr, 27. Febr, Der Hickenbrief
Bischofs von Speyer behandelt in diesem Jahre die dbeabsichtig
Trennung von Schule und Kirche, welche als ein dem Siau
wie der Familie gleich verderbliches Unternehmen geschildert win
Das Aktenstück ist etwas lang gerathen, allein in edler und a
Jemessener Sprache gehalten. (Pf. P.)
Pgaiserslauttern, 27. Febr. (Donnersberger Bahr
Bom Dauborner Hof geht der „Kais. Ztg.“ solgende Erklärun
u Den Artikel , Donnersberger Bahn? sehen sich die Bs
des Daubornerhofes theilweise zu berichtigen veranlaßt. Der Au—
Fruck sie vegriffen die jetzige Zeit nicht und seien gegen den Veh
„au, ist unrichtig, und sie weisen ihn hiermit zurüd. Sie wist
techt gut die Bortheile zu schaͤtzen, welche Eisenbahnen den behr
enden Gegenden, bringen, und haben einstimmig ertlärt,, deh
gegen den Bahnbau durchaus nichts einzuwenden hatten, all
hie Zuftimmung zur, Inangriffnahme des Baues auf den —
elenden Gruydstuden nicht eher Jüben, als bis dieselben argeln
jeien, was übrigens die meisten Betheiligten von, Enkendach a
haten, Daubornerhof, 25. Februar 1873. Ph. Haberle.

.Aus Bergzabern, 24. Febr., schreibt das Sihb
Wochenblatt“n; „Nach uns soeben zugekommener zuverläfsiger Ith
sicht sand gestern in Schweigen eine furchtbare Schlägerei zwisth
reußischen Soldaten und Civilpersonen statt. Der Streit entsun
quf dem Tanzboden wegen Frauenzimmern. Das Handgemwt.
war großartig. Der Bürgermeister erhielt einen Sabelhieb über?
dopf, und den Kommandauien der dortigen Gendarmerie mi
nan einsperren, um jihn vor der Wuth der Soldaten zu schüs
Wie unser Gewährsmann exzählt, waren über 70 Mann Soldi⸗
ei dem Streite deth iligt.“ Das „Südpfätz. Wocenblati“ is
uiltramontan, mithin fürt uns keine glaubwürdige Quelle.
ich die Sache aber doch so verhalten dann wird es die pteu
Militat behörde wobleeber sowenig an gew ssenhafter X
tehlen lassen wie im Falle der Schuldigbefindung der Betheilig
n Aaner exemplarischen Bestrafung derielben: (Zww. Zkg.)
        <pb n="131" />
        pGermersheim, 21. Febr. Ende Dezember vorigen
gahres wat ein gewisser Friedrich Danner von Contwig, der im
jahre 18685 dessertirte, nach Amerilka ausgewandert und durch
infjährigen Aufenthalt amerikanijschet Staatsbürger geworden war,
Gelegenheit eines Besuches bti seinen Angehörigen in Contwig
erhaftet worden. Nach „tagiger Untersuchungshaft kam Danner
sidlich heute zur Verhandlung vor dem Miilitärgerichte dahier.
die Beschuldigung lautete uf die militärischen? Vergehen Der
desertion und der eigenmähtigen Verehelichung Danner, bezieh⸗
masweife sein Vertherdiger, Anwalt Ney von Landau, berief sich
zuf den zwischen Bayern und den Vereinigten Staaten von Nord⸗
merita am 26. Mar1368 abgeschlossenen Staatsvertrag und das
iesen Staatsvertrage beigegebene Protololl, aus welchem hervor⸗
gehe, daß die Verfolgung von ausgewanderten Bayern, welche das
merikanische Staatsbürgerrecht erworben haben, Vergehen, welche
die das dem Danner zur Last liegende Reat der Desertion, durch
die Auswanderung selbst begangen wurden, unzulässig sei.“ Der
v‚erichtshof schloß sich dieser Anschauung an, worauf der Beschul⸗
zigte freigesprochen wurde.

4München, 26. Febr. Die „Neuest. Nachr.“ schreibenz:
Wahrend der letzten drei Rarnevalstage hat der spezifische Mün—⸗
hener Faschings Humor auf den Straßen und in den Witthshäusern
die gewohnten Blüthen getrieben; ein über alle Beschreibung
hofler Maslenzug in einer Vorstadt, aller Orten die Figur des

Pooletariers mit umgelehrtem Rode und des mit Karienblaͤttern
dehängten, von Schmutz starrenden Hanswurstes, Gruppen wüst
us sehender Burschen, die auf offener Straße aus unnennbaren
hefäßen soffen, im Hofbräuhause der von den Auf sichtsorganen nur
nit größter Mühe abzutreibende Huteintreibungs⸗Komment, 34
Truntkenheit herbeige führte Keilereien, zum Soblusse heute Nacht
ein förmlicher Kampf zwischen mehreren E,endarmen und jungen/
den sog. gebildeten Klossen angehörenden Leuten, welche sich im
zZcandaltreiben nicht Einhalt thun lassen wollten und schließlich
hon den Gendarmen, deren zwei verwundet wurden, nur mit größter
Anstrengung überwölliigt und arretirt werden konnten — ein in
der Tqhut widerliches Ensembte von Geschmacklosigteit und Roh⸗
deit! Freuen wir uns des Aschermittwochs, troß Mahr, Faist
und Genossen!“
Dieustesnachrichten.

Se. Maj. der König haben dem k. Appellationsdirektor Hen.
Tarl Withelm Conrad v. Kärner in Zweibrücken zu den am
25. Fetril. J. zurücgelegten 50 Dienstjahren das Ehrenkteu;
des 1.Ludwigsordens nebst dem Geheimtatbestitel allerhuldvoll'
vexlichen.

⸗ů.

en verantwortlicher Redacteur.

hahier ersteigerten Ward Lautzlircher Baunes!
an Fläche 1 Tagw. 89, Dec. am Klin⸗
senberg auf landjährige Zahltermine ir
Figenthum versteigern. J

Sollte der Iswieg desselben nicht
erfolgen loͤnnen, 0 lassen dieselben rinen
Theil des darin befindlichen Holzes an
obigem Tage versteigern und zwar·
500 Balkensparren von 20 bis 30 Fuß
Länge. u

300 Stud desgleichen von 15 bis 26
Fuß Länge...

6000 7000 Gerien und Hopfenstangen
oder Garlenpfähle. 24*

Bis zum Veist eigerungstage kann der
Wand auch aus fteier Hand getauft werden.

Näheres be Iden Eigenthümern oder dem
Unterzeichneten.

BSornlgl. Notar.

birkene und Pappeldielen, eichene und
rußbaumene Madriche, nußbaumene Four⸗
nere, 12 hänfene und 12 wergene
deintücher, 20 Handtücher, 12 Tisch
ücher, 12 Dedcdeilzügen und 18 Kissen-
ügen, 2 silberne Cylinderuhren, Manns⸗
leider und Mannshemden, 4 vollständige
getten, großer Spiegel und Bilder,
innernes und Porzellangescherr, 1 Säu—
enofen, 1 Kunstheerd, 5 Ctr. Heu und
5 Ctr. Stroh und sonstige Haus⸗ und
Aüchengeräthschafteun.

Horn, kigl. Notar.

—A4

Gotl dem Allmachtigen hat es gefallen,
unsern geliebten Vater, Bruder und
Dutel, den Schuhmachermeister

Johannes Duy,
nach längerm Veiden und harten
Todeskampfe in einem Alter von 84
Jahren ins bessere Leben abzurufen.

Beerdiguag und Trauergoitesdienft
findei statt am nächsten Montage
Morgens 2310 Uhr.

Totnar und Si. Ingbert am 1.
März 1873.

Duy, Appellationsrath, Sohn
Duy, Decan, Bruder,
Johauna Schneider, geb. Rie⸗
dinger, Nichte. 2

und trots ihrer vortrefssichen

)riginab lllustrationen wohl-

2ꝛilsto. Frauen-Zeitung ist

die geit uber sieben Jahren

wsoheinendo

43 J 3

—X
eis vierteljahrlien 45 Xr.
colorirten Modenkupfern
ulden 8 Rreurzer.

ie praetische Richtung

Bladbtes, welche stets die

vedürfnisss der b'amilie berücksichtigt. den
Saforderungen der eleganten Gesell-chaft aber
nicht minder Rechnung trägt, macht jede ein-
elns Vorlage doppelt verthvoll. Die Schnitt-
nuster — ũber 200 jahrlich — sind ihrer vor-
üglichen Auswahl und ihror Genauigkeit wegen
ũnmlichst bekannt, nicht weniger die leicht-
rerstundlichen Anweisungen. wescho selbat un-
zeubtere Hände geschickt machen, alle Gegen-
tunde der Toilette, Leibwũsche ete. selbst au-
ufertigen· Auch im vxeiten Gebiet der Haud-
beiten iat die Modenwelt die beste Lebr-

neisterin.. —
Ane Bachhandlungen und Poctüâmtor- nehien
ederzeit Bestellungen an.
* E 73124 3 —I——— —

*
Můͤbelversteigerung
Mitiwoch, den 5. März 1878, Vormit
ags 9 Uhr, zu Sta Jugbert in ihrem
dause lassen die Wittwe und Kinder des
aselbst verlebten. Schreinermeisters Johann.
Zchwarz die zur Gütergemeinschaft des
Iden mi seiner hinterbliebenen Wittwe
Fothatina Waguer⸗ and zum Nachlasse
esselben gehörigen Mobiliargegenstande auf

Zahltermine oͤffentlich versteigern als:
i Kuh, 2 neue Kleiderschränke, 1 Pfei⸗
—XVV 1 Canapee.
1 Tische. 6 Rohrstühle, 4 Stühle, .1
ZQüchenschrank, 6 Hobelbanke mit vielerle
Wertzeug, hieferne nußbaumene. tannene

Wald- oder Holz⸗
Versteigeruug *
in Lautzkirchen.

Dienstag den 11. März 1873, Nach⸗
nittags ja2 Uhr, zu Lautzi tchen am Bahn⸗
hofe dei Johann Wannemacher leössen die
BZruder Peier und Philipp Schetting,
Fabrikarbeiter von Burbach durch den un⸗
serzeichneten Notar den durch sie aus dem
Nochlasse von Häfner Geora Riedineer

*
C * * 2
Vriefstegelmarken
Einfarhig geprügte, siegellagahnlich pr. Mille 124 Thl. — 14
Z-irar geprägte, weiße oder belle Schrift auf dunkelfarbigem. Grunde
2 Mille 2*0 Thlr., 1 Mille 166 Thlr. 66
Couverts miit ausgeprãgter sarbiger Siegelmarlze pr. Mille
1 Thlte. . ιν — 5
Zu L, 2 im. elexanto Neavinrpets ehaste 4 10 Ngr.
Licvographisehe Marken ohne irägung- 2farbig mit weißer
Schrist pra Mille 1 Thir.. ,
5 Litirograninehe arkem im Goidaschrist'pr. Misle 191 Thle.
6.. Viait kartom auf Glacè oder CartonPopier pr. 100 Stück 20 Ngar?: 57
SEbenso alle vorkommenden Aufträge für Lithographie, Gravir Arbeit, Bilderfabr'
tation verden Prompt und billig geliefert von der Siegeimarken-Fabrik, lit ho⸗
graphischen Gravir- Prae AiorirAndalt nebst Steindruckerei von
ete e A in Sachsein.“
Lieferzeit z4 1anerbalb 8 Tagen, ad 2— 6 circa 4 Wochen. nt an aamh an
Sendung pr. Mo snachnah me,vweyn nicht- Betrag sranco vorher ringefand!
wurde. Aafenten erbolten bobe Provision. —XF

Vorzüglichstes Kräftig⸗

ungsmittel? »
Bertin, den 19 Vezember 1872.
Meine Fras jst durch den mehumaligen
Bebrauch: Ihres vortrefflichen Malz
xtraktgesuadheitsbieres so gelräftigt
dorden,“ daß fie borldufig weiteren
ebrauchs desselben nicht bedarf. Paul
Wogner Moritzstraße 21.. 238
An den Konigi⸗ Hoflieferanlen Herrn
Johann Goffatn Berlinne
Bertaufftelle bei⸗n Fritz Panzer⸗
bierer in St. Inaher

Nie⸗inis v—α: USner
inzeiger fuür das Konlzreion
BRaveru NMe 27
        <pb n="132" />
        2ĩ0 LAI.
Deutsche Blätter für Haus-
wesen und Jamilienleben.

Mit Illustrationen.

5. Jahrgang 1873.

Preis vierteljährlich 18 Sgr.
Aus dem Inhalt der ersten fünf Num
mern sei besonders erwähut: Gedanken
einer englischen Hausfrau über die Er«
ziehung zu häuslichen Pflichten. Von
duise Büchner, — Ueber die Mode. Von

Emma Braun. — Der künstlerische

Schmuck des Hauses. Von L. Katzen⸗

ein. — Ueber den Stand der Frauen

bewegung. Von Jenny Hirsch. — Ueber
das Reinigen der Kleidungsstücke. —

Berlin in der Weihnachtszeit. Von L.
Junghans. — Ein Werhnachtsgescheuk.

Skizzeablatt pon Eüse Polko. — Ge⸗
sunbheitslehren. Von R. Th., Oberarzt
a. D. — DerMatrose von Alabama.
Erzählung von Luise Büchner. — Die
Gerüche der Pflauzen. — Welischau.
Von F. v. H. — Die venetianischen
Perlen. Bon Auguste v. Roͤmer. —
Ueber Umgangs und Höflichkeusformen.
Von E. v. Maslow. — Wiegenlied einer
Matrosenfrau. Frei nach dem Dänischen
von P. Freitag. — Allerlei. — Bü-⸗
chertisch. — Briefkasten.

Der Segen des wahren Familienlebens
liegt in der Hand der Frou. Der
Frau ·zuzugehoren und ihr bei allem
Thun und Denken zur Seite zu stehen
hat sich kein anderes deutsches Blatt so
ausschließlich zur Aufgabe gemach:, als
.Die Hausfrau.“

Besteliungen nehmen alle Buchhandlungen
und Postanstalten an uund liefern auf
Wunsch Probemmmern. z4

Leipiig. 33
XX

(GGr. Ludbarde.
VMiedMlauondiudntαàäOO

ExportBier

Wohnungsveranderung.
Ich zeige hiermit ergebenst an, daß id
nunmeht is dem Schwar z'schen Haus—
wohne, neben Schreiner Schuster und
gegenüber der Eisenhandlung O. Weigam
in der Kohlenstraße.
Otto Ungewitter, Gürtner.
Frisch eingetroffen in großer Aus
wohle: Alle Sorten OChocolade, einge⸗
machte Früchte, Mar melade, sowi
achte Mainzer Wottighonbon in de—
Conditorei von
G Mickel

aus der Braucrei von C. Gelbett aus
Kaiserslautern verzapft von heute an wieder
ortwährend, und ladet zu fleißigem Besucht
hoflichst ein
E. Wohlfart.

Ein braves Dienstmädchen,
das allen häuslichen Arbeiten vorstehen
lann, findet eine Suille bei Ludiw. Kling
Metzger.
Künsthicher Dünger
aus der
Landwirthschaftlich chemischen
Fabrik von
CEORG CARL ZRIMMER

Silberne —X
Karlsruhe 18601
ẽHrenv. Erwähnungç
London 1862.
Medaille.
Hamburg 1863.
Fhrenv. Erwähnung
Mannheim 18683
Medaille.
Köln 1863.
Vle achkhbahktatkWαòæα0αãαιιαιααα ααιαÄα. —
Tnter Tontrole der landwirthschaftlichen
Knochenmehle, roh und gedämpft,
Superphosphate, in ollen Solten,
Kali- und Magnefia Präparate,
Ammonigk Superphosphate— als bester Ersaz des rothen Peru⸗Guano,
Spezial ⸗ Dünger, für Rüben, Tabak, Reben. Hopfen, Wiesen ⁊c.
Saͤmmtliche Dünger werden in altbewährter, vorzüglichster Qualität
unter voller Garautie des Gehaltes geliefert.
Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung feines Inhaltes und der Firm
Georg Karli Zimmer im Hanmheim versehen. J
Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten. n
Wegen allem Näheren beliebe man sich an die Fabrik in Mannbeim oder a—
—besannte Verkaufslager zu wenden.

Ziber —X
Strasßburg 1866.
Viedaille.
Genf 1866.
Zwei Medaillen
Paris 1867.
Silberne Medaille.
Saarlouis 1867
Zwei Medaoillen.
Karlsruhe 1869

C a — — 3 *
D. Fubhrländer Noiferr.
25 ꝑ ——— 7
5 rgα in roart —X—
e ad v ine di it den ersten Fabriken, ist es mir moͤglich, mein reis
riwährend rene Zufuhren und durch meine direlten Verbindungen mit glich, mein rei
Drqh orwab sortirtes Lager zu den bekannten binriigen Preisen zu empfehlen.
Großes Manufakturwaaren Lager ·1 c Dne Sireee Ausstattungs:⸗Geschäft.
ige, li 500 Stü breites s i
10do Stuck . hrelte achtsarbige. lila, rosa, gelbe, p. 8538 suo dee ahren Leinen. fur Hemden und Betttuchor
sni Kleider und Ueberzuge, Cattune mit J— J — A
Borhaͤnge der halbe Meter 9 r. — 223 Ellen breite grobe Leinen, fur einichläfrige Bettiücher. dar
20d Stua Pnte oressoe Jacouets in den brillantesten Dessins, der Wen pede og, 3— e —9 .
jalbe Meter )2 kr. te g zwei rige Be er, das vo
a00 Siud pe Pique⸗Cattune, der halbe Meter 12 5.— 200 Stud e — RFath 4 Ellen lang, J 2 24.
oο Ena 5 breites schweres achtsarbiges Bettzeug, meistens turtisch⸗ oe Werge v e *. wdehse und bohmisches Leinen, der halb⸗
—RtXX —— erdäc die Eue 22 kk. 200 Stua en wollene Bettdecken, für zweischlafrige Beiten, do
3 Centimetres.] 200 Stud voß woll
— breiten eagnschen Waͤterbroof fur Negeamäniel mit und ohne 3 ¶peve Bettdecken, für zweischlaäfrige Venen
e e lcd ene ien 00Stud scwere graue Bett-u. Pferdedecken,d. Stud fi. 230. bis s. 8
ꝛe/ä bratten schweren guten Burkin fur Hosen ganze Anzuge, die 300 Ween und Victoriadecken min Franer
Esle fl. l30 kr. fl. 2. I60 Centimetres. ur 2sqhlafrige Betten das Stüdf. ꝛ 888..
d/. breite Fußteppichstoffe, die Elle 15 tr. [5 Centimetres.] 100 Dutzend weiß seine Tischtucher, S Ellen ang, 2Ehllen breit
blatien rorhen wollenen Unterrockstoff, die Elle 10 kr. s56 Centi— das Siüd 50 kr
metres.. m5** . 728 160 Dutz nd Haudtücher, das Dutzend von fl. 3 an, die Elle von Gkr. au
en weihen 07 breiten Mull fur Aleider, die Elle 12 kr. 155 Centim.] . en ein leinene Damentaschentuͤcher, dasß Deuzñ
z Enaa verschiedens gute Kleiderstoffe für Winter, Frühiahr Große vihe Eachemires Sifchbecken bas Sua . .
Sommer und Herbs der Meter von 30 kr. an. 5 Sroe othe Cache eives Eomodedecken. don Stua si1, ae si. I21
Lam⸗⸗a. nterrockstoffe, Thibets, Cachemires Flanell, VIa veiten tuich ramagirten. KRorhangomull mit Bogen,- der halbe
inets, Espagnolettes, Chales in allen Farben und Meter 16 ir.
jua lůtaten billigit. A —— Prũua Shirtiug⸗ grau weiß, schwarz, die Elle 7 kr. s55 Centim.)
dreiten schweren Barchend fur Betten, die Elle 16, 18, I *4 und 07. breiten Zwill ich Lederleinen, Strobsackleinen
tr. 55 Centimeires.)] graue, gelbe, weiße Servietten zum Fabrilpreise.
Aus meinem Hause gehen jährlich Tausende von Sendungen nach allen Gegenden Deutschlands, und täglich
sich wiederholende Nachbestellungen sind die besten Beweise, daß man allenthalben mit meiner Bedienung sehr
zufrieden ist. — d wryr
Muslerabschnitte saͤmmtlicher Artißet sende in reichster Zuswahl franco per VBost.
⸗6q die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens brsorgtune bitte mir das bisher bewiesene Vertrauen auch weite

——

Pe aftion. Druck und Verlaag von F. X. Dem⸗4 in St. Inabert J
        <pb n="133" />
        —— 88 ve à —888—— 5 . .. —

*28 211412 1 712333 8 * 2 F. P ar

J n e1 e n — 2 Z

7 J J —10— — J 3 3 J 2 — F * F

Iee *

der Si. Fncerter Augeiger (und das mit dem Hauptblatte verbandene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstagt⸗, Donnerttags⸗ und Son un

zunne erlcheint wlcatlich vñerm alt Dienbtag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonunementspreis vierteljiahrig 42 Aryr. ode
— —7 12 Silbergr. Anzeigen werden mit Arzr. die dreispaltige Jeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

X34. Sonntaag, dene
3 Deutsched Reich. RF

Der „Magd. Zig.“ berichtet man aus Berlin vom 24 Febr.!
Wie in parlamentarischen Kreisen heute erzählt wurde, beabsichtigt
Iberregierungsraih Wagener gegen alle diejenigen hisigen und
Xabingialzeinungen klagbat zu werden, die nach seiner Meinung
ibet ihn Artitel injuriösen refp. derlaumderischen Charakters ver⸗
aßt oder reproducirt haben ···

Berlun, 27. Febr. Herr Lasker ist erkrat, was die
Irbeilen der Untersuchungsklommission voraussichtlichn verzögern wird.
Dee Kronprinz wird nach den jetzigen Bestimmungen umn dem
4. Marz hier zurückerwarte.

tZerüinn. Von Seisen des bleibenden Ausschusses des Deut⸗
cen Handelstages ist an sämmttiche Mitglieder des Handelstages
olgendes Circular, die beschlossene Enquete in der Arbeiterfrage
netreffend, gerichtet worden: Seitens mehreret Handelskammern ist
in den bleibenden Ausschuß die dringende Aufforderung ergangen,
e Arbeiteragitationen in das Ange zu fassen, und insbesondere
d prüfen, welche Gefahren aus derselben der deutschen Industrie
rwachfen find oder noch zu erwachsen drohen. Der bleibende
lueschuß hal sich dieser Aufforderung nicht entziehen zu dürfen ge⸗
laubt und einstweilen eine Commijfion niedergefetzt, der das Recht
er Cooptation beigelegt ist, und welche sich zunächst mit der
zammlung statistischen Materials beschäftigen? wird, um daran
seeigneten Falls praktische Vorschläge für die Gesetzgebung und
herwaltung zu knüpfen. Wir hoffen ihrer Zustimmung dazu sicher
u sein, daß der dleibende Ausschuß des Handelstages es unter⸗
niimmt, sich mi? diefem Gegenstande zu beschäftgen; die Wichtig⸗
eit der Frage für den Handel und die Industrie Deutschlands
inerseitz, die Verbindung des bleibenden Ausschusses mit allen
handetskammern, welche ihm die Beschaffung Anweritsiger Ao
exials erleichtert, andererseiis veranlassen ihn dazu. Hiernach er⸗!
auben wir uns ergebenst. Sie um die Beantwortung folgen der
jragen zu bitten; 1) Welche Urbeitseinstellungen sind in den in-,
uusttiellen Etablifsements Ihres Bezirkes vorgekommen Wie viele
srbeiter sind daran betheiligt gewesen ? Welche Dauer haben die-
lben Vehabt? Bestehen Arbeitervereine mit dem Zwecke. Arbeiter⸗
instellungen zu organisiren oder herbeizuführen d Sind die Arbeits
ustellungen von dem Bruch contractlich übernommener Verpflichtungen
egleitet gewesen ? Snd Störungen der öffentlichen Ordnung im
gesolge der Arbeitseinstellungen vorgekommen 2* 2) Welche Forder-
ngen sind von den strikenden Arbeitern gestellt ? Welche Maßre⸗
eln haben die Arbeitgeber zur Abwehr derselben ergriffen ? In
velchem Umfange sind die gestellten Forderungen befriedigt, wie
peit sind sie mit Erfol zurückgewiesen worden.? 3) Ist die dortige
Industrle durrh die Arbestseinstellungen in die Lage versetzt worden
bernommene Aufträge, uuerfüllt lassen ader ertheilte Aufträge
blehnen zu müssen ?* Und welcher anderer Schaden ist Ihrer In⸗!
ustrie aus den Arbeitseinstellungen erwachsen? Wir glauben.
iese Untersuchung vorwiegend auf die Greßindustrie mit Eiaschluß
)eß Bergbaues und des Hüttenbetriebes, namentlich aber auf die
abrilmäßig vetriebene Induftrie richten zu müssen.

Aus dem Kreise Erstein (Uterelsaß), 26. Febr. Letzten Sonn⸗
ag verbreitete sich plötzlich in unserem Kreise das Gerücht, man
nüsse kunftighin von 20 Ares Tabak 40 Frics. zahlen, statt wie
»isher 17. Die Wirkung dieses Gerüchtes, welches durch die
berall hingeschickte Petition der Gesellschaft für Ackerban, Wissen⸗
qaft und Künste“ gegen die Tabaksteuererhöhung entstand, war
urchtbar. Die lebhafteste Entrüstung macht sich allenthalben Luft.
Behe dem⸗ der an diesem: Sdantage es versucht hätte, ein Wort!
er Erklärung oder der Bertheidigung zu speechen, er wäre schlecht
eggelommen. Die Lage der deutschgesiunten ist durch das unselige
brojelt der Tabalsteuererhöhung eine sehe schwierige geworden.
RNnn das ist klar, daß bei 35 bis 40 Frez. Steuer vom Centner
user Tabakhau so gut wie euinirt wäre. Lieber Regie, sagen die
eute, als solch' eine Stener! Käme sie, dann stände es schlimm
im die Sympathieen, welche sich die dentsche Verwaltung bis jetz
aühsam errungen has

24

Frankreich. —

Pa ris, 27. Febr. Der Ministerrath beschloß gestern,
sochefort nach Caledonien zu fenden.“ Vorher foll jedoch eine
pecielle Commisston seinen Gesundheits zustand untersuchen.

Par is, 28. Febr. Morgen zahlt das Fing nzministerjum
in die deutsche Reichsregierung 180 Millionen als reüdständige
Ziasen auf die drei ersten Milliarden. Am 6. Marj jahlt 4
selbe weitere 150 Millionen auf die 4. Milliarde.*

.Spanien.

Ueber den Uebertriti des Don Carlos nach Sbanien erfährt
das XIX. Siécle von einem Spezialkorrespondenten folgendes
sähere: Am 17. Februar kam er nach der Peovinz Guipuzco uns
zassirte den Ort Dancharines mit einem Gefolge von dreizehn
Wagen. In seiner Begleitung befand fich sein Generalstab und
»er Carlistenführer Dorregaray mit seinen Truppen; dam folgte
noch ein Carliftentrupp, in dem man die beiden Söhne deg Grafen
Barrot erkannte. Diefe kleine Truppe verrieth durch die Frische
hrer Uniformen, daß sie noch nicht lange im Felde stand;“ fie
vandte sich nach Elisondo und fand in der dortigen Gegend erst
ach längerem Suchen das Gros der carliftischen Truppen.

England.

Nach Cubba soll Spaänien nach einex Mitiheilung in der
Times“ seit 1868 bereits 80.000 Soldaten gesendet haben, von
zenen etwa die Hälfte an Krankheiten gestorben ist. 54

misd— J 3

7 8Kaiserslautern, 27. Febr. Vom hiesigen Poß⸗
eigericht wurden gestern 53 Sonntazepflechtige Mädchen wegen Be
suchs von öffentlichen Tanzbelustigungen zu je 1 Tag Haft ver⸗
triheilt— ——23

F In Kaiserslautern hatte Bierbrauer K.Gelbert dsee
diterglässer etwa einen Centimeter abschneiden und als 74 Liter
nichen lassen. Dies wurde von der Polizei beanstandet, Gelben«
iber vom 'Polizeigericht dieserhalb freigesprochen, weil bei seinen
hläsern der Aichstrich nicht blos 2. sondern 3 Cent imeter
inter dem Rand ist und die diesbezügliche Verordnung nur
das Minimum von 1 Centimeter, nicht aber eiu Maximum
orschreibt .

Auch die Berliner Feuerwehr wird auf der Wie⸗
jer Weltausstellung vertreten sein. Es sind zu derselben ein
Rfficier, I Oberfeuermann und 16. Mann bereits commandirt
vorden, dieselben sind ausgerüstet mit einer Spritze und einem
Bafserwagen, auch führen sie Exemplare sämnnlicher Rettungsé
ppaxate mit, welche hier gebräuchlich sind.
Die „Trib.“ mocht darauf aufmerlsam, daß der südliche
IBendhimmel zur Zeit einen überaus prächtigen Andblick darbietet.
Im Osten neben Regalus im Löwen leuchtei Jupiter, ihm gegen—
iber im Südwesten strahlt in vollster Glorie die Venus und zwi—
chhen beiden flammen, ein Dreieck bildend, die herrlichsten“ un-⸗
ichtbaren Fixsterne: Prochon, Riegel und tief im Süden der
rachtvolle“Sitius, eine Konstellatign wie sie großartiger fich kaum
zarbieren kann. Wir laden alle Freunde des gestirnten H'mmels
in, sich den Genuß des Anschauens nicht entgehen zu lassen. Die
G Zeit der Beobachtung indchte die Abendstunde zwischen 7 und

sein. 8
Bonn, 23. Febr. Drei Eisenbahn;Bedinstele sind heut⸗
»erunglückt. In, Bingerbrück überfuhr eine Ragirmaschiene einen
gremser und Ichniti seinen Leid mitten durch; auf Statjon:
Friedrich-Wilhgelmshütte wur den zwei andere Leute ebenfalls üb er⸗
ahren: Einer blieb sofort kodt, den Anderen sind beide Füß⸗
bzeschnitten.

f Die naͤchste allgemeint deutsche Lehrerversammlung
oird in Breslau stattfinden. Eine Anzahl dortizer Lehrer haben
ich bereit erllärt, die erforderlichen Vorarbeiten zu übernehmen.

Eine Feu esbrunst in New-Orleans zerst hete bEtadueναll
ind machte 200 Familien obdachlos. .4

4 Fin Dey siche au Nancy bem 14 Fehruar meldet: Heute
        <pb n="134" />
        am Geburts tage des Generals b. Mantaufel kamen alle Musit-
banden der Occupationsarme nach Nanch und spielten der Reih
nach vor dem Palais desselben.
f(Nonsieur Foutriquet.) Eine Aneldote wird von dem großer
Diner AÜberbracht, welches Thiers letzten Samstag in der Präsi-
dentschaft gab. Man sprach von dem inluriösen Briefe eines der
Dreißig über Thiers. Darin findet sich die Bezeichnung „Foutri—
quet.“ Thiers gefragt, was dies Wort bedeuten solle, erzählte, daf
eines Tages der Marschall Souit auf der Tribüne von seiner
Wunde sprach, die er am rechten Bein erhalien habe. Thiers, der
schon damals gewohnt war, zu opponiren, unterbrach den Marschal
indem er rieß: „Am linken Bein“, „Am rechten Bein“ wiederholt
SoultAm linken Bein.“ ief Thiers von neuem.Es ist moͤglich,“
versetzte jetzt der Marscholl. „der ehrenwerthe Herr Thiers lanu
Recht haben —am linten Bein.“ Der Marschall und Kriegsminister
fuhr in seiner Rede sort, aber die Unterbrechung hatte ihre Wirkung
getham Soult, der nichts weniger als ein Redner waz, kam leicht
aus deun Konzept. Auch diesmal verlor er ganz den Faden seine:
Rede; er wurde verwirrt und mußte die Tribüne herabsteigen.
Immer murrte er, ohne Herr seiner Worle zu sein. „immer muß
mir dieser, Foutriquet etwas an die Beine werfen.“ Der Name,
jette Thiers zu seiner Erzählung hinzu, ist mir geblieben, aber
jeit Pére-Duchöne hat ihn Niemand meht gebraucht.

4 Das braunschweigische Finanzcollegium warnt vor der
Annahme falscher, in lezter Zeit zum Vorschein gekommener braun—
schweigischer Zehntdalerscheine. Die Falsificate sind besonders am
Fehlen der Wasserzeichen, am Schiefstehen der Nummern und daran
zu erkennen, daß hinter dem Ortsnamen das Komma fehlt.

7 Im Jahre 1872 find 2682 Saqheffe im Ganzen gescheitert
datunter 1310 englische, 239 franzoͤsische. 222 deutsche, 211
amerikaniscde, 194 norwegische, 108 holländische, 78 italienische
71 schwedische.

7 Ein originelles Juserat mit der Ueberschrift Wanzen“
ffeht in einem Wiener Blatte. Dasselbe lautet: „Ein Herr.
welcher seine Wohnung verlassen will. jedoch die Verpflichtung ha
dieseibe dem Hausherrn in dem Zustande, in dem er sie gemiethet.
jurückzugeben, sucht durch öffentliche Anzeige 2000 lebende, in
Freiheit dressirte Wanzen.“

pPetertburgs. Behaarte Menschen. Großes Aufsehen erregt
seit mehreren Tagen in Petersburg ein Seitenstück zur Miß Past⸗
tana. Aus den Kostromer Wäwern wurde dorthin ein Bauer,
Adrian Jewtychiew, gebracht, dessen Kopf nicht blos eine vollen ˖
dete Thierforin hat, sondern auch ganz mit Haaren bedeckt ist.

»Nur Lippen und Augen sind natürlich nicht bewachsen, souft ist
tein Fledchen an seinem Korper frei, den ein lang herabwallender
Haarpelz einhüllt, aus dem heraus sogar die Nasenspihe nicht
schtbar ist. Von den Ohren herab wäallen riesige struppige Zopfe.
Auch die Zahl der Zähne ist bei gem Wundermerschen nicht nor⸗
mal; am Unterkiefer vesitzt er deren nur vier, im Oberlieset nur
zwei. Sein dreijaͤhriges Söhnchen Fadia übertrifft an Haarfülle
noch den Vater. Adrian Jewty hiew zählt bereits 558 Jahre, er—⸗
ereut sich aber trozdem noch des besten Humors und feichnet li.
zurch eine bei seinem Stande seltene Zuporkammenheit aus.
Irdens Ver nu.

Den katholischen Pfarrern Horn n Minfeld, Filian in
Zabkirchen, Schaufert in Fischbach und Dahl in Kaiserslauiern
vurde vom deutschen Kaiser in Anerlkennung ihrer pflichtgeireuen
Theilnahme am Feldzuge 1870 — 71 die Kriegsdenkmünze für
Nichteombattanten verlieden. Die Kriegsdenkmünze nebst Besitz⸗
zeugnißz wurde: den Betreffenden vom bischöflichen Ordinariate
Spener auoest⸗ stt
Aus dem fehr productiven Verlagze von A. H. Vapne in Leipii
ist neuerdings ein Werk hervorgegangen, das bei aller Vortrefflichkeit —*
eine Billigieit vornehmlich den minder bemittelten Kelassen gut zu Statten
pnimt. — Das Werl ist betitelt: „Deutsche Bolks⸗Zeichenschule und erjcheint
—D auf
schönem starken, also dauerhaften Papier gedruckt. Dder Preis pro Blat
ellt fich demnach noch unter einem halben Groschen. Was der Fachkundige
zuf den ersten Blid an dem Werke erlennt, sei hier den weniger Eingeweih—⸗
den mit den Worten zum Verstandniß gebracht, daß es sich hier nicht um jene
hlanlose Malereien handelt, welche jun e Leute oft Jahre lang treiben, ohne
irgen weichen praktischen Nutzen daraus zu ziehen (was immer auf die Sy
lemlofiakeit der Unterweisung zurüchzuführen isth, daß vielmehr diefem
Werkene in wohlgeordnetes und wohldurchdachtes Syftem zu Grunde liegt,
durch welches der Lernende Schritt fur Schritt dem Ziele naher geführt
wird. — Wie wichtig das Zeichnen fur alle Stände ist, ist allgemein aner—⸗
lannt und auch durch den Üümsftand bewiesen, daß in allen Berufsgeschäfien
diejenigen die geschicktesten und gesuchtesten Arbriter sind, welche den ausge
„rägtessen Sinn haben fur die fichtbaren Formen, wie ja auch die eigene
heobachtung genugsam zur Erfahrung bringt, daß solche Personen, die fich
in der Jugend fur das Zeichnen interessiren, sich später zu allem leicht anstellig
zeigen. Um wie viel mehr Rutzen aber ist aus einem Werke zu ziehen, dat
nicht blos ein stummer Begleiter, sondern von Anbeginn an durch die Reihen⸗
solge der Figuren zum Nachdenken über Abstammung, Zusammenhang und
Berbindung der Formen aneitert und gewissermaßen den Fortschritt im nachsten
deft, auf das undedingte Verständniß der früheren aufbaut!

Die deutsche Volis⸗Zeichenschule aus dem Verlage von A. O. Payne ir
Leipzig ist daher allen Eitern und Erziehern unbedingt zu impfehlen. da
ihnliche Vortrefflichleit außerdem nur noch in älteren sehr kostspieligen Werler
mzutreffen ist. Bestellungen darauf werden alle Buchbandlungen gern ent.
gegennehmen.
Bekauntmachungen.

Im Verlage von A. H. Payne in Leipzig erscheint und ist durch alle Buchhand⸗
.* lungen zu beziehen:
Deulsche Volks⸗Zeichen⸗chuse
IE für Schusle und BHaus
in Heften zu 2/3 Sgr. Jedes Hest bringt sechs Vorlageblaner. so daß also ein
Vorlageblant noch unter einem halden Groschen zu stehen kommt. Dem fleißigen
—AR
räumen von circa 14 Tagen, zusammen 36 solche Hefte erscheinen und den Schüler
damit auf eine sehr ansehnliche Stufe des Koͤnnens bringen werden.
Eliern und Vormünder sollten nicht verfehlen. das MWert strebsamen Knaben in
die Hand zu adeben.

„Wruitz net so.““

Alle diejenigen, die ncch Forderungen
an den Verein, Trutz net so“ haben,
wollen ihre Rechnungen an den Rechner
des Vereins, Herrn Ludwig Bechthold
bis längstens kommenden Mittwochs ge-
fälligst einreichen.

Si. Ingbert, den 1. März 1373.

Der Präsident.

Bürgervereins⸗Kränzchen.

Morgen (Mittwoch) Abend Zusammen⸗
kunft bei Johann Grewpe⸗nig.

* 227 DCOCC 22
Der Regenerator
(oder Lenensweæker)
seit Jahren das bewährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und specielle
Schwächezustände, Magengedärm und
Leberkrankheiten, Hämorrhoiden, Eng
brustigkeit, Milzkrankheit, Flechten ꝛc.
sowie alle Krankheiten, die von ver⸗
dorbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der „Lebenswecker“ be
foͤrdert die Verdauung, reit den Ap
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist besor
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Flasche zu Afl. 10 kr.
—20 Sgr. bei P. Zepp in St
Inabert. n
x

——— 6—. .—
uIng⏑⏑ r νια (Hsuobt)
—E ——— . Bor Hi m. Louicc-

gtrasseæ 45 Ar-e )biehß iher a mgend Patier⸗—- ?]- P
Rxport-Bior
aus der Brauerei von C. Gelbert aut
staiserslautern verzapfivon heute an wieder
oriwaͤhrend, und ladet zu fleißigem Befuche
wöflichst ein. ——

9W.

Feuerwehr⸗Montag
bei Weter Weißaerber.
Ein gut erhalienes Tafelela
bi⸗en ist zu verkaufen. Näberes in de—
Fryer d Bl.
Fur ein Fabritgescaft au
dem Lande wird ein
Aufseher
gesucht. Näheres in der Erxpedition
KB MIAα

Wohnungsveränderung.
Isgh zeige hiermit ergebenst an, daß ich
nunmeht is dem Schwarz'schen Hause
wohne, neben Schreiner Schuster und
gegenüber der Eisenhandlung O. Weigant
in der Kohlenstraße.

Otto Ungeneitter, Gärtner.

besetigt (auch briet
eh) in 2 Stunden gefahrlos uno
or Dr. Bremat in Leipzig.
J — —7— — — —
Vel attion Druck und Verlaa von F.X Demek in St. Inabert
        <pb n="135" />
        1
22—28
522532 5282
— 25525 55* 5s232835533
3 2 2 * — 222
232* 322 3335353 55555 52 —
38*22 32. 7525 55 8833583 5332333 5353 2
3 2 2ñ. 2 —X —— — — 53233 5222 A 2
5525 2 236 75 —3 53—5253 — —I A
55252 —— 22258 22 5352322 — *
8255 232. —A — x; 22232 * —— 22 —e22 55 AMC; *
353255538257 55 75—575823 235373328337 —
25328 —— —— 53558 2 —255**35 z552 553 535
555 57— 52855352*8 2 * 7 52s87 752233 —
—5338353 *5 222523 — —— 7. 32328 — —— 33333 33*
2 2*
4 2353353553 5 235
2 *25—8 222 22: 352 r— 22 3 J 8 2 m
⸗ —43 55828 —5, 52535 W 5 ——— s2882* *
282 3287 1324* 52 25535
533 — 33253 —57 —* —— — 322523 55585 38 —52— 5858
552235358 58535 252z53—238* 222332323860 ——V— 258.
38 3332335535 52 352885 533 —5——* —— 252 *38
— 222232—58 2 553—5223* 332
c * — SE 532653733753 538 —8 —8 — — 52—335* ——T3 253535 38 8
— 535 257223 2522 2285 22833353 — 252 522 25553 2222
— 585 —A
2 T 2* — 2 8 12 * —— — ñ 25
— 253* —* 5252522 — 523 828 —— 625 5*5
zaͤz — 53253 5255
52528557 »532 5823333 28 — 1533573575573 3 5538 252*
53523553s 232326 3333572383233387 2325s 3 223 53 5333
33333228 2378633333258* 533* 33333555— 332 —41
5 22 55583 33533823755 522285* 23353383235 5—32328 2227
* zz 3 258 —A 3
S — * 52 2*
* —28 8—
F — — *
c 3*15823 5— ——
57 552332—852 —2 ,zSE2 z2255 52—
*F 7 2228 222—
m—— 5 * * 54 2
23 5 3533733335532 55 555382 s558 53233
— 13553883 235323 2335 53225332353 583—
—A —2875775 2323 „235 3 28288 55 5533253 5823
0 —27* ——E — 58 — 232 — 5222 2.5 523 —A —— — J
2 3 322 — „5323—2877 —57 »75 225 5 522 557272
*2 33233 * 72552205 55 2R5 s22* 235 S 552572522 ã
—28 X 5365* 24 ã —— — 2 52555 —5555 —
5sñ 5232238* 5s32530 2885535 53553 3328 3233353 228 5
— 2535 52.8 —mùm ae e 2 55 52 25282 —
—W —23225 5 5 —— —322 — 233 57
3 3332322565 — — A 5525 5*22
r — 2808 5833235 555385 85 — ——
s3 5ẽ—5s82278 23 32s53 35335 — 522 28 —33z32832
333 — 333 3335338532
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3 23355533 32523 55822258
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2* —4— 2* — — 2— * DA
d 555 52 28 2 5*8*
535 557 383233 3532 — 53332
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232 53358 —A 225 8 2 17 2 8 * — *
23333228 25 323525 5232 —X 2557 * 53532888
—A 8 —8 — — *s 8 5— 2328 2 2 827 5857
—— 8* * *.8 * — 2.
323373 z2532 ⸗5333* 23753 1834 3255358 A
22* * 8 22 * 7 * 552 38. 332*2333
*3223 5 W ———— 5238 *7 55 2333 03
2825735 *58 3* 27235 23—228 2383
— — — — 22B3 355 2 322255
— —— J— 2 22 253 3
—— —A 4 5*84 55353 — 237232* s
7*53232 2 *5783 3353 2 7285 2BN558*
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F —— * 52 3 — 5ESEIASS—
3335223 3363 5 33 383 3336
35252 * — —A 34 — 2325 555825 2 5 3
135725357 58 5 BR 5 288 2 4225 —; 52*2 22
— 3533 —A— 2555 52 235258 — 237532 532
235353 525 — 22— 325535 5 222353 22 2533755 2535
5s585 s 588 5 — — —A —A
e * — *255* 52*25 3 8222 —A * 2 —AV 1 22 A
1355888 2572322 —— —— —5383833532325. 232388 5228235
—A — —F — — 23555 5 —2535538333 20528
— 83 5* 25 — 53 28 * 258 5355533335 —— —— * 2
3 —— —— — —— * 2 — 2223 535283*23 22
33z3333 2528 E 228 25353232 ——́—7— E —23 *6
3557323232 783 3 3333 —— —73
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3855 3238323 *32 25— 32243 222 *
585 238. 33322 * —S8 55 55 27235 2588 582
327 288 ü255 ——* 22——36 282 2532 2
— 22 22 —3 — * —— 2 5 2 2355 —8 * — 0 —s 5 28
—3353278523533376— 55353;5 225 *35 7*558 325355 368
322 — — 4J 22 2 *2 2 2232 —
3 2 28 — 82553 —— — —— 2 v⸗ —A 3* 3 —3—
35 38 5 3 52 2 557 * 2 S— —A — 2 263 X
z323 62333282 z53575 325 7—,23. 35 —
2 2* * —
272733— z 3—388 353 247——325 755 3*88333
535282 3252253 5R —528 0 25ñ 5* —A 325 20 — —
—A 2 7 —A —— 2728 * 22555 — — —
522—322325522 52525 —2—5 5—22 227 58. 5233 3 2
—F —— 723 23—3—— 28 3855 2
2 *5 * 555 — 95 * 7
— —— 23 2 225807 2 —— 8 w7 S —3— 8
7 322 c 208 n 7 — — 2 * 2 — 238 8 73
23837 37623 235233542 5—22—5552333 555655 5
— 22 kx— 582 2222 — * — — —— 2
53—25553 348 5 2 2—— 58 — 5 333————833353
——— 5252535 5 525035— 535 223 3
52*5 533223532352—5 —
* — — 2 —— 5528222 — 2—222
38563333 33833355 3353353— 323358
— ⁊ »5 2 : * 2 2 2 — 4 —8
33853 — 533537333353353335333336—23
—A — —z—28* — 15— 3ùz5382520 28352 — —23 5. 3 53 5
258 22—57525 * 2383832 22253 —X 83 3 230
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3333385 3— 3 ——— —33552
22 5*22 3 2 * 3.2 23 — —— 757 23 —
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35233338338 355555 233—327 325
33*3 3545 8853 **35383 33735
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378332 33538* 222824 333353 2258
52232 233 233235 —25 —35232 3253
*222 —— 2 6 2 * 3 52* *——— 53
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533353323332* 33535. 33355 335835 *58
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3333375* —J— —353327 54
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2—52 — 52322 228 8
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—B————— mit dem danptolatte verburdene haterhaltumgsblatt, mit.ber Dienstags- Dounerstags , und *u
Aue erscheint wöchentlich mier m al. Dienszag. Donmex.tag, Samsta g und Sonntag. Adonnementspreis vierteliahrig 42 Krir. odc
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet. *
4 35 Dienstag, den

— 7 1873
—
⸗ t ela 1
AI —2 mu vig noch ohne den koöniglichen ener Verdacht begründet Ie e eeer
Entscheid. Der verstorbene General Hartmann war ein eifriger big ist. Die Wagner'sche Sache icht i
Borfechter des Anschlusses an das Reichsheer. — Die une A *8 ver et ge in der Schwebe
hungstommssion in Berlin, die den Giündern die Wurmer aus Hhadigen vuten Kuf Beamt enstandes zu
»et Nase ziehen soll, hat eine Sitzung gehalten, über die nichtts« Berlkin, 1. März. Die; itung“
verlautet. Der Hecht im Karpfenteiche. Lasker, ist. krank und i die erste Vernehmung — ee
2cu de roßlrenzes Hohenzollern⸗
—— —8 —— oNeicntut. für die! Hausor deas vom Oberpeasidium für Hannover entbunden und der
v q —— ie wer n sonach in dieser reeeet Graf Eulenburg zum Oberprasidenten für Hannover
— * t wurde. 4 her Fe
Berlbin, 26. Febr. Es ist jezt als bestimmt anzusehen, Berslun, 1. BPrim rich Zari tin
daßßz dem nächsten Reichstage keine Vorlage zur Regelung des 3 eine längere — 8 y
helerwesens zugehen wird, nachdem die stimmführenden Apotheker 'elbe behidt sih zunachst nad Metz. 2 en an; der—
jier Unterredungen Smit dem Präsidenten des Reichskanzleramts B7?r175.6 gewinm immer mehr. den Anschei daß⸗
Staatsminister Delbrück, dem Minister der Medizinal⸗ u, s. w. wischen Wien, Betlin und Petersburg dain ein Ei Die on
Argelegenheiten Dr. Falt. und dem Unterstaatssekretät Dr. Achen- erziell worden isn sich mit der formellen a petre
dach gekabt haben.“ Wahrscheinlich wird vor Einbringung eines schen — 5— BEs pan⸗
— — Gesfetzentwurfs noch ein sachverständigen Ausschuß der österreichischen Hauptsiadt deulen an doß man es 8* e
ernomme J i — 7577 — —58 —8 ne—
bahn-Goncessions⸗Angelegenheit verwidelten Personen scheint aehe teipelher ——— ben-
he Unstern hereinbrechen zu sollen. Zuerst starb der aeei zu daneln dolitisden Fragen im
er Nordbahnangelegenheit betheiligte / wegen der von ihm ver⸗ in.36 —
jügten Eintragung der Gesellschaft —* ,, Lasker so ae 8 —8 uisee ee g, des neuen Staatawesens
einer Richterehre angegriffene Herr Stadtgerichtzrathe Elsner von ein e 6 ebrigen fuͤr die spanische Regierung schon
eeee ie eeeen pr g77 ee zur Folge; auf eine Anfrage Siapelton's im
delsgerichts fungirende Stadtgetichtsrath Veht und jetzt ist sogar ge he —E 8* 8 de ed
der Abgeordnete Hr. Lasker, der Urheber der ganzen Angelegen— tkann fei, die zu e— n md Ensland an⸗
Jeit, plablich erkrankt. Der Präsident von Forckenbed erklätte gar its un eeseßlich ch anges he F 8* ug ——
oei Zeginn der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses daß Hr. dedem fasf saeinen 9 8 * pon wad
baten i n unwodenn ie n e Dee ven den Thelcene ee e dere iehevn eh durzden
ade en det Abgeordnetenhauses dispensirt habe, allein vegetreten sei. Hier 853 — —X
ribatnachrichten wollen wissen, daß die Ertrankung des 11 z3668 Ing 5
en nicht nut ein —S iß, e Di sie de de ve Doa More y. Preudergeh seine Entlassung genomn⸗
dedenklichen Charalter augenommen hat. der selbst den schlimmsten* * eea ee W
F — 1 limmste rend auf solche Weise die genannten Cabinete nicht
eeren labt Geshh Röcten Nachrichten hat fich sein allezu große Zuvorkommen heit gegen die junge Republik denin
‚Bertin 28. Fibt. In der Affaire Lastker · Wagener ist wpr ett de Jordamutitnse Loin was auch vanz natür⸗
An so ziemuc sut aeworden Abar diese Saͤtts sanat vu disttenessen e ede ee
u⸗werden und dürfte felber Veranlassung zu weilerem Geräusch Sickles Jau aner jü 8* 7* 9 7
weiden. Man darf dot frogen was ia biser Sag 33 f einer jüngsstslattgehabten Soire den rupublitanischen Mi⸗
eden. fragen, ueschehen nistern seine Ratschlage exthaili, sie zur Wachfamken, V, i
istz geschleht, und gescheben foll ? Vor einiger Zeit hieß es ind t sie zar Wachsamkeit, Vorsicht, Energie
ene — ——— nig hieß es, Ht. ind Vateclandsliebe ermahnt ünd davon ahgerathen, die“ Nolts⸗
*8 Staatsm um eine Vertheidigungsschrift meitge ohne militarische · O 6zze idie VRollks
ingereicht; auch kündigte die -Norddeutsche Allgemeine Zig.vSi Oe Jroarnisatien bewaffnet umdhergeh em zu
— kündig g.die] lofsen Der Gefandie meinte schliefich, da i chei
deborstehende Beröffentlichung derselben an' ja diese Pubiikation bezüglich sei din Gaih dan spanische. Zott schein—
eovorsteye X tlichung derf : ion bezüglich seiner Rechte kein it Bel irfen,
pollte nur deßhalb unterblieben sein, weil das umfangrei gä 31 ug e et weiteren Belehrung zu bedürfen; man
jüc in zu spaler Stunde ni dae nfangrei de Attun-m dge Es jehe doch einmal in feinen Pflichen uenetween
ain zum Abdruck eingereicht — ie 8 —3—*
miblnitte duße Vlaubin ——— ede — de nach dieser Seite hin wohl ebenso gel⸗brig scin wird
en seitdem derstorbenen Handelsrichter bejog. Aber die von dett 9 aris. 28. Feb Frankreich . w Wlane
— re Vertheidigungsschrift soll noh erst er⸗ Franucaije: a 38 en —S
Zeinen! Wenn diese, Unterlassung darin ihren Grund haben follle intDenis45 nute Mittag wucde diet
— r ben sollte in der Kirche Saint · Denis eine Seelenmesse füür Napolcon iII.
de eadezn uren dn död Gduncstenn eln athn
dienen hatte dann wäre man dersuch hn du a zu onen erschienen. Beim Weggehen wurden dieselhen dom Volke
velchem die Publikalion bedorstand,in Erinnerung!zu zu aurgepfiffen und verhöhat Einer von ihnen machte Miene, fich
Ie duf diesen Tag detlauet von feinen —5* e n Soee uu derttediacn die aude n ergriffen durch, eine
Sachemn. des Hern.“ Wohener. Kin ——— —— Flucht. Die Ordnung stellte sich bald don selbst
e beauftragte sein, Hru. Wagener in Bezug auf ——— 28. Febr. Die „Union“ vubliceirt eir⸗ N
Wip en seiner Denkschrift zu vernehmen. Sogar der nation Aifonson 34 iud v Ahet ec 5 8
ist genannt worden. Aber weiteres scheir icht er⸗ r i el an ie panisge
eiat zu fein? Gewiß mit Recht ist von den u —S— n Zute auen r * —
— d — unseres Beamtenstandes nicht —— die Strertrafte der
weifel unterliege. Diese Integrität iste zuet 55 De c
Inderm auch dad n ueg ist jedech umer Parnas, 2. Marz die Erk
urch bedingl — 1 d. Die Erklärrung des Maires
at, daß, wenn ein hochstehender Beamter 'ort, daß diese Stadt werde in drei Moncglen —5 ng

—
146274

—
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        aingenau. Die franzosische Regierung hat keine bezüglichen Ver ·
sicherungen gegeben. Man alaubt im Gegenlheil, daß Preußen seint
Farnison in Belfort belassen werde, bis die Kriegsentschadigung
Janzlich gezahlt sei.

vergangener Nacht seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemag
zdaben.
Leipzig, 232. Febr. Gestern Nachmittag ist Fräulein
Johanna Ewreinroff aus Petersburg nach wohl bestandener münd⸗
acher Prüfung von der hiesigen Juristenfacultat zum Doltor beider
Rechte ernannt worden.
6Gin Irrsinnige r.) Frau Descartes, in Paris
vohnhaft, befand sich, der Ankunft des Gemahls harrend, an der
Muͤtagstafel allein in ihrem Zimmer. Es waͤr gegen halb sechs
Ahr Nachmittags. Pldtzlich stürzte ein fremder Herr ohne Kopf ⸗
edeckung in die Stube. Derselbe hatte sich nicht durch das üb⸗
iche Antlopfen angemeldet, wartete auch eine Einladung zum Nie⸗
perrai* zersetzen nicht ab, sondern placicie sich sofort der erstaunten Dame
— Neustadt, 28. Febr. Die Neuwaht det Siadtraths zegenüber an den ijch Ver eigenthümiiche Gast. der eine große
der insgefammt sein — Amt niedergelegt hat, iß auf Donnerstag Afregung zur Schau trug, begann mit selbstaefalliger Stimme
den 6. März anberaumt. Zu waͤhlen sind 27 Stadtrathe und Gnadige Frau, ich bin ein betuhmter Spezialist; ich heile aufs
dErsatzmäͤnner. dadicalsie jeden Kopfschmerz, und da ich vernommen, daß sie start
Maitafer.) Laut dem Qommissionsbericht wurden in Migräne leiden, ftelle ich Ihnen meine Kunst zur Verfügung.“
im vorigen Jahre in Wurttemberg 230,902,000 Stück Maikäfer die Dame begriff sofort, daß sie es mit einem Irrsinnigen zu
getödtet. Da auf jeden Maikafer eine Nachkommenschaft von circa hun hade, und in vernünftiger Abschatzung der vicht gefahrlosen
Denis Engerlingen kommt, und jeder Eateruing vahrend feiner zituation des Augenblicks beschloß Frau Decartes, dem unheim ·
ijabeigen Entwickelungszeit zwei Pfund Pflanzensubstanz ver- ichen Menschen zu schmeicheln. Ducste ich nach dem wunderbaren
raucht, so ware der Konsum der Nachkömmlinge der gelodteten eilmittel fragen ?“ sprach fie sreundlich. „O, die Sache ist sehr
Zaitafer in den nächsten drei Jahren — gam abgesehen davon, jufach? erwiederte der Freinde, indem er ein Rasirm sser aus der
nß sie vielmehr verderben als fressen — rund 46 Will. Zentnet kasche hervorzog: „ich schneide dem Palienten den Kopf, ab, und
Bfiangensubstanz, was nach den Heupreisen berechnet, eine noch dachdem dieser letztere gehörig gereinigt worden sehe ich ihn wieder
i hohere Sghadensumme maqht, aAts die ist. ie Hrof Jaget u sainen Platz wischen die Schullecn. Bei diesen Worten erhob
vorigen Jahre aus den haatistischen Tadellen über die Ernte- ich dieser sonderbare Aeslulap, um die einladende Operation an
irade der dehlen 18 Jahre berechnet hat (11 Minl. Gulden pro jrau D.escartes auszuführen. Diese verlor gluclicherweise die Gen
Engerling⸗ Jahr.) Diesem Konsum gegenüber sind die Samm ;· esgegenwart Joh wicht und antwortete mit aller Nuhe: „Ich
hum-elosten im Beirag von 15.604 fl. gleich Null. sehe sosort zu Diensten, verehtter Hert; aber erlauben sie mir.
pStraßburg, 28. Febr.“ Der Professor der Theologie daß ich mir zuvor ein Handtuch aus dem Nebenzimmer hole,
Sabatier, der in zwei Vorlesungen zu Bischweiler und Markirch amit mein hleid vom Blut uicht Flecken belom ne.“ Der Irrsin-
die deutschen Frauen zu verunglimpfen suchte, erhielt die Weisung nige hielt diese Vorsichtsmaßregeln für sehr angezeigt, und die
hinnen 48 Stunden ElsaßLothringen zu verlassen. Dame eilte hinaus, indem sie die Thur hinter sich doppelt zuschloß
Darmstadt, 28. Febr. Die Assisen des letzten Quartals statürlich ries fie Leute zu ihrer Hilfe herbei, die, von einigon
1872 verurtheilten die Ehefrau Reininger von Schneppenhaufen Polizisten unterstützt, zu den Irrsinnigen zurüdlehrten. Man fand
vegen eines mit viehischer Graufamkeit an ihrem neugeborenen zenselben im Sierberocheln au der Erde liegen; der bejammerns
itde derudten Mordes zum Tode, welche Sirafe von dem Lan- verthe Heiltünstler hatte die Operation, der die Dams entgangen,
esherren in lebenzlängliche Zuchthausstrafe —verwandelt wurde. u sich selbst versuchen wollen. Die angesiellte Untetrsuchung ergab,
di Verurtheille und deren Mann erilarten in der Verhandiung »aß der Irre ein gewisser Emil Taron war, der vor dier Wochen
imordete Kind für ihr eheliches Kind, und gründete sich hie- ius dem Irrenhause bon Clermont · les Proͤs zu entwischen ge
auf das auf Mord iautende Erkenntniß der Geschworenen. Dem vußt hatte.
Bernehmen nach ist nun die Untersuchung wieder aufgenommen Aus gondon wird gemeldet, daß die Hoffnung, der Stric⸗
vorden, da sich inzwischen ergeben, daß das Kind ein außerehelich in Süd Wales werde zu Ende kommen, nicht in Echüllung gegangen
geborenes war, die That somit nur ats das Verbrechen des Kinds st, Die Berhandlungen zerjchlugen fich, und das Ende des Elendi
ideda erscheint. Der Vater des Kindes, ein Foͤrster, soll in ist wider in eine gewiffe Zukunft binausaerückt.

ESchweiz.

Der Bischof La chat in Basel hat von dem Papste ein
igenhandiges Schreiben, in welchem er ihn ob „der Standhaftig-
eit,“ die er „wider die Feinde der Kirche an den Tag legt“ be⸗
zlückwünscht, und zugleich ein Brustkreuz erhalten als „Unterpfand
Jer tiefgejühlten, freudigen Andertennung seines Betragens im
Zampfe gegen die Mächte der Finsterniß.“

Bekanntmachungen.
Ein möblirtes Zimmer,
mit oder ohne Kost, das vom 10. d. M.
ain bezogen werden kann, ist zu vermiethen
bei E. Wohlfart.

Im Verlage von A. H. Payne in Leipzig erscheint und ist durch alle Buqchhaud⸗
J lungen zu beziehen: —
Deulsche Bolks⸗Zeichen⸗ Hchuse

78fur 8qule uñnd Haus VR
in Heften zu 21/3 Sgr. Jedes Heft bringt sechs Vorlageblatter. so daß also ein
Boriageblatt noch unter einem halben Groschen zu stehen lommt. Dem fleißigen
Schüler eroöͤffnet dieses Werk ein sehr weites Feld, da nach und nach, in Zwischen⸗
Aumen von circa 14 Tagen, zusammen 36 solche Hefte erscheinen und den S chüler
zamit auf eine sehr ansehnliche Stufe des Koͤnnent bringen werden.

Ellern und Vormünder sollten nicht derfehlen, das Werk strebsamen Knaben in
die Hand zu geben.

Bei Unverdaulichkeit gibts
nichts Befseres.
Berfin, den 2. August 1872.
Scit einem Jahre schon hatte ich an
iner Unverdaulichkeit derart gelit⸗
len, daß ich kaum noch Etwas genießen
sonnte. und trotz Gebrauchs vieler
Arzeneimittel zweifelte ich an memem
Aufkommen. Als mir nun ihr Malz⸗
Extract gerathen wurde, bezog ich
dasselbe und bemerkte mit Freuden,
daß schon bei der 3. Flasche das
Frbrechen aufhörte. Seit Monaten
genieße ich täglich zwei Flaschen dieseß
vortrefflichen Bieres und erfreue
—XVV— Amalie
Schenzel, Fehrbellinerstraße 96.
An den Koͤnial. Hoslieferanten Herrn
Johann Hoff in Berlin ·
werlaufstelle bi Fritz Panzer⸗

hbieter in St. Ingbert.

„Trutæ net so.“

Alle diejenigen, die ncch Forderungen

an den Verein Trutz net so“ haben,

hollen ihre Rechnungen an den Rechner

des Vereins, Herrn Ludwig Bechthohld

is laͤngstens kommenden Mittwochs ge-
alligst einreichen.
St. Ingbert, den 1. März 1878.
WDer Vräsident.

3

Dem Fraͤtß —s8 seinen un
gigen Namenstag ein J
donnerndes dreifaches Hoch!
so hoch, wie der Rohrbacher Nahlenbn
daß die Deichsel am Wagen bricht.

Von seinem Freun de W

—R——
Frankfurter Börse

vom 1. März 1873.
greußische Friedrichsdo. 9 87⸗ 4
distolenn 42 9 80-41
dnandische 10 fl⸗Siude. 2828
eaten 3 7314
odrancs⸗Siuge0202
ceische Souvereigns 28-66
druore in Golh2 28 -6

Rechnungen
n Us, *20 nnd qs Bogen zum allgemeinen
Hehrauch siud vorraͤthig in der Druckerei
zieses Blaites.

2—
.. err: Neralnon, Druc und Verlag /von F. X- Demeßz in St. Ingbern. r
        <pb n="139" />
        2 2 8 ⸗⸗ — 224 2 2 2 2 22 222 2 213 9 bꝶ

z223855 322 23335532 z3z328 5553553233 535 68* 3833337
—»55882 26853255 8 55323* 55223 38 *225 337 — J
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55 53323 383383558 3 3353333 382383 35
28253885 5*555c 32338333 —285333753332585 23332
223323364 7335 52 223233385 — z7 28333
353332333 2583335 78 3 883328533
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253535—535 53553 253335 585 155235
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1335753-53 5—54 353555 232 —5382 3733775
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282. * — 53 2 5 —49 2. 2 2 55 7 *6 827*
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22. * — 55 *
55 58 »5 5835333 *223
— 25328 F * 38 5853
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der St. Insgererter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhalkungsblatt, mit der Dienstags⸗, Donnerstags- und —90 J
daunne erscheint woccentlich vie rmal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteliͤhrig 42 Krzr. ode
13 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 sterzr. die dreispaltige Zeile Blattschriit oder deren Raum berechnet. * Fta de,

— —— — — — — — — r F
Derutsches Reich. I

München, 3. März. Mit Aniahme des nun für das ge⸗

ammte deutsche Heer giltigen ReichsKriegsdienstgesetzes wurde die

dienstzeit in der Reserpe, welche bis dahin in, Bayern nur 3
Fahre dauerte, aus 4 Jahre erhöht und konnte deßholb im Jahre
(872 ein Uebertritt von Reservisten in die Landwehr nicht statt⸗
änden; in Folge der starken Einstellungen im Jahre 1866, welche
iunmehr noch fiebenjähriger Dienstzeit aus der Reserbe in die
dandwehr übertreten, erhält letzterer einen so bedeutenden Zuwachs
zaß die im Ariegsdienstzesetze vorgesehenen 32 Landwehrbataillone
‚ollständig formirt werden können, was im Kriege 1870 noch nicht
zer Fall fein konnte. Der Uebertritt der Reservisten des Jahrgangs
1866 in die Landwehr wird gleichzeitig mit der Entlassung des
dahrgongez 1870 in die Reserve am 1. Juli fd. Is. stattfinden.

BZerlhin, 3. März. Zu den wahrscheinlichen Regierungs⸗
otlagen im Reichstage zählt man die Uebertragung der Civil-
zandsregister auf weltliche Behörden. Ein Antrag auf Einführung
Cidilehe im Reiche wird im Reichstage erneuert werden und
oll jezt Aussichten auf Annabme im Bundesrath haben. Für
die Rechtseinheit wird von einigen Seiten bis zum Erlaß eines
Agemeinen deutschen Civilrechts die Einrichtung von drei Senaten
m obersten Reichsgerichtshof angeregt, einen für das altpreußische
decht, einen für das rheinische Recht, einen für das gemeine deutsche
kecht.

d Berhin, 3. März. Der franzosische Justizminister Dufaure
prach am Sonnabend in der Nationalversammlung die Befürchtung
ms, daß die Räumung des Landes das Siagnal zu unausbleib⸗
ichen Unordnungen und Ruhekörungen geben werde. Dazu be⸗
mectt nun die „Nordd. Allg. Ztg: „Unter der Obhut deutscher
Waffen, die es pom Selbstmorde zurückhalten, konnte Frankreich
ich somit bisher seiner innern Wiedergedurt, lia selbst der Vorbe⸗
eiuag für die von mancher Seite ersehnten Kämpfe der Zukunft
widmen. Diejenigen. welche den Beweis der Lebensfähigkeit der
Republik als erbracht erachten, mögen daher nicht vergessen, daß
dieselbe dissher in dem monarchischen Deutschland ihre starke
Ztütze fand.

Berlin, 4. März. Die „N. Allg. Zta.“ sagt: „Ver—
handlungen über die Raumung französischen Gebietes mögen be—
jorstehen; unter keinen Umständen aber wird vor Ausbezahlung
zer letzten Milliarde Beifort geräumi werden.“

Der Abg. Lasker sieht sich, wie dem „Frf. Journ.“ aus
Berlin geschtieben wird, bei seinen Mühen und Winken ganz und
zar von seinen nächsten Fraktions Genossen im Stich gelassen, im
Stich gelassen mit einer gewissen Ostentation. Die Fortschritikpar⸗
ei und die Konservativen stehen zu ihm, aber die National Liher
alen widerstreben ihr. Deren hervorragendere Führer haben kein!
Interesse daran, Dingen nachgespürt zu wissen, die fie lieber ganz
ünberührt wüßten. Mit der haute finance sagen sie wegwerfend:

nieser Lasker wird sich politiftp ruiniren, denn er ist ein sehr mit⸗
elmäßiger Volkswirth, von der Börse versteht er vollends nichts,

und her leßt sich nit folsch angebrochser fittlichet Ent—

rüstung über die Verhältnisse aus, die ganz in Ordnung sind.

dleine Ungehörigkeiten kommen überall vor, aber sie bilden nicht

die Regel, und sie hervorheben, ohne sich an das Ganuze zu halten

us thnen Kapitel schlagen wollen, während doch das Kapilel als

olches der moralischen Kritik spottet, heißt aus der Mücke einen

klephanten machen, und bei diesem Sonderlings-Prozeß mag Las⸗

ser sein eigener Anwalt sein, wir folgen ihm nicht, wir haben

nen weiteren Blick, wir sind große Politiker zu Diensten des

Fünsten Bismarck, aber nicht zu Nergeleien gegen Herrn von

Itzenplitz, geschweige denn gegen Bismarchs früherrn und Graf

Roon's jeßigen ersten vortrugenden Rath. So die National Libe-

ralen, von denen Viele, und nicht die einflußlosesten längst darüber

nachdachten, wie sie Laster's auf gute Manier sich entledigen

önnten, und siehe da der Fall mit der Untersuchungs- Kommission

st rechtg eigentlichg dazu angethan, dem Abgeordneten für Mag⸗
deburg, der noch immer für den Geschmack gewisser Leute viel —9—

weit links steht, die Folgen seiner Separaisiellung innerhalbe der
igtional liberalen Fraklion begreiflich zu machen. Die Bennigsen,
ie Miquel, die Braun, sie waren immer. Dieselben, die sie heute
ind, aber Lasker kann es in der öffentlichen Meinung nicht her-
ibsetzen, wenn er vielleicht demnächst von der „Spener'schen“ eint
ersteckte Rüge empfängt.:

Bezüglich des aeuen deutschn Münzgesetzentwurfe
vird vielfach darüber Klage geführt, daß das neue Münzsystem
ür die Silbermäünzen zweĩ große Lücken lasse, nämlich zwischen 1
und 5 Groschen (2110 und 3 Mart) und ebenso zwischen den 1
Mark und 5 MWarkstücken. Das Reichskanzleramt soll die Pre⸗
jung von 2142 Marklstücken (entsprechend den englischen 22/0 Schil⸗
ingstücken) vorgeschlagen haben. Hoffentlich gelingt eß im Reichs-
ag noch das 29/, eventuell das 2 Markstück sowie das Fünftel⸗
narkstück (2 Gr.) durchzubringen.

Durch das Reichskanzleramt vorgenommene statistische Er⸗
nittelungen über die Ausführung des Jesuitengesetzes ergaben,
daß in Preußen nur wenige Jesuitenniederlassungen existiren. Die
in Bayern und Elsaß-Lothringen bestandenen Niederlassungen
vurden fämmtlich aufgelöst; dagegen bestehen noch elf Kasegorisen
don verwandten Orden und Congregatienen mit verzweigten Nie-
derlassungen und vielen Mitgliedern. Der Justizausschuß ist mit
der Frage befchäftigt, wie weit das Jesuitengesetz auf diese an-
vendbar ist, da die Ansichten in Regierungskreisen darüber sehr
ibweichend sind.

— Die Apotheker köonnen wieder eine Weile ruhig schlafen,
schreibt die „Mont. Ztg.“ Aumn in der nächsten Reichstagssession
vird die Angelegenheit der Freigebung des Apotheker Gewerdes
den Reichstag noch nicht beschäftigen. Das Reichslkanzleramt will
»ie Frage, welche wegen der Entschädigung für Ablssung der
Privilegien große Schwierigkeiten bietet, erst noch einer weiteren
xẽx71wägung unterziehen.

Frankreich.

Die Cuarlisten erhalten ungeachtet der Beschwerden Olozaga's4
fotrtwährend Zuzug aus Frankreich. Vor zwei Tagen trat wieder
ine bewaffnete Bande, deren Mitglieder sich bis dahin in der
Imgegend von Biarritz und St. Jean de Luz aufgehalten hatten,
uuf spanischen Boden über, ohne im Mindesten behelligt zu werden.
Zie trug die Uniformen der franzoͤsischen Ex Nationalgarde, welche
yon den Carlistischen Agenten jetzt vielfach angekauft werden. Es
ollen sich auch viele Franzosen in den Banden befinden.

Seit der Heirath des Fürsten Czartorysli mit der Prinjessin
Margarethe von Orleans ist das Hotel Lambert wieder einer der
Jänzeundsten Mittelpuulte der französischen Aristokratie geworden.
Bei einer Mufikgesellschaft, die daselbst vor einigen Tagen statt⸗
and, waren die Koͤnigin Isabella, Madame Thiers und die
Bräfin von Paris zugegen, und Jemand bemerkte, als er die
Benannten beisammen sah: „Voila le passé, le présent et avo-
ur.“ (DSiehe da, die Vergangenheit,“ die Gegenwart und die
Zukunst.
Spanien.

Die Carlisten sind in die Nahhe der Grerzstalion Irun
porgedrungen, wo große Angst herrscht. Die Regierung schickt
deshalb, was sie schon längst hätte thun sollen, eine Besatzung
rach Irun und läßt es befestigen. Die Bande Olle's, 20090 Mann
lart, marschitt durch Lecumberri nac Navarra. Die, Anhänger
Don Carlos in Madrid behaupten, ihr Körig werde binnen drei
Tagen in Pamplona sein; einstweilen aber befindet ssch noch der
veneral Pavia daselbst, um seinem Nachfolger Nouvilas den
Iberbefehl zu Übertragen. Pavia berichtet übrigens, daß die
dachricht, Don Carlos fei in Spanien eingedrungen, falsch sei.
Dent „Diario Espanol“ zusolge wäre der Prätendent ein paar
Tage auf spanischen Boden gewesen, dann aber nach Frankreich
zurückgekehrt.) Auch sagt Pavia, die Carlistenbanden wagten nicht
inmal, Truppenabtheilungen von 25 oder 30 Mann anzugreifen,
and verlegten sich einfach auf's Plündern und Marodiren.

Der AUnverief“ meisdet. daß viele Spuyiet bon hoher
        <pb n="142" />
        Adel die Insignien ihrer Würde an Kleidern und Equipagen ent⸗
fernt haben.

Nrtegseontribution der Stadt Paris 200 Millionen, BVerluste im
Seinedepartement 70 Millionen, Steuereinbußen 6 Millionen,
Entschädigungen 8 Millionen, in Summa 6662 Millionen. Hierin
aicht eingerechnet sind die Pensionen, die Kequifitionen franzdsischer
Bebörden, die Beschädigungen am Staatseigenthum, die wirklichen
costen des Krieges und des Armee-Retablissementb, mit denen sich
die Gesammtkosten des ganzen Krieges, wie die „Revue“ meint.
auf 10 Milliarden belaufen würden.

f Wer's etwa dem Vicomte von Castel in Paris, der 548
Franken auf einen Sitz verzehrt hat, nachmachen will — hier
geben wir den Speisezettel: Austern von Ostende, 20 Dugend
Zz0 Franken, Schwalbennestersuppe 180 Fr., Beefsteak mit Kar—
toffeln 2 Fr., Feria, ein Fisch aus dem Genfer See, lebend nach
Paris gebrocht, d0 Fr., getrüffelten Fasau 40 Fr.. Salmis d'or-
tolans 50 Fr., Spargel 15 Fr., Erbsen 12 Fr., Ananas 24
Fr., Erdbeeren 20 Fr., Dazu Weine zum Hinunterspülen: 1
Flasche Johonnigsberger 24 Fr., 2 Fl. Bordeaux 50 Fr., 4
Fl. Capwein 40 Fri, Xeres 50 Fr. Kaffee, Liqueur 12.
Fr.. Summa 548143 Fr. Der Vicomte war seiner Leistungen so
sicher. daß er aus Uebe rmuth ein bürgerliches Beefsteal einschob
Das Diner trug 600 Fre. ein.

Madrid, 28. Febr. Bei Cadix stießen ein fran zosischet
ind ein spanisches Schiss zusammen, wobeti letzteres sank und 92
Personen umkamen. E

In London wird demnächst eine literarische Curiosität:
„Die Gedichte der Königin Mary von Schottland“ im Druck er—⸗
scheinen.

f Dem „Athenäum'“ zufolge wird in kurzem eine Novelle

von der Prinzesfin Mathilde Bonaparte, betitelt: „La Dama à
la Rubine“, erscheinen.
7 London, 3. März. Das Segelschiff .„Chacobuco'““ und
der Dampfer „Torch“ stießen im St. Georgs⸗Canale miit einander
zusammen, beide Schiffe kenterten, vom, Chacobuco“ fanden 24
Personen ihren Tod in den Wellen.

Cadix, 28. Febr. Sieben Matrosen vom Dampfer
Murillo sind in Freiheit gesetzt; der Capitän und die Uesdrigen
bleiben noch in Haft.

4 Ein nobler Ccoupier. Man schreibi dem, Sprudel“
aus Monaco: „Am grünen Tisch des Herrn Blanc in Monaco
fungirt ein gar blaublütiger Kroupier, es ist dies Niemand gerin⸗
geres als der Schwiegersohn des depossedirten Kurfürsten von
Hessen. Er lebt von seiner Frau getrennt, was sie nicht abhält,
am grünen Tisch in chevaleresker Begleitung zu erscheinen und zu
pielen.

TFJ. X. Demet verantwoilicher Redacteur.

Vermischeee

pIn Franfkfurt a. M. wurde ein Schneider wegen
Beleidigung des Königs von Bayern zu 1 Monat Gefängnif
derurtheilt. Im Streite mit einem Schuhmacher aus Bayhern hatt—
er eine pöbelhafte Aeußerung über den König gemacht.

x Die der „Franf. Ztg.“ entnommene Nachricht, daß neulich
10 Ortenberger Konfirmanden in der Ohm eingebrochen und er—
trunken seien, hat sich glücküicherweise als eine Ente herausgestellt,

In Karlsruhe ist eine Civilehe zwischen Taubstummen
vollzogen worden.

fAMöun, 26. Febr. In jüngster Zeit wurde eine Erfindung
zemacht, wodurch das Wasser der Wosserleitung zum Treiben von
Nähmaschinen verwandt wird. Außerdem, daß den Damen dadurch
hei ihren Näh- und Stepparbeiten auf der Maschine eine recht
angenehme Erleichterung verschafft wird, soll auch die Maschine
durch Wasser getrieben, viel schneller und gleichmäßiger arbeiten.

Adiln. Wie uns von zuverlässiger Seite mitgetheilt
wird, ist der glückliche Gewinner des bei der letzten Ziehung der
Domhbaulotterie herausgekommenen großen Looses ein Lehrer in
Nonigsberg. Derselbe hat seine Nummer bereits durch ein hiesiges
dankhaus präsentiren lassen.

pBerhin, 27. Febr. Seit einigen Wochen bejinden sich
in der hiesigen Charités viele mit Symptomen der Triichinenkrank—
heit behaftete Patienten, an deren Genesung gezweifelt wird. Et
sind größtenthe'ls solche Personen, welche mit Vorliebe ungekochtes
Schweinefleisch zu genießen pflegten.

4 In Weißenburg Elsaß) herischt große Aufregung
unter den Patriotinen, weil eine der Toͤchter der Stadt sich unter
stand, einem bayerischen Officier ihre Hand zu gewähren. Wir
zweifeln indessen, ob die so erboten Patriotinen eine ähnliche Probe
hrer Treue gegen Frankreich überstehen würden.

Im Fort Mundols heim bei Straßburg verunglückten
am 26. Februar einige Arbeiter, Italiener, durch Einsturz einer
Mauer.

F(Frankreichs Kosten des leßten Krieges.) Die ‚Revue des
deux mondes“ macht über die Frankreich durch den letzten Krieg
rwachsenen Kosten folgende Angabe: Kriegsenischädigung 5 Mil—
iarden, Verzinsung von drei Milliarden während zweier Jahre
300 Millionen, Erhaltung der deutschen Truppen bis 1. Juli
1872 273 Millisnen, Kriegscontributionen in den Departemente
39 Millionen, durch die Deutschen eingezogene Steuern 49 Mil.
lionen, Requisitionen 327 Millionen, Schaden und Verluste 141
Millionen, beschädiate und geraubte Gegenstände 264 Millionen.
Bekanntmachungen.

Fidelia.
Generalversammlung
Samstag den 8. Marz im Heusser'schen
Lokale.
Tagesordnung: Balotage.
Der Ausschuß

4

Rechnungen
in a, 4 nnd s Bogen zum allgemeine
Gebrauch siud dorraͤthig in der Druckerä
dieses Blatfoa

Mobilienversteigerung.
Samstag, den 8. März 1873, Nachmit⸗
lags 1 Uhr, dahier in ihrem Hause lassen
die Wittwe und Kinder des dahier ver—
lebten Schreinermeisters Johann Schwarz
weiter auf Borg oͤffentlich versteigeen:
1 Kuh, lkleineres Schreinerwerkzeug,
Mannskleider, Hemden, neues Getüch
Bettladen, Bütten, Küchengeräthschaften
und sonstige Gegenstände.
Horn, kal. Notar.
Ein möblirtes Zimmer,
mit oder ohne Kost, das vom 10. d. M.
an bezogen werden kann, ist zu vermiethen
bei L. Mahlfart.

Der Brodpreis für die Stadt St
Ingbert ist von heute an bis zum nächster
Donnerstag (Fruchtmarktstag) festgestellt:

Korabrod 3 Klgr. 27 Krzr. Weiß
brod 10 Kriar.

Frucht· Brod⸗ Fleischec. Preise
der Stadi Zweibrücken v. 6. Mar;

Weizen 7 fl. 27 tr., Korn 4 fl. 586 kr
Gerste 2reihige. — fl. — kr., Gerste dvier
reihige, — fil. — kr. Spelz — fl. — ir
—Ab—
— kr. Muschfrucht — fl. — kr. Hafer
4fl. 15 kr. Kartoffein Ufl. 36 kr. Hein
uufl. 24 kr. Stroh Ufl. 12kr. der
Jentner. Weißbrod 13 Kilogr. 20 kr
ꝛornbrod 8 Kilogr. 26 kr. ditto 2 Kilogr.
8kr. ditto 1 Kilogr. 9kr. Gemischtbrod?
dil. Z2 kr. 1 Paar Weck 100 Gramm 2kir
tindfleisch 1. Qual. 20 ke. 2. Qual. 18 k.
dalbfleisch 16 kr. Hammesfleisch 18 tt.
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter 38
r. ver Pfund.

Das Neue Blatt 1873. Ar. 24 ist soe ben
ingetroffen und enthalt: Die neue Magda
lena.“ Von Wilkie Collins — „Plaudereien
aus der österreichischen Kaiserstadt.“
Von Bruno Walden. —Das große Geue⸗
⸗alstabswerk.“ Bon Agricola. ⸗¶ ,‚Modernt
VFampyre.“ Novelle aus der Gegenwart. Von
F. Hirsch. Damenfenillteon.“ Frauen in
Eisenbahndienste. — Handel und Verkehr
— Allerlei“3 Des kleinen Adams Lockapfel.
7 Das schredliche Ungluck des Auswandererschiffet
Rorthfleet. — Die Moͤrder in den „Tombs“ oon
Newpork. — Der clasfische Fafinachtsnatr. —
Räthsel.“ — ‚Reue Bücherschau.“ —
Polytechnischer Briefkasten Cor⸗
respondenz.“ — An Illustrationer: Der
leine Schelm. — Der Untergang de—
Auswandererschiffs Northfieet. Si
Vtörder in den „Tombs“ von Newyors
Das Nene Blatt ist zu beziehen durch abt
Zuchhandlungen und Post-Anftalten für den mä—
zigen Preis von 15 Sar— viertetiäbrlich

Zu verkaufen

4 bis 500 Cubikmeier schönes kiefern
Bauholz in jeder beliebigen Länge ab⸗
gelängt per Cubikmeter 9 fl. 20 kr. (per
Kubitfuß 14 kr.), 4 bis 500 Cubikmet
Stempelholz, 15 bis 20,000 Stem
pel, 70 bis 80 Klafter kiefern Brenn
holz, Zaun⸗und Baumpfähle in
jeder beliebigen Länge sind zu haben bei

Gebr. Höh, Breitermühle

und Höbhhof.

* 57 — e 71 2

—A (rallsuot
heilt PrIGEIIICh der Spec atarat für Epilepasie Dr. G. ItlIIiISsenm. Ber Iin. Lonicen-
strasse 45. Augenbliekliceß über ta usend Pat:—n“en in *
— —
— —“
Ne altion. Druck vnd Verlag von F. X. Demest in St. Ingbert.

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        — 22 72 5 78 2 272338
»2 22 322 222 4582756 —5—228223322. 8 3 u
235335s55 338333 35333335 3353 3 858
—— S* —8 2* — 2 5 — — — * 5 — 2 5 * — Z
— — 3232 *2 32355 ů— —z85023 —A —— 2
5582. 5333355 338298982383* 5332232 3 23—223
— * 532288 33232 — 83583233——2352727
—53—33 3— — 35— 633
*32 5 22352332 ———— 34J— ——ã— 42 55247
2355 — —3333—3235338323 ——— ——* — —552 3503
725 575—358 33583* —A — 523 —5332—5—38—3323 —
8 8 * * 5 3 75 22— —A S
57 55353 8 — 3 8—3—2 —352 —852— — 288 3
2 23322 52 2— —3 — 3—5—— —— 2 33 22
22 —— *82 8 2 ẽ 8 7 8 * 3522 ⸗ S ü 5—
383 — 5 3 335 6—73—32355*
22 532 —A—— 52* — 52 S 558— 333523 552
3852 32 —225333855 — 5222 —— 3258.222 3382688 Mæm
2 22328 — 7T25— B ———2———⏑—⏑ 5—— — 8—2 35222 29 385ñ
555833 * 55 2823 —A—— —8——332—2 ———38 22
2 5322 250 *5568* 55 —— — —2——38335— 53*235 —— 2*
SS ã 360 2 — 225 —4 2 38— 222 9 IzI5—55— 223*
5 5—25237 2 2 — 25333222 ã —X . 22 224 —A ZEAMA 2
— 5— 2* — 8 2 38 222 —— — 235 529 c
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—* 9 353232528 5223 — 2 2* 98 —— 7*
2 228 c7 9 28* 2 5 2 — 5.3 3225 5.*2 2 247
2 *8 2—2258 258 2—32—— —2—335 55 * 8* —A—— 8 3228
5352 — 38 — —F — 2558 2. 5822 2832— 223232 —8
* *45 8 8 326 — —— — 27 — 3 —2 — ——
22 XMIS O 8 * —56 28 322 RR2EIS * 2 2ñ —2 8. 3 35
13328 — 28 555 * 2*2 835 — 2 —222 3 —
23722232 833385323537—3332353392 5333388
—358 75 —— 88 7 — 522525— ——
„33 — —2— 2 —2* 22—z —53—5823 — * 5825 88 I—z223—33582—3
28583 8 5z33538 2 3 5———5 *5——325353—23335352* 2
2533—3523 555 —3— 3235 232 232— —8s5
5523 533* 8* 2 8* 5223228 E0 2 5882 22 — 8 —A—
——8 5335 — 38538 585353352 —A — —
24 * 3 52. 3 * 4
32538524223 E — 2— — 2 2 2 —
—5882—
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232 522422 27 32
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22323 2 255—5 33 535 * 3 —
—— . * 2— 222 2 * 5538235 — 3 —
23 2 3333335533 8333233375338 332385 428385*
* 2 —
22 3 — —2882 253 5 —83233525 8* —— —
—F — — 55223 —22255 — —A— — —X— ——
8 ʒ 22 2 * —— — — *
55 5555 2532383 22 53 3335353 —353 * 32753 5358
778 5753335352332358 5332 253532 E3 3388
55 5 —53333522826 5sz5357z3238s2z555 3828 33..33 3
— 2253 84 3 52222 * — 33 —275225 232—24 *22 228 2
—— — 358 5—3258 — 5 3 8 —22372 —A 2 v — — 2 3
2222 28 — — — 57 —E — 28 3 33—35 s* — 8
* 38 32 —E — 22 573 —2 — —2 —— — —; *82
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33.. Samstag den s. mar 188
Deutsches Reich. wird nur die Betheiligung der Schöffen bei Aburtheilung von
münchen., 5. März. In den letzten Tagen dieser oder Verbrechen in Frage gestellt. — Es bestätigt sich, daß die Reichs-
n, den ersten Tagen der naͤchsten Woche begibt sich der k. Juftiz regierung beabsichtigt, dem Reichstag einen Gesetzentwurf über die
ninister De. v. Fäustle nach Berlig, um an den Berathungen Führung der Civilstandsregister vorzulegen. — Die Münzineister
eß Bundesraths und des Reichstages Theil zu nehmen. — Auch verschiederer Bundesstaaten sind hierher berufen zur Begutachtung
Fürst b. Hoheulohe, der sich zur Zeit hier befindet, wird in echnischer Fragen bezüglihb des Münzgeseßes. (A. z3)...
benigen Tagen zum Reichstage nach Berlin abreisen. Aus Berlin kommt ein Vorschlag: Als Ersatz det Tabaks-
Als muthmaßlicher Nachfolger des Generals v. Hartmann feuer, der Zeitungssteuer und noch anderer bereits bestehenden und
m Kommando des 2. bayerischen Armeccorps wird in unterrichteten nielleicht noch entstehenden Steuern würde rine Erhöhung der
dreisen der Divisionar Graf d. Bothmer genannt. Fagdsteuer sehr empsehlenswerth sein, weil sie nicht die weniger
Berlin, 3. März. Der noch immer anhaltende Drosch; Bemittelten betrifftr“ Die Jagd wird meistens zum Vergnügen“ und
enstrike in Berlin wurde gestern Mittag nach den verschiedensten kast nur von Bemittelten ausgeübt, die auch dann das Vergnügen
Zeiten persiflirt. Hatten sich schon im Laufe des Vormittags ver- jut bezahlen, können und müssen. Während also jetzt der Jagd⸗
chiedene sogenannte, „fliegende“ Equipagen etablirt, so erreichte hein einen Thaler kostet, möge das Fünffache dafür erhoben
er Humor in der Mittagsstunde seinen Höhepunkt und zwar ge⸗ verden, ferner könme von jeder Pachtjagd eine gehörige Steuer
ade in dem Moment, wo der Kaiser seine gewöhnliche Spazier- zezogen und den Jagdschutzbeamten ein Jagdfreischein ertheilt
ahrt zu machen pflegt. Non Tausenden von Menschen begleitet, verden, (Gegen diesen Vorschlag zur Güte? wirb sich sachlich nicht
etzte sich ein Zug in Bewegung, dessen Mittelpunkt ein großer diel einwenden lassen 9
yffener mit sechs Dienstmännern bespannter Möbelwagen war. In Bezug auf die Erdffnung,des Reichstages hört die D,
Boraus ritten zwei kostümirte Vorreiter und im Wagen selbst R. C.“, daß dieselbe durch den Kaiser' persönlich erfolgen wird.
aßen Gestalten, deren Gesichtern man es ansah, daß sie ein Ren vozu namentlich die bedeutende Zahl gewintiger und sür die
contte mit der Polizei micht scheuen. Dasselbe sollte nicht lange Reichsverwaltung bedeutungsvoller Gesetze, welche dem Reichstage in
nuf sich warten lassen. Die Polizei war jedoch außer Sitande viser Session vorgelegt werden sollen, Veranlassüng gibt.
as Weiterfahren dieser eigenthümlichen Equipage sofort zu verhin. Kein einziges römisches Blatt — schreibt man der „N. Zig.“
detn. Da erschien, als der Konflikt am höchsten war, der Kaiser uus Rom — hat von der geheimen Mission berichtet, in welcher“
ind sein heiter lächhelndes Gesicht übet die Satyre des Droschken⸗ ser bekannte Professor Herbert Pernice in Rom thätig gewsen ist.
trikes par von so gewaltsamer Wirkung, daß selbst die Schutzleute dieser politische Fallstaff hat neuüerlich seinen Wohnsiß in“ Hitzing
chließlich die Sache als einen Spaß nahmen. Unmittelbar darauf auf gefchlagen. Von dort aus, aber zugleich auch als Vertreter des
ah man einige hundert Reiter sich nach demThiergarten bewegen ehemaligen Kurfürsten von Hessen, ist er jetzt in Rom aufgetaucht
ẽzs waren. die sirikenden Droschkenutscher stolz auf ihren Rosinan- und haf sowohl beim Cardinal Antonelli wie beim Minister Vis⸗
en, sich und diesen das Vergnügen einer Vandpartie“ gönnend. onti Venosta Audienzen gehadt. Der Vulcan der deutschen De⸗
Dex Grünewald war das Ziel der Cavalcade; dort folgte Tanz possedirten ist also noch nicht ausgebraunt, er“ sucht unterdirdische
und Spiel und auch die üblichen Reden fehlten nicht. lLFuhlung mit Rom — eine höͤchst bezeichnende Sendung.
Berlhin, 4. März. Der Justizausschuß des Bundesrathz Ueber die Räumungs-Angelegenheit sind in letzter Zeit von
zeantragte die Berufung einer aus 9 dis 10 Mitgliedern beste- Pariser Blättern so mancherlei Versionen in Umlauf gesetzt zworden,
jeuden Juristenkommission behufs schleuniger Berathung der Strafe daß man wünschen muß, endlich einmal Zuyerlässigeres in dieser
rozeßotdnung. Das Scrutinialverfahren“ gegen Wagener wurde dinsicht zu erfahren. Eine anscheinend, officiöse Correspondenz der
jestern beendigt. (A. Z.) Magd ˖ Z.“ aus Berlin läßt sich jetzl über dieses Tyema dahin
Berhin, 4. März. Ueber die Erdffnungsfeierlichkeit hes vernehmen, daß Verhandlungen zwischen Versailles und Berlin über
teichstages hoͤren wir, daß dieselbe durch Se. Maj. den Kaiser die Zahlung der fünften Milliarde und die Rgumungsfrage gepflogen
jersönlich erfolen wird, wozu namentlich die bedeutende Zahl ge- vürden, je nachdem man den nachgerade stehend gewordenen Un—
bichtiger und für die Reichsverwaltung bedeutungsvoller Gesetze, erhaltungen der französischen Staatsmännger mit dem deutschen
velche, dem Reichstage in dieser Session vorgelegi werden sollen, Botschafter über diese- dem Präsidenten der französischen Repuplik
— E——— geben. Das neue Reichsmilitärgesetz, welche? aatürlich sehr am Herzen liegende Angelegenheit einen“ officiellen
em Reichstage in der devorstehenden Session zur Beratbung vor Tharakter zugestehe odet nicht. Eine entscheidende Wendung könne
zelegt werden wird, und über dessen Grundprinzipien wir bereits die Frage natürlich nur im Zusainmenhange mit dem Artikel, 8
rüher Mittheilung gemacht haben, hat unter anderen Veränder- der im vorigen Jahre abgeschlossenen Condention nehmeu, in wel-
ungen im Heere auch eine Veränderung in Betreff der Institution hem die französische Republit sich vorbehalte, nach Zahlung der
ses Landsturmes in Aussicht genommen. Der 8 16 des Gesetzes oierten Milliarde Vorschläge wegen Garantie für, die sünfte Milli—
vom 9. Nov. 1867 bestiinmt bekanntlich, daß der Landsturm nur arde zu machen. Deutschetseits werde die Entschließing wesentlich
uf Befehl des Bundesfeldherrn zusammentritt, wenn ein feindlichher don der Beantwortung der Frage abhängen, ob finanzjell Garan⸗
dinsall Theile des Bundesgebieles berroht oder überzieht. Die ien für die fünfte Milliarde geboten werden können, welche allen
kreignisse des deutschfranzösischen Krieges von 1870,71 haben Eventualitäten gegenüber hinreichen, die Zahlung dicses Restes der
edoch die Aufmerlsamkeit darauf hingelenkt, daß auch für andere Kriegsentschädigung zu sichern, nachdem der legte deutsche Soldat
riegerische Zwecke, so z. B. in dem letzten Kriege zur Bewachung den franzoösischen Boden verlassen hat. — .
er in so überraschend großer Zahl in Deutschland internerten Eutschiedener spricht sich noch die „N.. B. Ztg.“ in einem
driegsgefangenen, und unter Umständen, welche die gleichzeitige Entrefilet über die Räumungsangelegenheit aus. ‚Waͤg der Maite
herwendung aller o ganisictea Truppen in Feindesland erfo dern, von Belfort „bestäligt“ hat,“ sagt das ininsterielle Organ „be⸗
ine partielle Aufbietung des Landsturmes im Interesse der Sicher⸗ traf doch anderweiter Bestfätigung. unm Geltung zu gewinnen.
eit des Reiches nothwendig werden kann. Um dies zu ermöglichen, Nun mögen Verhandlungen in Betreff der Raumung des französi⸗
win dem neuen Gesetzentwurf die Bestimmung getroffen worden, Gebiets buvorstehend sein. Unter keinen Umständen aüber wird dor
pelche die Befugniß des Kaisers dahin erwellert, daß der Land- der: Ausbezahiung der letzten Milliarde Belfott geräumt werden. —
turm aufgerusen werden kann, weun der Ernst der Kriegslage Das ist deutlich genug! W
ies erfordert. Wien, 1, Marz. Die Wiener Zeitung veröffenilicht heuten
her Bertin, 5. März. Die Konferenzen über die das Retrutirungsgesetz für 1873. Dasselbe bestimmt, daß —*89
Serichtsorganijation wurden gestern geschlossen. Der Entwurf dem Kriegsstande des stehenden Heeres und der Marine
zleibt im wesentlichen unverändert herüalich der Schöffengerichte 800 000 Mann anf die im Reichtralße vae 5
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        und Länder 466,262 Mann und auf die Länder der ungarischen
Krone 333,738 Mann entfallen. Das Rekrutrncontingent der im
Reichsstage rertretenen Laäuder beträgt im Jahre 1873 fin das
dehende Heer 58,645 Mann und 5564 Mann für die Ersatz
reserde.
Frankreich.

In Paris hat sich jeßt unter dem Titel ,Ligno des Quartiors
eine Verbindung gebildet, deren angeblicher Zweck ist, die französische
Fx⸗Hauptstadt gegen die Plünderung, die Brandstiftung und die
Barrikaden zu beschützen. An der Spitze dieser Gesellschaft stehl die
Alliance couservatrico“, ein aus heißblütigen Rayalisten, wie
derzog de la Rochefoucauld. Marquis de Rethöny u. A. besiender
Verein. Selbstverständlich ist die Beschützung von Varis gegen die
Plünderung ꝛc. nur ein Vorwand, 'und der eigentliche Zwech der
Verbindung der, eine bewaffnete Macht zu organisiren, die, falls
ernste Ereignisse eintreten, für die geheimen Pläne der Royalisten
herwandt werden soll. Die Organisation dieser bewaffueten Mach
wird schon seit mehr als einem Jahre betrieben.

Marschall Mac Mahon wird dieser Woche ein Werk mit dem
Titel: „Von Chalons nach Sedan verödffentlichen. 1n

Schweiz. E

Genf, 4. März. Das „Journal de Genéve“ veröffentlicht
ein Schreiben ciner Versammlung von 300 liberalen Katholiten
an den Pater Hyazinth, worin derselbe eingeladen wird, nach
Benf zu kommen, sowie das Antwortschreiben Hyacinths, welcher
zufagt und eine Reihe von Vorlesungen ankündigtg.

»Ee Lmi s

aꝛ St. In gbert, 7, März. Auch die hiesige Industrie
wird die Wiener Weltausstellung beschicken. Bereits fiad durch
das kgl. Bergamt von allen Qualitäten der hiesigen Kohle
würfelfoörmig geschnittene Stücke dahin abgegangen und auch das
dr äm e r'sche Etabliffement wird, wie wir hören, sich mit seinen
Fijenproducten an der Ausstellung betheiligen.

— Das tgl. Landgericht dahier verurtheitte in seiner S'tzung
om 6 d, M. 12 Sonntagsschuüler und Schülerinnen von Ober.
whüer zbach mit je 1 Tag Haft, wegen unerlaubten Besuchs einer
Tanzmusik am 16. Februar abhin.

Zweibrücen, 1. März. Die Session für das 1.
Quartal beginnt den 10. März nächsthin unter dem Präsidium
des kgl. Appellationsgerichtsrathes Hrn. Kast. Zur Abuttheilung
kommen wegen der beigefügten Verbrechen:

Den 10. Marz Theobald Jakob, 20 Jahre alt, Maurer von
Leinsweiler, wegen schweren Diebstahls und Betruges; den 10.
März Fischer Adam, 31 Jahre alt, Dienstknecht von Haardt,
wegen Betruges; den 11. Maärz Hirschelmann Cath. 36 Jahr
alt, ledig, von Donsi⸗ders, Diebstahl; den 11. März Tath Magd.
19 Jahre alt, Dienstmagd von Schwaridach, Diebstahl und Bruch
des polizeilichen Aufentholtsderbotes; den 11. Marz Amlung Joh.
Marti., 33 Jahre alt, ledig, Metzger von Edenloben, Betrug und
Unterschlagung; 12. M. Zech Pet., 834 J. Maurer von Schauern⸗
heim, Diebstahl, Widerstand und Beleidigung; 12. M. Geib Joh
5., 30 J., Tagner von Seelen, Diebstahl; 12. M. Münch Val.
35 J. Tagner von der Esels⸗fürth bei Katserslautern, Diebstahl
13. M. Rollar El., 27 J. alt, led, von Unkenbach, Kiudsmord
14. M. Lacroni Theod., 56 J., Tagner von Hochspeyer, Dieb⸗
tahlsverfuch; 14. M. Hofmeister Osk., 21 J. led., von Landar
Diebstahi und Bettel; 14. M. Rihmer Salomea 26 J. ledig
von Pirmasens, Diebstahl; 15. M. Lechner Gg. 25 J., Weber,
hon Herxheim, Diebstahl? 15. M. Fuhrmann, A. M. 23 J.
ed., d. Lohnsfeld, Diebstahl und Sachbeschädigung; 15. M.
Trumpler Jak., 31 J., Dienstknecht von Gerolsheim, Diebstahl
17. M. Juster H., 17 J., von Pirmasens, Todtschiag; 18. M
Bitz Cht. 31 J., Tagner von Niederkirchen, Diebstahl und Betrug;
18. M., Werre P. 19 J. Schneidergeselle von Rheingoönnheim,
Diebstahlsversuch; 18. M. Batsch D., 42 J., Barbier von

Obermohr, Diebstahl:! 19. M. Hahn C., 26 J., Wagner von
Albersweiler, Diebstahl. — Die Verhandlung ist noch nicht fixirt
jür Pister Jos., 24 Jahre alt, ladig, Maurer von Haßloch wegen
diebstahls.

fSi. Johann, 3. März. Den gestern Abend von
Saargemund nach Bitsch ab egangenen gemischten Zug hat gegen
10 Uhr auf der Strecke zwischen Klein⸗Rederchingen und Euchen
berg ein Unfall sehr bellagenswerther Art betroffen. Der Zug
hatte soeben eine Anhöhe erstegen und die vordere Hälfie desselben
aus zwei Lokomotiven, einem Gepäck und 4 Personenwagen be⸗
tehend, befand sich bereits wieder auf etner abfallenden Bahnebene
während der hintere Theil des Zuges, aus Guüter und Kohlen
vagen zusaumengesehzt, noch auf ebenerem Terrain liefen, als —

eine andere Deutung ist nicht zu finden — die diese beider
Halften oerbinden en Keiten rissen; die vorderen Wagen setzten
jhren gleichmäßigen Cours fort, während die abgetrennten hinteren
schwerbeladenen Wagen erst langsamer, dann abder in Folge des

0

datlen Gesälles mit immer rasenderer Schnelligkeit nachfolgien. In
den letzten Momenten bemerkten die Locomotivführer die droheade
hefahr und versuchten Vorsprung zu gewinnen. — es war zu
pätt:: die Güterwagen stießen mit so furchtbarer Gewalt auf die
erreichten Personenwagen, daß von diesen wie von den ersteren 7
bis 8 Stück ganz zerschmettert und außerdem mehrere rechts und
innks aus dem Geleise geworfen wurden; dicke eiserne Achsen und
andere Eisentheile verbogen sich wie Draht und schwere Holztheile
logen in Splittern auseinander. Der Zusamm'nstoß wurde deut⸗
iich in Lemberg gehört. Ein Bremser und zwei Unterofficiere
wurden schwer verwundet und nach Bitsch ins Lazareth gebracht;
der eine Unteroffizier war mit dem unteren Theile seines einen
Beines so unglücklich unter einen Haufen schwerer Trümmer ge-
athen. daß derselbe ihm ganzlich zermalmt wurde. Mit herzzer⸗
reißenden Worten bat er, weil die Austrengungen, ihn aus seiner
chrecklichen Lage zu befreien, faft 3 Stunden lang dauerten: man
möge ihm ein Messer reichen, damit er seiner Qual ein Ende
machen können; von den anderen Passagieren wurden zwei nicht
so schwer verwundet; die Üübrigen erlitten fast sämmtlich — viele
durch Glassplitter — leichtere Verletzungen. Die Bahn wurde
noch in der Nacht wieder fahrbar gemacht.

Neupfotz 3. März. Um die Obstbaumzucht zu heben
und derselben in der Folge eine größere Sorgfalt angedeihen
lassen zu können, hat nach Mittheilung der ‚Landwirthschaftlichen
Blätter“ das Landwirthschaftliche Kreis-Comite der Pfalz in seiner
Sitzung vom 1. Febtuar lJ. J. belchlossen, daß das Institut der
Vemeinde-Baumwärter eingeführt werden solle. Da nun bisher
n vielen Gemeinden häufig wegen Mangel an praktischen, tüchtigen
Obstbaumzüchtern und Gärtnern die Obstbaumzucht sehr vernach-
lässigt wurde, ja hie und da ganz darniederlag, und Herr Velten,
Zunste und Handelsgärtxker in Speyer, ersucht werden soll, Zög⸗
linge für den Unterricht in der Obstbaumzucht aufzunehmen Lund
dieselben in leßteter gründlich zu unterweisen. so kann man jetzt
schon als sicher annehmen, daß das neue Institut der Gemeinde ⸗
Baumwärter im eigentlichen Sinne die besten Früchte bdringen
wird. (Pf. Z3.)

F Mäünchen, 5. März. In Sachen der Giesinger Kir⸗
henbaulotterie hat die Kreisregzierung von Oberbayern von Kuratel
vegen vorlaͤufig angeordnet, daß der aus dem Verkaufe der abdge⸗
etzten Loose eingezangene Gejammterlös des Unternehmens bis auf
Weiteres vollständig intakt zu erhalten ist, so daß Zahlungen à
Donto desselben nicht gemacht und insbesondere auch nach Ablauf
der in Ziff. V des Verloosungsplanes vorgesehenen Frist die auf
die gezogenen Nummern entfallenden Gewinnste vorläufig nicht
ausbezahlt werden dürfen.

Die Münchener Jerusalemspilger sind — laut Vaterland
— unter Fuhrung des Kooperators Geiger wieder zurückgekehrt,
zis auf einige, die von Rom aus, wo sie am Aschermittwoch
dem Papste vorgestellt wurden, ncch Wallfahrt nach Loretto
nachten.

cig In Wien fand ein Arbeiter vor einigen Tagen nächft
dem Nordvahnhofe ein Packet mit 30,000 fl. in Obligationen;
dieselben sind, wie sich nachträglich herausstelltte, ein Theil jener
Werthpapiere, welche im vorigen Monate bei dem großen Diebstahle
in Preßburg eniwendet wurden.

7Ddie Pilz'sche Bierballe zu Wien war kürzlich der Schau—
platz eines empoͤrenden Benehmens zweier Offinere. Ein Stamm-
zast ver Wirthschaft, Bankbeamter S., saß mit jeiner Gattin an
inem Tische; an einem andern die zwei Offijziere, die den Keizen
der jungen hübschen Frau die auffallendste Aufmerksamkeit widmeten
zhne daß diese auch nur mit einem Blicke dazu Veranlafsung
zegeben und ohne daß ihr Mann, der in ein eifriges Gespräch
nit seinem Nachbar vertieft war, es bemerltt hätte. Schließlich
zjingen aber die beiden Helden so weit, der Frau durch einen
dellner ein Billet zu schicken worauf der beleidigte Gatte, von der
destürzten Frau aufmerksam gemacht, auf die Anberschämten zu⸗
zing, um sie zur Rede zu stelley. Statt sih nun zu entschuldigen,
zjog einer der Offiziere, Leutenanf von Fischer, den Säbel; allein
in demselben Augneblicke stürzten alle anwesenden Gäste auf ihn
sos und nur dem Umstande, daß ein zufällig anwesender Polizei-
'ommissar ihn sofort verhaftete, hatte er es zu verdanken, daß er
ohne ernstliche Mißhandlungen davon kan.

7 Nach Dr, Engel's Statistik über den Krieg von 1870/71
berlor von den einzelnen deutschen Armeecorps das brandenbur⸗
gische 33, das J. bayerische 33, das posen'sche 25, das rheinlän⸗
dische 25, das Gardecorps 23 Proz., Uter den Waffengattungen
jatte die Infanterie weitaus die meisten Verluste. Von allen Ge⸗
fallenen gehörten 91 Proz. dieser Waffengatiung an, während sie
jeldst von der Gesammistärke nur 77 Proz. ausmachte. Unter den
derschiedenen Regimentern hatten am meisten Veiluste die Nummer
14 (Ostpreußen) mit 1694, Nr. 16 (Westphalen) 1691, Nri. 52
Brandenburger) mit 1665 Mann. Ihnen gleich kommt das
ßardeschützenbataillon, das bei Metz dezimitt wurde. Betrachtet man
        <pb n="147" />
        die verschiedenen Chargen, so fielen von 100 Personen der betref⸗
fenden Rangklasse 11 Generale, 2 Stabsoffizicr, 22 Hauptleute,
z Lieutenants, 1 Arzt, 14 Unteroffffiere und Soldalen. Man
sieht hieraus, mit welcher Aufopferung die Officiere ihren Sol⸗
zaten im Kampfe vorangingen und ihr Leben in die Schanze
schlugen für die Vertheidigung des Baterlandes.

pKöthen, 24. Febr. Der Apotheker Busch in Dessau
verbffentlicht durch den „St. Anz.“ folgende Warnung: „Es kam
mir dieser Tage eine Probe Speiseschweinefett (ungesalzen) unter
der Bezeichnung „Hamburger Stadtschmalz“ in die Hände. welche
mit 20 pCt. Specksteinpulver gefälscht war. Die mit Schweinefett
handelnden Kaufleute koͤnnen sich auf sehr einfache Weise von der
Keinheit dieses Artikels überzeugen, wenn sie in einer weithallsigen
verkorlbaren Flasche eine Probe des Fettes mit dem fünffachen
Volumen Aether übergießen, verlorken, die Flasche kurze Zeit in
savwarmes Wusser halten, und dann schütteln. Reines Fett ldf
ch klar unter Zurüclassung von wenig Wasser, verfälschtes Fett
sinterlägt das Verfälschungsitrel (Spedst in, Thon, Kreide, Gyps,
Schwerspath, zerriebene Kartossel ꝛe.) Bei Prüfung der Butter
vird ebenso verfahren.

p Ein deuischer iegierender Fürst, der vor nicht langer Zeit
seine Gemahlin durch den Tod verlor, beabsichtigt, wie in Thea-
ertreisen versichert wird mit einee Schauspielerien in morganati-
iche Ehe zu treten.

kHr. Alphonse Köochlin in Mühlhausen (Elfaß), der
seit mehreren Jahren des Augenlichts beraubt ist, versammelt in
einem geräumigen Haufe zu Illzach 309 bis 40 Blinde, welche er
in nützlichen Kenntnissen und Handarbeiten unterrichten läßl. Schon
aben mehrete Zöglinge dieser Anstalt als Organisten und Or—
jelsiimmer eine Anstellung gefunden. Andere sind als geschickte
dorbflechter und Sesselmacher in den Schooß ihrer Familien zu-

ückgekehrt. Die Zöglinge drucken in erhabener Schrift dit Büch⸗r
ind die Notenbefte, welche sie mit den Fingerspißen lesen. Herr Koch—
in beabfichtig, den deutschrede nden Blinden, deren Zahl er auf
40,000 schätzt, eine dollständige encyclopädische Vibliothek zur
Verfügung zu stellen.

In Bisel Echweiz) wurde die Frau eines reichen Char-
rutiers aus Naney, die ihrem Manne mit ca. 40,000 Fes.
durchgebrannt war, in dem Augenblicke verhaftet, als sie mit
hrem Liebhaber, einem gewissen Laurant in der Krone“ zu
Mittag speisen wollte, man fand bei ihr den vollen Betrag der
Summe.

rLondon, 3. Marz. Ein Amerikoner betrog die Bantk
pvon England in höchst bedeutender Weise mittelst Negociirung
salscher Wechsel. Das Gerücht spricht von 200,000 Pfund
AVV
frmittelung des Schuldigen. Ein Mitschuldiger ist verhaftet.

Das vor einiger Zeit hier erwaäͤhnte neueste Lieferungswerk aus dem
Verlage von A. H. Payne in Leibzig betitelt: Das Clavierspiel, brieflicher
Unterricht für das Selbststudium Erwachsener“ ist bis Heft 4 vorgeschritten
und hat die Fleißigen unter den betheitigten Abonnenten in 16 Lectionen
bereits dahin gebracht, die in Heft 8Z und 4 enthalteuen melodiösen Stucde,
wie Volkslieder, einige Tänze ur s. w. fehlerfrei zu spielen, ein Beweis, wie
hoch die in die sem Werke angewandte Methode za schätßen ist. Es können
demnach 16 Lectionen guten Unterrichts mehr nützen, als 100 Lectionen ohne
den Plan, der bierbei nicht Etwas sondern Alles ist. Auch Eltern, die ihre
Kinder unter Leitung eines Lehrers Clavierspielen lernen lafsen wollen, sollten
die Unterweisung auf Grund des hier empfohlenen Werkes befürworten weil
der Text der bezüglichen Hefte ihnen selbst einen Maaßstab liefert, die Fort⸗
chritie zu controiiren. Das Werk ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen
und kostet 10 Sgr. gleich 1J Marlk pro Lieferung.

— — F.X. Demeß verantwotlicher Redacteur.

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Freiwinig ger Wulsche der Shraße neben Peter Müller, Schuster
Versteigerung. —
—Samstag, den 29. Heärz 18760 Noch- 274. 4376.1 Tagw. 53 Dec. Ader im
e dahier 4 der Behausung Kodt, neben Becnhard August und Joh.
des Adjunkten Heinrich Schmitt wird Jos. Buhmanns Wittwe in 8 Theilen.
die nachbezeichnelke zu dex zwischen Michael 4345. 180 F. Ader allda redts der
ollHandler hier wobnhasi und seiner Straße, Junger Klee, neben Witlwe Buhm ann
nug derlablen eiften Ehesrau Tatharina und Michel Klein Wittib —338 Hälften.
Roos bestandenen Gütergemeinschaft y — Horu gl. Notar. J
örige Liegenschaft hiesigen Vannes au
eeee anne Verpachtung auf 6 Jahre.
enralbsbeschlufses des kgln Landgerichtes Samstag. den 15. Marz 18783, Nach-
Si. Ingbert pom 28. Januat 1873 nittags 2 Uhr, dahier in seinem Hause,
absolner Nothwendigkei halber auf Anstehey läßt Ja!ob Schwarz, Meßger und Wirth
umd in Gegenwart von: 1. Michael Noll, sein sämmtliches Acker- und Wiesenland
denannt, der Gutergemeinschaft wegen, sowie auf 6 Jahre verpachten und zwar!
als notürlicherVormund feiner mit feine* Ackerland.
herleblen Shefrau Catharing Roos erzeugten circa 4 Morgen an der Viehtrift neben
noch minder jähtigen Kindsre: Nicolaus und der Kohlenstraße in 4 Loofen.
Tatharinc Rone U. Josephe Stalter, 140 R. veim Hasened neben Steiger
Dahniwaͤrter in Erbach bei Homburg wohr- Vünther und Philipp Gottmann sen. mit
haft; Nebenvormund dieser Minderjährigen, dorn desaumt.“ —73,.
yffentlich in Eigenthnm versteigert, als: J Morgen ober der Viehtrift neben
Plansr 422024 Vαν Dei. Fläche. bir Szatn. und Carl' Ehrhardt Erben
worauf ein Wohnhaus ““mit »Stall und mit Klee. 33.
dofraum, n St. Ingbert auf der 8 3 n Sidard neben Leichuer
dees e —— 83 R. in der Mäusbach neben den Wiefen.
allda.— 28 R. im Rodt, neben' Paul Buchheit
ictilich be ind Schreiner Schwarz. —
Der gerichtsih ee kol. Nober 125 R. im Rodt aeben Michael Tiery.
— — — 274 Morgen im Rodteneben Georg Klein
19 süter— nit Korn besaamt. *
Haus und Güter 305 R. am Rohrbacher Pfuhl, an der
Versteigerung. — Bantmschute mit Koru besäamt.
Samstag, den 22. März 1873 Nach get hintet Hobets neden Vebrhner
mitlags 2. UÜbr, dahier im Cafe Ober⸗ 75 R. allda neben Gebr. Grell.
hauser, läßt Herr Johann Josebph Fiack 14 R.rimls in den Castler Rödern neben
senior dahier.auf sechsjährige Zahlteemine wirtwe Beke7
öffentlich in Eigenthum verfsteigern 5 1132 R. allda neben Wittib Klein.
1. sein an der Haupistroße am Markt. 138 R. Wies unterm Wohimbacher Weiher
platze gelegenes zweistoͤckiges Wohnhaus mit zeben Carl Lion Erben und Wittwe Stein-
Laden, Einfahrt, Hintergebäude, Hofraum fels in Sdalften 7 *
neben Johann Hellenthab- and Gebrüder g40 R. Wies und Ader allda neben
Dort. Das Haus aun nit geringen Kosten Stotg Etben umd · Livn Erder in FvLoosen
in 2 Theile gktheilt werden und eignet sich 55 R. Wies unterm Wohmbncher Weihrf
dann zu 2 Geschäftshäusern. neben Mengeße .
PlauNr. 2078. 2079.21 Tagw. 56 70 R. Wies daselbst neben Joseph Uhl
Dec. Wiese unde ewiger Klee in der vorderen zrhen und Ichaun Shinarge e
Gehnbach, neben Georg Franz Hager und SHorn tal. Notar
Wittwe Ganster —in 4 Loosen. —*
2518. 53 Dez, Wiese — 2 Beele — in EConventionelle
den Stegwiesen vis-a⸗vis den Arbeiterhäu- J
sern der Glachütte an der Kaiferstraße, Wiederyersteigerung
heben Wolf ahn und Balentin Weid. WMoptag, den 7. Apritl. J. des Rach-
manns Erben. — nittags um 2 Ubr zu St. Ingbert, n
2408 43 Dec. Wies in den Bruch⸗ der Wirthebehausung des Adjunlkten Hein⸗
rechwiesen, gegenüber Bäcker Heinrich Stief, n in auf Dereiben von
neben demseĩben und Peter Schmitt. Haus e er. er von hier, in seiner
piatß 7 75 ẽigenschaft ale subrogicter Glaubiger ünd
4ño. A1 Dez. Wies auf der Spid neben Rechtsinbat ⸗r pon Nron Nevi. Lederhänd-
Michaet Thiery und Frz. Jakob Schmelzer,
Schmied. * * — D————
2837. 27 R. Acker in der Eisenbahnstraße
niben Joh. Jos. Heinrich und Weidmanns
Erben. Hausplatz..
2924. 2925. 62 R. Acker auf der
R rummflur neben Gebrüder Grell unv J.
J. Heintich, mit Korn besaamt.
3218143, 190 R. Acker rechts in den
Seyen, neben Georg Jung und Mezzger
stling — in 2 Theilenn.—
3460. 67. Dez. Acker links in den ober-
sten Seyen, neben Joh. Jost Peters und
Pet. Schweitzer mit — Korn besaamt.
3147. 8 Morg. 8 R. Acker am Schaaf⸗
kopf neben Ernst Conrad und Fischers
Eiben — 2/8 mit Korn besaamt — in 8
Theilen.

ler in Homburg und Lion Levi, Ledet
Jändler in Blieskastel wohnhaft und diese
als gewesene Cessionär's von Franz Jatob
Ehrhardit Kaufmann-in St. Ingbert,
gegeun

. Elise Hager, früher Krämerin in
St. Ingbert wohnhaft,“ Witzwe des allda
wohnhaft gewesenen und verlebten Küfers
Philipp Anton Daubhäusser,ljetzige Ehefrau
von Ludwig Paul, Schneider, früher dahier
setzt in Metz wohnhaäft, Haupischuldnerin,
und' gegen Letzteren selbst der zwischen ihm
ind seiner Ehefrau bestehenden ehelichen
Bütergemeinschaft wegen.“

II. Withe:!m Grossard, Reniner, in
St. Ingbert wohnhaft, als Solidarbürge
der vorgenaunten Wittwe Daubhäusser,
wegen Nichtbezahlung des Erwerbspreises
die nachbezeichnete Liegenschaft öffentlich in
Figenthum wiederversteigert, nämlich“
PlanNr. 51924 2416 Dezimalen Fläche
vorauf ein Wohnhaus mit Hofraum und
sonstigen Zubehörden, gelegen zu St. Ing⸗
dert, in der Gasse, hinter Seifensieder
Schmitt und Wittwe Danubhäusser.

Der obere größere Theil des Daub⸗
häusser'schen LVohnhauses kommt iun eini⸗
gen Wochen zur öffenllichen Zwangs⸗
berstei gerung.
Das Nähere auf dem Geschäfts und
Tonsultationsburenuu L. Bechthold in
St. Ingbert. ———
Horn, kgl. Noiar.
— — ——
Wohnungsvermiethung.
Der untere Stock meines Haufes an rer
nesigen Hauptstraße, zu jedem Ge—
schäfts betriebe geeignet, ist bis
Funi nächsthin zu vermiethen. Das Nähere
hei dem jetzigen Miether Herrn Geschäftsagen-
ten Bechthold dah jier. 67*
Michael Paul.

Von Aerzten als Diäten⸗
mittel verordnet.
Babe rst adi, den 2. Juli 1872
Auf Aurathen meines Arztes, Herrn
Dr. Heinecke habe ich vor mehreren
JahreneLamal 50 Flaschen Ihres
Malzexiraͤct⸗ Gesundheitsbieres vber—⸗
braucht und muß ich gestehen, daß
der Erfolge für meine Gesundheit
ein günstiger war. Herr Dr. Heinec⸗
verlanugt jetzt abermals den Gedrauch.
Ich bitte Ste daher ꝛc. (Bestellung.)
Gottwalt Stützer, Güterexpedient.
An den Königl. Hoflieferanten Herru
Johann Hoff in Berlin. 1*
Verlaufsstelle bei Fritz Panzer⸗
bieter in Sti Ingbert.

— — 8B.
Auf dem freien Platze an der Großbach. J um
Samstag, Sonntag und Montag 8., 8. und 10. März—
J werden sich hier zum ersten HNal hroduciren *
die Zwei größten schönsten, stärksten und jüngsten
J 235 * ie u —
Sdchen Guropas
Träuléeim Vrr, die schöne Hollaͤnderin,
noch nicht 16 Jahre alt, hat schon die bereus unglaubliche Größe von TFuß Joll
9— nund die kolossale Schwere von 270 Pfund. *
—
erst 18 Jahre alt, 7 Fuß A Joll groß, beglätet von“, Ka kawitzky,“ dem Zwergß
dddaller' Zwierge, dem kleinsten Manne der Welt. —
Zu einem recht zahlreichen Besuche ladet ergebenst eirt
Ue aktion. Vruck und Verlog von F. X. Dems in St. Inbert.

Sedelmeyer..

—— ——72
        <pb n="149" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.
—
Der St. NRnaberter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundent Unterhaltungüblatt, mit der Dienttags⸗- VDonaerttagt · and Sonniag
senime ericheint wbe ennih viemalz Dienata g. Donner ata a. So us ta g und Son a has.— Adonnemenispreis vierellabeen
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krer. die dreispaltige Zeile Blattjchrift oder deren Raum berechnet. U
— 7 ——— — —

— * —
24873
Deutsches Reich.

Münch en. Zur Uuniformi:r ungs-Frage wird dem „Schwäb
Merkur“ unterm 4. d. von hier geschrieben: Zu den früher mit⸗
zetheilten endgiltigen Beschlüssen der Kommission jür die Neuuni-
ormiruug der bayerischen Armee- welche auf Beibehaltung der
zellblauen Rockfarbe, aber sonstige Annahme der Adjustirung der
ibrigen 16 deutschen Armeecorps hinausl efen. find beim Koönig
zon dem Generalinspeklor des Heeres und der Festungen, dem
Prinzen Luitpold, Revisionen eingereicht worden, welche natürlich
ziren streng partikularistischen Charalter tragen. Der Koönig hal
auun das gesammte Material dem Kriegsminister Frhrn. v. Pranckh
oersönlich zur Prüfung mit Berichterstattung überwiesen. Darnach
teht zu erwarten, daß diese lange schwebende Frace lediglich nach
militärischen Zweckmäßigkeitsrüchsichten, d. 9. im Sinne der Gleich—
ormigkeit, werde entschieden werden.

München, 5. März. Die im kommenden Sommer aul
zem Lechfelde stauffindenden Hauptübungen der bayerischen Feld—
Artislerieregimenter werden sehr interessant werden, da vielfache
bersuche mit neuem Artilleriematerial vorgenommen werden. Unter
Anderem werden auch eingehende Proben mit 2000 in Spandau,
aborirten Shrapnels, welche verbesserte Zünder erhalten haben,
ingestelll werden; diefe Shrapnels find bestimmt, die seit Ein⸗
ührung der gezogenen Rohre aus der Artillerie verschwundenen
Rartatschen zu ersetzen, da sich im letzten Kriege gezeigt hat, daß
die Feldartillerie diese Schußgattung zur eigenen Vertheidigung
nif nabe Abstände kaum entbebren kan. — Heute ging ein grö
zerer Transbport Ersatzmannschasten der 2. Division zur Occu⸗
pationsarmee nach Frankreich ab; dieselben fahren heute bis Ulm,
velches Sammelstation ist, morgen bis Straßburg, am Freitag
bis Metz und treffen am Samatag Bvei ihren Abtheilungen in
vedan ein.

Muenchen, 6. März. Das Gerücht von der bevorstehen⸗
den Abberafung des preußischen Gesandten, d. Werthern, kann als
wöllig aus der Luft gegriffen bezeichnet werden.
Ber Lin. Die deutschen Korpsstydenten beabsichtigen, zur
Feier der Wiedergenesung des Kronprinzen einen solennen Commers
ia Berlin zu veranstalten, und werden bereits die umfassenden
Borherritungen hiefür getroffen. — Geh. Rath Wagener ist zu
Offenstde übergegangen und hat die gerichtliche Verfolgung mehrere
Derliner Blätter wegen Verleumdung beantragi.

Berlin, 5. März. Der Bericht der Reichzskommission für
Aufhebung der Salzsteuer wird dem Bundesrathe in seiner nächssen
Plenarsitzung bereits zugehen können. Der Baricht versucht u. A.
zuch den Nachweis, daß die Erhöhung der Tabakssteuer in erster
kinie geeignet sein würde, ein Ersatß für die Salzsteuer zu sein.

Berlinn. Der Tabakssfteuergesetzentwurf schlagt vor, daß
ion einem Zeitpunkt noch im vaufe dieses Jahres ab an Ein-
jangsabgabe zu erheben sein soll: von 1 Ztr. 1. Tabaksblätter,
inbearbeitele und Stengel 14 Thir., 2. fabrizirter Tabak: Ci⸗
jarren und Cigarretten 30 Thlt., andere 20 Thir. Die Tara—
»ergütungsbestimmungen werden deibehalten. Sodaun wird eine
Bewichtssteuer von 8. bezw. 6 Thir. für 1 Ztir. getrockneten
mifermentirten Tabat festgesetzt. Der Tabakspflanzer muß die
dage und Groͤße der depflanzten Grundstücke bei der Steuerbe-
—X anmelden und für die Vorfühtrung des Tabaks zur Ver—
viegung haften. Im Uebrigen ordnet das Gesetz genau die Ver⸗
diegung, Verpackung und das Verfahren dabei, die Fesistellung
der Steuer und deren Kreditirung, die Einziehung, endlich die
Vorichriften für den Tabalsbau— Ferner wird eine Besteuerung
wu— dem Flächenraum für den Quadratmeter mit O,rs Sgt. bezw.
2 Kr. nangeordnet, im Weiteren die Steuervergütung bei Ver⸗
endung in das Ausland geordnet.

Berlin, 6. Maärz. Die „N. A. Z.“ schreibt! „Das Her·
enhaus tritt am 19. d. M. zu wichtigen Berathungen zusammen
u den wichtigsten, welche in der gegenwärtigen Session überhaup—

an ufinden haben. Die Verfassungsanderungen, welche don der
Staatareg ierung in Uebereinstimmung mit dem Abgeordnetenhause

als die Voraussetzung und Grundlage der weiteren Regelung der
Beziehungen zwischen Staat und Nirche angesehen werden, und
welche im Abgeordnetenhause nach wiederbolten bedeutsfamen Er⸗
Iterungen mit einer Mehrzal von weit über zwei Dritttheil der
Stimmen beschloffen worden sind, sollen nunmehr unverweilt die
Zanction des Herrenhauses erhalten, auf daß die Moͤglichkeit des
Lelingens der wichligen einzeinen Gejete in ver gegenwaͤrtigen
Sesfion gesichert wer de. . Die ensscheidenden Beschlüfse werden
voraussichtlich blad in den ersten Sitzungen gefaßt; es ist daher
unerläßlich, daß die Regierung hon vornhexein guf die Anwesenheit
der Anhänger ihrer Politif zaͤhlen könne J*

Berlin, 7. März. Der Droschlenstrile ist anscheinend

heendigt. Zahlreiche Droschken sind auf den Halteplätzen und

Straßen sichtbar. — Die Stadtverordneten genehmigten gestern im
Principe die Canalisirung mit 88 gegen 19 Stimmen.

Die wohl elwas voreiligen Hoffnungen, welch: der jetzt in
Deutschland entbrannte kirchliche Conflict in Frankreich hervorgeru⸗
ien hot, finden in einem Artilkel des Veuillotschen Univerz“ Linen
igenthümlich exaltirten Ausdruck. Derselbe führr die originelle
leberschrift „Viwat Bismarch“ und sucht rachzuwersen, daß der
deutjche Reichdkanzler durch seine kirchliche Politik die kaum geschaffene
deutsche Einheit wieder ruinire. Bismarck ootet Deutland.“ geißi
6u. A. in diesem Elaborat, „er macht feine Einheit für alle
Zeiten unmoͤglich, gibt dem Werke seines gonzen Lebens feibst den
Todesstoß und übernimmt selbst die Aufgabe uns zu raͤchen.“

J Frankreich

Eine Anzahl Pariser Bürger, und an ihrer Spitze die ra⸗—
dicalen Mitglieder des Pariser Gemeinderaths vaben.e ne Ermun⸗
ter ungsadresse an die spanische Republit verdffentlicht. Die Adres⸗
jaten nehmen für fich das Verdienft in Anspruch gegen dea lol⸗
len Krieg“ von 1870 ebensowohl wie gegen den Frieden bon 16871
protestirt zu haben. Erst wemn „die furchtbaren Schulden an Meld
und Schande. welche die verruchte Regierung Napoleon's
hinterlassen,““ vollfländ ig abgetragen fein würden, werde die fran-
joͤsische Republik ihrer spanischen Schwester einen beiden Ratibnen
vürdigen Gruß entbieten koͤnnen. Trot alledem: „Muth in dem
dlen Werke,“ heißt es am Schluß. „Vergessen Sie namentlich
—XL Recht, Rathschlägen zu ge⸗

den) daß es nicht genügt, den RPamen der Republit errungen
zu haben!“ —2
Amerika.

Newdhork, 6. Marz. Hier eingegangenen Nachrichten zufolge
ist es gestern Abend in Neworleans zwischen der Miliz und Polije
zu einem blutigen Zusammenstoß gelommen. Erster⸗ suchten sich
der Polizeistation zu bemächtigen, wurde jedoh von der Polizei
zurückgewiesen, welche sich guch der Artillerie zu ihrer Vertheidig-
ang bediente. Ein Todter und zehn Verwundete blieben auf dem
Platze. Nach dem Eintreffen von Bundestruppen xaumte die M iliz
vollständig das Feld.
s .6 —
Mannheim, 6. Marz. Heute Nacht ist am Rheinufer
rein mit Schnittwaaren heladener Kahn gesunken und ein darauf
befindliches Mädchen erirunken.

f. Mainunz, 6. Marz. Wer ist der größte Ftanctireur
ragte die „Mainzeitung“ und gibt darauf folgende Antwort
„Bismard, denn er ziehe den Franzosen zu Milliarden die geliebten
Francs aus dem Lande.“

— rMünchen, 5. Mätz. Damit die Verleihung von
riegsdenlmünzen für 18707 1 einen endlichen Abschluß finde, hat
das Kriegsministerium Nachfolgendes verfügt: Bei sämmtlichen
Offizieren, Aerzten, Beamten und Manns basten des akliven Dienst⸗
dandes soll sofort, bei jenen des Beurlaubienstandes gelegentlich
der bevorftehenden Controlevetsammlungen sichere Umfrage gebalten
werden, ob alle zum Tragen der Kriegsdenkmünze füt 1870 - 71
Berechtigten solche nebst zugehörigen Besitzzeugnissen erhalten haben,
oder nicht. Weiter haben die einschlägigen Commando⸗ und
dienffesstellen genane Nachforschung zu pfsegen, ob alle jene voe
        <pb n="150" />
        abschiedeten Offiziere und Militarbeamten, bann die Aerzte, Beam-
len, Geiftlichen ꝛc. ꝛc. vom Civilstande, welche auf Grund ihrer
Brasenz vder sonstigen Verwendung waͤhrend des Feldzuge 1870 - 71
Anspruch gauf eine Kriegsdenkmünze erworben daben, in deren
Besiß gelangt find. Bis 1. Juli k. J. sollen von berichtenden
Steuen die Anzeigen beim Kriegsministerium eingereicht werden.
Spätere Anmeldungen lonnen, ganz besondere woal motivirte Falle
ausgenommen, nicht mehr berüdsichtigt werden.

F. Ein im Deutschen Reich; niedergelassener Schwey zer

tellie au den Bezirksrath von Schhz das Gesuch, ihm bewil⸗
igen zu wollen als Abkommling einer alten angesehenen Familie
inem Geschlechtsnamen das Prädikat „von“ oorsetzen zu dürfen.
Der Bezirksrath ließ ihm erwidern, daß der sich mit derartigen
Zachen nicht befasse, übrigens aber durchaus nichts eizuwenden
Jabe, wenn es ihn convenire, fich von““ zu schreiben.

— —* F.X Demeß. verantwoilicher Redacteur.

St. Anghert.
2 das . dem freien —— an der Großbach. we⸗
GH . — Samsta onntag und Montag 8S., 9. und 10. Mär
3 Haͤuserverkauf d werden 85 hier zum ersten ) produciren
Zwei Wohnhausecr neb ubehoͤr, das 3 5 4 46
ine de eeee das andere in der die zwei größten, schö nsten, stärksten und jüngsten
haupistraße hiesi ger Stadt gelegen, sind unter Niesen-Mädchen Europa 8
vortheilhaften Bedingungen zu verkaufen/ —*8* 2 2* 2
unch das Geschafts⸗ und Consultationsbüreau PVraãulein LEIOPrA- die schöne Holländerin
E. Bechthold in St. Ingbert. och unicht 16 Jahre alt, hat schon die bereits unglaubliche Große von 7Fuß 2 hou
A—2 F und die tolossale Schwere von 270 Pfund.
Wohnungẽvermiethung. Frauleinm Antonie,- die one Tuneserin,
Der untere' Strck meines Hauses an der erst 18 Jahre alt, 7 Fuß A Joll groß, begleitet von, akawitzky,“ dem Zwerge
diesigen Hauptftraßße, zu jedem Ge·· auier Zwerde, dem kieinsten Manne der Welt.
— — 1. Zu einem recht zahlreichen Besuche Jadet ergebenst ein
Juni nächsthin zu vermiethen. Da ere *
8 jetzigen Niether Herrn Geschäftsagen⸗ Sedelmeyer.
sen Bechthold dahier.
Michael Paul.

Bekanntmachungen.

Die Wormser Akademie
»
zür Landwirthe, Bierbrauer und Müller.
lestehend aus drei im Wesentlichen getrennten, stets aus allen Ländern stark besuchten
Fachlehranstaltea beginnt das nächste Sommersemester am 28. April.
Programme, Berichte und nähere Auskunft stehen gern zu Diensten durch
Die Direction
Dr. Shnei der

Arac feinsten, den Schoppen à 40 kr.
u Inmalen den 2861r.
oneenmnp die ganze FIl. 2 1 fl. 30 kr.
1— , halbe 48 kr.
— viertel 26 kr.
Aalaga besten den Schoppen à 586 fr.
pPunneε Magenbitter,
— — —X——
Hrangen, OCitronuem.
iaeh ig sehes Fieisehextracet,
iebp igꝰaehe Ueh für Säug⸗
inge —
Ai⸗extraot mit und ohne
Fisengehalt. 3
ICE
—IEXCA Thee,
Qottinger Vurst,
—ILXR Seh wei aer⸗ RAse
eEito. eteæ-:-
zringt in empfehlende Erinnerung
Fritz Vanzerbieter.
Für ein Fabrikgeschäft auf
dem Lande wird ein
Auiseher
zesucht. Näheres in der Expedition
dieses Blattes.

Wotms a. Rb,
Künsthbicher Dünger

Silberne Medaille.
tarlsruhe 1861.
5ẽãHrenv. Erwähnungç
London 1862.
Medaille.

Hamburg 1863.
xhrend. Erwähnung.
Mannheim 1865.
Medaille.
Köolu 1868.

—E chemischen
Fabrik von I
GEORG OCARL ZRIMMER

Silberne Medaille.
Straßburg 1806
Medaille.
Geuf 1866.
Zzwei Medaillen
Paris 1867.
Zilberne Medaille.
Zaarlouis 18607.
Zwei Medaillen.
arlsruhe 1869

MABINHGOIM.
Kali · und Magnesia⸗Dün⸗
ger⸗Sabrik in Staßfurth.
ĩier Tonnole der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchsstationen.
Nn ochenmehle, troh und gedämpft,
Su perphosphate, in ollen Sorten,
Rali- und Magnefia Präparate,
Ummoniak Euperphosphate, als bester Ersatz des rothen Peru⸗Guano,
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eren bekannte Verkaufslager zu wenden.

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bei Karl Schwarz. Mehger.

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derz im kritischen Alter zu empfehlen.
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Sz20 Sgt. bei P. Zepp in St.

Inabert.

1 J
vα Vallsuent)
heilt brretiete h der Specialarzt für pi dIr. G. KIIIISeh, Ber lin, Louiven
atrasse 45. Augenbliekltict über ta us en d Patienten in Behandlunge.
Bürgervereins-Kränzchen.
Morgen (Mittwoch) Abend Zusammen ⸗
unft bei Geora Klein.
Kechnungen
n he, 24 nnd Is Bogen zum allgemeinen
hebrauch siud vorrthig in der Drucdkerei
dieses Blattes.

Berichtigung.

In der gestrigen Einrücung der freiwib
äg gerichtiichen Versteigerung von Michat!
Noll und Kindern hier muß es ftatt Michee
Roll, Handler, heißen Michael Noll
Puddler.“

HSorn, lal. Notar.

attion, Drud vnd Verlag von J. *. De—

42
mn

t. Inobert.
        <pb n="151" />
        —AI
2 2232 —
* 255002 22
2232355 835 55535* 2833
12355325 — 323 — 22 —A 2532 J
. 22272325552283 22388 — —— 2 328 2 —*
22222398 —55 2535 2 230 3 —3 * —A — 8
2353 3358523—6258 55 3825 —A———— 27873
5835 523233 —522373222-5 —A 5 —A 223233
— 532535 83353735 2 22z25 823 222322 5523268
23 2 — ——— 22 22 — 8 ã * 22535 2
25 *c 258338 3 222 26 * 22 22 2—
7 — 22 3585 523322 — 832 53 —3 257335 2*58
5 22323 —A — 238 —2 58223 8 25
28 5ñ 5555 3 — 2858 22323 — 8 c 2 2
522235 5*3z233825 535 5333528 5322 228 ———
2 8 —* * —A — 2322 2* 2 * 3226 —s 25 2B33255
2 — Z 2 2 23 e — 25225 E 2 * —A — * *
* — 22 — 1228 c 22 2 4 — F 33222 — 22 3335
——— ———— — —Rt — — 52338 —2tW — —— —5—3 —2 5323587
333 33324 2232
—8 2 2 — * ã 2*28 2 — 2 2 S 3
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283 322385, 352. 353*3
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237 —A 21557337*
133 23338 2533328
723 5353 —38
27 3 — 37528
5353 255233253233352438
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        Hl. Ingberler Anzeiger.

der St. Jnaper rer Anzeiger lund das mit dem Huuptblatte verbundene Uaterhaltunzsblatt, mit ver Dienztags⸗ Donnerztags⸗ und Sonntag
Rumme ericheint wochentlich vie rm alt: Dieustag, Doanerstag, Sams ka g und Sonntaa. Abonnementspreis vierteljährig 42 Krzr. obe
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
— 3 — ——
8 39 Dienstag, den 11. März 1873
— — —— — —
Dert sches Reich.

München, 7. März. Der k. Oberappellationsgerichts rath
Dr. G. Schmitt, welcher fich bekanntlich als baher. Komm'ssär
zei der in Berkin zusammengetretenen Kommijssion zur Berathung
eß Sirafprozesses füt das denische Reich seit Anfang des vori⸗
dan Monats befand, ist gestern hieh r zurückaekehrt.

München, 7. März. Rach Mittheilungen aus Berlin ist
die Aufnahme des bayerschen Militär-⸗Geschworenen⸗Verfahrens in
nie deutsche Militär-⸗Strafgerichts ⸗Ordnung wahrscheinlich.

In Frantsuort hat sich Behufs Veranstaltung einer März3-
feier ein Comité von ca. 80 Personen konstituirt. Der 30.
MRärz, der Jahrestag der Eröffnung des Vorparlements, ist zum
Tage der Feier ausersehen.

Goͤrintz, 8. März. Heute feierte der General⸗Feldmar⸗
schall v. Steinmetz sein 60jähriges Dienstjubiläum. Der Jubilar
st, zwie die Norddeutsche. Ztg.“ berichtet, am 5. Maͤrz 1813, als
das sechzehnte Lebencjahr noch nicht vollendel, aus dem Cadet⸗
enhaus in die Armee getreten, und hat bereits die Freiheitskriege
nitgemacht.

Wie die „Fr. Pr.“ vernimmt, hat der Direetor der elsaß
olbringischen Abtheilung im Reichskanzleramte, Geh. OberRe—
gierungsrath Herzog, die Ernennung zum Unterstaatssekretär im
dandelsministerium abgelehnt. Neuerdings ist jetzt wieder von
em vorrragenden Rathe im Handelsministerium, Dr. Jacobi, die
Kede, wahrend anderer'its verlautet, Dr. Achenbach solle nunmehr
dennoch den Unterstaatssekretärposten im Cultusministerium mit
demjenigen im Handelsministerium vertauschen, JZund zwar mit der
Aussicht auf die Erbschaft des Grafen Itzenplizz.

dus Süddeutschland schreibt man derꝰ, Koͤm. Ztg.“
Die von Berlin verlaut⸗nden Nachtichten, daß man in der Schwur⸗
zerichtsfrage einer nochmaligen Erwägung zugänglich sei, hat vom
Konalen Standpunkt aus nur die größte Befriedigung erwecken
onnen. Von allen anderen Gründen abgesehen, ist schon die un⸗
eugbare Thatsache, daß man in Süddeutschland an dem Geschwo—
enengericht in seinem bisherigen Umfange festhalten will und
inen Angriff datauf als einen Act theocetischer Abacigung gegen
ain bewaͤnrtes vollathümliches Rechts-Inftitut ganz allgemein be⸗
rachtet, für einen Staatswann schwerwiegend genug, um nicht
das neue Deutsche Reich mit dem Gewicht einer jo unpopulären
Raßregel zu belasten. Und wenn das Schöffengericht alle Vor⸗
ge haͤtte, welche seine Nährväter Zachariae und Schwarze ihm
zuschreiben, ist für den prattischen Politiker zunächst maßgebend,
Jaße die deuische Nation diese Ueberzeugung noch nicht theilt und
zie gewohnten Rechtseinrichtungen mit den nöthigen Verbesserungen
behalten will. Das Volk soll an der Rechtsprechung nach der
Meinung Aller einen w.sentlichen Antheil nehmen, aber nie wird
Nes segensreich geschehen, wenn nicht die Institutionen im Ver⸗
rauen der Bevölkerung wurzeln.

Fraukreich.

Paris, 6. März. Troz offizieller Nachrichten, welche eine

bollständige Wiederherstellung des Hrn. Thiers melden, war die
zeutige Abendbörse auf dein Boulevard neuerdings alarmirt; es
vurden allerhand Gerüchte in Umlauf gesetzt. Die unbehagliche
Stimmung wurde noch vermehrt durch den Umstand, daß mehrere
Abendjournale die bisher verbreiteten optimistischen Nachrichten über
die Raͤumung der occupirten Departements wiederriefen.
Einer der geistreichsten unter unseren Vertretern der answär—
tigen Mächte (Nigra mit einem Worte) legte die Rede Thiers in
folgender Weise aus: „Man meinte, den Ticktack einer Thurmuhr
in hören, deren Pendel von einem festen Punkte ausgehend, regel⸗
maßig nach rechts und lints oscillitt, ohne dabei jemals aus seinem
Schwerpunkte zu fallen, und welcher genau die Zeit angiebt.
e niemals war eine Desinitiovn zugleich so geistreich und so
uichtig.

Paris, 8. März. „Sp. Z.“ Der „Temps' ersährt aus
— daß die preußische Intendantut Weisung erhalten, alle
rxintäufe einzusellen. — Dlozaga ist nach Marseille gegangen, um

43

i

Amadeus zu begrüßen, wenn er dort landet. — Ordre“ bestätigt
daß der kaiserliche Prinz zur Wiener Ausstellung geht.

Aus Nanch wird mitgetheilt, wir wissen nicht, mit wie
viel Gewähr: Die Verhandlungen zwischen General Manieuffel
und den französischen Behörden wegen des Unterbringens der
23,000 Mann, die sich in den beiden nach Abzahlung der vierten
Mill iarde zu räumenden Departements befinden, in den zwei noch
hesetzt bleibenden Departements sind augenblidlich eingestellt, weil
in Paris eben Unterhandlungen im Ganzesind, um die Besatzungs⸗
ruppen nach Zahlung der vierten Milliarde auf 25,000 Mann
zu vermindern. Da alle Aussicht auf Erfolg dieser Verhandlungen
»orhanden ist, so hält man es für unnüzß, sichh schen jetzt über die
oben erwähnten Maßregeln zu benehmen.

Privatnachrichten aus Versailles melden, Thiers könne
m Lande selbst die Anleihe der fünften Milliarde abschließen, so
jroß ist der Wunsch, daß die fremde Occupation aufhöre. Ver—⸗
Jandlungen mit Deutschland haben noch nicht statigefunden, am
venigsten in formeller Weise. VBon allen Seiten ist bestatigt,
zaß es vor Ende des Jahres schwerlich zu der schließlichen Räu—
nung kommen wird. (K. Z3.)

Versailles, 8. März. Ron den 15 Commissären,
velchen seitens der Nationalversammlung die Prüfung des Hau—
delsvertrages mit England übertragen worden ist, gelten 7 als
Begner des Vertrages, und nur 8 als Anhänger desselben. —
Der Präsident der Republik hat heute den deutschen Botschafter,
Graf Arnim empfangen. (W. T. B.)

Italien.

Rom, 6. März. Heute läuft hier das Gerücht ein, der
hayerische Gesandte am päpstlichen Hofe werde demnächst ganz
abgerufen und rüste sich Rom zu verlassen. Der Popst soll über
die jetzigen Fürsten sehr entrüstet sein und geäußert haben, solche
Throne müßten verschwinden. Er werde sich sicher mit einer
europäischen Universalrepublik leichter vertragen als mit diesen
Marionetten von Königen.

England.

London, 8. März. Die Gerüchte von einer projeckirten
Berlobung des Herzogs von Edinburg mit der Tochter des Kaisers
von Rußland, Großfürstin Maria Alexandrowna sind troß aller
Dementi's wohlbegründet; die Verlobung wird bald veröoffentlicht
werden.
Bermischtes.

r Ausel, 7. März. Gestern wurde in hiesiger Stadt eine
altkatholische Kirchengemeinde gegründet. — In der gestrigen
Sitzung des Polizeigerichts wurde der katholische Pfarrverweser
Zaplan Joseph Deckenbrock von hier wegen Ehrenlkränkung zu 5
Thaler Geldstrafe verurtheilt.

Frankenthal. 8. März. Vier und fünfzig Ein—
wohner von Lambrecht, größtentheil? Tuchweber, welche wegen
Landesfriedensbruchs anfänglich vor das Schwurgericht verwiefen
waren, wurden durch Beschluß des Appellhofes zu Zweibrücken
vor das hiesige Zu tpolizeigericht zurückgewiesen und gelangen am
1. April nächsthin zur Aburtheilung. (R. W.)

Fraukenthal, 7. Maͤrz. Herr Präsident v. Möhl
ritt unter Verleihung des Civilverdienstordens in Ruhestand.

München, 7. März. Hr. v. Völlinger erhielt am 28.
b. Mis. zu seinem 74. Geburtstag ein königliches Handschreiben.
Fs werden heuer 50 Jahre, daß VDöllinger seine Lehrtbätigleit am
Lyceum zu Aschaffenburg begann.

7Muünden, 8. Marz. Der NKoͤnig hat für die dieses
Frühjahr in Aschaffenburg statihabende Blumenausstellung einen
Beitrag von 100 Marl aus seiuer Kabinetskasse bestimmt.

Aus Stade wird gemeldet, daß der vom dortigen Schwur⸗
zerichtshof wegen sechs vershiedenet Giftmorde zum Tode vecur—⸗
heilte Woltmann zu einer Zu thausstrafe auf Lebenszeit beanadigt
worden ist. Mit dieser Begnadigung dürfte die ialtsche Aufheburg
der Todesstrafe in Preußen woyl als eine dollendete Thatach
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        angesehen werden können. Besser wäre es freilich, wenn die
Todesstrase aus dem Gesezbuche gestrichen würde. (VB. 3.)

x Kleine Geschichte aus der Bürgerwehrzeit 1849, so sich
zugetragen hat in Dresden. Ein Mann der Dresdener Bürgerweht
ollte in einer kalten dacht vor einer großen Kanone Posten stehen
hatte es jedoch für zweckmäßiger befunden, sich nach kurzer Zeit
daheim zu schleichen, und in's warme Beit zu legen. Als nun die
Patroulle zur Ablösung erschien, war der Posten verschwunden
and nirgends zu erblicken. Es wurde sofort dem Herrn „Berjer⸗
vähroberschten“ davon Meldung gemacht, und der pflichtvergessene
„Berjer“ auf's Bureau zitirt. Dorten angekommen, empfing ihn
der zornentbrannte „Verjerwähroderscht“ mit folgenden Worten:
„Heren Se Herr, hohben Sie denn gor ken Gewissen nich ? Wissen
Sie denn nich, daß Se ehn pflichtvergeßner Mensch sein, wenn
Se Ihren Bosten verlassen duhn!? Wie kennen Sie sich denn
nu verdeffendieren“ Hrrr, hohben Sie denn gohr nich gedocht ?*
Trotz dieser zermalmenden Worte blieb der edle Berjerwehrmann
unerschrocken vor seinem Vorgesetzten stehn, und erwiederte mi⸗
schlauer, überzeugender Miene: „Ne heren Se Herr eben grohde
weil ich gedocht habe, da dertwegen bin ich Jach Hause gegangen,
und kann mir noch deffendieren. Sehen Se, Herr Oberschier, ich
stand so in der Nacht ollehne uff dem Blatze, und schaut merr de
zroße Ganone an — da docht iich — A hellisches Ding, die
Hanone? Die drägt Derr Eener nich fort — ach was, Eener —
nicht Zwee, och nicht Trei, kene Idee da dervohn — Viere —
ei Herr Jes, nu, i dos wär schuun eher meglich — nu und wos
bihn iich gegen vier Mann! Na sehen Se, und kolt warsch, al⸗
lehne war iich och, und miede da derzu, nu, und de ging ich halt

nach Hause!“ Gegen diese Logik war nichts einzuwenden, un⸗
der muthige unerschrockene Bürger wurde entlasser.

. Parris, 8. März. In dem Cartouchen⸗Magazin de—
Mont Valerien ereignete sich gestern eine furchtbare Explosion
Wie es scheint hatte ein Soldat, welcher mit anderen Kamerade
den Ausschuß von Cartauchen zu räumen und auzzuleeren hatte
mit seiner Sheere den Zündstoff einer Cartouche entblößt und au
Versehen entbrannt. Er ließ dann die brennende Cartouche au
der Hand und in die Kiste fallen, in welche er das aus der
Cartouchen hervorgeholte Pulver geschüttet hate. Ein starker Nnah
und das Feuer theilte sich auf der Stelle dem ganzen hölzerne
Bebäude mit — 27 Soldaten, 24 Infanteristen und 8 Ariiller
ken wurden mehr oder weniger schwer verwundet.

Dienstesnachrichten.
Zum Landgerichtsschreiber in Kusel wurde der Polizeianwalt Theodo
Spannagel zu Qtterberg in Rockenhausen der Polizeianwait Jakob Biden
Durkheim auf Ansuchen versetzt.
Landwirthschaftliqches.
Pferdezahnmais. Nich einem Berichte von Wirthschaftsinspector Ludwi
ziegler hat ihm im vorigen Jahre der Pferdezahnmais auf einem Morgen—
/ Hectare eine Grünfuttermasse geliefert, welche 74 Centnern Heuwerihen
leichtam. Der Boden, ein tiefgründiger Lehm, war Ausgangs des Win ier
reichlich mit Pfuhl überfahren worden, hatte einen tiefen Bau empf an ger
uind wurde am 18. Mai reihig auf die zweite Furche besamt.

Kalisalz als Wiesendinger. Amtsrath Werner in Zelle berichtet
daß er im Fruhjahre 1872 einen Wiesenc omplex mit durftigem Grasbestan
zur Hälfte mit Kalisalz überdingt und dabei pro . Hectare 4 Ceniner
2 Thlr. 8 Sgr. gerechnet habe. Der Mehrertrag an Gesfammiddrrfutterr
habe auf dem so gedungten Theile 27 Centner betragen.

A. Demeß verantwotlicher Redacteur.
Bekanntmachungen.

— Eller, 17. Febr. Catharina T. v. Josep
Theater in St. Ingbert. Lutz. 18. Febr, Bertha T. v. Carl Toa
* Die unterbrochenen Vorstellungen des 19. Febr. Otlio S. b. Theobad aoͤhl
Lothringer Zaubertheaters 28 e Podiern
verden am kommenden Sonntag 16. März 24. Febr. Franz S. v. Franz alein. 20
wieder ihren Anfang nehmen, wozu höflichht Febr. Elisabetha T. v. Jatob Friedrich
inadei 25. Febr. Bacbara T. v. Johann Adan
Glock, Director. Reif. 27. Febt. Johann Joseph S.—
Maͤda F — 38— vbae ee bene —
Ein braves ädchen, v. Johann Wacs. 27. Febr. Christian
das Etwas kochen kann wird gegen guten v. Johann Geyer. 28. Febr. Heinrich S
Lohn zum sofortigen Eintritt gisucht. v. Heinrich Behr.
Die Expedition d. Bl. ertheitt Auskunft. Gestorben sind:
3. Febr. Elisabetha, 1 J. 7 M. al
T. v. Johann Stolz. 6. Febr. Magdo
lena, 2 J.7 M. alt, T.v. Peter Hos
mann. 6. Feba. Joseph, 2 M. alt Tod.
Johann Dietzler Wtb. 7. Febr. Antor
Banster, 30 J. alt, Ehem. v. Margareth⸗
Schmidt. 7. Febr. Theresia, 26 T. alt
T. v. Georg Bauer. 9. Febt. Carl, 20
Tage alt, S. v. Ludwig Fetzer Wib. 18
Febr. Peter, 1 J. alt, S. v. Karl Ecer
15. Febr. Jakob. 1 3. 1M. alt, S. d
Beorg Merz. 18. Febr. Adolph, 29
ut, S. v. 'Adolph Filipowitz, 18. Febt
datharina, 1 T. alt, T. v. Joseph Luß
19. Febr. Jalob, 2 J. 7 Malt, S.
carl Eder. 22. Febr. Barbara, 10 M
T. v. Peter Müller. 23. Febr. sHeinrich
1 V. 5 T. alt, S. d. Ludwig Feza
Wib. 28. Febr. Johann Duy, 84 J an—
Wistwer v. Magdalena Neu.
Verehelicht haben fich:
Am 1. Febr. Joseph Bischof mit —X
Louisa Koch. 1. Fehr. Franz Mathieu mil
Margarelha Schaumlöffel. 10. Jodam
Fries mit Maria Eleonora Uhl. 18. Febt
Joseph Sailer mit Katharina Glattfeld
18. Febr. Andreas Nikola mit Margaretho
ꝛiffling. 18. Febr. Johann Ottmann mil
catharina Ritz. 19. Febr. Jofeph Schmit!
mit Elifabetha Martini. 20. Febr. Geoth
Regitz mit Elisabetha Schaum. 25. Febr
Peter Kopp mit Magdalena Jung. 26
Febr. Johann Peter Schlickling min Mag
dalena Bar bara Birkelbach.
S!. Ingbert, den 10. März 18738.
Der Cvilstandsbeamte
Chandon

*
Häuserverkauf.

Zwei Wohnhäuser nebst Zubehör, das
ine in der Kohlen-⸗, das andere in der
Hauptstraße hiesiger Stadt gelegen, sind unter
dortheilhaften Bedingungen zu verkaufen
durch das Geschäftes und Consultationsbüreau
L. Bechthold in St. Ingbert.

Wohnungsvermiethung.

Der untere Steck meines Hauses an der
istesigen Hauptstraße, zu jedem Ge⸗
schäftsbetriebe geeignet, ist bis 1.
Juni nächsthin zu vermiethen. Das Nähere
bei dem jetzigen Miether Herrn Geschäftsagen⸗
ien Bechthold dahier.

Michael Paul.

Das Neue Blatt 1873. Rr. 28 ist soeben

ingetroffen und enthält: ‚„Die neue Magda⸗
ena.“ Von Wilkie Collins. — , Des Lebens
Vai.“ — „Aus einer Handfchriften⸗
ammlung.“ — „Plaudereien aus der
eutschen Kaiserstadt.“ Von Richard Schmidi⸗
fabanie⸗. — „Aerztliches Sprechzimmer.“
ich kann nicht zwei Treppe steigen —, Moderne
Vampyre.“ Novelle aus der Gegenwart. Von
F Hirsch. „ Heitere Ehronika.“ — Fur
daus und Herd.“ „Allerlei“: Ein ehruͤche
Nann. — Ein bequemer Zeichentisch. — Kanin⸗
Jenhandel in Belgien. —, Räthfel.“ Neue
Bücherschau. — „Aerztlicher Briefra.
sten.“ — ‚Correspondenz⸗ An Illu⸗
trationen: Des Lebens vlai. — Eduard
Lasker. — Autographen deutscher Für⸗
steu, Feldherrn und Staatomäuner⸗
Das Neue Blatt ist zu beziehen durch abe
Buchhandlungen und Post, Anstalten für den mä⸗
zigen Preis dvon 185 Sar. viertetiäbhrlich

Da durch den Tod meiner Frau mir
»om hiesigen Bürgerhilfsverein eine
Anterstützung zugesendet wurde, sage ich
demselben meinen innigsten und wärmsten
Dank dafür aus.

Rikola us Ochs.

Für Lungenkranke.

Ausspruch des Kais. Königl. Gu⸗
bernialraths und Protomedikus Dr
SG. M. Sporer bezüglich der Heil⸗
wirlungen der Johann Hoff'schen
Malz⸗Chokolade u. Malz⸗Bonbons.
Als ich die Hoff'schen Malzpräparate
Bonbon und Chokolode zur Anwen-
dung brachte — täglich 10 Bondons
und 2 Tossen Chokolade — fühle
ich Erleichterung, die ich früher nie
empfand. Der Husten wurde bedeutend
seltener und erträglicher und meine
Lunge sehr gekräftigt. Aehnliche gün—
tige Wukungen habe ich auch bei
anderen Katarrhalkranlken wahrge⸗
nommen. Dr. G. M. Sporer, ꝛc. ꝛc.
Die Johann Hoff'schen Präparate
sind zu haben bei Fritz Panzer⸗
bieter in St. Ingbert.

* v
Civilstand
der Stadt St. Ingbert pro Monat
Februar 1873.
Geboren wurden:

Am 2. Februar Maria T. v. Nilkolaus
Weber. 3. Febr. Johann, S. v. Peter
Hellenthal. 4. Febr. Wilhelm S. v. Wil—
helm Ganster. 5. Febr. Maria T. v. Chri—
tian Marx. 6. Febr. Johann S. v. He in⸗
tich Stief. 7. Febr. Rosina T. v. Rosina
Behring, hedig. 8. Febr. Valentin S. v.
Joh. Jos. Setl. 9. FFebr. Magdalena T.
o. Anton Betz. 14. Febr. Helena T. v.
Heinrich Jakob Schaum. 14. Febr. Elifa-
etha T. v. Johann Mohr. 16. Febr.
Barbara T. v. Johann Scholl. 17. Febr.
Maria Elisabetha T.v. Johann Adam
— —————, —⏑— —⏑ ——— — —
Po altion Druck und Nerlas vvn FFD 3 RAnnhor ⸗
        <pb n="155" />
        4222 2322 2 *
32z385328 55353 3 52 23323255 »52 —— 2
23 A M c353 —32353555 22532 2533 323
—A —— * — 3 — 25 2 22 —— — 39 —55—* 3252 — *28 5
— 25 8 85 59 2567 23322 —— *
—A—— 2328 — 225 572 — 222 3— 3*238 22
53528 327 56532 7 79 5s,25537 —AA — —— z22228,5*
3235735 2 —5 *2533 253522 155353833 552525
5s—28 2228 —A 8 —5 121525
2 25 828 2535835 25272 2 —s8 5853323 — —585 ——
—A 2 25 82 3 — 28 52 25 —A 22228 —
25 — 2—28352383 2 2 722 * — 2252 —— —*82225 2522 — 8 2 2
»825555 53223 558538 5 536 52573283 5—75335—5 3353
25 28 —A— —A———— —X —— 555—— 5 — —A
125522227 52—89 385 — 55 — 235*573
332372555 7223235 8338 —558355 3—283335 3358 63
9 — 8 —— — — — —— *2
—52 55555 2325 52 232523-542 2 — 3 2 8 —
25282 8 8 2 — — —3— 2227 553522 8 2882
233535322 s38 ——2238—352 532 338*—57 5353328 —— —
—552353 —3— 533—— 3 23—3755535 38553355 53 525
* wn 5 7 —32 wA — 7 S 2 5222 —5—223 25 358 3
5315833 — 385353733 ——A—— 58333323*5* 538832 «335333
2 5 2— 222 — 2228— * —2 263 ——— * — 2 2 28 2 2
* 5 28 2 8 5 25335 52 52223 — —2 2 3 20*
— —A —A 2 2* 52 2 ——z522 222 cxz—* 2 8
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285525 — —A — — —2232 28282c —3232382 *. 232322
— 285322 — * 85 52 5 * 2 5260 3222353
— —3— —3232 57 222353 5—5—5533 5282 7 —
38 s 22— 23262 5s5575583577525 533523355 822—25232 2353838*
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det St. PNüberter Anzeige und das mit dem Haupdtblatle verbundene Unterhaltunzsblatt, mit ver Dienstagt⸗, Donnerttags⸗ und Sonnlas
Fumme arscheint wdhentlich vier matn Dienstag. Donnerstag, Samstag und Sonmn tag.“* Aoonnementsbreis vierteliüdrig 42 Krzr. ede
— 12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4* Krzr. die dreispaltige Zeile Blattjchrift oder deren Naum berechnet.
B 5 Donnerstag, den 13. März . .“ “35 1873
— j — * ——— — — — —⸗ ——— —t VnDwDQ R ——— w

Deutsches Reich. . Pullkamnier, bezeichnet, welcher belannilich frücher als vortragen de ,
Mäünchen, 8. März. Zufolge minissericlletr Weisung er⸗ Kath im Reichskanzleramt fungirt hat und mit dea etlsaß-
algt sirenge Ueberwachung der Kathoͤlilenvereine in Bayern. durch lothringenscheu. Verhältuissen fomit nähet bekannt ift.
ie Polizei. Der Katholikenverein in Dettelbach ist geschlossen Nach einer vorldufigen Feftitellung des Tabaksteuerertruges
vorden. , diurqhh das sauistische Bureau des Reichts beziffert sich dieser au
Stuttgart, 19. März. Die Koͤnigins Mutter ist heute ind 600,000 Thlr., darunter Baden mit 180,000 Thlrn. zu⸗
AIbend um holb fuͤnf Uhr geftorbeu — M nachst kommt dann Preußen mit 156, 136. und Bayern mit 188,8857
S u i?gari, Ji, Marz. Die Leiche der . Königin- Mutter Thalern. Die-badische Produetiom, an Rohtabat betrug 205,000
vird Donnerstag Abend in der Gruft detz Schlosses zu Ludwigsburg dign r 5 —
esetzt werden. S tbxa 6b ur g. 8. März. Vorgestera ind hi —*
nxß d rin, 9. Marz. Die Officissen constatiren bekanntlich, eren Abzahlung der vierten — F n e7—
daß das jungste Vorgehen des Erzbischofs van Posen elnem Ikrn⸗ Frauken übesgeben worden.. Vach inj VJaufe dieses Mongis sollen
ichen Kriegsalt gegen. die Regierung gleich somme. Dd Regeruug die Zisen für die 3 Milliarden hezahlt weerden, worauf in den
scheint aber. in di esem Follt augsilichet zu seim ats seinere Zeig rsten - Zagetn der Monate April uud Mai. mit Zahlungen don se
gegenüber. der Kriegs⸗rtlärung Frankreichs. Denn bia jetzt amtirt 250 Millionen die vollftuͤndige Deckung der vierien Miarde her—
daebellische Erzbischof ruhig weiter, und die Antwort der Res eigefübrt werden solll.
gieruug auf seinen Krieczali“. hesteht bis zu dieser Stunde nur Mecez, 8. Maͤrz. (Bas? Schunnspektionsgestz.) Das letzie
einer Zeitungsconfistatiou. Der Kurha nozuernsti“; der Besttzbiatt für Cisaß · Lothringen brachte ein das Unterrichtswefen
n rebeslischen Erlaßß veröffenllichte, wurde von jener Gonftscation jetreffendet Gesetz vom 12. Februar d. JI in welchem das ge-
bebroffen. Vor dem, Urheber des Erlasses, daß heißt vor dem ammte Schulwesen unteri die alleinige Nufficht und Leilung des
Rebellen selbst, scheint sich unser „starkes Regime“ allen Ernstes Ztaates gestellt wird. Daß dumit die denische Regierung den
zu fürchten. Sonst müßte er sich bereits hinter Schloß und Riegel Rauel auf den Kopf getroffen hat, zeigt sich in der Wirkung, den
der — jenseit der Landesgrenze befinden /! . dies Gesch in den hiesigen klerika'en, ültramontanen und franzöfisch
Berinhn, 10⸗ Wigtz, Iprz Vorder gruͤnde allet sotztis den aesngten Kreisen dervorgerufen hat. Wohl wissend, daß ihnen
drörterungen. steht das Auftrẽten —* Erzbuͤchofs von Posen. Von mil dieser Verweltlichung der Schulinfpeltton · und dem in dem⸗
qllen Seuten wird anerkaoni, doß hier auf dem Gebien. dee That⸗ elbbu Gesetze weiter ausgesprohenen Grundsatze des dem Staate
achen die Auflehnung des ultramontanen Klerus: gegen die uusschließlich zustehenden Anstellungs rechtes der. Lehrer ihre; Haupt-
Stgats hoheit ihren schroffsten Ausdruck erlangt hat, und, es unter⸗ waffe zut Belämpfung deutschen Denkens und Strebens emzogen
liegt auch ke inem Zweisel, daß die Staatsregitrung in ihren Maße ist⸗ hat dies Gesetz in dem kulturfeindlichen Vaget, namentlich un⸗
aahmen hinter dieser Energie nicht zuröckbleibrn wird. Wie die ster der höteren katholischen Geistlichkeit, alle Leidenschaften des
Offizidsen schreiben, wird eine Beschlußnahme des Staatsministeriums Zornes und der Erbitterung gegen dien deutscher Regierung nit-
crit noch dem Eingange amtlicher Berichte aus Posen über die sesselt.
zocigen Vorgänge erfolgen. „Es nmuß Abgewartet werden, welche Nach? Briefen aus Verdun ist Prinj FruaAedereichRarl
aceine Schritte die Staatsregiaung7 gegeg⸗ dit hiecarchischen am (8. März) um 1 Uhr Nachmittags⸗ aus Tommerey dort eiu-
llebergruffe beschließen wird ; —Res. steht aber :von voruherein fest, getroffin:. Er begab sich sofotti ouf den, Crerzierplatzz wo die I.
daß die Regierung gegenüber den ein zeinen Lehrern. welche sich Iufanterie-Brigade, zwei Botterien des 3. Artislerieregiments/ eine
hereit finden solltern, den Weisungen deß Erzbischafs Folge nden des 3. Pionien⸗Bataillons, eine Abtheilung Pontoniere
leisten und den Anordnungen der Staatsbehörden den Gehorsam hurd Train aufgestellt waren. Nach der: Kroue veseichie der Prinz
zu versagen, lediglich die Stellung dieser als Staatsbeapnte zum die verschiedenen Kasernen und zog dann eine Anzahl Oifiziere zu—
u⸗gangepunlle ihtes Verfahrens machen wird*.3033 seiner Tafel. Von Verdun soll x sich nach Clermont degeben, .
Pofen, 10. März. Gegen den Erzbischof Ledochowsti:soll vo ein Bataislon des 64. Regiments steht. *
vie die „Osideutsche Post“ hoͤrt. wegen seints an die Nédigiona- Fraukteich
ehrer bei den höheren Lehranstalten; der Erzdiozosen! Gnesen und Der Graf Chamboedihat dem! Helligen: Baͤter: 10 006
hosen gerichteten Rundschrejbens auf Griuuade der Bestinmungen Fres. als Peterspfennig geschich. Das Geschent war einem ute
es deuischen Strafgesetzbuches vorgegangen werden. weglichen Ausdriscken gehaltenen Btlefe beigegeben, dessen Adresse
Die Germaniga“ Fschreibt: In Posenwird, es zuerst zum lauiete: Dem ehrwütdigen Gefangenen des Vatikanß der Verbannie
erustlichen KRampfe kommen! Das ist der Eindruck, welchen dag des Hauses Frankreich.
nundschreiben des Erzbischofs, Grafem Ledocheweliae bei. Freund J E”chwein
und Feind gemacht hat. Warten wir alsa ab, was die Regierung Ber m 9. Märt. Die Tagespostet odernimmtals zuver
han dird. 'Was der Erzbischof und seine Areuen Priester thun ässig, Mermillod sei vom Vatican zum Cardival ernaunt und der
verden wifsen wir dereits. Vorläufig Aegnügt. sich das Gouver⸗ Objorge des Cantons Genf enthoben.
nement in Posen mit Confiskatjonsvezationeu. Der Kuryer Poz3z3 —
nanski“ ist wegen Abdrucks des erzbischöflichen Rundschreibens mit
Beschlag belegt worden. Unser, Blatt hat man, obgleich dasselde
kundschreiben gestern an seiner Spitze: prangte, frei passiren lassen.
VSerfi d. Iu. März Das Abgeordnetenhaus hat gestern
und heute die Paragraphen5 bis 17 des Gesehes über Vorvil-
dung deer Geistlichen angenommen. Der Unterstaatssekretär attlärt
die Professeren seien Staatsdiener, und fönnten nur aus gesetzh
den Grüuden suspendirte wirdeu, micht aber, wenn ihre Lebre den
Büchdien. micht.conpe nire.
—A0
1. aheee hiex zurüch rwartet. a
Nis Nachsoiger des zum Oberpräsidenten von Hannovber er⸗
nannten Vezirtspräfect von Metz, Graf Eulenbilrg, in dessen bie
eriger Steliung wird neucrdingßz — wie man der „Fr. P.“
hraibt — der jetzige Regierungsbräsident in Gumbinnen, v

BRermischtes. D
—7StugJugbert. Aus dem Kanton St. Ingbert sind
olgende Herren ala Geschworene einberufen worden: Oscar Karl
dudwig Kr äemeerr Eisenhüttenwerkabesitzet, Peter Custet,
Berber, Johann Hagerr. Bäcker, sämmtlich von hier und Eduard
Dertetß Kaufmann aus Ensheim,
Zweibrücken 10 März. (Schwargericht.) Verhandlung gegen Jakbb
Theobald 20 Jaqgr alt, Maurer von Leinsweiler, wegen Diebsteah
und Betrug vertheidigt durch Nechtẽcandidat Autz. —
lee Dem Angetlanten, der seinen Vater Anfangs Oltober 14723
düber 100fl. entwendet und dieses Geld in Saurbrücken“ innerhalb
3 Wochen vergeudet hatte, wurden 5 verschiedene Diebstähle und
nehrere Betrügereien zur Last gelegi, welche Reate er auh sammt-
lich zugab, deshalb von den Geschwornen fur schuldig befunden und
iom Geritizrof'u 4 J hren Zuchtbaus dururtheilt wurde
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        (UEingesandt.) St. Ingbert. Der geehrte Tourisst
welcher in Nr. 56 der Rheinpfalz angeblich aus den Reichtlanden
zurücktehrend, unser Städtchen besuchte, legt in dem genannten
Blatte seine Unzuftiedenheit über unsern kleinen Maskenzug an den
Tag, indem er sich über „quickender Musit (quiekende od. er-
quickende 7) geschmadclose Wagen, nichtssagende Bauern zochzeit, feisten
Prinzen, Lehrer mit seiner Schule ꝛc. ausspricht und mit dem
Satze schließt. daß man heut zu Tage das ohnehin schwore
Wirken des Lehrers zu „unterstützen“ sunterschätzen ) beliebe und
doch mit vielen andern Dingen Spott iceiben tonne als mit Sqhule
und stirche.

Würde man nicht auf den ersten Blick erkennen, welcher Partei.
haß aus diesem ebenso „geistreichen“ als „gelebrten“ Artikei her-
bporleuchtet und hätte man andererseits nicht Alles vermieden, —
jowohl beim Zuge als während der Narrensigungen — was eine
Religionsgenossenschaft Ursache zur Klage hätte geben können, so
vare man auch über die giftigen Ergüsse dieses Herrn mit Seill
chweigen hinweggegangen. — so aber müfssen wir uns doch gegen
die Anklage verwahren, uns gegen Schule oder Kirche versündig

haben. Es müßte denn eine Versündigung darin bestanden
—* daß einige Buben vom Menageriesesitzer sich in thierische
)aͤute einlleiden ließen! Darin aber gewiß ist keine Sünde zu
inden, wenn man einem kleinen Theil der munteren Buben unseres
xtädtchens die Theilaahme am Zuge gestattetle, daß man eia
Zchule im Zuge figuriren ließ. Und am meisten wäre wohl Ver

asser des bete. Artilels berechtige gewesen. solche Schmerzensschreie
auszustoßen, wenn die Herren Lehrer von hier einen beleidigende
Angriff darin gesehen hätten. Von den neisten dieser Herren aber,
Ahne Unterschied der Confession, wurde sich jovial über die un—
chuldige Art und Weise der Aufführung einer Schule, sowie der
janzen Carnevalszuges ausgesprochen und gereicht es den beit.
derren Lehrern nur zur Ehre, nicht so geistig befangen zu sein
ils Versasser des Artikels in Nr. 56 der Rheinpfalz. Ganz riq—
iig bemerlt derselbe noch am Schlusse seiner Kritit, daß es —X
A—
reilich die Broschüre Ordenskreuz der armen Franziskanerin zu
dirmasens: Mallersdorf“ einige Wochen vor Fastnacht erschienen
ind hätte man überhaupt Dinge persifliren wollen, wie , Spißederti
c.“ so wäre allerdings Stoff zum Raisoniren überhaupt genug
da gewesen. Dies haben wir aber, wie schon gesagt, vermieden
ind es war überhaupt nur unser Zwech, nebden unserem Vergnügen
der Stadt einen pecuniären Vortheil durch Herbeiziehung vieler
Fremden zu erzielen. Deßhalb ließen wir auch die Musik des 4.
Inf. Regiments von Metz kommen, deren ausgezeichnete Leistunger
zewiß nut für so gestaltete Ohren, wie die des Herrn Verfassert
ils quickend“ bezeichret werden konnten.
Einer im Auftrage Vieler.
veraꝝ wotlicher Redacteur.

—
Bekanntmachungen.
Bürgerhilfs-Verein
St. Jugbert.
Sonntag. den 16. Vaärz 1873, Nach
mittags präecis ß8R Uhr
Generalversammlung
im Vereinslokale. *
„Abänderung des 8 5 der Statuten und
Zufnahme neuer Mitglieder betreffend. Um
pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird
gebeten.

MACSChãft
von Julius Gentes in Zweibrücken
liefert vollstandige Betten mit Betistelle, Feder und Haar- Matratze, wollener Bettdede oder

Touverte, Plumeou und Kissen, wovon Vorrath auf Lager, übernimmt ganze Ausftat-
ungen und derspricht gute, solide Waare zu möglichst billigen Preisen.

Zugleich bringt dasselbe seine Hemden⸗ und Weißzeug⸗Fabrikate in guten
einenen und bdaumwollenen Stoffen mit modernem Schnin, wach Maaß oder Muster, sowle
ein vollständig afsortirtes Lager in allen Arten Weißwaaren, in emp fehlend⸗
rkrinnerung.

Muster und Vre'slisten werden auf Verlangen übersandt.
—A J AMRIIXICCCC.-
Eichen⸗ Stammholz ·Versteigerung
in der Königlichen Oberförsterei Holz.

Am Soanabend den 5. April d. J. von Vormittags 10 Usr an, sollen im Gaß
jause des Herrn Kirst zu Sulzbach nachfolgende Quantitaten —EXXX
ffeutlich meistbietend verlauft werden.

2 I. Forst Holz:
Distrikt Nre. 944. 170 Festmeter von über 47 Centimeter Durchmesser
87 36- 47 F
Distrilt Nr. 97. 8 von über 47 F
W IV. Forst Quierscheid;
Distritt Nr. 101 bl 200 Festmeier von üder 47 Centimeter Durckmesser
—— 450 , von 86-47
— 200 , von 25-386

Distrikt Ne. 108. 70 über 47 —

—RW— 833 36- 47 8L

— III. Forst Dudweiler?

Distrikt Nr. 292 33 Festneter von 7 93 Centimeter Durchmesser

0 „36-4 ⸗ —
IV. Forst Erkershöhe:

Distrikt Re. 35. 251 Festmeter ven uder 3 Centimeter Durchme sser

31 J * 36- 4 v *

Distrilt Ne. 3I6. 155 5 uber 47

410 36-247 F
V. Forst Neubaus;
Distrikt Nr. 70. 70 Festmeter von 86—47 Centimeter Durchmesser
Du abealihen dicha Dletrich aWa
ie Koͤniglichen Försier Dietrich zu Holz, gner zu Quierscheid, M
zu Altenwald. Merl zu Fischbach und v. Schütz ju Neuhaus sim angewiesen, 8
die obigen Holzquantitäten auf Verlangen dorher Austunft zu ertheilen und find auch die
VBerkaufsnummern in den Wohnungen der genaunten Foörster ausgelegt.

Die Verkaufsloose werden meist große Holzquantitaten umfafsen, jedoch sollen auch
die auf Verkauf einelner Stämme gerichteten Wunsche Berüchsichtigung finden, wenn die
Pummarn der betreffenden Stämme bis zum 20. d. Ma. hier angemeldet worden sind.

Holunden 7. Marz 1873.
Det Königliche Oberfoͤrster,
IXX

— Der Vorstand.
Würfelzucker
ift einoetroffen beit
Fritz Panzerbieter
Für ein Fabrikgeschäft auf
dem Lande wird ein
Aufseher
gesucht. Näheres in der Expedition
dieses Blattes.
Rechnungen
in 23, 94 nnd s Bogen zum allgemeincn
Bebrauch siud vorrüthig in der Druckerei
ieses Blattes.

Der Brodpreis fur die Siadt St.
Ingbert ist von heute an bis zum nächften
Donnerstag (Fruchtmarktstag) festgestellt:

Korabrod 3 Kilgr. 26 Krar. Weih—
brod 10 Krzr.

Frucht · Brod⸗ Fleisch c. Preis⸗
der Stadi Zweibrücken v. 18. Marj.

Weizen 7 fl. 19 tr. Korn fl. 309 kir
Gerste 2reihige. — fl. — kr., Gerste vier
reihige, 5 fl. — kr. Spelz 4 fl. 44 kr
Spelzkern — fl. — tr. Dinkel 3sl.
15 kr. Mijchfrucht 6 fl. — kr. Hafer
tefl. 10 tr. Kartoffein Ifl. 36 kr. Heu
ufl. 24 kr. Stroh 1fl. 12 kr. per
Zentner. Weißbrod 113 Kilogr. 20 tr
Kornbrod 8 Kilogr. 25 fr. ditto 2 Kilogr.
I7tr. ditio 1 Kilogr. Ohkr. Gemischtbrode
Zꝛil. 32 kr. 1 Paar Weck 100 Gramm 2kr.
ꝝindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kr.

albfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18 tr.
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter 88
kr. per Pfund⸗

32.2 * —V —— J — ——

— —A
heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsis Dr. O. Kitiscn, B oFIIn. Lonivan-
strasse 45. Augenblicklieh über ta u s e n d patienten Beliandluno
—X Druck und Verlag von F. X. Deme;t —*— St. Inabert
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        * 1 2 *
* v82 8222222 2 224 2 * 282 22. 5822 F 2r
25385 333 313358 552858
—8* 53 2 —AA —— 2 —F F * 3
*2 ⸗ 22 — 2228 2 —A 8 5 5 25 75
3 3
83 — J — 32 24 —* 52 — 2 * — 85 —AX—
a raz 3 335
2385 33555553* 2 338 — 338 5537
55 R23 —3 27 —52 22585 2 — S22 5 5—— —A 28 *
2225 zZ352355 — — S2 — —F — — 25 *
—3 23335385 522 23232 322 EEEEA — 7 S 7 3
53323 — 535 2 E *852 8 2r35222 5 2 32252 5 —
3 — 22 8 öä — 552 —A —AV —X 3 —
27 — ——— 22 —A 2 2552338* 3258 * 2**5 5
88 2 2 — 8 582 — 53 — — 28* 5s522 * 87.
53— 2 ESE 833 — . E7E3S53 — 28* 35525 237
2557 270 5i —2322232 5—*2221353382322* 2783
u nñ2 — BRSEF —2 — —— —XE
255 25 2382255523—8 3235 23———355335—3283 32325
ð — 5 ——— — 238 —A — —— — 5 52 *—
525 5355353255 2 * 5 2 525 — EBR— 55 7*5* m̃ * — 5— 2222
— — — — * . 5 —— — 33 2* —2— * 2. 8 8 * * R
5z35 3233 * 553235 555 25223 — — Ek55857 *
— 2B327 3— 287* 5325555 *28 —8 2*58 — — — 7 8 —AA —2582
25325 3332—53233—8 3 55 —58253 6227
E — —3325—2 55*22233 XX 582322332525 H5 2
5358 5s53—5 775523 5z52523 5 53337323235 5*333325352
32
—A — ———2—— 32 27 282252553* 8 52
* 322 —*553522 — 88 —A 53 5*8* s528—
35 ——2 3 —3 3— 23832 75—8 * — 6 — —3— 885 50225
* — 2 5 20 — 2 ä — —Ax 532 — 22227* 3 25 IX
—*8 2 —A —88B558—55 2 52222233* 55 2238 — *
7 — 33
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53 ——
57 3338
* J *
3* 5355 2833
25 — 23828
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22 — e 285337 e
382 555535 2 351338
F 22 538 —AF 38 — Bů853
* ———— — 2 5 —XæSE 2235532
35 * 35 5264338 2 222 57552 —
S55 — —A 2 2353233
* 235353533 * 253328 53785 —«857
2 * 55332328 5 — 2527224 —3— —
F 325533 zrüge 55 —258 32333553583
* — 7 2 ⸗
P 33235 A ———— 22 — —
58 * 52 J 533 * 25533 25533*
55 7 2 2533333 52255 25375 8 25255 233 * * 290
37 — 220 — 53 5553 5* 23334
32 ,t—,— 22238 23 13553 — 7 — 33228 225588*
z 55 8 —— 338 325 228 55 r 2* &amp;
2 — 2 — 238 5558 ẽ* 2—537 —— 5 5
22 — 8* 533 2 5228 2 * 355*3 2 — 22227
— 227 8 2 — 25* 5233323 2 53332 * ES 275
22 2222 A — 2 5*— — 5z55 ——5— 22 223255
IJ 5732325 — 233335 87 —2 — 2 52320 5532
52 53 — —A E . 535325 2 —
—— 58* 3 52833 5 — 325 —»77 8*
—— 83 235 223 535733 3 2235* 328 333 23533 z3235
57535 75535587 55 533538 —338 332555 253* 33383
* 2325*83 —— 22 * 32 2* * *27 822
2338 55535 55537 53232 — 27 — 5828 58 5257 2*
2 * —— —5 — ã —s * — 532 528 5 A
— 32 2* 2535338 5528 — 28 „ 35837 8 —
— 2535335 323*8* 352 1533538 * 2 3333743*
225 — 55233* 32 —— 25 20 535* 53222 223 2*
— — J 525553 28 28 52 *
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3232353 3 5355 —— 33535353 *2 * 22
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2232 —XI —A 58 —eFF 2 23 — —5z2 58 2
2328 8 ẽ F 525 55 37 — —— 3 *232
2533 * 3252358 857 258558* 5 ——— — 25 38 3
255 5332 — 25235 s5282853 325 235 R7 7z83327
5568* 253555 zc5cñ2 — 5288 22 3 — 8 A —3 *3 5
228* 25235 3 2583322335 25 35558 5335 2* z 8
8558 — A 2353,3533 233533 s33 5 55
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        HSl. Ingberker Anzeiger.

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der St. Anaberter Anzeiger (und das mit dem Qauptdlatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstaas⸗, Donnertiagt⸗ und Sonnlag
— EIV Donner stag, Sambtag und Sonntag. Adonnementspreis vierteliahrig 42 Krar. ode
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrijt oder deren Raum berechnet.
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43 44. Samstag, den *K8. März

Dentsches NReich. Berlin, 12. März, 9 Uhr Abends. Etben erscheint der
München, 10, März. Nach den für die' peruß'sche dudent sche Fackelzug, über 1200 Fackeln zählend, vor dem kron⸗
Armee giliigen Bestimmungen erhält für jedes feindliche Geschütz, prinzlichen Palais, von der kronprinziichen Familie vom Balkon
Feihes mit stütmender Hand in offener Feldschlacht oder in offenem jerab hegrütt. Der Kroaprinz trat auf die Rampe hinaus, wo
hefecht während seines Gebrauches bei feindlicher Gegenwehr ger der Komitesprecher eine⸗ Adresse verlas.“ welche den Kronprinzen
Tinmen wurde, das Regiment, welchem die Eroberer angehört jach langer schwerer Krankheit in Berlin willkommen hieß. Der
saben, von Staatswegen eine Gratifikation von 60 Dulaten, für dronprinz hob in feiner Erwiederung hervor, wie er stets den
dez feindliche Feldzeichen, es sei eine Fahne, eine Standarte cht deuischen Geift, der in jüngster Zeit so großes vollbracht, ge⸗
Fer ein Adler, welches in offener Feldlichlacht im Kampfe gerom⸗ vürdigt habe; er sei überzeugt, daß dieser Geist, welcher sein
den wurde, die Abtheilung, welchem die Eroberer angehörten, 40 daus erfülle, stets in allen Schichren und Altersklassen der Nation
dukaten; als solche Feldzeichen gelten auch die Turkofahnen, ebendig bleiben werde. Nach dem Gesenge des Liedes „Deutsch⸗
Nobilgatie und Franktireurfahnen, sowie die phantastischen Fahnen and, Deutschland über Alles“ bewegte sich der Zug üder den
dar Turkos. Ausgeschlossen von diesen Belohnungen sind natürlich Schillerplatz, wo die Fackeln zusammengeworfen wurden. Spaäter
zie durch Kapitulation in deutsche Hände gefallenen oder verlassen var großer Commers in der städtischen Turnhalle. — Der Kaiser
efundenen Geschütze und KTeldzeichen. Von den in deutschen Besiß ind die Kaiserin sagten ihre Theilnahme bei einer am nächsien
idergegangenen 89 Fabhnen ⁊c. und über 2000 Geschützen wurden S5amstag von dem französischen Boischafter zu veranstaltenden
jun in Preußen 12 Fahnen und 161 Ge' hütze, welche mit stür- Festlichkeit zu.
nender Hand genommen worden sind, prͤm irf. Davon, daß in Bexlin, 12. Marz. Die feierliche Erdffnung des Reicha⸗
Bayern Aehnliches gefchah, hat man Nichts erfahren, nur die von jages fand um 1/ Uhr statt. Nach der Verkesung der Thronrede
hridaten oder Vereinen aus gefetzien Gratifikationen kamen an die erklärte der Reichskanzler Fürst Biemaick den Reichstag im Namen
zetreffenden zur Vertheilung. der Bundesregierungen tkür eröffnet. Ein vyn Minister Dr. Fäustle
Mainz, 9. März. Das zur Bauführung des wegen der ausgebrachtes Hoch auf den deutschen Kaiser schloß die Feier, der
Ztadterweiterung nöthigen neuen Theiles der inneren Festungs- u1. A. auch die japanefische Gesandt schaft beiwohnte. —
imwallung commandirte Ingenieurcorps trifft im Laufe dieser Berlin, 12. März. Die „Prob.-Korr.“ erinnert in einem
Woche hier ein. In 2 bis 8 Wochen werden ihm einige Tausend Bisgöfliche Huldigung und Treue“ überschriebenen Artitel an die
Irbeiter aus Mestfalen, Sachsen, u. s. w. folgen, um zu den von Ledochowski dem Nönige geleistete Huldigung, reproduzirt den
edeulenden Grundarbeiten verwendet zu werden. Es werden diese huldigungeeid, in welchem Treue gegen den König und Gehorsaun
Urbeiter casernirt, nämlich in die von dem französischen Gefan- jegen die Gesetze gelobt wird, und bezeichnet das Auftteten des
enenlager noch vorhandenen Baracken, aus denen die bis jetzt Eczbischofs in det Frage der Unterrichtssprache als eine enischie⸗
arin untergebrachten Pallisaden, Geschütze und Waffenvorraͤthe dene Auflehnung gegen die Regierung. Das Auftreten des Erz-
inweagebracht werden. untergebracht; ebeso wird ihre Verpflegung dishofs sei eine Aufreizung von Unterthauen und Beamten zum
jach militärifchen Normen organifirt werden. Die vockommenden Ungeborsam. Der Vorgang gebe einen neuen Beweis der Uger⸗
edeutende Maurerarbeiten sind an zwei hiesige Unternehmer ver- äßlichkeit von Gesetzen gegen die Abwehr geistlicher Uebergriffe;
vungen, welche ihre Befäh gung in der Ausführung zweier großen die Staatsregierung werde selbstverständlich ihre Anordnungen be—
zoris des straßburger Vefestignngsgürtels vereits bewähr: haben. kreffs der Unterrichtssprachen in der Provinz Pofen aufrechterhat⸗
das bedeutendere in Folge der Stadterweiterung in der inneren ken. Die Neligionslehrer würden nicht im Zweifel sein können,
—X 0 sie den königlichen Behörden den schuldigen Gehorsam nur
hartmühl* einzubauende, um das zu veseitigende jetzige Fort unter Gefährdung ihrer Amtsstellung versagen könnten.
Fudenlund“ zu etsetzen. Der nordöstliche Flügel der neuen Um⸗ Berlin, 13. Marz. Plenarsitzung deß Reichstages. Die
assung lehnt an das nege Brückenfort, den diesseitigen Brückens Auszählang ergibt die Beschlußfähigkeit des Hauses. 209 Depu⸗
opf der neuen Eisenbahnbrücke, die etbenfalls in diesem Frühjahr tirte sind anwesen. Auf Antrag des Grafen Münster werden
in Angriff genommen wird. Alle diese Bauten machen eine Ver- der seitherige Präsident Dr. Simson und die Vicepcräsidenten
— —
er jetziten „Petersaue,“ welche, indessen mit der zweiten Rhein- wählt, ebenso die seitherigen Schriftführer.
insel verlandet und zu e nem Flußdamme für einen aroßen Hafen Berhin. Der bleibende Ausschuß des deuischen Handels-
umgestaltet wird, bifiudliche Flußfor! soll zu einem gepanzertes tages hat bekanntlich eine Commission medergesetzt, welche sich mit
nil drehbarem Thurm umgestaltet werden. Vor der neuen Um- der Sammlung statistischen Materials über den durch die Arbeifer⸗
vallung, im Außente:rain, ist dik Errichtung eines vetachitten Forts agitätionen auf die deutsche Industrie ausgeübten Einfluß zu be—
ils nötheg erachtee worden. Hierzu find die ia dem dem Bun⸗ schäftigen hat. Das baherische Mmisterium des Inuern hat' zur
vesrathe vorliegenden Gesetze twurfe bezüglich des Umbaues der Unterstützung dieser Arbeit die Handels und Gewerbekammern der
Jestungen für Mainz vorerst angewtese“ 900 000 Thater be⸗ acht Heeisen ersucht, durch Hinausgabe von Fragebogen an sämmt-
tin mt. liche Arbeitgeber ihres Kreises das betreffende Material zusammen-
Berlhin, 11. März. Der Kronprinz und die Kronprin- zubringen. Die Redaction über Notizen und ihre Uebermittelung
esun sind heute Nachmittag hier ein etroffen. Am Bahnhofe an die Commijfion des deutschen Handelstages hat das Minifterium
jatten sich engefunden: der Kaiser und die Kaiseein, die hiet an⸗ selbst übecnommen.
vesenden Prinzen, die Feldmaefchälle Wrangel und Roon, fast De mm Brochurenform eeschienenen Enthüllungen Laskers in
ammitliche Staatsminister, der Stadtlommandant, der Polizepräsi Sachen Wasener und des Eisenbahn⸗Concessionswefens sollen dem-
dent, Vertretet der cvangelischen Geistlichkeit, der Oderblürgermeister nächst ein Gegenstück erhalten. Wie wie hören, soll schon in den
ind der Stadtverord netenvorfleher. Dir Kasser und die Kaiserin, nächsten Taxen eine von conservativer Seite ausgehende Vrochure
keide sichtlich veewent. degrüß'en den Kronprinzen auss herzlichste. erscheinen, welche dazu bestimmt ist, in einer sp'higen Polemit
n zahlreiches Publiklum einpsirg den Kro-prinzen, dessen Aus- gegen Lasker, dessen Behaaptungen und Anschuldigungen zu kriti⸗
ehen durchaus gefund ist, mit donnernden Hocht. Nach längeren ürea und speciell die Concessiomirungt-Geschichte der Linie Wange⸗
derweilen im Wartesalon, woselbst der KKonprinz mehrere ihm din-Conitz von anderer Seite zu beleuchten. Wie man'hoͤrt, soll
iaher stehenden Personen freundlichst begrüßte, erfolgte die Fadrt auch diese Vertheidigungsschrift eine Fülle actenmäßiten Maierials
ah dem Palais Ueberall wurde das Kronprinzenpaar von ge enthalten, das für die weitere Entwickelung der ganzen Angelegen⸗
angten Wenschenmassen mit lebhaftem Enhusiasms begrüßt. heit nicht nhne Interessen sein kann.
jJablreiche Haufer in der Staͤdt haben heflagat. wje die .D. R. C.“ hört. hal die Untersuchungs⸗Tommission
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        in der mehrerwühnten Eisenbabnangelegenheit bereits die Untersuchung
in Behlieff der gigen Geheimen Ober⸗Regierungs ⸗Rath Wagener
ind den Bau der Pommerschen Centralbahn erhobenen Beschul⸗
zigungen beeudet. Das Resultat derselben soll in Betreff der
rhobenenen Beschuld gungen vieliache Irthümer und unrichtige
nuffassungen ergeben haben, so daß an irgend welchen Erfolg in
diefer Angelegenhet trotz des aufrewirbelteu Staubes und des
zedeutenden Aufsetens, welches diese Sache selbst züber die Gren⸗
jen Deutschlands hi aus err.gt hat, nicht zu denken ist. Dies soll
eun auch den Geh. Rath Wagener veranlaßt haben, selbst/ die
disciplinaruntersucuuug gegen sich zu beantragen, um wenigstens
zuf diesem Wige en gravireaben und entehrennen Beschuldigungen

Jegenber eine Genugthuung zu erlaugen, da die Verhandlung

Zer Commission bekanutlich keine öͤffentlichen sind.

Ein Berliner Correspondent der K. Z3.“ will über das
poraussichtliche Schicksal der großen Eisenbahnanleihe von gutun⸗
errichtetet Seite Folgendes erfahren haben: Man glaubt, das

Abgeordnetenhaus werde nicht die ganze gef orderte Summe von

20 Millionen Thalern verweigern, sondern vorerst nur die noö

higen Credite für die Vollendung und den Betrieb der schon be ˖

onnenen Bahnen deryilligen. In dieser veränderten Gestalt würde
ie Vorlage an das Herrenhaus gelangen. das fie wahrscheinlich
viederhersi llen und an das Abgeordnetenhaus zurückschicken wird.

In der Zwischenzeit ipatestens würde Graf Itzenplitz sich zurüd⸗

siehen und das Haus alsdann die ganzen 120 Millionen Thlr.

einem Nachfolger schwerlich verweigern.

Dem General Feldmarschall v. Steinmetz ist zur Feier seines
sechtz gjährijzen Dienstlub iäums. wiie die „Ostt. Zig.“ mel-
det, von dem Kaiser ein in den huldvollsten Ausdrücken abgefaß⸗
es Gratulationsschreiben, sowie die in Bronze gearbeitete Büste
des Kaisers zugegangen.

Der „Demolr. Zig.“ schreibt man aus Baden: „Zur Erin⸗
nerung an die Erhebung des badischen Volkes vor 25 Jahren
vird ein schoͤnes Werk, gleichsam als Festgabe, bei uns verbreitet.
nämlich Feredrich Hecer's neueste Reden und Vorlesungen mit
em Portrait des alten Kämpen für den billigen Preis von 15
Sgr. Zum Beweis, daß Hecer noch der gleiche wie früher ge
lieben, führen wir nur die einzige Stelle aus der Vorrede an:
Den forschenden und schöpferischen Geist bannt kein vaticanischer
Fluch, lein königlicher Bef hl noch Machispruch. Nur auf die Ig⸗
oranz allein erbaut die Thrannei sih Ttzrone. Die Naturwissen-
schaft ist stärker als der König und Priester zusammen. Königist
der Gedanken, sein Feldherr die Pressel!“ (Und darum sohl sie be-
deuert bleibenẽ!)

Nach dem Ableben des bisherigen Vorsitzenden der koͤniglichen
Wisenbahndireltion zu Saarbrücen, Regierungsraths Gehlea, sfind
dem Regierungsrath Jecklin — bisger Mitglied der köͤniglichen
Direction der Niederschlesisch⸗ Märlischen Eisenbahn — die Ge⸗
schäfte des Vorsißenden der königlichen Eifenbahndirektion zu Saar-
Zrücken commissarisch übertragen.

Frantfurier Blätier enthalten einen Aufruf zur Be—
zehung einer Märzfeiet am 30. März, worin es u. A. heißt.
Zum funfundzwanzigsten Male kommt der Frühling ins Land
i dem ereignißvollen Jahre 1848. Die heutige Jugend erkennt
senes Jahr noch nicht in ungetrübter Klarteit; denn noch sind
zie Nebel nicht verscheucht, welche zwischen damals und ijetzt in un—
jere Zustande sich hineingelagert haben. Nur von Denen, welche
den großen Völkerfrühling im Bewußtsein miterlebt haben, deren
Hedachtniß schon die borhergegangene unergründlich erbarmliche Zeit
mit begreift, kann das Heil gewürdigt werden, welches trotz tausend
Irrungen, trotz tausend Täuschungen aus jenem Jahre hervorge⸗
jangen ist. Vie rüstigen Maänner, die blühende Jugend von
1848 — wir alle sind seitdem gealtert. .... Die Geschichte
vird das Jahr 1848 stets als ein Ostern der Menschheit preisen.
Unserer Ueberzegung folgend, wollen wir das Gedächtniß dieses
Jahres feiern . .... Hier in Frankfurt a. M., der Stadt
es gesammtdeutschen Parlamentes, hat sich ein Ausschuß zur An-
axdnung und Leitung des Feffes gebildet und der 30. März ist
ur Begehung der Feier bestimmt. Möchte auch in underen Orten
Deutschiands, zu Stadt und Land und überall, wo Deutsche
vohnen und mit uns fühlen und wohin diese Boischaft dringt,

der Gedanke einer zu begehenden Märzfeier zünden und überall der
ileiche Festtag gewählt werden!“

Wie aus guter Quelle mitgelheilt werden lann, schreibt „S.
B.B.“ sind die Angaben eines auswärtigen, sonst gewöhnlich gut
anterrichteten Blattes, über die noch nicht definitiv festgefetzten
Disapositionen der Reise des Kaisers an den Petersburger Hof
ungegründet. Die Reise des Kaiserß wird bestimmt statifinden und
der Reichskanzler Fürst Bismarck und General⸗Feldmarschall Graf
Molike sich im Gefsolge des Kaisers besfinden. Wie aus Petersburg
geschrieben wird, soll u. A. zu Ehren hes Kaisers eine große Flot-
senrevue auf der Kronstadter Rhede stattfinden.

5tr4kburag, 12. März. Das Ersaätzgeschäft der Stadt

Straßburg wurde gestern beendet. Gestelli hatten sich 389 Milisat—
dienstpflichtige wovon 178 als tauglich befunden wurden

Straßburg, 12. März. Da:e in Muünchen erscheinende
„Vaterland“ ist für Elsaß-Lothringen verboten.

Frankreich.

Paris, 10. Mätz. Zufolge der authentischen Meldungen autß
Bayonne ist tn Barcelona ein vollitändiger Melitäraufstand ausge⸗
zrochen. Ein Hauptmann wurde füsilirt und die Artilleristen haben
e Maulthiere saumt Riemenzeug aus den Stallungen geführt
und verkauft. Die Marineinfanterie ist in voller Empoörung.

Paris, 12. Märi. Nach Regierungsnachrichten aus San
Sebaftian sollen 2000 Carlisten unter ber Führung Dorregarays
zei Montreal in Navarta von Regierungetruppen geschlagen
vorden sein.

Italien.

Rom, 10. Marz. Aus Madrid wird gemeldet, daß die
ꝛommandanten der gegen die Carlisten oppericenden Truppen an
den Geueral en chef die Erklärung abgaoen, daß bei dem jetzt
inter ihren Ttuppen herrshenden Geiste an eine Besiegung der
Tarlisten nicht zu denken ist.

Schweiz.

Genf, 12. Marz. Pater Hyneinthe ist h'erselbst eingetrofen

erselbe wird Montag mit seinen Vorträgen beginnen.
ermischtes.

FZweibrücken, 10. März. Echwurgericht.) Der 31
Jahre alte, von Haardt gebürtige Deenstknecht Adam Fischer, der⸗
heidigt durch Herrn Rechtskandidat Hecht, war wegen8 vollendeter
Betrugsreate, wegen dreier Betrugsversuche und wegen Landstreicherti
ingeklagt, und zwar, was die beiden ersten Kategorien anlangt,
m wiederholten Rückfalle. Der Angeklagte wurde nämlich schon
ziermal innerhalb der letzten 9/2 Jahren wegen Betrugs gestraft
Ddie Betrügereien — vollendete wie versuchte — wurden dom
Angeklagten im Zeitraume von 24. Nooember 1872 bia2
Januar d. J. in Landau, Edenkoben und Umgegend verübt, alle
inter der Vorspiegelung, daß er, der Angeklagte, bei einem gut
enommitten Weinhändler (z. B. dem Weinkommissionär Merkel in
»aardt) in Diensten stehe, zur Berladung von Weinen oder zur
Speditirung derselben mittelst eigenen Gefährtes beauftragt und
hin diebei ein Unfall passirt sei (zJ. B. Bruch eines Rades c.)
vofür er Geld benöthige. Auf diese Weise erlangte er 85fl.
zaar Geld und Essen und Trinken, im Werthe von 1fl. 30 hkr.
in Landauer Wirthschaften, in denen er erschien, theila sich alt
necht ausgebend, theils barhäuptig, nachdem er mit Zurücklassung
jeiner Kopfbedeckung aus einer Wirthschaft verduftet war, um
sierdurch den Glauben zu erregen, als stände er in der Rähe in
Arbeit. In keiner jener Wirthschaften zahlte er jedoch, sondern
erschwand mit Zurücklassung von Speise- und Getränkeresten.
Der Angeklagte war geständig. Die Vertheidigung machte mil
zernde Unstände geltend, worauf die Geschworenen auch eingingen
zas Gericht ihn zu einer dreijährigen Gefäugniß⸗ und einer vier
vöchentlichen Arreststrafe (wegen der Landstreicherei) mit Aber⸗
ennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 8 Jahre verurtheilt.

Kaiserslautern, 11. März. (Bauplatversteigerung.
Auf Anstehen der Stadtgemeinde Kaiserslautern wurde gestera ein⸗
Fläche von 27 *10 Dez. an dem Stifts-Platze gelegen, versteigen
ind um den gewiß sehe hohen Preis von 800 fl. pro Dez*
21840 fl. von Herrn Gastwirth Ernst Thomas acquirirt. Derselb
zeabjichtigt auf diese Terrain einen Gasthof 1. Ranges zu er⸗
auen. (M. Pf. Tab.

f Die Kaisersl. Zig.“ erlaubt sich Angesichts der Thai⸗
ache, daß die Einladung zur nächsten Generalversammlung der
falz. Eiseubahnen in der ultramontanen „Pfälzer Zig.“, du
Rheinpfalz' und der demokratischen““ „Pfälz. Volkszeitung,
Kaiserslautern) un lesen ist, die Frage, nach welchem Prinzip⸗
zie Direktion der pfälz. Bahnen die Annoncen unter die pfäl
Blätter vertheile Es gibt auch sonst noch Fälle genug, welbt
zuf diese Frage eine klare Antwort enthalten.

rKaiserslautern. Bei der neulich hier dvorgenen⸗
nenen polizeilichen Confiskation von *ß Liter Glaäsern mußter
olche einem hiesigen Brauer wieder zurückgegeben werden, weile
ich berausstellie, dah jene Glaser Privakeigenthum waren.

fSpeier, 10. März. Bei der heuie Morgen begonnenen
Brüfung für den Einjährig Freiwilligen⸗ Dienst wurde folgende
Thema zum deutschen Aufsatz gegeben: Warum ist besondets
ür den Deutschen beherzigungswerth Schiller'ßz schoöönes Wort
An's Vaterlad, an's sheure, schließ dich an, das halte fest mi—
einen ganzen Herzen ??“ Fragen aus der Geschichte 1) Ueber⸗
ichtliche Darstellung der Geschichte des 2. Triumphirats in Ros
ind der desinitiven Ungestaltung der römischen Republilk in ein
Nonarchie. 2) Wann and unter welchen Umständen wurde Ratl
J. zum deutschen Kaiser gewählt und welche Lander beheirscht
        <pb n="163" />
        derselbe zur Zeit seiner Waͤhle! 8) Wann und unter welchen
herhaͤltnissen kam der Besitz Bayerns an den palzischen Zweig de⸗
hauses Wittelsbach und welche Regenten Bayerns gehoͤren die-
r Zweige an, mit Angabe der Regierungszeiten *

Sopeeier, 10. Matn. (Sp. A.) Zur Decdung der Brand⸗
cäden an Gebaͤuden pro 1872 ist ein Beitrag von 8 kr. pro
do fl. Versicherungskapital erforderlich. Hierauf wurde bereits ein
vorschuß von Zukr. erhoben. weßhalb nur noch der Rest mit
Itr. zur Erhebung zu kommen hat. Gleichzeitig wird die Er—
ebung eines Vorschufsses pro 1878 voi. 8 tr. pro 100 fl.
ngeordnet.

Speiter, 13. März. Gestern Morgen wurde auf dem
nesigen Buͤrgermeisteramte eine vvn circa 70 tatholischen Maunern
zpeiers unterschriebene Ertlarung abgegeben, welche gegen den
heschluß des Stadtraths in Betreff der Umwandlung der Klofter⸗
schule in eine gewohnliche Bolksschule peoteftiren. Die Unter
eichner waren perso nlich erschienen, und der Herr Bürgermeister
laͤrte, die Angelegenheit dem Stadtrathe vortragen zu wollen.

pLandau, 12. Marz. Mittelst Telegramm wurden heute
wei hiesige Bürger (Gastwirth Sch. und Thurmuhrenfahrilant S.)
urch die freudige Llachricht überrascht, daß bei der heute statige⸗
jabten Ziehung der Frantfurter Stadtlotterie auf 2833, wovon
jeder *4 Loos spie te, 100,000 fl. fielen; die Besiter des dritten
ind vierten 2/4 Lodses sind Geschäftzmann R. in Arzheim und
Detonom L. F. in Oeia heim.

Crlangen, 16. Marz. Ein scandaldser Vorgang aut
Siudentenkreisen iß Gegenstand der allgemeinen Besprechung und
aturgemäßz der allgemeinen Entrüstung. Vor wenigen Tagen hatien
ie diei hier bestehenden Studentencorps, die aus wenigen Leuten
bestehen, gemeinschaftliche Kneipe. Die Herren Stud'osi kneipten
uletzt Champagner. Schließlich nahmen sie einen Odscuranten, schoren
hin das Haupt, verwundeten ihm die Kopfdaut in mehrfacher,
und! wie es heißt, nicht unbedenklicher Weise, ffürmten in verschiedene
Lofalitäten anderer Studenten, bis sie schließlich mit der Polize
ernsilichen Cenlilt tamen. Gerichtliche Untersu hung ist eingeleitet.

x Ein deutscher Matrofe, Namens Otto Moritßz, welcher in
dlouc esser einen Franzosen erstach, weil dieser die Wirthin in
cinem Bierhause geschlagen hatte, ist unter Anklage des Mordes in
Untersuchung gezogen worden.

FvBon vem Lon doner Central-Criminalgerichtshofe ist
in Rann Namens William Margan zu zehnjähriger Zuchthaus
ztafe verurtheilt worden, weil er mit nicht weniger als neur
Frauen verheitathet war. Der Edle war erst 49 Jahre alt und

hätte so roch viele heirathsluftige Frauenzimmer unter die Haube
dringen können.

FWie der „N. Fr. Pr.“ gemeldet wird, haben sich in San
Joaquin Valley (Kalifornien) mehrere unverhe irathete deutsche
Farmer zu einer Junggesellenreise nach der Wiener Weltousstellung
usammengethan, don der nach Verabredung keiner ohne eine richtige
deutsche Hausfrau heimkehren darf. Die Nachricht dürfle den Zu⸗
zug ältlicher Jungfrauen zur Weltausstellung um ein beträchtlicheb
permehren.
oun stinoee

Unserm musikliebenden Publikum steht ein seltener Kunstgenuß
»ebor. Wie wir vernommen, will das rühmlichst bekannte Schützen⸗
Zeptett von Speyer, unter Leitung des Hrn. Kapellmeisters
Wiyraot nächsten Dienstag im Oberhauser'schen Saale ein In—
strum⸗entalEoncert geben. Da jeder dieser Musiker Meistet
eines Instrumentes ist, so können wir überzeugt sein, daß die—
elben uns ein gediegenes Programm mit glänzender Aufführung
hieten werden, und machen wir darauf aufmerksam, das Conzert
recht zahlreich zu besuchen, indem uns der Genuß eines richtigen
Instruniental-Conzertes höͤchst selten zu Theil wird.

Ein Verehrer der Musik.
Brersnactichten.

Durch Allerhochste Entschließung vom 6. Marz abhin wurde der Ge⸗
iichtsvollzieher Jaklob Ludwig Voellel auf Ansuchen von Kusel nach Zweibru⸗
ken. der Gerichlsvollzieher Karl Steidel von Hof nach Dahn versetzt.

Laudwirtyschafftliqchhes.

Der Kartoffelbau nimmt wie Ijährlich um diese Zeit, so auch jeh!
vieder in sofe rn die Aufmerksamkeit der Herrn Landwirthe in Auspruch, alb
z sich um die Anpflanzung dieser oder jener besonders lohnend sein solle n
der Sorten handelt. Da werden denn so viele alte und neue Sorten unter
oft wunderbar klingenden Namen empfohlen, so daß der Landmann gemein⸗
In nicht weiß, was er eigentlich thun soll und beodr er einen Fehlariff mach
ijeber alles beim alten läßt. Unter solchen Umflände follte es die zAufgabe der
iandwirthschaftlichen Vereine sein, aufklärend zu wirken, damit das Publikum
nicht allein vor Schädigung bewahrt bleibt, sondern besonders unter zuver⸗
asfiger Fuhrung den Zwed erreicht, den es zu erreichen trachtet. Da sift
henn vor Allem das fst zu halten, daß es an guten und reichtragenden
dartoffetjorten nich; fehlt, daß aber die einzelnen Sorten, und gerade die
bestenam meisten Neigung zur Ausartung haben und, daß der zeiweilig⸗
Wechsel mit den Setzkartoffeln neben entsprechendem stulturverfahren eines
der dorzuglichsten Mittel ist, den Kortoffelerirag auf einer lohnenden Hötze
nuuserhalten.
uie — — — — —

FJ. X. Demet, verantwotlicher Redacteur.

Gerichtliche Versteigerung.
Samstug, den 5. April 1873, Nach.
nitiags 4 Uhr dahier bei Adjunct Schmitt
vird folgende Liegenschaft St. Ingberter
dannes: Pl.Nr. 2971. 1 Tagw. 20
dec. Ader unter der Lehmkaut, neben Franm
dacob Ehrhardt und Peter Mollendick
zringender Rothwendigkeit halber auf Gcund
aines gerichtlich bestätigten Familienraths⸗
jeschlusses in Eigentrum versteigert.
Eigenthüumer sind: Die Wittwe und
Ander des dahier verlebten Schlossers
heler Echerer, als: J. Luisa Schmitt
jewerblos in St. Ingbert, dessen gewesene
Dittwe, jetzt Ehefrau von Jalob Faischer,
Rauter, in St. Ingbert wohnhakt, eigenen
NRamens der Gütergemeinschaft wegen;
II. Der Kinder des Peter Scherer und
der Luisa Schmitt, als: 1., Maria, 2.
Weorg, 3., Johann Peter und 4., Peter
Zcherer, alle 4 noch minderjährig, welch⸗
hre Mutter zur Vormünderin, den Jacob
Jatscher zum Mitvormund und den Jacot
dihm, Schmelzarbeiter hier wohnhaft, zum
Nebennormunde baben.
Sorn, ligl. Notar.
Conren? ionelle
Wieder versteigerung.

Montag, den 7. Aprilel. J. des Nach⸗
nittogs um 2 Utr zu St. Ingbert, in
er Wirthbehausung des Adjunkten Hein⸗
cich Schmäintt wird auf Betreiben von Lud⸗
dig Beer, Prüller hier wohnhaft, in seiner
kigenschaft alt ubrogicter Gläubiger und
Nechtäinhrnher hon Aran Levi. Lederhänd⸗

ser in Homburg und Lion Levi, Leder⸗ V. Wilheim Grofssard, Rentner, in
händler in Blieskastel wohnhaft und diese St. Ingbert wohnhaft, als Solidarbürge
als gewesene Cessionär's von Franz Jakob der vorgenannten Wittwe Daubhausser,
FEbrbardt Kaufmann in St. Ingbert, wegen Nichtbezahlung des Erwerbspreises

gegene die nachbezeichnete Liegenschaft öffentlich in

1. Elise Hager, früher Kraäͤmerin in Ligenthum wiederversteigert, nämlich:
Zzt. Ingbert wohnhaft, Wittwe des allda PlansKe. 5194 *60 Dezimalen Fläche
vohnhaft gewesenen und verlebten Küfers vorauf ein Wohnhaus mit Hofraum und
Philipp Anion Daubbäusser,' jezige Eheftau sonstigen Zubehorden, gelegen zu St. Ing⸗
don Ludwig Paul, Schneider, früher dahier beri, in der Gasse, hinter Seifensieder
jetzt in Meß wohnhaft, Haupischuldnerin, Schmitt neben Wunwe Daubhäufsser.
und gegen Letzteren selbst der zwischen ihm Das Nähere auf dem Geichäfts⸗ und
ind feiner Ehefrau bestehenden ehelichen Consullations bureau L. Bechthold.
hutergemeinschaft weaaenn. Horn, tigl. Notar.
Die neuen Somme Auxkins,
arunter eine Parthie direct bezogener
EIbeufer WHosenstossfen,
sowie das Neuste in
Damen⸗Kleiderstoffen
allet Art sind eingetroffen, und ernpfiehlt billigft
TOA AII Ia.

Im Verlage von A. H. Pahyne in Leipzig erscheint und ist durch alle Buchband⸗
lungen zu beziehen: 3
Deulsche Volks⸗Zeichen Hchule
sSfüũür Schule und Haus

in Heften zu 21/3 Sar. Jedes Heft bringt sechs Vorlageblatter. so daß also ein
Voriageblait noch unter einem halben Groschen zu stehen kommt. Dem fleißigen
Schuler erdffnet dieses Werk ein sehr weunes Feld, da nach und nach, in Zwischen⸗
räumen von citca 14 Tagen, zusammen 36 solche Hefte erscheinen und den Schüer
damit auf eine sehr ans unliche Stufe des Könnens bringen werden.

Ellern und Vormünder sollten nicht verfehlen, das Werk strebsamen Knaben in
die Hand zu gehen.
        <pb n="164" />
        Versteigerung einer Wiese.
Samstag, den 22. Mätz 1873 nach der
Fisa d'schen Versteigeung läßt Hermann
Laur, Gerber hier seine von Ladlnecht
—XD
dadknecht Greß in Eigenthum versteigeen.
Horn, k. Notar.
Bürgerhilfs-Verein
St. Ingbert.
Sonntag. den 16. März 1873, Nach-
nittags präcis 3 Uhre
Generalversammlung
im Vereinslokale.
„Abanderung des Z 5 der Statuten und,
Jufnahme neuer Mitglieder betreffend. Um
zünktliches und zahlreiches Erscheinen wird
gebeten.

Der Voͤrstand.
Kleesamen
n allen Sorten,
Grassamen,
— ⸗ ¶
Saat-Wicken
— und gelbe
—X
Saat-Lupinen.
Saämmiliches ächt und keimkrästig bei
I. EBI jun., St. Ingbert.
Fraukfurter Börse
vom 12. März 1873.
Preußische Friedrichsdor. 937238
hienn T . . . 3323
dollandische 10 fl.⸗Stücken 9 53234
Ducatenn 32-34
20Fr ancs⸗Stüucke .. 0ια
Englische Souvereigns. 448-50
Dollars in Golde 0 251ä—26/

Die neuelten ——
Tapeten⸗Musterkarten
ind in einer großen Auswahl wieder an—
gekommenbei
Eil GrvVenig-
Sattler u. Tapezierer.
Ein braver Junge
vird in die Lehre angenommen bei
Emil Grewenig.
Sottler und Tar ezierer.
iczu a Is erα Aigemeiner
Anzeiger fier das Kuàüauigrei ch
Ravrern p 6*

Trefflich im Geschmacken.

kräftigend.

Von Ihrer trefflichen Malz⸗Ge—
sundheits⸗Chokolade bitte ich mir
zuzusenden. Grafin Moltte in Beble
Ich bitte um Zufendung von Ihrer
stär keuden Malz⸗Gesundheits⸗Cho⸗
colade. Graf Matuschka in Bo chaa—
An den Könial. Hoflieferanten Herrn
Johann Hoff in Berlin.
Verlaufsstelle bei Fritz Panzer⸗
hieter in Si. Inabert.
i Unterzeichnetem sind neu eingetroffen:
fxricsfr ite, Frühjahrsmode 1873,
erliner Secdlen miützen, neue Fa—
vons, prachtvolle Læackhitehen für
dinder. —
Hermann Fischer.
*8ν9.
Auf dem freien Platze an der Großbach.
Nur noch Samstag, Sonntag und Montag 13., 16. und 17. Märj
sind die zwei größten, schönsten, stärksten und jüngsten
* / 6 323
Riesen-Mädehen Guropa's
ind der kleine Zwerg ‚Kakawitzky“ zu sehen.
Zu einem recht zahlreichen Besuche ladet ergebenst ein
Sedelmeyer.
Die Wormser Akademie
* 9 22 2 J
ür Landwirthe, Bierbrauer und Müller
estehend aus drei im Wesentlichen getrennten, stets aus allen Ländern stark besuchlen
Fachlehranstalten beginnt das nächste Sommersemester am 28. April.
Programme, Berichte und nähere Auskunft stehen gern zu Diensten durch
Die Direction
ID. Sehne ider
— 3444 ch 2
2* 7
W. Jubrländer Nachfolger,
GEE. 353
TaT; ür FrauIfurt an Iainn.
Durch for!'während veue Zufuhren und durch meine diretten Verbindungen mit den ersten Fabriken, ist es mir möglich, mein reich
9 sortittes Lager zu den bekbannrenebilrigen Preisen zu empfehlen.
Grosses Manufakturwaaren Lager. Grostes Ausstattungs⸗Geschäft.
ct/. breite achtfarbige, lila, rosa, gelbe, braune Cattune, 500 Stuck /. breites schweres Leinen, für Hemden und Beittucher,
ooo Su αα ei Cattune mit Borden, für der halbe Meter 12 kr.
worhaͤnge der halte Veter d ir.. 21/1 Ellen breite grobe Leinen,; fur einschlafrige Betttücher, das
200 Stud urhe e in den brillantesten Deisins, der vollständig Betttuch ohne Nath. 4 Ellen iang, n 45.
halte Nele 3 Ellen esen — e Betttucher, das voll⸗
J *8 — tändige, Betttuch ohne Nath4 Ellen iang, . 224.
tuck te Pique⸗Cattune, der halbe Meter 12 kr. ndig —,e en
8 8 Fd u aguitnn Vettjeug, meistens türtisch⸗ 200 Stud 77 8 ddisn hiber und böhmisches Leinen, der halbe
ie Elle 15 kr. 186 Centimetres. —M 45 4
ho Ipe 78 8 8 3 8 7 * een we Que )y h 200 Stuck en wollene Bettdecken, für zweischläfrige Betien, da
[155 Centimetres.) 200 Stück 5 il 3 3
ꝛe/ breiten englischen Waterbroof fur Regeamantel mit und ohne ee ¶Vsen⸗ Bettdecken, fur zweischlaͤfrigt Vetun
Franzen die Elle 48 kr. [60 Centimetres) , uñ ñ 300 Stuch schwere graue Bett⸗ u. Pferdedecken, d. Stuckfl. 230. bis I. 3.
/ breiten schweren guten Buxkin fur Hosen und ganze Anzuge, die 500 Paar schwere weiße Piquedecken and Victoriadecken miun Franzer
—A Centimetres·. — für 2schläfrige Betten das Stüchfl. 2. 30.
vreite Fußteppichstoffe, die Elle 15 kr. [55 Centimelres.J. — 100 Dutzend weiß feine Tischtucher, 2175 Ellen dang, 2Ellen breit.
—8 roihen wollenen Unterrockstoff, die Elle 15 kr. [55 Centi- das Siuck do kr
metres.] 190 Dutzend Handtücher, das Dutzend von fl. 3 an, die Elle von Kekr. an.
fFeinen weihßen 10/4 breiten Mull fur Kleider die Elle 12 kr. 155 Centim.)] 00 Dizd. weiße rein leinene Dameuntaschentücher, das Thdeusi. 2. 30
1000 Stuc verschiedene gute Kleiderstoffe für Winter, Frühiahr Zroße rothe Cachemires Tischdecken das Stück J. j. 135.u. f.“2.
Sommer und Herbst der Meter von 830 kir. an. Broße rothe Cachemires Comodedecken. das Siud fi. 1. u. i. I24.
Unterrockstoffe, Thibets, Cachemires, Flanell, io/ beiten teich ramagirten Vorhangomull mit Bogen, der halbe
⸗inets, Espagnolettes, Chales in allen Farben und Meter 16 tr.
— — Prima Shirting, grau, weiß, schwarz, die Elle 7 kr. s55 Centim.)]
reiten schweren Barchend für Betten, die Elle 16, 18, 1 *74 und / breiten Zwill ich, Lederleinen, Strohsac&amp;tleinen,
kr. [55 Centimetres.] graue, gelbe, weiße Servietten zum Falrilptcise.
Aus meinem Hause gehen jährlich Tausende von Sendungen nach allen Gegenden Deutschlands, und täglich
wiederholende Nachbestellungen sind die besten Beweise, daß man allenlhalben mit meiner Bedienung sehr
zufrieden ist.
Wusterabschnitte sämmtlicher Artißel sende in reichster Auswahl franco per Vost.
Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens — * hitte mir das bisher bewiesene Vertrauen auch weiter
zu erhalten.

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*eattion. Druck vnd Verlag von

I4.

e41n
St. Ingodert.
        <pb n="165" />
        8* . J ngberker Anzei ger.
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der Si. Inra searter Anzeüg enr (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblati, mit der Diendtagi· Dounerotagt/ und Sonniat
amme ericheint wöchentlich vje r m a (3. Dien bragg, Donner stag, Sümstag und Soumtaa.“ Adonne nentspreis vierteljährig 42 Krir. ode
. .182 Silbergy Anzeigen werden intt 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrist oder deren Raum berechnet.
—— 7— — F — — ů ĩ!;II—, —
B 42 Sonntag, den 16. Mrz 1873
hn, 11. Marz. Alg. a. vbou hier' Volke entwaffneten Soldaten wurden nach Madrid gesandt. Iy
eschtieben wird, soll auf Veranlassung des Krorprinzen des den Doörfern von Estremadura fi en
deutschen Reichs zur Srinnerung an die Siege im Feldzuge brohen. Die amtliche Zeitung ei e 8
—— Woͤrth ein großzartiges Denlmal errichtet und alle den Exbreßzug von, Madrid in der Nuͤhe der Brude don —
Rfidiere des deutsspen Heeres veranlaßt. werden, einen Beitrog »ei Villafranka in Guipuzcoa zum Entgleisen gebracht.
erzu zu leisten. der dem Betcag der Friedensgage von andert— —
alb Tagen W wuͤrde. Es ist dies auch den Offigieren Bermisfcht e J
ve und' der Landwehr beind i ibrü Zch vurgeticht) Verb
X e hoeer dermalen stattfindenden veee 11. Pur Schwurgeticht) Verhandlunz gege⸗
Berlin, 14. März. Das Abgeordneien haus nahm' die er⸗ wegen — re e dere inur donn
och übꝛigen Paragraphen des Gesfetentwurfs über die Anstellung dechtscanditat —*B8 eehe narWehediner
Anidhone dec Geitiichen in zweiter Verathung under. Diebstatis imd Vandiweicheren dettaft. Die Geschernen eee
cde Sraßburg, 14. Marz. Zwei hiesige, früher der ultra — — Annahne widegdg Umstande, worauf
aontanen Partei angehörige Einwodner, der Rentier Heimburg F Die Stadt ee me 8
d der Wechselagent Morin, sind aus Etsaß-Lothringen ansge- er wieder ein Pferderennen und bat un eene Semptem
oiesen, weil fie überführt wurden, 14 Knaben dem Pariser Komue ucht, bei jener Eelegenheit eine Verloos n Unubrnit, nause
ugeliefert zu haben, damit dieselben dort zu Soldaten und „Rä- 20,000 Voos aen F jung abhalten und hiezu
dein Frantreichsn erzogen würdn. — nue —9 verlaufen zu dürse n. Es würden daducch Mittel
Wire n, 8. Marg Nach den Ardeiten zu schl'eßen welche im — e e is re ohne dec
zriegsbafen von Vola angeordnet sind liegt es im Plan, den er— cn zu a Ztg.)
auhlen Gästen, welche die Weltausstellung nach Wien führen wird. Spei 14 e . 38t3.)
uch das glänzende Schanspiel eines eß (auf· der e e e 3 r
hede von Triest) darzudieten. Um die jeweilige Vorführung der 10aden wurden 18 als befähi 8* 2 Bon 54 Exami -
rruppen in Wien noch imbosanter zu machen, wird die ohn hin 18d haben sich einer eeee b nich desehe erklärt;
ct sarke Galnison det Residenz und der navsten Umaebung durch uücht sestaesteltt it. Gon diesen 10 —B
ie zeitweise Heranziehung arderer Truppentheile, wobei namentlich FLandau 13. März. Der Visther ines 1/ 73
rejenigen Regimenter in Berüchsichtigunz kommen, die hier⸗ Gele on Pr. 2833, auf welchea 100 —D 4 in «Looses
enheit finden, sich ihdren Inhabern borzustelen, noch weiter bedeus rom'VF. in Queichheim, —* wrire icht der Oetod
b veirmehrt weiden, Es werden mindesten? 500 000 Mamn aller m Kdenkoben. een ein vabemletler Schreiner
Daffenaattungen ccentiin kreich — z F Mn den, 8. Marz. Das SalvatorbierQuantum,
P ari 435115 Maärz Patrie“ meldẽl daß die Verthand⸗ Angen — Won dp Feun ——
ungen mit Oesterreich, betreffs des Hanre everlraget erst nach Käüarlzrü mer 88 ie—
zchluß der Weltausstelung beginnen werden. 7ziutt fand im —8* id ein pisorlend —
Fl Aro“? Gazetnte: de Frauck,“ „La France Nouvelle“, „Le dolytechnelern Jatt e en deede *8
y 47 ere—e 4g.“ iche gart eine
nd e Fdi wedee eroͤffnen heute eine Subscerip dugel oberhalb der Lenden durch den Oberkoͤrper erhielt Die
— a kne vetd be “vont Wecder Wha —— soll eine gefährliche sein. Eine Ermittelung des
ur Verhaudlung lbommen. . 553 iber der vn enn de dercandeen vn id ene edm
p in Gir ierkt Idehun erdnlcer. dede hehesut hent . teeet
atuß wurde Hehacemer sind von Neuein Falle don Rinderpest lonstatirt, in
In Bezug auf die vorläufigen Besprechungen zwischen Hrn 3 deren die doriigen Behörden geeignete Maßnahme getroffen
bhiers und dem Gtafen Arnim in der Raͤumungefroge will 3
— Universel“ in der Lage sein;,“ gen ee —883 —8 —3
ur sdanen, und zwar über das Resultat d⸗ . d. M. zwi die Gul ücke Fue
ee ια
norden sein: 1) Baarauszahlung der vierten Milliarde; 2) Ueber— fMühlhausen (Elsaßj, 10. Mä Alz Gesensatß zu“
abe von Wechseln. welche auf die ersten Bankhäuser Eurtopa's krscheinungen in G
ezogen und von diesen acceptirt worden seien für die fürfte Mil- es — pe —— oꝛ
iarde, Unter diesen Bedingungen . ie semichen ãn svi eget
ou ———— e Drn n ne * nen Im nee ge 88 55— p
ou, das als Borgschaft der Zahiung de die fü ernen gu den Prexefg er
—— 3 Die m ge wodn e e e en wepolltnns
laubt ferner zuy wifsen, daß die franzosische Regierung lebhaft, zu sehen, genug, seit —* —R——
iher vergeblich darauf besfanden habe, daß Betfort von der —* — 8 8 —— citaüiehe han die Ee Mder
birten Befreiung des Gebietes mdt ausgenommen werde, indeßz 7. Ma irgeles 8 44
* s, 7. P 8 e —
X ng gen Kreisen noch immer nicht die —* —X e eeee 3. —
ag anf eine befriedigende Lösung fallen lassen. —, Allerdingz ist inen Nardreug fsi * t 905 ei
nan in Versaittes vach dem Worilante der jüngsien Dee ee e in en
aille— jüngsten Thronre'e durch den Hels, gefährli
ehn Kaisers, zu einer solchen: Hoffnung berechtigt, denn ae —e— —
erselben ausdrücklich bon der gaazlichen⸗ Raumung —* Baris: O. Macj Großes Aufsehen Lerreg!e in iner Abenb⸗
88 F 53 — F gen bei einen gewissen Dynon, einem ffein-
— reichen·Bewohner des Fonbourg St. Germai
win tid * — Nach Privatmittheilungen ist die Welles de Lavalelle/ na die an 8* Wagre —I
ng der Diachplin iv Caeicnien saer dbie Sol de Kabsette des fro dste den Ministers b3 Außeen uniee
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        dalserreiche, verheirathete Tochter von Rouher. Dieselbe trug namlich
die berühmten Halsperlen und einen Theil der Diamanten der
Fi Kaiserin, weiche igr Gemahl fsuͤr sie angelauft hat. Dae
Geschmeide, welches sie auf sich trug, war über eine Million Fe.
werth, stand ihr aber nicht: obwohl gan; bübsch, ist ihre Gestall
voch nicht stattlich gdenug um eine solche Last zu irrgen. Sie war
aluriich forwährend umringt, da fich Jeder Füberzeugen wollte
daß es die Diamanten und Perlen seien. die früher den Kopl
uind Hals der Er-Kaiserin zu gieren pflegten. *

x In Paris sind die Reliquien von Kommandanten zu einem
Handelsartilel geworden. Ein Kunsthundler zu Batignolles bat i⸗
seinem Schauladen ein Glas ausgestellt mit der Inschrift: „Das
Flas Delescluze's, aus dem er im Cofé Madrid aglich seinen
Abshnth trant, Preis 500 Fr.“, daneben befindet sich die Pfeife
Ferro's Preis 50 Fr.“

4 Die vor einiger Zeit mit großer Bestimmtheit aufgetauchte,
Rachricht, daß die verschwundene Anno Boͤckler endlich im Koͤnig⸗
reich Polen ermittelt und von den Behörden angehalten worden
sei, hat sich leider wieder als irrig erwiesen. Der Vater des ver⸗
nißten Kindes war in Folge einer an ihn ergangenen Auffor⸗
deruug zur Recognoszirurg an Ort und Stehe gereist; er ist
jedoch uuverrichteler Sache von dort nach Loiß zurückgekehrt, denn
Zas ihm vorgeführte Madchen war nicht seine Tochter, obgleich et
nit dieser grobe Aehnlichkeit haben soll,

rpLondon. (Swiffskataslrophe.) Um 18. Februar erfolat·
an Bord des in der Galveston⸗Bay liegenden Dampfbos tes Henry
I. James“ eine Explofion. Binnen fünf Minnten stand das
ganze Schiff und seine Ladung, aus 442 Ballen Baumwolle be⸗
Jehend, in Flamen. Einundzwanzig Menschenleben gingen ver⸗
oren.

Gunffacher Mord.) Paris, 10. Mari. Vor dem
Affisenhose von Bordeaux erschien heute Johannes Mano. Der⸗
—

Bekanntmachungen.

selbet ist angeklagt, seine ganze Familie, nämlich Armand Man⸗
ind dessen Frau, leine Schwiegereltern. Jeanne Mano, seine Frau
und seine beiden Kinder, Marie und Maria Mano— eemordet zu
saben. Der alte Mano bewirthschaftete den Meierhof Tastons bei
Barp und war ein allgemein geachteter Mann. Johanes Mano
rin Trunkenbold und Spieler, lebie in Unfrieden mit ihm. Leßtereꝛ
war Brieft raͤger und versah seine Stelle zur Zafriedenheit seinet
Borgeseßten. Der Beweggrund zu seiner That scheint Rache ge
desen zu sein. Mano, der bis jetzt seine vollstandige Kaltblütig-
zeit bewahrte, leugnet der Möͤrder zu sein.

Edre den Erfindern. Unter diesem Motto erhätt die 2. B
Z.“ einen von Heern Dr. H. Grothe unterzeichneten .Aufruf za
Heitragen fur ein in New ⸗ York (im Zeotralpark zu errichtendet
Denkmal für Elias Howe, den Erfinder dee Nahma schine. X
in England ist die Subscription deteits eröffnet. Es sollen ris
Ganzen 50.000 Doll. gesammelt werden,
Runstuotiz⸗

Unserm musikliebenden Publikum steht ein seltener Kunstgenuß
evor. Wie wir dernommen, will das ruͤhmlichst bekannte Schützen⸗
Zeptett von Speyer, unter Leitung des Hrn. Kapellmeißer
Wyh rot nachsten Dienstag im Oberhausfer'schen Saale ein In
drum⸗ntal⸗Eoncert geben. Da jeder dieser Musiler Meister
eines Instrumentes ist, so koͤnnen wir überzeugt sein, daß die—
elben uns ein gediegenes Programm mit glänzender Aufführung
zielen werden, und machen wir darauf aufmerksam, das Conzert
recht zahlreich zu besuchen, indem uns der Genuß ein es richtigen
Instrume ntal· Conzertes höchst selten zu Theil wird.

Ein Verebrer der Mufik.
C. Der, verante

Her Redacteur.
— — — —

Dienstag dru 18. März n
im — Saale J
Instrumental Concert

*
Hausversteigerung.
Samstag den 29. Marz 1873, Nach⸗

mittags1/24 Uhr nach der Hausverftei⸗
gerung von Michael Voll, dahier bei Ad⸗
sunci Schmitt, iaßt Michael Spohn
Maurermeister dahier, sein neuerbautes
Dobnhaus mit Hofraum und Garten neben
ihm selbst und einem Bauplage auf lang⸗
ahrige Zahltermine in Einenthum ver-
deigern.
Auch tann dasselbe bis dahin aus freien
dand vertauft merden.
Sorn, k. Notar.
Seit dem 9. d. M. ist mir mein Hund.
in schwarzer Pudel, abhanden ge⸗
sommen. Dem Wiederbringer eine gute
Belohnung. Vor Ankauf wird gewarnt.
JaKob Wecrkler,
Wirth in Spiesen.

des Speyerer Schützen-Septetts
unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Wyrot.
Anfange/3 8 Uhr.
——— ——— — —
Jei Unter
Ine tem sind neu eingetroffen:

simderhüto, Frühjahrsmode 1873
Berliner Seidden mützen, neue Fa—
—— —IRLRL

inder.
hermann Fischer.
—QRWEV
von Julius Gentes in Z8weibrüden
iefert vollständige Betten mit Bettstelle, Feder und Haar-Matratze, wollener Bettdecke ode
Touverte, Plumeau und Kissen, wovon Vorrath auf Lager, üdernimmt ganze Aussie
tungen und verspricht gute, solide Waare zu moglichst billigen Preisen.

Zugleich dringi basselbe seiine Hemden⸗ und Weißzeug⸗ Fabrikate in guin
seed e Zuen mit modernem Schnitt, nach Viaaß oder Muster, sowit
ein vollsiändig assortirtes Lager in allen Arten Wei i
krinnerung. ιJανæι —

Mufsier und Preislisten werden auf Verlangen übersandt.

Feuerwehr⸗ Montag
bei Veter Heusser.
MB
—
Der Regeneérator
(oder Lehensaweker)
seit Jahren das bewaͤhrteste, beste
Mittel gegen allgemeine und specielle
Schwaͤche zust ande, Magengedärm und
deberrankheit en, Hämorrhoiden, Eng
rrüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten ꝛtc.
owie alle Krankhei ten, die von ver
vorbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der „Lebenẽweder“ de
fordert die Verdauung, reit den Ap⸗
hetit und dringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist beson⸗
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Fla He zu 1ufl. 10 kr.
20 Sqt, bei V. Zepp in St.

Inaberrtr.

3 2 r — —
νανανα x Trallsuoht)
heilt bri otñi h ger Spediale⸗ ꝓais Dr. G. KIIiSen, 8 — *—
atraase 45. Augenblickliceh über αd Patienten in Behandion Ber lim L0
Die neu sten
Tapeten⸗Musterkar ten
sind in einer großen Auswahl wieder an⸗

gekonmen bei
DAGrewenig-
attler u. Tapezierer.
beseitigt (aueh bries-
nieh) in 2 2tfunden gefahrlos und
ieher Dr. Pnat in Leipzig.

Ein braver Junge
wird in die Lehre angenommen bei
Emil Grewenig
Soitler und Taxejiere
Bürcerpere. nzchen.
Am Mittwoch Abend Zusammenlun'
bei Carl Enael.
0 20—*
ertion, Drud und Nerlag von F.

——2 in St. In⸗ener **

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        2⸗
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25355 —A— — S2 EES 338 — 553
333238 535 2783351 333337 5* 258 * 38
——— 522258 32 — 7 .
5 558 3 5335 5 —58 2355* 552 28 tð
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22 — 2238 25 5 22 IkTG — 752 535* F 5
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3* — 5223 — 2 —— 225 258 * 728535
J 5 335 3 5232832 *2533837 528
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53538 33357 *8 1383522587 * 35338225 232
22 — 2* ** —3558 —A — 8 22 — æ *
5326538 2 2 52228 —* * 33338 3 *
5238832385 553 37 55233 A 2 *5552 — 23 37838
53223 333327 322255353 23235 X 53 5* —X —A—
— 152 * 235555 *53 * 33 s 3 3383353333 522 25332
— * 5758 523 383.833 2
—A —— — 522 — —— 552527 5352 252532 ——
235358— 35353 e—3538 3333532 22 555328 ——
230 222 33 28328 S 5555 225 35
* 3223 8 — — —s52 735
—A 523375 2 Sec 2 5 2
275 —3 —V 85 * 52258 — 53235337 2 — 232 3 2225 — 233
38854 — — 532527 525 2227 5 22535 522
2 — 3 —— — . 83 — 2 —X — —3 8 2 ⸗—
—
232 8 53* 352* 3 5237 35 2323 z3353377. ——— 73
5533 323357 535 85232 2553553 23225 25ñ227 25728
—— 5*55828 —A 2 222 2 2 323523533 25 ——
7—2 52282 2 —x* —— 23 * * 28 ——3 F 5753
72* 2553 223355 — * B 22 —A — 25333 24
——A 2233*35355 — —— 38 —A 2 * —A — 5
3388 533835 3 —252*35 2557 5285353 532
*5* 2* 35235 3532 2533 57 75 525 *
* J 27
e 25 353535 J 322
535*55* 5* — *an—3* 22352 32753 2 27152 * — —A 3* 3
2* — ——e— 253532358 3833533 253232— a
3225 B 2* 9 — 522335* 55525 — 2522562 —
—A ——— —— — — EXV 2 5 3 52535 55 ẽ ẽ
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53555 5532352* 222825 2222
553 552385 x — —9
— A 53333325538 5s352332&amp; —
z3235 32335577 733323235 5 333648 8222—
2 — 522 7 A 5 v 23 83 53 2522 —A 12
—A—— — —z3232 —A 23286 23 II— 55 52858
522335 25232 25 r 528 5823 588 2 8 5 28 3
53 55— 38 35 532*
55 ESISAZLS 2 38 22 XAS — * 8 —2
35223523* 2232332237— 2333 33 ——— — —
323337228 223535 333333235353 35333,7333835* 5533357
—— * 8 2
533338 333552557835 z335528 38 —— — 32327333
338375* — 222 35 — 3385858* 28 22 7* 2232288
528 553333 J2325825 3233 253226 5s853537—5258 5822323
23333328 ß— 53352523
—A ——— 225* 25 3224* —A— cẽ 233*
—5533—35 25373237
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232288 528 53837583 34332275 32232323 — —
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3355755 ——— 523* — 554 3535833 2388
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—A— ——— 2222 * 52723582 ñãa 22 58 * —— 8B222238
533 — — e2 2322555335 3255 z232828 ——5228 53232
8 2 A — 72* — — * 323325 232358*5*
z883 8 2 2 738 —— * 528 53228
335 3335 — 282
— — 75 *
257 —2—3555 —E 2ã 3 X 72353—553 —5583*3—35 2 35 38
5—32328535 55s 32337.332 23583,258 3722533555 225
J— —— 22 55 52383338 53322323 A — 32535
3⸗ 28 —5 4 222 — 2* 2 228 —25*
2— 35 22328 8s *5*8 28 28 2 s5ã 1 —A— 525
7 —52 75— qß 8 8685 3B3.8 C V 2 0 2* — 82 *
223—25553335337 337 — —A
2235873 32 22 — — 22 52 — 28252 * *
35335*233232353 223383238 32323 55335522 23335080 55ñ85
35 —AXA 333 8 —253222 2 5582 —A7— 25583 2558535
5 5323823558* a 23 — 2 —— —— 25222 38 27
3372833333323 —5382 —33333
A 8 2 33535327 220 * * — —* 32
s 2 22 52 3 — 5 3 2728—28 z2 552 52 22
32232558 — —— 25 3 3 553253553232 2 225 585215
22 * 55332 — 9 2 2 2 255 A * 35* 82 2
5825583283 7 —225 57 222533 3533;33252283 32322
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52 * 5 222 —— 2** * x *.
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*23 88 8 5253 —— 7 2325 ** — — — 323555 * 8 522
T 53 835 —38* 25535 1323 —3393 2533
252. 8 3 2 * 8 *2 . 2 *42 *873 —8 52233 2
* 23 2 * —2 — 23.587 352 27
*5 54 73 —— 32 —* — — 7 *8 3— 32 252 —
— —2 —FF— 33 583.
2, 2 33 2523 — * A —- —E — —3 3.* 772 32—
—8582 53 532 7 7* 2.53 28 2 * * —
—— 32 82 * — de 555 772 7 — *28 53
* 2 32 —2 38 7* —* 2* * T —— —
* — 53 7 — 2 — * — 32 223 —3
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        Hlt. Ingberler Anzeiger.

82*

der St. Pagberter Anzeieee (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit ver Diensstags⸗, Donnerttagß⸗ und Sountag
unme erscheint vdchentlich vie rmmal: Dienbtag, Donnerstag, Samstag und Sonntaq. Avbonnementeépreis vierteljährig 42 Krzr. ode
12 Silbergr. Anzeigen werden mit « AKrire die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
* g
1873
248

Deutsches Reich.

München, 158. März. Die „Neuesten Nachichten“
nelden: Wie in militärischen Kreisen verlautet, wird die vielbe-
prochene Uniformirungsfrage in den allernächsten Tagen zum
ibschlusse gelangen und werden die bezü lichen vom Kriegsminie
erium gemachten Vorschläge die kgl. Genehmigung erhalten. Mit
lusnahme des Raubenhelms werden (z. B. bezüclich der Grad⸗
mtzeichnungen u. s. w.) manche praktischen und die Einheit der
eutschen Armee fördernden Abänderungen erfolgen. (Danach würde
dso der Raupenhelm bleiben)

Posen, 15. März. Der Erzbischef Graf Ledochowski hat
m Rundschreiben an die Geistlichen derjenigen Kreise erlassen, in
oelchen weltliche Schuldirektoren angestellt sind. Er empfiehlt,
5chulktinder zu regelmäßigem Privatunterricht in der Religion zu
erfammeln und sich mit den Schullehrern jn gutes Einvernehmen
u sezen. — Drer ,Posener Zeitung'““ meldet, das Oberpräsidium
sabe die kgl. Regierungen angewsesen, in welcher Weise sie den
lnordnungen des Erzbischofs betrffs des Religionsunterrichts
atgegenzuwirken huben, um eire Umgehung der Gesetze zu ver⸗
ülen.

(Gaubmaord.) Munchen, 14. März. Der polizei⸗
liche Lolalbericht macht die nachstehende Mittheilung: Gestern
Nachmittag zwischen 231 Uhr und 2/34 Uhr wurde in der Dach-
auerstraße Nr. 45/ 1 ein schweres Verbrechen verübt. Zu letzibe⸗
eichnetem Zeitpunkte fiel es auf, daß die daselbst wohnhafte
Berbergehilfensfrau Katharina Heilingmeier ihren gewohnien
jäuslichen Verrichtungen nicht nachgingg. Ihr Ehemann, welcher
nn der Lederfabrik im Hintergebäude desselben Hauses arbeilet,
ieß die Thüre öffnen und fand seine Gattin ertseelt, offenbar auf
zewaltsame We se erdrosselt, auf dem Boden des Mohnzimmers
iegead. Alsbald ergab sich auch, daß eine Tascheauhr und beildufig
300 fll. baar geraubt waren. Ueber die Thäterschati sind bdis jetzi
noch keine verlässigen Anhaltspunkie gewonnen.

4 Frankfuhrt, 11. März. Unter den Freunden der edlen
Keitkunst bildet eine in verflossener Woche abgeschlossene Wette
nomentan das Tagesgespräch. Ein junger Cavalier hat fich näm—
lich erboten, innerhalb acht Tagen mit einem und demselben Pferde
»ach Wien zu reiten; dabei darf er nicht mehr als 3 Stunden
Norgens und 3 Stunden Nachmittags im Sattel sein. Der Weit-
rinsatz beträgt 150 Friedrichs'dors.

Mainz 18. März. Auf der Frankfurt, Hanauer Bahn
wurden gestern Vormittag an der Station Wilselmsbad zwei
Arbeiter, die auf den Schienengeleise sich befanden u. gewarnt worden
dasrselbe wegen des herannahenden Zuges zu verlassen, von der
docomotive desselben ersaßt und überfahren. Sie blieben auf der
Ztelle todt. Einer der Verunglückten ift verheirathet. (Mz. 3.)

FParis, 15. März. Die nächtlichen Ltaubanfälle im
Innern von Paris dauern fort. In der vorletzten Nacht wurden
eren zwei verübt. Ein in seine Wohnung zurrückkehrender Fiacte⸗
dutscher wurde um 1 Uhr auf dem Boulevard Montmatre von
drei Kerlen beraubt und ein Kaufnann auf dem Boulevard
Sebastopol (alsa in einem dee belebtesten Stadttheile don Paris)
um Mitternacht von zwei anderen angefallen. Die Polizei war
»reses Mal schnell zur Hand; doch gelang es ihr nur, von den
ünf Banditen drei festzunehmen. Die Umgegend von Parit ist
'ottwährend äußerst unsicher.

4 Das Testawent Napoleons U. ist, wie der „Pall
Rall Gazette“ geschrieben wvird, in England bestätigt worden.
Zein Privatvermögen beträgt unter 120,000 Pfod. St., und dies
jinterläßt er der Kaiserin ohne Vorbeholt. Dem kaiserl. Prinzen
jermacht er nichts als die — Kaiserktone. ‚„Wenn dies wahr ist,
— füugt die „Pall Mall Gozjette“ hinzu — „so haben wir hier
eine gewisse Verletzung der idès Napoléonienne, derzufolge irgend
ein durch die Stimme des Volles berufener Bonaparte regieren
nag, uud des Kaisers Testament ist in dieser Beziehung ein wich—
iges Manifest an die Imperialisten. Es ist eine Botschaft an die
Freunde des Prinzen Napoleon.

fBern, 11. März. Zwischen Morges und Lausanne hat sich
zuf der Eisenbahn auf der Brücke über die Venone ein trauriger
Anglücksfall ereignet. Ein Conducteur öffnete die Thür eines
Wagens, ohne zu bemerken, daß sich ein junges Maädchen an die⸗
'elbe gelehnt hatie. Die Unglückliche stürtte in den Fluß, wo sie
den Tod fand. Der mitrtisende Vater konnte nunr mit Mühe ab⸗
jehalten werden, der Tochter zu folgen. — In Genf hat
nan anf eine Reclamation der Pariser Polizei eine Weibsperson
zerhaftet, eine ehemalige Dienerin der Sängerin Cortez in Paris,
velche eines an ihrer Herrin verübten Juwelendiebstahls im Ber
rage von über 100,000 Fres. verdächtig war. In der That
'and man aud den größten Theil des Schmuckes bei ihr vor.

f London, 11. Marz. Die Leitung auf dem im Jahre
1865 gelegten transatlantischen Tel. graphen-Cabel ist unterbrochen.
— dier soll eine Gesellschaft für die Legunz eines unterseeischen
Tabels zwischen Odessa und Konstantinopel gebiloet werten.

(W. T. B.)

Frankreich.
Baris, 18. Marz. Endlich ist das Dreißiger-Gesetz fertig,
achdem das Ganze heute mit 411gegen 234 Stimmen angenommen
durde. Dieser 13. März ist ein Ehrentag für Thiers, weil er zeigt,
jaß es ihm nach so vielen dergeblichen Versuchen eudlich doch
—X
hmieden, woduerch er in Stund gefett wurde, den beiden Au⸗
zenparteien zu trozen. Zum guten Theile verdankt er diese Trium-
zhe der gescheiterten Fusion; denn fortan hatten die Orleaqnisten
ein Interesse daran, die Republik wenigstens so weit organisiren zu
jelfen, als dadurh nicht der Zukunft und bomit ihren monarchi-
chen Plänen etwas. vergeben würde.

Patis, 14. März. „Assemblee National,“ ein clericales Or—
zan brachte einen Schmähart'kel gegen Bismarck, der größtes Aufseden
rteqte.

Paris, 16. März. Nach einer der Agentur Havas
uudegangen offiziellen Mitiheilung ist gestern ein Vertrag über
tädumung des französischen Gebietes in Berlin unterzeichnet worden.
dach den Bestimmungen dieses Bertrages soll die 4. Milliarde bis
um 5. Mai komplet bezahlt und die 5. Milliarde in gleichmaßigen
Theilzahlungen am 5. Juni, 5. Juli, 5. August und 5. Sep⸗
ember abgetragen werden. Der deutsche Kaiser verpflichtet sich,
im 1. Juli die Deportements Vogesen, Ardennen, Meuse, Meurthe
ind Mosel, sowie die Festung Belfort räumen zu lassen. Die Zert
er Räumung darf 4 Wochen nicht übersteigen. Als Unterpfand
ür die beiden letzten Theilzahlungen verbleibt nur Verdun mit
inem Rayon bis zum 5. September besetzt. Dieses muß binnen
4 Tagen vom 5. September ab geräumt werden. Die demnächst
ufzusetzende Vertragsinstrumeute sollen schleunigst der National-
ersammlung vorgelegt wecrden, damit ein möglichst cascher Aus-
qusch der Ratisikalionsurkunden erfolden kann.
—
BVBermischtes.

fBZweibruücen, 11. März. (Sch vurgericht.) In der heuti⸗
en Rachmittagssitzung wurde gegen Johann Martin Amlung, 38
jahre alt, Metzgerbursche von Edenkoben, wegen Betrugs und
interschiagung derhandell. Der Angell gte ein dem Trunke er⸗
ebeaer, schon viel mal wegen Betrügereien bestrafter Mensch, hatte
ich einer ganzen Reibe ähnlicher Vergehen von neuem schuidig
emacht und wurde, da er die Thoaisache zugestand, zu einer
b fangnißstrafe von 2 Ihren 6 Mongaten verurtheilt. — In der
hung don 12. d. wurde der Maurer Peter Jech von Scau—⸗
nhe.m weren Diebstahls, Veleidigung, Widerssand und Betteleien
n ine Zuchthausstrafe von 3 Jahreu, 53 Jahren unter Polzeie
—E

—* aw. ——— ⸗ — —
F. Dæmet verutwe tlicher Redactent
        <pb n="170" />
        Bekanntmachungen.

Gattenversteigerung.
Samstal, den 822. 1. Mis., des Nach-
mittags dahier im Cafe Oberhauser, un—
nittelbar nach der Fisa d'schen Güterver⸗
stigeruna, iaßt Frou Wib. Thiery von
hiet iheen in deun Dilmesgroßgärten neben
tuchbinder Ritler und Wib. Zx gelegenen
Garten, 18 Dezimalen enthaljend, offentlich

in Eigenthum versteigern.
Aus Auftrag
QBechthold.

Dienstag drn 18. März
in Oberhaufßer'schen Saale
—4—7— 8roße8
Instrumental-Concert
des Speyerer —
unter Leitung des Herrn Kapellme sters yrot.
—AXEO F
Entrée àa Peraom 24 Kreuzer.
XEEEECDEXI
* Großes 3
Taveten⸗ und Nouleaurx⸗Lager
bei J. B. Ciolina.
vis⸗a⸗vis dem Pfalzerhof
in ZwreIhrüe Kemn.

Lohrinden-Versteigerung.
Veontaau, den 24. März näachstdin, um
elf Uhr des Vormittags im Scun-
aule zu Eschringen, wird der dies
jährige Ertrag an Loßrinden II. und M.
. aus dem Gemeindemald daselbst, ge⸗
chart zu 100 Jentner, an den Meist⸗

ietenden dffenmlich versteigert.
ie an u8783.

Das Bürgerzaeisterami

A. Schmitt.

Holz⸗Werkauf

in Koniglichen Forsten.

Am 27. Viärz 1873, Vormittagt 9—
Uhr, werden zu Sulzbach vei Herrn Gast⸗
dicih Kärste die bei den unten bejeich ⸗
eten Schlägen bemerkten Holier in kleinen
doosen dem meiftbietenden Verkaufe oͤffent-
XX

Forst Sulzbach Distrikt Nr. 25
22 Raummeier, Eichen⸗ Scheitholz ·Andruch

988 Suhnn

Distrikt Nr. 4.

6 Raun meter Eichen⸗Scheitholz-Anbrach

2 ..Buchen. —

12 F Reiser, MECl.

Distrikt Ner. IIle

1200 Srud Buchen Gerten,

Forst Dudweiler, Distrikt Nr. 26.
zö Festm. Cichen Bau⸗ u. Nutzholzstamme

16, Buchen W

4 Erlen- —

360 Stück Eichen Stangen,
NRNaummeter Eichen'Scheitholz. Anbtuch
3 ⸗2 Buchen 2 ⸗

25 Raummeter Knüppelholz, U Cl.

74 Reier J. Kl.

28 Reiser U. Al.

4250 Stück Buchenstangen,

25 , Erlenstangen,

7850 Stück Buchen Gerten.

Forst Neuhaus Distrikt Nr. 84.

g Raummeler Eichen-Scheitholz-Andruch

i Buchen-⸗ e

EDArikt Nr. 630

O Rarxe7 Eichen⸗Scheitholz ⸗Anbruch

12 Buchen - „ 00
* Ailpen⸗ * F

Distrikt Nr. 70

7 Naummeier Eichen-Scheitholx Anbruch
xForst Erkershöhe, Distrikt Ar. 35.
Raummeter Eichen⸗Schei:holz ˖Anbruch

27 Buchen⸗

Forst Holz, Distrikt Nr. 94.

32 Rauumeter Eichen ⸗ Scheitholz Anbruch

2 F Buchen⸗· .
Distrikt Nr. 97.

7 Raummeter Buchen-Scheitholz Anbruch

4 Asren —
Forst Quierscheid, Distrikt Nr. OMOe u.
2000 suig heeoe

istrikt Nr. 1010

351 Raummeter Eichen-Scheitholz⸗Anbruch. * — — —

rdet ee d Schöner Saathafer, Saatwicken, rother und blauer
er Konignüche Oberforster, Kleesamen in guter Qualität bei
Grütter. M. Thiery.

Weitere beim Erfinder des Königtranls eingegangene Anerkennungeschreiber:
(45,144.) Breslau, 8. 7. 72. — Ich fühle mich nahh einer vierjaͤhrigen Krant⸗
heit, wenn auch noch nicht ganz gesund, so doch wenigstens soweit hergestellt, daß
ih meine häuslichen Arbeiten wieder verrichten und wieder gehen lann, was ich dei
meinen ganz gelähmten Füßen bisber nicht konnte, troß meines jugendlichen Aliers
von 29 Jahren. P. Horn, geb. Kunze.
(45, 203.) Metzaau 12. 7. 72. — Meiner Frau leistete der Koͤnigtrank aut⸗
gezeichnete Dienste. Dieselbe litt an Nierenentzündung und genas dieselbe nach Gebrauch
don 4 Flaschen. — Mathias Hesse.
(150 131) Schwenin, 12. 7. 72. — Ihr Konigtrank hat dei meiner Frau er
daunende Wirkung ausgeübt. Dieselode litt vier Jahre lang an einem Kopfleiden.
welches zeitweilig so hestig war, daß sie sich außerhalb des Beites nicht aufhalten
sonnme. Ebenso luͤt meine Frau an Appetit- und Schlaflosigkeit, auch batte dieselbia
seit längerer Zeit ein Nagea im Magen. Mues dies hat der Noniotrauf beseitigt
und bin ich boch erfreut, meine Frau nunmehr wieder gesund und wohl zu sehen, —
Nachdem hatten wir ihren Königtrank bei meiner Schwägerin dei einer Kranlheit
angewandt, wozu ein berühmter Arzt Medicin derschrieben, dieselbe aber nichts half
Nach Genuß von nur einer Flasche Koönigtrank war die Krankheit nach drei Tagen
gehoben. (Bestellung.) Behnke, Braute reiverwalter.
(45.202.) Chutschũut, 13. 7. 72. — Wir alle, die wir den Konigtrank ange⸗
wendet, könneu dessin guie Wirkung nicht genug bewundern. — Pappermann.
(45,127. Schenleuhorst, 13. 4. 72. — Die deiden Flaschen Königtrank varen
bdon erwünschter Wirkung und bitte um weitere zwei Flaschen. — J. Hannecke.
(48, 204.) Königswinter, 18. 7. 72. — Die mir gesandten 4 Flaschen Konig⸗
rank haben ihre Wiekung bei meiner Krankheit (Lungentuberkulose) nicht verfehlt.
Bestellung.) — H. Springfeld, Invalide.
(45. 2664) Schweighausen, 13. 7. 72. — Der Koniqtrank thut gut und bitte
ich um weitere zwei Flaschen. — Glatz, Pfarrer.
(500454.) Berun, 23. 1. 73. — Da ich schon seit etwa 6 Monaten an
darkem Magenübel leide und schon verschiedene Mittel nach Vorschrift des Arztiet
ohne Besserung angewendet habe, denuge ich seit 3 Wochen den Koͤnigtrank und
emnpfiade schon jetzt aroße Linderung, so daß ich hoffen kann. bald von dem Uebel
defreit zu sein. (Bestellung.) R. Rosahl, Zionskirchplaß /10.
(50, 087a.) Berlin, 24. 1. 73. — Meine Congefionen sowie der Blutandrang
nach den Kopfe haben schon, nachdem ich die dritte Flasche Nöonsgstrant gele ert, auf
ehdet, mich zu belastigen. Auch die unangenehme Verschleimung. welche mich nament⸗
ich des Worgens auaite, ist im Adnehmen begriffen. (Bestestellung.,
Simonsohn, Kleine Alexanderstraße 7.
Erfinder vnd alleiniger Fabrikant des Königtranls:
Wirkl. Gesundheitsrath (Eugiôist) Karl Jacobi—
Berliu, Frie drichstr. 208.
Die Flasche Königtrank· Extract, zu dreimal so diel Wasser lostet in Berlin einen
halben Thaler, außerhalb inel. Fracht in Deutschland 16 oder 17 Sgr.
i'J in St. Inabert bei Kaufmann J. Friedrich.

. dDrug und Verlag don F. X Demes in St. Angbert
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        82
* —A
—— 223
522136 32
9— — —
22 3833522 35337 as7
*3 3538 *7 545
* 33 * 58338624
838 * 232 — 2 48 — * * 8* —A * — —E
—A —A 532 * *28 —s227757 — 54
3 38533 2352 538332 2332 A
8 5236 77223235 255538 s55335 — — ẽ
25852 55 7722 2288 —545 *25 733358 35 A 28
52 3 8233 2355 3132322 33
z 3 3 8 * 25 58 2833 S2E * 323383
53 —1823— 55*533323 BS85 — * S Ue —0 5835 A —8 —
2 2* 227 18 522 T aã —A 28 * 5 2 22 8255 58* 8
22855 355 733 —
33 5 571 23333525 2*
5* X —683 *—5822 *3 52 22 7F 2* —
—B— 52— 5 — 528 5328 3 8 * 8
238 535355 3225 54538385 —325328 3 232353358 52
5. 25 —332 2 5 53 327 5532335 7833337—85
533233 4 2332356* 7 z535835323 2332757 —
——— 2388 *
JJ 8*
13238 528 —— 26 328 22 3 32 23 —— — —
5223236 7 25 * * 2523335 58 25325* 25*
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5222532 332* 8 48 — — 583555323*
55 —255333 ——— 528 222 3355 —A
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2*425 * * 27 2
—
5353783338378
55223332 3
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52 2 —3238234 —XR
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5 602 —5 — *2535 5 35 228 z25582 55285 2858
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55 55255 5382* — 827 —A —A
33 3322353 —A — 3 5338
* D —— — 28 27 —2 3250 328 —A— 5—55 — 27 2
25 5 2* 5—3233553* 2355 — 5*2
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        de St. er Faneigeir (und das wii dem Hauptblaite verbundene uUnterhaliungablatt, mit der Dienßtagt⸗, Donnerstagz⸗ und Sonntag
ae ericheint wvilich vler al: Dieunbtag, Donnersatag, Samstorg und Sonmtag Abonnemenispreis vierteljährig 42 Krzr. ode
12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blatischrift oder deren Raum berechnet.
44

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Donners tag, den 20. März 0 J 1873

Deutsches Neich.

Mäunchen. 16. März. Wie hier aus gut unterrichtelen
ereisen verlautet, soll Prinz Luitpold, bisher Generalinspektor der
naherischen Armee, mit Berliner Zustimmung das Commando des
bahyer. Armeecorps erhalten und General v. d. Tann das durch
hartmanns Tod erledigte 2. Armeecorps erhalten. Die Ulnnamon⸗
anen sind selbstoerstaͤndlich unzufrieden daß ihre einzige Stütze in
en Hofkreisen nunmehr auch Frieden mit Berlin macht, während
nan in preuhischen Kreisen um so befriedigter ist, als einerseits
urch Eingehen der dayerischen Generalinfpektion die Unzulömmlich—
eit aus dem Weg geräumt wird, daß der preußische Kronpriuz in
hahern inspicitt und zugleich an einem zweiten Ort in dieser
tigenschaft ein. bayerischer Prinz fungirt, anderseits aber der
EAD
uspektors in Aussicht genommen ist, denselben bestimmen soll,
ahin zu wirken, daß die Uniformsfroge nach preußischem Wunsch
eidst werde, — somit würden zwei Fliegen mit einem Schlag
jetroffen. Bezüglich der Sinnesanderung des Prinzen vernimmt
nan, doß außer dem Geldpunkt Aufschlüsse bestimmend waren,
velche derselbe gelegentlich seiner lezten Reise nach Wien dort er-
zalten hat; es wurde nämlich von maßgebender Seite jede Hoff-
zung auf Unterstützung partikularistisher bayerischer Tendenzen für
zie Zukunft entschieden abgelehnt. (Fr. 3.)

Berlinmn. Nach einer Correspondenz det „J. A. Z3.“
jande es in Aussicht, daß die Geschäfte des preußischen Mini⸗
teriums des Auswärtigen in die Hände eines Staatssekretärb ge⸗
eben würden. da Fuͤrst Bismarck gam aus den preußischen
Ministerium ausscheiden nolle.

Berlin 17. März. Prinz Wilhelm von Baden ist vorge⸗
tern früh zur Theilnahme an den Reichttagsverhandlungen aus
darlsruhe hier eingetroffen.

Berlin, 18. März. Das Abgeordnetenhaus hat heute in
weiler Berathung sämmtliche Poragraphln der Gesetzvorlage über
ie Rechtsgrenzen zum Gebrauche kirchlicher Strafmittel, unter
ibledaung aller Amendements, in der Kommissionsfassung an-
enommen.

Der VOlschof von Ermland hot. gie die „N. Z3.“ erfährt,
otgestern seine von einem hiesigen Kechts anwalt verfaßte Klage—
rfft bei des hiesigen Staotgericht endlich einzer eicht. Gegenstand
jet Klage find die ihm seit 1. Oktober v. J. vorenthaltenen Do ⸗
ationzraten, Beklagter ist der Fiskus. vertreten durch den Cultus
ninister.

Die „Sp. Z.“ eonstatirt, daß die Thatfachen, welche sich in
vr Untersuchungttonmmission gegen die Pommersche Cerstralbahn
ind deren Gründer (daruater Hrn. Wagener) bis jetzt ergeben
aben, noch weit schlimmer seien, als ursprünglich angenommen
purde. Es wäre wir lich wünschenswerth, daß die Resultate der
ꝛitherigen Untersuchung demnachst vollständig vrröͤffentlicht würden.

Um Freitag Rachmittag ist der Generalr Feldma rschall Graf
Wrangel von einem Schlaganfall getroffenworden, der, wiedieKrzn
nört, die linke Seite gelähmt hat.

Straßburg, 18. Marz. Eben werden die Gründe der
luweisung des Generaidvikars Rapp bekannt. Es war die Orga-
risation eines über das ganze Land verbreiteten auf die künftigen
Wahlen berechneten politijch kirchlichen Vereint, in dem gegen die!
degierung, Deutschland und das Wiilitärgesetz gewühlt und Vet ˖
indungen zur Herbeischaffung der Geldmittel mit franzoͤsischen
kKelellschaften angeknlipft wurden.

Frankreich.

Paris, 16. März. Daß sich die Stellung deß Präsiden ⸗
nen durch den Abschluß der veuen Convention mit Deutschland
lark gesestigt bat, laßt sich nicht abstreiten, ja man kang behaup⸗
en, daß sich derseibe durch diese gelungene Verhandlung den
hrdfidenienstuhl für seine Lebenszeit zemlich gesichert hat. Gegen ˖
vortig ist er wenigstens in Frankreich ebenso allmächtig wie seinen
Jeit Napoleon. Daß derselbe durch eine derartig deschleunigte
Ammung 2 Dasu ens nach den. sreüübeen- NM rae

vom 1. März 1874, und zwei andere nebst Belfort längstens bis
. März 1875 geräumt werdem) seinem Vaterlande einen großen
Dienst erwiesen hat, kann auch sein Geguer nicht bestreiten. —
da über großen Mangel an Unteroffizieren in der Armee geklagt
vird, die allerdings in Frankreich den geringsten Sold (93 Cen⸗-
imes per Tag) in allen Armeen erhalten, so hat die betreffende
Tommission jetzt einen Gesetzvorschlag vollendet, der die Erböhung
ser täglichen Gage auf 1 yr. 25 Cts. fernere bessere Wohnung
n den Kasernen, neue Auszeichnungen an den Unifornen, und
Anspruch auf eine Pension von 250 Fr. nach 15jähriger Dienst⸗
eit beautragi.

Paris 17. März. Die Pariser Zeitungen drücken ihre
ebhafte Genugthuung über den glücklichen Ausgang der Unter-
sandlungen mit Deutschland aus und zollen Thiers große Aner⸗
ennung. — Der Botschafter am Berliner Hof, Marquis d
vontant⸗Biron, ist zum Großoffizier der Ehrenlegion ernann
vorden.

421

Speyer. 17. März. Es hat sich hierselst ein Comitè
jebildet, welches sich zur Aufgabe ftellt, den Geburtstag des deat—
chen Kaifers am 22. März in festlicher Weise wie im väerflosse⸗
ien Jahr zu begehen. So viel bis jetzt beschlossen ist, findet
Norgens Reveille, Nachmittags Musik beim Altpörtel und Abends
engalische Beleuthtung des Do nes und des Aitpörtels statt. Das
Festcomite wünscht, daß die Einwohn durch Aushängen von
fabnen zur allgemeinen Erhöhung der Feier beitragen möchten.

(Sp. Anz.)

F Kaiserslauiern, 11. März. Die Versteigerung der noch nicht
ibgeholten Gewinnste aus der Verloosung der dritten pfälzischen
Industries Ausstellung wird aum 20. März im Hotel Kraft statt-
inde. Wie wir hören, harren noch über 300 Gewinuste im Wer—
he von 2fl. bis 300 fl der glücklichen Gewinner. Bis zum Tage
der Versteigerung können übrigens die Gewini.ste noch immer abge⸗
nolt weirden.

fWiesbaden, 15 März. Eine hiesige Ladenbesttzerin
rtappte gestern eine Dame von Adel, welche, eine Kleinigkeit
inkaufend, sich einige Spitzen anrectiren wollte. Die alsbald bei
yr und ihren (ebenfalls adeligen) Verwandten vorgenommene
daussuchung förderte verschiedene Spitzenvorräthe zu Tage, welche
zelegentlich früherer Einkäufe milgenammen worden waren. Das
bon den sehr wohlhabenden Verwandten sofott gemahte Ersatz-
Anerbieten kam zu spät und die Untersuchung ist bereits in vollem
Jange. Die Diebin ist in Haft, die Hehlerin unter Aufsicht.
(Eingesandt) Das Conert dez 553rec ShizenZeytetts
nuß als ein sehr gediegenes, in ieder Be ziehung glänzendes be⸗
eichnet werden. Man hörte gleich in den ersten Piecen des vor-
refflich gewaählten Programmes, daß diese Musiker keine gewoͤhn liche
erumziehende sogenannte Musikbande bildeten, deren so viele
miere Stadt heimsuchen, und dem getäuschten Publikum dieles
Held abschwindeln. Leider ist zu bedauern, daß das Conzert nicht
zesser besuch war, und die zHeirn des Septetts keinen bessern
rindruck von dem musikalischen Sinne unserer Bewohner ernten
tonnten. Allerdings fallt diese Klage nur denen zur Last, welche
iesen ächten musikalischen Genuß verschmähten, und doch bei jeder
ersten besten Gelegenheit, bei welcher es sih um die Musik hau—
dejt, siq ein Urthel in derselden erlauben, glei chviel ob dasfelbe
Zachkungdige angen hm oder unangenehmenberührt.

Zugleich wäre zu wünschen, daß der Besitzer deß Conjert⸗
aales vei soichen Gelegenheiten den Preis des Bieres nicht vwer⸗
derben, und den ganzen Schappen dei 4 kr. lossen, aber (— din hal⸗
en —) nicht auf 6 kr. treiben möge.“
— ——

— ⏑ ⏑⏑
J. X. Demeß veran

r8

Nactaurx.

0
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        Bekanntmachungen.
Jagdverpachtung
zu Web⸗nheim.

Samstag den 29. März nächsthin, Nach⸗
nittags 2 Uhr wird auf dem Burgermei⸗
teramte Webenheim die Felde und Wald-
jagd dreser Gemeinde auf einen weiteren
zsährigen Bestand verdachtet.
Webenheim, den 17. März 1878.

Das Bürgermeisteramt
Schwarz.

Vorzüge des Hoff'schen
Malz⸗Ertracts.

Zehden, den 9. Dezember 1872.

Hochgeehrter Herr Kommissionsrath!

NRachdem ich von ihren Fabrikaten,

zesonders von dem Malzextrakte, seit

Jahren die herrlichsten Erfolge ge-
sehen, kann ich das Wort des auf⸗
richtigsten Dankes ihren nicht mehr
vporenthalten; tommi er spät, so ist
er dafüc-auch nicht blos die Aeußer⸗
ung einer flüchtigen Erregung, sondern
die verlässige reife Frucht langer
einschlagender Erfahruugen. Wie jetzt
noch Jemand, wie ich selbst bören
mußte, von dem Extrakte als von
tinem Schwindel reden kann, ist un-
begreiflich, wäre auch die Komposition
die einfachste von der Welt — nach
Columbus konnte ja auch Jeder das
Ei auf der Spitze stellen —das kranke
Zublikum fragt doch nur: was hilft
mir? Und mir hat sich Ihr Mal;-
Extrakt in dreierlei Rücksicht steis be—
währt:

1) er ist nach schreren Krankheiten
unbedingt das förderlichste Restaura⸗
tionsmittel, und als solches durch
nichts Anderes (eiwa Bouillon) zu
ersetzen. Ich habe ihn versuchsweise
mit einem anderen Malzextrakt ver⸗
zauscht; das mußte ich jedoch bald
aussetzen, weil dieser mir fortdauernd
Nasenbluten verursachte, was ich bei
Ihrem Extract niemals beobachtet
habe;

2) er bessed den Veidauungsprozeß
mehrt den Appetit und stellt den ver⸗
oremnen wieder her. Dem entsprechend
regelt er auch den Stuhlgang —
welchen Wertha hat das nicht schon,
da hierdurch ein diätisches Mittel be—
wirkt wird, was ein Medikament kaum
eistet. Und endlich
8) muß konstatirt werden, daß der
Extrakt eine mildheilende Wirkung
auf die Respirationsorgane ausübt,
z. B. wie bei mir öfter hartnäckiger
Husten sicher beseitign u. dal.
Unter Umständen leistet er in man⸗
chem kranken Körper noch mehr, wie
jn das von den Arzneimitteln auch
gilt. Ich rede hier nur von dem,
was unter allen Umständen sich zeigen
wird: und was ich also bezeuge, ist
das Nesultat von 9210 jähriger
Erfahrnug an mir und anderen —
c. Gonzel,: Rektor und Prediger.
An Sen Köniol. Hoflieferanten Herrn
Johanu Hoff in Verlin;
Verkaufsstelle bei Fritz Panzer⸗
bieter in St. Inabert—

2
Versteigerungen.
Haus⸗ und Guͤter⸗

2 *

Versteigerung.
Samstaag, den 22. Maärz 1878, Nach
nitiags 2 Ubr, dahier im Cafe Ober
zauser, läßt Herr Johann Joseph Fiack
enior dahier auf sechsjährige Zahltermine
iffentlich in Eigenthum versteigern :;:;

1. sein an der Haupistraße am Markt

olatze gelegenes zweistöckiges Wohnhaus mit

daden, Einfahrt, Hintergebäude, Hofraum
neben Johann Hellenthal und Gebrüder

Dörr. Das Haus kann mit geringen Kosten

in 2 Theile gktheilt werden und eignet sich

—X

PlanNr. 2078, 2079. 1 Tagw. 56
Dec. Wiese und ewiger Klee in der vorderen
Gehnbach, neben Georg Franz Hager und
Wittwe Ganster—in 4 Loosen.

2518. 53 Dez, Wiese — 2 Beete — in
den Stegwiesen vis-a-vis den Arbeiterhäu
sern der Glashütte an der, Kaiserstraße,
neben Wolf Kahn und Balentin Weid⸗
manns Erben.

2403. 43 Dec. Wies in den Bruch
rechwlesen, gegenüber Bäcker Heinrich Stief
neben demselben und Peter Schmitt. Haus⸗
platz.

4469. 41 Dez. Wies auf der Spick neben
Michael Thiery und Frz. Jakob Schmelzer,
A

2837. 27 R. Acker in der Eisenbahnstraße
urben Joh. Jos. Heinrich und Weidmanns
Erben. HRausplatz.

2924. 2925. 62 R. Acker auf der
Zrummflur neben Gebrüder Grell unv J.
J. Heinrich, mit Korn besaamt.—

321832, 190 R. Acker rechts in den
Sehen, neben Georg Jung und Metzger
ling — in 2 Theilen.

3160. 67 Dez. Acker links in den ober
sten Seyen, neben Joh. Jofs. Peters und
Pet. Schweitzer mit — Korn besaamt.

3147. 3 Morg. 3 R. Acker am Schaaf
topf neben Ernst Conrad und Fischer?
Erben — *s mit Korn besaamt — in 3
Theilen..

4327. 33 Dec. Ackerim Rodt links
der Straße neben Peter Müller, Schuster
und Carl Lien Wittib.

4374. 4376. 1Tagw. 33 Dec. Acker im
Rodt, neben Bernhard August und Job.
Jos. Buhmanns Wittwe — in 3 Theilen.

4345. 180 R. Acker kolldä rechts der
Straße, junger Klee, neben Wittwe Buhmann
und Michel Klein Wittib — in 2 Hülften.

Hornu, igl. Notar,

5 DNach dieser Versteigetung laßt Her—
mann Laur, Gerber hier seine don Ladknecht
Redel erkaufte Wiese in der Gasse neben
Ladknecht Greiß in Eigenthum versteigern.
Arx Sodann läßt Peter Custer, Rent
aer hier folgendes Grundstück in Eigenthum
versteigern ;

PlansNr. 1110. 66 Ruth.' Acker' rechls
der Kapelle, neben J. J. Peterss“ und
Wittwe Buhmann. un
SGSaornl. Notab. .
òGREXASXCOMGAAAAIIIIEDAS

Pferde-⸗Versteigerung

Am Montag den 24. dieses Monats des
Morgens von 9 Uhr ab, läßl Hert Johann
Zander zu St Johann im Gasthaus
zum goldenen Lamm gegen Zahhngsausstand
versteierr :;::: . .

19 junge;: starke Arbeitspferden und 1

Fohlen, hierbei sind drej traabare Stuten.

ductiarator. · 5*

J

—XA
Samstag, den 22. l. Mis., des Rech
nmittagt dahier im Cafe Oberhauser, und
nittelbar nach der Fisack'schen Güterder—
teigerung, laßt Frau Wib. Thiery von
hier ihren in den Dilmeßgroßgaͤrten neden
Buchbinder Ritter und Wib. Z'x gelegenen
Barten, 18 Dezimalen enthalsend, offentlich
in Eigenthum versteig ern.
.Aus Auftrag
L. Bechthold.
2 gute Arbeiter sinden dau
Beschäftigung bei Schreiner
Dercum.
Auch kann bei demselben sogltich oder
zis Ostern ein ordentlicher Junge unter
Jünstigen Bedingungen in die Ledre treten
Die neu sten
Tapeten⸗Musterkarten
ind in einer großen Auswahl wieder an.

Jekommen bei
Emil Gre wenig-
Sattleren. Tapezierer.
Ein braver Junge
wird in die Lehre angenommen bei
Emil Grewenig

Solttler und Taxdezierer
Für die durch den hiesigen Bürger⸗
hilfsverein, in Folgte Ablebens meiner
Frau, erhaltene Unterstützung, spreche ich
hdiermit meinen inniqgst gesuhlten Dank aus.

MWeter Bauer J., Bergmann—
Rechnungen ..
in e, 14 nnd Is Bogen zum all zemeinen
Gebrauch siud vorraüthig in der' Druckerei
dieses Blatties
gandw ur an beseitigt cuck driet.
lich) in 2 Stunden gefabrlos und
sicher Dr. Ermst in Leipzig.
Wir erlauben 'uns ein ver⸗

ehrliches Publilum auf ie
unserm heutigen Blatte beigegebene Pro⸗
henummer des in unserm Verlage erschei⸗
nenden üIIustrirtem Untérhal-
tiunugsblattes aufmerlsam zu machen
und zu zahlreichem Abonnement bei dem
billigen Preise van 28 Krzr. pro Ouartal
höflichst ceinzuladen. 1 J

Die Expedition des St. Ingberter
Anzeigers.
Der Brodpreis für die Stadt St.
Ingbert ist von heute an bis zum nächsten
Donnerstag ˖(Fruchtmarktstag) festgestellt

storabrod 3 Klgr. 27 Krzr Weiß—
rod 10 HGrer
Frucht⸗Grod⸗, Fleisch ꝛe. Preise
der Stadt Zweibrücken v. 20. März
Weizen 7fl. 25 tr., Korn 4 fl. 483 kr
Berste Areihige. fl. — kr., Gerste vier.
reihige, — fl. — ir. Spelz 4 fl. 47tr.
Spelzkern — flle— tirzs Dinlkel — fl.
— kr. Mischfrucht — iI kr. Hafet
bfl. A2 fr. Kartoffein Ufl. 36 kr Heu
ufl. 24 tr. Stroh Lafl. 12 tr. der
Zentner. Weißbrod 113 Kilogr. 20 ke
Kornbrod 3 Kilogr. 26 kr. ditto 2 Kilogr.
Skr. ditto 1 Kilogr. Nkr. Gemischtbrod9
dil. 32 kr. 1 Paar Wed 100 Gramm 2 r.
KNindfleisch 1 Qual. 20 tr. A. Qual. AS tx.
Kalbfleisch · 16 kr. Hammelfleisch18 kr.
Schweinefleisch 22 In. per Pfund. Butter 36
ir der Pfund.

3
Nedalnon, Druck und Verlag von F. X. Deme in St. Inabert
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—733 23338335*3 353357 33337283 Is78 833555838
7 3*57 —27* 2 8 — 18* 238 58 *
z252 576 538 — — *2525 353
— — * 3— 235733 7
—225 — —c— 8 F 57 — * — S ag
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* *8 —788 5* * * 5352 —— —225*— 2—
— A —23 —8s533 722 353
3 3 533 388757
* —25 22355 8 35 2528 85555* S —53 5—32* —
238 223831352 3338 3333432527 555 35.* 5*2* —
23335 — 223 32*0 255 5223 5 222 — ——— 538*5*
2* — 5 — 32 28 —B *
2 25858583 217557 —A 258355—2 44385
22 828 23 —2 — 558 582D 23 7 —* 5323—5
252 — 2258— 35532835655 — 2525 2 —A
5223238 822352 525—k5358 ——— 3Z8s355368783333853
* 5353z33555355 32372868 — 5823* —5558585 ——
z 25332722283 5837—35*3 53358 55353355 388335
* — —2 —2 5 *23 * 5 ·
F 23232 * — 2 82 5822237 5 2 * * S —1353— 3
33358533235388* 5325z8535553z533253 53—3* *53233 273233335—
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— — —A— — 53 23755353336333
333—5228 335333235337 358s3533233338*
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27—8253373 5 325375628 —3 —— 333323323
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22 233 33573—33538—337 z35 82335 25313353225*
25m —5,5 35587 2322 EA 535555532353553* 22532833*877
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353 * ↄæ 53 2 8 —2* 5Se ,3 5 *2 2 —8
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24 — 2 — — — 3852 — —— — *8 23 — —— 7 2 .
3—32—33——3—32352 — 33 — —28
33 57—3———333—38—335333833 2835
155 55 —F —— 22 —A—— — ——
8 a —X RB 222
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25838 53523 7238 * 25333588 5222
—— — * 28 * 258358 2387 2
2 52 5253823 2522 * 3 2 522 33882
22838 2523353 535333535 2B5 333252853
— 2 3 55 —Ax ** 27 5 *383358 3223 — 2 —
—58 285 *9 528 52 3 72 3 2582 285 —3
273523 — * 3828 —— 8 2* *223335358 *
3227 3563 523335 5338 —A ẽ
ꝑ — 32. — 8 * 2*
25 23235 * ——— 33333333
28 55 3533 55533352* 3 237 23 1535 238 *
* 2585 2 5 323323 — 323753 333 2222 3 *5
322 S 8. 2 272 2* — ———— 2* — 253 3
z N33 58. — 3588 5373 3 23 352 1 55536 —* 25
22333 323375333 2223533 — 383 335
27 S* 5 8 —Z 2 *9 * ——A * 8 35 —A J
— 287 * 2 * 3 2 —8* — . 78 17, 2 322. 2 5382
2 2228 2538 0*38 822 5 8*7. 2.2 453355538
7952 25233353 — — — 3855 722 —F 53
* * 235 — 25 s 538 *33 8522 234 — 3
*7* *—3232 2 55 .8 * 237 2382 5 2*
738 2 522 5S 3 52522— — 226 23 22 ———
2323 *8 32328 235323283 *6 * —
— 238338 — 3. * 5— 32233333
322 —A a 2 237 33,238 527
F 523373338 25257 — —— 7823
— *532387 23758 5. 57 258 2252
* 2323 2. — 52 * 223
— 5533 *338 752 23 83 533 35 *2*8
* 3 22* — 55 5* — — — —
232 558 553 3* — 5335328
2757 — 7* —
* 2 *5*
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2* S 2* 25532 32
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2 47553333 222 5335 * 2323
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— 23553 23 — 235 —3 3 25338
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* 2533 28 — 8* 228 5 5
353 23233 2322 533333 858
3 2s3333383 —X 2355532 —
53533538837 2 252334 3 ——
53278 *578 23 35.33 —A— Z
252 32 53358 7⸗ —
J7* 5s3223232 3 53222 258 3
2* 12553535 Is 2533 *8
25535 —— 2 8 7832 83
2335333*383 *87383 53
*S 233 5 23577 2
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5*5383 338 *
*5* 5337* 282 —
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—A— 23 s 33232.38 ———
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— — — — — — —— 314
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28 — 3523 5. 522 52 282
2* * 2 —
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2322335 3232828 122353225* 2 285**
2 53*5* —A —— 22 5 2 2273
35E8*3 2235253333232883 2 253237353
3353335553 78 7 7375—z3383333837
3337 253358834
—A —238 252 335335— 252. 73 728*
— 23283 73555 522 5253553*
33 53* 8 25322 25585223535 —A————
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3853 222333853572 353533 — *
35523332 9293233 7355352825*
2277 2313 2— — 2 2 36
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D28 *2 — 552235578 —A * 2
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353332883 523223 283 4
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        Ht. Ingberler Anze
ze St. Rnaberter Anzeige (und das mit dem Hauptblalte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstagt⸗, Donnerttagt⸗ und Sounlagk
——E woqentlich viernal: Diendtaa, Donnerstag, Samsbtag und Sonntaa. Abonnementspreis vierteljaͤhrig 42 Arzr. oder
12 Silberar. Anigen werden mit 4 rzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet. J

— — — — — — — — — — — — — —

“.* Monarchie und Republik.

Die Ablösung der Monarchie durch die Republik in Spanien,
esp. die Abdankung des Koͤnigs Amadeus daselbst und die darauf
rsolgte Proklamirung der spanischen Republik, was für die große
delt doch wahrlich wenig genug zu bedeuten hat, erfüllt die in
kuropa zerstreut lebende handvoll Republikaner mit neuem Muthe
vie republikanischen Hellfeher, unter ihnen Garibaldi, der Alte
n der Ziegeninsel, seden schon die republikanische Verbindung
der Romanen und träumen bereits von der Regeneration des
liereschwahhen Eurspa in der aroßen republitanischen Verbrüderung
ler europäishhen Nölker. Nach ihnen blüht nur in der Republik
Menschheit das Heil, indem jeder einzelne sein eigener Herr
a und seine Krafte menschenwürdig frei entfalten und verwerthen
hane, wäbrend in der Monarchie Millionen zu Sllaven eines
finzeln, allein Mächtigen, herabgewürdigt würden. Und auf der
aoern Seite pflegt man als feststehend anzunehmen, daß ein per⸗
aaAliches Regiment nur ia absolutistishhen Staaten wöͤglich sei und
etrachtet da jegen die constitutionellen Einrichtungen in der consti⸗
ienellen Monarchie und Republit als einen festen Riegel gegen
se Gefahr, dem Willea eines einzigen Mannes wehrlos anheim⸗
ufallen.
Schauen wir nun in die Geschichte der letzten sechszig Jahre
arüch, so finden wir, daß beide Ansichten etwas von der „grauen“
kheorie an sich haben und im Leben si die Diage gewöhnlich
aderb machen und gestalten. alt sie der „Prospeltus“ ankündigt.

Ueberall, wo eine mächtige, geistesgewaltige Per sönlichtkeit ist,
birb sie ihren Willen durchzusetzen wissen, sei es durch Gewalt,
zie in der unumschränkten Monarchie, sei es durch ihr Gewicht und
hren Einfluß, wie in den constitutionellen Staaten und der Re⸗
ablik. »Pitt und Palmerston, Cavour und Bismarck hatten!
ind haben eine perlonliche Machtstellung, wie sie felten ein Fücst
esaß. Vor idrer Ueberlegenheit und Siaatsweishtit beugten sivd
Ile, die ein Wort in das Staatsregiment mitzureden haden, und
ser Staat ist dabei wahrlich nicht schlimm gefahren. Es ist das
den die Maͤcht des Genies, welches olle untergeordneten Geister
Altht in feiune Bohnen hineinzieht.

Glaube aber ja Niemand, daß es sich in der Republik anders
erhallt. Auch sie hat keine Mittel, dat persontiche Regiment zu
eerhindeern. Prasident Lincoln besak zaseßt in der nordamerikanischen!
kepublik eine selhe Micht, daß ihn die demskratischen Otgane'
wut noch Czar Lincoln“ nannten. Weder der Senat noch der
Fongreß vermochten es, dem Gewicht und mä hiigen Ei fluk seiner
zersͤnischteit einen ecfolgreichen Widecstand entgegen zu stellen.
doch vieimehr zeigte sih dies, als Gamdetta am 4. September
870 das Regiment der frunzoͤsischen Republik übernahm.« Er
aufte da Fförmlich als Dictator, er war gar Niemand verantwort
i9 er fummerie sich weder um die öffentliche Memung. noch
im die Stim nen des Gesetzes. Als die Generalräthe beinahe
instimmuig die Vornahme der Wahl einer Nationalversammlung
atlanzien. löste er sie einfach auf. Erst durch die Kapitulation
von Paris wurde die unnmsvräukte Gewalt seinen Handen ent⸗
ounden. Ganz unq'ralificirbar ist aber auch die Stellung, welcht
et gegenwärtige Präsicent der frauzosischen Republik, Thiecs,
innimmt. Man weiß wirklich nicht, soll man das eine Dictakur,
in Regiment von Gottes Gaden, oder blauken Absolutismus
ennen. Exr betrachlet sich als Niemand verantwortlich, er begeg ·
et der Majorität der Nationalversammlung ebenso schroff, wie
t Minoriät, er macht seine Uneatbehrlichkeit bei jeder Gelegen-
deit geltend, er sieht sich als den von Gott erwählteu Regenten
Franfteichs an das et wie ein unmündiges stind am Gängel-
iand führt. 3322 — —

Was geht wun wits diesen Erfarrungen als Resultat hervor!
Her Conftucitionalismus und die Republik können die Macht des
lmes eiwschäänken und schmälern, allein um so arbßer wird in
ustrer Zeit dien Macht der ledenevollen. geiste zuewaltigen Per-
oͤmichkeit In Jeiten, wo nur Mittelmaß aleiten regieren, lönnen

ie durch andere Mittelmäßigkeiten controllirt und vor Mißgriffen.
ewahrt bleiben. Sobald aber eine geniale Perfönlichleit hervortritt.
velche alle andern Menschen um Kopflänge überragt und foörmlich
nstinktmäßig das Richtig wählt, die in sis die ganze Kraft und
zeidenschaft, die Ideen und Ziele eines Volkes vereinigt, dann
inten alle Parlamente und Deputirte zur Rolle von Hilfsarbei-
ern herab.
eutsches Neich

München, 19. März Die große Frage der Uniformicung
er baherischen Armee ist endlich nah ijangem Hangen und Bangen
gelöst; es bleibt bein Alten: Raupe, Schuitt und Hellblau wer-
zen beibehalten; nur die verschiedenfardigen Krägen und Auf-
dlage der Infanterie sollen einem einheitlichen Roth Platz machen
ind die Gradabzeichen denen des übrigen deutschen Heeres gleich
zemaht werden. Geftern erfolgte, wie man hört, die betreffende
xkẽntschließung.

München. Dem ‚C. N.“ zufolge werden sämmtliche An⸗
lagefalle gegen Inhaher von Dachauer Banken (vetrügerischer
gankrott uü. A.), 6 Gruppen aa Zabl, in einer außerordentlichen
Zihung des Schwurgerichts von Oberbahyern im Monat Juni
ur Aburtheilung gelangen voran Adele Spitz der ind Genossen.

Berlin, 10. Marz. Die Gesetzesvorlage UÜber die Vorbildung
ind Austellung der Seistlichen w'erd in dritter Berathung bei
aamentlicher Abstimmunz mit 222 gegen 100 Stimmen an-
enommen.

Das Vorgehen der Staalsanwaltschafj in Posen gezenüber
»em Erzbischof, Grafen Ledochowski, hat n ach neueren Minthei⸗
ungen der Krezz. die höhere Billigung und Genedmigung nicht
zefunden ·

Die Marinebudgeis für 1873 betragen: än Fragkrei h
39, 173 553 Thl., in Raßland 29 631, 381 Thlt., in Deutschland
1,422, 125 Thlr. Euglond verwendet auf feine-Flotte fast 8
nal, Franbkreich fast 5 mal, Rußland fast 3 mal so viel alt
deutschland,

Frankreich.!

Paris, 19. Mirz. In der Provinz hat die Rizhricht
»on dem Räumungsvectrage große Begeisterung erregt; an vielen
Deaen, u. a. in Ocleans, wurde illumintrt. In den von den
eutschen Truppen noch besetzten Dipartements ging es nach Erhalt
»er Räumungsnachricht etwas stürmissh zu. -Bien Pudlic“ schreibt
arüber: „Einige Raufercien fanden in den besetzten Departements
vo sihh die Freude zu laut kand gab, zwischen den Bewohnern
ind den deuijchen Trappen statt. Offiziere wurden besonders statk
niigenommen. Die deutsche Behörde, welche den Gefühlen die
iꝙg in einem solchen Augenblicke machten, RNechnung trug, suchte
zur die Gemüther zu beruhigen.“ — Der Geburistag des Kai-
ers von Deutschland wird in den noch besetzten Departements
eierlich begangen werden. General p. Manteuffel- hat jedoch die
Illumination ued Feuerwerk verboten, nur die uüblichen Kanonen⸗
alven werden abgefeuett werden.

„Das Ergebnß der Vechandlungen,“ aͤußert Le Soit,“
„überirifft die künsten Erwart ingen. Man war glüdlich in der
Ddoffaung, das die RAumung im Zeptember oder October erfalgen
derde, ader nun wird schon am 1. Juli die deutsche Armee abrü⸗
ten und unsere Brüder des Osteas, diese heroische Bevdtkerung
zer Vogesen, Ardennen, Maas, Veuerthe, Mosel und Belforts
verden wieder die Tricolsre, ein und geachtet aus den entjetzlich⸗
den Unglücksfäsllen hervorgegungen, weyen sehen. In drittehalb
Jahren wird durch s ine Wer heit und Ehrlichkeit Frankreich unter
der Führung emes Esrenmannes die zwei größten Güter, die eine
Nation besiten kann, wieder d sitzen: die Achtu:g der Andern und,
—XREV

77England.
gSodon, 18. Marz. 11.000 Arbeiter nahmen gestern im —
enwerte Dowlais die Arbeit wieder auf.
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        Schweizʒ.

Genf, 19. Mätz. Gessern Abend hielt Pater Hyacinthe
einen er sten Vortrag. Der Saal war gedrängt voll und waren
nach ungefährer Schätzung 3000 Personen anwesend, Das Thema
des Vortrages war: Beziehungen der Kirche zu dem modernen
Staat. Hyacinthe wird mit Applaus überschüttet, und besonders
als er die jakobinischen und atheistischen Lehren geißelt, welche in
der ersten Revolution und in der Commune geglaubt hätten, die
Nirche durch Schaffot und Mord unterdrücken zu können. Hyacinthe
empfiehlt Einigkeit zwischen Kirche und Staat innerhalb der
GBreuzzen, welche beiden durch. goöͤttliches Mandat vorgezeichnet seien,
und erkennt keine andere Kirche an als die, welche auf wahres
Thristenthum gegründet sei. Erneuter Veifall. Hyacinthet, wird
seine Vorlesung fortsetzen und ist bereits von mehreten Städten der
franzoͤsischen Schweiz berufen worden.

Bern, 19. März, Der Große Rath des Kantons Neuenburg
hat das neue lieberale Kirchengesetz mit 48 geaen 32 Stimmen in
erster Lesung angenommen. Der Regierungsrath von Bern hat drei
Bataillone Infanterte auf Paquet gestellt.

Exs wurden ihr außerdem noh einize Finger der rechlen Haud, unt
velchensie sich an den Schienen fesitgehalten, von den Radetn ab-
geschnitien. 7 ãα
Em unglückliches Liebesverhältu'iß mit einem Manne aus den
höhern Standen soll das bedauerliche Motiv zu dem verzwellen
Schritt des jungen Mädhens gewesen sein. *

FChemnitz, 16. Marz. Gestern srüh um 5 Uhr kam
ein Mann barfuß, notzdürftig gekleidet und von wildem Ausfeben
auf die Polizeiwache und erklärte, daß er seine Mutter, seine Frau
und sein Kind erschlagen habe. Man eilte sofart, nach der Wob⸗
nung des Mannes und fand die bezeichneten 3 Personen mit
einem Beil enisetzlich zugerichtet, in idrem Blute schwimmend;
var bewußtlos, ader noh am Leben. Sie wurden natuaͤrlich sofort
ins Krankenhaus gebracht, wo sie hoffnungslos darniederliegen.
Was ist die Ursache zu solch scheußlicher That ) Folgende Antece⸗
dentien des Pörders mögen Aufschluß darüber geben. — Der
Fabriksamied Geiler war bei Gelegßeuheit des großen hiestgen
Strickes vor 2 Jahren einer der Huuptanführer, der dann auqh
in der Folge ohne Arbeit blieb und seine Erspara sse durch Trinken
uand Spielen und müßiges Umherlungern vergeudeie. Mit einem
Ueberrest wollte er gestern mit Frau und Kind nach Dresden
ziehen. In der Naqt abec versprelte Geiler das dazu beftimmie
kleine Kapital, kam betrunken in Verzweifslung uach Hause und
voslbrachte das Entsezliche.

Dienstesnactiqren.

Durch höchstes Rescript des kgl. Statsministeriums der Justiz wurde
der Polizeianwalt Heinr. Streccius in Landftuhl vom 1. April nächsthin
auf Ansuchen seiner Stelle enhoden und dieselbe dem geprüsten Rehiscandi⸗
daien Phiilpp Clement von Asch iffenburz, ferner die Polizeianwaltftelle zu
Otterberg dem Rechtscand. Paul Lobenhoffer aus Bamberg, und endlich die
zleiche Stelle in Dahn dem Rechtscand. Bernhard von Rockenhausen verlieben

2 *

4 St. Johann 11 März. Ein Seldstmord hat sich hier heute
zreignet, der Aufseren macht. Die Tochter eines hiesigen Hand-
werkers. ein Madchen von 22 Jahren, verließ gestern das elterliche
Haus, ohne für die Nacht nach Hause zurück zu keheen. Heute früh
swischen 7 und 8 Uhr sah man sie in der Nähe hiesiger Stadt
nach derEisensabhn zu gehen, ihren Weg na der Bihnrichtung gegen
Dudweiler eingeschlagen und gerade auf das Geleise lotg hen zur
Zeit, als der um 8 Uhr 20 Minuten von hier nach Neunkirchen ab
gehende Zug unkerwegs war. Alsbald warf sie sichauf die Schie⸗
nen, wurde aber von dem in der Nähe stationirten Bahynwärter
bemerkt und sofort wieder von denselben entfernt.

Als derselbe darauf nach seinem Wartehäuschen lief, um seine
Fahne zu holen und beim Vorübergehen det Zuges sich pflichtge-
mäß in Position zu stellen, benutzte se den Moment, um dem
anbrausenden Zuge gerade entgegen zu laufen und in der Mitte
es Geleises nieder zu werfen.

Der Bahnwärter, der dies bemerkte, sprang abermalt hinzu,um
sie vom Geleise wegzureißen; es war ihm dies aber ohne die Ge
fahr, selbst mit überfahren zu werden, nicht möglich.

Die Unglückliche wurde nun nicht eigentlich überfahren, sondern
es wurde ihr von den Aschenkästen und den unteren Waägentbeilen
der Schädel derart zerschmettert, daß der Tod auch sofor eintrat.

Laudwirthschaftliqches
Zur Kaniuchenszucht. Im vorigen Jahre brachten wir in unserem
„Landwirthschaftlichen“ einen kurzen Artikel mit der Ueberschrift: ‚Was die
Zartoffel als Gemusse geworden ist, das lann das Kaninchen als Fleisch
verden.“ Seitdem ist die Kaninchenszuch. frage fast zu einer Tagesfrage in
her Fachpresse geworden und hat fast in höchsten politischen Körperschaflen
hre Vertreter gefunden. So berichtet Lord Malmesbury im englischen Ober⸗
ause, daß der Import an Kaninchen von Ostende aus sich auf 1,500, 000
Ztück wöchentlich belaufe und daß von einem Kürschner Birmingham's alein
ährlich 30,900, 000 Kaninchenfelle verarbeitet würden. Lord Malmesbury
derechnete, daß der Rahrungsstoff, den diese Masse von Kaninchen liefere
33500 Tonnen, im Werthegvon 1,500,000 L.-St. jährlich gleichtomme. G
müpft sich hieran die Ermahmung, daß die Landbautreibende, Bevöllerune

nehr als seither fich dieser lohnenden Zucht zuwenden möge.

F. X. Memenß verantwotlicher Redacteux.
— —
Bekanntmachungen.
Einladung.
Am Sonntag, den 23. Märzelfd. Is.
Nachmittags um */233 Uhr wird die Visi—
lation der gewerblichen Fortbildungsschule
dahier vorgenommen.
Die Eltern der Foribildungsschüler so—
wie säumtliche Bewohner St. Ingberts
werden hiermit zu dieser Visitation höflichst
lingeladen.
St. Ingbert, den 19. Maͤrz 18783.
Das Bürgermeisteramt
Chandon.

*
3

wohnend, leßter eigenen Namens und als
Vormund seines mit seiner nun verlebten
Ehefrau Catharina Schmeisser erzeugten
noch minderjährigen Kiudes Anna Helena
Elisabetha Stief; 3. Carl Schmeisser,
Buchbinder in Speyer wohnhaft, Neben⸗
dormund dieses Kindes.

Horn, lql. Rotar.

Johann Keßler werden die nachb⸗zeichneten
u der zwischen Jatob Keßler, früher
Lehrer, dann Wirih und Krämer in Hafel
ꝛohnhaft und seiner nun verlebten Ehe⸗
nau Barbara Uhl bestandenen Gütere
neinschaft gehörigen Liegen schaften Haöstlet
Bannes in Gemäßheit eines gerichilich be—
stätigten Familienrathsbeschlusses absolute
Nothwendigleit halber öffentlich in Eiger
hum versteigerh:

26 Dez. Wies auf der kurzen Vorhdide

25 Dez, Acker in der Jungserndell.

25 Dez. Acker in den Stangen 6. Aht

9 Dez. Wies beim kleinen Weiher.

Eigenthümer und Versteigerer dieser Lie
jenschaften sind: 1. Obiger Jalob Keöiler.
igenuen Ramens der Gülergemeinschaß
vegen, I. seine mit seiuer genannten Ebe
rau erzeugten noch minderjährigen Kinden
13. Aloye, b, Julianne, c. Pirminius, d
Fridolin Keßler, welche ihren Vater zun
Vormunde und den Johann Uhl, Kaufwmann
in St. Ingbert wohnhaft zum Nevenvon—
nunde haben.

Horn lgl. Notat.

An demselben Montage den 7. Aprit
1873, Nachmittags 3 Uhr zu St. Ingbert
dei Adiunkt Heinrich Schmitt werden die
iochbezeichneten zut Gürergemeinschaft des
dahier verlebten Schreiners Joh. SEchwarz
ind seiner hinterblieberen Wittwe Catha⸗—
ina Wagner gehörigen Liegenschafien
hiesigen Bannes auf Anstehen J. der ge⸗
nannten geverblosen Wittnie eigenen Na⸗
nens, sowie als Vormünderin ihrer mit
drem genannten Ehemanne erzeugten noch
ninderjährigen Kinder: 1. Johann, 2.
Peter und 3. Anna Schwarz; M. det Ne—
henvormundes dieser Kinder Peter Schwarj
ZBergmann, alle in St. Ingbert wohnhaft,
absoluter Nothwendigkeit halber auf, Grund
eines gerichtlich bestärigten Familienraths
zeschlusses in Eigenthum versteigerr:

1. PlanNr. 4248. 33 Dez. Acker aus
Hobeldahnung neben Georg Grewenig.

2. PlanNr. 4448. 585 Dez. Wies im

Alment neben Wittwe Heinrich und Philipp
Straß. w* er—
Horn, lul. Notar.
Gerichtliche Versteigerung
in Hassel.

Dienflag den 8. Apru 1873, Nachmit-
ass hald 3 Utzrenzu Halel beir Adiunkt

Gerẽchtliche
Versteigerungen.
Montag den 7. April 1873, Nachmii⸗-
ags 1 Uhr, zu St. Ingbert auf der
Amtsstube des unterzeichneten k. Notares
verden die nacbezeichneten Liegenschaften
St. Ingberter Baunes auf Grund eines
homologirten Familienrathsbeschlusses des
JLandgerichtes dahier vom 7. März
1873 evidenten Nutzens wegen auf sechs⸗
zaͤhrige Zahltermiae ia Eigenthum ver⸗
deigert, nämlich·“
T. PlanNr. 2863. 18 Dez. Garten auf
zer Meß, —— —
2. Planser. 3050. 1 Tagw. 2 Dej.
Ader auf Mühlenthal. n
Eigenthümer und Versteigerer sind: .J.
Jalob Stief, Weir händler hier wohnhaft,
2. Peler St ef Weindbändler, hier wohn⸗
Jaft, detzt in St. JohannSaat brücken

* —— 3 *

Licitation
zu Rohrbach.
WMittwoch den 9. April 1878, Rad⸗
nitttags 1 Uhr, zu Rohrbach in der
—XXXEX
den die nachbegeichneten Lie zenschaften Rohr
hacher Bannes dor dem gerichtlich dauß
heaufiragten igl. Notare Hor n von Et
Ingbert euf Anstehen der Witmwe wv
dinder des zu Rohrbach derlehten Aderei⸗

—
        <pb n="179" />
        pßeler Wagner der Unlheijbarkeit halber
zuf sechsjährige Zahltermine öffentlich in
Figenthum versße gerr

a. Ackerland:

Plau Ne. 391. 392. 107 Dej. in der
geufelderohnung neben Peier Bastian 9
deier Michei.

385. 48 Dec. allda neben Joh. Ab l.

159. 460. 74 Dee. am Kahlenberg
eben Peter Weis Wib.

549. 67 Dez. am Reihersbruch reben
99. Wilttz.

629/23 47. Dez. aufm Hochrech, neben
ronrad Würtz Wib. und Valtin Würtz.

818. 819. 38 Dez. in der kurzen Ge⸗
ann hinterm Stegbruch; neben Nitolaus
dusemond und Veter Henrich.

1003. 32 Dez. hinter der Viehtrift
eben Johanu Kessse.

1125. 1226. 63 Dezʒ. in der Dreispitz
ehen Lion Levi und Hch. Martini.

1191. 29 Dec. im St. Ingberter Flur

Ahg. neben Adam Rohn.

1288. 71 Dez. im Rest am langen
ztein neben der Trift und Franz, Weiß⸗
eiber.

1524. 24 Dez. am Spieserflur4. Ahg.
ehen Clemens Weiland.

2077. 60 Dez. am Spieserflur große
Ahnung, neben Jalsb Glaser und Johann
hastian.

2081. 34 Dez. allda neben Heinr. Huy—

2086. 60 Dez. allda neben Jatob
volgser.

2147. 18 Dez. Acker am Pfublgarten
aben Joh. Nik. Michgeli und Peter Bender.

b. Wiesen:

67033. 1 Tagw. 6 Dezj. im Reichers
ruch neben Emanuel Hagers Erben und
zalob Würtz.

900/4 2 . 47 Dez. in der Koͤnigs⸗
biese neden Ich. Jos. Gehring und Joh.
Richeli V.

1652. 11 Dez. im Glashülterthal.

1653. 39 Dez. allda.

1351. 21 Dez. im alten Thal und der
Jrüdwies neben Nikolaus, Rohn und Peter
hdaberer.
Horn, kigl. Notar.
wWürfelzuelker
Vruslzucker
Candiszucker
Gestoßenen Zucker
Zuckerbshnen
uupflehlt die Materi lhandlung von
——A
in St. Ingbert.
Amtsantrift.
der Unterzeichnete hat heute seine
Stelle dahier angetreten und wohnt
iel seinem Amtsvorgänger Hrn. Rettig.
Zweibrücken, 20. Mäcz. 1873257
XXXVXI J
k. Gerichisvollziedet.
hur Annahwe don * s
Strohhüten
um Waschen, Färten“ und Modernisiren
npfehlen sich
Geschw. W

————

7

tserν α—ge: Alizemeines

æseize tur üan LνNν
—XISV

Vorschuss-Verein St. Inghert.
— CGingetrageme Gemoxsensehast.)
Die Mitglieder werden hiermit zu der am
Monntag den 24. März Abends 8 Uhr sattfindenden
Generes-Versammftung
im obern Locale bei Herrn Ferd. Oberhauser eingeladen.
Tages-Ordnung:; —
Vorlage des Geschäftsberichts pro II. Semester 1873 und Entlastung des
Vorstand;
Bertheilung des Reingewinns;
Remuneration der Beamten.
deuwahl des Aufsichtsrathes; —
Jestsetzung des Eintrittsgeldes pro 1873;
Vahl einer Prüfungscommission für 1873
Bertrag mit dem Cassier.
St. Ingbert, den 11. Märʒ 1873.

Der Vorsitzende des Ausschusses
— Gustav Zix.
Die neuen Somer—uxrkins,
darunter eine Parthie direct bezogener
EIbeuser Hosenstosfen,
owie das Reuste in —
Damen⸗AHleiderstosfen
ller Urt fund tingetroffen, und empfiehlbilligft —
rISchanele.
Alleiniges Lager
F von der so sehr berühmten
Gañcht uncd Rheęænmatis mus-Vatten
von S. Feide lIberg in Limburg bei
J. HPriedrieh.

— ——

* —Großbes
Tapeten⸗ und RouleaurLager
bei J. B. Ciolina,
vis-⸗a⸗vis dem Pfalzerhof
in Tweihrücelken.
Rleesamen
n allen Sorten,
Grassamen.
Saat⸗Wicken
und gelbe
Saat-Lupinen.
Saͤmmtliches ächt? und keimkraftig bei
J. LIMI jun. St. Ingbert.

Ppie nusrau.
Deutsche Blätter für Haus-
wesen und Jamilienkeben.
Mit Illustrationen.

5. Ia Pgung 1873.
Preis vierteljährlich 18 Sar.

Nr. 7 enthält; Ueber Umgangs, und
doͤflichkeitsformen. 1. Visiten unb Vi⸗—
itentarien. Von F. d. Mostow. —
Briefe einer Etzieherin aus England.
— Der gegenwärtige Stand der Frauen⸗
»ewegung in Europa und Amerika.
Von Jenny Hirsch. U. — Gesundheits⸗
lehren. Von R. Th., Oberarzt a. D.
1Y. — Allerlei. — Büchertisch. —
Brieflasten.

Nr. 8 enthält: Warum Friedrich Rei-
hardt keine Biographie Gludk's geschrie⸗
en. Von Elise Pollo. — Reues aus
dem Reiche dee Mode. Von Emma
Braun. — Das Palais Waldstein. Von
Auguste v. Romer. — Gesundheita⸗
lebten. Von R. Th., Oberarit a. D.
V. Schluß.) Die Spargelcultur. (Nach
T. F. Foͤrster, Von O. L. — Al⸗
serlei. — Anzeigen.
Bestellungen nehmen alle Buchhandlun⸗
en und Postanstalten an und liesern
zuf Wunsch Prode-⸗Nummern.

Leipita. *
meli hardt'sehe Vertaguhnoung
EEr. Luckhardt.)

SRSB.S WGBGSuüGG,]GPGPcc d

Vagenverschleimung cbe⸗
seitigt.
Berlin, 13. September 1872. Ew.
Wohlneboren ersuche ich ganz ergebenst
nir24 Flaschen Ihres mi so
wohlthätig wirkenden Malz⸗Ex⸗
traktes zusommen zu lassen. Meine
Magenverschleimunga: hat der Genuß
der ersten zwölf Flaschen schon be—
deutend beseitiat. Mit Dankbarkeit und
Hochachtung. E. v. Tempelhoff, Hal ⸗
—IX
An den Königl. Hoflieferanten Herrn
Johann Hoff in Berlin. 4333*
Verdanfsstelle bei Fritz Panzer⸗
hieter in Ste Inghert.
        <pb n="180" />
        E —

Ein Grundfiück, 30

unterbalb der Saarbrücker Straße ist zu
verpachten. 3*

Raeres bei Joh. Jos. Heiurich.

his IrσSe d ftrote Iror vorteticuer

Oiginal· Illustrationen wonl

feilste Prauen-Zoitung ist

die seit ũboer sieben Jahron
rscheinend.

Modenwolt.

⸗⸗
—* Das Aussttre —, st
2 1 **
— von Julius Gentes in Zweibrücken
liefert vollständige Betten mit Beltstelle, Feder- und Haar-Maltate wollener Bettdecke oder
Couderte, Plumeau und Kissen, wovon Vorrath auf Lager, übernimmt ganzge Aus flat
tungen und verspricht gute, solide Waare zu möglichst balligen Preisen.
Zagleich bringt dasselbe feine Hemden⸗ und Weistzeug⸗ Fabrikate in gulen
leinenen und baumwollenen Stoffen mit modernem' Schnitt, nach Maaß oder Mufter, sowie
sein vollständig assortirtes Lager in allen Arten Weißwaaren, in empfehlende
Erinnerung.
Muster und Vre'slisten werden auf Verlangen übersundt.

-eis vierteljahrlien 45 Kr
it colorirten Modenkupfern
Gulden 8 Kreuzer.
Die practische Richtung
lꝛs Blattes, welche stets die
edũrfnisss der amilie berũcksichtigt, den
Anforderungen der eleganten Gesellachaft aber
nicht minder Rechnung trägt, macht jede ein-
lne Vorlage doppelt verthvoll. Die Schnitt-
mustor — über 200 jährlieh — sind ihrer vor-
nüglichen Auswahl und ihrer Genauigkeit wegen
rühmlichst bekannt, nieht weniger die leicht-
verstündliehen Anweisungen. welcho selbst un-
geũbtero Hände geschiett machen, allo Gegen-
tande der Toilette, Leibwãsche ete. selbst an-
rufertigen. Aueli im weiten Gebiet der Hand-
xrbeiten ist die Modenwelt die besto Lehr-
meisterin.
Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen
ederzeit Bestellungen aa.

J
Liͤcher

er —

7*

—8

4

Silberne Wedoill.
Karlsruhe 1861
Ehrenv. Erwähpung
London 1862.
Medaille.
Hamburg 1863.
ẽͤhrenv. Erwähnung
Maunnheim 1868
Medaille.
Köln 1863.

Landwirths —* — chemischen
Fabrik von
GEORGC CARL ZRIMMER

Silberre Medasie
Straßburg 1866.
Medaille.
Genf 1866.
Zwei Medaislen
Paris 1867.
Zilberne Medaisle.
Saarlouis 1867
Zwei Medaillen.
Karlsruhe 1869

in
MSAnnHe i n.
Aali und Magnesia-Dün
ger⸗Fabrik in Staßfurth.
Das Neue Blatt 1878. ger. 2aist soeben
eingetroffen und enthält: ‚„Die neue Magda
leua.“ Von Wilke Collins.— „ZJeitsonette.“
Fen Huo Gädcke. — „Einen Blick in den
Schwarzwald und seine Judustrie. Von
a. Hofmann v. Nauvorn. —, Moderne Vam⸗
pyre.* Rovelle aus der Gegenwart. Von 5
Hirsch. Dameufeurleton. Interessante Frauen
er Bergangenheit und Gegenwart. — Handel
und Verkehr.“ „Allerlei: Der Orden der
Wachsamleit. — Der Nestor deutscher Redacteure
rithmethische Aufgabe“ — Neut
Bücherschau.“ — MPolytechnischer Brief⸗
kasten.“ — Gorrespondenz. — An Illu⸗
rakonen: Morgenreveille im Hühnerbof
ESEchwarzwaͤlder und Schwarzwalde⸗
rinnen Grafin Dora dIstria. —
Autographen deutscher Fürsteu, Feld⸗
herru und Staatsmäuner. — Das Reu⸗
Flatt ist zu beziehen durch alle Vuchhandlungen
und Posi⸗Anstalten für den mäßigen Preis von
is Sgr. vierteljährliche —
— —V h * jf ——
W. FXuhrländer Nachfolger,
* 23 ⸗
r—gα n Franlisurt anm FIain.
Purch for'während meue Zufuhren und durch meine direkten Verbindungen mit den ersten Fabrilen, ist es mir möglich, mein zehe
sortiries Laget zu den behannienbi unigen Preisen zu ewpfehlen. n
Großes Manufakturwaaren Lager. Großes Ausstattungs⸗Geschäft. J
1020 Stuͤck /. breile ächtfarbige, lila, rosa, gelbe, braune Cattune, 500 Siück *. breites schweres Leinen, fur Hemden und Belttuchn
fur Kleider und Ueberzuge, Cattune mit Borden, fuͤr 9* der halbe Meter 12 kr.
Worhänge, der hale Meter d Ir —* 23,4 Ellen breite grobe Leinen, für einschläfrige Betttücher, du
200 Siud feinste jranzösische Jaconets in den brillantesten Dessins. der vollstandig Betttuch ohne Nath. 4 Ellen lang, fl. 148,
I halbe Meter 12 kr. 1133 Ellen —* hzete Leinen, zweischläfrige Vetltücher, das vol
nd Sind feinste Pique ⸗Cattune, der halbe Meter 12 . , handige Betttuch ohne Vath 4 Ellen lang. J. 224.
od Siuck ẽ/ vreites schweres — Bettzeug, meistens iurtisch⸗ 200 Stud feines —4 breites schlesisches und bohmisches Leinen, der halb⸗
roth, die Elle 18 lx. [55 Centimetres.] 200 Meter 15, 18 bdis 30 tr.
800 EStud saweren rmnp Deborecnos jur nterrdde, die Eue 22 tkr. 200 Stne ee wollent Bettdecken, fur zweischläfrige Betlen, de
535 Centimeires. 22 6
»/. breiten englischen Wetehheoky n Acerdren mit und ohne 200 Stuck e hene Bettdecken, für zweischläfrige Vetten
Franzen die Elle 48 kxr. Centimetresß zoo Stut sater 3.*
graue Bett⸗ u. Pferdedecken, d. Stüdchfl. 230. bis A8.
ꝛ/ breiten schweren guten Burkin fur Hosen und gane Anuge, die 500 Paar schwere weiße Piquedecken und Vit ori⸗⸗ecken mit · Franzen
in ee I eree Le ntimet res] jür Ajchlafrige Betten das Stüd fi. 2. 320.
lreite Fu i ⸗die t. 2 — 100 Dutzend weiß fei ischtü 1 n
Gate roihen wplenen Unterrockstoff, die Elle 15 kr. [0B Centi⸗ 57 vend — isch ucher, 2i/0 Ellen vang, 2 Ellen bu
9 metresJ. 234 3 100 Dutz nd Handtucher, das Dutzend von fl. 3 an, die Elle von 6Gkr. an
telnen weihen is breiten Mull fur Kleider die Elle 12 tr. [55 Centim.] 3500 d 8 rein leinene —— * e fl. 2. 30
o Siud verschiedene gute Kleiderstoffe fur Winter, Frühjahr Grohe doihe Eachemires Tischdecken das Stüd fl. 1. 45. u. fl.*
Semmer und Herbst der Meler von 30 1p anmn Große tothe Cachemires Comeodedecken. das Stüd iI. 1. u. i. 12
Lamas, Unterrockstoffe, Thibets, Cachemtres, Flanell, vᷣ heilen deich ramagitien Vorhangomull mit Bogen, der dalbe
Jte Eipaguolettes, Chales in allen Farben und Meter 16 ktr.
ualitäten billigst. Prima Shirting, gras, weiß, schwarz, die Elle 7 Ir. [n5 Centim.n
uad Stuc e7 brenen schweren Barchend für Betten, die Ele 16 18. 4e und /4 reiten Zwilich Lederleinen, Strohsackleint
91 fr. l55 Centimetres. J 4 graue, gelbe, weiße Servietten zum Fabrikereise.
Aus meinem Hause gehen jährlich Tausende von Sendungen nach allen Gegenden Deutschla nds, aund taͤglid
sich wiederholende Nachbestellungen sind die besten Veweise, daß man allenthalben mit meiner Bedienung seht
zufrieden is.
Musterabscünitte lämmtsicher Artistet sende in reichster Auswahl franco ver Rost.
Anch die kleiusten Aufträge werden wie bioher besteus ereeeee bitte mir das bioher bewiesene Vertrauen auch wei
zu erhalten. * 2

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jent
bere
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VPe altion. Druch vnd Verlag don F. X D⸗m⸗x in St. Inabert
        <pb n="181" />
        Ht. Ingberler Anzeiger.

zä Si. Dapberter nzeisker (und das mit dem Dauptblatte verbundene Unterhaltungbblatt, mit der Dienttags⸗ Donnerttagt ⸗ und Sountagt
Mener escheint Mchentlich vie rin al: Dieunbtag, Donner stag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljahrig 42 rzr. oder
12 Silbergr. Amzeifen werden mit 4 Krzr. diee dreispaltige Zeile Blatischrift oder deren Kaum berechnei.
M 46.

— — — — —
Eonnte⸗ vMearꝛ

1873
——
*

Abonnements-Einladung.

II. Quartal.

Bei bevorstehendem Quarialwechsel ersuchen wir höfl. unsere
rerehrlichen Postabonnenten ihre Bestellungen auf den St. Ing⸗
jerter Anzeiger unverzüglich machen zu wollen. — Unsere ver⸗
htien Abonnenten von hier und Umgegend, die das Blatt durch
msere Träger erhalten, bekommen dasselbe fortgeliefert, wenn vor
tade dieses Monats nicht ausdrücklich abbestellt wird.

Ergebenst 2*
ANedaction und Expedition des St. Ingberter Anzeigers.
Detiches Neich.

Berlin. Der jüngste Beshluß Bayerns in der Uniformir—
agtfrage ist ein neuer Bewes, daß der Einfluß des Hauses Luit-
„old mit seinem klerilalen Anhang wieder in. Wachsen begriffen
l. Man will inzwischen auch noch andere Zeichen dafür haben,
»aß die frühere Erkaltung des Verhältnisses zwischen dem Palais
juitpold und der Residenz wärmeren Gefühlen Platz gemacht
jabe. Das ist notürlich den Uttramontanen Wasser auf ihre
Nühle, die denn auch mit äußerster Energie das Geschäft des
PVuhlens nach allen Seiten hin fortsetzen. Dazu kommen augen-
licllich die angeblichen Enthüllungen über das Treffen von Kissingen
eqht gelegen. Schon ruft man in den Oiganen, welche dem
Ztinzene und Bischofsinteresse freundlich gesinnt sind, den General
on der Tann förmlich zur Verantwortung auf; doch glaubt man, daß
ie Aufdedung der ‚wahrhaftigen Geschichte“ der damaligen Kriegs
„olitik weit weniger im Heere, als unter den Reichsraäthen und
diplomaten unangenehm empfunden werden würde. Deshalb dürften
ziese Anfk ärungen,“ troß des Eifers der ultramontanen Blätter
vohl auf sich warten lassen.

Wien, 19. März. Die Weltausslell.⸗Korr.“ schreibt: Noch
rennen unt sechs Wochen von der unwiderruflich am 1. Mai
kattfindenden Eroffnung der WeltAusstellung und schon sind zahl-
eiche Fremde bier eingetraffen. Zu ihnen gchören in erster Keihe
aie verschiedenen auswärtigen Commissäre, welche hier bereits ihre
Zurecus eroffnet haben, und ihre zahlreichen Hilfskrafte. Dieselben
aben nun Gelegenheit, sichdurch eigene Anschauung zu überzeugen
aß die Arbeiten in das Stadium der Bollendung getreten sind
ind daß der pünklichen Einhaltung des Ecdffnungstermins der
lutstellung nichts im Wege steht. Die herrliche Wi⸗sterung, welche
ie Fortschritte der Bauten derart begünstigte, daß viele Bauarbei⸗
en vor Adlauf des für ihre Vollendung in Aussicht genommenen
Termins beendigt werden konnten ist auch den Sanitatsvberhält⸗
iissen der Stadt zu statten g⸗ lommen, die seit Jahren nicht so
unstig waren als eben jezt. Der fast ununterbro dene Betrieb der
dona. Schiffahrt gestattete frühzeitig mit der Ansammlung von
borräthen fur die Approvissionirung Wiens zu be innen, in wel⸗
der Richtung auch füt die gane Dauer der Well⸗Ausftellung
urch das Zusammenwirken der Staats und Gemeindebetdeden
nit den Eisenbahn-Gesellschaften, welche letztere käglich einige Pro⸗

antzüce verkehren lassen werden, die umfafssndften Vorlehrungen
etroffen wurden. Durch diese Maßnahmen ist einer Rertheuecung
et Lebeutmittel im Vornhinein vorgebeugt. Zohlreihe Refiaue
auts richten sich darauf ein, Tausende von Gasten ohne Echöhung
ec gegeuwärtigen Preise bewirthen zu können. In ahnlicher Weise
vird für die Unserkunft der Fremden gesorgt. und zwar nicht nus
urch die Vermehrung der großen Horeis, sondern durch die Gast⸗
reundligleit der Bevdlferung selvn welche den Fremden eine
amhafte Anzohl don Prvatwobnungen jur Verfügung ftellt, die
gewsöhulichen Jarren wahrend der Sommersaison leer stehen
—XR und nicht zur Vermi thueng gelangen. Was über die angeb⸗
*— exorbitanten Preise erzahlt wird, welche unsere Hoteliers schon
vetlangen, gehört in den Bereich tendemisser A
iuch für Mi derbemiltelte ist anisure hend voracforgt, indem Maj⸗
Mwartiere xtrichtet werden und viele öffentliche Anstalten sich
tlatt bab. n, ihee Raumlichteilen Ver. Umnlerbringung ven
»vullehrern, Ardeitern u. s. f u vibnen⸗

Frankreich.

Paris 18. März. Heute, als am Jahrettag des Ausbrucht des
ommunistisben Aufstardes, haben die Behörden einige Vorsichts maß·
egeln ergriffen. Eine Stöͤrung der Ruhe ist jedoch nichi voraus—
usehen.

—. 19. Maärz. (M. 3.) Eine officidse Mintzeilung berichtet, daß
die Nachricht von dem Näherrickes der Räumung in vden besetzten
lepartements lebbafie Freudenbezeugungen, leider aber auch unan—
jenehme Kundgebungen hervorgerusen dabe. So hätten Schlagereien
wischen der Bevölkerung und den Deutschen stattgefunden und
nehrere Officie re seien maltraitirt worden. Diese Vorfälle hätten
jwar ke'ne große Bedeutung, sie hätten aber schlimme Folgen
jaben können; glücklicherweise haben die deutsche Behörden begriffen,
zaß dergleichen Zwischenfälle unveraeidlich seien und ihnen deshalb
eine übertriebene Bedeutung beigemessen. So die officise Darstel⸗
ung: die Details darften abzuwarten sein. — Die französische
Akademie faßte den Beschluß, ihre Mitglieder Thiervs und
séemusat wegen des Räumungsvertrages durch eine Deputation zu
eglückwünschen.

Paris. 21. März. Das „Journal officiel“ veröffentlicht
eiia Verbot, betreffend die Kusfuhr und den Transit von Waffen,
Munition und Kriegsmaterial jeder Art über die spanische Grenze
oder nach der spanischen Küste.

Das alfonfistische Comité welches kürzlich in Paris gebildet
worden ist, besteht aus Marfori, Guel v. Renté und dem General
RKeina. Wie „Imparcial“ dazu bemerkt, „sind also die rein per⸗
dulichen Neigungen der sednigin Isabella die wahre Ursache ge⸗
vesen, wegen deren Marie Christiaa und der Herzog d. Montpen-
ier sich fern gehalien haben.“

Vermischte⸗—

3Zweibrücden, 22. Marz. Heute ist Kaiser Wil helm
76 Jahre alt. Zu Ehren seines Gebuͤrtstages wurde geftern
Avend und heute früh mit sammtlichen Glocken geläutet und mit
Böllern geschossen. Auf den nahen Anhöhen vernahm man gestern
Ibend von mehreren Seiten Bollerschüsse, ein Zeichen, daß auch
n unseren Nachbarorten das Kaisers in deuischer Gesinnung ge—
acht wurde. Von 11-12 Udhr lkonjertirte die Kapelle des 7k.5.
Jägerbataill ons unter den Linden. Das Mititar ist in Gala—

Gw. 30.

f Die k. Kreisregierung der Pfalz hat unterm 16.“8 F
Bezirksämter angewiesen, die Gemeinden auf die Nothwendigkeit
iner nachbaltigen Vertilgung der Feldmäuse, welche in viesem
Winter nur wenig Schaden gelitten haden, wiedecholt eindringlich
nufmerksam zu machen, insbesondere auch darauf, daß nur bei
ivem systematischen. von der Gemeindeberwaltung ausgehenden
Zerfahren Erfolge zu erzielen sind. Bezüglich der anzuwendenden
Nittel wird sowohl auf; das Vergiften als auch baß
n Hessen mit gutem Erfolg unternommene Räuchern wit dim
taucherofen hingewiesen. Das letztere Wittel muß vor Beginn
er Frühjahrsbestellung, wenn der Boden noch fest und gesqlossen
st. angewendet werden, indem alsdann der Rauch von einem
Mittelpuntte aus in alle Mausgänge in weiten Unmkreis bis zu
5 und 20 Meter Entfernung getrieben werden kann. Gut odebaute
erartige Oefen sind billigst bee G. G. Schlotterer in Speiet
Eisenbahnstraße Nt. 9) zu haben. *

— Müncqen. Bis 1. Mai werden sämmtliche Aurier⸗ und
Postzüge der beh rischen Staats bahn en mit der Heberlein schen
Schneslbremse versehen sein.

7 Washington, 18. Marz. Erhebliche Feuersbrünste fanden
in Kentuch vnd in Oh'o (Elyriaq) statt und deranlaßten einen
Schaden don 500,000 Dollars. — Das Maschinenpersonal der
Missouribahn strilt, hindert die Fahrtken und zerstort das Material.
vs wurden Truppen zum Schutz verlangl.
betantollicher Nedactent.
        <pb n="182" />
        Haus u. Güterversteigerung.
Samstag den 5. April 1873, Nachmit⸗
ags 3 Uhr. dahier in ihrem Gasthofe,
lasfen Eheleute Georg Klein. Gosiwirth
und Wih. Lusse Martin dahier, ihr
Aeineres Wohnhaus und fammtliches Acer-
und Wiesenland diesigen Bannes auf 6
zaͤhtige Zahltermine in Eigenthum ver-
teigern und zwar ·“··

I. Ihr an der Kohlenstraße neben Mis«
serschmed Emrich gelegenes zwe stociges
Wohnhaus mit Hinsergebäude, Stall. Hof·
raum, laufendem Brunnen und Zugehoör
zanz oder un 2 Theilen.

58 Dez. Acker rechts an der Kapelle
neben Franz Jakob Heinrich und Vardarta
Haab, frisch g düngt.

62 Dez. Acher im —XILV
Johann Joseph Reiter's Wittwe und Erben,
blau Nieestucke.

41 Dez. Acker links in den Sehen, neben
Ihann Kenunerknecht.

87 Dez. Acer allda neben Erben Stein⸗
sele, beides blau Kleestüde.

i Tauw. 26 Dez. Acker im Rodt an
1rt Kaiferstraße, aeten Jatob Schwarz und
Wittwe Best, dlau Kleestück.

45 Dez. Acker in der langen Ahnung
zufm Rvihenflur, neben Pilipp Munzinger
und Georg Schmelzer.

36 Dez. Adckeer im Betzenthal, neben
Peter Stolz und Johann Klam⸗

19 Dz. Wiese in den Großwiesen, neben
Johann Hofmann and Jakob Jung.

6 Dez. Garten in den Großgäiten, neben
Tonrad Pflug und Joseph Best.

4 Dey. Garten in den Großgärten
neben Wittwe Legner und Franz Maie—
Wittib.

Vorachuss-Verein St. Ingheort.
* —C(Eingetrageme Gienunaensehast.) a
Die Muͤglieder werden hiermit zu der mmmmn
Meetag den 20. März Abends 8 Uhr stattfindenden
GeneralVersammlung
obern Locale bei derrn Jerd. Oberhauser eingeladen,
Tages⸗Ordnung:
Vorlage des Geschäftsberichts pro II. Semester 1873 und Entlastung de⸗
VBorstands;
Bertheilung des Reingewinns;
Remuneration der Beamten.
Neuwahl des Aufsichtsrathes;
Festsetzung des Eintrittsgeldes pro 1873;
Wahl einer Prüfungscommisfion für 1873;
Vertrag mit dem Cassier.
Et. Ingbert, den 11. Rär 1873.
Der Vorsitzende des Ausschufsen
Gustav Zix-
Schöner Saathafer, Saatwicken, rother und blauer
stleesamen in guter Qualität bei
ML. Thiery
Großes
Tapeten⸗ und Nouleaux⸗Lager
bei J. B8. Ciolina,
vis-a-vis den Pfälzerbof
in Avei hrũek
Einladung zum Abonnement
auf die wöchenilich 6 mal ersa einende
— 6
„Saarbrücker Zeitung“
Horn, kgl. Potar. (Auflace 2250 Exmplare) nebst dem
23 8* Gratiabeiblatte, Der Vergmannsfreund“, welches ieden Freitag ausge-
Hoͤhere Töchterschule *8
zu St. Ingbert⸗ Abonnementspreis: vierteljährlich hier 20 Sgr. Mit der Post beriogen 1 Ahlr
Die oͤffentliche Prüfung findet Mitt. und (incl. Postdestellgeld 1 Thlr. 3 Sgr. 9 pf.)
woch, den 2. April nacsthin im Anzeigen finden durch die „Saarbrucer Zeitung“, —EEI
Schulsaale des Herrn Lehrer Koͤhl, der Regierungsb⸗ irkes Trier, nicht aur in hesigen und benachdarten Kreisen, sondern aud
Jolalitäten der Tochterschule gegenüber, stat, in Deutsch-Lothringen. wo die Zeitung flart gelesen wird, große Verbreitug und wird
und jwar fur die untere Kiasse Vormittags das Blatt sowohdl von Beyoörden als aud von Peivaten vielfach und mit Ecfolg benudt
don 5—10 Uhr und für die obere Klaffe Dee Insertionspreis beträgt 1 Sgr. 3 P. für die Petitzeile odet deren Raum.
don 10—1 Uhr. Während der Prüfung Saarbrücen, im März 1873.
ind die weiblichen Handardeiten der Sqü⸗ Die Exvedition
5— in den Schulsaulen der Töchterschule 2 gute Arbeiter sinden —
ausgeftellt. An ea
* demselben Tage Nachmittogs 8 Uhr Veschufneung deir
im Oberhauser'schen Saale wird sodaun Audh lann bei demselben sogleich ne—
die Schlußfeier mit musitalischen und della zis Ostern ein ordentlicher Junge unie⸗
motorijchen Vortragen abgehalten. unsiigen Bedingungen in die Lehre tieten
Hierzu, sowie zur Prufung werden die XXVXCZ prÜ F
zltern und Freunde der Jugend einge⸗ Bürgervereins-Kränzchen.
laden. I Am Vtittwoch Abend Zusammenlusr
Die Inscription für das neue Schuljabr, dei Philipp Emmrich.
das Montag den — Apieet Ise Eorien —n—
z Uhe beginnt, findet Freitag den 4. Apri
—*8?* von 9—2 12 und Nachmittags S a m e n
on 2—285 Uhrr in den Lokalitäten der u herabgesehten Vreisen bei
Tdqterschule statt; die neu eintretenden Jof. Echlichtig,
Maͤdchen daben sich der I ern durch Garmer dahier.
hre Eltern vorstellen zu lassen. — —— — —
EoissMon. Feuerwehr⸗Montag
dei Johanu Schwari
am Rabnbof.

Pferde-Versteigerung.

Am Montag den 24. dieses Monals des
Morgens von N Uhr ab, läßl Hert Johann
Zander zu St Johann im Gasthaus
um golt enen Lamm gegen Zahlungsousftond
zerfteirern:

19 junge karke Arbeitepferde und 1

Fohlen, hierbei sind drei naobare Stuten.

ohh. Michel
nͤötor.

Amtsantritt.

Her Unterzeichnete hat heute seine
»AMend hier angetreten und wohnt
A seinem Amtsvorgänger Hrn. Rettig.

Zweibrüden, 20. März. 1873.

Voelel,
1 Gericht svollziehet.

— Irant urter rf⸗

vom 21. Märj 1873.
Preußische Friedrichedor 6987460
distolen...98840
nanbische 10 sR. Sine 3
ucaten.- 8382-84
OFranes· Stucke 20ꝛ/
nglische Gouverelgußn 48-30
DoüBait is Gal 25324-

r
I.—

aer Maun
n liebsten in einem

Vas Näbere

5e D. Blaties

—F ——

ruck

a Verlao don J. D i Ey αανν
        <pb n="183" />
        — 282—68232328 82
— 15233 2 8 32 —A 2 — — 21 *
753353375* 532383 2332 5335—z 332z233355 2832* 22573235
722383 5533 55 232532. 553 25833345333 — 32 —5323274
532—5— 328228* 55222 — 52335 —83532
2285533383 5532 s 23383 3— —z33 —3322535
58233 —— —3 —3333223 328 ——A 535333358328
3 32233833 2333 523337527555233353 s 5233
— 35583837 208 E2 58 5 ——— 325 233.35 253
* 2 — 5
5832338688* —A —A 58—2 555
A 2 25282 — — M 255 88 —A — —
5*23 733223533335 — — ——3——355338 2327353 52
3 33 33 3338 3383 383
— * * 8 523 — 2535 ———0 — xs 5.25 3 8
583533* 333833 43
—— — 23235 253255358 2326837 122325533*
87 —— 59 — —58332—587 35 5 — — 2 —25325 —5—5 275 25 ——
*33 2222523233 —— 33838383333228 3237 **238
535 3235533532338* * 32 5s52325333337 —2 82539 2*253
38 25337735355325833 28 3
* 222 8 3 22 7 —
—— 5255 22 — —— 2353 —
2 3 82. 3 2 5 — —F———— —— —
—— * 82425558 2 —A 2322 — 282 F — 533*23235532
— 22 55 53838 337 3 3—
3 3 ——
2 22 8 — 2 7 *
———
— 3 22 —— * 3 ã 2 5 2 285* * 22
3377733335z3733 56383 83353233335326 55535323
52358 3 σ 2533753237
—Z— I 2*
—A— ——— ——
— 82228 23834 — 22—
53 33555 55553 228 s 355535333 5535 32556 838
32555333 288 2253 53 378 22328 533 32353 583538354
53223— — 5 232—2— —5855 —822* 55 5353*
— —— —387537
38 95*—82 23253 33 3 355 * 35555 22 2 —2 *5 2
3 55527 5ñ328 —A — — 3 — —— 22853 — 24
— oä * —A * * —
— —8 55 8 55 — —5 m— 22 8 —A
833 3723 533355 382353283273 5121525 3537
2525 75*5—8 3357 5—88 2* 335335 EB825— 5538 —
58255335 532358 5*2255* —3552 — 25 2385—
358 38 535— 33 53523 —5 —— —52358 23255
* —158 —
22 —.I2E — 22383 332 52 57283588 — *2
32 —— — 233 28* 22 5 7172 2Ek — 2 72 52452 53282323 S ——A ——
— — 5327 2 52523537528 —X —232433
33 —3253. 2273 82523 88 —35285823 28 3338* 25
—A 525233 3238 —383325*3 z354823 383235 333
z873 8 222 —A —A— 2722* — —* »323 5 5322
2 —— 34 2 Z5 2·5* — —222 2 725— 22
2553 522858 58523 2232858 83 3337
E2532 2 22 525 75 c 2223233 *5 3Be
3 3 2828 3558 525 3—5333338 225
32 ——25 3 —— —— 52 — 3232—320 23332 7835*
— —— * 522 —53 22 5— 5* 552 235 * 38 S ET
555— 25 —3255 2338 —
227 — 5 53 * * 7 — 2 7 32
—— 33 33336633377 23223
2 2 25 —XXX — — — * 2 —A —2 5235 e
3255 2332333532335333335 3353383 2328383
3
AB5- EV 2237 532 2522 22 5358 *5332 25572
5 2 5 52 — 2533—35 568——

——28223
233535535
— ———
5*3 2523 — 2228
*5e2 22 ——A— 22 838 8238 —5
s222 52335 R 2 23 ——— 5522
3258 22 57333 5828 — 22535* 3 522223 53 S22
* 3 8 73220 53* — 2k 8 55 2255 22 5282 8 22
33737533257 25523 37233 —— 7 23833333325
5z28 3 * 8 * 222 7ã?
2332323 * 5335* 343335 — 37
33533335357 5228 52353283
7 — 5255 — — BLB 2 — S5 82 222
333 35358 ——
— 3 .8 * —
25323232 328 52233335323357 — 2 2 228* 58525* 55255 2326
⸗5 52 2 3 3 3 38 —s25322 22*538 257
53* 3823 ⸗ 25223 —35333 3232 2233233255 52— B8 s85538323
—222 *23 7 —A 522* —V — 2523275 3 — 753 2322
8222 5—4233 2 82 A 223832 58 532 —— —— —s— 25* 22224
*85 2 — —8 2352 23583228 * n 222753 5 5 523227
E —A— — 222 3— 58 5 5 55235 — — 2822 2
353—528 28333358333 333 3383323856 25s 3332
—A 5822655 2533 32323535 —542 — — 555853 22222328
28 52233 . 3 8 22 55 733233783 28*
23223228 323522 —A 22687 233832325* 2 A —— — 77
*257 2532383257 —A 22 A 527 A
22 255338 —— 333733333 — c 5
cẽ ——— —2582 5535232 — — 52 * 55552 — 58227
522 335353 2333328 5352 533333353386 5 3—ö
22225 3 2* 28522 — r * 8 853 3 355 —— —
2 233323 —3 7 — * 275
* — — — w — — — E
2 73335 215233 238 —— 33372553
——— —— —— — 8 *5* 1383 — 8 5735—5323
—ILES — Z3S3 3 253228 5 —A 2855 —A 352 — 35
2502 Z268 5285 5323323653 5532773522⸗ —A
* 2 J3 28 — *
z32c26 333337583538
2z23323582 532222 25
84—
2232
* 2·7. — — —
55—335— —383—535 53325—32 5833332. 532332355555333
85338333 5238838 525533323 7e8 5*
2 27* 39 22 —— — —3— 523 37 AM 58 *
53 2557 —— * A 58 A—
— 335333 78235323——
282 2323325 — —AA 2* 2 428232—22822 —A * 382*
85233*8 —A 3333352 383 —333 ——38823
⸗ — 3 — 342 532** — 3BB R -æ 8—E 5
358 *53133—2* —23532*28 233383222532 25582
2535 23332 7232 255 533 5 3332232 —
5253223.5 552355*22 8 —235——22— 825— —55 535253—
532363328—233028 — 2235, 23523 —
335333 5z33 33533 — 33 333335*
8 5z—8 ã s243 * 352 * 22 —— E* * 3.25 225 8 — —* 5
v 52 kẽ —&amp; —5332 n — E E A28 53E2 *2523*2 s38
*85 — 38585 —A 275 A 22 *
—* —22332 582 5*2 3 — 385 38 a2 52
J2fs »3BBcEL 3 — —EO—— —38—— — —232353* 57
8 —— 7 2 * *2 2.23 »2 2332 — * m 8 —52222
33 33 33333 37
72 732 — za 2— 553 —2 3 25282 »7
7. 22 S5333533—3223273— 537233333385 5*28 7
733 3 3 333 33363
— — 5z233 783 232—
532,53 22358 —A — 2822 — 82 —5»2*52323*33 —A
3 —53 —737 3—333 — 33338533 72222233323
32.* —cE 22 —A — 8* 5522 ——— —
—A — 1553862325 3283
2847 — 22 382— 3 4333325325
32333 3—2——583355—3353 —25 3233275228 3 233
32 32333752625523 242322 —2
——
        <pb n="184" />
        29222
— ⸗ —
8.,38239 522 3223
22 22 2322 281 * 1348 —2
22325 æ3S38 5823232 553232238. 53*58334 225257 5333
2533 5.3Z28 — — 3 *228383 *338 25 525 532— —322353
132533* *253338378 22223723 383 —35688 *
3285 * * 272 6533 * — 22.75 — 28 2272
5280— —V * 2 23—2358 *22232. 27 123 — — 2 —* 232223.
— 3 * 53 2EZS 23 —A 2553 3 333 *333337 —A —
8233523333333338 5*855 *3 25 2382323826 * s5 2
35252 25 — s 55222. 2 2532 53 —A iaa. 35 S. * — 5
7 * *4 75 3 * 5*52 28 .A— — — 2
* * * 325 —X * — 2 8 —— s522 *522 * *
2. 222 225*3 ——— 38 * — 2 323255525532 322274
De *5235353 — *2 7 S 3. 8 — 2 22233. 2 2.*
35388435385 385
33733552 — 22357273 223 2 26033
—— —A 23 —— 4 52335 2 So— ã
28228 53332352232 —A — 257
* —— 22XEIDTSR * D2* 5s835233 — V
7— w * 55 8—5228 5c 3 83 3 5 — 523
23738 *35*33335 2 ——— —5 —
— 7.* 52 25 38 3— 53533 3355 * 2373 2 23
—553223 22283 —5582328 1827 224 5 235
2 2* 5B 2. * —A — 2 — — 5 52
5532353 F 583 232 25223 2—2 535 52355
258 222 m8 25258 23 —— 3
X E — —2328 225583 52* 2 * — 42* 2
3233333538 2* 52223533 28* 385. 55526
7 5 2. e 2 5 —— N 2538
73535353533— 5 55353838333* — 135
5255353223 2 *8 — — 252322 223 5
585 * 28 3332583 S— a33
*
555353533 3a3 —— 2237
— * æ* * —⸗
—— 15253335 — 32555
—— * —A—— —A 2* 322 2
——— 8 S⸗ 22 5222 2555
52838238 5253233532333535 ?
37 5 w8
527257522*
— — 2823658 35553523753833
— ⸗⸗ 5 72 228 258 2 53355 — 2 5 238
J , 235*363383
* * —2 —2553437 *
— 5 2. * 2 222 5 255*
— 2355 72.533⸗ 255 —A— 35
1353332263337 s2523235 3325553335538
132.* 8 52 5. 2 3 3 5*2322
55283532 —— —A 2382355253 2* 233 5*
223 82. 5. 2* 33253z822332338 528*85,32853
3 2. 2 * *
52 —AA—— 2 * 2313 *53 7. 55* * 2
3 3 * 7.522 3 2 55* B X. 228
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5328225 * 2323 33333387— 533533
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J 222 *S8 2528 533353385 2 72
2535533 —578 —15533538 5233333538
2228 282* — —— 275
3 —3 8 ⸗ — &amp; 2 —A 3
— —5522 12323223— 2 — s38222 — —
3 13357 353 33-3725338 5532 S 4
228 57 7 r — 235822
* 2.* * 3— — —2 3 * —A— —
83 335752558375 3258 2333533—
* 82. 2 22 5 33 2—
**2 2 2* — 23* 220 35 * 52222
52522 23383 232335—*338
3355338355 583 ——
s 228 332 222 2562 32328
25 22 *723. 5*8* 22323*823 2
— 7555 5527— X 533535323535
J 5233 —AA 715353558é2375
— 4533 5 523558 2 5352652
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232 — 325 2* 8 2533333 3
7325 53822 2s33235 * 222352 235
2333 2 3285 55233 238 2557. 35*8
— 585* —A — 575 5323* —— —
*— *32528 22 2. BR8* 225 52
2 25 3 2 —38 —— —
2332523 528 28 8 —8 2
2 2 — 3*222538 —5—7 —5 —2— —
2587* J 287.
5352534 23333 —— — 252 233 —*
257 24 2555.3 5. 25325
2525 2 777— 22338 * 22 c —2 2
332375 5 5 25 53223
— — —ZD 35 —2— a
3453 38 — y
* — —— — 52
8 2338 —— 55 3338
*82 * 5 8 — 533538 224523
22 —— 5233355 ůͤgnt
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        Sl. Ingberler Znzeiger.

det St. Nnaberter Anzeiger (und daß mit dem Hauptblatle verbundene Unterhallungsblatt, mit der Dienzlags⸗, Donnerstags⸗ und Sonntags

damere scheint wochentlich vier nal: D tientag, Donner stag, Samstaa und Sonntaa. Abonnementspreis vierieljahrig 42 Krar. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

—8 ·— — — —— — — — — — — — —

M AJT. Dienstag, den 8. März 141118873.
J
Abonnements-Einladung.
II. Quartal.

Bei bedorstehendem Quartalwechsel ersuchen wir böͤfl. unsere
derehrlichen Postabonnenten ihre Bestellungen auf den St. Ing⸗
ertet Anzeiger unverzüglich machen zu wollen. — Unsere ver⸗
hrten Abonnenten von hier und Umgegend, die das Blatt durch
msere Träger erhalien. bekommen dasselbe fortgeliefert, wenn vor
zade dieses Monats nicht ausdrüdlich abbestellt wird.

Ergebenst
Nedaction und Expedition des St. Ingberter Anzeigers.
Deutsches Neich.

München, 22. März. Die koͤnigl. Staatsministerien
des Inneren und des Kriegs bringen unterm 18. d. M. im 9.
Berzeichnisse diejenigen höheren Lehranstalten Bayerns, welche zur
Ausstellung giltiger Zeugnisse über die wisseaschaftliche Qualification
um einjahrigen freiwilligen Militärdienst berechtigt sind, zur all⸗
emeinen Kenntniß. Es sind dies sämmtliche Gymnasien und Real ·
ymnafien, serner die landwirthschaftliche Centralschule zu Weihen-
dephan, die Central-Thierarpieischule zu München. endlich die
Industrieschulen zu München, Nürnberg, Kaiserslautern und
Augsburg.

Berlhin, 19. Marz. Bei Berathung des Münzgesetzes ha
ich der Bundesrath dazu verstanden, jauch 20-Pfennig stücke (Füntel
Marh) prägen zu iassen. Dies foll den Bemühungen des bayheri⸗
schen Finanzministers Berr zu danken sein, welcher einen Ersaß
üt den süddeutschen Sechser als noöͤthig erachtet. Der Antrag
des badijhen Bevollmachtigten hingegen, auch 242Groschenstücke
(Viertel Mark) pragen zu lassen, fand nur geringe Unterstützung.
— Schulze˖ Delitzsch hat beim Reichstag seinen früheren Vorschlag
den Reichstagsabgeordneten Reisekosten und Diäten zu zahlen
wieder eingebracht.

Borfin, 22. März. Die Rafifikationzurkunden des fran-
josisch · deutschen Räumungs-Vertrages vom 16. Marz wurden heute
Nachmittag hier ausgewechselt.

— Die Bundesraths ⸗Ausschüsse, welche sich mit Aufhebung
des Galzsteuergeseßes zu beschäftigen haben, sind mi der Auf—
hibung dieser Steuter einverstanden und an die Tabakesteuer heran-
zetreten. Die beiden ersten Paragravhen, welche das Privcip der
vesetzgebung betreffen, sind unler Ablehnung mehrfacher Abände⸗
tungsanträge von den Ausschüssen angenommen worden. Sie
lauien, wie folgt: 8 1 (Eingangsabgabe). Vom — — 1873
an ist an Eingangszoli zu erheben von einem Zentner 1) Tabals
lälter, unbe arbeitete und Stengel, 14 Thlr., 2) fabrizirten Tabaks
a) Cigarten und Cigarretten 30 Thlr., b) andere 30 Thaler.
Hinsichtiich der zu vergütenden Tara bewendet es bei den bestehen⸗
den Bestimmungen. 82 6GBesteuerung des inländischen Tabaks,
1. Gewichtssteuer.) Der innerhalb des Zollgebiets von — —
1872 an erzeugte Tabak unterliegt einer Steu⸗r von 8 Thlrn.
resp. 6 Thlrn. für einen Zentnee nach Maßgabe des Gewichts in
zetrocknetem, unfermentirten Zustande. In welchen Fällen an
Stelle dieser Stuer die Einrichtung einer Abgabe nach Maßgabe
des Flachenraumes des mit Tabak bepflanzten Grundstückes tritt,
it in den 88 21 u—. s. f. bestimmt.

Frankreich.

Paris, 20. Marz. Der Regierarg bangt es jetzt schon
Jor den Folgen der Räumung des franzdsifchen Gebiets. Die
Pateien brauchen sich dann nicht meh⸗ vor dem fremden Zu-
chauer zu geniren, sie fird ‚unter sich“ und Hert Thieis wird
aicht mehr die Denlschen? alz „Wauwan“ benütßen koönnen, wenn
die künstliche Einigkeit in die Brüche zu gehen droht. Er läßt deß
vegen schon jetzt die Nationalversamml ung zur Ruhe vermahren,
denn — und das ist charafteristisjch — auch nach der Raͤumung
Frant eichs sei nmer noch ein großes, schweres, alle Kraft des
re in Anspruch nehmendes Werk uu vollenden, namlich die
anng rdn — Eltsfaß und Lothringen. Die deutschen und fran ⸗
‚dsischen Communisten feierten verg siern in London ibren 18.

März. an dem im Jabre 1848 die Revolution in Berlin und im
Johre 1871 die zu Paris ausbrech. Große Reden wurden ge-
Jalien, die Commune und der allgemeine Völkerbund gepriesen,
ind Hr. Thiers in die Hölle verflucht. Uebrigens hielt es den
Hderren schwer, ein Lotal für ihre Festlichteit zu belawmen, und
ils fie ein solches gefunden, pablicirten die Besitßer nachträglich,
se würden den Saal gewiß nicht bgegeben haben, wenn sie den
vahren Charakter ihrer Gaͤste gekannt hätten. — Das Fort Bin—
ennes scheint zum Schauplatze außergewöhnlicher und lächerlicher
Diebstähle ausersehen. Ich berichtete seiner Zeit, wie aus der⸗
elben 6 Kanonen gestohlen wurden. Vorgestern nun wurden von
fünf Dieben am hellen Tage aus der Militär-Sattellammer meh⸗
ere Hundert Sättel und Reitzeuge genommen und auf einem
Milijärwagen wega führt. Weder von den Dieben noch von den
Saätteln noch dem Wagen mit seinen Pferden hat man bis jeßt
eine Spur gefunden.

Paris, 21. Märze Der „Courier de la Meurthe“ meldet,
daß vor einigen Tagen ein Offizier vom preußischen Generalstabe
in Champignolles von zwei Leuten insultirt wurde; da die Schul-
digen nicht ausfindig zu machen waren, so wurde das Dorf von
200 Deutschen befetzt.

Echweiz.

Die Bernec Kirchenkommissiou hat bei der Regierung be⸗
antragt, in die Gemeinden des Jura, wo die Geistlichen den Ge⸗
horsam gelürndigt haben, keine Vilarien zu senden und den Got⸗
esdienst einsiweilen einzustellen.

BRermischtes.

HO St. Inmgabert, 26. März. Am letztken Sountag, den
23. d. Ms. war Jahresprüfung in der hiesigen Fortbildungsfschule.
Dogleich diefe, besonders dei ihrer jetzigen Zusammensetzung, den
jeusigen Tages an einen tüchtigen Handwerlsmann gestellten An⸗
forderungen im Allgemeiunen nicht vollständig genügen kann, so
nuß doch constatirt werden, daß bei manchen Schülern, besonders
im Vergleich mit den Leistungen der Sonntagkschule, ganz erfreu⸗
liche Refultate erzielt wurden. Dies wäre gewiß in noch viel höherm
Grade der Fall, wenn der Besuch der Schule ein mehr regelmä⸗
ziger, wenn die Schüler schon früher in zwei Kurse geschieden
worden, und wenn so manche Bursche mehr Eifcer zeigten, statt
em Lehrer die Unterrichtszeit zu Stunden bestöndigen Aergerns
Irmahnens, Tadelns ꝛc. zu machen. Darum schließlich an die
ẽltern, Lehrherren und Vormünder die Bitte, ihre Söhne, Lehr⸗
inge und Mündel ja recht fleißig zum Bejuche der Fortbisdungs-
chule anzuhalten und recht oft zu ermahnen, den paar Unterrichts⸗
tunden mit allem Fleiß, ung'etheilter Aufmerlsamteit und anstän⸗
digem Beitragen anzuwohnen, ihnen zur Ehre und zum Nutzen
und Eltern, Lehrern, Lehrherren und ledem ordentlichen Bürget
zur Freude.

Soeier, 22. März. (Sp. Anz.) Die kgl. Regierung
der Pfalz hat beschlossen, aus dem durch den Landrath ausge⸗
vorfenen Betrage von 1000 fl. zum Zwecke des Besuches der
Wiener Weltausstellung zehn Reisestipendien von je 100 fl. an
3ewerbetreibende zur Vertheilung ziu dringen. Meister oder Ge-
zifen, welche gesonnen sind, die Keise anzutreten, haben ihre Ge-
juche bis zum 10. Ap'sil l. Is. bei dem betr. k. Bezirkzamte ein⸗
jurtichen. Letztere Behorden haben sich alsdann mit den einschlägi⸗
zen Gewerbvereinen zu benehmen und die mit diesen vereinbarten
Anträge bis zum 20. Aprit an die k. Regierung der Pfalz hien⸗
elbst in Vorlage zu bringen.

4 In der Papierfabtik Pfortmühle bei Asselheim verlor
im Sameétag Morgen ein 22 Jahre altes Mädchen aus Albise-
sjeim, Susanne Holzheimer, auf eine gräßliche Weise ihr Leden.
Im Begr'ffe, ihre Sense zu schleifen, was sie Sicht zu besorgen
rauchte, wurde sie von der Trasmission erfaßt, herumgeschleudert
ind war- in wenigen Minuten todt. Eine Schwester der Unglüd⸗
ichen war Zeugin des Vorfalles. (N. W)

— —
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        Mannheeim. Friebrich Heder wird die beabsichtigte
Reise nach Deutschland im heurigen Frühjahr ausführen.
fBerlin, 18. Marz. Am 12. Maͤrz verließ in aller
Stisle ein Koryphäe Les Gründerthums“, der Eisenbahnkönig“
Dr. Strousberg, Berlin für immer, nmm nach London XV
Et bringt nun seine erschwindelten Geider in Sicherheit.
ZDem Kaiser.
An seinem sechsundsiebzigsten Geburtstag.
deil Dir, Du hast nach kühnem Schlachtenritte
Fin Reich des Lichts und Friedeas uns gegeben,
Wir sehen Dich das große Ziel erstreben.
Fin Valerland aus einem ganzen Schnitte.
Heil Dir. Du stehst als Held in unfrer Mitte —W
und schaust den Lorbeer ob dem Haupte schweben; J
Hhesegnet sei Dein Wirken, sei Dein Weben.
Du pflegest Wahrheit, Recht, Gesetz und Sitte.
. Deil Dir, Du hast im Kampf zu rechter Stunde
Gepflangt der deutschen Einheit grünen Senker,
Die Eiche jung, mit Gott und uns im Bunde.
HSHeil ewig, Dir, sei uns ein weiser Lenker
Auch fürder stets, das rechte Wort im Munde,
3Za uns, dem Voll der Dichter und der Denker.
Muller von der Werra.
pLengsfetld, 20. März. Hertog Georg von Meinin⸗
zen hat sich in der Stille mit der Hofschauspielerin Franz, welche
Jur Freifrau von Heldburg erhoben worden, vermähli. (Fr. J.)
4Bruüssel 18. März. Die Uebernahme der Luxemburger
xisenbahn ist gestern durch zwei große Unfalle bezeichnet worden.
Fin Guierzug von Brüssel ist zwischen La Hulpe und Rexensart
entgleist und einen Abhaͤng von über 15 Meter Höhe hinabgestürzt.
Der Locomotivführer ist tödtlich verletzt worden, ein Schaffner, der

wei Stunden lang unter den Trümmer eines Waggont begraben
var, ist merkwürdiger Weise unverletzt geblieben. Man sagt, der
Anfall sei böewillig hervorgerufen worden, indem Schienen“ quet
Iber die Babn gelegt worden seien. Der zweite Unfall traf geflern
Abend den Zug von Arlon nach Namur, der zu Groͤne ndaeb aut
den Schienen gerieth. Der Heizer der Locomotive ward sehr schwer
deschädigt, die übrigen Personen kamen wit dem Schrecken davon.
Der Posiwagen ward zrrtrümmert. Die Unfälle find in neuerer
Zeit auf den belgischen Bahnen erschreckend haufig. In Folge des
eulichen Unfalles auf der Linie von Spa ist der Guterverlehr
auf dieser Bahn ganz unterbrochen.

Der Po hat wieder den Damm von Malpensata durch-
hrochen und große Verwüstungen angerichtet.

Volkswirthchaft, Handel und Verkebr.

München,21. März. Der Bau einer' von der Pfalzischen
Bahnverwaltung auszuführenden Bahnlinie von Wörth nach Lauter-
hurg einerseits im Auschlusse nach Germersheim, andererseits an
die von der Reichsbahn zu erbauenden Linie Lauterburg-Straß-
zurg ist nunmehr gefichert uno die Verleihung einer Baucessioꝛ
heberstehend. Genannte Linie erfordert einen Bauanfwand von
200,000 Gulden.
enpe⸗ßnachridteéen.

Durch Beschlußek. Regierung der Pfalz wurden ernannt: der Schur⸗
berweser Jakob Seibel von Ensheim zum Verweser an der latholischea Schule
u Albersweiler. der Schulverweser Frierrich Sebastian von Hambach zum
zehrer au der katholischen Schule zu Hambach.

— ——SüVùs—» oj’e— —
Demetz, verantwotlicher Redacteut.
——* —
Bekanntmachungen.
EF
Jagdverpachtung
zu Webenheim.
Samstag den 29. März näch sthin, Nach⸗
mittags 2 Uhr wird auf dem Bürgermei⸗
fleramte Webenheim die Felde und Wald-
jagd dieser Gemeinde auf einen weiteren
hzjahrigen Bestaud verpachtet.
Webenheim der 17. Marz 1873.
Bürgermeisteramt
Schwarz.
Diejenigen Mitglieder, welche ihre Stamm⸗
antheile bereits auf fI. 300 gebracht baben,
konnen die von der Generalversammlung
genehmigten S o pro 1873 in Empfang
nehmen.
Vorschußverein St. Ingbert.
Eingetragene Genossenschaft.)
— —
Der Unterzeichnete empfiehlt sich im An⸗
»gen und Repariren von
8
Kegelbahnen
unter Zusicherung puünltlicher und billiger
Besorgung.
Wilßtzel m Boller
“im Joͤssphsthal wohnhaft.

figes Lager
er so sehr berühmten
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sungen und verspricht gute, solͤde Waare zu möglichst ditligen Preisen-·
Zugleich bringi desselbe seine Hemden⸗ und Weißzeug⸗ Fabrikate in zud
leinenen und baumwollenen Stoffen mit modernem Schnitt, nach Maaß oder Muster, soun
in vollständig assortirtes Lager in allen; Arten Weistwaaren, in empfehlen
—A
Nuster und Pre'slisten merden anf Verlangen übersandt.
55 — Das Neue Blaͤtt 1873. m8 2
ist soeben eingetroffen uund enthält: „Den
3 egenerato Kaiser.“ Zum sechbundsiebzigsten Geburse
jeit Jahren das bewährteste, beste wo vn ise vn der pe 7
Mittel gegen allgemeine und specielle eune egponpe Von Di ⸗
Schwächezustaände, Magengedärm und 7 Euiser ithelm als Nerlobter p
Leberrankheiten, Hämorrhoiden, Eng Hochꝛeiter Von Seorge desetiel.
druůstigtein Miizkrontheit Fiechten ee rWsche Chiwa-Ipebtiom uund, die gerin
sowie alle Kranskheiten, die von ver asiatische Frage. Von Adoif Prope
dorbenem Blute und schlechten Säfter Zettliches Sprechzimmer.“ Betrachunan
herrühren. Der ‚Lebenswecker“ be uaber die Nervositat. Von Dr. Eduan
sördert die Verdauung, reit den Ap⸗ —457 „Ein Jeß a de, iiun
petit und bringt neue Lebenslust in Junggesellen. Von Paui gerber e
den erschlafften Körder, er ist beson⸗ heitere 15 Von O. ia⸗
ders im kritischen Alter zu empfehlen. Fuꝛr Haus⸗ und Herd. 7.4 8
Zu haben per Flasche zu 1fn. nökr. Beitelmönche im Soalztammerqut. —
z0 Sgi. ba Jepp in Si largedenkblätter verdienter Deutscher.
Fin einelner Mensch lann ein Mitlagesen
jür 1460 Thaler verzehren. — kine de
altesten Illustratignen über die Erfindurh
des Schießpulvers. — Medizinlasien u
den Eisenbahmügen. — Alt-wurttemhber
zischer Consistorialstil. — Raͤthjel.“7
Neue BRücherschau.“ — ‚Nerztlichet Brid
saften.“ — Correspondenzg.“ — An JIle
iratinen: Sdloß Babelsberg bei Pou
dam. Bettelmonche im Solzkammergut.
Aud dem pathologischen Skizzenbuche ein
Urttesn — Das Reue Blou is zu dezies
durch alle Buchhandlangen und Poßfln
al:?en für den maßigen Preis von
Sat. vierteljaͤhrlich.

Gucht und

Für den schwachen Magen
das beste Mittel.
Garkau im Mai 1872. Ihre
heilwirkende Malz⸗Choeolade
hat mir die vortrefflichsten Diensie
geleistet, weßhalb sie verdient, allen
aͤbnlich Leidenden empfohlen zu werden.
R. Groß.
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———— 832223352 7 *32 —.222 *
5225 35335355 2585 —*8 222— 3352325 2233
222 A52 — 232— — — *827 cvd 2 222 — 3
T25, 52 J 3. 3822 588 5755753722 *2232
23223 8 —22 A 272227
„11 128333 —æ 238* 2.3 5833232327 —
—A——— 253 255395 252353 . .22
225335357 — 5357—* 2322527 .F 32
33 3 333352 8ß 5z838 22 5227 —A
228 * 2253 32372 *25 57 233
3 15 823 5*58 5233
* T 2 —2 2 —F
7 2. 5—2 27 — 255.53 7* 222
. 12 23 ——— 2 —A 21228
25. 2 B* *
* 20 3 —23 ä —
A 22 555* —
235 2 —223 — 53
532582 — 2
232357 2798
252* 305
F 322
2
7
37

r
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* 2
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—277—
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dies⸗
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57
*538
c5—2.22

Nein
in⸗
631

—
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        Sl. Ingberler Zenzeiger.
ber St Anadarter Anzeigee sund das mit dem Hauotblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienbtagb⸗, Donnerttagt⸗ und Sonnligsẽ.
vnmer e icheint wochentlich viermal: Dienéeta a. Don aer sStag, Samstag und Sanntaq, Aoonne; nentspreis —XXX erzt. odeu⸗
AT q.q n2 Silberar. Anieigen werden mit 4 Krir. die dreijpaltige Zeile Blatischrift oder deren Kaum berechnet. .
48

9 1 —
1873.
Deutsches Reich

Nänchen; 23. *3 B.
immt, 444 dem — Die 7 „Nürnb. Corr. ver-
halassenschaftze nad eine — ————— über eine
Foe erst erer sollen sämmiliche Verlassens e 7

ung überwiesen nnd dat MNotaren

— und: nach letzterer —die Führun
jmundschaften einem Famili * g der

v c. enrathe übertragen werden. di
uurche würde die Geschäftsaufgabe der Einzel en. Hier-
atend kleiner und in Folge d nzeingerichte nicht unbe⸗
hen Zahl. vot ns die Eimlehung einer ziem⸗
urden. 398 iellen an denselben ermoͤglicht

München, 23. Maͤrz. wWitx4
‚heier hier ein und —* — Bischof Haneberg pon

Berlin. Es ware, meint brpirpet ab .
nswerth, einen allgemeinen Rei —8*— n. Zig.“ recht wũn-

e — zumal als aligemeines —RQ 8

r uns ja nicht blos eine Unterrichts A . Die Schule
bl auch eine Ersiehungs- nstali, sondern ebenso—
nen für immer ee in 7— Staat und Vaterland ge
derfleht sich von felbst. daß fu sittlichen Bütern der Menschheit.
—*53— din iede sur christlichen Voller die Mensch
einczienale von demn 3. g rt und war die schwarze
nerung fasselt, trifft denthume der modernen Staatsver⸗
i unn Sindesert auf die dem deutschen Volte angestammte
In allzemei am wenigsten zu; aber allerdings
D alzeme men staatsfeindlichen und in Deutschland g agztrgze
Haer indli
eis ttineseindlichen Ultramontanismus gegenüber 5
nlicher Richtung im vorigen Sommer empfohlen war, Jand deg
laͤnglich llgemeinen Anklang, zumol fie zu leicht porwiegend als
hemeine Sdlachtfeier erscheinen konnte; aͤber der Gedanke eines
ronal · Festtages lur Feier der Herstellung eines —W8
aichs wurde damit nicht aufgegeben; im Gegentheil wurde viel⸗
h die Hoffnung ausgesprochen, daß der Reichstag densel ben er⸗
qgen vid der⸗ Ausführung sich annehmen moge.

Ucber ·die Audienz, die eine elsässisge Deputation bei dem
tͤsidenten des Reichslanzleramts, Deibrück, über die Echöhung
Tabalesteuer am Sonnabend hatte / vernimmt die Magdeb
ig“, daß von diesem der Deputation die bündige Versicherung
nheili wurde, es werde, wie auch der Beschluß über die Steuer—
chödung fallen moöͤge, der diesjährige Anbau nur nach dem be⸗
aden Gesehe besteuert werden.

Neuere Rachtichten aus Berlin meldender „N.“ Fr. P.“,
alche sich in jungster Zeit vielfach mit Bizmarck's Stellang zum
tꝛugrschen Maͤnisterium befaßt, daß die Operationen der Cama-
ie gegen den Reichslaniler sich volig in ihr Gegentheil verlehil
men Von glaubwürdigster Seite werde naͤmlich versichert, der
uiset sei auf das Ledhafteste iudignirt Uber die Hattung der
udalen und der Kreugzeitung, noch mehr aber uber die Aagriffe
d derflossenen Cultusminisiers gegen Bismardk. Daß sich Muhlein
apn hergegeben, gleichzeitig und in gleichem Tempo. wie der Erz
ishof von Mainz, gegen den Reich kanzler zu marshiren und in
d horn der Germania“ zu sioßen, deweise, wie sehr er ver⸗
an habe, mit geg benen Groͤten zu rechnen.

Inzwischen meint der Correipondent, gebe es kaum verlenn
qre Äng ichen dafür, daß Bismarck den Ruckttitt von der preußi
hen Maifier-Präsidentschaft, in etwas wenigstens, dereue; es
neige ihn schlecht oder gar nicht kenuen. wollse man glauben, ei
waide im Weileren sich zurüchziehen. Wie man hoͤre, nehme er
ie Aebeiten mit frischen Kräften auf; der er ee im Het
erhause soll in jo gereizt haben, daß er der Projtkte, eudlich
iese alte Rumpelkammer umzuwerfen und ein auderes Geb aude
mihre Stelle zu setzen. naher treten dürjte. Uaterrichtete Leute
neinen, das Herrenhaus werde in seiner jezigen Gestal nicht noch
me Legirlatur-Periode des Land gen überdauern ().

Frankreich.
6. 4. Märg. Die Meires von Paris beglüdwünsch

Aeis üud boten Remusut die Kanudidatut zum Depulirten

an, welche et annahm. Doucoun aͤst; geslorben. ¶ Die Linli schlags
vor, auf der Vendome⸗Saule flatt Napoleons · einen· einfachen
Sol daten· anzubringen. :
Spanuien

Madrid, 24. März Die Tarlistenbanden · in den Prodingen
derida und Geronag haben eine Reihe von Scheußlichkeiten verübe,
ndem sie Gemeindehäuser und Archip in Brand steckten und Repu⸗
»litaner, die nach tapferm Widerstande gefangen genommen waren,
erschossen. Die Stade Seo d' Urgel ist von den Carlisten blocirt.
f In aa i —

—X I

Beburtstage des — eee hat sid am Samslag. dem
utschen Kaisers, ein Verein d
gebildet, dem sofort i Verein eutscher Krieger“
tand ist der Bu — en als Mitglieder betraten. Vor⸗

Buchdrucereibesiger HermannK BVor
virde zu seinem 77. Geburtsta 355 ahser. Kaiser Wilhelm
it Gerners heim —— Hoqch ausgebracht.
HH. Fritz Eßlinger und Albert * tu. Den beiden Kaufleuen
sennung orer istigen Huüschesne ahn dahier wurde in Anere
bis 71 von Se. Mas dem , wahrend des Krieges 1870
— uiser die Verdiensidentmunze für

n Rehweiler i a

—853 d — ist der seltene Fall dorgekommen, daß ei

kinderloses Ehepaar in einer N its n
nete. Nach einem korzen Unwohlsei acht das Zeitliche seg⸗
Alter don 81 Jahren und fein⸗ dhserh Ehemana in einem
ven —X — ene gte 8 wenige Stun ·
auf den Geisberg ragen seit einigen Tagen wieder in einer Höhe
bon 40 Fuß in die Lüfte und Fderkünden weithin die Staͤtte,
wo der erste Sieg für Deuischlands Einheit erfochten wurde.

7 Wiesbaden, 20. Märj. Als gestern fruh die Polizei die
Schwester der Spitzendiedin Frl. Leonie L. abholen
wollte, war die gnädige Frau, Freiin v. Re...m, unbekannt
pohin abgereist, schwerlich woll nach Darmstadt, wo sie vor weni⸗
zen Wechen noch an der Hand e nes Prinzen die Polonaise eröff
dete uund durch den Reichthum ihrer Toilelite die Aufmerksamleit
der alerbdo dsten Personen auf ich leutte. Die Untersuchung nimnmm
mmer gidßere Dimensionen aa, da die Damen im Besitze auch
nderer Gegenstände, wie Regen⸗und Sonnenschirme, Zahnbürsten.
Portemonnaies, Broschen uud Ohrringe,“ betroffen wurden, welche
nittlerweile voa Anderen als ihr Eigenthum erkunut sind.

PBom Necdar, 20. Mar Dee Srwrikes schreiten
iImätig auch aufs Land. Davon ein hübsches Beispiel. In der
ahe Ladenburgs liegt der freundliche Rosenhof. Der Puaͤctiet,
dert H., ist ein billig dentender Mann, der es mit seinen Dienst⸗
joten gut meint und reichen Lohn gibt. Seib nun, daß die kürz—-
iche Ladenburger Sozialdemokratenversamalung anstechnd wirlte
oder die Knechte der reichliche Habet stav — am Sonntag Mittag
inder Herr H. seiuen Hof und seine Ställe don Knechten leer,
In der Siallthüre aber das bedenkliche Wort angeschrieben: „Mer

te!“ Vergebens wartel decr Herr zur Futterzeit des Abends
zer heimkehrenden Knechte. Sie kommen nicht und wohl oder übel
nuß sich Herte H. bequemen, seine 36 Stuc Vieh se bst zu füttern.
Ten am solgenden Tage gelingte es nach ringeleiteten Friedensb-
Fraliminatien durch don Versprechen erhöhten Lohned, die üppigen
Znechte wiedet zu ihrer Pflicht zurück,.urufen. ——
Berlin, 20. Marz. Seit fisden Jahren coursiren diele
zanz angelaufene Thaler⸗ und namentiich Zweithalerstücke, welche
uicht selien mit Meßtrauen angeseyen werden, da die Entstehung
hres Farbenwecsels nicht allen bekaunt ist. Sie stammen sämmt⸗
ich aus dem Siaatsjchahe welchet in den nach, dem Lusigarten
zu gelegenen Kellern des toniglichen? Schiosses zu Berlin aufbe-
wahrt wurde. Die Raume waren einst bel und trocken, bis ihnen
in vorgebaute Ramde Licht und Luft denahm und sie in finstere
raßkalte, dumpfige Gelasse verwandelte. Als man nun 1866 den
Jzroßen Staatsschutz flüssig machen wollte und nach langer Zeit
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        diese Keller wieder betrat, fand man eingeßürzie morsche Regale, einerrzu nahe gestellten Kerze in Brand gerieth und dia ochter
verfaulte und zerfalleke Fasses und Beutel, und alles mit Schim- in dem Bestreben, die Oleider der Mutter zu loschen? sich ebenfalit
ael und schwarrem Moder bededt. Das in diesßer allgemeinen in Brand fetzte.* Die Fürsten ⸗Mutter ist nunmehr am 1.Mary,
Faulniß siveen wickelnde Schwefelwasserstoff-Gas hat nun die che⸗ nach mongtelangen schweren Leiden im Alter von 45 vabren ge⸗
mals so glänze iden Silberstücke, unter Bildung einer dünnen storden. Die Tochter dagegen befindet sich auf dem Wege per
Schicht von Schwefelsilber, so unanfehnlich gemacht, ohne jedoch desserung.
ihhren Mecth im Minodesten zu beeinträchtigen. rfLondon, 20. März. Rouher hat im Namen seiner
f Bykarntlich haben vor einigr Zeit in Preß burguzwei Parteigenossen bei der Laiserin Eugenie darauf gedrungen, doaj
Furstinen Auersperg, Mutter und Tochter, gefährliche Brandwunden er kaiserliche Prinz am Nwoleonstage 53. Aun.) den Titel Ma
dadurch erlirten, daß währeud beide Damen beschäftigt waren, sich Uät? annehme und ein Mamifest an die Franzosen exasse.
füür ein großes Ballfest anrutleiden, die Toilette der Mutter an u. Demen verantwo tliche r Redacteur.
Bekanntmachungen.
—X —
Eichen-Lohrinden.
Versteigerung

u Mohrbach Bezirtsamts Zweibrücken

Donnerstag den 8. April nächsthin,

Rachmittags zwei Uhr, wird zu Rohrboch

in dem Bürgermeisteramtslocole das Ergeb—

niß der Eichenlohrinden, geschätzt zu 150

Zentner N.al. öffentlich versteigech 5

Robrbach, den 258. März 18785.

VDas Vürgermeisteramt
— Haberer.
Viehversicherungs-Verein
St.Jugbert. —
Die Mirglieder verden hiermit zu der
un Senntag den 30. Marz Nachmittags
lUhr statifindenden
Generalversammlung
bei Herrn Peter Heusser eingeladen.
Tagesordnung :
Varlage der Einnahmen und Ausgaben
Festjseßzang der monalliche Beiträge.
Festseßung des Eintrittsgeldes.
Reve Wahl der Berwarungs-Mitgläeder.
Der Vorstand.
Musilcverein.
Freitag, 28. März 1873 Abends 8 Uhr
Generalversammlung
im Vereinslokale.
Sonntag 30. Mäti 1873 Abends 8 Uh
munsikalische
Abend⸗ Unterhaltung
für Vereinsmitgliedee
im Oberhausaerꝰschen Saale.
Der Praͤfident.
5 — 11
Rholographie.

In der Photographischen Anstalt werden
stir den Sommer täglich von Mocgens 8
Uhr bis Nachmittags 8 Uhr photographifche
Aufnahmea aller Art vorgenoumen.

B. Ollig, Pholograph.
Teuerwehr

4 * ⸗4 —
Wirthschafts⸗ Gröffnung.
Nächsten Samstag Nachmittags 4 Uhr eröffnen die Befitzer der hiejilgen
Brauerei Lichtenberger, Mayer und Comp.“ ihre Wirthschaft.
WVorzügliches Märzenbier wird in Zapf genommen.
. DieFi,rma:
28 Liohtonberger, Mayer &amp; Comp
Schöner Saathafer, Saatwicken, rother und blauer
Kleesamen in guter Qualität bee —
M. Thiery.
. CGoIina x Sdd
—— in Zweibrücken (Ede der Landauerftraße) *
empfehlen ihr vollstandig jortirtes Lager in Ewarzen Waaren, als:
. Seidenzeuge und Seidensammt;
* Thybet und französische Merinos;
Cagshemir, Toledo und drap d'eté;
Alpaccas und Orleanenʒʒ
glatte, gestreifte u. broschirte schwarze Grenadine
. schwarze Lambrechter und Aachener Tuche;
eine reiche Auswahl in
Sommer-Buckskins.
sowie das Neu⸗ste in J . 5
Damen⸗Talmas, Jacquettes und Jacken.
Deæs u 3hãaãft
von Julius Gentes in Zweibrückn
liefert voslständige Betten mit Bettstelle, Feder- und Haar-Matratze, wollener Beitdecke zu
Touverte, Plumecu und Kissen, wovon Vorrath auf Lager, übernimmt ganze Uussie
ungen und verspricht gute, solide Waare zu möglichst billigen Preisen.

Zugleich dringt dasselbe seine Hemden⸗ und Weißzeug · Fabrikate in zuns
leinenen und baumwollenen Stoffen mit modernem Schnitt, nach Magß oder Puster, sow
sein vollständig assortirtes Lager in allen, Arten Weißwaaren, in enpfehlen
Eriunerung.

Muster und Vre sSlisten werden quf Verlangen übersandt
XRX ειι νοVJ—
noilt b FITCFIich der Specialarat fur Ppilepsie Dr. G. KuIiseh, Bor lin, Loiuc
M 43. Augenblieklies. ũber t a o ae n d Patienten in Behanan

Ein möblirtes Zimmer
ist zu vermiethen, das sogleich bezogen wer⸗
den kann bei

Karl Engel, Wirth.

Frucht⸗ Brod⸗ Fleisch ꝛc. Preif
der Stadt Zweibrücken v. 27. Ma

Weizen 7 fl. 48 ter. Korn 4 fl. 543
Gerste 2reihige.— fl. — kr., Gerfte vie
reihige, — fs. — kr. Spelz 4 fl. 47
Spelzkern — fl. — r. Dinkel —
— kr. Muischfrucht — i. ir. Haß
4fll. 86 tr. Karloffein Ufl. 36 ir. He
ufl. 24 kr. Stroh 1fl. 12 kr. *
Zentner. Weißbrod JNu, sKilogr. 20*
Kornbrod 3 Kilogr. 26 kr. ditio 2 Kilo⸗
Ske. ditto 1 Nilogr. Otr. Gemischibrod
dil. 32 tr. 1 Paar Wed 100 Gramm 2
Rindfleisch 1. Qual. 20 tr. 2. Qual. 18
Zalbfleisch 16 tr. Hammelfleisch 18
Schweinefleisch 22 kr. er Pfunde Butnee
ir. der Pfund.

Der Unterzeichnete empfiehlt sich im An⸗
legen und Repariren von
eee
Kegelbahnen
unser Zusichernng punktlicher und bill iger
Beforgung. . J
Wikltetm Potter
im Jos phsthal wohnbaft.
Der Brodpreis fur die Slasẽct
Ingbert ist von heute an bdis zum nächsten
Donnerstag (Fruchtmarkistag) festgestellt:
Korabrod 3 Klgr. 27 Krzr. Weiß⸗
arod 10 Krzr.«

A St. Ingbert
Donnerstag, deu 3. Äpril 1873

B eratnon, Druck und Nerlag bon F. X. Demes in St. Ingbert. WB .
:
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        1
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⸗
*
2
2
2
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2
⸗
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8R
—A—
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*
—H

3 4«
2— 2223
282 — 575335
J—
22888332 5553 —A 54 — ———
* — 335555358665* 28332833 ——— 23
3 2553
5358* * * 7— — —— — 773838* —A *
—A 55 * 5 —A 55233 . — 2868
p 8 *2 '2z25222588 U—— 35 28 22528 5
F 3335*2 33483 52*532383
2 85—5835 5532 —A 5582233 58*
527 8 — 152*5355 8335 3853*27 3 * 973—
— ——— — —— 33538 2 *238533
*5325332 3333 8233534 z22557 823 53 7
2 322 ——— 52338558 23
— — — —8 —4 2 52 *3z3352388 D . 7 58
J ——
55 —A 3 5323 —3 — 3 5 *
2363 5535 5533 333353837588 S 82 26&amp;
8 2855355875 333238x5 35 2222 5825228 25353236
3* —* — — 353 28 33825 —X 2588 2238
— — 53E 2* 5 L5233 —— 25 — 52
52252 25 25533* 88 523253 3 3
5 —— “* S —AA — — 8B7 —— 3232 —A
* —— — —A —— S 5cS7 27 8* A 3
1522273 3322 36 n22 35387
wpr — 2 25 2 2323,3325 2 S « — 532 8
— — 34225 — 25 2252 —
* 55325 8 8 —— 85 7 —8853*
* * *2* —A 235235 2 228 —— 8 288*
53 55 5s2235 5** 5 758 5373353358 7 2 2
—A ——5 z22 *22 — —— *8 —22 —— —
— 5328 —;A⏑ — S 9 s523835338 —— — —c —— *
2288 33*586 — 53 83 33 α E *
3383335538 * — 55 — 2322 95335 233258
J——— —5 S * 288 33 725366 224 257 s83335235
—A 52526 — 22 * 2 8 * 5 —3233 2
* 25532 533 2* 33335* — ẽ 22235 2 * 5225235
75535557 7 73 225 — 33 532232 5 — —
—7 —3 — —222 —22 3*8 2 2 3. 2 *
233733333 OERSBS
3223 3373 583383—232
8225 2 3.2 —
333 3
3335255 9
2
A
2535325
* 2 3553 z3555335
222 — 3338
— 22 — 53 — 2338 —
233527 3 223 5558 „58225
224 5355—287* sß 22 2568 8235
— — —— ——— 3*332 — ———— 33583385
72 25 253 22 58 —2— —588 — 2r 2
2—2 25 32 —A—— — — S — —8 52 8 5—
B2 2 2258 —2 — 28 æca — — 5
——— 55 132535 2 35232333
*355*58 2553 55 23753325 ——— 32385 F
28 ——— 3232 * 555 ** 32 — 27 — E E3 — 7* * 4 —2—
253328 z335353 52 73 2533 FF e 82 8 25 —
28332 852 25267 237 3* — 228 3
A—— 33735833 ——— 5583273 — ——
* 5222 23553* 3 * —A 25z35558 —3 58 35 —
—35 235 3335385
22 — —x * — —22* — — b 2— — 7 J 3 *2 ——
—A—— 5 — S55 —— * 73235532383 5 528
—— J 23258 28 3 54338 —B 253835 5832 2
—A—— *z5*53 525337—6353 —— — — — 232 I 25 532
* 22 5* 33 5 335333535 A *
158353 * z2328 35 223333337 253758* z3323 3833
2 * — 3 —— 2— 222 — — 332738 224 — 5 527
235*3 —— 5232 —— 3232 —.—z527 225 5358* — ———
S 2 * — * 5 —A — I822 —5 —J —
22533 23338 7 325335355*5 33 48s 2 433
3373275 353 3833387 333 723235 333—3 32383 3287
2 * * z.4 8 2 2 ———— 3
3232 *M —8 — 288 : *23 52* 5325 * * * ; 5z 325 8 53
7 —5*537 —ã— ——— 24 35332333 — 5s582
—— 7 73355335 5223538
— 5 22322 22 ——223 —AIX 28* 5255 —
— — 2 8 8* S 2 28 * , 52 — ⸗— — 2 * —Z
— 333 3353 532355 —32
33 2— 33233 33335 4622
86332433835 3355355 —
333383343 —
—A 5 —2
— ————

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222323 * 53*
55*5— 55 — — ——————
ã — z ** 8*22*85
57 2224 ——
w 25375 OCO —— — 223 558*
3Ec —552 52— * —*.2 —
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—55225 5385335 38858
7553* —
25553 2 — 3*382*
522 53 525 —— — —
152 535 88 5722E58
— 3533 58 52227*
2—5 51532 52255525
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23525353375 3* 22 —55338 — 133533 333553
223 3 33 2235 37 2. 22 — 12322 ð —eA 23——333
335333333
12285 33 —5 3323283 z383255 7—35335 25353538 325.
3355828353 5338535835 —32 2288 523532353 83486
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*28 2829 — 8 2..82* 75233 5 72 —— * 2258323 2 7* 222*3 2
7 —A B2 25525322* — * 8 25 2558 28 3.2
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zer Su. Angbee rer Anmzeiigetasund das mit dem Huuptblatte werbugdene Unserhalzun z3blatt, mit dʒ r Diepstagb. Donnerstagt⸗ und Sonntaqs
aer e ichtint · woͤchentlich vie rmu 132Diensztarg DonnerStan— Samstag und Sonndas, Abonne mentspreis vierteljahrig 42 Arir. odrs

.212 Silberar. ˖ Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Jeile Blattichrift oder deren Raum brrechnet. 7
57 — J — F 5* v. J 1 J 7 7
4* 49. — — Samstag, Man 29. Märzinni . 1873.
— — — — — —— — — J
Die Wiener Weltansstellung
abt der „W. d. b. F Veranlassung zu folgenden Bemerkungen:
Wie vor sechs Inhren sich auch die Früchte und Muster des
zunst- und Grwerdfleißes aller Nationen auf dem Wege zur fran ˖
zischen Hauptstadt vefanden, sehen wie jetzt einen gleichen Strom
Ich Osten wallen. Die Kaiserstadt an der Donau hit zur fried⸗
tin Heerschau und zum unblutigen Wetetampfin den Werken des
nedens eingeladen, und aus dem dentschen Reiche, welches zum
ifen Mal als polkewirttsvaftlich staatliche Einheit in Wien er⸗
heint, wird es an den besten Vertretern des XV
t Arbeit“ nicht fehlen. Der Rückbuck auf das Friedensschaufpiel
der Seine erinnert uns freilich daran, daß solche industrielle
tiesendome die politischen Gegensätze der Natonen nicht zu über⸗
hlren vermögen. 1867 empfand Frankreich bei aller äußeren
seundlichteit gegen die deutschen Gäste den tiefen Ingrimm über
3 1866 mißlungene Jutriguenipiel und bei dem Rendeivous
er Rationen wurden schon die: Rachepläne geschmiedet, welche in
*dan und Frankfurt ihren Abschluß fanden. — Dennoch er—
harten wir von der Wiener Weltausstellung sehr günstige Wir⸗
ungen für das bessere Verständnifß uater den Nationen und ganz
sonders zwischen Deutschland und Oesterreich. Eine Politik im
absburgischen Kaiser⸗ und Königsstaat, welche Feindseligkeiten gegen
as deuische Reich zu ihrem Ausgang: punkt nähme, würde feldst⸗
norderisch sein und die Anlänfe dazu, welche 1870 noch gemacht
urden, müssen die Lust zu solchen Tollheiten gründlich beseitigt
aben. — Mit der zur Herrjchaft gelangten Ueberzeugung, daß der
setceichisch-ungarische Vökerstaat und das deutsche, Reich durch die
dalur der Dinge auf freundlichen Veckehr mit einander angew'efen
ind, ist die Bahn für den lebendigsten Austansch und Ausleich
uf vollswirthschafilichem Gebiet nach all seinen sich in die hoͤchsteu
tulturinteressen der Rtationen und der durch sie argeslellten
Nenschdeit verzweigenden Richtungen frei gemacht. 1Wag in Kunst
nd Gewerbe, Wißf nsbaßt und Literctur durch Stammesdgenossen-
haft und Schichsalsgemeinschaft die Deutschen in Oesterreich und
em Reich-als geistiges Besitzihum wirllich gemein haben, wird
e jetzt zum vollen Ausdruck kommen und unbefangen gewürdigt
verdenn seitdem die pol tische Auseinandersetzung ahren Abichluß
efunden hat. — Taufende von Deutichen werden durch die per⸗!
blige Anschauung des österreich schen Verhältnisse ihr Wissen und
ürtheil erweitern und vertiefen. Namentlich hoffen wir dies für
Norddeuischland, wo sich die Auffassung österreichischer Dinge fast
nmer in zwe Erxtremen bewegt hat. Ein Theil der Norddeuischen
berschãͤhte mit jener Gefühlsschwelgerei, welche dem ˖ Suddeutschen
nelmehr nach zesagt wird, als sie eigentlich dei ihm zu Haufe ist,
ie gemüthiche biedere anheimelnde Natur des Oesserreiches, ein
aderer ühersah mit strommer —A
enen Bruder Wiener. — „Die Nichtigitellung so, abgeschmackter
Urtheile, welche vieljach nur der Rederschlag aus der Caulissenwelt
poren, erwatten wir zum guten Theit von dem Auszug un'serer
ocddeutschen Lanr zleute in die große Dousustadt. Den, emmsigen
vewerbefleiß des Landes, dien reichen HAfsqu len desselben, welche
x jeit einer halben Generation, sich aus er Welt erschlossen hat,
vird, man nicht vor Augen jehenn onnen, ohne von der Arbeits-
uchtigleit der dortizen Bevöllerung eipen o. deren. Beariff. zu-be
biamen, nnd welche, Rejultote die Politik der. Enlfesselug des
zelen Erwerbtriebes in verbälin'ßmaßig. Jurzer Zest im österreichi
hen Kaiserstaat her boratrufen hat. mögen sich diejenigen noch
inmal. bedenken, die jetzt ellzuberenn sind, vom Katheret od er
zchreibyull heradb auf,eje abichnien. Vahnen zines Industrie⸗
aates bi zusenten — ls im Jhie 1881 auf der. Lon oner
Industie⸗ Auzstellnnggeder ditenreich sche Ciewe bfle itßz Zum ersteg Mal
ber die Landesgrenten getreten w, r,, überxroschte er die Welt, sein
Unsehen hafte sich 1802 zu Lo. donunde I1807 ia Paris, zuehr
ind mehr. gesteigett, und im ‚ugenen Haune ird er tzt Deu
zeundlich nggeladenen Gastene hn Tappelt jchret — zu.b siegender
Nebenbutlen ein, —, Plag deni, Vedirnst, wo innmer s seine
heiniaih gat. die Kron⸗ perden, Un Ganzen wird, jedes Voll wie

hdisher bei Jolchen⸗Musserungen des Menschenfleißes, auch in Wien
2ehrer und Schüler zugleich sein. „Als deutsche Nachbarn des
Donaustaates können wir nur ver Allem wünschen, daß durch den
euen Wiener Kongreß, Jetzt nicht det Diptomaten, sondern der
z3hker⸗das Verstäudniß Lund damin das Einwerftändniß zwischen
desterreich und dem denischen Reiche gedeih⸗ n und wuchsen, möge.
Deutsches Reich.
Muünch en.“* 20. März. “In einerletzthin abgehalte nen
gersarmlung?hiesiger Alikuthotiten außerte Praf. ssor Friedrich
inex Andern, daß mit Bexlin Beziehungen' angeknüpft jeien, din
dutem Rejlisote zu fühten schienen und, wie an dem gr—
J.“ schreibt, in nächstex, Zeit Enthüllungen zu Tage fördern wür«
Jen, welche' die Welt in Erstauneg setzen dürften, Er hot ferner
die Nothwendigkeit heebot, daß die? Altkathotiten fich“ organifiren
und sich nach Bischöfen unrfehen müten.
Müncchenn, 24 Mäarz.. Die diesjährigen, im Juli, und
August stattfiadenden Hauptübuggen, der bayerischen Artillerie-Re⸗
zimenter werden jn der Art porgenommen, daß jedes Regiment
Jegen 4 Wochen in dem Ledfeldlager vereinigt sein wird; die
Feld-Artillerie-Regimenker werden brigadeweise ihre Uebungen vor⸗
ehhmen? Die. diesjahtigen Exerzitien werden von besonderem In⸗
⸗eresse sein, da, mehrfache Proven mit verbtssertem oder neu kon⸗
truirtein Artillerie-Materiole vorgenommen werden. Von der In⸗
zektion der Artillerie ergehen in dieser Beuehnng umfassene Im
ruktionen, unter Anderem auch über die Att und Weife des Ge—
rauches der 2000 in Spandau laborirten und imit verbesserten
zuͤndern versehenen, an Bayern zur Probe überwiesenen Shropnels.
iMünzqh en. 25. Bärz. Die Commandofrage ist endgiltig
rledigt. General v. d. Tann behält das 1. Armeekorps und an
harnnanns Stelle tritt Generallientenant v. Maillinger, gegen⸗
bärtig Commaudant der bayerischen Occupationsdivision in Frank.
reich. Prinz Luipold behält die Generalinspection der Armet
ind seinen höheren Rang. (D. Pr. 2
Munce w, 25. März. (Pf. Zig.) Der Premierlieute-
iani Baron Baricourt vom 1. Kürassir⸗Regiment wurde zum Flü⸗
zeladjutauten des Könies an Stelle des Oberstlieutenants v. Sauet
rnannt. æ —UI J
Maunsdben, 26. März. (Pf. Zig.). Der König hati die
finführung der Cradabzeichen der. anderen deutschen Heexestheike
nuch in unserer deutichen Aemee genehmigt. (Die Striche und
Borden an den Unformkrägen kommen daher in Wegfall.), Die
zetreffende Verordnung wird demnächst publizirt. 1
Mäünchen, 26. Maärz. Zur Vorlage an den nächsten
dandtag wird v⸗ A. guch ein Gesehentwurf hinsichtlich der Todet-
ertlärung der in Folge des Feldzuges 1870,7 1. Vermißten vorbe⸗
eitet. Die Zahl dieser Vermißten beträgt noch ca. 1000 Mann
erschiedener Grade und, Waffengattungen. Rehnlich?, Gesege siud
n der letzten Zeit auch bereits in Preußen und Wurhttemberg er⸗
assen morden. nach welchen die Vermißten nach uem. Zeitraume
‚on 5 Jabren als todt Arhltt werden.:1
—Nach Zeüstellung der deutschen Civilprozchordzunge wird
leich zeitige eine ‚Kedision der hayerischen Civilprozeßorduung ein-
reten. , ——
M.mccheun 27 März. Die Aufschlußarbetsen zur Gee⸗
vinnung von Branulohlen hei Thonheim in der Oberpfolz übtt-
veffen Die Erwqrfuuges in einer früher w, diesem Umfangenicht
ehofften Weise.. Die Ausdehnung des Kohlenbeckens über eine
Fche pau mehr. als 80 Tagwerl jst nachgewieien 3 dee Kablen es⸗
idt bei den hisberigen Bexsuchen æin. Durchschnittsmächtialen don
iber 20 Fuß. len 3 —!93 eu
Stusset gapet, „36, März. Dien.Vollsansammlumgenin
r hirschstraße dauerten den ganzen Tag an., Nach dem Eirtecffen
er Maschinengrbeiter 5.aus Berg und Kanrftait umg Jja Uht
Ibenda brach der Tumult neuerdings zaus.? Die Poligeihiebn mie⸗
erholt mit der blaulen Wassenein und Rahm ehrerz Vezhaftune
en vor. Militärpatrouillen durchziehen dien Stratgen uan dennn ich
        <pb n="194" />
        zroelitiscte Geschäftalokale befinden — 27. März. Heute Nacht
wied iholten sich die Erzesse in der Hirschstraße and deren Umgebung;
dieselben rugen jedoch den Cbarakter eines bloßen Lärmmachens
Die Polt, Udener, der Stadtdirektor und der Gouberneur wurden
mit Steiuwarfen empfaungen. Das requirirte Miluar stellte die
Orduun; ohne schwere Konflikte her. *

— Die , Wiener „Deutsche Zeitung“ bringt in einem
Genfer Bricfe über die gesteigerte ultramontane Agitation
umserer Tage Enthüllungen aus dem ultramontanen Lager,
aus welchen wir folgende Schlußsätze entnehmen: Bei allen
groͤßeren Ereignissen, welche die jüngste Zeit bewegten, war
überhaupt der klerikale Einfluß in einer Weise im Spiele,
welche die meisten Katholiken auch nicht von ungefähr
ahnen. Die Entzündung des polnischen Mufstandes im
Jahre 1864 war einzig und allein das Werk der Curie,
welche die Vermittelung der Tuilerien dafür in Anspruch
nahm; das wissen die Männer der „polnischen National⸗
regierung“*?, die damals in der Rue de la Paix ihre Ver—
jammlungen hielten; gar wohl. das wußte auch der Ora⸗
torianer Charles Perrand, Professor an der Sarbonne, als
er auf jesuitischen Antrieb sein berühmtes Werk: „De la
rosurrection do Ia Pologne“ schrieb. Die Hoffnung, die
der Römische Stuhl auf: die Zertrümmerung der Nord⸗
mmerikanischen Union setzte, der Verrath, den die Kirche an
Mexico beging,“ sind' schon heutzutage historisch; welchen
Antheil leßtere an den Kriegen von 1866 und 1870
hatte. läßt sich gleichfalls geschichtlich nachweisen. Und in
diesem Style infernaler Politik sollte die Sache weiter
gehen; das Hauptquartier aber, die große Coulisse, hinter
der die unsichtbaren Hände agirten, sollte Genf sein. Aber
die Dinge haben sich anders entwickelt. Durch den kirch—
lichen Conflict der Schweiz ist das Ha ptquartier der kle⸗
rikalen Agitativn blokirt und die Coulisse zertrümmert
worden, die Vorbereitung zur großen Kom'ödie kirchiicher
Allmacht gerieth in's Stocken. Und da wir hoffentlich die
Aufführung derselben niemals erleben, so mag es dem Pu⸗
hlikum vielleicht um so erwünschter sein, wenigstens dann
und wann hinter die Coulissen zu schauen und einige
VProben“ davon wahrzunehmen““

Frankreich.

Paris, 25. März. Die Polizei hat gestern hierselbst zwöl⸗
Ldeute als Mitglieder einer geheimen Gesehschuft verhuftet, dei wel⸗
chhen wichtige Papiere gefunden wurden. Dem Moniteur zufolge
sind unter den Zwölfen zwei Spanier, die sich Delegirte der Re—
gierung von Madrid nennen und verschiedene von Garibaldi und
Figveras unterzeichnete Beiefe bei sih führen. Andere Verhaf-
hungen sollen heute noch erfolgt sein.

(Marschall Bazaine.) Ein Pariser Telegramm des Man—⸗
Hester Guardian“ meldet: Marschall Bazaime hat sich geweigert,
Geneial Cissey's Anerbieten, ihn gegen Ertheilung seines Ehren⸗
wortes in Freiheit zu setzen, anzunehmen. Er ist einer Frei⸗
sprechung gewiß. J

Italien.

Rom, 23. März. In Sessa Aurunca, Probinz Caserta,
find große Unordnungen vorgefallen. Ein Steuerpächter wurde er—
schlagen. Tie Bauern attaquirten das Kommunal˖ Gebäude und
derbrannten die Steuer⸗Register. Aehnliche Unruhen sollen auch in
Modica, Sicilien ausgebrochen sein.
—
Bermischtes.

fMünchen, 19. März. (Kbln. Zeitung.) Vor dem
Straubinger Bezirksgerichte hat dieser Tage der lehte Alh eines
lener altbayrischen oder, um gerecht zu unterscheiden, speciell nieder⸗
bayerischen Kulturbilder gespielt. die L. Steub so vortrefflich zu
childern weiß. Vor eswa elf Monaten hatie die Straubinger
Liedertafel. Männer, Frauen und Kinder, einen Frühlings⸗Ausflug
auf den Bierlellet eines Gräflich Bray'jchen Gutes gemacht, der
g halbstündiger Eisenbahnfahrt don der Stadt erteicht wird. Die
Bauernburschen der Umgegend Aberfielen die unschusdige Gesellschaft
aus reinem Muth'villen, verwundeten eine Anzahl und wütheten
mit Rndttein und Prügela so segt, daß ein geachteter Bürger der
Stadt an den Folgen ftarb. In der lauge dauernden Unter⸗
juchung find Meineide üder Meineide geschwoten worden, und so
hat soeben nur einen lleinen Theil det Schuldigen eine verhältniß
maßig geringe Strafe treffen koͤnnen. Ein Zeuge, dem der Rechter
wit Verhafiung wegen Meineids drohte, fürzie wie vom Schlag⸗

getroffen im Gerichtssaale zu Boden. Sel⸗stverständlicht läßt on
Frömmigkeit und Kirchlichkeit dieser Wilden Nichts zu wünschen
übrig. Ber diesen Gesellen hat das neue Reichsftrafgeseß mit
einen Antragsnormen einen schweren Stand, da die Gewaltthatig
leit und Rohheit des von den ultramontanen Blättern —XX
Zraftadels mit der gefüllten Geldkatze“ Schritt zu halten pflegt.
Sagt wan den niederbayrischen Bauern doch nach, daß sie, um
zroß zu thun, nichl jelten zu ihrem Kase oder Schweinebraten —
Zanknoten verzehren. Auläßlich des Staäßklirchener Landfriedent.
sruches erinnert man sich einer Landessitie, welche vor einigen
Jahren die Bauernburschen aus der Nahe Straubinas gegen bie
idotischen Spazierganger, Frauen und Manner, ins Werl ju
setzen liebten. Der Uebermuth des läudlichen Kraftadels wang
die „Stadtleute“ durch Androhung oder Zufügung von Mißhand.
lungen, über einen Stock zu springen. Wenn aber das Ver⸗
mügen sehr hoch gehen sollte, warf man den Ueberfallenen wohl
auch kurzer Hand in die Donau. Ein im Griff seststehendez
Messer ist der tägliche Begleiter des niederbayerischen Raufboldes,
and rauflustig sind sie fast alle. Dagegen ist über eine Abneigum
der Geschworencn, welche regelmäßig den älteren bauerlichen Kreisen
ingehören, das verdiente Schuldig auszusprecheu, nicht zu klagen.
—AVL
echt wohl. Bisher haben die Pfarrer das große Wort gefuaͤhrt,
ohne Etwas zu erzielen, uad welche Prachtexemplare der uieder⸗
ayerische Klerus aufzuweisen hat, weiß man. Jetzt mag es der
Staat einmal ernstlich mit der Schule und der allgemeinen Wehr⸗
oflicht versuchen, ob man nicht auch die Jugend dieses durchaus
nicht unbegabten Volksstammes allmählich der Kultur und Zivili⸗
ation g winnen kann. Als Illstra ionen zu einer echten nieder⸗
ayerischen Dorigeschichte kann übrigens die neuliche Gerichtsder⸗
zaudlung vortrefflich dienen.
fStuttgart, 26. März. In Folge eines persönlicher
Streites zwischen einem Soldaten und einem Civilisten (nach einet
HVtittheilung soll der Soldar in dim Laden eines Kleiderhändlert
mißbandelt worden sein) fanden gestern von 3 Utzr Nachmittagt
an Vollszusammenrottungen in der Hirschstraße Statt. Nach De—
nolirung eines Ladens säuberte das Militär den Marktplatz und
perrte die Hirsostraße ab. Eine Reiterschwadron besetzte den
Viarktplatz. Gegen 11 Uhr Rbends zeigten sich neue Ansammlun⸗
zen, jedoch ohne erusteren Conflikt mit dem Militär zu veranlassen.
Wegen Ausschreitungen durch Fenstereinwerfungen und Steinwürhe
zegen die Polzei sind zahlreiche Verhastungen vorgerommen worden,
deute Vormitiag fanden neue Ansammlungen in der Hirschstraße
Statt. Der Ober⸗Bürgermeister wird den Sachverhalt durq
Plakate veröffentlichen, wonach der gestern todtgesagte, übrigent
nicht verletzte Soldat allein schuldig sein soll. Verstärlte Erneuer⸗
ung des Auflaufes wird für heute Abend befürchtet.

fStuftgart. 27. Marz. Die Veranlassung zu den
zestrigen Exzessen la; nach dem Schwäb. Merkur“ in sol endem
Vorgang: Ein Soldat hatte mlt einer jüdischen Kleiderhündlern
m Laden derselben Streit bekommen; er wurde auf Ansuchen det
Hdausbesiers von der Polizei aufgefordert, den Laden zu verlassen
und, als er sich wiedersetzte, verhaftet, Es sammelte sich eine Menge
Menschen. darunter viele Soldaten, dor dem Hause; unter dem
RKufe: „Der Jud' muß heraus! suchten wiederholt Einzelne die
Fensterladen aufzureiß n. Anlaß zu der roßen Ercegung der
Nenge gab das falsche Gerücht, der Soldat si an den bei feinet
Berhaftung erlitienen Verletzungen gstorben. Um 8 Uhr Abendt.
Als die Polizei der Menge richt mehr Herr werden konnte, wurd⸗
Mititar gerufen. Die Menge zog sid nun in bdenachbarte Straßen
jurück und warf dort mekreren jüdischen Hausbesißtin die Fensier
ꝛin. Erst nach Mitternacht wurde es ruhig.

f* Berlin, 81. März. Am vergangenen Donnerstag passirn
ein Invalide vom 24. Infauteri⸗eRegimente Berlin. Viühsan
ichleppie er sich dis zum Denkmal Friedricbs des Großen. Unter
en Linden, um den Kaiser zu sehen. Dieser bemerlie, wie Fig
er zahlt. auch sofort die leidende Gestalt und winkte dem Krieger
hereinzulommen. Wabrend der Gerufene fich beeilte, dem kaiserl
Befehle Folge zu leisten, ließ ihn Se. Majeftät nicht aus den
Augen und überzeugte fich dadurch, wie traurig e6* mit der kbr
zerlichen Beschaffenheit des Soldaten beflellt war. Am Porial
des Schlosses angelangt, wurde ihm zwar der Eintritt von dem
Portier und der Dienerschaft verwehrt, es erschien aber der dienf
huende Leibjäger, der den Invaliden in das Zimmet des Kaisen
ührte. Se. Maj. fragte ihn, in welchen Schlachten er verwunde
vorden sei, worauf die Antwort erfolgte; in denen an der Loitt.
nit dem Hinzufügen, daß er seit dieser Zeit schwer verwundet ia
Privatpflege dei dem Geh. Sanitatsrath Aschoff — also —X
und 6 Monate fich befunden habe und nim im Begriff fei, nad
einer Heimolh in Pommern zu reisen. Der Kaifer defahl ihm, der
Mantel zu offnen, wobei sich zeigte, daß der Invalide mehrfach
decorirt war und auch die Feldzüge don 1864 uUnd 1866 mitgt
        <pb n="195" />
        nacht horte. Nach Vorzeigung feiner Militärpapiere gab der
zaiser dem Manne ein ansehnliches Geldgeschent in einem Coupert,
uf welches der Monarch eigenhändig seinen Namen schrieb und
jun dem Invaliden zu erkennen gab, daß er gehen könne. „Aber
ule, Maje, um miine Papiere, sonst befordert mich die Sietliner
hahn nicht.“ Deinc Popiere behalte ich,“ erwiderte der Kosser,
wegen einer au kömmlichen Pensson, die ich Dir bestimmen werde
zur das Fortkommen des Soldaten war Übrigens schon bestens
uch ohne VLegitimatison gesorgt. Vor dem kaiserlichen Palais
jand naml'ch schon eine Hofcquipage, die den Jnvaliden nach dem
Sleitiner Bahnhofe brachte, von wo aus man ihn sehr artig auf
Zammtjesseln erster Klafse in die Heimath beförderte. —

In der Woche vom 7. bis 13. Marz vermehrte
qh die Bevolkerunng Berlins durch Geburten um
379 männl., 344 weibl., durch Zuzug um 1811 männl.,
579 weibl., zusammen um 2180 männl., 923 weibl.
hersonen; sie verminderte sich durch Tod um 271 männl.,
03 weibl. durch Abzug um 1088 männl. 844 weibl.,
usammen um 1359 männl., 547 weibl., mithin fand ein
zugang von 831 männt. und von 376 weibl. Personen
att.

zaboneilenden Zuges fhrmlich in Stüde gerissen. Es scheint, daß
n der freien Schweiz jenes Geschlecht von Eisenbahnbediensteten
roch nicht ausgestorben ist, an welches der Ponheiri“ vor Jahren
e Mahnung richtete, sie möchten sich grdßerer Höflichkeit befleißen,
Kamu man nicht auf die Vetmuthung komme, das ‚S. 0C. B.“
Schweizerische Central Bahn) an ihren Müten bedeute : Samm⸗
ung Culturbedurftiger Bengel⸗·

fLondon. Ein gartlicher Gatte.) In den Times? ist
algendes Inserat zu lesen: „Fünf Piund Sterling für Den
enigen, welcher dem ehrenwerthen J. Wilson Nachricht geben kann,
bas aus dessen Frau geworden und ob sie noch am Leben iß;
ehn Pfund Sterling fuͤr Densenigen. wel ner auf Ehrenwort und
—X daß er wisse, Frau J. Wilson habe din
peist aufgegeben.“
fLondon. Ein neues Leuchtgas. Det CErystallpalast
vurde dieser Tage zum ersten Mal theilweise durch Luftgas er⸗
euchtet. Luftgas wird fabricirt, indem man Luft mit einer Flüs⸗
igleit, die Gasogen genannt wird, in Berührung bringt, und die
weite Qualitat des 8 Leuchtstoffes stellt sich der Lenchtkraft
jon 22 Talglichtern gleich. Der Erfinder des Luftgases ist Hr.
darrison, dessen ursprüngliche Idee durch die Airgas Light Com⸗—⸗
‚any Limited) ausgeführt wird. Vas neue Gas wurde jeder uur
nögiichen Probe unterworfen und bestand dieselbe in jeder Be—
iiehung glänzend. Die Exper mente im Crystallpalast waren über
ile Maßen erfolgreich und bekunden die Ueberlegenheit des Luft⸗
jases über die Eigenschasten des Qohlengases. Ein besonderes
zerdienst des Luftgafes: ist dessen sehr maͤßiger Preis. Tausend
zubitfeß kosten nur 3 4h. oder einen Thaler. Luftgas gidt ein
ner?wurdig reines weißes Licht, dessen Klarheit nichts zu wünschen
lbrig laßt..“ Der mit Luftgas erleuchtete Theil des CErystallpalast
sach, wie Augenzeugen betunden, lebhaft von dem mit gewöhn⸗
ichem Kohlengase erhellten ab. 7

In Manchester stander zwei Knaben im Alter von 16
jahren vegen Kirchenraubs vor den Zeschwornen. Der jltagert
deury Powell ist der Sohn eines Geistlichen. Die Knaben hatten
⸗vele Raubergeschichten gelejen, daß ihnen die gewdhnlichen
Beschäftigungen und Ramen nicht zusagten und sie daher unter
en Namen Dick Turpin,“ „Jach Shepparo“ und Claude Du⸗
zal“ (die englichen Kinaldinia) verwogene Raubthaten ausübten.
hdowell der schon früher wegen. Diebstahls verurtheilt worden war,
burde mit zwei Monalen bestraft. Ein dritter zwölfjähriger Knabe
durde wegen Fälschung einer Postanweifung bestraft. Auch er ist
zas Opfer sclcher Lectüre.

(Pfälzisches Bier in Peru.) Ein Mannheimer Erxporlge⸗
häft erhielt von se nem Auftraggeber in Lima, der Hauptstadt
rinr. Welß in Sp yer fie so ausgezeich et aus, daß sie gar
ine Ide⸗ davon baden. Noch nie war ein solches Bier in Peru!
das ifn Stoff! Wir verkaufen es schon — theilweise an Freunde
ind Bekannte, es hat anscheinend wenig Bruch. Wenn Herr
WBelß uns wieder Bier schikt, so sagen Sie ihm, daß die erhal-
ene Sendung besondees deßhalb unsern vollen Beifall hat, weil
as Bier aus der Kiste herausgenommen, keinen Bodensatz hat
ind bis auf den letzten Tropfen hell und klar ist und aus diesem
Zrunde auch nicht sehr statk schaumt. Wie gesagt, das Bier ist
Awas Excclientes, rein wie Goid! Wer es getrunken hat, ift
ntzüdt davon !“

NQonitz, 19. Marz. In der gestrigen Schwurgerichtssitung
urde die unverehelichte A. Voͤring aus Schlochau wegen Kindes⸗
otdes zum Tode verurtheilt. Dieselbe hat ihr 10 Tage alles
EI

Die schweizerische Eisenbahnstation Sempach war dieser
tage der Schauplatz einer haarsträubenden Brutolität. —A
sier, ein seit Kurzem verheirathetet junger Kaufmann war einen
ugenblick ausgestiegen und wollte den sich eben in Bewegzung
etzenden Zug weder besteigen, als ein Konduklteur ihn durch einen
dloß auf die Brust vom Trittbrett herunter rücklings auf den
herron warf. Der Unglüchliche wurde von den Waggonstiegen des

F. X. Demeß, verantwotlicher Redacteut.
Bekauntmachungen.!

36 Dez. Acker im Betzenthal, neben
Peter Ssolz und Johann Klam.
19 D z. Wieie in den Großwesen, neben
Johann Hofmaun and Jakod Jung.
6 Dez Garten in den Großgärten, neben
Tonrad Pflug und Joseph Best.
8 Dez. Garten in din Großgärten
u Baupiätßen, neben Witiwe Legnet und
Wittib Weitmann. J 9p
Horn. kgl. Notar.
57 —
Eichen-Lohrinden-
9
Versteigerung

Nohrbach Bezirlsamts Zweibruden.
Donnerstag den 3. April nächsthin,
tachmittags zwei Uhr, wird zu Rohrbach
n dem Burgermeisteramtslocole das Ergebe
niß der Eichenlohrinden, geschätzt zu 150
Zentner U. Kl. ffentlich versteigert.
Robrbach, den 28. März 18785.

Das Bürgermeisserami

— n

Viehversicherungs-Verein
—A
Tie Mi.gkieder werden hiermit zu der
am Sonntag den 80. Marz Nachmittaus
WUhr stattfindenden
Generalversammlung
dei Herrn Peter Heussser eingeladen.
Tageséordnung:
Vorlage der Einnahmen und Ausgaben.
Festsehung der monatliche Beiträge.
Festsezung des Eintrit:tsgeldes.
Reue Wahl der Verwaltungs-Mitglieder.
Vorstaub.

haus u. Güterversteigerung.

Samstag den 5. April 1873, Nacmit ⸗
ags 3 Uhr, dahier in ihrem Gasthofe,

affen Eheleute Georg Klein. Gostwirth
ind Wilh. Luise Martin dahier, ihr
leineres Wohnhaus und sammtlich s Acker ⸗
ind Wiesenland diesigen Bannes auf 6
ahrige Zahltermine in Eigenthum ver—
deigern und zwar:

I. Ihr an der Kohlenstraße neben Mas
etschmied Emrich gelegenes zwestöciges
Wohnhaus mit Hinsergebäude, Stall, Hof⸗
aum, laufendem Brunnen und Zugehoör;
janz oder in 2 Theilen.

58 Dez. Acder rechts an der Kapelle
ieben Franz Jalob Heinrich und Barbara
daas frisch g düngt.

62 Dez. Ad⸗r im Dilmesflur, neben
Jehann Joseph Reiter's Wittwe und Erben,
AMau Kteestücke.

41 Dez. Acker linls in den Seyen, neben
Johann Kennerknecht.
— Ader allda neben Erben Stein⸗ —, — —
eld, bedes blau Kleestüde. .
7 26 Dez. Acker im Rodt an JFuch &amp;x RBuxking
ꝛt Kaiserstraße, aeben Jakob Schwarz und u— di
Vitewe Vit. viau die sud gor J eeehe 7 die eenen
46Dez. Aceet in der langen Ahnung uster arten un teicher uswahl ein⸗
muim Rothenflur, neben Pilipp Munzinget getroffen sind, empfehle ich zur Anficht.
und Geota Schmeliter I.AI. ¶ VVGOBIC.

Im Polizeigefängniß hier witd Holj
zjum Kleinmachen angenommen.

Einem geehrten Pub ikum zur ge⸗
älligen Nachricht, daß ich von meiner
Finkaufsreise zurück bin und empfeble
nein woh assortirtes Lager in JF

fertigen Kleidern,
m modernen Schnitt und gut gear⸗
heitet, zu billigen Preisen.

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3 bis 4 Zimmer,mit oder ohne
Röben, einzen oder im Ganzen, hat
uu vermiethen

Gieora KLein Gastwirtß
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        Die photographische
Austalt ist taͤglich ge—
öffnet von Morgens8
bis Abeunds 5 Uhr.
rAlisg.

J.S8t. Dioli na &amp; döhne

J Zweibrücken (Ecke der Landauersiraßfd)d 53
empfehlen eine große Auswahl ⸗ H
7BVorhangstoffe und Draperieenn
Brust-Einsätze

Herrenkragen und Manschetten,
Damen- und Herrenshligßg
. weiße und farbige Taschentüche

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tten

Der Umterzeichnete empfirhlt sich im An⸗
legen und Repaxriren von
Kegelbahnen
unser Zusicherusg puntiticher und billiger
desotgung..
ittzelm Bollen
Fim. Jos phéthal wohnhaft.

Guceut und
vdon SG.
Nach Abzehrung brachte das
Malzextrakt Kräftigung.
Berhin, 3. Dezember 1872. 30u
des Herrn Tostors und meiner Freude
hade ich mich sehr erholt, denn ich
war so abgezehrt, daß ich fast am
Leben verzweifelte, aber jetzt gan;
munter und starke werde. Ta mir
nun der Doktor den weiteren Ge—
brauch Ihres Malz⸗Extraktes
perordnet bat, so ersnae (Bestessung),
Anua Füsser, Leipzigerstrgße 81 2
Treppua. 6
An den Königl. Hofliesexanten Herrn
Johann Hoff, Birlig. 73, 4*
Vorkaufsitelle tei Fritz' Paitzer⸗
bieter in St. Inobert. 7*

— — 2 F
. Wir fuchen für dauernde Beschäftigung inoch fünfzig bis sechzig Man
er Frauen, Mädchen und Jungen. 5
Taͤglicher Verdienst je nach. Tüchtigkeit und Fleiß von
I r. bis zu Is 30 kr
und hoöher.
einen-
e. in Otterboerg bei Kaiserslauter.
NB. Reisespesen werden nach Ueberemkommen vergütet.

ZEl Lerg imn Limbutqbei An.
A.iir ioc üα..

7 2 2 Ger o ß ers A
ir 92* m * 12 ⸗ 2
Taperl on⸗ und Ronleaurx⸗Lager
Ein großes —X Latteuthor * X * 5
nii Scͤloß und eiserner Stange hat bilioe bei 3. B. Ciolina. F
u vertauffe visa-vis dem Piälzer hof 24*
Sermann Fischer in Zweieααν.
*
⸗9 34 40 . WW
— n J— —3 —A 3 2
W. Fuhrländer Nachfolger.
* — 2 — 2—
tααα r — naimn.
HDurch forewahrend Feue Züfutrren und. durch meine direkten Nerbindungen mit den arsten Fabrilen, ist es mir und glich, mein
7sõrtirtes Laget zu den behanniten birurigen Preisen zu eppfehlen.“ e
Großes Manufakturwaaren Lager. Großes Ausstattungs Geschäft.
⁊ e/ breite achtsarbige. lila, rosa, gelbe, braune Cattune, S500 Stuck 8 breites schweres Leinen, hir Oemden und Velttau
fur Kleider und Ueberzüge, Cattune mit Borden, für en, der halbe Meter 12.
Morhänge. der halde Meter 9 kr. — Ellen breite grobe Leinen, fuͤr einschläfrige Bettlücher, —
feinste ade Iu In den brillantesten Dessins, de vollständig Betttuch ohne Nath, 4 Ellen iang, Iul 408.
halbe Petet 13 ir.... 4 9 83⸗Ellen 78 8 —* e zweisch läfrige Betttücher, das ub⸗
Ana feinste Pique⸗Fattunc, der holbe Meter 12r. he ngs bandige Betttuch ohne Rath 4 Ellen lang, f. 2 24.
8 Stuck ire ieee Aerbiees Bettzeug, meistens turtisch⸗ 200 Etua 9 pe— ichtetshes und dohmisches Leinen, der hen
roth,: die Euetb tr. [65 Centimetres.] 2n 200 Siua eter 15, * frr. .
200 Eina soweren swarzen Mooretns fur Unterrdde, die Elle 22 ir. d ce wollene Bettdecken, fur zweischlafrige Betten, ⸗
158 Centimettes , 78* vond etqæ fßß. A—— —— —
. breiten e Vea preesesn neet anst gad ohnt e —53 Bettdecken, fur zweischlafrige vene
Franzen die Eue t. l60 Centimetres25. .. 5.. mickschwere graue Bett⸗ u. Pferdedecken, d. Etlickfl. 230. bis sMecõ
MA drellen jcwweren guten Bugtin fur Hosen and ganzt Tniugee die ariqhwere weiße — —* —e— — mit 28
4 f. J 35 — epe — — — er 2ichlafrige Betten das Stüchfi. 2. 30.4
acnreite Fuß teppichstoffe, die Ellenlß kr. 155 Tentimetres. 0. Dutzend weiß feine Tischtucher, Di Ellen lang, 2 Chlen bucn
3 rothen rheneß RAnterrockstoff, die Ulle 18 Ir. ab Centi⸗ 58 das Siue otte ꝙh —— J Cie
inietres ——4 . 190 Duß nd Haudtucher, das Dutzend von fi. 3 an, die Elle von 6 kr.
einen weißen reiten Mull fur glelder die Etteg2 tr ss8 Fentim.] 3200 weiße rein leinene ee das DTzo, A. 2.8
Iooo. Stuct verschiedenen tuur⸗Kleiderstoffe fur Winter, Sruhjaht Große rothe Cachemires Tischdecken das Stüch I. I, 45. uc H..4
eSomitzeraund Heriast der Meler von 30 Ars an großerothe Cachom ires EComodedecken. das Stüd f. 1. 1. ie T.
Lamas, Unteroclstoffe, Thibets, Cachemires,: Flauell,uhie eiten reich— ramggirten Vorhaugsmull mit Bogen, der holbe
Finets, Etpaguolot /es. Chales in allen darben un d Beter 16 1r. 7
Dualataten, hi u , Lrimã Shirting, grau, we iß schwatz; die Elle 7 Ir. stiß Centlma
tsa. veeiten schweren Barchend lr Beiten, die Elle 16 18. n νd α breiten Zwillich Lederleinen, Strohfack leiut
Ietfr. “e — 145752 graue, gelse, weiße Servierten zum Fabrikoreiie.
Aus meinen Wause gehen jährlich Tauseunde von Sendungen nach allen Gegenden Deutschlands, und tägln
detholeunde Rachbriteslkungen sind die besten Beweise, daß man allenlhalben mit meiner Bedienung febt
. xESirieden ist. 75
Wustẽtablcunitte lämmtlichec Krkiket seude in relchsser Auswahl francot per: Bost. 2
kleinstenAnfiräge wmerden wie bloher bestens ege d vatch wir das bisher bewiesene Vertrauen auch wens
..au erbhalten. —P 7
— — —— — 53* — ——— — — 22 *
Aaltion⸗ Druck und Verlag von Fr X. Dee ire zin St. Inadert. 3..1
5 2 — —*
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EDe t anberterg — — — —— nit vem dauvtblali⸗ lerbundene qjaierhasiungsblait, Lit —X —XRXI Dounerptags · und Soxviag
Auemen aIseint wbchentlich vizermn a1: Den tag, Donuer ata aan Fa iidta g. und Son y taßz, Adgnementaͤdreis vierteljabtis 42 Krar, oder
Aara 12 Silbevrar. Aurigen werden mit Erur. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren, KRaum verechnein uln
— — —— — — ö— — * 2* — — TAAA Rez 9 TArs 5555 5—75——5—53
— 50. J— J 8 —9* —8— 8 SEonutaa⸗ te Mar⸗ ꝛ —D ——— — 4873.
2639 2 44 — * —V— — — n —. u e — sp . —D *naqtinn
Dent sches Reichα—
Munchen, 27. Marz. Durch Erlatz des Finam-Ministers R. St. Inaber Das Profetteinern Jeren Sneaß⸗ Gerlangerung
das fünfprozentige Eilenbahnaulevenvon 1866 gelündigt und der Bahnhofstraße) behuss direlter Verbiudung —EXX
afür die Ausrabme eines 444 prosentigen von gleichetn Kapltat- der Bruchrechstraße, durch die Steegwiesen taucht immer wieder von
betrage ( 8,807, 400 And dungeorhet, worden Ven Glem gern Neuem auf. Es ist sehr zu verwundern und zu bedauern, wie
wirde freipeslellt. Boarzahlung oder neue Alla nrojeutige Qb liaa⸗ argwöhnisch. dieses Projelt· von· mancher · Sere tus betrachtet wirv,
ionen zu verlangen. — ndem gewisse Leute behaupten, das, piele Anpege de Nev⸗
——— ubisachlissen Vlccörduu gen, cur. rhre eigene Interessen imn Ahee lανν 2——
wvelche gemaß allerhöchstex Feuschliezunge dezüglich, der Armerzlini⸗ Allerdings wüe den einzelne Päuser, durch Verwirklichung dieser
ormen zyr Herstelluug der bis jetzt, möglia sten Kouformitälmit Anaelegenheit· be deutend, aͤn Werth —ãeä —
em übrigen deutschen. FeichShettx, Jur —— uͤber solche Kleinigkeiten: hiawegs hen und in Das Gute des g 4
estehen in Folgendem* Die FJunfdi tere thalt d Gaͤnzen im Auge behalten: der Bau dieser nerenuStraßße würde
cdarlachrothe Krägen, — — ——— aif auch aund nach die Ueberbautgetgg de⸗ qunzen Wies: ucomplexes zwischen
etzteren wird oe Regimenssnummer⸗ von gelher Schnut — X Kohlen· und Saarbrüderstraßczz Rach ofich Haheneh Hiis
benso sind die Grad⸗ aus zichrugen Dder: Unteroffii⸗ re⸗ —A olgen hiebon würde dies Heschältelagg der —XXV
etten der Offiziere und die Küoͤpfe gelh zi put ¶ das debregiment irt dag Grundeigenthum werihvoll und spater: ein gesundes prix
welchem ftatt der Nu mer, der9 dinendgia Tdes Lonlas auf porficnelles Ausdehnen dex Stadt var sich, gehen. 5 —
vgg Ichselllappen aufa. naht ists Jaie wdeitzem Me⸗ 2438Fährt man aber sorn St. Ingbert immer mehr an Hassel
all hahen Die Ulanen nnd sretgcec werlieren. dig Ver⸗ Kobrbach, Schnappbach ünd, Renttzjhch anzul hunen, so gestaurt sig
cieden· rochferbigen Biustfinphen. Die Kürvssire erhattewatinan uastre Heimath nie zu einer „hijbschena; Stadt, sonderne zujn einer
net weißen Mantel graue; die Off ziere der Altillerie, des In⸗ vn usammenhängenden Anzahl, hon unschöntzi Maurun j nen
jenierkorps und der Pionserbataillone erhalten] lchvgrzfümnstoezlet zEs gibt zwei Wege, das Ptrojeln zu realisiren XE
dragen und Rermelaufschlage. Der Generalstab derhlert die Achsel · nimmt ssdig de — 5
chnure, erhaͤlt Enoulette cqrmoisinrothe Kragen und, Auffschläne, J. B. mit der Gsanftali,ederdi Stam schuein tiuen. Bert
e ι Uctiengesellschaft abee unter vaher *
»en Heim, Kragen, Auischiäge und Hosenstreifg — wi der Exrnexal. moͤglichn Im Gemeindeinteresse gehaltenen Bedingungen νιαν
— — ———— —BD———————
⸗hat die Farbo des Woaff'pi mt eii 3 darbe — — 835 den Bychhruderesbehher und Hetauqgtbennedez
————— I4 cde ie 5 cheͤ P nne oltkszeitung“ Ph Rodi dahier ift nun abgeschlatjen
delorder cugebrocht ·ft z nur Die eu uffite· rhaltea weiße⸗ Mützen. and derselbern wegen rinet Reihs vann dtrügeris enz Handlungen
Dder⸗Sthnitt Zer Mniform uist wir visher tnmurx wied· oder Echoß erübthetjen · Hambukaer Vongers nuege Lopsenhan ditten von X
was langer, iunt woh dunn u vν nee u vicige Boꝛtgeigeticht ber wicsan. APialz. Pol.) ha⸗n —R
ν ασ αααιισ gieE Ind Vetbondtun gent Bet ih n 26. Piamneena Eeaun an von
nin Bayetn im ·Gunge üher einen dengeren assauße ver bayerissgten 8. preußischn Hinfätentegiment, wird auf —AX
Iraice an das deiundes diciticuec Veit dor Fuhruug derselben ist! Kegierung an der —EXX Khiwa zheilnehan n
din preußischer Kavall⸗rie⸗General betraut und in München augen⸗ f In Rigest AMit vurbe des Kaisers Geburtszses Durch rime
datich an esend, der jonvhl Daithseine diploinatische: Gewandte enne Vrilg⸗eir zwischent preußischeh und —EX—
deug, feine mü'itärischei ——— und SEifabrungen, als purch perherthicht, hei dex es mehrerg Adwera Byrmundungen adseßte.
eine 4 mitieiher XX vesonddrt geeignei oeen —— daß die Ausstellung bestimmt
—BVV0 ius
— J 2314ανν Gu be gorn hät' der —2 ut
* J nexsucht / secne Muter durch e auf
uναν biudrden en Forf, u cq Die richterlichen intn aben folgeudeß
Aãahe ve et lttkLücer zune xgettrar 4 9 in Foige andguerudir Kraͤnllichtet n —
——— Atzen und seine Verbindrno Sludren Jeg zuraagehlicden —QV——— gi wat ei
— . Anen. Ein anderes verschanze ehr. schlechtes gemejenn sshn Entmunrhigihlg hüetsibet war n
RPhemus angelegt, werden Di⸗ Oosten. ur rott daß eh wvon d an bed Udiertscht gar nicctem r —7— —
underl hat J ondern. während ihn seine Mutte; im ren ße . sich
eg In der Stadt guüßig — sant zt mran
—E —— —X—— sbaer kient Vnischidern mit den *
Jusmweist ausgetheilt: n uze nie J uns1 weledettj heed erhob!den Dine itc
edleute. Boidwerdetnihttnder Amnuid Tod em Flend 120. Il. uud Verj cheit ihn!“ Als vod Kutzem 5 Aie Semesiet
— XX———— iht warum 9. Das somini daer il Grund der Scullahres g jchtosfen wurde, falschte erin —2 und
ind Boden misht. quch vehören ?weilg sie Ppenen gehdren, weiche· geigte vrAA vor.· wEine de ———
—R Dacke noch SEchaufent zur führen wss n. Ist Ie ze in an dr de am bes andern Nochmit«
—V e welche ih beft —E X e wio jdi setne, Muttetin RAugste und Sorge 34
tuder Acbeihinten Hande. Dere Boden gebört cu... Es i warteie. Ansangs lie se ihn, harsch an,, sugl ober bald, pom
de Unagerechugten, daß et denen Hahdren Joll werde schneeweise wülterlichen Schmerz übe waͤln h banderingeud. vor ie In dig
Nuode hoaber Landleute dee —X&amp; vp, —XXXC ihn e e sesge Intieg deee
—B— der Internatioraled Arberter- Sie verrieth dabei, daß sieaud um ven Diebstaͤh de SZvparlassx
rd euch zu Kesiheru d Si Bodekben 8 Die Herrscwast,der re — wisse. Aloiß WVrdr aufhin inu
Reichheun und er Herechtintzin w —*5 Hoͤret nitgz auf die Kache, krar ff 8 eb'n dorde liegenden Mor und
Fitigerweiche vern Iherpenonde, Goses nashreden,Ne der ratchie damit der aimen Fron, mehren schwre Oiebztnug vepystapf
e ehehe ir Asleheneew ded Woh ergehetn and das welheanbedngt en oghe waͤrrn, haͤtie, wicht. bie dichee
derjenigen elche arbeiten z Zaber Ddie: Internatidiiale wwe U, anbe, welche Frau —RW die Pu t —
d ns virelteunerce Lunet auf mniear ber almen ind die unglücleche Natter. aus tettnn uühen. hufenß
kente teber -5ι ιαει9—ι ore Ve e anammeaãce gũg Nos Vagi zum Waschbecken, reinigse die
—. AA. ta. blutiagen Haupen nbebegate sich Jodann uünbeen n.
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        —ED
r geschen⸗ Duß die *26 jemer — Oambking
weise utderrichtet ser und digse Fre en Schmerz Ferrie,
edacht, sei bas⸗vi b Ke, Em sie so Vit dinem Mae von
iU dem drückenden fenue seuFtwegen zu 75 Er habe ihr
stilles Gämen nichf mehr mit ansehen können, und da er auch
leine Art gekannt, sich selbst wieder zu rehabilitiren,die upfelige
That verübt! — Gewiß —A — Räthsel! Alois Haut
vurde Jofort in HDastegenvnrnien:* Etxontzt in seinen Zelle gänzli
ebrochen,fiester vor isich binhrittend und kelne Nahrung u sich
aehmend. Der Zustand der Mutierläht Hoffnung auf W'eders
terstelung zu; sie weigert sich entschieden, gegen drei. Sohn ir-

end eine Ausfage zu machen. In
Herhe rn tBaden 230 Mãti. Die Wundererschei
nungen des Weilerthales haben sich bereits hierherverpflanzt. Die
Jungfrau soll sich — wie tie h B. E-gig meldet — um hie
figen Walde daven Jethen kassen. Dereis sirsmen Wahlfadret zu
Es werden polizelche Mahregelrgerroffe werden.
au 10αν ι— ⏑ ed 7
ur 14—B ν

—AVV

rBerichte Ober den Slam⸗ der Wincerfaatab ersolgen
ar biß jeht vwoch spärtich, allein so viel laßt sich 895 en, daß im
hgnzen Die Peberwint erung gut ergen ist. Der 3 t 3 in Folge
sast hänzuchen Mangeis aͤn Frost beinahe in wverselhen —X
Ztärke erhalten, wie * in den Winler kdam. Tritt nicht eia uovorherge—
ehener Witterungsumschlag ein, so darf erwartet werden, daß er fruhzeitie
genng in die Bluͤthe irilt, um von den Zerstörungen der Rapskafer verschont
su bieiren. Ein reicher Ertrag darf dann ohne Zweifel erwartet werden. —
Auch das Wintergetraide hat sich durchgängig gut erhalten, und zeigt nur da
Blosstellen, wo man nicht genugsain duf, die Vertilgung der Mause bedacht
zenominen hit. Nur aus Holland wird bis jetzt über sehr gelichteten Stand
zes Waizens und des vggens Klage geführt.

Die Oelbohne, chinesijcher Herkeunft, lenkt eben vielfach die Aufverl.
zueit sich, denn sie zeichnet sich durch einen auffallend hohen' Gehab
ettem Def und ebenso in hervorragendem Grade an Fleisch dildenden Rähr—
sossen · aus In China wir⸗ sie in erster Linie als —vorzugliches Biehfutter
angebaut, aber auch zur direlten Oelge innung. Das Del hat eine honi
gzelde Farbe und kann sowohl als Speises wie vuch als Brenndl verwendet
verden, ohne daß es eines vorhetigen Reinigungsprozesses bedarf. Die ge—⸗
vonnen werdenden Rückstüude sind wohl das fleischbidendste Rährmittel, dat
man kemnt. Am besten gedeiht die Orlbohue auf schweren Thonboden oi
ciner Stutze zu bedürfen, wie unsere AXXVXV

sRVDemei veraltwoilicher Nedacteunr.
Bekauntmachungen.IJ. St. Ciolina - Sõhne
ν . t —* Veahe in Zweibrücken (Ede der Lundanecttroßeh / *
di 3— 4 J. empfehlen ihr voͤlls ndig sot irtes Lager in sEwarzen Wauren/ ais: ——— 5
—⏑—— Thybet und. franzöfische Merinosz
wo Dden 2 prii vdchsthin im 3 ß A * F x — 20 5
Bchuaale des Hettn Lehrer Kohl,den Cashemir, Toledo und drap dto eee
Aod geaaben hc Alpaccas und Orleans; *
and zwar für die untere Kiasse Vormittag — 414444
—— ———— slatto te tueiste n broschirte shwarze Grenadine
zon 10 Uhr. Wohreudev VPrüfumg — — OO.L. —J — * F —F *
nd dile. wzrz Handardeiten der Schũ un zeiche ahwarze dambrechter and Aachener Tuche
erinen i den uisaalen der Tochterschule e —— * 2.1 213 * * An — 7ä
e ganey der nencueSommer⸗ Budskinss 34
An e ee Uhr zowie dad Neucfte inn 3—24
n Bberlare iiden ESneie virde sodann Fomen-Taluios Iccueites und Voken
,, t ea n nn, Damen · Talmas Jacquettes und Jacken.
notorischen Votttügen abgehalten.. TSJXDGäA —— xxXC'.«—— A——
dierzu.“ sowie jut Prufung werden die *3. 228 253 — 7 Feschäst J
—33 Anius Gentes in Zweibrüden

lien Merze „ iefert vollständige Betten mit Bettstelle, Feder und Haar-Mattatze, wollener Betidedce oda
B8 35 — hen Touderte, Plumean und Kisfen, wovon Vorrath nuf Lager, übernimmt ganze Aaeßa
ußtze begant —** —⁊8 ungen und derspricht gute, solide Waare zu möͤglichst billigen Preisen. ——
—— ningae Zugleich bringi dasselbe Fene Semden⸗ und Weißzeug-Fabrikate in guin
8
Todqterschule fattz die nen eintretenden 7 pollstandig assortirtes Lageß in allen. Arten Weißwaaren, in ernipfehlein
modaen haben fich ver Vorfteherin durcqh 8 vp Vre elifin — ——

die ẽlirn vorfchen iu iaen... Neher. und Verdsen werden aut Verländen heiand

Die Eoriccton. Sdhuemm en Pubitum zur ge⸗ r
AECCC.. MC. . .F. AüAlligen Nachricht, daß ich von meiner .Ebtroz dlott bei. enthalien
Johann Hellenthal an ie din un enpfeite Wtete ddtp
Vacer —— 2 J———— n. z—3 Vdagen⸗un
verkauftꝛ: 6 fe —v atarrhalischen Leiden ꝛc. Verlau

den Kukil⸗Meter Mauersteine zu 1 . er igen —5 eil ern, bderFTrisc Panxzerbietei
eeeee Srteein Dedernem Schnitt umd gut gear⸗ i Si. Isb e
zute; Obhmet den Zauner zu jg, beitet, zu billigen Preisen.

— MIMXx. AUSSt.
Auch kann bei demselben ein seißiger—

hraber, junger Mann alt Schürer ünd

Maschrnenwärter gegen hohen Lohn

eintreten. Vorlenntunisse sind niqht erforder-

ich, derselbe wird angelernt

Der⸗ Bogenorator
XAAIEOX. &amp;
—XI
Mittel gegen allgemelne und speelle
Schwaäche zuftande, Vlagengedärm und
Lbertrankheiten, Hämorrhoiden, Eng-
xustigleit, Milzirankheit. Flechten x.
jowie alle Zrantkheiten, die don d
dotbenem Blute und schlechten Säften
derrühren. Der ‚Lebenswecker“ de⸗
jordert die Verdauung, keit den Ape
petit und dringt neue Lebens lust in—
den erschlafften Koͤrbet, er ist besont
ders im ktitischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Flosche zu 1fl. 10 kx.
— 80 Sge. bei P. Zepp in St.

Ingbert. *'
2

17
Ich zeige einem geehrter
ublikum ergebenst an, daß
melne Witthschaft in dar
NKaufmonn Friedrich
Echwarysche Witthschaft)
lade zu zahlreichem Be⸗

—2—
D. —

—
78
·ot tat

—
—J

Amando.

12

—
A 119. 2
4301 *
6 V

Ichen.
d Zusammenlunfi
mMmann.

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le atton. Dru s und Nerlaa von J. Doem 2α
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        7 ——A —R
—X — — 213227 —2322 22 26428
22885 1344325322 223222323288 58* 4*225287
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Z*7 ———— * 5324 325*æ — —3 525885
3 2E. —3 235 2533* — —— 128223235328 823 37 82BRBRIF
c 5 22523 322— 323—25 8623 38* 238
ẽ*— 2 — —325— 287. 8 7* — “
5738—32327527 35755 5437334 25237 35 3533325
82 883 ä55335533 3 55 332867*7 553232 283 2537 ĩ
—— 223728 23858 *—3——3—38322—33—— 223 5258
—
27333333353 ; —53—322323 832——35 333565383
2 3725235 33335 327 2
235 * — 552 853 357 255 2357 553538*55 ⸗ 52* 37
———
173—2*37533332333325 32 E33333273232284632 227 352
82353373333—55* 5B— —233 32373337875
25722 2753534 — — 2255533 —— — J22—5r527 2
* —— — 232553322552 * 823 —A3 53222 —23* *
3332325577335 35 —— 33335322886 2128*
—3322 —2535 5—52—6875 —535723 33336 83358 388
— 53358— — —35 385—383232* 5*83
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28 2 2232527537 33573332 e
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3* 3333 3338333377
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2 22 22227 —2222 —
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5 282 582 3883333533 3388 ẽ
538 825—535 232 8 32333—
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2 275 558 225 8 228227 82 —B33553 252* 34 — 25 53 —
3 — 53 — 23— 22222 3 * 8335 532355357 2332;33323 22 8
332335355* 33 ——33333 —— 38336353
2327 322 4785 7333 —633 5322
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1553 5232 22* 26 29 232 52 3532358
352587 5 —2 228*8672 5—233,335233 3*
38753275 3224* 7558 *223355 3
* 3 m. *227 —32 —8 8
33355853 43232228 72. 3 233332833
e 5522252 b —A 2* — — 3223532 557 *
3 — * E * 4 * — 2239 28— ——— 22 —
32 228 —532552 —3257 3582 A 2332322232323
33280333 ð 253555 72 333354 57 3—
2*5558* 53 — 5535 2582 2—2253 8225 32287 2 — 73235*
422 42283 55535658 453552353335 3529622
—— 53333338* 222353 — 5523332
7 —2 2332 22 7253—23* 3 — 28 2 532555
52. 55225 232 48*85 852* 853 —25 87 —A
Z28s„283 7 — 8 J. 35 27. 2 —55 —
3333 722758* 77
s35832333335 85328 227283828 32335 335533328335
322 3 2258* * —
43 3235338 — — 3333—33385 2—
322 — — 23 Q225 —A — i * 2 3 * * 2
13233753 2533238 15333353733-8235 —525 5723285 —
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3*
nut enad

der Suü. STna berte rAnzeig —XX das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungkblatt, mit der Dienatags⸗, Donnervoga⸗ und Sonniagr

Zunrener eclcheint wocheutlich vier mal: Dienstang. Donner stag, Sams hag und Sonntag. Ahonnementspreis vierieljahrig 42 Rerart. odes

12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4.serar, die Zreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Naum berechnet3ιS α 8

7*85* F

M 51. um; Dienstag, den I. Avril ιιννα ια— 1873
— — — — — — — — — ——
—288 a ee
vru Deutsches Reich.

In Mümchan geht das Gerücht, es: sollten in Zukunsti nur
noch jolche/Offiziere zu Stabsoffizieren befördert werden, welche die
siitarakademie besucht haben. Auch“ werden wieder massen hafte
henfionirungen in Offizierskreisen erwartet. ν

Maünchen,“ 2830 März. Der Com randenr der dritten
dibision, Generallieutenant v. Walther, wurde auf Ansuchen⸗ müj
henfion zur Disposition gestellt; gleichzeitig wurde ihm unter An⸗
lennung feiner langjährigen mite treuer Hingebung:geleisteten
dienste bas Großkreug des Militäxverdienstordens verliehen.ndn

Berr lien,: L4. Märtz. Saling'sBorjenblatt? meiden:
Dewohl über des Kaisers Reise nach Petersburg, sowie die Be⸗
geitung des Kronprinzen noch⸗nichts definitiv beschlossen ist,mird
qh als wahrscheintich angenommen, “daß Bismarck wud' Moltte
Grfolge fein werdenoVDiplomatische Kreisenlegeü der Begeg⸗
umg der beiden Kaiser: große Bedeutumg bei, wril es bckannt, daß
as Berliner und Petersburger Kabinet gleiches⸗ Mißtrauen: gegen
thiers Irtevenporet geger es vaher vicht ondgiccc veg
n Petersburg Abkommen getroffen werden, welche auf die künftige
Constellatron der enrovaischen Verhalintsfe von großem · Ginfluß fein
oͤnnen. 4 .. «IF. J.) **

Berlin, 29. Marzi Peldanilich sind die Warianischen
rcongregatidnen zu den dem Jesuitenorden verwandten Inftitutioncũ
ezahlt· and als solche innerhalb des deutschen Reiches verboten
vorden. Von allen deutschen Staaten hat nur Bayern sich hierge⸗
en gewehrt und überdies auch die Redemptoristen-Congregationen
ind die Schulschwestern⸗Institute für ganz unentbehrlich erllärt
Im von diesen letzteren abzusehen und nur die Marianischen Con⸗
zregationen im Auge zu behalten, so wußie man lange nicht, was
ie bayerische Regierung bewegen konnte, in dieser Frage so ent
hiedene Opposition gegen die Majorität des Bundesraths aufrecht,
uu erhalten.. Jetzt ist dos Räthsel nun geloff. Wie wümljich die
.D. R.C.“ mitiheilt, erklärt sich der Eifer des boyerischen Cul⸗
nusministers v. Lutz für die Aufrechthaltung dieser Juslitule dar—
mis, daß der regierende König von Bayern selbst und mehrert
Mitglieder der kbniglichen Familie einer solchen Marianischen Con—⸗
gregation angehören. König Ludwig Il. war schon als Kronprinz
Mitglied der sogenannten „Lateinischen Congregation“,die in
Nünchen ihren Sitz hat, und hat dieselbe auch nach seinem Re—
Jierungtantritt wiederholt durch Beweise seiner Gnade und Gunsl
cusgezeichnet. und noch bei der letzten Hofmesse am Tage Mariä-
Berlündigimg sich durch seinen Oberstlaämmerer Graf Pocci ver⸗
treten lassen. Unter diesen Umsländen wird dann die deutsche Reichs—
rtegierung wohl ein Auge zudrücken müssen und Bahern auch diese
berechtigte Eigenthümlichkeit“ fammt den bisher innerhalb seiner
brenzen geduldeteu zwei oder drei Jesuiten „dis an das Ende
uller Dinge“ behalten. Ob ader das Ansehen der Reichsgesetze durch
olche Ausnahmezustande nicht ernstlich geschädigt werde. das: ist
ine andere Frage, und unseres Erachtens hat der Reichstag die
Pflicht, sich durch eine Interpellation darüber zu vergewissern, ob
n der Durchführung der betreffenden Gesetze diese und vielleicht
noch andere Ausnahmen mit Wissen und Wullen der Reichbbehörden
ugelassen sind. (Berl. Brg. Zig.) n

Berlin, 29. Marz. Der.Reicht⸗Anzeiger“ vertündet die
Maussichtnahnme einer Erweiterung der Festungsanlagen von In-
volstadi und beziehungsweise ihres Kayons. F

Wie das „D. W.“ vernimmt, hat vor der letzten Entscheie
ung in der Namzanowslischen Angelegenheit noch ein Briefwechsel
wischen dem Reichskanzler Fürsten Bismarck und dem Cardinal
Iatonelli statt gefunden. Daß derselbe an dem Gange der Ereig⸗
e nichts geandert hat, ist durch zie Entschließungen über die
ufebung der Feldprobstei bewiefen. 231

— Frankreich.

vari 8. 27. Marz. Die „Roͤpublique Frangaise? entwirst
„Fittenbild, in welchem es heißt: „Von allen Parteien, die
reid seit zwei Jahren plagen und mit Verzweiflung den Tag—

cheinen sehen, wo das Land wieder über sich selbst verfügt und.

alle die Räakeschm'ede heimschickt, ist die Partei der Orleanisten
Zie mindest bescheidene,“ die Jäntischsie und diejenige,“ die fich am
Ahesten an die Trümmer der Verfailler Kammergewalt anklammert.
And dasist begreislich denn die Drleanisten bestehen nus Leuten
hne Grundsaͤtze die por Allem dem Erfolge-nachjagen und keine
urdere: Polnit haben, als die Ausbeutung der vollbrachten! Thute

achen. 2. J J

— Parla s29. Marz. Vaut Avenir Rationaluist es! nicht
zegründet, daß Bazaine vorläufig in Freiheit gefetzt werden foll.
Thiers cheint,n weil er Skandal .befürchlete,“foiche Absicht aicfge⸗
jzeben zu haben. Als sicher? gilt, dah Bazaine erst nach der Räu“
nung vor dasGericht geftellt werden soll Demseiben Blatte zu⸗
olge Joll“ bei Lille ein;verschanztes Laͤger krrichtet werden welchern
Ilane Thiers Reise: nach Anzin nicht fremd fei. *

eaen

Berrn. 303 Marz.. Den, Baseler Nachrichten zufolgehat
der droße Rath von Bern heute die Regierung des Cantons er⸗
nächtigt im katholischen Jura, wo Priestermangel herrscht, provi⸗
orisch die Civilehe einzuführen.

Spanien.

Madrid, 26. März. Einer der! heißesfen Kämpfe des
gegenwärtigen Carlistenaufstandes wurdt am 23. d. in der Stadt
Ripoll am obern Tex gefochten.“ Es waren angeblich die vereinig⸗
en Banden von Cataloniem 2800 Mann stark, die Morgens um
5 Uhr, die Stadt angriffen. Die Besatzung leistete tapfern Wider⸗
jand,“ mußte sich aber in fesse Positionen zurückziehen. Eine der
etztern war der Glockenthurm der Kirche von San Edualdo. Nach
jewohnter Weise häuften die Carlisten Holz um den Thurm, tränk⸗
en es mit Petroleum und zündeten es:x ane Die Umzingelten,
jeben Carabiniers mit einem Sergeanten, mußten sich ergeben,
vurden aber schnählicher Weise von den Catlistein'etschossen. Die
dauptmacht der Truppen, 80 Mann, hatte sich in dem. Klofter
berschanzt. Hier wandten die Carlisten dasselbe Mittel der Brand—
tiftung an und beschossen das Gebände gleichzeitig aus einem Ge⸗
hütz. Es erfolgte nun auch hier die Nebergabe und die Carlisten
nachten die Vertheidiger zu Gefangenen. Doch sollen anch die
Sieger große Verluste erlitten und 11 Karren Berwundete pom
dampfplatze gefahren haben. Diese- Mittheilungen rühren von
einigen entflohenen Soldaten her. Der Oberst Martinez, welcher
vor Kurzem von Gerong ausgerückt war, konnte nicht früh genug
in Ripoll erscheinen, um der Besatzung Hülfe zu bringen; doch
oslte man denken. daß er nun mit den Carlisten zusammengestoßen
ein muß.“ Allem Anfcheine nach war der Ahsth Conanglell,
n welchem der Oberst Vega den Carlistenführer Galceran schlug,!
ingefähr gleichzeitig mit den Greignissen in Ripoll, und hatte
Balceran nur den Auftrag, einen etwa vom Süden her anrücken-
den Feind aufzuhalten. So laffen sich die —ber die Gefechte ge⸗
nachten Angaben, daß die gesammte Carlistenmacht in Catalonien
ereinigt gewesen sei, vielleicht versohnen:

Hinsichtlich der spanischen Zustände witde vom Londoner Cat⸗
isten⸗Comite die Nachricht dementirk, daß Don? Carlos abgedankt
jabe und nach Genf zurückgekehri sei, er soll im Gegentheil bereil
sein, sein Leben für⸗ Spanien zu opfern und sich zumMarsche
auf Madrid vorbereiten. Man muß die' Aufgabe der Gewinnung
des Thrones fur sehr leicht halten, da das Comite 50,000 Lstrl.
die es aufbringen will, dazu für hinreichend hält. Leidec ist bdei
)em Mangel aller Disciplin im Heere der spanischen Regierung
zie Hoffnung gering, daß diesen clericalen Soͤldiingen das Handwetk
so bald gelegt werde.

J —
Vermi sschte s
0 Sit. Ing bert.Der Stadtrath von St. Ingbert hat
in seiner Sitzung vom 28. März abhis unter Anderui beschlessen:
n) SGezen einen Beschluß boher“k. Regierung der Pfalz
. d. J. wornach die Stadteemeinde St. Ingbert zur
Unterhaltung der Grubenstrakße für verpflichtet rerklaͤrt
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        wurde, Recurs bei hohem kgl. Staatsministerium zu
ergreifen. *4 —8
Daß für die hiesige Lateinschule andere Localitäten be—
chafft werden sollen und sind mehrer Herrn Stadträthe
eeeeeen entsprechenden Bauplatz zu ermitteln.
Zweibrücken, 28. März. Der Anfang der Schwur—
gerichtssession für das zweite Quortalel. J. wurde vom k. Appel⸗
ationsgerichts⸗Präsidium auf den 16. Juni fixirt und der k. Ap-
oellationsgerichtsrath Thoma zum Prasidenten etnannt.
u In Kaufer slaufern wurde dieser Tage ein Fuhr-
mann vom Polizeigericht, welcher seine vor einen zu schwer belade⸗
nen Wagen gespannten Pferde arg mißhandelte, indem er einen
armdicken eichenen Stamm auf ihnen zerschlug, wegen Thierquälerei
ju 8 Wochen Gefängniß verurtheilt. — Ein anderer Fuhrmann,
der seinem Pferd das Auge ausgeschlagen. erhielt 4 Tage Ge⸗
fangniß. —— *

r Ludvwigshafen. Selbstmord. Eine erschütteende Nach⸗
richt bat die hiesige Stadt in Aufregung versetzt. Am Mittwoch
Morgen fand man den Mitbesitzer einer Fabrik von pharmazeuti
schen Präpataten, Saame, todt im Bette. Allem Anscheine nach
hat er sich vergiftet, und zwar aus Verzweiflung über den Tod
seiner Schwester, welche Tags zuvor in den Rhein gesprungen
war, wie man sagt deßhalb, weil ein Mann, welchen sie getn ge-
heirathet hälte, don dem aber ihr Bruder Nichtawissen wollte, sich
jüngst verehelicht hatte. Der Bruder machte sich nun Vorwürfe,
durch seinen Widerstand den Tod der Schwester herbeigeführt zu
haben, und in Verzweiflung scheint er zu dem unseligen Gift ge⸗
griffsen zu haben. Es lebt nun noch eine Schwester, die durch die
Uaglüdsschläge dem Wahnsinne nahe gebracht ist und auch schor
den Versuch gemacht hat, sich zu ertränken.

F In der Pfalz find nicht weniger gls 150 Lehrer⸗

stellen unbesetzt; es fehlt wie allenthalben an Peolteatee
63

— Nirchbeimbolanden, 27. März. Ein AJ

Prozeß wurde vor hiesigem Landgericht ausgelragen. Wei änem
der letzten Treibjagen flüchtete ein Reh in hiesige Stadt und zwar
in den Hofraum der Wtw— Fischer. Die Jagdpaächter derlangten
die Herausgabe des Rehes, welche auch erfolgte, nachdom einer
derselben der Frau gegenüder für Befriedigung ihrer allenfallsigen
rechtlichen Ansprüche Garantie zu leisten versprach. Da die Jagd.
Jesellschaft aber die von der Frau beanspruchte Entschädigungs—
summe nicht zahlte, so wurde letztere klagbar und das Gericht ent.
chied auch dahin, daß Frau Fischer rechtliche Eigenthümerin det
Rehes sei und verurtheilte den verllagten Jagdpächter Herrn Ph
Schach zur, Zahlung des von Ersterer beanspruchten Betrages von
11 fl. (N. W.).

—FGermersheim. Laut allerhöchster Anordnung von
23. März bat die Thorsperre unserer Festung für die Friedenszen
zu uunterbleiben; die Thore stehen nun Tag und Nacht offen.

f Vor einigen Tagen ftürzten drei Zimmerleute zu Reh⸗
weiler von oder mit dem Gerüste eines neugebauten Haufes in
einen Keller hinunter. Zwei, darunter Einer der schon im vorigen
Jahr bei einem ähnlichen Fall ein Bein zebrochen hatte, kamen
nit dem Schrecken davon,“ der, Dritte aber, ein schon bejahrter
Mann von Kollweiler, starb troß eilig herbeigerufener ärztlicher
hilfe bald an seinen schweren Verletzungen. (Pf. P.)
.rNewyork. Ballonreise. Ein abenteuerlicher, amtrila
nischer Aeronaut Professor Donaldson, beabfichtigt, diesen Sommer
zen atlantischen Ocean nach Irlande in einem großen Ballon zu
paffiren. Die Maschine wird citca 2000 Pfund wiegen, 268000
Aubikfuß Gas und aweinkleinenn Behälter zum Schutz gegen Led:
verden, sowie einen eleltrijchen Beleuchtungsapparat enthalten.
der Professar rechnet, seine Reise in dem Zeitraum von 17. Stum
)en bis 2223 Tagen zurückzulezen; und beabsichtigt, wenn das fSy
eriment sich als erfolgreich erweist, eine Ballon-“ Post und Pas-
agierlinie um die Well zu errichten.“
— —
emetz. perantyotlicher Redacteur. e
43
Bekanntmachungen. J — Arb eiter!“
Fuch &amp; Vuxking r e Gti m ag a
n Sonmerstoffen, wovon die neuen Taͤglicher Verdienst je nach Tüchtigkeit und Fleiß von—
euene er Dee IAs ir. bis zun s. 30 tr. —
getroffen sind, empfehle ich zur Ansicht. und hbbee. —
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Einem geehrten Publikum zur ge⸗ B r.a w ur st J Möbel · Politur für Schreiner,
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kinlaufsreise zurüc bin und empfehle Ohampignons in Büchsen, für Gbaisenleder und für Settn
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1 e
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Yealtion, Druck und Verlag don J. X. Demes is St. Ingbern
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— 2353 2*2;2 55 —882325—5322323 3E— 55237
523 335553* 2235335532* 25573 333333383533
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5532 2322 2355822 523727 —A 22338 —A — *⁊ 2358
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— 332383355368 F
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* 3 252* — 57 22382 55533537
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z228 —c — 2532 —— 52328328* 36
537322 55 — 5358* 2 —* —— —
3233—528 2835 *55383223 3 —
2* —5* 8 2222727 * — 52 * 8 * 28 8
⸗ 2 — 552822 23 18232333333
A 238* 5 *27 —A 222 556 —— 5,3222
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53* 5225 —X 53535755335587 7 22 — 25 8
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28 IzI8* 55 35225 — * 2 * 3 8
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— — 57 2* 28 33383373383
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28 22 28538 * ————— — 8 —1233223
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—2 — 2 * — ———
3 3233325433385 — s
8 αα 527 315353333562583 —— * 48 58 4 533
22228 25322 38 83—52 553583—23 A 5;3* — 2
5*53 — S 2*5 2 8 222 532
2337333533 I3 335. 32335753 35383 7335*55 A
53336 —2 5 2 8 — —— * 22 5*2 82
5277 222235 58 535358533 58 25* 52 * *»22323c55
2822 323325233537 52—32 *35 — ——— 252 — 787 —F
285 232c 5333 5337335323577 — — 2253832356 —
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* —A——e—— — 22 2 22238 —15365 * 248 223 —E 2
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22* 22755 3222238 233 3238 2522 2333658 * 3 5 5
275 523 3 75 — — — 239 8 —“ 82*8* 25 —z—38 ———
52234 —* 5. 222 —3— 32 2— 22232 2 — 258—25323
—A 56 7583 3555*25—3333 22228 *2 23
353258 5235553 355 352833885 333253833
— 228 2** — 3 824 8 2 2 3 78—
3228 333325323— 32233858 35725—85 54 357335555
— 25 2 —F 22853 2 5*2 —Z — 25 58 —
2538 — 522 * 2253235532 535 S— —53 „523 525332
53855355* 23335232 ẽ —5—34 5— 525 5223— 586*
— 3z353325555353 325353353835 985
—&amp;—— — 53279 2528*3 — 5255 52 * 2 2588* — —
28 2 z2523—2325 * * — — 55*8* 5853353238
J—— 325735225
23** 2 * — 5 5 2 32—22222 8
53533333335*535 53 A 253 25 5 —
* 3 —— — 22 5 822 4 —2.2 2 38 55z5*
555535356 755
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53 535353535223852383835 365
223535353532 8 —A —
— —— — 25 e S 5823225 —D785 —
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        <pb n="204" />
        27
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133353278 B 23558 — ——— 532338 2833 *38
5583838 * 133838* 3838833 333333 353 *233
8. *8 — 322 2523 23325 52 33335 533333 532

“2 3 28B 2232 2 72 38888 * *ẽ 3388 *
2338 23832 8 5 3753355* 23838* 2N 555* *2232. 27 23,*27 5

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3 3282338 52 223 2* 2 5y 25. 23 —5553573
E ——— —12 1528* 277* 8 333 23835.
* —I —— 7 — 13753556 7 2 28 3
—283532 *23 —AA 3223—3 387 — 77 2332 2345
3 55533388 ——— 3 2 283 35 3533 — B——
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5822* ———— 25 3
2 222 2 22*2 373
77 238
————— 3333

52* — 3857*

88 32 ———— 3257

52 123 —133.3 ——
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32 — —D——— ι
o? n ⸗,ez e rιÑue
der Sweuatnh — —AV dent Hauptblatia verbunbene Unlerhaltungsblatt, nit der Dleutagt⸗ Monnergtags⸗ und Sonntagr
nmer Achaͤnt wochenklich vier ma ru Deitensatügc Donnerstag, Sams kag und Sonntaß. Abonnementspreis vierteljahrig 42. Arzr. odes
11731248 EAlderqꝭ fryeigen Ppergent smit se argr⸗ vp dyeipaltige Zeile Blattschrift ode beren mauutderechtet: ↄntu aoe
— — — — —— E—c—
R 52. —B imrl väννανννανν ανι ννι uα 1873
— * —
— Iua Frankreich
Manchen, 30.. Morz. Die gestrige Abendderfamnulung ⸗3 os rsegogirdih wei ches —— he tetiegeministerium
er Äulatholtken, welchertiußerst · gahl reich besucht;/ wur, gestaltene am 2.April verlaujen läüt. eslebt Nitßz 64, 000 Gewehren à
hd n einer sehr inreressanten, zunachst durch hena. Vortrau des tabiere, Ga, 0 6 10000 Corabinern 0.000 Per-
hen. PeesWelatennNder wit / Retotmidewe gungnutm /dem Sawen cussionsgepehren, 22,00 — und 4*8 WMillioner verschiedenen
sedner beantwortete die —⏑⏑⏑————— o. mneni —
* dahin, daz sie vorzugswelse politisch,re Abern nicht minderoeliedrunog deoαι mÜ Engl rre n
süe sei. Ersieres habe seinen guten Grund darin, daß die Ve⸗ Kaum dal an großer Sitile —— fduht ain au⸗
degung nicht durch angeses son ern durih ein poinisches derd on. In der Umgegend han vede uͤnd —* habenn
Eystem herbotgerufen worden ·Jei. Sorin Aeze daß. Rym, di⸗ beuie früh preeee eipgestellt gpgeblih weil⸗
e ad Dde und Soubegan eee Rñter die Vraieworlhchtet ein re
Ziaat sei jedoch in seuesier Zeit jum Bewußtsein seines Wesens ieh Wnen zuerkensie quf die Axheiter, laan,
ongt d· vaoe als absoluten Souderůn Lrkanut. Alte Inet 3 yen 3
e igen Zoudettneiche des Marstns aben— — ——— — —*
ot Echwtiz zu üben, versucht, d. i. Eingriffe in. die Souveränetät Gallben vhat »dano vinte qg des Schulralhes auf Verbot der Lehre
t schweigerischen ————— — — se dicje mit Energie zue des Dogmas von der unehldarieir und des Spllabus im Schul-
ackweise.eGelegentli decr Ersdahnuiig der Birsammlun et wel⸗ und Reügionsunterricht mit 482 gegen 1777 Stimmen ange.
hen Redner in der ee n derfelbe hervor, daß Kommen. — 55
die dortige Bewegung auch den günstigften Einfluß uuf die Stim⸗ Spanien.
nung gegen Deutschland außere, und; brlegt diez . A. Durch die M adribd, 27. März. Die Regierung hat die Ermachti-
Thatfache, daß bei 3 Voantet in Zuzern ein begeisterter Toast —Vr Freischaren zu errichten, und fuühlt
if das deutsche Reich ausgebrocht worden sei. Nachdem Redner — mit diesen und mit der Armee noch nicht stark genug, uw dem
er seine Üeberzeugung ausgesprechen, daß weder. Mermillod in Tarlistenaufstande ein Ende zu machen. Sie bietet daher gewij⸗
denf.noch Kachal⸗ n Solochurn wieder egieren⸗ Rund daß die rmaßen. noch den Landsturm auf. Die amtliche Zcitung veröffeni⸗
insgung in der Sghweig wo man gleich die Radeleführer der icht einen Aufruf an's Volt, durch welchen der Besstand aller
n enen Wühlerci pade, einen großen Rücschlag auf Deutsche dalriolen zur Vefreiung des Vaterlandes gesordert wid. 5
e en werde, in der Schwein selbsi aber, sobald die dortigen Hil dem Communssmus in Estremadura ist es noch nicht
lltatholiken organisirt seien und einen Bischof haben, die meisten du Ende. Es werden Ausschreitungen aus Fuente de Cantos.
Zeistüchen zu ihnen hallen werden, schloß er mit. einrem Hoch auf Valencia del Mombuey und anderen Quten gemeldet. In und ˖um
ie Schweizer Älttatholitzken. — Zurguillos find im Ganzen 17 Landhäuser: niedergebrannt
ee vi: Marzee mebet die Vahl der Options vorden.. 5 —
rläragen hnd jete folgende Ziffern festgesteltEs ——— Marz. Bergq wurde von den Carlisten
in end 386302) m. Unferelsaß 89, 100, 3) m Ober⸗ zenommen, die, wie bei Ripoli, Petroleum anwandien und die
eisaß 91,962, zusammen 159,791 Personen.“. Durch Nichtaus däuser anzündeten.. — —
vanderung isind mwirksam geworden · n hoihringen 6900, im Die Zabl der bei der Eimahme von Berga durch die Cai-
—V— 7B 269 Optionen. Die NUn⸗ listen gefangen genommenen Regierungstruppen bet rägt den , Im⸗
itigkeitzerkllärungen sind üoch nicht iabgeschlofsen; im Oberelsaß parciai“ zufolge gegen 5900. 3343 onn 5.
hreben z. B.“ noch 7645 Fälle⸗ 8 * Der Gemeinderath von Cadix hat den Unterricht durch Geist⸗
eiVn 30. Marz. Die Abreise des Kaisets nach Ve— giche in den Gemeindeschulen abgeschaffi. *
terkhutg ist auf den 24 Ahril festaesetzt. Derselbe wird dort 10 Amerika. J
Zahe derwpeilen und dierher zurüctetren. Die Kaisetin geht nach Washimgton, 28. Wärz. Der ametilan Je Gefandte
Oftetn nach Kobieng und dann nach Vaden Baden · u Madrid hat an den Staa · zsetretät Fish telegraphirt, daß die,
i 4. Apriltuo Die Reichstacs- Abgeordneten Volt bamiche Regierung die Befreiuing don 10.000 Sllaven in Tuba
und Hinschiug werden der“„Shen. Itg.“ zufolge einnchst einen ingeorduet, welche gegen das Gesetz von 1879 in Rncchtschaft.
Zesetzentwurf für Einflihrnng der obligatorischen Z.dilehe ein- iehalten worden waren (T. N) .5
ungen. e ethe —9— — Die deutsche Presse Amerfta's gibt in hefligen
Englische Blätter haben enem hreutzischen Diplomaten das Artikeln ihrer Entriistung über das Treiben des deutschen ·Legations⸗
zefügelte· Wort · in den Mund gelegt, Thiers wolle den Revanche⸗ elretärgz in New ⸗ Yorl, Grafen Andreas von Bernstorff, Ausdruck,“
rieg gegen Deuischland.amit Bundesgenossen fühten, Gambetta hin⸗ der sich offen der amerikanischen Muckerpartei angeschlossen hat und
egen vhne solche.Die preußsche. Regiexuns soll sich durch diese ffentlich fine einen Sonntagszwang auftrekte wie wan ba in
Muheilung unangenebin berührt fühlen und, wie der Elb. gig.“ deutschlond gar nicht kennt. Er denütze seine amtliche Stellung,
aus Berlin berichtet- wird, der. französische Votschafter, Marquis um den Lebensanschauungen seiner deutschen Landsleute in's Ge⸗
Gortaud Bnol die Vversicherung, erhaiten haben, es handie sich icht zu schlagen und deren Gegnern unter die Arme zu greifen.
n diesem Falle um .eine vbloße Etfindung. Der Verichterstatter —
neint, in der Wilhelmstraße verlangt man die Wiedetlegung solcher
Zerüchte um so. mehr, als malt dort nicht den Verdacht aufkom⸗
nen lassen wolle,“ doß die Berathung der militätischen Vorlagen
im Reichstuge von journalistischen Säbelgerassel. begleitet werden
sole. Die gouvernementale Presse Frankreichs werde. darüber
— unsere Officiosen
m Hinkertreffen der, Dementi gelassen werden dürften.
Wien 30. Maͤrz. Aus voutomuen —
ahren wit, daß der Kronbrinz des deutschen Reicht am 29. April
ier eintreffen und bis Jum 5 Mai sich hier cuthalten wird. Der
onptinge dec sierem Vethehmen gufolge nicht in det Burg,
ondern in Schöndiun seinen Aufenthalt nehmen wird, bringt seine
Hemuhlin zu Eröffnung der Welt⸗-Ausstellung imit stach Wien.“

ermisee-
Gollheim, 30. Maärz. Pberförster“ Seel von hier
nachte heute in einem Anfall von Schwermuto durch einen Schuß
n den Kopf seinem Leben ein Ende. 1
Main z, 30. Maͤrz. Heute Motgen korz vor 6,Uhe
nachte ein Nachtwächter der hess Ludwigshahn in hiesigem Bahn ⸗
jofe seinen Rundgang. Derselbe befand sich unvorsichsiger Weise in
Rer Minie eines Schienengeleises, als eine Maschine daherbrauste,
velche ihn erjafte und so verstümmelte. daß er bald darauf vec⸗
chied. Der Unglückliche war Vater von 4 Kindern. bi.
Im Koch schen Bränhause zu, Hanan sind ein Ardeiter
uind ein Zapfjunge, die sich' gegentestig necten und miteinander
rangen, in den Siedkessel g fallen. Ter Jun e ist bereits gestorben,
der Arbeiter rettungslos berltoren.'
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Dienstag den 8. l. M., des Nachm'ttagt
um 2 Uhr, zu St. Ingbert, im Cafsé
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dert Ellen Calico, Sammt und Shir⸗
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Wegen allem Raheren beliehe man fich an die Fabrik in Mannheeim oder —
deren bekaunte Verkaufslager zu wenden.

Die photographische
Anstalt ist täglich ge—
öffnet von Morgens 8
bis Abends 5 Uhr.
IIR. EAIIig.

— — —

ridleliaꝰ
General⸗Versammlung
Samstag 3. April,“s8s Uhr
im Vereinslokule.
Der Prusident.
XTCI —

Zwei gute Arbeiter

finden gegen hohen Lohn dauernde Be—

schäftigung; auch kann ein Lehrling ange—

nommen werden

AJ A. xriedrich, Schlosser.

Bringe hiermit zur An⸗

ige, daß ich mich von

„eute ab mit Tapecieren

befasse und Tapeten, wovoen Muster in

reichster Auswahl vorhanden, billigst besorge.
XIXC

Das Neue Blatt 1873. Nr.
st soeben eingetroffen und entdält: „Die
neue Magdalena.“ Von Wilkie Collins
— ZVerrath.“Gedicht von Hermann
dingg. Prinz Louis Ferdinand von
Preußen, und Pauline Wiesel.“ Von F.
v. Hohenhausen, Aerztliches Sprech⸗

zimmer.“ Betrachtungen, über die Nerbofi—
iät. Von Dr. Eduard Reich. — Aus
der Chronik von Mühlhausen im Elsaß.“
Historische Rückblicke von Max Dittrich. —
„Die russische Chiwaexpedition und die cen⸗
tralasialische Frage.“ Von Adolf Prowe
— „Dameufenilleton.“ „Handel und Ver—
kehr.“ — „Allerleis: Ein Besuch Franz J.
im Atelier Benvenuto Cellinis. — Von
klugen Ratten und Mäusen. — „Räthsel.“
„Neue Bücherschau.“ — „Polytechnischer
Briefkasten.“ — „Correspondenz.“ — An
Illustrationen: Prinz Louis Ferdinand
von Preußen. — Franz J. in Benvenuto
Cellinis Atelie.. — Aus dem pathologi⸗
schen Skizzenbuche eines Arztes. — NKarte
von Chiwa. — „Das Neue Blatt' ist zu
beziehen durch alle Buchhandlungen und

'ot nstalten für den mäßigen Preis von

15 Sgr. vierteljaͤhrlich.

Der Brodpreis für die Stadt St.

Ingbert ist von heute an bis zum nächsten

Donnerstag (Fruchtmarltstag) festgestellt:
Korabrod 3 Klgr. 27 Krzr. Weiß⸗

bhrod 10 Krzr.

1 Schmied und 2 Schlosser
können sofort in Arbeit treten bei 5 fl
Wochenlohn nebst Kost und Logis. Näheres
in der Exped. d. Bl.

Frucht⸗Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preise
der Stadt Zweibrücken v. 8. April.

Weizen 7 fl. 49 tr., Korn 4 fl. b1hr
Berste Zreihige. — fl. — kr., Gerste vier.
reihige, — si. — kr. Spelz 4 fl. 54 fr.
Spelzkern — fl. — tr. Dinkel — sJ.
— kr. Mushfrucht 8 fl. 4 kr. Hafer
4 fl. 39 tr. Kartoffein Afl. 40 kr. Heu
Iufl. 24 ftr. Stroh 1fl. 12 kr. pei
Zentner. Weißbrod 113 Kilogr. 20 kr
Kornbrod 83 Kilogr. 26 kr. dittio 2 Kilogt.
18kr. diito 1 Kilogtr. 9kr. Gemischtbrod 8
Kil. 32 kr. 1 Paar Wed 100 Gramm 2hr.
Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 r.
Zalbfleisß 10 ir. Danimelfeisch 18 r.
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter 80
tit. per Pfund.

Frische echt. raukfurter
Braftwürste,
Aecht Russischen Cayiar
ereree in Büchsen,
dardinos à' huils,
marinirte aringe
in pikanter Sauçe

mit Zuthaten bestens bei

Iichaæd Hohle
in Zweibrücken.
—
Realtnon, Drud und Verlag don F. X. Dem⸗ z in St. Im

er.t.
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        — 22 —A
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33 —33—755335 3333*8
3323 —3— 23
52 222—22 3335 5— 57 —x — —— V— —1324
25 —A — 8382 —22323 555 RQESEe 8252
— — 3*5 S— 2 3268 E s5s238 S J V 2
5 22 — — * — —ñ —8* 9 — — —

* — 28,32 35833557— 8557 —5 * 228 38*
*— ⸗ 8 *æ — —A — 322 523322 31222537
24 5688352 3* 3 333833 —— 3223
55 —52 3 335 z3833 3 —8375
— — —25 — 278 2 *
— D— — —
—6 ———— 222 23282 53253235235323 23, 5535352 235835 2
3 3 333 ——
—A B 414 A 2332 23 2 5 328 — 57832—
—* E — 2 522 523 * 2 — F — 3255 — Za — 18 3 53*
e —* — 523535 r —— 253 2 3 —— —8 5 —52
——— — 22 53 3 23 525623268 2—533333 — 2388 5*
— 533 323 15335255 38 33358s 525335 335227
25355538 25 82358 2235 502 , 2538 23523528
——— —3 — 7 332 SX ————— — 2 2— — —72 2
353553— 3 2E 2233*5335 2—52424* 28 2
——— 5 2 — 23B37 —A 528 —— 2)8 * 2222 — * —A
5 — — 22333—55 2 828 227 * — — *
2 1 8 2 5* 25323 ——* 3 2B28 235 2E 2528 55
—— —— 2 33323235338342 3 553352532338 —
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52 7 2 —— 26 2232 82 232353 53 — 35328*
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— 133588 38 553 33 333 — 533283382

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*— 2 —(8 3 822 ———
55* 22 7332 I3s35383 33377
2 2 222 * — * 2 —— r 128
52.4 32 22 53 258 * — 822 25* 2*
52 2. — 23 2 —— 8* 2 q 52 2 —Xc * —8 8
23. 5532 — — 84 — — — j 522223832 — E *
13 2 27 A·. 2 2 23 88 —x— 2428 —255 — 25
235 7 8 — * 8 355 5 —A —A —
A * 22 224 — 278 * 82. 82— * *
2 — — —3 2 — S *2 —32222 — 3 * 5.
— — 8 287282 5m—— — 352 8 — 33
——585 323833 88EBZ2 8 223352823 F442
7 —5323 3338 3283 5523332 —
— 25538 —A — * *52383 2 8388
22 —A 83 388 —27228—35 —A— 28 — 3
355 — —5522 325 55 5383 333 333 24
—— 15335 53 22552⸗ 258 —8 222 55238 32—8
3 I — * v A 2 F — — — 24 22 28* *2 *
533 — — 5 2 *—8 —28 — 7 — *— 8 233
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—A —53533 8388 ——— s7*5 3533 223 —— —
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287 —2833 2*527 — 2 — 2 *— *—22 — —533 27 *22
53 5* 2228 5323 2232306 — 252882 — —————
— 525333— —A —A —— —A— 5 553582253
— 231 —33 ———— —58323553327 3* 52 —
35 5583 — —— 25358. 833383 55532278
33 23237383338 33 358 328 8233838
2 —
353
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—H 8 25 — 233* 275
8 5338* 9 234 — 2
53 28c5 —8 —A 2558
* 352—3535533553 525258
22 53 23 * — 2

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—2 T 255 — —3. 7272
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52 825553553 — 1253 3582—
325 —3—8—333 — —723853 322
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25 23558 552355335*8
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3533 3 —2 523555 5 — 38
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3 25 2.335 33— 4. 3. 823733233888
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333—338 83328
333 — 3— 33353 —35
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353 23 — 223 22332238 5 2*2 238577
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—— 712 3 283 — 74, 2 2 * —7 5 55 *23232 ———
5 27338
224 2357 553—3 2 *2 ——&amp; 22 5* 3 25
33 38 223
33 33837 53 885338
28 352335 233 ⁊ ——2232 . *
4 * 553z338335 358
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3— 22 5357 73
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3 3 2* * 57236
—5338333538338
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*
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2538 253 ———
3323 5853335
332832 *2332
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32 —A——
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32. 23 65 3
233 3338 833
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538 228272 24
13333355358
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        Hl. Ingberler Anzeiger.
— ——— ————— —— —
der St. Naabiriiet Anzeiget (und daß mit dem Hauptblalld berbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstaas- ODonnerstags⸗ und Sonntagr

scheint woͤchentlich oietin alz Dienetag, Donnerstag, Samstaa und Sonntas. Aooune mentspreis vierteliahrig 42 serzr. odes
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

* 3 J t *

R 53. Samstag, der 14373.
Das Schicksal der Tabakssteuer.

Mit dem Propheieihen ist es eine mißlichezSache, und be—
ouders dann, wenn die künftige Entscheidung von einer großen
elinischen Versammlung mit bunt gewischten Interessen und wech⸗
Anden Ansichten aller Art abbängt. Auf der anderen Seite ist es
jon so großer Wichtigkeit, sobald als möglich eine feste Ueber—
eugung von dem zu erwarkenden Ausspruch der Reichsvertretung
n der Tabakssteuerfrage zu gewinnen, daß die verschwindende Ge⸗
aht eines möglichen Irrthums uns von dem Bekanntgeben der
igenen Meinung nicht zurückhalten darf.

Demgemäß glauben wir ein für die deutschen Tabaksinteressen
villlommenes Urtheil dahin abgeben zu können, daß nach dem
uisherigen Stand der Verhandlungen eine Einigung der gesetz⸗
jebenden Faktoren über eine Erhöhung und veränderte Erhebungs⸗
tt der Tabaksteuer nicht zu erwarten ist. Mögen die hohen Ein⸗
jahmen, welche andere Staaten aus der Bestenerung des Tabalks
tzielen, für den Finanzmann noch so verlockend sein, der Umstand,
a sich unser Volk an den billigen Genuß desselben seit so langer
Zauͤt gewöhnt hat, sowie unsere entwidelte Tabakekultur, welche
it dem wirthschaftlichen Wohlergehen ganzer Gegenden unzertrenn-
ich verbunden ist, nicht minder auch der eigenthümliche, ins Klein⸗
jewerbe hinüberspielende Charakter der deuischen Tabaksfabrikation
nachen es volkswirthschaftlich unmöglich, ohne eine formliche Um⸗
väljung aller bisherigen Verhältnisse aus der finanziellen Ver⸗
verihung dieses Artikels auch nur annähernd ähnliche Betrage für
„n Staatsaufwand zu erhalten. Zu diesen volkswirthschaftlichen
iUgemeinen Gründen kommt noch die jeden Tag deutlicher hervor⸗
reiende Schwierigkeit, zwischen den Einzelinterefsen einen annehm⸗
zaten Ausgleich zu finden, und das Resuttat der Berathungen in
der Fachlommission des Bundesraths, wo man sich über gar keinen
Zteuersatz für den inlandischen Tabak zu einer Mehrheit zu ver⸗
inigen vermochte, ist sehr bezeichnend für den ganzen Stand der
Frage. Die allerntueste Thatsache, daß sich die Mehrheit der ver⸗
einigten Ausschüsse prinzipiell gegen das ganze neue Tabaksteuer⸗
projett ausgesprochen hat, beweist zwar noch nicht, daß im vollen
Zundesrath der Ausgang der Abstimmung der gliiche sein nird,
ber für den Reichstag darf man dies mit großer Zuversicht be⸗
XE

Abgesehen von den vollswirthschaftlichen Erwägungen wird
un Schooße der Volksvertretung auch der allgemein politische
Ztandpuntt Berücksichtigurg verlangen und finden. Unter diesem
ann aber ein, den inländischen Tabalsbau erheblich beschwerender,
has allgemeine Genußmiltel der Masse der Bevölkerung gegen den
isherigen Preis shwer belastende Steuerzusaz zur Zeit — und
le dergleichen Entscheiduagen können nur für eine bestimmte Zeit
ind Sochlage erwogen und gefaßt werden — nur als völlig un⸗
mnehmbar bezeichnet werden. Es handelt sich nicht darum, in
iner Finanzkalamität des Reiches durch neue Steuern unabweis⸗
ihe Ausgaben zu decken — im Gegentheil ist der Zustand unserex
Reichsfinanzen sehr befriedigend. Den Anlaß zur Tabaksteuerreform
at punächst das Verlangen nach Beseitigung der Salzsteuer gegeben,
velches aus dem Schooße der Vollksvertretungen selber hervorge—
zangen ist. In dem Kreise der ensschiedensten Gegner der Salz-
euer ist es aber mit jedem Tage mehr zweifelhaft geworden, ob
in Ersatz der letzteren durch erhöhte Tabaksbesteuerung bei den
igenthümlichen Verhältnissen der Tabalsproduktion und Industrie
mn Deutschland auch nur vollswirthschaftlich zu empfehlen ist. Da⸗
über, daß der jetzt in Vorschlag gebrachte Besseuerungsmodus nicht den
borzug vor der allerdings verwerflichen Salzbesteuerung verdient,
ann man kaum einen Zweifel hegen, wie denn auch nicht zu leug⸗
ien ist, daß die nöthigen Vorarbeiten, z. B. Kenntniß des wirt⸗
ichen Standes der Täbaksprodultion in Deutschland noch sehr
ücenhaft sind.

z Unserer Ueberzeugung nach wird der Reichslag nur seine
bu ihun, wenn er den jetzt in der Schwebe befindlichen Ta⸗
dseuerentwurf ongebrachter Maaßen zurückweist; die volkswirth-

tlicken und politischen Grürde dafüt find so çewichtig, daß

wir auch eine andere Entscheidung nicht erwarten. Einer gründ-
ichen Reform unseres Reichs- und Landessteuerwesens bedürfen
vir allerdings, aber mit verein zelten Anläufen und überstürzten
Blänen ist es dabei nicht gethan. Gerade auf dem Gebiet staat⸗
icher Finanzwissenschaft und Kunst ist das berühmte Wort der
lugarn: „Wir können warten“ oft die Parole des wahren Fort-
hritts. (W. d. d. F.)
Deutsches Reich.

Der „D. R.C.“ wird aus Mürnch e n'geschrieben: „Die
Reise S. M. des Körigs von Bayern nach Wien zum Besuche
ꝛer kaiserlichen Familie während der Weltausstellung im Juni
'der Juli ist nun, wie versicher werden kann, definitiv beschlossen.
Der König erwidert mit diesem Besuche, mit welchem die Besich—
igung der Ausstellung verbunden ist, widerholte Besuche, die ihm
on seinem österreichischen Verwandten seit 1864 abgestattet wurden.
Wiederholt besuchten der Kaiser und die Kaiserin von Oesterreich
den König in Schloß Berg und waren dessen Gäste auf der Ro⸗
eninsel. Es wird dies der vierte Besuch sein, welchen der König von
Bayern an auswärtigen Höfen macht. Der König besuchte bisher
den württembergischen Hof in Stuttgart, den Großherzog von
dessen in Darmstadt, den Kaiser Napoleon in Paris, während der
Weltausstellung im Jahre 1867. Ferner traf der König mit
dem Kaiserpaar von Oesterreich, mit dem russischen Kaiser und der
Taiferin zusammen und erhielt wiederholte Besuche des Königs
jon Preußen resp. deutschen Kaisers in Hohenschwangau (1866
ind 1871), sowie des Kronprinzen von Preußen in München,
beils auf der Durchreise nach Italien (1868), theils vor und
nach dem Kriege (1870 und 1871). Auch ein beabsichtigter Be⸗
uch des Prinzen Napoleon (1869) wäre zu verzeichnen, dessen
Empfang jedoch vom König Ludwig, sowie vom bayerischen Hofe
n einer an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassenden Form
abgelehnt wurde.“ — So viel wir uns erinnern, ist König Lud⸗
wig bei der Pariser Ausstellung 1867 nicht gewesen.

München, 2. April. Der bayerische Gesandte beim Papste,
Graf v. Tauffkirchen, wird bis Ende nächster Woche hier eintreffen.
Es hat derselbe zwar vorerst nur einen Urlaub auf 3 Monate
erhalten. allein es kann mit Bestimmtheit versichert werden, daß
Braf v. Tauffkirchen nicht mehr nach Rom zurückkehrt, und wird
Bayera bei der Kurie jedenfalls längere Zeit durch den Legations⸗
ekretär Frhr. v. Cetto vertreten.

Der „S. Rchs.P.“ wird ausMünchen geschrieben: Die
Reichstagsabgeordneten der Fortschrittspartei aus Bayern scheinen
den Kampf gegen den Kultusminister aus der bayerischen Abge⸗
»rdnetenkammer in den deutschen Reichstag zu verlegen und den—
elben mit einer Reihe kirchenpolitischer Interpellationen beginnen
u wollen. Darunter sollen sich namentlich solche befinden, welche
ich auf den Vollzug des Jesuitengesetzes in Bayern, so z. B. auf
die Jesuiten in Regensburg, die Redemptoristen in Altötting und
»ie an mehreren Orten bestehenden, Marianischen Congregationen
u. s. w. beziehen.

Aus Schwaben, 80. März. Man fragt sich erstaunt,
bie es kam, daß unfere so friedliche Hauptstadt mehrere Tage
jindurch der Schauplatz so wüster Scenen sein konnte.*Die
rächste Antwort hierauf liegt wohl in dem rapiden Wachsthum
»er Stadt während des letzten Jahrzehnts, wodurch wie Überall
n allen größeren Städten eine Menge zweifeltafter
kxistenzen auch hier sich zusammengefunden haben, Leute, denen
»er Scandal an sich eine Lust ist unb die jederzeit bereit sind, ihm
hre Lungen und ihre Arme zu leihen. Mit diesem Auwachsen der
Bevölkerung scheinen die Einrichtungen der städtischen Polizei nicht
zleichen Schritt gehalten zu haben. Es ist nur eine Stimme dar—
iber, daß diese ihrem Amte nicht gewachsen war und daß über-
saupt von Seite der Behörden kein sonderliches Geschick an den
Tag gelegt wurde. So war auch dies ein Weiißgriff, daß in der
Iroclamation, die am Tage nach den eisten Exzessen erschien, der
Igrfall, welcher den nächsten Anlaß dazu gab, in einer Weise dar⸗
        <pb n="210" />
        estellt wurde, daß alle Schuld auf den Soldaten fiel, der in

Streit mit den jüdischen Kleiderhändlern und mit der Polizei ge—

rieth. Man sagt, General Stülpnagel habe fich nachdrüdlich gegen

o einseitige Darstellung eines Vorfalls, dessen Hergang eist noch

zu ermitteln ist, verwahrt. Aus den amtlichen Erhebungen wird

auch erst zu ersehen sein, wie groß die Zahl der Verlehten ist.

Namentlich am zweiten Tage der Ruhestörungen ging es sehr leb⸗

zaft zu, und die Polizei rächte sich für die Insullen und Vergrei⸗

ungen, denen sie ausgesetzt war, durch rücssichtioses Vorgehen mit
dem Säbet. Daß der Scandal ein Ende nahm, war hohe Zeit,
denn am dritten Tage kam es sogar zu gewaltsamer Erstürmung
und Plünderung eines jüdischen Kleidermagazins; ein planmäßig
angelegtes Werk, das in wenigen Minuten vollbracht war. Taß
zine socialdemokratische Organisation hintar diesem Treiben stand,
lann gleichwohl nicht behauptet werden; auch wäre es übertrieben,
zon einer „Judenhetze“ zu reden; wiewohl einzelne Judenhäuser
allerdings das bevorzugte Objekt der Tumultuanten waren. Die
nächsie Folge wird sein, daß die städtische Polizei vermehrt und
hoffenzlich auch verbessert wird. Inzwischen ist die Absicht, die

Bürger zur Leistung eines freiwllligen Constablerdienstes anfzu-

jordern. (Pf. P.)

Der E Korrespondent der K. Z. schreibt: Es soll der
oberste Reichsgerichtshef dadurch wieder einen Schritt vorwärts
jethan haben, daß Bahern sich demselben zwar noch nicht in dem-
elben Maße wie Württemberg und Sachsen genähert, cber doch
jeinen Rechtsgerichtshof. der einer Ar Kommission für geseßgebende⸗
Normen gleichkam, so gut wie aufgegeben hat. Bahern soul aller⸗
dings eine andere, schwerlich annehmbare Lösung vorschlagen wol⸗
len, nämlich einen obersten Gerichtshof, dessen Kompetenz aber
zuf die Reichgeseßzgebung beschränkt wäre. Dies wird sicherüch un⸗
zenügend erscheinen. Die Gerichtsorganisalion behalt indessen ihre
zünstigen Auesichten.

Vom Rhein, 27. März, schreibt man dem „Deutsch. Wo—
henblatt“: .Der Bischof von Limburg hat an die preußischen Bi⸗—
schöfe ein Rundschreiben gerichtet, worin er dieselben auffordert, den
Zatholiken den Eid auf die Verfassung zu derbieten, da die neuen
irchenpolitischen Gesetze gegen das Dogma der Autonomie der
dirche sündigten. Dieses Verbot sol schon vor Publikation der
Besetze erlassen werden und dürfte die bischöfliche ultima ratio zun
Verhinderung derselben sein“

Wiesbaden, 2. April. Dem „Rheinischen Kurier“ wird
aus Limburg geschrieben: Das bischöfliche Circular an den preu—
ßischen Episcopat betrifft nicht das Verbot des Eides auf die Ver⸗
fassung, sondern eine Eingabe an das Herrenhaus um Verwer—
fung der vom Asgeordnetenhause beschlossenen Verfassungszusähe,
damit die Verfassung von den Altkatholiken ohne Gewiffensbedenien
auch ferner beschworen werden könne.

Berlin, 31. März. Am 28. März exerzirte zum ersten
Male eine preußische Kompagnie vor den Augen des Kaisers mit

»em Mausergewehre. Die Kompagnie gab in einer halben Mi—
nute 7 Salven, und das Ergebniß der Pͤrüfung wird als ganz
überraschend geschildert. Das Mausergewehr ist bekanntlich die Er
findung eines Württembergers.

Berlin, 2. April. Der „Spen. Zig.“ zufolge hat das
hiesige Stadtgericht die Klage des Bischofs von Ermiand gegen
den Fiscus auf Zahlung der gesperrten Temporalien zuüchge⸗
wiesen.

General v. Manteuffel, der in militärischen Kreisen für
einen großen Diplomaten gilt, soll Aussicht haben, nach erfolgter
Räumung Frankreichs den Votschafterposten in Puris zu erhalten,

n welchem Falle Graf Arnim an Stelle des verstorbenen Beren⸗
ttorff nach London gehen würde. Auch Graf Münster wird für
retzteren Posten genaunt.

Frankreich.

Paris, 830. März. Das „Journal oöfficiell“ veroͤffentlicht
folgende Note: Im Laufe des letzten Krieges wurde eine gewisse
Anzabl Jagd- und Luxusgewehre bon den deutschen Militärgutori-
äten in den okkupirten Landestheilen mit Beschlag belegt. Ein
Theil dieser Waffen ist verloren gegangen, ohne daß die deutsche
Regierung eine Spur davon entdecken bonnte; andere werden noch
zur Zeit in den deutschen Arsenalen und Magazinen verwahrt.
Nach einer amtlichen Miitheilung belduft sich die Zahl dieser letz⸗
eren auf 2625 Schieß⸗ und auf 843 Hiebwaffenm. Die deutsche
Regierung hat sich bereit erklärt, sie ihren rechtmäßigen Eigen⸗
hümern, die sich als solche durch schriftliche Beweisc legitimiren
SOnnen, zurückzuerstatten. Diese Tokumente müssen in lürzester
Frist — sei es dirett durch frankirte Briefe, sei es durch Vermit
selung des Ministeriums des Aeubern — dir franzosischen Botschaft

in Berlin eingeschickt werden.
Schweiz.
Bas,el 31. März. Am Sornabend hat, den Baseler
Nachrichten“ zufolge, der Vischof Lachat in Solothurn das Cedi—⸗
cill zu dem Teftament des Fräulein Emilie Lindner aus Bafe/

zusgeliefert. Dasselbe lautet füür das bisherige Verfahren de
Bischofs ungünstig. Deun nach dem betreffenden Legate fin
200,000 Fres. dem Bisthum, nicht dem Bischofe zweds Heran—
bildung erleuchteter Priester hinte lassen. Die Ueberschüsse di
Renten können zur Unterstützung armer Kirchen und kranter unhe.
nittelter Priester verwendet werden. Dus gefammte Kapilal, wel
hes jetzt 285,000 Fres. deträgt, ist durch die erfolgte Oerautgah⸗
der Titel gesichert. (T. N.)
Italien.

Rom, 26. März. Es ist gestern Abend zum dritten Mal⸗
eit zwei Jahren geschehen, daß man Versammlungen in ebangt
ischen Cultlolalen durch Hineinwerfen von Papierbomben zu ftoren
ersucht hat. Zum ersien Male traf dies den Methodistenpredign
Sciarelli, dann den Waldenser Ribeiti, dieses Mal war Gavaij
an der Reihe, der seine drei angekündigten Vorträge über religidje
Drden begann. Man hat den Versuch noch rechtzeitig vereitelt und
die beiden Thäter, einen Schneider und einen früheren Student
eftgeseßzt. Gerade die obigen drei waren es, welche an der dich
ꝛesprochenen theologischen Disputation im vorigen Jahre Theil ge.
ommen haben.

Rom, 31. März. Der Papst empfing in besonderer Ar.
dienz den Prinzen Ludwig don Hessen-Darmstadt nd dessen 6Ge.
nahlin Prinzessin Alice. (T. R.)
Spanien.

Madrid, 2. April. Mehrere Zeitungen erzählen, da
Pbobel in Malaga habe einen preußischen Seeoffizier, der durch die
Ztadt spazirte, entwaffet; die Behörden htten den Degen jedoq
vider herbeigeschafft und ihn dem Offizier unter Entschuldigungn
urückgestellt.

Perpignan, 3. April. Die Regierung hat an 31.
März in Barcellona bekannt gemacht, sie habe 40,000 Geꝛrehre
für catalonische Freiwillige angelauft und werde die Hriegzoperation
zegen die Carlisten nachdrücklichsft führen. — Die Carlisten daben
30 Mann eines catalonischen Frciwilligen⸗Bataillons, welche la⸗
itulirt hatten, unweit Betga erschossen

Halifar, 3. April. Neue Ermittlungen über den Un—
ergang des Atlantic ergeben, daß die Zahl der Umge!ommenen
560 (daranter 350 Frauen und Kindech) und die Zahl der Ge
ꝛtteten 415 beträgt, darunter 60 Schiffeͤleule und 15 X

rstex Klasse.

Bermischtes.

Zweibrücken, 2. Bprix. Heute, stand vor dem hie—
igen Zuchtpolizeigerichte der katholische Pfarrer Pfeiffer von Bie—
ingen unter der Anschuldigung der Majestäts beleidigung. Aus den
Aussagen der Belaftungszeugen entnehmen wir Folgendes: Im
Januar vorigen Jahres besuchte der Beschuldigte dͤfters die da⸗
nals franke und nun unterdessen auch gestorbene Ehefrau eines ge
vifsen Jakob Motsch von Biesingen. An zwei verschiedenen Tagen
und war das erstemal in Gegenwart des Ehemanns Moisch. da
mndere Mal in Gegenwart der beiden Soöhne der Veistorbenen
as der Beschuldigte aus einer Zeitung Etwas vor, was nach den
Bedächtnisse der Zeugen dem Sinne nach dahln lautete, der Koͤnig
sabe dem Dollinger in München eine Kirche einräumen lassen.
daran knüpfte der Beschuldigte ungefähr folgende Auslassungen:
„Der Lausbub, der schiechte Kerl, fällt der dem Döllinger zu!
Was soll daraus werden, wenn das Oberhaapt nun auch abfäli?

Diesen bestimmten Aussagen gegenüber blieb dem die Vorfallt
ãugnenden Beschuldigten nur übrig, die Glaubwürdigkeit der Zeugen
uu verdächtigen; was ihm jedoch nicht gelang.

Dagegen konnte der Beschuldigte sich nicht auf das ihm durch
den Bürgermeister ausgestellte, sehr günfige Leumundszeugniz be⸗
rufen, und noch mehr als dieses überraschte die e der
Reihe ven Vorstrafen, darunter eine Strafe wegen Beleidigung
der Abgeordnetenkammer, des Staatsministeriums und des Cuhtus—
ninisters Freiherr von Gresser.

Die Staatsbehörde beantragte neun Monate Gefängniß, des
Artheil des Gerichts lautele auf 4 Monaie Gefängniß. (Pf. P.)

Freinsheim, 1upriil. In dem Hofe des Herra
Philipp Harm dahier steht ein Aprikosenbaum, der gewoöhnlich erst
pat zur Blüthe kommt. In diesem Jahre mocht nun derselbe in⸗
oferne eine Ausnahme, als man an einem Zweige desselben zwei
fast halbausgewachsen, und diei etwas kleinere Früchte bemerlt,
vährend der Baum im Allgemeinen erst zu blühen beginnt.

(D. Anz.)
fNMeisenheim, a. S., J. April. Die ausnahms⸗
veise milde Witterung übt den bedeutendften Einfluß auf die Vege⸗
ation aus. Dies jzeigt sich an den Obstbaumen und Wingerien
insbesondere. Als besonders eclatanler Fall sei erwähnt, daß der
MWingerisschüß Heinrich Mohr bdon Weisenheim a. S. einen Trau⸗
enstock vor seinem Hause besitzt, welcher einen diesjährigen Schoͤl⸗
ing von 131 Fuß Lange bereits getrieben hat, welcher schon

Samen jeigt. (D. Unz.)

—

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jen

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        <pb n="211" />
        pFrankfurt. Der kasserlich japanische erste Finanz-
minister Okubo weilt, wie die „Frkf. Pr.“ meldet, seit heule Mor⸗
jen hierselbst und stieg im Hotel zum „Schwan“ ab. Derselbe be⸗
ichtigte die Werthpapierdruckerei B. Dondors und C. Naumann's
Dructerei, in welcher augenblicklich japanisches Papiergeld ange⸗
ertigt wird.

g München, 2. April. Der k. qu. General⸗Musikdirektor
ytz. Lachner feierte heute seinen 70. Geburtstag. Aus diesem
Unlasse wurden ihm gllerhöchste Huldigungen und Glückwünsche,
owie Freudes- und Dankesbezeug ingen von allen Seiten dar—
ehracht.
fMes, 29. Mäacrz. Am 26. d. M. fand die polizeiliche
lbnahme der deutschen Strecke der von Chateau⸗-Salins und Bic
ach Nanch neuerbauten Bahn unter Mitwirkung der Bertreter
iet franzoͤsischen Ostbabn, der lothringischen Gesellschaft und der
heneraldireltion der Reichs-Eise bahn fiatt. Wie ivir hören, wird
im 16. April die französische Strecke abdenommen, am 1. Mai
nie ganze Linie dem Verkehr übergeben werden, den vorläufig drei
züze in jeder Richtung vermitteln sollen. Eine Fortsetzung der
hahn über Chateau·Salins zur Reichseisenbahn steht schon für
as Jahr 1875 in Aussicht.

Straßburg, 28. März. Ueber den schädlichen Ein⸗
uß, welchen die projectirte Tabakssteuer jetzt schon auf den el⸗
afschen Ackerbau ausuübt, dürfte nachstehendes Factum, welches
»ꝛas „Wochenblatt des landwirthschaftlichen Vereins im Großherzog⸗
hum Baden? mittheilt, Aufschluß geben. Danach konnte die Ver—
valtung 2commission der städtijchen Civil-Hospicien zu Straßburg
ei der Anfana März vorgenommenen neunjährigen Verpachtung
hrer Güter die sonst so gefragten ausgezeichneten Grundstüc für
abal mit einem Werthe von nahezu 16,600 Fres. nicht weiler
erpachten. Die bissherigen Pachter erklärten in der Versteig er⸗
ngesitzung, daß fie, angesichts der exorbitanten Steuer, womit der
dabak belastet werden soll, sich nicht am Aufgebot betheiligen
dͤnnten.

fBerlin, 1. April. Unter den bielen und werthvollen
Zeschenlen, welche anläßlich des letzten Wiegenfestes dem Kaiser
ion Nah und F'ien dugbricht wuͤrden, befindet sich auch eine
zhladmurst von zwei Peeter Länge und entsprechender Dide. Ein
heher Schlachtermeister ist der Geber. Geschmückt mit den deut
den Bundesfarben ward das Angebinde in einer eigens hiezu
ugefertigten Kifte an Kaiser Wilheim abgesandt und das Gescheut
uldnollst angenommen und befohlen, daß die Riesenwurst auf der
familienkafel, die Rachmittags 4 Uhr bei dem Kronprinzen statt⸗
and, aufgestellt würde, woseidst sie als Zeichen lothringischer An⸗
anglichleit unter den pielen anderen Sochen recht schmad ausge⸗
hen haben soll.

F Eir erschütlerndez Ereigniß hat sich nach der „Post“ am
Mittwoch in einer Berliner angesehenen Familie zugetragen.
Der 16jährige Sohn des Hauses, Gymnasiast, hat sich auf seinen
iusdrücklichen Wunsch durch einen 12jährigen Knaben in der Weis
erschießen lassen, daß er, auf dem Sopha sitend, die Mündung
eines Gewehrs nach dem Sitz des Herzens gerichtet, von dem 12
äbrigen Knaben, in knieender Stellung, den Abzug des Gewehre?
ibdrücken ließ, wodurch er auf der Stelle getödtet wurde. Elier—
liche, nur zu gerechtfertigte Etmahnungen, sich zu bessern, haben
edenfalls den Entschluß, sich das Leben zu nehmen, in ihm zur
Reife gebracht.

Karlsruhe, 31. März. (35.fl. Loose von 1845.) Bei
der heute stattgefundenen Verloosung fielen auf folgende Nummern
jöhere Gewinne: aus Nr. 293.797 35, 000 fli, auf Nr. 223443
0,000 fl., auf Nr. 256,071 5000 fl., auf Nr. 1816, 260,902,
322, 360, 8326,608 und 336,879 je 2090 fl., auf Nr. 1588,
808. 53224, 93,105, 153,515, 155, 198 2,0,068, 282,019,
3282,779, 293,791, 297,183 4ind 326, 626 je 1000 fl. Die
Zahlung erfolgt am 1. Oktober.

Braunschweig, 31. März. (20-Thlr.-Loose von
1868.) Bei der heute ftattgefundenen Verloosung fielen auf fol⸗
zende Nummern höhere Gewinne: ouf Nr. 27 der Serie 5704
30,000 Thlr., auf Nr. 49 der Serie 7427 6000 ⁊bir., auf
Nr. 44 der Serie 7835 2000 Thlr. Die Zahlung erfolgt am
30. Juni.

F Ans Monacco schreibt das „Wiener Fr. Bl.“: Seit
ꝛinigen Tagen ist die Spielbank stark im Berlust und sind an
einem Tage mehr als 500,000 Francs verloren. Gin Engländer,
der 70,000 Francs gewonnen hatte, benutzte die Eisenbahn, un
bvon Monaco nach Mentone zu fahren. Als der Zug daselbst an⸗
langte, wurde er, seiner Habe beraubt, todt im Wagen, in welchem
es jehr stark nach Clorofors coch, gefunden. Allemn Anschein nach
ist sein Tod durch das siarke narkotiiche Miltel herbeigeführt wor⸗
den. Den Thatern ist man bis jetzt noch nicht auf der Spur.

Randworrthschaftliches

Zur Milchproduktion. Von Herrn Jonas, Guts befitzer in Werrig
vird uns die Mittheilung gemacht, daß er das Milchertragniß seines Vieh⸗
kandes dadurch um 82 vrocente fieigerte, daß er die wormal zur Anwendung
ommende Kleientation nicht mehr, wie herkoͤmmlich, mit Wasser anbruhte,
ondern dieselbe einer ungefähr i8stundigen Gährung mit forigeführten
Sauerteige zur Fütterung vorbereiteie. Bit haben schon früher darauf auf-
nerksam gemacht, daß die Kleien durch das Änbrühen mit hethem Wasser
n einen schweren verdaulichen Zustand übergeführt werden und daß das
orzüglichste Mittel, dieses in keiner Oekonomie gerne entbehrr werdende
Futter zu seiner höchsten Ausniltzung zu bringen, darin besteht, die Kleien
nit ungefahr 20 -200xR warctdenn Wasser ju einem weichen Breie einzutei⸗
gzen und demselben Sauerteig Zuzusezen.

ñ. X. Demeß, verantworicher Redageur.
4
2
achfolger.
* 3 2
ter n Franfurt ann Hain.
durch foriwährend reue Zufuhren und durch meine direkten Verbindungen mit den ersten Fabriklen, ist es mir moͤglich, mein red
sortirtes Lager zu den behannten billigen Preisen zu empfehlen.
Großes Manufakturwaaren Lager. Großes Ausstattungs-Geschäft.
doe Etad/. breite achtfarbige, lila, rosa, gelbe, braune Cattune, 800 Stud “/ hreites schwerez Leinen, für Hemden und Vettincan
ftr Kleider und Ueberzuge Cattune mit Borden, fur der halbe Meter 12 kr.
Vorhänge, der halbe Meter 9 kr. 22/0 Ellen breite grobe Leinen, für einschlaäfrige Betttiücher, da
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halbe Meter 12 kr. 3 Ellen ne udinee zrisguafrin 3 dan velh
M Sidd fei Cattune, der halbe Meter 12 fr. ändige, Betttuch ohne Ra llen lang, fl. 2 24.
d¶ 79 ee —e——— meistens turtisch⸗ 200 Stuck feines /. breites schlesisches und böhmisches Leinen, der halbe
roth, die Elie 15 kr. 13 Centimetret] — Meter g ihe 8 kr. — nmn
qhweren — Moorecus fur Unterrddce, die Elle 22 kr. he g wollene Bettdecken, fur zweischläfrige Betien, du
55 Centimetres. 9*
Ve breiten englischen epete Xx mit und ohne 200 Siue ee MWhhene Bettdecken, fur zweischläfrige vetien
Franzen die Elle 48 kr. entimetres ʒ00 Stucschwere grau⸗ Vett⸗ u. Pferdedecken, d. Studfl. 230.bis I0.
brelten schweten guten Bugkin far Dojen und gane Unzüge, die 500 Paar schwere weiße Piguedecken und Bictoricpeen Fram⸗n
* A 1 8 fl. eeet Centimetren] ⸗ für 2schläfrige —3— Stuas. 3 W
reite Fußteppichstoffe, die Elle ·18 atimetres. 100 Dutzend weiß feine Tischtücher, 21/0 Ellen dan en
hlatten, toihen wollenen , die Elle 18 kr. [35 Cemti⸗ das do kr. mher “
metres.] 100 Dutzend Handtücher, das Dutzend von fl. 3Z an, die Elle don 6 kr. an
ind weißen 10/ breiten Mull fur Kleider, die Ene I2 kr. s85 Centim J 600 D weie rein leinene Bamesentüee —A
boo Stuc verschiedene gute Kleiderstoffe für Winter, Frühjaht Zroße rothe Cachemires Tischdecken das Stuck I. ĩ. 46.1 I.2
Sommer und Herbst der Meter von 30 kr. an. Zroße rothe Cachemires Comodedecken. das Stug fi 1. u. si. I20
lamas, Unterrockstoffe, Thibets, Cachemires, Flanell, /a beiten reich ramagirten Vorhangsmull mit Bogen, da balba
Dinets Espagnolettes, Chales in allen Farden und Meter 16 kr.
ualitäten billigst. Prima Shirting, grau, weiß, schwarz, die Elle 7 kr. [85 Centin x
iN 7 ι schweren Barchend fur Betten, die Elle 16 18, 8 und 05. breuen Zwillich Lederleinen, Strobfackleine
24 fr. [56 Centimetres.) graue, gelbe, weiße Servietten zum Fabrikpreise.
—R Aus meinem Hause gehen jährlich Tausende von Sendungen nach allen Gegenden Deutschlands, und taͤ glich
ich wiederholende Nachbestellungen sind die besten Beweise, daß man allenthalben mit meiner Bedien ung sehr
zufrieden ist.
rserabschuitte sämmtlicher Artißel sende in reichster Auswahl franco per Dost.
rir einsten Aufträge werden wie bisher bestens ergzt ꝓp bitte mir das bisher bewiesene Vertrauen auch wei⸗
un erhalten.

Ca B
W. FRußr
        <pb n="212" />
        Bekanntmachungen.
Conventionelle
Wiederversteigerung.
Montag den 7. April l. J. des Rach⸗
mittags um 2 Uhr zu St. Ingbert, in
der Wirthsbehausung des Adjunkten Hein-
rich Schmitt wird auf Betreiben von
dudwig Beer, Müller hier wohnhaft. in
einer Eigenschast als subrogirter Gläubiger
ind Rechisinhaber von Aron Levi, Leder⸗
jandler in Homburg und Lion Levi, Leder⸗
zändler in Blieskastel wohnhaft und diese
als gewesene Cessionär's von Franz Jalob
Ehrbardt. Kaufmann in St. Ingbert.
gdeger

1. Elise Hager, früher Kramerin in
St. Ingbert wohnhaft, Wittwe des allda
vohnhaft gewesenen und verlebten Küfers
Philipp Anton Daubhäusser, jetzige Ehefrau
don Ludwig Paul, Schneider, früher dahier
etzt in Metz wohnhaft, Haupischuldnerin,
und gegen Letzteren sebst der zwischen ihm
ind seiner Ehefrau bestehenden ehelichen
Bütergemeinschaft wegen,

I. Wilhe:m Grossard, Rentner, in
St. Ingbert wohnhaft, als Solidarbürge
der vorgenannten Witiwe Daubhäusser,
vegen Nichtbezahlung des Erwerbspreises
die nachbezeichnete Liegenschaft öffenllich in
Figenthum wiederversteigert, nämlich:

PlanNr. 5190 Aire Dezimalen Fläche
vorauf ein Wohnhaus mit Hofraum und
ionstigen Zubehörden, gelegen zu St. Ing⸗
zeri, in der Gasse, hinter Seifensieder
Schmitt neben Wittwe Daubhäufser.
Das Nähere auf dem Geschäfts- und
Tonsultationsbureau L. Bechthold.

Horn, kgl. Notar.
Mobiliar-Versteigerung.

Dienstag den 8. l. M., des Nachmittags
im 2 Uhr, zu St. Ingbert, im Cafsé
Oberhauser, läßt der hiesige Verein
„Truta net a0 öffentlich an den
Legßt⸗ um Meistbietenden gegen Baarzahlung
versteigern.“

1 große Partie Bretter, mehrere Hun—
dert Ellen Calico, Sammt und Shir⸗
ting von allen Farben, Silber und
GBoldlitzen, Larven, Kleider und dergl.

Die Sachen sind ganz neu und die
zeuge moderne Stoffe 1. Qualität.

Aus Auftrog:
Bechthold.
Nersteinennna von
tBen
in Friedrichsthal.

Am Mittwoch den 9. April cts., Nach—
nittags 2 Uhr, lassen die Herren M.
Zchmidtborn und H. L. Wentzel
n Friedrichsssthal beim Wirth N.
Neurohr daselbst eine Anzahl Bau—
plätze, zum Theil an der Hauptstraße
gelegen., öffentlich versteigern.
— Vom Bergamtsgebäude bis zu
»en Miaschinengebäulschkeiten in Schnapp⸗
zach wurde gestein ein we ßleinen Säckchen
nit ca. 70 fli, in 2 und 1Thalerffücken,
zsterr. und bayer. 1Guldenstücken, Sechsern
ind Groschen, verloren. Der redliche Finder
volle das Geld der Eizenthümerin Frau
Eisenlacher, soçg. Grubel, Handlerin in
Schnappbach, gegen gute Belohnung
urückerstalten.

J. 8t. Qiolina &amp; döhne
Zweib rücken (Ecke der Landauerstraße)
mpfehlen frish eingetroffene Sendungen in 2
Frühjahrs- und Sommerkleiderstoffen.
schwarzen viereckigen und Doppelshawles,
schwarzen Spitzenshawles,
owie das Neueste in J
fertigen Damen-Unterröcken
lin Shirting und Glacé6, elegant garnirt),
fertigen Schürzen
(in Shirting, Leinen, Piqué und Moreens, schön verziert).
Arbeiter!
Wir en für dauernde Beschäftigu ünfzig bis sechzi p
ner, —— —— iinn g uohh fünfzig bis sochzig Mar
Taͤglicher Verdienst je nach Tüchtigkeit und Fleiß von
4 kr. bis zu lafl. 30 kr.
und höher.
Leince
in Otterberg bei Kaiserslautern.
NB. Reisespesen werden nach Ueberenkommen veraütet.
Großes
Taveten⸗- und Nouleaur⸗Lager
bei J. B. Ciolina.
vis·a⸗vis dem Pfälzerhof
in Tweibrineen-
*
Johann Hellentha
Bäcker &amp;R Mürller hier
verkauft:
den Kubik-Meter Mauersteine zu 1*
20 kr. ab Steinbruch;
autes Ohmet den Zentner zu 1
A
Auch kann bei demselben ein fleißige
draver, junger Mann als Schürer un
Maschrnenwärter gegen hohen Loh
eintreten. Vorkenntnisse sind nicht erforder
lich derselbe wird angelernt

Die photographische
Anstalt ist täglich ge—
jffnet von Morgens 8
bis Abends 5 Uhr.

Icæ.

9

Zwei gute Arbeiter

inden gegen hohen Lohn dauernde Be—

chäftigung; auch kann ein Lehrling ange—
sommen werden

J. A. xXxriedrich, Schlosser.

Tuch Ke RBuxking
in Sommerstoffen, wovon die neue
Musterkarten in reicher Auswahl ein
getroffen sind, empfehle ich zur Ansich

F. F. ¶Wnhi
Für Lungenkranke.

Dr. G. M. Sporer, bezüglich
der Heilwirkungen der Johann
Ho ff'schen Malz ⸗Choecolade und
Malz Vonbons sagt:

„Als ich die Hoff'schen Malzpräpa
ate, Vonbon und Chocolade zur An—
vendung brachte — täaͤglich 10 Bon⸗
bon und 2 Tassen Chocolade — fühlte
cch Erleichterung, die ich frützer
nie empfard. Der Husten wurde be—
deutend seltener und erträglicher und
meine Lunge sehr gekräftigt. Aehn—
liche unsdge Wirkungen habe ich
auch bei anderen Kataͤrrhalkranken
wahrgenommen.

Dr. G. M. Sporer, xc. ⁊c.

Die Johann Hoff'schen Pröparate
ind zu haben bei Fritz Manzer—
hiefer in St. Inghert

—343—
7*

ate und trotz ihrer vortesslicht
Oiginal-Ilustrationen wor
feiläste Frauen-Zeitunge
Jie seit übher sieben Jehbr
arschainende
Modenwolt.
reis vierteljahrlieh 461
iit colorirten Modenbupse
Guldeu 38 Rreutzer.

Dic practische Richton

les Plattes, welche stets d

artnisss der v'amilie berücksichtigt. d&amp;

uforderungen der eleganten Gesell-ehaft abe

aieht minder Rechnung trägt, macht jede er

elne Vorlage doppelt verthvoll. Die veboir

muster — über 200 jährlich — sind ihrer

tüglichen Auswahl und ihrer Genauigkeit veg

ukmienst bekannt, nient weniger“ die leicht

rerstündlichen Anweisungen. weiche selbet u

zeübtere Hände geschickt machen, alle Gege

tande der Toilette, Leibwäsche ete. selbet

ascrtigen. Auch im veiten Gebiet der Hau

rbeiten ist die Nodenweit die besto Leb

weisterin

2ne Buchhandlungen und Postämter nebm-

iederzeit Beastellungen an.

ierzu als Reilage: Aligemeiner
AMAMreiger für das Königreich
r—y Me.,. 80.
Hetaktinn Druck vnd Verlas non 5— D⸗mes in St, AIngabert
        <pb n="213" />
        Hl. Ingberler Anzeiger.
— Z

—A erter Aunzeigee (und das mit vem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstags⸗ Donnerstags- und Sonntagr

zummer de scheint wöchentlich viermmal: Dienstag, Donner stag, Samstag und Sonntag. Adonnementspreis vierteliährig 42 Krzt. odes
12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

1873.

—

Deutsches Reich. e 55 — —8 daß bei
ünchen, 2. April. Von Seiten des Kriegsministeriums ürzeren Versäumnißfällen im Elternhaufe recherchirt, bei längerem
min an —* —S———— die es ob im Falle Wableiben das Zeugniß eines behandelnden Arztes verlangt wer-
mer Mobilistrung an den durch die Linien -Commissionen näher den solle. —. Im Ganzen find für die Nothleidenden an der
xcheichneten Routen die Verpflegsstationen, wis dieselben in den Ostsee 79,945 fl. aus der Pfalz abgeschickt worden. ——
Jahren 1870/71 eingerichtet worden, noch bestehen, event. darübet Lambs heim, 2. April. Heute wird hier die älteste
ich zu äußern, wie solche Räumlichkeiten in thunlichster Bälde be— Person des Ortes, eine Judin im Alter von 93 Jahren beerdigt.
hoff werden konnen 6. .) Mainz, 2. Apil. Der belannte Zausberlünstler Agoston
Berlin. Eine Aeußerung, welche Fürst Bis mark vor hat Lent's schwimmenden Circus angetauft und. laͤßt denselben zu
durzem gethan haben soll, dahin loutendeer sehe die Jelt kom— inemschwimmenden Zauberpalast umbauen, um sodann die
nen, in welcher Deutschland genöthigt sein werde, jenen Staaten, 'erschiedenen Städte des Rheines zu besuchen. —
ie mit ihm auf dem Gebiete der fiaatlich-lirccüchen Fragen nicht tZonauesshins e,n, 831. Marz. Ein furchtbaret Brand
Neichen Schriut halten, feindlich enigegenzutreten. wird gegenwär- egte gestern in Blumberg 32 Hauser in Asche. Er begann Mit⸗
id in den Wiener Blättern vielfach desprochen. Manche dehaupe ags 2 Uhr und dauerte bis Mitternacht. Näheres fehlt noch.
cn, der Reichskanzler habe dabel ausdrüctich auf Oesterreich hin- Ler Anfang war im Wirthshaus zum Hirschen.
veisen wollen, wogegen andere wieder vermuͤthen, Bismard habe UIm, 30. Marz. Von din für die Wiener Weltaus-
nit dieser Aeuß rung nuk ein Ffreundnachbarl cher Prefsion auf bellung beftimmten zehn Wohnungsschiffen sind gestern die drei
ie Habsburg-lothringensche Zauderpolitik, deren Organ der Cul- isten nach Passau abgegangen. Dort gehen sie vor Anker, bis die
Zmnister Stromaht ift. aus müben begbsichtigt. Ter Fürst, so krrigen sieben nachkommen, um gemeinsam durch den Ulmer Schiffs-
vird weiter versichert, sei zu der Ueberzeugung gelangt, daß der erein nach Wien befördert zu werden und dort die Weauguen
Widerstand der ulnamontanen Partei in Deutschland durch Auf, ungsgäste in ihre wohnlich und zweckmäßig eingerichteten Kabinen
reijungen und Versprechungen von Seiten hochgeftellter Perfönlich, nifzunehmen. Der Preis für eine Kabine pro Racht und Bett ist
reilen in Wien unterhalten werde.˖ — Freilich dird man mit dieser duf 1fl. 45 kr. geftellt. —
chwarzen Sippschaft nur dann verhältnißmäßig leicht ertig werden, P.hanen, 30. März. Der bisherige Kassirer des hie⸗
venn fich die berschiedenen Regierungen in der Bekämpfung der- igen Vorschnßvereins, den man wegen eines Kassadeficits von
selben die Hand reichen, und dieselben bei keiner eine Stütze findet. 26,000 Thlr. flüchtig glaubte, hat sich freiwillig dem Unter⸗
Im wieder auf Oesierreich zurüdzukommen, so wollen Schwarzseher uchungsrichter gestelt. V
illerdirgs beinerlt haben, daß es mit dem herzlichen Einverständ- FSPacis, J. April. Gestern hielten der Löwe und die
uiß“ zwischen diesem und Preußen nicht allzuweit her sei; Opti— Lowin des Jardin des Plantes eine eigenthümliche Mahlzeit. Sie
nisten verfprechen sich dagegen von der Fuͤrstenzusammenkunft in been namlich um 3 Uhr den lleinen Löwen, mit weichem die
Bien wieder, daß sich die guten Beziehungen zwischen den beiden öwin um 12 hihr niedergetommen war.
Mächten noch weiter festigen werden. Die beste Garantie für das f Aus London, 22. Märj, schreibt wan: Die aus
kinvernehmen beider ist jedenfalls, daß ihre Imteressen fie auf- Amerilanern bestehende Fälscherbande, welche die Bank von Eng-
inander onweisen. and unlängst um 190,000 Psund Sterling gebprellt hat, scheint
Berlin, 2. April. Dem Vernehmen noch wird die Spe- sunmehr fast gaänzlich in die Hände der Justiz gelangt zu sein.
ialuntersuchungekommission in etwa 14 Tagen mit dem Abhöten der Festnahtme WMacdonell's in New York ist nunmehr in Havannah
on Zeugen über Vorgänge auf dem Gebiete der Eisenbahn-Con. die Verhaftung Bidwells, des Hauptalteurs in der Betrugs-Affäre,
essionen zu Ende kommen. Alsdann beginnen die Verhandlnngen iuf dem Fuße gefolgt. Obwohl zwischen England und Spanien
er Commission über Vorschläge in Betreff einer durchgreifenden Lin Auslieferungsvertrag besteht, hat sich doch die kubanische Be⸗
teform dieses Concessionsweseag. jörde bereit eiklärt, den Verhafteten auszuliefern. sobalt ihm dat
Ueber das Schidsal des Preßge sezentwurfs, so Verbrechen, dessen er beschuldigt ist, nachgewiesen werden kann.
hreibt man der Ke g.“ aus Sud deuischland, würde! Bleichzeitig meldet ein New⸗Hotler Telegramm der „Dailh News?,
nan in Süddeutschland beruhigter sein konnen,als im Norden, daß ein großer Theil der von Warren angelauften Bonds wieder
vir uns wesenilich liberaler Bestimmungen erfreuen, aber aller. 'tlaugt worden ist. Alle diese Bonds, sowie eine Anzahl Dia.
ings empfinden auch wir es als eine Ehrenpflicht gegen die Prese manten im Zellamt New⸗Yorts sind mit Beschlag belegi worden.
ind zugleich cegen die gange Nalion, die Fesseln überaů zu sprengen, tNRNew-⸗York, 31. März, Ein furchtbarer Wirbelwind
velche bureaukratische Kurzsichtigkeit und realtionärer Understand! dat am Mississippi gewüthet, Baͤume entwurzelt, Häufer gerstöri
nem so wichtigen Culurmiitel auferlegt haben. Die erfreulichen und den Tod vieler Menschen verursacht.
dachrichten über die Stimmung im Reichstage, mas diesen Gegen⸗ * Das schreckliche Schiffͤunglück an der Küste von Neuschott⸗
and betrifft, beweisen wenigstens, daß die Volksvertreter nicht and stellt den Untergang des Northfleet beinahe in den Schatten.
inders denken al? das Volk; und wie wenig Hindernisse der Eutweder 750 oder 668 Menschen — die Berichte wiedersprechen
egenwärtig noch vielfach einzenommene Polizeistandpunkt in de⸗ ich — sind umgekommen. Das betroffene Schiff, der Allaniic,
reßzgesetzgebung den Gepnern der nahenalen Entwidlung bereitet, Jehört der Wbite-Star⸗Linie an. Im Begriffe, auf der Reise nach
Alten die Regierungen doch auch längst eingesehen haben. Umge- Kew-York in Halifax um Kohlen anzufahren, lief es bei Megagher's
ehrt liefert die freiere Bewegung der süddeutschen Presse den Ve- Head auf den Grund und ging nach mehreren Stößen unter. Der
veis, daß die liberale Sache Manns genug ist, mit der ultra- Unfall ere'gnete sich in sehr dunkler Nacht. Der Capitän war in
sontauen Presse ferlig zu werdern, auch wo diese den ganzen Klerus der Kajüte und mit ihm die Passagiere, meistens schlasend. Der
ls Bundesgenoss⸗n hat. Tapitän suchte die Frauen in Boolen zu retten. Als jedoch zwei
Italien. — einem Boote waren, n Männer hinein, die es anfüllten.
Rom, 3. 75575 3* — * 5 Vleich darauf schlug der Dampfer um und riß das Boot in die
st der Papst don i v e e 3 dernsmnel— Tiefe hinab. Die übrigen Boote wurden weggerissen. 240 oder
230 Menschen retteten sich mit Hülfe des Takelwerls auf einen
zloßliegenden Felsen, von welchem sie noch zu guter Zeit — die
Flut war im Wachsen und hätte bald den Felsen überdeckt —
jon Cunnarddamopiern abgeholt wurden.

Vermischtes.
Raisserstautern, 83. April. (Pfälzische Chronik).
die königliche Regierung der Pfalz hat, da manchmal Kinder
bne genuͤgende Ursache die Schule versäumen und von ibren An—

*L Demes verantwötlicher Nedacteur.
        <pb n="214" />
        Bekanntmachungen.
*8

Theilungsversteigerung.

Samstag, den 26. April 1873, Nach
mittags 34 Uhr, zu St. Ingbert in den
zu versteigernden Hause werden die nach—
bezeichneten zum Nachlasse der dahier ver⸗
lebten Eheleute Jakob Uhl und Barbara

Wiehn gehörigen Liegenschaften der Un—
theilbarkeit halber vor dem unterzeichneten
aerichtlich hierzu beauftragten k. Notare in
Figenthum versteigert, pämlich:

5 Dez. mit Wohnhaus, Stall, Hof und
Zugehör, 3 Dec. Garten dabei und 12
Dec. Ackerland dahinter, Alles zu St.
Ingbert an der Blieskafteler Straße neben
Nicolaus Ewerle und Ludwig Marzlin.

23 Dec. Acker in den obersten Seyen
St. Ingberter Bannes, neben Mathias
stlemmers Wittwe und Johann Heinrich.

Egenthümer und Versteigerer sind: die
Kinder obi er Erblasser: 1. Heinrich Uhl
Schlosser von St. Ingbert, jetzt zu Hall-
bergerhütte wohnhaft; 2. Carl Uhl, Kessel
schmied in St. Ingbert wohnhaft, 3. Jo—
hann Uhl emancipirter Minderjähriger,
Schustergeselle, verbeistandet durch seinen
Turator Georg Greß, Sch ster, 4. Joseph
Uhl, noch minderjährig, Fabrikarbeiter,
velcher den Joseph Schwarz, Schmelzar⸗
beiter um Vormunde und den Heinrich
Uhl genannt, zum Nebenvormunde hat
alle auch in Si. JIngbert wohnhaft.

BHorn, tgl. Notär.

—

Johann Hellenthal

Bäcker K Müllr hier
verkauft:
den Kubik-Meter Mauersteine zu Ufl.
20 kr., ab Steinbruch;
sutes Ohmet den Zentner zu Ifl.
—12 kr.

Auch kann bei demselben ein fleißiger,
braver, junger Maun als Schürer und
Maschenenwärter gegen hohen Lohn
eintreten. Vorkenntnisse sind nicht erforder-
ich, derselbe wird angelernt.

—
Die photographische
Anstalt ist taglich ge—
öffnet von Morgens 8
bis Abends 5 Uhr.

IR. EPIIIS.

e und gewässerte
—A
bei
Pritz FPanzerbieter.
BürgervereinsHNränzchen.
Am Mittwoch Abend Zusammenkunf
bei Jung (vormals Weyrich im Eck.)
Der heutigen Nummer liegt
in Extra⸗-Blatt bei, enthaltend
nungen über die Heilwirkungen der
voffschen Malzpräparate bei Hä⸗
morhoidal, Lungen-, Magen— und
katarrhalischen VLeiden ꝛc. Verkauf
* Fritz Panzerbiete;
in St. Ingbert.

SO fil. u eFeuerwehr Wontag
der Expedition d. Bl. vbeiPoeter Weisgerber
. 2Neueste
Tachemir⸗Rotonden und Jaquettes

empfehlen in großer Auswahl
—F Geobriideor Rrach
in 5t. Johann.

. (Mus den Berliner Zeitungen.) J—
— 2
Der Königtrank,
eine mit circa 100 milden Pflanzenfäften bereitele Lim onade, größtes hyg enisch
diätetischs Labsal für alle Kranke und für Gesurde, liefert dem Organismus
eine Fülle von Gesundheitsstoffen, durch welche die erlrankte Natur in den meisten
Fällen sich so umwandelt, daß die Krankheitsursachen und dadurch selbst hartnäckige
Krankheiten oft wunderbar schnell verschwinden.
Weitere beim Erfinder des Königtranks eingegangene A erkennungsschreiben.
(45,272.) Brolhagen b. Jüterbog, 15. 7. 72. — Seit zwei Jahren lit
meine Frau an einem Stickhusten und Schmerzen in der Seite, welches sid
bis zur Schwindsuchisteigerte. Alle ärztlichen Mittel wurden vergebens ange
wandt, zuletzt wollten die Aerzte nichts mehr verschreiben. Da hörte ich von Ihrem
stönigtrauk. Als die Frau eine Flasche verbraucht, bekam sie schon Appetit und
nach Verbrauch von 5 Flaschen ist sie wieder recht frisch und gesund. Franz Lindert.
(40, 272 a.) Braunsels, 30. 7. 72. — Meiner Frau, welche seit 20 Jahrer
am Magenkrampf leidet und von allen Aerzten aufgegeben war, ist durch Ver—
brauch von 3 Flaschen Königtrank geholfen. 66(6b. Gebel.
448,828.) Genf, 29. 7. 72. — Ich gebraudhtte einige Flaschen Koni tram
gegen die Wassersucht; derselbe leistete mit in der That wunderbart
Dienste, so daß ich dieses Getränt Jedermann zu empfehlen mich vrpflichtet fühle.
G. Lepitre.
(45. 829.) Tarnowiß, 24. 7. 72. — Ich theile Ihnen mit, daß ich durd
fünf Flaschen Königtrank von einer dreijährigen Krunkheit hergestellt bin. Blun
spuden und Herzklopfen ist verschwunden, und kann ich meine Häuslichkeit
wieder vollständig versehen. E. Wollny, Klempuermeister.
(45, 850.) Stadimooshüite, 27. 7. 72. — Ihr Konigtrank ist meinem Sohn
sehr gut bekommen und nicht das Geringste mehr von Epilepsfie dorhanden
welches ich Ihnen zu verdauken habe. B. Kaiser.
(45, 8860 a.) Oberiell, 31. 7. 72. — Ihr Koͤnigtrauk leistete mir und vieler
Andern sehr gute Dienste. — (Bestellung. Jos. J. Gesler.
(46,851.) Züll chau, 1. 8. 72. — Ich leide seit mehreren Jahren an
rheumatischen Schmetzen an den Füßen, wobei Ihr Koͤnigtrank mir sehr be—
deutende Linderung verschafft hat. — (Bestellung.) W. Canneck, Seidenfabrikant.
(46,852.) Hertwigswalde, 28. 7. 72. — PMieine Frau litt an Wasser
sucht. Nach Verbrauch von Z3 Flaschen Königtrank Nr. 1 ist dieselbe so weit ge⸗
nesen, daß sie ihrer Beschäftigung wieder nachgehen kann. J. Nitsche.
(46,857.) . Gnebsdorf b. Wilsnach, 5 8. 72. — Nach Verbrauch von 2
Flaschen Königtrank ist meia Husstten vollständig beseitigt; auch hat der Tran
meinem Dienstmadchen gegen Magenkrampf sehr gute Dienste geleislet, jr
daz derselbe gäuzlich verschwunden ist. M. Neumann.
(46,8431.) Hecfoid, 13. 8. 72. — Durch nur eine Flasche Königtrank sind
die Beine meiner Mutter ganz geheilt, welche seit 12 Jahren offene Wunden hatten
auch hat der Trank bei meinem Kinde gege Masern gute Wirkung gethan
Herm. Heidbieder.
Erfinder und alleiniger Fabrikant des Nonigtronks:
Wirkl. Gesundheitsrath Karl Jacobi,
Berlin. Friedricstr. 208.
Die Flasche Extrakt, zu dreimal so viel Wasser, kostet in Berlin einen halben Thaler,
außerhalb incl. Fracht in Deutschland 16 oder 17 Sge. (1 fl. rh.) in St. Ing
hert bei Kaufmann J. Friedrich.

1häsi
von Julius Gentes in Zweibrücken]
liefert voslständige Betten mit Bettstelle, Feder- und Haar-Matratze, wollener Bettdecke ode
Couverte, Plumeau und Kissen, wovon Vorrath auf Lager, übernimmt ganze Ausstat
lungen und verspricht gute, solide Waare zu moöglichst billigen Vreisen.

Zugleich bringt dasselbe seine Hemden⸗ und Weißzeug⸗Fabrikate ir guler
leinenen und baumwollenen Stoffen mit modernem Schnitt, nach Maaß oder Muster, sow—
ein vollständig assortirtks Lager in allen Arten Weißwaaren, in emspfehlend⸗
Frinnerung.

Muster und Presslisten werden auf Verlangen übersaudt.

— —⏑⏑

J——
————
ae. altion, Druch und Verlag don ij. X. Demeg in St. Ingvett
        <pb n="215" />
        —8 22
5332 3232248 s
55738535355553585
2325.5 5—35353355 2 —
72387 385855853 55345553853 35653588
* —*2822
—J— 3 33 638
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5343533333* c 8 3333833 24357 — 4538
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2 2582 —2 2 7 — 5.8 — —* 532 — B — 27* 82*
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2 — 78 2— —2 28 25 888 238 22
— 5582 525553537—2 — 32 — 5353 —2e—2* 3 2 58 55*5
—5 323353335 333353333—7* —z58 3323252
36252333 325*2538 433 233325* —
25* ——— —A— * — 53 — 8853 568 22
32 353— —5z3* 52268 2888 287 — ——— — 220535
37 5533532355 —X * 333383383 33 —A
* T 2 2* Svo * 5 .* 8
7333375688 —672. 23323* —558 553—337632 z
585287 552 58 —55 585 438 523*3 283 5533
* —— 2 —8
——— z—z838 58— 8c7 337538333533255 *853
*5—55 5x*27—* 55 2⏑—— 2 5533 565365 —A
— 2 RBB 25 —— —— 2 22 — D — — * O —82 — —
223— — —3—5335** 2233 —58353223 553553 8
— 5555357 5 —* 5333 335555555 — 258232 2
* 22 2 2 * *
25c5* —3353835588 52862 — —
8R 23535 2z2323* 58 d 237* — ———— — —75* —F
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2 *2 2 * ICC — —A — 8
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2 ——— 58
——82563236555 * 55255
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253 —55—53522 23 5
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55 5— 32535 s 75— 2185 ———— ẽ s55. — 2
——— a 3 z15555 53 —32 325
2355 2 —z2535 — —73 2* — — 8 — *2 25253* 52 —
2328 53353—5 2 25 —— ———— — —— 25
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2 * — 82 — — 88 222 537 *2535 5222 788 52323232
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—733733358553 33356556532*

—2*

——
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        —A

M Bi. a rer Unzeitter sundedas mit dem Hauptdlatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit dee Dienstags⸗, Donnerslags⸗ und Sonnlagr
—E wecttich vie rmal: Dienerag. Donnerstag, Samstag und Sonntag. Anonnementspreis vierteljährig 42 Krzr. odes
12 Sitvergr. Anzrigen werden mtt 4 Kryr. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Raum berechnet.
— — — — — — 8 ——— —
V 55. — Dienstag, den 8. April 1873.

Deutsches WReich.

München, 8Ap eil. Der k. Finarzminister Hr. Berr,
oelcher bereits seit dem 18. Februar d. J. in Berliu weilte, ist
4 dam heutigen Mittagszuge von dort zurückgekehrt. Auch der
Jukizminifter Hr. Dr, v. Fäustle wird bis nächsten Dienstag
ui Bethjin zurkcerwariet und werden beide Herren wähcend der
Ofterserien hier amtiren.

Aus Elsaß-Lothringen, 2. Abpril. Die Bevölkerung
cz Oberelsaß ift in nicht geringer ‚Aufreguug unheimlicher Vor⸗
ange im Lehrerseminar in Kolmar wegen. Dieses Lehrerseminar,
as schon unter der französischen Regierung bestand, wurde auch
mer preußifaer Hertschoft fortgeführt und zählte etwa 8090
zchüler. Ende Februar uno Anfangs März erkrankten sämmtliche
zoglinge mit Ausnahme von etwa 10; alle Professoren aber er⸗
uen sich der besten Gesumdheit.Die Elltern zogen ihre kranken
zdhns io rasch als möglich aus der Anstalt zurüch; einer der
oͤglinge flarb in Colmar selbst, andere kurz nach ihrer Rüdckkehr
ij die Heimath. Nach perbürgten Nachrichten“-betrug die Zahl
a dereus Gistorbenen anfangs der letzten Woche 13. Gerüchte
eben die Zahl größer an. Die Vermuihm.gen über die Ursachen
er Kranlheit gehen weit auseinander. (FIr. 3.... —

Berlin.“ Der Bundesrath wird über den Tabakssteuer⸗
atwurf erst nach Erstattung des Ausschußberichtes über die Bör—
ensteuer und im Zusammenhang mit letzterem Beschluß fassen.

Dem „Osserbatore Romano“ wird aus Berlin geschrieben,
daß kürzlich eine hohe Person, ein Protestant, Uber die kirchlichen
zesetze zu dem Kaiser gesagt habe: „Die wahre Verwirrung wird
eginnen, wenn diese Gesetze von Euer Majestät sanktionirt sein
derden und wenn Ihre Regierung dieselben wird einführen wollen.
dann wird der Augenblick kommen, ich bin dessen gewiß, wo der
urch die Gesetze verursachte Bcrand so groß sein wird, daß er
as Gebäude der falschen Politik Bismarcks in den kirchlichen An⸗
elegenheiten zerstoͤren wird.“ Der Kaiser antwortete; „Beinahe
derall werden mir Bemerkungen über diese Gefetze gemacht, aber
ch kann die katholischen Priester weder in Deutschland noch in
grenßen tegieren lassen.“ Wie das „D. W. Bl.“ hört, ist die
dersönlichkeit, welche diese Unterredung mit Se. Maj. geführt hat,
ind welche der „Osservatore Romano“ nicht nennt, der frühere
Ninister Herr v. Bodelschwingh gewesen. —

Fraͤnkreich.

Das neuste Hest der Redue des deux Mondes“ bringt unter
em Titel . Die deutsche Presse im Jahr 1878 einen längern
ꝛemerlenswerihen Artikel aus der Feder des Hrn. Albert Sorel.
darin warnt derselbe seine Landsleute, aus den Streitigkeiten,
welche die deutschen Zeitungen unter sich hätten, den Schluß zu
iehen, daß Frankreich in Deutschland eventuell auf Bundesgenossen
aühlen könnte. Er meint, daß wenn die Teutschen einmal den
drieg mit Frankreich für unvermeidlich hieten, sie es als eine
sflicht ihrer Regierung betrachten würden, den Franzesen zuvor⸗
ukommen und ihnen keine Zeit zur Vollendung ihrer Heeresorga⸗
nisation zu lassen. Ganz Deutschland würde mit derselben Ein⸗
nüthigkeit und Begeisterung wie im Jahre 1870 die Waffen er⸗
reifen und Europa würde Frankreich wiederum im Stich lassen.
Frankreich solle deßhalb den Revanchekrieg nicht allzufrühzeitig in
Scene setzen, es brauche noch langere Zeit, um seine Armee der
neutschen ebenbüͤrtig zu machen, wenngleich der Verfasser den
JZeilcaum etwas kürzer bemißt, als der Hauptmann Pohns vom
sroßen Generalstab, dessen Werk über die franzöfische Armee man
ehr aufmerksam in Frankreich gelesen zu haben scheint. Auch aus
diesem, mit Sachkenntniß und großer Mäßigung geschriebenen
Artikel ersehen wir von Neuem, daß alle Parteien und alle Poli—
iler in Frankreich nur von dem einen Gedanken beseelt sind, an
deutschland Revanche zu nehmen
Rermischtes.
73weibrücken, 5. Aprtil. Hr. Prof. Stichter dahier
jat von St. Maj. dem Kasser die Kricasdenkmünze für Nichtkom—
attanten erhalten

Neustadt, 4. April. Den HH. Mechanikus Schmitt
und Holzschnitzer Kreuder von hier wurde von kal. Regierung ein
Stipendium von je 100 fl. zum Besuche der Wiener PWeltausste!-
ung bewilligt.

Berlin, 29. März. Bei dem parlamentarischen Diner,
velches der Reichsskauzler Fürst Bismarck am Dienstag gab, war
zer Fuͤrst in seiner besten Laune. Als nach aufgehobener Tafel
ine Gemahlin den Gästen die Cigarren herumreichte und der
Fürst seine large Pfeife anzündete, erzählte er unter mannigfachen
Ibentellern aus dem letzien Kriege auch nachfolgende drollige Hi—
torie: Er kam spät Abends nach vielstündigem Nitte ermüdet und
jundrig auf der vielgerühmten Besitzung des Barons von Roth-
child an. Der Haushofmeister von derridres begegnete den beschei⸗
enen Wünschen des damaligen Grafen nach Speise, Trank und
dager mit hochfahrenden französischen Worten, die darauf hinaus
iefen, daß Nichts für den Herrn Offizier vorhanden sei. Unser
Reisender er'annte in dem wohlbeleibten Diener des Pariser Gold-
onkelß einen Sohn der freien Stadt Frankfurt und fragte ibn
eutsch, ob er wisse, was ein Strohbund sei? Der gute Frank-
urier sah ihn verblüfft an. Bismarck meinte weiter, an einen
olchen Strohbund werden renitente Haushofmeister mit dem Rüden
n die Höhe gebunden, und das Andere ergebe sich dann von
elbst .. In weniger als einer Viertelstunde war alles Gefor-
zerte da.

(Schlechte Ausfichten für den Katzenjammer.) Die Früh⸗
ahrs⸗Häringsfischerei an der norwegischen Westküste kann jetzt als
eende i angesehen werden. Das Resultat derselben aber leider
nur ein maͤßiges. Man nimmt an, daß im füdlichen Distrikt,
3,000 Tonnen, im nördlichen 40,000 und bei Söndmöͤr 6000
efischt worden sind. Außerdem wurden um Neujabr gegen 15,000
ronnen Neu-Häringe, im Ganzen also circa 80,000 gefischt. Da⸗
jegen gibt die Lofodenfischerei fortdauernd eine gute Ausbeute; es
hird angenommen, daß bis zum 9. ds. Mts. über 53 Millionen
efangen waren.
Dienstesnachrichten.

Durch Allerhöchste Entschließung vom 30. März abhin wurden vom 16.
April l. J. an auf Ansuchen versetzt: der k. Landrichter Hermann Fries
son Wolsstein nach Edenkoben, der k. Landrichter Carl Kieiferr von St.
Ingbert nach Frankentbal.
Landwirthschaftliches
Von Dr. Schneider in Worms.

(Pserdeh äcksel.) Bekann iich wurde vor 10 bis 13 Jehren ziemlich
Agemein, und zwar nicht nur in der Fach-, sondern auch in der Tagespresse
mpfohlen, das Häcksel füur Pferde so kurz als möglich zu schneiden. Nun
at aber Dr. Haubner in Verlin die Beobachtung gemacht, daß Pferde,
enen man das Häcksel sehr kurz geschnitlen verabreicht, viel merr zu Ver-
auungsbeschwerden disponirt werden, als wenn das Häcksel mehr lang ge⸗
chnitten, zut Verabreichung kommt. Erklären läßt sich die Sache leicht so,
zaß das kurz geschnittene Hächsel fich zu sehr dem Kauprozesse entzieht, und
n Folae mangelhaffer Feneibelune eeareNerballungen Anlaß gibt
(Eingesandt.), Wie gerüchtweise verlautet, soll die hiesige
„Fortbildungsschule“ ein recht gutes Examen be
janden und der Herr Prüfungs-Commissär sich sehr günsting
iber dieselbe ausgesprochen haben. Es ist dies jedenfalls ein so
reudiges Eseigniß, daß es verdient, der Oeffentlichleit wie andet-
xts übergeben zu werden, und wäre es wünschenswerth, einiges
Nahere darüber von einem Zubörer zu vernehmen.

Ein Schulfreund.

Einjähriges MilitärExamen. Bei der letzten Prü—
ung in Karlsruhe sind von den 34imInternatisnal⸗
debrinstitute zu Bruchsal vorbereiteten Kandidaten 22
estanden, so daß von ihren bisherigen 189 Kandidaten 151 diese
Prüfung glücklich abgelegt haben. — Zwei besondere Curse, ein
nterer und ein oberer von ie 5 Monaten beginnen am 22.
Iprit d. J.

—— — — — —
R XDemes verantwortlicher Redacteur
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        Bekanntmachungen.

Tuch- und Manufeckurwaaren-Handlung
Lager fertiger Herrenkleider.
mit v das Eintreffen der zur Messe gekauften Waaren ist nunmehr mein Lage⸗

Geschäfts⸗Empfehlung.

Der Unserzeichnete macht hiecmit die er—
gebenste Anzeige, daß er sich dahier in
seinem elterlichen Hause auf dem großen
Flur als

Feilenhauer
etablirt hat und geneigten Aufträgen, derer
prompteste Ausführung zugefichert wird.
gerne entgegensieht.
Auch kann ein braver Junge bei dem⸗
selben als Lehrling eintreten.
Georꝙę Battermcnnu

neuesten Damen-Kleiderstoffen
für Frühjahr- und Sommer-Saison, derart ansgerüftet, daß allen Anforderungen in jeber
Beziehung entsprochen werden kann. Mein Lager
fertiger Herrenkleid)er

habe auch complettirt, wobei besonders aus neueste Fagon, solide Stoffe und songfältit
Arbeit Rücksicht genommen.

Bei Bestellungen von

*
Anzügen nach Maaß,

die prompt und elegant ausgeführt werden, steht eine reichhaltige Colection, neuestec und
modernsier Tuche und Bukskins zu Gebote.

Die photographische
Anstalt ist täglich ge—
öffnet von Morgens 8
bis Abends 5 Uhr.
B. OIIig

ν

—“

*F —9*JJ —.
tult. J
Handelssehule, Vorbereitungs-Anatalt für den einjährigen M
itúrdienst (von 189 Candidaten sind 151 bestanden), füũr dio Post (uber 80 be
tanden) ote. Pensionat mit strenger Disciplin. — Prospectus durch die Direc-
tion in Bruchsal.
anoasia9
auuepsss nvso X
aꝛiuuiojbuv aↄqai i —ο
ann uarmo pui * UIapuιιο
ui ↄ12n2uaogo svq ↄlo, ι]
27 atphijsua qun 2,—εινο a,pιν
»—Der Unterzeichnete em
pfiehlt sein Lager in:
viereckigen und ovalen
zplegeln mit glatten und verzierten
Rabmmen, Spiegelgläserm, Gold-
leistem. Garderob⸗-BScIUSSelhal-
tern ete.
Auch können Spiegel nach Photographi
beftellt we den.
J. Dercum.
Für den Eharfreitag empfehle ich
meine Band⸗Eier⸗Nudeln.
D. LCpn.
Am Oster
mountag
Tanz-
Ausik

Arbeiter! .
Wir suchen für dauernde Beschäftigung noch fünfzig bis sechzig Man
ner, Frauen, Mädchen und Jungen.
Täglicher Verdienst je nach Tüchtigkeit und Fleiß von
48 fkr. bis zu 1fl. 30 kr.
und höher.
BELGCiF -

merei &amp; Veberet
in Otterberg bei Kaiserslauter.
NB. Reisespesen werden nach Uebereinkommen vergütet.
AX
in Zweibrücken (Ede der Landauerftraße)
empfehlen ihr vollständig sortirtes Lager in schwarzen Waaren, als:
Seidenzeuge und Seidensammt;
Thybet und französische Meri nos;
Cashemir, Toledo und drap d'ét6;
Alpaccas und Orleans;
glatte, gestreifte u. broschirte scwarze Grenadine
schwarze Lambrechter und Aachener Tuche;
eine reiche Auswahl in
Sommer-Buckskins,
sowie das Neueste in
Damen-Talmas, Jacquettes und Jacken.

460

hei
k. Quiring
Nentrisch.
sasorent el
Ankeruhr
er oren, auf 15 Stei⸗
nen gehend, mit zwei Gold⸗
Neifen, ging auf dem Weg
von sechs Eichen bis nag
St. Ingbert verloren. Der
redliche Finder wolle dieselbe in der Exp
dition dieses Blattes gegen eine gute Be—
lohnung abgeben. Vor Ankauf wird ge
warnt.

Nach schwerer Krankheit
die beste Kräftigung.
Berlin, den 5. Jamar 1873.

Ew. Wohlgeboren ersuche ich um eine

neue Sendung Ihres ausgezeich-

neten Malzextrakts; dasselbe
hat meinem Manne nach schwerer

Krankheit die besten Dienste betreffs

Kräftigung des Körpers gethan. Wil.

helmine Hettnet, Taubenstraße 49.
An den Konigl. Hoflieferanten Herrn

Johann Hoff, Berlin.

Verkaufsstelle bei Fritz Panzer⸗
bieter in St. Jugbert.

Eine noch fast neue
Bierpumpe
steht zu derkaufen. Zu erfragen in der
Expedition d. LI.
ano lait
—Ac pe
nvabulo uesjraq; u⸗goq aqa— uq uoqua
Nuupzobend
—XRBRWWX qun ——
Gesalzener Labberdan,
frisch, (wird durch Wassern in 8 Tagen
genießbar) bei
EIChard Honle-
Zweibrücken.

Jeden
Randwurm
entfernt binnen 8 bis 4 Stunden vobitän⸗
dig schmerz- und gefahrlos; ebenso ficher
zeseitigt auch Bleichsucht und Flech⸗
ten und zwar brieflich: Voigt Ae
uu Croppenstedt (Preußen).

— 7 —

Nedaltion, Druck und Derlag don J. *.
Renn2z 4 in St.

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32 — 33
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2285

———— s58 253855 45583 33

5552525 2332, 55535 X.— 53523555 522 2228
2

2557 3283332328. 33 2533335 53535233553 23357

51525 *3 22232257 5 2588 —A —s5 32535
e25 —— 232272 525853 — * —AA 55 5 5 35
8 22 — 5825 2— —— 3 — 535 82 * *

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22 —E —528 ——S8 528 S827 S5 82.* ẽ —E

—522338 5* ——— 32 233533* 552333—55 222 25 ——
206 — —— 2z2*525 — — 555 F EIXS — 55 8 23
8 355 — 8* ——— 75** —— 25 725 — 95 *

* * 8* * * — —
2* *2525 5*8* 55 — 2 272 7323 — eac 95 84 3
235——32328—257 z—822258* 2 * 558 —535 5—2—, 2z—55 3222
— 5232 55535538 2 25 56 5—22E A 25
5538 332333—36 —8835 3233335 2
ß 533553 5z55353 833 755 32385352 585*

2—e 22 228 858S EE ES 8 25 —A 2532258 *523
3238* 58* * 553582 26452385 — 555 2522 238 *5525 —zc—58
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e —732852. S—355
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8* — 22282 5260 —— 258 22 53838* 3
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32853 2c55 — —— 238 52722 5 —
1535355 —2553 3 535—3358 7 233335 55* 355 2568 25328 *8*
2552,— 8858 * — 3s5332 33. 3338—38* 5555 *
3152389 —3 3333 —33 385—738332322 S5383 8
43 333372333323335 338333323 3
* — — * —— * T 2 ⸗ ð F
335373533853 53

55 —5355 55585 55338 25 3 —»832553 —5283—2

—— z65e 653 5 8 — 58538
—3——53 28 5335*25335
SBE 383.

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255855

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5733355535335333 3335555555325533—
— 255535 332 8333333338 J
225 52 —A * A 66 — *
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—— 738878338 535533553*873 —25

8* — 8 —2353

—— * S —— C. *
5235 2228 —æ—38 232232383 —43
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322375 558—33333535— 33333325——32
35755
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* — — 3— 2;2—— —————— — 22 8 *
222 — 3 33 —A
358 — — 527—* 23822 3—
338388 —3353 —
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— — 255
3 3833373

* 2 8 2 — 2 *

— — 55—552325
—33z8 33—3—333—3272—
—55—832325 —2 323—52353 5352722 522 —?82 52525*
5 8 — 8 —
33 7—
7328 — 5*333338223 —A
53 —— 55 72
2 ——— 22353*828222238 52802* —8
* 58—3325———3258 33S T58S 52 572328
— 53833 — 3—88 2553 7 52233353
— 5ä —s

2B5S5S2 —58.58 5

2138
23 *
— 2583
553 338
3
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8* 5225 558—
25 —I 2228
23258 * * 5235357 582
8 — 25 15 — 55532 —
2 3 324 2
55 — * —E 2253
5232 2* 355 — —
32325 — — * *
2 252 — —
25 —— —“ —— —
z52— * 2233352 532
— 752937— 2 V 7553382* 55*
* 7 —
2352337 52* 2 8 55 28
28B8E —22 8 257 322338 * *
38 E5EB 25 332 — 53255355 538*
3335533838 257 .5522 38 223233558 28
382 2328 3 —2 3 351 233*5333358
532 3 ss 535 527 325355*
8 *55 52528 8 8
552232 22222 32335 2553335338 —87 235* 322
33 2 *8535 * 255723363333 * * 422 —2558
3827 —W 3333338333 533357 — 225 —v253
83 233588 37 ———— 2832 * — 535—3 *2398
2235 * 52 * 352355 5. 2.* * — 5 7 25533
2 2 2 2822 2 — —A 2.* — 22 5 —2
5355 2822 22.* 222 * A — 71 — —2 533532553
5555*23553 —8* — 25* 8 3 —A — —8 5523
33228 55 — 55765* —— 357255338
* — —3 — —
— 55 2355 258 65 3 3 28 58 ——
535 52253 —5585756 353338 A
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* 28 2*7 J 38* —A —3.
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A— 3 —2 3555353355358
2 88* F 35 22 —355523 ß3

7 22 d — 5 2 *
5458 33 22 353832382388
* 2 3228 * 22 ——— — — 2 3*
2 5* 235 5532 2 22335352—532372
35857 —— 23383 2 3333685
* — — ⸗ 525 —
A 3355233— —23353333 — —
2222 233 8 F —— 88 * * 3 8 —
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235 — — ——— 53 2557* —P — 23—832 225
z25 3383—z5—3 —353.3532 38* —5 5—233— 3—
— 233555 —— z5—585 58—85 ——838

* 2 2 —8 — * — * —
— — —53 553 558533333833*
—553 2—88. —3355—5—28 532335 358 —„—333,32525
55 33 53 3 32 31525536333

* C — 3 2

555 ——7 2 —33 385 »Zñ 23.53*553338*

* — —27. 32* 3 8* 53553 S*
z255 223353 — — 3 — — 56838 3733332533325
355 —*—535—2——352— 33682 63z58 2535153535333550733
—7— 32 — 2522 2 2 — — 22 3 8 8 * — —
5 8 4 * —A — — —A— 2* · ————— —A 22 7 — 23 *
m 3 57 33—3 33333— 7
s5228* —— — z—58538 325*533238835 2* ——
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* — 2 25 75 223 5 — 2 2 523 22* ? —8 — 2 * ———
—3535 ——3 3———33687 —
3 — 3 3—— 33833338* A
—— — — 83 2 338— 572 —— 383535233 822
»5333 35233—55 236 555533233 35553 53828 —53353357853255
A ä — 2—8 —3 6332336— 25523
        <pb n="220" />
        —A——
— 233328353353
3533373782 5 39
72225
2222 23226 22 23.338* 2523335
S892 2533838 * 2 23873 28 5232
— —ã—S —
55733728 5233 *3 6 *5 23.2
*753*3772 5533 2333755855 12222 22— 2—22.2
358 ** 28— 2z55533233 57 2255
c32 — 228333 —X 35382 523* 2 * 232 2
—252 ñ8 3 5322 —— — 325 2 —A —
2 5825 5S58* 5355 *ü38 2. 5 2222. 523 2
2588 3 —22 — 3— — * 58 2 * —323— 2 3
— 2352 2* 288 3582.* — 23236 2*
*2 — —— 87* — 58232333— — 25242 3828— 5 253
1 * 3 2 3 3*233 3
22323 27322 2*3 25*533338
—A — 3222 2 *8 25 * 52. 25 788 2 2573
7 8 23328 — — — —* *2 5382. —863 5 — 5258
—— 2255 3555*5 5232 353 —5534 5325258
8 2 2 * * 2 2 —A — 252 3258 225532 5332
58 523 2225825355 S25. 2 —ẽ 23 52335532323
— 72.335 55 8. 2733 3333 — 3 5 25 5 385332353
32 S 2 2 22. * æ 33 33858 —A
g —A 283 ——— 533758
*5885 2332 35222 — 5537555338394 5385
5522325 2 38* 2523 22 8 88 53* 58*75 523283535*
2.233 *822 2 2823 323. * m 5
—— 32332.53 — 9 577 * — 3 8825 3 5 22
2538 223 22 2 — — 55 5 * 2 — 3 s3
3353323 258333 75 —— 3 *2 2 2 *
B— 212 — — 5. * 2 — * ——A 22132
v z— 52725333 8 253. — 7 5* — —— 2. —
e 35282 82 B353338 2
533232 . ** 25 59 — —5J 2 2 3222*
3.7 335823 285433335 223 233522 3373338
255 8* 33 3 222 2* 2 353535583
— 78*83 125 2 3. 2 2 525272 32 22
587 2535 — 8 2 * 3223 2355323353
— 355833333 —A 52.5 —
*8323 3588288 23335. *33 5
—23* 222 343353535* —9
. * 2. 32*88 22
253833—8 535733 —
*28833533365
258353385
73322

—
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2*

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2.

2*
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2
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7* 2232 25
— c 22 28 2 5
25872 7728* 1928 53 5 32
557335 32 2—5 55325 —9
* . 7 22* 8 S —52.2 45 * 2.
—52382378 52585 .85
—A 322352825 858
73753 2283 32 —25* 27234
— * 72 * 7 8 8.
5833875275 3323583355*
27 * 3 — 2 —A— *2 7
3388353 23 5577 *
28 2 * 22233 23223833 * —
58338353 253328
25 325*2355 F — 8: *2*
882.2.* 55 s 288 —
—3— * *
—E S 8 3956 ——
22332322.289 72 5235353
*3333 75333883
F 2 2 223— 52828 323
*F 5833 83225 *8 — *
»3XI 3 3 ——3 2353
2 *5332538 2 22 33 *
* — 2333 22328
5223* 822 3 —258338
—— 3532555*
8333353 3588
2*52 5252 52 8855 —72
—— — 58 27* * 2 533 5*
— —A — 2 * 0 73 F 27
232,8527 * XR— 273 23
2342 32602 **23
23 35723 * z2 25537
*32 *5 25 3 7 5375
——— ——— 335555325
— 2 — — *
223 *55 52258 2 15
8282322—

2*
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33237
38*
2*
2
3

8 22 5258
—738 — J
05 233352383
2 —
823 — 2338 23
5
22 22 28
2* —— — 2 238
3 3
7 —— 2833 555
5 5338228
5—82* — 38 22333
28* —
22 z
23275 5833 33
— — 28 * 2383
e
1235 23 323 ——
27 2355335338 2
225 22* —3 —3* — 53
2 5282 S —3— 3356
338337 888 55
5—
257 285 23
2* 523238 3 — 1255
33 *5
387* ——
2 253 5323
233. 23 8 3232 2 2
53 A 8 —
— 23333 25333
238338 *2 7333
35 55 52332223
SS5. —
s
522233
2

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9S 2288 23325 89
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9 —I — 3355 *2
222 5637 3 —
335823338 —— *
—E 2.* 2
3. 873235 — 328
722 22 3223 v D22
c5222 * 2. 7
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2* 255333835 . 28
272 — 533,5232 *X ¶
122. 22 8 2 2 *
732 35 32727*
e22333368 R37
* 7 —A— *57
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2— 7 7 — 22

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23383 53
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225—2.5 73
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15242 56 5
2 2 12
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2 83 7* —
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255* 28
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94.
M
44
        <pb n="221" />
        Slt. Ingberker Anzeiger.

2. 24 ·igerr (und dat mil dem OHaupiblalte verbundene Unkerhallungsblatt, mii der Dienziags⸗, Donnertlags⸗ und Sonniag
nnet e ent vöIhelich oie ren al: Diisnstag, Donnerstag, Samstaa und Sonntaa— Anonne nentapreis vierteljährig 42 Krzr. odes
1232 Stlbergr. Amxeigen verden uiii4 stryr. die dreispaltige Zeile Blattihhrift oder deren Raum berechnet.
—

Donnerstag, den 10. April

—I9873

Deutsches Neich. wurf durchberath n. Als wesentliches Resultat dieser Berathuugen
Mäünchen. Das Cultusministerium hat auf Antrag der ist die Einbringung von Anträgen auf Ausprägung von Jünfmark—
dreibregierung der Pfalz derfügt, daß der von der Staatstasse zu stücken als kleinste Gotdmünje, ferner von 2/20 und 2. Marlstüden
en Gehalten der Lehrer und Verweser an den Volksschulen zu und eine Reihe von Refolutionen zu bezeichnen, welche sich theils
ienne Zuschuß bei Erledigung folcher?“ Stellen fortan im voll n auf die Einziehung des jetzigen Silbergeldes, sowie auf die Bant⸗
Hetrag auch den interimiftif hen Verwesern,— gleichviel ob sie aus notenfrage beziehen. (Für die Einführung des 2-Marlstückes sprechen
glafse der Lehrer, der Verweser oder der Exfpecianten genommen dewichtige Gründe, wie das Einpossen desselben in das Thaler⸗-,
ind, zugewendet werben soll, und zwar im Verhaltniß der Zeitdauer üddeutsche Gulden⸗, das oͤsterreichische und das franzoͤsische System.
hrer Aushülfe. —* — Dem 2. Markstück würde es wohl auch gelincen, den öslerreichischen
m uhen, 7. April. Heute Rachmittag 4/0Uhr war im Bulden zu verdrängen. Das 27/2e Martstüd dagegen wate in
Wintergarten der kgle Residenz Hostafel, bestehend aus 30 Gedecken. nancher Veziehung höchst unbequem.. 5
da aonig halte auger der Königin Mutler mit Gefolge dem Berlin, 7. April. Im Reichskagt- ist'* nun der angelün-
hrdnzen Otto,“ auch die K Minister v. Pfretzschner, Dr. v. Luz, digte Gesetzentwurf, betreffend die bürgerliche Form der Eheschue-
ehr v. Pranchh und b. Pfeufer, den Oherkonsistorialpräsidenten zung. bvon den Abgeordneten Dr. Völk und Dr. Hinschius einge-
darleß, Grafen von Kechberg, Graf d. Hrsch, Graf Prehsing · zracht worden. Der Entwurf heruht auf dem Princip der obliga⸗
dichlenegg⸗ Mors. Karl Graf 8. Deechsel, mehrere St. Georgs⸗ orijchen Cihilebe.
Didenerilter und eine Anzahl hiesiger Stabsoffiziere geladen. Die VTrier, 8. April. Nach den eingelaufenen Nachrichten, sind
Musik des 2. Inf. Reg. war anwesend. — Der Koͤnig wird an die deutlichsten Anzeichen vorhanden, daß die Moselbahn auf der
dem in der St. Peterspfarrlirche überniorgen staltfindenden feierli- cechten Seite des Moselufers geführt wird. Augenblicklich liegt die
hen Schluß des A0stündigen Gebetes mit Prozession, gleich dem Weisung vor, mit Anfertigung des Detailplans für eine Bahn bis
dorjahre, nicht iheilneh nen. wuur Stadtifeite vorzugehen, demnach wird jetzt die definitive Mittel⸗
Munchen, 7. April- Der Vollzug der königlichen Verord- inie des Bahnptanes ermittelt und martirt. Die Brücke wird
ung iber die Aenderung der Militärun formen ist dem Vernehmen dam bei Pfalzel übet die Mosel kommen. Die kgl. Direktion der
zag sistirt und die Verordnung selbst einer Revifion umerworfen. Saarbrücker, sowie der nussauischen Eisenbahnen sind mit dem
Det A. Abdiig.“* schreidt man aus Miil nchen: Der Ab⸗ Bau betraut. Erstere baut die Strece von Trier bis an den
eordnete Schultze ⸗Velitzsch wird nmittelbar nach den Osterferien Tunnel bei Cochem, letztere von dort bis Coblezz.
deulschen Reichsstage den Anttag einbringen, das deutsche Ge⸗ Wien, 7. April, Der Kriegsminister Kuhn arbeitet ein
nossenschaftsgesetz in seinet Wirksamkeit auch auf Bayern auszu⸗ teues Reichshefestigungsprojekt aus, das nohezu 80 Millionen er⸗
ehnen, das sich bisher noch- einer besonderen Seesgtaugenn Wy In erster Linie wird der Schutz Galiziens durch Umbau
ebung erfreut, Damit wird der. Bessand ber sogendnaten Legi, der Aalauer Feftungswerle uad Anlegvng eines verschanzten Lagers
sinen Giselifchaften mit beschräutter Haftpflicht. wie sie Bahern bei Przemysl beabsichtigt, das binnen 7 Jahren vollendet sein soll
lein im deuischen Reiche hatz in Fraze gestellt, die Möglichteit und 35, Millionen kosten würde. Die Enslinie gegen Deutschland
biche nen ju Hünden, volltaudig beseitigt.Und das, ist im In- All nicht befeftigt, dagegen im südlichen Steiermark bei Pettau ein
cresse der Kewiseinheit vie der Kreditwürdigkeit der Genossenschaften großer Central Waffenplatß gngelegt wecden. Die Anfichten über
ds dringend zu wunschem. Man glaubte seiner Zeit mit diesen die Beschaffung der Mittel sind noch get heilt.
egistrirten Gesellschaften etwas sehr Zorthe hafta —83 — 3 Amerika.
saden. Die Erfahrung hat aber das Gegentheil gelehrt. Von Newhork, 7. April. Die hiestgen Gasarbeiter stri i
zahyerischen Genossenschaflen, die bei den Handelsgerichten einge⸗ *8 hat ee hbieftz arbeiter striken. Die
ragen sind, haben nur 26 diese vermeintlich— günstigere Haftform
ewahlt, 96 bagegen die Solidarhaft, wie sie das deutsche Reichs⸗
eesetz vorschreibt und wie fie auch allein geeignet ist, den Kredit der
ʒenossenschaften zu gründen und zu erhalten. ⸗ J
Berhin, 6. April. In dem vom Reichskonzler dem Bun⸗
ꝛesrath vorgelegten Gesetzentwurf betr. den außerordentlichen Geld⸗
edarf für die Reichseisenbahnen in Eliaß-Lothriugen sind folgende
Ainien verzeichnet: von Reding nach Remilly, von Zabern nach
Wasselnheim, von Barr nach Schlettstadt, von St. Louis oder
won einem noͤrdlich von dieser Station belegenen Punkte der Bahn
Nülhausen ⸗ Vasel bis zur Rhinmitte bei Hüningen, ven Lauter⸗
zurg nach Straßburg, von Mutzig nach Rothau, von Steinburg
iach Buschweiler, von Diedenhosen bis zur Landesgrenze bei Sierk;
erner werden Gelder verlangte für Herstellung eines zweiten Ge⸗
eiscßs von Metz über Diedenhofen bis zur großh. luxemburgischen
hrenze, für Vetriebsmalerial, Bahnhofanlagen ꝛc. Im Ganzen
nansprucht det Entwurf 38,003,521 Thlr. aus der französischen
driegskontribution, und zwar so, daß 1873 1532 Mill. 1874
18 Mill. und 1875 üter 93 Mill. Thlr. verwendet werden
önnen. In den Motiden wird aufgeführt, daß nach Abschluß
ingehender Voruntersuchungen über die zweckmäßigste Führung und
ie Höhe des erforderlichen Baukapitals 'für diejenigen Bahnlinien
b Ausführung mit Rüchicht für das militärische und das Ver⸗
— — zu beschleunigen ist, der Gesehentwurf über Bewilli⸗
uung der nöthigen Summen unabweisbar geworden war. Die
Jedeutung jeder einzelnen Linie ist eingeheüd nach all n Richtungen
san erortert. — Die freie Reichstagstommission für das Münz—
airy Jjat gestern und heute in mehrstündigen Sitzungen den Ent-

Wermischtes.

F In Speier waren am vorigen Sonntag Vertreter der
Tabakbauern und Tabakfabrikanten aus sieben Bezirlen dee Pfalz
versammelt; dieselbe wählte eine Deputation, welche sich nach
Berlin begeben und dort Protest gegen die Erhöhung der Tabak-
leuer einlegen soll. Reichsstagsabgeordneter Heydenreich, welcher
eingeladen worden war, der Versammlung anzuwohnen, erklärte
rach dem „Sp. Anz.“, der Bundetrath, welcher es mit der Be⸗
eitigung der Salzsteuer gut gemeint habe, sei in seiner Mehrheit
nicht fur das Tabalssteuerprojekt, noch weniger für die Böͤrsen⸗
tener, deren Ertrag zweifelhaft sei. Der Schwerpunkt liege jetzt
im Reichstag und auf dessen Urtheil werde es einen großen Einftuß
üben, wenn eine Deputation aus der Pfalz sich gegen die Tabak⸗
teuererhöhung ausspricht, insbesondere wenn sie auf die Mißstim⸗
nung Hinweise, welche dieselbe im pfätzischen Volk hervorgerufen
vürde. Man werde in Berlin, wo man Alles aufbiete, um den
Süddeuischen gefällig zu sein, diesen politischen Factor, der neben
dem volkswirthichaftlichen auch schon schwer ins Gewicht falle, nicht
nußer Acht lassen.

fMänschen, 7. April. Die Passiva (Schulden) der
Spitzeder delaufen sich nach Angabe der „Neuest. Nachr.“ auf acht
Dillionen Galden; danach werden die Glaubiger nat etwa 1006
zelommen, d. h. von 100 eingelegten Gulden 10 Gulden.
        <pb n="222" />
        Bekanntmachungen.
Bekanntmachung.

Der Ziegeleibesitzer Michael Pa ul von
St. Ingbert beabsichtigt in seiner Ziegel⸗
utte neben der Ensheimer Straße dem
Hrundbesize Pl. Nr. 2951 — 2954 im
Distrilt Dreispitz, Bann von St. Ingbert,
inen beweglichen Dampfkessel von 393 bis
z Pferdekraft aufzustellen und in Betrieb
zu setzen und hat um die Genehmigung
diezu nachgesucht.

Einwendungen gegen dieses Unternehmen
find binnen einer unerstrecklichen Frist von
14 Tagen bei der unterfertigten Behörde
nündlich oder schriftlich anzubringen.
8Bis dahin kann von der Beschreibung
Zeichnung und dem Plane des Locomobils
sierorts Einsicht genommen werden.

Zweibrücken, 8. April 1873.

Agl. Bezirlsamt.
v. n.
Schäfer.

Tateinschule zu St. Ingbert.

Die Anmeldungen zu dem diesjähtigen Vorküts werden Dienstag, 22. 1l. M
bon 8 bis 12 Uhr Vormittag? und von 2 bis 4 Uhr Nachmittags auf den hirsigen
Rektorate, Lokal der Lateinschule, enigegengenommen.

St. Ingbert, 8. April 1873.
Für dask. Subrektorat,
in Vernetung Schlick.
Juch- und Manufeckurwaaren-Handlung
Lager fertiger Herrenkleider.
daZurch das CEintreffen der zur Messe gekauften Waaren ist nunmehr mein Leqoe
mit den
neuesten Damen-Kleiderstoffen
ür Frühjahr- und Sommer⸗Saison, derart ansgerüstet, daß allen Anforderungen in jede
Beziehung entsprochen werden kann. Mein Lager

fertiger Herrenkleider
habe auch completlirt, wobel besonders aus neueste Façon, solide Stoffe und sorgfältig
Arbeit Rücksicht genommen.

Bei Bestellungen von
Anzügen nach Maaß.

die prompt und elegant ausgeführt werden, steht eine reichhaltige Colection, neuesder umn
nodernster Tuche und Bulskins zu Gebote.

Bekanntmachung.

Der Ziegeleibesitzer Michael Paul und
zer Nepiner Martin Levy, beide von St.
Ingbert beabsichtigen gemeinschaftlich unter⸗
halb der Ziegelhütte des Pa ul am Ens—
beimer Wege auf dem Grundbesihe Pl. Nr
2952 — 28555 in der untersten Dreispitz
tann don St. Ingbert, zwei Kalkbrenn⸗
zfen zu errichten und haben bei der unter⸗
fertigfen Behoͤrde um die Genehmigung
hiezu nachgesucht.
inwendungen gegen dieses Unternehmer
ind binnen einer praclusiven Frist von 1.
Tagen mündlich oder schriftlich hierortẽ
porjubringen und können bis dahin Be—
schreibung, Zeichuung und Plan auf dem
diesamilichen Bureau eingesehen werden.
Zweibrücken, den 8. April 1878.

Kgl. Bezirksamt.
Schäfer.
I. n.
Imn Osir⸗
montag
Tanz
Ausik

J I—
Finjähriges Militàrexamen.
Grũndliche Vorbereitung im Internat. Institut. Von 189 Candidaten
sind 151 bestanden. — Hadelsnehule. J4- FPentxionat mit strenger Dis
eiplin. -— Prospectus durch die Direction iu Bruchsal.

Neueste —E —
Cachemir⸗Rotonden und Jaquettes
empfehlen in großer Auswahl F 9*

Gebriider Rrach
in 8t. Johannu.
anoluig
—D
invjobuia uꝛaq; uꝛqoq ahꝛ— uq mque
bsnv
a
Der Brodpre is für die Stadt St
Ingbert ist von heute an bis zum nüächstt
Donnerstag (Fruchtmarktstag) festgestellt:
Korabrod 3 Klgr. 27 Krzr. Ae
hrod 10 Krzr.

Mehrere ordentliche Jungen welche die
Feilenhauercei
erlernen wollen, koͤnnen in die Lehre ireten
bei
A. NeSe ba u ᷣ—'—
in St. Johaun⸗Saarbrücken,
wuhlenweg 117 d.
Ein Dienstmädchen
vird gegen guten Lohn womoͤglich für Ostern
um Eintritt gesucht. Von wem? sagt die
xxpedition d. Bl

bei
AMc. Quivrin
— 9
Fur den ECharfreitag empfehle ich
meine Baud⸗Eier⸗Nudeln.
P. Lepp.
serlorenß —2X —
Ankeruhr
erloren auf 15 Stei-
nen gehend, mit zwei Gold⸗
Reifen, ging auf dem Wege
von sechs Eichen bis nach
St. Ingbert verloren. Der
jedliche Finder wolle dieselbe in der Exp⸗
dition dieses Blattes gegen eine gute Be—
lohnung abgeben. Vor Ankauf wird ge—
varnt.

—XVXI
in Matrosenform für Kinder sind wieder
aingekommen bei

Frucht⸗ Brod⸗, Fleisch re. Preis
der Stadt Zweibrücken v. 10. April

Weizen 7 fl. 57 tr., Korn 4 fl. 696
Gerste 2reihige. — fl. — kr., Gerste bie
reihige, — fi. — ir. Spelz — fi. —
Spelzkern — fl. — ir. Dinlkel *9
— eir. Mischfrucht — il. — kr. Hehe
4ffl. 45 tr. Karloffeln Ufl. 40 kr. He
ufl. 24 kr. Stroh 1fl. 12 kr. *
Zentner. Weißbrod 113 Kilogr. 216
dornbrod 8 Kilogr. 26 tr. ditto 2 Kilog
18kr. ditto 1 Kilogr. 9 kr. Gemischtbrod
dil. 24 tr. 1 Paar Wech 100 Gramm 2
Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18
Zalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butitto
ir. ber Pfund.

—AR Fischer.
Eine gute junge Kuh
zeht hier zu verkaufen (auf Termin). Wo?
jagt die Expedition dieses Blattes.
8 bis 10 Wagen Mist
werden zu laufen gesucht. Von wem? sagt
die Erped. d. Blattes. 9— F
Ein Mferd
Stute, 6 Jahre alt) ohne Fehler, ist auf
Termin zu verlaufen. Bei wem ? sagt die
—A

Um Montag Abend wurde

on ei em unbekannten C af

n meiner Wirthschaft 2 Thlr.

3 Sgr. verloren. Der recht

mäßige Eigenthümer kann dieses aufgefun-⸗

dene Geld gegen Erstattung der Inserations
gebühr bei mir in Empfang nehmen.

Peter Weisgerber.

tönnen gleich in Arbeit treten; auch kann
ein Tehrjunge angenommen werden bei
Schreiner VOLASBnO

Des h. Osterfestes

en erscheint keine Son⸗

ags⸗ Rummer des e

Iu eere

bitten y — die Annonch

ur das Samstagblatt Tags vorher ae
inreichen zu wollen.

Die Expeditien
Pelbaktion. Druck und Vorlag von J. . Demeß in St. Ingbett.

85
        <pb n="223" />
        22 52
— 532
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pa St. Fagperrete nue i g'er (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsablatt, mit der Dienstags⸗, Donnerdiags⸗ und Sonntagt
Lemer e schent SIlih Biermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteliährig 42 Rrzr. odes
12 Silberzr. Anceigen werden mat 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
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1873

Deutsches Neich.

München, 6. April. Nach dem, was man in unseren
militärischen Kreisca v rnimmt, dürfte mit der Wiederernennung
ines commandirenden Generals des 2. bayr. Armeecorps ein arö⸗
zeres Avancement zu erwarten sein. Es heißt nämlich, daß, wie
furzlich der Generallieuten ant v. Walther, so nun auch der Gene⸗
heutenant v. Stephan, Commandeur der ersten Armee⸗Division
m Penfionirung nachsuchen werde, und daß ferner der hochbe
ahrte, neuerdings erkrankte Generalinspecteur der Artillerie, Ge—
nerallieutenant v. Brodesser, zurücktreten wolle und dann durch den
Zenerallieutenant Grafen Friedr. v. Bothmer, Commandeur der
Armee⸗Division und früheren Artillericofficier, ersetzt werden
iglle. Von den Commandeurs unserer vier Armeedivisionen wird
dann nur noch der in der Anciennetät jüngste derselben, General⸗
lieutenaut v. Maillinger, vorhanden sein;, und derselbe dann auch
sum commandirenden General des 2. Armeecorps ernannt werden.
Denn sich diese Angaben bestätigen, und sie scheinen nicht ohne
Zrund zu sein, so würden vier Armee-O visions-Commandeure zu
ernennen sein, und sollen u. A. der Chef des Generalstabs, Ge⸗
netalmajor Graf Maximilian v. Bothmer, dann der Generalmajor
md .Brigadier v. Orff, Aussicht haben, das Commando einer
division zu erhalten. (Spen. 3.)

München, 8. April. Der von Bundesrath zum Mitglied
der Juristen-Commifsion zur Berathung des Eutwurfs eines Straf⸗
drozesses für das deutsche Resch ernannte Hr. Appellationsrath
Staudinger vom Staatsministerium der Justiz, wird nächsten
Dienstag nach Berlin abreisen. Von den 11 Mitgliedern der
Commission soll, wie versichert wird, die Mehrzahl zu den Gegnern
der Schwucgerichte und zu den Vertheidigern der Schöffengerichte
gehöreu.

München. Wie verschiedene Blätter melden, will Bayern
die Frage über die Ausdehnung der Reichskompetenz auf das ge-
ammte Civilrecht vor ihrer Entscheiduag erst den im Herbste zu—
ammentretenden Kammern vorlegen. Es steht somit der Kampf
m die Zweidrittelmajorität bevor und leider ist bei der dermaligen
Zusammensetzung der bayerischen II. Kammer sehr wenig Aussicht
borhanden, die Frage zu einer für die deutsche Rechtseinbeit gün⸗
digen Entscheidung zu bringen.

Der erste Delegirtertag des deutschen Kriegerbundes
indet Montag, 14. April, in Weißenfels statt. Das
Tomite zur Gründung desselben (General-Lientenant dv. Stockmarr
'n Dessau, Polizeisekretär Brößke in Spandau, Buchhändler A. Horn
in Zittau) ladet sämmtliche Krieger- und Militär Vereine Deuisch⸗
lands ein, sich auf demselben vertreten zu lassen, um bei der Be—
ralhung der Satzungen und der Feststellung der Bauverbände mit
hätig zu sein.

Speier, 7. Apris. Der Landrathsabschied fur die Pfalz
st nunmehr erschienen. Den von Seiten des Landrathes gestellten
Anträgen ist im Durchschnitte entsproch n und mit wenigen Vor⸗
Fehalten die allerhöchste Genehmigung ertheilt worden. Namentlich
si der König den in Betreff des Schulwesens und der Anufbeßerung
der Gehalt der Lehrer gestellten Vorlagen bereitwilligst entgegen
jelommen; auch ist die Summe von 1000 Gulden zur Errichtung
iner Frauenarbeitsschule in Speyer bewilligt. Ter Antrag des
dandrathes wegen Beseitigung des coufessionellen Charakters der
höheren Lehranstalten und wegen Erklärung des Cymnasiums zu
Speyer als confessionell gemischte Lehranstall wird einer gesonderten
Bebandlung unterstellt und s. Zt. der Kreisregierung die Entschlie—
zung zugehen. Die Berechtigung zum Einjährig-Frei villigendienste
an die Absolventen der Lateinschulen wird einer genauen Erwä—
une der Staatsministerien unterzogen werden. Ferner wird die
reisregierung beauftragt, in Betreff der Functions⸗ und Diäten⸗
zulagen der Distriktsschulinspectoren, sowie der Dienstalterszulagen
et Lehrer die nothigen Erhebungen zu pflegen und bei dem nächft
wigen Budget eine diesbezügliche Vorlage zu machen. Die

eisregierung sei nicht gebunden. für das Amt eines Dillrikts

Schulinspektors lediglich Geistliche zu verwenden, sondern koöͤnne in
Jeeigneten Fällen hiermit auch qualifizirte Laien betrauen.
Frantkfurt a. M. Ein japanesischer Ministerialbeamtet
wird, wie verlautet, dauernden Aufenthalt in Frantfurt nehmen
und Süddeutschland von daaus zeitweise bereisen, um seiner Re⸗
Jierung Mittheilungen über neue Erfindungen, Einrichtungen, kurz,
uüber alles fuür Japan Belehrende und Interessante zu machen.

Darmstadi, 9. April. Der klerikale Director des Mainzet

Symnasiums und zwei Lehrer sind pensionirt worden: Ein an—
derer Lehrer ist in Folge direkten Einschreitens des Ministeriums
ersetzt worden.
Berhin, 6. April. Für die Ankunft des Kaisers Wilhelm
verden in Petersburg großartige Vorbereilungen getroffen. Die
wei Infanterie⸗-Regincenter und das Regiment der Ordens: Dragonet
)eren Chef der deutsche Kaiser ist, treffen neu eingekleidet dorl ein,
im vor iyrem Chef besonders zu manoövriren. Das kaluga'sche Re—
zinent hat auf den Kragenn als besondere Auszeichnung dieselben
peißen Litzen erhalten, welche die Grenadier-Regimenter führen.
Die erste Kompagnie dieses Regiments, mit Fahne und Musik, wird
den Kaiser Wilhelm auf der Grenzstation Wirballen empfangen.
Dort erscheinen auch die zum Dienst. befohlenen Generale, der
Beneraladjutant Fürst Suwarow, Generalinjpecteur der Infanterie,
und der General von der Suite de Baranzow. Auf der Station
downo wird die erste Schwadron des Regimenis der Ordens⸗
Dragoner mit Standarte und Musik ausgestellt sein. Hier wird
der Kaiser am Bahnhof von sänmtlichen Offizicren der Garden
und der Garnison, in Parade-Uniform, empfangen werden. Außer
Paraden und Manövern wird dem bohen Gaste Lauch ein solenner
Zapfenstreich gebracht werden von 1500 Musikern, also 400 mehr,
als beim Zapfenstreich in Berlin im September wirkten. Auch
oem Regimente des Grafen Moltke wird eine Deputation erscheinen.
Endlich soll auch der große Ball im Winterpalais, der durch den
Tod der Großfürstin Helene diesmal ausfiel, bei der Anwesenheit
Haiser Wishelms stattfinden.

Berlin, 9. April. Die „Provinzial-Korrespondenz“ be—
Zätigt, daß der Kaiser am 25. April die Reise nach Petersburg
antreten und vom Reichslanzler Fürsten Bismarck, dem General.
Feldmarschall Grafen Moltle und einem glänzenden Gefolge be⸗
gleitet fein wird. — Der Kronprinz wird mit seiner Gemahlin,
der Kronprinzessin, am 26. April nach Wien gehen und der Er—
offnung der Weltausstellung beiwohnen. Der Kronyrinz wird bis
Mitte Mai in Hetzendorf bei Wien verweilen.

Berlin. Der Reichstag wird, sobald er nach den Offer⸗
jerien wieder zusammentritt, sich mit dem Münzgesetz in zweiter
Lesung befassen. Dabei wird der Vorschlag gemacht werden, in
dieses Gesetz sofort die Bestimmung einzuschalten, daß die Ausçcabe
neuer Banknoten nur dann gestattet sein solle, wenn sie auf Mark
und zwar wenigstens auf 100 Mark lauten. — Dem Reichstag
wird noch ein Gesetzentwurf über die Schleifung der Festungen
Graudenz, Colberg, Stralsund, Stettin, Minden, Wittenberqg und
Neisse zugehen.

Man telegrappirt der „A. A. Z.,“ daß der Herzog von
Zraunschweig die wiederholte Bitte des Landtages um Abschluß
mner Militärcondention mit Preußen abgeschlagen habe.

Wien, 4. April. (Zur Weltaussiellung.. Das Calenda⸗
ium der internationalen Congresse ist folgendermaßen festgesetzt:
Zom 16. bis 21. Juni internationale Brauerversammlung; vom
9. bis 24. Juni internationaler Kongreß zur Erörterung der
Frage einer einheitlichen Garnnumerirung; vom 3. bis 8. August
nternationaler Kongreß von Lehrern und Leitern von Blinden—
Institnten; vom 3. bis 5. August internationaler Patentlougreß;
»om 11. bis 14. August internationaler volkswirthschaftlicher Kon
zreß; vom 19. bis 20. Aug. internationaler Kongreß von Flachs-
nteressenten; vom 18. bis 21. Auzust internanonaler Kongreß
zon Leinenindustriellen behufs Beratheng von Fragen, und zwar:
am 18. der Spinnerei und Weberei, am 21. ber Bleicherei, Fur⸗
herei und Appretur; vom 24. bis 27. Aug. internalionale Ver⸗
        <pb n="226" />
        sammlung] von Berge und Hüttenmännern; vom 26. Sept. bis 4
Oktober intecnationaler mediz nischer Kongreß. Fur den interna⸗
lionalen Kongreß zur Erörterung der Frage der Herstellung von
Geldzeichen und Werthpapieren, den internationalen Kongreß von
Land und Forstwirthen und den internationalen Kongreß zur Be—
cathung von Maßnahmen zum Schutze der Vögel sind die Ter—
mine noch nicht festgesetzt worden.
Italien.

Rom, 9. April. Die beunruhigenden Gerüchte über das
Befinden des Papstes sind vollständig erfunden; gleichwohl ist der
Papst noch nicht vollkommen wieder hergestellt und muß er das
Bett hüten.
Schweiz.

Bern, L.FApril. Einer Nachricht des „Progrés“ zufolge
haben die Geistlichen des Jura von der Kanzel aus erklärt, daß
fie fich den Suspensionsbeschlüssen des Regierungsraths fügen
werden. (Gegen 97 katholische Geistliche des Jura hatte der Berner
Regierungsrath die Suspenston vom Amt verfügt, weil fie erklärt
hatten, daß fie Lachats Absetzung nicht anerkennen. Es wurden
it nen die Civilstandsregister abgenommen ⁊c.)

England.

London, 9. April. Nach einem dem „Eche“ aus Newyorlh
dom“ heutigen Tage zugegangenen Telegramme ist Brigham Yung,
das Haupt der Mormoneu, von seiner Stellung zurückgetreten.
Derselbe hat die Absicht, nach dem Territorium Arizona auszu⸗-
wandern und sein beträchtliches Vermögen unter seine Familie
(16 Frauen und 60 Kinder) zu vertheilen. Eine Anzahl der al—⸗
leren Mormonen werden voraussichtlich seinem Beispiele folgen.
Die mormonische Frage dürfte in Folge dieses Schrittes als er⸗
ledigt anzuse den sein. (W. T. B.)

Spanien.

Der Carlistenchef Saballs hat nach der Einnahme der

kleinen Festung Ripoll 12 Soldaten der Regierung füfiliren lassen,
weil von der Kirche aus nach Aufziehung der Parlamentärflagge
noch auf die herankommenden Karlisten geschossen, der Sohn Sa⸗
halls verwundet und der Sohn eines a»deren Führers getödtel
wurde. Dies war jedoch unbeabsichtigt; die auf dem Thurme der
Kirche befindlichen So:daten hatten, halb erstickt vom Rauch des
in Brand gesteckten Gebäudes, die Fahne eufgesteckt, ohne die
unten in der Sakristei befirdlichen Kameraden von dem Einstellen
des Kampfes in Kenntniß zu setzen. So kam es, daß auf die
herbeieilenden Karlisten von der Sakriftei aus gefeuert wurde. Solche
Fälle erst lange zu untersuchen, dazu haben die Herren Karlisien
natürlich keine Zeit. — Aus der an Valenc'a angrenzenden Pro—
binz Castellon de la Plana wird gemeldet, daß der Bandensührer
Polo den Tabakverschleißer Manuel Artola, einen Mann von libe⸗
ralen Ideen, aus Todolella, wegschleppen und derart mißhandeln
ließ, daß er seinen Geist aufgab. Darauf zog er nach La Mata.
wo er sechzehn bereits vor Monaten amnestirte Karlisten gewolt-
thätig aushob. Auch der berüchtigte Cucala rekrutirt auf dieselbe
tirt. In Cuebas war ein derartiger „Freiwilliger“ eniflohen;
underweilt ließ Cucala dessen hochschwangere Frau mitmarschiren;
da sie aber endlich nicht mehr weiter konnte, überließ er sie ihrem
Schichsale aus freiem Felde. — Es geht durch die spanische Nation
ein mächtiger Zug von Grausamkeit und Blutdurst; alle Kriege,
jn welchen Spanier aus der einen oder anderen Seite kämpiten,
nahmen sofort den Charakter einer blutigen Metzelei an und diese
Thatsache kontrastirt seltsam, mit dem Rufe der Ritterlichkeit, in
welchem das Volk der iberischen Halbinsel gemeinhin steht. Auch
in dec Neuzeit hat sich dies offenbar nicht geändert. Die Schand
aten der Carlisten, die Bestialitäten der spanischen Freiwilligen
auf Cuba beweisen, daß die Spanier von heute noch dieselben
sind, wie die Spanier von 1809, daß das noch dasselbe Volk ist,
welches dereinst in Südamerika ganze hochbegabte Volksstämme mi
kaltem Blute hingemetzelt, Reiche, die auf einer hohen Kullurstuf⸗
slanden, in Wüsteneien derwandelt hat.
VBermischtes.

FSaarbrücken, 8. April. Gestern wurde eine auf
acht Personen bestehende hiesige Familie, durz nach demeMittagessen,
von hestigem Unwobhlsein befallen, und alle Symptome ließen aaf
rine Vergiftung schließen. Die sofort vorgenommenen Nachforschungen
ergaben, daß man die Mittagssuppe mit Petersilie hatte würzen
wollen, statt demselben aber eine an demselben Gartenbeete stehende
Staude des sehr giftigen Gartenschierlinags genommen hatte. Dant
den angewandten Hausmitteln und rasch herbeigebolter ärztlicher
hilfe haben sich sämmtlicke Familienglieder bald erholt und waren
bereits gestern Abend außer aller Gefahr.

f Aus der bayerijhen Pfalz schreibt man der „F. Z.“
„Unser Gesangebuchsstreit, der s. Z in der Presse so viel Staut
aufgewirbelt, ist immer noch nicht ganz ausgetragen. Um mit dem
mit unserer Zeit und ihren Anforderungen nicht mehr im Einklang
dehenden Gesangbuch,“ mit den alten ebangelischen Kernliedern ein

für allemnl gründlich zu brechen, hat unser Consistorium den ganze
Vorrotbh, gegen 25,000 Exemplate als Maculatur an eine Papi
mühle zum Einstampfen dverkauft. Der Vorstand des „deutjcher
Schutz⸗ und Trutz⸗Vereins“ zu Berlin und Ducherow hat nun
Darlehen aufgenommen und den ganzin noch vorbandenen Residor
rath, der noch nicht unter dem Holländer sein Dasein geendet, vor
dem Papiermüller kauflich erworben, um ihn en detail an Gr
sinnungsgenossen wieder abzusetzen.

·r7 Verprotestautische Ve,rrein der Pfalz hält an
Ostermontag, den 14. April, in Kaiserslautern eine Versamm
lung ab.

z München, 6. Upril. Bei Belegenheit der Ablieferurg
der 900. Lokomotive hat Hr. v. Maffei seinen Arbcitern di
Summe von 20,000 fl. geschenkt.

F(Zum Untergange der „Atlantic.“ Ueben
die näheren Umstände des Unferganges der „Atlantic“ veröffenß
licht die „Daily News“ einen sehr anschaulichen Bericht von ihren
Newyorler Korresponden'en. Das Schiff scheiterte, den Augahu
des Ober-Ingenieurs Mr. Forxley urd mehrerer Passagiere AWolge
um Z3 Uhr Morgens und ging 10 Min. später unier. Saämm—
liche weibliche Passagiere, die zur Zeit schliefen. wurden durch di⸗
schäumende See, welche das Schiff überschwemmte, daran verhin—-
dert, auf das Deck zu lommen. Einige Passagiere flüchteten in
die Rettungsboote, aber noch ehe dieselben herabgelassen werden
konnten, spülten die Wogen den größeren Theil der Passagiere in
den Booten hinweg, und rissen letztere selber in die Tiefe. Viel/
Passagiere ertranken, wahrend sie sich an Rettungsleinen von
Schiff zur Klippe und von der Klippe ans Gestade wagten, indm
die Kälte so intensiv war, daß sie die Leine l1oslassen mußten.
Obendrein war die Klippe wegen des Seegrases, mit dem fie be
deckt war, sehr schlüpfrig, und es war schwierig, sich darauf p
halten und unmöglich anderen zu helfen. Mehrere Personen starben
vor Erschöpfung auf der Klippe, andere verloren den Verstand
der Schaum floß ihnen vom Munde und sie plapperten wie Kinder
Der Kapitän berichtet, daß die ersten Boote vom Gestade gegen?
Uhr zum Beistand der Ueberlebenden ankamen, und Rne, die si
in dem Schiffe und an der Takelage festklammerten, auf ahmen
Später wurden die auf der Klippe Befindlichen gebbigen Vielt
Passagiere und der Zahlmeister kamen in der Takelage um. Eir
ZwischendeckP. ssagier, William Hogan, sagt, daß, als das Schif
strandete, die Lucken im Verdecke auf Befehl des Kapitäns geschlossen
wurden, aber die Passagiere erbrachen sie und stürzten auf den
Verdeck. Die Personen in dem unteren Verded ertranken fast un
verzüglich. Man hörte Anfangs Hilferufen, die aber bald ver
klangen. Als das Schiff in Stücke fiel, wurden viele Todte,
hauptfächlich Frauen, in das Meer hinausgespült. Einige Passe⸗
giere in dem oberen Verdeck retteten sich, indem fie durch die Stüd⸗
pforten krochen und sich an der Seite des Schiffes so lange feß—
hielten, bis sie von den Booten gerettet wurden. Die Frauer

machten nur geringe Anstrengungen, um sich zu retten. Nur drei
oder vier stiegen auf das Verdeck und nur eine erreichte das Ta—
lelwerk. Der erste Offizier Mr. Frith, der die Steuerbordboo!
frei machen wollte, ergriff, als dieselben von den Wogen hinweg⸗
zespült wurden, das Besansegel. Bei Tagesanbruch befanden sit
32 Personen bei ihm, darunter eine Frau und ein Junge. Di
Männer versuchten das Gestade durch Rettungsleinen zu erreichen,
aber viele wurden hinweggeschwemmt. Der Junge wurde weg—
gespült, schwamm aber bis ihn ein Boot aufnahm. Mr. Fritb
band die Frau an das Takelwerk an und blieb bei ihr. Die Se
war nun so hoch, daß die Böte dieselben nicht erreichen konnten
Nachmittags starb die Frau. Große Belohnungen wurden Freö
willigen angeboten, um Mr. Frith, der vom Gestade aus gesehn
und gehört werden konnte, zu retten. „Endlich um 2 Uhr“ —
erzählt Mr. Frith — nachdem ich zehn Stunden auf dem Taleh
werk gewesen, brachte der hochwürdige Mr. Ancient, ein Geistlichen
der Kirche von England, dessen edelmüthiges Benehmen ich, ss
lange ich lebe, niemals vergessen kann, vier Mann zufammen, un
ihn nach dem Wrack zu rudern. Er erreichte das Haupisegel, ver
schaffte sich eine Leine, näherte sich mir so west er konnte, und
warf mir dieselbe zu. Ich ergriff dieselbe, band sie fest um mei
nen Leib und sprang ins Wasser. Die See spülte mich von
Wratk hinweg, aber Mr. Ancient hielt die Leine fest, zog mich
zurück und brachte mich sicher in das Boot.“ Alle gereitelen Per
onen loben die Güte der Fischer von Cap Forest, sowie du
Eifer und den Muth der Schiffsoffiziere vom Kapitän abwärßß.
Die genaue Anzahl der Geretieien ist noch nicht ermittelt; sie
übersteigt aber die ersten Berichte. Es sind waährscheinlich miht
als 400 gerettet. Einige gingen zu Fuß nach Halifax: ander
wurden per Dampfer nach Portfland geschicht. Unter den Evi
zranten herrscht großer Nothstand; einige sind in das Hospital ge
racht worden. Die Legitlatur von Nova Scotia hat das für ihe
Unterstützung Nothwendige votirt, und die Cunardkompagnie bea
        <pb n="227" />
        u Bedurftigen Kleidungsstücke und andere Erfordernisse geliesert
z jeßt sind über 100 Leichen geborgen worden. Das Sgaiff ist
der Rähe des Fockmastes in Stücke gefallen. Die Ladung
ugt an, an's ufer zu schwimmen. Die von dem Kabpitän der
Alantic* an den Tag geiegte Unfähigkeit wird strenge getadelt.
senadisde Regierung hat eine gründliche Untersuchung der Ur
ichen des Unglücks augeordnet. Die Newyorker Assecuradeure
—W Schiff nebst Taucher abgesandt, um an dem gesunkenen
hiack und der Ladung so viel aĩs möglich zu retten und gleich⸗,
eiüg Vorsor ge für die Bergung und Unterbringung der Leichen
t Ertrunkenen zu treffen.

.Jung Amerikat, — schreibt die „J 59.3.“ —

zeigt sich oft in seiner barbarischen Blütde; so erschoß ein achtzeyn
ahriger Junge, Namens George Hall, ein vierzehnjähriges Schul-
nädchen, Namens Amelia Spockley, auf dem Wege aus der Schule
nahe Salesbury, Maryland,) weil sie ihm keine Gegenliebe schenken
wollte und warf sich dann einem herannahenden Eisenbahnzug ent-
Jegen. Aber auch das schwache Geschlecht bleibt nicht zurück: in
Jowa erschoß jüngst etn fechszehnjähriges Schulmädchen den Lehrer
Jer öffenilichen Schule, weil er es wagte ihre Liebe zun dver—⸗
schmähen; natürlich wird die junge Mörderin sür wahnsinnig er⸗
lärt werden.

3. X. Demez, verantwortlicher Nedacteur.

Bekanntmachungen.

dJuch⸗ und Manufeclurwaaren-Handlung.
Lager fertiger Herrenkleider.
nit defqh das Cotreffen der zur Messe gekauften Waaren ist nunmehr wein Loger

Aufruf.
sammtliche Eonseribirten werden
Jermit eingeladen zu einer Besprechung GBe⸗
reffs der Heusik) am Ollersonntag Morgens
I uhr bei Herrn Lud. Weirisch sich
inzufinden.
Mehrere Conseribirten.

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zür Frühjahr und Sommer-Saison, derart ansgerüstet, daß allen Aufordevungen in jeder
beziehung entsprochen werden kann. Mein Lager
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Arbeit Rücksicht genommen.

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rodernster Tuche und Bukskins zu Gebote.

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benste Anzeige, daß er sich dahier in
einem elterlichen Hause auf dem großen
Flur alß
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zablirt hat und geneigten Aufträgen, derẽn
xomptesie Ausführung zugesichert wird,
erne entgegensieht.
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elben als Lehrling eintreten.
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bei Karl Schwarz, Metzger.
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Anstalt ist taͤglich ge⸗—
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Expedition d. Bl.

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für Chaisenleder und für Satiler,
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ERKichar d4d IIoOhIe
in Zweibrücken.

VY
lle Kranken
ind Leidenden
sinden in der 14. Aufl. des Buches Na⸗
turheilmethode für alle ver—⸗
alteten Krankheiten des mensch
lichen Körpers Hülfe, Lindernng und
Nath, und wird an jeden Hülfesuchenden
unentgeldlich nud frei versandt.
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in Braunschweig.
NB. Tausende verdanken diesem Buche ihre
Gesundheit.

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jebst allen anderen trockenen Far⸗
en, sowe vorzüglichen Firnissen
mpfiehl billigst
TCHhaæd Hohle
in Zweibrücken.
„er Unterzeichnete em—
F ehlt sein Lager in:
9 viereckigen und ovalen
zpliegeln mit glatten und verzierten
dahmen, Spiegelglüsern, GoId-
eissten. Garderob- XXVXIX
ern ete.
Nuch sönnen Spiegel nach Phtotographie
eftellt werden.

— — —

Weseutliche Hilfe bei
Brustleiden.
Frankfurt a M., den 6. November
1872. Es ist nun schon das dritte
Mal gewesen, wo ich mich genöthigt
sah, von Ihrem so vorzüglichen
Malzextraktbier Gebraäuch zu
machen und immer ist dadurch eine
wesentliche Besserurg in meinem jetzt
zjährigen Brustleiden eingetreten ⁊c.
Augustin, Telegraphen⸗VBeamter.
An den Koͤnigl. Hoflieferanten Herrn
Johann Hoff, Berlin.
Verkaufsstelle bei Fritz Pauzer⸗
bieter in St. Ingbert.

—
M—
—»x —
J. Dercum.

in Matrosenform für Kinder sind wieder
angelommenbei
Eine gute junge Kuh
eht hier zu verkaufen (auf Termin). Wo?
agt die Expedition dieses Blattes.

IISęrmann Fischer.
Eine silberne

Ankeruhr

auf 15 Stei-

nen gehend, mit zwei Gold⸗

eifen, ging auf dem Wege

von sechs Eichen bis nach

Si. Ingbert verloren. Der

edliche Finder wolle dieselbe in der Expe⸗

ision dieses Blattes gegen eine gute Be⸗

ohnung abgeben. Vor Ankauf wird ge⸗
batnt.

Mehrere ordentliche Jungen, welche dit
Feilenhauerei
nen wollen, koͤnnen in die Lehre freten
. —
n St. Johann⸗ Saarbrücken
Muͤhlenweg 117 d.
        <pb n="228" />
        COalfô Grewenig. 8
Exportbior
aus der Brauerei von
Weltz in Speier.
Bürgervereine-Kränzchen.
Am Mittwoch Abend Zusammenkuuft
zei Johann Schmelzer. J

J. St. QGiIolin a &amp; doͤhne
Zweibrücken (Ecke der Landauerstraße)
mpfehlen eine große Auswahl
Vorhangstoffe und Draperieen,
Brust-Einsätte,
Herrenkragen und Manschetten,
Damen- und Herrenshlips,
weiße und farbige Taschentücher
in Baumwolle, Leinen und Seide.

F. Pelzer, Coblonz,

frisoch-Fß

Delioatesson Cesohast

Waarenverzeichnisse stehen zu
Diensten.

rvgerßrrer.
Wir suchen für dauernde Beschäftigung noch fünfzig bis sechzig Man
ner, Frauen, Mädchen und Jungen.
Täglicher Verdienst je nach Tüchtiglet und Fle ß von
48 kr. bis zu 1fl. 30 kr.
und höher.
I&amp;

7—D22 5——5—7*
Der Regenerator
(oder Leheuswelzer)
seit Jahren das bewährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und spekcelle
Schwächezustände, Magengedärm und
Leberkrankheiten, Hämorrhoiden, Eng-
brüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten ⁊c.
sowie alle Krenkheiten, die von ver—
dorbenem Blute und schlechten Säften
derrühten. Der „Lebenswecker“ be⸗
fördert die Verdauung, reit den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist beson⸗
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Flasche zu 1fl. 10 kr.
— 20 Sgr. be P. Zepp in St.
Ingbert.
— —
Oas Neue Blatt 18546.
Nr. 29 ist soeben eingetrossen und enthält:
.Dissonanzen.“ Nobvelle von Leo Herz—
derg. — „Dein Vaterland.“ Gedicht von
Julius Schanz. — „Aus Moltlke's Jugend—
jahren.“ — Zum Theil nach eigenhändigen
Mittheilungen des Grafen Moltke von G.
Neuse. — „Des liebe Bier.“ Von Dr.
O. Reyher. — „Zur Geschichte der Jefui—⸗
ten.“ Die Bekehrung des Herzogs Wilhelm
don NaumburgZeitz durch die Jesuiten.
Von Clemens Fleischer. — „De neue
Magdalena.“ Von Wilkie Collins. —
„Prinz Louis Ferdinand von Preußen und
Pauline Wiesel.“ Von F. von Hohen⸗
hausen. — „Heitere Chronika.“ — „Für
Haus und Herd.“ — „Allerleis: Ein
theinisches Ost rspiel. — Gilberts erhöhle
Eisenbehn in New York. — Pompejanische
Lampen. — Räthsel.“ — „Neue Bücher⸗
schau.“ — „Nerztlicher Briefkasten.“ —
„Correspondenz.“ — An Illustrat'onen:
Das Cierkippen. Ein rheinisches Ossferspiel.
— Gilber!s projeltirte erhöhte Eisenbahn
in New-York: Seiten- und perspektiviiche
Ansicht. — Autographen deutjcher Fürsten,
Feldherrn und Staatsmünner. — Das
Neue Blott ist zu beziehen durch alle Buch
handlungen und Post-Anftalten für den
näßigen Preis von 15 Sar. vierteliährlich.

Iqrei &amp; Vreil
in Otterberg bei Kaiserslautern.
VB. Reisespesen werden nach Ueberemkommen vergütet.
—
abvpeten⸗- und Lager
bei. slina.
vis-acvis dem Pfälzerhof
in Arehrüeen.
—
Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß unsere ganze Seilansta
für Augenkrauke von Heidelberg nach Straßburg F— en ee re ꝑ
Die Anstalt befindet sich in dem Hause Blaue Wolkengasse Nro. 17 frühen
Maison Hirt) in Straßburg.
Unsere Sprechstunden in Mannheim haben aufgehört.
Der Vorstand der Anstatt:
2 —α.
t.
NHandelsschule. vVorhereifungs-Anstalt für den sinjahrigen Mi-
litärdienst (von 189 Candidaten sind 151 hestanden), füur die Post (ũbor 50 bo
ztanden) ete. Pensionat mit strenger Disciplin — Prospectus durehb die Dire
tion in Bruchsal.
Civilstand
der Stadt St. Ingbert vro Monat
März 1873.
Geboren wurden:

Am 1. März Jakob S. v. Ludwig Heß. Catha⸗
ina T. v. Jakob Gohring. Dorothea T. v. Hein⸗
ch Hien.

4. Jatob S. v. Jakob Glatifeld.

5. Maria T. v. Peter Wagner.

7. Johann Georg S. o. Johann Georg Zeller.
9. Peter S. v. Johann Schwarz. Peier S. v.

Friedrich Theisinger. Barbara T. v. Jalob Leichner.

10. Johann S. v. Joh. Joseph Kempf.

12. Catharina T. v. Franz Sauer.
i3. Joseph S. v. Jakob Quirin.

5. Karolina T. v. Michael Wilhelm.

20. Margaretha T. v. Franz Grell. Catharina
T. v. Johann Schmitt.

21. Rosa T. v. Friedrich Simon.

22. Johann Joseph S. v. Johann Jungfleisch.
Anna Maria T. v. Adam Petersheim. Magdalena
T. v. Jakob Schmitt.

23. Catharina Sophie T. v. Johann Jakob
Peters. Elisabetha T. v. Georg Jung.

25. Maria Margarethha. T. v. Peter Bader.
Johann S. v. dobrh Hager. Anna T. v. Georg
vicel. Maria T. vñH Jalob Selzer.

26. Elisabetha T. v. Franz Sammari.

28. Helena T. v. Jakob Warken.

30. Louise T. v. Johann Lenhardt.

wCatharina T. v. Johaun Beder.

GEestorben sind:

2. Mörz Simon Fods, 35 J. alt, Ehem.

Maria Jungfleisch.

4. Philipp Leber, 10 M. Eit, S. v. Phili

5. Margaretha Ripplinger, 24 J. alt, Ehefr
Jakob Glaͤttfeld.

6. Catharina Fries, 7 J. alt, T. v. Franz.

10. Heinrich Reidelstürz 47 J. alt, Ehem.r
Maria Grund.

11. Johann März, 50 J. alt, Ehem. v. Loui—
Däubert.

183. Sophie Wilhelm, 8 J. alt, T. v. Michael
Elisabetha geb. Jung, 65 3. alt, Wittwe von
Valt. Jung.

14. Elisabetha Schmelzer, 4 J. 6 M. alt, T
o. Joh. Joseph. NRikolaus Walle, 57 J. alt, Ehem.
o. Elisabetha Schmitt.

16. Jalob Uhl, 683. alt, Wittwer v. Barbate
Wehn. Johann Petershein, 4 R. Tag al
T. v. Philipp. I

17. „Catharina Vohr, 832 J. alt, Etheft. d. M
el Zimmermann.

20. Carolina Fries, 8J. 8 M.alt, T.v. —X
Emilie Melanie Louise Delavenne, 46 J. an
Chefr. v. Karl Lichten eldt J

23. Karolina Stief, 6 M. alt, T.v. Georg.

25. Valentin Seel, 4 M.alt. S. p. Joh. Je
eph. Jalob Bleif, 23 J. alt, Ehem. d. Catharin
dein tich.

26. Heinrich SEchaun, 24 3. alt, ledia. S.
arl.
Fra nkt.
vom
Preufische Friedric.
histolen
Holländische 10)
Ducaten 24
20Francs⸗Stücke
A
X

—W

—

Verehelicht haben sich:
Am 4. März Heinrich Wittemann mit Maode
ena Stauner.
11. Joham Chriftian Reppert mit Catharin⸗
Bbilippine Zimmermann.
20. Johann Spies mit Susanna Lußz.
St. Ingbert, den 9. April 1878.
Der Cvilstandsbeamte
Chandon
Rebaltion. Druck und Verlag von FJ. X. Deme ßz in St. Ingbdert.

— —æz— 225
        <pb n="229" />
        Sl. Ingberler Znzeiger.
der Si. Sgberren Unzeige, r (und dat mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungablatt, nit der Dienstags⸗ Donneratags⸗ und Sonniagt
unmer ecscheint wb chentlich vie r m a b; Dien at a a. D annerstag, Samstaa und Sonntag. Abonnementspreits pierteliahrig 42 Krzr. odet

12 Silberar. Anzeigen werden miß4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Raum herechnet.
—8 58. Dienstag, den 1. April en ez u eeet 1843
* — — teeet —N —— — —
Deirtsches Reich. ..
Mümnchen, 12. April. Die durch königliche Entschließung
bon 29. Märzel. J. genchmigten Bestimmumgen. über die Reue
nffoemirung und Ädjustirung des baherischen Heeres wurde heute
puhlizire Als Einführungstermin dieser neuen Uniformirung und
Piustirung ist der I, August l. J. festgesetzu t 836
Maundech en, 11. April. Der kgl. Gesandte Graf v Tauff⸗
ichen ist mit Gemahlin gestern aus Rom hier eingetroffen.
Fifaße Lolh rrugen⸗ Hüningen, 10. April. Etwd
00 Schritte untahalb unserer Schiffbrücke ist auf einigen Pona
ons eine Bohrmaschine errichtet, durch welche die geeignelste Stelle
ut Erbauung einer festen Eisenbahnbrücke der VLinie St. Louis⸗
Kodoldshdhe⸗Lörrach ermittelt wird. Somwut dürfen wir der hal⸗
— wichtigen Bahn ent⸗
egensehen. 3
Verling 9. April. Der Reichskanzler forderte die Re⸗
gietungen der Einzelstaaten auf, die kursirenden Goldmünzen in
— I— Reichs⸗Haupikasse behufs Um ˖
atügung zu Reichs-Goldmünzen einzusenden.
Berlin, VY. April. Ein vielgenannter Reistagsabgeordneter,
der sich gegenwärtig in Paris aufhält, schreibt von dort an seine
diesigen parlamentarischen Freunde, daß die Ferien der Rational-
beriammlung den Kampf zwischen Thiers und den monarchischen
Parteien zwar anterbrechen werden, aber daß er darauf bedacht
jei, ijn auf ein anderes Feld zu übertragen Diese Operationen
deß Präsidenten würden durch drei Eventualitäten bestimmt: 1) durch
zen Sturz Grevy's, der dem Balancirsystem Thiers ein Ende ge-
nacht und ihn, nach seiner eigenen Aussage zum offenen Kriege
jegen die Feinde seiner Regierung gezwungen habe; 2) durch die
Nothwendigkeit der Uebersiedelung der Rationalversammlung von
Bersailles nach Paris, sobald die olkupirten Departements geräums
sind, und 3) durch die diplomatische Stellung, welche Frankreich
nach der Befreiung des Landesgebiets zu den schwebenden europä⸗
schen Fragen von Neuen einzunehmen suchen wird. Mit anderen
Worten heißt es in dem Briefe: Thiers wünscht die Altion im
Innern mit einer Kraflprobe der Republil nach Außen in Ver⸗
hindung zu bringen und stellt dafür den Zeitpunkt nach der Wiener
Weltausstellung in Aussicht. — (Fr. J.)
Berlin, 10. April. Der „Kreuzztg.“ zufolge ist in der
Bagner'schen Disziplinaruntersuchung die Voruntersuchung jetzt ber
indet und wird nunmehr über die Einleitung der formlichen Dis⸗
ihblinaruntersuchung Beschluß zu fassen sem.
Ueber die Beschlüsse, welche der Bundesrath in Bezug auf die
hon den deutschen Eisenbahnve waltungen beantragten Enischädi⸗
zungen fuͤr Benutzung ihres Materials zu Kriegszweden gefaßt, URermischtes.
erfährr die D. K. C.“ daß an die Verwaltungen der im Reichs- fKaiserslautern, 10. April. — (Unglücsfall.)
— Mittag hat sich in einem Hause im Haspel am Munzin
Abfindung für die regulativwidtige Benutzung und Befbrderung chen Holzbofe ein schreckliches Unglück ereignet. Ein 69 *
drer Wagen innerhalb Deutschlands eine Pauschsumme bon 585, 000 ilter Mann, Caspar Steiner von Dansenberg, der sich hic baã
Thalern gewährt werden soll. Deßgleichen ist den fremdländischen einer verheiratheten Tochter befand und 32 Wochen ktank zu
Lereinsvetwalinngen für die gleiche Verwendung ihrer Wagen 285 Beite lag, ist in seinem Bett erstickt, resp. verbrannt. Derselbe In
Sgr. und für ihre Verwerdung in Frankreich pro Tag und Wagen m Beti seine Pfeife geraucht und war dabei eingeschlafen. Das
2 Thlr. zugestanden. Die Uebernahme dieser Summe auf die Bett fing von der brennenden Pfeife Feuer, durch welches der
ranzdsische Kriegskosten-Entschadigung soll im Wege der Reichs- ranke Mann in lurzer Zeit theils erstickte, theils verbrannte
eseßggebung herbeigeführt werden. Seine verheirathete Tochter, welche sich nur kurze Zeit cnifernt
Fraukreich. hatte, um Wasser zu holen, fand den Vater als Leiche wieder
Poaris, 8. April. Soeben sind in Betreff des an der Oft⸗ FIn Kaiserslhautern wird der christliche und judische
trenze Fraukreiche projecurten neuen Festungsnetzes von Seiten Friedhof vereinigt und damit ein alter Zopf, ein ungerechtfertiates
Ir jranzösischen Regierung die ersten Verfuüͤgungen erfol gt. Es Vorurtheil, beseitigt.
spr nämlich zur Auͤsführung zweier im großartigsten Styl gehal⸗ In der Nummer des vBerliner Intelligenz-Blattes vom
enen befestigten Lager bei Rheims und Rouen 100 Millionen Satustag, 5. d., befindet sich folgende originelle Verlobungs—
rancß angewiejen worden. Nach diesem ersten Schritt zu urthei- Anzeige: Als Verlobie empfehlen sich: August Wilt dq..
en, bei weichem es sich nur um eine Flankendeckung und Anleh- roliug Nicht“. Den Namen nach scheint das Paärchen nod nicht
ung handelt, dürften diese neuen französischen Befefßigungsanlagen recht einig zu sein.
n Geoßartigkeit Alles bisher Dagewesene überbieten. Die gesamm-⸗ Der Platz auf der Emser Promenade,
e Defensibposition von Rouen bis Belfort und Sesancon mit dem aung zwischen Kaiser 8ethelm und Ben'edetti
ahintergelezenen Haupistützvunkt Varis wird gewik einen Gesammt⸗ mebr durch einen Denkstein bezeichnet worden.

4 *
nufwand“ vou 500 bis 600 Millionen' Francs in Anspruch nehmen
ind wofern die Fertigstellung; dieser Riesenwerke noch rechtzenig
erfolgen. sollte, imüfsen dieselben einer zukümftigen abermaligen In⸗
zasion fast unübersteigliche Schwierigkeiten entgegensetzen⸗

nm Italien..

Rorm, 11. April Unter denjenigen geistlichen Würden⸗
rägern, welche für die demnächstigen Kardinalsernennungen in
Aussicht genommen sind, sollen sich Merillod Lachat, Ledochowski,
Manning' und Ketteler befinden e

2Die Hcoße Demonstratton Cwelche die klerikale Parteit in Um⸗
zrjen, der Provinz Rom und den benachbarten Abruzzen nach dem
teispiele der Pilgerfahrten von Lourdes vorbereitet, stößt ber dem
iberalen Theile der Bevölkerung auf eineß Widerstand, dessen Ent⸗
chiedenheit die Regierung zwingen dürfte, die beabsichtigten Pilger—
züge ganz zu verbieten. In einem Meeting zu Perugia wurde
eine Resolution angenommen, nach welcher jenes „Alttentat auf die
Würde und Unabhängigkeit des italienischen Volkes“ mit Gewalt
»erhindert werden soll. Auch in anderen Städten Umbriens, in
Terni, in Spoleto und Foligno spricht sich die öffentliche Meinung
ehr energisch gegen die beabsichtigten Prozessionen aus, und die
Zerren Reaktionäre werden einsehen, daß sie hier mit ganz anderen
Terrainschwierigkeiten zu kämpfen haben, als in Frankteich. Denn
art bed utet ihr Gebahren: Alktion nach außen und Vermehrung
des auswärtigen Einflusses, hier aber heißt es: fremde Intervention
ind Zerstöcung der Einhnit.

England.

Berichte aus London, welche in Paris eingetroffen find, mel—
den, daß man ir den englischen offiziellen Kreisen in neuerer Zeit
eineswegs mit Hrn. Thiers, und namentlich nicht mit der orien⸗
alischen Politik desselben, zufrieden sei. Der Präsident der Re—⸗
dublit, von der russischen Diplomatie umgarnt, habe Miene ge—
macht, für Rußland Partei zu ergreifen; diese Haltung Frank⸗
reichs sei auch die Urfache gewesen, weshalb England in der Khiwa-
frage so schnell“nachgegeben.: Lord Granville soll über das Auftreten
der französischen Regierung aufs Aeußerste entrüstet gewesen sein
ind sich dahin ausgelassen haben, daß die Franzosen in ihrem
Wahnstinn Alles aufböten, um England zu zwingen, Hand in Hand
mit Deutschland zu gehen. Von Rußland hofft Thiers bekanntlich
sich Beistand gegen Deutisthland zu erschmeicheln.

Amerika.

Newyor!k, 11. April. Nachrichten aus Havanna zufolge

ind 15 Zuckerplantagen aut Cuba durch Feuer jerstört worden.
1W. T. B.)
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        p Steittin, 6. April. Domänenpächter Böckler auf Treuen, bei einem derselben tödtliche Folgen hatten, wurde dieser Tage do
welcher schon in vorigen Jahre auf die Wiedererfindung seiner auf den Assisen in Gloucester des Todtschlages für schuldig befunde
so räthselhafte Weise verschwundenen jetzt fünfjährigen Tochter Anna ind zu zehn Jahren Zuchthaus verurtheilt.
eine Belohnung zusicherte, macht eine neu⸗ Anstrengung. um über Newyork, 11. April. Nachrichten aus Centralamerit
zas leider in Dunkel gehüllt gebliebene Schicksal des Kindes Ge- ufolge hat ein furchtbares Erdbeben in San Salvador stattgefunden
wißheit zu erhalten. Er erläßt eine Bekanntmachung. in welcher pobei 800 Menschen um's Leben gekommen find. Der dadurt
er sich in rechtsverbindlicher Weise verpflichtet, demlenigen, welcher zerursachte Schaden wird auf 12 MRillionen Dollars veranschlag
ihm seine geraubte Tochter lebend zurückbringt, oder den zuständi⸗
gen Behörden Mittheilungen macht, die zur Wiedererlangung führen,
anter Versicherung strengster Verschwiegenheit, 2000 Thlr. zu
jahlen. Für den Fall, daß Jemand das Kind käuflich erstanden,
ind geneigt sein sollte, dem Vater dasselbe gegen Zahlung der oben-
zgedachten Summe zurückzugeben, will Böckler demselben in bindendster
Form versprechen, über die Person, von der das Kind gekauft ist,
seinerlei Nachforschungen anstellen zu wollen. Falls die Vermißte
richt mehr am Leben sein sollte, verspricht der Vater demjenigen,
der ihm dee Leiche derselben nachweist, sobald die Identität mit
dem geraubten Kinde festgestellt ist, 1000 Thlr. zu zahlen.

4 Ein dentscher Matrose, Namens Otio Moritz; der in
Bloucester am 3. März während eines Streites im Wirthshause
wei franzoͤsischen Matrosen einigeF Messerstiche versetzt hatte, welche

4 44— 22 J— *tVN F —
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2
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hat mir die Gesundheit wiedergegeben.
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Sie so feierlichen Tage, beifolgendes
Zeichen meiner Dankbarkeit zu übec—
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Cafssel, den 16. Oktober 1872.
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5* —A 22 25757 383537
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c. 5538357 284575383 8 532
555 8733 —A —— z2228
558 2335—853 3282 535235533
* * S8— —AA 257— —E 2585
7* — 557285 3— 2 * 5533—5—
— 58 3225 358— —X3 —— — —8——3 — 328
— 255 — —E— 22 528 3 22 — *
2333 — 88 822 — — 4 — —* 5 —— 28
5 38 —e—
s S *
* 325. 2 2333—8538323
2525 — 2 2 —x3235* 5. 23232*
* 2* —— *
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1255 —2525—883 —2 23355233535
*22 —— 3828 — 53
5535338 zZs —83883 288*
— 0 —— —z 5* 8 * *5823 *20 22*
5322 — 2 8 3 — —— — 5 2*
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32751*8 * 532 533533353 R —
——— —AA 23332
5 2 723535 282 25* 2
3368375335353355
z33 8
222 28 z525825388 — ————
2 — —— — 33 — A7 S 58 * — 5352383323
5 — S 22 3823 — 23833*
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8 —5 —
3553335 —— 223283323858* 2
2532 — — 5773—2588
—553 85 — 55353—33 — 8
— — 22 55 55582 535335—25* * 238 — D ——— EF
2553 5 238*838 ——A— —A * — 3283 —
* 2 * 3212 * 3 3260 2 —— 253 —„ 3773
— 5532.35 322285 — 58* 525 3327—3 543353 ẽ*
2525 —A 2.52 — 5 57558 8* * 2*
2* * 2 — 22238* ð 5S2 583 — 2235*
222 5 5528 —22 5 *—533257 ——— 522 ——
z73 33368 3553 383—5 8. 33 *
8 * 8 — » * — — *
3 3333838 23335 2.,2355 565 583 323533555
25 525 535558 287 2285 5255 632 553558 553
—4358 5838 5z3—6323235 562528* 2352 2528 —5
220 D 222 68— 7k 5232* 2 8 Xã*** — 2. —.
5 —e— 5323333372* —52 5235575 82* 5258 286253 ———
533— 7352 — 52 2535 53 3 2— 53 —
*5 —⏑ —— — — — 28* —2 — — 7 3 7232 ⁊ *
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8 53 2 525532584 — S —A — 26 52325 — *
585335—358 523 22 2333232* 35335 55535123353 5 538 5
512 — 3532 55333253538 325353 3s5STSS E
5358 S 7,y 583235—* 5552 528 * 2853 3353 253288 328 J
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55373—57 252— 2335 353* —c23225— —DB— . 32 23
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5582 5235 2358* 22 323 55573 —5. 58553 —5*553 8385535
7 — 8 “ 8 *
525338 55553838 —222533585 333335
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5225 5 — 258 —A— 3 333253 55233325
5223 2 — 333833
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3 7 — 8338888 52
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2 82 ——332237 55 8 3355833 8233583
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235 55 22 5388 252227* 2252* 3383 5353
253538 32 2338*53 282 28 333238
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538s5 28 —— x 28. S. 7 — —— 52785
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        i. nqrri 2nʒẽiger.

der St. Anaberter Anzeeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstags⸗- Donnerstags⸗ und Sonniagr

zummer erscheint wöchentlich vier m al: Dienstaag. Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljahrig 42 Krzr. odes
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

2 — — 757 —
—
Deutsches Reich. Rüdsicht auf etwaige weitergehende Conflikte mit i
Mänchen, 10. April. Die hier abkömmlichen Offiziere hörden, welchen jetzt die Führung enendene
des Generalstabes. sowie andere in der Terrain⸗Aufnahme und Unmittelbar nach dem Zustandekommen des neuen Muͤ n
dem Plan- und Kartenzeichnen geübte Offiziere haben Befehl er-gese tzes soll die Außercourssetzung sämmtlicher Landesgoldmünzen
Ilten, sich nach Beifort zu begeben, um an der wegen der bevor⸗ der deulschen Staaten eingeleitet werden. Die Friedrichsd'or wer-
jehenden Räumung zu beschleunigenden Vollendung der dopogra⸗ den schon jetzt an den öffentlichen Kassen angehalten, eben so auch
hischen Aufnahmen, welche für die occupirten französischen Ge- indere Goidstücke mit festem Kassencours. Die 180 Millionen
Fietsiheile angeordnet sind, theilzunehmen. Thaler Goldmünzen, welche Deutschland seit einem Jahrhundert
Mänchen, 12. April. Das heute Abend erschienene Mi- leprägt hat, scheinen indeß schon längst zum allergrößien Theil
itar⸗Verordnungsblatt publizirt die allerhöchst genehmigten Bestims vieder in den Schmelztiegel gewandert zu sein. Bis jetzt gelang
nungen über die neue Uniformirung und Adjustirung drs Heeres. 8 nur, für sechs Millisnen Thaler davon wieder habhaft zu wer
Zer Einführungstermin ist det erste August; den Offizieren, Mili⸗ en und in neue Markstüche umjuprägen. Die neuen Broncemünzen
aͤrztea uad Veilitärbeamten ist gestattet, schon vor diesem Termin eabsicht gt man aus unbrauchbar gewordenen anonen zu prägen,
ie heue Umform anzulegen, jedoch sollen die Offiziere desselhen »on welchen eine große Zahl vorhanden ist.
srubppentheils, damit, wenn möglich, an einem bestimmien Tage Lieutenant Stumm, welcher bekanntlich Urlanb erhalten hat,
eginnen. Die Rang- und Gradabzeichen sind ähnlich jenen des im die rusfische Erpedition gegen Khiwa mitzumachen, ist am 8.
hugen Reichsheeres, doch mit den bayerischen Landesfarben und d. M. von Petersburg nach Orenburg abgereist.
‚ohe tsabzeichen. Die Generale tragen an den Epauletten Bou'llons, Italien.
Slabs offigiere Franzen; außerdem unterscheiden sich die ver. R.om, 15. April. Der Papst hat gestern in einer Ab⸗
hiedenen Grade durch Sterne und Rosetten, erstere im Epauletten · Hieds-Audienz den Prinzen Adalbert von Bahern nebst Bemahlin
lehlere auf den Edpaulettehaltern. — Die Unteroffiziere er- mpfangen.
alien eine Tresse am Kragen and Aufschlag des Waffenrocks, die
zpielleute die sog. Schwalbennester auf den Schulterstücken des
Waffenrocks.
Der „Augsb. Abdztg.“ wird von hier folgendes Stückchen
lerikaler Feinheit berichtet: „In der letzten Sitzung des Armen⸗
flegschoftsgrathes der Stadt München wurde folgende Zuschrift des
Juralbeneficiaten Kök in Oberpframmern verlesen: „Da der
Nagistrat der Haupt- und Residenzstadt München in Wort und
chai zeigt, daß er an Gott und Unsierblichkeit nicht glaubt (sich
leichsam so zu sagen wie ein „rother Faden“ durch alle seine
dorie und Handlungen hindurchzieht), so verlangt der gehorsamst
Interzeichnete aus Grundsatz für die Beerdigung des Pflegekindes
datl Dirnagel — Nichts. Die Gründe find: a. der Abdecker
egehrt für die Begräbniß der Leiche eines Thieres nichts; ohne
1Unsterblichteit ist der Mensch ein Thier; b. es ist ein solches Be⸗
räbniß auch keine Ehre, daß man für die Ehrenerweisung eine
dersolbirung verlangen könnte; daher wieder ‚nichts“. Die Rech⸗
uung mit dem Magistrath in München abgestlossen; so lange
ziese Lage dauert keinen Kreuzer. Der uns nicht will, wir ihm
sichts.“

Spanien.

Madrid, 9. April. Die Jesuiten sind aus Salamanca
ertrieben worden. — Ein Aufstand ist in Port Mahon, der
dauptstadt der Balearischen Inseln, ausgebrochen, um die Frei⸗
assung der Militärgefangenen zu verlangen.

a Amerika.

Newyork, 183. Aprl. Hier eingetroffenen Nachrichten
ufolge haben die Medoc-Indianer die zum Zwecke der Friedens⸗
interhandlungen an sie abgesandten Regierungskommissäre hinter⸗
ücks überfallen. General Canby und der Kommissär Thomas
vurden getödtet, Mescham schwer verwundet. Die Indianer machten
»arauf einen Angriff auf das verschanzte Lager unter dem Befehl.
»es Obersten Mason. Energische und umfassende Offensivmaß-
zegeln gegen dieselben werden vorberertet. (T. N.)

Newyork, 15. April. Der „Newyork Herald? bestätigt,
daß auf Portorico ein Truppenaufstand zur Errichtung einer
ielbststaäudigen Republik stattgefunden hat. Auf eiu Gesuch um
Hülfe in Habanna hat die dortige Regierung zwei Dampfer abge⸗
andt. — Der merikanische Congreß ist eröffnet worden. Die Bit—
schaft des Präsidenten beglückdünscht das Land zur Wiederaufnahme
der Beziehungen mit Frankreich.

Von Haiki wird gemeldet, daß in Gonaivbes eine aufstãn⸗
dische Bewegung ‚stattgefunden hat, die indessen sofort unter⸗
rückt ist.

Speyer, 185. April. (Pf. Ztg.) Die aus vier Herren
estehende Deputation der pfälzischen Tabakinteressenten ist gestern
—XX
aufe des heutigen Tages Audienz haben.

Berlhin, 14. April. Die Ernennung des Grafen Arnim
um Botschafter in London, sowie die des Generalo v. Manteuffel
im Botschafter in Paris gilt nunmehr als gesichert; letztere soll
ndessen erst noch vollständigem Aufhören der Diinheenmeiten

(A. Z.

Berlin, 14. April. Von den wichtigeren Vor—
igen, welche die Thronrede für! diese Session in Aussicht ge⸗
eellt hat, siad einige bereits an den Neichstag, eine Reihe anderer
venigstens an den Bundesrath gelangt, und ist eigentlich nur voch
as Militärgesetz und das Gesetz wegen Vertheilung des
lstes der Krie sentschädigung rückstandig. Der Entwurf der
istern ist bereits zweimal im Staatsministerium berathen; die
lerständi zung ist indessen jetzt erzielt, und wird der Eutwurf in
utzem dem Bundesrath zugehen. Die Reichsregierung hofft schon
it Rücksicht auf die übrigen Aufgaben der Session, daß die Vor⸗
dung eines specialsirten Militäresats sür 1874 vermieden werden
une. Der Gesetzentwurf wegen Uebertragung der Civilstands-
üster an burgerlͤche Beamte ist nicht in der Thronrede, aber
tzlich seitens des Präsidenlen des Reichskanzleramis in Ausficht
uellt worden. Diese Vorlage ist wesentlich eine Vervollständigung

m vreußischen Landtage vorgelegten kirchlichen Gesetze mu

Vermischtes.

tVom'Rhein, 10. April. Die Strede der Speyer⸗
heidelberger Bahn von Heidelberg bis Schwetzingen hofft man in
)er ersten Hälfte des Monats Juni eröffnen zu können. Bei
Bermersheim werden gegenwärtig die Vorarbeiten der Bahn von
dort nach Bruchsal vorgenommen. Auch die Tracirung der Linie
Hermersheim ⸗Lauterburg, die dann weiter direkt nach Straßburg
zjeführt wird, hat begonnen.

FIngolstadt, 18. April. Der Gendarmerie-Stations⸗
dommandant Bauer, welcher vor 3 Wochen von dem Räuber Gump
durch den Arm geschossen wurde, ist dieser Verwundung erlegen.
Der wackere, pflichttreue Mann wird morgen hier beerdigt.

Würzburg, 10. Aptil. Die Entfestigungs-Arbeiten
verden gegenwärtig mit solcher Energie gefördert, daß dieselben
‚oraussichtlich bis Ende dieses Jahres beendet sein werden umd
odannz, die länast ersehnte Stadterweiterunz nach allen Rich-
ungen hin in Angriff genommen werden kann. (N. W. 3.)

f Das in den Spitzendiebstehl verwickelte Frl. v. Langsdorf
in Wiesbaden wurde nach der Irrenheilanstalt Eichberg verdracht;
vort soll sie fortgesetzt beobachtet werden, um festzussellen. ob sie
wirklich geistesgestört ist.
        <pb n="234" />
        Chätigkeit sam 1. Febr. 1872 begann, zahlt für das erste Ge⸗und
schäftsjahr (11 Monate) den Actionären 6 Proc. Dividende (8 fl.
24 kr. auf die Actie mit 140 fl. Einzahlung.

F Schwetzingen. Mannheimer Händler haben mit
hiesigen Landwirthen Verträge über Lieferung großer Mengen von
Spargeln (nach Wien) abgeschlossen, das Pfund zu 26 Kreuzer.

CEin seltsamer Zug) bewegte sich am Dienstag Abend durch
verschiedene Straßen Berlins. Der Restaurateur Krebs, bisheriger
Inhaber des gleichnamigen Restaurants am Hausvoigteiplatz zog
mit seinen Stammgästen nach der von ihm schon längere) Zeit ge⸗
pachteten Societäts-Brauerei: voran ein leichter Wazen mit einem
riesigen Bierfaß. dessen Hahn nach hinten zur Benutzung stand,
dahinter die bisherigen Stammgöfte zu Zweien mit einem gefüllten
Bierseidel im feierlichen Leichenzuge Tempo marschirend; den Schluß
des Zuges bildeten noch einige Droschken, im Schritt folgend. Von
Zeit zu Zeit wurde angehalten und die Bierseidel gefüllt. Daß
sich auf der Strecke, welcher dieser Leichenzug zurüdlegte, eine
enorme Menschenmasse ansammelte, ist selbstverständlich und foll
in Folge dessen quäst. Zug drei Mal don Schutzleuten angebalten
worden sein.

x Die letzte Rede Lasker's über den Altien und Gründungs
schwindel ist im Verlage don Franz Duncker in Berlin erschienen.
Als davon die erste Auflage von 8000 Exemplaren noch beim
Buchbinder zum Broschiren sich befand, mußte schon eine ebenso
starke zweite in Angriff genommen werden, da die Anzahl der Be⸗
delluncen — troßdem noch keine Anzeige erschienen — fast das
Doppelte der ersten Auflage betrug.

FDer Jesuit Malfatti gibt in seiner „Assekuranz gegen das
Fegefeuer“ bezüglich des Testamentmachens folgenden Rath:, Man
denke dabei nicht an Andere, sondern nur an fich und seine arme
Seele. Wozu dem alten Vater oder dem greisen Mütterchen Kapi⸗
talien hinterlassen? Sie können doch keinen Kapaun mehr beißten.
Dder gar den Kindern! Hieße das nicht dic Faudheit unterstützen?
—
sind sie sparsam und erübrigen etwas, so können auch sie durch
fromme Stiftungen für ihr Seelenheil sorgen. Für die Ewiakeit

ä —7

Silber.“ Deutlicher kann man doch wobl nicen sprechen!

f In das Dach der Gasanstalt zu Rom schlug am 10.
—A0
beiter in den Trummern; 5 wurden getödtet, 17 schwer verleßt.

F Der englische Tampfer „Earl of Dufferin“ »ist auf der
Fahrt von Liverpool nach Oporto kurz vor Ankunft amBestim⸗
nungsorte auf ein Riff gestoßen und untergegangen. Die Mann—
chafi wurde gerettet.
Volkswirthchaft, Handel und Verkehr.

Vom 1. d. M. angefangen werden bei der Station München
zu dem ermädigten Preise von 25 fl. 19 kr. Rundreisedillete
I. Klaffe fuür die Tour München — Salzburg oder Simbach — Lin
— Wien— Linz — Simbach oder Salzburg — München ausgegeben
Laudwirthrchaftliche s
Von Dr. Schneider in Worms.

Die andauernd milde Witterung hat die heurige Frühjahrs-⸗Vegetation
außergewöhnlich frühzeitig wach gerufen. Die Grasländereien zeigen bereits
einen dichten, üppig geünen Schluß, der Roggen ist schon mebr als einen
jalben Fuͤß hoch, die Waizenfelder siehen dicht geschlofsen, Gerste und Haser
ind meistens aus dem Boden gekommen, die Bäume zeigen sich aicht un
zelaubt, sondern viele derselben blühen soger schon und der Weinstod treihi
Bescheine. Trügen nicht alle Anzeichen, so haben wir ein recht günstiges
Frühjahr zu erwarten, und wenn nicht der Klee überall so über alle Maßen
chlecht ftünde, so hätte der Landwirih heute, abgesehen von der wahrlhe
raurigeu Arbeiternoth, keine berechtigte stlage.

Zur Kälberzucht. Daß man bei der Preisbestimmung der Ruzthier
nicht uur die Herstammung, den Nußungswerth, das Gewicht und das Alter
um Preismaßstabe nimmt, sondern auch die Form des Thieres mit in die
Rechnung gieht, ist war allgemein bikannt. Gleichwohl aber wird fort und
ort bei der Aufzucht der Kälber die Form der jungen Thiere dadurch ver⸗
orben, daß man ihnen nach ihrer Abgewöhnung die Nahrung zumeist in
form von Getränken verabreicht. Tagtäglich wird wiederholt der Bauch der
hiere mit Flufsigkeit üUberfüllt. Die schlanke Gestalt, die man an jeden
chiere genau fiehi, verliert sich dadurch rasch; es bildet sich ein sogepanniet
zauch, in Folge dessen auch die Hüft- und Kreuzknochen hervortreten, der
dückgrad sich abwärts biegt und so die von Ratur aus schlanke und runde
Form in die sackige und eckige Frrm übergeht. Man sollte jungen Thieren
Ies Futter nur im trocknen Zustande verabreichen und sie das Getränle i
Form von kl xem Wasier nach Belieben nehmen lañen.
Bekanntmachungen.
—AW

J. SIt. QiolIina &amp; 8sõonoe

per Elle 14 kr.
find wieder angelommen.
Heéeinriceh Isanc.
E
Ein Schmiedegesell,
der das Schmieden perfelt versteht. kann
ogleich in Arbeit treten in dec Schlosserei
ju St. Ingberter Grube. Ein hoher Lohn
vird bezahlt, 24 bis 26 fl. per Monat
nebst freier Kost und Logis.
St. Ingberter Grube, 12. April 183.
Geora Weiland.
Mebrere ardentliche Jungen, welche die
—
Feilenhauerei
erlernen wollen. können in die Lehre treten
bei
A. N.eugeba uer
in St. Johann⸗Saarbrücken
Muhlenweg 117 d.
Zum Bezuge von
HAecht-&amp; Rhein-dalm
myfiehlt sich die Fischhandlung von
J oD. Eberhardt
in Speyer a NRh.
Frank urer — örfe

vom 15. Aptil 1873.
Preußische Friedrichdd. 957 258
Pistolen8 9 909-41
dollandische 10 fl.⸗Stucke 2854
Ducaten W — 2. 235
20Francs⸗Stücke ... 2-2
Fnglische Souvereigns.-16-48
Dollars in Gold. ... 226-27

Zweibrücken (Ecke der Landauerstraße)
empfehlen frisch eingetroffene Sendungen in
Frühjahrs- und Sommerkleiderstoffen,
schwarzen viereckigen und Doppelshawles,
schwarzen Spitzenshawles,
owie das Neueste in F
fertigen Damen-Unterröcken
lin Shirting und Glac6. elegant garniri),
fertigen Schürzen
(in Shirtina, Leinen, Pique und Moreens, schön verziert).
Die noch rückständigen Gasgelder für die
Monate Januar incl. März 1873 sind bei
Vermeidung von Kosten innerhalb 8 Tagen
zu bezahler.

Gleichzeitig wird an die Entrichtung der
derfallenen Steuerraten erinnert.

Die Einnehmerei St. Ingbert.

Der Brodpreis fuür die Stadt S
Jagbert ist von heute an bis zum nächft
Donnerstag (Fruchtmarktstag) fesigestellt:

Koribrod 3 Klgr. 28 Krzr. Web
hrod 10 Krzr.
Frucht⸗Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preis
der Stadi Zweibrücken v. 17. Aptl

Weizen 8 fl. — tr., Korn 85 fl. 126
Gerste Areihige. — fl. — kr., Gerste vin
reihige, — fsu — tr. Spelz — fl.-
Speiztern — fl. — tr. Dinlel 7
— ir. Mushfrucht — il. — kr. dur
4 fl. 55 tr. Kartoffein Ufl. 43 kr. d
unfl. 24 fkr. Stroh 1fl. 12 kr. F
Zeniner. Weißbrod Nui, Kilogr. 218
ornbrod 8 Kilogr. 27 kr. ditto 2 Kil
18kr. ditio 1 Kilogt. 9kr. Gemüschtbrod
dzii. 35 ir. 1 Paar Wed 100 Gramm?!
Rtindfleisch i. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18
nalbfleisg 16 ir. Hammelfleisch 18
Zchweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butltt—
r. per Pfund.

Die ——
Anstalt ist taͤglich ge—
öffnet von Morgens 8
bis Abends 5 Uhr.

n eIIg.

Rechnungen
in 2, 14 nnd Us Bogen zum all gemeinen
Bebrauch siud vorrüthig in der Druckerei
dieses Blattes.

Redaktion, Druck und Verlag von F. X. Demeßt in St. In bern
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        2 3 4
—553 555523533*5 5235
355 3555 523
—F 5 858* 3
2 —— — 28
S58 53 52
—— ——— 375 53 —3 55388
——228—25235 223
52282 S23 32 ⏑ 0⏑ 2 32
2325 23322585 * Zz—22
—— — — 5528
—æ255 2256x87 25 2238 —
883 3388
„3338 53— 3332.2 2237
53*3 — ——
23— — ———S— 5823
2255 5—*2 ———8
— 28
—2—225 8 ——28—
* 5322—822*8 2 S 52
—5338 5832z3235 53
553835380 3 3355332373
3zE0 538223332
— —— —— »225 25
2—*—23—533 —„123 2
53538333 —83388
* ⸗ 2
23538— 332333—32228
22235 537 5355532225
2SEEBESBRBSSẽS S RBI
558726 —38* ——
— 3 535—252
5 — — — —25B
2S5 38 25* —2 —288
22.22
2 —— 53 3*32*
2—.3 333 23——— —3475533383555 —
5 8 22 — 2* 3— 222 —8 *8 8 — — 2 2 *
3* 52235537 5453337 —32 —3 35 23 Sosa88 32
53 53 *——52553 533 2 *3335 5383 S 2323
— V 2 —52 22*5 E 2*272233
— 5235—285 535833222 225835
28 3215335 33 38—332 3
— * 2* 23 —*8 * F — 2
»572 277235 583 35528 3 22—— 553. 839 23352
5535 52535558 223 B358565 — 2558378 2813353*2
—35 33337323 33823.4 383— 333335*
32— — — * —— —*8 2 2 2 — — 2 — *
553 535—8 2233883 223823235 835725 22535* **
“ ö — —* 2 2
58 22233233 —353. 223 — 3— 33353223
33 5 5*5323 3723 —— —83. 2253 —
252 3—3535535 6 5—3 3232 3332802 — —————
58 * 2222 — 3 5328 2 225 or — 2 — 253 532*2 125253 — 3342.
2 8 3 33 338 33—
— 2 2 * 2 2* ⁊8⁊ 2 2 82
333 33—8* — 5— 8*88 333*
82 —— —— — — 222 * 228 F —
3 2 — —32 2 — — 375 —32 — 2 — 8 * *8 5
53233 5 —383532355 57835 z33355353—3773 —55332—822
3333 3 3 33 38 s333 —8 325
5 * — 2 * 2 2* —A —*5 2 * 2 »
33323858353 323333 583
5 s F — 22 —3 i 238 2
5323337—z333333335333—3 3 333333*
383 363 383—632338 33353 3 333338833332
—A8 — * 2 —8 6 —*8* * ⸗ — 2 —8 J 5 *
—3 —— 2222 2— *2332232 — 2 —2 2 8 * 22 —r“
52 22* 2 222 22 2 2 —8 X
25 8 51255 8 —z36385 *— E

2—8—*
53828 28 *
A 78 5s3 283 58*
A 55 2853 2633—8
—A — 23 2 38s833535383553336*
3253332 5*8 23* 32— 535553353535
— z3* * 2 —22 ⸗ 2 333363333 —Wé—
223785* 533 78 332883 232
513 — 5* F 5. 5* 38* 3* 1153234
1132 23 338 383553257 242 32 88—2 —*233737
— 23358 —— 2 37 2546* — 323*255255
F —— 2 8 qꝰ — 55
5—333335 —— 32533537 533323223* 2258 333 8
2 2 522— 82 —5 52 552238308035 i 32225* A —
3,332326 —* — 3— 25833586 38 2* 20 — 8* 22 8
225* 527* 22 525 2 — 3522 26 *83 232 —53328
—— 227 *2 53233 832353653 53 33348 35
z3835253 * — 2 —A 53EES3— —— — 5832 55
383353 53 3 — 25* —F
— 33238 53 2* 58 555—8287 29 23 —A 228828 *
223 288 2728 — * 22*55 225 532 55368
25332 332 2 z 55 3 223832353 —A —— 2255 28 —A
22—4 58 1772335 —— 5 —5325335
z35225358* 8 2 52 832 38 333328 53 2n2 —A 25 52357323
225 — * 25 257 585* —2 * —D O 5z25 —
2333 A ve 8 28 — 3 5— 583 8* 585 228 — 5 5588
333522* —— 225ẽ8 —— — 3 5353237 222 — —
s5808 * 523 — 7 22227 —
3 8223* 3 532* — 5388385752368 3355223
—A 2 33 —A — 52 5**
2523 — —2525 2523 25.58 3533332333 N2 * g * — E
2523328 258 —AJ 233 5 3* F 533353 3533 8 —e 5335 —A
2 —— — 533556835 28338 5253385 225 — *262
5328333858* e —13 333235568 82 —2238* 25553 x 32283 ⸗
—* —— — 28 3* —18 2355 8 355 25z 255 2 —A
55 5 26 28335 e 23822 33 58335 55 2587
—WE — 223 33;575525 53z332235 232 —
22232 —— 22355 3 α 5235 2
3 — —A— 37542333 5 38268 —————

— 9 2223 2— —— 273
55327 —* 3 B
3,ꝰ3z85 v 2325 23 z 438383 1888
—A 5353 — 5 A 5335532

8 ——— 222 —2223 525
15383255235* 22 —55 33322 1352652
* — 5 S22 —
5858 335577 227 333534323 *
583 3 — 8 383333358737 7
—2 8322 28 2552* *5 —— — *

— — * — * — 5 *
552 353 *2 53 —3258 7
77322 535 —* z33555 2152332—5
2332328* * 53332358 X 2552
* 77 —N 82 —2233 — — 2 X 2
2 AAA * 5250 — 43*
2272578 25 —— 33383338* 2553
25383 8358 73—73333337 — —
6 533358 33332238 *
3 23558 38389 22 55983 333333 —
385 55837 538535 35 55358 3283 58
255 8 333* 53 5333337383 277
* 3 5—357* 8 557*
8 5323335353378 —— —
22582 25357338 3
*7 —2232 3333365335 224 3275358 28
— 235 —X — 5532 222
522 5223 5232335 3 5.128 2223 3 25 533*
* 535383538 3 558 535322
25 S9 52290 357353732 2328538* ———
532 8 58 —J5 — —3* — — 3 ——J—
AA———— 8 223 — 253335233 *2 82 2835*
2333 533336 2 5320238 12233 2537*
2533553 —A — —— 532 — 33—7582
22 3353324567 2532235 255333*8* 8355 —
23539 — 73 ——ãA— m5 — X *5 —A
58* 3z3523 72* 15 8328 —ãA
222 2. 53562 28 333538* 33
3z32622 85 2k8z36— 22 —
——— — 3222 528 —
— — — 52 — 53 ————— — *
— — 53575 57 2—
        <pb n="236" />
        * — — d —2 2*
33523535585 573858—337—22533 533555533
* — — 2* 52 2832322 2 — 422 22 —28 2
— — 333333
2 3 2. —A 22 — *38. —— 278
333 7—552723 sm252 — 602 55238 222.53 2. 2.3 32358*
* * — —2 2 — 52 — 2 * — —
—5282 55338 — ——— A— 72*
2 — ——52538825 — — 8*575 —2 * 223555 —A—— —
2 7*235383 38 —2— 333 33—5—33338
J 2* — 5ñ* ⸗ E *
52 3 3—3333333 3 83*8
* — — — 225 2 2 2 * — 32. 2 7— 2
—38*23—55 8,,*3 — —s383 33 3 —5.533 7589*237
288 R 5.73. 3 — ——— 8 * 585
— —
2. 3 5— —538333— ——33— ——3*8 5383732235
2528. 3 82*25B3 23 — 52 83 222523 7 S * 3
* 2 5— 233 25 2. 4533 327* 2223323. 23 22 4933
02 533 3, 753 7—5 2 3 527 —* 272 52 3782582382
. 3—75 —*53 3 —3—33555 S825* 2 *2582 353825522,55332
83 * 2287 2. 573358538 ————
»2. 23227 23723 2* 2 ——— —A 2 3 7
. 3532302 82 —3322352233 22
22 53 — 3 83225 713 558 —35—35232388
75823 282355.575 —7 285333 23. 2 . 2.2233
233335337335 2353 *2535 7,335338
8532.52 23.22 5. ——— —A
23 3 2 57338* ⁊ * — 3 22 2 Aoẽ
*—8538585302 22237 —E ⸗ 22 *83
—255855935 225 538 538323853
c 23233235 —*5 —c*8 82 * 5 * —
8 2. — — — * —3 — * — 72 2
2 »3 2 — * S2 2
— * * — 2 AR232334
22332 — 256.* J 52355333582
—A ——— — 2312 P*2872 7825*
—
— 2 —— —
7573. F23—5—3325* 7333333—88
7 8
— —— —
535.353 288 23788 *5 23
* * 28223 3 ** *28338 23— 823
— — ———3—338 952——83333
3— —— —5—333— —3 — —— 53238555
23E5E 225 — 25828 * 77 25. * 23
— —— 38333*
7 —33 — 3 832 338*
— 2* F J ———
—22 3S. 8 52552— 287 2 287335
53223 2. 533 32—2 *8* 2 57222 2
232353. 2c2. 355 2253 3B 6 5235332
2 —A *5323533
23 — —— —— 335 —— 28335
—34
28 2——3 —33383 333—33
23823852 32 ——5553372 2358 2532,. 26
23 2727275 3227*223 2 * —A 27222
— 2. —2. 2. 23—52383 5532 —3 353 527 2—. 2
5335- 78565533235* 5 1527553 12533 2473
23 53 323.53 28—2208 552 53 535332232
——— 33255 3222423 23 2 2.32.5 72
7 2 —DT 5227 2 7 —8 222 322.8
32822 532332983 2246 2 — — 522353
—— —s —333 522*3 — 2.2 2 23⸗ — 23
2 2.2 522 7 —— —A 3*83 — — 5
525337 5322.,232 5582 5 22722
2 2z53— 282223 3355 24* —XFE *25. 2223
A7. *⸗52 —9— 25 * 22—822 2* * 3
2525 228 3285 5335*5358 7 —
— —3 — * — 27. — 3 —— —
2 83833 358
s 22 — 335 232 23228835

— — 7 572982 87272 —A
A ——— 53 —z58 83 —225.532 33
325 * 3 2232 Z5356 55356 36
232 83 —583 655 5 525 2328
7*52—2238 s 2275255 232 532
* E i 7 2
77 3*8 2 5522235325—2.
88327 2322 5228 S33 252*8
— — 252232 *52*
—— sä
58283 822 2 * a⸗ — — —
2* 8 237 »775 J—— 2
2535252333753 —
9 ẽ
— —3 —— 222 3 22 8 53326
783275 *227 *22325 32
. .. 5 23 —2 — 52*
5585 —323 223 3552—35
— 2 2 225 —— —
——22 32 3272 *
— ——A *3 2 *5 —
— — — ————— —
332— ß — 7255 — 54
2282 * 52 322.25.
5525 — —————
35357 3333733
—27 J X —772
750 2323.8 2735
33235 23 37
32 54 5 2 545 77
— 33373
5. 38 —3
—— — 9* —X *
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222 *—. 5352 55
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23* 7 55
339235 —5383357
23353935 525 ——
258328 55382 73 a 7
*2537 5535333 58 22333
— * 23 2 238323. S 2. 3 33
—— 2 5 —— * 5
3 * 2322 2 532375287 3
23833355 32 333325 *1
2 27 538 —A — —— 5 —3288
— — 2.* — 82 53 zf
23 5235532535 — 33333233
2823 25332 338 —527 25325555
*
3 33353 2. 2358
255 35 2553538337 323333
—— 33532323 *4 2 F
3 5 —* 2
33873*3333 233838858
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2. 582337— 333
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        Ht. Ingberter Anzeiger.

—

— ——
der St. JAabder ter Lnzeigece (und daß mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. mit der Diendtags⸗ Donnerstaqs⸗ und Sonntagr
dummer ericheint wöchentlich Piermnal: Dienustag., Donner sstag, Samstaa und Sonntaa. Adonnementspreis vierteljahrig 42 Krar. od.s
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Arzr. die dreispaltige Zeile Blattichrist oder deren Raum berechnet.
— — — — —— — — — ———— — — — — — —— r b — — — 7“7 —
4.0 60. Samistag, den 109. Apri 41873
— —— — — — — —— *—
Deutsches Reich. doufntuirt. S zune mi ca. Wgp 3 —
il. Ministerium des Innern wird 'arunter viele sü eutsche, dur elegirte vertreten; den Vorsi
A B. AIpru Im inisterium Wr hrte der Generallieütenant v. Stockmar. Die Konstituirung
umz Budget pro 187475 auch eine Vorloge über die Neuunifor
erfolgte unter einem begeisterten Hochrufe auf den Kaiser urd das
nirüng und Bewaffnung ter Gendarmerie vorbereitt. Wie man og — ꝑ
mimmt, wird für den Waffenrod Grun als Grundfarbe bleiben, aiserliche Haus. Bei dem späteren geselligen Verlehre wurde von
—588 Zafschläge umt Vorstöhe von jchwargem. die Beim⸗ dem Delegirten Friedemann, dem Kronprinzen von Sachsen ein
dea don grauem Tuche sein sollen. Ueber die Kopfbedeckung ist Hoch gebracht. , 5 Das G des Kai *
an voch nicht im Reinen. Die Einführung eines leichten, kurzen —A 6. April. der efolge des Kaisers auf seiner
Fewehres, Hinterladers, wom't mindestens 10 Schüsse in der Mi⸗ Petersburger Reije wird der reuzztg.“ zufolge bestehen aus dem
5 Te 9* Fürsten Bismarck mit einem Departementsbeamten (Bucher oder
nute abuegeben werden können, ist außer Frage. *
7* XXꝛ hülow). Grafen Moltke, den Generalen v. Goltz, Steinäcker und
Maunchen, 15. April. In den unter dem Vorsitze des
Minisers v. Lutz vorige Woche adgehaltenen Sitzungen des obersten —VV eif Flügeladjutanten, dem Hofmanschal Peppuen
ines wurde namentucb —— — Prusnge Feaninetsreamlen, dem Generalarzt Lauer und dem Geh. Hof
r duung für die Lehrer der zumanistischen und lechnischen Lehran— Berlin. Der Reichsanzeiger bemerkt in Betreff der kürz⸗
jalten derathen. ge aich sialigehabten Conferenz deuischer Instizminister zur Berathung
Mäünqen, 15. Abril. GPi. Zug.). der Obersskommandanteiner demschen Gerichisversaffung: „Das Gesammtergebniß der
zes ersten Utlanenregiments. Moriz Graf Ysenburg, warde auf Fonferenzen wird erst dann feststehen, wenn die Theilnehmer an
Unsuchen pensionir: und verabschiedet. Das Nommando der ersten zemjelben die von ihnen verabredete fernere Besprechung gehalten
Dipison hat Geaeralmaior Diet! heute interimistisch über- saben werden, eine Besprechung, welche sich an die Berathung des
aommen. m Justizausschusse des Bundesraths vorliegenden Entwurfs der
Vom Münchener Hofe wird dem Wiener „Fremdenblatt“ Tidilprozeßordnung anschließen wird. Daß nnter solchen Umständen
erichtet, daß der König von Baiern definitiv beschlossen habe, das veder eine Ablehnung des —E
sterreichische Kaiserhaus und die Wellausflellung zu besuchen. Die Reichsregierung erfolgt, noch eine berechtigte Verstimmung Preußens
ezũgliche Nolification an den Kaiser Franz Joseph werde schon yorhanden, noch eine Verantwortung der süddeutschen Regierungen
— der o 30 erfolgen. — ee “— de Ans cu dg nd J— d gimzemn
yffnung der Weltausslellung am ersten Raun ereits se . Wittheilungen der Preffe behaupten, wir ohne eiteres ein⸗
die feierliche Eroͤffnung wird in der Rotunde stattfinden. Nach euchten.“
e kirchlichen Einweihnng des großen Unternehmens durch den, Wie bestimmt verlautet hat der König Johann von Sachsen
Fardinel Furst Erzbischof Rauscher Gür diesen Theil des Pro⸗! inen eigenhändigen Brief an den Kaiser gerichtet, in welchem der
stamms beruft man sich auf das Proͤcedenz bei der Pariser Welt- dong aͤlle jene Gründe zusammenfaßt, welche in der Conferenz der
us stellung im Jahre 1867) wird der Weltausstellungsdirektor, dundesstaatlichen Justizminister gegen die Errichtung des obersten
harbn Ewarz eine Anrebe an die „allerhöchsten Herrschaften“ RKeichsgerichtshofes für Strafsachen angeführt wurden
sailen. Diese Anrede wird von dem Kaiser Franz Joseph er⸗ Die diesjährige Generalversammlung des (sozial · demokratischen)
biedert werden. Hierauf wird eine Fesicantate von Mitgliedern ‚Allgemeinen deutschen Arbeitervereins“ ist von Hrn. Hesenclever
des t. k. Hosoperntheaters gesungen. iach Frankfurt a. M. ausgeschrieben worden.
Mälhausen, 14. April. Zur Feier des bevorstehenden⸗ Frankreich.
Wieder einzugs der frauösischen Garnison in Belfort werden zur Paris, 14. April. Prinz Napoleon hat in jeiner Eigen⸗
Stunde schon ernsthafte Vorbereinmgen getroffen und sind Behörden chaft als Generalroth ein Rundschreiben an sine Wahler in Cor⸗
vie Privaten thätig. Naqh dem Programm sollen u. A. über 300 icaerlassen, in welchem er die jüngste Abstimmung der National-
Festzungfrauen dabei figuri en ; ein Theil der Nleider derselben ist ersammlung über die gegen seine Ausweisung aus Frandreich ein⸗
dier in Arbeit gegeden da die Naherinen in Belfort, die noch ercichte Petition, die Gefühle des Landes und die den Napoleo-
zieles Andere für das Fest zu beschaffen haben⸗ damit nicht recht. iden zukommende politische Nolle bespricht und nunmehr das allse
xitig fertig werden. Auf dem Friedhof in Belfort taßt der Mu ⸗ neine Summrecht zur Entscheidung über die gegen ihn in's Werk
nicipalrath ein Denkmal für die gefallenen Mobilgardisten errichten. esehte Answeisung anruft.
Ein Grabstein in einfachem Stirl soll die Sialte bezeichnen Wwo Thaiers beschäftigt sich emsig mit dem Kriegsbudget. Das—
die Opfer der Belagerung ruten. Das wüste Terrain zwischen *
elbe wird, nach den Plaͤnen des Commissionsberichtes, 40 Mil—⸗
er Savoureuse und dem Festungethor, dun hd welces die Trurben ijonen mehr betragen, als der Voranschlag- von 48) Millionen
den Einzug halten werden. ist auf Veranlassung und Kosten eines F . F
Ir 386* die Summe ist hecbeizuschaffen, falls die Ersparniß an der
Mülhauferz, Hrn. Alf. Köchlin-Echwarz, in einen Park verwandeit n
worden, welcher sforgiältig gepflegt, im Sommer einen recht ange⸗ driegszahlung nicht aug. dazu ausreicht.
nen' Eindruck machen und der Stadt ein gewinnendes Aasehen Auf Befeh! des Kriegsministers sind drei weitere Bataillone
verschaffen wird. Bekanntlich sind auch die Festungswerke durch die Infanterie und eine Schwadron leichter Reiterei an die spanische
deusche Garmson mir Zuzug zahlreicher Arbeiter aus dem Civil. Brenze abgesandt worden. Ungeachtet dieser Maßtegeln erhalten
jand in einen respettablen Stand verseht worden. Wurden die näm-⸗ die Carlisten nach wie vor Munition und Giwehre, ja, so jar
sden Truppen, welche nach der Capilulation der Festung dort aus danonen. Was die Subsetihtionen zu Gursten der Cartisten an⸗
egen, Jn wieder ihten Einzug halien, so würden sie erstaunen zelangt, so setzt das „Inipers“ dieselben gan; ruhig fort. Es ge⸗
der die vottheilhafte Veränderumg, welche während der Anwisen. araucht nur die Vorsicht, daß es sagt, es sammele fuͤrdie flüchtigen
eit der deusschen Truppen in Belfort zu Stand gekommen. Sind Tarlisten. J
zuch noch viele Spuren der Beschiceßung an Gebäuden sichtbar, so Die „Presse“ enthält folgende Mittheilung über die Angele-
ind sie doch von zu geringer Bedeutung, als daß sie den günstig- zenheit Bazaine: „Die Arbeit des Regierungscommissärs über
en Eindruc verwischen könnten, den die Stadt und Festung nach die Capitulation von Metz ist vollständig beendet. und der Bericbt
inigen Monaten machen wird, wenn sie von der deutschen Mili⸗ des Generals Tourant mit seinen Anträgen und Actenstücken wurde
aͤrvberwaltnug den Franzosen nun wieder übergeben werden. uste dem Kriegsminister übergeben. Der Minister ist also im
(Carlst. 3.) Stande, die Sache zu prüfen und sich dann auszusprechen. Etze
Weißenfels, 14. April. In seiner hier statigehabten derselbe ein Beschluß fassen kann, werden aber wohl zwei bis drei
veneraldersammlung hat sich heute der „deusche Kriegerbund“ Monate vergehen.“
        <pb n="238" />
        Paris, 16. April. Einer Meldung aus Nanch zufolge
hat General v. Manteuffel am gestrigen Geburtstage Thiers' ein
Diner geaeben, welchem der Präfect, der Maite und andere Nota⸗
bilitäten beiwohnten. General v. Manteuffel brachte einen Toast
auf Thiers aus.

Der „Rappel“ veröffentlicht gegenwärtig einen Roman, welcher
den Titel führt: „Les Dépravés, roman des moeurs conté mpo-
raines.“ Derselhbe ist nicht unterzeichnet. Der Verfasser desselben
ist nämlich Rochefort, und man hat die Veröffentlichung nur unter
der Bedingung gestattet, daß der Name wegbleibe. Es scheint
übrigens, daß man überhaupt nicht will, daß der Name Rochefort
im Buchhandel wieder auftauche. Zum wenigsten hat die Polize
dem Verleger desselben (es ist Lemer, Rue de Seine) verboten.
die Werke des LatecnenMannes, die er vor dem Krieg gegen das
Faiserreich, schrieb, in seinem Schaufenster auszustellen.

Italien.

Rom, 14. Aprit. Die vormalige Königin Isabella von
Spanien ist in Florenz eingetroffen und wird sich demnächst hierher
begeben. J

Rom, 16. April. Die Besserung im Befinden des Papstes
nimmt der „Agenzia Stefani“ zufolge stetig zu. Der Papst ver-
weilte gestern einige Stunden außer dem Bett und speiste mis
Appetit, wird indessen auf Anrathen der Aerzte einstweilen dat
Zimmer hüten.

Amerika

New⸗ Norrk, 16. April. In Grant (Lounifiano) entstand
zwischen Negern und Weißen ein Streit in der Kirche. Die
Neget vertheidigten sich im Rathhause; es wurden angeblich 100
Neger und ein Weißer getödtet. In Knightstown (Indianag) strik⸗
ten die Bergleute. Die Neger. übernahmen deren Arbeit, was
ꝛinen Kampf zwischen den Strilenden und den Negern zur Folge

zatte, der die Herbeirnfung von Trupyen nothwendig machte.
Vermé asch te⸗s.

Zweibrücken, 16. April. Endlich auch ein Mal
eine Strike! Die Arbeiter an der Bahn verlangen mehr Lohn
Der Uebernehmer will nicht mehr geben und sagt: „ich kann't
aushalten!“ So war es denn gestern auf der Bahnstrecke, die
in Angriff genommen ist, ganz still, dagegen in etlichen Wirths
bäusern um so lauter. Auch unter den Maurern hat's gespuckt.
Daß in Straßburg 1000 Maurer gesucht werden und daß sie
dort einen sehr hohen Lohn erhalten, bis ju acht Franken per
Tog- das hat manchen den Kopf verrückt; aber es hat sich bald
wieder Alles gefunden, nur wenige, die „los und ledig“ sind, haben
ihren Bündel geschnürt. (Pf. P.)

PKaifserslautern, 16. April. Am zweiten Oster-
feiertag wurde ein Polizerdiener nach dem Kotten gerufen, weil
ein Sohn seine Mutter mißhandelte, welche ihm kein Geld zum
Vertrinken mehr geben wollte. Aber auch der Polizei gegenüber
eigte sich derselbe außerordentlich widersetzlich, so daß es nur mit
Nühe gelang, ihn zu bewältigen. — Ein anderer Sohn in diesem
Ztadttheil hat es schlauer gemacht. Da auch ihm die Mutter kein
Beld mehr geben wollte, weil er schon mehrere Tage gelumpt hatte,
verkaufte er die Ziege der Mutter und vertrank das Geld. Beidi
werden haffentlich ihrer wohlverdienten Strase nicht entgehen.

(Kais. Zig.)

fF Söpeyer, 15. April. Ein hiesiges Lokalblatt hatte un-
längst eme Nachricht über den Kassier des Vorschußvereins in
Plauen gebracht und dreselbe offenbar nur aus Versehen, als
Speyerer Lokalnachricht gegeben. Der Kassier des hiesigen Vor⸗
schußbereins stellte deßwegen beim Bezieksgericht Klage auf böswillige

Verleumdung durch die Presse und jenes Blatt murde nachträglich
am Samstag mit Beschlag belegt. (Pf. Z3tg.)

Ludwigshafen, 17. April. Die Mannheimer Brauer

hatten vor Kurzem sich verabredet/ vom 16. April an den Preit
ihres Gebräues auf 5 kr. für den halben Liter, auf 3 kr. für den
Kiertel-Liter zu erhöhen. Es läßt sich denken, daß die Nachricht

evon unter dem Liertrinkenden Publikum großen Unmuth erzeugte
ind dieser Unmuth machte sich, wie wir hören, gestern, als der
ethöhte Preis wirtlich gefordert wurde, in einigen Mannheimer
Brauereien (Hochschwender, Maierhof, Eichbaum) in gewaltthätigster
Weise ducch Zerschlagen don Gläsern, Fenstern, Stühlen, Bänken
ec. Luft, was das Einschreiten der Polizei und des Militärs und
eine große Anzahl Verhaftungen zur Folge hatte. Besser als durch
solchen Scandal würbe das Publikum durch zeitweise Entdaltung
bom Biergenuß (wie neulich eine auf dem Gambrinuskeller gehal⸗
tene Volksversammluug empfahl) die Brauer zum Zarückgehen auf
den alten Preis bewegen, und man sollte meinen, ein solcher Act
von Selbstverläugnung würde den Biertrinkern um so weniger schwer
fallen, je haufiger die Klagen sind, daß der „Plempel“ fast nicht
ju genießen sei. (In Offenburg hat eine Versammlung von Bier
irinlern beschlossen, die Locale jener Brauer zu meiden, nelche mehr
als 244 kr. für den Viertelliter Lage:bier verlangen. Gleiches

geschah in Konstanz. In Bruchsal ließ man das Bier, für welche
erhöhter Preis verlangt wurde, einfach stehen. Daranmehme mar
sich ein Exempel.)

F Die Trophäen der baierischen Armeecorps im Kriege vos
1870 - 1871. Bisher. war in Betreff der von den, baierischen
Truppen im letzten deutschfranzösischen Kriege eroberten Sieges
zeichen noch keine officielle Veröffentlichung erfolzt. Jetzt ist diez
in dem nach den baierischen striegsacten bearbeiteten Werke: „Das
1. baierische Armeecorps im Kriege von 1870 und 18717 vor
dem Hauptmann im baierischen Generalstabe, Hugo Helvig
wenigstens für dieses Corps geschehen, und finden sich in diesen
Buche folgende als authentisch anzusehenden Angaben enthalten
Es hat dieses Corps eine Einduße von 205 Off ci reu und 2420
Mann an Todten und 334 Officieren, 6875 Mann an Verwun—
deten erlitten. Dee Gesammtverluft dessalben stellt sich demnad
allein an Todten und Verwundeten auf 539 Offiziere, B303 Mann
und wird dieser Verlust nur von dem des prenßischen Garde⸗ und
3. Armeecorps noch übertroffen. Die mit sürmender Hand au
offenem Schlachtfelde errungenen Trophäen dieses Corps bestunden
hingegen in 1 Aoler, 6 Fahnen, 12 Feld⸗ u. 6 Positionsgejchützen,
vie gegen 5000 Gefangenen, und würde sich in Hinsicht der
Siegestrophäen nur das 1. preußische Armeecorps mit demselden
angefähr gleichstellen, und das 8. preußische Armeecorps noch ein
zeringes Uebergewicht behaupten.

7 Mülhaufen, 12. April. In einem früheren Schreiben
inmal habe ich Ihnen über das Treiben der sog. Schläferin
Somnambule) in Dornach bei Mülhausen berichtet. Diefem
Schwindel ist nun plötzlich ein jähes Ende gemacht, indem diese
Frau sammt ihrer Famlie (es find Schweizer) von der hiesigen
saiserlichen Kreisdirektion angewiesen ist, binnen 8 Tagen das
Reichsland zu verlassen und während dieser Zeit keimetleir Audien⸗
zen mehr zu ertheilen. Natürlich ist auch diese einfuche Maßrege
in gewissen Kreisen mit Nasentrümpfen aufgenommen worden; aber
Niemand ist froher, als die Aerzte von Pülhausen und der Um—
gegend, denen in der Zeit von 20 Inhren, seit weicher Zeit diese
Frau ihre Medijßinalpfuscherei kreibt, maucher Verdrus daraus er
vachsen ist. (Karlsr. 3.)

FStuttgart, 16. April. Zwei der an den nenlichen
Straßenexcessen Betheiligten wurden heute vom Kreisgericht zu je

pier Monaten Gefängniß vernriheilt.

Münster, 12. April. Dieser Tage wurde von der
Polizei in den hiefigen Buchhandlungen nach zwei · Schriften Nach-
uchung gehalten: nach den in Berlin erschienenen „Gehrine
Studien einer Kaiserin“ und den in Aachen in dritter Auflagt
bereits heransgekommenen „Propheze:hungen von heiligwäßigen
Personen über die großen Ercignisse in der näbsten Zutkunfi.

Wien. In mehce als 60 hiefigen Wertstätten haben die
Schneidergesellen die Arbeit eingestellt; sie jordern 80 pCt. Lohn
erhöhung; 25 pCt. hatten die Meister virgebens gebolen.

f(Wiener WeltausstellLung.) Wie die Wel—

elbft, so muß auch die Weltausstellurg aus einem düsteren Chaot
mporsteigen. Fast alle Ausstellungsgebäude sind noch mit Berüster
zersehen, uur da und dort ragt schon ein jertiger Pavillen schmad
hervor. Haufen slavischer Arbeiter schleppen Erdreich und Kies,
das Terruin selbst bedarf noch ernstlicher Regulirurng. Was die
deutjche Ausstellung anbelangt, so verspricht dieselbe inposant zu
verden. In einem riesigen rechten Winkel wird sie die Rotupde
umschließen und noch sechs größere Annexe umfassen. Töglic
reffen zahlreiche Züge mit Ausstellungsgütern, welch letztere sofot
unverpackt an ihren Bestimmungsort gebracht werden, ein. S
ind denn in den Hallen schon riefige Reihen von Kislen auige
peichert, welche der Eröffnung durch die Aussieller oder ihre Ve
dollmächtigten entgegensehen. Vor 20. ds. Mts. dürfte kaum mit
dem Auspacken begonnen werden können, da erst bis dahin die
zollständige Abladung ezfolgt sein wird. — Das Programm fün
»ie Eröffnung der — allerdings vor Mitte Juni in allen ihrer
Theilen absolut nicht fertig zu bringenden — Weltaussiellung iß
dem Vernehmen nach zwischen den betreffenden Factoren vereinbart
Die Feier findet unter allen Umständen am 1. Mai in der noth
dürftig hergerichteten Rotunda statt. Nach einem solennen Gottes
dienste richtet der Generaldireltor an den Kaiser und die auwesen
den fremden Gäste eine Ansprache, und der Kaiser erklärt in seiner
Antwort die Ausstellung für eröffnet. Rach der Vorstellung dei
jremdländischen Ausstellunge-Kommifsarien schließt ein Rundgan(
durch die gesammten AussteTungsraume die Feftlichkeii ab. Die
Ausstellungspreise sind übrigens geradezu horrend und verbieten
ede groͤßere Beiheili ung von selbst. Eine Karte zur Eröffnungs
feier — dagegen ist nun am Ende nichts einzuwenden, dent die
Herren Borsianer, welche nothwendig werden dabei sein wollen,
önnens thun — kostet 25 fl., eine Permanenzkarte 100 fU, der
edesmalige Eintritt an Woshentagen 1 fl., an Sountagen !5 fl
ẽrst nach Ablauf der ersten 8 Monaten dürfte eine Ermäßigung
tattfinden.
        <pb n="239" />
        Das viligste und reichhaltigste Witzblatt der Welt nennt
sich mit Recht die in Hamburg erscheinende „Deutsche Reschsfasckel“
aches trotz des eminent billigen Preises von 13 Sgr. pr. Quar⸗
al in viel güßerem Format und reichhaltiger ausgestattet ist, als
roend ein ähndiches Blatt, dabei sind die darin enthaltenen Carti-
muren und großen Oxiginal⸗Portrais wahre. Kunstbläfter: wofür
er Name des Zeichner?“ Chr. Foöͤrster, Bürge ist. Ebenso wird!

der Text von den renommirtesten Humoristen und Satyrikern in
so frischer und freisinniger Weise dargebracht, daß die „Reichs⸗
fackel“ auch nach dieser Richtung hin allen Anforderungen entspricht.
Wir hoffen daher den Dank' unserer Leser zu erwerben, wenn wir
—X
—D ————

— V. *. Demeßz verane] Nedacteur. J ————
Bekarn
nadungen.
82 J
Hauslicitation
zu ESt. Ingberter Grube.
Montact den 5. Mai 1873, Nachmittags
ühr. zu St. Inobet e Grube in dem
u vr st gernden Hause, wird auf Aust hen
er Watwe und Kinder des daoselbst ver⸗
hten Wirthes Wilheln Reppert, als
J. Ursula Trautvetter, gewerblos zu St.
zugberter Grube wohnhast, jetzt in Kaisers
uern, dessen Wittwe, II.' den Kindern
ser Ebeleute, als 31) Wilhelmine Rep⸗
ert, Ehefrau von Johann Georg Poller.
J. Grubeneinnehmer, zu Mitielbexbach
ünbaft, 2) den Kindern und Repräsen⸗
bn der verlebten Tochter Louise Reppert,
gewesene Ehefrau des zu Saarbrücken ver⸗
Aen Bauwerkmeisters Carl Schultheis
Jamens: Carl und Wilbelm Schultheis,
hide noch minderjährig, welche den Carl
—AI Baum erkmeister zu Elm in Rhein⸗
sreußen zum Vormunde und den Carl
gimmermann, k. Grubensteiger zu St. Ing⸗
ler Grube zum Nebenvormunde haben.
s nochbezeichnete zur Gütergemeinschaft
ver genannten Eheleute Reppert gehdrige
Wohnhaus vor dem gerichtlich hierzu com⸗
nitürten kgl. Rotare Horn von St. Ing-
ert der Uuͤtheilbarkeit halber öͤffentlich in
Figenthum versteigert als: Plan Nro.
199713 4 14 Dec. Fläche, worauf ein
—
Stall, Hofraum und sonftigen Zukehörden
nebst Plan Nro. 4997/3 3 21 Dec. Gar⸗
en neben dem Hause — zu Baupläten sich
eignend —, das Ganze zu St. JIngberter
GGrube au der Hauptstraße neben Gebrüder
Haldy und Thomas Koch.
Horn, k. Notar.

Gobruüdor

Grumbach
aus
Sarareemiünmnecl

17
erlauben sich die Mittheilung, daß sie durch Einkäufe in den bedeutendsten
Fubriken Frankreichs mit einem Asfortimenn
ne u e st er 2..
Mode-Artikel für die Sommer-Saison
Seide, Tuch undd DamenNouveauté bestens versehen sind.
Ganz besonders empfehlen wir unser Lager von 87
schwarzen und couleurten Seidenzeugen,
welche Artikel durch außerordentlich billige Einkäufe in den größten Quanti⸗
liäten: vorräthig sind.
Herr Grumbach befindet sich von Montag den 21. et. an im
Laufe nächster Woche im
IXVAE
mit einer vollständigen, sasonmäßigen MusterSammlung, welcqhe er
den geehrten Kunden zur Auswahl offerirt.

— 2
————

* 35— J

Calteinschule zu Sf. Ingber.

Die: Anmeldungen zu dem diesjährigen Vorlurs werden Dienstag, 22. J. M.,

von 8 dis 12. Uhr Vormittags und von 2 bis 4* Uhr Nachmittagas auf dem hiefigen

Rektorate, Lokal der Lateinschule, entgegengenommen.
St. Ingbert, 8. April 1873.
Für das k. Subrektorat,
in Vertretung Schlick. J

0 8 o 1042 .*

EFinjäahriges Militarexamen.

Gruũndliche Vorhereitung im Internat. Institut: Von-189 Candidaten

zind 151 bestanden. — Handelagehule. — Pensionat mit strenger Dis-
iplin. — Prospectus dureh die Direction iu Bruchsal.
Die Wormsfer Akademie
für Landwirthe, Bierbrauer und Müller,
„esthend aus drei im Wesentlichen getrennten, stets aus allen Ländern stark besuchlen
Fachlehranstalten beginnt das nächste Sommersemester am 28. April.
Programme, Berichte und näherte Auskunft stehen gern zu Diensten durch
Die Direction
Dr. SBSehneidern.

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frischem Rhein- dalm
in ganzen Fischen und im Ausschnitt
empfiehlt sich die Fischhandlung von
I. O. EborhATdt

in Speyer a. Ah.
Geschälte Gold˖ Erbsen per Pfd. 8 kr.
* Weiße ⸗ 2 7 kr.

drüne Erbsen 6 lkr.
große Linsen .. 8 kr.

Veiße Bohnen 73 8 kr.
empfiehlt . P-

Damen und Herren
mit oder ohne Vermoͤgen, welche sich zu
verheitathen wünschen, werden unentgeltlich
passende Parthien direct ohne Vermittelung
nachgewiesen durch das in Hamburg er-
cheinende Correspondenzblatt für
deirathslustige
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„Postillon d'amour
Preis pr. Quartal 1 Thlre., zu beziehen
durch jede Postanstalt, sowie direct per
Kreuzbund oder Couvert unter voller Adresse
oder poato restante durch die
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d'amour?“ in Hamburg.
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Bei Diarrhöe und Ma—
genleiden.

Der Genuß Ihres vortrefflichen
MalzextractGesundheitsbiers und
Ihrer ausgezeichneten Malz Sefund⸗
heits⸗Chocolade hat die Diarrhoe,
woron ich litt, auffallend schnell ge⸗
boben und fühle ich mich jeßt ganz
wohl. — Ihre schone Krauter-Toilet⸗
ten⸗Seife hat meinem Bruder gegen
das JZittern der Hände die wesent⸗
lichsten Dienste geleistet. Fr. Schmide
in Berlin, Bernauersttaße 1, den 3.
Februar 1872.

An den Konigl. Hoflieferanten Herrn
Johann Hoff, Berlin.

Vertaujsstelle bei Fritz Pauzer⸗
bieter in St. Inabert.

Die photographische
Anstalt ist taͤglich ge—
öffnet von Morgens 8
bis Abends 5 Uhr.
— 4Iig.
Feilenhauerei
algren wollen, konnen in die Lehre freten

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ver Elle 14 kr.

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ind wieder angelommen.
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Muͤhlenweg 117 d.

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Bebrauch siud vorrathig in der Druckerei
dieses Blattes.
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28
ud Leidenden
inden in der 14. Aufl. des Buches Na⸗
turheilmethode 8 r.Aaull'e ver⸗
1lteren Kr,aukhbeiten des mensch⸗
sichen Körpers Hülfe, Linderung und
Rath, und wird an jeden Hülfesuchenden
amentgeldlich und frei versandt.
S. SZievers &amp;Co.
in Braunschweig.
B. Tausende verdanlen diesem Buche ihre
Gesundheit.
Das Neue Blatt 1873.
Nr. 30 ist soeben eingelroffen und enthatt:
Dissonanzen.“ Novelle von Leo Herze
zerg. — stern.“ Gedicht von Max
albeck. — „Husareneroberungen.“ Von
F. H. — „Zur Geschichte der Jesuiten.“
Die Bekehrung des Herzogs Wilbelm von
Raumburg⸗Zeitz durch die Jesuiten. Von
Tlemens Fleischer. — ‚Alaaf Köla!“
Fin NRachwort zum goldenen Carnevals⸗
subilaäum. — „Plaudereien aus det deut⸗
chen Kaiserstadt.“ Von! R.“Schmidt-Ca⸗
hanis. — ‚Prinz Louis Ferninand von
zreußen und Pauline Wiesel.“ Von F.
von hohenhaunenn Die neue Manda⸗
sena.“ Von Willie Collins. — „Damen⸗
lleton.“ Von 38.“ Epielmapu
„Handel und Verlehr.“—, ne
paͤpst Sixius V. —Räthsel.“ — Neue
Zücherschau.“ — Polytechmicher Brief⸗
asten.“ — „Correspondenz. — An Illu⸗
trationen: In den Seitengemächern. —
Präsident und Vicepräsident des Kölner
Farnevals. — Autographen deutscher Für-
ten, Feldhern und Staatsmänner. — Das
Neue Blout ist zu beziehen durch alle Bucht
zandlungen und Post ⸗ Anstälten für den
mäßigen Preis von 15 Sar.vierteljähclich.

D—— Großeßs
Tapeten⸗und Nouleaur⸗Lager
bei J. B. Ciolina,
vis⸗a⸗ris dem Wälzerhof
—VIIIIXCX AZ

z R V echide 26n wahr
ist das von haudlihes Weinte aus gesprengte ue—r
Grrücht *
wonoch die Deutsche — W
—A
n die Hände einer Rktien-Gesellschaft übergegangen ist, vielmehr ist die „Neichsfadel
zrotz der ihr jo häufig gewordenen Anträge. gegenwärtig das
einzige *

unabhängige
Witzblatt, welches sich nach wie vor zur Aufgabe aestelt, durch
a. * . Wort und Bild

nit

Humor und Satyre
uuf allen socialen Gebieten für J
Auft lärung und Fortschritt .
u wirken. Sie ist daher allen
— Schwarzen, Blauen und Rothen ze
in wahreee
. BGreenel —
imiomehr, als sie in Wirklichteit das
billigste, eichhaltͤgste und brillantest
Wditotutt der Welt
st. da krotzdem wohentlich· eire Nuͤmmer von 8 Seiten Folio erscheint, und ied⸗
Nummer mindestens5
drei große Carricaturen,
* große Driginal-Portrait.
und andere Illustrationen des verühmten Malerßss —
3* 2.5Chr. TForster, n J
enthält, beiträgt der Abonnementspreis I 7
nur 183 Sgr. pr. Quartal.
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in Hamburg⸗

J * * M a
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W. Fuhrländer Nachfolger,
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erholende Nachbestellungen sind die besten Beweise, daß man allenthalben mit meiner Bedienung
zufrieden ist.
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Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens erstente bitte mir das bioher bewiesene Vertraͤuen anch
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bt. Inaberter Anzeiger
St. 7 enqg * 1 4 v 28 84
D—
37 5

der St. JPagber⸗er UAnzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundane Unlerhaltungsblatt mil der Diendlagb⸗ Do unerstags· und Sonnutagt
utimer er heint wohentlich vier nal: Dienstag. Donn.er srag, Sams zag, üns Son dueß xs⸗pheincuispreittvieteszchri 8
12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 sKrir. die dreispaltige Zeile Blattschrit vde dexen Kaum rerechne.

J * ——— — 7 7

7.371 —X

1873

&amp; 6GI. “ Eonntaa. beu Zun

— . ⸗
Deutsches Reich. rungsgesellschaften — reirtebe zugelassen, mämlich“ 23 Gesell
Mänchen, 16. April., Das Telegramm des Könige an jscheften zur Versich“ vVg egen —X zut
a Fürsten Bismarck, dessen unrichtiger Wortlaut durch die ver- Hagelversicherung,, Lebens, Renten-und Unfallversicherung
edensten Blätter geht, lauter nach der „A. Z.“ wörtlich: „Herze endlich 80 zut Tronme ersicherunge — J
ch nehme. ich an der Freude Ihrex, Geburtstagsfeier Theil und.Ma niienheem, 18 Alpri.Did Ettesser scheinen beendet
ende Ihnen die' besten Glück- unde Segenswünsche.“ ‚Möge der zu gesann Die Brot eiseten auf einen Threil' der Preiserhöhung
eutige Tag, an welchem Sie mit erhebendem Bewußtsein: auf ein Verzicht, so daß der ifß. Gestern Abend durch⸗
sehen voll der reichsten staausmännischen Thätigkeit zurückblickennns ogen zahlreiche Mxtarpatrouilleu⸗zitez Rufrechthaltung der Ord⸗
Wrn noch oft wiederkehren. Ludwig.“ . aung' die Straßen eh Stäadt, welche von einer wogenden Menge
9 München, 18. April. Professor Dr Jeꝰ2. SFrerkerrengefüllt waren. Ein tuͤtzlich entstandener größerer Brand gab der
ebig ist· hente Nachmittag verschiedenee Vιy Axygα eine andere Richtuug-⸗· F
—8rlin? 18. Aprik. Die vereinigten Bundes däthzau— Frantfuret, — HDeuet haben au den Neu⸗
chüsse haben sich mit überwiegender Mehrheit für Beibehaltung der banten in Sachfenhansen fämmiliche Maurer und Zimmerleute die
alzsteuer und Ablehnung der von der Reichslommissiqn vorge⸗ Arbeite nie dergelegt;
chlagenen Tabatssteuer ausgezprochen. fIn Paris sollein Spitat für Oesterreicher Jegründel
Schweiz. verden, wozu Frau Metternich 30900 Frs. gegeben hay⸗ Die
Bern, 17. April, Laat Aufruf an die freisinnigen fo Rothschild haben 19, 000. Frs.geschenlt.. .
ten der Cantone Baselland, Baselstadt, Solothurñ, Veryimb 5 Rich weniger aandzwamn seidlage sind an verschiede⸗
Jargau findet nächsten Sonntag zu Arleshein in Baselland dine nen Stellen des oͤstligen Stbaer ien zurentdedt und in Betried
hoalleversammlung behufs Beralhung über die zur Abwehr der zuommen worden. 7 *
Lbergriffe der roͤmischen Curie zu lreffenden Maßregeln statz. 5 Paringn, 13. Aßril. Im Faubourg du Temple wurde
Spanien. 7 Pfiern ein Dieb eigener Art verhaftet“ Dieser. Dieb war ein
Madrid, 13. April. Seit Beginn der Rebellior in Eiba Hhund, der einem Hutmocher eiaen, Hut gestohlea und sich dann
ind, dem Madrider „Imparcial“ zufolge, in Schlachten JHund davon gemacht hatte. Kr wurde aber von einigen Polizeidienern
Befecht n getödtet worden 18,600 Infurgenten, gefangen, genom- 'estgenommen, und da nedrert andere Dändser der Straße ver-
nen 43,500; erbeutet wurden 4819 Flinten, 4247 Seitengewehre, icherten, daß: dersilbe ebenfalls Diebstähle begapgen. haite. so
1921 Pferde. Freiwillig haben 69,640 Insurgenten sich Fergeben. chloß man daraus, hn sein Hecc⸗ zum Stehlen Üb serichtet
kin großer Theil der in den Gefechten gefangen Genommenen ist hatte. Der Befiter MHunbes wurde nicht entdedt.
arottirt oder erschossen worden und man kann wohl ohne Ueber⸗Bree'mesn. iqr waren in den letzten Wochen so diele
reibung annehmen, daß etwa 75,000 Insurgenten das Leben Auswanderer zusammes geströmt, daß die, Gasthäuser sie nicht alle
ingebüßt haben. Ueber den Verlust der Spanier, liegen, leine assen —— —— auf den Straßen campiren mußten.
dachweise vor, wir wissen aber, daß nach und nach aus Europa Blüdlicherweise war dij Vitterung mild, fonst hätte es den Leuten
m 100, 000 Soldaten nach Euba geschickt worden sind; von dic chlecht ergehen können
en mögen etwa 15 Prozent durch das Klima und in den Schlach⸗
en umgelommen sein. Der neucste Census der Insel hat in Be⸗
ug auf die Bevölkerungsverhältnisse Folgendes ergeben:
'63, 176 Weiße, 238,927 freie Farbige; 863, 288: Sclaven
4 480 Quli, Total, 1,399,811. *
Amerika. —RVV ⏑—⏑— ——
Newyork, 17. April. Der Conflict zwischen den Weißen
md den Negern zu Grant hängt mit Differenzen unter den Be—
ocden Louisiana's zusammen. 20) Neger sind bei der Vertheidi⸗
ung des brennenden Rathhauses umgekommen. —, Den herbeige⸗
ufenen Truppen ist es gelungen, in Knightstown (Indiana) die
Irdnung wiederherzustellen.

Die neuen hjahrsmoden sind das Thema der
neuesten Nummer der Iallen Familienkreisen unentbehrlich ge⸗
vordenen „Modenz edltwelche dieses Mal, besonders sehn⸗
üchtig erwartet, um so freudiger dgrüht werden dürfte. Die Mo⸗
enwelt weiß nicht nur pqu Neuen das Schönste und Geschmad-⸗
oollste auszuwaͤhlen, sie hat auch ftets guten Rath, Mittel und
Weg bereit, wie man glles Wohlerhaltene auf das Modernste und
zwechmäßigste zu neuen Toiletten, umgestalten kann. Ein prächtiges
zroßes Bild in: Ne. 12 zeigt chatalteristische Toiletten, Nr. 13
hringt mit extragroßer Schnittmusterbeilage neben vollständigen
Anzügen noch alle denkbaren Einzelnheiten und Garnituren in ge⸗
»iegenster Mannigfaltigkeit; die schönen neuen Umhänge, Dolman,

Vermischtes. F Mantille, Hyde⸗Park, elegante Schooßtaillen, einen gutsitzenden

Kaiserslautern, 18. April. Man beabsichtigt, Rockschnitt und die noch immer Bürgetrecht bewahrende Tumca in
at baherischen Gewerbeschulen in vierkursige Anstalten umzuwan- verschiedenen Grundsormen, mit Verüchsichigung der gebräuchlichften
eln, und ist bereris ein Programmentwurf des obersten Schulraths Stoffbreiten. Auch den Hüten ist besondere Aufmerksamteit
mdie Rektorate zur Begutachtung hinausgegeben worden. Hoff ni- jewidmes. —
ch wird mit dieser abermaligen Kenderung in der Organisation In d'eser Zeit des Jahres, welche weitaus die meisten Aus⸗
jeser Austalten die diretre Berechtigung zum einlfährigen Freiwik- stattungen erstehen siehl, wußte sich auch die Modenwelt durch eine
gendienst der Absolv nten auch auf die Übrigen deutschen Staaten reichhallige Auswahl det schönsten und zwedmäßigsten Modelle für
usgedehnt und Igdie im nördlichen und südwestlichen Deutschland Leib- und Bettwäsche ganz, besonders Verdienst zu erwerben.
nißderstandene Vezeichnung „Gewerbeschule‘“ durch eine passendere Abonnements Gum Preise. von 1222 Sgr. pro Ouartal,

Realschule, höhere Bürgerschule ersetzt werden. — (Pf. Post.) „resp. 1 Thlr. 6 Sgr. mit colorirten Modenkupfern) werden jeder—

FIn Bahern sfind zur Zeit 102 auswärtige veit bei allen Buchhandlungen und Postänttern angenommen.
1* i — *
s 25 G * * d Ae
Bekanntmachungen. aleinschule zu Sf. Ingbert.
Die Anmeldungen zu dem diesjährigen *orkurs werden Dienstag, 22. 1l. M.
bon 8 his 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 4 Uhr Nachmittags auf dem
Rektorade, Lokal der Lateinschule, entgegengenommen.
SAt. In abett, 8. April 1873. 2— AAher
— Füre das J. Subrektorat.
in Vertretung Schlick.

αιNν9ιιν nupr
ud verkauft. Wo? sagt die Erbde
neses Blattes.
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        Med. Dr. EIvenich.
Specias⸗·Arzt.
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Mühlstraße Nro. 24.
Sprechstunden 8—12, 3265;
für Arme srei.
—— .. —
Eine Grube Dung
wird gegen das Ausfahren abgegeben. Das
Nähere bei der Expedition d. Bl.

F. Felzer, Coblens, ũ
ficch
Dolicatessen Ceschaft
Waerruver stehen zu

Bürgervereins⸗Kränzchen.

Am Mittwoch Abend Zusammienlunf

m Eafé Seiter.
Feuerwehr⸗Montag
RNeter Heusser.

—

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Anstalt ist taͤglich ge—
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bis Abends 5 Uhr.

T. Ollĩig.

40eLUMSSOS
siechen Taussendo Kranke frühzeitig dabin,
die, wenn ihnen sechnell dir riehtige Hilfe zu
Theil gsworden, ihte Gesundheit wiedorer-
halten hätten. Das berühmte, 160 Seiten
tarke Buch:

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gibt allen Kranken einfache bewährte Mittel
an die Hand, um sSich selbst ron

am frũhzeitigen Tode
retten zu Fönnen., Es sollto dess halb kein
Kranker vorssumen, sieh dies rorzügliche
Buch gegen Einsendung von 6 Freimarken
I1LSgr. von der Rheinischen Vertaus-
Aste?t in Tierß Kor mnor en laesnon

Mehrere cidc liche Jungen, welche di
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erlernen wollen. können in die Lehre treten
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Neugeba uer
Johanumn⸗ Saarbrücken

»ñblenweg 117 d.
r heutigen Nummer liegt
crtra⸗Blatt bei, enthaltend
Unerkennungen über die Heilwirkungen der
Hoff'schen Malzpräparate bei Hä—
morhoidal, Lungen-, Magen⸗ und
katarrhalischen dir r2c. Verkauf
te J Fritz Panzerbieter

in St. Ingbert.
Warnung.

Da mir mein Garten schon eiliche Mal
dez Nachts von Hunden sehr verlaufen
wurde, so habe ich Fußangeln gelegt, was
jedem Hundsbesiher zur Warnung dienen
möge. N. Schütz,

Glaser, hinter der Kirche.

38 ee
Aobrüder Grumbach“*
naus

erlaubeii fich die Mittheilung, datz sie durch Eintäufe. in deu bedeutendften
Fabriken Frankreichs mit einem Assortiment ——
neuester
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Ganz besonders empfehlen wir unser Lager vuon
schwarzen und couleurten Seidenzeugen,/
welche Artikel Kurch auße ordentlich billige Einkäufe in den größten Quanti-
läten vorräthig sind. J —F
vaute ãA indet sich von Montag den 21. et. an im
otel Laur in St. Ingbetrt —
mit einer nollständigen, saisonmäßigen Muster⸗ Sammlung, welhh⸗
den geehrten Kunden zur Auswahl offerirt. —

*35*
y
—XXE

(Aus den Berliner Zeitungen).
—— ser Ronigtrankf
eine mit circa 100 milden Pflanzenfäften bereitese LDiem onade, größtes hyg önisch⸗
diätetisches Labsal für alle Kranle und für Gesunde, liefert dem Organismus
eine Fülle von Gesundheitsstoffen, durch weiche die erkrankte Natur in den meisten
Fullen sich so umwandelt, daß die Krankheitsursachen und dadurch selbst hartnäckige
strantheiten oft wunderbar schnell verschwinden.

37
et e
117—1 7*

Weitere beim Erfinder des Konigtranks eingegangene Aerkennungsschreiben.
46,080. Nlein Dammer 18. 8 72. — Ihr Konigtrank hat sich els einziges Mittel gegen
Magenkrampf bei meiner Schwester bewährt. Weimann, Tischlermeister.

46,382. Oderberg 25. 8. 72. — Ihre 2 Flaschen Königtrank ha ben mir die besten Dienfee
zethan; ich bin von meinen Schmerzen im Unterleide in Folge von Magenbeschwerden befreit, auch
st wieder guter Appetit vorhanden. — C. L. Forkel jun.

46,409. Burgel 29. 8. 72. Ich benachrichtige Sie, daß Ihr Königtrank bei meinem fAnf
Jahre alten Kinde Wunder gethan. Dasselbe war noei Jahre mu Krämpfen behaftet; nach Ver⸗
prauch der ersten Flasche ließen dieselben bedentend nach, und nach Verbranch von 8 Flaschen ist
keine Spur mehr davon vorhanden. udwig Kopy.
416,550. Calwe a. d. Milde 2. 9. 72. Ich habe Ihren Königtrank bei meiner Schwägerin
mit dem desten Ersolge augewandt. ., 3 . Reumann.
46.560. Thal 2. 8. 72. — Hiermit empfangen Sie meinen herzlichen Dank für Ihren
Adnigtrant. der meinem Manne, sowie mehreren Anderen ausgegeichnete Dienste geleistet hat.
Bertha Lutz — Hirgel.
46.865. Treppeln b. Neuzelle 2. 9. 72. — Mein ältester Sohn ist durch den Gebrauch
von 8 Flaschen Königtrank von seinem Brustleiden vollständig befreit worden, was ich Ihnen mit
meinem Dank hierdurch bezeuge. G. Lehmann, Bauerngutsbesitzer.
Beglaubigt durch den Prediger Herrmann in Göhlen bei Neurode.
46,668. Griesei b. Leitersdorf 4. 9. 72. — Ich habe Ihren Koaigtrank bei einem mit
krampfhaften Anfällen behafteten Kinde in Anwendung gebracht; der Erfolg ist ein so befriedigen ⸗
der, daß ich um weitere Sendung umgehend bitte. Krause, verw. Oberforstmeisterin.
46.697. Wiesbaden 5. 8. 72. Meine Pflicht ist es, Ihnen mitzutheilen, daß mir Ihr
Bottertrank die Gesundheit wiedergegebden, und jpreche Ihnen hiersür meinen derbindlichsten Vaul
us. Otto Frantz.
46,718. Eich erg b. Groß⸗Dremsen 8. 9. 72. — Ihr Köonigtrank hat wiederum in meiner
Familie recht sichtliche Heilerfolge erziehit Vor einiger Zein ertrantte mein d Jahr aller Sohn
recht heftig. Er lag fast 3 Tage bewußtlos darnieder; er wollte weder Speise noch Trank nehmen,
und nur mit Muhe vermochte ich es, ihm Konigtrank einzufloößen, wonach er stets ruhiger wurde.
Rach Verbrauch von nicht ganz einer Flasche dieses Tranfes war die Krankheit, die nichts anderes
als Nervenfieber sein konnte, völlig deseitigt. Von eben so guter Wirkung war dieser Trank bei
dem 8 Jahre alten Sohne des Guls befißers Rickel hierselbft. Derselbe hatte seit 3 Monaten so
zroße Schmerzen im Halse, daß er nicht im Siande war, die Schule zu besuchen; auf mein An
rathen gab man ihm Konigtranl, und hat derselbe nach vorschrijtsmäßigemn Verdrauche einen gün⸗
digen Erfolg erzielt. Fried. Schneider Lehrer.
46,844. Moliß b. Callehne 15. 9. 72. — Hiermit mache Ihnen die ergebene Mittheilung
daß die 4 Fl. Königtraͤnk außerordentliche Wirkung gethan; gleich bei der ersten Flasche wurder
die Schmerzen meines Sohnes gelindert, dar Reißen im Koͤpfe hat sich gegeben, Appetit gut, kurz,
der ganze Zustand ist ein befserer. FF. Ouendorf, Schulze.

Erfinder und alleiniger Fabrikant des Koͤnigtranks:

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Wirkl. Gesundheitsrath (Eygidist) Karl Jacobi,
Berlin. Friedricstr. 208.

Die Flasche Ertralt, zu dreimal so viel Wafser, kostet in Berlin einen halben Thaler,
außerhalb inck. Fracht in Deutschland 16 oder 17 Sgr. (1 fl. rh.) in St. Ing
bert bei Kaufmann J. Friedrich.

— —
Peraltion, Druck und Verlag don F. X. Demenz in St. In

1

*

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— —
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        ———

—— 25 — — —
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*2323223232322* *
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33 545 5 7835822 55
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3 — —
52352335 3238 e
2—323335 S 3
788 28338233353 53
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22225532 5 272 3 c *
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2228 8 — 732323 323 523
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23 ———3 —— 333— 52 5 5z55
23323* z3283553855 3533235755 —258352 —538
25333—3333735 —
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snner er heint woöchentlich vieremn a lu Dienataßg. Donner 4atag, Sam⸗ ta g nd Sommtag, Abpnunementzpreis vierieliahrig 42 rzr. od.s
e 12 Silbergr. Anzeigen werden mil 4 Krzr. die dreiinaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet. — —
— 62.

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2

F LMRIELäLELC CESFGS . L L.. — 58 258* vx/
Die Amtsentsetzung des Buͤrgermeisters Anfang an mit groͤßerer Strenge. gegen die reichsfeindlihen · El⸗
i us 466667 wente in Elsaß ⸗Lothringen verfahren d ein Regiment des Kampfee
— Lauth von Straßhurg 2 2 vingesetzt zu haben . wir kennen jedoch nicht ladeln daß Bibnn
Den Ehassern äst eine Oslerbescheerung zu Theil geworden, Ich das dohere Zel gestellt hat, es grerß mit einer Reghrungh
— —— Versohnung zu dersuchen, selbst guf die Gefahr hin⸗ der Schwach
elung. und. je nach. dein, Parleistandpunkre derselben, die vers hie jeziehen zu werden. Bei dem . franzosenfteumdlichen Theue de—
marligtte . Empfindummgen herpotzurusen . Aus der jleberschrste zu Bevditerung wütde das Verhalimiß ünler soichenümsien dua
vem borliegenden Artikel wird, der Leser bereite erkannt haben, lbe geblieben sein während der dem deutschen Regimenie freund⸗
n nt dade den lünasten Schrilt der. Reichbregierung gegen die ichet desinnte Theil edenfeus durch groher Strenge dem Reiche
u an Verhöhnung des deuischen Gefühls grenzende Hallung der mehr entiremdet worden wäre. Damit soll inzwischen enicht be⸗
zraßburger Gemeinde Vertretung im Auge haben. haupiet werden, daß sich die Regierung in anderer Bezlehung nicht
Betanntlich hat der Bürgermeister doy Siraßburg, Herr Mißgriffe in dem nenen Reichslande hat zu Schulden kommen daffen
au bh, n ben auderi Kundsehungeu deutichfeindaihne Naur, Indem sie jedoch bei dem erwählten Modus bis an die Glieme
ih nicht entblodet. im Privatgespräch gegen die ersten Bramten der im Reichzin teresse erlaubten Milde gegangen ist, hat sie augen⸗
xs Landes auszushrechen: daß er nur deßbalb in Straßburg ger einlich errielt, daß die nunmehr ergriffene Maßregel von jeden
leben und für; Demschland oͤptirt habe,weil er hoffe, vaß die Billigdenkenden als eine durchaus nothwendige gutgeheißen wird.
Franzosen wiederlommen würden. Auf eine solche Ptovocation, Run aber dürfte es auch gn der Zeit sein. auf dem einge⸗
eitens des Genannten blieb ver deuischen Regierung nqtũrlich schlagenen Wege mit aller Energie weiter zu schreiten; richtig wird
ihts anderes übrig, als mit Amtsentsetzung des Buͤrgermeistere in dieser Hinsicht bemerkt, daß wir ung den Wehlen sür die dee
u antworten. — und Bezirksraͤthe nähern; im nächsten Jahre stehen die Reichstags-
Die Folge war, daß 28 von den 33 Gemeinderaihs- Mitglie⸗ wahlen in Aussicht, und da ist es ganz in der Ordnung wenn
vern gegen die commissarische Verwaltung protestirten, mir weicher die Reichsregierung vorher ihre Position jcharf bezeichnet und ein
e Fegierung den Polizeidireltgr Back, früheren Bürgermeifien nimmt. Wenn man uns, herßte es von eljasfischer Seite, das
on Barmen, betraut, nachdem sie zuvor ergeblich einem Gemein. Wahlrecht doch nicht mehr lamger vorenthalten will.fo muß man
vxathsmitglied die Bürgermeisterftee angetragen halle, um wo venigstens so frütz, wie moͤglich den ultramontanen, und welschen
woͤglich der cefetzlichei Bestimmung zu genügen daß der Vorsitzende Aoitationen die Slugel beschneideu, sonfi erhal ten wir Landesver-
es Magistrats ein Mitglied des Geineinderaths fein müsse. Nun breter und Abgeordnete, die eben so gut auch zu Hausse bleiben
Jauch solgerichtig der Gemeinderath, und zwar vorläufig auf wei danten und die Verwaltung des Reichslandez nur noch mehr ere
enate suspendire worden. Das Gesetz verlangi, aß nn gweren werden. Aber dadei ist auch udthig, daß ein Jeder diese
len . Umständen eins Commission—kingefeht werde, welche di Befahr einsehe⸗ entschieden auf die Seite einer Regierung trete,
chte und Pflichten des Gemeinderaths übernimmt; da fich fin die uns von dem Krebsübel des Ultramonkauißmus und von lrand⸗
ise Commission jedoch eine Mitglieder des Gemeinderatha finden haftem Hinüberschielen nach Frankreich curiren mböhhte.
nllen, so werden nunmehr die Funllienen dersuben bon den Daß die Regictung andererseitz auf der jetzt eingeschlagenen
Allizeidirektor allein ausgeübte dem denefte ig nog ein Hulftar Bahn, wie befürchtet worden ist, zu welt gehen und jene der Ver—
ruet in der Person eines Regierungsassessors beigegeben worden dohnung ganz und gat vedassen werde ist aus mehrfachen“ und
So weit das thatsa hliche —V— zenügend bekannten Gründen nicht aänzunehmein; von der ferneren
aa emis derweise hab n Beig ordn te undGemeinderath die daltung dec Straßburger Benatrung m Ganzen wird es freilich
inthebung L aufths ton seinem Posten dezhalb für ungejsetzlid abhangen⸗ wie? we di⸗ Doe⸗ aierung zu der früheren Praxis
thurt, weil die angezogenen Aeußerungen' des Bürgetmeissers rein urücklehren kann. — (G. B. 3.
rigater Natur gewesen seien; es liegt aber doch wahrlich zu sehn Atsches RNeich.
nde · Hand, daß ein bon det Negiecung. niß gewissen vVolmag- 22Die Münch Staatsanwalischaft hat beim Reichstag
n betrauter Verwaltuͤngsbeamter duch im Geiste ö uv um die Erlaubniß zu erfolgung des ⁊c. Sigl wegen Beleidigung
udeln die Pflicht hate wenn erden Poften frewillig ueen des Reichskages, begar-en du ch ein in der »Bremse“ enthalleneẽ
d das Gouvernement darf umer keinen Umsiänden ruhig mitan⸗Gedicht nachgesucht. —A
n, daß die so offen ausgesprochene Gesinrung eines Beamten * raßbur 18. April. Im der lothringischen Gemeinde
n dollbrachten Th itsachen.“ in deren Sinne kr Fucnt foll Beitweiler (Kreis Saatgennd) fanden bor einiger Zeitr“ selbst
srelt entgegenlausen, wie es bei dem Büraermeister Lauth der Rachts, wegen angeblcher. Marienerscheinungen gedßere Menschen
Eewesen ist. ansammlungen statt.“ Im Hinblick auf die dadurch hervor gerufene
daß die Regierung berechsigt, ja derpflichtot zu einen solchen Aufte gung⸗· welche die öffenmliche Sicherheit und Ordnung zu ge⸗
neiten war, wied außer den betkannten Feinden deß Reichez futtten heelgnet ist, grläßt der Bezirkspräsident Line Vetordnung,
anzöfischen Partei und dea Uttramontanen Niemand bezweifein worin er an das Gefeg uͤbet die Abhaliung religisser und poteischer
irde vielmehr nach all diesen Vorgängen eine Ungereimtheit Versammlungen zrinnert und Ausämmlungen in Freien von mehr
venn man zugeben wollte, daß die e des neuer als fünf Personen untetsagi (T. N.) ·5
Neiheland länger. von Zrau osenfreunden Acpräsertixt Berlin, 18. April. Die Zahl der Petitionen, welche beim
nwaltet wülzde.abaesehen don der⸗ Gefuhrlichkeit dines solchen Reschstage seit Beginn der gegenwärtigen S sfion ejngegangen siud,
unie umter gewessen IA Die über Nacht eintreten beträgt schon circa 1100. 58 — 5
pe uberdies die neueften Ha uͤng der franzoßschen Partei* 77Dem Verfuche, die Lesart zu beglaubigen, in Berlin sei man
—* in einem iunigen Zusammhang mit der bevorstchenden Ietz gereigt, den Eohn deß Erkönigs bon Hannover in: Branm
n des franzosischen von den deutschen Trupyen schweig fuccediren zu lasseg, ist bereits sein Recht geschehen. Nach
iiste uur don hoͤchst Aurzsichtit ubersthhen werden. einet Mittheilung der K. H. 3.* aus Berlin wäte'ctwa das
u dem deutichen Theile ẽder⸗ Bevölkerung Slkraͤßburhs ift Gegentheil das Richtige. Von Hietzing aus sollen Versuche gemacht
—— der Legierung denn auch mit großer Befriedigung worden sein, um eine jenem Projekte günstige Stimmung zu Wage
pmen worden, da man in diesen Kreisen lLanwft 3 bringen, und zwar habe maa, durch Oofgeliatjch“ verreit, ha
uingechcpeaesprochen. die Regitung moͤchte die Nachsicht der die Keauprinzessin wegen deren- verwandtschaflicher Bezichungen, *
nnn alung der gesammten Stadtbehorde Straßburgs fin die beeignete Vermittlerin zur Förderung des Planes gehmitne
irsten vis ren Spitze Lauth wer, zu werr reben a rs ift dem Er habr fich jrdoch sofort gexeigt, daß man sich an eine vnriata
marck schon der Vorwuri aemade wordem nicht bon MNdresse attenbat bette,
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        Bermischtes.

Gohes Alterd Man schreibt unz aus Mündhen«
Von den zwolß alten Mannern, an wie am rinen Donnen
stag die Jeierliche Fußwaschung in der Residenzpellzogen wurde
ist der irn von Unterkastl ——— 9
Jahre und der jüngste 68 Jahre alt. Die Summ Jahre der
odlf Manner beträgt 1075. Dieselben sind zugleich auf tgl
Zefehl gelleidet und beschenkt worden.“ (Fr. 3.)

pIa Zünrich hat das Haus Escher u Comp:fallrrt Ous⸗
selbe hatie auch rin Filialgeschaäft in Newyork.a Man“ sPpricht von
3 Millionen Defizit. 1νν α ιαιιι αν.

In Oulemes Gendöe) entstand, ein Kampfzwischen
zwei fahrenden Komödianten- Truppen. in Folge dessen 7 Schwer.
herwuudete auf dem Vlatze blieben, von denen zwei starben.
— rngea pdede JedermannRweiß —XX—
daran sind, daß die alte UÜnsitte herricht, das preußische Geld über
seinen wahren Werth añzunehmen. Am̃ empfindlichsten wird dies
aber gefühlt, wenn eine Geldkrisis eintritt, wie in der That in
jetziger Zeit wir eine haben. Sollte es denn nicht zu ermöglichen
fein daß beb einem Gegenstaude wie dieser ist, üͤber dea man vor
sa bi a Geschäfislenten die gleiche Llage hört, die Bürger von hie
rinmüthiglich zusammentrüten und ben alten Unfug ablegten ? *
* 48 2* *
Freiwillige Zeuerwehr.
zonunfag den 27. April 1873, Abends 8 Uhr,
db Ine Vindel beir Horun George Junug binn
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Fenerwehr⸗· Ba
—X woguꝰ actideẽ üsnd hossive Mitglieder zegen Erstattung eines Eintrittsgeldes von 10 Sgr
dflichst eingeladen sind, Die activen Mitglicder müssen“ in Uniform erscheinen.
Denselben ist gestatiet, auch Freunde einzuführen und haben nur von activen Mit
Aedern Eingeführte Zutritt. Fur diese ist ein Eintrittsgeld von 153 Sgr. festgesetz
die Karten für diefelben sind mit sIen Namen versehen und haben nur für sie Giltigken
iefelden können am Samstag uns Sonntag bis Abends 5 Uhr beim Oberbrandmeisier
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Die photographis che
Anstalt ist taͤglich ge⸗
oͤffnet von Morgens8
bis Abends 3 Uhr
J 9 — AL. OIIĩig.

Diejenigen Berleute,
velche gesonnen sind, gegen
hohen Lohmmit nach West⸗

phalen, Beigamksbezirk Sorimund u reisen,
n dort in Mbeil gu treten,“ werden .hier -
met aufgefordert, um grächsten Donners⸗
tag den 28. Apritz Ngchmittans 6 Ubr
in der Wirthschaft von Ludwig Wei rich
nd Freitag ven 2*. April zuj Eivers⸗
bere bei Vith Strobelsich anmelden!
zn wollen. —— —* * * 23 Jiuit: 32*
Im Namen ver Vewerls⸗ Aknengesellfhhaft
Der Redier⸗Steieen 345

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reree ι Lνιν idut.
im TandelsehlenVorbereitunga-A nataltfär den einjahrigen )
littrdienst (ydn I 80: Oapdidatensind 151 pectanden), fürdie Post (ũber 50 b
standen) otoè. CenM—t wib streuger Disciplin. -Prospectus daurch die Dir-
ton: i Bruer⸗alra”α ι t —D

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res-Anzergen

oit dem, Mwchtigen hat

fallen heute Morgen am

ihrunfete Numigst geltebte

chter und Schwefter —9
Zarie Brohalde
nach langem und schwereni Leiden in
esee Jenfelis abzutuͤsen.
Um'stille Theilnahme bitten
Ommersheim, 20. Apꝛil 1878.
Die tieftrauernd Hiuterbliebenen.

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iνια Gebr jd 60 —*25 P 43 1* wvwian3
6 rüder Gruümbacn—
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erlauben. 3 dis wliheit ng haß sie durch Einläufse in den bedeutendsten

Fobrilen, Franfteistas pist unenn Affortimentt m

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Mode⸗Artikel für die Sommer-⸗Saison

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in Seide, Tuch uunh Damen Nouveauteés bestens versehen sind
ue Gonz besonders empfehlen wir vnser Lager wvon
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Ichwarzenn And couleurten Seidenzeugen,

welche αα außeiordentlich billige Einkäufe in den größten Quanti

täten vorrüt hig sind.

BHerr Grumbach ist gestern ( Montag 21. et.) in St. Ingber:

angekounmen und befindet fchchchchcictee 8

im Notel Laannr

mit einer! vollstaͤndigen, sailfonmäßigen MusterSammlung, wilche er

den geehrlen Kunden girr Auswahl vfferirt. J

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Mehrere ferige8.
Betideden und Kissen
fönnen bei Unterzeichnetem fehe. bullig ge⸗
kauft werden. Ands P—
J. J. Fiack iun Saitler.
8 , 15055 1
Das Neue Blatt 1873.

Nr. 31 ist soeben eingetroffen und enthüt:

Die neue Magdalena Von Wilkie Col⸗
lins. — „Rondeaux au Irma“ — Von
Zeorg Baͤron Tyherrn. S, WVerschollene
Zhiere.“ Von Dr. Franz Schlegel. — „Disso⸗
nanzen. Novelle von Leo Herzberg. — Hei⸗
ere Ehronika.“ Von O. Bl. — Für
Haus und Herd. Cilleriei“: Die bei⸗
onoren. — Eine Erinnerung an Dawison.
Line Adjut nienversammlung eigner Art. — Der
Himmel schentte Dir das Leben!“ Geradehin. *
Bei Seiner Excellenz. — Die Wolfsschlucht in
der Stadt der reinen Vernunft. Näthsel.“
KReue Bucherschau x Aerztlicher
Briefkaften. — Eorrespondenz.“ — An
Illusirationen: Die beiden Leonoren. Bo⸗
zuwi Dawifon als Nichard 111.- Eine
zidijutantenversammlung — Die Wolfs⸗
schlucht in Königsberg. Das Neue Blatt
st zu beziehen durch alle Buchhandlungen; und
Rofis Ansialten für den moͤßigen Preis von 15
-zgr. vierteljährlich.

er ls ReIage: Allzgemetner
Anzeg rr fur vuas i 3uigrei ch
Ayeru Xr. 31.

Med. Dr. EIvonie
pper Ellenas tr. 3pecial ⸗· Arzt
ind wicdes cii iomg h nns be Züeigen. und Gehörkrankb
vhece —7 n Lnisersluuteorn-
in gesitteter junger Mann kann unter 18Mühlstraß 24. .
annehmdaren Bedingungen beinnll nierzeich Sp 5 p u y
netem in dis Lehre ireten. idnt. 7 prechstunden —
Z3. J. Fiack jun.. Sauler. für Atme irei.
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eralnon, Druck und Verlag von iß. X. Demetz in St. Ingbert.

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der Si. Jucd dehz Lan, Fynen hez Wnd pat uit Zem Deuviblatte verbundene Unterhältungsdiatt. min 8y Dienstaat-. Donne iadagt. und Sonniagi
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—AVV i2. Silbergt. Anzeigen werden mit 4 Krir, dig dreijnallige Zele Blaitichrift doer deren Raum berechnet. ..
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M 63 Donnerstaa, en pril 1873
J— n e e
Dertichos Neich. 2 — Tag, den er erlebt, als eine Zugabe ansehen, wie er denn selber
München, 20. April. Fürst Bismard wird ejn diesem am Ostermorgen andeutete, die Zeit sei da, wa ex sich sagen müsse:
X idip grkerunt ein Tag no so ent Goti ihn dem Atler ziu⸗
Zelegenheit auchi gich tiuiges hei verweilen/ 1 — 38 Amerika
Berxlim 22. Aprii, Dreitausend Schuhmachergesellen haben New ey ox..z20, April. Auf dem Wege nach Providence
eschlossen, sofort den Strike zu beginnen, nachdem die Verhand- ist eiu Eisenbahnzug in den Pawtucket gestürzt, dessen Brücke durch
ungen mit den Meistern über eine Erhöhung des Lohnes um Ueberschwemmungen zefstört war.ete Inidenn Kuge befandensich
33 iß Prozent: gescheuerte sind. ) Das Herrenhaus hat in seiner 180 Personen. Die Zahl der Todten iste noch micht belanntk Bis
eutigen Sitzung nach langer Tebatte die Gesetzentwürfe über Eine jezt hat man 15 Vermundete und G-Leichen auugefunden —Ge⸗
uhrung der Classen⸗ und det classificirren Einkotumensieuer mit / erul Emorh hah där otoi Pie Anzeige geniocht, dag zwc hen
inwesentlichen redacti nellen Abänderungen angenommenp. Nur der eec politishhen Vort⸗ieh in Louissang ein Conflict. bevorstehe—
hatagraph 9 B. wurrde in einer die bieherigen Rechtͤzustache cot DJ
erbirenden Fassung angenommen.“
Frankfurt a. M., 21. April, Abds. Seit etwä A Uht
Nachm'ttags haben wi: hier einen Bierkrawall. Die Vollsmenge
erwüstete mehrere Birrwirthschaften und Biauereien, das Militär
cußte einschreiten. Manspricht vonu) Todter uede Perwundeten.
Die Läden sind in der ganzen Stadt geschlossen. Man bejürchtet,
daß die Excesse sich später am Abend erneuern, umsomehr als eine
VBoiksversammlung stattfinden soll. Der Krawalle kam nicht uner⸗
wartet; schon çestern Abend war es vor einer Brauerei zu Un-
oxduungen gekommen und heute, a's am letzten Meßtage, sogenannute
Pickelchestag, waren, wie gewöhnlich, von auswärts viele Arbeiter
imd Landbewohner gekommen., Zahlreihe Verhaftungen wurden
orgenommen...
Abends sechs Uhr. Es wurden sechs Wirtschaften arg ver⸗
rüstet. Vor der Müller'j en Wirthschaft in der Fahrgasse, wo
die Schutzmannschaft von der larmenden Masse verhöhnt, Militär-
atrouillen mit Steinen geworfen wurden, gab das Militär endlich
Feuer.“ Im Lohil des Polizeiconumissariats, wohin einer der Ver⸗
vundeten gebracht wurde, warf die Menge die Fenster ein
Ftrankfort, 22. April. Bei den gestrigen strawall
onrden 16 Brauereien resp.: Bierwirtschaften demolirt. In den
Zpitälern: liegen 12. Todie und 37 Verwundete. Die Zahl der
Berhafteten wird auf 120 angegeben. Die Excedenten sollen auch
geplündert haben. 3
8ramt furt, 22. April. Die Aufregung hat in der Stadt
inen Höhenpuntt erreicht, wie er sIbst am 18. Sept. —1848 nicht
10 handen war. Der größte Theil der Laden ist aeschlossen. In
den Gruppen auf der Str ße demonstrirte man Nachmittags, es
ange nun an die Bäder, doch ist keine Gefahr mehr vorhanden.
Zonben ruat ein Bata llion S0er von Homburg ein, andere Teuppen
ommen von Manz. Die Börse, der Telegraph, die Brücke, Eawsen
jausen sind mikärisch-besetzt; an den wichtigsten Punlten der Stadt
ind Tiuppen aufgestellt. Der Hainerhof ist ein Vivoual, der
Zchillerplatz ein militärisches Lager. Die Dragoner rückten präcis
Uht it gezogenem Gahbel, gespanntem Karabinet wie in Fein ·
etstadt ein und fingen sefort an, die Straßen zu durchreiten;
in Theil derselben ritt nach den benachbarten Waldungen, um,
ieselben abzuftreisen; wie es heißt, holl ir denselben inder
lestrigen Unruheftifter sich aufhalten.“ -Den Vesitzern don Waffen-
agern gingen amtliche Warnungen zu und wurde das Laner des
Am'iquinatenhändters Benach unter amtliche Aufsicht genomaien.
die Truppen bewahreri eine ents viedene aber ‚ruhige Hiltung
uid sind zu Allem' gerüstet, — nach den Werlzeugen,“ welche sie
nit sich führen, auch zum Straßenkampf Wie man uus mittheilt,
Jält der Midistrate die Stadt nicht enischädigungépflichtig für
zie Ve wüstungen, weil das Gesetz voun 1850, welches die
eͤnt dänizzunzepllacht bei Emeuten festsetzt, hier nicht publizirt
vorden ijti 52 235
a. Italieu. w 2 4*
Der Papsst stand am 20. de. Morgens“ um 722 auf und
at eine Messe celebirt so wie zwei Personen, welche Vetruspfennige
cherbrachten, eipfangen. 3 —
Das Blaͤtt des Vaticans z. igie gestern Abend an: „Der? hl.
aler ist von feinem rheumatischen Leiden faft —w'eyerherge stellt
pressoche ristabilito.,“ Dennoch darf man wohl jeden neuen

— —
—— 32* x.
4 A3 eibrügqe awurgericht für⸗vtß hwete
Dartal 428738 wird am 16. Juni: etbfthet ; Präfident ist der Igl.
ppellationsrath Thomag u —
. Kaiser 3iahler 8. Aprice, Die Aushebung der
Miitärpftichtigen hatte gestern, wo die hiesige Jugend an die Reihe
am, Abends so argen Tumult im Gefolge, daß die Polizei meh⸗
ere Verhaftungen vornehmen mußte. blls ein Haufe die Heraus ⸗
jabe der Verhafteten vrlangte, fordert' der Bürgermeister und der
Polizecommissär zum Auseinandergehen auf, jedoch vergebens, so
aß die Gendarmerie, zum Theil unter Anwendung der blanken
Waffe, den Platz vor dem Hafttokal säubern mußte. Die eine
daftzelle wurde mittlerweile von den Eingesperrten selbst demolirt,
so daß dieselben gesesselt werden mußten. — Auch in Speiet
jat ein Theil der Sbeierer? Jugend am 18.“ Abends und am 19.
Nachmittags bei gleichem' Arlasse derartigen Tumult verübt, daß
mehrete Vechaftungen borgenommen werden mußten.
Speier. 29 Diakonissen des hiesigen Mutterhauses ist
vom deutschen Kaiser die Kriegsdenkmünze für 1870/7 10m Nicht
tombattantenbande verliehen worden.“ Bereits früher hatten“c
Schwestern desselben die gleiche Auszeichnung erhalten.
7 VDas Hauptjest despfalzifthen?, Gustav Adolphvereins wird
am 18. und 17. Julis in Lambrecht abgehalten. (Pf.Psyrennnt
7 In Bermerßheim stürzte sich die Frau des Bahn⸗
hofverwalters Scheidemsantel, da ihr Pferd durchgegangen war, aus
dem Wagen, wobei sie —8 blieb, und durch die erlittene Schlei⸗
jung derart verleht wurde, daß sie alsdaldestarb.* 124.
7 Wie die Abdztge“ meldet, hat das Generalauditoriat das
den Friedrich Vanmervon Contwig freisprechende Urtheil des Mi⸗
itär · Bezirks⸗ Gerichts Germersheim r Dauner war be—
lanutlich pon ldngeret. Zein desertirt, Ande nach. Amerika ausgewan-
dert, und, hatte, da er mittlerweile qmetikanischer RBürger geworden
war, geglaubt, nun straflos wicdet / dis Heimath beiuchen zu können.
f. Ber bicuedd . Apfil. Schwarz und Weiß hat sich gestern
ngis veamahlt, indem det lohlrabenchwarze Mohn Medind Sr
igl. Hoh. des Prinzen Karl mil, kini zu hleudend weißen Berliner
Bürgerstochter Hochzeit gefeierkte d
F (Weimarische Kassenanweisungen.) Wir machen darauf
ufmerlfam. daß mit Fintrittedet 13 Mai 1878 alle nach dem
hroßherzoglich sachsisven Beseße bom 20. April 1859 ausgegebenen
Zroßheizoglich süchsischer? Kasseennweiscatgenarechtlichwerthlos
verden. Eine-Emlbsung derselben findet nue noch bie Ende dieses
Monats bei der⸗ Grobherzogkchen Haupttntskasse fiatte 3
Pp Par 8 475 pril. Det getaufte elsasset Israelit Lieb⸗
man, der bekanntlich vom Pays,als Candidat in Paris aufgestedt
wuyse!t vom Popst! zuu Stc Greghrius Rittet ernangt worden.
D, Fulgence Gexard, ein belannter Romauschriftstellx und lange
zei Mitarbestei, von Fugen Suc, ist 63 Jah!e. alt jm kicssten
Flend aestorben. *
— Dieustesenachrichten.
2 Der Polizeianwait Rudolph Tillmarn in Zweibrücken wurde zim
unktionirenden Sta usanwalts⸗Substitut am VRezirksgerichte zu Franlkenthal
tinunt?. Der Etudienlehrer A. Römer an der isolirten Lateinschule zu
jrantenthal wurde zum Skudienlehr x. am, Ludwigtoymnasium in München
ind der Studienlehrer A. Zeitler än der isolirien Lateinschule zn Kusesztsin
Studienlehrer an der Etudienanstalt' zu Eichstätt ernannt.
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        Befanntmachungen
* — 83
Heus ind Ohmetgras⸗
Versteigerung.
Samstag den 26. 1. M., des Nachmit⸗
ags um Z Uhr, zu St. Ingbert bei Ad-
unkt Schmitt, laßt Philipp Weigand,
Bastwirth in Mertz, das diesjährige Heu—
und Ohmetgraë vonnachbezeichnelen zum
hiesigen kath. Pfarrgute gehörigen Wiesen,
St. Iogkerter Bannes, öffentlich auf Credit
versteigern:
Das L.2.6. imd 7. Beet einer
Wiese ia den Bruchwiesen, von je
18 Dezimalen und von Andreas
Friedrich aus. J
Das 2.3. und 4. Beet einer Wiese
in den Steegwiesen, von der Schmelz
her, je 47 Dezimalen
Aus Auftrag?
Das Geschäfts— und Consultalious⸗Büreau
2L. Bechthold nin St Ingbherl.
Büurgerhilfs⸗Verein
St. Inghert.
Zonntag den 27. April 1878,
.Nadhmittags pracis 8 Uhr,
General⸗ Versammlung
im Oberhauserchen Snale,
Aufnahme neuer Mitglieder betreffend.
Um pünktliches Erscheinen wird ersucht.
VDVDVDVer Vorssstondl.
XB. Lei dem Bibliothekar des Bürger⸗
dilfs⸗Vereins, Herrn Louis Weirich,
önnen die Mitglieder zu jeder Zeit Bücher
un Lefen in Empfang nehmen —
Diejenigen Bergleute⸗
jelche gesonnen sind, gegen
hohen Lohn mit nach West ⸗
phalen, Bergamtsbezirk Dortmund zu reisen,
um dort in Arbeit zu treten, werden hier-
nit aufgefordert, am nächsten Donners
tag den 23. April, Nachmittags 6 Uhr,
in der Wirihsckaft von Ludwig Weirich
uind Freitagden 24. April zu EIvera-
berg bei Wirth Strobel sich anmelden
u wollen. .
Im Namen der Bergwerks-Aktiengesellschaft:
Der Revier-Steige
ErAmen eor....
4u wi g
* *
Vvorzugliche Parfümerien
GIyoerine⸗-Gold⸗-Oroam-deifo,
zur Reseitigung upröder und aufgesprunge-
ner Haut und aller Houtunreinigkeiten, wie: Bom mer-
prossen, Finnen ete-
Preis à Carton (3 Stückh) 712 Sgr.

* —
Freiw slige Jeuerwehr.
zong lag den KA FJApeit 18737 Abends 8*
sindet bei HersnGeor g· —
Feuerwehr⸗Bass
tatt, wozu active und passive Mitglieder gegen Erstattung eines Eintrittsgeldes von 10 Sgr.
jöflichst eingeladen sind. Die activen Mitglieder müssen in Unisorm erscheinen.
Denselben ift gestattet, auch Freimbeteinzuführen und haben nur von activen Mit.
liedern Eingeführte Zutritt. Für diese ist ein Eintrittsgeld von 15 Sgr. festgesetzt;
zie Karten sür diefelben sind mit hten Namen versehen und haben nur für fie Gilügkeit,
ieselben fönnen am Samstag und Son:itag bis Abends 5 Uhr beim Oberbrandmeister in
rẽmpfang genommen werden.“ 77 1ε

er V.erwaltungsrat·
—2— z —
Gmpfeyhlung.
Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ch ein
—A —— — * 4 7 — —
Damen-Friseur-Geschäft
ier angefangen habe, und ersuche Föflichst diejenigen Dämen, welche sich im Monats.
Abonnement, weiches am 1. Mai beginnt, frifiren lassen wollen, mir gef. Mittheilung
ugehen zu lossen. J —— J

—
ten Eonntag den 27. Avril
Garlenwirthschafts⸗
Eröffnung
mit
Harmoniemusike Preiskegeln
vozu höflichst einlddee
LBPeter Ing.

i

— ERß⸗ —[— 2.0 — *
Von nun an befindet
ich mein Büreau in dem
oberen Stode des Peter
Thiery'schen Hauses, in der Hauptstraße,
neben Café Oberhauser und Hermann
ʒisher.
J SE. Bechthold, Geschftsagent
Ter Vrodpreis für die Stadt St
Ingbert ist von heute an bis zum nächsten
Donnerstag (Fruchtmarktstag) festgeftellt:
Roraubrod 8 Klgr. 28 Krzr. Weiß⸗
yrod 10 Ktzz.
FruchtBrod⸗ Fleisch ꝛe. Preise
er Stadt Zweibrücken v. 24. April.
Weizen 7 fl. 59 tr., Korn 5 fl. 9 kr
gerfte 2reihige. — fl. — kr., Gerste vier
reihige, 8fl. 7) ir. Spelz — fl. — kr.
Spelzketn — fl. — tr. Dinlkel — fl.
— ir. Mischfrucht — fi. — kr. Hafer
bfl. 52 tr. Kartoffein Ufl. 45 ir. Heu
ufl. 24 tr. Stroh 1ufl. 12 kr. der
zentner. Weißbrod 122 stilogr. 21 kr
dornbrod 3 Kilogr. 27 kr. ditto 2 Kilogt
8tr. dinno 1 Kilogr. 9kr. Gemischtbrod 6
dil. 34 kr. 1Paar Wed 100 Gramm 2 in
Rindfleisch I. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 ir
Zalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18 t
zchweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter 42
ir. ber Pfurd.

Anzeige.
Für Bier- u. Gastwirthschaften, Metzger,
Fonditor u. a. die ergebenste Anzeige, daß
ch eine Eismaschine in Betrieb gesetzt habe
ind da ich noch mehrere feste Kunden auf
TSs
mnebmen kann, wöcbentlich 1, 2 bis 3
nalige Lieferung ins Haus, so erjuche höfl.
Diejenigen, welche mit mir in Geschäfts⸗
Serbindung zu treten gedenken, ihre Adressen
jef. in der Expedition dieses Blaltes ab⸗
jeben zu wollen.
EBeærnhard Eohnde,.
Gastwirth in Friedrichsthal.
——

&amp; Toilette-Artikel, als:
Haarstärkungs-Fluidum,
hewährteste Tinctur zur Gewinnung eints dvollen, kräftigen,
choönen Kopf- und Barthaares, sowie zur Er haltung
der natürlichen Farbe des Haares bis in das späte Aller.

Preis 1 Flacon 15 Sgr., Flacon 73 Sgr.

— — — — ——

oOudre éle FEII (Reismebl), Universal- Flockonwasser,
ur Versehösnerung und Verfeinerung der im alle Arten Fleken von Rutter, Talg Mara,
Unutt, welche durch Frottirung mit diesem Reismehl eine tearin, Siegellack, Theer ete. aus allen Stoffen.
natũ riiehe jugendli he Frische erhält. ils: Wolle, Baumwolle, Seide und Leinen, u entfernen, ohn⸗
Preis 11 Schachtel 5 Sgr., 2 Schachtel 292 Sgr. eden 8 für die besreffenden Sieffe.
— . reis I1 Flacon 5 Sgr., “ Flacon 2914 Sgr.
Amerikanische Haarfärbe⸗Tinctur, —
ach amerikanischen Rezepten verfertigt, um Kopf- und Motten⸗Patchouly,
lzarthauar, ohne Nachtheil für das Haar und die Haut, virksamstes Mittel zur Vertilzung der Motten und
daueind Praum oder ñehwarzs zu färber. — Lonservirung der Winterkleidungsstücke gegen Mottenfraß.
Preis à Carton mit 2 Flacons 15 Sgr. Pieis Un Flacon 5 Sgr., 24 Flacon 22 Sgr.
Alleiniges Lager obiger Artilel befindet sich in Et. Ingbert
bei Herrn Joh. Weiriceha. Friseur.
— — — — — —
Nealtion, Druck und Verlag don F. X. Demes in St. Intbern

9
        <pb n="251" />
        —A
— 22
253573 33333 538
223225 233325 —35523258
5533 ————— 533 24
233558 53372555 A
2335583 23328* 23 A
* 52 22 8 b — —
—2 52335 * — 2. 38 225
— 5338 7—«——883 5375
23 3 337 ——— 53 * F
—2538355 s3333 332532
gv 22 — 233833233 *
325855 8353552557 ———
55— 33 532538 332,—52237
—e— —5335335 23578
522 755 2525 23—3365* 2
—— 228 — 7 334 —
*27 2 : —LF 3272 —z3 5253535—
32 32 8 338 6863838
— ——— —— —— 328
23 5 z227 32325* 2 —
.3332 2572373522
* 55 23283238 — 23*
2 5398 333 —
—— 72 5322357 555*—823
——— 33285538352
22872.8 22532855 3336*
2 3533557 2323573
8 — 2535257553535 5 328
3833 5555553335—
—3353 ——— 25325 —
— 23333 555 9
— 53—553225 *2* 3333333382
57 z33353366 —
—
2832.58 22
—— ZBZB

24 5* 22
285 23823333455
* 28 353—8 522
— 8* 228 — 1
5* a —2323538 *526
24 * —E2* * 5
2— — 5223 7
* 2 — —x —5633209 &amp;
—23 3 8 2135 z 27 7
—æ—— 228—53 *74 —8
— * 3 ——
2828 J
—2 2863 ——
** — 22* — 555
—* 25* 5 2 —
2352 2* 332324 5586
5538* 22 23853533237574
28 5 3* —2553—3* 1*
55 52 38
—FM
— —I ——— —382F
27 e··1* 5 *
—R *5 —B —— *
4* 23 5—532—222
8 v 22 2 55388
25 2— — 5232575 w
27 555 —358—
m 36
—A — 2
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* 38232222
22 53 —2688
222272 25
228 37533*
—
2 * 232
5832 5.583532

22 22 4 3228
853232 15533553 * 585
22323 47555235* 251 —I
22 8 3306— 75 52* 53
— — 3*8 s *
25

28 225523 —— — * 28 m5258
5 ——— 33 * —* —A ——— — 2*
— ——— *22 2 224 2 552 —A J 7 — 2 ——
— 33z3* 2522252 55 5—525 —OO 322 *3 32 *2
58 225B338 33355 —52225 585 22235 55355
— F7s3 58556 558—83 53358 —
22 — 2 2 ? —— — 5 — 2 2 — * 2 25 5 2 8— 32
— 229 8 28 —A — 258 2 3 S S 2 3225 7 —2
— —— —63 3— 70 *727 4— 85— 8332 *
5 26323 — — 555353323 t59 5 —A 2 C 23 553 23
5 2 * — * * 2725 —— 325c5 53275
22922 2 2m5325 215232 0 — 2 — — —A —— 8 25*
532 —A—— — 2 28 —— 55 5328—7— —
T 427 , 7 22 22 25 * 2 M — “5*

s 3 3 383 533373—228
2* E 2 — S —2 7 ã — — —58 22* S5S
532 22 —— 8 eꝛ 2 —3 — 28 13 2B5*22

z —2——3 5333——53— 3353335*5383 58
—523 ——— — — B3 2—33 323238——22 328
——532———25 3332 5——383 —23— ——5 »2—55
— — 3223 —A—— 28*
52555 3332 6 223 2222 525 3232— 2—2 24 5 s8 B
7 —A — — — — 25—5. 92222 ẽ 2B823 —z3253234 * 4
5—— ——— 2 — — 232 ——33322z28
3333 —33— 33 33535
255583—3332232355 2532385 3522233. 225338 252535 —A
377 —55335535 — — 38586333 7235

——— — — —* — —22 8 2 —— — * 4 —— —

53575*335—533 —333 33335 —3 55358 5
3—223282 ⏑ 6 46

2522

2 32253

8 5 S 252 2222

5222 533 35553322

J —*2362 5532 —5325355* 532558
3 * 2c5 5X52228 5 —A 8252 E
5328865 59—2* 5 3525* 29538232

—A 588 ẽ —— 85* 527 537 53583335
5— * * *
—— 3233 33555557 A— *2882
23552 2 —A —— 828222 828 * 1
ã * 522 — * — * SS * * *

23535 *228 —e 4525353 53 — 3535758

* * —8*X — 2 *

53 87— 52 5522 7535 5 588 25338 —
2 * —8 27 —— — 23 32* 58c22— — 23
A 2723* 353 32z5357 3583.255 5 32353227

33223 z 383235 zz38 8

23258 263 5532 388 28 35453233335 55 *
52 3 8 —57 —8*2 —— — 25 88
2325538*3 F 3573333333353735 25555733* *233
7 7 24 52223* *—8 —AIII 58 2 ———
28 g. 233232322326353 28328 88 2885* 8. 3**
155535 — 55322326* 525535535 —E——

— * — 2 227

2535552 5 * 555463 * 5 —A — 8 21852 4215—56
52*25823228 33553 55055333 332523333687 35383

7 8 —— — —

* s523* — 2 ——
583* 3 8S —A 2535 2 223 2523 —— 28 * 522

82 —— — * —52 5523—35332 —— 32 2527

— — 52 5535825337 — 535 5557558

22230* z3 38353287 35 73 552328—3 233 75325

2 — 555383 53235 — 52 —280 2z223 32 5c535 532552238

— *552 55553 —— 2353385 22883238 723335233 732
—— αα

555 53253 232233 23433365333253 8258

1335 53532 —A

25 — 2333 35333535

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        Ht. Ingberler Anzeiger.
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her Sut.na ber tieer Anzesingenr (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienttags⸗ Donnerstaga⸗ und Sonniag
dummer er deint wbqchentlich vie rm al: Diensstag. Donnerstag, Samsstag und Sonntag. Ay⸗nanementspreis vierteljährig 42 Krzr. oder

22Silbergr. Anteigen werden mit 4 strir. die dreispaltige Zeile Blatischrift oder deren Raum berechnet.. .
Me 64. 2Saustaa, den 26. April —31873
—— — — — — — — —— — —
1* »2 2 *
Dertsches Reich. menschlicher Berechnung ein großer Irtthum. Man übersieht, daf
Munchen, 22. April. Einenk. Verordnung' bom 18. d., im angedeuteten-Falle die deutsche Heeresmacht immer noch numerisch
ie mit J. Mai in Wirksamkeit tritt, gibt auf Grund des g. 59 im 50p&amp;t. stärler als die französische, im Besit der Vogesenpässe
es Polizeistrafgefetzbuchs neue Vorschriften über die Gründung ind der Festung Metz weit besser zur Offensibe und Defensive
ind Leitung von Erziehungs- und Unterrichts⸗Anstalten. Ohne etuirt, der deutsche Solbak · um tein Haar weniger tapfer als der
orgängige polizeiliche Genehm zung dürfen weder Private noch anzöͤsische,n dazu gebildeter und unbergleichlich besser geführt ist.
ereine dzer Korperschasften solcke Anstalten gründen noch deren Nan mag es begrüßen oder“ betlagen, gleichviel, aber wenn der
eitung übernehmen; diese Anstalten unterstehen der Oberaufsicht Vahrheit Zeugniß gegeben werden soll⸗ wie sie sich einem vorur ·
xs Staater. Die mit der Errichtung solcher Anftalten etwa heilsfreien Blide darbietet, so muß man fagen die Fraänzosen
abun dene Gründung von Klöstern, geistlichen Genossenschaften daben in einem Nevanchekrieg keine Aussicht-auf Sieg, und' die
der Filialen derselden bleibt besonderer landesherrlicher Genehmi⸗ klsasser, welche auf einen solchen zählen, wiegen sich in Chimären,
ung vorbehalten. —WW J Die Vorgänge in Straßburg haben nun auch bereits zu
Maädacheen, 23. April. Der König hat den Regierungs- Worfchlagen Veradtassung' gegeben, weiche die im Reichslande hert-
rasidenten Hru v. Braun in Speyer wegen der von ihm vorge- henden Inconvenienzen' beseitigen sollen, unter Andern ist ein
zgten Uebersicht über die bedeutenden Leistungen der Distrittz- und oicher laut geworden, dahin gehend, das Reichsland aufzuheben
zemkindeverwaltungen der Pfalz pro 1872 mit folgendem Hand- ind ElsaßLothringen Preußen anzuschließen, welche die schwere
äillete beehrt: „Mein lieber Regierungsprösident v. Braun! Die ꝛast im Intetesse Gesammt-Deutschlands übernehmen und tragen
on Ihnen in Verlage gebrachte Uebersicht der Leistungen der Di- olle. Natürlich sind die Feinde des Reiches wenig erbaul von
rilte und Gemeinden der Pfalz im Jahre 1872. hat Mir einen zlchen Propositionen, und die „Frankf. Zig.“ meint, dieser Vor⸗
ehr befriedigenden Eiublick in die rege Entwickelung gewährt, deren hlag könne wohl nur auf Cinzelwünschen beruhen, und man dürfe
ich die Pfalz auch innerhalb des verflossenen Jahres auf dem q, wenn wirklich derartige Wuünsche laut würden, nur daran er—
hebiete der Verwaltung zu erfreuen hatte. Ich erstatte Ihnen nnern, daß vor zwei Jehten Bayern gern Weißenburg haben
ür Uebersendung diefer zweckmäßigen Zusammenstellung, welche pollte, sowie daß die Untheilbarkeit des jetzigen EtsaßLothringens
richt verfehlen wird, die Distrikte und Gemeinden zu einem edlen gur dadurch hätte hergestelit werden können, indem man es eben
Wettstreit in der Sorge jür das eigene und allgemeine Wohl an- zu einem „Reichslande? gemacht habe. — So diel uns bekaunnt,
ueifern, Meinen Dank und verbleibe mit besonderee Werthschätzueng st schon damals dabvon die Rede gewesen, daß das von Frankreich
zhr guädiger König Ludwig. München', den 20. April 1873.“ bgetretene Land ungetheilt an Preußen fallen sode, und Oppor—
Frankfurt, 23. April. (Nachtr.) Die großartigen militärischen unitätsgründe mannigfacher Art, die jetzt zum Theil geschwunden,
zorbereitungen, welche allen halben getroffen waren, ließen es die )aben die gegenwärtige Form der Verbindung ElsaßLothringens
Ztoöͤreufriede für nicht gerathen halten, ihre Drohungen, das Werk nmit dem deutschen Reiche wählen lassen. —
er Zerstörung bei den Bäckern und Metzgern fortzusetzen, zur, Die „Germania“ pocht auf mächtige Unterstützung im Wahl-
nusführung zu brinzen. Die Nacht verlief daher rudig. Schon kampfen Einem Correspondenten der „Frankf. Ztg.“ antworiet fie,
un Uhr hatte sich in den auf den Straßen befiudlichen Gruppen daß die „Pfaffen“ den Bauern nicht erst mit dem Teufel zu
ie Aufresung bis zu einem normalen Pulsschlage herabgemindert, drohen“ brauchen, die Bauern wüßteu vielmehr selber viel zu guͤt,
ind manche —XF angeinanden weil sie n Gefahr standen, von daß fie der Teufel host, wenn sie Liberale“ wählen!
en Pferden der Dragoner getreten zu werden. *
V erlhin, eee Die Reichstagscommission wegen des l v. 8 ð Die imene n Deuts hen Reige.
Nünzhefetzes hat mit großer Moajorität den national-liberalen An— ve he der Regierung den Sieg gegen die reichsleindlichen Parteien
zuesetzes h greb namentlich der Ultramontanen, wünschen, scheinen eingesehen zu
zag angenommen, die Banknoten und das Staatspapiergeld vom ben, daß dieses Ziel um so leicier Träich werde ug **
. Januar 1875 an auf Stücke von hundert Mark und darüber Juben, daß dieses Ziel un n wird, vwenn
3 sie fich, ohne Ruͤcksicht auf sonstige Abweichungen in den politischen
u beschränken. Die Annahme im Reichstage gilt füc wahrschein- — eee
Unschauungen, sammeln, und dergestalt mit vereinten Fräften in den
ich und man hat überdies jetzt Grund, zu glauben, daß der An— nde
iag auch Aussichten zur Annahme im Reichs kanglet- Amte und in Reoßen Kampf füͤr die weitere Entwicelung unseres Vaterlandes
—* zat und des Fortschrittes überhaupt mit eingreifen. Diese Erkenntniß
* 5 April. Einem Leilattitel der , Schweizer jat zunaͤchst die Fortschritispartei zu einer Annaberung an dit na⸗
— nts ihebing des Büreneset ional⸗liberale bestimmt und macht sich nenerdings geltend ia einem
zpost“ in Basel über die ithebung germeist
uütß entnehnnen wir folgende Stele Ueder das Austtelen deß Wahl ˖ Aufruf der liberalen und conserbativen Parteien Sclesiens
* gende Stelue: 5 jujeiner gemeinsamen Haltung bei den Wahlen gegen die ultre—
—— Lauth, das die Regierung uen dden konnte, ene und igef inchen Coterien
ein Wort mehr; nur drängt sich dabei die Frage auf: wie war
—X 8 “y intellgenter und sehr ehrenwerthet Mann, dec Und es thut wohrlich Noth, daß bei dem jetzt sich zusprhenden
ich der Achtung einer eben so threnwerthen großen Bürgerschaft dampfe gegen die Machte der Finsterniß uund Feinde jeder staat-
ijreut nicht einsehen konnte, daß die Zwitterstellung, welche er uchen Entwicelung sammtliche streitbaren Elemente sich zusanmen.
innahm, weder mit Loyalilät noch mit dem wahren Wohl der Laaren; bieten doch die Feinde Alles auf, um offen oder im
hemeinde, die ihm am Herzen liegt, vereinbar war? Es spiegelt behtimen den Gegner zum Falle zu bringen.
ih darin offenbar die stets noch trankhafte Auffassung der Dinge So wird auch von sheinbar einge veihter Seite behauptet, die
uf Seiten eines sehr großen Theils von Elsässern, welche wohl horgänge in dem neuen Reichslande hingen mit diesem Kampfe zu⸗
itlärbch und derzebtllich, aber uicht in gleichem Grade verständig ammen. Die Affaire mit dem Straßburger Bürgermeister und den
ud. Mansezt sich in den Kopf, die deutshe Herrschaft über El. Hemeinderäthen, jagt man, sei nicht so winzig, wie sie aussehe;
iß Lothei nen werzenur eine dorübergehende sein; binnen wenigen ie bedeute das große Symptom eiuer furchtbaren inneren Gahrung.
hren wer eu die Feanzosen wieder im Rhein ihre Rossetränken. Riemand habe zwar gedacht oder geträumt, daß die Elaß-Lothringer
daß in Feankteich ein Rebanchekrieg gebrütet wird, das bezweifeln n zwei, drei, zeun oder zwanzig Jahren deutsch geworden und ihr
lerdings Wenige; ja, sogor die Annahme ist gestattet, daß Thiers Franzoseuthum vergessen haben würden; aber man hätte nicht ge⸗—
elbst unter der Hand der ifrisste. Vorbereiter der Revanche sei. zlaubt, daß der Ultramontaniswus in den Reichslanden ein so ge⸗
dan scheint m dieser Beziethrng immer noch in Illusionen zu fügiges Werkzeug zur Rache wider das verhaßle Reich und den noch
eden, man meint,sobald Fraukreich eine Millidn Soldaten bei- erhaßteren Reichskanzler suchen und finden wurde. Bismarck allein
Anen habe, könne der Krieg wieder losgehen, und am guten jabe dies erkannt und auf die furchtvare Gefahr hingewiesen. Zu
otg werde es nicht fehlen. Dies ist aber eben nach nüchterner hrer Bekämpfung habe er ale die Handhaben verlengt, um 'welche
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        man in Preußen seit Jahr und Tag ringe: er habe auf dem Punkte Seit Sonnabend prangt an den Pariser Straßenecken au)
gestanden, das Spiel zu verlieren, denn der Widerstand, den er blau-rweiß⸗rothen Anschlagezetteln der Name eines neuen Candit —Rd
dei Hofe gefunden, Tdrohte, alle seine Berechnungen über den Haufen des Bürgers Allard, und das langathmige Programm dieses Pat
zpu werfen. Die „Westf. Volksztg.“ und andere Organe ähnlichen rioten enthält unter anderem folgende Punkte: „Allgemeine und
Schlages sollen diese Geschichten nicht erfunden, sondern nur aus⸗ wusnahmloste Amnestie! Priesterheirath! Abschaffung der Beichte!“
Jeplaudert haben. Nun, heißt es, sehe man sich vieder einmal Italien.
auf Bismarck angewiesen und hoffe, er werde Rath und Hilfe schaffen. Rom, 19. April. Der berühmte Gußstahlfabrikant Krupp
— wir müssen natürlich dem Berichterstatter die Veriretung seiner aus Essen ist hier bei dem Kriegsminister gewesen und gestern
Diitiheilung überlassen; so ganz unglaubhaft lautet sie inzwi⸗ wieder in seine Heimath abgereist. Wie ich höre, hat deiselbe
ichen nicht. einen Contrakt über Lieferung der neuen ita ienischen Kanonen für
Von der Saar, 22. April. Die k. Regierung zu die mobile Armee abgeschlossen. Die 69 Batterien, welche ebea
Trier hat kürzlich eine Anordnung getroffen, welche auch anderwärts in den italienischen Geschützgießereien angefertizt werden, gehen
nachahmenswerth ist. Von nun an find in allen Gemeinden von dann in die Hände der Landwehr-Artillerie über.
den Lehrern Chroniken anzulegen, in die alle Ereignisse und Der⸗ Spanien.
inderungen, welche die Schule unmittelbar berühren, als z. B. Barcelona, 17. April. Die Streitkräfte der Carlisten,
Wechsel im Lehr⸗ und Aufsichtspersonal, Vermehrung und Minde- in Catalonien werden im Ganzen auf 8000 Mann geschätzt, die
rung der Schuikinderzahl u. j. w. einzutragen sind; nebenbei sollen aber in lauter kleinen Banden sich herumtreiben. Saballs, Tri—
diese Chronilen sich zugleich zu einer Geschichte des Ortes entwickelnitany. Valles und die anderen Cabecillas haben hö hstens jeder
dnnen. Wenn alfo die Lehrer bei Aufzeichnung der Ortsereignisse 400 Mann unter ihren Befehlen. — 300 Carlisten unter dem
iner gewissenhaften Darstellung sich befleißigen, so wird diese Befehle don Quico Constanti führten die Entgleisung eines Zuge
Beschaftigung eine ebenso nutzliche als angenehme sein und die sol dei Arbos (zwischen Barcelona und Tarragona) herbei. Locomolib
ntstehenden Chroniken werden zu wichtigen und zuverlässigen und Tender zerbrachen. Die Carlisten nahmen dem Cassier der
Quellen vaterländischer Geschichtsschreibung. (Pf. P.) Bürgergarde, welcher sich im Zuge befand, 83000 Pesetas ab
Posen, 22. April. Der Erzdischof Ledochowsli wird zum Bei Gerons haben sie einen Kurier angehalten und mehrere
ersten Male der Versammlung der deutschen Bischöfe in Fulds, Reisende erschofsen.
deren Eröffnung am 28. d. bevorsteht, beiwohnen.
Wien, 21. April. Ueber den Abschied der österreichischen
Zaiserstochter von Wien schreibt die „A. Z.“: Keir einziges
Mitglied des Kaiserhauses fehlte, und bald war Alles auf dem
Perron versammelt. Voran, beide mühsam nach Fassung ringend,
die Kaiserin mit der zum Scheiden gerüsteten Tochter, diese in
aubengrauer Seide mit Rosa Aufputz, einem grauen ungarischen
Hütchen mit zurückgeschlagenem grauen Schleier, das Haar in
Flechten um den Kopf geschlungen, in der Hand ein riesiges roth-
weißes Kamelien⸗Bouquet; ihnen folgten der Kaiser in der bahi⸗
rischen, die bayerischen Prinzen in der österreichischen, der Kron⸗
prinz in der Obersten-Uniform seines Regiments; im weiten
Halbkreis um sie her die Erzherzoge und Erzherzoginnen, die Mi—
nister und die Hofwürdenträger. Die Erzherzogin Gisela mit ihrem
Gemahl stieg in das Coupe, der Kaiser, die Kaiserin, der Kron⸗
prinz folgten zum letzten schmerzlichen Abschiede. Der Kaiser,
Thränen im Auge, verließ es zuerst wieder, die Kaiserin deckte
nit ihrem Schleier das in Weinen aufgelöste Gesicht, der Kron⸗
prinz schluchzte laut. Schon waren die Thüren geschlossen, als
vochmals Prinz Leopold heraussprang. der Kaiserin in zärtlicher
Ehrerbietung die Hand küßte und herzlich die Rechte des Kaisers
drückte. Der Kronprinz aber hatte sich nochmals auf das Tritt-
hrett geschwungen, um nochmals die scheidende Schwester zu herzen
und zu küssen. Da gab der Keiser das Zeichen. Alle traten
urück. Noch ein Winken nach dem Fenster des Coupe's hinüber,
en welchem der weinenden jungen Gattn ihr Gatte zur Seite
dand. Ein schriller Pfiff, und der Zug brauste davon.
Zur 900jährigen Jubelfeier des Bisthums Prag wird Bischos
Ketteler aus Mainz, als Repräsentant der ältesten Metropole, wel⸗
her ehemals der Prager Bischof als Suffragen unterstand, in
Prag selbst eine Predigt halten. Wie man aus Bödhmen hierher
neldet, soll der Exkurfürst von Hessen seine Horowitzer Eisenwerk⸗
an eine englische Gesellschaft verkauft haben.
Fraukreich.
Aus Pasris erfährt man, daß die Candidatur Rémusat's
Fortschritte mache. Die Angriffe, deren Object der Min' ster sei⸗
sens der Radicalen und Reactionäre gewesen ist, haben seine Lage
zünstiger gestaltet, und mehre Bezirkscomites, besonders von Ge⸗
chäftsleuten, haben sich gebildet, um seine Wahl zu unterstützen.
Daneben ist unter der Mitwirkung von Paul de Cassagnac, glor—⸗
ceichen Andenkens, ein Comité zusammengetreten, welches eine mo⸗
narchische Candidatur vorbereitet; das soll die Rache sein, welche
ne äußerste Rechte an Hrn. Thiers und seinem Minister des
Aeußern zu nehmen gedenkt. Dabei sind denn die Mastken ge—
allen. Die Herren Mayol de Luppé Namens der Legitimisten und
Paul de Cassagnac Namens der Bonapartisten haben die bestimm⸗
esten und freimüthigsten Erklärungen abgegeden. Der erstere sagt:
„Nichts von Réͤmusat, nichts von Barodet! Keiner von uns will
iie! Der Eine ist der Candidat der Demagogie, der Andere reprä⸗
entirt die republ'kanische Heuchelei und die Schwäche der Regie—⸗
rung.“ Paul de Cassagnac erklärte, die Legitimisten und Bonapar⸗
isten müßten vereint stehen gegen die Kepublik. So ist also die
Alliance zwischen dem Gottesgnadenthum. und dem Casarismus ge—
chlossen. Die hervorragendsten Männer der legitimistischen Partes
finden sich zusammen mit den eifrigsten Imperialisten im gemein⸗
amen Hasse gegen die Republik. Ob's helfen wird? Wir be—
weifeln es!

Wermischtes.

Kaiserslautern, 23. April. (Pf. P.) Gestert
hat der hiesige Verschönerungsverein seine Thätigkeit an der wüs
daliegenden Gatgenschanze begonnen. Dieselbe wird unter Leitun—
des Hrn. Oberfoͤrster Jäckel mit Wegen versehen, mit Gestrauchen

und Lindenbäumen bepflanzt und dürfte in wenigen Jahren u
tinem hübschen, schattigen Ausflugsort verwandelt sein.

7Kaiserslautern, 24. April. In der gestrigen

Beneralversammlung des jüngst gegründeten hiesigen „Deutschen
riegerbereines“ wurde beschlossen, das Friedensfest am 10, u. 11
Mai als Vereinsfest festlich zu begehen. Die Theilnahme zu
zemselben wird jedoch Jedermann gestattet sein.

Kussel, 22. April. Während der Osterfesttage start
inerwartet die Gattin eines praktischen Arztes zu Offenbach a. Gl
xs wurde erzählt, dieselbe habe in Abwefenheit ihres Gatten geger
Zahnschmerzen Chloroform angewendet, die Dosis aber zu sir
zenommen, so daß sie ihr Leben einbäßte. Eine andere Mi—
theilung hingegen sagt, es liege ein absichtlicher Setbstmord durd
Bergiftung vor. Wir geben dies natürlich unter allem Voꝛ⸗
behalte. (Kus. 3.)

f Der Distriktsthierarzt Karl Bauwerker von Älsenz ho
einen in die Alsenz gefallenen 4jährigen Knaben mit eigener Ge
fahr vom Tode errettet, und wurde er dieserhalb von Seiten de
kgl. Regierung öffentlich belobt.

Frankenthal, 23. April. Die Vorarbeiten zu
Buß der großen Kaiserglocke nehmen einen gedeihlichen Fortgan
Die Form, welche uns nach Gestalt und Gröͤße ein kolossales Bile
der Glocke vor die Augen führt, steht in schöner Vollendung de,
und ist an fich schon ein Schaustück zu nennen. Bei einer Höh'
jon 393 Meter mißt die untere Umrandung über 10 Mete
Zolch Riesenwerk ist noch nicht dagewesen! Die betreffende In

chrift, welche man täglich aus Köln erwartet, wird nun duth
ein eben so sinniges als kunstvolles Verfahren dem Mantel ein⸗
verleibt werden. Erst nach dieser höchst mühevollen Arbeit lam
der Guß beginnen. (Fr. W.)

* Mannheim. Zum Bie—krawall ist ein bemerkent
werthes Detail nachzutragen. Wenige Tage vor der Nerkündun
des Bieraufschlazgs veröffentliche nämlich die Verwaltung de
großen Mannheimer Aktien⸗Bierbrauerei ihren Rechenschaftsberihh
für das letzte Johr, und es kam zur Kenniniß des Publikunt
daß die Gesellschaft 14 Prozent Dividende vertheilen und erheblith
Abschreibungen am Grundkapital machen konnte. Daß die dvolh
dieses glänzenden Ergebniffes ein Bieraufschlag sein sollte, de
war allerdings eine siarke Zumuthung. Und, meint ein dadisch
Blatt, wenn das Bier nur gut wäre! Aber da kochen viel
Bierbrauer don der Gerste nur das Stroh, rühren mit eir
hopfenstange darin herum, und Das nennen sie Bier!

In Mannh eim ist ein Graf Leinigen-Neudenau weße
Betrugs zu fünfwöchicher Gefängnißstrafe verurtheilt worden. s
hatte nach Verschwendung seines Einkommens sich auf alle mögiß
Arten Geld zu machen gesucht. An der Arbeit, so hatte arn
det Prozeßverhandlung entschuldigerd erklärt, verhunderte ihn seh
gräflicher Titel.

t Wir lesen in einem Frif. Bl. Folgendes: „Schon im w
rigen Jahre wurden, ohne daß es zur gehörigen Kenntniß gekommen
viele hundett Buch und Distelfinken durch einen deutschamerilarr
jchen Spekulanten aufgekauft und nach Amerika ausgeführt. Dice

II.

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i⸗
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        zpelulant ist nun wieder da, versehen mit reichen Geldmitteln von
liner Regierung, um viele Tausend dieser für uns so nützlichen
zögel jusammen zu kaufen und zu exportiren. Es stellt sich heraus,
ze sich zu diesem Beschäfte schon solche fanden, die den Winler
ber alle raupenfressenden Vogel zusammenfingen und jetzt per Stück
jkr. erhalten. Durch dieses Geschäft wird unsere Jugend zu
inem unmoralischen Geschäft verleitet. Es ist Pflicht der Polizei-⸗
rehörde, diesem Treiben auf die energischste Weise Emhalt zu ge—
hieten.“ Diese Warnung rechtzeitig zu vecoͤffentlichen, mag auch
jr die Pfalz am Platze sein, deren so wichtiger Obstbau schwer
schadigt wäre, wenn in solcher Weise die nützlichen Singvögel
dtoht würden.

Koͤln, 19. April. Von London aus ist, wie man un⸗
nittheilte, die Wiener Weltausstellung, oder praziser ausgedrückt
ie Wiener Polizei, mit einer eigenthümlichen Collection beschickt
Horden, nämlich mit einer Sammlung von Photographien, zu denen
hersonen gesessen haben, die schon vorher viel sitzen mußten und,
ri's Gott, auch wohl in Zukunft noch viel zu sitzen haben werden.
ze sind Portraits von gefaäͤhrlichen Gaunern, von welchen ver⸗
nuthet wird, daß sie, gleich manchem Industritter aus anderer
derren Länder, den ungeheuren Zusammenfluß von Fremden in
oͤsterreichischen Kaiserstadt ihrer Theilnahme nicht unwerth er—⸗
achten möchten.

Koͤln, 21. April. Seit einiger Zeit sind dier falsche,
emlich täuschend nachgemachte Zehngroschenfliücke in Umlauf. Sie
ragen die Jahreszahl 1789 und den Buchstaben P.

Kronach, 22. Apꝛil. Der NQaufmann Weinreich in
lugsburg war im Herbste vorigen Jahres wegen eines Reats
egen die Siltlichkeit zu einer viermonatlicen Festungsstrafe ver—
diheilt worden. Anfangs Januar d. J. erschien denn auch beim
glatztommando Rosenberg ein feiner Herr, welcher sich als Kauf⸗
nann Weinreich legitimirte und auf den auch das der Legitimation
eigefügte Signalement, namentlich die „gebückte Haltung* gänzlich
luimate; derselbe wurde denn auch zum Antritt seiner Strafzeit
aingewiefen. Nun fiel es aber vor einigen Wochen in Augsburg
us, daß Weinreich, den man auf dem Rosenberg wähnte, dort
el vertehrie und wurde die betreffende Behörde datauf aufmerk
am gemacht. Es wurden nun Recherchen hin und her gepflogen.
vobei es zu Tage kam, daß man statt Weinreich aus Augsburg
den Sänger und Hofschauspieler Karl Kohl aus Speyer auf dem
Rosenberge in Haft hielt. Kaufmann Weinreich wurde daraufhin
n Augsburg verhaftet und mit Begleitung nach dem Rosenberg
abgeliesert. Der Pseudomann Schauspieler Kohl aus Speyer aber,
yer seine Rolle, namentlich aber die gebückte Haltung so trefflich zu
pielen wußte, und welcher als Kaufmann Weinrich in einigen
Hochen seinet Haft entlassen worden wäre, wurde in Untersuchung
zenommen und ist seit der Entdedung wieder kerzjengerad. An⸗
geblich wollte er durch seine strafbare Handlungsweife nur Stofj
u einem anziehenden Romane geben.

fStuüttgart, 28. April. Der Schriftfteller Wolfgang
Menzel ist im Auler von 75 Jahren heute hier gestorben.

München, 19. April. Zwei Offiziere des 12. bahe⸗
rischen Infanterieregiments standen vor dem hiesigen Militärgericht
und zwar Hauptmann Betz wegen Diebstahls, da er einen an⸗
scheinend herrenlosen Hund von Sedan mitnahm, rnd Lieutenant
d. Ehrenwiesen, wegen Beihülfe dazu. Das Gericht verurtheilte
estern zu 1 Monai Gefängniß, letzteren zu 8 Tagen. Zugleich
hat der Gerichtshof bei Beiden auf Dienstentlassung erkanni.
r7Münqen, 22. April. In der Spitzederschen Gant er⸗
olgen immer noch einzelne Forderungsanmeldungen; es haben
ich bei 80,000 Gläubiger angemeldet.

f(aAnna Boͤdher.) Auf die Nachricht des Schwiebuser
dreisblattes, die Leiche der vermißten A. Böckler sei auf dem
Heuboden des elterlichen Hauses gefunden worden, wandte sich die
‚deutsche freie Zeitung“ direll an den Vater des Kindes und hat
don diesem die Antwort erhalten, daß die Leiche nicht aufgefunden,
zuch überhaupt noch keine Spur des vermißten Kindes ermittelt
porden sei. Die Nacricht russischer Blätter, Anna Böcler sei in
divland entdeckt worden, hat sich gleichfalls als falsch erwiesen

fWelch eigenthümliche Verwechslungen in der Welt vorkom⸗
nen konnen, zeigt folgender Fall: Im Dorfe H. hatte ein Mönch
iehr heftig auf die ,Gartenlaube“ raisonnirt, in Folge dessen die
sommen Zuhörer derart ergriffen sind, daß ein Bauer bei seiner
küdtehr in seine Wohnung dar nichts Eiligeres zu thun hatte,
troß der eindringlichsten Gegenvorstellungen seiner mehr in
inscui befangenen Ehehälfte, die prächtige Laube in seinem Gar-
en mit starker Hand dem Erdboden gleich zu wachen und die um
reilvollen Ueberbleibsel zu verbrennen. — Gut ersonnen.
oniner goe So, dohser gorghuit spuichworitt.in. dat den
* ire“ 100 Fres. für die Subskription zum Besten dec Ent

ung don Arbeitern zur Wiener Weltlausstelung eingeschickt

Riese Gabe aber durch einen beigegebenen Brief verstärlt, den die
xmpfänger in beliebiger Hoöhe taxiren können.

London, 24. April. In Leicestershire haben 20,000
dohlengruben-Arbeiter die Arbeit niedergelegt und verlangten eine
dohnerhöhung.

'(Dre Abdankung Brighaem Youngs.) Die
ereinigten S'aaten von Amerika haben viel Glück. Nachdem das,
henfer Schiedsgericht ihnen im Alabama-Streite eine Entschadi—
fungssumme jzuerkannt hat, über deren Verwendung sie nachtträglich
n einige Veriegenheit geriethen, und aach der Schiedsrichterspruch
des Devtschen Kaifers in der San Juan-Frage zu ihren Gunsten
nusfiel, that ihnen jetzt Beizham Young, das berühmte Mormonen-
haupt, den unerwartelen Gefallen, freiwillig von seinem eigent hüm ⸗
iichen Throne herabzusteigen und seine Schritte vom Salzsee nach
inderen Gesilden zu lenken. Dadurch wicd die Mormonengemeinde
ihres großen Propheten beraubt und, wofern sie nicht einen Au⸗
)ern von gleich starkein Einflusse und gleich hoher Begabung in
hrer Mitte besiht, dürfte sie rasch auf die Stufe der pielen anderen
vouitisch-religidsen Setten hinabsinken, an denen Ameiila so reich
st. — Volle siebenundzwanzig Jahre hatte Brigham Joung das
Zzepter über eine Gemeinde geführt, die, von tleinen Anfängen
rusgehend, allmählich zu einer Bevölkerung von über 100,000
Zeelen anschwoll. Es war im Jahre 1846, als er, mit einem
däuflein fanatischer Auhänger von Missouri und Illinois verjagt,
in die dazumal faft unbekannte Wildniß am Fuße der Felsengebirge
jog, um in dem Thale des Salzsee's eine Niederlaffung zu gründen,
die er als Despot beherrschte, aber als solcher unlaugbar zu außer⸗
ordentlicher materieller Bluͤthe brachte. Wer das in unserer Zeit
gegenübet den feindiichen Gewalten bewaffneter Macht und geistiger
Auftlärung vermochte, war auf keinen Fall ein gewöhnlicher Mensch
ind muß neben gemeiner Schlauheit und noch gemeinerer Nüchsichts⸗
osigkeit, Charaktereigenschaften besitzer, die iha zum Führer und
Hercschet stempeln. Es gitt kaum einen orientalischen Fürsten,
Fem unbedingier und, bis zu einem gewissen Grade wenigstens,
reuer gehorcht wurde, als diesem . Manne. Mag er immerhin für
das malerielle Wohl seiner Gemeinde aus vollen Kräften gesorgt
aben, den Löwenaniheil des Gewinnes begaielt er doch immer für
äach. Jedes Ereigniß, selbst das scheinbar ungünstigste, wußte dieser
chlaue Kopf zu seinem eigentn Vortheil zu verwerthen. Als er
im Jahre 18538 dem vom Präsidenten Buchanan ernannten Gou⸗
Ferneur von Ulah den Gehorsam verweigerte und die amerikanische
Regierung deßhalb ein nicht unbeträchtliches Heer gegen ihn ent⸗
andte, da schien sein Sturz und Untergang unvermeidlich zu sein.
xkr aber verfiand es, diesem Exekutionsheere das Vordringen in
die Wildniß so sehr zu erschweren, daß es auf halbem Wege vor
ẽrschöpfung und Hunger schier zu Grunde ging. Nun trat er
reiwillig mit klugen Versöhnungsanträgen auf und dieseldige Armee,
»ie ausgezogen war, um ihn zu stürzen, mußte sich glücklich schätzen,
haß er sie vom Verhungern rettete und ihnen Lebensmittel lieferte
ind zwar gegen einen Preis, um den ihn jeder moderne Kriegs⸗
ieferant des Ostens und des Westens hätte deneiden mögen. Nicht

ninder schlau benahm et sich, als die Pacific-Eisenbahn dem Salz⸗
ee allmählich nahe rückte und alle Welt sich mit der freudigen
Prophezeiang trug, daß das Pfeifen der ersten Lokomotive der
Zrabgesang des Mormonenthums sein werde. Nicht genug an
»em, daß er die betreffende Gesellschaft vermochte, den. von ihm
elbet angegebenen Weg für ihre Bahn zu wählen, verschaffte er
ich überdies noch den Baubontrakt, der seinen Gemeindeangehoörigen,
or Allem aber ihm selbet, gewaltigen Nutzen dra ate. Und als
chließlich in Utah reiche Minenschätze entdedt wurden, die Tausende
on Abenteuerern lüstern machten, sein friedliches Gebiet zu über⸗
hwemmen, da war er wieder allen Andern voran, um die günstige
Helegenheit für sich auszubeuten. Viele von den ergiebitsten Berg⸗
wetken nahm er jeitig als sein Eigenthum in Beschlag, viele von
der anderen, zweifelhafteren Gehalts, ließ er durch seine Agenten
an fremde Bergwerks-Gesellschaften verlaufen und stecie den Altien⸗
erlös gemüthlich in seine reiche Kasse. — So kam es, daß er ein
ingeheures Vermögen sammelte, welches vielfach auf nicht weniger
als 70 Millienen Dollars geschätzt worden ist. Die Summe mag
uübertrieben sein, und ungenau ist wahrscheinlich auch die telegraphische
Angabe, daß er sein ganzes ungeheures Vermögen unter seine sechs⸗
ehn Frauen und sechzig Kinder vertheilte. Andererseits aber kann
ein Zweifel darüber herrschen, daß sich an Reichthum mit ihm kein
weiter Mensch in Amerika messen kann, und daß er seldst nach
länzender Versorgung seines patriarchalischen Hausstandes noch ein
Jjewaltiges Vermögen mit sich nehmen wird. — Was auch immer
Ziesem eigenthümlichen Manne zur Last gelegt werden muß, in
seiner Gemeinde genoß er ohne Widerrede beispielsloses Ansehen.
Er herrschte mit Sirenge und verlangte unbedingten Gehorsam,
aber die sich ihm unterwarfen, müssen eingestehen, daß er ihnen
ein System von Fleiß und Sparsamkeit eingeimpft hat, durch wel⸗
hes sie zu großer materieller Wohlfahrt gelangten. In ihrer An⸗
iedelung gab es kleine Armyuch und keine Prostitution. Und wenn
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        an der Sielle der letzteren der Vielweiberei eine Heimath gegründet
wurde, so war es ohne Zweifel diese, welche ihm Proselyten zu⸗
jührte und durch deren mystisch wüste Lehre er sich eine beinahe
unbeschränkte politische und religiöse Oberhoheit eroberte. Ob er
sich in den Betrug, den er gegen Andere übte, schließlich selber
sneingelebt habe, ist schwer zu sagen. Wahrscheinlich ist dies nicht.
Denn so viel wir von ihm wissen, ist er ein lalter, herz und
leidenschaftsloser Mensch, ein Egoist durch und durch, und Alles
eher ale ein Enthusiast, der sich für einen idealistisch-moralischen
Gedanken um dessen selbst willen hätte begeistern können. — In
dem Briefe, welcher seinen Abdankungseatschluß Lundthut, sagt er:
„Mehr als vierzig Jahre habe ich wit unermüdlicher Arbeit meinem
Volke gedient. Ich bin nun bald 72 Jahre alt und bedars der
Ruhe. Mein Rüdktritt als Verwalter der Kirche, Präsident der Co—
operativ- und Haudelsgesellschaft Zion un Präsident der National-
bank von Deseret il nur durh die Rücksicht auf weltliche Sorgen
bestimmt und berührt nicht meine Stellung als Präsident der Kirche.
Wir beabsichtigen, eine Niederlassung in Arizona, im Lande der
Apache-Indianer, zu gründen, in der Ueberzeugung, daß, wenn
wir mit denselben bekannt werden, wir einen seageusreichen Einfluß

auf sie ausüben önnen. Wir hoffen, dei dem Bau der Eisenbahn
velche jenes Land durchziehen soll, Hilfe leisten und einen großen
Theil unserer Einwanderung dorthin leaken zu können.“ Die alte
Hdormonenpolitik der Abschließung, gegen die Welt will Brigham
Yung aufgeben; er fordert gute Bürger auf, sich in Utah nieder—
ulassen, und verspricht den Kapitalisten, die, dort ihr Vecrmögen
inlegen wollen, leichte Steuern und hinreichenden Schutz. Aber
vas er auch zur Vermiuderung der Tragweite seines gegenwärtigen
ẽntschlusses sagen mag, es bleidt doch alle Wahrscheinlichkeit dasür
orhanden, daß mit ihm auch der Geist scheidet, der dem Mor-
nonenthum seine politische Bedentung verschaffte, und nicht minder
zuch das Bindemitiel, welches die absonderliche Gemeinde bisher
usammengehalten hat. Daß er sich wirklich mit neuen großartigen
„chöpfungen auf anderen Gebieten tragen sollte, ist bei seinen
johen Alter kaum vorauszusetzen. Wenn er aber die letzten Jahre
eines Lebens dazu verwenden wollte, seine „Vekenntnisse'“ auch nur
'albwegs ehrlich niederzuschreiben, würde ihm die ganze Welt für
olche Liebeuswürdigkeit sehr zu Dank verpflichtet sein. (K. 3.)
F. X. Demed, verantwortlicher Redacteur.

—

Bekanntmachungen.

Gmßbfehlung.
Ich zeige hiermit ergebenst an, doß ich ein —
J V CO * I 5 *2
Damen-Zriseur-Geschäft
hier angefangen habe, und ersuche Föflichst diejsenigen Damen, welche sich im Monetz—
Abonnement, welches am 1. Mai beginnt, frifiren lassen wollen, 'mir' gef. Mitkheilun
ugeben zu lassen.

——— *
Hausversteigerung.
Samstag den 17. Mai 1873, Nach
mittags 3 Uhr, dahier bei Adjunkt Hein
rich Schmitt, wird die nachbezeichnete zu
Guͤtergemeinschaft, die zwischen dem dahie
berlebten Bergmanne Joseph Bleif und
seiner hinterbliebenen Wittwe Catharinc
Schweitzer, jetzt Ehefrau von Christian Koch,
früher Bierbrauer und Wirth, nun Fabrik—
ar beiter, wohnhaft zu St. Ingbert, bestan-
den hat, gehörige Liegenschaft FWP
auf Anstehen dou 1Genannter Catbarino
Schweitzer. eigenen Ramens wegen der
wischen ihr und ihrem ersten Ehemanne!
hestandenen Gütergemeinschaft, sowie als
bestätigte Vormünderin ihrer mit demselben
erzeugten noch minderjährigen Kinder:
Beorg und Maria Bleif, Il. obigem Christiau
Noch als Mitvormund und III. Georg Bleif,
Bergmann in St. Ingbert wohnhaft als
Nebeavormund,

der Untheilbarkeit halber in Eigenthum
versteigert, nämlich:

Plan Nro. 387 85 Dec. Fläche, wo-
rauf ein zu St. Ingbert auf dem Hahn—
acker gelegenes zweissöckiges Wohnhaus mit
Hintergebäude, Hof und Gärtchen neben
Jacob Sifferin und Jacob Schmelzer'?
Wittwe.

Ehefrau Sot *ior.
4222* 22 FS
2J d J t —
HLinjhriges Militàarexamen.
Gruündliche Vorbereitunß im Internat. Instituut. Von 189 Candidaten
zind 151 bestanden. — Handelssehule. — FPensionat mit stronger Die-
iplin. — Prospectus durch dio Direction in Bruchsal.
— ———
Taveten⸗- und Notileaur⸗Lager
bei J. B. Ciolina.
vis-a-vis dem Pfälzerhssj
in Awei hriieen-

Ein gesitteler junger Mann kann unter
annehmbaren Bedingungen bei Unlierzeic⸗
netem in die Lebre treten.

J. J. Fiack jun., Satle

M WV S-

Den geehrte« Damen von hier und Um—⸗
gegend die ergebenste Anzeige, daß wir von
inserer Einkaufsreise zurückgekehrt sind.

Veschw. Boruschein.

4
Eine Wohnung,
bestehend aus 3 Zimmer, Küche und Keller
valche bis 1. VPdai bezogen werden kann
ist zu vermiethen bei
Schreiner Bahn—
Hauptstraße.

Horn, kqal. Notar.
— * —
Büt Perein
— —
S- ο—,.
Sonntag den 27. April 1873.
Nachmittags präcis 8 Uhr,
General⸗ Versammlung
im Oherhauserchen Sando,
Aufnahme neuer Mitglieder betriffend.
Um pünktliches Erscheinen wird ersucht.
Der Vorstund.
NXB. Bei dem Bibliothekar des Bürger⸗
dilfs⸗Vereins, Herrn Louis Weirich,
können die Mitglieder zu jeder Zeit Bücher
snn Lelen in Fmpfang nehmen.

enyöto
ogrophische

* Ma— ieee

— t.

Die neuesten
Tapeten⸗Musterkarten
sind in einer großen Auswahl ieder gurr
gekommen bei
Emil GroWGCHig.
Sattler u. Tapecieren.

en
kin.
Im

nan
erte
—E
broc
tuß⸗

Mehrere fertige
—A
Bettdecken und Kissen
onnen bei Uuterzeichnetem sehr billig ge—
auft werden.
J. J. Fiack jun, Sattler.
Verkauft
— viird eine schͤne Vogelhecke mit fünf
Von nun an befindet 'anarieuvögel. Wo? sagt —X Exped.
mein Büregau in dem d. Bl. —
beren Stocke des Peter Bee
Thiery'schen Hauses, in der Hauptstraße, Rechnungen
neben Café Oberhauser und Hermann in Ue, 4 nund s Bogen zum allgemeinen
Fischer. Gebrauch siud vorräthig in der Druckerein
L. Bechthold, Ceschäftsagent.dieses Blattes.

Wohnungoveränderung.

mo
jt
Athin
Pleinen geehrten Kunden und Eöoͤruetn ano
———
in dem Zix'schn Hause, sondern den ind,
des Hen. Michaet Paꝝl(Erüher * —
vol d'sche Wohnung), Hauptstraße, wohll

Philivp Weber, Sarnnmachet

einen
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i95
— — n: Nes en e
44.
n ienstmädche ene
9 m? sag lo
n we—

ird gesucht. Vo vwꝛ
wir
d. Al.

Uetothon. Druck und Verlag von F. F D⸗-m⸗e* in St. Inabert
        <pb n="257" />
        Hl. Ingberker Anzeiger.

——

er St. FRaberter Anzeiger (und daß mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungkblatt, mit der Dienttagt⸗, Donnert'ags⸗und Sonnlags
ummer er'cheint wöchentlich vier m al: Dienttag, Donnerstag, Samstagrund Sonntag. Abannementspreis vierteliahrig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeilt Blattschrift oder deren Kaum berechnet.
— — * —
1873.
einer Weise und mit Manipulationen fanatisirt und aufgehetzt werden
önnten, die offenbar auf die politische Stimmung des Volkes he⸗
rechnet sind. Die ganze Gegend befindet sich in großer Aufregung
in Folge der bedeutenden Wallfahrten, welche seit Aufdng der vo⸗
rigen Woche nach dem drei Stunden von hier entfernten Dorfe
Bettweiler angetreten werden. Das Dorf, zur Kreidirektion Rohr⸗
dach gehörig, ist zwischen den Eisenbahustationen Saargemünd und
Bitsch gelegen. Auf das plötzlich aufgetauchte Gerücht hin, „die
Muttergottes sei auf einem Baume erschienen, und züůcke ein feuri—
zes Schwert gegen Deutschland,“ eilten aus der ganzen Umgegend,
elbst aus weiter Ferve die Neugierigen dorthin, um das Biid zu
ehen. Der Zudrang war am 20. ds. ein so ungeheuerer, daß
in Eisenbahnzug, von Saargemünd aus mit zwei Maschinen be—
pannt, nicht hinreichte, die ganze Volksmenge fortzuschaffen. Der
Baum, auf dem sich die Erscheinung täglich Abends zwischen 9
und 12 Uhr zeigen soll, wird förmlich geplündert und mit den
Blüthen desselben Handel getrieben. Jeder will in den Besitz eines
Zweiges oder eines Stückes Rinde çelangen und zahlt willig seine
Francs. Der am Stamme des Baumes angebruchte Opferkasten
zum Besten der Befreiung von Elsaß⸗Lothringen) wurde auf
Befehl des Rohrbacher Kreisdireckors beseitigt, und führte diese
Maßregel zu Insulten gegen die beorderten Gendarmen. Diese
entgingen mit aller Noth weiteren Exiessen, so daß am 20. auf
detlamation des Kreisdireltors die erste Eskabron des1. bayer. 5.
Lhebvauxlegers-Regiments von Saargemünd nach Bettweiler aus—
rückte, um die Ordnung wieder derzustellen und dem Treiben ein
Ziel zu setzen.“ Dies ist denn auch rasch gelungen.

Odenwald, 24. April. Heute Nal ist hier alle
Blüthe an den Obstbäumen erfroren. Unsere herrliche Obstaussicht
st besonders in den Kirschen dahin, welche reiche Ernte versprachen.
An der badischen Bergstraße sind die Nußbäume ebenfalls erfroren
und die Reben haben bedeutend gelitten.

F Der in Franktfsurt a. M. bestehende Lebensmilselverein
liefert seinen Mitgliedern gegenwärtig ein vorzügliches Brod um
biz kr. billiger, als die dortigen Bäcker es verkaufen.

Friedrich Hecker wird nach einem von ihm an Karl—
Blind gerichteten Briefe bereits am 10. Ddai von Baltimore ab—
egeln, um sich nach Bremen zu begeben, um] nach fünfundzwanzig-

Bermischtes. — ähriger Abwesenheit das Naterland wieder zu besuchen. Obwohl

Trier, 23. April. Wie uns aus zuverlässeger Quelke elegentlich au den Nachwirkungen der si Unionstriege am linten
ytgetheilt wiro, hat sich vorgestern auf der Stelle zrischen Die- Kein erhalltenen Schußwunde leidend, erfreut sich Hecht im Gancn
enhofen und Luxemburg ein gräßliches dseewane ereignet. er rüstigen Gesundheit.
ine von der Station abgelossene lerre Lokomo ibve stieß in erner 9 irt: Das Fischer⸗
surde auf einen daher kemmenden Passagierzug mit solcher Vehe⸗ boot x8 9* 35 37 —38 aen —A
enz. daß dieser sofort entgle ste, die Waggons zum größten Theil mannung in Folge eines Zusammenstoößes milt einemn transana—
trümmert wurden und in Folge dissen die darin udtrnüsten —
assagiere die schrecklichsten Verstümm⸗lungen erlitten haben. Zer⸗ p e eaen die sog. Paderborner Schoeßtern
wtene Arme und Verne, sowie die gesahrlichsten soustigen Eont Fonslin— ; sie gehen nach Tribach in der Schweiz
monen waren ein nur zu häufiges Vorkommniß. Der „ene Lo- dim 18. April wurde in Nopenha— en ein prachtvolles
Dmünrer hat bende Aume und, Teine gebrochen, der Zugführer Hordüche Fnldh J
ebensalls verwundet und unter den Paffagieren foll es schredtich
chaust haben. Man schätzte die Anzahl der Verstümmelten An-
mgs auf circa 18, ipeter foll sich aber herausgestellt haben, daß
Zahl 409 weit übersteigt. Ob, mehrere gleich todt geblieben
ind, sowie über die Veraulassung des Unglücks fehlen uns heute
soch die näheren Tetails. .
f. In Metg wurde der Npteresfezier, der por einicer Zeit
um dorlizen Apotheker einen Säbelhieb über den Kopf vbersehte,
ir D gegrotien und zurei Jadren Fistung vrurtheilt.
r GWundererscheinungen in Elsaß-Lothringen.) Von eincin in
»nraemünd ftattonirsen. im 5. CEhevauxlegers-Regimente
een Solduenenhielt der „Speitret Anzeiger“ über die Vors
an in Ebotiser falgand s Privatschreiben, .das die dortigen
lommn ie m eh beisefren und aus unmütelbarer Anschauung
öldert. Nam saltenee katren für mönlich halten,“ schreibt der
ewähr?mann. ‚ nnne uh die Venehnet des Elsaß in

Deutsches Neich.

Ausder Pfalz, 24. April. Die pfälzische Deputation,
on Berlinin ihre Heimath zurückgekehrt, glaubt bei der Zu—
nmenstellung ihrer Erfahrungen die freudige Mittheilung machen
4 können, daß keine Aenderung in der Tabalsteuer stattfinden
vird. .. (Pf. K.)

Mäuchen, 23. April. Der Krouprinz des deutschen Reichs
at auf den Sarg des Freiherrn Justus von Liebig einen Lorbeec⸗
anz niederlegen lassen.

In Bruchsal GBaden) hat die kat'. Geistlichkeit einem
egr geachteten Bürger, Messerschmied Bott. weil er sich noch auf
em Todtenbette, namentlihh in Bezug anf die Unfehlbarkeit. sehr
reistunig geäußert hatte, das kirchl che Begräbniß verweigert. In
zolge dessen wurde dasselbe durch den Standesbeaumte:, Bürger⸗
zeister Heck, unter immenser Betheiligung der Bürgerschaft vorge⸗
ommen.

Berlhin, 24. April. Der Reichstag lehnte in weiterer
zerathung des Münzgesetzes mit sehr großer Majorität den Mohl'-
hen Antrag wegen Ausprägung von Zehn- und Füufpfennigstücken
a Kupfer ab und genchmigte die Ausprägung deiselben in Nickel.
jamberger zog semen Autrag auf Ausprägung von Zwei- und
cinpfeunigstücken in Bronze zurück. Das ganze Gesetz wurde bis
michließlich Artike. 12 in zweiter Lesung genehmigt.

Frankreich.

Paris, 23. April. Dem Avenir Natianal zufolge halte
chiets mit Arnim wegen Räumung Verduns eine neue Unterredung,
votauf im Ministerrat die Augelegenheit berathe wurde. — Für
vn 27. d. ols den Waultag sind besondere Vorsichtsmaßregeln
ingeleitet. — Bazaine ist an einem acuten Lungenkatarrh ernstlich
tanki.

Laudwirthschaftliches.
Ueber die Versälschung der Butter nit Starlkemehl schreiht
die Bonner Zeitung: „Gelegentlich einet Reihe von Versuchen
über Butterfälschung wurde constatirt, daß ganz reiter Buttet cut
        <pb n="258" />
        ein Drittel ihres Gewichts an fein gepulvertem Stärkemehl zuge⸗
setzt werden kann, ohne daß, wenn die Wischung durch orgfältige
Finreibung erfolgt, das Auge noch der Geschmack im Stande ist,
die Fälschung zu erkennen. Im Hinblick auf den hohen Preis
der Buiter ist es Seitens der Polizei in erster und Seitens der
Hausfrau in zweiter Linie unerläßlich, solchen oft vorlommenden
Fälschungen zu begegnen, resp. dieselben zu ermitteln. Am besten
kann dies geschehen, wenn man von der betreffenden Butter etwa
l Quentchen in Schwefeläther auflöst, dem ungelöst bleibenden
Rückstande ein wenig Wasser zusetzt und dann einige Tropfen
Jodtinctur zugießt, wodurch eine tiefblaue Färbung entstehl, welche
die Anwesenheit des Stärkemehls mit eidlicher Sicherheit erweist.

Es ist bekannt, daß der Kranke, um seine Gesundheit wieder zu erlangen
uu allen möglichen Mitteln seine Zuflucht nimmt und sehr oft sich getäusqht
jehn. Derartigen Leidenden, welche in Folge der vielen vergeblichen Ver—
uche alle und jede Hoffnung aufgegeben haben, sei hiermit dringend das ber
ühmte Werk: „Dr. Airy's Naturheilmethode“s empfohlen
diemand wird dies ausgezeichnete Buch unbefrie digt aus der Hand legen
dies 160 Seiten starke Werkchen ist durch alle Buchhandlungen oder am
chnellften direct von der Rheinischen Verlags⸗Austalt in Trier
segen Einsendung von 7 Freimarken à 3 Xr. zu beziehen.

Dringend empfohlen.

F. X. Demeß, verantworilicher Redacteur.

Bekanntmachungen.
Von meiner Einkaufsreise
zurückgekeyrt!

Den geehrten Damen von hier und Um⸗
zegend beehre ich mich anzuzeigen, daß ich
bon meiner Einkaufsreise zurückgekehrt bin
ind das Neueste in Modeartilel zur gef.
Ansicht ausgestellt habe.

Elise Fischer,
Modiste.

Einladung zum Abonnement pro 2. Quortal auf:
Die Hausfrau.
Deutsche Blätter für! Hauswesen und Familienleben.
Mit Illustrativnen.
3. Jahrgang 1878.
Preis vierteljährlich (12 Nummern!) 15 Gr.

Wenn wir zugleich mit der Bitte um rechtzeitige Erneuerung des Abennemeniz
ins einen Hinweis auf das erlauben, was wir bereits im neuen Jahrgange geleiftet
jaben, so können wir dies freilich wohl kaum mit dem Bewußtsein, ollen unseren
zeserinnen gerecht geworden zu sein. Jedenfalls aber haben wir in verhältnißmäßig
urzer Zeit schon eine glaͤnzende Folge gediegener Originalartikel gebracht, welche sich
zielseitiger Anerlennung zu erfreuen hatten.

Es wird unfere naͤchste Aufgabe sein, vor Allem auch in practissch er um
oltswirthschaftlicher Hinsicht unseren Leserinnen fortlaufende Aufsähze dar⸗
ubielen und sollen schon die nächsien Nummern ebenso wie ch e m ische auch vollEs-
dirthschaftlhiche und Erziehungsbriefe enthalten.

Durch das H ranziehen ausgezeichneter Künstler werden wir außerdem im Stande
sein, für reicheren Illustra:ionsschmuck zu sorgen und machen wir schließlich noch gan
besonders auf die in Nr. 13 beginnende Originalnovellette: Wie verhärgnißvoll ein
Matrosenhut auf einem Mädchenkopfe werden kann, sowie auf die höchst interesfanten
Aufsäte: Unsere Sünden, Belenntnisse einer deutschen Frau aufmerlsam.

Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und Vostanstalten an uad liefern auf
Wunsch ProbeNummern.

Leipzia. Luckhardt'sche Verlagshandlung.

(Fr. Luckbardt.)

Wohnungsperänderung.
Meinen geehrten Kunden und Goͤnnern
—AV mehr
in dem Zix'schen Hause, sondern in dem
des Hrn. Michael Parul(frühere Bech
hol d'sche Wohnung), Haupistraße, wohne.

Philipp Weber, Schuhmacher.
Von nun an befindet
ich mein Büreau in dem
oberen Stocdee des Peter

Thiery'schen Hauses, in der Haupftstraße,
neben Café Oberhauser und Hermann
—X

L. Bechthold, Geschäftsagent

aAllle Kranken
nd Leidenden

D202

Der Regeneérator

(oder Lepensweker)
jeit Jahren das bewährteste, beste
Hiittel gegen allgemeine und spehcelle
Schwadeufiande / Magengedärm und!
Ldeberkrankheiten, Hämorrhoiden, Eng-
„xüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten c.
sowie alle Krautheiten, die von ver⸗3
»orbenem Blute und schlechten —9
errühren. Der „Lebenswecker“ he—
fördert die Verdauung, reit den Ap
hetit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist besone
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Flasche zu Ifl. 10 kt.“
— 20 Sgqr. bei P.q Zepp in St
Inabert.

Die photographische
Anstalt ist täglich ge—
öffnet von Morgens 8
bis Abends 5 Uhr.

—— ABlIig.

finden in der 14. Aufl. des Buches Na⸗
turheilmethode für alle ver⸗
alteten Krankheiten des mensch
lichen Körpers Hülfe, Linderung und
Nath, und wird an jeden Hülfesuchenden
uuentgeldlich und frei versandt.
H. Sievers &amp; Co.
in Braunschweig.
XB. Tausende verdanken diesem Buche ibre
Gesundheit.
Zum Bezuge von
frischem Rhein-dalm
in ganzen Fischen und im Ausschnitt

empfiehlt sich die Fischhandlung von
I. O. Eher har dt
in Spener a. Rh.
VIBVS.

Feuerwehr-Montag
Johann Schwarz
am Babnbof.

zei

Bürgervereins-Kränzchen.
Am Mittwoch Ubend Zusammenkunft
hei Friedrich Manz.

—ez⸗
Der heutigen Nummer lie

ein Extra⸗Blatt bei, ent halten
Anerkennungen über die Heilwirkungen r
Hoff schen Malzpräparate bei Hi
orhoidal, Lungen-, Magen⸗ un
katarrhalischen —* rc. BVerlan
der Fritz Pauzerbiett

in St. Wnabert.

Den geehrt / n Damen von hier und Um—
gegend die ergebenste Anzeige, daß wir von
anserer Einkaufsreise zurückgekehrt find.

Geschw. Bornschein.

„ EF. Pelzer, Ooblenz, u
fiseu· &amp;

Delicatessen Ceschaft

Waarenverzeichnisse stehen zu

Med. Dr. EIvenich,
Special· Arzt
jür Augen- und Gehörkrankheiten
zu Kalseralautern-,
Mühlstraße Nro. 24.
Sprechstunden 8ÿ12, 3-5;
für Arme frei.

Franksurter Börfe
vom 25. Aptil 1873.
Preußische Friedrichsdor. .. 987238
—XVO 39 4
Follandische 10 sl⸗Stüde.. 982-54
Ducaten. 7 5 38 785
20Franck⸗Stüke 20/-21
Fkngüsche Souvereigns .. 78
Doslaus in Gold, 22614

Rechnungen
in Uj2, 14 und Vs Bogen zum allgemeinen
Gebrauch siud vorrüthig in der Druckerei
dieses Blattes.
ßratuon. Druck und Verlaa don J. X. Demeßn in St. Inabern
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zet Si. a berrter nde üAgee (und das all dem Hauptblatte verbundene Unterhaltuungaüblatt, ait ver Dientlagt· ¶ Donnertiagt· und Sonniagt
nmer erscheint wbchentlich vie Fn al Dienatärg, Donner stag, Sams tag und Sommtag. Abonunementspreis pierteljahrig 42 Krir. od

7712 Silbergr. Anzteigen werden mit 4 Krir. de dreilvaltige Zeile Blatischrift oder deren Kaum, berechnet. un 9
4 66 — Dienstag, den 29. Aprill ν . 4873.
* — 7 — — — —— * — — — — —
α — 3—— ι. n
Denutsches Neich -Die. Papstwahlfrage. betreffend. ilt in Paris das Gerücht ver⸗
München, 26. April. Das Verordnungsblatt des Kriegs⸗ breitet, alle franzdsischen Cardinale steien nach Rom berufen wor—
nunifieriums meit et die Eena n j y o Moillingeys qum dmman⸗ den. Uebrigens macht man die Bemerkung. daß strw die xomische
enden General des 2.oNrmeectorps,* ferver die Befdrderung dek Crie sehr angelegentlich um die franzofis den Mililärs bekünimert;
Heneralmojvre Grof Maumilian Botbmer pr. Ditl, bede Tanne der Papft har dem General Barty in Lyon das Graßlreuz des
athsamhousen, w Drff und d. Diehl e enegnr heiligen Gregorius cesandt, weillet den Futnuisser Jund Adju⸗
Roisionskommandeuren. Divisionsgen kal Graf Ftiedtich Boͤthmet anten des Gouver neurs von Parig, den Grafen- de Mun, bei
bird mit der Wahrnehmung der Geschäfte der“ Inspeltion der Ar- einer mchrorwahnten Capucinade in der Rhonestadt shen un⸗
stetie unx des Trains betraut. — Dberft v. Weinrich, Kommon- erstützten An die Politit des Hrn. Thiers dleiben diese Gesig:
ant desß b8 Cheb Reg. wiß de zum Brigade-Generol befördert. nungen der Generale natürlich nicht ohne Einfluß. 5*
Aus Dieege wird der“ .Augsb. A. Ztg.“ geklagt, daß ver⸗ — —
chiedene Grabmäler auf dem Schlachtfelde von Gravelotte beschä⸗ —
———
ch eint ·Vewachun gi sehtt Nothwen dig sein wirde. —2Ausftelumg.)* In der vorgestrigen Sihung des Centralcomites
Aus ElsaßeL othriingen, 260April. Die Mutler Gottes Zurde fast einstimmig der Beschlußz gefaßt, den Reinertrag von der
e'dllt sich im Li schr Land. Bin Betlweiler verjagt, ist sie jetzt III. Pfälz. Industrieausstellungt, im Betrage von circa 9000 fl.
a der Nähe — zu Reipertsweiler, Kreis Zabern; vwiedet er· dem Gewerbeverein Kaiserslautern jur Verwaltung zu übecweisen
dienen, aber ad hier durch Militär bereits beunruhigt. — unter der Bedingung, daß Letzterer die Zinsen zur Anschaffung von

Man munkelt, daß das 5. bayher. Chevaurleger; Regimenl in Mudellen, Mustern, Zeichnungen 2c. nach 8 17 pes Programmes
ie Pfalz zurückkehren und durch ein preußisch s Dragoner-Regiment für die Iül. Pfaäl,. Indu strieausstellung verwendet. Diese Samm⸗
bᷣgelost werde. Sie sollten hören, wie selbst Singeboren?— lamen· jung soll saämmelichen Gewerbtreibenden der Pfalz zugänglich ge—
iren: „man lasse uns wenigstens die Bayern.“ In der That ist macht werden. — Im Fale sich der Gewerbeverein auflösen sollte,
3von dvornherein ein glüclicher Griff gewesen, die pfalzischen Ker wird der jeweilige Stadtrath die Verwaltung übernehmen, dis sich
imenter ins Reichsland zu ziehen. — Heute früh hatten wir hier ein ähnlicher Verein gebilder hat, der alsdanm in das Eigen⸗
ngerdickes Eis ; es ist alles erfroren? (Pf. K). thumsrecht eintritt. — Selbstverständlich ist dieser Beschluß der k.

Köln, .26. April. Dem Vernehmen nach ist der bischdf- Regierung zur Genehmigung zu unlerbreiten. (asl. 3t6.22
iche Prote gegen die preußischen Kirchengesetze, wie der Koln. 24yF ankfurt, 26. April. Die Masse Gefangener von
zig. aus Fulda gemeldet wird, bereits abgefaßt und e fährt in dem jüngsten Tumult — es sind deren,“ wie nan hort über
xer Konferenz nut eine endgültige Redaktivn. . N.) 200machte gun Fuhrung der Untersuchung die Heranziebung

Berllu, 23. Apruͤ. Der. Ausschuß für Justizwesen hal uußerordentlicher Arbeitskräfte nothig. Die Zahl Derjenige n
dheute mit der Ftage beschäftigt: Aweiche Orden und ordens delhe erst nachträgüich verhaftet wurdemn sst) betraͤch ch.
hulichen Congregatinen als dem Orden det Gefellschaft Jesu gon“ den AFeuer-⸗ Arbeitern, welche mit krummgetogenen Eisen⸗
etwandt anzusehen seien ?? Die „Spen. Its.“ vermutbei, daß stangen, Brecheisen ꝛc. hantirten, sind die meiften ermittelt und in
u den fünf derwandien Orden gehören: die Redemptoristen (in daft gebracht. Ein Individuum wurde fessgenommen, das den
breußen, Bahern und Elsaß Lothringen), die Lazaristen in Preußen, Fierbottaih bei Reutunger in die Tasche steckte; die Eier wurden
die Kongregateion vom heiligen Geist (in Preußen)! und die Ge⸗ ihm im Gedränge zerdrückt uund die gelbe Flafssigkeit verrieth ihn.
wssenschaft des heiligsten Herzens Jesu, (in Preußen und Elsaß⸗ Andere Verhafteten⸗ trugen goch an ihrer Kleidung die Waaren—
vothringen). Soll ich dieser Vermuthung noch eine elene hinzu⸗ Auszeichnung an den aus demn, Schloß'schen, Geschäfte abhanden
ügen. so wäre der fünfte die Matianiilche Congregation lin zekommenen Hosen und Röcken; Einer hatte sogar drei Röcke an.
dieußen, Vahern und Hessen). Dar Aus chußz, hat heute bercits Fine Fram, deiche mu ihrem Manne im— Scheidungeproceffe liegt,
en Bericht festgestellt, wlcher in nachster Zeit an den Bundesrath reigt denselben als den Besitzer eines der gestohlenen Röcken am.
zlangen wird. — Es bestaͤtigt sich, daß der bisherige Geschafts uch der Mann, welcher die Tumultuanten aufgeforderl haben
tihet bei der Cur'i e. Lieuts S Tu mim, als erfter Setretät Dil reiche Juden, deren Wohnung er ihnen zeigen olle heim u⸗
ꝛei der Gesaudtschaft in Washingion den Grafen Andlaw · Bern⸗ uchen, soll sich hinter Schloß und Rieger befinden und auz Bergen
orff ersetzt, welcher in Folge. des Todes seines WVaters einen in. Der Krawall wirkte übrigens hoͤchst nachthe lig auf den
ingern Urlaub aus dem diplomatischen Dienst erhalten hdat. Ob Fremdenverkleht. Fast sammtliche Fremden sind abgereist, Die Ge—
nit Küdsicht auf die Vorgänge im Vatikan der Posten eines Ver⸗ chäfte, welche sich in Blüthe befanden, sind zur Zeit ganz still.
relers des Deutscheu Reiches dei dem hl. —— J besetzl Wiesbaden, 24. April. Die öffentliche Verhandlung
vderden soll, darüber scheinen die Ausichten getheilt. jegen Frau Geheimrath v. Langsdorff und Freifrau v. Recum

Zerhan 28. Apru Der Geseteniwuef urer Bentrafung htheden Denewelche des Sphendichrnahte Vehhatige 8
d Kontral:bruches durc Arbeiter, welcher demnächst von der inder an 1. Ma vor der Siraftamaet stait. Frl. Loungevon
Inservativen Pattei des Reichstages beantragt werden wird, weist i Eihberg) und Lilly d. Re *
metvative —— Langsdorff (auf dem Cichberg) u iy b. Recum sind außer
e Entscheidung entstandener Streitigkeiten den Schiedsgerichten, hersolgung hdesetzt. WMitleh. Zi..
emeindebehdrden over Polize dehbrden zu, wogegen die Veschrei- 1zhofen (Anterfr.) is am 2233
ug des Rechtsweges ohne Suspensivvirkung binnen einer rist In G50 Wafferschen gestorben si war 8
ditd eine G bei einer Verabredung Mehrerer za einem h ur d im
—ã —E wird für e * Kontralts Kefichte, jn wehen sie vielleicht eine unbedeutende Scharfung
uch ine Strafe big zuns6 Monaten Befangmß angedroht. datte, abgelecht worden.

Wisen, 27. Apuͤl. Der Deutjche Kronprinz und desseu . Munchen, 25. April. Ju der Soitzeder'shen Gant-
»mahhn sind hier aungelommen; sie wurden am Bahnhof durch masse sind Wehselforderungen in Gesammtbetrage von 8,622,000
Statihalter vou Nieder Ockslerreich empfangen. I, angemeldet worden; hiezu kommen nochh 510006 l. Hypothet.

von Aiteez i 9FK dhulden, so daß sich ein Gesammischuldenstand von 9,132,000 s.
varis, 27. Aprs. Die Raumuag Beljorts beginnt am rgibt. Angssicts dieser kolossalen Schuldfumme, im Verhältnisfe

Ral und wirdam 26. Jali beendet sein. Während dieser uu —— die Ie n n d een durs sich

it i — 25 Wagen mit Kriegsge- die Gläubiger sicher er Illit — eine namhaft

qt aule 4wei Tage ein Z ig oon Wagen —X ieiehe
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        (Eiserne Kirchen.) Ein Londoner großes Eisenge⸗
schäft, welches sich befonders mit dem Bau transportabler eiserner
irchen beschaftigt, hat nach Stuttgart unter Mittheilung der Plänt
das Anerbieten gemacht, eine fuͤr 1000 Personen Raum bietende
riserne Kirche, sechs Wochen nach echaltenem Auftrag, sür 2000
pfd. St. (gegen 18,000 Thaler) nach Stuttgart zu liefern, und
fertig aufgesiellt, mit allen Requisiten, nämlich: Kanzel, Altar,
mit Lehnen versehenen Baänken ꝛc., zwei vorgebauten Eingängen
und einer kleinen Sacristei, zum Gebrauch zu übergeben. Das
Maß einer solchen provisorischen Kirche betraͤgt 108 englische Fuß
dange aund 49 Fuß Breite. Sie ist ans Holz und Eisen zusam-
mengesetzt und mit verbleitem Eisenblech, unter dem · sich als
jichlechter Warmeleiter eine Filzlage befindet, überkleidet. Das Mit⸗
eischiff ruht auf eisernen Säulen und ragt Jüber die Seitenschifft
empor. Das Gebäude ist einfach, aber solid, hell, freundlich, auch
forbert der Aufbau unt Wiederabbruch nur wenige Tage Zeit.

Landwirthschaftliqes.
Von Dr. Schneider in Worms.

Das Gypsen der Pferdeställe, ein Thema für Thierschuhvereine
5chon vor 15, j4. beiaahe 20 Jahren ist immer und immer wieder auf den
sohen Nutzen hingewiesen worden, den das Gppsen der Pferdeställe bringt.
ein venn jemals eine Lehre das Unglück hatte, im ausgedehntesten Maß ⸗
labe an tauben Ohren abzuprallen, so war es diese. Man besuche die Stäüe
er Landwirthe und aller derjenigen, welche Pferde halten, und Aberzeuge
ich, daß sicherlich noch nicht 5 Procent der Pferdehalter das Gypsen ihrer
Zlalle einge führt haben, trozdem es einem jeden vernunftigen Menschen ohne
veitere Ueberlegung klar wWr muß, daß Lunge und Augen des Pferdes von
zen sich im Stalle durch die Zersetzung des Kothes und des Urins bildenden
Ammoniaktgasen sehr stark angegriffen — und für Entzundun skrankheiten em⸗
zfänglich gemacht werden. Fragt man, waruin trotz des ewigen Predigent
dieser Lehre so Wenige ihre Beachtung schenken, so iann nur der Hang zur
Festhaltung des Gewohnten als Grund bezeichnez werden, denn das Gypfen
ser Pferdeställe erfordert an Benützung pro Pᷣferd 2 Minuten Zeit und an
deld pro Jahr i/e Thaler für Gyps, der uͤbrigens den Werth des Mistes
Iro Jahr um 5 Thaler erhöht, also gegen 400 Brocente Zinsen trägt.
Bekanntmachungen.

— Empfehlung. —
Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ic ein
Ddamen⸗FJriseur⸗-Geschäft
hier angefangen habe, und ersuche Hoflichst diejenigen Damen, welche sich im Monats
Abonnement, welches am 1. Mai beginnt, frisiren lassen wollen, mir gef. Mittbeilung
uugehen zu lassen.

——
Bekanntmachung.
—X
»on 2 — 4 uhr im Stadthause dahier,
wird durch den Bezirksthierarzt die ordentliche
—IX
Zu dieser Besichtigung sind sämmtliche
Hunde mit Ausnahme jener, welche das
Iller ven 3 Monaten noch nicht erreicht
haben, rechtzeitig vorzuführen. —
Wer Hunde dieser Visitation entsieht,
wird dem Gesetz entsprechend bestraft.
St. Ingbert, den 28. April 18783.
Das Bürgermeisterami.
Chandon.
Im Polizeigerichtsge angniß hier wird
Fol 3
um Kleinmachen angenommen.

scenmie·
Sommerhüfte
ür Herren sind nun volllländig einge⸗
roffen bi J—
AMrIIann Vinuehær-.
Den geehrten Damen von hier und Um⸗
gegend beehre ich mich anzuzeigen, daß ich
don meiner Eintaufsreise zurückgekehrt bin
ind das Neueste in Modeartilel zur gef.
Ansicht ausgestellt haabbee
6lise Fischer,
— Modiste.

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lauft werden.

J. J. Fiack jun., Satllet
Was ist unverschämt?
Unverschämt ist ein Wirth, bei den

Morgens von einem Confkrib rien, der sit
geworden, 100 Liter Bier bestelt wortde
ind, mit dem Bemerken,. daß et Minet:
nit seinen Kameraden komme und diefjelbt
rinke; jedoch als diese lamen, haite der
unverschamte Wirth schon 84 Liter an
Andere ausgeschentt und der Reft von IJ
duͤer blieb den Conskribirten üdrig, wofli
Fer Freigewordene doch 100 Liter beiahle
mußte.
WEKiner für viele Conlkribirten

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        St. Ingberker Anzeiger.
et St. Pnaberer Aunzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungtblatt, mit der Dienblagß⸗, Donnerttagt⸗!und Sonniagt
ummer erscheint wöchentlich vier n al: Dirastag, Dennerstag, Samstar sund Sonntag. Abonnementspreis vierteljährig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Kerzr, die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Kaum berechnet.

ααααν

Deutsches Neich. im Ossen. Frankreichs Ruhmredigkeit, daß ohne seine Zustimmung
Fulda, 28. April. Die Bischöfe sind he te in folgender eine Kanone in Europa abgefeuert werden koöͤnne, sei jegt mit mehr
zeihe eingetroffen: Limburg, Hildesheim, Posen, Breslau, Berlin, BHerechtigung auf Deutschland übergegangen.
zimland, Mainz, Trier, Paderborn, Koln, Munster; die anderen Rußland.
reußischen Bischdfe treffen noch heute Abend ein, Herr Ketteler Petersburq, 27. April. Der Kalser von Deuischland
scheint für die Garnison Mainz. Hauptzweck der Konferenz ist: st soeben Machmittags) hier eingetroffen. Im Warschauer Bahn⸗
Organisation des passiven Widerstandes gegen die Kirchengesetze.“ hofe standen der Großfürst Nikolaus, der Kommandirende der Garde
die Dauer der Konserenz ist auf zwei Tage begrenzt, und es die Suite, die Hofschargen, die großen Staatskörber des russischen
erden morçen von 8 dis 1 und voñ 2bis 8 Uhr anhaltende Reiches und eine Kompagnie des Regiments Kaluga mit Fahne
Zitzungen stattfinden. Das Präsidium ist dem Erzbischof von Köln und Musik zum Empfange bereit. Beide Kaiser schritten an der
on dem Papste übertragen worden. .64 Front hinab und ließen sich einzelne Personen vorstellen. Die
Berlhin, 29. April. Das Herrenhaus nahm' heute die Fahrt in die Stadt war ein wahrer Triumphzug. Seit 8 Uhr
zorlage über die kirchliche Disciplinargewalt und den kgl. Ge- Morgens schon hielt eine unabsehbare Menschenmasse die Dächer,
chtshof in der Fassung der Regierung an. Graf, Brühl erging Giebel und Fenster besetzt. Die Häuser waren reich mit Fahnen
q in heftigen Angriffen gegen den Cultusminister. Graf Roon ind Teppichen geschmückt. Ueberall sah man die Büste beider
cdauert diese leidenschaftliche Sprache und sagt, das gegen den Kaiser. Links in Chaige stand die ganze Petersburger Garnison
zultusm inister ausgesprochene Mißtrauen tresse das Gesammt· nit Musikkorps eine halbe Meile lang bis an's Winterpalais.
ninisterium, welches wie ein Mann für die Vorlagen einstehe, und, Beide Kaiser, Wilhelm in russischer, Alexander in preußischer Ge⸗
velches damit blos einen Aklt der Nothwehr gegen die aee xeralsuniform, fuhren zusammen in einem Wagen und wurden von
ꝛer röͤmischen Hierarchie, nicht aber einen Eingriff in die Rechte der zahllosen Volksmenge enthusiastisch begrüßt, deren unaufhöͤrliche
er kathol. Kirche bezwede. cundgebungen sie bis ins Winterpalais begleiteten, wo die Ehren⸗
Der neueste Leipziger „Volfsstaat“ (Organ der Partei Bebel- vache des Preobraschenski'schen Regiments aufgestellt war. Nach
aebknecht) sagt: „Die Philisterblätter sind seit acht Tagen gefüllt kEntgegennahme der Rapports aller Regimenter, deren Chef der
nit Berichten über den Mannheimer und den Frankfurter Bier; daiser ist, wurde der hohe Gast von Czaren und dessen ganzer
rawall, die thelweise offen, theilweise verstedt die Insinuation Famicie in die Wohnung geleitet. Alexander überreichte als Gost-
athalten, die Socialdem⸗okratie wäre schuld an jenen Excessen. geschenk sein eigenes Portrait, einen Ehrendegen, geschmückt mit
insere Partei hat es nicht nöͤlhiz, sich gegen solche alberne An- dem Georgskreuz, dem Eisernen Kreuz und dem Orden pour le
huldigungen zu vertheidigen. Excesse werden nur da verübt, wo mörito und mit der Inschrift: Sa Echabrost (für Tapferkeih),
ie Socialdemokratie no z nicht in Blüthe ist und wo eine unauf⸗ sowie Vasen und Schreibjeug von Lapis Lazuli. Kaiser Wilhelm
ellarre Masse durch die Tachlosikriten oder die Böswilligkeit der war sehr überrascht und gerührt. Großfürst Nikolaus überbraächte
Jehoͤrden aufgestachelt wird. — Ueber den speciellen Urgrund der ihm als dem Chef die Fahnen des Regiments Kaluga. Nach-
Nannheimer und Frankfurter Affaire wissen wir zwar noch nichts dem den Großfürstinnen in deren Gemächern ein Besuch abge—
zuverlässigez; nur so viel können wir den um ihr „Bierchen“ be- kattet worden, fand Familientafel statt. Es ist ganz prachtvolles
Atgten Philistern sagen: Uns Socialdemokraten liegt das Bier nicht Wetter.
osehyr am Herzen, wie ihnen, daß wir uns seinethalben blutige
öpfe zu hoien Lust hätten. Wenn die Socialdemokraten einmal
es und noch mehr risktiren sollten und müßt“en, so würden sie
ih an ganz andere Dinge als an Bierbrauereien und Bäckerläden
alten. Und am allerwenigsten würden sie in Mannheim und
rankfurt zuerst krawalliren.“
Wien, 28. April. Sämmiliche hiesigen Fiacker- und Ein-
ännerbesitzer haben heute angefangen, die Fahrten einzustellen, da
ie Vehörde sich geweigert hat, eine Aenderung des neuen Fahrtarifs
oarzunehmen.

Vermischtebo.

fSt. Ingbert, 1. Mii. Mit dem Heutizen tritt auf
den pfälz. Bahnen ein neuer Fahrplan in Kraft; einen Auszug
aus demselben findet der Leser im Inseratentheil der heutigen
Nummer.

f Der noch im Druck befindliche Geschäftsbericht der Direktion
der pfälzischen Eisenbahnen für 1873 sagt über die einzelnen Bah⸗
nen und Projekte der „Pfälzer Zig.“ zufolge u. A., in Beziehung
der Bahnstrecke St. Ingbert-Saarbrücken: Die pfal—
zische Bahnverwaltung hat wit Rüucksicht auf die steigende Wichtig⸗
keit dieser Bahn durch die Linie Bruchsal-Bermersheim-⸗Landau—⸗
Zweibrücken die direkte Einführung derselben in den Bahnhof St.
Johann⸗Saarbrücken angestrebt und sich bereit erklärt, ebentuell
auch den Bau der auf preußischem Gebiete Regenden Theilftrecke zu
ibernehmen. Die kgl. bayer. Staatsregierung hat vorerst die Vor⸗
lage von technischen Ausarbeitungen hierüder verlangt und eventuell
die Eroffnung von Verhandlungen mit der kgl. preußischen Staats⸗
egierung über die Erbauung dieser Verbindungsbahn zugesagt. —
Die Kohlenbahnen 1. von Bexbach nach den Gruben Koͤnig und
Wellesweiler und nach den Dechen- und Heinitzichächten, sowie 2.
von St. Ingbert über Rentrisch in das Sulzbachthal nach den
Bruben Dudweiler, Sulzbach und Altenwald. Hierüber ist zu
yemerken, daß die Projeltirung dieser beiden für die künftige Ren—
abilisäten der pfälzischen Bahnen und die Ausbeutung der preu⸗
zischen Gruben so hochwichtigen Bahnen vollendet wurde und deren
ẽrgebnisse sowohl der kgl. bayerischen, als der kgl. preußischen
Ztaatscegierung mit den geeigneten Anträgen zur Vorlage gebracht
vorden sind, und daß zu erwarten steht, das große gemeinschaftliche
Interesse, welches auf preußischer wie auf baherischer Seite an das
jJustandelommen dieser neuen Abfuhrwege sür den zu wahrhaft
olossaler Höye angewachsenen Saarkohlenabsatz fich knüpft, werde
die Schwierigceiten und Bedenken, welche der Ausführung dicier
Jahnen zur Zeit noch im Wege siehen, beseitigen helfen“

Frankreich.

Paris, 28. April. Aus den gestrigen Deputirtenwahlen sind
ꝛehen Republikaner oder Radikale (Barodet, Turigny, Lockroy,
zegnéur, Picarde, Latrade, Duvouy) und ein Legitimist (Dubodan)
gewählt hervorgegangen. Die Ordnung wurde nicgendte
csört.

Paris, 28. April. „Bien Public? schreibt: Die auf die
dje Milliarde weiter eingegangene Summe beträgt 125 Millionen.
im nächsten Montag wird eine neue Zahlung von 150 Millionen
n die preußische Regierung geleistet.

Paris, 29. April. Thiers erklärte dem Comite Carnok,
chier der Wahl Barodens keine große Bedcutung beimesse; fie
ride ihn nicht nach rech!s treiben, da er die Ueberzeugung habe,
aß einiig die Republik möglich sei.

England.

London, 29. April. Die „Time?“, indem sie den Be⸗
ih des Deutschen Kaiserz in Peterbburg bespricht, hebt hervor,
aß die außerordentlichen Ehrenbezeigungen nicht nur dem blutver⸗
andlen Monarchen, sondern auch dem Haupte der deulschen Nation
AUen. Die im letzten Kriege errungene Kaiserwürde, unabhängig
m der fremden Anerkennung, beruht auf der starken Armeet
dlands jelber. Deut'schland biete Rußlend die beste Friedens⸗
drantie, und ebeuso dem Westen gegenüber Rußlands Vorgehen
        <pb n="266" />
        Wiesbaden,“ 28. Mai. Gestern und dvorgestern hatte
diej hiesige Garnison Bereitschaft, weil zahlreiche anonhme Droh⸗
hriefe Unordnungen befürchten ließen. Im Laufe des heutigen
Tages erhielten wieder mehrere Bäcker und Bierwirthe solche
Drohbriefe, worin angelundigt war, Nachmittags iwürde ihnen,
wenn sie mit den Preisen nicht herabgingen, Alles zusammenge⸗
jchlagen werden. Abends gegen 7 Uhr nun sammelten sich in der
Metzgergasse vor der Wagenau'schen Bäckerei große Menschenmassen,
worunter viele Lehrjungen, so daß der Verkehr vollständig gesperrt
war. Gegen halb 9 Uhr erschienen eiwa 30 Arbeiter mit Sträußen
an der Brust und gingen unter dem Beifallrufen der umstehenden
Menge daran, die Fenster des Wagenau'schen Gebäudes einzu-
werfen. Die Polizei verhaftete etwa 28 Personen und mußte, da
ibr Widerfstand geleistet wurde von der blanken Waffe Gebrauch
nachen. Auch am Polizeigebäude versammelten sich Gruphen, welche

nit Steigen wider die Fensterläden warfen, indessen bakd verjagt
varen. Es wurde Militär requirirt und noch gegen Mittetnadt
iatrouillirte reitende Artillerie, je 18 Mann, die Straßen. Den
hernehmen nach soll bei den Excessen, welche gegen die Schutz.
nannschaften stattfanden, und wobei Neugierige nicht fehlten, ein
dind um ein Ohr gekommen sein; einem Krawaller wurde der
Zeigenfinger abgehauen, auch einige von der Schutzmann sind schwer
erletzt worden. Nach der „Fr. Pr.“ flogen dem Regierunggspräsi-
denten und dem Polizeidirektor Steint dicht am Kopfe vorbei. Dir
ctienhrauerei ist mit Militär besetzt. Der „Rh. Kur.“ schreibt:
„Nach deeimaliger Aufforderung seitens des k. Polizei⸗Commissart
Magnus, die Straße zu räumen, säuberten die berittenen Gens.
armen mit flachen Hieben und auf die Menge einreitend die
bere Markstras“
Aenert verant

2r*7
—⸗eor *

enadten,
Bekanntmachungen.

*
A

d
21

Ast icher Vüngqer
aus der P
Landwirthschaftlich chemischen
SFSabrik vvn
GCEORG CARL TMMIEIR

e
Holzversteigerung
Mittwoch den 7. Mai nächsthin, Nach⸗
mittags ein Uhr, zu Ommers heim im
Bemeindehause, sommen nachbezeichnete
Holzsortimente aus dem dasigen Gemeinde⸗
walde, „Schlag Knoͤpfchen“, zur Versteige⸗
rung:
z eichene Stämme III. Classe
—A
21 3* *
10 buchen U..
5 ahorn F U.—
18 Ster buchen Scheitholz II. Cl.
111 „Stangenprügel,
278 , gemischte Kohlprügel,
3075 buchene Bohnenstan en,
8 Ster birken Prügel.
Sämmtliches Holz fitzt in der Nähe der
Straße von Selbach nach Niederwürzbach
und unweit des Bahnhofes Würzbach, daher
sehr bequem abzufahren. i
Ommersheim, den 29. April 1873.
Das Bürgermeifleramt.
Wack.

Silberne Medaille.
Farlsruhe 1861.
rhrenv. Erwähnun
London 1862.
Medaille.
Hamburg 1868.
Hrenv.Erwähnung.
MNanuheim 1868
Medaille.
Köln 1868.

Silberre Medaille
Straßburg 1806.
Hedaisle.
Genf 1866.
Zwei Medailleu
Parié 1867.
Zilberne Medaille.
Saarlouis 1867
Zwei Medaillen.
Karlsruhe 1869

J Mia nn He i .
Kali- und Magnesia⸗Dün-
ger⸗Fabrik in Staßfurth.
—— MAX — MM — úAZ 2332
Unter Controle der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchsstationen.
Knochenmehle, roh und gedämpft,
Zuperphosphate, in alleß Sorie,
Kali- und Magnesia Präparate,
Ammoniake.SEuperphosphate, als besset Ersatz des rothen Peru⸗Guano,
Spezial⸗Dünger, für Rüben, Tabak, Reben. Hopfen, Wiesen ꝛc
Sämmtliche Dünger werden in altbewährter, vorzüglichster Qualität um
auter voller Garantie des Gehaltes geliefert.
Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung seines Inhaltes und der Firm
Georg Karl Timmer im Hanuheim versehen. *
Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten.
Wegen allem Näheren beliebe man sich an die Fabrik in Mannheeim oder ar
deren bekannte Verkaufslage zu wenden
*
Fahrplan vom J. Mai 1873.
Von St. Ingvt nach Aeibe VFen.
Si. Ingbert . Abqang827 D3 28 7 25
hassel.. 13 538 7 41
Würzbach ... E0 22 547 754
Bliescastel⸗Lautzkirchen 41 6 3817
Bierbach .. F 51 901 49 611 828
Schwarzenacket. Anlklunft 30 752 157 620 840
Homburg... *q 825 717*8 210 6835 9 —
Zweibrücken .. 629 850 12 15 2—90 6 18 10 -
Bergmannszug von St. Ingbert bis Würzbach ab 4 Ubr 10 Min. Muttags, mit Aut
nahme der Sonne und Feiertage.
Von Zweibrücken nach St. Ingbert.
Zweibrücken.. Abganos “s— q 42 12 29 8 50 9 25
domburg... F — ——2686
Schwarzenacker. 442 631 10 10 1258 415 9 50
Bierbach.. 453 6 41 10 21 134 425 10 3
Bliescastel-Lautzlircchee 58 650 10838 144 434 10 18
Würzbach .. F 5297 41048 138 448 10 89
Haffel... — 540 714 1058 2 8 45810 50
St. Ingbert.. Antunft 555 726 1110 220 510115
Homburt nach Kaiserslautern Ag. 4 44 839 11 46 214 640 91
Ant. 5 40 9 25 12 458 310 7 86 10 1.*
Her i Bbezeichnete Kun ist ein Schnellang
Frucht⸗rod⸗, Fleisch ꝛe. rese
der Stadt Zweibrücken v. 1. Mai.
Weizen 8 fl. 16 tr., Korn 8 fl. 19 kr.
Gerste 2reihige. — fl. — kr., Gerste vier.
ceihige, 5 fl. 80 kr. Spelz 5 fl. 20 kr.
Spelzkern — fl. — tr. Dinkel — sl.
— ir. Mischfrucht — fi. — kr. Hafer
. lrr. Kartoffeln Ufl. 50 ke. Heu
—
— — — — ——— — F
debaktion. Druck und Verlao doar

gS
Den geehrten Damen von hier und Um⸗
gegend die ergebenste Anzeige, daß wir von
ünserer Einkaufsreise zurüchgekehrt sind.

Gleichzeitig erlauben wir uns, auf unser
gut sortirtes Lager von Corsetta auf⸗
merksam zu machen.

Geschw. Bornschein

—
Sämmiliche F
Sommerhüte
für Herren find nun volsständig einge⸗

troffen bei
FHermanmu Fiseher.
SFolzspähne.
der Korb voll zu 6 er. hat zu verlaufen
Wilh. Weiler

—X
Unserm Freunde Philipp Schr..... zu
seinem heutigen Namenstag ein dreifaches
Soch. daß das ganze Mübßleneck wackeli.
Rechnungen
in n, B4 und 9s Bogen zum allgemeinen
Bebrauch siud vorräthig in der Druckerei
dieses Blattes.

HDer 2udpreis für die Stadt St.
Ingbert ist von heute an bis zum nächsten
Donnerstag (Fruchtmarklstag) festgestellt:

Zorabrod 3 Klgr. 29 Krzt. Weiß—⸗
brod 11 Krzr.
        <pb n="267" />
        —ää
—
2* 7 2292 XAA 25
252228 7 2338 5235253* 55
22— 22232 — 382 5*2 3 5 86
— ——— — 523535 5 —X — 5* —*
—A — 2. 3238 — — 335 5 335363 * 223
— 5532 — 8 * 2 * —54 *
3 38 238 1338 3375225 * 53
— 33; 3z578358385 252 238 33*5538 5 37
3— —8* * 225 2232 S2 * * —
338 —5—5—c 233 —— — 72235 2 25858 *223 S
23283 —335223—k8 2327 —2 22 — 3 128
32 — —2 —2 — 9 23 25354 — Ee ⸗836
— ——— c 326 5. 52735 a E⸗ ü55225 ae —B 2 38238
3355332333—20 554353 5533 5223833357 23332*
3532333323353 5358— 533 5533 5—253832 255 335
2 —ẽ58* 58 38 — 2 2325 — — ——— — 8 5 25 2*— z
533 —2 * * — 222 — —3 255 —&amp;— — —22 *
3322 2 25 * x 2 3 2 —XXIS 22 * 23—* —
— — z5 522B8223 —523 —— e e
283 33327 8 —AJ 8 — — 2 5*8 235 — J 8 —2
* * 3232060 D 3238 3— 2.5 8 — — —2 2528*
1 5 — —585BSSE — 2232 53c. 5—382 3232 —* 2 52225
3532823 325 232323333 J232 7æ5323878 —— 5222 — — 87
—A 258 22 * ü —82 52 —25 2 83
8* 32 — 0 18* — — — —2322 22 2233 4 ——
—— — — — 25 — * 8 — — * — —58 ———
73232583 53838 23338.2 *2887* 313538 3BR —— — 388
32855 38 35 553583 — 55 3—852355 — 75*68
2 7 2 —2 — — 253 S 8 — 2 3522 e 23 h
sz335325333783 332668355 5325253 335 25 3 323
38 — 75 2332 —— 53253 — 23 52 — 555— — 25*
— 3575—338 6873353 2552523* 552
3 m —8 —3— F 7
— 33333—33333 ——V ——— 838
T 3* 2 2 — —
53223 435325533585 33—3232583653588 —S— 3
368325 2643338333565345* 355 5333383
— — — * — — 2 — 8 —32 — 23 J
— —
2 2* —äää»»,oooo⏑ y —
78
—IA— — —* 486*
!2353 2353 33232 —3 5,33225
553 535533353333 5333355 5325358 553553538
5*2 35353 555383 2333*8 szz5368 55253823
255 228235 — 5 233 — —AXA 8
* ⸗ *2 * —
*»55 5*232335 335* 257 —
z 2 28 33 33335 55353 38383*228
2 23 —— 232 575—37 55 535 532. 25
5—53275 383335533558353 522 23255223
———— ——2*55387
— 25352,355 53 235238 332, „z353833
8355 3.73 5s353*68033876 28 3z2582 —
55z255 53352— 235 —— — —2348 335353—83
382 33333 33— 233*33358
222 —— 5 — 38 358 2323 unnn 22 2 3222 38
28 * 2 3 * —5 25853
2208 — — 2 —A s52 8 * * —E
5553* 3822—338322363 23338 323353232*
* 8 4 — * *
225 — 22 * 0 5823 — 528 S2 4 —2 — 45
55 3. 22534—30—— 255 33855 22725223
* 2 226 * 53255225 25 9 522 2232 2525
z2558 222 —223235 —— 222352252 — — 53—555
23535323 233—2 ——3233235355335323 55325235 A— 2
332 32— 52 2 * 22 —— —A —— 225— —5
5 ——A — 2532355 —
— — A 853
25 33 —R 32 3 — vI 32 532 —— 2 — 22
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333233 *à23323——585232 —853333233 535
253 EB EIDSB238 — —2 55523—52338 3 32833235
2 * — 5 32 23335 — 8**
527 8 —OO—— * 8Be5862 23352 2 83
55 * * 572 233 5235 55E—222 2
3 —487585 55583 523 6 — 3885 223388 2 55
——— 85585 —A 22 7 — — ——— 2*
55 3z235 682 2— — *28
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z35 33523 33532555535552335 53 23335 533 53323852383835
353 6353533 2688—3333 533 »3558 33*3338*
2 * —
53 23855 3 3233* 22222— 983 5328 s 853535528328
2.22 5 8 25 —25 — ece 8* s—2232 —— B33 —Z s55
222 — — 4 Sa2 52 2 — 885 e 2 *
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z33s8 335 —7 63 3323 33 2333
3 3 —35323 —55 53 835333 283 336
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3 8333383 63 ,73 2 32358683327
5 532 *3 — 28 2* * —E 5 222 —A o
8* z5555533383238 —— 5 53 23 283 23 — —— 583
573535 — — —3——22 222225
55 335353333 —3835 55 32552 332838232253
3 35z3336633337 55 3756755 633 383
5353 5553 22333532581 558335 — z2533555353 55 335 ñ ¶
3 2 — * X * 357
135. ——52333333—32 —333 *35333 853 —5353
333855333333— 353238 333533533
2 — 2—2zEm 538*3 — 2282 5 — 2573338 *
—A— 5 —A — —— 2353232 1* 23523* 25 352 53
5223—5—2323228 25868852262232 25355 s273
538633—* 255 — —33333533; — 538
— —z2375 —AA——— —xX— EzES . 212 *32 533228 —
3353325 2152325 —*287 z3 —z5857* 358 558—3 248 22 585*68
2 * c * —2 — 25 —A — 2251235 — * 8 * 2.22 2 —328
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z520 55228 53 O 3 —z — 3
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z5555 53338283 558 55737*5533 235 228
25 5523323— — 323538 sz50 3 7
*8 83232 —— 53 2735 — 122 5*
5 28 —— *28 ——— 25*
— — 2 * —
25 42 258 5357 28 3. 823532—2.2 322 53335
2* * — — 2 32 — 8. — —E3 2832 8
0 * 28* — —A — 5ESIRBS —— — —
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? X&amp; ——552528 32238 —E 2 —Bꝛ 25237
58 *22 0258 —535 245 55*25535 715 308 35353 732
2* — — 3 * 8* * 2 525 — 533 532,
— —33535 2s3 73—33—2—835323* 2532 —383 272
3 23 33*22333 55 5—3523353 353 3u—33 5258
55 283 7 53 5583 332 z3353523 E5 8 —555
zs 75 2335,2333 53223 3328 3333 —32 756 55338
82 5mB3323223232353 *85 5 333*3 3 —— 2 —3222
* 8 523 273 52 22
s 2 32—35 283 3 22 385 338 5333352373
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355 2333 3 3333 2238
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33 — 233 3535533
75 23 55233 5552 23255333585 5 2 5582323228
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        52355 72
—— 233 233 7232 8252⁊*
222 —
5537 — — 38 339235—523*353
3 232 252 232257—
— 5 35 25 232 85 57 —3 253 —— 2553835—533383
232373 2 — — — 8 2337 53 — —
5 235 — 3 * 2 23 ã 22 23 732*5 53333738235
383383 2533533835 2335353
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— 2332z323 7* 2335383
* 388 — 35 5552—— 2 22333 58 2532233
3223865535 2225 22 —3 3233
88 5532 232 — 53—35* 3 73335335 32553832
*E. . — 2.2 —A 7553535237 ——ã— —
28273 —— 23235337 *5*223 — 555 3 33377 ẽ
222 7æ53 232 238 F 2223 24.373 2 222*35 . 7x.38*
22255353 585 c5 *3 88 5283 3833533238
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2553353538 3533 3 3s5322533 378
57 8372 2 253 535 23233*37 5538
— 25 2525 2.2 232353 —»7 22 3 — * 2 * 25
— 257255 52253 —— —— ——— 23 832
88 2.2 —A 23533. 55583535* — 5225.3* — 58324*
223 332323585 * 52 223853 2 —225223 2323 3
— 23 538 3 22 — 32235* — 32 * —3535 33 — 2328
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        St. Ingberler Anzeiger.

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der St. Mnaderter Anzeigtgere (und dat mit dem Hauptblatte verbandene Unterhaltungsblatt, mit der Dienßztagt⸗ Donnerdtagt⸗ und Sonntagt

ummer er dveint wöͤchentlich viercnal: Dienstag, Donnerstag, Sambtag und Sonntag. Abonnementtpreis vierteljährig 42 AKrzt. oder
12 Silberzr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Kaum berechnet.

ö—— —— — — ———— — — 7*

68 Igsg.
Deutsches Neich. der Epistopat für unnüt. Nach derselben Quelle soll auch die noch
München, 28. April. Prinz Leopold und Prinzessin offene Frage wegen Gründung einer katholischen Universität erbr⸗
gisela von Bayern sind, mit der hiezu bestimmt gewesenen Beglei-⸗ ert werden, „obwohl man überzeugt sei, daß bei Lebzeiten des
ung heute Nachmittag uj24 Uhr in dem festlich geschmüdten Bahn ⸗ Fürsten Bismarck an die Ausführung des Planes nicht gedacht
ofe, wo eine Kompagnie Jufanterie mit Fahne und Musit als werden lönne.“
zhrenwache aufgestellt war, eingetroffen und von dem Minister des St. Avold, 29. April. Nach eben eingegangenen sicheren
Poßern, Hrn. b. Pfretzschner, vom Oberstzeremonienmeister Grafen Racrichten pleibt das bayer. 5. Chebauxleger-Regiment in seinen
Moy u. s. w. in vorgeschriebener Weise empfangen worden. bisherigen Garnisonen. J
jot dem Bahnhofe, wie an der Schützenstraße, wo unser 1. Bür- Bexrlin, 26. April. Ueber das seit September v. J.
meister Dr. Ehrhardt an der Spitze der beiden Gemeindekollegien beim Füsilierbataillon des 1. Garderegiments im Gebrauch befind⸗
je hohen Ankommenden mit einer Anrede begrüßte und festlich liche Gewehr M. 71 System Mauser berichten nach den in letzter
chmacte Schulmadchen Blumen streuten, waren eine Reihe hoher Zeit gemachten Erfahrungen die „Neuen Milit. Blaͤtier“ Folgendes:
Nasibäume mit Flaggen in den bay rischen und oͤsterreichischen Der Schuß des Gewehrs ist ein außerordentlich sicherer, besonders
ie in der habsburgischen Hausfarben geschmüdt, und in gleicher auf die weiten Distanjen, auf die näheren ist er es weniger, weil
Heise waren alle königlichen, staatlichen und städtischen Gebäude, man dabei ziemlich tief halten muß und dadurch ein richtiges
owie die Kirchenthürme beflaggt. Auch die Privatgebäude in den Ablommen etwas erschwert ist. Dieser Uebelstand kann jedoch in
Slraßen, durch welche sich der Festzug bewegte, waren mit Fahnen Anbetracht derlenigen Distanzen, auf welchen heute das einleitende
aschmuckt. Ueberaus herzuich war der Empfang der Reuvermählten und entscheidende Feuergefecht liegt, nicht sehr in Betracht kommen
dder Residenz durch Se. Majestat den König, die Königin Mutter und zwar um so weniger, da der Kernschuß des Gewehrs auf
ind die Prinzen und Prinzessinen, welche von dem großen Cortege 300 Meter (375 Schritt) gelegt ist. Das Maximum der Feuer⸗
Is. w. umgeben waren. Allgemeine Bewunderung erregte der eschwindigkeit kann bei der Chargirung mit Exerzirpatron en auf
roße prochtwolle Galawagen, in welchem die Neuvermählten sich irca 18 Schuß im Schnellfeuer des einzelnen Schützen, auf 12
efanden. Die von Genien getragene Königskrone auf dem Dache Schuß für Salven angenommen werden. Im gefechtsmäßigen
)es Prachtwagens war für heute durch einen silbernen Myrthen⸗ Scharfschießen dürften sich diese Zahlen wohl auf 12 und 8 er⸗
ranz ersetzt. Auf heute Morgens erlassenen k. Befehl waren näßigen, da das Zielen stets der konstante Faltor bleiben wird,
ammtliche Abtheilungen der drei hiesigen Infanterieregimenter aus- den keine Neukonstrultion wesentlich abzukürzen im Stande sein
crüdt und bildeten vom Bahnofe bis zur Residenz Spalier. dürfte. Im Vergleich zum Zündnadel- und Chassepotgewehr ver-
die an einigen Punkien aufgestellten Musikkorps spielten die öster. hält sich die Ladungegeschwindigkeit folgendermaßen: Rechnet man
eichische Naiionalhynne „Goit erhalte Franz den Kaiser“. Dasg deim Zündnadelgewehr 7 Ladetempos bis zum fertigen Gewehr
n großen Massen in allen Straßen versammelte Publilum begrüßte (lincl.) so hat das Chassepotgewehr 4, das Modell 71 dagegen
ie hohen Ankommenden mit den herzlichsten Zurufen. Nach dem nur 3, trotzdem kann jedoch aus dieser Zahl nicht auf eine um
zpfang in der Residenz fuhren die Reuvermählten in festlichem ein Viertel vermehrte Feuergeschwindigkeit geschlossen werden, da
zuge nach dem Palais an der Schwabinger Landstraße, wo dinirt das lange Tempo des Patrone aus der Tascheholens und Herein-
vurde, und später nach dem Palais des Prinzen Luitpold, wo führens nitht erheblich abgekürzt und ferner, wie schon oben bemerkt,
je sür die erste Zeit wotnen werden. Das bisher kalte und trübe das Moment des Zielens naturgemäß dasselbe geblieben ist. Es
Better hatte sich unmittelbar vor Ankunft der Neuvermählter ge⸗ st jedoch im Ganzen keine Frage, daß wir in dem neuen Gewehr
essert, und es hielten dieselben beim schönsten Sonnenschein ihren eine Waffe von im jeder Hinsicht vorzüglicher Konstruktion, sowohl
zinzug in unsere Stadt. vas Dauerbaftigkeit, Rasanz der Flugbahn, Sicherheit des Schusses,
HMäümnchen, 29. April. Das Kriegsministerium hin⸗ Feuergeschwindigkeit und Leichtigkeit, als was Sicherheit vor Ver—
ichtlich der diesjährigen groößeren Truppenübungen folgende Be- sagen und bequeme Handhabung betrifft, besitzen und daß die Armee
timmungen getroffen: Die Infanterie und die Kavallerie hat in es auf's dankbarste in einem künftigen Feldzuge empfinden wird,
er zweitlen Hälfte des für die Hauptübungen angesetzten Zeitraumes von unserem nie rastenden Kriegsministerium und obersten Kriegs-
n Regimentern und Brigaden zu exerziren; hieran anschließend herrn mit einer allen arderen europäischen Konstrultionen minde—
ind die Detachements⸗-Uebungen mit gemischten Waffen abzuhalten. stens ebenbürtigen, wahrscheinlich überlegenen Waffe versehen
die Dauer des Exerzirens in Regimentern wird für die Infanterie zu sein.
uf 6—8, für die Kavallerie auf 12 —14 Tage, jenes des Exer⸗ Berlin, 29. April. Der Bundesrath bewilligte heute 361
irens in Brigaden auf 4—6 Tage, jene der Detachementsübungen Million Thaler für die Erweitecung des elsoßlothringischen Eisen⸗
uuf 3—35 Tage festgesetzt. Zu de Detachementsübungen in der dahnnetzes und den Etat des Reichskanzleramtes, und genehmigte
hfalz ist die 53. Eskedron des 5. Chevauxlegers-Regiments und die Ausschußanträge betreffend die Rinderpest und die Bildung
iae Feldbatterie aus Landau beizuziehen. Die 5. Eskadron des »iner Cholera-Commission. — Vom Juffizausschuß des Bundesrathẽ
. Chevanrleger ⸗Regiments hat vor ihrer Beorderung zu den De⸗ st über die Vorlage in Betreff des dem Jesuitenorden verwandten
achementsübungen in der Pfalz an dem bei Saargemünd statt- Tongregationen Bericht erstattet worden. Der Ausschuß bezeichnet
indenden Cxerziren im Regiment Theil zu nehmen; das 5. Jöger- vie Congregationen der Redemptoristen, der Lazaristen und der
ꝛataillon und die 2. Feldabtheilung des 2. Feld⸗Artillerie-Regi- Priester vom heiligen Geist“, sowie die Gesellschaft vom heiligen
nents, letztere mit 2 Batterieen, wird zu den Detachementsübungen derzen Jesu“ als jenem Orden verwandte Genossenschaflen und
et in Metz stehenden bdayerischen Besatzungsbrigade herangezogen. seantragt, gegen dieselben die betreffenden Bestimmungen des Je—
die zum Behufe der Konzentrirungen anzuordnenden Märsche find nitengesetzes in Anwendung zu bringen. Demgemäß sollen die in
icht dor dem 22. August anzutreten; die Rückkeht in die Garni- Deutschland befindlichen Niederlassungen dieser Genossenschaften
onen muß spätestens am 16. September stattfinden. mnnerhalb sechs Monaten nach dem Datum der Bekanntmachung
Mäünchen, 29. April. Die Offiziere des Infanterie Leib⸗ des neuen Beschlusses aufgelöst werden. Außerdem beantragt der
degimen:s brarsichtigen vom 158. Mai an die neue Uniform are Ausschuß noch, die Bundesregierung zu ersuchen, daß über alle
ulegen. vorstehend nicht genannten religiösen Orden und Cogngregationen
Augs Fuldo, 28. April, schreibt man der „Köln. Ztg.“: dem Bundesrathe die Mittheilungen gemacht werden, und zwar
Vie uns ein Bischof mittheilt, bondelt es sich bei den Conferenzen unter Beifügung det Statuten und Verhaltungsregeln dieser Ge
er Lischofe hauptfächlich um Organisation eines passiven Wi⸗ nossenschaften.
uandes gezen die Kitcchengesetze“; einen weiteren directen Berlin, 30. April. Die officidse „Provinzial⸗Correspon-
»xdiest au den König, das Ministerium und die Kammern halte denz“ erblickt in der innigen Verbindung dez deutschen Kaisers mi
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        dem Kaiser von Rußland jetzt wie am Anfang des Jahrhunderts
aine Grundlage für die weitere Verbindung mit dem österreichischen
Zaiserstante. Die drei großen Mächte hätten sich zur Sicherung
des Friedens und der ruhigen Entwidelung Europas gegen jede
Befahr und Bedrohung dereinigt. Diese bei der September: Zu⸗
sammenkunft der drei Kaiser sreudigst begrüßte Friedenspolitik sei
um so bedeutungsvoller und gewichtiger, je mehr sich in den west⸗
tichen Staaten des Continents die Aussichten auf ruhige stetige
Entwickelung verdunkelt hätten. Deutschland blicke mit Genug-
thuung und Vertrauen auf die neue Bewährung einer auf großen
gemeinschaftlichen Eriunerungen und gegenseitiger Dankbarkeit be⸗
ruhenden dauernden Freundschaft, Waffenbrüderschaft und politischer
Gemeinschaft.
Die Prov.Corr.“ bestätigt, daß die Rücklehr des Kaisers
aus Petersburg am 10. Mai und seine Abreise nach Wien am
29. Mai erfolgen werde. — Das Herrenhaus hat heute das Ge⸗
seß über den Gebrauch kirchlicher Straf- und Zuchtmitiel und das⸗
jenige über den Austritt aus der Kirche unverändert angenommen.
Ser Reichstag hat heute den Antrag Schulze's auf Gewährung
pon Tiaten in dritter Lesung mit 145 gegen 88 Stimmen ange⸗
nommen. Staatsminister Delbrück ertlärte auf eine Anfrage, daß
das Reichtkanzleramt mit den Directionen der Staatseisenbahnen
über freie Eisenbahnfahrt für die Abgeordneten verhandle, das Re⸗
altat aber noch nicht feststehe.
In Bezug auf das Reichspreßgesetz, das jetzt im preußischen
Staatsministerlum ausgearbeitet und nach der Rüskkehr des Fürsten
Bismarck dem Bundesrathe wird vorgelegt werden, erfährt der
„B. B. C.“, daß darin ein. Paragraph aufgenommen worden,
welcher den Gerichten dije Befugniß zu rkannt, eine Zeitung, dit
dreimal von den Gerichten pverurtheilt worden ist, zu unterdrücken.
Ferner soll der Reichzregierung das Recht beigelegt werden, den
Hderichten der Einzelnstaaten diejenigen Artikel, welche directe Au⸗
griffe gegen die Reichsgewalt enthalten, zur unmittelbaren Bestra—
ung zu üderweisen, Der Gesetzentwurf, welcher als obersten Zwed
perfolgt, der ultramontanen und social⸗demokratischen Agitation ein
Ziel zu setzen, hat, wie man hört, die Zustimmung sämmtlicher
Bundesstaaten gefunden, indem sämmtliche Regierungen von der
Bemeingefaährlichkeit der socialistischen wie ultramontanen Presst
überzeugt sind, und keine einzige Regierung heutzutage in der Be—
zünstigung jener staats⸗ und zeichsfeindlichen Agitationen eine Stütze
für ihre Selbsiständigkeit sucht, während in den Zeiten der rein
politischen Bewegung es nicht an Regierungen in Deutschland fehlte,
velche die Duldung, wenn nicht Förderung liberaler Elemente durch
die Staatsraison geboten erachteten. Was die Aufnahme dies
Preßgesetzes von Seiten des Reichstages anlangt, so hat man ir
dem Neichskanzleramte die feste Ueberzeugung, daß die Mebrheit
der Volksbertretung sich der Ansicht zuneigen werde, daß eine ab⸗
solute Freiheit der Presse den Gegnern des Reichs eine zu mäch—
ige Waffe in die Hand drücken werde, als daß man auf alle Re⸗
resivmaßregeln verzichten könnte.
Das Hauptinteresse der politischen Diskussion concentrirt sich
wie leicht zu begreifen, noch immer auf das Resultat der eben England.
vbollzogenen Ersatzwahlen in Frankreich, und ziemlich allgemein hält Lonmdon, 30. April.“ Das hiesige Carlistenkom ie ber
man das Unterliegen Kémpsats gegen Barodet für einen sehr affentlicht folgendes Telegramm; Bayonne, 27. ds. Sieg da
emnpfindlichen Schlag gegen die conservative Republik des Hrn. Carlisten bei Bera. Carlisten 700. Republikaner 1400 Hlam
Thiers, den dieser sich inzwischen selber zuzuschreiben hat. da er ek starl. Dauer des Gefechts von 11 Uhr Morgens bis zur Nadt
nicht verstanden, sich von der Rechten genügend fern zu halten. Kepublikaner völlig geschlagen. 80 Todte und Verwundete.
Wir haben es stets gesagt, daß Thiers' Stellung sofort gefährdet Spanien.
rein werde, sobald er sich einer der extremen Parteien zu weitt Bahyonne, 30. April. Gerüchtweise verlautet, daß du
adhere; und in der That mußten nach den neueflen Concessionen Farlistenführer Santa Cruz von anderen Bandenchefs erschoßer
an die Royalisten die Republikaner den Verdacht schoͤpsen, daß es vorden sei.
Thiers doch nicht gänzlich ernst mit der Republik sei, die nun ein- Rußland.‘
mal die Mehrrzahl des französischen Volkes will. Die monarchischen Petersburg, 80. April. Gestern war der Geburtste
Parteien siad zwar ganz entgegengesetzter Ansicht und beschuldigen des Kaisers Alexander, Schon am Morgen kegab sich Kais
Thiers, sich zu weit mit der Linken eingelassen zu haden. — Wir Wilhelm in die Gemächer seipes Neffen, um demfelben seinn
vollen jetzt dem Leser die Auslassungen der Pariser Blaͤtter über Hlückwunsch darzubrirgen. Um 11 Uhr fand in der Kapelle de
»e Wahl Barodet's unterbresten, aus denen man sich als dang Winterpaiais die gotteßdienstliche Feier des Tages statt. Mitlen
elbet ein Urtheil bilden mag. LV Uhr große Wachtparade, um 2 Uhr Empfang und Vorstellutß —r
Mit Ausnahme der raditalen Blätter geben sast sfämmtliche des diplomatischen Korps durch Kaiser Wilhelm, um 6 Uhr s J
hariser Zeuungen ihrer Ueberraschung über das Wahlergebniß mitientasel dann Sparirfahr O durch die erleuchtete Stadt. Abennidio—
Ausdrud, Tie Journale der wonargischen Parteien betrachten die 10 Uhr führten vor dem Winterpalais 2400 Mann allet Mufts
—X— X
identen Thiers, weiche sich der Linken zugeneigt habe, anstatt in der lolossole Plaß durch elektrisches Licht taghell erleuchtet wer Krapb
den conservativen Parteien seine Stütze zu suchen, während die Es war ein grandioses Schauspiel. Die ganze kaiserliche Fauit Aniw
republikanischen Blätter die Erklärung jur den Triumph der Radi⸗, war auf dem Balkon des Palais versammelt; als Kaiser Wilhen —F
talen in den von der Nationalversammlung begangenen Fehlern serschien, brach die Vollsmenge in enthusiastischem Judel aus.“ benhe
finden. „Bien public“- hält die Erwählung Barodet's für eine am 10. Mai erfolgt die Rückehr nach Berlin. etade
schwer wiegende Thatsache, deren Tragweite indessen durch eine Petersburg, 30. April. Im Laufe des heutigen Bun land
Reihe von günstigen Umständen erheblich abgeschwächt werde, und mittags empfing der deutstte Kaiser eine aus 30 Personen best ber
die keinenialls die Deutung zulasse, als ob der Radicalismus 90, 000 hende Deputation von Angehötigen des deutschen Reiches, wolch —
Parteigenossen gewonnen habe. — Der „Francais“ ertlärt, die ihm eine künstlerisch sehr jeich ausgestattete Adresse der in Vehech
Jarodetsche Wahl sei eine furchtbare Mahnung für die conserva⸗ burg lebenden Deutschen überreichte. n

tiven Parteien und spricht die Hoffnung aus, die Regierung werd
jetzt die Nothwendigkeit einsehen, ihren Stultzpunlt in der Verein
zung aller conservativen Parteien zu suchen. — Die „Presse
senstatirt den Wahltag als einen neuen 18. März.

Unterdessen bereitet Gambetta und einige an dere. Führer de
—XX
die wohlmeinenden Gesinnungen, welche sie seiner Person gegenühn
hegen, kund zu tbun. Man darf jetzt gespannt auf die nächstn
Haadlungen des kleinen Mannes sein. Alle Gerüchte über bevor
stehende Veränderuugen im französischen Ministerium sind übrigen
der „Agence Havas“ zufolge, unbegründet.

In Posen hat der Conflict mit dem Erzbischof in du
Sprachfrage dahin geführt, daß am dortigen polnischen Martien
gymnassum in den Classen von Sexta bis Quarta gar kein Relp
zionsunterricht mehr ertheilt wird, während in Prima und Secund—
der geistliche Religonslehrer in deutscher Sprache Unterricht ertheil
Den Schülern der Realschule in Posen wird bereits privater Ri
igionsunterricht (in polnischer Sprache) ertheilt, und es ist die
eine weitere Consequenz aus dem Prircip, von welchem das M
nisterialreseripß vom 27. Februar d. J. über Dispensation von
Neligionsunterricht ausging und welches vielleicht sehr bald durg
Loslösung des Religionsunterrichtes von den höheren Staatsschu
anstolten wird weiter ausgeföührt werden müssen. Die in Posch
spendirten Religionslehrer werden übrigens allgemein vom Err
bischof mit sehr einkömmlichen Propsteien bedacht.

Wien. 29. April. Der denische Kronprinz mit seiner G
mahlin und seinem ältesten Sohn Friedrich Wilhelm traf Abun
hier ein und wurde von dem Kaiser, sämmtlichen Erzherzogen, de
Prinzen von Wales, dem Prinien Arthur, dem Personal der preu—
ischen Botschaft und einer zahlreichen ‚Suite am Bahnhofe ea⸗
fangen. Der Kaiser und die Erjherzoge trugen preußische Unifom
Der Keiser umarmte den Kronprinzen und am Arme des Kaije
verließ die Kronprinzessin den festlich geschmüdten: Bahnhof. Gr
zahlreiches Publicum begrüßte die Fürstlichkeiten auf der Fahrt nad
der Hofburg mit. lebhaften Hochs. *
Wien, 1. Mai. Die heutige Eroͤffnung der Weltausstellun
durch den Kaifer erfolgie in Gegenwart der Kaiserin, der kaisen
lichen Familie, der fremden höchsten Göste, aller Staate würder
träger, der Mitglieder der AuskellungsCowmmissionen und eint
notz der sehr ungünstigen Witterung ungebeueren Publikuus pi
cise 12 Uhr Mittags. Zahlreiche Musikcorps, Gesangvereine un
Zanonensalven signalisicten die Hauptmomente. Das Kaiserpar
erwartete die höchften Gäste beim Portale der Rotunde., Alle an
kommenden fürstlichen Gaste wurden am Eingange von den Etp
herzogen Karl Ludwig und Rainer empfangen. Das Kaiserpoa
vurde mit donnernden Hochrufen, die fremden fürstlichen Gaß
ehrerbietig vom Publikum begrüßt. Die Musikcapellen spielten nar
der oͤsterreichijscher Vollshymne auch die preußische. Nach de
Ewpfaugsreden und beendigtem Festgesange durchschritt das Kaiser
paur, begleitet von den höchsten Hecrschaften und dem Bürge
meister Dr. Felder das weñliche und oͤstliche Transept der Ir
dustrieballe.

*64*
        <pb n="271" />
        Bermischtes.
f Bei den pfatzischen Bahnftationen Ludwigshafen, Speier,
Zeustadt, Kaiserslautern, Zweibrüden und St. Ing be rt werden
it gestern (1. Mai) Retourbillete zur Wiener Weltausstellung
usgegeben, und zwar in zwei Richtungen: Nia Mannheim ⸗Heidel-
herg Würzburg⸗ Nürnberg-Regensburg- Geiselhöring. Passau und via
Mannheim-Heidelberg- Bruchsal-Stutigart -Ulm ⸗ Augsburg⸗ München⸗
Simbach oder Salzburg. Diese Billete haben eine Giltigleitsdauer
on 30 Tagen, vom Tage der Abstempelung an erechnet, d. h.
der Reisende, dessen Billet beispielsweise am 10, Mai abgestempelt
st. muß spätestens am 9. Juni Abends die Rückfahrl vollendet
aben. Die Taxe beträgt: ——

Von St. Ingbert *
ria Mannhb.-Würiburg- via Mannh.-Ulm-Sinibach
Passau J oder Salzburg
U. Kl. U. Kl. UI. Hl. II. G“l. M. al. . l.
Schnellz. gewöhnl. Zug. Schnellz. gewöhnl.Zug.
59. 19 52. 18 36. 27 60. 10 532. 83 36 38

Auf je eines dieser Billeie ist die Mitnahme von 50 Pfund
zreigepad gestattet, und berechtigen dieselben zur Unterbrechung der
gahtt auf allen in dem betr. Billet vorgedruckten Aufenthaltssta
jonen bei der Hin⸗ und Rückreise. Wegen der zollamtlichen Ab⸗
jertigung des Gepäckz beim Singang nach Ossterreich sowie bei der
— Deutschland, welche je nach der eingeschlagenen
Zoute in Passau, Simbach oder Salzburg stattfindet, macht die
Direllion der Pfälz. Bahnen darauf aufmerlsam, daß der Reisende
zei der Revision persönlich anwesend sein muß. —c

fKaiserslautern, 30. April. (Aus dem Gerichts⸗
aale.) Vor dem hiefigen Zuchtpolizeigericht als Aphellinstanz lam
gestern die Klage der Edeleute Johann Jakob Martin, Strumpf ˖
peber aus Kusel, gegen den kath. Pfarrverweser Deggenbroll aus
dusel wegen Beleidigung zur Verhandlung. Der Thatbestand ist
unseren Lesern aus dem Bericht über die Verhandlung 1. Instanz
dor dem Polizeigericht Kusel beklannt. Vor diesem Gericht war
er Bellagte, weil er noch Aussage der Zeugen von der Kanzel
jerab die bürgerlich rechtsgiltige Ehe der Kläger (die kath. Ehefrau
dar von ihrem ersten Manne geschieden und hatte eine zweite Ehe
nit einem Protestanten, dem jetzigen Kläger geschlossen) ein „ehe-
techerisches Verhältniß 2c.“ genannt hatte, wegen Beleidigung des
hemannes zu 5 Thlrn. Geldbuße verurtheilt, wegen Beleidigung
jer Ehefrau aber freigesprochen worden. Gegen dieses Urtheil
jatten beide Theile appellirt. Beide Theile waren selbst erschienen
ind außerdem vertreten: die Kläger durch Herrn Anwalt Gros,
xt Beklagte durch Herrn Anwalt Frenckel. Bellagter legte im
Termin den Wortlaut einer bischöflichen Strafsentenz vor, in
velcher die Ehe des Klägers allerdings „ein ehebrecherisches, un.
hriftliches Verhältniß“ genannt und die Klägerin dieserhalb, weil
ie ihren Ehemana trotz der Aufforderung ihres Seelsorgers nicht
perlassen will, exklommunizirt wird. Der Beklagte behauptete nun,
daß er Nichts weiter gethan, als diese Strafsentenz vorgelesen und
elbst kein Wort hinzugefügt habe, und produzirte auch 3 Zeugen,
welche Dies bestätigten. Der klagerische Anwalt beantragie nun⸗
nehr Vertagung, um gleichfalls Zeugen (edent. auch den Bischof
vn Speyer) dorladen zu können. Das Gericht ging auf die
berlagung ein und' beraumte den nächsten Termin auf Dienstag
xn 13. Mai an. (Kais. Zig.“

FDurkheim, 30. April. Dem Vernehmen nach ist der
ag des in diesem Jahre unter Direltion des Kapellmeisters Hrn.
ahner don Manndeim zu Durkheim abzuhaltenden pfaͤlz. Sanger⸗
thez nun auf Sonntag den 20. Juli definitiv festgeseht. Außer
xn Halbchören und Einzelnchdren kommen folgende Gesammtchöre
ut Aufführung als: „An das Vaterland“ von Kreuzer, „Wer ist
rei“ von Baumgarter, „In der Ferne“ von Silcher, „Das Volka.
iere von Billeter, „Sturmbeschwoͤrung“ von Türter, Thurm⸗
nüdters Liede von Kreuzet. (D. A.)

fNeustadit. Der Neustadter Saalbau kostet 200,000 I.
ad wurde zu dem bereits gezeichneten Aktienkapital bon 140,000 fl.
d*e Aufnahme von 65,000 si. Prioritaten beschlossen. Die Restau⸗—
cdion ist für ein Probejahr zu 2800 Thaler verpachtet.

Neustadt, 29. April. In der Pfalz sind sämmtliche

beinderge theils gänzlich, theils sehr stark erfroren. Auf tele⸗
raphische Anfrage erhielt ein hiesiges bedeutendes Weingeschäft die
latwori. daß im Rheingau Alles zerstört ist, daß in Rheinhessen
er Schaden ein sehr bedeutender, in den Logen Oppenheim-Lau-
enheim aber geringer sei, wahrend an der Mosel die Halfte und
iade der bessere Theil erfroren ist. Elsaß und das Warkgräfler⸗
— waren in der ersten Nacht verschont, schon Tags darauf kam
* auch von dort die Hiobspost: „Alles zerstöris; nur aus
janlen kommt die gute Nachticht, daß dafelbst der Schaden
8 don Vedeutung sei, weil doriselbst der Weinstod in der
»awidelung nicht so wen vorgeschritien ist. Auch aus Frankreich:

—

Bordeaux, Epernai, Macon, Beaune und Reims, wird gemeldet:
daß ein Viertel der Weinpflanzung zu Grunde gegangen ist. Wenn
auch hie und da noch die Hoffnung besteht, daß 'jett feuchtes,
varmes Wetter eintritt und an den Reben die sog. „Nebenaugen“
ansschlagen, an denen es doch wenigstens etwas Wein geben sönnte.
'o steht fest, daß in Quantität selbst daß letztjährige Herbstergebniß
nicht erreicht wird. Millionen und Millionen find verloren, und
deren Ausfall wird vom Winzer um so drückender empfunden, als
»as Jahr 1873 nun die dritte und wahrscheinlich vollständigste
Mißernte bringt. — Bis zu welcher Höhe die Weinpreise nun
teigen werden, läßt sich gar nicht voraussagen.

FMünchen, 27. Apriil. Nicht geinges Aufsehen erregt,
daß einige biesige Geschäftshäuser in letzter Zeit Tausendguldensäcke
in Vereinsthalern erhielten, in welchen, wie es sich zeigte, einige
Thaler fehlten und sich für dieselben eine entsprechende Anzahl
Bleistücke fanden, wodurch die Geldsacke das betreffende Gewicht
ganz genau behielter. Durch nähere Untersuchung fand man, daß
die Naht der Säcke an der Stelle, wo sie zugebunden waren,
zeöffnen und von einer sehr geübten Hand' wieder geschlossen worden
varen. Es sind wohl sofort Ecrmittelungen angestellt worden,
zoch hat man noch nicht herausgebracht, dei weicher Kasse die
Fälschung vorgenommen wurde —

7. Die „Presse“ bemerkt: „Die Mitgift der Erzherzogin
Visela bestehi nicht, wie in einigen Journalen irrig verlautet in
einer Morgengabe von 220,000 Fl., sondern in einer Jahres⸗
revenue von 130 Fi., welche die Chatoulle des Kaisers leistet,
zie Apaunage des Herzons Leopold beträgt 15,000 Fl. Südd. W.“

F Mannheim. Angesichts der enormen Präeise, welche
die Händler mit Lebensmitteln auf dem Markt verlangen (das Pfd.
Butier z. B. wurde vor einigen Wochen mit 1fl. und darüber
zezablt), fordert deri, Mh. Anz.“ auf, wieder einen Verein zur Be—
chaffung billiger Lebensmittel zu gründen, wie Lein salche schon in
yhen Jahren 1846/47 und 1870,71 in Mannheim bestanden hat.

FFrankfurt, 30. April. Die Struftammer urtheilte
zestern wieder mehtere an dem Bierkrawal betheiligte abz eß wur-
den Strafen von 1 Woche bis zu 9 Monat Gefängmü ausge-
prochen. — Von den wegen jenes Krawalls Verhafteten sind eiwa
20 Ardeiter aus Offenbach, Oberrad und anderen Orlen der
Imgegend; die übrigen gehören den hiefigen Arbeiterkreifen an.

FFrankfurt, 1. Mai. Den ersten Preis bei dem gestern
u Ende gegangenen Pferdemarkt gewann Nr. 19941. Weiter her⸗
orragende Preise (Pferde, Wagen) gewannen die Nummern 4608
2115 2474 2806 4107 4739 5476 6467 6768 10150 18282
15479 15951 18099 18262 18917 19076 19587 20016
23490 24728 24853 24863 25264 25407 25728 26160
26909 274685 27868 28585 29607 30144 30558 30877
31135 32642 33813 34054 34980 36235 36872 37529
37899 38007 (Fr. 3.)

f Koͤln, 21. April. Im vergangenen Jahre wurde ein
Mann aus Aachen bei einem Eisenbahnunglück auf der Rheinischen
Bahn so schwer verleßt, daß ihm ein Bein amputirt werden mußte.
Der Verletzte strengte gegen die Rheinische Eisenbahn, Direction einen
Prozeß an, der von dem hiesigen Landgerichte dahin entschieden
rurde, daß die Direktion dem Kläger einen Betrag von 10,000
Thlr. auszahlen muß. Ein Anerbieten der Direkton, den Kläger
eine lebenslängliche Rente von 300 Thlr. zu zahlen, wurde vom
dandgerichte verworfen.

F Die beiden Thürme des Röl ner Domes haben bis
jetzt eine Höhe von 220 Fuß erreicht und es wird nunmehr mit
dem Bau der Spißen begonnen werden. Die Gesammthöhe soll
500 Fuß betragen, es ist also bis jetzt noch nicht die Hälfte er⸗
ceicht. In 6 Jahren hofft man den Bau der Thürme beendigt
zu haben. —

Ein Posten fertig gewachter Goldstücke im Werthe von über
17,006 Thlr. ist dieser Tage in dir königlichen Münze in Berlin
auf eine bis jett noch nicht aufgeklärte Weise derschwunden,
und ist diefer Defelt um so auffälliger, als die Schlüssel zu den in
Werkstätten befindlichen Schränken, welche zur Aufbewahrung des
Boldes bis zur Fettigmachung dienen, sich stets im Comptoir unter
icherstem Verschluß befanden. Die bei elnem seit laugen Jahren
dort beschäftigten Vorarbciter vorgenommene Haussuchung ist ohne
Erfolg geblieben.

fParis, 25. April. Zwei vom deutschen Kriegsgericht
regen Beleidigung eires deutschen Offiiers zu mehreren Monaten
Befan niß verurtheilte Bewohner von Nanch sind nach Köln ab⸗
jeführt worden, um die Straf eit: abzusitzen. 5
7London, 30. April. Das Testament Rapoleons ift
vom 24. April 1865 datirt. Es empfiehlt Frau und Sohn den
zroßen Staatslörpern, dem Volle und der Armee, läßt der Kaiserin
Fugenie alle Pridatdomänen und sein Pridatvermögen, geschätzt zu
220,000 Piund Sterlinq. D —

E V xXe

nerantworiie⸗ Teae·
        <pb n="272" />
        Bekanntmachungen.

D
Holz-Versteigerung
aus den Staatswaldungen des Reviers

Et. Ingbert
Schläge: Groherstiefel, Kühunter, Boller-
berg. Stafflerhang und zuf. Ergebnisse.
Am Mittwoch den 14. Mai 1873,
Vormittags 10 Uhr,
w Stadthause zu St. Ingbect:

7 eichen Stiamme 2. bis 5. Klasse,
buchen 2. und 3.
hbitken , 37.
tiefern 3. und 4.
weichholz 3.
eichen und buchen Wagnerstangen,
kiefern Sparren.

.4 Sier eichen Misselholz 2. bis 4. Kl.,
8360, verschiedenes Scheitholj,
004 , Prugel und Krap⸗

—RWGt

400 Reiserwellen.
Zweibrücken, den 1. Mai 18785.
RKoͤnial. Forstamt
Buhmann.

—k Großes
Tapeten⸗ und Rouleaur⸗Lager
bei J. B. Ciolina,
vis·a⸗vis dem Pfälzerhof
in Zweihriiceen.
Zonntag
A. Mai
Tanz
Musi

sSonntag, 4. Mai
TauzeMufsik
ei Georg Jung ·

—

6
Maifest.

Nächsten Sonntag den 4. Mai im Saale
des Tivoli zu Rohrbach Tanæabe-
lustigung. Jakob Wagner.

Mehrere ferlige

Bettdecken und Kissen
koͤnnen bei Unterzeichnetem sehr billig ge—
fauft werden. J

J. J. Fiack jun., Satiler
Sountag den 4. Mai
IIIVE
onntag, A. Mai, wozu hoͤflichst einladet
Nachmitiags von 4 Uhr an Job. Hofmann.
Harmonie-Musik. s.
Aus freier Hand sind 40 Dezimalen
Von Abends 8 Uhr n Wiäes in dee Mäusbach zu verkaufen.
IXXVX
Eintritt 18 Krenzer. d Yiendi 3 —

Lagerbier wird Rittags un ends⸗s * s —
hlex mn gaunena Volzspähne,

Die Hauswirthsqhaft ist Abends der Korb voll zu 6 kr. hat zu verkaufen
eschlosen. Wilh. Weiler.
— Peter Jung ˖ R dWeils
Ein omhehe mstee Pferdin, Rechnunge
inspanniger fast neuer Wagen, Heuleitern in ij2, 24 und Vs Bogen zum all zemeinen
und Keiten nebsi Chaise ist zu verkaufen. Gebrauch siud vorrüthig in der Druckerei
Die Exped. d. Bl. sagt wo? dieses Blattes.

bei
Weter Schweitzer
auf dem Höfchen.
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annehmbaren Bedingungen bei Unterjzei
netem in die Lehre treten.
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turheilmethode für alle ver
alteten Krankheiten des menst
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Nath, und wird an jeden Hülfesuchend
unentgeldlich und frei versandt.
G. Sievers &amp; Co
in Braunschweig.
NB. Tausende verdanken diesen Buche
Gesundheit.
Frankfurter Zörse
vom 1. Mai 1873.
Preußische Friedrichsdde.... 957-8
Pistolen.. 939-⸗4
dollandische 10 I.⸗Stüde. 9 323
Ducaten.. ..5 33488
20Francs⸗Stücke .... 220-2
Englische Souvereigns .. 411 45-47
Dollars in Gold ... 22649
* r⸗
4⸗
W. Fuhrländer Nachfolger.
*8 3
T n Franiurt Hain.
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Aaftion. Nrutk m Verlaq don .

J
emest in St. Ingbert.
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        St. Ingberker Anzeiger.

Der St. JIagberter Unzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Diensbagt⸗ Donnerstags⸗ und Sonntagt

NPummer er'cheint wöchentlich vier n al: Dieubtag, Donner stag, Samstag und Sonntaa. Abonnementspreis vierteljaͤhrig 42 Krze. oder
1232 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

1873.

69. Sonntaa, den

Deutsches Reich. Entscheidung aufzufordern. Arbeltgeber und Arbeitnehmer, welch
Mänchen, 29. April. (A. Abdztg.) Zu den im Mai nach Zustellung dieser Aufforderung bei der Vertragsverletzung ver⸗
und Juni stattfiadenden Uebungen der Land ehr sind (zu je 14. zarren, werden — unbeschadet der Zwangsvollstreͤung (8. 2) —
jagicen Uebungen) 16,000 Mann Landwehrmannschaften (einschließ- nit Geldstrafe nicht unter 19 Thlrn. oder Haft nicht unter drei
id der Unteroffiziere und Shpiell ute) umd zwar von jede m Land. Tagen bestraft. Gefangnis strafe von S Tagen bis Ju ö Mondlen
wehrbezirtz Kommando 500, vom jüngsten Jahrgang beginnend, ritt ein, wenn eine Verabredung Mehrerer zu gemeinsamer Ent
inzuziehen; die Uebungen sind an den Kompagniesihen vorzuneh· assung der Arbeiter oder zu gemeinsamer-Arbestseinstellung vor—⸗
nen und haben sich nur üder die Einübung es neuen Exerzire dergegangen war. Die Verfolgung tritt nut auf Antrag ein. —
Reglements für die Infanterie zu erstrecken; Scheibenschiekübungen z. 4. Wer Andere durch Anwendung körperlichen Zwanges, durch
retden hierbei nicht stattfinden. V0 Drohung, durch Ehrvberletzung oder durch Verrufserklärung bestimm
Münchhein, 1. Miai. In Folge der Geldcalamität am oder zu bestimmen versucht, der gemätz 8. 1 geiroffenen Entscheidung
Fiesigen Platze haben sich heute die Vorstände der hiesigen Handels- nicht Folge zu leisten, wird mit Gefängniß von 8 Tagen bis 6
und Gewerbekammer zum Staatsminister v. Pfeuser verfügt, der Nonaten bestraft, sofern nach dew allgem inen Strafgesetze nicht
»enseiben mittheilte, daß zunächst Sorge dafür getragen worden ine härtere Strafe eintritk. — Die Motive sind folgende: „Di⸗
. daß die Hyp.“ und Wechselbank 1,000,000 bis 1,700,000 fl. Berhältnisse zwischen Arbeilgehmern und Arbeitgebern, wie sie sich
bom Staate sofort erhalte, sobald die Genehmigung vom Finanz- gegenwärtig gestaltet haben, erfordern das Einfchreiten der Staats
minister v. Berr aus Berlin einzetroffen sein werde. Weitexe und zewalt.Es bedarf einer Reihe von Maßregeln, welche das Zil
hedeutendere Maßnahmen feien zu erwarten, sobald der leßtere verfolgen, durch gesetzlich geordnetes Zusammenwirken bon Ardeit.
uierher zurückgekehrt sei, was nächsten Sonntag oder Montag der zebern und Arbeitnehmern sowohl die Leistungsfähigkeit der vater-
— N. R.) ändischen Produktion, wie die wirthschaftliche Lage und Bildung
Fulda, 2. Mai. Heute Abend werden die Conferenzen des Arbeiterstandes zu sichern und in wirksamer Weise eine auf
ver preußischen Bischöfe geschlossen. Mit dem Nacdhttzuge und zen Schut der Arbeiter und ihres Familienlebens gerichtele Fa—
worgen früh reisen die Bischöfe ab. Ein gemeinsamer Hirtenbries brikgefetzgebung durchzuführen. Die Lösung dieser Aufgabe erfor⸗
und eine Denkschrift, wilche die kirchenpol tischen Gesetze betrifft, dert längere Vorbereitung und Feststellung der tbatsächüch entstan⸗
vird wahrscheinlich folgen, doch ist Näheres über die gesaßten Be- denen Verhältnisse; aber sie ist nur möglich, wenn von Seiten der
chlüsse nicht bekannt. Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer bei Wahrung ihrer Interessen
Berlhin. Das preußische Kriegsministerium hat den Of— die gesetzliche und rechtliche Grenze innegehallen und vor Allem
izieren, welche die Wiener Weltausstellung besuchen, befohlen, die das Recht des Arbeitsvertrages geachtet wird. Die Art, in welcher
MNerreichischen Staaten nur in Civilkleidern zu betreten. dieser Kampf der Interefsen jetzt. unter vielfacher Mißachtung ein⸗
Berhin, 30. April. Zu detr gerichtlich bestäligten Rach- jegangener Verpflichtungen, geführt wird, läßt Beschädigung des
acht, daß Taglöhner in Berlin 5 Thaler und mehr taglich ver- Rechtsgefühls der Bevölkerung befürchten und erfordert schon jetzt
dienen und daß die Tischler einen Strike in Scene gesetzt haben, das Einschreiten der Gesetzgebung. Es kann nicht in der Abficht
weil ihnen nicht 3313 Prozent Lohnerhönung und agistündige liegen, die Koalitionsfreiheit, welche ein nothwendiges Korrektid der
Urbeit bewillizt worden, macht die „K. Z.“ fo gende treffende Be- Bewerbefreiheit ist, zu beschränken, aber es ist unerläßlich, jedem
merkungen: Wenn diese hohen Löhne nur entsprechend die Lage rechtswidrigen Vertragsbruch mit Strenge entgegenzutreten. Die
der Arbeiter verbesserten? Darüber hat aber leider die Armen- meist unwirksame Zivilklage aus dem Vertragsbruch hat sich nicht
Comwissidn von Berlin betrübende Erfahrungen gesammelt. Aus ils ausreichend erwiesen. den immer häusiger werdenden Vertrags-
den Berichten der Bezirlsarmenvorsteher geht hervor, daß die hohen bruch zu verhindern. Das Einschreiten der Strafgesetzgebung ist
Löhne den Arbeitern bis jetzt vielfach nicht zum Segen gereicht daher im öffentlichen Interesse gerechtfert gt und geboten, sobaid es
haben. Die Sparsamkeit hat abgenommen, der Wirthehausbesuch eststeht, daß der Kontraktbruch wider besseres Wissen nur in rechts⸗
und die Völlerei zugenommen, und die Frauen pflegen am Samstag widriger Absicht erfolgt ist.
weniger Geld zu krhalten, als ehedemdei geringerem Verdienß. — Die in Frankfurt a. M. erscheinende „Deutsche Presse“
Oder die Fraueun gehen auch mit zu Wirthshaus und helfen das chreibt mit Bezug auf den bevorstehenden Wahlkampf: „Für
erworbene Geld verprassen. Kurz. das Fam.lienleben hat durch das Pord: und Süddeutschland gibt es Angesichts der bevorstehen den
plözliche Emporschneben der Löhne bis jetzt sichtbar eher Schaden Wahlen nach alledem nur eine Parole: Zusammenhalt aller Ele⸗
gelitten. Neulich führte Lord Shaflesbury für London ganz die mente, welche das Bestehende dem Chaos, welche das neue Deutsche
elbe Klage. Es ist gewiß dringend zu wünschen, daß sich die Reich der Commune oder dem Regimente der Jesuiten in Schule,
Selbsibeherrschung und odie sittliche Bildung der Arbeit r in den⸗ Kirche und Haus vorziehen, gegen jede ultramontane und sogial-
selben Maß erl oͤbe, wie der Arbeilslohnmn... demodtratische Candidatur. Angesichts der tiefgreifenden Umgestal⸗
Berlin. Der von der lonservativen Fraktion des Reichs- tung, welche unfere politischen Zustände in den leßten Joahren
aes aufgestellte Gesetzenwurf über die Strafen für den Bruch erfabren haben, können die alten Parteiunterschiede unmöglich fest
des Arbeilsvertrages lautet: 8. 1. Slreitigkeitenz welche zwischen gehalten werden. —V
Arbeitgebern und Arbeitne:mern und den von ihnen zu gewerdlichen Augenscheinlich im Hinblick auf die neueste Entwickelung der
der landwirthschaftlichen Arbeilen gedungenen Personen über den Dinge im Westen Europas wird denn auch von der Berliner Pro-
Antritt, die Fortsehung oder Aufhebung des Arbeits- oder Dienst vingzial-Correspondenz“ die Reise des Kaisers Wilhelm nad Pelers
xethältnifses entstehen, sind, soweit fuͤr diese Angelegenheiten be- burg in fast demonstrativer Weise gefeiert. Nach einen historijchen
sondere Behörden oder Schiedsgerichte (88. 108, 192 der Gewerbe Rüdblick, in welchem die Gemeinschaft der politischen Gesichte punkte
ardrung) besteben, bei diesen zur Entsaeidung zu bringen. Inso— zwischen den deiden Herrscherhäusern don Preußen unhß Rudland
weit sojiche besondere Behörden oder Schiedsgerichte nicht bestehen, seit den Freiheitskriegen nachzewiesen wird, sagt das winsterielle
ersolgtedie Entscheidung in den Städlen durcw die Gemeind⸗ebehörde, Blatt wörilich: „Die innige Verbindung zwischen dem Könige von
ij dem Lande durch die zuständige Polizeibehörde. — F. 2. Preußen, welcher inzwischen zugleich dad Oberhaupt des deutschen
Vgen die in Gemaäßheit des 8. 1etroffene Entscheidung steht den Reiches geworden ist, und dem Kaiser von Rußland ist jezt, wie
Letheiligten die Berufung auf den Rechteweg binnen 10 Tagen am Anfange dieses Jahrhunderts, die Grundlage einer weiferen
nallasivischer Frist offeiz die vorläufige Voustreckung wird aber Verbindung auch min dem bsterreichischen Kaiserflaate gewerden; die
sierdurch nicht aufgehalten. —“ 8. 8. Die mit der Entscheidung drei großen Mächte haben fich vereinigt, um den Frieden und die
ꝛettaute Behörde hat die v rurtheitlte Partei von Anitẽwegen zur ruhige Entwickelung Europas gegen jede Gefahr und Bedrotusa
rullung ihrer Vertraqsberpflichtung gach VPeaßgabe der getroffenen zu üchern. Wie die Drei⸗Zaiser-Zusammenkunft' im botgen
        <pb n="274" />
        zember in Europa als eine Bürgschaft dieser Friedenspolitik freudig
begrüßt worden ist, so wird auch die Reise unseres Kaisers nach
Petersburg und die bevorstehende Zusammenkunft in Wien in
zleichem Sinne aufgefaßt. Die Einigkeit der drei Kaiser gewinni
aber um so mehr an Bedentung und unmittelbarem Gewicht, je
nehr in dea westlichen Staaten des Contineuts die Aussichten auf
ꝛine ruhige und stetige Entwickelung verdunkelt sind.“ — Der letz⸗
sere Passus ist ein nicht mißn verstehendes „avis au lecteur,“ das
man sich an mancher Stelle zu Herz nehmen wird, und das auch
Hru. Thiers zu Gute kommen dürfte. In Oesterreich wird diese
Auslafsung des halbamtlichen Berliner Organes ebenfalls eines
zuten Eindrucks nicht verfehlen.

an die er seine Kalber für 13 kr. per Pfund verkauft habe, di
Unverschämtheit haben könnten, ihrerseits für das Pfund Kalbfleisg
22 kr. zu verlangen. Auf den obengenannten Verein zurig
ommend, erwähue ich noch den weiteren Beschluß, den nicht un—
beträchtlichen Nettogewinn, welchen die Vögel⸗Ausstellung geliefer
hat, zut Anschaffung schöner Spezialitäten von Hühnern, Tauben
u. s. w. zu verwenden, die dann, gleichwie deren Eier, im Wege
der Verloosung oder auf andere Weise unter die Vereinsmitglicder
vertheilt werden sollen.

F Im Anschlaß an unsere gestrige Mittheilung des Testament
Napoleon des Dritten bringen wir heute aus London noch einige
Notizen über das von dem Kaiser hinserlassene Bemögen. Nad
den Angaben der kaiserlicen Notare beläuft fich dasselbe au
120,000 Lst.; jedoch ist diese Summe noch mannigfachen An—
prüchen unterworfen, wodurch sie auf die Hälfte reducirt werde
dürfie. Ueber die materiellen Verhälnisse der Kaiserin Eugenit
theilt die „Morning Post' Folgendes mit: „Die Kaise in besitz
ein mäßiges Erbgut in Spanien, das in Folge der zerrütteken
Zustände dieses Landes die fürchterliche Entwerthung alles span'.
chen Besitzthums theilt. Einige kleine italienische Güter und da
Schloß Arenenberz, das in einigen 20 Mocgen Landes besteht,
zilden den Rest der Besitzungen der kaiserlichen Familie. Zu
Zeit der baiserlichen Vermählung machte der Senat den Vorschla
der Kaiseria ein Mitgift zu geben, aber der Kaiser lehnte dier
wegen seiner reichlich a Civilliste ab; und man wird sich erinnern
daß, als die Stadt Paris ein Gescheak anbot, das an und fi
sich eine Mitgift gewesen wäre, die Kaiserin bat, daß mit diesen
Helde eine Waisenanstalt gegründet werden möge. Durch diese
Institut werden nun über 400 Waisenmädchen versorgt.“ — E
ist nicht ganz klar, wie weit diesen Aigaben der englischen Blätter
zu trauen ist. Dieselben gefallen sich bekanntlich seit Sedan in
eiager Art von Napoleon-Kultus. welcher mit der Passion der Eng
länder für Raritäten verwandt sein mag. Fast einstimmmig wirt
die Uneigennützigkeit des verstorbenen Kaisers gepriesen: „Mor
ning Post“ geht sogar so weit, dem napoleonis den Wahlspruche
Tout pour la France hinzuseten Rien par la France.

F (Weltoausstellung in Japan.) Der Kaisir von Japan, welche
betanntlich auf der Wiener Weltausstellung durch mehrere Commi—
sare vertreten sein wird, gedenkt im Jahr 1877 in Japan gleich
alls eine internatiouale Ausstellung herzurichten und hat seinen
Vertretern in Wien steng auf die Seele gebonden, daß sie den
Zaron v. Schwarze Se born absehen, wie man so ein Ding u
Wege bringt.

Uermischtesb,
rFriebrichsfeld, 28. April. Heute fuhr bei der
daltestelle ein Bauer nebst seinem Kinde auf einem mit zwei
uühen bespannten Wagen über den Eisenbahnübergang, der durch
zen Schlagbaum nicht abgesperrt war. Da kam eine einzelne Lo⸗
omotive herangebraust, zerschmetterte den Wagen und tödtete die
eine Kuh, während die andere mit dem Verluste eines Hornes da⸗
vonkam. Der Bauer, vom Wagen herabgeworfen, erhielt in einer
derzweiflungsvollen Lage zwischen den Magentrümmern und dem
Eisenbahngeländer eine wohl W gefährliche Quetschung und das
Kind — sland heil und unvettt wieder vom Boden auf.
(B. L.3.)

F München, 26. April. Der Verein der Münchener
Beflügel · nnd SingydgeFreunde will sich nun neben seinem
eigentlichen, schon durch den Namen bezeichneten Zwecke auch an
zelegen sein lassen, die Einführung der Kanincheuzucht in Bayern
zu befoͤrden. Es wurde nämlich in der jüngst stattgefundenen
Beneralversammlung desselben beschlossen, 4 Sektionen zu bilden
und zwar je eine für Hühner-, für Tauben⸗ und für Zier- und
Singvögel-Zucht und eine RNebenseltion für Pflege der Kaninchen⸗
jucht, welche in Frankreich einen außerordenilichen Aufschwung ge⸗
nommen hat. Die Kaninchen . dort, da sie ein ausgezeich⸗
netes und dabei billiges Fleisch efern und sich auch ungemein
rasch vermehren, ein bedeutendes Mittel zur Vermehcung der Vit
sualien und sind in der feinen wie niederen Küche gleich beliebt
Eine solche Vermehrung der Lebensmittel wäre bei der fortwährem
den Steigerung ihrer Preise auch bei uns höchst wünschenswerth,
zuwmal in München, wo insbesondere die Metzzer neben ihrer ali—
bekannten klasssschen Grobheit einen Grad gewissenloser Spekulation
auf den Geldbeutel der Fleisch-Konsumenten entwickeln, der ins
Aschgraue geht und jüngst einen der bedeutendsten Kälberhändler
zu der Bemerkung veranlaßle, er begreife nicht, wie die Metzger

. X. Demezß, veranwortlicher Redacteur.

—

Bekanntmachungen.

Sonntag, 4. Mai
Tanz-⸗Musik
ei Georg Jung .

5 2 7 200
Der Regenerator
(oder Lehnenuaweker)
seit Jahren das bewaährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und spedeelle
—A
Leberkrankheiten, Hämorrhoiden, Eng
brüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten e.
sowie alle Krankheiten, die von 9—
dorbenem Blute und schlechten Säften
herrühten. Der „Lebenswecker“ bet
fördert die Verdauung, reit den Apeb
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Korper, er ist besont
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Fla'che zu Ifl. 10kr.
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Inabert.
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oden Unter⸗
zeichneten gegen hypothekarische
Verficherung sowohl im Ganzen als auch

heilweise auszuleihen.

J. Boos, Geschoͤfssagent

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Wittwe Schnorr.

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frischem Rhein-dalm
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empfiehlt sich die Fischhaudlung von
J. O. Eber hardt
in Speyer a. Rh.

Musik-Veéreoin.
Mountag den 5. Mai 1878,
J Abends 8 Uhr,
Generals Versammlung
im Vereinsloknale.
Der Präsident.
Feuerwehr-Montag
— arl Engel.
Bürgervereins-Kräuzchen.
Am Mittwoch Abend Zusammenkunft
Leonhard Wohlfart.

—— — —
—

Vegen ranco-binsendung von
7 Fre im urlemn à 8 Xr. ist von der
KRheinischen Vertaga-Anstatt iu
Trier franco u beziehen die 4te Aufi. de
verũhmten, 160 Seiten starken Buches:
Dr. Airv's Natnrboitmothodo,“
ausende, welche jabrelang schreccucn
Lungenschwindsucht, Krebsschädeu, Abzeh-
rung, Drüsen. Flechten, Hämmor hoiden,
Bleiehsucht, Nervenschwüche, Gicht, Rheu-
matismus, Fpilepsic, Syphilis ete. gelitten,
sehnell und dauérnd dureh diesen
treuen Rathzeber
von ihren ILeiden befreit, selbat in Fallen,
wo alle äratliche Hilfe rergebhens war. Vor.
räthig in fast allen Bnehhandlungen.

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Kaiserslautern
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Mittwochs von 1 — 4 Uhr.

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— — —
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— 2 —2238537 85327 —— 55 53333 V 35535
385 533325 358 5 — 237553 * 3382
33 — 24 2 2
525 235837 — 2285 332 71335* 523 57
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352 835 33332285 z3838 2*8 535732 2268 533
32* * 32 363 — 59 522 5**2 — * 225
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352337 5—23526 32 —. 5* 2 *55 22 3537725
—— —

553 235

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1—3 533—2 5238
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2 253605 2* 2 7* * 242
2 35 *
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383— 338—328 —
* 23382 — 727 — ——— —
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8 3 38
292 53235 32*8
2. 8 2.2 2 88* 23582
223.52* *587 2,3 2535
*5 — 23 5 *
7 3232 *—743
327 572 22 —A 22
— 355833 753853 5333183
——— 5225 — — 2 5 2 23
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        Sl. Ingberter Anzeiger.

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den St. FJaasberter Anzeigec (und das mit dein Hauotdlatte verbundene Unterhaltungsblatt. mit der Dienstags⸗, Donnerttags⸗!und Sonntag
ummer er heint wöchentlich vie rmal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und So nntaaq. Abonnementspreis vierteljährig 42 Krzr. oder
12 Silberar. Aazeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
3 * Di c ai5 2 *c
Delienstang, den 2 P J —
83 70. * D a⸗ ai 28 — 1873
Deutsches Reichh. von 1869 aufgehobenen 88. 15 und 16, welche beflimmten, daß
Aussder Pfal;, 3. Mai. Gegenüber einem pessimistischen m Falle eines Nechtsstreites zwischen Meister und Gesellen leßtere
zericht inder ‚Allg. Z.“ über den von der pfälz. Tabakdeputa- erurtheilt, denselben entweder Arrest auf ein Fünftel ihres Lohne⸗
son in Berlin erzielten Erfolg wird im „Pf. Kurier“ konstattrt zelegt werden konnte, oder daß der nächstfolgende Meister, weicher
zugeascheinlich von einem Mitgliede der Deputation), daß wohl en Geselleꝛ ohne Entlassung in Arbeit genommen, für die Ver⸗
je Aufuahme bei dem Finanzminifter Hrn. Camphausen eine sehr aflichtungen, welche der Arbeiter gegen seinen frühern Meister noch
uͤhlt, dagegen jene bei dem Präsidenten des Reichskanzleramts, u tilgen hatte, haftbar gemacht werden konnte; 6) Errichtung von
xn. ODelbrück, eine freundliche gewesen. Während Hr. Camphausen Bewerbe- und Handwerkerlammern, entsprechend den bereits be⸗—
on den übeln Folgen einer Erhöhung der Tabalsteuer sich abfolut kehenden Handelskammern. Die Petition schließt mit der Erwar-
ücht überzeugen lassen wollte und schließlich die Deputation kurz ung, daß — Gewährung der vorstehend angegebenen
atließ, bemerlte Ht. Delbrück, daß die Aenderung der Besteuerung Litten ein bescheidener Theil der Wünsche und Forderungen der
a nicht von den Regierungen, sondern vom Reichstag angeregt Nehrzahl, der Gewerbelreibenden and ⁊ der Handwerker geneigtest
zorden sel; dort folle die Deputatien sich Freunde zu erwerben Behör finden werde.
uchen, dann werde die Steuer nicht geändert weyden; die Abschaf Caub (Nassau), 28. April. Man höͤri,“ daß sich in den
ung der Salzsteuer und die gleichzeitige Erhöhung der Tabaksteuer eßten Wochen Agenten eines jpanischen Grafen in der Gegend
omme ihm gerade so vor, wie wenn man das, was man mit der herumtreiben um Bergleute zu engagiren für Bergrerke an der
inen Hand gibt, mit der anderen wieder nehme.“Die Deputation ranzösisch-spanischen Grenze. Im Saarbrücker Bezirk soll es den
so heißt es im „Kurier“ weitet — solgte dem Rathe des Hrn. elben bereits gelungen sein, unter Vorspiegelung glänzender Ver—
delbrück und machte sich's zur Aufgabe, die Ansichten der Reichs- dienste Bergleule zu verlocken. Man hat gegründete Ursache, anzu⸗
ogemitglieder zu erforschen und dieselben wo möglich zu ihren nehmen, daß die Betrogenen nicht zum Bergbau angeworben, son⸗
hunsten zu simmen, und es kann versichert werden, doß bei der dern bei ihrer Ankunft in revolutionäre Banten eingereiht und zu
roßen Mehrzahl der Abgeordneten aus allen Theilen Deutschlands Schlachtopfern im spanischen Burgerkriege mißbraucht werden.
mit wenigen Autnahmen — das Anliegen der Pfalz eine seht Frankreich.
ute Aufnahme gefunden hat. Ferner ist hervorzuheben, daß die Frankreich hat noch immer nicht die neuesten Wahlen
aherischen Bundesrathsbebollmächtigten über die Tabakfrage sehr verdaut, und einige Aufregung verursacht neuerdings die zum 11.
u anterrichtet find, den Standpunki der Richterhöhung der Steuer d. M. noch bevorstehender Lyoner Wahl mit der Aussficht auf
unehmen u d ihn mit Wärme vertreten. daß endlich auch der Rea nc. Man erlennt in zwischen an. daß die Richtung in Lyon
eir. Referent im Bundesrath, Oberzolldirektor Oldenburg, der An- auf die rothe und im schlimmsien Falle auf die föde ranͤve Repu—
hauung der Pfälzer sehr geneigt ist.“ 3. blik vorzugsweise der Rüchschlag der Jesuiten⸗Umtriebe ist, die an
Straßburg. Dec Präsident des Unter-Elsaß hat diender Saone und Rhone alles Maß übersteigen und von der Regie⸗
zersammlungen, welche in letzter Zeit aus Anlaß angeblicher Er- dung des Herrn Thiers nicht blos nicht durchkreuzt, sondern
danungen der Jungfrau Raria bei Ruppertsweiler stattfinden, kräflich befördert worden sind. Die legitimistisch ultramentone.
aubolen Minister, die sich Thiers der Reihe nach nur zu willfährig hat
Darmstadt, 3. Mai. Die Regierung beabsichtigt, sobald octroyren lassen, sind die Hauptursache des Fortschritses der Gam⸗
ie preußischen Kirchengesetze definitiv festgestellt sind, ähnliche, hettisten, welche die einzige Partei bilden, die sich offen und ent-
m Wesentlichen übereinstimmende Kirchengesetze den Ständen vor⸗ schieden gegen das Treiben der Dunkelmaͤnner aussprechen, während
zlesen Thiers und Jules Simon aur in Ausnahmefällen, und dann bochst
Hamburg, 2. Mai. (B. Fr. Bl.) Auf eine von der ungeschidt und erfolglos, den Muth ihrer desseren Ueberzeugung
Innoncenfirma Haasenstein u. Vogler für eine hiesige Druckerei zeigten. —
n den gelesensten Blättern Deutschlands erlassene Annonce wonach Ueber die beabsichtigte neue Bewaffnung der französischen
rehrer, welche sich zu S tzern in Buchdruckereien ausbilden wollen Armee wird der „Allg. Mil.⸗Ztg.“ von hier mitgetheilt: Es scheint,
esucht warden, haben sich hier 84 Reflectanten gemeldet, —unter ils werde die franzoͤsische Regierung den Verbesserungen der Waffen⸗
enen 8 Dottoren der Philosophie. Wir haben kaum einen an- Technik in Deuischland gegenüber nicht zurückbleiben, sondern viel⸗
eten Beweis nöthig für die große Miseèere der Lehrer, die in dem mehr auch Vervollkommnungen der eigenen Waffen vornehmen.
Nißverhältnisse zwischen der geringen Besoldung und dem, wenn⸗ Ddas Chassepot⸗Gewehr hai sich zwar im letzten Kriege balistisch
läch segensreichen, doch mühsamen Berufe der Lehrer ihren Grund bewährt und wird darum im Principe beibehalten, doch sind ein⸗
jat. Andererseits freilich darf es nicht übersehen werden, daß jelne Uebelstände desselben zu Tag⸗ getreten, welche hauptsächlich
em Setzerstande, eben weil dieser einer gründlichen schulwissenschafte den VBerschluß⸗Mechanismus bdetreffen; auch das Haubayonnet wird
iden Vordildung bedarf, aus den erwähnten Umstaänden ein xecht zu schwer befunden. Dies gab Änlaß zu Verbesserungen und zut
villlommener Zuwachs entsteht. Annabme der am entsprechendsten befundenen Reconstruction von
Berlin. Gegenwärtig wird in der Provinz urter den Le Baron. Die frühere veraltete Patrone ist dabei durch eine
iesigen Handwerksme stern eine Vetition zur Unterschrift in Cir- dupfer Patrone mit Centralzündung ersetzt. Das neue Gewehr ist
ulation gesetzt, welche von dem Centralverein in Berlia entworfen etwas schwerer als das frühere Modell, schießt sehr präcis und ist
ind dem Reichstage übergeben werden foll. In derselben sind die für gezielte Schüsse bis 800 Merer Entfernung eingeritet. 'Nicht
dünsche der Meisser in 6 Haupthunkte zusammergefaßt, welche' nur für die ganze Cavallerie, fondern auch für die Officiere und
thin gehen: 1) Wiedereinführung der Prüfungspflicht für Lehr-⸗ Unteroffiziere der Infanterie und Juger ist ein Revolver eingeführt
ige nach beendeter Lehrz it; 2) Stellung der Fortbildungsschulen vorden, und zwar nach dem System Galand mit der Einrichtung
ir Handwerker-Lehrlinge unter die Schulgerichtsbarkeit der Volks- als Repetirwoffe auf sechs Schüsse mit zwölf Millimeter Kalliber.
ulen, danit die Lehrlinge bis zu ihrem 18. Lebensjahre diese 12 Gramm Ladung und 15,4 Gramm schwerem Geschoß, welches
hule zu besuchen verpflechtel sind; 3) Ahschaffung der Beitrags in einer Metal -Patrone mit Centralzündung verwahrt ist.
icht der Arbeitgeber zu den Handwerkergesellen- und Fabrik- Spanien.
heiter· Hranken⸗ nterstützungskassen und Errivktung von Gesellen⸗ Der Generallapitän von Katalonien hat einen Befebl erlassen,
msen; 4) Cinfahrung dvon Arbeits-Controlbüchern, in welche Ar- vonach alle Landhäuser verlassen und zugemauert werden sollen.
ritgeber und Arbeitnehmer bei Strafe verpflichtet sind, die Ein⸗ diese Anordnung, über deren ganzen Inhalt und Umfang Naäheres
gung darüber zu veranlassen, in welchem Orte, welche Zeit soch nicht vorliegi, soll in der ganzen Prooinz große Aufregung
indurch und bei welchem Arheitgeber ein Arbeitnehmer in Arbeit servorgerufen haben, zumal da Velarde auf die Bitte, den Baenl
tanden hat; 5) Wiedereinführung der durch das Gewerbegesetz zurückzunehmen, erklätte, er werde die Landhäuser, welche nicht
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        vermauert würden, zerstören lassen. 60 Alkalden sollen in Folge
dessen betibsichtigen, ihr Amt niederzulegen; man befürchtet einen
allgemeinen Aufstand, im Falle die Maßregel zur Ausfügrung ge
langen sollte.

46chwabenstreich.) Zn Leipheim (Schwaben) ist vor eintgen
Wochen ein Aurioser Streich passirt. An einem Bergabhange kam
ämlich ine Quelle zum Vorschein, welcher eine trübe übelriechend
Flüssigkeit entströmte. Da sich nun sofort das Gerücht von Ent⸗
edunz einer Erdölquelle verbreitete, strömte jubelnd eine Menge
Neugieriger auf den Platz, man schickte sofort eine Flasche der
Flüffigk it behufs chemischer Untersuchung na h München, bis sich
die Sache endlich daßin aufklärte, daß die Senkgrube eines oben
im Berge wohnenden Gerbers, welche Lohbrühe enthielt, schadhaft
var, so daß der Inhalt derselben weiler unten am Berge aus dem
Boden sickerte.
7 Fürst Bissmard ist von dem Vereine der Barbiere und
Thirurgen in Berlin kürzlich zum Ehrenmitgliede ernanut worden
id zwar weil er 1. so gut operirt, 3. weil er schon Manchem
den Star gestochen hat, sogar den schwarzen, 3. weil er Deutsch
Tud verbunden und weil 4. Niemand Rapoleon so über'n Loͤffen
darbirt hat, wie er. 0 J

Die Gemaldegalletie des Dr. Strousberg, nahezu 206
Rummern umfassend. die reichhaltigste aller Pridatgallerien Berlint
si duech Kauf um den Preis von nahezu 700,000 Thlr. in den
hesitz der Lepke'schen Kunsthandlung übergegangen.

7 x* Aus allen Theilen Frankreiges wird jetzt beftaͤtigt.
daß der lehte Frosn an den Weinbergen furchtbare Verwü sungn
mgerichtet hat. In der Gironde allein wird der Schaden auf 50
Pillionen Frcs. geschätzt; trostlos lauten die Meldungen aus der
Tharente, der Cote d'sr, aus den Departements Gard, Indre⸗e⸗
doire, Rhone, Saone⸗ei⸗Loire und Doubs.

Aus der Schweiz erfahrt man von einem Strile be
sonderer Art. Die Kasehandler haben zur Stunde, wo letztes Jahr
Fer Käse schor bis auf das letzte Stüch verkauft war. fich noch in
leiner Sennerei gezeigt und machen Miene, sich jeder Operalion
u enthalten. Tie Milchpreise waren bis auf 25 FIr. per 150
diter gestiegen, so daß der Stoff zu einem Pfund Käse auf 1zr.
zu stehen lommt. Die Verkaufspreisen stellen sich daher ans eine
Fisler für unmöglich gehaltene Höhe. Die Zurückhaltung der
dändler hat deßhalb die enner sehr beunruhizt, da ein großen
heil derjelben de Waare nicht für längere Zeit aufzuspeicheti
dermag. i

7 Rom., 2. Mai. Dir Frosi hat auch in einigen Gegen
den Italiens Schaden gethan.

RMRußland.

Si. Peterburg, 2. Mai. Heute Mittags hat großt
Parade zu Ehren des Deutschen Kaisers statigefunden. Die
Truppen waren in 5 Reihen aufgestellt: 12 Infanterie-Regi-
ener à 3 Baitaillone, 15 Schützenbataillone, die Kadetten des
Hatine ⸗Lehrbataillons, 9 Kavallerieregimenter und mehrere Bat—
serien reitender und Fußartillerie. Der Deutsche Kaiser war mit
dem Großorden des Georgsordens, der Kaiser Alexander, sowie
die Großfürsten mit dem Großorden des schwarzen Adlerordens ge⸗
schmückt, sämmtliche Generale trugen preußische Order. An der
Spitze der Suite ritt das Kaiserpaar, darauf der Großfürst Nilo⸗
aus, der Obersikommandirende Feldmarschall Berg und Feldmar⸗
schal Moltke. Bei dem Vorbeirin laͤngs der Fronte siellte der
Deutsche Kaiser sich beim Grenadier⸗Regiment Friedrich Wilhelm
auf, den Russischen Aaiser salutirend, welcher sofort hinzuritt und
die Hände des Deutschen Keisers lange schüttelte. Fürst Bismard
in weißer Kürassierunisorm mit dem Kordon des Andreasordens
erregte allgemeines Aussehen.
— —
BVermischtes.
7St. Jugbert. Die hiesige Güterexpedition gibt durd
Anschlag bekannt, daß die Beförterung der

edEilgüter während des Sommerdienstes
in der Richtung nach Reunkirchen mit Zug Nr. 118 am 7 Uhr 26 Min. frut
— Aaiserslauternlmit Zug Nr. 117 am 5 Uhr 25 Min. Rachm
von caisertlautern miß gug Rr. 114 am 11 Uhr Mittag⸗
4*757 7 von Neunkirchen mit Zug Rr. 118 am 11 Uhr Abeuds
siatifinden, daß frische Fische, Wildpret und sonstig frisches Fleisch
Als Eilgut mit jedem Zuge befördert wird.

'Speier, 5. Mai. Gefteru Mittag entlud sich über nn
serer Stadt ein Gewitter, welches von einem sehr heftigen und
lang andauernden Platzregen begleitet war. Der Niederschlag von
Schiossen war so stark, daß die Felder von einer Eiskruste völlig
aberdeckt wurden. . Sp. A.)

Der Bisch oef von Speier wird in der ersten Woch
des Mai seine Visitations⸗ vnd Firmungsreise daurch die Pfal⸗
beginnen. F ...

pMainz, 1. Mai. Der „Mainz. Anz.“ schreibt:: Wie
wit hoͤren, haden Bäckermeister sich an das Gouvernement gewende
mit der Bitie um militärischen Schutz im Fale eines nothwendig
derdenden Brodaufschlags.

Wiesbaden, 1. Mai. Die Gerichtsverhandlung in
der Spihendiebstahls Geschicte wurde heutè zu Ende geführt. Frau
d. Langsdorff wurde zu Iuj Jahren Zuchthaus, Frau v. Recum
zu 11/2 Jahren Correctionshaus verurtheilt, Beiden aber auf dre
Jahre die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen. Die Verurtheilter
werden das Rechtsmittel der Apellation nicht ergreifen. (Fr. 3.

f Die N. fr. Pr. bringt eine Aufzählung der Titel und Or—
den des verstorbenen Li ebisg. Das Verzeichniß nimmt 46 Zei
le:n eiun.

4

J Landwirthschaftliches.
J Von Dr. Schneider in Worms. a
(Melken der Erstlingskühe.) Es ist von großer Wichtigkeit. d
Irstlingstühe aach dem ersten Kalben so lange als möglich fort zu mellen
da es durch Erfahrung feststeht, daß die Kühe stets um dieselbe Zeit aufhören
Dilch zu geben, in der man fie das erste Mal trocken oder fur sich stehe
saßt. Wenn man z. B. eine Kuh, die nach dem ersten Kalben truchtig win
im funften Monat trocken stehen läßt, so wird bei allen folgenden älberr
wenn nicht früher, doch zur selben Zeit bei ihr die Milch versiegen. Ma
soll deßhalb eine Erstlingsiuh, selbst wenn fie nur wenig Milch geben sollt
venigsiens bis zu 8i, Monat foꝛtmelken, sie aber dabei möglichst reichli⸗
und aut fuͤttern.
FJ. X. Demet, verantwortlicher Nedacteur.
Bekanntmachungen.

Anzeige.
d sind durch
—EV—
zeichneten gegen hypothekarische
Versicherung sowohl im Ganzen als auch
heilweise auszuleihen.
3J. Boos, Geschaͤftsagent
in St. Jngbert.

Eine junge steht zu bi
hochträchtige Kuh laufen bei
Adiunct Keßle

in Hasmel.

Ich moche hiermit die
tgebenste Anzeige, daß ich
—

Ganster Wittwe auf der Schmelze
sait. Jughbert b sher betriebene
cosonias· &amp; Kurawaarengeschäft
iĩbernommen habe.

Da das Laget jetzt wieder in allen At ⸗
läkeln vollständig und es mein Bestreben
sein wird, durch gute und billige Bedienung
eine verehrlichen Abnehmer zu befriedigen,
so halie mich bei eink hrendem Bedarfe
besens empfoblen.

Sqmelze St. Ingbert, J1. Mai 1873.

Mit aller Hochachtung
Ferd. Fberlicurd.

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ind Ketten nebsi Ehaise ist zu verlauin—
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        —— —
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2552337333 353537 5——2583338 .2228
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2 55 55 3283 * 2EA B287 23
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ummet er heint wochentlich vie om·ah: Diemsptalg, Dervretag Sametag and Samnatag. Abonnementspreit vierteljährig 42 Krzt. odrr
ye uberar. Anneigen werden mit 1 arie. vie breispaltige Zeile Bieitsarist oder deren Noum berebn
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ιιιια.ax Deutsches Neichi ichen Oesterreich und Deutschland ebt bebor? So wird ver
Mün 62,15 ManDer denische Genossenschaftstag⸗ Desses 9. aus Rest en4 Aul 423 535*
chaltung in Brevren deschloffen war wird nunmehr mit Kücsicht Nachdem. die Bewaffnungsfkage ber —2*— Juͤfanterie be⸗
uh die Besucher der Wiener Weltausstellung in München und xeitt auf· muster gilge Weise gelöst worden ⸗ist, sins nun auch die
dacin der zweiten Hälfte des Auguft abgehaiten werden.Die Beraͤthungen über bie Bewaffnung der Cavballerie zum Abschluß ge—
jesigen Vereme haben bereits ihre freudige Zustimmung zu diesem ommen, ¶ Dee⸗Antraägen der betreffenden Commission entsprechend
eshlusse am die Anwaltschaft moch Berlin berichtet. deuun jste Rach den „Süddeutschen Presse * Machfolgendes angeordnet
Muünmch ema. Maiz Der Spitzedesche Gansprozeß wird worden. Im Einklange mitder berechtigien Anfotderung, daß
ach noch ein kamerclißisch- strafbares Rachspiet-erhalten , indem, de Fererwaffe der Cavallerie eine ähmiche Leistung, wie sene der
ne groe Anzahl der. sowohl von Schuldnern als Glaubigern Infaniterie besitzen müsse, wird ein Carabiner, entsprechend dem
asgest lNen Sdla ·⸗Wechsel nicht: mit aden entsprechen ewer Modell. M.* L Systen Maufer. also mit gleicher
aen persehen ist die großte Zahl der in dieser Beziehung zu⸗ atrone hergestellt. Mit diejem Carabiner sollen. bewaffnet werdent
anftandenden Wechsel trägt gar leine Steuermarke, die übrigena) Sämmtithe Husaren ⸗ und Dragoner⸗Regimenter au Siehse des
geringe oder micht gesetzch behandelte Marken.“ Da Aach. dem Zundnadele Cargbiuers. b) Von jeder Eskodron der Ulanen⸗ und
zteupelste ergesetze jowohl Ausfleller, als Inhaber der Wechfel der Curassier⸗Regimenter 832 Plann unter We foll der gleichen Anzahl
usprechenden Strafe verfallen, soll die defraudirte Wechfelstempele von Pistolen.e) Die berittenen Manuschaften der Train⸗Bataillous
uck allein üben 100, 000, Gulden (77) ausmach n, Woni welchen ard darx Administiation (bei Proviant, Colonnen, Saniläts-Abtheil⸗
e eine Hälfie an der Gantmasse, die andere an der seiner Zeit ungen. Lajarethen u.J. f.) Vorläufig. bis der Mauser · Carabiner
huse hendeu Prozenisumme in Ablug kommen wird ·. 5* hergeftellt ist und zur Vertheilung gelangen kann, wird die Be—
Muünhen, 6, Mai. Konig Ludwig zeichnete 1000 6 für waffnunq. mit Chaffe potgewehren durchgefühtt.
richtung eines monumentalen: Denkmals füt Liebig. Ein Komitoͤß a. Echweißʒßʒßß.
ard demnächst einen öffentlichen Aufruf exlassen. —3 5 8 alle n, 5. Mai. In Ansführung des Beschlusses,
Berlin, G. Mai. gwischen dem General v Wanleuff el welcher die Lehre von der Unsehlbarkeit von dem Jugendunerticht
ad dem franzönschen Bepoumächtigten Grafen v. St. Val m fimen and nnhin den. Dameetecheun Popp und dem Domvicar Nie⸗
cenwärtig Räumungsherhandlungen zur Ausführung der letztew dermqnn verboten worden, hier Neligionsunterticht zu ertheilen.
cutsch-frauzösischen Conventisn pvom 15. Maäiz stast. a. Generol Re ide biellan Die Weisung, sich aus dem Schullolale zu ent-
Ronteuffel ist iu den lehzten Tagen wieder vlelfach in den Zeitunsj5 3 ι —ν
en besprochen worden, zum Theil nicht ohne sein wenn ach än⸗ Mußland. ————
irelles Zuihun, da der General ez delanntlich liebt, durch die rbur a. 4. diai. ver dem heutigen; Gala⸗Diner
agesbtältet sich inallgemeiner Erinnerung zu erhalten. Anterer·i 840 Gedicken brachte Kaiser Alexander den Toast auf Kaifer
winde aber Gemral Manteuffel auch ais gefchäftiger: Julrie Wilhelm, Zus. Er naunle denselden seinen besten Freund und
ant cegen die Politilk-des Fürsten Bismacrck daxgestett. Ueber drüdte die Hoffnung und den Wunsch aus, daß diese Freundschaft
ag Getlatsch der Berliner Camatilla im Uebrigen wenig orientirt wischen, den Herrschern auch den Frieden Europas garantiren und
murs nur so viel vekannt, daß der General in letzter Zeit zwi⸗ ich guf die Kinder vererben, und daß Kalser Wilheim noch Lange
in swei Projecien geschwankt hat, nämlich Boischafter in Paris die Früchter seiner. Siege im gefegnetet“ Regierung genlejen mögr
id Gouverneur don Berlin zu werden, letzteres allerdings mit: dex Kaiser. Wilheim danlte sehe bewegt fir die ausgesprochenen Wunsche
huͤcht, hier: Einfluß auf die Politik zu gewinnen. Ebenjd wie der und. demerlte, auch in seinem Herzen fänden! dieselben Gefühle den
cueral feldst geschwantt hat, jo scheint man auch in, Berlin nicht bebhaftesten Wiederhall. Der Toaft wurde von dem Kanonendonner
wußt zu haben, was man mit ihm anfangen soll; von welcher der Festung hegleitet. An. JIJ
eine aber der Ausschlag gekommen ist, daß weder das eine noch ι[α αα Amerika. —R — —
3 andere jexer Projekte zunächst ausgeführt ist, darüber gehen7 New hy o rik, 4. Mai. In Dixon in Illinoig ist, von dort
Urtheile auseinander. Ueber Wenige lauten die Urtheile wohl ingetroffenen Meldungen zufolge, eine Brücke mit vielen Menschen,
zeischieden als über General Man euffel. Unzweifelhaft scheint, welche sich auf, detselben befanden, zufammengebrochen. Die Anzahl
z in der Vorbereitung und dem Verlauf der Jahre 1866 und der Ertrunkenen? wird auf 50 geschätzt; 82 Leichen sind bereits
70 auch. er seine Verdienste hat, diesen aber stehen wohl eben⸗ aufgefunden.“
unzioeifelhaft Bestrebungen zund Velleitälen zur Seise, welche es
nugend wünschenswerth machen, ihn von der großen Politil — n ι Vermischses. —
halten. Wie sehr garade Ber Kaiser dem General geneigt ist, ist 4 Vier Mauret von Kaiserslautern wurden wegen Verletzung
doch von der Nothwendigkeit der gegenwärtig defolgien Zzund, der allgemein belannten Regeln der Baulunst bel Leifung und Aus—
mer einheitlichen Führung bedürfenden Politik zu seht überzeugt ührung enes Baues (ein von ihnen gebautes Haus war wieder
3 daß man ju befürchten hätte, daß es dem diplomalifirenden zujammengestürzt) vom Zuchtpolizeigericht jeder zu einer Geldstrafe
ꝛeneral gelingen konnte, dat Wasser in Berlin zu trüben; von I0. Thlech Fventuell 10 Tagen Gefängniß verurtheilt.
uer dent Karser Wiltelm haven, auch Furst Bismarch und Braf:z3 Speiænr. Gejuche von Schullehrern, welche sich um ein
loltke einen ebenso glänzenden als herzlichen Empfang in St. Stipendiuar) aus Kreismitteln zum Besuch der Wiener Weltaus
zetersburg g funden.(Rat.Zig.) 1stellunt 00 - 115 fl.) bewerben wollen, sind bis 20. ds. bei
Derlün Ueber den Anttag der Conservativen hetreffend, den: Distrittsschulinspeltionen einzureichett.
e Bestrafuug des Contraktbruches fard am 2. Mai eine Bespreus 7Speier. Die Kreizregierung hat auf ; Anregung des
uung von Delegirten sämumdlichet Fraklionen statt. Dieselbe kour Reichtarchivs die Beyirlsamter detuftragt, bei den Gemeindebet oͤrden
nirte schon in ihrem jersten Verlaufe eine Uebereinstimmung in den dahin zu wirlen, daß die in den Gemeindearchiven der Pialz sich
ahticen Punklen 13 daß rechtsvidriger Vertragsbruch für Arbeits befindenden werihvollen Urkunden einer Sichtung unterworfen und
edet und Ardeitmnehmer unter Strafe zu stellen,“ die betreffenden« unten Vor behalt aller Eigenthums⸗ und Benützungstechte an das
immungen der Gewerbeordnung klarer gestellt? und auf die dreisarchiv in Speher ausgeliefert werden. (N. 3.). .
udlichen Arbeitet auszudehnen seien.“ Die Besprechung wird noch oe he Die setzt durch alle Zestungen schallenden Klagetone üdec
atgesetzt werden, da die Reich regierung; voraussichtlich jedem Frostjchüden in Weindergen, an Obstbãnmen und angeblich sogar
ahbolle · And· Ealschiedenen Vorgehen ihre volle Unterstüzung ge— an denFruchtjeldern sindz schreibt der ,Schwäb. Merkur⸗— feht
zahren wird. 7 mar V Iz cichtig mite großer Vorsicht au fzunehmer. Einmal sind die ersten
der Abschluß eines Verirages über gegenseitige Rechtshilfe Eindrücke in der Regel subjektiv viel stärker und trüber als obseltiv
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        begründet.j und dann — man darf dies nicht perhehlen — hat Darum nur nicht gu frühe und zu tkrostlos Jammer und Klage in
zuch die Specil tion ihren guten, oder tidliger·gesach, schlimmen eimr Zeit, der kshwahrlich an Auftegangsstoffen dicht sedii

Theit an solchen Sensationz Nachrichten Maun denke an dad F NrAu⸗ de IMat. Dieꝰ Untersuchun ure der
s847, * veicon Wischeinungen uan Qältz und Sün rbsse — o or esnigͤn Monaten 5 dortigen
gebracht hatte als Jig fruchbareß nde gesegnetes Jabr R balue Vhalte Zgh asam ungder Altkaholi — Usn⸗
drnne aben il leßter“ Zelt da uͤnd uns unge srnaan ve hindert Zoutde hat für⸗ medrere de ——
jehen, allerdings unbetkennbare Goueen des Fro efunden, aber unter zwei Geistliche zu Polizeistrafen von 8 und 2 WEhsr.. für
auch viele Weinberge, zumal die besseren in den höheren Lagen, einen zu achttägiger Gefängnißstrafe geführt; drei weitere Ange—
und eine Menge blühender Bäume unbeschädigt und vollends die klagten sind vor das Kxreisgericht verwi sen. —
Saaten ganz im alten hoffnungsreichen, machonen Staude gesehen eer Münschee dy AMaid Gesterne siud hiet die ersten Kirschen
Bereits ist ja eine günnige Weudung ber dTemperatus eingetreien. zu Markt gehracht worden 3. das Pfund dostet dlos zwei Gulden
die ohre Zweifel ihre corrigirenden und wohlthätigen, Ginilüsse üblt. Demesß veran woer etecteur. n
Bekanntmaͤchungen.

——
Ich ˖ deher⸗ ich den verehrlichen hiesigen Damen die ergeleite Min
lung zu —nachen daß ich das fanliche Frisiren im Abonnement au
fl. 12 kr. pro Monat festgestellt habe.
Piinaiecα Sαααι.οr, griseurin
ι 1 7Gestorben sindaenne
nzeige IIn u e Framzisla Haus
J sab dur M. alt,rA.“ v. Johann,4. Johan
24 3900 fl. Drut Vebrg Zoller; »323 J. alt, ledig, Tagan
n eichnelent grgenhypothelarische Weorg Stits,“ 50J. alt, Taguer,neidin
Bersicherung sowohl im Ganzen als auch Sv Pelter Sulef Ehsabetha Herzy 29
heuweise aus zuleshen duot ναννα vo 3 Me alt; Dev. VohannMagdalen—
3 no ανν Boos Geschastsagent Jung, 40 Jt altd, Ledigen V. wo Geotges
αν t Ingberieeuury datharina Ecer, 830 J. alt / Eheft.v. Jo
junn Lenhardt. Josephen Decarm, 23
mi, T. d. Yotjsann“ Maria Morlo,45
alt, Tehvi Nitolaus.B. Carharima Kitzmn
25:Je alt, Ehefr. u Rikolaus Weber 14
Nouije Lendatdi, 18 T. alt, T. d. Joham
——
Jakobn A5ä. Catharina Gehring, LM.
1B8T. all, T.nv⸗ Jalob. I9. Elhabeth
Moischee 6 M. nin; T. d. Johaume2
Nikolaus Wachs, 4 M. alt, S. d. Johann
21 Magnabena Schmimn; 838 J. alt Eheft
vm. Johann! Schwarse 28 Catharina Qu—
n, 233. alt, Ehefrv. FJos ph Haget
20. Johann Adel, 11.M. alt S.w. Hin—
ich. 27. Peter Nellnuin Toalt, S. d
Rilolausl Jatob Noll, 1T. alt, Sad
Ritolaug 29. Ludwig Deckatm, 3 J. alt
Sν Johann Magdalend Weidmam,
T. M. alt, T.b. Joh. Josehh.
n.Vercehelicht haben sich ·
Aml. Aperi A am Kneih mit Matid
Flijabetha Roihtos. 3. Geotg Kopp unl
Aatharina Bernd. 15. Heiarich Wilhelu
nit, Catharina Schwan. Cart. Friedrich
Touturier mit Carolina Geyer. 24. I⸗
hann Heinrich Ruter mit Barbara Mar
chall!: 24. Daniel Leondard mit Carohn
Dietrich .. α —
St. Ingbert, den 6. Mai 1873.
unn Der Cvilstaudsbeamu
Ghaudoun.
Der Brodpreis fuͤr die Siadt St
Fagbert ist von heute an bis zum nächsun
Donnerstag (Ftuchtmarktstag) festgestellt:
Korabrod 3 Algr. 29 Kezt. Weih
htodeut Krir.
Frucht⸗Vrod⸗ Fleisch ꝛe. Preise
der Stadi Zweibrücken d. 8. Me.
Weizen 8 fi. 9 tr.i Korn 8 fl. 80 k
Berste Zreihige. 5 fl. 24 kt., Getste dietn
reihige, 8 s1. 20 kr, Spelg — I.“6
Spelzletn — fl. — ir.Dimket *4
— ir⸗ Muichftucht — il. — ke⸗. den
5 fl. 8fr. Karioffelu Afl. 80 ir. y9n
st 24 it. Sito I U. 12 tr. In
Jeniner. Weißbrod 18 filogr. Lbk
dornbrod 8 Kilogr. 28 Ir. diuo 2 Kilogt
Otr⸗ ditio Kiloer. 10 kr. Gemuchtbrod
il. 36 tr. 1Paar Weck 100 Eramm 2
Ziudfleisch 1. Qnal. 20 tr. 2. Qual. 18 k.
albfleisch 16 11. Hammelfleisch 166
wehnefleisch 22 kr. der Pfund. Hunen!
ir. per Pfu:d.

Eonventionelle2 424
— “— —E — 5
Zwangsveräußerung

Amn MorJ αιι.
Mitiwoch ben 28. Man 18731 Nachmit
lags 2: Ubr zu Mohrbach Im Haufe⸗ von
Peter Bender wird auf Bettelben! von
r.Moritze Oppenheimern Kauftann! in
Zule zafte wohnhaft, ais alleiniber Nrchts
rachfolgerder früher daselbst bestandenen
Hanbele frema Martin Oppenheimer Witwe
ind Sohn,und 2cvon Abtahnmn Jofeph
um.Kaufmann alldarn wohnhaft, gemein⸗
dafiliche Kequirewen
Nygegen Peter Boftian Lesseschmich vnd
veßen Eheftan Elnabetha Weber! beide in
Rohtbach? wohnhast,“ solidarischhaftende
—AfÆX—— 12
die nochbezrichnete Liegenschast Rohrbachet
Bannes wegen Nichtbezaͤhlnug des nuf Grund
Zaufactes des unterzeichnelenush Kotares
homG. Aprii⸗ 1868 geschuldelen Hauskauf ·
—
mäßig⸗ dfferalichnim Sigenthum versteigerk
nantiche: uß ιν uoito n
Plau Nr. I34 umd 135 sein hul Rohr⸗
hach am Nevugarken gelegenes Wohnhaus
—
decimalien Flaͤche emhaltend, neden Geor
hdehring und JIceos Jacsb α
GSi.Ingbert, den 7. Mai 187820 2
e GSoru, kglo bayet. Nokar.
olzversteigerung
F zwersteige 3 g
Mountag den 19, Mai wächsihin,
dis Morgens um 9 Uhr, werden im Schul⸗
hanse dahier nachbeschriebene Hol;sortimente
aus dem Gemeindewald dose!bst an: den
Meistbietenden auf Jahlungstermin öñ. nilich
versteigert:
A
e Abschnitte 8 —

fichten Stanm ß.

aspen — — —

eichen Wagnerstange 2. Sue

)üchten Sparren,ue
Seer buchen Scheitholi, 3 nν
—D

19 a —R Klotzholz. e
43 elaspen und eich n Prügel,
03 Krappen..
Eusheim, den 7. Mai 1878383.
. Das Bürgermeistetamt.
J. Echmitt. —

2122 *X v
Givbilstand
er Stadt' Et. Ingbere pro RMionat
d 73 * 2 re·e
Bgeboren warden 0
Amek April Petet S. v. Johann Kihm.
Slisfaderha T. v. Cheifnian Hohnwech. Carl
Phitlipp S.v. Jalob Wischan. 3. Aung
Naria Tav. Ritolaus Feun.4. Heimich
5. v Adam etlelal Anton S. v. Auton
Hanster Witiwe. Pelet Sed.⸗ Peter Berzel
Magdalena Burbara T. v. Catharina Bare
jard: Schneider ledig. 8. Jakob S.d.
Ftanz Huber. 10. Jalob S, v, Peter
AiefGheistina T. v. Jofeph Vecket.
u. Jehana S. d. Johann Gudlmus.
12. Peier S. v. Jalob Buhmamu. 13. Bar-⸗
zata Taed Jalob JanzoA Marix T.
p. Jakob Brauer.“ Magdalena T. v. Jo⸗
nm Echvurz. 187 Joseph S. v. Johant
Heslenthal. Johann Joseph Se d. Georg
Woll.“ Chrift an S. v. Christian Heinz.
18, Bornharde Se v. Jofseph Beer. 19.
deintich S. d. Joseph Schwarz. 20. Jo⸗
sann Se vi Heinrich Greß. 21. Justin
5. d. Isaart genannt Julius Haas. 22.
Magdalena T. d. Sophit Simon ledig.
Bernhary Cart G. v. Bernhatd Noch.
—AR
— J 5. d. d— —JJ —XRV
5514. d. Johann Meher. 26. —QW
Beschäfts Empfehlung. ,
Hiermit die ergebenste Anztige. daß ich Laver Demez. 27. Peter S. d. Niloldus
pichrals Schuthmacher hier miedergelassin Roll. Jakob S. d. Nibolaus Noll. 28.
haben, und bitie um geneigte Kundschaft, Natiu Anna T. v. Ardreas Kiuhm. 29.
qute, billige und rasche Bedtenung zuficherns. Heorg 3. v. Heinrich Jakob Ruß. Karl
eter Dchäffner, Shuhmachhet, 3. d. Johann Schwatz. Jobann Josept
oc chaft in dem früber H. Eichschen Hause. S. v. Veten Busch.
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oe Raltion, Drud und Verlag don F. X. Demeß in St. Ingberi.
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        Hl. Ingberler Anzeiger.

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eer St. Fnaberter Anzeiger (und daß mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungüblatt, mit der Dienztagt⸗, Donnerstagt⸗!und Sonniag
ummer erscheint uüube lich viermal: D ienztag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteliährig 42 Arze. ode
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4* Kryr. die dreispaltige Jeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
S.amstag, den 10. Mai —WWW 1873.
Deutsches Reich. uuch nicht geneigt sein wird, durch Unlerstühung einer so unbeliebten
München, 5. Mai. Die dem letlen großen Generals- Maßregel seinen Wahifeldzug zu erschweren, da ferner un!er den
wancement entsprechenden weiteren Beförderungen im Stande der ãonservativen der inländische Tabakbau einflußreiche Vertreter hat.
Fabzoffiziere sind nun ebenfalls erfolgt: es wurden nicht weniger 9 hält sie die Annahme des Projeltes im Reichstag für ganz aus
ig 10 neue Regimentslommandeure, 7 Obersten, 4 Oberstlieute- ichtslos und glaubt, die Keichsregierung werde unter diefen Um⸗
id i2 Mojore aus den nachstvorhergehenden Chargen ernannt. känden es vorziehen, einer sicheren Riederlage aus dem Wege
Ber run Jehlt. da die Käumung des franzößschen Terri- u gehen. X. —
oxiumg bon den deuschen Truppen in nicht allzulanger Zeit zu BSerlin,8 Mai. Wie die „Spener'sche Zeitung“ erfährt,
warten steht, wird in manchen Kreisen die Frage wieder eifrig hat das preußischen Staatsministerium in der Tabak und Boͤrsen-
suli.nwie es mit der Verheidigung unserer Wesigrenzen im deuerfrage sein Votum, dahin abgegeben, daß für jetzt von der
falle eines abermaligen Krieges mil Frankreich bestellt sei. Nach Vorlegung betreffender Entwũür fe als Ersatz der Salzstener abzu⸗
C. St.“ soll man bei solcher Gelegenheit in militärischen Cir⸗ fehen sei. *15
—
icht bei Deutschland geblieben, und man meint, nur sehr triflige ur dieses Jahr wohl als vertagt betrachten. Die Besteuerung des
nische Grunde könnten den Verzicht auf dieses Äusfalsihor inheimischen Tabals, schreibt wan det „Mgd. Ztg.“ kann in der
anireichs bewirlt und gerechtfernige haben. Es ist natürlich, degenwärtigen Jabresperiode einer Erhöhung nicht mehr unterzogen
ß man dabei auch auf die Maßregel zu sprechen kommt, die den werden: damit verbietet sich auch von selbst die alsbaldige Erhöhuug
Halust eines fo wichtigen Punktes mönlichst wenig empfinden lassen, des Zolles auf importirten Tabak. Der Erlaß eines Gesetzes,
d dült man dann' ein befestigles Lager bei Muͤlhaufen im velches für einen entfernteren Termin die Erhöhung des Eingang
jsaß für das wirtsamsie Miltcl, um einer ewaigen Indasion olls auf Tabak festsetzte würde aber nur das Signal zu einem
et Franzosen in das Oberelsaß von Belfort her entgegenhutreten, och großartigeren Import geben,als er bis jetzt stattgefunden hat.
dies Huch bereits srüher soon in den , Jahrbücher fur die Schon gegenwärtig sind außerordentlich starke Vorräthe von Tabat
deuische Armee und Marine“ ausgeführt worden ist. Aber abge⸗ u den Zollverein aufgesührt worden,‚Zum der geflurchteten Zoll⸗
Fen don der Verldeidigungsfrage haln man die Errichtung eines rhöhung zu entgehen. Die Spekulatian hat sich jedoch, wie es
uͤhen Lagers ebenfalls aus potischen Giünden für empfehlens- Heint, zut Zeit in ihren eigenen Netzen gefangen und es darf als
merih; einmal heißt es, würde eine solche Vorkehrung den Einfluß in eigenthümliches Zeichen betrachtet werden, daß von Seiten
iur dach Rache schreienden Framosen mie dern und den der ver- olcher Interessenten Schriftstücke an den Reichsstag gelangen, welche
cünfligen und friedfertigen kräftigen, dann aber auch ganz bedeutend die augenblickliche Erhoͤhung der Tabaksabgaden demgemäß befäuͤr⸗
ur Beruhigung der Bevölterung der wiedergewonnenen Reichslanden worten.
ainneden, huf weiche wir wohl“noch lange dergeblich hoffen möchten, Magnnheim, 8. 8at. Der „Mh. Anz.“ meldet, daß
denn jene Bevolterung fort und fort von Üebelwoilleuden zu der Friedrich Hecker am 10. d. Newyork verlassen hat und somit am
Neinung verleisel werden idnme, das deutsche Regiment sei nicht 20. oder 21. d. in Bremen eintreffen wird.
natt genug oder nicht ernstlich gewillt, mit ganzer Kraftanstrengung Frankfurt, 6. Mai. Es war zu erwarten, daß die
u behaupien, was es in einem überaus glücklichea Kriege erobert Pariser Blätter den blutigen Nidelchestag weidlich ausheuten
ibe as auf Bundaisse welche andere Machte versucht werden dvürden, aber was der „Jigaro . dom 8. Mai dietet geht doch
dnrlen, uit Frankreich zu schließen, werde die offenkundige Stärke über alle Erwartung, besonders durch das Maß der Unwissenheit,
deutschen Landesbectheidigung einen großen Einfluß auszuuben velche dabei entfaltet wird. Der Bericht beginnt mit einem Rück-
imdgen da eh micht derlocend sei, sich in aussichtslose und sicher blick auf die Stutigarter Untuhen, welche nad Karlstuhe verlegt
eht gefahrvolle politische Händel einzulassen. werden In Karlsrube (richtiger Stuttgart) ist das ganze Juden-
d i“6. Mei.“ Der Reichstag erledigte in seiner heu⸗ Juartier verwüstet und geplümdet worden; das 7. Ulanenregiment
igen Sitzung zunächst die erste Lesung des Gesetzentwurfs über und das Füsilierregiment „Königin Oiga“ haben einschreilen müssen;
anßerordenluichen Geldbedarf für die elsaß⸗lothringischen und es hat 70 Todte gegeben! In Frankfurt sind 2Offiziere, einige
nemburger Eisenbahnen, sowie des von Voll-Hiuschi aa beantrag- Soldaten und Polizeibeamte gefallen. In Wiesbaden, wie in
en Gesehentwucfs über die Beurkundung des bürgerlichen Standes, darlsruhe und Frankfurt ist die Menge unter dem Gesang der
wdem er den ersteren an die Budoellommiffion.den letzteren an eutschen Marseillaise ) einhergezogen; man hat ein Regiment aus
n Zonmission sur das Zirilgeseß uͤberwies · Der Reichhtag trot Ehrenbreüstein herbeiziehen aüssen, um in Wiesbaden det Unruhe
dann in die dritte Lesung des Munzgesehes. Zu 8. 2 erttarte derr zu werden. Man Fieht, die Fortschritte der Franzosen in
Sidatsminiter Delbruck sein Cinverstandniß mit der Ausprägung »eutfcher Geogrephie sind nicht bedeutend, und Landkarten scheinen
sldener Funfmartstucte umser der Bedingung der gleichzeitigen Aus- auf den Redactionen nicht vorhanden zu sein G. J.)
tägung silberner Fünfmarkstücke, dami später nach dem Grade Framtfurt, 7. Mai. Zur Zeit befinden sich noch etwas
er Veliebihei beimm Publikum die Auspragung goldener oder sil- übet 100 beim Krawalie verhaftete Personen in Untersuchungshaft.
erner Fünfmarkstücke vermehrt oder beschränlt werden könne. Der Berflossene Woche noch wurde ein Individuum gefänglich eingezogen,
seragtoph icd n einen don Delbeua atzepsirten, auf die To— welches drei pollssandige Anzuge aus dem Sgloß—, schen Laden be ·
erauz des goldenen Fünfmarkstückes bezüglichen Amendement Bam⸗ jaß. — Von den in's Hl. Geist-Spital gebrachten 38 Verwun⸗
erger's angenommen, 8. 3 ruft eine lange Dehbatte hervor über deten sind acht (alle an Schußwunden) gestorben, so daß die Zahl
ie Veibehallung des Zweimaristüdes, gesen welche der Minister der Todten bis jeßt 20 betragt.
rehusz Hecftellugg einer correken Währung, welche jede fremde Galmar, 5. Mai. Die „Els. Volksztg.“ schreibt betreffs
usschloffe, min der Bille sich ausspricht, daß eine praltische Frage der Ansammlungen aberglaubischer Vollsmassen dei Walbach (wo
cmichen polnmschen Charatlers entlesdet bleibe. Das silberne Funf, auch wieder die Jungftau Waria erschien): „Wir freuen umns
nartfiück wird mit großer Majoritae aufrecht erhalten, das Zwei- donstatiren zu tönnen, daß die kathol. Pfarrgeistlichteit des Orts
artfiüc in namentuͤcher Abstimmung nit 130 gegen 102 Stim- und der Umgegend sich von diesen Versammlungen entschieden
gen der Erklärung Delbeüchs ungeachtet, abermals genehmigt. zurüdgehalten hat, lheilweise sogar energisch dagegen aufgetreten ist.“
dan stimmten die Süddeutschen, dat Zentrum, die Polen und Pest, 6. Moi. Heute hat auf der Staatsbahn unweit der
e Fortschrittapartei. Weiterberathung Donnerstag. hiefigen Stadt die Entgleisung eines Eisenbahnzugs stattgefunden,
„Die „Aöln. Ztg.“ bestätigt auch, daß die liberale Partei des in Folge deren, someit bis jetzt verlautet, 6 Waggons zertrümmert,
ieichstages entschlohsen ist. dem Tabaksteuererhöhungsprojelt ihre 30 Personen getödtet und 80 Personen verwundet worden jein
ustimmung antet iren UÜmständen zu deben. und da das CTentrum sollen. Der Stadthaupimann ist mit Aerzten an den Schanplatz
        <pb n="286" />
        des Unglücsfalles abgegangen. auch von apderen Seiten warl fofort,
Hülfe zur Stelle. 8
—
Paerts, 8. Mai. es“ wirbe pon ihrem hiesigen
Corresponbenten delchrieben Ddis Bezohlümng desnlehten Jerlels!
der vierten Milliarge ist Hin iesem e Aus
Rechnung der fünften Milliarde hat die Regterung bereits 700
Millionen Frcs. in Gold und guten Wechseln in Händen. Cin—
zahlungen auf Rechnung der Anleihen fließen im Betrage von
00 Merislsonen Per Monat kine,c foe daß mit drm A September
100 Mill onen vorhanden sein werden, vrwas am Gunzen 1*—OO
Millionen ausmachtn Die vollstaͤndige Zahlung: der: Kriegeschuld
i dergestalt gesichert, ohne die geringste Störung auf den euro
paischen Börsen verursacht zu haben, und ohne daͤß es nöthig war⸗
die Bank von Fraukreich in Anspruch zu nehmen. —
Paris, 7. Mai. Gestern fand die Zahiung weit erer 250
*Millidnen Fres. an Dentschland stante e
—2 —VVV— Echweiz. 2? .
— Geenf, 5.. Mai. Dex Pater Hyagcinth hat gestern in einem
Privatlobal Messe nach kotholischem Ritus gelesen. Die Anzahl
der Zuhdrer beirug etwa 1200. In den latholischen Kirchen ist
gleichzeilig die Exkommunikationsperfügung gegen die Theilnehmer
aͤn dem von demselben geleiteten Gottesdienste verlesen worden.
A — 2 — T. J..)
—1 Italien. ———
uneRom, 17. Mai. Die gestrigen allarmirenden Gerüchte über
den Gesundheitszustand des Popsles bestätigen sich nicht. Das
Befinden desselben ist zwar noch immer schwankend, hat sich aber
nicht: verschlimmert, — In der heutigen Sitzung der, Deputirten⸗
tammer wurde die Berathung über den Gesetzentwurf betreffend die
religibsen Kärderschaften ohne Zwischenfall fortgesetzüt.
In der St. MariarKirche zu Rom wurde am 29. b. M
wahrend der stark besuchten Abeudandacht eine Bombe unter die
Andachtigen geworsen, glüchlicherweise ohne irgendwelche Verheer
ungen; anzurichten.
—VV
—* SEpanien. V
Madrid, 6.zMai, Bei der Brüde von, Vera hat zwischen
Carliften und Regierungstruppen/ ein, Gefecht stattgefunden, be—
welchem die Ersteren 50 Todte verlaxrenn
Amerikaa
—Neaewryork, B. Mai. Rach hier eingetroffenen Nachrichten
daß die Bevoͤlkerung von Lonifiana bei Erhebung der Staats,
steuern den Stenerempfängern bewaffneten Widerstand entgegen ge—
jetzt, und soll es verschiedentlich zu Blutvergießen gekommen. sein,
.6G. V.)
Newhork, 7. Mai. Die Bundestruppen in New⸗Orleandt
haben Befehl erhalten, bei der Steuererhebung nöthigenfalls starke
Hand zu leisten. Der Widerstand der Bevolkerung von Luisiand
dauert fart, der Pöbel plündert Waffenläden. WE
Nexw· York. 7. Mai. Die Aufre gung in New⸗Orleans dauer!
rt; auf den Gouverneur wurde, ein Mordversuch gemacht, welchem
a.ccselbe jedoch entging.n
—

— — —
.. Bermischte s.

1 In Kaiserslautern konstituirte sich am 2. d. eine Thealer—
Actiengesellschaft, welche das Theater mit dem gesammten Inventar
lexct Better) um den Preis von 42,800 fl. anlausie und zur
Aufbringung des Kaufpreisez Aktien 4 160 Mark — 87 fl.
auszugeben beschloß.
7y &amp;aiserslautern, 7. Mai. Im Enlenbacher Weiher wurde
gestern die Leiche des Holzhändlers Bossung aus Neuhemsbach
aufgefunden. Man vermuthet, daß derselbe verunglückt ist. —
Die hiesigen Schreinergesellen haben in einer Versammlung be—
schlosfen, auf der Einsetzung eines Schiedsgerichtes,welches zu
zleichen Theilen aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern bestehen und
rinen neuen Lohntarif aufstellen soll, zu bestehen und zu diesem
wecke nochmals eine gemeinschaftliche Versammlung von Meistern
nd Gesellen einzuberufen. Die Meister scheinen sich jedoch, wie
der Koisersl. Zig.“ mitgetheilt wird, ablehnend gegen diesen Vor—
schlag verhalten zu wollen.

F Kaiserslautern, 7. Mai. Ja der Generalversammlung des
Eisenwerls Kaiserslantern, die heute unter der Leitung des Vor⸗
itzenden des Aussichtsrathes, Herrn Direktor J. Schön stattfand,
paren 208 von 250 Actien vertreten. — Die Bilanz ergab nach
Abzug der statutenmäßigen Abschreibungen, einen Reingewinn von
85,690 fl.“ — hiervon wurden statutenmäßig für Reservesond,
Tantiemen und Gratifikationen 22,316 fl. — abgesetzt, eine Pen⸗—
fionslass, — mit 5000 fl. — gegründet, weitere Extraabschrei
bhungen von 8374 fl. vorgenomnen und der Rest zur Vertheilung
bon 40 pCt. Dividende oder 200 fl. pro Aktie verwendet.

Reustadit, 5. Mai. Der hiesize Stadtrath hat heute
den Beschluj gefaßt: „da die Sonntagsschule bisher ihren Zweck

nicht erreicht und keine ersprießlichen Resultate erzielt hot, dieselß
aufzuheben utid dafür eine Elemn r Fortbildungshule zu
richten, Me —Bs— — ꝓ 92

cn sittean
Ziadt —RX c, dben des —— gegeben
34 die —A angeordnek hah daß' eine ——
Sicherheitswache geßldet werden sott welche aufzubieten warẽ, wen
zut Bewältigung von Unordnungen die Polizeimannschaft niqh
ausreicht. Der Stadtrath beschloß, die Feuerwehr in dieser Wen
zu⸗mernnden und zumleicheadiejelbe zun Teorgauisiren, Dar he de
malen ihrer? Aufgabe eineswegs gewachsen; sei, oder öthigen Tj
riplin enthehreiac. nacyν να .

— Reustadit, 8. Mai. Gestern Abend ereignete sich hi
in bedauerũswerthes Unglück. Gottfried dre et 9
Heiuxich Gennheimex. Essigsieder. begab fich Geschäfisholber jn d
Wohnung von August Katz. Letzterer ist im Besitze eines Rera
»ers, den er genannlem zeigte, und in dessen Gebrauche er ih
interrichtete. Wahrend nun Katz den Revolver handhabte, ging de
Schuß. det darin Wwar, Ios und traf den 20jährigen Gennheim—
in den Halbb! indehti die Kugel auch heute noch steckt, Geunheine
lebt nochliegt aber in schwerem Wundfieber darnieder. N. 3
Még, 8Mai.' (3. f. Lothr.) Die Eröoöffnung de
Fisendahnstrecke oon Courcelles nach Bolchen ist jetzt bis zum Ii
Juni in ziemlich sichere Aussicht genommen. Es ist sodann nur
vahrscheinlich geworden, daß diese Bahn noch eine wiitere Fon
etzung dis Sacrlouis, sowie von Tetterchen auu:V. rzweigunge
inerseits nach Benninggen zum Abschluß an die' dortigen Bahne
ind andererseits nach Died nhofen erhalten wird.
f. Worm 8. s8. Mai. Heute Nacht zwischen 1 und 2 Uh
zrach in der Werlstätte des Herrn Mechanikus Bender, verlängen
dudwigsstrahe hier, Feuer aus und brannte diese:be gänzlich men
7Greßen, 3. Mai., Die Wittwe Wunderli, welche no
aicht 17 Jahre aft einen vermögenden mehr als siebzigjaͤhrig
Mann gehelrathet hatte und an eklagt wär, denselben durch Zu
hallen des Mundes bei einem astbmatischen Anfall getddtet 1
haben, wurde vom Bezirksstrafgericht gestern freigesprochen, d
zußer unbedachtsamen Acußerungen, daß der Tod die Ehe lose
möchte, ihr nichts nachgewirsen werden konnnte. Dagegen wun
eine Hauptzeugin, des Meineids verdächiig in Haft genommen
7 Der Besitzer eines renommirten Wesnberges bei Waldet

Baden) hat seinẽe Reben dadurch vor dem Erfrieren gerettet, de
t in jener kalten Nocht 6—800 Wellen veibrannte. Seine Reht
jaben? geschützt durch den Rauch und die Wärme, gar nicht g
ätten; die Wellen werden sich daher reichlich lohnen ·
Gur Beerfrage.) Aug sburg, 1. Mai. Gestern Aben
jand hier eine Volksversammlung statt, die von 2—53000 Riun
aern aller Berufsklassen, insbesondere von' Arbeitern, besucht ve
und in welcher die VBierfrage den“ Verhandlungsgegenstand bilder
Es wurde beschlossen, jene Brauer, die für den Liter Bier ein
Preis von 8 Kr. fordern, öffentlich in den Lokalblättern zu b
zeichnen, deren Lokale auf Ehrenwort nicht zu betreten und un
denfelben überhaupt kein Bier za deziehen. Augsburg hat7
Brauereien, von denen bis heute nur 14 eine Preiserhöhung habe
cintreten lassen. Die Potizei hatte seht umfasserde Vorsichtsmohe
geln getroffen, und zahlreiche Patrouillen zu Pferd und zu du
durchstreiften die Stadt; indeß kam weder gestern, noch heute er
was Ungesetzliches vor und ist bei der großen Zahl der Braue
die den alten Bierpreis (7 Ktr. per Liter) beibehalten, auch lau
mehr zu befürchten. *

rmFLandshut, 3. Mai. Der „Nürnb. Pt.“ wird rr
hier von einer echt altbayerischen Wette berichtet. Es handelte
hicbei un einen jungen, prachtvollen Hengst, welcher dieher
jeinen Neitet auf seinen Rücken gelassen hatte.“ Der hiesige 9
batier Herr Ganselmaier war im Besitz dieses Thieres und vern—
sich, daß dafselbe jeden Reiter abwerfen werde. Dec frühere di
germeister von Ergoldsbach, Hr. Rieder, ging auf dieses hin
eine idm vom Besitzer angebotene Wette ein, daß er, salls a
auf 33 Lauisdor gewerthete Pferd reite, dasselbe als Eigenit
zu erhalten, im Falle er aber abgeworfen nerde, 700 fl. zut
zahlen habe, und wurde diese Welte gestern entschieden. Hr. Kir
bestieg das Pferd und es delang ihnm wirklich mit upgeheuen
draftaufwand und Aufbietung aller einschlägigen Reitkünfit
Sattel zu behaupten. und schließlich das Thier auf längere
in ruhigen Lauf zu bringen. Somit war die Wette für den J
utzer vetloren und der Gewinner ritt sofort aus dem ihm pr
'allenen Hengste nach Hause.

p. Aus Essen' berichtet die „Magdeb. Zig.“ wieder n
empoͤrenden Scenen det Rohheit, welche in dortigen Arbeilerlꝛtn
eider immer mehr emporwachfen. Zerstörte Häuser, weil betrunlan
Arbeitern die fernete Abgabe von Brauntwein verweizert wen
Rarfereien mil sofortigem G.brauche des Messers und schwent
tzungen damit, das sind die Schattenbitder, welche die genean
Sorrespondenz hlagend zeigt. Die „Magdeb. Zig.“ fagt gant u

jt
s

X
        <pb n="287" />
        ig dazu: „Zu viel Geld und zu wenig Bildung in den niederen
-cichten der. Bevölteruing Tzeugen diese, Verbrechen in dem sonst
on Gott so reich geseoneten Bezirke. a
Berlin?830 MNait⸗Beisder heutigen Gewinnziehung der
reußischen⸗ Fhape fiel der Hauptgewinn von 160,000 Thlr.
uft· Rer 407ααιο—er. iweite sseruimu von I00. OM; Iblr. auf
t 3309. . . —
JIn 8 er hin'wurde auf der Königstraße ein mit 5 Siegeln
ohlverschlossener, auf 40 Thaler dechlarirfer, und jan F. A. Meyer
n Hameln adressirter Brief gefunden. Der xhrliche Finder gab
enfelben dei der Pollzei ab, welche die gewöhnlicht Bekanntmachung
ieß und ihn dann, da sich kein Verlierer meldete, an das Stadt-
zricht Behuf Aufgebofs abgab⸗ Der betreffende Richter hielt es
edoch für praktischer, vor dem Aufgebot den Brief zu eröffnen, um
araus den Absender kennen zu lernen und eveniuell demselben
sen Brief mit; Werthinhalt zuzustellen. Er that das auch. Wie
sroß aber war sein Erstaunen, als er in dem betreffenden Couveri
heder Geld noch Geldeswerth, sondern nur einen einfachen Zettel
nit den Worten fand Siebhst. Du, Du schlechter Hallunke! Wenn
du wieder einen Geldbrief, findest, so trage ihn hübsch auf
rie Polizei . 77

Wien“ 25. April. Gestern langten aus Aegypten via
rriest, don wo aus sie der Suüdbahn in vier Waggons ver—
cadet worden, 26 lebende Thiere für' den Wirthschastshof“des
Zicelͤnigs von Aegypten hier an. Die Sammlung besteht aus
) Lameelen, 2 Büffelstieren, 2 Ochsen, 2 Kühen mit ihren Kälbern,
Eseln, 3 Widdern, 6 Schafen und 8 Ziegen in Begleitung von
arabischen Wärtern. Die Thiere, meist aus dem Innern Afri⸗
a's stammend, gehören Racen an, die bisher in Europa noch auf
ciner Ausstellung zu sehen waren. Sie wurden vorläufig imnk.

Thiergarten zu Schönbrunn untergelbracht. Aus den Balearen
verder unter Anderem 8 echte kremogeser Geigen und 2 Violen
us der Katbedrale in Palma auf Mallorca zur additionellen Aus⸗
tellung nach Wien gesendet.

7. Die t. osserreichische Regierung hat Vorsorige getroffen,
aß weniger bemittelte Ftemde, insbesondere die von groͤßeren Etab⸗
ssements des . Auslandes nach Wien entsendeten Arbeiter während
eer Ausstellung eine dillige Unterkunft finden.“ Obwohl auf“ diese
Weise ohngefähr 4000 Personen unterzubringen sein werden, be⸗
deht doch die Besorgniß, daß die bestimmten Räumlichkeiten, größ-
entheils Holzbaracken, für den Fall nicht genügen könnten, als gleich⸗
aitig? von petschiedenen Seiten größere Zuzüge eintreffen sollten.
damit einer solchen Verlegenheit vorgebeugt werde, wünscht die k.

osterreichische Regierung, daß vor dem Abgange solchet Massen⸗
ige bei dem Polizeidirektor in Wien rechtzeitig schriftiich oder te—
egraphisch angefragt werde, ob bezüglich der“ Unterbringung kein
nstand obwalte. —8

fGiranz, 1. Mai. Großes Aufsehen mact eine Criminal
erhundliug. welche morgen vor dem hiesigen Landesgericht beginnt.
das Interesse wird hauptsädtlich erwickt durch die Persönlichleit
es Angeklagten, des Reichsgrafen Franz Spaur, der einem der
ltesten und angesehensten Adelsgeschlechter angehört, sich aber durch
einen Haug“ zu Ausschweifungen hat hinreißen lassen, nicht nur
in ganzes einst bedeutendes Vermogen zu vergeuden, sondern auch
ztrügerische Handlungen zu begehen, um seinen ostspieligen Le—
enswandel fortführen zu können. Unter listigen Vorspiegelungen
odte er biesigen Gefchäftsleuten sowohl als solchen in Wien be⸗
eutende Beträge heraus, ging dann mit seiner Maitresse nach dem
zade Reichenhall in Bayern durch, wurde aber dort gezwungen,
ach Graz zurückzukehren. In Bayern leben ihm' noch zahlteiche
ichbegüterte Verwandte, doch haben sich diese von ihm wegen
ines beispiellosen Leihtsinnes längst losgesagt. Neichsgraf Spaur
tkein junger Mann mehr, wie man nach dem Gesagten erwarten
llte, sondern nähert sich schon dem Abschlusse des sechsten Lebens
htzehnts; er hat Frau und Kind — drei erwachssene Söhne, von
enen der eine bdlind und gänzlich von ihm abhängig, d. h. mit
mm ruinitt ist. Die Herzlosigkeit Spaurs gegenüber seiner Familie
cregte schon lange den Unwillen der Grazer Geselschaft; man
‚ußte, daß diese hungerte, während er mit seinen Maitressen pier⸗
„annig durch die Straßen fuhr, sich in Badeorten herumtrieb und
e lostbarsten Pferde zu Tode betzte. Die Verhandlüng dürfte
vraussichtlich rein an standalösem Detail sein. — Wie aus Graz
. Mai, telegraphirt wird, beantragte der Staatsanwalt gegen
n Spaur zwei Jahre schweren Kerkers und ‚Verlust
g els,⸗

Paris. Der „Figaro“ erzählt unter der haarsträubenden
leberschrift: „Ermordung eines Franzosen durch einen Deutschen“
olgende Tagesneuigkeit: Das Viertel der Rue Vioienre war gestern
lbends durch eine schlimme Kunde in Aufregung derseht worden.
d erzählte, daß ein Preuße einen Franzosen im Hotel d'Orient

„Kue Neuve Saint-Augüstin) umgebracht hätte. In dec That
ar folgendes geschehen 2. zwei Kellner dieses Holels lebten schon
anqe im schlechten Einvernehmen mit einander. Der Eine, Froi⸗

sardey, ein Franzose, konnte es dem Andern, Namens Boeseler,
nicht · verzeihen, daß er ein eerz und dieser, ein Würltem ⸗
berger von Geburt, lohote hun seihe Gesinnunges mit —
und Drohworten. Es bestand also zwischen Beiden ein ewiges
Bezanke. Gestern Abends waren Jie ir der Küche zusammen, und
der Sireit degann von Neuem zuet wurdeéfo Heftige daße ein jün⸗
zerer Kellner den Wirth herbeirufen“ zu sollen glaubte. Als Herr
Stuttel (so heißt der Wirth) in die, sKtüche txat, stürzie Froissardey
»lutend aus derselben herauß namd lief-auf die Sirgße Boe seler
hatte ihm ein Glas au den:xechten Schlaf geschleudert. Der Ver⸗
hundete wurde sogleich in die nächste Apotheke gebracht, während
die herbeigerufenen Stadtmächter Bpeseltri perhaftelen, welchen der
Wirth in der Küche bewacht hatte?Boeseler-leistete seigen Wider⸗
tand; sein Verhör vor? dem Polizeicommissäc dauert in diesem
Augenblicke noch fort. Froissardey wurde, nach der Charitè gebracht;
ein Zustand ist ein höͤchst bedenklicher z er hat ein großes Loch im
mechten Schlaf und trägt mehre Wunden im Gesicht. Das Glas,
velches wir im Hotel gesehen haben. war zertrümmert aind mit
Blut bedeckt. Joͤsef Froissardeh ist 25.Jahre alt und in Nora in
der HautesSaone geboren. Seine junge Frau begleitete ihn in
die Charite, wo er in der Abtheilung Zdes Dr. Trelat Auf⸗
nahme fand.

7 Der Papf hat den Herrten Mermillod und Lachate e 8000
Francs zur Unterstützung der gegen die schweizerische Regierung
renitenten Pfarrer geschict. 8 —

7 Der berunglückte Dampfer „Atlautic“ wurde durch Schieß⸗
»ulver zerstoͤrt; außer 349 Leichen sind große Quantitäten Güter
jeborgen. .

5, GEine Erbschaft von 385 Millionen.) In England ist so⸗
eben ein Prozeß zu Gunsten mehrerer in Amerika und ganz be⸗
'onders in Chicago ansäbiger Erben der lolossalen Hinterlassenschaft
ꝛines Sir Townley of Townley Hall, Lancaster, Englund, entschie—
den worden. Der Urenkel dieses Sir Townlehy hinterließ leine
männlichen Erben, da er nie berheirathet war, und sein ganzes
Vermögen fiel der Schwester zu, die einen Hrn. Chase heirathele,
dem sie vier Söhne gebar. Drei von ihnen kamen im Jahr 1629
aach Amerika und ließen sich ursprünglich im Osten nieder. Ihre
Rachkommen Zabir verbreiteten sich über das ganze Land, und eine
Tochter dieser großen Familie heirathete Hrn.“J. H. B. Henderson,
ded Nr. 1322, Wabash Av., Chicago, wohnt. Noch andere Glieder
zerselben Familie sind in“ Chicags etablirt. Die rurspringtiche Mach-
assenschaft betrug 385,000,000 Dollar,: wovon die Erben des al⸗
esten Sohnes Richard, der in. England geblieden war, den vierten
Theil erhielten. Die andern drei Viertel wurden nach der end⸗
zültigen Entscheidung den Erben der nach Amerika ausgewanderten
rei Brüder zugesprochen. Einer der amerikanischen Erben ist seit
20 Jahren damit beschaftigt, alle Familier papjore ·zu sammeln und
ieht endlich seine Mühe belohnt. Der den ainerikanischen Erben
ugesprochene Autheil beträgt 260,000, 000 Doslar“*

7 Badeschriften und Empfehlungen werden jetzt nicht nur den
Aerzten und Sachverständigen, soudern auch dem im Geruche“ der
Reise⸗ und Vadelust stehenden Theile des Publikums massenhaft ins
daus geschickt. Wenn sich dies nur quf klimatische Curvrte und
Darstelung des äußeren Comforts, der Preise, Verbindungen und
vergleichen beschräntte, so würde man nicht diel dagegen sagen
önuen'ß daß aber medizinische Wirkungen anempfohlen und manche
daien dadurch zu einer selbstständigen Wahl des Curortes verlockt
verden, ist gewiß nicht zu billigen. Uebrigens kann man sich von
der Phanlafie der Direltoren und Eigenthümer, namentlich kleiner,
ppscurer Oertchen im Auffinden besonderer Eigenthümlichkeiten und
Zorzüge ihres Bades kaum einen Begriff machen. Der Eine preist
hessen hohe, der andere dessen tiefe Lage, der eine seine französische
der Underkt seine zituel loschere Küche. Dieser rühmt, daß schon die
Römer „bei ihm' gebadet haben, Jeyer, daß die Ankunft einer
ürstlichen Hoheit in Aussicht stehe; Viele geben auch 'das Capital
in, welches sie angewendet haben, um das Bad heilkräftig zu
nachen, und beschreiben höchst genau die Kursäle, Inhalations⸗
Apparate Moorbader, welche sie künftig einzurichten gedenken. Das
Beste hat aber, wie das „Tgbl.“ meint, his jetzt ein Besitzer ge⸗
eistet, welcher von seinem in einem Städtchen belegenen Bodegarten
ühmt, daß das Ganze „wie ine edle Jungfrau züchtig von einem
lberhellen Bach um die Taille berieselt wird.“ Auch das soll
ycken. 7
audwirthschaftliheßss
Von Dr. Schneider in Wormé.

„Mai kuhl und naß, füllet Scheene und Fuß.“ Das Wetter wäre ganz
m Sinne dieses Spruches; aber das Fullen der Scheunen und Fäffer wird
heilweise unterbleiben, wenn gleich der sofort nach dem Frofie vom 26. und
27. April eingetretene Regen den Schaden bedeutend mindert. Viele Reben
alieben verschont und treiben üppig weiter; Obstblüthe hat nur vereinzelt ge—
itten und junge Luzerne gar nicht nur Altere Kleefelder kränkeln. Und so
aren denn viele Landwirthe in der zhicklichen Lage, mit eiwas größerer
hoffnung die Ernte »i erwaxiea, als dies am 27. April der Fall war
— J. X Demeß, veramwonibeee
        <pb n="288" />
        Bekanntmachungen.
Bekanntmachung.

Der Ziegler Johann Nau auf der
Schürerziegelhütle beabsichtigt, auf dem
Brundstücke Plan Nr. 4856 neben seiner
Ziegelhütte einen Ziegelbrennofen zu er ⸗
eichten.

Einsprachen gegen dieses Unternehmen
find innerhalb einer unerstrecklichen Frist
don 14 Tagen mündlich oder schriftlich bei
der unterfertigten Behörde, bei welcher von
der Beschreibumng, Zeichnung, und dem
Plane des projeitirten Ofens GEisicht ge⸗
nommen werden kann, anzubringen.

Zweibrücken, den 30. April 1873.

Kgl. Bezirksamt.
Geij. Schäfer v. n.
Hausven eigerung.

Samsitag den 17. Mai 1878, Nachmit-
jags 5 Uhr, zu St. Ingbert bei Wirth
Pelter Jurg laßt Johann Joseyh Menges,
Hergmann hier, sein auf dem Hahnacker
zelegenes zweistöckiges Wohnhaus mit Stall,
hofraum und Felsenkeller auf langjährige

Zahltermine in Eigenthum versteigern.
Horn, tgl. Notar
»Alle Diejenigen, welche eine For⸗
derung an obigen Joscph Menges zu machen
haben, wollen ihre Rechnungen bei Unter⸗
eichnetem einreichen.

Horn, k. Notar

Wer Forderungen an

»en. Nachlaß der dahier

verlebten Amalie Kaffitz

Wittwe von Ludwig Fetzer, zu machen

Jat, wolle seine Rechnung bei dem Unter⸗

eichnelen einreichen.

Horn, kgl. Notar.
Holzversteigerung.

Donnerstag den 15. Mai, in dem Schul⸗
hause zu Rohrbach, werden solgende
Holzsortimente aus dem Gemeindewald ver⸗
deigert:

2 aspen Baustämme 2. Kl.,

1 eichen Stamm 4..,

10 , Wagnerstangen,

22 kiefern Stämme 2.,

26, Sparren,
1250 buchen Bohnenstangen,

4 Sier buchen Scheitholz 2. Kl.,

15 aspen 2.,

35 buchen Prügel,

323— RKohlprügel,
400 buchen Wellen,
175 kiefern , J

8 Sier kiefern Prügel.

Rohrbach, den 6. Mai 1878.

Das Bürgermeisteramt
Haberer.
GeschäftsEmpfehlung.

Hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich
mich als Schuhmacher hier niedergelassen
hJabe, und bitte um geneigte Aundschaft,
zute, billige und rasche Bedienung zusichernd.

Peter Schäffner, Schuhmacher,
wohnhaft in dem früher H. Eich'schen Hause.

* *
Ein Logis
mit 4 Zimmer, Küche, Keller und Speicher
ais 2. Juni beziehbar, ist zu vermiethen bei
Wiitwe Schnorr.

— SEonntag den 11. Mai 1873
GEroöffnung meiner neuen
Gartenwirthschafte Kegelbahn

O. EBBSI.
Großes
Tapeten⸗ und Rouleaurx⸗Lager
bei J. B. Cielina,
vis·a⸗vis dem Pfalzerhof
in Zweibriielken.
Zu beziehen durch alle Bughandlungen und Snanstalten:
„Nach der Arbeit.“
Ein Blatt für Mußestunden
herausgegeben zum Besten der Deutschen Invaliden,
vöchentlich einmal (Sonntags) zu dem außerordentlich billigen Preise voon
FTF nur 10 Sgr. viertoljuũhrlich —
erscheinend, beainn mit dem 1. April ein neues Quartal. Spannende —XX
ählungen aus der Feder belannter Autoren, Bilder aus der valerländischen Geschichle
vopulairewissenschaftliche Auffätze, Briefe über Literatur, Theater, Musik und Kunst bilhde
den Inhalt des allbeliebten Journals. Für beizugebende Illustrativnen sind bewahrn
dünstler gewonnen. J
Zu sqahlreichen Abonnements ladet ein die —*
VBVerlagshandlung „Invalidendank“
m Berlin, Behrenstrasfe ꝛ
gegrüundet zur Vertretung der Interessen unserer Deutschen X
Schweitzer Apfelschnitzen,
Schwarzwälder Kirschen,
Bamberger Zwetschen,
Frankfurter Birngelse,
Holländischer Honigsyrup,
Pfälzer Fleischmagen, Lebe
und Grübenwurst,
Dürrfleisch, Speck un
Schmalz, —
Allgäuer Rahmkäse,
geschälte Riesenerbsen, grün
Erbsen, Linsen u. Bohnen.

Ich mache hiermit die
rgebenste Anzeige, daß ich
das von Frau Anton

Ganster Wittwe auf der Schmelze
vt. Inghbert bisher betriebene 1J
—XVX
übernommen habe.

Da das Lager jetzt wieder in allen Ar⸗
iteln vollständig und es mein Bestreben
ein wird, durch gute und billige Bedienung
neine verehrlichen Abnehmer zu befriedigen,
so halte mich bei eink hrendem Bedarfe
hestens empfohlen.

Schmelze St. Ingbert, 1. Mai 1873.

Mit aller Hochachtung
—

sowie sämmtliche
Colonial⸗Waaren

Frische
Drangen und Citronen,
deßgleichen frische La. Schweizerkäse,
sowie Würfelzucker sind wieder einge⸗
troffen bei

Fritæ Panzerbieter.

Schwedische

Sicherheits-Zündhölzer,
giftfrei, sowie die beliebtten Wachszünd⸗
hölzchen empfiehlt

Fritz Panzerbieter.
Jle Kranken
ind Leidenden
inden in der 14. Aufl. des Buches Na—⸗
urheilmethode für alle ver—
alteten Krankheiten des mensch⸗
lichen Körpers Hülfe, Linderung und
Nath, und wird an jeden Hülfesuchenden
unentgeldlich uund frei versandt.
H. Sievers &amp; Co.
in Braunschweig.
NB. Tausende verdanken diesem Buche ihre
Gefsundheit.

in ausgezeichneter Qualität zum billits
Tagespreise empfiehlt

4

* Woll ẽ
nächst
der Kohlenhallde.
XAMtun
Jeden mn
uindwurm 7
entfernt binnen 3 bis 4 Stunden vellin de
dig schmerz- und gefahrlos; ebenss ithn
beseitigi auch Bleichsucht und Fledhh
ten und zwar brieflich: Voigt Uge

wu Eropuenstedt (Preußen).

— ——
Rechnungen
in Un, 1a und s Bogen zum all emen
Gebrauch siud vorrathig in der Drucyt
dieses Blattes.
— — a 9

Fraukfurter Börsen PFüslid

dom 1. Mai 18785. dont

Preußische Friedrichsdor . .. 9 30ααν igriff
— ⏑ ——

—X
Ducaten... .. 8* 317 8haran
drancs⸗Singe 8 α,

Inglische Souvereigns . 11 268. ud
Follars in Gold. ———

Pedaktion, Druck und Verlag von F. X. Demes in St. Ingbert.
        <pb n="289" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.

er St. Ingberter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstags⸗ Donnerttags⸗ und S
ummer erscheint wochentlich vie rmal: Dienbtag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljädrig 42 7zr. ode
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
1873.

B 78 —— Eonntag, den I1. Mai — —
—
Deutsches Reich.
»Mäünchen, 8. Mai. Das Min'sterium des Inneren für
irchen⸗ und Schulangelegenheiten beebsichtigt, demnächst das Ver⸗
ichniß der für denz Unterricht an den Gymnasien und Lateinschu ⸗
n genehmigten Lehrbücher einer Revision zu unterwerfen. Es foll
absi besonders darauf geachlet werden, daß bei dem jeztt für die
hüler beider Confessionen gemeinfschaftlich ertheilten Geschichtsun-⸗
erricht picht *37 Lehrbücher in Anwendung kommen, welche durch
inmischung chlicher Lehrsäße und Streitfragen bei den Schülern
Instoß exxegen lönnen. Ebenso sollen beim Uuterricht im Deutschen
aiche Lehrbücher ausgeschlossen werden, welche in der Auswahl der
ziücke einer scharf ausgeprägten confessionellen Charalter tragen.

Straßburg, 6. Mai. Die Zunahme der Bevölkerung
userer Stadt in den ersten vier Monaten dieses Jahres beläuft
ch, einer Correspondenz der „A. Allg Ztg.“ zufolge, auf nicht
reniger als 4114 Personen. Davon siammen aus dem Ueberschuß
er Geburten über die Sterbfälle nur 247, so daß auf den Ueber⸗
huß der Einwanderer über die Auswanderer 3857 koömmen.
ezüglich der drei letzten Monate dieses Jahres gestatten die amt⸗
hen Nachweise eine Vergleichung der Eingewanderten rüchsichtlich
rer Nationacität, und es ergibt sich dabei, daß von der Gesammt-
ihl von 3895 in den Monaten Februar, Marz und April Ein⸗
wanderten 1858 Elsaß-Lothringer, 1410 andere Deutsche und
N Auslander waren.

Fulda, 5. Mai. Die Zusammenkunft der preußischen Bi—
höfe ist — wie man der „Hess. M. Z.“ schreibt — ziemlich
zutlos an dem Publikum vorübergeganger. Nur Diejenigen,
velche die Frübhmesse in der Domlirche besuchten, wurden eigentlich
was von dem bedeutsamen Ereignisse gewahr, und hier war es
amentlich die imponirende Gestakt des polnischen Erzbischofs Pri⸗
ics, welche Aller Blicke fesselte. Derselbe zeichnete sich durch seinen
uthurnen Talar und den goldenen Sporn — er gehärt nämlich
mn wenigen Trägern des Sporenorders an — vor seinen übrigen
olegen aus. Die Publikation der Denkschrift wird dem Ver—
jmen nach im Laufe der naͤchsten 3 Wochen erjolgen.

Köln, 9. Mai. Die „Köln. Volksztg.“ veröffentlicht das,
endschreiben der in Fulda versammelt gewesenen Bischöfe vom
Mai d. J. Es ist unterzeichnet von den Erzbischöfen und Bi⸗—
öfen von Köln, Gnesen, Breslau, Limburg, Fulda, Mainz,
dderborn, Trier, Osnabrück, Freiburg, Ermland, Münster, Hildes-
im und dem Vertreter des Bischofs von Kalm. Nambzanowski

das (an den Klerus und sämmtliche Gläubigen) serichtete!
endschreiben nicht unterzeichnet, weil die darin besprochenen Gesetze
nnicht berühren; er erklärte sich aber damit vollständig einver—
aden. Die Bischöfe erklären, die preußisch n Kirchengesetze wür⸗
. wenn sie durchgeführt würden, die Abtrennung der Bischöfe
a sichtbaren Oberhaupte der Kirche, die Trennung des Kierus
Vol'es vou den Bischöfen, die Trennung der kathol. Kirche in

tschland von der übrigen kathol. Kirche, karz die Auflöfsung
‚von Gott gegebenen“ Organisation der kathol. Kirche herbei—
stten. Sie erklären, daß sie in der Verwaltung ihrer Kirchen
itz zulassen dürfen, was den Geboten des kathol. Glaubens
dem göttlichen Rechte der Kirche gewidmet ist“, und empfehlen
bertheidigung der „unveräußerlichen Freiheit“ der Kirche be—
ers das Gebet.

Berlinn, 10. Mai Die Tabak; und Börsensteuer-Vorlagen

om Bundesrath abgelehnt.

Zerlhisa, 9. Mai.“ Das Abgeordneteahaus nabm die von

Nxerrenhaus amendirten Kirchengesetze über die Vorbildung der
lichen und über die kirchliche Disciplinargewalt in der dem.
u von dem Herrenhause gegebenen Fasseng an. Auf heftige
eie gegen die vom Fürsten Bismarck im Herrenhaufe gehallene

und auf die Drohung des Frhrn. von Schorlemer-Alstt, daß
ich den Gesehen nicht heugen werde, erinnerte Minister Fali
daß das Centrum sich die ge'etzlichste Fraction genannt habe
ue die Versicherung hinzu, ck würden die Kirchengesetze,
moere Gesetze verstärlt, ausgeführt werden.

—

In Frankreeich fahren die ultramontanen und legitimisti⸗
schen Organe fort, Herrn Thiers und seiner Republik in heftigster
Weise den Krieg zu machen, wodei auch Deutschland jedesmal das
Zeinige abbekommt. Ein niedliches Pröbchen solcher Taktik liefert
neuestens wieder das „Univers“, welches Thiers als den Helfers⸗
helfer Bismard's hinstellt. Denn des Retchskanzlers Berechnung
ufolge heiße die Beschleunigung der Röumung des französischen
Bebietes den Tag beschleunigen, an welchem Frankreich freie Hand
erhält, um sich zu zertheilen, zu zerreißen, zu zerwühlen und sich
'n alle Thorheiten zu stürzen, die ihm so verderblich seien. Als⸗
ann werde der große Kanzler sagen: „Seht Ihr, dieses Frank⸗
eich, das wir geschont haben, es ist nicht klüger geworden, es dleibt
ch wie vor ein Gegenstand der Unruhe und eine Urfache der Be—
orgniß und Gefahr für uns. Es ist nicht möglich, mit ihm aus—
ukommen. Es ist eine Natien, die sich aicht beherrschen kann; sie
jat ihre Zeit gehabt, man muß sie zerftückeln, und wir müssen uns
in ihre Trümmer theilen.“ Da kenni Herr Veuillot denn nur einen
Rettungsanker, nämlich die rechtzeitige Beseitigung der Republik,
ndem die Nationalversammlung ihren „Deligirten“ zwiugt, ihr zu
zehorchen. Dann würde Bismardck gelb vor Aerger werden. Die
egitimistische „Union du Sud QOuest“ fordert die Interdemion der
großen Mächte heraus, um den Greueln einen Zügel anzulegen,
velche in Frankreich und in Spanien unter dem Vorwande de—
Bründung der Republik begangen würden. Man fieht, überall das⸗
selbe paterlandslose Gelichter!

Frankreich.

Paris, 7. Mai. Zwischen Thiers und dem obersten Kriegs⸗
rath ist, einem Correspondenten der „K. Zig.“ zufolge ein Conflik:
ausgebrochen. Der Präsident ik nämlich gegen das Vertheidigungs⸗
jystem, welches die Majorität desselben in —XE
das in der Errichtung von delachirten Forts und einem verschanzten
dager besteht. Mac Mahon, Herzog d'Aumale und Andere sprachen
ich zu Gunsten dieses Systems aus, und Thiers wurde durch den
Widerstand, auf den er stieß, zuletzt so gereizt, daß er die Sitzung
aufhob. — Wie man dem „Siecle“* aus Marseille meldet, befindet
sich Henri Rochtfort seit dem 2. Mai in dem dortigen Fort Saint.
Nilola, von da soll er nach den St. Margaretheninsein gebracht
verden und dann vor seiner Befoͤrderung nach dem Deportatioks⸗
arte noch einige Zeit in Toulon weilen, da seine Gesundheit die
zrößte Schonung erheischt.

Partis, 9. Mai. Man hör, der Prozeß Bazaine solle
niedergeschlagen werden.

ZSermischtes.

t Aus Rheinhessen, 8. Mai. Man ist an mehreren Orten
in den Weinbergen thätig, die erfrorenen Knospen zu beseitigen,
und es wird gehofft, daß die Befuͤrchtungen, welche in Bezug auf
den diesjährigen Herbst der Fröste wegen gehegt wurden, doch in
dem anfänglich angenommenen Umfange sich nicht bestätigen.

F Für unterstandslose oder strikematie Arbeiter empfiehlt sich
ur Nachachtung folgende öffentliche Ankündigung eines böhmischen
Naturarztes zu Grottau: „Da ich als Maurer nicht mehr hin⸗
reichende Beschäftigung finde, so habe ich mich entschlossen, neben
Ofenbaben und Schleutzenräumen auch als Naturarzt und Cydro—
path zu etabliren; empfehle mich daher einem hochverehrenden Pu⸗
»likum zu allen in diese Fächer einschlagenden Arbeiten. Gifte
ind andere quälende Arzneien streng ausgeschlossen. Joseph u. s. w.

FMur durch zwei Centner Pech dertreten) Die Wiener
Deutsche Zeitung meldet nicht ohne Auflug von Hohn. daß die
Forstverwaltung des Königreichs Sachsen auf der Wiener Welt—
ausstellung durch nichts Anderes als durch zwei Centner Pech ver-
sreten sein werde. Das L. Tbl. bemerkt dazu: Vitel mehr konnte
allerdings von diesem Artikel nicht wohl geliefert verden; daß
meiste Pech sind wir durch den Herrn v. Beust bereitz an Oefier
reich los worden.

7 Die Wiener spekuliren auf 15 — 20 Millionen Gaste zur
Ausstellung. Sie versichern, jeder Gast könne ganz nach seiner Facon
        <pb n="290" />
        und' seinem Geldbeutel leben und mit Z3 Gulden täglich auslommen,
aber auch einen Salon im Hotel Metropole für 47 fl. täglich
haben. Das Ausslellungsgebaäͤude übertrifft die Londoner und Pa⸗
riser an Großartigkeit, namentlich der kolossale Kuppelbau: Die
bon dem egyptischen Khedive errichtete Moschee mit 2 Minaret?
— als 809
kleinere Bamen von dem norwegischea Bauernhause an bis zu dem
Hause der N. Fr. Presse, in welchem man die ganze Drudarbeit
ener Zeitung von Aufang bis zu Ende sieht (es kostet 1380,000
fU.) und zu dem JIndianerzelt.

4 An Bord. eines Schraubendampfers, der vor Newcaslle mit
Gaskohlen beladen lag, erfolgte gestern eine Gasexplosion, wobei
die auf dem Schiffe befindlichen Lootsen in's Meer geworfen und
mehtere Matrosen erheblich beschädigt wurden.

Zur gefl. Beachtung!

Wir hatten mehrfache Gelegenheit, uns persönlich von der
egensreichen Wirkungen des berühmten Buches: Dr. Airy!s Natur
J)eilmethode“ zu überzeugen. Personen, welche wir als dem Tod
zerfallen glaubten, sahen wir durch Befolgung der in dem borzügl
Zuch gegebenen Vorschriften schnell genesen. Wenn irgend ei
Werk verdient, den Kranken als letzter Hoffnungsanler empfohler
u werden, so ist es gewiß dieses Werkchen, welches gegen Einsen-
zung von 7 Freimarken à 3 kc. von der „Rheirischen Verlags
Anstalt in Trier“ freo. versandt wird. KL...“ W.....

—
&amp;Z
c

Demestz, verantwortlicher Redacteur.

— 2M
Bekauntmachungen.

Sonutag den 11. Mai 1873

*
Holz-Versteigerung
dus den Staatswal dungen des Reviers

Et. Jugbert,
Schläge: Groderstiefel, Kühunter, Boller-
berg, Stafflerhang und zuf. Ergebnisse.
Am Mittwoch den 14. Mai 1873,

Vormittags 10 Uhe,

m Stadthause zu St. Ingbect:
117 eichen Stämme 2. bis 5. Klasse,
186 buchen 2. und 3.

16 birken 2.

3 kiefern 3. und 4.

21 weichholze, 2.
510 eichen und vuchen Wagnerstangen,

20 kiefern Sparren,

14 Ster eichen Misseltoolz 2. his 4. Kl.
6368 „ bvberschiedenes Scheitholz,
1004 .Prüuůgel und Krap.

penholz,

100 Reiserwellen. 8

Zweibrücken, den 1. Mai 1873.

Königl. Forstamt
Buhmann.

Erbffnung meiner neuen
Hartenwirthschafte Kegelbahn
O. ENIEC GOI.

—
—
Zzünusthicher Dürngea
aus der
Landwirthschaftlich chemischen
Fabrik von
GEORG OCARL ZTIMMER

Silberne Medaille.
Karlsruhe 1861.
hrenv. Erwähnung
London 1862.
Medaille.
Hamburg 1863.
; Hhrenv. Erwähnung.
Mannheim 1868
Medaille.
Koͤln 1865.

—AB Medam̃
Straßburg 1804
Medaille.
Genf 1866
3wei Medailleun.
Paris 1867.
Zilberne Medaille.
Zaarlouis 1867
Zwei Medaillen.
Karlsruhe 1868

in
MIA InHhe i in.
Zali · und Magnesia⸗ Dün·
ger⸗Fabrik in Staßfurth.
Ter Tomcole der landwirthschaftlichen Vereine und Versucksstationen.
Knochenmehle, roh und gedämpft,
Superphosphate, in allen Sorten,
Kali- und Magnefia Präparate,
Ummoniak·Euperphosphate, als bester Ersatz des rothen Peru⸗Guans,
Spezial ⸗Dünger, für Rüben, Tabak, Reben. Hopfen. Wiesen ⁊c.
Saͤmmtliche Dünger werden in altbewährter, vorzüglichster Qualitaͤt
inter voller Garantie des Gehaltes geliefert.
Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung seines Inhaltes und der Fim
Heorg Karl TZimmer imn Manmnuheüm versehen.
Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten.
Wegen allem Nöheren beliebe man sich san die Fabrik in Mannheeim odere
deren bekaunte Verkaufslage zu wenden

—
Feuerwehr⸗Montag
ʒei Meter Weisgerber.
Bürgervereins⸗Kränzchen.
Am Mittwoch UÜbend Zusammenkunf
Ernst Courad.
Ein bravbes apständiges

Madchen, das etwas kochen

sjann, wird in eine kleine

Haushaltung ohne Kinder,
nach auswärts, gesucht. Ein guter Lohn
wird bezahlt. — Die Erbed. d. Bl. ertheilt
zähere Auskunft.

Zchweitzer Apfelschnitzen,
Schwarzwälder Kirschen,
Bamberger Zwetschen,
Frankfurter Birngelse,
Holländischer Honigsyrup,
Pfälzer Fleischmagen, Leber
und Grübenwurst,
Dürrfleisch, Speck und
Schmalz,
Allgäuer Rahmkäse,
geschälte Riesenerbsen, grüne
Erbsen, Linsen u. Bohnen.

Der Regeneérator
(oder Lenenæaweler)
jeit Jahren das bewährteste, beh
Mittei gegen allgemeine und spehcele
Schwächegustände, Magengedärm. und
Zeberkrantheiten, Hämorrhoiden, Eng
zrüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten:
owie alle Krankheiten, die von v
dotbenem Blute und schlechten Säft
jerrühren. Der „Lebensweder“ be
fördert die Verdauung, reit den Ap
detit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist beson
ders im kritischen Alter zu empfehhn—
Zu haden per Flasche zu 1fl. 106.
26 Sgt. bei P. Zepy in Si
Inabert. V

50

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Sprechstunde: 8- 132. 3 — 5 Uhr
außer Ptittwochs, Müßlstraße
24; zu Hom burg Hotel hchãfer
Mittwochs von 1 — 4 Uhr.
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Kapital 150,000 Reichs-Mark) sucht an
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        — — —
— 3s6
2 — 2 *
— 8328
55 5535* 5 —— —28 5322
253533535 —8 —3 32 —7 2 32 33
9 35 2,5 2 5285828
28 —2 2558 — 55 3 8 —
337733535* — * 8 38235 2
22 7535330* — 7 325 1 248
—A 25 —2 3* 2 242 —A
5752—* —ã— GB3 m53* s5s 3585
25 A 25 54 88 2 * * 55132 23 8 ——
2S 223238355 .*3 2 * 2822 — — 2 — — —
——— 5322 22*5 5* 32 2 c—5 3 8 * — A
533338 327 55 385577 I 3 —* 23. 8
—A 5355 s 7257 22 875333 3338* 32 233* — 7 — 7
257 »52* 528 2 58 — 2332825 —5 —
* 5 25 2 BmEE 2 55s553 — 2 —8 * —— *
3377 38 3 S5 53257 25* — 8 —
23525 — ⸗ 52528 8 38323258 —— * 3 2
m 32 —z332 —z8255 —52 22 5583 2 272 222* 2 —E—
555 —3 — 52*2 552 52* 5222 23 —55 —— — EE * *
230 — —A 8* —A —A 3 3722 — 25 —— — — —35
532 — — * — —— — 2* 2 523 27 * —2
2 283538 —* z338 —— 5358 * 258 25 583532* 2 3
2— * 25 33357 35355 2 5725 —A S — 3
2— 2x 52635327 S :!: —— 3 3 53258 — — 2 32 22
3555555* E58* 5*2 — 15 5232 ——— * —283 3
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e zb Silberar.“, Anzeinen iderpen nid karnt. die dresupaltige Zeile Bigitichtift! oder deien Raum berechneie3wis

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Ñα Dι᷑Jches. Reich Doti guuntoi αν
Mil nich em NoäMaien, Ju Folge? der Kücklchri dr deuifchen
Ilütatienis armee Alis Frankreich windee Wwie man.n unjeren milie
arischen: Kreisen verüüimmt, Vie stündige Gaenisomnein Meß dverstärlt
berden und zwar durch eine Brigade preußischer KFrappen und *
IIII. 7xco
as 1. Batailoůũ de⸗ bageh .DPi.ꝰ œ. J. von
dermerehrinn nach Wet veplegt werden Subdtze xee gyen
M il mich — ———— — —
870 zur· ckeserve: hot sürn das Fohr I8780 1bel den rimmeobiien
safanterie · und Jagerbataillong gug' 81. Juꝛli gir geschehen! ebenfo
eEnslassung dir Reserdenn ur, Landmehr bieg Entlassung der
dizposuionsurlauber. jüngerer —— hat am T. spätestens am
Tage nach Beendigung der größeren- Herbstübungen, bezw. nach
em Wiedereintreffen“ der Ablheilungen von denselbenin ihren
harnisenen einzuireten...
Aus dem Oberelsaß 9. Mai. Die endliche Vereinigung der
Insbrüche der früheren Inhaber käuflich r Stellen im Justizdienfte Beremiitiichae 6.
Enaß ovthringen · ist · j gt. hangereift· Ganze ¶ Berge on 3weihbern denn 12.. Diei. Die „Mullergottes“ will
schwie rigleiten waren dabei zu übersteigen. Alts Beispiel dafür un aah in dem ium Lanton Hocndach gebörigen, ca. doo Secien
nag dienen, daß im Landgerichlsbezirt —A allein mit 111 ahlenden sast rein latrolischen vorschen Miedelabeln gesehen naben
sotaten. Friedensgerichts⸗Schreidern Greffiers und Gericktsvoll. ein. Wie s im Reschsland des Oeftern geschehen jein soll, so
icherã zü Bethandeln war. Fingelne Forderungen an den Staat e ug hier wieder ein Wirthstöchterlein mit der Gnade der
thoben sich bis weit über 200. 000 Sreti⸗ sa ein ehemaliger Notat Bahrnehmung ausgefiauet jewesen t — Umssand wacher de
d Duntensen (Dularpiyh. watt reprren hichidwürdigkeit der Sache daluttich daͤtf hieden erhhte Den Va—
bl oo Fics. gestend gud wed si sarr gadun tiset n naß hatte der su. Bezrisaei nana He. Dia mm sich an
ine Redutfion von enva 100 dod decu, erahrea. Tin Mähl e d Sieb⸗ — ———
naufer College des vorhet —BV—— wollte sicd unettichten und die enisprechen den Warhingen ergehen za nen
Franken Beznügen, soll jedoch nur eiwa fünf Sechstele d e gig
ieser Summe erh ten. Dex. Pot Fein in dem kleinen Aut⸗ 54 Die vom Landralhe ver kal. Rẽzieriing zur versü —*
—A si ———— —* will sich abet!· denn n un 1000 fs. für on ee ———
d eine Abminderung bis fost auf die Halsen Sefallen lassen. Weilausstellung werden gemah Eneschließng vom 3. d. folgender—
Man kann sich dardus ein — weeg wie systematisch fruͤger Jahen vetshe ut je noo f an I) Wilt Flieben u Germersheim
as gute Vollk noch allen Regein der Saunst juristisch ausgebeutet 9) Jakob Leyiser zu Zweibrücken. 8) Ph. Thormann zu Kirchheim⸗
nutde. Wie wir hören, sind von den 111 Bewerbein um Ent⸗ solanden, i) Ad. Deitler u Framemhal, 8) J. a Kreuder zu
hadigung nur ftaum zwei Dutz nd abgewiesen worden, elf waren Neustadt a. d. H., 6) Wild. Schech zuů Laudau 7) Karl Henrich
n der Zwischenzeit gestorbene . zu Edenkoben. 7) Fri. Jat. Stilz zu Speier, M Joh. Lampel zu
Berhan,. d. Mai. Das Abebrdnetnhaus hat heute die daiserslautern und' 10) Karl Morgenxoth ebendaͤselbn. *
vesehenwürfe Utetle⸗Grenzen der kirchligen Disziplinargenalt f Aus Ehsaß-Lofbhrindgen, 7. Mai. Dee in d
ind üher die Vorbudung. und Austelluzig der Geistlichen in der zurg ¶Schweiz) erscheinenden, Libert“ hat es ugterudmmen, shren
hnen dom Herreuhaus Hegebenen Fassung angenommen. Tie ul⸗ desern Nummer für Nummer „authentische Berlchte“ über dir Er⸗—
tamonfanen Rednex ließen sich in Der Debatte zu soschen Auss einungen der Jungftaui Maria in Nubo's zum Besten zu geben.
rüchen des Zorus hinceißen, daß man billig zweifeln darf, ob sie Angeblich rühren diese Verichte von einem gebideten, wohlhaben en
n Sieg ihrcx⸗ Sache aa nlich) wirktidd für so nahe und so sicher ind währheitsliebenden Franzosen her, der aus RNeugierde noch
nallen, als der Abg. Windthorst dersicherts. Zuerst sprach Mol⸗ seubdis gepilgert war und dort während, mehrerer Wochen vie
judrodtz die . letzuam Reden des Furlten Vismarck im Herrenhaus Fhre hatte, mun der Mutler Gotles don Angesicht zu Angesicht zu
aben ihm Anlaß zn einer winhenden Pailippika gegen den ab Fetfehren. Dien Liberss schildert, dier Zusamnrenkünfle iw Form
nesenden Staatgmciun, den er das —A— Element nannte, iner Art Verhores welches sia mil ihrem waly deinsllebe udet und
Aührend das Kensruu. (die, Ultramontauenß die Krone von Gottes alelligenten Gewährsmann aufgenommen hat Dieses Verhör, das
dnaden gegen ihre eigenen' Rathgeber zu ichutzen suchenEr. sieht sich bereit durch drei Nummern der Liberts“ ziehte und immer—
—X eme schwere Zeit für die Katholeken“ heranlommena noch foctgesetzt werden soll, enthält merkwürdige Diage, wovon wir
nander Bijchofsftuhl werve Leer stehrn mancke Gemeinde Jahre eine tleine Prode miltheilen wollen, Frage Umer welcher Form
n des Seelsorgers entbehren,, abet“ vie pstathouik nn— würden jsi Ihnen die heil. Jungfrau erschienen ze Antworte:, Tinmat irug,
iglwon ihrem, Glauben lossen, sonderv auff Gostes Dilfe vert sie das Kindlein Jesus auf ihzcen Armen, ein anderes Mal stellte
iauen. ie die unbefleckte Empfangniß vorl!), ein drittes Mal Unsere,
Bit licn 9. Man;? De Zärud veisung der Klag« des Di- ieben Frauten gm Sieg. Frage: Wie war sie gekleiden und wel—
doss Kremen tz' wegen der ihim gesperrieg Stolsdolatisn Aft min hen Gesichtsauedruck zeigte sie F Antwort: Ihreceleidung war ganz
Sitens des Kammergerichta aunß denn vom Stadigericht geltsud; von Gold, ihr Gesi yt von außergrdentlicher Sanftmuth und Guüte.
machten Gründen Bestätigi“worden: Es blelyt nun noh Rekuts Frage: Wie erschien sie ? Kam sie vom Himmel herab oder aus
n das Obernrihunal, üdrig.“ Der Franzistanerinnen zo Guesen tjnem Walde heraus ? Anfwort: 4 Sie war immer da,“ wenn ich
* Weifurt zugegangen, daß die Nonnen, welche nicht dem lam. Frage: War sie hrotz SAntworie“ Mittleret Gwdße Frage
uühischenneNhtertha nenderbandern ang, hotene Preufen* mnerhalb Welchen Haarschmug trug fie 7 Antwort Das konnie ich aicht
onatsfrif zur werlassen haten. Der grdßte Theil der Nannen' genau unserscheiden. Als die Preußen: dav Faßelle, in deren Ndhe
—A tussften Polen und auß Franttoich unde das sie ga veischeinen pfte gie, niederrissen, hötte man die heil. Jungfrau
deziett au Vaus diesen Ländern din, daupim'htel zg Jehner, deuili z ia den. VWean sah ste mehr mals ia hen, on da Soib ue
erhaltunag. . 7 ist dem Schwerte schlugen. — Doch genug des Blödsnus!

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        FMuncqchen, 10. Mai. In der heute staligehabten Ver— 5 London, 11. Mai. Eine große Feuersbrunst in Porkau—
sammiung der Gantgläubiger der Spitzeder jchen Nonkursmasse wurde Prince hat 150, Häuser zerstoͤrt. Pechs Menschen sind habe um
Seitens des Gerichtes der Statuts vorgelegt; derselte beziffert die Leben —R 887 αν
Atiida mit 1974 000 fl., die Passiva mit 10, O88, 300 fl., etgibi ßĩr Der belannie venische Zoarnalst Karl Heinzen in Bofton
mithin eine Uberschuldung don *.08009,800 Ai. F virbe din Hm Aangebotenes* Kommando inder auf Sumatra

F Im ‚Bayerischen Vaterland“ erläßt He. D⸗Sigl an der pperirenden holländischen Armee, in der er fruher schon einmal
Spitze seiner Münchener Nachrichten folgende Erklärung: „Wir diente, annehmen.
sonfiatiren, daß bis zum heutigen Tage die Berliner „Germania 7 Ne w-York. Einen sogenannten „practieal jobe
wie die - Pfalzer Zejitung“, weder, ihre gegen das Waterland“ nachte am Mittwoch den 9, April in Rewyork Jemand, der Geld
and seinen Redacteur vorgebtachten Lügen und Verleumdungen be⸗ ind Zeit haben muß, um derlei in's Werk setzen zu können. Am
viesen, noch einen Versuch daza gemacht, noch zurücgenommen Bormittag des erwähnten Tages, erhielt fast jeder Pafssant am
hdaben. Das Eine oder das Andere zu thun. geben wir beiden 30adwah eine gedruckte Anzeige zugefiedt, in welcher es dieß,
Hiatiern einen weiteren Termin von acht Tagen. Bei der Bestimmt- Zrofessor Cantell A. Bigle werde am Z Uhr Nachmittags von dem
heit, mit der beide Blätter ihre Behauptungen vorgebracht, daß churme der Triniiw⸗ Kirche beginnend, den Broadwah binunter .
die im Solde Bismarcs stehen und lediglich für preußische In- liegen. Auch wurde Naheres Wer die Sache mitgetheilt. Jut
teressen arbeiten, muß es fuur sie ein Leichtes sein, den vollgiltigen bestimmten Stunde fanden sich Tausende don Menschen ein und
Heweis oder doch den Schein eines Beweises dafür vorzubringen; 'ahen erwartungsvoll den Thurm an, allein vergebens, bis Einer
aur, Buben und Schurlen? (wir zitiren buchstäblichj verleumden der Wartenden das Räthsel loste, indem er den Namen des Pro—
ues laue hinein. Also her mit Beweisen, mit Gründen, mit An⸗ essors richtig las. Der Rame ist demnach zu lesen „Can tell
haltspunkten ! g lie (tann eine große Lüge erzahlen). Die Gefoppten ver

Naq der neuesten BierStauistil führt die Dreher'sche besen sich hierauf schnell.
Vrauere in Schwechat fin die Grzeugnisse ihrer verschiedenen Etab⸗
ussements eine jährliche Steuer von weit über zwei Mill. Gulden
au den Staat ab, — das Budget manches souveränen Staats
von schon gam respeltabeln Dimensionen.

FAls Kurissum schreibt man der Deuischen Jeitung aut

Nlagenfuriunterm 2, Mai: „Der hiefige Magistrat hat ausf
Vrunde eines? Gexieinderothsbeschlusses allen jenen Hausbesitern,
welche in der inneren Stadt Schweine halten, aufgetragen, diesel ben
u entfernen und die Stallungen aufzulassen. Dagegen haben nun
die Besitzer/ von Schweinen.“ respellive Schweinestallungen' einen
zeharnischten Protest · an den Gemeinderaih gerichtet. Unter'“ den
Felen Gründen, welche dieselben gegen den magistratischen Auftrag,
die Schweine zu entfernen, anführen, fi zutirr auch folgender? Vor
dem Gesetze sind alle Staatsbürger' glich,“ und weiteres erklären
die Siaatagrundgesehe,“ daß es jedenn Stagtsbürgergestattel ist,
scinen Wohnsitz an jedem ihm belie ügen Orte des Keichsgebieles
zu nehmen.. J
Bekanntmachungen.
Möbelversteigerung.
Mittwoch den 21. Mai 1873, Nach-
mittags 2 Uhr, dahier im Sterbehause
werden die zum 8 der dahier ver⸗
sebten Eheleüte Ludwig Fetzer und Amalie
saffiz gehoͤrigen Mobilien offentlich auf
Borg verfleigert, nämlich:
1 Kleiderschrank, 1 Küchenschrank, 1
—XEV
Tisch, Stuͤhle, 1 vollstandiges Bett
mii Sltahlfedere und Roßhaarmatratze,
anderes Bettzeug, Bettlade, Getüch,
1 Nachttisch, Küchengeschitr in Zinn,
Eisen und Porzellan, Leuchter, Waage
mit Gewichten, Theke mit Schubladen,
verschiedenes Schreinerwerlzeug, Frauen-
kleider, 1 Regenschirm und sonstige
Gegenslände.
Sorn lal. Notar.
Preußisch Geld
nehme ich von heute an 'wie bei kisen.
Dielen ꝛc., auch für Spezerei-, sturz⸗ und
Fisenwaaren aller Art nur mehr zu seinem
wahren Werih — den Thaler zu Ifl.
15 kr. — und werde meine Abnehmer für
den scheindaren Verlust durch entsprechende
Preisermäßigung, wo solche zulässig, reich-
lich entschädigen.

St. Ingbert, 12. Mai 1873.
J. Uhel jun.
Mauen, zeine,
den Kubik Meter zu Jufl. im Brud, ver⸗
hauft n ienl

auf'm Haͤschen.

F Hiermil die Anzeige, daß de ι,— Me⸗twoch an! zam e nn
— —— — 7
Greéwoenigs Biorkollor
(am Bahnhof) whne I
röffnet iß. wozu freundlibst einse⸗heceec Tul. Gre veanig
Holzversteigerung.

Donnerstag den 15. Mai, in dem Schul⸗
hause zu NRobrbach, werden solgende
dolzsortimente aus dem Gemeindewald ver-
teiger:

2 aspen Baustämme 2. Kl.

1 eichen Staum 4.,

10 Wagnerstangen.. —

22 kiefern Siamme 2.
26 Sparren, —
250 buchen Bohnenstangennn

4 Stet buchen Sche iholz 2. Kl,

1., aspen— 2.

35 , buchen Prügch.

3288 Kohlprügel
100 buchen Wellen,
175 kliefermn Wre

8 Ster kefern Prügel.. —
Rohrbach, den 6. Mai 1878.

Das Bürgecmeisteramt
Haberer⸗

100 Ctr. Setzkartoffel
s. .46. n
200 Ctr. Eßkartoffel.
à fl. 2.
per Centner 8 St. Ingbert in vor
züglicher Qualität (sog. Amerilaner) ldann
noch abgegeben werden auf
Trtolacch⸗iderhof.
Ein gebrauchter 34 virdei
2 raͤderiger Wagen koufin
gesucht. Von wem, saat die Erped d. V
Das Neue Blatt 1873.

Nr. 34 ist soeben eingetroffen und enthäl

„Die neue Magdalena“*. Von Wilkie Cch
ins. — „Daes —— ichen.“ Sonett von
ert Werrens. — —— aus der
eutshen Kaisersiader Bon vichard Shnn—
Iabdanis. — Der Vater des deutschen
Bundes., Eine Porträtjtizze zu Metirvitl
pundertjährigem Geburt tag. Von JInlis Mnhl⸗
eld. — Vorn der Buhme zum Fursten
chloß.“ Eine thuringische Hof⸗ und Staatsactien
hon 6. v. E. Wit Portraͤt; — WVerztliche
ZSprechzimmer. Etwas über Nahrungt
mittel Von Dr. Germann Rahn-Alerben
— Von der Wieuner Weltausstellunß
Die Teutoburger Schlacht.“ Von —
Scheffel und v. Wagner. —Damenfeuilletea
Kunst und Sport.“ Bon K. Vautn.
Handel and Verkebr.“ — Allerlci
in Inufirauonen Das Maisingen im Eleb
— „Ellen, Freifrau don Heldburg.“ — Die Lur
oburger Schlacht u

Das Neue Blatt i zu beziehen durch
Buchhandlung en und Pofsi⸗Anstallen fur
näßigen Preis von 15 Sar. vierteliabrlich.

Der Unlerzeichnen⸗ ver⸗
anft in seiner Wirthschaft
guten reinen
Fꝓyfälzer Wein
Er Schoppen zu 12, über die Straße zu
11 Kreuzer.
— 244
vuber.
Zahnar⸗

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rhrι. Bahnbofuͤrafe 28.
—— 4
Daltion. Druck und Verlag bon 3. x. Demen in Sit Rab⸗
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3253523 J.
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St. Ingberler Anzeiger
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ba Sit. Inab'artte'r Anzeingier (sund das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstacse, Donnerstags⸗ und Sonniag⸗
dummer er'cheint wöchentlich vie rin al: Dienstag, Donnersztaag, Sams tag und Sonntaq, Abonnementsapreis vierteliährig 12 Krir. oder

1282 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Kaum berechnet. —

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M 75. —J— Donnerstaa ben 18. bt rren ae ranr w 4873.
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ie i Bor n inem blauen · Auge wieder:davon dommen würde. Allerm'gerade
Die We Vorentatasrorde— rUnstern, n der Borse bewahrtz sich das Sprichwort, daß dir Kleinenge⸗
Uebet dem oste rreichischen Staate swe ein —9 eret Unstern. enll werden und dab αι ————
er alle Anstrengungen desselben fcheitern laßt.“ In demkelden Sirase u cunehen vissa erechten
lugenblicke, wo man die Ausstelluͤng eröffnet hah, bie Zeugniß ab⸗. „n In. der Griyßes der Kataftrophe ljegt diegmal, so paradox es
gen soll pon der wirthschaftlichen Regeneration des Landes da lingeh magg — ————
u uenrgu ohtee gcrchee nd, und die Jorateden ne gee fut dag Nene ee enz
gr Freicze di der Zaiserbura aln Waste welen. eine wauunczbtr I htge eee eeee eeet
ber die dortige Boͤrse hereiugebro hen. wie sie die gegenwärtige bahnscheintshß —*— delinece win ——— ie
zeneration noch nicht erlebt hat. Das Armensünderglöcklein, wo— * Rolen sß deiudel nod nna Sicha Ae7
uit Dojelbst. die. Insolveng. Ainer Jirmaeingeläutet wird, — wouu diẽ Bexlinert Börse ist es immerhin noch tin günstiges Zerchen,
zon · am · ersten Tage der großen Dervuie micht stillsteh n, und die 35 —— 3 2564 ie 3
o — 5* Fndaft Eürotz der innigen uudd bielfachti Beßiehimgen zur Wienet
iht der Fatiten ist · noch gar nicht zu ubersethen. „Als ob. ein —E— jeht nicht ein einziges hiesiges Haus seine Zahlungen
dbeben ploötzlich die: Tiefen des Bodens aufrewühlt und banischen ogeselit an
hreden in die Hauser gesendet hatte so wirt und rathlos,meint Nehme sich aber Jeder hieraus eine Lehre: Ez gibt nur
Wiener Blau, sah is in der Kaiserstadt an der „blauen“ Lin siheres und zuverlässiges Mittel, Reichthümer zu erwerben,
de F rn Enmung d e re und das ist Fleiß und Sparsamkeit. Der Spielieufel hat, . mit
eitun n n ike * ⸗ an. e
n — —— e Ausnahmen, die Menschen in der Regel ins Verdecben
ꝛerflüchtigte. sich zusehends. Ein jurchtbares Mißtrauen hatte um — —— —W
id gegriffen, 'man traute keinem Meuschen. Keine Bank, kein Deutsches Reich.
igent wollte Aufträge ausfübren, stumme Verzweiflung hatte sich Mänchen, 11. Mai.“ Das gerichtliche Urtheil über die
xr Börse bemächtigt. “ . Ziehung der Giesinger Kirchenbau ˖ Lotterie wird nun bald erfolgen.
Eine Insolvenze hatte die andrre zur; Folge, und aus der Dem Vernehmen nach sind Klagen erhoben sowohl gegen die Gie—
gerketung det tausend Wechselbeziehungen zwischen, der, Börse und änger Kirchenverwaltung wie gegen den Notar Rupprecht, welcher
em so ialen Leben hat sich eine Tragödie entwickelt, deren Abschluß die Ziehung leitete.
och nicht zu ermessen ist. Berlin, 11. Mai. Die kaiserliche Fahne wehte heute
So lauten die Stimmen derer, die Gelegenheit hatten, das Morgen über dem Palais und verkündete die in der Nacht erfolgte
Ichlachtfeld in zunmittelbarer Nahe zu beobachten. Wie die Ver⸗ stücktehr Kaisers Wilhelm von Petersburg. Fürst Bismarck ift
leichung des amtlichen Courszettel ersehen läßt, hoben die öster⸗ nit ihm zurückgekehrt, und da die tirchen⸗politischen Gesetze in⸗
eichischen Böcsenpapiere · innerhalbd vier Wochen einen Coursrüch- wischen durch deide Häuser des preuhischen Landtages gegangen
ang von zusammen mehr als 200 Millionen Gutden? erfahren, ind, so sißt er jetzt im Sattel ünd dann zeigen, ob er auch dieses
ind Jo hoch be auft sich⸗ demnach der Verlust der unglücklichen tätische Pferd zu reiten berffeht. 8 (e 3)86
ictienbesither. « Der Katzenjammer ist allgemein und überttifft noch — Der ,‚M. 3.“ zuselge ist Seitens der preußischen Reglerung
e Groͤße des Rauschez, der ihm pocangegangen war. Die finan- hereits ein Gesetzeutwarf⸗degen-Bestrafung des Conttatisbruchs
ellen Luftschlössr, die man sich mit Actien aufgedaut, sind zu⸗ het Arbeiter ausgearbeitel worden, auf Grund defsen demrächst
mmengesiürzt, und die Papierreiter, die in maßloser Hast, von berhandlungen mit den, übrigen Bundesregierungen flnfinde,
hrer Goldaier getrieben. dem Glücke nachjauten, sind nar allzu ollen.
nsanft auf das Pflastet geworfen. — Wie aus München “demeldet wird, ist dort von hier aus der
Daß eine derartige Scudfluth im Anzuge sa, Haben Einsich · kutwmf eines Reichegsetzes über Versammlungen und Vereine.
ige längst vorausgesagt. Die Börse ist längst ihrer' kigentlichen nitgetheilt worden, und haben in dem boyerischen Ministerium⸗
jestimmung eitfremdet und hat sich in eine Spielhölle vermandell. zereits Berathungen stattgefunden um den baherischen Bevollmüch⸗
daum ein Stand hat sich vou- der Jobberei fern gehalten, und higten inr Bundesrathe, Ministrrialrath Riedel, bezüglich seiner
lle Schichten der Gesellschaft sind von der Manie des Diffe enz⸗ Halzung in dieser Frage zu instruiren. — 2
viels angestckt. Die Keisis ist sonach die natürliche und nothwendige —In Ems werden der deutsche Zaiser am 8. Juli, der Kaiser
birlung der vordergegangenen Ursachen.“ Die Ueberspelulation, die von Rußland am 7. Juni und der Koönig von Sachsen am 19. d.
ndlosen und zum Theil betrügerischen Gründungen, die übertriebene eintreffen. 8 . 75
m'pannung des Credites, der Mißbrauch des Vertrauens,/ der in Wien, O. Mai. Mar schotzt die. Wetthe. die im den letlen;
le Kreise ein zedrimgene Laxus. welcher die Gewinne schon ver⸗8 Tagen durch die Borfsenkrisis verloren gingeu, bisher auf 390
tauchte bevor sie redlistrt waren, — alles des mißte no hwen⸗ Millionen. Die Politik ist anz unschuldig darau. Keine qußere
ger Weise einen finan ziellen Scheffbruch zu Wage bringen, —oder innere Frage ist bedtohlihh genug, um in diesem Sinne eht
Wir rufen mit der „Neuen Freie Presse“ aus: , Glücklich die Borfe auch nur minutenlang zu beschäftigen. Es, ist lediglich
iejenigen, qui procul negotiis, fetn von der Börse Lust und Leid die dis dicht an den Wahnsinn getriebene Erwerbsgier. verbuuden
en Schreckenstagen harmlos entgegensehen, die Kriseruhigen nit der bis in die weitesten Kreise gedrungenen Unloliditat in den
Autes beobachten konnien! Ihnen ist nohl für dange Zeit die Lust Hrundjatzen und Anschauygen, welche die strisis verschuldet hate
trgangen, die Aufregungen dieses grandiofen Röuge et Noir anch Wenn die Krife in dieser Hinsicht einige Besserung bewirkt,“ so
mmal mitzukosten! stott des sicherrn bürgerlicken-Sfstehetrücnach vilrde ein solchez Ergebniß mit 800 Millionen“ oder anch dem
ejestigter Cristenz dlindlinugg und unbekümmertéun Klippen und Dreifachen des Werlhes nicht zu theuer erxlauft stin. v
latiesen in den Goldflroim zu tauchen, der Jahr aus, Jahr ein Frankreich. ——
us der Bdise strömlennnne e In dranttedd hasten die Ersatzwahlen die Bemüther
Wäre die Bdise völlig isolirt,“ stände sie nicht“ in inniger in Spannung: bei desselben haben die Radicalen und Republi-
Ferbindung mit der gesanmteni Handelswelt, und bätlen nicht; laner wieder den Sieg davongetragen, aber auch ein Bonapartist
Arget und Arbeiter durch Aussicht auf Gewinte sich verlocken ist im Deparkement der Charente infsrieure aus der Urne hervor⸗
isen, ihre Sparpfennige in Papieren anzulegen, so könnte man Fegangen. Die Bongpartisten sollen überhaupt wieder eine große
em Reinigungsprojesse, der sich gegenwärtig mehr odet weniger Thätigkeit entwideln die sich, wie der „Soir“ wissen will, be⸗
n allen VBorsen vollzieht, greichgiltig zuschauen und tuhig abwar; jonders auf die Communisten erstreckt. Das genannie Vlatt halt
in. mer aus dieser Actienschlaͤcht mit geiunden Gliedern ader mite dies für sehr bedenklich und deutet an. daß die Peission dieser
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        Agenten wohl darin bestehe, die Bewohner der excentrischen Fau ⸗
jourgs von Paris zu Erxcessen zu verleiten. Diese Befürchtungen
es „Soir“ werden auch von-anderer Seite als keineswegs unbe⸗
zründet bezeichnet, ja es wird sogar als sicher betrachtet, daß die
Frregung, welche nach der Räumung des Territoriums vom den
Deutschen erwartet wird, dazu benutzt werden solleUnruhen in
Paris hervorzurufen. Im Elisée, heißt es, sei man dieserhalb
nicht ohne Bisorgniß, zumal der größte Theil der unteren Polizei-
Zeamten und Agenten aller Art noch aus dem Kaiserreich her ⸗
dammt und sich dahee leicht mißbrauchen lassen könnte. Seit ihrem
Bunde mit den Klerikalen und Legitimisten bemerkt man überhaupt,
daß die Bonapartisten mit crößerer Kühnheit vorgehen; sie be⸗
chranken, fich nicht mehr darauf, im Geheimen zu intriguiren und
die Regierung in ihren Blättern anzugreifen, ILL
nuch eine große Verbindung bilden, zu der die erste Ider von dem
Paris-Journal“ ausging, welches am 8. eine Petition, in welcher
ʒe Aufrechterhaliung dere Nationolversammlung verlangt wird,
neroffentlichte und zum Unterzeichnen derselben aufforderte.

st eiwas stumpf aber unverdächtig; dagegen ist die Schrift im
Prägrande uungenügend und daher ftellenweise nachgearbeitet. Der
dern besleht aus Kupfer, der Silberüberzug ist jedo h von bedeu-
ender Staͤrke, so daß ein leichtes Einritzen nicht über die Be—
haffenheit verlässigt.
pHamburge9. Mai. Auf eine von der Annoncenfirma
Zaasenstein und Vogler für eine Hamburger Druckerei in den ge⸗
esensten Blättern Deutschland erlassene Annonce, wonach Lehrer,
velche sich zu Setzern in Buchdrudereien ausbilden wollen, gesucht
verden, haben sich nach den „Rh. K.“ dort 84 Reflectanten ge⸗
neldet, unter denen 3 Doctoren der Pbhilosophie. —
Mit dem Lloyddampfer „Deunichland“ ist Senator Karl
Schurz, der Vefreier Kinkil's, von Newyork sammt seiner Familie
m Geeflemunde eingelroffen. Mit ihm kumen Amerikaner so zahl.
rrich daß fie zehn Eisenbahnwagen füllten; ihr Ziel ist die Wiener
Weltaussstellung.
1Uö·.. —
Der kgl. Bez. Hamtmann von Reustadt, Julius Jenetti, wurde zum
Legierungsraih im igl. Ministerium des Innern ernannt.
Zum kal. Kre sschulinspeltor der Pfalz wurde der bisherige Lehret
am kgl. Schulie hrerseminar in Speher. W. Matt, ernannt.
Der Oberforster W. Schirmer von Wolfstein wurde auf Ansuchen
nuf das Revier Gollheim versekt.

ue i J
pMainz 8. Mai Es befinden sich falsche preußische
Zweithalerstöcke vom Jahre 1841 im Umlaufe, die so tauschend
achgemacht sind, daß nur eine forgfältige Prüfung sie von den
aichten zu unterscheiden vermag. Im Gewichte differiren fie nur
venig, die Präge, welche auf galvanischem Wege hergestell scheint,

8. xX. Demetz, verantworilicher Redacteur.
i i 5 — S2SCS“”BLBSADJZ ie
5
Bekauntmachungen.

0 * X
Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich
jom 19. ds. ab Preußisch Geld nur mehr
n süddeutscher Waͤhtung — den Thaler
zu fl. 1. 45 tr. -anneymen werde.
Die Verkaufspreise werden, wo zulässig,
'o reduzirt, daß meine geehrten Abnehmer
»urch diese Umänderung nur im Vortheil
ind, und bitte ich um ein ferneres geneig⸗
tes Wohlwollen. A————
St. Ingbert, den 14. Mai 1873.
Hochachtun gsoolll
I. vFriedrich.
Ein braves anständiges
Mädchen, das etwas lochen
'ann, wird in eine kleiue
haushaltung ohne Kinder,
nach auswärts, gesucht. Ein guter Lohn
vird bezahlt. — Die Exped. d. Bl. ertdeilt
raͤhere Auskunft.

Ausverkauf
meiner sämmtlichen
EllenWaaren
zum
Einkaufspreise.
M. August.

SWegen Unwohlseins des Ein⸗
nehmers ist die Einnehmerei vom 15.
mit 20. Mai geschlossen.
Bürger-Hilfsverein
St. Ingbert..
Zountag den 18. Mai 1873,
Nachmittags präcis 3 Uhr,
General-Versammlung
E
bei Herrn Georg Jung.
Aufnahme neuer Mitglieder betreffend.
Um pünktliches Erscheinen ersucht
ner PVorssstounmd.
—— 7I 0

Mauersteine,
den Kubik Meter zu J fl. im Bruch, be
fauft AXXX

— auf'm Hofchen.
12 Stück
sehr schöne Säug-Ferkel—
sowie 2 Stück Läufer
ãnd zu verkaufen bei
N. Becker,
— in S⸗dendalheim.
Rechnungen
n s, 24 und Vs Bogen zum allgemeinen
Bebrauch sfiud vorrüthig in der Druckere
dieses Blattes. — —

Der Brodpreis für die Stadt E
Ingbert ist von heute an bis zum nächsten
Donnerstag (Fruchtmarktstag) festgestellt:

sorabrod 8 Klgr. 30 Krzr. Weib⸗
—X

De PVtein in der Oberstadt neben
Schneider Fenn und Peter Meyer ge-
egenes (frühere Rodenbusch'sche) Wohn-
»aus ist auf langjährige Zahltermine
verkaufen. —

M. August.
200ↄ—
Schweitzer Apfelschnitzen,
Schwarzwälder Kirschen,
Bamberger Zwetschen,
Frankfurter Birngelse,
holländischer Honigsyrup,
pfälzer Fleischmagen, Leber
und Grübenwurst,
Ddürrfleisch, Speck und
Schmalz
Allgäuer Rahmkäse,
geschälte Riesenerbsen, grüne

Erbsen, Linsen u. Bohnen,

owie saämmtliche

Colonial-Waaren

n ausgezeichneter Qualitat zum billigsten
Tagespreise empfiehlt
72. J. Woll,
nächst der Koblenbalde

Feine
Limburger Käse
IL. TeDP.
100 Ctr. Setzkartoffel
àa fl. 1. 45.
200 Ctr. Eßkartoffel
à fl. 2.
ver Centner franko St. Ingbert in vor⸗
üglicher Qualität (sog. Amerikaner) können
roch abgegeben werden auf
7reebscheiderhof.
Der obere Stock meines Hau,es, aus 4
Zimmern bestehend, mit Keller und Hof-
raum, ist zu dermiethen und kann bis 1.
Ruli bezogen werden.
Ludwig Marzalin

Frucht⸗Arod⸗, Fleisch rꝛe. Preis
der Stadt Zweibrücken v. 15. Mai.

Weizen 8 fl. 21 tr., Korn 5 fl. 42 h
Verste Areihige. — il. — kr., Gerste diet
reihige, — fl. — kr. Spelz — fl. —
Spelzkern — fl. — tr. Dinkel —
— ir. Muischfrucht — fjl. — kr. Hofen
5 fll. 12 tr. Kartioffeln Ufl. 30 kr. Heo
ufl. 24 kr. Stroh 1fl. 12 kr. de
dentnetr. Weißbrod 1u. Nilogr. 22 k
dornbrod 3 Kilogr. 29 kfr. ditto 2 Kilog
Otr. ditlo 1 Kilogr. 10 kr. Gemaschtbrod
dil. 36 ir. 1Paat Wed 100 Gramm 2h
aindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 186
dalbfleisch 16 kir. Hammelfleisch 186
achweinefleisch 22 kr. der Pfund. Butter“
tr. per Pfun

— —— —

Sächsische Vieh Verficherungs⸗
Jank in Dresden (Emiscion La.A
Capital 150, 000 Reichs-Mark) sucht an
illen Orten thätige Agenten. Die Bank
chlicßt Versicherungen zu sesten Prämien
1b. ⸗Bewerber wollen sich franko direlt an
ie General-Agentur Herrn Auguat
Hrehl in Speter wenden.

Realtion, Druc und Verlag don F. m in

—A
4

vext
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        22 —
2323227— 534
—— 38592382*
—8355338 83332337 335 7288
22 * 255 52353532 553 5333 2238 *
25 5333 5325528873 — 335357— 22
52 —2332 8* 55* 8 52325532 252 22 —
— B3 2 22 2. 533683 — 235c5 — — 2 53288
54838 2355282 * 255353335383* 235 335 28
8* 2— — — “ —2 2 Eas — — —
5325 2 —522 2 0 2B22 —Xä * — 2 *242 —
3555 328 2233258 5533787 3334183 e3388*
5522* E S— —A—— — 22— 5325 8. — 555 — 332 — —
233z *562— — 25333—57* —E— 82532532 27 —553888 *
7232 253835 32342223 2553722 ss 52252337 8*
— 55535 222* *23 38 3225* 8 228* * 537533 235 *
33353332 3 322333 8
2* * — 2 2555 —A 2335 s853222782 2223 532— — 22.3267
38 323687 557 — 553* 5I225 — — 25538235238 —52337
25533*253 523383 2 6 *
2583833332 2 53 32353256 55. 55 53 32465*28 535s857
2 255723 255 7 50 582555 78222 2 58 —A —
—»— 82375 — — — 25 552 2 2225 e
5335533538 352 32355 * 22523 5852* 555 83533233 27
333 5 —z3533758838 35 3 257 7337 83
z233328383353338 52522 238 333335 2*
5s523 ———— 532333⸗4 s85385
5 3 6335* 237
333—5 —
52 5253 52353 232558 553322333 5 —A— 32
425 8* 33333286 5355388 78*
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5 5c5 253 2286 *33333 626
52355 35853 —5z8586 2— 37575225638
5323 32522 25*8 258 83 3 2735353 2 2*
2 ẽE — — 23 22232 — —
55 5 2 —A 553 3353333387 285 228 26
— . 5* *
35 23333 355* 3333358 —53835
——A —— 55 23252322 — 553 323 —A—— *
3 —— — 2 3 585833 —5 58327 253298 33253567 238 53*8 — —
25 5 z255,333 — —5522 5823 82 —— 2* 283*8 98 57
2 —5225*8 5 2 5 5328 8
— A 52 258 53537238—2 85233728 —8 —
535*2 58 2375 —z5823* —J— — — 2
ꝛ —2 —A 338 —2 ———— 22 —AA 5 — 8 —
28 ————— 23 *83 23833 2323 5735328 228,3
337323 52 *7 a 87 *58
2 s52 3 3 5 —— 5 3 — 3 8 3* * *
353 28523 52555 557 3238 533777 533258 z2583.6 * —
233833537 85 5333332523 2233233355 325357
2 3 A — * — * —— 8
31 5582528 326 38 553
22 35325 253 * 77,85*232 33553 332353358 .531
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5* —E 5 * 535 —— 323 513 8 — x 3*ẽ —z
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her St. Fneber ter Tazeigee (und das mit vem Haupytblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mil der Dienttagtß⸗, Donnertiagt⸗ und Sonniag⸗
Mammer ericheint wöchentlich v zermal? Dienztag, Donnerstag, Samstag und Sonntas. Abonnementapreis vierteliãhrig 42 AÆrzr. oder
18 Silberge. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Naum berechnet. J
2 *55
Tiiii 18373.
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Deutsched Neich. woar seiner Zeit bekanntlich die Pflanzstätte der Inlernatio nalen

Stuttgart, 18. Mai. Drr Ausschuß des Württem Arbeiterverbindung“. Wie verlautet, denkt man jetzt daran, die
etgischen Handelsvereins“ hat an das Mib isserlum des Inneren Zusammenkunft Tausen der von Industriellen in Wien für Be⸗
ie Bilte gerichtet, die württembergische Regierung möge im Bun⸗ athungen zu benutzen, über eine edentuelle Coalition der Arbeit-
Zrath mit aller Kraft dahin wirken, daß das in Aussicht gestellte jeber dehufs zwedentsprechender Regelurg der gegenseitigen Ver⸗
zankgesetz recht bald dem Reichstag vorgelegt und der für die jältuisse, An der Zeit wäre et gewiß auf Mittel und Wege zu
finihung der Banknoten bisderiger Währung zu bestimmende enken. dem jetzigen sinnlosen, großentheils lünftlich hervorgerufenen
detmin keineswegs noch weiter (als bis 1. Jannar 1876, wie der kEmporschrauben der Arbeiislöhne, Grenzen zu setzen, damit nicht
gdeichstag beschlossen hat) hinausgerüdt, vieimehr die Einführung die deutsche Industrie allmählich erlahmt und atrophirt. Einzelne
neuen Waͤhrung möglichst beschleunigt werde, weil das gegen. Zweige geben schon bedenkliche Kranlkheisssymptome lund. Gebl
voͤrtige Propisorium schwere Nachtheile mit sich führe. — Der dies jo weiter, so würden die Arbeiter zu spät einsehen. wie übel
ueschuß hat fernet über die Frage der wechselseitigen rechtlichen ie thaten, ihren Agitatoren blindlings zu folgen. Die Klafsen⸗
Sellung der Arb itgeber und der Arbeitnehmer beraihen, und sich unterschiede würden dann freilich wegfallen. Gleichheit zwischen
im vom Verein Industrieller in Chemnitz an den Reichsstag ger Arbeitgebern und Arbeitnehmern hergeftellt sein, aber — nicht in
icteten Gesuch angeschlossen: es möge erwogen werden, ob es der Profperität, sondern in der Erwerblofigkeit.
idt geboten sei, 1) dem Arbeiter die Verpflichtung aufzuerlegen. Berliun, 14. Mai. Die „Provinzialkorrespondenz“ bestätigi
ich beim Eintritt in die Arbeit über seine Persoörlichkeit und seine die tönigliche Sanktionirung der Kirchengesetze und meldet, der
chie Beschaäftigung zu legitimiren. 2) In die Gewerbeordnung, Kaiser werde in Wien, wohin er am 295 ds. Mis. abreist, etwa
j. in das Reichsstrafgesetzbuch eine Strafbestimmung für —B* Tage verweilen.
cibtuch einzuschalten. 8) Die Strafbestimmungen bezuͤglich der Berlin, 158. Mai. Das Abgeordnetenbaus genehmigte in
lusschreitungen bei Ausübung des Coaglitionsrechtes in g. 153 dritter Berrathung die Gesetzworlage über die Revision der Nor⸗
er Gewerbeordnung an sich durch Erhöhung des Minimalstraf⸗ malpreise. Bei der sodann folgenden zweiten Beruathung des Ge⸗
raßes zu derschärfen und insbesondere auf diejenigin zu erstrechen, etentwurfs über die Eis⸗nbabnanleihe bvon 120 Millionen erklärte
ir zur Arbeitseinstellung durch Wort und Schrift aufreizen. 4) der Handelsminister Dr. Achenbach: Ein bindendes Programm
die civilprocessualen Vorschriften über den Beweis der den Arbeit: iner Eisenbahnpolitik kann und will ich vor Veroffentlichung des
gebern durch die contractbrüchigen Arbeitern zugefügten Schäden Resultates der Specialuntersuchungscommission nicht abgeben, ich
atsprechend umzugestalten. 5) In Ansehung der Forderung, welcht verde dann nicht mit Worten, sondern mit bestimmt formulirten
dem Arbeitgeber aus dem Arbeusverhäliniß mit dem controktbrü- Beschvorlagen vor das Land treten. Schon jetzt könne er aber
hsigen Arbeiter entstanden ist, die Inbihinon des Landes für zu - lagen, daß er kein Freund der Idee sei, das Eisenbah concessions⸗
assig zu erliären. Endlich wurde besclossen, on das k. Finanze vesen in tiner Hand zu concentriren. (Brifall.) Die Frage, ob
ministerium die Bitie zu richten, zu veranlassen, daß die k. Re Staatsbahnbau oder Privatbahnbau? jei weder einfach zu bejahen
ierung bei dim Bundesrathe auf Abanderung der Bekanntmachung noch zu verneinen; die öffentliche Meinung neige zum Staatsbahn-
om 173. Dec. 1869 zur Ausführung des Gesetzes betreffend die an, aͤber der Staat sei nicht immer in einer so glücktichen finan-
Wechselstempetsteuer hinwirken, inzwischen aber bei Strafentscheidun· petlen Lage wie gegenwärtig uͤnd werde künftig nicht immer in einer
in die möglichste Milde eintreten lassen möge. jolchen sein. (Bifall.) An der Ausarbeitung der gegenwärtigen

Straßburg, 10. Mas. Kaiser Wilhelm hat die unent- Vorlage unbetheiligt, übernehme er doch die volle Verantwortliqkeit
zeilliche Uberlassung von Geschützbronce zur Herslellung von Kir- dafür vor dem Lande, diesIbe sei seiner Ueberzeugung nach so noth⸗
englocken, nachstehenden elsassischen Gimeinden auf deren Gesuch vendig und dringlich, daß shon eine einmalige Hinausschiebung die
willigt und zrar: 12 Ttr. der Gemeinde Fürdenheim, Kreis vichtigsten Landesinteressen schädigen würde. Der Miinister schließt
traßburg) 30 Ctr. an Reichweiler (N. Mülihausen); 20 Cir. an nit der Versichetung, er übernehme sein schweres Amt nur mit der
leberach (N. Hagenau); letzteres Geschenk in Foige eines vor hoffnung steten und einträchtigen Zusammenwirkens mit der Landes
Ar Gemeinde Ueberrach an den Kronprinzen gerichteten Gesuches vertretung.
Einer Mittheilung aus Wien zufolge sind in die international⸗ Die Kreuzzeilung schteibt bestätigend: Die vier lirchenpoli⸗
Jury der Weltausstellung folgende Eisäßer berufen worden. Aun lischen Gesetze, welche von dem Noͤnige vorgestern vollzogen worden
dolseiß (als V'cepräsident für die Gruppe V: Ttxkilindustrie); sind, werden schon am nächsten Donnerstag publizirt werden —
Abert v. Dietrich (in Gruppe 13 Bergbau und Hüttenwesen); Das Servisgesetz für die Civilbeamten, welches am Sonntag einen
draf Tücdheim (in Gruppe II: Land und Foistwesen); J. A hdauptgegenstand der Besprechung des Koͤnigs mit dem Staats-
Schlumberger En Gruppe V.) unistetiun bildete, ist gleichfalls von dem König sankuonirt

Sftraßburg, 14. Mai. Vor einiger Zeit sah man in worden.
ilsaß Tothringen manches trübe Gesicht in Folge des Gerüchtes,! Um mit der Erhoͤhung der Gehälter des evangelischen Kler⸗
daß eine Erhöhung der Tabaksteuer beabsichtigt werde. Mit be⸗ us auch eine Verbisserung des Einkommens des katholischen
onderer Rücsicht auf die Verhältnisse des Etsasses hat nun der Nlerus dewirken zu können, hat der Cultusminister die Landräthe
hundearalh die fatale Tabalsteuerfrage dahin beantwortet, daß eine ic. anweisen laffen, von der katholischen Geistlichkeit sofort eint
krhöhurg der Tabalsteuer nicht stattfindet, gewiß eine höchst er- ummarische Uedersicht des Jahreseinkommens einzufordern. Die
reuliche Nachricht für alle elfässischen Landwirthe. Lebersichten sollen seitens des Oberpräsidenten schon bis zum 1.

Berlhin, 13. Mai. Von den Abgg. Petersen, Dr. Braun !. M. dem Cultuswinister eingesandt werden.
Gera), Dt. Volt, Schulze-Delitzsch, Dr. Marquardsen, Frhr. In Folge eines Beschlusses des Staatsministeriums sind
Zchenl v Stauffenbera, Dr. Bühl ist beim Reichstag der von 69 Seitens des Handelsministers die Oberbergämter aufgefordert
Mitgli dern der liberalen Partei unterstützte Anlrag gestellt worden, vorden, von den Bergwerksbesitzern Nachweisungen über die von
nen Reichtkanzler aufzufordern: dem Reichstage boldmoöglichs einen den Bergarbeitern verdienten Lohre in regelmäßigen Zeitabschnitten
zntwurf zu einem Gesetze über den Schutz der Fabrik- und Waaren⸗ einzufordern.
gichen votzulegen. Wisen, 15. Mai. Das „Tageblatt“ erfährt, daß der

Der „Times“ wird aus Berlin vom 12. Moai telegraphir! zeutsche Kaiser und der Kaiser von Rußland in Wien zusamwen⸗
der preußsche Lieutenant Stumm begleitt die Kolonne Loe reffen wurden und die Vertreter Oesterreichs in Berlin und Pe⸗
nalin, welche den kürzesten Weg von der Ostküste des Kaspischen ersbrtg, Graf Karolyi und Baron Langenau, nach Wien berufen
Neeres nach dem kolonisirten Theile Khiwas eingeschlagen hat. eien. —

Berlisne 183. Mai. Die Londoner Industrieausstellung Wien, 15. Mai. Die Situation ist geradezu rdfstlos.
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        Dis 4 uhr waren 418 Inholven zen, darum'r die zweier Banen ce⸗prufung ie Nede. Um nun jene „Eingesandt7 näbee zu dele
auf der Börse ausgerufen. Fas Ende der' Krisis ist noch immer eten und zir ergaͤnzen, sieht sich das unterfertigte Bürgermeisterom
nicht gbzusehen. Vom Geschäfte ist keine Rede und, kann eine Bes- gestützt auf das inzwischen eingetroffer,« Prüfungspröiotoll des gHr
serung nicht eher eintreten als bis man weiß, wer solvent Feblie⸗ Rectors Hofer von Zweibrücken und auf. eine Regierungsverfügue
ben. (Fr. Ztg.) 42 vom 26. April 1873, diese Visitation betreffend, genöthigt, Rach
Frankreich. flehendes im Interesse hiesiger Fortbildungsschule zu veröffentliche
Paris, 14. Mai. Gestern aus Rom hier eingelroffene Am Schlusse des Wintersemesters war die Schule, welche q
Nachrichten melden, daß der Papst aus einem katarrhalischen Leiden 1l, Januar 48731 ja 4wei Cursas, geschieden wurde, don 10
erlranll sei und iu. Folge dessen mehrere Tage nicht empfangen Schuͤlern besuch, wovon 25 über und 7nter 16 Jahre d
werde. Nur die Cardinäle haben Zutritt. , waren; der J. Cursus zählte 351 Schüler, wovon 7 das 16. 9.
Paris, 18. Mai. Die „Acence Havas“ publiziet ein bensjahr überschritten u. 33 dasselbe noch nicht erreicht hatten; de
Telegramm aus Rom von gestern Abend, wonach: das Befinden J. Cinsus zahlte ebenfalls 531 Schüler, wovon 18 ber u. 81
deß Papftes wieder besser wäre; er habe die Messe gehört und inter 16 Jahre alt waren; für das Sopimersemester sind bis jeß
einzelne Congregationsbeamte in Geschöften empfangen. 133 Schüler inscribirt. Was nun die Leistungen der 1Schule b
Paris. 15. Mai. Von gut unterrichteter Seite wird ver- rifft, so spricht sich das Prüfungépriototosl folgender Weise da
sichert, daß die Minister Goulard und Jules Simon ihre Demis- iber aus.57
sion eingereicht hätten, daß aber Thiers die Annahme der Demission „Die mit der Visitation verbundere offentliche Prüfung wurd
vor dem Zusammentritt der Nationalversammlung verweigert habe. Nachmittags von 133—6 Uhr abgehalten und ergad-im Ganze
Pa ris. Die legirimifiische „Correspondence Saint-Chéron“ in sehr befriedigendes Resultat. Gleich von vornherein mußte d
kuündigte an: Man beschäftigte sich bereits mit den Mittein, uw Beräumigkeit und Freundlichkeit des der Fortbildungsschule zuge
Thiers zu stürzen; es ist ein großes Vorurtheil, wenn man. ihn viesenen Lotals, die Vollzählgkeit und angemessene Haltung da
ür unentbehrlich hälte“ Der „Temps? sieht sich hierdurch veran- Schüler und der zahlreiche Besuch der Prüfung durch Erwachsen
faßt, bereits die Folgen eines legitimistischen Staaisstreichs zu er⸗ inen günstigen. Eindruck auf den Berichkerstatter machen, und di
wagen. Ihm zufolge hat seit der Conssitution Rivet vom 31. Jadurch erwedto vortheilhafte Meinung desselben“ wurde denn aus
August 1871 und seit der Botschaft vom 1. September 1871 die hurch die Lebendigkeit und Gediegenheit der unkerrichtenden Lehrn
Nationalversammlung nicht das Recht, Thiers abzusetzen; Thiert owie durch die an den Tag gelegten schönen Kenntnisse der Schült
würde in diesem Faller das Recht haben, Widerstand zu leiften, hestäligt.
denn die Nationaldersammlung sei nur so weit souverän, als sie die vorgelegten schriftlichin Arbeiten zeigten einen guten
sich nicht selbst durch einen Vertrag gebunden Habe; sie habe sich —A——
porbehalten, die Monarchie herzustellen, nicht aber einen andern zungen waren durchweg befriedigend; einzelne Schüler leisten Vot
Präsidenten der Republik zu machen, so lange Thiers auf seinem zügliches in diesem Gegenstand. Daß die Theilnahme, der Ein—
Posten sei, dem gerade so lange sein Posten verbürgt sei, wie die wohnerschaft St. Ingberts an deim Gedeihen der Anstalt eine feh
Rationalversammlung auf dem ihrigen bleibe. In den polizeilichen rege ist, geht daraus hervor, daß der dortige Vorschußverein F
sreisen herrscht gegenwärtig eine gewisse Erregung. Denn man J. ausgesetzt hat für Preise, welche an die fleißigsten Schüler ber—
befürchtet, es könne schon in der nächsten Zeit zu Ruhestörungen heilt werden sollen.“ — ——
lommen. Wie „Bien Public“, so sieht auch der „Soir“ die Lage Hohe kgl. Regierung der Pfalz hat sich'in der oben angt
ziemlich scowarz an. Man vermuthet, daß es bis jetzt keineswegk ogenen Verfügung über die Fortbildungsschule in St. Ingbert alst
gelungen ist, die nothwendige Anzohl der Mitglieder der „Unent- Feaäußerh: —
schlossenen“ des rechten Centrums fuͤr die Planen des Hrn. Thier Dos in St. Jagbert erzielte bessere Resuliat hängt offenba⸗
pu gewinnen. wit der dort herrschenden regern Theilnahme von Scisen der Be
pölkerung, der Aufsichtscommission“ und der FCemeindebderwallunt
susammen. Den betheiligten Kreisen, sowie den an der fraglicht
Fortbildungsschule wirkenden Lehrern ist hiefür die Anerkennung
der unterfertigken Stellt gquszusprechen. Hiebei gird um so mehi
der Erwartung Ausdruck gegeben, daß der an den, Tag geleqh
Fifer nicht erkalte, als die Arbeiterbevölkerung von St. Ingbert te
ehr wünschenswerth erscheinen läßt, dem Forkbildungsunlerricht und
der Verbreitunx don gemeinnützigen und die allgemeine Bildun—
hebenden Kenntnissen unter der heranwachsenden mannlichen Ju—
gend ein ganz besonderes Augenmerk zuzuwenden““
Möge sich die Frequenz der Fortbildungsschule immer meh
steigern, mögen Eltern, Fabrike und Lehrherrn auf einen tegek
mäßigern Schulbesuch ihrer Untergebenen halten; dann 'werden die
Leistungen der Schule gewiß noch viel günstiger werden und die⸗
elbe wird viel zur Hebung des hiesigen Gewerbstandes und Handel
heitragen. 7
St. Inebert, den 12. Mai 1878.
Das Bürgermeisteramt
Chandon.

AIrtalien.

In politischen Kreisen wird gegenwärtig die evenluelle Reife
des Königs von Italien nach Wien und Berlim vielfach besprochen.
Dieser Ausflug Viktor Emanuels gewinnt dadurch an Wahischein-
lichkeit, daß die ministerielle., Opinione“ sich neuestens mit dem
selben eiugehender beschäftigt. Ohne eine solthe Wahrscheinlichkei
gerade zuzugeben, läßt sich das Blatt dahin vernehmen, daß diese
Reise einen hochpolitischen Charalter tragen und es unnüt sein
würde, deren Bedeutung für die Beziehungen Italiens zu den
rordischen Staaten in Abrede stellen oder abschwächen zu wollen.
Vie Thatseche, daß der Koͤnig von Italien nach langer Feindschft
dem österreichisch ungarischen Kaiser die Hand reiche, werde eine
—D—
Umwälzung sein, deren wichtigste Folge die Unabhängigkeit und
Finheit Italiens sei. Der Koönig, führt das offiziöse Organ weiter
aus, werde die Reise nach Wien nicht machen können, ohne zugleich
der Einladung Folge zu leisten, seine Reise bis nach Berlin fort⸗
zuseten, wo die Gefühle der Sympathie, wie sie sich im vorigen
Jahre bei der Aawesenheit des kronprinzlichen Paares gezeigt
hätten, an Herzlichkeit gewonnen. — Der Enschluß, nach Berlin
weiter zu reisen, wird dem Könige um so leichter fallen, da dort
die depossedirte Vetterschaft feblt, die den italienischen „Usurpator“
in der Wiener Hofburg schwerlich mit aufrichtigem Herzen will⸗
kommen heißen möchte. —

en
Beer mii schtes. —WM

.Speier, 12. Mai. In seiner jüngsten Sitzung he
das landwirthschaftliche Kreiskomite der Pfalz das Programm fü
die diesjährige Kreisthierschau festgestellt. Der „Sp. Anz.“ theil
daraus einstweilen Folgendes min: Die Kriißthierschau wird am
13. 15. Sept. Jl. Js in Speier (Ausstellungslokol: Magajmn
von Karl Lichteuberger am Sankt Guidoplatz) faiffinden, imd sol
bei derselben eine Konkurrenz sämmtlicher Viebesitzer in der Pfohh
auch wenn sie nicht Mitglieder des landwirthschafnichen Vereins
ind, zur Durchführung gebracht werden. Für sammtliche in der
Pfalz einheimische und eingeführte Rindviehschläge und deren Kreu
jungsprodulte lann eine Gesammtsumme von weit über 2000 sl
jur Vertheilung von 40 Geidprämien verwendet werden. Zuden
vird mit der Ausstellung noch eine Verlocsung von ausgezeichneten
cheils in der Schweiz, theits auf der Auestellung felbst angelouften
Viehstücken, dann landwirthschaftlichen Geräthschaflen und Mosch'nen
verbunden werden. Endlich werden während der Ausstellung Ver—
ammlungen abgehalten werden, fur die seht füchtige Fochmanna
hre Mitwirkung durch Abhaltung von Vorträgen über Rindvieb
zucht bereits zugesichert haben.
Speyer, 18. Mai. (Sp. A.) Das Reuierungs⸗Ersah
Beschäft pvro 1873 wird an den nachgenannten Aushebungorlen

Spanien.

Perpignan, 15. Mai. Noaͤchrichten aus Barcelona vom 14.
mwelden, daß der Carlistenführer Saballs mit einer 800 Mann
karken VBande gesteen in das Städtchen Mataro, 20 Kilometer
non Barcelona entfernt, eingedrungen ist. Die überraschten Ein⸗
wohner leisteten schwachen Widerstand. Die Stadt wurde mis
einer sofort zu bezahlenden Contribution von 10,000 Douros be—
legt und die Zollkassen weggenommen. Eine Abtheilung Regie⸗
nzetunpen ist sogleich von Barcelona abgerlickt, um Saballs zu
bekämtfen.
Amerika.

Havanna, 13. Mai. Regierungsseitig wird offiziell gemeldet
der Janacio Agramonte, der Oberbefehlshaber der Injurgenten
auf Cuba, getödtet worden sei.

Die gewerbliche To—Bdungschule in St. Jug ·
Cert —*8

Schon zweimal war in diesem Blatte von der am 28. Mär,

1873 in hiesiger gewerblichen Fortbildungsschule ftattgehabten Jab—
        <pb n="303" />
        zugen vorgenommen werden un Speter am⸗8. und — „N. R.“, e sei nicht waht, dan wegen dert Gieanget Kirchenbatt⸗
gun, in Frankenthal am 10./ 11. und-125 Juli sa Germers⸗sotterie, welchet · er nur als Urkundsperson angewohnt habe, eine
im am 14. 15.5 und 16. Iti. in Landau am 17., 18. und Untersuchung gegen ihn eingel eitet worden sey —
9Juli, int Bergzabern am' 21., 22. und 23. Juli, in Neustadt F(Ein Opfer der Borsenhꝛisis.) Der Borsen · gent Samuel
d O. am 24.. 25. und 26. Juli, in Kaiserslautern am 28., Deutsch, Fleisch narkt Nr. 10 in Wien wohnhaft, hat ——
J. unde 30. Jüli, in Kirchheimbolanden am 831. Juli, J. und 2. Wohnung mit Cyankali, vergiftet.gZerrüttete Vermögensberbaltnisse
uguft, in Kusct am 4.. 5. und 6. August, in Homburg am 7, m Foige großer Verluste an der Börse werden als Motin des
Vnd 9. Augöst, in Zweidrüden am 11. 13. und, 13. August, Zelbstmo des angehebea. Deuisch hinterlaͤßt eine Wittwe mit meh
Pimasens am 14. 16. und 18. August. 8* 3 — keren Kindern, welche der größten No!hpreis gegeben sind. ..
Die protestantischen Geistlichen des Veianats Kirchhim⸗ FIn Neuilly starb in außerst dürftigen Verhälinissen“ Prinz
olanden haben an das kal. Staatsministerium für Kirchen, zuid Ifurbide der, einzige Erbe des ehemaligen Kaisers Augustin Itur-
qulangelegen heiten kürzlich“ eine Petition gerichtet um Gehalts bide von Mexilo, 5
Hhung durch Dienstalterszulagen. In rerselben ist u. A. ongeDP. gor Warnung var dem Gebeauch von sogenannten Uni⸗
urte daß voin den 247 protestantischen Pfarrstellen der Pfalz dersalmitlseln wird aus Berlir folgender traurige Vorfall mitge⸗
37 ein gröheres Einkommen alß 900 fJ. haben. W theiltz Ein bei einem Offizier. des Gererallabs tommandirier
Maun heiem, 12. Mai. Gestern wurde am' jenseifigen Bursche liit an Linet Verdauungsstdrung (Verstopfung), und theilte
lclatuser, in der Nahe der Prüller'schen Wirthschaft, die Leihe dies jeiner KBirthin mit. Letztere verordnete ihm Morison'sche
mes cçut gekleideten Frauenzimmers geländet und in das Leichen- Billen.“ Daeinige derselben nicht wirkten, nahm der Mann in
qus derbracht. Man vermuthet, daß ein in Heidelberg begangener der Zeit von 3 vis 6 Stunden 22 Stück ein. Die Wirkung war
zelbumord vorliegt. 3. J iedoch eine so vraftische, daß der Patient beinabe besinnungsls gl⸗
Mannheim, 183. Mai. Ein Opfer des hiesizen Bier- worden war und nach dem Vazareth · geschafft werden maßle. Dere
rawalles, hoffentlich das einzige, wurde Julius Heußlein von ist zwar alles Mogliche zu seiner Rettung angewandt worden, allein
herbach, Amts Tauberbischofs heim. der Ausläufer eines hiesigen vergebens denn der Mann ist, am Mittwoch unter grohen Schmer⸗
Jeshafts. Derselbe verstarb gestern im hiesigen allgemeinen zeu an Magen- und Dar nealzündung gessorben. 7
rantenhause an den Folgen verschiedener Verwundungen, welche Warnung vor Schwiadel. Vom Rhein wird folgendes
amn Krawallabende erlitten hatte. eschtieben: Es bereisen gegenwäitig zwei Herren, angeblich ein
Auch vom Neckat kommt jetzt die Nachricht, daß die schlim- Zolländer und sein Diener, der den Dolmetscher macht, das Rhein
nen Befürchtungen, welche man an die Aprilfröste geknüpft hatte, ufer, und bieten Teppiche für Kirche und Haus um einen Spott⸗
heririeben waren; das Obst — mit Ausnahme des Frühobstes preis an. Die gemachten Bestellungen werden aufnotiri urd in
- hat keinen erheblichen Schaden gelitter, eiwas mehr die Wein- inigen Tagen die Zusendung der gewählten Gegenstände zugesagt.
erge in den besseren Lageeu. Ist diese Manipulation fertig, dann macht der Diener noch im
Franktfurt, 11. Mai. Die während des Bierkrawalls gertrauen darguf aufmertsam, daß der Herr auch noch einig⸗
ciohlenen Gegenstände repräsentiren ganz ansehnliche Werthe. Wir Stücke „frische Leinwand“ bei sich habe, die er vielleicht. abgebe.
zwahnen vur; gegen 24 Duzßend Messer und Gabeln, 8 Dutzend 7s wird holländiich gefragt, ob er den Rest Leinwand nicht ver
ffei, a Dutzend silberne Loffel. diverse Braten, Fleisch und aufe? Er stellt sich, als ot es ihm ganz gleich sei, den Rest
hurstwaaren, gegen 3 Dutzend Flaschen Wein, 10 Floschen Punsche einer „frischen Leinwand“ noch einige Stunden weiter fahren zu
senz, 3 Flaschen Liqu ure, 6 Dudend Handtücher, 19)3 Dutzend nüssen, gibt: aber doch zuletzt auf Zureden des Bedienten naq,
bsctacher, Beitzeug, Leinwand, verschicdenartige Gegenstäande der veil so viel bestellt worden fei. -Alle, welche etwa die Bekanm-
damengarderobe, gegen 506 Herrenrocke, La Hundert Hosen, haft dieser beiden sHerren machen fotten⸗werden ersfucht vie
Hundert Knabenanzüge, über 300 Paar Stiefel und Schuhe. „rifsche Leluwand vor dem Kaufe zu reiben, um den Chlortall zu
t Aus der Ebene, 12. Mai. Durch die Fröste zu Ende utdecken, den sie sonst mit in den Ktauf nehmen müßten:. *53
zvorigen Monats haben auch die bereits ins Land gesetzten Farbige Dentsche. Die „N. YH.“ schreibt „In New⸗
ungen Tabakpflanzen gelitten und müssen nun theilweise durch an· Irleans leben nach dem letzten (Census 15,224 Deutsche. Den
ere ersezt werden; da wir aber in der Jabreszeit noch frütz daran neisten unserer Leser wird' es aber vollkommmen neu fein, daß es
ind, so tonnen die paar Wochen. die dadurch verloren sind, noch uuch farbige Deutsche gibt. Und doch muß esso fein, denn der
uiht wieder eingeholt werden. Manche Tabakhändler und Tabal- Schlaumeier, der die Censusaufnahme in New Orltans derübie,
ihrilanten hatten im vorigen Herbst ganz ausnehmend große Ein⸗ hat unter den dortigen Deutschen nicht weniger als fünfzehn Ne⸗
dufe genacht in der Exwartung, daß die Tabalsteuererhößung ganz ger aufgeführt; darunter sind sieben preußische und drei daheriche
ewiß kommen werde. Diese sind nun obd der verfehlten Spfulation Neger, zwei colorictz Hessen, ein farbiget Hannoveraner, ein schwar⸗
in so mehr niedergeschlagen, als ihnen, nachdem sie ihr Geld in zer Schwabe, und ein deuhscher Neger ohne spezielles Vaterland.
t Waare festgelegt haben, es bei jetzizer Geldkrisis sch ver fällt Auf. keinen Fall haben sich diese fünfzehn Personen selbs als Far—
jonds flüssig zu machen. bige declarirt; wahrscheirlich sind dies Gürtner, Landarbeiter etc.,
Straß burs, 2. Mai. Man erimerlh sich, daß un die, da sie strig im Freien zu thun haben, ziemlich von der Sonn⸗
maft diel über zwischen hiet und Paris verloren gegangene Briefe zebtdunt sind und darum von dem Censas Esel mir nichts dir
ilagt wurde. Folgende Nachricht dürfte deßhalb nicht ohne In⸗ nichts unter die Neger eingereiht wurden. NeweOrleans ist übri⸗
use sein: -Der Pariser Assisenhof verurtheilte am G. d. einen zens nicht die einzige Stadt,welche die Ehre hat, deutsche Neger
ungen Postbeamten Namens Charles Schwallinger (er ist 20 Jahre neihren Mauern zu beherbergen; Memphis z. B. hat einen bahe⸗
und in der Haute-Marne geboren) wegen Unterschlagung von ischen und drei preußische Wollkspfe; Cleveland einen WBayhern;
tiefen und Geidern zu drer Jahren Gefängniß. In riner Wohe Newhork je einen farbigen Hamburger, Hannoderanet und Nassauer;
ang haue man 9954 Briefe gefunden. Die Summe der Gelder Tharleston, S. C., dar neun colotirie Hessenein dentlichet
ie ex unterschlug, kennt man nicht genau.“ J Bweis, daß die Cenfus-Beamten der meisten größeren Städte sich
f Aus dem Oberelsaß, II. Mai. In dem bi Mül etreffs ihrer Bormriheit gegenseitig nicht viel vorzuwecrfen
Asen gelegenen Dorfe Habsheim, das auch einer der von Ma aben“
eierscheinungen heimg. suchten Orte ist, haben neuestens die Be⸗
vhnet einen Akt der Selbsthilfe damit unterno umen, daß sie
e Feuersprihze aufstellten und deren reichliche Strahlen auf die
dassen spielen losset, wenn sie sich in zu grodem Andrange im
sofe jammeln. Has Mittel wirlt aber nur dorübergehend. Laum
d die Glaͤubigen einigermaßen trocen, so drängen sie sich von
uem zu und wollen wenigstens diejenigen Kinder sehen, die die
Jutter Gottes gesehen haben. Unter Leßteren befindet sich auch ein
cähriges — Judenmädchen.
1S8Schwehingen, 12. Mai. Dieser Tage hat ein
dann aus dem benachbarten O, bei hiesiger Obereinnehmerei fol⸗
nde schriftliche Eingabe gemacht: „Ich habe eine Brennirei er⸗
ihiet und waͤnsche geeicht zu werden, da ich dieser Tage zu bren⸗
en heginne.“ *
NMäanqhen, 12. Mai. (Eisenbahnunglück.) Aus Regens⸗
lommt die stunde, daß am 10. d. M. Morgens 7 Uhr ein
bngesaht 80 Ardeilern beiderlei Geschlechts besetter Zug auf
mit Steinen beladene Wagen stiehß, wobei 8 Äürbeiler sehr
wer und ein großer Theil der übrigen leicht verletzt wurde.
München, 13. Mai. Der Notar Rupprecht erklärt in den
        <pb n="304" />
        OLeruuiuuuuujungen.
Mobilienversteigerung.
Samstag den 24. Mai 1873, Nachmit-

ags 2 Uhr, dahier im Hause don Jacob
Oqes im Hirienede, läßt Nikolaus Ochs
Bergmann und Fabrikarbeiter dahier die
ur Gütergemeinschaft, die zwischen ihm und
—XV
mann bestanden hat, gehörigen Mobiliar⸗
gegenstände auf Zahltermine öffentlich ver-
steigern, nämlich:
1NRleiderschrank, 1 Küchnschronk,
Schuͤffeischaft, 1 Uhr, Tisch, Stühle,
Spiegel, Bilder, ein pollständiges Bett
mit Bettlade, Getüch ader Art und
Kuchengerätbschaften.
Sorn, kal. Notar.
Bürger-Hilfsverein
St Ingbertt.
Sonntag den 18. Mai 1872,
Nachmittags präcis 3 Uhr.
General⸗Versammlung
im Vereimsa-Loeale
bei Herrn Georg Jung

Aufnahme neuer Mitlglieder betreffend.

Um pünktliches Erscheinen ersucht
——

Tapeten⸗und NouleaurxLager
bei J. B. Ciolina,
vis-a⸗vis dem Pfälzerhof
in Ai hriiele
ĩdelia.
Generalversammlung
Samstag, 17. Mai 1873 im Vereinblu
Abends um 8 Uhr.
Tagesorbdunug:?
Ball betreffend.
Oer Ausschu
Ein krächtiges Mutterschwe
ddeht zu vertaufen bei Peter Luck
— ——Wirth in Has⸗
Der obere Stock meines Hauses, auß
Z mmern bestehend, mit Speicher. Keh
und Hofraum ist zu vermiethen und kn
bis 1. Juli bezogen werden. Auch ist *
—A J
Ludwig Marzlin.
Hasseler Straße Nro. 105*

—
Ausverkauf
meiner sämmtlichen
Ellen Waaren
un uuar
Einkaufspreise.
MHM. August.

Anzeige.
Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich
‚om 19. ds. ab Preußisch Geld nur mehr
in süddeutscher Waͤhrung. —, den Thaler
zunfl. 1. 45 kr.--annemen werde.
Die Verkau'spreise werden, wo zulässig,
'o reduzirt, daß meine geehrten Abnehmer
»urch diese Umänderung nur im Vortheil
ind, und bitte ich um ein ferneres geneig⸗
es Wohlwollen.
St. Ingbert, den 14. Mai 1878.
Hochachtungsooll
— —IJ- Friedrich.
TWaldparthie!
Sonntag, den 18. Mai im Walde
dei Oberwürzbach mit gutbesetzter
Militär-Musit.
Durch vorzügliche Speisen und Getrände,
owie billige und prompte Bedienung strebt
nan alle Theilnehmenden zu befriedigen.
Hoͤflichst ladet ein

Mauersteine.
den Kubik Meter zu Iufl. im Brud, m
lauft AJOBhAmiun Lciehl
auf'm Hofchen.
38Acce
lle Kranke—
d Leidende
inden in der 14. Aufl. des Buches Ne
turheilmethode für alle sve
wlbteten Krankheiten des men
lichen Körpers Hülfe, Linderung m
dtath, und wird an jeden Hülfejuchend
unentgeldlich und frei versandt.
H. Sievers &amp; Co
in Braunschweig.
NB. Tausende verdanken diesem Buche
Gesundheit.
d ⸗ J — —
ne
W. Fuhrländer Nachfolger.
— —
85 Fasrεε Frankfurt am Main-
Durch for'während reue Zufuhren und durch meine direlten Verbindungen mit den ersten Fabriken, ist es mir möglich, wei⸗
sortiries Lager zu den bekannien billigen Vreisen zu empfehlen.
Grosßes Manufakturwaaren Lager. Großes Ausstattungs⸗Geschäft.
1000 Siunck ?/ breite achtfarbige, lila, rosa, gelbe, braune Cattune, 500 Stuück */. breites schweres Leinen. für Hemden und XR
fur Kleider und Ueberzuge, Cattune mit Borden, fur der halbe Meter 12 kr.
Borhänge, z gite Meter 9 kr. 21/0 Ellen breite grobe Leinen, für einschläfrige Beittücher, u
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halbe Meter 12 kr. 3 Ellen breite grobe Leinen, fur zweischlafrige Betliucher, das du
200 Stuck feinste Pique⸗GCattune, der halbe Meter 12 Ir. standige, Betttuch ohne Rath4 Ellen lang, J. 2 24.
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roih, die Elle 15 kr. 55 Centimetres.] , Meter 15, 18 vis 30 fr.
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Franzen die Elle 48 kr. entimetres 00 Stud sawer⸗ XIXI. zal!
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sich wiederholende Nachbestellungen sind die besten Beweise, daß man allenhalben mit meiner Bedienung seb'
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Wuslerabschnitte säämmtlicher Artistet sende in reichster Auswahl franco per Vost.
Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens e bitte mir das bisher bewiesene Vertrauen auch ð*
zu erhalten.
Rattion. Drud vnd Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
        <pb n="305" />
        Hl. Ingberler Anzeiger.
—— 6
—
der St. Pnabdert et Anteigee (und das mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der —X Donnersrags⸗ und Sonntag⸗
Zummer erscheint wochentlich v iermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntan. UAhonnementspreit vierteljährig 42 Krir. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattjchrift ader deren NRaum berechnet.
— — — — — — — — — — — —— —
5 pee —328 9 —A —— — —77
R. 77. : Sonntag, de A8. Mati , 1873.
m— — — —————— —————————— — —
— ⸗
eααααα

42;2 —
— 332*
Deutsches Reich. beruhigeade Wirkung beimißt, und wemnn fie in fo fern anch diese
München,. 16. Mai. Döllinger ist, an LiehigsStelle num Wirkung bereits gehabt haben, als das Geschäft gestern. wieder be ⸗
gotstand der Akademie der Wifenfchaften und zum Generaliuspeltot zonnen, so handelt es sich zunächst · doch fetzt wie der datun eine
er wissenschaftlichen Sammlungen des Staates ernannt worden. dandelstrisis hintanzuhalten; denn an den Vörsenereignissen ist
Situtntgart, 33. Mai. Die Wiener Börsens-und Gelde auch sast die gesamtme aaufmanne
risis ist auch/hiet nicht ohne Nachwirkuig geblieben, namenilich 53 —
at sie die Leigenschaftsvertäufe und die Bauten, die abereits ins Pla ru s;— 12. Slaier tiant man telegraphisch
zchwindelhafte betrieben wurden, empfindlich verlittt. in den vi den ein kleines Ungemach, w Jes dem Grafen von Paris in vone be⸗
hauspekulanten/ von den Banquiers der Credit gekündigt wurde. troffen hat. Während sich e mit seinem Brudet und
finzeine-Bauten sind bertits eingestellt. vem Herzog von Chartres in. dieser Stadt besand., wütden nächt
ern m 14. Mai. Bei⸗der Betathung des. Gesetzentmurfs, licher. Weile gu die Siraßeneclen Aoschläge ZelledtAauf denen zu
letreffend den außerordentlichen Geldbedarf für dis Neichte sendahnen esen⸗ war ð Gebt uns unsere vierzig Milliouen zurudt“ E⸗ —
ClsaßeLothringen gab der Badische Bevollmächtigte, im Wesent⸗ sich heraus, daß der Adjunkt der Wairie also der zweile Denn
chen in Uebereinstimmung, mit der Erklärung des Medlenburgischen der Stadt, selbst den Befehl —X Hati piese Affichen amu⸗
Foollmächtigten: im Bundesrathe nach der A. A3.“ folgende ichlagen. Er wurde dafüt von dem Praͤfetten auf · zwei Monau
zemerkung zu Protokoll: „Er finde es kaum zu rechtfertigen, einem uspendirt und der Unterpräfekt heeilte sich, den Prinsen vor ihrer
nzelnen Lande auf Reichskosten ein Bahmetz hetzustellen wie Abreise das Bedanern der Bevdlkerung ber das Geschehene magu⸗
lches kein anderes Bundesland besitze, ohne die militörischen In⸗ prechen. — Der Kriegsminister hat mittelst Rundschreiben den be—
ressen und dte Rentabilität der betreffenden Linien genauer in's reffenden Armee-Intendanten in Erinnerung gebracht, daß die deut
suge ju fassen“ Auch andere Länder müßten die Etrbauung mancher qhen Ollupationstruppen nach Arukel 13 der Konvention von Fer⸗
zaͤnlinien zurückstellen, weil, so erwünscht sie dem Verkehr gewisser ie res vom 11. März 1871 für die Bedürfnisse der bevorstehenden
hegenden sein würder, die finanziellen Eewägungen den Ausschlag Rãumung das Recht haben, Fuhrwerle ud Gespanne gegen eine
u geben haätten. Es sei zu befürchten, daß diese Erwägungen noch so ere von 40 Centimes per Kilometer und Pferd (ohre
nehr in den Hintengrund gedrängt würden durch den Umstand, daß Entschätinung für die Rücfuhr) zu requiriren; den Mehrbettag
die Mittel aus der französischen Kriegsentschüdigung zu schöpfen verde die franzefische Regierung ersetzen.
en, welche letztere füt die Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehe. England.
tt befinde sich hiernach in der Lage, bei der Spezialberathung sich London, 12. Mai. In einem Artitkel über die Börsen⸗
egen cinzelne der vorgeschlagenen Linien ablehnend zu verbalten.“ „anik in Wien empfehlen die „Times“ energische Moßregeln zum
In Süddeutschland hat die Zurückziehung der Tabals ieuer· Schutze Des, englischen Geldwarltes. „Die Panik in Wien““
Horiage Seitens des Bundesrathes unter den Rationalgesinmen, n das Cithblatt — „theil?e sich —
ine große Freude hervorgerufen; die Gegner des deutschen Eini- — —J— d
jungswerkes hingegen sind über tiese Thatsache um so verdrieß · Fdelmetall im Laufe des Erports von“ London ete
icher und sogar verblüfft „weil ihnen dadurch ein portreffliches d an Sonnobend wurde der Ban Gelreenon unne
Igitationsobjtet entgeht; der Aerger ist : um so größer, ais aus ins dahn dersandt zu werd u. Baares Geln n ——
i Veibehallung der Salzsteuer kein politisches Capital geschlagen Andern iun Deutschland gebraucht und e m aen
derden kann, da die Organe dieser Reichsfeinde die erwähnte werden, so lange es zu Bedingungen zu erhalten ist, die es nutzen⸗
nuen als erecherngi. der Tabats sttuer · Erhohung gegen⸗ wingend wagen eee de p borgen und dort zu verleihen.
iber, gepriesen haben 66 der ceinzige Weg, zu verhindern, daß wir unser⸗
8 j2. Mai. In dem Augenblicke, wo man glaubte, derden 5 — a — eeeeh
aß die Weltausstellung uuserer Stadt einen besonderen Glanz ver⸗ u erhöhen. Wir müssen den Zinsfuß also steigern, um die —8*
aͤhen werde, hat sich hier eine förmliche soziale Rebolution voll · nhe he unsete Poftion usier mahen em,
ogen. UAn der Börse wurde vorgestern geradezu die Commune ganldirectoren sind ohne Zaaisi volndeen Wunete Du
wollamirt. Die Zahlungsunsähigkeit ift epide misch geworden und Willigteit des Geldmarltes so wenig als möglich zu berinaͤchn en
weimal 24 Stunden genügten, um einen Theil unseter Bevoͤlte⸗ iber es gibt Zeicen, wo es barmherzig ist, fireng ju sein um
ung an den Bettelstab zu bring n. Ich übertreibe nicht, wenn ich Leint eine derselben u fein—
Ihnen sage, daß in diesen Tagen 10,000 Menschen iä Wiea buch-
äblich verarm sind. Die Saiten waren zu straff gespannt und Bermi
ind gerissen. Die Börse war faftijch zum Stihstand gebracht, und pSpeier. du e ch F 6.
bie man“ noch dem Tage von Koniggratz nach Wien meldete: „Es Speier. „Rheinpfalz“ schreibt: Bezüglich der
ubt teine Rordarmee mehr“, so koante man am letzten Freitag angeblichen Muttergott 3. Erscheinungen in Medelsheim erhalten wir
agen. „Die Wiener Börseexistirt nicht mehr“. Tausende von Wed e hes welche diefe Erscheinungen verdächtig
zuistenzen sind du Grundt gerichtet und Leute, die vor Kurzem l 4 ——
roch als vielbeneidete Copitalisten galten, waren mit einem Schlage FStraßbu g 5. Mai. Die leidige Duellwuth hat
adie Sphäre zurückgeschleudert, wo Entbehrung und Mangel die eute auf dem Hyppo rom an der Sporeninsel ein beklagenswerthes
doosung bilden. Der Juben der Weltausstellung ist in einen all⸗ Opfer gejunden. d Studirenden der hiesigen Universität Mohr
emeinen Schmerzensschrei uageschlagen. Die durch Uebermuth und aus Landau in J Rheinvfalz, Präsident des Corps, Rhenania⸗
urus der über, Nocht Reichgewordenen hinaufgeschtaubten Preise ind der Nihtlorpss Coste aus der Udermark schofsen sih am
derden auf ihr richtiges Maß zurückgeführt. Der Werth des enannten —J tzeute Norgen 6 Uhr auf Pistolen. Mohr erhielt
heldes, sür weschen man bereits den Maßstab verloren hatte, wird abei einen chuß von der rechten nach der linken Seite des
rieder zur Geltung kommen, denn Leute, die noch vor Wochen eine Auterkorpers und war augendlicktich todt. Coste stellte sich seis
Nillion als eine Bagalelle detrachteten, werden durch die in der em Oberprolurator, während die Leiche des Gefullenen nach dem
Finanzgeschichte ohne Beispiel dastehenden Ereignisse der lezten Tage dospital r wurde. Dem Vernehmen nach führt sich der
ur Einsicht gebraut worden sein, daß sie sich in einem Rausche Anlaß des uells auf einen Wottwechsel zurüd, der aus“ gan
vefanden, aus welchem sie allerdings in sehr empfindlicher Weise aichtigem Anlasse bei dem letzlen großen Eommerce am 1.“3
ewiat wurden. Uebriwenden ist die Krisis allerdings noch lange Mits. entstanden war (Niederrh. Kur.)
nicht, denn wenn man auch den Pallativen, die seit gestern ange- f Wien. Die Ulmer Wohnungsschiffe zur Weltausfiell me
dendet wurden. um die Verse wieder in Gang zu bringen, eine find nunmehr alle an ihrem Vlatze in unmittelbarer Näatze v
        <pb n="306" />
        Ausstellungs⸗Palastes aufgestellt: je zwei und zwei mit einander, mit Eröffnung der Ausstellung, theilweise schon srüher ihren An—
berbunden, ankert nun die fotiliche Flotille von zehn Schifsen im 'ang genommen. Die ersten Gaste waren die Schweizer, inzwischen
DonaudurchstichAanal. Es durfte nicht uminkeressant sein, die ind quch eine Reihe von Fremden aus aler Herren Läander einge.
Futfernungen iennen zu lernen, welche die Schiffe pon den wich- roffen, um von den schwimmenden Gasthöfen Gebrauch zu machen.
rigsten Verkehrs-Mitteln ꝛc. ⁊c. trennen. So erreicht man den das Unlernehmen tann,“ nach der Aufnahme,* dier es gans
Ausstellungsplatz der Droschlen, sowie eine Statione der Pferde · Deuischlund, namentkich auch bei den Gewerbe⸗Vereinen gefunden
Eisenbahn, zu welcher eine gute fahrbare Straße führt, in 34 als ein sehr gelungenes bezeichnet werden. (Pf. K.)

Minuten. Das nächstgelegene Portal des Ausstellungs-Palastes 4 Phineas T. Barnum in Newyork hal von Nebrabka 40
ist etwa 5060 Schritte entfernt. Zur Erleichterung des Verkehrs ndianische Weiber (Squaws) mit iheen kleinen Kindern (Poposetz
ist eine Fahrstraße dahin angelegt. Auf derselben berührt man zommen lassen und wird sie nebst vollstandigen Wigwams, einem
den Central Bahnhof, welcher, sobald die Ausstellungs-Güter vollends ndiauischen Arzte und zwei Dolmetschern nach der Wiener Aus⸗
ausgeladen sind, dem Perjonen ⸗Verkehr übergeben wird. Ganms in ellung schicken, wo sie die Europäer durch ihre Kriegs-, Friedens ⸗
zey Nahe befindet sich eine Reihe trefflicher Restaurationen. Eine hochzeitsz, Todten⸗ und andere Tänze amüsiren sollen. —
comfortabel eingerichtete schwimmende Restauration liegt neben den ——
Wohnungsschiffen vor Anker. Die Benützung der Schiffe haf
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Betanntmachungen. 5 pe echwarz⸗ en sehr schöne Saug derbel
Bürgervereing⸗Kränzchen. ind — 22 n ufer
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Sonntag den 18. Mai
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Sorben erschien Heft 7 (Reues Ubonn-

nment) vnnn 8 J
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„Nach der Arbeit“
Ein Blait für Mußestunden.
herausgegeben Zum Besten der deutscher
Juvaliden.

Inhalt: Der Invelidendanl. Au'
Irrwegen, Novelle von Clatissa Lohde. —
Iine verhängnißvolle Stunde. Shzze ven
2. Walser. — Ein Holzschuh als Geite
Paganinis von F. v. Madloͤw. — Ep⸗
oden aus dem letzten sttiege: JL. Besetzun
des Forts Plappebisle. Il. In den Wein ·
zaͤrten von Orléans. — Plaudereien au
Rom von Guͤnther v. Freiberg. — Em
Dier Ritter. — Jur Wiener Wellou—
dellung. — Illustratidnen. —
Allenleitauß: Oster⸗ und andere Ein.
— Koͤnigs Beburistag in Berlin. — Die
neue Kaisergallerie. — Woher stammt vit
Bezeichnung Harlequin? — Mer hwirdig
Hesjandischaften aus fremden Laͤndern in
Berlin in Laafe der letzten Jahrhundern
— Eine ungewoͤhnliche Bibel. — Frenj⸗
ischet Geschnad in Verlin. — Der grist
Galla-Cinzug der Prinzessin Brauu.
Die letzten Augenblicke des Reformaton
Melancihon am 19. April 1560.- Im
rbauliche Seltsamkeiten gründlichser fram—
osischer Geschichtsforschung. — Surnidjh
Ral Tichatteri. — Ein belamtet deunsch
Dichter als Duellant. — —X
die Vertheilung des Strumpfbandes be
Zochzeitsfeierlichleiten in der Königlichn
Familie zu Berlin. Vom Bucherlisch.“
hedichte. — Räthsel. — Brieflasten de
Redaction. —

A. Preis pro H onr —V
— jährlich 12 Hefte.

Der obere Stock meines Hauzes, aus J
Zimmern bestehend, mit Sp icher, Keller
und Hofraum ist zu vermiethen? und kann
bis 1 Juli bezogen werden. Auch ist ein
Slück Land zu verpachten bei

Ludwig Marzlin
Hasseler Straße Rro. 105 I.
NBeiin in der Oberstadt neben

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haus ist auf langjährige Zahlkermine

»u verkaufen.

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m Josep!

244

woꝛu höflickst einlade
n.
Ein brabes ansfändiges
Mädchen, das etwos lochen
lann; wird in eine kleiue
U Haushaltung ohne Hinder,
nach auswärts, gesucht. Sisa Thaler
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naͤhere Auskunft.
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Der Regenerator
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eit Jahren das bewährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und spesecelle
Schwächezustände, Magengedärm und
deberkrankheiten, Hämorrhoiden, Eng-
„rüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten xX.
sowie alle Krankheiten, die von ver⸗
»orbenem Blute und schlechten Säften
nerrühren. Der „Lebenswecker“ be—⸗
jötdert die Verdauung, reit den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist beson⸗
ders im krilischen Alter zu empfehlen.
Zu haben pet Fla'che zu 1fl. 10 kr.
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züglicher Qualität (og. Amerikuner) koͤnnen
od abgegeben werden auf
Triebscheiderhof.

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ziechen Tausende Rranse frühzeitig dahin,
Ne, Sem ihnen schnell dir riehtigs Hilfo zu
Theu geworden, inhre Gesnndheit viederer-
aiten hättan. Das berübmte. 160 seiten
ztarke Bieh—

Dr. Airy's Naturbeilwethods“
zibt allen Kranken einfache bewährte Mittel
an die Hand, am sich selbat vom

i frühzeitigen Tode &amp;—
tetten zu Fönnen. Es sollte desshalh kein
Framer versäumen, sieh dies vorrügliche
huche Fegen LBinsendung von 6 Freimarken
TiEcgr. von der RHei nischen Verlugs-
Ansetœlt in Trier Lommen 2u lassen.

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Francfurter Börse

vom 15. Mai 1873.
reußische Friedrichsdor. .. 9358 be
histoie2 3840
Follandische 10 fl⸗S iäde. 5264
Ducaten... 302 3
20Francs⸗Stucke 183219
Inglische Soudereigus 427
—VVVVVVVO—

Rechnungen
in 2, 14 und Us Bogen zum allgemeinen
Gebrauch fiud vorrathig in der Druckerei
dieses Blaties.
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attion. Druck und Verlag von F. X. De met in St. Inabern
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der St. Ing.. ee lund das mit dem Haubdtblatte verbundene Unterhaltungsblati, mit der Dienstag-⸗, Donneriiags und Sonniag-
lmmer et cheint wöchentlich vie rin aalte Dien staga,. Dommer btag/ Sam tag und Sonmtag. Aobonvemoniaprdis. vierteljahrig Au rzt, er
1282 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispallige Zeile Vlattschrift oder deren KRaum berechnet⸗ «—
* Dac in . 4 7
— Dientaa, den 20. Mai 7y3.
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—
7. Deutsches RNeich. Paris, 18. Mai. Im Verlaufe der Ministerktisia hatte,
Mänchen, 17. Mai.“ Ein neueß Laadtagswahlgefetz, wel⸗auch der Kriegsminister de Cissey seine Enilassung augeboten
jeßs dem im Hecbste zusammentretenden Landiag zur Berathung Thiers hatte die Absicht ausgesprochen, ihn durch General Chanzy
ocgelegt werden nird. ist nun im Enltwurfe fertig gestellt. Das zu ersetzen; darauf erllärte der Marschall Mac Mahon, ar verde
iherige indirecte Wahliystem ist in demselben aufgehoben.. das Obexlommandeo niederlegen, wenn Chanzy: AKriegs · Minister
Berlin 15. Mal. Die hiesige Borse ist, in Folge der werde. n
hlimmen Wiener Nachrichten, ungemein mißtrauisch. —6
Berlin, 16. Mai. In der heutigen Sizung des Reichs⸗
ages wurde die Genehmigung zur sstrafrechtlichen Verfolgung des
tedackenrs Sigl (Mänchen) und dverschiedener sächischen Zeitschrif⸗
en wegen Beleidigung des Reichstages dem Antrage der Commif⸗
jon entfprechend die Genehmigung versagt. Die Gesetzvorlage über
ie Gründung und Verwaltung des Reichsinvalidenfonds wurde n
ritter Lesung im Wesentlichen nach den. Beschlüssen der zweiten
zesung genehmizt. Ein vom Abg. Mayer gestelltez undn vom
Aaalaminister Delbrüch befürwortetez Amendement zu 8.9 welches
en früher beschlossenen Ausschluß der Communalpapiere aus der
deihe der Effelten, in denen die Anlage des Invalidensonds er⸗
olgen kann, beseitigt, wird wanantentlicher Abstimmung mit 128
een 115 Stimmen Angenömmen4 C
Bei der darauf folgenden Betathung detz Ja hres berichts übet
ie Verwaltung Elsaß-Lothringens erklärt der Reichskanzler Fücst
ismarck, dem. Abg. e gegenũber· Die Dictatur endigt
im 1. Januar 1874, wenn der Reichs!ag nichts Anderes beschließt.
leher die künftigen Verhältnisse wird denn Reichstage eine besondere
otlage zugehen. Iqh ve:rspreche mir pon dem Zusammensitzen der nm her Brihchtes.
isasset mit. uns, im Reichsge ein gutes Verhältaiß, zur Ent .· Homburg, 15. Mai. Das Bejitksamt hat den Verein
uschung derieuigen Parteien, welche das Gegentheil hoffen. Die deutscher Katholiken dahier (Filiale des bekannten Mainzer Vereins)
diederhaltung der franzosischen Sympathieen ist in dem Lande, zeschlossen. Der Grund liegt darin, daß der Verein den Charat-
gelches wir zuur Sicherung unserer 200 Jahren bedrohten Grenzen er eines politischen Vereines trägt und trotzdem, dem Gesetze zu⸗
cuorben haben, nothwendig. Die Maßregeln gegen- gewisse kas wider, in ocgauisiter Verbindung mit anderen gl.ichartigen Vereinen
holische E emente sind durch geweffe Altramontane Agitationen her⸗ zetreten ist.
aigeführt. Die Wirkung der Schulbrüder ist“; nach Ausicht der7 Kaiserslauternh 17. Maß. Abermals ist unsere Stadt um
kegierung viel schlimmer, als der Lehrernangel selbst. Jedes in industrielles Erablisse nent reicher geworden. Am Anfange dieses
oßreißen vom Alien und Verdinden mit Neuem hat Binerkeiten. Jahres hörten wir von der Constituirnng riner Aktiengesellschaft
dit Norddeutschen sind auch im Gewinnen hon Sympathien nicht Ur Errichtung einer Eisen⸗ und Meiallgießerei und heute sehen wir
iht gesch'ckkt, aber wir wollen Elsaß⸗Lothringen moͤclichst wenig dieses Unternehmen beteits so weit verwirtticht, daß vor rinicen
vhe thun. Zireifela sie nicht an unferet Ausdauer, Van unserem Tager schon der erste Guß versucht werden sonnte. 8
Luthe und unserem Bestreben allen Angriffen“ Iun widerfireben. F.KAAsers1d u beren, 17. Mai. Der Prässdent der
Sllemischer Beifall.) Das Haug vertagte sich auf morgen, nach⸗ Hereinz deutscher Katdoliten Frhr. von Lod hat in Gemeinschaft
xm im Laufe der Berathung Fürst Bismard noch mitgethellt hatie, nit dem,Geschäftsführer für die Pfalz“, Herrn Weinhändler F.
aß über die von einem Vorreduer gewünschte Competenzbeschräne l. Hellmich von Deidesheim, auf Sonntag den 25. Mai, Nach⸗
ung der Kriegsgerichte in Elsaß⸗Lothringen bezüglich aller nichtpo- nittags 3 Uhreine Wanderversammlung nach Landsiuhl in Den
inschen Vergehen eine Vorlage vorbereitet werde .... Garten des Hotel Ganiig einberufen.
Berlhin, 19. Mai. Das Herrenhaus nohm heute in der 7 (Epeher-Heidelberger-Gisenbahn.) Die Strecke von Zeidelberge
ochlußberathung fast ohne Debatte die Gesetzeniwürfe üüber das dis Schwetzingen hofft nan in der ersten Halfte des Monats Junin
ipropriationsverfahren in den dotmal; dayerischen Gebietstheilen eroͤffnen zu können.
ud üͤbet die Revision der Rorm ilpreise an, genehmigte den preu- In verschiedenen pfälzischen Blättern wird durch die zu⸗
chen Antheil an der Kriegsentschädigung, das Geseß über die dändigen Behörden auf das Verbot des Einfangens der Vögel und
isenbahnanleihe, sowie den Vericht über die Staatseinnahmen und lusnehmen oder Zerstören deren Brut aufmerksam gemacht. Der
lutgaben pro 1871 nach den bon det Commission erstatteten Be⸗ derr Kreisdireltor von Weissenburg macht auf den Arlikel 868
ihlen in der Fassung des Abgeordnetenhauses und erledigte Pe⸗ des Strafgesetzbuches g fmerksam, wonach eine derartige Conira⸗
nionen. Die Gesetzvorlage üher Betheiligung der Beamten an, der dention mit einer Geldstrafe von 20 Thalern und Hast bis zu
serwalrung von Eiwerbeẽgesellscheften wuͤrde abgelehnt. 14 Tagen bestraft wird. 24
Fraukreich zua tWGranksurt. Von den an dem Bierkrawall Betheiligten
Paris, 16, Mai. Eine Compagnie boyerischer Infanterie, werden ewa 40 im nächsten Monat vor das Schwucgerint ge⸗
ulche in dem oberen Theise von Montmedy als Besatzung stand, ellt ⸗werden.
i nach Longwy abmarschirt und soll nicht ersetzt werden. (C, Zß usFrrantfurt, 18. Mai. Eine hiesige Firma, welche
Paris. 17. Mai. Die Demission der Minister: Goulard mit B000 Creditactien k la hausso engagirt sein soll, hat ihre
nd Juletß Simon ist angenommen und, Kasimit Périer zum Mis Zahlungen fuspendirt. Em einziger Maller soll 90,000 fl. au
iser des Innern ernanm wotden dieselbe aus Differenzen zu fordern haben.
Paris, 18. Maß. „Bien Publick versichert in einer be⸗Vitsch, 13. NMai. In der „Karlsr. Zig.“ lesen wir:
nderen Ausgabe, daß das Ministerium jetzt folgendermaßen zu⸗HDer Maire unserer Stadt ist wegen Nemi'te n z ( Wider⸗
nmengeseßt ist: Casimir Verier Inneres, Remusat Aeußeres, penstigkeit) seines Amtes entheben worden. Er hat dee Stodt
asoure Justig, Leon Say Finanzen, Fourton Cultus, Wadding⸗ »erlassen.
d Unterricht, Berenger offenliche Arbeilen, Teisserenc Handel, Dr. Strousberg wurde vor Kurzem von ehem der
eh Krieg, Pothuau Marine. ersten Verliner Geschäftsleukie, der selbst Uber Millionen gebietet,
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        in London besucht. Letzierer, der es aug verstendes hat, fich die- jahrliche Summe von 21,000 &amp;halern. Uebrigens will di
sein Haus den jetzigen Zeitansprüchen entsprechend einzurichten, gute Gesellschaft inz London aon deg nbenteuerlichen Monle Chrift
war doch ber hie derschwenderijche Pracht dieses Palais erstaunt dicht recht Etwat wissen. 4 J *
Strousbert hat in Grosvenor, von einem per englischen Herzöge

rin Haus auf J (J Jahre gemiethet,* das seiner Zeit schon

in London wegen feiner fürstlichenEinrichtung bekacnni war. Für

diese in Seide und Velours schwimmenden Räume zahlt Strousberg
Betanntmachungen.
12* 51
67cBekanntmachung.
SEämstag den 25. Maĩ nächsthin des
MNorgens 9 Uhr, zu St. Ingbert vor dem
Siadihause): werben die folgenden Mobilien
in Wege' der Zwangsvollstreckung gegen
aare Jahlung versteigert, alg3
e Commode,Vtleiderschränke- 1
Sopha, J Pfeilerschrankcheti. Z Tische,
2 Raͤchttischchen, 1 Waschtisch, LKü—
henschtank und vexschrebtne! undere
Gegenstände H ang ee
Blicoiastei den 1720 Mél I87 α
ι. Der t. Gerichtvolleher,
in uie Wolff.“ *21. ü n.
7 —
Bekanntmachung..
Am Freitag den 23. d. Mis. Nachmit⸗
agẽ um 2 Uhr, im Stadthaufe dahier wird
der Rest des Berechtigungsholzes pro 1873
versteigert als·
Schlag Schiererwes
Reothemopf.
dasenbuhl⸗
Seilerlacht

Fichenholz,
Buchenholz
Nadelholz,
—X
Dolz,
zuchenholz,
Eichenholz,
shenhot
4 —
re Weichholz.
vicshes
Et. Indbert den 19. Mei1873885
Das Buͤrgerineisterami
8 Chandon. 75 F
Golz⸗Verkauf
in Königlichen Forsten.
Am Saustag den 24. Mai e.
Vormittags 10 Uhr.
werden zu S ulza'b 4dch bei Herrn Gast
wirth Käürst die bei den unten bezeichneten
Schlägen bemertten Hölzer in kleinen Lossen
dem meistbietenden Verkauft dffentlich aus
gesetzt. ,
Forst Sulzbach,
Distritt Nr. 108
13 33 Festm. Eichen Bau- und Nußholzst.
6.1000 Buchendo.
21153 53 *Weichholz u. Erlen do,
1Eichen Stange, *
Birtken Stangen ·/·—
Hundert Buchen Gerten,
Raummeter Buchen Stempel,
Weichholz do—⸗,
Fichen Scheitholz,
Weichholz do.
Knuüppel 2. Klasse,
Reiser J. Klasse.
Distrikt Nr. IIa:
2.07 Zesftm. Eichen Bau⸗ u. Nußzholzsi.,
3772,Buchen do..
O4 , Weichholzu. Erlen do,

16
3
290

20 Raummeter Eichen Scheithalze eo J
L7 ι Buchen ee do., en
39 F —X
129 ir 47 Snüppel 2. Klasse
II Reiserx
16 do. 3.
oe Ddistriktt Nr. 20:
O 66 Festn. Eichen Bau⸗ u. Nutzholzst.,
12bB* Buchen do.⸗· 1 27
. Distrikt Ne. 4: .ι,
047 Festm. Eichen⸗Bau⸗ u. Nutzholzst
2,060 , Weichholz n. Etlen do. *
— Difstrikt Rr. 183 —
8,23 Festm. Eichen Bau- ü. Nußholist.
6 8 Buchet vo.
* Schlag Totalutꝛ
870 Festm. Buchen Bau⸗ u. Nuztzholzst,
72028 Forst Dudweiler
Distrikt Nre 2425
9,71 Festm. Eichen Baus u. Nutzholzst..
J wWeichholz u. Erlen do.
7 Eichen Stangen,“ * —D——

17 Raumcerer Eichen Scheitholz,
57 .133 Weichholz do.,
i2Reiser 3. Klasse.

Distritt Ne. 29: 27.83
1180 Festm. Buchen Bau⸗ u. Nußholzs.

ZII Buchen Stangen.
5Distritt Nr. 29:

*3 — Weichholz und Erlen Bau

ea nd Nutzholzstäimmmie,

8 Raͤummeter Eichen Scheilholz,

28 gugppel, L. glasse.

80 Reiser . 35

i 678

ESchliag Totalitar; .7
18,80 Festm. Eichen Bau- u. Nußholis.
3 Eichen Stangen. 5

Raummeter Fichen Scheitholz,
—V — Buchen do,
30 snüppel 2. Klasse,
A

Ool den 12. Mar 187995

—Der Röonigliche Ober foͤrster
——
z ene. — uu 2 —F— —691 —9*
Aarmonio⸗ Musik
* 5 J ιν
hN auggefũhrt von det Deutschen ¶Jaget · Capele in Zweihrücien.
ee Eint⸗ut . Person 6 Kreuzer. —
*Auf kommenden Donnerstag Christihimmelfahrt)“ findet die Erdffarmg der Garte
virthschaft Lichtenberger, Meher &amp; Comp. mit vorzuglichen Ragerbier sta.
4 73 . — 3
ιν α —W
J. Das Neue Blatt 1873.
Nr. 35 ist soeben eingetroffen und enthäl
Die neue Magdalena?“. Von Willie Ce
lins. — TSelbstgespräch eines Ultra
Reactionärs.“ — Von Ernst Echstein.—
RVon der Wiener Weltausstellun
DODie Ersffnung der Ausstellnng am
Mai.“. Von Louis Poißl. — Byrons 6
liebte.“ Von Frav. Hohenhausen. (Mit Por
trät. — „Der Vater des Deutsche
Bundes.“ Eine Portraͤtslizze zu Metternit
hundertjdhrigem Geburtstag. Von Julius Mih
seld. — AMus dem deuntschen Postleben
krinnerungen eines Posibeamten. Mitgetheilt v
Emil Junghaus. J. Die Dienst,-Instruktion
NPemesis. — Heitere Chronika.“ —
d und Herd.“ — „Allerlei.“ — Eui
deberraschung.“ — Götz von Berl
chingens eiserne Hand. — Maͤthsel
Reüe Bücherschau“ — Verxitlich
Briefkasten.“ —, Correspondenz.“ —
Illustrationen: „Vine Ueberraschung“ Origim
zeichnung von W. Grögler. — ,„LVord Bpron
—Grafin Guiccioli. —
Das Neue Blatt ist zu beziehen durch eh
Buchhandlungen und PofieAnsialien für )
mäßigen Preis von 15 Sgr vierteliäbrlich

der Unterzeichnete ver⸗
auft in seiner Wirthschaft
auten reinen X
Yfälzer Vein
»er Schoppen zu 12, über die Straße
11 Kreuzer. ie
Franz Huber.
G esucht:
Zwei Lehrlinge,
im die Buchdruckerei und Stein⸗
ruckerei zu erlernen. Es werden sofori
20 Krzr. Lohn 2trahltt.
X. Moemen.

Der Zweibrücker Fruchtmarll
des Himmelfahrisfestes wegen auf den lor
menden Freitag verlegt. .

J Die Expedition
——
Des Himmelfahrisfestes wen
rscheint am Donnerstag kein Anzeiget.
Die Samstagßgnummer wird am vreil
Abend ausgegeben.

—n r at zu vermiethen
ine Wiese in der Gasse (Wollbach), und
ene in den Steawiesen.

gDie Expedition

Reattion, Druck und Verlaa don F. X Dem⸗«x in St. Ingbertt.
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        —A 25
25838— 2 ———
—z53 445—53383538553* 733
J * * 2 F * 2*
3 3533535 *382 5335. 55 5
— 538 — 522* 2* —2 *
35 35 3333 8 5233232 52 3555 2855
5 —ã52 * 27 55. — —2228 2
33 2233
22. * 27 J —A — *2 eccꝛ 2⸗ðe
23—2837. 255237 O — 08 7 2*
—3285 22 8*28*3 3 55 53 — 28 7
23. 2*5. 1282* —— —2 B* —
257 22 33 S* 558
— —— 3332 3833388
53 —28533 722575* 553155
12 2375 3835 68
553 322 s23z3 3828 53 5s50 k55325358*
3 33333338 ——— 53252832355
25 BS2 5 — —AA 3 —7
* 32338255 * 3325 775577—
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33333333 A—— —28
33 1333335 *7 522433525 3838
3 33335 3 33
r —— — * 2 s
2 — 25 533 338325 — —3233—
2857 23 5325 — —2 —82 —
33835535833353 —22 —8—3 — 5283—5—
— 22 — 3232 *4 8 — —— 38 83 88 — 3*
93352 —S —— —— 55222
2337.567 — 25*2 52 ————
7 — 333*833 —— —5323532868
2532 5— *8322272
—— —2424
— 7
—VA———

2212
22 —
— —
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5852*7
——
28 —
25

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*—
72

—

443333588
5335532
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575 8
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282
2 R.
53. 523*2 2
222835 —
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— 8333825
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—

2 —

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* 2—
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8 *5 233327 8
3* —332353 —
—— T 322 8
* 854 224 22 27 533*

F 22 41538 32258
z3 —5826 733 3532 —533833
3* 9* — 38 —39 35238 2
2 * 257 122 — —— ι — 2*

2* 2 222 —E * 252 —
57 524 B8 — 8 — —A —A— 2* *
—A 3*5 — 2533 2 —— — 2
—— — ———— —3 3533283358*
—I 53273 3223 25*37 3 52353838 2 *
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7* M 20 —s3552 28223 23 8 23 23

M h 3 8 — * * e 2
—————— 332 5583 —— z535 522* 5255 2
— 3588 — 158 5525 32 5328725 *3
J 22533 5 535 53333337 —A— 5 7 8a8 525
412 2323535 — — 5350888 323a235 237 ES 53*

—22 56228* ———— 2525 22 — * —2 2525 *
232 48 42 *. 8323 *28222 —A—— 532325 — p
8 25 5222 237* 3 25322 8 —A 25 2N8 275. 8* 2
— 7 — — 58 2 8* 5 ** e — 2* 2 * 8 5
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2 25333* 5 532*23265625 —8 —8* 5 Sr⸗ 5428* 8 33

—3 2833323233 33323* 2** 25 e 5523552
2531.2333 827 z2358* — ———
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2 2 25323222 —— —— — 225* 22 z* E
2*822 22— 33 — 303 5238 3 58 —

5* *88 2* 2222 a —X

3323 3323238333 322732* 2236

2 282558 &amp; * 27 5222
8 3 23 * *5O0 — D 2S3
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355 2225
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—5225 1257 53353255335 2232
52523 233353 5837753335 73355
55 53282* —
2 —A 3 2867 —— — 23
— — —33 — —3— — — J
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ecꝛ 8 322 — 2238
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53538 —— 22352 * *2 8 3.
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3 53285 2358 * 2 5222 — 14 v 1253 25
52 25353 —23256 35737838 —X “ 3223 be
53832 —225 3 3385 — 228 2 5*888
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— —— —s—5333—53 —33 —, 232233
552 5528—36 — J——— 255228 335533.285
58*2523 — —— 2 378— —— c 26* —M 2575
s 2258—355 27—2 73528———325 535382 — 328 5325233273
2—5353235 *23323253325 5s3267 5 28 — — 252522 ẽ
— —— 237353532555358 ẽ —A —— 8322 4
5 532335558 — 52—3 5358332 5353223 55233 —A
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        agberler Anzeiger.
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de St. Anaderte r Andzeigerr sund das mit dem Dauptdlatte verbundent uriterhaltungsblatt, mit v ˖ r Dienttagto, Donnerttags⸗ und Sonntag⸗
—E mstag and Sonntag. Avonnkmentsvreis vierteliahrig 42 Krzt. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Atzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Naum berechnei c.. e
2 57 kd —— J4 3 , dlit cu: 7
B 79. —R Samstag, den 2 Mai 7 — 12* 18 73.

—

* —2
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Deutsches Reich.
Munche'n, 18. Mai. Dem Vernehmen nach hät daz
lppellationsgericht don Obrrbayern die, Yerweisung der Adel⸗
zpitzeder und Complicen in die, naͤchste ordentliche Sitzung det
Herbeherischen Schwurgerichts wegen betrügerischen. Baukerotts
giehungsweise Theilnahme hieran, beschlossen, und sollen jüngs
joch neuetliche Verhaftungen Speder'scher Spießgesellen worge—
sommen worden sein. Auch die frühere Dachauerbank-Inhab exin
ilie Maher mußte jüngst sammt ihrem Gemahl Thaddäus
Naher die goldene Freiheit ˖mit einer unfreiwilligen Eingezogenhei
Aiuschen. Was die durch die Presse gelaufene Nachricht, poi
r Shreichung der Herren Hartter, Schamberger und Kolb', bon
t Liste der Staatedienst-Adspiranten anlangt, lo dürfte nach
lehende Ergänzung dieser Notiz am Platze sein. Der Letztgenannte
sder Concipient Ludwig Kolb von Possenhofen. Ein Ramens⸗
aiter desselben, der geprüfte Rechtsprattikant Gustav Kolb. soll
her schon früher durch gemeinschaftliche Entschliezung der Staats-
ninisterien des Innern und der Justiz wegen seiner Beziehungen
u Adele Spitzeder von der Staatsdienst; Adspiranten-Liste gestrichen
horden sein. Von ihm wird erzählt, daß er sich fleißig beim
zpitzeder schen Mittagstische eingefunden, als feiner Mann seiner
zöͤnnerin bei jedem Besuche die Hand geküßt, ihre Energie be⸗
vundert und iht die beruhigende Bersicherung gegeben habe, daß
nan ihr don Rechtswegen nichts arhaben könne. (Fr. K.)
München, 19. Mai. Die Staatsministerien des Innern
ind des Kriegs haben im Hinblick auf die Bestimmungen des in
hahern eingesührten norddeutschen Kriegsdienstgesetzes vom 9. Nov
867 und der MilitärErsatz-Instruktion für das Königreich Bayern
xstimmt, daß Jünglinge, welche noch nicht in das Alter der Mi—
uärpflicht eingetreten sind, behufs der Verehelichung einer vorgän⸗
igen Etlaubniß Seitens der Militärbehörden nicht bedürfen, daß
icselben jedoch in gleicher Weise, wie die bereits in das militär—
chtige Alter Eingetretenen gemäß 5 43 2 Abs. 2 und Anmer—
ung zu 8 482 der allg. Militär-Ersatzinstruktion geeignet zu be⸗
ehren sind, daß die erfolgte Verheirathung niemals eine Berüchsich⸗
gung begründe und eben so wenig aus irgend welchen durch die
herheirathung herbeigeführten Umssänden tin Reklamaticnsgrund
ntnommen werden könne. 387
München, 19. Mai. Jene Wiener Böͤrsenfirma, welch?
vaͤhtend des letzten Winters in Bayern, auch dahier, durch Agen⸗
en, sogenannte Türkenloose und andere derartige Papiere vertreiben
ieh und hierdurch vot Monaten zu einer dringlichen Warnung in
et Presse Anlaß gab, hat ebenfalls Insolvenz erllärt, so daß die
zeträg', welche die Verkäufer anzahlten, nun wohl verloren sind.
Wie die „Augsb. Postztg.“ hört, b schäftigt sich gegenwärtig
as bayerische Kultüssministerium mit einer Refocm der Lyceen und
war in dem Sinne, daß den Bischöfen jene Rechte, welche sie
unter Max II. durch die bekannte Freisinger Denhkschrift erworben
saben, wieder genommen werden, „der letzie Rest des bischöflichen
influssez auf die Besehung dir Lehrstellen an den Lyceen der—
chwindet und die Entscheidung des höhern Lehrversonals lediglich
ndie Hände des Staats gelezt wird.“
Berlin, 19. Mai. Anläßlich der Publikation der kirchen⸗
politischhen Gesetze schreibt die , Wes. Z.“ „An Magerial zur Tha—
igteit des neuen königlichen Gerichtshofes für kirchliche Augelegen-
geilen fehll es bereits nicht. Ohne Zweifel wird ihm die Ange
egenheit des Erzbischofs von Gnesen und Posen, Grafen von Le—
ochowsli, zur Entscheidung überwiesen werden. Nach 8. 24 des
hesetzes über die ürchliche Disciptinargewalt lönnen Kirchendiener,
oelche die auf ihr Amt oder oder ihre geistlichen Amt verrichtungen
ezüglichen Vorschriften der Staatsgesetze, oder die in dieser Hin⸗
icht von der Obrigkeit innerhalb ihcer gesetzlichen Zuständigkeit ge—
goffenen Anordnungen so schwer verletzen, daß ihr Verbleiben im
pe mit der öffenilichen Ordnung unverträglich erscheint, auf
— der Staatsbehörde durch gerichtliches Urtheil aus ihr em
De entlassen werden. Der Erzbischof Graf Ledochowski hat nun
ne alle Frage dadurch, daß er sich gegen die bekanute Anordnung

— ——————
—
—
2224 *
des Posener Provinzialschulcollegiums,den Religionzunlerricht in
en höheren Schulen der Proving Posen hetreffend, sich seibst auf—
ehnte, und den ihm untergebenen Klerus zut Widbersetzlichleit · auf⸗
'orderle, der in dem exwähntän F 24 des Geseßtzes uüͤber die fJirche
iche Disciplinargewalt als strafbar bejeichneten Handlungen schul⸗
zig gemacht und wird das adadeGehh auf ihn seine Anwen⸗
usg zu finden haben., Ein anderer Foll ist der des Bischofs
Dr. Cremenqz;isi Ermeland, über den der Gerichtshof zu erlennen
jaben wird, ob er, wegen Uebexschreitung der Grenzen des Rechts
um Gebrauch lirchlicher Straf: und Zuchtmittel, nach dem betrefr
enden Gesetze zur. Rechenschaft zu zieden ist, womit endlich eine
Lugelegenheit ihren, Abschluß finden würde, die schon so lange zum
ffenbaren Schoden der staatlichen Autorität sich in der Schwebe
»efand. Die hekaunten Erkommunicationen des Dr. Wollmann,
Prof. Michelis“ und noch kürzlich des Priesters Grunert verstoßen
hne Zweifel durch die Art ihrer Verlündigung, sowie durch ihre
Wirkung aus die bürgerliche Ehre der von der Exkommunication
Betroffenen gegen die 889 1und 4 des betreffenden Gesetzes, welches
gegen die Schuldigen eine Geldstrafe bis zu 200 Thalern, oder
ine Haft oder Gefänguiß bis zu einem Jahr, resp. in schweren
Füllen eine Geldstrafe bis zu 500 Thalern oder Gefängniß bis zu
wei Jahren androht.
Berlin, 20. Mai. Heüte wurde der Laudtag durch den
Ministerpräsidenten im Auftrag des Koͤnigs geschlossen. In seiner
Rede warf derselbe einen Rückblik auf die reiche gesetzgeberische
Arbeit der diesmaligen Sitzung. Bezüglich der d, wichtigen Gesetze,
durch welche die Beziehungen des Staates zu den großen Kirchen⸗
zemeinschaften klarer und fester als bdisher geregelt worden find,“
sprach er aus, die Regierung beharre in dem festen Vertrauen,
„daß diese Gesetze den wahren Frieden unter den Angehsrigen der
berschiedenen Bekenntnisse fördern und die Zirche dahin führen
werden, dem lauteren Dienste des göttlichen Wortes allein ihre
Kräfte zu weihen.“ Nachdem er noch der glücklichen Finanzlage
des Landes gedacht, dankte er der Landesvertretung für ihr ver⸗
rauensbolles Zusammenwirken mit der Regierung und sprach die
doffnung aus, daß das preußische Volk bei den bevorstehenden
Wah'en sich von demselben patriotischen Sinn werde leiten lassen.
Berlin, 20. Mai. Die StrafprozeßordnungsCommission
zat sich mit allen gegen drei Stimmen für die Schöffengerichte an
Stelle der Schwurgerichte ausgesprochen. Staatsminister Dr. Färistle
'eantragte beim Bundesrath, daß in Zukunft die Ausarbeitung der
seichsgesetzentwurfe in Reichskanzleramt erst nach vorgängiger Ver—
nehmung der Bundesregierungen erfolge. (4. 3.)
Berlun, 20. Mai. Von welcher Bedeutung der Rucktrit!
des Grafen Itzenplitz und die Ernennung des Dr. Achenbach zum
preußischen Handelsminister auch für die Entwickelung der Reichs
nstitutiduen auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens ist, wird der
„Magdeh. Ztg.“ von hier geschrieben, das hat die Hinweisung des
Fürsten Bismarck am 17. d. M. bei der Berathung des Anteages
ẽAlben erkennen lassen. Durch die Annahme dieses Gesetzentwurf?
eitens des Reichstages wird die Frage wegen Herstellung eines
Reichseisenbahnamtes, welche bisher lediglich hinter den Coulissen
»erhandelt worden ist, in Fluß gebtacht werden. Gleichwokhl ist
s nach der Stellung, welche die Mehrzayl der Regierungen diesen
Uübsi hten gegenüber eingenommen hat, zum wenigsten zweifelhaft,
»b die Ausführung des Vorschlags sobald wird erfolgen können
die badischen Bedenken gegen die Reichscontrol⸗Behörde werden
ich hoffentlich dadurch beseitigen lassen, daß auch den Regierungen
zie Berufung an die Reichsbehörde und die Entscheidung der Be—
Hwerden durch den Bundesraih offen stehen soll. Namenklich gill
)aß von denjenigen Beschwerden Badens, welche sich auf die par⸗
itularistische Eisenbahnpolitik der Elsaß ⸗Lothringischen Regierung
eziehen.
Die „Mitlelrh. Ztg.“ charakterisirt den neuen —7
5andelsminister Dr. Achenbach in Kürze wie folgt: „Achenbach
ein geb. Saarbrücker) steht erst im 44. Lebensjahre und' hat in
15 Jahren die Carciere vom Vrivatdozenten in Bot Fun Ni—
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        nister gemacht auf den Staffeln: Professor; Bergrath, Ministerial-Wirth wiederklagend seinen Fuhrlohn mit etlichen unnd fumsz—
rath, Reichtkanzleramtsrath, Unterstaats · Selretar. Er ist eig tlarer Gulden verlangte. Vor beiden Vordergerichten (Handelsgedicht
Zdopf und arbeitsam, im Uchrigen politisch höchstens freikonserbativ Handelsappellationsericht Zweibrücken) hatte der Wiethein ihn
und vollswirthschaftlich für Verstärkung der Staatsmacht einge-günstiges Urtheil erlangt und die hiergegen erhobene Nichtigkeiss
nommen.“ Als eine Verstärkung deß liberalisirenden Elementes. im deschwerde des Kaufmanns wurde hier vetworfen, aus vet Erwi
Staats ministerium kann die Ermanung von Achenbach nicht gerade gung, daß die Vorschriften des Handelsgefetzbuches über die Hast.
angesehen werden.“ darkeit des Frachtführers nicht anwendbar seien, weil der Kaus
Durch die bevorstehende Einführung einer Civil- und Straf- maan ausdrücklich das Risiko für den unerfahrenen Fuhrknecht ha.
prozeßordnung wird in vielen der Einzelstaaten eine Vereinfachung züüglich der Ausladung dem Wirthe ab- und auf sich ülbft ge—
des Projeßverfahrens herbeigeführt, welche manche der zu der ge⸗ nommen habe, solche Nebenverrräge aber nach dem H.G.B. .
zenwärtigen Prozeßorganisation, bisher erforderlichen Gerichts⸗Un⸗ lässig seien. J
erkehörden entbehrlich erscheinen lassen. Um daher eine möglichst —
Jaldige tund allgemeine Durchführung der neuen Gerichtsorgani⸗
s'ation zu ernöglichen, sind die Einzelregierungen seitens des Reichs
anzleramtes darauf ausmerksam gemacht worden, daß es schon jetzt
vünschenswerth sein dürfte, einen Plan zu entwerfen, nach wilchem
die künftige Gerichtsorganisation inz Werk zu fetzen und diejenigen
Orte zu bezeichnen, an denen nach der Einführung der neuen Or⸗
ganisation die Bezirksgerichte ihren Sitz baben werden, sowie schon
etzt ungefahr die neüen Gerichtsbezitte abzugrenzen.
Der Cultusminiftet hat bestimmt, daß unter Aufhebung ällei
anderen Verfügungen, in den Volksschulen die Sommer⸗ und
Herbstferieit nicht langer als zusammen jechs Wochen dauer n dürfen.
Hit RKuckficht jedoch auf die schon in kieineren Kreisen vorhandene
Verschiedenheit der örtlichen, wirthsthaftlichen und klimatischen Ver⸗
zältaisse ift den Kreislandräthene im Verein mit den Kreisschulin⸗
pettoren die Festsetzung darüber: ob die für die Getreideernte be⸗
limmten Sommerferien vier Wochen und die filr die Kartoffelernte
estimmten Herbstietien zwel Wochen, oder jene wie diese drei Wo-
hen dauern sollen, überlassen worden. Die Sommerferien während
der Getreideernte beginnen mit dem 24. Juli. Ausnahmsweift
st aber auch hier xine Zertun des Anfangstermines durch die
dandräthe im Verein mit den en gestattet wor⸗
zen, wenn dies besondere Umstände erforderlich machen sollten.
Den Beginm der Herbstfetjen haben die Local-Schulinfpektoren im
Verein mit dem Schulvorftande zu treffen. Denselben ist zugleich
ur Pflicht gemacht; datauf zu achten, daß das Maß der gestatteten
Ferien nicht überschritten werde, und daß insbesondere die Som—⸗
mets und Herbstfetien zufammennicht länger als sechs Wochen
waͤhren dürsen....
Chemnizg“ 18. Mai. Von der Wiener Ausstellung zu-
rüdgekehrte hiesige Industrielle entwerfen ein wenig rosiges Bild
bon dem Zustande des großen Unternehment zur Zeit der Eroff-
nung. Obwohl das Gebäude selbst an monumentalet Pracht und
Iröße das von Paris in Jahre 1867 bei Weitem Abertrifft, so
foll doch das Arrangementebis bato sehr viel zu wünschen übrig
assen. Beispielsweife sollen am Erbffnungstage in der großen
Rotunde, die 22,000 Menschen faßt, noch nicht einmal ein Dutzend
Ausftellungsgegenstände Platz gefunden haben. An deren Stelle
var der gauze Raum theatraisch aufgeputzt. mit einem ktolossalen
lumenflor!! Ein Amerikaner,der dei dieser Gelegenheit neber
neinem Gewaͤhrsmann stand, machte die treffende Bemerkung
„Das ist das zweite Sadowa!“ Die „Istreichische Wirthschaft!
soll eben wieder einmal eine ganz bedeutende Rolle spielen. —
* dem Bahnhofe standen noch über 83000 Wagen mit Gegen⸗
tanden an deren Evakuitung noch nicht zu denken war — und
zas Alles trotz des milden Winters, der das Arrangement in auf-
jalliger Weise begünstigte.
Leipzig, 17. Mai. Zum ersten Male — unsetes Wis⸗
sens — kam eins Fall aus der bayr. Rheinpfalz vor dem Reichs-
berhandelsgericht zur Verhandlung. Ein Kaufmann in Blieskastel
pollie aber darauf nicht eingehen, weil er einen ganz unerfahrenen
dnecht hatte, dem er bei den damals ungeordneten Verhaltnissen
ju Metz nicht die werihvolle Ladung anvertrauen wollte; der Kauf ⸗
nann bewog ihn jedoch zur Uebernahme des Transportes durch die
Zusage, jener habe nichts zu „riskiren?, indem der Kaufmann
tine Söhne auf 1J — 114 Stunden Entfernung von Metz dem
uhrwerke entgegenschicken werde, um es nach Mezß hineinzugeleiten.
der Knecht gelangte glücklich nach Metz und fuhr auf dem einen
Jon zwei gewöhnlichen Wegen durch das eine Thor in die Stadt.
vährend ihn die Söhne des Kaufmanns am anderen Thore er⸗
varteten. Als der Knecht Jene zwei Tage lang vergeblich gesucht
hatte und ihm währenddem seine mitgebrachten Lebensmittel und
pferdefutter gestohlen worden waren, weil er nur auf einem öffent ˖
lichen Platze Unterkunft fand, — so wußte er sich nicht anders zu
helfen, als die Waare neben einem Wachtposten abzuladen und den
beper sowie die anderen auf dem Platze lagernden Fuhrleute um
esbachtung des Zuckers zu bitten; sodann kehrte er nach Blies⸗
zastel zurück. Als das Schicsal des Zuckers dort bekannt wurde
ind man nach demselben nachforschte, so waren sämmtliche 158
Zuckerhüte veischwunden, da man sie, als sich zwei Monate lang
NRiemand darum belümmerte, als herrenloses Gut ansah. Der
Z2aufmann fordert daher 1070 fl. Entschädigung, während der

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        Darmstadt, 18. Mai. Man meldet: Gestern stieß Wien, 19. Mai. Der Böorsencomptoir⸗Inhaber J. B.

c um 10 Uhr 25 Minuten Abends von Frankfurt abgegangene Placht, der früber Offizier war, in Folge einer Verwundung
zhnellzug der hesfichen Ludwigsbahn im Binger Bahnhofe 12 juittirie, lange Zeit beschäftigungslos umherging, dann bei der
ist 27 Min. Nachts mit einem Rangirzug zusammen. Ver —A Verkehrsbank“ als subalterner Beamter angestellt, von derselben
Rrer, Heizor und Weichenwärter blieben wdt, einem preußischen iber plötzlich wieder entlassen wurde, dann felbst ein Börsencowptoit
Jajot wurden beide Beine ab efahren; zahlreiche andere Ver- fründete und Spekulotionen — mit freindem Gelde begann, das
undete. Zwei Personen- und ein Gepädwagen sind vollständig hm merkwürdiger Weise reichlichst zufloß, auch als Gründer (der
etrümmert. J Semmeringer Gewerlschaft) auftrat, hat — nachdem er fich bis in
Im trunkenen Uebermuth suchte vor einigen Tagen ein , die letzten Tage in Zeitungsannoncen zut Durchführung von Poft-
ichater in Schöneéeberg mit einem daselbst in der Haupt-und Prolongations-Geschäften empfahl und sich bereit erklärt hattt
raße seine Kunftstücke produzirenden Bären anzubinden / indem er Beldeinlagen mit 10, 14 und 20 Prozent zu verzinfen — ver⸗
tanzende Thier mit der flachen Hand mehrmals auf den jangenen Samstag sein Folliment angemeldet. Bei der gerichnichen
ücen schlug. Meister Braun war jedoch keineswegs einversianden Revision seiner Kasse fand man dieselbe leer; dagegen sind nicht
nit diesen freundschaftlichen Winken, was er durch ingrimmiges venigerals 2,761,000 fl. Shulden angemeldet. Es waren richt
nutren zu erkennen gab. Der angeheiterte Arbeiter ließ sich Wenige, die sich vor dem Comptoir eingefunden hatten und ditter⸗
jerdurch aber keineswegs in seinem Amusemenl stören, er wurde ich ihre Verluste beklagten. Besonderes Aufsehen erregte eine junge
mehr immer dreister und padte den Tänzer endlich ins Genich. Dame. die soeben aus Pest angekommen war und 'ein Depot von
mihn ein wenig durchzuschütteln. Tas war unjerem' Petz zu 12,000 fl. beheben wollte. Die Arme weinte bitterlich und erging
d; er warf seinen Tanzkuüttel bei Seite, erfaßte den Stoͤren⸗ ich in den heftigsten Verwünschungen über den gewiffenlosenn Ban
ed beim Kragen und schlug ihn zu Boden, wobel ihm der Rod ier. Eme Dienstmagd die mit dem Einkaufkorbe am Arme in
ineßs Gegners zum gtoßen Theil in der Tatze blieb. Das »em Hause erschien und von dem Verlufte ihrer kleinen Ecsparnifse
uthende Thier wollte sich auch noch mit der Wucht seines Körpers rfuhr, erzühlte Jedermann, fie habe vor acht Tagen 800 Gulden,
uf den am Boden Liegenden werfen, der nun jammerlich um hr ganzes Eigenthum, dem Bdorsen ˖ Comptoiv-Inhaber anvertraut.
Alfe schrie. Der Baärenführer sprang jedoch noch rechtzeitig da⸗ Als sie das Geld überbrachte und Besorgniffe außerte; habe iht
vischen, riß mit Aufwendung aller Kraft die Bestie am Rasenringe derr Placht persönlich sein „heiliges Ehrenwort“ verpfändet, daß
on ihrem Opfer zurück, so daß sich der Trunkenbold erheben und ie das Geld zu jeder Stunde zurückerhalten könne. J. B. Placht
eunigst die Flucht ergreifen konnte. Der Bärenführer wurde am vurde heute Vormittags nach einem mehrstündigen Verhöre vex⸗
aͤchsten Morgen in aller Frühe mit seinem zottigen Tänzer aus haftet. —
öntberg bolizeilich ausgewiesen. (Zur Weltausstellung.) Wie die „Wien. Welt⸗
x Die Berliner Presse ist von den Steinträgern mit dem uusstell.Zig.“ mittheilt, hat cin Beamter der Weltausstellung be⸗
rohen Bann belegt. Unwirsch darüber, daß die Zeitungen in dechnet, daß der Weg vom Haupteingange durch säͤmmtliche Anlagen,
eger Zeit mehrmals Gelegenbeit hatten, auf den täglichen Ver- Hebäulichteiten und Gallerien hindurch, sämmtliche Ausstellungsob⸗
ninst der Steinträger von 5—6 Thlrn. hinzuwesen und damit ette entlang, bei Objekten, welche freistehen, um von allen Seiten
- nach Ansicht der Socialdemokraten — die Hetren „in unehren⸗ vesehen zu werden, den Weg um dieselben herum mit eingerechnet,
naafter Weise verunglimpften“, versammelien sie sich und resolvirten desgleichen die Ersteigung der Höhengallerien der Rotunde mit in
zach kurzer, aber desto kräftigerer Debatte: „Das Vorgehen der Unschlag gedracht, bis wieder an's Hauptthor zurück, nicht weniger
gresse sei unwürdig, denn diese Zeilungsmenschen, die nicht die ils 242 Currentmeilen beträgt. Nach der Geschwindigkeit eines
lasse Ahnung daoon haben, was ein Steinträger verdienen kann, wormalmäßigen Truppenmarsches, per Tag sechs Currentmeilen ge-
ehen sammt und fonders im Dienste der Capitalmacht und setzen echnet, ergibt sich, daß, um jedes Objelt einzeln besehen zu haben,
ur schnoͤdes Geld Alles in Scene, was die Intertssen der Arbeiter dierzig Tage erforderlich ind.
hadigt. Darum Abschaffung der Bourgeoisblätter und Abonnement 7 Gie Kotastrophe in Illindis.) Die Newyorker Zeitungen
uuf das Eicenthum der Partei.“ zom 7. d. liefern Details über das bereits telegraphisch gemeldete
Berlhin. Die Krankheit des Finanzminissers ist nicht Brückenunglück in Dixon, Illinois, am 4. d. Der „Herald“ be—
mbedentlich. Durch die sich von Tag zu Tag sieigernden Staats; richtet Folgendes: „Mehrere zum Baptistenglauben Belehrte foll⸗
zmnahmen und durch die Tansende von Millionen, die von Franb- en um 1 Uhr getauft werden. Das nördliche Ufer des Flusses
eich lonmen, leidet Herr Camphausen dermaßen an Seldandrang, dock, in welchem sie getauft werden solten, war mit Menschen
aß er kaum noch so viel Kraft hat, die winzige Steuersslempel⸗ jesetzt. Die Taufe fand in der Nähe der füufspännigen Trestle⸗
euer, geschweige die Salzsteuer aufzuheben. Indessen ist heut die Brücke statt und mehrere 100 Personen fanden sich auf derselben
egründete Hoffnung auf Genesung vorhanden. Seine Aerzte ver⸗ in. Nachdern zwei der Bekehrten getauft worden waren, gab die
tdneten ihm diesen Morgen einen größeren Militär ˖ Etats ˖ Aderlaß, dem Flußufer zunächst befindliche Spanne der Brücke nach, in
ind schon nach dem ersten Loͤffel davon fühlte der Patient wesent⸗ Folge dessen ungefähr 200 Männer, Frauen und Kinder in das
iche Etleichterung. Wasser stürzten. Viele ertranken, indem sie durch die Schwächeren
* e — 33* sinuntergezogen wurden. Der Fluß war etwa fünf Fuß tief und
fWien. Die Welt-Ausstellung ist noch immer nicht, die daher war es schwierig, Jene zu retten, die ihr Bewußtsein ver⸗
Hrse dagegen volltkommen fertig. oren, indem sie im Fallen mit Freunden in Berührung kamen.
* * Die größte Aufregung herrschte vor. Männer und Frauen schrieen

Die Wiener Börse aa die Bank: im Hölfe und schienen außer Stande zu sein, sich gegenseitig Hülfe

Seid verschlungen Millionen! su leisten. Das Untergehen geschah so plötzlich, daß Alle ihre

pEin Bauernsohn aus der Umgegend Berlins, dessen Vater veistesgegenwart einbüßten. Die am Ufer Befindlichen realistrien
inch Länderverkauf zum Millionär sich emporgearbeitet hat, ist die Situation sofort und thaten Alles. was in ihrer Macht stand
ur Ableistung feiner Mililärpflicht in ein hiesiges Garde · Cavalerie- um die Unglüdlichen zu retten. Durqh ihre Anstrengungen wurden
egiment als Freiwilliger eingelreten. Um dem jungen Manne, iber 100 Personen gerettet. Gegen 6 Uhr waren 81 Leichen
wdrei Jahre dienen muß, weil er das Examen für den einjährig geborger. Die Brüde steht erst seit 1 oder 2 Jahren
dienst nicht machen wollte, das Loos ein wenig zu erleihtern, ind schien stark genug zu sein, um jedes Gewicht zu kragen. Das
M ihm sein Herr Papa, wie uns versichert wird, zum Tractameni lnaling 652 Dummen in nen Eult in Illineis gebracht
snen monatlichen Zuschuß von 1000 Thlrn. () gewähren und »noneen für das Sountagsblatt
ußerdem zwei Reitpferde halten. Sein Unteroffigrer meint zwar, e man Morgen Vormittag spä—
em Kär'l“ wäre ein Lehrer nothwendiger aber — wir sind ns einreichen zu wollen. Die Exped.
lroschenberger, wir könneu'ß haben merbee — —

U1
Bekanntmachungen.n

Blieskastel wohnhaft, als alleiniger Rechts⸗
nachfolger der früher daselbst bestandenen
dandelsfirma Martin Oppenheimer Wittwe
ind Sohn, und 2. von Abraham Joseph
un., Kaufmann alldn wohnhaft, gemein⸗
chaftliche Requirenten I

gegen Peter Bastian, Kesselschmied vnd
essen Edefrau Elisabetha Weber, beide in
Kohrbach wohnhaft, solidarisch haftende
XXV

die nachbezeichnete Liegenschaft Rohrbacher
gannes wegen Nichtbezahlung des auf Grund

Kaufactes des unterzeichneten l. Notares
jom 6. April 1868 geschuldeten Hauskauf⸗
zreises mit Zinsen und Kosten vertrags-
näͤßig oͤffentlich in Eigenthum versteigert,
zämlich:
Plan Nr. 134 und 1386 ein zu Rohr⸗
zach am Neugarten gelegenes Wohnhaus
nit Stall, Garten und Zugehör 13210
Decimalien Fläche enthaltend, neben Georg
Behring umnd Jacob Jacob
St. Ingbett, den 7. Mai 1875.
—XX

Eonventionelle
zZwangsveräußerung
in Rohrbaceh.

Mittwoch den 28. Moi 1873. Nachmit⸗
2 Uhr, zu Rohrbach im Hause von
eier Vender, wird auf Betreiben don

Noritz Oppenhtimer, Kaufmann in
        <pb n="316" />
        Mauersteine,
den Kubilmeter zu Jufl. im Bruch, ver—
kauut ZTohann Kiehl

...auf'mHafchen.

666e8,
Tapeten⸗und Nouleaux⸗Lager
—D0 vis·a⸗vis dem Pfälzerh
— in ZDweibriuee.

Ein —EX wird J
Zraäderiger Wagen taufen
gesucht. Von wem, sagt die Erbed. d. Bl.
SHermann Laur hat zu vermiethen
eine Wiese in der Gasse (Wollbach), und
eine in den Stegwiesen.

—NF AMNano
Ein braver Junge
der gesonnen ist, daz Friseur⸗ und Barbier⸗
Geschäft zu erlernen, kann unter annehm⸗
haren Bedingungen in die Lehre treten bei
J J Weyrich, Zriseur.
Ein braver gesitteter Junge
tann in die Lehte treten bei
n 5. Stief, Backer.
Ein braves Mädchen,

C * Eine silbern

Verlorenh anen

mit einem

Goldreif, *ohne Kette un

Schlüssel, im innern Ded

min Niro. is 870 ereihe

ginge am Miittwoch Morge

von dem Hause des Baͤcets H. Stief ei

lang des Kirchhofes nund Neuntircher Wo—

bis an den Spieserdohlen herloren.

Der redliche Finderu. Ueberbringer der Up

erbält in der Exped. d: Bl. xine gute g
iohnung. Vor Ankauf wird gewarat.

ICIMCoOMIas.
Graschen
Auf der Coats⸗Ofen⸗Anlage von La-
marene Sehwaræe zu Dechen
bei Neunkirchen werden kleine Coaks
Praschen) fuhrweise abgegeben.
Eecyhsische Rieh Berficherungs
Bank in Dresden (Emiscion La. A.
Kapital 150, 000 Reichs-Mark) fucht an
allen Orten thätige Agenten. Die Bank
chließt Versicherungen zu festen Pramien
1b. Bewerber wollen sich franko direkt an
ie General⸗ Agentur Herrn MAugust
AUrehl in Speüer wenden.

das ezwas kochen kann, wirde alsbald ge⸗
ucht.n Von wem? sagt die Exped. d. Bl.

Der Brodpreis für die Stadie
Ingbert ist von heute an bis zum nächs⸗
Donnerstag (Fruchtmarktstag) festgestellt:

Korabrod 3 Kigr. 30 Krzr. Wei
brod 11 Krzr.

Freigewordener Athem
und 53
gebessertes Magenleiden.
Herrn Hoflieferanten Johann Hoff in

Berlin. 7*

Berlin, den 17. April 1873. Welch
eine wohlthätige Wirkung Ihr
Maljzextratt auf meinen bedenklichen Zu⸗
tand hervorgebracht hat, vermag ich
kaum auszusprechen. Meine Brust ist
Zedeutend freier geworden, ich verspüre
es am Athmeun, da mir fast gänzlich
die Luft feblte. Auch mein Magen
leiden hal sich gebessett, was um so
mehr bedeuten will, da ich von ärzt⸗
licher Seite faft ausgegeben war.
H. Marschner, Wilhelwstr. 127

Verkaufsstelle bei Fritz Panzer⸗
bieter in St. Ingbert.

Frucht⸗Srod⸗, Fleisch rꝛe. Prei
der Stadi Zweibrücken d. 23. Ma

Weizen 8 fl. 10 tr. Korn 5 fl. 501
Gerste Areihige. — jh. — kr., Gerste di
reihige, — il. — kr. Spelz — fl. —
Spelzkern — fl. — tr. Dinlkel —
— itr. Mischfrucht — il. — kr. Hu
5 fl. 21 tr. Kartoffeln Ufl. 50 kr.
Ufl. 24 kr. Stroh Ufl. 18 kr.
Zentner. Weißbrod Aiß Kilogr. 22
Zornbrod 8 Kilogr. 29 kr. ditto 2 Kilbt
20tr. ditto 1 Kilogr. 10 kr. Gemischtbrod
sil. 37 kr. 1I Paar Weck 100 Gramm?
Rindfleisch I. Qual. 20 kt. 2. Qual. 18
Kalbfleisch 16 kr. Hammeffleisch 181
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butler
kr. per Pfund.

Z
J694 nke
Alle Kranken
end Leidenden
inden in der 14. Aufl. des Buches Na⸗
turheilmethode für alle ver⸗
alteten Krankheiten des mensch⸗
lichen Korpers Hülfe, Linderung und
Rath, und wird an jeden Hülfesuchenden
—X versandt.
8. SZievers &amp; Co.
imn Braunschweig.
NB. Tausende verdanken diesem Buche ihre
Gesundheit.
a2 J * F CC —*— 8 — u ü—
W. Fuhrländer Nachfolger.
2* 8 ** 9.3.
85 VaAbrgasse 55 in Franlkfurt an Fnin.
Durch foriwährend reue Zufuhren und durch meine direlten Verbindungen mit den ersten Fabriken, ist es mir möglich, mein n
sortitles Lager zu den bekanntenb ilrigen Preisen zu empfehlen.
Großes Manufakturwaaren ˖Lager. Großes Ausstattungs⸗Geschäft.
1000 EStuck */. breite achtfarbige, lila, rosa, gelbe, braune Cattune, s 500 Stuck e/ breites schweregs Leinen, für Hemden und Beittnde
fur Kleider und Ueberzüge, —X der halbe Meter 12 kr.. 3*
WBorhange, ver halbe Meter d kIr. —8 2143 Ellen breite grobe Leinen, für einschläfrige Betttücher, de
200 Stud feinste franzosische Jaconets in den brillantesten Dejsins, d vollständig Betttuch ohne Nath. 4 Ellen lang, fl. 146.
halbe Meter 12 ir. 3 Ellen breite grobe Leinen, für zweischläfrige Betitücher, das vet
200 Stuck feinste Pique⸗Gattune, der halbe Meter 12 kr. standige Betttuh ohne Noth 4 Etlen tang .224.
o Slaa 7. breites schweres achtfarbiges Bettzeug, meistens türtisch⸗ 200 Stuck feines ẽ/4 breites schlesisches und böhmischez Leinen, der hab
roth, die Elie 15 kr. (535 Centimetres.] Meter 15, 18 bis 80 kr. —
3200 Stuck schweren schwarzen Mooreens fur Unterröce, die Elle 22 fkr. 200 Stud g wollene Bettdecken, für zweischläfrige Betlen, a
535 Centimetreb.] J * 6
a0o/ breiten englischen rierbreo AS* mit und ohne 200 44 e 5 Velidecken se mulhlatin e
Franzen die Elle 48 kr. [60 Centimetres zoo Studsan 4. 30. »4
ĩ i graue Bett⸗ u. Pferdedecken, d. Stüd fl. 230. bis be
u0/. hreiten schweren guten Buxkin fur Hosen und ganze Anzuge, die dd e ee ie eie —3 *—
dreit — — —— Iod Dotene eie e ee p
/s vreite sle 15 kr. n —— —X— 1 .
Hlaiten, roihen woilenen Unterrockstoff, die Elle 15 kr. [55 Centi⸗ agend e huischtachev⸗ An Sulen danse 2 ue
metres. F 27 100 Dutzend Handtü i blr.
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Sommer und Herbst der Meter von 80 ir. an. Stohe roihe Cache mires Eomodedecken, das Stacesi.1. u. s. 3
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        <pb n="317" />
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— n —16279

, 1873.
k— r. en FSleichwie' in der Chemie gewisse heilsame, fast wurderthätige
e ... — 2 heiame, thätige
Die uiedric Heer — die Widerhet Stoffe durch immer weiter verfolgte Destillation —
ung eines in sitg heschloffenen. stacten und geachlelen Deutschen dDer Löfung der durg de Natue geschaffenen Vereinigung in todi
zicht, wofür seit den franzosischen Freiheitskriegen. die Besten *5 Lebenskraft c8 eben distarendes Gist berwandell, Tod,
nier uns gestrebt, gekämpft und gelitten, hat auch unter den Ver⸗ wnit ι— eer en koͤngen, ebenso geschiehi
nen ung Nusgenanderien jensend des Dceans die nie erloschene wit gewissen Wahrhei — Rechtzgrundsatzen. Aus einem ad-
aͤbe zur alten, Heimath. mit maͤchtigen Schwingeuwieder ange⸗ FX. Satze daut man Schlüsse auf Schlüsse zieht Consequenzen
ahi, und Mancher jenex wadteren Freiheitstänwfer. hal leinen Blic “ pren erweitert und strect pralisches IGisellschastirxicht
sieder ostwärts gewendet und ist aufs Schiff geeilt, um noch ein⸗ *7 hrhut big ist win si irde1 ij ινι
jal den deutschen Boden wieder betrelten, und das heutsche rege * n r wiede e
etrirte Vaterlanz begrüßen zu köͤnnen. Es gibt kei —98 se Ae Nature“ Wais wibder di
In wenigen Tagen wird auch Friedtich He deen seinen Fuß hie s dene, heit wider die Natur. Was wider die
rieder auf die deutsche Küste sehen. Als einen Gruß an die eeß ere verstoͤßt.ift suptne und Zerrbild. Er haßt den Serdi-
insche Rauen hat Le ein bon ihn versaßtes Buch, Reden und emus, der in Republilen ebenso seht „kriecht? und zu Tage rut,
horiesungen“ vorangeschickt. welches Zeugniß davon ablegt, daß —57 Zwischen dem Dienssroß in den Hofburgen
in Herz noch immet von den wärmfien Gefühlen für seine Stam⸗ bo dem boru ehpper im weißen Haufe“ findet er laͤnen ün⸗—
aegsbrüder durchdrungen ist, daß das Exil seine Empfindungen hie 5 haben den Sattel auf dem Rüdeen, und daran
eiei uen inen Geit iee geretot hanrnaungen hängt ver Fredbeelel se nen ver 9
Goldene Worte und herrliche Gedanken sind in diesem Buche de gry * und die neue Welt paßt die Erzählung von
nhalten! Den Ausspruch des Freiherrn v. Sten hat H. er sich * — er sich auf einer Eiche sonnie. Wie kommst denn
gen gemocht: . Heein Glaubensbelenniniß ist die Eindeine Du, fettes, fautet, häßliches Ding da herauf ?9 sagte er zu einer
„Von dort, wo der Lotus blüht am heiligen Ganges, von san d da * verdaute. Ich kroch,“ war die Antwori.
em Sitze einer versteinerten Cultur bes Reichs der Mitte, von Weh i ʒ blickt * auf den deutschen Heerbann, auf die
otlen wo unier den Maoris die seussche Hütle fleht, von den Wehren des deutschen Vaterlandes. Bei den furchtbaren Kriegs-
zalmengärten und Kaffeewäldern Brasiliens, von dort, wo die pafen Dnen —— Zeit reicht der physische Mush,
dewa mit Eis treibt und der Halbmond des Propheten glänzt und Is v gegu handige ee im Gebrauch der
po die Sterne undStreifen der Volksfreiheit wehen, von allen * — du * ie geiftige iildung, Wissen und Wissen⸗
sonen und Climaten, von allüberall her erschalli ein begeisterten * in — ehtor der Tapferkeit. Jeder Plaͤnller muß ein
—* Dir und Sieg mein Valerlande“ — dnr —A gedankenvollen, kühn · ruhigen
Wie frů her tragt er auch jeht noch die glühende Freiheltsliebe B ——S zerscheut das bos physische Ungesiüm.Muꝛtei
aich. Roch immer sieht er ea als seine Aufgade an, mit dem un dr b ere uen allein den entscheidenden Schlag.
flügelschlage einer freien Seele zu verscheuchen die nächtlichen —RX Sinn für deutshhes Familienleben hat Heater treu
penster der Ignoranz, des Aberglaubens, der Zuchtlosigkeit und!“ 5
eß Knechtsinns,“ mit hochgehaltener Fahne geistig und leiblich der! die vue e e dem das Meis, Frau, Frouaws, d. h.
lnabhängigteit zuzufireben8 d Jep r e Herzensfreundin genannt wird, durch dessen
Er ist fest Uberz ugt, daß Deutschland, wie es nach Außen n n * r Zugt, der Sitte der Hautlichteit hindurch-
eine nationale Unabhängigkeit erfochten hat, so auch nach Innen 8 eg e n so ches Volt hat nach seiner Meinung einen dauernden
eine bürgerliche Freihen erringen und behaupten wird. Man Ve —X * ir!d
reiß nicht, meint er, was man bei der Einkehr des Friedens mehr utschn &amp; u eee n tapferen Freiheitstampfer, der
ewundern soll, die Siegeslaufbahn oder das mannhafte Gebahren in un und deutsche Art sich bewuhrt hat, ein freudiges
iach beendetem Kampfe.“ Willkommen? entgegen.
„Zum ersten Male, so lange die Annalen der Weligeschichte VMaor⸗
ot uns aufgeschlagen liegen, begegnen wir der wunderbaren That Ber lin, 16 3 * reiches Neich J
ache, daß stramme Disciplin und Intelligenz, daß geidige Groͤße 8 — e ai. Das so eben. erschienene 8 Heft. des
ind blinder Gehorsam, daß denkende Selbsiständigkeit und wilige weene fellt die Schlahten von Worth und Spicheren
laterordnung, vaß freies Erwägen und Meanneszucht, wunderdare dar. Die Sglußbetrachtung sagt das allgemein wichtige über fie;
willinge Hand in Dand dehen sie charalterisirt jetzt einzelne und vergleicht sie kurz und treffend
Daß der Sohn der Tag lohnerhütte imd das Schooßkind des ai nanden „Der bel den Deutschen steis hervoritetende Drong.
deimanns, der Lehrer und der Handwerker, der Handelsherr und V Sone zu peuwn und gzder moralische Werth. eines
it Fabrikarbeiler Schulter an Schulter kmpfen, die durftige Stroh- Sieges. „weit über das Schlachtfeld hinauswirlt,“ bezeichnen
ine und das knappe Vrod mit dinander heilen darig sieht er um desten Ursache und Erfolg beider Schlachten. Die Unpertei
achte Gleichheit img Bruderlichteit, nicht den Affen Gautetru⸗ e des Urtheils tritt besonders in der Art hervor, wie der
mité, der sich einen Stellverireter kauft, welcher suͤr ihn mar⸗ Entschluß des Generals v. Kirchbach, die Schlacht von Worth zu
dirt, ampftad — wagen, und des Generals v. Kamecke zum Angriff auf die Spi-
Der Hang nach Idealen, das Gbtterbild des edlen Men⸗ deret Hobhen degründet und anerlannt wird, ebenso in der Gerech⸗
tenlhums isn hm druden im Geiriebe des Rennens nagh Ecwerb lisleit. die durchgäangig der Tapfetleit des Gegners gezolit wird.
id Genuß nicht abhanden gekommen. 4 .8. Der deuische Protestantng wird hier in den
»Wer den Glauben an die Mensezheit. an das freie Men- Tagen vom 12. bis 14. Augufi abgehalten werden,
aenthum derloren, hat sich selbst aufgegeben, sich selbse veridren. „ibrr ge. Br., 10. Mai. Wie in Mannheim, so hat
ber aber jene Fahne hochhalt, mag ich den Vorwurf, ein Ban . A. auq hier die Geldknappheit bereits ihre Wirkungen gräußert,
alrager des Idecusmus zu fein, wohl hefallen dassen; er hat indem western 300 Maurere und Zimmergesellen entlassen wurden.
Ziel im Auge, durch den Unblick des Banners seine Mit.. Frankreich.
d qan das Hohe, Edle und Gute in der Menschennatur zu Par is, 22. Nai. Am naͤchsten Montag soll in Straß⸗
ern, sie aufzufordere, den Glauben daran nicht untergehen zu burg mit —— auf die fünfte Miliacde begonnen
en und muthig dem Bessern zuzustreben.“ verden. —
Er haßt die ükerkriebene Consequenzenreiterel die
doren des Irrenhauses absißt.“

⸗⸗
*

Italien.
tom, 21. Mai. In einer ia Vatikan gesiern statigehabten
        <pb n="318" />
        Stuhle dem Klostergesez gegentüber zu beobachtenden Haltung be⸗
chlofsen: Hen päpstliche Suuhl müsse jede Bezahhlang aus der
talienischen“ Staatskasse zur Erhaltuug seiner Besiehungen mit, den
remde⸗ Ordenshausern ablehnen, die Ordensgeneralen müssenvon
dem Rechte freier Asssgiation Gebrauch machen, dle katholische Kirche
Italiens endlich müsse sich organisiren, um den Liberalismus zu
bekämpfen.

Ro m 22. Mai. In der von der Opinione“ erwähnten
Versamalung der Cardinäle präßidirte Antonelli. Nach der „Fan-
julla“* berie:h die Versammlung über Maßregeln zur Hintanhallung
hon Ordnuugsstörungen im Vatikan für den Fall des Ablebens
»c Papftes, welche namentlich unter den ehemaligen päpftlichen
Nilikärs“ wegen deren ungewissen Looses ausbrechen könnten.
Fanfulla* zusolge stellte der Vatikan an die Mächte das Ver-
angen, ihre Verireter zu ermächtigen, im Falle des Ablebens des
Papstes den Vatikan unter ihren direllen Schutz zu nehmen, indeß
zätien nur die Vertreter Fraulreichs und Brasiliens das Verlangen
zünstig beantwörtet, und zwar obwohl sie noch ohne Justruttionen
eien. ⸗ n

ich⸗ daß derselben ein kurzer Wortwechsel vor dem Wirthshau
oranging, in Auflauern nicht stattfand, und nach eifgen gegen-
seitigen Faultstößen dor Thäßer sein —A— zog⸗ das er mi
—*— Gewali gebrauchte, daß er sich seldst noch am Arn verleßie

p Mannheism. Der bei dem Bierkrawall in den Braue—

reien zum Moyerhof, von Hochschwender und zum Eichbaum, dann
im Bockkeller angerichtete Schaden beläuft sich nach der amtlichen
Abichötzung auf 1717 fl. 17 kir. — Wie der „Mh. A.“ meldn
teisen drei Jugendfreunde Heders, Roes. Söndceer und Zöller
nach Bremen, um ihn bei seiner Ankunft auf deutschem Boden zu
egrüßen.
.«p Rastatt, 18. Mai. Heute wurde die Sch fsbrücke üde
en Rhein zwischen Plistersdonf, und Seltz dem öffentlichen Ver—
esr übergeben. Sie ruht, auf 360 Bruckenschiffen und ist 380
Meter lang, 6 Meter breit. ADie zwischen Reuenberg und Sqha—
ampe wurde am wprge Tag dern Verkehr! übergeben)

15 Münchei, 20. Mai. Die Offiziere des Inf.Regiment!
stonig haben beschlossen, die nene Uniform schon“ pom J. t. Mit
an zu tragen. 28. 6Gr. .)
Der letzte Mameluke Napoleon's T.,“ Mosed Zumeto
Cussa, in im Aller von 83 Jahren geftorden. Derf· tbe war lang
Posidireiwr gewesen und hinterläßt ein dedeutendes Vermögen.

*
schte

7A duet er,s Der Schafhändler Volder und Sohn,
rachen m Jumnar 1871 n anem Waolde bei Rheims 1886 Sitc
Jammel, die sie der deutschen Armee zuführen wollten, von Franc⸗
reurs abgenommen worden waren, und denen die deutsche Militoͤr⸗
ehoͤrde nur eine Entschädiguns don 22.515 Fres. gewährt hatte,
jaben sich, du fie ihren würlichen Schaden zu 83,062 Fres. au
Glagen, hlerwegen“ au' den Reichstog gewendet. Die Petitions-
dmijfion desselben beantragt, die Eingabe von Völder und Sohn
dem Reichskanzter zur Untersuchung der Angelegenheit. und nach
Bbefund — zu überweisen..
7Sudwoigshafen, 28. Moĩ. Hr. Friedr. Lichten⸗
zerger liegt noch in Lambsheim;, derselbe ist, außer alles Lebens⸗
—

ringend empfohlen
—A Kranke, um feine Gesundheit wieder zu erlanigen
u allen möglichen Mitteln leine Zuflucht nimmt und sehr oft sich gedarsch
ieht. Derartigen Leideuden, welche in Folge der vielen vergeblichen V
uche alle und jede Hoffnung aufgegeben haben, sei hiermit dringend das br
uhmte Werke Dr. Airy's nturheiImethodet empsfeblen
Niemand wird dies ausgezeichnete Buch unbefrie digt. aus der Hand —
Dies 169 Seiten starke Werkchen ist durch alle Buchhandlungen oder am
chuellsten direct von der ARNheinischen Verlags⸗Aunstalt in Trie—
en Einsendumg von 7 Freimarlen à 3 Xr. zu beziehen... —
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——
Bekaäuntmachungen.“

Zor vtag, 23. Mai Noechmultags 8 ühr
Harmonie · Nusik
bei Ge LCICGimMm.
Ei OCITIIIAI
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er gesonnen ist, das Friseur⸗ und Barbier⸗
Geschäft zu erlernen, lann unter annehm⸗
baren Bedingungen in die Lehre treten bei
IJ. Weyrich, Friseur.
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Ankeruhr
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goldreif, ohne Kette und
chlüssel. im innern Deckel
nit Nro. 13870 gezeichnet,
ging am Miitiwoch Morgen
bon dem Hause des Bäckers H. Stief ent⸗
ang des Kirchbofes und Neunkircher Weg
his an den Spieserdohlen verloren. —
Der redliche Finder u. Ueberbringer der Uhr
erbält in der Exped. d. Bl. eine gute Be⸗
sohnunn, Nar Ankauf wird gewarut

Ein braver gesitteter Junge
kann in die Lehre reten beiß
H. Stief. Bader
Feuerweht ¶ Montag
bei WPeter Heusser
Gesucht:
Zwei Lehrlinge
um oie Buchdruckerei und Stein
druckerei zu erlernen. Es werden sofsor
20 Krzr. Lohn per Tag beadlt.
F. X. Demetz.

Todes-Anzeige.
Allen Freunden; Verwand'en und
Bekannten hiermit die Trauetnachricht
daß es Gott dem; Allmächtigen gefal ·
len hat, unsern lieben Voter, Schwie
gervater, Großvater und Urgroßvuter
Ludwig Reppert
nach kurzem Leiden in einem Alter
oon 94 Jahren heutt Mittag in ein
hesse res Jenseils abzurufen ;/.
Um stille Theilnahme bitten
ESchnappbach den 24. Moi 1873.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet am Montag
den 26. Mai, Nachmittags zwei Uhr
vem Sterbehonse aus statt.

. Zum Bezuge von
frischem Rhein- dalm
in ganzen Fischen und im Ausschnu
einpfiehlt sich die Fischhandlung von
A. O. Ehßærhardi
iu Evpeyer a. NRh.
720 05 50
RX Begenorator
(oder Lenenaweker)
seit Jahren das bewährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und spe—ecelle
Schwüchezustände, Weagengedärm und
Leberlrankheiten, Hämorthoiden, Eng⸗
XLI
sowie alle Krantheiten, die von *
dotbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der „Ledenswecker“ be⸗
fördert die Verdauung, reit den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist beson⸗
wß im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Fla'sche zu Afl. 10 kt.
P. Zepp in Etl
vnabert.

Speiseanstalt.
In meinem olten Haust von Montac
motgen) ab: Kalle und warme Speisen
u jeder Tageszert. 53
Regelmäßiger Mittagstisch.

Auch konnen 40 bis 50 Arbeiter Logis,
resp. Schlafftellen erhalten.

Geora Klein, Gastwirth.

—AR

Praschen //

Auf der Coaks-Ofen⸗Anlage von La-
marehe &amp; Sehwarze zu Dechen
dei Neunkirchen werden kleine Coaks
Praschen) fuhrweise abgegeben.

—
2 Gruben Dung
sind zu verkaufen bli F
Georg Klein.
Bürgervereins⸗Kränzchen.
Am' Mittwoch Abend Zusammenluuft
Zerdinand Oberbhauser.
Augen⸗ C Gehör⸗
Klinikf
zu saiserslauten
bon Ta, Avenich.
Sprechstunde: 8 — 12,3 — 5 Ubr
rußer Mittwochs, Mühlstraße
24; zu Uombursg Hotel Echäfer.
Mittwochs von 1 — 4 Uhr.

21.4 mö rte 3:mmer,
—s bis 6 mit oder ohn aosi hat

—5

zu vermiethen
Gevra Klein, Gastwirth.

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Barera Xr. SxA.

Redallion. Druck und Verlag von F. X. NReamend in St. Ingbern
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53. 2 27 532833— 35 2537 55333
255335388 — 12332 523385 5835
2. 2 2 7 22258 2 22
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        Ht. Ingberker Anzeiger.

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de si. Anaberter Anzeiger Gund das mit dein Hanotdlatte verbu adene Unterhaltungablau. nu de XREX ESonntag⸗
zummer er heint udqhentli vie r mal: Dienstag, Donnaerstag, Samstag und Sonutaa. Aasnnt mentopreis viexteljahrig 42 Arzr. X
182 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Kerir. die dreisvaltige Zeile Blatischrift ader deren Kaum berechnet.
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M 8SI. Diienstaa, den 27. Miiii411873.
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7
Deutsches NReich.
Nünchen. GFür die Schwuraerichte.) Die Schwurgçerichle. eine altger
anische Instikution, im Jahre I848 zurüderrungenz utgd set einem
zierteljahrhundert trotz einiger, jedoch unwesentlicher Mäsigel in
rer Organisation. durch hre“ wohlthätigen Wirlungen erprobt
nd dadurch dem Volke lieh und iheuner geworden, follen demselben
mommen und durch Schöffengerichte, eine Erfindung der Neuzeit,
je ihre Probejahre noch lange nicht hinter sich hat, ersetzt werden.
jereics hat, wie in den jüngsten Tagen berichtet wurde, die Straf ⸗
ozeüorduungs · Kommission des Bundesraths fich mit elf gegen drei
immen für Einführunge, der letzteren entschieden. Stmmt der
undesrath dem Beschlusse zu und legt nicht endlich der Reichstag
in Veto ein, so ist das Infititut der Schwurgerichte verloren.
3 gilt daher, alle Heb.l einzusezen, um dem entgegenzuwirten. —
zegenwaͤrtig circulirt unter der Bürgerschaft Nürnbergs eiñe Pe⸗
tion an den König mit dem Pettum:

„die bayerische Staatsregierung möge bei dem deuischea Bun⸗
dtathe auf Veibehaltung der Schwurgerichte mit aller Kraft
inwirken.“

Aus Elsaß, 20. Mai. Die Einebnung der uns der
triegsgeschichte wohl bekannten Weißenburger Linien (eine Reihe
on Schanzen längs der Lauter bis an den Rhein) ist genehmigt;
venso die Entfestigung von Weißenburg und Lauierburg. — Die
ahnhöfe in Schlettstadt und Rappoltsweiler sollen, was dringend
othwendig ist, erweitert werden. — Die Weinhändler hierzulande
ind mit ihren Preifen neulich um 15 pCt. gestiegen. *

Berluen, 24. Mai. Der heutige Reichsanzeiger“ veröffent⸗
qt einen Erlaß des Reichslanzlers, wonach laut Beschlusses des
undesraths die Kongregationen der Redemptoristen, Lajaristen
nd der Priester vom heiligen Geiste, sowie die Gesellschaften vom
eilißen Herze Jesfu als dem Jelvitenorden verwandt anzusehen
ind deren Niederlassungen binnen 6 Monalen aufzuldsen find.

In den Bierbrauereien wird vielfach ein im Handel als Bier
der Zudercouleur bezeichneter Stoff verwendet, theils um aus
jebräuen von geringem Malzgehalt Bitter oder Braunbier herzu⸗
In, hauptsächlich aber, um nachgemachte baherische, sogenannte
die (Erlauger) Biere zu bereiten. Da über die Sieuerpfuͤchtigkeit
ieser Bier · oder Zuckercouleur von mehreren Steuerbehörden
lveifel angeregt wurden, so hat, nach Einholung eines Gutachtens
⁊ td igl. technischen Deputalion für Gewerbe hierselbst, die preu—
jhe Regierung beim Reichskanzleramt den Antrag gestellt, daß
je sogenanute Bier- oder Zuckercouleur als ein nicht näher be⸗
nntes Malpurrogat im Sinne des Gesetzes vom 31. Mai 1872
Iffer 78 1) wegen Erhebung der Brausteuer behandelt und
tder Verwendung zur Bier oder Essigbereilung dem Steuersatz
en 1Thlr. 10 Sgr. für den Zenkner unterworfen werde. Der
eihslanzler hat dem Bundestathe die Beschlußnahme in der Sache
cheingesielli.

„Wien, 22. Mai. Ein unglaubliches Gerücht macht die
unde in den Kreisen der Adelswelt und der Diplomatie. Man
g daß Fürst Richard Metternich, der soeben seine Krönungsfest⸗
üsson in Stocholm mit so viel Eleganz vollführt bat, dazu aus-
rchen sei, ung als Botschafter an Scelle des Frhrn. v. Kübel
n Vatikan zu vertreten, nachdem von der Entsendung des Grafen
n auf diesen Posten allerdingg Abstand genommen worden ist.
war viell⸗icht ein menschenfreundlicher Gedanle des auswaͤrtigen
ntet, in dieser teunven Zeit den Papst und den slillen Vatifan
ih einen Boischafter erheitern zu lassen, der in der Pflege der
eretle unter seines Gleichen wohl keinen Gleichen besißt.

N. W. X.) n
Frankreich. 45

Baris, 25. Mal. Gestern Nochmiltag sprach in der Na⸗
alversammlung Thiers. Vergeblich stellte er der Rechten vor—
zcegenwärtig in Frankreich die Republik die eirzig mögliche
erungsform sei, und daß die von ihm vorgelegten organischen
shenwürfe die ronservativen Grundsätße seirer Regierung ver—
4uf5

Bei der Abstimmung wurbde die einfache Tageßordnung, mit
velcher die Regierung sich zufrieden geden wollte. mit 3602 gegen
348 Stimmen verworfen und dann eine von Ernoul vorgeschlagene
bagesordnung, welche bedauert, daß die neulichen Ministerberün⸗
erungen den conservativen Imeressen nicht die wünschenswerthe
Zefriedigung gegeben hätten, mit 300 gegen 344 Stimmen
ingenonimen. *
Thiers gab hierauf durch eine Botschaft der Versammlung
kund, daß er sein Amt als Prasident der Nepublik niederlege.
Auf einen von Mitgliedern der Rechten eingebrachten Antrag
vpuide sodann Maschall Nac Mahon mit 390 Stimmen zum
Bräsidenten der Republik proclamirit.

Paris, 25. Mai. Ein durch Anschtag in den Straßen
ekannt gegebenes Rundschreiben Mac Mahons an die Präfeklen
sagn: „Ich bin soeben durch das Verirauen der Nationalver-
ammlung zur Präsidentjchaft der Republit berufen worden. Weder
die bestehenden Gesetze noch Instilutionen werden eine Verletzung
erfahren. Ich bürge für die materielle Ordnung und zähle auf
Ihre Wachsamkeit und patriotische Mitwirkung. Das Ministerium
vird noch heute gebildet werden.“ Paris zeigt eine ruhige Phy⸗
iognomie. Die Protklamation Mac Mahonz bringt einen guten
Zindruck hervor. Nach Depeschen aus den Departemenis ist die
Ordnung nirgends gestoͤrt worden. Man verfichert, daß Broglie
»as Portefeuille des Innern, Magne das der Finanzen er)allen
verde. Außer Frage steht, daß Audiffret Pasquier und zwei Mit⸗
zlieder der Rechten, wahrscheinlich Larch und Ernoul, in das Ca⸗

dinei eintreten werden. Der Eintritt von Batbie und Goulard
ist wahrscheinlich. Desvaux und Dompierri d'Hornoy sollen zu
Zriegs und Marineministern ernannt werden, wenn Ciffey und
Pothnau nicht einwilligen!, ihre Portefeuilles zu behalten. Jules
ind Charles Ferrhy haben ihre Entlassung gegeben. — Neue
Anleihe Mittags 89, jetzt 80 80. *

Paris, 25. Mai. Paris ist ruhig. Nach den „Debats“
iahm Mac Mahon di⸗ Präsidentenwürde mit folgendem Ministerium
in: Broglie Inneres, Audiffret Aeußeres, Magne Finanzen, De—
iellignh Handel, Dep yre Justiz. — Neues Anlehen 87,30.

Paras, 25. Mai. Die Truppen von Paris und Versail⸗
les find confignirt, doch sind nirgends Anzeichen einer Aufregung
vahrzunehmen. Auch in den Depariements herrscht nach den in
Jegangenen Nachtichten vollstündig Ordnung. Die französischen
Besandten zu Bern und Athen haben ihre Entlassung gegeben.

Schweiz. —F

Bern, 285, Mai. Die Regierung des Kantons Tessin hat
die Sammlungen „zu Gunsten der verfolgten Kirche“ dei 800
Frcs. Strafe verboten.

Italien.

Der Papst wird in einer demnächft erscheinenden Enchclica
inen größeren Bannfluch gegen das Cabinet Lanza und gegen alle
Abgeordneten, welche das Gesetz votiren und zu dessen Ausfuhrung
eitragen, aussprechen. In dem Schriftstück foll das Klostergesetz
ür Null und nichtig erklärt und allen Katholiken verboten werden.
ich demselben zu fügen. Alle, welche Kirchenglüter kaufen oder an
»eren Verkauf theilnehmen, werden exlommuniirt.

Amerika. —

Newyot, 23. Mai. Die Modoc Indianer haben ihre
Ergebung unter der Bedingung angeboten, daß ihr Leben geschont
verde. General Davis bestand indessen auf unbedingterUnler—
verfung und drohte, wenn dieselbe nicht bis zum Frätag erklärt
jei, werde er den ganzen Siamm über die Klinge springen lassen.
— In Jo wa sind durch einen Organ furchtbare Verheerungen
ungerichtet. Menschen und Thiere wurden durch den Siurm in
die Luft emporgehoben und fortgeführt und Häuser und Fornin
ersiött. Mehre Menschen find umgekommen und biele vervundet

In San Salvator werden noch immer Erdstbse ver
purt. Der Regierungspalast, welcher die früͤheren ausgehalten
jat, ist eingestürzt. Viele Personen haben in Folge der Schcten
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        ihren Verstand verloren.“ Die Regierung Icheirt nicht auf dem
Wiederaufbau der Sitadt bestehen zu wollen.

estern der pensionirte Haupimann Fürst von einer Kugel durch
hohrt aufgefunden. Zwei der Thäter, die Käufer seines Gutes
vurden verhaftet.

7 Heiurich Unger, der begabte Herausgeber der „Mannheimer
Familienblätter“ besingt den Ephialtes⸗ Sonnemann folgender—
maßen:

enn, o Sonnemann, D Sonnemann, o Sonnemann,
Wie roth sind deine Hosen! wWie deutsch sind deine Blätter!

Du bist ein deutsches Eremplar Du drudst nicht blos auf deutsch Papier
Vor dem uns alle Gott bewahr'! Du druckst auch mit Franzgose nschmier
D Sonnemann, ⸗ Sonnemann, O Sonnemann, o Sonnemann,
Tu Hausknecht der Franzosen. Du deutscher Ehrenretter!

FIn der Woche vom 11. bis 17. Vdai wurden in der
Ruuchener Munze 1.086,300 Mark in Zwan zigmarlstücken aus-
zeprägt. Die Gesammtausprägung beträgt bis dahin in Zwanzig⸗
nartstücken 48,004. 9220 Mart und in Zehnmarkstücken 30,947, 020
Marki, in Suwma 59,011,940 Mark oder 34,423,631 Gulten
10 kr. (A. Postz.

4
—A—— 2— J

Garnende Unglücksfall.) Aus Jaͤgersfreude bei St. Jo⸗
hann an der Saat ram nach der letzteren Stadt am 14. d. eine
Hesellschaft von z Personen auf einem Einspänner, um ein —2
jur Taufe zu drngen. Leider sollte die Rüdfohrt, die bei solchen
Helegenheiten in der Regel in heiterster Stimmung angetreten wird,
schlimm enden. Links vor dem Orte Jagersfreude führt ein Weg
nach der Grube Jagersfreude und gleichzeitig auch nach der Woh⸗
nung des Eigenthümers vdes Pferdes, mit welchem der Wagen be⸗
pannt war. Dorthin nun wollie das Pferd seinen Weg nehmen,
wahrend die Geiellschaft rechts einhalten mußte und wollte. In
Foige der gehobenen Stimmung mag der Wagenführer das Pferd,
zas ohnehin etwas siorrig seia sall, nicht sehr sanft behandelt
haben, um es auf den rechten Weg zu bringen. Kurt es wurde
viid, ging durch und warf in rasendem Laufe den Wagen um.
Schredlich waren die Foigen. Abte fünf Perfonen wurden schwer
derlezt. Der Hebamme wurde der Unterleib theilweise aufgeschlitzt,
ind kine Frau aus Saarkrücken, die bei der Taufe als Pathin
angirt und die Gesellschaft auf der Rüdfahrt begleitet hatte, wurde
ert verleht, —taß sie noch in derselben Nacht starb. Nur der
dutscher war durch frühzeitiges Herabspringen vom Wagen im
Stande, sich zu retten, und außer ihm blieb nur der Täufling
inverletzt.

7Der Husschmied Hoffmann in O⸗ttringen r. Diedenhofen.
xlsaß) hat bei seinem 7. Knaben den deutschen Kaiser zum Pathen
jewonnen; sein ältester Sohn heißt Napoleon und ist ein Pathe
es Exlaisers Napoteon. Der Mann scheint sehr industrieller Na⸗
ur zu sein. 33

Manchen, 24. Mai. Nach amtlicher B.kanntgabe sind in
Weiden unterm 17. 0. Mis, drei Personen an Vergiftung von
Thee, bezeichnet als tosibare Maikur, erkrankt. Dieser Toee wurde
zezogen von Rodauer u. Wöß in Salzburg und enthält scharf
zartotisches Pflanzengift. Das Publikum ist vor dem Aukauf und
Henuß dieses Thee's zu warnen und wird derselbe, wo er sich
vorfindet, namentlich in Kaufläden, mit Beschlag belegt werden.

München, 24. Mai. Am Sitarnberger See wurde;

a4udwirthschaftliqhes.
Bon Dr. Schneider in Worms.

Witterung und Stand der Früchte Wiewohl seit vom 85. bu6
Mai her die Witnerung fich in Etwas zu Besseren gestaltet hat, so war
och die Temperatur Nachts meistens sehr gering. In Folge dessen erlangqit
as Pflanzenreich nicht diejenige Ueppikeit, die man sonst um diese Zeit pa
ehen gewoͤhnt ist. In gewissen Beziehun gen mag dies wohl sein Gutes gehabi
zaben, allein gar manche Pflanzungen sind in Folge dessen doch sehr siart
a ihrer Entwidlung zurückgeworfen worden. Ueber die befürchteten Besqh⸗
igungen, welche der Raps, der Weinstoc und das Fruhobst erfahren haben
oen, klären fich die Anschauungen mehr und mehr. VBon den zahlreichen
Zerichten, welche dle Landwirthschastliche Lehranstali in Worms von ihren
rüuheren Shülern aus den verschie densien Gegenden Deutschlauds eingezogen
sat lauten nur wenige dahin, daß die Beischadigung groß sei, und deh
Ahren meistens aus den Rheingegenden her in welchen die Begetation etwa
Ivoreilig gewejen war. Was speziell den Weinstoch betrifft, so hofft mar
zurch das Ausbrechen der erfrorenen Augen den Schaden einigermaßen pu
nildern. Bon vem Ausfall dieser Versuche wird die Gesfchichte der Landwirth⸗
chaft anvergeßzliche Notiz nehmen. Was den Fruchtstand betrifft, so lauten
ie Berichte bie jetzt noch ini Ganzen günstig, wenn auch von einzelnen
Zeiten der über etas duünnen Stind des Roggens wohl mit Recht Klage
seführt wird und die Futterkräuter im Allgemeinen noch nicht diejenige Ent⸗
vickelung erlangt baben. die man für jetzt doffen dürfte.

bπα — — ö« ̃ασ ασαααÄαä))ààäxXôäääιαOäιαÛäαA ᷣαëααĩι ααXXä.

7. X. Demezg verantwortlicher Redacteur.
Bekanntmachungen.

Rñiu stmon- ⸗ * 8—
inen Pideôlia.
Tanz⸗ Gencral⸗ Persammlung

—J——

Freiwillige
Feuerwehl
Am Pfingstmonka
Morgen um 6 Uhr
Spergang nach El⸗
dersberg und Spießen. RF
Am Pfinestdienstag Abende 5. Uhr
UnupiUehung ·
St. Ingbert, den 26. Mail 1873.
Das Commendo.

zel

— Der Aus schuß.
2 2
—EXL
ei gemachte Champignons,
billigst durch direkten Bezug bzei
TziIν IIohle
——
Kechnungen
in Ua, 14 und äjs Bogen zum all gemeins
Hebrauch siud vorrauhig in der Druden
dieses Blattes.
Das Neue Blatt 1873.
Nr. 36 ist so ben eingetroffen und enldan
Das Manuskript des Wahnsfinnigen.
Von Ph. Lenz. — „Meereserinnerung
Zon Franm Hirsch. — Schwäbische Klosten
hderrlichtei aus vergangeuer Zeit
Ien E Paulus. Mit Illustranonen) — Vo
ener Weitausstellung. Von h.
7TDie Großmutter Friedrichs
Sroßen. Bon Herwmanu Uhde. (Mit Poritet
, Die Kaisertage in St⸗ etersburg
— Die neue Magdalena.“ Bon Willie
ins. — Damenfeuilleton: Gedanken uüͤbt
die 335 Handel und Verkeh
Aueriei⸗ Der Schah von Perfien, Leh
r71ddin.“ — „Das Nad der ewigen Hollenqua
SRNäthsel“ — ‚Neue Bucherchau
Poilhtechnischer Briefkasten. — Co
respondenz. — UAn Illustrationen: Klost
eeeen in Warttemrerg—2
vbhia Dorothea, Kurvprinzessin von 97
77 setafixErdin, Schah von ve
en. —
Das Neue Blatt ist zu beziehen durg
Buchhandlungen und Posie Anftalten fur
aeden Pras von 15 Sar. vierieljahrlich

sclc. Quirin
Nentrisch.
2 Gruben Dung
and zu verlaufen bei
Georg Klein.
Ein braver gesitteter Junge
lann in die Lehre treten bei
Stief. Bäcker.

Speiseanstalt.
In meinem alten Hause von Monlag
igestern) ab: Kalle und warme Zvpeisen
zu jeder Tageszeit.
Regelmäßiger Mittagstisch.
Nnuch können 40 bis 50 Arbeiter Logis,
res p. Schlafstellen erhalten.
Georg Klein. Gaswirth.
—
— Echt Erlanger .
Sommer -Lagerbier
—IV Flasche) bei
Richard Hohle
in Zweibrücken ·
Selbstverfertigte
Hchuh &amp; Stiefelchen
m Zeug, Wichs⸗ und Bodleder, für Herren,
damen und Kinder in allen Groͤßen sind
n haben bei

ποσ

7 möblirte Zimmer,
bis 6 mit oder ohne Kost, hat
u vermiethen
Georg Klein, Gastwirth.
Geräucherte Würsle:
Braunschweiger u. Gothaer,
Schinkenwurst, Preßkopf,
Salamie, Schwartenmagen,
Lyoner Wurst, Frankfurter
Leber- und Blutwurst,
ferner:
Gothaer Schinken,
roh und abgelkocht,
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0 Schuhmocer.

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altion, Drud und Verlag don F. X. Demes in St. Ingdert.
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5*——5252 —25* 223225 533 555223 25 20 333, 3 52.
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2753 555. 5 75 2583 533 55282587 ——
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55885 — 35 535 — — 883 238
135 — 53533333 23253553553322 12 32
2 8 3235322336523 22855 533353 65
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*— —37 —53355238—3523353
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— .2. 25. 255 —5382253
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— 22 z238 362338
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* —— —— — 3 —
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533 —338533233225
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58 522232338 232323 2. 22228 327 8 ——
2N8 2. * 222 — 32309 22535533 32 * 260 5223 8 22
4535 35533385 25553320 — —
2 J 77 ⁊*
* * 83 2* 3 * 7 —

353 3383 7
858 33365555 2522537 2555336 855233 38
8 — 25 5328 33335533238* 7* 5255 *838

—— —2 22 2* * * T2.* 28 — S J

25 253235 373 3532358 755 5 26*8 523353335 —A
2255353 35533 535333683 25333 32 22 52*
20 —3835332388 — ?

55*325 *a25 — ꝛ — ñà 2 —— 522
3 33. 3 2 * 2* 5385383643228838 *23235 24 —— 2
:** — e S2
2*5 833 — —355585322 32223 228 7 5
*2262 27 5 2532337—5237 323 * F 25 238

256333385335* —3 —A — 22335235
1*552888 535 ———— 557 252828 2353338 5*
2 232582—53*33 —— 23872 25223 53 ?378* 222. ——
5*85858* 333338 75823—58 s5382. 33433 5575 28
—F — — —A — — — 612 8 73
257 225853822 * * *533,8* 3 —32 5 2
483333* 2 8 82 —52 22853237 58

32333s53533533*57 52 —. 2 730 533 1

72 723 735 383* 2.3 322. 3 7 2 —— 533275 2 8
— * 32523 2. 5 7 2 28 523335 523253 2
5253352353* 5E223 6 2 S
* 32 7 3338323* 5
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— — 8 2253 52555355 *
2272 352 —8 553335 757
2 3335333355 Ee —2 25.355
—1338 —— 2223 5385
F 2352253838 23 27 38331
35 25 322 2278858 —
3 1353— 837 2858 F
* 3 512 2 2.* — * 88 3 7*
27 357— 3. 22 2* ——
F 38 72 22 —— — 70
53* — — 23 55
3 255805 2 53833257 a
* 5953838* 25 725 —A .
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2343 2358 22533585 *
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238 — 27328333355*
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        — 2. 9— J . 6*

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er 61. Ja—eer UAnzeigeer (und das mit dem Hauptblatte verbuadene Unterhaltungsblatt. mit der Dienbtaqu⸗ Donnerstags⸗ und Sonntag ·

arimer er heint wb hentlich vSie rnal: Dienstag, Dongerstaa, Samstaasund Sonntaa. A⸗onnementspreis vierteljahrig 42 —XX
123 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Arir. die dreispaltige Zeile ˖Blattschrin oder deren Raum berechnet.

0 AT. .. — —— —— — — — — —

82. * Donne rstag, den 29. Mai 4 — 1873

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* * 94 7 J J
.Dentsches Neich⸗e 3 wiehungen zu treien, ist wie Jein. offizioses Telegramm' des
Muünqch eu, 24. Mai. Zu Anfang des nächsten Monats Briiner Wolff'schen Bureau ersehen läßt, verfrüht. Die
rd ein neues Stratshandbuch für: das Königreich Bahern und veitere Angabe der Boͤrfenzeitung?, daß die neue Wendung in
iabald auch ein neues Militärhandbuch erscheinen?: 67 Ftankreich bei der Berliner Regietung der sympathischesten Auf⸗
München, 24. Mai. Rachdem, von dem Selcetyr der assung begegne, wird cum grano galis, mehr negativ zu verstehen
andels- und Gewerbelammer für Oberbayern herausgegebenen ein? das Berliner Cabinet wird sich der auf legalem Weg ge-
jahtbduch jür Volkswirthschaft 2c. ‚war der Stand der baherischen caffenen neuen Regierung Frankreichs nicht feindselig zeigen. so
ztaaisschuld. am Ende des Monats Dezember 1872 jolgender: ange diese die guten Beziehuugen in Deutschland in gleicher Weise,
Allgemeine Staatsschuld 176,168, 35386 fl. 2) Eisenbahnschuld vie ihre Vorgängerin zu wahren Willens ist und verstehi).
db,104,200 fl. 3) Grundrentenschuld 96,832,659 fl. - Ende Be rlin, 27. Mai. Dem Reichstag theilte heute Minister
ʒeptember 187 1.hatte die allgemeine Staaisschuld 182,382, 306 Delbrück mit, daß der Bundestaih der Aufhebung der Saljsteuer
. die Eisenbahnschuld 214,562,500 fl. und die Grundrenten- nur gegen vollen Ersazß zustimmen werde und die Bundessrathsaus⸗
zuld 94,427, 250 fl. betragen. —AW Güsßfe sich gegen die projelktirte Ersatzsteuer von Tabak und Vörfen-
München, 27. Mai. Das Urtheil des Mili ärbezirksge- zeschäften einstimmig ausgesprochen haͤtten. — Morgen Berathung
des Munchen, wodurch Hauptmann Bez wegen Entwendung eines des Reich?preßgesetz Entwurfes. .* 5
jundes in Scdan und Lieutenant Rebay wegen Theilnahme hieran 23 Frankreich *
a Gefängniß und Dienstentlassung verurtheilt worden, hal das Ans Par“ s,“ 26. Mai, telegraphirt man der „Fr. 3.“
Feneralauditoriat in heutiger Situng vernichtet, und wurden beidee, Mac Mahon schrieb einen Vrief an den Deuischen Kaiser. Va⸗
lagellagte freigelprochen. J 4 aine bittet in einem Briefe an Mac Mahon um Aburtheilng.
Mannheim, 27. Mai. Heute Abend nach 7 Ubhtr ist dadmirault ersetzt Nac Mahon in seiner bisherigen Stellung,
zecher hier angekommen. Douai ersetzi Ladmirault.“ n
Berlin. Aus der an den Reichstag gelangten Vorlage Paris, 26. Mai. Thiers wohnt seit gestern Abend mit
der den Antheil des vormaligen Norddeutschen Bundes an der dFamile in einem Hause der Rue Aumale. Er ging heuie nach
tanzoͤsischen Kriegsentschädigung entnehmen wir Folgendes. Laut bersailles, um die Dpposition zu organifiren. Entlessungsgesuche
keichsgesetz vom 8. Juni 1872 sind von. den 5 Milliarden einst- jaben fernerhin eingereicht? Leflo, Botschafter in Petersburg,
weilen Is Milliarden für Reichszweche zurückbehalten; ble den beneral Chanzy, Ober⸗ Commandant in Tours, die Prafellen
in Milliarden, welche mit Hinzurechnung der bezahlten Zinsen mehrerer Depatleinenigg 6. 3)
d auf 3.801.400. ooo Fics. 1,813 106.668 Th ler bilaufen.“ Paris, 26. Mai. Mational ⸗Verfammlung.) Der Hrjog
dazu kommen 53 505,868 Thlt. der Parisir Contribution und »on Broglie, Vize-Präsident des Ministerraihes un Minister des
wa 15 VPiill. Thle. anderwäris in Frankreich erhobener Contri- Auswärtigen, verliest eine Botschaft des Prasidenten Mac Mabon
utionen. Das macht also zusammen 4,082,202,532 Thaler. die Richischnur der neuen Regierung ist darin in folgenden Grund⸗
Jieht man hiervon die 86666,666 Thlr. (325 Mill. Fics.) ab, jügen dargelegt: Die Geschze und der Wille der Majorität sollen
zelche für die elsaß lothringischen Bahnen der fronzösischen Osibahn unverbrüchlich zur Ausführung gebracht: werden.“ In der auswär-
ejahll wurden, so bieibt eine Summe, von 995045,866 Thlr. inen Politik wird der bisherige Gang innegehalten: Wahrung des
diese mindert sich durch die Entschädigungen füür Kriegsschäden ec. Friedens neben der Reorganisatidu des Kriegsheeres. Die innere
wa 45 Mill.) Dotattonen (4 Mill.) Füllung des. Reichslriegt ßolitik wird ganz utschiden konserdaid seine and sich durch Ge⸗
ahes (40 ill.), Invalidendensionen (10 Mill.) ꝛc, auf etze und ausführende Veamte Achtung verschaffen. Die Regierung
0.146 050 Ihlr. Hiervon fallen nach dem Gesttz vom 8. Jun Moe Mahon's will die Schildwache sein, welche die souveräne Ge—
872 im Ganzen 591,233 273 Thle. auf den vormaligen Norde zwalt der Nationaldersammlung vor jeder Schadigung sichert.
und, der Rest auf die füddeutschen Staaten. 9 * Patis, 27. Mai. Das,Joduraal officiel“ veröffentlicht
Berhin, 283. Mai. Bis auf eine Anzahl Maroder, welche tine Reihe von Aenderungen in dem Personai dx Prafelten. Da⸗
Bremen zurücblieben, ist der Rei hstag heute früh 7 Uhr wieder nach haden bisher 20 (von den 80) Departements neue Präfeklen
iet eingetroffen und unterhielt sich bereits Mittags über die Nothe erhalten, alte Präfekten wurden in andere Departements versetzt.
endigkeit einer Vermehrung der Apotheken. (Die sämmtlichen — Nach der „Presse“ hat, General Ducrot, der hierher ge⸗
gegangenen Petitionen, für und wider die Fecigabe des Apo⸗ lannen war, vom Kriegsminister Befehl erhalten, sofort wieder
ietgewerbes, wurden dem Reichskanzler als Material für die auf seinen Posten zurückzuükehren. Bekanntlich gedört dieser Geueral
reiehgebung über das Apothekerwesen uͤbergeben . uu denen, welchet den Royalisten ihre Uaterstützung versprochen
Berlin, 26. Mai. Die offtziöse „Rordd. Allg. Zig.“ haben. — 5*
vpelcht die Versuiller Ereignisse sehr vorsichtig; doch läßt sie durch-
lden, daß Thiers seinen Sturz insofern selbstverschuldet habe,
zer durch das Verlanzen die Republik definiciv zu gründen, den
alt von Vordeaut brach Sie glaubdt ferner annehmen/zu können,
tj mit der Verusung Nac Mahonz an die Spitze det Redierung
le Bürgsch ften für Erhaltung der Ordnuͤng tegeden seien 3 die
iühter der äußersten Linken, dor Kurzem uoch 2388 seien
leubt von dem unvermutheten' Schlage, und wenn das neue Ca— rmischte 8.
uet san I handle, koönne es sich befestigen, bevor diese seine Gege r, Speyer, 24. Mai. Bestern zerfleischte ein Leopard
er zur Besinnung gekommen find. Da Eraoul '(von der äußersten der auf dem Koͤnigsplatz zur Zeit sich befindenden Menogerie die
esten), der den Hauptangriff gegen Th'ers fuhrte, das Juftiz- Dand des Sohnes von Kanmacher H. Wie uns versichcet wird,
usterium übecnommen hat,““ so sel unzunehunen, daß die neue hat lediglich die Unvorsichtigkeit ves“ Knabene kdas Unglück ver—
erung mit aller Stieuge geges den Radicalisunis auftreten schuldet, welcher si 4. ungeachtet wiederholter Warnungen der Wärter
Darauf deunet auch der durchgreifeade Präse tenwechsel an die Käfige drängte und die Thiere neckte. Möge dieser Vorfall
n Uebrigenz mennt sle, Mae Mahon wiarde schwerlich geneigt zut Warkung dienen, daß Kinder ohne Beaufsichtigung Erwachsener
9 lange den Titel nnes Prasidenten det Republik zu führen. die Thierbuden nicht besuche. 6. 3.)
e Angabe der „Berl. Bo senzeitung“,“ daß der deutsche Bot⸗ 7 Speier, 27. Mai. Gestern Mittag um 12 1. fiel
mer in Parie tetegrapd sT ang;wiesesn worden sei, mit der neien am Mechtersheimer Durchstich der elsjährige Knabe Johantes
etung Frankreichz sofort in freundichaftlichsn off zielle Bee Moser von da von dem Damme in den Rhein und atrdut
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        F Die Uebersicht der im Jahre 1872 gegen schulpflichtige Rube bringt. Sowie der Direltor fragt: Soll i i
m Jahre 18 gt: Soll ich Sie re
Rinder erlannten Strafen ergibt für die Pfalz folgendes — 532 meine Damen * so wird die garze Klasse r
Polizeigerichtlich wurden zuerkonnt: 117 Tages Gefängniß und Leilder bleibt's gewöhnlich bei der Drohung, und w il die Toöchiet
daft, welche größtentheils in Geldbuße (85 mal) umgewandelt nicht rechnen dnnen, iafen die Wiener Nanu sie ne
wurden. Forfigerichtlich wurden 85 Tage Haft und in 510 Fallen In Straͤugfund ist ei Issahri * H
Beldbuße zuerlannt. Bezirksämter find bei den Strafen fol⸗ inen anderen 2 minelst 9 e e qdn
dermaßen vertreten: Spier mit 30, i 353 e
—2 — eee —* welcher die Pulsader om Halse durchschnitten hatte, gitddies
Pirmasens 93, Kusel 98, Kirchheimbolanden 144, Kai —* —V V
145 und Homburg mit 168 Fällen. Gegen das * 1871 iß deln — Pegadehe o g— venenten A
eine sehr bedeutende Bessergestaltung zu melden. Während 1871 Nadchen bungt 61 qe — at ag ag ge n —8
das — gegen schulpflichtige Kinder 2256 Solle aufweift, dene 38 Legislatur bet eg Vre
zeträgt die Zahl im Vorjohre nur 962, also 1284 Straffälle e um Legaüñ jelweiberci bi

* i— — galisirung der Vielweiberti bitten. Massachusetts hat
weniger. Moͤge diese rühmliche Abnahme stetig ne anntlich 40 000 Frauenzimmer mehr als dud wy

f Wie die „Z. 3.“ meldet hatte am Sonntag in — der —— d e o seh —e Dosem, Um ihn
Zweibrücler Garnison Marschbereitschaft. um sofort vach Landstuhl 36 — irt zu maghen, perlangen die Petentinnen, det
zbzugehen, wenn dort ein Versuch gemacht werden sollte, die vom * —8 — ee — Solien — 8
k. Bezirtsamt Homburg verbotene Katholilenversammlung dennoch en r ere ẽbe ie Zuachmnnnng der udtheren Gattinner
abzuhalten. enden 38 Pers Aant 19. d. i

4 Die „Pf. Zig.“ berichtet: Der Verwaltungtrath der Pföl- * don Perßen am in Poslan eintꝛaf
aschen Bahnen dhan nuf den Vorschiag der Direion ze 8— rug er einen auf zwei Mitionen geschatzten Gala⸗ Anzug, duuklenu
Vehalte des Personals innerhalb des Besoldungsstatus, durch Ein⸗ leberrock und Beinkleider, mit der bekannten perfischen diamanims.
rihumg in höbere Gehaltstlossen, um im Gamen eiwa 100,000 ei chmũdien Nopfbedeclung. Das Oberkieid zeigte nicht die rerchen
eaebesset Demm in die Bewitiigung biner enweigen Äheu- holdverzierungen der Würdenträger, war aber ganz mit Diaman⸗
rungs ulage für den Fall. als die Lebensmittelpreise noch weiter en and Rubinen dededt; auch die Bonillons ter Epauletten waren
zeigen sollien, niczt autsgeschloffen. — Die neue Bahnstrecke von janz aus Diamanten gebildet. Die Person des Herrshers Persien:
nnen vach Viatnheim wird am 31. Rai, die von Durtbeim elbst ist mittel groß und wohlgebildet; Gesichtsform, Ausdrud und
nach Grünftadt Anfangs Juli eröffnet werden. Jarbe vollig orientalisch. —

Nach einer der „Pfaälz. Post? unterm 26. de. von der Eine ganz neue Art, sis umsonft mit Was he zu dersorgen
alten Grenze gewordenen Mittheilung erschiene in dem eine kleine st färzlich in Paris vorgekommen. Sin elegant hoekedeter Heri
Stunde füt öftlich von Medelsheim hart an der Reichslandgrenze rat in ein Weißwaarengeschaft und sagte der Verkauferin. diersit
gelegenen, zum Kanton Hornbach gehörigen Tdrfhen Utweiler der lei w Laden befand, daß er Henden taufen wolle. Diese —F
— eibhaftige Gottseibeiuns! Derselbe werde sogar von unschuldi⸗ hm derschiedene Muster vor; er traf eine Aus wahl und ien sich
gen Kindicin gesehen. „Er sitze, so berichten sie, auf einem in Packet machen. So wie das Paget zujammenaeschnürt war
hwarzen Pferde, habe auf dem Kopf zwei Hörner, und wenn die icf er aus 3 „Ich hade etvas vergessen, ich moͤchte gern sehen
Bläubigen ein Areuz schlagen oder zum Gebet auf die Kuiee nie- ve de Hemden siten. wenn sie angezogen sind. Wollen Sie di⸗
zerfallen. dann recke er die Zunge heraus. Von den Mariener hüte haben, eins über ihr Kleid anzuziehen ?* Die Vecläufer n.
qeinungen wallfahrten nun die Leute zu den Teufelserscheinungen, im dem Kundan geföͤllig zu sein, erfüllte seinen Wunsch. Er boat
d wehn die Geschichte göere Dimenfionen annimmt, dann wirdet noch, die Enspfe am Hals und an den Handaelenken sest pu
er Polizei das liebliche Geschäft obliegen, den Utweilern den ulndpftn, dann xguiff er das Pacet und sagte ihr: .Jg danl⸗
Teufel auszutreiben. Wenn es doch nur in ihrer Macht stände, Ihnen für Ihre Bewmühung, aber ich wünsche Sie niemals wede—
hen Leuten die Dummhei auszutreisen“ 8 7 — Aetne Mnd zur Thürte hinaus und

F Frankfurt. Vor einigen Wochen fuhr eine Frau mit w nn deh do dehete Adchem De wicht vagn
der Hand über den Tisch, wobei ihr eine een * Ohr une e— bin derlicen W der Straße zu Aaen
uerst in den Daumen ging; beim Herausziehen brach ein Stüdchen —9 w u on d r verfolg ⸗n. Der Vriacipal⸗ der einige
b. Die anfänglich kleine Wunde wurde bedeutend und führte den nd Pe run 9 * ee sand d ve, immer git den
Tod der Frau herbei, indem eine Blutvergiftung entstand. em Kleide, schluchzend am Tische sißen. —

F In der höheren Toͤchterschust in Wien gibt's ein Donner⸗ —
vort, das, wie die „Dhztg.“ versichert Zdie wildesten Fräuleins zur LE Ditre erravriilher Rbocene
Bekanntmachungen.

Freiwillige
ßeuerwe“;s

Dir Brodpreis für die Stadt Et
Jagbert ist von heute an bis zum näaͤchsit
Donnerstag (Fruchtmarlistag) festgestelit:

Korabrod 3 Klgr. 30 Krzt. Weibh
hrod 11 Kru

Zpeiseaunstalt.
In meinem alten Hause von letzten
Montag ab: Kalte und warme Speisen
u jeder Tageszeit.
Regelmäßiger Mittagstisch.
Auch koͤnnen 40 bis 50 Arbeiter Logis,
xup. Schlafstellen erhaltien.
Geora Slein, Gastwirth.
Meine Badeanstalt
st jetzt wieder eroffnet und lonnen wieder
agiich kalte und warme Bäder, so⸗
vie Mueterlauge⸗, Kiefernadel- und Schwe⸗
elleber⸗Väder verabreicht werden.
Es ladet hierzu höflichst ein
St. Ingbert, den 27. Mai 1873.
Aoh. Erewenig Ir.
e möblirte Zimmer,
5 bis 6 mit oder ohne Koft, hat

Am Pfingstmonte⸗
Morgen um 5 Udr
Spaziergang nach El⸗
oersberg und Spießen.

Am Pfinoeftdienfstaa Abends 5 Uhr
IInupt-ehunmng.

St. Ingbert, den 26. Mai 1873.

Daa Gommando.

FruchtVrod⸗ Fleisch re. Preise
der Stadt Zweibrücken d. 29. Mai.

Weizen 8 fl. 36 tr., Korn 5 fl. 4ob
Gerste Areihige. — il. — Ir. Gerste bitt
eihige. — il. — tr. Speiz — il.
A
— ir. Mnchfrucht — il. — ir. daje
AVVV
lufl. 24 ir. Siroh Ufl. 18 kr. pe
Zentner. Weißbrod 1, Kilogt. 226
Kornbrod 8 Kilogr. 29 kr. ditio 2 Kilog
20rbr. ditio J Hilogr. 10 kr. Gemischtbrod!
Zil. 37 Ir. 1 Paar Weck 100 Gramm 26
Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. I18 b
Lalbfleisch 16 ktr. Hammelfleisch 186
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Busler
» ver Niund.

Zunz⸗
Musik
hei
— —
Nentricch.
Der Ausverbau
ertiger Herrentleidetr, Joppen, Hosen und
Westen in der Wirthschaft von Leondard
KsFart dauert bis Samstaa Miltaa.

7Des Pfingst festes * V erschen
—RX png üt * Annou
8ä das Samftagséblatt αα man bi
augfteus Freitag Abendeiareichen
wo ii en. Die Expel

zu vermreihen
Geora Klein, Gastwirihb.

kealtion. Druck und Verlag don F. X. Deme? in St.
Ingdert.
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        —* 3
25 2 222
3265 238 882.3 2222
— 2 28* 5823 *8 228 —V
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* — 2— T —— 5 88* * J *
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* — 77— ** 52 ** 2* W —3535 E 8 *
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* * 238* 22 — 3 52 —G52 —E——— —
— 738 e 63383 23282335 2355372535
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nunmer er heint woͤchentlich viernal: Dienstag. Doe nner stag, Samstag und Sonntag. Aobsnnementspreiz vierteliahrig 42 Krix. oder

12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Vlattschrift oder deren Raum berechnet.

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83. 5* ESauistag, den 31. Mii —1873.
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Deuntsched Reich. 8 , 55

Aus der Pfalz. „Erst seit Schluß des Jahres 1791 klei⸗
eten sich die Bewohnerinnen Straßburgs französisch. So lange
atten sie trotz der Einderleibung ihrer Stadt in Frankreich (1681)
ie deuische Kleidung beibehalten. Aber im November 1771 er⸗
dien der Conventionsdeputirte Saint Just und ließ einen lako-
ischen Straßenauschlag machen: Die Bürgerinnen Straßburgs
erden eingeladen, die deutschen Moden aufzugeben, ihre Herzen
nd ja französisch.“ In seinem Gefolge hatte der gute Mann
ine fügsame Guillotine, welche nur seines Winkens harrte; dies
uuhten die Schönen Straßburgs und fügten sich der Einladung.
- Wenn Biedermänner, wie Sonnemann ꝛc., wens die Gift- und
zewürmpresse in und außerhalb der Pfalz die deutsche Verwaltung
n Reichslande in perfider und landesverrätherischer Weise au—
ceifen, wenn sie ˖ von zu Boden getretener und mißhandelter Ra⸗
onalität heuchlerisch heulen, dann wird es nicht schaden, jeden
jeweis zu sammeln, der die vaterlandslosen Ehrenmänner wider⸗
it und ihre Niederträchtigkeit aufdeckt und documentirt. (Pf. Kr.)

Straßburg, 28. Mai. Die Außerdienstsetzung des hie—
gen Gemeinderaths ist durch Beschluß des Oberpräfidenten von
estern auf ein Jahr verlängert worden. Der Beschluß stützt sich
af den Art. 13 des Gemeindegesetzes vom 5. Mai 1853, zufolge
ꝛelchem die zweimonatliche Suspension auf ein Jahr veriängert
erden kann. Die Amtsenthebung der Adjunkten Goquel, Hueber
ind Weyer, welche dieser Suspensionsverlängerung fast unmittelbar
oranging und erst erfolgte, als sich die betr. Herren wiederholt
reigerten, den gegen die Absetzung Lauth's gerichtelen Protest zurück
anehmen, sollte dem Gemeinderath als Fingerzeig dafür dienen,
eß es nur von seiner Haltung abhänge, ob die städt. Verwaltung
zieder in seine Hände zurüdgegeben werden kbönne oder nicht. Wie
dhoͤre, stimmte ein Theil des Gemeinderathes noch in einer
tsern Abend abgehaltenen Versammlung für ein Enlenken und
ur dem Umstand, daß man sich das Wort gegeben hatte, sich stets
er Mebrheit zu fügen, (welche, nebenbei gefag?, diesmal nur in
wei Stimmen bestand) verdankt unsere Stadi die fur sie beschä⸗
nende Maßregel des Oberpräͤsidenten.

Berlhin, 27. Mai. Auf Anregung des Reichskanzler⸗
mtes hat der Bundesrath beschlossen, in Betreff der Ausprägung
on Goldmünzen die zu 8 6 des Gesetzes vonn 4. December 1871
eroffe ien Vollzugsbestimmungen dahin abzuändern, daß das Ver⸗
Uiniß der Ausprägung von Reichsgoldmünzen bis auf weiteres
uf dierfünstel in Zwanzihmarkstücken und ein fünftel in Zehn⸗
ꝛaristüden feftgesetzt werde. Zugleich wurde seitens der verbün⸗
eien Regierungen im Hinblick auf eine im vorigen Jahre getroffene
saständigung constatiri, daß es sich von selbst derstehe, daß, sobald
n etsten drei und eine halbe Milliarde der französischen Kriegs⸗
uschädigung nach Maßgabe des Gesetzes vom 8. Juli b. J. ver-
reitt seien, von da ab die auf den einzelnen Münzställen ausge-
taͤgten Reichsgoldmünzen der Reichs⸗Haupteasse auf Verlangen zu
detliefern sind.

Laster ist dvon der Leibziger Universität zum Doctor juris
vuoris eausa creirt worden.

Die Gesammtausprägung der Reichagoldmünzen siellt sich bis
9. Mai d. J. auf 639 268,330 Moart. wovon 812608, 700
izt in Zwanzigmarlstüden umd 126,662, 680 Mart in Feha⸗—
artflücen destehen.

Ais dissentirende Mitglieder der Strafprozeßordnungs · Com⸗
isson in der Schoffenftage wer en in der „A. Z. bapeichnet:
sad Wiener (Verlin), das bayerische und das hessische

ied.

der Bundedrath ist dem Beschluß des Reichtages, betreffend
e Errichtung eines Neichstagsgebäudes, bheicetresen und hat auch
werseitz die Commission beauftragt, möglichst schnell neue Vor—
nage zu machen.

Wien, 23. Mai. Unter der Rubrik Kurfreuden schreibt

R. Fr. Pr.“: „Aus Karlsbad gibt man ung die fast un⸗—
aubliche Nachricht, der jeht dort weilende ehemalige Finanzminifiet

J * * W DV—
Dr. Brefiel, im persönlichen Umgange bekanntlich einer der be—
cheidensten und anspruchlosesten Menschen, sei dieser Tage zin einem
yffentlichen Speiselolale von drei preußischen Offizieren; beleidigt
vorden. Als-Dr. Brestel nämlich an einem Tische Platz —XX
nen habe, an welchem auch drei preußische Offiziere saßen, hatten
iese dem Kellner zugerufen: „Wir sitzen nicht mit Jedermang
in Einem Rische, schaffen Sie diesen Herrn fort.“Darauf habe
Dr. Bresiel mit großer Gemüthsruhe seinen Suppenteller selbst in
ie Hand genommen und ihn zu einem anderen Tische getragen
UInter den Bewohnern Karlsbads herrschte große Entrüstung gegen
eme Offiziere, welche übrigens, als sie erfahren hatten, wessen Ge⸗
allschaft sie so flegelhaft perschmäht hatten, sogleich aus dem Cup⸗
xte verschwunden wären. Wir wollen Räheres über diese, für
ine kaum begonnene Saison schon sehr, starke Curplatzgeschichte
bwarten — Der uns soeben zugekommene „Karlsbader vͤnzeiger“
zestätigt die Mittheilungen unseres Correspondenten; der Vorfall
ereignete sich im ,Sotel Hannoper.“

Frankreich. J

Paris, 26. Mai. Es heißl heule, daß das Kommando
)er Armee von Versailles, welches Herr Mac Mahon führte, an
»en Marschall Canrobert übergehen soll. Nach einer andern Les⸗
irt würde es dem General Ladmirault übertragen und dann der
Bveneral Douoy zum Gouverneur van Paris ernannt werden.

Paris, 26. Mai. Die Kleritalen schmeicheln sich, beim
euen Präsidenten der Republik viel durchsetzen zu können; seine
xrau ist eine große Verehreria der Jesuiten und besitzt großen
kinfluß auf ihn. Nun, wir werden sehen.

Paris, 26. Mai. Heute war die ganze royalistisch- im⸗
erialistische Damenwelt in der in der Nähe der Boise gelegenen
dirche Notre Dame de Victoires, um der Jungfrau Maria für
den Sieg der Rechten zu danken. Am 25. hatte eine Wallfahrt
nach dieser Kirche staltgefunden, um die heilige Jungfrau zu bitten,
jei Gott zu erflehen, daß er Frankreich von Thiers, dem groͤßten
aller Uebel, befreien moͤge. Da dieses nun geschehen, ordnele der
Bfarrer ein Tankfest an und alles, was zu den Ultramontanen
ält, stromte hin. Eifrig fährt die Kirche fort, sich der höheren
Leitung der franzdsischen Staatsgeschäfte zu bemächtigen. Wenn
n Folge dessen die Beziehungen der neuen Regierung mit Spanien,
Italien und auch der Schweiß äußerst gespannt werden, so will
nan es doch zum offenen Bruche mit Italien oder der Schweiz
aicht sofort kommen lassen, dagegen die Beziehungen Frankreichs
in Spanien treiben zum offenen Conflikte. Welche religiöse und
dolitische Gesinnungen der Marschall eigentlich hat, ist noch unklar.
Die Marschallin, seine Frau, ist aber eine entschiedene Anhängerin
er Jesuiten; fie war in dem Comite der Piiger für Lourdes und
Hesitzt großen Einfluß auf ibren Gemahl; die Klerikalen werden
)etzhalb bei ihm viel durchsezen können. Es ist nicht begründet,
)aß Thiers Mac. Mahon den Rath gab, die Präsidentschaft der
Kepublik anzunehmen. Der Er Präsident, aber besonders Frau
Thiers, sind sogar empört über den großen Krieger, der noch am
rreitag Thiers erklärte, die Wahl zum Präsidenken ausschlagen
u wollen. Mit Genetal Ducrot ist der Marschall Mac Mahon
ereits in Streit. Der neue Präsident weigert sich nämlich, ihn
um Kriegsministet, wegen seiner Flucht aus der Kriegsgefangen⸗
haft, zu ernennen.Thiers hat sich heute nach Versailles begeben,
im sich mit seinen Freunden wegen seiner Stellung an der Spitze
er neuen Opposition zu benehmen. Der Herzog v. Audiffret⸗
Batquier trat nicht in das Cabinet, weil er als Berichterstatter
er Commission für die Contrakte zur Zeit die Bonapartishen so
darf angriff. Broglie befürchtet, daß seine neuen —X
ie Bonapartisten, dies übelnehmen können. J

Partis, 27. Mai. Die Linke veröffentlicht kein Manifest,
veil sie dann die Boischaft Mac Mahons angreifen müßte und
zor der Hand gegen den Marschall nichts fagen will. — Die Rex
ꝛacteure der Blatter XIX. „Sieele“ und , National“ wurnden
ꝛeute vor den Untersuchungsrichter citirt; der Lyoner Progrès“
burde mit Beschlag belegt. — Hundert Deputirte ber Rech en waren
        <pb n="330" />
        jeute in Chartres, um an der Wallfatzrt zu Ehren der Jungfrau und klerikalen, sowie der ausgeprägt Bonapartistischen Journale
Maria Theil zu nehmen. (st. 3.) * — welche Thiers auf das Schamloseste tractiten.

Mac Mahon ist im Jahr 1808 geberen; er diente zu⸗ Ein iegitimistisches Blatt der Francais“, behauptet in Bezuz
erst in Algier, zeichnete fich in der Krim durch die Erstürmung auf die Stellung der neuen Regierung Frankreichs zum Deuischen
der Dalatof aus, gewann im italienischen Krieg den Titel etnes, Reiche, Graf Arnim hube geäußert, daß die diplomatischen Ve
—E 1864 bis 1870 den Posien] ziehungen Deutschlands zu Frankreich, durch die Modification der
inesStatthalters von Algerien, auf welchem er freilich kein be⸗ Regierungsgewalt in conservativem Sinn, dedeutend verbessert
sonderes Talent entfaltete. Seine verlorenen Schlachten don 1870 vorden seien. Wenn diese Angade nicht richtig ist, meint die R.
ind das Niederwerfen der Commune im Jahr 1871 find noch in Zig.“, so sei fie wenigstens den Verhältnissen entsprechend erfun-
aler Gedächtniß. — Der Herzog v. Broglie, Minister des Aeußeren ven. Graf Arnims Sympathien für die monarchiftischen Parteien
ist 82 Jahre alt. -Unter dem Kaijserreich war er Fuͤhrer der Or⸗ seien in Paris delannt gewesen. Das Berliner Cabinet aber habde
anisten und entschiedener Gegner der Regierung; von Thiers wurde jum Mindesten keinen Grund, der Prasidentschaft Mac Mahon'
c zum Botschafter in London ernaunt, gad aber diesen Posten ju mißtrauen; es habe in letzter Zeit der Staats leitung des Hrn
ald wieder auf, weil er mit dessen Schaubel ˖ Politik sich aicht ber Thiers anscheinend geringere Symdathien, als früter˖ der Fah
freunden konnte. Seitdem arbeitete er fort und fort an Thiers! var, zugewendet.

Siurz und rubte nicht eher, als bis er das Unglaubliche zu Stande Um nochmals auf das Verhältniß Deutschlands zu Frantreiqh
ebracht, die verschiedenen warielen und Frakionen vereint zum inter den obwaltenden Umständen, zurückzulommen, so ist man au
ntscheidenden Kampf und Sieg zu führen. Ernoul, der Justiz⸗ mierichteter Stelle in Berlin der Anficht, die deutsche Regierun
nimster gehört der außersten Rechte an und ist ein Klerikalet von verde sich zuerst. wie dies auch in der Natur der Sache lieg
reinstem Wasser, uͤbrigen⸗ iner der besten Redner der Partei. Der uwartend verhallen und nur un Nothfalle don dem Art. 0 da
dandelsminisiet de la Bouillerie ist. ebenfalls ein Klerikaler, der Zerliner Convention vom 15. März Gebrauch machen, der di
Neffe tines der ultramontansten Mitglieder des franzosischen Episto⸗ däumang in Frage stellt, wenn Frankreich seinen Verpflichtungen
pates und Schwiegersohn Les viele Millionen reichen Banquiers richt nachkommen sollte. Mac Mahon, deißt es weiter, habe
Delahaute; als Berichterstatier über das Budgei hat Herr de la ich als poutische Personlichkeit noch nicht bewährt, werde aber de
douislerie nicht unbedeuteade sinanzielle Begabung gezeigt. Desseil⸗Ordnung wenigstens eine Zeit lang wobl aufrecht zu erhallen
igny, det Vauten⸗Minister, ift ein Mitglied des rechten Centruuc; vissen.
er gehoͤrte unter dem Kaiferreiche dem gesetzgebenden Korper an, Belfort, 25. Mai. Heute Abend ist eine mit jzahlreichen
n deichem er zu den „Unabhängigen“ zäblte. Der Marineminister Anterschristen bedeckte Adresse an Hrn. Thiers abgegangen, worn
Dompierte ist ein verdienter Seedffizier, Bonapartist; Magne, schon ihm die underander liche Dankbarkeit der Unterzeichner ausgesproqen
unter Napoleon IN. Finanzminister, hat sich jetzt dieselbe Sparte ind er gebeten wird, don seinen Collegen die Auflösung der Ne⸗
zusgesucht. Beuls, ein geistreicher Schriftsteller und Professor, ist ionalversammlung zu verlangen, nachdem dieselbe sich we
Minisier des Inneren geworden, et weiß nicht wie. Eigentlich leiche Halften geschieden babe.
wollte der Herzog von Braglie das Ministerium des Inneren, als
zas im Augenblick wichtigste, selbst übernehmen; ober da Gontaut¶/ termnischtes.
hion das Potlefeuslle des Aeußeren ausschluc. wußte Broglite I St. In gbert, 30. Mai. Am veiflossenen Mitweh
dieses nehmen; Goulard wollte aus Schiclichkeitszrücksihten nicht jielt zu Blieskastel im Seel'jchen Gartensaale der Vezirkslehrerverein
etzt schon in das Ministerium treten, und so wurde denn Beule Blieskastel⸗St. Ingbert, unter unerwartet zahlreicher Bethe ligun
iadenbußer eingeschoben, er ist dem Herzog von Broglie un⸗ Zeitens der Lehrer — es waren 36 anwesend — seine erste die⸗
edingt etgeben, und um den Mangel an Fachkenr imissen zu er- ährige Versomminng ab. Nach dem Eröffnungsgesange „Prul
ethzen, hat man ihm einen gewiegten Verwaltungsbeamten, Pascal, ind Anbetung“ sprach der Vorstand Hr. Schlick in eingedende
ils Unlerstaatssetretär beigegeben Batibie, Minister des Unters refflicher Weise über die im Vereine soaͤwebenden Mißhelligkeiten
ichts, war bisher Professor des Verwaltungsrechts an der Pariser ind über die im Vorjahre daltgebabten Austritte manchet Lehen
Imiverfitat; in jungen Jahren ein Republitauer, ist er seitdem ein dus demselben, deren wahre Molive dazu er trefflich carakterisirh
aeee Tenserdeliver geworden, gleich la Bouillerie, ein klerikaler Wir glauben, bätten die Ausgett⸗tenen den Rferenten gehoͤrt,
degitimist. Auch Broglie wird vom .Soir? als „ilerikaler Au⸗ jälten fie ihm wohl selbst Veifall zollen müssen. Sodann referirin
oridismann charakterifirt, und Beulé hat, obwohl, dem „Univers“ joch Lehrer Kaufmann pber „der erste Leseunterricht sonst un
ufolge, „mehr Heide als Christ,“ seinerzeit mit den Legitimisten setzt“ und Lehrer Hagenbucher in einem sehr gut ausgeführten und
ur die bischöflische Petition um eine Expedition nach Rom gestimmt. vohlbegründeten Neferate über Nothwendigkeit und Nützlichle
Paris, 29. Mai. Die Gerüchte von einer Proklamation es geoaraphischen Unterrichts in der Volksschule“. Bei der dator
zet Republik und einer fünfjahrigen Prasiden:schaft Mac Mahons fattigehabten Wahl des Ausschuffes wurde Herr Schlick wieder ah
ad faisch. borstand gewaͤhlt. Noch einem Sdlußworte desselden, das Pfu
Die Ordnung jenseits der Vogesen ist nach leiner Seite bis Iq⸗ S When aus Bereinsorgan dm une uinem Hot
8. Majestat den König wurde mit dem Chore „Stehe fef. o do
etzt gettübt worden⸗ krotzdem am 24. ds. Abende, wie man nach Riland iedie Versammlung geschiossen.
raͤglich erfahrt, in Versailles ein⸗ Manifeftation iu Ehren Thiers I In Neuftadt alrg9. bat ein Consumoderein seine The
datigefunden, welche sich bis tief in die Nacht hinein ousgedehnt gkeit braonnen und in 8 Tagen einen Umschlag don 3000
jat. Richt minder find einige Demonstrationen in Paris auf den erzielt. Es sind mit den betreffenden Lieferanten Vertrage abgt
Keulsvards uin den üblichen Rufen: „Es lebe die Republikloffen, wonach schlechte Lieferungen 10sach bestraft werden
Ni i Rechten!“ vorgekommen, die indessen von eben so — 33
Nieder mit der fLandau, 28. Mai. Aus dem der kgl. Regierung
zeringer Vedeutung wareb. Pfalz vom Landrath zur Disposition gestellꝛen Fonds erhalm
Ueber die zukünstige Haltung Thiers, dessenð Regiment von faeisestipendien zum Zwece des Besuches der Wiener Weliausst
mancher Seite noch nicht als jür immer abgethan betrachtet wird, ung im Betrage von je 140 fl. die Lehrer der Gewerbfchuln
ibt das „Vien Puhlic“ einigermaßen Auskunft. —A——— Lude
Orgen sagt u. A.: „Die geftern improvifirte Negierung gehort Sutler, Recior der Gewerbschule Landau; Dr. Franz Keln, u
vigi zu unferen Freunden. Wir bellagen ihren Ursprung: sie dr der Gewerbschule Speher; Dr. Edmund List, Lehrer der br
efleht aus Veichtünn und Undankbarkeit; wir zitteen für ihre Zur verbschule Neustadt und Lazarus Eis⸗emann, Ledrer der Gewn⸗
unft, denn fie trägt in sich den Keim der Auflosung. Ein ger sschule Zweibrüdden. (L. A.)
haitenes Haus kann nicht lange danern. Wir werden leine un · ¶ Vom Ministerium des Inneren wurde den Tuch⸗ und Bu
daln und systematischen Gegner sein; wir werden Rathschlüge zarnmachern von Lambrecht. Grevenhausen die Adgabe fürue
eriheilen, wir werden urtheilen, aber nicht demoliren. Wir haben Zewerbebetrieb im Umherzichen auf kie Halfte der duͤrch die Vn
sum Legteren kein Talent. Wir prüsen uns nicht, wie Andere. in ordnung vom 4. December 1872 bestimmten Saͤtze ermoͤßigt.
en Aufftelten von Fallen, im Graben von unterirdischen Lauf. 7 Das Central-NKomite des dayverijchen Bereins zu vf⸗
raben. in der Entstellung der Absichten, in dem Betbreiten von und dinterstürung im Felde verwundeten rad eitrantter crieger
Treulosiglkeit: wir haben also kein Verdienst. wenn wir in der ent⸗ sich berent erilart, sür die Dauer der heurigen Bade-Saison geu
chlossenen und ehrlichen Oppositivn. die wit der Regierung vom vie im Vorjahre wieder mehrere Heilstationen zu dem Zwell
Mai machen werden, nicht das famose, letzthin gegebene Bei- zröffnen, um jenen Mannfchaften vom Feldwebel abwariu, vi⸗
piel nachahmen.“ im Kriege 1870 — 71 verwundet worden oder in Folge der krien
Die Holtung der Presse ist im Allgemeiuen eine zurückhaltende. rapazen ertrankt find und nach äritlichem Zeugnisse einet u
Die raticalen Blätter ermahnen zun Ruhe; sie derfichern dabei, dder Nachkur bedürfen, unentgeltliche Gelegenheit hiezu ze ghn
zaß der Regierungswechsel den Sieg der Demokratie nicht auf⸗ Aus dem Zellerthal schreidt man dem Nordpf. V.“:
jaiten koͤnne. Auch die Organe der Orleanisten sagen wenig, und Folge der warmen feuchten Witterung der Tage dbeginnen
Soleil“ meint, es habe sich un. der Regierungsform nichts zeän- berall an den Weinstöchen Triebe auf noch gangbarem v
t. Hodqhßz gemein ist indessen die Sprache der erzlegitimistischen mtwideln, welche sruchtlar sind und bei weiterer qünsiger
        <pb n="331" />
        ung zur Hoffnung auf einen viertel und in spät geschnittenen
Hembergen auf einen halben Herbst herechtigen. —
pMannbeim. Die Schustergesellen fordern höheren Lohn,
e Meister weigern sich dess n. — Der Maschinenmeister des
Nannbeimer Walzwerkes“, Jac. Schmitt aus Ludwigshafen, dam
x Maschinenraum der Maschine zu nahe, wurde von ihr erfaß!
ud vollig zermalmt; er war augenbledlich todt. A

Frankfurt, 27. Mai. Vor 23 Jahren heirathete ein
hmuckes Sachsenhäuser Mädchen einen jungen Mann, an dessen
Zaite sie das Lebensgluck und Freu'e zu finden hoffte. Bald sah
sich jedoch enttäuscht, denn statt daß der Mann die Familie
raͤhrte, mußte es die Frau. Endlich des langen Haders über-
rüsfig, wurden in den lezten Monaten die zur Scheidung noth-
endigen Schritte gethan vnd dieselbe auch ausgesprochen. Heute
Rotgen, ehe die Frau auf den Markt sich begad und die Schei⸗
ung durch Verlassen der ebelichen Wohnung perfelt werden sollte,
chie sich der Mann der Scheidenden und verlangte einen Abschieds-
5; daß dieselbe über diese Zärtlichkeit ersaunt war, ist wohl
Abstherstaͤndlich; doch ehe sie noch ein Wort finden konnte, wurde
i plößlich schredlich mißhandelt und ihr die Nose von dem rasen⸗
en ehemaligen Gaiten aus dem Gesicht gebissen. Als er seinen
zachevurst gesättigt, stürzte er sich von dem am Hause befindlichen
Denzbindergerüste, mit dem Kopf zuerst, zwei Stock hoch herunter
d blieb auf der Stelle todt.

fStraßburg, 26. Mai. Dem Vernehmen nach werden
m I. k. M. ab zwei Passagierboote der Köln⸗Dusseldorfer Dampf
hifffabrie · Gesellschaft den KRhein dis hier befahren.

Straßburg, 26. Mai. In vergangener Woche wurde
jer ein Kreditverein nach Schulze Delitz'schen Prinzipien und ein
zerein zur Eimrichtung don sog. „Herbergen zur Heimath“ ge-
ründet. Von Einheimischen haben sich dabei nur Wenige betheiligt.
Gestern wurde eine neue (3.) Schiffbrücke über den Rhein und
rar zwischen Rheinau und Katpel eröffnet; die vierte (bei Lahr)
jird am 8. Juni dem Verkehr übergeben werden.

f Trier, 19. Mai. Es iß ein alter, durch vieljährige
lebung gebeiligter Brouch, daß die Bettler der heiligeun Stadt
irier am Samstag Vormittag Umgang in der Stadt, besonders
a dem heiligen Quartier hinter dem Dom und auf dem lateini⸗
hen Wege halten. Am letzten Betteltag ˖ nun erklärten „die armen
Lute“, sie seien mit dem bisher gereichten „Kreuzer“? nicht mehr
uftieden, es mulsse mindestens das Doppelte verabfolgt werden;
Mes sei theuerer geworden, Fleisch, Butter, Eier, Schuhe und
onslige Lebensbeduͤrfnisse, und die Samstags gereichten Kreuzer er-
aubten nicht mehr, Sonntags Morgens zum Kaffee Kuchen zu
sen und Nachmittags sich ein Extra-Vergnügen zu verschaffen.
zinige der mitleidigen Almosenspender erklärten kurz enischlossen,
kilen zu wollen, worauf die „armen Leute“ ihrerseits erklärten,
zit dem Gebete für das Seelenheil des Gebers gleichfalls Arbeirs⸗
iaftellung zu machen. Das war Trumpfaß. Die Wirkung er—⸗
olgie: der Lohn für das Gebet wurde verdoppelt.

1GroßeStrelitz, 24. Mai. In Folge Anpreisung
et bekannten Bücher „Der alte Bott“, „Der neue Golt“ und
delch und Kreuz“ von der Kanzel und des Verkaufs derselben
in den Kirchenthüren wurde Pfarrer Marcinek in Onumüth wegen
lufteizung der Bevöllerung zu 150 Thle. Geldstrafe, event. sechs
dochen Gefaängniß verurtheilt.

Echulje⸗Delizsch über die Böorsenkrisis. Aus der An—

sprache, welche Schultze-Delißsch auf dem Verbandstage der Lau⸗
tzer Kreditgenossenschaften zu Görlitz (19. d.) hielt, theilen wir
oĩgende beherzigenswerthe Stellen mit: „Mitslen in das Festge-
)raͤnge, in den Volkerzug der Wiener Ausftellung tritt plötzlich ein
Bespenst am hellen Tage, die Boͤrsenkrisis, der furchtbare Bruch
der Schwindelwirthschaft, die bereits nach allen Seiten hin bei
uns ihre verderblichen Saaten ausgestreut hat. Der Kredit, die
Seele alles Verkehts, abgefallen von Treu und Glauben, und
Das heißt soviel wie: abgefallen von sich seltst, liegt vollig dar⸗
nieder, und ein Theil der gewissenlesen Macher, welche den Hang
ver Zeit nach Häufung großer Gewinne ohne Mühe und Arbeit in
sb unverschämter Weise ausgebeutet, wird von der Kalastrophe selbst
nit ereilt. Daß es gerade Wien ist, von wo der Stoß ausgeht,
Dien in den Tagen der großen Ausstellung: fallt es nicht wie
ines jener grellen Schlaglichter auf den ganzen Vorgang, wie sie
er ernste Humor der Geschichte von Zeit zu Zeit auf die herr-
chenden Tagesstrebungen wirst? Die Völker, die hier zusammen-
trömen, sie sollen Einblick gewinnen auch in die Kehrseite von
iller Fülle und allem Glanz, die hier geboten werden: ein Welt⸗
gericht ad hoe auf der Welt-Ausstelung! Der kommerzionelle
Schicindel selbst wird mit ausgeftelln in greifbarer Gestalt, im
Jammer der Betrogenen wie der Betrüger, die Ausstellung mit
iner neuen Gruppe bereichert, einer Gruppe von Leiftungen vol⸗
lendeten Raffinements, deren Verlauf bis zum Sdlußeffelt gleick
jur Anschauung gebracht ist. Neben den Erzeugnissen der Kunst
und Wissenschaft. redlichen Fleißes und vollendeler Technik, müh⸗
amer Forschungen und großer Erfindungen — mit einem Worte,
reben Allen, was die Menschheit im Ganzen fördert und die
Böller zu höheren Kulturstufen emporhebt: der Abhub von Tem
vaß ihren Verfall herbeiführt, die fittliche Korruption, die geile
Benußsucht, deren Fäulniß sich von den oberen Schichten der Ge⸗
ellschaft auch den unteren mittheilt. Hier wohlderdiente Prämien
And Ehrenpreise, dort det Pranger! Mögen sich alle das schwere
vericht zur Mahnung dienen lassen, das sich vor unseren Augen
jollzieht! Es ist die höchste Zeit, einzulenken mit allem Ernste,
'of nicht die Gesandheit unseres wirthschafilichen Lebens mehr und
mehr untergraben werden.“ 4

Wien. Die „N. Fr. Pr.“ überrascht ibre Leser mit der
dachricht, der Handelsminister habe der Stagis⸗ und Franz- Josepha-
Zahn Auftrag gegeben, Züge bereit zu halten, um 10,000 Ame⸗
ikaner, welche dieser Tage in Hamburg zum Besuch der Wiener
Peltausstellung anlangen, nach Wien befördern zu können. Zehn⸗
ausend: das ist doch ewas start — aufgeschnitten. Da müßte
a eine ganze Flotte auf einmel herübergekommen sein. Brauchen
'onnten sie's in Wien freilich/ um der lahmen Ausstellung etwas
ruf die Füße zu helfen. Nun die Reklame ist ja heutzutage im
Schwung und die Wiener verstehen sich darauf.

Am Sonntag den 11. Mai versammelte der Maire eined
lsässischen Städtchens seinen Gemeinderath, um über die Ernen⸗
nung eines Sekretars zu sprechen, der die Verhandlungen des Ge⸗
neinderaths in's Buch zu tragen hätte, da der alte Greffier nicht
nebt im Stande ist, Allen vorzustehen. Der Maire forderte zur
Abstimmung, Alles stimmte Ja, als plötzlich der W. .. Joceel,
der am Tisch saß, daufsprang, mit beiden Händen auf den Tisch
hlug und rief: „Mir isch der Tisch guet genue, ich bruch keen
Zegreteere!“
——— — ———— —— —
.4. Demes,. verantwortlicher Redacteur.
Bekanntmachungen.
Am Pfingst· Evnntag
Jarmonio Musik

Kunst-Anzeige.
Circus Gebr. HGraßmück &amp;
Kaiser.
Einem hiesigen und auswärtigen Bublifum die ergebenste
Anzeige, daß die hier angekommene Kunstreiter⸗Gesell⸗
schaft unier obiger Direltion die Ehre dat Sonntag,
den I. Juui
Die erste große Vorstellung:
In der höheren Reitkuust und Pferdedressur, Athletik, Symnastik, Ballet und
Pantomine aufzuführen.
Die Gagellschaft desteht aus A2 Personen und —A
Da die Gesellschaft zum eisten Male hier ist, und sich in den bedeutensten Staͤdten Deutsch⸗
ands des groͤßten Beifalls zu erfreuen hat, so glaubt man auch den greehrten hiesigen
ind auswartigen Kunsifteunden genußreiche Siunden zusichern zu koͤnnen.
Anfang der 1. Vorstellung:
Eonntag Abend präeis 8 Uhr, Cassa⸗Oeffnung 792 Uhr.
der Schautiaß in in dem neu gebauten Eireus an der Großbacher Brück.
Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein

in Veter Ollias Garten.
möblirte Zimmer
icden lotort zu miethen gesucht. Zu er-
egen 8 tyro⸗ditian

—4

GBesucht:
Zwei Lehrlinge,
mdie Buchdruckerei und Stein⸗
zuckerei zu erlernen. Es werden sofort
O Arze. Lohn per Taq deradlt.

*. ÆX. Demetz.

Rechnungen

n n, und ujs Bogen zum allgemeinen
kebtauch fiud vorrathig in der Drucerei
aitjseß Blatles.

D D.
        <pb n="332" />
        Statt besonderer Anzeige allen Freun⸗
den und Bekannten die Mittheilung-
daß unser Sohnchen

AJJusStI *7
heute früh “24 Uhr uns durch den
Tod entrissen wurde. J

St. Ingbert, den 30. Mai 18783.
Postexpeditor Uia a a

und Fran.

Feuerwehr⸗Montag
gohann Schwarz

am Babnhof.

Zwei tüchtige Gesellen

dönnen spsort 'n Arbeit ireten; auch wird
ein braver Junge unter qüastigen Be—
dingungen in die Lehre aufgenommen bei
Josenh Uhl, söschlosser.

J Zum Bezuge von V
frischem Rhein- dalm
in ganzen Fischen und im Ausschulh
empfiehlt sich die Fischhandlung von

JI. O. Ebher havdt
in Spener a. Rh.

Gegen pranco-Binsendung von
7 FPré imarken äa8 Xx. ist von der
Tcheinischen Verlaqus-Anstalt i
Luæcemburg franoo au beziehen die 4te Auf.
des berühmten, 160 Seiten starkeén Buchen,
. Dr. Airv's Naturheilmethodo.“
rausende, welche jabrelang schrecklick ar
ungenschwindsucht, Krebssschaden, Abreh-
rung, Drüsen, Flechten, Bämmorn hoiden
Zlesensucht, Nervensehwüche, Gieht, Rheu
matismus, Ppilepsio, Syphilis ete. gelitten
chnell und dauernd dureh diesfenn
nu treuem Bathgeber
von ihren Leiden befreit, velbst in Fällen,
wo allo ürztliche Hilfe vergebens war. Vor-
Athic in fast allen Rrehhandlungen.

Bürgervereins⸗-Kränzchen.
Am Mittwoch Abend Zusammenklunft
Carl Groß.

Ich warne hiermit Je⸗

ermann, meinem Sohne

Heinrich Hartz dem

üngeren?* eiwas zu borgen oder zu leihen,

da ich von heute ab keine Zahlung für
enfelben leite.

Oberwurzbach, den 80. Mai 1873.

Georg Joseph Hartz.

sei
*
Meine Badeansltalt
st jetzt wieder eröffnet und konnen wieder
äglich kalte und warme Bäder, so⸗
vie Mutterlauge⸗, Kiefernadel und Schwe ·
elleber⸗ Bäder verabreicht werden.
Es ladet hierzu höflichst eiin
St. Ingbert, den 27. Mai 18785.
Joh. Grewenig jr.

Ein tüchtiger Gesellen
tann in Arbeit, sowie ein braver Junge in
die Lehte treten bie

Carl Umbehr, Schlosser.

Zahnarzt Fyr. Heyer
⸗aarkrücken, Bahnhofstraße 28.
1 20
Der Regenérator
(0oder eαααJν—
seit Jahren das bewährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und spe celle
Schwächezustände, Möagengedärm und
Leberkrankheiten, Hämorrhoiden, Eng-
brüstigkeit, Mitzkrankheit, Flechten ⁊.
sowie alle Krenkheiten, die von ver⸗
dotbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der „Lebenswecker“ dhe⸗
fördert die Verdauung, reit den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust ad
den erschlafften Körber, er ist besone
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Flasche zu 1fl. 10r.
— 20 Sgr. bei P.Zepp in St
Inabert,

Mittel gegen Appetitlosig⸗
keit und Schwäche.
Herrn Hoflieferanten Johann Hoff in

Berlinz
Berlin, den 7. April 1873. Seit
Monaten lilt meine Frau an Appetit⸗
ofigkeit, welcher ein ungewöhnlicher
Schwächezustand folgte. Der Arzt ver⸗
ordnete ihr schließlich das Malzextrakt
und ist sie nach 14tägigem Gebrauch
dieses aushezeichneten Bieres förmlich
wieder neu belebt. Jul. Finke,
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— — 1
Ulle Kranken
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inden in der 14. Aufl. des Buches Na⸗
turheilmethode für alle ver—
rlfeten Krankheiten des mensch⸗
ichen Koͤrpers Hülfe, Lindernng nud
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ientgeldlich und frei versandt.

H. Zievers &amp; Co.
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XB. Tausende verdanken diesem Buche ihre

Gesundheit.
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381

Dienste—

N J—

ne— e—r
1873.
—
je i Der Neffe fand endliss seine Zuflucht in dem vom Onkel ge⸗
humor und Ironie der Weltgeschichte. daßten an in England, dort erst, 3 —s eines
8 4 . rausamen Geschickes, wucde das Wort: „das Kaiferreich ist der
Eenn für uns AID⸗ als Beobaqchter der in iaschen e Friede,“ am * einfachen Grabe des wenig reichen Mannes wahr,
alen ug ubosyredin unnah suige —3353xx jor dessen Neujahr agruß einst die Well gezutert. Er halte, vie
erer Zeit, Frankreich seit lange schon tlos · g — ———2 I —
Ueberraschungen par excellenco ist, so birgt die jungste Wen- wd en * ihw, Vadee ee X
i ine desoaderz grelle Jronie in der Thanache, oliti che Zwede ausgenutzt, ud * — ohn
ung der Dinge doch eine beso F her Kirche nannte und aĩs „glaubiger Katholik“ zu sterben wunschie.
J— gerade Mac Mahon Dersident der srambsijhen — Als der Elsaß in den lezten Jahrzehnten des 17. Jahrhun⸗
vrden ist. — Dieser Mann, ein mirtelmäßiger Soldat. in fenen eris seine leßten Hitferufe nach Deutschland hinübersandte, als
mersten Ueberzeugung Anhaͤnger der straffen Monarchie, nach seinem Suuchburg fiehentli hen deu saen dedenng n n
ffenen Bekenntniß ein ergebener Freund der napoleonischen Dy⸗ —
astie, fitzt heute auf dem Prafidentenstuhl einer Republik, vor — ———
iner Versammlung, deren Mahoritaͤt Anhaänger der Orleans und —
egimisten sind, deren Mineritit alle Firben der Dewelegte dee ꝛrhalien. Währ nd er fich mit den Reichsfeinden herumschlug auf
inab, zum äußetster Radilaliemus umfaßt, dieser Mann. der am ntiger Wahlftait, taubten ihm unter Vermitilung des habsbur-
dapoleonsstage triumphirend in Berlin einziehen wollte, uaterzeichnet — d e —8 oeden ee
un die Anweisungen zur Abtragung der letzten Contributionsraten ————— —8* cee
ur Berlin und, während er noch im Juni mit „fliegenden Fadnen“ u Fr —
icht dem Kurfürsten zukam, rief er schmerzerfüllt aus: „Px
her den Rhein zu gehen dersprach, war er Siner 9 ee, exoriatur:. („aus meinen Gebeinen wird
sch mit fliehenden Fahnen vor dem sdinaenn npra Were nir ein Rächer erstehen“?.) — Noch lange sollten die Prüfungen
vete zurückzog und jett, F — Civil· 3 ee uinjeres Landes und unserer Ehre waähren. — Die Konigin Louise
ridend. sur —— er verlorenen Fahnen und Heerg nußte vor NRapoleon l, flächten und siarb an den Folgen der win⸗
ber zu lorgen haben wir j Ae: erlichen Strapazen. Sie schrieb eines Tages: Noch lebt ein

Er ist nicht der Einzige, den die Geschichte mit bitlerem Sar · gen in Dimmei der ung. helfen wirdNapoieenJ. derun
asmus behandelte. . uzlimpfte ihren Namen noch auf St. Helena.

Napoleon J. rief, von eltthendem Haß gegen England erfüllt. Der späte Entel, deyw. der Sohn, unser greiser Kasser hut
ast aus, daß er die britische Mochl vernichten, das Volk zer⸗ n kurzen. großen Schlachten die Schuld getilgt, hat die beiden
Imettern und den übriggebltebenen Rest nach dem Beispiel der aiten Ahnen gesühnt und gerächt.
dmer abführen werde von dem gesegneten Eilande auf eine wüste Die Geschichte der letzten Tage hat — worauf wir zum
sasel. „Riemand ist vor dem Tode glücklich“, ist der Solonische 5chluß noch hinweisen — noch ein Moment in sich das zu beob⸗
Jahnspruch! Die britische Macht blieb unvernichtet. das englische ichten intercssant ist, das Moment des herbsten Spotted.
jolk frei und mächtig, und, Gefangener desselben Volkes, starb Man konnte in Thiers das bedeutende Talent willig aner-
at einst gewaltige Kaiser auf einer fernen wüsten Insel! ennen und doch die ganze unbegrenzte Eitelkeit des Mannes an

Und wie statb er! Bekannt ist jene Begegnung mit dem ullen seinen Schritten kritisch versolgen. Zweimal bereits drohte er
japst. der sich ihm nicht fügen wollte und dafür von Napoleon in nit Ersolg, Strike zu machen, die Nationaloersammlung beugie sich
mem Wuthausbruch das kosibarste Sèvres-Porzellan der Tafel vor ihm. Ueberzeugt von seiner Unentbehrlichkeit, spielte er den Trumpf
ie Füße geschleudert erhielt mit der Drohung: „So, wie diese Vasen in jum dritten Mol aus und war von der Unfehlbarkeit der Wirkung
admer zerbrachen, so werde ich Evre Macht zertrümmern!“ TerPapst sest überzeuat. Wie aus blauem Himmel kam der Wetiterschlag,
Ale bei der ganzen heft gen Scene laͤchelnd nur drei Worte gegen den der ihn plötzlich vom Präsidentenstuͤhle hinwegfegte!
daiser gespro ben, drei kurze durch Pausen unterbrochene Ausrufe, Und der arme Gambetta, der wüste Agitator und ehedem ge⸗
ie aber historisch geworden sind: Tragéldien“ — — — Co- valtführende Minister der mit zusammengetriebenen unglücklichen
ndien — — — „kon“ (Narr). Und Napoleon zog seinen Bauernhanfen die deutschen Heere b. siegen wollte, er träumte schon
ciegezzug weiter und landete in Eghpten, ans Ufer der Erste »on der Erbschoft des Thiers, sah sich bereits im Palast Ludwiz
ringend mit den Ruf: „Im Namen Gottes, der keinen Sohn XVI., pwischen Gobelins und Renaissance Ornamenten! .*
v.“ Der Usurpator von halb Europa starb, ein pensionirter Auch die ernste Tagesgeschichte, deren Weiterentwid lung für
rivatmann — gläubig in den Armen des Priesters! Der Papst uns unkerechenbar ist, sie birgt in sich feine Ironicen, ja sie krägt
det saß im alten Glanz der die Gewissen der katholischen Welt »t selbst die Maste des Hod lomischen
cherrschenden Hierarchie. — —

„Das Kaiserreich ist der Friede'. Das bekannte Wort war Deutsches Reich.
er este Appell an die Mächte Europa's, als Napoleon III. die A
ctionalpersammlung gesprengt und die Gewalt über Frankreich st gestern Abend von Jialien hier eingetroffen und hat im Hotel
jurpirt hatte. Aber fast ununterbrochene Blutströme sind dieser zu den „Vier Jahreszeiten“ Quartier agenommen. Heutereist
arole gefolgt, sein Thron fand seine wirlliche Stütze nur in den erselbe nach Berlin weiter.
niegen, silbst Abenteuer wie in der Krim und in Mexiko mußten, Stuttgart, 29. Mai. Gott sei Dank, die lirchlichen
saubte er, unternommen werden, um zugleich Romantik in das virren in Deutschland werden demnächst ein Ende haben. Die
samatische Stück zu bring n. Um das chauvinistische Volk zu de⸗ Wiederherst llung des holden Friedens ist gesichett. Die preuß.
aiedigen und durch Sättigung seines maßlosen Ehbrzeizes und Er- hischöfe sind auf ein unfehlbares Mieiel berfallen ihren auf die
derungstriebes die Zukunft der Dynastie zu sichern, wurde der dauecr doch unbehaglichen Streit mit dem Staate beizulegen. Sie
ie Krieg gewaltsam herbe'g zogen. Viele alte Erinnerungen aben sich nämlich an Dr. Hefele, den Oberhirten der Rottienburger
mden uns in Deutschland begegnen“ lautete es in der Prokla- didcese, gewandt und ihn geteten, ihnen dos Recept des kirchlichen
nin an sein Heer, „ich sielle mich selbst mit dem kaiserlichen Friedens mitzutheilen, dessen sich das Land Württemberg erfreut.
hrinzen an Eure Spitze · Dder Bischof hat auch sofort dem Wunsche entsprochen und den

Wehl — die alten Erianerungen“ sollten ihm bald begegnen, domdecan v. O.hler mit Abfassung der betreffenden Dentsert
uf Wilhelms Hohe bei Kassel schral der Kaiser zurück, als er in deauftragt. So berichtet unser katholisches „Deutiches Volkomlant“,
in Saal des Schlosses trat; —die sebensgroßen Bilder seiner El⸗ welches darum wissen kann, und fügt hinzu: „So dürfte Wiirktem⸗
ern hingen hier qus den Tagen der Mabtfüle Navoleonz J. berg in Ordnung der Verbältnisse zwishen Staat und Kirdbe ein

* —4 5*
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        Muster für Preußen, je für das ganze Deutsche Reich werden.“
deider Cfäbrt man nichts eüber den Inhalt der Dentschrifu dit
den preußischen Bischöfen zugegangen ist. — ß
Bie baͤn nnn 800 Main, Von dem AWbg. OMr. Volk ist Geim
Reichsstage eine sehhr zahlreich aug allen Parteien unterstützte Reso-
lution eingebracht worden, welche dahin geht, der Reichs!ag wolle
beschließen: 1) es sei dem Herrn Reichskanzler gegenüber auszu⸗ xF. Das Vorgehen des Bezirlssamts Homburg gegen die
sprechen: eine deutsche Strafprozeßordnung, in welcher die Schwur⸗ dottigen Mitglieder des Mainzer Katholikenvereins ist auf deren
gerichte durch Schoͤffengerichte erfetzt werden sollen, entspricht in dBerufung von der Kreisregierung sofort mißbilligt? und“ die ge⸗
einer Weise den von einem solchen Gesetze gedegten Erwartungen roffenen Verfügungen, sowie das Nerbot der Landstublet Ver.
und den Bedürfnissen der Strafrechtspflege; 2) es fei der Herr ammlung außer Wirksamken gesetzt worden.
Reichslauzler zu ersuchen, diese Erlklärung des Reichstages zur f.In Bischweiler (Elsaß) kam am 23. d. Abends in
Zenutnig des Bundesraths zu beingen. Dieser Antrag hat bertits inem Haus ein Brand aus, schon stand dat ganzet Haut in
zie Zustimmung von 161 Mitgliedern des Reichstages gefunden filammen, als drei Kinder einer Wittwe Loͤschall — 12 965
und seine Annahme ist somit also gesichert. Jahre alt — die in der Dachstube zurückgelassen worden waren
Beer Rin.Der deutsche Epislopat hat also wirklich den dermitzt wurden, die Verzweiflung der Muttan. war herzbrechend
Muth gehad, der Regierung offen und enschieden den Fehdekande- och Niemand wagte sig in das drennende Haus; da kaßte sich
huh binnuverse n, indem er in biner Colleciweingabe an das ionig- der. 14jahrige Katl Sgiffer, Sohn tiner Taglöbnerswittwe. in
iche Staatsministerium diesem rund unde mett, wenn duch in der ri mittels einer Leiter steigt er auf das brennende. Dach, klen
emen gewnndenas Weise der Römlinige ertlärt, die von deme xt durch, das Fenfier in die brennende Stude.—reicht die deiden
Aiden lassenen linherpolitischen Befehe dicht anertennen und so- üngften Kinder einem auf der Leiter slehenden Manne, gettt den
an auch id vesoigen zu tonnen Eimer solchen emschiebenen ohnmächtigm 12Zjahrigen Knaben nach dem Fenstex, hebt ihn durch
hidersehlichleun ja Nrobocanon der Slagt dhewait ge genüder, wird fselbe und rettet so drei Mensgenleben; kaum hatte ex selds
ederung denn wohl nichts übrig bleiben, ala wit consequen— vwieder die Leiter erreicht, als das brennende Dach über dem Schab—
fier Eneigie ihre Amorität aufrechte zu erhalten Daße Soiches Platze feiner kühnen That zusammenstürzte.
wich geschehen dürfte, scheint schon daruus hervorzugehen, daß die Baston, 30 Mai. Eine große Feuersbrunst zerstöͤrte die
nimsierielle N. A. Zig.“ angefichta des bischoöflichen Elaborats Washingtonstxaße. die Byclepstraße, die Essexstraße und. das Glo⸗
ich dahin ausspricht, das Schreiben des Episkobars sei am Beflen beiheatex. Der Schaden ist außerordentlich groß.

Bekauntmachungen.
Der Unterzichnete zeigt hiermit seinen
zerehrten Kunden an, daß. van ihm das.
preußische Gelde nur. zu seinem wahren
Werthe angenommen und ausgegeben wird.
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ten und zwar brieflich: Voigt, Aizt Nr. 37 ist soeben eingetroffen und enthäll:
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Andersen. — Von der Wiener Weltaus⸗
tellung.“ Originalberichte des Renen Blaueß
Die Kaisertage in St. Petersburg
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illustration.) — Das Manuskript det
Vahnsinnigen. Von Ph. Lenz. — „Heitert
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Herd. — .Allerlei: —, Der Autor der
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Nathsei Iene Buͤcherschau“
Aerztlicher Briefkasten.“ GEorrespon⸗
senz. — An Illustrafionen: LWilkie Cob
ins“, der Dichter der ‚Neuen Magdalena“. 7
Eine Liebesgeschichte aus den Alpen:
)a, Die Erwartung.“ 2) Vie Rafi des Führers.
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37
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22 —233253753723 — 533232. 253 528 85 282285*
*2553 553* 75 * 235 —— —2222 — ——
8 3 * *n2522 * 7803—5*3 23522 3523 252278*
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32527 22432 88 — 2, 2 3. 2 2 5— 2. 28
2353583* ——37 52823222 238 2755
53333 3223593— *61838 —— 2332333 3738658
2 27 2 5 4 ** J
23323 253238 328235 7132537558 2557
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2284 — ** 32 27* 25 2522 52 —EB
22333 5053 5583 5225 3727333553535 83
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det 88 Sar berter Aoeeart fund das mit dem Haudtblatte verbundene Unterhallungkblatt, zail der Dlenttags⸗, Donnerttagt⸗ und Sonntag⸗
emer et'cheint tab hentlich viern te Diektag, Dernaerstag, Sams dag und Sonntaa. Aodnnementzprelt vierteljahrig 12 arnt. od·r
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 strir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren aum berechnet. z
— — —— — — — — 22— 4 —— — — —— — — 2
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eνεινινα], den . Juni 1873.

— — —

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Deceutsched Reich.
gerhin. Aus Awerika find del dem Reichslanzleramt
zaqctichten eingetroffen, welche die in neuerer Zeit von amerikani⸗
hen Auswanderungbagenten. forcirten Bestrebungen, die deuische
Agwanderung nach dem Siaate Michigan in Nordamerika zu leiten,
sehr trübem, für die Einwauderung höchst nachtheiligem Lichte
uicheinen lassen. Das Reichskanzleram! hat in Folge dessen die
nelstaaien ersucht, vor der Auswanderung vach diesem Staat
nrüclich zu warnen, gleichzeitig aber auch für den Fall daß
uͤwanderer sich dennoch nach dem Staare Michigan begeben
AAlen, dieselben in Kennthiß zu setzen, daß von dem kais. deutschen
Jeneral-Consulak zu NewNYork Einleitungen getroffen sind, daß
en Ankoömmlingenschon in New⸗-York Gelegenheit gegeben wird,
ih auf dem General-Consulat Rath und Ausluaft zu agee
er nn aoene

AIn Folge der sich mehrenden Ktlagen über das Einfangen,

Verkaufen uad Tödten von Singpözeln⸗ hat. die dfälzische Kreis

egierung angeordnet, daß die Verordnung vom 4. Juni 1866 in

illen Gemeinden wieder derlündigt werden soll mit dem Bemerlen,

daß, wer Vözel, deren Einfangen, Todten oder Verlauf durch die-

selbe verboten, einfängt, dödtet oder verlauft, auf Grand des Polis

eistcafgesezb. Art. 125 au Geld bit zuzehm Ihalexn oder mit

Haflt bis zu sechs Tagen gestraft wird. Gegen ˖ Zuwihderhandlungen

oll ungachsichtlich eingescheitten und die erwähnte Werordnung forian

alljährlich in Monat Närz wiederholt verlündigt werden,4

74 Saarbutg, 25. Mai. ( Madonna mit Fleisch und Bein.)

Daß der Madonnenspuk nicht immer auf bloße Visiones zurückzu⸗

jühren ist, möge fol ender Vorfall aus hiesiger Gegend beweisen.

um 3. d. M. gegen Abend kam cin Bauernhof bei Schneckenbusch

in nicht geringe Aufregung. Denn es hatte Jemand über den

dof gerufen: „Die Muttergottes lommt, die Muttergottes lomut!“

Zum Unglück war aber gerade der große Hofhund von der Kette

los. Da dieses Geschöpf kein Ansehen der Person lennt und Jeder⸗

nann beißt, der in's Gehöft lommt, ohne hinein zu gehören, so

hlieb er auch diesmal seinen Grundsätzen treu, sprang auf die Er⸗

scheinung los, riß sie zu Boden und fing herzhaft zu beißen an.

Rur mit Mühe konnten ihn der Vauer und seine Anechte von

ieser gottlosen Mahlzeit zurückhallen. Selbstverstündlich verschwand

die Etscheinung, aber auf ganz natürlichem Wege unter Hintere

assung einiger Blutspuren. — Des anderen Tages kam ein Mann

mus B. auf den Hof und beschwerte sich, daß sein Soha hiet in

der Gegend gestern Abend von einem großen Hunde sehr arg ge-

hissen worden sei. Det unglückliche Vater hat sich natürlichst höch⸗

lich verwundert, als er den Zusammeuhang ersuhr; det gebissene

Sohn wird aber wohl zum letzten Male Maskerade gespielt haben

EGtr. 3.)

frWeißenburg (im Elsaß,) 2. Juni. Alijahrlich am

Pfingfimontage wird eine Stunde von hier gegen Schleithal auf

dem geräumigen Exercierplatze ein Pferde⸗Rennen abqgehalten. Dies⸗

nal war die Betheiligung so stark, wie sie aie in früherer Zeit

Jewesen sein soll. Die Pfalz namenilich war durch Pesucher sehr

dark vertreten. Für die 8 verschiedenen Rennen waren gegen 60

Bferde eingeschrieben, fast noch alle aus dem Elfaß, obgleich die

8etheiligung fortan auch aus Baden und der bayerischen Pfalz

ugelassen ist, namentlich für die Staatspreise pon 700 bis 1000

xranten. Die ersten Preise in den verschiedenen Rennen zogek

qübler von Riedjels, Rerkert von Hotweiler, Mahler von Neuhof

zei Straßburg, Schwarz von Straßburg, Nies von Hunspach.

Den Schluß bildete das von Dragoner ˖ Offizieren der Hagenauer

Garnison ausgeführte Steeple-chase, was seit der neuen Aera als

eine gute Zuthat zu dem ländlichen Feste sich darstellt. Am meisten

m ibb 7 von den Elsasser war natürlich auch das Landvoll verlreten, allein
rKaifertistanter m. BB. Mat, Vor einigen Tagen die Städter hatten diesmal ebenfalls ihr Contingent gestellt und
urde auf. eine Friu aus Trippftadt, die sich auf dem Wege von die städtische Verwaltung von Weißenburg war selbst mit gutem

laiserslautern nach Trippstadt befand, auf dem Pfaffenberge, gerade Beispiel vorangeg angen, indem fie einen Preis bewilligt hatie.

n der Stelle, wo vor einigen Jahren. ein Mädchen aus Trippftdt 36C. A.
n.jo scheußlichet Weise ermordes murde, ohne daß der Thäter bis 4Straßburg, 2. Juni. Eine Ve:fügung des Dberpräsidenten
tzt ermittelt ist. ein Kaubanfall gemachte: Der Freau gelagg es derbietet fur Elsaß · Lothringen die Verbreitung dez in Fpeier er⸗

wsentfliehen, ie liegi jedoch wie wir hören, ju Hause krank dar- scheinenden Sonntagsblattes „Der christliche Pilger“

ieder. Der Thäter, der auch andere Leute, u. A. einen Knaben F Mänchen, 31. Mai. Der Kronprim des Deutschen
uf dem gleichen Wege bedrodt haben soll, ist verhaftet und seiner Reiches sendete waͤhrend seines Aufenthalees dadier seinen Adju⸗
chat gestäͤndig es ift, wie wir hören, ein Arbeiter Namens Quarz tanten auf den Gottesgcher und ließ auf das Grab Liebig's einen
us Kaiserdlauiern. Prachtvollen Blumenktanz niederlegen.
.LDudwigahapfen, 3. Juni. T Der exste Pfingstfeier. t Zur sozialen Frage. Doas „Hofer Zahblain“ meldet, daß
ig wurde durch eine große Raufetei verherrlicht, welche sich Abendz dort ein Dienstmädchen am Ziel Walpurgi ihre Stelle aufgegeben

ij der Landstraße zwijchen hier / und Mundenheim entspann und habe, „weil ste don der Kochstube pus keine Aussicht habe .
A weicher leider wieder das Messer eine Rolle spielte. Tin Mann. 7T-Dafmst adur 29. Nai. Prinz Friedrich Wilhelut, 2u
agtdhner Georg Schmilt aus Rodenbach, Mantons Kaiserslautern, jäbtiger Sohn des Prinzen Ludwig und der Prinzessia Alice,' ist
urde schwer derwundet, so dah man an seinem Auftkommen zwei⸗ in Folge eines heute Morgen erlittenen Falles aus dem Fender

tz sechs Personen, darunter auh eine Frau und einige Kinder gestorben · . 27

ien leichtere Verleßungent EehT Besheisigle wurden ko J am 7 Bruffen, 28. Mal. Ir emem Walzwerte dñ Femorres
anlichen Abend in Haft e u 325 duhat dem „Journal de Hainadu zufolge, eine Dampilissel-Explo—⸗

Frankreich.

Paris, 30. Mai.“ (Abin. Zig.) Sicher ist, daß Bazaine
at Gericht kommt. Er wird aber nicht wegen Vecraths, sondern
egen Unfähigteit schuldig erkannt, also nicht erschofsen, sonde rn
un degradirt werden. 5

Paris, 2. Juni. Die französische Regierung hat die fünfte
riliarde vollständig; die Bauk von Frankreich hat sich verpflichtet,
r Regierung die noch sehlenden 200 Millicnen gegen Schaßscheine
orzustrecken. Thiers hatte die Unterhandlungen ungelnüpft, war
der auf Schwierigkeiten gestohßen. da die Leiter der Bank Gegner
hiers waren. — Das ultramontane „Univers“ verlangt, daß
rankreich ginen eatschlossenen Gesandten nach Bern sende, um ie
qhweiz zu zwingen, Hiermillod und die übcigen Bischoͤse wieder
ajuseen und die Communisten aus der Schweiz zu vertreiben.
Sʒo xalch wixd'a nicht gehen. aber einen gelinden. Drud wird
Nac Mahon schon versuchen.) —Vorgestern wollte der Graf von
aris dein Präsidenten Mac Mahon einen Besuch machen, raf ihn
der nicht zu Haujse. Mac Mabon erwiderte die Aufmerksamkit
estern und büeb drei, Viextelttunden ber dem Grafen. — Der
dinister des Innern hat durch ein Rundschzeiben —eee
ufgefordert, sich an die Spitze der honnelen Zeute vhne Unterschied
ar Parteten ju fiellen und auf“sgewissentasteste die Weseßzlichkeit
u wahten. — Aus den Mitteipunkten der Industrie wird gemel⸗
ct, daß, seit Mac Maehon Präsident geworden, die Geschäfte sich
nertlich gehoben hätten. .3 *

Parius, 3. Juni. General Ladmirault, der zum Ober-
nmandirenden der Armee von Versailles ernannteist, behält zu⸗
leich den Gouverneurposten don Paris. — Mac Mahdn will dem
jernehmen nach alle constilutionelien Fragen bisnach Raunung
ez Gebietes vertagt haben.

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        sion flatigefunden, wobei 44 Personen um's Leben gelommen und Gesammtverlust an-Eigenthum ist jedoch, nicht fo hedeutend, wie
ine Anzahl verwundet sind. (TJ. N — nan Anfangs geglaubt — man sprach von mehreren Millionen —
Rd in, 27. Mai db Präafeknir umd der Stadtrath haber sondern beschrämt sch auf 1250, 000 Doll., wovon 756,000
sich dieser Tage stark mit den Progessionen und Wallfahrten und Doll. durch Versicherungen gedeckt ind. Fernere Telegzammie uͤber
anderensreligiosen Feierlichkeiten beschäftigk, die zu den vedauerlichen den neuen großen Brand in Boston befägen, daß das Feuet an
Ruhestorungen Anlaz vegeben haben und beinahe größeres Unglück Freitag Morgen um SRUhr in einer Möbelwaarenhandluug aus.
hatte nach sich ziehen können. Die kirchlichen Bebörden, mit denen zrach und in kurzer Zeit 40 Häuser, darunter das Globe Theater
hdie bürgerlichen in Unterhandlung getreten waren, haben deßhalb in Asche legte. Militärpatrouillen durchziehen die Stadt, um di
verordnet. die Prozessfioner und Wallfahrten zu, unterlassen und wuf den Steaßen liegenden Möbel zu bewachen.,„Der Schaden,
auch die religidsen Feierlichleilen in der Kirche guf passendert pelcher Anfangt auͤs 890 Millionen —2BR sich nach den
Stunden zu verlegen . . euesten Schäßijngen gauf ewas mehr als eine Million.
fKonstantinobpel 28. Nal. Zeute NRadt zerstörte ein f Daufig genug hat das neugierige Auge unserer Damen,
großer Brand in Stambul 380 Hauser und Kaufläaden. u. ter ptüsende Blick der sorgsamen Hausmutler, sich Rathe erhoiln
KGohlengruben ⸗ Unglück) Eine fürchterliche Katastrophe er· ver , Modenwelt“; wie die nächste Ballioileite oder das neu
nignete fich am 13.Mat in riner Kohlenzeche in Neuschottland Sommercostüm in 5gediegener Eleganz“ zu schaffen, vder wie der
In Wessville, Comitat Picton, find drei ausgedehnte Kohlenberg. Zedürfnissen der heranwachsenden Klauen jne geschmadvoller Ein
werle gelegen, die große Kohlenquantitaten produziren. Unlängff achheit? abzuh⸗lfen seiz des Roih wurde in der reichen Fuͤlle de
nstanden daselbst mehrere⸗ Strikes. wein bie Grubenarbeiter höher Materials leicht gefunden, doch felten ist dabei wohl dedacht worden
dohne verlanoten.* Die-Zeche Drumions, Eigenthum der Inter veiche Arbeitskräsfte fich euffalten. müssen, ein Werk wie die No—
aational· Compand don Dtontrral. hatte dieserbalbemehrere Tage denwelt in solch jeltenetr Vollendung und llseitigkeit zu schaffen
ang gefeiert, aber am 12. Mai war der Strile bergelegt worden Fine kurze Notiz hierüber mag den vielen Freundinnen deßs genann
und am 13. ketzrten die Vergleute zur Arbeit zuröck. Um Is ten Blauez als vielleicht willlommene Belehrung gewidmert fein
Uhr Morgens sing der Schahht in Folge einer Sprengung mitDie Redaktion einigt fich in 8 Damen. MNamhafte küns
Zchießdaumwolle Feuer und wenige Minuten spater⸗ wurde durch lerische Kräfeee 7 Zeichnerinnen und 6 Zeichner. siefern dat V
vie Entzundung dder in der Grube angesammelten boͤsen Gase eine serial, welches 28 Dolzschneider beschäftigt, daneben aber noch für
urchtbare Explofion o verursacht. Eine Schaar! Freiwilliger stieg die Modenupfer 24 Stahlstecher und ⸗Druder and 8 beim Drus
hinab, um das Fener zu ioschen, aber um 2 Uhr Nachmitiaga er beschäftigte Pädchen bean prucht, CTolorirt werden die Modenkupfo
olgie eine zwelte und schlimmere Exploßon, welche die Luft und von 16 Coloristen und 42 Colorxiftinnen
Flammen: mit vroßer Macht aus dem Schachte trieb⸗ Zu dieser In der Drucdkerer der Modenwelt sind beschäftigk 10 Setze
zeit befand sich der Geschaftführer des Werles, Mr. Dund, der Fund A Correcioren, 7 Maichinenme ser und 12 n den Maschin
ufsistenz Geschaftsführer Kichardson und 40 Arbeiter in det Grube, beschäftigte Madchen; 1 Papierzähler und 1 Papierfeuchter, ASo
und man befürchtet, daß fie. alle Zetddtet wurden.“ Nach der ersten inirer, J Feuermann und 1 Abzaͤhler, filr die fertigen Nummetn
Explosion wurden- Taue hinabgelassen und vier Manner in die“, — Dazu tommen noch 13 Stereoihpeure, 2 Buchbinder zum Fal ·
hoͤhe gezogen. Da aber nur wenig Wasser vorhanden war, konnte hein und 4 Falzeiinnen... —
nicht viel zut Unterdrückungeoder Flammen gethan werden. Aus l Die Expedition, das Packen und Ausfahren der Padele be.
Piton und New⸗Glasgow war schnelHilfe zur Hand, aber? jede schäftigen schließlich noch 12 Personen. Also in Summa 203
doffnung, die derunglückten Bergleute zu retten, erwies sich als Perfonen, 8 weiblichen und 127 maännuchen Geschlechts, sind un—
ergebens. .*383 . ..3ermuͤdlich thatig, det schönen Leserin alle 14 Tage den willkomme
GEisenbahn⸗Unfällein Amerila.) 986 Eisenbahn Unfalle nen Rather und delfer am Toileltentische ju schaffemn
kamen in den Ver⸗ Staaten während des am 31. März beendigten Wenn der Verleger beim Verbrauche solch enormen Arbitz.
Jahres dor; bei denselben wutden 850 Personen getödtet undmaterials den Preis fär die einsacke Ausgabe auf nur 1215 Egr
(164 verwundete: T.. und für die Ausgabe mite Kupfern auf Liss Thlr. vierteljährlich
F Boston, 830. Man? Fine' große Feuetsbtunst zerstörte stellen kann, so wird dies nur durch den Massenabsaß ermdglich—
die Washington⸗, die Boylestonz, und die Esserstraße sowie das den die Modenwelt allerdings mehr als jede andere Modenzeitung
Blobetheater.“ Der Schaden ift außerordentlich groß. Es ist dies jefunden hat.“
in kurzer Zeit det“ zweite Brand, der die unglückliche Stadt heim—-
jucht. Fünf Mitglieder der Feuerw-⸗hr sind umgekommen. Der

——1 * — * —
—A en. verantwortlicher Redacteur.
Bekanntmachungen.
Der Unterzeichnete zeigt hiermit seinen
derehrten Abnehmern an, daß 6 Pfd. storn⸗
brod 24 Er. losten, jedoch das preuß. Geld
zu seinem wahren Werthe. Gevyrg Juug
Geschaͤfts⸗Anzeige⸗
Ich bringe hlermit zut allgemeinen Hennt⸗
aiß daß ich mich als Küfer h'er niederge.
lassen habe, und alle im dieses Geschäft
rinschlagende Arbeiten, als: Neue Fasser,
Ständer, Bütken, Kübel ꝛc. ꝛ rasch und
villig anfertige, sowie auch Veparatren
zornehme und die dbetreffenden Kellerarbel⸗
—
Mich einem verehrl. Publikum bestens
empfohlen haltend, zeichhne 43
Achtungebollist,
Ce Rangert. Küer,
wohnhaft bei Tuncher. Kimmel.
Die Unterzeichnete, im Nähen und häus⸗
lichen Arbeiten bewandert, sucht eine Steslle
als Schenlamme.
Sophie SDimon.
ιαιαα
Ein tüchtiger Geselle 246.
lanun in Arbeit, sowie r Vesche in ruν od Fleisch ꝛe. Preife
die Lehte treten le'iii ‚der Stadt Zweibrücken v. 5. Juri.
EA Umbehr, Schlosser. Weizen 8 fl. 28 tr., Korn 5 fl. 49 ki.

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Circus Grassmũck.
Ich mache ein geehrtkes hiefiges und auswärtiges Publilum
hiermit aufmerlsam. daß ich meinen Aufenthalt noch bis Sonn-
sog den 8. d, Mis. verlängern werde und jeden DTag eir—
daupt⸗Abend· Vorstellang gebe. Am Sonntag firnden 2 Vor.
stellungen Katt: Die erste Nachmittags 3. Uhr. Zum Beschluj
dies vu Die Ungarische Cziekos Post. Die 2te und leß
Vorstellung Abends präcis 8 Uhr. Zum Beschluß derselben: Die große ganz neu ein⸗
qudirte Pantomimo: Casparino, der schreckliche Bandit, oder: Das Rothe Haus du
————
delannt. — Mit der Versicherung, den geehrten Befuchern meines Circus recht angenehm
und genußreiche Stunden! zu verschaffen, ladet zu zahlceichem Wefuche ergebenst ein
I 373 Die Direetion.
— — — —— — Û ./
Rechnungen —
in In, 24 und Us Bogen zum allgemeinen
Hebrauch fiud vorrathig in der Druckerei
Mlaft-e

Gerste Zreihige. — fl. — kr., Gerste dier
reihige· ⸗ AI. — ir. Spelz — fl. — k
Spelzkern — fi. — tr Dinkel —
— ir. Muschfrucht — fi. — kr. Hafe—
3*fll. 30 tr. Kartoffeln Afl. 52 kr. du
lfi. 24 kr. Stroh Ufl. 18 kr. du
Jentner. Weißbrod 1 Kilogr. 22 lr
Zornbrod 3 Kilogr. 30 kr. ditio 2 Kilogt
20sr. ditis I Kilogr. 10 kr. Gemischtbrod
Nil. 37 ke. 1Paar Wed 100 Gramm? lr
indfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 k
ralbfleisch 16 kx· Hammelfleisch 1806
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butten Il
lr. der Pfund. *

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AAttian-/ Drud and Verlag von F.

Demesn in St. Inabertt.
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        <pb n="341" />
        Hl. Ingberker Anzeiger.
24
ö— ———
27
a 5. JInaberter Anzeiger (und das mit dem dauptdlatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Olenstags⸗ Honnerstagt⸗und Sonntag⸗
ummer er cheint wo hentlich vie rin al: Dienstag, Donner atag, Samstag und Son ntag. Aoonnementspreis vierteljahrig 42 Arzt. oder

12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blaltschrift oder deren Raum berechnet.
2* 2 —6 —U 77 —A —— *58.
886. 2aumnstaa, den 7. Juni 11813

Dertsches Reich. 28

Mänchen, 3. Juni. An den Postämtern werden vom

Juli d. J. an Stelle der bisher mit dir Kassaführung betrau-
un Off cialen eigene Kassirer ernanut werden.

Peünchen, 3. Juni. Eine Ordre des General-Comman⸗
»z bestimmt, daß die Truppen⸗-Ausrückungen bei der Frohnleich-
ahmsprozefsion und anderen kirchlichen Feierlichkeiten nur mehr
aitfinden dürfen, wenn der König Theil niumt. —
'Aus dem Elsaß. 2. Juni. Noch eine kurze Zeit und
un der drei stehenden Brücken, die, einschließlich der Eisenbahn⸗
zrüche tei Aehl, von Basel bis Lauterburg den Rhein überschritlen,
perden wir zwölf stehende Rheinbrücken auf der erwähnten Streck
esiß n. Nur bei Kehl und Breisach existiren ältere Schiffbrücken.
lengebaut und eroͤffnet wurden seitdem die Brücken bei 1) Hün⸗
igen (seit September 1872), 2) Eichwald (Chalampé), 3) Rheinau,
Selz. Im Bau nahezu fertig und der Eröffnung entgegen-
hend, sind die Schiffsbrücken bei 5) Markolsheim, 6) Schönau,
Gerstheim. Die Schiffbrücken endlich bei 8) Gambsheim und
Drusenheim werden im Jahre 1874 zur Ausführung kommen,
daß damit die oben bemeldete Gesammtzahl von 12, sage zwölf
ehenden Rheinbrücken von Basel bis Lauterburg, bezhw. zwischen
jaden und dem Elsaß vollständig wird. Die freudigen Betrach⸗
ingen, die sich im Hinblick auf diese stattliche Reihe von Frie⸗
swerken nahelegen, bedürfen keiner näheren Ausführung. Eben
müberflüssig wäre j der weitere Hinweis darauf, von welchen er⸗
zrießlichen Folgen in mehr als einer Richtung die Eröffnung
jeser Verbindungsstraßen zwischen beiden Rheinufern begleitet sein
ird. Den Regierungen beider Länder aber, die mit solcher Ent⸗
dlossenheit und Enerßgie diese Werke förderten, darf denn doch
vohl schon jetzt der gebührende Dank ausgesprochen werden.

(Karlsr.“Ztg.)

Straßburg. Das neue (norddeutsche) Branntweinsleuer⸗

jej bringt für Elsaß-Lothringen eine bedeutende Steuerermäßigung,
igleich macht es dem Branntweinschmuggel ein Ende, da er sich
ci den sehr erniedeigten Steuersätzen nicht mehr lohnt. Weiter
dbom Kaiser unterm 21. v. Mis. eine Reihe von Abgaben, die
och aus der französischen Zeit stammten, in Elsaß-Lothringen auf⸗
choben worden: es fallen vom 1. Juli an die anderthalb Zu-
hlagszehretel weg, welche aus der französischen Zeit stammen und
n Ftankreich heute noch erhoben werden; die Frachtbriefe und
josjcheine sind nicht mehr stemp lIpflichtig, die Steuer auf Spiel-
arten fällt ganz weg, ebenso das Staalsmonopol der Schieß-
ulder bereitung, desgl. die Abgabe von der Beförderung von Per—
men und Eilgütern auf den Eisenbahnen ꝛc.
Straßdurg, 4. Juni. Heute Mittag ist in d Waggons
ie ersfte Jahlung auf die fünfte Milliarde hier angekommen. Die⸗
ide besteht aus Gold und Silber und außerdem aus 69 Millis-
en in Wechsein zu 3025 Appoints. Der Gesammtbetrag der
eute hier effeciuirten Zablung beläuft sich auf 112 Misllionen
rancs.

Mannheim, 2. Juni. Das Losungswort der Wander⸗
dostel der Arbeiter scheint zu sein, dieselben nicht zur Ruhe kom⸗
ien zu lassen, und werden jetzt auch unter dem Schutze des Ver-
ustechts auch Versammlungen ohne vorgängiges Stnaßenplakat
dgehalten, die also offenbar auf Kosten der Agitatioskasse von
üerhstätte zu Werkstätte angesagt werden. Wenigstens berichtet
„Nannh. Journ.“ von einer Versammlung der Eifenacher
F die vorgestern im grünen Hause stattfand, ohne das eine
lufforderung zu derselben öffentlich ergangen wäre. In derselben
uurden verkündet, daß überall ein gleichzeiti er Sturz der Monar⸗
sien blühe, daß auf dem Wege des allgemeinen deutschen Arbei-
preins nichts für die Arbeiter zu erwarten sei, daß zu erfolg
e Aenderung alle Hebel in. Bewegung gesetzt werden müssen,
bꝛ vur in einer sozialen Republik die Lage der gedrückten Ar-
e gehoben werden lönne. In diesen Sinre sollten die Ar—
nr— dem Beispiele in Sachsen folgend, an die nächsten Reichs⸗
arwablen herantreten. Als Haupibeilangen wurde mentq⸗ltlicher

und obligatorischer Unterricht auch für die höhern Lehranftalten
) aufgestellt, wobei den Wortführern offenbar eatging, daß für
etztere zwar die Unentgeltlichkeit, faktisch eben jo gut in der Mo—
archie, verlangt und erzielt werden kann, daß æs aber doch eint
chauderhaste Tyrannei wäre, wenn man für jeden Schuste: gesellen
»en Besuch der Univerfität als obligatorisch erllären wolite So
zeht es eben mit den unverdauten Schlagwörtern: dunkel ist der
skede Sinn, doch wunderbar. Den staunenden Zuhdrern an den
dopf geworfen, thut dex Apfel der Zwietracht, wenn auch innen
aul, doch sein Wirkung. J

KNölnn, 4. Juni. Aus der heute statigehabten Wahl eines
iltkatholischen Bischofs ging Hr. Professor Reinkens aus Breslau
nit 66 gegen 19 Stim nen hervor. Als Dibjesanrepräsentanten
vurden gewählt: die HH. Schulle, Rettels, Hasenclever, Knoodt
ind Reusch. (Hr. Reinkens hat die Wahl angenommen. Unter
»en abgegebenen Stimmen befanden sich die von 20 Geistlichen.
Dr. Joseph Hubert Reinkens, Professor der Theologie, wurde zu
Burtscheid bei Aachen geboren, nach Beendigung seiner zu Bonn
vollendeten Studien im September 1848 zu Köln zum' Priesiter
zeweiht. Er promovirte demnächst vor der theologischen Fakultät
nn Munchen, habilitirte sich in Breslau als Privatdojent und wurde
»aselbst zum Professor der Theologie ernannt. Die Universität
eipzig promovirte ihn honoris causa zum Dr. philosophiae. Iu
er literarischen Welt ist Ht. Reainkens durch Schtiften über
Flemens von Alexandrien, Hilarius von Poitiers, Martin von
Tours u. a. bekannt.)
Berlin. Dem Bundesrath wurde ein Gesetzentwurf vor⸗
jelegt, wonach der Vereinszolltarif vom 1. Ottoder 1871 ver⸗
chiedene Aenderungen erleiden soll. Vom Ausgangszoll würden
jiernach befreit die Lumpen und andere Abfälle zur Papierfabrika⸗
ion; vom Eingangszoll befreit Roheisen aller Art, geschmiedetes
ind gewalztes Eisen in Stäben, ganz grobe Gußwaaren in Oefen,
Blatten, Gittern, ferner Locomotiven, Tender, Dampfkessel u. dal.,
odann Pomeranzen, Kraftmehl, Puder, Stärke, Arrowroot. Im
kingangszoll ermäßigt würden: grobe Eisen- und Stahlwasren,
Weißblech, Soda, Hüte aus Stroh, Bast, Palmblattern ꝛc.
Fischernetze.

Berlaien, 8. Juni. Die Kaiserin Augusta ist heute Morgen
nier eingetroffen und hat den Besuch des persischen Schahs em⸗
fangen. Nachmittagg um 5 Uhr war im Weißen Saale Gala⸗
iner zu 190 Gedecken, der Kaiser jedoch wegen leichten Unwohl⸗
eins dabei nicht arwesend. Die Kaiserin brachte auf den hohen
hast einen Toast in franzdsischer Sprache aus, den der Schah
dankend mit einem Toast auf den Kaiser Wilhelm erwiderte.

Berlin, 4. Juni. Die „Provinzial⸗Korrespondenz! schreibt
n einem längeren Artikel, überschrieben „Die Bischose und die
dirchengesetzer: Die Bischöfe könnten eine Erwiderung auf ihre
Verwahrung und Auflehnung Seitens der Staatsregitrung nicht
rwarten! Nicht um weitere Erdrlerungen koönne es sich jetzt hau⸗—
eln. sondern nur um ruhiges und entschiedenes Handeln, um die
ikseitig feste und durchgreifende Ausführung und Handhabung der
ieuen Gesetze. Die Vorbereitungen dazu seien unmittelbar nach dem
krlaß der Gesetze in allen Beziehungen getroffen. Bei den ge—
roffenen Anordnungen sei ausdrücklich Vorsorge getroffen, daß auch
etreffs derjenigen Bestimmungen, deren Ausfuͤhrung den koͤniglichen
Behörden allein zusleht, im Interesse der Kirche, soweit als mög-
ich, eine vertrauliche Verständigung wit den Kirchenbehörden stan—⸗
'nde. Von dieser Rüchsiichtnohme werde die Staatsregierung nicht
ibgehen, wenn das Verhalten der Bischöfe in einzelnen Fallen er—
ennen lasse, daß sie auf die ihnen ermoglichte Wahrung des klirch⸗
ichen Interesses thatsächlich verzi hten. Tie Staatsregierung wisse
ehr wohl, daß sie, auch wenn der Kampf Seilens ver Kirche auf
zie Spitze getrieben werde, die Bischöfe und Peiester höchstens
in der Ausübung ihrer Funktionenz hindern, nicht aber ein
irchliches Amt besetzen könne. Wollten die Bischöfe den in
        <pb n="342" />
        anderen Staaten von Papst selbst anerkannten Forderungen der
aeuen Gesetze sich thatsächlich wiedersezen und dadurch die Uebung
des Kirchendienstes zum Siillstand bringen, würden die Bischöfe
und nicht die Staalsregierung sich auch auf eine Antwort vorbe⸗
zeiten müssen, wenn die Katholiken vergeblich nach den Gnadengaben
hrer Kirche verlangten. J
Der Schah von Persien emnpfing in Berlin am 2.
Juni Mittags 12Ugr das diplomatische Corps im „Pfeilersaale“
der Körnigstammern im Schlosse. Der Vice⸗Ceremonienmeister Roͤder
stellte zuerst die Botschafter, dann die Gesandten vor. Um drei
Uhr besuchte der Schah den Zoologischen Garten und speiste dann
nach der Rückkehr allein. Abends wollte ec das Ballet besuchen
J. M. die Kaiferin trifft an 8. Juni sfrüh ein; um 12 Uhr wird
Jer Schah die hohe Frau im Palais begrüßen und darauf des
Feughaus, Museum, Telegraphenamt ⁊x. besichtigen, um 5 Uhr
ndet Galadiner im weißen Saale des königlichen Schlosses statt;
Abends besucht der Schah das Vicidria⸗Theater und besichtigt nach
der Rückkehr die Feuerwehr, die vor dem Schlosse exerciren wird.
im Mittwoch Vormittag findet Parade in der Sieges-Allee im
Thiergarten, Diner im Adlersaal des kaiserlichen Palais und Ga
aballet, am Donnerstag Mandver am Kreuzberg, Diner auf Schloß
Vabelsberg (Nachmittugs 4 Uhr) und Marschallstafel im Stadtschloß
zu Potsdam Statt. Freitag Vormittag bringt der Schah für sich
ju, Nachmittags folgen die Rennen im Hoppegarten, darauf Diner
zu retraito, Ballet uno Concert im k. Palais. Samstag verläß
der Schah Berlin. (K. 3.)
Hanunover, 831. Mai. Auch von lutherischer Seite, und
war von der streug kirchlichen, ist jezt hier ein Votum über dae
Herhalten zu den neuen Kirchengesetzen abgegeben. Das „Zeitblatt“
zurch welches jene Partei zu sprechen gewohnt ist, will zunächst.
wie auch die Regierung thut, abwarten, ruhig abwarten, was ge—
schehe un⸗ sich demnächst jeden einzelnen Fall besehen, um zu er
messen, was zu thun sei. Gegen die Gesetze selbst, sagt es, sei ermischtes.
gar nichts zu thun. „Wic haben sie nicht gemacht und konnen f In Zweibrücken werden im September J. Is. wiede
je auch n — 7 r — Natur des e Pferderennen und eine damit verbundene Verloosung abgehalten
Staates, aus dem Bewußtsein seiner Macht und Weltftellung her- Es werden 8 Rennen stattfinden und zwar 1 für Pferde im Be
oaraegzongen. In pe, ꝛ —ea Â—— allerdings heraus⸗ itze deutscher — ꝑp für —** ee ein Untn
cefordert, und mag die Herausforderung von größerer oder ge⸗ ffiziers- und zwei Offiziers-Rennen.
I Gefahr sein, so Ewas läßt sich ein —* nicht bieten, iß 1 zꝛu ꝛ 3. Juni. Da die Mitgliederzad
der zwei Feldzüge glorreich bestanden und zwei Kaiserreiche zu. des 1869 unter der Parole: „Herunter mit den Preußen von
—— ber Bede gunaen leht ee eppern und pi Stadthaus!“ d den — Demokraten, Sozialdemohratt
ind nicht im Stande, den Gang der Geschichte zu ändern oder und Anhängern Kolb'e gewählten Stadtraths durch Tod und fre
aufzuhalten, wit sind vielmehr unwiderstehl hehineinverflochten, — von * — 22 e ist, dbe
veniger als Mithandelnde, denn als Mitleidende. Soll Dies der derseide in letzler Zeit häufig beschlußunsathig war, hat das 1.3
rRitte Krieg se so müfsen wir Kiegssteuern bezahlen. zirksamt eine Ersatzwahl angeordnet. Die „Kaisersl. Iig.“
Weien,8. Juni. Wie ich höre, hat Kaiser Alexander den zen übrig gebliebenen 22 Siadtrathsmitgliedern den Rato gieigsal
Zaiser Franz Josephh zu einem Besuch in St. Petersburg einge · abzudanken, um eine vollstandige Neuwahl zu ermözlichen, da d
aden und ist diese Einladung für den Spätsommer bestimmt an⸗ Stimmung der Bürgerschaft in polinscher und sozialer Bezie hun
Jenommen worden. Garlsr. 3.) . damals eine ganz andere war als beute, und die gegenwar ügt
Wien, 4. Juni. Eine außerordentliche jar anesische Botschaft Mitgtieder heute zum Theil das Vertrauen ihrer Wähler nicht ni
t über Triest hier eingetroffen. * Zu Ehren des Kaisers von genossen.
ußland hat heute bei gunstiger Witterung eine große Wilitär⸗ Der katholische Hausgeistliche am Zuchthause Kaiserslaute.
—B— Gobriel, dessen Prozeß seinerzeit soviel Auf d eitis —A
inz o b erhalten.
Aufsehen erregte, ist unlangst vom Capitel in Raab (Ungarn) zum — Der dietjahrige „Pfalt. Genossenschaftstag“ wird denm —
Prior erwaͤhlt worden. nehmen nach am 12. und 13. Juli in Ludwigshafen abgehalten
Frankreich. V Hr. Adolph Parisius vertritt der dem Verbandstage die Anweh
Paris, 2. dur Die pwrepanor g8 gue Wast der deulschen Genosseaschaften.
Blätter werden immer frecher. ene verlangen die Herstellung de —
Zaiserthums, diese die Herstellung des Kirchenstaates. Das Erstere fSpeyer * Juni. Sonatas den 6. Julln. 3. un
iten digtwohl aber das Lehlere Die Or. der großen protestantischen Lirche in Speher das Oratorium ,Elie.
voden die deg “85 durch die dereinigten mufitalischen Kraäfte Speyers mit Herdeizi—
leanisten wollen Ersteres entschieden nicht und Letzteres nur halb 86 ünn — —— —*
Zotlaͤufig aber trefsen ale Verbündeten darin überein, daß man — zn wartiger küchtiger Kraͤfte jüt Solo und Orchester
Mac Mahon und das Provisorium unterstützen müsse, bis sich der gefuͤhrt. —.
Ehdleier enthülle, der die Zukunft dekt. Mac Mahon's Ptasiden ⸗ F Speyer. Laut Verfügung des Ministeriums des Innn
atübi steht auf drei Beinen, die mit dynoftischen Wappenschildern vom 8. d. M. sollen alle Gasmesser, nach welchen die e
zeschmlick find und zwischen denen die Ratten hine und heriaufen, ũr den Bebrauch von Leuchtgas bestinmt wird, künftig ducch obt
hereil. das eine oder andere Bein zu zernagen, sobald es ihr Vor⸗ ꝛeitlich bestellte Personen vor ihret Verwendung gestempelt werda
hein erhaischt. die schon im Gebrauch befindlichen sollen auf das metrische *
Der Marschall Moc Mahon hat an den General Ducrot nachgeaicht werden. Der Termin hiefür wird noch dekannt gonn
—
Rac den Ind idertuflichen Rücktritt des Herrn Thiers und Ertichtung, resp. Beibehaltung von Gas Aichanstalen dew ung
dem 8 der Dden nnn habe ich das Präfidium zum Gas · Aichmeister in Spehet der Letzter der praktischen Ved
der Republik annehmen zu sollen geglaubt. Ich rechne durchaus nit an der dortigen Gewerbschule Ed. Strauß ernannt.
nuf Ihren Patriotismus und ouf unsere alte Freundschaft und bin 4 Neustadt, 8. Juni. Diesen Morgen passirte ein ehenh
iß deaß Eie die Oidnung aufrecht erhalten werden, wenn fie seltener ig n genn Gast unsere Stadt. Der ——*
estort werden sollte. boc don Lamdrecht machte an der Seite eines jungen Rarrnu
res Der General Ducrot (der „Unsterbliche“) hat geantwortet: seine histocische Johreswanderung nach Deidesheim als —
Sie apn e een ee Daenrn . wa unn nbn Dehe * 8 greng 8
dingte Hingebung fur ihre Person und für die Sache, welche ig ten an Deidesheim in dieser Weise zu leisten hat. a
8 zählen. Ich bin mit Leib und Seele auf ihrer Seit- ingenommen wurde, so erhielt auch der Gileitsmann die beritach
und ich stehe Ihaen für das achte Armee orps ein. mäßig bestimmte Flasche Wein mit obligatem Kasebrod. zir
867130 4. Juni. Dem Vernehmen nach bat der Erz- F Neustadt, 4. Juni. Heute erhieiten wir die ersten hießt

zischosẽ von Paris die Erlaubniß der Regierung zur Wiederabhal.
ung von Straßenprozessionen nachgesucht. — „Evoͤnement“ ba
dätigt das Bestehen einer Meinungsdifferenz zwischen Mac Mahop
uind dem Ministerium Über die Frage des allgemeinen Stimmrechtz
welches das Ministerium beschränli wissen wull·.

Nanch, J. Juni.“ Die Gemeindebehörde von Nanch kun—
digt an, daß in Folge der Frühjabrmansver deutsche Truppen ⸗ Ah
theluungen nach Nanch lommen werden, welche nothwendiger Weise
bei den Einwohnern einquartirt werden müssen, und fie dofft, daß
die Bevölkerung das neue Opfer. welches sich ihrem Patriotismu
auferlegt, mit Ruhe ertragen werde. Diese fortwährende Auffor
derungen der fraa,dosischen Behörden an die Bevölkerungen, ja nicht
zegen die deutschen Truppen ju thun, sind mindestens sehr taltloß

Spanien.

Tradrid, 2. Juni. Die amtliche Zeitung veröffentlich
ein Dekret, wonach in Zulunft lkeine Adelstitel mehr verliehe
werden sollen und der Gebrauch derselben in den Civilstandsregifleu
und öffentlichen Dokumenten verboten wird. Auch werden di
Adeligen der Verpflichtung enthoben, die Genehmigung des Stacut
oberhauptes zur Verehelichung einzuholen.

— Nagrichten jufoige, welche der „Agence Havas qu
Zzpanien zugegangen sind, hat der Prätentent Don Carlos d
Freilassung aller denjenigen gefangenen Offiziere angeordnet, welch
ich verpflichten, nicht wieder gegen die Carlisten zu fechten. Vor
„Univers“ war gemeldet worden, daß General Nouvilas dei N
oniz in Ravarra geschlagen und verwundet worden sei; der
degenüber dringt heute ein Telegramm aus Bilbao die Nachrict
Zeneral Noudilas habe die aus den Gevbirgen führenden Pess
hesetzt und dränge die Carlisten nach der Seeküste zu. Aucqh au
garcelona wird herichtet, daß der Brigadier Cabrinenty die 800
Mann starke Bande Saballs bei Alpens geschlagen habe.

—JLB

a
        <pb n="343" />
        agen Kirschen, gewachsen auf dem Baumstück des Herrn, a
inigraf in Haardt. (R. 3.)

FAus Mutterstadi schreibt man der „Pf. Zig.“. daß
Im der Nähe des Orts neulich erschlagen aufgefundene Hand⸗
azbursche der Schmiedgeselle Theissinger von Rothselberg ist.
haftet sind wegen der That zwei Bursche von Mutterstadt, M.
iler und Scheuermann. Ersterer, der eia roher, schon oft be⸗
uter Mensch sein soll, hätte nach dem „Sp. Anz ? vor der That
Nutterstadt geäußert „Den Ersten. der mir heute in den Weg
onnt, schlage ich todt.“ Er vollführte die A
ut, dessen abgeschlagener Kolben in der Nähe der Leiche aufge⸗
„ben wurde. Es sollen an derselben fünfzig (7) verschidene
galeßzungen sich gefunden haben.

Mannheim, 4. Juni. Etwas Näußlichez aus Mann⸗
am ist der von dem dortigen Fabrikanten Gorwan erfundene Gas⸗
zibstzünder, welcher den großen Vortheil bietet, daß mit der bloßen
sndiehung des Krahnes jederzeit das Licht erzeugt und gelöscht
aden kann und daß keine Explosionen statifinden: jedes andere
ist ist dabei unnöthig. Der Erfinder hat sich schon in den meisten
aten Patente erworben.

FWMannheim, 4. Juni. Vor einem hiesigen Wirthshause
riete gestern Abend ein Mädchen ihrem ehemaligen Liebhaber eine
ade Flüssigkeit in's Gesicht. Wie es beißt, soll derselbe in Ge⸗
r sein, das Augenlicht zu verlieren. Die Thäterin wurde der-
Altt. —

Schwetzingen, 2. Juni. „Die Schwetzinger Pfingsten“, an
aen Alt und Jung zu Fuß und Wagen und mitunter von weit⸗
a nach dem Garten strömte, um Herz und Auge an dem saftigen
n zu laben und in frischem Trunke neue Lebenslust und Lehens⸗
ast ju schöpfen, gehören nicht, wie man in der Zeit der Dampf-
gife und Eisendahnen etwa vermuthen koͤnnte, welche den Verkehr
it schöneren Gegenden leichter vermitteln, in den Bereich des
dͤrchens: sie scheinen im Gegentheil wieder in neuem Glanze
uszuleben. Während der beiden Pfingstfeiertage und namentlich
n dem zweiten wogte, von dem schönflen Wetter begünstigt, auf
Wege zum Schloßhofe eine Menschenmenge, wie sie wohl
hwetzingen nie gesehen hat. Ja, man kann ohne Untertreiben
gin: die Wege des Schloßgartens waren zu schmal für die
«sucher.

Ftankfurt, 2. Juni. Vorgestern Abend fand an der Ver-
dung der Taunus · Eisenbahn mit den anderen westlichen Bahn⸗
sen ein erschütternder Selbmord statt. Eine Frau ging mit ihren
den Kindern und einer Schwester in der Nähe der bezeichneten
elle spazieren. Das eine Kind von etwa drei Jahren trug fie
Jdem Arm, das andere von elwa fünf Jahren führte die
zIwester an der Hand. Als der Taunusbahnhof herankrauste,
xif sich die schon seit einigen Wochen geistig gestörte Frau mit
ten Kindern vor die Locomotive und wurde mit ihnen zermalmt.
He Frau lebte, so viel wir horen, in ganz günstigen Verhätt-
ien. (Fr. J.)
fMänchen, 2. Juni. Vor einigen Wochen ist zur
sener Weltausstellung eia beachtenswerthes Kunstwerk abgegangen
eine neue Construktion einer Thurmuhr, erfunden von dem
arter Joseph Feller bei München, welcher sich bereits während
Jahren wit Versuchen auf dem Gebicte der Mechanik beschäftigt.
ie Zaiger rücken von Minute zu Minute und werden durch das
derwert des Schlagwerkes bewegt. Der Pendel setzt nämlich
alliines Zahnrad und dieses wieder einen Hebel in Bewegung;
iet Hebel versetzt von Minute zu Minute einen leichten Ruch,
uch welchen wieder ausgeglichen wird, was der Pendel an
hwingungen während dieses Zeitraumes in Folge der Friktion
nommen hat. Das einzige Gewicht stehl mit dem Glochenseile

Jerbindung „ so daß zugieich mit dem Läuten der Kirchthurm -
die Uhr aufgezogen wird. Eine einfache Hebelvorrichtung
it, venn das Gewicht seinen Höhepunkt erreicht hat, diese Ver—

dindung mit dem Glockenseile auf, so daß das fernere Läuten nicht
nehr den mindesten Einfluß auf die Uhr ausüben dlann.

7 Cassel, 81. Mai. Gestern Abend stieß ein Personen⸗
jug der Nordbahn in Folge falscher Weichenstelung gegen einen
leeren Zug, wobei die Maschinen zertrummert, 2 Beamte erheblich
verletzt wurden. Ter Schaden ist beträchtlich.“

F eöln, 30. Mai. Auf der hiesigen Vörse hat gestern
Mittag zwischen mehreren Besuchern derselben eine Schlägerei statt⸗
jefunden, bei der es sogar blutige Köpfe gab. Einem der Be⸗
heiligten wurde eine ganze Reihe Zähne eingeschlagen.

4 Einer Bekanntmachung des Oberbürgermeisters von Münster
zufolge ist der 6bjährige Professor der Theologie an der dortigen
Akademie, Dr. Cappenberg, seit dem 15. v. M. spurlos ver⸗
chwunden, und man befürchtel, daß demselben ein Unglück zuge-
doßen ist.

f Ob der Raubmörder Gump wirklich sestgenom-
men wurde, wie man der ‚N. fr. Pr.“ so sicher aus Eger tele⸗
zrephirte, scheint noch mehr als zweifelhaft. Dem „Amb. Tgbl.“
chteibt man daruber uus Waldsassen: Aus Eger wurde aus Ver⸗
mlassung eines bayer. Zollbeamten nach Waldsassen telegraphitt,
daß auf dem dort um halb 2 Uhr Nachm. anlommenden Per⸗
jonenzuge sich ein verdächtiges Individuum befinde, das eine täu⸗
chende Aehnlichkeit- mit dem Raubmörder Gump habe. Bei dier
Antunft dez Zuges wurde in der That ein junger Mann mit
iner Narbe auf der Stirn und einem steifen Finger bemerlt und
an zwei Gensdarmen festgenommen. Derselbe gab bei seiner Ver⸗
nehmung an, daß er V. Mühlhofer heiße, aus Unterviechtach ge-
hüruig, Soldat des 11. Inf.Reg. gewesen, bei Sedan verwundet
horden sei, daher eine Militärpension beziehe und jezt aus Glau⸗
hau komme wo er als Kupferschmied gearbeitet habe. Da er
cgitimationslos war, so ordnete das Landgericht seine Festhaltung
und dessen Verbringung zum Bezirksgerichte Weiden an. Die Iden⸗
ität des Verhafteten mit dem Moͤrder Gumb ist sonach nichts
weniger als konftatirt.

4 Aus Pommern. Die lang vermißte Anna Bödletr ist end⸗
lich gefunden — als Leiche. Ihr Vater macht in einem Telegramm
in die ‚ Germania“ bekannt, daß am 3. Juni die Leiche im
Scheunefach seiner Behausung vergraben aufgefunden wurde; es
cheine ein Mord vorzuliegen.

Wien. Man erzäblt sich folgenden komischen Vorgang:
Das fürsorgliche englische Ministerium hatte einen Londoner Polijzei⸗
zeamten beauftragl, dem Prinzen von Wales nach Wien zu folgen
und dessen persönliche Sicherheit zu überwachen. Des Endes folgte
der Beamte dem Throneiben seines Landes auf Schritt und Tritt.
Nun aber katte auch die Polizeibehörde der österreichischen Kaiser⸗
Jadt ebenfalls einen Beamten mit gleichem Auftrage versehen. Die-
em Wiener Polizeimann entging es nicht, daß der ihm unbekannte
Jondoner allzeit hinter dem Prinzen von Wales her war. Er
choͤpfte schlimmen Verdacht, der in einem gegebenen Augenblicke
'o dringend wurde, daß er auf den Londoner Collegen losfuhr und
ihn ohne Weiteres beim Kragen nahm. Es bedurfte selbstverständ⸗
lich nur kurze Zeit, um den Sachverhalt aufzrklären.

F Trebni 8 Eine neue Wundergeschichte wird hier ver⸗
reitet. In dem Kloster der barmherzigen Schwestern hierfselbst,
velches besonders der Krankenpflege gewidmet ist, befindet sich eine
hrwürdige Schwester, die schon länger als zwei Jahre an das
drankenbett gefesselt ist, und kein Wittel hat dieselbe von ihrem
deiden befreien lönnen. Da ließ die Oberin des Klosters Wasser
»er Quelle von Lourdes kommen, gah der Kranken 3, (sage „drei“)
Tropfen, und siehe, die Kranke wurde sofort gesund und konnte
iugenblicklich das Krankenbett verlassen. So wird diese Wunder⸗
Jeschichte allen Eenstes von Gläͤubigen aus verschiedenen Ständen
rzählte!
F. X. Demeß, verantworilicher Redacteur.

—

Zekanntmachungen.
Alle Kranken
und Leidenden
wen in der 14. Aufl. des Buches —
utheilmethode für alle ver⸗—
seten Krankheiten des mensche
hen Koͤrpers Hülfe, Linderung und
lath, und wird an jeden Hulfefuchenden
sentgeldlich nud frei versandt.
H. Sievers &amp; Co.
in Braunschweig.

Taujende verdanken diesem Buche ihrt

Neue Holländische (Gnicht. schottische)
Matjos· Haringo
in der Restauration vop . MAs. cinriIch.
Großes
Tapeten⸗ und Noulegur.vager
bei 3. B. Ciolina,
ris·a⸗vis dem Pfaͤlzerhof
in Aweibrücken.
—XV
        <pb n="344" />
        Heu⸗, Ohmetgras⸗ und Duurhh außergewöhnlich günstige Einkäufe bin ich in der Lage, mein re—
X ortirtes8
Kleeversteigerung 44 J
8 22
eee Waaren⸗-Lager
Montag den 16. Juni 1873, Vormit- hzu nachstehend billigen Preisen zu empfehlen:
zags 9 Uhr, zu Ensheim bei Wittwe Qui⸗ —— —— FA—
in laͤßt Herr Johang Bapiist Adt, Fa⸗ Tuch und Buksking: — dine d ethe
zrilant in Forhach, das diesjährige Heu⸗ Dalbtuch, grau, braun uu. schwarz fl. . 20 Tischdecken, Handtuücher zc. billigst.
und Ohmetgras, sowie den Klee vom lau⸗ Somme cbatsting —“
fenden Jahre in seinen Wiesen und Klee⸗ — Bettfedern und Flaum
tüden, Ensheimer Bannes, auf Zahltermin Niede ander Bunetiug 313
bis Weihnachten 1873 öffentlich versteigern. sDwerer scwarzer Butsking 2. 21 zu den billigsten Preisen.
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Die Preise verstehen sich per Pfälzer Elle J 60 Centimeter.
2.
Siizrieli Pac.

An demselken Tage, Nachmittags 1 Uhr,
äßt Frau Wittwe Franz Adt das dies⸗
ährige Heue und Ohmeigras in 608 Mor-
zen Wiesen, Ensheimer Bannes, auf Borg
dis Weihnachten 1873 öffentlich versteigern.

Horn, tgl. Noiar.
Heu-⸗ und Ohmetgras—
Versteigerung.

Samstag den 14. 1. M., des Nachmit
ags um 3 Uhr, zu St. Ingbert bei Ad
unkt Schmitt, läßt Philipp Weigand,
Bastwirth in Metz, das diesjäerige Heu⸗
und Ohmetgras von nahdhbezeichneten zum
ziesigen kath. Pfarrguie gehörigen Wiesen.
St. Ingberter Bannes, oͤffentlich auf Credit
dersteigern:

1) Das I., 2., 6. und 7. Beet einer

Wiese in den Bruchwiesen, von je
18 Dezimalen und von Andreas
Friedrich aus.
Das 2., 3. und 4. Beet einer
Wiese in den Steegwiesen, von der
Schmelz her, je 47 Dezimalen.
Aus Auftrag:
Das Geschäfts⸗ und Consultations-Büreau
L. Bechthold in St. Ingbert.
Lufttrockene
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Lösch-Backsteine
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Zälfte billiger, als die gewöhnlichen Erdback⸗
teine, sind leicht und trocken.

Jac. Stief.

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choͤne buchen Bohnenstangen à fl. 1. 45

Fper 100 Stück 1F
ranco St. Ingbert geliefert.

Bestellungen können bei Frau Wiltwe
Weyland, Blieskasteler Straße, gemacht!
verden.

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GJebrücloer Grumbach

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erlauben sich die Mittheilung, daß sie durch Einkäufe in den bedeutendsten
Fabriken Frankreichs mit einem Assortiment

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Nach Abzehrung erlangte
Kräftigung.
derrn Hoflieferanten. Johann Hoff in
Berlin.
Exin, den 19. April 1873. Der
Erkolg nach dem Gebrauch der Hoff“-
schen Malzbonbons ist bei mir
und meinem Theilhaber so günstig, daß
wir uns noch eine Sendung von 25
Pack davon erbitien. H. Vartels.
— Ich war abgezehrt, und verzweifelte
am Leben, Ihr mir ärztlich verordnetes
Malzextrakt stärkte mich wieder.
A. Xhui in Berlin, Leipzigerstr. 31.
Verkaufsstelle bei Fritz Panzer—
bieter in St. Ingbert.

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Redaktion, Druck und Verlag von F. X. Deme z in St. Ingbert
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        der S1. Jnade rter Unzegerr (und dat mit dem Hauptblatte verbundene Unterhallungsblatt, mit ver Dienttagt⸗ Vonnerstags· und Sonntag ·
unmer er cheint woöchentlich vi e r mn a 1. Dien z2844. Donner stag, Sametan und Sonntaß. Avonnementzpreis viertelijuhrig 42 Krzt. odct

12 Silberar. Anteigen werden mit 4 Kryr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet. *
— — — — — — —— —— — —— 2
387. ——— Sonntag, den 8. Juni 32 1873.

—
Deutsches Reich.

Muünchen. 4. Juni. In der Streitsache der Giesinger
dirchenbaulotterie entschied das Bezirksgericht dahin, die belangte
Jemeinde sei nicht verpflichtet, sich in die Klage einzulossen, bis
—
n Lablirten Bankgeschäft Müsler und Menner zu Landau iss—
bayerische Vereinebant als Commanditistin betheiligt. Pf. Z.)

Berlin, 4. Juni. Die Resolution des Reichstags-Abge⸗
xdneten Völk gegen die Schöffengerichte it vom sämmtlichen hier
wesenden Abgeordneten, ausgenommen die preußischen konserva⸗
wen, unterzeichnet. Gir. J39

Berlin, b. Juni. Der Schah von Persien — dem Für⸗
en Bismarck den Sonnen⸗ und Lövenorden, im Brillanten ver—
ehen; auch der älteste Sohn des Fürsten, Graf Herbert v. Bis
natc, hat diesen Orden, jedoch in einer geringeren Classe, erhalten.

Frankreich.

Paris, 3. Juni. Prinz Napoleon ist heute früh hier
argelommen. — Marschall Caurobert hat seine Entlassung als
hprasident des obersten Kriegsrathes gegeben. — Die „Agence
dabatz meldet aus Bayonne von heute, daß ein für die Carlisten
iegreiches Gefecht unweit Vera stattigefunden habe, die Carlisten
rien Herren des Landes zwischen der französischen Grenze und dem
zbto. — Eine Depesche aus Madrid weldet, daß der Rücktrit
Fastelars bevorstehe.

Paris, 6. Juni. Auf dem gestrigen Empfange bei dem
hräsidenten Mac Mahon waren alle Vertreter der auswärtigen
Mächte, ausgenommen der deutsche Botschafter Graf Arnim, und
iele Deputitte erschienen.
herflossenen Freitag wurde der Bericht Riant's im Nimen der Kom⸗
nüsion für di Prüfung des Kriegsgeräths vertheilt. Ueber den Stand
xj Materials bei Ausbruch des Krieges von 1870 finden sich in dem
zeticht folgende Ziffern; Am 1. Juli 1870 bestand das Ma—
zial aus 10, 111 Kanonen, 7323 Laffetten, 17,854 Protzwagen,
387 Munitionswagen, 3, 350, 000 Gewehren, wornnter 1,053,000
ihas pots, 358.000 Tabatiéêre- und 1,400, 000 Pistongewehre.
dabon fielen in die Hände des Feindes: 7234 Kanonen,
5,327 Chassepots und 500. 000 Gewehre der älteren Modelle.
R verblieben in tunden Ziffern: 3000 Kanonen, 8000 Protz⸗
agen, 2000 Munitionswagen, 350,000 Chassepots und 1, 000,000
utere Gewehre. Unter der Regierung vom 4. September wurden
nnn. neu hergest-llt oder erstanden über 4000 Kanonen, 3000
vefwogen, 700,000 Chasstpots und 938,885 andere Gewehre
Sauvaire, Remington, Peabody, Sharp, Joshyre, Warner, En⸗
ild, Sniders. Zur Ausrüstung einer Armee von 1,200,000
dann für 45 Tage liefert der Bericht einen Voranschlag, welcher
iie Gesammtsumme von 1.030 461,1868 Frcs. ergibt. Geben wir

ruft das, „Paris⸗Journal“ pot Begeisterung diest Milliarde so
rasch wie möglich; niemals ist das Geid der Sicuerpflichtigen besser
angelegt worden. 2 *
—VVVV

4 Wie aus einer Vekanntmachung des kgl. Bezicksamts Hom⸗
hurg in einigen Blättern erfichtlich, ist die von demselben angrord⸗
nete Schließung des Nereins deutscher Katholiken von der k. Kreis⸗
regierung aufgehoben, dagegen das Verbot der Landftuhlet Ver—
sammlung gebihigt worden.

Berlin; 31. Mai.! Ein Nestor der Zuchthäuslet ist
hdieser Tage im Alter von 81. Jahren gestorben. Derfelbe hat seit
1811 nicht weniger als 51. Jabie seines Lebens im Zukthause
oder auf der Festung als Baugefangener zugebracht, dabei sind
Umersuchungshaft, kleine Gefängniße und correctionelle Strafen
mitgerechnet. Es perbüßte au Zuchthaus und Festung 3, dann 8,
pweimal 10, 185, und zulezt nach Einführung der mildernden Straf⸗
gesetze, 5 Jahre. Ein Kind des Berliner Voigtlandes. war sein
ehrliches Gewerbe Kesselflicker und Topfbinder, wovon er jedoch nur
elten Gebrauch machte. Sein diebisches Betriebsfeld waren be⸗
sonders die Reisewagen auf der Landstraße und auch in den Früh⸗
tunden des Winters die Bauernwagen, die mach Berlin zum Wo—
denmarlt kamen, von denen er Koffer, und was er sonst erreichen
lonnte, stahl. Ebenso war kein fetter Hund vor ihm sicher, diese
varen ibm Leckerbissen. Anfangs der zwanziger Jahre war er in
Magdeburg als Festungs Baugefangener und war wegen seiner
Jeislosen berlinisch voigtländischen Suade allen Bewohnern dort
bekannt. Trotzdem war er verheirathet und hinterläßt zwei Söhne,
die immer als rechtliche Männer existirt haben, und in Rüchicht
auf dieselben verschweigen wir seinen übrigens sehr allgemennen
Namen.

7 Das merhkwürdigste Opfer der Borsenkrisis ist — der Ju-
dentempel zu Oedenburg (Ungarn). Zum Baue einer Synagoge
waren daselbst nämlich, so derichtet man deme, Hon“, circa 50,000
fl. gespendet worden, welche Summa aber der jüdische Gemeinde⸗
urator verspekulirte, so daß nun der Tempelbau eingestellt werden
moustß
Zur gefl. Beachtung!

Wir haiten mehrfache Gelegenheit, uns persönlich von deu
segensreichen Wirkungen des b rühmten Buches: Dr. Airy's Natur⸗
heilmethode“ zu überzeugen. Personen, welche wir als dem Todé
derfallen glaubten, sahen wir durch Befolgung der in dem vorzügi.
Buch gegebenen Vorschrften schnell genesen. Wenn irgend ein
Werlk verdient, den Kranten als letzter Hoffnungsanler empfohlen
zu werden, so ist eh gewiß dieses Werlchen, welches gegen Einfen-
dung von 7 FFreimarken à 3lr. von der „Rheinischen Verlags
Anftalt in Luxemburg? Irco. versandt wird. K..., W....

—A ..... —
Zekanntmachungen.

Bürgervereins-Kränzchen.
Am WMiittwoch Abend Zusammenkunfl

Peter Weisgerber.
Feuerwehr⸗Montag
Karl Engel.

Der Regenerator
(der Lenenawek er)
jeit Jahren das dewäͤhrteste, beste
Mittel gegen allgemeine und spedcelle
Schwachezustande, Vagengedäͤrm und
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brüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten ec.
sowie alle Krankheiten, die von dec
dorbenem Blute und schlechten Saften
herrührer. Der ‚Lebensweder“ be—
fördert die Verdauung, reit den Ap⸗
petit und briugt neue Lebens lust in
den erschlafften Körper, er ist bejon⸗
ders im kritischen Alter zu empfellen.
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20 Sar. dei P. Zepp igs
Inabert. J
QO CC —*

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isen habe, und, alle in dieses Geschäft , Zun Bezuge don
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d anfertige, sowie auch Neparat ren — di Fischhandlung von
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csorge. ——
ih einem verehrl. Publikum bestens ·
—X haltend, zeich net Rechnungen
Adtungsvolsst m qsn, Aa' und s Bogen zum all emeinen
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wohnhaft bei Tüncher Kimmel. dieses Blattes.
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Kattune mit Bord und Dessins 1176. ter S. v. Peter Jung.
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ui issi isen. atharina v. Rikolaus Wagner.
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— Leinen: es 5* Georg Heinz. F won
eIer . Johann S. v. Franz Fries. — Cot
Schlesische Leine rina T. v. Anna Appel ——
in Resten od dree ee 338
VLeire .Georg S. v. Ludwig Presser. — Fer
sn dn 32 d S. gee —XX
nna T. v. Ludwig Klaͤr.
Bilefelder Handgespinnst 81. Carl S. v. Johann Me. — Meti
Strohsackleine 213 Elle breit T. — deg
.Leine weiß estorben sind:
Wy erin weiß Main: 1. Amalie naffiß 83 Jalt, Witwedo
esql. blau Ludwig Feher.
2. Catharina, 10 J. 6 M.alt, T.r
Johann Mollen. — Franz, 13. 69
alt, S. v. Franz Wagner.
Carolina Debes, 68 J. alt, Witn
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Barbara Weiland, 50 J. alt, Witwi
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alt, T. v. Friedrich Simon.
21 Johann Georg, 2 M. alt, S. v. Jo
hann Georg Zeller.
28. Barbara Klahm, 76 J. alt, Wilw
von Heinrich Kneib.
24 Joh. Ludwig Reppert, 93 J. al
Wittwer von Marie Loisa Duve.
Joseyh, 2 M. 10 T. alt, S. v. deleh
Quitin.
Magdalena, 1 J. ꝰ M. alt, T.
Johann Georg Zeller.
Nilkolaus Busch, 85 J. alt, Witn
von Maria Steinfeld.
Justin, 1 M. 8 Ta. all. S. v. Julin
Haas.
Verehelicht haben sich:
Peter Joseph Eberle mit Kathat in
Vogelgesang. — Georg Schmint m
Catharina Feichtner. — Peter ẽdei
ner mit Maria Brill.
13. Anton Betz it Maria Kohlet.
14. Fen Adolph Uhl mit Katharr
ug.
15. Johann Quirin mit Barbara Keis
— Peter Biermacher mit Cathatin
Schwarz.
26. Heinrich Nau mit NAurolina June
fleisch. cnn
27. dear Beresheim mit Katharinn El
ros.
2Georg Jung mit Magdalena —
Franz Jakob Kißling mit RMan
Feichtner.
St Ingbert. 4. Juni 1878.
as Vurgermeisteram
BA IL. woiunll.

Leine Drell-Jobben fl. 2. 34
russische ⸗ * 1* 3. *
Turneriuch 4. 30
Jobben aus Buksking uü. Tuch von 6 fl. an.
Munchener Jobben ODOfl.
Röode und Ueberzieher in großer Auswabh
billigt.
Drell⸗Hosen
Arbeit aͤhosen blau Lein⸗
Sommerzeu⸗
Arbeitsjaden
feine weiße Heuden
Arbeits
Blousen V——
ditiel in allen Sorten billigst.
Anzuge nach Maß prompt und billigst.
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Gardinen englische (kleine) 24 tr.
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Piqueu don 14, 18, 24 u. 28 kr
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5— 75 258 3335 2333 —2353 53 55327
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52 2 2 — 22 22 * — 52 8 3 53325 —A 8
3387 —5 5383 *5 65 25 zS5a7 28 22 72535251 32
— — 7 3
22 2 27 585 —2 2 —5222 *8 —2 * — 225 28 — v —
5 5888 3 532 265 25*2*— 522—35238 5 —XX
3333523 LMN 22 2 3 223 8 23233 —
2 2823 — 2822323 33 223272— 25 2* — — * 522358
2 25522 75856 — * — 22* 226 5 23— — 22 — 522 38
—A —— 25* —5553 1 ẽ̃ 8 536 * —— 4 ——A⏑⏑
2* 2 5225 35 3 — 5* 8 2 — 2—553
2323872 —— 532335 J— 5835325 25532358838
2235 552 5322355 323835 * . 132——3383 5582—85
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de t mit der nntag⸗
inmer erscheint wochentlich vierme i3 Dienstag. Donnerstaqg, Sumstag und Sonntag. A rei vierteliahrig 422 Arze a
4132. Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet
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88. — i Dieunstag, den 10. Juni ν .1873

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Deutsches Reich.. 7 2Triter, J. Juni. Man berichtek der Sp. Ztg.“: Am
Wiesbademn, 8. Juni. Der Schchh von Persien ift heute verflossenen Sonntag hat hier, nach dem Vorgange der Prozessionen
dend hier eingetroffen und im königlichen Schlosse abgesliegen. zur Mutter Gottes von Lourdes, eine Agitatlons· Prozessio n zu
rüßt wurde der Schah durch den‘ General-de Bose und die dem angeblichen Grabe des Adofiel? Mathias stattgefunden Tan
agen der Behörden.“ J — R wpe sich nach Angabe, der Lolalblaner⸗micht weniger als 10.000
Stultgart, 8. Juni. Der Kaiser von Rußland ist Personen betheiligt haben.Die bei dieser Gelegenheit datgebrachte
e aus Wen' hier angekommen. .Odxpferkerʒe wog *ia Etr.‚uhatte eine Lünge von 830 Fuß und wurde
In Fulda wird im September eine abermalige Bischofs⸗ auf einem hölzernen, mit eisernen Griffen wersehenen Rahmen von
tferenz stattfinden. — 12 Bürgern getragen. — dem fagenhaften. Grabe des Apostels
Mauinz. 4. Juni. Die ersie geschlosseue Generalbers amm⸗ wurde die Kerze benedizirt, bei weschem Alte der —A
g des Vereins deutscher Katholiken wurde heute Vormittag er⸗ Lberhard selbst aumesend war. Dieste Prosesstot haf) it dem Jahre
t: Der Präsident v. Loé gab einen Bericht über den Verlauf 1796 am verflossenen Sonntag zum ersten Male wieder staltge⸗
rsten Vereinsjahres, die zingelsufenen, Anträge, wurden an unden, in der offenbaren Abficht, die Massen aufzurelzen und den
Sektion verwiesen und für diese Voͤrsitzende gewabl⸗ für die Behörden zum Einschreiten Anlaß zu geben. 7
iale Frage: Falk, Presse: Domkapitular Moljtorze Wahlen: 1In dem Zustande der Kaiserin Charlotte isi, wie diee Korr.“
omlapitular Moufang; Formalien: Baron Wamholdt. Mehrere Schweitzer“ berichtet, insoferne eine Aenderung eingetreten, als die
salutenã nderungen ·wurden nach kurzer Diskussion augenommennz;. Wahnvorstellungeln- sich verloren haben und sie nunmehr,“ jedem“
aere Debatten veranlaßte dix Neuwahl des Vorstandes, da nae einigenden Eindruck verschlossen, in vode Apathie verfallen ist.
— — Nach dem physischen Wohlbefinden zu urtheilen, ist der Kranlen
cuon nicht annehmen wollenn; die Sache wird an die Settion noch ein langeres Leben beschieden. —— J
Formalien verwiesen. Mil stürmischem Beifall wird die Mit- GEin verunglücktes Ausstellungsobject.) Ein Wiener Ban—-
iung aufgenommen, daß Bischof Ketieler morgen an der Wall · agenmacher beabsichtigte, nuf der Weltausstellung einen — Schnei-
hri nach Marienthal Theil nehmen und dort eine kurze Anserache xergesellen auszustellen, d. h. nicht den Schneidergesellen als solchen,
zuen werde. 1* dandern well derselbe nur ein Bein hatte und er ihm das ver—
Berlun, 6. Juni. Wie dem „Hamb. CEdrre“ von' hier drene durch ein Cautchouc · Bein von wunderbarem Mechanismus
qchtieben wird, werden die Regierungen vorschlagen, das ersetzen wollte. Einstweilen war nun befagter Sqneidergeselle bei
taatenpapiergeld im Betrage von 69 Millionen Thalern zu er⸗ ʒesagtem Bandagenmacher in Pflege und füllte feine freie Zeit
gen durch 40 Millionen Thaler Reichspapiergeld. Dieses leßtere recht nützlich damit aus, daß er seinem Wohlthäter werthvolle In-
Ain Appoints von 5 Mark an und aufwärts ausgegeben werden. kruinente stahl. Anzeige wurde erstaitet, und in Folge umerforsch-
Fraukreich. 726 chen Rathschlusses des l. k. Landesgerichtes wanderte das perfibe
Baris, 7. Juni. Der deulsche Botschafter Graf Arnim ALusstellungẽobjekt statt in die Ausssellung auf 4 Monate ins
ut heute dem Präsidenten der Repubüük sein Beglaubigunasschre:ben Gefänguiß;
heme icht. — Prinz Napoleon reist dem Vernehmen nach schon, JMOie schwimmende Hanonenkugel.) In dem Poavillon de
m Montag ab. osterr eichischen Ackerbauminisleriums wird man etwas fehen können,
Parsins, 7. Iumi) Gestern hat cine längere Zusammen ˖ was die wenigsten Menschen gesehen haben, nämlich diite schwim-
uft wischen dem Prinzen Rapolton und Herrn Rouher Statt mende Kanonenkugel. Dieselbe, 50 Pfd. schwer, liegl gleich einer
unden. In den bonapartistichen Kreifen sagt man, es sei dabei Flaumfeder auf einer prachtvoll in Silberglanz strahlenden Masse,
auptsächlich die Rede gewesen von der Verlängerung der Voll- und dieselbe besteht aus teinem Quedsilber der derühmten Berg-
atten des Marschalls Moc Mahon und der Dauer, welche den⸗ werke von Idria. Es sind davon 150 Centner in einem großen
ben zu geben wäre. Die Orleanisten sind über die Arwesenheit kisenlessel ausgestellt, und auf dieser metallenen Fluth, weilche
z Prinzen ir Paris mebr beunrubigt, als sie eingestehen wollen. gleichfalls einen selten vorkommenden Andblick bietet, schwimmt ganz
)e angebliche Absicht des Prinzen, seine Rechte auf -den Rang demüthlich die eiserne Vollkugel. Interessant war es ⸗ das Aus—
aes Divisionsgenerals geltend zu machen, und dieselben arerkennen vaden des Quedsilbers mit anzusehen. Dasselbe ist in besonders
lussen, hat sie unangerehm berührt. Die Mitglieder des rechten berciletezß weißes Schafleder und zwar in Beutel von je 580 Pfund
enttums, welche intriguirt haben, damit der Herzog von Aumale ?erpackt, welche oben fest zugeschnürt sind, und sodann in hölzerpe
nen Rang und die Abzeichen eines Divisionsgenerals möglichst, däßchen geshpundet werden.
id wieder annehme, können einer gleichen Forderung des —* Die chinesische und japanische Post bringt betrübende Nach-
aheleon nicht wohl ernstlich wiedersprechen. Außerdem haben sie! ichten übder das Erdbeben in Hontkong fowic über rine ähnliche
em Ausweisungsbefehl des Herrn Thiers gegen den Prinzen — aus Erschütterung und großes Feuer in Japan. Durch das Erdbeben
sematischer Opposition sehr streng kritisirt, und Jo steht ez ihnen iu Hongkong wurden am 22. März die Häuser auf einer Fche
Jübdel an, gegen seine Rücklehr zu sprechen. Das ist aber 'on 20 Hektaren von Grund aus zerstört und gegen 5000 Hien—
henicht Alles. Der Prinz Napoleon wird sich nächstens nach chen obdachlos. Zu Osaka in Japan wüthete eine ähnliche Er⸗
ccio begeben in seiner Eigenschaft als Mitglied des General- chütterung am 12. März und am 289. forgte ein Feuer, welches
its und wird wohrscheinuüch für die Nationalversommlung diele Menschenleben dahintaffte. In Japau waren die eingebornen
mdidiren, zu welchem Zwecke ein corsischer Debutirter seinen Aus Christen zu Horura hei Abgang der“ Post freigegeben worden,
in nehmen wird. ooch lehnte sich die Landbevölkerung gegen die Aufhebung des
—D einzelnen Orten in
Waffen. Es soll sogar hart gekaämpft worden sein. Suͤben der
Aufrührer waren schon hingerichtet worden. Auch in anderer Be⸗
ztehung Lhatte die Regierung die konservativen Eigenschaften der
Vevölkerung zu stark auf die Probe gesetzt und es sprach fich vielet
orts Unzufriedenheit über die Neuerung, namentlich die Centrali-
afionspotitik, aus.

&amp;

—
Vermischtes. —

„Neustadt. Der sechszehnjährige Johann Werner von
sachenbeim, der bei dem Bankhaus Grohe⸗Henrich hier ulz Aus
rier in Diensten stand, eignete sich einen Geldbticf mit 900 fl.,
ihen et auf der Poft für das genannte Haus erhalten hatte,
wund suchte mit einem Freunde, dem zwanzigjährigen Schuster⸗
eden Jungk von Neustadt, das Weite; sie wollten nach Amerika,
unden aber, telegraphisch verfolgt, in Hamburg gepackt. Beide
unden vor dem Bezirksgericht Frankenthale zin je 6 Monaten
efanqunißß veruttheilt.

Des6 Frohnleichnehm sres zwegen wird die Douner
stagsnummer schon morgen ( Mittwoch) ausgegeben ng bit⸗
en wir deßhalb, Aunoücen bis längstens 100 Uhr aren
insenden zu wollen. Ddie Erpednee
        <pb n="350" />
        Bekanntmachungen.
Heu⸗, Ohmetgras- und
Kleeversteigerung
in Ensheim.

Montag den 16. Juni 1873, Vormit⸗
dags 9 Uhr, zu Ensheim bei Wittwe Qui⸗
rin laßt Herr Johann Baptist Adt, Fa⸗
brilant in Forbach, das diesjährige Heu⸗
und Ohmetgras, sowie den Klee vom lau⸗
fenden Jabre in seinen Wiesen und Klee⸗
stücken, Ensheimer Bannes, auf Zahltermir
bis Weihnachten 1873 öffentlich versteigern

Horn., tal. Notar.

Frohnleichnams Jest.
Grossos Militäàr-Concert
ausgeführt
von der Kapelle des kgl. b. 5. Jäger⸗-Bataillons
von
Zweibrücken
unter Leitung des Kapellmeisters Herrn J. Mixrner
im Garten von Lichtenberger, Mayer &amp; Comp.
2TOSGTA m.
J. Abtheilung:
Nro. 1. Uebern Rhein „Marsch“ von
2. Ouverture, Die Zauberflöte“
3. Im Daämmmerlicht ,Walzer“
4. Arie aus „Attila“
U. Abtheiluug:
5. Der musilalische Schwank ‚Potpourri“
6. In wilder Hast „Galopp
7. Arie aus, Nabucodonosor“
8. Sängerlust Polka
III. Abtheilung:
9. Das Zauberkind „Ouverture“
10. Schnellsegler, Walzer“
11. In der Heimath ist's so schön
12. PeterOllig Marsch
—Aä

Un demselben Tage, Nachmittags 1Uhr,
läßt Frau Witewe Franz Adt das dies⸗
jährige Heue und Ohmeigras in 65 Mor-
jen Wiesen, Ensheimer Bannes, auf Borg
his Weihnachten 1873 öffentlich versteigern.

Sorn, tgl. Notar.

Rixner.
Faust.
Verdi.
Strauß.
—
Hauslicitation.
Samstag den 28. Juni 1873, Nachmi⸗
nags */23 Uhr, zu St. Ingbert bei Adjunk'
Schmitt, wird das zur Gütergemeinschaft,
die zwischen den zu St. Ingbert verlebten
Küfer und Bierbrauer Philipp Anton
Daubhäuser und seiner hinterbliebenen
Wittwe Lisa Hager, jetzt Ehefrau von
Ludwig Paul, früher Schneider jetzt Wirth
in Meß wohnhaft, gehörige Wohnhaus:
Plan Nr. 519 a b 8Dec. Fläche, worauf
ein zweistoͤckiges Wohnhaus mit Hinterge-
bäuden, Schweinställen und Hofraum zu
St. Ingbert in der Gasse neben Louis
Beer und Gebrüder Mayer auf Anstehen
J der gewesenen Witiwe Daubhauser eigenen
Ramens, sowie als Vormünderin ihrer mit
mrem ersten Themanne erzeugten noch min⸗
zährigen Tochter Louise Daubhäuser, ledig,
gewerblos, U des Ludwig Paul als Min
bormund dieser Minderjährigen, Ul des Pe—⸗
ler Echwarz, Schmied in St. Ingbert
wohnhaft, als Nebenvormund derselben
IV des kigl. Notares Franz August Wiest
zu Blieskaßel wohnhaft, als gericht
sich ernannter Repräsentant des großjährigen
Sohnes obiger Cheleute Daubhäuser des
Johann Daubhäuser, Bäcker, von St. Ing⸗
bert, jetzt ohne bekannten Wohn und Auf—
enthalisort abwesend, der Untheilborkeit
balber öffentlich in Eigenthum versteigert.
Der gerichtlich committirte k. Notar
Horn.

J. Rixner.
Burchstaller.
Suppo.
Mahyer.

DVager in sertigen
s *
Herren- und Knaben-Sommer-Anzügen
veiße Serren⸗Hemden S Kragen, sowie Arbeiterkleider empfiehit billig
P. Lenn. Variserstraße.
rdiĩmes à l'huĩle
eingemachte Champignons,
billigst durch direkten Bezug bei
EIChAVO HoOnle.
Zweibrücken.
Eine silberne Spindeluhr mi
filberner Hängkette und 2 Uhrschlüssel wurd
gestern (Montag) Abend dem Conrad Wag
ner, Spengler von Bliesbolgen entwende
Wer Auskanft über den Thäter oder di
Uhr zu geben vermag, erhält eine gute Be
lohnung. Vor Ankauf wird gewarnt.

—
Fliegenholz und Fliegen—
papier, sowie acht kaukasisches
Insektenpulver empfiehlt

XXCD Fanrerhieter.
Neue Hirsen und Vogelfutter
empfieblt Peter Zepp

werden angefertigt, worauf ich die Herren
Jagdliebhaber, Forstleute und Gerichisvoll
zieher besonders aufmerksam mache, bei
Joseph Mohrbacher
in Kübelderg.
Bestellungen hierauf nimmt Franz
Buser in der Pfarrgasse, St. Inaberi,
entaegen.

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Sommer -Lagerbier
in Flaschen à 17 Krerzer (mit Flasche) be

ECICDAVGA HBHoOBNIe

in Aip⸗ihrücken.

Das Neue Blatt 1873.

Xr. 38 ist so⸗ben eingetroffen und enihält
„Auf der Eisenbahn.“ Humoresle von r
Winterfeld. — ‚„IIm Bann.“ Gedicht vor
Max Kalbeck. — ——— Briefe vor
einem deutschen Nichter.“ 1J. Schwurgerid
oder Schoffengericht — WVon der Wiener
Weltausstellung.“ Originalberichte des Reue
Blattass. — Aerztliches Sprechzimmer
RNefseln. Von Dr. S. Behrend. — Gedanken
ans der enget von Kari Gutzkon
— Die neue agdalena.“ Von Wilki
Tollins. — Damenfenilleton“? Interessanr
Frauen der Vergangenheit und Gegenwart.
Handel und Verkehr.“ — Allerlei
Beim Wildprethaändler von Meßz. — Ein Haut
bon suddeutscher Gebirgs⸗ und Seeluft. — bir
lurioses Begraäbniß. — Ein amerikanischer Aus
pruch. — Felix Pyat. — Ein angehender dra
matischer Autor. — Contra Mailaser MNäth
sel.NRene Bücherfchau. , Poiytech
uischer Briefkasten.“ — An Islustrationen
Beim Wildprethaͤndler von Vretz“
Traunkirchen am Gmundener⸗ oder
Traun ·See. — Waldweg am Starnber

aer See. — Ninon de lEnclos.
Das Reue Blatt sst du benehen durch al
Buchhandlungen und Poß⸗Anfialien fur der

maßigen Preis von 13 Sar. vierieliahrlich.

Vvom Triebsche ider bofe werden
Eßkartoffel àfl. 2. per Centner,
jchdne buchen Bohnenstangenà fl. 1. 45
kper 100 —* f
jfranco St. Ingbert geliefert. — — N —
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Weyland, Blieskasteler Straße, gemach' Geräucherte Würsse:
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NB. Nicht auf Lager befindliche werden
ofort frisch und Meä hesorat.

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dꝑp Wohnung), zu jedem Geschäfte sich t Got der S inken,
nend, ist zu vermiethen und kann bdis I. roh und abgelocht,
Juli bezogen werden. stets frisch und billigst bei
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— —
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— 72 m52 — — 3572553 38 2.5 85 *
7 23 —E 2 8 225
* —— 232 —3— EM 5 — A — * * — — — 2335
533 2 —, 3c 5 — *75 2 5 2 5635
2 532 282752 37 — 53 22 53353875
53 22323 ——A —X —— — 25,53 —
2832 5355 2 2552335 * *2538 ——3583 2636
23* z355 22 578335 — 332
523 283 * 553 525555 23253535 52 828 3338* 7 X 228
32 — z35238 S —2322 857 —s 523323
0 e — * — * — a 8 A
— 2 57253383 — 3533 5855 —2555 23
*52. 55*3 ẽ 5535553388 *3575 75553 32325332
352 52 8 25 Si 379 f *
53282 — 233 3 — —52—5553 2325 *1232— z25*238 7
22225 S 2 2 25 3222823 * 53235 * — — 52 * 8 2 —X *8*
578288 —— —— 2 3538332 —
zx4ò 5338k8 l — — 255558623 5528 5553887 28 22225* 322— —
z 6357
22 3—75 — — —* * 3
— 5,3 3353532 53232353533553 3 53253533
— —* —338 52*2 —533532358 523205 —E53222 S
——— 5 82322 253535* — 2235 86
—— J 58225* 8 1558 2552 — — 28* —X 28
2323 2538* * 58123232532 22 26233 —A 2 —63 —
223523585 3 332233 553333 58233
2 2 2 — *
z3 3 ? 3 z33 38 A
—A 55E8 5—38*535538 —A— 8* 8* 33233332
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8 2* 122 260 3 2 33 8 2
— 253 538 5 *8 s8353525555 — ZS.262 o* 383
5353 *æ25—5 28226 57238353 53 85 —*5
2263*833 225335 6865 —A
C¶ 5 5 A———
—— ————0 —
2* 222 22 328 — 222 — 2 7—
z252. 6558 53533333 s3 553333 235352 5358 —333
— * — * —
33 23828 253 38 58333 ——55 33.28535*
535 50 55425* s—7353— 22383 335 — 85 52322 5 *
25 6 7—23 723 56—— 3353 233 33
52* * 523*35 — 7282 8382 * 2 —8 2508
— — — 35 5353 8 * 2 8 827*
n5e 2325 —3553— *»52285 2522 22 — 84 —A 222232
A c— 5*—2 BS3 — 72 3—5 — 55353 *53353 S5*2 232322 3
232 2 222388 3223 * — 2—— 35* * 2 — —— 2 2.·2
57 452 3 322 —32. 23. 3227
5 243 2— 37— —8 33335
25 322 — —— 3z253,5
—— 53 5*2E —A — 5385 5 — — —— 22
5 38B25. 2 33 —
3 3— 33332323 53587
52.* — — 2 5* — 2.. 55 3 — SS *
3z33 7—3— —— 3 5 —3323233 533235
73523 —»—53333—688 58 —— 2—8*
— 5E ————2 22 — 22 5 2* —c2 22
——— — * —2258— — 2* 22 25* 3283— E —A 588
3 333377
558 — —225 8 8 3 8 — 2* 3
3 38
353 532z33383 48333 — —
—A — 2325* 222 z258 28 — 22 2532322
333 3338Ss33533
2 2 2 228* — —— 2 * — — 2 3 — —A
*—2 55* 2 2 — 5 — 2 2* 8 3
228 7 82 — 223,32 S z22822 — — 38 RBSRS 0* 0 4
25 5 c—

t

2522232
* 5* 2*
55 —3838
22*7* 383 2 2 358
5523553 38
—A —— 5525336 4/ 22 55 —
224 582 ——— — — 2 3 2
532338232 25525 826383 783833826
XRX 3332 22* 5533 —— 39 4343883
2222 832 8 5278 —S— 3 —8* 3* — — 5* 588
232325358 28 —A 5529 — 525 5 ——— —— —
22 20 X *55 — 222 *223 —ãA 2 52* 5z3822
—— 28 rü 553553853 z333337
—W *2*2 322 7 —— 8 — 23 * 2538* *—353823 258
552 2 — —A— 22 55 26 23822 — * *287
2 3 2* X * 2 5 5 ⸗ 3 ⸗
333 3s232835 —s3387 4277721 * 2233333335
13383 5 7 — 22 5388 7832332233 2 27 2 ———
233 225237* —X 2634 2232 3—235* 535352 — 3
5 32 ZAñA2 5. 2* 282 —XX 8Bi7 Sẽ 5 — F/ 2 — 8 83
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3* *32 —z351272 —5 52 —A 23 — Ec
23 528 2 228 2 322 * ———— 282 —* N 83
—2 53B2 3 5z25527 822 22572 *t. .5 — — 2 7 D * 22
8583 2253 —572 * 2 8 23 827 —ãA—— —I 235353, 42583 5 522
—3253 6—28 238 25522 —A — ẽ e 5* 8* 552 58 33
2— 8 5282 X 23533355 — — o 2 2289 2* —— 8*
;35 ———— 5555333 s3 323325 — sas3 833
382352383* 5* —A —A 52353* — 5323353522*
533233 —— 5 2533335 7 3533— 2
——
V 7 B —— * 22
28375 1327*535 A —— 285228 — —222 — —A
— 53— —R— 7 — 5755332337 5538 * 2222
525 * 8 * 2— 25322 —* 28 —83 — 5 2 EBR
— 252— — z3533538* — *55235* * 2* —
25888 22 M cã S ⸗ ã 2 5 33358— 2 3 X
57 22 7* 328 G5353— 2 — 255 5232
— 5332 *2.; — —— 5—8538 *S — S * 5 —⸗ *
32338 23 25228 2 ——533232* 683232 —A *
2 — —R 2 52 — 25232—
—F—— 55 248* 28 —XV e 3 25 aã 222287E * 325*
—3z322525 3 25222 8 ⁊ 25 — *
z35538 15 532833
23322 22 — *25 20 5833335* — 33 — ẽ
55z5323* 4 75 553 5z 55 RBSEMSEsS 55
— 58*5 329 55 23
— 283 e 2
22523235 . 55 * — 2383355 5323388
—V * 23 328 * z2528— SE 2785
255 — 33 —— — 24 5232 55383223
26 355 27 * 2 25352355 3555
2 — n * 532 —R— 2 —2 —
—— — — — —— ——
—3 8 2 23* —32 — 33323z34 *
— 222 5 * — * 2532325. 32 52
—A— 258 3 585x*558 335 558s32333
58 —A 23 * 2238 2* 2 536 —
—H 8 ẽ D 32238 5 a5 ——— 235
—A 2 — — S —— — 2 28
5s7733353 — —A— 28 333327385 * 32333322333
—E cẽ2226 —— z221553 68 — —— ——— 233333 8
» 52*265 5 5322335 ———— * 82383 — 722358
353.3 372535 — — 355
— —288 53*5 555. 2 852355334 22
3 a —AA — * 8 2 2 — 2237* —— — 27
1287 * 352 5533355 28 2 * 3 *22 98 * 5322 — — ẽca
— ———— 2 2323558 34 3 233825337 —X — 3335335*377 28.
J32 —45 9 2 758326 — ; 2533 233333335855
25538555 2333 8255. 552 5 z22253. 2358* 23 5555555
»7 2325235357— 2 5**. —8 —A —3 —A 33*33
— 27 — 25 2325383352 282 —A —8
*35328332 2333 82 —A— —— 3735335 —8 — — a
322 2* — 2 —3833 — — A 5 55 2 — 35 3 22 bä —55
353835 22 28 532— 8 8 3353 ——— WM 28
23585 252 — m ⸗ ——A —A 8 2522
2* 2 8 332 *28 *3 572 *2 55 — — 532
522 2 otd 8 *—* 8 * — —28 —2*7 —2 — S
33257384 *z 82 27— 52 — z355235 222
— *
— 255355 3377 5200 32 28 3322 QE
15525 1237 — 28 A— — 3 2
56323 3384 38 ——
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122 —z232 8
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        —— 2—
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—

8260 83898 8 332 —
85 ——3 — 3538 288
2228* 53 832 3323
———— 288 2523
—

—— a 2 335356

— 722 8 5234*

—

d —8 —232 2.

* 5385*

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        Ht. Ingberlker Anzeiger.

het 61. Ing berter Trzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungüblatt, mit der Dienttags⸗, Donnerttagt⸗ und Sonntag⸗

ummer erscheint w⸗Hentlich vie rmn al: Dienbtag. Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonneinentspreis vierteliahrig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispallige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

85

18734

89

— ——

Deutsches NReich herzigkei ie 2* i
ich. zigkeit befoͤrdern, die Verbreitu i
München. Nach einer vom hiesigen Comite zur Unter- und die schlechten Sitten — ** —ã
de n deen e — — Regierunga hrogram me. sein. i de
emachte gen die zu diesem Zwecke im — Die ‚Republique Francaise“ bespricht den Ei
—2 en gedend ten Gaben 95.774 Thlr. 28 Sgr, der parlamen!arische Staatsstreich vom —2 e
R pð Juni. Was den Entwurf eines Preßgesetzes und vor Allem auf Europa gemacht hat. Sie sagt unter Auderem:
ir da eutsche eich betrifft, der fast in der gesammten deutschen ,Die französische Bourgeoisie, besonders di e
zresse so entschieden mißbilligt wird, so heißt es, daß auch die bis jetzt das Banner der — ————
ArF ewissens ilosophi
—————
xsentliche n eues e — ene —— — ———— d e
nira · 50 i eine große Reserve i
dürften die bayerischen Bevollmächtigten wohl kaum d 3 — der unparteiisch die 3
vill, ist es aber llar, daß Europa i
—* J 5 Im —— 88 montanismus abschüttelt. —A
thung entwur er den außerordentlichen — Wie „Opinion-Nationale“ meldei, ist der histori
— e ene ne und die Wilhelm- ür die Candidaten der Militärschule von z — *
ee enhen 8 J n F chmitt beantragten Bau der Preußens beim Tode Friedrichs I.; die geographische Skizze: Die
i e r dn bei der dann folgenden Mündungen des Rheines.“
lusgaben das Haus zur deternne a * — 7. D i i end
uf Verweisung des Entwurfes C i Anrag Vedege u b län, 9. Juni. Am, Samstag Abend brach hier eine
— an eine ommission von 14 Mit · große Feuersbrunst aus und gab Anlaß zu Zusammenroltungen
n n llte sich Beschlußunfähigleit beraus. Nächste 8 wpe ee Truppen wurden zu —*
ntag. gerufen und machten einen Bayonnetangri i
aed 3 — de Kommisfion gent 70 Menschen verwundet e griff auf die Menge, wobei
eschlossen —* ist, figurirt auch die —
oeiler mit einer Position von 429,486, welche bestimmt ist, zur
hun — Wollmünster und Hornbach nach Zwei⸗
Berlin, 8. Juni. Die „Rordd J ibt:
HDie Notiz mehrerer Blaͤtter, Fürs Ie den
usgedrückten Wunsches des österreichischn Cabinets bei dem be⸗
vorstehenden Besuch des Kaisers nicht mit nach Wien gehen is
us der Luft gegriffen.“ — Der ,‚Correspondenz —* ufol e
vate nach den getroffenen Vereinbarungen der Schluß des —8
g gr —8 Mts. beabsichtigt. Das Militärgesetz, das Gesetz
ie Civilehe und das üÜber di i
ind Auegaben sollten deed Veweltns der Cunabaer
Die „Magdb. * d Usrin
— ——
derden unsere Abgeordneten nicht nehm n d
in so umgebaut werden, daß nicht ein Zeitt h d 8
leibt. Die Gesinnung aber welche uns i in a ——
aird, erfüllt uns um des jungen eee e dGe
*
du B— erhadenen Kaisers ein Reich des Friedens
ebee soll. mit Beschämung und Trauer F
wistht . 25 — auberordenti te japanefische Ge⸗
a Delt hat beunn aiser in feietlicher Audienz ihre Credi⸗
, ee Vheant * — Polorny,
. ig der Behörde gestellt. Bei demselben sind
mgefaähr 10. 000 Gulden ααν
Frankreich.
æ* kä * Im— Die Gesammteinfuhr Frankreichs während
n dem entspre benden Zure d 8
andpen b es Jahres 2. Die Ausfuhr
end der vier ersten M a 8 5 ᷣs —
— — onate des Jahres 1311 Mill. gegen 1160
— Das „Univers“ stellt fol
—E — ste folgendes Programm auf: „Die
*. de — IJ den Katholizismus. Die Zukunft
Whebung a g n. Die ganze innere Politik, die ganze Ge⸗
Wenn wu ah diese Richtung gebracht wrrden. Die Aufgabe
— gierung ist vor Allem eine religiöse Sendung. Die
duchen * uns gestürzt, der Glaͤube wird uns retten. Der
uit Etreue et zu geben, die Gesetze zum Schutze der Religion
ge üben, die Werke der religiösen Propagaanda und Barm

FKusel, 7. Juni. In der benachbarten Gemeinde Schell⸗
veiler ereignete sich heute ein schauderhafter Unglücsfall. Mehrere
deim Wegbau beschäftigte Personen suchten eine Bodenerhöhung
ibzugraben: hierbei mögen fie nun etwas unvorsichtig zu Werke
zegangen sein, denn plötzlich stürzte das Erdreich über sie herab:
1Personen wurden so schwer getcoffen, daß ihr Tod sogleich er⸗
folgte, 3 andere erl tten schwere Verletzungen, einer davon einen
Beinbruch. Et. 3.)

f Neustadt, 9. Juni. Die hiesige Didzesansynode hat
bei 34 Abstimmenden in die Generalshnode gewählt: J. Exter
von hier und den Landrathspräsidenten Dr. Jacob mit je 20
und Stadipfarrer Dr. Leiser mit 18 Stimmen. — Friedr. Hecker
witd nächstens unserer Stadt einen Besuch abstatten.

fIn Neust adt, Lambrecht und Umgebung hat am
Freitag (6. Juni) ein von wolkenbruchartigem Regen begleitetes
Bewitter großen Schaden angerichtet. In letzterem Orte war die
deberschwemmung siellenweise so stark, daß Sturm geläutet wurde,
um Hilfe zur Rettung bedrohten Viehs ꝛe. herbeizuschaffen. In
Neustadt standen die Landauer-, die Friedrichs⸗ und ein Theil der
dauptstraße mehr als fußhoch unter Wasser. — In der Gemarkung
von Hoof im Osterthale, Kanton Kusel, hat am 3. ds. ein eben⸗
solches Gewitter gewüthet und den Landmann schwer geschädigt.
Es ertranken dabei zwei Schweine.

fSpehe'r, 7. Juni. Gestern hielt sich Fr. Hecker vor⸗
übergehend hier auf.

FSpeyer, 7. Juni. In der Nacht vom 5. auf den
5. d. verstieg sich eine Schaar Gymnasiasten und Lyceisten, welche
chon mehrmals Nachts ihr Unwesen in Speyer und Umgegend
etrieben, zu den rohesten Excessen. Nachdem sie schon wiederholt
Steine aus der Stadtmauer ausgebrochrn und in den Graben
gestürzt, in der Nacht vom 3. auf den 4. d. sämmtliche Fenster
zes Pulverhauses auf dem Eselsdamm eingeworfen, gingen sie in
Jer vorgestrigen Nacht zwischen 12 und 1 soweit, das Haus des
Bfarrers Bischof (unter dem Schriftstellernamen Konrad von Bo—
sanden bekannt) in der Ludwigsstraße zu bombardiren. Unter
vüstem Geschrei: „Heraus Pfaff, wir schlagen dich todtl? worken
ie schwere Pflastersteine wider Thüren und Fenster (einige derielben
logen in's Zimmer), stürzten Blumentöpfe von den Fensterbrettern
ines Nachbarhauses zu Boden und zogen erst ab, nachd mmehrere
stevolverschüsse gefallen waren. Zwei der Excedenten sind bis jetzt
herhaftet und werden der gerechten Strafe nicht entgehen: dieselben
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        dellen eine besonder Absicht (Demonstration gegen den Pfarrer) in
Abrede und wollen nur aus jugendlichem Uebermuthe die Rohheit
zegangen haben. Wenn dies aber am grünen Holze geschieht,
venn junge Leute, die sich zu den gebildeten zäblen wollen, fich
olcher Rohheilen schuldig machen, welche Aussichten 18(Sp. Anz.)

F Spey ser, 10. Juni. Das kgl. Studienrektorat, welches
ttets um Aufrechthaltung der Zucht und Ordnung an dem huma⸗
aistischen Gymnasium ernstlich bemüht war und die Disziplin firenge
hdandhadte, hat gestern mit dem Professorenkollegium sein Urtheil
aͤber die Exzedenten, welche in der Nacht vom 5. auf den 6. ds.
Ruhestörungen verursacht, gefällt. Ein Lizceist und drei Gymna-
iasten wurden dimittirt; ein anderer, der beim Exzesse nur passiv
zetheiligt war, vnterschrieb einen Revers, dahin lautend, daß er die
sofortige Entlassung zu gewärtigen habe, wenn er sich bei einer
Ruhestdrung betheiligen werde. Sp. A.)

F Am 83. August, also 14 Tage nach dem Pfaälz. Sängerfest,
vird, ebenfalls in Durkheim, der Pfälzer Feuerwehrtag abgehalten,
erbunden mit der Jubiläumsfeier des 20.jährigen Bestehens der
Dürkheimer Feuerwehr.

Weisenbheim am Sand, 8. Juni. Die katholische
Tultusgemeinde dahier erhielt heute eine neue Glocke; dieselbe wiegt
3 Centner und ist aus Kanonenmetall — von im deuisch-fran ⸗
zösischen Feldzuge erbeuteten Kanonen — und zu Frankenthai bei
hrn. Hamm gegossen. (D. A.)

FMarnheim, 6. Juni. Bei dem lolossalen Eisenbahn⸗
zrückenbau über die Pfrimm, der rüstig voranschreitet und jeßt
schon des Besuchens werth ist, ereignete sich gestern der kleine Unfaü,
daß eine Material-Lokomotive entgleiste, wodurch dieselbe eiwas
zeschädigt wurde. Nach einer Stunde jedoch stand die Maschine
vieder auf dem Geleis. I

* Auf der Eisenbahnstrecke Ergolzheim⸗Freinsheim verunglückte
iin Mann aus Deckenheim, Familienvater don sechs Kindern, dem
»on einem Schuttwagen das Bein abgefahren wurde. — In Zwei-
zrücken fiel vorgestern ein neunjähriger Knabe von einem Wagen,
den er trotz der Warnuncen des Fuhrmannes bestiegen hatte, und
wurde von den Rädern derart beschädigt, daß er den Geist aufgub—

7 Im Deuischen Reiche wird nach den Berechnungan den
„Pad. Z.“ der obligatorische Volksschulunterricht in 60,000 Volkz.
chulen, 6 Millionen Schülern im Alter von 6— 14 Jahren er⸗
heilt. An mittlern Schulen bestanden am 1. Januar 1871 in
Deutschland 330 Gymnasien, 14 Realgymnasien. 274 Proghmugsie
ind Lateinschulen, 485 Real⸗ und hoͤhere Bürgerschulen, von denen
127 mit Gymnasien ꝛc. verbunden waren, im Ganjen mit 177 37
Schülern. Die vorhandenen 21 Universitäten hatten im Wintet
1872,73 zusammen 1620 Lehrende und 17.858 Siudirende. Den
echnischen Disciplinen dienen 10 polhtechnische Schulen mit 8360
Lehrern und 4500 Siudirenden.

F Aus Mostkau wird dem „Nord“ geschrieben, der Schah
von Persien habe allerdings mehrere seiner Frauen mitgebracht;
aber nicht im Kreml sondern in einem Landhause der Umgegen
jeien sie einlogirt worden, bis der Gebieter sie zu sich habe bringen
lassen. Als dies geschehen, begab er sich in's Theater, wo tin
Ballet aufgeführt wurde, das ihm sehr biel Spaß machte. Die
Frauen, denen er davon erzählte, wodten nun durchaus auch das
Theater bejuchen, um die Daimen zu sehen, welche ihren Herrn so
ehr entzlickt hatten. Als ihnen nicht gewillfahrt wuid, refoltirten
sie und machten dem Schah den Kopf so warm, daß sofort du
Befehl erging, sie einzupaden und direlt nach Theran zurüchzuschicken
Roch bevor Nasreddin von Moskou nach Petersburg weiterreisle
voren die Damen schon unterwegs nach Rjäsan. So kam e
daß Petersburg sie nicht zu sehen bekommen hat. Die Geschichte
ist wohl erfunden. Vermuthlich hat der Schah, wenn er die Frauen
überhaupt bis nach Mostau mitgebracht hat, dort eingesehen, daj
er sich als Gast den Sitten der Länder, wo die Mondgamte Gesc
ist, ein wenig anbquemen muß.

F Der Dampfer „Drummond Kastle“ erlitt auf der Reist
pon Hankow nach London auf der Saddre⸗Insel totalen Schiffbruch,
vobei der Kapitän und ein Theil der Bemannung, im Gamt
30 Versonen, ertranken.

F. X. Demehtz, verantwortlicher Redacteur.
Bekauntmachungen.
Bürgerhilfsverein.
Söonntäng den 15. Juni 18783,
Nachmittags 3 Uhr,
Generalversammlung
imn Vereins-Lolkale.
Betriff: Jahresabschluß und Rechnungs-
stellung. — J
Neuwahl des Vorstandes.
Aufnahme neuer Mitglieder.

Man bittet um zahlreiches und pünktliches

Erscheinen. Der Vorstand
Gafo Oberhausser.

Heute Donnerstag, den 12. Juni

Concert und Vorstellung

»es Charakter-Komikers S. Reisherger

ind der beiden Cithervirtuosen Höggenmn-

ztaIIex IIohmner aus Nürnberg.

Erste Vorstellung Nachmittags 4 Uhr
und Zweite Äbends 8 Uhr.

Das bis jseht von H. Weigand.
Thierarzt, bewohnte Logis, bestehend in
Zimmer, Küche, Keller, Speicherlammer
c., ist bis 1. Oktober d. J. wieder zu
dermietben.

Gehr. Stief.

Soeben ecschien Heft 8 (Reues Abonne-
nent) von

IR3444

„Nach der Arbeit“.

Ein Blatt für Mußestunden.
bexausgegeben zum Besten der deutschen
Juvaliden.

Inhalt: Auf Irrwegen, Novelle von

elarissa Lohde. — Lord Byron in Pifa.

— Villa Torlonig. — Im wunderschönen

MNonat Mai, Slizze von F. v. Maskow

— Die ariechische Kabelle bei Wiesbaden.

Erinnecung an Henriette Sontag, von
Bünther von Freizerg. — Episoden aus

em letzlen Kriege: Ul. Weihnachten bei
Orleans. — Eine Audienz beim Mikado—
— Im Berliner zoolsgischen Garten. —
Zur Wiener Weltausftellung. — Illu-
strationen.

Allerleirauh: Bilder aus dem Traum⸗
eben. — Haydn's erste Oper. — Humo
aistische Lehenspflichten in Alt-Englaud. —
Napoleon und Talma. — Martin Luther na

Der Zweibrücker Fruchtmarkt findet
um Popfte ausgerufen. Die Saae vom des e ecer Frche e am
dorelenfelien. — Eine Schlangenstudie — Freitag statt.
Irrohnleichnams-Jest.
7

Grossos Militar-Concor

Spaziergang durch den Weltausstellunge:
Talalog. — Das Bild des Koͤnigs. —
Vom Buchertisch. — Gedichte. — Räthjel
— Brieftasten der Redaktion.

. Preis pro Heft nur 324 Ot
— iährlich 12 Hefte. —

—

Die nächste Samstags-Nummu
des Anzeigers wird am Freitag Abend aus
Jegeben. Die Erxped.

ausgeführt
von der Kavelle des kal. b. 5. Jäger-Bataillons
von
Zweibrücken
unter Leitung des Kapellmeisters Herra J. Rirner
im Garten von Lichtenberger, Mayer &amp; Comp.
PTOg rA NM .
1. Abtheilung:
1. Uebern Rhein „Marsch“ von
2. Ouverture, Die Zauberflöte
3. Im Dämmmerlicht „Walzer“
1. Arie aus „Attila“
II. Abtheilung:
5. Der musikalische Schwant .Poipourri*
b. In wilder Hast „Galopp“
7. Arie aus, Nabucodonosor
8. Sängerlust Polka
III. Abtheilung:
9. Das Zauberlind „Ouverture“
. Schnellsegler „Walzer“
. In der Heimath ist's so schön
.2. PeterOssig Marse
——

J. Nixner.
Burchstaller.
XR
Mahyer.
r
Realnon, Druck und Vetlag bon F. X. Demes in St. Ingbert
        <pb n="355" />
        22 —
3535 335 53 5—532
— 25 5»58 22352 22 25
2033 28*8 25 —— 2535 555 55353845
2* 88 — 2 7 —5 8
3335 335 —55 — 535328 755 53333553233 3258553 —57
58 228 2532 — 53 2 —— 5 ——* —M 5575 8 2 53* —
3232 —— S223 3233 3 —A —— 28523853 5 —
55 758 3338 5328 —8352* —A—— —— 8
2 2 2 2 — * * 2 —8 X
58 227 3748 5* 5558* 55535335325 5537257 25
525 — —— — *8* 2 * 52322 53255578538 22 2 3 3 ——
5283 —737 5z33533* 555583527 23573 532 3 22333 32
9 c 7 0
25358 2235 23323825 23 ——D 235 2* 225
1228 222 533* 5z555 ——— z235582 — z35353
52 — 525 3852, 333 235383 — ——
8* — 8 * — —3— 2 — *8
— — —— — ———
7 * 5 — —— 53 2 2 ** — 2 * 8 55 5 2 8
—— 333 33558 3325335683338* z3535*333 322
—*8* * —
—
— * 2 2
33522 * 5829— A— —25 52 304 555253
—
2 *
15532 2223553 25 5832353 725337 353323535 55 37355358 587
755 * 8222 323 — * 2 —* —352— 25— — —————
— 3223 57223333333 2358533535 353—35603333
37 53323723323
2* — — 8 7 — wa * — Z —
22353683337
828 F — 3 —A * 2 * 3 — — — 8 J
— 32353* — —75382 13032 52 523 353— 3 53
—— ——— — AZ T—— 2258 — 55355 * 82253 55* 233
— — — —232 33355 — 5722 52238 2—35533303 — 32
— J82 232 3 A ——E——— 5 2828
25 352 2 —AA 223352323 532388 822
236*5 7283 S 25 25 223282*
i— e
—— — 1232 —V —— 25555 2328 *
— 8 — 2228 —— —— 5752 272—832 2
25 — c — 5 53* 0 — 2*2525 — 25
M —28 * ¶ 2222 2532 5325 82 — 2 228
— 35523 22 52 525* 538* 53355 236 32 5.25 *
152 558 7255 53525 3— z3 8 ẽ 8 * 28— 3 —
— — E3 — — 0 ——«—— 3222 —— S 2922 — 2 9 — — S 2
ẽ—,* 3 — — 533 538 ——A 263537 — 353 2
25 82 58 — 5557 53553023 — 533 —83 —
327332 — ———— 3377 52255 58 — — 535255 S 2*583 2588
— —— —505* 225358 57 225325 “ 28 533237 23 52ã
325 3* —2 7 —* *52* 52 2822 3352— 52258 8 22 E
2 ——A — 25* R5 2522 — 3232278 323 3 5
3 2* 2232 T — —— 55233 5 — 553—22 — 285* 22
5z823533*8 3553383 — 2452 — ITs 35 23
655* R3 22 —3 5 2—2,3532* B3 2* 5223 55 228
—323553 3885— 323335. 73358s553583358 33383 I553 33 3575*
55523252 8* 222z23 3353233 52532583 — 5 523 5253
255557 — — 233333353535233535 —— —8 532 388
7 —— 285
—— 5322 —5523422 — * 2
2 9528 * 22 52 2 3 ⁊ —2 52388 * 5ñ ** 8 2 —8
2323 mS22 * 2* — 82 2 8 kẽ *2
53325 A ——
335335355*58 353383* 52 — —— 5s——2355 5 358
333332835 J ——
82 2 * 28 — 2 2
38 52z235 — 32855 — 28 531228
13, 2255 53,33803 5523352 *2 —A — 25274. 2 —
5555 — ——— 2152 233534 2325 —— 5223382 5 .256 —
555583 —7— 26258 558—3 328 2833 32*
— — 2535955 22532553238* 22 55z 35232335
2⸗ 85 — — 8 2 28 5 —2 25 * 527 —
—535 52 S 2558 75 7 52* — 3
2 6235 —— 525 7235283
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        8* Ingberlker Anzeiger.
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dimmer erscheint wochentlich vie vmn a is Dienstag, Danner zrag, Samstag und; Sonntag-Abonnementspreiß vierteljahrig 42 Krxgt. oder
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Mß 90. 8. Samstaq, den 14. Junn. 1873
p⸗
ürst Bi ck ie den Rechtssinn, oder' die Valerlandsliebe uutetgrabenben Weise zu
Fürst Bismarck und die Presse. crroͤrtern,“ dann verlege man von vornherein die Redaktionen in
Die einmüthigen Angriffe der “gesammten deutschen Presse die Strafanstalten⸗-denn eine achttägige Thätigkeit würde in diesem
aden den Reichskauzler genöthigt, Farbe zu bekennen und die Falle hinreichen, einen Nedacteur für immer seiner Freiheit zu
zaterschaft der Preßordonanz außer“ Zweifel zu steslen· derauben: . w
Aus einen Leitartikel der Norddeutschen Allgemeinen,“ “gehl Soll' Die Sittlichkeit und der Rechsssinn“ qicht noch mehr
jar hervoꝛr, daß der Eutwurfe in den engsten verwandschaftlichen intergraben werden, als dies in der Grundungs· Periode leider ge⸗
zeziehrngen zum Fürften Bismard fteht, als das eigenste Kind chehen' ist, so wird alletdings der! Denlprozeß aufhören müssen,
inetr Ideen und Anschauungen angesehen werden muß. eine Einnahmequelle für die Staatskasse zu bilden. Allein wenn
Dem Herrn Minister des Innern haben wir somit Unrecht der Wegfall bere Cautionen snmnde des Zeltungsstempels mit einer
ethan. denn wir bören, daß derseibe die beabsichtigten Verschät⸗ Verschärfung der polizeilichen und siraftechtlichen Knebel Arkauft
ungen der bisher giltigen Sirafbestimmungen keineswegs in allen verden soll, so ist der' Preis ein, zu hohen. und wir wollen lieber
ʒiücken gebilligt, daß er sich dielmehr nur den Wünschendee den alten engen Rock behalten, als uns in die neue Zwangsjade
iihetanglers Jefügt hat.? hineinpressen lassenn. ... F
Bei diesem ist nun einmal als letzter Ueberrest vergangener NMan hoͤrt vielfach die Ansicht aussprechen, der Enlwurf, sei
ind glücklicherweise üherwündener Zeiten die Abneigung gegen die ein Schachzug des Reichskauzlers, zu dem Zwecke unterngmmen,
dresse zurückgeblieben.“ Sie soll trötz ihrer Verdienste, und obwohl das Zustandekommen eines Preßgese tzes übexhaupt zu bereitein. Es
i sich in den erflen Krisen, die wir zu bestehen⸗ haiten, vollkome wird fich ba den bevorstehenden Berathungen zeigen, ob diese Au—
ien dewährt hat, nach wie vor der Prüeeltnabe sein,“ auf den sicht richtig ist. (B. B. Zta.“*
ian nach Belieben losschlagen kann, selbst dann, wenn die Fehle
der * von ao ris begungen worden sind. Deutsches Reich. J
In diesem Punkte ftimmt er mit sseinen erbitteristen Gegnern, München, 11. Juni. PrinzLuitpold ist heute früh im
en Kömlingen, überein, die bekanntlich die Druckerptesse für eine Auftrage des Königs zu dem Leichenbegüngniß des Prinzen Adal⸗
rfindung des bösen Geistes und für die Quelle aler Heimsu- bert nach Berlin abgereist. Von Berlin wird sich der Prinz
jungen halten, unter denen der Stuhl Petri gegenwärtig zu leiden zleichfalls im Auftrage des Königs, nach Darmstadt begeben, um
at. Die herben Vorwürfe, die der Reichskanzler sich aüseit!g zu der Feier des 25jahrigen Regierungsjuübiläums des Großherzogs
gogen, und die abfäslige und wenig schmiichelhafte Kritik, die sein beizuwohnen und demselben ein Gratulationsschreiben des Konigẽ
dorgehen gefunden, scheint jedoch ihre Wirkung nicht vollständig zu übergeben.
ꝛeifehlt zu haden. Nach den officissen Aussführüngen der ,Nord Straßbursg, 10. Juni. Heute wurde der Erbgroßher
xutschen“ ist die Situalion keineswegs absolut aussichtsloe.“ Fürst zog bon Oldenburg als stud. jur. an unserer Universitaͤt imma⸗
diämarck scheint hiernach den früheren Standpunkt: „Sie volo, sie kriculirt. Damit hat die Zahl der Studirenden leinschl. einiger
iheoe (so will ich es und so muß es sein). doch einigermaßen, Hospitanten ec.) die Höhe von 497 erreicht. Die Prophezeiungen
uegeben zu haben. Er erkennt an, daß bei der Regelung einer uüber die schwachen Aussichten unserer Hochschule sind durch die
ir anser gesammtes Culturleren so eminent wichtigen Angelegen- Zahlen 220, 400 und 500 dec ersten drei Semester widerlegt.
eit die Volksvertreuung das eretschtidende Wort zu sprechen habe (B. L. 3.)
de Norddeuische“ schreibt in dieser Beziehung: Trier, 5. Juni. Die hiesigen Redempisristen haben sich
„Die. Nolfsvertretung, von deren Zuͤst mmung das Zustande- der „Moselztg.“ zufolge bereits ihre Reifepässe bestellt. Sodann
anmen der Gesetze abhängt. discutirt jede Vorlage. An ihr ist erfährt das Blatt, daß igr Grunddesiß (incl. Kirche) um den Betrag
*. weislich zu berathen und zu befinden, inwieweit die Bürgschafien von 30,000 Thir. von einem hiesigen Privatmanne kaäuflich er—
er Ocdnung und der Gesittung. des Friedens und des Wohn. standen worden ist.
landes. welche der Freiheit der Presse gesetzliche Schrauken setzen, Tie „Voss. Ztg.“ schreibt: „Ob der schon vor zwei Jahren
vhwendig oder entbehrlich sind. Der MNeichstag wird sich dabei angeregte Weltposteongreß während der Dauer der Weltansstellung
e dollen Verautwortlichkeit bewußl sein, die er zu tragen hat, in Wien oder aber im Laufe dieses Jahres in Berlin stattfinden
them er abwägt, in welcher Weise die Anforderungen, die vom verde daruüber ist eine definitive Entscheidung noch nicht getroffen.
indpunkt individueller Berechtirung erhoben werden, in Ernklang Dagegen steht fest, daß dem internutionalen Congreß solgende Vor⸗
aithen sind mit den Lebensbedürfnissen der Gesellschaft.“ schläge werden unterbreitet werden: 1) Daß sämmtsiche Sitaaten
Damit ist also die Möglichkeit einer Verständiguug nicht Europas, die Vereiniglen Staaten, Eghpten, AÄlgier, Russisch⸗ Asien
dandig ausgeschlossen, und es wird wesentlich von der Haltung Türtkisch-Asien, die spanischen Besitzungen in Nord-Afrika eine po⸗
Keichstages abhängen, ob endlig die Preßfrage aufhören wird stalische Union, also ein einheitliches Verkehrsgebiet bilden; 2) daß
dunlle Schlagschatten über das Laud zu werfen. im Bereiche dieser Union ein gleichförmiger Briesportosatz und eine
Es gibt Dinge, die auch der beredtste Anwalt nicht in einem gleichfiörmige Recommandationsgebühr eingeführt werde, und 3) daß
ien Lichte darstellen kann, und was die officiösen Federn zur im Berciche dieses Verkehrgebiets für Zeitungen, Drucksachen, Mut
Ahtidigung des Entwurfs an Weisheit auskramen, ist wirklich ersendungen x. ein gleichförmiget Porlosatz in Anwendung komme.
un titel Dunst und Phrase. Keinem Verständigen fällt es ein, die innerhalb der Grenzen der Einzelstaaten bestehenden niedrigen
chrantenlosigkeit und Zügellosigkeit für die Presse zu fordern unt Taxen sollen selbstverständlich bis auf Weiters beibehalten werden.
hmdes Recht beizulegen, unzesiraft Verbrechen und Vergehen ver. Außerdem werden voraussichtlich zwischen denjenigen Siaoten,
n zu können. Wir wollen nur nicht, daß die Journalistik für velche ein eigenes Fahrposlinstitut besitzen, d. h. Pockete, Gelder
ahrei erllärt, unfer Ausnahmegesetze gestellt, uad daß ein ganz ꝛc. befördern, in Betreff der Fahrpofttaxen und der Behandlung
nderer Criminalodex für dieselbe beschaffen werde. zollpflichtiger Sendungen einheithiche Bestimmungen getroffen werden.*
MNit den Strafbestinmungen, wie sie der Eatwurf enthält, ist Der Bundestath genehmigte gestern — wie der „W. Zig.“
— einer anderen, ais einer gouvernementalen Zeitung geschrieben wird — die Uebereinkünfte der internalionalen Com⸗
Anß * denlbar. Vor Allem ist z 20 so beschaffen und so, mission wegen I der deutschfran öfischen Grenze vom 24.
daß auch die gemäßigten Zeitungen Gefahr laufen würden und 28. August 1872. —
ür Tag mit dem Staatsanwalt in Berührung zu kommen. Wie die „Köln. Vollsztg.“ meldel, haben die vers.bi denen
in es strafbar sein soll, das „Eigenthum, die allgemeine Wehre Oberpräsidenten nunmehr an die Bischöfe ihrer Provingsen das
v oder sonstige Grundlagen det staatiichen Ordnung oder Frsuchen gerichtel, bei der Ausführung der Kirchengesetze ihu-
Ne der burqerlichen Gasellshaite in enee Sittlichkeit ülfrei h zur Seite Fehen zu wofsse N .
        <pb n="358" />
        katholische Blati, werden wobl überall lauten, wie sie bereits in
einem Falle gegeben worden ist: „daß die Bischöfe bertits ihren
Standpunkt in der Collectiv-Eingabe an das Staataministerium
klar gestellt haben.

Dere «den, 8. Juni. Auf Requifition des preußischen
Benetalstabes sind acht sächsische Ofsiziere nach Frankreich gereist,
An im Vereine mit Officieren aller andern Contingente des RKeichs-
heeres topographische Aufnahmen des noch occupirten franzoͤsischen
Terrains zu bewirken Die beschleunigte Näckkehr u serer Truppen
berursacht auch die Beschleunigung dieser für die Zwecke des Großen
Generalstabes erfolgenden wissenschaftlichen Arbeiten.

Frankreich.

Paris, 10. Juni. Es ist unwahr, daß der Prinz Napo⸗
leon und Mac Mahon sich gegenfeitig besucht hätten. Der General
Tisseh wird das Commando in Tours erhalten.

Man liest im „Ordre“: „Einer unserer Freunde, welcher
bon Chislehurst kommt, bringt uns die besten Nachrichten Aber da⸗
Befinden der Kaiserin und des kaiserlichen Pringen. Der jungt
Prinz ist kräftiger geworden und bedeulend gewachsen; er ist schon
jetzt üder einen Zoll groößer, als sein Vater gewesen ist. Man
rühmt sehr die Herrschaft, welche er troß der Lebhaftigkeit seines
Allers über sich selbst ausübt. Er sagt immer klar und deutlich
was er sagen will, nicht mehr und nicht weniger. sKurz, die
schönsten Hoffnungen haben sich an ihm schon zur Hälfte erfüllt.“
Aus dem Generalstabswerk.

Das 3. Heft des Generalstabswerkes „der deutsch- franzoͤsisch
—
zeschlagenen Schlachten bei Wörth und Spicheren in strategischer
Inr taltischer Hinsicht einander gegenüber, wobei auch das in der
Prefse vielfach besprochene Verhäumiß des Generals v. Steinmetz
jsum Großen Haupiquartier und dem Kommando der U. Arme
Prinz Friedrich Karl) näher besprochen und erklärt wird, daß di⸗
. Armee (General v. Steinmetz) vollständig im Sinne der deu⸗
schen Heeresleitung operirte. Diese, Schlußbetrachtung, deren Haupt⸗
stellen wir nachgehend bringen, erinnert an die Meisterhand, der
wir die im 1. Hefte befindliche Einleitung verdanken, und ist so
glänzend geschrieben, daß sie die weiteste Verbreitung verdient. —
Es ist der Hauptsache nach gesagt:

Wie bei Woruh, so batte auch bei Spicheren eir
Herandrängen der Vortruppen an den Gegner die für den 6.
August noch nicht beabsichtigte Entscheidung herbeigeführt. Aber an
der Sauer (dei Wörth) wußte man den Feind vor sich, rechnete
darauf. daß er Stand halten werde. Die Einleitungen zu einet
Schlacht waren berrits getroffen, welchen nur um 24 Stunden
vorgegriffen wurde. An der Saar (Spicheren) vermuthete man
den Gegner im Rückzuge. Wollte man ihn festhalten oder wenig ˖
stens die Fühlung nicht verlieren, so mußte gehandelt werden
Instinttiv, möchte man sagen, fühlte das hier Je er; und da es
sich biebei picht mehr um Tage, sondern vielleicht nur noch um
Sliunden zu handeln schien, so ging man in vorderster Linie selbst
siaund'g und ohne Zaadern zur That über. Dies Vechalten ent
prach aber auch den Auffassungen bei den höheren Kommandostellen.
obwohl im Augenblicke des Entschlusses die dort erlassenen Befehle
noch nicht eingegangen waren. — Zu der Zeit, als General Stein-
meh den von dem VII. Armeelorps beabsichtigten Saarüt ergang
qut dieß, stand die 14. Division (General Kameke) auf dem linken
Ufer bereits mit dem Feinde im Gefechte. Und bevor noch die
Befehle des Prinzen Friedrich Karl eingingen, es solle den Fran—
zosen an der Klinge geblieben, auch der Uebergang bei Saarbrücken
besetzt werden, naherte sio, von dem Generel von Doering in
Matsch gesetzt, die O. Brigade mit ihren Spitzen schon dem Schlacht ·
felde. Das Vorgehen des General von Kamecke durchkreuzte also
hötere Anordnungen nicht, weil es sich gegen einen im Weichen
degtiffenen Feind richtete. Wurde General Frossatd am 6. Auguss
richt angegriffen, so ist zu berücksichtigen, daß schon vor diesem
Tage, also zu einer Zeit, wo man im kaiserlichen Hauptquartier
noch hoffen durfte, sich durch Vereinigung mit der Armee Mac
Moehong zu verstaͤrken, der Abzug des zweiten Korps nach St
Avoid is Auge gefaßt war. Es darf daher,angenommen werden
daß die französische Rheinarmee auf die Nachricht von dem Aus
zange der Schlacht bei Wörth an dem Morgen des 7. August,
auch ohne angegriffen zu sein, den Rückzug angetreten hätte. Sie
wurde in diesem Falle voraussichtlich die Mosel exreicht haben,
ohne, vorher durch die Niederlage eines ihrer Corps Einbuße zu
etleiden. — Ein Veruleich des Verlaufes beider Schlachten zeigl
bei Wörth wie bei Spicheren die Frauzosen in einer starken, zur
BVertheidigung vorbereiteten Stellung. Ersterem Punkte (Wörth)
aegenüber standen schon an dem Vorabende der Schlacht etwa an—
derhalb deutsche Armeckorps, und die übrigen waren an dem
Morgen des 6. im Anmarsche nach den Aufftellungen, aus welden
5) solaenden Tage (7. Auquss) der Angriff erfolgen sollte

—AV Schlacht eine umfassend—
Uebermacht zu entwidein, mit welcher der Sieg schon an den
Nachmittage entschieden wurde und noch bei Tageslicht ausgebeutes
toerden konnte. Bei Spicheren dagten waren es nur die Spihzen
der nächsistehenden Armeekorps, welche nach der Saar vorfühlien
und ersi in der Mittagsstunde stieß eine dieser Avanlgarden aul
den weit uͤberlegenen Feind. Die magnetische Wirkung des Ka
nonendonners zog zwar theils zugesagte, theils nicht verheißen—
Verstärkungen herbei, aber aus Entfernrungen bis zu einem volle
Tagmarsche anrüchend, lonnten sie erst ia später Stunde wirksan
werden, und waährend der ganzen Dauer der Schlacht befand si
der Angreifer in der Minderzahl. Die Entscheidung des Sieget
bewirkte der Vorstoß weniger frischer Bataillone in einem Zei
puntte, wo gleichzeitig hinter der Flanle in Focdach der Roͤchu
bedroht wurde, und der franzdsische Feldhert üder Neserven rit
mehr verfügte. — Jo taltischer Hinsicht ließ die Bodengestaltun
des Sdlachtfeldes bei Worth alle Woffen zur ausgiebigsten Vn
wendung kommen. So standen hier wehr als 250 deutsche 6.
schütze im Feuer, die franzdsijsche Cavallerie griff kräftig in den
Kampf ein. Die Beschaffenheit des Schlachtfeldes bei Spichern
jedoch schloß die Thätigkeit der Reiterei fast vollständig aus un
beschränkte die Wirkung der preuß schen Attillerie auf einige Purh
mit theilweise nur schmalem Auffstellungsraume, in welchem
diese aber opferwillig zur Geltung zu bringen wußte. Ueberhau
waren anfänglich nur 24 Geschühe vorhanden, um die Infanten
in ihrer schwierigen Aujgabe zu unterstützen und auch bis get
Ende der Schlocht traten, einschließlich der Balterien bei Forbat
nicht mehr als 13 preußische Batterien (78 Geschütze) in Thaͤ
keit. Aber nicht hieraus allein erklären sich die großen Verluß
an Infanterie, welche dieser Schlacht einen jo besonders blutige
Charakier geben, sondern vornämlich daraus, daß von vorneherti
die Verhälinisse auf preußischer Seite einer einheitlichen Gefecht
bildung binderlich wurden, und daß man auch im Laufe de
Nampfes nicht dazu kam, eine größere geschlossene Reserve zu sar
meln. Einzeln, wie die Verstärkungen anlamen, wurden fie foglei
in das Gefecht geführt, um dasselbe wieder herzustellen oder
nähren. Erst der ützte Vorstoß gegen den Forbacher Berg w
die Flankenvirkung der 183. Division no higten den erschoͤyft
Gegner zu dem Rückzuge, dessen unmittelbare Verfolgung d
nächtliche Dunkel ausschleß. — Unter diesen Umständen blieb
malerielle Ausbeute der Schlacht bei Spicheren weit binter de
reichen Tropbäen der dritten Armee bei Morih zurück. Aberd
moralische Werth eines Sieges wirlt weit über das Echlachtt
hinaus. Er trägt seine Bedeutung in sich jelbst. Die uärjlr
unerwartete Nachricht von den gleichzeitigen Niederlagen im Eh
und in Lothringen wirkte wie ein Donuerschlag bei heiterm Himn
auf die sieg sgewisse sranzösische Hauptstadt; auch in dem kuijs
üchen Haupiquarticre entsagte man für den Auzendlick —X
deistande. So fiel im Laufe der fsolgenden Woche das Land
uur Mojsel in die Hände der Deutschen.

Bermischtes.
3weibrückn, 10. Juni. (Schwurgerichts verhandlune
Die nachbezeichneten Personen werden bei der diesmaligen Sar
gerichtssession, welche am 16. abhin Morgens 8 Uhr untn
Präsidium des k. Appellationsgerichtsrathes H. Thoma ihren
jang nehmen wird, wegen der beigefügten Neate zur Aburtber
gelangen; nämlich:

1) 1i6. Juni, 8 Uhr. Karl Neu, 32 J. a., Diens
von Wiesweiler wegen Bettugs. 2) 16. Juni, 3 Uhr. Wi
Bechtel, 23 J. alt, Schuhmacher von Weisenheim a. S.
Dicbstabis. 3) 17. Zuni. Friedr. Hornung. 45 J. a. o
und Fuhrmann von Ramien, wegen Diebstahls. — 9) 18.9
3 Uhr. Adam Reuther, 18 J. a., Tagner von Acisertlor
wegen Diebstahls und Mißhandlung. — 5) 18. Jani, 4
Feiedrich Braun, 30 J. alt, ledig, Tagner von Zweibrũchen e
Diebstahls. — 6) 19. Juni, 8 Uhr. Wilbelm Breithauer.?
m. Schuhmacher don Duͤrkheim und Franz Künell, 82 J. v.
garrenarbeiter von Frankenthal, wegen Diebstahls, Betrugo!
7) 19. Juni, 3 Uhr. Sabina De cert, 20 J. a. Dienstmo
Fppfein wegen Diebstahls ꝛc. — 8) 20. Juni.
Adoiph Berger, 36 J. a. Mehger ven Ogger heim wegen
chtags. — 9) 21. Juni 8 Uhr. Friedrich Manstky, 16
Dreher von Mundenheim wegen Koörperderletzung mit nachgeso
e i n 3 uüht parl Stonne, 38 J. 5
don Bruchmühlbach wegen Körperverlezung und Diedsiet!
11) 23. Juni. Jakob Kramer, 47 J. a. Tagner von et
fladt wegen Todtschlags. 12) 24. Juni. Johann Boheim⸗
ha., Leineweber von Heggereheim wegen Betrugs und Dieh

x— Koiserslautern, 10. Juni. In der heutigen s
tgl. Bezirt 8gerichts wurde das erftrichterliche UÜrtheil ge
Herleget Philibb Rohr (2 Monate Gefaängniß) bestãtiat
        <pb n="359" />
        sjm Appellation verworfen. Der Vertheidiger, Hr. Anwali
rendel, pladirte theils auf —V Mohr hatte
zs einen Schwindelanfal und genoß laut Zeugenaussage im
dermaß geislige Getränte), theils machte er geltend, daß —*
dnur für Das dabe bezablt machen wollen, was ihm die Frank⸗
nuer Banquiers von früher schuldig gewesen. Der Entlastungs⸗
uge Hr. Burgermeister Hohle deponirte nach der „Pf. P.“ Fol⸗
* Rohr habe (in Amerika) viel durchgemacht. Dabei sei
waß leicht lebig geworden und babe das scharfe Rechtsbewußtsein
gloren, das den Deuischen kennzeichne. Zeuge wurde Ppäter der
reund deß Angeklagten, den er als fleißigen Arbeiter, guten Fa⸗
ilienvater, theilnehmenden Freund schilderte. Er genoß jedoch
sets geistige Gelraͤnke, machte sich wenig Bewegung und wurde
halb ofters unwohl. Im Jahre 1868 haite er einen Schwin⸗
anfoll, und seit jeuer Zeit fing er an, an Arbeitslust und Ar⸗
atzkraft nachzulassen. Im Uebrigen war er ein humaner, mild-
saniger Mann, den der Zeuge einer unredlichen Handlung nicht
sc jahig hielt. Es ist demjelben unbegreiflich, wie der Angeklagte
uf solche abschüssige Bahn gerathen lonnte. 8

F Der protest. Pfarrer in NReuhäusel, Hr. Karl Hol ⸗
usteiner, hat unter sthr günstigen BVerhältnissen cinen Ruf als
gjarrer in das Holstein'sche erhalten und denselben ongenommer.
zane Ernennung ist bereits ersolgt. Kais. Ztg.)

pSpehyer. Die s. Z. durch Hrn. Prof. Metz angefertigte
zusse Schwerd's wurde vcn einem jungen Münchener ünstler Na-
As Schneider in fast dreifacher Lebensgröße höchst gelunzen zum
riguß umgearbeiten; sobald dieser letztere durch die unter von
piders Leitung siehende k. Erzgießerei-Anstalt in München ausge⸗
jhrt sein wird, foll die Aufslellung dahier erfolgen. Der Platz
ierfür ist noch nicht bezeichenet.

f Mannheim, 9. Juni. Heute hat sich die Polizeibe⸗
Irde zu einem Atte deranlaßt gesehen, welcher allgemeine Billigung
ind. Es galt der Prüfung von Qualitat und Gewicht der auf
m Markt gebrachten Butter, und da scheint in beider Hinsicht
zn den Handlern sehr viel gesündigt gewesen zu sein, deun es
uden ansehnliche Quantitäten sammt den —X
Aerbracht. Daß vollständig gefälschte Butter schon lange zu Markt
ebracht wurde, ist offenes Geheimniß; auch das Gewicht gab
aufig zu gerechten Klagen Anlaß. Hoffen wir, daß Beiden für
ne Zeit gesteuert ist. Die Buterragia gab zu einigen Episoden
heranlassung, welche die Lachlust des Marktpublikums herausfor⸗
erten. Bei einer Butterverkäuferin waren gerade mehrere Frauen
n Kaufen, als die Untersuchung an der Butterwaage vor sich
iag. Kaum höorte die Nerkäauferin die Ursache, ols sie den Frauen
e Butler aus der Hand riß, in den Korb warf und mit diesem
iligst das Weite suchte. Eine andere Verkäuferin, die auch ein
dses Gewissen hatte lehrte rasch ihre Butter auf den blanken
zeden, stülpte den Korb darüber und legte ihre Cier ꝛc. darauf
die Polijei entdedte indeß die Butter und haite Ursache, sie eben⸗
als mitgehen zu heißen. (Mh. J.)

f Die Bahnstrecke HeidelbergeSchwezingen wird

1. Juli eroͤffnet.

In Freiburgi. Br., hat es am 31. Mai auf den
zergen dis in die Thäler herab geschneit. Der Lugiuslaud hatte
ca Winierkleid wieder angelegt und sich bis zum Rasthause mit
ußdohem Schnee bededt.

Aus Bischweiler (Elsaß) wurde vor lurzem eine rüh⸗
nen werthe That eines 14jährigen Knaben Ramens Karl Schiffer,
erichtet. wel her bei einem Brande mit größter Gefahr für das
igene Leben die drei Kinder einer armen Winwe aus den Flam⸗
aen reltek. Die Redaction der „Neuesten Nachr.“ in Munchen
rhielt nun dieser Tage 120 Mark in Gold zugeschicht mit fol⸗
sendem Schreiben: „Beigehend erlaube ich mir für den trefflichen
ungen Karl Schiffer in Bischweiser die Summe von 120 Mark
wer 70 Zulden zu übersenden, als Anerkennung seiner wahrhaft
driflichen Handlung. Ich will, daß dieses Geld dem junsen Helden
eldst übergeben werde, denn ein Mensch, der sein Leben so schoͤn
u verwerthen weiß, wird ea mit seinem Gelde ebensowohl ver⸗
hen Der Rame des Einsenders thut nichts zur Sache; möoge
x Nachahmer finden.“

—XX Eroffnung ge⸗
angenden neuen lothringischer. Bahnstrecke Courcelles· Bolchen eine
fesfahtt dorgenommen. VDiese Strecke it 21,9 Kilometet lang
ind umfaßt die Stationen Courcelles, Pange, Conrcesles· Chaussh,
randonvillers, Conde⸗Northen und Bolchen. Die Bevölkerung
eigte troß des ungüustigen Welters viele Theilnahne an dieser
crüffnungsfahrt; eine an die Bahn geeilte Gemeinde begrüßte den
dune vi den Rufe Vive le prẽsident de PAlsace-Iorraine

fAus Homburg bei Ruhrort wird der „Cr. Z.“ vom
. Juni geschrieben: Ein Herr F. in Elderhend wollte kürzlich in
int Gesellschoft die Fertigkeit seines großen Hundes im Apporliren
eigen. Verschedene Zunsistũce waren von dem klugen Thier aus⸗
zesührt, als Herr F. seine Uhr aus der Tasche zog, um diese ab⸗

—E ia dem Augenblicke als der
Zund die Cylinderuhr im Maule hatte und zu seinem Herrn zurlick⸗
lehren wollte, wurde er von einem andern Hunde angegriffene Da
ein Schluck, und die Cylinderuhr war im Magen des großen
Hdundes verschwunden. Jett war guter Rath theuer., Den Hund
zer Uhr wegen zu toͤdten, ging nicht, da die Uhr nut etwa zwolf
Thaler gekostet, der Hund aber bedeutend mehr Werth hatte. Seit
z Tagen ist die Geschichte passirt und heute befindet sich das Thier
noch ganz wohl.

F Aurf seiner Reise von Berlin nach Wiesbaden nahm der
Zchah von Persien auch in Esssen Aufenthalt, stattete dem
drupp'schen Etablissement einen etwa einstündigen Besuch ab und
ahm dann bei dem Geh. Kommerzienrath Krupp ein Essen ein.
Der große Industrielle hatte die Artigkeit, seinem Gaste einen
Zechspfunder zum Geschenk zu machen. Am Abend des 7. d. M.
am der persische Machtbaber in K 8In an und besichtigte am
nächsten Morgen verschiedene Kolner Merkwürdigleiten. Ueber jein
Zesolge führt die „Köln. Zig.“ an. daß der größte Bruchtheil
zesselden aus jüngeren Maännern mit zum Theil schönen, intelligen⸗
sen Gesichtern besiand. Doch fehlie es auch nicht an einigen ehr⸗
würdigen Greisen, geeignet, einem Maler als Vorbild zu Charakter-
dpfen zu dienen. „die beiden Damen im Gelfolge Sr. Majeftät
ind, wenn wir auf Kosten feiner Sitte der Waͤhrheit die Ehre
jeben wollen, über den Frühling ibres Lebens weit hinaus; also
atf man hier sagen: honzi soi qui mal y popse., Am 8. d.
raf der Schah in Wiesbaden ein; von da scuuten Abstecher nach
Mainz, Frankfurt, Karlsruhe, Baden⸗Baden 2*xc. grmacht werden.

7 Golge des Borlenspiels.) Die Kreditansialt in Wien ist
im 500,000 fl. betrogen woroen. Dir Aassirer derselben, R.
Potorny, ein Beamter, der als gewissenhaft und pünltlich geschildert
dird, ließ fich zu Spekulationen an ser Börse verleiten, und als
die Deroute ihn in Mitleidenschaft zog. suchte er die Verluste durch
die ihm anvertrauten Wertheffelten der Qeditanstalt zu deden,
Der große Krach“ verschlang Alles. (Polkorny hat sich gellellt;
man jand bei ihm ca. 10,000 fl. in Werthpapieren).—

(Zehntausend Amerilaner auf der Wiener —XE

Anlangft ging durch die Wiener Blätler die Mittheilung, von Amerilag
us saen 10,000 Amerilaner als Besucher der Ausstellung nicht
Qein angesagt, sondern bercits auf dem Wege. Die Nachricht
nachte selbstverständlich in Wien nicht geringe Sensation und wurde
zielfach bezweifelt, ist aber nichtsdestoweniger, — freilich in einem
ehr eigenthümlichen Sinne — doch wahr. Ein Newyorker Kauf⸗
nann hatte nämlich an einen Wiener Kaufmann 10,000 Dollars
u liefern und er ielegraphirte nach Wien: „Die zehntausend Ame-
ĩtaner sind unterwegs.“ Das war für den Geschaftsmanu deutlich
enug. Der Telegraphenbeamte aber nahm die Goldftücke für
Menschen, theilte die Neuigkeit in seiner Auffassung einem und
ndern seiner Bekannten mit und so fand dieselbe ihren Weg
in die Presse.

— Ueber eine am 8. ds. statigehabte Luftreise des belannten
leronauten Sivel in Köln, welche derselbe von einem andern
Manne begleitet, ausführte, berichtet die K. Z. Das fast senkrechte
Jufsteigen des Ballons ging so rasch von Siaiten, datz die Luft ˖
ahrer schon nach eiwa fünf Minuten die Einzelheiten des Bodens
aum mehr zu unterscheiden vermochten. Die Richtung der Fabrt
zing zunächst über Kall, dann aber ging sie mehr südlich nach
emn Kheine hin. Der Ballon trat in einer von Herrn Sivel
uuf 2500 Meter geschäßzten Hoͤhe in eine sehr dunkle und em⸗
Ffindlich kalte Wolkenschicht, saud aber, als dielelbe durchschnitten
bar wieder den klarssen Sonnenschein und eine warme, durchaus
Hehagliche Temperatut. Die alsdann erreichte Maximalhöhe der
Fahrt wurde von Herrn Sivel noch den Angaben des Barometers
uf 3700 Meter (über 11,000 Fuß) geschätzt. Der Reisegefährte
c Aeronauten weiß dessen geschidte und besonnene Art und Weise,
dwie die prächtige Wirlung des weiten Rundbildes nicht lebhaft
senug zu rühmen, schitdert aber auch den Blick abwarts auf die
on der Sonne beleuchtete Wolkenschicht mit ihren phautastischen

Formen als überaus schön. Zumal sei es interessant gewesen, zu

hen, wie sich der von einem regenbogenfarbigen Rande einge⸗

aßte Schatten des Ballons auf der weißgrauen Wollkenfläche ab⸗
ehoben hatte. Einige Minuten nach 7 Uhr begann das Sinken

VBallons und als derselbe wieder durch Wolken hinabgekommen,

varen die Luftfahrer wie aus den Wolken gefallen, fich in der

Nähe des Drachenfels zu sehen. Die Landung auf der Mutter

erde ersolgie unweit Mehlem bei dem Doörfschen Gimmersdorf ohne

»gend welche Schwieriakeit.
Dienstesnachrichten.

Ernanni: ver kais. Friedensrichter Emil Piri: in Mulhausen zum
zandrichter in St. IAngabert; der tais. Staatsprokurator H. Petriin Colmar
um Siaattanwalt am lgl. Appella tionsgericht der Pfalz und der Landge⸗
ichtsafsesor Eduard Maurer zum Landrichter in Wolistein.

——
J. I. Demen, veranwortlicher
        <pb n="360" />
        lalholische Blati, werden wobl überall lauien, wie sie bereits in
einem Falle gegeben worden ist: »daß die Bischöfe bereits ihren
Standpunkt in der Collectiv·Eingabe an das Staalsministerium
Aar gestellt haben.

Dresden, 8. Juni. Auf Requisfition des preußischen
Generalstabes sind acht sächsische Ossiziere nach Frankreich gereist,
um im Vereine mit Officieren aller andern Contingente des Reichs⸗
heeres topographische Aufnahmen des noch occupirten französischen
Terrains zu bewirlen Die beschleunigte Rückehr unserer Truppen
verursacht auch die Beschleunigung diefer für die Zwede des Großen
Beaetalsiabes erfolgenden wissenschaftlichen Arbeiten.

Frankreich.

Paris, 10. Juni. Es ist unwahr, daß der Prinz Napo⸗
leon und Mac Mahon sich gegenseitig besucht hatten. Der General
Cissey wird das Commando in Tours erhalten.

Man liest im „Ordre“: „Einer unserer Freunde, welcher
don Chislehurss kommt, bringt uns die besten Nachrichten über das
Befinden der Kaiserin und des kaiserlichen Prinzen. Ter junge
Prinz ist kräftiger geworden und bedeulend gewachsen; er ist schon
jetzt über einen Zoll gidßer, als sein Vater gewesen ist. Man
rühmt sehr die Herrschaft, welche er troß der Lebhaftigkein seines
Allers über sich selbst ausübt. Er sagt immer tlar und deutlich
was er sagen will, nicht mehr und nicht weniger. Kurz, die
schönsten Hoffnungen haben sich an ihm schon zur Hälfte eriüllt.
Aus dem Generalstabswerb.

Das 3. Heft des Generalstabswerkes „der deutsch- franzoͤsischt
srieg 1870- 71 stellt zum Schiusse die beiden an einem Tage
geschlagenen Schlachten dei Wörth und Spicheren in strategischer
iir taltischer Hinsicht einander gegenüber, wobei auch das in der
Presse vielfach besbrochene Verhaͤunmße des Generals v. Steinmetz
sum Großzen Haupiquartier und dem Kommando der U. Armee
Prinz Friedrich Karh) näher besprochen und erklärt wird, daß die
Armee (General v. Steinmetz) vollständig im Sinne der deu:
schen Heeresleitang operirte. Diese Schlußbetrachtung, deren Haupt⸗
dellen wir nachgehend bringen, erinnert an die Meisterhand, der
dir die im 1. Hefte befindliche Einleitung verdanken, und ist so
glanzend geschrieben, daß sie die weiteste Verbreitung verdient. —
Es ist der Hauptsache nach gesagt:

Wie ba Worhh, so balte auch bei Spicheren ein
Herandrangen der Vortruppen an den Gegner die für den 6.
August noch nicht beabsichtigte Eatscheidung herbeigefuhrt. Aber an
zer Sauer (bei Wörth) wußte man den Feind vor sich, rechnete
Farauf. daß er Stand halten werde. Die Einleitungen zu einer
Schlacht waren bereits getroffen, welchen nur um 24 Stunden
borgegriffen wurde. An der Saar E—dpicheren) „vermuthete man
den Gegner im Rüchzuge. Wollte man ihn festhalten oder wenig
ssens die Fühlung nicht verlieren, so mußte gehandelt werden.
Instinktiv, mochle man sagen, fühlte das hier Je er; und da es
sich biebei picht mehr um Tage, sondern vielleiht nur noch um
Slunden zu handeln schien, so ging man in vorderster Linie selbst⸗
standig und ohne Zaudern zur That über. Dies Vechalten ent-
jprach aber auch den Auffassungen bei den höheren Kommandostellen,
dbwodbl im Augenblidce des Enischlusses die dort erlassenen Befehle
aoch nicht eingegangen waren. — Zu der Zeit, als General Stein-
metz den von dem ViI. Armeekorps beabsichtigten Saarüergang
qut dieß, stand die 14. Division (General Kameke) auf dem linken
Ufer bereits mit dem Feinde im Gefechte. Und bevor noch die
Befehle des Prinzen Friedrich Karl eingingen, es solle den Fran-
zosen an der Alinge geblieben, auch der Uebergang bei Saarbrücken
hesetzt werden, näherte sib, von dem General von Doering in
Natsch gesetzt, die 9. Brigade mit ihren Spitzen schon dem Schlacht-
felde. Das Vorgehen des General von Kamecke durchkreuzte also
hötere Anordnungen nicht, weil es sich gegen einen im Weichen
degtiffenen Feind richtete. Wurde Generel Frossaid am 6. August
nicht angegriffen, so ist zu berücksichtigen, daß schon vor diesem
Tage, also zu einer Zeit, wo man im iaiserlichen Hauptquattier
noch hoffen durfte, sich durch Vereinigung mit der Armee Mac
Mehons zu verstaͤrlen, der Abzug des zweiten Korps nach St.
Avoid uns Auge gefaßt war. Es darf daherlangenommen werden,
daß die französische Rheinatmee auf die Nachricht von dem Aus-
zaunge der Schlacht bei Wörth an dem Morgen des 7. August,
Zuch ohne angegriffen zu sein, den Rückzug angetreten hätie. Sie
wpücde in diesem Falle voraussichtlich die Mosel erreicht haben,
ohne, vorhet durch die Niederlage eines ihrer Corps Einbuße zu
leidem. - Ein Vergleich des Verlaufes beider Schlachten zeigt
bei Worth wie bei Spicheren die Frauzosen in einer statlen, zur
Bertheidigung vorbereiteten Stellung. Ersterem Punkte (Wörth)
gegenüber standen schon an dem Vorabende der Schlacht etwa an-
derthalb deutsche Arineekorph. und die übrigen waren an dem
Morgen des 6. im Anmarsche nach den Aufstellungen, aus welhen
soldenden Tage (7. August) der Angriff erfolgen sollte

— ——

So vermochte man im Verlaufe der Schlacht eine umfassend⸗
lebermacht zu entwickeln, mit welcher der Sieg schon an dem
stachmittage entschieden wurde und noch bei Tageslicht ausgedeuiet
derden konnte. Bei Spicheren dageten waren es nur die Spihen
der nächsistehenden Armeeckorpä, welche nach der Saar vorfühlien
ind ersi in der Mittagsstunde ftieß eine dieser Avantgarden auf
den weit überlegenen Feind. Die magnetische Wirlung des Ka
nendonners jog zwar theils zugesagte, theils nicht verheißen⸗
Berstärkungen herbei, aber aus Enifernungen bis zu einem vollen
Tagmarsche anrückend, lounten sie erst in spãter Stunde wirksan
verden, und wahrend der ganzen Dauer der Schlacht befand sig
Zer Angreifer in der Minderzabl. Die Entscheidung des Siegei
zewirkte der Vorstoß weniger frischer Bataillone in einem Zeiß
hunkte, wo gleichzeitig hinter der Flanle in Focdach der Röchug
edroht wurde, und der franzdsische Feldherr über Neserven nigh
nehr verfügte. — Jo taltischer Hinsicht ließ die Boden gestaltun
des Schlachtfeldes bei Worth alle Waffen zur ausgiebigsten Ver
vendung kommen. So standen hier mehr als 250 deutsche Ge
chütze im Feuer, die franzosijche Cavallerie griff kräftig itden
Zampf ein. Die Beschaffenheit des Schlachtfeldes bei Spichern
edoch schloß die Thatigkeit der Reiterei fast vollständig aus und
Heschränkee die Wickung der preußschen Actillerie auf einige Purnhe
mit theilweise nur schmalem Auffiellungsraume, in welchem st
diese aber opferwillig zur Geitung zu bringen wußte. Ueberhauß
waren anfänglich nur 24 Geschühe vorhanden, um die Infantent
in ihrer schwie rigen Aufgabe zu unterstützen und auch bis gehen
Fnde der Schlocht traten, einschließlich der Balterien bei Forbethh
nicht meht als13 preußische Batterien (78 Geschüte) in Thaͤg
en. Aber nicqht hieraus allein erllären sich die großen Verlus
in Infanterie, welche dieser Zchlacht einen jo besonders blutigen
Tharalter geben, fondern dornumlich daraus, daß von voreheren
ie Verhälinisse auf preußischer Seile einer einheillichen Gefechn
ildung binderlich wurden, und daß man auch im Laufe de
Zampfes nicht dazu kam, eine größere geschlossene Reserbe zu sew
neln. Einzein, wie die Verstärkungen ankamen, wurden fsie sogleit
n das Gefecht geführt, um dasselbe wieder herzustellen oderz
nähren. Ersi der lezte Vorstoß gegen den Forbacher Berg w
die Flankenvirkung der I3. Divifion ud higten den erschöpfin
Gegner zu dem Rüchzuge, dessen unmiltelbare Verfolguung da
nächtliche Dunkel ausschloß. — Unter diesen Umstanden blieb d
malerielle Ausbeute der Schlacht bei Spicheren weit biuter de
reichen Tropbaen der dritten Acmee bei Wörth zurüch. Abenu
noralische Werth eines Sieges wirlt weit über das Schlachhh
hinaus. Er trägt seine Bedeutung in sich selbst. Die aürllt
unerwartete Nachricht von den gleichzeitigen Niederlagen im Elci
ind in Lothringen wirkte wie ein Donuerschlag bei herterm Himm
auf die sieg suewisse sranzösische Hauptstadt; auch in dem kuist
ichen Haupiquarticre entsagte man für den Augenblic jeden 8
eistande. So fiel im Laufe der foigenden Woche das Land
ur' Mosel in die Hände der Deutschen.
——
Bermischtes.
3weibrücken, 10. Juni. ( Schwurgerichts verhandlung
Die nochbezeichneten Personen werden bei der diesmaligen San—
gerichtssession, welche amm 16. abhin Morgens 8 Uhr unin
Hräsidium des k. Appellationsgerichtsrathes H. Thoma ihren
ang nehmen wird, wegen der beigefügten Neate zur Aburtheil
gelangen; nämlich:

1) 16. Juni, 8 Uhr. Karl Neu,. 832 J. a., Diersh
„on Wiesweiler wegen Beirugs. 2) 16. Juni, 8 Uhr. Wilb
Vechtel, 23 J. alt, Schuhmacher von Weisenheim a. S. we
ibsahls. 39717. Juni. Friedr. Hornung. 46 J. a. an
ind Fuhrmann von Ramien, wegen Di⸗bstahls. — 18
3 Uht. Adam Reuther, 18 J. a., Tagner von Quijertlun
begen Diebsiahls uud Mißhandlung. — 5) 18. Jani, *
Fciedrich Braun, 80 J. alt, ledig, Tagner von Zweibrücen r
Hiebstahls. — 6) 19. Juni, 8 Uhr. Wildelm Vteihauer.“
. Schuhmacher don Dürkheim und Franz Künell, 32 —X
arrenarbeiter von Fraakenthal, wegen Diebstahls, Betrugh!
y is Juni, 3. Uhr. Sabina De ckert, 20 J, «. Diensimen
xppflein wegen Diebstahls ꝛc. — 8 20, Juni.
Idoiph Berger, 36 J. a., Metzger ven Ogger him —8
diags. — 9) 21. Juni 8 Uhr. Friedricv —W&amp;æ
Decher von Mundendeim wegen Koͤrperberletzung mi nachgen
Tode. 10) 21. Juni, 3 Uhr. Paul Shanne, 38 J.a,
Bruchmühlbach wegen Körperverletzung und Diedsiehl
Jotod Kramer, 47 J. a. Tagret von e
ladt wegea Todischlags. 12) 24. Juni. Johann Boheim.

qh Leineweber von Hegger-heim wegen Betrugs und die
RKeiserslautern, 10. Juni. In der heutiger Sijun
gl. Bezirt 8gerichts wurde das erstrichterliche Urtheil v

Herleger Philipp Rohr (2 Monate Gefangniß) bestatigh
        <pb n="361" />
        gen Appellation verworfen. Der Vertheidiger, Hr. Anwalt
— plädirte theils auf — (Rohr hatte
368 einen Schwindel anfal und gensß laut Zeugenaussage im
dermaß geistige Getränke), theils wachte er geltend, daß deot
h nur für Das babe bezablt machen wollen, was ihm die Frank⸗
rier Banquiers von früher schuldig gewesen. Der Entlastungs⸗
uge Hr. Burgermeister Hohle deponirte nach der „Pf. P.“ Fol⸗
es: „Rohr habe (in Amerika) viel durchgemact. Dabei sei
eiwas leichtlebig geworden und habe das scharfe Rechtsbewußtsein!
eloren, das den Deutschen kennzeichne. Zeuge wurde später der
sreund des Angeklagten, den er als fleißigen Arbeiter, guten Fa⸗
alienvater, theilnehmenden Freund jchilderte. Er genoß jedoch
ers geistige Getränke, machte sich wenig Bewegung und wurde
halb ofters unwohl. Im Jahre 1868 haite er einen Schwin⸗
nrfall, und seit jeuer Zeit fing er an, an Arbeitslust und Ar⸗
iskraft nachzulossen. Im Uebrigen war er ein humaner, mitd⸗
itiger Mann, den der Zeuge einer unredlichen Handlung nicht
sr fabig hielt. Es ist demselben unbegreiflich, wie der Angellagte
uf soiche abschüssige Bahn gerathen konnte.. ..“

4— Der vrotest. Pfarrer in Neuhäufel, Hr. Karl Hol⸗
asteiner, hat untet sehr günstigen Verhältnissen cinen Ruf als
Ifarrer in das Holstein'sche erhalten und denselben ongenommen.
hane Ernennung ist bereits ersolgt. Kais. Ztig.)

Speyer. Die s. Z. ducch Hen. Prof. Met angefertigte
zusie Schwerd's wurde ven rinem jungen Münchener Künstler Na-
zens Schneider in fast dreifacher Lebensgröße höchst gelungen zum
riguhß umgearbeitet; sobaid dieser leztere durch die unter von
didei's Leitung stehende k. Erzgießerei⸗Anstalt in Munchen ausge⸗
ihrt sein wird, soll die Aufslellung dahier erfolgen. Der Plaß
ierfür ist noch nicht bezeichnet.

Mannheim, 9. Juni. Heute hat sich die Polizeibe-
orde zu einem Atte veranlaßt gesehen, welcher allgemeine Billigung
ind. Es galt der Prüfung von Qualitat und Gewicht der auf
Martt gebrachten Butter, und da scheint in beider Hinficht
en den Handlern sehr viel gesündigt gewesen zu sein, denn es
urden ansehnliche Quantitäten sammt den Verkaufern zur Polizei
erbracht. Daß vollsiandig gefälschte Butter schon lange zu Markt
ebracht wurde, ist offenes Geheimniß; auch das Gewicht gab
aufig zu gerechten Klagen Anlaß. Doffen wir, daß BVeiden für
me Zeit gesteuert ist. Die Butierragia gab zu einigen Episoden
Jeranlassung, welche die Lachlust des Marktpublikums heraussor⸗
men.Baͤ einer Vutterverkauferin waren gerade mehrere Frauen
m Kaufen, als die Untersuchung an der Butterwaage vor sich

iag. Kaum hoͤrte die Nerkäuferin die Ursache, ols sie dien Frauen
e Butler aus der Hand tiß, in den Korb warf und mit diesem
lligst das Weite suchte. Eine andere Verkäuferin, die auch ein
dses Gewissen hatte. lehrte rasch ihre Butter auf den blanken
Joden, stülpie den Korb darüber und legte ihre Cier tc. darauf.
die Polizei entdedte indeß die Buter und haite Ursache, sie eben⸗
aile mitgehen zu heißen. (Mh. J.)
Die Bahnsireke HeidelbergeSchweßingen wird

Juli eroffnet.

In Freiburg i. Br., hat es am 31. Mai auf den
en dis in die Thäler berab geschneit. Der Luginsland hatte
Winlerkleid wieder angelegt und sich bis zum Rasthause mit
hem Schnee bedeckt.

Aus Bischweiler (Elsaß) wurde vor kurzem eine rüh⸗
tihe That eines 14jährigen Knaben Ramens Karl Schiffer,
wel her bei einem Brande mit größtet Gefahr für das
Leben die drei Kinder einer armen Wiunme aus den Flam⸗
rellekte Die Redaction der „Neueften Nachr.“ in München
rhielt nun dieser Tage 120 Mart in Gold zugeschickt mit fol⸗
sendem Schreiben: „eigehend erlaube ich mir für den trefflichen
ungen Karl Schiffer in Bischweiler die Summe von 120 Mork
wer 70 Bulden zu übersenden, als Anerkennung seiner wahrhaft
hristlichen Handlung. Ich will, daß dieses Geld dem jungen Helden
elbst übergeben werde, denn ein Mensch, der sein Leben so schön
u verwerthen weiß, wird es mit seinem Gelde ebensowohl ver⸗
lehen. Der Name des Einsenders thut nichts zur Sache; möge
æ⁊ Nachahmer finden.“
am 6. d83. wurde auf der naächstens zur Eröffnung ge⸗
angenden neuen lothringischen Bahnstrecke Courcelles· Bolchen eine
Festfahrt vorgenommen. Viese Strecke ist 21,9 Kilometer lang
ind umfaßt die Stationen Courcelles, Pange, Courcelles⸗Chaussy,
zandonvillers, Conte⸗Northen und Bolchen. Die Bevoͤlkerung
eigte troßz des unguustigen Wetters diele Theilnahme an dieser
rroffnungsfahrt; eine an die Bahn ge⸗eilte Gemeinde begrüßte den
Zug mit dem Rufe: Viys le président de ꝑ Alsace- Lorraine!
fAus Homburg bei Ruhrort wird der „Cr. 3.“ vom
Juni geschrieben: Ein Herr F. in Elderfeld wollte kürzlich in
iner Gesellsjchaft die Fertigkeit seines großen Hundes im Apportiren
zeigen. Verschedene unsistũcle waren von dem klugen Thier aus⸗
lefahrt, als Herr F. seine Uhr aus der Tasche zog, um diese ap⸗

bortiren zu lassen. Es geschah; allein ia dem Augenblicke als der
dund die Cylinderuhr im Maule hatte und zu seinem Herrn zurück⸗
sehren wollte, wurde er von einem andern Hunde angegriffen. Da
an Schluck, und die Cylinderuhr war im Magen des großen
Ddundes verschwunden. Jeßt war guter Rath theuer. Den Hund
her Uhr wegen zu todten, ging nicht, da die Uhr nut etwa zwolf
Thaler gekositet, der Hund aber bedeutend mehr Werth hatte. Seit
s Tagen ist die Geschichte passirt und heute befindet fich das Thier
noch ganz wohl.
4Auf seiner Reise von Berlin nach Wiesbaden nahm der
Schah von Persien auch in Efssen Aufenthalt, stattete dem
rupp'schen Etablissement einen etwa einstündigen Besuch ab und
nahm dann bei dem Geh. Kommerzgienraih Krupp ein Essen ein.
Der groke Industrielle halte die Artigkeit, seinem Gasite einen
Sechspfünder zum Geschenk zu machen. Am Abend des 7. d. M.
am detr persische Machthaber in Köln an und besichtigte am
rächsten Morgen verschiedene Kolner Merkwürdigleiten. Ueber sein
Befolge führt dit „Köln. Ztg.“ an, daß der größte Bruchtheil
Jesselben aus jüngeren Männern mit zum Theil schönen, intelligen⸗
en Gefichtern besiand. Doch fehlte es auch wmicht an einigen ehr⸗
vürdigen Greisen, geeignet, einem Maler als Vorbild zu Charalter-
sopfen zu dienen. „Die beiden Damen im Gefolge Sr. Majeftät
ind, wenn wir auf Kosten feiner Sitte der Wahrheit die Ehre
jeben wollen, über den Frühling ibres Lebens weit hinaus; also
harf man hier sagen: honni soi qui mal y, ponse. Am S.d.
raf der Schah in Wiesbaden ein; von da scllten Abstecher nach
Mainz, Frankfurt, Karlsruhe, Baden⸗Baden ꝛc. grmacht werden.
Gpolge des Boͤrfenspiels.) Die Kreditanstalt in Wien ist
im 500000 fl. betrogen woroden. Dir Kassirer derselben, R.
Pokorny, ein Beamter, der als gewissenhaft und pünlilich geschildert
pird, heß fich zu Spekulationen an der Börse verleiten, und alß
Fie Deroute ihn in Mitleidenschaft zog. suchte er die Verluste durch
zie ihm andertrauten Wertheffelten der Qeeditanstalt zu decen.
Der große Krach“ verschlang Alles. (Pokorny hat sich gellellt;
nan fand bei ihm ca. 10,000 fl. in Werthpapieren J)d.
(Zehntausend Amerilaner auf der Wiener Wettausstellung)
Anlängft ging durch die Wiener Blätter die Mittheilung, von Amerika
us seien 10,000 Amerikaner als Besucher der Ausstellung nicht
llein angesagt, sondern bereits auf dem Wege. Die Nachricht
nachte seibsiverständlich in Wien nicht geringe Sensation und wurde
dielfoch bezweifelt, ist aber nichtsdestoweniger — freilich in einem
ehr eigenthümlichen Sinne — doch wahr. Ein RNewyorker Kauf⸗
nann hatte nämlich an einen Wiener Kaufmann 10,000 Dollars
u liefern und er telegraphirte nach Wien: „Die zehntausend Ame-
itaner sind unterwegs.“ Das war für den Geschaftsmann deurlich
jenug. Der Telegraphenbeamte aber nahm die Goldstücke für
Menschen, theilte die Neuigkeit in seiner Auffassung einem und
en udern seiner Bekannten mit und so fand dielelbe ihren Weg
in die Presse.
Ueber eine am 8. ds. stattgehabte Luftreise des belannten
Jeronauten Sivel in Köln, welche derselbe von einem andern
Manne begleiret, aussührte, betichtet die K. Z. Das fast senkrechte
Aufsteigen des Ballons ging so rasch von Statten, datz die Luft⸗
ahrer schon nach eiwa fünf Minuten die Einzelbeiten des Bodenß
aum mehr zu unterscheiden vermochten. Die Richtung der Fabhrt
zing zunzchst über Kalk, dann aber ging sie mehr füdlich nach
zem Rheine hin. Der Ballon trat in einer von Herrn Sivel
ruf 28000 Meter geschätzten Hohe in eine sehr dunlle und em⸗
findlich kalte Wolkenschicht, sand aber, als dieselbe durchschnitten
par wieder den klarsien Sonnenschein und eine warme, durchaus
zehagliche Temperatut. Die alsdann erreichte Maximalhöhe der
rahrt wurde von Hertn Sivel nach den Angaben des Barometers
uf 3700 Meter (über 11,000 Fuß) geschätzt. Der Reifegefährte
c Aeronauten weiß dessen geschte und besonnene Art und Weise,
owie die prächtige Wirlung des weiten Nundbildes nicht lebhaft
sjenug zu rühmen, schitdert aber auch den Blick abwarts auf die
on der Sonne beleuchtete Wollenschicht mit ihren phautastischen
rormen als überaus schön. Zumai sei es interessant gewesen, zu
ehen, wie sich der von einem regenbogenfarbigen Raude einge⸗
aßte Schatten des Ballons auf der weißgrauen Wolkenfläche ab⸗
jehoben hatte. Einige Minuten nach 7 ühr begann das Sinken
)ez Ballons und als derselbe wieder durch Wolken hinabgelommen,
varen die Luftfahrer wie aus den Wolken gefallen, fich in der
stähe des Drachenfels zu sehen. Die Landung auf der Mutter
ẽirde erfolgte unweit Mehlem bei dem Dorfchen Gimmersdorf ohne
gend welche Schwieriakeit.
envrvesnadrichten.

Ernannt: der kais. Friedensrichter Emil Piriß in Mulhausen zum
zandrichter in St. Ingbert; der jais. Staataprokurator H. Petriin Colmat
in Sigattanwalt am tal. Appellationsgericht der Pfalz und der Landge⸗
Wisaßessor Ednard Maurer zum Landrichter in Wolistein.

— *
4. I. Demen, verantwortlicher Redacter
        <pb n="362" />
        Belanntmiuchungen.

—⏑—— y⸗ J
Stiefelhölzer
werden angefertigt, worauf ich die Herren
Jagdliebhaber, Forstleute und Gerichisvoll⸗
ieher besenders aufmerksam mache.bei
Joseph Mohrbacher
in Kübelberg.
Bestelluhigen hierauf nimmt Franz
Buser in der Pfarrgasse,“ St. Ingbert,
entgegen.
— —

Rürgerhilfsver⸗in.
Sonntag den 15. Juni 18734
Nachmittags 3 Uhr.
Generalversammlnung
m Vereins-LoMale.
Betreff: Jabresabschluß und Rechnunge
stellung.—
nNeuwahl des Vorstandes
Aufnahme neuer Mitglieder.
Mankbinet um zahlreiches und pünkllicher
Erscheine·. Der Vorsiam

« ß —
Bekanntmachung.
Die Herslellungsarbelten von 4 8immern
im Hospitale St. Ingbert sollen im Sub
missionswege an den Wenigstnehmenden ver
geben werden. —
Dieselben find veranschlagt? im Ganzen
zuu 1100 fTl.
Die Angebote find verschlossen bis 19.
Funi 1878 Abends' 6 Uhr bei? dem untet⸗
fertigten“ Amte, bei weichem auch Plan und
Nostenanschlag eingesehen werden koönnen,
ein zureichen. ar —
St. Ingbert, den 13. Juni 18738.5
Das Bhuruermeistetamt
—* Chandon.
—— 2
. ⸗ 2.
Heu⸗ und Ohmetgras⸗
Versteigerung
en Aßweiler umiad Biesingen.
Montag “den 28.-Juni 1873.: Vor⸗
nlttags 210 Uhr,.“zu Aßwerler bei Lud⸗
wia Hittinger läßte! Herr AdolphWitte,
kaiserk. Steuerbeämte zu Albes dorf in
Deutsch⸗Lothringen, das dietjahrige Hen
und Ohmetgras in 7Morgen Wiejen“ Aß⸗
veiler Bannes auf' Zahltermine vöffentlich —
—R s 4X.
An demselben Tage,Mittags“ um 12 It eKranken
Uhr, zu Biefingen im Versteigerungsfokale w * 73
läßt Herr Chrifuan Witte, igl. Steuer. und ud Leidenden
Gemeindeeinnehmer von Aßweiler das Heu inden in der 1 40 Nufl'!des Vuches
ne bon ig en ween rhelen des Luttet a.
Viesinger Baunnes, auf Zahltermine dffent⸗ alteten Krankheiten des mensch⸗
lich versteigern. Gorn, l. Notar. lichen Körpers Hülfe, Lindernng und
— PVx gu ANath, und wird an jeden Hülfesuchenden
9 — Montag 16. Juni ,unnentgeldlich wye frer 3
C * 34 25 * Siever .
— a h r m u rk t NB. Teisend deh erne
⸗ . NB. Tausende verdanken diesem Buche ihre
in St. Ingbert. J Gesundheit.
— J
8.

ES.

Von rächstem Moniag den 10. et. n
wührend der vanzen Woche befinden sich
Herr Grum baen (Firma Gebr. Grun
bach aus Saargemünd): mit seinen r
S eidenzeugen ·&amp;Mode⸗Artißel
nt Hotel Laur in Et. Ingbert.
Der Brodpreis fuͤr die Stadt Si
Ingbett ist von heuteé' an bis züm machster
Donnerstag (Fruchtmarktstag) festgeslelt
Korabrode8 Klgr. 80 Arzr. Wen
brod FIKrir. 9
FruchtX rod⸗ Fleisch re. Preis

der Stadt. Zweibrücken v. 13. Juni
Weizens fl. 836 er: Korn 5 fl. S ir
Gerste2veihige.f. r. Getsie vier
reihige, — tkraSpelz — . i
Spelzkern — fl. trin Diukel!—f
— ir Muschfrucht fl. — ir. Hafern
5 fl. 28 fr. Kartoffein 1 fl. Beikr.Her
1 fl. 24 ir. Stroh L1fl. 18tr. per
Zentner. Weißbrod 14 Rilogr. 22 fr
Kornbrod 3 Kilogr. 29 kr. ditio 2 Kilogr.
20?r. dilto 1Kilogr. 10 kr. Gemischtbrode3
Lil. 37 ir. 1Paat Weck 100 Gtamm 21r
Rindfleisch l. Qual. 20 kr. 2. Oual. 18h
Kalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18 kr
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butler 40
ir. per Pfund.

or

V α 21 —
ee vder Nachfolger
Nachfolger,
J r820 —R
Durqh for wahrend vreue Zufuhren und durch meine direkten Verbindungen mit den ersten Fabriken, ist es mir möglich, w
sortirtes Lager zu den bekannien bilrigen bPreisen zu empfehlen
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w/ hreiten enguschen — F —— mit und ohne 200 Stu et vzhene Bettdecken, fur zweischlafrige Vetten
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Sonutag, den Ad Jun... 41873

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Dentsches Reich.

Aus Süddeutschland, 12, Juni. Gutem Vernehmen
nst von der pteußischen Regierung bei der zweiten Lesung der
rafprozeßordnting in der Swafprozeßordnungskommission der
chlag gemacht worden: die Schöffengerichte in allen Instanzen
ari zusummen zu setzen, daß ein Rechtsgelehrier“ Richtet den
nusitz führt, sämmtliche Beisitzende aber aus nicht rechtsgelehrten
zoͤffen bestehen. Es darf diejer Vorschlag, der übrigens in der
mmiision die Mehrheit gewonnen haben soll, wohl nur als ein
er, aber durchaus verfehlter Versuch betrachtet werden, die
wurgerichte aus dem neuen Strafprozeß zu e

(A. Z3.

Wiesbaden, 13. Juni. Der Schah von Perfien ist

Morgens von hier abgereist. In Biebrich besteigt, derselbe
dampfboot,“ auf welchem er bis Bonn fährt. Von dort aus

die Reise per Extrazug über Spaa nach Brüssel fortgesetzt.

Straßburg, 12. Juni. Tie „Straßburger Zeitung“
eine Verordnung des Oderpräsidenten, wonach die von der,
kkvertretung Lothriugens und den Kreisbertretungen der Kreise
enhofen, Saarburg, Chateau⸗Salins, Bolchen und Metz (Land)
henden Schriftstücke nebst den Verhandlungsprotokollen in
her und französischer Sprache abzufassen sind und den Vor—
n der Behörden französische Uebersetzungen beigefügt werden
en. Diese Verordnung soll vorläufiz bis zum 1. Januar
3gelten. *

Berlhin, 13. Juni. Die Jsmer'sche Dachpappenlfabrik in!
dorf ist heute früh durch Explosion von zwei Dawpflesseln voll⸗
adig zerstört worden. Die Zahl der Getödteten und Verwun⸗—
nmist noch nicht festgestellt, doch dürfle dieselbe nicht unbeträcht⸗
sein, da Tag und Nacht 100 Arbeiler in der Fabrik be—
gt waren.

Arachen, 9. Junl. Dem Vernebmen' nach ist heute dem

or der h'esigen Redemptoristen amtlich eröffnet worden, daß

n gemäß Reichstagsbeschluß ihre Ordensthätigkeit einzustellen

zum 1. Nov. d. J. die hiesige Niederlassung des Ordens

n hätten.

aAnzig, 11. Juni. Auf den in der Weichfel bis zu
„nendorfer Schleuse liegenden Flößen sin d unter dn pol⸗
me hößern bisher, der ‚Danziger Zeitung“ zufolge, 13 Cho—
sde konstatirt worden, 8 Fälle haiten tödtlichen Ausgang, 5
ind noch in ärztlicher Behandlung. In Dandzig und den
meen Ortschaften ist bisher kein Cholerafall vorgekommen.
nichteeed Frankreich.
gene acs, 11. Juni. Der tussische Boischafter, Fürst Orloff,
ite dem Präsidenten der Repubuk seine neue Erchd:libe
reicht.

In Bazeilles wurde vor einigen Tagen ein harmlos
eigehender Soldat vom 10. bayerischen Jufanterie: Regiment
mmison Sedan) meuchlerisch erschossen. Det Thäter ist Soch
bekannt. Da sich in neuerer Zeit die Angriffe hegen deutsche
»Aten in dortiger Gegend übrrhaupt wieder mehren, so hat sich
Truppencoumando zu strengen Vorsichtsmaßregeln veroulaßt
em; nach 9 Abends darf in Sedan kein Civilist sich mehr
der Straße bliden lassen.

England.
ondon, 10. Juni. Dubsin, die irische Haupistadt,
der Nacht vom 7. auf den 8. anläßlich eines Brandes in
roßen Holzniederlage wieder Schauplatz eineß Auflaufes und
Straßenschlacht, wie sie außerhalb Irlands nur silten vor⸗

Die Flammen, welche hoch emporschlugen, lodlen eine

Vollzmenge und Haufen des schlimmsten Gesindels herbeö,
otschon zeitig Tetaschements vier verschiedeuer Irfanteriercgi-
er, sowie eine Schwadrou Dragoner auf dem Platze waren,
an doch der wüste Janhagei ganz in der Naͤhe der Brandsslätte
nele Umstände Ladenlokale und Schenlwirthschaften zu plündern.
emem von seinen Bewohnern verrammelten Hanse stiegen die

Strolche auf das Dach, deckten die Ziegel ab und suchten so don
oben herab den Weinen und Spirituosen beiz kommen. Die] com⸗
nandirenden Offiziere der Truppen, welche alle möglichen Versuche
jemocht hatten. die Ruhestörungen zu unterdrücken ohne von der
det Bebrauch zu machen, sahen sich schließlich genöthigt mit dem
ajonnert gegen die Plünderer vorzugehen, und es entspann sich
jun die regelrechte Straßenschlacht.“ Schwere Steine und andere
mangenehme Wurfgeschosse flogen gegen die Truppen und Polizei—
ↄ2idaten, und eine große. Anzahl Personen wurden auf beiden
Zeiten verwundet. Nicht weniget! als 70 Personen wurden, von
Zalonnettstischen und Säbelhieben werwundet, im die Hofpitäler
zebracht, und gleichzeitig nahm“ eine“* Gesellschaft von 8 Anderen
as Gefängniß auf. Die Verwündeten, welche vor ihren Freunden
nn Sicherheit gebracht wurden, sollen noch bei Weitem zahlreicher
ein. Der Verlufst durch die Feuersbrunst wird im Ganzen auf
twa 25,000 Pf. St. geschätzt. 7
LVondon, 13. Juni. Kaiserin Eugenie reiste gestern über
Ostend? nach dem Continent ab. e, —
Spanien. W
Perpignan, (an der spanischhen Grenze), 12. Juni. Die
zarlisten konmen und gehen hier, ohne von den französischen Be⸗
örden irgend wie belästizt zu werden. Man sieht deutlich, daß
hnen die jetzige Regierung Frankreichz wohl wil.
Rußland. V —
Petersburge Ll. Juni. Wie der „Russische Inval ide
neldet, ist der Kaiser von Oesterreich zum Chef des neu organi-⸗
irten 15. Ukrainer Ulaueuregiments, der Erbherzog Ludwig Victor
sum Chef des 39. Tomsker Infanterieregiments etnaunt vorden.

———
Bermischtes.“ J
fWeisenbeim am Sand, 12. Juni. Es verdient
zewiß der Oeffentlichkeit übergeben zu werden, daß hier ein Kir—
chenproducent am 10. l. Mis. für 179 fl. 45 kr. Kirschen lieferte
n circa 17 Körben, —al'o der Korb Kirschen durchschnittlich über
10 fl.i, und daß ein Geschäftsmann an demselben Tag- fuüͤr bei—
nahe 1200 fl. Kirschen nach Eagland verjaudte. (D. A.)
Frantenthal, 10. Juni. Gestern wurden vor dem
giesigen Bezirlsgericht die in Folge des bekannten Lambrechter
Ztrikes Beschuldigten abgeurtheilt. Die, welche seiner Zeit propi·
ortische Haft zu erstehen hatten, wurden frei aegeben, 3 Angellagte
rhielten je 12 Tage und eine Person 9 Tage Gefaͤngmß.
J andere wurden vor das Landgericht nach Neustadt zur Abur⸗
cheilung verwiesen. V
f Einer biographischen Skizze über den Schah von Persien
n dem „Daheim“ entnehmen wir Folgendes: „Von der Person
ines orientalischen Herrschhers im alten Style können mir Grau—
amkeit nicht getrennt denken. Indessen sind die Anfsichten getheilt,
id Nafrededin wirklich grausam zu nennen sei · Er folgt den Tra⸗
itionen seines Landes und nur einmal ließ er eine Hinrichtung
rusführen, die allerdings jegliches Maß überschreitet. Das wat
852 nach dem Atteuntate der Babisecte gegen seine Person. Diese
anatisthe Sedte, die nichts geringeres als gänzliche soziale und
»olitische Umwmälzung der persischen Verhältnisse bezweckle, war
lutig von den kön glichen Truppen niedergeworfen, ihr Führer
ind Prophet Bab etschossen worden. Aber die Anhänger desselben
erhoben sich nun mit doppelter Wuth und versuchten Nafsreededin
u ermorden. Von Zeit zu Zeit faud man noch Spaten der
Zecte, und der leichteste Verdacht genügte, um ganze Familien
zusrotten zu lassen. Als unerhörte Toctur gilt selbst in Persien
ie Hinrichtung eines gewissn SuleimaieChan, der als Hauptver—
hwoͤrer der Schuld überwiesen und zum Tode in einer graͤßüechen
BSeise verurtheilt wurde. Suleiman-Chan war rin sehr wohlbe⸗
ibtet Mann und daranf wurde aut raffinirter Gicisnu j die
Art seiner Hinrichtung geplant. Zurächst mußte ihm der Heuler
dier Schnitte in die Brust beibringen, in welche brennende Kerzen
        <pb n="364" />
        gestedt wurden, die man bis in die Wunde arbrennen neß, wo
dann der Doht sich spater am herausfließenden Fett des Delin⸗
quenten nähren mußte. Darauf wurden dem Unglückllichen glühendt
schwere Hufeijen auf die nackten Fußsohlen aufgeschlagen, und so
zwang man ihn, durch den Bazar zu gehen, wo er zusammen⸗
ffürzte, Ictzt noch nicht genug der scheußlichen Qualen, riß man

XRD ve ( —
mondes in den eignen Schädel. Da verendete Suleiman-
Gegen solche Gräuelthalen können selbst die Gesandten der
paischen Mächte, die in Theheran residiren, nichts einwenden,
nicht einmal der Vertreter Rußlands, der beim Schoh im ge
Ansehen steht.“ (Sp. A.)
Bekanntmachungen.

Durch außergewöhnlich günstige Einkäufe bin ich in der Lage, mein
sortirtes
Waaren-Lager
zu nachstehend billigen Preisen zu empfehlen:
ing“ Veintucher, ohne Naht, zweischläfr.,
Tuch und Buksking: gi/ Ell laug, Hanfleine
8 — 3 w braun u. schwarz fl. J. 20 Tirischdeden, Handtücher ꝛc. billigst.
3 Sommerbulsking . —
dan cwer F Bettfedern und Flau
— Niederlander Buͤlsting23. 24 4. F
schwerer schwarzer Buksking 2, 21 un den billigsten Preisen.

—A—
d ee r J Confection:
Manufalturwaaren: in u

Siamose ächtfardig 10 su. rhschench“
desgl. ganz schwer 18. Turnertuch⸗ . 4.31
azlch in allen Farben 12, 16, 18 u. 20 kr. Jobben aus Bulsking u. Tuch von 6
sWweres Trierisches Gedruts 20 r. Muüuchener Jobben P
Vaumwollen Tuch von 9212 tr. Roͤde und Ueberzieher in großer A
Beitbarchent von 20 kr. an, billigst.
Zalbleine zu Unterroͤken 10!a tr Drell⸗Hosen 8 von
Schoilen Kleidersteffe von 14 fr. an, Arbeitr hosen blau Leine il.
Aipate Rips, Mils u. Lüstre von 18 kr. an, ESommerzeug
dana 207. ölle breit · 36 kr. Arbeitsjaden 0
Nerino in allen Farben zu 48 u. 54 kr feine weiße Hemden.2*
naltane mit Bord und Dessins 11 kr Arbeits ⸗ 4
Piqueu n 16 kr. 2 Blousen .84
Calicot Zijr. Sitiel in allen Sorten billigk.
Baumwoll⸗B'eber, Hosenzeuge, Futterzeuge, Anzuge nach Maß vrompt und RB
Regenmantelstoff, Unterrockstoffe, am⸗ 2 J
met u. s. w. ju den billigsten Preisen. Weiß⸗Waaren
Neinen Mull zu Kleider *
Leinen: desgl. für Gardineu
Schlesische Leine Gardinen englische (leine)
in Resten desgl. (große)
schwere Hausmacher Lei ae Mull Drapperien —
X ieine geftidte
Hi lefelder Handgespinnst oe — , mit Tüll
Strohjackleine 212 Elle dreit 92 Piquen von 14, 18, 24 p
Wergen⸗Leine weiß 16 tr. Maͤdapolam zu Roͤde u. Kleider
deagl. blau 18 kre.!weißer Kleidersoff gerippt u. gestreif
Ferner empfehle Halstücher, Knüpftücher, Bett⸗, Tisch- und Kommol
Corsetta, Knöpfe, Litzen, Schnur, alle Besatz⸗Artikel, Herren⸗ Hemder
Hemden · Einsätze u. s. w. zu den billigsten Preisen.
Die Vreise verstehen sich per Pfälzer Elle à 60 Centimeter.
ICII FaJ

Bekanntmachung.
Die Herslellungsarbeiten von 4 Zimmern
im Hospitale St. Jugbert sollen im Sub⸗
missionswege an den Wenigstnehmenden ver⸗
geben werden. 3
Diefelben sind veranschlagt im Ganzen
zu 1100 fl.
dDie Angeboie sind verschlossen bis 19.
Juni 1873 Abends 6G Uhr bei dem unter⸗
sertigten Amte, bei welchem auch Plan und
Kostenanschlag eingesehen werden können
einzureichen.
St Ingbert, den 13. Juni 1873.
Das Bürgermeisteramt
Chaudon ·
* A⸗ i6. Juni
Janrmarkt
in St. Ingbert.
Fertige Arbeitshosen
von 20 Sgr, bis zu1J Thlr. 25. Sgt
Schamashemden
20 Sgr. und 1 Thlr. empfieblt
W. Zepp.
Der Unterzeichnete bring!
hiermit zur allg meinen Kennt ⸗
niß, daß er aus der Saargemündener Thon-
waarenfabrik ein completes Laget in
Mosaikplatten, Kamin—
und Abtrittsröhren ꝛc. ꝛc.
unlerhält, und alle Fabrilkate zu den billiq⸗
sten Vreisen abgibt. W
Joh. Jos. Hellent hal,
rermeiner. Babnhofstratße.
Lufftrockenee
Lösch-Backsteine
sind vorräthig.

Dieselben berechnen sich beinahe um die
Halfte villiger, als die gewoöhnlichen Erdback
sieine, sind ieicht und trocken.
Ance. Stles.
Feuerwehr⸗Montag
i Peter Weisgero
522 52000 ——
Der Bogenerato
(oder Le enxvweler)
seit Jahren das bewaͤhrteste, besite
Mittei gegen allgemeine und specielle
Schwächezustände, Magengedärm und
Ibertraniheilen, Hämorrhoiden, Eng-
brüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten ꝛc.
sowie alle Krentheiten, die von ver⸗
dorbenem Blute und schlechten Säften
berrühren. Der Lebenewecker“ be⸗
sördert die Verdauung, reizt den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist beson⸗
ders im ktitischen Aller zu empfehlen.
Zu haben per Fla he zu ufl. 10 kr.
20 esgt. bei P. Zepp in &amp;
Inabert.
— —000⏑[M[CM

——

Großes *B
Taveten⸗ und Rouleaux⸗Lagen
bei J. B. Ciolina.
vis ·a⸗vis dem Rjaͤlzerbof

Bürgervereins⸗Kränzchen.
Am Mittwoch Abend Zusammenkunft
BLudwig Weirich
Der unterste Stock meines getheilten
Hauses (früher Daniel Müller'sches Geschäft
dud Wohnung), zu jedem Geschafte sich eig⸗
nend, ist zu vermiethen und kann bis 1.
Juli bezogen werden

— ——
ů
eiechen Tausende Kranice frühzeit
die, wenn ihnen sehnell dir rientige
Theil gsworden, ihre Gesundhoit vt
huiten hütten. Das berühmte. 18
ztarke Buch:

NDr Airvoa ——
gibt allen Rranken einfache bewahrt
an die Hand, um sich selbst vom *

a frühzeitigen Tode
retten zu Fönnen. Eas sollte dessh
Xranter versñuumen, sieh dies vo5
Buch gegen Vinsendung von 6 x*
BSgr Son der RPhmeinischeu“

Anatattt in Luxemhuro komm

ehwarx.
I BSchnapphbach.
zahnarzt .eyer
nhofstrasie 28.
—

— ⸗
inen, Drug vnd Verlag von F. X. De mev in St. Ingbern.
        <pb n="365" />
        255352528 252585254828 22828* 22
85
s35353323 233333233335 53555555333 33356285
—4 —
55*—83388 53333473 53538z33533335 582
* ——
325332333 — 55—38 6—2553
5 2 222 — v —A — —52383553
25 7*33333535353509 3385 75575523832 38 52353
55353528 8323357 3355528 22233255 25335 38 5—*
8383528*53 5833228*5 23—58* — 8333
S 7 — — — —2 — T — —
333335368 23533358 3 35—3 —335333333
— S —— —A *22 oen — 8 S 2 — 27 5 —5 — — 8
35 383 2
* 2 2 2 — 8 3
85325 3353533335733* 33 333332365s33333
— — 233—3558253 2533 —63535383 ——s5553 7
33 z3—3235 353283 35 7 3853333335535
z35525— 22355 2223 — ATZLSSVCS 23223 —c32 — 2
E 3 —2 522 — — —2 ⁊ * —— — — J 4 2 8
3558332—,53323353332357 233—333575—333337383358757
32* —— 2 285 ——3232 — ———
8* — 332325 228 22 —z233 535 — 5—525 5552 8*
532 2 — 27 — — — — 22 5 2 55. 58 225 538c2588
55425 318 S s* R A 523—5523 —A— —
3625337 638* 253833533—33382
—X 5 — —55 — —X 22 53* 2 2*
1,28* —335828224 ——— * —Ae — — — 25
5c25833 23222 232533 3553233 25532 3232538 2 532358
577 3 — — 232*32
22 3 —8 7 253 22 52 — —533 5*22 —A — 3
3 3
2 223 55353335 z23 55— 538 533, 35 523 5 22 — —
—522323 23 5 ———— 22 555355322 232732 —
SAö
— —
23 — 20
4 σι
2823235
553 538383 2333533
—53 38838 33 22355 7 ——
—R— 4 —F
s— 228 ———— 3338 »2348 2535 253233
* * R
* 5*7*8.358* F 273. 55 3553 55338 *323
2 * 3 — — 2 —2 *58** Sm 2
55383 2728— 25233 25583 533 27833 373
33 5 — 253B332 585 —— — — * * 8 3 0 —— J 22
23238587ñ —— 5. 5.7 25 2 3 253 2—8—
8 8 533 3 * 8—* ⸗ 325 228 225 — — 28 8
23 AB 53358 353 257553 25358 —A 2582
2 —— at — —

820 —2 —3 A E 32 53 2238 — 2 * 2 ———A — 2 8
— 22 — m 25 53 2 I — 8 8 cc·
3332 7253325 33 3385 83 8 323752 35—338

— 2 RE 2 3 75 3245 3 252 ——
23 2 —E 2 52* 2 2 2 5*2 —— ——— 22 8
— 2522 * 228 * — 3—8 * 2 *2 2 —5 *7 —A —
—— — 28 * * 22 2 22*—2 — * 2237.2535
28622 32 2533 2 3322 3 2 2 7 —A 2
—3— — — 83 3 5 53 — 3 —XA— —— 357232 2 52
—A — 2535232276. — 2852—358* 52572 255 —3233 53*.
85 *8327283 228 —à? 53335 5 553752. —— 5*82
*— —A 522238 —— —228 5 vV. 8 2 25 — 2
—342*55532323 2353* —A 5»32 3 * 53288 728 55*2
—A— 25 2 — ——— —— —— 582 —
2* 3 23 — * 2 ẽ 222 22. 522 5—322—325
—A 23 —22 253. 5 525555 —5 555 23* 553
2252535 532 —A 22 — 2 5 50 8223 25*28 — &amp;
3452223 —A— 52—5 28 5* 3A E *
3 3 5232383 73 233— —35355
— —— — — 73 s —* 2*7 * 28 1 32
—— 2242** — —z5 — — —m— 52— —
3. * 52 2 — 22 — 255 22 *ZR 25 S 53. 22862 5— ce25— — E 5
oůα 2 532 3225 — 2 ⸗* 22252 *8 — 88 * 2 0
*—2 8 —A 222 5 2232 —— *2282 —8
224 382— 55333255 —A — — 520 557 5253387
5328322 55 557 2. 53233 536 —2— 2 23235238 532882
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——5*834 2 V —— — — »—SaS 22 26 8 z23 123
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5535. 16 — 55
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52 * — 5
533 338 5353
7 —I —— ⸗⸗
2 8852 z6
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253232232 3346535*
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SM 22— 283 —
28 —— — ——
* — —— — —XXIS A
2 55 833535532 7355 32*524— *2 —
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5 — r — — —8 2* 2522 2 *53
53535 5523287 3533333—,55852
2 — * 553 335 *
173 — 2572236—33 32—5345327 2
B23.232523.8 22 253 552323882 3
2 5238 9 2 728 2 22 52 2
22 — 22235 58 —W — 2 3 —
—A ;3z535553335332 —E —— *
*
——2255— *c5322 8 — — *
255522 3283032 ——38 33 35
333333333385 *3553332 —
23583—32232337 —— 232
2533 5352332 —825B 252 538 s *
2 * 22 52255* —533 5523325 2
25*7533 ,8335 555 552 332535326
3335275337323375 8
2* s 323 * 2 8 25 ———— —
3335533 3335——6 3333562353
82232 *2 25325 2 332 28 — —
z32553223 — 2 —z252 evS 2 5*
2 33 3 33322 * 2&amp; 5533
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        Sl. Ingberler AAnzeiger.

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„r St. Jnabearter Anzeigecr (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungkblatt, mit der Dienztags⸗, —XXXX Sonniag ·
ummer ericheint wochentlich viermal: Diensstag, Donnerstag, Samsta a und Sonntaa. Abonnementspreis vierteljährig 42 Krzt. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
3 7
1873
Deutsches Reich.
Frankfurt a. M., Anfang Juni. Die beiden hiesigen
afional-liberalen Biätter: „Deutsche Presse? und?, Frankfurter
resse? werden mit dem 1. Juli d. J. vereinigt unter dem Titel
Neue Frapkfurter Presse“ erscheinen. Durch diese schon; seit
angerer Zeit von den Freunden der nationalen Sache gewünschte
jereinigung erfahren die Interessen der national ⸗liberalen Partei
J Sde eedee weseruice iran v * se fet Bermischtes..
erlbin. 13. Juni. Es dürfte nicht ohne Interesse sein, —— 1066
ner alle diejenigen Gegenstände aufzuführen, welche in Folge der * — . Ingber Stadtrathssitzung vom 18. Juni 1873)
vn den Mitgliedern des Reichsstages ausgehenden Anträge gegen- * 9 eree dDeenteherre an der hiefigen Latein⸗
värtig noch der Erledigung harren. Es sind das die Anträge be- wo R
3 —88 Cisenzole, ð Biedermann'sche Antrag 2) Die Anschaffung einer Orgel sur die latholische Kirche wurde
uf Erlaß eines Preßgesetzes, der Wigger'sche Antrag auf Erlaß denehmigt. — ——— — —
ines Vereinsgesezes; der Antrag auf Einführung der Civilehe,“ 3) Die Vermessung der Gewanne und Gewanneweg ist fertig
*8 *38. —38 — eerte Ming eineß Bauplatzes für die Errichtung eines
ezüglich des Reichseisenbahnamtes; der Antra plagzes fur die
ese betreffend die a banderung des Confulatsgebührengefe tzes Schuuhnuses Cateinschule) wurde die Commission aufgefordert.
—
othpreßgeseßes.
g e * n. 14. Juni. Der Bundesrath wird voraussichtlich 1878 kein Credit vorgesehen ist.
orgen den gestrigen vorläusigen Beschluß wegen Ausgabe des 6) Durch Entschließung des kgl. Staatsministeriums des Innern
nichspapiergeldes von einem Thaler pro Kopf der Bevoͤllerung vom 14. Wiai abhin wurde die Grubenstraße der Stadt St. Ing -
efinitid annehmen; ein Antrag, die Angelegenheit bis zur Rege⸗ dert überlassen und der Regorg —
ung der Bonknotenfrage zu derschieben, wurde gestern abgelehnt. abt f P — 34 Juni. Nachdem vor cian Tagen
dieenigen Staaten, die mehr Papiergeld als inen Thaler pro ph ein mordsversuch einer —5 V angeblich aus
kopf haben, sollen die eine Hälfte des Ueberschusses bis Juli 1875 t iee duo noch rechtzettiges Abschneiden des
uf ibre Kosten einziehen, füt die andere Hälfle Reichskassenscheine Strikes vereitelt wer onnte, ne gestern von einer ältern
—— ⏑
esetzentwur rd de stage e Woche zugehen.
edeg zutt Wd i Lede ts duezu e hn ze ——
ne abreisen, um F dort a 5 —38— innig. ggporden mep: 3 Juni. Aus dem Thal⸗ 5 A
Friedrich v. Raumer ist ahre alt, geb. .November 18. e
(781 zu Moͤrliß bei — —— —* Oberst Borbstädt, 'aß Lambrecht ghorn wieder von eisem wolteubruhartigen Ge⸗
et — be —— — 8 früh 88 teingesunt 9 Dahe huthen pigrsen den
er Kaisser von Rußland ist froh, daß er mi eiler — in mit so
ꝛade gut gemacht — oder es war überhaupt kein entäter da, 4 n ien
—
rilt inen, 5 rinihen— 1 Albisheim, trugen einen schweren Stamm. Römer trug aber auf
4 1 F der andern Schulter als die Uebrigen und verließ auch seinen Platz
Dien publie verbffentlicht eine Adresse, welche gestern (12. d.) rotz mehrmaliger Aufforderung und Warnung Seitens des benuf,
w Erpraͤsiderten Thainetre don inem Sinwohner aus Metß ichtigenden Personals nicht. Der Stamm wurde zu Erde geworfen.
angebritd 300. Megtzet Unterschriften üüberreicht worden ist. tiß den Unglüctichen mit und zerschmetterte ihm den Kopf, fo daß
Die Spaltung in der bonapartistischen Partei tritt immer ent⸗ er zur Stelie tod war.
hiedener hervor. Auf der einen Seite stehen die Fanatiker, welche Speher, 16. Juni. Gestern Nachmittag entlud sich
ntaus die leunige Herttetung der kaiserlichen Herrschaft ver- iher unserer Stadt cin schweres Wewitter mit Hagelschiage Die
Fer und glauben daß ihre Wuͤnsche fich verwirklicen tönnen. Figkdtner waren von der Größe einer Haselnuß oder kleiner
deses sind die Leute, welche von der Kasse der Kaisetin Leben Welschnüsse (Sp. A)
id keine andere Aussicht haben, ihre frühere: Stellung wieder F In Frantfurt a. M. hat wieder eine kleine Schlacht statt
murehmn, als durch die Thronbesteigung Naboleon's IV. Nichts efunden. Die dortigen Blätter berichten wie folgt: Am 9. Juni
ihren Efer; die Vorsichtigkeit des Hertn Rouher gilt idnen hends um U nach 9, Uhr kam es in der Wirtoschaft zur „Siadt
in die und Wattherziateit; man muß, sasen sien, das Eisen Ludwigsburg“ in der Nonnengasse: zu großartigen Ereessen. In
ve en, so lange es warm ist. Andere Bonapartisten, welche er benannten Wirthschaft fand nämlich zuerst angeblich zwischen
—* sind und nicht eben von der Kaiserin leben. sondern Metzgerburschen und anderen Individuen eine Schlaͤgerei statt, m
ste treiben und dieje prosperixen sehen möchten, machen sich Verlauf deren etwa 8 bis 10 Mezzgerburschen den Ruͤchug anireten
me Illusionen über die politische Zukunft Frankreichs. nußten. Darüber erboft, riefen sie Wit stürmen das Haus⸗
Spanien. Sie rissen das Pflaster auf und bombardirten damit tas Haus,
Madrid. Die Nachrichten aus den Provinzen sind kei- aß kein Fenster mehr ganz blieb. Viermal stürmten die Burschen
egs erfreulich. In Granada ist der durch den Kampf der in, wurden jedoch zurückgessblagen, beim funften Male fielen
endatmerie mit dem Pöbel unlerbrochene Friede noch nicht wie- Schüsse aus dem Hause. worauf die Tumultuanten sammt Neu—
hergestelt und die Aufreizung dauert fort. In Malaga, welches zierigen die Flucht ergriffen. Als sie sahen, daß keine Verwun⸗
us eine unabhängige Sladt betrachtet, üben die Socialisten ungen stattgefunden, kamen sie zum sechsten Male dirnden Jegt
vHerrschaft und wollen die zurückgebliebene Habe der vielen ber, nachdem dies Treiben schon fast eine Sunde gedauert *
ner, die sich aus Furcht vor Unruhen entfernt und zum Theil hhien Schutzmannschaft und Miletar, Meltjes sofort ind und
ꝛ*aud Marokko begeben haben, in öffentliche Zerwaltung Straße räumie.
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        pMünchen, 14. Juni. Der Hauptmann K. Betz und cchmed i ß i in kei
der Secondelieutenant E. Rebay (bekannt den rd 5F zporhen —XxAoL* —
des aus Scdan mitgenommenen Hundes) sind nun doch aus dem zu winzigen Körper aufzuweisen hat, so hat die Zucht u de e
anee Dienstes- und Standesverhältniß mit Pension ent bereits in Frankreich und in Engiand ein —8 an
en worden. dh en
4 Eine Scandalgeschichte läuft in Münnchen von Mund e ee 3 asecane nbe In wieg
ja Mund. Tie junge scwone Frau eines pensonirien Hauptmannes framoish Riescniaminchen, und die Nachfragen er duen
ist mit einem andern Officier durchgebrannt. Es sollen an die deiflossenen Jahres so Norm gewesen, daß * gedachte —
Chorinsluy· Affaire erinnerude Briefe aufgefunden worden sein. Zucht wateria fur den Augenblick abzugeben im Stande ist. a
rB erlin, 14. Juni. Nachrichten aus Sedan zufolge in anderen Previnzen sollte man nicht nachbleiben, diesem Zucht
wurde ein Aitentat gegen eine Schildwache verüübt. Da der Thäter weige seine Aufmertsamkeit zu schenken und jo durch Massen zug
unentdedt blieb. hat die Kommandanlur sirenge Maßregeln ange- diese Thiere für ein billiges in den Handel zu bringen. De
ordnet. Die Wirthahauser müssen um 9 Uhr geschlossen werden, Züchter macht dabei ein autes Geschäft und der wenig Bemit teln
— besondere Err belommt ein billiges, gutes, nahrhaftes Fleisch.
laubniß die Straßen betreten. Wenn man derücsichtigt, daß sich das große Kaninchen ebe
Am vorleßzten Sonntag (S.) machte ein gewisser de Groot, so leicht in den Viebslällen der Landwirthe züchten läßt als unst
Mechanilug aus Brügge auf dem Marfeide bei Bruͤssel, vor einern tleines, daß es sich zumeist von den Körnchen und Halmen nähr
versammeiten Zauschauermasse von mehr als 200, 000 Personen, einen die Pferd und Rind darin verstreuen, daß es überaus fruchtbe
mißolucien Versuch des Fliegens mit Maschine, der ihn noöthigte ist, indem das Weibchen sährlich 6 Würfe von mindestens 6 Jungn
Fersengeld zu bezahlen und sich schnell aus dem Staube zu machen ee die eend * Zuchtigung dieser Thiere wol
FCDas Naninchen als billigster Fleischproducent. uf der Hand egen u es icher empfehlen, daß die Herit
ninchen baben dir entschieden — F d dn * Landwirthe die Zucht dieser vortrefflichen Fleis dproducenten geren
i Fateeue lann jur den Greß And Kiingrundbesiher jett in die Hand nehmen. Das französische Riesenkaninchen ze
wird sie rationel —*— sehr rentabel werden. Wie in Frand eee hasengraue Farbe, doch kommen auch schwarze und g
reich sich der Fleiscdconsum fteigerte und die Fleischpreise
erreichten, die dem Aermeren es unmöglich y Wereee d indesen di see w d
Ind dode so noͤthige Fleisch zu kaufen, da forcirte man die 25 — eee fru chtbatsten. Diese Thier hen Ahaeln durche.
ninchenzucht, die noch heute in diesem Lande überall in vollster eyre hasen und stehen ihm an Grötze ebenfalls nicht wat
Himhe fieti. Das Kaninchen ist dem Franzosen seither zum Ben Fleisjch ist entschie den sehr woblschmeckend und nicht so we
durfmiß deworden, und wir finden es auf der Tasel des —— un 8 wie das unseres tleinen Kaniuchens. F
dit roie Le ü e en n ahe as englische Riesenkaninchen, welches seine Loͤffel zuntn
Form der feinsten Ragouts mit den feinsten Saucen. Sicher ladt aufti hht irägt, sondern gewöhnlich beide ain Kopfe hetabharn
—A ————— zeigt nigt das zierlich Hasenartige. Sein Koͤrber ist u
3 ren, er beden ichte
Fleisch zugänglich zu machen. Und wahrlich! Das Kaninchenfleisch! beseht als das des framosischen. dualeud dide
— 7—
Bekauntmachungen . Einladung zum Abonnement
auf die
wochentlich 6 mal erscheinende

„Zaarbrücker Zeitung“

(Auflage 2300 Exemplare)
nebst dem Gratisbeiblatt ‚Der Vergmannsfreund“, welches jeden Fren

ausgegeben wird.

Abonnewentspreis: viertetjährlich durch die Post bezogen 1 Thlr. und incl. P.
bestellgeld 1 Thlr. 83 Sgri. 9 Pf.

Anzeigen finden durch die „Saarbrücker Zeitung“, dem verbreitetsten Blatte
Regierun Zbezirkes Trier, nicht nur im diesigen und den benochbarten Kreisen, sondetn o
in Dorsch-Lothringen, wo die Zeitung stark gelesen wird, große Verbreitung und n
das Blatt sowohl von Behörden als auch von Privaten vielfach und mit Erfolg bem—
Der Jasertionspreis beträgt 1 Sgr. 3 Pf. fur die Petitzeile oder deren Raum.

Saarbrücken, im Juni 1873. Die Expedition.

Todesanzeige.
FFreunden und Bekannten hiermit die
traurige Nachticht. daß unsere innigft ·
geliebte Gat:in und Mutter
Cathariun Nehb,
geb. Pallmann,
am Sonntag Mittag um 12 Ubr nach
karzem Krantenlager im 42. Lebens⸗
jahte sanft verschieden ist.
Um flille Theilnahme bitten
St. Ingbert, 17. Juni 1873.
Die trauernden Hinterbliebenen.

o 7 ⸗⸗
Stiefelhölzer
werden angefertigt, worauf ich die Herren
Jagdliebhaber, Forstleute und Gerichtsvoll-

zieher besonders aufmerksam mace, bei
Joseph Mohrbacher
in Kübelberg.
Bestellungen hierauf nimmt Franz
Bufer in der Pfarrgasse, St. Ingbert,
entaegen.

In der J
Chando n'ichen
Gartenwirthschaft
finde dos Nuskegeln von 2 schönen Vogel⸗
hecken statt, das Loos mit 3 Kugeln à 6

ko., wozu hoͤflichst einladet
RWeter Schweitzer.
Ein
zuverlässiger K ne ch t,
der mit Pferden umzugehen versteht, kanna
gegen guten Lohn sogleich eintreten bei
Aνα, Fabtikant.
Echt Erlanger
— ⸗
Sommer -Lagerbier
in Flaschen à 17 Krenzer (mit Flasche) bei
IEICDAMCC HOhIeC
in Zweikrücken.
Rechnungen
in Us2, 24 und s Bogen zum allagemeinen
Hebrauch siud vorräthig in der Druckerei
dieses Blattes.

2 tüchtige Geselle
sucht Fichter, Schreinerme
dem Rentrisch
Das Neue Blatt 18783.
Nr. 39 ist soben eingetroffen und ent
.Die neue Magdalena.“ Von W
Collins. — Des Bucchus Rache.“
Illustration) — „Plaudereien aus
deutschen Kaiserstadte Von RichardSch
cabaniz Gebanken aus der Knab
zeit von Karl Gutzkow.“ „Von der R
ner Weltausstellung.“ Qriginalbericht
Reuen Vlaites Dus dem deutschen s
leben.“ Erinnerungen eines Postbeamten.
getheilt von Emil Junghans. — „Bär
Konig.“ (ir Fuusrauion) — Het
Ehronika. Fur Haus und Herd
.Allerlzieꝛ. Der neue yreußische Han
minister Dr. Achenbach.· — ‚Die Maulw
vore ind ihr diefee Nätbfel—
uͤcherschane — eclerztlicher B
lasten Gorrespondenn An
ftrativnen: Des Barchus Rache
br. Achenbaͤ, preußiicher Hand
minister. — 836: Baͤr und Konig
Die Vtanlwußfegriute und ihr Re
Das Rene Blan in zu begiehen duth
Buchhandiungen und PosieAnsialten fn
maßigen Vreis von 15 Sar. vierteliährlich

De⸗ Umer geichnete bring!
hiermit zur allgemeinen Kennt˖
niß, daß er aus der Saargen ündener Thon⸗
waarenfabrik ein completes Lager in
Mosaikplatten, Kamin—
und Abtrittsröhren ꝛc. ꝛc.
unterhält, und alle Fabrikate zu den billig
sten Preisen abgibt.
Toh. Jos. Hellenthal,
Maurermeister, Bahnhofstraßke

Realtion, Druc und Verlag don F. X. Demen in St. Ingdbert
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3 5525353 — 2535535385335 9— 858 * 2z2535 28
3235 32 383283338 2* 25 5282 5*8
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* 2 2 23828* 3 5* 255 —*8f8S3 —8 823 —J— 2 *
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233833535 2383 355335 * —A 353535 23
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25585538 3883
—222328235 7535*
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5255325 2 332335
—9— 82233 *—2333 5335 5358353
— — V * 87— — 3*26 52353353338358
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3 22. 2*8 823365 — — 2 2 88
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3583257 —2537 2 —A———— —E 522238 —
—— 22 25 2252. * . * 238 233 525
—3533— — 2332 *25 23588353338
5337 * *—88 337 553233*7
2 —A — ec * 3 * * 47 . —XR *
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2323* *38 557238 *5325*835
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3. 02 2. 53 28* — 153 3237
—32 5 22334 32 —25353 3z32528 43 5333837
3 35775 233 333— 255. 3. 25353858833
12, 23.533753 3533523235335 33555
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        St. Ingberter SAnzeiger.

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bn Ina dearter Anzeiger zund das mit dem Hauptslatie verdundene XEXE der Dientlaqt· Donnerstaga· und Eenniag⸗
jummer eb heint wochentlich vpierenal: Dienstage DOonnecstag, Samstag und Sonntaa. Abanuementopreis viertettuhrig Krar: oder

12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 LQrir. die dreispaltige Zeile Blattichrist oder deren Raum derechnet.
Dounerstag, den 190. Juni — 1873

Deutsches Neich.

Mänchen, 16. Juni. Die Staatsregierung hat angeord-
zet, daß die Redemptoristen am 4. Jul: ihre Thätigkeit einzustellen
aben; nur den in der Wallfahrtskirche zu Alrötting ist ein Termin
ß zum 1. Nov. gewährt.

München, 17. Juni. Gegen den Redalteur der „Neuesten
dachrichten“ ist wegen eines Artikels über die Commandirung des
Militärs zur Fronleichnamsprozession Untersuchung wegen Maje⸗
,Risbeleidigung eingeleitet worden. (Fr. J.)

Der Mailäuder ‚Perseveraaza“ wird unter'm 1. ds. von
Plnchen geschrieben, die neue frauzösische Negierang habe be⸗
clossen, sich nicht im geringsten in die Wahl des künftigen Papstes
izumischen und wolle deshalb auch keinen Kandidaten vorschlagen.
diesen Entschluß habe das Pariser Cabinet der österr. ungar. und
er bayer. Regierung bereits mitgetheilt; der ital. Regierung werde
je ihn baldigst kund thun. Die Mittheilung werde beltritten
perden, sie sei aber nichtsdestoweniger rich!ig.

Strafburg, 17. Juni. Gestern hat hierfelbst eine von
00 einheimischen Waͤhlern besuchte Wahlversammlung stattgefunden.
tinzelne Redner, worunter Advokat Schneegans und Gemeinderath
heisen, spruchen für gemäßigte Wahlen. Die Moöjorität unter
gührung des Seidenhändlers Carre entschied indeß die Wahl von
deputirlen der extremen (deutschfeindlichen) Partei und stellte die
dH. Lauid, Meyer, Goguel und Haber als Candidaten Straß⸗
vurgs für den Bezirkstag auf.

Mülbhausen, Elsoß), 12. Juni. Gestern wurden die
dedemptoristenklöster zu Landser und Riedisheim amtlich
eichlossen.

Die Stadt Mülhausen (Glsaß) ist beim Bundesrath
m die Erlaubniß zur Arfnahme zweier Aulcihen im Betragt von
50,000 und von 370,000 Fr. eingekommen.

Darmstadt, 17. Juni. Zur Feiser des Regierungsjubi-
dums des Großherzogs sind der deutsche Kronprinz, der Erzherzoq
hictkyr, Prinz Luitpold von Bahern und der Prinz Hermann von
zachen⸗Weimar hier angekommen. Der Großherzog hat heute
deputationen der Synode, der Stände und der Standesherren
wpfangen. Um 11 Uhr war große Parade.

Berlin, 15. Juni. Eine Erklärung darüber, wie neben
Familie“, „Eigenthum“ ꝛc. auch die ‚„allgeinelne Wehrpflicht“ als
zrundlage der staatlichen Ordnung in den 8 20 des Bismarck'-
hen Preßgesetzentwurfs hineingekommen ist, finden wir in der
Ahein. Zig.“ Es ist schon heute nicht mehr zu verbeimlichen,“
rird dem Blatte aus Berlin geschrieben, daß trotz der Milliarden
ind frotz der schnell steigenden Einnahmen der Budgcetentwurf für
—TD mit einem sehr großen Deficit abschließen wird, und daß die
deilligung neuer Steuern daher eine der ersten Aufgaben der
—A—
dnig oppositionelle Abgeordnete, und im Hinblick auf solche Wahl⸗
amhoagne hat man die Bestimmungen des Preßgesetzes gemacht,
ind wenn man bedenkt, daß das Deficit nur eine Folge der er—
hten Forderungen für das Militär sein wird, so erklärt si h auch
yt auffällende Umstand, daß in 8 20 die allgemeine Wehrpflicht
eionders erwähnt ist.
Berlin, 17. Juai. (Reichstag.) Der Gesetzentwurf übet
ie Einführung des Genossenschaftsgesezes in Bayern wurde in
rier Lesung genehmigt. Bei der darauf folgenden zweiten Be⸗
athung des Gesetzentwurfeß Uber die Einführung der Reichever⸗
asung in Elsaß -Lothringen wurde ein Amendement von Peiersen
ngenommen, welches den Wahlausschluß Derjenigen beseitigt, die
J Franlreich opürt haben, aber nicht ausgewandert sind. Ein
mendement von Reichensperger zu S8, welches die Vorlegung
bhg Landesverfafsfungsgese hzes für Elfaß⸗Lothringen in der nächsten
— verlangte, wurde nach langerer Debatte abgelehnt
er Paragraph in der Fassung der Regierung mit allen Stim⸗

agegen die des Centrums angenommen.
Fraukreich.
Patis. 16. Juni. Ez ist salsch, daß die Raumung Bel⸗

foris am 25. beginnen soll. Vallier, der Bevollmächtigte beim

deutschen Hauptquartier, kommt morgen nach Paris.

Graf Arnim ist gestern Abend abgereist.
Amerika.

Newyork, 16. Juni. Die Cholera ist in Cincinnali,
Memphis und Nashville ausgebrochen und fegt sich hauptsächtich
unter den Negern.

Aus der Havannah wird gemeldet, daß cubanische Aufstän⸗
zische, 100 Mann stark, eine spanische Truppe von 90 Mann
ibetrumpelt und 40 derselben getödtet haben.
Bermischtes.
Sa. Ingberl. Zu dem an dieser Stelle in der do⸗
tigen Nummer gebraͤchten Stadtrathsbeschlusse — die Anscheffung
einer Orgel für die kath. Kirche bett. — wird bemerkt, daß selbs⸗
zerständlich die Kosten dieser Orgel durch Umlagen der katholischen
Zultusgemeinde gedeckt werden.

Zweibrücken, 14. Juni. (Schwurgericht.) Nachdem
die heutige Sißung mit einer längern Ansprache des Appellatious-
zerichtsraths Thoma eröffnet worden war, wurde zur Verhandlung
der Anklagsache gegen Carl Neu, 832 Jahre alt, Dienstknecht von
Wiesweiler in Rheinpreußen, wegen Betrugs im Rückfalle geschritten:

Vertreter der k. Staatsbehörde: Staatsanwalt Hessert; Ver⸗
ihtidiger: Rechtscandidet Gulden.

Der Angeklagie, der schon wiederholt bestraft wurde und einen
schlechten Ruf genießt, trieb sich Ende dorigen Jahres in der Pfalz
herum und verschaffte sich dadurch Geld, daß er sich bei verschie—
denen Leuken als Knecht verdingte, sich das Dinggeld geben ließ
und mit dem Versprechen, an Weihnachten einzutreten, davonging.
Daß er nie die Absicht gehabt hat, dieses Versprechen zu erfüllen,
zibt er selbst zu. Wegen sechs derartiger Betrügereien, die er
ammtlich in der Zeit vom 10. November bis 14. Dezember vo⸗
rigen Jahres beging, hatte er sich heute zu verantworten. Da er
in der Haupisache geständig war, so erklärten ihn die Geschworenen
unter Annahme mildernder Umstände der ihm zur Last gelegten
Reate für schuldig, worauf der Gerichtshof eine zweijährige Ge⸗
ängnißstrafe gegen ihn aussprach, verbunden mit Aberlennung der
Ebrenrebte in gleicher Dauer.

4 In den letzten 14 Tagen wurden bei Neuhäusel secht
Wildschweine erlegt.

4 Am 6. Juli kommt in der Dreifaltigkeitslirche zuSpeyer
F. Mendelssohn's großartiges Oratorium „Elias“ zur Aufführung
inter Leitung des Cäacilienvereins-Dirigenten Hrn. Willemsen.
Diebei wirken zusammen die vertinigten Gesangskräfte und das
Musikorchester von Speyer, leßteres unterftützt von den besten Namen
zer übrigen Pfalz und von vortrefflichen auswärtigen Instrumen⸗
alisten. Für die Gesangssolopartieen sind gewonnen: Frau
dapellmeister Koniug aus Mannheim, Frau Willich in Speher, die
d9. Opernsäuger Wolff aus Köoln und Kulturingenieur Drach
Jus Offenburg.“ Das Orchister zählt etwa 70 der gemischte Sing-
chor beiläufig 130 Stimmen..

p In Ludwigshafen hat der Mechaniker Bürker ein
neues Spanunsystem für Telegrapheßleitungen erfunden. Die Er—
findung soll selbst bei heftigen Stürmen die Verwicklung der Drähte
unmöglich machen und dadurch zahllose Unterbrechungen verhnten.

F Der ursprünglich auf 12. und 13. Juli anberanmte pfäl⸗
hische Genossenschaftstag wird nach neuerdings getto ener Aenderung
am 11. und 12. Juli in Ludwigshafen abgehalten werden.

— TDie Gemarkung von LRaumer 8heim wurde am 12. d.
on einem Hagelwetter arg verwüstel. Die haselnußgroßen Schlossen
lagen einen halben Schuh hoch.

Edenkoben. Sonntag den 22. Juni wird hier im
„Gasthause zum Schaf“ eine Versammlung von Delegirten der
alttlatholischen Gemeinden und Vereine der Vorderpfalz zům Zwcke
der Grundung eines vorderpfälzischen Verbar des behufs Aufstdlung
eines Wandergeistlichen stattfinden.
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        Im Wald zwischen Maxdorf, Fußeönheim und ——— kommen wird, an interessanten Fallen reichhaltiger sein qi
feierten am 10. ds. 27 Volksschulen der Umgebung ein Kun⸗liede bisherige.
derfest. . Conz bei Trier, 12. Juni. Die „Cobl. Zig.“ erzahlt

J. Mettz, 8. Juni. Folgende in einem lothringischen Dorfe Fin sehe bedavernswerthes Unglück ereignete sich heute Morgen un
vorgekommene Thatsache, die für die clericale Wühlerei characteri⸗ d Uhr bei der hiesigen Eisenbahn-Moselbrücke. Der Bahnmeisse
tisch ist, wird dem „Nrh. C.“ mitgetheilt: Ein geistlicher Herr Camphausen von hier ging mit dem Maurermeister Steinmttz di⸗
hat dort, glaubwürdiger Nachricht zufolge, von der Kanzel herab Tisenbahnstrecke entlang, in der Richtung nach der Moselbrüch zu
zepredigt: „Feige Memmen seid ihr, Richtswürdige, nur einer als plötzlich eine leere Maschine heranbrauste (vermuthlich die Fur
unter euch haite den Muth, für sein Vaterland einzustehen, optirte dermaschine) und die beiden Männer derart überfuhr, daß ihr Thd
sür Frankreich; ihr anderen bliebet alle da.“ Diese an die jungen augenblicklich erfolgte.
militärpflichtigen Leute des Dorfes Lerichtete Ansprahe erzeugte fHoffmann von Fallersleben, der Dichter-Veteran und
aber durchaus nicht die gewünschte Wirkung, indem alle sofort die illezeit schlagfertige Sanger, feierte am 14. Juni sein —
d g— J7 Derep q? 33 z“ I pa⸗ riges Doktorjubildum.
eines Amtes ist, und unterließ nicht, den für Frankrei waͤr⸗ . aͤ⸗esar
menden geistlichen Herrn, der Unfrieden in seiner Gemeinde zu — V — — a h sqreibt fand die diediahnn
äen bestrebt war, zur Anzeige zu bringen, und so wird denn un⸗ Sprincpreesien Ines. d ben guen ester stat, An derselbe

)e i
erem Eiferer Veranlassung geboten werden, einmal ernstlicher über — Gan Fanee
die wahren Aufgaben eines Geistlichen und speciell über die wahre her onen er, oͤt
Bestimmung der Kanzel nachzudenken. K

Ju'gFerankfur i M. wurde ein ·Taglöhner wegen „ .. In Witen wurden jüngst an einem Tage zwei Jerfinnin
Beleidigung des Königzs von Bahern zu 1 Monat Gefängniß estgenommen. Der Eine übergab einem Sicerheitswachmann eh
veruribeilt. Ine g Gue mit — — uten de —8 dit

.7. i. V n wurd derel abschneiden; der Andere, ein Webergeselle au men
iebacheci un pedeehe d Ire »romenirte in qaͤem roth adlunten Schlakrocke und mit eint
iin 9 Centimeter langes Buchenreis mit frischen grünen Blättchen »lumengeschmücten Zipfelmütze auf dem Haupt durch die Straßt
ewachsen war. Die Sache is keine Muͤnchhauseniade“, beinertte m Vurghel enen e — in ine E5
zazu der Han. Anz., dem wir dies entnehmen, „deun der Kopf- ertunde er staunenden „daß er zum böhmischn
* mit dem 888 Reis een vofkanzler ernannt worden sei.
dactionsburean zur Besichtigung vorgezeigt.

F München, 15. Juni. Außer der Adele Sp'itzeder und
dem Ehepaar Thaddäus und Ottilie Mayer, welche Letztere zuecst
sum Handkuß kommen werden. sind auch die weiteren Dachauer-
zank-Celebritäten, Graf Holnstein, Herb, Lindner und Familie
Dosch nebst Helfershelfern vor das nächste Schwurgericht verwiesen
und wird demnach diese Sitzung, in welcher auch die Anklage gegen
Dr. Sigl wegen Beleidiaung des Fürsten Bismarck zur Verhand-
Bekanntmachungen.
Heu⸗- und Ohmetgras-—
Versteigerung.

Samstag den 21. Juni 1873, Nachmit⸗
iags 5 Uhr, dahier bei Adjunkt Heinrich
Schmitt, läßt Peter Schmitt, früher
Bäcker, jetzt Privatmann, dahier dos dies-
jährige Heu- und Ohmetgras in nachbe⸗
zeichneien Wiesen hiesigen Bannes auf Zahl⸗
sermin bis Weihnachten nächsthin
öffentlich versteigern, nämlich:

1) in 6 Tagw. 04 Dec. am Wohm-
bacher Weiher neben dem Weg in W Loosen
»on je 1 Morgen, und

2) in einer Wiese in den Bruchrech⸗
gärten von 19 Vec. neben Lotenz Offner.

Horn,. Notar.

Todesanzeige.

Gotit dem Allmächtigen hat es nach
seinem unerforschlichen Rathschlusse ge-
fallen, unsere innigst geliebte Gattin,
Muotter, Schwester, Schwägerin und
Tante

Carolina Sonn,
geb. Oberlircher,
nach einem nur zweitägigen Kranlen ⸗
laget im Alter von 42 Jahren gestern
Nachmittag um 6 Uhr zu sich in ein
desseres Jenseits abzurufen.

Die Beerdigung findet Freitag den
20. Juni, Nachmittags um 234 Uhr,
tutt.

Um stille Theilnahme bitten
St. Ingbert, 19. Juni 1873.
Die trauernden Hinterbliebenen.

MFFODCO.
Bei der am nächsten Sonntag den
22. ds. in Rohrbach fiattfiedenden
Feier des Johannistagsfestes wird bei Wirth
Peter Beuder allda feines von Hrn.
Jacoby in Homburg gebrautes Lagerbier
ver Schoppen à 4 Kreuzer verzapft.
2 tüchtige Gesellen
ucht Fichter, Schreinermeister
auf dem Rentrisch.

—
Frisch ausgelassene
Schweizer ⸗Alpenbutter
à Pfd. 36 kr.
ei Fritz Wanzerbieter.

Ein 9
zuverlässiger — ne ch t,
der mit Pferden umzugehen versteht, kann
gegen guten Lohn sogleich eintreten bei

α, Fabtitant.
Gut abgelagerte Cigarren, nament⸗
lich etwas Billiges für Wirthe empfiehlt
Fritz Panzerbieter.
Ein gebildeter junger
Mann.
aus Amerika zurückgekommen, dem es an
Damenbekanntschaft fehlt, sucht eine Lebens⸗
Jjefährtin. Vermögen nicht nöothwendig,
liebenswürdiger Charalter Hauptbedingung.
Aufrichtigmeinende wollen vertrauensvoll ihre
Adresse nebst Photographie unter A. Z. G.
'n der Expedition des Postillon d'Amour
'n Hamburg niederlegen und wenn ge⸗
wpünscht, nürde Photographie zurückgesandt.

— —
Johann Hofmann sep. hat ur
drei Wiesen zu verpachten.
Zahlungen
an mich baben nur gep

Quittung von mir zu geichehen.
F. X. Demetæ,
Lithograph und Bucddrudn
Frucht⸗,, Brod⸗, Fleisch⸗ ꝛc. Pri
der Stadt Homburg vom 18. Jun
Weizen 8 fl. 37 kr. Korn 5fl. 30
Spelztern — fi. — kr. Spelz —
— tr. Gerste, Zreihize — fl. —
breihige — fl. — kr. Hafer 5 fl. 2
Mischfrucht 5 fl. 38 kr. Erbsen —
— tr. Widen — fl. — kr. Kartost
— fll. — ir. Bohnen — fl. — *
—X
3 Pfund — kr. Kornbrod 6 Pfd. 28
1 pfo. 19 kr. 2 Pfd. 10 kr. Gemwit
zrode6 Pfd. — kr. Das Paar Wedell
Vr. 2ukr. Ochsenfleisch per Pfd. —
Zuhfleisch 1. Qual. 20 tr. 2. O.
18 ir. Kalbfleisch 16 kr. Hemmeht
20 kr. Schweinefleisch 22 kr. Bu—

her Pfund 36 kr.

Naiseresoutern, 17. Juni. (su
Mitlelpreis.) Weizen 8 fl. 26 kr. *
5 efl. 48 ir. Spelzleen — fil. —
Spelz 5 fl. 51 tr. Gerste — fl.7
—
Wicken — fl. — kt. Linsen — f.
dlecsamen — fl. — tkr. — Korm
3 Pfd. 30 kr. Gemischtbrod 8 Pid. 18
Weißbrod 2 Psfd. 18140 kr.

ierzu 4AIigemest
—X Aixreid
Rayern Xr. 33.
Repaltion, Druck und Verlag von FJ. !.. Demenzß in St. Ingbert
        <pb n="373" />
        — ES 3222
— 525 na
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        Hl. Ingberler Znzeiger.

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ba Si. Ir iarter Razeiger (and dat mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungtblait, mit der Dienttagt⸗ Donnertiagt⸗und Sonniag⸗

nmer erqheint wb hentlich vie rmal: Dientag, Donnerstag, Satag uand Sonntag. Abennementäpreis vierteliahrig 42 Krir. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechuet.

1873

— AZBBBBBBBBBBBVWVBXRXR—————

—
— —
Abonnements· Einladung.
III. Quartal.

Bei bevorstehendem Quartalwechsel ersuchen wir höfl. unsere
uehrlichen Postabonnenten ihre Bestellungen auf den St. Ing⸗
ter Anzeiger unverzüglich machen zu wollen. — Unsere geehrten
onnenten von hier und Umgegend, die das Blatt durch unsere
cͤger erhalten, betommen dasselbe fortgeliefert, wenn vor Ende
jeses Monats nicht ausdrücklich abbestellt wird.

Ergebenst
Redaction und Exvedition des St. Ingberter Anzeigers.
Der sociale Kriegszustand.

Die Wirkungen des Arbeiterkrieges gegen die Arbeitgeber sind
uherordentlich verschieden gewesen. Bei pielen Fabrikanten und
riwaten hat dieser Krieg die Verurtheilung der Freizügigkeit,
werbe⸗ und Coalitions⸗Freiheit dervorgerufen, viele humane, durch
)pferwilligkeit ausg zeichnete reiche Fabrikherrn wollen, durch die
rcialilischen Agitationen vor den Kopf gestofen, uͤberhaupt nichts
uhr wissen von thatkräftiger Obsorge für ihre Arbeiter, die ihnen
hemalz Bedücfniß und Freude war, selbft nichts wissen von Ge⸗
zerlvereinen. Die Umwandlung von Fabrilk-Etablissements in
lctengesellschafen ist durch das meist höchst unleidlich gewordene
zerhaliniß zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern offenbar be⸗
instigt worden, wie andererseits die Person des neuen Befitzers,
ꝛe sich „Actiengesellschaft? nennt und doch nicht sichtbar ist, für
m Arbeiter ein dunkller Sinn und Begriff bleibt und eben deb⸗
alb dea communistischen Gelüsten unklarer Köpfe Nahrung gibt.

Die versuchten Mittel, einigermaßen einen Frieden herzustellen,
nd bissher verschiedene gewesen. Die Industrial partnerships,
ni. das System, die Arbeiter durch eine Art Actien allmälig zu
Niteigenthümern zu machen, erscheinen als ein ganz unpraktisches
utkunftsmittel. Der Chef eines Etablissements, der mit einer
Achen industriellen Partnerschaft den Versuch gemacht hat, gestand
ib cin, daß, wäre er nicht alter Junggesell, sondern Fami—
ienbater, er die Sache nicht unternommen haben würde. Ein
inderes ist eßs mit der Theilnahme am Reingewinn zum Zweck
on FabrilkassenAusstaltungen. Das beste Mittel, sich wenigstens
inen „Stamm“ von guten Urbeitern zu erhalien, ist heute noch
at allin der Bau von Arbeiterwohnungen. Die Erfolge sind
n der algemeinen Noth um kleine Wohnungen gleich sicher, gleich
ut. Man hoͤrt dieß von jedem Fabiikherrn oder Actiengesellschafts-
Airector; freilich ist dieses vortreffliche Mitlel kein billizes, für
jele Fabrikbesißer also auch kein leichtes. Eine Acliengesellschaft
hiet offenbar in besserer Lage, als der einzelne Private, weil
ie bei sich selbst Anleihen machen kanm.

Welche wirthschaftlichen Organisationen aus dem jetzigen
driegestande sich eniwickeln werden, vermag heute noch Niemand
a prophezeien, seĩ er Manchestermann, sei er Kathedersocialist.
ider Jeder, der den Muth der Wahrheit hat, wird eingestehen
nüssen, daß die Löhne, die Arbeittzeil, die roh egoistische Aus—
utzung menschlicher Kräfte, die Hilflosigkeit alter Arbeiter, die
Reweisung verunglückter Inbaliden ins Gemeinde-Armenhaus oder
n din Bettelstab, — daß diese bis in die jüngste Zeit hinein⸗
henden Zustände nicht mehr fortdauern konnten, er wird zugeben
zussen, daß man bis auf die Neuzeit im Ganzen und Großen
us zur Abhilfe that, rnd daß erst ia den lezten Jahren die
tezgebung mit wärnerer Humanitäl und in größerem Piaß sich
te unteren Vermögensclassen angenommen hat. Jede Nation ar—
sun sobald ein Staat über die mittelalterliche Periode hinaus
n der socialen Frage. Der mit Eintritt dieses Jahrhunderts
—* in jedem spateren Jahrzehend mehr überwundene Poli ⸗
F hat sogar oft viel zu viel gethan, d. h. er griff bevormun
in alle Lebensverhältnisse ein, die beabsichtigte Wohlthat wurde
n und das in Wahrheit Nothwendigste gewöhnlich am aller-
iIhen erkannt.
Bir schlagen kerner aus neuer Zeit gewiß nicht tuu gering

an die Verdienste der volkswirthschaftlichen Congresse und den An-
heil der Agitationen der Presse seit den letzten zwanzig Jahren.
die Ziele gingen in richtig erkannter Weise zunaͤchft auf das
ringendst Nothige: auf Beseitigung der schwersten Fesseln, die
nuf dem Verkehr lasteten. Mit der neuen Gesetzgebung des Reichs⸗
ages wurde seit 1867 nun Vieles anders, besser. Unter dem
Schutzdache der Coalitions⸗ und Vereinsfreiheit und Freizügigkeit
entwickelte sich rasch eine disciplinirte Organisation der Arbeiter.
cẽs ist ganz unleugbar, daß die sich steigernde Unruhe unter den
Fabrilarbeitern, oft freilich mit den ungemessensten Forderungen
eruptiv auftreltend, Furcht verbreitete; es ist nicht wegzuleugnen,
daß durch dieses Moment das humane Streben, das sonst unter
dem Einflusse des Trägheitsgesetzes der Menschennatur in lang⸗
amer Bequemlichteit und bedauerlicher Vereinzelung zu wirken pflegt,
ine durchaus wohlthätige Aaregung zur Bethätigung erhielt. So
vurde die Ueberzeugung ganz allgemein und lebhafter als je, es
eeien in sehr vielen Beziehungen die Unterlafsungssünden groß und
3 müsse die Gesetzgebung und Privatwirthschaft sich künftig der
Interessen der untersten Keassen, sowie der bei der Werkarbeit Ge—
sährdeten und Beschädizten in ganz anderem Maße annehmen, wie
dies bisher geschehen sei. Auch der vorurtheilslose Leser wird sagen
nüsfsen, daß wir selbfl Vieles verschuldet haben, wie er bekennen
vird, daß ohne die Striles die Loͤhne, ferner die oft zu lange
Arbeitszeit, nicht selten auch die rohe Behandlung der Arbeiter sich
aicht geändert hätte; daß die ganze neue Sozialgesetzgebung (wie
die Haftpflicht ec.) wahrscheinlich noch nicht begonnen worden wäre;
daß ferner Unfallversichernngsgesellschaften 2c. 2c. bis heut noch
niht bestehen würden ohne die drohende Arbeiter-Agitation.

Wir, das gegenwärtige Geschlecht, haben freilich' schwer zu
ragen, wir sind es, welche die unruhige Durchgangsperiode durch⸗
nachen müssen, mit nun plötzlich explodirten, deßhalb vielfach maß⸗
osen und fortwährend neuen Fordernngen. Und diese Forders
ingen werden erst einmal an ihrer Grenze ankommen brei einer
Stockung des Arbeitsmarktes.

Sollte die gegenwärtig herrschende Geschaftsflauheit lange
jorhalten, so würde, so sehr auch die Arbeiler sich dagegen sträuben,
ein Lohnrückgang eintreten, was jetzt schon wenigstens bei einzelnen
Bewerken zum Theil geschehen ist. Die wirthschaftlichen Gesetze
ind mächtiger als die Beredtsamkeit der Urbeiter⸗Apostel, und das
skad der wirthschaftlichen Bewegung gehorcht der ihm innewohnen⸗
sen Schwerkraft. Darum geben wir den Arbeitern, mit denen
vir es redlich meinen, immer wieder den Rath: Spaunt den Bogen
icht zu straff, auf dee er nicht bers⸗
Deutsches Reich.

Munqhen. Das Gerücht, daß General v. d. Tann um
einen Ubschied eingekommen sei, bestatigt sich nicht. — Der Kriegs-
ninister von Pranchh ist zur Cur auf drei Wochen nach Marien-
ad gereisi.

Mänchen, 17. Juni. Der General.Direktor der bayer.
Berkehrsanstalten, Hr. Hocheder, hat gestern eine Reise nach dem
Norden Deutschlands angetreten, um von den Verwaltungseinrich-
ungen der norddeutschen Staaten im Kifenbahn- und Postdienste
reriönlich Kenntniß zu nehmen. Man bringt diese Reise mit dem
Plane des General⸗Direktors in Verbindung, dem Verwaltungs⸗
Atganismus des bayer. Verkehrswesens eine zweckentsprechende ein⸗
achere Gestalt zu geben. (N. Corr.)

Muünchen, 17. Juni. Eine von den Vorständen der
ämmilichen liberalen Bezirksvereine unserer Stadt unterjeichnete
horstellung für Erbaltung der Schwurgerichte und für Freiheit
er Presse geht eben an den Reichssstag nach Berlin ab, und wird
Xä
inferen Abgeordneten zum Reichstage mitgetheilt werden.
WMuünchen, 18. Juni. Der Köͤnig hat in Folge der Eipn—
ührung des Militärstrafgesezbuches für das deutsche Neich 47 nach
den Ssrafbestimmnngen des bayer. Militärstrafgesetzbuches abgeur⸗
heilten Militär sträflingen heils den Erlaß dee Strafrestes, steits
        <pb n="376" />
        ine Ermäßigang der richterlich zuerkannten Strafen ihrer Dauer Mark. Bis zum 1. Juli 1875 wird alles Staatspapiergeld en
nach bewilligt. — Die von hier bezüglich der Beibehaltung der zezogen. Neuet darf ohne Reichsgesetz nicht geschatzen werdun
bwuccht⸗ noch Berlin abgehenda Resoluti yn lautet « Die Die Reichalassenscheine werden von allen dffentlichen Kassen Deusq
Wahlverchne der Fortschrittspartei und der beralei Bezirlsvgreine auds angenommen ;im Privatverlehr dagegen bantz die Annahn
angens welche: icz d reee eine eSicherung 3 exweigert perden. Sie werden jeder Zeit von des ——
heit des Volkes — der vollsthümlich unabhängigee Rechtssprech- asse auf Alans naeae bagres Geld eingeldst. Diefe T20 Pi
ung erkennen, erkläten sich einverstanden mit der von Herrn Keichs- ionen werden nach der Bevolkerungsgtffer unter die Duudesflaai—
jags· Abgeordneten Dr. Voͤlk unterm 29. Mai d. J. zur Wahrung ertheilt. Diejenigen Staaten, welche kein Papiergeld haben,
det Schwurgerichte beantragten Resolution; sie find, von der Ueber- jalten ihre volle Quote ohne Weiteres, diejenigen, welche Papia.
seugung durchdrungen, daß die in Bayern vewahlten Abgeordneten jeld haben, müfsen zunüchst sur die empfangenen Reichascheine du
jum deutschen Reichstage dieser Refolution zustimmen und zugleich gleichen Betrag an Landesscheinen einziehen und abliefern. Ueba
hestrebt sein werden, neben der Wahrung der Schwurgerichte auch steigt ihr Papierumlauf nicht den Betrag von drei Mark per Kop
die Freiheit der Presse, ohne welche diese ihre große Aufgabe nicht so ist damit die Sache in Ordnung. Wenn aber, wie in Sachsq
erfüllen tönnen, gesehlich festzustellen.“ (Folgen die Unterschriften.) und einigen anderen Staaten, mehr Landespapiergeld ausgegebe
Der L Kriegsminister, Frhr. v. Praulh, ist gestern zum Kur- isft, als durch die Kopfquote an Reichspapiergeld getilgt werdu
gebrauche nach Marienbad abgereist und hat für seine drei Wochen lann, so tritt folgendes Verfahren ein: Die Haälfte des dilde
dauernde Abwesenheit Herr Generalmajor von Fortenbach das chießerden Betrages bat der betreffende Staat aus eigenen Vi
Porlefeuille des Kriegsminisseriums interimistisch übernommen. — eln bis zum 1. Juli 1875 einzulosen.“ Für dien andere Hun
Der Lwürttembergische Staatsrath und vormalige Gesandie in erhält er zum Bebufe gleicher Einlssung vom Reiche die ersotdn
Ftalien und in der Schweiz, Ad. Frhr. d. Ow, ist im 88. Le- liche Summe unverzinslich in Reichskassenscheinen, deren Beiragn
bensjahre vergangene Nacht hier gestorben. 9* dem Ende vorübergehend vermehrt wird, vorgeschossen; er muß de
Muünchen, 18. Juni. Die Schwurgerichtsverhandlung Vorschuß in zehn Jahren zurückerstatten, und die Reichslkasse my
gegen Adele Spitzeder ist für die Tage vom 14. bis 18. Juli seben so viele Reichsscheine tilgen.
angesett. Berlin, 18. Juni. Im Reichskage wurde der Gesehen
Saarbrüschen, 14. Juni. Das hiesige Zuchtpolizeigericht wurf über Einführung der Reichsverfassung in Elsaß-Lothringen j
verurtheilie heute in eontumaciam den fruheren Redakteur der ul ˖ dritter Lesung nach den Beschlüssen der zweiten Berathung unde—
tramontanen „Saar · Zeitung“ Dr. Halle zu dreimonailicher Ge⸗ ündert genehmigt. Der Antrag Windthorst's, welcher fordert, de
fangnißstrafe wegen Beleidigung des jetzigen altkatholischen Bischofs die Befugniß des Bundesraihs zum proviforischen Etlaß von du
Reintens durch“ Aufnahcie einer unfläthigen Correfpondenz aus ordnungen bis zum 1. Janvar 1876 beschränlkt werde, wurde ha
Wiesbaden, weiche dem Professor Reinkens vorhielt, daß er dor! namentlicher Abstimmung mit 171 gegen 71 Stimmen abgelehu
eine Kur habe durchmachen müssen, zu der ein katholischer Priester Berlin, 18. Juni. Die „Prov.Korr.“ wiederholt, de
keine Veranlassung haben sollte. F N. Z3.) Kaiser werde den Besuch in Wien im Laufe des August nachholer
Fuldal Die Nacricht, daß die preußischen Bischöfe am7 und fügt hinzu, der KaiserThoffezu Anfantß September in Beile
September wieder hier zusammentreffen werden, ist der , Germanig wieder einzutreffen. ida am 2. S. ptember die feierliche Enthüllin
zufolge erfundenn. des Siegesdentmals auf dem Königsplat stattfinden solle.
Straßtzbburg, 19. Juni. Vorgestern wurde bei zweien Die Londoner „Saturdey Review“ erörtert neuerdings wieh⸗
der angesehensien hiesigen Buͤrger Haussuchung vorgenommen, da die kirchliche Bewegung in Deutschland. Augesichts der ueuist
zur Anzeige kam, daß dieselben versucht hatten, von einem Beanten Vorgänge neigt sich das Wochenblatt zu der Ausicht, daß w
die Pläne der neuen Forts miüttelst Bestechung zu erlangen. schnellen Schritten die Krisis herannahe. Was das Manifest
pf. K.) Deutschen Bischoöfe vom Grabe des cheiligen Banifacius anbeierh
Bitringen Gaden), 10. Juni. Der Erscheinungs- so rätb die „Rebiew“ zur Vorsicht mit dem Bemerk n, es dürfin
schwindel schweiat nun auch auf dem Schwarzwald in Scene gesetzt die Aeußerungen desselben wohl nicht woͤrtlich, —XR
werden sollen. So war in leßter Woche ein Theil der Bevoölterung als der Ausdruck sämmtlicher Unterzeichner aufgenommen werda
in hiesiger Gegend in nicht geringer Aufregung, da das Gerücht Dem Wortlaute nach enthalte das Manifest eine unzweifelheh
berbreitet war, die Mutter Gottes sei einer Klosterfrau in Heiligen- Kriegserllärung, es sel jedoch abzuwarten, wie weit dieselben
brunn erschienen und habe ihr mitgetheilt, es werde zur Strafe für Thatsachen eine Erhärtung finden werde, umsomehr als mian, eb
die Altlatholiken und dafür, daß der „Preuße', als Haupt der scharfen Worte ungeachtet, in Deutshland noch an der Auh
Freimaurer, solche in das Elsaß geschickt habe, um sie, wenn sie festhalte, daß es nicht zum offenen Buche kommen werde. 8
wieder erscheine zu erstechen, eine dreitägige Finsterniß Uber die Lanntlich ist es neuerdings zu einem anderen Bruche zwischen da
Erde kommen, es werde diese Dunkelheit nur duich geweihte Kerzen Reichskanzlet einerseits und dem Reichstag sowie faft der gesaun
hellt werden köͤnnen, da andere Lichter nicht brennen; ferner den deutschen Presse andrerseits gekommen, — zu einem VDtuh
perde von nun au der Teufel jede Nacht einen Freimaurer holen der vielleicht der ganzen kirchlichen Bewegung in Deuischland en
und dergl. mehr. Man glaube pur ja nicht, daß es blos Kinder andere Richtung verleihen — oder doch sie küuftig in einem cw
und alte Weiber sind, die auf solchen Unsinn eingehen und nach. dern Lichte wie besher erscheinen lafsen wird. Das projett
geten, sondern sogar Männer, die sonst für vernünftige Leute Vorgehen gegen die deutsche Presse, welhhes in Sachssen bern
delten. —2 In denm nahen württembergischen Orte H..... eine Schatten zu werfen beginnt, — der russische Ukas gegen
sollen sich sogat Leute auf drei Tage mit allem noͤthigen vorgesehen tussischen Studirenden in der Schweiz — die ögftrreichische Me
haben, um während der Finsterniß — zu müssen, cegelung des Schuldirectors Bobies u. dgl. Vorkommnisse cu
Wahrfcheinlich fürchteten sie, der Teufel lonre in der Dunkelheit üngster Zeit sind ganz geeignet, den öfteren Zusammenkünftend
tinen Mißgriff thun und sie für Freimaurer ansehen. Die prophe⸗- drei europaischen Kaifer einen Chatakter aufzudrücken, der urn
seite Finsierniß, die am 5. Juni beginnen sollte, ist zwar nicht sehr an die alte „heilige Allianz“ erinnert. Wenn wir die J
eingelreten, doch vermag dies den guten Glauben dieser Leute nicht derholung jener Allianz dor wenigen Monaten noch kaum fulr u
zu exschüttern. Da am 58. Jum der Blitz in Horgen einschlug lich gehalten hätten, so haben uns die Vorgänge der Zwischen
und ein Haus niederhrannte, so muß dies dafür gellsen. Woher eines Anderen belehrt! — Wir werden denn auch in dem d
solche Gerüchte stammen und zu welchem Zwec sie ausgestreut zjehen gegen die Uttramontanen künftig mehr eine bloße py
werden, ist nicht schwer zu erraihen. (B. L.3.) uische Maßregelung, als einen Act des Liberalismus zu erblil
Berlin. In einer Zuschrift, welche Abbo Hoffmann an haben!
zas Pariser „Univers“ über die Wundererscheinungen in Elsaß- Frankreich.
dothringen gerichtet hat wird mit Hilse des Thomas von Aquino Paris, 14. Jum. Ueber die franöͤsische Heeredotgr
»udeinandergesetzt, daß es zwei Arfen von Wundern gibt, Wunder ation werden der „Pall Mill Gazette“ aus Paris folgende g
erster und Wunder zweiter Classt. Die Wunder erster Klasse heilungen gemacht: Die von Herrn Tdoiers audgearben
find aurschließlich Wonder Gottes, die zweiter Klasse werden non Armee Keorganisation ist nun ad acta gelegt worden und *
Treaturen und zwar entweder von Engeln oder Teufeln verrichtet Nahon und der sogenannte fünfundvierziger Ausschuß haben
Die Erscheinungen in Elsaß Lothringen gehören zur zweiten Clafse, über einen Plan geeinigt, der, wie es heißt, eine Erfparniß
und es ist fraglich, ob sie don Heiligen oder Verdammten herrühren; 20,000, 000 Fres. bewirlen wird. Durch diesen Plan wird gn
um fie zu Wundern erster Classe zu erheben fehlt bis jetzt das teich in 18 Militärdistrikte. jeder mit einem aus zwei Divisun
aigillum Doi. Um ein endgilliges Urtheil über sie fällen zu können bestehenden Armeekorpt getheilt werden. Jedes Corps wird g
muß man noch geduldig eine Zeit lang warten. eigenen Magazire haben und unter den Bekehlen eines ofn
Berrüin 16. Juni, Der Tonpromiß, welchen der Bun⸗ flehen, der in Kriegszelen alle Befugnifse eines kommonditnn
desrath in der Papiergeldfrage zu Stande gebracht hat, ist der Generals ausüben wird. Die lokale Effektivstärke dieser 9
„Wes.Zig.“ zufolge in seinen Hauptzügen solgender: Das Reich zwird sich auf 410,000 Mann belaufen. Die don Herrn
dibt 120 Millionen Mail Reichspapiergeld aus, e'nen Thaler asn bekaämpften Kreisausbebungen bilden naturlich einen V
jeden Kopf der Bevöllerung. Die Adschnitte sind 5, 25 und bo des Projektes.
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        ꝓ aa'tr 5, 17. Juni. Die Raͤumung von Clermont (Argonne)
indet am 8. Juli siatt. Die dort ausziehenden Truppen gehen
Verdun. Dis Fruppen. die die Garnison Verdund verstärken,
Denin. der Vorstadt, aund. In zwei Toͤrfern? deß Weichtildes
ee in den Kasernen und bei den Einwohnern Verduns ein
sertirt. Nanc⸗hat/ der · Commission der Nationalversammlung
en Brief zustellen⸗ lassen/ in welchem er der Nanonalversammlung
Recht abspricht,uber einen Gewählten des algemeinen Stimm⸗
hts zu Gericht zu ssße.

Patis, 17. Irm Mab schon einmal als ur Ir bejeich⸗
eie Gerücht von einem Schutz · u. Trußzbundniß, welches —R
wischen Deuts chland und Jialien abgefchlossen sein soll wird von
Uerilalen Monde“ auf's Neue aufgetischt. Was. soll der
hortstreit Thatsächlich werden Italien und Deutschland in dem
lugenblick alz Verbünd te auftreten. wo Frankreich ihre eng
atflochtenen Interessen bedrohen würtfe.

IJ England.
dondon, 18. Jum. VDir Schah ist heute hier angelom-
zen und wnrde empfangen durch den Prinzen ven Wales, den
xerzog don Cambridge, den Fürsten Teck und den Prinzen Chri-
lan von Sdleswig · Holstein, welche ihn nach Marlborough House
agleiteten. Dort speiste er mit dem Prinzen von Wales. Die
Renge auf den Straßen war trotz des regnetischen Welters sehr
—V schrie in lautem Jubel. K. 3. 36
gondon, 19. Juni.“ Der Großfürst Thronfolger hat dem
zhah unmittelbar nach defsen Ankunft eiren Besach gemacht.
— 2Italien.

Rom, 17. Juni.“ Der Senat hat das Klostergeseß mit 68
egen 20 Stimmen angenc wen.

Nom, 18. Juni. Die Ex Konigin Isabella von Shanien
raf mit Töchtern und G.folge heute hier und wurde auf dem
zahnhof von zwei Praälaten begrüßt. Dieselbe begab sich alsbald
ach dem Vatican, wo ein feierlicher Empfang statifand. — „‚Voce
a verita“ veröoͤffentlicht die Rede, welche der Papst bei dem
zupfang des Cardinalkollegiums gehalten hat. Danach wiederholte
er Papst den Protest gegen das Klostergeseßz und bestäͤtigte die
der die „Usurpatoren des päpstlichen Staates und der Kirchen⸗
aler“ verhaͤngten Censuren. Der Parst beklagte sich auch darüber,
aß Rottazzi ohne die Troͤstungen der Religion gestorben sei (er
Far exlommunizirt), und vermerkte es üͤbel, daß trotzdem die
dsttiehleit an dem Leichenbegängniß in Allesfsandria theilgenommen
abe. lleffandrig ist Kaltazzi's Vaterstadi, und dort schloß sich
Bischof Galvaz mit seinem Klerus in vollem kirchlichem Pomp
en Leichenbegängniß an.) Der Papst wies überhaupt jede
XXEEE

Amerika.

Nen⸗Yorl. 18. Juni. Die Cholera dauert fort, ohne
puinehmen.“Aus Nashoille fliehen die Bewohner; die Geschaͤfte
nd eingestellt.
VBermisschtes

Si. Ingbert. Der hiesige Stadraih hat in feinet
cen Sitzung beshlossen don jezt an nicht allein die Tagesord-
ung sondern auch die betreffenden Beschlüsse im hiesigen Blatte zu
dffenllichen, ein Beschluß, der von der hiesigen Burgerschaft schon
ange gewünscht und gewiß freudig begrüßt wird.

FZzweibrücdcen, 16. Juni. ESchwurgerichtsberhandlung.)
sn der beutigen Nachmittagssihzuvg hatte sich Wilhelm Bechtel,
f Jabdre alt, Schuhmacher von Weisenheim a. S., wezen zweier
weren Diebstähle (im Kuckalle) zu verantworten. Bechtel. ein
uher schon wegen Diebstahls mit je 2 und 8 Jahren Gefaängniß
omn Zuchipoũeigerichte Franlenthai bestraftes Individuum. trat
ach Verbuͤßung seiner ietzsen Gefaängnißstrafe bei Schuhmacher
andorn dahier in Dienst. Doch hier that er nicht lange gut;
tfing an zu trinken und fuchte sich diefür beim Nichtausreichen
xrigenen Mitlel Geld auf unredlichem Wege zu derschaffen. So
tübie er unter Anderem (wegen einer nicht genügend bewiesenen
interschlagung fand keine Verweisung statt), nach seiner am 2.
januar l. J. früh 3 Uhr aus dem Wirthshaus erfolgien Rückkehr
n sein Fimmer einen Diebstahl dutch Entwendung von 833 Kreuzern
mnd dem seinem inm demselben Zimmer mit ihm schlafenden Mitge
tlen Freihammer gehörigen Koffer. Am folgenden Tage machte
doder Angellagte don Zweibrücken fort nach Schifferstadt. Dort
Abst blieb er im Ochsen üUber Nacht und stahl dem Sohne des
hsenwirtheß etwa 8 fl. aus dessen Hose, nachdem er sich unde⸗
ierlt in Jenes Zimmer, welches ziemlich entfernt don dem ihm
ngewiesenen gelegen war, hineins und herausgelchlichen datte.
dorgenz wurde der Diebstahl bemerkt, und der Verdacht richtete
q sofort auf den Augeklagten, der sich aber eiligst entfernte. Heutt
eugneie der Angeklagte den ersien Diebstahl, den andern gab ex
Der Hr. Veriheidiget beantragee wegen Miderspruchs in der
a des einzigen Belastungszeugen Freisprechung dezuglich des
men Diebstahls. mildernde Umstände für den zweiten, edentuell

auch für den ersten Diebstahl. Die Geschworenen sprachen einfach

ihr, Schuldig“ aus, worauf eine 4jaͤhrige Zuchthausstrafe ver⸗

gng wurde nebsi Abertehning dez hürgexsi ey Ehrentehtr zus
Aahre

Verhandlung genn drus Hornung, 4*8..Jane
alt, Fuhrmann von Ramfen am' 17.dz. mahm den vanzen· TRug
in Auspruch. Die Anklage lautete auf vier Diebstähle und die
Procedur war inofern sehr interessant, alts man es mit einem
urchaus raffinirten Gauner zu thun hatte, der behauptete, sein
ruder zu sein. Hornung ist kein Neuling im Geschäfte der
dangfingerlunst and keant zur Genüge die Kerterluft, denn schon
imn Jahre 1894 verurtheille ihn der Assisenbof in Mainz zu einer
zjabrigen Zuchthausstrafe, abgesehen von anderen Strafen,die
»erschiedene Gerichte wegen unerlaubter Annexionsgelüste über ihn
herhungten. Neuerdingẽ mach e ex sich dreier Gansediebftähle in
Otlersheim. Wachenheim und Rorheim schuldig, dielleicht nur,
weil ihm der Ausspruch Schopenhauers vorschwebte, dem nichts so
derhaßi war, als „Anblick gackernder und plappernder Ganse.“ So
ingalant dies auch klingt, sehen wir doch, wie verschieden der Ge⸗
chmack der Spitzbuben ist: der eine stiehlt Hühner, der andere
vanse. Trotzdein würden die Gänse den Hornung nicht auf die
Antlagebanke nach Zweibrücken geführt haben, wenn er nicht in
Zrüufiadt in das Haus eines Wirthes eingebrochen und dort ver⸗
hiedenes Bettzeug entwendet hätte. Weder seine Aufsührung „er
ei sein Bruder“, noch die Berufung auf den Bibelspruch: „RKimm
das Bett und gehe,“ konnten ihn vor einer achtjährigen Zuchthaus⸗
zrafe und der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die
sleiche Dauer retten. (Sp. A.)

pSpeyer. Der nunmehr geficherte Bau einer Eisenbahn
jon Straßburg nach Laulerburg gab dem hiefigen Stadtrath An⸗
aß zur Erörterunge der Frage der kürzesten Verbindung von
onsheim Bingen, sowie der direkten Linien nach Ludwigshafen
uind Reustadt mit Ausfall von Schifferstadt als Knotenpunkt. Um
die Einleitungen zum weiteren Vorangehen zu treffen, beschloß der
Stadtrath ein provisorisches Comite, aus seiuer Mitte unter Vor⸗
Jandschafi des Bürgermeisters zu wählen. Dieses Comite soll fich
zus der hiesien Bürgerschaft und Bewohnern der interessirten
Nachbarotte durch Cooptalion verstärken.

Bayréuth, 15. Juni. Durch die anhaltenden Regen⸗
zusse der lezien Tage ist der Main ausgetretea, so daß nicht nur
die Wiesen und Felder der Umgegend, sondern auch dahier die
n edergelegenen Stadttheile unter Wasser gefeßt find.
y7 Wmius Franken. Die Pegnitz, die Kednitz, die Schwarz ⸗
dach, die Altmühl sind in Folge starker Wollenbrüche ausgetreten;
der Main ist stark im Steigen. Auf den überschwemmten Wiesen
ist die Heuernse vernichtet. (Auch aus der Oberpfalz wird von
Uebershwemmungen berichtet).

F Der Geh. Commerzienrath Krupp zu Effen hat der Marine⸗
Stiftung Frauengabe,“ deren Zwed ist, hilfsbedürftigen, der
laiserlichen Marine angehörigen Personen, sowie ihren hinterbliebenen
Winwen und Kindern Unlerstützungen zu gewähren, ein Geschenl
von 2000 Thalern gemacht. J

fBerlin. Um Sonnlag Nachmittag enispann sich in der
d'esigen Schloßbrauerei während eines Concerts eine Uüberaus ko⸗
nische Scene, über welche von mehreren Augenzeugen wie folgt be⸗
ichtet wird. Ein Ehepaar, das mit der Verbindungsbahn eint
kundreise um Berlin unternommen hatte, kam nach Schluß der-
jelben in den Garten der genannten Brauerei und nahm in schon
iwas dierseliger Sümmung an einem Tische Platz, an welchem
och einige Seidel nachgegossen wurden, wodurch die heitere Stim⸗
nung der Beiden sich naturlich noch wesentlich erhoͤhte. Dem Ehe⸗
Jatien, —einem schmächtigen Männchen von kaum fünf Fuß Höde,
suhr die Musit in die düße, er sprang ploötzlich auf und begann
noch dem Takt der Concertpieten in den Gaͤngen zu tänzen, wo⸗
rüber jeine bessere Hälfte, eint Frau von wahrhaft riesigen Koͤrper⸗
ormen, anfänglich recht dergnügt lachte. Als die Dame aber be⸗
mertkte. daß auch ein großer Theil des Publikums seinem Ergoͤtzen
iber die Capriolen des Kleinen recht heitern Ausdrud gab, unter ⸗
'agte sie ihrem Gemal das fernere Tanzen, woran dieser sich jedoch
nidt lehrte, soudern seine lustigen Sprünge zum allgemeinen Gau⸗
ium fartsetzte. Die Frau wiederholte deßhalb ihr Verbot; als
zer Taͤnger dessen ungeachtet leine Folge leistete, pprang Jene zor-

ug anf ergriff den Leichtsüßigen beim Kragen und führte ihn
uuf ihren Platz, woselbst fie den Herrn Gemal kunstgerecht übers
wdrie legle und mit ihren Kiesenhanden so nachdruüdlich in der be⸗
annten Manier bearbeitete, daß dem Armen die hellen Thränen
ber die Wangen liefen. Als medrere Gaste, nachdem sie sich von
em anfanglichen Staunen u. Grauen exholt, zu Gunsten des in jeiner

Nanrezwürde tief verletzten Gatten intervenirten, sprang die
obuste Dame auf, warf ihren Kleinen wie ein Bund Flicken auf

n Urm und schlug sich mit ihm seitwärts in die Büsche.

Dereßs. verantwortlicher adee
        <pb n="378" />
        Bekanntmachungen.
Versteigerung einer Kuh.
Freitag den 27. Juni 1873, Votmit⸗
tags 9 Uhr, zu Oberwürzbach bei Adjuuks
Becker, laßt Johann Fichter, Sandgießer⸗
meister von da, 1 junge gute Milchkuh au
Borg virsteigen.
BSorn, 1. Woiar.
*
Hausversteigerung.
Samstag den 12. Juli 1873, Nachmit⸗

jags 3 Uhr, dahier bei Adjunkt Schmitt
XXV
schaft, die zwischen dem nun verlebten
Bergmanne Josephh Bleif und seiner
hinterbliebenen Wittwe Catharina Schweitzer,
jetzt Ehefrau von Christiar Koch, Fabrik⸗
arbeiter, dahier wohnhaft, bestanden hat,
gehörige Wohnhaus mit Zugebör, auf An⸗
stehen von J. Genannter Catharina Schweitzer
gewesene Wittwe von Joseph Bleif, jetzi
Ehefrau von Christian Koch, wegen der
Bütergemeinschaft, die zwischen ibr und
ihrem ersten Ehemanne bestanden hat, ge⸗
nanntem Koch der ehelichen Ermächtigung
und Gütergemeinschaft wegen U. Georg
Bleif, Bergmann, hier wohnhaft, als
Hauptvormund über die noch minderjährigen
Kinder der obigen Eheleute Joseph Bleif
und Charina Shweitzer, als: a) Georg
und b) Maria Bleif, II. Georg Schweitzer,
Schmelzarbeiter hier wohnhaft, Nebenvor-
mund dieser Minderjährigen, der Untheil⸗
barkeit halber in Eigenthum versteigert,
als: Plau Rr. 387 a. b. 5 Dec. Flaͤche,
worauf ein zu St. Ingbert auf dem Hahn⸗
acker gelegenes zweistödiges Wohnhaus mil
Hintergebäaude, Hof und Gärtchen neben
Jacob Sifferin und Jacob Schmelzer's
Wittwe.

Sodann lassen Eheleute Koch dazu ver⸗
steigern, hiesigen Bannes: Plan Nr. 404
18/10 Dec. Wies in der Wollbach vor obi—
gem Haufe und Plan NPr. 3632. 497410
Dec. Acker am Forellenweiber hinter obigem
Hause.
Sorn, tal. Notar.

Gebrauch laut Verord⸗
nung des Arztes.
Bromberg, den 3. März 1873.
„Anfangs December v. J. erkrankie
meine einzige 16 Jehre alte Tochter
an einem chron. Lungen⸗Catarrh,
den der Arzt für sehr bedenklich er⸗
klärte. Husten und Fieber waren sehr
heftig, so daß ich in meiner Herzens⸗
angst, um dice Kraäfte zu erhalten,
worauf es hauptsächlich ankam, Ihren
Malzextrakt anwandte. Seit Weih⸗
nachten trinkt meine Tochter täglich
zwei Flaschen und ist die Wirkung
eine für mih recht erfreuliche. Nach
Anordnung des Arztes soll mit dem
Gebrauch des Malzexttaktbiers noch
ängere Zeit fortgefahren werden, bis
Husten und Auswurß beseitigt u. s. w.“
Folgt neue Bestellung.)
Ida Busse, verw. Reg.⸗Secretär,
6G234)66
Dem Koͤnigl. Hoflief. Herrn Hoff,
in Berlin. 5.5
Verkaufsstelle bei Fritz Panzer⸗
bieter in St. Inabert.

Tapeten⸗ und Nouleaur⸗Lager
bei 3. B. Ciolina.

mat e 3 vis·a·vis dem Pfälzerhff
. e. AXE

— 773
45 — *
—V — —

— * — 2 J —3
ena Münchener und Aachener
Mobiliar⸗Feuer⸗Versicherungs⸗Geselsschaf
Der Geschäftsstand der Gesellschaft ergibt sich aus ben nachstehenden Resultaten
Rechnungsabschlusses für das Jahr 1872: J
Grundkapital . Fl. 8,250,000. —
Prämien- und Zinsen⸗Einnahme für 1872 (exlus. der
Prämien für spätere Jahree. —V 3,991,454. 37
Prämien⸗Reserven B3362.959. 13
—
Versicherungen in Kraft am Schlusse des Johres 18727, 2,115,008,087. —
Den 1. Mai 1873.
Die Haupt⸗Agentur für die Pfalz:
ILouis Dacqué in Neustad
Die Agenten der Gesellschaft:
Joh. Friedrieh in Et. Ingbert.
Joh. Meister in Hornbach
Gust. Seharssenherger in Homburq
— PEmeanuel Simon in Zweibrücken.
F Einladung zum Abonnement für das 3. Quartal
, auf das woͤchentlich dweh ersicerde
Savcarlouiser Journal,
Anzeiger für die Saargegend, zugleich amtliches Organ für den
J AKreis Saarlouis.
Abonnementspreis sowohl am Orte, als auswärts durch Boten oder die Poft
Jogen, vierteljährlich 28 Sgr. (mit Postbestellgelb 28 Sgr. 9 pfg.)
Bei der bedeutenden Abonnentenzahl des „Saarlouiser Journals“ nicht allein
unserem und den benachbarten Kreisen, sondern auch in Deutsch-Lothringen, finden Insen
die weiteste Verbreitung. Der Insertionspreis beträgt für die diergefpaltene Borgisn
Iu Sgr. wenn die Expedition Auslunft gidt 12 Sgr., für Reclamen die dreigespalie
Petitzeile 2 Sgr. *
n Eounrtag den 22 Juni
Harmonie-Musik

—AXE
Gesellen-Verei
Mittwoch, 25. Juni, Abends 1381
GeneralVersammlung
bei Wirth Carl Shwar.
Der Präsfident

Anfang 3 Uhr Nachmittags.
Eintritt 4 Person 6 Kreuzer.
Hierzu ladet freundlichst ein
weter Jung.
Der Unterzeichnete bringt
hiermit zur allgemeinen Kennt⸗
niß, daß er aus der Saargenmündener Thon-
vaarenfabrik ein completes Laget in
Mosaikplatten, Kamin—
und Abtrittsröhren ꝛc. ꝛc.
unterhält, und alle Fabrikate zu den billig⸗
sten Preisen abgibt.
Joh. Jos. HelIlenthal,
Maurermeister. Bahnhofstraße.
Isse Gernnfe
Ille Kranken
nd Leidenden
finden in der 14. Aufl. des Buches Na⸗
turheilmethode für aul'e ver⸗
alteten Krankheiten des mensch⸗
lichen Koͤrpers Hülfe, Lindernug naud
Nath, und wird an jeden Hülfesuchenden
unentgeldlich nud frei versandt.
H. Sievers &amp; Go.
in Braunschweig.
NB. Tausende verdanken di sein Buche ihre
GEesundheit.

Ausccgeignete
XRRHWIÂXtIòlÎeleg
sind eingetroffen bei
—XXEXVR
Zu vermiethen:
Der obere Stock meines in der )
vom Bahnhof gelegenen Wohnhanuses,
Zimmer umfassend, nebst Quche, Keler
Speicher mil 2 Mansard⸗Zimmer, bis!
Juli beziehbar.
HHdm Eohler

αιν

n
I—

Das bis jeht von Orn. Weigan
Thierarzt, bewohnte Logis, bene ead
s Zimmer, Küche, Keller, Sprichertnt
zc., ist bis 1. Oktober d. J. wiedt
dermiethen. 18
XX vilet
— —— 5.- ichte
Frankfurter Börse dvisen
vom 19. Juni 1873. beend
Preußische Friedrichsdot.. 9 3864 dreut
pistolenn483773
Zollandische 10 fl⸗Stüude 982-6
Hucaten. . 332341 d
20Franes⸗Stüukle09 isu
ãnglische Souvereigns1187-8 n
Dollars in Gold..72242- 8
rg
Kedaltion. Drud und Verlag don F. X. Demes in St. Ipabert
        <pb n="379" />
        Hl. Ingberler ZAAnzeiger.

er St. JPnaberrer Unzeiger sund dats mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungeblatt, mit der Dienttagt⸗, Donnertlagt⸗!und Sonniag⸗
ummer ericheint wo entlich vie rnal: Dienstag, Donner ztag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis viertelsährig 42 strzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
2.
395. 1873
— — —

J *

AbonnementsEinladung.

III. Quartal.

Bei bevorstehendem Quartatwechsel ersuchen wir höfl. unsere
crehyrlichen Postabonnenten ihre Bestellungen auf den St. Ing⸗
erier Anzeiger unverzüglich machen zu wollen. — Unsere geehrten
bonnenten von hier und Umgegend, die das Blatt durch unfere
räger erhalten, bekommen dasselbe fortgeliesert, wenn vor Ende
ieses Monats nicht ausdrücklich abbestellt wird.

Ergebenst
stedaction und Expedition des St. Ingberter Anzeigers.

arilber mitzutheilen, halte ich unter Reiner Wurde.“ ͤ (Eine bessere
Antwort verdienten die Herren nicht.)
Frankreich.

Pays meldet: „Man arbeitet gegenwärtig in Si. Etienne
in der Umwandlung einer gewissen Anzahl Gewehre des Chasse⸗
»ot· Systems (vom Modell 1867) zum Blamont⸗System. Diese
Wa“en werden wahrscheinlich einem der Jägerbataillone der Armee
»on Versailles versuchsweise zugetheilt. Das gegenwärtig gebräuch⸗
siche Bayonnet wird sgleichfalls verändert. Zwei Neubildungen
verden vorgenommen: die Berkürzuug des jetzt gebräuchlichen Säbels
ind die Ersetzung dieses Säbels durch ein Bayonnet mit graden
Flächen.“

Aus Pontalier wird die Durchreise des Dr. Corvisart ge⸗
neldet, der sich nach Arenenberg zur Kaiserin Eugenie begibt. Die
xẽxe Königin Isabella berührte gestern Chambery auf ihrer Reise
nach Italien; fie reist mit großem Gefolge.

Deutsches Neich.
Münchemn, 18. Juni. Die Militärverwaltung beabsich⸗
gr, in den groͤßeren Städten mit starker Garnison, wie Munchen,
zurzburg, große Regie-Bäckereien einzurichten, welche außer der
iqerung eines gesunden, nahr- und schmadhaften Brodes noch Bermischtes
en Zweck haben, den Vapheadab he nunarn ug beiden Trainba⸗ pPSi. Jugbern 20. Jum is73 —A
n u aca 51. 20. 1* in Jahr,
ilsne zur Instruction und zum vraltischen uerih Negge nal * Jeine Angaht diesiderVurher doe Ddi fant,
Nonchen, 19. Juni. Der 84jährige Nestor der daher. inen Verein zu gründen, welcher zum Zwede haben sollte: Hebung
a h ete een 8 *8 Gdanune ß3 ALufbefferung, Belehrung in dtonomischen
ce F. X. v. Molitor, ist um Quiescirung eingekonmen, welche —8 sigen Verhattnissen. freundliches und friedliches Zusem.
berdienten Manne auch in Kürze bewilligt werden wird. 7 d im Rothsalue Untersttrzung den Beduleftigen zu gewähren,
Stuttgart, 20. Juni. Gestern hat hier die Verlobung en Deriee sole die one Deneunne Burger Hitja
tr Prinzessin Pauline von Weimar, Nichte des Koͤnigs, mit dem A pu Dez pttaag, den dieser Verein a heesier
en e n. e and un de, Betheiligung daran wurde eine so außer⸗
e eeee eseeSiadtgericht hat nhe des die Mitgliederzahl heute 349 betraägt, worin olse
un die Untersuchung gegen sämmtliche am Judenkrawall Betheiligte * n sind. Leider bot fich dem Bereine denn auch
bigeschlossen. Die minder · Gravirten wurden sofort abgeurtheilt u genente beine Wirtsamkeit geltend zu machen, indem epge
ad befinden sich bereits wieder auf freiem Fuß; 12 schwerer r glieder &amp; und arme Wittwen und Weisfen zurückließen,
zahelügte sind an das Schwurgericht verwiesen, 2 derselben unter 9 3. udten und moq andere in bedrangte Last kamen,
sullage wegen Aufruhrs, 10 wegen Landfriedensbruchs, darunter ae In ngen nothwendig wurden, woruber nachstehende
ian sic diejenigen Indibiduen, die deim Diebsiabi don Klei⸗ 83 a e gibt:
ern ertappt wurden.
Sep ue 20. Juni. Die Kaiserin von Ruhland is . Aeerenee ds e. der
ali Villa
en hier angekommen und in der koͤniglichen Villa Berg d. Verschie dene Collekten zur Unter⸗
Straßburg, 20. Juni. Gegenüber dem von der ex⸗ flutzung Bedurftiger
men Parler gebildeten Comste, welches die Herren Lauth, GG- Die Ausgaben dagegen:
uel, Weyher und Hüber als Candidaten aufstellte, ist von dem *. Redhnungen für Drudsachen,
maͤßigten Theil der Bürgerschaft ein Ausschuß eingesetzt worden, —
aiher'u Wahlen auffordert, die eines demonstrativen oder poli. d. Unterstütungen aus der Ver⸗
hhen Charalters entbehren, und der folgende Herren als Candi- einslasse
uen aufstellt: Direktor der Bodenkredilbank Noth, Handelsge⸗. Unterstutungen durch freiwillige
qtemitglied Schmitten, Advokatanwalt Schneegans und Apotheker Beiträge 181. 32
* d. Verlust an Preuß. Courant 2.25 ,381.17
verbleiben fl. 119. 8
velche im Vorschuß-Vereine dahier verzinslich angelegt sind.
Zur Dedung der nothwendig gewordenen Ansgaben und Unterstü⸗
zungen reichten die festgesetzten monatlichen Beiträge aber nicht aus
ind es mußte an die Wohlthaätigkeit der Mitglieder appellirt werden.
welche sich auch auf's Freundlichste bewährt hat.

Moͤge der Verein, so wie er begonnen hat, fott und fort
pedeihen, sich des Wohlwollens jedes braven Bürgerz erfreuen und
hm keine Tendenzen unterschoben werden, die nicht in seinem In—
eresse liegen; denn bei Weitem die größere Zahl ist bles dus
Wohlthätigkeitsgefühl dem Vereine beigetreten und wird wohl nie
38 Lage lommen, die Hilfe desselben in Anspruch nehmen zu
nüssen.

F Z3weibrücden, 18. Juni. Schwurgerichtsberhandlur
Heute wurde zunächst der zweier — dy
Jandlung seiner Mutter überführte, kaum 18 Jahre alte
Tagner Adam Reuther von Kaiserslautern für scauidig ei—
lärt und vom Gerichtehof in eine Zuchthausstrafe von 5-Jahren
rerurtheilt unter Aberkennung der bürgerl'chen Ebrentech7

Berlin, 18. Juni. Tem Vernehmen nach macht Bayern
ine Zustimmung zur Einziehung des Staatspapiergeldes von der
sasndigung übet die Bankfrage und von der Umwandlung der
reußischen Bank in eine Reichsbank abhängig. (A. 3.)

— Meldungen aus Berlin zufolge soll wegen der zu⸗
imnenden schroffen Haltung der Bevollerung die Garnison von
deß verstärkt werden.

Berhin, 19. Juni. Die (auf Laskers Anregung einge⸗
vie) Spezialuntersuchungskommission für das Eisenbahnkonjessons-
isen hat heute die Fesistellung des Berichtes über ihre Arbeiten
eendigt. Der sehr umfangreiche Bericht gelangt zunaͤchst an dat
ceuhische Staausministerium und soll alsdann deidsenuig hen

8.

Wisenn, 20. Juni. Die „Neue Freie Preße“ meidet: Eine
utation der franzosischen Ausstellungs-Juri besuchte gestern
n Grafen Chamborde und forderte denselben auf, den Sohn
doleon Ul, Prinzen Napolebn, zum Thronfolger zu designiren.
h Chambotd aniworiete: die Thronfolge⸗Frage bilden lange
ren GHegenstand meinez Nachdenkens: Ibnen meine Ansichten
        <pb n="380" />
        die gleiche Dauer. Dann folgte die Verurtheilung des mit An⸗-wird im Durchschnitt auf eine Mitkelernte rechnen können, zumoel
nahme mildernder Umstände zweier im wiederholten Rückfalle —8 Aussichten auf die Sommerfrüchte ganz vorzüglich sind, und
Jangenen Diebstähle für schuldig erkannten 30 Jahre alten Tagners die Rapsernte sehr guten Ertrag liefert.
Friedrich Braun von Zweibrücken zu einer Gefängnißstrafe von 1 7 VParis, 8. Juni. (Ein Schauerdrama.) Ein Marquis
Jahren und zum- Verlust der kürgerlichen Ehrenrechte auf 5v. P. bewohnk ein Schloß in Auvergne; in voriger Woche sendet
Jahre. er seinen Diener fort mit einem Schreiben an seinen Bruder
Kaiserslautern, 19. Juni. In jüngster Zeit ist Dieser eitt sofort herbei und findet — den Bruder erschossen im
die höchchit merkwürdige Beobachtung gemacht wotden, daß die Vorzimmer. Im Zimmer selbst die Marquise, jung und schön, an
Feldmäuse auch die Engerlinge der Maitafer fressen. Aufmerksam einen Pfeiler gebunden und erschossen, die beiden Kinder ebenfallz
wurde man darauf durch die Erfahrung, daß in einer Gegend, durch Pistolenschüsse getödtet. Der Marquis hatte durch Auffin-
po die Feldmäuse gehauft hatten, damit zugleich die Eng⸗rlinge' dung eines Biiefwechsels die Untreue seiner Gattin, die Illegiti⸗
berschwunden waren. Man bat eingefangenen Maͤusen zu dleicher mitat, der Kinder entdeckt; da er den Verführer nicht mehr errei⸗
Zeit Pflanzenstoffe und Engerlinge vorgelegt und sich überzeugt, chen fonnte, derselbe war bei Sedan gefallen, so tödtete er erst
daß sie jedesmal zuerst an die Engerlinge gingen, ja sich sörmlich die Kinder, dann die Frau, dann sich selbst.
datum siritten, wenn man mehreren Mäusen nur einen Engerling, pParis, 8. Juni. In Grave (Calvados) hat si h ein
vorlegte, daß alss die Engerlinge sogar eine Lieblingsspeise von furchtbares Unglück ereignet. Während eines Gottesdienstes, der
ihnen wären. Wenn sich diese Beobachtung wirklich bestätigt, so Abends um 8 Uhr Statt fand, stür te der Thurm der Kerche des
Näre damit ein großer Theil des Schadens auf gehoben, den die Ortes ein. Bier Personen wurden getödtet und acht mehr oder
Fadmaäuse anrichten. Vollfändig stimmt damit die auffallende Er⸗ wveniger schwer verwundet.
scheinung überein, daß in diesem Jahre die Maikkäfer in außer—⸗ 4 Der Marktpreis einer Frau scheint in Chicago 25.000
ordentlich geringer Zahl aufgetreten sind, wie man denn hier so Dollars zu betragen. wenigstens beansprucht ein dortiger Bürger
jut wie gar keine gesehen hat. Wenn auch die kalte Witterung vonme⸗inem Apotheker soviel Schadenersatz, weil derselbe seine bessere
des Mais den Maläfern gleichfalls ungünstig war, so weiß man Hälfte durch einen pharmaceutischen Irrthum in ein besseres Jen-
doch aus Erfahrung, daß sie durch schlechtes Wetter nicht zu Grunde seits beförderte. Ob die Jury, welcher das Urtheil in diesen
gehen, sondern sich nur so lange verdorgen halten, bis es wieder Prozesse zustehen wird, ebenfalls so kostspielige Ansichten von der
wärmer wird. W (Pf. P.) „himmlische Rosen ins irdische Leben flechtenden“ Wesen haben
F In der Sitzung des k. Langerichts Spe hyer vom 17. d. wird, bleibt abzuwarten.
wurden von 31 Speyerer Konstriptionspflichtigen, die sich wegen
Verübung des s. Z. erwähnten. Unfugs zu verantworten hatten,
einige freigesprochen, die übrigen erhielten Haflstrafen bis zur Höhe
pun'17 Tagen; 9 weitere Konfkriptionspflichtige kommen wegen
Widersetzung, Befreiung eines Gesangenen und Unfugs vor dem
Zuchtpolizeigerichte Frankenthal zur Aburtheilung. Deßgleichen
Zurden von den bei dem bekannten Unfuge in der Nacht vom 5.
nuf 6. ds. Mis. betheiligten studirenden jungen Leuten einer zu 8
Tagen Haft und 3 andere zu je 5 Thalern Geldbuße, ebent. 5
Tage Hast, verurtheilt.
Poeidelberg, 17. Juni. Ernst Maͤhner hält gegen⸗
waͤrtig hier seine Vorträge über Urgesundheitslehre. Die Aerzte
kommen dariu natürlich schlecht weg.
'Mehß, 16. Juͤni. Ein für die ganze hiefige Geschaͤftswelt
wichtiges und zugleich erfreuliches cFFreigniß hat sich vorgestern in
anserer Stadt vollzogen, nämlich die Constituirung eines Credit-
bereins nach Schulze-Delitz' schem System unter dem Namen „Metzer
Vereinsbank“.
Pest. Im Dorje Werendin, zum Teregovaer Stuhlbezirke
zehörig, ermordelen drei Krinder, Knaben, einer hiervon 15 Jahre,
zwei 12 Jabre alt (Zwilinge, Rumänen), ihren Vater während
z Schlafes mit einer Hade; sie dersetzten demselben einen Hieb
mit der Schaeide auf Schläfe und Hals, zerstückten hierauf den
Lichnam und vergruben denselben. Das Motiv dieser That son
nach Aussage der jungen Mösder schlechte Behandlung durch den
Vater gewesen sein. Die Thäter sind in gerichtlichem Gewahrsam
P'Die Ernteaussichten in Ungarn haben sich gebessert. Unaarn
Betanntmachungen.
Heute Eonntag 22. Juni
Harmonie-Musik
im Garten von
Lichtenberger, Mayer &amp; Comp.
Eintritt ä Werson 6 Kreuzer.

—.. Qui
Gesellen-Verein.
Mittwoch, 25. Juni, Abends 238 Uhr

General⸗Versammlung
bei Wirih Carl Schwarz.
Der Präfident
4i1IIe

IX
ist zu haben in der Conditorei von
Geora RicFel.
Feuerwehr⸗ Montag
Karl Schwarz,
Metßzaer.

4*

Rechnungen
in z, 24 und s Bogen zum all gemeinen
Bebrauch siud vorroͤthig in der Druckerei
vieses Blatteé
2 2CDOICGOIOIOOVOCOCSC
Der Regenerator
(oder Lehensweker)

seit Jahren das bewährteste, beste

Mittel gegen allgemeine und specielle

Schwächezustände, Magengedärm und

Leberkrankheiten, Hämorrhoiden, Eng-

brüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten re.

sowie alle Krenkheiten, die von ver⸗
dotbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der „Lebenswecker“ be⸗
fördert die Verdauung, reizt den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körber, er ist beson⸗
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Flasche zu Ifl. 19 kr.
— 20 Sgr. bei P. Zepp in —
InceLert.

— —

Bürgervereins-Kränzchen

Am Mittwoch Abend Zusammenlu

Carl Engel.

Johann Hofmann sen. hatem
arei Wiesen zu verpachten.
Frucht Brod⸗ Fleisch re. Prei
der Stadt Zweibrücken v. 19. Ju

Weizen 8 fl. 40 tr., Korn 5 fl.
Gerste Areihige. — fl. — kr., Gerste
reihige, — fl. — ir. Spelz — fI.
Spelzlkern — fl. — tr. Dinkel
sec. Mychftucht — il. — ir. G
5 fl. 30 kr. Kartoffeln Ufl. 5— kr. t
lfi. 24 kr. Stroh Ufl. 18— kr.
Zeniner. Weißbrod 113 Kilogr. *
Kornbrod 3 Kilogr. 29 kr. ditio 2 Kile
2olr. dinlo 1 Kilogr. 10 kr. Gemischtbenn
Nil. 37 ir. 1 Paar Weck 100 Gramm⸗
Nindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18
albslejsg 16 ir. Bammelfleisch !
chweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butrr

IAkr. ver VPfund.

p. altion. Druck und Verlag von F. X. Demest in St. Ingbern
        <pb n="381" />
        22587 2* * *
3358 * —A— —
7 — 8 22 — — — —
58 5353353—58332 —3 552583 33235332
4333 53 »53838 65333
55*5 * —8 22* 5J8 ———
535* — 37 XEE —— 5 25
55 5355S5S 8 C 2 * 5 — 2 *
— — 522 A— 7 — 582325 58 —3658
5307 s22788 ——— —M — S 33* 2·22
3— —5752 2 258 33533 — e35* —z2 257
35 5* 5586 8 2 » 23 —3 8 555
8 62332 * 85728— 558353366
55* 5 22823 35* * — 28 2 2*55 —— 5
—— E 383 3357385458 38
525 3 2 —5232320 —2 2* 82357 — — 23 2*
22 53222* —E — 2 3F
322533333—357835 *55—7278* —— —— 1528
333533 3325 25 —— e —
— ——— — J—————
—2822* 2* * * — — * —
—— — — — 5 — 2 * — *
—33 333—3 551228 32 5232
— —28328 20 2 52 558—
5355387 5353525 2 — 3 5317 * 52
ã *2 2— 2 —2*5 355 — 2 2 *
ä57532328 5255 528
— —— 535— 5—8 * *246
25 22 3S 22 3 .. — 5
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2 7 ẽ — 5 2 3 9855 23 ——3—* 2 —F
0* 533825 55 * — —55353 —
275 A 5225 8 253
8 —728 ———22220 2583 55
353333 5537z53853334 3383258*
—85 38232 —
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        k. Ingberler Anzeiger.
der S. Mne ben w4 Aue Use und das mit vemn Danptblatte verbundene Unterhaltungeblatt, mit din Diendtagh⸗ Donnertagz-! und Sonnlag—
ummer ercheint wochentlich vier nmal: Dientad. Donnertag, Samsstag und Sonmtag. Abanne merts porin xierteljahrig 42 Arzr, ader
2.12 Silberur, Anzeigen wetden mit 4 Arze. dre dreispalnge Zeile Blattschrift oder deren Raum berethnen.
—— — —— —
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——— — —

Deutfches Neich.

Laiserstaufern, 23. Juni. Die gestrige Wander⸗
ersammlung des Vereins deuischer Katholiken iy Landstuhl war
jon eiwa 2500 Personen besucht und hatte einen ruhigen Verlauf.
die Redner „Helmich von Deidesheim, der Reichstagsabgeordnett
zchulz von Heidelberg, Pfarrer Hahn, Hammer, Bauer und Raquet
jan Mainz, Schuler von Zweibrücken) brachten nur die bekannten
dedenzarten vor mit der Aufforderung, dem Verein beizutreten.
tß wurde ein Begrüßungstelegramm an den Papst abgesandt. (Pf. K.)

Müäünchen,“, 0. Juni. Bezüglich der Papietgeldfragt
zurxde, wie wir aus verlässiger Quelle vernehmen, im Bundes⸗
athe von Seiten Bayerns Bedenklen erhoben. anläßlich der Münz⸗
cfotm auf eine einseitige Regelung der Staatspapiergeldfrage ein⸗
ugehen, vielmehr die gleichmäßige Negelung des in noch weit
roßerem Verhältnisse sich bewegenden Banknotenumlaufes für un⸗
tläblich erachtel; daß aber, wie in einem Berliner Telegramme
ehauptet wird, Bayern auch eine Umwandlung der preußischen
dank in eine Reichsbaͤnk angeregt hat, kann mit Bestimmtheit in
lbtede gestellt xerden. J

München, 21. Juni. Der König hat an den General
non der Tann anläßlich seines Geburtstages ein in den schmei⸗
helhaftesten Ausdrücken abgefaßtes Handschreiben gerichetet.

In Durlaq ist dieser Tage über die Frage, ob die ge-
aschle Volksschule eingeführt werden solle, abgestimmt worden.
die Kalholilen haben fich mit 66 gegen 39, und die Protestanten
nit 370, allen abgegebenen Stimmen, dafür ertlärt. Stimmbe⸗
echtigt waren 126 Katholiken und 832 Protestanten.

Berlhin 19. Juni. In der Diecöse Trier drohen noch
indere Conflikte als wegen des Priesterseminars. Der Bischof hat
nehrere Geistliche ernandoder dversetzt, ohne dem Oberprasicenten
Iuzeige gemacht und jhm die gesehliche Frist von 80 Tagen zur
rhebung der Einsprache gelassen zu haben. Nach den Kirchen-
eseßen · werden ·nus die Pfarrer für jede Amtshandlung mit Strafe
ꝛis zu 100 Thalern,“ der Bischof bißs zu 1000 Tralern gebüß!
verden, außerdem sollen die Bürgermeistet die Weisung erhalten
aben, allen: nvgesetzlich angestellten Pfarrern,die Schlüssel zum
hlatrhaus zu verweigern. (D. P.

Boeram a Juni.“ Der Reichstag nahm in der heutigen

Sihung den deutsch persischen Freundschafis vertrug in dyitnter Le⸗
ung an und schritt darauf zur zweijen Berothung des Servisge.
zenlwurfs, der mit einigen, Aend«exungen Aigenommen xurde,
dann folgte die Verlesunge I des Haupietats der Reichs Heerver⸗
valtung Eine zvon der Budgetlommission beantragte Resolution,
belche den Reichskanzler auffordert, künftig den Spezialetat des
ayerischen Kontingents? vom laufenden Jahre bei der Vorlegung
des Reichsbeeretats mitzutheilen, wurde abgelehnt, nachdem der
nherische Ministet Fäustle erkkatt hatte, daß Bayern nlcht die
licht hobe, den Eiai, zu verhcimlichen, daß derselbe in der Rrichs⸗
mebiblothel vorliege⸗n aber die baherische Regiezung zur Vorle⸗
sng derfossangsmäßig nicht vekpflichtet sei.
In militärifchen Kreifen bespricht man vielfach das Ge⸗
It. daß bel der Nückkeht, det. Truppen aus Frankreich eine
dwision in Straßburg, die andere in Saarbrücken konzentrirt
weden sosse, umn dort vor⸗ der endlichen Heimkehr Revue vor dem
duiser zu dassiren. Fin Befuch des Kaisers in Etraßburg scheint
mer den ohwalt, nden Umsiänden sehr wenig.“ wünschenewerlh.
denn wer sollte ihn Ramens der Vürgerschaft begrüßen, die, in
netche Parteiung jerfallen im Augenblid zwar nicht unthätig
St doch stumm ist und stumm sich wahrjcheinlich auch bei etnem
suche des Kaijers dverhalten würde. Edensowenig dürfte es an⸗
nmessew sein, wenn - der Koiser nut das Paradefeld besuchen wollte,
hne die Stane mu ihrer grollenden Bürgerschaft zu sehen.

—A Verhältnissis zwischen dem Deuischen Reich
vndtbland bören die orleaulstischen Staatsmaͤnner in Frankreich
8 das Gras wachsen. Dad orleanistische ⸗Journol de
frtzt namlich auseinander - daß Deutschland unter der

noelspolifzk Reßlands schwer leide, urd daß desholb der Ge⸗

Dienstaa. u Juni.

——
—
7* 1873
—

hanke einer Annixion der baltischen Provinzen wiederholt hervor-
xtreten sei, „Für Deutschland,“ schreubt das Organ des Herzogs
von Aumake, „bleibt nur ein Mittel übrig, um mit dem Woöder-
sande Rußlands fertig zu werden, es ist die Eroberung der dal—
ischen Propinzen. Aber ein solches Unternehmen erheischt reifliche
Antersuchung. Herr d. Bismardh hat dieselbe ohne Zweifel ange⸗
stellt, als er seinen Herrn nach Si. Petersburg besleitete. Jeden
alls gesteht er ein, daß die Freundschaft Rußlands wohl der
Muühe verlohnt, seine Handelsdolitik geduldig und resignirt zu er⸗
ragen,“ — Die Orleanisten haben von jeher das Bestreben gehabt,
ich Rußland angenehm zu machen und sich Ausprüche auf dessen
Unterstützung zu erwerben. Mit obiger Erfindung aber dürfle
dieser Zweck schwerlich erreicht werden.
Frankreich.

Paris,. 19. Juni. Seit geltern bewegt gich Zazaine auf
reiem Fuße in der Umgebung von Versailles. Diese Thalsache
hat eine lebhafte Aufregung und Entrüfstung im Publikui hber
borgerufen. J IJ

Paxis, 20. Juni. Der Präsident des Ziviltribimals ver-
sügte die Beschlagnahme des Vermögens des Kommunemitgliedes
Courbet zur Dedung der Kosten für die Herstellung der Vendome⸗
aule. (Der Maler Courbet war in erstet Linie die Veranlassung
num Umstürzen jener Säuled..

Italien.

Rom, 22. Juni. Die italienische Abgeordnelenkammer war,
dem Beispiel des deutschen Reichstags folgend, in letzter Zeit ofter
uücht beschlußfähig. — Der Papst empfing anläßlichdes 28. Jah-
estages seines Pontificats 200 Mitglieder des Vereins der katho⸗
ischen Jugend. Die Konigin Isabella mit ihren Toͤchtern. die
Tardinäle, sonstige Prälaten und andere Persönlichkeiten wohnten
jem Empfange bei. Der Papst beantwortete die vom dem Berein
berreichte Adresse, indem er zuur Gebele und zur Uebung der
Saeramente ermahnie, die Civilehe tadelte und den Wunsch aus⸗
xxudte, daß die Königin Ifabella das Ende der Uebel ihres Ka-
etlandes erblicken moͤge. — Ein papftliches Breve fuspendirt die
kiaberufung der Comilien zur Ernennung neuer Ordensgenerale
und destaätigt die gegenwärtigen Generale in ühren ˖ Uemterßn
, Der „Osservatore Romano? sieht sich jetzt, da der Wortlaut
von Bitmards Rede im Reichstage in Boetreff der Gesandischaft
eim heiligen Stuhle und der? Prüfung der Gesetzlichteit einer
ünftigen· Popstwahl zu seiner Kenntniß gelongt ist, veranlaßt,
ine Art von Abbitte thun wegen der unqualift irbaren Heftig⸗
leit, mit der er den telegraphischen Auszug davon besprochen hatte:
ODb ihm ein Wind von auderer Stite gekommen, oder ob fsich dos
neist schlafende Gewissen der Höflichtei— und Billigkeit in ihm ge-
eegt hat. bleibe dahingestellt. Er sagt: „Wir veröffentlichen die
nom Fürsten Bismarck gehaltene Rede, die wir bereits nach dem
lelegraphischen Auszuge zu tesprechen Veranlassung hatten.“ Wir
machen jedoch darauf aufmerksam, daß der Auszug ganz unzuver⸗
aͤssig war, da die Rede selbst viel sanfter und rücksichtsvolter als
asjenige ist, was die Verfasser der Depesche ihn sagen ließen.“
Der „Osserbatore?“ wälzt die ganze Schuld- auf das Burean,
welches den Inhalt der Rede verfälscht habe, um „die Italian fsimi
negen die Kirche aufzureizen.

Vermischee...—

St. Ingbert, 28. Juni. Am teßten Samstag den
21. d. haben auch in Eus heim Mut!ergottes ·Erscheinungen
tattzefunden, und wurde das Hous in welchem das Miraktel statt⸗
jand, massenhaft von Gläubigen bis spät in die Nacht umlagert,
rotz dem Abrathen des dortigen Geistlichen, von'solchen Schwin⸗
deleien abzulossen.. 1.

7u3weibreäüschen, I8.. Zuni. (Nachmiltagssißung.) Ver«
handlung gegen Friedrich Briaum, 830 Jahre alt, Tagner von
Iweihrücken, des Diebstahls angellagt. Die Vergangenheit Des
Ungeklagten gibt ihm allerdings ein gewisses Recht aus Gesaugniß
und freie Kost, denn er genießt ejnen sehr schlechten Kumund und
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        st schon wiederholt mit“ der Themis in Beruhrung gelommen;
nan kann eher einen Mohren weiß waschen, als einen matt / n
Spitzbuben zu deinein kehrlichen Menschen machen. Nichts ist vor
nem solchen Escamotent sicher, er tann eben Alles brauchen

Hraun haue sich weier Fulle wegen zu verantworten; am 7.

Doi d. J. hatte er in Zweibrücken ein Pädchen —mit Kleidungs⸗

stucken sich angeeignet und zufälliger Weise das Zahlen vergessen;
us Freude hierüber, daß ihm der Streich geglückt, stahl er am

jolgenden Tage von einem Wagen zwer gefüllteBierfäßchen und
hetrant fich nun derart, daß die Polizei ihn aufgriff und der Trun⸗
leue sich selbst als Dieb bekannte. Der Wein löst nicht nur die
Zunge, auch das Bier. Das Schuldig der Geschwarenen lautete
zuf zwei Jahr Gefängnißstrafe, nach welcher Zeit: sich wieder neuern
Durfst einñslen wird. (ESp. A.).

r aQAusel“ Nach der .Pfälz. Post“ hätte der⸗ Strumpf.—
wveber Martin dahier nun· gegen den Bischof Haneberg die Va—
leumdungstlagẽ erhoben. * 2 .
t Munch en. 320. Juni.* Professor Jobannes Hubern
Buch uber den Jesuitenorden ist nunmehr in Berlin erschienen.

x München“ Auf Klage mehrerer Bierbrauer wurde der
Redakteur der „Münchener Vollszeitung“, Z. M. Land, zu acht
Tagen Haft berurtheilt, weil er die hiestgen Bierbrauer ,Vien
anscher, ihr Gebrau mit dem' Ausdeucke „Purgirmittel, Gin-
nischerei u. dgl.“ belegt hatte. —

.F Ansbach, 21. Juni. Der des Mordes seiner Ge.
liebten angeklagte Bauernsohn Friedrich vou Kalchreuth wurde
ourch den Schwurgerichtshof zur Todesstrafe verurtheill.
4. Wie nedisch doch oft der Zufall (7) spielt Am 7. Juni,
dem Tage der Abreise des perfischen Schah von Berlin, wurdi
auf der dortigen Wachtparade die Parolt ausgegeben: „Schwein⸗
iurt“

— 19. Juni, Vormittags. Verhandlung gegen 1) Wilhelm
Breithauer, 21 Jahre alt, Schuster in Dülrkheim wohnhaft, und
2) Franz Kiehael, 32 Jahre alt, Cigarrenarbeiter in Frankenthal
wohnhaft, wegen Diebstahls, Betrugs,' Hehlerei, Fälschung und
dandstreicherein Vertreter der kgl. Staatsbehörde: Staatsanwalt
dessert; Vertheidiger: die Rechtscandidaten Teutsch und Zürn.
Die Angellagten, zwei schon vielfach bestrafte und sehr schlecht be⸗
rumdete Bursche, hatten ihre Bekanntscaft im Gefangniffe gemacht.
Im Januar dos. J. trasen sie sich wieder, schlossen stch einander
n und zogen nun flehlend in der Gegend von Landau herum.
Um 16. Januar nahm Breithauer in Billigheim aus einer Wirth-
schaft ein baar Stiefel weg.Von hier gingen sie noch in der-
—D die Hinterstube
des Schuhmachers Schwrarz durch das Fenster einstieg und einen
inf einem Stuhle liegenden Pad mit Garn entwendete. Die ge—
dohlenen Gegenstände trugen sie nun zusanmen“ nach Landau,
vo sie dieselben zu Geld machten und den Erlös gemeinschaftlich
vberzehrten. Rachdem- auf ihren weiteren Jtrfahrten auch Kühnel
aoch einmal gestohlen hatte, wurde endlich durch ihre Verhaftung
im 21. Jannar ihrem verbrecherischen Treiben ein Ziel gesetzt.
Am ihr Fortlommen? zu etleichtern, hatte Breithauer falsche Hei⸗
nathsfcheine gefertigt und hat er sich daher auch wegen Falschung
ju verantworlen. Aber der Krug geht so lange za Wasser, bis
r bricht; für die beiden schonen Setlen brach er am 21. Ja⸗
nuar, nachdem sie in Bergzabern; ohne die Zeche zu be⸗
ahlen, dutchgeb: annt waren. Breithauer wurde, da fülr
Jeide AÄngerlagte mildernde Umstände angenommen worden waren,
u einer Gefängnihstrafe vomn 4 Jahren und einer Haftstrafe von
28 Tagen, Kühnel zu einer Gefängnißstrafe von 3 Jahren und
iner Hafttrafe von 42 Tagen verurtheilt.

rEberbach 18. Juni. Gestern wurde ein Wallfabrer
—V
Jon Malldürn in Strümpfelbronn den Hals zu durchschneiden ver⸗
suchte, seine Absich: aber vicht volllommen erreichte.

7 In neuerer Zeit sind im Rerlehr vielfach falsche
Zehnthalerscheine der Weimarischen Bank aufgetreten. Dieselben
interscheiden sich von den richtigen Banknolen durch zu helle Farbe
ind schlecht ausgeführten Wasserdruck. — Ferner sei vor falschen
Zwanzigmarkstücken baherischen Gepräges mit der Jahreszahl 1872
dbwie preußischen einfachen Friedrichsd'ors mit dem Bildniße
Friedrich Wilhelm IV., Jahreszahl 1846, gewarnt. Dieselba
ind in Formen, welche nach ächten Stücken verfertigt find, auß
Zinn gegossen und galvanisch veroldet. An den durchscheinend
veißen Stellen der schwachen Vergoldung. dem matten Ausjehen
des Gepräges, der mangelhaften Randverzierung, dem geringen
Bemichte und der Biegsamkeit sind sie leicht als falsch zu erkennen.
Die „Düsseldorfer Zeitung“ vom 18. d. M. halt einigen
yührern der Sozialdemokraten aus ihrer Vergangenheit ein Sin—
enregistet vor, das auf die Integrität des Charalters jener Volli
zeglücker ein eigenthümliches Licht wirst: „Der Cigarrenarbeitn
zarl Hörig in Leißzig ist 11 Mal, sage elf Mal wegen Dieb
Jahls, in Berlin wegen Majestätsbeleidigung, in Hamburg wegn
tebertretungen mit Gefäugniß und Geldbuße bestraft. Detr sozia
»emokcatische Agitator, Carl Toͤlde, früher Gerichtsactuat i
Westfalen, ist wegen Unterichlagung von Auctionsgeldern, wegen
Widerstand gegen die Staatsgewalt und Beleidigunz eines Beamim
„am Appellationsgerichte zu Hamm, wegen eines qualificitin
Betruges von der Straflkammer zu Iserlohn, wegen Winlelschrij
deLerei vom Polizeigericht zu Iserlohn wiederhoit und wigen
Imtsthrenbeleidiguͤng vom Appellgerichte zu Hamm bestraft. Du
Socialdewotrat Baldauf, Tischlermeistx in Husum, ist durh
Erkeuntniß des Husumer Polizeigerichts wegen Köͤrperverlehung mi
nehrwöchentlicher Gefängnißstrafe bestrafhß..

Woehirgton, 21. Juni. Die Cholera ist hierfelhf
ausgebrochen.
— — — ——— ——
emeg. derantwortlicher KRedacteutt.
2 Lufttrockene
*
Lösch-Backfteint
sind vorräthig.
Dieselben berechnen sich beinahe um—
Jalfte billiger, als die gewöhnlichen Erdbet
deine, find leicht und trodcen.
Jac. Sties.
Das Neue Blatt 18183.
Rr. 40 ist so⸗ben eingetroffen und enthat
Die neue Magdalena.“ Von Wilzed
inn In das Album einer Daern
Bon Bernardino Inen deutsch von duln
Schanz. — Cul inats ische —8*
rof. Dr e Recian. — Gelowin
schaftlicher Rathgeber für kleiueLern
e Sie rle ngelofte Rit
fel der Gefchichte.“ Der ührmachn,w
Spandau.“ Von Harbert Harberts. *
der Wiener Weltausseellung.“ Orig
»erichte des Reuen Blaties. Von Louie *
— Der Bergrath. Criminalgeschichtt
AIrnfiine von L. —Damenufeunilleton
Handel und Verkehr.“ — — W
Zu unseren Bildern.“ — Ein ganoneng
Mäaäthsel.“ — Meune —
Dointichuifcher Brieftaften⸗⸗6
— — pondenz. —An Illustrationen: *
Dem Qüt oh. Nielaus von seinen Adalbert von Breußen —2 — e
reunden zu seinem heutigen Ramenstag 8 ——«4 Verwandt
in dreifach donnerndes Ho ch“, bis der —
chlegel in det Hand zerspringt. Buchhandlungen und Poßi⸗Anftalten fr
6 S. W. *9t BV. B. Ph. Z. maeßiaen Vrens von 18 Eor. vierteliabrlich
—E—————

Bekaunntmachungen.
Holzversteigerung.
Samfag den 26. Junsi, des Rachmittogs
um 2 Uhr, im Gemeindehause zu Robrbach
verden nachstehende Holzsortimente versteigert:
g kiefern Stänume 4. Kl,.
25 eichen Wagnerstangen 2. NKl.
24, Baumpfähle,
5900 .Bohnenstangen. —
10 Sler eichen Prügelholzz
50 , Krappenprügel,
2 5 birten Prügel.
Rohrbach, den 22. Juni 18785.
Das Bürgermeisteramt
Raberer.

Danksagung.

Fur die zahlreche Betheiligung an
der Beerdigungsfeier meiner verstorbe⸗
nen Frau, wie dem hiesigen Musilver-
ein sür den erhebenden Trauergesang
am Grabe derselben den innigsten Dank.

St! Ingbert, den 24. Juni 1873.

Jakob Sonn.

A

ealtion, Druck und Verlag von F. X. Demeg in St. Ingvbert.

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        —8B82
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8 —* —A — — 222 2
522 — 7 85 — w
—— — — —237* 2282822
* 3 — 23—53— 3 —
5533 353373888 32573* 5332 32 5535 —
8 * 2 2 28— —5 2537 — J 8 ——
335555233832. 55 37; 753338— *233857335 222, 3272
— 2 ——— —E————— »c3z355383522555 ——— ——— 328 — 227
ẽ ——2 — 72—3835 — — 5—22 SjS 5277 — s—58 —* —A—
53575735 35—3387 3372* 3 33387*
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3333,357*8 * 258 225 223832838
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5562 52532337 s 855 3533535333 378 s
m E 23 —— — 533228 2* 2 —* 2 —2 2232 225 5 323 ——
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257 8535 335233533228* —* 2353358 33*7 A —— 53
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¶ 555 2 —A *283 2 S8 2 7 885 232233—283 3 8
2 ——— 2 5 273 556 * 3723832 3 5 5 45 —
J 335386 33783268 233
3 —F 2 S 2222 9 5 *.22 — 253322
233 3— 5535 22 227 25323 352 323535 5* 282 82232 2
—A — — 5 522*88 35* —A 32
8 —A —2 z3323598 3 z. ẽ 538357 237 53355* 333
23 — 225 22 — 528 .55 3 282 5*22 * 55*23558
— 52 — 2255357 x25 —8 2 — 55 35383322388* —— —— —c558
55325557* — 25325 — —— 35* 33326 8
35*23233 28 zs7383716 7
33 2 — — 228* ———— 5328 33388. 8 5 — 23 82382 —5*
2252555 52325323 — 2557— — 2525378 — * 2 S5
3355355823 — 55258235 2 25 557375838 —27278338
5555582235 25 20 — 2 227 2 — — —A — 8 522
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2** 5 — —23* * — * 28 223 3 2.2
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552 682 3322 222 *2 835 222 2 52237 *83

5538—3553 335378
3535. 2. 5 52 — 5 229755 — — 328 5253 5722 2.2
A 27*55* 283 25 2 —3* 2535533325 28325
* 2227 8 23533735533523 —
3333 —332* O 233 —— 72 2 2E52c4 — 532*87
S.I 333533* 283333233753 5328 3553 28*
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3533233323535 235 33 353253 —23783733

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da Siu. Anetfarter Andeagerr (und dat iutt deckn Hauptblatte verbundene Anterhatiuagtbiati nit d Vletta zu⸗ Donnertlagh. unr Sonniag⸗
hanmer erlcheint vdchentlich vie dinal: Dientrasß. Donners tag, Samttag and Sonntau Fobnnementspreis vierteljahrig —A
312 Silberar. Anueigen werden mit * Kryr, vie dreisnaltige Zeile Blattjchrift odet deren KRaum verechnet.. 5

—— 351 C I et n

—8* 97. Donwerstan WX Ve —J ν 1873
Abonnements⸗Einladunge r e w domd n.det die w rhhube
e u vr e —*æ — den Unterthanen verschiedener
gei beborstehendem Quariauwechsel ersuchen wir höfl. unsere ches dee Honi 7 —58 Dat Vertrauen werde gestarku,
xrehrlichen Postabonnenten ihre Besiellungen auf den St. Ing— d eaee Foee in die Anhänglichteit der
etrlet Anzeiger unverzüglich machen zu wollen. — Unsere geesxten Berluün, 22. Juni te, onianhe Paus zu setzen.
onnenten don hier und Pinsedende, die dag Blau burch anfere Berliver Correspondetzen, Ie e n einer wielderbreiteten
teͤger erhalten, dekommen dasselbe fortgeliefert, ipenn vor Ende ramontaner Ginflüf dr Fyx b achricht von der Erneuerung uls
ise Monais nicht auedeicich abbeselh wird — u Hose eschäftigt seit einigen Tagen uünsere
3553324 uez —— e 5
daetion und Exped AMbettber nen, die Gegenstände ihrer Jutriguen u. J. w., kurz man
ne tion und Expedition des St. Ingberter Anzeigers .· — —————— Vieman maen
Deutsches Reich. — —8 Ipnover genommen wird, ¶zu einer Stäatsaction auf.
Munchen. Dem Vernehmen nach soll der Verbandstag oa ditse eee * fen areifbares Moment flir jene
— —— — — sqwarzen Sqchanen imndie palla,
munchen abgehaiten werden. — Zu den Waffenübnagen der Juß iltromomone Schuflein di essen. Uebrigens fteht feft. daß das
inginemer inn Dius and Seop ender du in dr bee — rve Faagge nDuftigt. Die
znige Theil der Reservisten einberusen werden, welcher daz neue hantische i e 6 vin ihren Wahlcomitez prote⸗
ztertiex Reglement noch nicht eingeübt hat. Zur Tinubung in truirt, eonservativ * —* g— — Wde eeeen m
aäͤnen Abtheilungen und in der Compagnie sollen 14 Tage, dann ie — —* unne andidauen heranguehmn ,
n Eretcitien in Recgimemern und Vrigaden weilere 14 Toge üichte sirahleeh ng der parlamentarischen Patres im hellen
etwendet werden. Cĩ J 3 er gn kreichekrelbl Alles. dem drihlen steiseträich ent
Straßbeurg, 23. Juni. Bei der Bezirksrathswahl in' zegen. Die Bongpartiften beberrschen, wenn 288 28
eß stimmten 2350 Gemaßigte. Gewählt wurde Bürgermeister Weise, schon jetzt wieder die e auch noq n latenter
zisanzon, Beigeordreter Gaulier, Munizipalrath Abel In Kolmar uee e ——
vat die Betheiligung schvach, wegen Mangel an Vorbereiung. nachen, in 58* — 83 die Welt sich darauf efaßt
Sut aß d'ur g 28 Juni, Auf dem flachen Lande und —*— * A die gegenwärtige Burgfrau von
8* — 3 sard n Doeehee ine ae Wann e e — 8 eeee
ast durchweg im Sinne der gemäßigten Partei ausgefallen. Di vis 33 bet nph des romanischen
wtheiligung der d —* een vagi 7 — nd pohe npoischan auch dit spanische
hin und Hüningen wurden eingewanderte Deuffche gewählt. (In ren Scidser n ien Veinn in dr dne
üßelstein wurde der deutsche Oberförster von Bodungen 3 AN. di⸗ ee F wie der dezogen habrn. Wenigstengz
vnhosen der Fabrikdireltor Geiger gewähit.)— ie schließiiche Eniweckel reitzs einstinmig darin geworden als
Berol'n, 20. Juni. Die —X— dem hereits vas aber, wohl r nne der gegenwärtigen spauichen Wirren,
n Aufbruch nach Dause dehriffenen Reichstag unterm 16. Jum dirrugg ver eee noch keineswegs die schließliche Ent
in seht wichtiges Gefetz vorgelegt, betreffe nd die Abänderung des »es Sohnes ge, ing sein würde, die Erhebung Alphon's,
herrindzolltatfs. —dienach sollen 1. folgende Gegenstände , vom noch vorhanden sinde . eirachten die Truppen. soweit deren
diugangezoll befreit werden: Na, Roheisen aller Art b. —*8* ndenden find, sollen am meisten zu diefem Prätendenten
oes und gewalztes Eisen in Stäben, Luppeneisen, Eisenbahne r e Frankreich⸗
tienen. Eisen. welches zu groben. Bestandtheilen von Maschinen Beffbirt) 8. Inni. ——
id Wagen roh vorgeschmiedet iln, sojern dergleichen Bestandtheile 100,000 labotirte * Inni. In unserer Fesftung befinden sich
* — — ⏑— ⏑ — —53 DBE Pulber
alaben, Eisen blech, roheh, Stahlblech, Anker c., polirto, Eisene vorgefumden, der and ee wrde
w Slahipiatten . Gußwaoren in Hesen; Piatien, Gettern eh Die dortscha ———
clomotiven Tendar und Dampflessel, andere Majchenen und dua — diese Materatswirde fnf vdae Wothen bin⸗
Ie —8 7 828 * ee n —8 Dig dmien Zot naglis — Nide Wagen
eht qus Holz Gußzeifen, Schmiedeeisen od TRC abgehen 0——
n 7 —AS —
r e ——— et
Lumpen- und andere; Abfälle ur ierfabrilaühn. 2 ß chen.
Ie Im CEingangeol ꝛb e w n Vopn And V emy das polmsche Banner auch he Zarah
hodn Weißblech, hrobe Cise unde Slahiwaaren die aus ben alle- —* —— Wwit dig pon Metz aund Clijoß
üchniedetem Sisen oder Eisenguß, ans Eisen und —2 —7 i beg ßte Zwei Generaie in Uniform waren
dheht nd erteet in Verbindung mit Hotz —2 * sene 7 Italien J
ugt ürd: Aerxte Degenklingen, Feilen, Hanmer, ejchirr,“c Diriuo? * ——
e Vuee eV en deheu cete ne otrtende aitnmz. end
de ee deSree she Den de een rren u dr n w
ichen, Fujchbein mn Palmeablättern 3fiet J shean Lgeeiner Lage. welche
Berlan, 233. Juni. Der „Reichkanzeiger? veröffentsicht die inen en re effitiytoder officios in
giwert des stoisers auf eine regierungsfteundliche;? Gesinnumgen ˖ für wal an vird darsm doch gict aufhöten he
— Adresse schlessijcher Katholilen. Die an den Herzog —* — —8 X zum Leben
idor adressirse Antwort betont den lihuenden Eindruck fämt ondern daß sie Leben und
* n Friedens ihm am Herzen liege, um so höhet die FFrantkre i Augen
limmen 3 * veich begreist man, das. Und es fä 38
— satdettee Anentdmen anschlage, welqhe, begtufen zu verden feibin won e 8 yz
en Verständi e an dem Streben noach Oner fri df er bei eimer · Gelegenhent ·eme u Frankrrich Teigerden — —
qung auf dem Boden des Gesetzes festhallen. Ein zu peiberaen wahteete Doc heucne Blatisuidnee, oenrr
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        jür noͤthig, daß die Regierung durch ihrs Handlungen beweise

daß sie ihr von dieser natitrlichen Alliamz mit Derntschland aufer—

tegten Pflichten begreift. Das gemeinschaftliche,“ zwei Machte der—

hbindende Interesse verlange auch eine solidarische Handlungsweise

Nur imter⸗ dieser Bedingung könne“ eine Allianz bestehen, könn

fie redlicher Weise gewährt und angenommen werden.
Amerika.

Newyork, 20. Juni. Nach hier eingegangenen Nach
zichten haben in dem Staate Michigan große Walobräade stattge-
unden, welche auch die Stadt Machigummi ergriffen und dor
200 Häuser zerstörten. 8 Menschen, kamen dabei um. Ebensc
hdaben große Brände in New Braunschweig und Canada stattge⸗
unden. — Die Cholera ist auch in Keutudy ausgebrochen. In
Nashville erlagen derselben am Freitag 73 Venschen.“ (W. T. B.)

That soll gewesen sein, daß die Unglüdliche amm vorborgehenden
Tage Streit mit ihremm Manne gebabt hatte, der sie oRrilit
oll geprüügelt Vaben. (N. P. T.) 25

7fIn GW118enm sind vier Kinder in Folg Kenusses eine
ziftigen Frucht lebensgesährlich erkranlt., RBR

In Winden kahl vor einigen Tagen ein Lehrling seinem
Meister 17 kt. und wurde ertappt. In voller Verzweiflung lie
er nach Candel und ertränkte sih in einem dorligen Weiher. Dei
arme Bursche wurde am Montag beerdigt. 48

f Maunheim,. 23. Juni. An der hiesigen Vollseschule
ist nun auch das Mödchenurnen eingelührt. Der Unterricht wird
von den Klassenlehrern — zum größten Theil unenigeltlich —
ttheilt, diee Echülerinnen besuchen die Turnstunde mit der größtv
Freude. —

—Bern, 9. Juni. »each dem „Inteliigenzblatt“ häarte
xFr. Heder, der sich gegenwartig in der Schweiz aufhält, sein—
Theitnahme am Solothurner Volislag voni 15. d. beinahe mi
einem Leben bezahlen müssen. Er hatie von Bern aus das Fes
zesucht und gerieth auf der Rüdreise beim Einsteigeg unter die
täder des dereits in Bewegung begriffenen Zuges. Es gelang
einen Begleitern, ihn noch rechtzeitig aus seiner höchst gefährlichen
dage zu reißen; das Rad soll dereits die Beinkleider erfaßt haben
die Emotion, welche die hohe Gefahr sehr begreiflicher Weise dem
zereits alternden Manne verursacht hatte, war so starkd daß ihr
dachwirkung noch bei der Antunft in Bern sid sichtlich außerle

Wen, 18. Juni. Der ‚internetionale, Brauertag, der
nit der Weltauestelung verbunden hier tagt, ist von itwa 400
Delegirten besucht. VBelder Eröffnung war Bürgermeister Di
Fe!der zugegen. Herr Sedelmahr aus München wurde zum Pra
identen, Moriz Faber aus Liesuig und Johann Stein aus Frapt—
urt zu Vizepräsidenten und die Herren Richter (zus Wien), Di.
Moriz (aus Mainz) und Dr. Faslender (aus Wien) zu Schrift—
ühtern, sämmtlich mit Akklamation, gewählt. Die Reihe du
»xogrammmäßigen Vorträge eröffnete gestern Dt. Karl Lindt
München) mit einer Abhandlung „über die mechanische Kälten-
jeugung“ und der zu diesem Zwecke dienenden Apparate; ihn
olgte det Vortrag des Herrn Franz Windhausen (Oraunschweig
Aber Luft-Expausionz⸗Maschinen und über vier verschiedene System⸗
bon Eiserzeugung; zwel weitere, auf der Tagesordnung stehende
Vorträge der Herren Dr. Vaertjch und Kart Völkner wurden et
Wunsch des Letzteren der nächssten Sitzung dorsehalten. — In
zer heut. Sihung wurden die Vorträge über Eit- und Kälteer⸗
—XV
darl Votner (Prag).“ worauf eine freie Diskussion siber dadselb
Thema folgie. 3
7 Wien, 245 Juni. Die „Neue Fr. Presse“ will wissen
daß die Kaiserin Eugenie mit ihren Sohne zum Besuche da
Weltausstellung hiether lommen wird.

FLondbon, 23. Juni. Dat Dampsschiff ,Columbus,
velches 200 Passagiere an Vord hatte, ist am Samstag bei he
yhead gescheitert 12 Passagiere und 3 Personen don der schifft
nannschaft ertranktfen. J

Der deutsche Verein in Sandhurst (Austealien) hat en
unstvolles Schreibzeug aus Gold der doctigen Gruben alt Ga
hent für den Fürsten Biamard anfertigen lossen.

eE LM.Vcy

f(Schwurgericht, Zweibriüden, 19. Juni. In
zer heutigen Nachmittagssitzung wurde gegen Saͤbine Dechert,
20 Jahre alt, Dienstmagd von Eppfstein. wegen Diebstahls, Un-
erschlagung, Betrugs und Eutlaufens aus dem Dienste verhandelt.
Die Angellagte, eine übelberüchtigte Person, hat ein ziemlich locetes
deben geführt, obschon fie in der Frankenthaler Strofanstalt schon
ein Jahr lang dingfest gewesen; mit ihrer Diensiherrschaft nabm
de es gerade nicht seze genau: Geld, Zuckeer and souflige begeh-
renswerthe Gegenstande waren vor ihr nicht sicher und schließlich
perschwand sie, ohne Lebewohl zu sagen. Diese Manðver wieder
holte sie lange, bis das Gericht ihr das unsaubre Handwert legte.
Die Angeklagte, welche volllommen geständig war, wurde von den
Heschworenen unkar Annohme mildernder Umstände für schuldig
erklärt, worauf der Gerichtehof eine Gefängnißstrafe von 2 Jahren
und eine Haftsrafe von 12 Tagen Aüber sie verhängte.

6 Sp. A,)

k, Wie ist dem Mangel an Lehrkräften zu begeguen 7
reibt das pfälz. Schulbl. unser anderm Folgendes: Speier hat
wie bisher, so namentlich wieder in der jüngsten Zeit, in Behand⸗
sung von Schulangelegenheiten allen Gemeinden ein nachahmens ·
verihes Beispiel gegeben. In Folge eincs Stadtrathsbeschlusses
zeziehen vom nächsten 1. Juli an 6 dortige Lehrer aus der Stadt ⸗
lasse vorerst je 1000 fl.. 8 je 950 fl., je einer 900, 850, 800,
700, 650, 600 fl, welche Beiträge sich alle 3 Jahre um 50 fl.
uwehren, bis zur Erreichung des einftweiligen Maximalgehalteß von
I000 fl. Die Staatszulage iufluitt selbstver kändlich hierauf nicht.
— Speier ist nicht durch den drohenden Lehrerwangel zu einer
Vehaltserhoͤhung gedrängt, auch hat es keine überflüssigen Geld-
mittel; aber es besitzt einen inlelligen'en Bürgerstand, der in der
Stadtverwaltlung seine würdige Vertretung findet. Die Stadtver-
waltung in Speier hat ein Verständniß für die Schulfrage der
Begenwart. Es finden sich verhältnißmähig nur wenige Gemeinden
in der Pfalt die in ähnlicher Weise in ihre Aufgabe eingetreten
sind. Die Mittel könnten überall deschafft werden, wenn man nur
ernstlich wollte. Da, fehlt es! Es handell sich um das Wobl
ver luͤnftigen Schule mehr, als uni die augenblidliche peluniare
dage der jchigen Lehrer. I
7Bruchemühlbach, 23. Juni. Heute Nachmittag er ·
Jangte sich in Lambsborn eine Frau, wurde aber von ihrer Tochter
noch rechtzeitig angetroffen und von einer herbeigeeilten Nachbatt-
srau abgesbnitten und dadurch vom Tode gerettet. Das Mond der

—RX — —
E ⸗q;, detantuertlichet Redachent. J

Bekanntmachungen.
Zonntag, 27. Juni, Nachmitiagt
bei gunstiger Witterung
Harmonie⸗AMusik
auseführt von der ganzen Heiniß⸗Kapelle
unter Direktion des Herrn Wittich
in Chandonꝰnehen G—ν,
vozu hoͤflicht einladet
Pet. Schweitzer.
Kouleaux &amp; Markiesen
aller Art sind zu baben bei
———
wei moöblirte Zimmer
ed ein?in der zusammen zu vermieihen.
agt di⸗ Grved. d. sSi.
ana neue doppelte Hauo⸗⸗
er, eine —erthür, sowie 2 gute
ANer a⸗ odmet find zu derlaufen

Rechnunge—
in s, 4 und s Bogen zum all gemeinen
Gebrauch sind vorraͤthig in der Druderei
dieses Blattes.
Frucht⸗, Brod⸗, Fleisch⸗ x. Preise
der Stadt Homburg vom 25. Juni⸗

—X
Spelztern — fll. — tt. Spelz — si.
— tr. Gerste, 2reihige — fl. — tr.
freihge — fl. — tr. Hafer 6 fl. 57 kr.
Mischsrudt — fl. — K. arbsen — s,.
— kr. Wicen — fl. — kr. Kartoffeln
— fi. — ir. Bohnen — fil. — tr.
Kleesamen — fl. — kr. — Weißbtod
3 Pfund — kt. Kornbrod 6 Pfd. 29 kr.
4Pfo. 20 tr. 2 Pfid. 10 tt. Gemischt ⸗
zrod 6 Pfd. — kr. Das Paar Weck 100
Br. 2 lr. Ochsenfleisch der Pid. — tr—
zühfleisch 1. Qual. 20 tr. 2. Qual.
8 g. Kalbfleisch 10 kr. Hammeifleisch
20 kr. Schweinefteisch 22 kr. Bulter,
ver Pfund 36 kr.

Kaiserslautern, 24. Juni. (Frud
Mittelpreis.) Weizen — si. — ki. Kim
—A
Sbpeiz 8 fi. 30 ir Gerste 8fl. bo
Hafer 5 fl. 28 kr. Erbsen — fl—
igicen — fl. — ke. Linsen — fl. **
Nleesamen · — fi. — ir. MNundbe⸗
—AA Ile
Weißbrod 2 Psd. — kr. Butter per d
34 836 ir. Eier 3 Stück 8 k. Ku
joffeln per Zic. 2 fl. 24 tr. Heul
—A

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urer Börse
vom 24. Juni 18785.
Preußische Friedrichsdot..9 373
distolen .. 9038 4
dollandische 10 I.⸗Siade. 982-
—X
20Francß⸗Stucke .9 212
inglische Soudereigns1i
DOoflark in Gol 4 244
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Ralktien. Druck und Verlaq don J. X Demen in St. Inaberr
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—XV berter Anzeigerr sund das mit dem Haupslblatie verbundene Unterhaltungtblatt, mit der Dienttagt⸗ Donnerdtags⸗!und Sonniag⸗
umer ericheint wöochentlich vernal: Dienstia g. Donnéer btag, Sambtag und Sonntaa. Adonnementspreis vierteljäahrig 42 serzr. oder
12 Silberar. Anjeigen werden mit¶ Krgyr. die dreispaltige Zeile Vlattichrift oder deren Raun berechneeee.
... 2 b
.. *83z n 44 t * —VVVVVD — —
—E 98. 5 — Samstag, den 28 Juni J — 1873
Deutsches Reich. hgqben, so weiß man eigentlich nicht welche Urfacht jenen Differenzen,
Musach en, 25. Jani. Im Staatsministerium der Justiz u Grunde liegen kͤnnte. J 5
ind bereits die dem ugasten Landtage vorzulegenden Gesetzent · Gelegentlich des von der „Norddeulschen Allgemeinen Zeitung“?
pürfe über eine Verlasseuschaftz- und eine Vormundschaftzordnung nitgetheilten Dementis, betreffßs der Beziehungendes Grafen Arnim
usgearbeitet worden. Wie wir veruehmen, sollen den Notaren ur franzöfischen Regierung, sagt das orleanistische Blatt „Soleil“:
anstighin alle Verlassenfchaften Üüberwiesen werden. während die Uns liegt nichts daran, ob Hr. v. Arnim fig bei der Regieruug
ührung der Vormundschaften einem zu bildenden Familienrathe diensteifrig zeigt oder nicht. Wir haben die Freundschaft Nord-
herttagen wird. Zum Entwurfe der betreffenden Gesetzesentwürfe eutschlands (iel) nicht zu fuchen und suchen sie nicht. Wir denken
aben bereits mehrfache Sitzungen im k. Staatzministerium der zur daran und halten nur darauf, uns von unseten Verpflichtun—
zutiz dahier stattgefunden und hatten denselben auch mehrere hie- jen zu befreien. die wir gegen dasselbe (nur gegen Norddeutschland?)
e Notare anzuwohnen. urch den Vertrag von Frankfurt eingegangen find. Mehr find
Müsnchen, 25. Juni. Durch gemeinschaftliche Entschließung vir ibm nicht schuldig.' — Angefichts der oben besprochenen Un-
et tgl. Staatsministerien des Kriegs, des Kultus und des Innern inigkeit in den höchsten Keglerungskreisen ist es allerdings kein
om 13. 1. Mts. wurde bis auf weiteres und in widerruflicher Vunder, wenn das Ausland auch auf sonstige nationalen Dider⸗
deise genehmigt, daß die Zoͤglinge der städtischen Handelsschulen zenzen reflectitrJJ Jẽ·.
nMänchen und Nũrnberg wie bisher nach Maßzabe der In- Die Worte, die Fürst Bissm ar über den rufsischen Zoll-
rultion über die Vornahme der Absolutorialprüfungen an den arif am 9. d. im deuischen Reichsstage gesprochen, werden von der
ayerischen Gewerbsschulen vom 18. Juni 1871 an den Abso- Moskauer Zeitung als ein gtänzendes Zeugniß der guten Bezieh⸗
ntorialprüfungen der daselbst bestehenden k31.“ Kreisgewerbschulen ungen zwischen Rußland und Deutschland hervorgehoben. „Wos
zeilnehmen und sich auf solche Weise vas zum einjährig⸗frei- die Tariffrage selbst betrifft, so fährt das genannte Blati fort,
ailigen Militärdienste berechtigende Maturitäls eugniß des letzteren!“ „so verfteht Fürst Bismarck sehr wohl, daß unsere Handelspolitit
cwerben. ich nicht unter dem Einflusse fiemder Wünsche, sondern nur aus
Aus Lothrindzen; 20. Juni.“ Die Duichführung des eigener Initiative verändern kann und darf; bei uns müssen die
zulzwanges floͤßt kei uns auf bielerlei Hindernisse, so daß zu betreffenden Fragen zur Reife gelangen, bei uns inuß das Bedürf
apfindlichen Geldstrafer und fogar bisweilen gu Freiheitsstrafen niß nach einer Aenderung des bestehenden Systems als für uns
egriffen werden mußte.“ Auffallender Weise' wirkten aun die Ge⸗ lelbst vortheilhaft erft anerlannt sein, dann werden' auch die an-⸗
nquißstrafen viel fihherer,“ als die Geldstrafen.“ Der Schlüssel deren sich der Vortheile eines besseren Systems erfreuen.“ Jetzt
x Löjung dieses Raͤlhsels ist jetzt vorhanden. Es hut fich aäm handelt es sich in erfter Reihe nur darum, unsere Zolleinrichtungen
qh herausgestellt, daß ein Comite in Sttaßburg, das jedenfalls zu verbessern und fie von Formalitäten zu befreien.“
a der Verdummung des Volkes ein gewisses Interesse hat, das Die Vorgänge deim Leichenbegängniß des Deputirten Brusses
zeld beschafft. um die Schulversdumnißstrafen zu bezahlen. Wer aund die Verordnung des Präfecten Dücros betrefts der Zwilbe⸗
iet seine Hande im Spiel hat, dürfte nicht schiber zu errathen sräbnisse bilden den Gegenstond aller Diskussionen in den franzö—
an 2(B. L.⸗g.) ischen Journalen und überall wird die Befürchtung laut, daß,
Zer lhinn, 25. Juni. Heute erfolgte der Schluß des Reichs. denn es der jezigen Regierung gelingt, sich an der Gewalt zu
ni. Rachdem Präsident Simson eine Uebersicht der Arbeiten des jalten, der Syllabus binnen Kurzem grsetzzebeude Kraft in Frank⸗
reich?tares gegeben und der Altersprasident dem Ersteren den Dank reich erhalten werde. — Der „National“ verciieicht in diesem
cz Haufes für die Geschaftẽleitung ausgesprochen, erklärte hierauf Sinn einrn Artikel unter der Ueberschrift: Der 5hus und die
ürst Biemarck: Se. Maj. der Kaiser (das Haus erhebt sich) Encyclica, in welchem er deide Documente mittheitt, um darzu-
dauert lebhaft, durch ein mit Goites Hülfe in sicherer Vesserung hun, daß die Jesuiten sich erst Frankreichs bemtchtizen wollen, ehe
Ibefindliches Unwohlsein verhindert zu seim, die Herren vor sie gegen Italien vorgehen. Um zu beweisen, daͤß die Minister
tet Ttennung zu sehen und den Schluß ihrer Sitzungen persön⸗ mit den Jesuiten gehen, citirt „National“ eine Adresse des katho⸗
q u bewirken. Se. Maj. hat mich beauftragt, Ihnen zu er⸗ lischen Comite an den Papst, die auch von dem Justizminifler
wen, wie gern der Kaiser selbst dem Dagke der verbündeten Ernoul unterschrieben ist und worin gesagt wird, daß die Unter—
ierungen dafür Ausdruck gegeben daden wlirde, daß Sie sich seichner sich dem Syllabus vollstandig unterwerken. Auch Temps“
ndieser Session und zum Theil unter schwierigen Un,ständen der ritt äußerst scharf auf, nennt den oben erwähnten Vorfall einen
ciseren Ausbildung unserer verfaffungsmäßigen Institutionen und merhörten Standol und klagt die Regierung an, das Gesetz vom
x Losung der Aufoaben, welche uns der Krieg hinterlassen hat, Messidor des Jahres 12 verletzt zu haben, welches mililärische
it hingebendet Anstrengung gewidmet haben. Indem ich mich Begleitung dei Begräbnissen für Abgeotdnete anordnet.
mauf beschränke, diesen allerhöchsten Auftrag ge ˖ vollziehen, erkläre Berlin, 24. Juni. In einem Leitartikel ,„Die Jasage-
auf Befehl Se. Maj. des Kaisers im Namen der derbündeten naschines schreibt der ‚B. B. C.“: Nach einem glücklich geführten.
gietungen den Reichstag für geschlossen.“ Präsident Simson krriege zehrt das Volk, obwohl von Natur nicht Pflanzenfresser,
ingt hierauf ein Hoc, auf den Kaiser aus, in welches das Haus von Lorbeeren, die Volksbertretung berauscht sich am Erfolg und
irmisch einstiumt. e vird Jasagemaschine. Verzweifelt nennen wir diefes Mittel und
Berlhin. Nicht nur die preußische uad die Reichsregierung, hewcisen unsere Behauptung mit der Thatsache, daß auf Magenta
dern auh die ernzelnen Minister der ersteren haben jetzt ihre ind Mexico doch schließlich, iwohl oder übel Sedas folgen muß:e.
pnderen officiösen Organe, wor. n dieselben sich in einer Weise 70 etwas kommt bei uns nicht dor, wir haben einen Reichetag,
rehden. welche die Würde der Regierung selbst mit der Zeit un⸗ er in seiner Majorität durchaus liberal ist, wir haben eine un⸗
ataben mußß. Die alte ,Zweiseelentheorie“ ist in letzter Zeit ibhängige nationalliberale Presse, welche die etwa schwankend wer⸗
eint formliche Zwei- oder Dreiseelenpraxis ausgeartet. Aus denden Vollsvertreter nnablässig mahnt, ja nicht zu den Nipp⸗
er leidigen Thatsache hat sich denn jetzt das Gerücht gebildet, ind Nickfiguren herabzusinken, so die „Pagoden“ benamlset sind.
urst Bismorck wohe ganz aus dem preußischen Ministerium aus- Und doch werden auch durch den Deutschen Reichstag die Interessen
tiden und habe sich bereits von der Theilnahme an den Ge⸗)her Regierung einseitig auf Kosten der Volksrechte gefoöͤrdert. Frei⸗
ten des preutzischen Staatsministeriumg entbinden lassen. Nach ich wir haben einen uͤberalen Reichetag, der einem unbedeufenzen
n jüngsten Auftreten des Reich?kanzler im Rtichsstage kann man Staatsmanne gegenüber, aller Voraussicht nach aie se'ne Pisicht
benfalle nicht unnehmen. daß er seinen Herren Collegen vom ergessen würde, der jedoch durch unsern Reichskarzler sich biter
etd ijchen Minifterium zu Uberal geworden ist. Da aber auch ils gut ist bismarckisiren läßt. „Bismarckisiren,“ ein bunstfich
uere sich den „Luxus dez Liberalismus“ bis jetzt nicht erlaudt Wort, doch inhaltsschwet. Wir denken dabei an die COmdnann
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        Politit, durch welche die Regierung noch immer den Lowenantheil jausen: 8) von dem Bahnbofe von Langres nach der Stadt
rhalten hat, wir denken dabei an Stirnrunzeln, geflügelte Worte, dangres; 9) von Champigneulles nach Jarville, ostlich umn Nancy
Brobheiten. eschleuderte Donnerkeule. Wen sollte es nicht (hau- jerumlaufendz 10) von einem Punkte zwischen Montmedy und
dern machen wmenn von einem solchen Manne der Conflikt prophe- delosnes an die belgische Grenze gegen Virton. Außerdemrhält
—R 4 Cabinetsfrage gestelll wird, Was bleiht da anders die Ostbahn die Concession der Vahn von Epinal mach, Neuf-
uͤbrig, ald daß d arlamennansra Haupileute ) Koͤpfe zu· hAtea.. —*
ammenst˖cken und dann die Corporalschaften anweisen ‚Ja“ zu Der Ober-Kriegsrath hat beschlossen, die Fuß⸗Jäger⸗Vataillon⸗
agen. „Von der Siirne heiß rinnen muß der Schweiß!“ Aber uind die Zuaven ⸗Regimenter abzuschaffen.
„Ja“ wird gesagt. Zum Schluß noch die Bemerkung: Diese Fab⸗ England.
tilation Det · Jasagemaschme konmt Ddicht vor der Dipersion nach VLondong, 26. Juni. Zwei Schiffe mit Waffen fuͤr die
Außen. 1 Farlisten sind in dem Hafen von Plymouth auf Befehl der Regie
Dem „Schwäb. Merk.“ wird geschrieben: „Der Ultramon⸗ rung angehalten worden. —W
anismus kündigt an, in Baden von der Vertheidigung nun zum Spanien.
Ungriff in Fragen der Geseßgebung übergehen zu wollen, auch Barectllona, 24. Juni. Ein gestern zwischen. Soldaten
wenn zunächst Ünterliegen sein Loos sein sollle.“ Ein etwas eigen- und Civilisten in der Vorstadt Barcelona aus „ebrochener Strei,
hümlicher Vorbehalt für eine Angriffspolitik! in Folge dessen mehrere Verhaftungen unter ersteren vorgenommen
PNach -einer im General⸗ Poslamte, angestellten Wahrscheinlich varen, wurde heute von beiden Seiten fortgesetzt und führte zu
leilßrechnung in Bezug aͤuf die — des Paäcereiverlehrs aicht unerheblichen Conflilten. Die Soldaten versuchten, ihre gi⸗
dom 1. Januar 1874 ah dem Zeitpun der Einführung des augenen Kameraden zu befreien, so daß die Militärbehoörden ein⸗
reuen Podetporto⸗Tarifz— ist veranschlagt. daß die aug nbuüchlich chreiten und die Capaleriekaserne in Barcelong räumen lassen
in Funktion, stehenden Beamlenkräfte eee nußten..
nicht zu bewältigen im Stande sein werden, daß vielmehr noch
ein Fuͤnftel der jeßzigen Zahl wehr wird Verwendung finden müssen.
Demzufolge ist nachgegeben, daß junge Leute. welche sich dem
Poltdiensse als Postgehilsen widmen wollen, schon vom 15. Lebens⸗
ahte ab angenommen werden dürfen.
g Die Frage in Bezug auf die Anwendung von Gußstahl oder
Bronce bei der zum Angriffskrieg bestimmten Festungs Attillerie ist,
vie die „Voss. Ztg.“ höͤrt, definitiv bahin entschieden, daß fortab
letztere dei der deutschen Armee nur“ aus Bronce hergestellt wird,
Das Material dazu ist in den eroberten reichen französischen Vor⸗
rathen in anerkannt trefflicher Güte überreichlich vorhanden.
Dex frühere württembergische Staatsminister uad jeßziger
Reichstagsabgeordneter für Hemmingen, Frhr. v. Varnbüler,soll
ils Vorsitzender des in der Bildung begriffenen Reichs ˖ Eisenbahn ⸗
amtes mit x nem Gehalt von 5000 Thlrn. in Ausfichl genommen
ein. Derselbe ist auf dem Gebrete des Verlehrswesens gut
oxientirtt. U
Wien, 285. Juni. Die Kaiserin Augusta traf in Begleilung
ves Kaisers pon Oesterreich, wilcher dexselben bes St. Poölten ent-
gegengefahren war, um 64 Uhr Abends auf dem Penzinger
Babnhofe hier ein und wurde daselbst von der Kaiserin von Oester⸗
reich, dem Kronprinzen Rudolph, der Erzherzogen und Erzher⸗
oginnen, dem Fürsten bon Rumägien, sowie von den obersten
Hofcharchen. dem Personale der deutschen Boischaft, dem württem-
vergischen Gesandten und den höchstrn Civit- und Militärbehörden
begrüßt. Die Majestäten fuhren sofort nach Schoͤnbrunn.
Irankreieh.
Paris, 24. Juni. Die franzoͤsische Regierung ist benach⸗
ichtigt worden, daß die allgemeine Räumung der noch von den
Deutschen besetzten Departements am 10. Juli beginnt. General
jon Manteuffel geht am 10. nach Nerdun. — Auf Befehl des
Zriegsministers müssen alle beurlaubte Offiziere am 5. Juli bei
hren Corps zurüd sein. — Prinz Napoleon ist gestera nach Maui-
and abgereist. — Der Redakteur des „Progros de Lyon“ wurde
regen Aufreizung zu Haß und Verachtung gegen die Regierung zu
500 Frs. Geldsitafe und drei Monaten Gefänguiß, der Gerant
uu 1000 Fr. Geldstrafe verurtheilt. ——33
Paris, 25. Juni. An der Börle zirkulirt das unver⸗
hürgle Gerücht, der Finanzminister beabsichtige, seine Demission
u geben. —
—— Es ist jezt 16 Monate her, daß Marschall Bazaine in
Antersuchungshaft auf fein Urtheil wartet. Es scheint, er muß es
nit seiner Freiheit büßen, daß die jetzige wie die frühere Regierung
s nicht wagt, den Prozeß zu Ende zu führen. Zu seiner Ver—
—X
en, und eine Freisprechung will man der öffeitlichen Meinung,
zie ein Opfer haben will, nicht bieten. —
Das ojfizielle Journal veroͤffentlicht die von der National⸗
Persammlung genehmigte Conbention des Staates mit der Ostbahn,
der zufolge nachstehende neuen Linien projectirt sind: 1) von Sedan
in die belgisae Grenze gegen Bouillon; 2) von einem Punkte der
elgischen Grenze an einen Punkt des Moselthales, welche beide
Hunkte nachträglich von der Regierung zu bestimmen sind. Diese
dinie wird direct oder durch Abzweigung die Bergwerke von Hus⸗
igny, Villerupt und des Orne⸗Thales so wie die Städte Brieyh
ind Thiancourt bedienen; 8) von Allledillers nach Lure mit
Zweigbahnen nach Val d'Ajol und Plombieres; 4) von Bellfort
in die schweizer Geenze gegen Porrentruy über Morvillard und
Desle; 5) vor Coulommiers nach La Ferte-Gaucher; 6) von
Kemiremont nach Tillot und Saint Maurice; 7) von Bourbonne
Bainm über Voisey nach einem Punkte der Linie Patis-⸗Mübl⸗

Jeruajsch
fAus der Pfauz. Der Gewerbeverein Qufel hat
in seiner ersten Sitzung, am 23. Juni, ‚den Beschluß gefaßt:
durch Bekanntmachung in den dortigen Blättern seine Mitglieder
owie sammtliche Gewerbetreibenden aufzufordern, vom 1,. Jub
). J. an für die doun ihnen gelieferten Arbeiten nur noch auf 6
Monale Kreditfrist zu gewähten, statt, wie bisher, auf ein Jaht.
73Z3vweibrätken, 20. Juvi. Verhandlung gegen Jalob
Adolph Berger. 85 Jahre alt, Metzger von Oggersheim, wegen
Todtschlags seines Vaters. Vertreter der, kgl. Stiaatsbehoͤrde:
ʒtaatsanwalt Hessert; Vertheidiger: Anwalt Rosenberger. In
Jahre 1862 etablirte der Augetlagte mit seinem Vater in Oggert.
Jjeim ein gemeinschaftliches Meßgergeschäft, das sie jedoch bald,
ils der alte Berger ei ne zweite Ehe einging, wegen gegenjeitiger
Differenzen wieder auflößten. Erst 1869 näherten sie sich wieder
ind schlachteten sogar zusammen; Ende vorigen Jahres kam e⸗
zieder zu Streitigkeiten und sogar zum Prozeß vor dem kgl. Land-
ze ichte zu Ludwigshafen, indem der Angeklagte aus dem ge⸗
neinschaftlichen Geschaftabetriebe noch eine Restforderung von etwa
34 fl. an seigen Vater zu huden behauptete, leßterer aber diese
Fordtrung ritt. Am 11. Februar dieses Jahres kam die Sacht
n Ludwigshafen zur Verhandlung, und nachdem mehrfoche Ver—
zleichsbersuche bold an der Hartnädigleit des Sohnes, dald an
jer des Vaters gescheitert waren, schob der Angellagte seinen
Pater den Eid zu, der von diesem auch geleistet wurde. Es hatu
zemnach der junge Berger den Prozeß derloren. Die ganze Sach
ind insbesondere der Eid, den der Angellagte sosort als einen
Meineid erklärte, hatten unter den Parteien eine derartige Erbir
serung erzeugt, daß es schon beim Verlassen des Sißungssaales ju
Thatüchkeiten unter denselben kam deren Verursjachung übrigent
vem Vater als dem angre fenden Theile zur Last fallt. F
Wuülhend und . unter Drohungen gegen seinen Vater begab id
aun der Angeklagte um halb fünf Uhr Nachmitiags wieder netd in
Oggersheim und besuchte dort sogleich nach einander mehtrer:
Wirthschaften, wo er überall ein Glas Bier trank. Seine Gee niß—
praͤche drehten sich immer um den geleisteten Eid, und stets be sne
hwerte er sich darüuber, daß sein Vater ihm die Summe abgr 4
hworen hade. Zu Hause angekommen, gelang es seiner Frau, ihn hi.
twas zu beruhigen, doch verweilte er nicht lange daheim, sondern —
egab sich um 7 Uhr in die Wirthschaft se nes Nachbars Koblen hun
vefsen Wohnung don jener des Angellagten bios durch einen gueher
chinalen Hof getrennt ist. Dort trant er noch drei halde Schoppen ihd
Zier, so daß et den ganzen Tag über etwa 12 Schoppen Bit ult
u sich genommen hatte. Doqh verficherten alle Zeugen und selt sin
eine eigene Frau, daß er zwar aufgeregt und angetrunlen, abet hue h
zurchaus nicht betrunden gewesen sei. Bei Koblenz unterhielt et sd ——
infangs ganz ruhig mil dem Zeugen Roth und Keßler; de —*
sahe war“ aber sofert verschwunden und ging in de größte Auf b

fä
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        egung über, als sein Vater ebenfalls in der Wirthschaft erschien ener armen Kinder, die das Opfer jenes Schwindels geworden
mnd sich an einen anderen · Tisch zun Zeugen Bochk sezte. Der ind, zuträglich oder gor förderlich iñ.“ Sollie aber die Sache
unge Berger sprach wiederholt vom Falschschwören und machte zuf Abrichtung beruhen, was kein Ding der Unmöglichkeit ist, wie
em,“ so daß ihn die Wirthin zur Ruhe verwies, während der inverantwortlich ist es doch von Eltern, ihre Kinder dazu zu
datet zu Bock zwar heise, aber doch so, daß sein Sohn es mißbrauchen und fie sistemaisch moralisch und physisch zu Grunde
dren konnte, üußerte, er hahe schon dreizehntausend Gulden an uu richten!“ Was die Anfälle der Kinder betrifft so wied uns
in gehangt. Rachdem der Angeklagte ihm darauf noch erwiedert, das don einem glaubwürdigen Augenzeugen in bdeftimmtester Weise
er auch schon fünstausend Gulden Schulden für ihn bezahlt zestätigt. —
cbe, verließ et das Lokal und ging nach dge Hier wieder⸗ Die Jungfrauen von Kirchhelmbolanden haben dem dortigen
plte er immet, wie es ihn argere, däß sein Vater fatsch geschwo⸗ Zampigenossen-Verein eine prachivolle Vereinsfahne zum Geschenk
a habe Jedoch brachte ihn seine Frau dazu daß er Rock und zemacht deren feierliche Einxeihung auf 18. Jun nächsthin fest⸗
-uhe ablegte, um sich zu Bette zu begeben. Ploͤtzlich aber spraug jesetzt ist. IJ
Nuf- und mit dem Rufe: „Es läßt mir keine Ruhe, ich muß4 Mannheim, 25. Juni. Nach dem „Mannh. Anz. in Fr.
inuber, ich bringe —ihn um !n. warf er seine Frau und seine deder bercits uher aller Gefahr; er wird nach seiner volistaͤndigen
Ragd, die ihm den Wes verlperrten, bei Seite, ergriff im Laden venesung noch einmoat seinen Bruder in Freiburg besuchen und
da Metzgermesser uud eilie binũber an die Wirthschaft von Kob⸗ hon da aus sich nach Stuttgart begeben, um dort an dem von
ang. Dort sah er dum Fepster dinein nach seinem Vater, der sich Imeritanern deranslalteen Fest der Anabhängigteitsertlärung der
qh im Zimmer befand.n stürmie dann, das Messer · unter dem Vereinigten Staalen von Nordamerita am 4. Juli theilzunehmen.
vemde verbergend vnd ohne ein Wort zu sagen, in die Wirtschaft Offenburg, 21. Juli. Vom Schwurgericht wurde heute
na gerude auf seinen Vater zu, der ihm den Rücken zukehrre. der Pfarrverweser Emil Mayer von Erlach wegen Verübung un⸗—
git den Worten; „Her. Kerl 12. schob er dessen rehten Arm zur uͤchtiger Handlungen mit sieben Schullindern, darunter drei Erst⸗
zeite, sieß ihm das Messer vis an's Heft in die Brust und eilte Immunicanten, unter Annahme mildernder Umstande zu 3 Jahren
tlennigst wieder davon. Der Getroffene erhob sich zwar, schlug Zefaängniß verurtheilt.
q mit ·dem · Stode/ nach dem Angreifer frzte aber mit dem F Vom 4. bis 6. Juni tagte in Berlin eine Versamm-
uirife · O Bott du solechter Bube!“ sofort todt zusammen.' jung deuscher Tammeister, in dec Absicht— in Zukunft dem Tanze
ules dies war das Werk einer Minute gemesen und so urplötzlich in notineles imb “inteuliches Geprage zu geben.“ Den Vorstand
ad iberraschend gekommen, daß Riemand abwehren donnte und ieser Alademie“ bilden die Herten Tanziehrer Reif (Bres lau),
ach der That Alles wie versteinert war. Da der Angeklagte in Zimmer (Heidelberg), Fricke (Dessau), Rooco (Halle), Freising
zocen gingeso, hatte man. ihn auch -nicht lommen hören und Berün), Vund beobsichtigen— diefelden im Interesse ihrer Bestreb
a der Schnelligkeit der Ausführung war jede Abwehr unmöglich mgen eine , Mongisscheine zu grunden uud olljährlich in einer
ewesan. — Schluß folgt.) zer größeren Städte zu einem „Tanzlehrertag“ zusammenzutreten.
tSadarbrudan.“ Außck, burch die Fahnenweihe des F Ein Selbstword, wie er wohl selten vorlommt, verübte am
triegerrereins wurde der letzta Sonntag noch durch eine andere, 18. di ain Rentier in Berunm der weder Frau noch Kind hat.
eht in der Stille wolzogene Feler ausgezeichnet. Bekanntlich war Frhing sich an seinem Geldshrant auf in welchen sich 20,006
n scon vor langerer Zeit auf dem Erxetzierblaße aufgeftellte Thaler in Poapieren befanden. Die Ursache zum Seusnnerd glaubt
lulustein⸗nallkmählich · durch den Zerfftörungseifer Reliquien sam- nan darin sa finden, daß der Verftorbene sich das Sinken der
elnder Touristen soweit demolirt worden, daß schließlich nur noch hapiere zu sehr zu Herzen genommen hat.
n taum aus dem Erdboden hervorrugender Stein die Stelle be⸗ Erfuri, 20. Jum. Ein wirklich rührende Zusammen⸗
nete, wo Luln den historischen Mitrailleusenschuß gegen Saar - unft fand borgeftern hier stam Acht Greise im uner vbon 48
nüchen abfenerte. Seit Sonntag Morgen steht wieder ein statt- zis 80 Jahren feierten hier den Jahrestag der Schlacht von
hes Monument von 3 Fuß Höhe und Breite und 2 Fuß Dide gelle⸗Auance durch ein gemeinsames Mahl. Als „freiwillige
ndieser Stelle. Auf der dem Exerzierplatze zugetehrten Seite ist Faͤger? hauen viese greisen Helden die große Entscheidungsschlacht
en toh behauhenen Steinblock eine eiserne Tafel eingefügt mit Zitgeschlagen und dieses Tages im gemeinsamen iraulichen Bei-
er Inschrist: oeoß —J —8 2. Agpet 1879. Auf inander sich erinners.
er Stadtseite ist das Datum 2,8 1 in Lapidarschrift wietd er⸗
olt, wäͤhrend die West- und Ostseite des Steins mit symbolischen nü 5 eeatn ? e ha is I* *
iguren versehen sind; auf ersterer macht ein in Stein gehauener ugen, — u, anp
chiffe der Niederländischen Dampfschifffahrts-Besellschaft gemiethet,
aie Pannchen, Auf teßterer hebt sich eine gewalnige ,blaue Hande welchem er bereits seit einigen Wochen den Rhein auf⸗ und
on der Steinfläche ab. Die Deutung des erften Symbols wird gen
ibwärts fährt und auf demfelben seine eigene Küche und Schlaf⸗
liemanden schwer fallen, die „blaue Hand? möchte aber doch spä⸗ lon hat. Das Schiff liegt augenblickich hier dor Ante
aen Forschern Kopfzerbrechins machen und wir wollen daher hier — —
F In Bommershieim (cei Oberursel) veranstaltete am
tzeichnen, daß dieselbe den Ursprung des Denksteins bezeichnen
sahnen * eehh 16. d. der dortige Kaplan zu Ehren des Papstes einen Fadcelzug
l; derselbe wurde nämlich aus Beiträgen der Stammgäste des
mit den Schulkindern; halb 10 Uhr Adends bewegie sich der Zug
isigen Bierlolals „jur blauen Hand“ hergestellt und von ihnen
yon der Kirche aus unter Absingen des Liedes Heil unserm
n Connlag Morgen an Ort und Stelle geschafft. Möge der —77 3
u 2 Papste Heil“ und unter begeisterten Hochrufen der Kinder durch
„Lulustein“ weniger arg als sein Vorgänger von den Rari⸗
as 7 die Straßen des Ortes; aber in Mitle dsselben wurde der Zug
sammlern mitgenommen werden, damit der Nachwelt die histo- ñ
enon durch eine große Anzahl männlicher Erwachsenen mit lautem Ge⸗
he Stelle des Exerzierplatzes dezeichnet bleibt, wo ‚der Vater 32.
den Sohn⸗ 2n ebechanhligen srn —
n Sone n *. Aug gang g lebt herrlich in der Weit“ begrüßt; beide Parteien suchten sich
dermemiten iti süberschreien; es entsiand ein Höllenlärm und damii
f Wie der »„Pf. P.“ unterm 24. Juni ‚von der alten —8 zu *
unze“ mitgetheili wird, ist in Medeüs heim von dem Adete die Parsseur . 4335
lutergottesspul Etwas zurückgeblieben; das genannte Blatt er— 4.* horn. Der „Thorner Ztg.“ wird aut glaubwürdiger
tut: .Verschiedene Kinder man bezeichnet deren drei haben Quelle“ berichtet: Als eine an einem Nachmittag, in voriger
mer noch Erscheinungen. Sie bekommen eine Art exilepuüscher WVoche vom Exerziren zurückkehrende Compagnie Soldaten vor ihrer
h Erscheinurgen. S rileptisch
mäle und schauen und reden in diesem Zustande gleich Som— aserne angelangt war und der sie führende Ossizier Halt machen
mbülen. Sie sehen die hl. Jungfrau, durchleben die Kreuzi⸗ ließ, befahl derselbe zwei Soldaten, vorzutreten. Nachdem diese
U verfünden den Umst henden — die Sache beschräntt sich hre Gewehre an Nebenmaͤnner abgegeben, wmußten sich dieselben
wmlich jetzt auf das Haus — aberlei merkwürdige und micht zegenseitig ohrfeigen. Nach dieser merkwürdigen und, wie es schien,
wuͤrdi inge maßgebender Seits zur Genüge vollzogenen Exekution traten die
ge Dinge. Von den Einen wird es bejaht, von den ne
den verneint, daß dabei Sammlungen veranstaliel würden; es eiden Selbstexekutoren und Verurtheilte wieder in Reihe und
detwegen Untersuchung eingeleuet worden sein. Od diese Zu⸗ Blied. —
bei den Kindern auf Abrichtung beruhen, oder ob sie die fLudenscheid. Der Metzgermeister Geyer feierte am
einer Uererreizuung des ganzen Nervenfhystems find, Das 17. d. M. in zweiler Ehe seine siberne Hochiein und die 208
mie bis jezt nicht ermittelt werden und wäre auch nur durch Kindtaufe. Er selbst ist eins von 22 Kindern seines Vaters.
henaue aͤrztliche Beobachtung der betreffenden Kinder außer⸗ Sein altester Sobn don der jehzigen Frau hat schon den Feldzug
bdes elterlichen Hauses sest üstellen. Sei Dem aber, wie es mitgemacht und der zweite dient gegenwärtig— wahrend, wie gesagt,
dilse abnormen Zusälle bei den Kindern sind jedenfalls das jüngste Kind noch in der Wiege ruht. Die Leute können's
iwirlungen jenes großartigen Schwindels, der in Frankreich noch wenter bringen. Diese besonderen Verhälnisse erregten große
Geburtsstatte hatte und seinen Lauf durch die Reichslande Theilnahme in der Bürgerschaft. Das Feft wurde in der großen
Wund Lothringen auch zu uns herübernahm, die Gemüther -—chützenhalle abgehalten und war von etwa 500 Personen besucht.
und aufregte, den religidsen Fanatiemus wachrief und dem Vernehmen nach waten auch der Kaiser und die Kaiferin
x der Gefundheit und normalen körperlichen Eatwicdlung ingeladen.

— —
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        Wien. Wie man der N. Fr. Pr,“ unterm 12. d.
aus Mailand schreibt, hat an diesem Tage daselbst ein Lombarde.
Herr Enrico d'Italo, auf seinem Voéͤlocipode die Reise nach Wien
zur Ausstellung angetreten. Es ist dies nicht die erste solche Reise
welche Herr d'Italo unternimmt, indem derselbe bereits einmal in
drei Tagen auf dieselbe Weise von Genua nach Spezzia und von
Spezzia nach Volterra reiste, und ein zweites Mal in weniger als
15 Stunden mehr als 100 Kilometer, von Florenz nach Bologne
zurücklegte.

fDer Luftschiffer Godard, der während der Belagerung
von Paris so wichtige Dienste leistete, hat gegenwärtig in Genf
eine Ausstellung von allen für die Luftschifffahrt dienenden Gegen⸗
änden veranstaltet und hält darüber belehrende Vorträge. Sonntag
15. d. ließ er seinen kolossalen Ballon „Wilhelm Tell? aufsteigen;
in der angebängten Gondel fuhren mit ihms8 Persouen, von denen
jede 500 Fr. bezahlte, um die Molkentour mitmachen zu können.
In Savoyen, 3 Stunden von Genf, tam der Ballon wieder wohl⸗
behalten zur Erdhe.

(Für Blumenfreunde.) Wir lesen in einem englischen Blatte:
Alle Liebhaber von Blumen dürfte es interessiren zu erfahren, daß
eine einzige Blume, der man erlaubt zu reifen oder „Samen an—
zusetzen“, die Kraft der Pflanze mehr erschöpfl, als cin ganzes
Dutzend neuer Knospen es thun. Schneidet daher so als
möglich Euere Blumen ab, ehe sie zu wellen beginnen. Schmückt
damit Eure Zimmer, stellt sie auf Eure Tische, sendet Euren
Freunden ‚die keine Blumen haben, Sträuße. Ihr werdet dann
bald finden, daß Eure Blumen sich mebren, je mehr Ibhr deren

abschneidet. Namenilich sohten alle Rosen, die wellen, abgeschnitten
werden, damit die Kraft in den Wurzeln bleibt und neue Wurjen
für das nächste Jahr treibt. Auf Rojengebüschen soll man dat
nie Samen erlauben zu reifen.

Fe In San Franzisko sand kürzlich die Auflösung einer Ehe
aach eintägiger Dauer statt, weil die Braut nachwies, daß sie ha
der Vermählung beirunken gewesen war.
Unter den g änzenden Resultaten,
welche die Jo hanm Hof f'schen Malzpräparate — das Malp
extrakt, die Malz-Ehoeolade, und die Brustmalzbon.
bons — erzielt haben, steht die ungemein wohlt hatige
Wirkung dieser Heilmittel bei langwierigem Husten solcher Jm
dividuen, die mit einer ausgesprochenen phthisijchen Constitutieh
begabt sind, obenan. Es ist in tausenden von Fällen seitens da
Ben⸗senen confiatirt, daß sie den Husten, der bei solchen Patienteh
eine wesentlich höhere Bedeutung hat, als bei andern
zusehends beim fortgesetzten Gebrauche der Hoses'schen Malzpräpa
rate verluren und daß namentlich zur Freude der behandeln.
den Aerzte sich nach und nach der lympattische Charakter du
durch den Husten ausgeschi edenen Stoffes verändert, und die end
niltige Heilung dadurch erfolgte, daß die Kronkheit in einen
einfachen geliuden, simmer schwächer werdender
Husten sich unwan elte, der schließlich ganz aufhörte, Eh
ehen wir durch diese vor üglichen Heilmittel die geföhrlichste Kran
eit im Kesme erstickt.

7 4. Vemeß. deraniwortlicher ANcececr.
Bekanntmachungen.

— ⸗19 60 *
Sämmtliche Gesellen
werden zu einer wichtigen Besprechung be—⸗
treffs ner Neuwahl des Gesellen-Bereins⸗
Vorstandes auf Sonntag den 29. ds.,
Nachmittags 3 Uhr, in die Wirthschaft von
Veter Weisgerber freundlichst einge⸗
iaden. inige Arbeiter.
Je Kranken

*

Leidenden

iinden in der 14. Aufl. des Buches Na⸗
turheilmethode für alle ver—
alteten Krankheiten des mensch—
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Zentner. Weißbrod 140 Kilogr. 23 6
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Deutsches Reich.
Munchen, 26, Juni: Durch kgl.“ Enischließung vom
7 d. M. wird bestimmt, daß bei der Gendarmerie ein Gewehr
ach dem System Werdet zur Einführung gelange und vog den
isherigen Ausrüstungsstücken der Tornister und der Mantelüberzug
bzulegen sind. (A. 3).. 4
Meß. 27. Juns. deute starb hier, 81 Jahre' alt, Schüler
von Zweibrücken, im Jahre 1849 Mitglied derß Reichsregentschaf. — rmschtee..
Bierr lin, 25. Juni, Große Ereignisse haben uns Deutsche Zweibräcken, 20. Juni. (Schwurgericht.) Ver—
schreibt die „N. Z.“ in einer kurzen Spanne Zeit auf einen andlung gegen Jalob Adolph Berger, Meßger von Oggersheim.
phen und freien Platz unter den Völkern gestellt. Wir schauen Schluß.) Nach der That und nachdem er noch dem Zeugen Lo—
vohlgemuth in das Gewimmel um uns und unter uns, und wir ink ganz ruhig erklärt hatte, er habe seinen Vater todtgestochen,
ütfen es. Aber der shöne Platz, von dem fich die Welt so gut erkarg er sich, wurde aber bald durch den Polizeikommissar Schade
insieht, ist auch ein Platz, auf dem man viel gesehen wird, und er verhaftet und ins Verwahrungslotal gebracht. Anfangs ldugnete
aran denken wir noch nicht genug, wir Deutsche sammt und son- r die That vollständig, später gab er an, durch den Aerger über
ers.. ... Vor zehn Jahren z. B. schadete es uns noch weniger, »en Eid und durch das viele Trinken ganz von Sinnen gewesen
venn ein Minister im preußischen Abgeordnetenhause, wo man uu sein, so daß r sich an nichts mehr erinnern könne. Da nun
nehr unter sich war, sagte: „Betragen Sie sich wie ein englisches verschiedene Vorkommnisse in der Vergangenheit, namentlich“ ein
zarlanent, fo will ich Sie auch wie ein solches behandeln.“ Heute Selbstmordversuch, den er im Sommer 1869 machte, die Vermu⸗
agegen ist es viel wichtiger, daß dem deutschen Reichstage mit hung nahelegten, daß es manchmal wirklich in seinem Kopfe nicht
ichtung als einer würdevollen Koͤrperschaft entgegengetreten wird. echt beschaffen sei, so wurde er während der Untersuchungkhaft
denn wenn dies nicht geschieht, und der Reichstag eine herrische iner ärztlichen Beobachtung unterworfen. Der Arzt gab schließlich
gehandlung ruhig hinnimmt, so heißt es gleich im Auslande: ein Gutachten dahin ab, daß der Geisteszustand des Augeklagten
Die deutsche Nalion ist zwar ein Parvenu geworden, aber im ficht krankhaft gestört sei. Nach dem Leumundszeugnisse des Bür⸗
zrunde doch nach wie vor eine bedientenhafte Nation geblieben; ‚ermeisteramtes ist der Ruf des Angeklagten sehr getrübi; er wurde
xenn ihre Verttetung läßt sich eine bedientenhafte Behandlung ge- »ereits 38 Mal polizeilich und 8 Maal zuchtpolizeilich bestraft.
allen.“ Merke man sich das! Aber auch der Getödtete genoß einen sehr schlechten Leumund,
—Miit den fünf Milliarden find wir num zu Ende, schreibt venn er auch noch nicht so oft bestraft war. wie sein Sohn.
nan der „B. B.⸗Z.“: Der Reichstag kann heute gehen, er hat Anfangs war die That als Mord betrachtet worden ; da aber
ider das Schicksal der französischen Kriegskontribution definiliv der Entschluß kein überlegter, sondern im Affekt gefatzt und auch
eschlossen. Sind auch die Milliarden noch nicht, wie Hr. Windt- ogleich ausgeführt war, da jum mindesten der Thatbestand des
orst am Montage fich ausdrückte, in Wirklichkeit „vermöbelt“, so Nordes zweifelhaft, erschien, so wurde auf Antrag der Staatsan-
och auf dem Papiere. Arsprüche daran sind nicht mehr zu er- daltschaft der Angeklagte lediglich wegen Todtschlags vor das
ben. Das ist die Hauptbedeutung' der heute schließenden letzten Schwurgericht verwiesen.
zeffion der ersten deutschen Legislaturperiode. In der heutigen Sißung suchte die Vertheidigung darzuthun,
Berlhinn, 26. Juni. Aus parlamentarischen Kreisen schreibt daß der Angeklagte bei Verübhung der That durch Zorn und
ian der „Mgd. Ztg.“ vom 24. Juni: „Heuie erschien Ministere Trunkenheit vollkommen bewuüßtlos und unzurechnungsfahig
räsident Graf Roon in der Reichstagssitzung, um den Reichs- jsewesen und deßhalb freizusprechen sei; jedenfalls sei die Zurech
mzler aus derselben zu einer Privatunterredung herauszuholen. ungẽfähigkeit gemindert gewesen; da nun aber das Gesez bei
die man versichert, üUberbrachte Graf Roon, welcher, nach seiner odtschlag von Ascendenten keine mildernden Umstände kenne, so
ischeinung in voller Uniform zu schließen, direlt vom Kaiser kam, leibe deine andere Wahl, als entweder durch ein Schuldig den
ie Genehmigung des vom Fürsten Bismard eingegebenen Urlaubs ˖ Ungeklagten die volle und also nach Ansicht des Vertheidigers zu
csuches als preußischer Minister. Das Verständniß für die Mo— darte Strafe des Gesetzes fühlen zu lassen oder ihn freizusprechen,
ide, welche den Reichskansler zu jenem Schritte bewogen, fehlt edenfalls aber sei die Absicht, zu tödten, nicht vorhanden gewesen.
ur Zeit noch allgemein, gerade wie man sich trotz wiederholter Das Urtheil der Geschworenen lautet auf Schuldig, worauf
luseinandersetzungen noch nicht über die Natur der Gründe klar hn der Gerichtshof zu 14 Jahrte Zuchthaus und Anerkennung der
erden lonnte, welche den leitenden deutschen Staatsmann bewegen ürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren verur⸗
nnten, sich des bestimmenden Einflusses zu entschlagen, den er iheilt. —
B preußischer Ministerprasident auszuüben in der Lage war. Si zung vom 21. Juni. Vormittags. Verbandlung gegen
dan darf wohl hoffen, daß der Urlaub nur als ein vorübergehen- Friedrich NRansky, 16*3 Jahre alt, Dreher von Mundenheim,
er betrachtet werden darf und Fürst Bismarck sich früher oder wegen Körperberletzung mil nachgefolgtem Tode. Vertreter der
vitet wieder entschließen wird, seine Stellung im preußischen gl. Staatsbehörde Staatsanwali Hessert; Vertheidiger: Rechts-
Ninisterium in alter Weise anzutreten. Daß aber auch diese nur candidat Gebhardt.
ritige Scheidung von der preußischen Regierung in den reichs ⸗ Am Sonntage den 2. März abhin befand fich der Ange—
deundlichen Partcien sehr gemischte Gefühle hervorgerufen hat, ist klagte in der Wirthschaft von Karl Brombacher zu Mundenheim,
ine so offenligende Thatsache, daß es unnöthig ist, sie zu ver⸗lwo sich auch der 20 Jahre alte Adam Schäfer eingefunden hatte.
dweicen. WBeide saben an verschiedenen Tischen und während des ganzen
Bertin, 27. Juni. Der Kaiser reist am 3. Jul; nach Abends war kein Wort zwischen ihnen gefallen. Nach 10 Uhr
ims ab. — Fürst Biemarck reist heute nach Varziu. zing nun Schäfer mit seiner Gesellschaft fort, blieh abver mit
Fraukreich. einem Bruder an der Ecke, wo das Altivpergaßchen einmündet,
Lulu“ b“ in die Artillerieschul? in Thun (Schweiz) eine sehen, sein Bruder einige Schritte von ihm entfernt. Batd da—
treten sein. Danach begänne der Sohn seine militärilche Lauf- auf trat auchh der Angeklagte, gefsolgt von seinem Kameraden Hick.
ihn in derselben Weise wie der Vater, und auch an seiner Ab⸗ uus der Ladenthüre don Brombacher heraus, stützte nach der überin—
di. sie enisprechend weiter fortzuführen, wenn auch unter mög⸗ timmenden Angabe der beiden Schäter sofort anf den Adam
hster Vermeidung des Ungemachs, von ˖ welchem Naboleon III. in Schafer zu und versetzte ihm mit den Worten: „Betz du da, du
x ersten Halfre seines Lebens betroffen wurde, bis das Ziel, der )unde!“ einen Hieb gegen die linke Schulter. worauf er eilmt ir
idton von Frankreich, erreicht ist, tann nicht gezweifelt werden. as Gäßchen hinein in der Richtung nach seiner Wohning davon

.
Italien.
Rom , 26. Inni. Königin Isabella hat Rom gestern Abendz
»erlassen. Die Königin machte dem Papfte ein prachtvolles Kreuz
n Diamanten zum Geschenke und widmete 20,000 Francs für
den Peterspfennig, wofür,auch die Infäntinnen 10,000 Francs
vendeten. (N. Fr. Br)*
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        prang. Der Getroffene rief dann seinem Bruder zu: „Hannes
zeh' ihm nach, er hat mir eins gegeben!“ Dieser solgte ihm auch,
ohne ihn jedoch einbolen zu können. Erst nach mehreren Minuten
nertte Adam Schäfer, daß er gestochen sei; er verlor viel Biut
nd wurde von seinen Lameraden sofort zum Bader gefuhrt. In
zritliche Behandlung genommen, vernarbte auch die Wunde und
nach vierwöchentlicher Pflege wurde er als geheilt entlassen. Aber
chon nach einigen Tagen, ohne daß er unterdeß gearbeitet hätte,
raten bedenlliche Erscheinungen auf, am 8 April zeigte sich Fieber
nin Delirium und am 8. Äpril folgte der Tod. Der Bejirksatz!
Dr. Knaps von Ludwigshafen führie nun in seinem heutigen klaren
ind präcisen Gutachten aus, daß der Tod eingetreten sei in
Jolge von Eiterbildung und Eitersenkung. Da man bei derar⸗
nigen Verletzungen nicht sondiren dürfe, so hätte sich die Tiefe der
Munde sowie das allenfallfige Vorhandensein von Eiter nicht von
vornherein festftellen lassen. Die Wunde sei regelmaßig ausge
vaschen und gereinigt worden. Eiter habe sich dabei nicht gezeigt.
und sei also keine Veranlassung fur den dehandelnden Arzt ge⸗
vesen, die Wunde offen zu halten. Die Wunde habe sich alse
geschlossen und sei geheilt; ganz am inneren Ende des Wundka⸗
ales aber hatte sich Eiter gebildet, der sich in ganz kolossalem
Maße vermehrte, zuerst seine Richtung gegen den Rucken. dann
gegen die Brust hin nahm und endlich in der Gegend des Magen
sich in zwei Arme theilte. Beförder: worden ser die Enwickelung
des Eiterfiebers durch die shwammige, Krantheiten leichter zugang
liche Conftimtion des Schäfer. J

Der Angeklagte, der in der Schule einer der befähigtesten
Znaben war und sich sehr talentvoll zeigte, ist, seitdem er dem
Amerrichte entwochsen, ein vorlauter und frecher Bursche geworden.
Nuch hat er don Haus aus nicht die beste Erziehung gosen. Er
Fehaupiete, er sei zuersft von Schäfer angegriffen worden, sei vor
ihm geflohen, und erit als dieser ihn erreicht und mißhandelt habe
habe er ihn gestochen. Die Vertheidigung suchte darzuthun, daß
Iie Brüder Schafer dem Angeklagten, mit dem sie einige Tagt
zother Händel gehabt, vor der Wirthschaft aufgelauert hätten, daß
ie der agaresside Theil und Mansty in Rothwehr gewesen wäre;
jerner loͤnne der Tod nicht als noihwendige Folge der Wunde,
sondern nur als ein zufalliges, von der abnormen Korperbeschaffen ·
heit des Verletzten herrührendes Ereigniß angesehen und dem An.
zetlagten nicht zur Last gelegt werden. Jedenfalls aber seien mit
Kücsicht auf die schlechte Erziehung und die sociale Stellung des⸗
elben mildernde Amstande gegeben.

Die Geschworenen erllärten den Angeklagten untet Annahm
mildernder Umstände für schuldig, worauf der Gerichtshof eine
Gefängnißstrafe von 214 Jahren, das Maximum der unter den
zegebenen Verhaͤltnissen gesetzlich zulassigen Strafe, gegen ihn aussprach.

München. Die Generalität der bayerischen Armee zahlt
nach dem neuen, nach dem Stande vom 9. Mai d. J. bearbeiteten
dandbuche: 1) im aktiven Dienststande: 3 Generale, E8 General.
jeutenants und 18 Generalmajore; 2) zur Disposition uünd außer
Dienst: 2 Generale, 17 Generallieutenants und 35 Generalniajore
3) 4 la suite 8 Generallieutenants und 4 Generalmajore·

Würzburg, 23. Juni. Vor einigen Tagen fiel ir
der Naͤhe von Würzburg eine Mordthat vor, die an Schauerlich.
sfeit einzig dasteht. Ein Mann aus Sommershausen bei Würjz
burg trat nämlich seiner Frau sämmtliche Rippen ein, so das
dieselbe in Folge dieser Mißhandlung starb. Tinem zu Hilß—
eilenden jungen Mädchen verfetzte er einen Stich in den Unterleid,
so daß dasselbe todt zusammenflürzte, und seinem Sohne schlitzt
er mit derselben Waffe den Arm auf und brachte ihm noch meh
rere Stichwunden bei. Der Verbrecher wurde in die Würzburgi
Frohnfeste eingebracht.

7 Der blaue Montag, sagt der „Arbeitgeber“, fuͤngt mit den
Stelgen der Lohne wieder an, arger als je in Aufnahme zu kom—
men. Jeden Mon'ag sieht man selbst in Städten wie Franl
furt — vo ein solcher Anblick früher ganz ungewohn
var — schon am Morgen betrunkene Arbeiter umherziehen. &amp;
ist bedauerlich, daß die jetzt für die Arbeiter so günstigen Zeitm
nicht befser benutzt und Ersparnisse gemacht werden für kommend
schlechtere Zeiten, welche nicht ausbleiben. Max Wirth sagt i
dieser Bejiehung (im neuesten Bande seiner Grundsätze der Natio
aal⸗Oekonomie) sehr richtig: Wenn die Herten Sozialisten ihr
„Bemühungen? einmal auch gegen den dlauen Montag riqher
vollten, so würden durch eine salche Richtung ihrer Energie wer
nehr witkliche Erfolge erzielt, als durch die Narrenpossen, welt
sie jetzt treiben. In England scheinen die Arbeiter übrigens al
muhlich zu det Ueberzeugung zu kommen, daß die meisten Wirte
rur von ehrgeizigen Agitatoren angezettelt werden, denen es haup⸗—
sächlich um Vefriedigung ihrer Eitelleit und um angenehme Rei en
zu thun ist.

7 Mainz, 24. Juni. Der Erlss aus der vor Kutjer
hier versteigerien Kriegsbeute bettägt, obwohl lediglich Perkussidn
und Steinschloß ˖ Gewehre zut Auktion kamen, etwa 130,000 Thu
Haupikauferin war eine englische Fitma.

F Konigsberg i. Pr. Die drei Gründer der Strilkelkasse de
Maurer find vom Polizeigericht zur höchsten Strafe, nämuch,
50 Thlr. Geldstrafe, event. 6 Wochen Gefänzniß verartheil
worden.

F. X. Demeß, detantwortlicher Redacikeurx.
— — — — —————— —

Bekaunntmachungen.
Gesellen-Verein.
Montag, 30. Juni, Abends *48 Ubr,
General-Veraam mlung
bei Wirth Karl Schwarz.
Tagesordnung:
Aufnahme neuer Mitglieder,
Neuwadl des Vorstandes.
— Der Präsident.
Zwei Wiesen
hat zu derdachten für die diesjahrige Ernte.
A. J. Fiacek Ar·
Zum heutigen Namenstage
Förem Coüegen Peter Dr... die herz⸗
sichste Gtatulaton!
4 — HI — 4 I ———2 —
Das bis jezt don Hrn. Weigand,
Thieratzt, bewohnte Logis, bestehend in
5 Zimmer, Küche, Keller, S peicherlammer
c. ift bis 1. Oktober d. J. wieder zu
dermiethen.

Die diesjährige Heu- und Ohmel-Ernte ũ in4-Orä
aus einer Wiese in der Gehnbach ist zu“ Bürgervereins-Kraãnzchen
herpachien. Doas Kahere in der Erpeditisc Am Mittwoch Abend Zusa- r
dieses Blattes. bei Iohann Best.
Ein junges Mädchen.
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Figur, kathol., 19 Jahre alt, musikalisch
and wissenschaftlich eebildet, im Häuslichen
vohl unterrichtet, im Besitze einer hübschen
Aussteuer und Erbin eines ansehnlichen
Vermögen, wünscht sich baldmöglichst, am
liebsten mit einem älteren vermögenden
Herren zu verheirathen. Offerten, wenn
möglich mit Photographie gefl. unter 4. L.
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ia Hamburg einzusenden.

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33333—752 3353333z53583853 73 833 —2358
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255355 57578 —28 2 22. 253828 58 32 2538
——— —A *FJ —s 52 2 8 2533585
* —53 —3 535 * 58 223 222564 8 7 — ——
—232 2258 2 — 25 83585 22 2 2* 5383353 * 8232 —
272 8 7J 5 — * — S i 5525292
3332 — 838 25 — — 333233* —A 2
S —— —583 —— 5*8 — 237 25 —2 * v 23252 22 E
—A —A—— 3833 ——23378
5525 3233223573 55 —3233233233 5535 ẽ 2227 523
* — —z5525 5257 35328 — 1255252*22
5325 525222223 — 2—3335235 333557— 52
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2 235242388 3252332 55 33 12258332 —ú— 233—22322—5*
77 3 — s3—533 332775*533
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5 — — 224
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* 25——6——5 3—35335 23533272
435332333 533224 5438333556338 55555355 53532 33878
3 22 52 3 * 3 22 —75 2 2 38 —2
52*8— 5322565 23255352 —3 5.25 58 —— 25*5 3835
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28* E7E 585 2 — 265232835 5223 — — 3 3
5753—3523 33723 52335533335355 7353*3574378 33833
23 35 — —— — 25 S —FF —— 2 2 — 32 —
3283 — 2 383228225 228 3 52 8
233552523.07 3583 s88z53z3355635 53535532555353 325535
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2 5225253 5 —A — 3388225 323255 ———
— 2852 20 2228 *2528 — 32 — —A 2328.3* —
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25537— — 25228 2525 532235 Z—535—322 553,2
55725z173223 222322 35 85383 —5253538 —255823 28 285*
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2 2582—55626
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* * * 8 222 5*—E8 3
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1255335 55532 5s52557—23227 588 32357* 3358 25
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ia — — — 2..5 235283 22255 — ——— — 7 —A ———— — 23382 —
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22527252 72c — —A 55232— —3332*5
333328335 533218333—53 3333—2255
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2 * *58 9 27 3 — 3 2 325 8
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2 —535535 22227 üz5555232737323325 * — —
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8* * — 522.
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35338 83 — ————— 522. —232383
22 25 AII L222 2— **3 2 — 27 55 5222 2 2. 2
8*82 — 2 —2 —*5323x 2552257233 — 87 522 82
— — —* — — 53 2 22 3 s253553 425 233 22 22882
53388 3553 23 5 222 343 555— 33323533233
— — 222 37 —223233 22353 *533
*8500 252* 523 32 523 55 2282 —A—— 3 2ꝰ2
575 *55 333333 6585 523855333352
25328* 2 7 225 3 7* 253238 752 sa 2. 223
7 —3 7 12 7— — — — 22 2325 —8 —A 2* —
— — 2. FR.. 2 2 2 * 5 2* — 5
—— 23 — — 35 835533— 3372288
7*857905 3335* *z23853338 2328 5328 252 2223
233 22257223 —A 23723 222.2—55., *5338
—287. — — 2 222532 2 2. 5 3
52*2.* —353235283 75732 255883 2*
2 2 25*3 — 3 27
2338 *332* 282 353609*2 7 —A ——— 25233
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da St. Anaberter Anzeiger (und dat mit dem daupiblatte verbundene Unlerhaltungtblatt, mit de Diendiagt⸗, Wonnuerdtagz⸗und Sonniag⸗ —

mmer erscheint wbchentlich viermal: Dienstag. Donnerstag, Samétag und Sonntag. Adannementädreis vierteljährig 42 arzr. oder
J 12 Silbergr. Anteigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnetii

R 100. Dienstag den J. Juuiiii 4 ναe 1873 7

— —— — — — ——— —2
—
4 Deutsches Rleich.. 7. Die.Acken derselben wurden den Militärbehdrden bereits lbergeben.
Mürnch en. Zu den großartigen Mandvern der preußischen In: der Umgegend von Parid ind ziemlich viele Communards fest
truppen bei Graudenz werden auch von Buyern Offiziere der Ar⸗ jenommen, darunter einer, welcher ein Commando in dem Bataillon
letis und der Pionierabtheilung beordert, umd haber vieselben Leballois (es Uegt neben Neuilly) hatte. — Die Gelder und Wechsel
sie gemachten Erfabrungen dem Kriegsministerium in Vorlage zu ür die Bezahlung der 250 Millionen, welche am 3. Juli an bie
ingen. — — r u3Ddeuisschen ·entrichtet werden müssen, sind bercitz 80 Millionen“ in
Der · Munchener „Volkefreunbe behauptet. zusolge·eires ihm Boid wurden von den Suceurfalen der Bank von Frantteich nach
af· ‚außerordentlichem Wege“ gugegangenen⸗ Berliner Bexichtes, Nancy gesandtz um von dort weiter befördert zu werden. (G. 3.)
j der Zwiespalt Bismarch⸗Arnim porzugsweise dadurch entstanden ⸗ Bahyonwe,! 28. Juni. Der „Agence Haraß“ zufolge snd
aͤn daß Bismarck Arnim's Nonzilsberichte veroöffentlichenwollte, ein französischer Maire undeeein Correspondent des Journalz:
wgegen· Arnm protestirt und eine Denlschrift an den Koser zes „Payse, welche gestern nich Vera reisten, von Santo Cruj ver⸗
ahtet hat..: Auf kaiserlichen Befehl wird nunmehr die Publilation daftet worden.“ Derselbe will sie nur' unter der Bedingunge freie
ven Komuilsberichte unterbleiben. J zeben wenn die franzöfische Regierung zwei internirte Carlisten
Der Arbeiterinnen ⸗Bildungkverein, welcher in München seit ausgeliefert Jiii77 nae —7
miger Zeit bestand, ist polizelich aufgelöst worden, weil sich der
voliiische Charalter desselben evident herausgestellte habe und die
heilnehme von Frauen an politischen Vereinen durchz, das Ver⸗
insgesetz ver boten ist.
Saarbrücken,“ 25. Juni. Der Transport der aus
zrautreich zurücklehrenden Occupationstruppen beginnt, laut der
Cobl. Ztg.“, am 6. Auzust in Saarlouis, von wo aus von
gesem Tage ab täglich zwei Militärzüge in der Richtung Trier⸗
zifelbahn, Koöln und Neuß abgehen werden. Am 14. wird der
dtansport über diese Linie beendet sein.
Berlhin. Die Matrilularbeiträge der deutschen Bundes⸗
neten zum Reichshaushalt (35,232, 108 Thlr.) stellen sich fFür
us Jahr 1874 nach Abrechnung der Antheile an den Ueber—
qüssen aus dem Jahre 1872 (12, 850,691 Thlr.) auf 22,381,417
ühlt. die sich auf die einzelnen Bundesstaaten wie folgt vertheilen
dieußen 10, 964,510, Lauenburg 18,721, Bayern 4904,437
zahsen 1,.031, 483, Württemberg 1,868,994, Baden 1,254,488
sen 466,229, Mecklenburg-Schwerin 212, 246, Sachsen-Weiniar
B,175, Mecklenburg - Sirelitz 45, 761, Oldenburg 147,610,
diaunschweia 107,086, Sachsen-Meiningen 87,887, Sachfen-
enburg 62,345, Sachien -Cobura⸗Gotha 79,6806, Anhal
2686, Schwarzburg⸗Sondershausen 28,386, Schwarzburg ⸗Rudol⸗
38,075, Waldeck 25, 402, Reuß ä. L. 21,688, Reuß j. L.
77, Sch umburg⸗Lippe 13.346, Lippe 65,884, Lubeck 18,647,
nen 41, 413, Hamburg 98,238, Elsaß⸗Lothringend3, 172 Thle.
Berlinn, 27. Juni. Nach den nunmehr bekannten Wahl⸗
acu in den mehr als 90 Wahlorten Elsaß-Lothringens sind
zanzen etwa nur 12 ganze oder tbeilweise Nachwablen noth⸗
1. Die überwiegende Mehrzahl der Gewählten gehört der
gten Partei an. Theilweise erhielten Kandidaten die Majo⸗
esche treu und fest zur Regierung stehen. (T. R.)
Flinn, 28. Juni. Fürst Bismaick wurde diesmal von
ner Räthe nach Varzin begleitet; er will jederpolitischen
vorlaufig fern bleiben.
»Statt der in diesem Jahre ausgefallenen allgemeinen
hen Lehrerversammlung wird bekanntlich am 15. und
Juli zu Kassel eine Ausschußconferenz abgehalten werden.
d dazu jetzt die Ausschußmitglieder der allgemeinen Deutschen
cadersammiung, die Vorftandsmitglieder des Deutschen Lehrer⸗
ins, sowie der bestehenden Landes- resp. Provinzial Vereint
eladen. Diese Conferenz wird sich mit einer festeren Organi—
in der allgemeinen Deutschen Lehrerversammlung und der Re—
gamsation des Ausschusses derselben befassen.
7 VDer Ausschuß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei
kaluion Bebel ·Liebknecht) zeigt an, daß der diesjährige Partei—
ueß vom 28. bis 26. August in Nuürnberg abgehallen werden

82ů/ůů 3 —V ——
3 wee IBbrücken, 28. Juni. (Schwurgericht. Verhandlung
gegen Jakoh Kramer, 47 Jabre alt, lediger, Tagnet von Schiffer⸗
stadt wegen Todtschlags. Vertreler der kgl. Slaatsbehörde: Sianis⸗
anwalt Hefsert ;Vertheidiger : Rechtscandidat Gebhardt.
Der Angeklagte erfreute sich bis zu seinem Einttitte beim
Militär im Jahre 1847 einer ungetrübten Vergangenheit. Während
des Aufstandes in der Pfalz im Jahre 1849 diente er zu Landau
bon wo er wegen einer unbedeutenden Disciplinarstrafe desertirte.
Da die Festung damals bedroht war, so mußle er später nach seiner
Verhaftung durch das Kriegsgericht zum Todk verurtheilt werden,
wurde aber degnadigt und nach Verbüßung von 8WJahren Zucht⸗
haus im Jahre 1858 in Freiheit geseßt. Vom da an gerieih er
auf diẽe abschlussige Bahn, die ihn zuletzt auf die Anllagebank des
Schwurgerichtes führen sollte. Statt zu arbeiten, belreb er. die
Wilddieberei in den ausgedehnten Schifferstadter Waldungen ge⸗
verbsmäßig. In Zeit von jünf Manatin, vom Dezemnber 1838
bis April 1839 wurde et sechs Mal wegen Jagdfredels bestraft.
Bis dahin hatte er noch keinerlei Wiedersetzlichteiten — gegen die
Forsibeamsen gezeigt, seitdem aber wurde er ein wahrhaft sicher-
deitsgefährlliches Individttum. In den nächsten zwei Jahren wurde
er wegen Wildd eberei und Wiedersetzutg im Ganzen zu mehr ais“
8 24 Gefängniß verurtheilt,“ allein alle Verhaftungsdersuche
qeiterten, weil er von eiher größeren Anzahl der Bewohner der
GBegend unterftützt wurde. Wo ihm die Forstbeamten begegneten,
bedtohte er sie mit einer iminer schußferligen Flinte, und shheßlich,
wurde sein Treiben ketart unerträglich, Daß ein Preis von 106
Vulden auf seine Ergreifung festgesetzt wurde. Daraufhin verschwand
er. ka n jedoch bald wieder und frieb wie früher die Jagd. Ob⸗
zleich det Preis nun auf 200 Gulden erhöht wurde, vermo hte cr
es doch noch einigt! Monate, sich der Wachsamkeit der Gendarmerie
und des Forstpersonals zu entziehen und erst im Nodember 1864
gelang es der Ausdauere und Unerschrockenheit des damgaligen
Waldhüters Biegler, ihn festzunehmen und zu entwaffnen. Aber
auch hier wie bei mehrfachen anderen Begegnungen hatte er schon ,
die Flinte angelegt, wurde aber noch rechtzeitig von himen eni-
vaffnet. Dasllr zu weiteren zwei Jahren Gefängnißstrafe verut ⸗
heilt, brachte er nun die nachften acht Jahre in der Gefangenan⸗
talt zu Zweibrücken zu. Seine Strafzeit wäre erst am 7. Märze
ↄs. Is. zu Ende gewesen, da er sich aber in den letzten Jahren
der Haft gut aufgeführt hatte, so wurde er am 8. Juli 1872 für
die letzten acht Monate beurlaubt und in seine Heimath entl ssen.
Waährend dieser Zeit hielt er sich gul und ardeitett cegelmäßig.
edoch verlautete schon damals, daß er mwrdas Ende seinen Straf-
jeit abwarte, um wieder in fein altes Treiden zu verfellen, ein
Berücht, das sich uur als zu wahr erweisen follte. 55
Nachdem er sich am Sonntog den 26. Marz do.n Ie. in
Speyer eine Wilderer⸗Flinte gekauft hatie, die men in dre Theile
auseinanderlegen und auf diese Weise verstecken konrte, ging cr am
olgenden Tage, mit dieser Waffe und Schießzeug perschen, in den
Schifferstadter Wald auf die Jagd und beiĩ dieset Gelenehatnen
3 zu der entsetzlichen Katastrophe, wel he Gegenstand der heut gen
Verhandlung ist

Frankreich.
Paris, 27. Juni. Die Verhaftüngen von Communards,
ide seit einigen Tagen slatifinden, sind keine vereinzellen Maß
5 Die Regierung beabsichtigt, die Untersuchung gegen die
bersonen wieder aufzunehmen, welche unter Thiets unbe⸗
dlieben, weil man sie nicht für hinlänglich beinzichtigt hielt.
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        en u en soiort gerbeigeemen Temen nach Hanse
jaus wurde damals von dem Waldhüter Glück bewohnt. Derselbe hracht werden, und als ärztliche Hülfe eintraf, hatte er sich schon
zatte den Angetlagten schon mehrmals protokollirt und Kramer war xcrblutet. Der Schrotschuß hatte die große Schenkelschlagader an
deßhald derart erbost auf ihn, daß er, wie man erzählt, schon wei Stellen durchschlagen, so daß das Blut sofort missenhaft
derschiedentlich gedroht hatte, ihn zu erschießen. Am fraglichen jeraustreten mußte.
Tage, den 17. März, war Glück um 12 Uhr in den Wald ge⸗ Am nächsten Morgen stellte sich Kramer bei dem Bürgermeister
zangen, während feine Ftrau ihn degleitete bis an die Stelle, wo in Schifferstadt, außerte fich aber, von diesem über seine That ge.
der gegen Schifferstadt führende Richtweg eine Biegung macht, fragt, in so roher und cynischer Weise, daß diefer das Gespraͤch
ind dort noch Spane las. Glück ging weiter gegen Schifferstadt abbrach und ihn abführen ließ. Auch in der heutigen Verhand.
ju, wollte aber in einer Stunde wieder zurück sein. Einige Zeit ung beobachtete der Angellagte ein ähnliches Benehmen. Alle
spüter bemerkte die Frau den ihr wohlbekannten Kramer, wie er ZJeugenaussagen, das Plaidoyer und das Urtheil hörte er mit
in einer Lichtung auf einem Stamme stand und umherspähte. Als »emselben kalten und verächtlichn Lacheln an und zeigt
r aber alsbald in den Richtweg kam und in der Richtung nach durch sein ganzes Verhalten, das ihm Alles das vollkommen gleich⸗
Schifferstadt weiterging, wurde ihr bange, und als sie gar einen gültig sei. —
Bewehrkolben an seiner linken Seite unter der Joppe heraushangen Zu seiner Vertheidigung gab er an, Glück habe ihn angepadt
ah, fürchtete sie, er loͤnne ihtem zurücktehrenden Manne begegnen, und beim Hin- und Herziehen habe sich das Gewehr zufäaͤllig ent⸗
er ihn nicht ohne weiteres werde gehen lafsen, sondern ihm die laden. Dies fieht aber in directem Widerspruch mit den Aussagen
Flinte abnehmea werde. Sie eilte daher nach bemerlie wie der Aa⸗ der Frau Glück, welche als Augenzeugin die oben gegebene Dar⸗
zeklagte plöͤzlich stutzte, fest gegen Schifferstadt zu sah und dann stellung macht.
rasch neben in einen Fußpfad hinübertrat, der parallel mit dem Die Vertheidigung suchte darzuthun, daß die Angaben detz
Dege laust und dvon diesem durch mannshohes Gesträuch getrennt Angellagten wahrscheinüch seien und daß die Abficht zu 1ddten
J. Zusleich aber lam auch iht Mann des Weges daber, und nicht erwiesen sei. Dem traten jedoch die Geschworenen nicht bei,
a er den Angeklagten ebenfalls schon erblidt hatte, folgte er ihm sondern erklärten den Angeklagten des Todtschlags schuldig, worauj
end trat ihm sofort auf dem Pfade entgegen. Auch die Frau war der Gerichtshof eine 18jährige Zuchthaus strafe, die hoͤchste für
inüber auf den Fuzweg geeilt und stand nun mitten wischen dieses Verbrichen zulässige Strafe, über ihn verhängte.
ßeiden, linld don ihr Kramer, rechts von ihr ihr Mann. Auf . In einem Dorfe bei Bingen erschlug vor Kurjen der
Blucs Frage: „Run, Kramer, was gibt's?“ nahm der Ange- Bliß die Kuh einer alten Witiwe, deren eingiger Reichthum di⸗
lagte sein Gewehr von der linken auf die rechte Seite, legte eß dud war. Au anderen Morcen fand die trostlose Frau zu ihrer
an der rechten Hüfte an und drückte los. Der Schuß ging dem nicht geringen Freude eine neue prächtige Kuh im Sialle. Woher
Blüd in den linlen Oberschenlkel, und mit dem Ausrufe: „Ich diese 5 Durch Zufall und auf verschiedenen Umwegen erfuhr fie
nuß sterben ! fturzte der toͤdtlich Getroffene zusammen. Nun rief daß der israelitische Geschäftsmann R. diefelbe heimlich in den
der Angeklagte: „Ich bin verloren!“, hob aber trotzdem den Stoch Siall geführt und der Frau geschenkt, um ihr die Moͤglichkeit zu
des Glück auf vnd wandte fich den Stod in der einen. die Flinte jieten, auch fernerbin ohne drüdende Sorgen leben zu kbonnen.
in der anderen Hand, drohend gegen die Frau. Diese aber, And das war ein Jude! Möge dieser schöne Act der Humanitä
rasch entschlofsen, riß ihm den Stock aus der Hand und faßte und Nächflenliebe alle Jene dersöhnen, weiche intoleram denug
zen Lauf des Gewehres, den er ihr jedoch wieder entwand. Aber⸗ ind, steis an das Goͤthe'sche ‚„Am Golde bängt x.“ zu denken
mals stellte er sich mit erhobener Flinte gegen sie und rief: „Du ind welche gar zu gern bereit sind, für die Handlungen Einzelner
mußt sterben!“ da sie aber um Hilfe rief, drehte er sich um ine ganze äͤoneesion verantwortlich zu macden.
und entfloh. Glück war toͤdtlich getroffen, mii Mühe donnte er döß — E ——
—N
Bekanntmachungen.
Fidelia?
Seneral⸗Versammlung
Donner stag den 3. d. Abends 9 Uhr,
im Vereins Lokalo.
Der Ausschuß.
Das Heu
uus 2 Wiesen in den Bruch- und Steg⸗
wiesen für die diesjährige Ernte ist zu ver⸗
laufen usd zahlbar bis Martini.
MNdt. Kaminfeger.
Das Neue Blatt 1873.
Nr. 41 ist soeben eingetroffen und enthält:
Die nene Magdalena.“ Von Wilkie Col⸗

ins. — „Die —— Geburts
zeier der deuschen Oper.“ Von Hermann
Ahde. — „Von der Wiener Weltaus⸗
telluug. TJ. Mein erster Eindruck in der
ee — Miffener Brief au
zie Nedaktian des Neuen Blattes? in
Wyiß Von Richard Schmiedt⸗Cabanis —
„Ungelösfte Näthsel der Geschichte.“ „Der
Uhrmacher von Spandau.“ — Von Harbert Har⸗
zerts. ⸗ Das große Geuneralstabswerk.“
— Der Bergrath. Criminalgeschichte von
krnestine von L. — Heitere Chronika.“ —
Für Haus und —*2* — Allerlei:
Zu unseren Bildera. — , Wie man den Wochen
jag eines Datums sindet.“ — ‚Weiblicher Grund.“
—Bon Thomat Carlyle.“ — ‚Das Stereoslop
»es türkischen Sultans. — „Räthsel.“ —
KFeu⸗e Bächerschau.“ — Aerztlicher
Briefkasften. — Correspondenz. — An
Iluftrationen: Vierfüßige Künstler hin⸗
er den Conlifsen. Driginalzeichnung von J
Schaumann · Waldninusamkeit.“ — Os⸗
»ar von Nedwitze —

Das Neue Blatt iß zu beriehen durch alle
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noßigen Preis von 15 Sgr. vierteliahrlich.

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London 1862.
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Hamburg 1863.
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Mannheim 1863
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Röln 1863.

Silberne Medaille
Straßburg 1806
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Geuf 18664
Zwei Medailleu.
Paris 1867.
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Saarlouis 1867
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* 3282z22e7 * — 32 —558 222 — 322 85 2
71*532 2532c38383 —28 253535 22.2 — 568 6555
5222 538 55*2522 —— 22. 35 7538 — — *
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53335 232255* 2 —* *55 ——2 553 —— 528 5525228
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3325575 z253335 346 555 — —
335337357 252 —A 1225337 23835 5 —4888
332 2 —323 —A —A—— —59027 5852 —— —— —135
3332 — A 2 *25537558 —s532752 5
3258335 5 52835 8 335333 8 —
535337 28* z2582 2333 555658
—— 354337

5 2
333336 s50
— 313337
2 825

325875 35
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208 333 65
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22 238 22353 5 8* 3
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2 * — 2. 2* 327.
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        Hl. Ingberler Anzeiger

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on St. Anaberter Anzeiger (und das mit dem Haupiblatte verbunden? Unterhaliungsblatt, it der Vienstags⸗ Vonnerstags. und —XR

Lummer erscheint wöchentlich vier mal: Diensrag. Donners taa, Samstag und Sountag. Abonnementsvrels bierteljährig 42 Krzr. odir

12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren KRaum berechnet.

— —— 7 F Bnctnt ——— —9

J —101. — J Donnerstag, den 8. Juli V 1873
— — —ES — —— — ——
—
Deutsches Reich.

Speier, 30. Juni. Se. Exiellenz der k. Regierungspriä-
dent der Pfalz, Hr. Siaatsrath d. Braun, erhiel zu seinem
estrigen Namensfesie ein allerhöchstes Glückwunschtelegramm, in
velchem in den schmeichelhaflesten Ausdrücken auf's Neue der viel—
eitigen Nerdienste desselben auf's Ehrenvollste gedacht wird.

München, 30. Juni. Der König genehmigte die theil⸗
neise Erhöhung der Pensionen derjenigen Offiziere, welche vor
cinführung des Reichs Militarpensionsgesetzes penfionirt wurden.

Mentz, 26. Juni. Die Commission für Feststellung der Ent
gädigung, welche den Inhabern verkäuflichec Justizstellen (ous der
anzösischen Zeit) im Landgerichtsbezirke Metz bei der Aufhebung
er Verkaäuflichkeit zu gewähren ist, hat ihre Arbeit nun beenvet
)as ragebrruiß ist folgendes: Entschädigt werden 59 Notare, 5
ommissär-Priseurs, 17 Anwälte, 8 Handelsgerichtsselretäre, 18
riedensgerichtsschreiber und 49 Gerichtsvollzieher, zusammen 153
jeamte. Der Ankaufspreis dieser Stelsen belief sich auf 4,736,153
it. Die CEntschädigungsforderung war 9184,376 Fr. Die ge⸗
näbtte Entjchädigung beträgt 6,498,100 Fr. (B. L.-3.)

Berlin. Offiziöse Correspondenten müssen jetzt verfichern,
je Gerüchte von beabfichtigtem Rücktritt Bismarcks, von Minister⸗
isis u. dgl. seien grundlos. Es wird also wieder einmal abge⸗
Fiegelt und scheinen sich die feindlichen Brüder noch einige Zeit
artragen zu wollen.

Berlinn, 1. Juni. Nach den bisher refultatlosen Verhand⸗
ag der hiesigen Weber und Fabrikanten über eine Lohnerhöhung
en 331 pCi., haben sämmtliche Webermeister und Webergesellen
isammen etwa 8000, beschlossen, die Ardeit einzustellen und nur
urch ein gewähltes, allgemeines Comite die Unterhandlungen fort⸗
iseßen. Die Arbeit hat heute thatsächlich in allen Werkftätten
ufgehört.
Leipzig, 27. Juni. Ein kürzlich bei dem Reichs-Ober—
andelsgerichte verhandeller Prozeß aus C. gab Gelegenheit zur
eurtheilung des ganz außerordentlichen Gewinnes, welche die
lemeelieferanten im deutsch ˖ französischen Krieg gemacht haben. Ein
cher Lieferant hatte einen Agenten zum Einkaufe von Lebens—
aitteln aller Art in Frankreich engagirt und ihm als Belohnung
NProzent des bei dem Wiederverkaufe erzielten Reingewinnes zu⸗
sagt. Obwohl der Agent in diefer Eigenschaft nur etwa 14
ge thätig gewesen ist, wurde ihm doch nach freundschaftlicher
lorechnung ais sein Gewinnantheil der Betrag von 10,000 Tha—
un ausgezahlt. Nun hatte aber jenes Haus noch andere Ein—
wufsagenten und bezog große Massen von Waaren aus Deutsck⸗
md, auf welche Geschäfte sich der Gewinnantheil des Agenten gar
iht bezog. Hat der Lieferant alein an den von jenem Agenten
ͤhrend 14 Tagen in Frankreich vermittelten Geschäften 100,000
An. rein verdient, so muß sich dessen Gesammtgewinn während
qanzen Krieges auf eine ungeheure Summe belausen haden.

Wien, 30. Juni. Die Journale melden einen gestern hier
utgehabten Sturm mit wolkenbruchartigem Reçen. Die Weli—
aAteslungsgebäude mit allen Anlagen nahmen keinerlei erheblichen
'daden, dagegen litten die Hofeinbauten, namentlich der Lyoner
»idenhof. Die deutsche Abtheilung blieb unversehrt.

Der Toast des Naisers von OesterreichIbei dem Galadiner in

Viener Hofhurg lautet wörtlich: „Da mir zu meinem innig
Bedauern der Besuch meines theuten Freundes, Sr. Majestät
deutschen —— versagt blieb, so trinke
uj das Wohl Str. Majestät des Deutschen Kaisers
Königs von Preußen mit dem Ausdrucke der herzlichen
antbarkein für den unbergeßlichen Vesuch Ihrer Majeftät
Kaiserin Augusta!“ Baß, Majesiäten leben hoch!“ —
nidem die lebhafteslen Hochrufe verklungen waren, sprach
neuin Augusta: „Eure Maj. wissen, wie schmerzlich der
e bedauert, gegenwärtig nicht hier sein zu können. E. M.
n aber auch, dah mein hrenvoller Auftrag, seine jetzige Ab⸗
rnheit zu entschuldigen, zugleich jener Freundschaft gewidmet ist,
nreuen Wünschen füe das Wohl beider kaisersithen Maßestäte

für das Wohl ihrer Länder und Völker ihrenherzlichen Ausdrud sindet.“
Wien, 1. Juli. Kaiser Wilhelm hat klegraphisch die
daiserin Augusta brauftrogt, an den oslerreichischen Kaifer seinen
vnigsten Dank für die in dessen Toast ausgesprochenen freund⸗
chaftlichen Gesinnungen auszusprechen, und hat mitels Handschreibens
in die Kaiserin Elisabeth derfelben den Louisen⸗Orden perliehen.
Frankreich. J
Aus Belfort, 80. Juni, wird dem Ind. als.“ über
die Räumung dieses Platzes geschhrieben; 832 mi Munition und
driegsmaterial beladene Eisenbahnwagen sind schon vor Abmarsch
es ersten Detaschements der Besatzungstruppen abgefahren. Die
ranzösischen Geschütze sind bereiis nach Deuischland transportitt.
vorden, und auf dem Lagerplatze längs der oͤstlichen Seite des
Babnhofes liegen nur noch 3 oder 4 große alterthümliche Belage-
crungsgeschütze, 5 oder 6 gezogene Feldgeschütze, eine gewisse Anzahl
Laffeten, und einige Haufen volle oder hohle Geschosse. Zeughau
und Magazine werden geleert, die Vertheidigungswerke in Perches,
Bellenue, im Basses abgetragen; endlich wird Alles, was für die
reuen Festungsbauten von Straßburg berwendel werden kann mit
der größten Sorgfalt weggeräumt, so daß am Ende dieses Monats
nichts mehr übrig bleibt, als Casernen in schlechtem Zustand, ganz
jeleertes Zeughaus, Magazine und Pulverthürme, eingesenkte
Sztraßen, verlotterte Festungswerke, sowie ganz eingewüblte Ver—
heidigungsarbeiten auf den Anhöhen, weiche von dem mit der
Landesvertheidigung beirauten Geniewesen bis, am Tage der Krieas
ertlärung so schnöde verlassen waren. I
Paris, 26. Juni. Wenn ein Pariser während der letzten
drei Jahre à la Dornröschen geschlufen hatte und heute erwahen
würde, so würde er nicht glauben, daß die Barbaren (vulgo: „les
Prussiens“) La belle FPrance inzwischen mit ihrem Besuche beehrt,
Paris belagert und ihre Rosse in den elhfäischen Feldern getum—
nelt haben. In Wirklichkeit ist in Paris Alles beim Alten, Die—
elbe Polizeiwirthschaft, obgleich die Herren Sergeants de ville
hren Dreimaster mit dem Käppi vertauscht haben und sich jetzt
„Wächter des Friedens“ nennen, dieselbe Preßknebelung, dieselben
politischen Verfolgungen, derselbe Leichtsinn wie unter dem Kaiser⸗
reich. Wahrlich, die Pariser haben nichts gelernt und nichts ver⸗
gessen. Thiers, den man in den Himmel hob, weil er Fran reich
gerettet, die Commune niedergeschmettert, Thiers, der große Thiers,
ist jetzt nur noch der tüchische, eigensinnige, ehrgeizige Greis. Man
iberhäuft ihn mit Schmähungen aller Nit! Nieder mit Thiers!
Es lebe unser Marschall⸗Präsident Kutz, Alles geht mit Dampf
auf's Reue dem Kaiserreich entgegen. Auch fromm ist Frantreich
vreder wie unter Eugenie. Die Herren fraͤtres deren geldenes
Jeitalter wieder begonnen, kneten das dumme Landvolk nach ihrer
Façon und eh' man fich's versieht, geht los das Plebliscit. Vive
Napoleon IV.!! Geschwindigkeit ist keine Hexerei.

Der „Köln. Ztg.“ wird aus Paris unterm 20. Juni ge-
chrieben: „Wie man hier aus Rom erfährt, erhielten die deutschen
Bischöfe seit dem 24. Mai von der bãpfllichen Aurie Briefe, worin
hnen angekündigt wird, daß die Sltunde der Befreiung bald
hlagen werde, und worin man sie auffordert, die „Gläubigen?
uum eifrigsten Widerstand aufzumuntern. Tie betreffenden Boͤt⸗
chaften an die deutschen Bischöfe wurden von Senolingen über—
»racht, welche ihren Weg über Paris nahmen. Außer den deutschen
Bischoͤfen nennt man hier noch andere bedeutende Persönlichkeiten
velche in die römischen Intriguen verwickelt sind und aufs Eifrigste
ür die Sache des Papfies und Frankreichs wirken. Man fügt
ioch hinzu, daß die Bischöfe die Weisung haben, auch Gebete an
»as „heilige Herz“ zu richten.“ (Hiezu bemerktdie Redaction der
„Köln. Zig.“: „Diese Mittheilung verdient, unserer Ansicht nach,
noch sehr der Bestätigung, obgleich fie uns als aes guter Quelle
ommend bezeichnet wird. Wir geben sie, weil sie in Paris ge⸗
Jaubtk wird, und daher immerhin bezeichnend für die Erwartungen
zortiger klerilaler Treise ist.

— Wie der iecle etzählt, wurde in Rime 8 bei einer
Zrozefsion im St harles-Kirchsbiele die Statue des heil. Petrus
nit Ketten an üßen ahergetragen nomit cn
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        Befangenen im Vatikan“ hingedeutet war. Das Blatt fügt
inzu: „In Parah · le-Monial geiner Stadt im Arrondissement
Tharolles, Departement Saone⸗et⸗Loire) dat man es noch besser
Jemacht. und zwar an die Wallfahrer Strohhalme dvertheilt, welche
zerade aus dem Kerker gekommen, in welchem der italienische
Antichrist den unfebldaren Märtyrer gefangen hält.“

ils der bisberige Bahnhof placirt werden wird. — —A
Siraßburg · Wanzenau dird, da die Gelder dafür bewilligt und an⸗
gewiesen sind, in aller Bälde in Angriff genommen werden und
G an der Osftfeite der Orte Schilligheim, Bischheim und Hön ⸗
eim hinziehen. Die neue wichtige Sirecke Straßdurg⸗ Lauterburg
vird dann von Wanzenau abwärts mit ähnlicher Beschleunigung
n Bau genommen werden, nachdem die pfälzische Eisenbahngejell
chaft sich für gleichzeitige Ausführung der Bahn von Lauterburg
ach Worth im Anschluß an die bereits in Angriff genommene
Znede Worth⸗Germersheim verpflichtet haben wird. Für die Babn
Ztraßburg⸗ Lauterburg soll zunächst in Schiltigheim ein größerer
rovisorischer Bahnhof eingerichtet werden.

München. In neuerer Zeit suchen Auswanderungs⸗
Agenten, namennlich solche aus Autwerpen, Leute mit dem Vor⸗
eben, daß in Brasilien nach dem Wunsche des Kaisers von Bra⸗
ilien Landwirihschaft nach bayerischet Art eingeführt und betrieben
berden solle, zur Auswanderung in genanntes Land zu gewinnen.
die Diftriftspolizeibehdͤrden wurden nunmehr von der k. Staats⸗
egierung angewiesen, hierauf ihr Augenmerk zu richten. Die
dihigen Belehrungen über die gänzliche Grundlosigkeit der oben
engeführen Vorspiegelungen zu ertheilen und gegen die unberechtigten
Agenten Strafeinschreitung zu veranlassen.

. Die Postanstalten sind angewiesfen worden, die Einzeichnurg
von Postmandaten auch dei Ueberschreitung des reglementsmaͤßihen
heirags von 87 fl. 80 ke. zu versuven und die Rücksendung erß
mus Zahlungs verweigerung des Adressaten zu bewirken.

pwürnberg, 80. Juni. Letzten Freitag traf mit dem
xkAlzuge aus Wien ein Reisender, in Frankfurt a. M. zu Hause
v lraͤnk hier an, daß er sich sofort in das allgemeine Kranlenhaus
zringen ließ. Hier wurde seine Krankheit als genuine Cholen
rfannt. Er iss indessen auf dem Wege der Besserung. Vom
Magistrat wurden unverweilt ade Borsichtsmaßregeln ergriffen, zur
Berhütung von Ansteckung. (N. Cort.)

Vruchsal, 20. Jani. (B. L.) In Mingolsheim mad
ine Erbschaftsangelegenheit viel von sich reden. Ein Frauen⸗
immer starb mit Henterlassung eines beträchtlichen Vermögenß
(nan spricht don 80,000 -40,000 fl), das nun inhaltlich gines
orgefundenen letzten Willens Sr. Gnaden dem Herrn Erzbis⸗
Jumsverweser und Beschof i. pP. i. Dr. Lothar von Küdel zufallen
oll. während die gesetzlichen Erben leer ausgehen.

Vom Schwurgerichte in Freiburg wurde wegen Be⸗
eidigung des Kaifers ein Landwirth von Forchheim und kin
dnopfmacher von Stuttgart jeder zu vier Monat Gefängniß vei-
irtheilt. Bei dem erfleren waren ez die neuen Kirchengesetze, bei
etzterem die Arbeiterverhältnisse, welche Anlaß zu der beleidigenden
Jeußerung gaden. (F. Bl.).

— lassen
Architelten, die umfängliche Bauten auszuführen hiben, die Mautn
ind Zimmerer zu wesentlich herabgesehten Löͤhnen arbeiten. G
durde den Arbeitern am Samstag mitgetheilt, sie brauchten auf
»en Bau nicht wieder zu kommen, wenn ihnen die Herabseunh
Fes Tohnes im 25 beshw. 172 Sgr. nicht zusagte. Die Ir
ellen nahmen allerwärts ihren Fortgang; die Arbeiter haben alo
die Bedingungen der Bouherren alzeptirt. (Bis daher waren die
Ldhne der Maurer und Zimmerleute in Berlin erorm hoch.)

pAus Saqhsen, 28. Juni. Die Chbolera hat fich aud
zei uas eingestellt. Bis zum 25. d. M. sind in Nachbarddrfen
er Refidenz 27 Erkrankungen vorgekommen, wovon 11 einen —B
ichen Verlauf hatten. Die Kranlheit ist durch einen in eintn
ner Dorfer wohnhaften Heizer eines Elb⸗ Schleppdampfers eingt
hlebpt worden.

Wermischtes.

FSt. Ing bert. Mit Urtheil des k. Pol.⸗Gerichts St.
Ingbert vom 830. Juni. l. J. wurde Georg Reimsold, 22 Jahr
Ait'ohne Gewerbe von St. Pilt (Elsaß) wegen Gaulelei zu einer
haft von sechs Wochen und wegen Landstreicherei zu einer solchen
zon 8 Tagen verurheilt; ferner Ludwig Abel, Dosenma cher von
Fusheim, wegen Anstiftung zu Gaukelei zu einer Haft von drei
Mochen. Damit dürfte der Muttergottesseherei in Ensheim hof⸗
enilich ein Ziel gesetzt sein. (Ausführlicher Bericht hierüder folgt
n der nächsten Samstagsnummer.

fDürkheim, 27. Juni. Gestern wurde in unserer
nächsten Nahe, bei Seebach, ein furchtbares Verbrechen begangen.
kin noch junges Ehepaar war in solchen Unfrieden gerathen, daß
die Frau den Bund dadurch factisch löste. daß sie zu ihrer Mutter
urudtehrte und bei ihr lebie. Mißtrauen in die eheliche Treue
der Frau soll der Grund der Zerrürfuisse gewesen sein. Geftern
nun arbeitete die junge Frau auf dem Felde nahe den Stein⸗
bruchen bei Seebach, da krat der Gemiedene an sie heran und
nach kurzem Wortwechsel stach er die Frau nieder und schlug die
noch Lebende mit der Hade völlig iodt. Die Leiche soll in furcht
bater Weise zugerichtet fein. Nicht weniget als fünfzig Stiche wiise
fie auf. und kinen gerschlagenen Schädel. Das ein halbes Jahr
zite Kind hatte die Muner mit ihm Felde. Der Moͤrder ist ent⸗
lohen und konnte bis jetzt noch nicht wieder eingebracht werden.

Durtkhem 28. Juni. Heute Morgen wurde Freunscht
von Seebach, der vorgestern seine Frau erschlaa, im Kastanien-
paldchen bdei Seebach eingefangen. Der Feldschütze Wegener sah
cha dort schlafend liegen und geigte es der Gendarmerie an, worauf
ʒer Sergeant Kiefer und Polizeidiener Sieb mit dem Feldschützen
zinausgingen und deu Gesuchten noqh schlafend tanden. Er ergab
ich ohne Widerstand und wat, da er von Donnerstag Mittag an
nichts gegessen, so malt, daß er geführt werden mußte und, im
Befängniß angelangt, nicht mehr sich aufrecht halten konnte. (D. A.)

Der Pfuzer Forstverein hält seine dritte Jahresversamm⸗
lung am 9. und 10. August in Winnweiler ab. Von dort wird
ine Tour über Falkenstein und den Donnersberg nach Marnheim
Iemacht, wo die Geselschaft die Eisenbahn nach Lautern benützt
hier findet am 10. Juli Sitzung im Schwanen stattt.

Am 235. Jund has sich in Gommers heim eine Frau
getödtet, indem sie sich die Adern öffnete. Unfrieden im Hause
dar der Grund.

Am 28. Juni fand in Enbenbeach emne Prüugelei stath:
36 Verwundete, darunter einer lebensgefaährlich.

pWorms, 30. Juni. Die hiesigen Dienstmädchen haben
ine Versammlung gehalten, und fordern Lohnerhöhung. — Am
17. Juli wird hier der Verbandstag der —XXVV
chaften abgehalten, welchem Schulze⸗Delitzsch beiwohnt.

7 Die Taschendiebe haben, wie es scheint, ihre Thätigkeit
zuf den Eisenbahnen begonnen und am 25. v. M. einem Reisenden
zuj der Route von Mainz nach Frankfurt sein Portemonaie mit
nehreren Hundert Franken gestohlen.

Straßburg, 27. Juni. Wie jeder Straßburger mit
Befriedigung vernehmen wird, steht jeßt fest, daß der lünftige
zroße Zentralbahnhof dahier an der Westfront der Stadt (seitherige
dichtung) angelegt und nur eine entsprechende Strecke weiter binaus

* — — 4 —— —
F. X. Demen verantwortlicher Rebacteur.
— —
Bekanntmachungen.“

—W Ir. M/ν
Saarbrücken. Bahnbofstraße 28.
Frucht⸗ Brod⸗, Fleisch⸗ ⁊c. Preise
der Stadt Homburg dom 2. Juli.
Weizen 8 fl. 52 kr. Korn Sfl. 47 kr.
Spelztern — sI. — it. Spelz — fl.
— tr. Gerste, 2reihige — fl. — tr.
lreihige — fl. — ir. Hafer 5fl. 46 kr.
Mischsfrucht — fl. — kir. Erbsen — sl.
— kr. Widen — fl. — kr. Karitoffeln
— fll. — tr. Bohnen — fl. — lr.
Nleeiamen — fl. — kr. — Weißbrod
3 Pfund — kr. Kornbrod 6 Pfd. 29 kr.
Pib. 20 kr. 2 Pid. 10 kr. Gemischt⸗
rod 6 Pfd. — kr. Das Paar Wec 100
GWr. 2 kr. Odhsenfleisch her Pfid. — kr.

stühfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qu
ig eHeitfleisch 16 ir. Hemmelftt
20 kr. Schweinefleisch 22 tr. Butnun
her Pfund 36 kr.

Aaiferolautern, 1. Juli. End
Mittelpreis.) Weizen — fl. — kir. gn
Speltern — f. —
Spel 6 fl. 8 ir. Gerste — f n
30 6. es — 17*
Diden — fl. — kr. Linsen — fl J
—
eüeir Gemnchtbrod 8 Pd.-0
Weißbrod 2 Pfd. — kr. Butter —D
——
offeln per Ztt. 2 fl. 24 tr. deu!
* Kleehcu Ufl. 24 kr. —
O kr.

Zwei möblirte Zimmer
ind einzeln oder zusammen zu vermiethen.
Wo? sagt die Exped. d. Bl.

„bis 4 Zimmer,
Züche, zwei Mansarden und Keller zu der⸗
niethen bei
B. &amp;xlinck
Zwei Wiesen
zat zu deipachten für die dies:ährige Ernte.
J. J. Finck Iir.-

——

Peaktion. Druck und Verlaa don FJ. X. Demek in St. Inqbern
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        22. 2——42 225 25
— *2 53522 ——
2 3822 * 2 t 225 2538* — 3
35523532353 5257z33533—55 325355 35335 33633337 25
283 —A —3 * 8 —A— — * 2 * —355227
* 722252.* * — — 8 2 — — 2 0 — —
25 ——552355683335 58 323 25—55 —32883235
73 — — — 2525 5553z582 523532353 225 3155332233
5 — 7 ———33838 838 3255 355 333533535
2733 —A — 5** 322 8 35 252 5 32* 280— —22
25223*3733 2 38 —A — — — 73333253233853 —
—* 2 22 —2 * *7
33———33 333 633 355
52 35332 3 58— 32233323553328 —V —— ——— z235*—38
* 224 — 3 — —2 2 2 5222 *
6 ·87 322 —z5723533352385555 533223 2 * “522 53353055
5258 255 358* 8 285 —A —z2553 5525— 3333585 —
5* 23232 32353— 2* 5 22 3 S 22 — —— — 25 53
33533 383 53333332—5*3 35333 — ———
— 33z3583538 22 35— 32 52355333 235335 5—2388 3353355 *
—— 2 2 2322 E 2 B— * 25
—z5325353— —583BE 5.229 8* 225 —3 cẽ 5253
3237 35323 337355283 —3338
—— — 2* 32—2— * —A — 23530 22 553
0 — 8 4 8 —A — 2 —— m29 22 23—232 —— —
2 535 225 —A — * —3— 3 — —— * 2 *
— ——— —9 233235. — 2223—8
35* 5 — —— — —A 55* 5232 8 238957
35 3333 32336
27325—3— 33383 37 z . —232538
5283 — 3555—32353533833353 8 **ce55— 285M7
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—öA mi dem Hanptblatte verdandene Unterhaltungüblatt, mit der Dienttagt- Donnerktagz⸗ und Sonniag⸗
Jer eicheint Abchentlich vie rn al: Dien zb83. Donanmer ztan,. Samstag und Sonmntag. Abonnementspreis vierteljährig 42 serzr. ader
12 Silberax. Ameigen werden mit 4 Erzr. de dreifpettige Zeilt Blattichrist oder deren Raum berechnet.
102

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Dentsches Reich drauzzesenpattei geschlagen. Zuversichtlicher koͤnne man der Zeit
Mu'n hen, 28. Juni. Rach den bis jeht getroffeten Be- ntgegensehen, wo daraus eine wirkliche drutsche Reichsbartei
gum ngen wird, dem K. d. u. J. D, dufvige. der Kontg die erdorgebe.
HVienet Weltausftellung nicht besuchtn. Se. Majestäͤt wird dus Die Prov.Corr.“ bestätigt die morgen erfolgende Abreife
Sdloh Berg übermorgen in Hohenf hwangau kintreffen and einige des Kaisers, dessen Gesunddeitszustaud sich stetig fortschreitend
Zeu daselbft verweilen, das königliche Sekretariat jedoch in, Berg väftige, nach Ems, wo der Kaiser bis Anfang August bleibt, um
eiben. — zann nach Gaftein zu zeben. Der vorbehaltene Besuch am kaiser⸗
Mmünchen, 1. Juli. Wie uns mitgetheilt wird, hat dat ichen Hofe bon Wien eifolgt Ende Augnft. Fürst Bismarcdwirbd
ge Kitutminifterium bei der k. Nreisregierung dahier Erhekungen emselben Blatte zufolge bis sund-Spätherbsit in Varzin und auf
er die Jesuitenberwandtschaft der Schutschwestern abverlangt. — inen lauehkburgischen Besitzuagen derweilen.
Muünchen. V8. Juli. Der Redackeur des Valerland“ Die Zerwurfnisse im dreußischen Ministerium und der eben
de. Sigl, wurde heute durch das Schwurgericht ver Beleidigung welle Austritt des Fürsten Bisen ua erck ans demselben diiden
sch Fürften Bismarck (durch ein in der Bremse“ werdffentlichtet orahrend den Hauptgegenstand der Erorternng in der deutschen
Ilrofi chon) schuldig erklannt und zu einmonatlichem Gefangmiß Tagespresse, doch gehen die Meinungen uber diese bellagenswerthe
Zragung der. Kossen und Veröffentlicheng des Urtheils ver krscheinung weit ausrinander. Wahrend der Nürnb. Corr.“
iein. J den Reichspreßgesetzentwurf als den mächstliegenden Zankapfel de⸗
Nannhe im 2. Juli. Man ekjahlt sich hier, Hecker richnet, will die Rhein. Ztg.“ wissen, weder das Preßgeseß, noch
zabe im vertrduten Kreise den Fuührern der hiefigen demokratischen die Pabiergeltfroge habe den Enischluß des Reichslanjlers herbei⸗
hartei den dringenden Nath gegeben, Ah in dem Kampfe gegen jeführt, abermats eine Entlassung von den Geschäften nachzusuchen,
Allramonianismus und Sozialdemokralje Schuller an Schalter ondern eine ti jgehende Disharmonie, welche jetzt nur zufällig bei
zit den Nationalliberalen zu ftellen und mit ihnen auf dem Boden Belegenheit der Verschiebung des Militärgesetzes zum Austrag ge⸗*
er gegebenen Verhälmisse den freiheitlichent Ausbau der Verfassung lommen sei. Ebenso wie der Fürst es nicht verstanden habe, sich
es Reichs anzustreben. m Reichstage eine feste, organisch gegliederte Pariei zu gründen.
Metz, 1. Juli. Gestern Nachmitteg 6 Uhr rüdten die von habe er auch im Ministerium keine dauernde Unterstütung gefun⸗
dresden kommenden beiden Compagnien 5 und 6 des 12. (lönigl. den. Man habe sich ihm gefügt, so lange man die Durchführung
achsischen Fußartillerie: Regiments hier ein. — Am vergangenen sether Plane für nothwendig erachtet, sich aber stets durch sein Aus⸗
Zountage Nachmittags ftürzte sich eine junge Franzossin aus Eifer- kreten verletzt gefühlt. So stehe jetzt, obgleich im Minifterium
ucht über ihren Liebhaber kopfüber in den Brunnen einer Garten⸗ selber große Meinungsverschiedenheiten herrschten, dasselbe einmüthig
virthschaft vor der Porte St. Thiébault. Während der Geliebte gegen ihn, und am Heftigsten soll man bei der Angelegenbeit Wa⸗
Hieser derzweifelten Handlung kaltblütig zusah, eilte ein Sergeant, gener aneinander gerathen sein.
— ——
mit eigener Lebensgefaht über denselben, und glüdlich gelang es emtschieden werden, als Organe, die eingeweiht sein könnten, wie
hm, die Unglückliche am Fuße zu erfassen und dem Tode zu ent- die „N. A. Ztg“, sich damit begnügen, die eine oder andere
ñißen. Obgleich die junge Dame anscheinend leblos aus dem der kundgewordenen Lesarten spöttisch zu destdouiren, ohne in⸗
Wasser gezogen wurde, kam fie doch nach eini ger Zeit wieder zum dessen über die eigentliche Sachlage Weiteres zu verratyen. Die
hollsäändigen Bewußtsein und ging dann vergnügt mit ihrem Bräu⸗ „Spen, Zig.“ meint inbetreff des Streites in den Regierungsla⸗
iaam nach Hause. (MM. 3.. gern, derselbe werde so lauge dauern, wie der Dualismus in un-
Straßßburds. 3. Juli. Wie wir erfahcen, ist das serer obersten Verwaltung. Neichskanzleramt und preußisches
desetz beir. die Einführung der Reichsverfossumg in Elsaß Lothe Minlfter⸗Präsidium dürften nicht getrennt werden. Sobald man
ingen, bereits am 25. Juni vom Kaiser unterzeichnet worden und sich trenne, entstehe der Gegensatz, der sich seit Dreivierteljahren
ehi dessen Publikation im Geseßblatte flir Elsaß-Loihringen un offenbar immer schärfer zuspitz.“ Die Einrichtung, welche am 1.
nittelbar bebor. (Nied. Kut.) Januar 1878 getroffen worden, werde entweder als eine irrthüm⸗
Berlin. Zur Ausführung des Münzgesetzes sind bereits siche und schädliche wieder beseitigt werden müssen, oder aber die
»e Münzmeister von Berlen, München, LStuttgart und Dresden steigende Entfremdung zwischen dem Reichskanzleramte und dem
ier anwefend und im Begriffe, eine Instruction für die Durchfüh preußischen Ministerium werde zu Zuständen führen, in weichem die
rung des Münzgehalts festzustellen. Auch ein Nicelfabrikant ist Autorität der Reichsregierung und die der preußischen sich gegen—
u zutachtlichen Beri hien bezüglich, der Auspräqung voun Nickelmünzen seitig aufreiben.
zierher beschieden gworden. Die „Spen. Ztg.“ scheint damit denselben Gedanken zu ver⸗
Berlin, 2. Juli. Die officibse „Prob.-Cortesp.“ bespricht solgen, den die „Schles. Ztg.“ in einem „Bismarck und Roon“
en Ausfall der Wahlen in Elsaß⸗Lothringen und sagt: „Die überschriebenen Artikel des Weitern ausführt, und welcher darin
liederlage, welche die französische Agitationspartei im allergrößten zipfelt, daß die einzig denkbare rationelle Lösung di ser Frage in
theile der ländlichen Wahlbezirke erfahren hat, ist sehr überraschend. der Ernennung des Reichskanzlers zum gleichzeitigen preußischen
Je weiter von den großen Städien entfernt, desto sachlicher und Staatskanzler bestehe, wie das Blatt dies bereits früher empfohlen
zerstärdiger war die Autführung der Wahlen. Dieses Resultat ist hat. Die „Germania“ gebt sogar so weit, aus dieser Auslassung
in so hoöͤher anzuschlagen, als die ustramontane mit der franzoͤsischen des schlessischen „officissen? Organes zu deduciren, daß Fürst
darlei verbunden war und die Geiftlichkeit sür Wahlenthaltung Bismarck bei seiner Haltung in diesem ministeriellen Assaut kein
azgirirte. Der Ausfall der Wahlen ist unter solchen Umständen anderes Ziel, als das erwähnte, im Auge gehabt habe.
—XV Frankreich.
lsaß lothringischen Volkes. Die Regierung faßt die Wablen nicht Paris, 30. Juni. Die Republik Frankreich wird beim
us einen Sieg des Teutschthums und der deuitschefriedlichen Empfang des Schah von Persien nicht hinter den großen Monar—
ifimnungen qut, dazu ist es zu fruh, wohl aber als Befesticung chien Europa's zurückbleiben, ja dieselben in prunkvollen Aufzügen
iner selbstständig elsaß-kothringischen Gesinnung, welche auf dem und Feslilichkeiten zu überbieten suchen. Am Freitag zies! der
doden der Thatsachen die Interessen des Landes wahrnehme, somit Schah, von Marschall Nac Madon und einer großen Truppenmasse
ugleich als Abwendung von den franzdsischen Wühlereien, welche am Bahnhofe von Passy empfangen, durch den festlich dekorirten
klaß⸗Lo: hringen fortdauernd' in die poltischen Wirren und Gefahren großen Triumphbogen in die Stadt. Am Sonntag ist großes Diner
drankreichs hineinzuziehen bestrebt find.“ Für jetzt könne man sich in Versailles, an dem die Spitzen der Civil- und Mñitarbehörden
xeudia darau genügen lassen, daß die elsaß-lothringische Vartei die theilnehmen. Abends wird dann das große Bassin in wandervoller
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        Weise beleuchtet, und sind zu diesem brillanten Schauspiel 2000 wies sich das Geschäft der Mattergotteserscheinungen, die R. auf
Plätze für die Nationalversammlung und hohen Köorperschaften Tage hinaus präcis auf die Stunde voraus ankündigte, die er in
reserdiri.“ Man will sich natürlich bemühen, dem fremden Herrscher! größere und kleinere eintheilte und zu denen Jederman freundlichs
einen moͤglichst hohen Begriff von der Macht und dem Reichthum ringeladen war, auch der Herr Pfurrer, der aber viñ X. nicht;
Frankreichs beizubringen. — Paris wird nun anch seine Wall⸗ wissen wollte. Die Früchte wurden immer reifer, so daß Reim—
sahrtkirche auf dem Montmatre dekommen, wie dies bei den boid am 18. 1. M. sein Gaunerstückchen in der Abel'jchen Woh—
Städten Lyon und Marseile bereis der Fall ist. Der Erzbischof nung zur Aufführung bringen konnie; er lündigte seinen Anhängern
gedenkt einen Prachtbau aufzuführen und stehen ihm schon bedeu. duich Abel an, daß ihm Abends gegen 10 Uhr die Muttergoiten
sende Geldmittel zur Verfügung. — Dieser Tage wurde bei einem erscheinen werde. Nachdem zu ihrem Empfange alle Vorkehrungen
Schreinerzesellen noch ein IStück der Vendomesäule im Gewicht von zetrofsen waren, fiel Reinbold um die genau bestimmte Jeit in
9 Pfund aufgefunden. Nine schei bare Ohnmacht, (Rerzückuag) mit geschlossenen Augen,
Paris, 2. Juli. Die Raumung wird Anfangs Augus ausgebreiteten Armen, gespreizten Fingern und übereinander gelegten
beendet sein. Die ersten ftanzösischen Truppen werden am 4 Beinen — den gehkreuzigten Christus darstellend — rüdwärts zu
ugust in Nanch erwartet. — Die Zahl der neuerdings derbafe Boden, ohne daß er seine Gesichtzzuge auch dur im Mindeflen
teten Communards bet rägt 89. randert hatte, sogar rosiger aussah, worauf die Andachtigen ihn
England. mit aller Sorgfalt auf's Bett legten, ihn sogar mit ihren Kleidern
London, 1. Juni. Rach Bexichten, welche, Reuters Tele⸗ vom Leib bededten und ihm alle Aufmerksambkeit in größter Audaqi
gramm · Compagnie aus Brafilien zugegangen find, befindet sich chenkten. Endlich nach Verlauf einet Stunde erwachte er aut
der Handel in Buenss-Ayres und Montedideo in einer bellagens einem Schlafe, zeigte dem anwesenden Publilum die T Blutwunden
werthen Lage und eine Geidkrisis ohne Gleichea- ist ausgebrochen auf der Brufi und erzähtte ihm, in welcher Erscheinung die Mutter
Spanien. votltes stundenlang anwesend gewesen sei, sie hätte auf einem Tijchchen
Bilbas, 30. Juni. Viertausend, Carlisten baben sich in zesessen und der hl. Vater haätte sich in einem kleinen Kämmerlein
der Provinz Biscaya erhoben, und eine, aus caeliftischen Notab; u ihr gesellt, am solgenden Tage 2 Stunden später erscheine fi
litaten bestehende Regierung ernannt. ( N. Frtf. Pr.) bum nochmals.
Amerika. Diriie positive Voraussage brachte die verblüfften Anwesenden
Newhorl, 6. Juni. Mit dem ,Optionsgesez“, das jeoer zanz von Sinnen, fie verließen ia größter Andacht die Wohnune
Bemeinde durch ein Mehrheitsvotum. überläßt, ob sie den Ausschank hres Wunderlindes und fanden sich Samstags Abends rechtzeiti
peistiger Getränke gestatten will oder nicht, ist der Staat Newdorsin, doch diesmal reichten die Raumlichk iten nicht hzin, um die
mitteis Vetos des Gouverneurs zwar verschont geblieben, dagegen Slaubigen alle zu fassen, sie lagerten vor'm Haus und warmter
dat die Legislatur in treuer Fuͤrsorge für daz Volk den Staat der prophezeiten Erscheinungen, die in ähnlicher Weise sich wieder
mit einem Gesetze beschenkt, welches den, Wirth, beziehungsweise den vie angesagt, zeigten und von Reinbold dem Volle mitgethäil
Tigenihümer des Hauses, in welchem Getränke ausgeschenkt oder vurden mit dem B.ifügen, daß er noch das Kreuz Chrifti auf den
weggegeben werden, für die Exzesse eines Beirunkenen haftbar macht. Talvarienberg hätte ragen müssen. Daß daraufhin jzadlreich
Zin solches Gesetz besieht seit einiger Zeit im Stacte Ohio, und Anterstüßzungen flossen, verdebt sich von sjelbst, woruntet aud
mehre Freuen von Trunkenbolden machten dort ein Gewerben6 sres. 10 sous für die Mutter Gottes in Grüte, danit sie dun
daraus, diejenigen Wirthe auf Schadenersatz für angeblich von Geber von seinem Rheumatismus befreie.
ihren Ehegatien in betrunkenem Zustande erlangte Prügel zu be⸗ Alle Merkwürdigkeiten dieses fanatischen Treibenz einzetn auf⸗
jangen. Eigenthümlich ist, daß in der Bewegung gigen den Aus— uzählen, wäre ermüdend, nur dies sei noch demerkt, daß die meisten
schank alloholischer Geträake, das Bier dvon vielen Fanatilern weit Zeugen den Schwindler Reinbold als frommen Jungling bezeiqh
gefährlicher dargestellt wird, als der Branntwein. Es sieht aber neten. wie gar schön und wie andächtig er gebetet habe urd deß
aus dieser Tendenz der nativistische Haß gegen die Deutschen doch je sich beim Verhöre Mühe gaben, diese Schwindelri als plaus-
gar zu plump herbor. Das Vorgehen der Puritaner, welche das eles göttliches Ereigniß hinzustellen. Einige Zugen, denen man
Verbot des Genusses geistiger Getränke als Grundsatz ihrer Partei Jenauere Kenntniß der Sache zugetraut haben dürfte, wußten nichts,
auf den Schild erhoben, isi in hohem Grade bedauetlich, weil sie ils vom hören sagen.
sich dadurch ein Element in der Bevolkerung eutfremden, daß sie Die Behauptung, daß dessen Anfalle eine Art Epilepsie seien,
in den kommenden Kampfen gegen Jefuiten, die Erbseinde der sitl- vurde von dem Hercn Bezirksarzt von Blieskalel entschieden und klat
lichen und geistigen Freiheit, die auch den Vereinigten Staaten, als Schwindel erklärt, indem Reinbold eine gesunde sörperconstitutien
wie jetzt schon alle Zeichen andeuten, nicht erspart bleiben, schmerzt habe und det ihm reder eine Lahmung noch eine Spur von Gä⸗
lich duf ihrer Seite vermissen werden. deztranlheit oder Ep'lepsie je vorhanden gewesen sei. Nachden
Washington, 30. Juni. Berichte aus Nasbville und dZerr Bezirlsarzt in vortrefflicher Weise sein expertisches Gutachlen
Cincinnati melden, daß die Cholera dort einige, wenn auch nich“ iber den Gejundheit 3ustand das Reiubold abgegeben, wurde zun
erhebliche, Fortschritte mache. Staunen der anwesenden Andächtigen das bürgermeisteramtlich
deumundszeugniß des Reinbold aus seiner Heimathsbehörde S
VVermischtes. Pilt verlesen, das sagt; 1. daß er in Colmar wegen Tiebstahles
00 St. Ingabert. Wie bereits in voriger RNummer mit- ju 8 Monaten Gefangniß bestraft worden ist; 2. daß er in Gräte
detheilt, wurde mit Uriheil des t. Pol.- Ger. St. Ingbert vom in seinem angeblichen Heilorte sehr einträgliche Gauklereien trich,
30. v. M. Georg Reinbold 22 Jahr alt ohne Gewerbe don St. daselbst von der Mutter Gotes geheiligte Scapuliere vom beken⸗
Pelt (Elsaßz) wegen Gautelei und Nandstreicherei zu einer Haft von en Kirschbaumholze verkaufte und 3. daß er die kathol. Kircht
sechs Wochen und 8 Tagen und Ludwig Abel, Dosenmacher dvon schon sehr herabgewürdigt hätte.
Fnsheim wegen Anstiftung zu Gauk⸗lei zu einer Haft von drei Die Orte Grüte, Ried und Medelsheim waren für Reinbobd
Wochen verurtheilt. ein dantbares Feld, wahrscheinlich war er bei den dortigen Mutte⸗
Reinbold, der wegen leichter Anschwellung der Schilddrüse und gotteserscheinungen auch thätig gewesen.
Epilepsie für militärdienstuntauglich erklärt ist, übrigens geistig Mit Rücksicht auf das während der Gerichtsverhandlung,
dosltommen zurechnungsfähig erscheint, ist in Colmar wegen Dieb⸗ aoch rechtzeitig eingetroffene Zeugniß schloß sich das Gericht den
zahls schon zu 8 Monaten Gefängniß verurtheilt worden und hat Zulachten des Herrn Bezirksarztes an und derurtheilte die bede
in seiner Heimat aus dem Verkauf geweihter Scapuliere ein sehr UAngeklagten zu der Eingangs erwähaten Gefängnißstrafe, während
zinträgliches Geschaft gemacht. Et will am 81. Januar heurigen velcher Zeit der Muttergotlesseher voraussichtlich von äbnlichen
Jahres im Walde bei Grüte bei Gelegenheit einer im Voraus ihm Anfallen und Erscheinungen befreit bleiden wird.
angekündigten Muttergotteserscheinung von Epilepsie sowie von FZweibrücden, 24. Juni. (Schwurgericht.) In da
einer Lahmung gehcilt worden sein, an der er 6 Jahre lang ge⸗ heutigen Vormittagssitzung wurde ein im Gefängnisse grau ge
siütten hatte. Der arbeitsscheue aber fromme Abel, der von dieser wordener Verbrecher, der schon die Hälfte seines Lebens in Sttos·
wvunderbaren Heilung im „christlichen Pilger? gelesen hatte, reiste im anstalten verbracht hat, nämlich FJohann Boheim, 54 Jabhre
dergangenen Frühjahr nach St. Pilt, um den Reinbold unter den alt, Leinenweber von Hergersweiler, Kanlon Bergzabern, wegen
Berjprechen gastfreier Behetbergang zu bestimmen, die weiteren ihm dreier Diebstähle und neun Besrüügereien, beide Verbrechenb
beteits angekuͤndigten Vifionen in Ensheim abzuwarten. Reinbold arten im wiederholten Rüdfale verübt, für schuldig erklätn
gad dieser Einladung Folge. Am 5. April trafen beide in Enz- Mit einen gewissen Behagen börte der Uüngelüagte di
deim ein. Bis zum 5. Juni ist nicht bekannt geworden, daß sie Zeugen in der heutigen Sitzung erklären. über die Att und Weis
irgend welche Arbe tsthätigkeit entwidelt hätten; sie führten ein wie sie geprellt worden waren, und stimmte gewöbnlich ibren Aub
ausschließlich beschauliches Leben. Gleich nach dem 5. Juni, als in sagen bei. Das von jhm giwählte Verfahren, um Geldmittel u
der Gemeinde Ensheim die Fraze der Ausweisung des Reindold erlangen, bestand darin, daß er verschiedene kleingeschnittee Eisen F
ventilirt wurde, sahen sie sich deranlaßt, in der dortigen Dosen ⸗ fuücke in Papir ein wickelte, versiegelte und denseiben irgend einen
abrit zum Sche'n Arbeit zu nehmen,, haben aber zusammen in Werth aufschrieb. Wenn nun der Schwindler Jemand gefunda
eiwa 3 Wochen nur 5 fl. Yekr. verdient. Desto einträglicher er⸗ hatte, bei dem er auf Gsfsolg hoffen Dnnte, so erzählte et alt

J8
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        oglichen erdichteten Geschichten von seiner Stellurg, seinen Reich ˖ ich an diesem originellen Rennen“ und erhielt ein Herr Wagen⸗
—* uad ließ dabei die Geldrolen sehen, gab sie auch wohl »feil aus Taxa den ersten Preis, bestehend in einem Ziegenbock.
n Aufheben, um die Leute sicher zu machen. Dann verlangte er Der Humor ist doch nicht gus der Welt verschwunden ·
mige Gulden oder Kteuzer, je nach den Vermozensderhältnissen f In Wisen war am Tage det Erdbebens, 29. Juni, ein
Opfers, angeblich als momentanes Darlehen, da er die Geld⸗ ehr flarlker Wolleibruch, welcher theilweise auch die Ausstellung
süen mitht anbrechen wolle unðß ihm gerade die Münze ausge⸗s jeschädigte. (Wie bereits im vorigenBlatte erwaͤhnt.) Doch
angen waͤre. Meistens erhielt er nur ganz kleine Beiträge, da hat die deutsche Abtheilung fast gar nicht, de französische etwas
oͤhnlich arme, unerfahrene Leute Gegenstand seiner Beschwinde⸗ nehr gelitten, namentlich der Lyoner Seidenhof. Die etwas tief
ing waren. Die hoöchste Summe, die der Angeklagte auf einmal elegenen Gartenanlagen im Ausstellungspalast standen unter
hielt, waren 6 fl, die ihm Wirth Kerth von Mußbach auf in Wasse⸗ ..
Fyrsaß gegebene fingirte Geldrollen verabsolgte. Saämmtliche Be⸗ Ueber das Unwettar selbst schreibt die Frkf. Zig. aus Wien,
růgereien wurden vom Angeklagten in den Monaten Februar und 30. Juni. „Die Politik tritt heute vor dem furchtbaren Unwetter,
Joczel. J. verübt; ihr Schauplatz war ein größerer Theil der das sich gestern über Wien entladen. völlig in den Hintergrund.
horderpsalz (Speier bis Schönau.) Außer den 9 Beirügereien, Seit Menschengedenken haben an der schönen blauen Donau die
Arden dein Angeklagten auch roch 2 Regenschirmdiebstähle pnd klemen'e nicht in solch verheerender Weise gewüthet, wie gestern
t Diebstahl einer goldenen Broche zur Laft gelegt, derselbe für Rachmittag. Der Morgen war schoͤn wie lange nicht, e:n wunder⸗
huldig erliärt und zu 5 Jadien und —A Tausende waren hinaus⸗
Tehiere blos event. fiatt Do Thalern Geldstrafe) mit Abeckennung zestrͤmt in den Prater und in die herrliche Umgebung unserer
x burgerlichen Ehtenrechte auf die Dauer von 5 Jahren ver choönen alten Kaiserstadt. Zwischen ein und zwei Uhr kündete
niheitss erner Donner bei fortwährend heiteren Himmel ein fernes Weiter
In der heutigen Nachmittagssitzung wurde der wegen ver- an, aber Niemand ahnte, daß es sich so bald und furchtbar über
ciedener Privaturkundenfalschungen angeklagte Josph Rink, 59 insern Häuptern zusammenziehen werde. Ein kurzer Regenguß,
sahte alt, Landgerichtsdiener von Kandel wegen Beweismangel srei. vãhrend dessen die Sonne nicht einmal zu scheinen aufhörte, trat
Iprochen. (Schluß der Session) in und Jeder glaubte, daß damit das Gewitter abgethan sein, und
—Der in weiteren Kreisen belannte und hochgeachtele Kauf. man freute sich, daß der Himmel für heute die Sprengung der
ann Klingel in Laud stuhl wurde durch den dortigen prote- Straßen übernommen. Da — es mochte drei Uhr sein, veifinsterte
ntischen Geistlichen veerdigt, nachdem die katholische Geistlichleit ich plötzlich der Himael, in wenigen Minuten war der ganze
i Lechenbegleitung verweigert hatte. Wie wir hören, war der dorizont von dunkeln schwarzen Wolken überzogen. Finsterniß
itatholische Prieiter Aühn durch anderweitige Functionen verhin- deckte die Stadt, Blitz und Donner folgten sich umuuterbrochen, ein
art, dieses Begräpniß eines Alttatholiken vorzunehmen. xkanartiget Sturm erhob sich und hielt un, als sih die Wolken
F Die Karcher'iche Zuckerfabrik in Frankentbal iss in hres verderbenschwangeren Inhalts entluden, Hagelschlossen, in der
mn Ackengeschäft umgewandelt worden; die Leitung deffelben bleibt Rröße von Taubeneiern, wurden vom Sturm gepeitscht, gegen
cdoch in den Handen des Hrn. Philipp Korche. Dacher und Fenster geschleudert, und wolkenbruchariig stiömte der
fMannbeim, 2. Juli. In Begleitung seines Bruders Kegen hernieder. Die Kanale versaglen ihren Dienst; in vrelen
rofefsor Hecker von Freiburg und des Professors Krebs von hier Stratzen der inneren Stadt stand das Wasser bald drei Fuß hoch;
viid sich Friedrich Hecer zur Feier des Fesies der nordamerika- ahlreiche Keller fülte sich mit Wasser; im Saligries, der tiesst-
uischen Unabhängigkeitserklärung aut 4. Juli nach Stutt gart be⸗ jelegenen Straße Wiens, ist der Schaden besonders groß. Menschen-
eben und wird dort die Festrede halten. (Mh. A.) eben find, obgleich zwei Häusereinftürze erfolgten, nicht zu beklagen.
fSaarbursg in Elsaß-Lothringen, 30. Juni. Heute die Verwüstung in den Anlagen des Ausstellungspalastes ist eine
hormitiag hat sich aus bis jetzt noch nicht bekannten Ursachen der norme. Gestern Abend um 7 Uhr standen noch überall tiefe
zürgermeister Luter von Reding, hiesigen Kreises, durch Erhängen Lachen. Ein großer Candelaber vor dem Kaiserpavillon wurde
nlleidt. — erschmettert, Vasen und Siatuen fielen von ihren Postamenten;
fRärnunberg, Der aus Wien an der Cholera erkrankt der Ballon captif, dessen Füllung gerade vollendet war, riß sich
fer angelommene Fremde (Louis Lindheimer aus Frankfurt) ist 30n seinen Ankern 103 und flog,“ glücklicherweise ohne Schiffer,
in 80. Juni gestorben. zurch die Lüfte auf Nimmerwiedersehen davon. Der Schaden, den
Flemmingen, 30. Juni. Heute Abend um halb das Unwetter allein auf dem Wettausst llungsplatz angerichtet hat,
Inf Uhr riß eire Windhose, die aus der Gegend von Boͤchingen vird heute auf eine Million angegeben, doch scheint mir das jeden⸗
tam, das Dach der neugebauten Schcuer des Hrn. Stephan 'alls übertrieben. Hunderttausend Gulden sagen auch schon etzwas.
llinges weg und warf et auf das Dach der daneben stehenden Der Wolkenbruch dlieb übrigens auf Wien und die nächste Um⸗
lten Scheuer, so daß jetzt beide ohue Dach find. Der Schaden gebung beschränkt.
elduft sich auf mehrere hundert Gulden. 7 Vor dem Pariser Zuchtpolizeigericht wurde dieser Tage
Das dreijahrige, 107pfündige bärtige Wunderkind in Ot⸗)ein lustiger Fill verhandelt. Ein Pferdehändler hatte einem Bäuer-
ting bei Dingoifing ist plötzlich gestorben. Es scheint im eigenen lein einen steinalten Schimmel abgekauft und mit den bekannten
jelte erstikt zu sein. Misteln, welche diesen Herren stets zu Gebote stehen, einen jungen
fAus Deutsch⸗Lothringen, 25. Juni. Aus der benachdarten eurigen Nappen dataus gemacht. Dazu hatte er noch de Frech-
itenzstadt Lüneville wird berichtet, daß daselbst vorigen Sonntag deit, den travestirten Schimmel seinem alten Herrn um theures
c Erebprinz von Oldenburt, z. Z. an der Universität Straßburg, Beld wieder zu derkaufen. Der Spaß dauerte, dis der Rappe
um Besuche war, mit mehreren Offizieren sich am offenen Fenster iinmal in den Regen kam, dann wurde er zuerst Zebra und endlich
merhielt, woraus ein Haufe franzoösischen Gesindels Anlaß nahm, dand der alte Schimmel wieder vor seinem überraschten Herrn.
zteine in die dett. Fensier zu werfen, deren einer den Prinzen derne findungereiche Pferdemadler wurde zu 3 Monaten Gefäng-
icht, ein zweiter einen Herrn seiner Umgebuag ernster verwundete. niß berurtheilt.
der Versoch, der frechen Thäter habhaft zu werden, scheiterte nahh In Folge der übermäßigen Inanspruchnahme durch Feste,
hen dfter bewährlem Rezepte an der Schnelligkeit der französischen Bergnügungen, Revuen u. s. w., die ihm in London deboien
ãke · vorden, ist der Schah von Perfien jüngst dei einem Dincr von
Lord Gladstone — eingeschlafen.
7 VDer ‚Nat. Zig.“ wird aus London geschrieben: Die
Tholera scheint diesmal Mitteleuropa von den derschiedensten Seiten
jer überfallen zu wollen. Gleichzeitig hoͤren wir durch den Tele-
graphen von ihrem Auftreten an der Weichsel und am Veississippi,
n Rustfhuck, in Treviso und in der Nähe von Washington. Die
ẽrfahrung früherer Jahre bdat gelehrt, daß die so verheerende
Zeuche sich in den wunderbarsten geographischen Sprüngen gefällt,
aß der von ihr einzuschlagende Weg sich kaum je mit Gewißheit
doraussagen läßt. Aber andererseits hat vielsache Erfahrung uns
den Trost gebracht, daß sie sich durch zweckmäßige Vorrichlungen
eindämmen und mildern lasse. Demgemaß mahnn heute schon
mmerikanische und englische Blatter, doppelte Vorsicht bei der Rein
jaltung der Aborte und Abzugskanale waten zu lassen, um bei
Zeiten die Einkehr der Seuche zu verhindern oder ihr, wo sie sich
eigen sollte, die Keime weiterer Verbrettung nach Kraften zu
ntziehen. Wir erwähnen hier diefe Mahnung, damit sie auch ir
Dentschland bei Zeiten beherziget werde.
vVDemens vderantwo rilicher T—

In einem Berliner Restaurant erschoß sich ein
taf von Westarp, nachdem er vorher tüchtig soupiri hatte. In
iner Tasche fanden sich Briefe, aus welchen hervorging, daß er
w Opfer gewissenloser Geldwucherer war, die ihn um sein ganzes
amdgen beirogen hatten. Seit vier Wochen hat er die Nachte
Thiergarten zugebracht; die Unmoͤglichkeit, ein solches Leben
eüer zu führen, drachte ihn zu dem Eulschluß, sich zu ködlen.

Qarlüruhee, 30. Juni. Bei der heutigen Gewinnziehung
g dadischen 35 si. Loose fielen je 1000 fl. auf Ne. 80,810
MOs, 50,832, 171,033, 230168, 61,369, 53,982, 223, 104.
ios. i70. 046.

I Braunsbweig, 80. Juni. Bei der heutigen Num⸗
tziehung zu dem Prämien⸗Anlehen von 10,000,000 Thlrn. fiel
Suie 2680 Nr. 27 ein Gewinn von 2000, auf S. 8188
t 36 ein Bewinn don 5000, auf S. 53243 Nr. 48 ein Ge⸗
don 600 und auf S. 7914 Pr. 6 ein Gewinn von
000 Thalern.

uIn Odeluhausen fand unter großer Theilnahme am

. Mts. ein Weitlaufen stait. Dreizehn Schneider betheiligten
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        Bekanntmachungen.
Freiwillige gerichtliche
Versteigerung.
Samstag den 26. Juli 1873, Rachmit
ags 3 Uhr, zu St. Ingbert auf des No-
ars Amtsflube, werden die nachbezeichneten
diegenschafisantheite der absoluten Norh
wendigkeit halber und wegen augenschein ⸗
lichen Nutzens auf Grund eines homologir⸗
sen Familienrathsbeschlusses bffeutlich ver⸗
deigert, namlich: 3 IJ
.Von Plun Ni. 4063 110 Dec. Pflanz⸗
garten beim Hause der Versteigerer und pon
plan Nr. 402 u. 40210 160 Dec.
Wiese hinter und neben diesem Ha. se, zwei
Driitheile, zu 2 Bauplatzen vermessen, zu
St. Ingbert. .“
Eigemhtmer dieser Liegenschaften und
Bersieigerer sind: J. Jacob Müller, der
—XV— nun
herleblen Ehefrau Elisabeiha Echmelzer
erzeugten noch minderjährigen Kinder: Jo⸗
hann und Joseph Müller, welche ihren ge⸗
hdannten Vater zum Vormunde und den
Johann Schmelzer, Schreinermeister und
Wirth zum Nebenvormunde haben; III. der
zroßjährige Sohn Wilhelm Müller, Schuster
AAe in St. Ingbert wohnhaft.
Der Versteigerungsbeamte
Hornu, tal. Notar.
Freiwillige gerichtliche
Versteigerung.
Sainstag den 26. Juli 1878, Nachmit-
ags 4 Uhr, zuu StIngbert dei Philpp
xEmrich junior werden die eeneen
um Naqlasse der dahier verlebien Cheleute
—o
hdrigen Liegenschaften St. Ingberter Ban⸗
es absoluter Noilhoendigleit halber in Folge
ines homologirten Familienrathsbeschlusses
ffentlich zu Eigenthum versteigert, nämlich
I) Plan Nr. 1448. 107/0 Dec. Flaͤche,
vorauf din zweistöckiges Wohnhaus mit
hof, Garten und Zugeboöͤr zu St. Ingbert
in der Kohlenstratze oder im Josephsthal
seben Joh. Jos. Peters und Philipp Em⸗
rich jr, Ehefrau.

2) Plan Nr. 2970. 302/ Dec. Acer
7 der Lehmlaut neben Wi Mun⸗
ingeet.—1
cigenthumer und Versleigerer sins? Die
hzier noch minderjährigen Kinder der berieb⸗
sen Eheleute Fetzer: 1) Ludwig, 2) Amalie
Barbara. 8) Catl und 4) Anwl:a Fehzer,
weiche ven Valentin Schwnan, Schneider,
in St. Ingbett woöhnhaft, zum Vormunde
und den Philipp —3— Echuster, in Bie⸗
ingen wobnhafi, um NRebenvormundr haben.
Tor committirte bul. Rotar:
Born.
Gropesßs
Ichuß · &amp; Stifellager.
Durch große Eintäufe und bedeutenden
Borrath selbstgefertigter Waaren bin ich im
Stonde, folgende Artileb, zut vnd elegant
Jearbeitet, zu sehr dilligen Preisen zu ver⸗
aufen, als:.
Ekiefel sten Stiefel, Ardeitsschnhe. Zeng⸗
niefel für Herrn umd Damen. mit und
»hne Absaß, Gummu uͤgen, stuspfen und
zeschnürt ꝛ c. —
Kitt · ¶ Bod · und Lederstiefel. Fraueuschuh
and Pantoffet in Leder, Plüsch, Stramin
ind Zeng init und ohneAbsätz, Madchen⸗
and Kaabenstiefel in Zeug, Kitte, Vock⸗ vnd
dalbleder, mit Knöpf, Gummizüg und ge
chnürt xc. — *
Herrentaschen in Plüsch, Stramin und
deder. **
G. Linn, Schuhmacher.
4 gute Feuerschmiede.
so auch —
2 Schlossergesellen
inden bei gutem Lohn dauernde Beschäfti—
nmng bei
Gebr. OIemens in Marnheiun —
bei Kuchheimbolanden.
Großes
Taveten⸗- und MWauleaux⸗Lager
bei J. B. Cielina,
. ris-⸗a⸗vis dem Pfälzerhp
in Zweibrielken-
ν

Der Badearzt in Ischl
Hr. Dr. Hirschfeld
empfiehlt sowohl die Maiz⸗Bäaderseifen
als die Malz⸗ Toiletlienfeifen deß Hof
lieferanten Joharn Hoff zu Berlit
seinen Kunden zuin Gebraüche während
des Badens und bei der Toilekte be
hufs Kräftigüng, der Muskeln ünd
Verschönerung der Haut. Nicht min
der einpfehlenzwerth hält er die Mal,
Pomade zur Cultivirung des Haupi
haaves, da letere nicht dlos das Hae
weich. und schoͤn macht, jondern *
was sehr wichtig — den Nopf rei
erhält.
heatauföselle dir Fritz Panzer
bieter in St. Ingbert. J

Frucht⸗ Brod⸗ Fleisch ꝛe. Pres

der Etadi Jweibeü⸗Een v. 8. du
Weizen 8efl. 86 r.. Korn 5 J. 400
Berste Areihige. — I. — kir. BGersie die
reihige — il. — ir, Spelz. .I. 7
Speliern sl. — tr. dDinlel —
— r. Michfrucht — il. — kr. *
5 fl. 468tr. Kartoffeln Ufl. 56 kr.
dfl. 24 kr. Stroh. 1fl. 18 Ir.
Zentner. Weißbrod 1iz. Kilogr. 28
Kornbrod 3 Kilogr. 28 kr. ditio 2 Kilo—
201r. ditio 1Kilogr. 10 kr. Gemischtbrod
sil 38 kr. J Paar Wed 100 GEramm2
Nindfleish i. Oual. Lo tr. 2 Qual. 18
stalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butier?
kr. per Pfund.

Hierxr e⁊ Allgemeine
Anzreiger fur das Konigreie
Bayern Xr. 86.

—

*
J

oler.
Em Maiu.

324
Q
4

—

Id veranstalte auch dieses Jahr einen
ich zu folgenden herabgesetzten Preisen:.

300 Stuck e/. breites schweres Leinen, fur Hemden und Bettin⸗⸗r, O Stück e/ breites achtfarbiges Bettzeug, meistens turtis hrothv
vie ẽlie ir. cCüe iß . ——
22/5 Ellen breite grobe Leinen, für einschläfrige Bettillcher, das 300 Dutzend weiße rein leinene Damentascheutücher, das Dußen

vollständig· Betttuch ohne Naht, A. 148. l. 2. 30. * *

3 Ellen breite grobe Leinen, fur wweijchlafrige Betttücher, das voll⸗ Große rothe Cachemires Tischdecken das Etud fl. j. —X
fiandige Betituch ohne Naht, fl. 2. 24. * I fl. 2. * J
200 Stud —Ixè orgin schlesijches und böhmisches Leinen, die Elle Große remn Jachpenires Comodedecken, das Stud siil. l. m

5, is r. . 1. 24.
200 Stud schwere Pir e Bettdecken, für zweischläfrige Betten, das — beclen zeis ramagirten Vorhangoͤmull mit Vogen, die cl
— Stuck fl. 5. 320. 5. 6kr.
200 Stuc schwere weiß Dzene Vertdecken⸗ für zweischläfrige Betten, 300 Siuck schweren schwarzen Moorecrns für Unterrdde, die Eue N
das Stüch fi. 4. 183. io/ li und vbne en die g
ge een u. eeee ae ng soht fi. 3. /⸗ — Waterbroof/ mit imd ohne Franʒ idie
Paar schwere weiße 9 setoriadecken mit Franzen firr L2schläfrige —X Araü
33 * re * ezrade nne zuucg — reiten 15 cuun —53 für Hosen und ganze Anzüge,
1 utzend weiß feine Tischtücher, 2/2 Ellen lan en breit, J 2 27
be das ere ic isch lich 4J Glatten, rothen wollenen Unterrockstoff, die Elle 16 kr.
100 Dutzend Handtücher, die Elle von 6 kr. au. g Feinen weißen *4 breiten Mull fur Kleider, die Elle —A
1000 Stuc wollene Kleiderstoffe, fur Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter, Cattune, Jaconets, Piaqus, Zwillich, Barcheud und Etton
sackleinen zum Fabrilpreise. 7
Musterabschnitte sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post.
Auch die kleinsten Auftraͤge werden wie bisher bestens beforgt.
Verkauft nicht nach WMeter, sondern nach alter Elle.

Jers, und, um vollständig zu väumen, verleh

qi

hr
Ufn

Pedaltion, Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
        <pb n="411" />
        2u. Ingherler Sanzetger.

——— — J

her St. An r Tußeles r lund das mit den Hauptblatte verbandene Unterhaliungüblatt, mit der Dienttagt⸗ VDonnertiags.und Sonniag“

rner xlcheint ——Re al: Dienstag, Denr-—2tagh Semtag und Sountag —————— — —XXE
AI Silberat. Unieigen werden mit 4 Ærix u dreniaα* Ale Blattsarisfs oder deren KRaum berechnet.

R 10s. I16873
—
Deutsches Neich.
Nanqcen, ZB. Juli. Der Redakteur des ie
Dr. Sigl, hatte am 8. März 1. Is. in Ne. 10* des von ihm
serausgegebenen humoristisch⸗satyrischen Wochenblattes, Die Bremse“
nter der Ueberschrift: Ein Preußem Rame olgenbed Atrostichon
auͤge heiltt —27 2

des Laudes, in Ungarn sowohl wie in Cisleithanien, die günßigste
lufnahme gefunden, und die deuisch dfterreichischen Blatter schlagen
noglichst Capital aus ihr, indem sie die parlamentacischen Führer
diesseit der Leitha mit solch muthigem Vorgehen zu beschamen
uchen. Die „Tages-Presse “ meini, mit eiuenr Seitenhieb auf die
deistungen des Deutschen Relchstages in dieser Frage, diese einzige
Kede: Deal's sei hundert Mal mehr werth,als alle die gelehrten
und hochtrabeuden Expeltoraüonen, miti welchen zahllose Redner
in dem genannten Reichstoge daßs Verhältniß zwischen Staat und
Kirqhe diskutirt hätten. 3388

Die Kaiserin Augusta hat sur die Armen Wiens eine Gabe
dvon 3000 Mait in Geld hinterlassen.

Frankre?
ParS 2. Juli. .Der Marse Kan und der
driegsminifter, General Vu Barreil, wer nach der Rau⸗
nung sofort nach Belfort hegeben. Es hei bder Wiederauf⸗
pau der dortigen Festungswerke sofott in Angriff genommen wen
den soll. (N. 3.)

Bustel,
Juden⸗7
Sauhirten,
Miliarr. . u
Annexion ι—hd
Reichsschweifwebelel
—XX
it dem bezeichnenden Zusatze ,Jeder Buchstabe hat sich ordeni⸗
q ausgewachsen.. Auf, hiergegen; pom .Kanzlet des Dzutschen
seiches, Fürsten Bismarck, gesteñten Strafanirag wurde? gegen
zigl Untersuchung eingeleitet und derselbe“ zur Aburtheilung vor
as oberbayerische Schwurgericht verwiesent⸗ In dere heutigen Ver⸗
andlung hielt der Staatsanwalt Frhr. v. Leonhard die Klage
uf Ehrentränkung nach allen Richtungen aufrecht, indem er be⸗
unte, daß der Name des Fürsten Bismardk zu gewissen Handlungen
ind Worien in verletzende Beziehung gebracht kei, uimd somit der
hatbestand einer Beleidigung unbeftreitbar votliege; der Ange⸗
agte, der seit 5 bis 6 Jahren schon 34 Mal wegen Beleidigung
n Unterfuchung gezogen wurde, habe den Namen des denischen
teichskauzlets benutzt, und aus den Buchstaben desseiben einen
ꝛranz don Worten geflochten, welche tiefbeleidigender Natur seien.
)er Angeklagte stellte die Rechtswidrigleit‘ und insuridse Ratur
irkriminirien Aeußerung in Abrede; er habe im fraglichen
stroftichon lediglich die dermaligen Zustände und Berhältnisse in
Zreußen kennzeichnen wollen, wozu ihm die Namensbuchfiaben
zismarcis den zufälligen Rahmen gegeben hätten. Fürft Bismartdhk
ente von der Presse viel zu geringschätzeg, als daß er in dem
rdeutungslosen Ausspruche einer latnilinarischen Eristenz“ eine
hrenbeleidigung finden koͤnne. Seit 1848 sei in Bayern noch
ht ein Fall vorgelommen, daß ein Witzblait vor Gericht gestellt
der gar verurtheilt worden wäre. Er hoffe daher, daß die Ge⸗
hworenen ein freisprechendes Verdikt / abgeben werden. Nach
eertelstündiger Berathung wurde von den Geschworenen die Schuld⸗
age bejaht. Der Staateanwalt beantragte 4 Monat Gefängniß,
tx Angellagte erbat sich mit Kücksicht auf die „harmlose“ Form
ar Beleidigung das Strafminimum. Der Gerichtshof derurtheilte
in wegen Belridigung des Fürsten Bismarck in Bezuig auf sein
mt als Kanzler des Deutschen Reichs zu einem Monat Gefängniß,
r Tragung der Kosten, sowie zur Bekaänntmachung dieses Uriheils
der nächssen Nammer der „Bremse“.
Straßburg. 4. Juli. Heute ist abermals ein Erirazug
nt einem Theile der französischen? Kriegsentschadigung hler einge
ioffen. Die angelangte Sendung besteht in ca. 37 90 Millionen
mVTratlen, ca. 22 Miflionen in Gold, ca. 104 Millionen in
äilhet und eiwa Millionen in deutschen Banknoten.
Em8, 4. Julie Der deutsche Kaiser ist in bestem Wohlbe—
iden zur Kur eingetroffen und durch den Kaiser von Rußland
m Bahnhofe begrüßt worden. Der Kaiser Alexander verweill
vh bis zum 9. d. M.
.Berhin. Allmälig macht der Streit zwischen Staat und — — — — —
irche die Runde durch fämmitliche Parlamente der europaischen Zur gefl. Beachtung!
santen; ist doch n uerdings, die Siellunz der Kirche zur Staatsgewalt Wir hatten mehrfache Gelegenheit, uns persönlich von den
im ungorischen Reichstage zur Sprache gekommen, bei welcher egensreichen Wirkungen des b rühmten Buches: Dr. Airy's Natur—
degenheit Deak sehr gesunde Anfichten über dieses Verhältniß jeilmethode“ zu überzeugen. Personen, welche wir als dem Tode
wicelie und sich für das amerikanische System aussprach, nach perfallen glaubten, sahen wir durch Befolgung der in dem botzüg
dem der Staot von den religiösen Anschauungen und Cinrich Buch gegebenen Vorschriften schnell genesen. Wenn irgen aͤn
aum nur insofern Notiz nimmi, als sie mit den bestehenden Ge⸗ Werlk derdient, den Kranken als letzter Hoffnungsanler empfohlen
xn in Verührung kommen, d. h. Deat plaidirt für die Trennung u werden, so ist es gewiß dieses Werlchen, welches gegen Emein
Stanis von der Kirche. —Die glanzende Rede des alten ungan dung von 7 zreimarken à 3 kr. von der Rheinishen Vertces
uin Parteisührers hat denn aud bei allen überalen Parteten Anftalt in Luxemburg“ frco. versandt wird. KRö6*

Ddes Pra⸗
1 veran⸗

*werwisbte .

Zudbrigsbhafen, 1. Juli. Es wird nunmeht, nachdem
die Weitersührung der Eisenbahn von Germersheim nach Lauter-
vurg feststeht, eine direkte Verbindung zwischen Ludwigshafen und
Speyer durch Anlage einer neuen Baͤhn über Mundenheim, Rhein⸗
zonheim. Neuhofen, Waldsee und Oiterstadt in Anregung gebracht.
Der vVoͤrsenwächter, diese in Berlin täglich erscheinende
Boͤrsenzeitung für Privat-Capitalisien, hat auch für dieses Quartal
zine Erweilerung erfahren, indem derselbe fämmtliche Ziehungs⸗
üsten aller Prämienloose ⁊c. sofort nach ftatigehaoͤter Ziehung
»rinel. Ebenso ist auch der Courdzeltel noch bedeutend erweiteri
ind Überhaupt die ganze Einrichtungein dieser· Zeitung eine so
‚raktische und leicht übersichtliche, die Sprache eine so offene und
verständliche. daß Derjcige, iwelcher nur irgend welchet Interesse
an Boͤrsen ˖ Unternehmungen hat, keine geeignetere Zeitung finden
tann, die ihm über Alles genaueste und zuverlaͤssigsie Austunft zu
geben im Stande ist, als den Boͤrsenwächter. Derselbe ist durch
ede Postanftalt sowohl, wie durch die Expedition ia Berlin

Schloßplatz 6) direlt zu berieben.

Dienstessnachrichten.

Die Pfarrei Hoͤrdt, Bez. Germersheim, wurde dem Priester Joseph
Kedert, Pfarrer in Oberotterdach verliehen. Der Forftgehilfe Ernst Moͤrschel
u Stiftswald wurde zum Forstamts · Assistenien und Funltionär am For ft⸗
ureau der k. Regierung der Pfalz ernannt. Auf die erledigte Einnehmerrei
dirrweiler wurde der Steuer⸗ und Gemein deeinnehmer Anton Acker von
herxheim, seinem Ansuchen entsprechend, versei, und vie hiernach erledigte
rinnehmerei Herxheim (B.A. Landau) der Steuer und Gemeinde einnehmer
dudwig Schars von Gauersheim, gleichfalls seinem Aasuchen entsprechend
ꝛersetzt und die hierdurch erledigte Einnehmerei Gauerßheim vdem geprüften
kinnehmereilandidaten Georg Vetter von Weisenheim Abertragen, frner auf
die erledigte Einnehmerei Goöllheim der Steuer⸗ und Gemeindeeinnehmer C.
Thristmann von Mimbach, feinem Ansuchen entsprechend. verseßzt, und die
rledigte Einnehmerei Mimbach, Bezirlsamt Zweibruüden dem geprüften Steu⸗er⸗
1. Gemeindeeinnehmereilandidaten Ludwig Tarl Franz Hartmann von Morn
eim verliehen.
        <pb n="412" />
        — —
Setauntmachungen
*25 28* — ð 3
Hausverkauf.
Fin zu Blieskasteß in der Hauptstraße,
in der besten Geschäftslage sich befindliches
ntassiv gebautes zweistockiges Wohnhaus mit
Keller, Dtalluug· eund sonstigen Zubtthbrden
af unter sehtvoriheilhaften Bedingungen
in Eigeushum zu verlausen,
Das Haus, in weichem jeit Jahren ein
brillamtes Waarengeschäft betrieben worden,
ignet sich seiner Grdße und gunstigen Lage
wegen zur Anlage eines seden groͤßeren
Etablissemente. 7 ——4
Dar Rahere auf dem Geschastsund
Confuiieiosbirenn · L. Bechthold in
St. Ingbert. Pag
— — —
—* 44444 Xotp *⸗ 34
aute euer chmiede
so guch —,
Shlssergeselen
finden bei qutem Loin dauernde ·Beschafn⸗
ung bei —9* R 2
— — — — — in Maͤruheim
bei Kirchheimbolanden,
Buͤrgetvereins⸗Krãnzchen.
Ann. Reitttpoch Adend. Zu sammmenhunkt
eWMbilivv Kaifer.
onntag den —e——
8) 12
r 213 331 II
.U8
—— im Garten von.
Lichtenberger, Mayer K Comp.
B. OIIig.
Alle Kranken
e Kranken
22
ind Leidenden
finden in det 14. Aufl. des Buches Na⸗
urheilmethode für alle vere
alteten Kranktheiten des mensche!
lichen Körpers Huülfe, Linderunng uud
dtath/ und wird an jeden Hutfefuchenden
unentgeldlich nud frei versandt.
S. Sievers &amp; GCo.
— in Braunschweig.
NB. Tausende verdunken di sem Buche ihre
Wesundheit.
20
Der Regenerator
Coder Lenensweker)
seil Jahren das bewahrteste, heste
Mittel gegen allgemeine und jpecielsle
Schwächezustände, Magengedärm und
deberlrankheiten, Hämorrhoiden, Eng-
brüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten ic.
sowie alle Krankheiten, die von det⸗
doibenem Blute und schlechten Säften
berrühren. Der „Lebensweder“ be⸗
fördert die Verdauung, reizt den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafiren Körper, er ist beson⸗
derz im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per ölg de zu1 fl. 10 kr.
20 Sgr. bei. P. Jepp in S
Ingbert.

3
Feuerwehr
Montag7. Ir

Abends 6 Uhr,

agjli iugsbetteisuu

dem frequentesten Platze in hiest
—adt ap Markt ist der unterste Stod ein
Dausez, worig bisher ein dehe eeniahh
Heschäft betxieben wurde, wmit wehrtn
zimmer im aweiten Stock zu dermiethe
Die Lokolntäten sind zu sedem —R
——
Wed, do.

An—-
Dad Commando·
Sonntag, 6. Juli, Naqmitings 3Uqyr
—E— ———— FE 84*
Harmopie, Musik

Feuerwehr⸗Montag
Peter Schwe
Aam Bahnhoh

4

hei

—2

XEXXCXE

— ——
—8* — ** VIUI ich B
— — Anentbehrlich o —A—
D—— .. ur — .8. y
* —F Privat⸗Capitalisten —D —— 9—
Ehhin der zgich Cohort. nach der Borse) BFln- eischhende
en wach ter
wegen seiars elammten Ieee GCiraeeee seines ausnehmenn
—
3 * 2 volstan —A — und gleichzeitig zu⸗
hatber bcel der dlle für die Altionäre —F ———————
perla sigt Andeutungen über Werth und * — E
—46* ferner vwegen —7 yte tischen — is — *8P
der auf zuveriafigůt ESckrndia ne m ut. nach Wathher Nehetzeugung
e erüschen Winke
— ————
————— — —— u 73—
3 2* 8 A——————
Ziehungs Lissen
et Prämienloose, Pfandbriefe ic. 44
— F— iuas F —X
Sowen die Crpeduuen — ra e 8
anftannen ¶nehren udt iait nnnd Meonata -n Pie ußen excl. der Stempelsseuer
Quarttal Bi Thlx. Pio Monat 2 Est. IAin. eee — 75*
“— 3 nmMProbeVummerij aratis un fra *

* 4 — **
Civilstand
9 X
det Stadt SEt. Ingbert pro Monat
Geboren wurden:
am Monat guni, 5 F
Franz S v. Johann Roih. 1I
2. Johaun Georg Motitz S.v. Moritz Tra moler.
13 Jakob S. v. Jakob Raunschwender. u
Maria· Tov. Margaretha Jung, ledig.
Anna Catharina T. v. Karl Siegwardt
Farolina Helena T. v. Jakob Philipp Kahser.
Maria T. v. Christian Kech .—
Margareiha T. v. Joseph Wagrer.
Johann S. v. Johann Weiser. pr
Tarl S. v. Johann Weiser. 5.
Rilolaus S. v. Nikolans Gries. it.
Joseph S. v. Philipp Klein.
Farl S. p. Joseph Steinaker. 7
Fohanna T. v. Johann Fia.
Johann S. v. Georg Steinfeltz. 77
Tatharina T. v. Peter Traub.
Maria T. v. Peter Linn. 36
. ẽmil Ferdinand S. v. Emil Grewenig.
Franz S. v. Johann Buser.
NHlagdalena T. v. Johann Schiebet.
. Maria T. v. Philipp Appel.. 3
2. Maria T. v. Valentin Schwerdt.
3. Peter S, v. Franz Joseph Haas.
5. Jakob S. v. Johann Heib.
25. Tatharina T. v. Johann Fläichen.
Gestorben findz 113
Im Monat Juni: 3554
1. Margaretha Gressung, 45 IJ.all Wittw⸗ vpon
Peler Weber. .
2. Joseph Muller 89 J. ali, Witwet von Eli⸗
sabetha Vühlet. *
z. Jalob Schmitt, 55 J. ali, Ehem. von Elijab.
Reiffchneidet.
J. Daniel, 24 J. all, ledig, S. v. Valentin
Kauimann. *

nu. Jostee dree J. alt, Schlosset, Fie
v.. Maria Klemmer.
13. Cathaͤrina, 8s . alt, ledig, T. v. Gen
Soseph Harth. 87
15. Catharina vallmann,. 42 3. alt, Ehen
3oh. Michael Nehb. —
15. Maria, 2 M. alt, T. v. Peter Wagner.
17. Maria Each. Grewenig, 424 3. alt, Wwr
JIohann Kohler.
18. Narbee Obecaccher, 41 3. alt, Ehest.r
Jakob Sonn-
19. Elisabe ha Hari 30 J. all, Eheft. v.
Stegner
22. Apollonia Jung, 8 J⸗ alt Wwo⸗v.
Neiter. 1. 3
ꝑõ. Rikolauun, 3 M. alt, S. v. Valt
schang.„5 9
24. Maria, 1 M. alt, T. v. Peter Buhn
26. Taroling, 8 J. all, X. v. Johann Frit
Gehriggg 3
26. Catharinae8 M alt, T. v. Joseph Ed
27, Jatob 8 M. alt, T. v. Jalob Glaufelo.
Verehelicht haben sich:
Jonat Jaui:
„alob Vaus mit Magdalena Spe nglu ·
Joseph Quirin mit Anna Bastiau.
Xhaßlan Radolph Uelten mit Ehisc
Klein.
Johann Frang Hartmann mit Maria⸗
dalena Fiad. *
d, Balcatee gens mit Varbara Grienn
Frang Carl Muͤnch mit Charlotta Widh
CThristian Koch mit Anna Poller.
J. Johann Schmitt mit Miargareiha Wer
Zeler Gecie min Frangigta Woif.
*. Carh NAung mit Maria Stalter.
Tari Schant mit Wilhelmina Derden
alemens Julius Harlmann mit Anna
Catharina Dercum.
A. Jugbett, den d&amp; Juli 1278.
en dDer Cbilstandsben
Ehondon ˖
— ——
Pwogttion. Druk* und Verleg den F. X. Dem z in St! Ingbertrt.
        <pb n="413" />
        —
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85* 25523* F
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4 —J 553828* 55538 7
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72 — 338 3257 **
F 2233338 — 1
3 I5
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— 285 ——
33232228* 28 — *
—— 3253253 5382
5222 27
* —* 2383 297
28 822 522 *538
45
ꝛ —3— *
— J—
32226 5 J; E
333
—— — 53338
125 335532 e
53552832

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35555333—35555383*
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25537z8338, 2333
5323 283 —4335235235
* 32348 —3212., 55 585
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13375 78—33 — —3
5232 83 7244 22 —— 5** *r
z2—8 233 3. 27353—323—22—4
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53253383 „553585. Bas3225
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22535 35783228 — 2 3 52 57* 5. 3238
3 28. * 52 583 22238 * *. *53
3 222 — — 2525233 — Z — 82. S. Z. * F
83812 25355 29025 25* 225322.*2 5*8 2283223
325545835 22333383233332 —— 533 —
—— —— — 25323372 — — 13532522833537 — *»5553338
O 3* 22 8 5352 *. * 2223 33 222223* 8 23.
52323 A —A 253332 2225222. —— 5 288
52 25.3 2372227 OST 252 —1255833233 52535868 2*
333228 —2338 5223232 2525533332 2 3 3 ——
— ⁊ —— * 23 —— 8 ihu —*
— — — — 23 3 2 25905 333 33325—
22 * 275 252 * 222 833232233 23 55323
— — 25855535337 37323358 *285. 33 23538523 23 325. 535
3z35423 222 5 — ————
SF — — * 2 3 53533823 —— — —— 2 — * 8 *7
J — 52527 2.53 —228* 523 35,523 252 252333 —— 552
5 5253233538533 232 5575 —287327 ĩ 88 22523— 822
—33838333 553338335 32.3.— —A— 22332. 524
23325 —5258375 5 6583233 — 258 —2 *32352
2 * *25. 228233 535 2532 26 2852
—— — ——— —J 332 122 *85 23 33538333388
—A — —m752 225 5 222 2 ——— 33 — 552388
—* AA ———— 5. * 3* 525z55322 * 3 — * 2232223 5 —S
a 2 — 2852 —87 * —A —7 c * p — — — z223
23532 225 5 3 — 21523 2 —A ——— 5225 3 — 5
22333337 * 222 7 872253 2 2z8 23 — — *
2237 z3335525 —
ẽ — * *
1223 233 „223. 525. * 33 3338 A5 74485
JJ —
233* 3 —8 535225 7 — — E
533 225238 nñ ẽ3*2 . * — 2
» 22 22 2275323858 522
832 — e
7* n 5 2.* 55* g⸗ ⸗ 2
6 35337 857 4433 8338 2283335
338333— 225 —s—— ——— 2
55333 33
Rx22 —3— 288 —*2322* *xA 28 9612 22
—— 33333583323 —A—— S. 5 * 225*
—2 2 255333 2232.3 7 8 23 — 2—z 5— ES—
—5 I3 * ar — — 2353 —5 25 — 8
25 2— 28323 7* — 323 S.“ *2* 2.
7
23 * 5 7233—— 3223 —A—— 33
732.* 35 325 . *22382 E.83 5222258 528 20*
15832 3332538 8533583 —— 35 ———
53827 234 33222 —— 324 23 *3z3z35383
272* 5521 —V 1*22 — 82 65 S* —* 52 52375
37333335338 23585 —— 232
582 2522 254 322 — 23 222233 2253 5* 288 232
„235 33232 — * — *235805 — 57 52868
*222332 322222 532 — 32323 —A 29373358
——— 5255584 s E222. 3 5888 2258*27
35 353
9 7 27 5222 — —3 * * . 5
*2522 28 3
2 7 —A — * — — 2* 2 N
223525 233533358*
— —3 — 58 3. 3 *2 —8 2 —— * 8 282
—* 225 7723 — 33*08 * 853
3583 —— 155 2358 2.* 2228 52
*8 3 —
— — *X — * 27 — A RNRAã 7
25 l — — — 5 2 * 2232228 — — 9
4532* *58s533533 72 ö *
532332 785352532 NA
135232323

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2553 3325 25*5
1132z3375 *22
2 2282 353
735337582353
— * 2 5* 232
—23 — 23225 —
225348333325
*32328353223 7, —*8
— 2222 52332328834 2272* *
— 3238 25223— *
3358873355323555* 2 2227
* 2 —— 27
222522333 2.5 23438—
35 —2353252225
2237 252.* 225—27227
57282 — 3. * 227 2*
— —3 2. 3 28. * 226 8
*. —⸗ —2 287 12* b * — —
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2320 222 32. ——
2 —— 725355 *27
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α
d S Snaheer Uze aex kund das malt dein Haubtblauts verby-dene Unterhaltungkblatt, init der Dlentlagt⸗, Donnertiage⸗und Somiag
xElcheint wöchentlich vi e rn al: Dien 21t444 Deer— t⸗ c 3tag und Sonntas. Abonnementepreis viertellahrig 42 srzr. oder
“ p 12 Silberar Aureigen werden mit 4 Krzr. de⸗ dreisboine⸗ Keile Blattichrift oder deren Raum berechnet. ——
— 27 —— — — —— — —
—A ———
—— — —

21

Deutsches Reich.

Manqchen, Z3. Juli. Det Redalteut ded . Vaterlande,
dr. Sigl, hatte am 8. Marzel. Is.“in Nreroedes von ihm
serausgegebener reeee Wochenblattes Die Bremse“
—A
sitgeh ilt. —

vandes, in Angarn sowohl wie in Cisleithanien die günstigste
Aufnahme gefunden, und die deutsch-österreichischen Blaͤtter shlagen
noͤglichst Capital auf ihr, indem sie die parlamentatischen· Führer
diesseit der Leitha met solch muthigem Vorgehen zu“ beschaͤmen
uchen. Die „Tage? Presse“ meint, mit einem Seitenhiet auft die
Leistungen des Deuts“ en Reichstages in dieser Frage, diese einzige
Rede Deal's sei hun'»rt Mal mehr werth, als alle die gelehrten
und hochtrabenden E eltoratiynenn mit ewelchen zahllose Redner
inden genannten R vstoge das Ver haliniß wischen Staããt und
diage distatit hatter· 65 277

Die Kaiferin A auẽ e — eing Gabe
hon 3000 Maʒt in tojc — — ·14ĩ
— 5 —
Pι Jl. ex pe gaee Roc Pcͤd der
duiegeminifter, Genenne ee —**
nung sofort nach Berort egeben Gs ehe daß der Wiederauf⸗
dau der portigen Fel wetihe Moforteinn Anariff genommen wer-
den soll. (nN. 3.)

Buitel,“

dunee

Sauhirlen,

Mititat u ιια ι n

Annexiom liu
aut uitia i Reichsschweifwebelehnn un i oa

iuiba:ri firchenver folgung, al e
in dem bezeichnenden Zusate: . Jeder Buchsiabe hal Kich ordent⸗
ch ausgewachsen. Iy. Auf⸗hiergegen · vom. Kanzler, dez⸗ Deutschen
deiches, Fürsteh — gestedten Strafantrag“ wurde;gegen
zʒigl Untersuchung eingeleitet und derselbe zur Aburtheilung vor
aᷓ oberbayerische Schnntgericht Berwiesen Im ver heutigcer Ber⸗
andlung hielt der Staatzanwalt Rrhr. v Seonhatde die“ Klage
uf Ehrenirankung nach allen Richtungen aufrechte indem er be⸗
onte, daß der Name des Fürsten Bismardzu gewissen Handlungen
und Worten in verletzende AFuebuns gebracht sei, und somit der
Thatbeftand einer Beieidigunh unbestreitbar vorliege; *der Ange⸗
lagte. der sejt 3 bis 6 Jahren schon 84 Mal wegen Beleidigung
in B wurde⸗! habe den Namen des deuischen
seichstauzlert demutzi, Uunde aus den Buchsiaben desselben einen
draug von · Worten geflochten welche tiesbeleidigender Natur seien
der Angeklagte stellte die Rechtswidrigkeit und injuriöse“ Ratur
vt ietriminitien Aeußerung in Abrede; er habe im fraglichen
Atrostichon lediglich die dermaligen Zustaͤnde und Berhältnisse in
hreußen kennzeichnen woslen, wozu ihm die Ramensbuchsiaben
biamards den zufglligen Rahmen gegeben hätten. Fürst Bismarch
venle von der dun viel zu geringschätig, als. daß er in, dem
edeumngslosen Ausfpruchee einerkatilinatischen Eristen“ eine
threnbeleidigung finden koͤnne. Seit 1848 sei in Bayern Voch
icht ein Fall vorgekommen, daß ein Witzblatt vor Gericht geftellt
der gar verurtheift worden wäree Er hoffte daher, daß die Ge⸗
hworenen ein freisprechendes Verdikt abgeben, werden. Nach
iiertelstündi ger Berathung wurde von den Geschworenen die Schuld⸗
tagt bejabt. Der Staaltanwalt beanträgte 4 Monat Gefängniß,
ꝛer Angeklagte erbat sich mit Kücksicht auf die ,harmloje“ Fotm
)er Beleidigung das Strafminimum. Der Gerichtshof derurtheilte
hn ween Beleidigung detz Fürssen Bismarch in Bezug auf sein
smt als Kanzler des Deutschen Reichs zu einem Monat Gefängniß,
ur Tragung der Kostanz, sowie zur Bekanntmachung dieses Uriheüs
n der nachsten Nammet der, Bremses.

8 in ah dud In vnn abermals ein Extrazug
nit einem Thite on Kriegsentschädigung hier einge⸗
toffen. X angelur il Sentung besteht in ca. 3793 Millionen
a Trattenz ca. 22. Milfionen in GSold, cu. 1020 Millionen in
ʒilber und eiwan WMillionen in deutschen Banknoten?

Eimð, 42 gJuxie d¶ Der deutsche Kaifer ist in bessem Wohblbe—
inden zur Kur gingelroffen und durch den Kaiser von Rußland
in Bahnhofe begrüßt pporden. Der Kaiser Alexander.Verweill
och bis —— M. x5. —*

Berlint“ Amalig macht der Fre zwischen Siaat und
dütche die Runde dihrch fäͤmmttiche Parlamente der europatschen
Ztaaten; ist doch n aerdings, die Sigllung der Kirche zur Staatsgewalt
ud im ungorischen Reichstage zur Sprache gekommen, bel· welcher
helegenheit Degk ehr gesunde Anfichten uͤber dieses Verhaltniß
uwidelte und sich jijr das ametikanische Systemn aussprach,“ nach
belchen det Stgot von den, religiösen Anschaumgen und Eintich—
ungen aux iasofern Rotiz mimmt, als sie mir den beftehenden Ge—
den d veruhrung lommen, d. h. Deat piaiditt für die Trennung
t Staats bou det NQirche. Die glan,ende Rede des alten unqa
den Parteiführerzs hat denn auch bei allen liberalen Pazteich

TWafsbängto s8.— nntmachung des Pra⸗
identen Grant kuͤndiot amtlich Jahr 1876 Ju veran⸗
taltende allgemeine Ausstellung in Philadelphig—

5*

misbicht

zis AQudwoigsheen, 1. I Es! wird gunmehr, nachdem
»ie Weiterführungc Eisenbahn n Germexs hein nach Lauter-
zurg feststeht, einee direlte Verbindung zwischen Ludwigshafen und
Speyer durch Anlage einer neuen Babn über Mundenheim, Rhein⸗
zoͤnheim. Neuhofen, Waldses atad Diterstadi Auregunggebracht.

nwachter nwdiese in Berlin täglich erscheinende
Börsenzeitung für Privat-Capiialissen, hat auch für dieses Quartal
eine, Erweiterung aatr „ndem.derselbe sammtlich Fiehimgt⸗
isten aller Prämienlooss Msosori nach satigehabter Ziehun
zrinet. Ebenso ist duch der Coursetel quch deutend 2
ind überhaupt die ganze Eimrichtung, An⸗ diefe so
rattische und leicht übersichtliche, die Sprache- eine so offene und
erständliche,ndaß Ditjenige welchet, nur ixgend welchez Interess
in Bdrsen. Unternehmuͤngen hat, keine geeignelere Zeiuug fiuden
—V—— zů
zeben im Stande ist, ala ——— Derselbe ist durch
jede“ Postanstalt sowohl, wie durch die Erpedition in Perlin
Schloßplatz 6) direkt zu bezieben. α
—
Dle Pfarrei Hordi, Bez. Germerbheim, ivurde dem HZriefter Joseph
Redert, Pfarver in Oberotterbach verliehen. Der Forstgehilfe Ernft Morjchel
jun Stiftswald wurde zum g 6 And, Funltionäx am Fasi,
ureau der lRegietung deg Pfatz ernannt Nuf die riedigte Tinnennen
dirrweiler wurde det Steuer- amd Gemein derinnehmer. Anton Acker von
derrheim, seinem Ansuchen entsprechend, verfeht, und di⸗ hiernach eͤrledigh
innehmeret Herrheim (B.A. Landau) der Steuer und Gemkindeeinnehme
rudwig Schars von Gauersheim, gleichfüls, seinem Ausuchen ——
ersetzt und die hierdurch 3 Einnehmerei Gauersheim dem geprufte
kinnehmereikandidaten Geom Vetter von Weisenheim übertragen, f —
zaie krledigte Ginnehmerei Gollheim der Steuer⸗ und ·Gemeindeeinnehmet Ci
hriffmann von Mimbach, Afeinem Ansuchen entsprech end., verseßt, und di⸗
riedigte Einnehmerei Mimboch, Bezirksamt Zweibrücken dem geprüften; Steu⸗ K
Gentei ndeennehmereilandidaten Ludwig Carl Franz Hartann pon Morse
elm verliehen.. UV—
— ———————— — — — — —
——— Zur gefl. Beachtuug! ,

Wir hatten anehrf he Gelegenheit uns. perfönlich von deu
egenssteichen Wirkungen Nes brilhmten Buches : Dre Nity's Natut-
Jeilmethoder zu über vugen/!n Personen, welche wit als dem To
zerfallen glaubten, sahen wir durch Befolgung der in dem 3
—RX——— Wenn itgenoen
Werk verdient, den Kranken als legter· Hofinungsanker em bfohlen
u werden, so ift es gewiß dieses Werkchen, welches gegen Ernien
ung von7 Freimarken à 8 krt doni der deheintche Rersagzs
Anstalt ia, Lurgmburg“ fico. versandt wird WG
        <pb n="416" />
        Bekanntmachungen.
e —— — — *
Hausverkauf.“
Ein zu Blieskasteiin der Haupistraße,
in der besten Geschäftslage sich befindliches
massiv gebautes zweistöckiges Wohnhaus mit
HZaller⸗ Eballung und sonstigen Zichebdr den
Re Anter Fehrevortheilhafien Bediagungen
in Eigeuthum zu verkaufen. ννα
Das Haus, in welchem jeit Jahren ein
— Waarengeschaͤft betrieben worden,
aͤguel ch seiner Großze und gunstigen Lage
pegen zur Anlage eines biden groͤßeren
Ftohlissementẽ e⸗. u b]
Das Radere düf dem Geschafis ünh
tom cüntic zöhreanc ¶ L. Bechtholde in
ẽt. Inohet. — ———— 9
— *.
soß3* lan
J 2 ESchlosserges ellen —
siudenbet gutem Lohhn —XX
un bei 4⸗ — 3 171 —
—— — Mar i helm
hei Kirchheimbolandem 3
ranʒchen
wisamweukunft
æ ,ν-

Erctiwillide
—; ——
Feuerio hr
—
Ar⸗rds 6 Uhr,

Wohnungsvermiethung.

Auf dem frequentesten Platze E hiefer
Stadt am Markt ist der 355 — eineß
Se bishes ein setx tentabler
Beschäft becxieben wurde, mit wehreren
Zimmer im zweiten Stock zu vermiethen.
Die Lokoltäten sind zu jedem Geschaftibi⸗
wupeurnn — ——

—rung
Aäν Has Etgumaudo.
Zonntag z Jui aodnag dugr
Jaruonie Misik

Feuerwehr⸗Montag
XRx Schwaͤnʒ
Am. Babnhoj.

ei
—

*
*

— EAI
— ——

—*522

—* — 1803
35 Win 5115 44 44. —
——— —— Nuentbehrlich — — ——
5405 28 i 2 7345 * 3 —8 — —u n
ER ee νæ. 5 pllalisten nαναν 88
α 7 »Privat⸗Cap BVVI NId rscheinende
327 400 nznunt. sert nach der Botfe) in — 35*
ugeno n deegu wa chet e r
pane B DV r s en ie insbesondero seintz ausnehmend
unnumno or Aunten Inholtes sowohl, wie in *58
Veht Udihbehenn volftandigen — und —8
*5 i etthen 2* nthalt),
, VNX IG 7 are wissend nen Effekten t
Wattae Goethere aie sar eit —— * ———
—50 aAndeumnaen ——* ee Fruinscen J an —
— ———— ⸗æErtheitung
—— p Rur h. — hit 9 * — ————
Derwuf jzuvetlassigste e A. in —— 7
— Prakti 8 7 —5 jassdcheht Zichung
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nden in der 14. Aufl. des Buches Ma-⸗
rheilmethode fpür allbeviere,
a teten Krankheiten des mensch⸗
he Forperge Duitten Lindernug und
htath,! und wird an jeden Hülfefuchenden
mentgeldlich aud frei“verfand.
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Der Regenerator
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Mittel gegen allgrmeine und specielle
Schwäche zustande, Ragengedärm und
Teberkraniheiten, Hämorrhoiden, Eng⸗
brüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten xX.
sowie alle Krautheiten, die von ver⸗
dotbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der! „Lebenkwecker“ beor
fördert die Verdauung, reizt den Ap
petit und bringt neue Lebeuslusta in
den erschlafften Körper, er ist beson⸗
ders im kritischen Alter zu empfehlen,

Zu haben per Sla ve zu J1f. IM kr.
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Johann Georg Morltz S. v Moild Tralmpler.
P. Jatob Sv. Jalob Raunschwender, nyuνναν
Ptartia T. n. Margaretha Jung, ledig.
Anhna Catharimma T. v. Karl Siegwaxdi
aryling Helena T. v. Jatob Philipp Kayler.
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d. Tatharins T. v. Peser Traub.
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5. Peter S. v. Fraug, Joseph Haas.
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ummer er cheint wöo hentlich vier nal: Dien ztaag, Donnersbtag, Samsta a uad Sonntaq. Asonnementspreis vierteljahrig 42 Ktrir. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattichriit oder deren Naum berechnet.
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Deutsches Reich. uaber echt. pfälzischen Zuenmud on er Dunnerle.I!
Mänchein. Rach der „Abeudzeitung“ sollen die Gewerh- So arm bin ich mir in mmeinem Leben noch nicht borgetommen!
cülen shon mit Beginn des naͤchsten —8 Curse erhal ·ISpeie,t, 4. Juli. — zEbristl. Pilger“ zufolge hai
cn und zugleich die englische Sprache unter die für alle Schüler der verstorbene Domlopinnar Dr. Remling das Waisenhaus in
orgeschtiebenen Lehrgegenstande aufgenommen werden. Landstuht zu seinem Haupterben eingesetzt. Autzerdem hat æ feiner
München, 2. Juli. Ein sPpaßthafter Conflilt mit dem deimathskirche in Edenkoben 10000 s, dem annen Kinderhause
fetteichischen Na hbarstaat beschaftigt. die Zeitungen. In Possau Lr barmherzigen Sghweftern in Speier 000 s., ebensodem
hein oͤsterreichisches Kriegsschiff (Kanonenboot 7) vor Anker ge⸗ Dominila nerinnen · Kloster in Speier 1000 fl. vermaht.
angen, hat aber von dem baherischen Kriegsministerium den Befesi7,Am 20. und 217 Juli findet das rfalzische Sungerfest in
thalten, bis zu weiterer Entscheidung dort zu bleiben. Das Pas- — * der Bollendung entgegen gehende Halle soll
auer Tageblatt? schlägt dor, das Schiff zu confisciren und als 300 ersonen sasgen. 23 .
lnfang —* e Flotter zu —As 5* pr 77 In Sausenth em im Stalle des Aderers Koch 1. hat
Straßburg, 3. Juli⸗ Wie der „Niederrh. Kur.“* ver- eine Kuh dtei lebende Kalber, zwei Mutter⸗ und ein Ochsenkalb
immt, ist die erste Einberufung der elfaß⸗lothringischen Bezirks jut Welt gebraͤcht. Sammtliche Betheiligten befinden sich wohl.
ind Kreistage um die Mitte oder in der zweiten Hälfte des Mo-In Rotbselberg wurde ein Giätzriges Mädchen, das
uß August zu erwarten W⸗ A Erdbeeren fuchte, vom Sonnenstich getroffen und starh
Wien, 6. Juli. Betreffs des Ausfalls der bevorstehenden alsbald. J U
exnte sind wieder günstige Berichte eingegangen, namenilich — f. Dem kul. Eubrector J. 575 ank von Land air ist von
ie Qualität des Weijens und der Geste, der philosophischen Facultät mm Heidelberg die Docterwürde ver⸗
rankrexß — lihen wden in e ————
4, 7— 215 dem Gebiete der germanistischen Phi ie, sowie für die, na
Frankrez S. fürt y⸗ die großen deutschen Festzabfen⸗ flehende größere eae — — —— — Johann
reiche ebenfalls eig.Za Ebre Schah von Versien findet on Morßheim nach seinem Leben und Wirken von 1480 — 1316.
n I8. d. in solcher Hatt, bei zen fich 6260 . Mann · bethe . meitt nn Duelleh· Mu Eroersen · und Beri· Ier
igen werden. Ein Beitrag zur pinen ame ie—
Paris, 53. Juli. General Manteuffel ist gestern in Belfort In Zel!l sind die Blatlein jehk —R -eitoschen. Nach
agelommen. Die Reise hat auf die Räumung dieses Platzes dem Nordpf. Wochenbl. Awäre die Krandheiturdurch einen au⸗
besua. — Die bayerische Garnison von Montmoͤdh, beginnt mit dem Germersheimer Mililärspital, wo die Biattern hetrschen, ent
xt Raumung am 14. b. M. — Francais versichert, das Kriegs assenen Soldaten dahin verschleppt worden. Es wäre wohl am
gicht über Bazaine werde im Septembet in Cowpiogne unter dem Piatz, in Germersheim hierüber Erhebungen zu vflegen.
horsitze des Herzogs von Aumale zufammentresen. 7 Saarburg. Eine neue Art don ESchwindel besteht datin,
Paris, 6. Juli.“ Wie vertautet, verlangt der Finanzmi- noch Fraukreich auszum andern, sich dort für 2000 Fr. ais Solba
ifer außer der Reduction“des Kriegsbudgets um 20 Mihinen hu vertaufen, was noch dis 1. Jannar gestaltet ist, dann mit dent
ie Herabsezung des Budgets dez Inneten unn 12 Millionen, der Belde durchzubrennen und wieder nach Deulschland“ herüber zu
Watine um 15 Million, sowie der übrigen Ministerien um 7 ommen. Diese sinnreiche Combination' führte kürzlich ein Bursche
hillionen. ναν)ννν—75 aus Goffelmingen aus, mußte aber zu seinem Schrecken erfahren,
Fherbuurr g. B. Jull. Gestern Abend 9 Ubr isft der Schah daß ihn die drutsche Regierung trotz seiner Op,on als militaͤrpflichtic
on Persien auf der Rhede dier angtkommen. Glänzende Illumination msah. .So mußte et denn abermals durchbrennen. Augenblidlich
nit Feuerwerk begrüßle ihn Heute früh kam er an's Land. Die vird auf den Schlankopf gefahndet, und wird derselbe allerlei Un⸗
—XRX0 Paris erfolgt um 9 Uhr Vormittagg. annehmlichkeiten etfahren, wenn es ihm nicht gelingt, einen neutralern
V Echwei Boden als Deutischland und Frankreich zu erreichm. —
midn Juin De geue degerurg hat des Gehih the edth Szuszan dotdt ödaen vustantenüan 10o Tauben
mn Finräumung eines Lokols für vie Abhaltung des römisch⸗ von Veee suegen bsen 8.ds vreil ruͤbet von 11217
uholischen Gottesdienftes abgewiesen, well das Verlassen der seither t 7 ne a am 9 πι op
megehabten Nirche angeblich aus dem Grunde, daß dieselbe durch xhrun ö iden in * BZwei dersalnen w ten den
alttkatholischen Gottesdienst profanirt Ebe e begann, re enpe prgedw * I rasch
ti, si als kro * i 22 F — J
vern— I e Rath nahn auch in t Der Moͤrder der Anna Bäcller scheiut, wie die .B. B.-
dt Lesung dor neus ietoni ve Culinageh⸗hmn dershersere Zin. welden rdacn urmittet u sar Bald. ach Zuffindurg
usihen an,e as er Leige jjenes Findes wurde jduf. Arinxi sitaß des. Muisters des
eineunse r bewährtesten Criminal-Commissarien mit einem
AÆA —28 Provinz Pommern gesenden, um dort die
Sput des Morders Ju ermitteln. Nawdem sich herausgestellt, daß
ner zuerst in Verdacht geththene! Dieustknechr andem Mordeun
chuldig. wurde dieser wieder aus der Hafteaentlossen.« Nach dei⸗
nahe fünfwoͤchentlicher angestrengter Thatigkeit der Beamten ift es
udlich geiungen, den Thäler in ee — rg auf dem
Zöckler'jchen Gute beschäftigt gebeschen Urbeiters ul mnitein und
jenselben festzunehmen. 721 Bn
7Weilmar, z. gnt — ist der Bittin⸗Franf⸗
urter Zug verunglückt. Ein Bremser und eine Dame fanden den
Tod, 40 Personen wutden meht vder monderschwer beschadigt.
Der Zug, etwa 70 Achsen zählend, wit Huvet! Moaschinen despannt,
nutgleiste auf, einem hohen Damme hind zwaͤt—gerade! an einer
Stelle .wo eine Brücke in denselben ehaut ist. Die aAfte Mar
hine gelangte glüdlich über dieselbe und konnie dahe dee Qunde
von dem Unglück nach Eisenech bripgen, die zweite aber riß das
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        A — um und sämmtliche Wagen bis auf die zwei letzten
mit sich in die Tiefe. Die Wagen wurden gänzlich“ gertrümmert.
Von Eisenach gus wurde Fe Hülfes gesandt. Polizeiprasidem
v. Madai pus Berlin, welhher in dem Zuge saß Adnete alsbald
die nothigen Ermiltelungen qu. Das Geleig, ist an 1000 Schritte
vollstandig zertrümmert.
7 8 E—

— Der Ballon captif in der Wiener Weltausstellung, welcher
bei dem großen Sturme am letzten Sonntag bekaantlich ein Ballon
—
zinem Getreideselde niedergefallen und bereits nach Wien zurückge⸗
hracht wmorden, doch in welchem Zustande! Ein edler Czeche, Wirth
in Altendure, entdeckte ihn zuersi, zerschnitt das Netz und den
Ballon jin mehr als zwanzig ungleiche Theile, demolirte die, Ven—
kle? den 680 Centner shweren Trümmerhaufen auf ächt Fuhr-
werke und fuhr nach Haufe n dorte den Funde zur verbergen.
eillein es kam an den Tag und den Biedermann dürfte der Spaß
nun etwas “thelier zu stehen kommen. Es ist“ noch nicht entschieden
d der Ballon wiedec hergestelt werden lann, —
Toß pau (Maͤhren)n29. Junit, Zurz nach 12.Uhr
Mittags wurde, nachdem einige Minuten zuvor noch die Sonne
geschienen, „Trobpau von einer, Windhose heimgesucht. Kaum 20
his 25 Secunden dauerte dieses schreclich schöne Phänomen, das
Iroße Verwüstung angexichtet hat. Von wielen- Häusern, wurden
die Dächer halb abgedecht; vom Lichthose des im Umbau begrif⸗
jenen Rathhausgebäudes wurden jämmtliche Bretter üher das Dach
dieses Gebaudes auf mehtere hundert Schritt weit geschleudert, und
dedurch die gegenübecliezenden Häuser, Dächer, Fenster, Rinnen ⁊c.
stark beschädigt; auf dem gegenüberstehenden Schmetlerhause lieg⸗
ein ganzer Haufen schwerer Bretter. Bäume wurden theils eiu
wutzelt, theils. sĩpix aljörmig gedreht. Fast unglaublich klingt es
daß, nachdem am Odberring Fensterflügel, Dachschindeln, Schiefer,
Ziegeln, Glasscherben ꝛc. herumflogen und die Erde bedecktten, so
viel uns betannt, kein Menichenleben Zzu betlagen, ja nicht einma'
bon einer schweren Verletzung etwas dekanut ist. Zu erwähneu ist

noch, daß nur einzelne Theile der Stadt von diesem Phänomer
heihgesucht wurden; es gab vielen: Bewohner Tropprs, welch
gar nichts dupon ußteng. »Zehn Minuten ater e del
schönste Sommertag, während gegen B Uhr —RA— Lin wol—
lenhruchartiges Regen, hegleütet von einenn Gemitige. Abag Aoppa
niederging. 5

F In Rufsisch-Polen hät ein Müller seine junge Frau un
fünfzig Rubel an einen Schenkwirth verkauft und sie demselben
—— Das Warschauer Kriminalgericht verur—
theille den Verläufer zuͤ Jahr4 Monaten, den Kaͤufer zu
Deonaten Gefäugniß

fFLondon. Eine der vielen Todesstrafarten in Ching ijs

die Entzichung des Schlafes, die sich gewöhnlich it etrja geh—
Tagen als zödtlich erweist. Fünf thöriwte junge. Belgiex versuqh
sen neulich dieses Experiment an sich mit mehr oder minder un
ingenehmen Resultaten. Sier wetteten. daß fie sieben Tage lang
vach bleiben würden, unter der Bedingung, „Zaß sie alle moöglichen
Dittel änwenden dürften, um den Schlaf abzuwehreh.“ Sie ar
angirten die Verwendung? ihrer Zeit in folgender Weise Di
Nacht wurde mit Tanzen und Kaffeetrinken verbracht,“ während
vährend des Tages ritten sie, fochten oder schossen nach de
Scheibe, wobei sie jede halbe Sinnde Kaffee trauken. Einer diese
ungen Leute gewann die Wette, verlor aber 25 Pfurd an Gewich
iwe schliefen ein, nahdem fiet 130 Stunden wach dewesen,;“ einti
vurde von der Lungenentzündung befallen, und der fünfte wurde
vom Schlummer befallen, während er zu Pferde Jaß; er fiel her—
unter und brach sich jeinen Arm.“
— FIAIrJededo (Japan) ist der kaiserliche Palast, der einen
—X

—
—A —⏑——— — —— e 8417
435F. x. Demetz. veranwortlichet Redacteur. J
Bekanutmachungen; 5 Großes
chuh CStlefellager
SIchuh · &amp;Stlefeslager.
Durch große Eintäufe und bedeutenden
Vorrath selbstgefertigter Waaken bin ich iw
Stonde, folgende Artikel, gut und elegant
gearbeitet, zu sehr billnzen Preisen zu ver⸗
taufen, als z;
Stiefeliten; Stickel, Arbeitsschuhe. Zeug⸗
stiefel füc Herrn und Damen, mit und
ohne, Absäß, Gummi ügen, Knöpfen und
geschnürt ece
n Vod und Lederstiefel, Frauenschuh
und Partoffel in Leder, Plüsch, Stramin
uud Zeug mit und ohne Absjätz, Madchen⸗
—XR
Kalbleder, mit Kuöpf, Gummizüg und ge—
schnürt zc. I
Herrenp ntoffel in Plüsch, Stramin und
Leder.
6Gʒ Linn, Schuhmacher.
Reine Erauenzeitung er-
freut sieh einer grösseren
Verhreitung uud ist dabei
trote ibrer treftlichen Ori-
rinal-Abbildungen so bil ig,
als die
Modenwelt.
Preis vierteljahrlieh 45 Lr.
nit colorirten Modenkupforn
2 Gulden 3 Kreurzer rh.
Dem bowüũhrten Stroben der Redaction, vor
Mlem die Bedürfnisse der Familie 7u berlek-
ichticen und gleichzeitis den Anforderungen
ler eleganten Welt in volestem Maasse kech-
nmg ⁊u tragen, verdankt die Modenwelt
hren stotig wachsenden Ruf. Mehr als 200
dehnittmuster jährlieh, dis sowohl ihrer Oe-
aauigkeit, als sorglichen Auswahl wegen gleich
rehr gerühmt worden, ermöglichen es selbast
ungetihten Händen, alle Gegenstände der Toi-
lette, Leibwaãsehs ote. elbet aninfertigen. Auch
im Gebiete, der Handarbeiten gilt die Mo-
denwelt als besta Lehrmeissterin. J
AIle Buchhandlungen und Postämter nehmen
lederzeit Bestelluugen an.

— — Von der Kis

erlortu selfabri bi

zum Eisen

bahndamm ging ani. Souniag

Abend eine silberne Cylinder

uhr mit einem silbernen Kett⸗

chen verloren. Derredlidhe

Finder e di selbe gegene eine gute Be

ohnuxg in der Expediton ds. Blattet ob⸗
geben.

— —5 — — —8 74 —

Das Neue Slatt 1873.

Nr. 42 ift so ben eingekroffen und enthält:

Die Professorstochter.“ Eine wahn
GBeschichte aus dem bdreslauer Leben vor dvierzi
Jahren. Von Aunag Kempe. — Von der
Wiener Weltausstellung.“ Originalberich
des Neuen Blattes. — Mahuruf eiunes dent
schen Verlegers.Gedicht von Ernst Edsten
Die nene Magdalena.“ Von Will
Collins . Das große Generalstabswerl
Von Agricola. — Der Bergrath.“ Erimi
nalgeschichte von Ernestine von RK. — Damen
feuileton.“ — Handel und Verkehr
— Allerlei 2ꝛ Zu unseren, Bildern 5
Echloß Arenenbera in der Schweig“ — „Lob
sommene Ue bereinstimmung.“ — „Eiy Juristn
pucu —Die Melhode — Etse glucug
vr idindung. täthsel.“ Neue Biu
herschau ⸗Molytechnischer Brief
fasten.“ — An Ilu
trationen : Das pee “Hriginalzeichnun
jon Bordinann. — „Astronomisch⸗meteore
logifsche Beobachtungen am Ehehimmel
Driginalzeichnungen von W. Grögler. — Eun
Begräbnis in den Vogesen.“ Nach einn
Bilde von M. Brion.

Das Rene Blatt ift zu beziehen durch ch
Buchhandlungenunde PoßAnfalten fur ver
mäßigen Preis von 15 ESgr. vierteliahrlich.

SFranur Börse

e vom 5. Juli 18783.
Preußische Friedrichsdorx..927 58
Pistolen . 938240
Holländische 10 sR⸗Stüche. 952-84
Ducaten .. 330. 82
20Francz· Stüde..86 1olα
Englische Souvereigns . 141 45-4
Dollars in Golde. ...2 —

—

4 gute Feuerschmiede,
en auch —*—
2 ESchlossergesellen
fiuden. bei gutem Lohn dauernde Beschäfti—
gung bei
Gehbr. Clemens in Marnheim
dei Kirchheimbolanden.
—— —.777
Ausikverein.
Donnerstag den 10. Juli 1873,
, J Abends 8 Uhr.
Generalversammlung
im Veresnslolnale.

Der Präaäfident.
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Reattion, Druch vnd Verlag von J. X. Demez in St. Ingbert. —V0

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        Sl. Ingberler Anzeiger.

4

der St. Fnaberter UÄnzeiger (und dat wit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstags- Donnerttags- und Sonntag.

Ranmer ericheint wochentlich vi erm alz Dien ztaez. Donnerstag, Samstag und Sonntag. Adonnemenisdreis vierteliahrig 42 Krit. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum verechnet. I

Auli —AR —— —B 1873
Deutsches Neich.

Friedrich Hecker ist am 4. Juli zum ersten Male auf
deutschem Boden wieder öffentlich aufgetresen;“ bei der vom Ame—
ifaner⸗Klub in Stuttgart veranstalteten Feier des 97. Jahrestages
xer Unabhäugigkeit Serllärung der Ver. Staaten hielt er die Fest⸗
ebe. Man war allenthalben gespannt, wie sich der alte Feeiheits
ampfer über unsere deuischen Zustände Außern werde und er⸗
vartete, er werde dies bei dieser Gelegenheit thun. Ect hat es aber
ermieden, sich klar und unumwunden auszusprechen, wenn auch
nus seiner Rede hervorgehe, daß er für das neue Deutschland
icht gerade schwärmt. Nach einem Berichte des, Schwäb. Merk.“
agie Hecker ungefähr Folgendes: „Er sei hierher gekommen, als
Nitbarger zu Mitbürgern, zu einem Festtage der Freien und
Hleichen. Er wisse wohl, daß man überall degierig sei, sein jetzi-
ez Glaubensbekenntnißz zu wissen. Er bekenne sich als Sohn
jer freien Erde allein, als Amerikaner, als Sohn des Landes,
esen Ideen und Gesetze der ganzen Welt zum Vorbild dienen
ollen. Wie der Moslim nach Melka, so schaue der Bürger der
Union nach Westen, nach der Lust der Freiheit, der Foöderation,
er Einheit; nach dem Lande. wo das Leben und Weben der
zoitheit durch alle Adern des Lebens pulsire. Es werde erme Zeit
ommen, wo die Streifen und Sterne des amerikanischen Banners
iber alle Weit hinwehen.“ Nachdem im Weiteren der Redner in
ildreicher Sprache die kleinen Anfänge der Union und deren
Vachstthum vorgeführt, kam er auf die jüngst erleblen Jahre zu
prechen. „Drei große Probleme, angestaunt von aller Welt, habe
die Union gelöst und siegreich und stolz durchzeführt. Erstlich seien
ie 4 Millionen Sklaven, bis daher nicht besser als das Vieh,
rei und gleich allen anderen Menschen geworden, durch jene groß
tttige Protlamation Lincolns, und sie seien dies jetzt in der That.
Jum Zweiten habe die Welt das große Schaufpiel gesehen, daß
üine Million in Waffen stand, einen blutigen Krieg siegreich durch-
ühtle, und alsbald nach gethaner Pflicht auf Geheiß des Staates
ach Hause ging, jeder an seinen bürgerlichen Beruf. Sie seien
eingegangen, der General an seinen Pflug und sein Major hat
xi ihm wieder Dienst genommen. Zum Dritten: Das ganze
seer don Streitern habe der Staat nach Hause geschickt ohne alle
dotation, ohne alle Dekoration. Jeder hat in seiner Brust die
ihtung vor dem Gesetze und das Bewußtsein erfüllter Pflicht ge⸗
tagen. Für die Verwundeten fretlich und die Hinterbliebenen
et Gefallenen habe der Staat glänzend gesorgt. Aber da sei auch
vt Privatmann in den Ver. Staaten auf dem Platze, der in
iuropa so verachtlich genannte .Dollarmann“. Er habe auf
ainer jüngsten Reise nach Europa nirgends gefunden, daß in der
ilter Welt der Dollar weniger beliebt, weniger gesucht sei, als in
t ueuen. In ganz Europa finden sich kene Beispiele, daß solche
dollarmenschen Millionen wegschenken zu Instituten der Humani—
ͤt jeder Art, wie ein Peabody, ein Hoptins u. A. Und wenn
als zweiter Diogenes mit drei Lichtern in der Laterne umher-
xwandelt wäre, er hätte in der alten Welt nichts gefunden, was
olten grotßzartigen Schenkungen an die Seite zu sehen sei. Bruder
Pyathan habe gar Manches schon hinter sich. was in Europa
i beginne, 3. B. der Gründungsschwindel. Noch kam der Redner
uf das Preßgeseß zu sprechen. Ein solches sei in Amerika ein
lnding: Jeder wehre sich dort seiner Haut, die Wahrheit komme
mam Ende zu Tage. irotz aller Preßeinschtänkungen. Das Emi—-
rantenwesen sei ein deutlicher Fingerzeig dafür, daß ein gewisse:
ug der Freiheit, eine Ahnung, daß man drüben seine Ellbogen
vre loͤnne, die Leute nach Westen drängen, von denen nur ein
—— von Polint verstehe. „Die Union, schloß de
Vee ist ein Riesenbaum mit weil binaus reichenden Aesten
Schatien verbreitend, unter dessen Schutz Mendschenrech
Neenane gedeiht. Dem Principe der Einheit und Frei—
auf Erden, den Sternen und Streifen, dem Symbol
in nichheit det Menschen ein dreifach Hurtah!“ — Die ganze
* wie man sicht, weiler nichts, als eine begeisterte Lobrede

ie Ver. Staaten, eine glänzende farbenreiche Zuammenstellung

aller Lichtseiten des staatlichen Lebens in Amerika und enthusiastifche
Bemüther könnten wohl auf Hecker's Nede hin Lust bekommen,
ihren Bündel zu schnüren und dahin zu ziehen, wo dieser glück⸗
liche Zustand⸗ herrscht. Wir aber, die wir etwas nüchterner find,
inden es in Deutschland doch noch einigermaßen erträglich; es fehlt
uns freilich noch an Freiheit, wir verbieten aber wenigstens keinem
Thristenmenschen, des Sonntags ein Glas Bier oder Wein zu
trinken und seine Erholung zu suchen, wo es ihm am besten dünkt;
auch mit der Gleichheit ist's bei uns noch schlecht bestellt, doch
schließen wir Niemanden um seines Glaubens willen von Staaue—
imtern aus und wenn es einmal einigen Hunderten Chinesen
einfallen würde, bei uns ihr Brod verdienen zu wallen, so würden
wir ihnen nicht im Namen des Gesetzes die Zöpfe abschneiden und
ihnen nicht wehren sich in ihrer Heimath begraben zu lassen; end⸗
lich⸗ wenn einmal in deutschen Landen 60 Schufte sich zusammen
thun würden, um Bauernhöfe auszurauben und einzuäschern und
friedliche Leute niederzumetzeln, so würde unsere Regierung mit
dieser Bande nicht monatelang aus Schwäche wie mit einer krieg⸗
fübrenden Macht paktisiren und unterhandein, sondern sie würde
ihr einfach eine Brigade Gendarmerie auf den Hals schicken und
binnen acht Tagen märe der Spaß zu Ende. Wir haben also
doch einiges Wenige in Deutschland, um das uns die Amerikaner
beneiden dürflen.
Frankreich.

Paris, 7. Juli. Gestern um 7 Uhr Abends gingen 35
Millionen in Gold und Silber für die Kriegsentschädigung von
jier nach Köln.

Der Sdhah von Persien hat gestern über den ibm zu Theil
gewordenen Empfang seine lebhafte Befriedigung und über die
Pracht von Paris seine Bewunderung mit den“ Worten ausge⸗
drückt: „Ich finde hier die Sonne wieder; dies erinmnert mich an
Perfien!“

Vermischtes.

fF Das Hagelwetter vom 6. ds. scheint nach den Zeitungs⸗
derichten furchtbar gewüthet und in vielen Gemeinden groͤßeren
Schaden verursacht zu haben, als man Anfangs vermuthete; das⸗
elbe soll in Horubach und Großsteinhausen so bedeutend gewesen
ein, daß man sich eines ähnlichen seit 20 Jahren nicht mehr er
nnern tann. In Hornbach führte es Hagel mit üich, der oft die
Bröde von einem Hühnerej hatte, und Fenserscheiben und Dach⸗
gegeln in Masse zerschlug. Die Bewohner der Häuser flüchteten
sich in das Innere der Zimmer, um nicht von den durch die
Fensterscheiben hineinfallenden Eisstücken oder durch Slassplitter
oeiletzt zu werden. Einer Frau wurde durch ein Hagelkorn ein
Loch in den Kopf geschlagen, ein Junge mußte nach Hause ge⸗
tragen werden, eine Magd, welche die Fenster zumachen wolite,
icaf ein Hagelkorn derart, daß sie opnmächtig wurde. In Groß—
steinhausen, wo der Hagel mit orkanartigem Sturme verbunden
war, sind die Hoffnungen auf eine gesegnete Ernte total vernichtei.
Auch mehrere Personen, Erwachsene und Kinder, erletten an Kopf
und Handen Verwundungen, und vieles Federvieh ging zu Grunde;
die meisten Fenster wurden zertrümmertz am prot. Pfarrhaus allein
50 Stüchk. Baume sind entwurzelt, und an manchen Stellen lag
der Hagel halb Fuß hoch. — dasselbe wird aus Gersbach,
Kanton Pirmasens, berichtet, wo Alles dom Hagel und Sturme
vie zusammengewalzt darniederliegt. — Auch in Glau-Münchweiler,
Quirnbach, Haschdach Matzenbach, Eisenbach, Gimsbach, Reichen-
zach und Rehweiler hat das Gewitter großen Shaden gethan.
Lcider sind verhältnißmäßig wenig der Betrofsenen versicher und
nöchte diese schlimme Fügung unsere Landleute daran erinnern, sich
durch die geringe Versicherungspraͤmie für die Zukunft wenigens
vor materiellem Schaden zu sichern. J

tLudwigshafen, 9. Juli. Der auf den 11. und
12. ds. Mis. bierher anberaumt gewesene Verbandstag der Er—
werosgenosseuschaften dann eingetretener Hindernisje halber nicht
an diesen Tagen, sondern erst etwas spätet abgehalten werden

— —
——

—
——
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        Bekanntmachungen.
Holz⸗Verkauf
in Koͤniglichen Forsten.

Am 17. Juli 1873, Mittags 10 Uhr.
verden zu Sulzbach bei Herrn Gast⸗
virth Kirft die bei den unten bezeichneten
Schlagen bemertten Hölzer in kleinen Loosen
dem meistbietenden Verkaufe öͤffentlich aus
esetzt:

— borst Holz, Schlag Nr. 820:
219, os Fesiin. Eichen Bau⸗ u. Nußzbolz:

Staͤmme über 47 CEtm. Durchmesser.
Fo rst Eckershöhe, Schlag Tränkelbach:
*8.13 Festm. Eichen Bau⸗ und Rutzhola⸗

Stamme, über 47 Etm. Durchm.
20 Festm. Buchen Bau⸗ und Nutzholz·

Staͤmme, über 47 Ctm. Durchm.
230 Festm. Buchen Bau⸗ u. NutzholzStamme

von 31— 47 CEtm. Durchmesser.
200 Festm. Buchen Bau⸗ und Nußholz-
7 Stämme unter 31 Ct, Durchm.
223 Raummeter Buchen Stempel,
Forst Sulzbach: ————
Dist. Nt. 4:
2,06 Festm. Bicken Bau⸗ und Nutzholz

Staͤmme. n
Diistrikt Xr. 10:
24,59 Fesim. Birken Bau und Nutzholz⸗
* Stämme. n

Schlag Totalität:

8 Raummetet Kiefern Stempek.
33 — Buchen
5 Birknn
H Eichen Scheitholz,
J ttnüppel,

Reiser.
Holz, den 8. Juli 1873.

Der Konigliche Oberförster

Griitter.

Danksagung.

Far die liebevolle Theilnahme ber
der Beerdigung unserer theuren unver-
eßlichen Gattin und Mutter, der Frau

Agnes Knuott,
jagen wir allen Freunden und Ber
annten unsein wärmsten innigsten
Dank.
Die tiefgebeugten Hinterbliebenen.

Bürger-Hilfsverein.
Sounntag den 13. Juli,
Nachmittags 3 Uhr,
General⸗ Versammlung
im Vereins⸗Lokale.
Um recht pünktliches Erscheinen wird ge⸗
tten.
Der Vorstand.
XB. Das Bier wird vom Faß verzapf!
4 tr. der Schophen.
Ein tbätiger 4ent füe

rene Lebens - Nersicherungs-
Agentut wird gesucht. Näberes in der
Exped. d. Bl.
— — —— ——

Frankfurter Börse
vom 8. Juli 1873.

Lreußische Friedrichsdor. .. 9372/2 -581
bistolen 9384-40
zollandische 10 fl.⸗Stud⸗ 9 322354
Dduceten . 3304 32
20ßrancsStückk 20/
7nolij e Souvereigns 1145 -47
TDellans in Golde . 2 251- 261
—— — —

* **
Kunst Anzeigel
Die ruhmlichst belanmte damitte Knie wird· 7
Freitag den 11. Juli,
Tamstag den 12. und.
Sonntag den 1838.
ihre Kunstvorstellung auf dem gespannten Seil produziren. V
?faolgt das hohe Seil, welches auf d
Zun Vehhlne
uuf welchem besonders die ——,— ee den werden.
Aunfang ge h eg a uhr.
Es ladet zu diesen 3, Vorstellungen ergebenst ein 5.
Franz LRnie mit Famili—
aus Neuwied.
Bei günstiger Witterung —58
Sonntag den 18. Juli
im Garten-Locale des Herrn EDOAPd:
ausgeführt von der sächsischen Bergkapelle unter Leitung ihres Diri genten
Herrn Mollenhaueer.
20 a ——
Erste Abtheiluug: Zweite Abtheilung:
) Marsch von Fröͤwe. Quvertüre von Gartud.
2) Quvertüre, „die drei Musketire“, von Fantalie für Clarinette.
Blankemann. . Quartett fTuür Waldhorn.
3) Led, „Säagers letzter Gruß“, von Trompeter⸗Polla von C. Werntt
Drechsler. Großes Potpcuri von Moslau.
) Walzer von Strauß. BZAum Cchlus:
5) Galopp von Mähler. Drilsantes Jeuerwerk.
Entrsé a Person 2 Sagr. — Anfang 8 Uhr.
u sbicher Dünger
aus der
Landwirthschaftlich chemischen
Fabrik vvn

Silberve Medaille.
SEtraßburg 1806
Medaille.
Genf 1866.
Zwei Medaislen.
Paris 1867.
Zilberne Medaill
Zaarlouis 186
Zwei Medaillm.
Karls ruhe 1868

zhrend. Erwahnund
London 1862
Medaille.
Hamburg 1863.
hrend. Erwähnung.
Mannheim 1863
Medaille.
Koöln 1863.

Mann he i im. IJ
Kali- und Magnesia⸗Zün⸗
ger⸗Sabrik in Staßfurth.

1
in

Unter Controle der landwirthschaftlichen Vereine und Veuchsstationen.
Knochenmehle, roh und gedämpft, J
Znperpppephe in allen Sorten,

Kali- und MagnefiaPräparate,
AmmoniakSuperphosphate, als bester Ersatz des rothen Peru⸗Guans,
Spezial ⸗Dünger, für Rüben, Tabak, Reben. Hopfen, Wiesen ꝛc.

Saͤmmtliche Dünger werden in altbewährter, vorzüglichster Qualität

inter voller Garantie des Gehaltes geliefert.

Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung seines Inhaltes und der Fuu

Beorg Karl Timmer in Mannheim versehen.
Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten.
Wegen allem Nahberen beliebe man sich an die Fabrik in Mannheeim oder e
deren bekannte Verkaufslage zu wenden.
au tcren, . Juli. (Itcc
Mittelpreis.) Weizen 8 fl. 10 ki. Korn
s fl. 32 it. Spelztern — fi. — 7.
Spelz 5 fl. 46 kir. Gerste —8
hafer 5 fl. 25 kr. Erbsen —
Wicken — fi. — 5. i —
Aleesamen —

6 Pid. — kr. Gemistbrod 8 Pid. -

Weißbrod 2 Psd. — kr. Buttet per s

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offeln der Zue2 f. 36 ir. Heul
Zlechen ĩ si Ln. Etropl
O ktr.

Pedaktion. Druck und Verlag von F. . Demeß in St. Ingbdert
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5 553 22 *2.2232 — 3 ꝓ
1383333335753538 23823 33533545232
2235356063528 F 288355323825
22373383338533 323* 5353733338
25 —
52355522333353 3535333224
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33378 3532335253 5383 3. 3233553 558835
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32272 — 57553 25 z225*
335355573333236338353 3753382353*
5023 —7535334235 15 323555585 8*
73 8 53338 3532338
—733475335335 —z3355723335—55
535 53 2522222 22383 235333 —A
3326353z33332322 253823
2832225609 5258 7* —— 522—353
228 3353 — 55 5 525 2332 —c88S37
1 253 3s85258 —2233235533232
53332248338333 5853358 —85388*
3355533375 35385 3333235577383
583 3354 32252*3 34 22332 z35325325.
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33353857—3 —»738683 53325522337
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3458 2 5323833 383
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22322 2533*8. 3235 2—5838* 322023332 56 6—538—8*
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355533 5353225 432 2 553233 5**s—30 —8383333323
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2321 23325 335375* 23 332 5237 5332355 75
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3— 2*23 —— —232 * 25 3 25*723 1583
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        Sl. Ingberker Anzeiger.

zer St. Pagberer Anzeigec (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstags⸗, Donnerstags⸗ und Sonntag⸗

sammer erscheint wbchentlich hermmal: Dienttag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Aosonnementspreis vierteljährig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Raum berechnet.

2 1066.— ZSamstag, den 12. Juli 8 J 1873

7 — 24 —— — ö————ñe e —ñ — — 77 —
Deutsches Reich. ——

Mänchen, 7. Juli. In Betreff des Einjährig-Frekvilligen-
Matardienstes ist nachstehende Ministerial⸗Entschließung ergangen:
Einzelne Lehranstalten, welche zur Ausstellung von Zeugnissen über
issenschaftliche Qualifiklation Jum Einjährig-Freiwilligen-Militär—
xenste berechtigt sind, werden von Schülern besucht, welche bereits
m milicrpflichtigen Alter stehen, in ihrem Studiengange aber
wohh nicht so weit vorgerückt sind, daß sie vor dem durch die Mi⸗
ar· Ersatz⸗ Instruktion 8. 151, 1 und 8. 1533 vorgeschriebenen
dermine, d. i. dem 1. April des Militärpflichtigkeitsjahres, sich
her ihre wissenschafiliche Qualifikation dugtch Abgangs . oder Ueber⸗
tittszeugnisse auszuweisen vermoͤchten. Um einerseits die bezeichnete
inmeldefrift zu wahren, audererseits den zum Einjährig⸗Freiwilligen-
Renste Aspirirenden jede zulässige Erl ichterung zu gewähren, wird
een in dieser Lage befindlichen Schülern gestattet, den Qualifika-
ousnachweis durch eine vorläufige Bescheinigung des Anstaltsvor⸗
andes zu liefern, daß von der mit dem Schüler vorzunebmenden
rchsten Abgangs⸗ eder Uebertritisprüfung ein günstiges Ergebniß
u erwarten stehe. Die Ansialtsvorstände werden zur Ertheilung
ieser Bescheinigung ebenso ermächtigt, wie die Prüfungskommission für
änj.Freiwilligelzur Ausstellung eines Berechtigunasscheines auf Grund
jeser Bescheinigungen. Tie Berechtigungsscheine der Prüfungs⸗
mmissionen haben aber den Vorbehalt aufzunehmen, daß der In—
aber sich binnen Jahresfrist über wirkliche Erlangung des zum
änjdhrig⸗ Freiwilligendienste becechtigenden Zeugnisses a: sweise.
dach Erfüllung des Vorbehaltes ist dieser bedingte Berechtigungs-
hein entweder durch ertsprechenben Vermerk zu ergänzen, oder
nzuziehen und durch den allgemein vorgeschriebenen Berechtigungs⸗
hein zu ersetzen. Daß die Truppentheile junge Leute zum ein⸗
aͤhrigen Dienff auf Grund der unter Vorbehalt ausgestellten Be—
edligungẽescheine nicht annehmen dürfen, ist selbstverständlich.“

München, 8. Joli. Der Staatsauwalt am Bezirtsgerichte
Nünchen v. d. J, gibt öffentlich b kannt, daß nunmehr von dem

Advokaten Dr. Aub Nanens der Kläger sämmtliche Inhaber
on Loosen der Giesinger Kirchenbaulot:erie aufgefordert werden!
innen 88 Tagen vom 4. d. M. an sich zu erllaͤren, ob sie den
klägern oder der beklagten Kirchenverwaltung oder einer jenen
zersonen (Notar Rupprecht, Stadipfarrer Dr. Koch und Banquier
1. Röslh), welchen der Streit verkündigt wurde, beistehen oder ob
eihre Interessen jselbstständig vertreten lassen wollen, ferner
innen gleicher Frist gegebenen Falles einen Anwalt zu besiellen,
vidrigenfalls sie das Ergebniß sdes Prozesses auch ohne Betheili—
uung gegen sich gelten lassen müßten. — Der noch nicht verloste
kest des 424 pEt. Militäranlehens vom Jahre 18509 mit halb⸗
äͤhrigen Coupons ist jetzt zur baaren Heimzahlung gekündigt
vorden. Mit der Rückzahlung wird am 15. ds. begonnen und
ʒ treten die Obligationen jedenfalls mit 31. August d. Is.'außer
erzinsung. (N. T.)

Frankfurt, Der bei dem Bierkrawall angerichtete Schaden
euiffert sich auf 23,380 fl.

Frankfurt, 7—. Juli. In den letzten Wochen wurden
utet dem Namen der eisten h'iesigen Handelsfirmen viele Briefe
ut Nachnahme zur Posi gegeben, meist waren dieselben an Firmen
ddeutschit Staͤdte adreffiri. Da die Beträge keine hohen, meif
ut 5 Thlr. waren, so wurden dieselben in vielen Fällen ausbe—
ihlt. Dieselben kamen sämmtlich als fälsch wieder hierher zurüd.
nem hiesigen Kaufmann, auf dessen Rame diele derartige nach
sel gesandt wurden, ist es am Samstag gelungen, den Thäter
meinem chemaligen Commis zu ermitteln und dessen Verhaftung
Eywarkstelligen. Im Ganzen sollen bis jetzt 40 Nachnahmbriefe
—alsch ermittelt sein.

Str aßburg, 9. Juli. Mit dem 31. d. M. beginnt
—D der süddentschen Occupationstruppen und zwar
he ehl, wo ihnen den getroffenen Anordnungen zufolge Er⸗
ungen gereicht werden. Die Märsche werden bis zum 15.
dauern. — In dem Städichen Kehl agitirt man gegen-

iq für den Bau eines großen Floßhasenz an Rhein. um' die

Schwarzwälder Holzhändler zu ,veranlassen, ihre Stämme per
Bahn, statt, wie bisher zu Wasser, hierhergeschaffen und von da
nus zur Weiterbefoͤrderung nach Holland zusammensetzen zu lassen.
In dem Städtchen selbst siarren uns immer noch viele Ruinen aus
der Beschießungszeit entgegen 3 selbst das Bahngebäude ist noch
ine Ruine. Da mit der Verlegung der Zollgrenze der Handels—
verkehe nahezu auf Rull gesunken ist, so braucht man sich freilich
nicht zu wundern, wenn Niemand große Lust zum Bauen verspürt.
doffen wir, daß die im nächsten Frühjahr szu errichtende Pferde—
ahn zwischen hier ‚und Kehl wieder etwas mehr Leben in das
Ztädichen bringt.

Mühlh ausen (Eljaß), 7. Juli. Wie neulich zu Straß—
zurg, so wurden gestern früh auch dom hiesigen Bahnhof aus etwa
300 Brieftauber fliegen gelassen, welche Tags zuvor in acht oder
neun niedlichen Körben verwahrt, hier angekommen waren. Diese
Tauben sind bekanntlich für militärische Zwecke bestimmt und sollen
jon den versch'edensten Stationen aus Versuche gemacht werden,
in wie weit die Taubenpostverbindung zunächst mit dec Tentral⸗
tation Aachen eine zuverlässige ist. Bis jetzt follen die Ergebnisse
ehr befriedigend sein.

Berlin, 8. Juli.. Der Geheime Rath Wagener ist, der
Kreuzzeitung“ zufolze, auf seinen Antrag vom i. Seplemder
hensionirt und der Gebtime Rath Jacobi an seine Stelle zum
ersten vortragenden Rath im Staatsministerium ernannt worden.
Berlin, 8. Juli. Als ein Curiosum aus dem socialde⸗
nokratischen Lager in Bayern wird folgender, angeblich in Mün—
hen „ungewöͤhnliches Aufsehen erregender“ Leitartikel der „Mün—
hener Volkszeitung“: „Zur Oberhauptsfrage“, mittgetheilt, welcher
ie Frage der „Nachfolge oder Nichtnachfolge“ auf dem deutschen
daiserthrone in Erwägung zieht: Es sei in Versailles über die
Thronfolge im Reiche nichts festgesetzt worden, ja, es habe ver—
autet, nach dem Ableben des Königs Wilhelm von Preußen werde
em Köuige Ludwig von Bayern die Kaiserwürde übertragen
verden, um diesen zur Einwilligung in die „Kaisermacherei“ zu
ödern vnd um anzudeuten, man wolle üch nach dem Vorgange
es alten Deutschen Reichs auf den Grundsatz des Wahlreiches
tellen. Jedenfalls sei über die Nachfolge im Reiche mii Still—
hweigen hinweggegangen worden. Der Kronprinz von Preußen
jabe nicht versäumt, sich als Nachfolger zu geriren, und die Kaise-
iim Mutter habe ihr Redetalent im souveränen Konigreiche Bahyern
zu gleicher Zeit zum Besten gegeben und herablassend geltend ge⸗
nacht; jene Demonftrationen aber hätten den widrigsten Eindruͤck
'on den höchsten bis zu den niedrigsten Kreisen hervorgebracht.
die Münchener „‚Volkszeitung“ sagt dann wörtlich: Von einer
eblichen Kaiserwürde kann keine Rede sein, da dieselbe nur per—
önlich voa den souveränen Regenten auf Katser Wilhelm über⸗
ragen werden wollte, folglich die Ansprüche sich nicht weiter er—
trecken löͤnnen. (Berl. B. 3.)

Die rathselhafte Geschichte mil dem auf der bayerschen Donau
paziereufahrenden österreichischen Kriegsschiffe wiid von dem
Münchener „Vaterland' in der nachfolgenden sinnigen Weise com-
nentirt: „Das ist ja eine Recognoscirungsfahrt, jammern besonders
eängstigte liberale Seelen; das Vaterland ist in Gefahr! heulen
indere; zum Mindesten — ächzen wieder audere — bleiht das
Friegaschiff immerbin ein gewisser Vorbote. — Na, von was denn?
— Die Herren müssen ein erschredlich schlechtes Gewissen haben,
daß sie sich für ein paar Kanonen, die vielleicht gar nicht geladen
ind, schon so ängstigen. Wie würden sie erst ins Bocshorn ge
sagt werden, wenn unversehens eine ganze österreichische Armee
inen Spaziergang nach Munchan und Ingolstadt machte und die
Aug. Ztg.“ sie mit der Publikation einer österreichisch-franzosisch
ayerschen Allianz überraschte! Aber das kann ja ohne eine be⸗
»nders „wunderbate Fügung“ gar nicht geschehen, wenn es auch
hon dagewesen ist.

Wisen, 6. Juli. Seit gestern Abend haben wir die Ao—⸗
nigin Isabella in Wien, sie und den unvermeidlichen Marfori.
Der Hof wird von ihrer Anwesenheit schwerlich Nonnehmen.
        <pb n="428" />
        und aud sie scheint gesonnen, nicht aus ihrem Inkognito heraus⸗

utreten., Im Bahndofe der Südbahn empfing sie Niemand als

hr Sohn, der Prinz von Asturien, und sie wohnt mit ihren

Zindern und einem Gefolge von 20 Personen in einem Gasthofe.
Sue *

Paris, 8. Juli. Die ganze Gesetzgedungsarbeit ist durch
den Scah in's Stocken geeathen. Die Nationalwersammlung wird
heute und am Donnerstag dem Fest in Versailles und der Revue
jn corpore beiwohnen. Der Schah machte gestern Mittag cine
lange Rundfahrt durch Paris. Er besah stillschweigend und ernst
die großartigen Ruinen der Communezeit und drückle nur auf dem
Vendomeplaß seine Berwunderung aus, daß das Volt die Bildsaule
NRoapolcons umftürzen kounte, für welchen er, wie viele Morgen⸗
ander eine große Verehrung hegt. Es verfteht sich von selbst,
daß der Zoologische Garlen nicht vergessen wurde, wo es dem
Schah besonders gut zu gefallen schien. Derselbe wird heute nach
Versoilles gehen und dem Praäsidenten der Republit sowie der
Ratinalversoimmlung seinen Besuch abstatten. Hierauf findet das
plendide Diner im großen Spiegelsaale und dann Feuerwerk am
Neptunbassin statt. — Wie die Nachrichten jeßzt lauten, wurden
in dem Vuell zwischen Ranc und Cafsagnac bdeide leicht verwundet.
Die Carlisien machen seit einigen Tagen große Fortschritti
and rüften fich zu einem Hauptschlage; in den Haͤfen don Biscaya
durden mindestens 60, 000 englische Gewehre ausgeschifft.

Paris, 9. Juli. Das gesammte diplomutische —XXX
heute dem Schah vorgestellt. Als dessen Doyen (Wortführer) fun ⸗
girte nach altem Brauch der päpstl. Nuntius. Das, Univers ha
hon Lehlerem einen Bericht erhalten, worin hervorgehoben wird,
der Schah hbabe fich mit besonderem Wohlwollen nach dem Papf
ind dessen Gesundheitszustand erkundigt.

Paris, 9. Juli. Das Fort Miotte bei Belfort ist, wi⸗
nan hierher meldet, in letzter Nacht eingestürzt, da die Deuischei
die von ihnen angebrachten Stützen weggenommen hatnn.

(K. 3.

Die Vorbereitungen für die Raumung geben, wie man der
.K. Z.“ meldet, rasch vor sich. Das Kriegsgeräth der Deutschen
zuch in Vogesendepartement wird bereits forigeschafft. Der Ab-
zug der Truppen beginnt jedoch nicht vor dem 25. und wird am
3 Juli beendet sein. In Epinal beginnt die Räumung mit
Aruillerie und dem Lazareth, worauf die Dragoner und die
Infantetie abziehen, Am 28. foll diese Stadt gänzlich frei sein.
Ddie Truppen benutzen nicht die Eisenbahn, sondern marschiren
zu Fuß nach Deutjchland zurück. Die ersten französischen Truppen,
amlich mobile Gendarmerie, treffen am 15. in den Vogesen ein
die Siadt Clermont ist seii dem 8. bereits vollstäandig geräumt.
DTas deutsche Bataillon, welches dort lag, traf am 9. in Verdun
an. Die Soldaten werden dort in den Wirtbshausern einquartiert
verden. Die baherische Garnison von Montmedy soll am 15.
abmarschiren.

Zur Zeit iß noch über 24 Deyartements von Frankreich
(also fast ein Dritiel des Landes) der Belagerungszustand ver
hängt — eine schoͤne Republit.

Unter Approbation des Papstes und der Bischofe hak Frank⸗
ceich als neues frommes Werk bekanntlich einen Pilgermonat er⸗
halten; vom 22. Juli bis 22. August soll für Frankreichs Heil
zetetet werden. Der Betriebßausschuß läßt eine Anweisung ver⸗
sufen: „Petit manuel du mois de pélerinages,“ und vertündigt
durch seine Blätter, daß „mehrere Deputirttengattinnen beaßsichtigen,
inen Pilgerstrom nach den Heiligthömern von Par's zu bilden
ind so das Werk, das ihre Gatten so wohl begonnen, fortzusetzen.“
Zenetal du Temple ruft den Franzosen u: „Betet, denn wn
sind noch nicht gerettete!“
England⸗

London, 6. Juli. Der Schah schenlte der Hofdiener.
schaft 2000 und der Polizei 3000 Pfund Sterling, der Lady
sawlinson ein Diamantendiadem, der Herzogin von Sutherland
in Armband, dem Lord Morley eine Tabalsdose und dem Carl
—EE Granville stellte jedoch
Fie Diamanten wieder zurück und behielt nur das Bild, nachdem
nglischen Ministern die Annahyme von Geschenken von auswärtigen
Fursten verboten ist. (N. Fr. Pr.)
— — ——

p Aus der Pfalz. Für die am Schlusse des Studien⸗
jahres 1872 - 73 an den k. Gewerbschulen abzuhaltenden (münd⸗
ichen) Absolutorialprüfungen wurden als Prüfungẽcommissäre be⸗
dimmt.. 1) für die Kreisgewerbschule zu Kaiserslautern, dann für
die Gewerbschulen zu Zweibrücken und Neustadt der Reclkor und
Professor der Industrie zu Kaiserblautern Dr. J. Rednagel, 2)
sur die Gewerbschulen zu Speyher und Landau der Professor des
. Realgymnasiums in Speher, J. Siaudacher.

BVermischtes.

Homburg, 8. Juli. Durch Urtteil det hiesigen Poli
eigerichts vom Heutigen wurde ein Einwohner von dier, welcha
zelegentlich der diesj abrigen Frohnleichnamsprozesfion zwei Manun
degen Nichtabnehmens ihrer Nüße mit Ohrfeigen trakunte; Ju eintn
daft von 1 Tag und einer Geldstrafe von 10 Thalern perurtheil

fHomburg, 9. Juli. Zu Ehren des zum Leide du
zroͤßten Theiles der Einwohnerschaft des Antsbezirts Hombur,
jeute von hict scheidenden k. Bezirlsamtmanns Herrn Siebert fanf
jestern im Cappel'schen Gartensaale ein etwa von 120-180
hersonen besuchtes Festessen stati. — Vorgestern (Montag) Abent
vpurde dem Scheidenden von dem Gesangverein „Liedertafel“ he
Fackelbeleuchtung ein vollstaͤndig gelungenes Ständchen gebrachte

Eb. An)

r Kaiserslauters, 11. Jull. Auf dem Vahnhofe Reunkitqher
vurde am 7. Juli der Condukteur Hartmayer, gebürtig aus Berg
abern, beim Coupiren der Billets durch einen unvorsichtigerwen
zeigeschobenen Wagen sehr schwer verletzt. Von Seite des hahe
ischen Zugpersonals wird bitter geklagg, daß man dem Verwun—
deten anfangs Aufnahme und Pflege m dortigen Spital versagn
— Einem preußischeo Zugführer wurden dorgestern dei Ouwelle
die Füsse abgefahren.

In Speiser sind am Sonntag etwia 200 junge Leuu
usammengetreten, weiche den Krieg von 1870 -71 mitgemaqi
ind haben einen Kriegerverein in's Leben gerufen; derfelde win
ich, wie man hört, dem unlaängst in München gearlndeten baher
jchen Hauptverein anschließen.

Speier. Die Redaction des „Speyer Anz.“ derdffenl.
ücht solgende Ettlärung: „Die ‚Rheinpialz“ sagt in ihret Num⸗
ner vom 7. dieses: unsere Redactionspraxis sei für Bildung and
Sittlichkeit schadlich. Das liebenswürdige Blatt wird den Bewei;
ur diese seine Behauptung vor Gericht anzutreten haben.

Wahrend dem am 19. 20. vnd 21. Juli in Dürl⸗
Jeim a. d. H. unter Direktion des Hof⸗Copellmeisters Lachner
jattsindenden Sängerfest hat die Direktion der pfalz'schen Eisen⸗
ahnen in Ludwigshafen auf Ersuchen in entgegenkomm⸗nder Weist
zen Sängern wie Fesibesuchern eine Fahrtaxermäßigung von 50
Proj. bewilligt.

Mundenheim, 6. Juli. Seit November vorigen —X
zat sich von hier ein Mädchen von 10-11 Jahren gegen der
Willen seiner Eltern heimlich entfernt. Der Vater Jakod Wislile
jat schon alle moͤglichen Schritte gtihan, um seine Tochter witde
u ethalten, jedoch vergebens. Das Mädchen soll in der Familit
Zes Martin Hilbert, Scheerenschleifer von Karlsberg gesehet worder
ein und zwar in Langenkandel, und scheint sich darum an der
isassischen Grenze herumzutreiben. Mogen diese Zeilen die öffenb
iche Aufmerksamkeit auf dieses Mädchen lenken, damit das jelb·
teinen Eltern wieder zurückgebracht werde.

fx In Frankfurt a. M. erhielt ein Dragoner bei einer Urbung
von einem Unteroffiziere mit dem Sabelgefäß einen solchen Schlet
nuf den Kopf, daß ein Schadelbruch erfolgte, dem der Getroßfent
nach einigen Tage erlag.

x Ueber das Eisenbahnunglück bei Froͤttst ed! wird ge
chrieben: Zwischen Froͤrtstedt und dem nach Eisenach zu liegenden
Dorfe Mechterstadt führt ein Damm zur Hörfelbrücke. —X
hm entgleiste der etwa um zwei Uhr heranbrausende Verlin
Frankfurter Nachtschnellzug Nc. 1; daß ein Achseubruch, wie e
uͤcfanglich hieß, die Ursache gewesen sei, hat sich nicht bestauigl
Die Locomotive riß sich wunderbarer Weise von dem Zuze los unt
riangdie unversehrn ouf die Brucke. Der Zug seibst — aus l.
Wagen bestehend — donnerte die steile Boschung hinunter ul
noch jetzt liegen die Trümmerhaufen in wüstem Durcheinander an
Fuße des eion haushohen Dammes. Die erste Angabe, det
10 50 Menschen koͤrperlich beschaͤdigt worden. hat sich leidet al
ucht übertrieben herausgestellt; wenn auch genaue amtliche kir
mnelungen noch nitht dorliegen, so gilt doch jene Zahl als de
ichtigste. Nur zwei der Mitfahrenden blieben auf der Etel
odt. Ein Schaffner dem beide Beine abgetrennt waren, einn
Dame, welcher die Hirsschale aufgerissen war und ein Passogin
em die Kopfhaut scalpähnlich über das Gesicht hing. Alle ubrigtn
pie noch am Leden Hch befinden, wurden nach und nach aus
Trümmern hervorgehon und nach Eisenach geschafft, wo freil
noch Mancher — aller Pflege ungeachtet — untet fürchterlich
ualen seinen Geist aufgeben wird. Die beiden Sarge, du er
mit der irdischen Hülle eines Frauleins aus Weimar und der
dere mit der Leiche eines in seinem schweten Berufe —
Bremsers, standen diesen Abend auf dem Frioͤttstedter Zahrte
Die Dame trug einen Verlobsring am Finger und han Bi
dei sich, mit deten Hülfe der Bahninspeltot ihre Personlichleit ann

bald festzustellen vermochte. (Sp. 3.) m

In Apolda fand dieser Tage der alljährliche hundg
datt: eidd Walßerhund urde zu 1d0 Friedrihed'or ausgedoten.
        <pb n="429" />
        Straßburg, 3. Juli. Dem Bernehmen nach hat das
zdachskanzleramt vor Kurzem seine Genehmigung dazu ertheilt, daß
en Kindern von Reichseisenbahnbeamten, die an einer Reihe von
Itten stationint sind, zum Zweck des Schulbesuchs freie Eisenbahn⸗
ahrt gewaͤhrt werde. Die Genetaldirettion der Reichseisenbahnen
a Elsaß Lothringen wurde gleichzeitig ermächtigt, ev. die Anträge
uch anderer Beamten an den betr. Stationsorten in gleich eni⸗
egenlommender Weise zu bescheiden.

fStraßburg, 7. Juti. Die Koln⸗Düssendorfer Dampf⸗
gifffahrtsgesellschaft wird vom 15. Juli abd ihre Fahrten biz
raßburg ausdehnen und täglich je ein Boot ab Mannheim und
d Straßburg fahren lassen. Die Fahrzeit einer Bergfahrt wird
wa 15 Stunden sein.

In Dieuze (Lothr.) wurden am 29. Juni zwei Reichs⸗
camte don mehreren Strolchen rücklings überfallen und einer der⸗
alben lebensgefährlich verlegt.

f Im Aurgarten von Ems befindet sich ein quadrat ⸗
uimiger Stein mit der einfachen Inschrift:

13. Juli
1870
9 Uhr 10 Minuten
Morgens.

ir dejeichnet die Stelle, wo OHr. Benedett vom Kaiser, damals
oh Konig, Wilhela die sehr interessante Mittheilung erhielt, daß
wihm „nichts mehr mitzutheilen habe.“

fBerlin, 1. Juli. In einem hiefigen Hotel, so erzählt das
tageblatt, saß an der Tabte d'hote ber Rausmann S. und wollte
jach Aufhebung der Tafel dem feitwärts stehenden Kellner eine
hanknote von 25 Thaler reichen. Um letztere nehmen zu könaen,
og sich der Kellner über den Tisch, gleichzeitig aber vollte der
ehen S. an der Tafel sitzende Gutsbesitzer M. gesallig sein und
iie Note nehmen, um fie dem Nellner zu geben. Bevor aber M.
und der Kellner die Baalnote erfaßt, heß S. dieselbe los und so
il sie in die Sauciöͤre. Der Gutslesitzer M. faßte jedoch schnel
m und zog an einer noch trockenen Ecke die im Uebrigen mit
zauce überzogene Banknote aus der Sauciore und woll tesie dem
eelner überreichen. In di sem Augenblick spraag der dem eben—
s anwesenden Rentier V. gehörige Hund vor, schnappte die
sote weg und verschludte sie. Der Kaufmann S. berlangte von
em Rentier N. die sofortige Tödtung des Hundes, um die Resie!

der Banknote zu reiten und resp. zum Ersatz zu liquidiren. N.
aber weigerte sich, da der Hund weit mehr als die Banknote werth
sei. Es fragt sich, ob Jemand und eventuel wer die Note ersetzen
sod. Der Kaufmann S. hat zunächst den Gutsbesitzer M. verklagt,
da er die Banknote unberufen aus der Sauciore genommen und
dadurch Gelegenheit gegeben habe, daß der Hund dieselbe aus feiner
dand wegschnappte und veschlucte. Falls S. abgewiesen wird,
will er es mit einer Klage gegen den Hundbesitzer versuchen.

fBer lin, 4. Juli. Unter das ewige Einerlei des Brief⸗
ortirers mischen sich doch auch wanche Curiosa, wie aus den nach⸗
olgenden, der Sammlu⸗g eines Postbeamten entnommenen komischen
Idressen erhellen wird: 1. „An den undbrauchdaren Jäger, den
—XD
»rauchbar vom Militärdienst entlassen. 2. „An Hocdh⸗Achtung
Wohlgeborgen Herr Von dauschen Kaiser in Berlin.“ 8. „An
neinen lieben Sohn in der Tüskei. Ist schon seit dem Krimmirieg
»ageblieben.“ 4. „An den billigen Bandladen auf der ... Bruücke.
Bitte sogleich an dem Mädchen mit die rothe Bossenschleife und dem
»londen Haar abzugeben. Sito. Sito, d. h. cito).“ 5. An die
jeinerne Frau Topfhändler Kadenhoff Reinkenfelde — (soll heißen
Frau Steintopfhändler Kaden auf Hof Reinkenfelde) Wenn Sie
Ihr nicht zu Hause treffen, legen se man den Brief linls auf den
bord in Sch fstall. der is offen und da findet Se ihm.“ 6. Au
eine hoch Wohlgelboren dem Herrn Herrn Pius Novono, dem
derrn Papst in Rom in Iflalien und Kirchenstaat.“ 7. „An den
Belrönten, Hochpreislichen, Hochzugeachteten und immerfort Geliebten
dönig, Koönig in Schweden, Norwegen und Lappland, dem Herrn
der koͤnigliche Hochgebietenden Hoheit, dem Herrn Oskar J. Hoch⸗
geboren in Schweden Stockholm. Bitte sogleich zu erbrechen und
zu beantworten.

In Wien wurde eine russische Staalsrathsgattin ver⸗
haftet, welche in Petersburg weit über 100,000 Rubel in Werth⸗
apieren gestohlen und fich dann geflüstet hat.

f Eine Weitfahrt von San Francisko nahh Liverpool wurde
zon dem amerikanischen Clipper-Schiff, Young America“ und dem
nglischen Clipper⸗Schiff „La Escosesa“ gemacht und von dem erste
jenannten mit einer glänzend raschen Fahrt von 106 Tagen ge⸗
vonnen. Dasselbe traf am 18. Juni in Liverpool ein, während
al englische Fahrzeug noch auf dem Ocean schwimmt. In San
Francisco waren große Summen auf das Resultat gewettes worden.
Bekanntmachungen.

dirher Hihsonereim
Nachmittags 8 Uhr,

Heneral-Versammlung
im Vereins⸗Lokale.

Um recht pünktliches Erscheinen wird J—

Cunsst Anzeige
d
Die Familie Knie wird heute
Tamstag den 12. und
Sonntag den 138. Juli
ihre Kunstvorsteslsung produziren.

Sonntag wird bei zahlreichem Publikum Cart Fnie fsunm. seine
djahrige Großmutter auf das hohe Seil, welches auf das Rathhaus gespannt
ist, hinauftragen.

AUm Samstag ist der Anfang 237 Uhr. Sonntag nach A Uhr.

Es ladet ergebenst ein

en
Der Vorstand.
(B. Das Bier wird vom Faß verzapft
Alr. der Schophpen.
Wesentliche Besserung bei!
altem Brustleiden.
dern Hoflieferanten Idhann Hoff.
in Berlin.
bannover, 19. April 1873. Daß
ait Ihr Malzertralt über alle Erwar-
ung vorzügliche Dienste geleistet, muß
9 Ihnen zu der Ihnen brreits zu
cheil gewordenen aui,emeinen Ana
eanung noch besonders aussprechen.

v. Winning,

Najot u. Bat. CTomm. i.7. Rh. Ins.
Reg. Nr. 69.
Serfaufsflete del Fritß Pauzer⸗

neter in St. Jugten.

nie mit Familie.
*
Ale Kranken
9 *
and Leidenden
inden in der 14. Aufl. des Buches Na⸗
turheilmethode für alle ver—⸗
ahteten Krankheiten des mensch⸗
sichen Koͤrpers Hülfe, Linderung uund
Nath, und wird an jeden Hülfesuchenden
anentgeldlich nud frei versandt.
H. Sievers &amp; CEo.
in Braunschweig.
NB. Tausende verdanken di sem Buche ihre
Gesundheit.

Keine Eranenzeitung er-
reut zieh einer grösseren
erbreitung vud ist dabei
rota ihrer treftlichen Ori-
vinal· Abbildungen so bil ig.
is die

Modenwolt.
reis vierteljũhrlich 45 Kr.
nit eolorirten Modenkupfern
2 Gulden 3 RKreuzer rii.
Dem bowãhrten Streben der Redaction, vor
Mlem die Bedürfnisse der Familie zu beruek-
iehtigen und egee den Anforderungen
ler eleganten Welt in volestem Daasce Reen-
ung 2u tragen, verdankt die Moctenveltt
hren stetig waehsenden Ruf. Mehr als 200
schnittmuster jährlien, die sowohl ihrer Ge-
nanigkeit, als zorglichen Auswahl wegen gleioh
wehr gerlhmt worden, ermöglichen es vrelbet
ingeubten Händen, alle Gegenstände der Toi-
ette, Leibrasche ete. selbat anzufertigen. Auch
m Gebiete, der Handarbeiten gilt die NMo-
lenwelt als heste Lehrmeisterin.

Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen
ede rreit Bestelluugen an

Sandwurm-Leidenden,
is solchen, welche bereils vecgeblich me—
mnische Curen gebrauchten, wird leichte
id gesabtlose Heilung in 2 dis 3 Stunden
le Garantie, durg die Adresse L. Dr.

dote restante Pielcielũ. Prospect und
Nugdisse grafig.

— —
Frankseurier Jörfe
vom 10. Juli 1873.
Lreußische Friedrichdd 988—39
bistolen ...2938-40
dollandische 10 fi⸗Stuhe d 52-54
Ducaten —UWV .. 5324 34
20Franes⸗Stucke — 9 20-21
englijche Souvereigns 46-48
dollars in Gold 2 252- 26.
        <pb n="430" />
        Zonntag den 13. Juli 1878
Fahnenweihe
des
Elversberger Gesangvereins
unter Mitwirkung der Kapelle Heinitz.
Versammlung der Veceire punkt 123 Uhr
auf dem Fesiplatze in den Tannen bei der
Etversberger Ziegelhütte.
Das Festcomite.
Großes
Schuh-&amp;Stiesellager.

Durch große Einkäufe und bedeutenden
Vorrath selbsigefertigter Waaren bin ich im
Stonde, solgeude Artikel, hut und elegant
gearbeitet, zu sehr billigen Preisen zu ver⸗
laufen, als: æ

Stiefelttien. Stiefel, Arbeitsschuhe, Zeug ·
ftiefel fuͤr Herru und Damen, mit und
ohne Absöß, Gummizügen, Knöpfen und
geschnürt ꝛc.

Kitt⸗, Boc⸗ und Lederst'eitl, Frauenschuh
und Pantoffel in Leder, Plüsch, Stramin
und Zeug mit und otme Absätz, Madchen⸗
ind Knabenfliefel in Zeng, Kilts, Vock⸗ vnd
albleder, mit Knöpf, Gummizüg und ge—
schnürt ꝛc.

Herrenpantoffel in Plüsch, Stramin und
Leder. J

G. Linn, Schuhmacher.
Frucht· Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preise
der Siadi Zweibrücken v. 10. Juli.
Weizen 9 fl. — tr., Korn 3 fl. 38 kr.
Herste Areihige — il. — kr., Gerste vier⸗
reihige, — . — ir. Spelz — fl. — kr.
Spelzkern — il. — tr. Dinkel — fl.
7. Mischfrucht — fl. — kr. Hafer
5 fl. 40 tr. Kartoffeln Ifl. 56 kr. Heu
fi. 24 tr. Stroh, 1 fl. 18. ir. per
Zentner. Weißbrod l'iz Kilogr. 28 kr.
erubrod 83 Kilogr. 20 kr. ditto 2Kilogr.
oea. dilio 1 Kilogr. 10 kr. Gemischtbrod 3
Fil. 38r. 1 Paar Weckh 100 Eramm 2 kr.
Kindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kr.
Kalbfleisch 16 lr. Hammelfleisch 18 tr,
Schweinefleisch 22kr. ber Vfund. VButler 34

kr. ber Pfund.

— Zum ersten Mal hier:: S54
de ahere Wöny pluus ultra? zet aar
* * e mechanische
stellu
—XR 9 e ung
daturelle Darstellungen
zn e 444 in Bewegun
durch eine Dampf-Maschine n 3 g —
berbunden mit den neuesten 4 Fuß hohen amerikanischen Transparent ⸗ Tableau
Zum Schluß: e
D 44154 9 nach dem System
Die Rheinische Wunderdame, a e
Professor Streve, aus den Linien der Hand die Zukunft zu wahrsagen, ist für jede Perio
allein zu sprechen.
Doer Schauplatz ist auf dem kreien Platze vor der Müller'schen Gerberei an da
Großboch. — Auferihalt: Samstag, Sountag, Montag und Dienstag
Entree für Erwachsene 2/2 Sgr. — Für Kinder 1ESEar.
Zu recht zazlreichem Besuche ladet ergedenst ein
AI. Dienatkneeht,
Schaubuden besitzer und Mechamier.
— ——

y — —
Gart
rte

güůnftiger Witterung:
—A
Juli—
— —

71
RAIrn
(
B—

ausgeführt Pon— der! fächsischen Bergkapelle unter Leitung ihres. Dirigenten
verrn Mollenhauer....
—— J ———
3Erste Abtheilung: Zweite Abtheilung:
1) Marsch von Strͤwe. Duvertüre von Gärtner.
2) Quvertüre, „die drei Musketiere“ Fantasie für Clarinette.
Blankemann..5, Zuartett für Waldhorn.
83) Lied, „Sängers letzter Gruß“ ) Trompeter⸗Polka von C. Werner
Drechtzler. Großes Potpouri von Moskau.
9 Walzer von Strauß.“ Zum Schluß:
5) Galopp von Mähler. Brillantes Feuerwerk.
Verson Gar. — Anfang 8 Uhr.
—8 Großes —— —*
n⸗ und Rouleaur⸗Lager
bei J. B. Ciolina.
ris-a⸗vis dem Pfälzerhof
in Tweibhrüäceken.
22

— æ s6æ
uün.
aqers, und, um vollstandig —XD

Ich vetanstalte au
ch zu folgenden herabgesetzt rite J
z00 Stuck */. breites schweresOe'enn, Heniden und Settn dbreites ächtfarbiges Bettzeug, meistens turkischrotbn
— die Elle 12 t. 2.15 kr. *
21 Ellen breite grobe Leinen, für einschläfrige Betttücher, des miße rein leinene Damentascheutücher, das Dußen
vollständig Betttuch ohne Naht, fl. 1 45. 2. 30. — *
3Ellen breite grobe Leineit, fur zweischläfrige Betttücher, das voll⸗ Eachemires Tischdecken das Stad fl. J. 4. un⸗
ständige Betttuch ohne Naht, fl. 2. 24. 2. F
200 Studh feines 8/ breites schlesisches und bohmisches Leinen, die Elle Gre Jachendors Comodedecken, das Stück fl. 1. m
15 18 dis 30 r. 557 p. 1.24. R ßzhn
209 Stück schwere rothe wollene Bettdecken, fur zweijchläfrige Betten, das o ich ramagirten Vorhangomull mit Bogen, die 6
Siud sil. 3. 30. 16 . — 5
200 Stüch shere weiß wollene Bettdecken, für zweischläfrige Betten, 300 Etück schweren schwarzen Mooreens fur Unterroͤcke, die en
das Stück fl.4. 18. . CHA. o sren alischen Waterbroof, mit und ohne Franzen die
5300 Stud schwere graue Bett⸗ u. Pferdedecken, d Stuchfl. 2 80. bis fu. 8. qy drer 48 Jsche s õ
00 Paar schwere weiße Victoriadecken mit Franzen für 2schlafrige i/ hreiten schweren guten Buxkin fur Hosen und ganze Anzũge
Betien das 8 fl. 26 sazhige h 2. 30. ẽlen b —————— ve
100 Dutzend weiß feine Tischtücher Ellen zang, en breit, 8 7
gSd Vahend ind Hent Tischelicher, In OEuen rng dwhe Glatten, rothen wollenen Unterrockstoff, die Ele 18s r.
109 Dutzend Handtücher, die Elle von 6 kr. an. Feinen weißen o breiten Mull für Kleider, die Elle 12 kr. v
b00 Stuck wollene Kleiderstoffe, fur Frühiahr, Sommer, Herbst und Winter. Cattune, Jaconets, Piaué, Zwillich, Barcheud und Etro
sfackleinen zum Fabrikpreise. 3 —
Musterabschnitte sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post.
Auch die Tleinsten Aufträge werden wie bisher bestens besorgt.
Herkauf nicht nach Weter, sondern nach alter éclle.

*21

r*in

Peathion. Druck vnd Nersag von F. X. Demet in St. Inabert
        <pb n="431" />
        —E —— d 3 —0 —— t —A——— —W

88 — *3 F 4 ———— —*—
7 — a* ⸗ 4. en

AJA.6 2 α ⏑

—⏑ * 3
) C ⁊ q— 74 j —
. z dee upe ie J ;
* . 37
det St. Anaderter Unzeiiger (und daß mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungtblatt, mit der Dienbtagt⸗ Donnertiagt· und Sonntag

Lummer erscheint wöchentlich vierenat: Dien sta gc Donner dtag, Sambtag und Sonntag. Abonnementspreis pierteljahrig 42 Arzr. oder
12 Silberar. Anzeigen wernen mit 4ä Arir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

.. eez 73

. . n n 1873
, e
: 190 ö Deut sches Neich. α, at * J
Mäüng«dhen, II. Juli. Der Kaiser von Oefterteich in
zeute incognito hier angekommen; und am Bahnhofe von dem
drinzen Leopold empfangen worden. Der saiset wird sich Abends
um Besuch seiner Schwiegermutter nach Possenhofen begeden.
Mahz.74 Juli. Die Justizbehörde hat Veranloffung ge⸗
anmen, gegen einen hiesigen katholifchen Geistlichen gerichtlich ein⸗
ajchreiten, welcher hier beim Religionsunterricht in einer Schule
zhmähungen gegen Andersgläubige und deren Lehren ausgespro-
jen habe. (3. sie.
zeranturtz 10 Juli. Hamburget' und Bremer Pro⸗
uesenhändler überschwemmen unsere Gegend mit Anerbie!:ungen
un Spielen in der Hambutger: oder Braunschweiger Lonerie. Es
fstrufrechtliche Umersuchung gegen sie eingeleiten. ne
, As Fulda wird der N. 3.* .legraphisch- gemeldet?
ue Sistiruns der Zahlung der Staalsfubbenion sür das hiefige
»eminor ist, wid versichert wird⸗ bereinz angeordei. Die Ein⸗
ellung der Boclesungen ˖ ist wahrscheinlichernt —
BerlinzeuS8e Juli. Den Priesterseminarien in Trier,
tauenburg, Osnabrüd und Hildesheim ist jetzt gleichfalls die
aatliche Anetkennung entzogen worden. Gleichzeitig wurdre der
edemptoristen niederlafsung in Trier die Existenzfrift bis zum 1.
lober bewilligt und den Lazaristen in Münstereifel, welche das
it dem Gymnafium daselbsi derbundene erzbischofliche Knaben⸗
minar leiten, aufgegeben die seelsorgerischen Funtnonen einzu⸗
elen und dis zu jegem Termin ihte Niederlassung aufzuldsen.
Bexrlin, 9. Juli. Die „Prod.⸗Korr.“ bespricht nochmals
e von Katholiken an den NKaiser gerichtete Adresse und XV
iermit beginnt die Scheidung der Geister innerhalb der deuischen
tholischen Ktirche im Gegensatz zu der bisherigen absolaten Herr⸗
naft freim dartiger Machteinflüssfe. Durch die neueste lirchtche Ge⸗
zebung hat der Staut sich die Macht und die Möglichkrit ge⸗
hert, die Interessen der bürgerlichen Gesellschaft nach allen Seilen
aittham zu wabren, und die ———— entschlossen, von
en Milteln, welche ihr die Gesetzgebung in bdie Hand gegeben hat,
wwen alle geistlichen Herrschastsgelüste, gegen allen Troß und alle
lusflüchte rückhaltslos Gebrauch zu machen; jeder Tag bewährt
ite Entschlossenheit. Der Artilel schließt! Maänner, welche ent⸗
dlossen sind, den Baonn vaterlandsfeindlicher · Abhangigkeit zu
zechen, werden den eingeschlagenen Weg unbeitrt von Anfechtungen
erfolgen, und Patrioten aus allen Kreisen merden sich immer
ihlrzicher vereinigen, um in Uebereinstimmung mit dem Wunsche
z Kaisers dem Vaterlande den inneren Frieden wiederzugeben.
„ZDer „Neue Socialdemoktat? stellt in Abrede, daß seln⸗ Par⸗
das Kapital zerkoren wolle und bemerkt dabei in unübertreff⸗
cher Naivetät: Nicht „uieder mit dem Kapital“, sondern „her
ait dem Kapital“ wird der Schlachtruf fein. Drum ist socialistische
—I Phrase. — Armes, selbstmoͤrderisches Kapligi
Frankreich. ——

—

Parl C. 10. Juli. Der Schah reist von Marseile nach
lom und dann uber Venedig und Triest nach Wien. Er bleibt
Tage in Wien und ebenfo lange in Konslantinopel. Nach Persien
iut er uͤber Trapezun zurüd. (FIr. 3tg.
Varis, 10. Juli. Heute ward im Boulogner Wald eine
uphenschau über 80,000 Mann bei prächtigem Wetter und
rmeßlichem Meuschen zudrang abgehallen. Mac Nahon den
m glänzenden Genetaͤlstabe umgeben, is welchem man auch
Derzog von Aumale und die mililärishen Attaches verschiev
er Gesandschaften in groher Unform bem rte, erwartete den
ʒeh an der Pfotte de Passh. Letzterer ritt quer durch die Ebene
Longchampe inmitten der Truppen, die ihm die militärischen
vun erwiesen. Dann ward er von Mae Mahon zur Tribüne
wo ihn der Praͤsident det Nationalversammlung und die
* empfiugen. Wiederholt. sprach er seine Vewunderung für
ppen aus. Alle Mitglieder des diplomatischen Corps waren
Tribunen zugegen.

Pat a. a. Seitdem/ Herr don Belcaftel Frankreich dem heil.
derzen Jesu geweiht hat, mehren sich hier⸗ zu Lande die Wunder.
——A 33jahrige Mädchen
Taroling Esserteaur, aus Niorhen welchen seit 10 Jahren an den
Beinen⸗ volkommen, gelahmt und so mißgewachsen war, daß die in
sich gekrümmten Scheulel in das eigene Fleisch wieder eincedrungen
vwaren, am 2. Juli, als es bereils zum dritten Mal die heiüige
Brotte zu Lourdes vesucht hatte, plötzuich unter dem Rufe: Ich
pin geheilt 1mitgradgestiecten SGliedern aufgesprungen sei. In
der That sel sie volltommen geheilt gewesen und ihre Schenfel
hätten nicht einmal eine Spur der Wunden getragen, mit denen
sie zuvor bededt getwesen srien. Da sich eben fünftausend Pilger
in dem Wallfahrtsorte befanden, fährt der Gewährsmann des
„Univers“ fort: so erregte der Vorfall natürlich großes Aufsehen
and Alles drängte sich zu der so wunderbar Genesenen .

Verpignan, 11. Juli. Die Colonne Vaga und eine
Abtheilung der Besatzung von Vich haben die Carlisien,die sich
in San Quirse fesigesetzi hatten, nat dem Bayonneie vertrieben.
Republicaner brannten eine Fabrtik nieder, mißhandelten Frauen
und plunderten die Stadt, unter dem Vorwande, daß die Ein⸗
vodnerschaft carlistische Gesinnuugen hege. — Ein Batailon mo—
ꝛilisirter Freiwilligen aus Tarragona hatte beie Sanma: Coloma
inen heißen Kampf min Carliften, welchꝰ letztere 8300 Todte und
ahlreiche Verwundete zurückgelassen haben sollen. ———

— ——————⏑

— u1. Ser m issch ss..

. Die Nachrichten Aber: den Schaden, den dab Gewitter dom
be Juli gethan, mehren fich mit jedem Tage.“ Das Gewiller hot
üch demnach fast über die ganze Pfalz, Baden und Heffen ausge-
dehnt. Bei Rodalben wurde auf dem Felde ein Knade, bewußtlos
auf dem Gesichte liegend, von Schlossen bedeckt aufgefunden. Er
vurde nach Hause getragen und kam erst am andern Tage zu sich.
Noch schlimmer ging 18 zwei Weibern, die ebenfallz von den
-chlossen bewußilos geschlagen: wurden, von denen überdies die
ziine den Fuß zerbrochen hute. — Man denkl daran, für die durch
den Hagelschlag hart: Beschädigien eine Sammlung zu veran—
talten, da fast Niemand versichert hat. Auch hier kbommt der
Mahnruf zu spät: Versichere
Speier, 10.. Juli. Am letzien Warkttage · Dienstag)
wurde hier Butter verlauft, die auf, so raffinirte Weise gefalscht
var, daß wir nicht umhin können. das Publikam auf diese Be—
frügereien ausmerksam zu machen.' In der Mitte der geformten
Butterscheiben war namlich auf fo künstli he Art eine Lage ganz
alten, ranzigen Schweinefettes angebrachte daß dies erst beim
Zertheilen der Butter wahrgenommen werden konnte. Wie wir
zören, ist die Pontzei bereits adissitt und wird den genialen Be⸗
rügern und Fälschern hoffentlich das saubere Handwerk legen.

7 Speler, II Juli. Am 9. ds. Mis vurde durch den
Metzger H. Mdahier eine Kuh im Schlachthaus geschlachtet, die
121fl. gekostet haben sollte. Die vorgeaommene Fleischbeschau
etgab, daß die Kuh an der Brustwassersucht erkrankt dar Durch
angeftellte polizeiliche Erhebungen wurde constatirt, daß genanntet
Megger die Kuh, welche ein Gewicht von 884 Pfund hatte, bei
Beorg Jacob Schädler in Berghausen um 50 fl. gelauft hatte.
viffend, daß dieselbe krank war. Das Fleisch wurde selbstover⸗
dändlich vergraben. Man glaubt verpflichtet zu sein, dem Pub⸗
likum hiervon Kenntuiß geben zu müssen und wird bei aͤhnlichen

Vorkommnissen immet diesen Weg einschlagen. (Sp. Auz
Speiet . Juli. (Sp: B) Das heute Vetanßsaltet
Sqhulfest im Wäalde gestaltete sich zu einem wahren Vollsfefte,
an dem Tausende ohtse Unterschied des Alters und Siandes Theil
imahmen. Auch Se. Crellenz der Herr Regieruugsprasidem jbeehrte
vas Fest mit seiner Dune —W J
In Dahen burde am, 4. Jult die truerbaute Synagoze
I eingewciht. Zu der Ferr han
Glaubensgenossen von Nah und Fern einzefuuden, ader auch
satholilen und Protestanten, Bürger wie Bearte, nahmen an

der
        <pb n="432" />
        derselben Theil und halfen sie mi i - ei 7 ist ei i
e
4 Dem „Pf. K.“ wird mitgetheilt — In Saifferstadt der Gelmin * epe re d * Adee Fauede y

dortige Veheimeen iccei mare ie i inengen Zn die Cevenwerhen Thegier in London inn vielem
uf dem Genteint edan Jeit cnvd eidern hacden Jahhre vor Enem Oꝛ Feal l. Qen *
Allare voimaei .h. Worce nem Gnn jchwarzent Vuche bedeckten in Ha Acnen an eden oo Jaut ——
Tisch, auf welches ig der Mittain Kruzifix steht and zu ee, d cwen den Jesustenorden ainfaedodeban e
Seiten Heiligenfigürẽen und brennende Kerzen. NRicht blos d ie it urch ulle Donus 30 rodomt x· obter..
e e aenen hehnee se vor anch due Protestanten be —W Auguft 1814 durch die Bulle „dolliei.
müßten sich vor diesem Altare trauen lassen, Das wäre denn doch udo omninm eoccleaiarum, den Orden wieder her, nachdem dessen
starker Tabak*Jedenfalls wird vie Regierung diesen Unfug un⸗ r — 7. den Zus I dem. Nachloiger Clemen
euatseen dnd den Burgermeister den Stanbpuntt nach Ge- SV.Sedeumnndheg ins at woren an—3

üte iar mahen rreret. zch Bere Pr.x Cylan, S.⸗Fuli. Im Dorfe H. machte sich ein Land⸗
Lubrighafen, 11. Juli. Die Direction der Pfalzschen mann den Scherz, einem Hirtentknaben die Tabakspfeife mit Pul—⸗
Fifenbahnen hau wie in früheren Jahren den Mitgliedern des veru filen And dieses nmut e ner dünnen Tabatsshihe zu be
ie Ve sa aie sne durs deten Dnr Znabewe mer Aißnean Leine Henniniß hatie, Leci
Leginmanions - Karten ausweisen lonnen, eine Taxermaäßigung von die Pfeife in Brand, und. indem greharmlos die Rauchwolthen
J0 zum Besuche des diessahrigen Jahresfestes jus Lambrecht in die Luft blies, exblodirke derPfejfenlopf und der brennende
, ee e den deten buperdampfgaudt dag Knaben beide Augen, Fenige Stunden
e ee e ie latseelen Rucfehe dis ug 1s. d diesen Unglũc ritt —der Nedelnwater ein Phferb n die
berechuigen Vegitsmationtattennach dem fir die Vesucher Schwe ume ʒ datg Thier wurde im Wasset unbandig, warf sich uber
rfat. Disodoene debrauchüchen Foemuiatesind .darch den und der Reiter trax4

Pfarrer Keini d dene ad u werlehen S.uon nn z8 ;——38 eines eeee in in den Vereinigten
Strkaß Sut d. d. Juli. Die. Erdffaund ——— roftfpeliges Vergnügen. Hierdon
scifftahrt auf dem Rhein dierhet 6 —BB8 onnte sich jungstens Herr Jacos Stevet in Cincinnati üherzeugen,
n aleden und ertt bis zum Zd.. doß arsit. Dampfboot bier der don der zarten Jungfrau Josephine.Kimball dseses Verhus
antreffen. Miederth. “* 77* o dens geziehen undozzo den Geschworenen verurtseilt wurde, be⸗
Blaͤttet wird sowohl die Inserationggebi wie daßs Abo B
erhöhen, zunter e die d 2*— J den Iune) Dy znehmmornw
——— —— cene ee — —A Aeronautder in einem Ballon dea —XX
— — e eeee
2n ga Der am4 Juli in Lon do /a verstorbene? Fuͤrst Joseph I t Q— 8 8
honiatowali war ein Abloͤmmling des berühmen Polnischen Herot id doo Pfd Bollaft —* n und 88 2 8 *
gieichen Namens und stand in 57. Lebens jahre Seit dem Falle dãn c ae de e p 5 ⸗x —
d eee aen — —A ————— —— Geriai Aege eee

rijn einem Ue uin Arifiete j.i södien gorb einnen 5

e eeee
ZTagen gah er im Theater Drury lane r glaugendes Abschiede⸗ ——— *. 8
Fonzert da er von dem belannten Ulludnne-fut aine Conzerttout —88 ees —* un vre — dr A aud Giem
, ee
m 5 fene e en eitnnm aus Besbachtangen der
Februax 1816 geboren. wo sein Bater, Stanislaus Poniatowski ey v¶ de aAne andet * ——
— —————
ein Korps der Chafseurs diAfrique. Spater ließ er sich in rahren wird und beabsichi ———66 gand der
Tostand ngaturalffiren und erhielt von Leopold I. den Titei Ptinz nzuftellen nd vie 8 2 v e rren
von Monte⸗· NRotondo. Im Jabr 1848 wurde ergweimal zum VVð erste Versuch — uihen nweneen r saen v*7*
Mitgliede. der Deputirtenlammer von Florenz gewählt und al F ee 8 Pwpr r⸗ n
edeumachtigter Minister nach —S— — — I eng der Erder- was er in 89 Taaen zu rollbringen ge
Erstere Stodt wahlte er in 1854 zu seinem permagenten —X

Fr Durde naturalisirter Franzose und erhielt im Dezember gedachten

Jahres die Senatorswürde, nochdem erjthon e inige Jahte vorher
Froßoifizer der Ehreulegion geworden war. Außer seinen politischen
Kefahigungen besaß er seltene muñtalische Talente und er war der
— —
— ———
— —
Bekauntmachungen.
— —2 J —
Fansverkauf.
Ein zu Blieslasiel in der Haupilraße,
in der vesten Geschäftslage sich befindliches
massiv gebautes zweistöckiges Wohnhaus mit
tesler. Stallung und sonstigen Zubehörden
ißt unter sehr bortheilhaften Bediugungen
in Eigenthum zu verkaufen.
Das Haus, in welchem seit Jahren ein
btissantes Wagrengeschäft betrieben worden,
Aingnet sich seiner Größe und günstigen Lage
wegen zur Anlage eines jeden größeren
Etablissenentßßß..
Das Nähere auf dem Geschäfts und
Consultationsbüreau L. Bechthold in
Si. Ingbert

In unserm neuerbauten Hause im Mühlen⸗

ẽd find noch zwei Wohnungen jede mil 8

Zimmer und Keller zu vermieshen.
eidiager.

Wohnungsvermiethung.
Auf dem frequentesten Platze in hiesiget
Stadt am Markt ist' der unterste Stod einei
Hauser,! worin bisher ein sehr renlabltt
Beschaͤft beteieben wurde, mit mehreren
Zimmer im zweiten Stock zu ve mietben
Die Lokalitäten sind zu jedem Geschäftebt
rieb geeignet. Nöähereß zu erftagen in det
Frhed. d. Bhß..

Der. Regenerator
(der Lenenawexer)
seit Jahren das bewährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und specielle
Schwäche zustande, Magengedärm und
Leberkranlheiten, Hämorrhoiden, Eng-
drüstigleit, Milzktankheit, Flechten ⁊c.
sowie alle Krankheiten, die von ver⸗
dotbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der „Lebenswecher“ be⸗
fördert die Verdauung, reizt den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
ven erschlafften Körper, er ist beson
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
——A
8 20 Sgt. bea P. Zepp in ẽ
vnet“

—
— —
— —Eyoee —
siechen Tausende Krante fruhzeitig dabim.
die, wenn ihnen sebneii dir richtigo Hilsen
Theil gsworden, ihre Gestindheit viederen
halten hatten. Das berühmte. 160 Seiten
tarxe Buen:.
Dr. Airy'a Noturheilmethods
—— —
gibt allen Kranken cinfache bewuhrte Aitte
xu die Hand, am sich selbat vom
fruhzeitigen Tode
retten zu Tonpen. Es volute de-ahalb d
Rier venimen, ici aies vonüshe
Buch gegen Einsendimg won 6 Freimatten
Ser on dα ιιοναν Vα_οα
Anstutt in ——⏑ ⏑——

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Eugel.
chen.
ammenkun

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Redattion, Drud und Verlag von F. xX. Demet in St. Ingberi.
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der Si. Snabe rher Anzeügeer (und dae mit dem dauptdlatte verbundene Aaierhaltangsblatt mil dee Dienstags⸗ Donnerstags- und Sonntage
Auimor ex cheint wd hentlich aider m al: Dien zaä3. Donne: —XR Sa'mo ta r und Somnitage Aoanne üentspreis viettellährig 42 Krur. oder

128 Silberar. Anzeigen werden init 4 Arzr. die dreispaltige Zeile Blattichrist oder deren Raum berechnet.!

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— 108. Dienstag, een

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rDeutsches Reich ....
Ic. Mumnschen.. II. Juli.n Der Magistrat hat heute die Er-
chtuag von zwei confe ssignell gemischten Volksschulen heschlossen.
Morgen begebteden Pronzessin Gisela ihr Gebuxlsfest, zu dessen
äιν moiser Franm Joscph.nc nach Possenhofen ge⸗
ommen ist.

Waunsch eede 12. Juli.. Dir Präsident des Bundeskanzler-
mtes und Preußischet Staatsministerx v. Decbrück ist heute Morgens
jer angekommen und nach zweißündigem Aufenthalte am Bahnhofe
ach Reichenhall weiter gereist. — Vom Minifteriun des Aeußeren
vdie Entzendung von 20 Werkehrsbeamten der verschiedenes Ab-
hellungen, dann von 5. Staatzeisenbahn. Werkftätie⸗ArbeiternGuf
ztaats losten zut Wienek Weltausstellung vecfügt worden. Es ist
in Aufenthalt? bon · 14 Tagen in Ausficht geenommen. ANR. C.)

Ril r'n ber Der⸗ Magistrathat deschloffen, in der
üttiscke Communalffchuie zat Eriheilung des alttathol. Religions⸗
vrterrichtz, zu welchem 35 Kinder augemoldet find, einen besondern
teligionslehret in det Person-det Sehrers“ Bollehals unter Anuf⸗
sht' des alt'at ol. Pfarrers Hasler auf zustellen.

Straßburg, 10. Juli. Das gestrige Gewitler hat in

lehtereun: Orten im Unterelsaß Schaden gethan, So zündete der
zlitz u: A.r in Mommenheim an der Bahn van hier nach Zabern
odurch drei gefüllte Scheunen ein Raub der Flammen wurden.
zmm Allgemeinen aber haben sich die Ernteaussichten, im ganzen
zlsaß umer: dem Einfluß: der Witterung der letzten Wochen außer-
rdentlich gehoben. Der Weizen ist in einigen Gegendennnoch
twas zurük, dagegen ieee die Gerste einen glänzenden Er⸗
rag, u. a Ternn Reps ünd Karlköffeln An cinẽe Welse zde⸗
eihen, wie noch kaum⸗ vorher. Auch in⸗ den bessern Weinsorten
estätigen sich die Befürchtungen des Frühjahrs bei weitem nicht.
Wie man heute erfährt, wird der Beginn der Rhein-Dampf-
gifffahrt von B ·hiche⸗nicht nordem 20. d. M.
atifinden,

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M. vt, 1873

2 3 u— ie—
zeabsichtigen, denselben a, divinis zu suspendiren⸗Ginem Gerücht—
ufplge ist Sauta Cruz.‚durch den Marquis von Valdespiuo außf
Don Karlos?. Anordnunge exhafiet und seines Kammando? ente
hoben worden.)

en VSeegre mtA4sschet x
uF Am Sonmag: UAeid. wurde in der Gemeinde Ernstweilere
Zubenhausen die Cinweihung? der neuen“ Kirchengiocken, in der
arotest. Kirche, Wozundie⸗n Franzoses undas Material“ geliefert;
as in Gestalt von eroberten Kanonennals Kaisfergeschent an die
Hemeinde dam, festlich begangenz in Gui )* a77
AtFDirk. Regierung ver Pfalz hat vem Kormmanbo⸗der 8.
Inf.⸗Brigade Nachstehendes zur Kenntnißnahme undgehebenen
Falles zur weiteren Veranhassung Jugehen dassen:
t Mit Rüdsicht: auff den derxzetigen großen Lehrermangel und
den Umstand, daß nach den für die Pfalz gelkenden Normetibe
hestimmungen das Schuliahr erst am 15. September endet, stellen
wir das ergebenste Ersuchen. die k. Landwehrbezirks ·Kommando's
alsbald amweisen zu lassen, die Tispensationsgesuche- der Volls
schullehrer um Zurüchstellung von den für den Monat August be—
timmiten Reserbe · Uebungen wie nut immer thunlich nach Maßgabe
des 8. 53 der allerhöchsten Verordnung über die Organiiation
dex Landwehrbehörden zu, genehmigen ···
. Datzek. Bezirklsamt hat hiervon durch Zirkulär die Bürger⸗
meisterämter jn Kenntniß gesetzt, unker Beifügung folgender Bee—
zleitzeilen: Im Abdrucke an sämmtliche Burgecmeisterämter des
Bezirks zur Kenntniß und Eröffnung an diejenigen Schullehrer,
welche eine Einherufung Jur den im Monate Auguüst stattfindenden
Reservelbungen en haben, damit dieselben sofort nach
der Elnderufung Disptnsationsgesuche emreichen · 5
Dem Vorstande des pfarzischen Kreislehrervereins wurde
bon dẽt I. Nrtisregieruũg di⸗ Erlaubniß ẽrtheilt, die durch ven
Krieg unterbrochenen Sammtmgem fisr 8as poeilzische Lehrerwaisem
mift wleher. aufnehmen zu dücsen,“ *
F Pirmasens, 10. Juli. GestetneNäacmittag entluden
ich abermals nacheinander. RGewitter ühder Hiesiger Stadt vusto
tarlem Regen, aber ehne Schlohser ⸗s0 daß Akinerlel Schaden
erursacht wurde, außer einem Blitzschlageo der in das Haus von
Peter Fran! g und dort mehrfache/ nker mabedeurende Be—
chädigungen anrichtes?. Frau Frank nebst Tochter wurden dvom⸗
Schlage betäubt nie“ rgeworfen, und während Letztere sich bald
xholte, währle die elänbdung bei Ddern: Mirtet A Etunden. —
Hei einer Revision 28 hiesigen Teregraphen⸗Apparates! fand sich,
aß auch dieser besch idigt war, indem der Leitungsdraht an zwei
Be bindungsstellen vollständn durchgebtauent war.
Das Gewittetr mit Hagel, das am Sonrtag einen großen.
khell des Westrichs heimfuchte, bat'allein in Kodalben für 1000
l. Scheiben zerschlagen. Auf dem Felde daselbst fand man einen
ziährigen Knaben bewußtlos auf dem Gefsicht liegend/ von! Schlossen
ormlich bedeckt; er mußte nach Hause getragen werden. VPeim;
ALuskleiden desselben fagd man dessen Koͤrper voll Wunden“ und
Benlene erst audern Tags lam er wieder zu siche!
Sprery x r. I2. Jili Gestern Nacht nach 10 Uhr wieder⸗
jolte sich das Schauspiel vom 6. b. Abends in viel großartigerer
Beise. Es entlud sich ein Gewittereiber aimfewer·Sighis das leider
on vogeleigroßem Hagel begleitet wat.“ — um V ulhr he—
nerlte man in Südost urd Südwest ein Wetterleirhten un 40
Uhr ward es, txoß Vollmond finftere Nacht and von da glich der.
pienmel Jinenn Feuermeer bis nuch 11 UÜht.“ Unaufotlch trle
— jo daß die Erde erdrohnte und die Erschütterung in
st Betten verspirt wurde Der Tabak hat etwag gelitien auf
xx Nordseite decx — es jst aber zu befürchten, daß nach Sae
)en der Hagel großen Schaben angerichtel hat. — Dortfelbit der⸗
uchte sich der ledige Schreiner Fröhlich“— in einem Anialle vrn
Wahnsinũa vorgestec zu etkränken. Es gelaug Pooch den Sasheneu
leyter Schön ihn mit Pieler Mülhe zu retten

2. 5. 7—
Paris, 2. Ju Herzog von Aumale ift zum Pih⸗
dentea des FIxiegs geriTtes, por welches Bataine veftellt wird, er⸗
annt worden. 8 j
VPaa Is, I2VJuli.. Die Festlichteiten, welchs wan zur
jeier der Befteilrg? des Landes von der fremen Besatzung in
danch uund auderswo beabsichtigt, wetden von den Staatsbehörden
picht gistattet werden. - Der Schah wied am 23. über Lyon nach
Nier abrelsennennd wird Marse le nicht vesne n.Die Rationele
etsammlung war heute fast ganz mitn tumultrarischen Auftritten
tfülll, zu denen die Verlesang“ des Proidtolls Anlaß gab. Der
hräsident sah süch genötbigt,die Sitzung aufzuheben. Choiseul
aachte dem Präsidenten den Vorwurf, er habe, wie es desthienen,
ie Ehre, die Armee reorgagisirt zu chaben, der eit dem: B43Vtai
istehenden Regizxnig beigemesseneund Thiert Verdienste ga
ut Ftillschweige a ubergangen: Baüragnon wein ——
mück. Neuen Lärai weranlaßts euie, Aeusterung -Gambettacs über
ie sozialen Schich derz· Der Siegelbewahrer legt Verwahrung
in hegen die Augtiffe GBafnbettas auf die gegenwärtige Regierung
elche hee Nauft znalversammlung herborgegangen
ei. und jagh:, Wir wollen Vertreter des Gesetzes sein
J ESpanien. —V——
Mab Vi d, AP. Jun. Vas JIenimal Impaxrcigt“ meldet,
ngeblich offiie dat Natztledet der Inteknalionale Ach des Stadt⸗
uns Alcohy, bemächtigteen, mehrcre, Vurgerwachen und nach dem
nabthauje geflüchteie Freiwallige eingeschlossen ,den „Alcalde
—IIDDDDD horng —R
noben die HZeißeln hinzurichten, wenn sier von deh a an-
eariffen würden. Dir Reglerung! ifl entschlogenenergische geuen
vorugehene: ιο νανι —1
Dem, Itaseniß den Nachtichten* zufoge hat der Papf!
Carliltenfütter Santa Frug wegen stines mit dem Charaktet
ues Priessers unbeteinbaren Verhaltens Vorstellungen geniacht,
elche Sauta Erm unberbasichügt gelasser hat.“ Der Vapst foll
        <pb n="436" />
        fSpeier. Am 12. ds. wurden neun hiesige Militär—
pflichtige wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, Befreiung
bon Gefangenen und Unfugs, verübt am Tage des Ersatzgeschäfts
oom Zuchtpolizeigericht Frankenthal zu Freiheitsstrafen veruitheilt,
welche von 1 Monat Gefangniß nebst 8 Tagen Haft ansteigen bie
zu 3 Monaten Gefängniß nebst 50 Tagen Haft.

Der Gerichtsvollzieher Gädler in Göllheim, auf den seit
längerer Zeit gefahndet wurde, da er sich im Lande umhertrieb
und für geisteskrant galt, hat sich am 11. Juli im dort igen Po-⸗
cizeigefängniß erhängt.
fAnm II. d. ertrank im Schwarzreeiher bei Enkenbach
ꝛer 21 Jahre alte Gottfried Weber, Sohn des Verwalters auj
dem dortigen Gienanth'schen Gute.

F Freinsheim. Der bisherige Erlds aus den heuer hier er⸗
sielten Kirschen wird nach der „Pf. P.“ zu etwa 50,000 fl. an⸗
zeschlagen. Im Anfang wurde längere Zeit das Pfund mit 15
r. und darüber bezahlt und bessere Sorten während der eigentlichen
Erntezeit stets mit 4 bis 5 kr.

r In Mamheim wifft die Behorde olle Maßregeln, der
drohenden Cholera zu begeznen. Es sind Anordnungen getroffen,
daß die Straßen und die Rinnen jeweilig mit frischem Wasser
ausgespült werden müssen. Für alle oͤffentlichen Lolale, sowie für
Fabriken ist die Desinfizirung der Aborte mit Carbolsäure oder
cisenvitriol angeordnet und dieselbe auch den Hausbesitzern
dringend empfohlen. Es wird nichts schaden, wenn man auch bei
ans alle Vorficht anwendet, durch die der boͤse Gast ferngehalten
werden kann.

f Main z, 11. Juli. In der hiesigen Actienbrauerei ift
seit dorgestern eine Eismaschine in Thätigkeit. Dieselbe erzeugt
in einer Stunde ca. zwölf Centner Eis, das an Vichtigkeit das
aatürliche Eis übertrifft. Das Aussehen des fabrizirten Eises
in länglichen Blöcken erzeugt, ist fast dem weißen Marmor ähnlich.
Die Maschine ist Parifer Fabrilat und bewährt fich in bester
Weise. Die Aktienbrauerei ist durch dieselbe in den Stand
gesetzt, einen ansehnlichen Theil ihres grozen Bedarss an Eis
zu decken.

der Bart wachse. Ein altes Weib, das gerade zugegen war, und
das zwar nicht neugierig ist, aber alles wissen muß, nabte der
jrommen Beterin und fragte dieselbe, welches Anliegen sie wohl
aus dem Herzen habe, da sie so andächtia bete. Die Bäuerin
offenharte ihr Herzeleid und sagte, daß sie für ihren Mann dete,
damit derselbe nicht alle acht Tage so lang ausbleibe und so die
rinke. Nun legte das alte Weib den Mund in ehrwürdige Falten,
chüttelte bedenklich den Kopf und sprach leise mit wichtiger Miene
„Schau, liebe Bäuerin, in einer so wichtigen Sach mußt Du Deine
Zuflucht zu unserer lieben Frau von den 7 Schmerzen dort hinten
nehmen, denn woaßt: die Männer helfen alle z'sammen.“ — O
diese Person noch vernünftiger wird, wenn einma. die Redempto
risten fort, steht sehr zu bezweifeln.

F Konigshaven, 3. Juli. Ein hiefiger Gartenbesitzer, de
zum Schutze von Frühlirschen eine Vogelscheuche, einen Strohmam
auf einer stattlichen Stauge in den Fruchtbaum rechtzeitig noh
vor der Reife befestigt und dazu einen alten Hut uud einen abte
etzten Rock mit großen Seitentaschen verwendet hatte, wollte je
nach Aberntiung des Baumes den Strohmann anderswo anbringen
als er gewahrte, daß die Spazen in beiden Rocdttaschen geniste
hatten.

7 Im Schloßgarten zu Reichenberg steht, der“,Reichenb. Z.
ufolge. derzeit ein Rosenstock mit 18,000, ein anderer mit 10,000
und ein diitter mit 8000 Knospen.
r7In Chemniz sind gegen 80 Personen von der Tri
hinenkrantheit befallen; dieselben haben trichindse Würstchen ge⸗
aoffen, die nicht hinreichend durchgelocht waren.

F In Dresden selbst ist die Cholera so gut wie vu⸗

schwunden. Es sind seit 14 Tagen überhaupt nur 7 Fälle vor⸗
zekommen. Jeder dieser Fälle ist eingeschleppt wocden, keinet der ·
eiben hat weiter angestedi. Hingegen fordert die Cholera in der
Umgegend Dresdens immer noch zahlteiche Opfer. Es sind dor!
zis jetzt 140 Fälle zur Anztige gelommen, von denen 55 einen
õdtlicher Verlauf hatten.
7 Der Gazetta di Palermo“ zufolge hat auch der Professo
Federici glänzende Versuche mit sudrantanen Injectionen von Mor⸗
hin als Mittel gegen die Cholera unternommen. Die Heilung
oll ummittelbar darauf folgen. Der Genannte beabsichtigt, übn
die im Hospital von Palermo gewonnenen Resultate eine Scrif
u veroͤffentlichen.

f Wiesbaden, 8. Ini. Nach dem Rh. Kur.“ist' das
Gesuch der wegen Spizzendiebstahls verurtheilten udligen Damen
um Begnadigung bezw. Umwandlung ihrer Strafe von dem Konig
abschlägig beschieden worden.

Aus Niederbayern erzählt die „Passauer Zig.“ folgendet
dostbare Stückchen — wenn's nicht wahr ist, so ist's doch ul
rfunden —: Vor einiger Zeit betete eine Bäuerin in einer Ca⸗
pelle vor cinem Christus, von dem die Leute behaupten, daß ihm

—* 8. X. Demeß. verantworilicher Redacteur. J
Bekanntmachungen.

Todes⸗Anzeige.
Verwandten und Bekannten bringen
wie hiermit die betrüdende Nachricht,
daß unsere liebe Großmutter, Schwä⸗
gerin und Tante * 347
Maria Woll
geb. Jung
nach kurzem Leiden hentse Morgen um
b Uhr in einen Aller don 68 Jahren
anft verschieden ist. —
Um stille Theilnahme bitien
St. Ingbert, 15. Juli 1875.
Die trauernden Hinterbliebeuen.
Die Beerdigung findet Donnerstag
Vormittag um halb 10 Uhr ftatt.

Stückholz
ist zu haben dei
W. Weiler.

Vacante
Straßenwärterstelle.

Vom 1. AÄugust J. J. an ist eine Straßen⸗
wärterstelle auf der Distriktsstraße von der
Hassenmühle über Ensheim nach St. Ingbert
jür die Strecke von Stundenstein JI“/s bis
IIꝛs mit dem Wohnsitze in Ensdeim zu
zesetzen, mit welcher ein monatlicher Ge⸗
jaltsbezug von 22fl. aus der Diftriktskasse
rebst der Grasnutzug an den Gräben und
Boͤschungen verknüpft ist.

Gesunde und kräftige Bewerber wollen
ihre Gesuche nebst Zeugnisse über seitherige
Vermendung und Führung bis längstens
zum 19. laufenden Monats bdei der unterf.
Behoͤrde persönlich einreichen.

Zweihbrucken, 11. Juli 18783.

Koͤnigl. Bayer. Bezirksamt
F Damm.
Warnuug.

Ich warne hiermit Jedermann, meinem
Zohne Adam Gluding, gebürtig von
Lrrberg, wohnhast in Rohrbach, auf meinen
Namen weder etwas zu leihen noch zu
zorgen, indem ich keine Zahlung mehr für
zenselben leifte.

Adam Gluding
aus Rohrbach.

Das Neue Blatt 1873.
Nr. 43 ist soeben eingetroffen und enhhält
„Die neue Magdalena.“ Von Wilt
Coilins. ¶ Der Aar von Stratfort
Sonett von Fr. Wilibald Wolff. — ꝓAet
liches Sprechzimmer.“ ‚„Betrachtungen übet
den Cretinismus.“ Von Dr. Ednard Reich.—
„Das Berliner Künstlerfest.“ Von Ludw
oͤdffler. (Deit Iilustvativn) —, Das vPab
menhaus und der botanische Garten u
Htünchen.“ (Mit Juustrativnen.) — Ju
Lande der Kastanien.“ Ein Reiseabe druet
Whn von Arnold Zöllner. — ‚WVon der

jener Weltausstellung.“ Originalberich
des Reuen Blattes —. Der Vi
ngalgeschichte von Ernestine von L. — Heiter
Ebronika.“ — Fuͤr dane und Herd,

Alleriei⸗: BVadesa sonbduder Dert

Moden.“ — „Die Belagerungswurfmajchiw
de Mittelalters. — ꝛc. — An Illufirationen
Non Quixotegruppe aus dem diesjäh
rigen Junfeste 3 Berliner Künjtler
vereins.“ Origina lzeichnung von Ludwig Lofbi
Der botani 4. Garten in Muünche⸗
vebst Plau“

Das Neue Blatt ist zu beziehen ducch al⸗
Buchhandlungen und Poft⸗Ansiallen fin der
aanigen Preis von 15 Sgr. vierieljahrlich

αασ: Allεαα
α Hαανιαreie

In unserm neuerbauten Hause im Mühlen—
Eck find noch zwei Wohnungen jede mit 9
Zimmer und Keller zu vermiethen.

NRetidiger.
Ein junge W
Barbier-Gehilfe
ändet soforl Condition bei Coiffeur Mit⸗
schel, Saarbrücken Wilhelmftraße
Nio. 15.

verr
ste altion, Drud und Verlag don J. æ. Dem

108
St. Ingber:.

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        2232 A
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333335* —55 —2338328
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235523*—333228 55
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3333586482538
2353233838 225328
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25 235 2* 43 3
25338352 323335 —38
—355833— —
2⸗ 25* —555— —A—
2328 24 34 25—82* 3 —A B
55533 3333 2135857 — —
2c2** 333 3 3333 *3 S230
D3 55255 32263 5223,52724 8
22 7 A —— 36323233 — —
558— 2283 — — — 22
32* 28 8 25553322 5 255 A 2228232
9 * —* 552323583 .58 5— 5353**
21233 3 —5226 5 3 —A 4535 2224 —
243 2322 7 2253330333 5283 3*52 ——— 57 *
4z25 35355337233653832 s537 „7755 51585
22253 85 — 335753533338 28 15333 5s3355 538
—A —A 353332-5 —*NBS5 53385 32379
22*232 8 F 223333332 5250 18 28 523
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5 2 — 2*8 8 * 8* — —— 225 — SSe
2333 3323223 373 3235588332 25s553 33538
5352 252 2322* — 258378*328 J — — —
24 2 8 3B55* 5825553*8* z22322 * * * 2
8 222 .5 28 582 5
755f5 533557 333573715553 3823 7553
1522 A 4—22433 502827
— R2
3353 53752 3383743* 34333233 217 23753225 —22
523 —X s 33358 29* 228 22 * 2238322
* — * 2 * ——25*
2532 22222852 2E 223553 25372 822 325578* 5255*
9522* 2 5 553* 25 5853 35 8 38 3356 2,2 85528 —A— 3
—E— —280 537 2* a ⸗5 —55 — 25 153 2533 —
2532172 —— 5233238 —s — 2 — —8 235*2532* 73526
25 3333 33333838 — 5— 2555* 222522 5*2*
23285335 333535328 — A — ——— I52
—A 22 53222387 52523 5232 52*2* 2 8 — 5 —25 553. 53238
5358328335735553* 5 537333335353 — 5553338 25c753
c25 3 2524 2353 5z355358
22232—5—2 5233233537 —— —D 23355
—— 32352275 5s3*68238 —852
⸗ —— J — 26553 535 155531 * 2523
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—2233r *252 25m5 53 3 5228—2323232
2*2 * 2 ——— — —
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753 553 71722 z833 8233233
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der Si. Inghberter Anzeöder sund das mii dem Haupiblatte verbnindene Unterhaltungsblatt, mit der Dlenstags⸗ Donnerdtags⸗ und Sonntag⸗
ummer erscheint wochentlich vre rim äll: Deien draag, Domnerstag, Sa ms ta g und Sonn tag. Aboanemenlsbreis vierteliahrig 42 Nerßt oder
12 Silbergr. Anieigen werden mit 4 Zrzr. die dreispaltige Zeile Slattichrift. vder verendRaum bertchnet. .
2 —— * — —8* 8 — — ⁊ — — — * * — —F —
4831109. uαν F — meuuane Donnerstag, de— Salisιια —V — J 4873
— —E — 7, —
*5 —D Iseαν ι , ”ι
Deutsches Neich e goch. ihres Gatten Tode iu Wien!nh eder —— Inde jum
Muünlch en, 13. Juli, Die, Berathungen der Fachmenner weiten Male Witiwe inn Jahre 1872 dahsej verstarb. Udele
rs Vollzuge des Münzgesetzes“ welche in Beriin Aanfanden, — V——— ur hedtutende AulägenSie
unden und der tyuigt. Oderm ummeister d. Haindin in piedet dier purde zu Wien im Si. AnngeInftt tufe unde uonheert ige ve
eingetroffen. Es ist, wie wir bernehmen, beschlossen worden⸗ alle ensjahre an ini Aschex'schen Inslitute dahjer Lrzozen wo sie ins⸗
zotbereilungen zur Prägung der. neuen Reichsmünzen —X zu besondere eine hexvorragende Begabung füt fremde Sprachen ent⸗
xschleunigen 3. Dessen pgeachtet Dürstenes aber taum möghtch sein, videlle.“ Alleig den allem Taleme besaß sie poch wenig Fleiß und
aß großere Summen der neuen, Muünzen vor Jahresschluß in ALusdauert. Die stille Zurückgezogenheit und Regesmiaßigkeit einer
den Verlehr gelangen. Die baherifche Hypotheken⸗ und Wechseb der Arbeit gewidmesen Lebensweise Jagte ihr zicht zu· Pon Natur
zank läßt schon seit einiger Zeit Banknoren nach dem neuen, Münz nit dem weifelhaften Geschenle einer leicht exregharen Phantasie
iysiem, und zwar zu je 100 Mark anfertigen, doch ist der Zeit- uusgestatiet, nicht frei von Liger gewissen Neberspanütheit fuchte
punkt der Aushebung derselben' und resp. der entsprechenden Eint ie ihre Befriedigung in der Zerstteuung und Abwechslunge Um
ehung älterer Banknoten noch nicht bestiamt. (A, ZMG viesen Neigungen leben zu köunen, hedurfte sie voller Unadhängig⸗
NHainz; 183. Juli. Koöͤnigin Ilabella von Spanien mit eit ihrer Lage.“ Sobald sie daher die Fesseln der Schulẽ äbge⸗
Befolge ist von Wien kommend hier eingeiroffen und im Englischen vorfen hatte, war sie darauf, bedacht, bon dem Einflusse ihrer
hof“ abgestiegen. Morgen setzt sie ihre Reise per Dampfboot nach Mutter sich zu emancipiren. Es gelang ihr ohne Mühe, da sich
doln fortt.. .53 IGr. Ztg.) Mutter und Tochter bei dem Mangel gegenseitiger Berühtungs-
Bis jetzt wurde vier bischöflichen Seminarien, nämlich punkte und ihren durchaus verschiedenen Charaktern ohnehin nicht
bosen, Paderborn, Trier und Fulda, die staatliche Anerkennung us einander hingezogen fühltez und es daher die Mutter auch ohne
ersagt und die Staotssubvention entzogen. biele Ueberwindumgüber sich gewann, die Tochter“ sich selbst zu
Ems, 12. Juli. Die Reise des deuischen Kaisers nach iberlassen. Folge davon war, daß die Tochter in ben Kreis aines
Wen ist nun definitiv auf die ersten Tage des nächften Monats Umgangs gerieth, welcher zwar, weil er sie imit den Lodungen und
eñgesetzt. Der Aufenthalt des Kaisers in Wien wird 6286 Tage Keigen emes leichtei Genußlebens dbekannt machte, thren Neigungen
vähren, worauf fich derfelbe vorerst ditelt nach Berlin zurückbe »olltkommen entsprach z* cbet auf die Entwicklung ihres Chatakters
jeben wird. Et. v. u.f. D. 35.. I edenfalls nicht ohne nachtheiligen Einfluß bhebz Auf dessen Rech—
Tübingen, 14. Jull.Soeben ist bel schoͤnstem Weiter nung ist etßz wahl zu schreihen, daß sie sich igegeneden Willen hrer
mier großer Betheiligung das Uhland-Denkmäl enthüllt worden. Mutier für den Schauspielerberuf entjchied. Von mehreren. het⸗
die Aufführung des Festgesanges unter Faißt's Direction muß alß vorragenden Mitgliedern der hiefigen Hofbühne für, ihren Beruf
ehr gelungen bezeichnet werden.“ Der Professor an der hiefigeß porbereitet, betrat sie zum ersten Male, jedoch erst im 26. Lebens—
Universilät Köstlin zeichnete in seiner Festrede meisterhaft die — ahreic dier Hühne in der Tilelrolle der Deborah“ Mosenthals.
ung Uhlands zur deutschen Literatur als Volksmann und Dichter. Allein sie hatte keinen sonderlichen Erfolg. Micht befser erging es
dr. Elben aus Stuttgart sprach den“ Dunk und die Huldigung hranch mit ihrear Auftreten Cauf anderen,“ leingren deutschen
er deutschen Sänger aus.uoũ Bühnen. Die Kunste:brachte ihr weder-Lorbeeren noch Schähze.
Köun, 15. Juli. Gestetn Abend traf, bon Arenenberg in Nichts destoweniger scheint sie sich in Bezug auf ihre Lewensweise
et Schweiz lommend, der junge“ Prinz Napoleon hier ein und leinen besonderen Beschränkungen unterworfen zu haben; denn in
eßie Nachts die Reise über Oflende niach London fort.“ Seine Zürich, wo sie ine Zeif larg an der dortizen Bühne engagirt
utter ist in der Schweig geblieden. e woar, hinterließ sie bei hrem Abgang Schuldea“ von nicht unbe⸗
Altbreisach, 14. Jull. Vlie feierliche Eröffnung der deutendem Betrage, welche erst geraßme Zeit sputer, nachdem fie
kteinbrüde bei Markolsheim fand destern in Gegenwart des Öber⸗ durch den Vetrieb hrer sog. Dachauer Bank ihre Verhälinsse in
xäsidenten v. Möller und des Staattmimsters Dr Jolly aus d scheinbar glänzender, Weise geändert hatten, zum Theil bezahlt
darlsruhe ftati. Der Feietlichkeit⸗wohnte eine Aahlreiche / Mene wurden. Im Jahre 1868. schloß sie ihre Künslierlaufbahn und
ihenmenge “aug den benachbarten! Orischaften * hesder Nhein- kehrte hlerher zurüd. Ain9. Sepre. bess. Is. kam sie Abends mit
uer bei. · —J—— dem Bahnzuge au und stieg im damaligen „Hotel, Munkert“, jetzt
Frankreich· Enα. deutsches Hans“ ab, wo sie in dem hierzu gehörigen Nebenhause
Paris, 14. Juli.“ Dem Vernehmen nach wird der Schah Nr. 9: an der Burggasse und zwar wegen des Fremdenandrangs
on Persien am 18. oder 10. von hiert. abreisan und zunächst nach im 5. Stock untergebracht wurde. Ihre Verhaͤltnisse waren damals
dhon gehen. Ob derselbe nach Wien glhen wird, ist noch unge⸗ mehr als dimlch. Ihre Garderobe bestand! lediglich aus einem
viß. Gestern fand zu Ehren des Schah eine prachivolle Illumie schwarzen Kleide, eipn Regenmantel, einem Matrosemhütchen und
iation statt. ..4 chlechten Schuhen, sb daß sie oft nicht ausgehen konute. Iht Mo⸗
Paris, 15. Juli.“ Einer Melduͤng der „Agence Havas“ piliar wurde einzig und allein durch eine eet, reprãsen⸗
ufolge bedarf der Staatsschatz nur' noch 60 Millionen -Wechsel, irt. Ihrem äußeren Auftteten entsprach auch ihre Lebensweise.
m die rüdstäudigen Jahlungen der füuften Milliarde vollstandig Die Puatlel, über, welche sie damals zu verfügen hatte, bestanden
tisten zu fönnen.ir — hrer eigenen Aeußerung zufolge nur in einenr Monatgelde von 50
Paris, 18. Juli Die republikanische Linke hat beschlos- In welches ihr ihre Mutter, die dahier lebte, auszahlte. Dennoch
en, Herrn Thiers noch vor den Frrien ein Banket zu geben.« Der cheint sie sich damals stoon mit droßen Ents hlüssen gekragen zu
nipstliche Nuncius bemüht sich bei dem Schah, Concessionen für jaben; denn gelegentlich eines Gespraͤches mit dem Pottier des
e Katholiken in Persien zu erhaltent Broglie unterstützte das Vasthauses über ihre Funstleristhe Laufbahn äußerte sie: „Es
Hlangen deg Nimtiue — tommt die Zeit, wo Adele Spitzeder eine Rolle in der Welt
pielen wirbe“ Dem Portier kamen diese propbehishen Worte
Prozeß gegen Adele Spitzeder ünd Genossen. gußerordenilich komisch vor, weil er damals die Adele Spiheder vur
— rr ür eine unschädliche alte Jungfer hielt. Im Marz 1868 wurde
Wänhen, 14. Juli? Der Anklageschrift deß Staatsan- yr im Hoten Munkert gekündier, undsie zog noch in der aiben
euuts Varsch entnehmen wir Folg ndes 2 . Monat in das Gosthaus zum,, Goldenen Siern“ im Tha. TZIoart
Adele Spiheder, geb. gu Verlin am Oꝛ: Febr. 18832, i die bewohnte sie swar zen moͤblitie Zimmer im 2. Stote un
mthter des am 13. Da. 1838 zu München verftorbenen Hofe lich 15 fl., führte aber auch hiet noch zu den eester Monaten In
dusichrd und Hofkapellsänugers“ Josebhe Spitzeder und dessen sehr ürmliches Lebey, —Aber berellß um die Mitte dese egeichnern
attin. der k. Hofsängerin Betih Spitzeder, geb. Vio, welche fich Is. trat eineauffallende Aenderung hierin ein. Die So ne
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        iich und ihrer damaligen Busenfreundin Emilie Branitzka, die sich
zeständig in ihrer Gesellschaft befand, Kleider und machte überhaupt
dicle theure Einkäufe. Ihr gegen das Zimmermädchen im „Stern“
geäußerier Wunsch: „Ach wenn ich es nur einmal so weit brächte,
haß ich Geldgeschäfte machen könnie!“ hatte sich xealisirt doch
wurden die Geschäfte gemäß Angabe des Packträgets Jos. Wagner
den fie ausschließlich in ihrem Dienste verwendete, noch sehr heim⸗
ich betrieben. Die Leute von Haidhausen und Giesing brachten
aber Ichan viel Geld zu ihr, welches sie mit 1094 verzinste, dafür
Wechsel Husstellend. Gegen Weihnachten 1869 hatte sich das
Beschaft schon seht gehoben. Alie Weiber und gewoͤhnliche Leute
Aler Art gingen den ganzen Tag bei ihr aus und ein. Da⸗
mals schon gab sie Gelage zu 12 Personen, bei welchen der
Thampagner in Strömen floß. In Folge übertriebener Ansprüche
n Bezug auf Bedienung kam es mit dem Wirthe zum Goldenen
Stern zum VBruche, und Adele zog im Maärz 1870 wieder in das
Hotel Muntkert in der Dienersgasse, wo sie Anfangs ein Zimmer
n monailich 10 fl. bewohnte. Im Sommer dleses Jahres,
deiläufig zu Beginn des letzten Krieges, nahm sie auch die unzer⸗
trennliche Fteundin Emilie Branitzta zu sich und miethele ihr ein
Zimmer. Gleichzeitig tauchte auch ein Bedienter in der Person
zes Frauz Silchinger auf, der übrigens schon im Stern zu ihrer
Jandigen Umgebung gebört hatte. Allmählich kamen auch hier
biele Leute, welche Geld brachten. Hie und da fuhren auch Per
sonen vor, welche Datlehen bei ihr aufnahmen. Silchinger ffaud
sm Vorplatz und fungirte als Portier. Damals begann quch das
Regaliren der Aufleger und Geldzubtinger mit Braten, Wutr st
urnd Bler, und steigette sich der anfängliche Tagesberbrauch hiefür
von 5 fl. baid auf durchschnittliche 10 fl., zur Zeit des Truppen-
einzugs im Juli 187 Bwar der Andrang der Leute schon so ge-
stlegen, daß der Wirth des Hotel Munkert genöthigk war, der
Adele Spißeder noch 2 Zimmer als foöͤrmliche Geschaͤftszimmer zu
ubetlassen. Allein das Treiben wurde so stark, daß der Gast ˖
wirth trotz der reichlichen Einnahme, die er von ihr hatte, ihr
indete. Am 1. Okltober 1871 siedelte sie nun in das von ihr
nzwischen gekaufte Haus an der Schönfeldstraße über.“ Wagen
und Pferde hatte sie sich schon vorher angeschafft. (orts. folgi.v

jefunden. Die Zähne lagen ungefähr 10 Metex untar der Etid.
berfläche * 813
Ims 64. 9. Juli. Seit einigen Tager Al der l
Hberfoͤrsser Herr Gareis auf seiner Wiese am age Erb.
tollen Torf stechen.“ Dieser Torf ist Von vorzüglich ualität
rennt inlensid und läßi nur wenig weiße Asche durück. De
durchmesser der Schichte beträgt 422N Fuß und ist nur dvon
iner ungeführ 1 Fuß hoben Lehmschichte bodedt. Ob indden an
deren Wiesen, welche, an das ˖genannte⸗ Grundstück, angrenzen
benfalls Torf enthalten ist, wird, die. anzusiedetiden aUntersuchun
ehren .. .,
pAus der Pfalz, 14. Juli. Die Nacharbeiten gegen

ernere Dammrutschungen auf der Bahn Dürkheim⸗Grinstadt find
jo weit gediehen, daß diese Strede wahrlcheinlich nächsten Samstch
den 19. ds. M., eroͤffnet werden kann. Es wäre dies um so
vünschenswerther, als bekanntlich a 2092 das Mußilfest in Duͤrl⸗
heim begiant..
Beesuin 10, Juli.“? Der Generel -Telegräphed · Direllion
su eine deue Erfindung vorgekegt worpen. wodury es nühgic
vird, jenes telegraphische Wort fnit höchsteng drei Buchstaden zu
hreiben.

wién,“ 13. Juli Vie Gluthitze der leßten Tage hat
die Fälle von Eholera und verwandten Krankheitserscheinungen
zedeutend gesteigert; die Nedicĩnische Wochenschtift“. tonflatint
n sunf Tagen 66 Ertrankungengitt abernicht an,“ wie viile
avon einen odtlichen Auxgang genommen. Ein Morgenklan—
zas sich in dieser Richlung bishet als im ganzen gut unterrichtet
rwiesen hat, spricht heute in der bdestimmtesten Weise von L8
xholera⸗ und 13 Todesfallen in der Heumarhislaferue die Ver
seguing ves betreffenden Kegimenis nach Kaiser. Ebeisdorf seh berein
angeordneeeeee 6

7 Wie ver Gaulois“ wissen willHaͤlte der Schah. dem
eine Edelsteinschätze noch, nicht —5 gestern für 600,000
Fr.“ Juwelen eĩnigekäuft, daruater eig Armband im Werthe von
35,000 Fr., vwelchez für Ddie Maͤrfchallin Mac Madonto
timmt. wäre. —

Als neuer Beweis, daß ejn paar. Worte zur rechten Zei
und am rechten Orte gesprochen, von schlagendster; Wirkung sen
önnen und so viel Ungemach und. Leid verhütet wird. viene sol
gende kleine Episode aus dem Sturmchre Achttndvierzig. Juch
n Sqwedens Haupstadt begaun die Reydiution drohend iht Halt
u theben, so daß ichließüch der Befehl ergiag, mit militärischn
Hacht gegen die immer siärker anschwellenden, ybenden Vollsbausen
vorzugeden. Ein junger Offiz er erhielt den traurigen Befjehl
m Falle nach geschehener, Aufforderung einer der Hauptpluße der
Stadt nicht vom Volke geraumt würde, Feuer zu geben, Ven
hesehle gehorchend, ritt der Oifizier bis natze die Vollshaußen
ind rief: Ich bitte den anständigen Theil des Publikuus, der
—XDD X
hiehen lassen iann le Die Wirkung war ine augenblidliche un
das drohende Blutvergietzen verhindert.

Bermische

7 In Hornba ch sind zur Ausbesserung der durch d
Hageljchlag vom 6. d. beschädigtken Dächer ca. 200 000 8
nothwendig Der in der dortigen Gemarkung verursachte Schaden
wird auf uͤbet 100,000 fl. geschatzt. Total getroffen wurden m
Kanton Hornbach die Gemarkungen von Peppenkum, Medelsheim
Seyweiler, Neualtheim, Altheim, Brenschelbach, Hornbach, 5
bach, Dieirichingen, Großsteinhausen, Kieinsteinhausfen und Bothn⸗
bach; nur theilweise getroffen sind die Gemarkungen don Nieder⸗
zautud Wweeeee Riedelberg und Walshausen, so
aß von den Gemeinden des Kantons nur 5 ⸗
chont blieben. ur ganz der

Beim Bahnbau von Landau nach Annweiler wurden zwei
gut erhaltene Seitenzaͤhne und ein Stück eines dannden
ermuiblich colossaler Groͤße eines vorsündfluthlich n Ungeheuers

F. X. Ot⸗ verantwortlicher Redacteurx.
9— 7 * 24
— —— * *

Bekanntmachungen.
Bürger-Hilfsverein
gt. Inghbert.
Sonntag den 20. Juli 1873,
Nachmittags, bei günstiger Witterung,
— *

Miscfrucht 8.fl. 85 kren Erbsen 71
⸗ izre Widen —sl. —Ar.Kartohtn
— fi. — irx. Bohnen — fi. — 6
—XX Weißbit
z Psund — ir. Kornbrod 6 Pfd. 206
4 Pfr. 20 tr. 2 Pid. 10 ir.“ Gemit
btode6 Pfd. — kr. Das Paar Wed is
dr. 2 Ir Odhsenfleijch pir Pfd. —
Zühfleisch 1. Qual. 20 tr. 2. Qu
—————
20. Ir. Schweinefleifch 22tr. Butm.
per Pfund 36 kIr. —
Kaiferssautern, 13. Juli. (Itud
yreiß.) Weigen 8efl. 830 kr. arn
3 fl. 31 ir, Spelzlern — fl. 7
Spelz 5 fl. 44 ir. Gerste — .8
ir c — 425
Wichken — fl. — kc. Linsen — .J.
Frucht⸗, Brod⸗, Vleisch- ꝛc. Preise e F — geumn
der Stadt Homburg vom 16. Juli. Vehbrod —* ngunler pet hi
Wenen 8 si. 27 irNaorn 5. 88 n. ir Eleru Stuce2 tr.
Spelztern — I. — it. Sp⸗elz — oßsfseln per Ztr. 2 fl. 24 kr., neue au
—J Gerste, 2reihige — fl. — toffeln per Pfd. 2 ir. Heu 1 s· J—
Kreihige — fl. — kir. Hafer 5 fl. 51ir. Kleeheun 1fl. 24 kr. Siroð 1fl. 10 b

* .

7 —
am sogen. Kopfchen“ an der Blieskasteler
Straße.

Zusammenkunft vracis 2 Uhr im Ver⸗
inslokole.

Punkt 8 Uhr Abgang nach dem Festblatze
in geschlossenem Zuge mit Musik.

die Reslauration besorgen drei vom
Vorstand ernannten Wirthe, und wird kein
retlerer Wirth uugelassen.

Zu recht zahlreicher Betbeiligung ladet
in

Der Vorstand.

ist zu haben bei
W. Weiler.

Zahnar
Saarbrücken, Bahnhofuraße 28.
Redattion, Druck und Verlag von JF. X. Demez in St. Ingbert.
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        F * 2322
—3533z55 338 385355—63333

333 5——3355 33555538
——— —A

— —— * 82 8
— 2 3E7 25—5 3 228 — —A —
24 2 — —ẽ * 526 *

e 2 2 — 28 — 52
22578 5325 2 5 23.
—523 —2— —35— .2 — ——252 3
55 —3 53*5kz38603 —258 23338323233*
33⏑—
8 — 587 2* .* 7 77.
5.,3*8—887 53555325 — 38 —A—
z5s 338 —”— s ce 758* 53523555332388
333 —383 338 83 888—
22 *564 3
5235 — —A * — 22 5523 de *.
— ——
* —A —— 5353 — 8 252 22 —5 2224 2—

— 2 525 5*8532588 —2
525335 25.,5*5 2385 8222— — 552 23 I

—8 5—

—
3 234 383 8
—A—— —22 — 223 23
— — 3 355 — —
38 —
—58* 5522—557 28 5322— 8 2*
—A 832 —
* 27 52 2 —8 8 2 8— 58*87 * 8
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5 SEESGSASSESS 3353 I

R. —
5832 25 33
333535783388
221 S* — S
534 8 383
235587*
—33828
——z53332
53553 33532
3* 24 8 — 8 ——2
3 32 — 328
833 33
4 524
522 — 3225 —8
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—3 3
2 * — 22
————
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383 2
—— 15
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3233358
——
————
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* *. 4 a-
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22 ——22 2 ** — 25872 583 * 329* ——
—*35* ——— —— —73228855
—52 8 535766 22 * 5 3., 2 ——
88 — — 2 2 — —8 — ———
—5 — 84 M 38 S —— 24 8265 — —F——
—2 3 — — 2584 522 —— — — — 8 z25*2368* — 8
56 25 — 2 —35 3 —— 2 — * 552 — 3— —WA —— — 2* 32
—255, —528— 238* 35525—5 3335332— 5* —A— 8* *
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5535 525585332 — 222 2358533 2* 2232588— ** EFT —
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z2z53525— — —.83 *—383 5* 8 —— 5532*8 2833228
348 Is33 3—2328385 3723235
2 J * 825 8 * —3 5 5.4 E8— 223222
28 35258; 2— 223228 c5— 2252 2 R5X S. —
*2—*232.2 325 —— —325 — —23235* —A —— —— — —
— —— —— 2—z 5—85228 —5358 BBÜz2 ——
53225 8338 —223 532S 38355835* ——— ——— — — 58
5225. 2 83 2 223 S 28 1582 8 8 * 55 — 9238
52 53322 57 2x2 —— ẽ —— 5253 27 ———— * E 8 8 2
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5 * 222 2 ———— 522 * 8— — 25 582 * 22*
2.5 8 53235 2 — 3383253.327 257 — 3 9 c4 RE
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8* *255c27 2 S2 * 3335253 3528* —535 253 J
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7 233373 3528
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        —X 7 ?ter lund das mi dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienttagk⸗, Donnerttags- und Sonniag.
bummer etscheint wlentlich viermal: Dienstag, Donnerstag- Samsstag und Sonmtag. Abon-ementspreit vierteljährig 42 arzr cder
18 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krrr. die dreispaltige Zeile Blauischrist oder deren Raum berechneee.

— N — 7 — —— —— —— — — — — — — ö— — — — ç — —
— 673
— —— —
Deutsches Reich.

München, 15. Juli. In der heutigen Sizgung unseres
Ragistrats wurde vom ersten Bürgermeister mitgetheilt, daß sich
zas Reichskanzleramt beteit erklärt habe, zur Dotirung des Reichs-
nvalidenfonds auch ewwa 2 Millionen Gulden Obligationen des
rüheren Münchener Stadtanlehens. zu übernehmen — eine Fi⸗
aanzoperation, durch welche der Gemeinde ein Nutzen von 27,000
IJ. erwächst. (A. Z.) U J

München, 16. Juli. In“ der heutigen Sitzung des
56wurgerichts verlas der Praͤsident ein dem- Vorstunde des Ge—
neindekollegiums, Guggenheimer, zugekommenes anonymes Schreiben,
ne welchem Arbeiter, welche das Schreiben verfaßt haben sollen,
xohen, daß wenn der Spitzederprozeß nicht gut ausgehe, d. bh.
je (die Schreiber) das ihnen gestohlene Geld nicht wieder er⸗
zalten, fie die Häuser Guggenheimer und der anderen Gemeinde-
zebollmächtigten mit Petroleum in Brand stecken und Eisteren er⸗
chießen werden. —

München, 16. Juli. Das k. Kriegsministerium, hat
mter'm Gestrigen verflict, daß den Mannjschaften aller Waffen⸗
zattungen und Abtheilungen, welche mit der 2., Dipvision aus
Frankreich zurücklkehren, vom ersten Unteroffizier abwärts in einem
en Anforderungen des Dienstes angemessenen Wechsel je ein vier⸗
vöchentlicher Urlaub gewaͤhrt werden dürfe, in so ferne sie wenig-
tens seit 1. März ds. Irs. bei der Oklupationsarmee zum Diensie
xxͤsent waren. — J

Passsau, 15. Juli. Dr. Heinrich von Hosstätter, Bischof
jon Passau, hat die von dem deutöchen Kaiser gestiftete Kriegs
xenlmünze für Nichtkoumbattanten erhalten.

Aus Fulda, 11. Juli, wird dem Fr. J. geschrieben:
dugenbliksich wird eine äußerst lebhafte Korrespondenz zwischen
»em preußischen Episkopate und der roͤmischen Kurie gepflogen, die
ich auf dirette Maßnahmen des Papst⸗s in Betreff der gegen⸗
vdärtigen, durch die Ausführung der Kirchengesetze veranlaßten Lage
ves Klerus bezieht. Es soll die Frage des Inierdilles über den
xeußischen Staat angeregt worden sein.

Wiesbaden, 16. Juli. Das AKloster Bornhofen, zugleich
Vallfahrtsort Bornhofen, wurde gestern Seitens der Regierung
pschlossen und die dortige Niederlassung der Redemptoristen auf⸗
geloͤst.

Qarl sruhe, 17. Juli. Am 26. und 27. d. M. wird
iet der Verein der süddeutschen Freimourer tagen.

Main;, 183. Juli. (Fr. J.) Die kolossalen Festungsbauten
in der neuen Nord⸗ und Westfront gehen mit bedeutender Rasch⸗
eit vor sich, und die ganze Strece ist auf allen Punkten in
Angriff genommen. Mil Beendigung der Arbeiten in Straßburg,
in etwa 2 Monaten, werden die Arbeitskrafte hier bedeutend ver—
tikt werden. Man hofft in längstens 1193 Jahren die Werke
eitig zu bringen, deren unterirdische Partieen eben so lolossale
berhältnifse añzunchmen scheinen wie die oberirdischen·

Berlin, 12. Juli. Die Nordd- Allg. Zig. erinnert heute,
nohl Angesichts der in Fraukreich von Reuem Iin der docigen
hresse geschürten Aufregung und der widerwärtigen Erscheinungen
ohen und fanatischen Aberglönbens — an die wiederkehrenden
sahreßtage der Aufregung von 1870. Es steigt die Erinnerung
uf an die damaligen leßten Cuttoge unferes Königs in Ems
m jenen Benedettie und vor Allem an den herrlichen Ausbruch der
eunchen Voiksgesinnung bei der bedeutungsvollen Rückreise des
nasen Köngs über Kafsel und seiner Antunft hier in Berlin.
—X stillet Gruß der Hoffnung imd Liebe,“ heißt es in dem
nutigen Artikkl, „manch neue Versicherung der in jenen Tagen
dlobten Treue um Treue, manch herzlicher Wunsch für den Fürsten
Silberhaar und sür die Dauer seiner Tage steigt morgen in
ger Gauen des Vaterlandes auf. Möge mit der Erinneruag
heene grohße Vetgangenheit aber aucd das Bewußtsein der Auf-
den unserer Gegenwart, der Pflichten füt unsere Zukunft uns

verlassen. Das theure Vermachinis, welches wir aus den
wen Jener empfangen haben, die segesfroh fur Deutschiand

in den Tod gegangen fird, wir haben es zu hüten und zu be—
vahren, es kommenden Geschlechtern unverkürzi zu überliefern.
Im Vertrauen auf Deutschlands Schwäche und Uneinigkeit ward
jenet Krieg gegen uns begonnen. Möge der gute Genst unferes
Volles verhuten, daß je einem Gegner eine Berechtigung zu dem
Glauben an unsere Schwäche,“ unfete Zwietracht, unsern inneren
Zader gewähtt wrde“!

Bexlin, 16. Jutt. DieSProvinz -Correlp.*nbeftätigt,
daß der Aufenthalt des Kaisers Wilhelm in Ems bis zum 35,
d. M. dauern wirb. Dann folgen kurze Besuche in Coblenz,
Wiesbaden ˖ und Homburg. Anfaugs August wird die Reise nach
Gastein angetreten und in der ietzien Woche des August ein Be⸗
uch des kaiserlichen Hofes und der Weltausstellung in Wien
erfolgen. .

Die Wiener„Tagespresse“, welche sich in neuerer Zeit wieder
ausnahmsweise mit Preußen befaßt und diesem, wo es angeht,
uins am Zeuge zu flcken sucht, hat jetzt eine für die Saure- Gurken
Zeit ganz respectable Ente zu Tage gejsördert. Durch einen Zufall
will das Wiener Blatt von zuverlassiget Seite Kenntniß davon
erhalten haben, daß zwischen Preußen und Rußland ein Vertrag
über eine neue Theilung Polens existire. Der Vertirag soll im
Jahre 1863 abgeschlossen und das Ergebniß von Vorschlägen
ein, welche der preußische General v. Alvensleben D. zu jener
Zeit im Auftrage seines Königs dem Fürsten Gorischakow uͤber⸗
rachte und slipulire, daß derjenige Theil von russisch Polen, der
aof dem linken Weichselufer liege, au Preußen abgetreten werde,
sobald Rußland nach irgend einer Richtung hin seine europãischen
Besitzungen zu vergrößern trachten solte. — Die Idee iner
Zinausschiebung der Grenzen Preußens bis zum linken Weichsel⸗
ufer des russischen Polens ist nicht neu und würde auch zur
Arrondirung Preußens und zur Verbesserung der Ostgrenzen des
Deutschen Reiches ganz wünschenswerth sein; um den Preis einet
Ausdehnung Rußlands in Europa wird Preußen diesen Zuwachs
aber wohl schwerlich acceptiren; da müßte das Compensationsobject
doch wohl anderswo liegen. Man merkt übrigens die Absicht der
„Tagespresse“ bei Verbreiung dieser Nachricht und wird, um eine
banale Redensart zu gebrauchen, verstimmt. .

Fraukreich.

Paris, 13. Juli. Die Regierung hat den Prafelten
von Nanch denachrichtigt, daß Fesie in diefer Stadt bei Gelegen⸗
heit der Raumang aus Rücsichten der allgemeinen Sicherheit
nicht gestattet werden sollen. Diese Maßregel wurde natürlich
deßhalb ergriffen, weil der Gemeinderath Herrn Thiers zu den
Festen geladen und den Antrag, Mac. Mahon ebenfalls einzuladen,
erworfen hat.
Echweiz.

Bern, 15. Juli. Der Ständerath hat Imit 26 gegen 14
Stimmen den Rekurs der Solothurner Pastoralkonferenz gegen das
Besetz über die Wiederwahl der Geistlichen *

Italien.
Rom, 12. Juli. Das Konsistorium, welches heute adge⸗
halten werden sollte, ist abermals auf unbestimmte Zeit verschoben
worden, weil der Papst den Ausgang der Prozesse abwarten will,
velche man in verschiedenen Lundern gegen katholsche Bischöfe und
reue Diener des Papstes und der Kirche eingeleitei hat. Außer⸗
zem soll sich der Papst zur Ernennung mehrerer Kardinäle m.
chlossen haben, welche im Konsistorium bekannt gemacht werden
oll. Man bezeichnet als Kandidaten den Erzbischof Manning
ind eincn ößerreichischen und mehrere amerikanische Bischöfe.
(A. 3.)
Spauien.

.Madrid, 153. Juli. Zuberlaässige Nachrichten 'von Alcoy
igen, daß zehn Häuser verbrannt, fünfzig Personen getödtet und
ehr viele verwundet sind.

Bahyonne, 16. Juli. Don Carlos —XB
Ibends nach Spanien und erließ eine Proklamation an
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        istischen Freswilligen, worin er sagt, daß er dem Rufe des ster⸗
henden Spaniens folge, um unter Gottes Beistand für das Vater⸗
land und Gott zu kämpfen. In Zugarramurdi, wo⸗Don Carlos
mit Valdegnpina und Lizzarrags bich aufhält, herrscht große Zu-
hersicht in Folge der Forischruͤte, welche die carlistischen Waffen
in lehßter Zeit gemacht.
Perpignan, 15. Juli. Die Karlisten haben Berga
eingenonmen; die Besatzung von 500 Mann wurde kriegs-
Jefangen ent —D
Baroebong,: 14. Juti.'n Die hiesigen Internationalisten
riefen die Arbeiter auf dem Platz von Catalonien zusammen, wo⸗
elbst sie dieselben aufforderten, das Vorgehen ihrer Gesinnungs⸗
genossen in Alcoh nachzuahmen und die Kirchen sammt dem Stadt-
haus zu verbrennen. Die Arbeiter pfiffen jedoch die Internatio-
nalisten aus. Betraͤchtliche Truppenmengen hielten die Ordnung
aufrecht. Neue Hetzereien werden morgen erwartet.
In Leon, Vurgos und Gaucien sind carlistische Abtheilungen
nufgeiaucht, in letzter Provinz unter den drei Führern: Ostandi,
Flotes unt Monianto. In Vimanzo. Provinz Corunna, haben
die Bauern den republilanischen Behörden die Steuern verweigert
und eine gegen sie ausgesandten Truppenabtheilung mit blutigen
Zöpfen heimgeschickt. Auch an demi Kampfe bei Alpens sollen
gauernschaaren in bedeutender Starle auf Seiten der Carlisten
Zeilgenommen haben.
Prozeß gegen Adele Spitzeder und Genossen.
— — ——N ⸗
(Sorrtsetung.)—
Mänchen, 14. Juli 1875.

Nun degann ein Leben im großen Styl, und auch das Ge—
haft nahm dedeutendere Dimensionen an, wozu' haupijachlich ihre
hohlüberlegte Taktit beitrug, dasselbe gegenüber den Leuten als ein
Mmiernehmen hinzuftllen, welches auf den Nutzen und die Förde—
rung der Interesser des armen und gemeinen Mannes im Gegensat
—— Dadurch, daß ße Jedem, der für
Andere Geld eintegte, einen Vermittlerlohn von 52- 790 auszahite,
schuf fie fich eine Masse eifriger Agenten, welche schon aus eigenem
Fitresse den Ruhm und die Uneigennützigkeit des Dachauet Bant⸗
Jeschäfies der Adele Spitzeder nach allen Himmelsgegenden ver⸗
sundeten. Auch war sie darauf bedacht; den Kreis ihrer Anhänger
durch Uebernahme zuhlloser Gevatterschaften und Spendung reicher
Pathengeschenle bei Taufen und Firmungen zu erweitern. So
sand sie vom Ende 1869 bis Ende Olt. 1872 dah er allein 64
Mal zu Gevatter. Schon beim Einzug“ in das Haͤus an der
Schönfeldstraße war ihre Popularität so groß, daß sich derselbe zu
Inem Fefste gestaltete, und ihre Anhänger und Anhängerinnen,
Bedienstete u. s. w. ihr Ovationen und Geschenke verbrachten. So
am es, daß der Zudrang des kleinen Kapitals immer größer
vurde. Eine geraume Zeit hindurch mag die Summe der Einlagen
äglich im Durchschnitt 50,060 — 60, 000 fi., keinesfalls unter
230600 fi. betagen haben. Die Menge der Leute, welche dort
Beld anlegen wollten, war so groß daß Viele Tage lang auf
ihre Abfertigung warten mußten. Diesen bot das Fräulein inzwiaschen
ein Asyl in der von ihr erworbenen Gastwirthschaft „Zum Withelm
Tell“, wo dieselben auf ihre Kosten bewirthet warden. Die Zahl
zer bios im Geschäfte augestellten und verwendeten Personen belie
ach schliehlich auf 2527.

Den angeblich dott waltenden Geist sollte der in großen
dettera auf Plataten, die im Hause angebracht waren, gedruckte
Spruch mantfestiren: Thue Recht und scheae Nie nand —
das zu den S!'schen Korrespondenzen verwendete Briefpapier trug
diese Devise. Die Dame selbst eischien nie, dhne ein goldenes
Zreuz, das Symbol der qristlichen Liebe und Duldung, um den
Hals zu tragen, und d'e ihr diensiharen Zeitungsblätter verfehlten
e, den Ruf ihrer Frömmigkeit besonders unler die Kreise des
eichtgläubigen Landvolkes zu verbreiten. Sie war in der That
ine derühmte Persönlichkeit geworden, — auf Kosten des Ruines
zon Taufenden. Ihre und die weiter entstandenen Dachauerbanken
ogen mehr und mehr die Kapitalien der ländlichen Bevölkerung
an sich, Ans den Sparkassen wurden häufig die Einlagen zurncke
zenommen, um sie in die Schwindelbanten zu bringen, wodurch
ich erstere gendthigt sahen, ihre meist in Hypotheken auf dem Lande
angelegten Kapitalien in dedeutenderen Betragen zu künden. Hier⸗
— Fä
—AVD——— Die Anklage⸗
schrift geht sodann auf die Warnungen über, womit diesem ver⸗
rech rischen Treiben zuerst die „unabhängige, ihrer siltlichen Auf⸗
Jabe bewußte* Presse, dann die Staatsregierung entgegen trat und
rzählt, we schließlich in der bereits bekannten Weise die Kata-
trophe eintrat, wie aber auch vor derselben in Folge des Miß
rauens, welches jene Warnungen endlich doch hervorgerufen hatten,
Fagndrang der ihre Einlagen zurückfordernden Wechselglaubiger

hedeutend geworden waren, und dabei die Kapitalzzuflüsse sich er—
jeblich gemindert hatten, so daß z. B. am 8. Nov (am 12. er
olgte die Sperrung) die Einlagen nur 165—16,000 , die Rüd—-
ahlungen dagegen 40,000 fi., am 11. Nov. die Einlagen nus
3800 fl. die Rüdzahlungen 65,000 shh betrugen, oẽ daß die
eforgt werdende Adele zu derzweifelten⸗Mitteln griff, indem fie
die Rückzahlung verfallener Wechsel auf die Morgenstunde 6—27
Ubr beschränkte, sowie anordnete, dak Mittwochs und Samstage
meifalleut · Wechfel gar nicht angenommen werden dürsten; ja am
I. Nov. kam ses quch nochvor, daß sogar in der dazu festgesetzten
Slunde die Zahlung der an diesem Tage fälligen Wechsel ver⸗
weigert wurde, weil der Tag noch nicht abgelaufen sei, welche
Weigerung jedes rechtlichen Grundes entbehrte.

Ueber die Details des Geschaftsbetriebes gibt die Anklageschrif
olgende Aufklärungen. Die Einlagen wurden früher mit 10, sei⸗
Mine ds. Irs. 1871 aber in der Regel mit 8 pCt. per Monat,
uso jährlich mit 96 pCt. verzinst, ein 2monat!icher Zins aber
Aberdies schon bei der Einloge ausbezahlt und üder die Einlage⸗
jummen unter Zinszurechnuog eines weiteren Lmonatlichen Zinses
in Wechsel auf 83. Monate ausgestellt, so daß man dei einer Ein⸗
lage von 1000 ft. sofort 160 fi. baar als Zinsen und einen
Wechsel über 1080 fl. erhielt. Die meissen Einlagen wurden aber
hzurch Zutreiber vermittelt, welche die dereits erwähnten —B
Zündenlohn bekamen. Unter den Ködern, welche die Spihedn
auswarf, erwähnt die Ankageschrift auch die Andeutungen, die sie
in unbestimmter Weise dahin machte, daß iht in Folge geheimniß⸗
boller Verbindungen unerschöpfliche Mitiel zu Gebote fländen.
Tharakleriftisch für die Lebensfähigleit eines sol hen Geschäftes ist
ie Angabe eines ihrer Bedienten, er habe nach gewonnenem Ein ·
Zlick in das Wesen desselben berechnet, daß es unter den günstigsten
Berhältnissen nur bis Mitte 1878 bestehen könne; dann aber
anfehlbar zusammenbrechen müsse, weil bis dahin die Schuldenlasl
u einer folchen Höhr angewachsen wäre, daß sie durch die täglichen
Finlagen unmöglich mehr hätte gedecht werden können, — um se
veniger, als nur ein sehr gertinger —A
obereun Zinsen mieder /ausgeliehen, die statt Baargeld eingele ien
Obligationen z. B. einfach bei den Friseurs · Eheleuten Spther
»eponirt werden. Daß die Angeklagte mit Rücksicht auf die Et—
chaffenheit ihres Geschäftes als Zauffrau“ im Sinne des Art.“
des Handels-G.»B. zu betrahten sei, ist nicht nur durch haudels—
gerichtliche Erkenntnisse festgestellt, sondern auch von ihr selbst zu⸗
Jegeben worden, als sie in ihrer Anmeldung zum Gewerberegsler
crilärte, sie wolle das Banquier⸗ und Geldwechslergeschäft treiben.
In diesem Falle war sie aber auch zu der durch das H. G. B
vorgeschriebenen, genauen Buchführung derpflichtet. Statt dec hiezu
zehoͤrigen Bücher und Verzeichnisse wurden aber bei ihr nut ge
übrt: 4) das sogenannte Obligationsbuch, in welchem die ge·
auften oder an Zahlungsstatt angenommenen Staats- und Indu⸗
triepapiere verzeichnet wurden, b) sogenannte Quittungsbücher über
nusbezahlte Zinsen und zurücgezahlte Kapitalien, in welchen die
Finleget über den Empfang quittiren mußten, e. jog. Adreßbüchet,
worin die Namen der Gläubiger verzeichnet wurden, d. ein Korit
spondenzbuch, o. ein Verzeichniß der zu Verlust gegangenen Wedhel,
— also nicht einmal ein Kassabuch, so daß die eigenen Leute im
Zeschäfte nicht kontrolirt werden konnten, weßhalbe sie denn aut
ille teich werden kounten. Und welcher Art waren die obenbezeich
nelen Bücher! In die Adreßbücher wurden nur die Namen der
Finleger, aber nicht ihre Kapitalsbeträge und in die Quittunge-
„ucher neben einer Rubrik mit der Ziffer 2 oder 3 (Zahl der
Nonate, für welche der Empfanger die Zineen erhalten hatte) aut
sur der Name, ohne Stand und Wohnort, manchmat nur der
Familienname eingetragen, zuweilen, wenn er es nicht schon von
sornherein war, durch einen der zahlreichen respeltablen Tintenlleri
inleserlich gemacht, von manchen schreibunkundigen Elnlegern auth
zurch die bekannten 3 Kreuze ersetzt. Die „Konttoleur, Nassien
Buchhalter“ u. s. w. bemitelten Beschaftsbediensteten waren in
ʒer Buchführung nicht selbstständig, sondern mußten sich die An
veisungen der hierin gänzlich unwissenden Spitzeder fügen, hatten
uch nicht eine destimmte Geschäftesparte gegen eigene —QVV
ichieit, sondern wurden bald da dald dort awendet, weßhalbei
Bezug auf die untertafsene Buchführung nur die Spitzeder selts
——— st sie abe
nuch überführt, daß sie nach dereits erfolgter Zahlungs inst un⸗
inter Beihülfe ihrer Mitangek agten Roesa CEhinger, Jatob Pen
ind Maria Pregler Vermögens bestandtheile bqseinigte. Auq d

Details einzugehen, welche die Antlageschrift über diese Verschn
zungen enthält, würde zu weit führen. Nur zwei Momenie bg

rwaähnt. Das Tine ist der Umstand, daß die Spitzecer 20 en

Fraucenthaler aus Aberglauben sowodl auf den Betstubl⸗ als⸗
Herschiedenen anderen Orten vertheilt und auch paarweifse nn

gluͤmenvasen gelegt hatte, von wo sie die Ehinger, wahrend F

eundin bei der Sperrungskommission sich befand, wegtaumit.

d9.
        <pb n="445" />
        das Andere ist diez don der Spitzeder, welche von jenen Ver⸗
gleppungen nichts wissen will, in einem Verhör gemachte Eingabe,
aß sie der Ehinger, als diese um ihretwillen in's Gerede gekommen
ei, und dies derselben bei ihrer Stellung als Schauspieterim um⸗
ngenehm sein mußte, 50,000 Gulden in Obligationen geschenlt
e. Das Gleiche behauptete auch die Ehinger, von welchet die
sntlageschrift fagts, daß eine eminente Habsricht eine ihres hewwor⸗
endsten Charatfereigenschaften dilder Aus“ einer Reibes tvon
thauumständen wird jedoch dargethan, daß diese Schenkung lediglich
ngirt war, um auch diese 80,000, fl. fur. die S. zu retten, Die
nlageschrift fährt dann fort: Zur Anschuldigung des Verbrechens
es betrügerischen Bankerots wird auch der Nachweis erfordert, daß
er Schuldner in der Absicht gehandeit habe die Glaubiger zu
rnachtheiligen; diefeist vorhanden, wenn derselbe in dem Be⸗
hußtsein der bevorstehenden oder beceits eingetretenen Zahlungs⸗
jnstellung Handlungen vorgenommen hat, welche urter die Ziff.
4 des 8. 281 des St. G. B. fallen. Daß ein Geschäft wie
jie S. jche Dachauerbank“ zu dem tragischen Abschluß der Zah—
ungseinstellung führen mußtr, darüber mußte wohl jeder dentende
Rensch, dessen Blick nicht durch Gewinnsucht oder politische Leiden⸗
chaft momentau geblendet war, klar fein; denn as gibt kein Gebiet
xr Spekulation, auf welchem es möglich wäre, nur die ungeheure
aglich wachsende Zinfenlaft des S.schen Geschaftes, die zu zahlenden
ßrovisionen, die rückzuzahlenden Kapitatien, die riesigen Summen,
pelche der luxuriöse Haushait der S. und ihre maßlose Verschwen⸗
ung verschlang, zu deckenu. Allein von Erzielung eines Gewinnes
par bei der Art der Geschäftsführung überhaupt keine Nete. Um
deldgeschafte in größerenr Maßstabe, Boörsenspekulationen, Kredit⸗
peraticnen u. dgl. zu unternehmer, dazu besaß sie weder die
isordetlichen technischen Kenntnisse, noch die noͤthige Vertrautheit
uit den Verhältnissen des Geldmarktes. Tessen war sie sich auch
olllommen bewußt. Wie die bei ihr angelegten Gelder verwendei
vutden, führt die Anllcgeschrift uun weiter aus. Es fei hievon
ur voch erwähnt,“ daß“ die S. nach und nach 16 Hauser dahier
ind eine Villa in Feldafing kaufte, und daß die Gesammtsunme
hier Wechselfotdetungen nur 103,683 fl. betränt, jg in der letzten

zeit das Ausleihgeschäft gar nicht mehr betrieben wurde. Bei

iner solchen Geschäftsführung, die mit Nichts begonnen wurde,

ind bei welcher eigentlich mit dem Angenblicke der ersten Einlage

uuch schon der Zustand der Insolvenz eingetreten war, mußten

natütlich die Passida zu einer kolossalen Höhe mit rapider Schnellig⸗

eit anwachsen und sich schließlich, eine enorme Ueberschuldung er-

chen. Ob deren Zahlen (gegen 1,974, 008 fl. Aktiven eine Passiv⸗

umme von 10,063,319 fl.) dem wirklichen Schuldverhältniß ent⸗

puechen, ist sehr fraglech, da sicher anzunehmen ist, daß eine Zahl

jon Forderungen gar nicht angemeldet wurde. Niemand wird

un ernstlich bezweifeln wollen, daß A. S. über den Stand ihres

heschästes, über die Unvermeidlichkeit der Zahlungseinstellung, die

uur eine Frage der Zeit war, sowie übder den schließlich eintrelenden
mgeheuren Schaden, den ihre Gläubigerschaft erleiden mußte, voll⸗
lündig im Klaren war, daß sie ferner recht wohl einsah, daß die
difer dieses Schadens desto größer werden mußte, je länger das
deschäft fortgeführt wurde. Gleichwohl zbgerte fie keinen Augen⸗
lid, aufj dem betretenen Wege fortzuschreiten, um die undermeid⸗
ihe Katastrophe wenigstens möglichst lange hinauszuziehen.

(Schluß folgt.)

Bermischues.
tSpeier, 15. Juli. Der Schnitt des Kornes hat schon
ader vorigen Woche begonnen. Allgemein wird in der Vorber—
al über die geringe Ausgiebigkeit desselben, sowie üder die

llenge dez Unkrautes im Getreide geklagi.
twVom Gebirg, 16. Jun. Eine entfetzliche Gräuelthal
eisetzte gestern Abend die Bewohner der Gemeinde Freimersheim
sähen Schreck und Aufregung. Ein übelbeläumundeter und schon
nehtfach wegen grober Verbrechen destroftet Taglöhner aus Edes
eimn, dessen Frau getie nt von ihm in Freimersheim lebt, war
hin gegangen, um von ihr die Rückkehr zu ihm zu verlangen.
Uöhlich nun hoöͤrte die Nachdarschaft in dem Hause einen Schuß
ad bald darauf ängliliche Hülferufe. Nicht lange nachher eeschien
Obengenannte, nachdem er seiner Frau einen schweren, aber
—XX nicht lebensgefährlichen Schuß beigebracht, mit dem
kwolber am Tenster und schoß nun mehrere Male tseils nach
um Kindsmädchen, das er als Zeugin vermuthete, theils nach
nn zu Hülfe eilenden Männern vhne jedoch zu treffen. Hierauf
ailt nun der Wüthrich durchs Hinterhaus ins Freie, verfolgt von
thlreichen Maännern, unter denen der Adjuntt im Namen des
sehes ihm besahl, die Feuerwaffe niederzuiegen. Der Hohnruf:
donnmt nNur her, ich hab' Salz fuür euch Alle,“ und mehrere
—2 Schüsse waren seine Antwort. Kaltblütig lud er in
ae Entfernung don den Verfolgern von Reuem seine Wasfẽ
lem von der andern Seite sein Schwager, ein dravet Burger
hJomiliendater, deß Wegs, auf diesen sollte er eß, wie man

agt und nach früheren Drohungen vermuthen darf, besonders ab⸗
zesthen haben; er ließ ihn puhig näher kommen und schoß ihm'
»ann auf die kürzeste Entfernung eine Kugel in die Seite. Noch
nit der letzten Lebenskraft schluge der zu Tod Getroffene- dem
HMörder seine Hacke an die Stirne und fank dann todi in seine
Arnie, welchen Umstande es zu verdanken ist,““ daß man jenen er⸗
reifeif und mithin seinem weitern Wüthen ein Ziel setzen konnte.
kin Beweis daß der Moͤrder jeinen Plan vorher kalibiütig über-
egt haben mußte, scheint unter Anderm daraus fhervorzugehen,
aß er vor der That ein Flaschchen mit Phosphor unternischtes
Wasser trank, wohl um sich damit selbst zu vergiften, das Gift
cheint aber, wenigstens bis jetzt, seine Wirkung nur halb zu thun—
»enn noch befindet er sich am Leben, allerdings mit heftigen Leib—
chmerzen. Et hatte noch für 16 Schüsse Munition bei sich ge⸗
v t.
„f München, 14. Juli. Das bayerische Kriegsministerium
jat in Berücksichtigung der Erntearbeiten telegraphisch soforlige
Beurlaubung eines großen Theils der dayerischea Garnisonstruppen
unstatt des auf den 1. August festgesetzten Beurlaubungstermins
ingeordnet. R d vbr 53
Die Bahn Heidelberg Schwetz ngen ist nach öfterem Auf⸗
chub nun endlich am 14. Juli erdffnet worden.
.Darmstadt, 10. Juli. Heute wurde vor dem hie⸗
igen Schwurgericht eine höchst interefsante Sache verhandelt.
Barbier G. A. Horle von Hammelbach war angeklagt, seinen
eiblichen Sohn durch Messerstiche getödtet zu haben. Vater und
Sohn hatten im Januac d, J. vier Schoppen Braͤuntwein ge⸗
ruulen und der Vater das Trinken in einem andern Wirthshause
prigesetzt. In Folge hierbon entspann' sich zunächst eine heftige!
Familien⸗Scene. bei der die Ehefrau des Angeklagten mißhandelt
vurde. Der Sohn eilt dieser zu Hülfe, packt'den Vater und
virft ihn zu Boden. JIg dieser Lage stößt der Vater mit dem
in seiner Hand befindlichen Messer nach dem Soöhne, um sich zu
vehren, Aund bringt ihm die todtlichen · Verwundungen bei. Es
fragte üch, ob ein Fall gerechter Noth wehr vorliege, was schließlich
die Geschworeuen bejahten, worauf Friispcechung erfolgte. 5
f Frankfurt a. M. Banten noh immetr in master
daltung, indeß wird man wohl bald erle men, daß man sich in
»er rüdäufigen Strömung gegenwärtig, ebenso über Gebühr fort-
eißen läßt, wie früherhin in der Zeit anfsteigender Bewegung. —
Man pflegt jetzt Alles in einen Korb zu werfen und in Folge der
nancherlei Ausschreitungen, mißliebig gegen Banken überhaupt ge⸗
timmt zu sein, verlennend, daß wir deren Bestehen einen guten
sheil unseres wissenschaftlichen Aufschwungs verdanken und daß
»iejenigen Banken, die den Schwerpunkt ihrer Thätigkeit in der
Ausbreitung eines soliden Kundschaftsgeschäfis suchen und finden —
behspielwife die Deutsche Vereinsbank hier —sogar Beachtung
derdienen, denn das Commissionsgeschäft wächst in einer Zeit häu—
äger Besitzzeründerung und bildet —mit Vorsicht geieiter —
überhaupt eine bleibende Quelle der Rentabilität.
D.X KÆöun, 14. Juli. In den letzien 14 Tagen sind in dem
Offentlichen Anzeiger“ 20 und einige im Regierunhsbezirk Düssel⸗
orf erledigte Elementarlehrer⸗Stellen ausgeschtieben — ein Be⸗
weis, daß der Lehrerwangel sogar in solchen Bezirken. wo besser
wie anderswo die Aufbesserung der Gehalle angestrebt wird, her-
vortritt. Die Lehrer in den einzelnen Kreisen des Bezitkes
sotn tühren sich, Anträge zu stellen um Erhöhung der Wiltwen
und Weisen⸗Pension aus der von ihnen selbst gegründeten Casse,
»er der Name Regierungs⸗Wettwencasse beigelegt worden ist.
fIn Chemniß hat der ieichtsinnige Verkauf schlechten
Schweinefleisches den Ausbruch der Trichinenkrantheit verschuldet.
an welcher über 100 Personen, wenn auch aicht lebensgefäͤrlich.
darniederliegen.
Newyork. Vor 3 Jahren ungetfähr wurde ein Leich—
am in einer Straße Newyorks gefunden und zur Morgque ge-
racht. Da Niemand ihn abholte, wurde er in einen Sarg ge⸗
egt, um zur Beerdigung nach Potters Field gebracht zu werden.
Vährend man aber den Sarg zunagein wollte, sprang der angeb⸗
ich Todte plötzlich auf, erklaärte, daß er Christian Schmidt heiße
32 Jahre alt und ein deutscher Gypser sei — und zog ab. Zwei
Fahre später wurde wieder ein Veichnam unier ähnlichen Um⸗
tänden gefunden und wieder zur Morgue gebruncht. Als man ihn
iuf den Leichentisch legte und den zum Conserviren der Leiche
rothwendlgen Wasserstrahl auf seinen nackten Koörper laufen ließ,
thnesllte der Mann empor, erklärte mit schwacher Stimme, daß er
Schmidt heiße, ein deutscher Gypfer, 54 Jahre alt sei, und eilte
pornstreichs davon. Vor einigen Tagen nun statrb ein Mann im
Sefängniß, der erklärt hatie, daß er Christian Schmidt, 55 Jahre
ilt, ein deutscher Gypfet Um jedoch sicher zu sein, wird Dr.
deo auf Anordnung der Leicheabeschauer die Leiche seciren. Viel⸗
eicht schlägt der Tode aber auch diesmal dem Sensenmann ein
Ichnippchen.
—

— —————, —üü—
Demen. nmarantwertlime —
        <pb n="446" />
        Belanntmahungen.
Bürger-Hilfsverein
St. Inghert.
Sonntag den 20. Juli 1873,
achmirtaas, bei aünmtiger Witterung

Cunst Anzeige
Die Familie Knie wird cj3*
Sountag den 20. Juli
ihre ιν — 2 *

13 28 y . hs—
“ letzte Vorssessung — ·*2*
produziren. ———
Bei zahlreichem Publikum wird CI Fnic un. seine 99 jahrig
Broßmutter auf das hohe Seil hinauftragen.
Es ladet. ergebenst ein

aAldfeft
am sogen. Kopfchen“ an der Blieslkasteler
Straße J
Zusammenkunft; präcis 2 Uhr im Ver⸗
rinslokale. —
Punkt 8 Uhr Abgang noch dem Festplatze
in geschlossenem Zuge init Wufik. —
Hie Restauralion besorgen drei vom
Vorstand ernannten Wirthe, und wird kein
weiterer Wirth zugelassen..
Zu recht zahlreicher Betheiligung lade!
ein . —00
Der Vorstand.
7 *—
lle Kranken
d Leidenden
inden in der 14. Aufl des Buches Na—
turheilmethode für alle ver—
alteten Kra zi ien des mensch⸗
lichen, Körpers Hülfe, Linderung und
ath, und wird an jeden Fashhenden
Mentigeldlich uud frei versandt.
ß dlich e S&amp; Eo.
ahn Braunfschweig. .
NB. Tausende verdanken diesem Buche ihre
Gesundheit.

—V
— — — ——
79— — ãA7 D——
5*e, Großes .. . . .
Taveten⸗ und Nouleaur⸗Lager
bei J. B. Ciolina.
vis⸗ ar vis dem Pfälzerhfff—
A——
Ausverkauf.

F ge
—DD———
— 23 α α

J *
* Ve*
n
— — — —

Für Lungenkranke.

Herrn Hoflieferanten. Fohann Hoff in
Berlin. *4. *

Ansspruch des Kaiserl.
Kegl. Gubernial⸗Raths und
Protomedieus Vr. G. M.
Sporer bezüglich der Heilwirkungen
der Johann Hoff'schen Malz⸗Chocolade
und Malz⸗Bonbons:

„Als ich die Hoff'schen Malzpräpa-
rate, Bonbon und Chocolade, zur An⸗
wendung brachte — täglich zehn Bon⸗
hous und zwei Tassen Chocolade —
fühlte ich Erleichterung, die ich früher
nie empfand. Der Husten wurde be⸗
zeutend seltener ũnd erträglicher
und meine Lunge sehr gekräftigt.
Aehun liche ei eerenen habe
ich auch bei anderen Katarrhal⸗
kranken wahrgenommen“

G. M. Sporer ꝛc. ꝛc

Vertkaufsstelle bei Fritz Pauzer⸗
bieter in St. Jugbert.

Umzugshalber verkauft der Unter
zeichnete seine fämmtlichen: Waaren
zum Ankaufspreise.

A. Apprederis in Blieslastel.
Frucht⸗Brod⸗, Fleisch 2e. Preii
der Stadt Zweibrücken v. 17. Jul.

Weizen 9 fl. 6 kr., Korn 5 fl. 346
Gerste Areihige. — fl. — kr., Gerste vier
reihige, — fil. — kr. Spelz — fl. — b
Spelzkern — fl. — tr. Dinkel —
— ir. Mischfrucht — fil. — kr. Hahe
5 fl. 51 kr. Kartoffeln Ufl. 86 kr. He
Ufl. 48 kr. Stroh Ufl. 12 kr. pe
Zentner. Weißbrod 124 Kilogr. 23 kr
Kornbrod 3 Kilogr. 29 kr. ditto 2 Kilog
20*r. ditto 1Kilogr. 10 kr. Gemischtbrod
cil. 38 kir. 1 Paar Weck 100 Gramm 2h
Rindfleisch I. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kw
dalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18
Zchweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butterd
ir. per Pfund.

Ein junges Mädchen
lalz Kindermädchen) zum sofortigen Eintritt
rird gesucht. Die Erped. d. Bl. sagt wo.
GStückholz
mzu haben de WWeilee

ααα

Hanf⸗Couverts
nit beliebiger Firma bedruckt per 1000
Stück 3 Thlr. empfiehlt die Buch⸗ und Stein⸗
ruckerei von
X. X. Demet.
— C e e — — —
—

W. Zneeender Nachsolgerr.
—— --ert an Main.
Lagers, und, um vollstandig zu taumen, detlu

Ich veranstalte auch dieses Jahr einen
ch zu folgenden herabgesetzten Preisen“
500 Sui p re schweres Leinen, für Hemden und Betttichert, 500 Stüd o/. de achtfarbiges Bettzeug, meistens turkijchreth, di
ie Elle r. — Elle 15 kr.
2u/2 Ellen breite grobe Leinen, fur einschlafrige Beittkcher, das 300 Dutzend weiße rein leinene Damentaschentücher, das Dußer

. . vollständig Betttuch ohne Naht, fl. 148. fl. 2. 30. —— m

3. Ellen breite grobe, Leinen, für zweischläfrige Betttücher, das voll⸗ Broße rothe Cachemires Tischdecken das Stüd il. J. 45. un
ständige Betttuch ohne Naht, il. 2. 24. fl. 2.
200 Stüd I 3 schlesisches und böhmisches Leinen, die Elle Broße rothe Eachemires Comodedecken, das Stuc fi. 1. w

I sq js dis 80 r. * 5 e . —
200 Stud schwere rothe wollene Bettdecken, für zweischläfrige Betten, das id/ beiten reich ramagirten Vorhangsmull mit Bogen, die El

Ss tuck fl.. 5. 30.. 16 kr.

200 Stüd schwere weiß wollene Bettdecken, fur zweischläfrige Betten, 300 Stud schweren schwarzen Mooreens fur Unterrode, die

7 das Stück fl. 4. 18. io i ij i d e Franzen die

— — breiten aglischen Waterbroof, mit und ehne Frarz
509 Paar swere weißze Victoriadecken mit Ftanzen filr Lichläfrige ie hreiten schweren guten Buxkin fur Hosen und ganze Anzuge, wi

8 Betten das Zigt fl. 2. — far bige fl. 2. 2 Eil ab 5 Elle fi 1. 30 und si 2. —

00 d weiß feine Tischtücher, 2 llen 40ng, brei 2** 3
J uewe n kr. ischench * a Ellen aang c betihe Glaiten, rolhen wollenen Unterrockstoff, die Elle 15 kr. J
100 Dutzend Handtücher, die Elle von 6 kr. an. nhee h, Feinen weißen ?/4 bteiten Mull fur Kleidet, die Elle 12 Ir. p
000 Eind wollene Kleiderstoffe, für Frühjahr, Sommet, Herbst und Winter, Cattune, Jaconets, Piaque, Zwillich, Barchend nnd Str

sackleinen zum Fabrilpreise. 4
J Musterabschnitte sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per
— Auch die kleiusten Aufträge werden wie bisher bestens besorgt.
erkauf nicht nach Weter, sondern nach alter Elle.
Redaltion. Druck und Verlag von FJeX. Demeß in St. Ingbert.
        <pb n="447" />
        Hl. Ingberker AAnzeiger.

er St. Ingberter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienßtagß⸗, Donnerttags⸗ und Sonntag
ummer eticheint wöchentlich vie rmal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonn tag. Abonnementspreis vierteljährig 42 Kryr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
Sonntag, den 20. Juli

1873

Deuntsches Neich.

Berlin, 15. Juli. Die an verschiedenen Siellen neuer-
ings vorgekommenen Eisenbahnunglücksfälle werden wohl zu einer
ündlichen Reform der bestehenden Zustände und Verhältnisse und
amentlich zu einer eingehenderen Beaufsichtigung der Bahntörber
ad Fahrzeuge führen müssen Wenn man die derschiedenen Con⸗
ssionen liest, so findet man darin allerlei, z. B. wie die Post
ndungen befördert werden müssen, wie die Gesellschaften verpflichtet
erden, gediente Unteroffiziere anzustellen u. dgle m., man vermißt
jer genaue, ins Einzelne gehende Bestimmungen über die Zahl
er unbedingt nothwendigen Beamten und deren öftere Ablösung,
uf daß sie nicht ermüden, ferner über die erforderliche Erneueruug
er Schwellen, Schienen u. s. w. Hier böte sich gerade ein gutes,
cgiebiges Feld der Aufsicht, die doch bei manchen geringen und
nwesentlichen Dingen nicht fehlt. Ein früheres Gesetz bat in
zreuhen den Privateifsenbahnen zum Vortheile der Staatskasse eine
Zteuer auferlegt und sich verschiedene Dinge über Beauffichtigung
er Dibidenden und mehrerer hieher gehörigen Dinge vorbehalten.
jetzt wäre es an der Zeit, die Aufsicht da eintreten zu lassen, wo
e wirklich Ersprießliches wirken kann.

Die vor einiger Zeit in Umlauf gesetzte plumpe Erfindung
er deutschen Ultcamontanen, Bissmarck strebe die Herzogskrone
„ou Braunschweig an, wird nun von der (ultramontanen) „Schlef.
zolksz.“ noch übertrumpft; sie theilt mit, Bismarck trachte darnach,
dnig von Elsaß-Loihringen zu werden und knüpft daran den
kallul, die Begründung einer Dynastie Bismarck werde für die
eitere Entwickelung des Deutschen Reichs eine ganz eigenthümliche
dirlung haben, denn: der Reichskanzler habe bis jetzt dahin ge-
rbeitet, die Selbstständigkeit der einzelnen deutschen Läuder und
ie Souveränetät der einzelnen deutschen Fürsten wöglichst zu
eschränken und das deutsche Reich zu centralisiren; da aber mit
er veränderten Stellung gar häufig die Ansichten und Tendenzen
vechseln und Fürst Bismarck der allerletzte Mann sei, dem eine
loße Schein-Souveränetät, der bloße Titel eines Königs von
Uustrasien oder Burgund sehr zusagen würde. so lkönnte es wohl
zoͤglich sen, daß er als regierender König von ElsaßLothringen
er Selbständigkeit der einzelnen deutschen Reichslande eine freund;
ichere Seite abzugewinnen wüß'e.

—AVV
uszuw ndern gezwungen hat, haben in der englischen Grafschaft
meashire eine neue Heimath gefunden. Dort haben die Brüder
Ztableton ihnen, nachdem sie durch Frankreich, Belgien und
znzland geirrt waren, ein Gut zur Verfüzung gestellt, und die
jefuiten haben flugs in Dellon Hall ein Noviziat errichtet. An
undert deutsche Lehrer und Studenten kreiben es dort ganz so.
8 wenn sie zu Hause waäͤren. Eine andere Gesellschaft deutscher
jesuiten hat sich in Stouyhurst und zu St. Buenos in Nord⸗
voles niedergelassen. Mit Deutschland wird täglich correspondirt.
Die „Presse“ meldeh: Die österreich sche Waffenf.briks-Ge—
schaft hat, wie wir erfahren, mit der deutschen Kriegsverwal⸗
ing eine Lieferung von 165,000 Stück Hinterlader abgeschlossen.
die Gewehre sind nach dim Eyste,ne Mauser und müssen bis zum
zahre 1875 complet geliefert scin.

Frankreich.

Paris, 186. Juli. Bayerische Truppen haben gesiern

Rocroy geräumt. Alle Feste zur Feier der Räumung sind ver⸗
zoten; nur im Gard-⸗Lepartemeat veranlaßte der Jahrestag der
krstürmung der Bastille einige Ruhestörungen.
Am 14. Juli wurde Herr Thiers, als er das Lolal des
Optikers Chevalier verließ, alsbald von einigen Vorübergehenden
rtannt. Sogleich sah er sich von einer Gruppe von mindestens
300 Personen umringt und unter den stürmischen Rufen: „Es
ebe Thiers! Es lebe die Republik!“ konnte der greise Staats-
nann, dem diese freiwillige Ovation sichtlich sehr nahe ging, nur
nit Mühe seinen Wagen erreichen.

— 200 Deputirte haben bis jetzi für das Thiers'sche Banket
interschrieben, welches im Grand Hotel Statt finden soll.

— Die lourder Wallfahrten haben wieder begonnen. 2000
Pilger aus Niemes, 10009 aus Larochelle sind mit Bischoͤfen dort
ingekommen.

— Der Schah von Persien geht nicht nach Lyon. Der
Bemeinderath weigerte sich, 100,000 Fres. für den Empfang des⸗
elben zu bewilligen.
Spanien.

Mad rid, 17. Juli. In der heutigen Kortessitzung wurde
»er ausgearbeitete Verfassungsentwurf berlesen. Derselbe erklärt
ie spanische Nation als zusammengesetzt aus den Einzelstaaten der
dalbinsel, den angrenzenden Inseln, Cuba und Portorico, wäh—
end die Philippinen und Fernando als besondere Territorien be—
rachtet werden, anerkeant die Menschenrechte, die Freiheit des
dultus und die Trennung von Staat und Kirche und setzt die
Hrenzen der Autonomie des Individuums, der Gemeinde, des
kFinzelstaakez und Bundesstaates fest. Festgesetzt wird ferner der
imfang der gesetzgebenden Gewalten und der Execkutive. Der
Zräsident muß wenigstens 30 Jahre alt sein, wird vom Kongreß
iuf 4 Jahre erwählt, ist aber danach nicht wieder wählbar. Die
kinzelstaaten dürfen keine den Bundesstaaten entgegengesetzte Ver⸗
assung haben; das Recht zur Kontrahirung von Anleihen und
lusgabe von Schuldscheinen steht ihnen zu. Die Bürger von 20
is 40 Jahren gehören der Armeereserve an. — Don Karlos
narschirt mit 10,000 Mann auf Bilbao, dessen Hafen er nach
ver Einnahme mit Torpedos sperren will.

Ein von Don Carlos unterm 185. d. ergangener Befehl
chärft dem karlisteschen General Kommandanten der Provinz Gui⸗
juzcoa ein, den Pfarrer Santa Cruz als Rebellen zu behandeln,
venn er an der Spitze einer nuen Bande eischeinen würde. Es
eien alle Mittel der Ueberredung, um Santa Cruz auf den Pfad
des Gehorsams zurückzulciten, fruchllos erschöpft worden.

Jermischtes.
* Am 17. Juli wurde das Pfälz. Gustav⸗Adolf⸗Fest in
Lambrecht gefeiert. Tie Cinnahme des Vereins beträgt nach
»)em Jahresbericht 9192 fl. 41 kr. Hiervon sollen nech dem
Uilrage des Hauptvereins den unterstützungsbedürftigen Gemeinden
»er Pfalz folgeade Unterstützungen gewährt werden: Altleiningen
20 fl. 53 kr.; Blieskastel 390 fl.; Deidesheim 300 fl.; Ens⸗
hzeim 900 fl.; Erfenbach 50 fl.; Frankenstein 100 fl.; Karlsberg
300 fl.; Kirtel Neuhäusel 300 fl; Landstuhl 150 fl.; Ludwigs⸗
winkel 80 fl.; Mechtersheim 86 fl. 31 ir.; Mörlheim 90 fl.;
Paris, 16. Jun. (Nationalversammlung.) Die Berathung Mörsch 40 fl Mundenheim 230 fl.z Mothweiler 28 fi; Ober—
es Gesetzes über die ArmeceNeorganisation wird fortgesetzt. Einige wiesen 200 fl.; Ruppertsweiler 222 II. 49 ir. — Ensheim hat
Rhatirte sprechen sich beiläusig für die Einschränkung der Militäre aus Hessen 100 fl. erhalten, und soll, wie der badische Deputirte
usgaben aus, worauf der Kriezsmißister erwiderte, er werde Alles versicherte, in diesen Jahre von dem dortigen Hauptvereine ebenso
'un, was mönlich sei, daß die Ausgaben nicht das Maß über- wie Carlsberg weitere 100 fl. bekommen.

hitten; die Negierung hege keine kriegerischen Gedanken, ihre F Die Lehrervereine von Kandel. Landau und Bergzabern
holitik jei faedfertig, abrr es komme daranf au, das Land in haben beschlossen, zum Vesten des Waisenstiftes ein Vocal- und

erthei igungs ustunb zu setzen, wenn ganz Europa bis an die Instrumental Koncert in Ingenheim abzuhalten.
ähne bewaffaet sei. Flankreichs Thüren und F'nster dürften Neunkirchen, 13. Juli. Die „Saarzeitung“ be⸗
icht Jedem, der ko ame, offen stehen; seine Armee müßte in kürzester richte: Herr Hüttenwerkbesitzer Stumm richtele einen Aufruf an
feist vom Friedens auf den Kriegsfuß gehracht werden köanen. seine katholischen Arbeiter, in welchem er ihnen bei Androhung der
die Verathung über die einzelnen Arlitel wird forlgeletz Entlassung befitblt. die „Saarzeisung“ und den CChristlichen
        <pb n="448" />
        Pilger“ nicht mehr zu lesen und vom Abonnement auf diese FCrefeld, 12. Juli. Ein Anstreichergehilfe, de · an
Blätter suruckmtreten. Hert Stumm sagt dabei u. A.: „„Ich Samstag von einer gistigen Fliege gestochen wurde, ist heu—
will Rude und Frieden auf dem Werle. Wer Das nicht wist Morgen 4 Uhr nach schrecklichen Qualen und furchtbaren Leida
und durch auftcührerische Zeitungen Zwietracht säet oder in sich im hiesigen Krankenhaus geistorden.
aufnimmt, hat hiez Richts weiler zu suchen und hat unsern Dienst 7 Coln, 14. Juli. Die im letzten Feldzug eroberten R
zu verlassen.“ frauzösischen Geschütze, welche von Kaiser Wilhelm zur Herftellud
Der Moörder Peler Brutschel von Edesheim, welcher seine der für unsern Dom neu zu gießenden „Kaiserglocke“ bewisig
bvon ihm getrennt lebende Ehefrau durch Revolverschüsse lebens⸗ worden und die längere Zeit an der nördlichen Seite des Doma
zefährlich ien und seinen Sshwager Anton Schreieck auf ihren Ptatz hatten, wurden gestern nuch Fraukenthal beförden
gleiche Weise im Orle Freimersheim getödtet hat, hat sich in u hetanniiich der Guß ausgeführt werden soll. Dem Vernehmen
Nacht vom 16/17 im Polizeigerichtsgefangniß zu Edenkoben nach gehen die Vorkehrungen zu dem elben bereits ihrem öd—
erhängt. entgegen und dürfte demnach die Fertigstellung der Glocke in nahn
—Müncqen, 16. Juli. Ernteaussichten) Dem vom land⸗ Aussicht stehen.
wirthschaftlichen Vereine in Bahern veröffentlichten Berichte zufolge F Vom Bodensee, 185. Juli. Gestern Abend wurde
ist der Stand der Wintersaaten größtentheils sehr befriedigend, nur eine Ges-Uschaft von 6 Personen, welche von Ueberlingen nah
der Roggen fteht theilweise dünn, schlechten Körneransatz und scheint dem jenseitigen Ufer auf einem kleinen Boote die leberfahrt machen
demnach eine geringe Körnerernte zu geben. Kartoffeln versprechen vollten, von einem heftigen Gewitt⸗rsturm überfallen und famen
den reichlichsten Ertrag, ebenso wird über Futterpflanzen nur gün⸗ in den Wellen ihren Tod. Der Nachen wurde heute gegen der
stiges berichtet. Die Heuernte fällt sehr gut aus, wird aber durch Land hin schwimmend aufgefunden. (Schw. M.)
die unbeständige Witterung verzögert. Der Stand der Weinberge ist f Im Walney⸗Kanal bei Varrov wurde dieser Tage eine
nach Umstanden gut; wegen des Holzes des Weinstods für's künftige Flasche aufgefunden, in der ein Zettel steckte, dessen Inhaͤt a
Jahr vesteht'teine Befürchtung mehr. Der Hopfen hat sich schnell ent⸗ Jen möglichen Untergang des Dampfers Eiectric“ miß stine
wickelt und schon die oberste Spitze der Stangen erreicht. Der zanzen Bemannung jschueßen läßn. Der Zettel enthält die folgen
Viehhandel ist im Allgemeinen flau, jedoch bei hohen Preisen; Mintheilung: Vertiehen Liverpool am *. Jun 1873; che
dagegen in Hof. Würʒburg und Schweinfurt ist derselbe lebhaft. hände an den Pumpen; das Schiff geht unter. Dampfschf
Den Alpen iß jetzt nichts zu wünschen übrig; Witterung günstig, Electric“. Bitte dies zu melden. M. B. B.
Weide imn Ueberflaß, alles Vieh gesund.
f Im 1. Semester ds. Irs. wurden im Verein deutscher
Eijenbahnverwaltungen 181 Meilen Bahnstreden dem Verkehre
übergeben. Auf Bayern treffen hievon 15,62 Meilen.
Metz. 12. Juli. Darch einen heute Morgen ersolgten
Zusammenstoß zweier Güterzüge zwischen Ueckiigen und Hage—
dingen an der Eisenbahn nach Diedenhofen hat sämmtliches Fahr—⸗
petsonal mehr oder weniger Verletzungen davongeiragen. Sämmt
liche Waggons und Maschienen sind zertrümmert.
FGeestemünde, 11. Juli. Ein Krosodil von un⸗
gefähr 2 Fuß Länze, welches vocgestern auf einem norwegischen
AAV
über Bord und befindet sich jcht im Bassin unseres Hafens. —
Alle Anstrengungen, es wieder einzufangen, waren disher dergeblich.

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Bekanntmaächungen.
Heute Sonntag den 20. Juli,—
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sowie alle Krenkheiten, die von ver⸗
dorbenem Blute und schlechten Säften
herrührenr. Der „Lebenswecker“ be⸗
fördert die Verdanung, reizt den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körber, er ist beson⸗
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Parisé 1867.
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32 78 15423838 532, 5 3 28—32328 5552 525 53 33 53538355
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3 ——— 53* 22 7 32533* 85
—— — 352858 38
23553 — —— e 2 — 8947
527 —— 2— 258*
21 8 2828*3 —358 — 525*
* 5 —3 * —54— — 1 583 2 32
5323 * 22 2* 72 33 2285
—— 2 —S 322
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⁊ 28 2— — 2* 2
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25231 533 233—33
2272 2— —25 5 255. 5 5 7 8
2 523 ve *28 32 —
7E.23 — 28 23 222
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223 3.2 * * 22 78 —E —
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—585 333 5223327 —23237
2 523 2 52 S8 7 538 —A —3 — —
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538— 5243 *»3—33335*5— — —8*
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2 56 — 573. 253 638
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—— 3222 722228
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2 ur 22— 37 573 755 82.
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        C Ve 8 9 gber * J 2
tker Anzeiger.
— — —F
Po αα

— —— ——
—VV0 mit dem Haudtblatte verhundene Unterhaltungkblatt. mit der Dienftagt⸗, Donnertlagt- und Sonntage
unmer er veint wb hentlich vier mal: Dien ztag, Donneresrag, Saastagt uad Sanmtagz. Aopnneinentspreis werteliührig 12 Krrt. oder
12. Silberar. Anzetgen werden mit 4 Arzr. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder / deren Raum derechnet.
2 c W 24 . 8
B. I αα. Di2 — 18178
— — J F

5

Deutsches NReich. *
Mänqen, 21. Juti. Der Schwurgerichtshof verurtheilte
ne Ep heder zu dreijähriger Zuchthaussirafe. die Ehinger und
In Riba zu sechsmongatlichem, Marie Pregler zu vlermonatlichem,
georg Pregler zu einmonatlihem Gefängniß, welche leßztere viet
Atann durch Einrechnung der“, Untersuhungshaft dereits ver-
uͤßt sind.
in eisendurg, 14. Jull Wie: daz W. W.⸗Bi.*
mitheslt, hat sich hier ein Comite angesehener Birger unter Vor
tz des Bürgermeisters gebildet. um das durch die Kriegsereignisse
erbrochene Projelt einer Eifenbahnverbindung von Dahn in der
galz durch das Lautertbal nach Weiffenbrurg mit eventueller Fort⸗
czung über Eelz nach Rastatt wieder auf zunehmen. Die Eisen⸗
nlinie hat nicht nur für die Stadt We'ssenburg die hoͤchste
eutung, sondern ein Blick auf die Karte läßt auch ihren all-⸗
emein commerziellen und seibsi firategischen Werth erternen.
Frantfurt, 19. Juli.“ Ter Fäürstbischof von Breslau
l der Germania zufolge an d.e Erzpriester und Pfarrer seiner
didcese die Weisung erlossen, daß sie jede von Seiten der staat-
chen Behoͤrden an sie e ee, der
uen Kirchengesetze Uber Anstellung der Geistlichen un. s. w. Aus- . : —
nft zu geben, in angemessener Form ablehnen wrd. catzerreisen und hohe Politik.
Die Nat.Zig.“ bemerli dazu: „Diese offene und sreche Seit dem ominösen Stelldichein Napoleon's M. in Salzburg
luflehnen gegn die höchste Funktion der Staatsgewalt. ihre gesetz nit dem Kaiser von Oesterreich nach dem Jahre 1866, wo Herr
cderische Hodeit, uderfeigt alle Begriffe und ist em neuer Beleg son Beust noch seinen Kreuzzug gegen Preußen schüren, der fran⸗
ir den Vbsolt revotunonren Charattere der modernen öfische Chauvinismus seinerseits sich füͤr die preußischen Siege
dmischen Kirche.“ Damit;, allein, daß zdie Frechheit und üchen zu mühsfen glaubie, hatten die Fürstenbesuche fast ganz auf⸗
etidrige Opposition des Vischofs dffentlich vonstatirt wird, Jehört. Inzwischen sind Sturmjahre vorübergangen, welche zu-
ndter meht genug gescheben; dem vegrnüber kann die Stants- nächst alle andecen Begegnungen ausschlossen, als die mit der diu-
erung sich nicht auf einfache Ausfütrung der neuen Kirchen- igen Waffe auf der Wahlstatt großer Schlachten. Der franzö-
esetze deschränken, ihre verlezte Autorität bedarf schärferer Mittel schen Ruhmsucht und Ländergier wurde mit den Donner der
ehen Diener der Kicche, welche es wagen, ihr Hohn zu sprechen. stanonen geantwortet, und wenn die Prahlhänse auch bereits wieder
Berlin, 19. Jul. Tie Klage des“ Ermelander Bischofs mit dem Säbel rasseln, so werden sie zu einer neuen Promenade
egen den Fiskus wegen Vorenthaltung? der selt Ottober 1872, nach Betlin noch lange Zeit brauchen ·
sperrien Temporolien ist, wie der Nationalzeitung mitgetheilt/ Unser KHaiser war seit langerer Zeit nicht mehr an der Newa
ind, jeht auch vom Obertribunal, also endgültig abgewiesen hewesen. Indessen hat rie innigste Freundschaft ihn mit dem
horden. Neffen, dem Kaiser Alexander stets engverbunden gehalten und
Rach Verkündigung, des Milnzgesetzes wicd die Staalsregierung dieser wiederum dem Onlkel jedmögliche Ehrenbezeigung bei jeder
at aller Kraft an die Einz'ehung der Silbermünzen gehen, und Gelegenheit dargebracht. Man darf sagen, daß beide Kaiser durch
en Verkehrainteressen— dabei naturlich Rehnaing ragen. An die kine wirklich seltene Freundschaft mit inauder liirt sind. Wir Alle
aistungefahigkeit per Wunitälten werden arohe Forderungen ge- wissen aus dem letzten großen Kriege, welch großen Werth diese
ell werden müssen, da es sich, soweit man überseben kann, um Freundlqaft für uns gehabt hat, von wie wichtigen Folgen es
ie Aueprägung bon eima. 4000 Millianen Stück neuer Gold- wurde, daß Rußland, Gewehr bei Fuß, aber mit? entsche dender
ʒilber⸗ Kupfer⸗ und Nickelmunzen in einem kurzen Zeitraum sehr leicht verständlicher Ruhe und Bereitschaft dastand, so daß
andein wird, un die Uebergangszeit nicht allzu sehr zu ver- das kriegslustige Oesterreich fich nicht rührte und ebenso auch keins
neh — andere Großmacht sich in uͤnseren Kampf mit Frankreich einmischen
Frankreich. tonnie. Die neuliche Begegnung der Kaiser hat in erster Reihe
Paris, 16. Juli. In mehreren' Gegenden Frankreichs einen ausgesprochenen politischen Charakter gehabt. Wohl aber
ungen jetzt die Arbeiter aus dem Lande an, Strile zu machen. wird Jeder von uns die Ueberzeugung aus dem Besuch unseres
s der ehemaligen Provinz Berri find dieselben besonders zahl. Zaisers in Petersburg und der gleichzeitigen Begegnung der bei⸗
eich. Die Landarbeiter stehen sich übrigens auch dort sehr schlecht. de rjeitinen Staatsmänner genommen haben, daß man zwar nicht
die hiesige Regierung befürchtet, daß diese Art von Strikes um gerade feierliche , Verträge“ und „Bündnisse“ geschlossen, wohl
d greifen werden. 7 aber, daß man sich beiderseits in dem großen Gedanken der Auf⸗
Paras, 19. Juti- Nach dem:, Soir“ soll der spanische rechthaltung des Friedens begegnete, und daß dieses Einverständ⸗
zeschäftsträger von der französischen Regierung die Auslieferung niß durch gegenseitig ausgesprochene Uebereinstimmung, beffftigt
eb der Brandstiftumg und sonfti ger gemeiner Verbrechen betichtigten worden ist.
danta Cruz (der betannte carlist. Bandenführer, den Don Carlos Der politische Werth der Zusammenkunft liegt also gerade
euerlich abgesetzt hat) verlangt, aber einen abschlägigen Bescheid hierin und in der nachsten Folge nicht nur, daß das neue Deutsche
halten haben.“ j Reich eine Anerkennung bei den Mächten nicht zu suchen braucht
Italien. —X — fie ist glückliches und tactvollerweise auch der Form nach nie
Rom, 15. Juli. Wie man im Vatican wvexrsichtlich hofft, zesucht worden —, sondern auch, dan Frankreich so lange Kaiser
d das nächste Jahr dem Papst die ersehnte. Befreiung und Alexander lebt, keine Aussicht hat, in Rußland die seit“ Jahren
ser Sache din ne debphereten Sieg brirgen. Derselbe ger gewunschte Alliance gegen Deutschland zu erlangen ober alch nug
wit nämlich, wie man verfichert, ein großes Jubeljahr am 1. auftreben zu können. Daß man sich das an der Shine offen ein
annar 1874 für die gesammie Christenheit auszuschreiben und gestehen mußte, ist für den französischen Ehauvinismus zwar bitter.
len denen, die nach Rom pilgern einen volllommenen Ablaß zu weil er sich, naiv und dünkelhaft zugleich, stets alle Maächte von
rechen. Dann di dadn vesn Willen der Jesuiten wieder er⸗ Vewunderung und Liebe fur Frankteich erfüllt dentt; ader ars
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        abkühlende Entnüchterung für etwaige diplamatische Machinationen
sehr heilsammn.* —2 3 PF—
Der Befuch des prrfischen Schah's hat einerseits den Merih,
daß dieser orie alische Herrscher die deutsche Macht von Auge zu
Auge persönlich aus nächster Nähe kennen lernte, andererseits aber
eine nicht u ibedeutende handelspolitische Wichtigkeit. Wir haben
dei Anwesenheit der fremden Minister einen Handelsvertrag ge-
schlossen, der unseren Verkehr mit den persischen Plätzen regelt
und in einer so günstigen Weise schützt, namentlich bei Streilig⸗
leiten über Forderungen zwischen deutschen Firmen und persischen
Zunden, daß der für die Festlichleiten zu Ehren des Schah's auf⸗
zgewendete Luxus sich um dieses Vertrages willen reichlich gelohnt hat.
Wichtig in hohem Maße für Oesterreich war der neuliche Be—
such des rujsischen Kaisers am österreichischen Hofe. Wir erinnern
ansere Leser daran, daß Rußland die ungarische Revolution im
Jahre 1848 niederschlagen half. und so die habsburgische Herr-
chaft reitete. Als Rußland seirerseits im Jahre 1853 durch den
Zriutrieg in Noth, gerieth, wurde es von der schwankenden Politit
Desterreichs völlig im Stiche gelassen. Seitdem ist das belannie
Wort: „Undand des Hauses Oesterreich“ auch in Rußland spꝛiqh
rörtlich, ja, es hat sich allmälig im ganzen russischen Volke ein
zroßer Haß gegen Oesterreich entwickelt, der bei jeder Gelegenheit
su Tage tritt. Deßhalb wäre im letzten fran asischen Kriege rus⸗
sischerseits ein Kieg gegen Oesterreich, falls dieses gegen Deutsch-
jand die Reutralität gebrochen hätte, und uns in den Rücken ge⸗
jallen wäre, höchst popular gewesen. nicht etwa deßwegen, weil
die Russen eine desondere Sympathie für uns empfänden, sondern
weil man die furchtbare Noth und verheerenden Folgen des un⸗
zlücklichen Krimkrieges — er lostete dirett und indirelt über eine
Deission Menschen! — noch heute gern mit auf die Rechnung des
„uadantbaten“ Oesterreichs setzt und schon längst gern einmal ab⸗
gerechnet haätte. J
Der Beluch des russischen Kaisers hat der Aussoöhnung die
zoldene Brüde geschlagen, und beide Reiche. werden sich von jeßt
ab wieder etwas freundlicher gegenübertreten. Auch die orientalisde
Politit beider Staaten, das ist die Politit gegen die von Kußland
mmer gefaͤtrdet erscheinenden kleinen Unter⸗Donaustaaten und die
in innerer Auflösung begriffene Törlei, wird sich ändern, daß herßt,
8 dürfte zunächst jede Aggressivpolitil Rußlands als vertagt anzu⸗
ehen sein.

Das ist der politiscee Werth der letzten Kaiserbesuche.

Es liegt auf der Hand, daß die Aussöhnung Rußlands und
Desterreichs auch uns zugute kommen muß, wenn später einmal
Frankreich wieder Kriegsgelüste verspürte und ausführen wollte.
Die Zeit der früberen „Heiligen Alliance,“ das heißt des Schutz-
und Trutzbündnisses zwishen den drei Kaisern, ist vorüber. Es
erscheint aber eire nothwendige Folge der ehrlichen offenenen Freund⸗
chaft der drtei Kaiser — unser Kaiser Wilhelm soll im August
nach Wien gehen — daß jene triste Zeit, wo Frankreich leider
nmit nur allzu ghoßem Glück dei unseren beiden Nachbarn gegen
uns confpiritte, noch menschlichen Berechnungen ebenfalls vorbei
st und wenn es den Jeusuiten und ihrem Anhange nicht etwa
zelingt, an der Conau den Boden wieder zu untervüblen, dürfte
ver Weltfriede durch diese Freundschaft vorläufig gesichert sein.

pereins, sowie der Aktionäre der fallit gegangenen Attiengesellschaft
Baumwollspinnerer Lampertsmühle gegen den früheren Verwaltunge.
ath der Gesellschaft zur Verhandiung kommen. Da jedoch faͤmm.
iche hiesige Handelsgerichtsassessoren tbeils als Mitgliedet dez
Vorschußdereins, theilg auch als Aktionäre an der Sache interessin
ind, lehnte das hiefige Handelsgericht ein Urtheil in —
ib und verwies dieselbe auf Grund des Art. 54 der Zivilprozeß
»dnung an das Apellationsgericht Zweibrücken, dami dieses ein
inderes Handelsgericht mit der Rechtsprechung in diesen Projessen
euuftragen sol.

7 Berzrzabern. Den durch Hagelschlag beschädigten
bemeinden des Bezirksamts Bergzabern ist eine Collekte im Amis.
zezitt in Llussicht gest Ilt.

7 Am 109. de. fand die Revisioasfahrt auf der Strede X
jeimeGrünftadt statt und am 20. wurde die Strecke dem Ver ·
ehr übergeven. 3. .. .

F. Vom obern Gebirge wird gemeldet, daß die Traubenkran
jeit auftrit.

7 In Winziugen ktagten am 19. ds. einige dreißig
dotare der Pfjalz und beschlossen eine Eingabe an die tgl. Staau
egierung zu richten, worin die Beschräukung der pfälzischen No—
ariatsstellen auf die gefetziihhe Zahl und in Bezug auf einige
vebühren Gleichstellung mu den jenseitigen Notaren erbelen wird.

fAm 18. ds. ist das Dorf Bergtheinf i8 bei Schwei nfurt

rxoßtentheils abgedrannt: von 167 Haͤusern si hen kaum noch 30.

das Feuer soll durch eine geisteskrante Frau, welche —XRXXV
ntstanden sein, und wurde durch den heflige n Westwind mit Su—
reseile üter das ganze Dorf verbreitei.

Ant Menz. Der Schwäb. Merlur“ bringt eine anzichende
Schilderung aus Metz über die Thätigk.it verschiedener Betuft⸗
lassen in den Straßen. Man arbeitet dort naͤmlich mit Finsemn
der warmeren Jahreszeit, ahnlich wie in Italien, nicht wehr in
)en Hausern. Alle Welt begiebt sich, mit Stühlen versehen, auf
die Trottoirs der Straßen und bleibt hier vom ftühen Morgen
bis Nachts 11 Udr und noch später; der Schneider und Schufer
mit seinen Gesellen, die Nätherinnen mit ihrer Arbeit, die vane
nit ihrem Roman, der Junggeselle mit jeiner Cigarre. E
in Barbier hat den Versuch gemacht, jein Geschaft auf offene
Ztraße zu beireiben.

fBerlhin, 15. Juli. Ihr Hund hat keinen Maulkorb um“
agte der Nachtwäctter Eichlet zu dem Siudenten Salzmann, der
nit mehreren Kommilitonen ia der Nacht zum 11. Mai in da
Schonebetgerstraße, Fingal“, seinen Hund, allzu laut über den
ztock springen ließ. „Den Maultorb hade ich ja in der Hand',
ntwortete Salzmann. „Dahin gehört er nicht, sondern um die
Schnauze des Hundes!“ helehrie ihn der Rachwächter. Ligen
Sie ihn lieber um die Ihre!“ mischte sich der hinzugetrelene Sur—
)ent Moritz Friedmann in die nächiliche Unterhaltung und wurde
üc diese Herabsetzung eines Nachtwactters gestetn vor der sie benten
Deputation zu 10 Thir. Geldbuße derurtheilt.
i n t c te n.
Pfarrer Pfist er von Mittelbach ist in den Rahestand verseht, ferner
st geuehmigt worden, daß Pfarrer Holienstein ar zu Neuhäufel da
Compratonat in Grube, Propfstei Oidenburg, annehme und daß ihm unbe
onmen bleibe, s. zJ um Wiederaufnahme in den Dienst der anirten Kirhe
er Pfalz nachzusuchen.

— ——
F Naiserslautern, 19. Juli. (Kais. Ztg.) Vor dem hiesigen
Handelsgerichte sollien gestern die Piozesse des hiesigen Vorschußhe
Bekauntmachungen.“

IJ. X. Demeß verantwortilicher Redacteur.
aus der dentschen Kaiserstadt.“ Von K—
hard Schmidt⸗Cabanis. — Der Bergrau
krimznalgeschichte von Erneftine von V. amen⸗
— Für Hausé und Hero *
Allerleieꝛ Die Ruinen don Aũtheiligen,
zon der Dieaer Wenaueseneng — Ein Sturm
m Walde.“ — DDer mittelalterliche Teppich“
— „Chemische Analyse der Rahruugsmittel —
c. 7 An Austrationen: „Die ARNRNuinen dee
Klosters Allerheiligen im Schwarz
wald —Wiener Weltansfteilung:
Aus der ungarischen landschaftlichen Abtheilung
»Sturm im Walde.“ Rach einem Vilde von
—XXE
Das Neus Blatt ist zu beziehen durch all
Buchhandlungen und Pofsi⸗Anfiasten fur den
naäßigen Preis von 15 Sgr. vierteliahrlich.
Franr erse
vom 19. Juli 1873.

Preußische Friedrichs dor 9 v37u/- 3
diftolen..93840
dolländische 10 fi⸗Stüce o 52-54
Rucaten.. .230- 32
francs·Stugße810—ν
inglijche Souvereigzzsz —
Dollars in Gold. 228

——
rꝛieltigen und gleichzeitig den Anforderungen
ler elegaaten K'elt in volestem Maasse Rech-
nung 2u tragen, verdankt die Modenuelt
hren stetig wachsenden Ruf. Mehr als 200
Schnittmuster jährlien, die sowohl ihrer Ge-
—
iehr gerühmt worden, ermöglichen es velbst
ingeübten Händen, alle Gegenstände der Toi-
ette, Leibwãsehe ete. selbst anzusertigen. Anch
m Gebiete der Handarbeiten gilt die Mo-
lenwelt als beste Lehrmeisterin.

Alle Buchhandlungen und Posstämter nehmen
edarzeit Bestelluugen an.

Ausverkauf.
Umzugshalber verkauft der Unter⸗
seichnete seine sämmtlichen Waaren
sum Ankaufspreise.
A. Apprederis in Blieskastel.
Xeine Erauen-eitung er-
reut sich einer grösseren
srerbreitung uud ist dabei
rotz ihrer treftlichen Ori-
zinal-Abbildungen so bil ig,
ls die

Aodenwolt.

Das Neue Blatt 1873.
RNr. 44 ist sorben eingetroffen und enthäll:
Fin Hofconcert unter August dem
Ztarken.“ Von E. Nely. — ZSommermit⸗
ag.“ Von Wax Heinzel. — Aerztliches
Zprechzimmer.“ Beirachtungen über den Cre⸗
inismus.“ Von Dr. Eduard Reich — ‚Im
dande der Kastanien.“ Fin Reiseabenicuer
rzahlt von Arnold — — Von der
WBiener Weltauostellung.“ Originalbderichte
es Neuen Blattes. — Die neue Magda⸗
lena.“ Von Willie Collias. — Plaudereien

»ais vierteljührlich 45 Kr.
eolorirten Modenkupfern
dulden 8 Kteuzer ru.
»n tewahrten Streben der Redaction, vor
hlem dte Bedürfnisse der Familis zu berück-

Repalktion, Druc vnd Verleg von FeX. Demez in St Ingbert.
        <pb n="453" />
        2222552
————— 2828
—»—53 ——52 23353855—
3338 7 835335 —3z35*553 52522—5322ä8
22 — * — — —z23— —3— —5Se2 83
—— 55 8732553 35 82 258 5—F—
328 — 55335422 8 — —358.5 J 53 —
55 — 2 — —— — — 27 »2
—832 25 2322 23 * *a . * — 3 — .* *832 —*
c5 — — — —— 35 50 3322 — 2328 — 7
—* 25342 52 532233 283 A 742 88 753358
—A —8 — * 7 Z *
2 2220 532 552 —X — 623? 8 15 — 232 3— 2
2 — 21*5 — —— 25* m* . * 2*
232223 — — 2 5 *22 9
s73853333333 —— — 7 2—58
335352383237233 2385253* 5582225 757 *732
82 —8 —z 8 52323 2 5 2* E 5 — 3
2325 A — 22235235—3355 288
s13 23383 25 *.5 ——— — 22 55 — S.8 7 3
133 555633833 58 373327 z5 83222 358
2302 25 5z32372 —— 58 5258 —
8 —AA —3555535335 231533 3
—A ä 25*2x2 35783— 52 —20 »55822 w 527
545 52* —A —A — 3* — — — 5 2 —X 7
——— *52255 *823328* REISRSS— 8 52 —LVV „'2 14223*
— »s 2658
— — — 256 — — 25232 —— — 7 8
3 — — — 9 — —8 —— —*—422 — ————
330 73—8—723 5325753583333538386 28B33836 3 58532
3 2 —238 A — —— 258 * 5*5
3352 —z5573235838 — 25 35 —z583 —552 56 23*
533 —2233 53— ——258 33255 —* 2255 582
282— —3—5532355 55535835525383 225387 22327
z28333333—38833 — —— 338 3223345
— 3 —
5s—332 25255235 —5232 —A— —3438
* 2828* 22 x3566* ses 23 8 28 D— — 22
cẽ G 2825 68 3283 237*
— 23 — —

E

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        St. Ingberler Znzeiger.
de Si. Fnaberter Aazeiger (und das mit dem Oauptblatte verbunderie Unterhaliungsblatt, mil der Dienstags⸗, Donnerttags- und Sonntag
dummer erscheint wo hentlich iermal: Dien stag. Donnerszrtag, Zamstag und Sonntag. Auonnementspreis vierteljahrig 120 Krzꝛ. ober
12 Silberar. Anteigen werden mit 4 Keryr. die dreispaltige Zeile Blattichrist oder deren Kaum berechnet. J
— — — — — — — — —
2* E 8 — * , 6
M 113. — Donnerstaa, den 24. Jui 1413173
— — — — —— — ——— —— —— — — ñ —ñ — — ——
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Deutsches NReich. *,

München, 21. Jul. Der k. Justizminister Hr? Drov.
zaustle ist heute Nachmittag aus feinem Urlaud hier eingetroffen
ind wird alsbald die Leitung seines Ministeriums wieder über⸗
ehmer. — Die Frage über die Verlegung der Forftschule in
üschaffenburg wird in nächster Zeit zum Austrage gebracht werden.

Muünschen, 21. Juli.“ Der Landtag' wird. wenn nicht
azwischen noch etwas eintritt. was eine Hinausschiebung nöthig
nacht, auf den 16. Sept. einberufen werden.“ 8

Em 5 22. Jult. Die Kaiserin Augissta ist heul? Ium
zʒesuch des Kaisers eingetroffen. Für Freitag sind der Kronprinz
ind die Kronprinzessin von Sachsen angemeldet.

BeruU n. TNachdem die Bischöfe sich geweigert haben, de
tegternng üher die Einrichtung der geistlichen Seminare die ge⸗
orderter Aufschlüfse zu gewähren, bat die Regierung denselben die
aatliche Anerkennung entzogen Das hat dfür deren Zohlinge noch
ie unangenehme Folge, daß die ihnen bisher zugestandenen Ver⸗
ünstigungen in Bezug auf diez Ableistumg? der Militärpflicht hin⸗
allig werden; selbst die, welche schon die Subdiakonatsweihe er⸗
alten haben, werdea jetzt als Einjährig⸗ Freiwillige, zunz Diensl
ttangezogen. :

Die Welt jeierte am 21. vs. einen wichtigen Sarulartag.
amlich die am 21. Juli 1773 stattgehabte Unterzeichnung der
hulle Dominus ac redemptor noster, seitens Clemens XIV., durch
belche der Jesuitenorden in der ganzen Römisch-kätholischen Kirche
nfgehoben wurde. Clemens XIV. hatte einen schweren inneren
dampf bestanden, bevor er zu dieser Maßregen schrin. Die sorg⸗
altigsten Untersuchungen über Geschichte und Wirken der Jesuiten
jzaite er angestellt, in inbrünstigen Gebet um Erleuchtung rang er
ange Zeit nach einem Entschlußz endlich fand er ihn wid „voll
dertrauens von dem heiligen Geist gestärkt und geleitet', wie er
elbst sagt, unterzeichnete er die Bulle. Nichtsdestoweniger versucht
as Berliner Jesuitenblatt, die Germania“, die That Clemens
UV. als eine „gezwungene“ hinzustellen mit eutsprechenden Rand⸗
emerlungen auf unsere Zeit und unter der augenverdrehenden
euchlerischen Aeußerung: Wir aber widmen dem Andenken dieser
tauri jen Epochen das: compulsi secorunty und das Gebet des
— Erlösers am Kreuze: „Herr, rechne es ihnen nicht zur
Zünde ].

Geueral⸗Capitän, dem Civil ˖Gouverneur, dem Bürgermeifter und
drei catalonischen Cortes Mitgliedern bestehenden Woehlfahris⸗Aus—
chusses veranlaßt. Dieser hat den Ankauf von 50,000 Gewehren
and die Einberufung aller Mauner von 2040 Jahren zur mi⸗!
litärischen Dienstleistung beschlossen, — Die größere Gefahr droht
übrigens der Madrider Regierung zur Zeit noch nicht · von den
Tarlisten, die noch lange nicht in der Verfassung find, den Ebro
mit organisirten Streitträften zu überschreiten; biel geführlichet ist
die Anarchie, die im Süden des Landes mehr und mehr um sich“
zreift, wo eine Stadt nach der anderen sich selbstsiöndig erklärt,
deh. wehrlos Abenteuerern in die Hände fällt, die auch einmal
Regierens spielen wollen. (Pf. G.)

Aus der Pfal z.“ Wie ia der „Pf. Zig.“ mitgetheilt
vird, wurde durch Urtheil des obersten -Gerichtshofes des Kontg
eichs vom 5. Juli abh'n ‚die Frage über die StrafbartiSer
-„chulversaäumnisse vor Entlassung der Kinder oas der Schule
ingeachtet des zurückgelegten Alters“ von 12 resp 13 Jahren in
ejahendem Sinne entschieden und somit die bezirksgerichtlichen
Irtheile, *88 freisprechenden Urtheile eines kgl. Landgerichts
estätigt halten, vernichtte.

FKaiserslautern, den 22. Juli. Herr Präsident
jon Braum hat diesfen Morgen der Absolutorialpruͤfung im der
Industrieschule beigewohnt, wird den Knoll'schen Entwurf zu tinem
triegerdenlmal inspiciren vnd Nachmittags Otterberg besuchen.
dDer am 6. Angust in Ludwigẽhafen statifindende Ver⸗
zandstag der pfalz. Genossenschaften hat folgende Tagesordnung:
) Bericht des Verbandsdirettors. 2) Berichte aus den einzelnen
Beteinen, sasbesondere Mittheilung über den Einfluß der jetzigen
erisis. 83) Welche Stellung haben die Genossenschasten bei einer
allgemeinen Zinserho ung gegenüber ihren Mitgliedern einzunehmen?
Referent: Voltsbant Speyer.) 4) Welche Vortheile bietet der
Check Verlehr und elchen Vereinen ist derselbe zu empfehlen?
Referent: Volksbanl Ludwigshafen.) 8) Discussion über die pro⸗
eltirte Pensions · ud Wittwentasse der Beamten der Genofsen⸗
chaften. 6) Prüfuns ind Genehnmigung der Verbandsrechnung.
7) Wahl des Ortes un welchem der nächste Verbandstag stau-
ãnden soll. 8) Wah. dezVerbandsdirektors. 9) Wahl einez
oder mehreren Abgec dneten “zum' allgemeinen Verbandstag nach
München.
F(Moselbahn.)
neldet man aus Cob
Brückenbauten über —
Fochem nach Eller b⸗
is jetzt groͤßten in
erforderlich.
k Falsche preuf sche Fünfthalerscheine. Falsifilalen welche,
icheinbar lange cursirt haben, denn sie sind bis zur Unkennilichkeit
»eschmiert und überall mit Papierstreifen beklebt, sind in diesen
Tagen bei der Staatsschuldentilgungskasse, wo sie zum Ersatz prä-
entirt wurden, angehalten worden. Ob diese Scheine wirklich so
ange im Umlauf gewesen sind, oder ob die Fälscher sie im vorn⸗
hercin selbst beschmiert und beklebt haben, um jeden Verdacht zu
»ermeiden, bleibt fraglich .
In dem Bezirke des Gerichtzamtes Dresden sind laut
amtlichen Berichts vom 16. ds. in der letzten Woche 111 neue
Thole raerkrankungen, darunter 38 mit tödtlichem Ausgange, gur
Spanien. Anztige gelangt; die! Gesammtiahl, der Erlranlungen beträgt bis
Uleber die Einnahme von Igualada Vurch die Carlisten jetzt 251, die der Todesfalle 938.
ird berichtet: „Naqh einer 86stuͤndigen heldenmülhigen Verthei-⸗ fHamburge, 15. Juli.. Auf der letzten Reise det
igung wurde Igualada von den Carlisten erobert, gebrandschatzt „Thüringia“ nach New⸗· Yorte ware dieses große und proͤchtige
ind angezundet. Die Carlisten hatten 3500 Mann, 200 Pferde Schiff, wie die Rew· Orleans Deuische Zeitung meldet, beinahe
ind 3 Kanonen; sie erlitten empfindliche Verluste. Mehrere einem schrecklichen Schicksale verfallen. Am Vord befand sich ein
Risciere des Generalstabes von Saballs so wie der Kowr yart asinenbedienfteter Friedrich Mangs, der lurz nach der Abfabrt
Zuaden wurden getödtet.“ — In Barcelona haben die von Europa so betrunken gesunden wurde, daß ver Kapitän ihn
euchsenden Erfolge der Carlisten die Bildung eincß aus dem nach dem untern Raume bringen etß, bis er nüchtern geworden

Frankreich.

Paris, 19. Juli. Der Vertreter Bazaine's, Advokat
achaut, versichert, daß die Akten über die Untersuchung des
llarschalls dem Präfidenten der Nepublik noch nicht mitgetheilt
mnd daß auch die Mitglieder des Kriegsgerichtes noch nicht ernannt
ind. — Prinz Peler Bonaparte hat an den Schah ein Schreiben
zerichtet und diefen, angesichts des Umstandes, daß er sich ohne
ile Subsistenzmittel befinde, gebeten, ihn in die persische Armee
wufzunehmen.

Die Pariser Freimaureréi gab drei im Gefolge
us Schah von Persien befindlichen persischen Freimaurern, dem
Hinister des Aeußern, Malkolm Khan und den beiden Adjutanten
—XX Mirza⸗Riza, zu Ehren ein großes Fest, wobei
xnselben Ehrendiplome der Loge „Olémente amitié“ über-
tiddt wurden.“
Atalien.
Ro m, 21. Juli. Der Prafelt von Ancona hat aus gesund-
nitspolizeitichen Gründen die Walifahrken nach Loretto und anderen
Dallfahrtsotten derboten.
        <pb n="456" />
        ate. Der Rann batte sich außerst excedent benommen und war
ogar gegen einen Offizier angegangen. Er mochte etwa, drei
Stunden im Unterraum gewesen sein, als eiu auffallend heftiges
lopfen wahrgenommen wurde. Man öjffneite die Thür und sah
Mangs befchaäftigt, mit einer Marlingspiie und einem Hammerin
Loch in den Schiffsboden zu bohren, um das Schiff zum Sinken
ju bringen. Mangs wurde augenblicklich überwältigt und gefesselt.
Nach Ankunft in New York wurde der Verbrecher der Polijei über
geben und sind die weiteren Schritte des deutschen Consulats daselbs
abzuwarten. J
* einepager in Holstein.) Aus Elmshorn kommt die
Mitheilung, daß ein Tonsortium, welches dort seu längerer Zeit
uuf Kohlen bohrt, ein bedeutendes Steinkohlenlager entdedt habe.
Dasselbe soll in solcher Vorzüglichkeit sein daß es der Englischen
Zohle an Qualitat nichts nachgibt. Man ist nun dabei. die Mach⸗
igleit des Lagers festzustellen.
—fVxrag. In Arnsdorf (Bobhmen) kam ein Mann, der
sich confessionslos ertlärte, in den Verdacht Gewitter zu machen“
a.ad follte dekhalb vom Gemeindeam?e aus der Gemende ausge⸗
wiesen werden. Der Hauswirth des Gewittermachers“ wurde
juerst durch den Polizeidiener vor den Gemeinde borfieher zitiri
and ganz ernstlich in's Gebet genommen, ob er Wissen davon
habe, wie sein Miethmann mit einem Ei und einer langen Stangt
enes Gewitter habe zum Rauchfange hinausfahren lassen.“ Die
Ausweisung des Gewittermachers wurde vom Herrn Vorfteher
nit folgenden Worten angedroht? „Wenn ar sicht Ding machen
vie, wuß ar ausnder Gemeene.“ Die allen Weiber in Arnsdor⸗

Jlauben eben, wenn einer den Frevel begehen kannm sich konfesstonr
los zu erklären, warum soll er nicht auch Gewitter machen lönnen
—fNewyork, 20. Jual.Der Puntt, bis zuꝰ welchem di
Nord⸗ Parcific⸗Cisenbahn im Augenblide vollendet ist, hat naqh de—
deutschen Reichskanzler Fürsten Bismard den Namen erhalten.

7 Als ein ganz vorzügliches Mittel gegen die Hausplage de
Wanzen wird in der Berliner „Volksztg.“ neuerdings der uͤberah
vild wachsende Feldtymian, auch Quendel und Kumelle genannt
empfohlen. Man sireut die getrodnete, würzhaft citronartig riechend⸗
Pflanze in die Betten und Zimmerdeden, schließt Thuren und
Fenster, und nach 48 Stunden ist aufer einigen vertrockneln
Balgen jede Spur von Wanzen verschwunden.

(Eingefed

Am naͤchsten Sonntag Nachmittag wollen 4 deutsche Krieger.
Vereine (Neunkirchen, Friedrichssthal, Bildstock und Elversberg)in
VBereine mit der hiesigen Feuerwehr im Ollig'schen Gartenlolale
emeinschastliches Fest begehen. Die ausgezeichnete Capelle doß
Friedrichsthal, meist aus früheren Militarmusikern bestehend, win
in Concert boi dieser Gelegeuheit geben. Wuünschenẽwerth ware
qun. wenn, in Erinnerung jener für uns so wichtigen Tage do
3 Jahren, die hiesigen Burger diesen Kriegern eine ñußerliche Mu
erlennung an den Tag legen und ihre Häuser recht reichlich he
laggen würden. . Fin deutsch Gesinnler.

X.e ,

—

A. Demeßn verantwortlicher Redacietuirtt.
Bekanntmachungen.
Stadtrathssitzung.
Freitag den 25. d. M.,
Nachmittags 3 Uhr.
Tagesorduuug: —
1) Die Vermessung und Einfeinung der
Gewanrewege bettrt.

2) Die Verwandelung der 2. prot. Schul-

verweser⸗ in eine Lehrerstelle betr.

83) Die Alterszulagen derhhiesigen Lehrer
betr.

9) Die Herstellung des Weges auf die
Mariannenthaler⸗Glashütte betr.

5) Die Feuerpolizei auf der St. Ing-

berter Grube betr.

6) Die Herstellung eines Schultauses
(Lateinschule) bar.

7) Alignement auf der St. Inaberter
Grube (die Treppe des Wirths
Schuster) betr.

8) Geschäftsführung des Bezitksbauschaff⸗
ners betr.

I

a nserem Freund Jo 3b Bre gel zu
„7 jeinem morgigen Namenstage ein
dreifach donnerndea: Hoch ?, daß der
ganze Pechstuhl wacdelt. 1

wsluh Einige Freunde.

pum rlamenstag.
Ein Vlvat RHoeh dem Hertn
Zengmeister
Zdaeobus Echwarz sen Aliers
heißt er.
NPoch lange foll er glücllich leben
Und fein Bas Licschen auch daneben
Auch schmecke ihm so früh wie spat
Ein Gläschen Bier mit Sülzsalat.
Und daß er fieht, daß wir nicht foppen
So moͤgen leben hoch: die übrigen
Jaakoben.
(Anm.: Den Reichs⸗ Jogel nicht zu
Wbvercrgessen.)
J Einige Kameraden.

Ein junger J
⸗ 9*
Barbier-Gehilfe
udet soforl Condition bei Coiffeur Pit⸗
schel, Saarbrücken Wilhelmfiraße
Rro. 15.

Einladung zum Abonnement pro 3.
Quartal auf: J
Die Hausfrau.
Deutsche Bäätter für Hauswesfen und
Familienleben.
Mit Illustrationen
3. Jahrgang 1878.
Preis verteljährlich 15 Sgr.
Das verflossene 2. Quartal brachte

4. A. jolgende interessante Beiträge:

Briefe über Ecziehung. Von Emil

Richter. — Diverse weibliche Hand⸗

arbeit. Von Auguste L. (Mit ů Ab⸗

bildungen.) — Arsenithaltige Kleider

— Die derühnteste Butter und deren

Beriurg. — Das Waschen feiner

Damenstoffe. — Ueber Mädchenpen ·

ionen. — Rasen⸗ oder Schnellbleiche7

— Ueber den Ernahrungswerth der

Speisen von J. d. Liebig. — Eine
oͤffentliche Versammlung im Interesse
der Familie und der Hausfrau.
Von Henr. Goldschmidt. — c. ꝛc.

Für das neue Quartal liegen be—
reits eine größere Anzahl werthvoller
Arbeiten vor und die Redaktion wird
tteis bemüht bleiben, den geehrten Les⸗
rinnen das Beste und Sqoͤnste zu
bieten.

Bestellungen rehmen alle Buchhand⸗
lun en und Postanfstalten an und lie-
iern auf Wunsch Probe⸗Nummern.

Leipzig.

Luckhardt'sche Verlagshandlung.

(58r. Luchardt.)

Ene epangelische Magd
findet sofort Dienft. Wo sagt die Trped
—— —2..
Frucht⸗, Brod⸗ Fleisch cc. Preise
der Stadt Homburg vom 23. Juu.

Weizen 9 fs. — tir. “ Korn 5fl. A6 r
Spelztern — fl. — ir. Spehz — 4
F. lr. Gerste, Zreihige — fl—
Lreihige — I. ⸗tr. Hafer 5 fl. 37 kr
Mischfrucht 5 fl. 50 tr. Erbsen —
— Ir. Widen — fl. — ktr. Kartoffelr
Sufl. — ir. Bohnen — I. Sr

Kleesamen — A. — kr. — Weißbro
3 Pfund — kr. Kornbrod 6 Pfd. 29 kr
4 Pfo. 20 tr. 2 Pid. 10 ir. Gemisch
brod 6 Pfd. — kir. Das Paar Wed iöd
Gr. 2 lr. Odhsenfleisch per Pfd. — k
Zühfleisch 1. Qual. 20 Ir.“ 2. Quel.
48 kr. Kalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch
20 kr. Schweinefleisch 22 r. vultt—,
per Pfund 36 kr.
Palserslautern, 22. Juli. Frucht·
Mittelpreis.) Weizen 7 fl. 31 kr. Aorn
5 fl. 27 kr. Speizteen — fl. — br.
Spelz 5 fl. 34 tr. Serste 5 fl. 34 k.
Hafer 8 fl. 28 ir. Erbsen — fuu— kr.
Biden 4fl. 40 tc. Linsen 5 fi. — kt.
leesamen — fl. — kr. — Hoernbrod
6 Pfd. — ir. Gemischtbrod 3 Pfd. — kr.
Weißbrod 2 Pfd. — lir. Butter per Vid.
34-36 ir. Eer 1 Stüdk 2 kr. Kar⸗
offeln per Zte. — fl. — kr., neue Kan
effein pet psd. 4 tr. Heu 1 f. 12 6r.
Kleehen 1fi. 24 kr. Siror Ll. I0 kr.

Zonntag den *. Juli 1878
Krieger-Concert
der Vereine
Reunkirchen, Friedrichsthal, Bildstock
und Elversberg
unter Betheiligung der
5t. Jugberter Feuerwehr
in dem Locaie vo B. O LIIISG,
rusgeführt durch die Kapelle der Grube
xriedrichssthal unter persönlichet Lei-
tung ihres Herrn Dirigenten
Mollenhauer.
Aufang 224 Ubr Nachmittags.
Enirèe 4 Person 2α r.

Die Bewohner hiesiger Stadt und na⸗
mentlich die Krieger von 1870/71 werden
dazu freundlichst eingeladen.

Die Vorstünde.
—** » 2 — —
Ein junges Mädchen
lals Kindermaͤdchen) zum sofottigen' Eintrit
wtrd gesucht. Die Exped. d. Bl. sagt wo.

Laltion. Druck und Verlag don vJ x. Demes? in St. Ingbert.
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        222 55558 22322 —AXA 42 2* 2222 232—32
2 53
— 2* — 35 2 88* 8* — 5* 25 2 35
— 27 — S — 25522 2 52* * * 2 S 2 02 ——
— — —AA — — — — 2 * * 2 3.
z3538 z258 532——— 28 2323588223
—— 5 * — —A 5352232 —A 522829 E —3822 —
25 3385 5———8 —3323 ——— 55 25382 25328835
53. 3 5338333—5 863 —33——3—3333
2 —2
567 S2D2E5—83 53—3—555875 —A— 536233333753657
.5 — — 328 836 —32322 * —— —E 55— 2c
35 2 33B 325 355 —A
223 3235 2533 3225. 2 38—338 — —, 828
28 3822 238—8— 2225 — 5—223215—33 58225368
——— 3— 2z6212 *3 —5 535558 356 —5533225
5283 75538 57—— 58—556 2*2566235 358 ——5333332
5533 65335 3552— 5353-2332232 25338 288333353338
— — —28552 523582 z 25822 — 2235353 598
—— * 3 25232 — 2 —ú— 5* * * 7558 22 —R —
2553 38538 3333 32 533833—3
—— — 2z35 522 —A 25 535* 5 22
55283 53223233 25337 3583*—58 33383 2388 835538
— — 228 2 25 2 — J 2 S* —
3353 2—3 —33 3333 — 3——3 —— — *
—— ——3 — 4 33 3232 538 — ——
2 0 — 5538 3 32153
R * * 2 33 D 5*
35253. 55 3 3383333 — —
* 22 2 c 3— *— —82532 2 322 222 138 — — 8 *
5541 555533 — —75 56335— ————2 5 3— —223323 2322— 18
4 AM ñ—88 — — * — * 2 B2B —2 z2822 2 2 8 *
— 2 8* — — — 22524—523 — 7 2* ERAZLESSATBRAASS
28 —— — x 2 2 2258 —2 7 272 ——— t— 352
2 — 22 5 3 — —2 7— —— * RR2 3— 3
32*5 82558 BO33S20 —33565335 15323
2 5123832832322 — 8 — 2.22
c 2 * ⸗a 4
5335 535253358 521*2235———53 253333823 253232—88
—X 2552 83 —— * 1555 * —2 5 —— 2222588 2283
385*z 75—7383.8 54418233228 53* J———— 252
—A * ——5c68832 623 — 5., 7— 2—k2 5. *
5 8 — 52 *25 * — —AM 152 2 —— 25 Z —XV 15*
18z783833553* 33 —338 25333333* 23*35*3 638
52 * 3— 5* IBEIBZESS — 22 55335 22 8 8 8
—cẽ 1323— 2 32255822 —528 2 — 2 2
3338 336285 3
3 532 2 25. 52 —* 252 3
2 —— ——335223335 55 3535238 —A 7. 832r
8 28 —7 2232 — 2 3235 32 53222 55 222
3283327643238 3233, — 3 35
5232233—2353———32387 * 53 —A —— 25 2355338
123832282*26 5z2.22323 58252828 883535 3 23353 553535
3335557 55382*8 337282 2353535 5715383375 2866
s53z 33s—335* 3 363438 238338538587
2 223 2 8 — — v ⸗ 8 28
—A —233353380522 322233 3;— 5355338 552
533 — 32523538 2232* 3*5 —9 —*8 83553 3 83 2353
28363332 23233323356535* 235388 23— 36
2*2355335232 85 2 —— — 2* — 53 2.*
5552227 23z2322325 22 — 52z22 * 8
2 22 —222 — — 2**2 7 22 — · 22 —7 *
33255523370 — —— 333317382
3337 —322232553235 37 ⸗ —25333357532353568 2222
25 J A — — DN 25282*8*2 — —
22325355 2353— «28325 ui 3 22 2*3355 8 —22 *
2 — * — — 2 — 2 22
— J— 235 6, 7? ——33 5522 —5533k
— * 2 — — 225 — 2—3 55 572- SZEAS
z3— — 38 23 3 2 33538 288
25 5525—253535572— ——83—52 82287 526 ——2232
* 0 —2832353E5822 3 — 2 — — S8 2 — —— 52—3
225 55 —A — 5 8232352 233552—5 2233
8 4
—* ——— S6

2222 5z,*
222 2*52522.
3333εαe s
2822 28252 ——— 552 65 253
83338 333333 55s857335338
5 Zz25 — B ⸗ 232 8
53 2 * *222 — 5535382 —3535258 —5 2572528
5 5 184 5222 52 232 —A ge“ —A —— 5 —5352
5 2 — 2 2* — — 227 ——A—— 3231523253
* 22 522 — —232 —A— 2238385 225 —A
33**223—3525 SS882 — ——— 2 22
* *25 ————— 25 z23B32SE SS E2355s55553532 —— z 2 58
23225525366 — — 525522 —A 22
* 2 * — — — 8 § —AA *2
522356 — F 232 2 327237 52282320 8* 25 5338. ——
* 8 — * 22 — 32ñã* 8.7 BZ522 8*
—— 552 05 22582225388 ——
28* —A 5 —— — 5* 2S 54 2 —c * 28
8 E x 8 — I*c2 —A322 3 8 3
—8 32585 73 33428335323
* — S — 57 23—2 225 5 —58 33 PES.228
3883533253 333 52 8—563838535
s2.53568235 — — 23 2733
8 33
8* 2 285 3229 —* ⸗25** 532 X — 2 8* 2* ———
* ——2c2332585— 55523 —s 8c5 2232 32538535
2232532—8 —5.* 93 8 — 2 2 38 — 3— * —— — 2 *
33;7 — 73535583 36 32237
2 33323383335 25752 533223833732 ———
2238334355338 *535273253533 23235853 5235823—5—33233
338 33 3383337
—A 78 ——256 18285 553322353533328 25535 —557—
— *538 2 25** 8* —— —X 5 — 28 2555 458* *
525225—3553382222 5S2 — ——— 5z232225—2 322538 1888
32 7 222 225 532855533 8 532332 *
s s 34 2323*82 SZE
—
2 7
XEB28 52222*
5*—»—533353555 22223—238
23 23558—2 383532 22 22 222285 n *
2 25338353735 33833 635387 z325323537333533323358
2 *8* — — — 8 2 * A3 8 2 *
2333253-18335 —— 523338 523*8383
136 33335* 332—3—33323338838 3833 38283835 53
38—535287 23 755333558223232377 5253—3 38333223833
s—4532 5583228 *522* —A — 58 5 —527232 25353
2*87832388282087 —„55333232 225 — 5333223555
5.532937533 8z3557 — 335236 2 552— ——4— ——25358
38 — 328 233353383323 3332
— 52 ⸗ T * *æz2
A —2*532 2 532 — ——— 25 5 2352 Ee E 8
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—358—58235553 55z5—7—— 232— 8587382 335352727 7532
252325 —28— — —3257—37 — —— 3
5 5753— 23 553—533 28752227 S5 55353—33— 35383*
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43
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58 —52* 7 —— — 22 228 * — — 9227 *
——— 552— 35 *533.3 233.13 252358.38 2535*28

25325333282 *812*02 25—3255323 2352325 A *22

1*233 53.2338 28535 53325228* 727277* 2 52537** 22233

7 —— 8 5. 68 —A 83 2. 3 * 5c53. 2. a58

2333 —383333—83 337 233258

8 — 3— —2 3 * —8

3523355383 5—3332333352——5333 325253323338
2.2 2 2357725 —— 2083575 2 2. 8 225 2
220 —Z — 5235 2 *662 3 6 X * 2282 — 2 *
— 225 3 — —— — S2 233235 p

5múꝛB. 23325 752 53— 333257.* 257* 32. e

3833335 2 82* 33 2222523 — p a· 2
3223 *5* 2 7 —A 2— 5822328*8 F C 723282 3

3 5 *233 5 3853 — ĩ —2 2324 25

3—3*3 3—38 5357* 227382555

— 332823

—2332 353525.27 5 4 522355

7 77 * — F

— —— .33

852 —— —AA 0— 2— 532862
—3 2 —A 582 z 7 2288833* BR.5 32
2 3332. 25383232322 23 25285
— —A— 25258
——— 323 3 25238 253385 A

2 2 ur 1* 22. 535 ——— 275 —— — —— r 2
23383333225 — —A
22 23648 — 5—5 53 885 —A
— 55723
85 —— 2. 2562
2322333 2. 8535 3372 — — —2323 *
2. 5c—3*33—7
25357
*2 — 9
— 382* 88
27 25 6 * 53
3—2 * 113
4523272 2
—5 2.2—2 5752
—253235— 3* 25
2,.52 2 — — 3 25

9 2 —
2553— — 58 —XA 22
*255 —53222*8352 2c5858
2235* 2 8 1535

— — J 3
32533533s53 —
253 — 223 S 82
— 257 2 .52
— 25 785 282*3 3128

— 2333383332 — 5
23535235 222 —5—
1533* — — 725
233835333 —
* 2 23 3 6
5832323333 —53
3353535353 *
0 2323 J 2
5233333— 22
2272 8

—* 553288238

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22 ** *
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258 7 3823
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—26226 — — ———— 22 53528
*32 *3833—33232333 553
2 3. 5 2* 27335333337 —A
e 3 33253882 23732238
1875 2 253333287
* E·· * 3223 22233 3— * 2
— *322 235 2882235
S3— 2 * 2333238 2*
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20323883 255335
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255333 —————
—— 333333357383
373 —
252375 2355233525 323283
5 —53533 53—78*28 *
323—223 23 358 553
375888
5*385327 2. 8 —A— *28
577 23*2 — 88*
553558 2238 3325* 2z52.
3 — 3
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        St. Ingberker 2
Ing erker 2 nzeiger.

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dea St. Fnabertert Unzeigerr (und dat mit dem Dauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienttags-⸗, Donnerttagt⸗ und Sonntag.
—XRX elscheint wochentlich vie rmal: Dienbtaa. Donner atag, Sarentag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljahrig 42 Kerzt. oder

12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift ader deren Raum verechnet.
J Eoer
αœæ

J Aaee* 8* 1873
—
Deutsches Reich.

München, 17. Juli. Vom 1. Jamunar 1873 bis den
6. d. M. sind in Bahern für die Neuanlage von Stastseisen⸗
—XR 14 MPiillisnen Gulden ausgegeben warden. Der Gesammt⸗
fwand für diefen Zveck wird dis Ende ds. J. die Summe von
jo Millionen erreicht haden. Die Zahl der-Stauts bahnbausectionen
adraͤgt gegenwärtig 4. ——

Muüunchen, 24. Juli. Die Stadt Cham in der Oberpfal;
m durch eine Feuersbrunst fast ganz zerstöet worden.

Die Gemaͤhlin des früheren Mimiterpräsidenten Freiherrn
Id. Pfordten wurde auf der Eisenbahn bei Ragaz in der Schweij
hberfabren und blieb alebald todt. Dee Leiche trifft heute hier ein

Ber!in, 24. Juli. Tie „Nordd. Allg. Ztg.“ hebt in
imem Artikel hervor, daß die Ausführung der neuen Kirchengeseze
hherall ernstlich im Gange sei.* Genaue Ueberwachung darüber
Seitens der katholischen Bischöse den Gefetzesvorschriften über
hordildung und Anstellung der Geistlichen entsprochen wer de. sei
um so noihwendiger, als die Amtshandlungen der unbesugter
Wese angestellten Geistlichen null und nichtig seien und für
urgerliche Verhältnisse bellagen werthe Verwirrung herbeiführ en
aüßten.

Berlin. Es liegt jetzt eine ObertribunalsEntscheidung
ot, welche die Frage, ob die Altkatholiken zu den vom Staute
merkannten christlichen Kirchen gehoͤren, bejaht. In den Gründen
vird ausgeführt, daß der Antlagesenat nicht die Befugniß habe,
nuß lediglich auf kirchlichem Gebiete. sich bewegenden Gründen zu
mscheiden, daß die sogenannten Alttutholiken sich von der romisch⸗
aatholischen Kirche geirennt haben; er habe sich vielmehr auf die
zeantwortung der Frage zu beschränken, ob nach den Gesetzen
es Staates die durch letzieren erfolgte Anerkennung der katholischen
dirche zu Gunsten der sogenannten Altkatholiken angerufen werden
onne, oder nicht, was dejaht wird, da dieselben ihren Rücktrit!
us der katholischen Kirche nicht eillärt haben. E ——

Aus dem Süden Deuischlauds wird der „N. A. Zig.“ der
zurstenabzug eines Artikels mit dem Bemerten- eingejandt, daß
etselbe ais Manuscript gedruckt und vom „katholischen Prekbureau“
in Breslau versendet. Der Artilck führt die bezeichnen de Ueber ⸗
thrift: „Die Bismarder Religion und der deutsche Adel“ und
cheint nach der veigefügten J. die Leitung einer Serie ähnlicher
Vfsutze zu sein, in denen die Unterzeichner der Adresse vom 14.
Juni in der cynischen Weise verhoͤhnt und beschimpft werden zu
ollen scheinen. Der Held des uns vorlegenden 1 Artikels ist
)er Hetzog von Ratibor. Die Pöbelhaftigkeit det Bemerkungen
ber d'x Herzog, sagt die „N. A. Ztg .“, macht es rein und un⸗
nöglich, auch nur eine Probe aus diesem fangtischen Gebraͤu wie—
ytzugeben, wir begnügen uns damit, die Artikel, die muthmaßlich
echt bald in einem oder dem anderen ultramontanen Blatte auf⸗
duchen dürften, signalifirt zu habe.

Die „D. R. C. ichreibt: General v. Manteuffel, der
dberlommandirende der Occupations ⸗Armee, hat in seiner Ver⸗
valtung von den ihm überwiesenen Fonds bedeutende Ersparnisse
emacht, über deren Verwendung ihm freie Verfügumg zusteht.
Wie wir hören. dat der General diese Fonds dexartig vertheilt,
aß er einem jeden Officier zu seiner Neuequipirung eine Summi
on eitca 200 Thalern überwiesen hat. Für dir Mannschaft hat
ut General in so fern Sorge getrageu, daß er einem jeden Me⸗
ment eine Summe von circa 15,000 Thaler überwiesen hat,
ie els eiserntr Bestand des Regiments verbleiben joll und aus
eren Zinsen die Mannschaften ba feslichen Gelegenheiten bewirthei
herden follen. — Die „Volksztg:“ bemerkt dazu: Eine eigen⸗
hüml che „Sorge“ das. Uebrigent möshten wir wissen, mit web—
em Rechte der General selbstständig über diese Gelder verfügt.“
södin, 22. Juu. Der franzdsische Gesandie in Berrin.
nmie de Gontaut. Biron, ist hier heule Margen auf der Durch⸗

enach Eus eingetroffen. (T. R.)

Was uur in Lippe moͤglich ist.) Am letzten Sonnabend

ind in Bade Meinberg eine Versammlung „sammtli her Juristen“

b VLandes Lippe statt, um zu berathen, wie eine Erhdhung ihrer
n durchzusetzen sei. „Sammtliche Juristen“ waren am
Morgen des 19. Juli von ihren Heimathsorten aufgebrochen und
janden sich zur Mittagstafel im „Grand hotel de Meinberge zu⸗
amumen.
Frankreich

Parii s, 19. Juli. Die Sydowsche Angelegenheiterregt
hier einiges Aufsehen. Die günstige Entscheidung des OberNit-
henrathes findet den Beifall der Ultramontanen des Umbers einer⸗
eits und andererseits den der liberalen Talvinisten, allerdings aus
ehr verschiedenen Gründen. Die orthodoxen Calvinisten aber find
entrüstet ũber dieselbe. Die Zeitung Guizonz. Das Cyoristenthum
m nennzehnten Jahrhundert,“ versucht es, die Gründe klar zu
tellen, welche die Entscheidung des Oder⸗Kirchenrathes herbeige⸗
führt haben.

Paria, 20. Jul. Eine Wrundergesellschaft.) Die 8.
Zammer des Zuchtpolizei⸗Gerichts verhandelte gestern gegen die
HH. v. Collet⸗Meygret, unrer dem Kaiserreich Direktor der dffent⸗
sichen Sichetheit. Lonault, ehemaliger Abtheilungsdirector im
Tredit foucier, RK. La Cassaigne, Maire von Cadiz, und Comba⸗
lurier, jämmtlich Gründer und Verwaltungsräthe der Gesellschaft:
„Hafen von Cadirx,“ welche in Frankreich zu einer Emission von
50,000 Obligationen zugelassen wurde, wobon indeß nur 6508
mit einem Gesammterträgnisse von 1,822,000 Fr. an den Mann
zebracht wurden. Das Unternehmen ging vollständig in die
Brüche und den Angeklagten werden nun zahlreiche Unregelmä-
zigkeiten und falsche Vorspiegelungen nachgewiesen. So boten
sie in ih em Prospectus den Zeichnern als Hypothel Grundstücke
und Terrains, die sie gar nicht besaßen, machten fälschlich hervor-
ragende spanische und französische Persoöͤnlichkeiten ihres Aufsichts⸗
zomite's namhaft, verwendeten den Ertrag der Subfeription zur
Auszahlung eines ersten Coupons u. s. w. Die Angeklagien
wurden zu je zwei Jahren Gefanguniß und einer Geldstrafe von
3000 Fr. verurtheilt.

Paris, 22. Juli. Stenay wurde gestern geräumt. —
deute hat der große Wallfahrtsmonat begoanen. Bereits gestern
zingen 432 Pilger von Paris nach Lourdes ab. — Prinz Na-—
poleon ist heute aus der Schweiz in Paris angekommen. — Im
Rord⸗ Departement veranstaltet man Sammlungen, umn Herrn
Thiers ein Denkmal zu errichten. (K. 3.)

Ein Officier von der Occupationsarmee schreibt: „Am 283.
quli marschiren wir von Mézioͤres und gehen in acht Tagemär—
chen bis Metz, von wo wir dann per Eisenbahn in unsre alte
Barnison einrücken. So gern ich während der Occupation in
Frankreich war, so freue ich mich doch beinahe in meine (sonst
richt besonders schöne) frühere Garnison zutück zu kommen. Es
vird nämlich nach und nach ungemüthlichz man hat, da schon
ingepackt ist, nur mehr das Nothwendigste in den Zimmern;
diese sind leer und die Franzosen voll — Vergnügen; sie geber—
zen sich gerade, als ob sie einen ungeheueren Triumph ertungen
and als oh wir Deutsche uns wegen unseres Abzuges vor ihnen
zu schämen hätten. Kindisches Volt, das glüchlich ist, wenn el
ingestraft ausspuckeu und einen piod do non madhen (die Nase
orthen) klann!?“ — Es ist wohl unnöthig zu bemerken, daß dieseß
Betragen der Franzosen vorauszusehen war; nur die größte Zu⸗
tückhaltung der deutschen Officiere verhiudert erntte Conflekte.

(IJwubr. 3.)

Paris, 23. Juli. Die dentsche Cavallerie hat gefiern
Neufchateau verlassen; morgen zieht auch die Infanter.e ab. Char—
leville wurde gestern geraumt. Nach dem Apmarsche der Deutschen
vurden die Häuser geschmückt und die Glocken geläutet. Bar⸗le⸗Due
purde heute vollständig geräumt.

Laut Francais werden Handelsverträge mit England und
Veigien heute unterzeichnet. Die Regierung will sie noch vor din
Vacanzen von der Kammer genehmigen tassen. — F

Italien. —145,
Rom. 18. Juli. Der Papst, welcher vergangene Woche in
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        ιιιrfætnr pputien pryr eClisatgenoen
„unge so schwach geworden war, daß ihm' seine“ Aerzte die
Sinstellung des Empfanges und selbst der Spaziergänge im Garten
des Vaticans derordneten, ist hergestellt, so daß er wieder einpfan⸗
gen, reden und spazieren gehen darf.k
74 England. —
Der Herzog von Edinburgh, der sogenannte, Mat⸗
rosenprinz“ hat sich mit der einzigen Tochter des Czaren verlobt
Musiland.
Petersburq, 28. Der „Russische Invaliderderöffem ˖
licht den Wortlant einer von dem Chan von Chiwa anläßlich der
Aufhebung der Staverei erlassenen Proklamation. Dieselbe sagt
Durchdrungen von den Gefühlen der Verehrung gegen den Kaiser
don Rußland erkläre ich saämmtliche Sclaven des chiwcfischen Reiches
jur frei und den Selabenhandel ˖ für ewige Zeien aufgehoben und
hefehle die sofortige Ausführung bei streugster Strafe im Weige⸗
rungk falle. Alle Befreiten sind gleichberechtigt mitden anderen
Untetthanen und können in Chanat verbleiben. Falls sie beimgehen
wollen, werden besondere Maßregeln getroffen. Die Befreiten
lommen in den nächst liegenden Marktstälten zusammen und stellen
sich der Ortsbehoörde vor, welche eine Liste über sie führt.“ Der
Chan verpflichtet sich, die heimlehrenden Befreiten auszustatten und
aieselhen durch chiwesische Escorie begleiten und beschützen zu lassen,
welch letztere überall die Aufhebung der Sclaverei derlündigen.
Bis in die deuischen Ostseeprobinzen Rußlands beginnt
uch die kirchliche Bewegung sortzupflanzen, wie aus den Beschlüsfen
der protestantischen Synode von Esthland ersichtlich ist. Tieselbe
jat den Antrag des Geistlichen Nerling angenommen, welcher die
AUbschaffung der obligatorischen Konfirmation und des obligatorischen
Abendmahls fordern
Prozeß gegen Adele Spitzeder und Genossen.

— — S chn ß. .

Maunch en, 14. Juli 1878.
Adelẽ Spitzeder hatte sich ziemlich rasch daran gewöhnt, sich
von dem glänzenden Comfort des Reichthums umgeben zu sehen;
hre Zimmer waren äuf das eleganteste eingerichtet; in denselben
varen Spieluhren aufgestellt, um mit ihren Melodien die geladenen
Gäste bei der Tafel zu ergötzen und die Gebicterin in einsamen
Stunden in süße Träumercien zu wiegen; die Wände waren be⸗
zectt mit Oelgemälden in prunkenden Rahmen. — Um gegenüber
ber täglich zunehmenden Schuldenlast eine beftändige Steigerung
der tauglichen Kapitalszuflüsse zu erzielen war das ganze Streben
der Sp. darauf gerichtet, ihrem Geschäfte die möglichste Ausdehnung
zu geben. Zur Erreichurg dieses Zweckes suchte sie sich zunächf
die Presse dienstbar zu machen, was ihr auch zum Theil gelang.
Blaätter, die ihre Stimme erhoben, um den gefährtichen Schwinde.
der Dachauer Bank bloßzulegen, wurden in der der Sp. er⸗
gebenen, deren Lob in allen moͤglichen Tonarten fingenden Presse
in der heftigsten Weise angegriffen und beschimpft; unterderhand
wurde aber auch der Versuch gemacht, jene Blätter auf andere
Weise, nämlich durch Bestechung zum Schweigen zu bringen oder
sie gar anzulaufen. A. Sp. gründete selrst eine Zeitung, das
„Münchener Tagblatt“, dessen Redaktion ein gewisser Dr. Fais
uͤdernahm, welches untet dem Deckmantel der politischen Tenden
eines gemäkigten Ultramontanismus ausschließlich die Interessen des
Spiyeder'jchen Geschaftes zu dertreten hatte.

Wie aus dem schon früher Mitgetheilten zur Genüge hervor⸗
geht, war das Geschaft der Sp. im Grunde nichts weiter als eir
Froßartig angelegter Betrug im vulgären Sinne des Wortes, ge⸗—
ächtet auf die schamloseste Ausbeutung des Publikums, eine orga-
aifirte Massenberaubung in moderner zivilisirter Gestalt. A. Sp.
zachte nie und konnte nie daran denken, ihre Gläubiger zu bee
sriedigen; das günftigste, was sie überhaupt noch erwarten konnte
häre eine Abfindung mit ihren Glaubigern im Wege eines Ar⸗
rangements gewesen obwohl sie auch in diesem Falle, in Folge
hes Zustandes ihrer Buchführung, vor dem NKouflikt mit dem
Strafgesetze kaum behütet geblieben ware und die Verluste gleich
morm gewesen wären. Es lkonnte nur einigermaßen auffallend ge⸗
junden werden, daß A. Sp., wean sie sich der ganzen Tragweite
ihres Handelns, der hieran sich hnüpfenden unvermeidlichen thatfäch
lichen und rechtlichen Folgen volllommen bewußt war, — und
Mangel an Einsicht und Ueberlegung war gewiß nicht die Ursache
denn A. Sp. war eine viel zu gericbene Person, um nicht all
Fventualitaten in's Auge zu fassen und zu überdenken — sich nich
noch zut rechten Zeit ihrer Verantwortung durch die Flucht ent-
zogen odir wenigstens Vorbereitungen dazu in entsbrechend et Weist
getroffen hat. Allein man darf nicht vergessen, daß Ä. Sp. durch
die üdbereinstimmenden Versicherungen ihrer juridischen Ratbgeber
daß man ihr nichts anhaben önne, offenbar sicher gemacht war
And dann bleibt es immerbin ein beachtenswerther Umstand, daj

mali α V—gnahne ihtes fSechogens in e —
Pretiosen, vorzugsweise aus Brillanten bestehend, dim Werih von
34,187 Gulden vorgefnuden hat.“ Es“ ist nicht un ahrscheialih
daß diese Pretiosen mit Rücksicht auf eine — —AX
zetauft wurden, da sie bei hohem Werthe doch mur einen ses
zeringen Raum einnehmen und leicht zu verpacken sindr Außerden
müßte man in dem Ankauf dieser Kostbarleiten nur einen Aci
hrer maßlofen Verschwendungesucht erblicken, welche allerdings gan
einzig in ihrer Art war, auf die wir aber, weil unz das zu wen
führen wülde, nicht meoͤr nlher'eingehen wollen. »3278
Der letzte Abschnitt der Antlageschreftenthalt näheresMde
die Mitangetlagten, welche an der Verschleppung der Vermögenz.
yestandtheile theilgenommen haben, und ist» in dieser Beziehung
ntereffan was über das Verhältniß der Rosa Edinger zur Adeln
Sp heder· gesogt. in Nosa Ebnger 21.Johre aih. ledige San
piezletin von München, ttat im Mai 1872 vei der A. Sp., alz
Gesellschafterir ein, und wurde nach eioner Angabe, bald durch
das Band einer innigen Freundschaft an ihre Herrin grfesel
Allin verschiedene Vorgängewelche durch Zeugen erwiesen sind,
egen die Vermuthung naht daß beide auch noch durch Interessn
nit einander ve bunden waren, weiche mit bioßer Freundjqhaßt
nichts gemein haben.Es mag jedoch der Schleier, welchen di
Mysterien eines eigenthümlichen Sinnlichkeitscultus über die Vea
jältniffe Peider gedreittt haben, vorlufig hier noch ungelüftet bleiden
und diese bloße Audeutung genügen. Thatsache ist, daß A. Sp
zie Frrundin in der überschwänglichsten; Weise, durch werthdvols
Beschenle belohnt hat. ⏑
Der Urtheil gegen. die Aageklagten lenren unsere Leser berein
nus der vorletzten Nummer./

1
—— r— —— —
kerwui ee....
7 Zweibrüdern, 20. Juti. Die Schwurgerichtsjejfin
jür das dritte Quartat l. J. beginn am 15. Septhr.
14 Die Stadträthe von Wolfstein und Laulerechen haben an
die Regierung ein Gesuch gerichtet, worin um rasche Projektiruug
und Ausführung der Lanterthalz und Glanthalbahn mit Abzwi⸗
gung nach Otterberg, sowie um Gewährung einer staatlichen Zinz
jarantie gebeten wird, welchem Gesuch sich Auch der Stadirath
aiserslautern anschließt.
7 Neustadt, 19. Juli. In Weidenthal hatte vor einige
Jeit ein junger Bursche mit einer ebenfalls jungen Fabrikarbeiteria
ein Liebesbverhältmß angçeknüpft, dessen Folgen nicht ausblieben. Als
iber der Liebhaber den Zustand seiner Geliebten erfuhr, verließ et
dieselbe und kaüpfte mit einem andern Mädchen ein Verhälimij
an. Dieß wurte der Verlassenen mitgetheilt, welcher es gelang,
die Liebenden am 16. Juni bei einem zärtlichen Rendezoous zu
berraschen. Anftatt jedoch durch die Vorwürfe se necr früherm
Beliebten in sih zu gehen, ergrimmte, der Bursche und traktittt
dieselbe mit Schlägen und lachte sie dabei höhnisch aus. Die Miß
jandelte erbob hierauf Klage und gab die jetzige Lrebhaberin als
heeidigte Zeugin bei heutiger Verhandlung vor dem tgl. Landge⸗
lichte an, es sei nicht wahr, daß der Bursche s.ine frühere Gelichn
nißhandelt habe. Nach längerem Verhöte, nachdem aus den Aus
agen der 2 andern Personen hervorging, daß Miißhandlung er⸗
oigt sei und die Zeugin dabet zugesehen habe, beaniragte der lgl
Jolizeianwalt Aufnahme eines Separatprotololles wegen faljchen
Zeugnisse, Anordnung einer Untersuchung und Verhaftung der
Zeugin, worauf dieselbe sichtlich nach längerem inneren Kampfe
ich herbeiließ, die Wahrheit zu gestehen. Die nach Apdlegung eints
rides vor Gericht angegebene Unwahrheit, ihrem Schaz zu licbe.
vird ihr jetzt wohl theuer ꝛu stehen kommen. (Bigetg.)
7 (Das dvierie pfälzische Sängerfest.) Fefilich schaute der
Himmel darein als sich am verflossenen Sonntag, den 20. Juh
die Sänger aus den verschiedenen Gauen der Pfalz in dem ti
end gelegenen Duͤrkheim zur Abhaltung des vierten pfälzischen
Zängerfeftes versammelten. Das Conzert Des pfälzischen Sanger
undes, unter der erprobten Leitung des Festdirigenten Vincer
dachner von Mamheim verlief nach allen Berichten ia der be—
riedigensten Weise, namentlich constatiren alle gegen die Leistungel
der frühern Saängerfesse von 1859 zur Kaiserlautern, 1861 3
Zpeyer und 1865 zu Naiserslautern, einen unverkennbaren Forb
chritt. Eine recht glüciche Steuerung gegen früher war insofern
eingetreten, daß in Dürkheim von den geübteren Bereinen. Halbe
höre mit Instromental begleitung zum Vortrage gelangten. X
desetzt waren die Raume der Festhalle, aus weiter Ferne hatties
sich Zuhörer eingefunden. Unler ihnen befanden sich auch zut
Vertreter des badischen Sängerbundes und als CEdhrengäste Hen
Regierungspräsident v. Braun, Herr Eifenbahndireltor v. Jaget
und aus Berlia die Musikdircktoren Vierling und Urbin. Mit
inem Hoch auf den Festdirigenten endete das Conzert, dem *
Montag Sängercommers, Aueflug nach der Limdurg und veitbo
olzien. r 8
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        —————
zudote Durch die Freundlichkeit eines B.
enstück aus der sogenanten „guten alten
nmen, dessen getreue Copie wir Ihnen
ihe lautet:· 6

Von Gottes Gnaden Wir August, Vischof zu Speyer, Probst

gefürsteten Probsier Weissenburg. des Heiligen Römischen Reichs
iursi, Graf von Limburg Stirum ꝛc. 20. Fügen ⸗ahiermit jeder⸗
anniglich zu wissen: Demnach Uns Maria Helena, des Friedrich
hers Schultheißen zu Edesheim. ledige Tochter, demüthigst sap-⸗
Acando gebetten, Wir gnädigst geruhen möchten, Sie als welche
h mit Franz Beer Müllern auf der Kreutßmiühl auch niederzulassen
Ileng wäre, der Leibeigenschaft, womit Uns und unferm fürst-
zhen Hochilift Speyer dieselbe verbunden ist. in Gnaden zu ent⸗
asen, daß Wir hierauf der Supplicautin in solch ihrem demüttzig
Ansuchen willjahret, und dieselbe sothaner Leibeigenschaft
pädigst befreyet haben; Thun solches auch hiermit, und in Kraft
jeses Briefes, jedoch mit dem ausdrücklichen Beding unt Vorbehult,
. soferne obedachte Maria Helena über kurz oder Aang fich
icderum in obbenanntes Edesheim oder jonst an Orie, wo unser
uftuches Hochstift Speher die Leibeigenchafts Rechte hergebracht
egeben würde, sodann dieselbe vorheriger Leibe genschaft wiederum
agethan fehn und verbleiben solle. Urkundlich Unsers hievorge-
udten Icheedexinscen Regierungs Insiegels. Bruchsal 824

ril 1780.
dl Manumission für 7 Ex Mdto.
hara Helena des Friederichs Jägers (L. 8S.) (gez.) Kanffmannee
Schultheißen ledige Tochter zu Secretar.

Edesheim. *3*8*

Die Erwirkung dieser „Manumission“* hat die „Supplicantin“
2e fl. 38 kr., eine bã den Geldverhältnissen jener Zeit sehr be⸗
zutende Summe, gelostet. Dergleichen geschah in der sogenannten
guten alten Zeit“, deren Wiederkehr das Ziel der heißesten Sehn⸗
en unserer Roͤmlinge ist. Wahrscheinlich, wenn man der franzo⸗
jshen Revclution von 1789 nichts weiter zu verdanken hätte, als
z sie jeuer heillosen Wirthschast ein Ende gemacht, man müßt⸗
ewig preisen. n
Eine Schrecensgesch'chte wird aus Heinersdorj
rei Zauͤllischau gemeldet. Ein auf dem dortigen Rittergute ange⸗
selter Juger hatte einige Weiber beim Hoizfrevel ertappt und zut
hestrafung gezogen. Die hierüber ergrimmten Ehemäuner dieser
Deiber überfielen den Beamten, banden ihn an einen Baum, den
dopf nach unten, unmittelbar über einen Ameisenhaufen, und er⸗
sriffen die Flucht. Da Ameisen bekanntlichin alle Oeffnungen
eh Korpers dringen und alles zernagen, so kann man sich einen
degreff von den namenlosen Schwerzen des Unglüdlichen, dessen
Tod auch thatfächlich erfolgt itt, machen.

p6Gmundd, 18. Juli. Heute früh wurden im Artillerie—
Zchießthale aus schweren Festungsgeschüten Vomben nach der
Scheibe geschossen. Der zweite Schuß, welcher zu kurz fiel, traf
das Blodhaus, in welchem ein Lieutenant und vier Mann zur
heobachtung der Schüsse un“ergebracht waren.“ Lieutenant Zicher
wutde getödtet und die vier Mann verwundet.

f Ueber dem badishhen Dorfe Teutschneureuth entlud sich
am 15. d. ein Hagelweiter, durch welches eine große Maße von
doͤgeln, Hasen, 30 Stück Gänfse ꝛtc. getödtet, 300 - 400 Gänse
meht oder minder vrwundet wurden. Im Dorfe wurden alle
deuster zertrümmert; die Ernte ist gänzlich vernichte.

pNünchen, 22. Juli. Adele Spitzeder wird gegen
daß Erkenntniß des oberbayerischen Schwurgerichtähofes vom vor⸗
geftigen die Nichtigkeitsb. ijchwerde zum obersten Gerichtshofe ein⸗
egen. Ihre Strafzeit wird dieselbe im Zuchthause zu Wasserburg
bubußen haben.

rNärnberg, 21. Juli. Der gestern Nachmittag von
Dien krank dahier angekommene Vorarbeiter der v. Cramer-stleti'⸗
den Fabrit, Herr J. G. Schneider, ist heute Vormittag an der
natishhen Cholera versiorben.

FEßsen, 19. Juli. Heute Morgen kurz nach 10 Uhr
die Kaiserliche Pulvermühle bei Stoppenberg, wie schon einmal
n ungeführ zwei Jahren, in die Luft geflogen. Ueder die bei
der Explosion statigefundenen Verunglückungen ist bis jetzt als be-
lnmt fesigesteltt, daß zwei Arbeiter, deren, wie wir hören, 17 bis
auf der Mühle beschäftigt gewesen sein sollen, vollstäudig zer⸗
naltut sind; ein dritter ist derart verstümmelt, daß an der Erhal-
ung seines Lebens zu zweifeln ist; ein dierter wurde in einem
wa 100 Schritie von der Mühle entfernten Kornfelde vorgefunden,
whin er geschleudert wurde, ohne jedoch bedenkliche Verletzungen
bongetragen zu haben. B
Dem Htetzgermeister Gyer in LCüderscheid ist dieser
Ine sechszehnrte Sohn geboren worden. Der Kaiser
Straßburg, 20. Juli.“ (Karlsr. Zig.), Der wegen
lunnaheleidigung durch die Presse zu LVa jähriger Festungsstraf⸗

M

VIENα. y —
zuet“ aus seiner hiesigen Hafte in Der esigen gitgoeue entwijg,
ind hat via Kehl-Basel das Weite hesucht.Gr solb in einer Ar⸗
zeiterblonse, auf die Treuherzigkeit der Bewachang fündigend, mit
Untersuchung seiner Frau ensroͤnnen sein Großel Mittelt, ihn zu
berfolgen, werden kaum in, Anwendung kommen. Er hatte ⸗etwas.
nehr als ein Drittheil seiner, Haft bereits Abgebuß/. —
FStraßbuürg, 21. Juli. Stüdiosus Coste, —8*
Duells augeklagt, wurde von den Geschworenen freigesprochen. Nach
dem „Niederrh. Kur.“ scheinen dieselbenncauf Grund der Zeugena
en iu haben, daß für Cofte ein moralischer
Zwang zu; dem Duell poriag, geübt durch Provocationen seines
Begners' Ansbefonder auch dutch den Vorwurfß, der Feigheit.
—7 Paris-—Rm noniag, 13. d., um halb 11 Uhr Abenos,
brach in den Verkauf⸗ 88 des Nouveauiké:geschäftes an der
Ece der Straßen Moge und Mouffclard ein furchtbarer Brand
aus, dessen Entstehune man zur Stunde noch nicht:ennt aber dessen
Wirkungen unheilvoll aren. Das durch die Anhäufung brennender
Stoffe genährie Feuer- breitete sich mit anerhörter Raschheit aus
ind theilte sich batde Un oberen Stodwerken mill In der khurze
zeit von einer Viertelstunde stand das ganz. Hauß in Flammen.
Die Hilferufe der Bewohner vermischten sich bald mit denjenigen
der-im gous-sol eingesperrten unglüchtichen Commis: die Treppe
sbrannte und ihnen auch war jeder Ausgaug versperrt. Außer
ich vor Schrecken kuüpfte einer der Hausmiether Herr Gauthier
Professor im College Rollin, der im fünfien Stode wohnte, Bett-
ucher aneinander und verjuchte »mittelst dieses improvisirien Seileß
nich berunterzulassenJaber fei es nun doß die Tücher Feuct ges
agen woder daß die allzugroße Aufregung ihn s iner Sinne beraubte,
turz er ließ ploötzlich das Seil los. fürzte, auf den Boden und
chlug sich die Hirnschale durch.“ DerTod ⸗erfolgte augenblicklich.
Die Feuerwehr eilte raschen Laufes herbei. Die Laäden wurden mit
Beilhieben erbrochen und die unglüchichen Commis stürzten bleich
vor Schreden, mit verbrannten Haaren und Kleidern, in's Freie
hinaus. Sie liefen wie Wahnsinnige umher, einander beim Namen
rufend; cinige weinten wie Kinder. Leider waren drei von ihnen,
die Herren Caillet, Comte und Gillet in den Flammen umgekommen.
Ihre verkohlten Ueberresiä? wurden unker den Trümmern hervor⸗
gezozen und in die Morgue gebracht. *

Bei der Grundsteinlegung zu einem Hospital in St. Louis
wurde von einem Neger eine deussche Rede gehalten, die von den
zahlreichen Anwesenden mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde.
Der Farbize ift von einer deutschen Familie erzogen und heran⸗
zebildet worden und spricht eben so gut Deutfch als Englisch; ja
der Umgang mit Deuischen hat ihn mit den verschiedenen Dialekten
der deutschen Sprache so vertraut gemacht, daß er recht gut Platt⸗
deutsch spricht und auch „schwäbelt.“

In der Nähe von Biala (Gali,ien) sind 12 Theilnehmer
an ciner Prozession, welche sich vor einem Gewitter in eine Ka⸗
pelle geflüchtet“ hatten, vornn Blitze getroffen und sawer ver⸗
vundet worden.

PNewyortk. Die Besitzer des „Newyork Daily graphic,“
ezines neuen illustrirten Tageblattes, haben einen ncuen Plan
ansgeheckt, um von ihrem Blatte reden zu machen und Geld in
hre Taschen zu zaubern. Sie wenden nämlich 10,000 Dollars
daran, einen großen Ballon zu erbauen, damit der bekannte Luft⸗
chiffer Professor Wiese mit seinem Gehilfen und ewa sechs bis acht
Personen æine Fahrt nach Europa versuche. Der Professor glaubt,
in 60 Stunden nach seinem Aufsteigen in Newyork, in England
ider Irland zu landen. Gleichviel ob die neun Personen reussiren
oder nicht, der „Grapzic? wendet sein Beld geschäftlich gut an;
Doch werden die desten Vorsichtsmaßregeln ergriffen und Professor
Wiese, der einmal die Strede von 1200 Meilen zwischen St. Louis und
Newyork in 12 Stunden zurückgelegt hat, ist seiner Sache ziemlich
sicher. or rechnet hauprsächlich auf die Luftströmung nag Osten,
die in einer gewissen Höhe fortwährend vorhanden ist. Dem großen
Ballon von 100 Fuß Durchmesser ist ein kleiner von 36 Fuß zur
Sicherheit beigegeben und außerdim ein Rettungsboot, das mit
Wasser und Lebensmitteln für 30 Taze versehen ist. Die Ballons
sind so eingerichtet, daß site 20 Tage sich in der Luft halten
ktonnen. Tie abenteuerliche Reise foll am 20. August ange-
reten werden.

Dienstesnachrichten.

Zum Bezirksamtsaffessor zu Kirchheimbolanden wurde der Accessist der
gl. Regiegierung von Oberfranlen, K. Mayer, gur Zeit als Kreisassessor in
Saargemund in Elsaß⸗Lothringen verrrendet. ernaunt; die erledigte Bauamts⸗
Afsessorstelle Lei dem Landbauamte Kaijerslautern dem zur Zeit bei dem
dandbauamte Munchen verwendeten Staatsbaupraktikanten K. Spatz aus
domburg verliehen.

Der bisherige Stiudienlehrer an der isolirten Lateinschule zu Kaifert⸗
autern, L. Köppel, wurde auf Ansuchen zum Studienlehrer an der Studien-
instalt Kempten ernannt.
. Vemez, verantwortlicher Nedacieur.
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        Bekauntmachungen.
Eountag —R Juli is73
Rrieger-Concort

Auf Montag den 28. Juli 1878
Abends 8 Uhr werden sämmiliche Mitglieder
des Gesellenzund Fremden⸗Unterstützungs Ver⸗
eins freundlichst eingeladen' zu einer

Generalversammlung
wegen Auflösung oder Weiterjührung dieses
Vereins im Lotal Pfarrgosse 148.

Mehrere Mitglieder.

Einladung zum Abonnement pros
Quartal auf:
Die Hausfrau
Deutsche B ätter sür Hauswesen uud
Familienleben.
Mit Illustrationen.

3. Jahrgang 1878.
Preis v'erteljährlich 15 Sgr.
Das verflossene 2. Quartal braq
4. A. jolgende interessante Beiträgt
Kricie über Ecziehung. Von Em
Richter. — Diverse weibliche Haad
arbeit. Von Auguste L. (Mit 3 Ah.
bildungen.) — Arsenikhaltige Kleider
— Die derühniteste Butter und- deren
Bereitung. — Dos Waoschen feiner
Damenstoffe. — Ueber Madchenpen—
sionen. — Rasen⸗ oder Sch: ellblesche
— Ueber den Ernährungswerth dt
Speisen von J. v. Liebig. — Emi
öffentliche Versammlung im Imterefs

der Familie und. der Hausfrau—
Von Henr. Goldschmidt. — x. ꝛc.

Für das neue Quartal liegen be
reits eine größere Anzahl weithvolle
Arbeiten vor und die Redaktion, wird
lets bemüht bleiben, den geehrten Less
rinnen; das Beste und Sgoͤnste u
bieten.
Bestellungen rehmen alle Buchhand⸗
lun en und Postanstalten an und lie
jsern auf Wunsch Probe-Nummern.

Leipzig.

Luckhardt'sche Verlags handlung

(Fr. Luckhardt.)

der Vereine
Nenunkirchen, Friedrichsthal, Bildstoch
und Elversberg 9
unter Betheiligung der
5t. Jugberter Feuerwehr
in dem Locale von R. O LIIG.,
ausgeführt durch die Kapelle der Grube
yriedrichsthalunter persoͤnlicher Lei-
ung ihrets Herrn Dirigenten
e, Mollenhauer. —
Aufang 4 Uhr RNachmittags.
Lutrèeo aA TPerson Si. Agr.
Hie Bewohner hiesiger Stadt und na⸗
mentlich die Krieger von 1870,71 werden
dazu freundlichst eingeladden.
Die Voratâúmnde.
WVMAaMnIIe

—— ——

Vom Bandwurm geheili.
Lodze, den 20. Februar 1873.
Hiermit fühle ich mich veranlaßt,
Ihnen, meinen herzlichsten Dank für
Ihren Malicxtraft abzustatten. Ich
hzabe durch denselben in diesen Tagen
zen Bandwurm gänzlich ver⸗
loren, welcher mich viele Jahre
quälte, und bitte ich Sie im Interesse
ahnlicher Leidenden dies zu verößpfent⸗
lichen. Ludwig Austadt.
9 Axr Brau rei⸗· Dir eltor.
Au den Konigle Hofl. Hein. Johann
HOHoff in⸗Berlin. 1.
Verkaufsstelle bei Fritz Pauzer⸗
bieter in St. Ingbert.
und J
BHimbeer⸗Eis,
Wein-Orémme mit Königskuchen.
derschiedene Sorten Tordten, sowie an⸗
deres feines Backwerk zu baben in der
Tonditorci von
Gr. Rickæel.
lle Kranken
.d Leidenden
inden in der 14. Aufl. des Buches Na⸗
turheilmethode für alle ver—
alteten Krankheiten des mensch⸗
lichen Koͤrpers Hülfe, Lindernng und
Rath, und wird an jeden Hülfesuchenden
unentgeldlich und frei versandt.
S. Sievers S Co.
in Braunschweig.
NB. Tausende verdauken disem Buche ihre
Gesundheit.
Eine evangelische Magd
findet sofort Dienst. Wo sagt die Exved.
9s5. Bl.

Frucht⸗Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preise

der Stadt Zweibrücken v. 24. Juli.
Weizen 8 il. 48 tx.. Korn 8 il. 42.fr.
Herste Areihige. —, N. — kr. Gerste vier⸗
ceihige — fil. — kr. Spelz — il. — kr.
Speizkern —, fi. — tr. Dinkel —3.
ir. Muychtrucht — il. — kr. Hafet
5 fll. 45 tr. Kartoffeln Ifl. 56 kr. Heu
Ufi. 48 kr. Stroh Ufl. 12 kr. der
Zentner. Weißbrod 113 Kilogr. 23 fr.
Fornbrod 3 Kilogr. 29 kr. ditto 2 Kilogr.
20*r. ditto 1 Kilogr. 10 kr. Gemischtbrod 8
sil. 38 kr. 1 Paar Weck 100 EGramm 26.
Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 15.
Kalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18 kr.
Zchweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter?
kir. per Niuud.

1

grantfurter Börse
vom 24. Juli 1878.
Preußische Friedrichsdder. 957238
Pistolen. 93840
doulandische 10 fi.⸗Siake 984
Ducaten.. ... 3304 32
20Francs⸗Stücke ... 2920/-l
Englische Souvereigns.41 47-40
Dollars in Gold..2 26226
XRX , 6e8 J 1s
Tapeten⸗- und Rouleaur⸗Lager
bei J. B. Ciolina,
vis-·a⸗vis dem Pfälzerhof
in FAreihrüceken.

. FIlanden
rgase 7

ee eee »GO»ò» —öe ee I9—..
Fachfolger.
—furt ami FIAin.

—K

**
20
Ich veranstalte auch dieses Jahr einen A
ich zu folgenden herabgesetzten Preiseiee e7 W
500 Stuck */. breites schweres Leinen, fuür Hemden und Bettilicher, 500 Stuck “/. breites achtfarbiges Bettzeug, mieistent turlis Hroth, di
die Eue 12 . * —— Eue 1d tp. 75*
21/5 Ellen breite grobe Leinen, für einschläfrige Betttücher, das 300 Dutend weiße rein leinene Damentascheutücher, das Duten⸗
vollständig Betttuch ohne Naht, fl. 146. i. 2. 30. *
3 Ellen breite grobe Leinen, für zweischläfrige Betttücher, das voll⸗ Große tothe Eachemires Tischdecken das Stuͤck fi. 1. 45. mm
ständige Betttuch ohne Naht, fl. 2. 24. fll. 2. B*
200 Stück fnen schle sisches und böhmisches Leinen, die Elle Große rem Eachemires Comodedecken, das Stud fl. l. und
15 1j8 bis 30 ir. — J3J 5 . TM. —
200 Stuck schwere rothe melene Bettdecken, fur zweischlafrige Betten, das io⸗ beller zed ramagirten Vorhangsmull mitk Bogen, die Ell
Siud fil 30. 2 e Aä
200 Stuck schwere weiß wghene Bettdecken, fur zweischläfrige Betten, 300 Stuck schweren schwarzen Mooteens für Unterrbcke, die un
das Stück fl.4. 18. io/, hreit lischet t die El⸗
oo Etnasoee Vetee m Pferdedeeken, d. Stud fi. 280 tis g. . / brei en gagtischen Wa erbroof, mit und ohne Franien di
300 Paar schwere weiße Wictoriadecken mit Franzen für 2schläfrige ie/ hreiten schweren guien Buxkin fur Hosen und ganze Anzüge— d
VDeh d 3 —8 sie 2. 80. * Wew heu Elle .. 1. 30. und fi. 2. —
1 3 73 34 r ẽlle —R en eit. 7 4 7 e
do VDohenn sine eschticher⸗ 2un Duen vang Glatten, rochen wollenen Unterrockstoff, die Ele 18 kr.
100 Dutzend Handtücher, die Elle von 6 lr. an. Fdeinen weißen 84 breiten Mull für Kleider, die Elle 12 kk.
000 Siua wollene Kleiderstoffe, fur Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter, Cattune, Jaconets, Piqus, Zwillich, Barchend und Etrob
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Musterabschnitte sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post.
Auch die zuusten Aufträge werden wie bisher bestens besorgt—
ßanf imnt nach Meter, sondern nach alter Else. 7*

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edaktion, Druck und Verlag bon F x Demes in St. Inabert
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        Hl. Ingberler Znzeiger.

er St. Pugberter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungablatt, mit der Dienstagß⸗, Donnertiags⸗ und Sonntag.

jummer erscheint wochentlich vie rmal: Dienstag, Donner stag, Samstag und Sonntas. Abonnementspreis vierteliahrig 42 strzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

55

13173
I8.

Die Krisis in Oesterreich.

Immer bedrohlicher gestaltet sich die Lage unseres österrei⸗
gischen Rachbarstaates; immer hartnaͤckiger treten die Geruchte auf
on der Gefahr, die gegen die versassungstreue Partei im Anzuge
pegriffen sei. Die Stellung des jetzigen Cabinets gilt für ernst⸗
haft gefänrdet. Tootz der vielsachen Versicherungen des gegen⸗
seangen herzlichen Einverftaͤndniffes, wie fie die Staatsoberhäupter
m diesem Jahre laut der Welt verkündeten, ist es eine nicht länger
buleugnende Thatfache. daß gewisse Parteien, die noch immet in
—
Desterreich in eine Politik hineinzutreiben, die in det Behandlum
der römischen Frage der von Deutscher Seite eingeschlagenen
ziametral entgegengesetzt ist.“VDer Vortheil O sierreichs, so argu⸗
nenticen jene Jatriguanten, — etheische ˖ esdaß dieser Kaiserstaat
ucht in demselben oder einem ähnlichen Fahrwasser gegen - Ront
jeuere. Das Prestige Oesterreichs, ais einer wesentlich katholischen
Nact, müsse wiederhergesiellt werden, und das sei auf leine
indere Weise eher und vollständiger zu erreichen, als indem man
ine veranderte Fronistellung gegen Rom einnehme. Zwar hat
nuch Oesterreich in letzter Zeit gar manches antishyllabistische Gesetz
rhaltenzwar herrscht auch daselbst die Pest der Civilehe,“der
jaatlichen Gleichberechtigung auch der ketzerischen Keligionen, allein,
venn man nur mit der Ausführung derselben so fortfährtn wie
zr. Stremeyr jüngst begonnen, dann wisse man in Rom schon ein
luge zuzudrücken. Zwar ist noch vorläufig von keiner Verfassungs⸗
stirung die Rede, ist der Concordatvater Leo Thun noch nicht
uͤt einer Neubildung des Cabinets betraut, allein man hat bereits
enügende Erfahrungen, um auch unter einem constitutionellen
dedmäntelchen ultramontane Politik treiben zu köͤnnen. Wie nun
mmal die Verhältnisse in Oesterreich geartet sind, überleben dort
cwisse Parteien das jeweilige Systen. Die große, im Ganzen
och ungebrochene Aristokratie ist daselbst auch heutzutage noch
naͤchtiger, alß die Staatsgewalt, und daher ist die Gefahr nicht
a unterschätzen. Die leßten Börsenkatastrophen haben diesen
lementen, wiewohl sie vielfach in jene Calamitäten mit verflochten,
nd, einen bequemen Vorwand geliefert, um dus verhaßte, herr⸗
hende System in Mißcredit zu bringen. Und so ungerechtfertigt
iese Anschuldigungen auch sein mögen, auf so hohlen Pramissen
uch diese Schlüsse beruhen, immerhin bewährt sich das „calum-
iaro audacter, aempor aliquid haeret“ ganz vortrefflich. Vor⸗
aͤufig genügt es, dem Gegner, der sich ohnehin nicht mehr so
chet fuͤhlt, ein Bein zu stellen, um ihn bei der nächslen günstigen
gelegenheit zu Falle zu bringen. Zudem giebt es für gewisse
hren ja keine einschmeichelndere Musik als wenn man stets von
onservativen Interefsen“ spricht, und diese sind eben recht bequem
u derwenden, um der liberalen Aera mit ihrer wirthschaftlichen
reiheit ein Ende zu machen. So spielen denn eine Keihe von
actoren in diesem dielfach verschlungenen Netze von Intriquen,
je durchaus nicht zu unterschäßzen sindd.

Angleich höhere Bedeutung jedoch gewinnen diese Betrach⸗
ingen, wenn man die augenblickliche, politische Situation im All⸗
meinen in Rüchsicht ziehl. Die entschieden ultramontane Haltung
et franzoöͤsischen Regierung hat ja in letzter Linie ebenfalls keinen
inderen Grund, als Deutschland auf dem Continente zu isdliren.
rrankreichs neu erwachte Katholicität ist ja nichts anderes, als die
»itgemäße Umschreibung des vorlaufig noh nicht vetwendbaren
egriffs · Revanche.“ Aber im Vatican treffen sich die Fäden des
jewebes und wurden daselbst von kundiger Hand festueschürtzt.
nd noch eins. So gering Spaniens Bedeutung für Idie politi⸗
de Gestaltung Europas auch ist, immerhin wird der käglich wach⸗
mde Carlistische Aufstand trefflich für den ultramontanen Zweck
usubeuten sein. Es sind eben uͤberall die Anfänge zu einer
viischihtig angelegten ultramontanen Politik bemerldar. Nun, wir
ud in Deutschland gewoͤhnt, keinen Gegner zu unterschätzen, wir
nd daran gewöhnt, die ung gegenuͤberstehenden Krafte forgfaltig
drüfen. Wir gehen nicht „ieichten Herzens“ in einen Kampf.

Wber wir halten die Augen offen, vertrauen auf Gott und halten
nit Cromwell zu reden, unser Pulver irocken.

Wie gesagt, noch sind erst die Keime dem Schoße der Erde
invertraut, noch sind erst hie und da einzelne Hälmchen hervorge⸗
prossen, aber wir müssen sorgfältig auf Alles und Jedes achten,
amit wir nicht überrascht werden. Wir sehen dem Kampfe ruhig
ind g.rüstet entgegen, und wir hoffen, daß vor Allem Oesterreich
nicht aus einer übel angebrachten Rivalität sich dazu wird verlei—
en lassen, eine antideutsche Politik zu treiben j Denn noch nie ist
von Rom für Oesterrich irgend ein Heil erwachsen. (B. B. 3.

U Deutsches Reich.

—Aus der Pfal;, 24. Juli. An die bayer. Studienrektorate
s. von Seite des Ministeriums eine Zuschriftergaugen- in welcher
s auf das Strengste verboten wird, daß Schüler verschiedener
Anstalten sich, wie dies öfter geschehen, zu gemeinsamen Trintgelagen
zusammen finden und bestellen. Es ist darin, wenn es auch etwas
tpät kommt, ein Akt kluger Vorsicht zu begrüßen,“der' manchem
Unfug und Unwesen steuern wird. Noch ein bischen mehr' Stram⸗
heit“ von Oben könnte überhaupt Nichts schaden. (Pf. Pst.)

— Muünchen. Die gesammte bahyerische LinienInfanterie ist
setzt mit dem Werdergewehr bewaffnet; die bayerische Lanwehr be—
hält vorerst noch das abgeänderte, Podewilsgewehr. (Die übrigen
»eutschen Armeecorps erhalten bekanntlich das Mausergewehr,
vährend die Landwehr das optirte Dreyse'sche Gewehr beibehaͤlt,
resp. mit demselben an Stelle des alten Dreyse'schen versehen wird.)
—Der Nachricht, daß Bischof Heinrich von Passau vom Deutschen
Zaiser die Kriegsdenkmünze für Nichtcombattanten erhalten habe,
ügt das „Baterland“ die Bemerkung bei: „Von Rom soll da⸗—
gegen ein ordentlicher Denkzettel für ihn auf dem Wege sein, den
er aber schwerlich öffentlich tragen wird. Um stilles Beileid wird
gebeten.“

Der preußische Lieutenant Stumm, welcher bekanntlich die Ex⸗
»edition nach Chiwa im russischen Heere mitgemacht hai, wird
binnen Kurzem über die Krim nach seiner Heimath zurückkehren.

Franukreich.

.Am 20. Juli rüdte das erste Detachement Mobilgendarmen
naller Stille in Belfort ein. Es fand nicht die geringste
dundgebung statt.
Spanien.

Carlistische Berichte geben die Stärke: der fämmilichen catli—
lischen Streitkräfte im Norden Spaniens, in Catalonien und den
ascischen Provinzen auf 30,000 Mann an. Der Begriff „Streit⸗
räfte? wird auf diese ganze Zahl aber wohl schlecht passen, trotz
der Weffen und selbst Kanonen, die kürzlich aus England in Li⸗—
zueitio gelandet worden.“

England.
London, 21. Juli. In der Nähe von Pittsburg in Penshl⸗
»anien (Nordamerika) wurde amerikanischen Blättern zufolge neulich
in Circus durch einen Sturm vernichtet. Ueber 3000 Personen
MNänner, Frauen und Kinder, waren anwesend und schauten den
keiterkunststücken zu, als plötzlich nach 8 Uhr ein heftiger Regen
egann und ein furchtbarer Sturm sich erhob. Da die Zelte sich
janz im Freien befanden, hatte der Sturm leichtes Spiel, und es
auerte auch nicht so lange, so waren die Stangen aus der Erde
serissen, die Stränge zerpeitscht und die Leinwand in alle Winde
jejagt. Die Scene, welche sich hierauf abspielte, war furchtbar.
Nänner fielen bestürzt zu Boden oder wurden von den herum⸗
liegende Stangen und sonstigen Geräthen niedergeworfen, Frauen
anken ohnmächtig hin, und Kinder kreischten und wimmerien um
zülfe. Fetzt entzündeten sich noch die leicht brennbaren Stoffe
in den umgestürzten Petroleumlampen, wurden jedoch bald durch
ie niederströmenden Regen gelöscht. Um die Verwirrung und den
Zchrecken noch zu vermehren, begannen die Insaßen der Menage⸗ie
in höllisches Geheul anzustimmen Ein Elephant- riß · sich Jos,
und verletzte viele, als er geängstigt über die Stätte des Schreckens
        <pb n="464" />
        loh. Ein Wunder geradezu ist es, daß keiner getödtet wurde
Verletßzungen dagegen sind sehr zahlreich.

Besuch abstatten. Für die gleiche Reise bekommt heutzutage ein
Depeschenirager 1 Fr. also 30 Ct. mehr, Füt einen Besuh a
Wohnorte hat der Arzt gar Nichts. Schon lange fütrten di
Aerzte hierüber Beschwerden, allein die Behörden hatten tauh
Obren. Man wird es nun begreiflich finden, wenn sie zu den
verzweifelten Mittel eines partiellen Strikes schreiten.

f, CEhristen· Conseren; in Newyork.) Ueber den Auspicien de
vangelischen Allianz wird in dem Zeitraum vom 2. bis 190
Oftober in New-York einr große Konferenz von Christen alle
dationen abgehalten werden. Man erwartel Vertreter der chri
ichen Kirche in England, Frankreich, Deutschland, Holland, Beigien
Italien, Spanien, Rußland, Schweden, der Schweiz und de
Ver. Staaten. Di⸗ „Altlatholiten“ werden durch Pater Hyr

cinihe vertreten sein. Die zur Diskujsion kommenden Themat
ind fehr manchfach und betreffen u. A. „Christliche Einigkeit⸗
„chriftliches Leben,“ „das Christenthum und seine Antagoni smen
achristliche Miffiorien; Audwärtige und mnere,“, das Christe nihun
ind soziale Uebel“ u. s. w. Mit den Vorträgen und Disku ffion—
verden Andaqchts⸗Meetings abwechseln.
fF In Chicago ist der Koch aller Koͤche,“ der Restaurateut
Jũhler, gestorben, ein geborner Speyerer, der seine culinari sqhe
Jusbildung im Schwanin in Landau erhalten hatie:
deeteteeedeehettccucntt
Derichtigung. In dem gestrigen Artikel: Vom Moden
er diertlezten Zeile soll es heißen: Stati Wahrscheinlich
eich.“ Die Exped

1 U6.

F Zur Grundung einer Bauhandwerkerschule in Kaisers⸗
bautern ist von dem kgl. Ministerium die unverzinsliche
Summe von 6000 fl. als Gründungsfond und jährlich 1600 fl.
jur Unterhaltung der Schule zugesagt. In das Kreisbudget find
24200 fl. für diese Schule eingestellt.

FMußbach, 28. Juli. Ich theile Ihnen hiermit die
traurige Nachricht mit, daß gestern Nachmitiag unsere Gemark ung⸗
sowie die der Geme'nden Gimmeldingen, Konigsbach zc. von eineme
fürchterlichen Hagelwetter heimgesucht worden find. Fast die ganze
Ernte ist vernichtet und gewähren die Felder und Weinberge
einen trostlosen Anblick. —

fAargau. 19. Juli. (Bund.) kEin Strike der Aerzte
ist wohl noch nicht dagewesen; den aargauischen Aerzten war es
porbehalten, die ersten ärztiichen Striker zu werden. Eine Ver⸗
ammlung aargauischer Aerzte hal nämlich einen Strike in der Ar-
nenpraxis beschlossen, d. h. die Doktoren werden die Behandlung
verjenigen, welche wegen Armuth auf Rechnung der Gemeinde zu
oerpflegen sind, künftig so lange ablehnen, bis sich endlich die Be⸗
hörden zur Aufftellung von vernünftigen Taxen verslehen. Die bis
pur Stunde noch geltenden Taxen für Behandlung armer Kranken
dammen aus dem Jahre 1804. Seit nahezu 70 Jahren hat
sich in der Welt Manches verändert, nur nicht die Taxe in der
Armenpraxis. Rach dieser Taxe muß der aargauische Arzt bei
inem Kranlen, der *a Stunden entfernt wohnt, sür 70 Ct. einen

F. I. Demeß. verantworilicher Redacteur.
— —
Bekauntmachungen.

AMAnachruf Feuerwehr-Montag
an unsern treuen Kameraden »ꝛ — Aarl Schwari
Johannes Hofmann. Singerrerelne guunzden
der in der Fremde zu Graefenhausen ——
im 24. Inli 1878 nath intczem Leiben tenmann.
sanft verschied.
Schon im Frühling deiner Jahre,
diegst du auf der Todtenbahre,
Sinkst du in das kühle Grab,
Freunde ach! wie früh hinab.
Hasi das Leben kurz genossen,
hast die Augen schon verschlossen,
Anter Thränen welkest du
Einem frühen Ende zu.
Doch geduldig ohne Klagen.
Hast du ja, dein Kreuz getragen,
Wenn vom Schmerze ganz entzückt,
Harren himmelwarts geblickt
Nun hast du es überstanden,
Frei von aller Kranlheit Banden,
Liegt der Leib im Sierbelleid,
And der Geist ist frei von Leid.
Run sieh'st du mit Verklärung und
Krone,
Dort vor dem Richterthtone,
Ju der Engeln seel'gem Heer,
Weinst du keine Thiane m hr.
Zur Erinnerung letzter Gabe,
Liegt auf deinem frühen Grabe,
Ein Kranz von deinen Freunden hier
gebracht,
Schlaf in Ruhe Kamerad, gute Nacht
Von seinen stameraden:
ee LR. G.

—— —⸗

Aufforderung.
Es werdeu hiermit alle ung Per⸗
onen, welche noch Forderungen an die zu
St. Ingbert verlebte Wittwe von Heinrich
Eich, geb. Schuler, zu machen haben,
exrsucht, die bezügl. Rechnungen in läagstens
3 Wochen bei dem Unterzeichneten einzn⸗
ꝛeichen, widrigenfalls nach Ablauf dieser
Frist keine Zahlung mehr von demselben
sür genannte Wittwe geleistet werd; ebenso
verden sämmtliche Schuldner der Wittwe
Fich aufgefordert, ihren Verbindlichkeiten
dei demselben binnen Kurzem nachzulommen.
mörater, Braumeister

Aghann a./s.

—

niille
and
Himbeer⸗Eis,
Wein-Uréme mit Koͤnigskuchen,
berschiedene Sorten Torten, sowie an⸗
deres feines Backwerk zu haben in der
Fonditorei von

Das Lolkal des hiesigen
Gesellen-Vereins
befindet sich laut Beschluß dir Generalber
sammlung vom 6. Juli bei Herrn Goft
wirth G. Klein in der Kohlenstraße.
Der Vorstand.
22000 2 200
Der Regenerator
(oder Lehensawelcer)
seit Jahren das bewährteste, befte
Mittel gegeti allgemeine und specielle
Schwachezustande, Magengedaärm und
Leberkranlheiten, Hämorrhoiden, Eng-
brilstigkeit, Milzkranlheit, Flechten c.
sowie alle Krenkheiten, die von vere
dorbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der „Lebenswecker“ beed
fördert die Verdauung, reizt den Ape
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist besom
ders im krilischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Flasche zu Mfl. —V
20 Sgi. bei M. Zepp in St—
Inabert.
—000

¶F. 8 IL- —A
Gegen Franco-FEinsendung von
7 FréImarien à 8 Xr. ist von der
Rnheinischen Verlags- Anstalt iu
Inremburg franco tu beziehen die 4te MAvsi.
les berũbhmten, 180 8Soiton starkoᷣn Buches:
.Dr. Airy's Naturheilmothode.“*
1 ————— ——— ———
rausende, welche jatrelang schrecklich an
Lungenschwindsucht, Krobsschäden, Abzeh-
ung, Drüsen, Flechten, Hämmorihoiden,
Bleschsucht, Nervenschwäche, Gicht, Rheu-
matiamus, Ppilepoie, Syphilis ete- gelitten,
Jehnell und u duroh diosen
i treuen RBathgeber B—
von ihren Leiden befreit, selbst in Fällen,
vo alle aratliche Hilfe vergebens var. Vor-
räthig in faat allen Bnehßandlungen

Wohnungsvermiethung.

Auf dem frequentesten Platze in hiesiger
Stadt am Markt ist der unterste Stock eines
dauses, worin bisher ein sehrt rentablet
deschaͤft betrieben wurde, mit mehreren
zimmer im zweiten Stock zu vermiethen.
die Lokalitäten sind zu jedem Geschäftsbe⸗
rieb geeignet. Naͤheres zu erfragen in der
üxped. d. Bl.

Z fleißige Gesellen
malun vei. gutem Lohn sofort Condition
Bihy, Schreinermeister
in St. Inabert.

Redaltion, Druck und Verlag don J.

Demez in St. Ingdern
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        29 3
— 8* 8
3885 3338
—— — 35
5285728 35883388 3538— 25*18
53351838553 154 —5 533353885 8328 —
A 38 2 * — —2558 —— 5 * 2532
558 3—338 2534 —— 7237 28 325
25 28 — 28* — * 3 — —
— JI 2* — * 35358*
725 — 5355 — 22 2 32 2 — 332 * *
—255 8 8 325 3128 3353 33
2 * — 5 — 52 3 * — 2525
835 s! 585
5 S 22 —X —A —8 — 32 —5 “3* 5525 2
337 —— —5— c * —2 522 —A 53535 533 AA 2
—8 155 —— —— 38* —A 355 5535 2— * * 8 —87 —5
— 28333 53838 3353853*83 533832828 3
— 32322* 5383 —5 52585 5555 2353538 52255
— 2 35 — —— 38268 38528 2583252 858* * * —A 8
27. 2 * *2n2n338 22 * 22 —8 * 288828 3338 5 — —
58 ; 5528 sz58537 F E83 22328* 7 —A
25— —Ax * 25 353 D 8 22 A — 8 255 2 8 22
232322 258 * 25 — 532232 —— — *2358825 22 1585 F 320æ 538
2 5E* 315 22* — 8388 —5555 —e— — 223 325 *
* 3253823823383 527232 2558 — —— 52558 — —A
253 — —&amp; 125523233 —ù—;s — 835 53 — TF S8 237328
1 353235 5* —566 — 258 32 2x5 2* —A——— 28
25587 —A * A s—— 25532 * 22 * 28 A
— —XD 5*858557 f52. — 533 —— 2 3358 * 55 52 23 æ
23568 5355 — 1222 2 —— 22 282323383 * —— 8 —
Z .22 232338 32535353 —— — * 5236 3 2222 —
82* —z85828 — —— 8 2523658 —A— — 26 82 —*
be A 2232 25— 5 583 35333, —A —— —— — .568 —— —
5328 * * —— — cE 285,3— 528 — 56 5 57. 383822
2333 2823363 38 73 333522663 22
35858 53532 257 *B5332337 — — — —E—
5305283 — 25382333 2223
55 —A 255—635 252 22E6 ⁊ z868526— 8
— 2355358 2 c— A 5588
—A 8 22222 2 — 2227.28 23355*35 288
5523 281 2 * 582 ——A 2B 25 —
—— ccc 53522532 —A 253 8. 2 5
— — —A * VR SS * 27 D — *
»* 52 538 335552328358 223533 7 558 —68753*
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553 28 3228 ZB5253 35385 5224 35*53228 —
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55328 — — . 2 —3 —A 31 8 85 —— —
2353555 78 8* —7382 —— —— —æ382 c. 225322
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232353788 A — 32553538*
23 228 — 3353z35335358 *56 ——5582* —— 3 *
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55 2358 2 O— —— 8 ẽ 5226 235533232 22
33—322353 —3 582828 37 — PF —E 5238 * 52 35532—
— 23 —— 7 8 52*8 552 — 5535 55—z558* —e — e
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* 8 22 53 —5 522—285 22 *7 222323233 — *——
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537 —358328* — —— 53222 25555 —5835232
—— —— — 2553—5222 325838 53532325 53532588 26258
2 5532582 z8333—322 236324— — z* —x25532355385
2223— 55 2535 583k —ͥ 557* —— —
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333358 — 3535523 333838 —255358 3538383
— 3555 22732585 2552—523233 — —
5 82332 35583533 23535 558835*282 —— —— —
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3 333335 — —
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5*33 5253 2255533— 2*86
* * —— 3
223 3333533353333—3337*
238 3333388358
— — * *
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—— — —— —B——
823 5222328585
2858 3332337 —A
— — 2 33 S8 2—2 5323 2 3 5 66
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3 — 5* 5523 F
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2 —22377 m 282
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24*85332*

* *8 2* *
258623 5285
78758—8 5335
235 73 358 —
5. 3*
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        Ingberler Anzeiger.

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5*
der St. Fugberter UAnzeiger (und dat mit dem Hauploͤlatie verbundene Unierhaltungsblatt, mit der Diendtagt⸗ Donnerttagt · und Sonntag
anmer erscheint wvöchentlich pie rm al: Dienztag, Dennersztag, Samstas und Sonntag. Aboͤnnementspreis vierteliahrig 42 Krzr. ode
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
2 3*. —D 437 —W —
Dienstag. den 20. Juli 337. 1873
Deutsches Reich. 7Italieennn.
Maunchéen, 25. Juli Graf Friedrich Holnstein, ein ver- k Room, 23. Juli. Im Vatican ist, man, wie „danfulla⸗
ommenes Suͤbjeci, von welchem fich seine Verwanden iängft los⸗ wissen will, in einiger Verlegenheit wegen der Kunde von de
agt hatten, wurde durch Wahrspruch der Geschworenen des be⸗ Esicht des Pfarrere Santa Cruz, allda persönlich zuerscheinen
erischen Banterons als Inhader kiner Dechaner Vant für dDer gute Pfarrer. ist nue gerüffelt, micht aber suspendirt worden,
guldig rachtet und vom Gerichishofe ebenso wie feine übelbeleumum- efiadet sich also noch im Genusse seiner briesterucden Rehie und
n Muschuldigen, Schneider Knippet und Meyoer Vrobegu je Privllegien. Untet welchem Vorwandesoll man ihn also von
nen Jahr Zuchthaus berurtheiit. Von dieser Strafer wurden der Schwelle des Vaticans zurliweisen · 4464. 4..
de Mongie His durch die Unterfuchungehaft bereits derbußt Dirino“ will erfahren haben, Marschall Mollte hatke einein
Altt. hochgestellten italienischen Militär geschrieben, daß er bald möalichfl
in en cheneAus- Wien wird ·der A⸗gJgemeldeir⸗der nach Rom zu kommen gedente.
rzoönig von Bayern sei zum Besuch der Uusbstellung —RGA 6.3 Spanien. .,
A Zeitpunkt seiner Ankunft aber noch nicht befimmt; man nehme Madräd, 23. Juli. Die. Aufftändischen in Cartagena
deran vaß er nicht min dem Deuijchen Kaifer zusammenireffen rüsten Schiffe, um die deutschen Fregatten anzugteifen.doch fehlt
erOv i er Absicht des Besuchs — seine NRichtigleithat, 8 ihner an Watteln, da sie weder Offigiere, moch Waschini en,
nissen wir micht, Daß König Tudwig nach dem Zufammentreffen noch Matrosen haben. Kein Offizier der spanischen Marine hat
n onderen jnesttichen Häuptern und dem davpn gnzerirennlichen ih ihnen angeschlofsen, nd die Matrosen desertiren sortwährend.
Zeremoniell leine besondere Sehnsucht hat, ist allbetannt, nicht Die Regierung in üͤberzeugt, daß sie alle gepangerten Scheffe durch
ander aber hat die Geschichte ber bergangenen. Jahre gelehrt, die ireu gebliebenen. hölzernen Kriegss hiffe, die sie in Ferrol aus
aß er seine politischen Entschließungen durch perfönliche Zu⸗rüftet, wieder erohern wird.“ In Malaga haben die beiden feind⸗
ind Abneigungen nicht beeinflussen laͤßt. 777777 85 üchen republicanischen Parteien, die um die Gewalt kampfen, das
Ber ine 28. Jum. VDer Siaatsanzeiger“ publizirt ein Feuer gegen einander erdffnet.
heseh wodurch dad Kriegegericht zu Diehß ausgehoben wind Dir Madrid, 26. Juli. Die deuische Fregalte hat die
Zustuͤndigkeit des Kriegsgerichtes zu Straßburg erstredt sich nun Hefangenen von der „Vigilante“ in Cartagena in Freiheit gesetzt,
uuf ganz Elsaß⸗Lothringen. da die Anführer den devtschen Consul uud seine Familie erschießen
Aus Berdin wird der „Ostsee-Zig.“ geschrieben: Im und tein · Haus in Brand zu siecken drohten. Der Consul ist ein
Minister ium des Innern wird für die nachfte, dandiagssession ein Spanier. —Die Aufstandischen haben zugesagt. daß fie bis zum
dejehen wuns borbereitel, der die Aushebnag der“ offentlichen 28. ds. Mts. kein Schiff, auslaufen lassen wollen, damit die
jrorleichnamse und anderen religibsen Prozefstonen bezweckt. üm Offiziere der deutschen Schiffe inzwischen Weisungen von ihrer
d rdthige Maleriat zur Begrundung diescs. Gesehermurfeg zu Sgiernng einhonn Det üedeluische General. Gontreras soll ap
ewinnen hat der Minssier des Innern die Polizeidehorden ver. die fremten Prächte ein Schteiben gerichtet haben, worin er 63
inlaßt, detaillirte Berichte über die bei den diesjährigen Fron⸗ 33 hef det Arwee, von Murcig zu Wasser und zu Lan
eichnamsprozessione r enexcesse ihm ein⸗ betitelt. 23
enehroxessonen borgelommenen Streßenereest ihm eim dentuug dtr id, 261. Jul. Die Trubben— haben den Angrif
Ems, 26. Juli. Kaiser Wilhelm ließ sich heuie Vor⸗ auf Valencia erdffnet. Das Feuer wurde heute Morgen nag
mittag auf der Netzten Brunneppromenade noch sämmtliche hier heißem Kampfe abgebrochen; die Verluste sind zahlreich. Verstär—
ur Kur weilende Offiziere vorsiellen und richtele an, jeden ein-tungen sind von hier abgegangen.
elnen einige freundliche Worte. Nachmittags um 4 — erfolgte
it Ahbreise zunächst nach Coblenz. Kaiser Wilhelm ist mit dem
ẽrfolge seiner Kur außerordentlich zufrieden. (K. 3)..
. Frankreich. 75—
Paris, 28. Jull. Seit zwel Tagen ecirculiren hier dunkle
herüchte. Es heißt, daß die Bonapartisten während der Bacanzen
men Handstreich zu versuchen die Absicht haben. Den Royalisten
chreibt man aͤhnliche Ideen zu. Die Anhänger von Thiers und
e Republicaner sind in großen Besorgnissen. Die republikanische
ainke hielt heute Versammiung. Der Antrag, vor den Vacanzen
in Manifesi zu erlassen, wurde verworfen, dagegen das Projekt
detreffs des VBankets für Thierts aufrecht erhalten. Der Tag selbsf
ourde jedoch nicht festgesetzßt ...
Paris, 25. Juli. In Meji⸗res haben gesiern Abend
kuhesiorungen staitgejunden. Viele Leute schrien: „Es lebe Thiers!“
nige andere: „Es lebe Gambetta! Es lebe die Commune!“
bolizei und Gendarmen jagten die Menge auseinander-Dund ver⸗
sastelen ein paar Schreier. ünglüc ist daber weiher nicht dor⸗
elommen. —2 —
Paris, 26. Juli. Telegramme aus Sedan melden;“
Zayern sind während des Marsches am Sonnenftich gestorben.
8 fielen in Ohnmacht; davon haben sich 24 wieder erholt, 4
leiben ald Kraute zuruck. (gFrf. 5535 J
F Das„Journal de Paris“ beglüdt die Welt mit der tol-
etischen Mittheilung, die Kandidatur Hohenzollern sei in
e noch nicht ganz aufgegeben sie werde von den mißver⸗
en Carlistenchets und don gewissen- Mitgliedern— der · allen
——— bezunfigt; der Pfarrer Santa Cruz sej an dem
eligt.

J VBermischt«e.

F.St. Ingbert, 28. Juli. Sr. Maiestät der deutsche
daiser haben an nachgenannie Personen die Kriegsdenlmünze von
Stahl (für Nichtcombattanten) verliehen:

Die H.H. Decan Duy, G.: Kraemer, He Kraemer, O. Krä
mer, Pfarrer Krieger, Dr. Krieger, Landrichter Kieffer, Kaufmann
Fritz Panzerbieser, Dr. Rint, Dr. Diehl (Ensheiny;
die Frauen: Maria Kraemer, Octavia Kieffer, Elise Horn,
Zlise Fischer, Kath. Seibert, Hed. Lind, Pfarr. Witiwe; —
die Fräulein: Amalie Fink, Maria Ehrhardt, E!wira Ehr⸗
hardt, Laura Ehrhardt, Lina Sonn, Magd. Steinfeld, Emilke
Rink, Clara Hauk, Lina Eisenacker, Maria Baron (ietzige Frau
Morlo;3;
die Schulschwestern: Laurentia Hetzler, Paula Hoffelder, Con⸗
stantia Jaeger, Ragd. Jochim, Gortulana Rölle, Remizia Fuhr⸗
mann;

vie Franzislanerinnen: Herminia Forster, Gaudentia Hell,
Valentine Weber. U

Von der Sickinger Höhe wird der „Pf. Zig.“ unterm 28.
d. gemeldet: „Wie belannt, wachsen die Arbeitslöhnt für den
Qelonomen zu einer Hohe heran, die durchaus in keinem Verhält—
nisse steht zu den Einnahmen desselben. Um diesem für den Land—
nann sehr beklagenswerthen Mißstande zu begegnen, sucht man zur
Reduzitung der Arbeitslohne und Atbeitszeit Maschinen zu ver⸗
wenden, die sich denn auch als ganz vortrefflich erweisen. So
vitd dei uns z. B. fast allgemein die Dampfdreschmaschine ange⸗
wendetr·Auch besitzt jetzt Gerhardsbrunn, —das in Jeder Hinsicht
als ein Musterort bezeichnet werden kann, eine Mähmaschine. Mit⸗
lelg derselben werden iu einer Stunde zwei Tagwerke Frucht ar—
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        gemäht. Dajzu ist die, Arbeit sauber. Es ist leicht hegreiflich, daß
nit einer solchen Maschiue viele Arbeits ohne gespart werden. Die⸗
jelbe dinrffe deßhalb auch allen, besonders urdheren Grundbe hheyn
nuf's beste empfohlen werden .. — 55*

E En Annweiler soll den im Gefechte HekMinnthal«gefal⸗
lenen Freischaarei Sin Denkmal gesetzt und am 14. Juni 1874
eingeweiht werden.

fF In Heuchelheim im Kanton Bergzabern brannter in der
Nacht vom 24. guf den 25. d. in Folge eines Blitzschlages fünf
mit Früchten und Heu angefüllte Scheunen sammt Rebengebauden
nieder.

FAm 23. d. verunglückte, wie“ die Rhpf.“ berichtet, zu
—A—
burg.“ Derselbe war an einer Kelter beschäftigt; einen Hauptbe⸗
stardtheil derselben, das schon zujammengeschraubte, Biete hatte
der Verunglüdtte, wohl in etwas leichtsinniger Weise, ohne jeden
Widerhalt aufrecht hingesten; während er nun an etwas Anderem
arbeitete, fiel dasselbe plötzlich um und zerquetschte dem armen
Manne den Kopf gänzlich, was natürlich den augenblidclichen Tod
jzur Folge hatie. ee

feJa Steinbach am Glan starb am 21. letzhin der MOmn
Jehre alte Hirsch Weiler sanft und ruhdig des Morgens in der
Frühe, nachdem er Abends vorher noch sein Pfeifchen geraucht
datte und nicht gleichgültiget Jeuge eines Kuhhandels gewesen war.
Drasden, 25. Juli. Seit fünf Tagen ist in Dresden
deine neue Erkranlung an der Choleta vorgekommen. Auch in der
Umgebung Dresdens erlischt allmählich die Epidemie (D. R.)
FDresden. „Ich will Ihnen bis 8 Uhr Abends Urlaub
geben, Lotte, um nach Loschwiz zur Kirmeß zu fahren“, sagte kũrz

lich, wie die „Dtesd. Pr.“ berichtet, ein Dresdener Hausvater zu
jeinem Diensimädchen; „dann aber müssen Sie wieder zurüc sen
da meine Arme Frau, wie Sie wissen, sehr krank ist.“Hone dit.
prach,punttlich wieder zurrück zu fein, und fuhr ab. Es kam die
VNacht aber eine. Lotte. Um⸗ Minternacht, als die Samilien,
iefen Schlafe lag, wpurde der gestrenge Huusherr durch ein hefligen
dauten erschreckt, deforgt eille er nach der Hausthür, entriegei
dieselbe und sah sich vor dem Telegraphenbooten, welcher ihm die nach
behende Depesche einhändigte: In Loschwitz is viel los. Lassen mie
nicht fort. Komme morgen. Lotte. —

r Bräussel, 22. Juli. In dem benachbarten Orte Ha
sind aus einer Menagerie vier Löwen entsprungen. Drei w urdm
bvon der sofort ausgerückten Infanterie in den Feldern leicht wiede
ringefangen,' der viete machte große Schwierigkeiten. Das Publi
um war natuͤrlich in gröhter Aufregung, — doch isn — Niemarden
Schaden gekommen.

Brüfsel, 25. Juli. In denKohlengrube: Creche
and Piquerh dei Framexies, unweit Mons, sind fünf Per sonen
zurch schlagende Wetter getödtes und 12 andere, zum Theil schwn
—XX

FPhiladelphia, 26. Juli. Gestern war in Bal—
imote eine große Feuersbrunst. Das Feuer fing in den Werften
der Clahstrect an, hatie bis zur Mittagszeit bereits 300 Hause
ergriffen und wurde um 83 Ühr geloscht. Mehrere Personen sind
umgekommen. Der Schaden wird auf 125500,000 Dollat
geschätzi.

7* 8. x. D
7 2536 XRX —2*
—
Bekanntmachungen.
Stadtrathssitzung
vom 25. Julit 1878.
1. Det Stadträth besteht nicht darauf.

daß die Treppe des Wirthes Schufter zu
Schnappbach beseitigt werde, indem diese den
Verkehr nicht beeinttächtigge..

2. Die 2. protest. Schulverweser⸗ wurde
zu einer Lehrer⸗Stelle erhoben und Ver—⸗
weser Kaufmann hier als Lehrer in Vor-
schlag gebracht. —

3. Das Feuerlöschwesen zu St. Ingber⸗
ser Grube betr. Es soll Antrag gestellt
werden, daß aus der zur Verfügung stehen ˖
den Summe der pfalzischen Immobiliar⸗
Brandkasseluranz für Sgnappbach eine
Feuerspritze angeschafft werden möge.

4. Erbauung eines Schulhauses betr. Die
rüher gewählte Kommission wurde beauf⸗
ragt, den Garten des Bäckers St'ief auf
großen Flur als Bauplatz zu acquitiren,
auf welchem dann tin Gebäude, den Zwecken
der Lateinschule entsprechend, hergestellt
verden soll.

Gesohàfts-Pmpfehlung.
Ich erlaube mir ergebenst anzuzeigen, daß ich unter Heu
tigem das Ercel'sche Rahmaschinengeschäft übernommen habe
und ditte das geehrte Publiium, mir das demselben geschenlkn
dertrauen dewahreu zu wollben.

Durch langjahrige Praxis in den größten Fabriken Amer'
a's, sowie durch die vortheilhaflesten Hülfsmaschinen bin ich in
den Stand gesetzt, allen Anforderungen zu entspregen.
Zweibrücken. den 27. Juli 1873. — * * J
13RudoOIBnL 1EK.
q fleißige Gesellen
erhalten bei gutem Lohn sofort Condition
hei

Bibyh, Schreinermeister
in St. Ingbert.
—XEXEVCE

Ein guter ordentlicher Bursche, welcher
mit Pferden umzugehen weiß, als Kutscher
jesucht. Guter Vohn und dauerhafte Be.
chaftigung. —

Naheres dei der Exped. d. Bl.

Zu verkaufen oder zu

vbermiethen.

Eine in Et. Avold Cothringen) ge⸗
egene Restauration nebsft Gatten⸗
virthschaft und Kegelbahn vis 42ris der
daserne, wegen Geschafisveraänderung des
Figenthümers. J

Rudotph Franck
St. NAAAd.

—
Die über die Großbas

gelegte Diele, welche den

Uebergang zu dem zu mer

ner Gartenwirthschaft führenden Pfade der—

mittelt, ist in der Nacht vom Samstag auß

Sonntag gewaltsam weggerissen und ent

wendet worden. Wer Auskunft über dieser

Thatbestand zu geben vermag, erhält 8
Thlr. Belohrung.
Karl Engel.
——
ι
Aufforderung.

Es werdeu hiermit alle diejemgen Per ⸗
sonen, welche noch Forderungen an die zu
St. Ingbert verlebte Wittwe von Heinrich
Eich- geb. Schuler, zu machen haben
ersucht, die bezügl. Rechnungen in läagstens
8 Wochen bei dem Unterzeichneten einzu⸗
reichen, widrigenfalls nach Ablauf dieser
Frist kene Zahlung mehr von demselben
jür genannte Wittwe geleistet weird; ebenso
verden fämmtliche Schuldner der Wittwe
kich aufgefordert, ihren Verbindlichlkeiten
hei demselben binnen Kurzem nachzukommen.

örstor, Braumeister
Johann a./s.
rkin junges Mädcheu,
ein wenig kochen kann.
äuslichen Arbeiten wird
ach Auswärts gesucht. —
wird bezahlt. Die Exped.
erkeift nähere ANskunfe.

Das Neue Blatt 1873.
Nr. 45 ist soeben eingetroffen und enthäll
„Die nene Magdalena.“ Von Wil
Collins. — Briefe von einen
deut schen Nichter. U. Der Wechsetn—
„Das Blutgericht in Thorn.“ Gin ve
frag zur Geschichte der Jesuiten.“ — Von Fran
hirsch. (Mit Junstration) — „Ein Hofron
zert uunter Auguft dem Starkene — Lor
E. Vely. — „Aerztliches Sprechzimmer.
„Das Wooe Gespenst.“ Von Dr. Keyher.—
Der Bergrath CTriminalgeschichte von Er
nestine d. 8L. — „Von der Wieger Welt⸗
ausstellunge“ Driginalberichte der RNeuen Vlat⸗
es. MAV. „unter dem Halbmond Von Wilheln
dullmann. — Heitere Chronika.“ Von
. Fur Haus und Herder Aller
ei⸗vWenn ich ein Voglein waär, flög ich u
Dir. . Ein jesuitisches Heilmitiel —In
Juwelierladen.“ — „Ein schlauer Geiger.“
Pruderie.“ — 2c. — An Jllustrationen: „Dit
Aurichtung der neun thoruer Wäriyren
am 8. December 1724. — Mein Voß
iein
Das Neue Blatt ift zu beziehen durch all
Buchhandlungen und Pofi⸗Anfalten fur den
maßigen Preis von 15 Sgr. vierteljährlich.

* 13* — *8
Ein Holz⸗Schaft
nit Gefächer und Sqcsubladen, für eine
eueng fteht zu verlaufey. Naäheres

ei Schneider

Ic Rcder n in steht
sine schoͤne, frische AAun mit Nalb ju der
saufen. Für 80 Schophen Milch räglich
wird garantirt.

-.

Reratnon, Trud und Verlag don F1.

J — k in St —
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        5———9028222 8* 2 2 ——5822 —A — 2 —A 22 e
33565253— 55 2333585335355355— 488558 5388 552535822
23* —. 58275 —A — —B — 5 ———528
—5 1 3 — 373 3 1 .23—353
— 525535 — 623522 585. 282* 38 55 222155388 ——
853233S 23 23833— — 35
38 333 3 333233
—— * —* S 2 8 558 * 5 —— ——— * —
— 55— 532 5æ»—— 5 24 *
7 x — 2235 3838 5603 5 3 22288
53334 a 5 558228— 8 552 50. æ38 238 35 2282*
2 2 — F — —* —————— — 5 * * 12 Ex * — — ——
25322— 532 —2 28—52.22224 — 5538222 33323825
—A — —— 2*2 88
— ——— 55 255 —355323325 —A— —
31 s525835 —33 2 2 333883— 22* 28 5
8* — 57 5 —823* — ——— —55 2236— 8. OITRS, 28
5228 —— 25588* —— 52 A 38 22223—82325
— —— 325383 2325 ö ——— 33335 258* 325*8
282320 558 u⸗·82324 55 — 3* — 5 72 . 2⏑— 2— — —
—A — 233 * **8 252 3 12 2835 2 205 *3
—— z32 383 —2333
— 3 E2 6
223 —A—— — 33 —8233283 8
5322 — — — —53 3 2332 —3
—23— 32—23532— — 2353557* —
————— — —— 255z5335 2383* 25 87*4
22— —23332—33335333 — — ——3353 332
E⸗ — — —2226 —2783 — — — 28. —A — —2— —
333 73 7255 s823383 — 283 236843. — 23 —22 E2——— —3
— 55227535383—85 — z3 2 — ——
—* * O 8 AI3253222 25 ——— 55
— 222833—33335* 3336 3332372 25
23 38355235 5 8335 535333328 3— 55— 322
z8 EEBRBEGSSSSSBABA — 328862050
—E— — — 222 E
33 48383 —53 . 5335823228
c 535888 8322 8 327.5* 5 —“/38 * — — 227 —A 2 88
538538 3323 3283 *28 2 3 — —— — 555 —5—583 ——
353333—23 333858 33*335 32 73 238355*
2223258 868338 —A——— 15535 3k —5 3—83283338
—35 *232 s33 33—3 3 33 — —
* ——— —A 52 —3 —9 3. 52— * .. — 262
—AI . 8 2212223 1. 532 2 5723 —2 —32325322*
—52533 42.. —3 3 330273833225322
52—8 2238 5335 25358..3 —— —28 —3555 *55
* 23 —M — 5383323323*
— — 83322375
z338?335 228—3338 — — 33 ,
ß sñ 5* * — BMAZES — 2 *4* 9 222 2325 8
2 —8 — — 324 —2 — — 853— — 3 5 „VD S. —83 2* —A — 24 8
*522288 232 —383333358335 7 —ã— —— — 3282 2
5553322 —533B3. 411522238 224 R4 522 255 ——
252323845* 2582 ——52252332223 — 58558332 ü * 25223*
— 5 —2.4 522 *25 9 * 22 2
52 3 — 222223 * 22* 86
33235 733 233333 7
— 5333 5—653—23735
J4 * 8 4 * — 8 — — S 8 * 3338 2
28—2852—38268 — —— 532352332533553255
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554 5 8525353—52B8 *—22 *
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        St. Ingberlker Anzeiger.

— — —, — — —

der St. Pnaberter Anzriger cund das mit den Hacdtolatte verbundene Unterhaltunzüblatt, mit dr Dienßtaus- Donnerstags⸗ und Sonntag⸗
dummer erscheint vbhentlich vie rim alt: Dienbta a. Dewnnerstag, Samstasg und Sonntag. Anonnementspreis vierteljahrig 42 srze. oder
12 Silberat. Anzeigen werden mit 4 Kerir. die dreispaltige Zeile Blattjchrift oder deren Kaum berechnet.
— — — — — — — — —
—
1873

i 17. —

Dentsches Reich.

Mänchen, 29. Juli. De letzten vor's Schwurgericht
erwiesenen Dachauexbaulbesitzer Lindner und Herb wurden heute
benfalls des betrüger schen Bankerotts sbuldig erkannt und jeder
u zweijähriger Zuchthausstafe und fünfjährigem Verlust der
ẽhrenrechte vtruriheilt.

Stuttgart, 28. Juli. Am Samstag Abend 11 Uhr
raf der erste der großen Eisenbahnzüge hier ein, welche die baye⸗
ischen Occupationstruppen von Frankreich nach der Heimath bringen.
zolcher Züge sind es im Ganzen 20. Täglich kommen 2 an,
er letzte am 3. August. Wenn der Zatg auf den Bahnbhof ein-
aihtt, wird er von din zur Begrüßung anwesenden Offizieren mit
hochrufen und von einer Capelle mit der „Wacht am Rhein“
mpfangen. Die lange Tafelreihe, die auf dem äußeren Perron
er lintsseitigen Halle aufgestellt und reich mit Speisen und Ge⸗
roͤnlen garnirt ist, winkt recht einladend und wenige Minuten,
uchdem der Zug eingefahren, haben sich die Mannschaflen zu beiden
zeiten der Tafel aufgestellt, um den Werlen des wiedererstandenen
zerpflegungscomite's alle Ehre wiederfahren uut lassen. Wahrend
ie Erfrischungen eingenommen werden, spielt die württembereische,
ibwechselnd auch eine baverische Capelle. Ein Signal ertönt und
n wenig Augenblicken stehen die Tische verlassen da, die Mann⸗
chasten haben sich in ihre Waggons begeben; ein froͤhliches Hoch
ttoͤnt und der Zug rollt, mit grünen Bäumen und Kränzen und
zuirlanden geschmückt, von dannen.

Wiesbaden, 25. Juli. Die kgl. Schulinspekloren des
niesseitigen Regierungsbezitls sind durch einen Erlaß kgl. Regie⸗
ung, Abtheilung für Kirchen und Schulsachen, darauf aufmerkjam
emacht worden, daß das Heranziehen der Lehret und Schulkinder
u Begräbnißfeierlichkeiten, die wähtend der gesetzlichen Schulzeit
atfinden, wegen der damit verbundenen Storung' der festgesetzien
interrichtezeit unflatthaft sei. und sollen sämmtliche Ortsschulvor-
jande von dieser Verfügung in Kenntniß gesekt werden. (Ganz
n det Ordnung.) —

Fulda, 25. Juli. Für die aus dem deuitschen Reich aus-
cwiesenen Jesuiten und fonstigen Ordensbrüder eröffnet sich in
er neuen Welt abermals ein Asyl. Der Bischof Altroy von
Ubury in Australien will nämlich im Laufe dieses Jahres eine
dundreise durch Europa antreten und bei dieser Gelegenheit die
eutschen Bischöfe erjuchen, ihm die „gemaßregelten Kämpfer für
ie heilige Kirche“ für seine priesterarme Diodcese gzu überlassen.
yo denselben ein feierlicher Empfang bereitet werden soll. — Glüd-
ihe Reise! J eu

Bertin; 26. Juti. Da auf den Märschen unserer aus
jrantreich heimkehrenden Truppen zahlreiche Erkrankunkungsfälle
nd auch mehrere Todesfälle in Folge' der großen Hitze eingetreten
nd, ist angeordnet worden, so viel wie möglich Nachtmärsche aus—
cühren. — Prediger Dr. Sydow wird sein Amt am 10. 1. M.
xfinitiv wieder antreten, alfo nicht die Erwartung der Ortdodoxen
en welche stark auf seinen freiwilligen Rüctritt gerechnet
natten. — Fp
a. Berlän, 28. Juli.“ , Die „Nortd. Allg: Zig.“ meldet:
die Wegnahme des spanischen Schiffes „Vigilante“ durch den
Zuiedrich Karte ist ohne alle Instruktion und Autorisation der
aserlichen Regierung erfolgt. Kapiian Werner wird fein Ver—
alten zu rechtfertigen haben. Der Bericht desselben liegt der
wiserlichen Regierung noch nicht vre.

.D'ie Schwurgerichtsverhandlung gegen die bei dem Frankfurter
iernawal Betheiligten hat unwiederleglich dargethan, daß der
aval durch den social⸗demokratischen „Allgemeinen deulschen
ubeiterberein“ und dessen Filile die Schreinerhewersschaft ange
elt und geleitet worden ist. Es ist konftatirt,“ daß bercits an
April in Frantfutt eine Besptechung ftatifand, in welcher
ie Inscenirung eines Ercesses auf den Zi April beschlossen wurde.
»eht deutlich sind die Aussagen der Hauptangeklagten, welche bei⸗
ahe alle dein Alla D. Arbenervereide angehören und welche sich

heständig in Ausdrücken, wie z. B. „Wir“ „unsere Leute“, „meine
Inhänger,“ auf unserer Seite“ ꝛc. bewegen. Bezeichnend sind
erner die don Zeugen vernommenen Worte: „Wo sind denn
insere Leute: ist denn hier noch nichts geschafft ? Ebenso intere⸗
fant ist auch die Thatsahe. daß ein einziger Wirth vor dem
krawal gewarnt wurde und daß dieser Einzige derjenige ist, in
nessen Lokal die sozialdemokratischen Versammlungen dewoöhnlich
aitfinden. Die Frf. Ztig.“ stellt dies Alles in einem Axrtilel
nsammen, an dessen Schlusse sie ziemlich unverblümt ihre Ueber—
eugung dahin ausspricht, daß der „Allgemeine deutsche Arbeiter⸗
ꝛerein“ auf Bestellung der preußischen Regierung gearbeitet habe.
Bresnou, 28. Jui. Der „Schlesischen Presse“ zufolge
sat der Erzbischof Ledochowski angeordnet, daß am 12.. 13. und
4. August in allen Kirchen seiner deiden Erzdiodzesen oͤffentliche
bebete für die schwerverfolgte und bedrängie Kirche“ gehalten
verden, indem er vollkommenen papftlichen Ablaß verheißt. ()
J Frankreich. —
Paris, 26. Juli. Der „Generalrath der Wallfahrten in
Frankreich“ läßt gegenwärtig folgende Adresse an den Papst un-
erzeichnen, welche am 168. August überreicht werden sol, für
velchen Tag überhaupt großattige Kundgebungen zu Gunsien der
diiche vorberritet werden: 4

Adresse der franzoͤsischen Pilger an Pius R. Heiliger Vater!
som und Frankreich konnen nicht getrennt werden. Indem Franke
eich aufs Neue der Jungfrau Maria geweiht wird, gedenken die
hilger an allen Heiligen Stätten ihres Papstes und Vaters. Weil
hr Vaterland seinen Beruf vergessen, ist es gedemuthigt worden,
md Duübist Gefangener. Unsere Verbrechen sind die Urfachen
Deinet Leiden, und unser Gluͤck ist mir dem Deinen verbunden.
Dein Triumph ist unser Triumph. Du allein kannst uns den
Weg des Sieges zeigen. Fahre fort, unseren Weg dorch Deine
infehlbaren Lehren zu erleuchten; führe uns auf der vorgezeich⸗
neten Bahn durch den großen und glorreichen Syllabus; bewirke
unsere Bekehrung und unser Heuu! Das Heil Frankreichs ist der
Triumph der Kirche. Das Heil Feankreichs isi Deine Befreiung.
Dm gehören unsere Herzen, unsere Geifler, die Macht unseres
Zaterlundes, das Blut unserer Kinder. Ad multos anuos! Vivat!
sirab!! Am 15. August, dem Feste der Himmelfahtt der aller⸗
zeiligsten Jungfrau.

Das dieses Schriftstüc mit zahllosen Unterschriften bededt
verden wird, ist felbstverstandlich. Da dieselben nicht von den
Maires beglaubigt zu werden brauchen, so kann man übrigens so
piele darauf setzen, als es eben beliebt. Sonderbar in es jeden-
alls, daß man sich solchen gegen das Ausland gerichteten und
as Voͤllerrecht offen verletzenden Kundgebungen in Frankreich nicht
illein ganz offen hingeben kann, sondern daß dieselben sogat von
er Regierung begünstigt werden.

2 Ueber den Proceß Bazainme meldet der stets gut unter⸗
richtete Pariser Correspondent, der „Times“ unterm 25. d. fol⸗
jendes: „Der Prozeß wird am Montag, den 5. Oltober be⸗
zinnen. Die Auswahl der Richter wurde heute in Eroͤrterung
zezogen. Der Marschall erhielt heute Anzeige über die Anklage-
unkte. Er hat sich Maitre Lachaud zu seinem Bertheidiger ei—
oren. Es werden über 300 Belastungszeugen vernommen, und
die Verhandlungen dürsten über 60 Tage dauern.

Verssailles, 28. Juli. Eine der Hauptbestrebungen der

Altramontasen ist gegenwärtig, die Regierung dahin zu bringen,
die Carlisten als kriegführende Macht anzuerkennen. Nicht nur
zie Legitimisten bemühen sich, Herrn de Broglie dahin zuj drängen,
ondern auch die Journale, welche direet von den Jesusten becin—
lußt werden, wie der Univers und der Monde. Zu diesem Zwede
egen sie der Wegnahme der „Vigilante“ durch den „Friedrich
darl“ eine sehr große Bedeutung bei und behaupten, daß dieselte
ine neue Machination des Fürsten Bismard einleite, der um ieden
PBreis ein Mitqlied der Familie Hohenzollern auf den spariißken
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        Thron setzen wolle, und dann rufen sie: C Welchet Franzose mochte · *f In Osterburken (Baden) erschlug bei dem Gewitter am
meht liebetr einen Bourbon, auf dem Thron vou Spanien sehen, Sonntag Morgens der Bliß, ein kalter Schlag, den Landwirth
inen Dohemoller e 7* * bon * — dinder eid seine Frau, die gerade im Stalle —
dra 6 dieinen Kinder dagegen, weige sich wahrend dessan im Wohn-
simmer befauden, blieben unversehrtt. n
F Berlin, 26. Juli. Es iegen uns gegenwärtig diei
Hewehrmodelle zu Hinterladern vor, welche mit dem Griff des Pa-
roneneinfteckens schußfertig werden. So merkwürdig dies auch
Uingen mag, so ist der Erfinder dieser Konstrulnion der in seinem
ehnten Lebensjahr erblindete Rohrarbeiter Louis Harmuth aus
Sorau, weicher bereits im Januar v. J. ein ähnliches Modell
—EVDD desse lben wurde
war fur hochst sinnreich und eigenthümlich, aber für den Kriegs ·
gebrauch als zu komplizirt und nicht verwendbar hezeibnef, wohrend
indererseils eine zu leichte Verschleimung des Verichlusses zu be⸗
ürchten gewesen sein sollte. Der Erfinder glaubte nun, in den
euen Modellen die gerügten Uebelstande gänzlich beseitigt zu haben,
ind scheint uns auf den ersten Blick in der That, daß fich das
höchst geistreich und äußerst einsach konstruirte Gewehr für den
Zebrauch schon eignen dürfte. Wie wir hoͤren, dea sich t P. Har⸗
nuth fich vor der Hand nicht wieder an das — — zu
venden, sondern vorerst ein Patent auf seine Erfindung nadzu⸗
'uchen und fich dann die weitere —A— vorzubenalien. Auch
hat derselbe noch einen Apparad erfundenm welcher troh seines ge
ingen Gewichts von nut 2 bis 8 Pfund für Bivoualirende ein
gegen Wind und Wetter geschütztes Obdach und zugleich eine
hlafmatratze bietet. Außerdem kann dieser Gegenstand als Regen·
mantel und noihwendigenfalls auch als Fahrzeug für einen Mann
mit Gepäck zum Uebersetzen über einen Fluß benutzt werden. Be⸗
währt sich diese letztere Erfindung als prattisch, dann würde dieselbe
in Kriegsfällen von der wodlthätigsten Wirkung für Gesundheit
und Leben det Mannschaften sii.

P.Speyer. Die Prüfung zum Einjahrig · Freiwilligen⸗
Dienst wird ani 24. September abuchalten. — Die hiesigen Ge⸗
chaftsleute beschlossen, den osterreich schen Gulden nur noch zu Ifl.
9 kr. zu nehmen.

x Der pfälzische Feuerwehrverband zaählt gegenwärtig 37
Feuerwehten mit einem Gesammtpersonal von 7787 Maun, denen
740 Loschmaschinen verschiedener · Größe zu Gebote steher. Die
autesie Feuerwehr ist von Speher, gegründet i. J. 1848. Außer
den Verbands Feuerwehren besiehen in der Pfalz noch etwa 150
Gemeinde⸗Löschmannjchaften mit etwa 630 Loschmaschinen.
SFrankenihal. Die. 23 Kanonen für den Guß der
Naiserglocke sind hier angelangt.

Truer, 260. Juli. Der Schaden, den die Wildschweine
in den Fluren anrichten, ist oon Jahr zu Jahr steigend und hat
eine solche Hohe erreicht, daß manche Feldet kaum mehr bebaut
Perdes ldnnen. Zu vollendorf an der Sauer, sowie in vielen
anderen Dorsern muß jede Nacht eine Anzahl designirter Personen
Hut halten damit die Wildschweine nicht die Kartoffeln vollstäudig
Acwuhlen. Hinter dem Hüttenwerk Weerbach begegnete in den
letzten Tagen mehreren Personen eine Wildsau mit 11 bis 12
Ferlein. Der Landmann ist ob der Zunahme dieses früher kaum
gekannten Mißstandes sehr verstimm.

FVom Bodensee, 27. Juli. Hente Nachmittag nach 1
Uhr erhob sich in der Richtung gegen den Obersee ein heftiger
hGrwiltersiurme: Von Lindau aus befanden sich Baron Geismar
ind der bayerische Schiffstapitiän Sautter vuf xiner Segelfuhrl
in einem sogenauueen Klipper mit eiserner Schale auf dem See.
Dieselben fanden eiwa eine Viertelstunde von dem Hafen Lindau
cmernt den Tod in den furchtbar erreglen Willen. Es wurden
nur 4 Ruder bei der Unglüdsstätte aufgefunden.

4ouern⸗itrecu von ANudolf Mosse in
rankfurt a. M. ist für die Besorderung von Inseraten jeden
Inhalles, wie Empfehlungsanzeigen, Kauf, und Verkaufgesuche
ellengejuche, Foamiliennachriten u. J. w. als besonders zuver
ajsig zu ewpfehlen.
J. X. Demen verantwortlicher Nedacteur. —
——— 7 —B——
* — ——
Spelztern — sl. — itr. Spelz —1
Ar. Gerste, Zreihige — fl. — ir
dreihige — fI. — tr. Hafer 5 fl. 85h
Mischfrucht — fI. — trx. Erbsen —
— ir. Widen — fl. — kr. Karloffen
— fl. — ir. Bohnen — il. Zhr.
dleesamen — sU. — kr. — Wiißbidd
3 Pfund — kr. Kotnbrod b Pfd. 29 6kr.
1 p̃sd. 20 tt. 2 Pid. 10 st. Gemischt
drode6 Pfd. — tr. Das Paar Wed100
vr. Lakr.“ Ochsenfleisch der Psd. — kr
ãuhfleisch 1. Qual. 20 tt. 2. Ouu.
Is ix. aalbfleisch 16 tr. Hanimelfleist
20 kr. Shweincqfleisch 22 tr. Butlten
ber Pfund 36 kr.
sSaiserslautern, 29. Juli. Ftudb
Minelpreis) Weigen — si. — ir. Komr
5fl. 47 kr. Spelztern7 fl. 42 .
Zpelz 8 fl. 58 ir. Gersie 5 fl. 26
Hafer 5 fl. 40 it. Ertsen -95* b
Picken 4fl. 3Nkc. Linsen — l.* b
—
—X— 3
Weißbrod 2 Pfd. — kr. Butter per pfe
34 36 ir. Eier 1 Slũück 2r. ——
soffeln p x Ite. I fl. 42 kr., heut
ßlin per Pfd. 4 r. Heun! ze
Ni⸗eeheun — il. — kr. Siro · ¶
x⁊ran buter Börfe
voml 28. Juli 1873.
Breußische Friedrichedor . 83
— 31
— zplandische 10 fs.⸗Stüche 23
Brod⸗, Fleisch⸗ Nrei!⸗ — Sih .. —8
Stadt Homburg vom 30. Juli. eeten —
Wenen 8 Jbt ir Nabin i. Ad ir. 1 nn 22α
— — — e — * — — —
Reaktion. Drue und Verlas von F X. Demes in S. Ingbert.

—
Bekauntmachungen.“
Aufforderung.
Es werdeu hiermit alle ung Per⸗
sonen, welche noch Forderungen an die zu
St. Ingbert verlebte Wittwe von Heintich
Eiche geb. Schuler, zu machen haben.
ersucht, die bezügl. Rechnungen in längstens
3 Wogen bei dem Unterzeichneten einzu⸗
reichen, widrigenfalls nach Ablauf di ser
Frast keine Zahlung mehr von demselben
sür genannte Witt we geleistet wrd; ebenso
Dderden sömmetliche Schuldner der Wittwe
Eich aufaefordert, ihren Verbindlichkeiten
bei demselben binnen Kurzem nachzulommen.
J. O. VFörater, Braumeister
zu St. Johaunn a.js.
Rei Unterzeichnetem kann ein
guter Heitzer
oaleich eintreten. Wochenlohn 3 Thaler.
XMI. FISCIISIBIIMAIM.
IXVXXC
Ein guter ordentlicher Bursche, welcher
mit Pferden uwzugehen weiß, als Kuischer
gesucht. Guter Lohn und dauerhafte Be⸗
schäfligung.
MAßheres hot r GEGr⸗es M
Bei Seden Cunz in Rohrbach sieeht
eine jchone⸗ jrtjche ICUN mit Kalb zu ver⸗
laufen. Fin 30 Schoppen Miilch täglick
wird garantirt.
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28 455—323833331533 3233383 5353535352
33 32855333353 2, 75335385 38328
— 3 —5 33132 —— 5* S *4 —
—* 5— 383 *553328. 532328233
7 * 35373223 2358 32 5523 22348

2553 —7 35138 — 28

53235 — 5 —A —— — —A 22 F

22 32232 —A —— 322 —
23 22 5532380,53 2 5 *222302 52
32 8 — 322 —A 52 5. 3*88 3*
3 * 2 2 2—8 2328 8* 558 — 5— 25
— —— 2352E—8 4043323
83 2238 338 2—83 63 —2 7—333——
5 * 23235385 25 7 2523238—
2 25522 233842 8222 23535 2*
»3 28357232222 —25533522 58323323
533 233———55 53323585 58335535
33783837553 32552533 333335*
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52 323 —35 —8332——— 2323 233582332
X 5z52385338 5 2553225 5333955* 2
25 7 —— 322* 55 — 52 — *8
5 22 — 58 53 —s52* 522—*
53 52232—35— 3233355336 52 3533335
c8 2583275 —55338533—33 3 A —
8 55—33—22—82 —— —22 —25 ·2 — ——
75 —353233333533557533555333337583828
— 3243 523*
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33 33383— 83— 2322 532

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358383 8*
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38 3* 3233
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3 35 3223222 *—58823—75 253583 8333 —— 825
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23 5s383*2 * 2222— 285s 322 553 235 852* —AA —
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        Hl. Ingberler Anzeiger.

der St. In a serter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienttagß⸗ Donnerttagt⸗ und Sonntag⸗
umner erscheint wochentlich viermal: Dientag, Donnerstag, Samstag und Sonntaa. Abonnementspreit vierteljährig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Kaum berechnet.
—— — — G —
1873
Deutsches Reich.

»Mänchen, 28. Juli. Auf unserem Bahnhofe wird eben
g vollständiger Militäre Sanitätszug zusammengestelln, durchgehend
eue Wagen, der in den nächsten Tagen nach Wien abgeht, wo
eerselbe in der Ausstellung für Gegenstände des Kriegs- und
zanitätzwesens sicherlichh eine sehr ehrenvolle Stelle einnehmen
ird. Eine Auzahl Sanitätssoldalen ꝛc. werden den Zug be—
leiten. — Im Entwurj des Budgets für die nächste Finanzperiode
zird, wie wir bhören, der Etat für Erziehung und Bildung we⸗
utlich höher erscheinen, als es im Budget für die laufende Fi⸗
anzperiode der Fall ist, indem sovohl für den höheren Unterricht,
amentlich der Universitätlen, dann für die Volksschulen und ins⸗
sondere auch für Schulhausbauten, größere Beträge als bisher
ostulirt werden.

Mänchen, 29. Juli. Der König hat es abgelehnt, die
on der neulich hier gehaltenen Wanderversammlung des ‚Vereints
xuischer Katholiken“ entsendete Deputation zu empfangen, welche
hu die Bitte vortragen sollte, daß er im Bundestathe einer
zeiteren Ausdehnung des Jesuitengefetzes sich widersezen mög⸗.

München, 29. Juli. Se. M. der Koͤnig hat aus seiner
abinetskefse den durch Brand verunglückten Bewohnern von Cham
q00 fl. und denen von Bergrheinfeld 500 fl. überweisen lassen.

Aus München wird unterm gestrigen Folgendes tele-
ttaphitt: „Anläßlich eines Vorkommnisses bei der diesjährigen
Fronleichnamsprozession in der auswärtigen Garnisonstadt ist von
zem Kriegsministerium die lange bestehende Verordnung, daß zur
spalierbildung bei Prozessionen nur Mannschaften katholischen
zlaubensbekenntnisses verwendet werden sollen, zur Rachachtung in
krinnerung gebracht worden.“

In Mänchen soll am 3. und 4. Sepitember die 23.
generalßersammlung der katholischen Vereine Deutschlands gehalten
oerden.

In Nürnberg agitiren die Schneider mit gewaltigen
lInftrengungen gegen die angebliche Schädigung ihrer Interessen
uurch die Zuchthausarbeit, und wollen deßhalb nicht nur bei den
landtagen und dem Reichstage Protest einlegen, sondern auch sonst
uutch Zusammentritt und Selbsthilfe auf eine Verbesserung ibrer
lage hinwirken.

Metz, 28. Juli. In den um Mezß herumliegenden Dörfern
eicscht jeßt ein recht kriegerisches Leben. Ueberall trifft man auf
äin quartierung und namentlich sind es Bayern, welche Metz —
jesmal in friedlicher Weise — zerniren. Sie alle ziehen fröhlichen
innes ihrer alten Heimath zu, froh, daß die immerhin freuden—
jt Occupationszeit jetzt glücklich hinter ihnen liegt. Alle Mann-
naten. die wir gesehen haben, stroßzen von Gesundheit und
ebensmuth; ihr Verlihr mit den Doͤrflern war ein döchst reger,
sa sie eine schätzenswerthe Keuntniß der französischen Sprache
nitgebracht hatten, die ihnen den Umgang mit ihren Quartiecgebern
nendlich erleichter. Viel zu diesem guten Einvernehmen trägt
het die ausgesprochene Vorliebe der Bevöllkerung gerade für die
udetischen Soidaten bei. (Kiederrh. Kur.)

Mettz. Wie die „Zw. Z.“ hört, finden die auf Anfang
ns September angeseht gewesenen großen Manndder bei Meh
iht statt, vermuthlich wegen der Cholera.
lbhaß-Löthringen. Saatburg, 26. Juti. Der
Vhrigtuuus treibt jenseits der Grenze immer üppigere
ithen, deren betäubender Duft die Sinne berückt und Verderben
iugt. Wir haben hier nun auch einen Wallfahrtäkultus gehabt,
rnigstens in seinen Anfängen, und daß diese nicht zur Manie
huteten. dafür haben es unsere Behörden nicht an den sofortigen
uren fehlen lassen. Es ist namlich all denjenigen Personen,
die „heilige Buche“ im Walde von St. Quirin abgeschält
a um ein Stückchen Rinde als Talisman mitzunehmen, der
derl auf Grund des code forestior gemacht, und jeder Wald⸗
* g unetbittlich in eine Strafe von 50 Fres, genommen worden.
n, hatte Jeder, der nach Erlaß der Präsidialde ordnung noch

em Tetrain des Waldes von St. Quirin betoffen wurde,

vegen unbefugten Betretens von Waldungen 10 Fres. Strafe und
die Prozeßkosten zu erlegen. Die ruhige und nüchterne Anwendung
)eß Gesetzes hat denn auch entsprechend gewirktt.
Darmist adt, 28. Juli. Die zweite Kammer beschloß
zie Aufhebung des konfessionellen Charakters der Lehrerseminarien
ind der Präparanden-Anstalten, sowie den Ausschluß religiöser
Irden von der Lehrthätigkeit an öffentlichen Voltsschuslen.
Darmstadt, 30. Juli. Das Schulgesetz wurde bei der
weiten Abstimmung im Ganzen gegen die zwei ultramontanen
5timmen angenommen. Der Präsident vertagte hierauf die Kam⸗
ner auf unbestimmte Zeit.
Fulda, 209. Juli. Das Projekt zur Gründung einer spezi-
isch kaͤtholischen Universität ist munmehr definitiv aufgegeben. Die
zesammten Beiträge werden dem Bonifazius-Verein zufließen.

Berlun, 28. Juli. Hinsichtlich des neuen Mausergewehres
ind wir in der Lage mitzutheilen,“ daß das preußische Kriegsmi⸗
nisterium einer bedeutenden Zahl in⸗ und ausländlicher Gewehr⸗
abriken den Auftrag zur Aufertigung von vorläufig einer Million
Zewehren, d. h. einer vollständigen Kriegsausrüstung ertheilt hat.
die einzelnen Theile des Gewehrs werden getrennt in den aus⸗
aändischen Fabrilen gefertigt. Die Gewehrfabrik von Spandau
ybgleich durch den Befehl, die gesammten Geschosse für das Mau⸗
ergewehr zu pressen, sehr in ihrer Leistungsfähigkeit beschränkt,
iefert jetzt etwa 100 Stück täglich, wird ihre Prodrktionskraft
edoch bis auf das Doppelte zu steigen im Stande sein. Fran⸗
ösischen Technikern soll es nach Zeichnung der einzelnen Theile
des Gewehrs gelungen sein, eine Copie desselben herzustellen; die
ranzoͤsische Armee wird jedoch das Fustil Chassepot beibehalten.
Wir erfahren aus zuverlässiger Quelle, daß inebesondere Fürst
e auf eine schnelle Beschaffung des neuen Gewehrs hinge⸗
virkt hat.

Berhin, 30. Juli. Die „Prov.⸗Norr.“ schreibt: Ein
surzer Ausflug des Kaisers nach Wien zum Besuch des Kaisers
von Oefterreich und zur Besichtigung der Weltausstellung sei noch
immer beabsichtigt. Die Ausführung des Vorhabens dürfte jedoch
auf später, voraussichtlich bis zum Oktober, vertagt sein.

Aus den Berichten des zur russischen Expedition nach Chiwa
ommandirten Lieutenants Stumm entnehmen wir, daß die Ver⸗
zindung der russischen Operationstruppen unter General Kauffmann
nit Rußland auch jetzt noch keineswegs eine gesicherte ist und daß
zäusig russische Depeschen und Couriere von den herumschweifenden
Reiterhorden abgefangen werden.

— Was das Auftauchen der Hohenzollern'schen Candidatur
gelegentlich der jungsten Ereignisse in Spanien anbelangt, so stellt
iich heraus, daß man diese Ente dem Herzog von Montpensier
nerdankt, welcher im „Journal de Paris“ nach einem on dit mit⸗
heilt, die erwaͤhnte Candidatur würde noch immer von deutschen
Agenten betrieben und don den Difsidenten der Carlistischen Partet
hefürwortet. Ein ehemaliger Journalist von der Partei der
Thristinos soll in dieser Jatrigue als Vermittler zwischen gewissen
Farlisten figuriten und gewissen Mitgliedern der ehemaligen libe—
ralen Union dienen. Santa Cruz sei für diese Combination ge⸗
vonnen gewesen, und Don Carlos hätte die Beweise don dem
Finverständnisse dieses Häuptlings mit den Anhängern des Prinzen
on Hohenzollern in Händen gehabt und erst auf Grund dieser
ẽntdeckung dem General Lizaraga anbefohlen, Santa Cruz als
Rebellen zu behandeln. — Und auf solchen Unsinn bauen Organe
vie das Wiener „Vaterland“, die „Tages Presse“ ꝛc. und eine
Reihe französischer Organe ihre weitausgeführten politischen Com—
zinationen auf. Man sieht, es ist nichts zu dumm, um diese hoch⸗
veisen Politiker in ihrem fanatischen Preußenhasse nicht gründlich
zineinfallen zu lassen!

Uebrigens stehen uns ebenfalls wieder interessante Enthül⸗
ungen“ in Deutschland bevotr. Der Abgeordnete De. Schletden
zeißt es nämlich, besitze Auszüge aus der Correspondenz des
tzien Kaifers und Königs von Preußen mit dem Herzog Fried⸗
ich von Schlekwig Holstein⸗Augustenbutg aus dem Frühjahrt 1885,
        <pb n="476" />
        aus denen sich unwidersprechlich ergeben soll, daß die Frage des fügte dabei hinzu— es sei gerade in den letzten —Tagen eine di
Nord⸗Ospsee⸗Kanals vom Fürsten Bismarck in sehr eigenthümliches B'schöfe interessirende Frage von einigen Bischöfen und eher sa.
Weise als Vorwand benntzte worden sei, um Line entscheidende tholischen Regterung in Amerika angeregt worden. Die Frelnauret
Wendung in der schleswig-bolftein'schen Frage herbeizuführen. Da drãngien sich unter die Rathgeber: der weltlichen Squveräne und
darf man denn gespannt sein, was diese „Enthüllungen“ zu Tage sogar in die“ religlösen Vereine 4und glaubten, * daß sie micht vu.
ördern, und ob durch dieselben“»vielleicht der eine oder andere dammt werden könnten, weil der Freimaurerorden die Nächstenliebe
noch vorhandene dunkle Punkt inbetreff der Geschichte der Annex on jum Zwecke habe. Diese Annahme ses aber durchaus falfch, di—
der Herzogthümer aufgeklärt werde. — Freimaurer seien und blieben exkommunizirt. (T. N.)

— Die Frage über die künftige Verwendung des Generalz ee SEpauien.
d. Mameuffel wird von dem „Preitz. Volksbl.“ in sehr bemer⸗ Madrad, 29. Izelt. Das Insurgentencomite in Valenth
kenswerther Weise erörtert. Das dem PMeinislerpräsidenten Grafen hat mit General Salmeron Unterhandlungen angeknüpft. Dj
Roon nahestehende Organ rühmt die militärischen Verdienste des Truppen haben die wichtigsten Punkte Sevilla's eiugenommen
Benwals und bezeichnei es als selbstyrständlich, daß bemselben 5 Maderid, 30. Juli. Man versichert, daß der Kriegzmi
nach seiner Rüdkehr aus Frankreich eine höchst distinguirte Stellung nister die von Don Carlos vorgeschlagene Auswechselung der Ge—
ju Theil werden werde, da es zu den persönlichen Eigeuschaften fangenen angenommen habe.
zes Kaisers gehöre, jedes Verdienst nicht nur in reichlicher, sondern Perpignan, 29. Jali. Der Militär Commandant vor
zuch in taktvoller, daß Herz des Empfängers beglückenden Weise Mauresa telegraphirt, daß die Carlisten Berga angegriffen hahen
ju belohnen vnd zu würdigen, daß diese Stellung aber eine auf aber mit Verlust zurücheschlagen worden seien und sich nun ju—
der politischen Bühne maßgebende sein werde, hält. das Blatt für rückziehe.
eine „eder thatsächlichen Grundlage ermangelnde“ Combination. Cartagena, 29. Juli. Zwei Jasurgentenschiffe find mi

— In Folge des die Lage der Unteroffiziere verbessernden Nannschaften nach Alxieria und Malaga abgegangen. Contretat
GBesetzes hat der Kaiser an den Kriegsminister einen, von diesem wird überwacht, da man befürchtet, daß er die Stadt deriasse.
zegengezeichneten Erlaß gerichtet, wonuch den Offizieren aufgegeben Die Desertionen unter den Streitkrästen der Insurgenten dauen
pird, auch ihrerseits den Unteroffizieren bei allem Ernste und aller fsort. General Pavia blockict Sevilla vollständig. Die geflüchteten
Strenge, wo sie hingehöre, eine rücksichtsvollere Behandlung zu Familien kehren zurück.
Theil werden zu lassen. Die an die Ausbildung der Armet — Aus der tapferen Vertheidigung des Forts von Estetle
Jegenwärtig gestellten erhöhten Anforderungen dulden nicht. daß zegen die Carlisten wird folgender Zug von dem Militätkomman⸗
die den Unleroffizieren zufallende schwierige und ehrenvolle Aufgabe santen Obersilieutenant D. Francisco Sanz etzählt: Det Eifer
in ungenügender Weise gelöst werde. den die Banden an den Tag legten. um den Platz zu erobem

Burg, 25. Juni. Evpochemachend in der Geschichte der der während des sieberjährigen Krieges die Hdupistadt des Pra
Zonsum⸗Vereine nach Schultze-Delitzsch dürfte der von dem hiesigen endenten war, ist laum zu befchreiben: petroleumgefüllte Bomben
Zonfum⸗Verein gethane neueste Schritt sein. Er hat nämlich ein vurden geschleudert, aus den nächsten Häusern und Barxiladen eir
igenes Schiff erworben, um damit seinen erheblichen Bedarf an nörderisches Knnonen- und Gewehrfeuer eröffnet. Auch an Ver⸗
Zohlen anfahren zu lassen. Es ist das das erste deutsche Genofsen- ockungen und Drohungen ließen Dortegatay und Perula es nich
schaftsfahrzeug, welchen, wie man hört, der Name,„Schulze⸗ seblen, um die Hand voll Tapferer zur Uebergabe zu bewegen;
Delitzsch“? beigelegt werden soll. (Volksz.) Rese abet, und zumal der Oberstlieutenant Sanz, wiesen Alle

Frankreich. urück. Vier Mal kamen Parlamentäre zu ihm, und zulctzt stelllen

Paris, 29. Juli. Montmedhy, Lunchille, Raon L'Espe ich als solche Dorregaray und Perula selber ein mit der Galtby
und Commercy sind heute von den deutschea Trüppen geräumt des Oberstlieutenants. „Franz, ergieb dich“, sagte diese, ,d
worden. — Der General v. Manteuffel hat den Armen von iist verloren.“ Der Mann antwortete: „Autonia, entferne dit
Nanch die Summe von 20,000 Fres. gescheukt, was der Prä; uugenblicklich, sonst muß ich dich erschießen lassen, und wenn meine
ident der Gesellschaft zur Unterstützung, der Elsaß Lothringer, Soldaten nicht den Muth dazu haben, so werde ich es selbsi thun.
Haussonville, dadurch erwiedetie, daß er dem Muntzipalrathe von Darauf sagte ihm Totregaray: „Denken Sie an Ihre Lage
Heetz für die dortigen Armen eine gleiche Summe zur Verfügung stellte. Verstärkungen kommen nigt und bkönnen nicht hierher kommin'

Paris, 29. Juli. Der Kriegsminister verfügt, daß keir mo die Antwort des Commandanten lautete: „Entfernen Si
Tapitän ohne neues Examen Major oder Rittmeister werden kann. sich unverzüglich, Parlaaeitäre werden nicht mehr angenommen
VParris, 29. Juli. Die Minister des Handels und der auf Jeden, der sich dem Fort nähert, wird geshossen, und wenn
Finanzen bereiten während der Bertagung der Nationalversammlung ber Widerstaud urmöglich werden sollte, so zünde ich selbst di⸗
zeue Handelskondvenonen mit Ilalien, Oesterteich, Schweden und Julverlammer an.“ Es ist bekanut, daß die Carlisten woh
Norweger und der Schweiz vor. 4,4 rer großen Uebermacht das Fort nicht zu nehmen vermo vlen und

— Tie änßerste Linke hat beschlessen, für die Dauer der dald darauf auch in der Stadt selbst, ivelche sie besttzt hatten
Vertagung der Nationaldetsammlung ein Ueberwachungsloumte zu aicht mehb zu bleiben warten.
bilden. T. N).. England.

— Ueber die Physiognomie der geräumten Städle nach dem London, 29. Jutn. Heute wurde dem Oberhaus und
Abrücken der deutfchen Besatzungen schreibt ein Pariser Korrespon⸗ dem Unterhaus eine Botschaft der Kön'gin vorgelegt, welche di
dent der „A. Ztg.“: .„Das Widerfehen ist tragikomisch. An Verlobung des Prinzen Alfred mit det Grolfurstig Marie onzeizt
allen Orten rüdt hinter der abziehenden deutschen Garnison fran- Die Minister bemerlten, daß prinzliche Heirathen für England kiin
zösische Gendarmerie mit zahlreichen Polizisten ein, welche sofort politifche Bedentung haben, daß aber hoffeut ich dies neue Land
Hand an die Bevölkerung legen und belagerungszuständlich jede dazu beilragen werde, das Mißtrauen zu beseitigen, mit welchen
Möglichkeit einer Dankesäußerung für Hru. Thiers hintertreiben, das euglische Volk lange Zeit hindurch Rußland bekrachtet habe
die Bevölkerung nicht zu Athem und Wort dommen lassen. Auf Die Minister beantragten die jährliche Apeuage des Prinzen bor
die Marsellaise wird gefahndet, Konzert und Bälle weiden ver 15,000 auf 20,000 Pf. Sterling zu erhöhen.
boten, Festbeleuchtungen werden gelöscht, die aus den Häusern Nußland.
trömenden Bewohner werden als Zusammenrottung auseinander- In den Kreisen der orientalischen Tiplomatie hält man jei
gestobert, kein Ruf für Heren Thiers oder die Republid wird iniger Zeit den Ausbruch eines Krieges zwischen Rußland un
jestattet, die Schänken und Kaffeehäuset müssen in früher Abend- Thina für unvermeidlich. Der in Ostsibirien kommandictndt
dunde geschlossen werden, Verhaftungen von widerspänstigen Enthu: Beneral Poltarucki soll eine Abtdeilung Topographen in die noid⸗
fiasten und Exzedenten finden üüberall noch am ersten Tage des öIstlichen Gegenden der Mandschurei und Mongolei entlandt haben
Wiedersehens statt. im von diesen Gegenden genaue Karten auferuigen zu lassen.

Diese Absendung hal kden Verdacht erregt, daß Rußland die jchtger
hinesischen Wirren benutzen und die ihm benachborten chinefister
Prodingen wegnehmen werde. Der Verdacht wird durch den Un
and erhöht, daß die Erwerbung des Amurtlandes ihrer Zeit cher·
falls durch topographische Expedition vorbereitet und gewissermaßer
ingekündigt wurde.

Echweiz.

Bern, 30. Juli. Gleich dem Nationalrath beschloß auch
der Staͤnderuih mit 26 gegen 14 Stimmen unter Namensaufruf
die Abweisurg der drei Recurse gegen Mermillods Ausweisung. —
Betzufs Abschluß eines Vertrages über die Errichtung einer deut-
schen Zollstänte auf dem Ceistralbahnhof zu Basel findet demnächst
eine Conferenz ssatt.

Italien.

Rom, 28. Juli. Der Papft hat nach der „Voce della
rerita die geu ernannten Bischöfe in Audienz empfangen und
eire Arsprache an dieselben gerichtet, in der er ihnen emp'ahl,
ich selbst dutch Veispiel und frommen Lehenkwandel die Aner-
jennung ihrer Didzesen zu erringen, gleichzeitig abder auch die
Nechte der Kirche zu vertheidigen und zu bewahren. Der Papfh

— —
Jermeschres. J
173weibrüchen. Die Preisevertbeilung on die
thümer der schönsten in der Pfalz gezogenen, sowie zur Pachn
berwendeten Pferde wird für das laufende Jahr am 21. e
tember im Gestütshofe dahier staltfinden. Tie Musterung wr
Auswahl der zur Comcurrenz gebrachten Pferde wird am vor
gehenden Tage durch die hietzuͤ ernannte Commission vorgeno
        <pb n="477" />
        nen werden. Dem Pferdezuchtverein Zweibtücken wurde für die
zer Gelegenheiti der Preiseberiheilung des pfälzischen Landgestüts
heabsichtigte Verloosung von Pferden und landwirthschaftlichen
hegenstanden die nachgesuchte Stempelbefreiung der Loose be—
villigt. J

f.suiserslautern, 33. Juli. In der gestrigen Sißung de—
hiesigen Polizeigenichts wurde ein Metzger, der seinen Hund auf
ein Kalb gehetzt hatte und deßwegen protokollirt worden war,
vegen Thierquälerei zu 3 Tagen Gefängniß verarthett.

Vonder Lauter, 29. Juli. Es heißt, daß in der
ungsten Zeit dienk. Regierung sich sehr füt die Linie Kaisers-
dulern· Lauteredken · Staudernheim interessire. Das Cemite der
nuterbahn ist aus diese Kunde hin in großer Thätigkeit. Vor—
zuzsichtlich wird in den nächsten Tagen vom Comite zu Wolfstein
ant Eingabe an' das k. Staatsmintisterium um Erhaltung ver
Finsengarantie durch die Kammer angefertigt und unterzeichnet
derden, gelezenllich einer dortjelbst zu halte nden Versammung

—8
pNeustadt, 30. Juli. Sämmtliche hiesigen Spezerei⸗
waarenhändler haben fich, um dem Umfug mit den östereeichischen
huldenftücken zu steuern, dahin geeinigt, solche nur zu 1fl. 9 tr
zunehmen und wieder auszugeben. (N. Z.)

f Am 28. Juli fand in Landanu die Jahresversammlung
zes Sterbekassenvereins der protestantischen Geistlichkeit der Pfal,
zau⸗Derselbe zählt unter 250 prot. Geistlichen 1808 Mitglieder
und hatte im verflossenen Jahre eine Einnabme von 730 fl. 45
in. Die Ausgaben detrugen 577 I. 51 ir. und zwar 1)4 Un-
rüßungen à 70 fi. — 280 fI., 2) Kapitalanlage 292 fl. 41 tr.
3) Verwaltungskosten 5 fl. 10 kr. Der Ueberschuß belief sich dem
nach auf 152 fl. 54 kr. an welcher Summe aber 28 fl. 15 kr.
Rückstände abzuziehen sind. Der Vermögensbestand weist ein⸗
Zummr von 1300 fl. auf, also eine Mehrung von 95 fl. 11 kr
gegen 1871. Max beschloß, auch Pfarrvikare unter dersclben
dedingung, wie die Pfarrer, zu dem Vereine zuzulassen.

f Von der Haardit, 31. Juli. Gestern Abend um 9 Uhr
zeobachteten wir ein prachtvolles Meteor. Am nordöstlichen Himmel
midem eben die Sterne sichtbar geworden waren, südlich vom
Sternbilde der Cassiopea, zeigte sih wie ein Stern erster Größe
in blauröthlichem Lichte eine Feuerkugel, die von Südost nach
Rotdwest in einem sanft aufsteigenden Bogen sich bewegte, rasch
un Größe zunahm und fast vollmondgleich am westlichen Horizonte
einen feurigen Streifen hinderlassend, verschwand, so etwa wie eine
Rakete verschwindet. Die ganze Erscheinung dauerte 2—3 Se
cunden. Bei dunklem Himmel müßte das Meieor höchst auffallend
gewesen setin, während solches im Mondschein von v'elen Leuter
jür eint elettrische Erscheinung gehalten wurde.

F In Ginsweiler schlug am verganzenen Sonntag, Morgens
7 Uhr der Blitz in ein Haus ohne zu zünden, aber so eigenthüm—
ich wie man es selten hört. Er kam zum Schornstein herein,
ief an einem Fenster hin und zersplitterie den Rahmen ohne die
Scheiben, während er an einem andern Fenster die Scheiben zer—
zrach, ohne den Rahmen zu verletzen und streifte einen Mann
iber die Brust und den Leidb. Gluͤcklicherweise ist der Mann auf
der Besserung.

F Nach' uns zuchenden Mittheilungen ist die Kornernte in
»er Pfalz sowohl nach Quantität als Qualität sehr unbefriedigend
ausgefullen.

f Das Hagelwetter in der Nacht vom 29. auf den 30. ds.
sat den Tabafpflanzungen in den Gemarkungen von Ludwigzhafen,
Nundenheim, Rheingönnheim, Nceuhofen, Murterstadt, Schifferstadt
Roßen Schaden gethan.

f Munchen. In der geheimen Magiftrathssitzung vom
25. Juli kam der in der Spitzzeder'schen Schwurgerichtsver-
dandlung behauptete Altendiebstahl zur Sptache. Bürgermeister
Tr. Erhardt erklärte auf Anfrage des Magiftratsssratbes Riedmaver,

zaß allerdingß Abgange aus den Magiftratsalten konstatirt seien,
iber alle, Bemülhungen, den Thäter zu ermitteln, seien erfolglos
geblieben; gleiche Entwendungen seien auffallender Weise auch m
den Akten verschiedener Anwälte und Behörden wahrgenommen
wordem ohne daß es auch nur jn einem einzigen Falle gelimgen
sej, den Schullägen auszumittels

7In Grauden;z finden bekanutlich Artillerieschießübungen
erbunden mit Sprengung derFestungswerke, statt. In. dem
Zeltlager, weiches daselbst aufgeschlagen ist, ist, wie man von dort
meldet, unter den Mannschafien des 5. Artillerie-Fuß ⸗Regiments
die Cholera ausgebrochen, und zwar, wie berichtet wird, in Folge
der schlechten Unterbringung der Truppenzelte, des Trinlwassers
und der Lager⸗Utensilien. 28

FImmenstadt wurde von einem enlsetzlichen Unglück
heimgesucht. Montag, den 28.“ Abends um' 7 UÜhr' vrach ein
henler Jos' mit einem Wolkenbruch im Gefolge, der die ganze
Statt uuter Wasser setzte; mehrere Häuser sind eingefallen, viele.
o unterwühl, daß sie sofort eingelegt werden milssen. Leider sind
auch Menschenleben zu betlagen, drei Erwachsene und ein Kind
ind, soviel bis jetzt belannt, umgelommen. Hätte die Eisenbahn«
orücke über die Ach nicht Wiederstand geleistet, so wäre das Un⸗
zlück noch groößer geworden; übrigens ist der Bahnkorper so unter⸗
wühlt, daß die Züge halten und die Reisenden umparkirt werden
müfsen“ Von Sonthofen wurden die Eisenbahnarbeiter herbeigehol!
velche die ganze Nacht bei Fackelschein arbeiteten, um der bedraͤng
len Stadt Hülfe zu bringen. Unter anderm hört man, daß min⸗
destens 100 Ziegen umgelommen stien. (A. Poftztg..

f Aus den dverschiedensten Gegenden von Deutschland kommen
Nachrivien über schwere Gewitter mit Hagelschlag und Wolkenbruch,
die in voriger und in dieser Woche dort niedergegangen sind.

7 Bertkin. Der Criminalcommiffarius Leue, welcher
dehuis Ermitteiung des Thatbestandes an dem Böcler'schen Kinde
zegangenen Verbrechens bisher in Loitz war, ist jetzt hierher zurück⸗
zelehrl, nachdem er in Bezug auf die Schuld des inhaftirten
Diensiknechtz S. einen so starken Indizienbeweis herbeigeschaff t,
daß das Strafverfahren gegen denselben eingeleitet werden lanm

FDover. Madame Jeanette Robin, eine hübsche Blom
dine von zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren, fuhr kürzlich mit
dem Dampfschiff von Calais nach Dover. Ihr kränktiches Aus⸗
sehen erweckte die Theilnahme der übrigen Passagiere und man
rürchtete, daß die Seekrankheit eine Krisis beschleunigen würde,
die, nach der äußern Erscheinung der Dame zu urtheilen, ohnehin
richt mehr lange auf sich warten kassen könnie. Sie legte die
leberfahrt jedoch glüclich zurüuck und ward, als sie ans Land
tieg, ia einen Armstuhl gesetzt, während ihr Stöͤhnen allen ihren
Reisegefaährten tieß zu Herzen ging. Ein auf dem Hafendamm
tehender Zollbeamter sah der Ausschiffung zu und schien sich für
die schoͤne Französsin sofort ganz besonders zu intereffiren. Er
näherte sich ihr, bot seinen Beistand an, indem er bemerkte, daß
er einige medicinische Kenninssse besitze, und obschon die Dame ihm
dersicherte, sie fühle sich schon besser und bat, daß man sie sofort
nach einem Hotel trage, so erktärte er doch, dies könne nicht ohne
Befahr geschehen, weßhalb sie auf sein menschenfreundliches Drängen
din in ein Zimmer des Zollhauses getragen ward, während er
ugleich eine Hebeamme herbeirufen ließ. Ehe noch eine Viertel-
tunde verging, war die Dame von zwei Mantillen, fünkzehn
Zchleiern, siebzehn Stück Spitzen, zwöls paar seidenen Strümpfen,
iebzehn Stück Band und vier Dutzend seidenen Taschentüchern
zlücklich ertbunden. Mutter und cinder befinden sich wobl.

f Der Schah von Perfsien erhielt während seines Be⸗
uches in Varis nicht weniger als 8000 Bettelbriefe. Dieselben
wurden alle in eine Kiste verpackt uad nach Persien geschickt, wo
ie der Secretär des Schah eröffneu wird.
— — ——
F. X. Demeßz verantwortlicher Redacteur.
Bekanntmachungen.

Auf dem Rothenbau liegen einige
Fuder

X
Alle Kranken
and Leidenden
inden in der 14. Aufl. des Buches Na⸗
turheilmethode für all'e ver—
alteten Krankheiten des mensch⸗
sichen Körpers Häülfe, Linderung und
Rath, und wird an jeden Hülfesuchenden
unentgeldlich und frei versandi.
H. SZievers &amp; Co.
in Braunschweig.
XB. Tausende verdanken diesem Buche ihre
Besundheit.

—R—————⏑—⏑—⏑——— ——

FROtIIWOoIM,
worunter alter Bordeaur, Burgun⸗
der &amp; Blittersdorfer zu verkaufen.
Fue reine Waare wird garantirt.) Auch
einige Fuder alten

Kartoffelbranntwein

werden abgegeben.

Zum Wein werden Fässer von circa

228 Liter,

und zum Branntwein solche don 500 Liter
leihweise geliefert.

Lei Unterzeichnetem kann ein
guter Heitzer
ogleich eintreien. Wochenlohn 8 Thaler.
Joh. MeIISEMMAl.
zahnarzt Dr. IIexer
aarbrücken, Bahnhofstraße 28.
        <pb n="478" />
        Zonntag den
83. August,
non Mittags 8
Uhr ab
Tanz⸗
Musik
Scehweitæer,
Wirth.

* J — I
Preisevertheilung in der Lateinschule betr.
Zu der am nächsten Mittwoch, den 6. l. M., Nachmittags 3 Uhr in
Saale des Herrn Oberhauser stattfindenden Preisevertheilung der Latein.
chule werden die Eltern und Freunde der Jugend geziemendst eingeladen. Jab.
resberichte und Festprogramme werden daselbst ausgetheilt werden.
St. Ingbert, 1. August 187853.
Der königliche Subrektor
Maximilianstreuber.

te.

Het

—XRXRIXRX

Malzkräuter-Toiletten⸗
seife und Pomade.
Herrn Hoflieferanfen Johann Hoff in
Berlin. 3
Berlin, 23. April 1873. Da Ihre
Malzkräuter⸗Toilettenseife, wie ich mich
bei meinen Freundinnen überzeugt
habe, so außerordentlich gut
auf die Verschönerung des Teints und
Verfeinerung der Haut wirkt, so bitte
ich ꝛc. (Zusendung). Ebenso wollen
Sie von Ihrer guten Mal;pomade
zusenden, da auch diese als vorzüg⸗
lich für das Haupthaar gerühmt wird.
E. Cohn, Klostersir. 2/9. — Ihre
Malz⸗Toilettenseife hat meinem Bruder
gegen das Zittern der Hände wesent⸗

liche Dieuste geleisttte
Frau Schmidt, Bernauerstr. 1.
Verkaufsstelle bei- Fritz Panzer⸗

hieter in St. Inabert.

D» e o

Künusthbicher Dünger
aus der
Landwirthschaftlich chemischen Sutberte Nedaile
Fabrik von ane gũ
GCEORG CARL DIMIMER Seauf isos
Zwei Medaillen.
Paris 1867.
Silberne Medaille.
Saarlonis 1867.
Zwei Medoillen
Karlsruheln869

— —— —

Silberne Medaille.
arlsruhe 1861.
rẽhrenv. Erwähnune
London 1862.
Medaille.
Hamburg 1863.
-hrenv. Erwöhnnng.
Maunnheim 1863
Medaille.
ati

MANnNS I nm.
Kali⸗ und Magnesia⸗Zün-
ger⸗Fabrik in Staßfurth.
der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchsstationen.
Knochenmehle, roh und gedämpf,, J
Euperphosphate, in aller Sorten.
Kali⸗ und Magnefia Präparate,
Ammoniak Superphosphate, als bester Ersatz des rothen Peru ⸗Guans,
Spezial ˖Dünger, für Rüben, Tabak, Reben. Hopfen, Wiesen ꝛc. .
Sämmtliche Dünger werden in altdewährter, vorzüglichster Qualität um
unter voller Garantie des Gehaltes geliefert.
Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung seines Inhaltes und der Firme
Georg Karl ZTimmer im Hannheim versehen.
Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten.
Wegen allem Nheren beliebe man sich an die Fabrik in Mannheeim oder an
deren bekannte Verkaufslage zu wenden.

„rucht⸗ Brod⸗, Fleisch rꝛe. Preise
der Stadi Zweibrücken v. 31. Juli.

Weizen 8 fl. 88 tr., Korn 5 fl. 53 kr.
HBerste Areihige. — fl. — kr., Gerste vier⸗
reihige, — fl. — kir. Spelz — fl. — kr.
Spelzkern — fl. — tr. Dinkel — fl.
— ir. Mischfrucht — fi. — kr. Hafer
3fl. 40 tr. Kartoffeln Ufl. 56 kr. Heu
Ifl. 48 kr. Stroh 1fl. 12 kr. per
Zentner. Weißbrod 113 Kilogr. 23 ktr.

Fornbrod 8 Kilogr. 29 kr. ditto 2 Kilogr.

20ẽr. ditto 1 Kilogr. 10 kr. Gemischtbrode8
dil. 38 kr. 1 Paar Weck 100 Gramm 2kr.

Eindfleisch I. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kr.
dalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18 kr.
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter 34
r. ver Pfund.

— ——
—— Großes F

Taveten⸗ und Nonleaux⸗Lager
bei J. B. Ciolina.

vis⸗a-vis dem Pfälzerhof

in Zwelbrüclken.
W. RXuhrländer Nachfosser.
— — om FPrurt aimn HEaiim.
Ausvertaue

— e— — — —

—

Ich veranstalte auch dieses Jahr einen Au
ich zu folgenden herabgesetzten Preisen: 3 3*8
500 W dreses baneret Leinen, fur Hemden und Betttücher, 500 Stück 9 o achtfarbiges Bettzeug, meisiens türkischroth, die
ie Elle 1 e r.
23251 Ellen breite grobe Leinen, fur einschläfrige Bettiücher, das 300 Dutzend weiß⸗ rein leinene Damentaschentücher, das Duzend
vollständig Betttuch ohne Naht, fl. 1 45. J fl. 2. 30. r
3 Ellen breite grobe Leinen, fur zweischläfrige Vetttücher, das voll⸗ Große rothe Cachemires Tischdecken das Stud fl. 1. 45. und
ständige Betttuch ohne Naht, su. 2. 24. fl. 2. 3. *
200 Stück —F — n schlesisches und böhmisches Leinen, die Elle Große rem Fachemives Comodedecken, das Stud fI. 1. und
3 1j8 bis 80 ir. I.A. — Sina, s. 1. un—
290 Stück schwere rothe wollene Bettdecken, fur zweischlafrige Betten, das ie/ briten aee ramagirten Vorhangomull mit Vogen, die Elle
Siud A. 3. 320. — 5 ⏑ * desie v 3
200 Stuck schwere weiß wollene Bettdecken, fur zweischläfrige Betten,. 300 Stuck schweren schwarzen Mooreens fulr Unterröcke, die Elle 2kr
das Stück fi. 4. 18. b/, breit li Water ind ohne zen di
ʒo Stugsahert hene Bette u. Pferdedecken,d. Stuc si.230 bis 8. .* reiten gagischen Waterbroot, dit. ind ohge Franien die 6e
500 Paar scwere weiße Victoriadecken mit Franzen für Lschlaäfrige 07, brelien schweren guten Buxkin fur Hosen und ganze Anzüge. die
— 8* Betten das n fl. 2. —., farbige fl. 2. 30. eu F J — Ell⸗ fl. 1. 30. und . 2.3
10 end weiß seine Tischtü llen eit, 30. R
utze de aieee ischtücher, 2/5 Ellen lang, J ler ren Glatten, rothen wollenen Unterrockstoff, die Elle 15 kr.
100 Dutzend Handtücher, die Elle bon 6 kr. an. Feinen weißen 4 breiten Mall für sleider, die Elle 1S.333
1000 Stuck wollene Kleiderstoffe, fur Frühjahr, Sommer, Derbst und Winter, Cattune, Jaconets, Piqué, Zwillich, Barchend und atroh
sackleinen zum Fabrikpreise. J W
Muusterabschnitte sämmtlicher Arlikel seude in reichster Auswahl franco per Post.
D Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens besorgt. tα
—BVerkauf nicht nach Meter, sondern nach alter Elle.

Lagers und, um vollständig zu räumen, verkauft

27
— —
Redaltion, Drud und Verlag don F X. Demeßz in St. Ingbert. 1.1
        <pb n="479" />
        ——A

— 2

der St. Inabegser Unzeige sund datß mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienbtagt⸗, Donnerßtagt⸗ und Sonntag⸗
Lummer erlcheint wvbchentlich viermal: Dienttag. Donner stag, Samstag und Sonntaa. Aoonnementspreis vierteljahrig 42 strit. ob r
12 Silbergr. Unzeigen werden mit 4 krzr. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Raum berechnet.
2
1873
——

SEonntan,. *—

Deuntscheb Reich.

München, 29. Juli. Der Koͤnig hat genehmid, daß
u Gunsten der durch Brand schwer hei ngefuchten Bewohner der
Stadt Cham eine Sammlung im ganzen Koͤnigreiche veranssal -
stet werde.

Menz, 1. August. Bei der gestrigen Einweihung des Sach⸗
sendenlmals bei St. Privat verlas der hisige Gouverneur, Nas
mens des Kronprinzen von Sachsen eine Anrede, in welcher unter
dinweisung auf die bewiesene Tapferkeit der sächsischen Truppen
ie Hoffnung ausgedwmidt wird, daß die sächsische Armee bei einem
iwaigen neuen Kriece eben so treu zu Kaiser und Reich stehen werde.

Straßburg. 30. Juli. Da eine Auzahl Züricher Stu⸗
rentinnen sich sür das nächste Semester nach unserer Univer sität
u wenden gedachte, so hat der Straßburger Senat sich veranlaßt
gesehen, in der akade mischen Frauenfrage eine Entscheidung zu
effen. Nachdem die mediciuische Facultaͤt mit Verufung auf die
Slatuten sich dahin ausgesprochen, daß gegenwaͤrtig eine Zulassung
reiblicher Studenten im Interesse der Facultat nicht statthaft sei,
jat der alademische Senat sich diesen Interpretation der Statuten
ingeschlossen und entschieden, daß Frauen zur Immatriculation
aesp. als Hospitanten an hiesiger Univerfität nicht zugelassen
ind. ( Fr. 3.)

Forda, 1. August. Das hiesige Knabenseminar ist wegen
Renitenz des Bischofs durch Oberyräfidialbeschluß vom 1. Olt. ab
XRXX

Körn, 29. Juli. Belkannilich sind vor Kurzem der Erzbi⸗
chof Melchers und der Weihbischof Baudri hierselbst in Unter-
uchung gezogen worden wegen Veroͤffentlichung eines Exlommuni⸗
aonsdetreta in lateinischer Sprache durch den Kirchlichen An⸗
eiger.“ Die Rathskammer des hiesigen Landgerichtes hat nun
neht in der genannten Angelegenheit ihr Urtheil dahin gefällt,
daß gegen die genannten Personen tein Grund zu einer straf⸗
iechilichen Verfoigung vorliege.“ Gegen dieses Erlenntniß soll je⸗
hon der Staaisanwalt Berufung eingelegt haben.

— Auf Anregung des Herrn Ministerpräsidenten werden am
ʒteußischen landwirthschaftlichen Ministerium Conferenzen eroͤssnet
verden, welche sich mit dem aus dem Mangel an ländlichen Ar⸗
eitern erwachsenden Nothstande der Landwirthschaft befassen. Die
dlagen über diese Calamität find dringend geworden; die gegen-
vaͤrigen Mißstände sind so groß. daß die Staatsregieruug volle
heranlassung hat, der Frage ihre ganze Aufmerksamkeit zuzuwenden.
die Conferenzen werden unter Vorsitz des Handelsministers selbst
Jaltfiaden; das Referat ist so wie das Proiololl zwei Räthen
)esselben Ministeriums, den Herren Marcard und Haack. an⸗
—XC

Im Monat August werden dicht an der Schweizer Grenze
n der Rähe des Kanton Aargau große Mandver deutscher Trup⸗
zen stattfinden. Das Okkupationsterrain soll sich von Freiburg
zis nach Basel und Loͤrrach erftrecken und find zu diesen militäri-
schen Uebungen die Garnisonen von Raftatt, Karlsruhe, Freiburg
Tonstanz u. s. w. bestimmt worden. Wie man hoͤrt, wird diesen
Manddern auch der Kronprinz des deutschen Reiches beiwohnen.

Das Befinden des greisen hochgebildeten Königs von Sachfen,
»et sich auf Schloß Pillnitz befindet, ist sehr bedenlenerregend.

Posen, 31. Zuli. Der Vorsteher der geistlichen Demeri⸗
enansialt, Storchnesi, ist Seitens des Oberprasidiums in 100
Thir. Geldstrafe enommen worden, weil er trot wiederholter
Mahnung die Hausordnung der Anstalt noch gar nicht und das
zerzeichniß der in der Anstalt befindlichen Geistlichen verspätet
m'a Oberpraͤsidium eingereicht hat.

Wien, 31. Juli. Der Schah von Perfien ist gestern
Abends in Penzing eingetroffen, von wo der ihn begrüßende Kaiser
von Oesterreich ihn minelst Bahn nach Laxenburg begle tete, wo
zer Schah von dem Kronprinzen, den Erzherzoögen, den Ministern
und den Spitzen der Militär- und Civilbehörden empfangen wurde.
Line aufgestelite Ebrenlompagnie leistete die Honneurs, eine Musik⸗

apede spielte die Perserhymne; eine dichtgedrängte Volksmenge
iktlamirte die Maiestäten.
Frankreich.

Paris, 31. Juli. Der „Agence Havas“ wird aus Madrid
»om gestrigen Tage gemeldet: Die Insurrektion von Sevilla ist
hollständig unterdrückt. Die Regierungstruppen halten die ganze
Hegend besetzt. Es herrscht große Entruüstung gegen die Insur⸗
zenten, weiche mebrere Positionen, bevor sie sie verließen, in Brand
jestedt haben. Die Stadt Almeria hat den ersten Angriff eineß
Insurgentenschiffes zurüdgewiesen.

Paris, 1. August. Die deutschen Truppen haben Nanch
geräumt.

Der „Koͤln. Ztg.“ wird aus Paris geschrieben: „Die
vom Erzbischof Ledochowsli von Posen für den 12., 13. und 14.
Jugust angeordneten Gebete sind die nämlichen, welche der Papft
in Frankreich anordnet, um Gott zu bitten, die Feinde der Kirche
iud Frankreichs niederzuschlagen. In Deutschland soll also mit⸗
selbar für den Untergang Deutschlands und Italiens gebetet
werden!“

— Ueber die gegen Bazaine gerichtete Anklageschrift meldet
der Figaro“: „Der Bericht des Generals Riviere besteht aus
zier verschiedenen Theilen, die vier Bande füllen. Der erste Band
aßt alle Anklagepunkte zusammen; der zweite ist speziell der Ar-
illerie, der drinte den Lebensmitteln, der vierte den Communikatio⸗
ren gewidmet. Der Marschall ist angellagt: 1) mit dem Feinde
apitulirt und den Plat Me, dessen oberster Commandant er war,
ibergeben und nicht zuvor alle Vertheidigungsmittel erschoͤpft zu
jaben; 2) als Oberlommandant der Armee von Met im offenen
jelde eine Capitulation, wornach seine Truppen die Waffen zu
ireden hatten, unterzeichnet und, ehe er sich mündlich und schrift-
ich auf Unterhandlungen einließ, nicht Alles aufgeboten zu haben,
vas ihm die Pflicht und die Ehre vorschrieben z Verbrechen, welche
n den Artikeln 209 und 210 des Militärstrafgefetzbuches voraus⸗
zesehen sind. Wird der Marschall dieser Verbrechen für schuldig
rtannt, so muß den erwähnten Artileln gemäß die Todesstrafe
erfolgen.

SAm 290. d. ist die franzoͤsische Nationalversammlung durch
ine Botschaft vertagt worden, welche der Minister des Auswärtigen,
derzog v. Broglie, im Namen des Praͤsidenten der Republik, Mac
Nahon's, verlas, und die sich in mancher Beziehung vortheilhaft
„on früheren Kundgebungen dieser Art jenseits der Vogesen unter⸗
h idet. Zunächst hält sie sich frei von allen chauvinistischen und
e grande nation glorifizirenden Phrasen, die sonst den franzb-
ischen Thronreden und Botschaften eigen zu sein pflegen. Der
Parschall rühmt das Einverständniß zwischen der Regierung und
der Nationalbersammlung, welches wichtige Gesetze habe zu Stande
ommen lassen und weist dann auf die so ungeduldig erwartete
Befreiung des Landes von der fremden Occupation hin, welche
ich beim Wiederzusammentritt der Kammer vollzogen haben werde.

die Botschaft ermahnt sodann, lärmende Manifestationen zu ver-
neiden, die der Würde des Landes nicht entjprechen würden.
Schließlich wird ausgesprochen, daß die Regierung fest entschlossen
ei, den Frieden aufrecht zu erhalten, und Frankreich, sich selber
vieder gegeben, werde noch mehr als vorher jn der Lage sein,
nit allen auswärtigen Mächten aufrichtigefteundschaftliche Bezie⸗
sungen zu unterhallen, eine Ansicht, die auch von diesen Mächten
zetheilt werde. — In wie weit das Letztere auf Wahrheit beruht,
vollen wir dahin gestellt sein lassen, sowie auch die Frage inbetreff
der Friedens versicherungen der Botschaft; genug, daß solches vor⸗
aufig ausgesprochen wird, und zwar mit einem Tone, den man
onst bei den Reprasentanten der großen Nation nicht gewohnt ist.

— Um die französischen Ulkramonianen füt den Verlust der
Drozessienen nach Rom und Assisi zu entssadigen, auf die sie sich
d sehr gefreut hatten, will ihnen der Papst vor dem Madonnen-
este am 15. Auguit zu Ehren der Madonna von Lourdes eine
soͤchst feierliche Noven veranstalten lassen und verspricht den Glau⸗
en.“ welbve daran Antheil nehmen wollen, vollkommenen Ablaß.
        <pb n="480" />
        Der Schah von Persien hat sich während seines Aufent-⸗.
haltes in Paris den französischen General Augerau als Kriegs—
nirister eibelen mit dem spesiellen Bemerlen, daß er einen fran⸗
zösischen General einem englischen oder rufssischen der uninteressirten
Stellung Fraukreichs zu Persien halher, vorziehe.

Italien.

Die Liquidationsjunta für die aufzuhebenden Klöster ist er⸗
nannt und fungirt: drei ordentlich Mitglieder mit zwei Assi⸗
stenten. *

SEpanien.

Madrid, 30. Juli. Ein den Kortes vorgelegter Gesetz
entwurf ermächtigt die Regierung, die auf Seite der Insorgenten
tretenden Deputirten strafrechtlich zu verfolgen. Die Insurgenten
don Carihagena haben eine förmliche Regierung eingesett mit
Contreras als Präsident. Die Regierungstruppen haben die
karlisten bei Marededes geschlagen und dabei 700 republikanische
Befangenen befreit.

Mußland.

Die Friedensbedinguugen mit Chiwa, welche der Golos selbst
übrigens als Gerüchte bezeichnet, sind folgende; 1) Von den 2
Peill. FKubeln Kriegskontribution fallen Iä Mill. auf das Khanat
300, 000 Rubel dem Stamme der Jomuden zur Lest. Daß die
Zahlung dieser an und für sich geringfüßigen Summe auf 7
Fahre vertheilt werden soll, zeigt zu deutlich, daß diefelbe eine
oloße Farce ist, als Vorwand beständiger Occupation dienen soll;
) Bis zur dollendeten Abzahlung bleiben die russischen Truppen
n Schurachan auf dem rechten Ufer des Amu Darja und in
stungrad; 3) Während dieser Zeit werden die russischen Truppen
don Chiwa unlerhallcn; 4) Die Todesstrafe ist im Khanat für
mmer abgeschafft; 5) Chiwa bleibt ein selbststandiges Reich unter
dem Khan; 6) Die Grenze des Khanats bildet der Amu Darsa,
das Land auf dem rechten Ufer dieses Flusses erhält der Khan
von Buchara, als Lohn für treue Dienste; 7) Am 15. Augusi
er. verläßt General Kaufmann mit seinen Truppen die; Haupt-
stadt Chiwa.

förster Hrtn. Mühlfeld im Staatswald, Distrilt X ge⸗

Achteten Jagd waurden dieser Tage 2 Wildschweine cuf dem ——

tande exlegt5 am 86. Juli 1 Keuler von 125 Pfd.und am

olgenden Taze ein folchetr von 83 Pfd. b

Ju KWdenkoben verbrannte sich am 88. d. cin Kind der
artig mit heißem Kaffee, daß es am“folgenden Tage starb.

f In einer Fabril in Frankenthal gerieth kin Arbeiter in
ein Kammrad und wurde so verletzt, daß er alsbald starb.

Sf Padis. Au Freisag Abend hat in Rucil Sainene Oisc

in entsetzliches Ere⸗girin statigefunden. Einer der Comtis eine⸗

Krämers kam mit dem Lichte einem Fasse mit Mineral -Eßsen zu

nahe, während er aus demselben zapfle und wurde schwer verleßt.

Es: gelang, das Feuer zu löschen. Einer der Feuer wehrmaͤnner
tieg indeß unvorsichtigerweise eine Stunde später mit einem Lichte
in den Feller hinab, um die Waaren zu retten. Es erfo!gte ein
urchtbare Detonation, und die Hefrigkeit des fortgeschleuderten
Mauerwerks war so groß, daß 43 auf dem Piatze anwesenden
Personen fast alle leb nsgefährlich verlet wurden. Die Verwnit
ung war entsetzlich, und die Dunk lheit der Nacht machte ki⸗
Scene noch schrechlicher. Zehn der Verwundeten find ihreh
Schmerzen erlegen, und bei den meisten der noch Lebenden ist die
Hoffnung auf ihre Retfung nur gering. .

— Philadeiphia, 26. Juli. Gestern war in Balt'mor eine
Jroße Feuersbrunfst. Das Feuer sing in den Werften der —
treet an, hatte bdis zur Mittagszeit bereits 800 Haufer ergtiffen
aud wurde um 8 Uhr gelbscht. Vehtene Personen sind umge
ommen. Der Schaden wird auf 1,500,000 Dollars geschatzt.
Aus der Stadt und Provinz Bekluno nerden neue
Erdstöße vom 15. 16. und 17. Juli gemeldet.

— tZ
Zur gese. Deg n

Wir hatten mehrfache Gelegenheit, uns persönl:ch von den
egensreichen Wirkungen des b rühmten Buches: Dr. Aity's Nator
seilmethode“ zu überzeugen. Personen, welche wir als dem Tode
erfallen glaubten, sahen wir durch Befolgung der in dem borzüg-
Zuch gegebenen Vorschriften schnell genefen. Wenn irgend ein
Werk verdient, den Kranken als letzter Hoffnungsanker empfohlen
ju werden, so ist es gewiß dieses Werkchen, weldes gegen Einfen
ung von 7 Freimarken à 8 kr. von der „Rheinischen? Verlazs
Auftalt in Luxemburg“ freo. verfandt wird. K... W.

—
F. X. Demet, verantwortlicher Nedacteur.

e 8.
* —
fHochspeier, 28. Juli. Von 75 Garben wurcen:3
Simri Korn gedroschen. — Dahier war am 27. Juli eine Ver—
sammlung der Forstwarte wegen Gehaltserhöhung.
FWaldmoher, 81.. Juli. Auf der von bemek. Ober⸗

e

Bekanntmaͤchungen.
Geschàfts-Empfehblung.
Es wird beabsichtigt, der
Hesellschaft Fidelia“
den von ihr gegebenen
Ball zurüchugeben.

Zur Besprechung dieser Sache werden
alle, die eingeladen waren, ersucht, nächsten
Dienstag den 5. ds. Mts.,

Abends 8 Uhr,
bei Herrn Seiter zu erscheinen.
In der frequentesten Lage
Zweibrückens ist ein
Geschäfts-Lokal

Ich erlaube mir ergebenst anzuzeigen, daß ich unter Heu⸗
zigem das ErIcel'sche Nahmaschinengeschäft übernommen habe,
ind bitte das geehrte Publitum, mir das demselben geschenlie
Jertranen bewahreu zu wollen.

„Durch langfährige Proxs in den größten Fabrilen Amer'-
ias, sowie durch die vortheilhafteften Hülfsmaschinen bin ich in
den Stand gesetzt, allen Auforderungen zu entsprechen.
Zweibrücken, den 27. Juli 1875. 9—
— v
udolit

—

Bürgervereins-Kränzchen.
Am Mittwoch Abend Zusammenkunft
Peter Jung.

Heute Zonntag den 8. Auaust,
Nachmittaas 3 Uhr, *
Tanz Musik

zu vermiethen.
Näheres in der Exped. d. Bl.
Feuerwehr⸗Montag

bei Peter Heusser.

Der Regenerator
(oder Lehensweker)
seit Jahren das bewährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und specielle
Zchwuchezustande, Magengedärm und
Zeberlrankheiten, Hämorrhoiden, Eng-
zrüstigkeit, Mitzkrankheit, Flechten ⁊c.
owie alle Krantheiten, die don ver
dorbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der „Lebenswecker“ be
fördert die Verdauung, reizt den Ap·
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körber, er ist beson⸗
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Fla'che zu J fl. 10 kr.
20 Sgr. bei P. Zepp in S—

Inabert.

— 323S
hei
We”ter Jung.

3 fleißige Gesellen
erhalten bei autem Lohn sofort Condition
bei

Bihn, Schreinermeister
in St. Inabert.

1—.
Ein guter ordentlicher Bursche, welcher
mit Pferden umzugehen weiß, als Kucscher
zefucht. Guter Lodn und dauerhafte Be
chaftigung.
Näheres bei der Exped. d. Bl.

ran“—,urter Börse

vom 1. August 1878.
Breußische Friedrichsbor 957 68
Bistolen83840
dolländische 10 fli⸗Stückee —X
HDucaten.75. 3 30-32
eee 2277 2
knglij ouverei 17 *
aeeg tgian⸗ W i 241.- 26.

—

Fin Holz⸗Schaft
mit Gefächer und Schubladen, für eine
?ndeneinriclung fleht zu vertaufen. Näheres
hei Schneider Schwnan
— —

—— —
—XX

Drud und Verlag von FX. Demer in St Inabert.
        <pb n="481" />
        — 2233 2852
322 — 22385 —85242* 33538 533 A
—3 — —5— * 3 5*228* 5S3 7 8
52*2 * *5E62 — 25 7 28 2 5S
—55 15 2846 * 522 * 32.
— 2 — — IT ZAE — — 5
— —— 27 2 — 32327 — 2 — —
58*— *283* ———— 232225* 552 *
42225 —I 5 7* 8
27.5335 — E8 —
6 —V E7 5 cz * 4*2 — —* 5*5 2
—3 3 32 23 35858
553 74 z21335* z222 — 22355 523 25255
—A —— — z23 * X — 253
285 — —353532* 5*528 75228 322 53 653 *
——— — —5—282 2* — 5 2 2 3. ã 2 — 7
35 2 — 1227228222 * * * —5 * 19* *ð —A
— — —235c*5 2 5393 — * J —z 554 — — — 5* *
—— 3 —33353—— 57238 25385828*8538
—8* 65 — — * 752 *
3 3 —
—535 *5* —222 cẽ 88 5282 2 * 223 — —— 54 8
B2 — E 8 25 —— — 2 2 8
8 3 33—3 532335 258* 35*325
* — * 7 * — * 52 —W— 24 S* 8 —
— 2 * — 8 2 —A —E * * 22* 2* 225 —— — 53225525
325 — —— 35235555
353 55572 — —3338 5335 535
2 8* 8
——35355—3535* 253 ;z 5.S — B55 E35—— 2—5 5 3723558
——— 8358335— 22E38 —— 73527 — —8 —A— ——
*— — 2523 .. 65E —— ————— — 5323203
2 2 2* 2 5 — E 222*55 — — —
— —* 2 60 252260 —A 52 —A 8 — — 82
38 533 55 3 85—
— 8 22525225 —3 — 5*22— —A — —— 28 —8— 5 — 32 8
—2 * — 2 * **55 —A — * 58* 2.5. 2* W
532.28 —2c7—3735 8 S 45823 85 8366
—2
25 4 — « — 2 *
2 z2
53 5 *3 — 2 8235388
25 z32 — — —M 2— —
— — 223 * 24 — —3 28
5e 385 558— 58388 72
5c H5 8 3 233— 58 —32
35 23 —z 8—583335 7 285
5383 75 —5 2— 1555838*533
5337 5533 55753 82253557 355
55 255 5583 — 2532 245—524
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55 23535335 5823 2328333835 283 Ass 2353352333
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T. 2233* 2 A82823 235355 203222
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925 ⸗8 — 3233333 2* 3 * ⸗27 2287 5382
»,5238285 957 — 25 2353 53533738
— — —24
28*83 5* 252235352573 —855338* 23*5 332383
—V 253 533. 3258 5—553 35 553557 2
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0633*3 2578 23222 * 57 22342 2888 588 5
1827 — ——— 252353 58232 *—257 5222 2 538* *
3 s 338—736 2833 z25
5**328, 5*532 —A 2232 255 2
/ 5223 5532723 225. 283——5382 232** —2583 5
57373833333 3222 238 235333885* 32. 838 s38 *
83 25 2 23 5 25 — — 7 S—2. — * 82* —
2 5538* 22 3 22255538* 52 5
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—— 7 22 22 2*22 28 —22 *
— * 2 255* —— — 57 *«838338
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— — * S. * 1 * — 8 2*
2* 2 ——
2 * ——3 ——ãA 235 73 12

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22 23 7253 52332333 22 3 —A
* 382. 52 5342 232 252 3 3 2.5
2 — ——— 23 8 * 275 2 * 2022.3
—J——— 253 533833353323258 5335353 5
2553 585855 2 . . —* 563 * —
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8* 2. 925 —8 *
32232—288320 53223333833 2528*
2 *32 53 —3— 2272 222 233223325 2
5332 — —3333322 52352 — 352.2
*53* 523223—33 ——
5233383333552828 283323822223322
— 333385—35
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33 2ẽ3., 25 32 3523 3 — *5—33553223775
835553853522.235 53 — 33333838 2*
— — 22 7 3 3 *
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233 736 35853533
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ut Bl. —XX arrker Aniel gei (und das mit dem dauplblatte verbundene Unterhaltungeblatt. it der Dienstans⸗ —XR und Sonniag⸗
ummer erscheint wöchentlich vi er mun lruDiien s04. D oanner stag, Samstaa und Sonmrtag. Adonnementspreis vierteliäahrig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit * Krir. die dreispaltige Zeile Blattschriit oder deren Raum berechnet. 3

— — — — — — ——77—
4 120 34 Dienstag, den 8. Augusttt 41873
.
Dersches Neich⸗·

Manchen, 81.5 Jui Die Prüfung der,heurigen Konskri-
itten bezüglich des Schullennmnisse hat iolgendes Resuitat ergeben;
on 18,510 Mapn, hatten 1388 oder 7,8 pCt. einen genügenden
dalunterricht nicht gehossen. Auf die einzelnen Provinzen ver⸗
elen sich diese nach Prozenten: Pfalz 13,6.! Oberpfalz 11,8
ederbahern 8B, Obeifranken 6,2, Oberbayern 6,1, Unterftanken
3, Schwaben 3,0 und Mittelfranken 2,6 Prozente.

Maänqhen, 2. August. Die nach Zjähriger Abwesenheit in
ce Garnisonen eingerückten Truppen der aus Frankreich zurück⸗
dehtien 2. bayer, Division sind überall mit größtem Jilbel fest
ch einpfangen worden. Der Inhaber des 10. Infanterieregiments
inz Ludwig, führte dasselbes in Person in die Festung —F
Aßtadt. 78 * 25 5. 84* — ce 9

gd'o sen, 3 Aungufi.⸗ Erzbischof Ledochämenn ist JumS
ugust vor die Criminalabtheilung des Krelsgerichts geladen zur
aniwortlichen Bernehmung über seine nach Publikation der Kir-
engesetze vollzogene Versetzung des Geistlichen Arndt nach Filehne.

Fraukreich.. 4

Bar⸗is/ 2. August. „Paris Zournal“ schreibt: Angesichts
er ernsten Lage Spaniens sind Befehle nach Rochefort und Touion
cgangen, drei Korvetten nach der spanischen Küste zu entsenden;
as Mittelmeergeschwader fei gleichzeitig angewiesen, sich zum Aus—
uufen bereit zu halten. T 3

Et sollen Maßregeln gegen die Freimaurer ergriffen werden.
die Reglerung hat deßhalb an die Prafecten, folgende Fragen ge.
ailt: 1) Wie viele Mitglieder hat die Loge 22) Wiel heißen die-
ben? 3) An welchem Tage versammelt sie sich 44) Hat die Loge
ne geseßliche Etmochtlgung F 6* — **

Nanch, 1. August. Vor der Räumungeder;⸗Siadt hielt —
neral Manteuffel auf. dem Stanislausplatz, Morgens 6 Uhr, (Die Preisedertheilung' beim pfälsischen Landgestüt im Jahre
— lber Are ab. Nach deren Abzug war großer 1873 beir.)
suhel unter der VBebölterung. Die Glocken wurden geläutet, NHams 3038 5
jahnen ausgestedt und Hochs auf Thiers .und die Republik ge— Im Namen Seiner Majestät des Königs.
zacht.r Abends ·war großer Zapfenstreich, welcher von den Pom-Die Preisevertheilung an die Eigenthümer der schönsten in
ens unter zahloser Betheilizung und Wiederbolung der, Kundçce⸗ der Pfalz gezögenen,sowie zur Rachzucht verwendeten Pferde wird
ungen ausgefihhrt wurd. für das laufende Jahr Sonntag den 21. September J. J., Vor⸗

Italien. . mittags 11 Uhr; ar“Gestütshose zu Zweibrüden statifinden.

Rom, 295 Juli. Die Ernteberichte, wolche aus Ober - Die Musierung und Auswwahl der zur Concurrenz gebrachten
d Mittelitaben im Ministerium für Handel. “Industrie und Pferde wird am voörhergehenden Tage, Samstag den 20. Sep⸗
nthau einlaufen, sind sehr befriedigend. Aus den Südprovinzen Linber nächsthin, durch die hiezu ernaunte Commssion vorgenom⸗
Berichte noch, man erwartet sie e men werden.

t Ende' des laufenden Monats. Nach Privatnachrichten soll aber is⸗ für 44, 355*i02æ ES
— 1. 10 Preise für 4 iꝛidhrige Stuten, welche das erstemal
—* J b 5 —— trächtig gehen.
Spanuien. * J iceit 43

Madeid, 31. Juli., Ein Telegramsi aus Sevilla bestätigt 8 wpes b. Preis zu 50 fl.
Nachricht der Brandiegung öffentlicher Gebaude durch Jusur- 35 — 90 fle
Jen vermitlelst · Petroleum. — Tie Injurgenten in Carthagena 5* 38 fl.
seg die Fregatte Mendez Nunez und den Kriegsdampfer Fer · 30 fl.
ndo auc, um Truppen nach Valenaa zu bringen. — Bei. der 10. —
cießung von Almeria ist. das Haus g deutschen. Consuls —V—— z* s 580 fl
w det aufgezogenen Flagge gerfört worden. Die Behörden II. 10 Preise für Stuten, welche früher schon einen Preis
Vlicante erbaten Verstärlung, 5232535 erhielten und mit einem Fohlen vorgeführt werden.

adrs de2.August. diehrere Stroßen Sevillas wurden grae a 60 sJ. I.6. Preis zu 30 fl.
dem Einmarsch der Truppen geplünder! Valencia befindet 337 5 50 .33 2228 fl.
naschein der SGewalt der Insurgenten Granadae hat seine A— —*8 20 si.
begabe angeboten, Mehrere Keieceschiffe werden heute aus der 74 4 333
hanna erwartel. 47 412 31 363 85 fl. 10. 13 fl.
audar zugne n/ 2.Auguft.“ Das Gerücht, die Filiale der 7 —777
abe b —e— von den Aufruhrern geplünder 11.1 preise für Stutfohlen. —
al Ne Teutiche Fregaie. Friedtih Karle. hat sih zum zweiten. 4. Preis zu J J— —. Preis zu 3 fl.
* Insurgentenschifje5 geinocht, dießmat nach vorheriger Vet ßc·. — 2 F. — 7 sl.·
—8 mit den Commandanten des englischen und französischen 3. W D——— 7 fl.
dwaders, Aus, Catthagena waren zwei. Insurgenlenscheffe, 7 —

doria ande diemansa?. ausgelaufen mit dein General Con⸗ . — 2 M
inb anderen Fahrern der Insurgenlen an Bord; diese zͤ.
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        Preis »0 4.
1 9 40 fl. 8
3. 80 s. — 1056 fl.
7. Für Weitpreise im Betrage von 5 bis 10fl. nach dem
Ermessen der Commission, sowie für Medäaillen 103 f.
Summa oller Preise 1500 si.
Medaillen, Ehrendiplome und Fahnen werden auch an solche
pfalzijche Pferdezüch ter vertheilt werden, welche durch ihre vorge⸗
führten Pferde bewiesen haben, daß sie sich die Pferdezucht beson ⸗
ders angelegen sein lassen.
Fur die Bewerber sind nachstehende Bedingungen festgesetzt
a) die Mutiterstuten müssen von Haupt- und Erbfehlernfrei
gut gehalten sein, don Beschälern des Landgestütes träch
tig gehen und das vierte Jahr bereits zurückgelegt haben

441 )yJle cdunen concurrerent, weiqt von
gen des Landgestütes abstammen. Hierbei wird wesonden
emetkt, daß Stut und Hengstfohlen vor zurücheicg
weiten Lebensjahre nicht zur Preisbewerbiing zugelass
werden.z z;
von den zur Concurrenz bestimmten Pferden muß Aohs
wiesen werden, daß sie ansässigen Personen der V
angehörea, was durch ein Zeugniß des belreffenden —
germeisteramtes bei der Expert ˖n Commiffion nachzuwei

Speyer den 28. Juli 1873.
stoöniglich Bayerische Regierung der Pfalz,
Kammer des Innern 65.
v. Braun. —3231

2

5 * 242
Zu verkaufen oder zu ) Civilstand
vermiethen. iidder Stadt Et. Ingbert pro Morr
Eine in St. Avold (othringen) Juli 15375.
iegene Restauratom nebst Garten ... Seboren wurden z
Didshan und 55— vis· àvis 8 n ——
ajerne, schaftsverand des B i T. —RXR
ιι ⸗ rderuus Zeeder deinrich 5. v. Joseph —.X
Rudolph FJranck 3. Johann S. v. Johan Gries. — yinhdin
l T. v. ttm —
St. Avold. v. 55— der d
TEAAAy;, 757— — —3- —— — ¶. Catharina T. v. Rikolaus Weiland. — Gem
3 2424 34 S. v. Joh. Joseph Vastian. — 6(6
Preisevertheilung in der Lateinschule betrt. ,,
Zu der am nächsten Mittwoch, den 6. 1l. M., Nachmittags 3 Uhr im 5. — E&amp; * hheter Fegen.— Lenet
Saale des Herrn Oberhauser stattfindenden Preisevertheilung der Latein. 8 α
schule werden die Eltern und Freunde der Jugend geziemendst eingeladen. Jah — eed rhene Ipe cpe
tesberichte und Festprogramme werden daselbst ausgetheilt werden. ax vu m — 77
4 3228 2* 22 J Peter E. v. Peter
ES Ingdert.i. Auau 187.
2 33* —F — .. 4. Agat v. Peter . .
e Der. Fonigliche SEubreltor 6. X T. v. Peter — — —
Maximilian St reuber. 3. Anae e see zen
——— — — — — 8. Raria v. 5 Schmitt. — Carl6.
C —S ꝓp *4 s . Fram Kastel.
Landwirkhschaftliches FJest in Zweibrüchen
7. am 2. und 21. Septeinber 182858. , iee i J
Preisevertheilung des kgl. Landgeftüts, Pferde NRennen —6 ————
2). September Pachmittags 3 Udr auf dem Exerzirplatzz; Verloosung von Pferden Raria T. v. Georg Jung
und 8 —B8 — * th zu g6 ir. en Kros 23. Peitr .Icnr d wamet
eit 1000 Rabatt, zu beziehen durch das Bantgeschaäft von Henigst und Serold in Nil
Sihr ad een. Samst s 3 Nachminags Neumion auf Tivoli, Abends s uhr 3* r
dall im dZweibrlicker· Hof“. ——0 27. Auna T.v. Georg Klein
Auf den Pfälzischen Bahnen 30 06 Fabrte s· ñigung für 28. Marie T. v. Philpp Volderin. Alois k
die Festbesucher am 20. und 21. September 80. Johan. ————— p.—
Sestorben sudꝛ
2. Anton, 8 M. alt, S. v. Anton Ganfietf.
3. Catharina Muller, 84 J. alt, Witwe ven
geier Buchheit. ⸗. Chathating del
74 J. alt, Etzefrau v. Jalob Pflegei.
6. Anna Feichtner, 44 J. alt, Wittwe pon de⸗
— seph Stol. ..4
9. Elisabeiha Dier, 28 3. alt, Ehefe. v. Jeh
—28 rs F v
b. v. F, VDamenfenilleton.“ Emancipanon : 2 Iglod Stegner. T. Halot, 28
durch Arbeit.“ Ein Kapitel übe df * ß ult. S. b. Jakoh Schmitt. Tex
bon Dr. H. — — 18. 2 S. au, Ebest. * M
Alerlen. geinnnd —oshes Sr is. Maria Nin en s J. Lit, Wuee vi
— ð⸗ — 3 — — A n —— —
—, Zur Geschichte der kunstlichen e de 33.. 18—
Axc. — Alu eree uree 8 * is8. Naria g 2 ,
Wiener Weltansstellung.“ Origingizeihhh dry —8 —* att en
—B ————
— ————
Ae F sischeu Chiwa· Ex —*8* d M all. 48.
ie Berge.. — . .36 3. atlwẽ v. ben
e e wine te uhn
uchhandlungen und Post⸗Anfialien fur den ii — v. SGodhi
maßigen Preis von 15 Sar. Ieaht 2. Dei r ðhend v
ʒ rsorter Vorß — 27. Kewlin Saerer 30 J. alt, Ehefran
rankfurt?r Börse S Sret
alt, GS. v». Salomvon
n e e dr gemina Z Natn S *
eußi iedrichs 7238 Verehelicht haben 2
Pned⸗ driedrics 7 3. Franz 6 mit ea α
Zollandische 10 fl.⸗Se⸗ 58234 0. Franm Adoiph Edrich min äleonore Rite
— Shau Wy *— St. Ingbert, den 2. August 1078.
29Franes⸗ẽ 4 1 — 1 J — ur
kuglische Souvereigns 46-48 Der Cvilstandsbeam
e Iggeisn ... 225—2266 Ghandon.

Bekanntmachungen.
Rürgerhülfsverein.
Zamstag den 9. August 1878,
Abends 8 Uhr,
Generalversammlung
im Vereins⸗Lokale,
Aufnahme neuer Mitglieder betreffend.
Der Vorstand.

F. X. Demeß. verantwortlicher Redacteur.

—al-ιr tut.
Iandelsscehaule. Vorbereftungs-Anatalt für den einjãhrigen Mili-
Ardienst ron 189 Candidaten sind 151 bestanden), fur die Post (ũber 50 bestan-
len) ete. — Fenaionat mit strenger Disciplin: dieses dchuljahr waren dort
0 Fensionüure, von 12 Hauslehrern unterriehtet und überwacht. —
Dαus durch die Directiorn in Bruchsal (PB2B.
Es wird. beabsichtigt, der
Besellschaft „„Fichelia“
den, von ihr gegebenen
Ball zurückzugebllen..
Zur Besprechung dieser Sache werden
alle, die eingeladen waren, ersucht, naͤchsten
Dienstag den 5. ds. Mts.,
Abends 8 Uhr,
hei Herrn Soeiter au erscheienn.
Das Neue Blatt 1873.
Nr, 46 ist soeben eingetroffen und enthält:
„Die neue oa Von Wilkile
Follins. —j,Von der Wiener Weltansstel⸗
luug- ODriginalberichte des Neuen Blattes. XIV.
Am Botporus.“ Von Wilhelm Rullmann. —
Unser vcrr Registrator.“ Ein Charakterbild
zon Katl Chop. — Noch einmal Chiwa.“
Mit Jlinstration.) — „Aerztliches Sprech
simmer.“ „Das asigtische Gespenst.“ Von Dr
Rehher. — „Ein Hofconcert unter An⸗
uit dom Starken.“ Von E. Vely. —, Der
* Criminalgeschichte von Erneßine
Redaktion, Druck und Verlag dbon FeX. Demes in St. Imbert.
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        — 222222
— — RX 24
3383 373553353* 858353 2335583123253
8 5 3 S 2323z6 — — 22222—
— 5282 — —X z—5z35645*23 53358 —A—
6 57* E 80 — —A— z325
— 2. 322232 —A — 2 522 252. ———— * s5— 332
28 — 5 2 52338 8 —225 —A * — S *
523* —A 53392ꝰ 252558 —— — 24252
5585 7553332! 3 523 323535573333 ——
222— * s852223 5235275 553855333333555 E8—2383222329
9 22 bä * 6*
z55 33 3— 2 3333883
z53 —z22335355322328 z58 —233333575. 2775 2833 5238*
357 3318 —— 355575*
* — — K 757 —— —— 25 —A— —
2 2 — 522272— c — 2*5 * —5 3 * 2533*
8 22 x 22 T — — — 22 2
322 „I1535525333355* *523 5325558 —* 51 553 32837232
58 78383 23332557 3357 zs 37 3335
— 22 —— ——2 2 — —M — — —r! —— 3 7— —
224 433*85355*8* 552 32523385383838 z28 22238532
5333 —3853633638 323 — 235—38 333 ——38353352*
355 — 22 — 582558333383— 25—Z42 — J 52337
— * — 3538 7 3
* 2 22 — 57 I —— —S8 8 —c 2— * —
42 ME25— — — 52* 5535 238 —A — 2 3 5
3 e 35—38—33 33327555*8538 ——
2 3532 —— —38. — 5. 3375533323578 3237382 3 5 65
* — * ⸗ 38
383855—283 85523 ·335333355852323233 8 322——3338
55 A 255* —A 1153352 — 520658.*3 —A — 523 *8
537755252 533*6 2333555355 5325 5325532 —
A j 333333 3335 5333s5533352333358
23 5 — —3355333 55322— 5s5328373 —A
* 22.2. S 8 33 5528
— * 838— 332333852—
⸗ —8 — —— — ẽ —
— 23
55 827 4 3532235 22 12
— 76 1355—5 2535 5355332335333 222 — —— MäÆO —
257 253 3 333735 355233 323 353 32832228353243
5,232* 7 5 —3— 22335838 2335 33353583 523558 — 2133433
3333363 3 383 4
2 5 S28 2 2 255— 228 33233 S 2 28 —* 27
2 52355 2 2 25 5 —XR
238 5 235735533258 — —— 33583 *53343 D
3223 32*358 *58 —8 5233655 50 2 —9— 5323838 288
325* —— 8 353827 537c 5352*325 8 52555* 8 57 522
* —A 2 2. —A S — 5 532 2 * 238 555
s5227 *5333535* 528732 A 5533 5353338533, 7738
—A 5525— 1353325 — —— 5*355532 522 — — — 13333 38 *
75222* — — w2 — — 22 —A — m 3— 55585 7
3225 * * 2 . 8— 2 22
25 8 IBT.23— — 22 2 R 355835332238 — 2 55 523*
3033 3268383 588 5322782 523353
383* 33282383 s5335535325 —
* 2322 55 — — 52355382 * 532 2.* 2 2
7 — — * —AA———— 5 * ——— 2 22 —— A T
5222 35353— 25—8 22 55328* 2
——— 33833 73 38 32 254373?—2*
558 — 2 22 25 * 3
33353 7333225 33355357 383333
253— —2— 5 2 —W 23 2* 84 3.* * 2* ẽ 25
35833 ——23338 253*853 — ä 35832358 72 53338
—ãA 335533333723 S 525335533335 38 538387 257
5z3z28.8 55 35—32553326 s J s4288 223325—333—5585*
235 42332 72 55222232 —2 282 7 323578
558—33535225 58535* —— 33853 3533537 22
— 5252 55 533 — * —„—T
J— 5
2 8* 8* 2* — * 838 — *
*2 8E 33 33 *8 535233 z7535S5
* 53 5323—32333885 332353 32385333
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2——* — 225 3335385335*
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3535225 5. z383383 33353*
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223533325525 8 3253324 F
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35755 —282 s37555355 3 — —
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3333853 J 225285 8 2 2552 ——— —155 2
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2382 — 25182 5 235 733332—3 3 *
538333522 ** 38 338 13333768 —
25 2 3555*5383 2275543* —
*52 5283325353* —z3 3238 —A— 28
m»52222 3 2z5 — 255*2 —E 2
282 *35 I ABBGSES — 2——k—552 2
— — — — —— 533* ———
7535355 —— 58 3. 333—3333*
42* * —F— 7 * 22 — 3* 2 * 8 x
1533 822 * 2 —— — 22* 5z8235 5—53365
18 0 —— — 57 —5 3333 532858551 —— — 2332 52
25352335 358353——83528
— —2328 255 — —25558 2332272
22—2 3—325.557 2325353 —
— E—— 233 ——— 8335——3——38* 55235875
—— —A— 6 23223——2 S— 2—
2 —A — 2* 255558* 7 — 55* — — 3289 5
— 553322— 642224* 3333333 3333333—32
6 S ——— — J * 5 22
253 5236 2288B65603 3433
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        * 23
8322
8 * R 9
5 3. * — 28* * ä 3 3
353533 2 A— 35385 *
328* 3228 S —
2260 2 7 2 284 —2* 2. 2 — 55
253333 —5323833 ——— —— 5328 ——X
2 k2388 —— ä5.5. 35588 A 22
7 —5 2.7 558333322 Te 52ã * 5—25 2542
—A——— 2. 3332784 —E 5 A 327 2753 522382
8 7 5285223 2322 2583865 20 *3
3s2233 5225 53383258 * 32 233 —— 275. In
3353553 35532833
j — —5*338* 8 * * 3 * — — * 2. S158
12553232 —A 5232335 3 2* 33358
3.5 — —— 232553 22c X 285535
255 —*58 —A 533387 323355385355 *88 2
38 * — *8 15383 a5 2 ——
22* 5352.*58 2 * 2 æ 72 32 8 2 5 5 *
8 2 252 — 3 B*2 21 2 * J * —
J 1233333
7 — * * 37 2*257 — * 15 223.
5358 23 — 25383 — — 235253 — E ——
e 33 t3 25225
523 2 — — 7— 558 7 ã —28 * 2222
5 5333 E DB 33358* — * 7 * 23
—— 2254 —,732773 — — 527.2 8 225 23* V Q *
* 7 * * —— * — — 9 *
*8335883 3835 272578* F. 22.2. 33.
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225 ñ 385325 2.8328 22 —
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        ꝓI. J ngb erfer AAnzeiger.
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— 1542 —
der — — ter Anz ei er (und dat mil dem —XC verbundene uaterhaltungeblait, mit dx Dienstagzt⸗, Donnerstags- und Sonntaç⸗
Lunmererscheint wochentlich vieru al: Ditastag. Do aaex tag, Sam- tan und Sannatau- Aaonne nentsoreis vierteljahriq 42 Ktrit. ob r
12 Silberge. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattichriit oder deren Raum derechnet. J
14341. Auuus —7 ;
M 121.. Donuerstag, den 7. August 1873

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J— Deutsches Reich.. Hubert, im belgischen Luxemburg, ins Werlk gesetzt. Der Bischof
Aus Süddeutschland, 30. Juli, wird gemeldenz Im mit seinen Seminaristen; Pastoten und Caplänen voran, zogen
Iugust werden dicht an der Schweizer Grenze, in der Räthe des die Wallfahner zu mehreren Tausenden aus, um sich mit den
santons Aargau, große Mauöver dentscher Truppen stattfinden. ,belgischen Vrüdern“ im Gebete zu vereinigen! Und wozu dieses
das Ollupasionsterrain soll sith von Freibutg dis Basel und Gebet? Damit Gott die Feinde (9) des Papstes und seiner weht-
drrach erstrecken und es sind zu diesen militärischen Uebungen lichen Herrschaft (die Deutschen und die Italiener) von der Erde
e Garnifonen von Rastatt, Karlscuhe, Freiburg, Consianz.rc. vertilge und das fremme, walljahrtsfelige Fraukreich. d. b. seine
timmt worden. Wie man hört, wird diesen Mandverm auch Jesuilen zu Herren der Erde moche.
Kronprinz des deutschen Reiches be wohnen. —— Wisen, 4. August. Die officidse oͤsterreichische Cortespondenz
Salzburg. 4. August, Awiser Wilhelm ist um üz Uhr meldet, daß der Graf von Paris und der Prinz von Joinville
züdlich hier eingetroffen und mit lebhaften Kundgebungen em⸗ hier eingetroffenr und vom Kauer Franz Joseph empfongen
jmgen worden. Der deuische Boischafter Graf Schweiniz. der worden sind.5 —
hotschastsgrath von Toͤnhof und der Disitär⸗Atlache d. Finkensteii Wien, 4. August. Im großen Prunksaale des akademischen
jaren zur Begrüßung des Kaifers nach Passau gereist und bee Bymnasiums wurde heute der erste europäische Blindenkongreß (oder
eilelen Se. Majeslät im kaiserlichn Salonwagen. elmehr Kongreß der Vectreter von Blinden⸗Instituten) eröffuet.
Wilhelmshaven, 5.: Augaust. Ober⸗ Werfldireclor kin üͤberraschend zahlreiches Publikum von Mitgliedern, männlichen
zrzowisingky ist von hier abgesangen, um das Commando des ind weiblichen Gäst-n, darunter diele Binde, welche in öster ceichi⸗
eutschen Gschwaders in den spanischen Gewässern an Stellee des chen Instituen ihre Erziehung genossen, hatte sich zu dieser ersten
aa dort abberufenen Capitäns zur See, Werner, zu übernehmen. Zitzung eingefunden. Unter den Theilnehmern bemerlte man Fürst
Straßburg, 2. August. Gestfern und heute ging eine Fzartotystiaus Lemberg, Baron Koͤnigswarter, dessen Vater das
Ingahl hieüger Einwohner, wobei namenitlich das schöne Geschlecht Blindeninstitut auj der Hohen Warte erbaute, zahlreiche Lehrer und
att dertrelen war, nach Nanch ab, um dort dem Einzug der dehrerinnen- füc ⸗Blinde aus Oesterreich, DTeuischland. England,
ianzoͤsischen Truppen anzuwohnen. Der Abzug der Deuifschen ging Beigien, Italien, Spanien, Schweden, Dänemark, Rußland und
et am 2. Auguft Morgens in aller Rube, ohne jegliche Störung nus drei Staaten Amerilas. J
hor sich. — Auch Belfort ist am 2. von den Deutschen ganz ger Gastte in, 5. August. Der Deutsche Kaiser ist heute
dumt worden. . 2 Ibends hier eingetroffen und von den außerst zahlreich versam⸗
Straßburg, 5. Aug. Heuie ist die vorlezte Theilzahl- nelten Badegästen auf's herzlichste empfangen worden. Der
ug der französischen Kriegsentschädigung mit 116. Missionen in pRerrei hische Ministerpräsident Fürst Auerkperg, Grah Moltke und
dold, Silber und Wechsein hier eingetroffen. det rusfische General Graf Adlerderg empfingen den Kaiser auf
Ndon, 4. Aug. Gestern Miltag um 12 Ußdhr trafen per der Schloßtreppen Der Ort ist beflaggt. 7
zrtrazug weitere 32 Millionen Francs der franzoͤsischen Kriegg 3 Frankreich.—
alttibution hier ein und zwar waren davon 22 Miillionen in Gold — Ein in. Mezieres gelegener Offizier von der Occu⸗
ind 10 Millionen in Silber. . dationsarmee schreibt: „Unser Abmarsch fand am 23. Juli Mor⸗
Berlhin. 2. Aug. Angrsichts des auffallend tasch sich voll · gens 512 Uhr statt. Die ganze Garnison sammelte sich im Brücken⸗
chenden Waffenetablissements in Frankreich hat es das pteußische lopf Champagne. Mit klingendem Spiele zogen wir aus. Mein
driegenunister sum für geboten erachtet, die roberlen sramzoͤsischen Zug bildete die Nachhut; auf diese Weise kam ich zu der Ehre,
hassepotgewehre so schnell als möglich in kriegstüchtigen Zustand der „lehzte Deuische“ zu sein, der Mezieres verließ. Dadurch hatte
chen zu iassen, zumal · die vollstandige Ausrüftung der Armee mit · ich Gelegenheit zu sehen / wie nach und nach die Häuser beflaggt
n neuen Maufergeweht erft zu Ende des Jahres 1875, wird wurden und. zu. höten, wie sich das Volk über unseren Abzug
ollendet sein kͤnnen. i reule. Wenn'wir an Lenten porüberkamen, verhielten sie ch
Berrün. A. August. Der soeben beginnende Monat darf cuhig; kaum waren wir vorüber, so begann ein verwortenes —8
in die Angelegenheiten des Reiches wie Preußens als ein Zeit⸗ nurmel, aus dem man öftes das Wort Revanche“ hötte. Als
unlt der Vorbereitungen für jene umfassenderen? Gesetzgebungsath dir vor der Stadt waren, stürzle „Alles auf den Wall, um uns
riten angesehen werden, welche in der zweiten Häifte des Sep⸗ unverstandliche Worte — wahrscheinlich A
mber als Material fur Reichs“— und Landtag in Angriff genom- zu lonnen. Die Landbewohner hingegen fehen so gleichgiltig drein⸗
nen werden. Die Frage über einen nochmaligen ZuͤsammentrittAs wenn sie die ganze Sache nichts angehe; doch rief mich einer
* Reichstages vor Ablauf der jetzigen Legislaturperiode befinden ragend an: Nixe revenir!“ Ich antwortete ihm: Vielleicht
qgenau in demselben Stadium wie bei dem Schlusse des letzteren; och .“ Er „Dietmal kommen wir“ und lachte äußetst vergnügt.
uhenbliclich sprechen noch eben so viele Stimmen und Gründe zch: „Wohlan, kommt nur! Ihr follt uns willkommen sein, wie
cür wie dagegen, die in Abwickelung begriffenen“ Arbeiten des as ketztemal.“ Hierauf schüttelte er ärgerlich den Kopf. Am
michsfangleramtes, welche sich auf den Wiederzusammentritt des ersten Tage (bis Sedan)- hotten wir angeheuere Hitze und litten
undetralhes beziehen, werden wohl das Hauptargument für die sehr darunter. An⸗den folgenden Tagen marschirten wir aber so
zithcheidung bringen. Eine Herbstfession des Bundestathes aber ruh as, daß wir schon um 914, Uhr ‘das Oaartick erreichten.
mit Sicherheit zu erwarten, schon wegen der Reichsluftizgesetze, Anser Marsch war recht interessaut: Beim Passiren der deutschen
adiren Inangriffnahme die Vorbereitungen nahezu abgeschlossen Brenze war ungeheuerer Jubel bei unseren Leuten. Unsere letz!e
id. Mag wird nn der Civilprozeßordnung vorausfichtiich be- Rasl hielten wicß auf dem Schlachtfelde don St. Privat. Am 81.
anen. Das Referat hierüber war bekanntlich dem bayerischen Juli kamen wir nach Metz und fuhren dann per Eisenbahn.
isizminister Dr. Fäustle Uberkragen und kurz vor dem Schlusse Wiheane (Cand. A.)
t Reichstagssession bereits zum Abschluß gelangt, der letztere Italien. I
z den Gegenstand dertagen. V——— Rom, 3. August. Der Klerus verschiedener Provinzen setzt
Aus Luxemburg wird gemeldet, daß dort aufs Neue dem Veibot det Processionen eine verschiedene Opposition entgegen.
Gunsten Frankreichs gewühlt werde. Mit dem Worse „Neu⸗ Man hoört von verichiedenen Orten, daß Pilgerzüge von der Po⸗
citat· im Munde, läßt das „Wort“ und dessen Wiederkäuerin, lizti angehalten und gewaltsam aufgelöst“ werden mußten. Die
it, Independance Luxeinbourgeoise“, nicht ab, wider Deutschland Regieruͤge hat den Prafecten nochmals strengste Einhaltung der
u wühlen und zu hehen, insgeheim und öffentlich. Noch neuuich eßten Verhaltumgémaßregelu · eingeschärftez.“ sie will nicht dulden,
urde vom Bischof in Einverständniß - und im Verein mit den »aß durch keligivse Freischanrenzuge die Cholera in alle Theile
Agischen Bischoͤfen (lies Jesuiten!) cine große Walljahrt nach St. Italiens v.rschl ppot wird. — In Abwesenheit des franzdsischen
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        Gesandten Fournier wurde sein College im Vatikan, Corcelles, 8. M. den Koͤnigz welche demnächtt dem k. Regierunddhrasidenten
mit der Führung der diploßatischen Geschäfte beauftragt. Es ist! durch eine Deprlation Ubergeren werden soll. 7
das ein Fall ohne Antecedentien, der vielfache Schwierigkeiten her · 7 Wie der „Schw. M.“ mittheilt, habe sich die vsm Eisen.
porrufen dürfte. Es wird bestimmt versichert, dat gon Carbenck dahngefellschuft für Weiterführung der Linie Gereteheie
Antonelli ein Rundschreiben an alle Mächte gerightet worden sti. Zweibrüden — Laußirchen nach Saaxgemünd ausgesprochen / wo.
worin gegen das Wallfahrtsverbot energisch protestirt wird. mit auch das Reichslanzleramt sich einverstanden erklärse, wenn
Spanien. von Lautzirchen ein direkter Anschluß an einen östlich von Saet
Madrid, 5. August. Die Insurgenten von Cadix sind brücken gelegenen Punlt der Linie Hagenau— Beninger. hegg.
gänzlich demoralisirt. Dieselben verhafteten gestern mehrere reiche ledt werde. J *
ie um das Loͤsegeld zu erpressen. Die Artillerie verließ An der Univberfität Freibu rgui. Br. hat fich. um
zarauf oie Insurgenten. Die Junta leglte die Gewalt in die einem dringenden Bedürfniß abzuhelfen, eine ultramontane Studen.
Hände des Cosularcorps nieder, welches Rances zum Praͤsidenten lenverbindung unter dem Namen Hercynia“ gebildet.
der provisorischen Junta ernannte. Rances zeigte der Madridet Bonn, 1. August. Wie die „B. Z3.“ dernimmt iß
Regzierung an, daß er den Posten nur annehme, um zu verhindern, sestern ein Falschmünzer mit seinen Apparaten von der diesfeinigen
daß ausländische Schiffe Truppen an das Land setzen. General Polizei entdeckt und festgenommen worden. Diese Falschmünzer
Pavia hält heute Nachmitlag seinen Einmarsch in Cadix. — Die »eschäftigte sich mit der Anfertizung falscher preußischer Tha.
Insurgenten in Valencia erschossen die Mitglieder der Junta, welch⸗ erftücke.
don Uebergabe sprachen. f In Stepeni tz GPommeen) führte in diesen Tagen ein
— Ueber die Einnahme von Sevilla und die Schandthaben, wandernde Schauspielgeseüsschaft die „Jungfrau von Orleanm auf;
welche die Aufrührer noch in den letzten Augenbliden des Kampfes die Vorstellung lonnte jedoch nicht zu Ende geführt werden, wel
derübt haben, berichtet ein Telegramm, welches det Minister des die Danie, weiche die Rolle der Jungfrau gab, pidhlich iun
Immera in der Kammer verlas: „Gestern (29.) war ein Tag uungen muntern Weltbürger das Dasein gaß.
der Trauer, ganze Häuserviertel bronnten in Pettoleumflammen. Der Aladderadaisch schreibt: „Die Nachricht, daß der doter
Alles j tzt borüber. Der Gouverneur hat Besitz ergruffen. Einige reichische Cultusmühler, Ht. Stremahr, enmwweder dbereits selig g.⸗
dauser warden von den Rebellen geplündert. Der Alcazar, das prochen worden sei oder in nächster Zeit canonisirt werden soũe,
Tonsulat und die Kathedrale haben nicht gelittn.“ Ein anderes »estätigt sich nicht. Die Jesuilen haben im Gegentheil das groͤßie
Telegramm meldet: „Die Brände find gelöscht. Den Rebellen Interesse, zu wünschen, daß er noch lange nicht zu den Seligen
wurden 70 Kanonen abgenommen. General Paviahielt einen jehöre, fie haben ihn jedoch in Anerkennung seiner Verdient
Nnänzenden Einzug an der Spitze der Truppen, von dem Volke sum Fürbitter in höheren Regionen nrnanni.“
jubelnd begrüßt.“ In den Cortes gab sich die größte Erbittetung f.London, 2. August. Der von London nach Schot tland
gegen die Brandstifter und zumal gegen den Generat Pierad, den jeute abgelassene Expreßzug ist in det Nähe von Wigan verun—
leider entkommenen Rädelsführer, kund. Selbst ein Mitgleb der Jückt. Es gab 10 Todte und 80 mehr oder weniher schwe
zußersten Linlen, der Abgeordnete Payela, machte seinen Gefühlen Zerletzte.
in der harakicristischen Aufforderung Luft, es möge doch Jemand F Der Shah theilte in Turin nicht weniger als 150 Deb⸗
aufstehen, den General Pierrad zu dertheidizen, damit er dem ationen aus, namentlich an Alle, welche Tags zuvor mit ihm an
Flenden die Zunge ausreiße, der Gallatasel gesesfen waren. Auf jeiner Reise don Tutin übn
Salzburg nach Wien scheint et besonders guter Lanne gewesen su
jein, wenigstens wird aus Träunftem, das er am 29. d. passiti
jet Weilt verkündet, daß er sich dort gnädig der versammellen
Nenschenme: ge am herabgelasselien Salonwagenfenster zeigte, vrh
inem Badegaste einen Strauß herrlicher Alpenblumen umd del
inem haüsirenden Landkrämer eine hölzerne grodgesnitzte Tabab
AFeife als Audenken annahm' und letzteres Präsent sofort huldvol
in den Mund sieckte.
7 Eine gtößerd Anzahl Meteore witrd der Monat Augssst en
nehreren Abenden beobachten lassen, und zwar find es zihei der
chiedene A pochen in diesem Monat, in welchem man' bedeutende
Sternschnuppenfälle zu erwarten hat. Dee eine ist die belandue
jom 8. bis 12*, die andere fälll in die Nächte vom 13 bis 21.
Auqust.“

Deer mni schte.

Speyer. Aus den der Kreisregierung vom Landrathe
hetzufs Abordnuͤng von Lehtern Dder Gewerbs Und Boltsschulen
sür Wiener Weltaäusfi-lüng überwiesennen Mitlelne warden nachde⸗
sichnete Lehrer der Volksschule mit Stipendien bedacht: Garinet
in Igaelheim, Büchle in Zweibrücken, Hendel in Neustadt Linig
in Hinterweidenthal, Märdian in Knittelsheim, Rödel in Dierbach
und Roth in Kaiserslautern. Denfelben wurde hiebel die Auflage
zemacht, über speciell bezeichnele Theile aus dem Gebiete des
Volksschulwesens r: referiren. Auch vier Profefsoren der Judustrie⸗
schule Kaiserslausern (Rektor Dr. Necknagel, Laval, Rhien und Dr.
Wolpert) haben Reisestipendien von je 200 fl. erhalten.
7 In Wolfstein tagten am 4. Äugust die derschiedenen Comites
für Erbauung der Lauter⸗ und Glanbahn. Man einigte fich, nach
het „Pf. V.“, zu einet dos Vrolelt empfeblenden Vorstellung an

— 3 3
A. A De— a. verantwortlichet Nedacieur. J
WBekauntmachungen. JGeschäfts-Empfehlung.
Bekauntmachungen Sesueh empfiehlt pf Ju uge
und auswärtigen Publikum im 5
Putz⸗, Woll⸗ und Seiden⸗
wascherei⸗-Geschäft
anter Zusicherung prompter uñd reeller Be-
dienung. 3 —
Wohnung auf dem großen Flur, vis-a- vis
der Kesselfabril.

dreihge — si. — tr. Hajer 5 fl. 833h
Mischftucht — fl. — tr. Erbsen — I
— tr. Wicken — fl. — kr. Nartoffel
— fl. — it. Bohnen — fl. —6
Kleesamen — fl. — kr. — Weißbeol
3 Pfund — kr. Kornbrod 6 Pfd. 209 k
4 Pfo. 20 tr. 2 Pfd. 10 kr. Gemisch
brod 6 Pfd. — kr. Das Paar Weck W
Vr. 2 kr. Odhsenfleisch per Pfd. — r
ühfleisch 1. Quat. 20 tr. 2. Qul
18 ir. Kalbfleisch 16 kr. Hommelfleit
20 ir. Schweinefleisch 22 ir Dut
per Pfund 86 kr

v

Bürgerhülfsverein.

Samstag den 2. August 1873,
Abends 8 Uhr,
Generalversammlung
im Vereins⸗Lokale,
Aufnahme neuer Mitglieder betreffend.

XXX Mar and

Sehuster.

derlarei Ein Stück

erloren von einer gol⸗

rlo denen Uhrlette

ist am Sonntag Abend vom

Caffee Seiter bis Pfarr⸗

gasse verlvren gegangen. Der

redliche Finder wolle dieselbe

gegen B lohnung in der Expedition d. Bl.
baeben.

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Fid eli a.“
Zaun stag den 9. d., Abends 9 uhe
GeneralVBersammlung
ini Vereims-Lokale.
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Bei Untorseichnetem kann ein
guter Heitzer
ioaleich eintreien.“ Wochenlohn 8 Thaler.
u Ac . FrII.

Faiferslautern, 5. ANugust. (Iruhl
Mittelpreis Weizen —-fl. — ki. Kor
s fl. 8 tr. Spelzkteen — fl. ⸗25
Zpelz 6 fl. 1utr. gerste 8 fl. 4 b
—R 5 fl. 42 tt. Erbsen — il7 t
Wicken — fl. — ke. Linsen — fl. —6
leesamen — fl — . —Kornbeh
s Pfd. 80 ktr. Gemischtbrod 3 Pfd. —
Weißbrod 2 Pfd. — ir. Bvutter per hio
38 40 krt. Eier 1 Stück 2ir. ger
offein per Itr. 1 II. ir., neue Her
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Aleehen — fl. r. Strod 11f1. 10 p

Frucht⸗,, Brod⸗, Fleisch⸗ x. Preise
der Stadt Homburg vom 6. August.
Weizen 9 fl. 1kr.Korn 5fl. 39 kr
pelzlern — fl. — ir. Spelz 4 fl.
55 ktr. Gerste, Zreihige — A. — kr.

NReraktion. Druck und Verlag von J X. Demes in St. Ingbert.
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        252 85 55
z33 368 535355
555— 363 53533 5
3 85552 555
522 5353335 3355
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57323535 5552308 25332
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        5 . J ngberler Acnzeiger.

St. Inu beroe eyriger fund das mißl dem Haublblatte verbundene Äterhaltungtblatt, mit der Diendtaze⸗, Donnerstagß⸗ und Sonntag,
ummer erscheint wöchentlich vieremal: Dienstag. Donner brag, Samstaag und Sonutaa. Aoonnementspreis vierteljährig 42 Krzt. oder
12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Kerzr. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Raum berechnet.

— — — — — — —— — — — —
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ß8 122. SEamstag, den 9. August F 187 3

— — — * ———— — tßr z i
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Deutsches Reich.

Speyer. 7. Arngust. Gestern hat sich hier ein „Krieger⸗
verein“ tonstituirt; derselbe zählt bereits 180 Mit lieder.

München, 5. August. Wie wir vernehmen, hat Se.
Jaj. der König den beschädigten Einwohmnern von Immenstadt
d. odo fl. aus dem ihm zur Verfügung gestellten Gewinnantheil
c München⸗ Nachener Feuerversicherungs; Gesellschaft zugewendet.

München, 5. Auguf. Prinz Otto hat dem zur Erin—
aung an die Schlacht bei Weißenburg im festlich beleuchteten
atten des Cafe National gestern Abends vom Musikcorps des
sen Infanterie⸗ Regiments ausgeführten großen Gchlacht ex-Concert
om Anfang bis zum Schluß, bis nach 11 Uhr Nachts, beigewohnt,
xhl die sicherste Widerlegung der neulichen Mittheilung, daß der
xinz neuerdings ertrantt sei.

Müunchen, 5. Aug. Der Entwurf für eine abermalige
chöhung der Beamtengehalte ist bereits festgesetzt. In demselben
der bisheriee Befoldungsbetrag von Gulden-auf je 2 Mark
stellt und die Einsührung von Wohnungsentschädigungsgeldern in
orschlag gebracht, um somit die Ungleichheit zwischen den Beamten
msilgen, die in Städten und jenen, die auf dem Lande wohnen.
diese Zulage wird eine Erhohung des Budgets um mehrere
underttausend Gulden nach sich ziehen.

NMänchen, 5. Aug, Nachdem in der Zeit vom 80. v.
d. bis heute 15 Erkrankungs- und 8 Todesfälle an der Cholera
ier konstatirt wurden, hat der Gesundheitsraih unserer Stadt in
uuliger Sitzung Anordnung jener Maßregeln für geboten erachtet,
elche jür den Ausbruch der Cholera vorgeschrieben sind. Dem⸗
mäß werden die oberpolizeilichen Vorschristen vom 11. Novemher
372 sofort veröffentliyt und durch polizeiliche Anordnung die
elinfektion in den Gasthäusern 2c. angeordnet werden. Ein epi⸗
misches Auftreten der Krankheit dürfte indessen vorerst doch noch
iht anzunehmen sein, vielmehr gewinnt es nun den Anschein,

uhß es sich, wie zur Zeit in anderen groöͤßern Städten, um spo—
tdische Falle handle,

Regensburg, 4. Aug, Der deutsche Kaiser hat von
waus 1000 Reichsmark nach Cham für die Abgebtannten senden

Truppen durch den Kronyrinzen des deutschen Reiches hat neuer-
dings zu Verbandlungen zwischen Berlin und München geführt
ind war der Berathung dieler Angelegenheit jüngsthin in München
»in besonderet Ministerrath gewidmet, zu welchem, außergewöhnlichet
Weise, der dem Generaliuspeltor des Kronprinzen als Adjutant
eigegebene Major v. Xylander vom Generalstab beigezogen war.
Die im vorigen Jahrr höheren Orts dort vorhanden gewesene
Ubneigung gegen die Inspizirung durch den Kronprinzen des Deut⸗
hen Reiches scheint noch nicht ganz überwunden zu sein.
Berlinn, 6. Aug. Die ‚Provinzial-Korrespondenz“ kon⸗
talirt die Erledigung des Vigilanten“-Falles durch die Abberufung
ves Kapitäns Werner. Die Abberufung bestätige die Auffassung,
aß derselbe ohne Ermächtigung gehandell habe und die Reichs-
egierung jede Verantwortlichkeit für den Vorgang ablehne, welcher
zie thatfächliche Anerk nnung der Madrider Regierung hätte invol⸗
ren können.
Die „Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt in Anknüpfung an die
Ibberufung des Kapitäns Werner: Das bisherige Verhalien
esselben habe nicht die Genehmigung der Regierung gefunden.
dunmehr werde die Rücklehr und bereus angeordnene Verautwor-
ing desselben abzuwarten sein. Der neue Kommandeur des Ge⸗
hwaders in den spanischen Gewässern trifft etwpa om 12. d. M.
n Gibraltar ein, Die für die Haltung des Geschwaderz maß⸗
jebenden Brundfätze blieben selbstberständlich underändert. Die
lufgabe des Geschwaders sei, unter Bermeidung jeder Einmischung
n die inneren Kaämpfe Spaniens lediglich für den Schuß des
ꝛebens und Eigeuthums der dortigen Deutschen zu sorgen.
Berlin. Der Geh. Obermedicinalrath, Dr. Pettenkofer aus Mün⸗
hen der Obermedicnalrath, Dr. Volz aus Karlsruhe und der Geh.
Nedizinalratz, Dr, Günther aus Dresden sind zu einer außeror⸗
entlichen Conferenz in Sachen der Cholera hier eingetroffen.
— Nach hier eingelaufenen Nachrichten hat der Landaufenthalt
⸗hr günstig auf das Besinden des Fürsten Bismarck gewirki. Der⸗
ibe hat, wie man höet, sich einen Theil seiner Arbeiten wieder
ugewerdet. Um die Mitte dieses Monats wird der Geh. Legations-
ralh Bucher in Varzin erwartet. Es verlautet zur Zeit noch
nichts darüber, ob der Fürst noch in ein Seebad gehen wird,
vopon allerdings nach Schiuß der Reichstagssession die Rede war.
Ddagegen ist es von der beabsichtigten Wiener Reise des Fürsten
jzanz still geworden. Man wird sich erinnern, wie eilig vor eini⸗
zen Monaten die Nachricht dementirt worden war, der Fürft habe
ie Wiener Reise gänzlich aufgegeben, Andererseins heißt eä, und
as ist ziemlich glaubwürdig, Fürst Bismardck werde bei der Ent-
üllung des Siegesdenkmals am 2. k. M. in Berlin gçanwe—
eud sein.
— Der Handel mit Orden und Ehrenzeichen. welcher seit einiger
Zeit auch in Deutschland betrieben wird, scheint recht gewimnbrin⸗
jend zu sein, Die Hauptkunden sollen unsere Borsenmatadore sein,
welche eine ganz besondere NReigung für fremdländische Ordenszei-
chen haben. Vor einiger Zeit war der portugiesische Christuͤs-
und Erlbser⸗Orden bei ihnen sehr beliebt Jetzt scheint man
zuch jenfeits des Ozeant mit den kleinen südameritanischen Repu—
liken Verbindungen angeknüpft zu haben, denn wie der gestrige
HDBarmstadte, 4. Aug. Nach der ‚WMainztg.“ hat die Staatsanzeiger“ meldel, ist einer sehr bekannen Persönlihleit an
mh. Regierung 1500 fl. bewilligt zu dem Zwecke, unbemittelten der hiesigen Hörse der Santa⸗Rosa-Orden der Republik Honduras
ügenten Arbeitern den Besuch der Weltausstellung zu ermög⸗ verliehen worden. (A. Z.)
n. Es sollen aus den Städten Darmstadt, Mainz, Gießen, — Der neugewahlte Bischof der Autkatholiken, Professor
nbach und Worms je zwei Arbeitern die Mittel hierzu ertheill Reinkens, beabsichtigt, wie die, Neuest. Nachr.“ melden, seine
iden, und soslen geeignete Persönlichkeiten durch die betreffenden Professur in Breslau erst dang aufzugeben, wenn die Altkalholiken
ier und aus di sen durch die Vorstande der Lokalgewerbpereine jom Staate definitiv als kirchlige Corperation anerkam sein
wihlagen werden. verden, da seine neue Stellung erst dann genügende maferielle
Berltin, 6, Aug, Unsere Bloͤtter fordern auf. die Sym⸗ Sicherung erhalten kann, Herr Dr. Reinkens wird daher —
een, welche Süddeutschland im porigen Jahre den Norddeutschen bwohl in Bonn wohnhaft — zu Anfang des Semefters sich nach
deine reichen Gaben für die Opfer der Sturmfluth bewiesen Vreslau begeben, um seine Vorlesungen wieder zu beginnen.
un zu erwiedern durch Shenden für die Bewohner von Cham — Professor Schliemann hat bei seinen Ausgrabungen in
Immenfiadt. Hoffentlich trägt der Aufruf reiche Früchte. Troja einen Fund von unschätzharer Bedeutung gemachtEs
— ——— Aua. Die Frage der Inipizirung haverischer gelana ihm den vercrahenen Schau des Priomus vheben
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        hestehend aus goldenen, silbernen und kupfernen Gefaͤßen und
Schiuucksachen aller Art und vom höchsten —* x
Man hat bemerkt, daß rusfisce Schiffe bisher noch au der
spanischen Küste gefehlt haben; ob das wahr ist, dann ich nicht
ontrodiren; wäre es aber wahr, sa würde es mich nicht in Ere—
staunen setzen. Als unsere Schiffe nach der spanischen Züste ab⸗
gingen, lief hier das Gerücht, die deutschen Schiffe würden even⸗
auter auch etwaige russische iInteressen schützen. Eine Bürgschaf
für das Gericht mag ich jedoch nicht übernehmen.
Dres den, 4. Aug. König Johann hat den Aronptinzen
Albert bis auf weiteres zu seinem Vertreter in allen Regierungs
zeschäften ernannt.
Dresden, 5. Aug. Das neueste Bulletin über das Be⸗
finden des Königs lautet: Die Nacht war gut, der Koͤnig ha⸗
den größten Theil derselben geschlafen. fühlt sich aber troßdem
wenig gestärkt.
Posen, 5. Aug. Am letzten Sonntage wurde in Filehnt
durch den Landrath den Mitgliedern der katholischen Gemeinde eine
amtliche Bekanntmachung vorgelesen, in welcher dem ohne staatliche
Zuftimmung durch Ledochowsky zum dorttgen Probst ernannten
deistlichen Arndt die Befuggiß, kirchliche Handlungen zu verrichten
abgesprochen, dieselben als ungültig und strafbar dezeichnet und die
Veneindemuglieder gewarnt werden, ihn zu kirchlichen Verrichtung,
Messen und Taufen zuzuziehen.
Solland. —
Haag, 6. Aug. Die Kommifsion zur Prüfung der Münz⸗
frage erstatteie dem Koͤnige einen neuen Berichi, worin in Ande
acht der Annahme der Goldwährung in Deutschland für Holland
benfalls die Einführung der deinen Goldwährung empfodlen wird
Frankreich.
Pacis, 3. Aug. Gestern sind von hier 106 franzoͤfisch⸗
Arbeiter zum Besuche der Weltausstellung nach Wien abgereist
103 von ihnen machen diese Reise auj Kosten der von dem „Cor⸗
saire“ veranftaltelen Substription, drei find von Angoulme abge
rdnet und in Nanchy werden sich ihnen noch drei X
d Delegalion der Arbeiter von Lyoun befindet sich shon ir
ien. —
Paras, 3. Aug.“ Grranzosische Albernheiten.) Die fran—⸗
vͤsischen Klerikalen wissen nicht mehr, was sie erfinden sollen, um
das dumme Volk zu bethören. Sie finden die. unzähligen Pil⸗
Jerfahrten, welche sie überall angeordnet haben, noch nicht hinrei⸗
HHend, um auf die Einbildungskraft der ungebildeten Menge zu
wirken; jetzt suchen sie den alten Chauvinismus unter den Sol⸗
daten, Bauern und Arbeitern wieder aufzuregen durch Publikationen
in denen die Rachegedanken gegen Deutschland mit frommen Phrasen
gemischt erscheinen. Das ist nun freilich puumpes Machwerk, aber
die Verfasset kennen ihre Leser. Eine religidse Zeitschiift: „Le
Rosier de Marie“, wel he zu Ehren der heiligen Jungfrau heraus
zegeben wird, verössentlicht die Weissagungen eines neuen ultra⸗
Rontanen Propheten, den Msgr. Villon unter seinen besonderen
Schutz genommen hat. In dieser famosen Prophezeihung heiß!
e87 Ein neuer Krieg wird bald zwischen Frankreich und Preußen
ausbrechen. Ein fürchterliches Kriegswerkzeug wird von einem
Franzosen erfunden werden. Dann folgl die Beschreiburg der
zisten Kriegsbegebenheiten und endlich die der entscheidenden Schlach—
und ihrer Folgen: „Am Vorabend der großen Schlacht sordern
die Jialiener Nizza zurück und dringen schon in der Richtung au'
dyon vor, aber sobalo sie die allgemeine Niederlage der Preußer
erfahren, gehen sie über die Grenze zurück. Entscheidende Schlacht
wischen den Franzosen und den Deusschen. Große Eile der Be⸗
waffnung; vollständ:ges Schweigen in dem französischen Heere:
cz isn aufgestellt auf eͤner unbewaldeten Höhe, hat zu seiner Rech⸗
jen eine Ebene und vor sich einen Kanal, einen Wald und die
Hreußen in furchtbarer Anzahl. Der franzoöͤsische General verzweifel⸗
an dem Erfolge, aber man beruhigt ihn. Das Gefecht beginnt
sie Riederlage der Preußen ist volsständig; der —RXWI
nit Leichen. Der Feind zählt 80,000 Kampfurfähige. Man
erfolgt die Preußen, welche ihre Bagage im Stiche lassen; ihrt
ieste Armee flieht über Chalons, Verdun, Thionvisle, Koblenz,
Mainz bis Königsberg. Die zweite Armee, an der Loire geschlagen,
flieht üder Ranch und Metz. Die dritte flieht dutch das Elsaß
Unsete dra siegreichen franzosischen Armeen rücken bis Berlin vor,
wo man Papiere auffindet, die Rußland, Italien und Spanien
lomptomitiiren und man rückt über Berlin hinaus. Unsere drei
Armeen vereinigen sich vor Königsberg und liefern den vereinigten
Preußen und Russen eine Schlacht. Rußland strect die Waffen, man
unterzeichnet einen Frieden mit ihm. Preußen hött auf zu existiren.
Polen wird hergestellt. Oesserreich gibt die polnijchen Provinzen
heraus, aber wird nach der Seite von Griechenland hin entschä—
digt. Die Grenzen Frankreichs erstreclen sich bis Frankfurt und
ainfassen einen Theil von Bayern. Der Papfl erlangt seiue Rechte
dieder. Jialien, geschlagen, wird in drei Konigreiche getheilt
De srante Vopft slirbt gegen das Ende des italienischen Feldzuges

Hersiellung der legitimen Fürsten in Spanien.“ Eine weiler⸗
Prophereiung betrifft die Schweiz. Dort wird die versolgte katho
uͤsche Kirche triumphirend aus dem Kampfe hervorgehen? Vit
Schweiz wird ihre republikanische Staatsform nicht verlieren, abe,
unter das Proteltorat des heiligen Vaters gestellt werden /
Paruns, 5. August. Tie Reise des Grafen von Paris nag
Wien macht außerordentliches Aufsehen; Alles begreift instialt
mäßig, daß sie der Anfang zur Wiedervereinigung der so lange
getrennten äͤlteren und jüngeren Linie des Hauses Bourbon in
und daß diese Wiedervereinigung ihre Spitze ebensowohl gegen die
Bonapartes wie gegen die Republik kehrt. Die Bonapartisten sind
in höchster Aufregung; zwischen Paris und Chislehurst reisen ihrt
Berirauten unablässig hin und her; aber es wird ihnen seqwet
werden, aus der Lage, wie sie sich jeßt gestaltet hatnoch einen
Vortheil fur Eugenie und Lulu herauszuschlagen. Mac Mahon
ist der Hüter der Herrschaft über Frankreich, und nach der Wieder⸗
bereiniguͤng der beiden bcurbonisch n Zweige. ist es die Famili—
Bonaparte sicher nicht, welcher er die Herrschaft ausliefern wird
Die Bonaparisten sind wüthend, daß sie am 24. Mai selbst mit
zeholfen haben, das Grab ihrer Hoffnungen zu graben; aber un
Jejchehen läßt sich's nicht machen. Und die AXx
find womdzlich noch rathloser.

Parüss, 5. August. Die „Pawie“ meldet: Wegen der
Ipanischen Complication hat das französche Mittelmeergeschwader
den Befehl erhalten, der englischen Flotte au der spanischen üsi
fich anzuschlieben, um die französischen Landesangehörigen zu her
schützen und den maritimen Einfluß Frankreichs aufrecht zu er⸗
hantn. Das Miltelmeergeschwader ist bereits dor Gibraltat an
gelommen.

Paris, 6. August. Der Eixzug eines Bataillons Infan
kerie in Nanch erfolate gestern Abend. Der Bürgerweister hiel
am Bahnhofe eine kurze Ansprache an die Truppen; eine unge
heure PMenge brachte Hochrufe auf die Armee, Thiers und die
RKepublik qus. — Dem „Ptogréb“ in Nancy ist der Straß⸗m
Berkauf entzogen“

Paris, 6. Augusi. Gestern Abend, zozen sranzoͤsische Trup
den in Nancy ein und wunden enthufiastisch empfangen. — Die
Agence Havas“ meldet: Man versichert, daß die nestern Vormit⸗
lag in Frohsdorf stattgehabte Zusammenkunft zwischen dem Graßen
don Paris und dem: Grasen Chambord einen ˖ sehr herzlichen
Charakter getragen habe, politische Fragen jedoch sorgfältig dem
mieden worden seion. Der Graf von Paris habe dem Grafen
Chambord im' Namen der ganzen Familie Orleans den Ausdru
ihrer Ehrerbietung und Ergebenheit übermittelt. Am Monla
Abend empfing der Graf Chambord den Prinzen Joinville.

— Prinz Napoleon ist nach Paris zurückgekommen, um eim
wegen der „orleanistischen Umtriebe“ zusammenberufenen gtoße
bonapartiftischen Versammlung anzuwohnen.,
Der Maire won Nanch hat die 20,000 Franlen veb
General Manteuffel angenommen, aber die 20,000 Franlin vo
Brafen Haussonville für Metz verweigert.

Wie die „Patrie“ vernimmt, find die Präfecten aller d
nigen Departements in welchen ein Abgeordnetenmandat valant .
nach Versailles berufen worden, Lum die Regierung über die poh
tische Lage in ihrem Verwaltungskreise aufzullären.

Echweiz. ———

Bern. Nach bezüglichen Aufforderungen der Presse wir⸗
ein Studienfond zue Heranbildung alttatholifcher Geistlicher
gegründet.

OItalien.

Rom, 1. August. Die großen Mand ver in der Ebene ver

Marengo sind der großen Hitze wegen und aus Furcht vor der
Herannohen der Edolera abbestelli worden. In Floren, i de
Zihe so groß, daß die Maurerarbeiten don 11. dis 4 Utr unrer
zrochen werden mußten. Die Wallfahrten find übetall verboien
Die Cholera ist bis detzt im Venetianischen in der Provinz Bellunt
in Parma und Paduu aufgetreten, aber überall in nicht sehr he⸗
drohlichet Weise. (Ftf. 3).
5 Rom, 5. Aug. Der Marineminister beauftragte den Nom
nandanien des Pomergeschwaders, einige Krichaschiffe nach de
spanischen Gewässern zu entsenden. Wahtscheinlich gebt das Ge
sammt⸗Geschwader nach Charthagena.

Mit dem 1. August hat das Privileg der romischen Bettn
mönche und ihrer Generale, in unfrankirten Brie en mit einand
und Anderen korrespondiren zu dürfen, aufgehdrt. Auf ihre br
depborfelungen hat ihnen daß Ministerinm geantwortet, das ge
sehlich ar Kine religibsen Orden mehr in Jialien bestehen.

Spanien.

Madrid, 8. Augufi, Officidse Mittheilungen desane
Die Energie der Regierung macht Gindtuck. Nach der Eimoetn
Sevillas iämpfte die Armee mit Begeisterung. Der Angtiff
Valencia wird kräftig fortgesetzt: man hofft, die Stadt heute o
        <pb n="493" />
        u bezwingen. Nach Unterdrückung der republicanischen Aufstände 4In Darmstadi ist ein 15jahriges Mädchen des Kindsmord
ird die Regierung große Thätigkeit gegen die Carlisten entfalten. angeklagt. 7* *
Der berüchtigie Pfarrer und excarlistische Bandenführer Santa/f Herr Reichssrath und Stiftsprobst Dr. v. Döllinger und dessen
Fruz hat sich nach der „A. Z.“ nicht nach Rom, sondern mit innigsier Freund Lord Acton haben sich dieser Tage nach Reichen⸗
oglischem Passe nach Malia begeben, von wo er wahrscheinlich nach hall begeben. wo Dr. v. Döllinger ein größeres Werk, an welchem
meriia gehen dürfte. r schon seit Jahren arbeitet, zu vollenden gedentt.
Schweden und Norwegen. uIn Worms hat die Preissteigerung der Milch große
Christiania, 5. Aug. Der Kronprinz des Deutschen Dißstimmung hervorgerusen; man erinnerte sich, daß in den
zeiches traf heute Mittag mit Gefolge unter dem Geleite deß letzten Jahren die Preiserhöhung von 8 auf 10, dann auf 12
aisclichen Geschwaders nach guter Ueberfahrt an Bord des Griflen r. gerade mit Berufung auf den Futterniangel stattgefunden hatte,
ein und wurde am Landungsplecze vom Konig Oskar em- ind konnte es hiermit nicht in Einklang finden, daß jetzt nach einer
jangen. reichen Futterernte der Preis nochmals, uud gar sofort um ein
Drittel steigen sollte. Die Besitzerin einer der bedeutendsten

Dekonomieen daselbst soll die Aufforderung der Viehdesitzer, sich
der Preiterhöhung anzuschließen, mit demt Bemerken IXXX

haden, daß sie dieselbe geradezu für eine Prellerei halte. Vielleicht

zreift an anderen Orten, wo man dem Beispiel so rasch zu folgen

ereit war, diese Erwägung doch auch noch Platze—

.7 In der Böodler'schen Angelegenheit kann die V. F. 3.“
nitlheilen, daß es nach dem nunmehr der Staatsanwalischaft vor-

jegenden sehr umfangreichen Bericht des Kriminaltommissarius
ẽcue kaum noch eigem Zweifel unterliegt, daß das Kind vor der
Ermordung von seinem Peiniger gemißbraucht worden ist. Der
Anmensch,ein seht kräftig ausgebildeter Bursche von je 17 Jahren
— zur Zeit der Tha war er eist 16. Jahre alt war bis jetzt
nicht zu einem Geständniß zu bewegen.

Der Ortsname Berbhia kommt nach einer don der deut ⸗
schen Gesellschaft zu Maryland aufgestellten interessanten Statistil
in Amerika 831 Mal vor, dantben finden sich noch 10 New⸗Berlin.
Außerdem verfligen die Amerikaner über 23 Paris, 32 Petersburg,
11 London, 10 Glasgow, 14 Edinburg.28 Florenz, 27 Frank⸗
urt, 26 Hannoder, 7 Hamburg, 11 Dresden, 8 Bremen, 24
Rom und 8 Nersailles. Baltimore kommt als Orisname 11
Mal, Philadelphia ebenfalls 11 Mal, Newyort),7 Mal vor.

4 Die Unart, noch bremmende Zündhölzchen auf der Straße

'ortzuwerfen, ohne sich umznsehen, wohin sie fallen, hat vor einiger
Zeit in London ein Menschenl-ben gefordert. Eine Dame bemerlte
nämlich auf einet dortigen Bahnflation plötzlich, daß ihr Kleid
bdrenne, und sie wurde so ängstiich dadurch, daß sie in mehrere
däuser zu fliehen versuchte und dadurch die Flammen natürlich
zur noch mehr anfachte. Ein Arbeiter hatien zwat Geistesgegen⸗
vart genug, seinen Rock auszuziehen und die Brennende, die er
u Boden warf, fest darin einzuwickeln. Aber es war zu spät.
Die vermochte nur weunige Stunden noch zu leben.
Auf ihrem Saͤmerzenslager sagte sie, sie habe sofort, als ein junger
Mensch seine Pfeife angezündet und das Zündhölzchen forlgeworfen
jatte, einen sengenden Geruch bemerkt. Sie war der Ansicht, daß
dies iht Unglück herbeigesührt habe.
7 VEine Deputation von Mennoniten, welche aus Rußland
ind Preußen auszuwandern beabsichtigen haben den Nordwesten
det Union, sowie einen Theil von Canada bereist, um sich Lände⸗
zeien zur Aunsiedelung auszuwählen. Da die Mennouiten über
10,000 Mann stark und groͤßlentheils intelligente, wohlhabende
Farmer sind, so darf sich derjenige Staat, welchen sie zu ihrer zu⸗
rünftigen Heimath auserwählen, Glüd wünschen.

— Auswanderer nahh Amerika werden in der „Auswanderer⸗
eitung“ wiederhole davor gewarnt, sich mit solchen Agenten ein-
ulassen, welche die Passagiere nicht direct auf deutschen Schiffen
qus einem deuischen Hafen nach Amerika befördern, sondern die
Paffagiere erst nach Eugland spediren, ihnen dort den sie gegen
»waige Unbilden schützenden, in Deutschland nach den bestehenden
Beseßen geschlossenen Reisecontrakt abnehmmn lassen und sie nun
der Willtür gewissenloser englischet Schiffsunternehmer und Ca⸗
pitäne Preis geben. Beschwerden irgend einer Art anzubringen ist
da keine Gelegenheit, denn in den meisten Fällen ist Niemand an
Bord, der den Dolmetscher zwischen Passagieren und dem Schiffs-
ührer machen könnte und der Letztere entgenet meistens: „Ich
asse Dich, Hund, in risen legen, wenn Du Dich picht ruhig ver⸗
Jältst.“ In Amerika abet bei den Behörden kann keine Beschwerde
angebracht werden, weil die Passagiere mit dem Schiffsführer direkt
einen Vettrag geschlossen haben und den mit dem deutschen Agenten
seschlossenen Contract nicht vorlegen koͤnnen, weil sie denselben in
ẽngland hatten adgeben müssen. Selten best det sich der miß⸗
Jandelte Poessagier in der Lage, nach Europa zurüdzukehren, den
ntracibruͤchigen Agenten zur Nede zu ssellen oder sein Treiben
den Behörden, welche ihm die Concessson zur Beforderung von
Auswanderern ertheilt hanen, mitzutheilen.

—4 Unn Eliza Welb Young, die 17. der Frauen des Mor—
nonen. Propheten Brigham Young, hat ihren Mann verlassen, ihre
rersonlichen Effekten mit sich genommen und drei Advokaten beauf
lragt, jür sie einen Prozetz auf Ehescheidung und Alimentirunc

Enunsgland.

London, 5. Aug. Heute hat die Schließung der Parlä-
rentssession statigefunden. « Die dabei verlesene Schlußrede spricht
je Hoffnung aus, daß die Heiraih des Herzogs von Edinburg
nit einer russischen Großfürstin ein neues Band der Freundschaft
wischen England und Rußland sein werde, erwähnt den Abschluß
eß Handelsvertrages mit Frankreich, sowie die Auslieferungsver⸗
rage mit Italien, Danemark, Schweden und Brasilien, konstatirt
hh die allgemeine Lage des Landes doch befriedigend sei, obgleich
e Handelsthätigkeit elwas nachgelassen. —1W6

Türkei.
stonstantinopel, 6. Aug. Eine Yacht des Sultans
h mit dem ehemaligen türkischen Botschafter in Teherau Echref
hascha nach Brindisi abgegangen, um den Scch ah von Persien
rfzunehmen. IJ
Amerika.
RPzgwygpr, 6. August. Ju Hunterspoint aus Long Island
at ein in æiner Oelfabrik ausgebrochenes Feuer, bei welchem auch
denschenleben zu Grunde gingen, großen Schaden angerichtet.
ι 2 Vesgmissch te 6.

Kaiser sSlautern, 7. Augusi. In der heutigen Sitzung
es Zucht polizeigerichts kam die Ankiage det Strumpfwebers Martin
iä Kusel gegen den Bischof von Speher zur Verhaadluug. Die!
ncompetenzerlläͤrung des Gerichtes, wie sie der Vertheidiger des
ischofs beantragte, wurde abgewiesen und die Zuständigkeit der
mmtlichen· Gerichtshöfe anerkannt. Die weitere Verhandlung der
zache wurde auf 21. 1. M. anberaumt, sofern der Bischof gegen
jesen Spruch nicht Appellation erhebt.

F Pirmasens, 5. Aug. Vorgestern erhängte sich auf der
üchelsbachermühle der in hiesiger Stadt in Arbeit stebende Gerber⸗
agner P. Biehl von Winzeln. Derselbe hinterläßt eine Frau und
Kinder und sollen Nahrungssorgen und Schulden der Grund
iner der zweiflungsvollen That gewesen sein. — Heute Nachmittag
nngen zwei hiesige Schuster, Namens Kremp und Grebast, in der
astarienallee am Ererzierplatz Arm in Arm spasieren. Wegen
ines unbedeutenden Gegenstandes in Streit gerathen, verseßte
iisterer dem Letzteren 4 Messerstiche in den Kopf, worauf eine
ussöhnung stattfand und deide wieder in Freundschaft weitergingen.
Re Verletzungen sind nicht gefährlich. — Zu Hornbrunnerhof er⸗
ignete sich gestern ein bedauerliches Unglück. Zwei Kinder von 3
ind G Jahren geriethen an die Hächselschneidmaschine. Das groößere
rehte das Rad, während das kleineze helfen wollte, wobei es die
ine Hand in die Maschine brachte, und ihm dieselbe abgequetscht
purde. Eins Warnung für Eltern, derartige Maschinen füͤr Kinder
icht zugänglich zu machen.

f Ein Schwindler Namens Gräf aus Gossersweiler, der
n südlichen Winkel der Rheinpfalz an der lothringischen Grenze,
Medelsheim, Muttergotteserscheinungen arrangirte und solche in
zulzbach, Schnappbach und Bliekkastel zu arrangiren suchte, wurde
eehenn verhaftet und harrt in Zweibrücken der Un—
tsuchung. .
fAm 4. August ertrank in Grelhen beim Baden der Njährige
sohn des Tagner's Daniel Müller von Hausen. Jugendlicher
Nuthwisle soll ürsache des Unglüds sein.

f Im Jahre 1871 befanden sich in din acht Irrenhäusern
haherns 2846 Pfleglinge, wobon 204 gestorben sind. Es treffen
emnach auf 1 Irrenanstalt 606,300 Einwohner und 356 Pileg—
nae. auf 100 Pfleglinge 7,17 Sterbfälle.

fStraßbut g, 3. August. Gestern wurde hier der erste
holerafad mit ködtli hdem Ausgang amilich konstatirt. An der
volerine und Vrechruhr liegt eine groͤßere Anzahl don Personen
zrnieder. — Durch die kürziich ins Leben gerufene Rheindampf-⸗
diffahrt von Mannheim hierher ist das für diese Strecke aufge-
elte Kanalprojelt derdrängt worden. Dagegen bat die Bedörde
n Projelt zur Erbauung eines Kanals für die Strede Straßburg-
ningen ausarbeiten lassen, welches dem Bezirkstage zur Be⸗
ndiassung vorgelegt werden wird. — Im Heibste d. IJs. wird
aier ein Gesancket der eisgaffischen Lehret ssaufinden. (Pf. K.)
        <pb n="494" />
        anzustrengen; man erwariet große Enthüllungen über das innere
hausliche Leben des Propheten.

7 Das Geschäft eines Todtengeäbers ist do h nicht so übel,
wie es gewoͤhnlich gehalien wird. So schreibt man aus Wien:
Vor wenigen Tagen ist der Todteen zräber auf dem Schmelzer
Friedhof gestorben. 5 — 700,000 fl. und 65 werthvolle Häufer
hinterlassend. 2**

gaue, sinden wir uns veranlaßt, das ärztliche Publikum auf die bei der
artigen Leiden die sichersten und überraschendsten Heilerfolge bietenden Hoß
schen Malzpräparate aufmerksam zu machen. Insbesondere liegen unß *
ahlreichen glaubwürdigen Aerzten Zeugnisse vor, die bei hartnäckigem Huse
deiserkeit, Uberhaupt dei Leiden der Athmungsorgane, mit dem Hoffhen
Pdalzextrakt ⸗ Gesundheitsbier, beziehungsweis. der Malzchokolade, in derhan
zißmäßig kurzer Zeit die besten Erfolge erzielten. Nicht minder bewãhrt jn
sich das Hoff'sche Malzchocoladenpulver, als das vorzüglichste Stärkungemin
bei schwachen Kindern und als bestes Nährmittel fuür Säuglinge.
—
Vie „Wiener med. Presse“ (Organ für prakt. Aerzte) enthält folgendi
redaktionelle Notiz: „Bei der außerordentlichen Häufigkeit der in jehtiger
Jahreszeit, nameutlich bei nasser und kalter Witterung vorkom⸗
nenden Erkraukungen der Athmunge⸗ und Verde—csor-

F. X. Demet, verantwortlicher Redackteur.

Bekanntmachungen.
Geschàfts- Empfohblung.
Desinfections-⸗Mittel
als Ehlorkalk und Eisenvitrie
empfiehlt die Materialhandlung vor

Fritz Manzerbieter.

Ich erlaube mir ergebenst anzuzeigen daß ich unter —R
tigem das ErKel'sche Nähmoschinengeschäft über ommen habe,
und bitte das gechrte Publilum, mir das demselben geschenh⸗
Vertrauen bewahreu zu wollen.

Durch langjährige Prox.s in den größten Fabriken Amu'
ta's, sowie durch die vorth ilhaftesten Hülfsmaschinen bin ich in

Stand gesttzt, allen Anforderungen zu entspregen.
Zweibrücken, den 27. Ju'i 1873.
rrclol pho

Zu verkaufen oder zu

vermiethen.

Eine in Et. Avold (thringen) ge-
legene Restauratlon nebst Garten⸗
wirthschaft und Kegelbahn vis-à-vis der
Kaserne, wegen Geschäftsveränderung des
ẽ genthümers.

BZRudolspß Iranck
Et. Avold.

* ⸗⸗

Große9
Tapeten- und Nonleaur-Lager
bei J. B. Cislina,

ris-a-vis dem Pfälzerhh

in Tweibrüceen.
Frucht- Breod⸗ Fleisch ꝛe. Preis
der Stadt Zweibrücken d. 7. Augrd
Weizen 9 fl. 2 tr. Korn 5 fl. 37 k
Gerste Zreihige. — fl. — kr., Genste vier
reihige, — fl. — kr. Spelz 5 fl. 36 kr
Spelzkern — fl. — ir. Dinkel — I.
— tr. Mischfrucht — fi. — kr. Hafet
6 fl. 26 tr. Kartoffeln Afl. 36 kr. Hev
ufl. 48 kr. Stroh 1fl. 15 kr. du
Jentner. Weißbrod 193 Nilogr. 24 r.
Kornbrod 8 Kilogr. 830 kr. dino 2 Kilogt
20*0. ditto 1 Ktilogr. 10 kr. Gemischtbrode
dil. 39 kr. 1 Paar Weck 100 Gramm 2hr
Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kr.
Kalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18 r.
Schweinefleisch 22 kr. ber Pfund. Butter 80

ir. per Pfund.

Inseklenpulver, Müden⸗
hot und Fliegenpapier
empfiehlt

j

Villeroy's Rahmkäse
Emmenthal. Schweizerkäse
Fritz Panzerbieter.

Fritz Panzerbieter.
Alle Kranken
nd Leidenden
inden in der 14. Aufl. des Buches Na⸗
urheilmethode für alle ver—
rwlteten Krankheiten des mensch
lichen Körbers Hülfe, Lindernng und
Rath, und wird an jeden Hülfesuchenden
unentgeldlich nud frei versandt.
6G. Sievers &amp; Eo.
in Braunschweig.
NB. Tausende verdanken diesem Buche ihre
Gesundheit.

ei
Samsiag und Sonntag
Eis
in der Conditorei von
G. Rickel

Cuts chaeor.
Ein guter ordentlicher Bursche, welcher
mit Pferden umzugehen weiß, als Kutscher
zesucht. Guter Lohn und dauerhafte Be—
hafligung.
Näberes in der Exped. d. Bl.
—ger.
auuu Main.

8
5
I7
X
r
Ich veranstalte auch dieses Jahr einen Au
ich zu folgenden herabgesetzten Preisen:
500 Stuch /. breites schweres Leinen, fur Hemden und Veittucher, 500 Stück 4 breites achtfarbiges Bettzeug, meistens turkischroth, die
die Elle 12 kr. Elle 15 kr.
222 Ellen breite grobe Leinen, fur einschläfrige Bettiücher, das 500 Dußend weiß⸗e rein leinene Damentaschentücher, das Dutzend
vollftändig Betttuch ohne Naht, fl. i 45. fi. 2. 30.
3 Ellen breite grobe Leinen, für zweischläfrige Vettiücher, das voll⸗ Große rothe Cachemires Tischdecken das Stud fI. 1. 453. und
ständige Betttuch ohne Raht, A. 2.24 MA. 2.
230 Stuck —* e schlesisches und böhmisches Leinen, die Elle Große wn achemires Comodedecken, das Stud fI. 1. und
5, 18 bis .1. 24.
200 Stud schwere rothe wollene Bettdecken. fur zweischläfrige Betten, daß — beilen q⸗ ramagirten Vorhangomull mit Bogen, die Ele
Stuͤck fi c. 30. r
200 Stuck schwere weiß wollene Bettdecken, fur zweischläfrige Betten, 300 Stud schweren schwarzen Mooreens fur Unterrode, die a
— —— ion hreilen ucn die Ele
500 Stud —FE graue Bett⸗ u. Pferdedecken, d. Studefl. 2 30. bis l. 3. e weiten sihen — mit and ohne Franzen di
500 Paar schwere weiße Victoriadecken mit Franzen für 2ichlafrige 0/ hreiten schweren gulen Buxkin fur Hosen und gange Anzlige, die
do D e das En fl. 2. —. sertige fi. 2. 30. hen3 Ele I.1. 30. und ue.
wei p DD it, J
ußend — ir. sicheucher, 2nn Chen vang en brei Glatten, roihen wollenen Unterrockstoff, die Elle 15 kr.
100 Dutzend Handtücher, die Elle von 6 kr. an. mm Veinen weißen *4 breiten Mull für Kleider, die Elle 12 kt.
1000 Stüd wollene Kleiderstoffe, fuür Frühjahr, Eommer, Herbst und Minter, Cattune, Jaconets, Piqué, Zwillich, Barchend und Etrob⸗
sackleinen zum Fabrikpreise.
Musterabschnitte sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post.
Auch die kleiusten Foufträge werden wie bisher bestens besorgt.
a Verßkauf nicht nach Meter. sondern nach alter FKille.

Lverkau
kauf mein«

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8 ⸗ r
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—XE Druck vnd Rerlaqg von FJ X. Demes in St. Inabere.
        <pb n="495" />
        Hl. Ingberler AAnzeiger.

bet St. Ina berter Anzeiges sund das mit dem Hauptblatte verbundene Uaterhdaltungsblatt, mit der Dienstags⸗, Donnerstagz⸗ und Sonntag⸗
bummer erlcheint woͤchentlich nie rmal: Dienstag,. Donneretag, Samstaa und Sonntag. A⸗⸗une nentspreis vierteliährig 42 strit. od r
12 Silbergr. UAnzeigen werden mit 4 Krir. die dreisnaltige Zeile Blaͤttschrift oder deren Raum berechnet.
—2
1873

123

Deutsches Reich. der Cholera bei utragen, hat sich an diejenigen beiden Autoritäten

München, 7. Aug. Gestern gab es wenige Faälle von der Würzburger Uniberfität (den Professor der öffentlichen Gesund⸗
tholera. Gesammtbericht: An Cholera und choleraverwandten zeitspflege und Vorstand der Politlinik Dr. A. Geigel und den
Fantheiten erkrankten von 25. Juni bis G. Auzust Abends 46 Professor der Chemie Dr. J. Wislicenus) gewandt, welche durch
hersonen, wovon 16 slarben. Wissen und Stellung berufen sind, den Laien Mittel und Wege
S rLuttgart, 8. Auguft. Der Gemeinderath hat beschlossen, inzubahnen, wie der drohenden Gefahr vorzubeugen, die vorhandene

in 2. September unter stadtischer Leitung eine Sedanfeier zu u bekampfen sei. Beide Herren verfaßten gemeiunschaftlich eine
rranstalten und den Burgerausschuß zur Zustimmung eiuzuladen. Uufforderung an die Gemeinden zur Selbsthilse gegen die Cholera,
Straßburg, 7. August. Die von Zeitungen gebrachte ind der Eingangs gedachte Verein verbreitet dieselbe soeben in
dachricht. daß hier die Cholera ausgebrochen sei, wird heute amt- iiner Extrabeilage zu seiner Gemeinnützigen Wochenschrift“?. Diese
ich dementirt. Am 1. August sei nur ein ködlicher Brechruhrfall Uufforderung ist so eipfach und überzengend geschrieben, daß sie die
ia ainem sonst ungünstig disponirten Kranlen vorgelommen. Zwei veileste Verbreitung verdient. Wir wollen deßhalb nicht verfehlen,
reitere Fälle seien leicht geheilt worden. ie unsern Lesern mitzutheilen. Dieselbe lautet: „Halb bezwungen
Bxli'n. 3. August. Es sind nunmehr alle Vorkehrungen st die Gefahr, die bei Zeiten erkannt und mit schneller That be⸗
roffen, um mit ber Einziehung der älteren preußischen Münzen ämpft wicd. Es muß gesagt werden, daß nahe Gefahr besteht,
ugehen. Zunächst sollen die vom Jahre 1750 bis einschließ⸗ 8 werde die asiatische Cholera bei uns als algemeire Volksseuche
17816 auf freien Stempeln geprägten preußischen Thaler, so musbrechen. Zugleich aber muß g sagt werden, daß es zum größ⸗
die vom Jahre 18170 bis inschließlich 1822 im Ringe ges en Theil von dem guten Willen der Gemeinden abhängt. durch
gägten prerußischen Thaler, welche auf der einen Seite das asches und energisches Handeln sich gegen diese Seuche zu schützen.
Jinstbild des Königs in Uniform and auf der anderen Seite Die mächtigsten Bundes enossen der Cholera sind: träges und
zn Adlrr auf Trophäen zeigen, eingezogen werden. Die Post. mnthätiges Abwarten, Furcht, Tiätfehler und Unrinlichkeit an Per⸗
„stalten und die kgl. preußischen Cassen sind angewiesen worden, on, Kleidung. Wohnung, Haus, Stall und Hof, vor Allem aber
iese Münzen einzusenden. Verunreinigung des Erdbodens mit faulenden Stoffen. Es hat
g e rien. Briefe englischer Blätter aus den eben geräumten in gegenwärtiger Zeit Jedermann die Pflicht, für sich selbst und
ranzdsischen Landestheilen sind wieder des Lobes über die eben ille Anderen, diese Fehler zu vermeiden und darauf zu sehen, daß
bocjogenen deutschen Truppen voll. „Die Preußen,“ sagt der je von Anderen nicht begangen werden. Dabei darf nicht gewartet
stotrespondent der Daily News“, wurden in Nanch mit Achtung verden, dis in den einzelnen Orischaften die ersten Fälle von Er⸗
und leineswege mit Abneigung betrachtet. Wenn die Bevölkerung rankung oder Tod an der Cholera vorkammen. Die leichteste
zuch durch und durch französisch ist, so wäre es doch nicht gerathen, und erfolgreichste Belämpfung einer Seuche ist dicjenige, fie gar
penn die heutige Regierung in Versailles sie zwingen würde, Ber- richt zum Ausbruche lommen zu lassen und schon im Voraus
leiche zwischen dem Kabinet de Broglie und der festen, aber bereit zu fein, sie im ersten sich zeigenden Keime zu ersticken.
sreundlichen und billigen Herrschaft des Generals v. Manteuffel Jedermann sei auf das Sorgfältigste reinlich an sich se:bst, in
u ziehen. Einfache und gutherzige Seelen stimmen darin überein. Wäsche und Kleidung, in seiner Wohaung und auf seinem Gehöfte.
aß sich die Preußen seit dem Friedensschlusse trefflich aufgeführt Jedermann vermeide Erkältungen, namentlich des Unterleibs und
saden, und daß die Offiziere ein Beilpiel gaben, welches die der der Füße. Jeder lebe mäßig in Speise und Trank, ernähre sich,
ranzoͤsischen Armee wohl thun würden, zu befolgen. Laut wagt so vut er kann, und hütte sich möglichst vor allen Stoͤruagen der
cdoch niemand diese Ansichten zu äußern, um nich? in den Blättern Verdauung, wie sie so leicht durch Genuß eines Uebermaßes von
iz Verräther, der sich an Bismarck verkauft, verlästert zu werden. zeistigen Gelränken, schlechter, schwer verdaulicher Speisen, unreifen
In übrigen stimmen die sämmtlichen Berichterstatter in der An⸗ Obstes eintreten. Sollte irgend Jemand dennoch von Diarrhde
sade überein, daß in den geräumten Landestheilen die Stimmung Abweichen) befallen werden, so lege er sich zu Bett, genichße nur
det Bevölkerung entschieden gegen die heutige franzoͤsische Regierung chleimige Nahrung (Reis, Graupe (Gerste) u. dgl. gut gekocht als
i, daß auf der andern Seite aber Thiers hochgeehrt und gepriesen Suppe), ziehe sofort einen ordentlichen Arzt zu Hilfe und folge
verde. Aus diesem Grunde sieht man denn auch in Naney der vessen Anordnungen genau. Das Hauptaugenmert ist ferner darauf
Absetzung des Präfekten wie des Maire entgegen.“ zu richten, daß alle faulenden Stoffe unschädlich gemacht werden.
Fraukreich. Dies aber ist durch ordentliche Desinfeltion (Entgiflung, Reinigung

Paris, 6. Aug. Der Graf von Saint Vallier, der Be⸗ vom Ansteckungsstoss) zu erreichen, für welche wir im Nachstehenden
zollmachtigte beim deutschen Hauptquarti r, kommt morgen nach infache und erfolgreiche Mittel angeben. Als Desinfeltionsmittel
harigs, wo er 24 Stiunden verweilt. um sich dann nach Verdun ient eine Auflösung von Eisenvitriol und Karbolsäue in Wasser.
u begeben. Derselbe hat hierher berichlet, der General Manteuffel kin Theil roher Karbolsäure wird mit 50 Theilen Wasser gut
habe sich gegen mehrete franzöͤsische Veamte geäußert, daß ohne durcheinander geschüttelt. Ferner wird ein Pfund grobkörnizen
Thiers die Räumung zum wenigsten 6 Monate später erfolgt wäre. kisenvitriols in fünf Liter Wasser geldst und zu dieser Auflösung
Iu Versailles machte dieses natürlich bbses Blut, zumal die Nan- »in Liter der eben erwähnten Karbolsäurelösung gemischt. Mit
her Zeitungen dieses vernommen, und natürlich nicht verfehlen, es dieser Desinfektionsflüssigkeit müssen regelmäßig einen um den
in die Oeffentlichkeit zu bringen. indern Tag alle Abtrittstrihter und Abtrittsröhren begossen und
Paris, 7. August. Ddilsn Barrot ist heute Nacht ge- usgeschwenkt werden, was am besten mit einem gewöhnlichen Gar⸗
lotben. (Ir. Z.) engießer (Gießkanne) geschiehtt. Jedesmal muß für jeden Abtritt
In Nancy wurde ein angefehener Bramter aus Metz, der in bis zwei Liter verwendet werden. Tritt in einer Haushaltung

ich mit seiner Mutter und Schwester in jener Stadt nach Abzug diarrhöe auf oder Ien ein Hausgenosse sogar an der Cholera,
er deutschen Truppen befand, von Pobelhaufen groblich insultirt o muß die Desinfektion des Abtrittes jeden Tag vorgenommen
ind es ist nur dem Eirichreiten der Sicherheitsbehörden zu ver⸗ verden. In die Abtritte und auf Miststätten dürfen die Aus⸗
vanden, daß die harmlosen Versgnügungsteisenden noch Schlin⸗ leerungen an Abweichen oder Cholera erkrankter Personen nicht
nerem entgingen. (Schw. M.) uusgegossen werden, ehe sie im Nachtgeschirr durch Vermischen mit
— uiner Menge der Deunsnnhentussuteit möglichst unschädlich gemucht

worden sind. Die Desinfeltion der Aodtritte und Ausleerungen

Gegen die Cholera. nützt aber wenig, wenn nicht alle offenen oder bedeckten eee
Der poly echnische Zentralverein für Unterfranken und Aschafe gruͤben für die Ahganze ven Menschen ron vornherein uit
enburg, ingeden seince Pflicht, nach Kraften zut Bewältigung obiger Flüssigleit desinfizitt worden sind. Man muß von der⸗
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        selben so lauge zusetzen und gut durcheinander rühren, bis der üble

Geruch der faulenden Kothmasseu vollständig v rschwunden ist. Ganz

ben Dasselbe muß mit allen stehenden Pfühlen, Mistjauchen und

Straßengräben geschehen, in welche menschliche Abgänge gelangen

dönnen. Ausgeräumt und entleert dürfen folche Vehälter jedenfalls

nicht werden, ehe sie vollkommen desinfizirt sind. In der Nähe

pon Wohnungen befindlich⸗ Miststätten sollten ringsherum an ihren

Grunde mit der Desinfektionsflüssigkeit tüchtig begossen werden.

Zeider haben nicht alle Bewohner eines Ortes die Einsicht, That⸗

kraft und den guten Willen, stetig und energisch diese Regeln zu

befolgen. Es ist daher Pflicht der Gemeindeborstünde, zu veran⸗

lassen, daß die verständigsten und einflußreichstn Männer der Ge—

meinde zu einer Kommission sür Abwehr der Cholera zusammen

treten und sich schnell an die That machen. Dieselben sollten

Aberasl, in jedem Hause und jeder Wohnung des Ortes sich von — —
der Beobachlung der orts⸗ und oberpolizeilichen Vorschriften für die Die Redaktion macht auf ihre Ertlärung am Schlusse der
Desinĩektion überzeugen, sie selbst ausführen. wo es nicht freiwilliat heutigen Unterhaltunasblaties usmerksam. Die Red.

zeschieht, mit Rath und That allüberall zur Hand gehen. D
dommission sollte ferner zu. Herstellung der Desinfeltionsflüssigt
n großen Mengen jorger. Sind auch die Materialien selbft ir
Zleinveckauf schon billig genuz (1 Pfund Eisenvitriol koftet 8 bi
tHienzer, 1Pfd. rohe Karbolfäuce 14 bis 16 Kreuzerd so
niedrigt sich ihr Preis bei zentnerweiser Anschaffung fuͤr die Ge.
neinde doch noch bedeutend, so daß ein Liter der Destnfeklion⸗
lüssigkeit auf höchstens 3 Kreuzer zu stehen kommt Jederman
bedenke dabei, daß diese Kossen und die damit verbundenen Mühen
durch Erhaltung der Gesundheit' und des Lebens qut angewende
sfind. Wean Ihr aber, Mitbürger, handeln wollt, so handeit schne
und wirtet nicht, bis Euch oder Eure Orte die Krantheit erreiqh
hat, und wenn Dies dennoch geschehen sollte, so ermattet nicht
der Arbeit für das öffentliche Wohl!“

Betanntmachungen. Künsthicher Dünger
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Geschäfts-Empfehlung.
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Karlsruhe 1861.
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London 1862.
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Hamburg 1868.
Ehrenv. Erwähnung
Maunheim 18635
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Kobin 1868.
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Ztraßburg 1806
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Genf 1866
Zwei Medaillen.
Parisé 1867.
Silberne Medaille.
Saarlonis 1867
Zwei Medaillen.
Karlsruhels6

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Pistolen.... 9389241
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— — 3* * —A 328,83*5 582283* 3 253*
—3 2
3 32335 232535333 57253.3* 2 2 *
—. 27 22 — 22 2228 8 —X
27232 7 2 277— 2 EI2555— gabe 3 5*
⁊ 38 33.8 2333535 * ——
72 33233583 — 537
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3 523. 5283 3375 3353886
32.2 28 S 5 3 — 3
—553 33283 —*25238—2 2
*33 3537* 23808277 52222*
22 3232 53 2383 55 587 *
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*5358—35328.7 *5555 m8825*
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3.5 22 333 3382
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363533—5— —333
90383825 —A 023 *
* 2 6 —22328 * — 3
2. 23 8 52522 7 — 33
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2322326855258 * —— 23.3 3583
25 252833 783 5* — 5532 —
8 —5 28 2 2282.* 23* 2278 23248
2 23 5323355533 55 5—285355
27 5. 2 87 587 —d 7 J RFB T X

2822 35. 3577788
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2,53 —» 7323353755
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22*5 23 577
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33255723538 334
22 335 3.32 8 255
22233 22 5 338
2 22332373 22 5323
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525 335 333558 58
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255 3333333 3232 22
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23 5222 535355333
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        Ol. Ingberker Anzeiger.

der St. JPngberter Anzeiger (und daz mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienztags⸗, Donnertiagt ⸗ und Sonntag,
rummer ericheint wochentlich ieremal: Dien stag. Donner stag, Samsta g und Sonntag. Aoonnementspreis vierteljahrig 42 Krir. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
R2

Dieustag, den 12. August
Dentsches Neich.
Z— Die Regierung, welche in der Vigilante-Affaire bisber
zeharrlich geschwiegen hat, beschränkt sich jetzt darauf, in der Prod.⸗
dorresp. solgende kurze Darstellung zu veröffentlichen: „Am 283.
Juti war das spanische Kanonen⸗Dampfooot „Vigilante“. welches
die rothe Fahne führte, vor Cartagena von dem Befehlshaber bis
in den spanischen Gewässern kreuzenden deutschen Geschwaders an⸗
gehalten und weggenommen worden. Vei der ersten Kunde von
hiefem Vorfall wurden, namentlich in der auswärtigen Presse,
Zummen laut, welche denselben als eine auf Wessung der Reichs—
zegierung erfolgte Einmischung in die spanischen Zwistigkeiten und
als eine thatsächliche Anerlennung der gegenwärtigen Regierung in
Madrid bezeichnen wollten. In politischen Kreisen konnte von
pornherein kein Zweifel obwalten, daß der deutsche Marineofsizier
nicht auf Grund einer Weisung oder Ecmächtigung gehandelt habe,
und daß in den maßgebenden Regionen der Reichsregierung voll⸗
Jändige Uebereinstimmung darüber herrsche, jede Verantwortlichkeit
iür den Vorgang abzulehnen. Die Abberufung des ermähnien
Offiziers von dem Commando des deutschen Geschwaders zu den
panischen Gewässern hat diese Auffassung vollkommen b stätigt und Vermischte
omit kann die ganze Angelegenheit als erledigt gelten. F Die kgl. Regierung hat auch den Herren Reltor Hofer
Ein Metzger Correspordent des „Schwäb. Merk.“ schreibt: zon Zweibrüden und Zeichuenlehrer Volß an der Kreisgewerb-
„Wie wir aus sicherer Quelle erfahren, wird beabsichtizt, die chule Kaiserslautern Reisestipendien im Betrage von je 200 fl.
gendarmerie in den benachbarten Grenzorten zu verstärken. Seit sugewiesen zum Zwed des Besuchs der Wiener Weltaussftellung.
»em Beginn der Räumung nämlich haben fast jeden Sonntag bie ihren betr. Herren Kollegen, so ist auch den beiden genannten
seibereien zwischen den Bewohnern detr anliegenden französischen Herren aufgegeben, über ihre resp. Fächer Referate vorzuiegen.
ind Lothringischen Dörfer stattgefunden, und es steht zu befürchten, Zweibrücken, 11. Aug. Gesiern erschoß sich in der Ernsi⸗
aß solche aach vollständig erfolgter Raumung noch haufiger vor· veilerer Kaserne ein Jager· Korporai. Die Molide ju der Tha
ommen werden. Den Hauptgrund dieser nicht selten mit Schlde lagen in Privatverhäunnsen.
zereien endigenden Streitigkeiten bildet meist der den Lothringern f Ueber eine Pet'tion von 96 Gemeindeschreibern der Pfalz
prgeworfene Mangel an opferwilligem Patriotismus. Jenfeits um eine bessere Steüung haben sich nun die kgl. Bezirksämter gut
der Grenze scheint man auch jetzt noch jeden Lothringer, der es achtlich zu ͤußern,von welchen in ihrem eigenen Jateresse eine
jatt neputen um n Alge 338 gee whig Befürwortung der Bitte zu erwarten siebs.
einer olle zu bleiben, a erräther an der heiligen Sacht —
zu — Ob aber Prügel das rechte Nittel sind, ind 83 * sag ee d dn guhne
i iotismus anzufachen, dürfte doch — 8 ⸗
n angebtich mangelnden Patrio dasenjagd auf 15. September festgefetzt.
ehr sraglich sein. b Vor ca. 8 Tagen drangen zwei junge Leute von Ramsen
Die gn, 8., Aug. Die von mehreren Zeitungen Anee Inhann Mayer und Jeh. Vangenstein, bei der Rudkehr von
naheicht. Oesterteich sel für die französische Fusion and de Böllheim gewaltsam in eine Schmiedewerkstätte an einem Eifen-
hatio⸗ A derselben forderlich wirder 7 berger Steinbruche und zündeten ein Feuer an, welches einen Vor⸗
naneseh ienoen —8. — — * Regierung nahen rath von 15 Pfund Sprengpulver zum Explodiren brahte. Die
n Zeitungen g
Wien, z Aug. Dem Vernchmen nach beabsichtigt Kaiser e wurden so detletzt, daß an ihtem Auflommen ge
ztanz Josph den Kaiser Wilhelm in Gastein zu befuchen. Das ofvei ** W
borhaben dürfte aber wahrscheinlich erst nach der Pre.sbert heilung Mulhausen. Vor Kurzem ist hier ein junger Eisenbabn ·
n der Weltausstellung ausgeführt werden. arbei:er im Dienste verunglückt Die Folge hiervon war eine
Wien, 10. Aug. Der Köuig von Bahern kommt im Sep-⸗ mehrwöchige Krankheit mit Arbeitunfähigteit und der Verlusft des
ember incognito zu einem 141ägigen Aufenthalte nach Wien zur kechten Auges. die ——— —— sicherte
susstellung. (Ju München verlaute bis jeßt davon nichts, sagt der dem Verstammelten eine Entschädigung von 9 Thalern zu⸗ womit
M. Kur.)« Frankreich. derselbe jedoch nicht zufrieden war, vielmehr eine Klage gegen die
— Der Graf von Paris hatse bei der ersten Anrede an den Bahnverwaltung erhob, welche entschieden zu Gunsten des Bescha⸗
zrafen Chambord gesagt: Ich mache Ihnen heute den Besuch, digten ausfiel: der Gerichtshof verurtheilte die Bahnverwaltung
nt lange mein Wuns⸗„ gewesen, und begrüße in Ihnen im Namen ur Zahlang don 6000 Francs an den Klager. Wee
Ur Glieder meiner Familie und in meinem Namen nicht nur Singe derurtheilte das Ober-OHandelsgericht in Zeipui die gleiche
us Haupt unseres Hanss, sondern auch den einzigen Vertreter Berwaltung, einem verunglückien und dauernd arbe taunfähigen Lo⸗
. wonarchischen Prinzips ig Frankreich. Graf CThambord er- omotivfübrer aebst Pension die einmalige Entschadigung von
viederte noch an demselben Abend den Vesuch des“ Grafen von 10,000 Fres. auszuzahlen.
duis. Diese zweite Zusammenkunft war noch herzlicher als die F Die Straßburger Bevolkerung hat im vorigen Monat
ie. Man versichert, daß seitdem zwischen den Orleauisten und wieder um 1039 Personen zugenommen.
agitimisten eine starke Annäherung erfolgt sei. Die Union kon— F Würzburg. 9. August Von vorgestern auf gestern kam en
iatirt die im Harfe Frankreich wiederhergestelte Einhe't, es bleibe zwei neue Choleraertranlungen und ein Todesfall vor, eine Person
ut noh die Einigkeit aller Franzosen herzustellen. Die ,Gajette ist genesen, 183 bleiben in Bchandlung.
France“ sugt: „Die Prinjen thaten ihre Schuldigkeit, mögen F Gestorben in Mümnchen an sder Cholera: Ministerial-
ir Conservaliven nun die ihrige thun— rath Roos, Mitglied des Verwaltungsraihes der Pfälzischen
— Die Räumung Frankreichs nimmt ihren steten Fertgang Bahnen.
die französischen Soldaken uücken, mit Jubel empfangen, auf * König Ludwig IIJ. hat von dem ihm zur Verfügung ge⸗
vonen ihrer Sieger. Das ist natürlich. Für uns aber ist stellten Gewinnantheil der München⸗Aachener Feuerversicherungs⸗

es ebenso erfreulich, daß unsere Truppen in den drei Jahren, die
sie in Feindesland verbracht, zsich ihren guten Namen bewahrt
daben. Die Franzosen schauten noch erstaunt auf die Pünktlich⸗
keit, die beim Abmarsche herrschte. Die Stunde schlägt und ab⸗
narschirt die Truppe, ob es jetzt donnert und hagelt, oder flechend⸗
A
Spanien.
Aus Madrid wird unterm 5. d. der, Times“ lelegraphirt:
Die ueuesten Berichte aus Valencia melden, daß die Truppen sich
der Stadt bis auf eine Entfernung von 600 Yards genäheri
Jaben. Gestern warfen sie zweihundert Granaten in dieselbe. Die
Insurgenten vertheidigen sich energisch, aber die Truppen sind im
Botrücken. General Turon kommandirt jetzt das Belagerun glorps.
„Madrid, 8. Aug. Valencia hat sich auf Gnadeund
Ungnade ergeben. Martinez Campos hat die Stadt besetzt.
Madrid, 10. August. Die Regierungskruppen sind S onn⸗
abend Mittags in Valencia eingerüdt. VBie Revolutions junta
hatte vorher die Insurgentensoldaten nach Carthagena eingeschi fft.
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        Besellschaft 10,000 fl. den Verunglückten von Immenstadt zu⸗—
gewender... —

f Beji einem Turnfestd zu Heilbronn starb ein Turner am
Sonnenstich; ein anderer brach ein Bein.

Im Rheine bei Waldshut (Baden) ertranken vier badende
Knaben und ein Mann. J

F Die Fremdenzahl in Baden⸗Baden ist am 7. Rugust aus
20,242 gessicgen.

In AltBreisach (Baden) wurde der Tod eines Kranken
dadurch herbeigeführt, daß bei Bereiturg einer Arznei irrthümlich
statt Chloralhydrat Carbolsäure genommen wurde.

F Niefern, (bei Pforzheim) 3. August. Ein schrecklicher
Unglückssall hat sich gestern Morgen auf der hiesigen Eisenbahn—
dation ereignet. Der Eisenbahnarbeiter Fischer von hier, welcher
in der Nacht vom 1. auf 2. d. Dienst hatte, setzte sich, da er am
porhergehenden Tage bei fast tropischer Hitze anstrengend gearbeitel
hatte, voui Schlafe übermannt zu nahe an das Schienengeleise
und schlief ein. Wahrscheinlich beugte er dabei seinen Kopf vorn⸗
über, so daß er von dem heranbrausenden Zuge am Kopfe erfaß!
und auf die gräßlichste Weise verstümmelt wurde.

Das Hagelwetter vom 24. Juli hat im Amtsbezirk Karls
ruhe allein einen Schaden von 600, 000 Gulden angerichtet.
73Im Interesse der Ohrenleidenden machen wir auf eine in
der jüngsten Nummer der Berliner Monatsschrift für Ohrenheil
lunde enthaltene, von Dr. Bezold in München verfaßte Abhandlung
aufmerlsam, worin derselbe an einer Reihe von Erkrankungsfällen
den Nachweis liesert, daß die von. den Ohrealeidenden vielfach
angewendeten Oeleinträuflungen nicht selten zu Pilzbildung im Ohr
und in Folge dessen zu nicht ungefährlichen Entzündungen, in
einzelnen Fallen zur Durchloͤcherung des Trommelfelles jühren.

7 Judenburg, 7. August. In den sogenaunten Humer'schen
Kohlenbergwerlen in Judenburg ist ein Grubenbrand ausgebrochen.
der bisher noch nicht gelöscht werden konnte.

4. Im Laboratorium der Festung Kosel sind ein Untezoffi iet
und zwei Mann, welche mit dem Eptladen von Granaten beschäf-
tigt waren, durch die Explosion einer solchen so schwer verletzt
worden, daß der Unteroffizier feinen Wunden bereits erlegen ist
und an dem Aufkommen der beiden Soldoten gezweifelt wird.

r In Prettz bei Rügenwalde (Pommern) tödtete der Blis
eine Wöchnerin im Betite; das Kind blieb unversehrt.

F Paris. Bekanntlich existiren in Paris mehrere Häuser
von denen jedes für sich die Ehre in Anspruch nummt, das Ge—
burtshaus Moliöres zu seiu. ,Sehen Sie hier“, — sagte neulih
ein Pariser Cicerone zu der englischen Familie, die er durch di—
Straßen der Stadt schleppte — „dies hier ist eines der Härser
in denen Moliöre geboren wurde.“

F In belgischen Blättern wird das Abbrechen der Kartoffel—
Blüthen empfohlen, weil dadurch der Ertrag der Erute bis zu 20
Prozent gesteigert wird.

Newyork, 10. Aug. Eine Feuersbrunst in Portland
im Staate Maine hat drei amerikanische Schiffe und zwei Doll⸗
zersiört. Zahlreiche Waarenladungen sind verbranit; man schätz
den Schaden auf 600,000 Dollars.

FSouhampton. Der von Westindien kommende Ham

durger Postdampfer ,„Allemania“ stieß auf der Höhe von Portlan
nit dem Schooner „Emily“ aus Salcompe zusa umen, worau
letzterer jofort unterging. Der Kapttän, seine Frau und wpwen
Kinder, sowie zwti Matrosen der Brigg ertranken. Vier Personm
vurden von der „Allemania? gerettet und hierher gebracht. Da
Schooner, mit Kohlen von Shieds nach Neapel bestimmt, war zut
Zeit des Zusammenßoßes: nicht erleuchtet.
7 Santa Barbara (Californien). Etwa 830 Meilen vod
hier, im Hofe eines alten spanijchen Adobe Hauses, befindet sich
eines der Wunder Catiforniens, der größte Weinstos der Welt
Der Stamm diefes Weinstocks, welcher vor 48 Jahren gepflang
vorden, ist am Boden 4 Fuß 4 Zoll im Durchmesser. Acht Fuß
dom Boden beginnen die Zweige, welche wagrecht auf Spalierea
tings umhergezogen sind und jetzt zwei Acres Laud bed cken. Nit
ährliche Ertrag an Trauben von diesem einzigen Stock beläuft
ch auf 100 bis 120. Certnet, und Trauben von 2 bit 6 Pfo.
ind keine Seleenheit. Der Weinstock befindet sich aaf einer An—
höhr und ist niemals gedün t worden. Ein nitht we't entfernte
Weinstock, welcher erst vor 18 Jahren gepflanzt worden ist, schein!
noch größer als der erwähnte Stock werden zu wollen und trag
vich feinere Trauben.
—XRXRX —XfX Redacteetr.
Betauntmachungen.
—X—
.- * — 9
Zwei Wohnungen
sind zu vermiethen. Das Nähere bei
Wilhelm Poller,
St. Ingbert, Josephsthal.
Einige
6
1000 Gulden
liegen zum Ausleihen auf erste
Hypotheke bereit.
Das Nähere sagt die Exrped. d. BVl.
KFoan 4u*

Ich erlaube mir ergebenst anzuzeigen, daß ich untet Her
sigem das ErIcel'sche Rähmaschinengeschäst übernommen hab
und bilte das geehrte Publiklum, mir das demselben geschenh
JDertrauen bewahreu zu wollen. J

Durch laugjährige Proxis in den größten Fabriken Amen
ta's, sowie durch die vortheilhaftesten Hütfsmaschinen bin ichn

den Stand gestctzt, allen Auforderungen zu entsprechen.
Zweibrücken, den 27. Juli 1873.
OIFDIE

*1

necht.“

Gro ßes
Tapeten⸗ und Ronlegnz⸗-Lager
bei J. 24 Ciolina.
vis·a⸗vis dem Pfalzerhof
in Tweihrüceken.

—

der mit Nietden umzugehen weis, wird

gegen sehr guten Lohn gesucht.
Näheres in der Exped. d. Bl.
ine große arthe —
Deldruckbilder

Er i.
Handelssehule. vVorbereitungs-Anatalt für den einjährigen Nib
tardienst (von 189 Candidaten sind 151 bestanden), fur die Post (ũber 50 besta
den) ete. — Pencionat mit strenger Disciplin: dieses Schuljahr waren ödor
150 Pennionüre, von 12 Hanuslehrern unterrichtet und berwacht. -
2rospectus durch die Direction in Bruchsal (P 3234).

sind wieder angekommen, und können be
Bestellung sofort abgeliefert werden.
Carl Jung.
Zu verkaufen oder zu
vermiethen.
Eine in St. Avold (othringen) ge—
iegene Restauratiom nebst Garten⸗
wirthschaft und Kegelbahn vis-àvis der
Kaserne, wegen Geschäfisveränderung des
Eigem hümersa
Rudolph Jranck
— St. Avold.
TUerzu ale eilIage: Allgemeines
nzeiger fitr das Konigreieh
24yern Nr. 88.

Das Neue Blatt 1873.

Nr. 47 ist soeben eingetroffen und enthält:

.„Die neue Magdalena.“ Von Wilkie
Collins. — „Zauber. Gedicht von G. Baron
von Dyberrn. — Ein Besuch auf der In—⸗
sel Sylt.“ Von Dr. Hermann Rahm —
Aerztliches Sprechzimmor.“ Das asiatische
Zespenst.“ Von Dr. Reyer. — ‚Unser Herr
tegistrator.“ Ein Charakterbild von Karl
hop. — ‚Von der Wiener Weltaus
tellung.“ Originalberichte des Neuen Blattes.
VI. „Eine Reise um die Welt.“ Von Wil.
helm Rullmann. (Mit Illustration) — .Der

Bergrath.“ Criminalgeschichte don Ernenn
pon Seitere Ehronmka — Io
Haus nud Herde Aillerlei“: „Zu
cren Bildern. — GEin Spoitbild. Allweise
Gute Lehre. — rc. —An Jluftrationu
Rast der Wallfahrer nach Kevelaer ab
er Ehausfee von Hochheim nach Main
Originalzeichuung von P. Wagner. — gFer
inand Bavid.Von der, Wienn
Ausftellung“: Das indische Zelt
Das Neue Blatt ist zu beziehen durch al
Buchhandlungen und Post⸗Anstalten fut de
maͤßigen Preis von 13 Sgre vierteljährlich.

Redaltion, Druch vnd Verlag von

*. Deméez in St. Ingbert.
        <pb n="501" />
        2 2.2 3522 2 *2 —— 222 DE *8 227
555323823 333S — ——5 33832 —5558
35355 8 325* 5S5 53322 52 52*
— 577 —5— s 635 —328
— 52 827 — * 5 2 2 — — —35 .8 5
A— E2 22 822 235335 —2358 — 3 *25
— 1552 5,383 232858 2 ——57 7*
2335—2 3383 33 3—34
28 53 7383353—
53 —3255 2— ——2 33
RSES—s 3 —
7 — 22 252 532 5253834 587 — 2
—A * s28— 2523535 522.
33535 5 —33 825
— — 823
—2* —A— — 2*8* — 5c— 5 83 83*8
2 2 5 —ñ — 228822 — — * *
—
33 — 2—2
83 —255 5235735342
33335—— 353
— 57* —3— 82 — —*3 3
226733 —33532 3555332 333
—— ——— 8
2
2 3 —— — —A — 8 222 * — —A——
— — —323 2.5
525555 D 5 5c35 — 2. —8352 2 ——A
38 38—
— —2 —3
33322333535 —3335553333 **
S ·* 3 —225 — 2 — —— * —A 2.*
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der St. Fna barter Anzeigcer fund das mii den Huuptdlatte verbundene Unterhaltungsbdlati, mit der Dienstaqs⸗. Donnerttagt⸗ und Sonntag
dummer erscheint wöochen“? viermal: Dien⸗tagn, Donner stag, Samatan und Sonntag. Adonnementsvreis viertellahrig 42 serzt. ode
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Kerzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
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Donnerstag, den LAM. August

28873
Dertsches Reich. IJ
München. Inhaltlich einer an die k. Studienreltorate er⸗
angenen Ministerialentschließung werden erssere angewiesen, die
zchüler ihrer Anddalten bei jeder Gelegenheit über die Verwerflich⸗
eit der sog. die storpéeberbindungen an den Universitäten nach⸗
hmenden Schülerverbindungen an den Gymnasien zu belehren,
egen die Uebertreter der gegen diese Verbindungen gerichteten
zatzungen auf dem Disziplinarrwege mif Nachdruck vorzuschreiten,
ind werden die Distr.⸗Polizeibehörden beauftragi, den Schulbehör⸗
en bei ihren Bestrebungen zur Unterdrückung der Schuͤlerberbin⸗
ungen in jeder gesetzlich zulässigen Weise, namentlich aber durch
Mittheilung ihrer Wahrnehmungen bezüglich der Abhaltung größerer
xrinkgelage von Seiten solcher Schülerverbindungen, wirlsam an
ie Hand zu gehen.
München, 11. Aug. Wie wir aus verlässiger Quelle
rfahren, wird die für den nächsten Monat in Aussichi genommene
zinberufung des Landtages (das betreffende Einberufungsdekret ist
‚ereits angefertigt) für den Fall, daß die Choleraepidemie dahier
ndere Dimensionen annehmen sollte, verschoben werden. (Fr. Ky)
Aus Elsaß⸗Lothringen, 6. Aug. Die Durchzüge der bishet
at Oklubationsarmee in Frankreich gehörigen deuischen Truppen
und feit vorgestern beendet; mit Ausnahme der in Verdun, Conflans
nd Etain zurückgebliebenen etwa 4500 Mann befinden sich sämmt⸗
he deutsche Truppen wieder auf deutschem Boden. In Frantkreich
iben sie trotz Alledem überal ein gutes Andenken hinterlossem.
o schieibt man z. B. der „Schweiz. Grenzpost“ unterm 8. Aug. Bermese
4. Mulhausen: Diesen Vormittag sind ungefähr 180 Namn jAns der Pfatz. Tie „Kaiserslauteter Zeitung? berichtet
aballetie von Belfort kommend hier eingerückt und wurden ein- unterm 12. August: „In einer heute Vormittag siattgehabten
zartirt. Als vor hald drei Jahren die deutschen Soldatein gen Stadtrathssihung erklarien saͤmmtliche zum Stadtrath noch gehörigen
elfort zogen, da sagte wan hier, es werde wohi Keiner mehr !l Herren ihren Austril uud motivirten denfelben damit, daß die
mn iynen zurittetren. Ist auch mancher dort geblieben, und detheiligung au den letzten Ergämzungswahleu eine so geringe ge-
iht in kühler Erde, so hat es jetzt doch den Anschein, als käme vesen und die meisten der Gewählten die Wahl nicht angenommen
je Besazung oon Belfort nicht von einem Feldzuge zurück, sondern ällen, so daß es Iwe felhaft erscheine, obß der gegenwärtige Stadi
on einet Parade, sa proper und schmuck sehen die Leute aus, ath noch das volle Vertrauen seiner Mirbürger besitze, ohne
auch die Pferde. Die Hauptsache aber ist, daß die Mannschafi oelches eine gedeihliche Wirtsamken nicht möglich sei.“ Das im
iht nur die Festung Belfort, sonderu duch die Achtung ibrer brozeß Rohr genannte Stadtrathsmitglied Joseph Altschüler er—
inwohner erobert und damit drr deutschen Ration Ehre gemacht lärte schon vor einigen Tagen feinen Austrin
u. Wohl nicht bald haben Kriegstruppen in Feindesland sih fWie die Pf Post“ hoͤrt, liegt es im Plane der kgl. Re⸗
msolches Lob erworben, wie die Besatzung von Belfort. Unlängst nerung, hinter dem Industriegebdude in Kaiserslautern die Hohe
ge mir ein Belsorter Patriot: „Wir muüssen unsere Vesiecer inauf ein Weiteres aufzusühren, welches zu gleicher Zeit für die
isen, aber den deutschen Soldaten ldnnen wir unsere Achtung n Aussicht genommene Baugewertschule und fur ein zu gründendes
tt versagen, und wären sie⸗ nicht als Feinde zu uns gekommen,! hewerbmuseum bestimmt wäre.
hälten gegen ihren Abzug protestirt.“ F. Im Pfatz. Kur.“ schreibt Andreas Geher von Hemshof
Aus Elf'a ß. Welche ungeheure Menge von Kriegsvorrä- eine 917 Jahre alie Tochter Sufanna als ihm entlaufen aus.
in die deutsche Militärverwaltung, um für olle Evenlualiläien;/ 7 Das Krelecomite des landwirthschaftlichen Vereins der
Anet zu sein, in den occupirten franzsischen Festungen aufge- Pfalz hat in Anbetracht des heuer sehr verunkrauteten und man⸗
helt hatte, zeigte sich bei der neulich vollzogenen Raumung von Ilhaft entwidelten Roggens beschlossen, aus fremder Gegend, wo
fort. Um Alles fortzuschaffen, waren nmicht weniger als 1879 »ie Bedingnisse vollkommener Ausbildung desselben im höchsten
aggons erforderlich. Davon waren beladen: mi Pulver 129 Maße gegeben sind, Saatkorn anzukaufen. Das Quantum des an⸗
uggons, mit Geschützen 294, mit Projectilen 398. mit Prodi- ukaufenden neuen Saatgutet hat es als ersten Versuch auf 600
nen 231, mit Hoiz 239, mit Deden 17, mit sonstigen Artillerie- Tentner festgestell, und es wird hievon 400 Ceniner direkt
enständen 53, mit Ambulancen 8 und mit Fleisch 18 Waggons. n der Probstei und 200 Centner in der Champagne ankau⸗
eProjertile wogen insgesammt uugefähr 3,100,000 Rilo; an fen lassen.
rensmitteln waren mehr als 2,000, 000 Kilo vorhanden, d. h. In Winden schlug am 11. Aug. der Blitz in ein Haus
uonen für eine Garnison von 10,000 Mann auf ungefähr 10 in dem sich Niemand als ein Kind befand. Das Haus brannte
amate. Einer eventuellen Belagerung hätte die deutsche Besa⸗ nieder. Das Kind bließ unbeschädigt.
J,kon Belfort also mit größler Gemüthsruhe enigegen S.aarbrücden, 6. Aug. Am heutigen Jahrestage der
toͤnnen. Frstürmung der Spicherer Höhen prangen unsere Städie im reich⸗
len Flaggenschmucke; St. Johann gebührt überdies die Ehre, den
ür uns so erinnerur gsvollen Tag auch durch Boͤllerschüsse und
Blockenläuten (von der evangelischen Kirche) eingeleitet zu haben,
vährend letzteres in Saarbrtücken unkerblieb. Nach den Graäbern
m Ehrenthal und dem Schlachtfelde lenkten viele Besucher, Ein⸗
jeimische und Fremde, ihre Schritte, darunter manche Angehoͤrigen
)er Gefallenen; die Ruhestätten der entschlafenen Helden sind schön
nit Blumen und Kränzen gefchmückt und manche Ankommenden
gien dazu neue Blumenspenden. Auch die deteinzelt im Felde

Der Ex Bencral Contreras ist mit 2000 Mann und zwei Kano⸗
nen über Murcia vorgegan en, um Madrid anzugreifen. Die Ne⸗
zierung, frühzeitig denachrichtigt, schickte eine Truppen⸗ Abtheilung
zach dem Eisenbahn-Knotenpuntt Chinchilla welche den Feind
berrumpelte. Ein Theil der Rebellen zog sich in aufgelöster Flucht
urück. 400 Gefangene wurden von den Trudpen gemacht, die
danonen und das Kriegs⸗Material erbeufet ;3 Contreras und die
dauptanführer, wie Galvez und Pernas sind entlommen, werden
iber doch vielleicht noch gefangen werden. Die Truppen haben
einen Verlust ertitten. *

— Belgien.

Einer Mittheilung des „Amsterdamer Allgemeinen Handels⸗
latt zufolge soll auf Anregung von Amerika aus im October
in Kongreß von Rechtsgelehrten und Publicisten aller Länder in
Zrüssel stattfinden, um zu berathen, auf welche Weise die Condi-
icirung des Völkerrehts im Geiste der kurzlich vom englischen
Unterhause angenommenen Motion des Herrn Richard am sicherften
ind schnellsten zu Stande gebracht werden könne. Die Einladung
jeht von dem International Code Committee aus, melches sich auf
vrund eines ausführlichen Berichts des Herrn J B. Miles über
ine Reise durch Europa gebildet hat, die zum Zwecke hatte, her⸗
orragende Staatsmänner und Rechtsgelehrte für die Errichtung
ines permanenten Schiedsgerichts gut Schlichtung von Streitig-
riten zwschen Nationen zu gewinnen.

Schweiz.
ern, 11. Aug Einer, wie aus guter Quelle betlautet,
idings hier eingetroffenen Mittheilung der franzöfischen Regie⸗
usolge ist es nunmehr als feststehend anzusehen, daß sich
ulreich an der hier staltfindenden internationalen Postkonferenz
veiligen wird.
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        und vor dem Spicherer Berg liegenden Gräber sind geziert. Einen nach und riß plötlich die Kopfbedednng zu sich in den Zwinger
grellen Mißton und allgemeinen Abschen an diesem der Erinnerung Heschmack am Genuß derselben scheint sie indeß nicht gefunden zu
an unsere iapferen Todlen gewidmeten Tage rief die Kunde von jaben, denn sie verzehrte nur das fettige Futter!, die Mütze selbft
der Verstümmelung des Denkmals det Vierziger in der Näbe von jerriß sie.
Spicheren hervorez Man vermuthet hier, daß des Weges ziehende FManchen, 11. Aug. Bis gestern Abend waren im
Arbeitler aus Spicheren, Alstingen, Eßlingen, Zinsingen oder Ker- Banzen hier an der Cholera erttaukt: 109, gestorben: 44 Per⸗
hach, vielleicht frühere franzöͤsische Soldaten, in fanatischem Natio sonen. Der Zugang vom 9. dis 10. Aunust Abends betrug 8
nalhaß sich der infamen That schuldig gemacht haben. Hoffentlich Eikrankungs ˖ und 8 Sterbejälle.
gelingt es mittelst der vom laiserlichen Oberprokurator in Saar⸗ 4 Nach dem nun publizirten Reichsmaunzgesetze wird es bünf
gemünd ausgesetzten Belohnung von 300 Frantken, die Freblet zutig z Deusschen Reiche folgende elf Geldsorten geben:
ermitteln. Laus Gold:

PMetßtz, 9. Aug. Am 18. d. M. findet bei St. Dehe 20. Markstͤct — 11 fl. 40 tx. ⸗ 2000 Pig.“
dse feierliche Einweihung des Denkmals statt, welches das Offizier⸗ 10. Rartstct 5 , 50 ir. ⸗ 1000 Pfs.
lorps des Gardekorps zur Erinnerung an die Schlachten bei Metz II. aus Silber:
rrrichten laßt. Dem Enthüllungsalte werden Prinz August von 5· Markstück 2fl. 55 kr. — 500 Pfgs.
Wuritemberg, kommandirender General des Gardelorps, die Divi⸗ 2. Martstude fl. 10 tr. ⸗ 200 Pigs.
ons' ommandeure d. Pape und v. Budritzky, der Prinz Nilolaus 1 Markstüuck — — 35 kr. — 100 Pfg.
hon Nassau Em Offizierlorps der Garde) und starke Deputationen aa⸗Markstück ⸗— — 171 tr. ⸗ 50 Pfg.
don Offizieren und Mannschaften der verschiedenen Garderegicnentet yjss⸗Martstuch ⸗ ⸗741r. 20 Pig.
beiwohnen. III. aus Nidel:

Straßburg, 10. Aug. Gestern Vormittag hat hier unꝛo-Marksiück — — 314 kir. — 20 PVfa.
ein preußischer Sergrani vom 47. Regiment, seine Braut und so— u20 Martstüuck — — 12 ir. — 5 pis.
dann sich erschossen. Die Braut soll, wie ich eben höre, noch am IV. aus Kupfer:
deben sein; der Schuß ging derselben durch die rechte Brust links 2/30. Markstũuc — — UIsio tr. 2 Pfs.
wieder hetaus, jedoch ist keine Hoffnung vorhanden, daß sie am 1000-Markftück — — 4620 It. 1 Pfg.
delen bleidt. Der Unlerofsizier gab sich sodang mittelst eines Ge⸗ 4Magdeburg. 5. August. Die Trichinenkrantheit ist hier
wehres drei Schüsse durch den Kopf und war sosort wodt. Der uusgebrochen. So weit bis jeht bekannt, find 29 —30 Personen
deweggrund zu dieser schauderhaften That if haupisachlich Eiser· in der Neustadt mehr oder weniger schwer˖ betroffen. Die Kran ·
sucht. Wie ich höre, soll det Möͤrder jeine Braut, welcher er die heit ist durch den Genuß rohen Schweinefteisches becbeigeführt,
neisten Haushaltungsgegenstände bereits angeschafft hatte, sehr ge· velches von einem in der Neustadt wohnenden Fleischer entnom⸗
iebt, aber nur erheuchelte Gegenliebe gefunden und sogar seine nen wurde.
Angebetete gestern früh 6 Uhr in den Armen eines Anderen ge —
funden haben, worouf er den moͤrderischen Entschluß gefakt und
hald darauf ausgeführt hatte. GB. L.Z.)

7 Worms. Den Arbeitern der Hehl'schen Fabrik dahier

ist von der Wiener Ausstellungs Jury ein Ebrendiblom zuerkann'
worden. WV

Frankfurt, 12. Aug. Ein aus Frankteich zurück⸗
sehrender Officier besuchte am Samstag aud den zocrlogischen
—E Thieren, namentlich
spielte er mit Vorliebe mit den Bären. Dabei kam er mit seiner
Mütze dem Rachen der Katbarine“ zu nahe, diese schnappte dar;

AKö—ò
zolkswirthschaft, Haudel und Verkehr.

— Die Handels und Gewerbekammer in Chemniß hat an
das Reichsskanzieramt eine Zuschrift abgesendet mit der Bitte, dald⸗
moͤglichst gesehliche Bestimmungen treffen zu wollen, durch welche
die großen Uedelstände und Nachtheile der allgemein ũberhand ge
nownmenen Unsitte, Zinscoupons und Dividendenscheint als Zab
lungsmittel zu benutzen, beseitigt werden.

—
. X. Demeß. verantwortlicher Redacteur.
Bekanntmachungen.“

Künst licher Dünger

Einige
1000 Gulden
liegen zum Ausleihen auf erste
Hypotheke bereit.
Das Nabere saat die Erved. d. Vi· J
18738 Häringe

Landwirths ch Faͤc chemischen
Fabrik von
GEORG CARL ZTRIMMER

Silberne Medaille.
Karlsruhe 1861
Fhrend. Erwähnune
Loudon 1862.
Medaille.
Hamburg 1863.
xhrend. Erwaͤhnung.
——————
Medaille.
Köln 1863.

Silderre Nedaill
Straßburg 1866
Medaille.
Geuf 1866.
Zwei Medaillen.
Paris 1867.
Zilberne Medaille.
Zaarlonis 1867
Zwei Medaillen.
QArIerubheisbs

Man 8— e ĩ mn.
Kali- und Magnesia-Vün
ger-⸗Sabrik in Staßfurth.

14
hei

L.
A. Artoarkch.
Zahnarzt Dr. HIeyen
Zaarbrücken. Bahnhofstrañe 28.

Unter Controle der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchsstationen.
Znochenmehle, roh und gedämpft,
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Ammoniak. Euperphosphate, als besier Ersatz des rothen Peru⸗Guauno.
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unter voller Garautie des Gehaltes geliefert.
Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung seines Inhaltes und der dim⸗
Georg Karl Zimmer im NUanm heüm versehen.
Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten.
Wegen allem Näheren beliebe man sich an die Fabrik in Ma unheim oder al
—rte —EE—— wer⸗2

Feetht-⸗, Brod⸗, Fleisch⸗ ꝛc. Preise
der Siadt Homburg vom 13. August.

Weizen 8 fl. 62 kr. Korn Sfl. 54 kr
Spelztern — fl. — ir. Spelz 5 fl
Izrr. Gerste, Zreihige — fl. — tkr
sreihige — fl. — kr. Hafer 5 il. 44 kr
Mischfrucht 6 fl. 5 kr. Erbsen — fl.
— ir. Wicen — fl. — kr. Kartoffeln
— fil. — it. Bohnen — fl. — ir.
Aliesamen — fl. — kr. — Weißbrod
3 Pfund — kr. Kornbrod 6 Pfd. 39 kr
1.Pfo. 20 tr. 2 Pid. 10 kr. Gemisdet
brode6 Pfd. — kr. Das Paar Weck 100
Br. 2 kre Ochsenfleisch ver Psd. — kr.
Qühfleisch 1. Qual. 20 tr. 2. Qual.
18 ir. Kalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch
20 kr. Schweinefleisch 22 kr. Butter
ger Pfund 36 kr.

— — —— 4
—-retern, 12. Au- uft. (Frucht · ¶ 6 Pfd. — kr. Gemisechtbrod 39sd. 5
xelpreis.) Weizen 8efl. 44 ki. Korn Weißbrod 2 Pfd. — lr. Butter —
e e e — e Stu 23*3
‚piß Sfte a1 Gerste 8fl. 85 ir.: loffeln ver Zir. 2II. 20, k. 92 J
Zafer 5 fl. 15 kr. Erbsen — sl — kr. 440 kr. Kletheu 1fl. 36 ir. Strod Br
Vicken — fl. — ke. Linsen — fil. — kir. 10 ir.
Oleesamen — fil. — tir. — Darnsbrod

Redakttuon. Druck und Verlag don J X. Dem

»3 in St. Inabern
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7 388 — 72 383372833537 53 252 57353365332 583
53 5353 3335383 28 538552727 351358535 22r2*
7 2533336 —— 2—33— —
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253 522— 8 2556 —z„ISSF 5 8 —— — —— 2 22
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2 — 557 —e—— — 58 258—505 —ãA —
272 55532 — 12 533 —853 2. 52 52558 333583553323 2588
V—— * 2 2 — * * —* 2
a 25833* —A
—2 33 —— 2 2 —
358523323 335 83335357 —725— 38335 73833857 2338
5825 2 2 2252 8 2 2 —A— 2 8
283 28555 —25837388833 24 5ü325332328 55 —E 22
53 A 2355 2* 2 55 *2325 —75353533* — —
75 33573753 ———— — 3333 33232
2 22* — * — 2 8* — — 2 * — 232*
255535335 322 5235 * 255 3753*23—33 — A 32
5 355283 525 50 552338 23235 e«ES552 553285 :33332
3 — — 255830 —2 35 — — 5 8 ⁊ 22232*
23 27*55
—E —— 253835323255 *5533387* —— —
. 5522 8532—5 33 35 55387* 328 S — ——— 3* ——— —
z3578 353—333235—83555 233353333283 2358 237
225 — 22228 — —— 2 — * A 32*83 AM
— z3z2257 3532356 558 — 3—585 —A ——852352
X5ES 2862385 ——A — —— 8 38 E32—838 8 — —
23837373* 33332575 ESS25EB36 F 882
2 33EE — 335353553 5553 3828
* F * — — * * —2 *
** 5 2325754535 53253233258 225585*
5.2 z253223485 *35788 738 — 23—3338—— 52* 3 * 32 **
s 833825 s8333283 7385*38 22325* 5552823653 38 55
2.5 332*2838 2 S 58 * 35— 2253 5 55* 2* 3 — —A — —
53. 33*28 227338 3283235 555 5 337 83335 2
5725 332827 2253 55553538 553 5202 —E—— —A
53 653552358 s58373 3J z223225— 8 222 8 5232 ——*22
2 25222 52 7 —— — 523 5—323 33853
5 25538 * —338 5385 385885 5 2 3558 53553355
226 5528553 33783 S 8— 8 5522— —s35*55537 3 * 2
2722 * 5 8 245353 333 — *52325 s2* 2
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2 * — * 28 2*238 775 F —AA— — 3 —
25 353522 — —A 28 233 ——2269 ———— 2 3532233
2 —38 2 —— —— 535 ——8553 2 5 5 32 —25 5— —533233535
—A — 835353* 2832 323 5538 — 23723337
* 2 * * —
7 5232 25884 5588— 22 — r * S 5 8 5
22 323 3 ——— —— 2825 k. 222* 22555322
235 283B5 235353 —A— 32 5—53853253535—322 2
5 —288 25 458 ——— 2* 222 223—3 5372258 28
5* 32882 —e 8 *8 ——— —— —— 337353523323323525
35532 *2* 53553 2332238 5 75353 83 5332—385 253355
s3753 3 557338 5528 5x3233225328 5322328
8 — 33 — 232 — 5* 3 22 8 t* * —— — * — — —2 ⸗
3 222 —— 2. —AA ——— 2* 2 27 2 2* ——— —
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3535 3533 5223232 528 52233 7827552&amp; 232355 53233
— 535353 2338 5855 338 5 53535323383 55555 55533 528
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32855 355 — 2 38 5 8 8 — E
3553 z2323 22573 355 33555 —383 23383327 —338 —553
22356 6535 ——23324552 —z32235828 5352,2372 — *88
25 * 53323*33 234 5338 —»25233538
32 8 e⸗ »S8 3 22 * 2* — 8s25 — * 7
2242 , —2 — 23 —RA — ã a⸗ 83724 * 8 2 22 3
222 2 2 5—— 252 25— 2* 52*5242 *285 8 2
77323 7* 253557 ERB5S5SFRA22 5237237 2 5*
253 8335 835358 73833356358 2355 »535533 555
—— 5 2525 2 *8* Z—5—223328 2 2 — 8
3353 5 33336353 33833—3533 35333355 53338358533
5T —, 5335 2B20 53 2 23552225 2 —v6 35 3 2 2
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1333 555 3 —333333368 255883 5323
— 35323 2 — —3—3 —— 3253833 33
35—5325—233 333 — 333 64583253 3338
2352 B3372 * 72 3. 22 —E 5 8
z 3 32 —3—2323353335—33333733238 385355
55 5823 253822 ——— 22332268 35823 a —332 2
3—33*3538 3753— 3535—3383332535 —
2 8 * 2 7 — —2 — 8 22
55268 6—— 2 E 2360 SB -8
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322 —85583553583 3 352
32* 7553 3s83332335533 23*
22*8 555 553838,45 3285*
238 5353533 822 52, 5375538324
5555 2326 Se—5 255 22328 23 2 2325
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2* 5527— —82 2227 25283255 RN 28
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22 —A 583 25 S223S5E2 32. —
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55335 5—534 33355357 —
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38328* —588 23— — —38 3385
552 723 —33255 23355356336 *2385328* 585545
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75 *555 4 253582- 2355
— 82 2223123 *. —
— 2282 8 255 2337
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* 3226 2 ——A
— 5 *752 —223
55 7357 — 3 38—25
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2 258837
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

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da St. Jnaberter Anzelaer (und das mit dem Daudiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienttags-, Donnerttags - und Sonntag

namer erscheint wochentlihh vieremal: Dienbstaqg. Doaner ztag, Samsta g und Sonntaa. Aoonnementapreis vierteliahria 42 Krzr. ode
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blaitschrift oder deren Raum berechnet.

8126. 7ESamstaa, den 16. August 1873
W Deutsches Reich.
Ausder Pfalz. 13. Augus. Dem Vernehmen nach
al sich der Verwaitungksrath der Pfälzischen Bahnen in seiner
ehten Sitzung einstimmig gegen die Uebernahme der Projektirung
zier Bahnlinie vou Neustadt nach Bermersheim durch die In-—
enieure der Gesellschaft ausgesprochen. Die Strechke hätte eine
nge von 213 Meilen, würde eiwa 2 Millionen Gulden erfor-
arn und kaum den dritten Theil der Betriebslosten decken. Wer
ieß etwa bezweifeln möchte, denn kaun man auf das Beispiel der
dinie Winden ⸗Bergzabern hinweisen, welche, durch das holzreiche
zinterland führend. günstigert Rentabilitätsverhäͤltnisse als jenes
eue Project bietet, gleichwohl aber nicht viel mehr als ein Diit⸗
heil ihrer Betriebsklosten erträgt. Ueberhaupt aber sind die An⸗
arderungen an die technischen Kräfte der Pfälzischen Bahnen für
je naͤchssen drei Jahre o bedeutend — es sollen in dieser Frist
2 neue Strecken mit einem Capital von 33. Millionen Gulden
ebaut werden — daß mit Concessionirung neuer Linien, selbst
benn sie in vollswirthschaftlicher und finanzieller Beziehung gün⸗
tigere Aussichten bieten würden, ols die von Neustadt nach Ger⸗
nerssheim, vorerst und so lange Teinzuhalten sein dürfte, bis die
Ingenieure der Pfälzischen Bahnen jene bedeutenden und ausge⸗
ehnten Arbeiten vollendet haben. (Pf. 8.)

Aus der Pfalz. Das Budget für die 9. Finanzperiode ent⸗
aͤlt den Grundsatz, das den Civilstaatsdienern so große Besoldung
ewährt werden solle, als sie für sich und ihre Familie standes⸗
naͤßig bedürfen. wobei die Kosten der Vorbereitung zu ihrem
Umte, wie die Wichtigkeit ihrer Berufsarbeiten und der Grad der
azu nöthigen Kenntnisse in die Wagschale zu legen seien. — Daß
ieser Grundsatz auch auf die quieszirten Staatsdiener Anwendung
inde, wird keinem Zweifel unterliegen. — Gegenwärtige Zeilen
ezwechen, der Gerechtigkeit des bald zusammentretenden Landtages
ie Bitte vorzustellen, die Pensionisten — um allem Zweifel vor⸗
ubeugen — an dver fraglichen Besoldungserhöhuug um so mehr
Theil nehmen zu lassen, da si⸗, alt oder krank, der Erhöhung für
n kurzen Rest ihres Lebens besondrrs bedürfen und das Budget
niedurch nicht besonders belastet wird. (Pf. Kur..

Munchen, 10. August. Die diesjährige Inspeck'on der
aher. Truppen durch den Kronprinzen des deutschen Reiches wird
ich auf das zweite bayer. Armeelorps erstreckceeenn. 5

Muünchen, 11. August. Vorgestern Nachmittag ist das
gfarrdorf Eching bei Lohof fast gänzlich abgebrannt. Die hiesige
jeuerwehr eilte mittelst Ertrazug der Ostbahn mit Spritzen und
Lequisfiten zur Stelle, konnte jedoch nicht diel retlen; bei der
toßen Dürre war an Löschen kaum zu denken. Der Schaden
dein seht beträchtlicher, da die ganze Ernte schon unter Dach
ebtacht war und nichts gerettet werden lonnte. Man vermutbet
ztandstiftung... VV

Mündchen, 11. August. Das Generalcommando Munchen
at, so weit es an ihm liegt, für die Garnison alle Vorkehrungen
egen die Verbreitung der Cholera getroffen. Innerhalb der Ka—
exne wied die strengste Victualien- und Reinlichteitspolizei geübt.
Re Mannschaften haben Leibbinden zu tragen, um sich cegen
Irlältung zu schützen. Außerdem wird jedem Mann heit gestern
ine warme Brennsuppe am Abend veradreicht, vachdem das
kriegsministerium- hiezu per Tag und Kopf 114 Ir. Verpflegungs-
uschuß gewäͤhrt hatä: .

München,. 12. Aug. Vom Staalsministerim des Innern
vurde der Gendarmerie Hauptmann Wilhelm p. Beck nach Lüttich
eordert, um dortselbst die Verhandluagen mit einer der ersten
daßfenfabriken bezüglich der für die Neubewaffaung der Gendar⸗
nerie zu liefernden Gewehre mit Werder'schem Verschlußmechanismus
u leiten. Da schon die Karabiner und Pistolen für die Kavallerie
ort gefertigt wuürden und die Gendarmerie⸗Gewehre außer dem
jahonet jenen ziemlich oleich sind, ist ein rasches Abwideln der
erhand luugen voraussichtli,h. 6372

München. 13. Aug. VTie Cholera nimmt hier noch immer
u. Vom Montaag Abend dis Dienstag Abend siud 88 Erkran⸗

fungs- und 10 Todesfälle angemeldet worden. — Daß die Sol-
aten der Müncheuer Garnison besonders stark von der Cholera
jeimgesucht würden, wie das ‚Vaterland“ neulich behauptet hatte,
st nicht wahr; bis zum 12. August waren nur fünf Soldaten
saran erkranlt, von welchen einer starb. Dieser Todesfal war
iberhaupt der einzige in hiesiger Garnison seit dem 27. Juli d. J.
Zorsorglich ist übrigens die Militärschwimmschule geschlossen worden
ind werden die Manuschaften auch nicht mehr zum Baden geführt.
deider wird die Beobachtung gemacht, daß vele Leute auch die
indringlichsten Warnungen, an welchen es hier weder die Presse
noch die Behörden fehlen lassen, nichht im Mindesten beachten, und
äch ihren Vergnügungen ohne Rücksicht auf die obwaltende Gefahr
iberlassen. So waren am letzten Sonntage troß der äußerst em⸗
findlichen, weil sehr rasch vor sich gegangenen Ablühlung der
duft und des Bodens, an verschiedenen Orten Naturfreunde zu
brobachten, die sich ein weiches Lager auf dem fast nafssen Gras—
hoden bereitet hatten, und dort nicht allein vom vielleicht erhitzenden
Z„paziergange ausruhten, sondern auch sich Speise und Traut, gewiß
hne sonderlich peinliche Wahl vortrefflich schmecken ließen.
München, 13. Aug. Die vier Batterien vom ersten
Feldartillerie Regiment, welche auf der Rüdkehr von der Ollupa-
ionsarmee in Frankreich zu Anfang August auf dem Lechfelde
intrafen um daselbst größere Schießübungen vorzunehmen, sind nun
jeute Vormittag in ihrer hiesigen Garnison wieder eingerüct und
st hiemit die Rückkehr der bayerischen Truppen aus Frankreich
vollständig beendet. Der Kommandeur des J. Armeekorps, General
Frhr. v. d. Tann, von einem zahlreiche Stabe umgeben, in
velchem sich auch der preuß. Militärbevollmächtigte Major v. Stülp⸗
aagel, befand, empfing die Rückkehrenden am Bahnhofe und be⸗
zleitete sie in die Kaserne. Ein groͤßerer Theilder Mannjchaften
vird noch heule beurlaubt. F
Nürnberg, 10. Aug. Ueber die Anwesenheit des Kaisers
Wilthelm dahier erzählt der Fr. C.“ folgendes; Eine Ueberra⸗
chung eigenthuͤnlicher Natur war es für den Kaiser, daß man
him Gelegenheit bot, sich selbst zu verfpeisen. Das servirte Eis
zildete nämlich eine wohlgeformte Porträtstatue des Kaisers in den
Farben der Stadt N.uͤruberg. Den Kaiser ergöthzte diese Idee
söchlich; er äußerte, er habe zwar schon zugesehen, wie zur Er-
‚eugung wirllichen Eises sein Bild en relief aus der Maschine
auf einer Eistafel hervorgegangen sei, zum Verspeisen seiner feldst
ei er aber bis jetzt noch nie gekommen. Bemerlt sei übrigens,
daß der Kaiser seinem eisigen Conterfei alle Ehre anthat.
Der „Neue Soc. Demolt.“ bringt einen Artikel aus Alten⸗
hurg, in welchem er auf Grund einiger Aeußerungen des „Con-
aitutionel“ über den Verlust von Elsaß⸗Lothringen auf einen neuen
drieg mit Frankreich hiuweist und mit einigen Jeremiaden über
die VBerderblichleit der Kriege und einigen Ausfällen auf die
„nationalliberalen“ Schreier schließt. Da der „Vollsstaat“ in dem
Verfasser des Artilels den Präsidenten des Allgemeinen Deutschen
Arbeiter⸗Vereins, Herrn Hasenclever. vermuthet, „der gegenwärlig
uf einer Agitationsreise begriffen ist, um das überflüssige Fett,
sas er in Verlin durch das auf der Bärenhautliegen angesammeli
at, loszuwerden,“ so maht er auf die fallerdings dezeichnende
Intousequenz aufmerksam, daß die Herren Hasenciever und Schweitzer
m Jahr 1870 im Norddeutschen Reichstage für den franzdsischen
Zricg stimmten und die Anleihe bewilligten und zwar Angeßichts
iner Adresse, in der franzoͤsische Arbeiter gegen den Krieg prole—
tittken und von den deutscheu Arbeitern ein Gleiches verlangsen.
Karlsruhte, 7. Aug. Tie Karlsr. Ztg.“ bringt über
die jüngsten Verlusste badischer Truppen in Folge des Sonnenstichs
ind unhumaner Marschbefehle folgenden Bericht: Der in Bühl—
uinter den Augen des Dr. Beehoff, verstorbene Musketier Arnold
var waähre id des ganzen Mariches gesund. 300 Sqritte vor Bühl
iag er an zu schwanken, wurde durch einen Lazarethgehilfen unter
inen Baum geführt und sofort ärztlicher Behandlung übergebeu.
Uuf dem Marsche von Burg Hohenzollern nach Rosenseld erkrankte
uerst Musketier VLenz, und zwar im Thalgrunde vor Rosenfeld,
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        kurz nach die sieben Musketiere; dieselben wurden sofort auf den
Wagen verbracht, nach Rosenfeld gefahren,“ »dort theils im Roth,
Jause, theils in die Quartiere untergebrachtẽ und in äarzuicht
Behandlung gestellt. Dieselben ftarhen in der Beit zwischen 12
und * Uhr in Rosenfeld am Sonnenstich. „Die Eltern der Ver⸗
dorbenen sind sofort kelegraphische benachrichtigt worden.
Berlin, 10. Aug. Gestern Nuchmuͤtag langte bei der
hiesigen General ⸗Inspeltion der Festungen die selegraphische Mel⸗
dung von einem schweren Unfalle an, der sich Vormittags, am 9.
ds., bei den großen Belagerungsübungen bei Graudenz zugetragen
hat. Es sollte der erste der großen Erdtrichter und zwar mit einer
Pulverladung von 250 Centnern ausgeworfen werden. Die damit
Zeouftragten näherten fsich im übergroßen Eifer wohl zu sehr, odex
bewahrten vielleicht auch nicht ganz die nöthige Ruhe, und so
geschah es, daß ein Offizier, drei Unteroffiziere und zwei Mann
an der Minenkrankheit, — d. h. durch die sich entwick inden Gase
und den übergroßen Luftdruck in Bewußlofigleit, die dieses Mal
eider mit dem Tode identisch wurde, versetzt — blieben und todt
ain die Oberfläche gebracht wurdenDer ketreffende Offizier ist
der Hauptmann Kutzbach, dom badischen Pionier⸗Bataillon Nr. 14,
uu den Uebungen bei Graudenz kommandirt, ein hervorragend be⸗
zabter Offizier, der im letzten Kriege vor Straßburg das eiserne
Krenz und den badischen Zähringer LowenOrden mit Schwertern
und Eichenlaub erworben hat und zuletzt im Fortifikationsdienst in
Rastatt Verwendung fand. Der Trauerfal wird wohl eine Basis
zer Forschungen bilden, mit denen zur Unterfuchung über die
MNinenkrankheit, ihre Symptome und Folgen gerade die bei
Braudenz zufammengetretene Kommission beauftragt ist.
J chl Pr.)
Berkin, 11. August. Kapitän Werner wird in den nuͤch⸗
dea Tagen hier erwartet, um dem Reichskanzleramte mündlich
dericht zu erstatten; es soll kein Disziplinverfahren gegen ihn ein⸗
zeleitet werden. (N. W. 5T).

Berhin, 11. Aug. Auf bden Reliefs des neuen Sieges-
denlmals, dessen Enthüllung am 2. Sept: erfolgen- wird, ist auch
die Szene dargestellt, in welcher die deutschen Fürften zu Bersailles
Preußen die Kaiserkrone darbtingen. Kuaiser Wilhelm bat aber
zefohlen daß auf dem Bilde nicht ihm. sondern der Borusfia (mit
jem Kopf der Königin Lunise)“ diefe Hulbdigungen der veuntschen
Fürsten dargebracht werden. — Mit dem neuen Maufergewehr
berden zunächst das Garde, L., 8. 8.7 10. und IT. Armeekorps
jewoffnet werden, für die übrigen Armeckorys ifst vorldufig das in
der Aptirung begriffene Chafsepotgewehr bestimmt. Dasseibe wird
ür die Patrone des Mausergewehrs eingerichtet, so daß das deutsche
Deer eine Einheitspatroue besitzen wird. Die Fabriktion des
aufergewehrs nimmt wegen der Sorgfalt, welche auf die Her⸗
zellung einzelner Theile verwendet werden muß, ein ungewöhnliches
Maß von Zeit in Arspruch. So durfen beispielsweise Schrauben,
die bei den älteren Waffen 5—10 Millimeter betragen, bel dem
Mausereweht nur einen Millimeter start sein. Bei diesert Zeit
aubenden Herstellungsarbeit erschien es geboten, mietelst der be⸗
onders für diesen Zweck aptirten franzoͤfischen Chaffepotgewehre
Ane Imerimsbewaffnung eintreten zu lassen; die dazu beftimmt
iss. die deutsche Armee in keinem Augenblicke, auch nur in einze!nen
hrer Theile, relatis wehrlos erscheinen zu lafsen.

Lerbezig, 13. Angust. Cine Bekanntmachung des hi⸗sigen
Stadtraths kündigt in Erinnerung an dein grohßen Sedaner Sieg

und die durch denselben vorbereitete Wiederherstellung des Deurschen
steiches eine Feier des 2. September als eines nationahen Fest⸗
ages an, indem für den gedachten Tag ein Festakt in den Schulen,
die Schmückung der öffentlichen Gebäude, eine Festmusik, die Ver⸗
egung des Markttages und eine festliche Beleuchtung der öffent-
iichen Plätze am Abende angeordnet wird. Umn dem 2. Sepiem⸗
ber auch in seinet üußeren Erscheinung den Charalter eines Fest⸗
ages zu verleihen, sollen alle städtischen Verwaltungsbureaus ge⸗
schlossen werden.“ Ver Rath spricht die Hoffnung aus, die Mit-
zürger würden feinem Beispicke folgen, umsomeht als nach eiuem
Beschluß des Kirchenvorstandes in allen Kirchen ein Feftgotiesdienß
jattfinden werde.
Von Soliagen aus wird in der „K. Z.“ die Polizei gauf-
efordert, auf die Seelenverkäufer“ ihr Augencaerk zu richten,
delche als Agenten der niederländischen Regierung gegenwäͤrtig
mter Anerbietung eines ziemlich hohin Handgeldes und anderwei—
iget Ausfichten (leere Windbeuieleien) die jungen Leute zum Ein—
ritt in die ostindische Armee der Niedetländer verführen.
Bienz 183. Auguft. Furrst Bismard triffi noch in diesem
Rongate mit Familie zum Besuche der Weltausstellung hier ein —
Die Cholerd hat in Folge der eingetretenen kühlen tegnerischen
Bitiernng abgenommen.
—, Das Vernünftigste vielleicht, was bisher über den Schah
don Persien esee wurde, ist in einem Artikel des „P. Li.“
nthalten, in bem fich ein Wiener Cotrespondent dieses Blattet
—XEO——

vog all' den tausend charalteristischen Zügen und Voerlommnissen
velche die Blästter käglich vom Schah zu erzählen senn wah
Ich habe mich bei Hofbeamten, die ihr Dienst in die nächlie Pahe
des Schah bringt, nach seiner Lebensweise erkundigt Ind Auskünsit
rhalten⸗, welche sehzt gewöhnlich lingeg und jedes XX
Reizes entbehren. Der Schah lebt Ja wie jeder andere Müßig-
jänger von Profession in dieser Jahreszeit; er steht sehr spät auf,
zjält unmäßige Siesten, faullenzt mit Raffinnement, consumir! mog·
ichst viel Eis vnd legt sich wieder zu Bette. Soll er etwas thun,
o ist er ungehaltere; Paradebesuche sind ihm eine Last, weil er du
hweren Rock mit dem bekannten Brillartenschmuck anziehen muß
Der Triumphzua des Schah durch Europa ift beispiellos in unseren
Jahrbundrrt und der Culturhistoriler, der künftig dieses Momm
er Völkergeschichte zu verzeichnen haben wird, — 'er wird mi
5taunen und Unwillen erzählen, welche Demüthigungen und Miß⸗
andlungen sich die mächtigsten und gebildetsten Monarchen Europa
»on dem orientalischen Despoten gefall nließen. Und wofüͤr?
Ihne jeden fsichtbaren Zweck unterordnen sie sich willig den albernen
daunen des unwissenden Persers, sie lafsen sich in ihrer Lebem
peise stören und dulden harte Eingriffe in ihre Gewohnheilen,
jegen welche man sich sonst nicht in den geringfügigsten Dingen
ersündigen darf, ohne sich für alle Zeiten bei Hofe unmoöglich ge⸗
nacht zu baben. Und in den meisten Fällen bieten vicht einwol
tücksichten der Politit eine Erklärung für diese Erjcheinung. Außer
ẽkagland und Rußland hat keine Macht ein Interefse daran, sich
sie Freundschaft des Schah von Perfien zu fichern. Glaubt man
n ihm das monarchische Prinzip zu ehren ? Man kompromittiti
8, indem man höfische Ehren an einen Barbaren verjschwendet,
der das Gottesgnadenthum und die gewisse „Heiligkeit des gekthn
en Hauptes“ karrikirt, wie Koͤnig Bobeche den Monaichismus um
Beneral Bumbum den Militarismus. Glaubt man, ihn für du
Livilifarion zu gewinnen, indem man ihm allenthalben solche über
waungliche Empfänge bietet? Das Gegentheil wird die Folg
in. Der apathische Orientale, in dem nur ein Gefühl mäachng
s: dasjenige der maßlosen Selbstüberhebung, der unbegrenzten
ẽelbflbewunderung, muß dadurch in seiner Selbstvergöt.erung no
iestärkt werden.
Frankreich. —
nm Parise Ig.Aug. Das Interventionsprojelt Preußens
ind Itallens in Spanien für eine berische Union findet Glauden,
kngland ist nicht abgeneigt, Frankreich zuborzulommen. (Fr. J.)
— Fur den Prozeß Bazaine' ist nun definikid das neut
Schloßtheater von Conpiegne als Sitzungssaal ausersehen und die
u dieser Umwandlung udthigen Arbeiten find bereus in Angriff
senommen worden. — Der „Figaro gibt Nachecicht Uber die
2ehensweise, welche die namhaftesten Persönlichteiten der Ko nmnune
ie von dem Arme des Gesttes erreicht worden find, jetzt in Reu ⸗
Faledonien führen VOr. Rafton leitet mit einen gewssen Etienne
eine Apothele in Numta. Reégöce hatte um die Erlaubniß nadh
gejucht, fich als Thierarzt in Uro zu etabliren; diese mußte ihm
aber adgefchlagen werden, weil er im März einen Fluchtwersuch ge
macht hatte. Er bebaut jetzt dat ihm angewiesene Tercain. Assi-
der Agitator des Cceazot, ist Werkführer in einer Maschinenbau⸗
austalt zu Rumbo, der Haupistadt der Halbinsel Ducos; abet er
lann in Folge einer Wunde, welch er bei seinem Versuch, vom
sKap der guten Hoffnung von der Dange daurch Schwimmen zu
entkommen, von seinen Verfoljern empfangen hatte, nicht viel are
veien. Seine Aufführung in dem Dedorlationsorte wird als eine
adellose bezeichnet. Paschul Gronsset defindet fich auf der Ile dik
ins, wo er von der Verwaltung zus keinerlei idrpetliger Arbeit
maehalten wird. Er wollte Anfangs Medizin studiren, um dann
ils Arzt wirken zu' können', hal das aber wieder aufzegeben und
erbringt 9 die meiste Zeit quf der nichts weniger als reih
rusgestattelen Bibliothek von Uro. Er bverkehrt fast mir wit
jen beiden Brüdern May, deren Geschäftsführung als Militait⸗
ntendanten der sommune unter dieser Schreckensregierung selbst
nielfach derdächtigt wurde. Moutot, der Setretär Rocheforts und
iner der Redakteure des Mot d'Ordre, hatte das Glück, von dem
dommandanten der Haldinse Tucos als Sekretär anzestellt zu
werden. Barrasel, nach dem 4. Sept. Prafekt von Most aganen
und späfer Führer der Cavaliers de la Roͤpublique, ist Buchaltet
n einem Eisenwerk auf der Ite des Pins, wo sich bereits eint
Riederlossung von zweihundert Häusern mit einem Hospital, einet
dirche, Fabtiken u. s. w. gebildet hat. *
-. In leitenden Kreisen der französischen Armee ist durqh die
krfahrungen des leßten Krieges die Ueberzeugung hervorgerufen
vorden, daß die Redaccination nach dem Berspil des deutschen
Heeres als ooligatot jch auch in die franzosische Armee eingeführt
verden muß.
Spanien.
Madrid, 11. Aug. Rach der „Iberia? hätte die deutscht
Kegierung Iu/0 Million Realen (wohl nur 2 Sgr.) als Entjchädi⸗
zung für die Herausgobe des Vigilante geforhertee Der deutüche
        <pb n="509" />
        Zonsul in Almeria, dessen Haus bekanntlich durch das Bombarde⸗
gent der Insurgenten heschadigt ist, soll 50,000 Duros Schaben⸗
rsaß beanspruchen.

Madrid, 13. August. Der Minister des Innern erklärte
a den Cortes, daß er die Auslieferung der in's Ausland geflüch-
iten Infurgenten derlangen werde. Ein spanischer Kriegsdampfer
zriegsdampfer hat vor Fuenterabia einen mit Waffen für die
barlisten beladenen englischen Dampfer genommen und ihn nach
St. Sebastian verbracht.

Die spanische Regierung soll ihre unbeweqlichen Güter in der
Stadt Rom, deren Werth sich auf circa 20 Millionen beläuft
mu verlaufen gedenlen.

— Die Zahl der Häuser in Valencia, welche durch das
hzombardement gelitten haden, wird auf 100 geschätt. Die Re⸗
dellen sollen im Ganzen nicht weniger ais sieben ihrer Anführer,
die ihnen nicht recht zuverlässig schienen, erschossen haben.

le aee.
defnadisi, 13 Aug. Der Schah don Persien ist heute
zotmitiag hier eingetroffen und von den Behoͤrden empfangen
vorden. Derselbe drückte seine Zufriedenheit über den Empfang in
Jtalien aus und schiffte sich Nachmittags auf der Yacht „Sultanie“
rach Konstantinopel ein.

em sch q(

fVirmasens,9 Aug. Am S6. d. veranstalteten die prot
dehrer des Kantons Pirmasens jum Besten des Lehrerwaisenstijte
ein Kirchenconcert, welches etwa 90 fil. erttug.

Speyer. Dua gemeinverstaͤndliche Schrift deß Prof
betenlofer was: man gegen die Cholera thun kann“ wird von
ser iul. Regierung den Gemeinden zur Anschaffung aus Gemeinde⸗
nitteln empfohlen; die Bezirksämter haben fie auf Regickosten an⸗
uschaffen. Ein Exemplar kostet 24 tt., 100 kosten 12 ir. das

Stüd, 1000 tommen auf 101/20 per Stück. —757

fUReustadt, 6. Aug. Am 18. August findet im Gast
jose zum Schafe in Winzingen die 30. Generalbersammlung der
ilz Thierärzte statt. Tagevordnuug:? Vercintzaugele genheiten,

horträge über Kopfkrankheiten des Rindviehes und üder Rotz ·
—00—

f Rächsten Sonntag den 17. August wird zu Saatgemünd
in landwirthschaftliches Fest mit Preisvertheilung für Pferde,
zinddieh c. slattfinden. Wenn man weiß, daß die erste Anregung
jieju zon der kais. Kreisdirektion qusging, so darf wan sich eini
ermaßen wundern, daß schon jetzt ein solches Fest im nahen Loth⸗
ingen überhaupt möglich ist, und wenn nicht alle Zeichen trügen,
o defteundet sich der intelligentere Theil der Bevdikerung immer
neht mit den deutschen Einrichtungen, ganz in dem Maße, wie
je jezige französische, Regierung dem Bourbonismus und Napo⸗
lonismuts weitern Spielraum gewährt. Wie es lomat, daß die
keiter der Festlichteiten es unterlietßen, die pfälzischen Grenzbewoh⸗
u zu dem tandw. Feste einzuladen, bedürfte der Aufklärung.

fTrier, 11. August. Gestern verunglückte der Schaffner
irnst Schäfer don hier auf der Strecke Luxemburg ⸗Trier in der
Iihe lezierer Station dadurch, daß er bei Adnahme der Villele sich
u weit rüdwärts neigte, an eine Telegraphenstange anschlug und
inen augenblicklichen Tod fand. *

fVom Kaiserstuhl, 11. Aug.“ Wohl seit Meyschengedenlen
awicelte fich das Wachsthum der Trauben nicht so rasch und
nurzet Zeilz“ wie heuer.“ Johauni kaum b gonnene Blüthe und
alohi bereits üherall ausgewachsene Trauben. Der Sauerwurm,
c seit Jahren immer großen Schaden verurfachte, ist in diesem
iahre ganz ausgeblieben; es scheint, daß wir den Frühjahrsfröst.n
sen Vernilgung zu derdanfen haben, und demnach auch hier
A immer, das Unglüch auch- wieder Gutes im Geiolge hat.
der sogenannte weiße Mehlthau (Traubentrankheit, Traubenpilz)
test seig kurzen Tagen fiellenwrise pemnich rasch um sich; beson
n de Eiblinge werden dadon befallen. Doch hofft man nach
Erfahrungen fruͤherer Jadre, daß diese Krantheit sporadisa
litt und bei der eit forlgeschrutenen Eutwicklung der Trauben
iht diel sdadet.

F Die Kosten des Neubaues des Theuters in Darmstadt sind
n Uin Million fl. veranschlagt 600,0900 fl. find davon durch
Versi hetungsgelder gededt, 400,000 fl. soll der Staat bei—
330 000 s. sollen dem Fonds zur Ergzaͤmung des didei⸗
amissarbermogens des Großh. Hauses eninommen wetden.

f Franlfuct, 13. Aug. Heute starb in Soden nach lang
igem Leiden der! rühmlichtt belannte Landschaftsmaler Prof
iiß Vamberger. (GFrf. 3.
ain In Sachsenhausen wurden zwei Schwestern von religidsewn
Dhnn erfaht und mußten in's Irrenhaus verbracht werden.

hen blaubten, der Teufel stecke bei ihnen im DOfen.

8 ießen, 9. Aug.“ In der Wohnung des vorg stern

Derlaufẽ mehterer gestohlener Wechsel von der Polizei dahier

acien Briefträgers Schmuͤt ans Nidda hal fich ein halber.

Zoffer voll unterschlagener und gesffneter Briefe vorgefunden ; aug
einem der nach Eichelsachsen adressint ist, hat der Brieftraͤger 300
fl. entwendet. Es werden noch weitere Geldsendungen hermißt

Das am 9. d. van Mainz abgehende Thalbootprinz

pon Preußen“ fuhr sich Mittags bei Weinheim fes ; merkwürdiger

Weise kam Nachmittags die „Prinzessin von Preußen“ und wurde
an den festsitzenden‚ Prinzen“ gespannt, um ihn loszulriegen; aber
dreimal rissen die Taue; die „Prinzessin? nahm daher zwischen
5 und 6 Uhr die Passagiere auf und dampfte weiter, erst am
päten Abend gelang es dem „Friedrich Schiller“ den Prinzen“
zu befreien. —

FManchen, 4. August. Gestern Mit!'ag, 1 Uhr wurde
das Publikum am Bah hofplatzt durch einen hefugen Knall allar⸗
mirt. Der Inhalt einer Kiste, welche eben in den wegfahrenden

Post: vagen resp. in das unter demfelben angebrachte Schiffchen
ringeladen worden, war exglodiet. Die dadurch hervorgerufe nen
Beschädigung n beschränkten sich auf unerhebliche“ Verlehungen
weier Postbediensteter und Zerstörung einiger Wagenbeslandtheile.
Welcher Art der explodirende Stoff war, in bis jetzt nicht bekannt,
jedenfalls liegt eine unverantwortliche Zuwiderhandlung geg ˖ n die
ür den Transport derartiger Sudftanzen geltenden Bestimmutigen
eitens des Absenders der Waare bor. Nahere Untersuchung if
eingeleitet.

t Einen angenehmen Veweis dafür, daß die Ernleaussichten
in Europa sehr überwiegend günstig sind, liefert die Schnelligkeit,
nit welchen die Getreidehändler ihre alten Vorräthe an den Mann
zu bringen suchen. Ju RNiederbayern z. B. freut man sich der
Besammterndte als eirer isehr guten und als einer der besten seit
10 Jahren. Am besten ist die Gerste geralhen. Dasselbe Urtheil
'ommt aus anderen Theilen Bayern4. Der Hopfen ist noch
ehr zurück.

* Postmandat resp. Protesterhebung bei Wechseln und an⸗
dern durch Indossement über tragbaren Papieren. Hiefür ist im
neuen Verordnungsblatt der K. Bayer, Vertehesanstalien folgende
Verodnung erichtenen. Nach den Zusatzbestimmungen zum 21
des Postreglements dom 30. November 1871 find mit dem Ver—
merle, Sofoct au N. N.“ versehenen Postmandate bei Zahlungs⸗
weigerung Seitens der ursprünglichen Adressalen nicht sofort an
die Absender zurüd, sondern an die guf dem Posimandale ange-
gebene zweite Person weiter zusenden, Da dieses Verfahren zunächß
bezwecht, bei Wechsein und anderen durch Indossement übertrag⸗
»aren Papieren, wie kaufnännische Anweifungen rc. die zechtzeitige
Auftathhme deß Wechselprotestes zu ermoͤglichen, den Absendern aber

die Namen der an dem Wohnorte des Wechfelschuldners zur Pro⸗
estaufnahme befugten Personen nicht immer belannt sind, fo wird
dersuchsweise und mit Vorbehalt des Widerrufs zugelafssen, daß die
Vermitthung der Postanstalien auch in dem Fihe in Anspruch ge⸗
wommen werden kann, wenn die Vermerke blos die Angabe So⸗
ort zum Proteste“ oder „Sofort an einen Gerichtsvollzieher oder
Potar zum Proteste“ enthalten,

r. Wesel. 6. Aug. Ein höchst befrübender Unglüdsfall hot
sich auf einem Hofe in der Nähe der Spellner Haide zugetragen.
Vehrere Knaben, die in einer Sandgrube spielten, stießen auf
iwas Hartes und segleich erfolgte Knall und Fall. Der Spaten
hatte eine Granate getroffen, die sogleich furchtbare Verheerungen
anrichtet , indem ein Knabe, in die Herzgrube getroffen, odi
niedersank, zwei anderen wurde das Gesicht verbrannt und ein
pierter an der Stirn schwer derwundei. Andere kamen glücklicher
Weise mit Schrecken davon. Bei weiterem Nachraben fand man
im Saude noqh sieben andere Granaten versteckt. Die Untersuchung
ergibt hoffeutlich, aus welche Weise dieselben dahin gefommen sind,
)amit solche Ruchlosigken ihre Strafe findet.

, In Sixning, Gemeindee Kilb (Oberbst.), brach in der Nacht
des 7./8. d. im Hause deb Wirtbschaftsbesihers vLechuer Feuer aus;
die Frau mit 7 Kindern reitere sich in den Keller, wo aber die«
selben alle erstickt aufgefunden wurden; der Mann selber war in
der Unglücksnacht abwesend.

Die langst ersehnte erste Million des Einttitlsgeldes der
Wiener Weltausstellung ist endlich erreich; am 10. Äug. betrug
die seitherige Gesammtelnnahme an den Tourniquets 1,001,860 fi
59 kr. Die Einnahmen für Abonnements⸗ und andere Karten
zu ermähßigtem Preise Kad dabei nicht mitinbegriffen.

f Der Mailänder „Secolo“ dringt eine Originalkorrefpon⸗
denz aus Wien üher den Besuch des Schah in der italienischen
Abtheilung der Weltausstellung, worin es under Anderm heißt, daß
der Kaiser von Oesterreich, als der Schah seine besondere Ver—
wunderung über einige weibliche Marmorfiguren autsprach und die⸗
elben von allen Seiten betastete, dem Praͤsidenten der ilalienichen
Abtheilung Singnor Boromes verstohlen einen Wink gab und ihm
in's Ohr flüsterte; Geben Sie ja darauf Acht, daß, wenn er
ziese Statuen kauft, sie auch bezahle.

In einem Dorfe dei Vidsburg (RXordam.) hat der bjwertge
Junge einer farbigen Familie seinem neugebornen Brüderden
        <pb n="510" />
        aus Zorn darüber, daß er die elterliche Zärtlichkeit mit demselben
cheilen mußte, mit einem Ziegelsteine die Hirnschale zerschmettert.

fNewPork, 8. Aug. Der Dampfer „Wawaffet? ist
nuf dem Polomac in Flammen aufgegangen, wobei 40 Personen
um's Leben gekommen sind.

FDie vdesten Mitlel gegen die asiatische C holera, in den
ichwersten Fällen noch Erfolg ermoͤglichenden, sind folg nde: Frische
Zuft, also offene Fenster ohne Zug natürlich, im Zimmer; Reiben
nit Senfspiritus. wo die leisesten Schmerzen oder Krämpse auf⸗
reten; unnnierbrochen Eisftüchhen von der Größe einer Erbse bis
zur großen Bohne gegen Uebelteit und Erbrechen, und löffekweise
dis zum halben Weinglas den schwersten reinen Portwein, ebenso
n ticinen Quantitäten immerfort in Eis gestelltes Soda wasser

Warme Bedeckung ohne beängstigende Erhißung. Nur nie warmen
Thee bei Erbrechen. Auch Rau do Cologne vermeiden und an⸗
dere Essenzen. Gewöhnliche Diarrhde ist —XX—
zöfes Symptom, vielmehr mag dieses Symptom weiter dauern
en a veas Erdrechen gehemmt in. Wokein Pottwein
Jaben ist, hilft reiner Rum aus. Das Sodawasser und Eis lin—
Adas Brennen im Halse, erquickt und ermuthict, wogegen die
alenden erhißenden Mittel die Angst steigemn.

. B. A. Demeh, deranlworilicher Redaciearxx.
22 227 —
Bekanntmachungen.

—W Großes e
Tapeten⸗ und NRouleaurx⸗Lager
bei J. 68. Ciolina,

vis·a⸗vis dem Pfalzerhof —

in Aweihriüeen- J

F Das Feinste und Eieganteste in
derren⸗ Damen⸗, Mädchen- und Kin⸗
derstiefel, in Bock⸗ Kalb⸗ u. Kitt⸗
leder, mit Gummizũgen, Knöpfen
und geschnürt, Frauenschuhen und
Pantoffel, Arbeitsschuhen ꝛc. ꝛc.
n selbst angefertigter Waare;
ferner eine große Auswahl in Metzer
herren⸗,/ Damen⸗ Mäschen⸗ und Kinder⸗
tiefel, in allen Formen und Groͤßen em⸗
fiehltt FHh Weber
wohnhaft im M. X

Den Niteliedern dor· Gosellschart

7
99

ur Nachricht, dass dis auf den 19.

Is. Mts. anberaumt goweseno Wald-

par thie nicht stattfindet.
VDer lsorstand.

ans HIeib doe«“

Eine sd one· —
4 — R
Zeugstiefelchen;
und alle Sorten
Sommerschuhe,
um füt diest Soison damit aufzuräumer
verkaufe zu den billigsten Preifen. —
Shiilipp Weber,
—— Pavl'schen Haus⸗
Frucht · Brod⸗, Fleisch te. Prei⸗
der Sladi Zweibrücken v. 14. Augu)
Weizen 8 fl. 57 kr. Korn 6 fl. 12k
Gerste Areihige. 5 fl. 10 kr., Gerste vier
reihige, — fl. — kr. Spelz 5fl. 20 b
Spelzlern — fl. — ir. Dinlel —
— ir. Muchfrucht — f. — kr. Hajer
5 fl. 28 tr. Kartoffeln 2 fl. — kr. Hu
1 fi. 48 kr. Stroh 1fl. 15 kr. do
Zentner. Weißbrod 12 Kilogr. 216
Kornbrod 3 Kilogr. 30 Ir. ditto 2 Kilog
20*r. ditto 1 Kilogr. 10 kr. Gemischibrod
Nil. 39 ir. 1I Paar Weck 100 Gramm 2
Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 186
dalbfleisch 16 ktr. mmelfleisch 18
Schweinefleisch 22 kr. der Pfund. Butler d
tr. her Pfund.

1873* Härcnge

Einladung.
Wer von Herren-Beamten und
Burgern sich noch bei dem am Köonigs⸗
Feste im Hotel Laur' stattfindenden
Festefsen betheiligen will, moͤge sich
zaldigst in die bei Herrn Teinp.
Laum aufliegende Liste einzeichnen.

Kr.
zei 73. Zriedrich.
Alle Kranken
*J FF 18*

id Leidenden
inden in der 14. Aufl. des Buches Na⸗
turheilmethode für alle ver⸗—
alteten Krankheiten des mensch⸗
iichen Körpers Hülfe, Lindernng und
Rath, und wird an jeden Hülfesuchenden
anentgeldlich und frei versandt. —9

H. Sievers &amp; CEo.
in Braunschweig.“
XB. Tausende verdanken di sem Buche ihre
Gesundheit.

— Mehrere fleißige
Schuhmachergesellen
äinden sofort dauernde Beschäftigung bei
Vh. Weber,.— Schubmacher.
BGeseUen-Verein.
Zonntag den 17. August 1878,
Nachmittags 3 Uhr,
General⸗Versammlung
im Vereins⸗Lokale. *
Der Aanehuss. —
7nder Nachfolgee... —
rurt auin Haim..

OOò

WB. 8
—— X
—

Ich veranstalte auch dieses Jahr einen
—A herabgesetzten Preisen:
500 Su * Vesch —9 Leinen, für Hemden und Beittücher, 500 Stüch b byeit. achtfarbiges Bettzeug, meislens turkijchroth, de
. ie Elle — de 15s r.— J
2u Ellen breite grobe Leinen, fuüt einschläfrige Betttücher, das 300 Dutzend weiße rein leinene Damentaschen tücher, das Dußen
n ladig Beituch ohne Raht san ß αν 7,
3 Ellen breite grobe Leinen, fur zweischläfrige Bettiücher, das voll⸗ Broßt roihe Eachemires Tischdecken das Stud fl. 1. 4.. un
fandige Bettiuch ohne Raht, fi. 2.24. 7 i. 7 —75 *57.
200 Stuck be schlesishes und böhmisches Leinen, die Elle Broße rein Faemires Comodedecken,. das Stuch l. l.m
3. is bis 80 tr. *9 ——— 4. 1. 24. 328 742
200 Stuck e —33 welene Bettdecken. für zweischlafrige Betten, das io/ weisen gein ramagirten Vorhaugsmull mit Bogen, die
2 Stück I. 5. 30. — —— e 4. .** r.
200 Stud schwere Ahene Bettdecken, fur zweischläfrige Vetten, 300 Stud schweren schwarzen Mooreens fur Unlerrdde, die Ele F
das Stüchfl.4. 18. 3 45 0 i i it u n die
8 —— — Suuen gehte 13 n Waterbroef, mit und ohne eanhe
300 Paar schwere weiße ctoriadecken mit Franzen für L2schlaͤfrige io it ir BSof Anzuüge. *
— — ogiaeeaeee eeh 3 ä breiten 88 — — ur Hosen und ganie X
d weiß feine Ti 2143 Ell 8 * .4.
52 eg Wiene itchucher 4 en ang n dreb Glatien, rothen wollenen Unterrockstoff, die Elle 18 tr. —
100 Dutzend Handtücher, die Elle von 8 kr. an. SFeinen weißen ? breiten Mull fur Kleider, die Elle 12 ir. —
i ene Fieiderftoffe, sur Fruhiaht, Sommer, Herost und Winter, Cattune, Jaconets, Piqus, Zwillich, Barchend und Ett
Nackleinen zum Fabtitpreiijieee ——
* — Musterabschnitte sammtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post.—
F ——— Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens besorgt. J —— n J
Rerkauf nicht nach Meter, sondern nach alter Elle.

Jers, und, um vollständig zu rãumen, verlan

εαιαιιαιααÑα
4 3* 2

IIGS .

535*

Redaltion, Drud und Verlag don FeX. Demeß in St. Ingbert.. —
        <pb n="511" />
        St. Ingberker Anzeiger.

—

der St. Jaabeer Anzeiger (und das mit dem Huaptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienttagt⸗, Donnertiags⸗ und Sonntag

dummer erscheint wo hentlich herm al: Dienstag. Donner stag, Samstag and Sonntaa. Ubonnementspreis vierteljahrig 42 Arzr. ode
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 KArzr. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Kaum berechnet.

5* — — — —

M 127.

Sonntag, den 17. August J I

1873
—
—

— —
Deutsches Reich. —
Mänchen, 11. Aug. We einem auswärtigen Blatite von
zier gemeldet wird, würde sich die Armee-Inspekrion des deutschen
Fronprinzen dieses Jahres nicht nur auf das erste sondern auch ermisdten. I
juf das zweite bayerische Atmeekorps erstiecken. Der betreffende Die „Neust. Ztig.“ schreibt: In Mettenheim befindet sich
Forrespordent macht dabei die Bemerkung, daß ein zutes Bestehen iin Traubenstodh, zehn Jahre alt, Oesterreicher, an dem 3600 bis
et bah⸗rischen Truppen aißer allem Zweifel steht, daß aber die 500 der schönsten vollkommen ausgewachsenen Trauben hängen,
Inspetlion durchars in der Ordnung ist und im Interesse des velche soeben anfangen, weich zu werden. Beachtenswerth ist, daß
geiches, wie des deutschen und bayerischen Votkes liegt, da es sich selten eine Robe mit 2 Trauben daran zu fi den ist; sondern alle
in die Gewißheit über die richtige Verwendung der jür das Mi⸗ nit 8 und 4, sogar mit 5 finden sich vor.
jtär ausgegebenen Millionen hamdelt. Frankeuthal, 15. Aug. Eine wichtige Vorarbeit
Muünchenn, 13. Aug. Vom k. Sta tsministeriums des behufs des Glockengusses ging am Gestrigen glücklich von statten.
jnnern erging folgendes Gen rale an sämmtliche k. Regierungen, Auch die Inschrift ist sehr gelungen und der Meifster volllommen
ammern des Innern: Es herrscht die Besorgniß. daß nach zuufrieden. Die aus Koöln hierher beförderien 22 EStück groͤßern
lufhebung der auf medizinische Pfuscherei früher gesetzten Strafe Beschütze im Gewichte von 500 Zenlrer, wozu wohl noch ein be⸗
die Ausübung der Heilkande durch nicht approbirte Personen für deutender Zusatz von Zinn kommen dürfie, befinden sich bereits in
die Zukunft sehr überhand nehmen werde. Zur richtigen Beur⸗ „des Ofeus Rachen“? und sind durch „des Feuers Macht“ ihrer
heilung dieses Gegenstandes und zur Gewinnung einer sicheren haldigen Auflösung gewärtig. Am vächsten Dienstag Mittags soll
basis behuss allenfalls nöthig werdender Ergreifung von Vorkeh run der Guß der großen Kaiserzlocke vor sich gehen, wobei sich
mungsmaßregeln wurde vomek. Obermedizinal · Ausschusse eine steii zewiß eine Menge von Zuschauern aus Nah und Fern, der freund⸗
tische Erhebung über die Ausübung der Heilkunde durch nich ichen Einladung des Herxrn Hamm folgend, einfinden werden.
ipprobirte Personen beantragt, um Gewißheit darütder zu erlangen, fMünchen, 12. Aug. In einem Beschwerdefall eines
b die jetzt eingetretenen Zustände wirklich ein fortschreitendes Uebel und bassagiers wegen Lösung eines Strafbillets wurde entschieden, daß
zine steigende Gefahr für das össeutliche Gesundheitswohl in sich olche Reisende, weiche mit einem gewoͤhnlichen Personenbillet in
hließen, oder ob die Ausübung der Heilkunde durch nicht approbirte inem Kurierzuge oder mit einem Billet niedriger Klasse in einem
Perfonen auf dem Standpunkte dleibt, den sie, bisher inne hatte, Toupe höherer Klasse Platz nehmen, nicht zur Zahlung einer Ord—
ind der sich wohl auf keine Weise jemals wird beseitigen lassen. ungsstrafe, sondern ediglich zur Nachldsung des Zusatz Billets
Zu diesem Zweck erachtet das Ministerium des Inneren es für in der nächsten Stauion angehallen werden loönnen, da dieselben
mgezeigt, daß jein Verzeichniß aller jener Individnen, welche, ohne nicht mit einem absolut uitgiltigen, sondern nur mit einem unge⸗
approbirte Aerzte zu sein, sich mit der Heilung von Krankheiten nügenden Billet betroffen wurden.777
— Theil der reichen
demselben deren Rame. Alter, Wohnort, Nationalitat, Gewerbe Mittel des aufgehobenen Aschaffen burger Lyecenms ein Lehretinnen⸗
und die Art und Weise der Ausübung der Heilkande aufgefühm Seminar in dortiger Stadi in's Leben zu rufen.
verde, wobei insbesondere auch Rücsicht auf das niederärztlihe“ df, Der baheriscke Frauenverein beaosichtigt, unler Proiektion
hersonal, Hebammen, Apotheker, halb ausstuditte Mediciner, proe einer hohen Stifterin Ihrer Majestät der Königin-Muiter An⸗
nobirte Doctoren zu nehmen ist. Sämmtliche Distrikts-Polizeibe⸗ talten zu gründen, *in welchem —RE Krankenpflegerinnen ge-
vörden und Physikate wurden angewiesen, die in die Kreise ihrer »ildet werden, die sowohl in Kriegs- als in-Friedenseiten diesem
heobachtung fallenden diesbezüglichen Vorkommnifse gewissenhaft edeln Berufe ihre Zeit und Kräfle widmen. Es werden in solche
uu sammeln und darüber jährlich bis zum 1. Februar jeden Jahres Anstalten: Mädchen und Frauen aufgenommen, die nicht unter 21
m die k. Regierungen zu berichten. und nicht über 40 Jahre zählen und ein Gesundheits- und gutes
Berlisn, 12. Aug. Wie das „N. W. Tgbl.“, allerdings Leumundszeugniß mitbtingen. Sie sollen einn Lehrkursus von 6
leine Quelle ersten Nanges, hoͤrt, sollen die Unterhandlungen, deuen Monaten durchmachen, erhallen freie Kost; Wohnung und Dienst⸗
wsolge die Souveräne von Deutschland und Italien ihre Ge- hekleidung und außerdem monatlich 4 Thlr. Taschengeld, verpflich⸗
andtschaften in Berlin und Rom zu Botschaftern erheben, dem Abe en sich dag gen nach beendigter Lehrzeit 5 Jahre in der Anstalt
chluß unmittelbar nahe gerückt sein; hiermit wäre auch ein Wechsel zu verbleibenen ,
xzüglich der Personen verbunden, welche Rit der Vertretung der· 7 Von den Getdittern, welche fich in den letzten Tagen mit
Nonarchen beauftragt sind. Jen m Blatte zufolge würde v. Ar⸗e zroßer Heftigkeit im Lurenburgischen entluden, in fuͤnf verschiedenen
nim, zur Zeit Botschafter in Paris, nach Rom designirt und durch Orischaften Feuersbrünste verursachten und mehrere Menschealeben
den Gesandten v. Keudell ersetzt werden (Fränk Kur gern'chteten, war eines durch den seltsamen Weg des Wetterssrahles
Gelegetlich des Vorfalls mit dem ,Vigilunt“ erinnern deutsche vemerlenswerte: Det Blitz schlug zuerst in cinen Baum, spraug
blatter an die Drohrng der Engländer im Jahre 1848, daß sie daun feitwärts ab und fuhr duͤrch die Glasscheibe eines geschlossenen
die damals intend rte schwarz roth-goldene Flagge so lauge auf- Fensters in ein Parkere- Zimmer des gegenüberliegenden Hauses,
dringen (d. h. unter dieser Flagge segelnde Schiffe w⸗gnehmen) »hne das daselbst in der Wiege schlafende Kind im Geringsten zu
würden, als sie nicht rite von ihnen als Seeflagge anerkannt sei. veschädigen, nahm hierauf die ichtung in den Stall des Hauses,
Fraukreich. 3 ödlete darin ein Rmnd und verschwand schließlich in der Erde.
Parttz, 13. Aug.Vestguich J Stellung, welche die 7 In Ratzedurg hat der Graf v. Blücher, Offizier im Lauen⸗
Mitgliedet der Ratiouaibersammiung gegenüber, en em etwaigen burgischen Jägerdatauon, den Aff ssor und Landwehroifizier Hein
Antrage auf Wiederherstellung der Monarchie kinnehmen würden, in einem Psstolenduell lebenzgefährlich verwundet. Ursache des
detlaulet, daß die Zahl derer, die einem solchen Autrage zustimmien Duells war ein bei einem Kellerseste entftandener Streit.
dütden, mit Einschluß einiger zu der fusionistischen Partei über—⸗ Die dekannte Schwindlerin Bertha Weiß hat gegenwärltig
gangenen bonapartistischen Deputirten, auf 870 anzuschlagen n Feidkirch (Botarlb.) eine 2monatliche Gefängnißstrafe wegen
ein dürfte. Die übrigen der bonapartistischen Partei angehörigen diebstahls abzusitzen
deputirsen wollen eine Vrrlängerung der dem Marschall ⸗Praäsiden · pBersin. Dietoe Uniform Friedrich's des
en übertragenen Gewalten auf 3 Jahre beantragen. (T. N.) BZroßen, in welcher der König, auf der Terrasse von Sanssouci
Parunz, 14. August. Der Herzog ron. Decazes geht im estorbenF ist, gelangte, wie die Spen. Zig.“ serzaͤhlt, vor Kurzem
ptember als Votschafter nach London. Beide Gescllschaften der in Berlin in den Autiquitätenhandel. Sie stammte aus der Hin-
chonet Ausst llungen von 1872 und 1873 wurden fallit erklärt. lerlassenschaft eines Erben des Kammerdieners Friedrich's des

Der Moniteur“ zeigt an, daß Thiers an einem Werk üher die
Zefreiung des Territoriums arbeite (Frf. Z.)
        <pb n="512" />
        Großen. Es zst nämlich in. Preußen alter Brauch, daß de Kam⸗
merdiener die letzte Uniform seines Herrn nach desseu Tod erhãll.
Der Eigenhümer erhielt für die Uniform 500 Tolt., der Zwischen
handler erzielte 10 Thlr. Gewinn. Der Kaͤufer jedoch betam
hald darauf von einem Engländer 8000 Tolr., und diefer forder!
setzt 20,000 Thle. Ein als Sammler bekannter Prinz unseres
Zoͤnigshauses nahm in Folge dieser hohen Forderung von der
eabsichiigten Ecwerbung der Reliquien Anstand. Das historische
Stüd soll nun nach Amerila wandern, wo, wie der jetzige Befitzer
neint, sich will'g Liebhaber zu diesem und selbst einem noh höheren
Preise versiehen würden.
774 Professor Bo in Leipzig verdffentlicht folgenden Rath bei
der Cholera: „Der Unterzeichnete glaubt in Foige seiner Erfah⸗
rungen in der Cholera (m Warschaucx und Leipziger Kranken⸗
daufe) im Stande zu sein, seinen Mitmenschen einen Rath zu er⸗
heien, der sie in vielen Fallen gegen die Cholera zu schühen ver⸗
nag. Dem Verfafser hat sich naͤmlich während seines Umgehenẽ
nit Tausenden von Choleraltanken und mit Angehörigen von an
TFholera Verstorbenen die Bemerlung ‚ausgedrängt, daß keiner der
Zranken und Verstorbenen in gesunden Tagen auf das Warm-
holten des Bauches zumal in der Nacht die gehoöͤrge Sorgfall
erwendet hatte und daß, wer dies gethan hatte (durch Leibbinde,
Pflaster), von der Cholera nicht heimgesucht worden war. Es ist
Fierbei aber wohl zu beachten, daß der Bauch stets zund ganz be⸗
bnders in der Nacht warm gehalten werden muß,. daß die Leib-
inde nicht zeitweilig abgenommen werden, und daß sie fich vom
Hauche nicht nach oben und unten derschieden darf. Wie schnell
zas Kaltwerden des Bauches Durchfall erzeugen kann.“ mag man
hoch an sich probiren, und daß dieses Kaltwerden bei lleinen
Zindern die söodiliche Kindercholera (den Brechdurchfall) veranlaßt
ist leider den Müttrrn noch viel zu wenig bekannt.

4 Eia heftiges Erdbeben fand am 8. Juli früh zu Valparaiso
datt. Es waren im Ganzen sechs sehr heftige Stöße, die schnell
zuseinander folgten, Viele Familien brachten die Nacht auf den
Straßen zu. Am meist nuUtt der Bezirk des Almendrel, und
zur Wenize kamen daselbst ohne größere oder geringere Vetletzungen
Favon. Sehr vicle fanden ihren Tod. Oeffentliche sowie Pri
‚athäufex litien großen Schaden. Die dem Lord Cochrane por
Zutzem eist gesetzte Statue wurde beinahe gänzlich zerstort.

4Rom, 18. Aug. Der gestern Abend von Rom abge-
zangene Nachtzug entaleiste unweit einem Orte im Tistrilte Co—
Bekanntmachungen.

sera id Folge des, Zusammenstoßes mit einer Ninderheerde. Ft
wurden Z Versonen getodiet und 16 berwundet. (T. N)
Walbilington, 0, Auz. Von den 129 Personen, di—
ich au Borb detz zzeute aus dem Poͤtamac verbrannten Dampf
chiffes Wawasset befaͤnden — das graäßliche Unglück ereignete fig
90 Kilometer unterhalb Washington, — sind diesen Abend 3
leberlebende und 11 Leichname hieher befördert worden. Di
Jahl der Umgekommenen wird auf 70 angegeden; 46 Leichen siud
jereits aufgefunden. Die Hälfte der an Bord Befiudlichen waren
Frauen und Kinder. Das Boot war, sobald die Feuersbrunst sis
undgegeben, auf das Ufer hin gerichtet worden, aber in wenigu
Dinuten waren die Maschinen nicht mehr arbeisfähig.
7 Batavina. Unter den holländischen Besißungen befinde
iich ein bemerlenswerther kleiner Staat, der sowohl in seiner Ver—
afsing, als auch in seinen ei enthümlichen Sitten die kuhnften
Tiäume der amerikanijchen Kämpfer fur Frauenrechte antrifft. Au
der Inj Java, zwischen den Städten Batavia und Samarang
ijegt das fleine Königreich Bantam. Obgleich es Abgaben 6
dolland bezahlt, ist es doch ein unabhängiger Staat; politisch ohn—
HZedeutung, ist es dennoch glücklich. reich und wird seit undenklichen
zeiten don Frauen re iert und vertheidigt. Der Herrscher de—
Jandes ist in der That ein Mann, ollein das ganze übrige Regie
ungsperjonal gehört dem schönen Geschlecht an. Der Konigei
anz unabhängig von seinem Staatsministerium, welches aus dre
Frauen besteht. Die hoöͤchsten Autoritäten, alle Staats beamten
zofcharchen, Kriegfahrer und Soldaten sind ohne Ausgahme web
chen Geschlechts. Tie Manner sind Landdebauer und Kaufleute
Die Leibgarde des Königs ist aus den vornehmsten Frauen zu
ammengejetzt. Diese Amazonen rei:en wie die Manner unb
ragen scharfe Stahlspitzen anstatt der Sporen. Sie führen ein⸗
pitze Lanze, welche sie muthig zu schwingen verstehen und ein
Ruͤskete, welche fie im vouste n Galopp abfeue n. Der Thron
oererbt sich auf den ältesten Sohn des Königs; falls jedoch der
Zönig ohne Erben stirbt, versammeln si h 100 gewählte Amajoner
ind wählen einen Nachjolger aus ihren eigenen Söhnen. De
Erwählte wird dann als gesetzmäßiger König ausgerufen. Di
Daupistadt dieses kleinen Reiches liegt an einem reizenden Theil
ser Jusel in einer sru htbaren Ebene und wird durch zwei gu
inter haljeue Festungen vertheidizüt.
Demen verantkwortlicher Redacteur.
Goeschàfts-Empfoblung.
Geschäfts-Empfehlung.
Unterzeichnete empfiehlt sich einem hiesigen
ind auswärtigen Publikum im
Putz⸗Geschäft, Woll⸗ und
k
Seiden⸗Waschen
unter Zusicherung prompter und reeller Be⸗
dienung.
Wohnung auf dem großen Flur, vis-a- vis
der Kesselfabrik.
Frau Bliaa αν

Ich erlaube mir ergebenst anzuzeigen, daß ich unter He
tigem das ErMel'sche Nähmaschinengeschäst überr ommen hab
muͤd bitte das geehrte Publilum, mir das demfselben ge'chenb
Vertrauen bewahreu zu wollen.

Durch langjöhrige Prexis in den größten Fabrilen Amer
ta's, sowie durch die vortheilhafresten Hüifsmaschenen din ich ü

den Stand gesttzt, allen Auforderungen zu entjprechen.
Zweibrücken, den 27. Juli 18735. F
-OIh EFrancli.

— —777 7
Zu verkaufen oder zu

bvermiethen.

Eine in St. Avold (Lothringen) ge-
legene Restaurat iom nebst Garten⸗
virthschaft und Kegelbahn vis àvis der
sdaserne, wegen Geschäftsveränderung des
Eigenthümers.

Rudolph Franck
St. Avold.
REin junges Mödchen,
das ein wenig lochen und
oust ge haͤusliche Arbeiten
»errichten kann, wird nach
Auswärts gencht. — Setht guter Lohn
vird bezahli, Die Exped. d. Bl. ertheilt nahere
Mustunft

Dor Bogenerator
(oder Lebenxwelser)
seit Jahren das bewaährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und specielle
Z„chwäche zufände, Pagengedärm und
deberlranlheiten, Hämorrhoiden, Eng-
xüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten ꝛc.
owie alle Krankheiten, die von ver⸗
dor benem Blute und schlechten Säften
derrühren. Der „Lebens wecher“ be⸗
fördert die Verdauung, reizt den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körber, er ist beson⸗
ders im kritischen Aller zu empfehlen.
Zu haben per Fla'sche zu 1fl. 10 kr.
20 Sgr. bei P. Zepp in ẽ

nabert.

— —— —
ex' t für AIIę Alie!
Rettungslos siechen Tausende Kranbe frum-
zeitiz dabin, die, venn ihnen sehnell dit
richtige Hufe 2u Theil grworden, ihre be
zumdheit wiedererhalten hütten. Dae be
cũhmte, 160 Seiten starke Buch: „Dr.
iry's Naturheilmothode“* gibt allt
Xranken einfache bewaährte Nittel an di
Hand, um sich selbet die Gesundheit. dies
edelste irdische Gut, wiederauverschafsen und
dauernu u erhalten. — Preis nar b 8ðeä
Vorrathig in jeder guten Buchhandluixg.-
Gegen Freo -Fincendung von Freimatte
à 3 Kr. wird das Bueh boofort freo rersauit
— die Fertugs Anetult in Luxem

riro.
xranfurter HDörse

vpom 15. August 1873.
Preußische Friedrichsdor.. 95383 58
distoien 7 7. . .. 9 36-288
olländische 10 f. ⸗Stücke 9 32-64
Ducaten 3317 830
Wnranca⸗Siade 3 18/2
Inglische Souvereigns. 16
Dolla 4 in Goln. 247ÿ—

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Zahnar;1 —
Zaarbrücken, Bahnhofstrasße 28.

Feuerwehr⸗-Montag
Karl Engel.

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Kealtion, Druck und Verlag von FJeX. Demez in St. Ingbert.
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Hl. Ingberler Anzeiger
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unmer erlcheint wochentlich v ĩe rem eilz Diensztag, Donner dtag,tSa ms ta n und Sonntag. Aponnementspreis vierteliährig 42 Krzt. od r
: X2. Silberar.; Anzeigen werden uril 4 Krzr. die dreispalzige Zeile Blattschrift odex deren NRaum verechnet.
M 128. .. ιια Dienstag, tee
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Inglück.“ Einer der dort beschüftigten Arbeiter, Isaliener, hlieb,
zachdem die Mine angezündet war, noch auf dem Bohrloch stehen
— unvorsichtiger Weise oder absichtlich? — als sich dieselbe
ntlud und den Unglücklichen mit in die Luft sprengte, von wo
rals Leiche niederfiel. *

Speyer, 158. Aug.“ Man hofft,“ die Bahn von hier
rach: Heidelberg bis L.Noveniber eröffnen zun können, dog ist
xiefer Termis duechaus nicht sicher.7
Wialdimo her, 17. Aug. Am 'veiflossenen Freitag wurde
n Ditkweiler eine Frau von vier Lindern, fämmtliche weiblchen
Heschlechtes, glücklich evtbunden.“ Eines von den Kindern kam
ebend zur Welt und lebte circa 24. Stunden, Die Muter befindet
ich zur Zeit wohl — 6w. Zig.)

. 1 Johang an der Saar; 10. Auz. Die Nichtbeach-
ung der schon so oft gehörten und nicht genug zu wiederholenden
Mahnung, Kieder vor den Umgang mit Feuerzeugen zu bewahren,
jat dieser· Tage hier wieder eine Familie in großes Leid verfsetzt.
Das Kind eines Bäckermeisters, ein lieblicher Knabe von 3 Jahren
piette desr Morgens früh —* in selnem Bettchen liegend, wäh⸗
end die Eltern schon- in Geschäft und Haushaltung beichäftigt
v tren,“mit Streichzündhölzchen, die jedenfalls in der Nähe' des
Bettchens ihm zugänglich geworden waren; das Bettchen entzündete
ich, gerieth voliss ändig in Flammen, und als auf das Geschrei
zes Kindes die Eitern“ aus dem untern Stockwerke ,hinauftilien,
jatte das Kind bereits so schwere Brandwunden davongetragen,
jaß es schon Nahmittags um 1 Uhr denselben eriaz. (K. 3)
7Manchen. Vom 14. auf den 185. sind, hier 28 neue
Choleraerkraulungen und 8 Todesfälle vorgekommen. Der Ma⸗
nistrat errichtet ein eigenes Choleraspital.“ Tanzmufiten düurfen
nicht mehr gehaͤlten werden — In Egern bei Tegerasee kam am
15. ds. der erste Cholerafall vor.

F Die⸗Feier des zweiten September wird in immer weiterem
UImfange ein allgemeines Naticnalfest werden. Eine ganze Anzaht
non Städten aus den Gauen Deutschlands hat sich bereits dafür
rklärt, den Tat' auch, durch kirchliche Feier, Schließung der
Zureaux der Behörden ꝛe. wie einen Festtag zu begehen. Die
ämmtlichen preußischen Schulanstalten sind bereits von den Be⸗
jörden, unter denen sie stehen, angewiesen worden, den Tag durch
»ezügliche Rede-Acte, Ausfall der Unterrichtsstunden, gemeinsame
Ausflüge der Schüler ꝛc. auszuzeichnen. Es bleibt uns schwer
rfindlich, daß es so lange währt, bis die allgemeine Feier des
Tages in ganz Deutschland als etwas Selbstverständliches erfolgt.
Unseren Lesern wollen wir heute an dieser Stelle eine
jeitere Cholerageschichte erzählen, die zwar schon in den dreißiger
Jahren in München gespielt hat; beider jetzt herrschenden Cholera⸗
urcht dürfte aus dieser lustigen Historie aber immerhin noch eine
itgemähe Nutzanwendung zu ziehen sein: In den 80er Jahren
als die Cholera gegen München anrüdte, krat eines Tages Ferdi⸗
nand Raimund, der von einer Reise zurückkehrle, in dad Zimmer
Saphir“e und fagte im Laufe des. Gespräches: „Ich bin froh,
daß ich da bin und glüclich aug Hamburg weggekommen bin, wo
die Cholera furchtbar grassirt; in dem Hause, wo ich wohnte, sind
chon. Einige der Cholera erlegen.“ Kaum hatte er das gesagt,
ühlte Saphir schon ein Unbehagen im Unterleibt, und mit Unge⸗
uld sah er Raimund sich zum Abschiede anschicken. Der Schau⸗
pieler hatte ihn noch nicht eine halbe Stunde verlassen, als der
qumorist, von?: dem furchtbaren Gedanken gequaͤlt, ihn umarmt
ind geküßt zu hahen, unwohl wurde und zu Bette ging. Gegen
10 Uhr Nachts glaubte er alle Sy nptome der Cholera zu spuͤren
ind schickte schnell zu dem Obermedizinalrath Dr. Koch, der einer
zer ersten Aerzte Münchens und sein Ipezieller Freund war. Der
Arzt kam, untersuchte den, Zustand des Leidenden, fragle, od eb
einen Diätfehler gemacht habe u. s. w. Sophir erzählte ihm den
Vorfall mit Raimund. „Ach!“ jagte der Arzt, man. muß bei
eder Krantheit indididaalisiren. Ihr Fall ist ein eigenthümlicher,

t e gereeen Sprengarbeiten am h werde Ihnen etwas verschreiben.“ Er. sehzie sich an daß Schreib⸗
jehrbacher Tunnel ercianel sich gefiern wieder ein furchtbares pult und schrieb ein Rezept. „Da“, saate er, Plesen Sie 1*5

ι Deutsches Deich... e

Muüncheem, 15. Auhust.“ Das kgl. Krie z8ministerium
a genehmigt, daß bie beurlaubten Mannschaften der Ichegangs
850. welche heute einrücken sollten, noch einen weiteren Monat
nUrlaub verbleiben dürfenSicherem Vernehmen nach werden
an Rüdsicht auf die destehenden; Gesund heitsverhaͤltnisse alle bead⸗
htigten »größeken milkflärischen“ Herbstübungen unterbleiben? mit
sugnahme der Artillerie⸗ Schießhungen?“cauf“ dem' Vechfelde. 2
die deiaunt, erkrankten undstarben vuf dem Truppenmar'che von
——
— ——
z3 wurden nun“Eeitens des ·k, Kriegsministeriums Erhebungen
het die Ursache Jener Erkramlungen, umd? Todesftlle gepflogen,
iche ergaben 7? daß kreinem der! betre Kommandeure irgend: eine

huld an jenen: Eikrankungen und Todessällen; beizumessen: ist,
ndern hediglich ie“ Urfache derselben“ inder une dem Matschtage
anischen den abnormen hohem Hihze zu fiaden ist. ⸗5
Frusüekducr I15. August.“ Dresocial⸗demokratische: Agi-
ation richtetMeuerlich ihre Aufmertsankeit.“ besonders auft, die
frauenwelt.. Dank der in'dieset Nichtang entwickelten Rührigkeit
es gelungen, in hiesiger Stadt einen focialdemokratischen Ar⸗
riterverein· fün das weibliche Geschlecht? fertig zu bringen,“ dessen
drasidentin cinee Frau Peters ist.»Die Conustituirung fand am
rerflossenen Montag statt. Außer dern Polizer hat kein münnliches
Individuum Zutritk. Jedes Mitglied bezahlt wöchentlich OPfen⸗
nige ec. (Fr. J)e ,
sehil, 16. Aug.' Gestern befaͤnd sich Fr. Heder zum Be⸗
vche ciniger Freunde hier. Man kann nicht sagen, daß et Auf⸗
hen zu machen sucht, denn er bewegte fich: nur in den engsten
üͤrleln und gelangte fast unbemerlt von und zu der Bahn. d Er
eiste näch Ettlingen und wird morgen nach Mannheimzurüch⸗
ehren. Nach seiner Aussage gedenkt et Ende September wieden
ach Amerika zu reisen.d :

Berlin, 13. August. Am 3. Septeinber wird der kirchliche
Jerichtshof sich zum ersten Malr versammeln, zunächst um seine
heschüftsordnung zu entwerfen. *2*

SZFranukreich ·

Pari 3;* 16. Aug.“ Einer: Meldung der „Agence Habas“
ufolge hätle der kaifetliche Kronprinz bei dem Empfange— der jetzt
a Chisiehurst versammelten bonapartiftischen Notabilitäten erklürt,
aß er dein Prinzipe der Volkssouveränetät treu bleibe. Die Devise
einer Dynastie sei: „Alles für das Volk, durch das Volk.“. —
thiers wurde in Mühlhausen auf semner Durchreise nach Bafel
nit Tbhaften Zirrufen empfangen:

Paris, 16. August. Der gestrige Tage(Napoleonstag)
erlief überall ruhig; nirgends hat eine bonapartistische Kund⸗
ebung statigefunden 5.—

pᷣaris! 17. Aug.', Der republikanische · Verela · War gestern
stsammelt. Sein Bericht erwähnt die ungünstige Aufnahme? die
en monarchistischen Intriguen in den Departements zu Theil ge⸗
orden und erilaͤrt, die republikamscher Demokratie, sei entschlossen,
ihret zuwartenden, wachsamen und festen Hastung zu verharten.
hachnden Mittheilungen,e die aus jenen Departements eingelaufen
nd/oe Nenwahlen Slatt zus finden haßen, sei, der Sieg republi-
ncscher Fandidaken dorauszusehen.

Sanien.

VBil'bas, 13 Aug.Die Carli'
nerhalb zwei Tagen zu lapituliren.

—— England.

Zahlreiche Bomppartisten trufen in
ouher uud Haußmann. Am 15. ds.
effe: OE Uhru früh beizuwphnen “9
nen. bonapartistischen Partheiratb.

—
—
22

——
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        Saphir las: „Rocipo? Sie sind ein dummer Ferl, ein Ochs. sosort wieder um und schwammen dem Lande zu, ohne die Hilje
ein Hasenfuß.“ — „Das“ sagte der Doktor, „lesen Sie Kch ecst rufe der Unglücklichen weiter zu beachten. Der Siebente, waͤd—
alle Vierkelstunden, dann alle halbe Stunden vor, bis Sie eie rettete, ist — kaͤrzsichtig. —
sind.⸗ Dann rief er Saphir's Bedienten und sagte: „Zuc Vor. F Amerikanische Blatter erzaͤhlen: „Ein Reisender, dem vor
sorge, wenn Ihr. Herr das Rezept nicht gebrauchen wollte, so sagen' den Gepäckneistern auf den amelikaunischen Eisenbahnen schon zahl.
Sie ihm auf meine Verantwortung alle Vierielsttinden laut vor: lose Koffer zerschmetiert worden waren, kaufie sich sechs —XR
Sie sino ein dummer Kerl, der Doktor hai's gesagt und ver Revolver, lud fie sorgfältig und packte sie in einen Koffer, welchen
schrieben.“ Damit sagte er „gute Nacht?. Von diesem Augeneer demjenigen Gepädmeister, der stets am schlimmsten mit seintn
blide an wurde Sophir besser. Saphir sagte dann oft: „Nie Gepäch umgegangen war, zur Besorgung anvertraute. Diefer —
hat mir ein Ochs mehr Vergnügen gemacht, als jener, weichen fährliche Koffer wurde ganz so mißhanden wie serme Rorgangen
mir der Dokior oltroyrte. Dieses einfache Mittel: „Sie sind ein hin- nud hergeworfen, gestoßen und gewaltsam zu Boden ge
Dcqhs* ist probat, ich kann es mit Zuversicht in allen Fällen als schleudert, auf einmal geht die maskirte Batterie, die darin stecn
ciun Wundermittel empfe)len; allein es gehört, wie zu alen Wun⸗ ios, und ehe der erschrockene Gepadmeister eutlommen konnte, hal
det mitteln, das dazu — der Potient muß dran glauben!!“er sechs Kugeln in den Beinen. Er hat sich jetzt gußeijeruer Stiese
Wien, 9. Äug. Vorgestern Mittag ist in der Stadt Waid- machen lassen und seine Beine in Ofenrdhren gestectt, das Gepeot
hofen an der Thaya (Niederösterr.) ein Brand ausgebrochen, welcher. aber faßt er an, ols ob es lauter Marzipan wäre.“
derünstigt durch den herrschenden Sturm, dald eine solche Ausdeh ⸗ fVor einigen Tagen bing in RewVYort ein elegant ge ⸗
nung gewaun, daß von den beiläufig 300 Hausern dieser Stadt kleideter Herr, ein hüdsch angekleidetes Kind im Arme tragend
275 niedergebrannt sind. Das Feuer broch in einem Wirihshause nach dem bekannten Freuiche Hotel. Das Kind, weiches an scheinen
des Hofbauers ans. Man spricht von einet Braudlegung und von krank wor, wurde von ihm in ziemlich roher Weise auf die Trede
Drohdriefen, die früher abgeschick worden seien. — jesegt und wit folgenden dartherzigen Worten ausgescholten: Geh
Düsseldorf, 13. Aug. Die „Düsseld. Ztg.“ schreibt: Der die Treppe selbsi dinauj! Ich wenigstens troge dich nicht
Herliner Schnelle oder richtiger durchgehende Zug, welcher gegen worauf das Kind mit jarler, flehender Stimme zu bitten anfing
3 Uhr dier Aintrifft, ist heute Morgen wirklich durchgegangen, so „O, lieber Papa, thu' es doch! Ou weißt ja, daß, seitdem id
daß ein Theil des eisernen Gitters der Drehscheibe in der Friede zom Wagen übersohren worden din und meine Füße derloi
richs straße sowie die Lolomotive nebst dem halben Tender über die zjabe, ich nicht mehr gehen dann.“ Bei diesen Worten fammelle
Friedrichsstraße und, ohne vorher anzuklopfen, in das Haus deß ich bdiele Herren um die Gruppe, und ein Murmeln des Misab
Berliner Moͤbelsabrilanten Hrn. Arnold gedrungen ist, wo dieselle eus ging durch die Meng⸗. Doq der hartherzige Vater sain
jetzt herausgebrochen werden muß. Die Familie des Hen. Arnold nicht darauf zu achten. Unfina!“ schrie er, „gehst du nicht se
jaß in der ersten Etage gemüthlich beim Kaff etrinken, als plöpuich sori die Treppe hinauf. so schlage ich dich braun und blau
die Bresche geschossen wurde; die Maschine arbeitete noch in sich Und gleschsam diesen Ausspruch bestätigend, schlug er das unglid
jo daß man durch einen angebrachten Schlauch, das Feuer öscher iche Kind so slark auf den Kopf, doß es amfiel. Dieses Veneh ·
mußte.⸗ I men reizte die Menge aufs Aeußersse. „I das Ihr Kind
f London. Seit kurzer Zeit wird die Siadt Chichefle frogse ein Herr. „Wos geht Sie Das an?“ war die sanel
zur Hälfte durch Gas erleuchtet, welches auf eine neue Art zube- Aniwort. Er iß mein Voter, Jer ist mein Vater!“ schrie un
reitet wicd. Das Verfahren ist eine Erfindung eines gewissen Ruc das KKind; „er hat meine Mutter getödtet und wird oudh miqh
und wird durg eine Aktiengesellichaft ausgebeütet. Der Zwed ift nech todtene!“ Der Vater bollte in doller Wuth seine Fauf un
Ersparniß an Kohlen. Das Gas wird durch Zerlegung von wolite dem armen Kinde wieder einen Schlag dersegen; doch wun
Wasserdämpfen herg stellt, welche in eisernen, mit Coak und Esen er glücklicherweise von eiuem starken Herrn daran gehiudert. „Wem
ücken angefüllten Retorten erzeugt wirden. Der Coat dient zur Sie nicht sofort Ihr brutales und verdammungsawürdiges Se—
Beimengung des nöthigen Kohlenfsoffes. In genügenden Eisen⸗ nehmen ausgeben,“ sagte er, „so werde ich Sie durch einen Po⸗
roͤhren geht die Zerl gung vor sich, und das so erzeugte Gaß wird izeibeamten verhasten lassen lä Durch diese Worte noch wüthende
bor der Reinigung durch eine Petroleumkammer geleiten. Hier laugt gmacht, riß sich der Vater bei gewaltiger Kraflaustrengung lot
zu Petroleumdämpfe ein, die scin Volumen von 132, 000 Qubitfu ind suchte nach einer Waffe. „Er nimmt sein Messer, n mn
zuf 165, 000 vergroͤßern. Da zur Bereitung Coak nöthig ist, der Dich in Acht!“ schrie das Kind, „er fuicht Euch!“ Bei diesen
selbsi wieder nur durch gewöhnliche Gasberetung herzustellen ist. Borten sob die Menge auseinander; nur zwei Muthige berauh
jo gehen beide Fabrilationsprozesse neben einaunder vor sich und xeten der Platz., Holt einen Polizeibeumten, verhaftet ihn !“ riefen
das Fabrikat beider wird zu gleichen Theilen gemengt. Immer je Wenn ich verhaftet werden soll,“ brüllte datauf der Vale
aber ermoöglicht das neue Verfahren die Ersparniß der Hälste deß so will ich doch wiffen, weßhalb!e Und ehe auch nur einer du
—E derren es verhindern lonnte, vergrub er mit doller Kraft det
zesehen ist.. Die 1000 Kudikfuß Gas auf neuem Wege sollen Messer in des Kindes Körper. Ein unartilulirter Ruf: „Ich biu
Lꝝæ Shilling (ca. Ifl.) kosten. Die Einrichtung wurde dieser Tage von ermordet, er hat mich ermordet!“ war das letzte Lebenszeichn
einer Commission, deren Mitglieder sämmtlich eatweder in der des unglũclichen Wesens. Alle ftürzten sich auf den Valer. Dod
städtischen Verwaltung oder der Gasbereilung interessirt sind, be— dieser ñahm ganz gelafsen sein Kind auf den Arm, und seinen
sichtigt und für zweddienlich befundenn. dut abziehend, sagte er: „Meine Herten. dies ist ein hoͤlzernel
Newyork. Die Herrenwelt in Dyton zeichnet sich be- Lind ;z ich bin Bauchredner, und sollten Sie mir eine kleine Gabe
jonders durch Galanterie gegen Damen aus. Nicht weniger als derabreichen, so würden Sie mich dadurch sehr erfreuen.“ Lächelud
eben Herren sprangen vor einigen Tagen in den Canal, um eine ind ii reicher Ernte zog er sich zurück. (Berl. B. Zig.)
Dame zu reitten, welche ins Wasser gefallen war. Als die braven —
—öXE —
Jatten, daß sie alt und häßlich lei. kehrten nicht weniger als seds
— ⸗
Landwirthschaftliches Jest in Zweibrücken
anm 20. und 21. September 1873.
eeisevertheilung des kgl. Landgestüts, Pferde Nennen (Sountag
Sepnptember Nachmittags 8 Uhr auf dem Exerzirplatz); Verlvofung von Pferden
landwirthschaftlichen Gegenständen; Lo of e hiezu 86 tr. en gros
— 7a0d Rabatt, zu beziehen durch das Bantgeschäft von Henigst und Serold in
brachem. Samstags Nachmittags Reunion auf —2— Abends 8 Ubr
Laum, Zweibrücker Hof“.
ruf den Pfälzischen Bahnen 30 Fahrtaz
die Festbesucher am 20. und 21. September.
—

Bei Schuhmacher Schanne in Schnabp
bach bͤnnen 2 Arbeiter gegen gute
Lohn sofßort Beschäfaunga erhbalten.

Annoncen-Expedition
E. Daube -C
Fentral⸗ Bureau: Frankfurt a. N

IXXXCVXXVI
in allen arößeren Städten Eurova's
Tagliche directe Expedition aller Arien
von Anzeigen zu Originalpreifen
alle Jeitungen des Iu⸗ nud
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Prouwte uud billige Bedieuunaß
Zeitungs · Cataloge gratidee
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J Einige D —
000 Gulden“ Holzspähne
—* Ausieihen auf erste sind fortwährend zu haben bei
thele beteit.
9 6 die — d. Bl. Jh. Weiler.
altion, Drud und Verlag von

. Demeß in St. AInabert
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        Hl. Ingber ker Acnzeiger.

e St. Jnabertera Ajeiaee lund das mit dem Haupdtblatte verbandene Unlerhaltungsblatt, mit der Dientiagt-, Donnerdiagt⸗ und Sonniag⸗
Iinmer erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donner stag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljährig 42 Kerr. oder
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iz 129 —

Donnerstag, den 21. August

— 1878

De¶ eutsches Neich. bGnnnlen, weil sie in dieser Beziehung ohne Mandat Seitens ibrer
Ans der Westpfalz, 17. Aug. (Pf. K.) Es wurde wie⸗ Wähter seien. —
xrholt konstatirt, daß die zahlreichen neuen Landes- und Reichs- Straßburg, 19. August. Gestern trat hier der Kreis⸗
esehe noch dange nicht in das Bewußtsein des Volles überge dag zusammen. Es leisteten fämmtliche Gewählten den vorgeschrie—
angen nd. Insblandere alauben wir dieses. Klagelied anstum- »enen Eid, im Bezirk Ober Eisaß 32 von 54. In Mulhausen,
n zu dürfen bezüglich des Reichsgesetzes vom 27. Juni 1871, Bebweiler, Thann sind die Bezirkslage beschlußfähig, in Dieden-
e Pensionirung. und. Versorgung der Militärpirsonen des Reichs- jofen nicht.
tres und der Jaiserlichen Marine,- sowie dies Bewilligungen für Berd ür, 18. August. Der Enthüllungsfeier des Sieges-
ie Hinterbliebenene · joicher · Personen - belreffend⸗In mehrerxen enkmals am⸗ 2. September werden die tlommandirenden Generale
fatzischen Gemeinden befinden sich noch Eltern rnd Großeltern, des ersten bis elf ten, des vierzehnten und des fünfzehnten Armee⸗
en Söhne, beziehungsweise Enkil und einzige Ernährer im wrdbs, ferner noch ein General jedes der genannten Armeecorps
tzten Kriege gefallen sind, und welche in Dürfugkeit leben, sogar ind 13 Stabsoffizie re, 13 Hauptleute, 26 Lieutenants aund 39
uz der Armenkasse unterstützt werden müssen. Nun'aber sagt da dFeldwebel eines jeden Armeecorpa biiwohnen. 31 —————
sti. 96 des allegirten Gesetzes: „Eine Beihilfe von je 34 Tha EBerbimn. Das königliche Obertribunal hat die wichtige
monatlich erdält der hinterbliebene Vater oder Großbater und kntscheidung gefällt, daß eine zur Vertheidigung gemachte odjelknd
je hinterbliebene Mutter? oder Großmuttet, sofern der Verstorbene eleidigende Aeußerung nur dann bestraft werden tann; wenn der
ngige Ernährer derselben war ünd so lange die Hitfsbedürf. Wille des Thäters zu beleidigen festgestellt ist.“ Eine Feststellung,
iglein derselben dauert.“ Da diese Bestimmung auch auf Bahern „das Vorhandensein einer Beleidigung gehe aus den Umffänden
swendung findet, so wollen wir im Interesse von Gemeinden hervor, genügt dazu nicht.
ind Privaten auf dieselbe aufmerksam machen. — Nachdem durch Beschluß des Bundesrathis die Annahme
München, 19. August. Laut heutigem Magistratsbeschluß sterreichischer Ein- und Zweiguldenstücke sowie niederländischer Ein⸗
l das Ochoberfest dire Cholera wegen heuer nicht abgehalten und Zweieinhalbguldenstücke bei allen Staats⸗ und oͤffentlichen
rerden. — Nassen verboten worden und dem entsprechend die Einzelregierungen
Der Gesammischaden, welcher i Immenstadt durch die nit Anweisungen versehen sind, ist nunmehr an die letzteren das
vasserfluth angerichtet wurde, beträgt laut deg Anmeldungen veitere Ersuch⸗n gerichtet worden, sich darüber zu äaußern, ob einem
45.000 fl, —WW 5 auujf Grund des Art. 18 des Münzgesetzes zu erlassenden allge-
Aneabach, 18. Aug, Laut Restript dez EOberkonsisto- neinen Verbot dieset Münzen Bedenken entgegenstehen, und ob
ums wird im ganzen Königreiche am 2. September zur Erin⸗ ind wie weit ein Bedurfniß best he, ausländische Münzen bei
etunJ an die deutwürdigen: Kriegsereignisse van 1870/7 B eine Reichs, oder, Landeskassen zu einem festen Kourse auzunehmen und
ichliche Feier begangen werden. (Fr. 3.) velhher Cours für bit etwa zu bezeichnenden Münzen festzufetzen
Rannheim, 19. Aug. Ein Privattelegtamm des Mann⸗ sein würde.
amer Journals aus Genf vom heutigen Tage meldet: Der 2 Das „Piileuäc-Wochenblatt“ schließt einen laͤngeren fach⸗
‚erzog Karl von Braunschweig ist gestern Nacht plötzlich am vissenschaftlichen Artikel über das französische Canon de sept mit
zclagfluß geftorben. iolgendem Satze, der auch für Nichtmilitars von besonderem m⸗
Frautfurt, 18. Aug. Unter den politischen Erei nissen eresse sein wird; Man erfieht von Neuem, lwie weit die fran⸗
ez Auslandes nimmt heute die bereits vor meh reren Tagen ge⸗ ösische Artillerit bezüglich ihres Materials von dem ihr vorschwe⸗
neldete Wegnahme des englischen Dampsers „Deerhound“ durch »enden Ziele noch entsernt ist, und läßt sich hieraus eben so gut,
in Schiff der spanischen Regierung die erste Stelle ein. vie aus dem Stande der Armee⸗Reoiganisation der Schluß ziehen,
Saarg—em sünd. 14. Aug. Wie belannt sind die Krie · aß — sofern nicht die blinde Leidenschaft bei unseren westlichen
erdenlmale auf den „Spicherer Höhen“ durch frevelhafte Hand Nachbaren eines Tages wieder die Oberhand gewinnt — der viel⸗
sheblich beschädigt worden, besonders dakjenige, welches dom Offi- desprochene Revauchelrieg noch geranme Zeit ausstehen wird.e
ersorpz des hohenzollern'jchen Füsilier-Regiments Nr. 40 seinen, Frankreich.
jefallenen errichte: wurde. Durch unvorsichtige Aeußerungen eines Paris, 18. Aug. Umfangreiche Befestigungdarbeiten bei
ungen Arbeiters auf die Thäter aufmerksam gemacht, wurdes Belfort sollen zu Anfang September begonnen werden.
ieselben in zwei Steinmetzen von Spicheren, Wilhelm und Stein, Spanien.
rmittelt. Dieselben sind aus St. Johann, wo sie bis zum 4.“ Madrind, 17. Aug. Nach hier eingelangten Nachrichten
arbeiteten, flüchtig geworden. yjaben die Cacrlisten sich an beiden Seiten der Bai von Bilbao
Meg, 18. Auͤg. Heute Vormittag um 10/2 Uhr fand bei ugestellt und spanische Schiffe, sowie Gebäude, die den Englän⸗
ünstigen Wetter im Beifcin des Gardekommandeurs Prinzen Au- dern oder Franzosen gehören, ohne Unterschied und ohne auf die
ust von Württemberg und des Generals v. Manteuffel die Ein⸗ ufgezogene Flagge des rothen Kreuzes (der Genfer Convention)
veihung des Gardedenkmals bei St. Privat statz. Viele Depu⸗ stüchsicht zu nehmen, beschossen. Der dadurch herbeigeführte Ver⸗
clionen, die Spitzen der Behörden und ein Kreis von Damen ust von Menschenleben, sowie die Zahl der Nerwundeten und an
mgaben die Stätte. Die Weihepredigt hielt der Prediger Rogge hreme Eigenthum Bischadigten ist nicht unerheblich.
uus Potsdam. Nach dem Choral brachte der Prinz das Hoch aaf —In der heutigen Sitzung der Cortes wurde der Gesetz⸗
ꝛen Kaiser aus, indem er sagle, wenn wieder der AÄufruf erginge, niwurf über die Einberufung von 80,000 Mann Reserve endgiltig
derde die Garde und die Armee eben so wie die Gefallenen für ingenommen. Nach Mittheilungen, welche der Regierung zuge-
daiser und Vaterland in den Kampf gehen. Nach den Salben jangen sind, haben die Insurgenten in Chartagena den Bagno ge
Birde die vam Kaiser gesandte Flagge auf dem Denkmal aufs ffnet und 1500 dort befindliche Sltrafgefangene bewaffnei. In
ehikt. — n Bilbao wollen die Behörden auswärtige Artillerieoffiziere zur Ver⸗
Mentz, 19. August. Die Kreistage von Metz Etadt), heidigung der Stadt herbeiziehen, falls die spanischen Offiziere sich
hategu Solins, Saarburg und Bolchen sind erdffnet worden. veigern sollten, dieselbe zu Ubernehmen. — Die Gesammiflärke der
die Gewählten des Landkreises Metz und der Kreise Diedenhofen, Larlisten in Spanien wird vach offiziellen Quellen gegenwärtig auf
jorbach und Saargemünd haben die Eidesleistung verweigert. 26,000 Mann Infantetie, 450 Mann Cavallerie und 17 Kanonen
Uus Lothringen, 18. August. Der Saargemünder angegeben. 4 *
dreidlag wurde geboren und starb. Nach einer milden Ansprache — Aus Perpignan wird unterm 18. August gemeldet: Die
Areisditeltoxs erllärten die ultramontanen Kreisräthe einzeln. Carlisten sind nach den vorliegenden Meldungen von der spanischen
hber einstimmia, daß sie den Eid „Treue dem Kaiser“ nicht leisten Grenze bei Balsareny geschlagen, baben in Folge dessen ihre Stel⸗
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        lungen vor Ber a aufgegeben und sind in' der Richtung auf Suria
abmarschirt. — Die Internationale läßt Plakate verbreiten, in
denen die Beschuldigung,“ die «Brandlegungen in Alcoh und' an
anderen Orten veranlaßt zu haben, zurückgewiesen und ausgeführt
vird, daß die Atbeiter nicht nöthig hätten, die Fabriken anzuzunden,
da sie überzeugt jebend) daß dieselben eines Tages Ihnen selbst ge⸗
hören würden.

sahen, erzählen, derselbe sei fast Haushoch emporgeschleudert worden
Der Getoöͤdiete war ein 24jähriger braver Bursche von Gehhelden
Namens Heinrich Maher. Außer diesem Falle find auch scho
vorher zwei Marrer infolge erlittener Verwundungen gestorben.
71B8ramtenthal; 19. Aug. Heute gedt im inr.
schen Etablissement der Guß der 800 Centner schweren Kaijergieg
dor sich. Außer den dazu gelieferten erbeuteten franzosischen Qo
onen wurde der Masse noch 60 Ceutner Zink beigesetzi. Heus
irüh 4 Uhr wurde das Feuer im Gießofen augezündet ünd un
Ahr beginnt der Guß. Zur Abkühlung werden 4 bis 6 Wochen
tsorderlich sein. Gelegentlich der Enthüllung aus dem Möorn
vird ein allgemeines pfälzisches Fest veranstaltet werden, wobei da
Frankenthaler Cäcilienver in Schillers „Glocle“ zum Vortrag
hringen wird.

dr Wermischtes. —D
F.Die Zollũbergangssielle Blieskastet wurde aufgelbst.
fBZweibrücken, 20. Aug. Nach dem Beispiel vieler
namentlich der g'oßen Stadte unseres Vaterlandes soll der 2.
Septemder, der Tag von Sedan, auch hier als nationaler Fefitag
jefetert werden. Die Anregung ging vom Bürgermeisteramt aus
Der Vorschußverein Kaiserslautern hat den Zinsfuß für
seine Mitglieder von 524 auf 500 ermäßigt.
7In Landau fiel am Sonntag einem Arbeiter ein un⸗
bef stigter Blumenstock aus einem obern Stocwerke auf den Kopl
atdverlehzie denfelben bedeutend.
Hinterweidenthal, 18. August. Am-11. August wurd
dahter ein Bahnarbeiter durch das wider Erwarten schnelle Explo⸗
iren einer Mine auf der Stellegetödtet.“ Leute, die zufällig zu⸗

Diensteßsnachrichten.

Der Landgerichtsdiener Morißz Trampler von St. Ingbert wurde atn
Ansuchen nach Landstuhl verseßzt, der Gendarmerie⸗Sergeant Johanu Noß
von Ludwigs hafen zum Landgerichtsdiener in St. Ingbert, und ber pensi—
nirte Feldwebel Michael Schridenberger von Zweibrücken zum Landgerian
diener in Hornbach ernannt
— ———
Belanntmachungen.

F. X. Demen veranlworklicher Redactieur.
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Loudon 1862.
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Mannheim 1863
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Straßburg 1866.
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Das Neue Blatt 1873.
Nr. 48 ist so ben eingetroffen und enthaͤnt:
‚„Die neue Magdalena.“ Von Willie Collins.
-Des Liedes Urquell Gedicht von N.
. Anders. — ‚Von der Wiener Weltans⸗
ung Driginalberichte des Reuen Blattes.
VI. „Eine Reise um die Welt.“ Von Wilhelm
Rullmann. XVII. „Der Schah in Wien.“ Von
Zouis Poißl. — ee an die
ihlandfeier in Tübingen⸗ Von E Vely
Mit Illustration) —Elu Besuch auf der
Insel Sylt.“ Von Dr. Hermann Rahn. —
Zum Gedächtniß eines gelehrten Hof⸗
rarren.“ Ill aft cation.) Der Berg⸗
rath.“ CErlminalgeschichte von Erneftine don v.
—Damenfeunilleton“ — Handel und
Verkehr.“ — „Allerlei :“* „Noch eine interes⸗
ante Illustration der Chi: aezpedition. — „Tau⸗
zenschießen.“ — ꝛc. — An Illustrationen: „Un⸗
zlücksfall beim Passiren eines Engꝑag
es der — — PDae
hlanddenkmal in Tübingen.“' — Jakob
Wyne j

Das Neue Blatt ist zu beziehen durch alle

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35 23535382333 J 352* 5832393 — 22.8
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37 —5 555 2* —8 35 —
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5375325 *22 ü 2 2225
58 I552 33328 5* 3855353 — 228* 535322. 233
2— 2EAESEDM E —86 —35352 —A * *
33388357 53 —33 3 *53 334232 — —
5538 *38 257553,73 2585 “2 553883 — — 2E de 3332
2 — 8 2 7 — —.g — 3 Bm Ex
V *22 F * 52— 7* 2 58—575* .42 3 — — 2zz88
3 38533*3—53 3323537 — — ——— 578 5
23357 52223 2258 ãA —— 2535536 * 238
ẽtᷓ — — — * 8 22232 — S *222*
2* * 2 — J W ⸗
3833 *3333831355 3 63 X
3335 12538 8 5538 232 s 0323 258
5335 5 ——53 —28 33388 — —A
3338 73— 33 8833
5*2 28332 —— —32 52 —5——2 253525358 8 — — 228 2 —
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        k. Ingberler Anzeiger.

3173
Der Si. Inaberter Ungzerig'e e (und das mit dem Dauptblatte verbundene: Unterhaitungsblatt, mit voer Dienttagt⸗, Donnerttagz⸗ und Sonntag
Zummer erscheint wochentlich vie rm al: Dienstag, Donnerztag, Samoatag und Sonutaq. Abonnementspreis vierteljährig 42 Krzr. oder
J 12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrut oder deren Naum berechnen.
— —ñ N —
3 . 8
M 130. 61873

*7*
2*

Die-Reise des Kronprinzen.

Es ist wohl im Allgemeinen richtig, daß heutzutage die Polilil
zer Großstaaten nicht mehr, von den dynastischen Interessen bestimmt
vitrd., Wir haben vor Kurzem noch in England und Rußland
die Wahrbeit dieses Satzes bestätigt gesehen. Bei Gelegenheit der
Berlobung eines englischen Prinzen mit der einzigen' Tochter des
daisers von Rußland erklärte fast die gesammte englische Presse mit
zer ihr eigenen Nuchternheit und Ruhe, daß das gesammte Land
wvohl diese Verbindung der beiden mächtigen Herrscherfamilien sehr
jreudig begrüße, daß es aber gleichwohl und zuversichtlich erwarke
z werde diese Familien-Angelegenheit die englische Polstik in keiner
WBeise betinflussen. Damit jedoch, nicht der leiseste Zweifel Über
—
zerfroren jenen wunden Fleck, an welchem eine russisch- englischt
Neibung besonders schmerzlich sein müßte, nämlich Central-Äsien.
Aehuliche Empfindungen beschleichen uns unwillkürlich bei der
deise unseres preußischen und deutschen Kronprinzen, zu unseren
landinavis hen. Vettern in Schweden und — 88 —
Maͤcht haben' wir keine irgendwie nennenswerthen poltischen Be—
jchungen 3, nur daß Die Sqweden uns recht grümmig haßten“
warum, das wissen sie selber so wenig als wir, Vermulhlich wird
der Gründ, in der gemeinsuchen Abstammung liegen. 'Findet man
nuch ähnliche Etscheinungen innerhalb der nächsten Blutsver⸗
vendtschaft. Anders liegen die Dinge zwischen ues und Daäne⸗
nacl. Aus der Jahrhunderte langen Verbindung der Nordmarken
m der Elbmündung, erwuchs uns die in gewissem Sinne fatale
dleswig- holsteinsche Erbschaft. Lange tuhte der Streit, bis er
yr einem balben Menschenalter für kurze Zeit die Gemüther
deutschlands aufs Tiefste aufrüttelte. Durch die Ungunst der Ver⸗
haltnisse wurde der Streit damals nicht ausgetragen, da erwachte
r vor nun mehr fast zehn Jahren von Neuem, und in schwerem
lutigem Kampfe haben wir das „Schleswig-Holstein meerum-
chlungen“ wieder uns zu ꝛigen gemacht. Dänemark hatte, als
er bedeutend schwächere Gegner, die Sympathien aller sogenannten
edlen“ Völler für sich. Zu den „edlen“ Voölkern grhört aber
aatürlich Frankreich in erster Reihe.

—A
nielligente und ungemein selbsibewuße Bevölkerung sich auszeich-
iende Staat in jeder politischen Combination, bei welcher Preußen
eesp. Deutschland betheiligt war, eine uungemein wichtige Stellung
innahm. Wir erinnern unsere Leser an die Vorguünge im Jum
86 und noch mehr an die Vorkommnisse des Jahres 1870
heide Male war Dänematk seine sehr bedeutsame Partie zugedacht
und es lag wahrhaftig nicht an ihm, wenn' es nicht in die dra⸗
nalische Entwickelung handelnd eingreff. Ist auch für die nächste
zeit zu erwarten, daß Dänemark nicht wieder zu den so ungemein
ateressanten stummen Rollen bernsen sein wird, so müssen wir
vh das zugestehen, daß, so lange der Art. 5 des Prager Friedens
icht erledigt ist, unsere Rechnung mit Dänemark noch in der
ohwebe bleilttt

In letzter geit sind mehrfach Versuche gemacht worden, diesen
Stein des Anstoßes aus der Welt zu schafsen, sie scheiterten an der
Sprödigleit unseies folzen Nachbarnnördlich von der Königsau
Das natürlicher, als daß die Reise des Kronprinzen und sein
besuch in Helfingoer mit der nord⸗schleswig'schen Frage in Zu—
mmenhang gebracht wird. Mit Bezug hierauf derweisen wir aus
enes englische Praecedens und meinen, daß durch die Liebens
zürdigkeit unseres Kronprinzen nichts an det bisherigen Haltung
Leutsthlands in dieser Frage geändert werden wird. »5*

Allerdings ist es sehr erfreulich, daß das dänische“ Königs—
Au· eine Annäherung gun dos preußische sucht -und nichis ist wahr⸗
dinlicher, als daß aus dieser ꝓpersöonlichen. Begegnung sich auf
ider Seiten mildere Auffassungen ener Angelegenheit, ergeben
uden. Nur kann Deuischland nicht seine. Nachsiebigleit bsa zur
igabe seiner bisherigen Position ausdehnen. Aber geseht deu

and wir halten ihn sogar für den wahrscheinlichsten, daß

dieser Reise des Kronprinzen nach Dänkmark gar keine politischen
Motive zu Grunde liegen, so muß doch so viel zugegeben werden,
daß dieselbe nunmehr dazu beitragen wird, den bisherigen gtimmen
daß einigermaßen zu mildern. Liegt auch die Zeit noch sehr in
veiter Ferne, koi.lleicht ist sie unendlich weit entfernt, in welcher
iich die verschiedenen Glieder der großen germanischen Völterfa⸗
nilie wieder zu cinem Ganzen zusammenschließen werden, so ist in
»er Wiederaufnahme freundlicherer Beziehungen schon ein großer
Bewinn enthalten. Allmählich bricht sich doch die Ueberzeugung
n jenem; Lande Bahn, daß der Anschluß an ein großes mächtiges
Deutschland für die eigene ruhige Exiftenz viel sicherer ist, olß
ener chimärische Plan der Generationen hindurch, mit Hinblid
auf Frankreich verfolgt wurde. 8 J
?Was Dänemark speziell von Frankreich zu erhoffen hate: das
rxgibt sich am besten aus der Betrachtung jener Zeit, in welcher es
der Bundesgenosse jener Macht war. Das Bombardement Kopen⸗
sagens durch die Engländer war die fürchterliche Antwort auf
enes Einvernehmen. Frankreich hat von jeher jene Richelieusche
dehre befolgt, die Kleinen zu beschlützen, um fie ausmutzen zuekönnen.
Dieses Letztere hale es stets weidlich ausgeführt, aber als der Schuß
Frleistet werden sollte⸗·da war natütlich die allgemeine: Weltlagẽe
zedartign datß man⸗ die jittische Küste und Seeland am besten an
—A
20 Daß Ddieser veraltete Ansicht von der volkerbeschühßenden Macht
Fidnkteichs auch in den politisch maßgebenden Kreisen allmählich
nufgegeben wird, dafür erblicken wir in dieser kronprinzlichen Reise
inen erfreulichen Vorboten. —

— —ñ
Deutsches Neich.
Vandan, 20.. Aug. Von dir hier in Garnison sisehenden
2. Feldabiheilung gehen morgen die Batterieen Blume unb Re—
erdys unter Commando des Oberlieutenants v. Sauer auf der
dandstraße über Wilgartswiesen, Pirmasens, Zweibrücken, St.
Avold, Courcelles und Woippy nach Metz zu den dort vom 30.
August bis 12. September unter preußischer Führung statifinden⸗
den größeren Truppenübungen der preußischen 30. Division Sand⸗
rart ab. Beide Batterieen rücdden am 21. September wieder dahier
in Garnison ein. Die Feldbatterie Ebner geht am 8. September
nach Germersheim, um an den Brigadeübungen bei Germersheim
helizunehnmen. J

Munchen, 19. Aug. Wir vernehmen, daß die Staats⸗
inanzrechnung ·pro 1872 soeben ihren definitiven Abschluß gefunden
zat und mit einem reinen Ueberschusse von 7 Millionen Gulden
abschlieft. — N. Corr.)“

München, 19. Aug. Die diesjährige Inspection der
zayerischen Truppen durch den Kronprinzen des deutschen Reiches
— so schreibt die „Spen. Ztg.“ — fcheint zwischen Berlin und
München zu einen Meinungsaustausche geführt zu haben, jetzt
aber durch ein gütliches Abkommen geregelt zu sein. Der Kron⸗
drinz wird dieses Mal die Truppen des zweiten: bayerijchen Ar⸗
neelorps inspiciren, das erste bayerische Armeekorps aber wird
von dem Prinzen Luitpold besichtigt werden. — Imsvorigen Som⸗
ner bereiste det Prinz Luitpold die Standquartiere des zweiten
haherischen Armeelorps, während der Krouprinz Abtheilungen des
ersien bayerischen Armeedorps besichtigte. Demnach scheint in der
Inspelktion der bayerisch n Truppen eine Art von Aliernat einge-
ührt zu sein, insofern die einzelnen Armeekorps abwechseind eins
Reichs und eine daherische Inspection erfahren.
. Müuchen, 21. August. Das Bezirkzamt Deggeaborf hat
aus gesundheilsponizeilichen Rücsichten die auf den 24. Ang. fest⸗
Jesetzte Generalversammlung des bayexischen patriotischen Bauern⸗

dereins verbtten. V
.Me tz, 19. Aug. Unser gestern Vormittag zusammengektetener
dreistag (für den Landkreis: für die Stadt Meh fungirt der Ge⸗
meinderath alts Kreistag) haf bereitzs votlaufig schonsein Ende
etreicht. Gestützt auf ein feiner Zeit von det Regierung der
nationalen Vertheidigung zu Paris etlassenes Gesetz, Welches di⸗

— i—
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        politischen Eide aufhob und hier in Metz auch publizirt worden ist,

haben die Witglieder des hiesigen Kreistages den von ihnen ver—

langten Eid auf den Kaiser und die Geseße abzulegen verweigert.

Die Sizung wurde hierauf sofort geschlossen. Man ist gelpannt,

wie sich das Reichslanzleramt dierzu verhalten wird, Der Schritt

ist vm so wunderbarer, da die dem Kreis/ age amgehörenden Bürger⸗
meister sammtlich schon seit langer Zeit vereidigt sind. Der dem

Kreise durch dieses Verhalten seiner Vertreter eiwa erwachsende

Schaden wird schwerlich von diesen Herren getragen werden. Vor⸗

eilig ist es jedoch, dem am Ende dieses Monats zusammentretenden

Bezixkstage (sür ganz Lnthringen) ein gleich schnelles Ende prophe⸗

ien zu wollen. Aus unferer Kenntniß der größeren Mehrheit

* Bezirlsvertreter glauben wir vielmehr der Hoffnung Raum

geben zu dürfen, daß der Bezirkstag zum Wohle Lothringens eined

ruhigen und glücklichen Verlauf nehmen wird. (Pf. K.)

Straßburg, 21. Aug. In Colmar haben von den 0
stereistagsm tgliedern nachträglich 6 den vorgeschriebenen Eid ge ˖
leistet, und ist dadurch die volle Beschlußfähigleit des Kreistage⸗
erreicht.

Baer lbin, 18. Aug. Bei dem Bau der Faortifikatione
von Metz sind augenblidlich etbva 8000 Arbeiter beschäftigt
aus allen Weltgegenden durch die hohen Arbeitslöhne angelodt.
Die Vollendung des Forts St. Quentin steht schon für dieses
Jahr in Aussicht. Vor diesem Hauptford der Westfront, welches
von den Franzosen in zu kleinem Umfange angelegt war und
deßhalb bedeutend erweitert werden mußte, wird ein detachirtes
Werl zur Bestreichung der Schlucht von Gravelotte, welche der
Vtont St. Quentin nicht mehr beherrscht, angelegt. Ebenso werden
auf der Ostfront zwei neue Außenwerke errichtet und im Süder
besonders die Schanze von St. Privat als widerstandstüchtiges For!
ausgebaut.

— Der Direktor der gl. Schießschule in Spandau. Oberf

». Kalinowsly, hatte sich vor karzem in die k. bayerische Gewehr
jabril nach Auberg zu einer Uatersuchung darüber begeben, ol
auch das Werdergewehr zu einer Aptirung für die Patroue des
Mausergewehrs geeignet sei, in welchem Falle die Herstellung einen
Finheitspatrone für das deutsche Heer erheblich beschleunigi wer
den könnte. Die Prüfung hat ein günstiges Resultat ergeben und
eß wird deßhalb für sämmtliche drei in der deutschen Armee dem⸗
naͤchst vertretenen Gewehrshsteme (Mauser · Werder⸗Chaffepotgewehr
die gleiche Patrone angefertigt werden.

— Im Falle Fürst Bismarck, wie nicht umwaährscheinlich,
noch vor Beendigung der Kur des deutschen Kaifers nach Gastein
sommt, wird wie neuerdings verlautet, auch Graf Andrassy sich

dorthin begeben. Der Zweck, der ihn zu dieser Reife v.ranlasser
sonnte, dürfte mit Beschlüssen zusammenhängen, die Seitens der
Maͤchte in Bezug auf die spanischen Verhältnissen zu faffen sind.

Berlin. Sammtlichen hoöͤheren Offizieren von der Otku
patisnsarmee bis zu den Regimentskommandeuren abwärts sind
vpom Kaifer bei der Rücklehr ins Vaterland Delorationen verliehen
worden. ·

Berlhin. Dem Handelsministerinn sind von derschiedenen
Seiten Beschwerden über die Behandlung dentscher, nach Frank
reich eingeführtee Waoren durch die franzöfische Jollabfertigunc
jugegangen. Das rüchsichtslose Verfahren der franzbsischen Zoll⸗
behörden hat schon seit längerer Zeit auch englische und belgische
— zu Klagen veranlaßt; diesen ist aber durch besondert

ebereinkuaft jetzt abgeholfen worden. Es stehen nach dieser Rich⸗
tung auch von hier aus Schritte in naher Aussicht.
Zunm Schutze der Auswanderer wird jetzt in Bremen eine
aeue Vestimmung getroffen, deren Wüuschenswürdigkeit sich heraus
gestellt hat. Wenn nämlich die angeordnete ärztliche Untersuchung
in Bremerhafen ergibt, daß eine Familie zurüdbleiben muß. oder
wenn derselben plößlich der Ernährer stirbt, so läßt die Fassung
des Art. 668 des Allg. D. Handelsgesetzb. Zweifel zu, ob fie
as Ueberfahrtsgeld zurückerhalten soll oder nicht. Zur Beseili⸗
zung dieser Zweifel wird nun beftimmt, daß als Ort des An⸗
riuts der Reije der Hafen, von welchem das Scheff abgeht, und
als Zeitpunft, des Antritts der Reise erst der Abgang des Schiffe!
— bis dahin also der Rücdtritt vom Ueber⸗
ahrt⸗vertrage qus so jzwingenden Gründen immer noch offen bleibt

Am Freitag fand in Potsdam eine Forisetzung des Vergleichs
chiehens zwischen dem Mausergewehr und dem aptirten Zuͤndna⸗
delgewehr, und zwar diesmal auf eine Distanz von 1000 Metern
stati⸗ Es ergab sich dabei die doppelte Prozentzahl Treffer für
das Mausergewehr, dessen Ueberlegenheit über das Zündnadelge⸗
wehr auf weitere Entfernungen konstatirt wurde.

Hauburq. Um 17. und 18. d. hielt dier der 8. deuische
Journalistentag fejne Sitzungen. Aus den Verhandlungen ist her⸗
aee es als Ehrenpflicht der periodischen Presse aner⸗
lannt wurde, offenbar schwindlerischen oder unfsittlichen Anzeigen
hie Aufnabme zu versagen. Fin anderes aber nicht zum Ab-

schluß gebrachtes Thema war das von der Ausbeutung des Publ

ums und der Zeitungs verleger durch die Annoncenbureauꝝ; in de

dlagen war man einig, aber wie helfen ? Die beste Hilfe id⸗

in den Handen des Publilums, wenn dieses nicht gar jo bequu

wäre. Auch bezüglich der Ausbeutung der Zeitungsverleger dure
die telegraphische Corr spondenzbureenz kam man, wie im dvorige

Jahre, nicht über die Klagen hinaus.

Frankreich.

A
dem deutschen Geschäftstrager eine Depesche erhalten, in welqa
derselbe Namens seiner Regierung wegen der vor kurzer Zeit
Pont a⸗Mousson gegen friedliche deutsche Unterthanen derübte
Thatlichleiten rellamirt.

Paris, 20. Aug. Der Herzogz von Broglie bat von den

deutschen Geschäftsträger eine Depesche erhalten, in welcher derselh

Namens seiner Regierung wegen der vor kurzer Zeit in Pont

Mousson gegen friedliche deutsche Unterthanen verübten Thällich

leiten Beschwerde erhebt.

— Die Beeichte, welche dim „Temps“ aus Betfort, Muh—
hausen u. s. w. zugehen, schildern die Reise des Herrn Thien
als einen wahren Triumphzug. Er hatte am 16. um sieben Uh
Morgens in Begleitung seiner beiden Damen und der Frau Koöchl
Belfort verlassen, wo ihm 5—26000 Personen das Geleit dis q
den Bahnhof gegeben hatten. Eiun Eisenbahn⸗Inspektot erbot fi⸗
freiwillig, ihn nach Mühlhausen zu begleiten, damit er fich g
der Douane nicht um sein Gepäck zu kümmern hätte. In Mon
treur waren die preußischen Grenzbeamten auf die Kunde, wer sit
in dem Zuge befände, auf dem Eisenbahnperron aufgestellt un
zrüßten militärisch. In Alikirch empfingen mehrere hundert Per—
onen Herrn Thiers mit ihrem Zurufse. In Illfurth erschien ein
zunges Mädchen am Wagenfenster und Überteichte einen Blumer
drauß mit den Worten: „Nehmen Sie, mein Herr, diefen Streu
von unserem unglücklichen Elsaß!“ In Mählhaufen endlich hout
sich an tausend Personen auf dem Perron aufgefunden. ESo
zald der Zug hielt, brachen Alle in die Nufe aus: G
lebe der Vejreier unseres theueren Frankreichs! Wir wer
den Franzosen bleiben !“ Alle Hände strecten sich ihm entgegen
Jeder wollie ihn sehen, ihn berühren; junge Mädchen brachten ihn
Blumensträuße dar; er selbst war so gerührt, daß er kein Wor
„ervorbringen konnte. Thränen rannen langsam über jeine Wange
inunter und er verbarg sich in scinem Wagen, um es nicht sehet
u lassen. — Die regierungsfreundliche Prefse ist mit diesen Vor
gängen naturlich sehr nnzuftieden und will es nicht glauben, deh
der Aufenthalt des Ex⸗Präsidenten in Belfort ein improd sirte
und nothgedrungener gewesen sei. Die Wahrheit ist, daß ma
chon jetzt ankundigt, Herr Thiers werde sich auf dem Kückweg
in Nanch aufhalten, wo dann die Demonstrationen ohne Zwcis
einen aoch bedeutenderen Unfang »nnehmen dürften.

J ESchweiz.

Baseel, 20. Aug. Den „Basler Nachrichten“ zufolge fim
don der Hinterlassenschaft des Herzogs von Braunschweig auf der
Benfer Handelsbauk 830 Millionen Franken vorgefunden worden
Das liquidirte Vermögen ohne die Besißungen in Deutschland wirb
auf 50 Millionen Franken geschätzt. Außerdem gehören zu den
Pachlaß 3 Hotels in Paris und Immobilien in Amerika. Di—
Bevoͤlkerung von Genf ift höchlichst erfreuut.

Dem Frankfurter Journal berichtet man aus der Schwei
pom 14. Aug.:: „Am 8. September werden die Herren Rolin
G. Moynier aus Genf, Pofessor Lieb r aus Newyork, Geheim—
rath Bluntschli aus Heidelberg ꝛc. in Genf zusammenkommen, um
einen auf einen enger gewählten Kreis beschränkten Verein zur
Begruͤndung eines neuen Vollerrechts zu gründen.“

J Spanien.

Madrid, 20. Aug. Die Verbindungen von Barcelone

mit dem übrigen Spauien find unterbrochen, da die Schienenweht
ibgeschnitten fiid.
WMadriüdh, 20. Aug. Wenn die Session der Cortes fus
)endirt sein wird, will Casselat nach London, Berlin, Wien und
ßKom reisen, um Verhandlungen wegen Anerkennung der spanischen
Republik anzulnüpfen. — Eine Carlistendande hat eine Truppt
»on 100 Republikanera dei Villala, Provinz C:udad Real, übet
umpelt und gefangen geuommen.
Perpihgnan, 19. August. 2400 Carlisten unter Füb⸗
zung von Don Alphons, Saballs und Tristany haben 3 Colonnen
Regierungstruppen zwischen Caserras und Berga in die Fluch
zeschlagen. Die Republikaner verloren 200 Mann und eint
Lanone.
— rm p—
kZweibruden, 20. Aug. Geftern Vormittag umn 1
Uhde wurde beim Bachreinigen im Hallbach nahe dem Schlachthau
die Leiche eines Kindes gefunden, welches dem Setnonergebnih
zufolge bald nach seiner Geburt dor ungefabr 2 Monaten iebend
m'ig Wasser geworfen wurde
        <pb n="525" />
        Im Kanon Hornbach sind durch das Hagelwetter
om 6. Jul 18 Gemeinden, und außerdem eine im Kanton Blies-
Nel (Gersheim) beschadigt worden; der gesammte Schaden ist auf
I5.024 fl. 52 kr. geschatzt. Der Distrikts-Armenpflegschaftsrath
nun beschlossen, zur Unterstützung der Betroffenen die aus den
oddeuischen Untersiützungsgeldern noch übrige Summe von 1461
AO tt. zu derwenden, ein underzinsliches Kapital don 30,000
J, nach 5 Jahren rüczahlbar, aus Centralfonds aufzunehmen,
l. aufð Jahre ein unverzinsliches Kapital von 50,000 fl.
uß dem Maximilians Getreidefonde, um den Landwirthen An⸗
hen zum Ankauf von Sautfrucht zu machen, ferner den Bau
zuer dom Distriftsrath schon projeltirter Wegstrecen mit einem
ufzunehmenden Kapital vor 10,000 sI. in Angriff zu nehmen
it die armeren Leute im Herbsi und Winter Verdienst finden,
slich um eine Hauskollekte im gauzen Königreich oder doch in!
xe Pfalz nachzusuchen Und einen Aufruf an Unterstützungen in
en Zeitungen zu veroͤffentlichen. Schließlich sprach der Distritts-
rmenpflegschaftsrath noch den Wunsch aus, die kgl. Regierung
Ige suͤr die Versic,erung der Felder eine aäͤhnliche Anftall, wie
Jdie pfälzische Immobiliar⸗Brandversicherung gegen Brandschaden
Jins Leben rufen. (Man siehe Aufruf.)

Speyer. Am 15. September läßt hier das Kreis—
mite des landwirthschaftlichen Vereins 20 Simmenthaler Zucht⸗
iere an Vereinsmitglieder versteigern.

Speyer. Am 24. September beginnt hier die Prü-⸗
ung zum Einjährig⸗Freiwilligendinst.

Speyher. Gesuche von Bewerbern um ein Stipendium
us Kreismitteln fär Studirende der polytechnischen Schulen sind
z längstens 30. Olt. bei der Kreisregierung einzureichen.

Dem Vernehmen nach ist vom Handelsappellationsgericht
Proceß der Gläubiger und Actionäre der Baumwollspinnerei
Nriserslautern gegen die Mitglieder des Aufsichtsrathes vor das
handelsgericht Landau derwiesen worden.

Frankenthal, 20. August. Der erste Guß der Kaiserglode
rxelcher gestern Nachmittag in Franlenthal vor sich ging.
ssuoicht gelungen und wird demnächst ein zweiter Gnß borge
vmmen werden.

Die Gemeinde Kallstade feierte am 17. d. M. das 25jäh⸗
ige Amtsjubilaum ihres Oberlehrers F. Selzer. Es wurde ihm
iseiner Wohnung in Gegenwart des Gemeinderathes durch den
eunerwehrcom aandanten Bender, als Angebinde der ganzen Ge—
jeinde, ein prachtvoller Negulator und 50 Gulden in Baar Über⸗
richt. Der Feuerwehrgesangverein brachte dem Jubilar bei Fa⸗
eischein ein Ständchen, eine gesellige Abendunterhaltung mit Ge⸗
ngsvorträgen beschloß die schoͤne Feier. VVV———

fDie Gemeinde Hahna wurde am 17. August von einem
weren Gewitter mit Hagelschlag heimgesucht, der ein Drittel der
abalsernte dernichtete.

Frankfurt, 19. Aug. Seit Samstag wird ein hiesiger,
uͤhet in hochster Achtung flehender Advokat vermißt. Eine don
n Famille gestern —unter Hinzuziehung von Notar und Zeugen!
ogenonmene Indentarisirung ergab, daß sämmtliche Depositen
nd eingegangenen Gelder vollzählig vorhanden waren. Der Grund,
atum besagler Rechtsanwalt seiner Vaterstadt den Rücken gelehrt,
egt einfach in derunglückter Bdorsenspekulation. Eine einzige Firma
lhat nicht weniger als 836,000 fl. Differenzen zu fordern.

Gr. 810.)
tTraunstein, 18. August. Gestern haben zuei — der
ementarschule noch nicht entwachsene — Knaben sich gebalgt,
obei der jüngere den um einige Jahre älteren erdrosselt hat.
it griff demselben in die Halsbinde, drehte um und der andere
ut geliefert. *

frBaden-⸗Baden. Ein durch seine gutmüthige Derb⸗
it belannter Hotelbesitzer verhandelt mit einem neu zu engagiren⸗
m Hausknecht: Hotscht“, sagt er, bin kei Mann von viel
borie, wenn iso mach (und dabei winlt er mit dem Finger)
inn kanscht !“ Ja, Herr““, sagt der August, .„da pesse wir
ammen, i bin a so, wenn i so mach (und dabei schüttelt er mit
m Kopf) dann kanni nit!““ Und Beide leben in der größten
untracht. Die Sache ist Faktum und hier ftadtbekannt.

f Eine Genetaldersammlung des Allgemeinen Deufischen
jcuenvereins wird vom 8. bis 11. Oktober in Stuttgart tagen.

fMünchen, 16. Aug. Der Bauernsohn Leondard Fried⸗
don Laifreuth, welcher we en Ermordung seiner Geüebten
m Schourgericht don Miittelfranken zur Todesstrafe verurtheilt
uden war, isn von Sr. Maj. dem Koͤnig zu lebenslanglich em
uhthaus begnadigt worden.

Kanchen, 19. Aug. Wie wir vernehmen, soll die Niqh
Atbeschwerde der Adele Spitzeder vor dem obersien Gerichtshofe
en Freitag durch foigende Puntte begrundet werden Dat
liorerjnsdungsprototoll wucde später als in der vorschriftsmäßigen

von 24 Stunden vor der Haupwerhandlung geschlossen.

11

) Haben die Geschworenen ihr Votum auf elne reine Rechtsfrage

abgegeben, naämlich ob A. Spitzeder als Kauffrau zu betrachtes war

oder nicht. Herr Adv. Will vertritt die Nichtigkeitsbeschwerd.
f(Deutscher Genossenschafistag.) Neuexer Bestimmung des

Anwalts dentscher Genossenschaften zufolge: soll deren Genassen⸗
chaftstag, welcher der Cholera wegen Puünchen meiden muß, unn⸗
mehr vom 31. August bis 8. September in Konstanz abgehalten
verden. J

Fy Luxemburg im August. Vielfach werden von Seiten des
»eutschen Publilums Briefe nach hier ous Unkenniniß mit 2 Sgr.
zdeklebi, und machen wir deßhall hiermit darauf aufmerlsam, daß
Briefe aus Deutschland und Oesterreich nach hier nur 1 Sgr.
uind rekommandirte Briefe 8 Sgr. kosten. Bei Postanweisungen
ommt ebenfalls nur der deutsche Satz von 2 Sgr. (7 Kr.) für
Beträge bis 25 Thlr. zur Berechnung, und muß jede deutsche Poft-
anstali dieselben annehmen. “ Wo Dies nicht geschieht, wolle man
sich gleich bei der betrf. Oberpost-Direction beschweren.

7 Der Sonntag Abend von Berlin nach Eydtlkuhnen abge⸗
jangene Kurierzug ist bei Schwarzwasser (zwischen Koniß und preuß.
Stargardt) entgleist, wobei der Zugführer, zwei Schaffner und
sieben Passagiere, also im Ganzen zehn Personen ums Leben ge⸗
ommen. piele andere aber mehr oder weniger schwer verlezt worden
ind. Ursache der Entgleisung soll ein an dem Postwagen vorge⸗
ommener Achsenbruch gewesen senn.

5 Bei einem am 17. in Kronach beendeten Freischießen erhielt
ein Frauenzimmer, Frl. Louise Pauli, einen (den 3.) Preis.

7 Der Stud. techn. Hans Lauterburg aus Bern, der den
Pilatus bestiegen hatte und von dort auf das Klimsenhorn sich
degeben wollte, stürzte von einem Felsen desselben in die Tiefe
und wurde als Leiche aufgefunden.

fF In der Wiener Weltausstellung wurde jetzt eine Stiefel⸗
naschine aufgestellt, die ein Paar Stiefel in einigen Minuten
sertigt und sogar das Wichsen nebenbei beforgt. Die Maschine
arbeitet mit 80 Schustertraft. 6
7. Am 4. Aug. hat sich der Militärurlauber Johann Schran⸗
Jer, Tischler von Profession, aus der Gemeinde Kleinradi, im Be⸗
richtsbezirt Eibiswald, mittelst eines Böllers, wie solche bei kirch⸗
liichen Festen in Gebrauch kommen, erschossen. Er legte sich mit
er rechten Gesich:seise an die Mündung des Böollers, denselben
nit der linken Hand enizündend. Der Schuß war von solcher
Witlung, daß das ganze Gesicht und der Schädez bis zum Him
erhaupte total zerrissen und die Theile des Kopfes sammt dem
Gehirn in einiger Entfernung aufgefunden wurden. Das Motiv
dieles außergewößalichen Selbstmordes soll Liebe zgram gewesen sein.
VDViennrefnachriq.vn.

Dem Bejirksarzt J. Alasse Dr. C. Martin in Speyer ist auf die Dauer
»on 4 Jahren die Fnaktion eines Mitgliedes des Kreismediziualausschuffes
ur den Regierungsbeuirk der Pfalt abertragen.

Aufrufß!

Am 6. Juli l. J. wurden durch ein Hagelwelier, wie es in
zieser Furchthurkcit in unserer Gegend bis jetzt nicht vorgelommen
var, achtzehn Gemeinden des Lanudgerichtsbezirles Hornbach aul
»as härteste heimgefucht. Innerhalb weniger Minuten war die
Frute, welche für dieses Jahr besonders ergiebig zu werden ver⸗
prach, zum groͤßten Thiile gänzlich zerschlagen.

Der Schaden ist überaus groß; er übersteigt nach amilicher
Abschätzung die Summe von 600,000 Gulden, wobel zum größten
Theile die Veschädigung der Häuser und Feusier nicht einmal in
Unsatz gebracht wurde. J

Der Schlag ist um so härter und die Noth um so größer,
da eine größtentheils arme Bevölkerung davon getroffen wird,
velche fast durchaus einzig auf den Ertrag dee Ackerbaues ange⸗
viesen isi. Es fehlt an Mitteln, das nothige Brod zu beschaffen;
»s fehlt selbst an den nothwerdigen Vorräthen, um die Felder
einzupflanzen. Und bei aller Mildthaätigkeit der Bewohner unserer
Prodinz ist es derselben nicht möglich, uns in dieser Roth eini⸗
ermaßen zu Hilfe zu kommen, da auch über andere Theile der⸗
elben ähnliches Elend hereingebrochen isht.

Unter diesen Umständen bleibt dem unterfertigten Hülfs⸗
Tomite nur noch die Hoffnung auf die Mildthaätigleit der außer⸗
pfälzischen deutschen Mitbrüder, die von solchem Unglüce nicht
deimgesucht worden sind; und es vertraut auf deren Hitfe um so
mehr, als gerade die Bewohner unserer so schwer heimgefuchten
Pfalz von jeher bereitwillig und freudig Andern in reichlichem
Maße Hülfe gebracht haben.—

Das Elend ist groß und rasche Hilfe thut Noth! Wir wenden
uns darum an alle Bewohner unseres deutschen Valerlandes mit
der dringenden Bitte, recht bald ünd großmüthig uns pu Hilfe
u lommen.

Die verehtliche Redaltion ist gebeten, diesen Aufruf g fälligst
in die Spalten ihres Blanes aufnehmen, und die eingehend u Me⸗
        <pb n="526" />
        iräge an den Vorsitzenden des Hülfscomites, den k. Bezirlsaml⸗ Volkswirthschaft, Handel und Verkehr.
mann Damm in Zweibrücken, einfen den zu wollen 33 Mänchen, 20. August.?? Da am k. August die lehie
Hoxnbach in der bayerischen Pfalz am 16. Aug: 1873. Foupons der noch im ümlaufe befindlichen! Obligationen
Der Distriktsarmenpflegschaftsrath des Kantons bayerischen allgemeinen Anlehens von 1857 zu 423 pCt. —*
. .. 323Pornbach als Hulfscomits.. 271 vurden, so sind die Obligationen der Zeit o hne Coupons *
Damm, k. Bezirtsamtmann. Dr. Hannitz in Hornbach. ollen,!“ da beabsichtigt ist, das Anlehen demnächfi vollstandin
Stalter, Gutsbesitzer auf Montbijou. Lauer, Bürgermeister Undigen, keine neue mehr ausgestellt werdem
in Rimschweiler. Leppla, Mühlenbesitzer in Bliesdahlheim.nn
Maurer, Gutsbesitzer in Altheim Dr. Dosenheimer, igl.
Bezirksarzt. Sel ffenstein, prot. Pfr. und Distriktsschulin-⸗
spektor in Hornbach. Wh. Mathes kathe Pfarrer in Hornbach.
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bistolen . ..9387-309
doslandische 10 fi.⸗Stücle. 93824854
Ducaten ... 8 31438
20Francz⸗Stücke .920-21
knglische Souvereigns .11. 46 48
Dollars in Gola 2 24öÿ

— —

J——
J Ich veranstaite auch diese? Jahr kine
h zu jolgenden hera bgesetzten Preisen:. F —E——
boo Stuc. e breites schweres. VLeinen, für Hemden und Vetiticher, 500 Stuck 2 breites achtfarbiges Bettzeug, meiftens türlisaroth, dä
.. die Elle 12 Ir. 4 —7 —Elle 15s kir..
zu¶ Ellen dbroile grote Leinen. far einschlafrige Vetttucher, daz 800 Dugtzend weiß, tein leinene Damentaschentücher, das Duten
— vollständig Betttuch ohne Raht, fl. 465. 8 vo Suten, metz gen nente mtsicher den
3. Ellen breite grobe Leinen, fur zweischläfrige Betttücher, das boll- Große rothe Cachemires Tischdecken das Stud sl. 1. 43 und
5 ftändige Beutuch ohne Naht, fl. 2. 24. —— reitz Zacpemireg Iaschoccken das Siusr
200 Stud seeeaet schlefisches und böhmisches Leinen, die Elle Große tothe Fachemires Comodedecken, das Stuck il. k. und
45, bis r. *775 * * —— — a 3 . . * Fen dan P
200 Stuc nere ethe Aollene Betidecken⸗ fun zweischlafrige Betten, daßs EWyhn beiten reich ramagirien Vorhaugomull mit Bogen, die El—
Stuch sl. 5. 303. —— 33321 n— 5.
—R Tianun weiß wollene Bettdecken, jur zweoischläfrige Beiten, 300 Stuck schweren schwarzen Mooreeus fur Unterrbde, die um
— 53das Stüch fl. 4. 18. —8 F I o b 9 Wa cbro i αK * *
Sua so were greue Bett Pferdedecken, d. Stitt 2 z0 bis ug. * sueltin ahichen ier sof mu und ohne Franz
gr e weiße Victoriadecken mit Franzen fut Ichlafrige „A öreiten htucter dulen Buxkin fut hosen und ganze Angtse
wire etten das es . 25 sarbige si. 2. —* * ð; — d garze anig
Dutssend weiß fei —* * Zi/, ⸗ wy 1. 30. 2. 3.*.
J
iohn Duͤhend Haudt ucher, die Elle dou 6 kt an —2 n tien Feinen weihen d breten Mull far Rleider, die Eue 12 tu. F
ooc Slia vonnhe Kleiderftoffe, sur Fruhahe, Sommick Hertste nad Wilter. Cattune, Jaconets, Bians, gwillich, Barchend. uns Str
tinen an un α
———— Mun ergschnitte fcnttlicherz Artitet end / iuꝰ rrichnet Auswahl franco per Post. n ι
tuqch 'die kleinsten' Auftraͤge werden wie bisher bestens besorgt .
* 2*4 *3 —W pPret . — *
mirur anei un Verkliauf nicht nach. Meter, sondern nach älter Elle.
Pealthon. Druck und Verlag von * X.“Demeß in St. Inabert — —————
        <pb n="527" />
        Slt. Ingberler AAnzeiger.

—8*

det S Jnaberter Anzelger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungzsblatt. mif dir Dienstdas⸗ Donnerstags⸗ und Sonntag
lummer ericheint wöchentlich vieren al: Dien tag, Donnerstag, Samstaa und 320n taa. Ansa inemeatspreis vierteljcheig 42 Kryr. oder
“ 12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krizr. die dreispaltige Zeite Blattschrift oder deren Kaum verechnet.
—ů- — — — —— — — — — ——
igs. S onntaa, den 23. Augunt11118173
Deutsches Reich.

München, 21. August. Wie wir vernehmen, wurde sofort
ei Beginn der Choleragepidemie von Sr. Maj. dem Könige dem
sorstande der k. Polizeidirektion außer einer entsprechenden Baar—-
mme auch eine Quantität Bettfournituren, Waschstücke ꝛc. über⸗
iesen, um damit in Nothfällen Hitfe zu leisten.

Muachen, 21. Aug. Wie wir erfahren, soll der Landtag
achdem die Cholera⸗Epidemie keine größere Ausdehnung dehier
munehaen den Anschein hat, auf Montag den 29. n. M. ein⸗
erufen werden. Sollten die Gesundheitsverhältnisse der hiesigen
zuadt wider Erwarter big dahin fich maupigen gestalten, so
urde der Landtag nach Vorlage ves“ Budgets dines Geschzes über
je Forterhebung der Steuern wieder vertagt werden. .

München, 21, Aug. Mit Rücsicht auf die durch Ein⸗
ihrung der Gewerbeordnung vom: 21. Juni 1869 in Bahern
oihwendig gewordenen Abänderungen wurde die Verordnung vomn
9. Januar 1865, die Ausübung der Heilkunde bett., einer Repi⸗
ion unterzogen. Di neue Verordnung, did. Schloß Berg, den
I. d. M., enthält die Neuregelung über die Niederlassungen und
xren Anzeigepflicht bei den Aerzten (Wundärzten, Augenärzten, Ge—
uurtshelfern und Zahnärzten), ferner die Berechtigung zur Führung
es Titels eines Landarztes, Chirurgen, magister chirurgiaoe,
zaders oder: Gesundheitsbeamten (offleier“de santé) mit dem Um
ange der Befugnisse dieser Persfonen'“ Die neue Verordnung tritt
ofort in Wirksamkeit· * WW

München, 21. Aug. Der deutsche Kaiser wird am 28.

M Morgen Ahr Von Gastein Abreifen und sich über Paffan,
cegensburg, Eger nach Berlin begeben. Im Hotel zum goldenen
ireuz in Regensburg ist bereits vom 28. auf 29, Nachtquartier
tellt worden.

München, 22. August. Die auf heute anberaumte Ver⸗
andlung der Nichtigkeltsbeschwerde der Adele Spitzeder ist auf
lnirag des Vertheidigers. welcher Kinsicht der Arten verlangte,
uf den 5. September vertagt worhen. eea— 1

München. »Die Regierung beabsichtigt dem Landtag einen
zesetzentwurf über Brandversicherung vorzulegen, durch welchen
etschiedene Neuerungen eingeführt werden sollen ;«u. a. will die
d. A. Z.“ wissen, es sollten Maschinen und andere in einem
jebäude dauernd angebrachte Einrichtungen, welche bisher im
iebrhein. Bayern als Theiled⸗s Gebäudes angesehen“ wurden
ind init diesem verfichert werden mußten, künftig der Mobiliar⸗,
ersicherung überwiesen werden. Anlaß dazu soll der Wuagsch fein,
ex Imms? ioryersic crungsanstalt das gefährliche Risilo für solche
jegenstände abzuehmen. J
. Saarbur'g, 18. Augüst. Wie sehr die Landwirihschaft
n Elsaß gepflegt wird, deweist, daß die si ben Kreise von Unter⸗
ahjeßß allein in diesem Frühjahr 60,090 Centner Saatlartoffeln
us der Pfalz und aus Trier bezogen häben, ebenso grotze · Mene
en von Pferdezahnmais. An Sommerfrucht für das nächste Jahr
dzieht der Kreis Zabern demnächst allein wieder 165. Scheffel
tobsteier Weizen und 116 Scheffel Probsteier Roggen. Auch
i Drainage macht neuerdings große Fortschritte, nur fehlt es
n Hilfssarbeitern. Die Gemeinde Schillersdorf im Kreis Zabern
tt allein 25 Hektaren Allmendgrund auf Gemeindekosten
Namiren.

Straßburg, 17. Aug. Nachdem Frankreich mit der
ihtreumg Eifaß -Lothringens an Deutschland die Freiheit des Ver⸗
rs zwischen dem Rheine, Rhone- und dem Marne-RheinKanal
erloren hat, denkt es ernftlich daran, dieselbe, wieder herzustelen,
nd zwar! durch Anlage eines Kanals, der die beiden genannten
näle auch auf französischem Boden mit einander verbinden soll.
der Rhein ⸗RhoneKanal zerfällt in drei Abschnitte, der erste, der
m 26. November 1832 eröffnet wurde, begreift die Linie, durch
he Straßburg mittels der Ill win dem Rhein und ju Berg
Mülhausen in Verbindung fieht; die zweite am 7rImn
30 eroffnete Theilstrecke bisdet die Linie von Mülhausen üder
„uüͤningen nach Basel. Diele beiden Lnien sind vollständig an

Dentschland übergegangen. Die dritte Theilstrecke, welche am 12.
Juni 1829 eröffnet worden ist, dient zut Verbiundung mit Mül⸗
jausen: mit Lyon durch den Toubs, die Saone nach dem Mittel-
neere, mit Paris durch den Kanal von Burgund, die Yonne und
zie Seine, mit Orleans, der Loire, den Ocean durch den Central⸗
ind Loire Canal. Der Marne⸗Rhein-Kanal, dissen Theilstrecke
wischen Nanch und Straßbuxg am 10. Oktober 1853 der Schiff⸗
ahrt eröffnet wurde, so daß von da an die Wasserstraße zwischen
Z„traßburg und Paris, 'zwischen dem' Mittel- und Atlantijchen
Neere fahrbar ist. soll Inun durch Leinen unweit der deutschen
Zrenze, in der Richtung zwischen Nanch und Besancon, herzustel⸗
enden Kaänalmit dem Rhein⸗Rhone-Kanal in außerdeutsche Ver-
indung gebracht werden. Die dazu noöͤthigen Kosten sind bereits
»ewilligt.“ Es schrint demnach doch, daß die Franzosen zu der
rinsicht kommen, daß es mit der Wiedereroberung von ElsaßLoth⸗
ingen nicht so geschwinde gehen witd.

Berlin 19. Aug. Die osmanische Reg'erung hat bei
drurp 500 Kanonen bestellt. Die Kanonen werden nach dem
trupp'schen Modell gegossen, welthes in der deutschen Artillerie
ingeführt ist.
Frankreich.

Paris, 22. August. Eine durch hiesige Blätter veröffent
ichte karlistische Note schreibt die Beschießung des mit der Flagge
des rothen Kreuzes bezeichneten Theiles von Bilbao einem Irrthum

u.“ Don Carlos onerlenne die Genfer Convention, nur ein Zu⸗
'all könne die Schüsse auf das französische Schiff gelenkt haben,
ie auswärtigen Schiffe würden auf's Strengste respectirt. Lizza⸗
rage hat in Plaseuria und anderwäcts Gewehrfabriken eingerichtet,
velche täglich 200 Schießgewehre liefern sollen.

Ein Schreiben ans Verdun meldet: ‚Ungeachtet der Ver⸗
nehrung der Aꝛpie hat sich das Aussehen unserer Stadt wenig
Jeändert. Geñeral' Manteuffel“ lebt sehr zurückgezogen, da die
Generalin und seine Kinder sich nicht in Berdun befinden. Be⸗
stimmtes über die Zeit, woͤ Verdun geräumt wird, ist noch nicht
abgemacht. Es ist jedoch wahrscheinlich, daß die Raumung am 7.
Zepiember beginnt und am 16. beendet sein wird. Ambulanz⸗
vagen treffen schon jetzt vsn Metz ein, um die krauken Soldaten
ibzuholen.“ n ——
Türkei.

: Die Verfolgungen, kderen Gegenstand die christliche Bevölkerung
in einem Theile Bogniens ist und bei denen sich nach allem An—
cheine; gerade die zum Islam übergetretenen Eingeborenen am
urgsten hervorthun, bikden den Gegeustand einer Adresse, welche
ein Comite bosuischer Christen in Alt-Gradisca an den Kaiser
bon Oesterreich sowohl, als an die Seuveraͤne und Regierungen
derSitznaturmächte gerichtet hat. Unter Darstellung des zu, er⸗
hduldenden Unge nachs und der Ohnmacht des türlischen Gouver—
eurs, demselben zu steuern, wird darin gebeten, die Vävte mögen
hren Einfluß bei der Pforte nufbieten, um den bosnischen Christen
ꝛie Exiiten; möglich zu machen, wobei besonders betont wird, daß
dieselden allen ihren Pflichten gezen den Sultan, als ihren Lan—
esherrn, loyal nachzukommen bereit seien. Diese Adresse ist aus
em kaiserlichen Cabinet an das Auswärtige Amt geleitet worden.
— Amerika.

Dem „Washingtoner Repuhlican“ wird aus Fort Blad in
kexas in- einem vom 18. Juli datirten Briefe geschrieben, daß die
ndianischen Raubeinfaͤlle in schredender Weise zunehmen. Es ver—
jeht kaum ein Tag, heißt es in dem Schreiben, daß nicht irgend⸗
vo der blulige Körper eines skalpirten Grenzbewohners, den sen⸗
zenden Strahlen der Sommersonne preiszegeben, aufgefunden
vird. Vieh und Pferde werden aus besölkerlen und bis dahin
ür durchaus sicher gehaltewea Ansiedlungen in die Wigwams der
Zurbaren oder in die' Haciendas der mit den Indianer verbündeten
Nex kaner getrieben. Tie Truzpen — 1000 Mann — welche
vor Kurzem bier in Garuison standen, sind in kleinen Detache⸗
nents durch das Land vertheilt und das Fort ist ganz ohne
davallerie, die in steter Bewegungist Ader trotzdem und obwesl
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        sie vom Rio Grande bis zum Rio Hondo alle Wege und Schlupf ⸗
winkel bewacht, nehmen die Einfälle doch überhand und mehr
Verwüstungen als je werden in Texas angerichtet. Die merxi⸗
kanischen Geenzbewohner, heißt es serner, gestatten uicht nur den
Grenzfluß zu überschreiten und mit der Beute Firüchzukehren,
sondern leisten ihnen sogar jeden möglichen Vorsub.

fall hat sich heute Vormittag in dem benachbarten Klästerli zuge.
iragen. Dort wird an der neuen Bergbahn von Arth nach den
Nulm gearbe tet und zur Bewältigung der zähen Nagelflühe de—
Berges, auch wohl zur Beschleunigung des Werkes, üäglich mehr—
mals gesprengt. Leider geschah Dies heute mit fo aroßem Leicht
inne, daß nach einer furchtbaren Explosion eine Menze Spreag—
fücken über die zunächst liegenden Gehöfte des Oertchens Klösteri
hinwegflogen. Eins derselben, ewwa über Faust groß, traf und
jerschlug auch sosort den Schädel der 25jährigen Tochter des Dr.
Nestle von Lausanne, die unweit des neuen Gasthauses um
Schmert“ auf einer Bank saß. Andere zusällig in der Rah
Anwesende kamen mit dem Schrecken davon; die Arme aber waͤr
nit Bimt übergossen entseelt auf ihren Ruhesitz niedergesuuken.

Newyork, 17. Aug. Bei einem Eisenbahnunglüch, dar
sich heute bei Chicago ereignete, wurden 6 Menschen getödtet und
36 gefährlich verletzt. —

»Luxremburg, im Jul. Vielfach werden von Seiten
des deutschen Publikums Briefe nach hier aus Undenntniß mis
2 Sgr. beklebt und machen wir deßhalb darauf aufmerlsam, daß
Briefe aus Deuts hland und Desterreich nach bier nur 1 Sgr. um
rekommandirie Briefe 3 Sgr. kosten. Bei Postanweisungen lomm
ebenfalls nur der deutsche Satz von 2 Sgr. (7 Ir.) für Betraͤge
bis 25 Thlr. zur Berechnung und muß jede deutsche Postanstah
selbe annehmen. Wo dies nicht geschieht, wolle man sich gleich be
der betr. Oberpost⸗Dire!tion beschweren.

Vermischte
4.Särmtliche Kassen der pfälzischen Bahnen sind angewiesen
worden, Ya⸗, I⸗, 25 und 24Frankenstücke gar nicht mehr, 5—
Frenk⸗nstücke aber künftighin nur noch ausnahmsweise in kleineren
Beträgen und nur zum Kurs von 2 fl. 19 kr. bis auf Weitere⸗
noch anzunehmen.

Schuhmachermeister Effler in Zweibrüchen wurde vom
landwirthschaftlichen Kreiscomite für zwedmäßige Herstellung einer
Dungerssätse mit einer Geldprämie von 25 fl. bedaht.

7 Vor dem Polizeigeriht Neustadt wurde am 21. d.
ein dortiger Metzger wegen Verkaufs von Würsten, denen Mehl
beigemischt war, mit 20. Thlrn. und eine Frau von Gimmeldingen,
die gewässerte Milch auf dem Matkle feilbbt, mit 15 Thalern
hestraft. —
72udwigsbhafen, 23. August. Gestern wurden hier
drei Bauernsänger, als sie eben im besten Geschäft waren, von
der Polizei in Haft genommen.

7asFranfenthal, 22. Aug. Der erste Guß der Kaijser—
glode ist mißluagen. Meister Hamm ruftet sich zum zweiten.
Wie man aus Franjurt telegraphert, ist im Hause Roth⸗
schisd eine Defraudation von 180. 000 Gulden verübt worden.

Berlin, 183. Aug. Bei der Abreise des Kaisers Wil—
helm aus Homburg gab es, wie nachträglich erzählt wird, einen
sieinen Unfall. Ein Frauenzimmer war so unvorsichtig, dem vom
Schloffe herabsommenden Wagen entgegenzutreten, um hier eine
Bittschrift zu überreichen. Obgleich auf Befehl des Kaisers der
Futscher sich bemühte, die Pferde und den Wagen an dieser Stelle
anzuhalten, so wurde die Frau doch beim Wegtreten von dem
Wagentritt ergriffen und zu Boden geworfen. Der Kaiser ließ erst
weiter fahren, als die Frau von den Umstehenden aufgenommen
war und sich eine besondere Verletzung nicht zeigte. Im Bahnhos
aber gab der Kaiser noch dem Kurdirektor den Auftrag, sich als—
hald nach dem Befinden der Frau zu erkundigen und derselben die
thunlichste Berücksichtigung ihres Gesuches im Namen des Kuisers
zuͤzusichern. Nach dem Taunusboten war die Bitistellerin die
Batün eines Tesegraphenbeamten von Frankfurt, der wegen schweren
Dienstvergehens verurth ilt ist.

Riai-Staffel, 16. Aug. Ein gräßlicher Unglücks

— —
r uce6. J

Die Zucht der echten Lapins kommt aach in unserer Pfalz in Aufnahme
Wir sahen z3. B. in Alsenz vier weibliche Exemplace und ein Mannchen bop
zetrachtlicher Größe. Man beabfichtigt dort die Zucht im Großen zu betre
zen und verspricht sich davon eine schöne Rente. Biele landwirthschaftlich
Blätter empfehlen bereitz die Zucht dieser Lapins als sehr einträglich um
dr. Emil Braun in Stuttgart, Ludwigsstraße Nr. 19, zeigt den Verlau
chtet Lapins béliers reinster Race und Ktreuzung von diesen und Lapin⸗
de Garenne an. Man macht aber sugleich anfmerksam, daß auch unedqhi
Racen in den Handel gebracht werden und man also bei dem Anlkaufe der
üchtig sein muß.
Großartig sind die Erfolge, selbst bei den schwierigser
Lrankteiten, welche durch das berühmte Buch: „Dr. Miry
Naturheilmethode“ erzielt wurden, wir eupfehlen daßen
daher dringend allen Kranken. Preis nur 18 kr,; vortäthig in
jeder guten Buchhandlung..

3. x. Demen veronlwortlicher Redackur.
S⏑ —nPfalz.
Reisehandbuch für Touristen.
Mit einer Karte von Dr. H. Möhi. —
J Preis 54 Er. . “ ers
Zu beziehen durch jede Buskandlung. J
Aeen Freunden Ludwig Becker, Feuerwehr⸗Montag
Ringle, Blös, Martin ꝛc. zu bei Peter Weisgerben
ihrem morgigen Namenstage ein drei⸗ — 5—5775 5* 20
fach donnerndes, bis auf den Stiewel Dor Rogenerator
— 238 Hod!“ (oder Leenswe er)
schallendes, e ee Hoch! seit Jahren das bewäͤhrleste, de
e Mitglieder —* Mittel 7 224 el
—4 gegen allgemeine und specie
des Gesellen⸗Bereins. Schwächezustände, PMagengedärm und
— — Leberkraulheiten, Hämorrhoiden, Eihe
brüstigkeit, Mitzkrankheit, Flechten x.
sowie alle Krankheiten, die von ber—
dotbenem Blute und schlechten Säjsten
herrühren. Der „Lebenswecker“ ben
fördert die Verdauung, reizt den Ap
petit und bringt neue Lebeunslust in
den erschlafften Körper, er ist besont
ders im kritischen Aller zu e
Zu haben per Fla'che zu 1fl.J wc
— 20 Sgt. bei P. Jepp in ẽet
Inabert — —E
e ares: —8B
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veru Nr. 839.

Bekanntmachungen. Mie
Ratürtiches
Emser Wasser
und
Seltera—ν—
in frischer Füllung eingetroffen bei

Tritz Panzerbleter.
Borchädiec te rohe
J annen
4 ?2 kr. per Pfund
bei I. PPriedrich.

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Unserem Freund Ludwig Becker zu
feinem morgen stattfindenden Namenstag ein
dreisjach donnerndes Hoch! daß ihm der
Backofen zusammen süllt.

. J. X. D. WM.
Butes
J— Ro Vbst
ist stets“ zu hisben bei
Jos. 8chlichtig, Gärtner.
Bei Earl Schwarz in Kirkel
deht eine fast ganz nene RAAIh masehine
zu verloufen.
Neaktion, Druck vnd Verlag pon x X. Dme RNnobert
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        Hl. Ingberler Anzeiger.

zet St. Jnaade errajzeigee sand das mit dem Hauptblatte derbundene Uaterhaltungsblatt, mii der Dienttaab⸗ Donnertiagß⸗ und Sonntag⸗
ummer erlcheint wbchentlich vierem al: Dien tag, Donner stag, Samstag und Sonntaa. Aoↄoanne mentspreis vierteljahrig 42 Krpr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blatischrift oder deren Raum berechnet.
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Deutsches NReich.

München, 19. Aug. Wir verpehmen, daß die Staats-
nanzrechnung pro 1872 soeben ihren definitiden Abschluß gefun⸗
zen hat und demnächst von Seite des obersten Rechnungshofes an
zas Staatsministerium der Finanzen gelangen wird. Als That ⸗
ache glauben wir beifügen zu iönnen, daß die Rechnung mit
inem teinen Ueberschusse von 7 Millionen Gulden abschließt.

(Mürnb. Korr.)

Mänschen, 23. Aug. Der Koͤnig hat den Großherzog von
xffen, der als Inhaber des fünften Infanterieregiments sein 40.
ͤhriges Jubilaum feiert, in einem eigenhändigen Schreiben beglück⸗
pünscht, und dem Großherzog das bayerische Dentzeichen für zu⸗
udgelegte vierzig Dienstjahre übersandt. (a. 3).

Bismarés Reise nach Wien, fliegt inzwischen wie ein
zederball hin und her durch die politische Almosphäre. Während
B. gestern noch officiös eine jede Reise des Reichskanzlers als
weifelhaft hingestellt wurde, erhält heute die ‚D. Ztg.“ in Wien
in Telegramm aus Gaftein, nach welchem es hoͤchst wahrscheinlich
zäre, daß der Fürst das Wildbad besuche, bevor er sich nach
Wien begebe. In der Donaustadt foll er mit Hru. v. Keudell
usammentreffen, der für den Votschafterposten in Paris ausersehen
ei. — Warten wir ab, was von all' diesen Nachrichten ein⸗
reffen wird! —

Wie aus London mitgetheilt wird, erregt das Testa:rent des
rerstorbenen Herzogs Carl von Braunschweig auch in England
erechtes Aufsehen. Ein Brief an die „Morning Post“ welcher
ud bonapartistischer Feder stammt, gibt über das Verhältniß des
etzogs Kacl zum exkaiserlichen Hose von Frankreich interessanten
iufschluß. In seinem ersten Teftament hatte sich der Herzog einen
uderen Erben ausgesucht, nämlich den exkaiserlichen Prinzen, der
niversalerbe werden sollte. Der Herzog theilte seine Absicht dem
erstorbenen Kaiser mit uad überreichte diesem nach erlangter
gilligung eine Liste feiner Habseligkeiten. Das ist die Liste, welche
im 4. September von den Infurgenten in den Tuilerien aufge-
unden wurde und zu dem unbegründeten Gerücht von dem großen
keichthum Napoleons des Dritten Anlaß gab. Das Vermögen
vbar da, jedoch gehörte es nicht dem Kaiser, sondern dem Herzog
on Braunschweig. Nach dem Tage von Sedan wendete sich mü
ir Glücssonne auch Herzog Karl von seinem Freunde und frü⸗
tten Proteltor ab. Das Testament wurde annullirt, und die
wartete schoͤne Erbschaft geht dem jungen Napoleoniden gerade
dem Augenblice verloren, in welchem sie ihm am willkommensten
aͤtte sein müssen.

hestehenden Einrichtungen, noch gegen die öffentliche Meinung,
ondern gegen die Grundsätze, welche die gesetzliche Ordnung um⸗
ustürzen drohen. Det Kampf fei gefährlich und lang, aber die
tkegierung werde ihn durchsetzen. In diesem Kampfe bestehe die
?tärke der Versammlung, die ihre Zwistigkeiten vergessen habe.
Benn die Stunde, die großen Fragen zu lösen, gekommen sein
ꝛerde, so werde die Versammlung sie erledigen. Die Versammlung
dird Thiers gegenuüber? eine großherzige Erkenntlichtkeit beweisen.
Zroglie ergehtsicht in vroßen Lobeserhebungen Mac Mahon's,
»ffen Redlichkeit über allen Berechnungen, über allen Parteien
dehe, der der natürliche Führer aller rechtschaffenen Leute sei. E8
ei ein hohes Glück für Frankreich, ion an der Spitze zu haben.
zum Schluffe sagte er: Schaaren wir uns um ihn, der ein
Muster dff⸗milicher und privater Ehrenhaftigkeit ist.

—Es bestätigt sich, daß wegen der Vorfälle in Belfort
vährend des Aufenthaltes des Hrn. Thiers eine Untersuchung ein-
jeleitet ist. Offiziose Blätter versichern, die Untersuchung habe
estgestellt, daß konservativ gesinnte Leute mit dem Tode bedroht
ind beleidigende Rufe gegen die Regierung vom 24. Mai ausge⸗
toßen worden seien.

Spanien.—

Die Streitkräfte, welche den Carlisten entgegengestellt werden
oͤnnen, werden auf 90,000 Maun reguläre Truppen, Gendar⸗
nerie und Carabiniers, und auf 80,000 Mann Reserve angegeben,
von welchet 60. 000 gegen Ende September mobil sein werden.
Trotz ihrer Ueberlegenheit in der Zahl der Truppen erlennt die
segierung die Schwierigkeiten der durch den Aufstand geschaff nen
dage an und wird daher heute den Cortes vorschlagen, die bür—t
jerlichen Kechte zu suspendiren. Sie verweigert die von einem
zroßen Theile der Cortes gegen das Auerbieten eifriger Unterstützung
erlangte Amnestie für die Aufrührer und will leine dem canto⸗
alen Aufstande günssigen Gemeinderäthe ins Amt treten lassen.
die Gefangenen Rebellen werden nach Cuba deportirt.
4 Die Gemeinde Neuhäufel hat ihrem' säthetigen Pfarrer
zollensteiner, der nach Schleswig Holstein geht, einen silbernen
zecher geschenkt.

PPirmasens, 23. Aug. Auch der hiesige Stadtrath
jat beschlossen, am 2. September das allgemeine deutsche Natio-
zalfest in angemessener Weise zu begeben. *

fOtterberg, 21. Aug. Die hiesige Ortsschulcommission
jat in ihrer letzten Sitzung den Beschluß gesaßt, am 2. Septem-

Frankreich. her als patriotische Feier ein allgemeines Schulfest zu veranstalten.

Paris, 21. Aug. In Compiegne herrschte gestern grohe Edenkoben. Auch hier wird der 2. September als
lufregung. Man erfuhr plozlich, daß die Arbeiten zur Einrich⸗Nationaltag gefeiert werden. 3
ung des Schloßtheaters für den Prozeß Vazaine abgebrochen f Der 2. September wird auch in Neustadt als nanonaler
orden wären und nun gingen die tollsten Gerüchte durch die festtag gefeiert werden; der dortige Stadtrath hat am 22. ds. den
Stadt, welche sich von dieser Verhandlung goldene Berge verspricht. etreffenden Beschluß gefaßt, dem nur ein Mitglied, Wirth und
der Marschall Bazaine sei verrückt geworden, sagten“ die Einen, Winzer Gummersheimer, widerstrebte, weil ihm, wie er äußerte,
mer seiner Wachtet hätte ihn getödiet, saglen die Anderen; an die Zustände im neuen Deutschen Reich nicht behagen
mer dritten Stelle hieß es, die Regierung wolle den Prozeß fallen 4 Germersheim, 15. August. Als vor einiger Zeit die
isen, weil fie des Marschalls für den von ihr beabsichtigken neuen Uniformen nach preußischem Schnitte hier eintrafen, ereig⸗
naaisstreich bedürfe, und um dieser Vermuthung ein Relief zu nete fich eine amüsante Szene. Ein Offiziersbursche, früher als
ben, fügte man gar hinzu, daß Herr Thiens bei seiner Ankunft seine Kameräden im Besitze des neuen Auzuges,trabie stolz in
n der Schweiz unter den Händen eines Meuchelmörders gefallen emselben hoch zu Roß zum deutschen Thor hinaus und gedachte
re. Die bescheidenste Vermuthung war noch die, daß der Prozeß durch das französische in die Stadt zurückzukehren. Der Posten
niemn andern Orte als Compiegne geführt werden sollie. — uß ihn aber auf Grund seiner Instruktion, wonach fremdländische
man übrigens dem Gaulois“ glauben, so ifn der Gesund —Soldaten die Festung ohne Erlaubniß des Kommandanten nicht
e des Marschall —A und es bedurfte erst; der Interbenlion
4. urchaus kein zufriedenslelender. Der Marschall muß seit es wachhabenden Ossiziers,“ um dem biederen Vertheidiger der
b Freitag in Folge, neuralgischer Schmerzen, das Zirimer feste Germersheim begreiflich zu machen, daß nicht ein Auslander,
— und die Fechtübungen ausfsehen, welchen er sonst täglich obe jondern ein Landsmann vor ihm stand.

gen pflegt. — Die ‚RNeue Franlf. Presse“ ist in der Lage, die Nachricht
* xis, 23. Aug.Broglie hal auf einem vom Präfelten von. Defraudalionen, welche bei dem Fraukfurter Dause Rothschild
ar ure· Departements deranstalleten Diner eine Rede gehalten, vorgekommen wären, als vollkommen ausder Luft gegriffen ve⸗

n er sagte, die Regierung führe nicht einen Kampf gegen die zeichnen zu lönnen.
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        Aus Deulsch-Lothringen. Einer Flugschrift zufolge, welche i sieke
Dr. Schmitt, Kantonalarzt zu da 9* p — e 7 en 8 Vi 2, Danemart Poꝛtu⸗
nan in ven Quellen der Saline zu Salzbronn die selben Heulrafte — 8 zu Fne 14- Eoglischen
die in des beruhmteren Curotten Vichh und' Counexeville. Der des ersten e 5 nterrichtswesen Deusjchland
— ——— pne
ι — ,α—
eitigt werden unten. 533 * ichte
8 pIn Ködun wurde ein junger Mann, ein Schreiner, von — W * mnnin, die ruti ge Ueberl / gung
d ee — J war dor 14 Tagen von einer waffer ˖ Korridor und fachte dadurch eeee g in
zuen Katze gebissen worden. B. bon der
d Ein Berliner Kind, das kürziich aus Wien hiecher zurüd⸗ — zu Fetzen verbrannt wurdr; sie starb nat
gelehri ist, erzählt die nachstebende heitere Geschichte, die se non4 Am 17 * 4
FJero, vbon trovato ihm auf der Weltausstellung passirt ist: Mähren 9 ugust ezuateie auf dem Perarer Bahnhoßt
uset Landsmann bummelie in den Hallen der Weltausstellung und falsche Wechselstelung ein Zug; der Padmeister
mher uad traf einen Türlen, welcher in seiner Bude Zahnbilxsten me cere Passagiere (man spricht von 13) wurden verletzt.
hon Mitfak, Hatdich, um sich in Traume zu rauchen, Rafstik und F Tri est, 22. August. Nach einem Privbattelegramme iß
Pernah zum darben der Haare and ander⸗ seltene Artikel an der aus Floren; lommende. Schnellzug zwischen Vergats und Bo.
dee de Ausgange feil hielt. Das war etwas fur unsern Ber⸗ logna mit einem Lasttrain zusammengestoßen und sollen dabe
anee Er srzie hin und kaufte von den in allen Sprachen der hundert Personen theils verwundet, theils getödtet fein. Detaile
Well amnoncirten Artikeln. Aber es gefiel ihm in daß der fehlen. (Allgs. Z.) ν
Itte alles mit: Zeichen abmachte, jprechen wollte er mit ihm — London, 23. August. Auf der Nordeisenbahn hah du
in in Verun sagen zu können, er habe sich mit einem Türken. Retford zwischen einem Wagentrain und einem Vergnügungs u
einem echten Turken unterhalten. Er holte sein Manual - pour ein Zusammenstoß stallgefunden. Wie gerühtweise —* Wohe
i 20 dis 30 * tlautet, jolen
la N— — or ged 3 — 73 g Personen todt und mehrere verwundet ftin.
Monsiem er Türke bdeugte verneinend den Kopf zurück. x7 Die neuesten i
—X Gleiche Verneinuug. Parlato —8 —* Berichte über 5 38 —2 —88 u
Icre Dieselbe Auwoit. An loqueris Untuem iatinam, ao. Bosat, Long Island ausbrach. — 3 s. iu Huuter⸗
5 en ber Veciner aus frinem Gedächmißß hervor, aber e Seldistriku. und der Branud würde weit anne n de ein großei
mpfing deuselben Befcheid. Er Lesann fich. daß ee einen Band venn zur Zeit nicht vöollige Wadst lle geherrj ten gewesen seia,
Zausend und eine Nacht“ bei sich habe und las daraus auf 3000 Faß Oel, fünf Barken und vier 8X * 28
qu ölue: Coch duldah sefa gjeldin! Aber der Zoͤrte ver MPenschenleben dem. feurigen Element 0 e Ane dru
stand es nicht. Ver ʒweiflungs voll stand der Beiliner da. Sollte Feuer entstand dadurch, daß Jemund 4 333 en. de
den Türken deatjch anreden Es war wotl ine Hoffnuag. Behaͤlter anzündete. Dies führte zu einer fü —*
— darans plosion und zu seiner eigenen soforii “3 b erlichen Er
Deuisch verstehen Sie wol ooch niche ? Ach ja, heerse — ich bin Zaif fingen Fener, das ber Vee e rung. Mehlen⸗
ja aus Stetteritz bei Leibzig und besuche die Weltausstellung als 1 Frau Runero Sieb— geloͤscht wurde. E
aiti sochischer Terte mit Berliner. terteschet Waare. Jo jegen ihren —*8 d Heren Brigham Young, die
— — ä—
4 Bon den durch das internationale Preisgericht ertheiltey Aug. berichtet —58—— d ee Kity unterm 4.
Ehrendiplomen der Wiener Wellausstellung haben erhal:en: Das von ihrer Klage ab.Die Dare in en 8 und steht
Zraisce Reich 100 (und zwar: Vreußen 27, Sachsen 14, Bayern Theil von dem, was sie beanspruchte —3 n n r zehnten
13, Waruemberg 9, Baden 6, Hefsen 3, Hambutg 3. Eisaß Vergleich ist deffer als ein fetter Vrozeb und v e
Lothringen 2. Sachsen- Altenburg I. Deutscher Verein zur Pflege vahrscheinlich eine Niederlage —*8* * 8 hei
Feide verwundeler und erkraulter Erieger 1. Deutsche Giseuͤt wenfalis zu einem Vergleich reee —* * sich Deßbealh
daf zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremen ij, Deferreig 8i. gemeldet wird, wollen die Advolaten Aen —* —
Franlreich 80, Großbritannien und Irland 28, Schweit 22, Ruße die Führung ihres rejeso e en Iy iza —
Ind 20, Belgien 20, Ralien 19. die Vereinigten Staaten von gleiche nicht beisimmen und den Vre⸗ eß u — 8 7
emerita O. Schweden V. Spvanien 8.. die Niederlande 6, teriühren. zeß nuf eigene Fauft wei
Bekauntmachungen.

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Mobilienversteigerung.
Minwoch den 8. Septembtt 1878,
Nachmittags 2 Uhr, dahier im Hause von
ppiüpp Wenze! im Josephsthole, läßt
Wil helm — Bergmann dahier,
die zut Gutergemeinschaft, die zwijchen hm
ind seiner nun verlebten Ehefrau Amalie
Wenhel bestanden dat, gehörigen Mo-
biliargegenftände bffentlich auf Zahltermine
bersteigern, nämlich: J
Aleiderschrank, 2 Tisch, worunter
ein runder, 1 ESchüsselschaft, voll⸗
dändiges Bett mit Bettlade, 6
Stühle, 1 Wanduhr, 1 Bettlade,
Ofen, 1 schwarz neu seidenes
Frauentleid, Getüch aller Art und
onflige! Haus · und Küchengeräth⸗
ichaften· r
Ein Dienstmädchen,
das gerne bei Kindern ift, wird zum sofor⸗
igen Antritt es icht. Wof sagt die Ex⸗
bedition dieses Blattes.

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Das Feinste und Eleganteste in ——Gutesß 2
herren⸗, Damen⸗, Mädchen⸗ und Kin⸗ — frisches Obst —
derstiefel, in Bock⸗, Kalb⸗ u. Kitt- ist stets zu haben bei
leder, mit Gummizügen, Knöpfen Jos. 5chlichtig, Gartiner
und geschnürt, Frauenschuhen und Jos. Sqhlichtig,
Pantoffel, Arbeitsschuhen ꝛc. ꝛc.
in selbst angefertigter Waare;
ferner eine große Auswahl in Metzer
Herren⸗, Damen⸗ Mäschen⸗ und Kinder⸗
diesel, in allen Formen und Größen em⸗
—XX Ph. Weber
J vwohnhaft im M. Paul jgen Hause.
Eine sid ne Auswahl in ——
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und alle Sorken
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Nr. 49 ist sorben eingetroffen und enthäl
Die neue Magdalena.“ Von Wiltie Col⸗
ins plaudereien aus der deutjqen
aiserstadt.“ Von Richard SchmidtVaberin
XEin frauzosisches Bankbillet.Ein
vahre Historie aus dem deutsch · französischen krient
Von Max d Das englische Pan
jerschiff Devastation“ (Mit e
ln jugenducher Vrärtyrer. Von, Abn
,g dion der Wiener Weltan
stelluug.“ Originalberichte des Neuen Blant⸗
Ri Gebdaͤchniß eines gelehrten Hof
narren.“ — „Der Bergräth.“ Trimnen
zeschichte von Ernestiue v. 8. — Heitere
Ehronika.“ — Für Haus und Her
islerlei Zu unseren Bildern.“ — „br
rulargedenkblatter verdienter Deutjchet .-
„In der Militairmenage.“ — Aufrichtigleit
An Illustrativnen: „Heimkehr boꝛ
der Alp.“ Originalz⸗ichnung don W. Sinumlu
, Das englische Kriegsschiff 3
tation.“ — Deckplan des Krieheschite
Pevaftation. Saron Schwarz⸗
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Das Neue Blatt ist zu beziehen durch *
die bandlungen und Post⸗ Ansalen n
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Pedaktion, Druck und Verleg von J X. Demeß in St. Ingbert.
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28 3825823 33383 33 55* 55735 3355
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33 333 7 3383838 27
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3333 223 33373327 3 3333 35835
573725— 33338338323383 32325 3744 23245 232833873588
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der St. Jnn rter Toreigrer (und dat mil dem Hauptblatie verbandene Unterhaltungkblatt, ai der Dientlagt- Donnertiagt⸗ und —XX
Lummer erlicheint wöchentlich vbier mal: Dienstag. Donner stag, Samstag aad Sonata«t Adonnementspreis viertelijahrig 42 Argr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Raum berechnet.
4W 133

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Donnerstag den *

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Deutsches Reich.
Muünqhen, 24. August. Nachdem die kgl. Regierung der
Oberpfalz beim k. Kriegsministerium über die Einziehung der Re⸗
ervifien zu Uebungen während der Erntezein Beschwerde geführl
jat, tauchen in verschiedenen Blättern Nachrichten auf.“ als ob
veitere Beurlaubungen speziell von Mannschaften der Reserve in
dusficht fünden. Um nicht unbegründete Hoffnungen zu erwecken
heilen wir auf Grund verlässiger Informationen wit, daß nach
xn Dispositionsurlauben, welche begünstiguugsweise und in Rück
icht auf die Erntezeit an Mannschaften der akttiven Armee ertheill
votden sind, jede weitere Beurlaubung unzulässig erscheint, da außer⸗
dem das Interesse des Garnisonsdienstes dedenllich geschädigt werden F
nüßte. Was die gegenwärtig zu Erlernung deß neuen Regle-⸗ SFraukreich.
nents eingezogenen Manuschaflen des Beurlaubtenstandes (der Ke⸗, Paris, 25. Auguft. Wie mir heulte. aus quier Quelle
erde) betrifft, so muß unter den obwaltenden Umständen um so mügetheilt wird, seien die Verhandlungen mit dem Grasen Chau⸗
nehr auf der Einhaltung der ihnen zugemessenen Uebungszeit be⸗ bord schon ziemlich weit gediehen und beobachte man nur eine
janden werden, als die für die nächste Zeit in Aussicht genom- jewisse Stille und Verschwiegenheit, um das Land nicht weiter
nenen größeren Manöver, zu welchen die Reservissen beigezogen aufzuregen und mit der vollendeten Thatsoche vor die Rational-
werden solten, aus Zweclmäßigleitsgründen uunterbleiben müssen, bersammlung hintreten zu können. Mein Gewährsmann ist der
nd daher an und für fich die Entlassung der Reservisten in Ur⸗ essen Ansicht, daß Frankreich in einigen Monaten einen legilimen
qub eher erfolgen wird, als ursprünglich ins Auge gefaßt wurde. sönig haben wird.
München, 24. Aug. In den Reisedispositionen deg Ueber den Anfang des Prozesses Bazaine ist noch immer
eutschen. Kaisers ist eine leine Aenderung eingetreten, insoferne nichts entschieden. Derselbe wird wohl drei Monaie dauern, da
ze. Majeftͤt am 27. d. von Gaftein nach Salzburg (nicht nach die Zahl der Zeugen auf 350 angewahsen ist.
Jichhh sich begibt und von da am 28. d. Morgens halb O Uhr Gegenwärlig spielt vor den Assisen der Seine ein Projeß,
ie Rüdreise über Passau fortsetzt. Die Ankunst ia Passau-⸗erjolgi der sein eigenthümuches Licht auf die hiesigen Verhälinisse wicft.
Nittags 12 Uhr. Zum Besuch der · Walhalla- wirde sich der Die acht Angetlagten gehören saͤmmtlich den besten Familien an,
daiser von der Ofibahnstation Obertraubliag ab ber Wagen nach iner ist Licentiat und war Professor eines Lyceums; sie haben
donaustauf begeben und also erst Abends von dort in Regensburg ich lediglich aus Kebhaberei zu einer Diebsbande zusammengethan
intreffen. Am 28. d. erfolgte die Abreise von Regensburg be⸗ uind sind nun fünfzehn qualificirter · Diebstähle und eines Mord⸗
inmi Morgens 8 Ufhr. . anfalls beschuldigt. Die Meisten stehen in jugendlichem Alter.
München, 25. Aug. Der König hat“ dem Reichsrath Rach den neuen Vorschlägen für die Vertheidigung von Paris
ind Präsidenten des obersten Gerichtshofs, Dr. v. Neumayr, das oll auf dem Hügel, welcher Argenteuil beherrscht, auf der Stelle
dtoßkreuj des Verdienstordens vom heil. Michael, dem Präsiden- Moulin-d'Orgemont genannt, ein Fort errichtet werden. Die
en der Regieruug von Oberfranken, Frhrn. v. Lerchenfeld, das döhe beherrjcht einen Umkreis von beinahe zwei Meilen und die
itoßconthurkreuz des genannten Ordens, dem Direklor der poly. dedeutung des neuen Forts würde daher, so sagt man, die des
dnischen Schule in München, Prof. Dr. K. M. Bauernfeind, Mont Valerien übertreffen.
ab Ritterkreuz des Verdienstordens der bayerischen Krone, und Schweiz.
⸗m Hofbauraih, G. Dollmann, das Ritterkreuz erster Klasse vom Bern, 264 Aug. Da Rußland und Frankreich etllärien,
jerdienstorden des h. Michael verliehen. am internationalen, Postlongreß dieses Jahr nicht theilnehmen zu
Mäünschen,, 25. Aug. Se. Maj. der König hat jenen töunen, beschloß heute der Bundesrath auf Antrag der deutschen
nerischen Industriellen, welche auf der Wiener Aussteilung die Keichsregierung, den Kongreß auf unbestimmie Zeit ju vertagen.
vhste Auszeichnung, das Ehrendiplom, erhalten haben, die Lud⸗ Spanien.—
g88medaille — Abtheilung für Industrie — verliehen. Dire Madrid, 26. Aug. Die Bejestigungsarbeiten“, bei Bilbao
dwigsmedaille ist, gemäß ihrem Stiftungsbriefe, ähnlich wie der ind vollendet. — Carthagena ist sowohl von der Land- als dvon
mlitär⸗ Mar ⸗ Joseph · Orden oder das eiserne Kreuz, für die aner- der Seeseite eng eingeschlossen. Die Belagerten sind auf halbe
nungswürdigen Leistungen eines Jeden, mag seine socialt kationen gesetzt. — Die Regierung erklärt das Gerücht von dem
elung eine hoͤhere oder geringere sein, bestimmt, und findet deß · Ausbruch einer Meuterei auf der Blodadeflotie dor Carthagena
alb anch neben den höchsten Orden boch ihren Ehrenplatz. Die ut falsch.
uüdgezeichneten Persoͤnlichkeiten find: Fabrikbesitzer Lothar von Perplignan, 26. August. Bei einem Gefecht zwischen
aber in Stein Gleistiftfabrilant), Fabrikbesitzer Leo Hänle im Tarlisten und Republikanern ging der Flecken Toriella (in der
dünchen (Metallpapierfabrilant), Photograph Joseph AÄlbert in Provinz Gerona) mit Ausnahme der Kirche vollständig in Flam—
ünchen, Fabritbefißer Wilhelm König in Oberzell bei Würzburg nen auf. Der Bandenführer Miret wurde durch die Regierungz-
Scnellpressenfabrikant), Fabrikbesitzer Julius Dingler in Zwei- ruppen unter Oberst Tomasetti bei Guimera unweit Cervera ge⸗
üclen (Maschinenfabrikant), Sigmund Merz, Inhaber eines op⸗ chlagen und seine Bande zersprengt.
den Instituis in München, und Rudolph Schmidt, trecnischer In Carthagena ist Streit zwischen den Soldaten und
—X Wagenfabrit Ludwigshafen am Rhein. (A. 3.) den Civilisten ausgebrochen, wober es Todle und Verwundete gab/
4QNodln, 26. Aug. Die „odin. Ztg.“ erfahrt aus Schmal- Die Soldaten wollen sich ergeben. Es scheinen also dort aͤhn⸗
uden, daß heute Nachmittag Karl Wishelm, der Componist der liche Vorgänge zu spielen, wie sie in Cadij der Uebergabe vorauf-
Nacht am Rhein“, dort gestorben ist. I Ningen, wo auch zuerst die rebellischen Artilleristen sich wieder für
J Bexlin, 23. Aug. Im preußischen Justizministerium die Madrider Regierung erklärten. Unter jenen Civilisten in Car⸗
aude neuerdings ein selbstftändiger Entwurf einer deutschen Ges hagena werden eben die rothen Freiwilligen zu verstehen sein.
hisberfassung angefertigt, welchen der Justizminister Leonhardi — General Cabrera hat sich mit Don Carlos ausgesöhnt
em Reichtkuanzler im September übermitteln wird. Nachdem eint ind wird mit einem in Frankteich angeworbenen Corps demnächs
agung über den höchsten gemeinsamen Gerichtshof bis jetzt vieder auf dem Kriegsschauplatz erscheinen. — Die, Einnahme von
erzielt werden konnte, werden die Justizgefetze unstreitig ern Plasencia- ist für die Carlisten don großer Bedeuiung wegen der
iachstjayrigen Reichstage Jaffenfabrisen des Ortes und der Umgegend.

Das „N. W. T.“ läßt sich aus Berlin folgende wenig
zlaubwürdige Nachricht telegraphiren: Man meldet aus München,
daß der Konig fich entschlossen habe, im Herbst die Provinzen
Dberfranken, Miltelfranken und Oberpfalz zu berelsen. Diese
Reise fiele in die Zeit der Inspeltion der boyerischen Truppen
hurch den deutschen Kronprinzen in Unterfranken.
u. Braunschweilq- 23. Aug.“ Za dem vielbesprochenen
Testament des Erzherzogs Karl von Braunschweig soll nach der
Behauptung des Brounschw. Tagebl.“ noch ein Codicill vorhan⸗
den sein, so daß möͤnlicherweise die Genfer zu fruh gejubelt hätten.
Naheres über Ort und Inhalt dieses Codicills scheint man freilich
noch nicht zu wissen.“ 4
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        Vermischtes.

St. Ing bers Für die durch Hagelwener beschädigten
Gemeinden des Landgerichtsbezirks n bla ca(siehe Aufruf. is
Nr. 130 des en Lnzeiz⸗ woxdaugen von chnem
Ungehannhen dak ILdsterr. G ——

—* Namen 4 DZulfs omutie itend) nimmt wei⸗
tere Gaben gerne —5

die Expedition des St. Ingberter Anzeigers.

F Das Eisenwerk in Kaiserslautern (Direltor Euler) hat aus
—AäC———

F. Speitet, 25. Aug. Die k.“ Regierung der Pfalz hat
folgende Verfügung erlassen: Die k. Bezirksämter und Distrits-
Schulinspeltionen werden angewiesen, in sämmtlichen Gemeinden
ibres Bezirks auf die Errichtung eines Wiederholungskurses für
die. Rekruten des laufenden Jahrgangs, —wie sol cher· meistens in
den Gemeinden der Pfalz im vergangenen Jahre abgehalten wurde,
druglichst hinzuwirken. Da die Rekruten theils Aufangs, theils
Mitte Rovember C.J. einzurüden haben, so in von den Oris-
Schulbehörden dafür Sorge zu tragen, daß dieser Wiederholungs-
Zirs längstens in den ersten Tagen des künftigen Monats degonnen,
und ohne Unterbrechung wenigstens zwei Mal jn der Woche bis 1.
XX —— abgehalten wird. 41
Spedyer. Der!“ SEp. A.“ theilt mit, daß nuch den mit
den waßgebenden Stellen gepflogenen Verhandlungendas Projeki
einer dicelten Eisenbahn von Spehet über Schifferstadt und Dirm⸗
stein nach Monsheim keineswegs hoffnungslos erscheine. Es soll,
on die Angelegenheit weiter zu betreiben. an Stelle des biheri⸗
gen provisorischen ein definitives Comite tretee.

D 7Saarbrücken, B3. Auge? Einer Bekanntmachung der
igi. Vergwerksdireklion zufolge tritt mit dem J. Sept. d. J. eine
adermalige Erhöhung der Kohlenpreise eiein.
7Mann he im 26. Aug.“ Friedrich Heder hat beute
Hittag unfere Stadt verlassen; er begibt sich zunächst nach Frei⸗
burg dum Besuche seines Bruders und wird am 20. September
nach Bremen reisen, um von da am 23. September mit dem
Dampfer „Betlin“, der ihn im Mal nach Deutschland getragen,
die Heimfahrt nach Amerika anzutreten, Zum Abschiede hatten
sich roch diele Freunde und Verkehrer Heders am Bahnhofe einge—
funden deren einer ihm einen Kranz überrzichte, während der
Singverein einige Lieder dortrug. (M. A.)

fFrankfurt,a. M. Am 21. d. M, stürzte auf dem
Vr. Ditscharaben ein Dachdeder vo⸗ ninem Hause rückkinas dadurg
herab, daß er sich unborsichtiger Weise einer kuͤrzen Lelser bein
Eckteigen des Daches bediente. Derselbe überschlug- sich in Falten
o daß er den Boden zuerst mit den Füßen tzxreichts —X eine
Beschüdigung des Oberschenkels davontrug. J8828

f Mümchen?“s Für's Liebig-Denkmal sind bereits 200 000
Thlr. aus allen Erdtheilen eingegangen.

Münden. Bei dem in der Nacht vom 15. auf den
16. d. M. aun der Hoskammerathstochter Fri. Josephine Hebberim
dahier verübten Raubmorde find außer verschliedenem Silberzeuge
alten Schmuckgegenstünden und einer goldenen Damenuhr noch
Werthpapiere im Betrage von etwa 2570 fl., sowie ein Reden
der baher. Hypotheken⸗ und Wechselbank über ein Depoßtum vog
20,000 fl., lautend aui den Obersten Max Hebberling, abhandu
lommen. Auf die Entdechkung des noch nicht ermitteinen Thaler
st ein Preis von 200 fl. gesetzt. —
rMühlhausen, 23. Aug. Nach Aussoge von Reisen
den, welche diesen Morgen mit dem Schuellzug von Straßburg ge⸗
ommen, wurden in der Naͤhe von Schletistadte zwei Bauern, welcht
mit Heu über die Bahn fuhren, von der Lokomotive erfaßt und
Jetodtet. Ueber weitere Unstände lonnten die Reisenden natürlig
—EOO

fF(GCb ole rad Sehr stark grassirt die Cholera noch imme
n Magdeburg; am 21. d. kamen dort 77 Erkrankungen und do
Todesfälle vor, — In Warschau erkranlten am 14. und 15. d
209 Personen und starben 69; bis zum 15. Augst waren dot
mm Ganzen 1898 Personen erkrankt, 651 gestorben. — In Mün—
dhen sind vom Samstag auf den Sonntag au Cholera x. 23 Pet
sonen erkrankt und 8 gestorben. — In Würzburg zählte man am
22. Abends noch 11 Colerakranke; Todesfälle waren in den letzlen
Tagen nicht vorgekemmen.— J
— —
Dien 268nachricten.

Die Umwandlung der Berweserstelle an der mitileren protest. Squl
zu St. Ingbert in eine Lehrerstelle wurde genehmigt end der Verweser Ja
kob Kaufmanun zum Lehrer an derselben. dann der inte rimistische Squl
verweser Franz Diller von Speyerbrunn zum Verweser an der kathoi
Schule z. Münchweiler (Bezirksamt Pirmasens), der Schultehrer Valentir
Storit von Schauerberg zum Lehrer an der kath. Schule u Habbirchen
ernannt.
Bekanntmachungen.

—Nemet, verantreortlicher Redacteux.

—

00880 A B8ü6 Icr.

— Frankfurter
58 12 —
WMferde-⸗Markt-⸗Lotterie
mit Genehmigung hoher Regierung.
Ziehung am 22. Oktober d. J.
Bei dieser Lotterie kommen 9 elegante Equipagen mit 4 und
2 Pferden bespannt, 1 feiner Schlitten mit 2 Pferden, 60 der
schönsten Reit- und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
deren sehr werthvollen Gewinne zur Vertheilung. Zu dieser allge⸗
mein so beliebten Lotterie versendet der Unterzeichnete Loose incl.
Porto und Spesen bei Uebersendung der resp. Gewinne:
1Loos für 1 Thlr. s3 Sgr. oder fl. 2. o3 kr.
6 Loose7 — 72 ⸗ 12. 15
gegen Einsendung des Betrages oder per Postvorschuß. Jeder
Theilhaber erhält nach der Ziehung eine Gewinnliste franco und
gratis übersandt durch das Handlungshaus von
AOB. Gioxvyer in Frankfurt a.M.

zur Verloosung beim Landwirthschaftl. Fest
in Zweibrüden am 20. und 21. Sepidr.
aächsthin sind zu haben in der Expedition
des St. Ingbertet Anzeigers. 2
— — — ——
Am: DorHag (hꝛute) Mittag von 5
Uhr ab
Spanferkel⸗: Essen
ʒei Louin Weirieh.

In der Nähe der Kesselfabrik wird eine
Wohnung, womoglich ein lleines Häuschen
mit Garlen zu miethen gesucht. Das Nähere
in der Exped. d. Bl.

Frucht⸗,, Brod⸗,Fleisch⸗ꝛxc. Preise
der Stadt Homburg vom 27. August.
Weizen O fl. 5 kr. Korn 6 fl. 17 kr.
Spelztern — fl. — ir. Spelz 5 fl
44 tr. Gerste, Zreihige — fl. — tr
dreihige — fl.“ — kr. Hafet 4 il. 21b
dschseuht 6fl. 8o tr. Erbsen — 7
— tr. Widen — fl. — kr. Kartoffe“
.— ir.“ Bohnen — fl. — it.
leesamen s kt. — Weißbrod
d Viend — ken gerabtrod 6 Pfor s0 ir
4 Pfd. 20 tu. 2Pfd. 10 kr. Gemischt
brob 6 Pfd. — kt. Das Paar Weck 100
Gt. 2 ir. Ochsenfleisch per Pfd. — ir.
bficisghc1. Qual, 0 te. 2. Quei.
Is ir.delbfleisch 16 kr. Hammelfieis
20 kr. S kweinefleisch 22 kr. Buitter
per Pfund 30 tt.

N.B. Da in der Regel die Betheiligung bei dieser Lotterie eine ungemein
starke ist, so wolle man Befstellungen baldigst machen, um allen
Wünschen genügen zu können.

ern, 26. August. (yruc
. reis.) Weizen Ofl. 8 kr. Kort
befl. 23 kr. Spelzlern 8 fl. 30 7
Spelz 5 fl. 58 kr. Gerste 6 fl. 33
hafer 4 fl. 50 kr. Erbsen — fl—
VWichen 4 fl. 54 kt. Linsen 5fl. 8 6tr.
Rleesamen — fl. — ker. — Kornbrod
g Pfd. 82 kr. Gemischtbrod 83 Pfd. 20 kr.
Weißbrod 2 Pfd. 20 ir.

Frankfurter Börse

vom 26. August 1873.
Preußische Friedrichsdor. .. 9 382 —0
hifdien.. 3 386240
dolländische 10 fl.⸗Stücke 9 32- 54
Ducaten... 32314238
20Franck⸗Stückk — ——
Englische Soudereigns 1 26248
Douats in Gol.224-2ö

Redaltion, Druck und Verlag don FeX. Demesß in St. Ingbert.
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        — 72

— — — *2 235558

255 *2 538 533* 555 *

—A—— 23z5ñ 235* 7555 3823 E

4 —A 2 — —— — —45 52 J 8 — 35 45 2

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ẽ X S* 2* —5 22— *2 . 8 29 228 22 33 5388 2

A ———— 81 788 88 43553* 5337348

— —— 238282 23.3328*

8 —. 58 — F 2 0 7 253 525—788
— ·o ·“ 2 8 2 7 217 * * 438

— ——58 ——— . 52553852 —A

5733 — 532333 227 * — —A 23323358 ã
—— S35 —s — 5532 5 1 * 228— — J —

5 * 52 5 2. M 53S—2 2 52 2
—A— 5336033 3385 2M8S8 — ——— —— 23 J———
—F —7— 22 — — —XE 8 7. 38 38 5—28
* 8 2* * * 5* 8 — 238 5 —*823 25 — 25.2 2 288 55
2. 2* 2 — — 8 — —— 53 —— —A
22 2 — E— 55 52— Ek52 5 — 59 2 3283 22 5225255

* * 7— —E— ** BZ23 — B 255

—83332c388 22577 3558 —3231 s—s —

28 22237 3z32285 *35 * 22 255 —
———333 J—— 23325
2552* 558235 522353685233325 234.2 * 2
23* 33 333 5335* E83853338 ẽ
578 2327*6 53855333538] —S 834333
7 2 2* — — —* 8 —— — — 56 —P 27 D2232 —

2—2 c * 822 2 5*35 4 22 5258

—3 5* 8258 — 52325
533538335 538x8
883353535 85 22 2582 8
22 — 25 ñ 52 3 5 E —2

2 2 554—82 *27

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288*
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353 453723—8* 3588 33 253353 38
5352 7823 3*. 328 2532 254 —35 45353 833 48
I 43335 2538 333 2 4
222* 22228 8 —1533 533335 8 3 — 225 851
2 533353—5 53— — 52 2— 23 2 * — 222 578 *
z38 338 z332 553. 333533 s5 23338* *833
F .82 * 3 28 —— 2733
3252 37 355 3558 23835 —*2582* 322 22 ——A
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3353337 2338 8
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23338 3328 3 JJ *
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5225325 32822 2238358 —3 23355 * *253* 25*3 — 2328*
565 25 —5S22 —— 57332385333 25532 8 D 3. 55 5* *
2523332323 55428 5224468 A
A 5335332339 —23 — —s 22 — ———— 9 —A
5526237 323232336 z2 3333323 5. 23235383553 23323335
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* ——— 8 45 2 ——— 8
—A 75522222 ——
* 55 2535 222 — * 58* 538 558 5235532
Ei — 555 * 32533882 56323
2 — 38 — —
* 67 337
755

2 —⸗
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52
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5233585 3532
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2*27 2646 28
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2535353223
503532760 —5
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222387 25335324
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— —— —5373535
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8 52828 3
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2539 332—
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525 255 k 555358 533 ẽ
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538 3 2 75 8828 83s568 353 553 —
3833 * 2* 5 2532 — — — — 5828 — —
4835. 2 3325 ss 33355337 533378 355535
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        — 7. 833230528*
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7 13538— 2338 5*33
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j 22327 — 283
13 *35* 3357 83
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* 35353 28* 2332 8* 25
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755 8 ———— 52 *
237253528 — 8333857 25 *25 3
345333 7 78
2 3 *25238 373885 27 * — 252833 22 328 *
T * — 52* 228 23833 25737
38338
282 — 27 * *8* 23 Z35. 332
NED 55 235* 2* 2328 ẽ 1223 28 s
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— — * * — — *8—.2 »33*
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— —A — — — 7* * 2555 22
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27—
*7.
—49 *
.
        <pb n="539" />
        Hl. Ingberler Anzeiger.
—— — — ———
her Bi. In abarter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltuagsblatt mit det Dientagi· Vonnerbtage⸗ und Sonntag⸗
inmer erscheint wochentlich viermal: Dienzuaa, Donner stag, Samstag und Sonntaa. Aaonnementspreis vierteljahrig 42 Kerzr. oder

12 Silbergr. Anieigen werden mit 4 Krir. die dreispallige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechntt.
Samstag, den 80. August 3. 1873

7 134 —
J Deutsches Reich.
Speier, 28. August. Fur die Eröffnung der pjfälzischen
zmnetalsyaode, welche bekanntlich noh im Laufe des Jahres sich
zu versammeln hat, isl vorbehaltlich der allerhöchsten Genehmignng
nd in der Vorausfetzung, daß diese Fristbestimmung keine Collifion
dit der Versammlung des Landraths herbeiführen werde, der 19.
Niober nächsthin in Aussicht genommen: (Pf. P) —
Mügchen, 27. Aug.“ In der Woche vom 17. bis 283
uguft wüurden in der hiestgen Münze I, 866,620 Matt in 20-
Rackstücken ausgeprägt. Die Gesammtausprägung“ beträgt? bis
———
—X
uven en —
M'e'ß 28. NAug.Bei der Eröffnung? bes Bejzirkstages füt
rochringen haben! von 833 Mitglledern nar, 10 den Eid geleiftet.
der Bezirkstug ist daher nicht beschlußfähig,nee
»Straßburzt, 28. Augnst. Der Bezirkstag für Unterel-
ch wurde herte eröffuet. Von 85 Gewählten leisteten 24 den
erg ejchriebe nen Eid Die Straßburger. Abgeordneten verweigerten
Renselben mit Ausnahme von Goguel. *
Feriedberg, 24. August.“ Auf einen Mandvermarsche
n Offenbach nach Friedberg starben in Folge der Erschöpfung
nehrere Soldaten, eine großere Anzahl erkrankte sehr schwer,
W— .. Spen. Ztg.)
Berlin, 26. August. Nachdem der Präsident des Reichs⸗
angleramtz, Staotsminisser Delbrüch, von seiner Badereise zurück
clehrt ist, schreibt man der Darmst. Gig.“ von hier, werden nun
neder die politisch wichtigeren Arbeiten in der Reichsverwaltung
sren Anfang nehmen. Außer einigen hervorragenden Reichsver⸗
nalungsfragen, so namentlich der Papiergeld und Banknoteufrage,
üürfte, auch demuachst die Frage wegen der Einberufung drs Reichs
ages ihre Erledigung definitid finden. Bei dieser Gelegenheit
volen wir vemerken, daß Staatsminister Delbrück nicht der Mei-
nung zuneigt, daß der Reichstag noch zu einer Herbstsession zusam—
enberufen werden müsse; ar ist vielmehr der Ansicht, daß eint
iöhlist frühe Einberufung des preußischen Landtags und dann
ine schon. im Januar sich an die Vandtiagssitzung auschließende
deichsiagssession das geeigneiste Mittel wäre, in ersprießlicher Weise
ie gesetzgebetischen Arbeiten für das Reich zu erledigen.
Berlin, 27. Aug. Der Kaiser wicd nach der am 2
ꝛeptember stattfindenden Enthüllungsfeier Truppenübungen bei⸗
wnen und gegen Eude des Monats sich nach Baden⸗Baden be—
ehen, don wo er mit der Kaiserin zurückkehren wird. Ueber den
eabsichtigten Besuch in Wien, welcher voraussichtlich von Baden⸗
iaden im Qktober erfolgen dürfte, ist bis jetzt keine nähere Be
mnung getroffen. n ——23311 —
Das Ober-Commando der Orcupations-Armee trifft bereite
ge nothwendigen Vorbereitungen, um den deutsscherseiis eingegan⸗
enen Verpflichtungen, das französische Gebiet vierzehn Tage uach
ahlung der am 5. September fälligen letten Rate Posei
aumen, mit gewohnker Pünktlichteit nachlommen zu können.. Es
ud bereils — wie officiss geschtieben wird — alle Anordnungen
essen worden, zum die Stadt Verdun wie die zu dieser führen⸗
en Etappenstraße unmittelbar nach vollzogeuer Zahlung zu räumen:
un Ober Commando hat umsomehr Anlaß, seinre Befehle recht
lig vorzubereiren, als einmal die Zahlungen seitens Frankreicht
ihtlich beschleunigt werden, ander rseits aber auch durch eine schon
om 29. Juli datirte Cabinets Ordre. die Demobilmachung. des
Ma-Commando selbst bekanntlich ausgesprochen ist.
— Der große Generalstab wird seine diesjährigen Uebungen
a Gebiele der unteren Weser halten.“ Die Ojfiziere desselben
wlanmeln sich am 5. Septewber in Bremen. 5
Der Rest der Ollupationstruppen kehrl im vächsten Monat
diaatrei d uber Perann hem zerüch,rho die Belostigung der -
ben durch die Militarbehstde, statifindet. 54*
Iꝛĩbö „W. d. b. F.“ schreibt „Wohin man hörlt und fieht,
die Aussichten quf die diesjäbhrige Tabaksernte Dder erfreulichsten

Art. Zu dem reichen Ertrag und hohen Preisen der Vorjahre
JesIt sich, wenn nicht Alles täuscht, ein neuer Erntesegen, aber
nitten in der Freude, womit der Landmann seine muühsame Ar⸗
deit gedeihen sieht, hat, wir wissen nicht, welcher böse Geist, das
Berdachtswort fallen lasser, die Tabalssteuer in ihrer erhöhten
—X
venn auch gegen die Stimmen unserer Parteifreunde beschlossene
leine Abgabe diesen Charakter nicht hat, ist jetzt allgemein (7)
ugestanden — werde mit dem nächsten Jahre wieder auf die
Tagessordnung kommen. Möglicherweise hahen Spelulanten, welche
ich in ihrer Annahme, der Reichsstag werde die neue Tabaksstener
»ewilligen, geirrt haben, denSchreckschuß losgelassen, um die Preist
zis dahin höher zu schrauben z. viel wahrscheinlicher ist uns, daß
die rothen und schwarzen Reichsfeinde oder Leute, welche unter
cheinbarer Reichsfreundlichkeit der unbequemen Schöpfung hinter
rücks eine Wunde beibringen möchten, die Unwahtheit aufgebracht
haben, um mit den neuen Ziftäuden die ländlichen Kreise unzu⸗
rieden zu machen.“ — Die „W. d. h. F.“ versichert nun, gestützt
‚auf die Autorität von Reichstagsabgeordneten, welche von den
Berhandlungen der Frage im Bundesrath die vollste Kenutniß
jaben und mit den Vecteetern der nächstbetheiligten Staaten in
ehr nahem Verkehr stehen,“ daß der Plan einer Erhoͤhung der⸗
Tabalsteuer auf eine nicht absehbare Zeit“ von der Tagesordnung
nerschwunden sei und daß die anderslautenden Allarmrufe entweder
von Betrogenen ader von Betrügern herrührten.

Leipzig, 26. Aug. Rachdem das hiesige Polizeiamt schon
im Laufe des Tages durch Maueränschläge, unter Hinweis auf
z 16 des Reichsstrafgefetzbuchs,“ zur Erhaltung der Ruhe ermahnt
hatte, wurden heute Abend der Königsplatz und die auf denselben
mündenden Straßen durch 2 Kompagnien der hiesigen Garnison
desetzt und ein weiteres Bataillon in der Kaserne konsignirt. Die
Aufforderungen der aufgestellten Posten zum Auseinandergehen und
einzelne Verhaftungen genügten, um bis jetzt jede weitere Störung
der Ruhe fern zu halten. Eine einem Unteroffiziere durch den
Besitzet eines berüchtigten Hauses in der Pleißengasse zugefügte
Mißhandlung hat einem aus Militär und Civil zusammmengesetz⸗
en Volkshaufen Veranlassung gegeben, das fragliche Haus, sowie
einige Nachbarhäuser theilweise zu demoliren, wobel auch geplündert
murde. Auf diese Vorfäle bezieht sich obige Mittheilung.) (T. R.)
Leiphig, 27.. Aug. Der Stadtkommandani macht durch
Anschlag ane den Straßenecken bekannt, daß, wenn das Militär in
Folge von neuen Ruhestörunzen wieder einschreiten müffe, der volle
Gebrauch der Waffen eintreten werde, und fordert die gesetzlich ge⸗
sinnten Einwohrer auf, den Schauplätzen der Ruhestörungen fern
ju bleiben. Rath und Polizeiamt Leipjig's verbieten, hierauf be⸗
ugnehmend, bei Vermeidung, der Arretirung, mit Eintritt der
Duntelheit das Zusammengehen und stehen von mehr als 3 Per⸗
sonen auf dem Augzustusplatz, Noßplatz, Ködnigsplatz und den an⸗
grenzenden Theilen der Ptomenade. Tanz- und Schantklokalitäten
ind bei Vermeidung' sofottizer Echließunge und Geldstrafen ohne
Ausnahme um 11 Uht Abends zu fchließen. Der Staatsanwalt
nacht bekannt, daß bei den verübten Gewaltthatigkeiter Wäsche,
leidangsstücke und andere Werthgegenstände im Werthe von 1100
Thlr. geraußt wurden — rin Beweis, was für Gesindel, nachdem
der Skandal einmal im Gang war, sich hineinmischte, um im
Trüben zu fischen. J

Leibrig, 28. Nug. Fuͤr den gestrigen Abend waren um⸗
assende wilitärische Vorkehrungen gelröffen.— Starke Patrouillen-
durchstreisien bis 11 Uhr die Straßen.“ Die mässenhafl versame
melte Menge verhlelt sich ruhig, nur auf dem Konigeplaß fieen
vereinzelte Steiawürfe auf, das Miliar, welchez hier in Laujsrin
auf die Menschenmenge loszing und von Bohonneten und Koiben
Bebrauch machte, wobei verschiedene Verwundungen vorlamen. Um
112. Uhr rüdte das Militär ab, nur einzelne Hauptpunkle bes⸗zt
Jaltend. Umfangreiche: Verhaässungen wurden Porgenommen. Keu“
Schußk si gefallen.
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        Frankreich.

Paris, 25. Aug. Die „Patrie“ schrebbt: Die Frage
des zu wählenden Feldgeschützes, welche sich trotz der famosen Evr⸗
perimente von Tronville nachgerade zu verewigen drobte, ist, wie
man uns versichert, in der letzten Sitzung desOdberkriegbratbs
auf eine ganz unvermuthete Weise entschieden worden. Auf die
Frage des Marschall-Präsidenten, binnen welcher Frist man eine
wirtliche Lösung gewärtigen könnte, antwortete der Oberst Maillard
hon der Marineartillerie, der bekanntlich der Erfinder ein 8 neuen
Systems ist, er brauche noch ein Jahr für Experimente. — Ein
Jahr heißt zwei Jahre, entgegnete der Marschall, und wenn wir
—X———
ehen), so sänden wir wieder, wie vor drei Jahren, die schlechte⸗
sen Geschütze vor. Das muß um jeden Preis anders werden.
Fr wandie sich zu dem Oberst von Reffye: Wie viel Kanonen
—
Wie verstehen Sie das: jede Woche zwei Batterien ? — Ich ver⸗
stehe das so, daß man jede Woche nur die nöthigen Bespannungen
zu schicken brauche, um zwei durchaus feldtüchtige Batterien abzu⸗
holen.⸗ Binnen welcher Zeit koͤnnen Sie mit der ersten Lie⸗
jerung brainnen? — Binnen drei Monaten. — Koͤnnen Sie
nicht die Fabrikation noch mehr beschleunigen? — Ja wohl, Herr
Marschall; wenn Sie es befehlen, kann ich vier, sechs, sogar acht
Batterien woͤchentlich liefern. — Gut; in drei Monaten, wenn
Sie fertig sind, werden Sie mir schreiben. Ich werde die zwei
ersten Batterien abbolen und von Tarbes nach Calais sahren
lassen, um die Solidität des Materials zu prüfen. Wenn diese
Prufung gunstig ausfällt, so wird die Frag definitiv geldst sein.
So werden wir denn ohne großen Lärm von Experimenten
hoffentlich bald eine dollständige Feldartislerie haben; acht Batlerien
vöchentlich macht in einem Jahre 4992 Kanonen“ —
Paris, 27. Aug. Der „Moniteur“ sagt, Bayern habe die
Abberüfung des Zanzlers der französischen Gesandtschaft in
München ˖verlangt, und zwar wegen der heftigen Sprache, welche
derselbe ũber die das Lied von Mac Mahon spielenden Vadenser
geführt habe.

— Sedhs der verschlagensten geheimen Agensen der di⸗sigen
Polizei⸗Präfeciur sind nach Luzern abgegangen, um dem-, Befreier
Frankreichs“ auf Schritt und Tritt zu folgen und genouen Bericht
uͤber dessen Handlungen zu erstatten. Die Herren. Monarchisten
ccheinen ihrer Sache also doch nicht allzu sicher zu sein und eine
pöllische Furcht vor dem „Alten“ zu haben. .3
— Wie „Bien Public? wissen will, hätten die Royaliften,
falls die Fusion nicht gelingen sollte, die Absicht, den Hercog von
Aumale zum Präsidenten der Republik zu ernenen, und diesen so
lange im Amte zu halten, bis Chambord todt sei (), um alsdann
den Grafen von Paris als leaitimen Thronfolger aus den Thron
zu berufen 2*

Schweiz.
— Der in den letzten Tagen in Lu zer n angekommene alt—
Thiers ist fammt seiner Gattin, wo er erkannt wird, der Gegen⸗
dand von Begrüßungen und Ovationen. Die Ehrenbezeugungen
sind zugleich Demonstrationen gegen dic jetzige französische Regie⸗
ung, auf die man in der Schweiz mit großem Mißtrauen buickt
Gott sei Dank, daß Deutschland jetzt eine Maht ift“, hört man
setzt dieselben Schweizer ausrufen, die im letzten Krieg die Siegt
der Deutschen nicht genug beklagen konnten, und immer mehr ver⸗
breitet fich die Ueberzeugung, daß die Schweiz von Deutschland
nichts, alles dagegen von Frankreich zu fürchten hat, daß fie aber
im Nothfall an Deutschland einen starken und treuen Alliirten
haben werde. (SEch. MDd.—
Spanien.
Madrid, 26 Aug.Die Cortes haben Castelar mit 185
zegen 73 Stimmen, welche Vlave erhielt, zum Präsidenten erwählt.
Tastelar nahm die Wahl an und erklärte, daß sein Programm
daslen?ge Salmerons, des Ministerpräsidenten, sci; die Versamm⸗
lüng vertrete nicht eine Fraktion, sondern die ganze Demolratie.
Odsgleich er förderalen Grundsätzen zugethan sei, wolle er vor Allem
die nationale Einheit und Integrität des Vaterlandes; dazu sei
rig kraftige Regieruiig sgewalt, Wiederherstellung der Ordnung und
inebesondere Kräftigung“der Disziplin in der Armee erjorderlich.
Castelars Wahl und Rede sind ein Zeugniß dafür, daß die Cor-
edmehrheit entschiossen ist, die Regierung in ihrem Bestreben zur
Wieder herstellung der Otdnung kräflig zu unterstützen. Castelar hat
durch bittere Erfahruag gelernt, daß die Freiheit ihre Schranken
haben muß, wenn der Staat nicht in Stüchke gehen soll).

Barcelona, 26. Ang. Das Kriegsgeticht hat von den
an der neulichen Meuterei betheiligten Artilletristen 12 zum Tode
und 37 zu lebenskaͤnglicher Galeerenstrafe verurtheilt. — Die
Farlisten haben cine VBekanntmachung erlassen, worin Jodesstrafe
k die Bitrhernun hon Fisenbosibgen nach Frankreich und auf

die Wiederherstellung zerstoͤrler Geleise und Z. legraphenleinngen
zesetzt witd. * —, ——
Amerika. F

NewYork, 28. Aug. Der in Halisax üngelommen,
Dampfer, Russia“. bringt Meldung von einem vei Breion fiau.
zehabten orkanartigem Sturm, durch welchen viele Schiffdtũcht
jerursacht und gegen 30 Schiffe an die Küste geworfen wurden.

Drii Gefangene, welche von der französischen Strafcolonie
LCayenue entflohen, sind in Ballimore eingetroffen und bertchien
en, daß 150 andere Sträflinge nach schreclichen Leiden nath
demerara (holländisch) entkommen sind.

Vermischtes.

Der Werkmeister Friedrich Herrmann am. Zuchthaus in
aiserslautern hat auf der Wiener Weltausstelung für seinen
Farbholz⸗Extracteur die Forischritismedaille erhalten.

F In Ludnigshafen hat die Potizei dieser Tage bei dire

Milchhändlern ca. 280 Schoppen gewässerte Milch konfiszirt.
7Speyer. Der Siadtrath hat beschlossen, den 2. Sw⸗
ember auch hier zu feien.
7 In Weisenheim am Sand fiel am 23. August Nachmittage
wischen 2 und b Uhr über die Gemarkung und Ort ein wolxen⸗
ruchartiger Regen nieder, stark unterwischt mit Schlossen, wodutqh
»edeutender Schaden in der Gemarkung, sowie an den Häusern dee
Iries entstand.

Neustadt, 28. Aug. Bei dem Gewittersturm heul
Nachmlitag zwischen 4 und 5 Uhr wurde das riesige Zelt det
meritkanischen Circus Pinder ꝛ. Cie. vom Sturme erfaßt und
usammengetissen. Die Katastrophe geschah gerade während de
Barftellung. Mehrere Zuschauer erhielien Stöße und Contufionen.
Irhebliche Verletzungen sollen nicht vorgelommen sein.

4 Wie die „Neust. Zig.“ vernimmt, soll die vom Gewerhe
xercin Frankenthal beantragse Delegirtenversammlung der pfaͤlt
Bewerbebereine am 7. Sebtember in Reustadt abgehalim
verden. Sae eug geer ege
.3.47 Piftetenbäcker Brück in Landanu hat auf der Wellau⸗
dellung die Verdienst-Medaille erhalte.
pMannheim, 265 Aug. Strafkammer? Fahrläffige Ge⸗
ährdung · einez Elsenbahn⸗Trausports.) Der Eijenbahn-Arbeitn
Joseph Wenz, welcher als Abldser eines Bahnwarts an Station
Rr 14 unterhalb Friedrichsfeld bestellt ist und Sonntag den 26.
Mal d. J. Abends 8 Uhr seinen Dienst antrat, uberließ sich, stat
die seiner Bedienung anverttauten Weichen jeweils richtig zu stellen,
»em Schlafe,“ so daß bereits um 10 Uhr durch einen Zug ein
Erzenter aufgeschnitlen wurde. Obgleich er darauf durch den de⸗
rachbarten Signalwärter geweckt wurde, waren doch wieder um
jalb 12 Uhr die Exzenter nicht zur Ausfahrt eines Main⸗Nedat
Zugs auf das Südgeleise der badischen Bahn gestellt, und der
Zug kam in das Nordgeleise, auf welchem r, wenn der dührer
ucht sofort den Irrthum bemerkt hälte, mit einem auf der gleichen
Spur laufenden Manuheimer Zug zusamme gestoßzen wäte. Joseph
Wenz wurde deßhald heute gemäß R.“St.G.⸗B. 9 816 wegen
ahrlaässiger Geführdung eines Eisen bahn-Traneports zu 6 Wochnn
zefängmß verurtbeilt und gleichseitig nach 8 319 zu einer Be
chtiftigung im Eisenbahndienst für unfähig erklätt. 3

D Mannheim, 27. August. Der auch in weiteren Lreisen
zekannten und renomirten Fabrik landwirthschaftlich chemischer
Prodnkte von Georg Carl Zimmer in Mannheim, wurde bei
der diesjährigen Wiener Weltausstellung eine doppelte Au8zeichnunt
und Anertennung zu Theil; nämlich⸗ Die Forijchrits Wedeil.
für ihre künstlich n Dünger-Fabrilate und die Verdienfn Medailt
für ihre sonstigen chemischen Producte.

F Muünchen, 26. August. Ein hier wegen seiner Wunder
uren“ bei einer gewissen Volk-klasse in großem Anpehen siehenda
ormaliger Schmiedgeselle Michael Hardner, welcher seinerzeit g
zfteren Malen mit den Gerichten wegen seiner Pfuschereien v
Fonflikt gerathen war, hatte in der lehteren Zest wegen seine
untrüglichen Choleratropfen gute Geschaͤfte gemacht. Er selbst ehe
erlag dieset gefürchteten Krantheit gestern Nachmitlag 4 Uhr

PMun qhen. Die zur Spißeder'schen Gantmasse gehorin
im Starnberger See nächst Feldaffig reizend gelegene Vill⸗ Ro
wird am 30. d. M. versseig⸗rt werden.
Bahreus h, 27. Aug. Der Präsident von Oberfren
—V——— Salaglu
Jestorben.
Rärnberg, 27. Aug. Dem „Nürnb. Anz.“ wird
Neumortt i. Oberpf. von 25. d. Folgendes brichtet? Der e
zat Plattuer diente seit zwei Jahren; er war ein kleinet eiwe
chwachlicher Mensch und darum auch eine Zeit lang als Noch 5
venden; im zweiten Dienstjahre ward er krank, was aberd
mtersuvende Regimentsarit Dr. Ferber für Veistellunq erllam.

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        platiner bekam nämlich oft während des Reitens aine solche
vwache, daß er vom Pferde fiel. Dafür warden ihm dann
mer zuerst Püffe und Stöße versetzt und dann harte Strafen
uirt. Er kam Tage lang in Dunkelarrest vei Wasser und
drod; dann mußte er wieder die Uebungen mitmachen
ad so verschlimmerte sich natürlich sein Zustand von Tag
u Tag. Neulich nim fiel er wieder vom Pferde und
9 und bündig ertoͤnte das Commando des Eskadrons ˖ Ches
n die Mannschaft ,„Reit'g nur drüber. wenn der Hund hin ist,
hads nichts “ und die Eskadron ritt zu! Plaitner erholte sich
rieder, ward weiterhin mit zum Pferdeschwemmen kommandirt und
d zwei Mal dabei in's Wasser, weit er sich nicht auf dem Pferd
ten konnte. Run ja, „'s schad't ja nichts, wenn der Hund er
quft!“ Er ersoff noch nicht, fiel aber bei einer bald darauf statt⸗
indenden Schießübung wieder und mußte ohnmächtig vom Platze
agen werden, Vor zwei Tagen lag er krank in Unisorm auf
nein Strohsack, da ward er zu einer Wache kommandirt. Er
wite sich an, dem Bifehl zu gehorchen; aber der Arme sank er⸗
dopfl nieder und eine halbe Stunde darnach war er todt. Daß
ne Todek ine Berstellung sei, scheint nun auch sogar der Regi—
genisarzt Dr. Ferber erkannt zu haben, denn Soldat Plattner
durde, wie gemeldet, gestern begraben.“ — Wenn man diese Er—
Ahlung so liest, so tönnte man leicht geneigt sein, sie für die
Juzgeburt einer erhißzten Phantasie zu halten. Leider ist dem
ht so! Bürger von Neumarli sind heute in ihrer zerechten Ent⸗
hung hiether geeilt und haben, mit ihren Namen bürgend, uns
en ganzen Vorfall gerade so erzählt, wie er im „Anzeiger“ zu
gen ist. Noch mehr! Sie haben uns über eine Reihe don an⸗
xeten noch gravirenderen Vorsällen berichtet, und es kann — nach
gren Berichten — kein Zweifel mehr darüber obwalten. daß der
doldat Plattner in der abscherlichsten Weise bis zum letzten Augen⸗
siide seines Lebens gepeinigt worden ist. Von den uns gewordenen
Nittheilungen zur Ergaͤnzung des Bcrichtes im, N. A.“ nur folgendes:
ulg Plattner seinen letzten Anfall bekam, der mit seinem Tode
adigte, wurde zum Militärarzt Dr. Ferber geschickt; dieser aber
veigerte si h zu kommen, indem er sagt⸗, der ꝛc. Platitner simulire
uur. Ein Unteroffi zier fühlte ein menschliches Rühren und sandte
u dem Bezirksarzt. Dieser kam und erkannte den Zustand des
dranlen sofort; er ordnete un, daß man denselben ruhig licgen
lasen solle, da er doch nur noch höchstens eine Stunde zu leben
ade. Eine halbe Stunde später hatte Plattaer aufgehört zu
uhmen. Die Leichenöffnung ergab, daß der Verstorbene ein großes
Gewaͤchz“, wie unser Gewährsmann sich ausdrückte. — im Hirn
zatte, welches sich gegen die Nasenhöhle senkle und — nach der
Unsicht von Sachverstäändigen — schon seit längerer Zeit die gei⸗
tigen Fähigkeiten des Kranken, der auch an Epilepsie litt, beein⸗
tͤchtigt haben muß. — Bei der hochgradigen Entrüstung, welche
dieser Vorfall unter den Einwohnern Neumarkts hervorrief, ist es
natürlich, daß sich das Leihenbegängniß des Unglücklichen zu einer
wahren Demonstration gegen dessen Peiniger gestaltete.
GgFraänk. Kur.)
Wiesbaden, 24. August. Bei dem am vorigen Freitag
ibgehaltenen Rennen rannte sich der auch auf der Frankfurter
dahn bel unte Sch.W. „Ecce“ des Grafen Esterhazy an einem
hdußbaum den Schädel ein und brach todt zusammen, während sein
deiler, Priuz Salm, mit einem Bruch der Hand davoukam.
fQehl 240VUnag. Ein furchtbares Unglück hat gesteen
daht 7 Uhr die in weiten Kreisen bekannte, allgemein geachtete
ind tüchtige Besitzerin der Sundheimer Mühle erlitten. Frau
ilise Hornang givg Abends 7 Uhr noch durch die Mühle, um
aqzusehen, wurde dabei van dem Riemen, der die Dampfmaschine
ariht, an den Kleidern erftaßt, und mit hineingezogen. Hiervbei
zutde ihr sogleich der linse Arm und der linke Fuß herausge⸗
isen, die linfse Kopffeite ganz zerquetscht und die ganze Kopfhaut
bezogen. Trotzdem konnte fie um Hilfe rufen, aber nur mit
düter Mühe kounte die Unglückliche herausgezogen werden. Sie
thie noch einen halber Tag, war bei vollem Bewußtsein und
tdnete bei ihrem Tode ihre Angelegenhriten mit größter Umsicht.
f Berlin, 24. August. Ein, Mord, wie er in solcher Aus—
rung wohl selten vorioinuit, ist am Samstag Morgen in dem
cchmalz'schen Hause auf der Prenzlauer Chaussee von dem Arbei⸗
n Kichardt an seiner Ehefrau verübt worden. Derselbe war aus
ð jezt noch unermittelten Ursachen mit seiner Frau in Streit
kꝛathen, in Folge dessen er dieselbe zuletzt ergriff und aus dem
jenet seiner drer Stock hoch belegenen Wohnung auf die Straße
darf, wo fie sofort den Geisi aufgab. Der Möorder ist verhastet
ud die Leiche nach dem Obductionshaase geschafft worden.
tBer lin. Welche Verluste größete Geschäfte durch die
Relulation in dsterreichischen Gulden setzt häufig erleiden, beweist
pisdde Gasgesellschaft hier. Dieselbe hatte vor einigen Tagen
* fl. Wechselschulden zu deden, es siand ihr aber zu diesem
wede kein anderet Baarvorrath als öoͤstert. Gulden zu Gebote

ind so mußle sie an dieser Summe nicht weniger als 900 Thlr.
inbüßen.

F Zu Ber hin hat die Polizei kürzlich eine nächtliche Raz⸗
sia auf obdachlos Gesindel abgehalten und in einem erfolgreichen
Zesseltreiben auf der Hasenhaide nicht weniger als 136 Personen
aufgegriffen, darunter mehrere seit langer Zeit gesucte Verbrecher.

7 Ein Sergeant eines in Berlin garnisonirenden Regiments
upplizirte vor einigen Monaten einem Rekruten cine Ohrfeige,
vofür er von dem betressenden Kompagniechef mit drei Tagen
Mittelarrest bestraft wurde. Der Rekrut sah jedoch dadurch die
hmm angethane Beleidigung nicht gesühnt, er theilte diesen Vorfall
einen Eltern mit, und diese machten davon dem Kriegsministerium
Anzeige. Vor einigen Tagen nun wurden dem Sergeanten Sei⸗
sens des General⸗Kommando's noch sieben Tage Mitkelarrest zuer⸗
lannt. B. B. C.)

4 (Entsetzlicher Unglüdsfall.) Reidenburg (Ostpreußen), 21.
Aug. Mehyrere Schützen der hiesigen Gilde, darunter auch der
daufmann Kollodzinski, waren heute Vormittag nach dem Stadt-
yalde gefahren, um si h zu dem künftigen Prämienschießen zu üben.
⁊. hatte seinen 15jährigen Sohn, der Ober-Tertianer des Hohen⸗
teiner Gymnasiums ist und sich der Ferien wegen hier aufhielt,
nitgenommen. Der junge Mensch übernahm freiwillig das Mar⸗
ltiren an der Scheibe. Das Unglück wollte es nun, daß er das
nit einer Glocke gegebene Signal überhörte und in dem Augenblick
aus seinem sichern Versteck hervortrat, als gerade sein Vater die
Züchse abfeuerte. Von des Vaters Kugel ins Herz getroffen, brach
er zusammen, die Bleifeder, womit er die Marlen gemucht. in der
echten Hand haltend.

Wien, 21. Aug. Zu all dem Unglück mit welchem die
Wltausstellung zu kämpfen hat, isf jezt anch dem die Entdecung
jon Defraudationen gekommen, welche sich einige Kassenbtamten
im Tourniquet zu Schulden kommen ließen. Die Höhe der ent⸗
venditen Summe ist zwar noch nicht festgestellt, allein drei der
erbafteten sechs Beamten sind bereits geständig, die Desraudation
eit dem Monat Juni zu kreiben mit einem täglichen Erfolg von
25 bis 80 fl. für jeden derselbbaii.

77 Die Bevölkerung von Wien ist sehr beunruhigt durch die
Thatsache, daß innerhalb der legten vier Wochen nicht weniger
us acht Knaben in Alter von 19 bis 15 Jahren nacheinander
purlos verschwunden sind. —
⸗w Aniwerpen. Eins der größten Waarenmazazine ist
in der Nacht zum 26. vom Bliß getroffen und dadurch in Brand
zesetzt worden. Das Magazin, welches mit Waaren angefüllt ist,
teht in vollen Flammen und hat das Feuer bishex noch nicht
ewältigt werden können. 315
7Triesft, Nach einem am, 22. August hierselbst einge⸗
troffenen Pridattelegramm ist der aus Florenz kommende Schneli⸗
ug zwischen Vergato und Bologna mit einem Lastirain zusammen⸗
estoßen und sollen dabei hundert Personen theils verwundet, theils
Jetoödtet sein. Offizielle Dotails fehlen noch.

London, Unter den Gästen bei einem der letzten
Bankette, welche der Lord Mayor im Mansion House, seinem
Amtspalaste, gab, befanden sich auch Karl Blind und Gustav
Doré. Einander vorgestellt, sprach unser Landsmann, wie ein
Blatt berichtet, in Gegenwart des umstehenden Kreises von her⸗
horragenden Mitgliedern der Londoner Cityverwaltung zuerst in
cranzoͤsischer Sprache das Vergnügen Uüber den Genuß aus, den er
an manchen Doré'schen Produktionen empfunden habe, und richtete
dann an den berühmten Maler, der bekanntlich elsässischer Abkunft
st, in deutscher Sprache: „Wir. tönnen wohl auch zusammen
euisch sprechen ?“ — was Doré, vielleicht in der Ueberraschung,
ztjahte. Die Conservation wurde darauf eine Weile deutsch ge⸗
ührt, wobei sich Sir Julius Benedict, der bekannte Musiker, der
nittlerweite herangetreten war, sozusagen als dritter Landsmann
präsentirte. Es war, wie der Bericht sagt, für die anwesenden
englischen Gentlemen ein eigenthümlicher Eindruck, zwei Männer,
don denen der Eine die deuische Sprache so oft in England öffent⸗
ich verfochten hat, während der Andere ein freilich nicht zut Aus-
ührung gekommenes Bild des „Rhein⸗Ueberganges der Franzosen“.
ntworfen, auf welchem die aus den Grabern erstehenden Krieget
dudwigs xvX und Napoleon's J. die Soldaten Napoleon's IUI.
jegrüßen, so im deutschen Gespräche miteinander verkehren zu sehen.
die Situation entbehrte nicht eines Anfluges unbeabsichtigter
Ironie. —

fNewyork, 27. August. In Belfast (Ztaat Maine)

hat eine große Feuersbrunst stattgefunden; der durch dieselben
herursachte Schaden wird auf eine Million Dollar geschätzt.

— Seit der großen Feuersbrunst in Chicago sint vonden
Berichten des Komitats Coot, im Staate Illinois, zwischen 2009
und 300 Personen hür irrfinnig erllärt worden.
J. X. Demen verantaartlicher Redactent.
        <pb n="542" />
        Bekanntmachungen. Bwekanutmachung.
— X Am Bahnhofe in der Nähe des Güterschoppens kann bis auf Weiters

Mobilien-⸗ Versteigerung. Bauschutt, Kehricht und Asche abgelagerk werden.
Samstag den 6. September 1875, St. Ingbert, den 29. August 1873. ——
Nachmittags 2 Uhr, dahier im Hause dr i e
zexlebten Eheleute Woll, läß: E. M. J J— Die Bahnhesp Twaltung
Laur, Rentner dahier, als Vormund der * —
noch minderjährigen Johann. Wol!' schen
Kinder die zum Nachlasse der Eheleute
Woll gehörigen Mobilien auf Zahltermin
bis Michaelstag nächsten Jahres 1874
zffentlich versteizern, und zwar:

E Canapee, L Aleiderschrant, 1

Thiffonier, 1 runder Tisch von

Fichenholz, 1 Pfeilerschränkchen, 1

Nachttisch, 83 Bettladen; mit Bet—

tung, sodann Getüch von allen

Arten, Frauen⸗ und Mannskleider,

Ktüchengeräthschaften und sonstige

Gegenstände.

—Gorn, kgl. Notar.

—— ⏑ —
Tavpeten⸗ und Nonleauß⸗Lager
bei 3. B. Cislina.
vis·a⸗vis dem Nfälzerhhff
in Aweibriiel en- 9
Kommenen Sonutag den 81. Auguf
Montag und Dienstag findet dad
Kirchweihfest
zu Elversberg
statt, wozu höflichst rinlodet
9— Peter Winter, Gastwit
N.B. Für gute Speisen und Getrände
bestens gejorgt .

Bescheinigung.
Die Vieh Versicherungs Gefell⸗
schaft für das Oeutsche Reich in
dachen hat den mich durch Verlust meines
Bferdes vor wenigen. Tägen belroffenen
cZchadenfall prompt entschädigt, was ich

juum Lohbe derse!:ben gerne verösfentliche.
Homburg. den. 20. August 18785.
MIACOBD. IIGiM,

Ackerer.

*

Haus-Versteigerung.

Sarmstag den 18. Sept mber l. Je⸗
des Nachmittags, um 3 UÜhr, zu St. Ing⸗
zert, ia der Bebausung des Metzger Jokob—
ADDDDD
Fher und Retzgerleute Franz Weißger⸗
ber und Elisabetha Klein auf langiährige
Jahltermine öffentlich zu Eigenthum ver-
teigern:

Vortland⸗Cement
von Emil Knaps in Blieskastel
nhehi. oei — handlung

vvron ros: eer.

Ie Kranken
d Leidenden

Bei osC. Koc

er Blieskasteler Straß

niet ein guts Mittag⸗

sser nur Sgr. und häll derselb⸗
ständigen Mittagtiich
Frucht⸗Brod⸗, Fleisch re. Preife
der Stadi Zweibrücken v. 28. Augnft
Weizen 9 fl. 3 kr. Korn 6 fl. 38 n.
Berste 2reihige. 6 fl. 12 kr., Gerste vier⸗
reihige, 5. fl. 41tr. Spelz 5 fl. 40 kr.
—A
— ir. Mischfrucht — fl. — kr. hHafe
4 fl. 22 kr. Kartoffeln 2 fl. — kr. Heu
2fl. 12 kr. Stroh 1fl. 24 kr. pe
Zentner. Weißbrod 113 Kilogr. 24 fr
dornbrod 3 Kilogr. 32 kr. dindo 2 Kilogt
22tr. ditio 1Kilogr. 11kx. Gemischtbrod
sil. 40 tr. 1I Paar Weckh 100 Gramm 2kr
Rindfleisch 1l. Qual. 20 kyx. 2. Qual. 18 kr
Kalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18 t
Zchweinefleisch 22 kr. ber Pfund. Butler 80
kr. ver Pfund.

¶Dez. Fläche, enthaltend ein Wohn—
hdaus. mit Anbau', Schlachthaus
Keller, Hofraum und sonstige Zube⸗
hörden, gelegen zu St. Ingbert in
der Kohlenstraße, auch nuf Höf—
hen genannt, neben Blechschmied
Scherff und Uhrmacher Cammerer.
Bis zum Versteigerungstage wird dieses
Immobil auch aus freier Hand vertauft.
Das Nahere auf dem Geschästsund
A

—A
3 *0

inden in der 14. Aufs. des Buches Na⸗
turheilmethode für alle der
altetenKrankheiten des mensche
lichen Körpers Hülfe, Lindernung und
Nath, und wird an jeden Hülfesuchenden
unentgeldlich uund frei versandt.
. SZievers &amp; Co.
in Braunschweig.
FB. Tausende verdanten diesem Buche ihre
Gesundbeiß
7 —P———
rün
Iddh veranftalte auch dieses Jahr einen und, um vollständig zu rdumen, verlaufe
ch zu folgenden herabgefetzten Preise!:
500 Stuck dreitzs Echwereg, Leinen, für Hemden und Bettiher, 500 Stud * e achtfatbigeß Bettzeug, meistent turkischtoth, di
25 77 die ste 12 — * J —125 J . 2. e 5 t.“ . —— 7 —A ——— —2
23/0 Ellen breite grobe Leinen, file einschläfrige Vetttücher, das 8600 Dutzend weiße rein leinene Damentaschen tücher, das Dußend
—vollftändig Betttuch ohne Naht, fl. I4858. * —. ifl. 2. 30. . 2* —VV00
Rw breite grobe Leinen, für pweischläfrige Bettilcher, das voll⸗ Große rothe Cachemires Tischdecken das Stud fU. 1. 45. und
ständige Betttuch ohne Naht, fl. 2. 24. — fl. 2. 00 —— 3235
end 78 schlesisches und böhmisches Leinen, die Elle Vroße rothe Cachenires Comodedecken das Stuck J. I. und
5,11] bis 30 kr.⸗ ———— —2 .117 I77* fl. 1. 24. * —WM —8 3* 7 *
schwere rothe wollene Bettdecken, fur zweijchläfrige Betten, das / belten reich ramagirten-Vorhaugsmull mig Bogen, die Elle
Siuc si. h. 30. c,—, —5—7— 16 ir 77 —* 5
jchwere weiß Dꝛ Bettdecken, fur zweischläfrige Betten, 300 Stüch schweren schwarzen Movoreens für Unterrocke, die Eu⸗ 8
das Stuck fu4.8383. .3 W / hreiter lischen ĩ n die Elle
Gvners hetne Vett-u. Pferdedecken, d. Etagfi. EBh. bis gz3.. breiten gngtischen Waterbroof, mit umd ohne Franzen die
aar schwere weiße Wictoriadecken mit Franzen für 2schläfrige / breiten schweren guten Buxkin fur Hosen und ganze Anzuge, die
a— 9— Dee dye —. — 30. 9 3 .
Dutzend w n ücher rang, en brei 7 2 . 3
in rbendedhesnheischtacher, S Cueh von ——
100 Buhend Handticher, vie Ete ben 6k. ar. 22 , Seinen weißen !/4 breiten Mull fur Kleider, die Elle 12in 4
1000 Stug wollene Kleiderstoffe, fur Frühjahr, Somnter, Hetbst md Winker, Cattaune, Jaconets, Piqué, Zwillich, Barchend und Strob
sackleinen zum Fabritpreise —A—— 5 D,
. Musterabschnitte sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post. 8
—324 Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens besorgt.4 pν
— Berkauf nicut uach AReter, sondern nach alter“ Elle.
— — — — ö— — — ————— — D..
twn. Druck und Verlag bvon F. X. D⸗mekn in St. NRnaberrtt ,

5
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

— —
der St. Fnaberte r Anzeiger (und das mit dem Hauptolatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienßtagk⸗, Donnerttags⸗ und Sonntag⸗
satimer erscheint wo hentlich ziermmäal: Diensta4. Donner'stag, Srmstag und Srantag. Azaenentspreis viertelichrig 42 Arzt. oder

34 12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreüpaltige Zeile Blatthrift odet deren Raum derechnet.
3 135. — So nntag, den 81. Augustttt — 1873

Deutsches Reich. 9

Muündien, 28. Aug. U⸗ber die Einberufung des Landtags
waoch kein Beschluß gefaßt.

Regenzbebußr g, 29. Aug.“ Gestern Abend 724 Uhr traf
er deutsche Kaiser, von Salzburg kommend, hierselbst ein. Die
icht mit · Menschenmassen bedeckten Straßen, von Stadt a. Hof
d Regensburg waren reich beflaggt. Der Kaifer nahm wie ge⸗
mhnlich Absteigequaxtier im Gasthof zum goldenen Kreuz. Heute
rüh 9 Uhr erfolgte die Weiterreistee.—

Sasamrburg Cothringen), 28. August. Gestern Nach-
ntiag 8 Uhr brach ein gräuliches Hagelwetter über unfere Stadt
seteinig Zahllose Glasscheiben wurden zertrümmert, Eisstücke,
rͤßer wie ein Hühuerei, fielen zur Erde und zertrümmerten große
Spiegelscheiben von 1 Ceruimeter Stärke in den Schaufenstern.
zuͤrten und Felder in und um die Stadt sind wie in den Boden
pstampfte esKailsrh. JJ. 333.

Siraß bürrg, 28. Aug. Der Beziikstag von Unter—
zsaß wählte den. Notar Petri zum Präsidenten, Bürgermeister Rack
ind Prosessor Goguel zu Vicepräsidenten, Pasquai und Klein zu
Zelretären. J

Rothenburxa,. 26. Auzust. Glaubwürdigen. Mittheilungen
jufolge wird der Kronprinz des deutschen Reiches von Ausbach
uz den Kardinal Hohenlohe in Schillingsfürst besuchen und im
hotzgen Schlosse Wohnung nehmen. (Ir. A)

Italien.

Rom 24. Auzg Die „JIlal Rachr.“ schreiheü: „In ge⸗
voͤhnlich wohlunterrichteten Kreisen befestigt sich die Meinung, daß
er Konig in der ersten Hälste des Monats Septembder nach Rom
ommen wird, und daß es sich dann entscheidet, ob bine Majestat
er Einladung des Kaisers Franz Joseph nach Wien folgen wird
zs ist sehr wahrscheinlich, daß der König die Reise machen wird,
ewiß aber ist ts, daßß man in ganz Italien es lebhaft wünscht.“
Fanfulla“ meldet überdies, König Viktor Emanuel sei durch
iinen Brief des deutschen Kaisers eingeladen worden, falls er nach
Wien xeise, auch⸗ Berlin zu besuchent · — Viktor Emamuel hat zu
— 1000
zIr. hewilligt.

ergriff das Kind und führte es fort. Einige Soldaten des benache
barten Fort's Bardo machten sich sogleich zur Verfolgung auf,
und fanden den Leichnam des Kindes schredlich zersleischt. Das
Mäbchen war so erschreckt, daß es nicht wagte, in das Haus ihres
Herrn zurückzukehren und hielt sich tagelang unter den Felsen ver⸗
horgen. Als man sie dann auffand, war sie fast leblos vor
hunuger.

7Plymouth. Eines ganz gräßlichen Verbrechens halber
befindet sich ein Frauenzimmer, Namens Parnal, im hiesigen Ge—⸗
jäugnisse. Das Weibsbild tödtete ihr eigenes Kind, zerstückelte esß
in zwanzig Stücke, welche sie, um einer Entdedung zu entgehen,
heils verbrannte, theils in einer Schmorpfanne lo hie und theils
in ein Wasserkloset, theils auf die Straße warf. Aber grade dieses
Empörende in dem. Verbrechen führte zur Entd ckung. Den Nachbarn
iel der sonderbar unangenehme Geruch, der von dem Kochen her⸗
ührte, auf,- sie folgten demselben und fanden die unnatürliche
Mutter vor ihrem Hexengebräu—.

rNewyork, 28. Aug. Wieder ist ein großes Dampfer⸗
unglück geschehen. Gestern barst der Kessel des Dampfbootes
George Wolfe auf dem Arkansasflusse und 27 Leute wurden ge⸗
'ödtet oder verwundet.

Dienstesnachrichten. ——.
Zum Verweser in Neuhäusel wurde Pfarramtscandidat Jung, z3. 3.
Fiear in Ensheim, ernannt
Deutsche Auswandere n Brafilien.

Einer Zuschrift aus Bah ia, 20. Juli, entnehmen wir
Folgendes: Ungefähr ein bis zwei Tagereisen südlich von Bahia
in der Küste liegt Commendatuba, ein kleines elendes Dorf und
1 Stunden von demselben entfernt im Innern die befagte
deutfche Kolonie, welche von einem Brafilianer mit Unterstützung
der Regierung, welche demfelben für jeden Einwanderer ein be⸗«
timmtes Kopfgeld oergütet, angelegt worden ist. Wie in freheren
Fällen, wo das hiesige Gouvernement ausdrücklich stipulirte, daß
der groͤßere Theil der Colonisten Deutsche sein müssen, so hatte
man aug in diesem Falle hauptsächlich auf Deutsche es abgesehen
und da in Deutschland die Beförderung von Auswanderern nach
diesem Theile Brasiliens gesetzlich verboten ist, sich nach Antwerpen
gewendet, wo ein bekannter Hamburger Auswandereragent zu diesem
Zzwecke ein Comptoir errichtet hatte. — Nach diesem Platze wurden
also die in den ärmeren Gegenden Deutschlands, haupisächlich in
Schlesien und Posen angeworbenen Schlachtopfer gesandt, um von
da aus in Ladungen von 2—5300 Mann nach hier gebracht zu
werden. Diejenigen, die soviel Geld hatten, um ihre Passage zu
bezahlen, konnten dieß thun, während den Andern Vorschuß gegeben
wurde, den man ihnen später von dem Ertrag ihrer Arbeij ab-
t VBeerr u ischt e s. ziehen wird, natürlich mit der Nebenabsicht, hierbei noch ein gutes
Ludwigsshafen, 29. Aug. Siebzehn hiesige Bäcker- Beschäft zu machen. Sodann waren den Leuten Häuser verspochen
Amer erllaren heute, wegen der hohen Mehl-, Butter Milchpreise und ein tägliches Vorschuf von —V Milreis also circa 1 Thaler
hom 1. Sepi. an die Milch- und mürbenWeden nur um Irt. per Kopf, der ihnen später gleichfalls wieder abgezozen

ver Kreuzer das Stuͤck bacen zu koͤnnen. .verden soll. .5
Die frühere dreße Feuerwaffenfabrik zu Mutzig Främon In der Kolonie angekommen, fanden die Auswanderer statt der
·aler⸗Elsaß) ist im · Versieigerungewege für 500, 000. Ircs. vom Häuser nur für Neder bewohnbare Löcher vor, die aus einem Holz⸗
anauier Evuard Strohmeier in Baden -Baden Namens eines Con⸗ gerüst beftanden, welches mit Lehm beworfen war uad, ein Dach
nams erstanden worden. aus Palmblaltern trug. Von einem hölzernen Fußboden war keine
fDie Siegessaäule auf dem' Kbnigsplatz in Berlin hat bis Rede, aber desto mehr Zugwind vorhanden. Daß hier ein eben von
ant Scheitel der Vikltoria eine Hoͤbe von 195 Fuß. Sie ist Europagekommener Arbeiter nicht lange leben kann, liegt auf der
ezenworsig/ das hochfte Monninent in, Earopa; die Vende—fanle Hand, besonders wenn er voch dazu eine nur für Brasilianer,
i Zaris“maß init dem Piedestal nuͤr 1668 Fuß.“ Neger und Schweine genicßbare Speise essen soll, welche gewöhn⸗
Briem'en, 26. Aug. Der —VX hat 2.n lich dus Maismehl, geriebenen gerösteten Wurzeln und hin und
e Veraulasfsung der Feier des 2. September an wieder einem Stück getrodneten Fleisches besteht. Dazu war kein
iesn Tage die Vörsenversammiung ausfaden soll. — Intes Trinkwasser vorhanden und es dauerte auch nicht lange, se
P. Floren« Di⸗e „Gazelta d'Itolia“ vom 10. August traten die Folgen einer solchen elenden Verpflegung ein. Schließ⸗
7 r V Jahren auz vens Ddrfe Donaz lich stesste sich —8 noch das Schlimmste. heraus, namlich, daß
nf veut Wegr voir Sted nach Röfla“ milciheri Madchen indie das Land sich fast gar nicht zur Colonisation eignet. Hätte nun
herge ging, um Pflanzen zu sammeln. Als das Dienstmädchen-der Unternehmer für den Anfang nur 200 Auswanderet herange⸗
dag Kind für nide Maenblide allein ließ. fuhr ein Adler nieder, zogen. so wäre es vielleicht möglich aewesen. aus der Sache noch
        <pb n="544" />
        stwas zu machen, oder die Leute ohne Skandal nach den südlicheren
blühenden deutschen Kolonien zu schicken. Aber mit der den Bra—
ãlianern eigenen Gewissenlosigleit, der es gar nicht darauf ankommt,
ob einige hundert Menschen sterben, wenn nur dabei verdient wird,
wurde gleich im großartigsten Maßslabe angefangen, und Jeder
angenommen, der den Agenten in den Weg kam. So ist gestern
noch wieder ein Schiff hereingelkommen, welches 260 neue Aus.
wanderer hringt, meistens Polen und Walachen, unter denen sich
wahre Galce naesichter befinden. Vor ungefähr 14 Tagen fand in
der Kolonie ine unbedeutende Prügelei zwijchen Polen statt, in
Folge dessen sich jedoch der daselbst angestellie Beamte veranlaß!
glaubte, um schleunige militärische Hilse sich nach Bahia zu wen—
den. Sofort wurden einige 50 Mann unserer tapferen brasilia⸗
nischen Lundesverteidiger uͤnter Anführung von drei Offizieren
dahin abgeschickt, welche gestern Morgen jedoch wieder zurückkehrten,
da sie eben gar nicht nöihig gewesen waren und auch im schlimm⸗
sten Falle, falls es zum Kravall gekommen wäre, die schönsten
Prüünel besehen haben würden. Gleichzeitig kamen denn auch einige
deutsche Familien mit, die selbft Geld desessen hatten und in der
Lage gewesen waren, die empfangenen Vorschüffe zurückzuzahlen,
wodurch sie frei wurden und nun hingehen können, wohin sie
wollen. Wie diese Leute aber aussahen, kann fich nur der vor⸗
dellen, der sie selbst gesehen hat. Aufgeschwollene Gesichter, so
daß man die Augen kaum sehen konnte, dann kleine Kinder, die
»aarfuß umherliesen, mit zerfressenen Füßen, in die sich die Wür⸗
mer und Ungeziefer gesetzt halten, und mit Frostbeulen, die bis auf
den Knochen gingen — in der Nähe der Kolonie weht nämlich
Nachts ein eisiger Wind, so daß die gegen Kölle ungeschützten
Leute selbst hier zu Lande Frostbeulen belommen. Von den Kin⸗
dern und Säuglingen waren mehrere schon Todeskandidaten und
verden schweclich durchkommen. Wäre nun der Besitzer der Kolonie
nur einigermaßen rücksichtevoll gewesen, so hätte er die Leute so
lange auf dem Dampfer, der sie zurückbrachte, gelassen, bis er ein
passendes Gebäude sür ihre Beherbergung gefunden hätte. Staͤl
dessen läßt er die Leute sofort an's Land gehen, wo sie den ganzen
Tag herumliegen müssen, von Brasilianern angeglotzt, bis endlich
ipät Abends die ganze Gefellschaft in einem leerstehenden Gebaͤude
inquartirt wurde, von wo nun heute die Kranken in' Hospital
lommen. Obaleich Babia von Mildibätiakeitsaänstalten und Älaß,n

vimmelt, hat sich doch keines gefunden, welches berrit gewesen
wäre, diese armen Teufel aufzunehmen. Selbst verschiedene Dol⸗
noren weigerten sich, Hilfe zu leisten, da sie doch nichts bezahi
z»ekümen. Und doch sind diese Leute noch glücklicher doran,
als die in der Kolonie Zurückgebliedenen,. die keinWehr
haben und nun arbeiten sollen, um- ihre Schulden zu be
jahlen und ihren Lebensunterhalt für ihre Familien zu ge⸗
vinnen. Selbstverständlich können sie ihre Producte nie verkaͤu—
jen, da Commendatuba ein elendes Nest ist. und bleibt alfo nichtz
anderes übrig, ats dieselben dem Beñitzer der Kolonie statt baaren
Beldes zu geben, der sie natürli zu einem ganz niedrigen Preise
verrechnen wird, um sie nachher mit schönem Nußen loszuschlagen.
Aus ihren Verpflichtungen lommen die Leute daher wohl schwerlich,
desonders wo der Boden so schlecht ist, und ist der Untergang
derjelben mit ziemlcher Gewißheit vorauszusehen. wenn sich nichi
die deutsche Regierung ins Mittel legt, wozu sie allerdings nicht
verpflichtet ist, da die Kolonisten genügend gegen die Auswanderung
nach diesem Theile Brasiliens gewarnt worden sind und ihren
Weg über Antwerpen genommen haben. Das hiefige deuische
Konsulat wird vächstens einen Bericht an die doriige Aegierung
schiden, der jedenfalls veröffentlicht werden wird, da es nothwendig
ist, daß alle Zeitungen diesen Fall in's Publikum bringen, ung
als abschreckendes Beifprel zu dienen. Die nach hier zurückgelehr⸗
ten Deutschen werden wahrscheinlich noch dem Süden weiter befdi⸗
dert werden, wo das Klima gesunder ist, wie in Rio Grande do
Sul, welche Provim ein mehr mit dem deutschen übereinflimmendes
ælima hat. Hier in Bahia felbst ist keine Beschäftigung zu finden,
und um sich in der Nähe mit Ackerbau zu beichäftigen, das Klima
diel zu ungesund. In der Kolonie sind übrigens in den le zeen
pierzehn Tagen ca. 20 Personen gestorben.
Unzweifelh aft ist das berühmte Buch De. Ai.
ry's eilmethode das beste und gediegenste Werk,
welchhes Krauken zur Wiedererlangung ihrer Gesundhen empfohlen
verden kaun. Preis nur 18 kr.; vorräthig in jeder guten Buch⸗
andlung.
3. X. Demeß, verantworilicher Redacteur. .
Bekanntmachungen.

Bekanntmachun— g.
Am Bahnhofe in der Nähe des Güterschoppens kann bis auf Weiteres
Bauschutt, Kehricht und Afsche abgelagert werdenn.
St. Ingbert, den 29. August 18885. 2
Die Baßnhofverwaltung
EILFILS- *

Bürgervereins-Kränzchen.
Am Mittwoch Abent Zusammenkunft bei
Johannu Schmelzer.
Feuerwehr⸗Montag
bei Narl Ecwarz
koer

4

In der Nähe der Kesselfabrik wird eine
Wohnung, womöglich ein kleines Häuschen
mit Garten zu miethen gesucht. Das Nahere
in der Exrbed. d. Bl.

Frankfurtet
Pferde-Markt-Lotterie *
mit Genehmigung hoher Regieruug.

Ziehung am 22. Oktober d. J.
Bei dieser Lotterie kommen9 elegante Equipagen mit 4 und
2 Pferden bespannt, J feiner Schlitten mit 2 Pferden, 60 der
schönsten Reit- und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
deren sehr werthvollen Gewinne zur Vertheilung. Zu dieser allge⸗
mein so beliebten Lotterie versendet der Unterzeichnete Loose incl.
Porto und Svesen bei Uebersendung der resp. Gewinne: J

JLoos für 1 Thlr. ð8 SEgr. oder fi. 2. os rr.
6 Loose7 — 192. 1I88
gegen Einsendung des Betrages oder per Postvorschuß. Jeder
Theilhaber erhält nach der Ziehung eine Gewinnliste franco und

gratis übersandt durch das Handlungsbous von W

F in Frankfurt a. M.

Gestu in d Hheit siur AII? AIie
Rettungslos siechen Tauseonde Rranke früh-
reitig dahin, die, wenn ihnen sehnell die
richtige Hilfe ꝛu Theil gsworden, ihro Ge-
zundheit wiedererhalten hätten. Das be—
cũhmte, 160 Seiten starke Buch: „Dr.
Siry's Naturheilmethodo“ gibt allen
Krankon einfache bewährte Mittol an die
band, um sich selbst die Gesundheit, diexes
edelste irdische Gut, wiederzuverschaffen und
dauernd 2u erhalten. — Preis nur 5 8gr.
Sorräthig in ieder guten Bnchhandlung, —
Gegen Freo. Einsendung von 7 Freimarken
à ü Kr. wird das Buch sofort freo verundit
reh die Verlaus Anatatt in Luxem.

Frankfurter Börse

vom 830. August 1873.
Preußische Friedrichsddr. 938 39
Piftolen.. 538382406
hollandische 10 f.“Stücke. 52234
eanen ... 21238
20Francs⸗Stücke XR 122
Inglische Souvereigns 16- 48
Tollaus in Golde. —XR — — —

N.B. Da in der Regel die Betheiligung bei dieser Lotterie eine ungemein
starke ist, so wolle man Bestellungen baldigni machen, um allen
Wünschen genügen zu können.

Redaltion. Druck und Nerbleo hon“

——
»»w·in Sj. Inabert
        <pb n="545" />
        ——
2258
58333
—537
2NBI8
—
37
e 2
333
— — —
—
—— ————
—8
* —8 *
83 83
—A
—2—222 —A —
575 —A 52*
28 453;755333235358
523237275432325 27
2 —— 82532323328
—8 ———
888* 2235337335
248 * 5522352 —255853
——2552. —355 — —
3582* *58 2 522* —
— 25 — 5327
— — 8— — —A 8
5228
3 3 A 55 — 5 8238
52555358 z—6 p
. BEC 222 —
—B8
222222 — 2888
4 BL2E 5 X * )7s?l *
553335S—25 238 206 553 *55 588
* 853— —— 385 — —— 2 224
—E— 2 225343 2 — —5 — —— — 352 262*
222— 525 53522 ———— 525 *583 5.52 35 25
5 556 7 523538 252 37 2282 555333 5s2353 888
* — 22 sñ 5* 37 3 38585 25 t⸗
2 —D s —A 5352 3 25 52 —
5 285 — 5335.3 —3z 22323 *28 2 8 28
53 3.58 —A —— 225328 5z83
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        Hl. Ingberler Zenzeiger.
x GB... er eiger (und datß mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungbblatt, mit der Diendlags⸗ Donnerstage· und Sonntag⸗
mmmer erlcheint wbchentlich herm al: Dienstaag, Donnersztaag, Samstaa und Sonmtag. Avonnementspreis vierieljahrig 42 Kret. odez
. — 12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeilt Blattschrift oder deren Raum berechnett. ..
òTICC — — BF — 77 h
2.136. — Dienstag, den 2. Septemberg 4873

2. 107 —
Deutsches Reich. mneinschaftlich den Pact machen der von Neuem und? unauflöslich
Sertine Der Handelsminister Dr. Achenbach beabsichtigt die Geschide der Nation an das Haus Frankreich knupft und die
wa zum Ociober d. J. eine außerordentliche Versammlung von Freiheiten fichern wird, auf welche jedes christliche Voll ein Anrecht
nmissarien der großeren preußischen Eisenbahn · Verwaltungen nach jat. Wir glauben jchon die Morgenrothe einer der glanzendsten
Fruin ju berufen, um unter Leitung eines Commissarius der stegierungen unsercr Geschichte zu erblicken.“ Diese Saͤtze werden
sendahn⸗ Abtheilung des Handelsministeriums die Maßnahmen zu enügen; alles Andere,“ was sie umschließt und auswattirt sf
nalhen. welche zu ergreifen sind, um einen höheren Grad bon vombast.
aicherheit im Bahnbetriebe zu gewinnen. Diese Versammlung Paris, B0. Aug.“ „Semaine financiere“ sagt, àdaß die
irde insbesondere zu prüfen haben, ob die in bellagenswerther keggierung am 4. September im Stande sein wird, den Rest des
Dise vermehrten Unsälle eiwa durch mangelnde Aufsicht, ungenü- riegsentschädigung, 250 Millionen nebst Zinsen, an Dentschland ab⸗
enügende Vorbildung des Dienstpersonals, übermäßige Anstren⸗ uführen. — *
ung desselbes oder sonstige mangelhafte Einrichtungen veranlaßt Paris, 31. Aug. Mac Mahon beantragte bei der Gna⸗
ub und nach dem Ergebniß dieser Prüfung. Vorschläge zux. Ab⸗ denkommission zahlreiche Begnadigungen von verurtheilten Kommu⸗
elung der gefundenen bnet ec. zu machen haben. nisten bei Gelegenheit der gänzlichen Raumung des Gebletes.

Zerunn, 29. Auhust. Koaiser Wilhelm ist heute Abend 884.0. — Gulenit Vernehmen nach soll jetzt definitiv bestiaimt sein,
ihr hier angelommen. Der Kaiser sah Jehr rüstig und per⸗ daß der Prozeß Bagzaun enicht zu Compiegne, sondern ·auf
ngt aus VVV— Schloß Trianon bei Verfailles verhandelt werden wird. Der
RBerüsrn. 29. August. Der Handelsminister und der Brozeß soll in Kurzem beginnen, um, wenn möoglich, noch vor
Minister des Inneren verfügten gemeinsam daß alle Auswander⸗ dem Wieder⸗Zusammentritt der Nationalversammlung beendet
ngsagenten und Werbeemifsäre, welche den Besitz der deutschen u werden.
daͤchsangehörigkeit, nicht nachweisen, aus dem Lande zu verwei⸗ — „Journal officiel“ publicirt die amiliche Verfügung, durqh
en find. (Dadurch wird das Auswanderungsfieber doch nicht velche die Flaggenzuschlagsteuer und der Entrepot für den Import
heiln) (Bf. K.) ü⏑— on Getreide und Mehl aufgehoben wird. Die unterm 14. Sep⸗
7 Aie Austheilung der Besitzzeugnisse für das Eiserne Kreuz ember v. J. verfügten Maßregeln zur Verhütung der Einschlep⸗
ug lefren Feldzuges wird laut den „D. Nachr.“ direct und aus- hung der Rinderpest sird durch einen Erlaß des Handelsministers
Fliehͤch durch die Generah, Ordens-Commission. jedenfalls aber zleichfalls wieder aufgehoben; indessen soll die Bestimmung, durch
i im Laufe des künftigen Jahres erfolgen. — In militärischen velche der Transit und der Imporl von sogenanntem Steppenvieh,
zreiser erhält fich übrigens das Gerücht, daß es in der Absicht von frischen Häuten und sonstigen Ueberresten in Frankreich, sei
er Reichs⸗Reglerung liege, dem Bundestath und Reichstag in nächster es zu Wasser oder zu Lande, verboten wird, aufrecht erhalten bleiben.
Sessien einen Geseßentwurf“ wegen Gewährung eines Ehrensoldes Echweiz..
mn die Besitzer des Eisernen Kreuzes aus dem letzten Feldzuge Genf, 27. Aug. Der „Tagespost“ wird berichtet, daß
tzulegen. nan nun auch die letzten Kisten aus der Hinterlassenschaft des

Die Ausrüstung der preußischen Cavallerie wird in Zukunft derzogs von Braunschweig habe oͤffnen konnen. Sie enthalten
och mehrfache Ergänzungen erfahren. So soll dieselbe nicht nur sebst Bijouterien für 18 Mill. Franken Altien der Pacific-Eisen⸗
nt Dynamilpatronen, sondern auch mit Schraubenbrechern und ahn in Amerika, als sehr gute rentable Papiere längst bekannt.
chraubenschluͤsseln zut ÄÜbnahme und Zerstörung von Eisenbahn- Es sind also bereits in Genf liquid 45 bis 48 Millionen. Man
hienen dersehen werden und ferner Hebelbohrer und eiserne Klam- herechnet heute dessen ganzes Vermögen auf nahezu 200 Millienen.
jern zum Erklettern der Telegraphenstangen bebufs Abnahme der Fürst Bismard soll auf Anfrage uen Genf telegraphirt haben,
eitungen erhaĩten. zaß er 62 Mill. personelles Vermögen des Herzogs in Deutschland
— Nuf dem Tegeler Schießplatz hat am 27. d. ein Versuchs⸗ enne und anerkennen wolle, jedoch die Staatsgüter und Domänen
iekßen mit dem derbesserten Mausergewehr (Modell 71) stattge- iicht einrechne. Prosessor Gorini von Pavia ist angelangt. um
inden, welches ganz vortreffliche Resultate lieferte. Auf eine Di- die Petrifikation des Herzogs zu leiten. Derselbe hat auch die der
ance don ungeführ 1800 Meiter ergaben sich von 480 Fuß 399 Leiche des italienischen Dichters Manzoni besorgt. Von Paris
reffer gegen fünf hinktereinander aufgestellte Scheiben, auf eine vird ein „Leichenwagen“ verschrieben. Die Testamentsbvollstrecker
Rstance von 14000 Meler lamen auf 180 Schuß 460 Treffer. aben das zur Erbmasse gehörige Hotel Beaujon in Paris (die

Wie die Ke J. hört, befinden sich bis jetzt etwa 6000 Elsaß⸗ 5traße Beaujon geht auf den Platz des Arc de l'Etoile) unter

sothringer im deutschen Heere; wohl⸗ an 80 derselben waren auf Siegel gelegt. WW
sten eigenen Wunsch der Okkupations⸗Armee zugetheilt; :unter Genf, 29. August. Das Leichenbegängniß des Hetzogs
m die Linie Straßourg Kehl passirenden Truppen befanden sich »n Braunschweig fand heute mit großer Feierlichkeit unter dem
lein gegen 30 meistens Zieen ve Husaren und Uhlanen. Undrtange einer großen Menschenmasse statt.

nü nnn Frankreich.. Italien.
MRAAA. 27. August. Nach einer Enthüllung derRoͤpu⸗ Rom, 80. August. Ein Rundschreiben des Ministers des
nique Française“ geht die monarchische Presse mit dem Gedanken Innern an die Präfecten ertheilt denselben Insiructionen für den
m, nach geschehener gänzlicher Räumung des französischen Gebiets fall von Arbeitseinstellungen. Das Rundschreiben sagt: „Die
ne Adresse an Heinrich V. loszulassen. Die in Lyon erscheinende Informationen des Minifteres bestätigen, daß die Internationalisten
Decentraiisation⸗ hat das beyzügliche Einladungs Hreiben an die bderall Arbeitseinstellungen herbeizuführen suchen und daß der
utungen gleicher Farbe gerichtet und demselben den Entwurf der denfer Congreß dom nächsten September ab einen allgemeinen
dresse datirto Frankreich, 8. Seplember 1873, hinzugefügt. S—trike aller industriellen Etablissements hervorzurufen bestrebt ist.*
jn dieser Adresse heißt es ti. A.? „Die patristischen Herzen das Rundschreiben fordert zu energischen Maßregeln auf, damit
nenden tsich mi unbeschreiblicher Rührung an die Erben der Für⸗ die Geseke beobachtet werden. 7.
sen, welche unsere nationale Einheit gründeten. Das wahre Frank Afien. ....
eich erwarlet äifrigst den nahen Tag, wo es ohne Etschütterung Unter den Chinesen in Shang hau sind wieder Gerüchte
zu gesetzlich in die Bedingungen seineß natürlichen Lebens zuruck- iber Vorbereitungen zu einem allgemeinen Massacre der Europäer
reten und Ihnen seine Geschicke anvertrauen kann. Die Ver- im Junern Chinas in Umlaus. Als Grund wird angegeben,
mmung; wird ·—Ewir zweifeln nicht daran — ihre nächste daß der französische Gesandte nicht auf gewisse Modifikationen, dis
Session damit erdffnen, das sie die Monarchie prollamirt und den bestehenden Verkrages mit China eingehen will, und daß die chi⸗
köns zuruenet — Der HVöomd und die Verfammlung werden ge⸗ nesische Regierung dies als eine Herausforderung zum Kriede an⸗
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        ieht; da sie aber die UÜberlegenheit der Europ .ARKriege lennen sech In einem Fall hatie ein Knabe, in der Caemiiergas⸗
e — 5* Ia —7 — nde ben verdaußh. Epesen d
uchte werden taͤglich arnser und einegrk ze Sul dincfischer Trupeh sn A en dali⸗ bamen ale in der neflegnn
ind an deu Quten Lonfgnich wordes WWuiijsionarg sieh Sveyerbe d nehen den —V— B—
nonirt sind. “ Mannheim. Dr hiesige Gesundheitsrath han —XD
auf saueres oder verdorbenes Bier sein spezielles Augenmeri uͤ
ichten und alles verdächtige Gebräu einer sorgfältigen Prüfun
anterstellen zu lassen. V
Frankfur!! 29. aus. Heue? din 124. Vadreltesl
det Geburt· Goethe's/ weht an sañein Vaterhause eine mchtig
»eutsche Fahne, und die Gedenktafel am Hanje ist mit elnen
Fichenkranze geziert. Die Goethebuͤsten in den Räumen des Hauje⸗
elgen fich lordeergeschmückt. Äuch das Haupt —B
vn Marchefr in der Stadibibliothel tragt· einen vruchtigen Gichen.
ranz. Ebenso ist das Standbild auf dem Goetheplatze enifspreqhend
jeziert und auf dem Graboebers, Fraue Ralh im Peterelirqhho⸗
iegen Blumenkraäm.“ Im Stadttheatet wird deute des Dichln
nauorspiel, Clabigo, in neuer Einfindirung sein Andenken feiert
Munchen, 29. Aug. Vom Mittwoch Abeud dis —RRXX
Abend sind an det Edolerg 24 Erkrankungz⸗ und 15 Tod etsal
wrgelommen, was eine Gesammtsunmt von 626 Erkrautungen m
1246 Todesfullen irgibt. 7

minted

fF Kaiserslautern, 81. Ang. Der kgl. Regierungsaccesist L.
Wagnee in Sp yet hate in' Folge hohen Auftrages StiErdes
igl. Regierungẽprästdenten Staatzrath v. Braun“ die Berichte der
faͤlzischen Gewerbevereine bearbertet unde urnter dem Titel⸗Hie
—9 — xschcinungen der pfärzischen Gewerbsthätigkeit im Jahre
— 32— herausgegeben. Es sind hier die von Vem Gewerde⸗
ein auf 2·don lulr degieeung · vorgelegte Fragen · eingeiaue enen
Antworten klar und überfichtlich geordnet und gidl das Schriftchen
ein schwaches Bildebon vdem jehigen Stande der yfälzischen Ge⸗
verbsthatigleite mit seinen starlen umd schwachen Seinun. Das
Vüchelchen, ouf welches wir noch zarückkanmen, ifn fur alle Ge⸗
verbtreibende unsrrer Proving von größter Wichtigkeiz und bleibt
nicht nur zu widnschen, daß fie dasselbe genaue deachten, fondern
zaß auch vos Zeit zu Zeul aine gleiche Zusammenfiellu-xg ver⸗
zffentlicht werden moͤge. J (Pf· P.)
rrKaiserslautorn, 4. Sept. VDer Antenichtatuts für
dehrer an ZJortbildungaschalen in heute Morgen am der Nreihge·
werbeschole eroffuel worden. He. Baumdlatt ertheitn den Untereicht
in der Buchaliung in woͤchentlich 8 Stunden, und Herr Vottz dea

Zeiche untetricht in 20 Stunden . 1*
7Spoyerre Die ⸗Pfalz. 8ta.“ erwãhnt e mich, bdaßg
in den letzten Aagen hier enige —cholerautnliche Arankhens falle
norgekommen surd, welche bis asf imen, sehr vasch otlich verlie⸗

—
Barn sesnach richt em v e
tern 22. Augassid allerhdchst gestatiet tzorden daß der éwoem
Bfarter Berg in Glversberg (preuß. Bergmannskolsniey vem drot. Pfann
n St. Ingbert in Fallen der Verhinderung oder Ertrankung —XXX
dfaredienfle leisteund benselben vertrele.
— — —
en, verantuottlicher Rebactexunxr.
— — —
BB .C SSS -
e icitation·.
nSumstag deir 26.. Eeptember 1873
lachmittags 2 Uhr. dahier zu St. Ingbert
n der Behausunn des Nicolaus Stolz,
verden die nachbel ichneten zuͤm Nachlaff⸗
der daselbst verlebten Ehelruse Joseph
Stolz, gewe ener Bergmanit und Anna
Feichtner, gehdrigen Litgenschaften, St.
Ingberter Bannes, —S—— halber,
Afentlich vr Eigenthum versteigert, quf An⸗-
ehen der Kinder und Erben der pobigen
Erblosfer nsF. Nicdlaus Stolß, Berg⸗
naum; 2. Peter Stulz, Bergmanh;-38.
Anna Sidig!aA Barbais Stolz 5. Na⸗
hatina Stoliz“ G. Nagdalena Stolz und
.Maria Siolz die fünf leßtgenannten
och wminder Ahrig und gewerb'os, vertreten!
urch isren Vormund Peter Quhn, Aufseher
Ar St. Ingberter Eisenwerk wohnhafte und
ihren Nebeuvormund Joseph Stolz, Schmelz ⸗
rbeiter, alle Anderen in St. Ingbett
rotnhaft, as
3 Dec. Flaächeworauf 1 Wohnhaus
nin Stall und Hofraum nebst sonsligen
Zubehörden, Haus Ne. 620, sedann 11
Der. Pflanzgarten hinter obigem Hause,
Alkles deisammen gelegen zu St. Ingbert
juf Höfchen, an der Kaiserfraße, neben
Beorg Steinfelb und Johann Stihweitzer
53 Dec. Acker ober der Bauerswies,
zeben Jacoß Jung.
34 Dec. Acker diner Hobelt, reben Joh.
Jos. Buhmann und Peter Joum. *
39 Dec. Ader ausß Hobelkahnung, Nebst
eg —F ollda, di“ A8
hebrüder Schwarz und Rudolph Mune! —— . 36—.
inge. Knochenmehle, roh und —S —J e — 5
i861 Der Ader duf Hobelsahnung neben Ierphreheee in allen Sorlen. 4 — — — :
Anhitd Gailet kall- und Magnefia Präparate,
7Dee NAiler im Rodt, neben Johant UAmmonigak Enperphodphate, as veste kriatz des rothen Peru⸗Guano⸗
pr Buühmammnmcß. Z2pezial· Dünger, fur Kuͤben. Tabat Reben. Hopfen, Wiesen ꝛc. —
Dec. Acen im Rodt,“ neben Jalob Saͤmmtliche Düngetr werden in Atbewaͤhrter, vorzüglichsster Qualitcaunl
Zchwarz, Metzger und Wolfgang Kahn. uuter voller Gaͤrantie des Gehaltes geleserrr. J
9 Dec. Wiese in den Großwiesen, neben Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung feines Inhalles und der Fime
Detwe Buhmuänn. hbieorg Kari mer versehen.
6 Dec. Wiese alldu; neden Conrab —A— r Preislisten stehen zu Diensten. *
X. Wegen allem Paberen beliebe man sich an die Fabril in Mann hz ei m oder au
Wiefe daselbst. neben Peter deren bekaunte Verkaufslage⸗ zu wenden. an e
——— — —

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kine wahre Historie aus dem deuisch· franzd
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and ihr Wertheals Nahrnugomittei
. Polaioweig. Miit Iiniraie
er Wiener Weltausftellung Origiee
»erichte des Neuen Blattes. —, Die nene Mag
IJ d3 Wilkie 833 3 * We
ächtnisß eines gelehrten arren.
Lon Hermann Uhde. — Der Bergrath
Criminalgeschichte von Ernefiine von &amp; Da⸗
nenfeuilleton“ „Einige Worie uber d
Frauen.“ Von Dr. Eduard Reich — Hande
aud Verkehr. — Allerlei Zume
dildern.“ — Gedanken über den Tharetter⸗
T xIn einer Gesellschaft. — .-uin diu
8 Ein Malerabentener wmit
ãnbern. Originalzeichnung von P. üegnn
— Der 838 von Doncaster.6u
gestorig Mittagsmahl··
„Das Neue Blaͤtt ist zu beziehen durch alle
VBuchhandlungen und PosieAnstalien fur den
mäßigen Preis von 15 Sgr vierteljuhrlig

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*licher Vünger
Landwirthschaftlich chemischen

Fabrik voon
GEORG OCARIL. MMER

Zilberne Medaille
Itraßburg 1866.
Medaille.
Geuf 1866
gwei Medailler.
Varis 1867.
Zilberne Medaille.
Zaarlouis 1867.
Iwel Medaillen.
arlsruhe 1869

RNedaltion, Dtuck und Verlag bon *
7 Tomta in Sl. Inaber.
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

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de Si. In a berter Anzeiger sund das mit vein Haudtdlatte verbundene Uaterhaltungsblatt, mit der Diendrags⸗, Dounertiagt⸗ und Sonntag.
—RX erlscheint wo chentlich vrer m al: Dienbtangg, Donnerstag, Samoetag und Sonntag. Abannementspreis vierteljährig 42 Krzr. oder

12 Silberar. Amzeigen werden mit 4 Krit. die reispaltige Zeile Blattichrift oder deren Raum berechnet.
D”onnerstag, den A. September 1873

Deutsches Reicch.

Aus der Pfalj, 27. Aug- Dem „Pf. Kur.“ schrelbt man
ziß Dirmstein: Auf Veranlaussung des großen Generalstabes in
gelin fiadet im Laufe dieses Sommers eine eingehende Repision
H gesammten Betrlebsmaterials und der Vorkehrungen für den
fränzport von Truppen auf den deutschen Eisenbahnen durch
here Militärs statt, deren Resul?at von Einfluß auf die Maß—⸗
nen bet einer künftig etwa eintretenden Mobilmachung jein wird.

Aus Bayern, 31. Aug: Wie die „Allgemeine Zeitung“
xtnimmt, wird Frhr. v. Stauffenberg, der vieljährige Prafident
Lammer der Reichsräthe, auch für den bedorstehenden Landtag
hieder zum 1. Präsidenten dieser Kammer etnannk werden.

Munmch en. Nach 8 16 der deutschen Gewerbeordnung
ffur Arlage von Schlächterelen die Genehmigung det Verwal⸗
msbehbrde erforberlich. Der Bundesrath hat sich unterm 8.
sul d. I- dahin ichlüssig gemacht, daß unter Schlachtereien alle
-hlachtstätten ohne Unerschied, “ alfo nicht blos die von einer
vheren · Anzahl · von Metzger gemeinschafric denuzter Schlacht⸗
iferz fondere auch“ eee vow einem ritzelinen Meßger in seiner
xhausung zum Schlachten benutzte Räumlichkeit zu verstehen ist,
4'dom sanitätspolizeilichen Standpunkt aus gerade die kleinen
daus·) Schlachtereien gefährlicher sind, als die großen:

Müunchen. Die neue Verordnung über die Gebühren der
Awolaten und Rechtspraktikanten in bürgerlichen Rechtsstreitigleiten
hlche mit 1. Ottober d. J. für das ganze Königreich in Kraft
nic enthält verschiedene Erhoöhungen der bikherigen Gebührensätze;
mwpird das Tagegeld bei Reisen für den ganzen Tag von 7 auf
4d, für den halben von 3/3 auf 4 fl. erhöht.

Berlin, 2. Sept. Die heutige Festfeier wurde bei wahrem
aAiserweiter Morgens um 8 Uhr durch das Blasen des Chorals
Ahlein Gott in det Höh' sei Ehr'!“ von dem Kuppel des königl.
zhlosses eröffnet. Die Stadt ist mit Bannern und Fahnen feft⸗
ch geschmückt. — Die Straßen und Plätze vom Schlosse bis zum
sünigsplatze sind von dichtgedrängten Menschenmassen besetzt. Die
lnppen des Gardekorps und Deputationen einzelner Armeekorps
uüchhen von 8)2“Uhr an mit klingendem Epiele nach dem Konigs Bermischtées.
iahe. Eben um 103 Uhr vegibt sich der Kaiser, uwgeben von 4 In Kaiserslautern wurden dieser Tage mehrere Personen
an Kronprinzen, fämmtlichen Prinzen des königlichen Hauses und wegen Verkaufs bon zu leichter Butter auf dem Viltualienmarkte
anden Fürstiichkeifen, gefolgt von den Generalfeldmarschällen, zu einer Geldbuße von 5 Thalern verurtheilt.
mmnilichen kommandirenden Generalen und der übrigen, nicht in Aus Borrstadt 1. Sept. berichtet der „Pf. K.“: Heute
tont stehenden Generglität, unter den Jubdelrufen der Bevölkerung kam hier das Kuriosum vor, daß eine arme Frau mit 7 fl.
a Pferde nach dem Königeplatze. Die Kafferin, die Koͤnigin (osterr. Guidenstücke und Franken) in der Hand nicht einmal einen
Dinwe, die Kronprinzessin und die übrigen Priuzessinen des könig- Laib Brod erhalten konnte, da die Ehehälfte eines hiesigen Kauf⸗
hen Hauses mit ihren Hofstaaten folgen die Linden entlang in mannes und Brodhändlers die Annahme des Geldes unter jeder
prlicher Anffahrt. Schiag 10 Uhr“ rückte“ das Gaidekorps auf Bedingung verweigerte. Die arme Frau war gendthigt, den Bur⸗
x oͤstliche und westliche Seite des Koͤnigsplatzes und sillte sich germeister anzurufen, damit dieser derselben für ihr Geld Brod rc.
art in je drei Treffen auf. Die Artillerie war batterieweise durch terschaffe. — 27*
x Friedenzallee dis zum —— Xdor aufpostiri. DieIn Germersheim ist das 10. Jägerbataillon dus Aschaffen⸗
smeedeputanionenan deren Spitze dei der Feier selbst sich die burg eiugetroffen, um gröͤßeren Uebungen in der Nähe der ge—
mmandirenden Gen«rale stellten, waren rechts und links zwischen nanuten Festung beizuwohnen.
en Kaiser⸗Pavillon aud dem Siegesdenlmal aufgestellt. In derf Frankenthal, 2. Sept. Gestern Rachmittag zwischen 8
site befand sich das Podium für den Domchor und die Geist ⸗ und 4 Uhr suchte ein Mädchen aus Ludwigshafen seinen Tod,
hleit. Der Kaiser, mit militarischen; Ehren und Hurtarufen indem dasselbe bei der Ueberfahrt nach Mannheim vom Geländer
vfangen, nahm im Pavillon Platz. Die Tambours schlugen, des Dampfbootes zum Schrecken aller Mitsahrenden fich in den
e Trompeter bliesen zum Gebet; der Domchor sang zwi Verse Rhein stürzte. Beim Hineinfallen wurde der Körper noch vom
ues Kirchenliedes. Feldprobst Thielen hielt die Wesherede und Rade ergriffen und zerschlagen, was einen Augenblick hemmend
—D mit einem Gebet, worauf die Tambours abschlugeg und die auf die Fahrt gewirkt hatte. Wie uns mitgetheilt wird, soll ein
dompeter abbließen. Der Ministerprasident Graf v. Roon erbat unliebsames Verhältniß zwischen Stiefmutter und Tochter daß Motiv
d der Kaifer ertheilte den Befehl zur Enthüllung. Die Hülle zu dieset traurigen That gewesen sein. (Ft. W.
nd aue Musikchöre intonirten die preußishhe Voltshymne.“ Die Bahnlinie WörthLauterburg, Fortsetzung der schon
de Artillerie löste 101 Schüsse und alle Glocken läuteten; der begonnenen Linie Geemersheim⸗Wörth, soll — wie verlautet —
ndor soloß die Feier mit zuei Versen des Liedes „Nun danket' ebenfalls bald zur Ausführung kommen, und find die Ingenieure
Gott.“ —Der Kaiser durchschritt mit dem Kronprinzen, bereits mit dem definitiven Abstecken der erstgenannten Strecke von
— Fürsten, Genetal-Feldmarschällen, lommandirenden Woͤrth aufwärts beschäftigt. Es ist sehr zu wunschen, daß durch
entralen und glänzender Suite die aufgestellten Treffen, nahm baldigen Beginn der Arbeiten den umliegenden Ortschaften, von denen
u in der. Siegesallee die Parade sammtlicher Truppen ab. einige durch Hagelschlag hart mitgeuomeen wurden, einigermaßen
ir Kronprinz, Prinz Friedrich Karl, Wrangel, Moltle und Roon unter die Arme gegriffen würde

führten ihre Feldmarschallstäbe. Die Prinzen Wilhelm und Heir⸗
eich tralen nach dem Schlusse der Feier in ihre Stelle im ersten
Barderegiment ein. Fürst Bismark war in dem Gefolge bes
taisers. Der Kaiser wurde üdberall mit stürmischen Zurufen be⸗
zrüßht. .. 4 P P.
Der Bolschafter des Deuischen Reiches in Paris, Graf Harry
v. Arnim, ist mit seiner Familie übher München hier eingetroffen,
vird einige Tage in Berlin verweilen und sich dann auf seine
Büter nach Boytzenburg begeben. Heute wurde derselbe in einer
Audienz vom Kaiser empfangen.
Frankreich. IJ
Parus, 2. Sept. Der „Rappel? meldet, die republilanischen
Deputirien der östlichen Deportements beabsichtigten, nach Nancy
zu gehen, um Thiers zu empfangen und ihm ein großes Bankett
zu veranstalten. Alle Städte von Elsaß⸗Lothringen würden bei
dieser Gelegenheit eine Gesandtschaft nach Nancy schicen.
Italien.— ———
A NRm,. T Sept. Es verlautet aus guter Quelle, daß die
Abreise des Ndnigs nach Wien auf die zweite Woche dieses Monais
estgesetzt ist.
Spanien.

Madrid, 1. September. Nach Briefen aus Cartagena
angen die Aufständischen bereits an, Mangel an Lebensmitteln zu
eiden. Man spricht von innerem Zwiespalt. Einige Führer
dehen im Verdacht, den Platz den Carlisten überliefern zu wollen.
Im Hafen liegen 11 fremde Kriegsschiffe. — Das alfonistische
Blatt Tiempo“ behaupiet, die mit der politischen Organisation
der Partei beauftragte Junta det Carlisten habe mit 6 Stimmen
Mehrheit die Wiedereinführung der Inquisitioa beschlossen.

Amerika.

Newyhorrk, 28. August. Gerüchten zufolge ist von einer
zroßen Indiauertruppe ein Augriff auf das Territorium um Fort
Still gewagt. Weiber, Kinder und die Hälfte des vierten Ca⸗
ballerie-Regiments sollen niedergemetzelt worden sein.
        <pb n="552" />
        4 Mannbeim, 2. Sept. Die letzten deutschen Occupations⸗
lruppen, zwischen 4 und 5000 Mann, werden in den nüchsten
Tagen, von Verdun kommend, »unsern Bahnhof passiren.

F. MEßz, 30. August. Wer gestern Abend kurz nach dem
Zapfenstteich die Rus de Clores passirte, hatte wiederum Gelegen ⸗
heit, einen Ael der Robheit wahrnehmen zu können “ Drei baher⸗
ische Soldaten passirten harmlos die genannte Straße, als plötz⸗
lich aus der zweiten Etage des Hauses No. 12 ein Stein gewor⸗
fen wurde, welcher den rechten Arm einrs Soldaten streifte. Als
der letztere nach dem Thäter emporsah, flog ein zweiter Stein
herab, welcher denselben Soldaten dicht unter dem linlen Auge
berletzte. Polizei war sofort zur Stelle. Es wird hoffentlich ge⸗
liggen, den Thäter zu ermitteln. 4 42 8

Karuisruhe, 80. Aug. Bei der heutigen Serien⸗
Ziehung der badischen 35.fl. Loose wurden folgende Nummern ge⸗
spgen: 189. 140. 267. 367. 432. 455. 552. 617. 652. 884.
928. 1024. 1058. 16868. 1702. 1796. 1888. 1895. 1935
2025. 2060. 2186. 2214. 2359. 2383. 2414. 2502. 2598
2784. 2858. 2874. 2990. 3157. 3191, 3300. 3332. 3445.
3465, 8490. 3723. 83725. 83807. 8816. 3917. 3958. 3988.
1044. 4107. 4171, 4292. 4296. 4300. 4659. 4697. 4754.
1780. 4792. 4949. 5033, 5065. 5241. 5258. 5289. 3311.
484. 5494. 3702., 5789. 5802. 5804. 3830. 5880. 8900
6129. 6263. 6459. 6768. 7188. 7455. 7942.

PLuübed. Dieser Tage staub hier der Schneidergeselle
Jaͤger, einer der Führer der hiesigen Socialdemokraten und als
Bollsredner vielfach thätig. Die Veranlafsung seines Todes war
eine eigenthümliche. In dem von ihm bewohnten Hause stand eine

Leiche. Wie er in das Zimmer gekommen ist, in welchem sie fich
befand, ist ungewiß; genug, er erblickte in demselben eine Flasche,
setzte sie an den Mund in der Meinung, daß fie Branntwein ent
Jalte, fürzte aber, nachdem er einen kräftigen Zug gethan batte

chreiend zusammen. Sie enthielt Carbolsäure, welches zur Des.
nfection derwendet werden sollte. Trot aller ärztlichen Bemühungen
war er in wenigen Stunden todt. *
7 Oaa g. In der hiesigen Staatsdrucderei befindet sich ein

ürstlicher Schriftseher aus Japan, Fürst Macao, ein Daimio ersien
Ranges, der von seinem Herrscher abgefandt wurde, die Buchdiu—
kerlunst in jeder Richtung gründlich zu studiren. Er unterʒieht
sich seiner Aufgabe mit solchem Eiser, daß er täglich mehrete
Stunden vor dem Seßtzkasten zubringgg.

ft. London. Bei dem fortwaährenden Steigen der Fleisch.
preise ist es erfreulich, daß die Einfuhr und der Verbrauch ausira.
lischen Fleisches immer mehr zunehmen. Das Volk hatte und haf
um großen Theile noch Vorurtheile gegen das australische Fleijch
jauptsächlich wohl darum, weil es so billig war, und blieb mi
cht euglischer Hartnäckigkeit bei dem hergebrachten „beefe und
„mutton“. Doch scheint man allmahlig den Vortheil einzusehen,
senn während die Fleischeinfuht aus Australien im Jahre 1868
nur einen Werth von 300 Lsir. hatte, beläuft sich ihr Weeth jeßt
uf 890,000 ęste.

fFNewyor!. Der ‚Commercial Adrer ise.“ erzählt, wie
in Astronom des Washingtoner Observatoriums jüngst gendrt
vurde. Ein verschmitzler Junge klebte an die Linse eines Teles-
ops einen Johanniskaͤfer. Als der Astronom in der Nacht seine
Beobachtungen machen wollle, bemerlte er einen leuchtenden Körbn
am Himmel, dessen Licht bald ab, bald zunahm. Sofort seßn
er sich an seinen Tisch, rechnet und rechnet und hal zuletzt einen
Stern entdedt, was er in alle Welt hinaustelegraphirt. Alleia
schon am nächsten Tag entschwand die neu entdeckte Welt, als detß
Telestoh geputzt worden war, und der Astronom ist daher nicht
jut auf den Jungen zu sprechen, zumal er 2600 Tobars sur
elegraphische Depeschen verausgabt hateeee. —

— Icar —
Bekauntmachungen.

3

— *21
Mobilien-Versteigerung
Samstag den, 6. Septenbet 1873,
Nachmittags 2 Uhr, dahier im Hause der
herlebten Ebeleute Woll, läß C. M.
Laur, Rentner dahier, als Vormund der
noch minderjährigen Johann Woll' schen
Kinder die zum Nachlasse der Eheleute
Woll gehörigen Mobilien aus Zahltermin
bis Michaelstag nächsten Jahres 1874
vffentlich versteigern, undd zwur:
1 Canapee,1 Nleiderschrank, 1
Chiffonier, J runder Tisch von
kichenholz, 1 Pfeilerschränkchen, 1
Nachttisch, 3 Bettladen mit' Bet—
tung, sodann Getüch von allen
Arten, Frauen- und Mannskleider,
Küchengeräthschaften: und sonstige
Gegenstände...
Gorn, kgl. Notar.
Einige Wage
guter Dung
sind zu verkaufen. Beiwem? sagt die
Expedition dieses Blatt⸗a

* Franksurtfe
Pferde-⸗Markt-⸗Lotterie
*mit Genehmigung hoher Regierung.
. Ziehung am 22. Oktober d. J.
Bei dieser Lotterie kommen 9 elegante Equipagen mit 4 und
2 Pferden bespannt, J feiner Schlitten mit 2 Pferden, 60 der
schönsten Reit- und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
deren sehr werthvollen Gewinne zur Vertheilung. Zu dieser allge⸗
mein so beliebten Lotterie versendet der Unterzeichnete Loose incl.
Porto und Spesen bei Uebersendung der resp. Gewimne: —H
1Loos für 1 Thlr. 8 Sgr. oder fi. 2. os kIr.
6 Loose T —12 158,..
gegen Einsendung des Betrages oder per Postvorschuß. Jeder
Theilhaber erhält nach der Ziehung eine Gewinnliste franco und
gratis übersandt durch das Handlungshaus vn
Ay. exer in Frankfurt a. M.

8

VN. B. Da in der Regel die Betheiligung bei dieser Lotterie eine ungemein
starke ist, so wolle man Beslellungen. baldigst machen, um allen
Wan'chen genügen zu ldnnen.

Frucht⸗, Brod⸗,Fleisch⸗ x. Preise
der Stadt Homburg dom 3. Sevbt.
Weizen 8 fl. 68 kr. Korn 6fl. 27 kr.
Spelztern — fl. — ir. Spelz 5 fl.
40 tr. Gerste, 2reihige 6 fl. 5 tr.
breih'ge — fl. — kr. Hafer 4 fl. 13 kr
— — Riischfrucht 6 fl. 47 tt. Erbsen — fl.
krons tter Rörfe, Sanr. Wicden — fl. — kr. Kartoffeln
vom 2. September 18735. — fl. — ir. Bohnen — fl. — 'tr.
reußische Friedrickzvot 988 50 dleesamen — fil. — ir. — Weißbrod
nab s 4042 3 Pfund — kr. Kornbrod 6 Pfd. 31 kr.
dollandische 10 A:eStüde, 23254 1 pfd. 21 tc. 2 Pfd. 11 kr. Gemischt ˖
deια 3372335 rods Pfd. — ir, Das Paar Wea160
i Spreidr 3 4248 Gr. 2r. Odsenfleisd per Pid. — ir.
ν 2 24εαι Qub—eisjch 1. Qual. 20 tr. 2. Cual.

18 kr. Kalbfleisch 16 kr. Hammelflesch
20 kr. Schweinefleisch 22 kr. Bulin,
per Pfund 86 itr.

Kaiferslautern, 2. Septbr. (Fruch
Mittelpreis) Weizen 8fl. 34 kir. Korn
befl. 27 ke. Speiztern — fl. — br.
Spelz 5 fl. 57 ir. Gerste 6fl. 20k.
Hafer 4 fl. 25 kr. Erbfen — fl — k.
Wichen 4fl. 87 ke. Linfen 8 fl. 84 8.
Zleesamen — fl. — txr. — Keoecrbrod
s Pfd. — ke. Gemischtbrod 8 Pfd. — hr.
Beißbrod 2 Pfd. — tr. Butter per Pfo.
36—38 kr. Eier 1 Slück 2kr. Ker⸗
offeln per Ite 2.fl. 24 ir. Heu 1fh
* irx. Nleehen Tfl. 86 kr. Sirode1 l
O te.
Ped atuen. Druck und Verl⸗a von

— —

—

*
—
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        —A
——2 ec —
* —— 22212321 e
25. 2333 — 212222—
725 53238 3535332337* 5532383538 333332 88
752 38 228 —* —— 85 — * 4 —8 —
— * 8 — — 3 2 25 1 24 8
533 — 2 — 22 — 8 * 383252 3585 —k
2385 2585 282 552 z8 —— 222225
——— 2752 — — — 3.,1 —723 — 582
5 ———— *»—583233 25 23 2z75 — 25*8 5329 — 25 22
5 5 — —32 O —A— 65 5—z228 32 — —3832 E
53 551 „288 2* 55*8 5355363—8 —A— ——— 232372.5 S
58* 223831 37380 53 333 1 385
i 7 532* * 2 8 27 533
32 —3732 5233578 —A — *
3 1365 33353533
—A 233338 33823352 38333328 2752383 28
— s*35 58537 5533382 53 355382883575
1585 —53232— —— — *38 33533360 8 2 222333 2
5 256 2822 S 2 z8E * 7523 522585 5 A 3 m̃ 8 2
— — —— 282&amp; 5552— —A 523 27 2238 2 — 8
2 5855 — A AM 245 53 53333733332 — Ar 3833225385 8 5
23 3533 323586537
2 — 5732 538 4 2.. —A — . — 331 ä ——— — —3
—— — — — —3 — — * J 2 t 2833
3 J u
2 * IA 7 — —2355 8 — 3525 3
—80232 —A—— 53322556588 58 2 3335* 2 232 *
2322 . 3 2555238 —ER— 58 5 52 5358
252 8 5 S22 35 28 38 —æ2228 25 8 — —— —5
2— * 2 — — *— 323 2 — * 58 — 22 —A
358 e 535— 53383
F 333533
22 —— — 8 8 * e
23 5532853 25338355 3333333283228 —— 23335333
752 3555 63 535 3 2 z2332 2535
—V 5. . 5 527 8 5 3 532*4 28— 8
2223 2 332458 2332533533 x258835
. F 5 558 52c520— 836
55 3—23385527 8 —267 75226033
— 22355355235 22228.2 — SERBROAB ZA.
— 3585353335 55*28 *428
85. 38 8 2* 3355 3325* 68 * 28* 25 ——72822 —
8 * 12 2 — 58323 52255 87 Sñ* 22 —2 2 5238
52 335732653333333 2 28 248533532383353 552338
583 52 — — 38 * 52— 5.2335322 22
é 33 33387 za 33 43783
zX * 352555— 25 — 258 33 * 255 22 533 5.525 F
2736858* 35 2 .83 —5— xS ⸗5* 528 255535 —5845 —*
233557752 —— 3357 332
2 — — — — 24 2* * 2 2 222 * c229
2 — — ——— F 2 — ——— 235—8 2 — k252— 822 *
⸗ 323255 — — —38 5*22 22212 5s52532 2 2 2
22 3 2 — ** — —— —*3 2* — 58 ⁊ —* 252825
3383585 5358 — —— 27 —8535— 533325855 528
82 —5 2 »222535 2 22 k222— — 58 52
z3z33383837 2358 — — 43353223 25585*
— 2555 — 3322 3 333 *5 — 5553238 538535
— J 353333337 2358*8
22220 ——— — — s3252 35
52222 — 3322 22 F a —5 — — — 28 —
z32835 * 3555z3, 2*58338 25 —293355.556 252523 ————
—B 525377583 8 33337 8 — 3
*z3825552838 33. 33338s3333783 z882383535 522533
5;z 2228 2 532 3525553565 5332k5— — —— 55
—A —
8 535 — 334 222 — 2— — —— —— —52242 — 3* 2
36 3632325588 373838532537 —— s3 5
35 55 3 33 52 —25283 252585 — 333823 A 2
3 32553568 5
E — —2* * —85 A ES *
— 5 23 72* — J
—

*
322 2225
3232. 222 55382 — *
2235333——— —3355 *3383238
»23 229 25 532 32 D2
27 338 — — — — —255
333386 33335 53575283
—A —— * 5555 5
— 2* 33—355— — 532—
326— 35332 335 —23 835.5*
833 3253233
.2 5 358 222
—s3 332
—— 3355333335 * *2335*
5.* 22 — — 7 — * — —2
3 3
88ö 373s37 333562
2535535 58223383 338 33 2438533*
23 33335353 553 235 253
228 332322 — 2 * 7 22
3333 8 36
* 2 22— 2 7 8* —3
3 5252533
n 228 7 —
52 52822 4 —— —
32588 3333553332383 —
2322 * —3— —— 33232
—883333537 5533735557
5z3335383—3* 26 — —
63338333335
833835 3252
—A—
5580323535
8380 3323
5258
8 23256—258
2
— —5—25 5
22 z2353—3333—82*
2M * 555s5 532323 558
5 5 — 5 —*8 —38
2 F F . *a 2 s 3 225 *
*88 2 2862: XX z8332
72. 232 232385 —— 25337
2 72 22 — 22* 2— — 525 28 5— — 2223
— 311828 326 Z 2 33535585533 3363385233
2 3 3 287 —— — —— 55 8 —A
L S* 4 73 3 223.2556 5* 236
D7 *28* 52 E 22 22
25 2535325 F 83 A 7 —B —
2— * —3— 22 —3822 tc 9 A —
* 7 A 22 *5 3 — 2 — * * 2 —
55 — 12 — —XX 21,7 — 5358253 227 —X
ã I 7*53582 — 22 222 58 22
3 — 22 —A — x 2* — 58236
5 24 58 —— c3 13 8 2332 — 20 78 5 2 2
X cx * 2* 5 5 5 * — 222 *
58 ———
—* 3 * 2252 52
387833335833 3 33333355 —— —
5 8322 153387837335 233 33582 5235838 223 *538328
22 3 — — —* 3 8 — —»2 —3 — 822 — 2 3
—. 83285 2325323385 25358 3z23* Z285
* — 2z22 *38 1u8 2* 25535——55 —A — —— —XIV—
4135358 128 75—535323 25332323 2 7 22z2533253328 — 2232332
—3308228 55 253353587 33z532* 253553353282— 3z258738
* 5523 25 — 253505* — 2 2 36 32783, 3332588*
s8—535—3233 253582 —33837 53333333
88 33483 3 353 3 33 33333
8 — 229 * 555 2635
* 538 —A— —— —A——
Ae —55 * * — 2
2* z3—2——⸗ 5 2 5 *
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        *2
—F —A
* 32255 725303388
5 2* I53222 72722—2 283325 — —
5337, 32358 233233352385
23 — — 2 — —A — 1533—223 *2 *
225 1235 2— 3 5 612 — 552 8 —39 23
— 3 88 23—33335333
s 7255 3 32323 3—3*3 533 253333533922375253
2332533553533338 253353359— 23
* 2— — —— — 240 * 5. * 2* 2 152222 2
28335337335 52222333 *358252265 gae ss *. —358 25222025—
—23 222528533335328 252 E52 J 223 3,3 555333*
— * — —5—2 2 23 25 2 — 55 ** * 3232
— — 22222 722 2 2 — c 823
I * 23 7 * e— 2 — 225 — — 525*5232256 J —
—28 — 338323 383 —52 ——2 57 5. 5252223238 8
35 835 53333335—533335
—2 —M— * — 7
237733 328533358 * 5334335
—z3—2 32355335 5332323338 — 583383
— 6 23375338 32238
— 7* 22282 5 233 — 233
21 5378732335333 2433 237335328 —— 533533
2232233 * 85S 325232 455 353 55 533 E 3 3
8 523327 323283253 5383253 —2355 5 ——„3823233 —A ——
* — — — —A c 283507 2932 55 223
S 28 55 ẽ * 275— * *
— — — 3 73323833 *23385
—F — 2527 —22322 53252838 *5** 22382 —
3538 ——— 72287 3.* 256532325 — 33
*1 75577 2223 — ——— 27 * 2 —E ——
232* 23 * 2 — — — 81 28 8
3es 333— 222ę—3588
J 42.8 23322255 5333232358 5352535
333382335353353333332838 2 2855328
222775537323 583338
* — 4 — * n 22

—

57538 82

2 2 4

— 33833832

138 383
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523233333

25 —

227533

— — 3 5
2 2— J

32 9

28 — añä̊ — 24 6

w 3 *8282 8225 3 J
22 5258823 F —————
*
2533—8 243
*588 — 3 * 2* J
58758 *2.8 59833.
333533323 228 328 —
73
43 —A——— O 23 —V—
— 22383 ————
— 2. z58 53* 25

—— 225838

* —3
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——— 888 5

2*7* me F s7 *

⁊ 52 —— — 3283
338* —I
*732* 325
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* 23 825*
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1333 338
—13387325
158 23523 25
* —2 22
1533325
75*87 * 3

22 *
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2 d2 29 ——
52 3c. 5æ5
35* —
7233—355 75*
—7 m—7 5225
5332 3B35
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8532335

— 322

2

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        Sl. Ingberler Znzeiger.

224

J 2372

—V ,,,, 245*21*

—2—— ,* 18352 —

— — —

der St. Farherrr Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungtblatt, mit der Dienstagt⸗ Donnertiagt⸗ und Sonniag
nmer erscheint wbeentlich viehemal: Dienttag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementapreis vierteljahrig 42 Krir. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Kerzr. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deren Raum berechnet.

——— vv * — — — — —— — — — —
4138. —R Samstag, den 6. Septembe 6 1873

Deutsches Reich.

Munqen, 2. September. Der hiesige Veteranen und
Zriegerverein ließ heute, am Tage von Sedan, für die im Kriege
on 1870,71 Gefallenen cin feierliches Traueramt in der Frauen-
juche abhalten, dem auch der Generalkommandant General Frhr.
Tann und viele andere Offiziere ꝛc. beiwohnten. Eine
inderweitige Feier des Tages konnte unter den obwaltenden Ge—
iundheitäaverhältnissen in unserer Stadt diesmal nicht stattsinden.
giach, Mittheilung des „Fränk. Vollsblattes“ wird der bayer⸗
sche Epistopat sich am 9. d. in Eichstätt zu einer, Conferenz ver⸗
sammeln. (A. 3.. 8 —

Metz. Die Geldfrage liegt bei uns wirklich im ärgsten
Argen. Trotzdem, daß wan fortwährend von den großen Massen.
en ausgeprägter Reichsgoldmuͤnzen liest, gewahrt man hier davon
nichts, weder im Handel und Verkehr, noch in Industrie und
dandwirihschaft. Das franzdsische Gold ist in Folge des Ankaufes
zach Frankreich so ziemlich ganz verschwunden und deutsches Gold
indel man nicht. —. Was das Silber anlangt, so kursirt solches
i groben und kleinen, guten und schlechten Stücken, wie es aus
illet Herren Länder hier zusammenströmt, und erschwert wegen der
dihigen Reduzirungen in das herrschende Frankenmünzsystem den
Heikehr auf das Unertkräglichste. — Mit dem Popiergeld ist die
toth am größten. Tie Slaaiskassen und Behörden nehmen nur
zreußische Thalerscheine an, während doch französische, sächsische und
ddeutsche Banknoten aller Art in Unmassen zirkuliren. Die ein
eborene Landesbeydllerung verschmäht wieder die sämmtlichen deut-
chen Popierscheine und die eingewanderten Deutschen hinwiederum
vosllen von den franz. Bankadten nichts wissen.“ Kurz, die Cala—
mität könnte hitr' nicht größer sein, als sie ist. Darum wäre es
sine der dringendlen Forderungen, alsbaid die deutsche Reichsmünz
währung hier zu Lande zur Einführung zu bringen und zugleich
nuch eine größere' Masse deuischer Goldmünzen zu 20 und 10 Marl
nuf den Verkehrsmaͤrlt werfen oder wenigstens in der mittelbaren
Fotm, indem elwadie Gehalte der Staatsbeamten und Bediensteten
in dieser Weise dezoͤhlt werden, auf denselben gelangen zu lassen
Zeschieht dies nichig,so sind die Verluste, welche das Publikum
nd namenllich die Angewanderten Deuischen erleiden, und die bis
jer schon namhaft waren geradezu unerhoͤrt. G. Frif. Pr.)

Straßburg, 2. — Vorgestern unternahmen zwei
siesige Elsenbahnbeginte in Geselschaft eines Collegen aus Avri—
durt einen Autflug nach Lüneville, der ihnen aber sehr schiecht
seldmmen solitee Sie wurden in Luneville sofort aus Deuische
ntannt, da der Eine seine Dienstmütze trug.“ Schon am Bahnhof
ammelte sich eine Menge um sie, die sir unter Verwünschungen,
Stͤen und Steinwurfen nach der Stadt brängte. Der Gendar
merie gelang es, den mit der Dienstmütze Ju befreien und in das
Dachlocal zu bringen, die beiden Anderen Überließ man aber
der tobenden — die bald auf über tausend Personen anwuchs
und ihre Opfer quf sede mogliche Weise mißhandelte. Einer der
elsen suchte durch eine Hauslhür zu entwischen, wurde aber von
dem Hausbesitzer wieder in den rafenden Volkshaufen zurücgeschleu—⸗
zert, auch von einem Schutzmann, den er um Hilfe anging- mit
en Worten abgefertigt, „er sei nicht fur die Preußen da.“ Mitt⸗
lerweile drückte und schob sih der tobende Haufe der Meurthebrücke
u. Hinein ins Wass.r mit ihnen!“ erscholl es vou allen Seiten
md in der That machte man Anstalt dazu; die beiden sich ver⸗
weifelnd wehtenden Unglückichen waren schon schwebend an dem
hrüdengeländer hinaufgehoben, als eß einem herbeicilen den Haupt ˖
nann gelang, sich durch den Haufen zu drücen und die Unmenschen
utlickzuftoßen: „Werft den Verraͤther mit hinein!“ brüllte nun
et Haufe, und Joohl wären alle Drei derloren gewesen, wenn es
em Hauptatin nicht gelungen wäre, die müßig herumstehenden
Soldaten zum Einfchreiten zu bewegen. Mit knapper Noth und
nicht ohne weitere Mißhandlungen gelang es nun wenigstens, die
hbedrohten in eine Caferne zu schaffen. Im Nu war aber diese
von eiwa 8000 Menschen umstelli, welche an den Fenstern hinauf⸗
alleltern —

217
Inzwischen war der Commandant herbeigekommen,der allerdings
ein aufrichtigstes Beileid aussprach, aber gegenüber der Bitte um
Schutz betonise, daß er es nicht wage, die Menge dadurch zu
eizen, daß er den Beiden rine; Sicherheitseskorte durch die Stadt
zäbe; er schlug ihnen vor, sie durch den Hauptmann und ihnen
Begleitung von 15 Mann auf Umwegen nach der Eifenbahn bringen
ju lassen. Dies geschah denn auch,! aber so große Vorsicht der
hrave Hauptmann auch anwendete,“ zeigte sich eben: überall det
Pöbel. Die Mißhandlungen;, begennen aufs neue, so daß sich
chließlich der Hauptmann genöthigt sah, mit den Waffen zu drohen,
porauf es momentan etwas ruhziger wurde. Mittlerweile gelang
es, den Bahnhof zu erreichen, der sofort abgesperrt wurde. Das
Wuthgeheul brach nun aufs neue los, aber man beeilte sich, die
Deutschen in einen inzwischen angekommenen Güterzug zu setzen,
mit welchem sie denn unter den Verwünschungen des höflichsten
Volles der Welt wieder Abricourt zufuhren. Ueber“ den Vorfall
ist, wie ich höre, bereits geeigneten Oris Anzeige nha w
.Gf. Ax.).
Berlhinn, 1. Sept. Der dentsche Kronprinz begibt fich am
2. September Abends nach Württemberg zur Abhaltung äines
ziertägigen˖ Truppenmanövers südlich von Ulm; von dort geht
derselbe auf 6—8 Tage zu den bayerischen Feldinandvern, so daß
ʒie Zeit der Abwesenheit desselben im Ganzen ecirca 1214 Tage
etragen wird. 366
Berlin, 3. Sepi. Der Kaiser hat durch Oidre sümmt—
lichen Forts von Metz und Straßburg die Namen der Feldmar⸗
challe (Kronprinz, Friedrich Karl, Kronprinz von Sachsen, Moltke,
——XEax
euffells, Zastrow's und der kommandirenden Generäle beigelegt,
eben'o den Forts bei Düppel, Alsen und Friedrichsott die Namen
herwarth und Falkenstein. Zum Generalobersten der Infanterie
ist der Großherzog von Mecklenburg⸗Schwerin, zum Generalobersten
der Kavallerie Prinz August von Württemberg ernannt. Dem
adettenkorbs sind die Büsten und Portraits der gefallenen Ge—
neräle verliehen. Außer den höchsten Ordensauszeichnungen an
Bismarck, Moltke und Roon haben zahlreiche Avancements höh—⸗
erer Militärchargen stattgefunden. IJ
Berlün, 4. Sept. Die „Provincial-Korrespondenz“ meldet:?
Ddie“ Anwesenheit des Reichskanzlets und des Ministerpräsidenten
owie die Rückkehr der Minifter sei zur Verständigung des Staats⸗
ninisteriums über mehrere wichtige Fragen benußt worden. Von
einer erneuten Einberufung des Reichstazes sei Abftand genommen—
— Dasselbe Blatt meldet, die Räumung Verdun's werde am 8.
d. erfolgen, und bestätigt, daß der Kaiser, der in den letzten Tagen
die alte Rustigkeit und volle Frische erprobt habde, morgen mit der
Kaiserin zu den Einzugsfeierlichkeiten nach Weimar geht. Gegen
den 20. sei dem Besuche des Königs von Italien enigegenzufehen,
velchem auf die zu erkennen gegebene Abstcht, dem Kaiser im Laufe
»es September einen Besuch abzuftatten, eine herzliche Einladung
zugegangen sei. Die Zusammenkunft“ werde eine erfreuliche, be⸗
deuütsame Bestätigung der schon lange zwischen den beiderseitigen
dofen und Regierungen geknüpften nahen freundschaftlichen Be⸗
ziehungen sein. —
Frankreich.

Paris, 2. Sept. Am 80. August hat von deuischer Seite
zie Räumung Verdun's und der letzten noch besetzten französischen
dandestheile begonnen.“ Derselbe wird etwa am 19. oder 20.
Zeptember vollendet sein, Fdem letzten Termin des zwischen beidetz
andern abgeschlossenen Vertrages,“ Wenn die „Ag: H.“ gifti
zemertt, an einen früheren Avschliiß der Räumung sei nicht
zenken, da die Preitßen dis zam fetzten Tage Nußen aus ihrem
Siege zu ziehen gedächten, so wüßte ich keinen Leinzigen Grund,
ver die Deutschen veranlassen könnte, den Franzosen bei ihrem je
zigen Benehmen auch nur einen enzigen Kreuzer zu schenken, ganz
ibgesehen davon, daß diese Letzteren seiner Zeit als Sieger nicht
ie geringste Epur von Großmuͤth gegen Deutschland gezeigt hatte.

Batis. 4. Sevt. Dit Regieruyg zeigt offickell an,daß
        <pb n="556" />
        Me Finanzbestimmungen- getroffen sind, um am b Seplember Stultgart, 2. Sept. Die Srdanfeier begann gesserr
den Rest der Kriegsentschädigung abtragen zu löunen. Abend mit Bekraͤnzung der Gräber der hier beerdigten Todun au
Echweiz. dem Feldzuge ron 1870 unter großem Volkszudrang.“ DerPrälan
Genf, 3. September. Gestern früh 8 Uhr hat in Gegen. Gerock hieu eine Gedächtnißrede. Im ganzen Lande wärden Abendt
wart des Friedendrichters, kines Notars, der Abgeoronten der 8 Uhr Bergfeuer entzündet. Die Biflaggung der Häuser ist heus—
Municipalität, der Testamentsvollstrecer u. s. w. die Enisiegelung allgemein, die Geschäfte feiern. Vormittags war in allen Kirchen
und Oeffnung zweier zur Hinterlassenschaft des verfftorberen Her- Bottesieust. Nach der Stiftsliriche wurde ein großer Festju⸗
zogs von Biaunschweig gehöriger durch ein Kunstschloß verschlossener ver anstaltet. Hierauf folgten Schulfestlichteiten. Nachmitiags fanden
doffer statigesunden, nachdem ein Vertrauter des Herzogs das Ge⸗ Turrspiele der Schulj igend auf dem Exerzierplaß statt, Abend
hdeimniß der Oeffnung mitgetheilt hatte. Die in den Noffern gee war im Gaten des Liederkranzes eine zahlreiche, auch non vielen
fundenen Werthe, deren Asschätzung den ganzen Tag in Auspruct Offizieren besuchte Festversammliung.
nahin, belaufen sich auf 16 Millionen in Pupieren und 100000. 7 In Darmstadt haben sich die Hausfrauen dir Zwei⸗
Frco. in bdaarem Geld. Codicille oder sonstige Bestimmunger keeuzerwcke durch einen Strike vom Leib gehalten: sie haben heiß
enthielten die Koffer nicht, ebensowenig wurde die in den Zeitun- genommen und die Bäckerjungen mußten die vollen Kocbe wiede
gen desprochene Dnyxvase vorgefunden. Am Donnerstag wird nach Hause tragen. Die Bäcker haben sich hierauf enijchlossen, nah
die Abschätzung der Diamanten bewirkt und hernach zut Abnahugc wie vor Kreuzerwecke zu baden.
der Siegel in Beaurivages geschritten werden. Ein Proiest iß f Die Frantfurter Blättern aus Berlin zugegangene Nadh-
disher nicht eingelegt worden. (Pf. K). richt, daß den Oberpostkassen die Annahme österreichischer Vierten
Englaud. oegte re peze ist, re an
u bder Times“ ig.“* gerichtesen Zuschrist des Generalpostamtes hervorgeht, dol
giere o n do u, 2. Seyt. Emer Meldung der „Times? aut — id
z. aufolge wird der König Bistor Emanuel in der Begleitunz 24* d amig Frantsener
der Ministet Visconti-Venosta und Minghetti am 20. Sepiember s —A en wahischeintich Frantfurter Van—
seine Reise nach Wien und Berlin () axtreten. eeereee. Am Sonnabend, Nachts hotbeh
— Türkei. Uhr, trug sich aui der Mamzer Landstraße ein höchst beklagens
Konftantinopel, 8. Sept. Auf Befehl dezs Sultant verthes ünglück zu. Der Marketender Karl aus Wiesbaden, wib
ist der Großcordon des Osmonie· Ordens mit dem Stern in Dia⸗ her während der Manöver dem 80. Infanterieregiment folgt und
manten an den Fürsien Bismarck übersandt worden. . Z. in Griesheim jeinen Sitz aufgeschlagen, fuhr mit seinen
— — — Waogen. der von noch ver Personen, daruuter seine Frau um
Looisgeber besetzt war, nach Hause. In der Nade der Eisendahn
uberraͤuge wurde sein Pferd schei, ging durch und brach in di
Barriere an der Weser⸗ und Taunusbahn, als plötzlich der lezt
Zug der Taunusbahn herangebrauft kam und den Wagen in Stuͤch
riß. Karl wurde von der Lotomotive erfaßt und im“ wahren
Zinne des Wortes in Stüchke zerrissen, die umherliegenden Koͤrper⸗
theile bildeten einen grausigen Anblick. Die Frau des Kark wurde
zleichfalls furchtbar zugerichtet, ihr wurde auf der linken Seite de
deib aufgerissen, io daß die Gedärme hervorquollen; ein Rad git
juer über den Leib, einen rothblauen Streijen zurückicssend uüd
erquetschte den rehten Oberschenkel; gleichzeitiig wurden die Puß
Un des linken Arms bis auf den Zeigefinger abgeschält, die keiden
Schlüsselbeine sammt Brustbein gebrochen und ein tiefes Loch mn
den Schadel gestoßen. Tie drei anderen Personen, kamen wi
Tontusionen und dem Schrecken dovon. Der Hauswirth woarde
ueben den Zug geschleudert, die beiden anderen geriethen zwischen die
Sienen, und ging der Zug, ohne sie zu verlhen, über sie hinweg
f Scdmalkalden, 29. August. Heute Rachmittag fand dat
feierliche Leichendegängniß Karl Wilhelm's flatt. Dem mit Lor⸗
heerkräuzen, Palmzweigen, Bändern und Inschrijten reich geschmüc
en Sarzge, welchem eine Abtherlung der erwachsenen Schuljugend
vorauszing und der von weiß gekleideten Mädchen mitt schwatz
veinen Schärpen und grünen Kränzen umngeben war, wurden dit
Jusignien des königlichen Kronenondens auf einem Kissen vorange
ragen, und s folgten irm außer den heesigen Angehdrigen und
Gerwar dten eine Teputation jfremdet Freunde und Berehrir, sowe
die Stauts- und städtischen Behörden, die musilalischen Vereine,
der striegerverein, Turnverein und ein zahlreiches Pudlikum alle
Stände. In der Friedhofskirche wurde die geiftliche Leichenredt
zehalten,. Darauf wurde unter den Klängen der Instrumentalmusil
er Sarg zum Grabe getragen und dort don dem Geißtlichen
Schlußwort und Segen gesprochen. Dann krat sein treuecsier
Freund aus Crefeld, Seidenfabrikant Seiffarth, an das Grab und
jprach einen lurzen Nachruf, der zagleich eine Einleitung für den
Vortrag des letzten don Wilhelm komnponicten Liedes war, welded
sodunr in vortrefflicher Wesse von dem Redner gesungen wurde,
des Liedes, in welchem die weinende Mutter den scheideuden Sohn
segnet und ziehen läßt.
p.Kon'stanz, 1. Sept. Zum Vorsißenden des 14. Ver
bandstages der deutschen Ecwerbs⸗ und Wirthschaftsgenossenschafler
vurde Hr. Nizze (Rostock) gewählt. In deir heutigen ersten Hauph
derhandiung hielt Schulze-Delitzsch einen ausgezeichneren Vortrah
uͤber den gegeuwärtigen Stand der Genossenschasisbewegung, welcher
ein Wagcsen uund ein Erstarken derselben darihat. Die Zahl der
Benessenschaften ist von 3300 auf 3600 gestiegen; dadei haber
ramentlich die Produltivgenossenschaften zugenommen, welche der
Bipfel des ganzen Systems bilden. Ihre Zahl deträgt jetzt 188.
onsumbereine sind 870 beigetreten, vorschußber eine 2069, welcht
für 356 Millionen Thaler Vorschüsse gewährten. Redner behan
helte die sociale und nationale Bedeutung des Genofsenschaftewesend
adelte Uebelstände, warnte vor Fehlern, wies ungerechte Angriffe
urlick und ermunterte zum Fortschreiten auf der soliden Bahr.
Wir wollen die ungesunde Ansammlung des Kapitals in einzelnes
danden verbüten daa demottalisitie Kuüpital son in allen Tbeilen

VBermisqates.
fHornbach, 3. Sept. In der Gemeinde Seyweilet is
die Ruhr verschwunden. Zu Medelsheim liegen 2, zu Neualtheim
3 Ruhrkranke darnieder. Gestorben sind in den 3 Gemeinden an
der genannten Krankheit 12 Personen. Die diesjährigen Ruhren
sind nicht bösartiger, als die alljöhrlich in unseter Gegend ein
lehrenden. (3w. Ztg.)

Speyer. Dem Bierbrauer Heinrich Welz dahier
wurde fur sein Erzeugniß auf der Wiener Weltausstellung die Ver⸗
dienstmedaille zuerkannt.

FMuünchena. Die Nachforschungen bhiusichtlich der Thä-
lerschaft an dem Raubmord, welcher unlängst an Frl. Hedberling
jerübt worden, haben bereits zu dem Resultate gefühct, daß ein
Verdächtiger in Unterfuchungshaft übernommen wurde.
fMuäünchen, 3. Sept. Von Montag bis Dienstag Abende
sind an Cholera und choleraverwandien Krankheiten 21 Ertruntungs
und 6 Todesfaͤlle vorgetommen.

t Traunstein, 31. Aug. Der aus dem Zuchthaust
eu tflohene verheirathete Schuhmacher Joseph Uebelacker von Regen
dorf stahl am 24. Aug. in Viehhausen bei Trostberg 70 Gulden
Der Gendarm Griesübel und der Z'mmeruiann Frichtner holten
den Dieb ein. Jedoch auf dem Transport nach Trostberg dreht«
sich Uebelacker plößlich um und feuerte 5 Revolveischüsse auf sein
zwei Begleiter, wovon der Gendarm lebensgefährlich und Feichtner

jchwer verwundet wurde. Uebelacker eutkam, während dessen Frar
und zwei Gehilfen feftgerommen wurden.

4 Aus dem Algäuu, 2. Sept. Die Nacht vom 31. vor
auf den 1. d. M. hat Immenstadt mit einer wiederholten Ueber
schwemmung durch den Steigbach bedroht. Anhaltender Regen
in den lezeen Tagen, der sich in der erwähnten Nacht zu starken
Güssen steigerte, machte das wilde Wasser wieder bedeutend an⸗
schwellen, und zwar in solchem Grade, daß fast alle bisher ausge⸗
führten Schutzarbeiten vernichtet wurden und dieselben wieder neu
hbegonnen wecden müssen. In mehreren Häusern wurden bereits
Vorkehrungen zum Auszithen getroffen, und in ein Haus ist auch
wirklich das Wasser wieder eingedrungen, wenn auch nicht bed utend.
Nach den b'sherigen Veröffentlichungen über die für Immenstadt
eingelaufenen Liebesgaben haben dieselben bis zum 20 v. M. die
Summe von 20,384 fl. 17 tr. erreicht (der Schaden aber Hun⸗
erttausende).

fAugsbhaurg, 30. August. Razzias gegen gewissenlost
Hieclünstler, denen entiprechende Quaufitäten Bier confiscirt
wurden, hade das, Gute gehabt, daß man hier gegenwärtig ziemlich
— — Vier zu trinken belommi. (Strenge Handhabung der

ensmittelpolizei ware ũberdaupt allenthalben sehr zu empfehlen.
Es in ein Jammer, wie schlecht heutzutage oft die Waarr isi, die
man mit theue rem Geld bezahlen muß.) (Pf. K.)

fWeilberg, 31. August. Gestern ist das reiche und schön⸗
Dorf Seelbach, Amts Runkel. zum groͤßten Theile abgebrannt
Ron dem ganzen Dorfe, schreidt man dem „Rh. K.“ sind nur die
außerhalb des eigentlichen Dorfes stehenden Häuser (31) im Westen
un. Süden, darunter das Haus des Bürgermeisters, gerettet worden.
Verfiche.t sollen nur 17 Familien gewesen sein und diese nur
wiedrig. DTas Elend in furchtbar
        <pb n="557" />
        3 13 32. 4 ines. Vorgesetßzl
— —————
3 auf einem gefährlichen Gebiete, dem der wirthschaflichen Ent⸗ sich andere Plätze u X 7 dendn en eee
viclung, unser nationales Leben gesund erhalten. Der Vortrag 9 vs 357 d arr — *
* n de indtagh ad wcde dilnd Aedehen den do deede ued —8 einem — raumen, der Rei.
zun e a i. Pr., 2, Scht. In der Woche dom jende ist unempfindtich füͤr alles Zuteen und zeigt sein Billet
4 dis einschlißzlich 30. August wurden als ank der Cholero vor. Der Zuführer explicirt ihm, daß das Biliet leine Gultig·
Kentt amtlich gemeldet 381 Personen, als gestorben 175 Per: keit babe den Befehlen des souveranea Herrn 8 —
nen. (T. N.) , Der Riifende antwortete kal. blütig. mau sei nicht in der Turtei
24 Die 8 Se user de 8 sich — dore — 8 —— vgi 333 —
vorigen Jahre in Braunschweig aus der früheren Versammlung futs t „Lowschrtt
* e Wng d sindet dom 7. bis 11 Sept. iepuche an un e Fe g
d. J. in Mülhausen in Thüringen statt. ssen. „Thun S 538 gu
f beu,“ lautete bie einfache Antwort. Indessn entschließt
38 — din) 8 den ge p Golubew, auf die — dieser 8* Maßnah⸗
* einrde hofe — e men zu verzichten und nimmt bei dem Herrn. der seiner Autorität
nud zughid — J.v3 die eee ö nicht weichen will, endlich Platz. Auf der nächsten Station ver⸗
Poeet er Ar nn Fe e d ieht angt —* Reuende das Beschwerdebuch.z„Was wollen Sie damit?“
brigen Gaste waren vergeblich bdemüht, den Streit zu schlichten. — —
der anwe sende Zugtinne tasch üeeean e ich, ich allein in letzter Instang Uber diese Klage Entscheidung
Birthes und Fosselstanders, Uirß den schlimmften Fossel los und — — ——
rieb ihn unter die *9 spe a anm —58 4 —
—— p * n u bu auf zu sDreiben, Golubem lacht noch immer, lann sich aber nicht
xien des Colosses schützend, womit natürlich der enthalten, die Befchw rde durchzulesen und findet dieselbe, verstei⸗
Sireit zu nde wor. neri vor Eatsetzen, unterschrieben: „X. V. Ministet.“ Der gute
WBien, 25. Aug. Bei, der Wellaussiellung fielen auf Mann hatte seinen Vorgesetzten durch Gendarmen hinauswerfen
rantreich 247 Medaillen, auf e 200. auf en n eeee *
dußland etwa 0. In der Abtheilung culptur erhit t Frank⸗ in avre is die Cholera mit großer Hefligkeit
31. Dennchiand LgVedoilen in der Libshennung fur vio * vß —A— e e
wosden dn onieen edailen Werkannt. Dampfer Hammonia aus Hamburg eingeschleppt worden sei. Die
t. Bae n Die Jurd der Weltausstellung hot auch einen Sitt ant der Hafen wurden in Quarantäne-Zustand ertlärt unmd
—A schonften Augen ertheilt, und war die Ver dienst · an alle franzosishen Seeplähe der Befehl gescheauteine Sd je
udaisse. Der glückliche ist Herr Ludwig Müller Ari) in Lauscha hon Habre zmesfen.
uuf dem Thüringer Wald. Die Meda ille wurde ihm zuertheilt J Wie man in England Schulpt.e fungen hätt, geht aus einem
megen der Ratürlichkeit. Schonheit. Dauethaftigleit und Haltdar Berichte des Schullommissars Nev. Steele über Lancafhire hervor
eit der betreffenden Augen⸗ — und doch sind es lünstliche Augen, Der geistliche und pratt sche Herr giht den in einen Halbkreise
ãamiich die weit berühmten Glasaugen, die aus der Fabrel des ihn herumst henden Kindern der ersten Elementatklasse etwa die
denanaten hervorgehen uud so manchem Unglucklichen den Verlust eßterschienene Zeitimgsnummec und läßt sich daraus dorlesen⸗
ncutlihen erschen mssen. r Darauf,fragt er, wie es sich gerade trifft, wer und was ist Giab-
FIn gam Bien find, in der Zeit vom 30. zum 31. sone, Disraeli, Forster, Thers Vit matad Ebder vae in ein
lazust 71 neue Brechruhr⸗Erkrankungen vorgelommen. ichter, rin Preutier, ein Coroner, und dann, was ist ein Teleskop,
n Ungarn wäüthet die Cholera so stark, daß vom 18. ꝛin Panzerschiff. eune Locomotive, ein Telegramm u. s. w. Diese
Juli * 1. —* dort nicht ee ala 3 — Personen er⸗ Fragen haben, abgesehen von dem prakuischen Nutzen, das Gute as
tunften und 15. 855 starben. Der Bestand der Krauken war am ich, daß sie die Kinder interessiren und daß die Antworten nicht
August 10,826. Mit Einrechnung der Todesfälle vom 1. bis auswendig gelernt werden körnen.
5. Auguft schätzt man die Zahl der in Ungarn an der Choler Newyork, 2. Sept. Ein Compist, welches eine große
distorbenen über 60, 000 Menschen. Menge von falschen Eisenbahnaltien hergestellt hatte und di selben
fBrussel. 2. Sept. Gestern hat bei Groubont auf der hon verbreiten wollte, ist no h zeilig eutbedt worden. — Die
u mnburgischen Bohn ein Cisenbahnuufall stattgefunden. 8 Rei- Tholera ist in äußerst bösartiger Form in Paris (Tenessee), sowie
„nde bli ben iodt, 15 wurden verwundet. in Milletsburg und Sianford Kentuch) aufgetreten. Angeb lich
Aus Petersburg wird dem Nord“ folgende er⸗ 'nd alle von ihr Befallenen aestorben
gliche Eisenbahngeschichte erzählt: „Herr Golubew, Verwaltungs⸗
irecior der Orel⸗Wilebket Bahn, will auf einer Station den
erade durchgehenden Zug kesteigen und verlangt ein Coupe erster
Jesse für sich allein. Es findet sich aber, daß alle derartige
ludes beseht sind. Da gedietel der Gewaltige, der große Mann.
dem Zugführer, iosort ein Coupe erster Classe sür ibn zu sdubern.

»Rnachrichten.

Der Staalsprocurator Sheodor Sauter in Straßburg (Pfaͤlzer) wurde
in gleicher Eigenschaft an das Appellationsgericht in Tolmar verjeßt, der
ayer. Nechtsconcipient Sigm. Heller in Coimar zum Friedensrichtet den
kantons Rohrbach ernor
— T Demen veranicoriicher Neraa

Mannheimer Zeitung
Neuer Maunnheimer Anzeiger.

Diese täzlich 2mal erscheinende Zeituag sieht reichstreu auf dem Boden der That⸗
achen und huldigt dem Forischritte auf allen Gebieten des oͤffentlichen Lebens.

Der politische Theil, durch bewährte Redalteure geleitet, bringt in Teitartikeln, Corte⸗
pondenzen, Telearammen eine vollständige Uebersicht der thaisächlichen Verhältnisse.

Die Handels-ZJeitung dient in unparteiischer Weise dem Geschäftsleben durch gediegene
vollswirthschaftliche Abhandlungen des hierzu be'onders aufgestellten Redakteurs, durch direkte
Berichte von allen bedeutenden Plätzen, durch ausführliche und sichere Cours⸗ und Vöorsea⸗
zerichte, durch Mittheilung landwirthschaftlicher Produkter preise, Verlehrsnachrichten u. s. w.

Dem Leben in Wissenschaft und Kunst sowie den geselligen Verhältnissen in ein täglich
erscheinendes „Unterhaltungs ⸗Vlatt“ gewidmet, das, zum Binden eingerichiet, mit Titel und
Register versehen, jährlich zwei statlliche RBände umfaßt.

Der Abonnemenispreis beträgt für die Monate Oktober, November und Dezember
lfl. 30 kr. im Verlage, wozu auswärts noch der Postaufschlag kommt. Alle Poflanstalten
nehmen Aufträge hierzu an. 249 5855

Anzeigen, denen eine wirlsawe Verbreitung sicher ist, werden berechnet, die Petitzeile
der deren Raum, mit 6 ir. — 2 SEqr.

Zu Zahlreichem Abonnement sowie zur Inseraten⸗Ciinendung ladet ein

Mannheim, 2. September 18785. — — *
Die Verlagshandlung J. Schneide.

saus-Versteigerung.
samstag den 13. September l. J.,
Rachmittags um 3 Uhr, zu St. Ing—
a, in der Behaufung des Metzger Jakob
Ihwarz, lassen die daselbst wohnhaften
her und Heeßgerleute Franz Weißger⸗
ær und Elisabeiha Klein auf langiährige
cdhllermine öffentlich zu Eigenthum ver—
qgern:
Dez. Fläche, enthaltend ein Wohn⸗
aus mit Anbau, Schlachthaus
deller, Hofraum und sonftige Zube⸗
oͤrden, gelegen zu St. Ingbert in
er Kohlenstraße, auch auf Höf—⸗
den genanut, neben Blechschmied
ccherff und Uhrmacher Cammerer.
At zum Versteigerungslage dird dieses
aanobil auch aus freler Hand verlauft.
dar Rahere quf dem Geschaͤsts und
riullatione burean L. Bechthold in
Inabe⸗
        <pb n="558" />
        h Erne Ouatiiät
Limburger Käse
sind wieder eingetroffen bei

5. Zepp.

Landwirthschaftliches FJest in Zweibrüchen
aun 20. uund 21. September 18725.
Preisevertheilung des kgl. Landgestüts, Pferde Rennen (Son tat
21. September Nachmittaas 8 Uhr auf dem Trerzirplatzz; Verloosung von Pferden
und Tandwirthschaftlichen Gegeuständen; Loose hiezu ä 36 tr., en grot
Fit I0do Rabait, zu beziehen durch das Ban'geschäft von Henigst und Heroldin
zweibrüchen. Samsta g 3 Nachmittags Reunion auf Tivoli, Abends 8 Uh
Festball im „Zweibrücker Hof J·····
IAAuf den Pfälzischen Bahnen 530 h Fahr⸗ar⸗Ermaßigung für
die Festbesucher am 20. und 21. September.
Großes—
Tapeten⸗ und Nouleaur⸗Lager
— — — 4 vis-a-⸗vis dem Pfälzerhoff
e 5* .5 in ZweIhrielen.

Has bis jetzt von „AXten Shierarzt Wei⸗
gand bewohnte Logis ist bis 1. Oktober
J. wieder im Ganzen oder theilweiz zu
vermiethen. Gebr. Stief.
——XDRX
zur Verloosung beim Landwirihschaftl. Fesi
in Zweibrücken am 20. und 21. Sepibr.
nach sthin sind zu haben in der Expedition
des St. Ingberter Anzeigers.
allle Kranken
id. Leidenden
anden in der 14. Auft des Buches Na⸗
kurheilmethode für aule ver—
aä lhteten Kra nkheiten des mensch⸗
lichen Körpers Hülfe, Lindernng und
Nath, und wird an jeden Hülfesuchenden
anentgeidlich und frei verjandt. 2
S. Sievers &amp; Co.
— in Braunschweig.
NB. Tansende verdanken diesem Buche ihre
Gesundheit.

* un .* *
ↄi νσ : — Srankfurter —
Pferde⸗ Markt Lotterie
mit Genehmigung hoher Regierung.
Beis dieser Lotterie kommen 9 elegante Equipagen mit 4 und
2 Pferden hespannt, Tefeiner Schlitten mit 2 Pferden, 60 der
schönsten Reiten und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
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— 6 Loose 7 — 76 42. 15 — ——
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N.B. Da in der' Regel die Betheiligung bei dieser Lotkerie eine ungemein
starke ist, se wolle man Besiellungen baldigs machen, um allen
Wun'chen genügen zu konnen.

J

Frucht· Brod⸗ Fleisch ꝛe. Preise
der Stadi Zweibrücken v.:4. Sept.
Weizen 9 fl. 17 tr.. Korn b fl. 48 lr.
Gerfte Lreihige⸗ — fl. — kr. Gerster dier⸗
—
Spelztern 8 fl. 585 x. Dinlel — fl.
ir. Mischfrucht — l. — kr. Hafer
4ft. 23 kr. Karioffein 1 fl. 48 kr. Heu
2 fi, 18 kr. Strohe 14fl. 24 kr. pet
Zentner. Weißbrod 440 Kilogr. 24 tr.
Fornbrod 3 Kilogr. 33 kr. ditto 2 Kilogr.
22¶r. ditto 1 Kilogr. 11 kt. Gemüchtbrod 8
sil. 40 kr. 1 Paar Weckh 100 Eramm 2kr
Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kr
Kalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18 kr
Schweinefleisch 22 krt: per Pfund. Butter 80
—AV

0

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9 5* ã—
250 —

9

— 45 J X * 2* 7 —8
—WWW —D—
imn. *.

* —2 in. 4 *
er s8, und um vollständig zu rãumena derlaui

—3Ich veranstalte auch dies⸗S J⸗
ich zu folgenden herabgesetzte reisen. 3.3 ere
800 Stuck e/. breites schweres Neinen. ur Hemden 860 Stuck ẽ/. breites achtfaͤrbiges Bettzeng, meistas curluͤchtoth, dm
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222 Ellen breite grobe Leinen, fur enschlafrige Bettlücher, dan 3500 Dutzend weiß, rein leinene Damentaschentücher, —
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3 Ellen breuͤe grobe Teinen, für zweischlafrige Betttücher, das von- Große rothe Kachemires Tischdecken das Stüd —8R8
pandee Anbe sr 2* * 324 F il. 2. — 4 7 2*
200 Stück X ugen schlefisches und bohmisches Leinen, die Elle Große wih Jaghemired Comodedecken, das Stuck fl.« L. umd
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— — . Redaltion, Druc und Verlag von F X. Demes in Ste Awoß⸗ri

. —
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        Hl. Ingberler Anzeiger.
—“
der Si. Jnaberter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verdundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstagt⸗ Donnerttags⸗ und Sonntag⸗
dummer ericheint woͤchentlich vbier mal: Dien tag, Donnertag, Sambtag und Sonan tag. Abonnementspreis vierteliährig 42 Krir. oder
13 Silbergr. Unzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

—

Sonntac

— —

Deutsches Reich. unwesend waren. Der Oberpräsident p. Möller brachte einen Toast
Ludwigshafen, 5. Sept. (Pf. K) Den zu ihren auf den Kaiser aus, der Bezirkspräsident auf den Bezirkstag, der
RKegimentern nach Ingolstadt Einberufenen wurde im Auftrag des Brasident des Bezirlstages, Petri, auf den Oberpräsidenten und
andwehrbezirtgkommando's hier mitgetheilt, daß sie, der dort herr- auf den Bezirksprasidenten.“ Bei dem Feste herrschte die beste, un⸗
chenden Cholera wegen, nicht einzurüden haben. getrübteste Stimmung. J
M u n ch era, 8. Sepi. Der Kriegsminister, Frhr. v. Prandh, 'Sftraßburg, B. Sept. Direkt voun Paris trafen soeben
velchet des ihm bewilligten Urlaub unter den gegenwärtigen Ver- 93 Millionen Fres. (cund)y in Wechseln ein; 10 Millioren in
iulinissen nicht angetreten hat, besuch!e gestern das neue Militär- Silber folgen noch heute. Weitere Theilzahlungen der letzten Rate
pital auf dem Oberwiesenfeld. Derselbe wendete dort den an der Kriegsentschädigüng sind von anderen Punkten her theils ein⸗
holera und Typhus Erkrankten, die in zwei sehr günstig situirten getroffen, theils erwartet·.. — F
ind trefflich ausgestatteten Sommerpavillons, von einander getrenut, Aus Elsaß⸗Lothringen, 1. Sept. Die von det internatioalen
antetgebracht sind, besondetes Nugenmerk zu. — Entgegen den Kommission zur Feststellung der neuen Grenze zwischen Deuischland
arcultrenden, wie es scheint, absichtlich ꝛausgesprengten Gerüchten, ind Frankreich zu Metz und Paris im August 1872 abgeschlossenen
is ob dei den auf dem Lechfelde versammelten Cavalerie-Abthei⸗ lebereinkünfte, Letreffend die Feftstelluũg der deutschẽ franzöfischen
ungin die Cholera in hohem, Besorgniß erregendem Grade aus- doheitsgrenze in· den· Gemeinden Raon les Leaur und Raon sur
ebrochen sei, kann ich conflatiren. daß nach hierher gelangten Plaine, dann in der Gemeinde Avricoui, sind durch die seither dr⸗
Zerichten die Gesundheitsverhältnisse im Gegentheile dortselbst vor⸗ olgte beiderseilige Ratifikation perfelt geworden und die mit dem
resflich sind, und daß im Verhaͤlinisse sogat weniger interne Ratifikationsvermeike versehenen Vertrags⸗Exemplare am 26. Juli
drankheiten vorkommen, als diese im Durchschnitt in der Garnison d. J. zu Metz ausgetauscht worden.
u beachten find. Ueberhaupt lauten sämmtliche Berichte aus allen Berli'n, 2. Sept. Der deutsche Botschafler in Paris,
varnisonen sehr guüͤnstig, was jedenfalls den auf die energischste Hraf Harry Arnim, wurde geftern vom Kaiser empfangen und
Beise durchgeführten Vorsichtsmaßreg ln GVerbesserung der Ver⸗ zeht zunächst nach Boitzenburg auf seine Guüter. Seine Rückkehr
uflegung, ausgiebigste Desinfection, desondere Aufmerksamkeit auf auf den Pariser Posten ist sehr unwahrscheinlich. F. Fr. Pr.)
die Belleidung c.) zugeschrieben werden muß. (Abdz.) Waien, 2. Sept. Eine bekannie offizidse Korrespondenz will
Mänchen, 4. Sert. Das Regierungsblat bringt eine kgi. heuie als zweifellos melden können, daß der Kaiser Willhelm den
herordnung, betreffend die Errichtung von Voltsschulen5 dieselbe einer Zeit vertagten Besuch in Wien bestimmt in der zweiten
thält auch Vorschriften über das Verfahren bei Errichtung von Haͤlfte des Oktobers nachholen werde. Die Meldung dürfte sich
oufessionell gemifchten Volksschulen in allen Landebiheilen,“ und nicht bestät'gen. Allerdings ist es richtig, daß der Kaifer in Gastein
triti sofott in Wirksamkeit. dem Fursten Auersperg gegenübir seinen lebhaften Wunsch und seinen
Munchen, 4. Sepi. Wie es scheint, ist mit der Einziehung 'eststehenden Entschluß ausgesprochen hat, noch vor dem Ende der
der Ein⸗ und Zweiguldenstücke behufs der Durchführung des neuen Ausstellung nach Wien zu kommen; es ist aber ebenso richtig, daß
Münzgesetzes bereits begonnen, denn es werden solche Münzsorten der Leibarzt des Kaisers oemselben Fürsten Auersperg kategorisch
— — alle ettlärt hat: er werde sich dieser Reife aus ärztlichen Etwägungen
Zahlung in Silber durch Vereinsthaler effektuirt. auf das enischiedenste wiedersetzen. (A. 3.)
München, 5. Sept. Der oberste Gerichtshof behandelte Fraunkreich.
zeule die Nihiigleitsbeschwerde der Adele Spitzeder. Ter Myvolat P aris, 4. Sept. Heute Morgen gingen die letzten Gelder
der Spitzeder beantragte wegen processualer Formfchler die Cassation Jer sranzösischen Kriegsschuld nach Deutschland ab.
es Ütiheilz und Verweisung der Sache an ein anderes mögl-chst Heume om Jahrestage der Republil ist Paris vollständig ruhig.
wat don München entferntes baherisches Schwurgericht, event. wegen die Ärlikel der Zeitungen über den Taͤg siͤd bedentungslos.
anrichtiger Anwendung der Art. 281 und 258 des Reichsstrafge⸗ SEchweiz
ehes die Freisprechung det Spibeder. Der Oberstaatsanwalt be⸗ J 7 J
antragte 8 dir Nichuigteilsbeschwerde. Das Urtheil wird gint Aus der Sch ve ind 2. Sept. Die urschest Braunschweig
aͤsten Diensiag pubiziei. 7 wird noch allerlei utiosa zu Tage fördern. Wie die „Swiß
Münsch n, 58. Sept. Kaiser Wilhelm hat an den komman⸗ Times mittheilt, hat sich fur sie ein neuer Bewerber gestellt, ein
irenden Genral des I baher. Arme-iorps d. d. Tann ein sehr unget Franzose, der sich Großsohn des Verstorbenen nennt. Seine
uldvolles Handschreiben gerichtet, in welchem ex demselben mittheilt, Vroßmutter, die Zoder tines engliscen * mirnte Shorpe, sol
zah dos Fort Rir. 8 in Stroßburg forlan den Namen des Geuen nit dem Herzog vermählt gewesen, von diefem ader mit einer in
rais fuühren werde. — Der kommandirende General des 2. Armee⸗ der Ehe erzeugten Tochter, nachdem diese 18 Jahre alt gewesen,
bips Mraillinger wird den Kronprinzen des Deuischen Reiches verstoben worden sein. Die Zochter hatte in der Foigt einen
bei dessen Ankunft am Montag in Ansbach empfangen und denselben ranzoͤsischen Edelmann geheirathet dessen Sohn nun der Ansperecher
auf der Inspektionsreise nach Würzburg Nurnberg und Bamberg in will. Die Behoͤrden verweigerten ihm das Recht, als erster
idee deidtragender am e gurree ecre r
goezi ist vorsichshalber das Abhalten derzog von einer solchen Ehe ci Lebzeiten nie etwas habe wis
von —6 duaee ui 88 jede de ihn in wo den und die Fassung des Zestaments ebenfau dagegen sei.
jammiung von Menschen bis auf weiteres unterfagt. Epanien Gr. J.)
An Sarge n d, I. Sept. berichtet die „Fr. Zis.“ panien.
Western, Sonmag den 81. Aug., entgieisten auf det Route Sicaßee Madrid, 5. Septbr. Der District Valencia ist in Be⸗
dutg · Meß innerhaib 24 Stunden 8 Züge, schreibe Hreiẽ, einer agerungszustand erklärt. — Aus Barcelona wird vom 3. gemel⸗
bei Mieß einer bei Bliesbeuiden, einer dei Niederbronn. Da teine et die der Regierung feindliche Partei beabsichtigte die Prollan
erheblichen Verluste an Menschen dabei zu registriren siud, schweigt nation der Unabhängigkeit Cataloniens. — Die Anzahl der Car⸗
nan die Sache lodt. Die Preboerhältisse des Reichslandes helfen isten in Balencia imd Arragonien wird auf 8000 geschätzt.
dabei. Die Fahrbtamten der Bahn finden die Sache aber doch
inigermoßen un heimithlich, und man kann sehr anzügliche Reden — BWermisrre
hören. Gitf. 3ig.) 4 In Kaiserslaultern wurde neulich auf dem Fruchtmarkte
Straßburg, 3. Sept. Der Bezirk?präsident v. Ernst⸗ einem Fruchtverküufer eine Briejtasche mit 270 fi Indalt aus der
hausen gab beute den Mitgliedern des Bezirkslages ein Festwahl, Rocktasche entwendet und konnte man auf der ganzen Verkaufsstelle
ei weldem auch die Spitze n der Verwaltungs- und Mailärbehörden nichts davon entdeden. Eine Viertelstunde später fand man die
        <pb n="560" />
        Bri fmarpe an dem vorher durchsuchten Plate, jedoch ohne den
Geldinhait.

f.Die Metzgerswitiwe Hamburger und deren Sohn Joseph
in Schifferstadt wurden am 4. d. don dem Polizeigericht Speyer
wegen Verkaufs von Fleisch, das von einer krauten Kuh herrührte,
zu 16 Thlrn Geldbuße veruribeili. 1

F Die Arbeiter der Waggonfabrit Ludwigsbafen haben be⸗
schlossen, angefichts der theueren Lebensmittel einen Consumperein
zu grunden.

Speher, 5. September. Gegen wartig befindel sich lein
holerakranler mehr in unserer Stadt. Di gestern gemeldete Er⸗
krankung endete mit dem Tode, jedoch war der Kranke schon einige
Zage leidend. Es sind im Ganzen hier 6 Personen an der Cho—
lera erkrantt und diese sämmtlich gestorben. (Pf. Q)

f Seit Kurzem sind aus der t. Besserungsanstalt Spe her
jehn jugendliche Sträflinge entsprungen. Es —X
Eijenstabe an den Oeffnungen vermehtt werden

feAltrib, 1. Sepi. Vorgefiern hal Bürgermeister Mod
eine schwere Schneegans geschossen. Jetzt schon Schneegänse — das
laßt einen srühzeitigen Winier erwarten,

f Saargemund, 1. Septemher. Die Preise der Lebensmitiel
sind hier in der letzien Zeit außerordentlich gestiegen. Man be—
jahlt beispielweise das Pfd. Butter mit Fr. 80 6. bis 2 Fe.
das mittelfeine Brod von 3 Kilo mit 1 Fr. 50 C.; im Allgemei⸗
nen haben alle Lebensmittel, selbst die Kartoffeln, einen Preis er⸗
reicht, wie sonst nur in besonderen Nothzeiten.

„ Der Bericht der Reichslommission aber die Erforschung der
Ursachen der Cholera xc. macht an erfier Sull⸗ darauf aufmertsam
daß über die Frage ob die Cholera durch Anstedung eder durdh
llebertragung von Dejeltionen le zterem Fal mitielbar der
unmittelbar, verbreitel werde, noch aicht endgiltig entschieden sei.
Namentlich haben zwei Faͤlle wahrend der Arbeit der NKommifsion
wobei vie Verbreitung durch Anstedung festgestellt war, den 8
obachtungen eine andere Richtung gegeben und die Konmission auf
enen objeltiven Standpunkt geführ. Man rühm!, daß der Vor⸗
sitzende, Professor v. Pettenkofer, von seinen eigenen persönlichen
Anschauungen abstrahirt und erklärt habe, den Eiagang weilerer
Wahrnehmungen für sein Urtheil abwarien zu wollen. Darüber
ist die Kommission einig, daß das Präservatidmittel der Desinfek
ion durchgängig noch nicht richtig angewendet wurde, und daß ein
Dauptaugenmerk darauf zu richten sei, daß künftig in allen Or.
schaften, mit Bestimmung gewisser Personlichkeiten zur Ausführunc
der Desinfeltion vorgeganen werde.

* Aus Rom wird der „IFrf. Ztg.“ erzählt: Die italienische

Fisenbahngesellschaft hat dem König besondere Waggaus —X
in deuen er die ganze Reise nach Wien und verlin durudi.
den wird... *.
Malta, l. Sept. Schiffe, welche von Marseille und
»on anderen franzöfischen Mittelmeer⸗Hafen kommen, haben ein⸗
drägige, und solche, welge von den Donaumündungen, dem
Schvarzen Meere. den oͤsterreichisch⸗ ungarischen Hafen,“ bon Ve.
nedig, von Hamburg und Umgebung und vom Golfe von Genin
lommen, eine 2Itägige Quarantaine durchzumachen. 7

Feine wissenschaftliche Expedition unter Leitung des Pro.
Fssors Hahen, welche das Felsengebirg durchforscht, hal einen
Berg entdedt, der nach dem Eliasberge in Alaska der hoͤchste Ver
in Nordamerika ist. Er ist nämlich 17,000 Fuß hoch, der Elias
»etg 17.900 Fuß. In Mexico gibt es zwei noch hoͤhere Berge
As der neu enideckte, welcher den Namen Holy Erofs GHeilige.
Aruz) führt, nämlich den Vulcan Popoeatapeil, 17,384 Fuß, und
den Orizaba, 17,337 Fuß hoch.

F Die Ballonfahrt nach Euroda. welche am 4. Juli von
Boston aus stautfinden sollie, ist zu Wafser geworden, weil man
ie Mittel, welche die Luftschiffer zum Bau des Balisns verlang
en, nicht aufbringen konnte. Newhork hat nun in ganz kurzer
Zeit die verlangten Mitiel vollkommen zusammengebracht, so deß
evt mit dem großten Eifer unter der Aufficht der —AXbI
Wiese und Donaldson an dem Ballon gearbeiten werd. Di⸗ Reise
ber den Ozean soll nun gan bestimmt in den ersten Tagen de
September von den obengenanuten Herren unternommen werden.
cobald die Idee aufgetaucht war, eine Luftballonreise nach En—
ppa zu unternehmen, so erschen auch in Rewyork ein⸗ Luftballon⸗
zainung (The Dailh⸗Graphie), in welcher die Luftjchiffahrt iberhaupi
ind das Für und Gegen das Unternehmen sehr interessant be⸗
prochen wird

— —
Gäckund Zufriedenheit ist in mehr wie X
durch Krankheiten stark heimgesuchte Fam lien dadurch wieder ein⸗
gekehrt, daß sie die ihnen in dem berüomten Buch⸗: Dr. Airy';
Naturheilmethode“ gegebenen Rathschlage befolgt und die Nraut
Jeiten beseitizt haben. Gewiß die beste Empfehlung dieses nmui
18 kr. lostenden Werles, welches in jeder guten Buchhandiung
vorräthig ist.

Mdea
F. X. Demey verantwortlicher Redacteuaur.
—Sà»M,//:ea

Lann nur Der sein, ve
—XX cher gesund ist. Gegen
Franeo FPinsendung von 7 Rricnνν
3 Xr. ist von der Vertuν— ιιι
Laremburq franco æu bezichen die Ate Aus-
lage des berũüumten, 160 Goiten starkon
ches: „Dr. Airy's Naturheisme-
thodo.“ Tausendo, welehe jahrelang sehreck ·
lien an Lungenschwindsuent, Krebsrchâden
Abzehrung. Drüsen, Flechten, Hämmorr-
hoiden, Bleichsucht, Nervenschwache, Gicht,
kheumatismus, Ppilepsio, ete. gelitton, wur-
den schnell * —3 dureh dieson
trenuen Bathgeber voun inren Leiden
befreit, selbst in Füllen, wo aue arztlicto
Hilfe vergebens war. Vorrãthig in jeder
—N?nmn Rnchhandlung

Bürgervereins-Kränzchen.
Am Mittwoch Abend Zusammenkunft bei
Joseph Koch.

—— —
Frankfurter Börfse
vom 5. September 1873

Feuerwehr⸗Montag
Peter HSeufßer.

Preußische Friedrichsdr.9 58/ 3914
bistole...356042
dollandische 10 sP. Stüde 532-2834
Ducaten 5 .. 334 35
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rẽnglische Souvereigns 11 47 -49
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Berichte von allen bedeutenden Plätzen, durch ausführliche und sichere Cours- und Borfe⸗
berichte, durch Mittheilung landwirthichafilicher Produktenpreise, Verkehrsnachrichten u. s. w.

DemLeben in Wissenschaft und Kunst sowie den geselligen Verhaltnissen in ein täglich
erscheinendes „Unterhaltungs Klait“ gewidinet, das, zum Binden eingerichtet. mit Titel und
Register versehen, jährlich zwei stattliche Bande umjaßt.

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»der deren Raum, mit 6 kr. — 2 Sgr.
Zu Zahlreichem Abonnement sowie zur Inseraten ⸗Einsendung ladet ein
Manndeim, 2. September 1878.
Die Verlagshandlung J. Schneider.
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Der Regenorator
(oder Lenenasweker)
seit Jahren das dewäͤhrtefte, beste
Mittel gegen allgemeine und specielle
Schwachezustände, Magengedärm und
Lebertrankheiten, Hämorrhoiden, Eng-
drüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten ꝛc.
jowie alle Krantkheiten, die don ber—
dorbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der Lebensweder be⸗
fördert die Vewwauung, reizt den Ap⸗
petit und briugt neue Lebenslust in
den erschlafften Nörber, er if beson⸗
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Flosche zu 1 fi. 10 kr.
20 Sgr. bei P. Zepp in S

Inabert.
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Redalnon, Drud und Verlag don J X. Dem⸗* in St ab·
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J—

*
*

*
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* 3*
*
—E —
32.55*
22 53 72—
3, 5387
—
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22 ꝰ—8—23—87*

—

2
1 *
7

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— 334
— *
—28*
5120*
2227T—
v
4
——
8522

22 22
2323 38

—2

8
2. 78*
— 22 S.
        <pb n="563" />
        HSl. Ingberler Anzeiger.

de Si. Jnabe er Vaheiger (und dat mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstags⸗, Donnerttagt⸗ und Sonntag

aidiet wbqhentlig vie vn a: Dienata a- e prag, Samsstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteliahrig 42 Krut. oder
i2 Subergr. Unzeigen werden mit 4 Krir. die dreisvaltiae Zeile Blatischrift oder deren Raum berechnet.

— — — —— — ——— —t e —rr — —

M 140.

Deutsches NReich.

Mänchen, 5. Sept. Der deutsche Kronprinz wird bei
einer am 8. b. Abends in Ankbach erfolgenden Ankunft von dem
sommanbirenden General des —AXX
Maillinger, empfangen und von demselben auf der Inspeltionsreise
hegleitei werden. Am 9. d. inspitirt der Kronprinz in Ansbach
— dem 5. Chevauxlegers⸗Regi⸗
Rent bestehende vierte Carallerie-Brigade; am 10. d. in Würz-
—V Bataillon des 9. Inf.⸗Neg. und wahrscheinlich
ut einige Batterien Artislerie; am 11. und 12. d. in Nürnberg
wo der Kronprinz am 10. d. Abends eintrifft — die aus
zem 1. und 6. Chevaurleger ˖ Regiment bestehende 3. Cavalerie⸗
trigade und die aus dew 14. und 15. Infant.“Keg. und dem 3.
Juger⸗Bataillon formirte 6. Infanterie⸗Brigade. Am 12. d. Nach⸗
ninags reist der stronprinz nach Amberg ab, wo er am folgenden
Tage die Inspizirung der aus dem 6. und 7. Inf.Reg. und dem
ẽ. Jäger⸗Bataillon destehenden 5. Inf.Brigade vornimmt und
ierauf nach Berlin zurückreist. — Nad einer Verfüzung des
Zriegsminisieriums dürfen für die Trainbataillone künftig keine
Remontepferde mehr angelauft werden. Den Bedarf an Reit⸗ und
Zugpferden haben dieselben von nun ab aus der Zahl der bei den
adbalerie⸗ und Feld⸗ Artillerie⸗Regimentern zur Ausrangirung ge⸗
angenden Pferde zu deden. (N. C.)

München, 6. Sept. Der Köonig hat in der Absicht, die
Unfotdervngen an Studirende zum Eintritt in den einjährig frei⸗
— anderen deutschen Staaten
zeftellt n Anforderungen in thunlichsien Einllang zu bringen, ge
Jehmigt, daß statt des bisher verlangten Besuches der 2. Gymna⸗
jaillasse und der 4. Klasse dez Cadettenlorps der Besuch der 1.
Bymnasialklasse, beziehungsweise der 8. Klasse des Cadetenkorps
sum Rachweis der wissenschaftichen QOualifitation für den einährig
jteiwilligen Dienst hinreichend sei.

Mänchen, 7. Sept. Der Obermedizinalausschuß hat am
3. dä. Abends im Beiscin des Ministert des Innera eine Bera⸗
hung gehalten und, wie der „Allg. Zig.“ gemeldet wird, sich
sehr entschieden dagegen aus gesprochin, daß unter den gegen⸗
wartigen Sanitätsverhältnissen der Hauptftadt der Landtag einbe⸗
tufen werde.

Muünqchen, 7. Sept. Der Koͤnig richtete an den Kron⸗
prinzen des Deutschen Reichts eine Einladung, anläßlich seiner In⸗
petslonsreise die kol. Schlösser in Ansbach, Würzburg und Nürn ⸗
berg als AÄbsteigequartiere zu benußen.

Mänchen, 7. Sept. We zur Zeit bestimmt, würde der
König von Jialien auf der Rücreise von Berlin durch Bayern
iber Munchen reisen. Ob derselbe daun in unserer Stadt Aufent⸗
halt nehmen, oder nur durchreisen wird, darüber scheint noch nichts
hestimmt zu sein.

— Vom k. Oberslallmeisterstab wurden dheute 6 Equipagen
und 832 Pferde nach Ansbach gesandt, um sowohl in dieser Stadt
ala in Wurzburg lund wohl auch in Nürnberg) dem deuischen
—XX Inspektionen zur Verfügung
gestellt zu werden.

Beri inn. 5. Sept. Das Gineralpostamt hat soeben ver⸗
sͤgt, daß die dsierreichischen Vieriel Gulden von der Postanstalt
bdit auf Weiteres wieder in Zahlung anzenommen werden.

7Wie die Voss. Ztig.“ aus unterrichteter Quelle erfährt,
der König von Italien am 28. September in Berlin ein⸗
reffen. —

— Graf Moltite weilt mit dem großen Generalstabe in Bre⸗
men, wo die Bürgerschaft ihm zu Ehren Festuchkeiten veranstaltet.
Dats Personal des großen Generalstabes besteht aus einem Ob ist ⸗
ieutenant, eilf Majoren, sechs Hauptleuten und einem Corvelten⸗
sabitan. Der Generalstab wird die untere Wesergegend und auch
zie Rordseeinseln besuchen.

Wien, 7. Sept. Man erfährt, daß der Kön'g von Jialien
ertitz am 17. d. zu diertägigem Aufenthalt hier eintrifft.

Frankreich.

Parus, 4. Sept. Die Reise Nicior Emanuels nach Wien
zat in der Finozwelt einen lebhaften Eindruck hervorgerufen.
Hankiers, welchen ais notorische Partisane derd usion belannt waren, er-
larten heute, daß die rohalistische Resiauration unmoͤglich geworden sei.

P'aris, 7. Sept. Das deuische Oberlommando ertheilte
jesiern die auf die Räumung Verduns bezüglichen Befehle. Voll⸗
dandige Räumung wird vor dem 15. bis 20. September nicht
noͤglich sein.

Der ‚„Français“, das ofsizielle Organ der franzdsischen
Kegierung, behauptet, nach ihm zugegangenen Mittheilungen werde
a diplomatischen Kreisen Berlins Prinz Reuß als der Nachfolg er
des Grafen Arnim für den Paxiser Boischafterposten bezeichnet,
pahrend der Minister Graf Eulenburg zum Botschafter in Peters⸗
hurg ausersehen sei.

Spanien.“
Madrid, 6. Sepibr. Es heißt, Espartero würde zum
Beneralissimus der Armee, Serrano zum Chef der Nordarmee.
Manuel Concha zum Chef der catalonischen Armee ernannt wer⸗
»ꝛn. Madrid ist rubig.
Madrid, 7. Sept. Castelar wurde mit 133 Stĩmmen
zegen 67, welche Pi erhielt, zum Präsidenten der Exekutivgewalt
gewählt.

Amerika.

Newyork, 83. Seyt. In Havanna ist, wie von dort ge⸗

neldel wird, eine Versammlung des republikanischen Clubs aufgelöst
md die Verhaftung von 40 Mitgliedern desselben vorgenommen
vorden.
BVBo cd *

4 Das Bezirtsamt Homburng hat in einem Rundschreiben
an die Bürgermeisterümter allen Gemeinden seines Bezitks dringend
an's Herz gelegt. die Gehalte der Lehrer aufzubessern, damit es
noglich werde, küchtige und ausreichende Lehrkräfte zu gewinnen.
Namenilich erwartet man,“ heißt es in dem Rundschreiben, „daß
der Gehalt der Lehrerstelen in denjenigen Gemeinden, in welchen
er das gesetzliche Minimum nicht übersteigt, erhöht, der Gehalt
ammtlicher Schulverweserstellen von 230 fl. auf wenigstens 300
I. aufgebessert, die Lehrer für ihre Nebenfunktionen entsprechend
sonorirt, die Bezüge für Versehung des Kirchendienstes nicht in
zen Gehalt eingerechnet und den Lehrern für Neinigung und Be⸗
Jeijung der Schullokalitaäten ein genüügendes Aversum ausgeworfen
dird.“ Ein gey'gendes Aversum! Manche Gemeinden fassen die
Sache freilich so auf, daß sie für dergleichen Verrichtungen Beträge
don's bis 12 Gulden auswerfen; ja es gibt eine Gemeinde,
velche für das Versehen des Kirchendienstes einen ganzen Gulden
cdhrlich gewährt!

F In Bledesbach bei Kusel brannten am Samstag Vormit⸗
ag (6, Sept.) binnen einer halben Stunde 6 Häuser, 6 Schennen
uind mehrere Nebengebäude ab. Das Feuer war in dem neben
em Squlzause gelegenen Feich'schen Hause ausgebrochen. Das
Schulhaus konnte gerettet werden. Mehrere Familien sind, da sie
Nichts versichert hatten, hart betroffen.

Berlthin, 7. Sept Heute Vormittag ist ein neugebau⸗
ses, schon bewohntes Haus in der Nilolaivorstadt eingestürzt.
Mehrere Peisonen sind dabei verunglüdt.

— In Lancafter, Pennsylvanien, wurde in Folge einer Welle
in zwei Stod hohes Gebäude binnen 14 Stunden aufgebaut.
Die Malerialien waren bdereit und gegen 100 Arbeiter begannen
Morgens um 6 Uhr mit der Arbeit. Das Haus ist 20 Fuß
zreit und 30 Fuß tief und enthält 8 Wohnzimmmer. Um 2 Uhr
30 Minuten verließen die Maurer das Gebäude und dann ar—⸗
zeiteten Zimmerleute, Tischler, Glaser und Schlosser bis 8 Uhr
Abends, zu welcher Zeit das volllommen fertige Gebäude dem
Figenthümer ühergeben wurde.

4. A. Demeß. verantwortlicher Redacteunr.
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        Bekanntmachungen.
Mobilien-Versteigerung.
Montag den 15. Septembr 1873
Nachmittage um 3 Uhr, dahier im Hause
der verleblten Eheleute Johann Woll wird
mit der Veisteigerung der zum Nachlasse
der Eheleuse Johann Woll und Mari«
Lauer gehoͤrigen Mobilien fortgefahren
und kommen zum Ausgebote:
dwgeschliffere Bittlade mit Rollen, 1
xunder Tisch von Eichenholz, 2 Tische
von Tannenholz, 1 Nachttisch, 1 Schüssel⸗
schaft. 1 Küchenschrank, 1 Wiege, 1le⸗
derner Reisekoffer, 1 Reisetasche, 1 Wand⸗
uhr, mehrere schöne Bilder, Mannslleider,
Jneuer Hut mit lederner Hutschachtel,
Buͤgeleisen, eisernes Kochgeschirr und
5*

Porzellan, 1 eiserner Kohlenkasten mi
Schippe, 1 Hegescheere, Säge, Beil,
Hammer, 2 Ninderstühlchen, Stühle, 8
Matratzen aus Seegras, Manns⸗ und
Frauenhem den und sonstige Gegenstände.
Horn, kgl. Notar.

Ein grautreinjähriger Schä-

serhund, mit gestutzten Ohren

inem hellen Streifen an der linken Nasen.
eite, 2 weißen Vorderpfoten, mit breiten
edernen Halsband mit einem Stahl⸗ und
do. Kupferring, hat sich am letzten Dienstag
verlaufen. Wer Auslunft über den Hund
zu geben verwag oder denselben seinem
Figenthümer Joh. Lang, Hirt zu Schnapp
hach zurückbringt, erhält eĩne gute Belohnung
VCaarorücren, — —D— —
Küensrluicher Dünge
aus der
Landwirthschaftlich chemischen
Fabrik vvn
GEORG OARIL ZIMMER

44 *3* 4.

Silberne Medaille.
Karlsruhe 1861
xẽhrenv. Ecwähnunt
Loudon 1862.
Medaille.
Hamburg 1868.
Ehrenv. Erwähnnng.
Mannheim 1868
Medaille.
Köln 1865.

Silberne Medaille.
Straßburg 1866.
Medaille.
Genf 1866.
Zwei Medaisllen.
Paris 1867.
Silberne Medailse.
Zaarlouis 1867
Zwei Medaillen.
Karlsruhe 1869

1n
AI A
Kali- und Magnesta-⸗Dün-
ger⸗Fabrik in Staßfurth.
Unter Controle der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchsstationen.
Knochenmehle, roh und gedämpft,
Superphsphate, in allen Sorien,
Kali- und MagnefiaPräparate,
Ammoniak Superphosphate, als bester Ersaß des rothen Peru⸗Guano,
AX
Sämmtliche Dünger werden in altbewährter, vorzüglichster Qualität und
unter voller Garantie des Gehaltes geliefert.
Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichuung seines Inhaltes und der Firme
Georg Karl ZTimmer im HMaumlaeim versehen.
Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten.
Wegen allem Nheren deliehe man sich an die Fabrik in Manuheim oder an
deren bekannte Verkaufslage zu wenden.

Frankfurter
Pferde-Markt-Lotterie
mit Genehmigung hoher Regierung.
Ziehung am 22. Oktober d. J.

Bei dieser Lotterie kommen 9 elegante Equipagen mit 4 und
2 Pferden bespannt, 1 feiner Schlitten mit 2 Pferden, 60 der
schönsten Reit- und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
deren sehr werthvollen Gewinne zur Vertheilung. Zu dieser allge⸗
mein so beliebten Lotterie versendet der Unterzeichnete Loose incl.
Porto und Spesen bei NUebersendung der resp. Gewinne:

1Loos für 1 Thlr. 3 Sgr. oder fl. 2. os kr.

6 Loose — 7 v * — PR * 12. 15 ⸗
gegenEinsendung des Betrages oder per Postvorschuß. Jeder
Theilhabez exhält nach der Ziehung eine Gewinnliste franco und
gratis übersandt durch das Handlungshaus von

Aoh. Geyxer in Frankfurt a.M.
N.B. Da in der Regel die Betheiligung bei dieser Lotterie eine ungemein

starke izt, so wolle man Besiellungen baldign machen, um allen

Wunschen genügen zu können.

—
— ⏑⏑ ⏑ ⏑——

X

Der dritte Stock meines
nuen Hauses mit 8 Zim—
mer, ganz oder getheiu, s
zu verwiethen.
Auch sind mehrere möblirte Zimmet so
Herren abzugeben, mit oder ohne Kost.
Ebenso ist in meinem alten Haufe daß
Wirthelokal nebst 2 Zimmer im zweile
Stoch, Küche und Stallung zu vermiethen
—XRAÆD Gaftwirth
rste Qualität
4 b 32
Limburger Käse
sind wieder eingetroffen bee
F. Zepp.
WCivilstand
SEt. Ingbert pro Mona
August 1875383.—
Seboren wurden ?
Am 1. Jakob, S. v. Wilhelm Schmidl. Auguß
S. d. Gustav Adolph Kitteibexrger. Cu
e betha, T. v. Johann Grell.
2. Deinrich Ludwig S. p. Sudwig Rupperi
4. — S. v. Bernhard Ressler. *
6. Auguft. S. v. Michael Ritter. Philipp, S
v. Philipp Herbig.
—A
7. Rosa, T. v. Franj Buser.
O. Maria, T. p. Carl Harih. Joseph, S.d
Beorg Schmelzer.
10. Heinrich Sv. Heinrich Xylander. Marie
Anna, T. v. Georg Stachel.
II. Helena. T. v. Adam Kohler. Johana, S
v. Jahtob Eifler. Julianng Catharina
T. v. Peter Bed. Philipp, S. v. Joham
Nitolai.
13. August, S. v. Anna Kaffitz, ledig.
14. Maria, T. v. Michael Weber. Katharing
T. v. Carl Hooß. Georg, S. v. Helene
Jene ledig.
15. Maria, T. v. Theodor Neininger.
17. P.ilipp, S. v. Michael Mai.
18. Cugen Ludwig, S. v. Ferdinand Wende'
Oberhauser.
19. Catharina, T. v. Jakob Stief.
21. Johann, S. v. Joseph Abel. Joseph, S. v.
Ine Danzer. Rikolaus, S. v. Johanp
iehl.
22. Maria, T. v. Jakob Engel.
26. Rilolaus, S. v. Peter Sander. Heinrich, S
v. Philipy Weber.
27. Maria, T. v. Johann Adam Fischer. Cad
Albert, S. v. Jakob Jost. 4
29. Maria; T. v. Joseph Schwarz. Johann, S
v. Johann Buchheit. Johann Wilhelm
S. v. Wilhelm Schwenold. 9—
Gestorben sin d
8. Carolina, 4 J. alt, T. v. Franj AKlein
Christian, 4 M. alt, T. v. Christian Hein
8. Josephine, 7 M. alt, T. v. Karl Horst.
8. Dorothea, 5 M. alt, T. v. Heinrich Hien
14. Peter Joseph, 1J. M. all, S. v. Joseph
Hauck. 7 Veronika Klein, 68 J. alt
Wittwe v. Andreas Fischer. 238
16. Johann, 43. 7 M. alt, S. 2Heinrich
Kunz. Magdalena, 4 M all, T. v. Jo⸗
hann Schwarz.
17. Aarolina Greß, 44 J3. alt, Wittwe von Jo⸗
hann Kurz. Frang Emil, 8 Mäalt, E
v. Maria Sand, ledig.
18. ve Dgin 56 J alt, Ehem. v. Catharin⸗
anster. *
22. 2 M. 20 T. alt, T. v. Nikolaut
ung.
28. Johann, 5 W. alt, S. v. Joseph Hager.
25. Joseph, 4 T. alt, S. v. Joseph Danzer.
26. Jalob Stauner, 67 J. aĩlt, Ehem. v. Bar
bara Peters. 1
27. Maria Becder, 738 J. alt, Witiwe w Johann
Weis. —— J
28. Magdalena Litzenburger, 66 J. all, Witmwe
d. Anton Rees. V
31. Maria 5 J. 8 M. alt, T. v. Zoseph Siolz.
Johann, 1. J. al. S. v. Jobann Echen⸗
ß kelberger.
Verehelicht haben sich?
7. Jakob Stegner mit Piargaretha Kennerhnecht.
Christian Reppert mit Louise Gunther.
16. Johann Gudelmus mit Anna Maria Schmidt
Jatob Kreischer mit Catharina Nagel.
26 Georg Jung mit Maria Catharina Echmitt
28. Peter Lembert mit Carolina Schwan.
St. Ingbert, den 6. Septeinber 1878
Der Cpilstandäabeame Ehandon
*
Nehaktinn Druck und Morsl⸗g nop * F Doweerrn St Inabert
        <pb n="565" />
        *8.28
* 55335 2 222235
* *
* 282 —
3 * 5325823 555252383
25* —828* 32 22 535555335325 —3—
* 232232 2 —e— 35*3 72z7 — 282 5232 2825
25387 5* — —3357 535333535355
7 58 32822* 2 — 25 E”ES 23— 55538 *
24528 A —— — 552 233558 3
z3532 — —— 38 2352538 28 —33853338 5k5 —
⸗ * 3 31 — — 3 s 2252 * 2258 — 2723* ——
8 822 * 2 —A — 8 —— 38*—*838
83 227 22 557 538383852 ——A
—33355 — D 3233*5326 53552355 —A
5838 55 4 — 3 — —* ——— — 28 3533553355 538
55232538 5322 2 33 88 25 2328* —5z35533856233558
733 55* 57363232235 5535* —33233233353823 52555
22 8·* — — * — — 282 523258 — 57* —
25 5 23 52 — 2 — — 528 5* S 2
233328 323223 3 *z23853z5—3—5
72*5383 538538532 5253 3238*5* 2z237538 22335—z2
58 255 —A— 55353338 *52 —— 28 —* 5
2 5 25 7 G* 2 2 22 32323* 28EE67
822 * 855535 — 5 * 522* —— 38 —X
23327 — — 25382 —cWV 3* 22285 —A * 2335 — —*
52535*235 22 55 533 —A 22 — 38 —E — 25
3 —— —3E9061 5353 ** S 3385
33—828 38 —A * 32222 22 28 — —— —522,5*
525522 3,3 528 253 5532535532* — 5233—38
3 —567* — — 7 555332533 3333* 322* 555525
8255 —2236* — —— X E — 2 575 —z 5337 — 5325 EKñ8
— — 32 2.2782 — 251553535 8
2 222 —*3
5325555 —— 3333 873335 *
33 253* 1555 257* 555 23333355335 2 A 522353 7
— 538 3353
— 3 22 * — 233 55 2 ‘ 2B8 2—
m25e258 — 2— —22 2 533552332*
2 — GOge 5333 —
5* — 233 33
—————⏑— — — — 283822 ——328
S MS 53525 2752323*
3385225 22 XAXX *
8 —z325382
53982
—

X
55 55— ———283——3—3253—535———333 — 56323 ——528 53 545
233353 — 884 55335 533555 53852*
57 * &amp; —— 7 — 3 — —8 52 a
* 823 “ev * 2 258 5 28 I 2 — — *— 58 — * 3
2335 0ä * » 883238*282— * 22 — 12353 *
z32z2235 353—3 —5 3 —3—5 3352383 53555 5
57 5 8885 —22 —— 235 33E35 545583 355
2588 2888838 —— — —33 ——7 3 588573
5824—02 58 E.E35 »5755 55 —75— —* 222 2553
3833 7z32832 3 3 32335 8333383 32358
253 55 — 23282 255 228 573* 2 222 225 25 1—
235*58 33 328 25722 2532253 5686558
—— — 3 28253 5 3* 3722 8
2275,5 3223— —— —— 533535 5565
555523 33 53 3—3 233 338533 53—3 532
—— 55— *— 86 5255532 83735—3*
—55 3 3823—5 —35735555256855 J 3335 533328 28
23333 53755 533 37
3 * —— * 222 223 582 5322.252 8. —
88* 8 58 2 —5— —A 5* — —A — —5. 20
23 — — —— — 83 55* — —2 — 8
z553383 338 s 2z3333375575 583323 5*3233
25 2* 2* —— 53383552— S 2—vES B2228 —— —
5389—5 —A— 5252E 38 22 5 28* * * 553537
* 8 5 — 25ESE — *8* —38385 2825 —
5228 ——— — — 532328—2 5S13*257
—X 3 57 —3 ——— 5——333 —— —2— —232. 3332
A ——— 52—8—— —A 2 32 — 28 —x 238 2*. * 28 3 5 *

2 —z—2 * 259 — A
335353 3 3 3 83345868
— ———— 5 525 — 223 52 —2 32 22 D ę * * —*7 —7 2 25
3238* — —A— —A 2237 — 55 2 Z 23—2 — 5232 ——e
3 —6 5s62— 5

22
253523
3337555375
8355553353563883*
33558 2235 5235323533 —
* 2222 — 32— 33* ——— — J
3335z3353—3863558 1232 38 — 53
587 * M 7T — 5⸗22 2538 2 —
525335 —523 *4 — * ——— 2* 3z353232
e 23577 —— 135533323335 39
— D — * — — 2 3 5 F *
3 ——— —— —53554
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        Hl. Ingberler Anzeiger.

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de St. Fuaderter Tuteiger (und dat wmit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dientlags·, Douneretagt · und Sonntag⸗
ummer erlcheint wochentlich viermal: Dienstage Donnerstaag, Samsetag und —A
12 Sülberar. Anzeigen werden mit &amp; Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
Donnerstag, den 11. September
K141.

138873
—*

Dentsches Neich.

Munchen, 9. Sept. Der Kronpruinz des Deuischen Reiches
zat die ihm zur Verfügung gestellten königlichen Equipagen und
pferde dankend abgelehnt. — Gestern sind 20 Erkrankungen und
JJodesfälle an der Cholena vorgefallen. ( Die Gesammtzahl beträgt
ummehr 830 Erkrankungen und 3602 Todesfälle.

Manchen, O. Sept. Zu Anusbach hielt der Kronrinz um
d uhr die Inspektion der Ulanen-Brigade auf dem Exerzierplatze
b; dann fand die Besichtigung der Heilbronner Klosterkirche statt.
ibends war Serenade und Illumination.

Mümnchen, 9. Sept. Das Oberoppellationsgericht hat —X*
lichtigkeitsbeschwerde der Adele Spitzeder als unbegruͤndet verwot
Das Sawurgerichtsurtheil hat demnach Rechtstraft.

Ausbach, 9. Sept. Der Kronprinz des Deutschen Rei⸗
geg ist gestern Abend hier eingetroffen und von einer nach Tau⸗
enden zͤhlenden Menge begrüßt worden. Die Stadt war reich
zeslaggt und zum Theil illuminirt. —AVD—

Der junoste Jahresbericht des Stullgarter Gewerbe Vereinb
ningt nachstehende Ueberlicht über den Betrag der Gemeindesteuern,
hicher in verschiedenen groͤßeren deutschen Städten auf den Kopf
er Bebolkerung entfält:

deren Dankgefühls darin erkennen, daß Ich Ihnen heute den
chwarzen Adlerorden in Brillanlen verleihe! Wilhelm.“

Witsen, 7. Sep. Das „Telegraphen-Correspondenzbureau“
erfährt aus authentischer Quelle, daß der König von Italien bereits
am 17. d. zu einem viertägigen Aufenthalt hier eintrifft. (T. N.)

Frankreich.

Paris, 9. Sept. Eine Note des „Journal officiel“ theilt
nit, daß der Skaatsschatz am 5. Sepi. 263, 466,000 Fres. an
Deutschland abgeführt habe und die Zahlung der striegsentjchädi⸗
ung zum Abschluß gelangt sei. Das „Journal officiel“ fügt
nzi, vdaß der Schatz von dem ihm durch die Baut von Frand⸗
zich eröffneten Credit von 200 Wiillionen in baarem Gelde nat
56 Millionen gebraucht habe, nachdem im Juli und August de-
rächtliche Einzahlungen auf die letzte große Anleihe stattgefunden
sätten; der Gefammtbelrag der bis zum 1. Sept. erfolgten Ein—
ahlungen beziffere sich auf 3 Milliarden 795,000 Fres. Das
Journal officiel“ constalirt feraer, daß das Geldagio nicht ge⸗
tiegen sei.
rmidttes.

F Zweibrücken, 6. Sept. Die Vorbereitungen zum landw.
Feste shreiten rüst g voran; die Gegenstände zur Verloosung sind
angekauft und bilden zusammen eine sehr stattliche Ausstellung.
Muͤ Recht wurde darauf Bedacht genommen, weniger große Ge-
winnste anzukaufen, wodurch es möglich wurde, den Kaäufern von
doosen die doppelte Anzahl Treffer in Aussicht zu slellen. Was
das Rennen betrifft, so sind die Arbeiten zur Tribüne und der
Rennbahn bereits vergeben. Wir sehen nun mit um so größeren
Erwartungen dem dierjährigen Feste entgegen, als die Gesundheite
perhältnisse in der Stadt und Umgegend notorisch eben die aller⸗
Jünfstigsten sind. In em wir diesen kurzen Bericht erstatteu, laden
dir das groͤße Publikum zum Besuche der Gewinnste-Ausstellung
zie sich in dem Fruchthallsaate befindet, mit dem Bemerken ein,
zurch recht fleißiges Kaufen von Lousen das im Interesse der All-
gemeinheit ins Leben gerufene Unternehmen indirekt zu unterstützen.

Zw. Ztg.)

p Auf der Wiener Weltausstellung erhielten die Verdienstme—
daille folgende Pfalzer: Das Eisenwerk Kaiserslautern, Gebt. Adt
n Ensheim, Brück in Landau, Escales in Zweibrücken, Fahr in
Birmasens, Görlich daselbst, Gebr. Kaiser in Kaiserslautern, Pfaff
haselbsi, Schlotterer in Speyer, Vopelins in Schnappbach und
andwirthschaßliches Kreiskomite in der Pfalz. Anerkennungs diplome
rhalten Goörlich in Pirmasens, Heydenrcih und Butterfaß in
Z nstadt, Gebr. Krämer in St. Ingbert, Lindner in Waldfisch⸗
abd, Martin in Landau, Niederhöfer und Söhne in Edenloben,
Zaame in Ludwigshofen, A. Schneider in Pirmasens.

F Ludwigshafen, O. Sept. Das Bürgerme steramt gibkt in
den hiesizen Lokalblättern, sowie in den Mannheimer Zeitungen
betannt, daß in Folge höherer Weisung auch hier der Spätiahrs⸗
narkt nicht abgehalten wird. n

Neustadt, 9. Sept. Gestern geriethen hier zwei Bruder,
velche als Zimmerleute disher bei dem Neubaue der Dassieur'schen
Malzfabrik beschärtigt waren, während des Mittagessens in Streit
ind versetzte einer dem andern einen lebensgefährlichen Stich in
den Unerleib. Am Aufkommen des Verwundeten wird gezweifelt

f In Sp her wird soeben eine von der kgl. Regierung ange⸗
xdnete Äusstellung von Schülerarbeiten aus den Oberklafsen der
„fäͤlzischen Volksschulen in einem Saale des Volksschulhauses be⸗
vberisteütigt. Circa 24 Schulen aus Stadt und Land der verschir⸗
densten Gegenden der Pfalz haben Arbeiten dazu eingesandt. gu⸗
leich soll damit eine Ausstellung von Lehrmitteln verbunden werden.
Die feierliche Erdffnung dieser Ausstellung soll gegen Ende dieses
Monats stattfinden.

4 In Landau kamen in den letzten Tagen 4 Fallimente vor;
die Betreffenden sind fJüchtig und man glaudt, daß sie mit bedeu⸗
enden Summen nach Amerika gegangen sind.

Bevöllerung.
inwohner.
290 000
89,000

O * 900

3

8

Steuerbetrag
üf den Kopf.
Thlr. 18 Sar.

Bexlin 1 870) 5 cire⸗
Breslau (1869)
München (1870)
Stuttgart (1870)
Leipzig (1869)

b) 4din (1868) R

RKonigsberg (1870) 000

8) Dresden (1870) 70.000

9 Nürnberg (1869) 80,000

10) Danzig (1870) 90,600 22133

ih Meannheim (18700, 86000 203

12) Karlsruhe (1867) , 82,000 2 ,10,

Ju bemerken ist dabei, daß in München und Rürnberg keine
esondere Armensteuer bezahlt wird, die in den meisten der oben⸗
enannten Städte nicht unveträchtliche Summen entziffert. In
hürnberg z. B., wo früher besondere Armenpflichtbeiträge bezahlt
vunden, die seit Einführung der neuen Gemeindeordnung wegfielen,
iimmt der Bedarf für die Armenpflege nahezu die Hälfte der
lädtishen Umlagen in Anspruch.

Straßdburg, 9. Sept. Heute sind auf Requisition des
anzösischen Oberprokurators von Luneville die Herren Jeremias
nd Kretichmer von hdier, welche bekanntlich am 31. August in
dunebisle vom Pöbel auf das schmählichste mißhandelt wurden, in
begleitung eines Polizeilommissärs dorthin abgereist. Hoffen wir,
uß die stanzösische Behörde jetzt die Enetgie gefunden hat, ihre
Daßtegein dei Ankunft der gerichtlich zu Vernehmenden so zu
gessen, daß eine abermalige Insulte nicht wieder vorlommt. Un⸗
nöglich wäre es nicht. (Niederrh. K.)

Berlin. Das Kriegsministerium hat mehreren französischen
davalleric⸗Offizieren die Erlasbniß ertheilt, den Kavallerie-Manövern
es Gardelorps bei Jüterbog beizu vohnen .

Berlin, 9. Sept. Die „Norrddeutsche Allgemeine Zeitung“
arcöffentlicht zwei allerhöchste Kabinetsordres vom 1. und 2. Sept
mn den Feldmarschall Grafen Moltke, durch deren ersse „in Erfüll—
ag wärmster Dankespflicht und lebhaftester Anerkennung“ dem
lraßburger Fott Nr. 2 der Name „Fort Moltke beigelegt wird
nd deren zweite lautet: „Ich spreche Joͤnen bewegten Herzens
Veine Glückwünsche zu den erhebenden Gefühlen aus, mit welchen
dit der Feier des heutigen Tages beiwohnen werden. Sie bliden
vute auf drei Kriege zutück, in denen unsere Fahnen von Sieg zu
Sieg gingen, in denen Ihr Rath und Ihre Anjicht sich jederzeit
twahrten, in denen Sie Ihrem Namen eine hohe Ehrenstelle in
Geschichte und der Erinnerung der ganzen Armee für immer
cherten. Mögen Sie die äußere Bethätigung Meines lief empfun-
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        f Der Schlosser und Schwimmlehrer Friedrich Hitschler von
Landau hat kürzlich zwei 17jährige Jüngliage in der dortigen
Schwimmschule mit Selbstaufopferung von dem Tode des Ertrinkens
errettet. Tieek. Regierung bringt diese edle Handlung im Amtsblatt
zur oͤffentlichen Kenntniß.

F München, 7. Sept. Wie uns mitgetheilt wird, hat der
König das Todesurtheil, welches der oberpfälzische Schwurgerichts .
hof unterm 23. Juli d. J. gegen den fünffachen Mörder Xaver
Marchner verhängt hat, bestätigt.

r Fürth (bei Nürnberg), 9. Sept. Gestern Abend ist die
Brücke zusammengestürzt und sind 4 Personen getödtet und 69
verwundet worden.

7 In Marnheim ist ein Streil der Metzgerburschen ausge⸗
brochen, der, wie dem „M. J.“ von achtenswerther Seite mitge⸗
theilt wird, ganz ungerechtfertigt ist. Die Burschen verlangen pro
Woche 1fl. Lohn mehr.

7 Darmstadt, 8. Sept. Vorm. In der Stadt Bensheim
wülthet eine beftige Feuersbrunst. 28 Häuser sowie viele Scheunen
und Stallungen sind abgebrannt. 2 Häuser brennen noch, eines
wurde niedergerisssae.

r Mainz, 7. Septi Ein Arbeiter, Spengler, beabsichtigte,
seinen Vater, welcher sich seiner Heirath wödersetzte, zu tödten und

befestigte deühalb auf die Schienen der Eisenbahn zwischen hier und
Niederingelheim kurz vor Ankunft des Zuges, auf dem fein Vater
fich befand, ein schweres Stuͤck Radeisen. Wenig fehlte und de
mit 800 Passagieren besetzte Zug wäre an dieser Stelle, unmin
bar auf einem hohen Damme, entgleifte 33

F Im Flusse Itchen (in Southumpton) wurde dieser Tagt
ein Wallfisch gefangen. Er ist ungefähr 8 Fuß lang und win
ca. 80. Cir. Er folgte einem deutschen Schiffe ungefahr Jeein
Meile die Jichen hinauf, worauf eine Anzahl Arbeiter in Voln
ausging und ihn nach dem seichten Wasser trieh, wo er harpumn
und getödtet wurde.

F New⸗-VYork, 7 Sept. In Galveston, Houston, Schrededor
wüthet das gelbe Fieber auf's heftigste; die Einwohner flichen,
Beschäfte liegen darnieder.

F Havannah. 7. Sept. Ein Häuserviertel auf Plaza Vapo
wurde durch eine Feuersbrunst zerstoͤrt. Es gab dabei 20 Todu
Der Verlust wird auf acht Millionen geschätzt.

Halifax. 7. Sept. In Folge des letzten Sturmes sind
56 Schiffe bei Arichat auf der Insel Cap Breton (Canada) ge.
scheitert.
— —
FJ. X. Demetz, verantworilicher Redacteur.

—

Bekanntmachungen.

8
vautschukRegenmanto
auf feinem Orleans, zum Doppelt tragen, mit gutem Schnitt, sind wieder ir
allen Größen eingetroffen bei

⸗».
Haus-⸗Versteigerung
Samstag den 13. September l. J.
des Nachmittags um 3 Uhr, zu St. Ing—
bert, in der Behausung des Metzger Jalob
Schwarz;, lassen die dafselbst wohnhaften
Ehe⸗ und Metgerleute Franz Weißger—
ber und Elisabetha Klein auf langiährige
Zahltermine öffentlich zu Eigenthum ver—
teigern: I
1Dez. Fläche, enthaltend ein Wohn
haus mit Anbau, Schlachthaus,
Keller, Hofraum und sonstige Zube⸗
hörden, gelegen zu St. Ingbert in
der Kohlenstraße, auch auf Höf—
hen genannt, neben Blechschmied
Scherff und Uhrmacher Cammerer.

Bis zum Versteigerungstage wird dieses
Immobil auch aus freier Hand verkauft.

Das Nahere auf dem Geschäfts und
TFonsultatione bureuu LE. Bechthold in
St. Juabert“. —

Das bis jetzt von Herrn Thierarzt Wei⸗
gand bewohnte Logis ist bis 1. Oltober
d. J. wieder im Ganzen oder theilweis zu
vermiethen. Gebr. Stief.

Auarl Schanelea.
* — — *
Die Wormser Akademie für
x y
WBierbrauer &amp; Müller
beginnt ihr Wintersemester am 27. Oktober.
Etudienpläne und Auskufft
durch die Direktion
Worms a. Rh. 2Dr. Acohneider.
E — —— . — ö—
Manuheimer Zeiͤtung
Neuer Mannheimer Anzeige. —

Diese täglich 2mal erscheinende Zeitung steht reichsstreu auf dem Boden der Tha
iachen und huldigt dem Fortschritte auf allen Gebieten des dffentlichen Lebens. J

Der politische Theil, durch bewährte Redallkeure geleitet, bringt in Leitartikeln, Corr⸗
spondenzen, Telegrammen eine vollstandige Uebersicht der thatfächlichen Verhältnisse.

D'e HandelsZeitung dient in unparteiischer Weise dem Geschäftsleben durch gedlegene
poltswirtbschaftliche Abhandl!ungen des hierzu be, onders aufgeftellten Redakteurs, durch direlie
Berichte von allen bedeutenden Pläten, durch ausführliche und sichere Cours- und Boͤrsen
zerichte, durch Mittheilung landwirthschaftlicher Produktenpreise, Verkehrsnachrichten u. s. w.

Dem Leben in Wissenschaft und Kunst sowie den geselligen Verhältniffen in ein täglich
erscheinendes „Unterhaltungs ⸗Vlait“ gewidmet, das, zum Binden eingerichtet. mit Titel und
Register versehen, jährlich zwei statiliche Bände umfaßt.

Der Abonnemenispreis beträgt für die Monate Oktober, November und Dezember
Infl. 30 kr. im Verlage, wozu auswärls noch der Postaufschlog kommt. Alle Po flanfiallen
neymen Aufträge hierzu an.

Anzeigen, denen eine wirlsawme Verbreitung sicher ist, werden berechnet, die Pelitzeil
oder deren Raum, mit 6 kr. — 2 Sgr.

Zu Zahlreichem Abonnement sowie zur Inseraten · Einsendung ladet ein

Mannheim, 2. September 1875.
Die Verlagshandlung J. Scheider.
Kühfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Quib
18 kr. Kalbfleisch 16 kr. Hammelfleish
20 kr. Schweinefleisch 22 kr. Butter
ber Pfund 36 kr.

. IIc
ist wieder eingetroffen bei
Sritz Banzerbieter.
— a BB Q Icr.
zur Verloosung beim Landwirthschaftl. Fest
in Zweibrücden am 20. und 21. Septbr
nächsthin sind zu haben in der Exped. d. Bl.
Morgen Schluk des Verkaufs hier.

2103

aiser lautern, 9. Ser! Ar. (Frucht⸗
Mittelpreis.) Weizen 8fl. 48 krt. Korn
befl. 42 kr. Spelzkern — fl. — kr.
Spelz 6 fl. 2 tr. Gerste 6 fl. 18 kr.
hafer 4 fl. 31 kt. Erbsen — fl — kr.
Wichen 4 fl. 24 kc. Linsen 5 fl. 28 tr.
ttleesamen — fl. — tre — Nornbrod
6 Pfd. — ir. Gemischtbrod 3 Pfd. — kr.
Weißbrod 2 Pfd. — kr. Butter per Pfd.
38 - 40 le. Cir4 Stück 9 kr. Kar—
offeln per Zie. 2efl. — ir. Heu mefl.
29 Kleehen 1fl. 36 kr. Strod unfl.

r.

Frucht⸗, Brod⸗, Fleisch⸗ ⁊xc. Preise
der Stadt Homburg vom 10. Sept.
Weizen 9 fl. 3 kr. Korn 6 fl. 33 kr
Spelzlktern — fl. — kr. Spelz 5 fl.
36 ir. Gerste, 2reihige — fl. — tr.
kreihige — fl. — kr. Hafer 4 fl. 19 kr.
Piischfrucht 6 fl. 38 kr. Erbsen — fl.
— kr. Wicken — fl. — kr. Kartoffeln
— fl. — kr. Bohnen — fl. — itr.
Kleesanen — fl. — kr. — Weißbrod
3 Pfund — kr. Kornbrod 6 Pfd. 32 kr.
4 Pfd. 22 fr. 2 Pfd. 11 kr. Gemischt
brod 6 Pfd. — kr. Das Paar Weck 100
„Gr. 2 kr. Ochsenfleisch per Psd. — kr.

Frankfurter Börfe
vom 9. Sepbtember 1873.
Preußische Friedrichsddor. .. 988-6509
Pistoisen .. 938240
Holländische 10 fl.⸗Stücke 9 52-54
Ducaten... 3 34 36,11,
2oFrancs⸗Stude.982021
AVVVD
Dollars in Gold, 72 24σ—

E FC. A Igemeiner
z2.ier rr dn Kounigreieh
ννο Nr-. 41.
Redaktion, Druck und Verlag von FX. Dem⸗e* in St. Ingbert.
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        —A
—3 2
* —A — — —
3353533333335 22
* 5* —A — 5—7 —A ——
52572 8* 55 55322 2
552 A — — 555—553358
52323,335 33332 —— — — 85
5253355 * 53363 62 53353352533833 2222
* — — 1355*8 3333335558 ———
533355 3 J
8 2 533 * *5222 *257* 572 2..* 3 25 555 * 52
20 3232 33 2 —XR 22 3— 5 325 5 35 85.*
—A — 323 — S885 4 O — — 5222 * *
333853832 3837 * 532335325352
— — 23555 35—— 57 723 53525* 253 5333833 ——5838338
22* 528 323 ——— 3337553 338383 — * 52*
* 487
3332858 e 77
323532838 33 3323 3255 s82 5 33388 35832332
323333555 — —— —333233 —
—83*5 2 —2 —* * — — — 5 ——— —
2 5 * 22 e S —A 2 * 8 —A ñ
— — 73 333 8
— —6 —— * 35 3383 33
ẽ 2 * —7* 3 —3 2* E 5 —
38532 8 52232 552 * 53 — 5z552 s333 88853355 3258
— z5255 538 *2s555383823 —335273533 2328
25 5535 —2 532 —233886 5523323 —32255 — —5——
533337753 JJ—
2713336333335 323 332368 —A 5333234333
22 38 3 — — 222 55233
3353335 55377 2*
* 7 2 22 *
5533355325 — — 538 232 ——3523557 5—525235582
232258 55355 558225 — — *75* 3*
52 5833 2 —— — 25228 575 2 D22
A— —8 532558 82 —
S 53355—855 23385533. 2333835
2*02* 3335753735353535*
58532335553323353 288
222282 33233—2867
522835328* * —
55333 53 333353358
*
57835323258 2* 53 522 —
—2 2852 252*52 — ——
—A — 5355 225 225* 23 5 *
S — ꝑa8 s52546533353* 8* —A—
3 2 —— 25 —— 2 ——— — 5
J—
— — * 2
2523533*85 — 3
3 — —
25 —5
388 22 323333
— —2 532253532 — 5—333558558 —
—5 52223 537252 2352
A de B532 — 5373357 — 2 52
2332 — 2c—s52233 —F —
z23255557 583255833 832
2342533553 552727 —
222 88 32 — — 555335738
3227225 — 3323338
333355 — 5355
—33553355 223 —
6 1222 5 52 5 325 — 5 58 —
— 225* — 2 2553 52532
75332355 2532553 35 —555
25325 — 3323 33333575 8
—A —A 23833335338 .*
35 8
22 — 33733338 23
2555535 528* —2 —— —5527 ———————
SEIS0E 8 258 — 2 — 2
* — —8 ——

—
ur —
255535353 53355533353*
—3533353, 85
—53 555232. — * 538
—3—833858 56 ——
* 22———2 825* 37
8 — —2 — 5 58228 *23555
— —55 —235353 2322
5258—7 * 228 2 *2285
13555258825—36338— 5235
—
55z2285853 3—z3z533223565
23 * —R 22
583 338233 —A 2 *53
3853773 337 32758
*
25 52277 . — 23
332 3 — —— — ——255572 55
52275 s8 — 33 28338
753——3338—2
2 3
55 —5— 3—36555
—3—5z28383—53355—865535
5 ———— * 2
5551755253355353
2 5 —ö * —A ⁊
—5 X 258 222 — * 223
—5323—335537278
25 — 22355—
8— 982 7 —A —
2332 5 2—83226
5553 72853 —3283
— 3522388 23278
s83353 338 653238588323
32 —A 23 2* —A
2*55—222. 55——22 7
5733323 —
3233555a5: A

* 5.22 D — 58 2* —A— 22222 8
z25855 32—223s 37 23832 5555S55353— — 553523
— s 5 822—53 3233525*
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8.82 —* —— 5 —— * 52. 2 ——— — * — g
5535 23 58——— — —355 c 3—52 75 553
58 135—25———323——5 2* —A— 285 — 53—882 ——
— —58 —— 2 —; 5 26.38 32* ** *258 *
325333 53585 ———
2 2 7 * 228 — 3— 8 —A
2 . — *225 25 — 232 — 2 — * —E
—532282 2 5252 ——— 25 — 3 2 522 —A——
523252 2 22 — —A — ——
5 — — — 332 2 52302 — 8* * ——75 S — 82 582 3232
5258 82 — —— — *58 258 8* EA —V —X —A
—53 —— 5— — 275 ——3.c78 ERAMNSS ———
— 53 ————— * 2z2522. 3 7838 2 —
— —
— 8
2233833333 3 ——380833 3535* 555z753322
25 532360 — 3 232 2. 5 —— 33— 2 —8c ——— 8E 4
—3J 2 — — 2 52 2 —28 — 2 2* 2222 — 2 32 23* 22
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—A — 5 ã— 255 53 d 25222223 2 . **—25 —E *9278 8 uu
7 * * * * —e— — —2 * F — — — —A——
—2332—3553553 28 5833 7 ãA — 555233335 2*
555——5358 25338—8 —
5—z23583238 —235357558 5 — ————355 —57522 55
2 2 3 522 * 228 * 55* S290 2535 2 * 2* 288 7583
2—58 8* —* 2 2 3 — 2 — 288 OEES — —— *
52 5 — ——— J —— 82 8 —555255 2 56 3325
32353 —— — 15—3 368—2222— 3 532228 A—035
—333.52 5— 335333 33 3—853533
22 535— * J2 232 — —2 —— * 253*5 —— B2 38855
2320 —2 *2.5 — ——— *2 5*23* *SZ8 38
323228— — ——335 75 3238—5
222 222 —— 5 52SGG. 2* 222548
2
22 *
2* 25233533 2 5 83 7
388* — —— 223 5*
—— 224 . *2523573 25*23 *
3 522 22 5—82— — * —* —5 — 2238 —
8 —x J 6* 522* — —
3z . 573282 2222* —* z7 — 3— 25355 5z575* 3
* 2 55 2* — —
23355 2 —3 —8 —22— 27 —28585 3*
0 i *
5s85535 833*323 35 3833333 2888
—F 235 * 2 —8 8* x ———— 328 —— 225 G
— 3 —83337
32233 8 — 32338 —35
* 2— —3 — *
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5522772 553—z8——5*8 2353 55*2—2328 ————
823283 * — 583 3.· —E— 83225322 55—33 8
3*33 57, 6535223537 z33235—5*83 635—88
24231 325 s5* 523 3357 —733288
5 331 — —— 58 —78 — 222—3c52 2
—53 2X2 r 82 58322 79 2 * 5 533255225 — 83 —F—
—55 22 E * 22 3 3 —3322 a 5 8 — 5252232 —5
2732 —A 55533355333 5223353508 25—33—6 63
522 — — —83353 23B38323 8 —z3355 *
———— 553 323353 —833383
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der St. Fnaberter Unze iger sund das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstags⸗ Donnersstagt- und Sonntag⸗
sunmer erscheint wöchentlich vie rmalz Dienbstag, Donnezs ta, Sametaa und, Sanntag. Aoonne nentspreis vierteliährig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreihpaltige Zeile Blattschrift oder deren Kaum berechnet.
—J — — — —V — — ———*
„K 142. ee ESamstan. J geh des n . 1873
Deittsches Reich.

Muünchen;, 6. Sept. Die neuen Vorschriften über oie
Intformirung uns. rer bayerischen Armee dürften nun wohl voß
andig erlaffen sein. Nachdem kürzlich die Bestimmungen über die
zopsbedeckung der Generäle veröffentlicht worden, sind soeben die
geschreibungen und Bestimmungen über das Tragen der Reiter-
rontasche und des Ringkragens: erschienen. Der Ringkeagen
Aanntlich früher das Dienstzeichen sämmtlicher Infanterieoffiziere,
ird von den Offizieren und Mannschaften der Feldgendarmerie
ils spezielles Abzeichen ihrer Funltian bei Ausübung des Dienstes
Aragen. Derselbe ist für die Offiziere mit dem koniglichen
Happen; für die Mannschaften an Stelle dessen mit einer — unter
gerüdsichtigung der Reihenfolge des Armeekorps — durch sämmt⸗
sche Feldgendarmen der ganzen mobilen deutschen Armee fortlaufende
dummer, sür die beiden bayerischen Corps mit den Nr. 1208 bis
333 bersehen.

München, 6. Sept. (Nürnb. Pr.) Die Nachricht von
et Ethoͤhung der Beamtengehalte durch Auswerfen der Gehalte in
deichsmarklen, wobei für einen Gulden zwei Reichsmart gegeben
sirden sollten, so daß also hierdurch die Gehalte um U4s erhöht
Fürden, ist entschieden unrichtig. Die Reichsmark ist noch nicht
— 0—
zerordnung des Bundesraths bestimmt werden, ist also noch un⸗
ewiß. Zwar steht es den Einzelregierungen frei, „ofort“ die
Finführung der Mark anzuordnen; allein da unsere Staatsregie⸗
ang nicht beabsichtigte, den 1. Januar 1878 als Einführungs-
rmin zu bestimmen, so konnte das Budget für die Jahre 1878
id 1874 nicht in Reichsmark aufgestellt werden, folglich auch
icht die Gehalte. Der Budget ⸗Entwurf wird wie die vorher⸗
ehenden im Guldenfuße aufgestellt werden, und eine abermalize
hehaltserhöhung ist von der Kegierung auch sonst nicht beabsichtigt.
dur eine bescheidende Zulage in Form von Wohnungsgeldern,
velche aber nicht in die Pension eingerechnet werden, soll für die
n groͤßeren Siädten wohnenden Beamten vorgeschlagen werden.
dies ist der allein richtige Sachverhalt.

Nurnberg, 11. Sept. Der Kronprinz des Deutschen
teiches kam gestern Abend 954 Uhr hier an und wurde am Bahn⸗
jofe von einer stadtischen Deputation empfangen. In der Stadt,
velche in allen Straßen glänzend beleuchtet war, wurde der Kron⸗
xinz durch lebhafte Zaruse einer großen Menschenmasse begrüßt.
deute Vormittag werd die 6. Infanterie⸗Brigade inspicirt und
oll Nachmittag eine Besichtigung der Stadt folgen.

Berlin, 8. Sept. Die Ersparnisse des General von Man—
enffel tauchen wieder auf. Die offiziösen , Deutschen Nachrichten“
cdreiden darüber: „Die Ersparnisse des Generals von Manteuffel
pährend der Führung der deutschen Oflupationsarmes in Frankreich
ie eine nicht unbeträchtliche Höhe erreicht haben, finden ihren Ent⸗
ehungsgrund dem Vernehmen nach vorzugsweise in den zeitweisen
eranderungen dez Präsenzstandes jener Armee, welcher mitunter
i3 zu einer Differenz von circa 18,000 Mann unter der vertrags-
cühig zuläfsigen Besutzungbziffer ermähigt war. Wie man hort,
ollen zwei Nillionen dieser in Uebereinstimmung mit der Reichs
gierung erzielten Ueberschüsse dem Reichsinvalidenfond und der
test den Trupp ntheilen der Okkupalionsarmee überwiesen worden
ein. Die letztere Zuwendung trägt dazu bei, den Uebergang aus
ren voll bemessenen Okkupationsgehältern in den knappen Friedens⸗
iat zu erlichtern und gewährt den betreffenden Truppentheilen
uf lange Zeit hinauß eine dem dienstlichen Interesse forderl'che
leterstützung.“·

— Berlin, 9. Sept. Die deutschen ð inwohner der Stadt
Zanvhurst in Australien haben dem Fürsten Bismarch eine Adresse
rbst werthvollem Schreibzeug als Geschent übersandt. Das Schreib⸗
aug ist aus in Australien gefsundenem Gold, Silber und Schwarz⸗
wlg sehr geschmackdoll angefertigt. Mit der Ablieferung des Ge⸗
henlẽ wurde Herr F. C. Klemm betraut. Derselbe, welchet aus
Siolpe gebürtig ist, hat die Ehre gehabt, Schreibzeug und Adress:
einer Durchlaäucht in Varzin zu ühberreichen. Die Adresse lauteter

„Sr. Durchlaucht dem Fürsten Otto von Bismarcdk-Schönhausen,
Vharzin, Pommern. Im Namen der Deutschen in dieser unserer
dopirten Heimatb, im Innerñ Australiens, senden wir Ew. Durch⸗
aucht unsere herzlichsten Grüße durch unseren pommer'schen Lands-
nann und Mitglied Herrn F. C. Kleumm. Auch wir in weiter
Ferne können diese Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohne Ew.
Durchlaucht den innigsten Dank abzustatten für die Liebe und Auf⸗
ppferung, welche Ew. Durchlaucht für Jahre lang unserem Vater⸗
ande gewidmei haben, und wodurch der lange gehegte Wunsch,
iller neuen Deut chen „die Einigkeit Deutschlands“, in Erfüllung
jegongen ist. Nur unsere Landsleute im Auslande, wie wir selbst
zerpflanzt in kleinen Häuflein zwischen andere Natiouen, fühlen
vahrhaft, von welcher Bedeutung die Ereignisse der letzten Jahre
ür unser Vaterland gewesen sind, und wennmöglich wir unsere
japferen Brüder nur durch Gaben in den großen säampfen 1870- 71
unterstützen konnten, so schlugen unsere Herzen nichtsdestoweniger
mit der größten Liebe und Treue für deren Wohl und fürs Vatec⸗
land, welches, Dank Ew. Durchlaucht, jetzt in seiner vollen Würde
dasteht. Wir wünschen Ew. Durchlaucht und deren Familie die
zeste Gejundheit und ein langes glücktiches Leben und ‚haben die
Fhre zu sein Ew. Durchlaucht ganz unterthänigste Diener.“ (Pf. P.)

Berlin, 10. Sept. König Victor Emanuel trifftam 22.
8. hier ein; Kaiser Wilheln stattet dem Wiener Hof seinen Be⸗
uch wahrscheinlich am 15. Oktober ab.

Frankreich. I

Paris, 9. Sept. Der „Soir“ theilt mit, daß die Regie⸗
rung entschlossen sei, auf Antrag beider Centren die Machtbefug⸗
nisse Mac Mahons auf 5 Jahre zu verlängern, da wegen Un—⸗
inigkeit der Fustonisten die Republil unvermeidbar sei. Sämmt⸗
iche bonapartistische Blätter sprechen sich heute für die Machtver⸗
ängerung Mac Mahons aus.

Paris, 11. Sept. Die deutschen Olkupationatruppen ver⸗
iassen am 13. dz. Mts. Morgens Verdun, marschiren in Etappen
liüber Moulainville, Etain und Genaville, machen dann einen
Ruhetag und beziehen an Mittwwoch deutsche Quarkiere. —
Francais“ meldet, die Negierung habe die drei Haupischuldigen
hei dem in Luneville verübten Attentat in Haft nehmen lassen.

— Ein Correspondent der „K. Zig.“ meldet aus Dijon
folgende erbauliche Geschichte: Der Oderst des viertken Linien-
Regiments, ein Resse des General Vinoh, hält jeden Tag politische
Tonferenzen im „Cafe de Paris“. Da erklärt er ganz laut, daß
man eines guten Tages alle diefe Cänaillen von Republikanern
niedersäbeln und das Kaiserrcich wiederherstellen müsse. Seine Of ⸗
fiziere haben seine Instruktionen sogar ston in die That umgesetzt.
Sie haben fast jeden Augenblick Streit mit Bürgern. Ein Lapitän
des vierten Linenregiments hal dieser Tage einen Einwohner
Dijons halb todt geprügelt, weil dieser ihn angeblich beleidigt
habe. Die Blätter Dijons wagen es nicht, den Mund darüber
jufzuthun. Es gibt hier nur eine republikanische Zeitung, der
„Progres“, aber diese hat Furcht vor dem Zorne der Offiziere
ind Behoörden. Die Blätter der moralischen Ordnung finden, daß
»en Republikanern ein solches Regime gut ihue.

Amerikaa.

Wahhington, 18. Aug. Die Aünftige Weltausstellung
n Philadelphia ünd die damit verbundene 100 Jährige Geburts-
eier der Republit im Jahre 1876 ist schon jetzt das Thema der
Presse und der Gegenstand vorsorglichet Thäligkeit. Es besteht
erells eine Commisfion aus je einem Vertreter jedes Sfaales und
Territoriums der Vereinigten Staaten, zusammen aus 48 Mit⸗
Mledern. Außerdem ist noch ein besonderes zahlreiches Comite der—
Siadt Philadelphia zu diesem Zweck in Thätigkeit,“ welches sogar
eine Subkommission nach der Wiener Weltaäusstellung entsandt hat,
am Erfahrungen dort zu sammeln. Zu dem Hauptausstellungs-
dalast wurden bereits 45 Pläne und Zeichnungen eingereicht, daraus
jehn als die besiten je mit 1000 Dollars honorirt und dieselben zu
einer zweiten eugeren Conkarrenz verwiesen. Der Sieger unter
ziefen 10 Bewerbern erhält eine Prämie von 10.000 Dollars
        <pb n="572" />
        Der Ausstellungsplatz umfaßt ein Areal von 2700 Ackern, ist un—
zefähr 2 englische Meilen von der Stadt Philadelphia entfernt,
u dem prächtigen Fairmont Park gelegen und wird durch besonder
Fisenbahnlinien mit allen Eisenbahndepots der Stadt in unmittel-
hare Verbindung gebracht. Außer der besonderen Appropriation
Seitens des Congresses wird jeder Staat bestimmte Beiträge liefern;
die Hauptsummen werden jedech durch freiwillige Beiträge aufge ⸗
bracht werden; die Stadt Philadelphia hat dazu allein bereits
212 Mill. Dollars beigesteuert.

New⸗York, 9. Sept. Nach Berichlen aus der Havannab
sind durch die lehte Feuerbrunst 3800 Familien obdachlos geworden
Fuͤr die Hülfsbedürftigen ist hierselbst eine Substkription eroͤffnet
— Üeber die Parteiungen unter den Indianern Nordamerikas
zringt ein Artilel des „Standard“ von seinem Newyorker Corre ˖
spondenten einige sehr interessante Einzelheiten. Fünf indianisch⸗
Stämme, so heißt es in dem Auffate, laffen fich auf indianischem
Gebiete untersche'den, die Cherolees mit 17,000 Mann, die Choch
aws mit 16.000 Mann, die Creets mit 13.000, die Chickasawe
mit 7000 und die Seminoles mit 7000 Mann, im Ganzen alse
ungefähr 60,000 Indianer. Da denselbin noch Congreßbeschluf
die voliständige Leilung ihrer eigenen Angelegenheiten unabhängis
ocnn den Vereinigten Staaten zusteht, so habden sich in dem mäch
nigsien Stamme, den Cherokees, zwei feindliche Parteien gebildet,
die Roßpartei und die Reformpartei, denen sich die übrigen Stäͤmme
jugesellt haben. Erstere, die ihren Namen von dem Obersten Roß
ihrem Häuptlinge, hat, besteht aus bloßen Vollblute Indianern
wunscht in ihrer strengen Absonderung von den Weißen zu ver⸗
harren und verwirft alle von der Reformpartei ausgehenden Vor⸗
jchlage engeren Anschlusses an die Nereinigten Staaten in Gesetr
und Versassung. Die Reformpartei begreift den gebildeteren Theil
der Indianet und enthält sehr viele Mischlinge. Sie strebt nach
Auflösung der Stammesverfassung und Vertheilung des bisherigen
Ager publicus unter die Individuen als Privatgrundbesitz, kurz,
nach vollständiger Gleichstellung mit den Weißen. Die allgemeine
Meinung ist, daß die Reformer in dem Nationalrathe, welcher im
November zusammentreten und diese wichtige Frage erörtern soll,
den Sieg davontragen werden, trotz des großen Einflusses, den der
Oberft Roß besitzen soll. Schließt sich der Nationalrath dem Plan⸗
der Umgestaltung an, so hängt dessen Durchführung vom Beschlusse
des Congresses ab, und wenn im letzteren Falle die lleineren
Stämme der Chickasaws und Seminoles sich wiedersetzen, dürften
sie wahrscheinlich von den übrigen getrennt und nach einem andern
Theile Nordamerikas verpflanzt werden.

Vermischtec.
4 Zweibrücden, 10. Sept. In der am 15. Septemder nächss—
hin unter dem Präsidium des Appella:ionsgerichtsrathes Uebel be—
ginnenden Schwurgerichtssession werden folgende Fälle zur Abur
iheilung kommen: 1) 15. Sept. Vormittags 8 Uhr: Karolind
Frank, 33 Jahre alt, ohne Gewerbe, von Krottelbach, Ehefrar
don Daniel Müller, wegen Kindsmordes; 2) 15. Sep. Nachmit⸗
tags, Wilhelm Kirch, 18 Jahre alt, von Neuhemsbach wegen Dieb⸗
stahls; 3) 16. Sept. Susanne Henrich, 24 Jahre alt, ledige Fa⸗
britarbeiterin von Qtterberg, wegen Kindsmordes; 4) 16. Sept
Franz Knoll, Steinbrecher bon Gimmeldingen, wegen Diebstahls
5) 17. Sept. Wilhelm Stork 28 Jahre alt, Tagner von Erlen⸗
bach, wegen Nothzuchtsversuch; 6) 18. Sept. Christine Fuchs, 21
Jahre au, Dienfimagd von Orbis, wegen Kindsmordes; 7) 18
Sept. Johannes Müller, 23 Jahre alt, Tagner von Hoof, wegen
Diebstahls; 8) 19. Sept. Elisabetha Ofer, 23 Jahre alt, ledige
Dienstmagd von Dudenhofen, wegen Diebstahls; 9) 19. Sept
Elisabetha Marnet, 21 Jahre all, ledige Dienstmagd von Gönr-
heim, wegen Diebstahls; 10) 20. Sept. Michael Weyrauch, 24
Jahte an, Händler von Karlsberg, wegen Koͤrperverleßung mit
ödiliem Ersolge; 11) 20. Sept. Michael Ullrich, 24 Jahre alt,
ledig, Tagner in Ruppertsberg, wegen Diebstahls in wiederholtem
Rücfalle und Sachbeschädigung; 12) 22. Sept. Johannes Feunscht,
Steinbrecher ron Seebach, 28 Jahre alt, wegen Todischlages
13) 22. Sept. Philipp Peter Huder, 42 Jahre alt, Tagner von
Mundenheim, wegen Diebstahls; 14) Miqcael Wüller, 22 Jahre
alt, led. Tagner, und Martin Scheuermann, 20 J. a. led. Tag
ner von Maudach, wegen Koͤrperverletzung mit nachgefolgtem Tode
15) Karl Lauer, gewesener Rentamtsgehilfe von Kirchheimbolanden
wegen Falschung dffenilicher Urkunden; 16) Varbara Schlegel, 27
J. a., ledige Dienstmagd von Münchberg in Oberfranklen, wegen
Diebstahls. Für die lezten drei Fälle ist der Tag der Verband—
lung noch nicht festgesetzt.

4 Speier, 10. September. Durch allerh. Entschließung d. d.
Berg, 6. September, ist für Eröffnung der pfälzischen General
synode der 19. Oktober nächsthin festgesetzz und als deren Dauer
borerst ein Zeitraum von 10 Tagen bestimmt worden. — Zu der
am 17. d. M. dahier bdeginnenden theologischen Aufnahmssprüfungç

haben sich acht Candidaten angenieldet und sind auch sämmilit
zugelassen. (Pf. P.) * —

r Müunchen, 9. Sept. Nachdem der oberste Gerichtshof di—
Nichtigleitsbeschwerde der Adele Spitzeder als unbegründet der—
worfen hat, tritt das schwurgerichtliche Urtheil — 8 Jahre Zught
haus — in Kraft und wird die Verurtheilte auch alsbald in dat
Zuchthaus in Wasserburg abgeführt werden. Inzwischen geht daß
Bantverfahren seinen regelmaͤßigen Gang, dürfte aber bei feinem
so großen Umfang troß aller thunlicher Beschleunigung, kaum vor
Jahresfrist zum Abschluß gelangen.
7Muünchen, 9. Sept. Der Nachrichter L. Scheller jn
Mäunchen hat bereits die Weisung erhalten, mit dem Fallbeile nach
Amberg abzngehen, um daselbst an den zum Tode verurtheilten
F. X. Marchner und Jos. Marchner gon. von Thalmassing diese
Urtheil zu vollstrecen.

Straßburg, 26. August. Die Bevöllerung Straßburge
hat im Monat Juli wieder um 1050 Perfonen zugenommen und
hat jetzt die Einwohnerzahl von 100, 000 bereits bedeutend übet—
ichritten. Aber nicht allein in der Beoölkerung, auch in Handel
Bewerbe und Industrie geht unsere Stadt vorwärts, xnd das ij
icher der Beweis dafür, wie wohlthuend die deutschen Reichtin⸗
icuttionen auf das Volksleben einwirkei. (St. 3).

Darmstadt. Demnächst findet hier ein Riesenverkauf don

sKurz- und Wollwaaren statt, indem n. a. 56 Kifien Kurzwagren
m Werth von ca. 20,000 fl. auf dem Rathhause versteiger!
verden. die, zur Gautmasse „M. Marx aus Wetzlar“ gehbrend
zerichtlich beschlagnahmt worden sind.
7 Mainz, 5. Sept. Dem hier erscheinenden „Israelit? wird
nus Jerusalem berichtet: Vom kaiserl. deutschen auswärtigen Amt
in Berlin sind in Safet und Tiberias zwei Israeliten als Kon
ularagenten angeftellt worden. Es find die ersten Juden, die in
Palästina von Seiten des Deutschen Reiches ein solches Am
nelleiden.

7 Mainz, 9. Sept. Mit Hinterlassung einiger nicht ausge⸗
zlichener Conti sind in letzter Zeit mehrere hier anfässige Geschäsis
leute flüchtig geworden.

7 Mainz. In den Inseraten des „Mainzer Anzeiger“ em⸗
afahl sich ein Londoner Haus, das sich Frederik Siege schrtibl
ind 4 Burnez Street, Greenwich, London 8. PV. wohnen will,
nit Darlehen zu billigen Zinsen. Ein angehender Landlungs
ommis aus Darmstadt wandte sich an die Adcesse und bat unter
der Angabe, er sei Bauunternehmer, habe großartige Etablissements
auf dem Münsterplaz und beschäftrige 2—300 Arbeiter, um ein
ür längere Zeit unkündbates Darlehen von 8000 Gulden. Tristz⸗
»em alles dies fingirt war, erhielt er von Siege dahin Bescheid,
daß man sich in aller Discretion um seine Verhältnifse und sein
Renomme erkundigt hade, und daß die Auskunst derart ausgefallen
sei, daß ihm 8000 Gulden zu 4 Peoc. auf 10 bis 14 Jahre
zur Verfügung standen. Sobald er in einem relommandirten Brieft
65 Gulden eingeschickt habe, werde Anweisung zur Auszahlung
des Geldes ertheilt. Mit diesem Antwortschreiben war selbstver-
ständlich der Schwindel enthüllt. (Mh. A.)

F Runkel im Nassauischen, 8. Sept. Gestern wüthete hler
ein fürchterlicher Brand, welcher 78 Wohnhäuser und 116 S—cheuern
in Asche legte. Die Beschädigten sind zum größten Theil nich
dersichett. Es wird Brandstiftung vermuthet.

f In Berlin hat sich am 29. v. M. eine entseßl. Tragödie
abgespielt. In der Naunnystraße war Abends 9 Uhr die Frap
eines Tischlers beschäftizt, ihr gestorbenes Kind einzusargen; der
hrennenden Petroleumlampe fehlte es an Del; die Frau goß nach,
das Petroleum explodirte, die Kleider der Frau fingen Feuer und
erst nach furchtbaten Berletzungen durch lebensgefährl:che Brand⸗
wunden gelang es, den Brand zu ersticken; eine Schneiderin aber,
die am Todenhemde nähte, eilte schreiend an's Fenster, verlor die
Befinnung und stürzte in den Hof hinab, wo sie als Leiche auf
zehoben wurde.

4 In der Nacht des 4.5. d. fing bei einem in der Nähe do⸗
Enger (dei Bielefeld) stattgehabten Bibouac eines der leichten Os
fisiers zelte Feuer; die im nefen Schlafe liegenden Bewohner retteten
ach mit großer Mühe bis auf einen, den Premier Lieutenant bot
Ditfurth vom 55. Inf. Reg.; derselbe wurde in der allgemeinen
Berwirrung erst spater vermnst und als gräßlich verbrannte Leide
wvieder gefunden.

Genf, 11. Sept. Zwei hiesige Juweliere haben die Do
nantensammiung des Herzogs von Braunschweig auf ungefähr 2u
Millionen Fres. geschätzt.

4 Graz, 9. Sepli. Auf der neu erbffneten Raaber Bahr
fand ein großer Unfall auf dem schlecht konstruirten Dawum stati
TFin übervoller Zug entgleiste, die Wagen wurden übereinandet ge

hürmt; mehrere Todte und viele Schwerverwundete. (A. 31)
7 Der auf der Zeche „Baaker Mulde“ bei Linden Gohmen
beschäfticle VBeramann B. Vocmer in am 81. Anguft wahrend der
        <pb n="573" />
        Arbeit durch böse Schwaden an einer einsamen Stelle eines Stol.
enz erstitz; alzs man ihn bermißte, suchte ihn der Bergwerksver⸗
palter Müller in Begleitung eines Bergmannes auf; sie fanden
— Versuchs. ihn zu retten, wurden sie selosl
äubt; weitere dazu gekommene Bergleute schafften sie an die
ische Luft; der Bergmann konnte wieder ins Leben zurücgerufen
verden, der Verwalter aber blieb sodt.

Die heurige Weinernte in Oesterreich verspricht in Folge
er außerordentlich günstigen Witterung, namentlich was die Quo«
itͤt betrifft, eine ganz vorzügliche zu werden und dürfte sich der
netjährige Wein den besten Jahrgangen des Jahrhunderts an⸗
cihen. Die Quantität wird allerdings in manchen Gegen den eine
jemlich geringe sein, doch in vielen Bezirken eine befriedigende, in
aanchen sogar eine un gewöͤhnlich große. Der letzte Regen hat die
lussichten auf eine gute Weinernte noch bedeutend gebessert. In
nigen Gegenden Siebenbürgens joll die Ernte besonders reichlich
ugefallen sen.

f Neapel. Am 2. Sept. wurden zu Potenza im Neapoli⸗
anischen zwei Näuberhauptleute hingerichtet, von denen der eine
lein 28, der andere 22 Mordthaten und Todtschläge auf dem
gewissen hatte. Mit ihnen 'waren noch 19 ihrer Genossen vor
em Schwurgerichte zu Potenza zum Tode verurtheilt worden; zwei
erselben starben, bevor das Urtheil rechtskrästig wurde, für die
7 anderen wurde die Todesstrafe in lebenslängliche Zwangsar ⸗
eit umgewandelt. Die Verbrechen der Bande waren eben so
atsetzlich als zahlreich: Raub, Erpressung, Wegführung von Men⸗
chen, Verstümmelung Gefangener, Mord an ganzen Familien,
Frandstiftung ꝛc. figurirten auf der Liste derselben.

lerungkverhälinisse im Winler und im Frühiahre sich sehr dünn gestellt und
daher auch wenig Gebünde gegeben habe. — Außerst widersprechend lauten
die süddeutschen Berichte. Wenn man, was den Raps betriift, im Allgemeinen
darin übereinstimmt, daß die heurigen Erträge vdllig befriedigen mußten, so
ist man hinfichtlich der Getreideernten um so verschiedener in den Anstchten,
uind zwar weniger hinfichtlich der Waizenernte, die man ziemlich allgemein
als eine gute Mittelernte charakterisirt, als vielmehr hinsichtlich der Ernte
des Roggens und der Gersie. Namenilich ist man bezuglich der letzteren in
weiteren Kreisen der Ansicht, daß sie ihren Reifungsprozeß zu rasch vollzog,
und daß dieses Faktum auch hinfichtlich ihrer Mälzung mit in Rechnung ge⸗
soaen werden muß
Dienstesnachrichten.

Der Nechtskandidat Otto Ley in Zweibrücken wurde zum Polizeianwalt
in Kusel und der Rechtskandidat und Untergerichtschreiber Friedrich Stroh⸗
meyer in Frankenthal zum Polizeianwalt in Germersheim, Veide vom 1.
Oltober an, ernannt.

Der Schulpraktikat Michael Reiland, 3. 8. interimistischer Verweser in
dottweiler Schwanden, wurde zum Verweser an der latholischen Schule zu
dindsbach, der Schuldienstexspeltant Friedrich Weber in Alversbach zum Ver⸗
veser an der protestantischen Schule daselbst, der Lehrer Ludwig Demolet von
Dahn zum Lehrer an der oberen katholischen Knabenschule zu Offenbach, der
Sqhuldienst · Exspektant August Umbehr von Altstadt zum. Verweser au der
zrotestantischen Schule zu Leistadt ernannt. ...—

Der bayer. Polizeianwalt Jac. Meurant in Ensisheim wurde zum Frie-
enßrichter des Kantons Ensisheim (Oberelsaß) ernann.
Die Leser und Leserinnen dieses Blattes und unter ihnen speciell die⸗
jenigen, welche an dem Aufschwunge des hier schon vielfach erwähnten illu⸗
trirlen Familienblattes. Das Neue Blatt“ aus Leipzig ein Interesse haben,
vird es es gewiß angenehm überraschen, za erfahren, daß mit dem gegen
Mitte September beginnenden neuen (1874er) Jahrgange des „Neuen Blaltes“,
aufs Neue eine illustrirte Modenzeitung unter dem Titel Neueste Moden
ür nusere Damen“ ins Leben trilt. Wie die Berlagshandlung durch
Irospelt selbst mittheilt, ist die Herausgabe basirt auf den überaus günstigen
zInspruch, den ein Versuch damit in den Jahren 1871 und 1872 ergeben
hat. — Um nun aber ein Mode⸗Blatt mit höheren Attributen, wie es jetzt
ommen soll, ins Leben zu rufen, mußte die Verlagshandlung weit ausholen
and viele Modekunstler und Künsterinnen um sich versammeln. Namentlich
will diese Neue Moden⸗Zeitung in der Neuheit und Originalität ihrer Mode⸗
bilder und in der jedem Grade des Verständnisses zugänglich gemachten
Deutlichkeit ihrer Schnittmuster exelliren. — Alle Monate wird eine vollsian⸗
dige Modenummer nebst Schnitimusterbogen ausgegeben und vierleljährlich ein
ꝛolorirtes Modekupfer hinzugefügt werden. In letzterem will die Ver-
agshandlung allem Dagewesenen die Spitze bieten. Die Quartal⸗Abonnenten
des „Neuen Blattes“, dessen Abonnemenispreis wie bißher bei 15 Sgr. vier⸗
eljährlich verbleibt, sollen indeß nicht gezwungen sein, das Modeblatt mit zu
bernehmen; es soll Jedem vielmehr freistehen, auf die „Neuesten Moden“
für den billigen Preis von 10 Sgr. vierteljährlich inclufive Modekupfer zu
ibonniren und zwar hei ihrer bisherigen Bezugsquelle, sei dies nun eine
Buchhandlung oder die nächstgelegene Postanstalt.

Somit ist auch Allen, die nicht schon Abonnenten vom ‚Neuen Blatt“ sind
Belegenheit geboten, auf die ‚Neuesten Moden“ zu dem genannten, allerdings
fabelhaft billigen Preise (zumal da die kolorirten Modekupfer in dem Preise
nit eingeschlossen sind) au abonniren.

F. X. Demet, verantwortlicher Nedacteur.

— —
LLailn iches6.

Mitgetheilt von der hoͤberen landwirthschastlichen Lehranstalt in Worms.)

Erutebericht. Wiewohl es im Hinblicke auf den nur schwach be—⸗
onnenen Ausdrusch noch sehr an völlig maßgebenden Uriheilen über den
jutfall der Ernte gebricht, so läßt sich dennoch jetzt schon eine annähernde
finscht Uber die muthmaßlichen Ernteergebnisse der einzelnen Länder ge⸗
innen. Aus Schlefien wird berichtet, daß was den Waigzen betreffe, die
ngeheimste Masse der Gebinde die gehegten Erwartungen weitaus übertreff⸗,
aß aber die Urtheile über das Körnerergebniß so sehr schwankten, daß man
ʒ nicht wagen dürfe nach dieser Richtung hin die heurige Waizenernte zu
sarakierisirten. Was dagegen dea Roggen betreffe, so sei, wie man voraus-
ehen habe, die Fahl der Gebinde weitaus unter mitiel, dagegen scheine die
chüttung im Algemeinen zu befriedigen. Ganz ähnlich lauten auch die
zerichte aus den übrigen öostlichen Provinzen. — Aus Hannover wird uns
eschrieben, daß die diesjährige Waizenernte, was Quantität, wie Qualugi
xetreffe, im Allgemeinen recht sehr befriedige, daß aber der Roggen, trozdem
die Körnung gut sei, in seiner Schüttung weit unter mitiel“ bleibe. Auch
nit dem Ausfall der Gerstenernte sei man nicht zufrieden, indem in Folge
er sehr grellen Hite, welche in den letzten Tagen der Reife statigefunden
abe, die Körner zu rasch erhärtet feien. — Aus Thüringen und Sachsen
auten die Nachrichten über die Ernteergebnisse im Ganzen gut, nur klagt
nan auch von dorther, daß der Roggen sich in Folge der unaürigen Wiß.
Bekanntmachungen.
Mobilien-Versteigerung.
Nontag den 15. September 18738,
dachmittagr um 3 Uhr. dahier im Hause
der berlebten Eheleute Johann Woll wird
nit der Versteigerung der zum Nachlasse
er Eheleue Johann Woll und Maria
dauer gehoͤrigen Mobilien fortgefahren
d lommen zum Ausgebote:

geschliffere Beitlade mit Rollen, 1
runder Tisch von Eichenholz, 2 Tische
jon Tannenholz, 1 Nachttisch, 1 Schüssel⸗
chaft, 1 Küchenschrank, 1 Wiege, Jle⸗
oerner Jeisckoffer. J Reisetasche, 1 Wand⸗
htz mehrere schoͤne Bilder, Mannslkleider,
neuer Hut mit lederner Huischachtet,
Fuͤgeleisen, eisernes Kochgeschirr und
horzellan, 1eiserner Kohlenkasten mit
zchippe, 1 Hegescheere, Säge, Beil,
Nammer, 2 Kinderstühlchen, Stühle, 8
Natratzen aus Seegras, Manns⸗ und
ürauenhemden und sonstige Gegenstände.

Gorn, koal. Notar.

— 57

Würfelzucker

—MWb ' —
Landwirthschaftliches FJest in Zweibrücken
am 20. und 21. September 1873.
Preisevertheilung des kgl. Landgestüts, Pferde Rennen (Sountag
21. September Nachmittags 8 Uhr auf dem Exrerzirplatzz; Verloosung von Pferden
und landwirthschaftlichen Gegenständen; Loose hiezu 386 kr. en gros
nit 1000 Rabatt, zu beziehen durch das Bankg schäft von Henigst und Herold in
Zweibrücken. Samstags Nachmittags Reunion auf Livoli, Abends 8 Uhr

Festball im „Zweibrücker⸗Hof“.
IAuf den Pfälzischen Bahnen 30 060 Fahrtar ˖Ermäñigung für
die Festbesucher am 20. und 21. September.“
Gro ßes
Taveten⸗ und Rouleaurx⸗Lager
bei J. B. Ciolina.
vis· a⸗vis dem Ptalzerhof A.xren.
J
Export Bior
der Schoppen zu 4 kr. bei
TCOCII.
LXAI

— —

—
Sonntag den 14. und Montag
den 15. d. M. ist auf dem freien Platze
por dem Gerbhause an der Großbach ein

aufgestelli, worin das Leiden Christi,
der Leichenzug von General Hart⸗
mann und die Wiener Weltaus⸗
stellung uu sehen ist; außerdem werden
noch 42 Ansichten der neuesten Ereignisse
Jezeigt, wozu hoͤflichst einladet
Der Befitzer.

Inb
Pfälzer Schinken
16 — 10 Pfund)
wd frisch eingetroffen bei 9J
Fritz c—

ist wieder eingetroffen bei
Fritz Ranzerbieter.
        <pb n="574" />
        I il — *8 4

Bürgerhilfs⸗Verein.

Sonutag den 14. September 1873
Nachmittags 8 Uhr,

General⸗ Versammlung
im Vereins⸗Locale.

St. Ingbert, den 13. September 1873

Der Vorstand.

— — — — — — —

Das Neue Blatt 1873.
Nr. 851 ist soeben eingetroffen und enthätt

Ciree.“ Novelle von Oscar Horn. DVon
der Wiener Weltausstellung.“ Original⸗
berichte des Reuen Blatteßs. — „Oie neur
Dtagdalena.“ Von Wilkie Collins Bil⸗
der zus deapel.“ Von Ernst Eckstein —
Verfehlte Liebe.“ Novelle von A. von Groß⸗
mann —Juristische Briefe von einem
beutschen AKRichter.“ Ul. „Der Wechsel im
heutigen Rechte Deutschlands.“ — Der ——
dath.“ Criminolgeschichte von Crnestine von L.
SEBSeitere Chronika⸗· Von F, 90. -
Für Haus und D — „Allerlei“:
Der Lufiballon des Profeffor Wyse in NRewyorl.
Zu unseren Bildern. — Schloß Jarthausen.“
— Ftathsel.“ — Neue Bücherschau. —
Aerztlicher Briefkaften.“ — Corre⸗
spondenz.“ — An Illustrationen: .Die erste
Auffahrt des Professor Wyse mit seinem
uftballon.“ — „Die Klatschschwestern.
Nach einem Bilde von W. Amberg- —Das
Jagdschloß des Jursten von Neuß.
Schloß ZJaxthausen“ —

Das Neue Blatt ist zu beziehen durch alle
Buchhandlungen und Pofi⸗Anstalten für den
mäßigen Vreis von 13 Sar. vierteliährlich.

J. St. Ciolina &amp; Sohno
Ecke der Landauerstraße
DWe i br iie Ice n
empfehlen neu eingetroffene Sendungen
Sopha⸗&amp; Bett⸗Vorlagen
VTehpichstoffe
zuglishe Reisedecken
wollene Bett⸗ KPferde-Decken
und machen auf eine Art
Filz?-Vorlagen
vdliz Leypichohe
nufmerksam, die wir ihrer vorzüglichen Güte wegen ganz besonders empfehlen.

—8

⁊
Srankfurter
Pferde-Markt-Lotterie
wit Genehmigung hoher Regierung.
Ziehung am 22. Oktober d. J. —
Bel dieser Lotterie kommen 9 elegante Equipagen mit 4 und
2 Pferden bespannt, 1 feiner Schlitten mit 2 Pferden, 60 der
schönsten Reite und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
deren sehr werthvollen Gewinne zur Vertheilung. Zu dieser allge⸗
mein so beliebten Lotterie versendet der Unterzeichnete Loose inck.
Porto und Spesen bei Uebersendung der resp. Gewinne:
1 Loos für 1 Thlr. 8 Sgr. oder fl. 2. o3 kr.
6 Loose, J 12. 15
gegen Einsendung des Betrages oder per Posworschuß. Jeder
Theilhaber erhält nacht der Ziehung eine Gewinnliste franco und
gratis übersandt durch das Handlungshaus von
s⸗ in Frankfurt a.M.
Betheiligung bei dieser Lotterie eine ungemein
starke man' Besiellungen baldigst machen, um allen
Wuüun'chen genügen zu können

Frucht⸗Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preise
der Stadi Zweibrücken v. 11. Sept.
Weizen 9efl. 6 tr., Korn 6 fl. 44 kr.

Berste Areihige, — fl. — kr., Gerste vier⸗
reihige, — s. — kr. Spelz 5 fl. 49 kr

Spelzkern — fl. — tr. Dinlkel — fl
— Ir. Mischfrucht — I. — kr. Hafer

4. fl. 30 kr. Kartoffeln 1 fl. 48 kr. Heu

2 fi. 24 tr. Stroh 1fl. 24 kr. per

Zentner. Weißbrod 1 Kilogr. 24 fr

Fornbrod 8 Kilogr. 33 kr. ditto 2 Kilogr.

22ir. ditto 1 Kilogr. 11 kr. Gemischtbrod 8

dil. 40 fr. 1 Paar Weck 100 Gramm 2 kr.

Rindfleisch I.Qual. 20 kr. 2. Qual. 18 kr—

Kalbfleisch 16 kr. Hammelfleisch 18 tr.

Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter 36

kru ver Vfund.

J
W RVnsn s⸗
SR TAIr
——AXE

F
IIII-
Ich veranstalte auch dieses Jahr einen ? ers, und, um vollständig zu räumen, verkaue
ich zu folgenden herabgesetzten Preisen: .
Zoo Stud / breites schweres Leinen. fur Hemden und Nettllicer, 500 Stüdh *4 breites achtfarbiges Bettzeug, meiftens türlifchroth, di—
die Elle 12 ir. —7 Ete Id r. **
21/3 Ellen breite grobe Leinen, fur einschläfrige Beittüner, Vab 37*17 and weiße rein leinene Damentaschentücher, das Dußend
vollstandig Betttuch ohne Naht, fl. 1 45. fll. 2. 30. .
—Eae breite grobe Leinen, fut zweischläfrige Betttücher, das voll⸗ Große rothe Cachemires Tischdecken das Stüd sl. 1. 45. und
ständige Betttuch ohne Naht, ft. 2. 24. fl. 2.
feines e/ vie schlesisches und bbhmisches Leinen, die Elle Große wi Fochemerod Comodedecken, das Stuch fl. 1. und
15, 18 bis 80 kr. . 1. 24.
schwere rothe wollene Bettdecken. fur zweischläfrige Betten, das io/ beitenn aq ramagirten Vorhangomull mit Bogen, die Elle
Sind fi. 3. 30. 16tc.
schwere weiß wollene Bettdecken, fur zweischläfrige Betten, 300 Stuͤck schweren schwarzen Mooreens fur Unterrdde, die Ell⸗ N
das Stück fl. 4. 8. —R ali Waterb die Elle
dyd Stutsoheduan Vetee u. Pferdedecken, d. Stud fi.280. tis s. veten, Wsschen Woaterbreof, wit ard ebne geanfer de w
bd Paar schwere weiße Victoriadecken mil Franzen für 2schläfrige 0/, breiten schweren guten Buxkin fur Hosen und ganze Anzñae. eie
oo D 9 Fen 8 fl. 2. T.axbige fl. 2. 30. 2 en b ei) Elle s 1 30 und fl 2 — —
den 4*88 arnge 2 Euben bren s. 1. 30. .2. —
n 8— on üschtüchern On auen ang en br Glatten, rolhen wollenen Unterrockstoff, die Elle 1ß kꝛr.
100 Duß nd Handtücher, die Elle von 6 kr. an. g nn zeinen · weißen b/4 breiten Mull fur Kleider, die Ele 12 kIr. p
obd Ein poll ne Kleiderstoffe, fur Frühiahr, Sommet Herbst und Winter, Cattune, Jaconets, Piqus, Zwillich, Barchend urd Etro
sackleinen zum Fabrikypreijse. — 28 —.47*
Musterabschnitte sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl fränco per Post. —
Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens besorgt.
Verkauf nicht nach Meter, sandern naci alter Elle.
— —
NRebdaktion. Druck und Verleg von F X. Demes in St. Inabert
        <pb n="575" />
        Hl. Ingberler AAnzeiger.

—W

der St. Fnaberter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbandene Unterhaltungkblatt, mit der Dienstags⸗, Donnerttagt⸗ und Sonntag⸗
dunmer erscheint wöchentlich vie rmal: Dienbtag, Donnertag, Samstag und Sonntag. Abonnementispreiß vierteljährig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
43 143.

—— — — —
Sonntan, den 1M. Septenber

— 1878

Deutsches NReich.

Mänchen, 11. Sept. Die Truppen der hiesigen Garnison
gerden morgen das diesjährige Shlußmanöver ausführen und dann
ofort ein großer Theil in Urlaub entlassen werden. — Die zu der
hswöchentlichen Herbstübung einberufenen Reserbeoffiziere werden
Jeichfalss übermorgen in Urlaub ertlassen werden. — Die zu bei⸗
en Seiten der hiesigen Kaserne im Türkengraben neugebauten
zlügel sind nun auch im Innern soweit vollendet, daß sie im
achsten Monat bezogen werden koönnen. In jedem dieser Flügel
ann ein Bataillon untergebracht werden, so duß die Kaserne jetzt
zaum für zwei Infanterieregimenter bietet. — Wenn die Gesund⸗!
eitsverhältnisse es gestatten, sollen die Kammern auf den 15. Olt.
mnberufen werden.

Qiürnberg, 12. September. Der Kronprinz des deutschen
keiches besuchte gestern die Kunstgewerbschule, das germanische
duseum, die Burg, die Papiermache-Fabrik von Fleischmann und
en Johanniskirchhof. Abends wurden im Bayerischen Hof von
en dereinigten Sängern Nürnbergs drei Chöre dorgetrageo.
dach dem Vorttag trat der Kronprinz unter die Sänger und
prach ihnen seinen Dank für die ihm bereitete Ovation aus, deß⸗
ie ichen der Stadt für die freundliche Aufnahme. Heute inspizirte
et Kronprinz die Caballerie und wohnte den Manoͤvern an.

— Für den nächsten deuischen Juristentag ist vorläufig Nürn⸗
erg in Aussicht genommen.

Berlin, 10. Sept. Nacqh der ‚Provinz.Korr.“ sollen die
hrovinziallandtage sammtlicher Provinzen, ausgenommen Posen, die
dheinprobinz, sowie der Kommunallandtag des Regierungsbezirks
Dießzbhaden, auf den 5. Olt. einberufen werden. (T. N.)

hannobder, 11. Sept. Dem Koiser Wilhelm, der heute
ier eintraf, wurde ein großer Fackelzug gebracht.

Frankreich.

— Die letzten Soldaten der preußischen Garnison“, beginni
as „Evenement“ seinen heutigen Leitartikel, „sind abgezogen oder
uf dem Punkte, abzuziehen; wir können also unsern Knebel lösen
ind ihnen gegenüber wieder frei von der Leber weg sprechen.
)Ritihalb Jahre haben wir aus diplomatischpatriotischen Rücksichten
gweigen müssen; dritthalb Jahre lang blieb die französische Presse
umm und hielt ihre Hand verschlossen, damit ihr nicht das Häuf⸗
in Wahrheiten entschlüpft, die wir so oft versuht waren, unserem
inde an den Kopf zu werfen. Heute können wir endlich unsere
jand dffnen oder doch halb offnen. Die Wahrheiten, welche ihr
nischlüpfen werden. werden um so besser an ihrem Platze sein,
48, wenn die eine preußische Invasion aufhört, eine andere preußische
indasion schon wieder anfängt. Kaum hat der deustche Kriegs⸗
jecht seinen Ranzen geschnürt und Kehrt gemacht, so lommt auch
hon tief hinten aus Germanien, eine andere Horde von Eroberern
je ebenso neidisch und raubgierig sind, wie die ersten, setten
eutonengesicher, welche zwischen dem Typus des Lakaien und
nem des Kupplers die Mitte halten, ebenso heuchlerisch, wie die
deren unverschämt waren, Lente mit doppeltem Gesicht, vorne
iechend und hinten Verräther, Preußen des Friedens, welche am
ebsien und womöglich mit unserer Einwillung das Werk
x Plünderung vollenden möchten, welches die Preußen
Kriegg so schön begonnen haben.....“ Und worauf
ust die groteske Einleiuung hinaus? Auf die entsetzliche Thatsache
aß Herr von Flotow ein neues Werk bei der komischen Oper
mgereicht haben soll; denn die Angabe ist schon von der Direktion
er lomischen Oper felbst,in Abrede gestellt worden. Folgen dann
zei Spalten Pöbelhaftigkeiten gegen Flotow und Richard Wagner,
e nicht wenig erstaunt sein werden, sich oon diesem bloden Deut ⸗
denfresser aaf eine Stufe gestellt zu sehen.

In AÄrcssur⸗Aube hat eine Feuersbrunst am 8. Sepibr.
2 däuser veczehrt.

— Der Prafelt von Rizza hat den Verkauf italienischer Jour⸗
ale in Nizza verboten. Auch die Schauspielertrnppe, welche im
ardin américain ihre Vorstellungen gibt, muß die betreffenden
Inzeigen in framdsischer Sbrache Absassen

Italien.

Turiner Zeitungen machen die Regierung darauf aufmerksam,
daß französische Genieoffiziere ganz ungenirt auf italienischem Ge⸗
biete topographische Aufnahmen machen, und daß der Chef des
Benies von Grenoble, M. Caffarel, mit seinen Subalternen häufig
nach Susa kommt und sie von da auf Erkursiouen ausschickt,
vãährend er sich mittlerweile nach der Zahl und Organisation der
talienischen Alpenjägerlompagnien und nach den Eisenbahnverbin⸗
zungen u. s. w. erkundigt.

Spanien.

Bayonne, 11. Sebt. Dem Vernehmen nach haben 10,000
Tarlisten den Angriff auf Tolosa begonnen. Der Brigadier Loma
zückt zum Entsatz heran.
Belgien.

Gen?, 10. Sept. Heute erfolgte die Eröffnung der inter-
jationalen juristilchen Konferenz zur Prüfung der wissenschaftlichen
kinwirkung auf die Ausbildung des internafionalen Rechts. Vas
Mitglied des italienischen Parlaments Mancini wurde zum Präfi⸗
ʒenten gewählt. DTer Bürgermeister von Gent hielt die Eroffnungs
ede. (T. N.)

Vermische

*
Speyer, 12. Sepi. Im Laufe des gestrigen Tages ist hier
an der Cholera 1 Person erkrankt uund 1 gestorben, was seit 25.
Aug. 15 Erkrankungen mit 9 Todesfällen ergibt. Pf. 3.)

kIn Sul ist kürzlich ein Kind von 13 Jahren an den
Folgen eines Stiches durch eine Mücke gestorben.

Mänchen, 10. Sept. Die Generaldireltion der Verkehrs⸗
anstalten hat zum Zwecke der Kontrole einer ergiebigen Desinfek⸗
tion aller Aborte in den Gebäuden, Bahnhöfen ꝛc. Glasplättchen
und Curcumapapier angeschafft. Dassekbe wird, in Streifchen ge⸗
chnitten, mit Wasser befeuchtet und bis zur Hälfte seiner Länge
wischen je zwei Glasplättchen gelegt. Dieser Apparat wird einige
Minuten der zu prüfenden Luft ausgesetzt und darf der Streifen
eine Farbe nicht verlieren. Enthält die zu prüfende Luft noch
ie geringsten Mengen von Ammoniak, so zeigt sich ein deutlicher
Anterschied in der Färbung des vom Glase bededten und des nicht
edeckten Theiles des Curcumapapiers.

Maunchen, 10. Sept. Der Hagelversicherungsgeselsschast
Borussia“ in Berlin wurde die Bewilligung zum Geschäftsbetriebe
in Bayern auf Grund ihrer Statuten und Versicherungsbeding⸗
ungen nach Maßgabe der Bekanntmachung vom 3. Oltober 1872,
die Errichtiung und den Betrieb von Versicherungsanstalten mit
Ausnahme der Feuerversicherungsanstalten betreffend, in widerruf⸗
licher Weise ertheilt.

f München, 11. Aug. Gestern Vormittag ereignete sich in
der Spatenbrauerei ein seltsamer Unglücksffal. Der Braugehilfe
Pitus Sedlmayer von Schweinersdorf war in den sog. Malzkasten
zestiegen, um eine verstopfte Abzugsöffnung frei zu machen, als
»ldtzlich die Masse Malz in Bewegung gerieth und ihn überschüttete,
o daß der Unglückliche, ehe Hilfeleistung möglich war, erstickle.

Siraßburg, 10. Sept. Vor einigen Tagen war ein Mäd⸗
hen im Alter von 11 Jahren, man weiß nicht auf welche Weise,
nuf den Schienenstrang der Eisenbahnlinie von Barr gekummen.
xrin von Straßburg mit gewöhnlicher Fahrgeschwindigkeit kommender
Hüterzug brauste beran, ohne daß das Kind es bemerkt hatte. Die
dokomotive hob dasselbe anf und führte es etwa 10 Meter mit fort,
zann ließ sie es zwischen die Schienen falen und der ganze Zug
zing darüber hinweg. Die Kleine trug nur unbedeutende Contu⸗
ionen davon.

4 Franklfurt, 10. Sept. Am Montag Abend wurde im
Saale „zur Harmonie“ ein Schuhmachertag abgehalten; es waren
einige Hundert Theilnehmer von hiet und auswärts anwesend.
Unter anderem wurde die BRildung eines mitteldeutschen Nerbandes
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        der Schuhmachervereine, iedoch erst nach langen Debatten, beschlofsen
und Frankfurt zum Vorort erklärt. —

4 Wenn nicht alles trügt, ist in London vor Kurzem wieden
ein graͤßliches Verbrechen verübt worden, dessen Entdeckung der Po
nigei eine harte Nuß zu knaden geben wird. In der Themse,
udter einem Bogen der Baltersenbrücke, find die verstümmelten
Theile einer Frauensperson in einem Zustande gefunden worden,
der keinem Zweifel Raum läßt, daß sie in brutaler Weise ermorde!
und in Stücke zerhackt wurde. Die Vermuthung, daß die Leiche
möglicherwiise süͤr anatomische Zwede zergliedert worden sei, wird
durch das Gutachten der Polizeiärzte, die versichern, daß sie zersägt
uind in Siücke gehauen wurde, beseitigt. Was die Sache noch
— macht, ist, daß in Limehouse, kinem östlichen Quattier
zudons, die Gesichtshaut einer weiblichen Person gefunden wurde,
die augenscheinlich abgezogen worden ist, um cine Verlennung zu
derhindern. Die geschicktesten Deteltivs sind eifrig damit beschäf—⸗
tigt, eine Identifizirung der Leiche zu ermöglichen, die allem An⸗—
scheine nach einer etwa 40jährigen Frauensperson angehört.

Der große Luftballon des „New⸗VYort Daity Graphic“
jellle unter der Leitung von Wise und Donaldson am 11. ds. in
Newyortk aufgelassen werden, um die Reise nach England anzutre-
den. Die kühnen Luftschiffer hofsen in ungeführ 60 Stunden die
Nüste von England oder des Continentes zu erreichen, werden indeß
schon srüher durch Brieftauben dem Publikum Nachricht zukommen
lassen. Hauptzweck der Fahrt ist bekauntlich die Erforschung der
vermutheten constanten Luftstrbömung von Westen nach Osten,
pelche die Reise von Amerika nach Europa erheblich verkünzen
würde. Charatteristisch sür die Amerikaner ist der Umstand, daß
schon über 1000 Gesuche um Sitze im Ballon, auch von weib-
liher Seite, eingelaufen siadd, manche mit Anerbietungen groößer
Summen.

FNew⸗NYork. 30. August. Der berühmte Seiltanzer Blondin
weicher einst cuf einem den Niagarafall überspannenden Seil
seine Spaziergänge machte, hat einen Rivalen an Signore Balleni
gefunden. Belleni ist kein Humbugger. wie man tei seinen erften
Antündigungen glaubte; er hat wirklich das Wagniß vorgestern
Nachmittag ausgeführt und zwar viel großartiger als sein Rival⸗
Blondin. Das Seil, das Balleni ükerschritt, war 1400 Fuf
lang und jührte vom Gliftor⸗Haus des neuen nach dem Prospekt⸗

9ark des anderen Ufers. Blondin hatte den Niagara da über—
chritten, wo die Ufer nur 800 Fuß von einander entfernt find.
galleni hat jedoch, b.vor er seinen Marsch antrat, das Publikum
ehr auf die Probe gesiellt. Es war 3 Uhr, aber Signore Balleni
war noch nicht da; es war 4 Uhr, und das Pubslikum hatte sich
mmer noch die Zeit mit schlechten Witzen zu vertreiben. Um halb
5 Uhr endlich erschien Balleni, gelleidet in weiße Tricot und mit
einer 22 Fuß langen und 40 Psund schweren Balancirstange
ausgerüstet. Die Musikbande fing au zu spielen, Signore Balleni
bestig das Seil, Noch war er keine zehn Schritte gelaufen, so
fing er wieder den Rückzug an. Das Seil mußte strammer ge⸗
jogen werden. Nun begann Balleni zum zweiten Mal das Seil
zu besteigen; ruhigen und sicheren Schrittes ging er vorwärts; bei
dem Publikum herrschte Todesstille, viele der Anweseunden waren
zleich wie der Tod, aus Furcht, das Wagniß möoͤcte mifglücken.
Rach 7 Minuten hatte er ungefähr die Mitte erreicht, das Getose
zer Fälle war ärger als je, sie schädumten und wütheten um ihr
Opfer. Balleni hielt an, er bedurfte einen Augenblick der Rude.
Ddas Publikum benutzte die Pause, um dem Waghalse seinen Bei⸗
all zu bezeugen. Das Seil war in der Mitte schlaffer urd
chwankte hin und hir, als Balleni seine Tour fortsetzte, zudem
zing es auch Berg auf; aber sein Schritt! war fest und nach 14
Oinuten hatte er das andere Ufer erreicht. Das Beisallsgeschrei
zer Menge kannte keine Grenzen. Balleni war sichtlich erschöpft,
zachdem er aber 20 Miuuten geruht hatte, schickte er fich zur Rück⸗
reise an. Dem Publikum sollte noch eine weitere Ueberraschug
hereilet werden. Er war im Laufschritt bis zur Mitte des Seiles
ingekommen, da enifiel ihm die Balancirstange — ein Schrei des
Entsetzenzs — Balleni war der Stange in's Wasser nachgestürzt.
Das Wasser sprezte hoch auf und es verstrich einige Zeit, bis man
jeiner wieder ansichzig wurde. Endlich erschin er; mit kräftigen
Armen vertheilte er das Wassen; ein Boot war berceit, das ihn
nufnahm, dort wurde er mit warmen Decken umhüllt und an'g
Ufer gebracht. (Schw. M.)

Jerzweifltung erfaßt manchen Kranken, der alle Mugi
dergebens gebraucht hat und sich verloren sieht. Selbst solchen
deidenden können wir das berühmte Buch: Dr. Airy's Natur⸗
heillmelhode“ nicht dringend genug empfehlen, Preis nur 5 Sgr;
vorräthig in jederguten Buchhandlung.
Bekanntmachungen.

Die Wormser Akademie für
* —D —
Landwirthe, Bierbrauer S Müller
beginnt ihr Wintersemester am 27. Oktober.
Studienpläne und Auskunft
durch die Direktion
Worms a. Rh. —XRX Schneider.
Bürgervereins⸗-Kränzchen.
Am Muilwoch Abend Zusammenfunft be
Manz
Feuerwehr⸗Montag
dei Johann Schwarz
am Bahnhof.

Acker-Versteigerung.
Samistag den 20. September 1873,

Nahmittags 5 Uhr, dahier zu St. Ingbert
in der Behausung des Nicolaus Stol z,
läßt Peter Kuhn, Aufseher, wohnhaft auf
dem St. Insberter Eisenwerke, auf lang-
jährige Zahllermine öffentlich in Eigenthum
dersteigern:

Plan Nro. 4199. 49 Dec.

Acker auf Hobels erste Ahnung,

neben Georg Kuhn und Joseph

Séwarz.

Bürgerhilfs-Verein.
Sonutag den 14. September 1873,
Nachmittags 8 Uhr,
General⸗Versammlung
im Vereins⸗Locale.
St. Ingbert, den 13. September 1873.
Der Worstand.

Sorn, kgl. Notar.
—
—tet J y—
—
70

—nheit fur Alle! Alle!
Ret tungslos siechen Tausende Kranke fruh-
zeitig dahin, die, wenn ihnen gebnell die
riehtigs Hilfe 2n Theil gsworden, inre 6e
zundheit wiedorerhalten hätten. Das be
rũhmte, I60 Seiten atarke Buch: „Dr.
viry's Naturheilmethode“ gibt an
Kranken einfache bewahrte Mittel an die
tand, um sich selhst die Gesundheit. dieses
delste irdische Gut, wiederzuverschaffen und
lauernd zu erhalten. — Preis nur 8 8Sgr.
Sorräthig in jeder guten Buchhandlung. -
degen Freo. Finsendung von 7 Freimarken
23 xr. wird das Buob sofort freo versanit
lurch die Verlaus Anstatt in Luxem
rc

Neue
Musik-Instrumente
siund wieder eingetroffen bei

——
Würfeszucker
und
Pfälzer Schinken
W10 Pfund)
sind frisch eingetroffen bei
Fritz Panzerbieter.

—
Der Regenerator
(oder Lenenswelcer)
seit Jahren das bewährteste, beste
Mittel gegen allgemeine und specielle
Schwächezustände, Viagengedärm und
Leberkrankheiten, Hämorrhoiden, Eng-
zrüstigkeit, Milzkrankheit, Flechten ⁊tc.
sowie alle Krankheiten, die von ver—⸗
dorbenem Blute und schlechten Säften
herrühren. Der „Lebensweder“ be⸗
fördert die Verdauung, reizt den Ap⸗
petit und bringt neue Lebenslust in
den erschlafften Körper, er ist beson⸗
ders im kritischen Alter zu empfehlen.
Zu haben per Flasche zu 1fl. 10 kr.
— 20 Sgr. bei P. Zepp in St

Rnabert.
— — — — —

“rar furter Börse

dom 14. September 1873.
Preußische Friedrichsdor . .. 988 -59
Pistolen 938-41
holländische 10 fi.⸗Stücke 9 52-54
Ducaten..3 244 36
20Francs⸗Stucke .3021-22
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Dollars in Golde. 2 —

5 er Nüche, Keller u.
imm Sopoveicher sind zu
ocrmiethen.
Naäßereßs in der Exped. d. Bl.
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Nedattion, Druck und Verlag von F X. Demen in St. Inabert
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55 58838* 53283727 4 255525 525 — 2322 *225323 —XA
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—* — 2 — —— —X * —2 3 —3— 2 —
535337557 15328 3 863333 55538
7532357 S * 255* —323 3352 25355353 338 —
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* 5223 * 2. 22 23328 *83 —. 53 3333522 222— 2
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5 *5r58 — —R 232355 — —A — ——52
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23852 *5* — 2382 73 257 2 32—8 ——558 82
2228*8* —— 235828* 3262*. —— 2
555 23575 5. 235 2352.. 2283523.—836653 5533——33 36
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2 — — — 2 7 8 —— * 2* 25ñ — 2282 5
2338 5553 33378 2538 353362 *35333533
— 2 52* * — αι —5 2832 72 S
2538 3323 2 53533 2933 5232838 8 ———— —
o 3 * 2 5 2290 — —* 38*332 — — S 5. 8 * —A
* SOS — 55522333232 23 — —— 5223 8 27 25238*
23 522 22 28⁊ 333 22 — 2252 225 *2 3 7 *
375 83 — 35 23388
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58 8583353 723 29 25—3353
2253 523 5. 532237 555 233 2 5322 52782.
— — — * 2 8 —A * 32*
s5 338383 4 83333* A——
* 22. — —— — 3 —8 2 * 3 —— 5. *
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* * — c ẽ * ñ SG.· 2 *52 25 * 5332
722 *3535 33
3*2 33823 535732325 3237355835352*57* —
23 3 —35.2** — 84
— ——— 2722 3882.77
— · — — 2828232 5357 7252 523. 5535533
7322353 33 z2223723 7323538 5
—253322 8383, 57 — 62z22 3 323 838 5 2283642
22382 53323322 28225337 25335 332382
5SE S *35 288 52232 5322 *222 *»252
383*588 533333
2* 8 8 3 22 22 8 2 *25 —3 —X —
s58323242332 *3233 528 *5 2335253325
252 *5*225 2 5 382 3 25* 3 —
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— 25822 —A c —R—— R — S—. 5
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23*523258 3 2 8 2 238 28 22 2.8 5 238
53 8*. 2 2 5 5253 5ñ555 282353 — X
* — 22.8 — 5232232 —A — —A 83325 232 —* *
58383*58553 38 * — — — 8 — 22522 26 25
2.7 2* x 2 M * * —2X X 9 —A —
552.7 8 z3335 — 55222 8 5 5 352825* 33237535
5536 323* S 8 A —5532 —z— 3222 223223*
225283 5522. &amp;æ 8 *23 252 5225 2882 ——
— —— — ** 22860 7 8 2z23338 33333 772
2235732382 23 — 22238 525 235223 23352.5 53338282
5228833.2. 5235 2 —* — —A 73233 1253352 583267
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23333238 2385585 28 532 5838535 533353
332353253 ——32 — 258 52833 5352 23577
225273232— A 225535 553— 2335357
728 532 72 28 283 — *25380 5832 5358 ã
35223 253 522357 *55 532835 ẽ
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        xi Bi. Jagberbeir Amheriget Jund das mit dem Hauptblane verdundene naterhallungablatt, mit der' Dienblagt⸗ D nerstagt⸗ und Sonntas⸗
nmer ·erscheintwðchenttich Vieirmal: Dirnsrag, bennerstag, Sametæeg und Ssantag. Anonnementspreis viertelijahrig 42 Argr. oder
i 12 Silberar. Anzeigen werven' mit 4 Krit. die dreispaltige Zeile Viaitichrift oder deren Raum berechnet. —W
i 44 Tiendtag, den 7 Septemnber —I873
J——— Deutsches Reich. Ocspssen kich betheiligten.wurden gestern gesclofsen.Der n „Staichs-
Meldp ch n, 12. Scht. Dit für die, Dauer der: Erntezeit anzeiger“. sagt, ihr Ergebniz werde viele im Interesse des Publi⸗
atlaublen Mannschaften der Regimenter wurden wigen des Auf⸗ umt, insbesondere des Handelsstandes gestellte Anträge erledigen,
nar der · Chotern · im mehreren Garnifonztadten detannttich vr Die dies jährige Aebungsreise der Offiziert des großen
—————⏑ ——— nuester — Anoronung des Generaislabes. untexZihrune des Grafen Moltke nach Bremen und
An er ene, in e aus gieichem -Grunde der. Urlaute jener, Wittemabaon MDet erste Herartige Miuntdrishe Auelug an die,
neften bis zum )7 des nächsten Monats verlängert worden. deutsche Küste), welche zur Hiarlegung der —I —
— Sr. Najestät vem Konige wurde bultenisse untexnommen ist, wird längs der Kuüste von Bremen fort⸗
neits von — Auͤm eess Dar Sinberusnisg Doa ge ebt perden und bei Harburg enden
ndlago eine Vorlace bewacht; ire cernin des 7 Von den Kirchenvorstaͤnden — noch immer
gRisammentritts der 19. Oktot er piele Immediat⸗ und sonstige Gesuche um unenigeliluche Ueberlässung
— von Geschũtztxoncen zůr Herstelung von. Kicchenglocken eim.deren
zathes lrafgefiern. Abends. A G Alht Dietin umnd. wurden von viner Bertjcsigtiguag, wie Jur Vermeidang · von umdihigen Wetterungen
n deenmeen Megee meiethoften Zutuse danipfaggen e ne lonn deßhalbe micht augangig iste
Stroßen voͤm —— Hii Absfeigeqivir siere war ai wie deit dab ach einer könidlichen Ordre zur unentgeltlichen Verabe
. Vahnhof pᷣlanzend brien chieier⸗ die Siadi zum ggroßen. Theile reichng an. ärmere Gemeinden' bewilligte Quantum französischer
— —— Kronprinzen Geschutzbronce durch die bisherigen Vewilligungen vollständig ab⸗
ie Serenabe. Stürmikche Horüse schlossetx sich an eine von sorbirt ist.“ V
bolat Gaßner) geprochenes Begrüßnungetede.s Heute früh 8 Uhr Frankreich3
ihrt der Kronprin; wit· Exttazug nach Freihals zur Truppen⸗ 3 13. —A——— wiĩrhe gimeldet: Vrt
nusterung, dann zum Diner nach Sgwandgrf. Nachmuttags erfolgt heute Morgen um 8 Uhr in bester Ordnung zw:0
— grc ne 7 38 z Die Ruhe ist ungestͤrt.. uι]
da u ph int. . Spiedrhere Dir ratzAische Sladlpfarret Lestätigt sich, daß die Regiexuͤng, ohne eine Keclamalion
—X haiꝰonc: ben ! Rönprinzeten des Deurtschen Reichs — dentschen Retierung abzuwarten, wegen der neeeene
sen neulicher Anwesenheit folgender Ansprache getichtetni —F—— rine Unterjnchung· migedrdnet und in Folge dessen aeils 8 Per⸗
eee eeee eee e ee Snpbein heige anen hat wertbasan tasen. Edense sint wegen Wifbandtung Deut
Sie ais Verteeter der hzelgenJatholiichen ASta dipfgrmemmeinge gder i Pont-g Nousfon zwet Cinwohrer- dieses Ortes berhaftet
den gröͤßten Theil, det Fiesigen tin auswachi, — be Die — — ounlniß gesehtb
nonimen Wir sihlensund hochgeehrn ven delanchten“ Thron⸗ Wc⸗ Italien
ihen des Deutschen Reichs, den beruühmikn belrtscherte Fridherru. 11 ααν Sepseinber. Die NMinister Minghelq und Dis
n me die Grahe, die Chahrit und Unabhangigtein unferes ertschen onti Vengoßa begleiten den Koönig auf der Reise nach Wien und
erlandes hochberdienten Fürflen in uͤnserer Mitle zu sehen. Berlin.
h begrüße sie als Friedensfürsten. da ie ig Uberzeuot sind,
cu demobesten Wilsen BesecitIt des Friedens in
secu deutschen Vaterlaude ausn ren nt bie allein
—XX nenthehvliche
dnexin und Erzieherin der Völler. :0 Gerechtig⸗
5das Fundament der Staaten. — u lassen.
ai Sie uns deßhalb doppelt
xDiedt. die sgedugen Ztn
arbhe Gelaute iß ser Gldcken, ver —
cobllerung der gangen: Sindt ser ldpfuntte It anu
nolneischer der hier herrschendan In als ie dieẽ pe F Zweirigen
dtüden vermag. Es 5 zmiochted, wag Sie, hier eheun Ahend ver Rohnee
* ne Purule! welche Ihnen den heutigen Empfang beteitet, wird ein grober
wissein baiserl. Hoheit, daß wir dädurch andeiePflichten,die wurder wegen feine:
neilng sinde nicht verletzen.n Wir wissen n daß dieripflich· en detholt belobi ⸗
vir Lajtrem. cugesteimmtenz Kdnigshause Ichuldige sinde, denen)!ttt F. Dürlbrin
dag Ddeutsche Reich vichl wiedersprechen, sowig auch, daß die. Hex dies ährige Wut
len gegen? unsere hĩ. Kirche diejemigen gegen, den Stagt micht ee
—88 Wel won ene Wantlembetger sind““ so werdem wir stettung deschlaten 3.
sleiß treue Biyger wese. Deutschein Reichts dein. AIIR Namenj 2007 Wolfenbüttel⸗
kinwohner dankecich Ihren für, die grofe Ehre Ihres hoben gittersccamtlche dre
ches, mit- der unterthanigen Bitte, unserer Stadt Laupheim, sich her jerschmeltert.
eundiiches Audenken bewahren tzu wollen.“ 2 iebensgefaͤhriich derle
Dee Mepin etelocele, daß deriRiduer ihm aus der Seele224 Plunchen,
—9— und in diesem Sinns melnne ar vie Huldizung dertadt Gnadengesuche? Rn
barst an, 4] .. ihres leidenden Zustt
B — *8 ——— V — reRijket ul wieder ——* Zuchthaussp
vf go Solbaten die ich wegen. mätlicher Angriffe. Auf deutse“ t2tars.“ .
idotenn idch jie deutschenn Festungen abefunden, Hegnudigi.at Sxankfurt a. . d liaf ein Schiff mit einem
Ber hi'n, I2. Sepi. Wie man, hört,, werden di der: Zeit vie vchen Sege er ein. Mosscbbe bestand nämlich aus zu-
Nwesenhei des Königs von Jialien am hiesigen Hett rrebrere e— oten mit * Ammern versehenen Säden, in welchen Kriege⸗
de Rüeste ach Berlin⸗lominen nrer Byctkyeich an Deutschlasd bezahlt worden war.
NEdeinheer Gostes· Tdetl Acxcht Migett, soll es diesen.. Wialer ichack hinier deu
aertcn I Seplexiber.“ Dicim Reichsc jen, die in diesem ·Soauner mit unerhoͤrter Frechteit
ogenen Tonferenzen, an welchen anch Bayern Würkten uge dis in die unmittelbare Naͤhe der Dörfer unterno amm

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        Jaben, Fälle, die sonst nur im strengsten Winter vorlommen; auch
degen die Wildschweine, die eine wahre Landplage sind, sollen
zroße Treibjagen x. angestellt werden. *

F Julie Ebergenyi ist am 11. Sept. Abends im Irrenhaut
bei Wien an der Cholera gestorben, von welcher fie am Morgen
zesselben Tages befallen worden war. Sie war schon seit einiger
Zeit an Seele und Leib gebrochen. Als sie die Frau des Grafen
Thorinsty in München vergistete, 21. Dezember 1867, war sie
285 Jahre all, noch in der Blüthe ihrer Reize. Chorinsky wurde
in München, wohin er gekommen war, um dem Leichenbegängniß
einer Mutter anzuwohnen, ergriffen und abgeurtheilt; nicht lang
Jernach lam die Geisteskrankheit, an der er schon vorher gelitlen
zaben mochte, zum Ausbruch; er wurde in die Irrenanstait Er—
langen gebracht, wo er im December 1871 starb. Julie Eber-
enhi wurde im April 1868 in Wien zu 20 Jahren schweren
e verurtheilt; mit dem Gedanken, von ihrem „Gustab? auf
wig getrennt zu sein, konnte sie sich nicht befreunden. Sie hoffle
fieberisch und unablassig auf Vereinigung und Befreiung. Als sie
in dem Tode des Mannes nicht mehr zweifeln konnie, war auch
jede Aussicht geschwunden, daß fsie aus der Geisstesnacht erwachen

koͤnnte, die das schusdbeladene Weib umfangen hatte.

F Pesth, 8. Septbt. Heute früh stießen auf der nordlichen

Rinie der ungarischen Staatsbahn zwischen Gödöllß und Asfod pog

dastzüge zusammen. Mehrere Wagen wurden zertrümmert, einige

nerbrannten, die Maschinen arg beschädigt. Die Bahn war
ags noch nicht frei. — Gestern hat sich auf der ungarischen Wef·
ahn zwischen Feld bach⸗Fehring ein schauderhaftes Unglück ereignet.

Fin von Locomotiven gezogener gemischter, 20 Waggons zaͤhlender
ind meist mit Wallfahrer desezter Zug entgleiste auf dem aachlassig
aufgeschütteten Damme. Acht Personen wurden schwer verwunde
von welchen bis heute vier gestorben find; zwei Personen wurden
leicht derwundet. Der Verlehr ist gestört. —

7 London. Als Beitrag zar Sittengeschichte Londons im 19
Jahrhundert mag der Umstand dienen, daß von neun Personen
die am Montag der Trunlenheit bezichtigt vor dem Polijeice igi
zu Bowstreet standen, nicht weniger als acht Feauen waren.

f Newhork. Die Siamefischen Zwillinge wurden amerkla⸗
nischen Blätiern zusolge diesen Sommer in Richmond als Geschwo⸗
ene berufen.
VDemens, berantnocli

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z5— —83 838 823 3355 338 335358 355 322358355
5228 * —— * 64 2 23 *
585 5322* 5 822* 58222 4282335 —253 —. —5532 * —58
— 7735 32322 27 58 23 5858 53238 5—5535 —353 35335853 52
— 5836558 538328
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*»—232 552268 5 —— *62 226 33338 33828 — 8 ——— —
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der Sh Jnaberter dnzeiar Lund das mit dem —XR Unlerhaltungsblatt. mit der Dienztags-, Donnerstagt- und Sonntag
nmer erlcheint wochentlich vieren a i: Dienztag. Donner 3144, Samstas und Sonmtaa. Loannementspreis vierteliahrig att. oder

1282 Silbergr. Auu⸗igen werden mit 4 Arir. die dreispaltige Zelle Blattschrilt oder deren Raum berechnet..
. 145. eetet . .* Donnerstag, den 18. Septeiber —8 dy3* * 1873
F — 2.
*7* Deutfches Neich. — —

Maünchenn, 15. Sept. Der Kronprinz des deutschen Reichts
at bezüglich der sammilichen Abtheilungen, welche er in der darigen
—X— ausgesprochen, und war
uch von dem ihm von der Bevoͤlkerung allenthalben bereiteten
rerlichen Empfang im hoöchsten Grade befriedigt.n«Ueber das Er⸗
jebniß der Gesammtinspettion hat der Kronpring demdeuischet
deifer einen eingehenden Bericht zu erstatten, welcher dang, gemäf
a. Verträge, von dem Kaiser unserem Könige mitzutheilen ist. ra

Die Berathurgen über: die Gesetzent ürfse, das Vormund
hafts · und Genossenschafiswesernin Bayern beir. werden im
Fsaatsministerium der Justiz dahier, jn, regelmäßigen Vor und
duchmitiagssitzungen gepflogen. eινν

die Kompeleng der Notare zur Behandlung einer? Verr
assenschaft. joll, wenn sie ihnen von den Interessenten überkragen
vid, neben der regelmäßigen Kompetenz der Einzelngerichte besteben
leiben, die gesetzliche Einschränkung über die Aufnahme der In⸗
inlare und die Anwendung des Art. 14 des Notariatsgesetzed im
hebieie des Verlassenschafiswesens bes. itigt werden. —* ——

Straßburg, 15. Septbr. Die „Straßb. Ztg.“ meldet,
sch die Kreis und Bezirkstage von Elsaß-Lothringen. im Jahre
873 nicht wieder berufen werden würden; erst im Jahre- 1674
detde eine neue Berufupg erfolgen. 316864

Kedln. 15. Septbr. Sicherem Vernehmen nach wird die
zahl der neuen Forts, mit welchen unsere Stadt umgeben werden
. 22 betragen. Außerdem werden 7 Lijnetten errjchtet. 1373

herlin. Nach den hier eingegangenen Nachrichten über den Stand
er Rinderpest ist dieselbe außer in zwei Ortschaften des Kreises
geuihen, nirgend in Preuben. und. Deutschland herrschend. Da⸗
egen hat sie nicht unbedeutenden Umfang inDQesterreich Ungarn
ind findet sich dort in Galizien, in der Bukowina, in Dalmatien,
n Croatien, in Slavoͤnien und in der Milttärgrenze. In Ruß
and sind 14 Gouvernements heimgesucht und es kommt die Krank⸗
XXE—— in der Stadt
Odessa vor. ,

In kurzer Zeit wird eine von dem Cultusminister berufene
sonferenz don Schulmännern und, erfahrenen Vraktikern in dem
laterrichiswesen zusammentreten. Der Siwech dieser Conferenz ist,
d dee Dche Wogenbi“ jeht des Raheren hört, die Vorbe⸗
athungen einer universellen und durchgreifen en— Reform des
dyinnasial- und Neal ⸗Schul-Wesens, damit de Verhällniß der
xeischiedenen Categorien von Schulanstalten zu einarder definitiv
—XRA

Ra ee —3
Das Gerücht; daß die Regierung den auswärtigen Mächten
eine Note übersandt habe, in welcher die Motide für die Reise des
dönigs Nictor Emanuel erläutert werden, wird von qut glanbwüc⸗
iger Seite als unrichtig bezeichnet. —α,
ESpanien.
Wie aus zuperlaͤssiger Quelle gemeldet wird, haben die ver⸗
inigten Colonnen der Generale Santa⸗Pau und Lomain in der
Statte von 10,000 Monn und 14Geschützen, eine 14,000 Mann
ind 9 Geschütze starke, Zunter Befehl Don Carlo's stehende Car⸗
istenabtheilung nohe bei Follossa angegriffen, und unter großen
Berlustes in die Flucht geschlagen. Die Carlisten. jollen auch ihre
Fahne verloren habens -Details sehlen noch. 31
a 7 England. —
London, 16. Sept. Der „Times“ wird von der West⸗
äste Afrika's berichtet: Krankheiten verheeren die eingeborenen
Truppen in den englischen Diensten. Dieselben sind desorganisirt
und verweigern den Offizieren den Gehorsam. Eine- Recognos-
nirungs·Expedition an den Prahfluß fiel in einen Hinterhalt.
Fin großer Theil der Mannschaften ward verwundet, der Oberst
ichwer.

eErn. 2
4ChristianKosq; Glasbläser und Heinrich Koch.
Walzenmacher, beide in der Vopelius'schen Glashütte bei Sulzbach,
erhieiten in Wien die Verdienstmedaille für Mitarbeiter. —
7 Die erhöhten Garnisons⸗Verpflegungs⸗Zuschüsse für die
Unteroffiziere find für das 2. und 83. Bierteljahr 1873 festgestellt
resp. dae Mehr gegen den bisherigen Saz nachzuzahlen) wie folgt:
in Germersheim, einschlüfsig des besonderen Verpflegungszuschusset
von drei Kreuzern, 11 tr. 7 hl. im 2., 12 kr. 8 hl. im 8. Vier⸗
zeljahr; in Kaiserslautern 9 kr. 50 hlim 2., 10 ir. 1hl. im
3. Vierteljahr; in Landau 8 kr. 5 hl. im 2., 9 kr. 8 hl. im 3.
Bierteljahr; in Speher 8 kr. 4 hl. im 2. 8 kr. 7uhl. im 3.
Vierteljahr; in Zweibrücken 6 kr. 6 bl. im I., 7 kr. 1 bl. im
3 Vierteljahr. 1rF
In Spehyer ist am 13. September ein Cholerakranler ge⸗
torben, ktein neuer Fall vorgekommen. Die Nachricht von einem
Tholerafall in Edesheim wird amtlich dementirt. —
Zu Gunsten der pfalzischen Hagelbeschädigten findet nächster
Tage in Speilex eine mufikalische Abendunterhaltung statt, bei wel-
her nach dem „Sp. Anz.“ u. A. die: Damen Willich und Anding
aus Speier und Hr. Dr. Wernher von Zweibrücken mitwirken
werden.
nn 7 Letzten Sonniag wurde in Rohrbach bei Landau ein lediger
Bauernbursche von einem Dienstknecht erstochen.“ Der Thäter ist
flüchtig. Am gleichen Tage wurde in Blankenborn ebenfalls in
Raufhändeln ein Bauernbursche darch 5 Messerstiche so schwer ver⸗
letzt, daß an seinem Aufkommen gezweifell wird. Der Thäter be⸗
findet fich bereits im Gasthofe ‚zur vergitterten Aussicht.“
3 Wannheim, 15. Sept. Heute Natcht:— wahrscheinlich in
der Zeil von 2—5 Uhr find aus dem hiesigen Landesgefaͤng-
nisse zwei Sträflinge entwisch. . 5
Italien. re f Frankfurt, 15. Septbr. Verflossene Woche wurden die
Kom, 16. Sepi. Der Konig Viclor Emanuel iss heicle zibh heuersten Erdschollen n Frankfurt verlauft, nämlich 8710 Reter
alb d Uhr nach eesolgten Abshiedshegrüßungen der Prinzen Ca- hinter dem Hotel du Lord, ein sogenannter Chicanirzwidel zu
iman und Amadeus, sowie der Behorden und unler Zutusen 6000 . 244 n
iner großen Volksmenge nach Wien abgereist. J Amberg 418 Seatbr. Heute wurde den Raubmðrdern
R om, 16. Sept. Der Konig trifft am Marchnex, Valet und Sohn, die Bestatigung, des über dieselben
lbendd, in Wien ein? *: Mehrete? Senotoren perhängtenjchwurgerichtlichen Todesutlheiles publicitt und denselten
seiten den Abnig bis zur Grenze. Die“ itallen belannt gegeben, daß die Erecutlon detselbenn am Donnetstag Mor⸗
ind der portugiesische Gesandte! in -Wien relses gens 7 Ühr stattfinden werde. Nat Anbörung det Bessatigungs-
iine eenn a entschließung vetließ Marchner gen: sichtlich alle Fafsunge! umd ge⸗
Nach einem Telegramme ˖ der Allg. Zig. brochen sank er zusammen, während sein Sohn tine große Gleich
xn zwischen der deutschen und der italienischen giltigkeit zur Schau zu tragen suchte. D
andlungen wegen eines vom Dentschen Kaiser . 7Aus Schwarzbach in det Oberpfalz schreibt man dem
n Wienck Weiteuestenung ine Rom adzustattenden · Sejnchee · .Reg. Zagbl.m Ein auderhestes Verbeechen brachte unsert vm
ner gilt die Verwpirtlibung dieses Blanes für wahrscheilich. i, die benachbarten Gemeinden in »fürchterliche Aufregung. Ein seit

Frankreich.

Nancy. 15. Sept. Das Zuchtpolizeige ht verurtheille die
tinwohner Mansuy und Toussaintf von Pon aä. Mousson- wegen
Nißhandlung der dcutschen Staatsangehörigen Schreier und Du⸗
d mit Frau zu 14 resp. 40 Tagen Gefingniß und in die
ð en. :.261 —&amp;—

— Die Ausgaben der Pariser Polizeipraft tur sind an diesem
dJuhre auf 20, 140 606 FIr. etatisirt, 376,192 Ir. melxs uls in
otigen Jahde.
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        ein Fruhjahr in dienger Vtuhle sich aufhaltender, körperlih trup⸗
pelhafter junger vead von 22 Jahren lockte an 8. da. Mis
ein Kinb von 5 Jahren (Mädchen) in den Wald. und moedben
dasselbe acf Entsetzen erregende Weist. Nach der That ging der
ruchlose Mörder flüchtig, am zweiten Tage fand min die Leber im
Bache und fomit war die Gewißheit des Moroes konstatirt. Am
drititen Tage wurde dieses scheußliche Subjekt in Charlottenburg
aufgefangen und gestand sogleich die in ihrer Ausführung nicht
zu deschreibende, entsetzliche That. Auf ergangene Aufforderung
geigte er den Ort der vollbrachten That im Walde. Ein marker⸗
schütternder Schrei des Entsetzens und der Enkrüstung von 200
Menschen erfüllte die Luft, als der abgeschnittene Kopf und dam
der jerfleischte Leichnam des unschuldigen Kindes aufgefunden
wurde. Sofort waͤre der Unmensch gelynchtworden, hänen nich
angesehene Maͤnner und die Zollschuzwache die Menge unter Hin
weiz auf das Gesetz besänstigt, und der Gendarm Rasch so vie'
Luft gemacht, den ruchlosen entmenschten“ Mörder abzuführen.
7Suhl O. Septor. (Gewehrfabrilativn.) In den großen
Waffenfabriken von Suhlherricht jetzt Aberall die regste Thaͤtig
keit, und allenthalben entstehen neut Anlagen oder werden die
schon bestehenden bedeutend derzrövert. Die preußische Regierung
hat fehr grosße Bestellungen: auf die nenen:; Mauser Gewehte, die
jchlennigst ausgeführt werden sollen, bei den hiefigen Fabrikanten
doun Militärwaffen gemucht und ebenso sind nenerdings von Holland
ansechnliche Anfträge auf neue verbesserter Hinterlader e Gewehre er⸗
heilt worden. Auch sollen neue Zandnabel⸗tarabiner sür die
Neiteret des Deutschen Reichtheeres eingeführt werden, zu deren
Anfertigung den Fabrikanten nur eine sehr kurze Frist gegeben iss
AIAX
Fabrikation von Militärwoffen zu überwuchen und dafür zu wirlen,
daß folche in der moͤghichstukurzen Frist: vollendet werden. Der
Besuch aller Werkstütten, in denen die Mauser⸗-Gewehren wie all

sonstigen Waffen fur oie preuzische Regierung angesertigt werdm
ist allen Fremden auf das Strengfte untersagt und daärf mur vi
pezlellen Erlaubnhscheinen geschehen. —V——
7 Siettin, O. Sept. Eine junge Dame (Fräͤulein Großmann
nis Sachsen) hatte sich in Misdrey beim Baden zu tichns Men
jewagt und war, von der Strömung lortgeriffen, in die Tiefe ge
sogen worden. Sämmtiliche Badefrauen gingen auf den Hilsen
war sofort ins Wasser, da sie aber die Kleider nicht abgeworfen
hatten, wohl auch des Tauchens nicht kundig waren und da von
der Verunglüchten nichts mehr sichtbar wurde, so gelangten v
Badefruuen Uber den Außersten. das Baffin rechts abgränzenden
Pfahl nicht hinaus. Die Rettung kam aber von anderer Sein
Fräulein Marie Weißhaupt, Tochter des Miniflerial⸗Diceltors W.
in Berlin, eine vorzügliche Schwimmerin, war, ohnet einen Augen
Aick zu zogern, von der Treppenbrüstung hinabgesprungen and
nach den Stellen. die ihr durch Zurufe der Badeftauen bezeichnn
vurden, hingeschwommen. Beim dritten Mal Tau hen sah sie du
Zörper auf dem Meeresgrunde liegen das Gesicht nach oben ge
dendet. Obwohl fie selbst schon dir Sinne schwinden fühlte, ga
ang es ihr rennoch mit der Kraft der Verzweiflung zur Ticsr
ommen“ und die Ertrunkene emporzuhet en. Inzwischen war dan
zraven Mabchen auch die Mutter, ebenfalls des Schwinmen
amdig en:gegengeeilt und mit Beider, sowie der Badefrauen Huls
wurde der noch athmende Koryer der Verunglüctten ans Landegh
bracht. Aerze waren fogleich zut Stelle; die Belebungsbersuhh
hatten guten Ersoig, und so ist die von allen Umstehenden sqhor
xerloren Gegegebene glüclich —AV

Die Pfarrei Elmstein, Decanats Reustadt, ist dem Pfarrin
mei Oito Mullre aus Lauterecken, zar Zeit fiandiger Vikar in Callbah
xerliehen worden⸗
Nerren. verantworilicher Redacteurr
e— R — — —;
f j. — 141 87 — —
Bekanntmachungen / Grostes Lager
JJ. in den neuesten —
F euser F ILXL
amstag den 45 er —A2 2.53*.36
mge un s8 Uhr en Er Inghen3 seidenen und wollenen Cachenez
w der Vehausuotß des Mehgers Jadoh seidenen leinenen und baumwollenen Taschentüchernn
2warz: er— : 4* p J 5
Auf Anstehen von ꝛd —DV— Untertzosen und Unterjacken *3
Framg Weisgerber, Meßger in 36 in Wolle und Baumwolle 7*
Stt. Irobert wobnhesn in eigenemenamen ·wollenen Herrenhemmden,;,,
wegen der zwischen ihm umd feiner verlebtten ιιια 129
mn Ehefran Iosenhine Beck besandenen — —AA ⏑———— *.
sen bie hugc.. Gerrenkragen und Manchetten
VBormand seiner, mit derselben erzeügtein, bee
nvch. minderjährigen Tochter⸗ —8 — F
Weisgerber;
U. Georg Peters, Bierbrautt in St
Ingbert wohnhaft, als Nebenvormund diefer
Ptinderjährigenn
werden durch den damit gerichtlich beauf ⸗
tragten k. Rotin Horn zu St. Ingbert der
Unsheilbarkeit wegen die nachbezeichneten
jur besagten Gütergemeinschaft gehöriger
Liegenschafien auf Eigenthum versteigert.
nũmlich⸗
Baun von St. Ingbert:
6 Dez. Garien in den Großgärten;
Banu vou Nohrbach:
36 Dez. Ader im Rest, am langen
Stein.
Soru, lal. Notar.

*

—IäLCCAI—
IJ in Zweibrücken, Ede der Landau⸗rstraße.

Danksagung.
Allen unsern lieben Amver⸗
wandten, Freunden und Bekannten
statten wir' hiemit unsern tiefge—
fühltesten Dank ab für die überaus
zahlreiche und innige Theilnahme,
welche sie in so tröstender Weise
bei der gestrigen Beerdigung un⸗
serer innigst geliebten, schon in
ihrem 17. Lebensjahre so früb
dahingeschiedenen Tocht ex und
Schwester J 248
Elisa Neymann
an den Tag legten. Wir bitten
der Verstorbenen ein freundliches
Andenken bewahren zu wollen.
St. Ingbert, 16. Sept. 1873
Die niefbetrübten Eltern:
Joseph Neumanu, Negine Neyman⸗
geb, Won
und Hinder.

242 22 2486,
Königs-Reis-Staͤrle
empfichtttE.2evp·
Frucht⸗, Brod⸗, Fleisch⸗ ⁊c. Preist
der Stadt Homburg vomn 17. Sept.

Weizen 9 fi. 2 tr.Korn Gfl. 80lt
Spelztern · — fl. — kt. Spelz 5
40 tr. Gerste, 2reihige — fl. — kir
dreihige — fl. — tir. Hafer 4fl. 3186
Mischfrucht 7 fl. — ir. Erbsen —
— tr. Wicen — fl. — kr. Nartoffen
— ft. — ir. Bohnen — fl. — i
Nleesamen — A. — tr. — -Weißbrc
Z Pfund — kr. Kornbrod 6 Pfd. 32 b
4 Ppjd. 22 tr. 2 Pfd. 11 kr. Gemisch
brod 6 Pfd. — ir. Das Paar Wed ibt
Gr. 2kr. Ochsenfleisch per Pfd. — r
ühfleisch 1. Qual. 20 tr. 2. Quu
Is ir. aaibfleishh i6 . Hemurlfleht
20 kr. Schweinefleisch 22 Ir. Bullen.
ber Pfind 8bßiee. —

w gorn, 46. Sevibr. Gruch
XX
o s. A ir. Speizlern 8 fl. 84
Zpein 6 fl. 7 I. Gerste 6 fl. 218
—
Wicken 4fl. 12 ke. Liosen 8 . 126
Kleesamen — il—. — te.

Leinen-Reste
ve. Elle IA Kreuzer
sib wieder ang⸗nmen

—AV———
Laden Einrichtung
don massiben Hotz. nebsf !—
Oelßhaflen nud Cadenfhchen
ist au berlaufen durd
TOoOh. raun jun. Glafer
in MAMBBiie⸗es Ekastel.

—XEE
—— — — ——

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daltiun⸗

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        535 5 33
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* — 7 25 . 135*5 2 32
— 7 E2— 27* *53 — —
* 3 4438 7 83585534 52 8237
— ee 3511388 38 353883*53 5282
—323 ——— —A 388. 3333 33 2338
232* x5237 — —— 287. — —— 33833
3528 5—25*8* — 28—23 —— 35 338 33 — 888
z* 25783 —A 37 — 335*7 5225 223383 882 2328
—— 5 2 * 583 13533 27 5382 —— 223
J 833235 558
Bs 32738 838 —* 7337— 23335 23 ————
3333
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* —688 —— — 5853322 — 1 258252233 53*
σ 522 525 23 5326 —X — 2233*
— — 2 — * 22 —— — 2323 —I — — ——— *32257 18
— 278 * 25 —333* 2 57568
— 2828* 35354* —** 3332 5 5
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* 2253 6582
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3* 5588 *58 8*
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s3 2333333 *7 832 322 733238* —
— 332853 *3322 2823 I5838833 8 8
— 3337 35
57 287 5222 75532 255 E — —— 58 53 228 8
5 35 8 S3 zee
5537* —— — s337753 — —— 32338 38
75* 30 — 353*2 2855827 383 333 8 7285 —
53 83 * * — — * 44 —7
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23 555583233538 527* 253235 —582 ——3 — 25 55*—
22 2352333278 8 3 3333
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333 7 8 3
5 5 — —257* 83 73
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* *
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3253* 33855
332 23 32537* 255 232
22226 55 A 252535333
— — J — 223353 8
——— 883* 33 2 3333386455
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—785353 3555* 53* z23333 3588 28*55 — A
—A——— —3 323 ——852 —— 538 35 ———
5686 33233388 —8 253333383 ——— —5728 2828
128848 — —— 324353
c 83382283 35 — 525332 — — —— —83 32352 538833
23228 87 53225 — ——— 2233 5—23232
* 2527 5853 22 —— 5 33335
* — 25 3— s2 — ⸗ 3353375 —2 EB —1
2 378 52327 532 25353 33,23* 337558. 3255858
z3. 337 z353333 238 3832 326 —— 8*
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—252 3228 355 4307 388 —
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der St. Ina berter Anze ig e x sund das mit dem Hauptdlatte verbundene nnterhaltungsblatt, mit. der Dienztags⸗ Donnerttagt· und Sonntag.
hunmer erscheint wochentlich vieenal: Dienstag. Donner: tag- Samsta a and Sonntag. Aponnementspreis vierteljährig 42 Krit. oder
—X . 12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krir. die preispallige Zeile Blattichrijt oder deren Raum berechnet.
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18 146. de d r. . 7 Samstag, den 20. Septembe

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— Deutsches Reich. gouvernements Straßburg zugetheilt. Zur Regelung der militär⸗
Munchen, 15. Sept. Se. Maj' der König hat dem Chef polizeilichen Verhältnisse in Kehl hat sich debhalb der Gouderneur
ꝛet kol. breutischen ersten Ingenieur. Inspektion Generalmajot“ve· General Hartmann mit dem Begirksamt Kork ins Benehmen ge⸗
giaun und dem Keonimandeur det kgl. preußischen zweiten Feldar⸗ setzt und wird dasselbe un. a. dafür Sorge tragen, daß die pon
ie Vrigade Oberst v. Bröͤcker dad Grohtonnhurireng des Vie Dalitäcs beso dere desuchten — üffennticher Voente hehle
ar⸗Verdienstordens verliehen. Sonn⸗ und Feiertagen durch Unteroffiziere ꝛtc. revidirt werden.
Mentz, 14. Sept. Die hllblauen“ Unifdrmen der Vahern Wien, 17. September. König Victor Emanuel traf heute
heinen auf die Lothringer eine besondere Anzichungskraft auszu⸗ Nachmittag auf dem festlich geschmückten Südbahnhof hier ein, don
den. Vorigee Frühjahr schon hatte sich die Mehrzaähl der jungen dem Kaiser, den Erzherzozen, dem Statthalter, dem Po'!izeipräfi⸗
Ränner, die sich zum Einjährig ⸗Freiwilligenckamen einfanden, für demen und dem Verwaltungsrath der Eisenbahn erwartet Eine
en Emtritt in eines der beiden hier in Garnison befindlichen Ehrencompagnie war aufgefiellt. Die Majestäten begrüßten sich
eherijchen Regimenter entschieden. Zwischen ihnen und ihren auf das herzlichste und suhren in einem sechsspännigen Hofgala⸗
cherischin Kameraden hat sich seidem das beste Einvernehmen vagen nach der Hofburg,' von einem zahlreichen Publikum überall
ebildet; und Dies ist wohl der Grund, warum auch diesmal der ebhaft' begrüßt. In der Hofburg fand Vorstellung aller Hofchargen
roßte Theil der zu dem in den letzten Tagen abgehalten Exramen uud der Minister statt, worauf sich der Kaiser zurückzog. Der
ischienenen die Bitte um Aufnahme unter hayerische Truppen- dönig begab sich dann mit seiner ganzen Suite zum Kaifer und
rile aussprach. Die bei dieser Prüfung gestellten Ansorderungen verweilte längere Zeit bei demselben, worauf er sich in seine
ind immer noch sehr niedrig gehalten. Trotzdem konnte von Appartemenes zum Diner zurückbeaab.—
en nennzehn jungen Männern, die sich dem Examen unter⸗ Frankreich. ——
ozen, nur an elf das Fecht zum Einjährig Freiwilligendienst er⸗ Paris, 16. September. Die letzten deutschen Soldaten
heilt werder. erließen heute Morgens um 7 Uhr Conflans und gingen um 8172
Frankfurt, 16. Sept. Nach zweitägigen Berathungen Uhr über die Grenzz.
vurde hier für ganz Deutschland ein Verein zur Pflege der öffens- Detr Präsident des Generalratbs (Landraths) des Departe⸗
hen Gesurdheit gegründet, welchem die Magistrate — Ober- nents der Bouches du Rhone widmete in seiner Schlußrede Thiers
irgermeister und Bürgermeister — der meisten namhaften druischen Vorte der Aneikennung und fuhr dann also fort: „Wir wohnen
ʒtädte als Mitglieder angehören. Zum Vorsitzenden wurde der inem gar seltsamen Schauspiele bei. Dea Gegnern der Repuͤblt
dberbürgermeister Hobrecht (Berlin) gewäblt; in den Ausschuß: st Ales gestattet, den Republitanern ist Alles verboten. Die re⸗
et Oberbürgermeister Ehrhardt zu München, Dr. Lent zu Köln, »nblikanischen und liberalen Beamten werden schonungslot abge⸗
t Geh. Sanitdisrath Varrentrapp zu Frankfurt, der Geh. Ober⸗ etzt. Die Mitglieder der Magistratur und Verwaltung, welche
nurath Wiebe zu Berlin und der Oberbürgermeister Winter zu nan nicht absetzt, müfsen fich zu Werkzeugen der Regierung des
danzig.n dampfes hergeben.“ Der Präfekt wollte den Redner unterbrechen,
Berlinz 16. Sept. Die „Augsb. Allg. Ztg.“ läßt sich iber der Präsident des Generalrathes entzog dem Präfelten das
is Rom melden: .Zroischen der deutschen und der italienischen Vort, was unter dem fast einstimmigen Beisalle der Versammlung
aplomatie schweben Unterhandlungen wegen eines vom deutschen rfolgte. — Troß solcher Kundgebungen gehen die Vorbereitungen
niser nach Besichtigung der Wiener Weltausstellung in Rom ab⸗ ur monarchischen Restauration rtuhig ihren Bang. Die Monar—
dattenden Besuches.; Hier gilt die Verwirklichung dieses Planes histen besolgen die richtige Taktik, so lange davon und darüber zu
wahrscheinlich.“ — Uns scheint der Plan einigermaßen unwahr⸗ eden, bis die Leute die Restauration als etwas Unabweisliches
rinlich. —. Der französische Botschafter am hiesigen Hofe, Vicomte eirachten.
GontautBiron irifft, wie entgegenstehenden Mittheilungen gegen⸗ Paris, 186. Septbr. Die Deutschen haben jetzt Verdun
ver versichert wird, zum Besuch des Königs von Italien am hie- erlafssen, nicht ohne daß die französische Gemeinheit ihnen nach⸗
un Hofe am 22. d. M. auf seinem Poñen wieder ein. — Ueber agte, sie hätten vor ihrem Weggange noch schnell eine Million für
e für den Besuch des Königs Victor Emanuel in Aussicht ge-⸗ die Besorgung der Posisachen förmlich erpreßt. Es versteht sich
nmenen Festlichleiten am hiesigen Hofe erfahren die „D. N.“, von seldst, daß die ganze Geschichte mit allen Einzelnheiten erlogen
wj an 24. eine große Parade bei Berlin, am 25. Parade in ist. Man merkt überhaupt schon die Wirkung der Räumung in
otgsdam und Galavorstellung im neuen Palais stattfinden soll. allen Blätitern. Die Rubrik Elsaß⸗e Lothringen wird groͤßer, und
z ursprünglich beabsichtigte Gartenfest ist aufgehoben. Am 26. die Schilderung der Leiden und dir Trauer des verlassenen Bruder⸗
ind eine -große Jagd bei Grimmnitz abgehalten werden, jammes immee rührender. Auf den Straßen von Metz wächst
— J (Spen. Zig.) hras und die Charakterfestigkeit der Lombarden gegen die Oester⸗
Berlin, 17. September. Wie die oificiöse „Prob.Corresp.“ reicher wird durch die Elsasser dvöllig in Schatten gestellt. Zweck
uidet, wird der Beridt der. Eisenbahn-Untersuchungscommission ind Ziel solcher hier fabrizirten BVerichte sind klar. — Die Klage
hrderst dem Landtag, welcher noch in diesem Jahre zusammen⸗ xs Prinzen Napoleon wegen Streichung aus der Liste der Generale
ien wird, vorgelegt werden und wird die Regierung mit diesem immt einen langsamen Verlauf. Es ist noch nicht einmal im
Art der weiteren Veröffentlichung desselben erwaägen. (Das Ztaatsrath ein Berichterstatter ernannt, und man erwartet vor
h beinahe so aus, als sollie er zur Schonung gewisser Per. fade des Jahres keinen Urtheilsspruch; die Gerichtsverhaxdlungen
aü hkeiten, wie Wagner, gar n'icht veröffeutlicht werden. Wagener jegen Marschall Bazaine sollen endlich am 6. oder 8. Ollober
unte am Ende unangenehin werden und plaudern; er hat in seginnen, wenn es wahr ist. Derartige Vorfälle werfen auf die
ele Dinge hineingeschaut, die nicht Jedermunn zu wissen braucht. ranzoͤsische Gerichtsbarkeit und Gerechtigkeit ein sehr schlimmes
nnm die Schonung) — Dir Prod Corresp.“ sueht in dem dicht. — Bei Medard bei Bord aux ist vor einigen Tagen eine
wlichen Empfang, welcher den Kaiser in Hannover von der Dynamitfabrik in die Luft gefahren, wobei 5 Arbeiter getoͤdtet
igen Bepölterung zu Theil geworden ist, den Beweis, daß, wurden. — Großes Aufsehen macht hier die Fluht des Eiffiers
ehe und Verehrung für ihn auch dort schon tiese Wurzel ge⸗nines großen hiefigen Hauses, der“ mit 800,000 Fr. das Weite
lagen haben, gFuͤrst Biemara lommtauf die Damr des zejucht hat. uPpf. P..—
cjenthaits des — Einem Schreiben aus Verdun vom 14. Sept. entnimmt
dehl, 17. Sept. Nach Uebereinkunft des badischen Staats- die Pf. Post: „Die franz. Truppen waren mit dem Empfange,
riums mit dem preußschen KHriegsministerium ist die Stadt der ihnen in Verdun zu Theil wurde, nicht zufrieden. In Folge
aunmehr dem Befehls⸗ und Verwaltungsbereich des Gene⸗ des zurückhaltenden Auftretens der Behörden — der Maire von
unnando's des 15. (elsäss.) Atmeecorpz und des Fistungs- Verdun selbst schloß seine Ansprache an den Oberst Anicht in dem

331 *
        <pb n="588" />
        sonst üblichen: „Es lebe Frankreich!“ „Es lebe die Armee!“ —

Jigie sich auch ein großer Theil der Bewohner ziemlich kalt, und

die Truppen, die eine solche Aufnahme nicht begreisen wnnten1
zrücklen ziemlich ossen ihre Unzufriedenheit aus. Ihre Mißstimmung

var noch vermehrt worden, weil man sie nicht durch die —2—
—E sogleich in der Ci⸗

datelle consignirie. Den Verdunern gefiel das eigenthümliche Auftreten

der Behörden auch nicht; denn man glaubte, sie handelten so,

damn die Soldaten die Kundgebungen zu Gunsten der alin
Legierung, d. h. Thiers', nicht bemerkten. Den Offizieren gab
e Gemeindebehörde um 4 Uht Nachmittags ein Bantkett in den
Trois Moures?“, bei welchem es recht steif zuging, da die Offi⸗

ere des 94. Regiments ebenfalls keine große Verehrer des

Ordre moral,“ dem bei demselben allein Rechnung getragen wurde

ein sollen. Zu gleicher Zeit fpielte die musikalische Gejellschaft

hon Verdun Siügte auf dem Piace St. Croix auf. Das Concert

chloß mit dem bekannten: Vous n'aurez pas TAlsace et la

Torraine e, welches man belanntlich viel währeud des Krirges

ang, das aber unter den gegebenen Umständen etwas sonderbar

lang. Untet den Verdunern ertegte das Lied den höchsten Beifall,

uind rngeachter des strengen Verbots der Beboͤrden, keine Rufe

auszustoßen, ertonte von allen Seiten der RNuf: „Vive la Répu-

oliqus!“ „Vivo Thiers!“, und als die Offiziere am Fenster

»er Trois Maures erschienen, ertönten viele Vivo l'armée!“

Des Abends war die Stadt festlich beleuchtet. Eine Anzahl Trans

arente, darunter viele mit „Vivo la Republiqne!“ Recon-

isbanco ä Thiers!“ waren zu sehen. Die Niederlage Frankreiche

und die zukünfrige Revanche waren auch auf Transparenten abge⸗

Fildet. Das ersie zeigte das „niedergeworfene Frankreich“ mit der

Inschrift 1870 187 1. Souviens-toi“. Das zweite zeigte das

racheschnaubende Frankreich mit dem Schwert in der Hande und

»er Jahtzahl „187 ..“ Die letzte Ziffer war nicht ausgefüllt

iber man deutet doch an, daß noch vor 1880 die Stunde der Revanche

— ziemlich ruhig.

RPur wurde sie etwas erregter und die Rufe: „Es lebe Frank⸗

rich!“ „Es lebe die Armee!“ erklaugen vielfach, als um 8 Uhr
zer erste französische Zapfenstreich vom Place Saint Croix aus
zurch die Straßen zog. Die Stadt selbst hatte einen festlechen
Anbiick; nur danerte die Freude nicht lange, da es gleich nach 8
Ahr stark zu regneen begann, was die Menge von den Straßen
etirieb und die Illumination auslöschte. Heute fand der feierliche
Zonesdienst mit Prozession statt. Genugsam bezeitnend sür die
Jeutigen Verhältnisse in Frankreich ist es, daß die Garnison zu!
zieser Feierlichteit befohlen wurde, und so der erfte Dieust, den sie
in der zurückgewonnenen Festung zu leisten hatte, der Kirche
angehört.

— Die „Patrie“ legt von ihrer grundgemeinen Gesinnnng
Zeugniß ab, indem sie aus Verdun vom 132. schreibt; „Diesen
Porgen um 71/11 Uhr rückte ein Bataillon des preußischen 64.
Inf.Regiments und eine Compagnie Artillerie auf den Hauptplatßz
on Verdun. Die Soldaten sind wie Pockesel überladen und durch
hte über Gebühr aufgedunsene Säde ist leicht eine Anzahl da
ind dort „entliehener“ Utensilien, die nicht ordonnanzmäßig sind,
ju erkennen. Die Offiziere thun, als sähen sie nichts, und dies
zus Gründen. Wenn man die umfangreichen Koffer, die sie mit
der Eisenbahn abschicken, durchsuchen lönnte, so ist es wahrschein⸗
lich, daß man ganz andere Dinge als Uniformen darin faände.

(Pf. P.)

Paris, 17. Sept. Der Kriegsminister hat die schleunigste
Aufhebung säwmtlicher von Thiers eingerichteter Barackenlager an⸗
geotdnet. Die Truppen sollen casernirt werden.

Spanien.

Madrid, 16. Sept. Eine Abtheilung von aus Malaga
ngekommenen Freiwilligen hat die Fortsetzung des Marsches nach
dem Norken verweigert. Die dadurch entstandenen Unordnungen
vurden sofort unterdrückt, die Meuterer entwasinet. — Am 15.
hat das Bombardement von Carthagena begonnen, nachdem die
Blockirung von der Landseite hergesiellt worden. Von der See⸗
seite ist die Blockirung unausführbat.

Amerika..

Chicago, 17. Semptember. Heute Nachmittags 3 Uhr
brach hiet im östlichen Stadttheil eine Feuersbrunst aus, welche
sich eine englische Meile weit ausdehnte. Jetzt ist das Feuer
bewältigt.

Bernmnife
Zwelbrüucken, 18. Sept. (Schwurgerichtsvethandluns.)
Verhandlung gegen Caroline Frank, 88 Jahre alt, ohne Gewerbe,
von Krottelbach, Ehefrau von Daniel Muͤller, angellagt, ihr un⸗
eheliches Kiad gleich nach der Geburt getoödtet zu haben. Die
sgl. Staatsbehörde vertrat Herr Staatsanwalt Petri, als Verthei-
ziger fungirte Herr Rechtscandidat Gebhard. Nachdem die Ge⸗

schworenen die ihrer That gestandige Angeklagte ohne Annahm⸗
Mldernder Umstände für schuldig ertlärt haben, wurde sie zu tinet
Zu hthausstrafe von 7.Jahren verurtheilt. Die Einzelheiten der
Verhandlung eignen sich nicht zur offentlichen Besprechumg.

Wegen Diebstahis und Dievstahlsversuchs stand in der Naqh⸗
mittagssihung Wilheim Kirch, 18 Jahre alt, Tagner von Neu⸗

hemsbach, dor den Schranken des Gerichts. Da der Angeklagte
in beiden Fallen auf frischer That ertappt worden und er auch
die ihm zur Last gelegten Reate nicht in Abrede stellte, so wat
die Sache giemlich einjach. Der Hergang war folgender:Anm
Nachminage des 24. Juni d. Mis. kam Kirch in die Wirthsftube
des Ellbruͤd in Asselheim, woselbst er, nach Empfang von Brannt-
wein, allein gelassen wurde. Diese günstige Gelegenheit benützend,
versügte fich der Genannte in das anstoßende offenstehende Schlas.
immer Ellbrück's, entwendete aus einem Kastchen 10 Cigarren,
Rüdte den Deckel des dortselbst stehenden Pultes ein und entnahm
zieraus 8 Secstelsthaler. Noch ehe er sich aber mit seinem Kaud
nifernen konnie, wurde er vom Bestohlenen, der ihn durqh
Feafier gesehen halte, festgenommen, entwischte aber wieder naqch
derausgabe der gestohlenen Gegenfläͤnde. Aehnlich wie im vorer⸗
vahnten Falle machte er es am Morgen des 12. Juli in der
Wirihschast von Dehn in Leistadt. Auch hier in der Wirthastub
ein gelassen, statiete er von da dem nebenan gelegenen Kram ·
aden Denh's einen Besuch ab. Dort fand er den Schlüffel an
)er Geldschublade stecken, öffnete dieselbe hiemit und war gerade
'm Begriffe, sich aus der offeaen Schublude Geld anzneignen, als
xẽhefrau Dehn dazu kam und durch ihren H elferuf die Festnahme
ves Diebes veranlaßte.

Der Vertheidiger Kirchs beantragte (wegen der Jugend, der
achlaässigter Erziehung x.) die Annahme mildernder Umstondt.
Ddie Geschworenen nahmen auch beim Diesstahlsversuche solche an
nicht aber bei dem vollendeten Diebstahle, worauf der Igl. Schwur⸗
gerichtshof eine Zjährige Gefängnißstrafe aussprach. —

Zweibrücken. Zu den hiesigen Qfsiziers-Hürden - und Jagd⸗
renuen am nächsten Sonntag (morgen) hat sich eine große Anzahl
üchtiger Reiter angemeldet. An den Zuchtrennen werden dvielt
Pferdezüchter der Pfalz theilnehmen, ebenso die dekannten Weißen
hdurger. —

F Munchen, 16. Sept. Der Raubmörder Gumpp, J.3
dahier im Gefängniß, ist gefährlich erkranlt.

4 Immenstadi. Kaiserin Augusta hat für die Wasserbeschẽ ·
digten 400 Mark gespendet, der Berliner —XR

F Für Früh Burgunder⸗Trauben werden in Nieder⸗ Ingelhe v
Zu/j —4 fl. per 18 Pfd. bezahlt.

F Freiburg i. Br. Friedrich Hecder, welcher zur Zeit hie
veilt, reist am 26. Sept. nach Bremen ab. ——

4 Das Dorf Linden bei Hannover zählt die für ein Dot
'ast deijpiellose Zuhl von nahe an 20,000 Einwohnern..

— Falsche Zwanzig⸗Markstücke sind im Umlauf. Dieselben sin
eicht daran zu eitennen, doß sie wenig Klang haben und daß dit
Randschrift größer ist, als bei den echten.

Essen, 15. Sept. Von Barmen waf gestern Morgen eit
Polizeitommissar hier ein, in dessen Begleitung sich ein dortige
Fabrikant besand, dem eine große Partie werthvoller seidener Liten
niwendet worden ist. Man hatte in Erfahrung gebracht, daß die
ditzen in drei Ballen hierder gesandi worden waren, angeftelltt
nachforschungen über deren Verbleib blieben indeß erfolglos. Der
Zufall hat nun gestern wieder sein Spiel getrieben, indem de

Zoiigeilommissar auf dem Zuge zwei Manner vorfand, die ihn
ais Diede bekannt waren und deren Reise nach Essen ihm verdöch
ig erfchien. Hier auf dem Markte willerten die deiden Vedath
zigen, da der in Cidil gekleidete Beamte polijzeiliche Unterflützung
belongte, Unrath and ergriffen die Flucht, wurden indeß eingehe
ind in der Grabengasse verhaftet. Bei den dann vorgenommenet
haussuchungen fand man eine große Partie der gestohlenen Waarer
ioch voꝛ. Im Ganzen sind hier drei Personen, der Dieb und
—AäVV Transport noch
Harmen in Vohminlel, indeß hat man ihn del der Versolgun
vieder erwischt.

p Tie preußische Bank befindet sich in dem seit Beginrn einnn
Notenemission nicht dagewesenen Fall, für die umlaufenden Noien
„olle Deckung in Metall (inci. 4 Millionen Staatskassenscheine und
Privatnoten) zu besizen. Zu Anfang d. J. belief sich der unge
dectte Notenbeirag auf noch 124 Million Thaler. Ende Marʒ nod
os ein VDa Wechsci und Lombard seu Anfang des Jehe
nur um 15 Mill. abgenommen haben, so sind die Mittel, um sa
holle Dedung zu verschaffen, der Bank (die Dedung ist berei
durch Verminderung des Notenumlanfs um 58, Vermehrung

Metallvorraths um 65 Mill.) fast aussqließlich zugewacsen m
vuthaben, welche die Staatskassen aus der franzofischen rieg
——
rage von 134 Mill. Thlrt. angelegt haben.
        <pb n="589" />
        Goctordiplome.) Der Schwindel mit amerikanischen Doc⸗
noipiomen nimmt eine immer größere Ausdehnung an. Bekannt
ich ist die ärztliche Praxis in Deutschland freigegeben.“ In Folge
en sind besonders An Norddeutschland neuerlich Viele als Aerzte
nusgetreten; welcht sich das Philadelphiaer medicinische Doctordiplom
— getauft haben und dadurch den Kranlen in den Glauben
chen, daß er wirllich mit einem studirten Arzte zu thun habe,
ührend sich meist verdorbene Apotheter, bankerotte Kaufleute u. s. w.
ahinter maskiren. — *

Hueenstcwa, 12. Sept. Auf⸗ telegraphischer Requisition
s Prokurators zu Köln wurde heute durch. einen vom deutschen
hgicelonsul Harveyin Cork begleiteten Polizei⸗Beamten ein des
sordes Verdächtiger, Namens Nuller, am Bord des Dampfers
Egyptꝰ verhaftet.
lufer 168 ge. ιο.

Anhalt⸗ Bernburger Kassenscheine zu 1, 5 und 25 Thlr. von
1850. 1822 u. 1636 sowie zu i Thlr. v. 18882.
Inhalt⸗Kötheu'sche Kassensch. zu 1u. 5 Thlir. v. 1. Juni 1848.
— Kassensch. zu 1 und 5 Thlr. vom 2. März
Inhalt ⸗Kothen-Bernb. Eisenbahnsch. zu 1, 8 u. 25 Thlr.
juhali⸗ Dessauer Kassensch. zu 1u. 5 Thlr. v. I. Aug. 1849 u.
zu 10 Thlr. b. 1. Olt. 18535.
inh.Dess. Landesbankn. zu 1u. 5 Thlr. v. 2. Jan. 1847.
hener (Lausiher landständ.) Bankn. zu 8 Thir. v. 1850.
hoher. Hypoih.· a· Wechselbankn. ju 10 fl. b. 1840 u. 1830.
Ztauns hᷣw. Bank· u. Darlehens · Bankscheine zu 1, 5 u. 20 Thlr

von 1842.
ztaunschw. Bankn. zu 10 Thlr. Gold v. 1. Juni 1853.
hretl siadt. Bankn. zu 1. 5, 25 u. 80 Tblr. v. 10. Juni 1848.
damsche 8Reichsbankihalerzettel älterer Emission v. 1835 nur auf

einer Seite blau gedrusfͤt. —
zolhaische Kafsensch. zu 1u. 5 Thlr. v. 80. Sept. 1847..
gt. Hess. Gruudrentensch. zu I, 5. 10, 85 u. 70 fl.
soistein sche Kassenanweisungen v. 1885653..
suigsberger Pridatbantnoten v. 18837 u. 1866.
rurhess. deih⸗ u. Commerzbanknoten. —

deipziger Bankn., alue vor . 1001 erschienenen.
Defterr. Banln., auf Conventionsmünze lautend und die in oͤsterr.
Wahr. zu 10 fl. v. 1. Jan. 1858, zu 100 fl. v. 1. Maärge⸗
— 18358. 22 ———
Poln. grüne Bantsch. zu 1 Rubel, weiße u. rothe zu 8 S.R.
hosener Provinzialbankn. v. 1. Dez. 1857. 7
hotßdamer Stadtscheine zu 1 Thlr. v. 8. Sept. 1849. —
Rteüß J. L. Koss⸗nanw. zu 1 Thle. v. 29. März 1849.
Reußsz aäͤ. L. Kossenanw. zu 1 Thlr. v. 15. Mai 1838.
Rossodder Bankn. v. 1. Juli 1850.
Zachsische (tgl.) Kassenbillets v. 1840, 1848, 1846, 1848 und
1855.
Sachsen⸗Weimar. Kassenanweisungen zu 1 u. 5 Thlr. v. 1847.
Zchleswig⸗ Holsteinische Kassensch. zu 1 Thlr. (2 i/9 M.) v. 1. Juli
1848.
Schwarzb.Nudoist Kafsensch. zu 1u. 5 Thlr. v. 1848.
Sauarzb. Sondersh. Kassensch. zu 1, 8 u. 10 Thlr. v. 11. Maͤrz
w 1854, 20. Dez. 1858 u. 25. Ott. 18883. —
Wuͤrttewbergische 2, 10 und 35 Guldenscheine v. 1849 n. 1880.
Vorläufig noch eingelöst werden an den betr. Hauptkassen:
Bautzener landst. Bankn. zu 5 Thlr. ohne Datum jzu 10 Thle.
v. 1861. 5
gremer Bankn. zu 5, 10, 25, 100 v. 1856 u. zu 100 Gold⸗
Thlr. v. 1863, verf. am 1. Olt. 1873. — F
Chemnitzer Stadtscheine zu 1 Thlr. v. 1848 3. ohne Datum.
Siadt Hannover 1 Thlr.⸗Scheine v. 1. April 1873 ab. 7*
Zurhess. Kassensch. zu 1, 5 u. 20 Thlir. 388
W Privatbantn. zu 10, 20, 50 u. 100 Thlr. v. 30. Juni
56. 77
Nassauer Landesbanknoten und Ladeskreditlassenscheine. F
Destert. Banknoten zu 1 fl. vom 1. Jan. 1858 u. zu 5 . vom
1. Mai 1859, verfallen am 31. Dez. 1872 —
—XEV 2. Jan. 1835 u. preuß.
Darlehenskassensch. zu 1 und 5 Thlr. v. 15. April 1848.
Sachsen⸗Weimar. Kassenanw. zu 1 u. 5 Thlr. v. 1859, verf. am
30 Apri 1873
emen, verantwortlicher Nedacteur.
Bekanntmachungen.

— J Großes—
Taveten⸗und Rouleaux⸗Lager
bei J. B. Cislina,
ι)α)ε.
zu unsrlucher Dünge
aus der
Landwirthschaftlich chemischen
Fabrik von
GEORG OARL ZTIMMER

Anreigee..
Neue
Rusik-Instrumente
ind wieder eingetroffen bi

IůF. 9 Merhaurdl..

*
2
*
32*
3.
J
J
—
— 28
25
3
3 823
257 *
5 a — —
53537 —F
— 8
23 3
252 27
78— p e3
458— 1*
5252 26 25
55 533356 *8837
33 33537
sz32 368 255223
332 7F
2 36 — 5
* — — 2
57 82 7
8 3 * 2* 35
05 55 4
8 2* 2338
23* —233
—88 äů! — 33 332
85 3 *0 —————
2* * —
* 8*3555
7* —X ——4
* 37568360
* 9 2
*8 ——
S — F

Silberne Medaille.
Karlsruhe 1861.
hrenv. Erwähnungç
London 1862.
Medaille.
Hamburg 1863.
Ehrenv. Erwähnung.
Mannheim 1868
Medaille.
Koͤln 1868.

Silberne Medaille.
Straßburg 1866.
Medaille.
Geuf 1866.
Zzwei Medaisleu.
Paris 1867.
Zilberne Medaille.
ZSaarlouis 1867.
Zwei Medaillen.
Ktarlsruhe 1869

——
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R
u e e 5
4
Nachfoslger., J
ITRBIurt am Hainmn.
lusverkauf. 5»B— 27
7 Iq vetanstalkle auch dieses Jahr eien Ausberkauf meines Lagers, und, um vollständig zu räumen, verkaufe
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3 Ellen breite grobe Leinen, für zweischläfrige Betttücher, das doll⸗ Große rothe Cachemires Tischdecken das Stad sl. 1. 45 und
ständige Betttuch ohne Naht, fl. 2. 24. fl. 2.
200 Stück feines / breiten schlesisches und böhmisches Leinen, die Elle Große ein Fachrmires Comodedecken, das Stüch fi. 1. und
15, 18 bis 30 . — . 1. 24. 755
200 Stüch schwere rothe wollene Bettdecken. fur zweischläfrige Betten, das ro/ den q“ ramagirten Vorhangomull mit Bogen, die Elle
Euich g. 3. 30. r 9
200 Stud schwere weiß wollene Bettdecken, fur zweischläfrige, Vetten, 300 Stud schweren schwarzen Mooreens fuͤr Unterrode, die Eue 22 kr.
das Etud i.4. 18 ——— /, hreit li Waterb i ie Elle
dd uee erdedeendSne ———— se daeiten ai sen Waterbeoof, An and ohne Franzen dee
Paar schwere weiße Wicetoriadecken mit Franzen fur äfrige io/ hreit e ten Buxkin flir Kge, die
Vellen * e — enn brei en — * r sre Hosen und ganze Anzkg
1003 d weiß fei * 21 u — nꝛ 4. 82
— usend — ssehtucher⸗ 4 en ans Ar⸗iter, rother wollenen Unterrockstoff, die Elle 15 kr.
100 Dutzend Hanbtücher, die Elle von 6 kr. an. Seire) weißen */4 breiten Mull fur Kleider, pie Elle 12 kr.
1000 Stuck wollene Kleiderstoffe, fut Frühjahr, Sommer r. e] Jaconeta, Piaqus, Zwillich, Barchend und Etroh⸗
sackleinen zur Fabrikpreisea. —
ιιιιιαιιιÑα αν nco per Post.
sorgt.
»r Elle.
Rehaktion. Drud und Verlag von FeX. Demesß in St. Inabert
        <pb n="591" />
        Hl. Ingberler Acnzeiger.
B8
* BSiu. Fabrerter nie Ag er (ard das mit dein Daudiblatte verbundene Unterhaliungüblatt, wil der Dientiags- Donnertlagt · und Sonntag-
unmer exlcheint wb qentlich vier n alz Dienbtan. Deeer 3444, Sams tag und Soantags. Aoonnementspreis vierteljahris 42 Arit. oder
42 Silberat. Aneinen xerden mit 4 Krir. du dreüvaltigte Zeile Blatischrift oder deren KRaum berechnet.
ICS Konntaa, den 21.

. 7*** —— 33231417 1873
Dentsches Reich. . Die Kuh des Tagners Georg Jalob Becder von Steinbach
Mmänchen, 161 Sept. Die Stautsregierung beabsichtigt erfrente ihren Besitzer mite8 Kalbern.
e Keform der Gesetzgebung in Bezug auf die Attien⸗Gasellichaften: NMannbeim, 1G. Sept. Heute Normittag stürzte in einem
nb hat die Handets kammer · ur Abgabe einet Gutachlens hietüber Neuhau des Quadraies N7 ein Kellergewoͤlbe ein. Sechs Mau⸗
fgesordert — 3S1 εirer wurden dabei mehr oder weviger verletzt, von denen zwei in's
Brrelin, 16. Sept. Der Hanmdelsminister Dr. Achenbach Allg. Krankenhaus verbtacht wurden.
at sich gestern riach Wien begeben. VDie Reichsregierung atzt·Darmftadi,“ 19. Seypt. Der „Darmst. Ztg.“ zusolge hat
cgenwariag· srarle ·AUntause von. Gold noxehmen. m uumial es henle Nacht auf· daerStouou Friedrichsfeid (zwijchen⸗ Mannheim
n Bestanden auch nicht fehlt, darauf schließen läßt, daß die Aus⸗ aud Heidelberg) ein Eisenbahnunglück stattgefunden. Der badische
aagung der Rerchsgoldmüngen kräftigst betzieben weryen soll.Personenzug fuühr nat einew, Güter aige zusammene wwobe gughrere
Zie Seybl tzungen · her· Tzwpau⸗ in der — non Weben zesrümmert und einige Personen verwundet wurden.
leh sind jetzt been det. Es wird bezüglich ber baherischen Tuppen .RZuͤr Bierverfälsch ung.) In der Süßholzwurzel., sowie in
amentlich bervorgehoben/ daß dieselben, die doch nimtucze Zein inigen anderen Wurzeln, 8 eine Zuckerart enthalten, welche in
nach dem preußischen Regl ment exet zieren, nnsolther. Bigziston crrattform in den Handei tommt.“ Der wirksame Bestandtheil
aendoitirten,· und sstuntitzch lu die verschtedenen . Attionen kine Feser Eriralten isn das sozenannte Giycyrhizin, ein gelbweißes
assen, daß zwischen ihnen und den preuß schen Truppen kain Un- Zulver von abgenebmbittersuhem Geschmade Obwohl die vor
vschied — war. Auch von ꝓreußischen Offizeren Hört opuu sich vietigach dahin ausgesprochen hat, daß dieser Saft in
— das einzige sei, wodutch e Bequegei Eingang gefunden hat und garniqht selten zur An—
nan die baherischen Soldaten. von den dreußischen unlerscheiden ndung gelange, so wurde doch namentlich von theoretischer Seite
dane. Den' Mittheilungen gew sser Blätter gegenüber die von zug immer demeilt, daß diese Jackerart nicht vrrgaährungefähig sei
deibereien zwischen nord⸗ und süddeutschen Truppen berichten, wird ind daher dem Brauer auch ais Surrogat nur seyhr wenig mützen
vmerlu,“ daß von Schlagereien x— nicht das Geringste gebort zune. — Im Laboratorium der Augsburger Brauerschule wurden
vurde daß vielmehr zwischen Preußen, Bahyern und Sachlen das in ron Herin VDr. Grießmaher hieruber ůnterfuchungen angesteit.
estt Eindernehmen herriche. (Fränt. Kut. 3483 die wohl dazu beitragen werden, die Sache etwas anders oufzu⸗
W —X n 17. Seplbr. Die heute dusgegben Nunmer des iassen. DHert Dr. Grießmayer außert sich naͤmlich nach geschlossener
tzatetland . wurde wegen cines gegen Konig Viltot Emanuel de⸗ Antersuchung über die Angelegenheit in folgender Weise: Die
bieten 3 allen bewehnt in der doflucs vie Bermutheng liegt nahe, daß der niederträchtige Geschhmeck und Gr⸗
DdDer Kon der Hoflucg die 33 der edertruge*3
immer der weiland Erzherzogin Sophie. die bekauntlich bei ihren er stes Verd von Schtchereich mit eethen damen Underm
bzeiten die erbittarsto Feindin det, Raubloͤnias“ war⸗. Oberndorf im Alsenzthal, 16. Sept. Bei dem schweren
hewitier am Samsiag Abendeschlug der Blitz in die Mühle, ders
herrn Hermann Anhäußer ein, fuhr durch die Giebelwand, zer⸗
hmetterte mehrere Ballen, ferner durch drei, im selben Augen-
ich von mehreren Personen bewohnte Zimmer, und endlich durch
die Küche, beschädigte Wände, riß Bilder und Spiegel ab und
nahm durch den Ofen seinen Ausgang, ohne die momentan an⸗
vefsenden Personen auch nur im geringsten zu verleßen.

4 Wien, 15. Sepibr. Der Defraudant der srreditanstalt,
dayel, siellte sich mit 38,000 fl. der Polizei. (Frf. 3.)
.7 London. Josef Gung'l, der furchtbare deutsche Walzer⸗
Fomponist, weilt seit einigen Tagen in den Mauern Londons und
pielt allabendiich in den „Promenaden⸗ Concerten“ im Covent⸗
arden⸗ Theater einige seiner Compositionen mit dem großen Or⸗
hester des Hrn. Riviere. Seine Leistungen als Componist und
ditigent finden seitens der Massen, die diese popularen Concirte
esuchen, enthusiaftische Anerkennung.

4 Ueber den Sturm, der Cape Breton Fsowie fast die ge⸗
ammie nordamerikanische Küste heimgesucht, berichten neueste New⸗
jorker Zeitungen vom 29. uno 80. v. M.: „Die Zerstörung von
deben und Eigenthum auf dem Lande wie zur See ist fürchter⸗
ich und übersteigt die erste Schätzung bei Weitem. Allenthalben
vurden Häuserstockwerke und Scheunen niedergeweht, Aernten zer⸗
tört und Viehherden getödtet, und maa kann sich einer so fürch-
erlichen Verheerung in Nowa Scotia und Cape Breton kaum
rinnern. Der Verlust an Landereien, Eigenthum und Schiffen
bird aller Wahrscheinlichkeit nach mehrere Millionen Dollars er⸗
eichen. Viele Menschenleben sind bereits als verloren gemeldet,
uind es ist Grund zu der Annahme vorhanden, daß viele. Schiffe-
ur See mit Mann und Maus untergingen. Die Fischer an der
Ofttüste der Provinz haben furchtbar gelitten, indem sie alle ihre
Boͤdte und Fifchereigerathe einbüßten. Schiffe, die in Halifax an⸗
amen, berichten, daß sie auf dem Wege von Greysboro' nach Cap
Fanss während der letzten paat Tage bei großen Trümmergruppen
vrbeifuhren. In Greysboro war die Verheerung ungeheuer.
Fine Menge neuer Häuser wurde niedergeweht oder beschädigt;
ilte wurden entdacht oder ihrer Schhindeln beraubt; kurz, alles

—
Ber n

kZweibrücken, 10. Septbr (Schwurgerichtsverhandluug.)
gerhandiung gegen Susanna Henrich, 24 Jahre alt, ledige Fabritk-
abeitetin don Dtterterg, des Kinsmords angeklagt, verthe idigt
utch Kechtstandidat Ley. Genannte Petson, welche in der Kanm⸗
unspinnerei Kaiserslautern arbeitete. hatte, auf Befragen ihrer
wostgeberin, ihren Zustand berheimlicht, bis dieselbe am 15. Juni
J. auf freiem Jelde bei Kaiserslautern ein Kind geboren, das
e Jofort toͤdtete. Ter Kostgeberin fiel das vexänderte Benehmen
er Angeklagten auf und berref jene eine Hebamme, welche ihrer⸗
aitz den Bezirksarzt benachrichtigte, was endlich zur Eutdeckung des
erbrechens und dem Geständniß der Angellagten führte und wurde
icse bon den Geschworenen unter Aunnahme mildernder Umstände
duldig erllärt und vom Gerichtshofe zu einer Gefangnikstrafe von
inf Jahren verurtheilt. —

Hierauf folgte die Verhandlung gegen Franz Knoll, 34 Jahre
t. Steinbrecher von Gimmeldingen, wegen Diedstahls. Vertreter
er k. Slaatsbehoͤrde: Staatsanwalt Hessert; Vertheidiget: Rechts⸗
andidat Weiß.

Schon dielfach wegen Diebstahls bestraft, wurde der Ange⸗
agte ersft am 25. Aprit jüngst aus dem Zuchthause mit dem
eugnisse entlassen, daß er ein verkommener, arbeitsscheuer und
eunkfuchtiger Gewohnheitsdieb sei. Nur zu bald sollte er beweisen,
ie tichtig dieses Urtheil war. Am 17. Juli abhin bettelte er
n House des Buchhalterz Gustav Holzapfel in Wachenheim.
dachdem er fort war, wurde eine silberne Cylinderuht, die im
Johnzimmer an der Wand gehangen hatte, vermißt. Zwei Tage
itet entkam in ähnlicher Weise zu Böhl aus dem Wohnzimmeß
v* Aderers Philipp Freundlich eine an der Wand hängende Cy⸗
nderuhr, Der Verdacht richtete sich sofort auf den Angeklagten,
t wurde verhaflet· und gestand beide Diebstahle zu. Auf das
uldig der Geschworenen wurde er in qyr Zuchthausstrafe von
rei Ni derurtheilt, verbunden mit Aberkennung der burget⸗
bea Chrenrechte guf die Dauer von fünf Jahren. ———

In Kaiferslautern starb am 16. Sept. der Bezirksingenieur

dälzischen Vahnen. Hr. Kühne, im 36. Lebendjahre...
        <pb n="592" />
        Bewegliche wurde umgedreht der umgestürzt,z als od eine Armee
»on Wilden das Land geplündert hätte. In Manchester wurden,
vie es heißt; 47 Gebäude umgeweht. Berichte qua Canso, Crow,
darbour, Sand Point und anderen Pläßen meldent, daß der
Sturm furchtbar war und eine »Zerstörung verurfächte, deren
Spuren nur die Zeit verwischen klann. In Goldenville war der
Schaden ebenfalls deträchtlich. Dort und in Wine Haarbour wurden
Speicher, Scheunen und Fabriken zerstoört. In Ifaac's Haarbour
richtete der Sturm fürchterlichen Schaden unter dem Eigenthum
zer Fischer an. Alle Fischspeicher wurden weggefegt. Das im Bau
zefindliche Baptisten⸗Versammlungshaus wurde gaͤnzlich zerstoͤrt.
Beaver Haarbour wurden 14 Hauser und Scheunen miederge ⸗
veht und eine katholische Kirche zerstoͤrt. Ein Schiff mit Landung
sank und eine Anzahl Fischerboote wurde ins Meer getrieben, wo
ie untergingen. In St. Peter. Cape Vreton, wurden mehrere
Hauser sowie eine theilweise fertige Kirche niedergeweht und das
Dtaterial über 2 Morgen Landes hin verfprengt. Männer, Frauen
und Kinder in dieser Nachbarschalt wurden durch das Einfallen
der Häuser u. s. w. getoͤdtet und verletzt; Schiffe trieben ins
Meer hinaus und einigeè strandeten auf Sandbänken. Die ,Annie
xrK. Brown“, die von Labrador ankam, berichtet, daß sie am letzten
Zonniag Abend auf der Hoͤhe von Entry Island 28 oder 30

Fahrzeuge, alle ihre Auler hinter sich her schleppend, autraf, don
)enen bei Tagesanbruch leines mehr in Sicht war. Man glaubt,
vaß fie nach dem nordöstlichen Gestade der Prinz Eduard Infeln
rieben, und wenn dem so ist, kann ein furchtbarer Lebensderluß
utstanden sein.“ d

Dienßesnachrichten.
Die katholische Pfarrei Oberotterbach, Bezirlsamt Bergzabern, wurde
em Verweser derselben, Priester St. Lederer, verlie hen. v—
* —*— — ..
Groparfig und die Erfoige, non bei den schwierigsten
Zrankheiten, welche durch das berüuhmte Buch: Dr. MAiry'
Naturheilmethode“ erzielt wurden, wir empfehlen dafsselbe
aher dringend allen Kranken. Preis nur 18 kr. 3 dortäthig in
eder guten Buchhandlung.
siαααÄæÑä
ver eint »nnc ⁊ er oder auswärts veröffentlichen und
zZeit resp. Geld sparen will, der beauftrage damit die Anuon,
en-Expedition von Unanemnatoim vVogler in
ramni furt a. M., deren ausschließliches Geschan
3 ist, Anzeigen in alle Zeitungen der Welt billigst zu vermitteln.
.c. Demez. verantwortlicher Redacteur.
Bekauntmaͤchungen.

Den Empfang meiner für die 4
Herbst- und Winter⸗Saison
gekauften Waaren erlaube ich mit dem ergebenen Bemerlen anzuzeigen, daß mein
Waaren⸗Lager auf's Vollständigste reichlich sortirt ist.
ndbesondere enpfehle eine grobe Auswahl Fuche und Buliskins ven
den ordinärsten bis zu den feinsten Nonveautés, sowie das Neueste in Damen⸗
leiderstoffen, KRipa, Fopelin Iin Velour, FIaida, Cachemer.
THhyBbet, Groxν, Luutre, ete. eio.
ELiirne reelle und äußerst billige Bedienung sichere ich meinen geehrten Kun⸗
den zu.

Bürgervereins⸗Kränzchen.
Am Millwoch Abend Zusßammentunft bei
Balentin Seiter.
Feuerwehr⸗ Montag
Karl Engel.
Worgen Montag den 22. d·
Spanferkel- und
Gänsebraten-Essen

C. Engel. Wirth.

*3 in Zweibrücken, Ede der Landauerüraßfßee
mopfehlen neu eingetroffene Sendungen ——
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—— rTęppiceustosse
—J—— englische Reisedeckenn
wvollene Bett- &amp; Pferde⸗Decken
ind machen auf eine Art —
Filz-Vorlage—
eFilz⸗ Teppichstoffeee
ufmerksam, die wir ihrer vorzüglichen Güte wegen ganz besonders empfehlen.

· VV

X

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bei Fritz Panzerbieter.
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Kirchweihe
zu Schnappbach,
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Die Anstalt umfasst: 1) dies Handelarchulez 2) die Vorbereftungo
Anatuit ν Pramen füur den eljrigen MIIitärdlenst (von 189 Can
daten sind 151 bestanden) und 8), ein FPensionat wit strenger Disciplin.
velches diesess Schuljaär von 150 Pensionäaren, unterrichtet und bevaeht vonlꝰ
Auuehrorn pesuout vurde. Programm durch die Direction in Bruchsal Baden
.817.

SSAAæA

Der Regenerator
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deberkrankheiten, Hämorrhoiden, Eng-
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dorbenem Blute und schlechten Säften
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Aluckhon cher gesund ist. Geger
vraneo-inendung von 7 Rrierar er
—SDDDDDD—
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age des berunmten, 180 veiten —
buchev· r. Nirvy's Naturheilme
hodo.* Tausende, weleho jabrelang achreek ·
tien an Lungenschwindsueht, Xropesehaden
Ibrehrung, Drüsen, Flechten, Bammort
oiaen, Pleichsncht, Nervenschwache, Gicht,
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den schnell — crna dureh diere
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tebattion, Drucd und Verlag don F X. Pem

* in Et.2

34
tt
        <pb n="593" />
        3 33 522353
* — 8 * —
— ——
* 23 —2833 — * *
22 582 5 35373333327 535833 332568 25558555, 23285332
A 563 235 — 577 552332 33358373333—
55223 5 * —3— 52 2323 2.5— ——A —— 5 — — n — —
53335 358 —253* 3883385 55523758 —— 2352 2523337
355 * 26 — — 57355323 — 25.5 — 3 2887* 58
323 4568 273 32232535 z383 38 3375 25233386
3* 5323 —A —F 83242 —A — 2832388 z282
23 2778 —
3533 53585 323353585235388 73 333 337 3
432 —53 a32560 — 55333334743333 2335 535
35 shqIss J———
—X 53583 26438322388* 23 3 3
— 122 355 53258 538322275 23533333358 — 33533—33362
522 253238 —— 23 —5322525237 5558 25 3333583328
83.32 JJ—
3338333 —— ———
733 22 333533
123522 5522555682 336*82 z—5 337 3553 3323 ——
288 5535333385358 223358385 533 23233323
25 1 * 3— 225 2235 332 5552 25282 —52—55
83 ã — 226732523 ——
2222 8 58 528523527 5532 8 5— 2234285 — 85
*25 ⸗ 8 —1355352 — 838 24658 * 3382* 235522 75
228k58535 527 526 — 38223— 2 33 5 35*588
*— *52* 5555323533532232 5s51245273522 532
α E 256 255333353332 — — —23232 —E
3322839242 5222832 —52653 »—353 33352
3 32 23123 ——
— —
X s5ñ5 1 388* 22 2 — B
5 55* — 1——— 52 —83* — * *

8 — 22235— 5* — F —*
353532* 3523—338 *33428333533333 52353233353
33333 — 5335332, 8533388 5333332 324 5523 38285
* 2322227 585852 — — 332238 Z2æ 55 2 237

— 2 55225 S2 2 — * 5* 3 mñ220 — F
» 2232753 32 122226 * 3 — O 29 —
A — * 3 3* — — 32385252 53* 2 —82 —66 *
4 — 25322 — 2353333855*28 —A— — —
* * 2 — S 2 — 0 2 —— 322 — 7
33
5 — 8 e D 24 * 75 —A
22553357 78 3 3333 ——— — WVO. 232* 23583
5 522 — 5*238 28227*
A 83335337 253552538 333 53553622*
252587 7285323 53325522332 * 2323 z55 57883 3 3 235383*
1355245 3 35325 3333328
2 8 2m28 — — —— 5 * 3 — — —2
5335 52332377 * 239 2 8 — 2 325 *8 — —7
7355555335238— —— 83 3 —3 22535 — —9 52 3257 8
22 ẽ7 538 5s25553323537 — 52828 232228 * — —— — 23285
175 55 265 37335 7 — —337 33533333 — 53EE
237758 3873353338723385 558 33332 837 2232 8
—538* —3 333585538 532232 —5 3 ——
? 328 252 —2236 2 —A * * 25 —2
332332357 z3— 523882* ———5333* J 55226 * 322 *
233323 833535 s RE 25535 7* 5—323375 522832 v8
2364537 2332322 583583 755 —8325358 53 5525222* 5273
* a⸗8 22 — —3— — 2 —— — 38 —— 28353 55 5
—— — 8* * 5525338 53833325 45382232 A— 5538 —
— A383333 7 — — ———— 5s835238
— 233533323288 5258 5 * 55 223335 335833 22 382 A
— —23353235333 7 — — —— 858
—A —2238 53—3 77532 —— —m* 335
S 7* 37 8 3222 — —
234 ů 5 23533325
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2 ⸗ 5—3 — 558388 53
533228 22 25 —
7 * 388 — 237 —
23 522 5552 —
2 58
23882 —— 58
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7 5353127 ———
3 — 328 32285238 —“— —
J 25833 5238
755 5G25 323* 226 72 —A 2252
33284 ——— —
2 553 5522.
2 —— —— A8 — 2 87333 — 7
—28 ——— 231 25 3 S 22338 *
* —— ä 52238 2527 288 555
ae —
— 783 —
282— T z F
5 5 55335.

2 33256 JJ
F * —A— 2 33 B35 —
348377 —— ——
— J 35 31228 * 4337 23 —

8 35 F

735588 533 * 5 23 —
225335 233353538 2 * 5 — 222*7
8 * J 52 8 28* 2—
* 3 * z5

553 J— *

527. 35353* 2 7

3225883 —A —

— — —

85— z35 — 33826

— 2* 28 353

— —* —46* 5

338
2828*
—5773233 ——— 53*,23— 2 2*
3333 5 353533527 5·. ? —
—8
525322 2 855 283 63526 —238 5375252 28
5358 *8* 383273533 55—522573 5255*3228 —
528 5S * *2 —55235382 *5 32 5—5 72832382 2 2*— z27
58353235523 2s8333*3357* 2332233*3 23373823—53 898
333535353 JG z3338 2353*
58 584 22273 —— 33 *
3221 — — —E x— — — * 5* 532355 —F 2
2325 — 322552 2 5223873 3 15— 5328 E 58*
73 .—52 se *5528 5535522 — 32* 55 18* — 8
—— —ã—P ——— 823,2358* 2260 ——E ———
— 33 * 2238 2 3 2 — — —ãAA —— * b — 5* 22
3 55385588 3 —33333—838 ã
325* * — 2x5 533383353523*3 33323337 332* 3
22328 — —— 532352 32 5 8 5332 *
5553—323 67 5 5 v 553235323522 29 22352 — — 585 7
— 3228 2 —383288 52323553 — „.2277 * 2 8 * 8
J ——— 5*
2 25 — — S 2 2 —22 * J — 2 7 —
—3 2 28228 2 —e 2* 0 58 — * 2
3— 5335 33 3 833 25232335 c 5338 52
7383838575 52
2 * — * 322 — 2 — 5*82 8 22 —2 * — 2
— 5 5 —52 5223 52 — 828— 58 55
552833 522* 5223*8 52—23585—5— —78 7323 8 82523*
* 27 372 — 2 —8 *— —— 2 8.88 8 82 7 — —RXR
3383373333* 24338333538 37333338335833728 58*7
2 838 8 83833 5 — 5238 2535 34 8357533 *34
— —S 58522 52* 5S * 8 3228 25
2* 2 2
* 253535288 — ——— — 5 533858 — — 8288 232 *
4565 —58 — — 3553332 7853238 „*5733;
— 3235238 75 —— * 2 28 232 23 ——
A3AB 323AB EV —23375353 3325
—
        <pb n="594" />
        g 2 *—— 23 22 825
0757
*283, 37335 523— 2323388* 253383
723 ——33 333335——3233 538
—— —— * — 2.2 — 323 333233
2283237 3382 —8333838 2588 s832325238
23 724 -233372 —— 238 »2732 R532228
28 2537275335228383 5 53333223233
5535335 8 2. 323532 853 725355 22 25

*5 * —, * * 2 2.* ——*

—— —— S ã *55 28 82 — 2375 a
5—*23223333 —A *
353 533

38 557 3333353888 FX3 63*

2353 5523 3332 5383723 1353757
5*5273333535* sñ 602235253 5325
535888 — 755 — —— 522

—
5355833 —

—— 32* — —D

—— 2865377835533235
2— —

e 55872.

2553—233

— —

— * 3 2
23533358
*3287 53

s333550358
233338335

5222333

42333 —X

23332232*8*

53323723

253 — 3233

————

3 305

3288* 524

233232

5223237238

8 22

5322572

* 22*

3— *83

5ñ33.53

282782

35335

— — 77 J 2

—A 5225333. 3733
323328 2—3323 333222
—3;575235 2333323573
8 * 3 22*
33
2* —— —37* ⁊ 2* —
5333 3—33385323

— —

—— —— 32332335*333333222523

55333 33 3*335 3253

383 —3383338 533

—23—33 320 238

73 — 225 253345722 —e 533
*5 2 52256* *5236*

* —— — — —— 3 22 2
323557 28 533z æ—3 235 2258 55388
— 323*5323 —5282228 »222358
238988 2 z358323—783333 8 *

28338968 3233333333833 333

3528335 833* 353583333 —38*

275 — * 5 * —3. —2 22 8*
33— 33 33—3538

.. 3332335 5 53332337 732323 157
33534 2 3332— 754

2 20
—————
—22225
142323
252 S
4528*88
344938221.22
352—233883
*323822
237335358
55 —27 *
23335
— 322723273
—
*30332532

—*
—

57228*
—— 353376532835 —F
8* A A Z⸗ 22338
332335382 32553 Zz 538—3*8333 S
—
27 — — — — * 23 28*
J —
252 *3.5* 2* 2528* x. 2 553
——
2 21 23 8 * — * 2 —
— 22— 7523 —A— 33 2328. 522*2
2.2. 2 22. 25233 2 53328 —— 8*
2*38 — 25223 25.24 852
37
* 2. — — 2 2. 2
—
S75 2 — 82 23335*
2233258 57333322— 23—8 1.0
* 827* 7 52.25 3 22588 3 —A R
*2 E. S. 2723*333 3588* —2
5 8 2 225533 32. æ 53 8 *
53253 35—285 —8332873 — 23
33333378. 23322*22* — — 27
7. 335373 23
78538 58 532723— — ——
27 — 8*8* 3. **
533825373 23538 — 8
——7I2752352 8278*83 — 552
727 —— S* 258
— —8885* 232 57.3 2553
*2575 3233553335 8
232 2 — 23 3 2*
—* 23555325533253335

G

53
2232
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2 —
25*
— 2
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*2*

5
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— 2
55
—

335—75 33 —330
25— I 2 2223. 22
234 3333—3335 23
253;333333833
5958 ——— 223 232 S.
23232*68 *23333582828
2237 532332323233 — * 2
——— * —
25338 — S. 5358
3 * —A 5 55 2552 2
7 33353
282 —33833332 333325
* 22277 22* 5 3 28 2. *
— 2 252* 2* —— — *2* E 2. 21383
77 — 2223 JNR 535358333
— — 453 — *3725 —*6
8 83 522832*
—7* — 25 8 * — — JD2 5223
3333 *2332 —
— 323. 57*
—— — 533735333339523 2
5335535532—7333 *55233*3853
75 —23353 53523853233 253
* ** 58832552 —— 8 — —25255
235—827 8835335538 55 383*
— —,235 28 535 * —
223* 24 5* *3 *85 238
* ** —e F 2*
7 —— * —xc*E
— XVE
— 25934
23323325
2335 2553333
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        <pb n="595" />
        St. Ingberler AAnzeiger.

—*

c t. Inai e Unzeiger (und dat mit dem Hauptblatie verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstags⸗, Donnerttagt- und Sonntag⸗
imer erlcheint wochentlich viermn alz Dienstas. Donnerstag, Samsta g und Sonn tag. Avonnementäpreis vierteljahrig 22 Krrr. oder
182 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

148.
Abonnements⸗Einladung.

(Preise von 100 -25 fl).
1) Friedrich Bender von Gerhards⸗6) Christian Scherer von NRunsch⸗
brunn weiler,
) Gustav Kettenring von Hermers⸗ Franz Schey von Wartinshöh,
berg, Daniel Lauer von Rimschweiler,
8) Jalob Reichmann von Martinshöh, Friedrich Ottmann von Kapellen,
9) Anton Burkhard von Contwig, Jakob Stalter von Ernstweiler
h) Jakob Marhöfer von Obernheim, Hof.

Ehrendiplome:

Heinrich Freidinger von Heckenasch⸗ Adam Mäüller von Harsberg.
bacher Hof, Johann Jalob Krämer von Vechhofen,

Adam Buchheit von Reifenberg, dJalob Kiefer 8. von Lambsborn.

Preise (on 60 —15 fi.) für Stuten, welche früher schon einen

Preis erhalten haben und mit einem Fohlen vorgeführt wurden.
Johann Keßler von Maßweiler, 1: 7) Heinxich Freidinger von Heden·

Georg Guth von Kirschbacher Hoff achbacher Hof,

Peter Frenzel von Seyweiler7 ⸗am Stalter 2. von Knopp,
Ludwig Weiß von Saalstadt, b Muller won ¶Gerhar de⸗
1) Adam Blum von Martinshöh, 777 brunn,
8) Jakob Hudlet von Nie derauerbach, 10) Balentin Beder von Vann.

Ebhhrendiplome. i
Daniel Schneider von Bodinger Hof, Ludwig Grub von Kashofen.
e Breise (von 50— 15 fl.) fur Stutfohlen. —
1) Vd Munjinger 5. von Ger⸗ 7) Jalob Stalter von Ernstweiler
hardsbrunn, Hof,/
2) Georg Guth von Kirschbacher Hof, 8Jakob Nutz von Hermersberg,
Johann Keßler oon Waßweiler, Daniel Anspach von Eisenberg,

Karl Schneider von Oberarnbach, Jakob Sutter von Rimschweiler,
Jakob Lang von Runschweiler, i Heinrich Ehresmaunn von Win⸗
tz) Ädam Poth 3. von Obernheim, terbach.

Ehrend' plome. J
Balthasar Klein von Neuhdusel, Jakob. Hoffmann von Nanschweiler,
Adam Kiefer von Schmitishausen, Jakob Scheifer von Nüunschweiler,
Jalob Brügel von Hettenhausen. Heinrich Breugel von Brenschelbach.

Preise (von 50—18 f1.) fur Hengstfohlen.

I) Balentin Keitenring von Hermers⸗383) Jakob Schneider 1. von Lang⸗
75 — berg, wieden,
2) Friedrich Huber von Contwig, 4) Ad. Schneider v. Gerhardebrunn,

5) Johann Schneider 2. von Knopp
0 Ehrendiplome.

Idam Hdh 1. hon Marlinshdh, Gottfried Däter von Gersbach,

dudwig Dreßler von Hermersberg, Ludwig Schneider, Adjunkt von Ober⸗

deinrich Klein von Dernbach, arnbach.
J . Weitpreise.

deinrich Klein von Dernbach 10 fl.

VDie feierliche Ueberreichung der Preise ersolgte gestern Vor⸗
mittag durch Se. Exc. den Regierungspräsidenten Hrn. v. Braun,
worauf untet dem Vormarsch der Jägerkapelle der übliche Umzug
statthatte.

Die Tivoli⸗-Reunion und der Festball am Samstag waren
jark besucht. Den Haupiakt der Festlichkeiten aber bildeten die
Rennen vom geftrigen Nachmittag, die denn auch eine äußerst
darke Anziehungsktaft übten und eine so kolossale Menschenmasse
herbeiführten, wie sie die ältesten Leute unserer Stadt hier gesehen
uu haben sich nicht entsinnen loͤnnen. Einen Fachbericht zu liefern,
nüssen wir ciner berufeneren Feder überlassen; wir können hier nur
onftatiren, daß die Zuschauer nach Tausenden zählten und die
Rennen — nach dem Ausspruche von Sportsmännern — in höchst
Jelungener, zu den besten Erwartungen für die Zukunft berechtigen⸗
Jer Weise ausfielen. Leider ist auch ein Unfall zu verzeichnen.
Dr. Ptem.Lieut. von Maltzahn von Diedenhofen stürzte nämlich
in 8. Rennen beim Nehmen des 1. Hindernisses (iner Mauer) und
Jerletzte sich nicht unerheblich an der rechten Schultet. Das Re⸗
jultat der Rennen ist folgendes:

I. Eröffnungsrennen von deutschen Landwirthen. GPreise 200,

70 und 30 fl. Distanz 2000 Meter)n«

l. Preis Franz Kübier von Riedselz (Elsaß), 2. Preis Michael
Buthans von Weißenburg (Elsaß), 83. Preis Franz Kolb von
Kiedselz. —3
2.5 Zuchtrennen für Zjährige Pfälzerpferde. (Preise 160, 70 und

30 fil. Distanz 1200 Meter.) J

J. Preis Jalob Gortner von Heltersberg. 2. Preis Valentin

eltenting ia Hermerßberg, 3. Preis Peter Theis von Martins⸗

„nhe. J

IV. Quartal.

Bei bevorstehendem Quartalwechsel etsuchen wir höfl. unsert
zerehrlichen Postabonnenten ihre Bestellungen auf den St. Ing⸗
rler Anztiger unverzüglich machen zu wollen. — Unsere geehrten
Abonnenten von hier und Umgegeud, die das Blatt durch unsere
Träger erhalten, belommen dasselbe fortgeliefert, wenn vor Ende
ieseä- Monat4. nicht ausdrücklich abbestellt wird. Hier neu zugehende
ibonnenten erhalten den Anfang der Novelle von E. A. König:
Der Väter, Sünden“ gratis nachgeliefert. — 55557

. IA Ergebenst
Aedaetion nud Expedition des St. Ingberter Auz eigers.
J Deut hes — J

Frankfurt, 21. Sept. Man ist nicht ohne Besorgnisfe
wer die Einwirkungen der großenamerikanischen Bankerotte auf
Jen hiesigen Platz- AIs

Ber Ai ο-. Set. Wie die FPost“ exfährt, üist gestern
aetat v. Manteuffel hier angelommen und · hat beifeiner ·An⸗
nft in seinem Zimmer das Feldmarschalls-Patent vorgefunden.

Das 4. Hest des Generalstabswerks über den deutsch ˖ franzb-
chen Krieg ist eben erschienen. Es schildert den. Vormarsch der
nei deutschen Armeen an die Mofel und die Schlacht, welche
11. Aungust dor den Thoren von Meß geschlag /n wurde, und
aigt an schlagenden Beispielen, welche Verwitrrung und Kopflosig ·
il nach den Schlachten von Wörth und Spichern im franzoͤsischen
er don Oben bis Unten herrschte. Die franzößsche. Division
ljebert flüͤch! ete auf die faljche Nachricht, die Preußen seien über
zin Rhein hegangen, in schredhafter Hast- von Mülhausen nach
belfort, wobei sie die Hälfte der —X —

gZafsel 20. Sept, Landgraf Friedrich, der präsumtive
yhronerbe, hat, gegen eine Jahres Revenue von 202,090 Thaler
ie Annxion von Kurhessen anerkannt, seine politischen Rechte
ufgegeben und auf das Hausvermoͤgen außer rinigen Schlössern
zerichtet. Dei Philippsthaler Prinzen werden 86,000 , Thaler
dahreßrente augeboten.!?

Wien, 20. Sept. Zu der großen Revue zu Ehren des
romigs von Italien waren 12000 Mann und 88 Geschutze aus-
erlidi. Der Kaiser, der König, alle Erzherzoge und eine glän-
ende Suite wohnten bei.

ESEpanien..

Die Insurgenten in Cartagena schossen am 15. d auf eine
camzosische Schaluppe, welche Lebensmittel einnehmen wollte, wo⸗
aurch einer der Matrosen geibdtet und zwii verwundet wurden.
suf die Drohung des Capitäns, die Stadt zu bombardiren, lei⸗
dete der Wodlfahrisausschuß die geforderte Satisfaction.

epar

Programmaßig fand am Samstag 20. d. Vormillag in den Lolali⸗
aten des kgl. Landgeftüts die Auswahl der zur Konkurrenz ge⸗
zrachten Pferde stati. Die Experten Kommission bestand aus nach⸗
jehenden 7 Herren: Dr. Ludwig Groß, Bürgermeister aus Lambs⸗
—
Andreas Heinrich Vollmer, Landrathsmitglied von Edenkoben,
Johann Ludwig Wolf, Landrathsmitglied von Wachenheim, Karl
. Rad, k. Gefiütsdireltor dahier, Heinrich Pleitner, Bezirksihier⸗
irzt dahiet, und Daniel Stalter, Dekonom von Monbijou, als
krsatzmann für den verhinderten Dr. Buhl, Gutsbesihzer in Deides
deim. —

Landwofethschat.

Iiches

——ñ ⸗
Vribrũcken.

Zur Konkurrenz wurden im Ganzen wvorgefhihr—
1833 Pferde 41872 waren 107), nämlich 474 jährige Stuten 33,
chon jrher praͤmiirte Stuten mit. Fohlen 16, Stutfohlen 65,
)engstfohien 21. Prämiirt, wurden in der nochstehenden Reihen⸗
ge die nachgenannten Besitzer: . *

Für Ain jährige Sluten, welche das erste Mal tröchtig gehen.
        <pb n="596" />
        3. Unteroffizierzrennen. (Preise 80, 60 und 20 fl. Dislanz
1800 Meiter mit 3 Hürden.)

Von den 12 den 8. Chev.-Reg. angehbrenden Theilnehmern
erhielk den 1. Preis Untetoffizier Molter von der 4. Estudron
(Saargemünd), den P. Preis Unleroffizier Langfinger von der hier
in Zweibrücken garnisonirenden 5. Esladron, den 3. Preis Unter⸗
offisser Schreyer von der 2. Eskadron (Saargemünd.)

4 Trabeiten für 4- bis Gjährige Pfälzerpferde. (Preise 150,
80, 50 and 20 fl. Distanz 2400 Meter. 11 Theilnehmer.)

1. Preis Michael Munzinger von Höheinöd, 2. Preis Adam
Müller von Gerhardsbrunn, 3. Preis Gustav Bold 3. von Hersch⸗
3 4. Preis Friedrich Schopfer von der Pelzmühle, Kanton

oͤrnbech.
5. Oifiziers Hürdentennen. (Preis 800 fI. Distanz 2000 Meter
mit 6 Hürden. 4 Tbeilnehmer.)

Dieses Rennen blieb unenlschieden. Haupimann d. Wodiczka
zon Kassel (seinen Hengst ,Remember“ reitend) gelangte zwar als
)er Ersie ans Zielz Doch wurde wegen ängeblich gegen den Sports-
usus verfloßenden Kreuzens Einspruch erhoben. Auf v. Wodiczka
bage Prem eLieut. v. Maltßahn, Prem.⸗Lieut. Baivn Offini von

aͤnchen und Graf Hirschbetg mil „Feary“ des Lieut. Rofenbusch
don Saargemünd.
ß. Trabreiten für Ziahrige Pfalzerpferde. (Preise 150, 50 und
80 fi.“ Difianz 1600 NMNeter. 7 Theilnehmer)
1. Preis Friedrich Schobfer von der Pelzmühle, 2. Preis

tzeter Theis von Martinshöh, 83. Preis Valenlin Nislenring von
dermersberg, 4. Pres Reinhard Munzinger von Gerhatdsbrun
3. Zuchtrennen für 4- bis 6jähbrige Pfälzerpferde. (Preise 150

76 umd 30 fl. Dissang 1600 Meter, 8 Theinesmeane

1. Preis Louis Munzinger von Gerhardsbrunn, 2. Preit
Michael Munzinger in Höheindd, 3. Preis Heinrich Kuhn wor
Mörzheim im Kanton Landau.

3. Ojfiziers Jagdrennen. (Ehrenpreis, gegeben von Damen Zwi-

rücen's, bestehend in einem filbernen Tafelaufsatz mit Fruch.

chaale, einer Reitgerte mit silbernem Knopf und ditto Einlagt

Der Aufsatz fiellt einen ästigen Eichenstumm vor mit daranfiehen.

dem Pferd. Ferner 800 fl. Preis der Stadt Zweibtücen. Distanz
B8000 Meter. 4 Theilnehmer)

Den Preis erhielt Lieut. Grashey von Neuulen vom 4. bader
Thev. Reg. mit seinem schwarzbraunen Wallach „Schnittlecod“;
der Sieger distanzirte soafort dedeutend, nahm die sömmilichen
zindetnifse mit großer Sicherheil und dergrößerte die Distanz al
nählich bis etwa zu einem Orittel der großen Bahn. v. Malßahn
jatte, wie bemerkt, das Unglück zu stürzen. Fast gleichzeitig wi
einander kamen an Graf Hirschberg und Baron Ostiin.

Die ersten Peeisträger wurden jedes Mal mit Jubel üm
Tusch begrüßt. Ueberreicht wurden die Preise durch den Hrn.
Regierungspräsidenten. Die Nennen nahmen nahezu 83 Stunden
n Anspruch. (Zweibr. Ztg.) I

TAcme· eranmorilicher dteducieur. — *
—
Bekanntmächungen.
422 4 3. 3
LeinaneReste
per Elle I2 Kreuzer
sind wieder angekommen
—
In dem Polizeigerichts⸗Gefängniß
dahier wird Holz zum Kleinmachen
iugenommen.

Beginn des Unterrichts an der Lateinschule betr.
Die Infsceiption an det Lateinschule findet Mittwoch den J. Okiober
bou 9—11 Uhr äm Lateinschulgebäude statt. Am nächsten Tage beginnen die
vorgeschriebenen Prüfungen.
Das königliche Suübrektörat
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gegen Einsendung des Betrages oder per Postvorschuß. Jeder
Theilhaber erhält, nach der Ziehung eine Gewinnliste franco und
gratis übersandt durch das Handlungshaus von

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starle ist, so wolle man Bestellungen baldign machen, um allen
Wuüͤuschen genügen zu können.

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53383 333 2
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446 3 nabarrer Unzei4aer (und das mit dem Daupiblatie verbundene —X v:r Diexziagt⸗ Vonnerttagt· und Sonntag,

Anmer erscheint wdchentlich vie ben al: Dien'staa. Donner Auag. Samttag uad S520n taa. Aoonnementtobreis vierteljährig 42 Kryr. od r
12 Silbergr. Anzeigen werden mit X Arir. die dreispaltige Zeile Blattschrift Aader deren Raum bexechnet.

8 149. * r rrnerstaa, den 28. A —— 0 1873
Abon eme ts⸗Einladun TParis, 22. Sept.: Gesiern dielt Herzog von Broglie bet
n n — 9. inem landwirthschaftlichen Feste in Berny eine Reder berührte aber
duur chliestlich die Poluik indem er sagie-nWie massen ims alle
unter die Aegide des berühmten, an der Spitze der 3
tehenden Marschalls schar en uud die Enischeidung der sauperanon
sationalversammlung abwarten. Der ofsicidse, Francais“ erklärte,
r schweige systematisch über. die Fusion.da Indisc;etipten. uur,
caden loͤnnen 3. indeß sei er inr Standez die Nachrichten zu wider⸗
egen, welche den Grafen doul Chambord als jede Verjöhnunq ver-
veigernd darstellen. 4
5 F Italien. S
WMom, 28, September⸗ Gestern fammelten sich etwa 8000
Hhersonen unter Hochrufen wor dem deutschen und vor dem dfier⸗
aichischen Gesandtschafrspalaia Auf dies Aufforderung der Polizei
die Vassäge nicht zu sperren, gingen die Leute anstinandergn
England ...
Dygrn deo n.⸗ 22. Sept. Die heuigen Morgenblätier. die sich
Ammflich miß Besprechueng der gmerilanischen Krisis beschaäftigen,
jeben der Hoffnung Ausdruch, daß europäische Geschäftshäufer in
iefelhe nicht derwickelt werden würden, und daß der Rügdschlag
uigf Europa sich, wenig fühlbar machen werde. Die „Times“ ent⸗
saiten ein Telegramm ans Philadeiphia vom 21. d. M., wonach
sestern am Schlusse der Fondsbörse sich dort wieder größeres Ver⸗
rauen eingestellt halte. Die von der Regierung in Aussicht gestellte
dilfe und die von den Banken zut Erleichterung der Lage; ge⸗
afnen Beschlüsse kugen zur Verllärlung dieses Verirquens bei

V. Quarte

J Dei. beporstefendem · Quawalwe hfet ersuchen wir höfl. unsere
— ihre Bestell nagen auf“ den Et. Ing⸗
erlet —— machen zu wollen. — Unserengeehrten
bonnenten don hier“ und Umgegend, die das Blattwurch unsere
raget ixhallen, theldnuui dasselbe fontgeliefert; —wenn.n vor Ende
jeses · Momets nicht ·ous dvieclich abbesiellt wird. Hier neu zugehende
bonnenten erhalten den Unfang der Novelle von —AXX
dae Vatede Suudruke gratis nachgeliefert. e

Ergebenst —
-edetlon des Su Angberter Auz⸗:aer so
— —

Min Vn 18. Sehe Ju det.diessaheigen Cenlt d beh
imrnnumg des andwirthschaftlichen Vereinte wrden nach der berrits
agesftellen · Tagesordnimg drei Fragen: ? don großerer“ Wichtigkeit
die Hagetderficherung die Arrondirung und die Besteuerung be⸗
rfend zur Berathung gelangen, in letzierer Beziehnung ma⸗
reatlich die Fragen *0 Steht die Grundsteuer in Bahern zu den
We direlten Steuern im richtigen: Verhältniß ẽ Wäte dies auch
noch det Fall, wenn eine Erhshung aller direlten Steuern
oihwendig werden würde J) Wenn nicht welche Aendetuugen un⸗
ner Slenergefetze wären anzustteben 0 Kine moͤglichst gründliche
irdrieruug ditser Fragen kann nur erwünscht sein. v

Straum burh, 20. Septe Bei den am 185. and 10.

M.in Straßburg staltgefundenen Prüfungen für? den ein⸗ F Zueibrüuden, 17. Sept. (Schwurgerichtsverhandlunz.)
abrigekreiwilligen Militatdienst wurde von 72 Ge⸗ In der heutigen Sitzung wurde Wilhelm Stork. L28 Jahre alt,
nüften 48 aljo Iwert Drittheiben, der Berechtigumgsschein zu⸗ Tagrer von Etlenbaäch, des Nothzuchtversuchs für schuldig erkannt
— n mb zu einer Szütrigen Zuchthauestrafe verurtheilt. Die Verhand ⸗

Serkin, 21. Sept. Ueber die Reise des Chefs der Ad- ung fand bei beschrankter Oeffentligkeit statt. · — Veriheidiger war
arsaat General v. Stosch nach England melden die .D. NRachr.“, Hr. Rechtslandidat Molitorz
ß dersebe zunächst sich über die Gesammleinrichtungen der großen — 18. Sept. Verhandlung gegen Christina Fuchs 21 Jahre
wzerfte und Dods in Portwouth und Plymouth, genau zu unter⸗ alt, ledige Dienstmagd von Orbis, wegen Kindsmords. Vertreter
uͤhten Beabsichligteruund dann insbejondere in dem letzteren Orte der tgl. Staaisbehörde? Staalsauwalt Petri. Vertheidiger: Rechts⸗
in Vau vder nenen Pangerfregatte, welhee dort für die demsche andidat Hecht. Das Resultat war, daß die Angellagte, welche
teichzmarine vom Siapel laufen soll, inspiziren will. Dieses die Geschworenen unter Annahme wildernder Umslände schuldig
bchiff, welches nach: den neuesten Erfahrungen der Schiffbaukanst etklarien, zu einer Gefängnißstrafe vos * Jahren verurtheilt wurde.
ind der Panzerung gebaut wird, ist das funfte große Panzerschiff — 18. Sept. In der heutigen Nachmittagssitzung wurde
et deutschen Flotte. Dafselde wird als Ihurmschiff lonstruirt Joh. Müller, 23 Jahre all, Tagner von Hoof (Kanton Kusel)
nerden und in «Jeinen beit en Thürmen je zwei 26 Centim. Geschütze xer ihm zur Last gelegten beiden Diebstähle (auf der Schnappbach
ihren, welche belanntlich die stärksten aller bisher konstruix ten Ge- ind in Oitweiler), deren Verübung er zugestanden hatte, für schuldig
huütztaliber repräsentiren. Bisher waren in der Marine als flärk. rllägt und zu 4; Jahren Zuchthaus mit Aberkennung der vürger⸗
Rclüber vun 24 Centim. Gaschütze in Gebrauch. Das Schiff ichen Ehrenrechte auf 3. Jadre verurtheilt. Sein Vertheidigex wär
stst soll den Ramen „Deuischland“ Kerhalten. — ⸗ Hi. Rechtscandidat Molitr.

Fraukreich. ι — 748 Sept. Wegen Diebstahls in wiederholtem Rüdsall

VBarvz) Ao Sept. e Das Krietzgericht gegen Bazaine bee am in der· heutigen Morgensitzung Elisabeih Ofer, 27 Jahre alt,
ant am 8. Oltober. o ebigen Dienfimagd von: Duͤdenhofen, dor. Vertheidiger Hr. Rechts⸗

Jutn ersten, Nalf verbffentlichtk“ das französische Kriegsmini- andidat Berg. Die drei ihr heute zue Last gelegten' Diebstaͤhle
rium ein Verzachniß der Officiere aller Waffen, weiche während jatten nur Weißzeug und Kleidungsstücke Sa den dieser Art zum
Feld uges 1870 -71 gelallen sind. Danach findgeblieben “ Hegenstande.“ Die Verübung derselben fand in Speier un der Zeit
enetäle 32, Generalstabsdffiziere 28, Offiziere der Gendarmerie vom 3. bis zum 13. 1. J. statt und wurden von der Genannten,
2, der kaiserl sheck Harde 88, der Infanterie 1528,* der Capais ausgenommen theilweise der erste, nicht in Abrede gestellt. Urtheil:
rie 92, der Anillerie T28, des Genietz 35, der Nalickalgardt 8 Jahre Zuchthaus. —
36, der mobilisirien Nationalgarde 66, der Freilorpß 88. Im 4 In Ommersheim stürzte der Xojnhrige Soha tiner Wittwe
Herhältnisse zur Gesammt zahl verloren, wie das XIX. diecie aug⸗ in eine Dampfdreschmaschine, wobel ihm das Bein am· Obershenkol
* die Genetale 6.Proz., die Generalstabsoffiziere 8.6. Proz., abgedrückt wurde, so daß er seiner Verletzung vals erlag. Der
e usediche 3140 r die Insanterle⸗ 11,7 Proz. die, Veler das Quoben worde vor 4 Jahren im Steinbruche erschlagen.
tavallerie 2,3 Prod:7 dit Urtiddrie 6,4. Proz, und das Genie — — 24. Septembet. Gestern erkrantten ain: der Cho⸗
3 Prozʒ. Am gatlesen wurde alsd vie Kafettiche Garder nach sera 14, uind starben 8 Petsonen. Heute Morgen finde noch zweĩ
redie Infanterield miigenommen am schwächsten die Kabalierle. der Erkrantten verstorben, also neuerdinga 7 Todtr? ImGanzem
Pparis, 22. Sept. Der „Agence Havas“ zufolge soll Graf gab's bis jetzt 85, Erltankungs ⸗und 40 Todessülle
hambord Javeinere Unterredung mit einem Mitglied der Rechten Am 21. September schoß ein Bursche von Bergzabern einer
chußert haben daß Vie Behauptuing, et wolke Italien betriegen. Magd eine Ladung Schrot in's Gesicht, fo daßz sle sawer verletzt
hocha sr JFrankreich nicht Rtieg fyteg toͤnne, in's Sputat gebracht werden mußte. ——
asselde dedlntfe der Ruhe, um sich Iu kenstimiren. RIn V.. in usc Frantnet, 20. Seyt.Gin hier lebender, sebr reicher V.i⸗
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        patier wurde unter der Anklage verhaftet, einen Meinen in einem,
Prozesse geschworen „zu haben, dessen StreitObject“ 150 Thlr.
zetrug. 7 58 * 7 E — 5 — *

.Mäünchen, 20. Sept. Vom Samstag,'2d. V.. bis Sonn⸗
tag, 24. d. Abds.“ sind hier“an-Cholera ꝛer 4Perfonen erkranki
und 2 Personen gestotben. Die Gejammtzahl der Erlrankten beträgt
950, der Todesfälle 4„185.

f In Neuß (bei Koͤln) hat kürzlich ein Metzger aus Trier
8 holländische Schlachtochsen, wahre Prachtexempiare, zum Ge—
saͤmmtpreise von 3152 fl, gekauft.“ Demnach kam also das Stück
auf 394 fl. —* —— —— —— — J * J J
7 Das Geschäft von Johann Hoff in Berlin (Malzextrakt
fabrit) wird jetzt nach den mit den Gläubigern getroffenen Verein⸗
barungen als Commanditgesellschaft weiler geführt werden.

Hamburg. Die Mittheilung von dem in Hannober ge⸗
schehenen Selbstmord der einzigen Tochter des Componisten H.
Marjchner gehört in das Gebiet der Erfindungen. Ein Brief dee
hier domicilitenden Gatten jener Dame erklärte daß jene Augabe

in all' ihten Puntten unrichtig ist und daß in seinen und sein—
Frau ig sehr wohl befindenden Verhältnissen nicht entfernt ti
auberer Antlaß zu jener Erfindung vorliege. m
777 Limoges, Hier flarb vor Kurzem ein Hutmacher, Nament
Ulalnquelas in dem hohen Alter von 105 Fahren. Er wun
am 2. Juli 1769 oder etwas über 14 Tage vor dem ersten Ra
poleon geboren. Ludwig XV. saß damals auf dem Thron, um
das Parlament tagte, wie jeßzt, in Versailles.

F Die Feuersbrunst in Chicago hat 64 Häuser zerstoͤrt. Dat
Cenlrum der Stadt ist unberuhrt, Der Schaden wird auf 80 do
Dollars geschätzt.
J ebann l. 8
Seine Majefiat der König haben unterm 6. Ifd. Mis. allergnadich pr
genehmigen geruht, daß auf die erledigte Steuereinnehmerei Edenkoben Va
sirlzamts Landau und Rentamts Edenloben, der Steuer⸗ und GSemeine
rinnehmer Simon Zoller von Altderf, seinem Ansuchen entsprechend, der
eßt werde.
Derc

erant

ede
Mo chi o yhans mit Anbau, Schlachthaus, Keller i — 4.44
Bekanntma ungen. baofraum und sonstige Zubeborden, 8 gruv —A
. — ..— gelegen zu St. Ingbert in der Koh⸗ Amn Er.“
Mobilien- Versteigerung. bersitaße, anch auß Höfhen gmanns. nAns .
77 mieben Blechschmied Scherff und Uhr⸗ 100 t S
— den —— 18783 — miacher Kammerer. — ück 8 äcke
—— pe in Bis zum Versteigerungstage; wird diesez iind zu verkaufen bei
Rechlasse ber baher ee c 44 Ied auch aus freier Hand verlauft⸗ Mich. Haas, Blan
Joseph Etolz, gewefener Bergmann und Das RNahere auf dem, Geschaftz- und Frucht⸗rod⸗. Fleisch 2e. Vra
Aaa Feichtner gehorigen Mobilien anf Dpfultationsbureau E. VBechthold m ga Siad ö— 5. 8
Zabltermin: versteigertzrut 219 Et. Ingbert. — Weizen.O ft. 8tr., Korn 6 fl. 434.
lKuh, 2 AleiderschränkeICoͤtimode. — Vorn Igl. Rolar Gerste 2reihige fl. — Ar. Gerste vier
Kuchenfchrant; 8Tische, 6Stühle, 31444* A— reihige, — I. — Ir. Spelz 5 I. BL.
g8 donßandice Venten ut Benaten Mobiliar ⸗Versteigerung. 57 Dintei 71
*AUdhr, Spiegel, Bilder, 41 Leintücher Montag den'6. Olltober . Ilndes — ir. Mijchfrucht. — A. — kr. Hase
24 hänfene und 23 wergene Hand- Nachmittaägs um 1 Uhr, Iu St. Ingbert, 4 fl. 36tx. Kartoffeln 4 fJ. 80 kIr. He
tücher, 21Tischtücher, 14 Dedbett. in seiner Behausung,läht Metzger Franz —A — —
zugem. 22 Kisseuzügen, GeEisenhüfen, Weisgerber von hiernauf Tredu ver. Zentner. Weißbrod 1280 dilogr. 21 6
2 Pfannen Zinnschüssel,“ J Zinn⸗ deigern n nνισ , Korubrod 2.8Kilogr, 32 tr. ditio 2 Kilogt
plaiten, 16 zinnene Teller, Garn, a anapee, D ChiffonieryeLvollstän- 224r. ditio LKilogr. Lutr. Gemischtbrode
Frauenhemden, 1J Waage Küuchenge-⸗29 ditze Betten mit Matracen, ein neuer Kil. 40 ir I Paar Wech. 900 Gramm 2r
schirr und sonftige Gegenflane. ⸗ tichener Schrank, 1 Pfeilerschrärkchen, Rindfleisch 1. Qual. 20 kr. 2. Qual. It r.
Hornm? thl.Notar. »251 runder nußbaummerl Tisch, 2tan⸗ Kalbfleisch. 16 r. Hainmelfleisch 18 1t
—— — — — —rene Lischt, J Nachttisch, 1Spiegel, Schweinefleisch 29 kr. per Pfund. Bulier 40
—D—— Licitation. 2äg 1 kr. per Pfuxrd.
——— —5 3——— *und sonstige Hausgeraͤthe, sodaun — a u Sedtbt. TNrcu
SZamstag den Ottobe r73rine Raut von Dung. Mitteipreis.) Weizen 8 fi. 88 ir.aon
Nochmittags umn 8 Uhr, zu St. Jugherttt 7 i x ie— J
e asung des Vehgers Jz36 Aus Auftrag: —A Gfl. 53 kr. Spelzlecn — Ihr
Sech waœrz: ν, : 7 9 L. Bechthold, Geschaftsagenk. Sbelz 6 fl. 11 fr. Serste * 6 fl.n kr
uf unseben vone 553 —— , 717
—RA n EI— icken' * c. Linsen 24 fl.
Franz Weisgerber,, Metzgetin C e Ine n* dte stie sKleesamen — fl. tke. —Korabrod
St. Ingbert wohnhaft, in eigenem Namen per Elle 14,Kreuzer 6 Pfo. 33 kr Gemischtbrod 93 Pfd. 21r.
wegen der zwischen ihm und seiger veilebten sind wieder angekommen uk Weißbeod 8 Pfd. 21 kr. — Heu 1fl.
ersten Ebeftau Jofephine Beck beftandenen Aαι Luι 36 ir5 Kleehen —fl. -2kr Strod i fl. Ib he
Bultergemeinschaft, wie auch ale aesetuiher — —— B8 — — —7
Vormund seiner, mit derselben erzeugten, a SJ. * 3 3
noch minderjaheigen Tochter Zose phin⸗ hetn ne ru J Geschaͤfts⸗ Empfehlung. ui Mu
Weisgerber; a 3 24*7 Arterxichneter bringt hiermit zur allgemeinen Kenniniß, baß er auf hiesigent Plaße
il Geotg Peters Bierbtauer, in St. nebsi seinet Badetei eine8 —————
Jagbert wohnhaft, als Nebenvormund diefer
Vinderjahrigen
weroen durch den damit gerichtlich beauf-
na enet. Notär Horn zu St. Ingbert der
Untheilbarleit wegen die nadhbezeichneten
zux besagten Gütergemeinschaft gehörigen
Liegenschaften auf. Eigenthum versteigert.
nüämlich: * * 7. *
Bann von St. Jugbert:
6 Vez. Gartitn in den Großgärten:
—— —«—
26 Dez. Acder im Rest, am lange4
* * Stein. nest F 9 ⸗ aus den besten deutschen, englischen und französischen Fabriken, sowie
und unmiten F ven eilenen, Damen-Kleiderstoffen, engl. Waterproof, Plaids
jr icitanon —3 z37*
jassen obengenaunter dinn Waegerber αα Chales, Umschlagtü er und Baschliks. .
und dessen Ehefrau Eisabetha Klein auf! RMWusler von sämmtlichen Artikeln unter Angabe der billigsten Vreisen
angiahrige Zahltermine offentlich zu Cigen stehen jur Verfügung.
ham versteigern. da e F o-
4 Dea. Fläche, enthaltend ein Wohn⸗ *
Redaltion. Vrud ru. Verlag don FS Dameß in St. Inabert. VV—,—

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52388* 2255 A 2222 538 522605 * — 25 2 2 —
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52 5R328 — 532323328 25353 215335828 3233*828
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        Hl. Ingberker Anzeiger.

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—— 7]

de 5LIngvperter Anzesger sund daß mit dem Haubtblatte verbandene Unterhaltungeblatt, mit der Dienttaqu⸗, Donnertiagß⸗ und Sonntag⸗
ummer erscheint wöchentlich vie rn al: Dien kttag. Donnersstaqg, Sa nstana and Sonnataa. Aoontcementäpreis vierteliahrig 42 Krir. oder
12 Silbergr. Auzeigen werden mit 4 Arzr. die dreilpaltige Zeils Blattichrift oder deren Raum bexechnet.
Samstag, den 27. September 1873
— VXVS———————— — ——1—— —
Abonnements-Einladun an der Hofjagd Theil. Derselbe empfing Mittags den italienischen
g. Ministerpräsidenten Minghetti zu längetem Besuche.

Dem Koͤnig von Italien ist, wie wir erfahren, vom Kaiser
das demeodeche Husaren⸗Regiment Nr. 15 verliehen worden.

Berlin. Der preußische Landtaz foll zu Anfang des No⸗
dember zusammentreten. — Die Zahl sämmtlicher preußischer,
ächsischer, würrkembergischet, hessifcher und braunschweigischer Offi-
siere, die zum Besuche der vereinigten Artillerie · und Ingenieur—
Schule für den Cursus 1873 -74 kommandirt sind, beträzt der
„Voss. Ztg.“ zufolge 260.

Köͤln, 23. Sept. Heute Mittag 1 Uhr starb nach kurzem
Krankenlager in Folge einer Lungenlähmung der (erst vor 3 Mo—⸗
naten dierher versetzte) Gouverneur der hiesigen Stiadt und Festung,
herr General⸗Lieutenant v. Bothmer. Dem Dahingeschiedenen war
nur eine kurze Wirlsamkeit in unserer Mitte gestatiet. (K. Z.)

Frankreich.

Paris, 18. Sept. Gegen Bazaine sind im Ganzen 272
Belastungszeugen vorgeladen, 129 Militär⸗ und 143 Civilpersonen,
unter letzteren 9O Frauen. Unter den Militärpersonen befinden sich
2 Marschälte, Canrobert und Leboeuf; 17 Generale, 12 Obersten
Stoffel, d'Absac, Merlin, Magnan ⁊xc.); 12 Oberfstlientenants;
20 Piajore; 23 Hauptleute ꝛc. Die 148 Civilpersonen bestehen
jius 2 Dipiomaten (Leflo Botschaftet in Petersburg, und Tachard
vährend des Krieges französischer Gesandter in Brüssel), mehreren
Fisenbahnbeamten, 2 Feldhütern, 7 Zollwächtern, 80 Deputirden,
ehemaligen Beamten (unter diesen Jules Favre, Gambetta und
Braf de Keratry) 5 Bedienten, 2 Kunstreitern, einer Kunst⸗
reiterin ꝛc. 8*

Paris, 21. September. Dr. Relaton, Napoleons! Leibarzt,
st gestorben.

Paris, 23. Sept. Odschon die legitimiftischen Organe
ber die Pläne und Ansichten des Grafen von Chambord tiefes
Stills Hweigen bewahren, so steht doch soviel fest, daß derselbe sih
zu Concessionen bereit erklärt hat und vielleicht in Balde einen
Nufruf an das franzosische Volk richten wird. In der Vendee
hat eine lebhafte Azitation zu Gunsten des Bourbonenkönigs be⸗
gonnen. Man trifft Adelige mit weißen oder soz. Fufionscocarden
und in der Stadt Chalons zogen dieser Tage Volkshaufen durch
die Straßen, die royalistishhe Lieder sangen, Heinrich V. hochleden

ließen und Verwünschungen auf die Republik ausstießen. — Un⸗
ruhen anderer Art, die vom Pöbel gegen das Mililar gerichtet
schienen, fielen in Poitiers vor, wo die Jäger die Voltkshaufen
mil dem Bajonett auseinanderjagten und etwa 50 Verhaftungen
pornahmen. — Das bisherige officidse Organ des Hrn. Thiers,
der „Soir“, wird vom ersten Oktober an seine Redaktion vollstän⸗
tändig wechseln und in das monarchische Lager übertreten. —
die Blätter meldeten dieser Tage, in Guadeloupe sei der republi⸗
anische Candidat Casse mit großer Majorität gewählt worden.
dieje Nachricht war falsch, es wurde ein weiteret Wahlgang zwischen
hmeund dem Bonapartisten Cassagnac nöthig, dessen Ausgang
ioch unbekannt ist. — Frankreich scheint in diesem Jahre das
Ziei sammtlicher Zigenner zu sein; überall wird über ihr Erschei⸗
sen und ihre Thätigkeit Klage geführt. Auch hier krieb eine große
Bande dieser Tage ihr Wesen und eilten nicht wenige Pariser
hor die Stadt, um die Fremdlinge zn sehen.

Paris, 24. September. Aumale wurde zum Commandirene
den der 7. Miliärtegion (Besangon) ernannt, da MacMahon es
dermeiden wollte, ihm ein Haupiquartier in großen Stadten, wo
er unbeliebt ist, zuzuweisen. D——

Paris, 25. Sept. Eine officielle Depesche aus Spanen
zeslätigt, daß alle karlistischen Bänden, welche Tosoia belagerken
zei der Annäherung des Generals Moriones die Flucht ergriffen
zaben und Letzterer in Tolofa eingezogen ist.

— Am B. Oktober beginnt der Prozeß Bazaime in Trianon;
ille Vorkehrungen sind getroffen. Am 30. September oder am
i. Oktober wird Bazaine nach Trianonsous-⸗Bas gebracht. Die
Btesse ist bereits eifrig beschäfrigt, zu dem großen Gerichtsdrama

IV. Quartal.

Bei bevorstehendem Quartalwechsel ersuchen wir höfl. unsere
cregrlichen Postabonnenten ihre Bestellungen auf den St. Ing⸗
urter Anzeiger unverzüglich machen zu wollen. — Unsere geehrten
bonnenten von hier und Umgegend, die das Blatt durch unsere
kräger erhalten, belommen dasselbe sortgeliefert, weun vor Ende
ieses Monats nicht ausbrücklich abbestellt wird. Hier neu zugehend⸗
Abonnenten erholten den Anfang der Novelle von E. A. König
Der Väter Sünden“ gratis nmaächgeliefert.

Ergebenst
Aedaction und Expedition des St. Ingberter Anzeigers.
utfeheo viei

Berlin, 283. Sept. Zu dem heutigen Gala⸗Diner im
konigsschoss, waren 249 Einlaodungen ergangen; 164 Gedecke
daten im Wiißen, 100 im Grünen Saale aufgelegt. Das Ge—
olge des Körigs von Jialien und die geladenen preußischen Mi⸗
nister, hohen Beamten und Generale fsammelten sich don 5 Uhr
Ahr ab, worauf 513. Uhr unter Vortritt der Ober⸗Hofstaaten
die Majestäten und die Mitglieder des Königshaufes und die
Fücstlichkeiten den Saal betraten. Der Körig Vickor Emanuel
hrte die Kronprinzessin, der Kaiser die Prinzessin Karl, der
dronprinz die Prinzessin Friedrich Karl, der Prinz Karisdie Prin⸗
essin Wilbelmine, Prinz Friedrich Karl die Prinzessia Margarethe,
hrinz Albrecht die Prinzessin Alexandrine. Der Kaifer und der
dönig nahmen neben einander unter dem Thronhimmiel ihre Sitze
in. Die Kronprinzessin saß au des Könlgs, die Prinzessin Karl
u des Kaisers Seite und rechts und lints reihten sich andere
zürstlichkeiten an. Den Majestäten gegenüber war Minghetti uud
Moltle der Platz angewiesen, denen sich rechts Graf Redern, Vis-
onti⸗· Benosta, Manteuffel, links Uhyden, der italienische und der
ortugiesische Gesandte, die anwesenden preußischen Minister und
Zenerale anschlossen. Die Tafelmusik führte das Musikcorps des
weiten GardeRegiments aus. Gegen 614 Uhr erhob sich der
daiser und sprach, sein Glas leerend: à la santé de mon frère,
je mon ami, de sa Majesté le roi d'Italio! welchen Toast der
donig bei dem nächsten Ganze mit den Worten: à la santé de
non ami, de mon ancien allieé, Sa Majesté lempereur! er-
viderte.

Berlin, 23. Sept. Die früher verbreitete Nachricht, daß
könig Vikltor Emanuel sich auch nach Baden Baden zum Besuch
ner Kaiserin Augusta begeben werde, bestätigt sich nicht.

Berlin, 24. Sept. Die „Provinzial⸗Cott.“ hebt bei
aner Vesprechung des Besuchs des Königs von Italien hervor,
daß wenn die ernste und entschlossene Friedenspolitik, welche der
heutsche Kaiser auf das Reichsbanner geschrieben habe, zu einer
cuen und festen Gemeinschaft zwischen Rußland und Oesterreich
ührte, das Berkranen zu dem Ernst und der Kraft jener gemein⸗
amen Polititk auch ein neues, festes Band zwischen Oesterreich und
stalien geknüpft hade. Das Blott erblickt in dem Besuche des
donizs don Italien eine neue, sehr freudig zu begrüßende Bürg—
haft einer entschi denen Friedenep nitit. Zu destimmleren diploma-
ischen Vereinbärungen würde nur Anlaß vorliegen wenn von ir⸗
und einer Seite der Friede bereits thatsächlich bedroht erschiene.
das sei zunächst glücklicherweise nicht der Fall, und wenn hier und
s Bisorgnisse beiteffs gewisser politischet Stroͤ nungen und Ent⸗
didelungen in andeten Staaten und deren etwaigen Folgen für
een Frieden Europa's aufgetaucht sesen, so werde die Bedeutungz
t neuen Fürstenbesuche in Wen und Berlin voraussichtlich üderall
—DDD——
euer Beunruhigung sofort zu ersticken.

Derlinn, 253. Sept. Der Konig von Italien, der Kaiser

die Prinzen des königlichen Hauses begaben sich heute Mor—
8 Uhr mit einem kleineren Gefolge nach Hubertusstock. Fücst

⁊*. velchet von Varzin hier eingetroffen ist, nimmt nicht
        <pb n="604" />
        die Ouverture zu spielen, besonders die minifierielle. Wenn dem⸗
jenigen Theile der sranzösischen Regierung ein Genüge geschieht,
velcher in der „Assembloͤe Nationale“ vertreten ist, so soll der Prozeß
Bazaine dazu dienen, Bismarck bloßzustellen u. Deutschland in der!
yffentlichen Meinung zu Grunde zu richten. Die „Afsemblec⸗Nationale“
entwickelt dies ganz ungenirt, und führt als Grund an: „Ale
Metz eingeschlossen und zu Frankreichs Unglück Marschal Bazaine
den Oberbefthi über die heldenmüthige Armee erhielt, die unter
einen Mauern lagerte, da setzte Herr d. Bismarck eine Welt von
Räuken, Lügen und Treulosigkeiten in Bewegung, um den Mar-.
schall zu bewegen, zu unterhandeln stott zu kaämpfen, um Zeit zu
zewinnen, daß unsere Truppen ihre Lebensmittel erschöpften und
m einer im Voraus genau berechneten Frist durch den Hunger
zezwungen würden, sich zu ergeben. Alle diese Missethaten werden
im Prozefse erwiesen werden, und was das Unglaublichste, die Chefs
der feindlichen Armee haben die Plane des Herrn Bismarck unter⸗
qützt und eine Rolle gespielt, welche die Welt in Staunen setzen
wird. Wir wollen fuͤr jetzt nicht mehr darüber sagen; aber es
chien uns von unbestreitbarer Nützlichkeit, heute schon diese Seite
des Prozesses anzudeuten. Dies alles erschwert die Belastung, die
nuf den Marschall Bazaine fällt, aber zugleich werden solche Hand⸗
jungen, wenn sie an den hellen Tag gelangen, in Europa's Auzen

bedeutend das Verdienst der deutschen Armee herabdrücken.“ Wie
schon oft gesagt, die Franzosen können es nicht vertragen und wollen

ich's selbstnicht gestehen, daß sie im letzten Krieg Niederlage auf
Niederlage erlitten haben. Es mußte ein Sündenbock gefunden

werden, der als Verräther zu figuriren und die ganze Schuld aus
die eigenen Schultern zu nehmen hat. Die „Assemblee Nationale“

merkt gar nicht, wie dumm sie aufschneidet, wenn sie sagt, Bis⸗

narck habe den Tag im Voraus berechnet, wo die Armee von

Metz aus Mangel an Lebensmitteln genöthigt sein würde, zu kapi

jul ten. Sie merkt auch nicht, wie erbärmlich es ist, dem Urtheil,

velches das Kriegsgericht erst fällen soll. vorzugreifen und die

Massen in einer Weise zu fanatisiren, welche einen argen Druck
auf das Gericht auszuüben geeignet ist. So wied der Prozeß aus

einer Erforschung der Wahrheit zu einem Tendenzprozeß, dessen

Opfer im Voraus bestimmt ist.

— In Poitiers wurde am 21. d. der Jahrestag der Aus⸗
tufung dee ersten Republik gefeiert. Es janden ernstliche Unruhen
datt, die dreißig Verhaftungen zur Folge hatten.

Italien.

Nom, 20. Sept'r. Der Florentiner „Corriere Itali ano“
enthält einen Brief über die Verhandlungen, welche der Reise des
sönigs Viktor Emannel nach Wien und Berlin vorausgegangen
änd, dem wir Rachstehendes entnehmen: Der Gedanke, ein in—⸗
imes Einberständniß zwischen den Regierungen von Rom, Wien
ind Berlin herzustellen und für gewisse Eventualitäten bestimmte
Verpflichtungen einzugehen, ist von dem Grafen Andrassy ausge⸗
zangen, aber vom Fürsten Bismarck und Hrn. Visconti Venosta
auf das bereitwilligste aufgenommen worden. Das Cabinet von
St. James erlannte, als es davon unterrichtet wurde, daß die
Verständigung unter den drei Mächten zur Erhaltung des europäi
ichen Friedens mächtig beitragen würde und zeigte daher weder
Eifersucht noch Mißtrauen, ja, es unterstützte sogar den Plan des
Hrafen Andrassh auf diplomatischem Wege, enthielt sich aber seiner
raditionellen Politik gemäß jeder weiteken Betheilizung. Die
Piener Ausstellung bot die günstigste Gelegenheit, den stönig Vil⸗
sor Emanuel und den Kaiser Franz Joseph einander zu nähern
ind die letzten Spuren der Abneigung, welche die Ereignisse der
Jahre 1848 — 1866 etwa zurückgelassen dätten, vollends zu ver⸗
vischen. Die Reise des Königs nach Berlin bot gar keine Schwie—⸗
rigkeiten, nachdem der vorjährige Besuch des Prinzen Humbert und
der Prinzessin Margarethe am Berliner Hofe und die wiederholten
Reisen des deutschen Kronprinzen nach Italien alle Pfade

zeebnet haften. Dem General Menabrea war es vorbehalten, auf
dem Wige zur Krönung des Königs don Schweden die Hoöse von
Wien und Berlin zu besuchen und Alles vorzubereiten, was sich
auf die Neise des Königs Niktor Emanuel und auf die politijschen
PVerabredungen bezog, und er zeigte dabei, daß er nicht nur ein
zroßer Gelehrter und Genicoffizier, fondern aum ein bedeutender
Staatsmann und gewiegter Diplomat ist. Sowohl in Wien wie
auch in Berlin wurde er mit grbßter Auszeichnung empfangen, wie
nan sie in in der Regel nur Fürsten und Gesandten von ganz
besonders hohem Range zu Theil werden läßt. Er wurde häufig
zu den kaiserlichen Tafeln geladen, hatte kaiserliche Equipagen zu
sejner Verfügung und wurde bei seinen Besichtigungen der mili—
ärischen Einrichtungen von Prenzen und Generalen begleitet. Die
nositischen Abmachungen, welche er in Wien und Berlin getroffen,
nud natürlich in tiefes Geheimniß gehüllt unt werden dem Publi—-
dum auch nicht vorzeitig entschleiert werden, aber so viel steht fest,
daß der König und seine Raͤthgeber dem General ihre höchste Zu—
riedenbeit über die Resultate seiner Reise wiederholt zu erlennen

zegeben haben und daß die Reise des Königs Viltor Emanuel noeq
Wien und Berlin die Kroͤnung von seinem und des Grafen An.—.
draffy's Werle ist.
Afien.

Im Khanat Kokhand, in der sog. freien Tartarei, ist, wi—
die Si. Petersburger „Boͤrsendeitung“ aus Taschkeud unter din
20. August erfährt, ein Aufstand ausgebrochen. Die Kirgisen und
ziptschafen haben sich gegen den Khan empört und sollen nach den
etzten Nachrichten die Hauptstadt Kolhand eingenommen und dorf
den Schaß dies Kahns erbeutet haben, den sie sofort zur Verstärkung
tad Ausrüstung ihrer Streitmacht benützten, um den Arbazen de
Ahan die Spitze bieten zu können. Die Bergdistrikte im Süden
und Südosten des Khanats sollen in vollem Aufruhr sein.

Bermischtes.
4 Zweibrücken, 19. Sept. (Schwurgerichtsverhandlungen.
Nachmistagssitzung.) Verhandlung gegen Elise Marnett, 21 Jahr
alt, Dienstmagd von Goöͤnnheim, des Diebstahls im widerholten
kückfalle beschuldigt.

An Weihnachten vorigen Jahres trat dieselbe nämlich bei
—II
ine Woche dort aus und machte sich dann plötzlich aus dem Staube,
jachdem sie aus der gemeinsamen Kammer ihren Middierftboten
datharina Kuhner und Katharina Neurer, und zwar Ersterer einen
5 fl. werthen Unterrock, Letzterer einen 6 fl. werthen Winterhu
entwendet hatte.

Zu Anfang des Monats April 1. J. wurde sodann von ihr
der zweite Diebstahl am gleichen Platze ebenfalls zum Nachtheile
der Neurer, sowie zweier anderen Mägde des Thomas verübt.
Es gelang nämlich der Angeklagten, unbemerkt in die im oberen
Stocke befindliche Magdekamer zu kommen, wo sie dann foͤrmlich
wufräumte, deen sie stahl unter Anderem 4 Unterröcke, 7 Taschen⸗
ücher, mehrere Paar Strümpfe und 1 goldenes Medaillon. Der
Besammtwerth jener Effekten beirug 50—55 fl. Die Angeklagte
var beider Diebstähle im Wesentlichen geständig. Urtheil: 2
Jahre Zuchthaus. 8

4 Aus der Pfalz, 20. Sept. Vom mittleren Hardigebitz
ichreibt man: Unsere ohnehin geringen Herbstaussichten haden sich
nn Folge der ungünstigen Witterung der letzten Wochen noch mihr
zetrübt. Während es sonst auch in weaiger guten Jahrganzen
am diese Zeit reife Trauben in Menge gab, findet man jezt nur
zußerst selten eine helle Beere. Wenn es nicht anhalteud warn
bleibt, wi d es einen Wein geben, so sauer und so gering, wie im
Jahre 1871. Im Ganzen genommen, läßt sich daher nur auf
inen nach Quantitäl und Qualität geringen Herbstererttag rechnen.
17 Durkheim, 19. Septbr. Der neulich eingefangene Brieß—
narder, Schustergeselle Doppler aus Essingen, scheint schon meht
—X
iebstählen sind demselben vordethand nicht weniger als zwölf
andere Diebstähle nachgewiesen und von ihm eingestanden: er siahl
2 Foulardtücher, wollene Strümpfe, Spazirstöcke, 700 Cigarten,
ein Terzerol, Vorderblätter mit Gummißdgen, Hammer mit Kueipe,
Zuschneidemesser und zwei paar lederne Sohlen. Von diesen Diebd·
Fählen sind einige mittelst Einbruchs verübt. Was den Briefdieb⸗
tahl anbelangt, so ist nachgewiesen, daß er an 10 Personen hiet
79 Briefmarken verkauft hat, 24 Briefmarken und 63 Briefab⸗
chnitte, die nicht beschrieben waren, fanden sich in seinem goft

(D. A.

4 Speher, 25. Sebt. Seit dem letzten Berichte erkranller
his heute Morgen 9 Uhr an Cholera 10 Personen und starder
3 Personen. Im Ganzen damen nun 95 Erktankungen und 48
Todessälle vor. Die Krankheit trot bisher mit ganz vereinzelten
Ausnahmen eng localisirt auf, woraus sich eine um so höhere JIten—
ität derselben in den niedergelegenen inficirten Staditheilen ergibt
goherer Anordnung zufsige“ wird die ohnehin auf 11 Uh
festge⸗zte Polizeistunde von heute an ganz strenge ee

G 3

f Am 23. d. wurde zu Speyer die erste pfälzische Schub⸗
zusstellung durch den Regielungsossessor v. Roman und den Kreis
chulinspeliot Mail eröffnet. Ersterer hob u. A. hervor, daß dit
segierung auch durch diese Ausstellung bemüht sei, das Schulweser
u heben, indem dadurch die Möglichkeit gegeben sei, die ausge
tellien Schülerarbeiten und Lehrmittei in Vergleich zu sehen, ug
ann das Beste zur Nachahmung und Benützung wählen zu können.
Die zahlreiche Versammlung von Lehrern und anderen Schulfreun

ven nahm diese Rede sehr beifällig auf und schritt dann zur Be
ichtizdung der Ausstillungsobjelte.

Speyer. Auf der hiesgen Schulausstellung sind 27 Schuler
(11 dreiclossige, 2Z zweiclafsige, 12 einclassige und 2 mit nur einer
ildtheilungh mit 363 Schutern durch 5110 Hefte vertreten, wor
ioch 19 Bände Prüfungsschriften und 8 Bände Zeichnungen
ommen. (Pf. 3.)
        <pb n="605" />
        4 In der Nacht zum 21. Sept. stürzie an der Rheinhauser

leberfahrtstelle bei Speier ein mit Bier beladener Wagen in den
dhein. Wagen, Pferd und Fuhrmann ertranken. Die Jammer—⸗
ufe des versinlenden Mannes wurden zwar am jenfeitigen Ufer ge
det, doch das Dunkel der Nacht vereitelte Rettungsversuche. Einige
ztunden unterhalb Rheinhausen wurde das Pferd am Tage darauf
it Vorderwagen aufgefischt; die Leiche des Mannes ist noch nich
efunden.
e F Die Einnahmen des pfaälz Lehrersterbkassevereins betragen
n diefem Rechnungsjahre 3591 fl., die ordentlichen Ausgaben
718 fl. 85 kr., worunter sich 2865 fl. für Unterstützungen befinden.
das Vereinsvermögen hat jezt die Höhe von 17,687 fI. erreicht
ind es konnten deßhalb die Unterstützungen von 150 fl. auf 170
. erhöht werden.

4 Auch das Bezirksamt Bergzabern hat es den Gemeinden
eines Bezirks empfohlen, in Anbetracht der Preissteigerung aller
ebensmittel die Gehalte der Schullehrer, namentlich derer, mit
eren Leistungen man zufrieden ist, zu erhöhen.

f— Die Prüfung zum Einjährige Freiwilligen -Militärdienste,
elche am 24. d. beginnen sollte, ist verschoben und wird in den
rsten Tagen des Oktobers in Neustadt abgehalten werden. An⸗
emeldet haben sich 50 junge Leute.

f In Ludwigshafen wurde am 20. September der Zugführer
ʒchäffer überfahren und getödtet.

Dem Stiadtrath von Kirchheimbolanden wurde dieser Tage
in Regierungsbverw⸗eis wegen zu geringer Betheiligung am Königs⸗
onesdienste zugestellt.

Heideiderg, 238. Sept. Die seit gestern hier tagende Ge—
eralbersammlung des Vereins der deutschen Eisenbahnen ist sebr
ahlreich besucht. Die Sitzungen, an welchen über 150 Vertreter
ou Bahnen theilnehmen, finden im großen Saale dee Museums
att. Eine Brüsseler Fabrik von Eisenbahn Transportmaterias
at die Gelegenheit benütt, vm den Delegirten einen ihrer pracht ⸗
ollen Schlafwagen, wie sie jetzt zwischen Ostende und Berlin
uufen, vor Augen zu führen. Der elbe leistet hinsichtlich Eleganz,
zquemlichkeit und Zwedmäßigkeit das Möglichste. Es befinden
z'darin 16 hübsche, mit Matraße, Teppich und Kissen verjehene
tten, in acht Cabineten le zwei übereinander an einer Wand
ugebracht in derselben Weise, wie in Schiffskajüten. Einzelne
eser Schlafräume werden während des Tages in kleine Boudoirs
erwandelt durch Enfernung der Betten und Aufstellen von Mö-
ein. Auch an el ganten Beleuchtungsvorrichtungen fehlt es darin
icht. Ein solches Lnxusfuhrwerk soll auf eiwa 22,000 fl. zu
—EV
tacen zur Besichtigung nach Wien und von da nach Paris gehen

(Karlsr. 3.)

Straßburg. 20, September. Die Eisenbahnverwaltungen
on Elsaß Lothringen wird von den nächsten Tagen an täglich
inen Extrazug mit Getreide von Belgien nach dem Elsaß be⸗
ztdern, So wird den Mangel an Getreide hoffenilich abge⸗
olfen werden.

fRosa Ehinger, die Busenfreundin der Adele Spizzeder ist
ezt vermaͤhlt. Geheirathet hat sie ihr — Vertheidiger beim
ZpißederProzeß, nämlich Dr. Gutbrod, Rechtskonzipient und kgl
aher. Landwehr⸗Lieutenant.

f Landehut, 23. Sept. Gestern Nachmittkag fiel in dem dritt⸗
nalh Stunden von hier gelegenen Vilssdeim — Schnee!

f—Hirschberg. Auf dem Riesengebitge (Koppe) hat es am
Nontag (22. Sept.) zum ersten Male tüchtig geschneit.

FKoln, 19. Septbr. Von dem Zuclspolizeigerichte wurden
eute 235 jnnge Leute aus dem' hiesigen Gerichtsbezirke, welche
ich innerhalb der letzten 5 Jahre ohne Erlaubniß außerhatb des
Jundesgebietes aufgehalten und sich dadurch dem Eintritt in das
seer entzogen haben, zu je 50 Thlr. (zusammen also 11,750 Thlr.
helduuße und Tragung der Kosten verurtheilt.

Aus Rose (Wesipr.) wird Folgendes berichtet: Ein Mensch
xr den französischen Krieg mitgemacht, hatte am 9. d. M. Sereit
nit seinen Eltern über seine beabsichtigte Verheirathung. Am
bende verweist ihm sein Vater, ein Taglöhner, seine Wohnung
der Sohn geht, kommt aber wieder, schlägt ein Fenster
in, springt in die Stub⸗, schlitzt mit einem Messer
uerst dem Vater, dann der Stiefmutier Ind hernach dem zu Hilfe
ilenden Bauer A. Z. und ouch dessen ältesten Sohne den Bauch
uß wogegen er der Bauernfrau nur cinen Arm auf⸗ und eine
Sehne zerschneidet. Darauf springt der Unmensch in den Stall
xes Befitzerꝛ, zäumt ein Pfernd auf und jagt davon, zu seiner
Mtaut, setzt derselben eine Pistole vor die Brust, um sie zu er⸗
hießen. Durch Dazwischenkunft anderer Leute wird das Mädchen
eretiet, der Wüthende eilt davon, und schweißtriefend ohne Zaum
ind Sattel kommi zunüchst das Pferd zu Hause an, diesem folgt
er Elende. Er außert verwundert: „Das ist wohl schlimm ge⸗
uden, wendet sich an den Bauer mit der Bitte, ihm zu verzeihen
nd sich doch oinen Nrrt hal⸗e au lassen und berschmindet dann wieder

fDie Thuringer Eisenbahnbedarfsgesellschaft hat in Folge
des Sturzes des Thüringer Bankvereins den Concurs angemeldet.

4 Verdun. Als die Deutschen Truppen schon auf dem Marsche
von Verdun nach Etain sich befanden, brach in dem zwischen diesen
deiden Orten gelegenen Dorfe Dieppe Feuer aus. Unter anderen
Personen, weiche zu der Brandstätte eilten, befanden sich auch
nehrere preußische Soldaten. Als sie bei dem brennenden Hause
inlangten, hörten sie, daß sich darin noch eine Wöchnerin befinde,
eren Rettung bis dahin nicht hatte bewerkstelligt werden lönnen.
Ohne langes Besinnen stürzten zwei Soldaten in das brennende
daus und holten mit Mühe und eigener Lebensgefahr die unglüd-
iche Frau mit dem Säugling aus den Flammen. Zur Belohnung
voslte der Bürgermeister des Ortes jedem der braven Soldaten
ine Summe von 70 Franken ertheilen, diese aber weigerten sich,
zas Geschenk anzunehmen; der Bürgermeister aber berichtete dem
Dberbefehlshaber der Occupationsarmee die schoͤne That der
eutschen Soldaten. — Als Gegenstück möge folgende Geschichte
ienen, die sich vor einigen Wochen in Bar le Duc zugetragen hat.
Waährend der Occupation hate sich dort ein deutscher Proviantbeamter
nit der Tochter einer angesehenen einh⸗imischen Familie verlobt
ind es war auch schon das Aufgebot zweimal vollzogea worden,
ils plötzlich die Stadt von den deutschen Truppen geräumt wurd e.
daum hatien letztere die Stadt verlassen, als der einheimifche
Janhagel vor das Haus jener Familie zog und diese mit Worten
ind Thätlichkeiten derart insultirte, daß sie sich genöthigt sah, mit
Zurücklassung ihrer Habe schleunigst nach Deutschland zu flüchten.

Herr Dusautozy Ceibschneider Napoleons 8.) hat sein
drachtbolles Schloß zu Monaco dem kaiserlichen Prinzen vermacht.

4 Die National⸗Regierung von Buenos⸗Aires hat letzthin einen
zuch für diele deutsche Fabrikanten wichtigen Erlaß publizirt. Vom
l. Januar 1874 an sollen nämlich alle dort eingeführten Waaren
nach ihrer Etiquetlte und nicht mehr nach ihrer Qualität tarifirt
verden. Wenn also Hamburger Exporteure fortfahren wollen,
J. B. unverfälschie Pfälzer ˖ Cigarren in Havanna⸗Verpack nu nach
ort zu senden, so wird ihnen zwar Niemand das Vergnügen ver⸗
zieten wollen, wohl aber werden sie dafür zu zahlen haben, denn
die „Pfälzer“, deren Werth im Zollhaus durchschnittlich zu 4 Dol⸗
ars per Mille angenommen wird, werden ihrer Verpackung gemäß
ils Habang angesehen und behufs Verzollung auf vielleicht 100
dollarz geschätzt werden. Unter falscher Flagge segelnde „Pfoͤlzer“
vürden also in diesem Falle fünfundzwanzigmal so viel Zoll zu
ahlen haben, als solche, dir sich nicht mit fremden Federn schmücken.
Zelbstverständlich hat dieser Erlaß nicht ausschließlich auf unser
heimisches Kraut“? Bezug, sondern wie oben gesagt, auf alle
Waaren.

Die Newyorker, welche angeblich in einem Riesen⸗Luftballon
über den atlantischen Ocean nach Europareisen wollten. sitzen
noch ruhig in Newyork. Das Ganze war nichts als Schwindel,
zurch welchen der Eigenthümer des „Daily Graphic“ für sich
Ketftlame machen wollte.

Dienstesnachrichten.

Auf das erledigte Communalrevier Bellheim, Forstamts Speyer, wurde
der Obersörster L. Niederreuter von Pirmasens auf Ansuchen versetzt, und
»er Forstamtsafsistent Th. Meyer in Neustadt a. d H. als Oberfbrfter au
zas Virmasenser Nevier befördert.
Landwirthschaftliches.

Mitgetheilt von der böheren landwiribi“itlichen Lehranstalt in Worms)

Ueber das Blanwerden der Milch berichtet Friedrich Gottschall
ju Hof Neudorf an die höhere landwirthschaftliche Lehranstalt in Worms,
daß er seit mehreren Jahren schon, jedesmal wenn sich das Blauwerden der
Milch in seiner Wirthschaft gezeigt habe, durch das Verabreichen von Lö⸗
wenzahnblättern sowohl im frischen, wie im getrockneten Zustande, diesem so
vielfach vorlommenden und lästigen Uebel gesleuert habe. Da dieses Mittel
öllig neu ist, so thun unsere Landwirthe gut, Notiz davon zu nehmen.

Kartoffelbau und Kalisalze. Zu den mannichfachen günstigen
Urtheilen üuber die Wirkung der Kalisalze auf Kartoffeln sind wir in der
Lage, ein weiteres beizufügen. Es wird urs nätilich von dem Gutspächter
Zarl Glaser auf Louisenhof mitgetheilt, daß er im dorigen Frübjahre auf
inem Felde /5 desselben ungedüngt gelassen habe, ein weiteres 3 rittel mit
chwefelsaurem Kali und das fernere Drittel mit Chlorkali umgedüngt und
— 0
abten Ernte habe es sich nun ergeben, daß da, wo das Feld mit schwefel⸗
aurem Kali gedüngt war, der Ertrag beinahe noch einmal so groß gewesen
ei, als da, wo gar nicht, und um */ höher gewesen sei, als auf dem mit
Tblorkali gedüngten Siücke.
4 Wer eine Annonce hier oder auswärts dveröffentli hen wad
Zeit resp. Geld sparen will, der beauftrage damit die Aunun
een-Expeditiovn von äInasennte in « Vogter in
»ranb furt a. M., deren qusschließliches Geschäft
8oist, Anzeigen in alle Zeitungen d.ex Welt ßilligst zu vermitteln.

S—c4s
Doemen veransfüari n——
        <pb n="606" />
        Bekanntmachungen.
Mobiliar-Versteigerung.
Montag den 6. Oktober l. J., des
Nachmittags um 1 Uhr, zu St. Ingbert,
in feiner Behausung, läßt Metzger Franz
Weisgerber von hier auf Tredit ver
steigern:
1 Kanapee, 1 Chiffonier, 2 vollstün-
dige Betten mit Matrazen, ein neuer
richener Schrank, 1 Pfeilerschränlchen,
1 runder nußbaumner Tisch, 2 tan⸗
nene Tische, 1 Nachttisch, 1 Spiegel,
1 Säulofen, Bilder, Bütten, Züber
und sonftige Hausgeräthe, sodaun
rine Kaut voll Dung.
Aus Auftrag:
L. Bechthold, Geschäftsagent.
Unterm heutigen habe in der Stadt Bt.
Inghert eine Niederlage in
irren
bei Herrn Frauz Buser in der Pfarr⸗
gasse errichtet, woselbst die Cigarren zum
en gros Preise abgegeben werden.
Georgę MAnnhardt.
Eigarren-Fabrikant.
Auaisaerautern.
Beste getrocknete und geschälte
Apfelschnitze
hei

Auf dem freien Platze vor der Gerberei des Herrn Müller
Nur auf kurze Leit hier
Gallerie lebender Junderthiere!
Besonders hervorzuheben ist:
TFumu, der kleinste Hirsch der Welt, 7 Jahre alt, 10 Zoll hoch, vollständi—
ausgewachsen und mit Geweih versehen.
Die Alligatoren, die Nilstrombewohner.
Deborqdin,, die Wunderziege aus Australien mit Menschenarm und Hand,
sowie eine Sammlung lebender Fluß-, See⸗ und Landt hiere.
Zum Schluß:
Fin lebender Seetiger aus dem Gröonländischen Eismeere, schwimmend in
Wasserbassin.
Erntrittspreis: Erwachsene 6Gekr, Kinder 8 kr
Der Besitzer.
—— —— — — — —————— — — —— — —
Frankfurter
Pferde-Markt-Lotterie
mit Genuehmigung hoher Regierung.

Ziehung am 22. Oktober d. J.

Bei dieser Lotterie kommen 9 elegante Equipagen mit 4 und

2 Pferden bespannt; J feiner Schlitten mit 2 Pferden, 60 der
schönsten Reit- und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
deren sehr werthvollen Gewinne zur Vertheilung. Zu dieser allge⸗
mein son beliebten Lotterie versendet der Unterzeichnete Loose inel.
Porto und Epesen bei Uebersendung der resp. Gewinne:
1 Loos für 1 Thlr. 3 Sgr. oder fl. 2. os ̃Ir.

6 Loose.J. —— 12. 15. ——

gegen Einsendung des Betrages oder per Poftvorschuß. Jeder
Theilhaber erhält nach der Ziehung eine Gewinnliste franco und
gratis übersandt durch das Handlungshaus von
MAoh. Gexer in Frankfurt a. M.

— —— Fenr ieter
100 Stück Säcke
sind zu vertaufen bei

Mich. Haas., Bader.
VHanr⸗-Couverts
mit besiebiger Firma bedruckt per 1000
Stück3 Thlr. empfiehlt die Buch⸗ und Stein⸗
druckerei von

N.B. Da in der Regel die Betheiligung bei dieser Lotterie eine ungemein
starle ist, so wolle man Bestellungen baldigü machen, um allen
Wünschen geuügen zu lödanen.
F. X. Demetz.

Frank urter Börne

pvom 25. September 1873.
Preußische Friedri 9 382/5 509/
Vistolen 420- 42
holländische 10 7 2-54
Ducaten . 2.36
205rancb⸗Stücke 223
Inglische Souvert 48- 50
— — αααιν

Brope—
Taveten⸗- und Rouleaur⸗Lager
bei J. B. Ciolina,
vis⸗a⸗via dem Pfälzerhof
Ave i hrii elx en-·
8.

.

7 * * f⸗ —8

9
an Vai n.
Vagers, und, um vollständig zu räumen, verlauß

9
Iqh veranstalte auch dieses Jahr einen
ich zu folgenden herabgesetzten Preisen:
8300 Stuck /. sreshe schweres Leinen, fur Hemden und Bettisiher, 500 Stück dgäg— achtfarbigez Bettzeug, meistens kürkischroth, die
die Elle 12 kr. e 15ñ5 IÜr.
225 Ellen breue grobe Leinen, fur einschläfrige Bettiücher, das 500 Dutzend weiß⸗ rein leinene Damentaschentücher, das Tußend
* voll ftändig Betttuch ohne Raht, fl. 1 45. fi. 2. 30.
3. Ellen breüe grobe Leinen, fur zweischläfrige Betttücher, das voll⸗ Große roihe ECachemires Tischdecken das Stud fl. 1. 45. und
I ständige Betttuch ohne Naht, fl. 2. 24. fl. 2.
200 Siud feines e/. breites schlesisches und böhmisches Leinen, die Elle Große roih⸗ Fachmires Comodedecken. das Stuch fi. J. und
37s bis So ir. . 1. 20.
200 Stud schwere roihe wollene Bettdecken. flr zweisch!äfrige Betten, das ꝛo/ bellem gy ramagirten Vorhangomull mit Bogen, die Elle
Stück 5. 30. . J
200 Stld u wollene Bettdecken, fur zweischlafrige Betten, 800 Stücdk schweren schwarzen Mooretus fur Unterrbde, die Elle
das Stüd fl.4. 18. id/, breiten englischen Waterbroof, mit und ohne Franzen die Elt
bod Einaseen Su süeun. Pferdedecken, d. Sincsi.2830. bin g8. breiten Gigtisch rdof⸗ —A
500 Paar schwere weiße Vietoriadecken mit Fronzen für 2schläfrige ie/, breiten schweren guien Buxkin fur Hosen und ganze Arzüge, die
Betten das eid fi. 2. —. faxtzige fl. 2. 30. 200 5 p Eu⸗ si. 1. 30. und . 2.
8* * i en breit, .1. 30. .2. —-.
100 duhend wenehon üschtucher⸗ 22 Elen bans Glatten, rothen wollenen Unterrockstoff, die Elle 15 kr.
100 Dutz nd Handtücher. die Elle von Gkr. an. h Veinen weißen *4 breiten Mull für Kleider, die Elle 12 kIt. ꝑ
1000 Stück wollene Kleiderstoffe, jur Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter, Cattune, Jaconets, Piquéè, Zwillich, Barchend und Stro
sackleinen zum Fabritpreise.
Musterabschnitte sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post.
Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens besorgt. *
Ronf nicht nach ZWeter, sondern nach alter Elle.
ü——— — — — — — — — — — — — ——— — —
Nehattion. Druck und Verlag von FX. Demesr in Gt Inqabert

—R
gguf mein
        <pb n="607" />
        St. Ingberler Z(nzeiger.
— ⏑⏑—

—
der St. Jnere er Unzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene unterhallungiblatt, mit ver Dienbtagt⸗ —X und Sonntag⸗

Aanmer erlcheint wochentlich viermalt Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntags. Abonnementspreis vierteljahrig 42 Krir. oder
1232 Silbergr. Unzeigen werden mit 4 Krrr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

M 151. Sonntag, den Es. September 118877
Deutfsches Reichh.
Ludwigshafen, 28. Sept. (Pf. Zig.) Gestern und
seute waren dahier die Vertreter der bayerischen Regierung und
ces Reichskanzleramts für Erzielung eines Uebereinkommens, be—
neffend die Herstellung weiterer Eifenbahnverbindungen der Pfal,
nit Elsaß Lothringen, zi sammenge:reten. Wie nir vernehmen, ist
porerst ein Vertrag abgeichlossen worden. welcher die Linie Gex⸗
mersheim⸗Lauterburg⸗Straßburg sicherstellt, wogegen bezüglich der
übtigen in Frage flehenden, Verbindungen demnächst weiter ver⸗
handilt werden sol. . 4—34734
München, 25. Sept. An die Stelle des zum Abpellations
rathe in Staatsministerium der Justiz beförderten Herrn Kastner
ift, mie wir vernehmen, der Staatsanwatt-am oberbahr. Appel⸗
ationsgerichte, Herr Carl Barsch,“ zum⸗ Stadtrichter in München
and an dessen Stelle der Staotsanwalt am. Bezirksgerichte zu
Freisinz, Hett d. Stubenrauch⸗(bela ut durch die gegen ihn von
pfarrer Mahr gerichteten Angriff), zum Staatsanwalt am genann⸗
en Appellationsgerichtz hefördert worden. Die in das Staatsmi⸗
uisterium der Juͤstiz berufene Kommissson zur Berathung der Ge⸗
setentwürfe Aber Vormugdschafte⸗and: Verlassenichuftewestn hutk,
vie wir hören, namentlich den letztgenannten Besetzentwurf wesent
lich adgeändert. Die Kommission wird zur zweiten Lesung ihrer
Beschlüsse am 7. Oktober wieder zusammentreten.

Berrlain, 26. Sept. Der Koͤnig von Italien tritt heute
Abend 10 Uhr vom Gorlitzer Bahnhose die Rückreise nach
Nalien an. * U

Der Präsident des deutschen Reichstages, App Iationsgerichts-
zräsident Dr. Martin Eduard Simson, befindet sich in der Lage,
n diesem Jahre sein 25jäahriges Jubiläuun als Präsident der ge—
ezgebenden Korperschaft des deutshen Reiches seiern zu können.
Dr. Simson wurde im Jahre 1848 von seiner Vaterstadt Königs—
zetg i. Pr. zum Abgeordneten in die deutsche Nationalversamm⸗
lung in Fraptfurt a. M. gewählt. Bei Konstituirung diefer legis⸗
atorischen Aorperschaft wurde er zunächst mit dem Amte eines
Zqriftführers betraut. Am 2. Oktober desselben Jahres wurde
x zum Vicepräsidenten und am 19. Dezember zum Präsidenten
neser erssen gesezgebenden Versammlung Deuischlands gewählt.
In diesem Amie verblieb er bis zu seinem Austritt aus der deutschen
Nationalversammlung, welcher in Folge feiner Erkrankung Ende
Mai 1849 erfolgte, kurz zuvor war er noch fast einstimmig zu
diesem Amte wiedergewählt. Vor seinem Austritt wurde ihm
adch die Ehre zu Theil, als Führer der Deputation der National⸗
versammlung dem Konig Friedrich Wilhelm IV. die Kaiserkrone
anzubieten.

— Am 19. Sept., an welchem Tage der deutsche Kaiser zum
etrsten Molt die Stadt Harburg (Hannover) besuchte, hatten sich
Vereine und Schulen in den Straßen aufgestellt, um Hurrah! zu
rüfen. Hinter den Schulkindern hatten Arbeiter Auffstellung ge⸗
nommen, die ploͤtzlich anhuben, die Marseillaise zu singen. Auf
Beranlassung des nationaltliberalen Rektors Hansen wurden die
Sänger vom Milität in Haft genommen. »5.

Frankreich....

Paris, 24. Sept. Der deutsche Botschafter Graf v. Arnim
ist heute Abend hier eing iroffen. (T. N). —

Wie „La Presse“ meldet, hat der Kriegsminister die Ernen⸗
rungen der Befehlshaber der 18 Armeekorps, in welche das fran⸗
oͤfsche Heer sortau zerfällt, vollzogen. Es sind ernannt worden
iür 1) Ville: General Clinchant; 2) Rouen: Lebrun; 8) Com⸗
)ieque: Moutandon; 4) Le Mans: Deligny; 5) Rennes: Foi⸗
Jeot; 6) Nantes: Lall⸗mand; 7, Tours: de Cissey: 8) Fontaine⸗
dleau: Bataulle; 9) Chalons: Douay; 10) Besancon: Herzog
n Aumale; 11) Bourges: Ducret; 12) Limoges: Lattigues;
d Ciermont: P'card; 14) Grenoble: Vourbacki; 15) Bordeaur:
Aurelles · de Paladine; 16) Toulouse: Salignac⸗Fénelon; 17)
7eicnan: Aymard; 18) Marsetlle: Espivent. — Für das wich
Ae dieser Kommandos gilt dasjenige von Chalons, welches zwei
divisionen Infanterie, zwi Dvisionen Cavallerie und eine Division

Artillerie umfaßt. Man halte dem General Douay als Haupt⸗
juartier das Schloß von Nanch angewiesen; er aber erllärte, daß
treee im Interesse des Dienftez vorziehe, in Chalons und zwar
im Lager selbst, seinen Wohnfitz zu nehmen.. — J
Lüneville, 25. Sept. Das hiesige Gerichtstribunal
nerhandelte heute die Antloge wegen der dekannten Mißhandlung
deutscher Staatsangehötigen. Zwei Angellagte, darunter der Elsässer
Schwarz. wurden der thätlichen Betheiligung überführt und er—⸗
zielten viet, der dritte wegen nachgewiesener Bedrohung? Monal
Befäugniß. Das zahlreich versammelte Auditorium zeigte bei der
rtheilspublitation eine lebhafte Erregung, die Ruhe wurde indeß
nicht gestört. 4
Afien.
Aus Japan, Ende August. Die hohen Sieuern. welche ber
neue Finanzminister aafgelegt hat, haben in mehreren Provinzen

Aufstände zur Folge gehabt. Mehr als 180 Städte und Döorfer
ind ein Raub der Flammen geworden und viele, meist Steuer⸗
beamte, wurden ermordet. Sie scheinen zwar unterdrückt worden
zu seir, ihre Folgen werden aber noch lange verspürt werdeüͤ.
Vermish—

r. Zweibrücken, 20. Sept. (Schwurge'richtsverhandlungen.)
Verhandlung gegen Michael Weyrauch, 24 Jahre alt, Händ⸗
ler von Carlsberg, wegen Körzerderletzung mit tödtlichem Erfolge.

Die Ausstellangen der Anklage sind folgende: Am 3 August war
der Angeklagt, der sich Tags vorher verheirathet hatte, mit seiner
ungen Frau nach Hertlingshausen zur Tanzmusik gegangen. Gegen
2Uhr Nachts machte er sich in betrunkenem Zustande mit seiner
Frau wieder auf den Heimweg. Als sie an der Schulgasse vor⸗
ibergingen, rief ihnen ein gewisser Cart Lorenz, der Sotzn kes
Adjunkten von Hertlingshausen, der mit den Zengen Decker und
Schmitt ebenfalls von dem Tanzboden kam, zu: „Für euch Matzen⸗
berger ist es Zeit, heimzugehen!“ Da der Angeklagte in grober
Weise erwiderte, so griff ihn Lorenz, hierlitzer aufgedracht, an, sie
wurden handgemein und fielen zu Boden. Decker brachte sie zwar
aus inander, aber Lorenz griff gleich wieder an, nahm dem Wey ⸗
rauch seinen Stock ab und schlug ihn damit. Decker riß sie zwar
auseinander, allein Lorenz ließ sich wieder nicht zurückhalten, sondern
zing nochmals auf feinen Gegner los, der ihn mit geöffnetem
Messer erwartete. Zum dritten Male wurden sie haudgemein und
nach wenigen Sekunden stürzte Lorenz mit dem Rufe: „Bruder,
ich bin gestochen, ich muß sterben“, nieder und gab den Geist auf.
Die linke Schenkelschlagader war quer durchschnitten, es erfolgte ein
sofortiger, massenhafter Blutaustritt, und der augenblickliche Tod
war die nothwendige Folge dieser Wunde. Der Angeklagte gab
in der Vorunterfuchung an, er sei stark betrunken gewesen und er⸗
innere sich in Folge dessen nicht mehr an die Einzelheiten; ins-
desondere könne er sich nicht entsinnen, daß er ven seinem Messer
GBebrauch gemacht. Er genießl einen sehr guten Ruf und ist noch
nicht bestraft, während der Getödtete zu Excessen geneigt war.

In heutiger Sitzung machte die Veriheidigung geltend, daß
der Angeklagte sich in Nothwehr befunden habe, jedenfalls aber
lägen mildernde Umstände vor. Das Vorhandensein der letzteren
erkannten auch die Geschworenen durch ihren Wahrspruch an, wo⸗
rauf das Gericht eine dreimonatliche Gesängnißftrafe — das niedersie
Strafmaß — über den Angeklagten verhängte. U

4 Eine Anzahl von Komite⸗Mitgliedern der Glanthalbahn-
und Lauterthalbahn⸗Projektirungs-Geselschaften hat bei einer am 223.
d.in Lauterecken statigehnbten Besprechung sich zu der „achstehenden
krklärnng geeinigt: „Dee unterzeichneten Vertreter haben in ker
jeute dahier stattgehabten Versammlung beschlossen, mit Bezug! aus
hre deßfallsigen beiderseitigen Cingabenan' die⸗ hohe baherije
dammer und Staatsregierung um Gegährung einer Ziasengarantie
zür das zum Bahnbau erforderliche Kapital verit zu erkläsen,
daß die Aus ührung der beiderseitigen Eisenbahnprojetter sowohl für
das ganze Glanthal, wie auch für das Lauferthal mit Abzweigunßz
nach Otterberg in gleich großem Interesse und gerechiem Wunsche
der Bewohner beider Thäler ließst und eine wahre Lebens⸗ und
        <pb n="608" />
        Existenzfrage für dieseben bildet. — Gegenwärtiges soll zu Händen
der Herren Abgeordnetenz welche die Vertretung der bezüglichen
Fingaben Ubernommen, zu gutfindlichem Gebrauche beliefer“ werden.“

Syeyer, 25. Sept. Der Oberinspektor am kgl. Haupt⸗
ollamb, Ludwigshafen,“ Herr Hofreitet wurde von der lgl. Wegie⸗
rung zuͤm Mirglietz des Verwaltungsraths der Pfälzuchen Bahnen
ernannt. * —
F ESpeyer, 26. Sept. Neuerdings erkranklen an der Cholera

s* und ssarben 6 Personen. Im Ganzen haben wir jetzt 100
crkrantungen ünd 49* Todedfülle. (Sp. A.) duuun

4Der von nns todtgemeldete ZugführerSchäffet befindet
iich, wie die „Pf. Post“ schreibt, ganz wohl und munter, und be⸗
zreitet, derselbe die Moͤglichkeit, von einem Zuge überfahren zu
verden, Ider uͤberhaupt gar nicht geht. ————
—FNeiße. Vine ußerst sellsamẽ Verwedhselung ist neulich einer
jungen elsässischen Dame zugestoßen. Dieselbe wollte aus Colmar
nach Reuß am Rheine in ein Engagement reifen. Durch den
Bleichllang der Namen ist sie nach Neisse verslagen worden, wo
e kurz entschlossen, da das Reisegeld knapp geworden war, vor⸗
äufig als Verkäuferin in einer Coudikorei fungirt.

7 Duüsseldorf. In der Nacht zum 28. d. M. gegen 12 Uhr
vwurde eine von der Eller Kirmes kommende Oroschke, indem der

lUebergang über die Bahn nicht geschlossen worden war, von dem
um halb 11 Uhr von Koln abgehenden Personenzuge, Aberfa hren,
vobei 5 Personen, 3 Männer und 2 Frauen, getbdtet und zum
Theil in Stücke zerrissen wurden. Bei der Ankunft des Zudez
hing ein Theil der Droschte und ein Frauenhut noch aufe der Lo—
omotive. Vei den Leichen ist bis jetzt nur der Droschkenkutscher
ecognoscirt worden. Die Pferde, 2 Pony's, blieben unverleßt.

7 Der Scuhmacher Sch. aus Ampen (bei Seest), der be—
chuldigt war, bei der Cernirung von Paris im Jahre 1871 aus
»em Haufe ines. Wurstfabrikanten sich nahezu 40 000 Fred. in
Banknoten widerrechtlich angeeignet zu haben unde dessen Annerion
remden Eigenihums bei dem Versuche, dasselbe zu versilbern, ent⸗
»echt warde, wurde von der Anschuldigung des see freige⸗
prochem aben uegen Untershlagung zu drei MonatenGefangniß
rurthk⸗ilt.

Unzweifelhagt ist das berühmte Buch Dr. Mi-
X aturbeil metbode⸗ das beste und gediegenste Werk,
velches Krauken zur Wiedererlangung ihrer Gesundheit empfohlen
verden kaun. Preis nur 18 kr.; vorräthig in jeder guten Buch—
andlumng.

—
X: L. Demen verantwottlichet Redactenurr.
T ⸗ F n I 3 n A — — Aou. Iughert. * — 5 — — ——
Bekanntmachungen⸗Gefchsä Fehlüu
chungen. Geschaͤfts-Empfehlung.
Unterzeichnetet bringt hiermit zut allgemeinen Kennin:ß, daß er auf hiesigem Platz
nebst seiner Bäckerei eine F J ete gwesich her w5
erxichtet hat, woselbst täglich frijche Kuchen, Mürbes und alle in die Conditorei
inschlagenden Artilel zu haben sind. Bestellungen von Fuchen und Torten aller Ar
verden schrell, gut und billiast ausgeführt. 328. 1
—Wichael Haas.
4 55333 4—3 Mii Bz7——— — —
Einjàhrigeor Militàrdionst.
Das Intermational-Tehrinatitut bereitet beatãndig fũr diese Staais
»rũfung vor und schon sind ũber 150 Zöglinge darin bestanden, und eine. grosse
Anzahi stehen in Vorbereitung. -— Handeltssehule mit gründlieher Erlernun
ler lebenden Sprachen. — Pensionat mit strenger Disciplin: im letzten Schul.
ahre waren daselbst- 180 Pensionâre, von 18 Hauslehrern unterrichtet. Programm
urch die Direction in Bruchsal (Baden) P 817..

. .. 4432532 de e eh
Licitation.

Zamstag den 18. Ot öber 1873,

Nachmittags um 3 Uhr, zu St. Jngbert,
»ei Gastwirth Georg Kleinn, werden auf
Unstehen der stinder und Erben der zu
St. Ingbert verlebten Eheleute Andreas
Fischer, lehend Maurer und Veronika
lein, als: 1. Joseph Fischer, Maurer;
2. Elisabetha Fischen, geverblose Ehefran
von Jakob Ochs, Schmelzarbeiter und des
Letzteren, der eherichen Ermächtigung und
Biutergemeinschaft wegen; 3. Marianna
Fischer, gewerblose Ehefrau von Caspr
Schwarz, Bergmann und des Letzieren, der
helichen Ermaäͤchtigung und Gütrgemein⸗
schaft wegen; 4. Andreas Fischer, Schmelz
arbeiter, 5. Georg Klein, Gastwirth, ale
Bormund der noch minderjährigen Kinder
Barbara, genannt Bäbtl, Dlienstmagd,
p. Barbara, genannk Babel; ec, Catharina
und d. Carolina Fischer, diese drei gewerb⸗
los, welche Minderjährigen den obengenann-
sen Caspar Schwarz, zum Nebenvormunde
haben, all zu St. Ingbert wohnhaft; —
der Untheilbarleit wegen zu Eigenthum
versteigert!:

Pl. Nr. 334 4 334 b 4 Dezm.
Fläche, worauf ein Wohnhaus mit
Stall und Hofraum, sonstigen Zu⸗
hehörden und Pflanzgarten, sowie
U'ho Dezm. oder 2*h0 Ruthen Gar⸗
ten dabei, das Ganze zu St. Ing⸗
bert, unterm Blieskasteler Weg ge—⸗
legen, neben Heinrich Jung und
dudwig Feichtner;

Pl. 333. 3 Dezin. Pflanzgarten,
unterm Blieskasteler Weg, neben
obigem Hause und Ludwig Feichtner;

3. Pl. Nr. 3830.. 48570 Dezm.
Acker, auf Schiffelland, neben Jakob
Dchs und Ladknecht Stief;

Pl. Nr. 3148, 31481,. 74 Dez.
Acker am Schaafkopf, neben Hein⸗
Schmitt und Joseph Wagner.
Alles Bann von St. Ingbert.
cx. M. GHorn, k. Notär.«

A inZürgervereins-Kränzchen.
desollon * Vor o1In. Am Millwoch Abend — bei
Montag, 29. Sepibr. Abends 8 Uhr, Ernusst Conrad.
Beneral⸗Versammlung
imnm Vereins⸗Lokale.
Um zahl reiches Erscheinen bittet
Doer Ausschuß.
Feuerwehr⸗Montag
Peter Weisgerber.

—*X DA MIIe.
Rettungslos siechen Tausende Kranke frub-
zeitig dahin, die, wenn ihnen gehneli vie
riehtigo Hilfe àu Theil gsworden, ihre Ge-
zundheit wiedererhalten hätten. Das be—
ühmte, 160 Seiten starko Buch: „Dr.
iry's Naturheilmethods“ gibt Aen
Cranten einfache bewährte Mittel an die
Aand, um sich selhst die Gesundheit. dlever
adelste irdische Gut, riederzuverschafen unà
dauernd 2u erhalten. — Preis nur ðSyr.
Torrãũthig in jeder guten Buchhandlung.-
degen Freo. Finsendung von 7 FPreimaren
8 xr. wird das Buch sofort freo verandt
durch die Vertuns Anatatt in T.
brrq.

Vesse detrocnete und geschälte
Apfelschnitze
hvei

ei

Fritæ Panzerbieter.
Einladung zum Abonnement
auf die wöchentlich b mal erscheinende
— 7— 4 —
„Saarbrücker Zeitung“
(Auflage 2300 Exemplared
nebst dem

Gratisbeiblatt ,Der Vergmannsfreund“, welches jeden Freitag

ausgegeben wrd.

Abonnementspreis: vierteljährlich durch die Post bezogen 1 Thlr. und incl.
Postbestellgeld 1 Thlr. 3 Sgr. 9 pf.

Anzeigen finden durch die „Saarbrücker Zeitung“, dem verbreitetsten Blatte des
Regierungsdezirles Trier, nicht nnr im hiefsigen und den benachbarten Kreisen, sondern
zuch in Deutsch-Lothringen, wo die Zeitung stark gelesen wird, große Verbteitung und
wird das Blatt so vohl von Behörden als auch von Privaten vielfach und mit Srfolg
jenutzt. Der Insertionspreis beträgt 1 Sgr. 8 Pf. fuür die Petitzeile oder deren Raum.

Saarbrücken. im Sebtember 1828. Die Exrpedition.

4.

Redaltion, Drud und Verlag von F X. Deme z in St. Ingberi.
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

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det St. Fnaberte r Anzeiger (und das niit dem Hauptblatte verbundene unterhaitungsblati, mit der Dienstags⸗, Donnerstagß- und Sonniag⸗
Lummer erscheint wöchentlich Siermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sanntaa. Abonnementspreis vierteliährig 42 Krur. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Arzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
—— — — — —— 2 — — — — — — — — — — — —
3 34 re — — *
8152. * DDienstag, den 80. e teniber 1873
Dentsches Reich. —Eyhydtkubenen (Oftpreußen), 28.. Sept. Der gestern Abend
eidelberg, 26 Sept. Die gestern geschlossen? Gene- 0 Uhr hier eingelaufene Lokalzug sließ mit dem Rangirzug der
we Eisenbahnverwaltung hat ⸗beschlossen, auf Osthahn zusammen. Der Führer des Personenzugs, ein anderer
en 3. Nod, eine außerordentliche Generalversammlung nach Verlin Lokomotivführer und ein Schaffner sind an den erhaltenen Ver—
u berufen. Tagesorduung: Berathung über das vom Reichs- letzungen gestorben. Von den Passagieren wurden mehrere verletzt.
anzler erlassene neus Betriebsreglement. ... 6 Italien....
Frankfurt, 27. Sepi. Friedrich Hecer kam gestern Nach: Triest, 27. Sept. Der hier eingetroffene englische Schooner
aillag auf seiner Reise nach Bremen hier an und stieg im Brüsz „Tantivy“ ist auf der Herfahrt' von Rio de Janeiro bei Cap Gada
eler Hof“ ab. Er besuchte nur eine ihm verwandie und befreun⸗ von spanischen Piraten angefallen worden. Dieselben raubten die
ꝛele Familie und reiste heute Vormittag wieder fort. Ein hiesiges daffeeladung; sie waren mit Piftolen und Messern bewaffnet. Die
yotel hatte zu Ehren seiner Anwesenheit beflaggt. Ohne daß die Bande bestand aus O Mann. (A. z23
bolizei Kenntniß davon gehabt, wurde ihm AÄdends um halb. IIcz England
jhr ein Fadelzug gebracht Dieser sollte ursprünglich vom Roß⸗«London, 24. Sept. Der spanische Dampfer Murillo,
artt aus abgehen; da Die“Polizei jedoch durch die Mensfchen- welcher das Auswandererschiff Norihfleet in den Grund gebohrt und⸗
infammlung aufmerlsam wurde, zersireute man sich wieder und feiger Weise im Stiche gelafsen hatte, ist, obschon bekanntlich in
eng vor das Taunusthor. Dort wurden die Fackeln und La⸗ Cadiz vom spanischen Gericht freigesprochen, gestern, in Dover fest-
rnen angezündet, / und rasch setzte sich detr Zug zum „Brüsseler genommen worden, als er mit Ballast von Calais kommend in
of“ in Bewegung. Hecker erschien“ am Fenster? und dankte in' den Hafen eingelausen war, als ob ihm daselbst Niemand eiwas zu
utzer Rede, in welcher er erwähnte, ein Schritt zum Besseren jei Leide thun könne. Die Küstenpolizei enterte das Schiff und ver⸗
escheden, der innere Ausbau jedoch noch nicht vollendel. (Alserdingsl haftete den Kapitän, der übrigens nicht derselbe ist, welcher gegen
hir find eben darum an der Arbeit, ihn zu vollenden; aber übers die Northfleet anfuhr. Die Verhaftung erfolgte nur, um eine
nie brechen läßt sich das nicht Anmerk. d. R. des Pf. Kur.) Fntschädigung für die durch den Untergang der Norihfleet benach-
Uls die Polizei kam. war die Sache vorüber. Fr. JJ — heiligten Parteien zu erwirien. Der Capilan mußte sich natürlich
Stuttgart, 26. Sepi. Die Stadt Stuttgart erhält ügen, legte jedoch die Sache in die Hände des spanischen Consuls
om Reichsinvalidenfonds ein mit 41/2 pCt. verzinsliches Ansehen n Doder. Der Murillo ankert nun“ unter einer Batiterie, durch
n 6 Millionen Mark. Das betreffende Abkommen Awurde, von nerkwürdigen Zufall gegenüber einem Hause, in welchem die zur
ꝛen städtischen Behörden einstimmig genehmigt. Wittwe gewordene Frau des Capitäns Knowles vom Northfleet,
Straßburg, 26. Sept. Unter großem Zudrange des der in so braver Weise seine Pflicht erfüllte, sich zeiweilig aufhält.
zublikums fanden gestern vor dem Tribunal in Lüneville die Ver—⸗ Spanien.
indlungen über die bekannten ad Deutschen verübten Excesse statt. „Madrid, 28. Sept. Die aus Carthagenaausgelauftnen
s war der Untersuchnng gelungen, drei. Hauptbeschuldigte in Insurgentenschiffe eröffneten gestern Morgens das Feuer auf Ali⸗
inklage zu versetzen, gegen“ welche der Procurator das höchste ante, nachdem die Commañdanten der fremden Kriegsschiffe sich
ztrafmaß beantragte. Ueberhaupt muß man hervorheben, daß sich ür Nichteinmischung entschieden hatten. Das . Bombardement
nesmal die sranzösischen Richtr emer bolslen Parteilosigkeit be· »auerte gegen 7 Stunden. Die Stadt, welche 500 Geschosse,
eißigten.“ Der Prokurator stellte das Verhalten der Lüneviller »arunter Petrolcumbomben, erhielt, vertheidigte sich energisch und
eroͤllerung, iner Polizei und sogar. des, Militärs.schonungslos itt schwer. Viele Hauser wurden zerstört. Nach 12 Uhr wurden
nn den Pranger, so duß öfter Demonstrationen versucht wurden. die Schiffe durch das Feuer aus der Stadt zum Rückzuge gezwungen.
aa Urtheil lautete für zwei der Thäter auf' je 4, für einen der- Der Rumpf des „Mendes Nunez“ und das Verdeck der Numancia“
iben auf 2 Monate Gefängniß. Der Kapitän, defsen muthvosler wurden mehrfach getroffen und beide Schiffe, “ besonders erfteres,
rtervention dis Mißhandelten wahrscheinlich ihr Leben verdanken, rheblich beschädigt.
dielt ein von Mac Mahom unterzeichnetes Belobungeschreiben im
amen der französischen Republik, welches verlesen wurde. — — e r 12ch
)er Bezirkspräsident hat eine Verfügung an die Volksschullehrer F. Zweibrücken, 20. Sept. (Schwurgeeichtsverhandlungen.)
dassen, durch welche dieselben angewiesen werden, vom 1. October Michael, Ullrich, 24 Jahre alt,“? Tagner; von Ruppertsberg, hatte
. J. ab den Unterricht in der frauzösischen Sprache auch in den ich in der heutigen Nuchmittagesitzung wegen zweier Diebstähle im
deren Classen, in denen er bis jetzt noch geduldet war, einzustellen. viederholten Rudfalle und wegen Sachenbeschädigung zu verant⸗
Berlinn, 25. Sept. Eine seit der leßten Reichstagssesfion vorten. Sein Vertheidiger war Hr. Rechtskaudidat Antz.
vert Schwebe gebliebene Angelegenheit: Die Erwirkung freier Das Faktum ist in Kürze folgendes: Am 22. Juli abhin
Aisendahnfahrt für die Reichstagsmitglieder soll demnächst zu all⸗ dahl der Angeklagte dem Andreas Dudenhöfer aus dessen in der
eitiger Befriedigung zun Atschluß kommen.5Sheuer seines ellerlichen Hauses hängenden Weste, waͤhrend deren
Berhin, 27. Sept. Fürst Bismarck ist heute wieder nach Besitzer vom Dreschen ermuͤdet schlief, einen Gelobeutel mit 20kr.
zarzin abgereist. — Der Kaiser reist, morgen nach Baden⸗ Juhalt.“ Aus Rache wegen der deßhalb gemachten Anzeige schnitt
Haden. ... 715 er dann in einem Weinderge Dudephöfer's 8 Rebstocke ad und riß
Berlin, 27. Sepl. Der Kaiser hät, wie wir' vernehmen, aus einem Ackerstücke einen Haufen Dickrüben aus. Hierdurch er⸗
men Besuch in Wien zum 15. Olt. anmelden lassen. vuchs dem Dudenhofer ein Schaden von über 2 Thalern. Am
G(GB. u. H.8.) 5. Augst endlich verübte er den zweiten Diebstohl und zwar zum
Der Feldmarschall von Manteuffel hatte im Hotel des Fuͤrsten Nachtheile des Sohnes des Winzers Hartmann“ in Ruppertsberg)
Alanzler mit demselben eine Conferenz, welche von 10 Uhr velchem er aus dessen im oberen Stode befindlichem Kleiderschrame
2 Uhr Nachts gedauetthaben sol ⸗-Sanr Bernehmen nach ffelbst ein Portemonnaie mit 8 fl. S kt. entwendete. Der An⸗
en die Offiziere und Beamten der Olknpationsarmee eine an⸗ zeklagte war geständig. Urtheil: 2 Jahre Zuchthaus mit Ab—⸗
niche Summe aufgebracht, um dem Feldmarschall Frhrn. v. irkennung der bürgetüchen .Ehrenrechte auf 5 Jahre. ——
goeteuffel einen' kosidaren Degen zu überceichen.Die Ojfiziere — 22. Sept.“ In der Hheutigen Sitzung, welche bis kurz vor
Beamten glaubten ihrem Chef diese Huldigung schuldig sein 10 Ubr Abends dauerte, wurde der des Todtschlagẽ, begangen an
Aüssen, weil er eifrig darguf beda ht gewesenst,, die Lage. der seiner, Frau, van den? Gescworenen unter Annahme mildernder
iziete während der Otlupatiou zu verbesserne. Arnd insbesondere Umstände schuldig gesprochene Johafn Freunscht, 28 Jahre alt,
t die in Deutschland zurückgebliebenen Familien der Beamten Steinbrecher von Secbach beĩ Dürkheim, zu esner Gefängnißstrafe
isam zu sorgen. *. * d bon 6 Jahren verurtheilt. (3w. Zig.)
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        5 Landstuhl, 29. Sept. Gestern Abend um 83 Uhr brachte
der 22jährige Peter Herbst von Mackenbach seiner Geliebten
Flisabetha Dick von Oberarnbach auf der Ortsstraße daselbst einen
cZchnitt in die Kehle bei, in Folge dessen der Tod sofort eintrat
Als die Gendarmerie den Thäter in Mackenbach abholen wollte,
»odtete er fsich in seiner Wohnung durch einen Terzerolschuß in den
Mund. Motiv soll Streitigkeit gewesen sein.

f Vor dem Polizeigericht Grünstadt wurden vergangene Woche
24 Sonntagsschüler und Schülerinnen aus Ebertsheim wegen Be⸗
suches einer Tanzmusik mit je 2 Tagen Arreft bestraft.

f Mannheim, 23. Sept. Am Montag Abend ging ein
Beldeinsammler der hiesigen Güterbestätterei mit etwa 78— 790 fl.
nach Hause. Unterwegs, mitten in der Stadt, wurde er von
inem Individuum angefallen, erhielt einen Stich durch die rechte
Hand und wurde seiner ganzen Baarschaft beraubt. Der Thaͤter
soll ein hiefiger Kutscher sein. (B. L.3.)

fF Mannheim. 28. Sept. Auf den Planken haben die Ka⸗
stanienbdäume frisches Laub und zweite Blüthen, letztere allerdings
merklich kleiner als die ersten.

f Am Sonntag früh verließen drei Maädchen in Mainz im
Aller von 10, 8 und 6 Jahten das väterliche Haus; sie find bis
jur Stunde noch nicht zurüdgelehrt und ist allen Nachforschungen
sum Trot noch leine Spur von ihnen aufgefunden.

F Aus Straßburg, 24. Sept. Belannilich heißen für einen
guten Theil der hiesigen Bedolkerung alle Eingeborene Deutschlands
jursweg „Schwobe“, d. h. Schwaben. Eine ergoößliche Anwendung
dieser Terminologie hörten wir lürzlich von einem Dienstmädchen.
veiches, im Dienst einer deutschen Beamtenfamilie befindlich, die
Zinder spaziren führte und don einer Kollegin also angeredet
vurde: „Was! Du dienfst bei den Schwoben, und sprichft auch
gar noch „schwobisch“ mit den Kindern?“ — ‚‚Was soll ich
nachen“, lautele die Antwort, „sie könne jo net diisch!“

p Straßburg. Es ist gelungen, die Individuen, welche die
Baslesung des hiesigen Stadttheaters durchfeilten, um das Haus
in Brand zu stecken, ausfindig zu machen und zu inhaftiren. Es
nd zwei Elsässer und ein Franzofe.

7 Berlin. 27. Sept. Louise Mühlbach (ddie belannte frucht⸗

are Romanschrififtillerin, Frau des Professors Mundt) ist geslern
Mittag verschieden.

f* GMoltke auf den Kameel.) Bei der Anwesenheit deg
Brafen Moltke in Bremerhafen wurde derselbe auch zur Befichtigung
)es nach ihm von dem Norddeutschen Lloyd , Feldmarschall Molite⸗
zetauften Dampfers eingeladen. Die Wande der ersten Cajüte dez
dampfers schmücken Bilder aus dem Leben des berühmten Stra—
egen. Man zeigte ihm auch diese Bilder. Eines derselben ftellt
nuch die Orientreise des Feldmarschalla dar, ihn selbst auf einem
dameele reitend. Lachelnd bemerkie Moltle: „Das muß wohl
ein Druckfehler sein; ich habe nie auf einem Kameele gesessen.“

Leipzig, 26. Septbr. Der Schriftsteller Roderich Benediz
ist heute Mittag, 61 Jahre alt, nach langem Arankenlager ver
chieden.

Der Fremdenbesuch der Wiener Weltausstellung hat fich, wie
die „Trib.“ mittheilt, seit den letzten Tagen so gehäuft, daß in
einem Hotel ein Unterkommen zu finden ist. Die Ausstellungt
zebäude werden bekanntlich nach dem Schlusst der Ausftellung ab⸗
jetragen, nur die Rotunde bleibt stehen. In derselben soll in
nüchsten Mai ein Monstre Turnier abgehalten werden, an welchem
sich 1200 Rener in Costümen betheiligen werden.

F Freiburg (Schweij). Der ‚Confedere“? berichtet aus der
Stadt Freiburg das fast unglaubliche Faltum, daß ein Reservif
der wegen eines Disciplinarvergehens 3 Tage Arrest bekommen
jatte — eilf Tage in Gefangniß zurückbehalten wurde, angeblich
weil man ihn vergessen hatte! Unterdessen sei dem Unglücdlichen
ein Kind gestorben, das er nicht einmal mehr sehen und vuch nicht
sur leßzten Ruhestätte begleiten konnte.

F amen. Bei der Prüufung,
welche diesen Monat vor der Militärprüfungs Commisfion in Carla—
ruhe für den einjährigen Militärdienst stattgefunden hat, sind von
24 im Internativnal⸗Lebrinstitut zu Bruchsal vorbe
zeiteten Candidaten 16 bestanden, so daß schon 167 Zöglinge
dieser Anfstalt diese Prüfung glüchlich abgelegt haben. F. 8986.)
.Temet, verantwortlicher Redacteur.
Bekanntmachungen.
Freiwillige
Feuerwehr.
tontag den 6. O.

»ber 1873, Nachmit⸗
qs 4 Uhr,
tü bung.
St. Ingbert, den 28. September 1878.
Das Commando.
In dern —1i⸗eigerichts⸗Gefängniß
dahier wird Holz zum Kleinmachen
angenommen. —
Von einer ruhigen Familie wird bis
OSIL. November ein
braves Mädchen
zesucht. Wo? sagt die Expedition
dieses Blattes.
Unterm heutigen habe in der Stadt St.
Inghert eine Niederlage in
—s[
bei Herrn Franz Buser in der Pfarr⸗
gasse errichtet, woselbst die Cigarren zum
n gros Preise abgegeben werden.
Georg Mannhardt.,
*F CigarrenFabrikant.
—EIXELXO

r. Anghbert.
Geschaͤfts⸗ Empfehlung.
Unterzeichneter bringt hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß er auf hiesigem Plaße
nebst seiner Bäckerei eine
Conditoreã
errichtet hat, woselbst täglich frijsche Kuchen, Mürbes und alle in die Conditorei
einschlagenden Artilel zu haben sind. Bestellungen von Kuchen und Torten aller Au
verden schnell, gut und billigst ausgeführt.
Michael! Haas.
— —
Frankfurter
Pferde-Markt-Lotterie
mit Genehmigung hoher Regierung.
Ziehung am 22. Oktober d. J.
Bei dieser Lotterie kommen 9 elegante Equipagen mit 4 und
2 Pferden bespannt, 1 feiner Schlitten mit 2 Pferden, 60 der
schönsten Reit- und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
deren sehr werthvollen Gewinne zur Vertheilung. Zu dieser allge⸗
mein so beliebten Lotterie versendet der Unterzeichnete Loose incl.
Porto und Spesen bei Uebersendung der resp. Gewinne:
1 Loos für J Thlr. 5 Sgr. oder fl. 2. os kr.
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gegen Einsendung des Betrages oder per Posworschuß. Jeder
Theilhaber erhält nach der Ziehung eine Gewinnliste franco und
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nit beliebiger Firma bedruct per 1000
Ztück 3 Thlr. empfiehlt die Vuch⸗ und Stein⸗
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seræav —ια: Iiινν
aregerr fur das Konigreteh
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N.B. Da in der Regel die Betheiligung bei dieser Lotterie eine ungemein
statke ist, so wolle man Beflellungen baldigst machen, um allen
Wunschen genügen zu lonnen.

— — — — 2 — —

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8
Redaltion, Druck und Verlag don J X. Demeß in St. Ingbert
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        — 322358
233 —2 5382 28288
—D 5322533582337
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3532525833 255 56383373* 535532s855555-25333 335*
— 3328 —A — —— 35525* —z23 38 2352
355323* 55 — 334825 282 32— 2688 535332 3227* 533
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3252 722. —33—34 — 23223226 * 5533 23838
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3533 —— 223533383222538 52
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258* *287 —A A 523—33238 2225832 5 28
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538 2 28.22 —* 38 583. * — 2* * * 22
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1337353332 JJ
5205 532* 5258— 52830 3232 * * * 32525332 52
32 22 3335752323327 — 232—5583
3338338 —— 36 — — 38
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S 2225 33323338 E — 5* 95—
5233 23558338 —A 3385357338 —8
333 3332333 —— 3528 25353238
333838 ã 55235423337
55 28
X 2 —— 53 2 3* 5 25 3
73.333 —S— 23 3 23 35333338* 555825 7*
2323 — 33 z3332537 7327 5335628
2 — 223 * — — BG,ꝛ ,,,,, , —
53353 53333273823 —AA——————
443537 — 3338 3533553235335*
38 2 — *cz —
2 8 338323 28 *
* 535533353358 357 —— —
— —A—— 53333323538 zag —— —
2535 5532353 —— 55338 952 5*333537
275 — 8 —X— n5 223B325227 — 8— — *
— 2 — 575 2388 —538 ——
3 asera
328 —— 35 —A—
2 35 52 252 2 —— 55 *2538
2 a⸗ , * 5* 2
525 382 —
522 23835 —A— ——— — 5323 2 33
358 * 2 223288* 35253 33233 —A—
v 82538 235742 a3852 28 2 552558
5 2 * *5 5* *
—— » 533222357 —2233333 —3235 *
⁊ —A——— ——— — 8 2355 532538
350 —— *5 585ẽ 3 2 *2249 2 28328
* 323 * 5 2 2332 —A —A —
3528 733 —A 7335355 — —
Z5 389 253335333s5* 2 2* 22332
“92 — —28 — 38332* — z3zẽ83368 *523
* * 5 *5c8 2533 * 22 223 * —
55 283*65 *322* 23355 533322 7323 523*
5s5303 8** 22553582
25323. 2* 52— 32 35 3233354 823828 2**5 22
B 858 252 XX 28288 27 E 58 —5EAES
— 5—5323 x82853 5353225332 35 888 —
25845 A 32335532* 383333333258 —
* 2
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— 2
* 22*8 — — 55353523235
23232 2333555352
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72232.523
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2 2533
s—282238

r 3883

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5532288

22 2 5353
235. 33
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2358353

5 23

* 2383

*3 832.8
383353
a8338

3 222 2
2773
53778

52. 2. æà 35

—
— —

*
5328728
325323
57 2 3ã
—
273 38
4253253835
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325832385
7 * 2
8322. 326
*72 2223
— 4 —
1252 5338
——

5 82 55
— — 34
3 2338
2 2225
—2 22 .* 78
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— 7 23
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22238
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2* 53
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        Of Inaberler Amzeiger.
J 3 M. X 2 M047
0 * —R
— J neαx AιäNgre x und das mit dem Hauptdlatte verhundent Unterhaltungsdlatt, mit drt Dienstagt- Dounerttags⸗ und Sonniqgo⸗
—ää wner satag⸗ Sa msotast und Sonmutqg. Asonnementspreis vierteljahrig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4*Krzr. die dreispaltige Zeile Blatischrift oder deren Raum berechnet.
— — —— — —— — — g p BüsüAPVUmun üPv…pApœpĩQü eÚbp crppg pÛᷣaÛ uÿÛIuÇÛAÈa”““ÔÚnunscÔ.Blli
— J———— 4h 75
—ööν Donunerstag. den 2. Oetober 13873
1Deutsches Reich.

Mänchen, 29. Septe Im Auftrage der bayerlschen Re⸗
exung werden von Brüsseler Waffenfabriken die zur Neubewaffnnng
Gendarmerie erforderlichen 3000 kurzen Bajounettgewehre mit
Frder jchem⸗ Berfchlußmechanismus!heryestellt; die Anlertigung
safort zu beginnen und: ist sopieß wie möglich zu beschleunigen;
ie feriigen Gewehre siud partienweise einzuschicken und werden
im nach genauer. Unersuchunge andien Wendarmerie «Manns chaft
gegeben. SFür: den: Mobilmachumgsfal der bayerischen Armee
ine Feldgendarmerieabtheilung, von 145. berittenen Mann ⸗
aften aufgesiellt zu werden; da die betreffenden Offiziere, Unter⸗
iiere und Gendarmen' schon. im- Frieden ˖ designir sind kann die
stellung diefer Abtheilung dem Wobilifirungsbefehle unmittelbar
eigen. (Fr. Kur.) 4 .

Meß, 25. Sept.“ Die „Metzer Zeikung“ schreibt: „In der
tzien Zeil kamen fast täglich junge Soldaten in völliger Aus
cung über die französische Grenze und weldeten sich dei der hie⸗
gen Militarbehörde. Es sind dies Reichsländer, welche eine kurzt
Jeit in der französischen Armee gedient haben und aus verschiede⸗
n Gründen fahnenflüchtig wurden. Vor allen Dingen will den
saten die 5. Jahre: dauernde Deenstzeit niht gefallen, noch viel
egniger aber die gemachte mißliche Ecfahrung, daß. trotz der
Iyfer, welche sie Frankreich durh ihre Option brachten, ihnen oft
see germanische Abkunft vorgeworfen und eine sehr stiefmüt ·
eliche Behandlung ihnen gzu Theil wurde sowie, daß man
en dielen. gemachten Verfptechungen“die That niemals solgen
sei wollte. I

adenBaden, 29. Sept. Heute Nachmittag 293 Phr
raf Kaiser Wilhelm hier ein. Die Fahrt von Berlin hierher per
ztirazug hafte 15. Stunden gedauert. Der Kaiser nahm sein
iͤste gquartier im Meßmerschen Haus, wo die Kaiserin seiner
arrte, Abends fuhr der Kaiser wieder zum Babnhof, um den
zroßh rzog und die Großherzogin von Baden zu empfangen, die
am Wejuch der kaiserl. Majestäten von Mainau kamen.“

Frankreich. a

Paris,. 27. Sept. Marschall. Bazaine ist gestern, von
mer 30 Mann ssarken Infanterieabtheilung bededt, nach; dem
hloß Trianon gebracht worden, wo die kriegsgerichtliche Verhand⸗
ung gegen. ihn vor sich gehen soll. Im Wajgen saßen bei ihm
e Dbersten Vilette und Lutcioni, ersierer sein Adjutant, letzterer
in Rahter, Der General bewohnt zwej. Zimmer im ersten Stock
(3 Schlosses, die sehr einfach möblirt fiad, Bor dem Scloß
rhen bei Tag 8 bei Nacht 10 Schildwachen;“ die unterirdischen
jaͤnge, welche es mit Grand-Trianon verbinden, wurden vermauert;
sachiz ist die ganze Umgebung hell erleuchtet, um einen etwaien
luchtversuch zu hiudern. ; 3.

— Der Beschluß, welcher den Marsqhall. Bazaine vor das
triegsgericht Pellie und der nach der Eröffnung der gerichtlichen
serhandlung vorgetragen werden wird, laulet

Hr. Bozaine (Ffargois. Achille, Marschall boi Frontreich
angeklagt, am 28. Oklober 1870 1) mit dem Feinde kapitulirt
ad den Ptatz Mih, über welchen er das Oberkommando hatte,
bdergeben zu haben, bevor er ade Vertheidigungsmittel, die ihm
ar Verfügung standen, erschöpft und Alles gethan hatte, was
e Ehre und Pflicht ihm vorscrieb; 2) als Oberbefehlshaber der
stmee in offenem Felde eine Kapitulation unterzeichnet zu haben,
Folge deren seine Truppen die Waffen streckten z. nicht Alles,
zas ihm die Pflicht und die Ehre vorschrich, gethan zu haben,
se er mündlich und schriftlich unterhaudelte; Verbrechen, vorgesehen
nden Artikeln 209 und 210 des Militärstrafgesetzbuches. die auf
lige Verbrechen Todesstrafe mit militärischer Degradation setzen.
araufhin ist er vor das erste Kriegsgericht des exsten Militasbe—
als verwiesen.
Epanien ···.. —

Tastelar geht scharf, vor, und schont jelbst seine Freunde
weun sie Ahm Schwierigleitenbereiten wollen. Die Linke
Cortes hatte am 29. Sepiember ein Mam'fest veröffeutlicht;

über den Inhallt ist noch nichts bekannt; der Telegraph meldet
iber, daß am 830. dasselbe mit Beschlag belegt wurde. — In
Barcelona wurde ein Freiwilligen-Bataillon, welches sich wider⸗
penstig zeizte, aufgelöostt. .

In der: Nähe von Carihagena hat das Einverftändniß zwischen
dem Insurgenten⸗ Comitse und den Caruistenführern in Andalufien
nehrere Carlistenbanden veranlaßt, sich dem spanischen Belagerungs⸗
ager zu nähern. General Campos. mußte Truppen? absendem. um
ine: separotistische Echebung in, Liria zu Verhindern und eine car⸗
stische Verschwörung in dem von Carlisteubanden bedrohten Ori⸗
zunda im Keime zu erstiden. Caxristische Berichte melden, daß
000. Carlisten unler Cucala, Sandos und Mir in Liria, einer
aicht weit von Valencia gelegenen Stadt, eingedrungen finde ewo
e ein Wafferdepot errichteten. Später theilten sie sich, und wäh⸗
ꝛend eine Colonne in den Provinzeu Contributionen auferlegte,
Recruten anwarb und Pferde mit Beschlag belegte, elablirte sich
nie andere in der Maesttazzo. Eine laruistische Verschwörung- ist
auch in; Toledo entdeckt worden.“ Die Carlistenführer von Liria
jaben sich bis auf fünf Meilen Valencia geuähert, wo große Auf-
egung vorherrscht. Bis jetzt sind sie auf keinen Widerstand, ge⸗
toßen. . Die Insurgenten von Carthagena fabricirten große Silber⸗
nünzen im Werthe von vier Schillingen. Eine Seite trägt die
Umfchrift: „Carthagena belagert von den Centralisten.“ Im- Centrum
hefiaden sich die Worte: „September 1873.“ Auf der Kehrseite
liest man: „Jünf Pesetas, Revolution“; im Centrum: „Cantonal.“

gα

—
SuInzvber!, J1. Olt. Am Donnerstag vorige Woche
list zfe · der⸗ 78jãhrige· Ackerer Karl Sch affer in Hassel von
inem geladenen Ohmetwagen derart unglücklich herunter, daß
erselbe in Folge dieses Sturzes am Montag gestorben ist.

7 Zweibrücken, 1. Olt. Das Schwurgericht der Pfalz sür
das 4. Quartal 1873 wird am Montag den 1. Dez. d. J. hier
eröffnet werdeu; das Präsidium desselben ist dem kgl. Appellations ·
zerichtsrath Hrn. Ludwig Alois Molitor überiragen.

F7 Aus der Pfalz, 80 Sept, Die Anfstellungsprüfung für den
Dduͤnst der Pfälzischen Bahnen findet am 11. November in Lud⸗
wigshafen statt.

Die konigl. Regierung hal den untkergebenen Behörden den
streugsten Vollzug der die Victualienpolizei belreffenden Maßnahmen
eingeschärft.

7 Vom 1. Okt. de. Is. an beträgt die Tare für Briefe und
Posttarten nach Schweden, Portugal und Spanien nunmehr 9 tr.
Drudsachen und Waarenproben 8 kr.

Strabburg. Die Nachricht, es seien die Individuen, welche
die Gasleitung im Straßburger Thealer deschädigten, um den
Brand des Theaters herbeizuführen, verhaftet worden, hat sich als
unrichtig herausgestellt.

7

*

a4u A2chaliches.
(Mitgetheilt von der höheren land wirthschastlichen Lehranstalt in Worms.)

Erntebericht. Die Nachrichten über den Aussall der Kartoffeln lauten
nus den meisten Gegenden gut. So wird namentlich aus Franken mitgetheilt,
aß man sich seit einer langen Reihe von Jahren eines so reichen Kartoffel⸗
rtrags nicht zu erfreuen gehabt habe, als heuer. Tazu kommen, daß die
dartosfeln, srei von Nachwuchs eine große Widerstandsfähigkeit gegen Fäulniß
u besitzen scheinen. Auch aus dem dadischen Oberlande, der Pfalz, CEisaß-
zothringen, Rheinpreußen und Westphalen bis hinunter nach Holland wird
‚Unstig über den Ausfall der Kartoffelernte berichiet. Ungünstigẽe Nachrichten
us andern Theilen Deutschlands sind nicht in Umlauf gelommen, ebenso wie
inch vom Auslande her Klagen noch nicht laut geworden sind. Unßemein
derschieden lauten die Berichte über den Ausfall der Obsternte. Wahrend in
»en Rheingegenden der Obstertrag vielfach geradezu als Null erfcheint, sind
indere Gegenden. z. B. die Wetterau, Thüringen, Sachsen und Franken
eichlich mit Obst gejegnet. Auch aus den öftlichen Provinzen umd Vändern
auten die Nachrichten befriedigend. Groß ist all zemein die Klage über den
Uusfall det Futterernten. Wenn auch die Fetterrüben, wie es den Auschein
jat, im Allgemeinen einen geringen Ertrag liefern soll:enn dann durjte leicht
er Fall eintreten, daß der kaum wieder einigermaßen cempleitirte Viehlland
nen bedeutenden Ruückschlag erfährt.
— öãBUV VVV V V)VVÜV RRÜVXQAX—2————.. 9 —

F. X. Demez, verantwortlicher Redacteut.
        <pb n="616" />
        Bekanntmachungen.
Mobilien-Versteigerung
Mittwoch den 8. Oktober 1873
Nachmittags 1 Uhr, zu St. Ingbert in
hrem Hause lassen die Kinder und Erbern
der dahier verlebten Eheleute Andreas
—38 gewesener Maurer und Veronike
lein die zum Nachlasse ihrer Eltern ge
Foͤr gen Mobiliargegenstände auf Borg ver⸗
steigern, und zwar:
1 Kuh, U trrächtiges Rind, J halb⸗
zähriges Rind, 1 Ziege, 1 Fuhrwagen
mit Zugehör, 100 Zentner Kartoffeln,
l Kleiderschrank, J Küchenschrank, 2
Betten mit Bettladen, Leintücher
Deckbette und Kissenzügen, 1 Uhr
Fommode, Tisch und Stuͤhle, 2 Kisten
Rüchengeräthe und sonstige Gegen
ftände. *
Soru, !gl. Notar.
Versteigerung.
Dienstag den 21. Oltober 1873, Nach
nittags 2 Uhr. zu Haßloch im Ge
reindehaus, läßt Joh. Valentin Genn

»eimer, Essigfabrilant in Haßloch, weger

eabsichtigten Umzuges unter sehr günfligen

sjedingungen zu Eigenthum versteigern:
Sein zu Haßloch an der Haupt
iraße gelegenes Wohnhaus mit Reben
gebäuden, Scheuer, Stallung, Hofraum
und großem Garten dabei, das Ganze
zin Areal von 61 Decimalen umfaj
send, äußerst günstig gelegen und bis
her zum Betriebe einer Essigsiederei
mit Nudelfubrilat on dienend, wozu
die vollständige, im besten Zustande
defindliche Einrichtung und alle Uten
filien vorhanden sind, die auf Ver—

langen mit abgegeben werden.

Es eignet sich dies Anwesen sowohl zum

Fortbetrieb der Essigfiederei und Nudelfabri⸗

lation, die schon seit langer Zeit mit bestem

Erfolg darin betrieben wird und sich aus⸗

gebreiteter Kundschaft erfreut, wie auch zu
jedem andern Geschäft, namentlich einer

Brauerei oder Gastwirihschast, womit Gar⸗
tenwirthschaft verbunden werden tönnte;
auch würde das Anwesen wegen seiner
Räumlichketten und seiner Nebengebäude
lür einen Oekonomen o er Landwirih sehr
dassend und geeignet sein.

Erfolgt der Zuschlag an einen Steigerer,
der die Essigsiederei und Nudelfabrikation
nicht fortzuführen gedentt, so werden die
kinrichtung und Ulensilien alsbald nach der
Hausversteigerung an einem noch bekannt
zu gebenden Tage ebenfalls versteigett, ins—
besondere 65 — 67 Fuder Lagerfaß ver⸗
schiedener Größe von 1 dis 6 Fuder, oval
und rund, circa 400 Transportfässer, 1
Branntweinkessel, 1J Wagen, die Eintichtung
zur Nudelfabrikation u. s. w.

Bis zum Tage der Versteigerurxg kann
das Anwesen auch aus freier Hand verkauft
werden, auf Verlangen mit oder ohne Ge⸗!
schäfts⸗Einrichtung.

Nähere Auskunft ertheilt der Eigenthlimer
Joh. Valentin Gennheimer seldst.

Hoßloch. den 26. Septenider 1873.

Obéenk. Notär.
Holz-Verkauf
in Königlichen Forsten.
Am 7. Oktober 1873, Vormittage
d Ubr, werden zu St. Johannin de

Restauration Gräff die bei den unten
bezeichneten Schlägen bemerklen Holzer in
leinen Loosen dem meistbietenden Verkaufe
öffentlich ausgesetzt:
Forst Halberg.
Schlag: Halberg, Nr. 12 4.
5 tiefern Bau⸗ und Nutzholzstaͤume, Nr.
26, 63, 77, 78, 81.
1 Raummeter Reiser.
Schlag: Kleiner Stiefel, Nr. 23 4.
7 buchen Bau⸗ und Nutßzbolzstämme, Nr.
38, 41, 42 - 44, 46, 48.
Schlag: Totalität, Jag. 8, 9, 10.
5 fichten Bau⸗ uud Nutzholzstämme, Nr.
48, 51, 52, 175, 181J.
14 tiefern Bause und Nußholzstämme. Nr.
102, 103, 105, 107. 144, 148
151, 196, 198, 199, 200, 201
223.
Schlag: Sengelter, Nr. 18 b.
i82 buchen Bau⸗ und Nutzholzstaäͤmme, excl.
Xr. 1, 38, 89, 47- 48, 64, 66,
69, 77, 81. 84, 94. 98, 99, 101,
103, 104, 107. 109, 111 - 112
122, 125, 135, 141, 145, 149,
185, 195, 219 - 220..
Schlag: Grumbacherhang, Nr. 19.
112 buchen Bau⸗ und Rutzholzstämme
excl. Ne. 123, 159, 178, 192
218, 225, 234, 237, 248, 251
263, 268, 266. 270 - 271, 281
290, 293 - 294, 297.
Raummeter buchen Scheitholz, Nr.
148, 1353. a
Die Steiggelder können im Termine
entrichtet werden.
Saarbrüchen, den 29. Sepieber 1873.
Der Koͤnigl. Oberfoͤrfler:
J. 8.
— Georg,
Oberfoͤrster· Candidat.
Coametique (Bartwichse),
Fleceken-Seise,
XREE
XX
XE
Schachtelchen, Büchsen u. Gläßchen empfiehlt
P. Zen .
2 44 ẽ 4
Künstlicher Vünger
aus der
Landwirthschaftlich chemischen
Fabrik von

Unterm heutigen hat der Unterzeiq
nete seine Funktion als
PolizeiCommissär
hier angetreten. — Das Bureau he.
findet sich im Stadthause ebene—
Erde rechts.
Et. Ingbert, 1. Oktober 1878.
IAriedrich Eckerle in
Wohnungsveränderung.
Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ic
jet in meinem (früher Tüncher Wol'schen
hause im Muhlenech neben Schuhmaqe—
Just wohne.
CaI BSechutæ, Glaser
—
Zahnarzt wr. ILexer
Saarbrücken, Bahnhofstraße 40
Frucht · Brod⸗· Fleisch ⁊e. Preis⸗
der Stadt Zweibrücken v. 2. Olu
Weizen 9 fl. 13 tr., Korn 6 fl. 43 k
Gerste 2reihige. — fi. — kr., Gerste vien
reihige, — fl. — kr. Spelz 6 si. 3
Spelzklern — fl. — tr. Dinkel — J
— ir. Mygqfrucht — fl. — ktr. Hafer
⸗fl. 33 kr. Kartoffeln 1 fl. 12 kr. Her
2 fi. 24 kr. Stroh 1fl. 24 kr. de
Zentner. Weißbrad 1 Kilogr. 24 te,
Kornbrod 8 Kilogr. 383 kr. ditio 2 Kilogr
221r. ditto J Kilogr. 11 kr. Gemischtbrode
Kil. 40 tr. 1I Paar Weck 90 Gramm 2k.
Rindfleisch 1I. Qual. 22 kr. 2. Qual. 20 &amp;
Kalbfleisch 20 kir. Hammelfleisch 22 it
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter 38
ir. pet Pfurd.
n, 30. Sepibr. ( Frucht
Mittelpreis. Weizen Offl. 6 kr. Korn
7 fl. — ke. Spelzleen 8 fl. 534 tr.
Spelz 6 fl. 16 kr. Gerste 6fl. 32 ir.
Hafer 4 fl. 386 ke. Erbsen 53 l 30k.
Wicken 4 fl. 16 ke. Linsen 5 fl. 27 tr.
leesamen — fl. — ke. — Nernbrod
6 Pfd. 34 kr. Gemischtbrod 3 Pfd. 22kr.
Weißbrod 2 Pfd. 22 Ir. — Heu 1 sl.
36 kr. Kleehen —fl. — kr. Strod ĩ f.I6 ir

Silberne Medaill⸗.
Karlsruhe 1861
kͤhrend. Erwähnung
London 1862
Medaille.
Hamburg 18603.
ẽ? Hrenv. Erwähnung
Mannheim 1863
Medailse.
Kölun 1863.

Silberne Medaille.
Straßburg 1866.
Medaille.
Seuf 1866.
gwei Medaillen.
Paris 1867.
Zilberne Medaille.
Zaarlonis 1867.
zue Medaillen.
arlsruhe 1869

—
Kali und Magnesia⸗Dün-
ger⸗abrik in Staßfurth.
Unter Controle der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchsstationen.
Knochenmehle, roh und gedämpft, **RF
Superphsphate, in ollen Sorien, 92 W
Kali- und Magnesfia Präparate
Ammoniak Superphosphate, als befler Erfat des rothen Peru⸗Guano,
SpezialDünger, fuͤr Rüben, Tabat, Reben. Hopfen, Wiesen ꝛc.

Sammtliche Dilnger werden in altbewährter, vorzüguchfter Qualität uud

unter voller Garautie des Gehaltes geliefert.

Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung seines Inhaltes und der Firma

PBeorg Karl Zimmer im Hannheimn versehen.

Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten.

Wegen allem Naheren beliebe man sich an die Fabrik in Mannheeim oder an

deren bekannte Verkanfslage zu wenden

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— ———
Redaktion, Druck und Verlag don F X De⸗eme⸗ in St Inabert
        <pb n="617" />
        2 0
2 32325 —— —

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2 3** —E 25329 23 —— 327 — 533 — — 2 2*
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33253 333 —3563332838 5*5 33323 3 223538 33
5333 ES3223533 52525882 22 28533 —— 25333333 27
18338 833s353333323533833*35383 533 3553 335336 5
1262 532— 222225 222 * 8253238 832235 — —535525235
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— 555—353252325 8 2 cE2 5*853353 —— 32 2232
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333513557 5522335235333 — — — 5*33332
33835 55353523255 3323338 83533383533233 3335332
—2— 552 8— 283 * 8 2 8 8 * —z33Ek. 72 8
—F —5535 52335752533583 5336 353838383763 72 25
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5— —5 32383*58* 2 5255 5”3083585 — 28 —5—55 3 28
* 5352 232—2 3 35528 2 523* 3282 —57*5 * z23.5 57
523 —5*355 33333 32 B2 5 BE8BES 20
——— 532333335323* 2 23 —
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2355 8235 28252 8— — 333323353 575 55555— 53528 2353
327 533335332 —— 2353— 155233 523
* 2* — 3734 * —*
337 373383338235 83 3333733 8288 3223332 255
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3352363387* 3335333535 3335— 53235755 8585
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5*52255 3z 5322882535 J BR5 2—223 2555 —53 35337
—— —— 5 2 23235 * 8*
3 — 5* 5,5 58 2 — 72 ——— R 2353
22 53332535380 *8 5 3 ——— —533335233338— *
555523585327258 —— z535 —8—53 5332358
8* —E — 2 —A EIS z2553 —23582
——332353535 2335633 323 —25333535*3
2 — 5 — — 7— 2 * 8*
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33 32552355 5355 552358 5355—53535325 555587
2 * —— — 342 — 25232 3 2 5 — 252 717 * 2322
228 5328373 2555 33375 53258 3833*8
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2522 322* —33333 332223 2585388 2323 *228
533 375 33 2 32332 —22535* 2388 252 52328
5 2* e 2* 222 — 2— 22E. * 3 6 23—5 585855 3ca3
22 —— 53338343333335357 28
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JJ * 4195 — ——— —

d5* 9 ⸗ P 1278 2 43 XF
—— — Amzpe inge r. licad das mit dem Hauptdlatte vetbundene nalerhaltungtblath, mit ver Dieustags⸗ Donneretags und Sonua⸗
mmmer apecheict wbchentlich viermal: Dienstag: Donnr ris tag, Sa ins ta g und Somen dag. A⸗onnementspreis vierteljiährig 42 strzr. oder

α 12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blatischrift oder deren Kaum derechnet.
Donnerstag, den 2. Octbble 123873

— — — ⸗ü—

—*
Deutsches Reich.

Münnsch ep, 29. Septe Im Auftrage der 'baherischen Re⸗
zierung werden von Brüsseler Waffenfobriken die zur Neubewaffuung
er Gendarwerie erforderlichen 2000 turzen Bajounettgewehre mit
Herdetschem Vekschlutzmechauisns hergestellt; die Anfertigung
at sofort; zu beginnen und ist soviel, wie moͤglich zu beschleunigen;
ie Fertigen Gewehre. sind partienweise einzuschicken“ und werden
ann ach »genauerd Uutersuchung un die Gendarmerie ⸗Mannschaft
bgegeben. — HIur den PMobilmachungsfal der bayerischen Urmee
at eine Feldgendarmerieabtheilung von 145 Berittenen; Manu⸗
haften aufgestellt zu werden; da die betreffenden Offiziere, Unter⸗
ffizierek? und Gendarmen schon im Frieden designitt isind, kann Die
dufstellung dieser Abtheilung dem Mobilistrungsbefeble unmittelbar
vlgen.IFr. Kur.) J

Mectz, Aß Sept. Die Meher Zatung“ ichreibt: „In der
ezten: Zeil kamen fast käglich junge Soldaten in völliger Aus—
ustung über die französische Grenze und meldeten sich dei det hle⸗
gen Militärbehörde. Es sind dies Reichsländer, welche eine kurze
jeit in der franzoͤsischen Armee gedient haben und aus verschiede⸗
en Gründen fahnenflüchtig wurden. Vor allen Dingen will den
euten die 5.0 Jahre dauernde Deenstzeit ni ht gefallen, noch viel
regniger aber die gemachte mißliche Erfahrung, daß troß der
Opfer⸗ welche sie Frankreich durh ihre Option brachten, ihnen oft
qte germanische Abkunft vorgeworfen und! eine sehr stiefmüt-
erltche Behandtimg ihnen zu Theil wurde, sowie, daß man
en vielen gemachten? Versprechungen die That niemals: folgen
afsen wollte. n

A Nachmittag 214 VPhr
raf Kaiser Wilhelm hiet ein. Die Fahrt von Berlin hierher per
ẽxtrazug hatte 155 Stunden gedauert. Det Kaiser nahm sein
losteigquartier im Meßmerschen Haus, »wo die Kaiserin seiner
arrte. Abends fuhr der Kaiser wieder zum Bahnhof, um den
Htoßh rzog und die Großherzogin von Baden zu empfangen, die
um Besuch der kaiferl. Majestaͤten von Mainan kamen.

Frankreich. —

Parxi 3. 27. Sept. Marschall Bazajne ist gestern, von
iner 50 Mann starken Infantericahtheilung Pededl, Rnach Pem
ↄdloß Trianon gebracht worden, wo die kriegsgerichtliche Verhand⸗
ang gegen ihn vor sich gehen soll. Im. Wazen saßen bei ihm
ie Obersten Vilette und. Luccioni, ersterer sein Adjutant, Letzterer
ein Wächter. Der, General bewohnt zwei Zimmer im ersten Stock
es Schlosses, die sehr einfach möblirt sind. Vor'dem Schloß
tehen bei Tag 8, dei Nacht 12 Schildwaden;/ die unterirdischen
zange, welche es mit Grande Trianon verbinden, wurden vermauert;
dachts ist die ganze Umgebung hell erleuchtet. um einen etwaigen
fluchtverfuch zu hindern. LE:M -.

— Der Bejchhuß, wehcher den Marschall Bajaine vor das
kriegagericht stellte zund der nach der Erbffnung der gerichtlichen
verhandlung vorgetia zen werden wird, lautet: .. ..

He. Bazaiue Fee Achille. Marschall von.Framkreich
tangeklagt, am 2 Oktober 1870 1) mit dem Feinde kapitulirt
id den Platz Mih, über welchen er das Oberkommando hatte,
dergeben zu haben, bevor er alle Vertheidigungsmittil, die ihm
ar Verfügung standen, erschöpft und Alles gethan batle, was
t Ehre und Pflicht ihm vorschrieb; 2) als Oberbefehlshaber der
irmee in offenem Felde eine Kapitulation unterzeichnet zu haben,
a Folge deren seine Truppen die Waffen streckten 33nicht Alles,
as ihm die Pflicht und die Ehre vorschrieb, gethan zu haben,
ge er mündlich und schriftlich unterhandelte; Verbrechen, vorgesehen
a den Artikeln 209 und 210 des Militärstrafgesetzbuches, die auf
Aine Verbrehen Todesstrafe, mit militärischer Degradation setzen.
)araufhin ist er dor das erste Kriegsgericht des, ersten Piililrbe⸗
V derwiesen. I

—c Epanien.

Tastelar geht scharf vor, und schont felbst seine:. Freunde

wenn sie hin · Schwierigkeiten — bereiter woslen. Die Linke
Lortes hatte am 29. Seplember ein Manifeß veröffentlicht;

über den Inhalt ist noch nichts bekannt; der Telegraph meldet
aber, daß am, 30. dasselbe mit Beschlag belegt wurde. — In
Barcelona wurde ein Freiwilligen⸗-Bataillon, welches sich wider⸗
penstig zeigte, aufgelöoshßcß.

In der Nahe von Carthagena hat das Einverftändniß zwischen
»em Insutgenten Comile und den Carlistensührern in Andalufien
nehrere Carlistenbandin veranlaßt, sich dem spanischen Belagerungs-
'ager zu nahern. Gentral Campos. mußte Truppen. absenden, um
ꝛine separatistische Echebung iu, Liria zu verhindern und Aine car⸗
istische Verschwörung id dem von Carlistenbanden bedrohten. Ori⸗
zunda im Keime zu exrstiden. Cariistische Berichte melden, daß
00 Carlisten unler Cucala, Sandos und Mir in Liria, einer
richt weit von Valencia gelegenen Stadt, eingedrungen sind,ee wo
ie ein Waffendepot errichteten. Später iheilten sie sich, und wäh⸗
end eine Colonne in den Provinzen. Contributionen Lauferlegte,
Recruien anwarb und Pferde mit Beschlag belegte, eiablirte sich
die. andere in der Maestrazzo. Eine larlistische Verschwörung isi
auch in Toledo entdeckt worden. Die Carlistenführer von Liria
aben sich bis deuf fünf Meilen Valencia genähert, wo große Auf-
egung vorherrfcht. Bis jetzt sind sie auf keinen Widerftand ge⸗
toßen. Die Jnsurgenten von Carthagena fabricirten große Silber⸗
nünzen im Werthe von vier Schillingen. Eine Seite trägt die
Umschrist: „Carthagena belagert von den Centralisten.“ Im Ceutrum
defiaden sich die Worte: „September 1873.. Auf der Kehrseite
liest man: „Fünf Pesetas, Revolution“; im Centrum: „Cantanal.“

—ñ—N
emira. —

SIn Iberu, I. Olt. Am Domerstag vorige Woche
durgteder 78jahrige Aderet Karl Schaffer in Hassel von
inem deladenen Ohmetwagen derart unglüdlich herunter, daß
)erselbe jn Folge dieses Sturzes am Monlag gestorben ist.
9 Zuerudn 1. Ott. Das Schwurgericht der Pfalz für
sas'4. Quartal 1873 wird am Montag den 1. Dez. d. J. hier
rröffret werden; das Präsidium desselben ist dem kgl. Appellatious -
jerichtsrath Hrn. Ludwig Alois Molitor übertragen. 6
7 Aus der Pfalz, 30 Sept. Die Anstellungsprüfung für den
dienst der Pfälzischen Bahnen findet am 11. Rovember in Lude
vigshafen statt. ees kzee
Ty Die thnigl. Regierung hat den untergebenen Behörden den
trengsten Bollzug der die Vectualienpolizei belreffenden Maßnahmen
ingeschärft. 5 ..

g Vom 1. Okt. ds. Is. anbelrägt die Taxe für Briefe und
Zostdarten' nach Schweden, Portugal und Spanien nunmehr 9 kr.
Dtudsachen und Waarenproben I lh.

31 Straßburg.. Die Nachricht, es seien die Individuen, welche
ꝛie Gableitung im Straßburger Thealer beschädigten, um den
Brand des Theaters herbeizufuͤhren, verhaftet worden, hat sich als
inrichtig herausgestellt.
ane hprcareeoeches.
Mitgetbeill von der höheren landwirthschastlichen Lehranstalt in Worms.)

Erntrbericht. Die Nachrichten Uber den Aussall der Kartoffeln lauten
uus den meissen Gegenden gut. So wird namentlich aus Franten mitgetheilt,
zaß man sich feit einer langen Reihe von Jahren eines reichen Kartoffel⸗
rtragt nicht zu erfreuen gehabt habe, als heuer. Tazu fommen „daß die
dartoffeln, srei von Rachwuchs eine große Widerstandsfähigleit gegen Fäulniß
u besitzen scheinen. Auch aus dem dadischen Oberlande,der Pfalz, Elsaß⸗
Lothringen, Rheinpreußen und Westphaien bis hinunter nach Holland wird
zümstig Uüber den Ausfall der starloffelernte berichtet, Ungünstige Rachrichten
us andern Theilen Deutschlands sind nicht in Umlauf gekommen, ebenso wie
mch vom Auslande her Klagen noch nicht laut geworden sind. Ungemein
erschieden lauten die Berichte Uber den Ausfall der Or sterute. Während in
en Rheingegenden der Obstertrag di erden als Nul erscheint, sind
indere Gegenden, z. B. die Weiterau, hürlingen, Sachsen und Franten
reichlich mit Obst gesegnet. Auch aus den Ytlichen Provinzen und Lindern
auten die Nachrichten befriedigend.Groß ist all jemein die Klage über den
lusfall der Futterernten. Wenn auch die Feltertüben, wie es⸗den Auschein
at, im Allgemeinen einen geringen Ertrag liesern jolllen dann dürfte leicht
er Fall eintreten, daß der kaum wieder einigermaßen completzitte Viehstand
men bedeu⸗rden · Ruckschlag erfabrz

.Demeß, verantwortlicher Redacteu.
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        Bekanntmachungen.
Mobilien-Versteigerung
Mittwoch den 8. Oltober 1873
Nachmittags 1 Uhr, zu St. Ingbert in
jhrem Hause lassen die Kinder und Erben
der dahier verlebten Eheleute Andreas
Fischer, gewesener Maurer und Veronika
Rlein die zum Nachlasse ihrer Eltern ge⸗
cor gen Mobiliargegenstände auf Borg ver⸗
steigern, und zwar:
1 Auh, 1 rächtiges Rind, J halb⸗
jähriges Rind, 1 Ziege, 1 Fuhrwagen
mit Zugehoͤr, 100 Zentner Kartoffeln,
1 Kleiderschrank, 1 Küchenschrank, 2
Beiten mit Bettladen, Leintücher,
Deckbett⸗ und Kissenzügen, 1 Uhr
Commode, Tisch und Stühle, 2 Kisten
süchengeräthe und sonstige Gegen
ftande.
Horn, !gl. Notar.
Verstei
ersteigerung.

Dienstag den 21. Oltober 1873, Rach

nittags 2 Uhr, zu Haßloch im Ge—

neindehaus, laßt Joh. Balentin Geun
peimer, Essigfabrikant in Haßloch, weger
eabsichtigten Umzuges unter sehr günstiger

Jedingungen zu Eigenthum versteigern:

Sein zu Haßloch an der Haupt
straße gelegenes Wohuhaus mit Neben
gebduden, Scheuer, Stallung, Hofraun
und großem Garten dabei, das Ganzt
ein Areal von 61 Decimalen umfas -
jend, aͤußerst günstig gelegen und bis⸗
her zum Betriebe einer Essigsiederet
mit Nudelfubrikat on dienend, wozu
die vollständige, im besten Zustande
befindliche Einrichtung und alle Uten
silien vorhanden sind, die auf Ver—⸗
iangen mit abgegeben werden.

Es eignet fich dies Anwesen sowohl zum
Fortbetrieb der Essigfiederei und Nudelfabri⸗
lation, die schon' seit langer Zeit mit beftem
Erfolg darin betrieben wird und sich aus—
gebreiteter Kundschaft erfreut, wie auch zu
jedem andern Geschäft, namenilich einer
Brauerei oder Gaftwirthschaft, womit Gar⸗
tenwirthschaft verbunden werden könnie;
auch würde das Anwesen wegen seiner
Raäumlichkeiten und seiner Nebengebäude
für einen Oekbonomen o er Landwirth sehr
passend und geeignet sein.

Erfolgt der Zuschlag an einen Steigerer,
der die Essigsiederee und Nudelfabrikation
nicht fortzuführen gedenlt, so werden die
kinrichtung und Utensilien alsbald nach der
Hausversteigerung an einem noch bekannt
zu gebenden Tage ebensalls versteigert, ins⸗
besondere 65 — 67 Fader Lagerfaß ver⸗
schiedener Große von 1 bis 6 Fuder, oval
und rund, circa 400 Transportfässer, 1
Branntweinkefsel, 1 Wagen, die Einrichtung
zur Nudelfabrikation u. s. .

Bis zum Tage der Versteigerurg kann
das Anwesen auch aus freier Hand verkauft
werden, auf Verlangen mit oder ohne Ge⸗
jchäfts⸗Einrichtung.

Naͤhere Anskunft ertheilt der Eigenthüͤmer
Job. Valentin Gennheimer felbst.

Oaßloch. den 26. Septemider 1873.

Obece,. l. Rour.
Holz-Verkauf
in Königlichen Forsten.
Am 7. Oktober 1873, Vormittage
d) Ubr. werden zu Si. Jobann in ve

Restauration Graff die bei den unten
bezeichneten Schlägen bemerlten Hoͤlzer in
kleinen Loosen dem meistbietenden Verkaufe
zIffentlich ausgesetzt:
Forst Halberg⸗
Schlag: Halberg, Nr. 12 a.
b kiefern Baue und Nugzholzstaäͤume, Nr.
26, 63, 77, 78, 81.
1 Raummeter Reiser.
Echlag: Kleiner Stiefel, Nr. 23 4.
7 buchen Bau⸗ und Nutzbolzstämme, Ne.
38, 41, 42 - 44, 46, 48.
Schlag: Totalität, Jag. 8, 9, 10.
5 fichten Bau⸗ uud Nutzholzstämme, Nr
48, 51, 52, 175, 131..
kiefern Bau⸗ und Nußholzstämme. Nr.
102, 103, 105, 107, 144, 148
151, 106, 198, 199, 200, 201
223.
Schlag: Sengelter, Nr. 18 b.
buchen Vau⸗ und Rutzholzstaͤmme, exel
XRr. 1, 38, 39, 47 - 49, 64, 66
69, 77, 81. 84, 94. 98, 99, 107,
103, 104, 107, 109, 111 - 110
122, 125. 135, 141, 145, 149
185, 195, 219 - 220.
Schlag: Grumbacherhang, Nr. 19.
12 duchen Bau⸗ und Rutzholzstamme
excl. Re. 123 159, 179. 192,
218, 225, 234, 237, 248, 251
263, 265, 266. 270 - 271, 281,
290, 293 - 294, 297.
Raummeier buchen Scheithslz, Nr.
148. 1535.
Die Steiggelder koͤnnen im Termene
mtrichtet werden.
Saarbrücken, den 29. Sepieber 1873.
Der Koͤnigl. Oberfoͤrster:
J. B.
—* Geovrqg. J
Oberfoͤrster Cand idat. m
Coametiqueo (Bartwichse),
Fleceken-Sesfe,
MAamncdel-Sei se,
Haurõl.
Pomadle-, in
Schächtelchen, Büchsen u. Gläßchen empfiehll
F. Zepp·
c 4 *
RHustlicher BVungee
aus der
Landwirthschaftlich chemischen
Fabrik von

Unterm heutigen hat der Unterzeich

nete seine Funktion als —
Polizei ·Commissär
hier angetreten. — Das Bureau be.
findet sich im Stadthause ebener

Erde rechts.

Et. Ingbert, 1. Oktober 1873.
Ariedrich Eckerle in
Wohnung verãanderung.
Ich zeige hiermit ergebenst an, daß i
jeßzt in meinem (früher Tüncher —*
dause im Muhlened neben Schuhmachei
Just wohne.
—BR
Zahnarze. AAeyer
Zaarbrücken, Bahnhofftraße A0
Frucht ⸗ 58 Fleisch 22. Preift
der Stadi Twc ücken v. 2. Otn
Weizen 9 fl. 13trx.. Korn 6 fl. 45 h
Gerste Zreihige. — fi. — kr., Gerste vien
reihige. — si. — ir. Spelz 6 fl. 8 k.
Spelzlern — si. — tr. Dinlel — I
— tr. Mijchfrucht — fil. — kr. Hafer
d fl. 38 tr. Kartoffeln 1 fl. 12 kr. Her
2 fil. 24 tir. Stroh 1fl. 24 kr. du
Zentner. Weißbrod 1*3 Kilogr. 24 i6
Kornbrod 3 Kilogr. 33 kr. ditto 2 Kilogr.
221r. ditto 1Kilogr. 11 kr. Gemischtbrod
Kil. 40 Ir. 1 Paar Weck 90 Gramm 2
Rindfleisch 1. Qual. 22 kr. 2. Qual. 20 &amp;
Zalbfleisch 20 kr. Hammelfleisch 22 tr
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter 30
—A
ai 2atex n, 30. Septbr. ( Frucht
Mittelpreis. Weizen 9ffl. 6 kr. NKorr
7 fi. — ir. Spelzlern 8 fl. 54 kr
Spelz 6 fl. 16 kr. Gerste 6 fl. 32 br
Hafer 4 fl. 86 It. Erbsen 5fl 80 kr
Wicken 4 fl. 16 ke. Linsen 5 fl. 27 kit
Kleesamen — fil. — kr. — RKornubrod
6 Pfd. 34 kr. Gemischtbrod 3 Pfd. 22 ir
Weißbrod 2 Pfd. 22 iIr. — Heu Is
36 Ir. Kleeheu —fl. — kr. Strod J H. IG lr

Sil berne Medaill]
Karlsruhe 1861
xkẽᷣ6brenv. Erwähnunc
London 1862.
Medaille.
Hamburg 1803.
?hrenv. Erwähnung
Maunheim 186035
Medaille.
Köoölu 18603.

Silberne Medaille.
Itraßburg 1866.
Medaille.
Senf 1866.
gwei Medailleu.
VBari« 1867.
—A
Saarlon is 1867.
Zwei Medaillen.
Karlsruhe 1869

n
MAnnHe i m.
Kali · und Magnesia⸗Zün⸗
ger⸗Sabrik in Staßfurth.
Unter Controle der landwirthschaftlichen Vereine und Verfuchsstationen.
Lnochenmehle, roh und gedämpft,
ZSuperphsphate, in allen Sorien,
Kali- und Magnesia Präparate,
Ammoniak Superphosphaͤte, als bester Ersaß des rothen Peru⸗Guano,
Spezial·Dünger, für Ruben, Tabdal, Reben. Hopfen, Wiesen ec
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Georg Rarl Timmer In Hannheüm versehen. ——
Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten.
Wegen allem Naheren beliebe man sich an die Fabril in Mannheim oder an
deren bekaunnte Verkaufslafe zu wenden.
—
Redaktion. Druck und Verlag don — Fm r2ä Ss Andbert
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        2 2 ue 22 —XV ⸗⸗ ⸗ 2 — 22 — ⸗ —8 2 2
2 335 53353—32—3533532235 2283 —A———— 2282233 5353 —
255 35535 —73 5 3 32238 53833 53537
—2 * 23 —* — 72 2835 — 37 2 — —2— —5 3*
527 s5533323538 5*353 2—8 5608 7*. ãñ *
38 3 — — —. 5 23 3.3 235333 38 ẽ
27 7 3 8 3— 2 33 33 6
ls ü 3233553 6 383 33
25 525 —355—z335323—5—383533328675 7 *2285 3 22
—A — 532533533 3 2 S * S2232 83 MW 5583
22.5 —A ——— — 233
255z50 753 —* 22335832B38 7 225355 855 55
758 —22223223 —2 5. 2 28 2 2 7 22 ?
3358 32 A 0 x A—22 82 2**
— 2——8—322328 —3585823—5 38 222e6 32 —A 22
7 2 5 55523 53 56z535283 523533 —220 52—58583 533
12222 *2258* * ẽ 35235 23 236 258 2 *
—X * 583z35 33535—3 58*5 83 r * V⏑⏑—— —A 5*
755 36 585533 53233 3323 5*
—23233 3238 5 2s83 223372 283 233338836
* — * 52ISBELELEBES 7z A —227 2833S8 5 2*
5*52232 —53225233 2 3 * — *. —2 —A —2 XA
523235ä —— 285 kx3 —— —* 5z—535 5257523 S2
2 22e 3285553 8 2 82 22 * *5352 * 325 2 22
358 —337 ————333538833—3337 3323—53 58228 —„—32323383 535
2 — *8 *8* * — — —2 — gꝛ
2053 8383533 — 23233322 ——23 37538 225 878—. 7
»5737585868 2323* —
1*3 J — ——
3 v 8 — ä 532 —28 5— 3 —23 * 2 —— — —
33858132533523 32 8 3334583333383
* —5 S * —2 Te 3232 * * 25822
* —2552&amp; 3 52225322 — 5 — 32
——— 252 3 5322 2252236823 8232
5 — 22227 28 322 2 *ẽ 2 32 5
52 6 —
—— 2— 4 —
2 2.3 22 2 222 24 däö 2 82 ·222 2 gn — 2
353s5s2z25 2—335 5 234 335354 253 2333 5353*
348 — —238 28 38 230 23235 7 235533 —325 82
33*55 ——222 538 —283. 32 2822 8 . — 333 325
528 328z5377332 28. s83 338 355 32588 55
5—8. 57*5 52533535 2358 —A e⸗3232322 53573 2
33888 32833388 —— * — 728325 3238
———— 333 “25 — 325833 2 2*4 33 237 23 2 22
8587 33833337852 —s5723333333253 2 773 53333 553
—*72* 589 7— — — —— E 2 —
23238 8* 28 52253 3355253 ——A 23225 5
255523235 — 3527 58 3222 233 27
— — 35323.3233 22325 8 3 7 8 —
* 535 —522 58 ẽre⸗ —A M—— — 52252 22
8553253 522423 ——— 25*85 — 2 2252 ð k ã 282
—— 253 3S— 25 * —3 5 3 57 *
Se⁊ J * 2 * 2
— 52832— 23555 —535 5— 43235358386
—7 55 2557 5 5258 — — —A B2.325 2322
22 ẽ— — —352 ——58 32 —— 832— c3242 r᷑ 82223258 223
255 32253 5 —A 332 — —8 53222 25555 J. 3.3
28333—2 ———583 7523335337 — 22— 25353 8 3332——83 53*
2582 — * ——23. —552 —55 —5B *— 2823283822 2——
333532 —— * 338*
* —258 8,688362 5—5—85832* — 5555551*
— — —— —— 53*. 87383 28 —“E6c c4
23333 3 3 —. 323——
5*833— 3 — ——— 3—
2 —3— 2 —— — 2 d 9
—— 73235 3 c
— ——— —2 — 54 2 — —— —235 5
32 EES E — 58882 **5 56

*2*
— —3535533
5232 8 —
* 355338 2252
———
— 2 5335375 357
—A —— — 35538
¶at
52228 53257 s 25 383
⸗—9 255 5352 323 5 —— *2
2233538 ———— 8 —E *
7 2 x5538 —*25* 5 — 2525 *
3355333 7 288 23 333583 ———
53— — 23 v 7 — — 8 —A
3335555383 —A ẽ8 232 EB23 — 8 *3 585558 — 33
—A 2 55 4 22 5 z1345 —A— 28 — ⸗ 8 2 *
23355833 —— 2* 32 6 * —— —A 28* 5558 53. 38
858 25 —82 —75 8 8 &amp; 335328 *5522 „98228r
8 538 5 52 8 25, 55 55375 O
3535 85 24 v8 5— 8 55553556 555533* 28252
—A 12258 — 27 225 525 2 32333
5 2* —2 42 ——— 9 4 233732 5 —— — 222 —
— — —— 8 8 ———— ——
S 2 T * — 3 — * 0 5
*71 A
7 — 22 B — ν 2 7 25
* 52858* 8¶ 333 25223 —E 3 —A— 2 5 *55 55 3
233 33535 —2 753827745 7 A Z85
ẽ 32 222 23 —— 5233326
2 535 — 8* 52 e8.. * 32 27 8 8 A 5823
8 3 2 5— * 8 s 2 —3 2
28 22 z33 5 73 5335337 55523333 23335 2238
— 232 5338 823 —3 33332225 — — 35 52 —
5385355 538 73238 52 33 232 25 * 52555
5438577377 —— ẽ 88 53233
22 524 — A * 2 252 —8 2* * A 22
22 28 232 8* * ——— —ã
—XAV 823 — 5 252 *23 2 A — —* 82323
325 233338 323 2332 525335335 3332333
532 —A——— — — 3 —2
337 22 333 8 23387 2 —X
2 —A 256 — *5333365* — 2225 5
2752 73432 E2
— 135556333
3553 —— aBz5533 —
3 33
33253 322323
333737535
—
—
— — ⸗— 8*
—2..2 523368
225 25 52 ã S —— —
52 2323328 253538 —————
. 2 — 2 25558
2 5322352 25* 23 53 — 3238.
35858522 25 323535 * 22* 533*8238 55283838
523 3332 as 333883 — 733353,53 35335
236,35532838 —— 3535 22385 533558 —
—— — 2 — 532525 —A5 22 5* — * 58 2
2*8 —2 *—52 8 5 ——
15 323737 — —— — —151553
* —92* —22 giu ———— — 8 2 — —— * —8 * 5 2
59 532238 5 4 5555387 — Se *5z 5*27 —2322
53 —A ——— — 25323 5s274 5553228 5538 8
25 52 — BE F 33 0 —A — —8 —35*532555 5zc5
35878 5 — —— 7* — —A— 522
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—— — * 23 rã — —232 — —
2 8 852553235 * cẽ 552338 53 — B 2 4 — 2255 — 225
28 —A —— 5 * 232 —852 32232 cẽ — 73 29
53758 5225833 23225* —A 58228 —— 2823383
—A 5528 — 23383 232253 3 23228 5342 4 EF A
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—— * 3 2 ——— 5222
22 5 8333375 5235
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        St J ngberler Anzeiger.

2

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e 7ergEt dund dat mit dem dauvidiatle verdundene Unterhaltungkblatt, mii w Vienttaa. Donneratagt⸗ und Sonntag⸗
amer erfcheint wochentlich viermal: Diemstag, Donnerztag, Sambtag und —A Abomementsvrein vierletjahrig 42 Krzr. oder
128 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Kryr. die dreispalliae Zeile Blattschrift odet deren Raum vberehnet:.
* * — J 2 — 77 8
4154. .— SZoms 3 1873

8 5. Deutsches Meich. * — J
Mäünchen, 30. Sept: Vomn 1. Ollober ds. Is. an haben
d bestehrnden 6 Appellationsgerichte dez Konigreiched nach ihren
en (nicht mehr nach den Kreifen) die Bezeichnung: Appella ·
onsgericht in München, Possau. ZIweibrüden. Bamberg, Nürnberg,
lugsburgꝰ und das Dandelsappellationsgericht jür die Pfalz die
zeeichnung: Handelsappellationsgericht in Zweibrücken“ zu führen.
I ün chen. 2. Oll Vom30.. Sepl. auf den 1. Okti.
in Manchen kein Choleraerkranlungs oder Todesfall mehr vor
Knmen. Von ärztlichen Besuchstationeun sind 8 aufgehoben.
zie Verpflichtung der Apotheler, Eis zu halten, ist sistirt.
Mun cheu, 2. Ollobet.Dere bereits festgestellte Budset⸗
intwurf —* nachste Finanzperiode becntragtdier Erhebung der
Reclen· Steuern in · der bisherigen Hoherun iv
gerUin, 28. Sept.' Die von ver Reichzregieruug ange ⸗
coneten Goldankläufe begegnen gegenwärtig auch der Concurtenz
cx standavischen Reg'erungen, welche' bekanntlich ausd die Gold-
htung einzuführen beschlossen haben. Das Einschmelzen der ein⸗
ejogenen preußischen Thalerstücke ist auch bereits angeordnet, und
dird diese Operation in Haniburg und Frankfurt a. Mẽ vor⸗
nommen werden, da die dorligen Silberschmelzereien bereitis den
atauf bezüglichtn Auftrag empfangen haben. Die Summe der
cht schon zum Einschmelzen bestinmiten Thaler wird auf 25 Mil⸗
onen angegeben ꝛ.
geruin, 29. Sepibr. Tie Konferenz, die h'er demnãchst
nammentreten soll, um die Ursachen der Eisenbahnunfälle zu
ntersuchen, wird für ihre Berathungen schätzbares Materlal vor⸗
nden. Das Direktorium des deutschen Lokomotibführervereins hat
enich, wie man der „Wes.⸗Ztg.“ mitlheilt, din Zweigvereinen
r eingehenden Beantwortung die Fragen vorgelegt: ,15 Belches
id die Ursachen der Unsälle und 2) Welches sind die Mittel, um
Beseitigung oder doch Verminderung derselben herbeizuführen?“
Re auf diese Fragen eingehenden Anlworten wird das genannte
ireltorium in einer Denkschrift zusammenstellen und dem preuß.
andeisministerium zur Beförderung an jene Nonferenz übermachen.
xr Beruiner Lokomotivführerverein, welcher aus Mitgliedern aller
et mündenden Bahnen besteht, hat sich nach derselben Quelle!
creits üder die Frogen ausgesprochen und erllärt als Hauptur ·
ichen der Eisenbahnunglücsfälle mängekhafte Beschaff nheit der
zwrede, incorrecte Bedienung der Weichen, unzulängliche Kräfte
ain praltischen Fah betrieb, Als Mittel zur Beseitigung der Un⸗
ile empfiehit der Verein außer den auf Grund der obigen Ant⸗
orten felbfiverständlich zu befürwortenden Maßregeln u. A. schärfer:
—X— Ausbildung dee Staͤtionsbeamten,
ründliche Reform des optischen ESignalwelens, Trennung des
zchafferdienstes vom Bremierdienst bei den Persouenzligen, Tren ⸗
ang von Eisenbahnverwaltung und Bau, Berufung eines Maschi⸗
en⸗ Ingenieurs in das Direliorium, Verwendung nur guken Brenn⸗
aateriais, Verrinzerung der Fahrg schwindigleit, Abschaffung der
ahrprämien, Trennungdes Güterbahnhofes vom Personenbaͤnhof
uf größcren Stutionen.Manche der hier horgeschlagenen Mitiel,
amentlich die drei lehteren entsprechen, durchaus den in 43*
ud Preesse längst ausgesprochenen Wünschen. 4Pl. PP
Berlhin, 30. Sept,n In der naächsten Woche wird man
ut der Ausprägung der neuen Silbezmünzen in weiterem Unfange
orgehen und von da an mit der Ausprägung der Reihs 4 Gold⸗
aimgen pausiren, da vorläufig das erforderliche. Quantam dieser
—EXD———
Berlun, 30. Sept. Es bestcuigt I
Vunsch geäußert hat, dent Korige von Italien in Rom den Be⸗
uch zu erwidern. Es ist jedoch sehr fraglicht, ob in; Anbetracht
»lters des Morärchene und det Sirapaden einer so weiten
iase dieset Wunsch ersünt weiden wird. Der Ktronbprinz hat je⸗
och fest dersptochen, nach Rom nit kommen, und zwar mit seinem
ssen Sodne, „Pour lui montrer moi·même, comme j'aimo
Alje t les Itasiens,“ Mit diesen Worten kündigte er wie

ain itallenischer Gewähtsmann dem Verichterslatter der M. gig.“
xrzaͤhlt. dem Koͤnige seinen Besuch in Rom ab...
Bexnin. Ksnig Viltor Emanuel hat eine Menge fostbarer
Beschenle in Berlin zuruͤdgeiassen. Die Aronprimessin ist von ihm
durch ein Collier von 8 Gemmen, in Brillanten gefaßt, aus⸗
gezeichnel worden, welches ein wahres Xx sein Joll. Auch
den drei Töchtern des Prinzen Friedrich Karl sandte der, Koönig
uinmuttelbar vor seiner Abreise bostbare Brillanten⸗ Hals geschmeide.
Die Galun des ilalienischen Gesandien, Grafen de Launay, erhielt
in aberaus fostbares Armband, auch die Mitslieder der italienischen
Besandischaft erhielten reiche Geschenke. Der Hostheater · Indentani
Hülsen erhielt eine schon gearbeitele, Zeich mit Brillanten besette
Dose. Die CTavaliere, welche mit dem Königin Berührung kamen,
durden ebensalls mit Artigkeiten überhäust, Dem Musilmeister des
aiser Franz Regiments .. dessen Capelle hei dem Diner des Ge-
jaudten die Tafelmusik aufführte, Sard, wurde eine werthvolle Uhr
in Namen des Königs uͤberteicht. —An die zu seiner Bedienung
ommandirten Unterbeamten verihrilte der Koörig nicht weniger als
30 sosibare goldene Uhren, die sämmtlich auf der Kabsel den
samenstag des Gebers mit der Krone, theilweise in Buillanten“
rogen. Die Geldgeschente flossen nicht minder reichlich ·

ge eri in Ddt. Die offiziöse — Vrob. Korr.“ vie im
daufe des Monats erfolgenden Landtagswahlen — co
Die Regierung erachte sich und die Beamten für verpflichtet, jedem
ringriffe in die freieste Wahlbewegung fern zu bleiben, mahne und
zinle aber die Auhänger der Regierung z. wit, allem Eifer in die
Wahlvorbereitungen einzutreten und auf, eine allseitige Wahlbe⸗
heiligung hinzuwirlen. Zunächst rechne die Regierung auf die:
linlerstüßung des preußischen Volkeg im, Kampfe des Staales und
der toniglichen Autoritaͤt gegen ee Anmaßungen und
hHen Troh der röomischen Hierarchie. Ju dieser Beziehung hoffe die
Regierung bei den Wah'en auf die bolle und eifrige Bethätigung
des altpreußischen Patriotismus und deg deutsch nadionalen Bewußt⸗
eins. — Die „Provp.orr.“ schreibt sernet, der bisherige Auf⸗
enihalt des Köngs von Jialien habe die polilischen Bande zwischen
Italien und Deuischland sester geknüpft und die hohe Bedeutung
dieser Verbindung allerseits zu vollenn Bewußlseis gebracht. Ihm
persönlich sei die lebhaste Sympathie des⸗ —XW
ung gesichert. — Die „Prov.⸗Korr.“ bestaͤtigt, daß der Kaiser
imn 13, d. nach Wasen abreist und am 28. v. näch Berlin zu⸗
rücktehrrt. J
Rotemnburg, 80. Ee . Im Prozeß gegen die Hessischen
Zlätter wegen Beltidigung des Kaisers und des Fürslen Bismarck
purde Cabinelssrath Schimmelpfennig in contumaciam zu 6, der
herausgeber Hopf zu 4 Monolen Festung, Redakteur Ellenberger
u 20 Thlr. verurtheiltt

J DV——— Frankreich 3 4 2

Pauiz, 80. Sebn. Ein Brief des Grafen Chambord au
Roderr Benadent, Deputirien des Departements Herault, betlagt die
rebolutioräre Propaganda und sagt, Der Versuch, das Gespenst
es Friegs sowie der Wiederherstelluug des Feudalrechles und des
Zehnten lals Agitationẽmittel gegen die Monarchich herauf zu be⸗
hwören, sei ihöricht und, ein Argument. welches eine ernsthafte
widerung nicht verdiene, Der verßändige Sinn der Bevdlkerung
verde hoffentlich diese unredlichen Umtriche,richtig würdigen. Man
usse an die Hingebung aller ehtlichen Leute auf Grunde der
ozialen Relonstisuitung appelliren. Chambord sagt: „Ich“ bin
ine Partei,bedarfeder Hilfe Aller und Alle bedüürfen Meiner.
Denjenigen, welche die so loyal voll zogene Versohnung des franzde
fischen Königshauses zu enistellen suchen, sagen Si⸗, das einzige
Ziel derselben sei, Frankreich seinen Rang, Jein Glüch, seinen Ruhm
und seine Größe wiederzugebenßß..

Pariuis, 1. Olt. Auf eine Zuschrift des Pariser D putirten
Titard, worin Mac-Mahon um ein Manifest über scine Stellung
zu der künftigen Regierungsform gebeten wurde, beß der Marschall⸗
Praoͤsident durch seinen Generalselretär Harcourt antworten: Mac
Rahon habe viele Zuschriften entgegengesetzten Jahalib empfangen
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        und beschlossen, jede Correspondenz zu vermeiden, die zum Anlaß, Kaiserslautern, 830. Sept. Gestern wunde der Lehbr⸗ und
eioer gefährlichen Polem ik werden könnte. — Uebungskurfus für die Lehrer an gewerblichen Foribitdungsschulen
Paris, 1. Olt. Es geht das Gerücht, die Monarchisten der Pfatz durch den Regierungsrath Scharnderget geschlossen, nach
wollten in der näͤchsten Sißzung der Permanenzkommission den An⸗ dem dieser über die Leiftungen der Lehrer und „Schüler“ sich in
frag stellen, daß die Rationalversammlung auf 15. Oklt. einberufen der anerlennendsten Weise gqaääußert hatte. Am Curs haben in
werde. Man sagt, sie hätten dis Jetzt 300 Unterschriften für die Banzen theilgenommen 24 Lehrer, darunter 6 von Kaiserslautern
Reftauration. (Das ware aber noch nicht genug, da die National. Am stärlsien war der Bezirk Zweidrüden vertrelen. Nachstes Jahr
versammlung üder 700 zählt.) wird der Curs forigesttzi. (3w. 3.)
Englandd.. 7 Nirchheimboiauden. Der Stadtrath hat einstimmig be
London— 29. Sept. Die Verlobung des Prinzen Alfredeschloffen, amtlich gegen —RXD
mit der Großfürstin Marie von Rußland wird nach dem Ritus striren, welches sich über die geringe Betheiligung des Stadtrathe
der griechisch · orthodoxen Kirche in den nächsten Tagen zu Livadia an der lirchlichen Feier des Ramens- und Geburtstages Sr. Maj
gefeierr werden. Die Hochzeit findet im Januar statt. des Koͤnigs mißbilligend geäußert hatte. Der Stadtrath— ist da
— — AUmnficht, daß ein Mangel an Loyalität aus jener Thatsache sig
keineswegs folgern lasse.
Zweibrücen, 23. Sept. (—Schwurgerichts ⸗Verhandlungen.) — F Die Bahn von Kirchheimbolanden nach Alzey wird erst im
Philipp Peter Huber, 42 Jahre alt, Tagner von Hoͤrdt, zuletz nächsten Frühjahr erdffnet werden, da ein großer Damm über
in Mundenheim sich aufhaltend, stand heute unter der Anklage, 4— wintern muß, um völlige Sicherheit zu bieten.
Diedstähle im wiederholten Rückfalle derübt zu haben, vor dem t Speyer 1. Olt. Don mehreren Seiten ist aͤn die konigl
Schwnrgerichte. Die k. Staatsbehörde vertral Hr. k. Staalsan- Regierung der Pfalz die Bine gesteilt worden, es moöge in diecsen
wait Peiri, den Beschuldigten Hr. Rechtskandidat d. Hofenfels. Jahte zum Schutße der Weinbergt die Vertilgung der Staare ge
Am 12. Rob. v. J. wurde der erste jener Diesstähle zum siatiet werden. eit Rüdsicht darauf, doß in diesem Jahrt nur
Nachtheile des Tagners Hiltl verübt und bestand darin, daß dessen in einzelnen Lagen Trauben in größerer Vienge gefunden werden
b si. werther schwarzer Rok, welchen er auf einen Tisch in der und daß demnach zu befürchten ii, es mige durch die in imme
Wirthsstube des Konrad Werner in Mundenheim gelegt hatte, an zrößeren Mengen einfalienden Siaare heuer ein besonders großer
dem der Angeklagte in etwas angetrunkenem Zusiande, den Kopf Schaden verursacht werden, gestattet diejelde, daß bis zum 1. De⸗
auf den Tisch niedergebeugt und scheinbar schlafend, saß, abhanden ember 1. J. das in 8 1 der Verordnung vom 4. Juni 1866
kam. Ehefrau Werner sah den Angellagten mit einem Rode satuirte Verbot des Tödtens von Siaaren für den Regie rungt·
unterm Arme aus dem Zimmer gehen und kheilte es spater dem bezirk der Pfalz außer Kraft irete.
Hiltl mit. Dieser verlangte von Huber am anderen Tage seinen t Die Gemeinde Bornheim wird der Stadt Frankfurt einder⸗
Rock zursick und drohte mit gerichtlicher Anzeige, aber Huber er⸗ leibt. Die Bevdlkerung Frankfurt's erhält dadurch einen Zuwaqhs
klärte, von dem Rocke Nichts zu wissen. Am folgenden Tage jedoch von ca. 8000 Seelen;; U
brachte er denselben dem Schwiegervater Hiltl's mit dem Bemenrlen . Düfseldorf, 23. Sept. Die „D. Z.“ schreibt: Es mehrer
is habe eine Verwechslung stattgefunden, indem er in seinem ange sich in erschredender Weise. die Fälle, in denen die Kreuzungen von
trunlenen Zustande geglaubt habe, er nehme feinen neben fich hin⸗ Straßen und Bahnen auf dem Niveau die Schauplätze schreclicher
gelegien blauen Kitlel mit. Gleiche Angaben machte er auch später Unglückstalle geworden sind. Der Hergang ist einfach; die Bar⸗
bezüglich der Entnendung des Rockes. Weiters stahl der Ange- rieren sind nicht geschlossen und die in gutem Glauben passirenden
getlagte im gleichen Orte am 20. Nov. dem Krämer Münch eine Fuhrwerke werden von dem heranbrausenden Zuge dem Verderben
aͤlberne 14 flwerthe Cylinderuhr und ebendaselbst, in der Nacht überantwortet. Auf diese Weise verloren in dergangener Nacht hiet
bom 12. auf, 13. Dez., der Waisenhauspflegerin Eva Amberg eine auf der Kreuzung der Ellerstraße mit der Könm Biindener Behn
Bans. Zwischen 6 und 8 Uhr Abends, am 10. Februar abhin, durch den von Koöln kommenden Nachtzug 5 Personen ihr Leben.
wurde endlich, nach Ausbrechung eines Breitee, vom Angeklagten Wo die Schuld zu suchen, ob in der Mangelhaftigkeit der Signale
aus dem in der Naähe des Altrheins bei Rheingönnheim ftehenden oder in der Unzuverlässigkeit der Beamten, fäallt hierbei weniget
Rarren des Schäfers Schwaab defsen etwa 40 fl. werthes Bettzeug in's Gewicht, als der Umstand, daß in einem civilisirten Staate
sowie 2 Paar Socken und 1 alte Juppe entwendet. in tausendfacher Wiederholung Einrichtungen nicht nur bestehen,
Unter Annahme von Milderungsgründen beim ersten Dieb. sondern täglich neu angelegt werden, welche, wie die häufigen Un⸗
stahle sprachen die HO. Geschworenen dezüglich der übrigen einfach zlüdsfälle deweisen, eine fortdauernde Todesgefahr für das auf
jhr Schuldig aus, worauf eine 5jahrige Zuchthausstrafe, mit Ab⸗ den Bahnzügen wie Fuhrwerken reisende Publikum enthalten, wir
tlennung der bürcherlichen Ebrenrechte in gleicher Dauer, erfolgte neinen die Niveaukreuzungen. Wenn nor finanzielle Rüdsichten die
— 24. Sept. Verhandlung gegen Michgel Müllet und Mar Beseitigung der Niveaukreuzungen noch aufhalten, so wollen wir
sin Scheuermann von Maudach, angeklagt der dorperlichen Miß doch zu bedenlen geben, daß die Ausfuhrung der zur Abhilfe er⸗
handlung des Schmiedgesellen Johann Theifinger von Rothselberg forderlichen Maßregeln in unserer Zeit mit jedem Monate
mit nachgefolgtem Tode in gemeinschaftilicher Ausführung. Diese theuerer wird. —— J
Verhandlung, welche 2 Tage dauerte, endete damit, daß Beide von Stuttgart, 29. Sept. Gestern wurde in Berg eine inter⸗
den Geschworenen ohne Annahme mildernder Umstäude für schuldig nationale Hundeausstellung eröffnet; sile wird bis 1. Oktober ein⸗
erllärt und in eine Zuqhthausstrafe von je 10 Jahren verur- schließlich geöffnet bleiben. Unter den 200 ausgeftellten Hunden
theilt wurden. find Thiere seltener Schoͤnheit, auch die beiden in der „Garten.
— 26. Sept. Der 19jährige Schreitbgehülfe Karl Lauer iaube“ abgebildeten Hunde, Casar“ und „Juni“. (Schoͤne Bern⸗
bon Kirchheimbolanden war angeklagt, 2 dem kgl. Rentamte Nirch⸗ hardiner und Leonberger Züchtung.)
heindolanden Eade Marz l. Js. vom Acerer Johann Groß von! tKarlarude, 80. Sept. Bei der heutigen Gewinn
Jakobs weiler zur Registricung und Stempelbitirung übergebene zi. hung der badischen 88 fl. Loose fielen: 85000 fl. anf Rt
Acten (Privatlaufact und Vollmacht) mit der Bescheinigung der 294,980, 10,000 fl. auf Nr. 172,218, 3000 fl. auf Nr. 82,8577
Registrirung, resp. Stempelvifirung versehen und die Unterschrift 2000 sl. auf Nr. 142,604, 120,68535, 117,904, 289,412,
„Kgl. Rentamt. J. A. Beder,“ beglaubigt, die Eintraguag jener 285,067, 1000 fl. auf Nr. 101,218, 96,7 11, 294 966 166,557
Urkunden aber unterlassen und die von Groß erhobene Registrirungs 290 0602, 197,881, 149, 464, 313, 1894, 162,205, 289 670,
und Stempelvisirungsgebühr mit 34 fl. 42 kr. nicht abgeliefert 291,462, 142,629.
und im eigenen Nußen verwendet zu haben. Der Angeklagte wurde (Drollige Verwechslung.) Zwei Kaufleate aus Dretden
unter Annahme don Milderungsgründen der Urkundenfälschung für hatten mit einem jungen Baumeister in Berlin mehrere Hypotheken⸗
schuldig erllärt und zu 4 Monaten Gefängniß bestraft. geschäfte entrirt und telegraphitten demselben, er möchte sich au
268. Sept. (Rachmistags.) Barbara Schlegel, 27 Jahre Freitag im D. Hotel einfinden und die drei Instrumente (Hypo⸗
alt, Köchin don Münchberg (Oberfranken), war angeklagt, am 17. heken Instrumenle) mitbhringen. Diese Depesche wurde aber irr⸗
Juli 1. J. der Gastwirthin Margaretha Holländer, Wittwe von hümlich an eine im selben House wohnende Ammenvermietherin
Ferdinand Müller, aus deren Wirhschaft zum Ochsen in Weißen⸗ abgegeben, welche mit dem Baumeifter denselben in Berlin weitoer⸗
durg 3 weiße Schürzen, 1 Mannshemd und 2 alte Leintücher, in breiteten Vatersnamen hat. Frau M. hiest erstaunt, aber derstaͤnd ⸗
Gesammtwerthe von 11 fl. 42 kr., entwendet zu haben. Weiters nißinnig, und pimmt andern Tages drei stramme Ammen mit,
war sie beschuldigt, am 18. Juli den Wirthen Mertz zu Bobenthal mit denen sie vor dem Bette des derwunderten Dresdener erscheint.
und Baherle auf dem St. Germanshofe, und zwar dem Ersteren Die Auflösung, die nun folgte, soll von überaus gewaltsamer
einen 5 fl. werthen Bettüberzug, dem Letzleren 2 Leintücher, 1 Wirlkung ouf die Zwerchfälle gewesen sein.
Tischuch und J Lüstrejäckchen, im Gesammtwerihe von 18 bis 19 Amierikanische Zustände.
fl. gestohlen zu haben. — Die „Vofss. Ztg.“ bringt Briefe aus Amerila, welche ein
Die Angeklagte, eine schon mehrfach bestrafte ütelbeleumun⸗ iemlich dusteres Viid der dorligen Zustände entrollen. In einem
dete Petson, gad die Verübung der Diebstähle zu. Das Urtheil dieser Briefe tritt der Verfasser der Behauptung des englischen
antet auf 2 Jahre Zuchthaus. Belehrten Froud, daß es in Newyorl leine ÄArmen gebe. enigegen
        <pb n="625" />
        ndem er schrelbt Hätte Herr Froud mir seine Gesecschaft auf
inen halben Tag angeboten, ich hätte ihm ein Elend, eine ver⸗
ommene Armuth zeigen wollen, wie sie keine europäische Großstadt,
elbst London und Paris nicht aufzuweisen vermag. Seit dem 1.
ipril bis zum 1. Juli d. J. sind durch die Sanitäts⸗Commission
175 Wohnungen. als für menschliche Mesen untauglich und ge⸗
indheitsgesaͤhrlich durch die Polizei gewaltsam geräumt und die
gewohner mit ihrer nackten Habe auf die nackte Straße gesetzt
‚orden. Die Szenen, die Beschreibung. die über die Lage dieser
inglücklichen in die Oeffentlichkeit dringt, sind haarsträubend und
zntsetzen erregend. In einem Keller von 12 Fuß Weite und 25
juß Länge fand die Kommission einige dreßig Personen halb nockt
iad gänzkich verwahrlost am Boden umherliegen. Rechnen wir
uuch nur 15 Personen im Durchschnitt auf jede dieser Hoͤhlen, so
tgibt das 7500, und hat' die Commission ihr Werk erst begonnen
id nur wenige der verrufensten Straßen besucht. Man wird nicht
u hoch greifen, wenn man die Armen, das Diebesgesindel und
daster aller Art, das in unterirdischen Löochern sein Dasein fristet,
af 60,000 Seelen für die Stadt Neywork abucein veranschlagt.
das Verfahren, dus die Sanitäts-Commission bei dieser Act ein⸗
tlägt, in wenigstens rationell, aber nichts weniger als menschlich.
dan untersucht die betreffende Wohnung und findet man dieselbe
jundheitsgefähtlich, so wird den Bewohnern angesagt, bis zum 1.
mmenden Monats zu täumen. Die Polizei des betreffenden Di ˖
rilis erhält Ordre, auf die Ausführung des Gebotes zu achlen.
jst nun, was in der Regel der Fall, die Räumung nicht erfolgt,
osetzt die Polizeibehörde die Bewohner mit ihrer Habe auf die
ztraße, vernagelt die Thüre und überläßt die Unglüdlichen ihrem
zcicksale, diese warten ruhig die Nacht ab, erbrechen die Thüren
ad ziehen wieder ein, dis sie aufs Neue hinausgeworsen werden.
der Newyork Herald“ hat einen Specialkortespondenten nach
gziledelphia gesandt und dieser beschreibt gerade in diesen Tagen
a langen Artikela die Wohnungen der Armuth und des Lasters
einer Weise, welche die Schilderungen des Elends in Paris von
cugen Sue, „Mystères de Paris“ und von Victor Hugo in den
ANiserables* weit üdbertreffen. In der Qudler⸗Ciye der Stadt
er Bruderliebe, in Philadelphia, gibt es ganze 833 in welchen
lausende von menschlichen Wesen ein tief unter dem Thiere ste⸗
endet Dasein fristen. Bettel, Raub und Diebslahl aller Art ist
jt Gewerbe, ihre Erholung Trunkenheit und Prostiuiion. In
jegleitung don vier Polizifien besuchte der Korrespondent über
undert solcher Diebeshöhlen in genannter Stadt, in einzelne dieser
ocher mußten fie sich an einem Seile unter das Straßenpflaster
nablafsen; eine Leiter war der regulaire Eingang. Weiße und
warze Wänner und Frauen. Mädchen im zurten Alter und Kinder
igen halb oder ganz nadt durcheinander. Die Sonne scheint nit
diese von Ungeziefer wimmeinden Höhlen, die Luft war vere
eset umd anstedende Krankheiten war die Folge. Die meisten
ieser Baraden sind von Holz erbaut und so morsch und hinfällig,
aß das Material, aus dem Ne erbaut, in einer Auktion keine 10
dollars bringen wurde. Und doch werden, nach dem Berichte,
us einer solchen Hütte von der Armuth und dem Laster jährlich
o0 bis 800 Dollar an Miethspreis herausgepteßt. Die Behoͤrde
at iinmal 800 Injassen dieses Quartiers des Elends gewalisam
nfernt und in Ärbeus. und Strafanstalten untergebracht, aber
ie geräumten Nester waren, als ob handernde Vogel auf ihre
Lesehzung gewarter hätten, gleich wieder überfüllt. Und jo glaub
nan si machtlos dem Uebel zu steuern. Wenn aber. wie jetzt,
e Sonne sengend vom Himmel brennt und das Thermometer 28
t. Réaumur im Schatten zeitt und ansteckende seranlheiten allent
Uben auftauchen, belommt der reiche Mann, für den allein es in
usem Lande Recht und Gesetze gibt, Angst, und man rüttelt das
ebel von Neuem auf. Ganj im Verhältniß zu dem geschilderten
lende fleht hiet daz Verbrechen, Raub, Vtord und Todischlag
ler Art. Jeden Morgen witd mir der Kaffee vergällt, denn
bald man eine Tageszeitung jur Hand nimmu, fallen einem die
sohen Ueberschriften in die Auger Mord — Mord. Raub-Mord,
odtschlag u. j. w. In keinem Lande der Welt ist Leben und
enthum mehr gefährdet als in Amerika. Und das Gesetz, das
eht, die Justiz z Ia wohl, Geseß und Recht exifliren hier zu
ande, die Moͤrder werden gehängt. — Erstens wenn man sie
at. wie et die Narnberger halen. — Zweitens, und was die
auptsache ist, wenn sie lein Geid oder einflußreiche Freunde haben.
s dies lehtere der Fall, so hat e8 mit dein Hängen oder auch
ur mit dem Verurtheilen lange Wege, einige Thatsachen aus den
snasten Tagen moͤgen dies am besten illustriren. — Dr. West aus
soder Delaware mordele im April d. J. einen Diener, einen
aeger. in seiner Office. zog ihm die Hau ab, hieb ihm die Hände
id die Fuͤße, den Kopf ab, stedte dann das Haus in Brand und
niob, um den Glauben zu erweden, er sei in seinem Haufe
wbiannt. Er wurde vor tinem Monat eingefangen und sein
aei, in dem er freigesprochen wurde, ergab folgende Thatsachen

Dr. West war 38 Jahre alt, von jeher ein excentrischer Mensch
ind stets um Geld zu machen, in Schwindeleien verwickelt, hatte
chließlich unter falschen Vorspiegelungen die Tochter eines immens
eichen Grund besitzers geheirgthet, doch wollte sein Schwiegervater
achdem er seinen wohren“: Charakter kennen gelernt, von dem
Zchwindler-Eidam nichts wissen und verschloß ihm sein Haus und
eine Geldkiste. Jetzt zog der Doktor nach Dover, geririe sich als
in reicher Mann und versicherte sein Leben sür 30,000 Dollars,
ann bemühte er sich lange vergebens, einen Deutschen, der ihm
zis auf's Haar ähnlich sein soll, in seinen Dienst zu belommen;
iahm schließlich den fraglichen Reger, erschlug ihn in der Absicht,
ie Versicherungsgesellschaft zu berauben, entfloh nach Florida, wohin
ym seine Frau mit den 80,000 Doll. Versicherungsgeld folgen
ollte. Da diese dem Doltor zu lange ausblieb, so lkehrte er
perlleidel und zu einem alten Manne entstellt zurück, wurde erlannt
und verhaftet. Jetzt behauptete er, er habe den Reger aus Noth⸗
wehr erschlagen, während die ärztliche Untersuchung erwies, daß
der Unglückliche sich in kniender Stellung befunden habe, während
him von hinten mit einem Beile der Schadel eingeschlagen wurde.
Und was geschah dem Dr. West für sein dreifaches Verbrchen:
Abfichtlicher Mord, Brandstiftung und versuchter Betrug ? Das
hericht sprach ihn frei! Warum ẽ fragte die Prefse, und antwor⸗
ete dann: Erstens hatte Dr. West reiche Verwandte, die sich zu⸗
etzt seiner annahmen, zweitens war er ein sehr eifriger Methodiß
und Kirchengänger, Sund drittens konnte man einen solchen Mann
voch unmöglich blos deshalb hängen, weil er, um sich zu bereichern,
inen Neger erschlagen hatte. — Stockes, der den James Fisl am
3. Januar 1872 mit ruhigster Ueberlegung aufsuchte und dann
erschoß. lebt wie ein Gentlemana im Gefängn sse und erwartet
einen dritten Prozeß. — Frank Walmorth, ein junger Mann, der
die Rechte bereits studirt hat, erschoß vor 4 Wochen seinen leib⸗
ichen Vater, der ein geachteter Mann und in weitesten Kreisen be⸗
annter Schriftsteller war, aber mit seiner Frau, der Mutter des
Moͤrders in Unfrieden und deßhalb von ihr getrennt lebte. Der
Mörder lam von Saratoga, 200 Meilen weit nach Newyork, den
zeladenen Revolver in der Tasche, bezog ein Holel und bestellte
seinen Vater zu sich. Arglos und wehrloß folgte dieser der Ein⸗
adung, als er aber das Zimmer seines Sohnes betrat, schoß ihm
ieser 8 Kugeln in die Brust, moch eine vierte durch? den Kopf,
ils der Arme schon sterbend am Boden lag. Run, dieser aristo⸗
ratische Morder, aus einer der geachteisten Familie des Lundes
pird doch wohl gehängt, sagte man sich. Doch nein. Der Richter
erurtheilte ihn zu lebenslanglicher Zwangsarbei;? mit dem aus⸗
rücktichen Bemerlen, daß er auf seine Freilassung im Wege der
Bnade zu hoffen habe. — So sehr nun der allgemeine Unwille
jegen den Vatermoͤrder rege ist, so gewiß ist man Überzeugt, daß
r in einigen Jahren wieder auf freien Füßen sein wird. Seine
Jwangsarbeit bestht darin, daß et in Sing-Sing, wohin er vor
3 Tagen gebracht wurde, gleich als Schreiber angestellt wurde.
Ind zwar sicher nur durch Protektion. — Zwei arme Shlucker,
zie in der Trunkenheit, im Streite ihre Gegner erschossen und gleich⸗
zeitig in der vorigen Woche mit diesem Gentlemen prozessirt wur⸗
zen, sind verurtheilt im nächsten August gehängt zu werden. Zwei
indere arme Teufel sind ihnen vor einigen Wochen voraugegangen.
das nennt man Gleichheit vor dem Giseke!
nachrichten.

Der Hauptlehrer F. Schwaab an der Praparandenschule in Blieslastel
vurde auf 6 Monate in den Ruhestand versetzt, der Verweser Auq. Konrad
in der Privatschule vom Schmalfelderhof zum Verweser an der protestantischen
—Schule zu Steinbach, der Schuldiensterspectant F. W. Keßler von Erlenbach
um Schulverweser an der protestant. Vorbereitungsschule zu Kandel, der
dehrer FF, Schalda von Schweix zum Lehrer an der kathol. Schule zu Reis—
irchen, der Lehrer K. Mathis von Neu ⸗Altheim zum Lehrer an der kateol.
SƷchul⸗ wu Nir⸗ moke ernan
—au wirthyrchaftliches.

Mitgetheilt von der hoͤheren landwirthschastlichen Lehranstalt in Worms)

Erdstren und Laubstren. Die hoöͤhere landwirthschaftliche Lehran⸗
lalt in Worms empfing von dem Gutsbesißer Johann Ting aus Ratheweiler
oigenden hoͤchst interessantrn Bericht über Erdftreu und Laubftreu. Herr
ting präparirte im Winter 1871 auf 72 zwei Duüngerhaufen und zwar in
er Art, daß er dei gleichbleibender Futterung seinem Vieh 11 Tage lang
rodene Erde und weitere 14 Tage lang Laub einftreute und abwechselnd
och 3 mal denselben Versuch fortführte. Der jeweils gewonnene Mist wurde
eder für sich allein gelegt und zur versuchsweisen Dungung eines Landes
on vollig gleicher Vodenbeschaffenheit verwendet, das dann mit Kartoffeln
ur Einpflanzung kam. Dag Stud des Feldet, welches den mit Erdeinstreu
ewonnenen Misi erhalten hatte, lieferte im vorigen Jahre, berechnet auf
inen Morgen, L1 Zentner Kartoffeln mehr, als das Stüch welches den doch
vohl gleiche Wengen von festen Auswurfsftoffen enthaltenen Laubdünger ei⸗
„sangen hatte. Im vorigen Herbste wurde daßs Feld gleichmähig mit Korn
ingesamt und der nunmehr erfolgte Ansdrusch des Korns weist für die mit
irdeinfiren gedungte Parzelle einen Mehrertrag von 3 Itr. und 67 Pfpo.
soggen nach. Recht viele derartiger vergleichender Verfuche durften wohl am
hesien dahin fuhren, der den Nationalwoblstand schaͤdigenden Laubstreuwirth⸗
daft den Baraus zu machen.

F. TAi verantworilichet Redacteut.
        <pb n="626" />
        Bekanntmachungen.
Güter-Verpachtung.
Montag den 13. Oltober 1878,
Nachmittags 22 Uhr, dabhier. bei
Wütwe von Johann Adam Bec wird
das Waldland der Herren Gebrüder
sfrämer vom St. Ingberter Eisen-
verke auf weitere 6 Jahre öffentlich
—X .
eHorn, kgl. Notar.

—— —— — — — — —
—... — — —
Srankfurtterr
Pferde-Markt-Lotterie
mit Genehmigung hohher Regierung..
Ziehung am 28. Oktober d. J
Bei dieser Lotkerie kommen-9 elegante Equipagen mit 4 und
2 Pferden bespannt, 1 feiner Schlitten mit 2 Pferden, 60. der
chönsten Reit⸗ und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
deren sehr werthvollen Gewinne zur Vertheilung. Zu dieser allge-
mein so beliebten Lotterie versendet der Unterzeichnete Loose inck.
Porto und Spesen bei Uebersendung der resp. Gewinne: *
1 Eoos für 1 Thlr. ä Ege. oder A. 2. o3 Ir.
65 Loose 7 ů ν . I8ß
zegen Einsendung des Betrages oder per Postoörschuß. Jeder
Theilhaber erhält nach der. Ziehung eine Gewinnliste franco und
gratis übersandt durch das Handlungshaus von 2.7 ..8
IJolh Gexer in Frankfurt a. M.
N.B. Da in sder Regel die Betheiligung bei dieser Lotterie eine ungemein
ssiarke ist; so wolls man Bestellungen baldigsi-machen, um rallen
V. Mün'schen genügen zu lönnen.

Mobilien ⸗Versteigerung.
Samstag den 11. Oltober 1878,
Natchmitlags S Uhr, zu St. Ingbert in
ihrem Haufe lassen die Wittwe und Ainder
)es dahier' verlebten Gärtners Heinrich
Antz ihre fämmtlichen Mobilien auf Borg
versseigern, ndamlich::
Kleiderschrank, 1 Küchenschrank,
Zamenschrank, 3 Tische, 6 Stühle,
Bettladen, LBett, T.Nähtisch,
Spiehei witder. Eisen · Viec
jeschirt,“ 1. Pflanzensammlung.2
Schublarren, einigg Mistbeetfenster,
2 Hegescheeven und soust verschie dene
Bartengeräthschaften⸗ »21Kochhäfen,
Ecnenofen n uihr g Vohes
lafige, und sonstigeß Hausgeräthe.
de Horn. kgl. Notar.
Mobiliar⸗Versteigerung.
Moutag den 6. Ottobet i. J. des
Nachmiilagz um 1 Uhr, zu St. Ingdert, * —A
g Jeiner Vebausung.lahi Diehoet dranj Neue holländische Häringe
Weisgerber von hier auf Credit ver per Stüd zu ies Qrcuzer
steigernn z. 2 ——
Kanapee, J Chiffonier, 2 vollstän- ve * * Z
dige Betten mit Matrazen, ein neuet Unterm heutigen habe in der Siadt St.
—* 58 1 Viennentnn nubert cine Niederiage in ·5
runder nußbaumner Tisch, 2 tan n
nene Tische, J Nachttisch, 1 Spiegel,. —.
JSauloͤfen/ Bilder, Butten, Züber dei Herrn Frauz Buser mn der Pfari
und sonstige Hausgeräthe, sodann jasse errichtet, woselbst die Cigarren zum
eine saut voll Dung.., ꝛm gros Preife abgegeben werden..
Aus Auftrag: . Geors Mannhart
Bechthold Gachaftzagent.n Liggeren Fabtakant.
r o rer. J

8⸗

*

vVie Wormser Akgdemie
4 R — ꝗ 31.

Zandwirthe, Bierbrauer Müller

zeginnt ihr Wintersemester am' 27. Oltober⸗.... 643

Studienpläne und Auskunft α.

. 2 u , durch die Direktion a uα

Worms a. NhB.. ν —D —CLIL——

23 * F X — 1:2586

weißer Würfel: und gemahlener Zuͤcker

Veter Zepp

bii
D——— —
Wohnungsveränderung.
Ich zeige hiermit ergebenst an,daßich
eßt in meiu m Erüher Tüncher Worschen)
dause im Mühlenech neben. Schuhmacher
Just wohne.
—— —
— 6 —
1.
Idhh veranstalte auch di⸗e⸗Rahr einen⸗

ch zu folgenden herabgesfet reisen: :; . 5
00 Sice ee schweres Leinen, für Hemden und Betltücher, 60 Stüd — achtfarbiges. Bettzeug, meistens türlischroth, die
gei cit i 333

2u/ Ellen brette grobe Leinen/ furu C trigs Betitucher, das 500. Dutzend weiß, rein leinene Damentaschentücher;' das Dußend
dollstaändig. Beittuch ohne Naht, fl. 148. V — e 2 *
3 Ellen breite grobe Leinen, für zweischläfrige Bettlicher, das vog⸗ HBtoße rothe Cachemires Tischdecken das Stuch sl. 1 4b. und
fändige Betttuch ohne Naht, st. 2. 244 2 .2.. V
WoO Stud feines /. I“— schlesisches und böhmisches Leinen, die Ee roße wo achrmired Comodedecken, das Stuck sUsU. 1.0 und

i5 18. bis 0 —A F *— J— 77 .1. 4. —5 ———— 7 J
3200 Stück schwere rothe wollene Bettdecken. für zweischlaftige Betten das 24 belten 7— ramagirten Vorhaugsmull mit Bogen, —A
. Scd fi. 3ü80. 3 3
200 Stug schwere weiß wollene, Bettdecken, fur zweischläfrige Betten, 300 Stud schweren schwarzen Mdorcens fur Unterrdae, die Fule 5
das Eiud i. 4. I153. 3 hreiten englischen oof, mi die Elle
00 Stud somere raue Vette u. Pferdedecken/d. Studs. Sh. bis 8 “e teeten gisiien.: Woterbroes. — E grame dit vwn
00 Paar schwere weiße Victoriadecken mit Franzen Für 2schlafrige e5 vreiten schweren guten Vurkin-fur Hosen ind ganze Ahzüge, die
een e ar a en eite e cen tren 5 44
J—— .9. D ——
oo Dußend wanß rih Fischtücher, 22 Euen tang, A Eucn dreite Gieulen, rochen houenen Unterrockstoff, die Ene 16 t.
100 Dutend Handtücher, die Elle von bkr. an. 5. /s Feinen weißen Ye breiten Mall fur hleider die Elle 12 ie,
00 Stuck wollene Kleiderstoffe, für Fruͤhjahr, Sommer, Herbst und Winter, Cattune, Jaconets, Piqué, Zwilliche Vartchend und ene
sackleinen zum Fabritpreise. — 4
Mußsterabschnitie sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post. *263
Anch die kleinsten Aufträge werden wie bisher beftens besorg t

Verkaufnicht nacß AMetber, sondern nach alter Elle.

XäWÇelchletn Bittecheetgetu

23 * 4

—* a

e A817 *

— 53. —W 534
auif meine— Vagers, ünd, um vollständig zu räumen, derkaufe

— —
PYehakkon Druck und Verlag bvon F X. Dewmek in Gt Inqbert
        <pb n="627" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.

—..9unu229—9—9—2— —

der St. Ana berter Anmzeiger und das mit dem Hauptdlatte verbandene Uaterhaltungsblatt, mit der Dienstags⸗, Dounerstags- und Sonntag—

dummer erscheint wo hentlich vrermal: Dienstag, Donnerstag, Samatag und Sonntag. Avonnementapreis vierteljährig 42 Krir. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 1 Krzr. die dreispaltige Zeilt Blattschrift oder deren Kaum bvereqhnet.
— — — T485—

M 155. 1873
— — —

Deutsches Reich Strecke Trier Koblenz. Daß der eistere Bau früher fertig gestellt
Minmch En, 2., Dlober Wie wir, erfahren, ist als Tag vird, hat wohl den Grund, daß dodurcheine dirette Eisenbahnver⸗
ser Einberufung des Landtages der 15. Oltober bestimmt und bindung der lothringischen Festungen mit' dem Rhine hergestellt
ecbsichtigt der König denselben in eigener Person zu eröffnen. wird, er dahei dege endee zu — 7*
Vexrtin, 29. Sebt. Auf Veranlassung der General-In- 44 * rantfurt, Sept. Ein ãdchen kam in eine Wirth-
peltion d V —* der 85 — wird demnäaͤchst Ge —— —— Herrschast Dr nelen Vi dieser —
ne Reihe bon Listorischen Darstellnugen aͤber die Belagerungen, heit llagte sie über Zungen * e meege Wir hin »erklarte,
ie nährend des Krieges von 1870/7 1 Seitens der deutschen Armee daß fie ein woꝛttefflihes Mitte dagegen besitze, namlich Kreosot,
usgeführt sind, erscheinen, welche von Offizieten des Ingenicur⸗ und derghe ier e e me demene der Magd. Diese
dorps,die an diesen Belagerungen persönlich Theil genommen e t ”e , M —* woaraut
saben, auf Grund amtlicher Quellen bearbeitet worden find, resp. 8 pe en D tbrechen p e ä de wurde
soch bearbeilet werden. Es wird von diesem Werke zunächst er- wen eigeholt, und man hofft, das Leben der ungd g zu
einen: 21) Die Geschichte der Belagerung bdon Straßburg im e.3 —.
I 1870, von n Wagner, Haupimann im Ingenicur⸗ 34 Ing 8 ẽ * eet — ——
jerps. 2)* Die Geschichte der Btlagerung von. Pariz im psecn Abend Lpag8 Ude der In tr ver en ngen
zahre 1870/71, von Eduard Heyde und Adolph Froese, Haupt⸗ nr dem! von * — wpenden uterzug überfahren und als
n in Jadenie ieNeribs8) Geschichie der Vomdardements von rihi nen g —— 63 —
Zchletistadt und Neu⸗Breisach, von Paul Wolff, Hauptmann im D. F. e —5 35 F Zane daut
Ingenieurkorpßs. — Die Herausgabe wird lieferungsweise erfolgen Ane e z —— — — une n 9 7
ind zwar zunächst die Geschithte der Belagerung von Straßburg 8 e d e de 8 Pe, st F cJu
zn 4 Vesungen, alsdann die Geschichte der Belagerunz lu es zu frütz⸗·
Een Patis in 8.bis6 VLeeferungen, schließlich die Geschichie deß A Alexander Dumas liebte Ve den enormen Honoraten
gombardemeniz von Schlettstadt und Neubreisach. Sämmiliche u prablen die ihm für seine Artitt gezuhlt wurden das
ae werden mit Plänen und Karien von der Verlagshandlung ann ja, nicht so shlimm sein“. fragte ihn einst in Geselschaft ein
Schaeider und Comp., unter den Linden 21,, reich ausgestat⸗ hm unbekanntet herr; Wiege — drnoraz
et sein. Wie wie vernchmen, wird noch in diesem Jahre die erste * —8 Fenes sae . rn w „ 3
Lieferung der Geschichte der Velagerung von Stioßdurg er⸗ 96 umas- T gabei er Andere zurück, D
ce ja gar Nichts; ich bekomme für jede Linie, die ich arbeite, eine
cheinen. halbe Million Franch!“ — „So'!“ replizitte Dumas mit un-
zläubigem Lächeln über die scheinbar ungeheuerliche Prahlerei.
„Was sind Sie denn?“ — „Ich bin — Eisenbahnunkernehmer.“

Die „New-York-Times? enthält einen Bericht über eine
Wettschwimmfahrt, die lam 10. September im Flusse Harlem
wischen 10 jungen Damen ssattfand. Der Preis war ein seidenes
dleid in Werthe von 175 Dollars und die Distanz eine Meile.
Miß Goboeß, welche die Strecke in 40 Minuten zurücklegte, trug
den Preis davon, und Miß Colton kam als Zweite am Ziele an.
Miß Denan führte eine Zeit lang den Reigen, berzichtete aber
auf ihre Aussicht auf den Preis, um einen jungen Mann, der
n's Wasser gefallen war, zu retten. Die Zuschauer beschlossen,
der jungen Taine als Belohnung für ihre Bravour eine goldene
Uhr zum Geschenk zu machen.

F Der Brand, welcher Chicago am 17. September heimsuchte,
zrach fast in derselben Gegend aus, von wö die verheerende Feuers⸗
zrunst vor eiwa zweir Jahren ausgegangen war. Diesmal find
voch nicht mehr als 200 Häuser verbrannt, meist von ärmeren
Zeuten bewohnt. Die Häuser waren meist von Helze

Am 30. Seplember hat in Belfort cine neue Aeußetung
atriotischer Feigheit und Brutalität stattgefunden. Es war-dort
et der Räumung ein deutscher Arzt zurüchgeblieben, dessen Frau
chwer erkraukt war; derselbe erhielt gestern den Besuch einetz
eulschen Predigers, welcher während der Occupation in Belsort
sidirt haite. Auf einem Spaziergange wurden beide Herren von
mem Krämer erkannt, der die Volksmenge gegen sie aufhetzte; sie
nußten in einen Laden flüchten, wo sie belagert wurden. Der
erbeigeeilte Maire interbenirte vergebens. Soldaten mußten die
ztraßen räumen, wrorauf unsere deutschen Landsleute in einen
Lagen steigen köanten; die Menge verfolgte sie aber mit Stein-
ürfen, welche den Pastoe am Auge verwundeten. Wit genauer
doth gelangte der Wagen aus dem Festungtthor, welches hinter
emjelden geschlossen wurde. Aber in der Vorstadt fand eine Er ·
tuerung der Esene stalt und es ergab sich die Nothwendigleit einer
seuen Interbention der Truppen..

Dienstesnachrichten.“

Crnannt wurden die Capläne: Brechtel in Gossersweiler zum Pfarr⸗
erweser auf Remigiusberg; Rütter in Landau zum Pfarrverweser iu Fisch⸗
»ach; Jérome in Meckenheim zum Pfarrverweset in Büchelberg; Nübel in
Jirmafens zum Pfarrverweser in Trippstadt; Graf in Speyer zum Psarrver⸗
veser in Venningen; Fuchs in Winnweiler zum Caplan in Bornheim; Moli⸗
or in Landstuhl zum Caplan in Germersheim; Adami in Zell zum Caplan
n Deidesheim, Holländer in Deidesheim zum Caplan in Winnweiler; Zirker
n Herxheim zum Caplan in Gojsersweiler; Kunkel in Bornheim zum Caplan
n St. Ingbert; Schrimpf in Landau zum Caplan in Dackenheim; Gunther
n Maitanimer zum Caplan in Ruppertsberg; Huber in Neustadt zum Caplan
Landau; Bsos in Dackenheim zum Caplan in Homburso; Raufer in St.
Inhberi zum Caplan in Frankenthal;, dann die Neopresvyter: Baum zum
fablan in Steinfeld; Ehrhardt zum Caplan in Landstuhl; Eichhorn zum Ca⸗
lan in St. Martin; Klein zum Caplan pret Emnet ˖zum Caplan in
zerrheim; Hein zum Caplan in Kirrweiler; Knoll g Caplan in Landau;
hurkhard zum Caplan in Maikammer; Will zunr Kaplan,in Offenbach;
Deppisch zum Caplan in Oberlustadt; Brittinger zum Captan, in Meckenheim;
ẽTdam Junn Caplan in Neustadt; Vogel zum Caplan in Buseuberg; Geiger
um Caplan ia Pirmasens; Molz zum Caplan in Sp.yer; Keller zum Caplan
a Speyer; Luttenberaer und Waffenschmitt als Präfecten des bischöflichen
vonvirct⸗s

————
Wermischtes.

S: eier, 3. Oklober. Von gestern früh 9 Uhr bis heute
m die gleiche Zeit kamen an der Cholera 7 Erkrankungen und
Todesfälle vot. Der Gesammtstand seit 25. August ist nunmehr
16 Erlrankungen mit 70 Todesfällen. Von jenen beiden Todes-
len kam riner im Halben Dach vor; ferner starb noch eine barm⸗
erzige Schwester. (Pf. 3).

f Wie mat vermimmt, wird der Bau der Moselkhalbahn nicht
derall leichteitig in Angriff genommen, sondern zunächst die Strecke
vn Diedenhofen tis Trier hergerichtet und dem Vetrieb übergeben.
Inzwischen gehl man an den Buun des großken Tunnels für »die

— — ——
        <pb n="628" />
        Landwirthschaftliches.
Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worm 8.)

Woher es nur kommen mag? das ist gemeinhin die Frage,
wenn den Landwirthen ein Schaden trifft, dessen Grund er nicht kennt. Wo⸗
her es nur kommen mag, so fragte auch Herr Pauli zu N., als ihm eine
Zuh nach der andern verkalbte. Da wurde bald die Schutd dem Schweizer,
balb dem Wasser, bald dem Heu, bald dem Wurzelwechsutter zugeschrieben.
dils aber vielfach andere Landwirthe der Gegend diselbe Klage erhoben, da
sne man sich, die Massenverkalbungen einer und derselben Ursache bei⸗
zumeffen und verfiel auf den Gedanken, daß die läuflichen Futtermittel wohl
zie Ursache in sich bürgen dürften. Und in der That ergab die mikroslkopische
Unterfuchung der in jener Gegend befindlichen Oelkuchen eine solche Masse
von fein m Schimmel, daß man nicht mehr zweifelhaft sein lonnte, es werde

ber Husten, der gemeinhin den Verkalbungen vorausging, und dieselben zur
Folge hatte, durch den Schimmel veranlaßt.
Bläckund Zufriedenheit ist in mehr wie Tausend,
durch strankheiten stark heimgesuchte Fam lien dadurch wieder ein—
gekehrt, daß fie die ihnen in dem berühmten Buche: Dr. Airy's
Naturheilmethede“ gegebenen Rathschläge befolgt und die Krank—
seiten beseitigt haben. Gewiß die beste Empfehlung dieses nur
18 kr. kostenden Werkes, welches in jeder guten Buchhandlund
vorräthig ist.

.2. Demeß, veranlwortlicher Nedacteur.
Bekanntmachungen.

— Großes
—
Tavpeten⸗ und Nouleaux⸗Lager
bei 3. B. Ciolina,
vis·a⸗vis dem Pfalzerhof
in Zweibriieken.
IACOBAMI-LCRIL Stitut.
Die Anstalt umfassst: 1) die Handdéelsschule; 2) die Vorbereit unga-
AnantaIt zum Framen für den elnjäührigen Militärdienst (von 189 Can-
lidaten sind 151 bestanden) und 3) ein Fensionat mit strenger Disciplin,
relehes dieses Schuljahr von 150 Pensionären, unterrichtet und bewacht von 12
fauslehrorn, besuoht wurdo. Programm durch die Direction in Bruchsal (Baden)
, 817 —

Versteigerung.
Dienstag den 21. Oltober 1873, Nach
mitlags 2 Uhr, zu Haßloch im Ge—
meind haus, läßt Joh. Valentin Genunu
heimer, Ejfigfabrilant in Haßloch, wegen
heabsichtigten Umzuges unter sehr günstigen

Vedingungen zu Eigenthum versteigern:

Sein zu Haßloch au der Haupt
straße gelegenes Wohnhaus mit Neben
gebduden, Scheuer, Stallung, Hofraum
und großem Garten dabei, das Gauzi
ein Areal von 61 Decimalen umfas
send, äußerst günstig gelegen und bis—
her zum Betriebe einer Essigsiederet
mit Nudelfubrikat on dienend, wozu
die vollstündige, im besten Zustande
befindliche Einrichtung und alle Uten
silien vorhanden sind, die auf Ver⸗
langen mit abgegeben werden.

Es eignet sich dies Auwesen sowohl zum
Foribetrieb der Essigfiederei und Nudelfabri⸗
sation, die schon seit langer Ziit mit bestem
Erfolg darin betrieben wird und sich aus⸗
gebreueter Kundschaft erfreut, wie auch zu
sedem andern Geschäft, namentlich einer
Brauerei oder Gastwirthschaft, womit Gar⸗
euwirthschaft verbunden werden lfönnte;
auch würde das Anwesen wegen seiner
Räumlichlellen und seiner Nebengebäude
jür einen Oelonomen o er Landwirth sehr
hassend und geeignet sein.

Erfolgt der Zuschlag an einen Steigerer,
der die Essigsiederei und Nudelfabrikation!
nicht fortzufuͤhren gedenkt, sà werden die
Tinrichtung und Ulensilien alsbald nach der
Hausversteigerung an einem noch belannt
ju gebenden Tage ebeusalls versteigert, ins⸗
hesondere 65 — 67 Fuder Lagersaß ver⸗
schiedener Groͤße von 1bis 6 Fuder, odal
ind rund, circa 400 Transportfässer, 1
Branntweirkessel, 1 Wagen, die Eiurichtung
zur Nudelfabrikation u. s. w.

Bie zum Tage der Versteigerurg kann
das Anwesen auch aus freier Hand verkauft
werden, auf Verlangen wit oder ohne Ge
—X

Nähere Auskunfst ertheilt der Eigenthümer
Joh. Valentin Gennheimer selbst.

Haßloch. den 26. Septeniber 1873.

ObAek. Notär.

Wohnungsveränderung.

Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ich
jeztein mein mm (früher Tüncher Won schen)
Hause im Mühleneck neben Schuhmacher
Just wohne.

Freiwillige
Feuerwer
—XXV
ober 1873, Nad
tags 4 Uhr,
IIaveptii Bur
St. Ingbert, den 28. September 1873.
Pas Commando.

6. Ludwig. S. v. Georg Greß. — Peier, S. d
Peter Müller.
Heinrich, S. v. Heinrich Schmidt. — Johann
Joseph, S. v. Jakob Gehring. — Johanna
T. v. Adolph Ehrhardt. —
23. Nikolaus, S. v. Heinrich Wagner.
13. Karl, S. v. Jakob Braun.
15. Christoph Adolph, S. v. Christoph Jander.
21. Bertha, T. v. Elisabetha Schwarz, ledig.
22. Peter, S. v. Peter Siegwart. — Friedrich
Karl, S. v. Jakob Pfleger. — Elisabttha
T. v Peter Ecer. J
23. Elisabetha, T. v. Joseph Pahl. — Marga⸗
retha, T. v. Carl Schwemm.
25. Carl. S. v. Georg Seibl..
27. Karolina, T. v. Johaun Herz. — Barbara,
T. v. Joseph Barudio. — Heinrich, S. v.
Adam Benott.
28. Anna Maria, T. v. Johann Schwarz.
29. Maria, T. v. Andreas Keßler. — Ludwig,
S. v. Ludwig Feichtner.
30. Johann, S. v. Lorenz Schafer. — Carolina,
—A
6 Gestorben sind:
Am
4. Maria Margaretha, 13. 8 M. alt, T. v.
Joh. Jos. Heinrich. —
6. Elisabetha, 18 J. alt, ledig, T. v. Wendel
Wellner.
7, Maria Gehring, 28 J. alt, Ehefrau von
Peter Rohe.
8. Johann, 19 J. alt, ledig, S. v. Joh. Michael
8Strehle.
183. Elisabetha, 16 J. 9 M. alt, T. v. Joseph
Neymann. — Christian, 1 J. 7 M. alt,
S. v. Peter Hemmerling.
15. Maria, 4 M. 20 T. alt, T. v. Sophia Si⸗
mon, ledig. —
21. Magdalena Ochs, 78 J. alt, Wittwe von
Franz Fichter.
22, Catharina Eberle, 87 J. alt, Wittwe von
Heinrich Theobald.

24. Johann Peter Habertus, 48 J. alt, Ehem.
— vBr. Elisabetha Mayer.
26. Magdalena, 8 M. alt, T. v. Anton Betz. J
28. Bar ara, 1J. 7 M. alt, T. v. Friedrich

Kiehm.
29. Philipy 1. M. 14 T. alt, S. v. Wilhelm
ai.
Verehelicht haben sich:

meue
Holländ. Voll-Häringe
Fritz Panzerbieter.

—
Bürgervereins-Kränzchen.
Am Mittwoch Abend Zusammenkunft bei
Abeter Seußer.
Pfälzer Schinken
J —8 ——

dei
Feuerwehr⸗-Montag
Oarl Schwarz.

de

X kann uur Der scin, wel-“
Aluckloh cher gesund ist. Gegen
ranco-Binsendung von 7 Briefin arlen

à 3 Xr. ist von der Verlugs-Anstalt in

Luæcembirq; franco au bezichen die Ate Auf-

lage des berühmten, 160 Seiten starkén

buehes: „Dr. Airy's XNaturheilme-

thode.“ Tausende, welche jatrelang sehreck

lieh an Lungenschwindsucht, Krebsschä der

Abzehrung, Drüsen, Flechten, Hämmorr-

hoiden, Bleiehsueht, Nervenschwäche, Gieht,

kheumatismus, Epilepsie, ete. gelitten, wur-

den schnell und — duroh diesen

treuen Bathgeber von ihren Leiden

befreit, selbst in Füllen, wo alle ärztliche

Hilfe vergebens var. Vorräthig in ieder

guten Buchhandlung

Am
2. Nikolaus Leonhardt, mit Maria Eva Buchheit.
3. Joh. Joseph Schaster mit Elisabetha Schmelzer.
. Johann Lehnhard mit Catharina Schweizer.
J. Jakob Carbon mit Katharina Mai.
1. Wendel Schmitt mit Margaretha Dahl.
18. Peter Joseph Jung mit Margaretha Lefebre.
28. August Johann Caspar Treitz mit Maria
Catharina Ehrhardt.

253. Balthasar Wilhelm mit Karolina Schwarz.
30. Peter Friedrich mit Margaretha Redtenwald.
St. Ingbert, den 3. Ottober 1873.
Der Cvilstands ⸗Beamte
Chandon.

Civilstand
St. Ingbert pro Monat
September 13783.
Beboren wurden?

ιιx, Glaser.
Alle Zorten
Pinsel ind Bürsten,
Schrupper, Hand- CStaubbesen
find wieder eing troffen bei
Fritz Panzerbieter.

der Stadt

Am

VUL. garolina Catharina, T. v. Heinrich Qneib. —
Eugen, S. v. Peter Greß.

J F. Catmarina. Te p. Heinrich Jung.

J1

—
Red iltion, Druck und Verlag von JX. Demestz in St. Ingbert.
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        —
73353232337
35353335335 533*8
533323535* 528
28 233282.3 —— 85333 — — 2
55333323 3533333533 335338* 26 73323355
583535 3353357 2335337535 333833 3838 *
528 5535 333 4
— — 5338 x2522335
53553222 2,85353 5355 * *353337 55 ————
5z35253 2 323232 A—— —A ———— 5228823
53 — 325332383 —— 235352353333533 *8 5 333283353
28 23788 ————— m5 375333223 —— — 3325 52832 —
* 258350 ————— A 53 — 3232 S 2 53337 * 8 —8
3325 —57 z25233 35 A 55353553327 5333235
—A — 33245328* —B „ 5z4 325SEB 33533237 —A 52
—xX E 5 —E ———— — 5* —A 33238 — 53538
—s853232234 — 28 —— — —2 * — — 23 2 b — 2 — —— — — 3
22 — 55*7 522 7 2 328 5775* 522 538 z35565 — 5535 —325 8
25 3 — —8 22 S5 — — — 8 55 535 —R *
5* — 25 —22 52 — 2*58 55 —— — 3 52296 2 523 —A
57 58 24 5533555 255 —öA— 38 —5338 233* —
75 323233255
5355333 —A 23535535238, 335357 523553283 A
2* 8 — 332 2.. 222 DS 4A8 5 —; * —3 22 32 2*8 8
—3 — — — — 822 328 525* * 285 323352 2*
28 33373373383 —5 2335555*838 2* 2 2 922 32832555 2
2 3333333833358* —A 512 22 —A 255 —337* —A
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5— 3— —— 8 —324. OO85553 32—3333238 23 722 5s85533325
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34335 558 s 353 ð
e 5332228 3 — 5 7⸗ zB25 25733838 — 2
9 23322*5 3323 — 55 55 235 578 —— 8
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22 53222 —A 3 555583.3 3 — 3— 58 — 2 —F *
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2 S28 S 588 2— —3253337 5325 —2 —7 — ——— — 25 **
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—528 223353.5 5233— 535535 J 2 33387
—A— 253353 2335 3553355 5535335 5 5 —335 3553
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25753 2* 635* 85 2325353333 32338 7525 2358 5
— 338337355* *5* 25 22 75323538 52 2 7 *
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5223— 8 2 523228 * —3 2232353 —— — — — 323538
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553 3335 33685 5383385*
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s5553333583 * —— ẽ
555357555—53* — — 25328
233322 53 523—58 3 5 5 559 SS8 2858 8
52 — —A 28 —A 25 — —32 74 —
25855555 2235 257 z332 ——3 — e 83
55353 35*387 3383 —33 52 36533 3
2 — 25 2 28358. 2 — 2 J— D 2 — — * 29

5855 2 33 2322 55 —A— 32 3 EF —
3383332333* 332 35532?886
55* 6 22 *5553 8 3 252 * 3 535 532285 28
A 52 JS23 5282 5 — 52 38 ——A — 2 8
A 23342225 55* 8 8255 513 253225 — 335328

— ——— * 32 —230 2 3* 538 2 —— 8 5385
kx583 2*5 28 52 523353235 22 —A 233765 —33* 9 2* 23
—— s35632335333 605 3233237* — — 5*5
33353—5435353533 5268. — 53533338 32326 5z32358 — e *98 22
535853 55 35523535 535 —37 —— — 325383885 28235352
85 —22525* 8 9 25* * 2*2 8 — —32538
22 — — 2 35 — 523 7* 528 —— 52 8 *
—— *24 — 5* O — 252 2 — * — S 2* — *
2 3 55523 552355585 —A 2 * 8 5 2* 532
3 B35B 8382383 — 5 8 8 —— — oe! 28 A——
52 32 8 252 —X — ———— — 350 7 —35535
2 S W z3522 525338733 v5ñ 8 828337335 — SZE 555325
8 3582337 J—
2 5* 53358853 —33325332 278
5353 2* 23535323358 23 3533 z
5724 2 22223 23225 —— ——275 O 3 2253525 A
28 3 555 25333535 2* 2 8 553 *2 — —A
238585252 —558 55 — 8 — 8 526 53535337
—2 3 7 *8 * 57 5 252 ——8 9 2 55 2 5 —A Zz155
333532322 53533827 — 52322333 22227 —A 25
2 —A — 33353 322 585233 52 222 22 — ——
5553 —E— 2 —3 2BX2. *2**2 * E. 852826 *8 22322
— 5322 D * 3. 5* 28532 —A—— S 2 2 — * 2* 2 32325
5557* 3235 24 53 ———— — —XRX * 2 * * 2
—225228 22553528 23288 335553535332* 8 8533.
2 —EV — 2 2 * 82 — 2 3— 8 —
—
3 22 F — 5329 3— 9b —

* 8 — —————— —A 2553 35335
3523383 252838 5535—5
3333* —

22522 258532535
7753353 252 —
5325 3862 *
5
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2588
*7588
2 2
A 2 —55 55
2 5 iü 2 3255
— *
2 5 338* 5558 3355
— — 3 *
2 338887 535 3785588*
F 3233375324. 2 * 253525833
58 8 38 77 3552325*
* 2 E
—535. 8* 5 * 55 — 22553 3325 335335353358
*28 7523*57 328* 333334338338 8275
—7— 3253 82 8 X — 258 —
—33 77s5—z553 23 3333732873738335 —
2 5232 77 582 * *835*28 23 555 3235 5382535 —8
523 5382253 — à —3 255*583 *83 2838 532
22 3 —— — 2822 3 * —E 52332 2
— 32475366 A— 3 838333583
2 — — 8 * 2 2 * 53
36 27 5323335553
* —z33 —7535257 —3 —3 8 — . 2 522568 5
— 5528 —7 —73333483 87 25 Z33225688 23
2553333 — 55 —— — 35 —228328 28*W2 2385 552352
537* 5— — 55 225 * 222 * — 3— E S2 —
9 8 96 55 7 8 w82 2338238 2353 522332 2 52
133355735855 255 335 * 328325 753283 —— 5s5358328
8 35.2 8— — —— 2423 3 9* *373 22 212625 2
755 23 — 2 332—8 7864 58352226 A
2526 ; 28*8 22 —A — 53 222532357 —— — 8
52823 82 3222532333 25 —F —A 8525382
353383 2232
4 353575 4 —
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265 333—8833858666 2 125573332333 523
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        8* . J ngberler Anzeiger.

her St. Angberter Anzeiger lund daß mit dem Hauptblatte verbundene Unkerhaltungkblatt, mit der Dienstagt⸗, Donnerstags⸗ und Sonntag⸗
Ammer erscheint wöchentlich viermm al: Diensßtag, Donner ztag, Samsbtag und Sonntag. Abonnemenitpreis vierteljährig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

betreffende Antrag am 9. im ständigen Ausschusse zur Annahme
zelangt. Die Republikaner wirden diesen Antrag allerdings nicht
unterstützen, denn sie laviren, und Léon Say der das linke Crntrum
erst auf den 25. Oktober zusammenberufen, vbeweist, daß er die
risis nicht so nahe siehl oder sehen will, denn diese Centrums⸗
naänner spielen seit drei Jalren die Umsichtigen, aber nicht die
kinsichtigen, und machen den Bourbonen darin Concurrenz, daß sie:
nichts leraen und nichts vergessen. 38
ESchweiz.

Bassel, 2. Oktober. (Ein bedauerlicher Vorfal.) Bedanntlich
xistiren in der Schweiz eine Menge Sch eßvereine von Militär⸗
yflichtigen, welche im Sommer Sonntags sich gegenseitig besuchen

Frankreich. ind Wetischießen im Felde veranstalten. Letzten Sonntag zogen
Partis, 4. Oktober. Dieser Tage soll. eine große Repu⸗ die Feldschützen von Ettingen in Baselland zu den Cameraden
nitaner⸗ Petsammlung bei Thiers statifinden. Alle republilanischen iach Metzerlen im Solothurnischen. Nach beendigtem Schießen
diputirten sind schriftliih ausgefordert worden, wegen der ernsten „ogen sie, wie gewöhnlich in militärischer Ordnung, bewaffnet, je⸗
zage sofort nach Paris zu lommen. 'och ohne Uniform, unter Musik nach Hause und berührten dabei
Paris, 5. Ottober. In einer gestern ssatigehabten Ver- wei elsässische Ortschaften. In der letzteren, Leimen, bewaffneten
ammlung der Rechten wurde eine Spezialkommission ernannt, die ich die Einwohner mit allerlei bäuerlichen Instrumenten und ent⸗
du Programm feststellen soll, welches die gemeinsame Action der vaffneten die Schweizer, von denen viele, einige gefährlich ver⸗
verschiedenen Gruppen der Rechten sichert. Die Commijssion besteht vundet worden sind. Ueber den Grund des Vorfalles ifsi noch
zus den Deputirten Changarnier, Audiffret-Pasquier, Larcy, nichts Näheres berichtet, es walket eine Untersuchung ob. Wahr⸗-
Fombier und Daru und tepräsentirt die vier Froctionen der Rech- cheinlich spielt da ein alter Dorfhaß oder untiuges Gebahren der
emn. Hierauf wurde beschlossen, daß die Depulirten der Rechten Schweizer, die jedenfalls nicht in geordnetem bewaffnetem Zug
ch alle Donnerstag in Versailles nach der Sitzung der Permanenz- »urch fremdes Gebiet hätten marschiren sollen. Die Regierungen
oimission versammeln. Das „Journal des Debats“ sagt, aus Oeutschlands und der Schweiz werden sich mit der Soche zu de.
en gefaßten Beschlüssen jcheine hervorzugehen, daß nicht daran assen haben. Es ist dies die erste ernstliche Reiberei an der
edacht werden wird, der Permanenzcommission die frühzeitigere neuen deutschen Grenze; auf der einen Seite unnöthige Gebieis—
zinberufung der Nationalberfamxilung borzuschlag n. verletzung, da die Heimbehr auf geradestem Wege die Schützen
Paris. Der Anklage-Act gegen Marjchall Bazaine wurde nicht über deutsches Gebiet geführt hätte, auf der andern Excess⸗
wvm General Pourcet ausgearbeitet, unter Benützung des vom in der Abwehr. Den Schützengesellschaften kommt ein militärischet
Untersuchuugsrichter, General Riviere, seit dem 10. Mai 1872 Charakter nicht zu.
nit größler Sorgfait zusammengetragenen Materials. Der officielle Spanien. J
Iusdruck für die umfangreiche Arbeit lautet miider: der Auklage⸗ — Der nächste Raubzug der Internationalen von Cartagena,
Att heißt schlechthin „Rapport“. Er enthält nicht weniger als 882 welche Alicante bombardirt haben, soll nach den neuesten Nach⸗
zin und eng geschriebene Sciten. Drei volle Sitzungen werden richten aus Spanien der reichen Handelsstadt Barcelona, die von
aum hinreichen, um mit der Vorlesung des B.richtes fertig zu einer ausehnlichen deutschen Kolonie bewohnt wird, gelten, voraus⸗
verden. Die Arbeit theilt sich in vier Abschnitte. Der Haupt gesetzt, daß die aufrührerischen Schiffe zu einem solchen Zuge noch
Apport gibt ein Gesammtbild und ist ungefähr 200 Seiten stark. dienstfädig geblieben sind. Von Barcelona schreibt man der K. Z.:
die übrigen Theile sind gleichsam nur Beilagen oder Belege zu' „Ob unsere Regierung alsdarn wiederum wie vor Alicante unsern
xen im Hauptrapport klargestellten Thatsachen und bestehen aus thatträftigen deutschen Marineoffizieren die demüthigende Rolle zu⸗
dapporten über die Lebensmittel, über die Artilleriebestände und weisen wird, als stumme Zuschauer mittelalterlichen Gräuel Szenen
iher die Communicationen. Letzterer Bericht handelt von allen von Piraterie beizuwohnen oder ob sie nicht vielmehr diese anweisen
zendbeten, welche von Meitz abgeschickt wurden oder in die Stadt wird, unsere vielseitigen dortigen deutschen Interessen in wirksamerer
ich hineinschlichen, sowie von den Negociationen zwischen dem Weise, ähnlich wie vor Malaga, zu beschützen: das ist eine Frage,
eulschen und dem franzoͤsischen Generalstab. die wir mit Sicherheit hoffen, in letzterem Sinne entschieden zu
— Ein Pariser Correspondent der „Nat.“ Zig.“ telegraphirt sehen.“ —
weter'm 1. d. Folgendes: „Gestern hat in Belfort eine neue
danifestation patriotischer Feigheit und Brutalität stattgefunden.
* wat dort sreit der Raumung ein deutscher Arzt zurückgeblieben,
esen Frau schwer erkrankt war; derselbe erhiet gestern den Besuch
ines deutschen Predigers, welcher wahrend der Occupation in Bel⸗
utt residirt hatte. Auf einem Spaziergange wurden beide Herren
vwn einem Krämer erkannt, der die Vollksmenge gegen sie
ufhetzte , sie mußtin in einen Laden flüchten, wo sie belagert wur⸗
en. Der herbeigeeilte Maire intervenirte vergebens. Soldaten
nußten die Straße raumen, worauf unsere deutschen Landeleute in
inen Wagen steigen konnten; die Menge verfolgte fie aber mit
teinwürsen, welche den Pastor am Auge verwundeten. Mit genauer
beth gelangte der Wagen aus dem Festungsthor, welches hinter
erselhen geschlossen wurde. Aber in der Vorstadt fand eine Er-
neuerung dec Scene statt, und es ergab sich die Nothwendigfeit
mer neuen Interbention der Truppen.“
— Die zweite Oltoberwohe kann vahängnißvoll für Frank⸗
uih werden: in dicser sell das Manifest des Pratende ten erscheinen,
t das Weihnachtsf st in Paris zu seiern gedenlt; am 13. Oktober
al auch di Naieralveriawmlung wusammentreten wolern der

Deutsches Reich.

München, 3. Okt. Die bon cira 1000 Postboten un⸗
erzeichnete Petition um Aufbesserung gelangt dieser Tage an das
Ninisterium und die Generaldirektion.

München, 5. Oktober. Nach der „Allg. Ztg.“ hat der
Antrag des Gesammtministeriums, den Landtag auf den 4. No⸗
ember einzuberufen, die ollerh. Genehmigung erhalten.

Berlin, 3. Oklbr. Nach einer römischen Depesche von
‚Hirsch Tel.sBur.“ vom 2. d. würde unser kronprinzliches Paar
Anfangs November in Rom zum Besuche eintreffen. Graf Moltle
perde in Begleitung einiger Offiziere noch diesen Monat daselbst
wartet.
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        ihm sofort seine beiden Füße oberhalb des Knöchels abgenom.nen
werden mußten.

f In der Gemeinde Blieskastel beginnt mit dem 1. Novem⸗
ber eine gewerbliche Fortbildungsschule ihre Thätigkeit und haben
dieselbe alle dortigen Gesellen und Lehrlinge bis zum 16. Jahre
zu besuchen.

F Das Bezirtsamt Zweibrücen hat für die Hagelbeschädigten
m Kantone Hornbach eine Hauscollelte im gangen Bezirke an⸗
zeordnet.

f Zufolge Entschließung der kgl. Kegierung der Pfalz soll
zemäß Art. 56 und 60 des Gewerbsteuergesezes vom 1. Juli
1856 eine Neuwahl der Gewerbsteuer⸗Ausschüfse für die Periode
874/76 stattfinden, welche die Revision und neue Feststellung der
Zewerbsteuer⸗Anlagen für die angegebene Zeit vorzunehmen haben.
Zur Vornahme dieser Wahl bat jede Gemeinde für je 1000 Ein⸗
vohner einen Wahlmann zu stellen, welcher durch den Gemeinde⸗
zath zu bestimmen ist.

Zum Besten der Hagelbeschädigten des Kantons Hornbach
wurde am Sonntag in Kaiserslautern ein Konzert abgehalten.

f Dem Bezirksthierarzt Louis in Kaiserslautern wurde der
zreußische Kronorden 4. Classe am Erinnerungsbande pro 187071
berliehen.

4 Ein eben so seltener als frecher Diebstahl ist in Darmstadt
erübt worden. Im dortigen Bahnhofe wurde von zwei Loko—
motiven die Garnitur vollständig abgelöst und hierbei eine eben so
Roße Kunstfertigleit als Aussdauer an den Tag gelegt. Als einer
der muthmaßlichen Thäter ist ein jänger Bursche in Haft ge⸗
rommen.

f Frankfurt. Nach einer dolizeilichen Erhebung belauft sich
bdie Einwohnerzahl Frankfurts gegenwärtig auf 99,845; seit 1872
hat die Vebölkerung eine Zunahme von über 10,000 gehabt.

F Johannisberg a. Rh., 2. Olt. Vor einigen Tagen wurde
vas schönste Faß Wein, die große 1841er Schloß Idbannisberg⸗
Auslese im fürstlich Meiternich'schen Keller verkauft. Dies Faß
Wein soll die größte Reussite des Jahrhunderts sein, wenigstens ift
der Preis dafür jedenfalls der höchse, welcher wohl je im Rhein⸗
zau bezahlt worden ist, nämlich, wie die Abmachung lautet, —
ie Flasche mit 20 fl. berechnet — lostet das Stück von 1400
Flaschen den kolofsalen Vreis von 28. 000 Gulden. Der Läufer

st Herr Consul Bauer, der es für sein Geschäft in Moskau ge⸗
lauft hat.

f Stutigart. Dem Premier⸗Lieutent Maier⸗Ehchalt don den
zadischen gelben Dragonern, welcher bei dem Pferderennen in Lud.
vigsburg am 2. Olt. so unglücklich stürzte, war die Lunge ger.
prengt, so daß der Tod sofort eintreten mußte. Derselbe war der
Sohn des reichen Rastadter Bankiers Maier; der Name Ehehäal
st derjenige seiner Frau, der Tochter eines ebenfalls seht wohl.
jabenden badischen Stabsoffiziers.

Das Fremdenblatt enthält folgende Erzählung: „Der
Stabstrompeter Krüger vom 16. Dragoner-Regiment leitete deg
Foncert beim Aufenthalt des Kai'ers in Buxtehude. Ersterer, dien
ereits seit 39 Jahren und zahlt seinen alten Vater und seinn
Bruder zu seiner Capelle. Der Kaiser hatte diese verwandtschaft
iche Verhältnisse ersahren und fragte den Stabstrompeter in scher.
ender Weise, ob jene Beiden sich auch gut aufführten. „Majestäte,
dar die ernsthafte Antwort, so lange sie unter mir stehen, hahbt
ch noch nicht nolhig gehabt, fie bestrafen zu lafsen!“ Der Keisn
lachte ob dieser gewissenhaften Control don Vater und Sohn
jerzlich.“

f In der Nacht vom Mittwoch zu Donnerstag hal sih in
Westphalen ein schweres Gewitter mit wolkenbruchähnlichem Rezen
ntladen. Bei der vollständigen Finsterniß ereignele sich bei da
Ztation Brakel ein schveres Eisenbabnunglück, indem ein Güterzug
nuf den anderen auffuhr. Der Zusuhrer fand dabei seinen Tod,
zrei andere Zugbeamte sollen schwer verletzt sein.

F Dortmund, 29. Sept. Auf der Zeche Fürß Hardendetg
ei Lindenhorst war heute in der Frühe eine hölzerne, an vin
detten von Dreitiertel Zoll Ringftärke hüngende Bühne mit 12
Mann und einigem Baumaterial in den 43 Lacher tiefen und
inten mit Wasser angefüllten Schlacht hetabgelaffen. Etra 12
fuß über dem Wasserspiegel rissen drei Kerten nacheinander, wahr⸗
heinlich in Folge schlechten Materials, und sämmtliche auf der
dũhne befindlichen Arbeiter stürzten in die Tlefe. Vier derselben
ind mit leichten Verletzungen davongekommen, während die übrihen
icht ertrunsen find und großentheils noch nicht herausgeschaff!
erden konntnn.

F. X Demeß, verantwortlicher Redackeur.

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Bekanntmachungen.

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Aufforderung.

Alle Diejenigen, welche eine rechtmäßige
Forderung an den Nachlaß der dahier ver⸗
ebten Eheleute Andreas Fischer. ge⸗
vesener Maurer, und Veronika Klein
u mechen haben, wollen ihre deßfallsigen
Rechnungen auf dem unterfertigten Burcau
rinreichen; zu gleicher Zeit werden alle,
Diejenigen, welche in obige Verlassenschaft
Beträge schulden, höfl. ersucht, solche inner⸗
dalb 8 Tagen von heute an zu enhrichten.

Aus Auftrag:
Das Geschäfis- und Consultations⸗Bureau

L. Bechthold in Si. Ingbert.
G.. S5chotte's umzerbrechliche
Eril-&amp; HIĩimmels-

IOo hen“
lefert bibigst
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mit Genehmigung hoher Regierung.
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chönsten Reit- und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
deren sehr werthvollen Gewinne zur Vertheilung. Zu dieser allge⸗
mein so beliebten Lotterie versendet der Unterzeichnete Loose inclk.
Vorto und Spesen bei Uebersendung der resp. Gewinne:

1Loos für 1 Thlr. 3 Sgr. oder fl. 2. os kr.
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gegen Einsendung des Betrages oder per Postvorschuß. Jeder
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N. B. Da in der Regel die Betheiligung bei dieser Lotterie eine ungemein
ftarle ist, so wolle man Besstellungen baldign machen, um allen
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58 2524 5322538 57—5 —7 3358 553883— 253,3 75523* 55
35 232325 2352385 3538 55355 * 2 223 —A———
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1532235535753 5385 8 5353753533 22325283335 32537
2 32 537555333 2 25 — 22 5* * —83* 53709
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        St. Ingberler Znzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienttagt-⸗, Donnerttagt⸗ und Sonntag⸗
Kummer erlcheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donners tag, Anstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteliahrig 42 serzr. oder
12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispallige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
Dertsches Neich.
Müncheu, 6. Ott. Se. Maj. der Koͤnig hat genehmigt,
daß die protestantische Generalsynode der Pfalz wegen der Geiĩund⸗
heinsverhältnisse Speiers nicht dort, sondern in Reustadt a. H.
datifindet. Der Eröffnungstermin (19. Okt.) bleibt unverändert.
—MAnsch ein. Es ist nun bestmmt, daß nicht Se. Maj. der
sönig persönlich, soudern in dessen Auftrag Prinz Luitpold den
muf den A. Novenber einberuferen Landtag eröffnen wirde
Berlin, 7. Okt. Das .Militärwochendlatt“veroffentlicht
die lgl. Cabinetzordre betreffs Erneänung Manteuffel's zum Ge⸗
neralieldmarschall nebst den wärmsten Tanfsagungen des Kaisers
ür die von ihm geleisteten Dienste. 7
Da jetzt in den Vercinigtens Staaten allenthalben große Ar⸗
beits losigteit herrscht, und selbsi solche Arbeiter, die schon lange in
rzend einer Stadt gearbeitet haben, trotz wochenlangen Suchens
letzt massenhaft ohne allen. Verdienst siad, das Finden bon lohnender
Arbeit für die Eingewanderten mithin roch schwieriger ist, so
athen wir allen uswanderungelustigen Arbeitern Europa's,
hr Vorhaben so lange ee bis sich hier bessere Aus—
ichten bieten.“ n
Baden⸗Baden, 7. ODit. Wer Großherzog und die
Sroß herzogin von Baden werden gleichzeitig mit dem deuischen
daiser nach Wien reisen und dort, einer Einladung des Kaifera
dranz Joseph folgend, in der Hofburg Wohnung nehmen.
Darmstadi, 7. Ott. Heute früh 3 Uhr 30 Minnlen
vurde hier und im Odenwald ein hefliger Erdstoß wahrgenommen.
Im Eisenbahntunnel bei Höchst war das Getöse so stark, daß man
den Einsturz des Tunnels befürchtete. WW
Wien, 4. Olt. Die dvielbesprochene Froge, ob Fürst Bis
nard seinen kaiserlichhen Herrn nach Wien begleilen werde, scheint
in bejahendem Sinne ensschieden zu sein. Dem Kaiser werden sich
erner Prinz und Prinzessin Albrecht und der Großherzog und die
Iroßherzogin von Baden anschlichen. Die Dauer des Besuches ist
;o lrufig auf 4 Tage festg setz. doch hofft man, daß Kaiser Wil⸗
helm sich hier wohl gerug fühlen werde, um den Äufenthalt zu
otläugern, um so mehr, als der Besuch der Ausftellung die Zeit
des hohen Gastes jedenfalls sehr in Anspruch nehmen wird. Ueber
die politische Bedeutung dieser abermaligen Monarchenbegegnung
uu sprechen, ist wohl überflüssig. Hoffentlich wird der Kaifer
xrade in den maßzebenden Kreisen den Eindruck empfangen, daß
die Politik der freundschaftlichen Beziehungen zu Preußen-Deutsch Bermpev
land hier eine ebenso ernst gemeinte als nachdrüdiich verfolgte isi 7St. Inabert, 9. Olt. Der seit sscinem' 4. Jahre
und wenn der Empfang, der ihm von Seite des großen Publi erblindete, in dem Blindeninstitut zu Berlin ausgebildete Organist
ums bevorsteht, in ihm die Ueberzeugung wecktt, daß diese Politil Ir. Körner aus Wesel wird nächsien Sonntag den 12. Otidber,
uuch der popalären Grundlagen nicht entbehrt, so kann dies nur Nachmittags 4 Uhr, in der p otesi. Kitche dabier ein Oigel- und
der Sache selbst zu Gute kommen. Die deutsche Gesinnung und Vokalkonzert geben. Dem blinden Künstler geht ein guter Ruf
—A ⸗ werden bei di. ser Gelegerheit sehr ꝛoraus. Derselbe ist Familienvater und dürfte daher der all gemeinen
ebtaft in den Vordergrund Keten, und selbst rauschende Odationen Theilnahme empfohlen werden. Dessen Tochter wird morgen
derden weder dem Kalser noch dem Fürsten Bismarck ganz erspar Sidets zum Concert à 18 ke. offeriren. Der Mildthätigkeit je⸗
ile. ben. Aber hoffentlich bleibt es dem denunciatorischen Sinne 'och sind keine Schranken gesetzt.)
des „Vaterland“ vorbehallen, daran absichtliche Mißverständn'sse Die Wahl der ständigen Mitglieder det Gewerbsteuerauk-
d Unüpfen und di. Haltung des „Pöbels in Seidenhüten,“ wie chüsse für die Prriode 187475 findet für den die Kanone Biez.
ich das Blat der feudalen Realtion ausdrückt, mit antidynastischen astel und St. Ingbert umfassenden Rentamtsbezirk Bliebkastel am
Tendenzen oder tine Zustimmung zu den Niederlagen des Jahres Samstag den 25. Okt. Morgens 10 Uhr im Stadtraihssaale zu
18606 in Verbindung zu bringen. Daß der jubelnde Empfang Blieskastel statt.
des deutschen Kaisers nicht dem Gegner von ehedem, sondern nur 7 Der protest Kirchenkasse in Kaiserslauiern und dem Ret⸗
dem Freunde und Bundesgenossen von heute gellen iann, wäre ccerderein wurde von der Wittwe des jüngstverstorbenen Bezirks⸗
berasl selbstverstäudlich, nur in Orsterreich muß es ausdrüchich ngeniturs der pfälzischen Bohnen, Hrn. Daniel Kühne, die Summe
bsat werden, um Verteumdungen und Verdächtigungen die Spitze von je 100 fl. als Scheukung, d. h. testameutarischeb Bermächtniß
wbzubre en, welche förmlich zum Systeme erhoben worden sinm. zugewiesen. M
Glackkcherweise hat gerade die Uebertreibung wohlthatig gewirktt. 7 Ludwigshafen wird eine Lateinschule mit 4 Klassen erhal⸗
und der Gesinnungen des Kaisers datf man eben jetz sicherer sein ten; die 1. Klasse, deren Lehrerstelle dem Gymnastalassistenten
als je. (Spen. Sig) . Franz Töͤrschel aus Kempten übertragen wurde, foll noch in diesem
Frankreich. Jahre eröffuet werdenn. —
Parus, 6. Oltober. Um9 Uhr heute früh war der große f Am Dieastog Morgen 392 Uhr wurde in Ludwigshafen
hej von Trianon schou gefüllt mit. Neugierigen aller Art. Um 11 ein leichter Erdssoß verspürt. J
ar wurden d'e Jhüsen des Gerichtssaoles für dieieningen ahifne Soev⸗r 7. Okt. Von gestern Masmittar iz heiri⸗

welche Zutrittskarten erhalten hatten. Die große Auzahl der
Zeugen, namentlich der Oberst von Andlau, jogen besonders die
Augen der Zuhöretmenge auf sich. Um halb 11 Uhr kam der
derzog von Aumale in der großen Uniform eines Divisionsgenerals
in, und begab sich in seine Gemächer, wo er sosort von Beschwerde⸗
ührern aller Art umlagert wurde die Billete oder Platze von ihm
ꝛegehr!en. Trotz aller Bemübungen der Gensdarmen“ war ber
Zaal bald bis in die letzte Ede besetzt. Umdreibiertel ⸗auf 12
'am der Vertheidiger des Marschalls, Lachaud mit seinem Sohne,
ind legte ein ungeheures Attenbündel vor sich. Ihm asfistirt für
ein militärische Angelegenheitan der Oberst Villelte. Um viertel
AUhr trat der Gerichtshof ein; es fehlt nur General Martimprey,
er wegen Kranlkheit entichuldigt ist. Der Präsident: Losset den
Marschall eintreten. Bazaine erscheint in der Marschallsuniform
nit dem Großcordon der Ehrenlegion. Der Präsident: Setzen
A des
St. Ingb. Anz. bereits mitgetheilt) wurden verlesen. Der Prã⸗
sident: Wie heißen Sie? Bazaine: Franz, Achilles Bazaine. Pi.:
Ihr Ailer? B.: E2 Jahre. Pr.: Wo sind Sie geboten B.
In Versailles. Pr.: Ihr Beruf? B.: Marscholl von Frankreich⸗
Pr.: Ihr letzter Aufenthalt? B.: Paris. Der Präsident entläßt
die Zeugen, die aber jeden Augendlick zur Disposition des
Verichtshefes sein müssen, da zuerst die Akten berlefen wer-
en wüssen.
Verssafles, 6. Oll., 12 Uhr 45. Min. Im Schloß
Triancn wurde Heute unter großem Andrang des Publikums das
Friegsgericht gegen den Marschall Bazaine um 122/0 Uhr eröffnet.
Zunächst wurde. der Besfehl veriesen, in welchem Buzaine vor das
riegkgericht verwiesen und zugieich die Zusammensetzung desselben
angeordnet wird. Auf die Aufforderung des Präsidenten gibt Ba—
jane seinen Namen und Vornamen an. Darauf wird zum Aufruf
der Zeugen geschritten, und werden als erste die Marschälle Can—
cobert und Leboeuf, und die Generale Frossard, Bourbati und
Changarnier gerufen.
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        mittag sind hier 37 Personen an der Cholera erkranlt, 15 ge⸗
ftorben (im Ganzen bis jetzt 229 erlrankt, 104 gestorben). Zur
Unterstützung der Hilfsbedürstigen sind beim Bezirksamt schon zahl⸗
reiche Gabten an Geld und Kleidungsstücken eingelaufen.

7 Speyer, 8. Oklt. Von gestern früh bis heute frühes
Uhr sind 22 Neuerkrankungen und 9 Sterbfälle an Cholera zu
verzeichnen.

F In Rhodt, Hainfeld und Edesheim ist der Beginn der
Weinlese auf den 13. Oktober festgesetzt

Aus dem Unter⸗Elsaß. Die Kartoffelernte fällt bei uns
uker alles Erwarten aus, der Morgen liefert 200 Koͤrbe in schwe⸗
rem Boden, 130 — 150 in leichten. Roth- und Weißrüben ver⸗
sprechen guten Ertrag, diese reiche Ernte der Hackfüchte wird bei⸗
fragen, den Preis der Körnerfrüchle zu ermäßigen, der selbst bei
dem mittelmäßigen Ausfall fast aller Erntken dennoch zu hoch ge
halten ist, denn jede Haushallung sport an Brod. Glücklicherweist
ist auf das zu Anfang des September hereingebrochene schlechte Wetter
jeßzt sehr schöͤnes Wetter gefolgt; wahre Sommerhitze haben wir
seit 8—10 Tagen, so daß der Wein noch sehr gut zu werder
verspricht. Mit der Menge des Ertroges kann unser Gebirg
desonders Weissenburg, auch zufrieden fein.

F In Erigrube (bei Freudenstadt, Würt.) hatte die Familie
des Bärenwirtihs Stale unter sich Streit bekommen, wobei die deiden
Söhne Hand an den Vater legten; dieser eilte in fein Zimmer,
jolte eine geladene Pistole und erschoß den jüngeren seiner Söhne.
Der Vater wurde in das Gefängniß abgeliefert und erhängte sich
in demselben.

FDie falschen 10 Markstück preu ischer Präge sind so tau—
schend nachgemacht, daß man sie kaum von ächten unterscheiden
fjann. Der Goldglanz der falschen Stücee ist noch iuntensiver, alz
dei den ächten. Auf eine feste Unterlage geworfen, geben die fal.
schen keinen Rlang. Das Gewicht der falfchen ist nahezu dem der
ichten gleich. Auf der Adlerseite ist die Präge des Randes bei
den falschen eigenthümlich, und hieran möchten die falschen Stücde
am leichtesten zu erlennen sein. Vor der inneten scharfen Rand⸗
sinie liegen bekanntlich kleine erhabene Pünkichen. Ueber dem rechten
zlügel des Adlers sind nun zwischen diefen Pünltchen kleine Grib
den in den Rand eingefchnitten, so daß von dieser Stelle die einen
dandlinie unterbrochen ist. Cint noch anzustellende chemifche Unter.
achung wird über die Compofition der Regirung Auffchluß geben

3

x Demezß, veranbwortlicher Nedacteur.
Bekanntmachung.

Auf Grund des igen und
der hierauf bezüglich gefaßten ortspolizeilichen
Vorschriften werden mit Geld bis zu 3 und

5 Gulden bestraft:

1) Wer es unterläßt, von der Aufnahme
eder Entlaffung von Hamdlungsdienern, Ge⸗
werbsgehilsen, Gesellen oder Lehrleͤngen, von
Fabrilarbeitern oder Taglöhnern, welche am
Orte selbst keinen festen Wohnsitz haben,
jowie über Ein⸗ und Austritt der Ein⸗
heimischen und Auswärtigen Dienslboten.
der Ortsbehörde binnen 24 Stunden An—
zeige zu erstatten.

2) Wer Fremde beherbergt ohne der Oris
polizeibehoͤrde binnen 24 Stunden Anzeige
gemacht zu haben; und

3) Personen, welche Wohnungsräume in
Mieihe oder Aftermiethe geben, sind der⸗
pflichtet, die Anzeige über Ein-und Auszug
ihrer Miether innerhalb 24 Stunden bel
der Ortspolijei zu machen.

Da Anzeigen über vorstehend bezeichneten
ortspolizeilichen Vorschriften sehr haufig außer
acht gelassen werden, so werden die Diensi⸗
und Lehrherrn, Herberggeber — welche kein
Fremdentegister haben — Locievermiether ꝛtc.
auf Vefolgung des Vorstehenden aufmenlsam
gemacht.

St. Ingbert, den 9. Oltober 1873.

Der Polizeikommissar

— Eckerlein.

——

—D

Samstag den 18.1. Mis., das Nach-
mittags um 5 Vhr, zu St. Inebert, bei
Gastwircih Klein, unmittelbar nach der
Andreas Fischer'schen Immobiliardersteige⸗
rung, laͤßt Blechschmied Jakob Haas von
hier auf langjährige Zahltermine in Eigen⸗
thum versteigern:

5,2 Dezimeter Flache, enthaliend ein zu
St. Ingber in der Kohlenstraße,
neben Wittwe Best und Carl
Weisgerber gelegenes Wohnhau
n bst Hofraum und Pflanzgarten,
nebst Ein- und Ausgangsérecht vom
Kirchhoferweg aus, und

8 Dez. Pflanzgarten in den Großgärten,
h'esigen Bannes, neben Schlosser
Behr.

Bis zum Versteigerungstage werden diese

Immobilen auch aus freier Hand dverkauft.

Das Nähere auf dem Geischäfts- und

Fonsultat on?⸗Büreau von L. Bechthold

—

Aufforderung. Hanf-Couverts
Alle Diejenigen, welche eine rechtmäßige mit beliebiger Firma bedruckt per 1000
Forderung an den Nachlaß der dadier ver- Stüdk 3 Thlr. empfiehlt die Buch, und Stein
sebten Eheleute Audreas Fischer, ge⸗ Srucderei von F. X. Demetz.
wefener Maurer, und Veronika Klein
u machen haben, wollen ihre deßfallsigen
Rechnungen auf dem unterfertigten Bureau
einreichen; zu gleicher Zeit werden alle
Diejenigen, welche in obige Verlassenschaft
Beträge schuden, höͤfl. ersucht, solche inner
halb 8 Tagen von heute an zu entrichten.
Aus Auftrag:
Das Geschäfis⸗ und Consultations⸗Bureau
L. Bechthold in Si. Ingsbert.
— — ——
Musik.Voroin.

Dem bewäbrten Streber
ꝛr Redaction, vor Allen
ie Bedürfnisse der Pamilie

berũcksichtigen und gleichzeitig den Am
forderungen der eleganten Welt in vollatem
saasse Rechnung 2u tragen, vrerdankt die
Modenuelt ihren stetig vachsenden Rof,
Mehr als 200 Schnittmuster jührlieh, die s0
wohl ihrer Genàuigkeit, als sorglichen Answahl
wegen gleieh sehr gerũühmt worden, ermöglichen
es selbst ungeübten Händen, alle Gegenstände
der Toilette, Leibwüsche ete. selbet anzufertigen.
Auch im Gebiete der Handarbeiten gilt die
Modenwelt als beste Lehrmeisterin.

Preis vierteljührliech 45 Kr., mit colorirten
Modenkupfern 2 Gulden 8 Kreuzer rh.

Alle Buchhandlungen und Postümter nehmer
jederzeit Bestelluugen an.

Dienstag den 14. Otfober 1873
Abends präcis 8 Uhr,
General⸗-Versammlung.
Tagesordnung: 1) Aufnahme neuer Mit⸗
glieder,
2) Cãclientag betr.
St. Jugbert, den 8. Oltober 1873.
Der Prũsident.
Feinsten ah⸗ ⸗ta⸗erten
vn Arnac,
zrünen und schwarze TnmC,

empfiehlt

Frucht⸗rod⸗ Fleisch re. Preift

der Stadi Zweibrücken v. 9. Okit.

Weizen 9 fl. 8 tr.. Korn 6 fl. 850 kr
Gerste Areihige. — fi. — kr., Gerste vien
reihige, — fl. — tir. Spelz 6I. 10 r.
Spelzkern — fl. — tr. Dinkel — s
— ir. Mijschfrucht — fl. — kr. Hafer
4 fl. 47 tr. Kartoffeln 1 fl. 12 kr. Her
ↄ fi. 24 ir. Sthrohni i 21 ir. de
Zentner. Weißbrod 113 Kilogr. 24 tr
stornbrod 83 Kilogr. 33 kr. ditto 2 Kilogt
22r. ditto 1 Kilogr. 11kr. Gemischtbrod
dil. 40 kt. I Paar Wed 90 Gramm 2k
Rindfleisch 1. Qual. 22 kr. 2. Qual. 20 kt
dalbfleisch 20 kr. Hammelfleisch 22kt
Schweinefleisch 22kr. per Pfund. Butter de
ir. per Pfund.

J Frirx ranuzerbleter
Corroll'schea Cunstmebl
aus Neustadt

mmpfiehlt P. Zevp.
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Strickwolle
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J. UBaa a
im Woll' schen Hause.

rn, 7. Olibr. (Fruch
Mimnelpreis. Weizen Ofl. 9 kr. Korr
7 fi. 8 ir. Spelzteen 9 fl. 66
Spelz 6 fl. 21 ir. Gerste 6fl. 89 k
Hafer 4 fI. 41 ir. Ertjfen 41 546
Wichen 4 fl. 23 ic. Linsen 6il. 27 in
Kleesamen — fl. — ty. — Kornbrot
6 Pfd. — ir. Gemischibrod 3 Pfd. 22 ir
Weißbrod 2 Pfd. 22 tr. — deu—
— ir. Kleehen —fl. —ir. Strod —fl. k
— —
lerr al 2ιαα: AlIgemein-æ
gν fur da nixreieh
Raveru Nr. 43.

—Mr—————————C —

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nimmt die Amexypaodition
von Rmea— 2 0e in
Atfuttenrt entgegen.

—
ann

————
Redaltion, Drud und Verlag von F X. Deme z in St. Inabert.
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        —
——2
58 — 3 2 3322832. * 22
—53 5573828* 5523— 2552 2538325 i3 2 * ⸗ — 2222
5 V 8* 25 5*52* 52 5 ẽ — 123232 — — 22.22 2*
5*8ꝰ37 3*3 33 25 3533 75827 525 33333385
2283 S75 35 *28 5523 —58582 43 —53203 —— 5 55 2322
25885 5332 28 23322 85532 32 533 25333 52858 ——A
— * * —
52 z2335335357 S 3582 — 72 —2522565 —A —— 25
33538 533 55—83238s 3333 3755 — — ——
* 3 2 * 22 —3—
z7332 5823238 552352 73383 2733553333 52255 55253258
37553 352888338 * 2333 3—ö 28253337*
5* —— 33 * 2 *2 552 582— 53*2 5ñ 5 — 8 ——2
— 3533—5 252 — —— —— —7 53 25325 25* .7 —
2583 — —— z22 55 28382 7
5 —3— * —— — —— —8 8* 8
338*253 5373723332* 753735373338333 33353 2235387
8227 s 333— 33 53553233
7 2
82—33 33333—5535 32 235337333536333* 35338873
55 8 5 —3535335353—— —323 23333385 32 3*23 ———
8 2* 22* 268 22 8 3 52 * * —2233*52* — 225 3 —J
5 325 * Z2 52308 332 23551532538 2335335, 75 333,7
5 23232 5 * 588 7555338 23538258228 225 22 5285
23 363232. ——— ——— 5* 3 3338333 22 2832
— 222 — 582 55532 25528 522235 2 —
5 —238387 5 2 —A— — 52 ↄúBE5imGSF 5332 852 5* — 2
8 8 2— * „29 „322 3
— 233s8s285 ——
2222—2 535664 —A —— 325 — 58 5 232 72 *85
* 8 2 — 255 — 55523 5 358532
8 —— 2244 2353 5 3 8 2 26 322 28 5 — — —
—5357533 255535 5325632 5238 5525 * 323*
* 2 — 3255 2 —E— 53 — — 5c52 2225
2* 3832320 2553338865 5285 255* 5s3352 55 3555335238
—2 — Z a 32328 E 2 42 8 ——
— 2. 5æ8 235342 3 —0 2535
32* 2——22 — —— —7 —
42
— 22 BB—32 2855555 —352233 XX —
38528 — *3833336s87838355 23* —2 235—2 —3335325852
34 — — — 55528333 a478 3353533*53533373333
235285 322835533 2375 373—2 53* 52 53. —A —
* 292 53525 2 233835 2 223 — 8 58 8 —A
—A — * — —A 258 333585 —— z253 333535335*
5 M S —223 5 —m 522 227 * 2 * 8 22 32358 2
—4— 228”ES— 5* 5 * 3 — — 7 53 2 —A — —8 ẽ 5322*

2 5 8 2* 1323 88 —— 8 —c
3348 323*8
5 2 ẽ B2* 2 —2 2E S 28 — ——

* — 22 —53 82 558 —* * —A 8 2
2 — 5 —2 — —— — 52 222 — — . 282 * —A 2839 22
386333383 55352*33353358* z223885 323 3523338 523253
53323 —A 52352335223 555 3532 —
— 3358333333252 38 3233353——* *5
— —— — 58 3*326;33
* 52* — 8 * 2 75
5223535 25 —525322 3 — —Ax 553 28 — V 3
— ——— 56855 25 32 »—z2325—333—37* — — —— S — —158
5* — —— 2852327 —— — —2 —A J2398 32 23 —— —
—A 52 — —XWBB 5äæc—5—252. 33 AI—— 5
595 222 m50 2 3 —A * — — 225 332 552893 E—E *
8 28523 5855333 —22353—23—83 S. 2 — 522 55357
2 —— — —*22* * 2353552 5255
s833 —332 2 2263 ** 2 242 23 * 2 522 5887 25232
53 S8 285 8 2 22282 2232 — 2553 35322 —*
353 23333*
— *2 2 3 *
—A 25253283 38382358 32 555323373535335
— ———— 3
—— 2335 —5 385723 z5233S 32— —3853 525 722 *5838
——— 33333333333333373 —38 5325 —238235382837
EESG ELSEBEEZE02 5. 25325 A 282* 532753* 322 —
* 233— 83 —333 553535555
* Aæ 5 — 5—2—5353323335

232582
35533383*
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3323 55
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* * *
55 * —38222
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255777
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— — — ———
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3355837 32853583333 —A
55 * 557 8 * 222
2 5s822285 A 8823 —— — 553555
3,3537 S4 s32330o0 333 2335 *58 ẽ
—E — .*
es — 333 332333 35338 33775 53
3 —— 2* 78 85 z86023 255 z225582 5 232 5265
223 58 22 — * 222 * 3237334 5533 523755533 —g 35
—— 2 50 —— —355 3 — — c5 * — z—90
232343 5z8 — S 327333 8 323255* 238 235
28 52* 2 —»5325328* 5238 — 2 822 2 2525225 —A
528323*8* 8 2 3 582 2 —— 2287 *2528 2—333 223
53332833 ——A — — ——— 5537 —
553238536757 23238585 83
* 3 —58 *
5352530 —x75 —————— 2333355358
— — 2 * * —
232888 z33368337 8 3535 1333382
54 228 — 72 —*338 —532233*2 5 55832 — 22 382 „
325 *2N 3 e2858 —?— 25 3332233 3 28 53735533
2355 58* s5235 8 ——857 533322338 23568 — 22
ð 2555328 53535382* 8 — 53355558 22333 28
*87 33 83 38 33343358 3373335
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23252 25335 2* 2225 228 8 8 2228 5557355323533 22252
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        Hl. Ingberler Anzeiger.

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det St. Irberter Gnt eigee sune dat mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaliungsblatt, mit der Dienttagt- Donnerkiags⸗ und Sonntag⸗
Anmet erscheint wochentlich vierim al: Dienstag. Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteliahrig 12 serrr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreisdallige Zeile Blattschrist oder deren Raum berechnet.
Deutsches Reich. J en höchsten Ehrenstelle meiner Armee. Berlin, den 19. September
Manchen, 8. Otl. Nah dem gegenwärtig im Druck 1873. (gez.) Wilhelm.“
ssindlichen Entwurf des Finanzgesetzes für die XII. Finanzperidde Bexrlin, 8. Olt. Die Provinzialkorrespondenz kündigt den
71 und 1878 sind die gesammien Staatstinnahmen und Aus. mverweilten Erlaß einer Verordnung betr. die Auflö'ung d.ß
jaben auf 120,878.,892 fl. (Brutto) bilancirt. Unter den Aus⸗ Abgeordnetenhauset und die Anberaumung der Wahlmännerwahlen
jaben sind 300,000 fi. für Aufbesserung der Pensionen der auf 28. Oktm., der Abgeordnetenwahlen auf 4. November, sowie
Slaalsdiener und ihrer Relicten eingesetzt. (N. C.) zie Brrufung des Landtags noch in der ersten Hälfte des Ro—
Mäünchen, B. Ott. Der diesmalige Eintritt voa jungen vember an. Demselben Blatte zufolge bleibt das Eintreffen des
,uten ais Einsährig-Freiwillige in die bayerische Armee isi einer daisers in Wien am 16. Olt. zu erwarten·
aglruchsten sest dem Besthen der neuen Wehrverfassung, wab Um in Frantreich die Festauration der Monarchie zu empfehlen, erzaͤhlt
egeits senen Grund dauin hat, daß nunmehr der Racseis der ꝛer Monde seinen Lesern. daß Deutschland mit aller Macht
aisenshafichen OQualifikationen vurch ein Jahreschlußzeugniß üstet, daß Italien mit Frankreich anbinden soll und Deuischland
hir vden regelmäßigen Besuch der J. Klasse nes humanisuschen anr gemeinschafilich mit den Italie nern über Frankreich herfallen
her Realghmnosiums erbrocht werden lonute, während bisher der d dem noch Savoyen. Nizza, die Champagne und die Franche⸗
hesuch der II. Klafse ecfordetlich war und anderseits darin, daß Fomte abgenommen werden sotlen; hernach wird Deuischland auch
ndolge der militaͤrischen Freizugigleil diele Nichtbahern, und * tie Schweiz, Holland und Belyien speisen. So schredlichen Dingen
sonders Hannoveraner und Sch'eswig-Holsteiner in die baherische ann, Frankreich nur vot beagen, indem ed baldigst aus dem Pro⸗
lumer eintraten. Bei dem Zugange im März traten besonders visorium heraustritt und das Konigthum restaurict, um dann die
ziche junge Leute ein, welche ihre Befähigung zum einjährigen Tücken des bdsen Bismarck zu vreituun.
jrei villigendieuste ducch di. eigens hiefür angesetzten Prüfungen Frankreich.
Ardeihan hatten, jeht traten vorwiegend solche ein, welche durch Paris, 6. Olt. Thiers erhau von allen Seiten Zustim⸗
?hualseugnisse ihre wissenschaftliche Qualifikation nachweisen konnten; nungs Erklärungen und Dantsagungen. Mehr als 3000 Personen
uimentlich siart war der Zugang bei der Attillerie und Kavallerie, saden sich gestern bei Thiers eingefunden, um ihm ihre Anhänglich—
das um so bemerkenswerther ist, als bei der Kavaherie und den leit zu bezeugen.
ssenden Balterien die Freiwilligen außer ihrer eigenen Verpflegung Drlanon, 7. Oltbt. Proeß Bazaine.) Die Verlesunt
hekleidung und Ausrüstung auch noch das Pferd zu flellen haben des Berichtes wird forlgesetzt Die Richter solgen den Ausfuhrungen
(Augeb. Abdztg.) auf den großen Karten, welche unter sie vertheilt find. Bazaine
Frantfur“, 8. Ott. Das „Frkz. Pun.“ wmeidet nerharrt in seiner tuhigen Haltung. Die Verlesung erregt wenig
— ————— Vundeop ais Interesse bis zu dem Moment, wo der Bericht sagt, daß mehrere
um Preise von 800, 000 Thalern an. von Bazaine an Mac Mabon gerichtete Depeschen durch den Obersten
Tiner Ditiheitung dae Di. Journ.“ zufolge, haben die e der bei Mac Mahon de Funktionen eines Direktors der
—— Initiative zu einem ebenso guten e pe wore b mersn y W sen de Stet⸗
iz zeilgemäßen Werke ergriffen. Nach einem von ihnen ausge⸗ 9 —** 3 — 88 —&amp; 0 iu u unter
angenen Aufrufe sollen Tausende ihrer Kameraden aus dem Kriege deg —R wichi 6 i *8 i pi ode
begen Disz'plinarvergehen, die vor dem Feinde viel schärfer —* Aufmertsamei ieb p Verl — ung wird
ihudet werden, als im Frieden, zu langiähriger, ja lebensläng⸗ * nn XN —* is ee Vesu⸗ über
icher Festungkhaft verurtheilt worden sein. Die Kriegervereine — oy ou * — “e 7 en d
renden sich im Interesse ihren büßenden Kameraden an das deutiche Berichses, beir ffeud die Unlerred 8 zan 7— u * F eß
boll, damit dasselbe bei dem Kaiser um Amnestie einlomme. * 3 Friedrig arl—
Berlin, 6. Ott. Wie wir hoöͤren, finden gegenwärtig in BB I7 F de apreney
dem Handelsministerium und zwat unter dem Vorsitz des Ministers zing sich an der Ehre. — Die I 3—* uene
— —
riniritiz ciner Börsenkrise, um Nachtheilen fur den ollgemeinen ⸗ Spanien.
derleht, wie auch für Haudel und Industrie, nach Moglichkeit Madrid, 2. Okt. 6000 Carlisten verlheidigten die Po—
horzudeugen. Außer einigen Capacitäten der Handels- und Finanze itionen von Santa Barbara bei Puente˖la Regua. Deei Ba
welt, nehmen, wie wir hören, an diesen Berathungen Beamte der »aillone griff n die Regierungstruppen an, wurden aber auf ihre
Vinisterien für Handel, sür Finanzen, des Inn?rn und des Stoats Positionen zurückgeworsen und zwei Meilen weit verfolgt. Die
ainisteriums Theil. Kegierungsiruppen machten zweihundert Gefaugenc. 1200 Car-
Berlhin, 7. Otlt. Die Cabineisordre des Kaisers an Frhrn. isten unter Saballs versuchten vergebens in Junquem ein⸗
Manteuffel lautet: „Nach nunmehr erfolgter Rdumung des un riagen.
MNupalions⸗Gebieles eibinwe ich Sie hierdurch von dem Ober—
ommando det Okkupationsarmee und spreche Ihnen gleichzeitig
Neine lebhafte Anerfsennung und Meinen wärmsten Dank für die
jach allen Ridtungen hin ausgezeichnele Etfüllung des Ihnen ge—
dordenen schwierigen Auftrages aus. Ich legte denselben in Ihre
dunde nachdem Sie sich als Fuhrer an den Erfolgen Unsrer
eßten Kriege einen hervorragenden Antheil etworben hatten, nach⸗
m Sie mir früher mit vewährtem Rathe und mit unubertroffener
)ing dung in manchen schwierigen Verhältn ssen zur Seite standen,
ind nochdem Ich Ihrem Wirken viel davon zu danken habe, daß
J Stunde des Eruftes Mein Officierkorps vorbereilet fand. Ich
iusche heute Ihnmmn und der Armee zu bethäligen, we hoch Ich
—8 Dienste schätze und wie sehr Ihh den Werth detselben aner⸗
enn⸗ indem In Sie hirrdursh zum General ˖ Felomarschall ernenne.
. 57 -

Vermischtes

f Speyer, 9. Okt. Von gestern früh bis heute früh 9 Uht
ijnd 23 Reuerkrankungen und 20 Sterbfälle zu verzeichnen. Ge⸗
ammtstand der Erkrankungen: 274, der Todesfälle: 1335—
Wie dem „Sp. A.“ mitgetheilt wird, trifft hute Abend der Ober⸗
n dicinalrath Tr. Klnger von München im Auftrage des Mini⸗
deriums des Inneren dahier ein.

f Das in Otierberg am vorigen Sonntaz zum Beften der
hagelbeschädizten des Kan:ons Hornbach veranstaltete Conzert liefere
aͤnen Reinerirag von 28 fl. 87 kr.

p Oggersheim, 9. Octor. Gestern wurde ein Pater des hie⸗
agen Klosiers vom Klosterknecht aus Unvorsichtigkeit erschossen.

x Der Neustadter Saalbau wird am 9. Nod miber mit einer
grotzen Festlichkeit cedff iet. zu wescher 2 Regamnutsmuften en-

41 2
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        f.Neustadt. Nach der „N. Z.“ hat die Direkt'on dr Pfäl. Paris, 6. Olt. Vorgestern lief die Exlönigin Isabella ir
ischen Bahnen die Zusicherung gegeben, daß zur Eroffnungsfeier dein Seebade Dives, da sie den Infauten Don Alphons, der do⸗
des Saalbaues Fahrkorten mi 80 pPCt. Ermaͤßigung ausgegeben einer Welle fortgerissen worden war, keiten wollte, Gefahr, d
verden. Zur Legitimation beabsichtigt der Ausschuß Karien mit ihren Sohne in der See umzukommen. Ein Wächter des Leucht.
dem Saalbaubilde lithographiren zu lassen.· *4thurms. war so glücklich, Beide zu retten.
Der Erdstoß vom 7. ds. wurde auch in Neustadt a. d. FGEn Abenteuer Lulu's.) Dem „Journal de Lyone wic
in Weinheim an der Bergstraßze, in Rheinheim (Odenwald) und in aus Paris geschrieben: „Sie erinnern sich noch, daß leßihin da⸗
Aschaff nburg verspürt. — Berücht von einem Unfall, ja einem Meuchelmocd verbreuet war
7 Das Keciskomite des landwirthschaftlichen Verein) hat dem dessen Opfer der exkaiserliche Prinz im Instetute zu Moolwig
Bergzabern⸗r Bezirksko nite 200 Zentner Sautkorn aus Holstein nahezu geworden wäre: Kein Rauch ohne Feuer; aber der —RR
und 240 Centner aus der Champagne zugewiesen. ist auf einfachere Verhälinisse zurüctzusühren. Es handelle sich hun
F Mannhem. 3. Okt. In Dorfe Sanddofen ist ein schweres um eine dem Erben des Kaiserreichss don einem seiner Studien
Verbrechen verübt worden, über welches dem hiesigen „Anjeiger“ gefährten versezte wohlgezielie Ohrseige. Dieser Letztere, ein Bel—
aus jenem Orte gemeldet wird: „Der 16 jährige Sohn eines gier, beendete eben den Riß einer Zeichnung, als es dem befaglen
hiesigen Landwirths, Schüler des Manaheimer Gymnasiums, welcher Thronerben einfiel, mit einem tuschgefüllten Pinsel darüber —
ich während der Ferien bei seinen Eltern befiadet, erschoß heute streichen. Die Züchngung ließ nicht auf sich warten. Das Vil
—E—— Casaren stromte gleich einem Springquell aus der Nase Vel
weil dieser in Feindschaft mit seinem Vater stand. Der Mann dipede's IV., wie ihn der „Tintamarre“ nennt. Das Antliß de
war eben im Begriff gewesen, sich in diejenigen Räume zu begeben, Geschlagenen Frangte bald in allen Farben des Regenbogens ün
welche er von dem Vater des jugendlichen Todtschlägers gemiethe / die Sache nicht in einem für die Majestät so demüthigenden Lichn
jatte. als ihn dielKugel erreichte und in der Brust schwer derletzte. erscheinen zu lassen, sprach man von einem Unfall deim X
Nach der That lud der Bursche noch ein Mal die Flinte und ver⸗ ind die Partei der Enkel des Catilina gerieth darüder in ain
slcherte, daß er das Geschehene nicht bereue, es ihm vielmehr leid Aufregung, die sich ds an die Sltufen der Borse fortpflanzie.“
ein würde, wenn er nicht toödtlich getroffen haben sollte. Der f In der Nähe von Basel ist eine Falschmünzerbande entdec
junge Lyzeist, der sich dem geistlichen Stande widmen wollte, worden, welche fich mit der Fabrilation von französischen Banknote
wurde burz nach der That derhaftet.· à20 Francs befaßte. Die Falsifikate, welche sehr tunstvol um
Dem Reinhard Stahl von Haßfurt, zur Zeit in Suhl, äuschend nachgemacht sind, tragen die Nummern 823 und 1458
wpurde auf ein von ihm erfundenes Rückladegewehr für dein Zeit- F Wie dem „Bund? mitgetheilt wird, hat Herr Waffenkon—
zaum von fünf Jahren ein Gewerbsprivilegium von der bayerijschen troleut Flisch in Bern ein Revertigewehr (Bisc Repetition) tou⸗
Regierung eriheiillt. ruirt, das in Bezug auf Einfachheit und konsepuente Leistunge
F München, 8. Oli. Nach hicher gelangter Anzeige wird jaͤhigkett olle seine Konkurreaten weit überholt. Die Leichtigiei
die berühmte badische Schwarzwaldbahn zwischen Hausach und Vil - und Einfachheit der Behandlung ermoöglicht, in der Minute jwe
lingen, welche nicht weniger als 17 Tunnel enthält (zwischen Horn⸗ volle Ladungen von je 13 Schüssen abzugeben.
berg, und St. Georgen fährt man fast den 3. Theu unlerirdisch Die hollaändische Regierung zu Java ist auf ein eigenthüm
am 1. Nov. d. J. eröffvet werden. Der Bau einer Wegstun de liches, aber sich als praktisch dewährendes Auskunftsmittel derfallen,
bommt auf 39 Weill. fl. zu stehen. um das Entweichen der Staatsgefangenen aus den Feftungen
f Frankfurt, 7. Olibr. Was die Obsternte in hiesiger Um- jindern. Sie hat nämlich in die Fistungsgräben Krokodille aus⸗
gegend betrifft, so war die Aepfelernte am Taunus ron Soden bia etzen lassen. Seit Anwendung dieser menschenfreundlichen Sicher
Tamberg reichlich; sogar der nordliche Abhang des Taunus lieferte heitsmaßregel ist keine einzige Entweichung vorgelommen.
—L Hãuser baut.) Dre Zeitungen von
BVerfandt nach Außen ein sehr großer gewesen. Als ein Beispiel Lancaster (Penfylvanien) beschreiben den Aufbau eines Wohnhaufet
ist hier der Erlos einiger Ortschaften der Umgegend Frankfurts zu don Ziegeln, der nur 10*2 Stunden in Anspruch genommen hat.
erwaͤhnen, welches darthut, in welcher Fülle das Obst zum Verlaul Das Malterial war vorbereitet und auf den Bauplatz gebracht, ehe
nach Württemberg vorhanden war. So hat die Gemeinde Brehn- man anfing. Das Haus ist zu ebener Erde 20 Schuh dreit und
hal bei Eppstein 9600 fl., das früher sehr zurüdgekommene Haar· 30 Schuh tief, hat zwei obere Stockwerke und acht Zimmer. Ez
heim 32,000 fl., Bonamrs 20,000 fl., Niederursel über 18000 wurden im Ganzen 100 Arbeiter beschäfrigt. Die Fundament-
fl, Seckbach über 30,000 fl., Ginnheim 9600 fl. u. s. w. gelöst mauern waren schon fertig und Freitag um 6 Uhr früh fing man
Von einem Gut in Bonames wurden allein an 600 Walter Aepfel zu bauen an. Ein Photograph war mit seinem Apqarat gegen⸗
zeliefert, und Niederursel gab etwas über die Hälfte seines auf wärtig und nahm alle 153 Meinuten Ansichien des Gebaude un
1000 Malter geschätzten Ertrages ab. Sogar aus dem Kahlgrund der Aib. iter auf. Die letzteren, fortwährend in Bewegung, weiß
aus Schölkrippen und Umgegend brachten die Landleute Äepfel und schwarz, in jeder möglichen Stellung, gaben natürlich sehr
hier zur Bahn, um da abzurechnen. lächetliche Bilder. Um 8 Uhr Vor mittags waren doe Mauern bie
In Frickenhausen, Landg. Ebern, ersylug vor einigen auf, das zweite Slodwerk fertig und zwei Fußboden für das Ged ·
* man weiß nicht ob aus Jahzorn oder in einem Anfoll Zeschoß und das erste Stockhwerk hergestellt. Die Scheidemauerr
— V.rputz zum Theil be⸗
und toöͤdtete sich selbst unmittelbar nach der That durch einen Schnin lommen, die Thüren in den Angeln, die Stichen bereit. Run
in den Hals. wird eine Ansicht aufgenommen, den Bauunkernehmer unter seinen
f Nach einer neuen Zusammenstelung betrugen die Schulden AÄrbeitern darftellend. Der Bauplat sieht sehr bewegt und lomisc
der Stadi Berlin am 15 Septed. J. 8 320.o6 1 Thir, vahtn aus. Die Maurer ssellen ein Gerüst für das zweite Stochwert
3 3—3 88 auf. Um 10 Uar Vormittiags wurde eine Ansicht der Weii ite
sie sich am 18. September 1872 nur auf 8,052, 884 Thlr. be⸗ ——
— 31 uuf die Prinn⸗Street aufgenommen: die Mauern des zweiten
iefen. Sie sind aljo in einem Jahre, troßoem vorschrifismäͤhßig ue J
amortisirt worden ist, um fost 1,800,000 Thlt. gewachsen. Die Stocwerkes sind halb fertig; die Zimmerleute machen sich bereit,
434354 — —R
neuen Schulden sind durch den Bau des Krankenhauses und durch yn——
— an; die Weststite ist angestrichen und die Fugen gezeichnet im
Erwerterungsbauten der Gasanstalten, namentlich durch den Bar Siod — Ha
der Gasarsialt in der Greifswalderstraße, derursocht worden. rsten Stockhvert — die Ziegeln sind, alle verbrauͤcht, und jeht ge
einige Zeit verloren, indem man auf frische wartet — aber naq
f Der mit dem Konlareich Polen und Ktußland in Verbindnng furzer Pause geht Alles wieder floit. 11 Uhr WVormittags: die
g8:
lehennden Geschästsleuten wird die wohlberbürgte Mittheilung von Maurer haben die Ebene des Fußbodens sur das Dag
Nid u den geschoß er
zroßem Juteresse sein, daß die Stabt Chartow in Rußland sei reicht — und die Eden sind bereit, die Dachsparren außzunehmen.
dxei Tagen in Flammen steht und dort bereits für verschiedene Blecharb. iter warlen auf ihre Reihe der Ber
* — putz ist im ersten
Millionen Thaler Waaren verbrannt, welche zum groͤßten Theil Stodvert fast fertig. 11 Ubr 18 Mirusen der lehie Ziegel iß
anbersichert sind. Die me sten der Warschauer Kurzwaarenhändler — uß s 4.
— auf die Schornsteine gelegt und die Ziegelmauer st fertig.
und Manußfakturisten unterhalten in Charkow große Lager und sind 5 D
—3 Die Arbeiter fangen an, das Blech auf das ferlig gestellie Dach
somit natürlich durch den Brand stark in Mitleidenschaft gezogen. zu legen. 12 Udr 80 Minut:n das Gerüst isß wegeet
— — emn: ggetragen.
Man fürchtet allg mein eine üble Rückwirkung der stattgehabten 5 *
2 Uhr 30 Minuten: es find die Fenster im ersten Stod in ihren
Zhennnen speuguf Warschau und blaub. datz Fathemenin Sictn nt die Dteheeünd san gieeheen
gicht ausbdteiben werden . —.„Ban nun schon unter nermalen sod hergesent und der Schun weghelehri. Indeninesareit
Berhalimissen in dem Dandelsvereht mit Polen und Rußland üchlieht der Berihterfiatter seinen Baͤes. sind die Bucerbeite
droße Vo sicht geboten erscheint, so wird dieselbe durch den mitge- 9 ird
Atipyen gien a80 jertig. Das Dach und die Rinnen sind befestigt. — Es wir
heilten Unstand und in Rückssicht auf die im Allgemeinen jetzigen — - n
dlechten Verhältnisse noch eehöht werden müssen, zumal es imn w een Sen prrynd,Das ebande vrnsget
*Xn i St ird es it sein, ei i i men
Tharalter vieler polnischen Kaufleute liegt, derartige Ereignisse zum n drei Stunden wird es bereit sein, eine Miethhartei aufzunt
Nachtheil ihrer Glärbiger gewissenlos auszubeuten. (Verl. Cotreip)

— — — —
XX Dewmen, verantwortlicher Repactenr.
        <pb n="641" />
        Bekanntmachungen.
Güter-Verpachtung.
Montag den 13. Oktober 1873,
stachmittags 2 Uhr, dahier bei
Wittwe von Johann Adam Beck wird
zas Waldland der Herren Gebrüder
srämer vom St. Ingberter Eisen-
verke auf weitere 6 Jahre öffentlich

berpachtete.
Horn, kgl. Notar.
*
Licitation.
Freitag den 31. Ottober 1873, Nach⸗
aittags 3 Uhr, zu St. Ingbert bei Adjunlt
Schmitt, werden die nadberzcichneten zum
PRachlasse der daselbst verlebten Maria
Menges, gewefene Wittwe von Johann
Abel, lebend Acerer, gehörigen Liegen⸗
chaften, St. Ingberter Bannes, auf An⸗
dehen der O Kinder uud Erben derselben
dor dem unterzeichneten gerichtlich hiermit
eauftragten kgl. Notare der Untheilbarkeit
zalber öffentlich in Eigenthum versteigert,
X
Dec. Fläche, worauf ein zu St.
Ingbert auf der Meß gelegenet
neuerbautes Wohnhaus mit Hof
raum und Gäaͤrtchen.
Dec. Acker auf Schiffelland.
Dec. Acker auf'm Rotheunflur.
Horn, igl. Notar

Holz-⸗Verrauf
in Koöniglichen Jorsten.
Am 285. Oktober 1873, Vormitiage
d Uhr, werden zu Sulz bach bei Gast⸗
virth Kärst die bei den unten öezeichneten
Schlägen bemerllen Hölzer in kleinen Loosen
dem meistbietenden Verkaufe öffentlich aus-
etzt:
ssst. Forst Sulzbach:
Distrikt Nr. 3:
1,90 Festm. buchen Bau⸗ und Nutzholz⸗
Stämme,
3 Raumm. buchen Stempel,
eichen Schrit⸗ und An⸗
bruchholz,
birlen Scheit⸗ und An—
bruchholz,
Anüppel 2. Al.
Reiser 1..
F 3.
Distrikt Nr. 740
1Fichten· Stangen 1. Ni.
lRaumm. Reiser 1. Al.
Distrikt Nr. 7b6:
25,29 Feftmm. eichen Bau⸗ und Nußholz
Stämme,
14,83 Festm. buchen Bau- und Nuzhol-
Staämme,
26 Raumm. buchen Stempel,
18., eichen Scheit. und An⸗
bruchholz,
buchen Scheit und Ar⸗
bruchholz,
83, Nnuppel 2. al.
75 . Reiser 1.,
15 — 3..
Distrilt Nr. 4:
1863 Fesim. buchen Bau— und Nußholz
Stämme,
O3, birken Bau⸗ und Nutzholz-
Stämme,
huchen Stembel.

l Kaumm. eichen Scheit. und An⸗
5 bruchbolz.uf
buchen Scheit· und An⸗
bruchholz,
i15ß8, Knüppel 2. Al.,
26 Weiser 1.
3 — * 8. 4
Disirii Nr. 10:
11 Raumm. buchen Stempel,
Distritt Nr. 18:
5,44 Fesim. eichen Bau- zund Nutzholz-
Stämme, *
leichen Stange,
72 Raumm. buchen Stempel,
2 eichen Scheit· und An⸗
bruchholz,
46 buchen Scheit· und An⸗
bru h olz.
birken Scheit und An⸗
bruchholzzz. —
81, Knüppel 2. Ki.
58 Reiser I
Totalitat (da u. 14):
9,45 Fesim. eichen Baue und Nutzhol -
Stämme, *
2019, buchen Bau- und Nutzholz-
Stämme,
14 Raumm. buchen Stempel,
6 eichen Scheit und An-
bruchholz, *
6 *25 huchen Scheit⸗ und An⸗
bruchholz,
16 Kunüppi 2. Rl.
175 Reiser 1.
2 B.-
Holi, den 8. Oktober 1878585.
Der Königliche Oberförster
Mrilitex.

Geriebener Zucker,
Würfelzucker,“
Candiszucker
—XV
ðdtrassburger
EXport-
Bior
(Bock ꝛe.)
wird fortwährend vom Faß
verzapft bei
Ferd. Oberhauser.
——
Hanf-Couverts
mit beliebiger Firma bedruckt per 1000
Stück 3 Thlr. empfiehlt die Buch⸗ und Stein⸗
druckerei von FIJ. XÆ. Demetz.
Franffurter Börse,
vom 9. Oktober 1873.

Preußische Friedrichsdor... 9 3881. -80/.
Pistolen..9840 42
dolländische 10 fi.⸗Stütke. 982654
Dueaten., ..5 344 30
0Francs⸗Stucke ... 2201. -21
rẽĩnglische Souvereigns.11Il 48- 50
—X ... 2 25/-26/.

ιÂ

XEEIIIXI

Das bereits angezeigle Kirchen-Concert des erblindeten Orgel-Virtuosen Körner
andet worgen Sonntag 12. d., Nachmittags 4 Uhr, in der protestantischen Kirche
satt. — Eutree A8 Ekr., jedoch wird der Mildthätigkeit keine Grenze gesetzt.

Preo grra m m.

1. Sonate von Rink, Ocgelvortrag.

2. Solo aus Jeremias, Gesang mit Orgelbegleitung.

2,. „Freie Fantasie“ über ein passendes Kikchenthema.

„Der Blinde an Gott“, von Riet, Gesang mit Orgelbegleitung.
d. Präludinm zu dem Thema: „Nun hab' ich überwunden“, von S. Bach.
b. Arie aus Samson von HSasendel., für Bariton mit Orgelbegleitung.
Geschäfts⸗Empfehlung.

Dem geehrten Publikum die ergebene Mittheilung, daß ich mein Par⸗
zümerie-Geschäft vervollständigt, und alle in diese Branche gehörenden
Artikel halte, als:

Vorzügliche Eis-, Ochsenmark⸗ und sonstige Pomaden.

Feinste Hese, als: Huillo Philocom, Huille Antiquo ete.

sopf⸗ und Wasch-Fxtract, als: Ambre, Fau Athonienne éte.

Vorzüglich für den Bart: Brillantino.

stölnisches Wasser, Ohachous für Herren und Damen; feinstes Räucher⸗
pulver; 60 verschiedene Sorten feine Seifen.

Broßes Lager in: Friseur⸗, Staub⸗, Taschen⸗, Locken⸗ und Scheitel⸗
Kämmchen, Taschenkämme mit Spiegel nnd Bürsten ꝛc. — Feinste
haar⸗ und Kleiderbürsten, Hut- und Sammtbürsten, Toillet Hand⸗
Spiegel, Reifkämme, Diadomo, Kammreiniger, Zahnbürsten, Zahn⸗
pulver, Pudre de Riea, Rasier-Pulver, Kopf⸗ und Bartfarbe⸗Tinktur,
New Cosmotiquo, Ungarische Bartwichse, Haarnetzen, Lockenwickel,
Lockenhölzer, feine Haarnadeln, Brochen, Garnituren, Medaillons,
Papierkragen, Manchetten und Chemisetten, Manchetten⸗ und Kragen⸗
knöpfe, Slips, Hosenträger ⁊c. ⁊c.

Auch halte ein gut sortirtes Lager in Cigarren &amp; Cigaretten.

Fabrikation sämmtlicher Haararbeiten, als:

Zopfe, Locken, Chignons, Perrücken, Bärte, Hals⸗ uud Uhrketten, Uhr⸗
Bänder, Ninge und Bilder ꝛc.
Einem geneigten Zuspruch entgegensehend
Ergebenst
TOB. Weiricehe. Frisour
        <pb n="642" />
        ——
0
Versteigerung

Dienstag den 21. Oltober 1873, Nach⸗

nittags 2 Uhr, zu Habloch im Ge

neind haus, läßt Joh. Volentin Genu
heimer, Essigfabrikant in Haßloch, wegen
zeabsichtigten Umzuges unter sehr günstigen
gedingungen zu Eigenthum veisteigern:
Sein zu Haßloch on der Haupt⸗
draße gelegenes Wohnhaus mit Neben⸗
zebäuden, Scheuer, Stallung, Hofraum
ind großem Garten dabei, das Ganzte
ein Areal von 61 Decimalen umfas-
send, äußerfst günstig gelegen und bis⸗
her zum Betriebe einer Essigsiedere!
mit Nudelfubrikat on dienend, wozu
die vollständige, im besten Zustande
defindliche Einrichtung und alle Uten⸗
silien vorhanden sind, die auf Ver⸗
sangen mit abgegeben werden.

Es eignet sich dies Anwesen sowohl zum
Fortbetrieb der Essigfederei und Nudelfabri⸗
ation, die schon seit langer Zeit mit bestem
krfolg darin betrieben wird und sich aus⸗
gebreiteter Kundschaft erfreut, wie auch zu
sedem andern Geschäft, namenilich einer
Brauerei oder Gastwirthschaft, womit Gar⸗
enwirthschaft verbunden werden könnte;
nuch würde das Anwesen wegen seiner
Räumlichkeiien und seiner Nebengebäude
für einen Oekonomen o er Landwirth sehr
hassend und geeignet sein.

Erfolgt der Zuschlag an einen Steigerer,
der die Essigsiederei und Nudelfabrikation
nicht fortzuführen gdenkl, so werden die
Finrichtung und Ulensilien alsbald nach der
dausversteigerung an einem noch belannt
su gebenden Tage ebensalls versteigert, ins⸗
hesondere 66 — 67 Fuder Lagerfaß vers
schiedener Groͤße von 1 bis 6 Fuder, oval
and rund, circa 400 Transportfässer, 1
Branntweinkessel, 1 Wagen, die Eintichtung
zur Nudelfabrilation u. s. w.

Bis zum Tage der Versteigerurg kann
das Anwesen auch aus freier Hand verkauft
verden, auf Verlangen mit oder ohne Ge—
chäfts,Einrichtung. .

Nähere Anskunft ertheilt der Eigetzhihmer
Joh. Valentin Gennheimer selbst.—

Haßloch, den 26. September 1873.

Obęee l. Notär.

Ganz frische Häringe
ind wieder angekommen bei
Fritxæ Panzerbicter.
G. Schottes unzerbrechliche
Ercil-&amp; Himmels-
„GIO bEEII? B
liefert biligst
L. V. Hussong.
RIIOSICABSICI.

kambsheim hat am 10. Mai jungs
den Herrn Predriela Liehten.
borgen von L.ud wigahafem minesst
Messerschnitten schwer verletzt. — Trotzdem
derr Lichtenberger in Folge der erlitlenen
Nißhandlungen Monate lang lebensgefähr⸗
lich darni der lag, nur durch eine Reihe von
zlüctichen Umständen in Verbindung mit
der sorgfältigsten ärztlichen Behandlung mu
vem Leben davon kam unb heute noch an
)eren Folgen leidet, hat er mit Rücksicht auf
zie Familie des Unterzeichneten und nu
hzurch deren Bitten bewogen, großmüthiget
veise den gestellten Strafantrag zurückhe-
ogen und der Familie die Schande eincr
Verurtheilung erspart. — Zur Genugthung
des Herrn Lichtenbetger und als Abbitten
ür seine schwere That macht der Unter-
zeichnete diese Handlungsweise des Herrw
richtenberger öffentlich bekannt. *
Lambsheim, den 7. Oltober 1878.
DaAavid RAuab.

Oekonom. .

Jeden
Bandwurm 8
it fernt binnen 3 bis 4 Stunden vollstän⸗
ig schmerz und tefahrlos; ebenso sicher
ꝛeseitigt auch Bleich sucht n. Flechten
ind zwar brieflich: Boigt, Arzt zu
Troppenstedt (Preußen.)

54

0

Erklärung
ver unterzeichnete Davidd Raabhb von

— — — — ——
—— — — —— — — —

—M

F
Frankfurtter

Pferde-Markt-Lotterie

mit Genetzmigung hoher Regierung.

Ziehung am 22. Oftober d. J.

Bei dieser Lotterie kommen 9 elegante Equipagen mit 4 und
2 Pferden bespannt, 1 feiner Schlitten mit 2 Pferden, 60 der
chönsten Reit- und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
deren sehr werthvollen Gewinne zur Vertheilung. Zu dieser allge⸗
mein so beliebten Lotterie versendet der Unterzeichnete Loose inck.

Porto und Spesen bei Uebersendung der resp. Gewinne:

1 Loos für 1 Thlr. 53 Sgr. oder fl. 2. os kr.

b Loose, 7— —7 12. 15,
gegen Einsendung des Betrages oder per Postvorschuß. Jeder
Theilhaber erhält nach der Ziehung eine Gewinnliste franco und
gratis übersandt durch das Handlungshaus von

JoOh. Geoyxyer in Frankfurt a.M.
N.B. Da in der Regel die Betheiligung bei dieser Lotterie eine ungemein
starke ist, so wolle man Beslellungen baldigst machen, um allen
Wuncchen genügen zu lönnen.

85

—6
eιια

— ainm.—

Ich veranstalte auch dieses Jahr einen
ch zu folgenden herabgesetzten Preisen:
500 Stück e/. breites schweres Leinen, fur Hemden und Betitl“er, 500 Stuck breites ächtfarbiges Bettzeug, meistens türkischroth, die
die Elle 12 kr. t I Elle 15 kr.
22,3 Ellen breite grobe Leinen, für einschläfrige Beittucher, das b00 Dutzend weiß⸗ rein leinene Damentashentücher, das Duzßend
vollständig Betttuch ohne Naht. fl. i 45. fi. 2. 30. * 5
3 Ellen breite grobe Leinen, für zweischläfrige Bettilicher, das voll⸗ Broße rothe Cachemires Tischdecken das Stud fl. 1. 45. und
ständige Betttuch ohne Naht, fl. 2. 24. fl. 2.
200 Stücdh feines d/⸗ vin schlesisches und böhmisches Leinen, die Elle Broße rein Zu gnires Comodedecken, das Stüd sI. 1. und
135, 18 bis 30 fr. m .1. 24.
200 Stud schwere rothe wollene Bettdecken. für zweisch!afrige Betten, das / beiten gein ramagirten Vorhaugsmull mit Bogen, die Ell
——— — r —
200 Stuck schwere weiß wollene Bettdecken, fur zweischläfrige Betten, 300 Stuck schweren schwarzen Mooreens flir Unterrocke, die' Elle 22 kr.
das Stuck fl. 4. 18. * io/ hreit ali Waterb it die Elle
500 Stüch e graue 8 u. zee Stück n 2 o J 3. brei en, asuichen a r raofe ‚mit und ohne Franzen di
500 Paar schwere weiße Wictoriadecken mit Franzen für Ljchläfrige —XR n guten Buxkin fu ge, die
enn d e nenigw‚pen cien r Iir Lohen and gande Anzee
9 2 3 1 sl u g, r it, ———
loo — inde Tuschthret 3 An Ehlen vund en bre Glaͤtten, rothen wollenen Unterrockstoff, die Elle 15 kr.
100 Dutz nd Handtücher, die Elle von 6kt. en. m GFeinen weißen 84 breiten Mull für Kleider, die Ele 12 kr. I
l0o0d Stuck wollene Kleiderstoffe, fur Frühiahr, Sommer, Herlst und Winter, Cattune, Jaconets, Piqué, Zwillich, Barchend und etreb
sackleinen zum Fabrilpreise. V 9—
Mustchnitte sämmeräbstlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post.
Auch die kleinsten Aufträne werden wie bioher bestens besorgt.
Verkauf nicht nach, Meter, sondern nach alter Elle.

errs, und, um vollständig zu räumen, dverlaufe

— ————

— —————— —
Peneftion Druck und Verlag von FJX. Demek in St. Inabert
        <pb n="643" />
        — 484 »22 3
z 756 6— r 337, 71311
J 1233* 3 ——— — —— —*
783 v1 2 26 de
8 , — ad

det St. Jan berser Auze igar (und das mit dem Haudtblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mii der Dienttagt⸗, Vonnertiagt⸗ und Sonnlag⸗

nmer erlcheint vlchentlich viermal: Dienstaa—. Dennerttag, SamCtaa und Sonntag. Asonnementspreis viertelijäahrig 42 Krur. oder
12 Silberar. Anzelgen werden mit J Krerr, die vreispallige Zeile Sbashrift odtr deren Kaum berechnet.

Sonntag, den 12. Oktober — —— 1873

Deꝛitiches Reich .... Blick ewad unruhig war · und ufig auf vas li ich⸗
Aus DeuptsecheLothringeen 6. Olt. Wie wir deut⸗ tete. — Der Greffier —&amp; ꝛ * ed
q erlennen,unterlaͤßßt die Patiser Presse es · nicht, jsür den Aue⸗ Generals Rivior, in welchen von den verschiedenen Zwischenträgern
ang des Prozesses Bazaine auch die Stimmung der Metzer Be⸗ und Verhand ligen zwischen Bazaine und Mac Mahon die Rede.
lferung ulsmützbares Materal zu verwerthen. Im „Siecle“ Der Berichterstatter sacht damit zu beweisen, daß es dem Ecsnen
de letzter Tage handgreiflich zu. verstehen gegeben, daß die icht Erusiz war, dem Lettern gegen Montmedy zu die Hand u
eeee eeeee e e c cee v
enuͤng ihret selbst erwarte und' daß die Freisprechung des ——— —— mit Beschlag. belegt.
dalls andererfrits die kranzoͤsischen Stympathien a in⸗Meß stark Spanien.
disiren win de Angeblich will nicht nur die Armee, sföndern Madti d, 8. Olt.Die Gotcecta? vetssfenttnchi ein Ianses
die altere Bevdlkerumg der Saadt Ann-seden Vreis. verrathen Telegramm doa Generah Moriones über die Niederlage der Car⸗
viden sein; ja man geht soweit, den Metzern den Wunsch in den listen bei Sancte Barbafa nächst Puente bei Reina. Dieselben
Annd mu legen daß sie weintieber ein Bombardement wie Straß verloren mehr als 100 Todte- 5800 Verwundete und 36 Gesan⸗
urg erlitten hätter, als fo mit ganz heiler Haut aus dem tinen jene sowie eine große Wengr von? Wafftu. Der Berlust dert
Nen andern Zußand übergegangen zu sein, Die Verurtheilung Truppen besteht in 47 Offizieren und 16 Soldaten, an —*
aer Freisprechung Bazaines wird. s.ließlich als Lehens- oder und 25. Offizieren und 176 Soldalen oñ VerwimdeiencV
ꝓdesffrage fut jrden rinzelnen· Metzer traktirt vom reichen jt⸗ Der Sieg von Motiones hat Aberall großen Enthusiakmus
chen Bankier bis herab zum —A der Siraße.“ Noch jervorgerufen. Es heißt, daß in Folge desses mihr gis 700
demug. wir erfahren' sogar, daß . die Existenz der Stadt Me Hann die carlistischen cteihen verlassen Haben · ————
A ihre Rüdkehr zu Frankreich vom Aiisgang diesez Prozesses —
hangt.“ Diesen Wink mit dein Scheunenthor werden die Richter
1 Trianon hoffentlich verstehen. Ju dem gleichen Artikel sagt
der etwas geschwäßige Berichterstatter, daß der Verdruß der
Netzer über ihre jeßige Lage zumeist daher lomme, daß sie Metz
ie uneinnehmbar und die franzdsische Armee füt unbefiegbar de·
alten haben. Das ist auch andern passirt, aber wir vermissen
m dieser Verdricßlichleit sehr auffallend den patriotischen Inhalt.
(gsarlsr. Ztg.)

Auz Elfaüß ueber den Vorgang in Leimen hört man
i. daß die Schweizer bei der Prügelei nicht fo unschuldig waren,
ae sie es in idret Beschwerde darstelltes. Deu ersten Anlaß zum
zireit soll ihr Wderstand gegen den Bannwart, weicher den
durchmarsch derfelben in militarischer Oednung nicht dulden wollte,
egeben haben. Die Schweizer würden von der Sache vielleicht
deniger Aufhebens gemacht haben, wenn nicht sie die keichlichere
dosie Prgel erhalten und vier Gewehre in den Handen der
dauern zurüdgelassen hätten. ———

Berirtnf B. Ott. Heute tritt im Jultus ministerium die
on dem e Dr. Falk änberufene Confegenz zur Berathung
jber mehrere das höhers Schulwesen betreffend Fragen zusammen.
In detselben? nehmen eine Anzahl von Schulräthen, bon Gym⸗
nasial⸗ und Realschul-Direltoren und Oberlehrexrn, sowie mehrere
Mitglieder der Landesvertretung, welche sich für das Schulwesen
xsonders interessiren, Theil.

Abnidgsberdei. Pr.. 9. Ollober. Die „Harlkung'sche
Jeitung“ veroͤffentlicht einen⸗ Abschiedsbrief des Feldmarschalls v.
Ranteuffel für die Provinz Preußen an den Obeiprasidenten,
vorin er sagt: er habe die Söhne der Provinz in den Krieg
pführt, ihr Blut fließen sehen, aber auch ihr Siegeshutrah gehoͤrt.
Hrer imuübertroffenen Tapferleit dande er mit die hobe Auszeichnung.
ihm vom Koaiser geworden, min allen Fibern seines Hetzens

a an die Probinz Preußen gefesseit, er möchte daß jeden ihrer

uetr wissen lassen. R

Wiuen, 9. Olt. Der deutsche Kaiser kommt am 16. nach
Vien mit einem Gefolge von 50 Perlonen und in Begleitung des
Droßherzogs uid der Gtoßherzogin⸗ von Baden. Tags zuvor
nifft. des Taisers Bruder, Prinz Karl, hier ein. Es sind wenig
ohesie, dagegen ein fleihiger Vesuch, der Wiltausstellung angesagt.

Frankreich.

Tricawon, O.“ Ott. EGrogen Bahzaine.) Vedlesung des
vm Anklageberichte beigefügten Dokuments, betreffend die Verjuche,
un Imee in Kommumilation zu treien. Kein Zwi—⸗
henfall. 2 —

—
nn um 4 Uhr. Ungefähr2000 Inhorer, worunter · vrele
ftiere und Damen waten im Saale anwesend. — Der Marschall
hauytete seine gewöbnliche Haltung, nur bemerlte man, daß sein

uu d tte
— Bei Neustadt schoß am 5. d. Avotheler Steinam im Schoͤn⸗
hale einen Dachs von 24 Pfund Gewicht.
7 Speyer, 10. Ott. Von gestern jfrüh 9 Uhr bis heute um
d'e gleiche Zeit, kamen 15 Erkrankungen und 6Todesfälle an
Thoiera vor. Der Gesammistand ist nunmeht 289 Ertrankungen
mit 139 Todetfällen.
7.Landau, 10. Okt. Die Weinlese in den Gemorkungen
von Landau und Nußdorf begieint Mittwoch den 15. d. M.
Edenkoben. Die hiesige Weinlese beginnt, wenn ungünstige
Witterungs verhättniffe leinen jpätern Termin bedingen, am Donner
fag den 16. Ottobe.

7 Mainz, 6. Okt. Gestern Abend ereignete sich im einem
dause· der Rheinstraße ein entsetzlichss Unglück. Ein Kind dvon
3 Monaten, welches sich an einem Tische zu schaffen machte, auf
»em eine Petroleunmlampe brannte, zog an der Tischdecke, die
dampe ftürzite um, das Glaß zerbrach und der Inhalt nebst dem
rennenden Docht ergoß sich in den Mund des schreienden Kindes.
XXV I

7 Köoͤln, 8. Olt. Gestern Nachmitag war hier“ zin Gewiter
nit flarkem Hag⸗lschlag; es fielen⸗ Schlossen in der! Größe von
daselnüssen.
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        Bekanntmachungen.
— — —
Bedanntmachung.

Ludwig Weißgerbern, Mehßgerbursche bei
atl Schwurz dahier, hat gestern am 9.
Früh 7923 Uhr auf dem Wege von seines
Meisters Wohnung bis zur Eisenbahn 118
JL., best hend in 9 Zehngulden⸗, 5 Fünf⸗
gulden⸗, ein Zwei und einen Eingulden ⸗
Schein verloren.

Obwodl der Verlust sofort durch die
Schelle öoffentlich bekannt gemacht wurde,
hat sich bis zur Stunde der Finder nich
gemeldet.

Derlelbe wird deßhalb aufgefordert, er⸗
vühnten Fund sofort, bei Vermeidung der
Finschreitung nach 8 246 des Reichestraf-
esetzbuches — wonach bis zu 3 Jahren
Befängniß bestraft werd n lann — zurüd⸗
sugebe—

Auhaltspunlte zur Ermittelung des Fin⸗
ders wollen dem Unterzeschneten zur Anjeige

gebracht werden.
St. Ingberi, den 10. Oktober 1873.
Das Polizeiksmmissaria
EBcerIeim.
Haus- und Güter—
.
Versteigerung.

Samstag den 18. 1. Mis., dies Nach-
anttags um AUVhtrr, zu St. Ingbert, bei
Saswirih Klein, unmittelbar nach der
Andreas Fischer jchen Immobiliarderfieige ·
ung, laͤßt Blechschmied Jakob Haas von

—
hum versteigen
6,2 Dezimeter Fläche, enthallend ein zu
St. Ingbert in der Kohlenstraße,
neben Wittwe Best und Carl
Weisgerber gelegenes Wohnhaus
nebst Hofraum nibst Ein- und
Auẽgangsricht vom Kirchhoferweg
aus, und
b Dez. Pflanzgarten in den Großgärten,
hiesigen Bannes, neben Schlosser
Behrr.
Bis ztim Versteigernngstage werden diese
Immobilen auch aus freier Hand derkauft.
Das Nähere auf dem Geschäfts⸗- und
Tonfultations. Büreau von E. Bechthold
in St. Ingbert.
Raletot &amp; Hosen-
Stoffe
für die Winter⸗Saison, wovon
die neuen Mufterkarten eingetroffen!
ind, empfehle ich unter Zusicherung
zuter und billiger Beforgung, zu ge⸗
neigter Ansich.
. qJ. Crowenig
in St. Ingbert.
—
Musik-Veérein.
Dienstag den 14. Ortober 18783

Abends präcis ꝰ Uhtt
General⸗Versammlung.
Tageßordnung: 1) Aufnahme weuer die

glitder,
2) Cãchliemag belr.
St. Ingbert, den 8. Oktober 1873.
Der Pνα
— 252—„————— —— —

Bekanntmachung.
Zufolge hohen Erlasses kgl Regierung der Pfalj vom 6. Oktober ifd. Js.
ꝛd. Fro. Bxh. 12,499 X. werden vom 15. Oktober 1873 an die, Kohlen
verkaufspreise auf der kgl. Steinkohlengube St. Ingbert festgesetzt, wie folgt
— VFörderkohlen J. Qualität pro Zentner 34 kr. —
U., 2 308,
— — U. e dee 261.,
iinschließlich des Ladgeldes. —D—— —
St. Ingbert, den 10. Oktober 1873.
Das kgl. Bergamt.
J · Kamauun
— tope —
Taveten und Nouleaußz⸗Lager
bei 3. B. Ciolina,.
rii⸗-a·vis dem Pfalzerhh
2 3* — in ANναα -·-
J —e 84 e »87 0 —4 2
Pinjahriger militardienst.
XEEEEIEEEEI bestundug fir meαα Staats-
rüũfung vor und schon sind über 150 Zoglinge darin bestanden und eine grose
inahl stehen in Vorbereitung. — Hamdαιαια mit grundleher Erlernung
ler lebenden Sprachen. — Pensionat mit strenger Disciplin: im letzten Senu
ahre waroen daselbst 150 Pensionare, von 12 Hauslehrern unterrichtet Programm
mreh die Direction in Bruehsal (Baden) F BI7.
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Berlin, Breslau, Col Il —— — München, Nüruberg, P
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vlin Veectau —SSeR—V — O eee —* — 4
Officieller Agent saͤmmtlicher Zeitungen
deßs In⸗ und Auslandes.
... Alleiniger Inseraten-Paochteæ
des RIadderadatseh“, Jer , Fliegenden Biätter“, ves Figaro“ in Wien.
A IIæ imige Annoncen Regie —
des ,Deuischer Reichsanzeiger“ und Koniglich Preußischer Staats⸗Anzeiger“, „Ber⸗
liner Tageblatt“, „Deussche LandesZeitung““, „Deutscher Gemeinde-Anzeiger“, „Capi⸗
taliste, „Revue financiöôre allemande“, Schweizerische Handels zeitung“, „Zuüricher
Wrresse““. „Praqet Handelsblatt“, Feierabend des Landwirttks“.
Am Sountag (morgen) Abend J
urstsuppe,
Sauerkraut mit Wurst,
zei .Garlkl Engel.

dtrassburger

EXport-

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wird fortwährend vom Faß
derzapft biie

Ferd. Whberhauler.

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Anechenmehle Duperphosphate
bei J. UEUrewenig

St. Inabert.
Bürgervereins-Kränzchen.
Am Mittwoch Abend Zusammenkmnst bei
Ferdinand Oberhaufor.
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zrünen und schwarzen Pee ,
mpfiehlt

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uns. Drilaen. Flochton,
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eeber von mron Loldon be·
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Feuerwehr⸗Montag
MPeter Henßer.

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ait beliebiger Firma bedruckt per 1000
Stück 3 Thlr. empfiehlt die Vuch und Stein⸗
druderei von BR. X. Demetz

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Kedaltion, Drud und Verlag bon F X. Demez in St. Inabert
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

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de St. Anakeea rre iget (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungktblati, nl dar Dienttagß⸗, Donnerttagt⸗ und Sonntag⸗
Zummer erlcheini woöchentlich vier mal: Dienbtaa. Donnerztag, Bamssta a and Sanntaa. Abonnementspreis vierteliahrig 12 Krzt. oder
J J 12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeite Blattichrift oder deren Raum berechnet.

C 160.

1282r ——

— Derntsches Reich. yerlesen waren, gab der Präsident Befehl, die Rechtfertigungsschrift
Mänchen, 10. Otibt. Heute wurde die allerhöchste Ent- Bazaine's zu verlesen. Diese Denlschrift ist eine fast vollständige
qließung. nexdff· ptlicht. wonach. die beiden Kammern des Landtages Viederholung des bereits vekannten, von Bazaine verfußten Buches
auj den 4. Nov. einberusen werden. iber die Rheinarmee. Sie erinnert an die Schlacht dei Forbach,
Mͤnqhen, 10. Oltbe. Die Landraths versammlurgen sind dezeichnet das Gefecht von Saarbrücken als ein unzeitig unter⸗
zuf den 10. Rov. in die Kreizhauptstätte einbetufen. 3 53 77 iommenes, das durch den Naiser angeordnet sttce fucht sodann
—A— Quxce ist als zachzuweifen, Vaß der Kaiser allg Befehle /de züglich Dder Sglacht
Aufbesserung der Persionsbezüge der k. Staatsdicher fol zende Slala von Bornh gegeben habe, sn der Maͤrsche
uhsicht genommen bei inc Penston- bitz gu 600 fi. 20 om 14. und 15. den sGlechten Dispofitionen Cofftniere v.Hals
Proz. Zulage. von 601 bdis 1200 . Pension I5. Proʒ. Zulage commandanten von Meßz, zu, berührt aber uur leichthin diejenigen
ind vᷣon 180 bis 1800 fl. 10 Proz: Zulage. Die Perstonen huntse, auf weschẽ sih dia Anklage stützt. Rei cder Bespechung des
In 1801 fl. an, bleiben außer Berüchsichtigung. — Ju der dampfes vom 7. Oklober schiebt sie die Berautwortlichteit für
ommenden Finan;periode sollen abermals 6 Megierumnsselretars· vessen schlechten ⸗Ausfall den Offizieren zu. Dieselben hatten eine
dellen eincezon werden ingesrdnete Bewegung so schlecht ausgeführt, daß der Marschall
Beriin 9. Ott. In diesseitigen unterrichteten Kreisen ist inen ernstlicen. Verfuch.“den Weh nach Mezieres einzuschlagen,
zisher nichts darüber bekannt, daß für den Prozek Bazaine auf nicht mehr hälte machen können. Bszumeve· Rechtfertigungs christ
has Zeugniß preußijcher. Genetale und Offiziere provocitt worden chließt: Die Ereignisse seien stärler als alles andere gewesen, und
ist.“ Ter Marfchall' hat bekanntlich ·ein seiner Zeit ihm vom ügt hinzu, sein- Gew ssen mache ihm⸗krinen Vorwurf. Dann
brinjen Friedrich Karl gemachtes dahin ziel: ndes An.rbicten abge⸗ erliestj der Herzoz von Aumale den Schlußspruch der Anklage⸗
ehnt und: dürfie baum zenetgt ein, diesen Entjchlnß rüdgangig zu ulte, welcher sagt, „Da aucht alles gethan. sei, was Pflicht und
nachen. Sollte jedoch im Laufe der Verhandlung von Seitlen khre vorschrieben,“ — bei diesen Worten zeigt Bazaine eine leb
der Vertheidigung ein besonderes Gewicht auf das Urtheil des jafte Aufregung, sein Gesicht ist don einer Ploͤtz ichen Roͤthe uber⸗
Wegners gelegl und vom Gerichtshofe ein diesbezüglicher Befchlatz zossen. Montag um 1 Uhr wird das Verhör Bazaines beginnen
Jefaßt werden, so wird, wie wir kören, in unsern maßgebenden,“ 1P ar is, 12. Olt. Rouher hat die bonapartistischen Abe
Kreisen einer solchen Riqrisition lein Hinderniß in den. Weg gelegt geordne ten zu einer Besprechung auf den 15. Oltober kingeladen.
werden. — 31. 8 —W In dem Einladu:gsschreiben außerte er sich sehr heftig gegen den
Salzburg, 12. Okt. Graf Chambord ist heute hier an⸗ Versuch, das Königthum wieder bherzustellen, welch s eine Vernei—
getommen. Er besuchte den Großberzog von Toscana und einpfangt nung der Demokratie sel. Er verlangt, daß man das Vollk be⸗
eine heute ankommende franzdsische Deputation. * rage, welche Regierungsform es wolle..
“ —
aris, 11. Okt. Ein von ecmeindeiathen don Paris y adei 3
anterzeichn tes Schreiden vom gestrigen Tage, en alle De putii te e 9 dbr p een mit ga
von Paris adressirt, behauptet, daß die Nanonalversammlung nicht n ere eean eihe aber
as Recht habe, die nationale Souderänetät zu verdußern und dah ernstlichan.
Nohernt * iee F Bꝛeben —8 ———— — — —
nig zurückweise. z Deputirten der Seine werden auigefordert, 538
re — 2n fSt Ingbeit, 18. Olt. In da letzten Stadtrathssitzun
uͤber/ das von ihnca hierüber obzugebeade. Volum zu deee —— —XX erde Lehcer —*
aris, 11. Oltbr. Tie Lage des Laudts wird bei dem aron risp. Hagenduger für Erthinung des Unterrichs in den
** Slande der Dine uner sraglich ud wenn die Vonarchisten den Cursen d hiefigen deaee auf le 150 . fest
nichn bald einen »entsjcheienden Schritt thun, ist ihre Sache ver⸗ zeset. Auch , Lattinschultzausbaufrage kam' zur Verhandlung
aaan i bit vo sig Chamtord gegenwärtig aufhalt, und wurde ein Gesuch des Subreltorais, die Etrcichtung einer
ind no h weniger verlautet über die Concessionen, die er zu machen xXettoratswohnung in dem In bauenden Latemnschuthause bett.. ab-
renit.“ Stin' Feinde siud unlerdessen sehr thätig. In den chläglich beschieden. Belanntlich soll das projet: irte Lateinschalhaus
ättern degnet es Briese und Aufruse: so sordetn heute27 uf den an der —— neben Wirth Schwarz gelegenen
Nunicipalrarhe der Stadt Paris die Abgeordneten der Seine auf, Sties schen Garten zu st hen lommen. J
eeeeeena de die Volte sorberareiat zu drotciren und T, Arh dem hie sizen Situalienmarit am Samssag wurde van
in Versprechungen des Enkels Karls X. beinen Glauben zu »c Polizeibehoͤrde. ein Korb. mit schlechter Butter beschlagnahmt.
henlen. — Herie hieß ts, der Oberst Stoffel urdd Commandant Das einfachste und beste Mittel gegen gegisfenlose Vertänfer vor⸗
Nagnan (dieser tries sich mit einer wichtigen Depesche des Kaisers ugehen. Die Preise find gewiß noch nicht hoch genugf) — An
in Bazaine so lange herum, bis er nicht mehr nach Meß konnte), mselben Tage wurde einem Schlepper in der Grube dahier ein
en derhoften. Diese Rachricht ist nicht richtig, allein diese Offie Bein übersahren. Wie wir hören, hat derselbe durch eigene Un⸗
ie werhen sur? ihe Verhanten Rede sihen auffen. In der geste orfi hiigleit sein Unglück verschuldel.
igen Sitzung ditz striegsgerichts wurde unter den gewoöͤhnlicheu Ludwigshafen, 13. Olt. Gestern wurde ein Arbeiter der
ormalitäten mit Verlesung des Raportes weitergesahren. Derselbe Anilinfabrit beetdigt, welcher das Unglück gehabt hatie, in einen
indeit zuerst noch von den Anstrengimgen der Regierung von 4. dessel min siedender Farbmasse zu stürzen.
epember, mit Metz in Verbindung zu ereten, allein Bajaine habe 7 Neustadi, 10. Olt. Von 57 zur Prüfung für den Em—
Anwendung des Laftballons verweigert. Indessen sei er von ahrig⸗ Freiwilligen⸗ Dienst zugelassenen Adspiranten haben 26 dieselbe
ul Feen Von cutwatainn in Thionville unterrichtet gewesen. destanden, 831 wurden zurückgewiesen.
n Hunitidn“ habe es nicht gefehlt. Am 16. Aug. hatte jedes Speyer, 18. Olt. Vom Samstag früh auf Sonntag
pfündige Geschütz 284 Patronen. für die Chassepots wraren am rüh ist sich der Stand der Cholera hier ziemlich gleich geblieben,
elben Taze ihrer 171 Mill, vorhanden. Auch hieraus wird ndem 28 Neuerkranlungen und 10 Todesfälle angeneldet worden
neschlossen, Bizaine habe nicht kämpfen wollen. — Mas die Ver- ind. Von Sonntag früh bis heute früh 9 Uhr dagegen zeigt
toviantirunz von Maß betrifft. so habe man dafür anfänglich ich eine bedeutende Abnahme, indem wir nur 8 Nu'rikrankungen
lecht. gesorgt und daun · den Vorrath un vorsichtig vergeudet. — ind nur 4 Todessälle zu verzeichnen haben. Der Gesammiftand
e ee u Fdet Begaine Gegen Ende der si Jeht: 823 Erlrankungen und 188 Todesfalle. 4
heutijaen Situng. nachdem lämmtliche Beilagen der Anklageschrift 7 Vom G. bis 10. ds. Mis. sind in Franken that 3 Cboleru-
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        erkrankungen, von welchen eine mit ödtlichem Ausgange, constatirt.
Der zuerst vorgelommene Fall ist nachweisbar⸗ von Speier einger
schleppt, bezüglich der beiden späteren liegen Thatsachen vor, welche
die Anvahme einet Ansteckng durch die zuerst erkranklie Person
rechtfertigen. * * —8

F Fraulenthal, 12. Okt. Bis heute ist hier kein Cholerafall
mehr vorgekommen. (Pf. 3)
17In Rorschbach verschich mach längerem Kranksein Jalius
Schöninger. Derselbe war en der badischen Erhebung des Jaheesß
1848 als Adjutant Hecers in hervorragender Veis betheiligt.

St. B.)

7Metz, 10. Ott. Vor eintgen Tagen bemerlle ein Weichen
steller auf der Streche Msulein Amapillers, daß von ruchloser Hand
16 Seück Steine, im Durchschnittsgewicht von je 486 — 50 Pfund
auf die Schienen gelegt worden waren, augenscheinlich in der
Absicht, den anlommenden Zug dadurch zur Entgleisung zu bringen.
Die Uebelthäter sind troß aller Nachforschungen noch nicht er⸗
—A —
7 23In Offenburg wurde der chemalige Fremdenlegionär R

Jesger aus Bühl, der seine Mutter und seinen Stiefvaker während
v schliefem meit einer Att erschlagen hatte, zum Tods verurtheilt

F Bingen, 11. Ott. Der gestern Abend von Koln nach
doblenz abgelassene Schnellzug stieß auf der Station Brühl, welche
derselbe ohne Anhalten passirt, auf einen in demselben Geleise
»efindlichen Güterzug, so, daß die Maschine und Tender des
Schneltzuges weit auf die Seite geschleudert und umgeworfen wurden.
Der Packwagen wurde total zertrümmert und die vordersten Per—
fon muagen, die j doch fast ganz leer waren, kitten mehr oder
veniger Noth. Der Zugführer, welcher in Coupe des Packwa⸗
gjens sich befand, blieb auf der Stedt todt, während der bei dem⸗
elben fich befundende Packneister nur am Fuße verletzt wurde.
Das PraschinenPersonal und die Passagiere kamen ziemlich unver⸗
letzt davon. (M. 3.

Luziensteig (Graubünden), S8. Oktbr. Seit gestern Abend
schneit es hier fortwährend so stark, daß für die hier im Tienft
befin deichen Schüßen an Schießübungen nicht zu denlen ist.

—E
X. Demeß, verantwortlicher Nedacheur.
—
Wie verwichenen Sommer werde ich
naächsten Mittwoch⸗(den 165. d.),
Donnerstag und Freitag mit einer
großen Auswahl neuer Muster in
Winter-Artikel und schwarzer wie
farbiger Seidenzeuge zu treffen sein
P im Hetel Laur-.-.
Grumbuch frères
von Saargemünd.
dtrassburger
EXport-.
Bier
(Bock⸗Ale)
wird fortwährend vom Faß
verzapft blii
erd. Oberhauser.
4 bis 9 Wagen Dung
hat zu verkaufen

Vorschuß-Verein 5t. Ingbert.
(Rngetragene Genoxénenαt.)
Die Mitglieder werden hiermit zu der mam
Bonnerstag, den 16. Gctober 1873, Abends 8 Uhr,
im Zulius Grewenig'schen oberen Locale stattfindenen
bGeneral-Vers am lumng
riageladen. —B00
* Tadqges Ordnungq
M) Vorlage des Geschäftsberichtes pro J. Semester 1873 und Enthlastune
des Vorstandes. *
2) .Bericht über den Verbandstag am 26. Juli zu Ludwigshafen.
83) Bestimmung des Höchstbetrages der den Verein zu belastenden Anlehen
und Spareinlagen.
4) Erböhung des Stanmantheil. ——
St. Ingbert, den 16. October 18s783888. 2
Der Verwaltungsrath des VorschußVereins St. Ingbert
Gurullav Zix, Vorsißender.
Gerbst⸗GBaison.
Es find nun sämmtliche Nouyeautés in —
7TLGTTT-MLIL iII1 —
bel mir eingetroffen, welche hiermit besteus empfehle.
Hermann Fischer.

Gastwitth G. Klein.
Keine Frauenc ang er
freut sich einer grösseren
verbreitung uud ist dabei
trota ihrer treftlichen Ori-
ginal· Illustrationen so bil ig.
als die
Modenwolt.
ODem bewũhrten Strebon
Redaction, vor Allem
ie Bedũrfnisse der Familie
ærücksichtigen und gleichzeitig den An-
rderungon der eleganten Welt in volkatem
Maasse Rechnumg 2a tragen, verdankt die
AModenicelt ihren stetig wachsenden Ruf.
Mehr als 200 Schnittmuster jährlieh, die s0
wohl ihrer Genàuigkeit, als sorglichen Auswabl
wegen gleich sehr gerühmt worden, ermoglichen
es selbat ungeühten Händen, alle Gegenstönde
dler Toilette, Leibwaãsche ete. selbst anzusertigen.
Aueh im Gebiete der Handarbeiten gilt die
Modenwelt als beste Lehrmeisterin.
Preis vierteljuhrlich 45 Kr., mit colorirton
Modenkupfern 2 Gulden 8 Rreuzer rh.
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ederzeit Bestelluugen an.

et ESrankfurtter

* O

Pferde-⸗Markt⸗Lotterie
muit Genehmigung hoher Regierung.

—4 Ziehung am 22. Oktober d J.
Bei dieser Lotterie. kommen 9 elegante Equipagen mit 4 und
Z Pferden bespannt, 1 feiner Schlitten mit 2 Pferden, 60 der
schönsten Reit- und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
deren sehr werthvollen Gewinne zur Vertheilung. Zu dieser allge⸗
mein so beliebten Lotterie versendet der Unterzeichnete Loose incl.
Porto und Spejen bei Ueberseudung der resp. Gewinne:

1Loos für 1Thlr. 8 Egr. oder fi. 2. 03 kr.

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Theilhaber erhält nach der Ziehung eine Gewinnliste franco und
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und zwar brieflich: BoOigt, Arzt z
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X.B. Da in der Regel die Betheiligung bei dieser Lotterie eine ungemein
starke ist, so wolle man Beftellungen baldigst machen, um allen
Wünschen genügen zu bDdanen.

— — 2

— —
Red Ution, Druck vnd Verlag von F X. Demeßt in St. Inabert
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        ẽ 2

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—.37 53 83423

—333* 52 3273* 3257

—*5 — .4 * — 2252223

—28685 22 — 25 —A —

—A 5227 33* — ——

A 25 228 222388 37 253283 538538*

23 322225ẽ 528 4255333* 373 33335 365s353537 M
5 * — 2 h — — *

2 — — —A — — ——— — 238 322*
—— 29 — —35*23 — —— 52353755 333855 285
535 3*8. 3* 8 55375324 2336 23233 5
652* 2*8. 32 523 ——— 3355368 6 »5325 522
23* 282365 — —— x285*23233 25 2388 8233322 57
ẽ * 30 238 33343 — 32238323375 525
—A — 252 3325255* —6 — —338 3
23352 383 83232587 525 z388 3538 * —— 55
—— —— z273* — 7333335 33 8
— 537582 — 3233 32233
32* 5538 A * 3533 E 558 2 58582
— 25237 2* — V 285382* —A —X3 —A —5
* J 35533335 2 3 AM2 3258 —— 2828 8 2
—A —A — NSES 2 — 3 5323 323
* ——— —— 5 — ——
532325* — —— 155283 523537 5z538
—587 — — — 32 555 5 2722 * — 125 35288 5*
2* 3 —— A 22225 — — 38 —— 225
2538 5 2*86 2282 52252 * —A 225 26 537 5252 52
2335*x355535 3563 5*533333552* 523 558 33352—* A
288* 323333353 3 53 66 2523
* 3233837 33535523 B3 * )1 s83 17 2—EB 28
52 253 —A 3383 33332387 5826 —— 22387 * 4

Se — 555538 — — —— 5873 553353 2 5*7
558* — 2333532*63 3353,33335* 2537

2223 —2 5353385 55 3 355—35555 æ* 3252
235 2 28 *5 — 23585628— 35*
—— 3. 2533*5 28323538 —35235557 325253353333

5857 5 35275 — 2855338*
3z252 28 —A 28353853 3555222 2222*
—— 3 7 23232 2* — Z52 —A
Ze —5 55 333763* — 25 — 558

—

7 3 4 1157
—52 *5 — 7r8* 83 * 22285 * * 22 * 4 *
—— 523577 333 37325357* 5558 53235*
—* — — 5 —— A * — — ——7
35 55*323 3352745535 5588 82 8 52 S*
— 513 273 * —— —— — 55732 —A 3
24338 252523 s5 58* — — — 28
—A22— 25E — —— 22 25 225 52257 — 52
z258 15 2865— —A äsz58 8 2583 5 55 — —38585 —
A —— e 5238 8535
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s 5 325352 258* 338833333583 23 ————
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52* — 8— S 535 558* —A — 522557 —228 z2855
5882 . 282iB7 —232 z23362— 32 — —— 5*558 7 —
53315 3323 25573 38 —A
J 7 3
—3385358 355323 ——— — 3838*
JJ 5353235 28533 E 22
2338572538 38* —— ——
222 725 —— 32 8 * —T5 55 3 * 25* B1
3355 25 52682 * ** 66 3333335* * 5553
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562 —— 8 — 155 z26628 25237 51 322 5 22 218528*
352335 255* aü 33383 —

C EEB — z38358* — 28 2532 223868

32 *35848 —c2222 582 224* D 53233*8

353323283237 * 55 222 S5 532*
—G55 555 238. — 33, * *5 22

RE 552* 22552 EI52*
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—58323 5 2—5— —A — 323— 333*—2 75328
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—35— 355 2 —835—323835 — — 27
3223 —A S 2 —2 525 — 55835255 —
* — 515323 85 2225 E *2 — * 523——
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— 2 32 —8 —8 59 — 2832S
—R 88 * —2*58 — 2 23* — 2 522 25—*
8* * —25225 — 85 — —25 55 2 ——
* 23—35 55 22335353.3353233355 ẽ
—A — 828 — m 55223 ẽ — —
* 7* —— — — — — 53—22355x * 8 *5
3788 —65377 *
5—358 —8 388322 —— — 252538
222 3 Ex 52 * 532 — 825325
33333333627288 35 72 2 —A——
25382S5—62 565227 28 2223 83
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        202 22 s. 28229 — 52323228
5382 230222 z25 333353353333323 . — 223
7— 23335383237 — *—3238336323332353
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333335 s 3 — 8337337
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13*333838 3—333 3333* 2585* 223 25332.2.38
29 5322 2283 — 2,8828 * sRE52I3522 —A E. — — 8
—— —— —— —— *25 2753338 237385 25355532— 232 2233
* *3 2 3 5335 33—76822 — —
—S 532 225233232 — 535355 277 * ——— 5*
32*235* s 8 22 — —— 2225336
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38323 * — 33333358
523— 253 *àEc. 75 522332538.*32*8 5735 255258 7
** — .8 8. —5— — * 2* 138 222 22 *

8 333 3333 — 15337 13338
82* 33 3c68 5338 352353535 — — 2533253
85c0 223 * 252 532537—5 —5258 2 5ñ2274 7 5*

— 3552332* S X 5B M — *. —— —

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255 538 232 82 3357
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75 *—237* 22 *2*
2337 28 253 320 2. * 2 ñ *82 — 2
* 7* 383327534 — 27 — *
——— 558333835* ——* Fr
75 *5 255725 252 5* —
4 — 5353533 S ESs 8
2E8 , —— 58
35 232 288 52553 338 —
——36 —— 525
* — 22 —
2* 225 F. * * 5
—2*3 353 31 8 2E5 3532 ——
—— ——— 5323 *3233 28
232. 2 7 — 235EE. 4 5 258 8
2 5 2225 5533358 53 53533
* 8
223 — 85*35 5252 2 * 22
—— 523288 — —A
7 — — —3 — ——— 5353533
——— —— — — 222 J * — 3253
224 3*3 57532 S8538 35 —
T * 23 222.5 — ——— 33
26 —73 X3 23* 3 32
. —*2 5 58 233 5523832 2*
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23 25533258 —A— — —
* *
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————— *

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*
A 2 253533 232
2 ẽ 222
JJ
—3553 23521 5337 2335
———— 25 258 58285
*833 2 zc2 —— S * 253
257* ——— ——
3527 8 50 58
———— 9—
245* 25*2233 2 34 255 * * 5832
8 3 57 ——— 3352
————
52 72333 ——
98 7 εν, —
— 52 εαιι,
——
328535
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29
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24

755 7727
3
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35. 525 —A
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27 223.8 55
2 *58 225 588
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5. — — 2. 5 — 77
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* 28 —A *
55. — 25— —— 2—46
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2—72— —. 2. 5
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523833333*27
235 52358 3 *
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253 32553*
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35 5,3838
35558835 43355
* 222 J
2335— 55—58— 2293*

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2.
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327* 58
22 22 s 320
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—— 523388
53332.
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32835332357
5333538323 ——
3233533333758—
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32328238 87
722 Z. 2 S 2223
5* —A 3825*3
3 3238 *3 23
22 * 525*5.
253. * 57
* 232 302352
8 —— 37
—753332*533335
2 2.2 7 2.
5535338 5332 553385
—8— 52 7. 537 —2,2335372
287 17 2

—

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2
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—

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        <pb n="651" />
        J 9 gberker Anzeiger.

ewc
hee 51 Ia barbe'sr Anreige e (und dai ni dem Daudiblatle verbundene unlerhatiungsbiati. mit der Dienstag · Vounertagi⸗ und Sonntag⸗
ummer er Heint wo dentlich 2i e r n — it brag. Dennerétag, Sams taga und Sonn taa. Abonnementsvreis vierteljahrig 42 Krn. oder
Silberat. Anjeigen iwerden mi Erirc. vie dreisvaltige geile Blatlchrist oder deren Raum berechnet.
I61.

——XEV 16

* — J
—

— — gs73

p2842748
— BSBeutsches Reich 13. .August 1870 begonnen babe; * judessen an ihn einige
Hi ũ — 14 Olibr. Abos. Der veusche Kahferwird Fragen icher die vorhergẽgyngene JZei namequi aber die! Sici⸗
sicht aüber München, sondetn in der Ncht von Vonnerstag auf lungen? bei — son eda Schlacht, und über die den Generalen
zratag über Aschaffenburg, Nürnberg, Regenẽburg, Passau ohne eolbenen Befehle.. Sazaire artworta habé dois alt. diesen
endau nach Wien reen Drdren teine · Aenntn k gehaht. wail ha ann dirett. gu din Ganeren
Di Doer Korps der Ntriegsneisranen antg igamgen seien. Aa Et wait auf — —
en Feldzügen 1812 — 181 ist, dieser Tage in den Verband des die Nahrchsen Fefördert worden seien. Erst, am 13. Rügust hatte
Vteronen. und Kriegervereins der Stadt München“ kingitrefenF genaue Kunde ron der Lage Mac Mahous. Erst-am 12.
Wie verlautet; soll der Appellationshof in Colmaf im lugust wußte er von deni Befehles Brüchen über die Mosel zu
achsten Jahre nach Straßburg derlegt werden.· glagen 3. eben so wußte er, nichts vou - der nahen Abreise des
Ag i. α belannt —D— Obeist unb daifers. fur dessen einfachen St ellvertreter er sich bielt. Jij
wiheitungschese im großen. Generalstabe, Emti von? Eydow, ist FJolge dessen —Awnist Bazaiue alle, Verantwortung D eet
e asertenn. derste lung der Brüden nnd die unterlassene Zerstorung derselben
Winen, 18. Ott. Kaisec Wilhelm irifft am 17. d. W. aach, dem Uebergange zurüch Bajaine berast ach Peht bäufis auf
aachmitiagk gegen 5 Ubr, auf dem Bahnhof zu Penziug, nächst en Umstand, wb er don bielen Depchchen. die dirett an den
Monbrung, ein. Er bewohnt in Sqhbnbrunn die GBemäocher, Bentralstab geschit wurden, Jeine Kenntniß erhielt.Aus zwei
valche · der Kaiser von Rußland und' die Kaiserin Augusta b wohnt Depischen geht hervor, daß Bozaine heabsichtigte.eine Umgebung
aben,“ Die badischen Herschaften treffen schon am 16. Abends der ·deuischen Armee zu dersuchen, um deren Bewegung aufzuhal⸗
ic n5 . . . . 5. — 2—— e den e rie
Jen. iir Oii. Das!Vaterland“ meldet, die frühert wue tzung sagt Bazaine dezüglich des Warsches vom
mite v durch Chombords IAI 15. Auguft, er habe sich mit dem Kaiser genau darüber vetstandigt,
ien Arme die Tiicolsre ju jaffen ind sich im wuincp aß er. wenn er zu starkem Widerstande begegnt, wenisstens einige
ur gewisse constuntionelle · Formen zu ertlären? die auf eine Wie age unter den Mauern von Mez bleibe, um den Sturm vor⸗
erherstellung der Monarchie in Frankreich gerichtete Acrion inds iber. iehena zu lassen. Bazaine legt große Vedeuung auf diesen
henWa Wuterteheaheandon ann sig Puut. In edem Fad nourste die Mpet nicht uber Verdün,
nit Anerkennung seines leginmen Thronrechles genügen zu“ lafsen die Naas hinausgeh n, bevor sie sih Eine neue Operations-
ind seine Bereitwilligkeit, mit der Nationalversammlung eint basis geschaffen. Nach der Sqhlact vom 16. war das Vordringen
—XEE unmöglich geworden. Bazaine erllärte die Bewegungen, aaq den
ugeg 3 i8. Nubust bus dem Bifeble. den ere ehel sen hane ihie
Fraukreich compromittiren. Das michtigste Ergebniß der · ISitzung ist, daß
Paris, 11. Olt. In der letzten Zosammenkunft von Abs Bazaine sich weniger darum bemüht hat, sich den Vormarsqh zu
eordneten der Rechten und des rechten Centrums ist auch die erzwingen, als die dernschen Armeen unter Metz zurüczuhalten.
Fdeniualilät eines Krieges mit Italien als eine Folge der Thron⸗ 2 Paalr i 6, 42. Oit. Mac Mahon verweigerte die von ben⸗
Geigung Heinrich V. zur Sprache gekommen. Ein General hat Ministern geforderte Landesverw.isung des Primen Napolepn.
zarauf grantwortet, diese Ebdentualisät seit absolut unmöglich; es BParis, 18. Ott. Die ützexwälrigesde Mehrheit, mit
jabe irinen höheren Offizier, det nicht einsähe ‚ daß, wenn die welcher in 4 Departem nis republikanische Candidaten durchge⸗
rwee für jetzt genüügend organisirt fei, um die Ordnung im Innern drungen siud, hat feltst bei der eigenen Partei überrascht, man
mjrec,t zu erhalten, die Unternehmung eines auswärtigen Krieges wat, auf einen solchen Sieg nicht gefaßt. Um so mehr hai sich
uicht vor der Reorganisation der Artilltie moͤglich wäre, zu deren aber auch das Selbstbewußtfein der Republitaner gehoben und
hewerkstelligung es 800 Mill. Fres. bedürfe. (S. M.) fie drangen nun selbst darauf, daß man sich endlich uͤber eiue de⸗
P'arns, 12. Oti.“ Die hestrige Sitzung des Kriegegerichts finitive Regierungsform entscheide imd bem Lande Ruhe verschaffe.
var sehr schwach befucht. NRachdem det Ropport des. Generaltß Auch die Monarchissen sinde nicht unthätig, allein es⸗ will mir
rididre, sowie der schen früher gedructe Bericht Vazaine'z verlesen manchmal scheinen, als. haͤtten sie den rechten Augenblit schon
varen, sprach der Präsident: „Die Vorlesung der Aktenstüce ist versaumt. So viel ist sicher, daß Ftankreich noch lange keinen
gschlefsfen. Herr Marschall, erheben Sir sich! Es geht aus den innern Frieden bekommt, od nim Chamborde ans Ruder kommt
jeilesenen Altenstücen herhor,“ doß Sie ese sind, Jesich, am zoder Maty Mahon das Regiment weiter, führt. Dit „Parteien
28. Dliober 1870 vor Meß schuldig gemacht zu haben: P.daß sind zu stark und siehen einander zu schroff gegenüber⸗ als daß es
Sie mit dem Feinde kapitulirten und den Platz Meßz, dessen Com⸗ ohne Conspirationen abgehen könnte. (Pf. P.). .
nando Sie fübrten, übergaben, ohne alle disponibeln Verthtzeidi⸗ Italien-. —
ungemintel erschöpft und allcs gethan zu haben, was Pflicht un Der Prinz und die Prinzesfin Kotl von'“ Preußen! sind
eͤhre vorschtieben; 2. daß Sie, als Oberkommandant dek Armee mit Een Prinzen Humbert und der Prinzessin Margarelha⸗ am
von Metz, auf freiem Felde eine —A unlerschrieben, welche 10. OttitMailban d angekommen und im Palazzo Riale
die Niederlegung der Waffen von “Seiten der Truppen jur! Folge abgestiegen. Als die Prinzen am Abende die zlänzend eileuchtete
alte; 83. daß Sie nicht vor der Verhandlung mündtich und Galerie —A gn mit ungeheurem
ristiich Alles thaten, was Ihnen Pflicht und Ehrg vorschreeb n aulgzenommen. .286
Ich theile Ihnen—mit, daß Ihnen das Gesetz das Rechi Englaud. 3
Alles zu jagen, was du Iorer Vertheidigung dienen kann Seßen.. Der Independance Belge““ gehr· über die Talit! welche'
Sie si h! Ebenso theile ich dem Vertheidiger mit— daß er nichts in Chiselhurst vere abart worden sein sell, einen höchft sonderbar
aden darf, was gegen sein Gewessen und gegen dite Actung!“an Aingende Meldung zu. Damach wurde an dem Tage, aur welchem
)em Geseße verstößt, und daß er sich mit Anstand und Maßicung die Proklamirung Hentigs Ve in' der. Natlonaiversammlung bean⸗
usudrüchen hai.“. Der Marschall erröthete stark und griff rasch trugt wilrde. Rouhet den Antrag stellen, vorlduftg die Monarchie
nit der linsen Hand nach dem Schnurrbarte, im Publikum“ warenur“ ine Prinzipe zu protlamiren und die Wahl der Dynastie einem
Alles todesstil.. . 23* ñ 7Twr 2 Plebiscite anheimzustellen. Die be immte Ablehnnunze dieseß An⸗
Paris, 13. Ott. Prozeß Vazaine.“ DercRZudrang ist Arages von Seite der Royoͤlisten würderes den Borapatigftenter⸗
roß. — Fast alle Militärattache“s der jfremden Gesandien - sind an⸗ moͤgtichen; sich von ihren Alliirten vont B4.MNοι zu rennan· und
wesend. Das Verhör des Angellagien beg nnt Der: Präsident, mit der Linken für den provisorischen Fortbestand der Republik zu
hemeriße Ddañ die cidentlits- Verantwörtlichfeit Bataine's erst am stimmen —
        <pb n="652" />
        Bermischtesß4
fSij. Ing bert. Gut bezeichneie Adresse.J Dieser Tage
lam durch die Post ein Brief hier an mit folgender, Adreffe:
7 An Jal. Froschmann .
Dinbert
in Baiern
oben an Saarbrücke. J
f Speyer. Nach der „A. 3.“ hat Se. Moj. der Koͤnig zur
Unkerstüßzuug armer hiesiger Familien, welche durch die Cholera zu
liden habenS00 Thir. dem Regierungeprafidium ver pfah
überschicken lassen. 7 Arr
In Speher scheint die Cholera endlich nachlassen zu wollen.

Bom Montag auf Dienftag Morgen sind nur 8 Erkrankungs und
2 Lodesfalle vorgelommen. Gesammtstand: 851 Erkranmiungen,
163 Sterbefallee. J —

Gillige Fleischpreise) In Wurzburg kunden verschiedene
Metzger das Pfund bestes Rindfleisch zu 18 be. jungedfettes
Hammelfleisch zu 16 kr., an; in Schweinfurt wird letztertü zu
15 ir. vertauft.

f Am Badener Hofe wurde am 9. Oli. die Verlobung det
Herzogs von Hamilton mit Lady Mary Montagne, Tochier des
derzogs von Manchester, gejeieri.
X. Derch, ver antwortlichet Aedactenr. 5
Bekanntmachungen.

Haus-⸗ und Güter—
Versteigerung.

Zamstag den 18. 1. Mis. dNs Nach
mittags um Thr, zu St. Ingbert, bei
Bastwirth Klein, unmittelbar nach der
Andreas Fischer'schen Immobiliardersteige⸗
rung, läßt Blechschmied Inkob Haas von
dier auf langjährige Zahltermine in Eigen
shum versteiger:;:;

5,2 Dezimeter Fläche, enthaltend ein
St. Ingber in der Kohlenstraße,
neben Wittwe Best und GCari
Weisgerber geegenes Wohrhant
nebst Hofraum mibst Ein⸗ und
Ausgangẽ recht vom Kirchhoferwee
aus. und .

b Dez. Pflanzgarten in den Großgärten,
hiefigen Baunes, neben Schloffer
Behr.

Bis zum Versteigerungsstage werden diefe

Immobilen auch aus freier Hand verkauft.
Das Nähere auf dem Geschäfts⸗ und
Consultations⸗Büreau von L. Bechthold
in St. Inabert.
Bürger-Hilfsverein.
Sonntag den 19. Oktober 18783.
Nachmitiagß 3 Uhr,
deneral-Versammlung
im VereinsLokale.
Betreffn Ausnahme neuer Mitglieder
Borlefung. 2
* Der Rorftand.
Ein Logis,
bestehend aus 4 Zimmer, Küche', Keller,
Speicher und Magdkammer im Lionischen
Hause, ist ganz oder theilweis zu ver.niethen
und bis 1. Februar 1874 beziehbar. —
NAKAA M GÆA Faiscer, Volamentier

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Dem geehrten Publikum die ergebene Mittheilung,daß ich mein Par⸗
ümerie⸗Geschäft vervollständigt, und alle in diese Branche gehdrenden
Artilel halte, als:

Vorzügliche Eis⸗ Ochsenmark⸗ und sonstige Pptmaden.

Feinste Oele, ais: Huillo Philocom, Huiils Antiquo ote.

Kopf⸗ und Wasch⸗Extract, als: Ambro, Fau Athoniorme ete.

Voriũglich für den Bart: Brillantin. —

Roͤlnisches Wasser, Chachous für Herren und Damen; feinstes Raͤucher⸗

pulver; 60 verschiedene Sorten feine Se ifen.

Broßes Lager in: Friseur⸗, Staub⸗, Taschen⸗, Locken⸗ und Edheitel⸗

Kammchen, Taschenkämme mit Spiegel und Bürsten ꝛc. — Feinste
daar⸗ und Kleiderbursten, Hut- und Sammtkbürsten, Toillet Hand⸗
Spiegel, Reifkämme, Diademo, Kammreiniger, Zahnbürsten, Zahn
pulver, Pudré de Ries, Rasier-⸗Pulver, Kopf⸗ und Bartfarbe⸗Tinktur,
Non Cosmetique, Ungarische Bartwichse, Haarnetzen, Locenwigel,
Lockenhölzer, feine Haarnadeln, Brochen, Garnituren NMedaillons,
Papierkragen, Manchetten und Chemiselten, Manchetten und Kragen ·
lnöpfe, Slips, Hosenträger ꝛc. x. —

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Fabrikation fämmtlicher Haararbeiten, als ——

Zopfe, Locken, Chignons, Berrücken, Barte, Hals⸗ aud Uhrrketten, Ahr⸗
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für die Winter⸗Saison, wovon
die neuen Musterkarten eingetroffen
sind, empfehle ich unter Zusicherung
zuter und billiger Beforgung, zu ge⸗

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J. J. CQrowenig

*Gœt. Anuabert.

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reihige. — sl. — tr. Spelz 6 sl. 10 kr.
Spelzlern — fl. — it. Dinlel — sJ.
ir. Nyqfrucht — fl. — kr. Hafer
8 fl. 35 tr. Kartoffein 1fl. 8 kr. Her
Zefl. 12 ir. Stroh 1fl. 24 ir. per
Zentner. Weißbrod 1i sKilogr. 24 ir.
Kornbrod 83 Kilogr. 34 r. ditio 2 Kilogt.
2311. ditto 1Kitogr. 12 Ir. Gemischbrode
Zil. 40 it. I Paar Wed 90 Gramm2 le.
Rindfleisch 1. Qual. 22 kr. 2. Qual. 20 kr.
Zalbfleijch 20 kr. Hammelfleijch 22 tr
Schweinefleijch 22 kr. per Pfund. Sutier 38
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Spelz 6 fl. 22 kr. Gerste 6fl. 39 lr.
hafer 4 fl. 45 kt. Ertsen — fi. — k.
Bicken 4 fl. 20 Ic. Linsen 5L 532 r.
Zleefamen — fl. — te. — Norunbrad
b Pfd. 34 kr. Gemischtbrod 3 Pfd. 22 kr⸗
Weißbrod 2 Pfd. 22 kr. — Heu 1 f.
36 trx. Qleebeu — fl.-Lx. Stros 1 fl. 16 ir
—
Trauffurter Börse
oom 14. Oltober 1873

Breußische Friedrichsdor. 9382.80
Jistelennn.46 40242

dollondische 10 I.⸗Stucke 52-6564

ducatennn....3444 36
20Frants⸗Stue21—22αα

Inglische Souvereig. 451
Dollara in oln 2 eα

ꝓanger
—
in Sac. Inabert.
Zwei Gesellen

Joseoph dehliohtig, oarmer
macht andurch die ergebenste Anzeige, das
er sich mit dem Reinigen und Ausschmüden
der Graber bejaßt, und ist derseltbe nächste
Woche bestandig auf dem Kirchhof beschäf-
tigt, allwo er geneigle Aufträge entgegen-
AA

dnnen sogleich in Arbeit treten beĩ

J. Mißn, Sdreiner.

ιον Fleisch ꝛe. Preise

75 2 R der Stadi Zweibrücken v. 16. Otu.
Zahnarzt Pr. exor Weizen fl. 2 er.. acrn 7 sI.b r.
Zaarberccen. Bobuboecteae AD. Gersie Zreihige — . — irh Gertte zi

dattiuon. Drud und Verlag bon JX Deme in St. Ingbert
        <pb n="653" />
        — —AX
3s53337
— 233
F — 28 2228
s372375 2* — — 52
z 223* * 2 5223327
3355 38 ä —
2336* 32 ——
33555 d5
35 3 38
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25 72 22333837
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Ja 335
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32533872
87

2235828
5333235353
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42 3333 328
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—A 2253233 2 333252 2538
32383385 5528 2* 2 52 8 52—
2848 25333837 35333
—7 253 —5 2—5* 2228 — —
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— 285* 8 z2553 5322 —*
554357* —— —
2 * —A— * 53 4
233368 533 18*
— 24 25237 532 5323 5
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837 33353* 35582
3 18386833 83* —33235333 3233358
*⁊ * 5823* 222 2
5575523 9 z25z288 75 25 28
—A 5 * 33855 — 22558
—— — 25
5237353— 285 83*262 133325
— — 8 *8 5326 2 —5z232228
55 32535358 —2 2 52 58222 38
—z— 2 583 5 532 22*8* —E 5553383
—A 2 52228 337333 *8*3* *
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3327 ——
—2 * — — — 8
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5587 2232235 —A 8 5375 235353*
z—383383833 —A 238
33
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2553335—*
—
222
3353 —32355
27 55323533345 5288
— — 22
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2368 232 232*8 2135367 823
—F —25322 537.,23 —533238 2233* 222532
5 53358 282 z2 252535 535353353255*
533535825 — 5253587 3833.32 * 755533253553 33
— 43 5232588 3 5353235
*s25* —2218 — 73233*
5 . 2 —8 ã * — —— — 27 2 222 — 22 8
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—J 8 8822 3732* 5—552 —— 285 *8 85
55853 37 3533 5 2385 822
— 8X 8 52 3
353858 32355538 * 3252 753702 E — 523733283 53 23 2
53 222358 282* —— — 822. 8. * — 280 3 2233 *
52 —— — 2 S—75 55853 —3 *223 552358382257 227 AL
33537537 —155353332 —285* 5525832 ——— 22332
53 5355388 —— 222853 2255 2235 3123355* 253 8
2253 — —“83 5 55 52555 8 — 5* — —— —A — 58
J — — —73 23
232 2. 23 5 8 3— ⸗ 7 —28 12 —* 28 2 32 ——A 22
— — — — * 8 —* * — 7x —æ —23
J
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33333 5* 228 2528 5
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525258 53535 55z55838 335* 3333332855 —A S228
258
73
* —253 —2 8 s2575 42 8 528*
— *
37 532283 2 z283 323755 3383
553225050264 z788 15353332* AF
— I31s553533 333223833
282
7 33722 23
F —. 7522
5

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55 8 822
5373 373553 3323 332 38
25 333377 3 1332383 3365586
555 53 7 338* — 333 * 38 335358 58 88 27
5583 538328 552. 5 55738 3z3325 23 55336838 5553 33535
255— 8833 —A sz z13 25 53 2 2538 5 228 *
55— — 5 22 52235 525337 23353 22 58 8
— 25243 53 5255 —2*z235 — —553 528* 8
288 225520* 225 23252323 57 2385 275233 588 5383
385332 5355s55s28 8323 383533 5 85383 — —— —— 55 8
253372838—2 — 57373 3853 32335* 2537
22 — — 82 * 8 — * —
7 33 a e3 3733
227233 7578 7233 33857 525356 33533 55*2333 35333
8 2272— 32228 523 52353 2 78 5 222 323238 x A 7
325s83353533324 23343 28 85285 555 25332* 823
0.* —* —5532223 422*853 3 7 25325 2 —2— 338 5223 1
223623825 223232*85 23 85 5 2222 — — 55255
20 3 557 52553 2 28 5 2252* 2322832 3 * —A 53
5753383 2
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J 3333733333813
25 S2223 2333083233 — 5353237 553223352* 2235558*
* 223c5 5 33 3 53833353
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— * 28 *
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F 2 283353225 28 — 2 — — — — — —2 2
2588 2 2322 3333 522 — — —
323 232 230 2 53 — 325 583833235 J
Se — 55332 2825 3352
*4 3 35*2* 22 —A 2 —3822
285 z20353 383.525 —523223 3385 s855727
28* 223 8353235333 — 53822 575323
38 738* 222* — 8325 322533 * 5
55* 25 222 I8 3322 2237 255333323 53328
232.32 — 2 — 23 *23 —
s*86 333 3322.22883. 3283535 s232 3s8253328*
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23323 *3358 33333 —— 33253*37 32873
223538 235 —A 2532333 5 *5 25583—8222 2252
123 * — —A 5235 5252985 AF —AA
32553 3.5525 Ekæ537 —A 55 553*27 5232583
ca —— 832 25585277 — *z53BS*2352 —233
53 ——— 2 53 3333758
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S 57322835 22 95 * 2583 253 8 s *x5.2 72 353353333* 44
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743 8 3355 * 5 853 2 87 *7 83355 FXMCA * 228.
8* 359 338333 3*85 — ——— — * ã— —
525 2278 72525 . 2*857 — 618 7 ———— 8 53538
252 — — *— * 52 552* * 8 —3 2 8
6* S2* 253 *7 A 35237 2 32843 —A 22*3
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— 233 25 —389 27 535 538 2. 2 233377 23228
22352 7 7 8 * —E 22 ——— 5* 2 53243 227827 ——
— 7——— 3 23533357 3533333738 533383
25858 33* 32258 27 235528 SE 133553
* — —— 3 288
2 8 53553 —— 25 2
63587 * 58333 32233 S53 253
32*28 ——*— — 325
2* —8 8 2 7* * 2* 2
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53853 * — ———— —
23 2233523335 22 7
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— 233*335 5383*
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—0 —IXX Hauptblatte verbundene Unierhaltungsdlatt, mit der Dienstags⸗ VDonnerttags⸗ und Sonnlag⸗
unmer erĩcheint wöchentlich viermal: Dienbtag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Absnnementspreis vierteljahrig 42 Krer. oder
128 Silbergr. Anizeigen werden mikt 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blatischrift oder deren Raum berechnet.
—- — — — — — — — — — *
162. .. ESamstag, den 18. Oktobe 1873
— —— — — — — — —7 —
Z
.Deutsches Reich. aus Belfort hierher geschafften Kanonen werden hier meistens um⸗
Aus Bahern; 14. Olt. In einem Ariilel der,Bayerischen Jegossen und neu gebohrt und außerdem sind etwa 800 Arbeiter
rerzeitung· welcher die Nothwendigkeit einer durchgreifenden tets beschäftigt, altes Kriegsmaterial theils gehrauchsfäbig hetzu⸗
tdesserung ver ˖ maleriellen Lage der bayerischen Schullehrer be stellen, iheils neues anzufertigen. Zur Armirung der drei in
ticht wird als Facit solgende Durchschnittstabelle der Lehrerge- Vollendung begriffenen Forts Oberhausbergen, Niederhausbergen
ae in Bahyern aufgestedt; Im Lebensaller von 19 Jahren an and Wolfisheim gehen jede Nucht Wagenladungen mit Keiegs-
hulgehilfe) 250 fl., im Lebeusalter von 23 Jahren an (Schul- material ab. . e MM. 3373
rer 400 fl., im Lebensalter von 34 Jahren an (IJ. Alterszulage) Beriin, 12. Olibr. Für den Rhein⸗MainKanal, dessen
z0 il, im Lebensalter von 39 Jahren an (Aulerszulage) 806 Ausführung au der linken Mainseite hin auf 4 Millionen Gulden
im Lebensalter von 44 Jahren an (B. Allerszulage) 8550 fl., beranschlagt ist, hat die Regierung einen Beitrag von 1 Million
Eebensaller von 49 Jahren (4. Alterszulage) 600 fl., im zugesagt.“ Das ünternehmen soll den Rbeinschiffen die direlte
ensalter von 54 Jahren an, (leßte Alterszulagc) 650 fi. Nur Fahtt ohne Umladung bis Frankfart gestatten, sonach die Kosten
cbesseren Schulftellen dieten im 84. Lebensljahre ein Einkommen inde den Zeitverlust der Umladung, sowie die Differenz zwischen
ia zu 880 sl. (mit Zulagen) ausnahmsweise noch mehr. Die kisenbahn⸗ und Wassertransport (4 Ir. gegen LVß tr.) ersparen.
jehrrahl der Lehrer dezieht dis zum I3. VLebensjahre nur 400 fl. jat aber noch eine andere als die kommerzielle Wichtigkeit und ver⸗
Meauf steigt der Gehalt so langfsam, daß mit 54 Lebensjahren dient sonach auch von anderer Seite jegliche Foͤrderung. Frankfurt
q 60 fl. sicher find⸗ nit seinen Geldkräften, jrinen Verbindungen als erster Wechselplatz
Wen heen. 14. Ott. Nach dem K Staatsministerium des Süddeutschlands, seinen Eisenbahn Kommunikationen, seiner Lage
unntrin vorliegenden. Berichten werden außer Curs gesetzte Münzen wischen den großen Waffenpläteit des Mittelrheins und hiuter der
wie entwerthetes Papiergeld. and entwerthete Banknoten fremder kheinpfalz, wo naturgemäß jeder große Truppenansmarsch in einem
Acaten und Ansiditen in Bayern derbreitet. Zur“ Fernehaltung driege gegen Frankrach statifindet, würde der geeignetste Plat für
m · Venusten ist dor der Annahme derartiger Munzen und Werth⸗ die Verproviantirung dieser Festungen und Tru—x penmassen sein.
ichen zu warnen?N Eine alphabelische Zusamnienstellung · deß cure venn eine gesicherte, immir praltitable Wasserstraße den ungestörten
renden, verfallenden, werthlosen und gesälschten Papiergeldes ist Rachschub der Vorräthe aus den Produltionsländern verbürgte, da
a. A. Henze in Leipzig herausgegeben, dem Illusiririen Anseiger ja im Kriege wegen der Truppens und Geschütz Transporte auf die
ber gefaͤlschtes Papiergeld und unãchte Münzen beigegeben. Die⸗ kisenbahnen nicht zu zählen ist. ——
sbe sührt den Titel„Geldliste““ und ist im Buchhandel um den Beriin. neber den Besuch des Kaiserz Wilhelm in Wien
neiz von 12 kr. zu beziehenn.. .. chreitt. die Probinzial-Korrespondenz“n Kaiser- Wilhelm steht im
Munchen, 15. Oktt. Dem Vernehmen nach wird Se. Begreff, den Besuch an dem Hofe des Kaisers von Oesterreich,
Nas. der König vor Beginn der Kammern am 30. Okt. hierher velchen er seit den Frühjahr beabsichtigt und nur auf dringenden
ommen, mehrere Tage hier verweilen und sammtliche Staaismi- irztlichen Rath hinausgeschoben haite, nunmehr auszusühren. Es
istet zu Vorträgenüber dezügliche Ressortangelegenheiten in var den Monarchen ein wahrer Herzenswunsch, den Besuch, welchen
nidienz empfangen. — Der Konig hat verfügt,n daß das Mün⸗- der Kaiser Franz Joseph im vorigen Jahre in Gemeinschaft mit
er Vollstheater (vormals Actientheater) von nun an .König⸗ sem Kaiser von Nußland in Berlin gemacht hatte und welcher sich
det Theater am Gärtnerplatz“ beuannt werde. .(A. Z)7 5 m einem Ereigniß von so großer und nachhaltiger B deutung ge⸗
Munchen, 15. Ott. Für den seit der letzten Landiags⸗- laltete, zu erwidern. Als die Hoffnung, der Einladung des
ssion verstorbenen Abgeordneten des Wahlbezirks Kaiserslautern daisers von Oesterreich bald nach Beginn der Weltausstellung folgen
m der lezte Ecsatzmann dieses Bezitks, der praltische Arzi Dr. C. u koͤnnen, durch das damalige Unwohlsein unseres Kaisers vere telt
dh in Rockenhausen, in die 2. Lammer einzutrelten. vucde, war es zunächst die Kaiserin Augusta, welce dem öster«
Mäanchem, 58.. Okt. Fürst Bizmarck reist morgen Nach- eichischen Kaiserpaaꝛe den Ausdruck des lebhaften Bedauerns und
uttag 2 Utzt von Berlin über Eger nach Regensburg und be⸗ ugleich der herzlichen Gesinnungen des Gemahls überbrachte. Die
nitet don: da den deuschen Kaiser nach Wien. —XDD
Méh, 12. O!:tober. Der Prozeß Baaine beschaftigt selbst- ronprinzlichen Paare, am Wiener Hofe gewidmet wurde, gab von
erfländlich gegenwärtige in lebhaftesten Weise den ftanzöfischen zeuem Zeugniß von der wahrhaft freundschaftlichen Stellung
cheil der Berblkerung. Mit dem, Bekanntwerden der Details eider Hofe. Kaiser Wilhelm hatte jedoch den Wunsch und die
et Antlage ist natüriich die Erbitlerung gegen den Marschall, )offnung nicht aufgeben wollen, dem Kaiser von Oesterreich, wenn
i ohnedies schon: groß genug war, noch gesteigert worden. Theil- tgend wöglich, noch durch seinen persönlichen Besuch abermals zu
neise isi man aber enttäuscht, daß bis jetzt noch nicht von direktem tlennen zu geben, welch hoben Werth er auf die erneuten innigen
errath an die Preußen die Kede ist; Denn daß ein regelcechter 8 ziehungen zu dem österreichischen Kaiserhause und zur österreichisch
derkaufe stattgefunden, davon ist der Metzer Spießbürger eben ungatischen Monarchie sowohl perfönlich, wie im Inleresse der ge⸗
mehr ubereucit ais er geglaubt, die Einzelheiten desselben, selbst neinjam angebahnten europäischen Politek legt ...
en Inhall der Unterredungen und der geheimen mit dem Feinde Berlin, 13. Olt. Der Reichskanzler Fürst Bismard
ejührten⸗Kotrespondenz zu kennen. Von den zahlreichen aug vird sich pon Varzin aus über Berlin nach Wien begeben und
Neh und Umgebung vorgeiadenen Zeugen sind bis jetzt nur we⸗ D.nstag Abend h'erselbst eintreffen. Der Reichskanzler wird von
ige abgereizt und auch diese nur⸗auf pridatim erfolgie Einladungen. einem Rathe det auswärtigen Amtet begleitet sein, da sich bereits
iliche Vorladungen, die rotürlich durch. die Hände der deutschen m Gefolge des Kaisers ein Geheimer Legationsraih in der Person
bbrde gehen müßsen, sind noch keine angelangt. Auch eijne Gruppe des Hen. v. Bulow befindet. Nur der Legationssekretär Graf
iesiger Neugieriger ist nach Frankreich abgereist, um den Ver⸗ Urnim, welcher bertits in letzter Zeit einige Tage in Varzin zu—
udlungen beizuwohnen. debracht, wird den Kanzler begleiten. — Der Kriegsminisler Ge⸗
SIrunßburg, 11. Oltbt. Dem Vernebmen nach besteht ieral v. Kamede hat sich zum Vortrag zu dem Ka.ser nach Baden⸗
e Absicht. das hiesige Arsenal zu einer der größten Waffenwerk⸗ Baden begeben und beabsichtigt von dort aus die Fortifikationen
unlen Teuschlards zu erweitern. Das Gebaude ist bereits ver oon Straßburg und Meh zu inspiciren. (Ist bereits dorthin ab ·
dͤhert worden, es hat eine Lange und Dreite von 50 und eine gereist.) — Die Rekognoszirung und Terrainaufnahme, welche
Ide don 8o FußVieber wurden sammtliche Gewerle durch eine wie im Jabre 1860 in Oesterreich, so auch jetzt in Frankreich
innge Dampfinaschine in Bewegung gehsetzt, dür die neue Einrich oon dem Oberlommando der Olkupationsarmee angeordnet waren,
ung sind dern dier vorgeschenzauch ist seit zwei Wochen ein bilden nur eine Wiederholung der bere ts im Jahre 1815 wäh-
ner Dampfhammer, der bigbec teblte.: auigestellt worden. Die rend der damaligen Otkupation Frankriichs ausgeführten gleich-
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        artigen Arbeiten. Den zu diesen Aufnahmen von den Besatzungs⸗ an, daß kane der beiden Parteien hierzu ihre Zuflucht nehmen
iruppen lommandirten Offizieren lag es ob, die Arbeiten dem verde. —
jeutigen Stande der Kriegswisseuschaft anzupassen und hauptsäch-· — Parite, 15. Ott. „Paris Journal“ erwähnt eines Ge—
lich die topographischen Veränderungen dabei festzustellen. Die rüchtes, wonach eine Depesche angekommen wäre, in we lcher sich
Rekognoszirungen haben ergeben, daß das heutige ösiliche Frank- Braf Chambord endgültig ausgesprochen habe für die mhm
reich zu den wegsamsten belannten Landern gehört und daß selbst der entsprechend motificirlen IConstitution vom Jahre 1814, del
zie so äußerst gahlreich vorhandenen Landwege (routes vicinales) dreifarbicen Bauners mit den Lilien, des allgemeinen Stinm
fich in einem so vortrefflich chaussirten Zustande befinden, daß fie rechtes und der Wahlberechtigung für Alle, welche das 25. Lebem.
überall die Bewegung der Truppen und der Artillerie gestatten. sahr zurückgelegt haben und 8 Jahre in ihrem Wahlort de—
Ebenso hat sich herausgestellt, daß die meisten Dörfer masfiv gebaut micilien.
und von geschlossenen Steinmauern umgeben sind, so daß sie leicht — Aus Constantine wird von einer eigenthümlichen Emeunle
ertheidigungsfähig gemacht werden können. Die Waldkultur hat erichtet, welche dort am 5. Olt. zwischen Juden und Arabern
zegen die früheren Zeiten kedeutend abgenommen; diele-noch auf dattgefunden hat. Um 11 Uhr Morgens fand am Ausgang der
den alten Karten verzeichneten Waldparzellen sind verschwunden Rue Nationale in der Nähe der Brücke El-Kantara ein judischet
und haben Getreidefeldern Plaßz gemacht. Im Gangen haben sich Begräbniß statt. Ein Unteroffizier von den eingebornen Tirailleuci
die franzosischen Generalftabslarten als genau und gut anwend; jeschimpfte den Zug, indem er ihn, wie es hieß, anspie. Er wa
bar ageen. J allein, oder fast allein. Die Juden stürzten sich auf ihn, XX
ertin, 15. Oklt. Die officiöse, Provinz. Corresp.“ fagt, hn nat Fausistößen zu Boden und warfen ihn einen nahen —W
zer Besuch des Kaisers in Wien dürfe, nachdem der bei der vore von mehr als hundert Metern hinab, zu dessen Füßen der Roum—
zährigen Dreilaiferzusammenkunft geschlossene Friedengbund durch ließt. Der dienstihuende Offizier des nächsten Poftens, ein Haup.
zie Befuche des Königs von Itolien eine weitere Ausdehnung er⸗ nann don den Spadis, ließ einige Jäger, die er gerade vei de
'ahren habe, als bedeutungsvoller Schlußstein der großen politischen Zand hatte, da sie vor dem Divisionspalais Wache hielten, nr
Thatigkeit gelten, durch welche Europa vor neuen Erschütterungen pferde steigen. Inzwischen waren schon Araber herbeigelaufen, a
des Friedens bewahrt werde. J hren Glaubensgenossen zu rächen und es hatte fich eine große und
— Der „Wagdeb. Ztg.“ wird von hier geschrieben: „Ein blutige Schlägerei entsponnen, an welcher mehrere tausend Ind
atter erfahrener Diplomot sagte dieser Tage zu einem unserer diduen, Araber und Juden, thrilnahmen. Die Reiter stelltem die
Freunde: , Bismard ist den Orleanisten und ihren Königsfabri · Ordnung wieder her und rafften die Verwundeten auf: an 20
anten die unbequemsie Person auf dein europäischen Continent, Araber waten auf dem Platze geblieben, drei don ihnen todiliqh
veil er der einzige Repräsentant jener modernen Staatslunst ist verwundet. Gleichzeitig war es zu einem ähnlichn Konflilne au
rie legitime Threne stürzt, aber nicht aufrichtet.“ Die geistreicht zinem auderen Punkte der Stadt, in der lleinen Straße unterhat
Demerfung macht hier die Runde und trifft allerdings den Car der Place Régrier, gekommen; hier hatten: die Juden die Polize
dinalpuntt der Situation. Die Offic dsen mühen fich zwar ab- herbeigeholt und ehe diese noch drei der arab schen Ruheftörer ah⸗
jas Bangen Deutschlands vor einer Jesuitenregierung an der Seine führen konnten, waren dieselben von den Juden dalb rodigeschlagt
ins klarfte Licht zu stellen; aber Bismard geht nach unserer In- vorden. Bei Abgang der Post war die ganze Garnison euf dea
ormation von einem anderen Standpunlte in der Beurtheilung Beinen und Patrouillen zogen durch die Stadt. (Fraͤnk. Kur)
ʒer Lage aus. Auf seine Beranstaltung hin wurde die National- Epanien.
jerfammlung zum Zwecke des Friedensschluffes gewählt. Er hai — Der Speciallorrespondent der Times“ im carlistisqhen
in Recht, zu fragen, wie die Vollsvertretung dazu läme, ihre Zauptquartier schreibb aus Estella vom d. , Einige der Car-
Fompetenz selbst zu ändern und die Monarchie zu proclamiren. irstenoffiziere zeigen einen seltjsumen Mangel au Kenuntniß in Bezug
xg ist das nach der Auffafsung don Freunden des Fürsten ein »uf fremde Länder. Ein Freund von mir, der Baron b. Wedel
parlamentarischer eoup d'état, und die Maͤnner des Gottesgnaden⸗ ruher preußischer Ulanen⸗Lieutenant,“ dient nun im⸗ Heere du
hums in Frankreich sind somit unter die Revolutionäre gä Royalisten. Heute Morgen aß er einige Weintrauben, als au
zangen. Oberstlieutenont, der namenlos bleiben mag, bemerkie 38., Sie haben
Wien, 15. Olt.‘ Das Festprogramm für die Anwesenheit eine Trauben in ihren Lande?“ „Keine Trauben 7 erwiderte der
des Deutschen Kaisers ist folger dermaßen festgesezt: Bei der am deutsche, entrüstet üUbetr die Verläumdung seines Vaterlandes,,haben
17. Nochmittags 394 Uhr in Penzing erfolgenden Ankunft des Sie nie etwas vom Rhemwcin gehört 7? — „Rheinwein d* Was ig
Naisers Empfang durch die Erzherzoge, eine Ehrencompagnie, eine as J eine Stadt ?“ „Donnerweller, nein,“ und zu seinem Erftaunen
Deputation des Regiments Kaiser Wilhelm“ urnd den Landescom- ntdedte der Baton, daß sein Gefährte von der Existenz den well
mandirenden. Hierauf fährt Kaiser Wilhelm. welcher vom Kaiser serühmten Stromes leine Ahnung habe. Hierauf fragle der Oberso
von Oesterreich bereits in St. Pölten degrüßt wird, mit diesem lieutenant den Deutschen, ob es wahr sei, daß in jeinem Laude
nach Schönbrunn, woselbst die Vorstellung der obersten Hofchargen in Mann vier oder fünf Froauen heirathen dürfe und alle die
datifindet. Abends ist Familiendiner in Schönbrunn. Am 18 dinder legitim seien ) „Ja, erwiderte der erbit:erte Preuße, ‚und
Besuch der Weltausstellung, Nachmittags Galadiner in Schönbrunn, Deuischland ist ein solch fruchtbares Land, daß eine Frau häufig
Abends Theatre paré im Hofoernhause (.Margarether). Am 20 und sogar 80 Kinder hat. Das wird Ihnen erllären, war um
19. Diner bei dem deutschen Botschafter, Abends Vorstellung im vir so viele Leute in Schlachten verlieren können; ein haar Tan⸗
Schloßtheater in Schönbrunn, hierauf Souper in der großen ende hier und da machen für uns keinen Unterschied, da sie so
Balerie, wozu 400 Einladungen ergehen, und elektrische Beleuchtung leicht ersetzt werden lonnen.“ — ‚Caramba,“ sagte der Spanicer,
des Gartens. Am 20. Parade ausf der —chmelz und Theater und sein Erstaunen war noch größer, als er unlerrichtet wde
nach allerh. Wahl. Am Abend des 21. oder am Morgen det daß Deutsche, Polen und Russen alle eine besondere Sprache be⸗
22. erfolgt die Abreise. —8 üben und nicht ein und dieselbe Nation seen.
Frankreich. Amerika. UWW
Paris, 15. Ott. Gestern wurde vor dem Kriegegericht Newyot!, 14. Olt. In den Finanzkreisen herrscht große
zas Berhör Razaines über die Ereignisse nach dem 18. August Unschlüssigkeit. Die Unionbank in Chicago hat ihre Geschöfle
ortges tzt. Ter Marichall hat eine preußische Depesche gelcsen, wieder aufgenommen.
wprin sieht, daß die Deutschen keinesfalls nach Paris marschiren Nemwmhyork, 15. Okt. Bei den Staaiswahlen ia Ohio, Penn⸗
vpürden. Von mantdhen wichtigen Befehlen erhielt er leine Kunde; ylvanien, dem Jowa⸗Distrist und Columbien wurden die von der
die wichtige Depesche vom 20. August kam verspätei an. In der epublitanischen Partei aufgeftellten Kandidaten gewählt,, erhielten
heunigen Sitzung dauert das Verhör des Maischalls über seine iber geringere Majoritäten, wie bei den letzlen Wahlen. In Oregon
VDerbundungen mit Mae Mahon, dem Kaiser und der Regierung ielen die Wablen zu Gunsten der demokratischen Partei auss.
fort. — Es dreht sich immer noch um die Zeit vom 19. bis 25.
August. Bazaine erklärt, daß eine Verbündung mit Thionville
aicht hergestellt werden kounte.
— In Paris sind zwei Offiziere vom deutschen Generalstabe
eingetroffen, um den Verhandlungen des Prozesses Bazaine beizu
vohnen. Die Anwesenheit derselben ist der französischen Regierung
offiziell angezeigt und Stitens der dealschen dabei geltend gemacht
rorden, daß sie ein Interesse habe, genaue Kenutniß von den
Einzelheiten eincs Proz sed zu nehmen, in welchem wiederholt don
deutschen Truppen und ihren Füh ern die Rede sein werde. Es
wvird diefer Mittheilung hinzugefügt, daß, wenn eine der Porteien
im Laufe der Verhandlungen die Vernehmungen don deuischen Offi-
sieren beantragen sollte, der Kriegsminister einen solchen Antrag
zicht zurückweisen würde. In Trianon nimmt man jedoch allgemein

—
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        f In Speyer sind von Dienstag auf Mittwoch Morgen an
er Cholera 2 Erkrankungs˖ und 4 Todesfälle vorg-kommen. Di
hesserung scheint demnach Stand zu halten. Gesammtstand: 358
zrirantungen, 166 Sterbefälle. J

4 Speyer, 16. Ott. Der amiliche Bericht von gestern auf
seute weist leider wieder eine Zunahme der Cholera Erkrankungs⸗
alle nach, indem 14 Neuerkrankungen angemeldet worden sind
Slerbfall hatten wir nur 1. Unter den Reuerkrankten befinden sich
inder. Der Gefammistand der Erkrankungen ist nunmehr:
z67, der Todesfälle: 167. In der alten Caserne sind jetzt über
300 Personen untergebracht, die daselbst theils unentgeltlich, theils
jegen maßige Bezahlung ihre volle Pflege erhalten. Im Schul
sause werden täglich ca. 400 Portionen Suppe und Fleisch aus
zetheilt. (2p. Anz.) —

Berthold Auerbach hat einen neuen Roman vollendei. Der⸗
elbe spielt waͤhrend des Krieges, theils jenseits dis Rheins im
zthaß, theils diesseiis in des Dichters Schwarzwalde Heimath
Auerbdac, verweilt gegenwärtig in Stuttgart, um das Geschäftlicht
nit der Firma Cotta, in deren Verlag das Werk erscheint, zu
zxbdnen. Der Titel des Romans soll einstweilen noch Geheimnif
eiben. —

p Wien, 10. Ott. Die ‚Wiener Zig.“ veroͤffentlicht heut
n ihrem nichtamtlichen Theile den Rechnungsauszug aus der Ge—
vahrung der Weltausstellung bis Ende September 1873. Dem
nach hätte die Wiltausstellung an Stoatsdotiationen empfangen
15,043, 314 Gulden, eine Summe, welcher die eigenen Einnahmen
mit 2,681,627 Gulten gegenüberstehen, wozu noch die fremden
dimahmen mit 4329 Gulden kommen. Die Gesammtausgaben
zis Ende 1873 betragen 14,769,933 Gulden. Dagegen hat die
Weltausstellung an den Staat abgejührt 2681,627 Gulden;
außerdem verfügt das Unternehmen über⸗ einen Kassastand von
2777 10 fi.“ Zieht man die Bilanz aus der Rohbilauz, so ergib
sich ein Deftzit von rund 12 Millionen Gulden, was, an fich be
tachtet, immerhin groß genug, doch bei Weitem kleiner wäre,“ al?
tz nach allgemeinen Angaben veranschlagt wurtrdhe.

f Wien, 13. Olt. Der Fleischhauermeister Franz Wießhaup
lich in der Brigittenau, Jägeistroße Nr. 816, einen zreistoöcigen
Neubau aufführen. Der Bau war bereits so weit gediehen, daf
die Uußenarbeiten ihrer Vollendung entgegengingen. Gestern Mor
zens eischienen kurz vor 7 Usrr 12 Arbeiler auf dem Bauplatz
und schichen sich an, ihre Arbeit zu beginnen. Tie im Keller Be
schaäfüügten haiten laum ihre Aubeit besonnen, als sie ein Krachen
und Knistern aufschrcie.“ Ohne sich lange zu bedenken, eilten sie
ins Freie. Wenige Minuten später barsten die Grundmauern des
ellers und siürzien mit dem Kellergewölde ein. Die im Erdge-
chosse auf dem Gewoͤlbe arbeilenden Raurer, Wagner und Schlosser
dürzten mit in die Tiese und wurden von dem Mauerwerk und
Schutt ganz bededt. Die Leichen der Unglückllichen wurden in
zraͤßlich verstümmeltem Zustonde nach einstündiger Arbeit zu Tage
esoͤrdert. Von der erschienenen gerichtl'chen Kommission wurde
instimmig das beim Bau in Verwendung gebrachte sch lechte Materia
ald Ursache des Einsturzes bezeichnet. J

F Die renommirte Sangerin Frau Marie Monbelli, welche
Achanntlich mit dem Sohn des Pariser Advolaten Cremieur, eines
)et Mitglieder der Regierung der Nationalversammlung, verhei⸗
nathet war, aber noch zweijähriger Ehe geschieden wurde,“ soll
ieuerdings im Begriffe sein, sich mit dem franzdsischen General
hataille zu vermählen.

fLondon,; 9. Olt. Kassa, Fü'st von Tigro, jeht Jo⸗
Manni II., Kaiser von Abessinien und Christ dazu, scheiut sich mit
den christlichen Tobesstrafen, die jetzt in Mode find, roch nich
defreundet zu haben. Dem tapfern Thronprätendenten Abba Hassai
ieß er beide Ohren mit Schießbaumvolle füllen, und dann den
dopf in Atome sprengen. In seiner kaiserlichen Gegenwartliei
x auch vor einiger Zeit siebenundzwanzig Gefangenen die rechten
—T und die kinken Fuße abschlagen, um sie dann wehrlos den
Lowen, Tigern und Panthern zum Fraße zu lassen. J

f Der Sekreiar der „GreatEastern“⸗Compagnie, John Henry
hates, hat die Eesellschaft um 35,000 Pfd. St. betrogen, indem
n Dividenden⸗ Coupons faͤlschte, welche in der Regel anstandslos
usgezahlt wurden. Auf diese We'se sind im Jahre 1872
12884 Pid. St. statt 20,000 Psd. St. und in diesem Jahre
11,622 Pfd. St. mehr ais noöthig ausgezahlt worden. Ter Be—
tüͤger ist bereits verhoͤrt.
tAus. Pest wird der „D. Ztig. folgender, fast unglaublich
lingender Gerichtsfall erzaͤhtt: Im Sommer des Jahres 1869
iete Hr. S., ein junger, aus eirer angesehenen Thurgauer
Familie stammender Handelsreisender, von Temesvar nach „anc ⸗
oda. Er bediente sich dabci eines rumänischen Landwagens, und
dit Langweile der Reise ließ ihn einschlafen. Den Schlaf seinet
desfagiers benuͤßie der Fuhrmann dazu, daß er eine Holzschachte
delche S. mit sich führte, dffnele und von den darin entballener

Zpezereic, Matrrial. und Farbwaarenmustern, wie es scheint, an⸗
chuuche Quantitäten verlosiete, denn der genaäͤschige Wallache ver-
pürte bald, nachdem er die giftigen Substanzen zu sich genommen,
Jeftige Ueblichkeiten, und trotz der Bemühungen des Hrn. S. starb
er in der Nähe der Orischaft, Kerebes. Die walachischen Bewohner
dieses Dorfes dachten nun nichts Anderes, als daß der Fremde
ihren Landsmann vergiftet habe, und da sie Mirne machten, ihm
zu Leibe zu gehen, ergreff S. kopflos die Flucht. Eingeholt und
dem Gericht übergeben, galt dieser Umstand den weisen Besitzern
des damals noch bestehenden Lugoser Komitatsstrafgerichtes für
abirend genug. um bem vermoglichen jungen Schweizer die Absicht
zu imputiren, daß et den Fuhrmann umgebracht habe, um sich des
Fuhrwerkes zu bemächtigen, und iht rasch gefälltes Urtheil lautete
auf zwanzig Jalre schweren Rerlers. Der unglückliche Fremdling
wurde einige Zeit darauf in die Hlavaer Strafanstalt gebracht,
und erst von dort aus gelang es ihm, sich mit seinen Angehsrigen
in der Schweiz in Verbindung zu jetzen, und srin naher Verwandier,
der Regierungsrathspräsident des Kautons Thurgau, berollmächtigte
den Pesther Vertheidiger Dr. B. Friedmann, die geeigneten Schritte
zu thun, um dem b ·dauernswerihen Opfer ungarischer Justizmijoöre
pledet zu seiner Freiheit zu verh lfen. Die Wiederaufnahme diese⸗
riminalprozesses steht demnach bevor.

4Am 14. d. Nichts ist in der Haggenmacher'jchen Mühle
in Pesth ein Brand zum Ausbruche gelommen, der unerwartet
rasch arsige Dimensionen annahm. Die Mühle mit ihren Einrich-
ungen, ihren Mehlvorräthen, bot dem v rheerenden Elenen:?e viel
u diei Rahrungséfloff, als daß eine Rettung der Mühle möoͤnlich
gewesen wäte. Kurz nach * Uhr erfolgie eine Explofion in den
Mehikammern, welche den Einsturz eines Theiles der Seitenwand
zur Folge haste. Zwei oder drei Feuerwehrleute sollen unglück⸗
icherweise von ker Wand mit in den Feuerhecd gestürzt und ver⸗
brannm sein Die Thätigkeit der Feuerwehr mußte sich auf die
Retiung des Wohngebadudes und Maschinenhauses beschränken, und
e3 gelang auch mit Hilfe der in Thätigkeit gesezten Dampfspiitze
die deiden Gebaude zu retten. Dus Feuer, nachdem es den Haupt;
und Seitentralt des Mühlengetäudes durchgebrannt, wilhete nun
in den Parterre- und Kellerräumen, Ja den Souterrains lagerten
dei 50,000 Zir. Waizen, welche kaum der Vernichtung entgehen
werden. Ueder die Entstehungsursache des Brandes kursiren bishet
nur Geruchte. Die Mühie gehorte zu den schoͤnsten Etablissements
Pesth's und geht bei dem Brande mindestens ein Werth von einer
Million Gutden zu Grunde.

F Newyork, 12. Olibr. Nad hier eingettoffenen genaueren
Nachrichten haben im Golf von Mexils an verschiedenen Punkten
heftige Stürme gewüthet. Der amerikanische Dampfer „Missourie
Jal dei den Babama-Inseln Schiffbruch gelitten. Auch der spanische
Dampfet Masir“ saseiterte; 24 Personen ertranlen. Außerdem
werden noch andere Unglücksfälle gemeldet. (T. N)

4 Nenyork, 14. Ott. Bei dem Sturm, welcher im August
an den noͤrdlichen Küsten des ätlantischen Meeres wüthete, haben,
nach jegt beenderen Ermittelurgen, 1122 Sch ffbrüche stattgefurden.
600 Personen kamen um's Leben und 9000 Häuser wurden
erstaͤrt. a
Volkowirthschaft, Handel und Versehr.

Mit großem Intresse sieht man in Australien sowohl wie
n England dem Verlauf zines Experimenis entgegen, dessen Ge⸗
ingen dem sungen Festland eine Quelle des Reichthums und dem
Mutterlande billigeren Fleischgenuß derspricht. Das Schiff Nor⸗
jolk“ ist augenblicktich auf dem Wege nach England mit eirer
dadung gefrot nen Fleisches. Dasselbe soll nach der Ueberfahrt
anz eben so wohl schmecken, als wenn eh von kinem eben ge⸗
qlachteten Thiere herrührt. Der Erfinder des Frierapparats ist
»n Pard des Stiααα
Dienstesnachrichten.
Der Bezirksarzt 2. Clafse Dr. M. Dosenheimer zu Hornbach wurde
zuf die Bezirksarztstelte 1. Classe zu Homburg auf Ansuchen versehzt.
Der i. Poligeianwall Philipp Tlement in Landfluhl wurde zum func⸗
ionirenden ααναν eEiben ie errnnaαν
Laundwirtbschaftliches.

Mitgetheill von der hoheren landwirthschastlichen Lehranstalt in Worms

Zur Schweinemast. Belanntlich find die Schweine Thiere, welche
infichilich des Fatters, das man ihnen dietet nicht besonders wählerisch fich
erweisen. Daher kommt es, daß man die verschiedenartigen Abfälle der tech
nüschen Gewerbe, die sich anderartig nicht verwenden lafsen, immer noch zur
Irodultion von Schwelnefleischz verwhenden kLann. Dazu kommt in neuerer
Zeit das vielfach mit gutem Erfolge geübte Verfahren, das Fleisch alter oder
onfwie unbrauchbar gewordener Pferde, sowie dasjenige von A
Thieren in derselben Weise zu benützen. Wahrend man fruher das betref⸗
ende Fleisch, wenn es sich in großeren Vorräthen anhäufte, in Eiskellern
rufbewahrie, wird es gegenwärlig vollig ausgetrodnet, gemahlen und mit
darloffein, Kleien, Schrot odet anderm Futter als sogenanntes dleischmehl
erabreicht und erweist sich Aberall, wo man es jur die Schweinemafl an⸗
dendet. von den besten Folgen begleitet.
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        Bekanntmachungen.
Möbel-Versteigerung.
Freitag den 24. Oktober 1873, Nach

mittags WUhr, dahier im Sterbhause lassen
die Erben der dahier verlebten Maria
Menges, gewesene Wittwe von Johann
Abel, die zu deren Nachlaß gebörigen
Mobiliargegenstände auf Borg versteigern
2 Kleiderschränk, J Küchenschrank,
2 vollständige Betten mit Bett
laden, 15 Deckbettzügen, 2
sissenzügen, 29 Leintücher, 14
handtücher, 2 Tische, 1 Nacht—
disch, 4 Stühle, 1 Uhr, 4
Schüsselschaft, Zinn- und Eisen⸗
geschirr und sonst verschiedene
Gegenstände.

F Horn Igl. Notar.
Bürger-yhilfsverein.
Zonntaäng den I19. Oktober 1878,

achmittags 3 Uhr,.

Ceneral- Versammlung
im VRereins-Loskale.
Beireff? Aufnahme neuer Mitglieder.
Vorlesung.

J Der Vorßand.
Gesellen-Voroin.
Eonntag den 19. Oklober, Nach—
millags 3 Uhr, General-Versamm-
lung im VereinsLolal bei G. Klein,
worzu alle Meister und Gesellen swenn aud
8 nicht Mitglieder) zu zahlreichen Befud
eingeladen sind.
Der Aus schust.

Von nächsiem Dienstag den 21.d.
an und die folgenden Tage befindet
sich Herr Grumbach (Firma Gebr.
Hrumbach aus Saargemünd) mit einer
großen Auswahl neuer Muster in
Wanter-Artikel und schwarzer wie
farbige Seidenzeuge im Hotel
Lur in :t. Ingbert.

— GerbsteSaison.
Es sind nun sämmtliche Nonveautés in J J J J
e ν Riite
bei mir eingetroffen, welche hiermit bestens empfelle.
hermann fischer.
——— —— — — — —— — —
J Srankfurter
Pferde-Markt⸗Lotterie
9 mit Genehmigung hoher Regierung.
Ziehung am 22. Oktober d. J.
Bei dieser Lotterie kommen 9 elegante Equipagen mit 4 und
2 Pferden bespannt, 1 feiner Schlitten mit 2 Pferden, 60 der
schönsten Reit⸗ und Wagenpferden nebst vielen Hunderten von an⸗
deren sehr werthvollen Gewinne zur Vertheilung. Zu dieser allge⸗
mein so beliebten Lotterie versendet der Unterzeichnete Loose incl.
Porto und Spesen bei Uebexsendung der resp. Gewinne: F
Soos für 1 Thlr. 83 Sgr. oder fi. 2. o8 ꝛ3r.
6 Loose 8
gegen Einsendung des Betrages: oder per Postvorschuß. Jeder
Theilhaber erhält nach der Ziehung eine: Gewienliste france und
gratis übersandt durch das Handlungshaus von J —
JOLbi. Gexer in Frankfurt aM.
N. B. Da in der Regel die Betheiligung bei dieser Lotterie eine ungemein
sftarke ist, su wolle man Beslellungen daidigst machen, um allen
7. Büncchen genügen zu konnen.

⁊X
Licht zu übersehen““ 8wei Gesellen
Ver Unterzeichnete empfiehlt sich zum
Krauleinschneiden.
Odtto Ungewitter, Gariner,
in der Kohlenstraße neben Schreiner Schusster.

ldnnen sogleich in Aubeil treten beĩ J
IJ. Bißy. Schreiner

Jeden 7
Bandwutz —
entfernt binnen J bis 4 Stunden vollstan⸗
dig somerze und gefabrlos; ebenso sicher
zeseitizt auch Bleichsucht n. Flechten
und zwar brieflich: Boiget, Arzt zu
Eroupenstedt (Preußen.)

Einige Im4⸗ 7*
Funst guter Dung
st zu verkausen. Näheres in der Exped.

—J— 2 — 4. 4 2 .
W. Jubrländer Nachfosser.
2* — X 9 1 8 u7
TaASsꝑ in Fr-furt am Hain.
. rAusverkauf,
„Ich veranstalte auch, dieses Jahr einen AuSsbverkauf meines Lagers, und, um vollständig zu räumen, verkqufe
ich zu folgenden herabgesetzten Preisen: —F —. J
500 —— — Leinen. für Hemdben und Bettiucher, b00 Stüd 8 bn achtfarbiges Bettzeng, meistens turkijchroth, die
ie Elle 1 J e — I
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voll staͤndig Betttuch. ohne Naht, sl. 148. eil. 2. 30. .
3 Ellen breite grobe Leinen, n zweijchläfrige Betltlicher, das voll- Große rothe Cachemires Tischdecken das Stuck J. I. 45. uad
2. ftändige Beltuch ohne Nahi, fi. 2. 24 fI. 2. ——*
200 Studk —— d, schle fisches und böhmisches Leinen, die Elle BGroße roit⸗ Faehemires Comodedecken, das Stlihefl. 1. und
200 Stud schwere Pee wrene Bettdecken, filr zweischläfrige Betten, dad ie/ Meieny 7 ramagirten Vorhangsmull mit Bogen, die Ele
Stück fi. 5. 30. r. — 3* — *8 27
200 Stuck * dei wollend Bertdecken,“ fur zweischlafrige Betten, 300 Stück schweren schwarzen Mooreens für Unterrdcke, die EUe 22 tt.
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d Deen e * fl. 2. —* sezbne fl. 2. 80. — * wihe n Aea r dosen und hanze An zuge, —8
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kummer erlheint wo hentlich VBDiermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutaa. XRE

12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
7
163. 1873

Deutsches Reich. diplomalischen Interesse, einem Mißerfolg nicht leichtsinnig entgegen
München, 15. Ott. Der König hat dem kgl. preußischen ju gehen, weil es zwei Mächte gab, die. ohne ihre Unlerstützung
ztaalsminister für landwirthschaftliche Angelegenheiten, Grafen v. iu versprechen, die Ereignisse abwarteten, um sich auszusprechen.
rigsmaree, das Großkreuz des Verdie stordens der bayerischen So der stenogrophische Bericht über diesen Zwischenfall. Derselbe
drone verliehen (A. 3.) verdient Erwähnung, weil Bazaine seine Vertheidigung mit aus
München, 16. Okt. Bei den bisherigen Landtagen hatte diese Depesche stützen wird. — Zum Schluß der gestrigen Sitzung
ich der Beginn der Berathung des Budgets im Fiuanzausschuß hatte der Präsident damit begonnen, den Marschall wegen der De⸗
voch jedesmal um mehrere Wochen dadurch verzögert, daß das desche vom 22. August zu befragen, in welcher ihm der Kaiser
zudget immer erst durch den Drick vervielfältigt werden mußie; meldet, „daßß er seine (des Marschalls) Depesche in Reims erhalten,
ebmal läßt die Staatsregierung das Budget drucken, so daß das. in der Richtung von Montmedy weitermarschiren uad om 24. an
Abe unmitlelbat nach der Eroffninz der Kammern an alle Ab- der Aisne stehen werde, um nach den Umstauden zu operiren und
Nordnete u. j. w. vertheilt werden lann — eine Eiarichtung, die hm zu Hilfe zu lemmen.“ Diese Depesche soll. wie Zeugen feft⸗—
ohl nur durch die vertagt gewesene Becufung der Kammern zestellt haben, am 23. August in Metz angekommen sein. Der
moͤglich wurde, die aber in zeder Beziehung zwecmäß'g, weil zeit⸗ Darschall läugnet aber, daß ihm an diesem Tage eine solche Mel⸗
batend ist. I »ung zugekemmen sei; die erste Depesche, die ihm dieses gemeldet,
München, 16. Ott. Der Großherzog von Baden ist jabe er am 30. August erhalten. Der Prasident fragte den Mar⸗
nit seiner Gemahlin Louise (bekanntlich einer Tochter des deutschen choll, wie es lomme, daß er nichts gethan habe, um seine Ver-
deisers) und seinen 3 Kindern heute Vormittags 9 Uhr mit dem 'indungen herzuftellen, und warum er nicht dazu seine Cavalerie
umer Courierzuge im hiesigen Bahnhofe eingetroffen und nach zenutzt. Der Marschall erwidert, daß er dieses für nuzlos gehalten.
ingenommenen Frühstücke um Ora Uhr mit dem Schnellzuge nach Betreffs der Eisenbahn befragt, welche die Deuischen sofort nach
Den weitergereist, woselbst dieselben mit dem deutschen Kaisen Pont⸗a⸗Mousson anlegten, meinte er, daß er die betr. Arbeiten
usammentreffen werden. nicht unterbrochen, weil dieses doch nutzlos gewesen sein würde;
Nach dem „Volkestaat“ hat Johann Jacoby sich zur An- um den Bau zu verhindern, hätte er die Linie besetzen müssen.
nahme der Reichstags- Kandidatur für Berlin bereit erllärt. und dies sei unmöglich gewesen.
Fraukreich. Italien.
Paris, 17. Otil. Dem Siocle“ zusolge ging aus den — Wie ein römischer Correspondent des „Journal de
m einer gestrigen Versammlung der Linken und des linten Centrume Bruxelles“ meldet, hat die italienische Regierung von der Frau
— Enwidelungen erstatteten Verichten hervor, Rattazzi die Papiere ihres verstorbenen Mannes angekauft, um
saß die Majorität gigen monar chistische Projrkte gesichert sei. )ieselbe zu verhindern, das beabsichtigte Pamphlet ( la Lamarmora)
Paris, 17. Oltbr. Einer Meldung des „Soir“ zufolge u veröffentlichen. Es wäre dann ein neuer Beweis, wie von
halten die Unterhandlungen in Salzburg folgendes Resultat gehabi: Seite der italienischen wie der deutschen Regierung alles geschieht,
die Nationalversammlung soll die Monarchie ohne Einschränkung um das freundliche Einvernehmen bei jeder Gelegenheit zu bethä⸗—
otlamiren. der König wird dann sofort nach Annahme derstrone igen. Auch im italienischen Parlamente wird voraussichtlich diese
Versammdlung mit Abfafsung der Conftitution betrauen, worin Besinnung herrschen. In der Deputirtenlammer wird gegeun La⸗
ie Stellung des Königs zu dem Lande festzufetzen ist. (Setzteres warmora die Ankllage wegen „Entwendung amtlicher Actenstücke“
ingt sehr zweifelhaft.) erboben werden.
Der Français“ ist so gütig, den von dem „Soir“
inem Bloti, das sich bald um allen Kredit gebracht haben wird)
id ben anderen Blättern in Umlauf gesehten Gerüchten, wonach
bes 1500 preußische Offiziere in Verlleidung die spanische
Fbinfel bercissen und Bismard und Castelar miteinander con ˖
giritten, zu dem Zwede, den Prinzen von Hohenzollern oder den
rinzen Friedriche Karl auf den spanischen Thron zu setzen. kernen
zlauben beizumefsen.
Dderfaiilles, 15. Ott. Prozeß Bazaine.) Die diplo⸗
natische Depesche, welche Marschal Bazaine zum Schluß der gest.
igen Sitzung mittheilt, lautet wörtlich wie folet: „Konstantino
oa, 10. August, 4 Uhr Abends. Aus sicherer Quelle erfahre ich
ah eine aus Mainz vom 8. Abends beim hiesigen preußschen
inister angekommene Depesche foigende Meldung enthält: „Wenn
n der großen bevorstehenden Schlacht der Sieg sich nochmals für
ertlaͤrt, so werden wir den Feind bis nach Chalons verfolgen,
m'unsere Äbsicht nicht ist, bis nach Paris zu marschiren.“ Da
aͤe Mittheilung dem Graken Kayserling wirklich gemacht, so iff
meine Pflicht, Ihnen Kenntuiß von derselben zu geben, indem
yz Ihnen übernasse, dieselbe zu beurtheilan. · — So diese
depesche. Der Name des Unterzeichners wurde nicht genannt.
is soll aber der Vicomte de la Gueronierre sein, der belanntlich
xim Ausbruch des Krieges Botschafter in Konstantinopel war,
ind der nach dem 4. Sept. 1870 nach Frankreich zurücktehrte.
Der Marschall fügt nach dem Vottrag der Depesche noch
inzu: Diese Mittheilung wurde mir von einer Person gemacht,
etin Namen ich verschweizen muß, aber ich übergebe die Note
bem Hrn. Präsidenten. Der Kaiser ließ sie mir zugehen, indem
a mit sagte: Man muß di ser Note Rechnurg tragen, und
den Mißerfolg dermeid:n. welcher das Zusammenziehen der
Ltubden in Chalons in Gesahc setzen könnt?.“ Es lag auch im

Vermischtes,

F Speyher, 16. Olt. Auf Antrag der Dircklion der Pfäl⸗
zischen Bahnen hat der Verwaltungsrath derselben den hiesigen
Arbeitern und Bed'ensteten der Bahn dom 1. Seppt. an bis zum
ẽrlöschen der Cholera eine Zulage von 20 pCt. der Gehälter bis
zu 800 fl. und von 10 pCt. der Besoldungen über 800 fl. be⸗
villigt, um sie in den Stand zu setzen, sich durch bessere Kleidung
und Nahrung gegen die Epidemie zu schützen. (Pf. 3.)

7 Speyer, 17. Oklibr. Von gestern auf heute sind 5 Neu⸗
erkrankungzen und 2 Todesfälle vorgekommen. Gesammistand der
krkrankungen 372, der Todesfälle 169.

F Aus dem Eisthal, 16. Olt. Wie man hört, hat die Ver⸗
valtung der Pfalzischen Bahnen einstimmig sich für die ursprüng«
liche Richtung der Eisenbahn von Grünstadt nach Eiserberg (mit
der eventuellen Fortsetzung nach Enkenbach) und gegen die Linie
aber Wattenheim und Carlsberg erklaͤrt (wegen der technischen
Schwierigkeiten auf der letzteren Strecke, der ungünstigen Sseiguns-
»erhältnifse, der Nothwendigkeit eines 2600 Meter langen Tunnels
1. a.) und beschlossen, bei der kgl. Staatsregierung sofort un die
Toncession zum Bau und Betrieb der ursprünglich ptoj ktirten
Linie nachzusuchen. Der Bahnhof in Eiseuberg nwürde an de
dauptstraße von Eisenberg nach Wattenleim zu stehen kommen.

Pf. 3.

fF Berlin, 11. Okt. Der greise Feldmarschall Wraugel hielt

am Mitiwoch in der Simeons Copelle drei Madhen über dee
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        Taufe, Drillinge, mit denen der Nachtwächter Göbel von seiner
Frau bescheert worden war. Der alte, gemäthliche Feldmarschall,
der bei dem' hitrschenden Regen“ eine Stunde“ lang«zin eintm
Schuppen Zuflucht suchen mußle,“ weildie Taufe fafsch gebucht
und die Thürder Kapelle geschlosseg war ließ, nach dem Tager
blatt, den drei Schwestern die Namen Auguste,“ Elisabeth und
Vittoria geben.

Berlin, 16. Okt. Auf die vorige Woche angemeldete
Zahlungseinstellung der Vereinsbank Quistorp. der Westendgesell
schaft und des Centralbauvereins beschloß das Stadtgericht heute
den Conenis siber die drei Gesellschaften. Der Antrag auf Ge—

währung einer Frist behufs eines außergerichlli hen Arraugement;
ist hietnach abgelehns —5 ** —

vlles versucht, mir hilft nichts mehr!“ hört inan
x9. viele Kranke sagen. — Diesen Unglücklichen xufen wit zu:
„Leseß dis berühmle Buch: „Dr. Airy's Na:urheilmethode, es
bringt Euch neue Hoffnung und sichere Hilfe; die nach tapfenden
ählenden Heilungen bürgen dafür!“ Diefes vortreffliche, 14 Bogen
tarke illustrirte Werk kbostet nur 10 Sgr. und ist in jeder Buch—
jandlung vorräthig. — Näheres darüher in der hertigen Anmonc⸗.
Demez, verantwortlicher Nedacteur.
Bekauntmachungen. —
Es sind nun sämmtliche Nouveautés in

»zerbst⸗Sa

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empfieht billigst lidaten sind 151 bestanden) und 8) ein Pensionat mit strenger Disciplin,
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Feuerwehr⸗Montag
Georg Klein

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aus Svpeyer wird verzapft.
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Zwei Gesellen

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J. Vißy, Schreiner
Bürgervereins-Kränzchen.
Am Mittwoch Abend Zusammenkunft bei
Carl Groñß.

Zur Tagesgeschichte
oert — 8
Parai'schen Klostermittel.

Herr Steinigke. Pfarrer in Jetzewd, be⸗
richtet 22./10. 72: „Die m'r von Ihnen
zuzesandten Klostermittel bekommen mir sehr
zut und geht die Heilung ersichtlich voran“ ⁊c.
Herr Wilh. Eyr ia Herge bei Bochum
zerichtet 22./9. 72: „Alle Kranken, die
Ihre Klostermittel gebrauchen, werden ge⸗
und. — ESelbst die ältesten Fällen von
Syphil's sehe ich heilen.“

Herr Scotowski, Pfarrer zu Pelplin bei
Danzig berichtet 23./5. 72: „Die Klosser-
mittel, welche Sie mir am 20./4. über⸗
andten, habe ich diz morgen verbraucht.
Ich spüre im Ganzen eine merlkliche Er⸗
eichlerung“ x.

Lin dieq
ldoetr
Memit

Das
leinsls
barsum,

Die Gesund
heit ist das
köstlichste
Gut des
Menschen.

Linderuno
Tettung,
Qes undlireii
für
Alte? Alle

Wer seinen
Korper stu⸗
irt, geht an
mancher
Klippe vor⸗
ei. Cherwo

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— J—
TDie Para iꝰachen
Klostermiftfel

9
rau-
ssendo,
eh d jahre-
eo .recexk leh
den. Ab-
— en, Flechten,
aichaueht,
eht, Epilep-
a Cen enneh
dissen freuen
hren Leiden he-
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uing der Lungen-
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53352 3335387 2283 332238
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28 — * 2 2 * J * 52243 —
8 — — — 52232328 28
335 58* 23745382 322 33 25 333783535 324532
z55752558 ——*—— *85 22— 825 * 528837 —S7 —A
—z2322 —A— * 23 78 3 8 3
52* 2322 — 7 *823 2* — 2 * 3537458* — 2 5525
3 23353328 J —343838836 — —
53533353535758 2—k9 7* 219 * 2333873
333332— 32357 4J 35333 268
2353 153 —5752 * — — — — 53. 50
258 23 *53 —33353* 39 2258 336085 S 9 —
0 * 8 * 3 522 7 2
—833833337— 5382333335 75*34835 33555*
A 32353352 5* 838327 838663853 82—88
9 2 8 * —7 2
33 33242 3 338323338 535s57233255 2
333385675853553 F 3383338* I 33337337
2 —3 28 —A —J— 22 3. —— * 8 * *
3333353333537 ——56875363 7533—232 ——
333357573353 53 —— 3483573 33837
. ——— 2233383755 5*
55253 —2323 2 —A 522532 53** 38 25 53355 3533
5238557 83 —2 —3 2 2 28258 Zz 2535323
5—32 3380 32353
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3 33— 76—3232383 —35558
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155535533 — ———
3 —333— ——33535
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3223338 65353335583
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35. 227
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2583323732355355325

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20 282322 523—257—22 2383338 *
333 353 23335333,8
—33385 3 383833578.
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1355 233 258 85378
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—223885—2523238* —— 2z2532323203
5z—33 — 283533355—2
32—3532332233 3232 —2 738383* 52523
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3433383 *233 523835 2753 7 22 55 7 —
3 3— 33333— 52 243828227
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38 5 23335—38 38
25 5 5333 —3332
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        Sl. Ingberlker Anzeiger.

88

an St. Jnaberter Uuzeiger dund das mit dem Daudiblate verbundene Uaberhalinusbblali. mit der Diendlagt-, Donneritagt- aund Sonntag ⸗
ummer ericheint wöchentlich vier mal: Dienstag. Donmer dag, Samstag und Sonatag. Abonnementsdreis vierteliährig 42 Krn oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Arir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
—* 3 — — 77— — — — —
164.... —— Iig
Deutsches Reich.

Mäünchen, 18. Oltbr. Von den; Staatsministerien detß

nnern, der Finanzen und dem Kriegsministerium wurden, aus
inlaß der für das Deuische Reich bestehenden militärischen Frei⸗
agigteit, die LandwehrBezirkaCommandos und sonstigen Truppen⸗
n Militärkassen, sowie die kgl. Rentämter und eventuell dauch
ie Gemeindeverwaltungen in den älteren Kreisen Baherus, ferner
ie kigl. Rentämter und die Steuereinnehmereien in der Pfalz er⸗
zaͤchtigi, an die nach Orten des Königreichs Bayern beurlaubten
eercapflichtigen der preußischen Urmee und der in die preußische
litärverwaltung ausgenbmmenen Contingente des Reichsheeres
ei ihrer Einziehung zur Fahne, resp. zu Uebungszwecken die zu-
andigen· Rarschcom eienzen zur Reise nach dem Einberufungsorte
egen Vorzeigung der Einberufungsordre vorschußweise zu bezahlen.
RNe gezahlten Beträge sind von den Steuereinnehmereien in der
galz bei der Corps⸗Intendantur des 2. Armeelorps in Würzburg
nzumelden, welche sofort die Rückvergütung durch die Corpe—
kriegskasse vollziehen lassen wird.

In den. Kantouen Ost und Nord von Straßburg haben be⸗
mutlich vorigen Samstag und Sonntiag Nachwahlen für den
zreistag stattgefunden, bei welchen die Herren North und Schmee⸗
ans dewählt wurden. Beide Herren gehören zur elsässischen Pariei,
aben· ihre Versönlichkeit, ja Deuischfreundlichkeit offen zur Schau
etragen und sind deßhalb auch von den eingewanderten Deutschen
ewähll worden. Im stanton West dagegen, wo ebenfalls Nachwahl
attfand, hat der Kandidat, Notar Flach, der sich etwas zwei⸗
eutig verhalten hatte, die nöthige Anzahl Stimmen nicht bekommen
ind es wird deßhalb dort eine zweite Nachwahl stattfinden. Die
Bahlbetheiligung war eine ziemlich rege, obgleich die französische
zartei Wahlenthaltung als Parole ausssgegeben hatte. — Es ist
n vortrefflich Ding um diese „elsäfsische Partei.“ Mahzrend in
deutschland der, Parrikularismus bis auf's Messer bekämpft wird,
at man ihn im Elsaß, wo die französischen Centralisten ihn nahezu
esioͤdtet hatten, küustlich wieder aufgeweckt. die deuische Regierung
atschelt ihn uns et ist sichtlich dazu bestimmt. als Brücke zu
ienen, auf welcher die guten Elsässer zum Reiche, dem fie Jahr⸗
underte hindurch entfremdet waren, zurückkehren werden.: Haben
pit's erst einmal so weit, daß die Elsässer keine Franzosen mehr,
ondern Elsasser sind, dann werden sie sich auch bald wieder dazu
xquemen, .Deutsche“ zu sein. (Fränk. Kur.)

Frankfurt. Tie demokratische Partei stellt hier für die
sdgeordnetenwahlen diesmal keine eigenen Candidaten auf, sondern
aill für die der Fortichritispartei, Eug. Richter und Schrader,
immen.

Wisen, 17. Olt. Der Deulsche Kaiser traf heute Nachmit
ag in St. Pölten ein, woselbst er vom Kaiser von Oesterreich
twartet wurde. Die Monarchen umarmten und begrüßten sich
uf's herzlichste, Kaiser Franz Joseph reichte dem Fürsten Bismarck
ie Hand und bewillkommnete das Gefolge des Kaisers Withelm
aseht warmer Weise. Außer den Spitzen der Behoͤrden waren
aich der Bischof Binder und das Domkapitel anwesend. In
enzing erwarteten Kronprinz Rudolph, die ErzherzogeZ in preu⸗
ijcher Uniform), Prinz Leopold von Bayern, der Statidalter und
Wlreiche Notabiliiäten die Monarchen. Der deuische Kaiser be⸗
rütfzte den Kronpeinzen Rudolph wärmstens, ihm die Hand rei⸗
end. Von hier begaben sich die Monarchen, bon einer dichtge⸗
tängten Menge mit lebhaften Zurufen begrüßt, nach Schönbrunn.
daiser Wilhelm trug die Uniform seines österreichischen, . Kaifer
franJ Joseph jene seines preußischen Regiments. —

Wise'n, 19. Ott. Der deutsche Kaiser slattete gestern Nach-
untag den Erzherzogen Kart Ludwig, Viktor, Albrecht, Rainer und
ꝛer Körigin der NRiederlande Bcsuche ab und empfing in Schön⸗
tunn die Minister und die obersten Hofchargen. Nach 73 Uhr
lbends fuhren beide Kaiser beim Opernhause vor, wo fie von
x versammelten großen Menschenmenge lebhaft begrüßt wurden.
dat Opernhaus mar dbrillant beleuchtel und in allen Theilen von
em geladenen Publikum überfüllt; im Hofsalon wurden die Ma⸗

estäten von den Erzherzogen und den Erzherzoginntn empfangen
ind begaben sich sodann in die Hoffestloge, vom Publikum flehend
rwarten und ehrfurchtvolst begruͤt. Furst Bismardk erschien geflern
dachmittag mit dem: Grafer Andrassy in der Ausftellung; als
hn die Menge erkannte, brach diefelbe in Hochrufe auß Sismarck
ind Andrassy aus. v. Bismarck dankt⸗ stehend für die darge⸗
vach?e Opation, indem er mehrmals mit dent Hute schwenkte.
Wiern, 192 Ott. Der Kaiset verliehgestern als am Jahres⸗
ade der Schlacht bei Leipsig dem deutschen Koiser das Hasaren⸗
Legiment Friedrich Wilhelm III. König von Preußen RNer. 10,
velches Kegiment: zur Erinnerung an die Befreiungslkriege diesen
damen auf immerwährende Zeiten zu behalten haa.

fFrankreich e·

—Paris, 19. Ott. Det vormalige König von Hannover
veilt im strengften Incognito gegenwärtig in Paris.

1— Afrika.
Privatnachrichten aus Zamn ziibar melden von Wegnahme
ines Sclavenschiffes mit 217 Sclaven, welche bei Lama durch
den dortigen Gouberneur des Zultans von Zanzibar bewerlflelligk
vurde. Es scheint demnach, daß es dem letzteren mitc rfüllung
einer Veriragspflichten Ernst .
— — —

—7—

2 23
Ic
aiserslautern, 18. Olt.: Vor dem Polize'gericht standen
jeute die drei Leute aus den Hause des Cigarrenfabritanten CEhr.
deintz, welche am Tage der Comunuljschulabstimmung schmutziges
Wasser auf die mit Musik vorbeiziehende Vollsmasse gegossen haben.
Die beiden Frauenzimmer, welche den Lehrling dis Herrn Heintz
dazu veranlaßt, Elise und Johanna Firmenich, wurden
zu je 10 Tagen Gefängniß, der Lehrling Ludwig Beckzu 4 Thalern
Beldstrafe verurtheilt. Maisersl. Zig)

.f Koln, 18. Okt. Der Berlin⸗Kölner Expreßzug, der gestern!
Ubend nach 9 Uhr hier leintreffen sollte, ist dei Vorbeck auf offener
Strede ntgleist. Der Zagführer und der Bremser blieben auf!
)er Stelle todt, der Pachmeister und ein Postbeumter erlitten un—
erhebliche Verletzungen. 66G4. Z.)

7 Auf der Erlanger'schen Jagd am Feldberg (Taunus) wurde
ein Edelhirsch im Gewicht von 828 Pfund geschossen.

7 Wien, 15. Okt. Graf Chorinsky, der gewesene Statt⸗
jalter von Niederösterreich (der Vater des berüchtigten Gustav
Thorinsky), ist heute an der Lungenentzündung gestorben. Be⸗
sanntlich war die Affaire Chorinsky-Ebergenyi Anlaß, daß er sich
'ns Privatleben zurückgezogen halte. —

An der Pariser Boͤrse wurden silberne Fünffrankenstücke
mit dem Bilde Heinrichs V. gezeigt und mit einem Aufschlage von
einem Frauken verkauft.

7 Ein furchtbarer Sturm brach am 10. Abends über Havana
jerein. Die See wälzte sich über die Schiffe, welche den Hafen
zerließen. Der Leuchtthurm und die Telegraphenleitungen auf der
Insel wurden zerstört und mehrere Schiffe an's Land getrieben.

(Die Vornahme der ehenheccute hischen betr.)
n
ammiliche i. Bezirldämter; Bürgermeister aͤmter und Polizeicommissare
7*388, der Pfalz.

IIm Namen Seiner Majeftät des Qonigs.

Unm der vorstehenden oberpolizeilichen Vorschrift von Heatigen
inen wirksamen Vollzug zu sichern, ergeht Folgendes:

IL. Die Vornahme der? Lebensmittelbeschau, auf welche mit
Regierungs⸗Ausschreiben vom 16. Juli, 9. August und 27. Sep⸗
ember l. J. ( reis-Antsblatt Ne. 49, 34 und 68) die besondere
Aufmerksamkrit der betheiligten Behörden hingelenkt wurde, obliegt
aach Art. 71 Abs. 2 der Gemeinde⸗Ordnung vom 29. April 1869
den Bürgermeistern, beziehungsweise deren Stellvertrelern, sonach
namentich den unter ihrer Oberleitung die Pol zeigeschüfte nach
Art. 72 der Gemeindeordnung besorgenden Polizeikommissären.
7 Die Beschau der Lebensmittel ist von den Ortspoliie
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        hörden, nöthigenfalls unter Zuziehunge von Sachberständigen,
aamentlich von den amllichen, Aerzien, in entsprechenden Zwischen⸗
räumen, Forzugsweise aber an Markttagen, dann an anderen Tagen,
an ein außergewöhnlicher Ver brauch staitftüdet, unvermuthet
und wenn angezeigt,zwird, daß verfälschte oder berdorbene, gesund-
heitsschädliche oder“ sonst zur Strafeinfchreitung Anlaß gebende
debensmittel feilgehalten oder verkauft werden,. ohne Verzug vor⸗
junehmen. J
3. Die Beschau erstrecktt sich auf alld verkduflichen Nahrungs-
mittel; Eßwaaren und Getränke, gleichviel vb sie sich noch in den
Gewerbslohel täten oder in den Verkaufsläden, auf dem Marlte
oder in Wirths⸗ und Gasthäusern, Garküchen, Speisehausern und
Markedenter ien befinden oder ob sie auf den Straßen oder in den
hausern zum Verkaufe- ausgeboten werden⸗
4. Bei Vornahme der Beschau ist das Augenmerk insbesondere
mi richten auf: J J
a) vdas Feilhalten und Verlaufen vergifteter oder mit gefaͤhr-
lichen Stoffen vermischter Nahrungsmittel (ß5 324 des RNeichsstraf⸗
ysetzbuches); — b) das Verkaufen oder Feilbieten verfälschtee odet
verdorbener Eswaaren oder Geiräuke, dann besonders trichinen⸗
daltigen Fleisches (ß 367 Ziffer J des Reichsstrafgesetzbuches); —
) das Feilbieten und Verkaufen eckelhafter: oder⸗ gefundheitsschäd⸗
icher Nahrungsmittel, Eßwaaren und Gerränle, dann auf den
Zustand der Geschirre, Gerärhe und Wagagen (oberpolizeiliche Vor⸗
schrjift vom Heutigen zu Att. 75 Abs. 1 des Polizeistrafgefeßbuches);
— q die Beachtung etwaiger ortopolijeilicher; Vorichriften ũber die
Beschaffenheit einzelner Galtungen don Lebensmitteln; 3. B. der
Brodes (Art. 75 Abj. 1 des Potizeistrafgesetzbuches); — e) dann
die Beobachtung der etwa erlassenen ortspolizeilichen Vorschriften
über die Lebensmittelpreise (Aet. 148 des Polizeistrafgesetzbuches)
— f) die Beachtung der Markllordnungen auf den Villtualien und
Wochenmärkten und der Vorschriften über das Herumtragen von
Lebensmitteln (Att. 146 des Polizeistrafgefetzbuches und Z 69 und
zJ 149 Ziff. 6 der Reichs-Gewerbeordnung vom 21. Juni 1869)
5. Ueber die Vornahme der Lebensmittelbeschau ist eine lurze
Vormerkung zu führen, wenn nicht die Errichtung eines Straf-
Frototosls veranlaßt ist.

Im letzleren Falle ist unter Benennung ʒ der Beweismitte
hm —7 Strafeischreikung zu veranlassen und siad die La
ensmittel oder die Geschirre, Geräthe und Waagen. bezüglich
deren·die Sirasverfolgung einiritiee mn Anwendung Ged Arie
des Polizeistrafgeseßzbuches mit vorläufigem Beschlag zu belegen.

6. Die k. Bezirk?ämter werdea die vorschriftsmäßige Vor.
rahme der Lebensmittelbeschau Seitens der Ortspolizeibehörden
aamentlich bei Bereisung des Amtsbezirkes, dann durch Einsigl.
nahme und zeitweise Abforderung der geführten“ Vormerkungen in
wirksamer Weife zu kontroliren und den Bollzug der gegenwaͤrtign
Anordnungen zu fichern wissen

7. In Gemeinden, in welchen die Cholera ausbricht oder ir
delhen cholerauhuliche oder choleraverdächtige Erkrankungen ode
onstige austeckende · oder epidemisch · auftretende ¶Krankheiten vor
lommen, haben sofort und wiederholt umfassende Lebensmittelvifn
rationen stattzufinden, welche sich auf alle RNahrungsmittel, Eßwaaren
und Getrante, welche feilgeboten oder verlauft werden, namentlig
mif Bier, Wein. Branntwein; Brod, Fleisch aller Art, Würst
Obst; Gemiije, Milch, Eser und Buster zu erflrecen haben.

Unausgegohrenem, sauerem oder abgestandenem Biere, unanz
gebackenem oder vorschriftswidrig gebadenem Brode, der Gesund
Jeit schadlichem, schlechlem Branntwein⸗, unreifem Obste ist hiebe
in erfier Linie das Augenmert zuzuwenden. 21
Sollte in einzelnen Fällen die Beschlagnahme der dorgefun
denen Lebensmittel eine ausreichende Bürgschaft dafür nicht bielen
daß fernerhin in den betreffenden WirthsHaften, Branntweinbuden
—
minel ausgeschlossen bleibt, so sind nriese Lokale in Amwendung
»es Art. 67 Abs. 2 des Polizeistrafgefetzbuches sofort für die gan
Dauer der Krankheit in dem betreffenden Orte durch das . Ve
zirksamt polizeilich zu schließen, welchem zu; diesem Behufe sofot
van dem Befund der Visitation Anzeige zu erstatten ist.

Speier, den 15. Oktober 185858s8.
28 3336Koniglich Bayerische Regierung der Pfalz.
b0ß ammer der Innern.
— v. Braun. e 7
N vweror

—AXe———⏑— —⏑——“———— —
»r Redacteur.

72

3114,03 Festm. birlen Baue und tub olz⸗N 4440
Bekanntmachungen. tet Raletot &amp;Holsen.
4 RNaumm. buchen Stempel, »15 Stosffe 7.
Holz-Verkauf 1 Raumm. eichen“ Scheit⸗ und An⸗ n
7 εν bruchbolz, fij⸗Me mn Sai— 25 *
in Koniglichen Forsten. e aeeee —8 fur die Winter-Satson, —T
8 Ri 22 7 die neuen Musterkarten eingetroffen
Am 23. Oktober 1873, Vormittags bvrucholj, —0—— pe teee

lo Uhr, werden zu Sulz bach bei Gaft- 15 AQnuppel 2. t,. sin empfehle ich unter Zusicherung
wirth Kirst die bei den unten bezeichneten 26 0 Reisere ., guter und billiget Beforgung, zu ge—⸗
Schlagen bemerklen Hölzer in lleinen Loosen 3 2. 6 neigter Ansicht. J
dem meistbietenden Verkaufe öͤffentlich aus- Distrilt Nr. 103 2328 * j. J. Crewenig
beshis Zorst Eulzbach ; 11 Raumm. duchen Stempel. in St. Iuabert.
Vistrikt Nr. 3: Distritt Ne. 1863. ——77. —F
7,96 Fesim. buchen Bau- und Nutzholz⸗ 5.44 Festm. eichen Bau. und Nutzho3 Süßster Most nI
— Sann Jac. BSties.
Raumm. buchen Stempel, leichen Stange, J
— eichen Scheit. und An— 72 Raumm. buchen Stempel,. * —
Fruchtoep.. 2 eichen Scheit-⸗unb': An⸗
birlen Scheit⸗ und An⸗ btuchhol
Ibrudbholz buchen Scheit. und An⸗
Knüppel 2. KRKl. bru Hyolz..
Reiset 1.. hirten Scheil·und! An⸗
bruchholz.
Distrikt Nr. 723: 24 Nnüppel —AV s J
Fichtex˖ Stangea J. Rk. . Reiser 1.55
Raumm. Reiset 1. E. Totalitat (Sau 14)32
Distrilt Nr. 7 b— 9.45 Festm. eichen Bau⸗ und Rutzhol⸗
25,29 Fesim. eichen Baue und Nußholz.. Stanme, 7
Staämme, 20,19 „buchen Bau und Rutzholz-
14,83 Festm. buchen Bau⸗ und Nutzhol- 7 Siamme, *
Stämme, It 14 Raumm. buchen Stempeh
26 Raumm. buchen Stempel, 6ichen Scheit. und An-
i8— ichen Scheit undJ An⸗ druchhoig 2
bruchholz, 6 buchen Scheit⸗ und An⸗
duchen Scheit und Ar⸗ bruchholß —
bruchhbolz, W Nnuppi al.
snüppel 2. Kl. Reiser I..
Reiser F *2* 3.
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—A— F „ ben 8. Oliobit 1875.
Uss Fesim. buchen Baur und Nutzholz⸗ Der Koͤnialiche Oberfoͤrster
Sitämme, Qritter
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Redaktion. Druck und Verlag on FeX. Dem⸗e in St Inaghert
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5. 7 33355 3287 535*337525 23533553s 583
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3 32 33 332328 333323 83
7 8* 13 . 2 —
2252 53537 353383 53532 78 3.3—
——— 158338333255 A 25523
52222*2 —53333223828 22625
* 22 44* S77 — 57— —— ——— —*2—
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— ——— 28235 —FE — 2 22
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3383 58 233238
2222 —* —5AI *5225 2222— —I— Sosw
255 5725—— 535253 — *6* —— 23
22333—3382 28 7. 28
a2 337 33

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535385323585
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5335 cM — — —A
J 5137333355 —
3533333838 a 3 — 5 —
2582283 — 52357 57 J
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*33I855327— 3253353*
90882758 22 — 558
383 752223533 5523
3333 * 235523537—
533 557 22— 2538 3
22725 523 22252233 2
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333763 58 1355 33 25
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u *t. Auc — Ezrerir ex Lund das mit dem Huuptblatte verbundene Unterhaltungkblati, mit dæ Dienstags⸗ ODounnerstagt · und Sonniag·
ser aricheint wöchentlich vie r m al: Dienstas. De⸗ 3444. Sams taa und Sonmtaa. Aboan⸗nentapreis viertelijahrig 42 Kru. oder
rn A2 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreijpaltige Zeilt Blattschrist oder deren Raum berechneit.
8 165. ). Donr⸗ HOktober ι ν, 444873
— ——“ S. —— —— — — *
2 uιν νν —.
AS:. bOMM:. (Aus der, Pfalz. Post/)) e
Unsere asolirten Lateinschulen und das Frei⸗
willigenexramen.
Bekannllich!-relen heuer wieder drei neui Lateinschulen pin
et Pfalz in,s Leben:Blieskaftel— Winnweiler,“ Ludwigshafen,
die pierie im Werke in Landsluhl,“ so dah näachstens: jedet Can⸗
ashauptort cine solche Mittelschule besi zen wird. Der Personal-
ind Realetat dieser Anstalten wird zum großeren; Theile von den
Gneinden aufgebracht, ja die Erlaubniß⸗ zue Errichtang- einer
scher wir von det aiung —B——— * dp
adi alle finanziellen Subsistenzgarantien ei ebracht hat zu ein — * — — *
d eren lange die Errichtung; einer Laleinschutt in Deu⸗eheb Reiche
andstuhl scheiterte. Mit um so mehr Keht dürfses deßhalb diee Mnchren, 20. Okt⸗Wir wit bernehmen, is im · Staatt⸗
sehrzahl dieser Anstalten als Gemeindeanstallen bezeichnes werden ninisterium der. Justiz dere: Gesetzenwurf wegen Entastung der
ind mn um sor mehr Mecht darf die Pfalz sich ühnernie ihres Schwurgerichte durch entsprechende Modift; irung der betr. Bestime
ifers für Schulen und Bildungsstätten, troß der fatalen Procente⸗ atngen des Emfuͤhrungs gesees vom 26. Dez. 1871 so weit ge⸗
cher ireht Larm' machen'als Berechtigung zur Unzufriedenheit drdert, daß r dem Laͤndtag: sogleich nach dessen Zusammentritt
nasern Schulzustanden hervorrufen dürfen. Worgelegt werden kans. 5 A. 3)
Aunderccleits jedoch muß jeder Unbesan zene zugeben, daß men Münqen, 213. Ott. Durch allerh. Entschließunz wurde
munserer Zeit nicht verlangen kann, die Gememden sollten blos Jenehmigt, daß die diesjährige Versammlung des Landralhes dec
ug adeessen Grũnden dieft Anstotten pflegen, ohne als Acquivalent ßfalz wegen der noch fortdauernden Choterd-Epidemie n Spꝛie:
ühre Bemuhung wenighens die Anetkennurg zu dikon- zicht doselbst, sondern gleich der· prolestantischen Generalsynode in⸗
— durch ihre biobe Er eng Neusiadt a / D. aboehalten werde. ————
— —— — 3 Mauanchen 4 21. Qu. Es zieluliren Gerüchte von⸗ einer
Mir meinen damit das Recht einer Schule, das Zeugniß der Ministerkrisis —— der Frage der Anerlennung des Bischofs
zafe für den einjahrigefreiwilligen Unterrichi auszustelien,dadz, Reinkens.“ Minifter Luß befürwortet dieselbe, waͤhrend der Koͤnig
F'hhne Analogien, im. deutschen Reiche die bayerischen Gewerbe⸗ ihr nicht günstig jein sol.
hulen deasihen, das die pfalzor Late njchnleir; mit denen odendrein Wien, 21. Otl. Der deutsche Kaiser besuchte sesteck den
dch meistens oin Realcur;us verbunden ist, sodaß an unsern La⸗ Zonprinzen ron Dänemark, die Gräfin Girgenti und den Grafen
aͤnschulen · alle Fücher/ die nut in der belteffenden Examerordnung A drassy; . Fürst Bismarch erhielt gestern den Besuch des Kaisers
alcgt, werden oorkommen, bis jetzt entbehren. —A— on Oeflerreich und stattete seinerseiis den Erzherzogen Besuche —2
Isl die Sprachdildung das Criterium jur das uns apokryph Abends trafen Prinz und Prinzessia —F von Preußen ein und
tommende“ Pridilegium der, Gewerbschulen, an unsern Lateine, vurden auf dem Suͤdbahnhofe don dem Kaiser empfangen.
hulen werden Drer fremde Sprachen gelehrt; und, sind eßs die — Wien, 21. Qlober. Bei dem heutigen Galadinex ꝛrank
lealjenn gut, uusere Squlet haben naturwissenschaltlichen Unter-huerst Kaiser Franz Joseph auf das Wobhl seines lieben Freundes
abgesehen davon, daß die Basig diefer Heitteljchulen eine ganiz, und Bruders und lieben Gastes7. Koaiser Wilhelm dankte für die
ndere istze wie bei den Gewerbeshalen, Jedenfalls lonnen die gastliche Aufnahme, welche er, seine Gemahlin und Kinder hier
Jalzer Lateinschulen so gut wie die Gewerbeschulen, wenn es hier' jefunden; er erinnerte an den vorjährigen Bsuch“ des Kaisers
berhaupt Privilegien und keine Rechte vibt, vberlangen, daß bei Franz Joseph in Berlin und die damals zwischen ihnen und dem
ar meist vollzähligen Besetßung mit Ordinarien der, Verbindung daiser Alexander ausgelauschten feruudschaftlichen Gesinnungen,
nit einem Realkursus, der starlen Frequenz. der Untethaltung meist velche er jetzt hier wieder gefunden habe und welche eine Bürg-
nurch die Gemeinden dies Priv legium analoge Anwendung fände qaft des zuropäischen Feiedens und der Wohlfahrt der Volker
af die besprochenen Anstalten. Deßhalb hat auch detanntlich der ien.Scdhließlich brachte er den Toast aus auf das Wogl seines
zandtag in vergongenen Jahre «ine diesbezügliche Bitte un eine erhabenen Freundes und Bruders ··..
sohe Regierung hesteIlt, die zur Berücsigtigung weürer empfohlen Frankreich.
verden sollte. Pasris, 21. Ott. Nach den Debatt“ isl das gesammte
Wer glauben aber,“ daß man kaum eine zweite, wenn auch rechte Cenlrum dem Monarchisten-Projelte gewonnen. (Irf. 3.)
malog der ersten ganz derechtizte Ausnahmen machen wird, und , Schweiz.
Ragen deßhulb allen“ Gemeinden, denen eiwas darau liegt, daß —2Genf. Die Regierung von Braunschweig reklamirt nun doch
te Ninder in loeo die Berechtigung zum einfährigen freiwilligen inzelne zum Krongut gehörige Gegenflände' aus dem Nachlaß des
Venste erhalten, denen daran liegt, daß ihre Anfialten prakusch derzogs Karl. Die Stadt Geuf verlangt dazegen von der
reisbaren Werth bekommen, denen daran liegt, daß bei dem all. dormundschaft des Herzogs Rechnungsstellung. Es scheink, daß die
itigen Mangel an Arbeitskräjten nicht mehr Zeit als nothwendig jroße Erbichaft om meisten von den Advokaten beansprucht wird.
uf das Dienen im Heere verwendet wird, also aus rein social⸗ England. J
yitthschafilichen Gründen vor, daß jetzt, wo die Sachlage wesent— Es wird versichert, 800,000 v. Gold seien fuͤr Deuisch⸗
ech verändert lieat, indem die Betechtigung mit dem befriedigenden and aus dem Privaivorrath des Hauses Rothschild angelauft
Volutorinm der 1. Gymnäsialklasse erlangt wird, d.e Pfalz aus vorden. Der offene Geldmarkt ist angezogen, weil eine baldige
aleinschulen Progymnasien mache, wie solche schon längftt aus erhöhung des Zuflusses befürchtet wird.
esentlich denselben Gründen viele no ddeutsche Städte desizen. — —
llerdings zu den alten Opfern soll noch ein neues kommen, doch
annx haben wir auch Vortheile, die den Kostenaufwand für Bil-
unoczwecke, “ ganz abgesehen von den ideellen, im Ganzen Lom⸗
nsiren werden.
Der Landraih tritt am 10. November zusammen, woch ist es
en vis da hin· ¶ wach Berothung der Staudi⸗und Schulcollegien
it darauf gerichteten VorschläJen und, Anträgen an de Ver⸗
mmlung heranzutteten, von der alle Piälzer überztugt sind. dakß

—VWVerwmischtes.

4 Kaisersslautern, 21. Oltbr. Durch das Zerspringen des
gorwärmers der Dampfmaschine veruaglückten am Freitag in dem
holzgeschäft von Karcher und Raquet zwei Arbritet. Der heizze
Dampf und das siedende Wasser, das sich aus dem zersprungenen
gorwarmer ergoß, verbrühle dieselben dermaßen, daß sse — der
ine lebensgefaͤhrlich — schwir darniederliegen. (sajl. 3.) *

I Reineitraa ket 3. pfälz. Industrieausstellung sosl für
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        Errichtung eines Gewerbemuseums in Kaiserslautern, beziehunge⸗
veise einer Sammlung von Mustern, Modellen, Zeit nungen u. s. w.
erwenden werden. Die k. Kegierung hat Diesem zugestimmt

* 2 Verwaltung der pfalz. Bahnen hah fich, wie man hört,
gegen die Sinie Grünmstadt-Wattenheim-Karlsberg und für die Vich⸗
sung Grünstadt⸗Eißen derg Enlenbach entschieden. —

f In Alsenbori wurde am 17. d. das Isjahrige Amis⸗
subiläum des Lehrers Karl Hofmann, dem aus diesem Anlaß die
khrenmünze des Ludwigsordens verliehen wurde, festlich begangen.

7 Speyer, 21. Ott.* (Cholerastand.) Von gestern früy 9

Uhr dis heute um diefelbe Zeit kamen-5. Erkrankungen und 2
Todesfälld vor, so daß der Gesammtstand sich nun auf 396 Er-
rankuugen und 182 Todesfälle beläauft. Unter den obigen 5 Er.
ranlien befinden sich 3 Spitalpfründner. — Von den disher Er⸗
ranlten sind genesen136, noch in Behan lung befindlich ẽ8. —
Die Sammlungen des kgl. Bezirksamtes ergaben bdis jeßt 5675 fl.
23 F 5 49Pj. Zig.)

Speyer, 22. Oklt.: Von gestern früh bis heute früh 9
Uhr sind 4 Neuerkrankungen und 8 Todesfälle angemeldet worden.
Unter den 4 Erkrankungsfäallen befinden sich ein Aindenund ein
5p alpfründner. Der Gesammtstand der Erkrankungen beträgt
jetzt 400, der Todesfalle 1858. Genesen sind 175, noch in Ba
andlung befinden sich 10. — Das Praäfidium der Kreisregierung
zat auch der hiesigen Diekonissenanftalt in Anerlennung der auf-
opfernden Pflege, welche die Dialonissen während der hier herr⸗
chenden Choleraepidemie den Kranken zu Theil werden ließen, einen
Unterstützungsbeitrag von 150 fl. bewilligt. (Sp. A.)

4 Edenkoben, 19. Ott. (Unglüdsfall) Drei Arbeiter aus
xdesheim, die in Landau beschäftigt sind, schmuggelten sich auf
einen Kohlenzug, um nach Hausfe zu jahren, nachdem sit den abend
lichen Personenzug verjäumt hatten. Tieser Kohlenzug hielt aber
veder am Edesheimer noch am Edenkobener Bahnhoßse., Am leß⸗
eren sprangen sie herab, wober Einer, der. Famil endater Franz
Richelh, mit seinem Mantel hängen blieb und umter datg Räader
werk kam, so daß ihm ein Arm und ein Bein zermalmt wurden.
Fr starb heute im Spital. Die beiden Anderen lamen außer un⸗

bedeutenderen Verletzungen mit dem Schrecken davon, haben aber
jedenfalls eine Strafe zu gewärtigen“ wegen unbefugten Beuühen
dez Zugeßs. 5
Melfumgen, 10. Ou. Heute Racht ist abermals ein starker
VBrand ausgebrochen. Es furd bercits über 20 Häaufer wiederge.
brannt. Das Feuer“dauert noch sort. (Sr. BlI.
Mannheim, 20. Oktoder. Ein Belrunkener, welchet sich
heute Nacht im Rausche das Bahngeleise nächst dem Nedarhaser
ails Schlafstätte gewählt hatie, wurde von der Lokomotive einesß
Zuges ersaßt, ihm dabel das eine Vein abgerissen und das ander⸗
dark beschadittg. ¶(R. J.)

7 Frankfurt a. M., 16. Okt. Auf Bestellung der Wein
jandlung Manskoph⸗Sarasin wird hier ein Faß aus ungarisqqem
kichen holz gebaut, das 40,000 Flaschen faßt. —

* Wieabaden, 20. Oti. Gestera fruh schoß mitten im Rhein⸗
rom ein Fabrilbefitzer don Schierstein einen gelblichgrauen, schwarp
zraun geflecten Seehund; derselbe ist zwischen 3 und 4 Fuß laug
und hat ein Gewicht von 14 Pfund. Merkwürdig, bleihte ei
zewiß. daß dieses Seethier, das sich: vom Mittelmeee und der
Dft⸗ und Rordfee bis ins noͤrdliche Eismeer findet, im Rheine so
veit aufwärts fich verierte. Ob sonst schon auf dem Rhein einzelne
xxemplare besbachtet wurden, ist mir noch nicht bekannt, wohl aber
rinnere ich mich. daß auch in die Oder bis Küstria und Frankfutt
inzelne Exemplare gekommen sind. Der erlegte Seehund wurde
ofort an den Pachter der Schiersteiner Jagd, Herrn Reniner Kuond
ahier, abgeliefert und hat ihn Lezerec dem hiesigen Muleum alz
beschenl übermacht.

r Mürchen, 16. Oltober. Der deuische Kaiser, welcher doe
iniger Zeit den durch Ueberschwemmung heimgesuchten Immem
Jädtern 1000 Mart zum Geschenk machte, hat denselben neuerdinge
3000 Marl durch die hiesige preußische Gesandtschaft übermittelu

4 In Malberg dei Trier hat ein zeynjähriger Knabe im Streite
inen zwei Jahre älteren Kameraden mit einem Knotenstod,
tslagen. .
NHemeß. verantwortlicher —X

— —

Bekanntmachungen.
Süßer Most
et AJac. Sties.
Keine Frauenze. ung er-
reut sich einer grösseren
verbreitung uud ist dabei
rotz ihrer treffliehen Ori-
ADiaetrationen ao bil ig
Aodonwolt.

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wieder eingetroffen bei A,..
—.
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Wicken 4 fl. 19 kc. Linsen 6fl. 10 kr. herste Zreihige. — fi. — kr., Gerste dier⸗ dil. 40 kt. I Paar Weck 90 Gramm 2 kr.
Pleesamen — fi. ., RKurnbrod reihige, — fU. — Ir. Spelz 6 fl. 16 fr. dindfleisch 1. Qual. 22 kr. 2. Qual. 20 kr.
ß pifd. nte, Gemis ctbrod 3 Pfd. 22 kr. Spelzlern — fl. — ir. Dinkel — fI. dalbfleisch 20 kr. Hammelfleisch 22 tr
Weiübrod,2 Pfid. 22ir. T. Puu . — ir., Myqhfrucht — i. — Ar. Hafer Schweincfleisch 22 ir. der Pfund. Buner 38
36kr. Kleebeu —fl.-kr. Strod 1fl. 16 it. 4 fl. 43 tr. Kartoffeln 1 fl. 6 kt. Heu ir. per Pfund.
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5 8522 2235* 25 5672322 — 55 2463 6855
5 —X — 2 587322324 8 23 ——— 2
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2335252 * 52 32583— 5823535— 5833236336 5523523 8*
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        * . Ingberter Anzeiger.

det St. FJnaseor Anzeiger (und das mit dem Haupiblatte derbundene Unterhaltungsblatt, ait d:r Dienstags⸗, Donnertiagt⸗ und Sonnlag⸗

tunimer er'cheint wðchentlich vie rn al: Dienttag. Donnersdtag, Samstaa und Sonntag. Abannementspreis vierteljährig 42 Krrr. oder
22 12 Silberar. Anjeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrist oder deren Raum berechnet.

— —— — — —— — — — — — — — — — 7557

M 166. —* ESaustag, den 25. Oktober 19877
Deutsches Reichh.
sälserslautern, 23. Okt. Der Landtiagsabgeord⸗

ete des Wahlkreises Kaiserslautern Kitchheimbolanden Herr J.
zelbert hat, wie wir hören, sein Mandat niedergelegt. Wir werden
eßhalb bald wieder vor einer Neuwahl stehen. (K. IJ—

München, 22. Okt. Die Mittheilung in einigen Blättern
hube das Kriegsministerium verfügt, daß alle Unteroffiziere der
lrmee nur mehr die Löhnung eines Obergefreiten erhalten soll⸗n,
xenn sie sich nicht protekollarisch verpflichten, nach Adlauf ihrer
reijährigen aktiven Dienstzeit als Kapitulanten wieder zu dienen,
liht auf Irrthum; es ist vielmehr schon in der allerh. Ent-
hließung vom 9. Aug. d. J., die Dienstverhältnisse der Unter—
jfiziere betr. bestimmt wocden, daß diejenigen Unteroffisiere, welche
ich noch in Erfüllung ihrer dreijährig n Dienstpflicht befinden, den
oilen Loͤhnungssatz ihrer Gage nur dann erheilien sohten, wenn
sich verpflichten, nach erfüllter gesetzlicher Dienstpflicht weiter zu
enen. andererseits aber eine Loͤhnung von 8 fl. 45 kr. monarlich
rhalten. Dabei wurde übrigens noch bestimmi, daß Unteroffiziere
xt letzthezeichnefen Kalegorie, welche nach Maßgabe der bisherigen
estimmuͤngen eine höhere Löhnung als die von 8 fl. 45 kr. be⸗
ehen, bis zu ihrem Ausscheiden im Genusse derselben zu ver⸗
leiben haben.

München, 22. Olt. Tak Programm über die feierliche
zröffnung des Land:ags wird bereits entworfen und soll dem König
lsbald zur Genehmigung unterbreitet werden. Das Ceremonieũ
tdasselbe wie in früheren Jahren. Am 4. November Vormittags
1 Ude deginnt in der Hofticche zu St. Michel die übliche gottes⸗
ienstliche Feierlichteit. An demselben Tage Nachmitlags 2 Uhr
rfolgt durch den Prinzen Luitpold die feicrliche Erdffnung des
landtages.

Berlhin, 16. Olt. In einem Brief Laskers, welcher kürz⸗
9 in die Oeffentlichkeit gelangt ist, legt er don Neuem seinen
ztandpunkt über die Wahl solcher Männer dar, die sich an mo⸗
ernen Gründungen betheiliet haben. Wie nicht anders zu erwarten
and, erklärt Lasler die Würde eines Volksvertreters als unver⸗
inbat mit der Theilnahme an solchen Schwindelschöpfungen, welche
yon der oͤffentlichen Moral verurtheilt worden sind. Auf die an
hn ergangenen Ansfragen mehrerer Wahlkreise, wo diese Perfonal-
tagen aufgeworfen wurden, antworkete er im sachlichen Geiste und
piderrieth die Wahl solcher Kandidaten, ehe diese nicht Erklärungen
ibgegeben, welche alle Beschuldigungen 'entsch'eden winerlegten.

Berlin, 21. Ott. Was seit einiger Zeit mehrfach ange-
eutet worden ist, kann gegenwärtig als sicher bezeichnet werden:
draf Roon wird jedenfalls zurüdtreten. Einerseits ist sein Ge⸗—
undheitszustand der Art, daß der Ministerpräsident in jeder Weise
qh schonen muß, und für's Andere behagt dem Kriegsminisser der
horsiß im Ministerium nicht. Graf v. Roon und Furst Bismarck
»nnten nicht recht miteinander fertig werden, und da der Reichs—
anzler noch lange der unenibehrliche Mann bleibt, so war damit
it Roon seit geraumer Zeit auszemachte Sache, dem Ministerium
o bal) wie möglich Valet zu sagen. Als Kriensmini'er ist er
uurch Herrn v. Kameke vollständig ersetzt, denn Kameke gehört zu
nseren besten milttärischen Organisatoren und einen recht drauch⸗
aten Adlatas zu finden, wird Herin d. Kameke wicht schwer
erden. Dem Grafen Roon widerstand, zu der ausgeprägten
olitischen Richtung sich zu dekennen, die das Ministerium jetzt
ttfolgt. Mehr und mehr wird d'e Regierung in liberole Bahnen
edrängk und der Ministerpräsident ist ein entschieden kanserbdativer
Noann. Um das Vaterland hat er sich verdient gemacht, er kann
iso in dem Vewußtsein sein Amt niederl gen, es als Ressorschef
ufs beste verwaltet zu haben. Das RNebeneinander mit Bismarck
nd Falk behagte dem Ministerpräͤsidenten nicht; es gab wohl,
in mit einem Roon'fchen Worte fortzufahren, diele Dissonarzen,
mmer verstimmen, auch wenn si? für den Kenner Werih haben.
— Roon's wird im Lande nicht überraschen, denn der
inister hatte erst nach Neujahr dem Abgeordne'enhause ertlärt,
n lange würde er ja wohl Ministerpräsisent nicht bleiben. Daß

ir als politischer Mann ersetzé ar ist, weiß Jeder. Gleichzeitig' mit
koon wird Graf Rönigsmardk sein Portefeuille niederlegen. Der
derr Graf hat sich im Mimisterium nie heimisch gefühlt, die ganze

Thätitert als Ressortchef mißfiel ihn.

Berlin, 22. Oklt. Die officiöse „Prop.Corresp.“, die
Viener Zusammenkunft und den glänzenden dem Koiser Wilhelm
son dem Kaiser Franz Joseph und der Wiener Bevölkerung be⸗
eiteten Empfang besprechend, sagt: „Alle deutschen Herzen widmen
em Kaiser Franz Joseph die tiefste und dankbarste Anerkennung
ür die wahrhaft hoch erzige und edlse Besinnung, die er in der
zeuen Gestaltung der Beztehungen Oesterreich Ungarns zum Deutschen
steiche bewiesen: Die Geschichte wird des Kaisers Ver alten dereinst
ils eine That wahrhaft füestlicher Größe rühmend verzeichnen
ind als festeste Grundlage einer seither mit so großem Gewicht
ancebahnten Politik anerkennen.“

Berlin, 23. Ott. Das deutsche Kronprinzenpaar wird
dem Vernehmen nach Anfangs Januar nach Petersburg reisen,
um dir am 7. Januar stattfindenden Vermahlungsfeier des Hetzogt
von Edinburg mit der Groß'iürstin Marie beizuwohnen.

— Die Infanierie-Regimenter des Gard.Corpẽ haben, den
„N. N.“ zufolge, den Befehl erhalter, sich bis zu Mitte November
ur Abgabe der bisher von ihnen gebrauchten Gewehre bereit zu
zalten, um alsdann an Stelle derselben das neue Mausergewehr
u erhalten.

Dres den, 23. Ott. Das heute Nachmitiag au?gegebent
Bulletin bezeschret den Zustaud des Koönigs als völlig hoffnungslot

Wien, 19. Okt. Die gestrige GalasVorstellang im Hof—
Dpernhaufe gab auch dem hiesizen Adel Gelegenheit, die Gerüchie
düten zu strafen, als halte er sich dem deutschen Gaste fern. Man
ah allerdings nur wenige Hoch-Tories, aber die Liechtenf'ein,
Trautmannsdorf, Schönborn, Choteck, Esterhazy u. s. w. waren
zertreten. Im selben Range, in dem d'e Hofloge sich befiedet, dem
»eutschen Botschafter gerade gegenüber, erschien der neue Botschaftet
Frankreichs, Graf d'Harcourt, während eine Suite von franzosischen
Iffizieren im Parterre saß. Der wirklihh glanzvolle Andlick, den
»as prachtvolle Theater mit seinen in Gold, Purpur und Sammt
trotzenden Insassen bot, übte auf Kaiser Wilhelm, der das neue
Ppernhaus zum ersten Male sah, einen überraschenden Eindruck.
Fürst Bismarck, der mit der Gräfin Andrassy in einer voge neben
herin v. Schweinitz erschien, lümmerte sich weniget darun und zog
s vor, mit seiner schönen Nachbarin zu scherzen. Auch bei dem
diner, das ihm zu Ehren Graf Andrassy gestern gad, war der
eutsche Reichskanzler derjenige, der den Ton der Heiterkeit zuerst
inschlug, und diese Stimmung hielt denn auch während der ganzen
dauer des Conviviums an. Trotz des regnerischen froftigen
Wetters machee auch heute eine große Menschenmenge Queue in
den Straßen, durch welche der Kaiser zur Kirche fuhr, in welcher
)erselbe Psarrer Porubeky, über dessen Candidatur für das Ab⸗
zjeordnetenhaus ein solcher Streit entbrannte, die Predigt hielt,
Nach der Kirche begab sich Kaiser Wilhhelm in die Hofburg, wo
him Kaiser Franz Joseph die prächtigsten Appartements zur Veré
ugung gestellt hatte, um daselbst jene Personen zu empfangen, die
ich um eine Audienz bewarden. Eine lauge Reihe vou Wagen,
velche eben dort auffuhr, läßt die Zahl dieser Audienzbererber
ehr groß erscheinen. Nebenbei bemertt, schätzt man die Anzahl
er zur Zeit hier weilenden Deutschen „aus dem Resch“ auf
5,000. —

— Hat, wie vorauszusehen war, der kaiserliche Hot in Wien
Asles aufgebo'en, um den deutschen Kaiser in jeder Weise zu ehren,
'o sind in aufrichtiger Huldigung des karserlichen Gastes die
Wiener nicht zurückgeblieben, und hierauf ist ein besonderes Ge⸗
vicht zu legen. Denn die offizielle Aufnahme des Kaisers mußte
erjenigen entsprechen, welche voriges Jaht Franz Joseph in Berlin
jefunden hatte, und trat also das Bestreben der Hofkreise hervor,
en Kaiser Wilhelm eminent auszuzeichnen, so war damit nur
nem Aklte der äußeren Höflichkeit genügt. Allein die Wiener Be—
idlkerung konnte sich widerstrebend zeigen, sie konnte Gleichgiltigkels
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        gegen den deutschen Furssen und seinen ersten Minister, gegen Beide
sogor Feindseligkeit erkennen lassen. Statt dessen aufrichtige Freude
sber das Erscheinen Kaiser Wilhelms in Wien überall und respiekt⸗
volle Wücdigung der Entrevue, deren Bedeutung die gesammte
lͤberale Presse Oefterreichs in vorzüglicher Weise hervorhebt. Wenn
in Berlin Franz Joseph von der Bevölkerung techt gut aufgenom—
mien wurde, so war das Sache des politischen Taltes. Preußen
hat Oesterreich vor sieben Jahren besiegt, und es kam darauf an,
dem Habsbu gischen Herrscher zu erkennen zu geben, daß es ver⸗
gessen hat, was hinter uns liegt, und uns der guten Beziehungen
sreuen, welche zwischen Wien und Berlin sich hatten ermoͤgllchen
jassen. In Wien wird jetzt der Sieger über Oesterreich als ein
herzlich willtommener Gast gefeiert, und das verräth ein Verständ
diß der politischen Lage, das den Wienern ale Ehre macht. Sie
ommen dem Kaiser mit so viel Wohlwollen enigegen, weil sie in
hm den Sieger über das napoleonische Kaiserreich erblicken, dat

Defterreichs gefährlichster Feind war. Sie bliden mit Hochachtung

zu Kaiser Wilhelm herauf, weil er es meisterhaft verstand, die

dmische Curie abzufertigen, die Oesterreich in geistige Fesseln ein·
schmieden wollte. Und zu nicht geringem Theile trägt des Kaiser?

Jersonlichleit zu der gusen Aufnahme bei, die er aun der schönen

giauen Donau gefunden. Der Kaiser hai die Gabe, rasch auch

die Widerstrebensten zu gewinnen, das zeigte sich sogar in Frank-
reich überall da, wd das Deutsche Hauptquartirr längere Zeit Raff
machte. Was nur irgend dazu beitragen dann, Deutschland mit

Desierreich eng zu verbinden, ist ganz gewiß ein glüdlicher, p.li-
lischet Griff, und darum behält Kaiser Wilhelar's Reise nach Wien

auf lange Zeit ihre große Bedeutung.

Wien, 22. Otlt. Wie man der „Fr. Z.“ meldet, ist der
Zronprinz von Tänemark bemüht, die Kaiser von Oesterreich und
Deutschland für Ausführung des Artikels 5 des Prager Friedens
zünstig zu stimmen. Man hält es nicht für unmöglich, daß Bismard
an Däuemark Zugeständnisse machen, wenigstens in die Abtretung
unzweifelhaft dänischer Territorien, auf deren Besitz der preußische
Beneralstab nicht viel Gewicht legt, willigen wird. In dem Falle,
so hofft mau, würde auch der deutsche Reschstag nich: opponiren.

Fraunkreich.

Paris, 21. Ott. In dem Protokoll der heutigen Versamm
iung der republitanischen Linken ist gesagt, die monarchischen Re⸗
tauralionsprojekte erregen den Unwillen des Landes. Im Schoß
der Nationalversamm!ung sei die Mehrheit der Stimmen der Re—
publik gewonnen. Die republikanische Linke wird sich täglich rer⸗
jammeln. Einige Deputirte haben sich heute zum Präsidenten der
Republik begeben, um ihn zu fragen, ob die uͤber ihn berbreiteten
Gerüchte richtig feien. Der Präsident antwortete: „Wenn ich
als Soldat zu jeder Stunde meinem Lande zu Dieusten bin, so
weise ich durchaus den Gedanken zurück, daß ich die Regierung
unter allen Un standen bewahren müsse, unter welchen Bedingungen
nir dieselbe auch angeboten weide. Ich din von einer lonser
‚ativen Mehrheit ernannt worden, von der ich mich nicht trennen
werde. —

Paris, 21. Oltbr. Aus guter Quelle verlautet, daz das
Miristernum erst nach Berathung der Verfassungs-Entwürfe Aende—
rungen erleiden soll. Alle Offiziere, die sich auf Urlaub befinden,
haben Befehl erhalten, zu ihren Regimentern zu stoßen. Lauf
Assemblee Nationale“ hat der Prinz Napoleon eine Unterredung
mit dem Herrn Thiers gehabt.

Paris, 22. Oltbr. Der ‚Soleil“ schreibt: Folgendes
ist die Wahrheit über die Eutrevue von Salzburg: Die Delegirten
daben volles Genüge auf den bereits bekannken Grundlagen er—
halten. Sein volles Einverständniß mit dem Lande belu: den
wollend, hat Graf Chambord der Nationalversammlung üÜberlassen,
diese Grundlagen in dem Akt, durch welchen sie ihn auf den Thron
zurüchbberuft, zu formuliren. Hinsictlich der Fahnenfrage erkrärte
SBraf Chambord: „Ja, ich werde die Fahne grüßen, welche die
französischen Soldaten bei meiner Rüdtehr nach Frankreich mir
präsentiren werden, denn dies mit ibhrem Blute gefärbte Banner ist
meiner Achtung würdig.“

Paris, 22. Olt. In der heutigen Versammlung von
Mitgliedern des rechten Centrums gab der Herzag von Audiffret-
Pasquier zunächst bekan-t, daß eine große Anzahl von zustimmen-
den Briefen zur monarchischen Kestauration eingegangen sei. Der⸗
selbe verlas sodann eine Resolution, welche der Nationalversamm⸗
jung bei ihrem Zusammentritt vorgelegt werden soll und besagt:
„Die nationale erbliche konstitutionele Monarchie wird als Regie⸗
rung Frankreichs erllaͤrt. In Folge dessen wird Graf Chambord
auf den Thron berufen.“ Die Resolution erwähnt auch die von
den Journalen bereits veroͤffentlichten konstitutionellen Garantieen.
— Das rechte Centrum hat sodann deschlossen, diejenigen feiner
Diiglieder, welche zugleich Mitglieder der Permanenzcommission
sind, zu beauftragen, in dieser die baldige Einberufung der Natio—
nalversammlung zu beantragen, ohne das Datum der Einberufung
reffzuseßken. bebor sie das Gutachten der Regierung eingebolt boben

Prozeß Bazauine. Der bedeutendste Theil des Verbort
war unstreitig der, welcher die Verhandlungen Bazaine's mit den
Prinzen Friedrich Korl betraf; denn diese Verhandlungen bilden
ja den Kernpunkt der Anklage auf Verrath — und der Verrath
joll nun einmal durchaus herausgebracht werden, damit Fronkreiqh
die Befr:edigung habe sich sagen zu können, es sei nicht durch die
deutschen Waffen besiegt worden. Daß Bazaine sich an den
Prinzen Fricdrich Karl wandte, um von ihm Aufschluß über die
Ldage Franktreichs nach der Revolution vom 4. September zu er⸗
halten, bildet eines der Hauptbelastungsmomente. Der Vorsihßend!
hält ihm vor, er hätte sich denken können, daß der Prinz al—d
Feind seine Mittheilungen so richten werde, wie sie der deuischen
Sache günstig wären. Bazaine entgegnete, er hade sich in loyaler
Weise an den Prinzen gewandt, und wenn man von allen Nadh—
richten entblößt sei, nehme man sie, wo man sie finde. Er läugnel,
in der Zeit vom 18. bis 23. September irgend eine andere Cor—
respondenz mit dem Prinzen gehabt zu haben. Auf die Zrage
ob er dem Unterhändler Reznier gesagt habe, er habe nut nodhh
für 27 Tage Lebensmittel, erwiderte Bazaine, er glaube nicht, ihn
das gesagt zu haben. Was die Reise des Generals Bourbali be—
rifft, so gibt Bazaine zu, daß er nicht eigens Fürforge getwroffen
hude, daß derselbe nach Meß zurücklehren könnte; er habe geglaudt,
die Kaiserin als Regentin sei mit der deutschen Herresleitung über
einen Waffenstillstand einig, und darum werde Bourbali ungehin⸗
dert zurückehren können. — Was die Capitulatioaunterhandlungen
selbst betrifft, se erkllärt Bazaine auf die dringenden Fragen der
Vorsitzenden, er habe ansangs mit denselben dem Feinde eine Falle
segen wollen; im übrigen hälten in seiner beispiellosen Lage, nach
dem eine aufständische Regierung sich der Gewalt bemächtigt hatte,
—XV
nicht maßgebend sein lönnen. Damit gesteht Bazaine zu, daß nicht
blos militärische, sondern auch politische Rücksi Hten feine Hand
'ungsweise bestiaimten. Diese politischen Rücssichten, die ihm hoqh
angerechnet worden wären von einer bonapariistischen Regierung
dienen jetzt zu seiner Belastung.

— Man kann nicht sagen, daß der Eindrud, welchen Va⸗
aine's Verhör bie jetzt gemacht hat, ein günstiger wäre. Gar se
oft hört man von ihm auf eine Frage nur die Aniwort: „Jd
weiß nicht“ oder „Ich kan mich nicht mehr erinnern.“ Natür
lich taucht da beim Zuhoͤrer der Gedanke auf, das sei nur ein
Ausflucht, wenn glich man sich sagen muß, daß Jemand nad
drei Johren nicht mehr alle Einz⸗lheiten, die er in jener drang
pollen Zeit rusch erlebte, genau im Gedächtniß haben kann. So
biel geht aus Allem hervor, daß seine Anordnungen mitunter der
Tharakter der Unsicherheit und des Schwankens truzen; ob die
nun in seiner Unfähigkeit oder darin seinen Grund hatte, daß e
ihm mit dem Durchbrechen und Kämpfen nicht Ernst war, daß er
hielmehr sein Heer möglichst unversehrt für die Zeit nach dem ge
chlossenen Frieden zu erhalten wünschte — das ist die Frage, und
die zweite Alternative zu bejahen sind Viele jetzt schon geneigt. Ju
zroßen Publilkum ist ihm jetzt schon das Urtheil gesprochen; auf
den Straßen, in den Eisendahnwägen, in den Comptoirs, in der
Zaufläden, in den Salons — überall verlangt man Bazaine!
Aopf; in den Aktenstücken, die in dem Projeß zur Vorlesung
tamen, genau zu prüfen, die Mühe gibt man sich nicht; Allen
zilt Bazaine als Verbecher, der eben nur leugnet, weil er keint
anderen Vertheidigungsmitsel hat. Jedermann weiß jatzt vortrefflich
vas und wie er es hätte thun müssen, damit die Veulschen nich
Jesiegt hätten, und der Einwand Bazaines, daß man im Kriege
shuüt, was man kann, nicht, was man wünscht — der wird nich
»eachtet. Auf seine Untergebenen scheint sich Bazaine übrigenl
mehr, als Recht war, verlassen zu haben; es ging ein gewisset
zemächlicher Zug durch die ganze Atmeeleitung; auch andere hoͤher!
diffiziere der Rheinarinee machten is so; man dverließ sich zu jeht
darauf, daß der, dessen Amtes ein Geschaͤft war, es auch richtit
detorgen werde, resp. dafür verantwortlich sei, und man ließ ihe
zewähren, bis Fehler gemacht waren, die sich nicht mehr gut macher
ließen. Bezüglich der Fahnen behauptet Bazaine genz bestimul
er habe dem General Solelle den Befehl ertheilt, sie verbrenn.
zu iassen. Das Kriegsmaterial will er aus Besorgniß vor de
Rache des Feindes nicht zerfiört haben. Darauf erwidert ihm der
Vorfihende ob man denn uͤberhaupt noch ein großere Hart', ab
sie die Capitulattonsbedingungen entbalten. dabe fürchten koöͤnnen
— —

4 Weidenthal, 21. Olt. In dem hiesigen Steinbruche de
pfälzischen Bahnen hat sich heute ein gräßliches Unglück zugetragen
ulls wegen wahrscheinlicher Beschädigung der Zundschnur in einer
Bohrloche der Schuß nicht losging, machten sich 3 Arbeiler daren
die Ladung vermirteis eines Bodrers auzuzieten. Schon war diese
n der Nahe des Pulvers, als es sich plötzlich entzundete. Zue
der armen Leuie wurden rücklings auf den Fellen geworfen. der

Vermischtes.
        <pb n="673" />
        zritte von demselben herabgeschleudert. Alle drei sind so zugerichtet,
zaß der Tod die wahrscheinliche Folge sein wird.

4 Speyer, 28. Olt. Von gestern früh bis heute früh 9 Uhr
ind 4 Erkrankungen zugegangen, worunter sich 3 Spita pfründner
lefinden, während nurt Todesfall zu verzeichnen ist. Im Ganzen
ud jeht erkrankt 404 Perjonen und gestorben 186.

7Die Igl. Regierung der Pfalz hat sowohl den Dialon ssen
uis den barm herzigen Schwestern in Speyer in Anerkennung ihrer
ufopfernden Thaͤtigkeit während der Epidemie 150 fl. zugewiesen.

München. 22. Olt. Heute Nachht wurde in der Nähe
et Nordendhalle ein 14 Jahre alter Junge, welcher vor einiger
zeit seinem Lehrmeister entlaufen war, ausgerüstet mit Doppel⸗
aistole, Munition, einem sogen. Räuberbuche und einem solchen
sber Garibaldi von der Gendarmerie getroffen; über den Zweck
neser Ausrüstung befragt, machte der kleine Rinaldo kein Hehl
aus, daß er beabsichtigte in Verbindung mit zwei Alterszenossen
ie heimlehrenden Bauern zu erschrecken und ihnen das Geld, ab⸗
unehmen.

Als ein Charalteristitum von München mag erwähnt sein,
aß am leßten Samstag bei Wiedereröffnung des k. Hofbꝛäuhauses
innamn 12 Stunden 156 Eimer Bier aafgetrunken wureen und die
urstigen Munchener kroß empfiudlicher Kälte ihre Plätze im Freien
chaupieten, als sei die Saison mitten im Hochsommer eröffnet
vorden.

Der an der Sptze mehrerer Altien-Gesellschaften in
sschaffenburg stehende Bankier Ph. Dessauer ist in Folge unglück⸗
icher Börsen. Spekulationen zahlungsunfaähig geworden. Die In⸗
olxenz betrifft jedoch nur Privatverhältmisse des Hrn. Dessauer.
don den Juftituten, mit denen er in Verdindung stand, ist die
ittien⸗Gesellschaft für „Buntpapier und Leimfabrikation,“ dem
Jernehmen nach, gar nicht betheiligt. Dagegen sell der Aschaf⸗
enburger Bankverein“ nicht unerheblich betheiligt sein. Tie Pas—-
sden betragen mehrete 100,000 fl.“ Fr. J.) W

f Frankfurt, 22. Oti. Einem Lehrer in Heppenheim wurde
in 13 Jahre alter Knabe aus Frankfurt a. M., den er in Pflege
zatle, am 7. ds. von einer feinen, sehr reich gekleideten Dame,
iter Vorspiegelung durchaus glaubhafter Unstände. entführt.
die Angaben der vetreffenden Dame, welche eine worgegebene nahe
gerwandschaft derselben zu den Kaaben zu bestätigen schienen,
saben sich sämmtlich als falsch erwiesen und weder über den Ver⸗
leiß des Knaben, noch den seiner Entführerin ist bis jetzt etwas
u ermitteln gewesen. Der Knabe ist für sein Alter nicht sehr
soß, hat duntkelrdthliche Haare und im Gesichte dviele Som ·
ner prossen.

x ußer Kurs geseßtes Pap'ergeld.) Die koburgische Re⸗
ierung ijordert wiederholt zum rechtzeitigen Umtausche der auf
hrund des Gesetzes vom 22. Januar 1849 auszegebenen Ko⸗
urger Kassen ⸗Anweisungen gegen dergleichen neae auf, welche nach
Naßgabe des Gesetzes vom 830. Juni 1870 hergestellt worden
ind. Wir bemerlen, daß diese Scheine mit dem 1. Juli 1874
zoͤllig werthlos werden.

k Patiser Astronomen kündigen einen Kometen an, dessen
zchweif von außerordentlicher Groͤße ist und sich ungemein rasch
nwickelt. Derfelbe wird bald mit bloßem Auge sichtbar sein.

Mehrere Modistinnen in Paris versuchen ihren Produk⸗
ionen eing politische Bedeutung beizulegen und so den Varteimei-

nungen ihrer Kunden zu schmeicheln. Der Hut „Chambord“ ist
zon blauem Sammt mit einer langen weißen Straußfeder, die
mieeiner Seite durch eine silberne Lilie festgehalten wird, und die
harnirung aus werßem Filet ist an den Ecken mit kleinen blauen.
terlen befetzt. Die „La Marie Stuart“ und „La Lamballe? sind
benfalls legitimistische Kopfzierden. Letztere ist aus schwarzem
Zammt mit Schleifen aus blauem Bande und schwarzem Sammt
ind vorn einer großen Perlmutterschnalle auf der linken Seite;
uuf dir linken Seite wird ein kleiner Rosenkranz getragen, aus
Ressen Mitte eine blaue Aigrette hervorragt. „La Pomela“ ist
nischieden orleanistisch, ‚Le Merveilleur“ republikanisch, „Le
hommeux“ hat ein Vündel imperialistischer Veilchen; der Hut
Fusion“ ist aus Filz vert d'espcerance, uberragt von Hahnen⸗
ederu und einer silbernen Lilie.

7 London, 16. Ott. Eine interessante Ruderfahrt fand heute
rnuf der Themse Statt. Ein Herr Reginald Herbert, der seit
ünf Wochen sich unter einem gejchickten Lehrer eingeübt, —hatte
internommen, für 1000 L. Strig. von Maidenhead bis Wesi⸗
ninster, eine Entfernung von nahezu 50 Meilen, zu rudern. Er
zrach um 13 Minuten vor 6 Uhr heute Morgen auf und kam
im 3 Uhr 49 Minnten Nachmittags in Westminster an. Er hat
ilso seine hohe Wette reichlich gewonnen. Zwei Tampiboote
oigten ihm und in einem befand sich als Unparteiischer das Par⸗
amentsmitglied Beaumont.

7 Newyork, 20. Ott. In Louisiana, Brodyn und Richmond
jat ein Orkan viele Telegraphenlinien zerstört und diele andere
Unglücsfälle verursucht.

Die von der Verlagshandlung des Neuen Blattes angekündigte Mo-
zenzeitung ist nun unter dem Titel: „RNeueste Moden für Unsere Damen“
rschienen und auch bereits weit und breit nach allen Reichslanden hin ver-
indt. Damit sich Reflektantinnen orientiren können, was diese Neue Moden-
titung jür 10 Sgr. vierteljährlich (gleich 1 Mark neue Reichswährung) Alles
cistet, sei es in Nachsiehendem der Inhalt der uns vorliegenden ersten Rumet
was naher betrachtet.

An Iluustrationen bringt die ersfte Nummer 36 in Summa, davon
kellen 15 Handarbeiten dar, 5 sind inreressante Novitäten in Cravatenschleifen
ind Westensichüs uad volle 16 sind neue vollständige Toiletten⸗Bilder, die
Ale wirklichen Neuheiten aufweisen.

Zu 12 von diesen Toiletien werden in dem der Modenummer bei⸗
jegenden Schnittmusterbogen die vollstan ißen Schnitte, zusammen 54 au
zahl, geliefert, die mit einer Deutlichkeit aufgezeichnet, beziffert und erklärt
ind, daß sich offenbar jede junge Dame, die über die ersten Begriffe des
Nähens im Klaren ist, sich mit Leichtigkeit zurecht sinden wird. — Hierin
jegt auch, wie die Verlagshandlung selbst 7 der Schwerpunkt des Unter⸗
iehmens. Was nützen sonst die Modebildchen, wenn die Unterlagen dazu
richt so beschaffen sind, daß sich jede junge Dame die dargestellte Toilette
elost machen, oder unter ihrer eigenen Leitung machen lassen kann. Daß
ju diesen Unterlagen der sehr ausführliche, alle Figuren beschreibende Terxt
nit zu rechnen ist, leuchtet von selbst ein. Eine Ueberraschuug aber hat uns
zas colorirte Modekupfer bereitet, da es wirklich ‚hochfein“ zu nennen und
o reichhaltig ist. Nicht weniger als 6 Figuren auf einem Blatte unter einem
jarbenglanze von 26 verschiedenen Farben. Wir verweisen in allem Uebrigen
ie geehrten Leserinnen auf das Blatt selbst, da es wohl Niemand, dver über⸗
Jaupt ein Interesse dafür hat, unterlassen wird, die geringfügige Ansgabe
jon 10 Sgr. anzuwenden, um die Verwendbarlkeit praklisch zu erproben. —

Nächste Woche erscheint auch bereits die zweite Nummer. Das Abon⸗
ement ist bei allen Buchbandlungen und Postanstalten anaubringen.

J. X. Demeßg, verantwortlicher Redacteur.

— — — — — —
W. Fubrländer Nachfolger,
Trgasse 8 n Franlkfurt am Maiĩn.
Ausverkauf. ]
Ich veranstalte auch dieses Jahr einen Ausverkauf meines Lagers, und, um vollständig zu täumen, verkaufe
h zu folgenden berabgesetzten Preisen:
500 Stuck */. breites schweres Leinen. fur Hemden und Bettlücher, 500 Stuck ẽ/. breites achtfarbiges Bettzeug, meistens türkischroth, die
die Elle 12 kr. Elle 15 kr.
N/a Ellen breite grobe Leinen, fur einschläfrige Betttücher, das 500 Dutzend weiße rein leinene Damentaschentücher, das Dutßend
vollständig Betttuch ohne Naht, fl. 1 45. fl. 2. 30.
Ellen breite grobe Leinen, fur zweijchläfrige Betttlcher, das voll⸗ Broße rothe Cachemires Tischdecken das Stud fl. 1. 45. und
fländige Betituch ohne Naht, fl. 2. 24. fl. 2. 9
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, is r. .1. 24.—
200 Stud rir wen Bettdecken. für zweischläfrige Betten, das /. belten zed ramagirten Vorhangomull mit Bogen, die Elle
tü .5. ⸗ t.
VO, Stud schwere weiß Ehen⸗ Bettdecken, fur zweischlafrige Beiten, 300 Stuck schweren schwarzen Mooreens fur Unterrdde, die Ene 22 kr.
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38 — ne —— a. p —* decken, Siua fl w p 8. / breiten aglischen Waterbroof, mit und ohne Franzen die Elle
aar schwere weiße Victoriadecken mit Franzen für äfrige io/, hreit ten Buxk
od D Betten das 25 fl. 45 — 4 sartige tg 2. 80. ↄ Elen breit / brei ug n In r sur dofen und ganze Anzuge, die
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Od Stnd wollene Kleiderstoffe, fur Fruhlahr, Sommer, Herbst und Winter, Cattune, Jaconets, Piqus, Zwillich, Barchend und Strob
sackleinen zum Fabrikpreile.
Muserabschnitte sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post.
Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens besorgt.
5int vdoß sondern naß alfter v“?Ne
        <pb n="674" />
        Bekanntmachungen.

die noch minderjährigen Kinder des Erb⸗

lassers Joseph Bleif und der Katharina

Schweitzer, Namens: Georg und Maria

Bleif, 3) Georg Schweitzer, Schmelzarbeiter

allda wohnhafl, Nebenvormund dieser Min—

derjährigen, der Untheilbarkeit balber in

Eigenthum versteigert, nämlich:

Plan Nro. 387 a. b. 5 Dec. Fläche,
worauf ein zu St. Ingbert auf dem
dahnacker gelegenes zweistödiges
Wohnhaus mit Hinterhaus, Hof—
raum und Gärtchen neben Jacob
Süfferin und Jakob Schmelzer's
Wittwe.

Sodann lassen Eheleute Koch dazu

versteigern: St. Ingberter Bannes:

Plan Nro. 404,2. 1910 Wies in der
Wollbach vor obigem Hause und

Plan Nro. 3632. 49720 Dec. Acker
am Forellenweiher hinter demselben.

Horn, kgl. Notar.

Die Rückkehr von unserer Einkaufs—
reise, versehen mit den neuesten
Mode-Artikel,
zeigen wir hiermit ergebenst at
Geschwister Bornschein.
3 6
Pfälzer Kunstmehl
à 10*0 kr. per Pfd,
im Centner 10 Ir.
M. Equs.
Das Neue Blatt 1874.
Nr. 5 ist soben eingetroffen und enthälf
„Die neue Gouvernante.“ Rovelle ven
Emil Mario Vacano. — ‚Vom Baum der
Erkeunntniße“ Rundschauslizzen aus der Werl
tatt neuester Naturforschung. Von Dr. J. Lands⸗
herger. — Die Damen des deutschen
Faiserhofes.“ Von Fr. von Hohenhausen
(Mit Portraits.) — Ungelsste Räthsel der
eschichte.“ „Der Mann mit der eisernen
Masle.“ Von H. Uhde — „Aerztliches
Zprechzimmer.“ Das Rervenfieber.“ Von
Dr. med. O. Reyher — ,‚Nichard Wagner's
reneste Kunststätte und ihre historischen
kriunerungen.“ Von H. Kastner. (Mit Jllu⸗
tration. — Die drei Wuünsche eines
Zocialdemokraten.“ Ein Tendenzmärchen von
R. Fischer. (Mit Illustration) — „Nord und
Süd.“ Novelle von E. Bein. — „Heiters
Chronika.“ Bon F. H. — Für 35
und Herd.“ — „Allerlei:“ „Beim Frühstüch“
— Zudith mit dem Kopfe des Holofernes.“—
„Wochenkalender der deutschen Nationalheiligen.“
—, Monaiskalender für Ottober. —, Näthsel.“
— ‚NMeue Bücherschau.“ — Aerztlicher
Briefkasten.“ — Correspondenz. — An
Illustrationen: „Die deutschen 7*
— Beim Frühstück.“ — „Das Wag
nertheater jn Baireuth.“ — „Es wirr
gestrickt!“ —
Das Neue Blatt ist zu beziehen durch all
Buchhandlungen und Posti⸗Anstalten für der
mäßigen Vreis von 15 Sgr. vierteljährlich.

Theilungs-Versteigerung
Dienstag den 11. November 1873, Nach
mittugs 2 Uhr, zu St. Ingbert in der Be
haufung der Wittwe von Johann Adau
Bed werden die zur Gütergemeinsheft des
daselbst verlebten Bergmannes Peter
Feichtner und seiner heutigen Wittwe
Elisfabetha Schweitzer gehörigen
diegenschaften, Et. Ingberter Bannes, vor
dem unterzeichneten gerichtlich hiermit be—
auftragten kgl. Notare der Untheilbarkeit
balber in Eigenthum versteigert, nämlich
34 Dec. Fläche, warauf ein zu St.
Ingbert gelegenes Wohnhaus mit
Neller, Hofraum und Ackerland,
nebst 2 neben dem Haufe gelege⸗
nen Bauplätzen, die getrennt ver
steigert werde;
130.. Dec. Acker unterm Blieskasteler
Weg neben Heinrich Lindinger;
Dec. Acker auf Hobels neben
Johann Rees;
Dec. Acker daselbst neben Joseph
Schweitzer;
Dec. Acker links in den Castler
Roͤttern neben Adam Schenkel⸗
berger; abgehalten.
e 3— Für gute Speisen, reine Weine und
100. De Ader allda neben Adam eine gutbesetzte Tanzm usik ist bestens
Beck Wittib; gser.
29 Dec. Biese in den Potaschwiesen. gZu recht fleißigem Besuche ladet
J neben Peter Rodel. hoöfuůchst ein
Die Eigenthümer und Versteigerer sind
t. Genannte Elisabetha Schweitzer, gewerb⸗ Goorg Hussono
los, Wittwe von Peter Feichtner, eigenen
Namens, sowie als Vormünderin ihre!
mit demselben erzeugten noch minderjaͤhrigen
Rindes Jacob Feichtner, welches den Johann
Joseph Feichtner, Bergmonn, zum Neben
pvormunde hat; II. die übrigen Kinder ge—
nannter Eheleute Feichtner, nämlich: 1,
Joseph Feichtner der ältere, Bergmann, 2)
Varbara Feichtner, Ehefrau von Heinrich
Braun, Schmelzarbeiter, 8) Margaretha
Feichtner, Ehesraur von- Johann Joseph
Peters, Bergmann, 9) Katharina Feichlner,
Ehefrau von Georg Schmitt, Schmelz
arbciter. 5) Joseph Feichtner der jüngere
Bergmann, alle Genannte in St. Ingbert
wohnbaft.

Weltæ'sches Export-Bior aus Speyer
fortwährend bei Gastwirth MIecim.
dpeyorer port-Bier
st wieder eingetroffen bei
Ma.

8 X.
——
Wiener
Welt⸗Ausstellung
Anerkennungsdiplom
— füur die bestbekannte 438
Flachs⸗, Hanf- Wergspinnerei, Weberei.
Zwirnerei &amp; Bleicherei Bäumenheim
Post und Bahnstation Mertingen, Bayern,
nehmen Flachs, Hanf und Abwerg fortwährend zum Lohnverspinnen,
Weben, Zwirnen und Bleichen an.
Aufträge für uns nimmt entgege J —
Herr JZeh. Cuck in Oberwürzbach.
. WMWir sichern schnellste und belligste Vedienung au.
— 4 Großes — x
Tapeten⸗und NRonleaux⸗Lager
bei J. B. Ciolina,.
ris-a-⸗vis dem

Horn, Igl. Notar.
e

Haus⸗Versteigerung.

Dienstag den 11, November 1873, Nach-
mittags 3 Uhr, dahier zu St. Ingbert in
der Behausung oon, Adam Bed's Wiltwe
wird die nachbezeichnete zu der zwischen dem
u St. Ingbert verlebten Bergmann Icseph
Bleif und seiner hinterbliebenen Wittwe
Katharina Schweitzer, jetzt Ehefrau von
Christian Koch, fruͤher Bierbrauer u. Wirth
jetzt Fabrikarbeiter, wohnhaft zu St. Ing⸗
bert bestandenen Gütergemeinschaft gehörige
diegenschaft auf Anstehen von: 1) Ge—
nannter Katharina Schwettzer, eigenen Na-
mens wegen der zwischen ihr und ihrem
ersten Ehemanne Joseph Bleif bestandeuen
Gütergemeinschaft wigen hamdelnd, Chrissian
Koch der ebelichen Ermächtigurge wegen
mitwirkend, 2. Georg Bleif, Bergmann
daselbst wohnhaft, als Hauptvormund über —

— — — —
Redaktion, Druck und Verlag von FeX. Demeß in St. Inabert.
        <pb n="675" />
        Hl. Ingberler Anzeiger.

der St. Anaderter Anzeigec (und das mit dem Hauptdlatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Diendtaz0, Donnerbtagß⸗ und Sonntag⸗

Lummer erscheint wohentlich die rn at: Dien stag, Donnerstag, Samstag und Sonnataa. Apannenentapreis vierteljährig 42 srzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschriit oder deren Raum berechnet.

Sountag, den 26. Oktober 1873

Dertsches Neich. Trianon, 21. Okt. (Prozeß Bazaine.) Schneider und
München, 23. Ott. Die Gerüchte von einer Min'ster- Kouher sagen aus, Bazaine habe keinerlei Schritte zur Erlangung
kisis find vollständig ungegründet, da ein Antrag auf Anerkennung des Oberkommando's gethan. Canrobert betont den geringeren
des Bischofs Reinkens bis jetzt nicht gestellt wurde. Werih der franzdfischen Artillerie, von der er am 16. August zu⸗
München, 23. Okiober. Die heute erschienene Nummer sem nur über 54 Kanonen verfügte. Nichtsdesto weniger habe er
es arztlichen Intelligenzblattes veröffentlicht den Schluß des Pros das Shhlachtfeld behauptet. (Eine eigene Anschauung! Zwei
dlolls des k. Obermed cinalausschusses in seiner Plenarsitzung vom Tage“ später war die Einschli ßung von Metz vollendet!) (Pf. K.)
7. Juli 1873. Nah demselben jprach sich die Verlammluug ein- — 22. Olt. Proccß Bazaine. Zu dem heute sortgesetzten
rimmig dafür aus, „daß eine zwangzsweise Revaccination einzu⸗ Zeugenverhör war Soleille, General der Artillerie, wegen Krank⸗
ühren und dieser Zwang, sei es durch das Reich oder durch die seit nicht erschienen. Der Geueralstabshef d sselben sagt aus, daß
randesregierung, geseßzlich zu regeln sei.“ — rach Schützung'des Benerafs Solcille bis zum 16. August Abends
— Der „Mö Z. zujfolge soll Herr v. Boyen, seittker Gou⸗ die Hälfte der vorhandenen Manition verbrauht gewesen sei.
zerneur der Festung Mainz, als Kommandant nach Berlin versetzt Bazaine, hiervon benachrichtigt, habe gefürchtet, daß Munitions-
derden und General von Kummer zu seinem Rachfolger auser- nangel eintreten könnte. Lebrun sagt, mehrecte Befehle seinen ge⸗
ehen sei. siben worden, ohne daß dieselden vorher den Generalstab passirt
Straßbucrg, 23. Olt. General von Kameke hat bii jätten; dieser Umstand hate viele Confusion und selbst Widerspruch
einer jüngsten Anwesenheit in Straßburg die Plätze für drei wei- n den Instructionen herteigeführt.
ere Foͤrts bestimmt, welche am rechten Rheinufer um Kehl herum — Die Anklagschrift legt dem Marschall Bazaine u. a. auch
ei Bodersweier, Kork und Eckardsweier angelegt werden sollen. ur Last, daß er durch sein Verhalten, namenklich auch durch die
ßon den am ünken Rheinufer gelegenen im Stptember durch den Tapitulationsverhandlungen das vom Kaiser Napoleon in hn ge—
daiser mit Namen belegten 12 Foris sind die ersten sieten (Frans etzte Vertrauen mißbraucht habe. Dem gegenüber erklär.e Bazaine
ecdi, Moltke, Roon, Kronprinz, Großherzog von Baden, Bismarck n der Sitzung des Kriegsgerichtss von 18. Oktober: „Als ich
ind Kronprin) von Sachsen) der Vollendung nahe. die übrigen n Deutichland gefangen war, schrieb mir der Koijer von Wil⸗
unf werden vermuthlich erst im Sommer 1874 völlig sertig. jelmshöhe einen Brief, in welchem er mir zu meinem Verhalten
Berhin, 21. Ott. Mit besonderer Befriedigung werden Blück wünschte, und einen zweiren Brief cethielt ich von ihm noch
ner der überaus herzliche Empfang, welcher dem Kaiser in Wien m Jahre 1872 aus England. Bazaine verlas beide Briefe mii
u Theil geworden und das freundschaftliche Entgegenkommen wahr⸗ zJerührter Stimme. Der Kaiser sagt darin, er könne die gegen
senommen, welches Seitens des österreichischen Kaiserhauses dem den Marfchall eingeleitelen Verfoigungen nicht begreifen und sei
euischen Kaiser bewiesen wird. In Kreisen, welche in die Hof- iberzeugt, daß derselbe mit Ehren aus dem Prozeß hervorgehen
phäte hineinragen, spricht man bereits dapon, daß die gegenwär verde. Diese Briefe wurden zu den Acten genommen. — Unter
igen herzlichen Beziehungen zwischen den beiden Kaiserhäusern leicht ⸗en am 20. Oktober vernommenen Zeugen war der erste Marschall
roch eine engere Aunfherung erhalten dürften. Man spricht näm⸗ deboeuf. Er gibt an, daß bis zum 12. August bei der franzbe
ich davon, daß aus diesem Besuch sich vermuthlich eine Verdindung ischen Heeresleitung die Absicht bestand, wieder zur Offensive über⸗
Xes osterreichschen Kronprinzen Rudols mit einer der Töchter des ugehen und daß deßhalb die Brücken zwischen Pont-aà- Mousson
deinzen Friedrich Karl entwickeln dürfte. Die Religionsverschieden· ind Ars nicht zersiort wurden. Erst vom 13. an habe Bazaine
seiten würden, wie man meint, keine Schwierigleiten bereiten, weil »as Oderlommando übernommen; dieser habe von einer Offensive
lsdann die protestantische Braut zur katholischen Kirche übertreten nichts wissen wollen. Aus seinen Angaben, wie aus denen des
ürde. — olzenden Zeugen General Lebrun geht bervor, daß der französische
Berhin, 22. Okt. Wie wir hören, ist als Termin für Beneneralstab dem Marschall Bazaine bei Uebernahme des Ober⸗
kröffnung des Landtags der 11. November definitiv in Aussicht befehls nicht die genügenden Aufllärungen gab (es verließ sich
enommen. Die endgültige Entscheidung hierüber wird zwar eist vieder einer auf den anderen) und üÜberhaupt seine Schuldigkeit
etroffin werden, wenn Fürst Bismarck aus Wien zurüchekehrt ist, uicht vollkommen that. Lebrun klagt, der Generalstab habe sich
nan glaubt jedoch, daß derselbe in Betreff des Tages keine Ab- iur um den Proviant, nicht um die Wege gekümmert; aber weil
mderung mehr tkreffen werde. Uebrigens sieht zu erwarten, daß die vom Generalstab für den Rückzug getroffenen Vorbereitungen
die beborstehende Session eine sehr arbeitsreiche werde und dieselbe 1agentügend gewesen, sei es zur Schlacht von Lorny (14. August)
ücht so schuel, wie man ursprünzlich glaubte, beendet sein dürfte. zekommen. General Lebrun, der dem Marschall Lobeuf im Gene-
Frankreich. ralstab als Haupistütze beig geben war, macht den Eindruck eines
Trianon, 20. Oktober. Prozeß Bazaine. An dem dnfusen Mannes und scheint von dem, was vorgegangen, keine
xute begonnenen Verhör »der Zeugen gab Marschall Leboeuf an, genügende Kenntniß gehabt zu haben. Sonderbar nehmen sich in
gazaine habe kein Mißvergnügen zu erkennen gegeben, daß er bis seinem Munde die Anschuldigungen gegen den Generalstab, dem
um 12. August ein untergeordnetes Commando gesührt be, urd er doch selbst angehorte, aus. — Der dritte Zeuge, General Jarras,
abe selbst keinen Schritt gethan, um seine Ernennung zum Ober⸗ welcher am 12. August plötzlich zum Generalstabschef des Marschalls
mmandanten der Armee herbeizuführen. Lebrun sagt, die Vers- Bazaine ernamtt wurde, nahm diese Stelle nur ungern an, weil
heidigung verdieve Tadel, derselbe sei aber nicht Bazaine zuzurechnen. er uicht gehörig unterrichtet war; er rechnete indeß darauf, das
zeneral Jarras beklagt sich, daß er von Bazaine immer beiseite Wohlwollen des Marschalls werde ihm seine Aufgabe erl⸗
esetzt worden sei. ichtern, dieser aber habe ihm nicht genug Vertrauen be⸗
2i. Ott. Projeß Bazaines. Fortsetzunz des Zeugen- viesen und so habe er nicht selbsistandig wirken können.
erhörs. Canrobert betont den persönlichen Muth Bazaines und — Dem franzoͤsischen Kriegmin ster ist die Nachricht zugegangen,
tzäͤhlt dann die Schlacht bei St. Privah; er habe zrerncal das daß dem General Chaney Seitens 340 Deputirten der vereinigten
auptquartier benachrichtigt, daß es an Muniton fehle; Mittags nlen die eventuelle Präͤsidentschaft angeboteu ist. — Es werden
abe er Mittheilung erhalsen, daß die Garde zu seiner Unterstützung trenge Maßregeln getroffen, um jeden Einfluß der Linken auf die
rcheiren werde, es sei aber niunts gelommen. Canrobert führt Urmee fern zu halten. Im allgemeinen ist die Letztete geneigt, der
at, daß Bazaine sich von der Wirklichkeit der Schlacht keine lutorität zu geherchen, welche in der Nationalversammlung und
zorstellung gemacht habe. Bourbaki sagt, er habe keinen Befehl er Person des Präsidenten dargestellt wird, sie will aber unbedingt
ir Unterftützung Canroberts erhalten, von dessen Gefaht er nichts ie Tr'icodlore aufrecht gehalten wissen.
iwußt hase'; er hbe abet auch nicht geglaubt, ohne Befehl mar- Amerika.
diren zun dünt,en —A
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        Rachrichten hat dort eine revolutionäre Bewegung stattgefunden.
Auf Verlangen der Regierung wurden zum Schutze der den Isth⸗
nus durchschneidenden Eisenbahn nordamerikanische Marinetruppen
an's Lamnd geseßt.

Ein Butlerhändler in Edenkoben im Alter von 73 Jahrin
vurde am 19. d. in einer dortigen Scheune erhängt gefunden,
Für diese Operation hatte er eigenthüm!icher Weise eine dicht nebin
inem starken Balken kose aufliegende dünne Stange gewählt. leber
ie Motive zu seiner That verlautet, daß ihm ein Frevelprotokoß
zemacht werden sollte und er die Drohung ausstieß, daß, falls e
damit Ernst sei, er sich erhängen würde. Im trunkeneit Zustande—
burde er noch Samstag Abend gesehen und scheint er dann auch
jleich zur That geschrirten zu sein.

F Die Gesammtausprägung an Goldmünzen in den Münz
tätten des deutschen Reichs betrug bis zum 4. Okl. 9413,995 450
Marlh, wovon 808,450,720 Mart in Zwanzigmarkstüden und
36,544. 7380 Mark in Zehnmarkstücken bestehen.

F Wien, 17. Okt. Wie das „N. W. Tagbl.“ in Erfahrung
zebracht, kaufte der Graf Chambord „bei Renz im Zirlus den fer—
igen arabischen Hengst „Adonis“, ein dem Publikum noch nicht
»orgesührtes edles Thier, das Meister Renz mit Aufgebot allet
dunst abrichiet, damit es, als gut „tingeschoffen“, allen Eventuali.
aͤten militärfromm gewachsen sei; denn in Franukreich, selbsi für
rine Keönung, war solche Vorsicht von jeher geboten.“

F Amerilanischen Jeitungen zufolge berichtet das statistisqhe
Bureau in Woshington, daß diesen Sommer 18,000 Amerikanet
auch Europa reisten.

Zwei Gründer trelen qus einem Comptoir. Der eine
üadet eine Cigarte an, der andere sagt: Tausend, was rauchen
Zie da für ein feines Blatt?“ „Ja?“, „sagte der Rauchendt,
das ist noch 1872er Aernter

Vermischtes«.
F St. Ingbert, 25. Olt. Gestern wurden in einer Wirih—
schaft her 10 Fäßchen schlechtes, gesundheitsschädlich s Bier, Fabri⸗
at eines Blieskasteler Bierbrauers, durch die Polizeibehörde be—
schlagnahmt und hat der Bierbrauer nun außer dem Verluste seines
Bieres noch eine Strafe zu erwarten.

— Am 27. September wurde auf hiesigem Markte ein Korb
mit uurcifen Trauben konfiszirt und hai das igl. Landgericht dahier
in seiner letzten Mittwochssitzung vom 22. d. die Verkäufstin in
rine Geldstrafe von 56 Thlr. und Tragung der Kosten verurtheilt.

— Es toursiren falsche badische 50fl.Scheine, worauf wir
rufniersam machen, um sich vor Schaden zu hüten.

— Wie die „Saardbr. Ztig.“ m'ttheilt, soll über die Saar
bei Großblittersdorf eine feste Brücke zu Communalzwecken gebaut
werden.

Neustadt, 20. Olt. Dieser Tage wurde von Kindern (aus
Edenloben) der Versuch gemacht, auf hiesiger Post 2 Traubenkistcen
zur Beförde ung zu übergeben mit den Adressen: „an Hochwohl-
zeboren Majestät Königin Mutter in München? und „Hochwohl-
zeboren Majeftät unsern Köonig Ludwig IU. in Müuchen.“ Der
dadurch an den Tag gelegte Patriotismus wird noch rührender
durch die naive auf beiden Adressen niedergelegte Bitte: Man
hictet langsam zu fahren, sin Draube drin! (R53. 1

Die Anftellungsprüfung für die protestantischen Pfarr⸗
amtskandidaten der Pfalz wiro am Mittwoch den 3. Dezbr. I. J.
in Speyer ihren Anfang nehmen.

F Die Professoren der Gewerbeschule wollen einen Cyklus von
Borträgen halten, deren Reinertrag jenen bedürftigen Speyerer
Familien Uüberwiesen werden soll, welche durch die Cholera ihre
Frrährer verloren haben.

F Am 23. ds. entgleiste in Grünstadt in der Nähe des
Bahnhofs, der nach Dätkheim gehende Personenzug und wühlte
ich die Lokomotive im Felde ein; beschädigt wurde Niemand.
Bekauntmachungen.

u s ät! Es ist zu spät, Sie haben zu lange gewariet!
3 p -— Kann man sich wohl etwas hartered set
ꝛinen Kranken und dessen Angetbörige denken, als diese leid rernt
zu oft wahren Worte? Doch selbst solchen Leidenden koͤnnen wit
»as berühmte Buch: „Dr. Airy's „Naturheilmethode“ empfehlen;
ꝛz wird ihnen Trost und wenn der Körper voch irgend lebensfähig
st, Hilfe, Heilung bringen. Näheres darüber in heutiger Annonc-
Zreis nur 10 Sar. Vorräthig in jeder guten Buchhandlung.

— —
FJ. X. Demez. verantwortlicher Redacteur.

—A
In meinem Geschäft sind fortwährend zu haben.
Vollständige Zetten zu verschiedenen Preisen und Matrazen aller Art,
benso Kanapees und Sefsel, Spiegel, Vorhangstangen, Halter,
Tnöpfe, gemalte Rouleaux nebst Stoffen zu solchen, Koffer, Taschen
aller Art; Bandagen, Luftkissen, Bettunterlagen, Clisopumpen, Milch⸗
sieher ꝛzc. — Hosenträger, Kämme, Gürtel, Damentaschen, Schellenzüge,

Portemonnais, Cigarren-⸗Etuis und Ständer, Rollen-Metermaße, geschnißte

Kleiderhalter, eine große Auswahl in Stöcken, abgelagerte gute

Digurren, schwedische Zündhölzer, und ein wohlassortirtes Lager

in seidenen und andern Regenschirmen von 1-10 Titr.
Irrf —n.
5 .52
njàbpriger militàrdienst.

Das Iuterntlional-Lehrinstitut bereitet beständig für diese Staats
üfung vor und schon sind über 150 Zöglinge darin bestanden und eine gro sse
Anzahl stehen in Vorbereitung. — Handelscehule mit gründlieher Erlernung
der lebenden Sprachen. — Pensionat mit strenger Disciplin:: im leteten Schui-
ahre waren daselbst 150 Pensionäare, von 12 Hauslehrern unterrichtet. Programm
lurch die Direction in Bruchsal (Baden) P 817.

—— ——

Ich beehre mich den
zeehrten Damen von hier
und Unigegend ergebenst

anzuzeigen, daß ich von meiner Ein⸗
kaufsreise zurückgekehrt bin und das
Neueste in Mode Artikeln zur gefälligen
Ansicht ausgestellt habe.
Frau Elise Fischer,
Modistin.
Pfälzer Kunstmehl
à 104 kr. per Pfd.,
im Centner à 10 kr.
dei M. Mqdcus.
Eine Grube guten Dung
hat zu verkaufen
Valentin Becker.
Nicht zu übersehen!
Unterzeichneter empsiehlt sein Lager
in Alterheifigen-Kränze und
Bouquets.
Otto Ungewotter,
wohnhaft in der Kohlenstraße.

Soeben erschien und ist durch alle Buch⸗
jandlungen zu beziehen;
Die
Asiatische Choler
siatische Cholera
von Dr. med. Niry.

Jeder, welcher sihh durch passende Lebens⸗
oeise möglichsfi vor der Gholera —
der bei einem Ausbruch derselben sof
das bis jetzt sicherste Heilverfahren
in Anwendung bringen will — denn ichnelle
Hilfe ast gerade hier doppelte Hilfe — der
aufe sich obiges Buch; es wird ihm ein zu⸗
oeriässiger ureeeß Preis nur 8
Sgr. RNichter's Verlags⸗Anstalt in
Luxemburg &amp; Leipzig 8 dies vor·
jügliche Buch direct fre. gegen Freo. —
Einsendung von 4 Freimarken à 3 Xr.

es
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8
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Tau-
sendo,
oaaleho jahre.
nae achreek lieh
rehsrchäden, Ab-
hrunt. Drilaen, Flechten
morrhoiden, Blelehsuchd
..———
ꝛte. gelitten, wurdon zene'
danetnd dureh diesen treuer
nth eber von ibren Leldon i
it· ebet in Fülien, vo au
rtliehs Hilfo vergebena.
oser Aufl. befindot aieh cin⸗
bhhaudl. tiher radicale
ailung der Lungen-
Nhwindsneht
Iratis!

—

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*4

Bürgervereins-Kränzchen.
Am Misnwoch Abent Zusammentunft bei
Ludwig Weirich.
Feuewennr Mantag
bei »rl Engel.
ieran alr gemeine
Anzeirxer füar das üönigreienh
BRaveru Xr. 44.

*5

ν
Redaltion, Druck und Verlag von FeX. Demet in St. Ingbert.
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        2 —
5235323 XXFJI 2
*2* — 23 —8 2582
5237 36 5355558s 358352656333225385
52— 6 2 z225 —3535 —5223535553553 22—3238
287 —3— 99 5* 325 25553 3 323535* 33 553 2522
— 53 35336 — — 52 25,3 325
— 2 2 258*85 —5 * 222 — 52
23 83 522 225 — 525373 —A —— 5 2
735 3383 3338 335 53353 53383*
2 E 3 F 3
235555 55 —3 5232563 5387 3z232 352353 358 s3532
25535 —8 2385 — — 32358 558 35857—
2875 2 — 55—5—52535 — 82 —————— —— 385358* 2
— —A —535 3353 537833535* 2 z3883 3375357
— — 37 52528 25 2555—38337 s 55338852 —A
A— * — — 2 2* 8* 235 52 — ——
2 7 — 2* S 3 —2 —2 — * ——
—A Is 23 334332355
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— 53883 3 55 S8 55533538522322 32 5 33 82
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35355 Is 33 —A
—A —E —A * ã 3 3 28 — 22 2
3 27 2 z — — — 557 2258— 2
* — *2 8 —c 25 — 52 2 * 2 * 2 25 8 2
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5 5 335—3 333—33
e — 225z55232325 — —— 29 J 33 *2335423
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* 2 535S — 25 2*7* 58 8 — DSmS 522 2 7582 23232
2 32222835338—* — —228 522 22238 5325523523353*5 2.2
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25 85523 3333333 577535 32 23
55 —558 325 A 253 333 653833523 325 2528*
25 —060 —55 8 3353 s32532*5 —52 —552 585E—— 7
3 3 3383333
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—8 —2 2 52 2 — —
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2 — * *22 65— 38335 — * 232222
A— 553 3 28583—5888 —s575532533853
52525 232556— 53 5——353* 5 Z25585 —
55 6653 272538 553523 —A ãA —— 2538 3538
53 2539 —752.352558 — — 5382 232,38 —
7 XI * * 7
—575 — e7 25 — 5 33 — * —s32523522 —
— 6557 52 —5 —5 — i z2 2 52 25 * — ——
z38 85355 3 83 *5388335553
35* 5 53353255323 22532—5 53 8 8 8335—83288
5 — 253283537— A — 55 333225332 228585323852 7
5283 3833 3 5— 2 773 —28*
S — ẽ 52 355223557 E 5ES — — 532 —— 2553
—— 553555 — 3382 9 — —2628 8 22 5— 2222355
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525 2535, 3332288 — 5—035
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5. 3338—33— 52 — — * — 3388
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3 333533233 53 3 35793 2 22 — 8* —A
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28 A —8 3238 538 32.535 —2 2 323 * 5 2 28 6—25 ——*
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* — S 22 —33 —5 S —A 852 8* E 58 8
5 333355267 — 7 523323 —— 532 a33
54 335338* 53553*835 526 25 z3823.* z85— — *5
3323834 283 33853 —— 353838 53383 28337336 25 —
2 * — 3532253* 8 — 52—3—34 — 535 —— —2* 2
2253 z23525 553 55232 — — —— 55 233 D —32
*22* —— — 58555 5 52558 238 5*55 522 22222 *—— 8342 —8
5 — 3332 — 38 527
—3—52 — 753553 —8 2 35233 re —— —— 32 25 5
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523553333 ———— 23353338
33532553333 257385* — 23 373835 38 353 55386528
22 228 —— 55253388 3 333 33 5222— *2822
38 2233578 358 555255 S— 23553 —— 3
3J— — — 2827 * 83553335335 8 * a — 2 324
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——— 283333355 R— 224
— 2838S 323335535
8 3 2 * 2 3 252 * —— — —2 —
— — 25* 3 2 8 * — 32— — 332 —
— — 18838 353 S837
2 55 8* * 7 —8 — —52
* 2 2 —— * 22 —2 —0 — 2 —— —
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— 35 228553 9 535*33233 8 53255 25 523 33335
* — — * 5
⸗ 2* 222 — . 3 5 2255 —
2324 * * S 3. 2 8 2 2 — 8 ——— —* 63— 2
533835355533 75 A 533533
253 535353 32 24 5— —z5 — — 58 533 *22 —7—
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8 8 —8 1 E ———— * 322337 8 23 —38—5238 —*5
28* — 2** 522 —8742 8* 53532 ———— 8 3223
5 — —— 55 — 52232 — — 5 — — S 55582
525*3z53575 —— * 2* 52 35 58 553223557*
V 2535535 — 23282 13555383 322 285 * 22555 F 258
3 —A 32355 338 ——— 5528 22 53333537 8
32223223 —A * — 3858 A 5577 553837 5533288
355373353 — R — — * 242 33 33
133333 S * * t2 — * — 33 —— 58 * * * * 8 32*58
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28235 5332328 5282 — 8 528 533522 3223 2 5 2* —
— — 2353524 2 — — — 28 2* 2 222 52 2 7 8
2533333 3335132537 53335338
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5 2 8 54 —— 55 28 * 2 —
2 8355 * 232 * 2 63 — 25 —— 8 233555 565 333
55 — * 33538 25532535133 — 2833 28 *82 3 3858 *
— 2—35233 — 553555 * —— —5 8727* Ss 55?58 —A
*88 2 27 0 — — 82228
—285535 2s575333833 5. 5535835757 332232 * ———— 238322
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        Hl. Ingberler Anzeiger.

ö— — ——— — ——— — —

der St. Pnaberter Unzeigete (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Diendtagt-, Donnerstagt und Sonntag-
ummer erlcheint woͤchentlich vierm al: Dienbtag, Donner stag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljahrig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Kerzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet. *4

48 168. Dienstag, den 28. Oktober 18173
—— — ü—— —— ⏑ —
⸗ —

— — — — ————77 —772—
—— Bsm
—

Dertsches Reich.

München, 24 Okt. Der Gesetzen wurf bezüglich der
todesetklärung der ien Feldzuge 1870 —71 Vermißten wird einer
et ersten“ sein nelcher den Kammern vorgelegt wird werden. Der
hefetzentwurf, welcher auch Bestimmungen hinsichtlig des betref⸗
enden Gerichtsverfahrens enthält, besteht aus 16 Artckeln. Aus
em Feldzuge werden noch 1046 Mann vermißt, daruter 46
erheirathete Männer.

AStraßburg, 24. Ott. Heute sind es fünfundzwanzig
zahre seit dem patriotischen Feste, durch welches die Elfaässer den
oei und ertjihrigen Gedächtnißtag der Vereinigung ihres Ländchens
nit Frankresch feierten. Hoch dingen damals die Wogen der Bre
eisterung und wie im Hoffnungsjahre 1789 warzn die ehemals
o treuen Reichsftätte ber it, ihte Stadtbarner und ihre deutschen
Jergamenfe zu den Füßen der Freiheitsbäume, zu begraben. Wie
e Stimme eines Predigers in der Wüsie ertönte damols die
zrotestation tines elsässischen Dich'ers, der an jenem Gedächtn ß⸗
ige in der Augsburger Zeitung als Bannerträger der deutschen
zprache und Sitte auftrat. Die fränkischen Trugbilder sind scit-
em zerflossen und die elsäsffische Sage von Barbarossas Erwachen VBermischee sb.
t zut Wahrheit geworden. Aus dem kleinen Häuflein der deutsch⸗ * Zweibrüchen, 17. Okt. (Pf. Z.) Am 6. Nov. wird vor
lsalischen Patrioten ist eine Phalanx geworden, welche in der sem Straffenate des k Appellationsgerichts die Verhandlung über
Alsatia“ im „Pfeffelalbum“ und in den, Deutschen Stimmen aus die Ziviltlage der Eheleute Martin von Kusel gegen den Herrn
em Elsaß“ immer kühner auftrat und zur Gründung einer reichs Bischof von Hpeyer, vorerst über die vom Zuchtpolizeigerichte Kal⸗
ceundlichen Partei mächtig beitragen dürftfe.. J erczlautern abg-wicsenen Einrede der Jakompeienz und Unzulässig⸗

Berlin, 24. Oft. Wie verlautet,“ wird der Rücktritt leit, stattfinden ·
es Grafen Roon vom Min'sterpräsi dium vor Gröffnung det Land· 7. Zwebrücken, 25. Okt. Der bisherige Kreisarzt Herr Dr.
agosession erfolgen. Fürst Bismarch soll als Staatslanzler oder Hötel in Zabern, früher prakt. Atzt in Zweibrücken und Grun⸗
MNinisierpräsident an die. Spitze des Stagtsuiinisteriums·—kreten, dadt, wurde zum kaiserl. Medizinalrath in Cotmar in provsorischer
essen Geschäftsleitung der Finanzminister Camphausen übernehmen kigenschaft ernannt.
huͤrde. Fürst Bismarck begibt sich morgen oder übermorgen, Homburg, 27. Okt. Gestern sprang aus dem Personenzuge
praussichtlich bis Weihnachten, nach Varzin zurüf. (A. 3) im halb's Uhr' ein junger Mann, dem sein Hut bei der Staͤlion

Verlin, 25. Okt. Bischof Reinkens wird heute Nachmittag Bruchmühlbach vom Kopfe flog, heraus, nachhdem fiel er ater so

Uhr vom Krouprinzen hier empfangen werden — Der- Kaiser unglückich, daß et sofort eine Lei he war. (Homb. Anz.)
ufft nach 3 Uhr hier einn.. 36 . feNLandau, 26. Okt. Wir haben einen schrecklichen Unglüds—

Berdin, 26. Olibr. Fäͤrst Bismarck ist 8/0 Uhr nach jall zu derzeichnen. Gestern —X
zarzin abgereist. jestigungsarbeiten an der Bastion 5 (rechts der Queich, in der

Leibpzihg, 24, Ott. In der hiesigen Centralhalle haben Nähe der Schwimmschule), zwhei Arbeiter, Schlee und Imsweiler,
cstern und heute die Delezirten des Allgemeinen deutschen Ar- durch plotzlich herabrutschende Erdmassen verschüttet. Mit großer
eilgeberbundes ihre Sitzungen“ ubgehalten. Die Versammlung luftrengung wurden Beide hervorgezogen und sogleich mach dem
ar durch 170 Delegirté beschickt, lagte unter dem Vorsitze des -Zpital gebracht. »Der Schlee starb bald darauf, Imsweiler ver⸗
zchueidermeistet Köppen (Berlin) und beschloß u. A., einen Verein chied heute früh. Die Verunglückten“ sind aus der Gegend von
on selbstständigen Handwerkern und Fabrikantru mit einheitlicher dirmasens und Familienvater; der Eine hinterläßt ein Kind, der
reitung in's Lehen zu rufen, der sich über ganz Dertschland er- Undere 4 Kinder und eine in gesegneten Umständen befindliche
reden soll. Ferner wurde beschlossen, für rege Betheiligung an Frau. Mangel an Vorsicht, soll daz schreckliche Unglück hervorge⸗
een politischen Wahlen zu wirken und bei den Wahlen nur Ver⸗ Lzufen haben. — (Land. Eilb.)
reter oder Freunde des Haudwerkerstandes zu berücksichtigen. f Aus dem Westrich, 23. Okt. In der neuesten Nummer

Frankreich. des „Pfalz. Schulbl.“ findet sich folgende Notiz:“ „Dieser Tage

Parräis. 23. Ott. Der Kriegsminister hat die militärische ind wieder drei pfälzische Lehrer in ihre neue Stellung nach
gesetzung des ehemaligen Palais Bourbon angeordnet, uuter dem München abgereist: Kurz von Oggersheim, Ecarius von Speyer
Jorgeben der Befürchtung, die Linke könnte den Versuhh machen, ind Gärtner von Mußbach, so daß Munchen jetzt sechs in“ der⸗
Varis eine Konstikuante zu bilden. (Frf. 3.) F pßatz gebürtige Volksschullehrer hat, nämlich außer den Genannten

Paris, 25. Oltor. Der Finanzmigister beabsichtigt, zur joch Jung von Kaiserslautern, Stamber von Landstuhl und Hall
deckung des Deficitzs von 150 Mill. teine neue Steuern, aber von Germersheim. Der ehemalige Hilfslehter am Seminar zu
ge proportionelle Erhöhung sämmtlichr Steuern vorzuschlagen. — Ka'serslautern, Steierwald, hat in München eine Hauslehrerstelle
Semeine financiöre“ sagt, die Bank werde alle an sie herautretende' und bereitet sich nebeubei für das höhere Lehrfach vor. Der
infordeungen erfüllen, ohne darum die Emisston von Roten zil ijraelitische Lehrer Bender von Bohl geht an ein Privatinflitut
erarößern. — 4 , nach Darmstadt. Mit den letz'genannten“ ver'or aljd die Pfalz

paris, 26. Otitr⸗ Die tepũbl kanschen. Blätket theilen seit Kürzem acht Lehrer und nicht die schlechtesten, von denen, die
ut, daß die 30 Adgeordneten aus Elsaß-Lothringen, welche nach in's RNeichsland Elsaß-Lothringen gegangen, nicht zu reden. —
em FriedensVertrage ihre Mandate niedergelegt⸗e eiae Gesammts Bessere Bezahlung 4 — Institutsvorsteher Lehrer Bärmann von
ddresse an die Nationalversammlung gerichtet haben worin sie Ingenkeim ist qus dem Ausschusse des pfälzischen Kreislehrervereins
jeselbe zur Aufrechterhaltung der Ropublik aͤuffordern. . ausgetreten.

— Man liesi im „Journal des Débatz“: Die „Times“ Für Immenstadt sind ollein aus dem pommerischen Städt⸗
X Thaler bei der Berliner Sammelstelle eingegangen;
et PariserPeesse gegen Preußen ziemlihh scharf getadelt wird. wan erinnert sich dort mit Dank der zur Zeit der Sturmfluth aus

„Timeze bat mi ihren Bemerken nicht ganz Untecht; es ist Süddeutschland gekommenen reichen Gaben.

—A
Jewiß, daß es von unseren-Blättern pussender wäre, dem fiegreichen
Deutichland' gegenüber eine reservirtere Haltung zu beobachten; es
st rine traurige Art, sich zu rächen, —wenn man seinen Sieger be⸗
chiripft und di se Beschimpfuncen sind viel weniger geeign⸗si, als
E
Revanche vorzuberciten. Wir erwarlen nichts Gutes von dviesen
rankhaften Aufreizungen; aber wenn sie uns Schaden thun,
onnen wir nicht recht⸗ absehen, wie sie Preußen wehe thun und
einen Zorn erregen sollten. Die preuß schen Blätter schicken uns,
zott fei Tank: Insulte für Insulte zurück und bleiben uns nichts
huldig. Deutschland will den Frieden, sagt die „Times“, und
as glauben wir recht gern; „es wird nicht angteifen, wenn die
5chriftfteller und Karrikaturisten es in Rube lass⸗n.“ Wir denken,
aß Preußen nicht gegen unsete Karrikaturisten zu Felde ziehen
bird und richt diese Gefahr raubt uns den Schlummer. Aber
vir wiederbolen, es wäre einer ernsthaften Nation würdiger, ihren
Trost und ihre Hoffnungen nur im Schweizen und in der Arbeit
u suchen.
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        In Kassel hat eine Versammlung von Hnusfrauen be⸗
schlofsen, Butter, Eier, Geflüg⸗el ec. mihn üder einen gewissen Ma⸗
ximalsatz einzukaufen; Zuwiderhandeinde sollen mit der Strafe der
Infamie behandelt werden.

f Die Gesammt⸗Einwohnerzahl Berlins, welche am 26. Juni

d. J. auf 906,919 angegeben wurde, ist nach einer neuen siati⸗
flischen Zusammenstellung auf 912,3569 gestiegen. Seit der letzten
Voltszählung vom 3. Dez. 1871 beträgt der Zuwachs demnach
86,324 Seclen.
37 Nach den vom Reichskanzleramte gemachten Zusammen ⸗
stellurgen sind im preußischen Staate von gegen Ende Mai vis
Ende Sepiember d. J. an der Cholera 38, 124 Personen erkranke
und devon 16.585 ges'orben.

xF Leipzig, 28. Olt. Gestern Abend 11 Uhr fließ ein Per⸗

sonenzug bei der Einfahrt in den Thüringer Bahnhof auf einen
dort haltenden Güterzug. Ein Bremser blieb sodt, der Lolomofiv
jũhrer wurde erheblich derwundet, einjelne AX
Ldolomotibe, Tender und einige Güterwagen wurden zertrümmert.
Die Reichthümer Bazaines werden in der Zeitschrift „die
Begenwart“ für ein Mährchen erllärt. Bazaine hatte zwei Frauen
Ais Oberst in Afrita hatte er einst eine Vjährige Waise gefunden
und sie in Paris erziehen lassen. Das Madhen warde hübsch
und 1853 seine Frau. Als er rach Mexito ging, ließ er seine
Frau in Paris zurüch, sie wurde verführt, verrathen und gab sich
den Tod durch Gift. Im Alter von 54 Jahren heirathete Ba
zaine eine U7jährige Mexikanerin, Pepita de la Penna, welchet
die Welt außer der Abstammung von Montezuma den Besitz von
großen Séätzen augedichtet hat. Thatsache iss, daß dieselbe ein
lleines Vermögen besaß, welches gleich dem Haufe Bazaine'z von
Juarez nach dem Abzuge der Franzasen lonfitzirt wurde. Bazaine
ist arm. Die Entuüchung des Marschallgehalies nach der Metzer
Faltastrophe hat ihn gauz mittellos gemacht, Die ven ihm angeb⸗
lich zusammengeraubten Millionen gehören der Phantasie seiner
Feinde an.

„ Die Anfertigung halscher Banknoten breilet sich in Rußland
immer mehr aus und bei die leßten Messe in Nischnei wurden
die Waaren ganz offen zu zwei verschiedenen Preisen gehandelt, y
nachdem mit richtigen oder falschen Bankbilleten bezahlt wurde.
Die größten Werlsiätten zur Anfertigung der falschen Scheine sollen
sich in Sibirien befinden.

F Der seit 8 Jahren in Monkevideo (Südamer.) wohnende
praktische Arzt Dr. Brendel, Sohn deg Leihhausverwalterz Hrn.
Brendel in Ansbach, früher praltischer Arzt in Solenhoßen. der
sich während des Auftretens des gelben Fiebers in Montedideo m
aufopferndster Weise seinem Berufe hingab, während diele andere
Aerzie die über 100,000 Einwohner zählende Stadt verlassen
hatten⸗ erhielt in Folge seiner Verdienste von der dortigen deutschen
Kolonie ein Anerkernungsschreiben nebst goldeger Uhr. goldener

delte und Medaillon und auf Bericht des deuischen Gesandten
von dem Konig von Preußen den Kronorden IV. Nlasse.
— ——
Volkswirthschaft, Handel und Verkehr.
München, 23. Ott. Der Jahresbericht über die auf Selbst.
jilfe gegründeten deutschen Erwerbẽe und Mirthichaft?Genossen.
schaften von Schulzee Delitich für 1872 ist spater als gewoͤhnlich
itschienen, bietet aber um so reichlicheres Mulerial zum Studium
sür Jeden, den das Genofsenschaftswesen interessirt oder der m
Benossenschaften irgend einer Art in geschäftlicher Verbindung fleht.
Er weist 2221 Vorschußv reine, 440 Genossenschaften dn einzelnen
Bewerbszweigen, 902 Konsumvereine und 237 Baugenosseuschaften
zusammen also 8600 wirthchschaß. liche Vertine namentlich nach und
bringt von 1017 derselden die Geschäfte absch! asse, aus denen her⸗
porgeht, daß 807 Vorschußvereine im Laufe des Jahres für 35 42
Millionen Thaler Baarkredit gewährten, 232/. Million eigener
dapital sammelten, 7712/0 Million fremder Gelder verwalteten um
zerzinaten, 170 Konsumvereine für 54/4 Millionen Thaler Waoren
amsetzten, dabei fast 280,000 Thaler Gewinn erzielten und fast
640,000 Thaler in Geschäftsantheilen der Mitglieder und dteser ben
nehen 420,000 Thaler fremden Geldern verwalten. Dataus ziehn
der Berfasser den Schluß. daß der Gesammtumsag aller nach seinem
Systeme arbeitenden deutschen Genossenschaften im genannten Jahre
nindestens 620 Mill anen Thaler, die eigene Kapitalssammlung
0 Willionen, die andertrauten fremden Gelder 100 Mihlionen
die Zahl der Mitglieder aber etwa Iä/4 Million betrug, — Zahlen
die gewiß die Bedeutung der Genossenschaften im wirthschaftlichen
deben des Volkes außer Zweifel seßen. Der allgemeine deutsche
Venossens Caftsverband besteht aus 1080 Vereinen und gliedert sich
in 80 Unterverbände. Davon treffe n nur drei auf Bayern. —
»on den namentlich aufgezählten Vorschußvereinen 108 (daruüniæ
zlücklicherweise keiner mit dem verhängnißvollen Zusatze „es ist nich
rathjam, dem Bereiac Wechsel zum Inkasso einzusenden“, der sonst
einigemal wiederlehrt), von den Genossenscha'ten in verschicdenen
Bewerbszweigen 34, vou den Konsumbereinen 833, von ben Bau⸗
geuoffenschaften 2 (München und Rürnberg).

Wer eine Annonce hier oder auswärts veröffentlichen und

Zeit resp. Geld sparen will, der beauftrage damit die Annon—.
ren-Expedition von Uaasenateim &amp; Vorier in
rrank furt a. M.- deren ausschließliches Geschäft
es ist, Anzeigen in alle Zeitungen der Welt billigstzu dverminlen

—r t — —

——2
2
F. X. Demthh, verantwortlicher Redacteur.

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Bekaunntmachungen.“ Villeroy's Käse
ist jeßt wieder im Añschnint zu haben bei
— Rrit Banerbiet⸗r

Pfälzer Kunstmehl
à 1014 kr. per Pfd.,
im * Centner à 10 kr.
—
Die Rückkehr von unserer Einkaufs
reise, versehen mit den neuesten
Mode⸗-Artikel,
zeigen wir hiermit ergebenst an
Geẽchwiũ⸗r Rorncchein.
Frisch geschossene Hasen
verden jetzt dfter eintreffen bei
Friu Panmnerbieter.

Nicht zu übersehen!
Unterzeichneter empsiehlt sein Lager
in Allerheikigen-Kränze und
Bouquets.
Otto Ungewitter,
baft in der Kohlensiraße.
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die Schwanzhaare derloren,
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zätt eine angemesfene Belehnung.
Elbderberg, den 24. Otiober 1873.
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vom 25. Oktober 1873.
Breußische Friedrichsdor 938 —239
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Ducaten .. 844 36
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Englische Souvereigns .4150-52
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Die Wormser Akademie für
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beginnt ihr Wintersemester am 27. Oktaber.
Studienvläne und Auskunft
durch die Direktion

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in der Speiseanftalt von
Rudww. Weirick

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Redaktion. Druck und Verlag don FX. Dem⸗« in St. Anob⸗r
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reemal: Dienbtag. D sunerztag, Sameta a und Soↄuntas. Evennementsyrris vierteljadrig 42 Kryr. vder
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187

Deutsches Reich. Mungel der militdeischen Erziehuug, fowie die im Vollscharakter

Mäunchen, 28. Ottbt. In der gestrigen Sitz ng des elbst wurzelnden Fehler kraten bei dem Mangel einer straffen

wurgerichts wurde der frühere Redalkteur dis (Voilsboten“, Digeiplin um so areller hervor. Soldaten und Franzosenstolz laffen

chimpf, wegen Beleid igung des Königs von Bihern zu 2.Mo— viclleicht den Marschall die Wahr heii in Betreff des moralischen
iten Gefaängniß, der Redalteur der ehemäligen „Vabaris“, Forster, Zustandes sermner Armee derschweigen, vielleihtfürchtet er auch
egen Beleidigung des deutschen Kaisers und des Königzs von durch Enthullung derselben: erst recht Oel in das Feuer zu gießen;
ahern zu 4 Monaten Gefaͤngniß verurtbeilt. pe — weh e —8 8* n 8 zu sar
In Suljbach gehören Jsamm. vben das, was man hier schon längst wußte, nämlih, daß die

d e nn poe Pun t
oltlingen I0 und der ultramontanen Vartei 2. bo ebarmlichen Zustande war, daß bei j dem Pian einer ernst
3777 8* 5z7 fein, Jaften? Aktion in erster Linie mit diesen Falien gerechnet werden

Wiesbaden. 27. Ott. Eine gestern in Oberlahnstein en ß *

——““— geuern senn nußte. Bazaine selbst hatte diesen Zustand an einem der Schlacht⸗
dn Eiberalen /abgchaite e Wahlversammlung wurde durch Larm agen um Metz in den Worten charakierisitt? Was kann man mit
wn ben Zletilalen gestört. Ein unter letzteren befindlicher Soldal oichen Cangislen anfangen. (Beti. Cornyn
wurde verhaftet. Dræs den, 29. Ott.“ König Ichann ift, wie ein Ertra⸗

Neonn, 27. Olt. Vor der Correclionskammer des Land⸗ zlatt des Dresdener Journals“ meldet, heute früh b Uhr 88
rihts: wurde heute gegen den Erzbischof —Melchers wegen gesetz. MNin. fanft und ruhig entschlafen. (König Johann, geb. den 12
oidriger Anstellung von Geistlichen in 6 Fällen in contümaciam Dez. 1801, fotgte am 10. August 1884 seinem auf einer Reife
cxhandelt. Der Staatsauwalt beantragte in jedem Falle Verur⸗ in Tyrol verunglückten Bruder, dem Koönig Friedrich Auguft IL
eilung in 500 Thaler e entuell 4 Monate Gefängniß, der Ge⸗ in der Reglerung. Sein Naqfolger ist sein Sohn, der Kronprinj
aichtsbof eitannte tauf jee 200 Thaler eventuell 2 Heonate Gefängniß. Alberi, geb. 23. Npri 1823, bekannt als Heerführer aus den

Köln, 28. Okibr. Bei den heute hier stattgefundenen Ur⸗Feldzügen von 1866 und 1870 — 71 und dem in Ar erlennung
»ahlen zum Abgeordretenhause haben vorläufigen Feststellungen einer Verdienste im deutsch· französischen Kriese Se. MPaj. der
afolge die Liberalen mil annähernd dreiviertel Vajotität die Kaiser die Feldmarschollswütde veriiehen hat))
dleritalen besiegt. Wisen, 28. Olt. DTie .N. Fr. Pr.“ will aus Frotsdor

-In unferen Militärkreisen bespricht man gegenwärtig außer- erfahren haben, daß die Umgebung Chambord's die RNefiauration
identtich lebhaft den Fall Bazaine und folgt allen Wandlungen als zw.isellos betrachte. Die Rathgeber Chambord's seien mit
»es Prozesses mit größtem Inkeresse. An einen Verrath des Mar⸗- Abfassung einer Proklamalion an dae franzoösijche Volt beschäfigt;
halls glaubl natütlich kein Mensch, dagegen ist man allgemein der die ReiseVorbereitungen nach Paris berrits getroffen. Chambord
leberzeugung, daß er lediglich ein Opfer der eigenen Unfähigkeit, elbst werde sich in nächster Tage in die Näahe der franzoöfiscen
er besondeten Umstände, unter welchen er zum Commando ge- Grenze begeben und dort die weiteren Eteignisse abwatten.
mgte, namentlich aber das der Demoralisation in der Arme, Amerika.
vvobl unter Offizieren als Soldaten, gewesen. — Wie weit diese Newyork, 27. Ott. Aus den Provinzen wird vielfach
)emoralisation gegangen, weiß man hier besser, als in Fraukreich über eine Geschaftsstodung berichtet. Mehrere Eisengießereien und
ihst. wo den Leuten in dergleichen Dingen die Binde der natios Baumwollspinnereien mußlen geschlossen werden. In Memphis
alen Eitelkeit vor den Augen hängt, wo sie stets nach einem i das geibe Fieber im Abnehmen begriffen; die Zahl der in den
zündenbock suchten, den sie nun eben in Bazaine glücklich gefun⸗ etzten 14 Tagen der Seuche dortselbst Erlegenen betraͤgt 417.
en zu haben meinen. — Was ein großer Theil der Offiziere in
»t Armee, von denen jetzt so viele in wahrhaft ekelerregender 3 z
eise über ihren Vorgesetzien herfallen, werth gewesen, dafür mag — Saarbrücken, 28. Ott. Unter sehr starker Betheiligung
inter so vielen anderen bekannteren auch folgendes Stückchen, auf änd die zUrwahlen heute vdr sich gegangen, und sind sämmtiliche
zelches unsece Militärs vielfach hinweisen, als Anhalt dienen. Es jon der liberalen Seile in den Vorversammlungen aufgestellten
vat in Thionville, welches eben durch die Preußen erobert wor den Wahlmänner ˖ Candidaten, in den meisten Fällen einstimmig, durch⸗
at. — Der General von Kamelke hatte den gefangenen feindlichen egongen. Einzelne Zersplitlerungen tragen keinen tendenzidsen
— —— Zahl der Urwähler 3. Kl. betrug in allen Be⸗—
ucht nur ihren Degen belassen, sondern ihnen auch erlaubt, sich irken über 100; die 2. und 1. Kl. waren Üüberall vollzaͤhlig
iz zur Zeit der Abfahrt frei in der Stadt zu bewegen. — Der ertreten. — Aus Si. Johann geht uus die Nachricht zu, daß
umandant Turnier, jetzt so vielfach genannt, ein btaver Soldat, »as Resultal dort dasselbe war. (Saarbr. Ztg.
danlte sich bei dem preußischen General für dessen Liberalität Auf der Station Grünstadt passirte gestern, wie uns er⸗—
ind ftellte sich als zweisellos hia, daß seine Offiziere zur bestimm⸗ ählt wird, folgender Unfall: Eine Maschine mit wenigen Wagen

in Zeit pünktlich zur Stelle sein würden. Als aber der Zug ab- dampfte rüchwärts, um zu rangiren. Der Bahnwärler hatte jedoch
ehen sollte, ftellte sich heraus, daß 15 Offiziere, darunter der die Weiche unrichtig gestellt, wodurch der Zug auf das Maschinen⸗
Uaßmajor, also circa der sechste Theil der Gefangenen, schmählich zaus und durch dadselbe auf das Ackerfeld fuhr, wo er, in die
nd unter Benußzung der ihnen gewährten Freihein echappirt waren. Erde wühlend, zum Halten gebracht wurde. Die beschädigte Ma-
urnier war außer sich vor Schmerz und Scham über diese ine schine nebst den Eisenbahnwagen find bereits im hiesigen Babnhofe
ꝛne Handlungsweise und sagte den preußischen Offizieren aus· ꝛingelroffen.

rücdlich, diesen Grad von Ehrlosigkeit hätte er denn doch fur —7E peyer, 26. Olt. Wie der „Sp. Anz.“ hört. hat Me—
möglich gehalten. Was aber den Geist der Soldaten betraf, so dizinalrath Dr. Heine seine Stelle als Hospitalarzt niedergelegt;
u die Thatsache genug, daß fich der größte Theil betrunken halte er wird die elbe nur bis zu Ende dieses Monats noch verseben.
ind in diehischem Zustande in den Kasernen und auf den Plätzen 7 Speher, 28. Ott. Von gestern früh 9 Uhr bis heute um
mherlag.— Waffen, Montur waren im malpropersten Zustande, die gleiche Zeit lam 1 Erkrankungs⸗ und kein Todesfall vor, was
e Wohnungsräume in den Kasernen glichen Schweineställen. nun eiren Gesammistand von 414 Erkrankungen mit 196 Todes⸗
chnliche Zustände walteten auch in Metz ob, wo die Soldaten äällen ergibt. Genesen sind bis jetzt 194, noch in Behandlung
ne Offiziere, falls diese ihre Autoriiät geltend machen wollten, ind 24. Der Neuerkrankte ist ein Hospitalpfründner. Die Ab—
iaslos anspeien konnten (facta) sowie fast überall innerhaib der nahme der Seuche erhält sich.

nzdsischhen Arm⸗e ob. So we der erste Elan vertaucht war, Der Ausschuß des Pjfalzischen Lehrervereins wählte am
le sich auch sofort das baace Geqgentheil davon ein und die Montag den Lehrer Weibel don Sipperfeld zum ersten, den Lebrer
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        Hammel von Bergzabert zum zweilen Vorstande,und schloß sich
mit allem gegen eine Stimme der Adresse; fitr Communolsemis
nare am * *
. Der Plfulzer Banlverein, der in Mannheim. domiz lirt, be-
absihbtigt, seine Alt.en, die unit 40 Proj. eingezahlt sind, zu
liberiren. Eine Liquidation der Bank, deren Gefchaäfte meist in
konsortiale Betheiligungen bei den Gründungen der übrigen Bank-
vereine bestehen, dürfte erheblich rathsamer erscheinen.
Maiuz. 260. Okteæ Heutt Racht gingennein Theil der: hie .

figen Altienbrauerei in Flammenauf. Das Feuer« brach um
Plitternacht aus und lonnte erst gegen 4 Uhr früh geldoscht werden.
der Schaͤden beläuft sich auf 0,000 fl. und wird der Fabrikbetrieb
nur uner heblich gestoͤrt werden.“ —

u e — Oktbr. Der dor Kurzem mit Hinlerlassung
ꝛines Deficiis von 85, 000 Thalern verschmund ene Guͤterlaffire
der Rheinischen Eisenbahn ist herte Morgen gefänglich eingebracht
worden.

— — —.,
emens. perantwortliche

Jedaczeur

4

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w⸗

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Auf dem freien Platze im Mühleueck in der Nähe des Cafee Oberhauser“
wahrend der Keiertage und des Jahrmarktes und nur bis Dienstag —
V —e JA 0
E Auto n
W rancdl Cabinet des Automates.
7* Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeig“, daß bis zum Dienftag — 5 F
e das große Automaten-Cabineee
geöffnet ist. Dasselbe stellt in optische Gläser 2. Abtheilung 2 r
———— 4*
—A —8 ihre anologen Extra-Oabinet.
Stellungen, Cossme und bewunderungewürdige I. Die beiden siamesischen Zwillinge.
Mechanit F u 3 — 2. Die berühmte Ballettänzerin Julia
—XRR 1. Abtheilung: Pastrana. — 3. Die Mulatten-⸗Zwillinge
Das Automaten⸗Oabinet. duß Valle und Christine Die zusammen⸗
. Barbarossa's Erwachen. — 2. gewachsenen Mulattenmädchen— find 21
Reichsschwert⸗ Ueberreichung an Kaiser und Jahre alt.
onig: Wilhelm J. — 8. Wilhelm Tell's VLiutrit
Apfeischuß. — 4. Der sterbende Grena⸗ 1. Platz 18 kr., 2 Platz v kr. zum
dier auf dem Schlachtfelde zu Waͤterlo. ExtraCabinet S kzr.
z Die Geburt Christi zu Betlehem. * Keuns kitie
e e Daseece Um freundlichen Besuch bittet
und der Marquis de' Clermont. — 7. WM
Der Mörder Traupmann. J Pr ohp.

Danksagung.
Für die llebevolle Theilnahme bei
der gestrigen Beerdigung unseres in-
nigst geliebten Tohterchens Anna
sprechen wir h ermit unsern tiefgefühl-
testen Dank aus.

St. Ingberter Eisenwezk, 830. Ok
3. sober 1873.
Die trauernden Eltern
Auna und
FSeiurich Xvlander.

Für bevorstehende Kirchweihe bringt
in empfehlende Erinnerung:
Pfulzer Sehinken, *

Sehweizerlaüneeee

Villeroys Küse,

nene Uäringee
Wurfelzueckcer u
gemnhlener Tnoker,

Rinimnil. Gewirze reinnnn

KRum Arne, Thee, vVanille,
Capern, Surdellen ete.

Fritz WVanzerbieter.
Pe neue türk. Zwetschen
(von seltener Schönbeit)

7 und

„„Apfelschnitze
sind wieder eingetroffen bei

J. Uaas
im Woll'schen Hause.

Gutes Wiesenheu
foriwähtend zu verkaufen bei
Met. Schmidt
neben der Kirche
Frucht⸗ Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preist
der Stadi Zweibrücken v. 30. Olu.

Weizen 9 fl. 13 tr., Korn 7 fl. 14 br.
Gerste 2reihige- — fl. — kr., Gerste vier
reihige, 5 i1I. 82 tr. Spelz 6fl. 11 lu
Speitziern — fl. — tr. Dinkel — br
— sr. Mischfrucht — il. — kr. Hafet
Afs. 37 tr. Kartoffein 1 fl. 10 kr. Her
2 fi. 12 ir. Stroh. 1fl. 24 kr, Je
Zentner. Weißbrod 1s Kilogr. 24 it.
qhornbrod 3 Kilogr. 34 gr. ditto 2 Kilogt
Zzer. dino 1 Kilogr. 12 kr. Gemischibrod
2dil. 40 tr. 1I Paar Weck 90 Eraumm 2hr
Rindfleisch 1. Qual. 22 kr. 2. Qual. 20 sr.
Zalbfleisch 20 ir. Hammelfleisch 26
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Buller 8
kr. ver Pfund.

— ——
Qualz
deafferiaty. Sehwitner, Por-
torieo, LIalbeanuster- Vari⸗
ds Nr. 4 fein, 4 B Reiter
Rie 3. Fiephant, Tabue ang-
Inis, Luxemhurger, Cõlner
Jarinas-Blatter- (volner Vnm- — —
rinaα—αεν Best Vari- Für eine alte be⸗
uas. Casiuo-Canaster. stens fundirte und am
Cigarren:: llas bereits gut ein⸗
in abgelagerter Waare zeführte Deutche
a 2α . 4, 61. J st
bei Tritz Manzerbieter. euer ver cherungs⸗
ehellschaft
—— e R Agent für St. Ingbert
3 5 und Umgegend gesucht.
Tag and 5
eden —8 Aff in Slaschen im Adressen subh. W. R. an die Expe⸗
afé zu Blieskassel. dition ds. Bl. erbeten.
FIimnen Drug und Verlas von F E Dem in St. Inobert.

— —

— — —
DSaiserslantern, 28. Okibr. Fruch⸗
Mittelpreis.) Weizen Eil. 84 lir. —X
— br
Spelz 6 fl. 19 kr. Gerfte befl. 33 kr
Hafer 4fl. 47 kt. Erbsen 811 15 b.
ien m. 30 ic. Linsen 41. 226
ꝛleefamen — fl. — tr. - Kornbrod
ßPfd. 34 ir. Gemischibrod 3 Pfd. —AX
—
g6 ic. Rleehen 2 fl. —!r. Stros iil. o
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        8 *. * 2 *5 5 *
— 2227 —2528 22* 2 8
5233 55 5333553 2535 57 2323585553222 ——
537*873 253358 —— 3553138s553z235355 385—8
— 5 583 * ** 2 * 5 — 2 ——
— 53225 252 28285—* P 226 2125 23282 * —— ———
53758335— 535552 —338 — 22355522
5—*22 422 — — 3282228
2225 — — —2— —— —2 — 533322 2282 12 —— 2 *
— — 7— 85 7 52 25 —27 * ß 2 7 — — 3*83832 59 532223* 87
5522 252 3832 38 — 32 ——— 6 2522 — 2——58
—— 355 —3833532* 285 — 33773 533338633
223825 558325 283* 33335352 — 3837
5 225 252 65 *23 ———— 5535 i 7* — ——
—— *55 523 — 2A 57— 2202 5 53
33357— 3 5 333435778533353 337328133
—V—— —525 5z 5558332 — ———— 5883828
*83588* ——3 33535353233 5 333323
—A 28 42 —— 8 32 — 29 2 —— — 2 — 2
— 22232 22* — ——— 2 —22 30 2 22 * 8
— Sa —— —x 2— — 2 8
S 5 25223 38 * 3 2775* 2 — —22 5 — 83 — 49
—V 85383758 —— 5558535.58
238385 32 5522 * ñ35—828 2*—w 22373 23
3. 3 333 23333 22323383
2 5* —287 *52*75 —A 2 — —— 3* — 5 — 25
— 275* —— 35 32 53* BSBIEI2 5 148 * — —2 2 2 2
3 32 333338 433333853
— — 23323885 5338 5252 23 33332 5..7531235
—— — * 2* —z823353335368 —255575
— 22 — 28 33338275 52753 5 ——52238 e286
* 7 ——— *23 —E 2238
33 ——
— 723 *7 28 3 — 252 ——— — 2 —8
882 335353 403 ——— 33335846333 358 3333 5832353*85*
32 —522372— 22355 523 2232 — 88 5535 2533535552
BSBRAAMS 22 3 3 23235 35535222 333 353533222358
* — 283532— 35

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338 d. 55
3 2532* 232 2 4 2
— —225—88 2 2.53 * 5* 260 S 3
232533335325* 882 5333353 —
——B27 2* 1* 8 5
— — — — —A —
—73z32523225238 T BI2 53877
55553358*35 2538 323333578 68
22523323328 233235 —
*7 22 835238— E5— 235*5537 28
—ö— 2—— 3235— *282 5 3** —z5 252
—A 5325582 * 8 22 — 2* —
— —— —— c* * — ** * S 2 — 2 — *
5s385358553 835555287 598 33835 75533525
—A J— — 28 5*
383 —— — * 584 ——2 82 5 232
537 523335575—383 233 ——233 — 53533 S53*
—32— 59 — —A 2 2 525
5 333 4 8 2333553 33285735 3353
* 2 7 —X 2* — * —3— —882
— 2 —22xz5,55 5553. *53
3* 283 — ——328 8533335 —8 53—3 , ——355535 535
7255 5 — 323552333— 2 O 85 — —8* —— *
35533538 3——33 33387 365 3—— —8 8.
5 3328338 83 333 323 33 38 5317
2* 52 25 —XX — * J
*. 5 — ;3z35—5—5 3855533 52335 —XM 5318
33 33 2 3 33833
—z358 2255 — æ JI233 —2. 257 2 —A —A 8
8 —* — — — se2 582 —558* —A — — — —
—»759 353 222258 S *2 —3— * 7 *8x RIBIB2 7
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— 3 36 353 —383335 233383 8
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—2 22 3 2 2 9588 —2 7 28 22 9 —E— — * — —
——— 55 Se g33—8333365333 535
— 283—2532875 58, 25353 8382 53z—23.,332 62
—* 8 ———— 253 2* 52 2558 23328 *
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5 * »22c5 Iz— 2 55602 2283 — —3 — 3* 5. 7 7 5282 —*—* .*
24 2 2 52 2 22 — 2 32 * — 7—
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a — a — — 2.52 27 C 2* 8 S —
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de 313 u0 b e.r — Aniei — — dat mit dem —XE Unterhaltungsblatt, mit der Dienttagt⸗, Donnerttagt⸗ und Sonntag⸗
Rummer .erscheint potlich Sierenal: Dienstag. Donnerutag, Samatkaa und Sanmtag. ——— — viertelijahrig 42 Krir. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeilt Blattschrift gder deren Raum berechnet.
— — — — — — — — 1
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A IOSamstan, den A. November 6641873
—— — —
. ———
Deutfches Reich.
Kaiserslfautern, 29. Olt. Au Stelle dez Hen. J.

Helbert. welcher sein Mandat als Landtagsabgeordneter su Kai⸗

erslautern · Kirchheimbolanden niedergelegt hat, schlaägt die .Kais

Jig!“ den Semingarinspettor Hrn Dr. Andreae vor, den sie als

rentschieden freisinnig in politischer und religiöser Bezihung“ und

ils duech mid durch nafonal gesinnt“ bezeichnett. Im Nordpf.

Bochenbl.“ wiid auf die EH. Jean Jansoa und Gg. Heir, Beide

tutsbeßtzer in Harxheim, aufmerksam gemacht.
»München, 27. Ott. Bezüglich, der Verbesserung der

dasernirung der Unteroffiziere wurde besiimmt, daß, somen nicht
chon in den bestehenden Kasernen abgesondrrte Wohnungen für
rheirathete Feldwebel, Unteroffiziere ꝛc. sowie besondere kleine

Stuben für Vicefetowebel. KammerU iteroffiziere, Portepeefähnriche

xc. in normirletr Anzahl vorhanden sind, auf successine Bereitstellung

zerselben Bedacht zu nehmen sei. Die Ausführung der nöthigen
derbefserungseinrichtungen ist jedenfalls bei allen Neubauten und

Leueinrichtungen von Kasernements im vollen Unfange zu be⸗

virten, bei den vorhandenen Kasernements aber nur soweit es

lberhaupt· ausfü yrbar ist und soweit die nötbigen Mittel vorhanden
aind; in letzterer Beziehung sind bauliche Aenderungen vorhandener
asernen nure in so weit ohns Weiteres vorzunehmen, als sie
eine wesentlichen Veränderungen bedingen und eventuell successiven
uus den Mitteln der laufenden Etats bestritten werden können.
Mäünchen, 28. Ott. Der Vorstand des Bezirks⸗ und
handelegerichts in Kaiserslautern, Hr. Bezirlsgerichts-Direltor L.
Hol:que, hat um seine Quieszirung nachgesucht. Derselbe ist
rinet der ältesten Justizbeamten in Bayern.
Stuttgart; 29. Olt. (W. T. C. B.) Dem Landtage
st eine Vorlage betreffs Erhöhuug der Beamiengehälter, wge⸗
zangen. Es werden 1,240,000 Gulden gefordert. Eine ˖ Vor⸗
iage betreffs Aufbess.rung des Einkommens der Kirchen diener ist
demnö hst zu erwarten. — —
Nach dem „Niederrh. Kur.“ wäre die Anlegung tines be⸗
estigten Lagers dei Wülhausen, (gegen einen Handstreich von
Belfort her) fest beschlossen und würde schon im nächsten Frühjahr
nit den Bauten begonnen werden.
Berlin, 25. Olt. Der offiziösse Correspondent der Allg.
zig.“ schreidt don hier: Es mag dahin gestellt bleiben, ob die
lachricht einer hiesigen Correspondenz über den bereits erfolgten
Ibschtuß eines Vertrages mit Dänemark zur Aussührung des Ar⸗
lels. ö8 des Prager Friedens wörtlich zu nehmen ist. Wenn die
hesprechungen über, die nordschleswig'sche Angelegenheite, weccht
zahrend der. gleichzeitigen Anwesenheit des Kaisers und des Krou-
titzen von Dänemark in Wien stattgefunden haben soll, in der
hat zu einer gewessen Verständigung geführt haben, so würde die
eitragsmäßige Formulirung der Bedingungen doch wobl Sache
x Diplomatie Jein. Die wesentlichste Voraussetzung einer solchen
erftändigung war bekannilich scit Jahren die Geveigtheit Dane
narfs, die Zurückgabe der nordschleswig'schen Distrikte in der Be—
sransung, an welcher die preußische Regierung qus strakegischet
—D
ugs dem Praͤzer Frieden enisprechend aänzunehmen. An der Ge—.
sigtheit der dänischen Regierung, die preußischen Vorschlähe anzen
eymen, wollie man hier schon seit längerer Zeit nicht mehr zwei⸗
eln. Es hatte aber den Anschein, als ob die Regietung mit Rück⸗
ist auf die Stimmung im Lande nicht: rorzugehen wage. Die
vlitschen Ereign sse der letzten Jahre,“ sowie die inneren Wirten,
velthe Dänemart droten, scheinen indefsen das Bedürfniß fühlbar
macht zu haben, die Scheidewand, weiche der ungausgeführte Ar
in 5 des Prager Friedens zwischen' Deuischland und Dänemarf
her aufrechterhalten hat, endlich hinwegzuräumet. ——
Berlirn, 26. Ott. Die neue Organsation des Staals⸗
mifteriums dürfte sich auf die Demission des Grafen Roon; wel⸗
ur demnächst wohl ganz in den Nuhestandetreten wird, guf die
nennang des Fürsten Bismarck zun Ministerpräsidenten und
Ndie Bestellung des Finanzministers- Camphausen zu stellper.

—
retenden Vorfitz nden des Staalsministeriums beschränlen.
Die Umstände, welche die Rückkehr des Fürsten Bismaick auf den
Posten des prexhischen Ministerpräsidenten begleiten, enthalten ges
nügende Garantie gezen-die Wiederholung von Streitialeiten, wie
ol he die Kreisordnung hervorgerusen hat. I.. 9)
Borlur⸗ 27. Olt. Dem Vrrnehmen nach beabsichtigt die
Reichsregzierung die nächste ordentliche. Reichstagssession im Herbst
874 zu berufen, dagegen sollder neu gewählle Reichz3tag im
Fruhjahr zu einer kuczen Session behufs Fesistellung des Reichst
Militärgesetzes zusammentreten. (n1. 52)53. F
Dręs den. 29. Olt.n. Das Dresd. Journal“ verdffent
licht die Antrittsproklamation des Koͤnigs Albert. Derselbde ver⸗
ihert selpe auf Handhabung von Reht und Gerechtigkeit und auf
Heförderung der Woblfahrt und des Besten des Landes unausge⸗
etzk gerichtete landesbaierliche Fürsorge und will die Landesver⸗
rassung in allen ihren Beftem nungen während seiner Regierung
»eoba htet, aufrecht ehalten und sqützen. Die Staatsminister und
die Kammerpräsidenten sind heu?“e Vormittag von den Koͤnige
npfangen worden. Den beiden Kammern wurde durch die· Pra⸗
identen der Regierungsantritt König Alberts und dessen Gelöbnif
zur Aufrechthaltung der Verfassung, mitzgethilt und eine Urkunde
darüber in dem Ständearchis niedergelegt. Nach einem dreimali-
gen Hoch auf den Konig Albert vertagien sich die Kammern bis
Montag
Fraukreich. —58 —
Paris, 27. Okt. Bei den gestrigen Wahlen für mehrere
Seneralräthe sind Konservative gewählt worden. — Dem Con⸗
stitutianel“ zufolge würde der italie nische Gesaudte, Ritler d.
Nigra, bereits am 8. Nov. hier eintteffen. — Die Patrie“ will
wissen, daß die Königin von England sich persönlich nach Peterz—
burg beges n wuürde, um der Vermählungsfeier des Herzogs von
Edinburg beizuwohnen. (T. N.) J
Paris, 28. Oltt. Diese Nacht ist— zwischen 1024 und
1124 Uhr Feuer in der großen Oper ausgebrochen. Man
hielt dasselbe für gelöicht, als gegen 23 18 Uhrdie
Flammen von allen Seiten hervorbrachen. Gegen 2 Uhr
stürzte die Oper mit fuxchtbarem Keachen zusammen. Der Boule
dard ist mit Trümmern bedeckt. Um 42,4 Uhr brannte es noch
immer mit großer Heftigkeit.“ Die Oper ist vollstandig zerstoört
ꝛin Theil der Passage und der Restaurant Garnier sind verbrannt.
Paris, 28. Okt. We ich höre, wartet eine e
Deputirten nur noch auf ein Manifest des Grafen Chambord, um
»ann ihren Uebergang zu den Monarchisten zu bewerlstelligen,
Diese Kundgebung des Praͤtendenlen soll denn auch in den nächsten
Tagen erfolgen und veerspricht man sich davon eine bedeutende
Wirkung. — Die Verhandlung gegen Bazaine bot gestern etwag
nehr Interesse, da einige Entlastungszeugen UÜber das Benuehluen
»es Marschalls mährend der Specherer Schlacht vernommen wurden,
Der Regierungskommissär glauble zwar, diese Vernehmung sei un⸗
nothig, da der Marschall für jene Zeit nicht deranwwortlich gemach
verden konne, der erst am 12. den Oberbefehl übernommen hatte;
illein die Vertbeidigung setzte dieselbe doch durch. da. auch der Am
lageact sich übern jene Schlacht geäußert hatte. Es stellte fich
jetaus, daß Frossard an jenem Tage'keine Hilfe begehrt, hingegen
Bazaine dieselbe angeboten und; auch geschidt hatte, General
Tastagnac erzählte, er und seins Offiziere seien lange zweifelhaft
Jewesen, ob das Geräusch, was fie hörten, Kanouendonner oder
in Gewitter sei. Als fie darüber in's Klare kamen, war natür—
ich alle Hilfe zu spät. — In Ma sseille fand vorgestern bei Ge⸗
ægenheit einer Parade eine Demonstratidn statt. Großze Volkshaufen
riefen . Es lebe der Genergll Es lebe die Urmee! Es lebe
ie Republih!“ Die Musse vetlief, sich dann ohne'weitere Er⸗
ese 33
Paris, 80. Ott. „Assembloͤe nationale“, ein angeblich
er Retzierung nabestehendes Blatt, meldet, die Regierung habe im
Debartement Saöne et Loire ein radikales Komplot eundr t-
        <pb n="688" />
        Fhef des Generalraths dieses Departiements habe Profkriptionslist n
saisirt, auf denen mehrere der angesehensten Einwohner des De⸗
hartements, namentlich die Marquise Mabon (nicht die Gemahlin
Marschals) als festzunehmende Geiseln figurirsen. Dio Be⸗
zatigung bleibt abiuwarten. —8*

Paris, 80. Ott. Die Stimmung für die Monarchie wird
unter den Deputirten iaumer günstiger; ein Brief Chambord's
nird sofort erwartete.

GVrozeß Bazaine.) Regnier, welcher als Unterhändler
vahrend der Belagerung von Meß eine so sonderbare, bdis heute
noch nicht aufgeklärte Rolle spielte, dat sich auf und davon ge⸗
macht. Er war bekanntlich schon einmal als Zeuge vernoinmen;
ez fiaud ihm aber ein zweites Verhör bevor, und diesem hielt er
gerathen, durch die Flucht — nach Deutschland, sagt man —
zuszuweichen, da er wohl befürchtete, eb moöͤchte gegen ihn die An ·
age erhosen werden, er habe den Deutschen verrathen, daß Metz
nur noch wenig Lebensmittel habe. Er seinerseits behauptet zwar,
den Deutschen nur das mitgetheilt zu haben, wozu ihn Bazaine
tmachligt hatte. — Aufsehen machte die Aussage des Genetals
Hondrecouri, daß bei einem Cavaleri.Angriss am 16. August die
ranzösischen Neiter selbst aufeinander einbieben, weil die Garde⸗
Lanciers füt preußische Ulanen gehalten wurden.

— Worschall Conrobert,dessen Verhalten bei Meß tühmlich
gewesen, soll demnächst einen hohen militarischen Posten erhalten
—AV aufgegeben.
Spanien. I

Wie die offizidse „Diskussion“ mittheill, macht die Ein⸗
siehung der Reserven rasche Fortschritte. Die Rezgierung hat schon
30,000 Manu zur Verfügung, welche vollständig ausgecüstet und
disziplinirt find und die gleich in den nachsten Tagen in's Feld
rücken lönnen.
Italien.

RNom, 28. Olibr. Das „Giornale Militares veroͤffentl ch
die neuen AÄrmee-Reorganifativnsgese ze, wonach die permanente
Armee auf dem Friedensfuß 214, 000 Mann betragt.

Türkei.

onstantinobel, 27. Olt. Der Sultan hat dem
Marschall VMac Mahon den Osmanle Orden erster Klasse in Bril ⸗
anten und dem Herzoz von Broglie den Großorden desselben
Ordens verlichen.

— — —Bermirchrer

fF Si. Ingbert. Mit dem Heutigen (J. Nov.) triti
nuf den pfälz. Bahnen der Winter⸗Fahrplan ins Leben und ver⸗
weisen wir auf einen Auszug desselben beim Inseratentheile.

f Der Stadrath von Landftubl hat ein Gesuch der dortigen
dehret um Erhshung ihres Baargehailes von 480 aus 500 fl.
rinstimmig adgeschlagen d!

Speyer, 30. Olt. Von geffern früh bis heute früh 9 Uhr
And zwei Kinder neu erlrankt und 1 Kind und 1 Pfründner ge⸗
—A

x Sowobl die Foister, wie die Rentamtsgehülfen der Pfalz
jaben eine Eingabe an die Nammern um Gehaltserhobung be
schlossen. —

4 In Ungstein wog der neue Wein 85 — 105 Grad und
wurde umn 122514 Gulden per Logel verlauft. In Dürlkheim
dar das Ergebniß fast ebenso; in Friedelsheim wog der Mosi
752 105 und galt von 9—-12 fl. 30 kr. In Goͤnnheim fiel der
Herbft guk aus und wurde der Most, det 75 bis 98 Grad wog
hon 9 bis 12 fl. verlauft.

4 Reustadt, 28. Olt. Schon am Sonntage langten zu dem
hzeutigen Viehmarlte mehrere Wagen Vieh und am gestrigen Tage
itieist Exirazuges eine solche Masse Vieh an, daß es nur noth⸗
durftig in Scheueen und Hofen untergebracht werden konnte; im
Bhanzen langin per Bahn 63 Waggons Vieh au, so daß die ganze
Zufuht nach geringer Schätßung bed⸗ utend über 600 Stüd betrug;
jiebon sollen geslern über 100 Sitück verkauft worden sein. In
Folge dieser Uebersührung war einige Stockung im Handel om
seni gen Tage bemerkvar, wenigstens steht der Absaß nicht in
tichtigem Verhällniß mir dem Angebot; denn nech dem Marliproto⸗
die wurden nur 282 Stück (143 Aüuhe, worunter 18 mit den
aibern, 106 Rinder und Stiere und ä Odsen) um die Gesammt ⸗
umme bon 29,031 fI. 15 ke. vertauft. Auf dem Schweinemarkt
wurtden 60 große und 72 Triebichweine aufgestellt. von denen
ameniich die eistere Gatung sehr gesucht war. — Nachster Mailt
am 11. November.

x Frankinthal, 28. Olt. Die Gebrüder Karl und Heinrich
Hensel, Meßger in Neufladt, welche in ihre Würste Bohnen oder
Irbsenmehl in sehr bedeutendet Quantitäͤt gemischt hatten, wurden
amn 21. August abhin durch das Polizeigerscht Neustadt in eine
Beldstrafe von je 10 Thalern verurtheilt. Ggen dieseß Urtheil
aiten dieselden Berufung eingelegt; in heutiger Sitzung des hie⸗
RZucipolizeigerichts wurde ihre Berufung abaewiesen und daß

r Der zwelte Guß der Kaiset zlocke soll am 11.November
in Franlenthal stattfinden. *
NNirchheimbolanden. Die Schafheerde der Heren Krehbiel
und Schwab auf dem Neuhof wurde in der Nacht vom 24. auf
den 25. Oktober von einem Wolfe uberfallen, der ein 80 Pfund
Wweres Schaf raubte und dasselbe auf einen Berg (Alberistreuz)
rug, woselost er es verzehrte. In der darauf folgenden Nacht
wurde wieder ein Schaf geraubt, Man entdedte zwei Spuren,
aus dem Kirchheimer Stadtwald kommend, die eines fehr sarken
und die eines schwächeren Wolfes. Die Schutzen werden denselben
wohl dald das Lebenslicht ausblasen.
1 Das t. Bezirlsami Germertheim dat im Hinblick auf die
heuere Zeit und den unzuteichenden Gehalt der Lehrer an saͤmmt
iche Gemeinden feines Bezirkes die Aufforderung- ergehenlaffen,
dei der Aufstellung ihrer Budget pro 1874 der Lehrer doch ja zu
sedenken. Vis heute haben nachfiehende Gemeinden: Erlenbach,
Zieinweiler, Hahna, Rülzbeim, Reupfotz und Lingenfeld in Folge
ieser Auffordernng die Gehalte ihrer Lehter um 50 bis 100 fi.
rthöht. Die Stadf Germersheim ist schon früher mit gutem Bei⸗
piele vorausgegangen und hat die Lehrergehalie auf 800 fl.
ixirt. 6. A.)

x Edenkoben, 29. Olt. Vorgestern wurde in der Naͤhe de
Werderplatzes, am sogeaannten Eselspfade, von Herrn Heinrich
Zinß eine Wildkatze geschosfen, ein großes prachtiges Exemplar, dat
edenfalls schon manche Vogelbrut zerstört und manches Haͤdlein
rhascht hatte. GGegt.)

7 Fraukfurt. Die Betheiligung an der Wahlmanner⸗
vahl war h'er sehr gering. In einem Sachjenhauser Wahlbezitl
reschien ein Wähler mit den Worten: Meine Herren, ich lennt
Her Niemanden, ich bin mit der Regierung zufrieden, ich wahle
die Regi rung·“ —W
7München. Von Montag bis Dienstag isi dahies an der
Fholera eine Person erkrankt und sind zwei Personen (in Folgt
Aotzlicher Erkrankung) gestor ben. 7

FeFur Immenfiadt hat der deutjche Nronprim 1000 Marl
zefpendet. F

FRuürnberg, 28. Oll. Zwei Pfründner des Sebastiand;
pital hielien gestern fo gute Kameradjchaft, daß einer dem andem
it iner eisernen Kohlentrüde das Nasenbein und den Oberlieft
u Stücke schlug.

FVom mintelfränkischen Schwurgericht wurde die Tagloͤhners⸗
ran Baumonn pon Gichstatt. weiche ihr leibliches dreijhriges
dind durch Eingießen von Schwefelsaure in den Mund ge'oͤdlel
Jalte, zum Tode verurtheilt. Der Grund der That war, daß daß
Zind der Absicht der Baumann, sich von ihrem Ehemann zu
renven, im Wege stand. Die Ehe war durch beiderseitige Schuld
eine sehr unglücliche.

Straßburg. 25. Olt. Die Besucher Straßburgs kennen
die großen Wäscheranstalten (im Volkzsmunde, Waschpritschen“ ge⸗
nanni). die in der die Stadt durchfließenden Ill zahlreich postirt
ind und außert frequentirt werden. Die Besitzer einer dieset
Wasqhfloͤße, Ramens Heder, haden sich schon dur h eine ganze
Reihe von Rettumngen solcher Perfonen hervorgeihan, die dem
Wosserlode in der Ill nahe waren. Gestern flurzte sich in Folge
au arer Unglüdsverhättnisse, wie man sich erzählt, die hiefi⸗
daufmannsfrau S. oberhalb der Nifolousdrücke in die Ill und
durde an einen der er rähnten Waschflöße getrieben. Abermall
var es Hr. Hecer jun., der die Ungiucuuche lebend aus der
Flusse reinete und sie zur ärztlichen Behandlung dem nahen Spita
bergab. Hr. Heder fen. hat im Ganzen 26 Person vom Tode
des Ertrinkens getettelt.

f Weissenburg, 28. Ott. Gestern Morgens berührle de
derzog von Flandern, der —IIX Koͤnigreich
heigien, auf einer Fahrt von Basel über Straßburg unsere Siodi
und sehte sogleich seine Reise nach —AX

4 Der Konig von Württemterg reifie mit Exirazug am 26
.. von Friedrichshafen über Ulm nach Stuttgart; bei Goͤppingu
fand sich, als der Zug heranbrauste, duich eine undegreiflicht
sachiäsfigteit ein mit Schienen und Sqhwell⸗en beladenet Wage
nuf den Schienen. Ein Aufseher hatte gluckich rweise so viel Ve
onnenheit, das Signal zum Ruͤdwartsstoße des Wagens und den
Führer des Koͤnigtzuges ein Haltzeichen durch Schwenlen —
huis zu geben. So wurde es ermoͤglicht, daß der Zusammenp
n sode maßigier wurde, daß nur eine flatle Erschütterung *
Zonige migs, sonst aber kein Vnglüd ersolgte; nur die Puffer de
Lotkomdlide sind abgebrochen.

De Geschichte des lurglich bei Schierstein geschessenen e
zundes ist aufgeklärt. Derselbe gehörte einem Mainzer Menagetn
Besiher, der das Thier nach Aufgade seiner Menagerie nicht p
Jause behalten und es auch nicht todten wollte; er hat dohet
Samstag Abend den Seebund in Moaini bim Füchthot in
Quain arwarten
        <pb n="689" />
        4 Am 26. Oltober⸗beging der General⸗Feldmarschall Grof
Molike seinen 74. Geburisstag. 5557755 77*
— TDer berühmte Trompeter von Mars la Tour, ver aus

zen Händen des Prinzen Friedeich Karl das eiserne Kreuz empfing
aind von Freiligrath so hertlich besungen worden, ist einem harten
Ichicksal anheimgefallen. Er wurde brustkrank und ist als Invalide
nit einer jährlichen Pension von 8 Thalern enllassen worden.
Die Garienlaube“ sucht jetzt einen passenden Posten für ihn und
empfiehlt ihn dem Milleide des deutschen Volles..

FDer Acrbeiter Julius Reinke, der in diesen Tagen vor det
unften Criminale Deputation in Berlin erschien, ist ein Mensch von
o gutmuͤthigem Aussehen und verirauenerweckendem Wesen, daß
nan sich schlechterdings wundert, wenn man hört, daß er schon
nehrfach mit dem Strafgesetzparagraphen, der von dem Mein und
Dein handelt, in Konflilt gerathen und deßhalb bestraft worden
st. Er scheint eine besondere Vorliebe für Hühner zu haben, und
zuch jetzt ist er angellagt, im Auzust v. J. einem Herrn Lisen
nIder Wollankstraße Rr. 8 ein Paar Hühner vom Hofe entwendel
u haben. Neinke — nomen est omen — ist seiner Thai in
zollem Umfange geständig und hat nur die eine Bitte an den Ge
richtihof, es gnädig mit ihm zu machen, da er jetzt ein fleißiger
Mann sei, und alle Tage arbate. — Vors.“ Me tamen Sie
aber dazu, die Hühner zu stehlen, wenn Sic Arbeit haben? Sie
wußlen doch, daß nach Ihren mehrfachen Bestrafungen Sie beim
Rückfall eine erhebliche Strafe reffen mußte. — Ang.: Sehen
Sie, Herr Gerichtshof, det will ick Ihnen sagen. Schon wie ick
aoch ein gonz kleener Junge war, den Muiter uf'm Arm trug.
jonntie ack leen Hühn uf'm Hof seten, ohne daß ick mit de Hände⸗
ens danach ançelte und an die Puttkhünerken mene Freude hatt.
Sehen Sie, das muß bei mir also 'ne angeborene Schwäche in
ie Hände sind, denn es ist so geb'ieben. Ik lann Ihnen keen
huhn sehen, ohne daß icks haden möchte. Nee, es is mir ganz
inmöglich, es gehen zu lassen; wenn icks kriegen kann, muß ics
jaben. — Vors.: Das ist eine sonderbare Leidenschaft! [Alektrys-
nokleptomanie würde man die „Kiantheir? wifsenschaftlich zu nennen
jaben.J] — Ang.: Ja, Herr Gerichtsbof, des hab ick wir ooch
const gedacht. Id habe mir schoust gesoagt: „Julius, fei ein
Mann, du hast jetzt deine schöne Arbcet, wat gehen dir denn die
dummen Putthühner an? Aberst nee, so wie ick eens sebe, plagt
nir der Deibel ann ick muß et haben.“ — Bors.: Haben Sie
sonst noch etwas anzuführen? — Aug.; Blotß um dies Eene
noͤcht ick biten: Herr Gerichtshof seien Sie vernünftig und
geben Sie mich blos 'ne kleeze Strafe, denn ganz ohne, det weeß
qt ja, kanun's doch mal nich ibgehen. Ick will ooch keen Huhn
nehr ansehen. — Der Gerichtsdof bewilligte dem Angeklagten
nit Rücsicht auf sein offenes Geständniß und die Reue, die er an
den Tag legt, mildernde Umstände und erkennt, obgleich er sich im
wiederhoͤlten Rückfalle befindet, auf vier Monote Gefängniß.

FUeber die traurigen Folgen des Quistorp'schen Concurses
qreibt man der „Elb. Ztg.': Der Rentier Riedel in Stralsund,
in daselbst geachteter Nann, hatte ein Vermögen von circa
20,000 Thlr. in Quistorp'schen Werthen angelegt und diese für
12,000 Thlr., welche Summe ei zum Ankaufe von Ländereien
edurfte, bei einem dorligen Credit ⸗Institute lombarditt. Da brach
as Gebäude der Questorp'schen Schöpfung zusammen, und die
Folge davon war, daß an R. die Aufforderung erging, die fast
Jänglich entwertheten Papiere gegen Baarzahlung von 12,000
Thaler in Empfang zu nehmen. Dies zu thun, war der Aufge⸗
orderie außer Stand, und am vorigen Frestag fand man, wie
die Ger.Ziq.“ berichtet, den Unglückiichen in den letziten Zügen
liegend, mit geöffneten Pulsadern im Stadigraben. Am Montag
rug man die Leiche zur letzten Ruhestätte. In dem eiwa 6000
rinwohner zählenden Wolgast, dem Geburtsort Quistorp's, herrscht
durch den Sturz des Letzteren namenloses. Elend. In jeder Fa⸗
nilie liegen die Aktien des Gründers aufgeschichtet: alle Gewerb⸗
reibenden sind Quistorp'sche Aktionäre oder Besißer Quistorp'scher
Wochsel, die 3.i t eingeloöst worden sind. Die vielen in Wolgaft
efindlichen Fabriken, welche zu den Quistorp'schen Unternehmungen
gehören, sind seit dem Taze der Zahlungdeinstellung geschlossen
ind circa 1000 Arbeiter brodlos.

f In dem Städtchen Rhoden bei Arolsen sidd — nach der
d. M. Z. — am 22. d. 75 Gebäͤude ein Raub der Flammen
jeworden. Neben dem Verlust der reichen fast gar nicht versicher
ien Ernte ist auch, dem Vernehmen nach, das Leben einiger Kinder
zu deklagen. Wie man dernimmt, ist auch diesmal wieder das
anvorsichtige Umgeten der Kinder mit Feuer die Ursache des schred⸗
ichen Unglücks.

* Aus Lnz, 27. Ott., eraäͤhlt die dorllge, Tagekposte:
Deute gegen 2 Uhr Morgens trug sich ein erschütterndes Ereigniß
im Haufe Nr. 4 in der Walterstraße hier zu. Det Schauspieler,
dert Schuman, und Fräulein Remmark, welche einander in kür⸗
ester Zein ehelichen wollten, hatten dafselbst eine gemeinschaftlicht
Iohnin * TlLenate⸗⸗varstessun XX

zelde beschäftigt waren, gingen sie in das Gasthaus-, zu den drel
Mohren;““ wo sie in Gesellschaft Anderer einige heitere Stunden
ubrachten. .Auf dem Rückweg, entspang sich ein kleiner Wort⸗
wechsei zwischen den beiden Liebenden welcher sich nach der Heim⸗
tehr zu einer erregenden Szene gestaltete, in Folze deren Fräulein
stemmark einen Revolver ergriff. und sich in Gegenwart des Herrn
Schuman eine Kugel durch die Brust schoß,— worauf sie augen-
zliclich niederstürzte. Schumann raunte zu dem auf demselben
Flur wohnenden Schauspi.ler Lowe, der unterdessen auf der Un⸗
zlüdsstätie blieb, wahrend Schuman zum Dr. Win terniß eilte,
uͤm ihn zur Hilfeleistung aufzufordern. Dr⸗r Wunternitz begab sich
sofort zu der Unglüclichen, welche er, auf detß Beoden siegend, zwar
noch lebend, aber hoffnungslos fand. Tie Kutgel war zwischen
der zweiten und driiten Rippe linkerseits m die Brust dedrungen
und mußte daselbst ein großes Blutgefäß verlet haben. An eine
Reitung war nicht zu denken, und die Unglückliche starb einige
Minuten nach der Ankunfte dez Aritet.“ Au die Erklärung des
detzleren, daß an eine Rettung nicht — sei, ergriff Schumau
n. Rebolper, Aum sich ebenfalls zu iodlen, wurde aber an der

zfůttrung dadurch geh ndert, daß bie Hecren Löwe und Dr.

Vnternitz herzusp angen und ihm den Revolver entwanden. Dr.
Zinterniß iieß sofert die Polijei von dem Vorfalle benachrichtigen.
2 die Leiche nach der Todienkammer schaffte. Schuman wrrrde
holijeiliche Verwahrungshaft genomnen. Wir betrauern in der
Berblichenen, welche von der Natur 3 allen Vorzügen des Geistes
und Korpers ausgestattet war, eine der taleutvollsten Künstlerinnen
unseres Bühnenpersonatss ··.

Pacis, 29. Ott. Der Brand des Opernhauses ist bewäl⸗
igt. Der großte Theil des Gebaͤudes, welcher den Saal, die
Buhne, das Foyer. die Magazine umfoßt, ist ganz und gar zer⸗
idei. Die Burcaux nach der Rue Drouot siud verschont.
ANAuf der Themse schlug in Folge einer Koll sion mit einem
or Anket liegenden Dampfer ein Nochen um, don dessen 9 Ju⸗
jassen sieben ertrankten. ...

7 Korfu, 27. Okt. Gestern hat auf der Insel Zanke ein
Vbeben statigefunden. Viele Häufjer find beschädigt. (T. N.)
In Pompeji, wo man eifrig mit den Ausgrabungen fort
ärt, ist wieder eine interefsante Enideckung gemacht worden. In
der ersten Region bei der Porta Stabige hat man nämlich den
Tdaden eines“ Gerbers ausgegraben, mit ellen Werkzeugen seines
ee die beinahe ganx denienigen der heutigen Arbeiter
gleichen.
—n wirebhschaftliches.

(Mitgetheill von der böheren landwirthschastlichen Lehranstalt in Worms.)
Zur Kartoffelernte. Die Klagen Uber starke Faulniß der Kar⸗

joffeln mehren sich sehr. namentlich da, wo die Kartoffeln auf mehr schwerem,
rassem, oder auf stark in Mistdünzung stehendem Voden gewachsen find,
jeigt sich die Kartoffelfäule stark. Indessen heißt es immer noch: „abwarten“,
hevor fich die ganze Gidße der Calamität, erlennen läßt. Immerhin dürfte
z jezt doch an der Zeit sein, üuber die Verwendung der bereits angefaulten,
der doch zur Fäulniß fich neigenden Kartoffeln Einiges zu sagen. Herr
—öA Annhaͤuser zu Monsheim machte uns darauf aufmerksam,
daß jeyt schon viele der aastößigea Kartoffeln zur Verfütterung kämen und
daß in Foige des Kochens und Zerlleinern desselben gar leicht ganze. wenn
zuch kleinere Kartoffeln oder groößere Kartoffelstucke mit in dem Fnutter ver⸗
zleiben und so entweder, wie es jungsthin geschehen jei, zu förmlichen Er-
tickungen führten oder doch, wenn solche Kartoffeln die Schlundröhre des
Viehes schwer passiren, zu so starken Erschütterungen deß Körpers Veran⸗
aßfung geben, daß trächtige Thiere leicht zu Fehlgeburten veranlaßt werden.
Daher sei es zu empfehlen, diese für die Verfütterung bestimmten Kartoffeln
vor dem Kochen auf der Rübenmühle zu zerkleinern. Herr Annhäuser hat
dieses Verfahren eingeführt und erklärt sich mit den erzielten Refultaien sehr
ufrieden.
Für Hausfrauen. Sehr oft hoͤrt man die Klage, daß die zum
Rahmen hingeseie Milch nicht volllommen ausrahmt, daß sich vielmehr ein
roher Theil der Fetilugelchen mit dem Kasestoff mischt und so einen vor
refflichen Handkase bilden hilft, aber den Erlös für Butter wesentlich schma⸗
leri. Es durfte den Hausfrauen nicht uninteressant sein, einen Hauptgrund
ennen zu lernen, der diese unvolllomment Rahmausscheidung veranlaßt,
owie ein Mittel zu erfahren, das geeignet ist, diesem Umstande zu begegnen
rrfahrungsmäßig ist die Milch der Kuhe, welche nahe am Troceenstehen fich
zefinden, also hochträchtig sind, weniger suß, als die Milch der frischmelkenden
Zuͤhe. Es ruhrt dieses naturlich von einem Mangel an Milchzucker her, der
manchmal so auffallend ist, daß die Milch geradezu einen bitterlichen Geschmad
jat. Es solite daher als eine Hauptregel gelten, die Milch der frischmelkenden
und der allmelkenden Kühe nicht, wie es noch vielfach geschieht, zusammen⸗
suschutten, um sie gemischt rahmen zu lassen, vielmehr sollte man die Milch
der hochtrachtigen Kuhe für fich allein rahmen lafsen. Da aber die vollkom⸗
menere oder weniger volllommene Rahmaussche idug auch mit dem Gehalte
in Zucker im Zusammenhang steht, so ist empfohlen worden, der zum Rah⸗
men ausgesehten Milch altmeikender Kühe per Topf eine Weye voll fein
gepulverten Zucker ugeßen Mit diesem Mittel angestellte Versache haben
uͤberraschend gunstige Resultate geliefert und verdienen daher die all eineine
Beachtung. J
Dienstesnaqhrichten.
Der Präparandenlehrer M. Leibig in Speyer wurde zum Hauptlehrer
in der kath. Praparandenschule in Blie⸗ktastel eruannt.
ää Wectthtetetten eh

Bb—A—tt'—————ü——— —ü⏑] —,—— — —,⏑ —⏑ O, — æ
1 DPewm⸗

IXEXVEAAE
        <pb n="690" />
        Bekanntmachungen.
Montag, 8. November
Jahrmarkt
Nin St. Augbert..
—** Soeben schöne —7
T
Rbhoinfische
angekommen, jeden Donnerstag frische
Sendung bei
EGberhardt.
Für eine alte be⸗
iens fundirte und am
latz bereits gut ein⸗

3; Halt! Halt! Das Allerneueste IUsee
Ameräakanische Einfädler-Maschinen nützlich und praktisch für Jeder-
nann, um sicher und schnell einzufädeln, denn man braucht hier das Auge
nicht mehr so anzustrengen als wie beim gewöhnlichen Einfädeln. Das Stüd—
ostet nur JGroschen, mit Nadelbüchse neuester Construktion 9 kr.und find zu
aben auf dem nächsten Jahrmarkt in St. Ingbert .. F
2 Zu fleißigem-Zuspruch ladet höflichst eiii 36
BSGerster.
NXB. Ter Sland sidarch eine große Firma bemerkbar. —
. 0 4 anuzeige. —— 3
0 Zn1 meinem Geschäft sind fortwährend zn haben: 2
Vollstaͤndige Zetten zu verschiedenen Preisen und Maktraugen 'aller Art
ebenso Kanape e s und Sessel, Spiegel, Vorhängstangen, Halter,
Knöpfe, gemalte Rouleaux nebst Stoffen- zu solchen, Koffer, Taschen
aller Art; Bandagen, Luftkissen, Bettumterlagen, Clisopumpen, Milch-
zieher ꝛc. — Oosenträger, Kämme, Gürtel, Damentaschen, Schellenzüge,
Portemonnais, Cigarren⸗-Etuis und Ständer, ——— geschnitzte
stleiderhalter, eine große Auswahl in Sidcken abgelagerte gute
Qigurren, schwedische Zündhoͤlzer, und ein wohlassortirtes Lager

in seidenen und andetn Regenschirmen von 1-10 Thlnn

75 — — J— - 5

zeführte Deutshe
Feuer versicherungs⸗
——— ⸗ *4 5 8
Geshellschaft
wird ein Agenk für St, Ingbert
und Umgegend gesucht. — iener
— R—— — 7 Medaille Ulm 1871.. —3—
Adressen vohe WM R. an die Erpe⸗ rere eet.Aus steltung
dition ds. Bl. erbeten. Induftrieansstelluug. Anerkeunungsdiplom
D N Bl igsn J iür die bestbekannt —
as eue u 4 0 — ch 24 J * 5 sy * J —13 ——— 3.
ne 6 ist so ben eingelroffen und enthält: xla 55 Hanf. W erg pinnerei, Weberei.
Hie Gonpernante.“ Novelle v w 33012 35 * x 353
Zwirnerei &amp; Bleicherei Bäumenheim
— 834 . 38 I Post, und Babustation Mertingen. Bauern.
ʒlati z3 —** —78 iehmen Jlachs, Hauf und Abwerg fortwährend zum Lohnverspinnen,
y mtniß.“ undschau aus der 35 255. — ⏑ —
—— Weben, Zwirnen und Bleichen an. *3
8 —ESkizzen er Bühnen⸗ ür ma ni V.
— ——— —8 Aufträge für uns nimmt entgegen J —— * ν. g
— ar agners neue un — * —
—e—— 33 3 Herr J0h. Cuck in Oberwürzbach.“
ungan. ehenengeshe duegot it sicem. shnellste und billicste Vedienung zumn.
— Damenfenilleton.““ — Handel undnd —— — Großes
n Taveten⸗ und Nouleaux⸗Lager
— , i —J
* en Rene ———— — aver en⸗ un or eauxꝝ⸗⸗ ager peet
te eeeee beei J. 8. Eiolinaͤ.
Iridt Vrerkaen S vis-a-vis dem Pfälzerhof
—— ratidnen: Alte und —— u 2 in 7 nm.5
—— * — — — — —“ — — w Aeααα
iginalzeichnungen von Groͤgler. — J ð
Wee Fahrvlan vom 1. November 1873.
Das Neue Blatt ist zu beziehen durch alle W J
Buchhandlungen und Posft-Anstalten für den“
näßigen Preis von 15 Sar. vierteliãhrlich. —
Keine VFrat tung er i—
reut sieh einer grösseren
serbreitang uud ist dabei
rota ihrer trefflicehen Ori.
cinal · IUustrationen so bil ig. J
is die *
Iodenwolt.

Von St. Ingbert nach Zweibreecken. x
Et. Ingbert .. . Abaqang 4. 15 727 9553 1—-5 25 7 25
bassel. 48381 7 40 10 8 113 5 83837 41
Würzbach 4 4 45 7.50 10 18 122 147. 754.*
Blies kastel: Lautzlicchen ös 7 8 5 10835 141.6 3 818
Bierbach3 518 813 1043 149 611 8 29
Schwarzenackere.: Ankunst 5830 822 10 53 1537 620 849.
homburg..4 5 50 835 1115 210 6 33 9 10 34
Zweibrücken“.. 629 8 60 182 15 2 20 6 48 10 ——
Bergmannszug von St. Ingbert bis Wurzbah ab 4 Uhr 10 Min. Mittagsit Atß
nahme der Sonn und Feiertage. ——— —
*, Von Zweibrücken nach St. Ingbertt.
8Zweibrücken ... Abgang 45 0 12 30 8 50 7 23
Hombutg . ? 0 35 0 740
Schwarzenacker . G. 0 10 . 1284 15- 755 .5
Bierbech6* ẽ2 6G. 414. 10 21. 184 42258 88
Blieskastel Lautzkerigen B86 50 10 33.. 144 .4 34 .8 23 .
Würzbach“ . . *29 7 4 10 48 158 448 8244
Dassel . ν —⏑—7 1456 10 585 2 8 468 8 66
St. Ingberte. Arkunft 555 726 1110 220 310 29 10 *053
»omburg noch Kaifetslausern Aba. 4 44,*x8 39 11 46 214 640 4917
vAnk. 640 9 25 12 45 310 73610 15
Der mit * bezeichnete Zug ist ein Schnellzug.. 5
—— RNednftion Dryck und Veriag von z X. Demeß ein St. Inabert J 2
t —

Dem bewährten Strebon
r Redaction, vor Allem
io Bedürfnisse der Familie
u berücksichtigen und gleiehzeitig, don Am
orderungen der eleganten Welt in vollstem
Jaasse kcehnung 2u tragen, verdankt die
Hodenivelt ihren stetig wachseaden Ruf.
lehr als 200 Schnitftmunter jührlieh, die ↄo-
vohl ihrer Genauigkeit, als sorglichen Auswahl
regen gleich sehr gerühmt worden, ermöglichen
as selbhst ungeübten Händen, alle Gegenstände
ler Toiletto, Leibwasche ete. selbet, antufertigen.
buch im Gebiete der Handarhbeiten gilt diol
Aodenwelt als beste Lehrmeisterin.
Preis vierteljahrlich 45 Kr., mit colorirten
ilodenkupfern 2 Guldan 83 Kreuzer r. .
Alle Buehhandlungen und Postämteér nehmen
sderzeit Béötelluugen au. 4

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        Sl. Ingberler Anzeiger.

— —— —

der St. Fna derrer Anzeiger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. mit der Dienstags⸗ Dounerstags- und Sonntaç⸗
zummer erscheint wo hentlich vie rmal: Dienstag, Donnerstag, Samstaa unad Sonntaa. Adonnementspreis vierteljiahrig 42 Krzt. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
— — — — — ⸗
Sonntag, den 2. November 448 73
Iinn..
Deutsches Reich. 7r sieht.nicht, aus, wie ein Mann, der ein schweres Urtheil
München,“ 28. Okibr. Für: die Folge sollen jämmiliche lürchtet. Gr J.).
lerzle und Studirende der Medizin gehallen sein, die erste Hälfie ——
ses einjährigen freiwilligen Dienstes mit der Waffe abzuleisten, 4 VBermirchtesßs.
adurch aber die Bercchtigurg eilangen, die, Erfüllung der zweiten 7f. St. Ingbert. Auf der ticsigen Eisendahnstat on werden
zfte bdis nach erfolgier AÄpprobation auszusetzen, wobei es daun mit dem Beginn des Winterdienstes, 1. Nosember 1878, Eilgüter
nn Einzelnen borbehalten di idi. diefe Halfte entweder gleichfalls in nachstehender Weise besördert: 23—
ut der Waffer oder in militärärztlichen Funktonen abzud'enen. a. Auf der Sirecke St. Ingbert Homburg.“
ins rüdwirkende Kraft auf die als einjährig Freiwellige bereits Für die Richtung⸗2**
icuenden Medigner und Aerzte üdn d'ese Verfügeng (pom 13. d) 4. Reunkirchen mit Zug Nr- 148. um7. 27 Morgens. —
uichtez dagegen ist diefelbe auf diejenigen, welchen dermaleñ ein 2. Ludisigt hafen. Worms, Hodlpeyer. Münster a./Stein und —
lussland des Dienstantritis bewill'gt ist, in so ferne sig der veuen —5 Reustadt. Dürkheim mit“ Zug Rr. 1134 um 9. 55 Morgens.
ie usprechend behandelt zu werden wünschen, in Anpendund, 83. Neustadt. Wenßenburg mit Zug Nr. 117 um 5. 25 Nachmittags.
wr bringen. Auf der Strege Homburg: St. Ingbeit..
WMünchen, 30. Oktbr. Wegen Ablebens des Königs vdn Auis der Richtung:7
Zachsen wird unfer königliche Hof ine vierwochentliche Hoftraner 4. Ludwigshafer-Worms mit Zug Nr. 114 um 11 Vormittags.
nlegen. 23. —— Zug Nr. 1140 un 2. 30 Nachmittags.
Mänchen, 830. Ott. Der General der' Jufanterie und' g Neufladi⸗Weißent urg u mi
kommandeur des 1. Armeteestorps, L. Frhr. von und — Monsheim· Dürkheim mit Zug Nr 118 um 9. 10 Abends.
ann Ralhsamhausen ist gestern Abend aus Awöchentlichem Urlaub — Frische Fische, Wildprett und sonst ges frisches Fleisch werden
jeher zurudgelehri und hat heute das Kommando über das 1. mit den übrigm gwöhnlichen Personerzügen befördert. —
Armeekorps, mit welchem während dieser Zeit der Generallieutenant Wie die Rhypflz.“ meldet. wurde in Hornbach ein Kir⸗
ind Kommandeur der 1. Division, C. v. Diff, betraut war, hendieb verhaftet, der mittelst Leim und Hohlschlüssel in eirer
vieder übernommen.. . 77 Weihe von Westricher Kirchen den Opferkasteu bestohlen halte.
5traßburg, 29. Ottbr. Das hier garnisonirende sache Speyer, 31. Olt. (Cholera.) Von gestern früh 9 Uhr
ische Infanterieregiment Nr. 108 hat heute Rachmittag auf der dis heute um die gleiche Zeit lauen 1 Erkrankung und 2 Todes-
x5Ssplanade der Citadelle dem Könin Albert den Fahneneid abge⸗ älle vor, was nun einen Gesammtstand von 417 Erkrankungen
eistfet. C(T. M.“ and 200 Todesfällen ergibt. — Die Sammlungen des k. Bezirks⸗
Das wiederholte Gesuch, welches der Ministerpräsident, imtes belaufen sich an Geld nunmehr auf 7883 fl. 53 kr. (Pf.3.)
gras Roon, an den Kaiser gerichtet, ihn von seinem Amte zu ent⸗— Dem Schafereibesitzer und Bierbrauer Müller von Augs-
inden, soll jetzt genehmigt sein und Graf Roon mit Begini des durg wurden cm 26. Ott. von der Heerde, welche zwischen Augs-
euen Monais in den Ruhestand treten. hurg und Göggingen auf der Weide war, 87 Siücd Schafe ge⸗
Frankreich. aen wh selen wie man vernimmt, nach München trunsporiirt
Am 21. Oklober hat zu Bilfort die feierliche Einweihung Die Berghäupier des Schwarzwaldes und der Vogesen
es Denkmals statigefunden, welches die Stadt dem Asdenlen der haben seit einigen Tagen ihr Schneegewand angezogen.
»äͤhrend der Belagerung gefallenen Soldaten errichtet hat. Eine! 4 In Heilbronn sind bei der diesjährigen Cholera⸗Epidemie
roße Anzahl Elfässer, welche besouders eingeladen waren, wohnte im Ganzen 189 Personen erkranlt und 93 davon gestorben, also
er Feierlichlteit bei. Das auf dem zwischen Fort Miotte und dei 20,000 Einwohnern 0,94 Prozent Erkrankungen, 0,46 Pro-
jem Fort de la Justice liegenden Kirchhofe, woselbst 1500 wäh⸗ ent Todesfälle. Von den Erkrautten waren 122 Weiber, 67
end der Belagerung gestorbene Soldaten ruhen, errichtete Monu⸗ Nänner; von den Gestorbenen 55 Weiber, 38 Manner. Die
aent ist eine aus rothem Sandstein errichtete Pyramide und trägt hon der Cholera epidemisch ergriffenen acht Straßen liegen im!
nuf einer Seite die Inschrift: „Belfort seinen Vertheidigern wäh- ordwestlichen Theil der Altstadt und haben Kanäle mit geringem
end der Belagerung von 1870571.“ Der Bischof Freppel Zefäll, die also im regenlosen Sommer schwer zu reinigen sind.
ollzog die Einsegnung und der Maire von Belfort hielt darauf die Nedarvorstadt blieb ganz verschont, die anderen Vorstädte wur—
ime kure Ansprache. Zum Schluß brachte der chemalige Präfelt en verhältnißmäßig wenig heimgesucht, und es wird bemerkt, daß
ieß Oberrheins ein Foch auf die Republik außs. n diesen die Bauordnung Gebäude⸗Abstände vorschreibt, während
Versaillies, 31. Ott. Die „Agence Havas? meldet: olche in der Altstadt in Folge der früheren reichsstädtischen Be⸗
in Folge des Briefes des Grafen- von Chambord scheint die stigung nicht vorkommen.
lbsicht der Proklamirung der Monarchie völlig aufgegeben zu! Der ‚Gründer“ Quistorp ist pergangene Woche in Char-
in. Man versihert, daß die konservativen Fraktionen darin einig ottenburg don einer Anzahl seiner Schlachtopfer auf der Straße
ien, die Verlangerung der Vollmachten Mac Mahon's zu bean; ingefallen, infultirt, mit Straßenkoth beworfen und thätlich miß-
tagen. Die Bureaux der Rechten werden heute Abend in Paris dandelt worden, so daß er sein Heil in der Flucht suchen mußte.
as mmenirelen. * Posen, 30. Olt. Der Kassirer und Ptokurist des Deut⸗
Trranodn, 28. Oktt. Das Zeugenverhör im Prozeß Ba- chen Vorschußvereins Eiagetragene Benossenschaf,) ist heute Nach-
aine bietet zwar in den letzten Tagen lkeinen desonderen Reiz der nittags wegen bedeutender Tifferenzen, die sich'bei der Revision
deuheit in Bezug auf die Personen und ihre Aussagen, aber Eines her Geschäftsbücher herausgestellt haben, verhaftet worden.
thellt dennoch aus den Berichten der Forstwärter und Intendanten 4 Chemnitz, 22. Ott. Am vergangen Sonntag Abend, als
aß es nicht an muthigen Männern fehlte, welche die gefährlisten sach der letzten Vorstellung des Circus Meyer die dazug hörenden
Nissionen mit Gefahr ihres Lebens auszuführen stets beteit waren, ẽlephanten in's Freie gebracht wurden, reichte ein arwesender
uß aber der Marschall Bazaine deren Dienste nur ungern benutzte, Urbeiter dem einen der größern Thiere die brennende Cigarre,
wie daß er genügend unterrichtet war, wo und vie er sich nach velche dieses mit dem Rüss-l zum Maule führte. Kaam hatte es
er Schlacht von St. Privat Lebensmittel verschaffen konnte. ber die Wirkung des Feuers derselben verspürt, als es den in
Jazaine bebält ste!s sein gleich illizes, unbesorgtes Aussehen, hörtt der Nähe befindlichen Schlosser Gläser aus Kirchberg ergriff, zu
hig dem Zeugenverhör zJu, tat selten nur durch Lachaud eine Zoden warf und mit den Füßen bearbeitete, so daß derselbe
rage zu stesllen, macht aber oͤfters Norijen bei den Aussagen und hwere Verletzungen erlitt und nach dem städkischen Krankenhaufe
vel abbeftend nir seinem Loranon dvdas er in der Hand bält »ansyartiet merden mußt⸗

.,
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        Volkswirthschaft, Handel und Verkehr.

Mäünchen, 28. Okt. Die Generaldirektion hat unter'm
26. d. M. den Postanstalten eingeschärft, Postmandate, welche das
Verlaugen, „sofort an einen Gerichtsvollzieher oder Notar zum
Proteste“ tragen, sofort diesem entsprechend zu behandeln, sabald
der erste Verliuch der Einziehung — gleichviel aus welchem Grunde,
— mißlungen ist; insb sondere auch dann, venn Adressat gestorben,
nerreist, nicht zu ermitteln ist oder seinen Wohnsitz geändert hat.
Zine Nachsendung nach dem eiwa ermittelten anderweilen Wohnsitze
des Adressaten darf daher bei solchen Postmandaten nicht stattfin⸗
den; deßalcichen auch nicht bei jnem mit dem Vermerk „Sosforit
zjurück“ oder „Sofort an N. in N.“ versehenen Mandaten. Wenn
der Absender den „Fälligkeitstag“ auf dem Postmandat angegeben

hat, so ist die Vorzeigung beim Adrefsaten stets erst an dem an⸗
gegebenen Tage zu bewirlen. Ist der angegebene Falligleitstag
ein Sonn⸗ oder Festtag, so ist die Einziehung am nächftfolgenden
Werktage zu versuchen. Ist der angegebene Tag bei Ankunft det
Vostmandats bereits verflossen, so findet die Vorzeigung gleichwoh
veim näcdsten Bestellgange statt.
Verzweisrang erfaßt manchen Kranken, der alle Mittel
dergebens gebraucht hat und sich verloten sieht. Seldst solchen
Leidenden können wir das berühmte Buch: Dr. Airy's Natur.
jeillmethode“ nicht dringend genug empfehlen. Preis nur 5 Sqr
porrärhig in jederguten Buchhandlung.
—AZZ———F
HDenen, verantwortlicher Nedacteur.

—
Bekanntmachungen.

—AXX
Scafferlaty. Behwitzer, Por-
torieo, Halheanaster, Vari-
una'a Nr. 4 fein A R Reiter
Rr. 3, RBIephant, Tabae ang-
lais, Luxemburger, Cöò Iuen
VarinasRlütier, Cõlner Va
rimas⸗Oa naster, KRest Vari
n, Ounimo Canauxter.
Cigarren:
in abgelagerter Waare
AI, LII, 2, 213, 3, 4, 6 tr.
dei Fritz Manzerbieter

Für bevorstehende Kirchweihe bring
in empfehlende Erinnerung:
Pfalzxzer Sehiukenm,

Bohweizericase,
Villeroys Kase,
nemne Irimnge,
Wilrselzucicer,
gemaa hlener Zuelcer,
Bim mil. Gewrirze rein
Rum Arnc, Thee, Vaniile,
Un her, Surdellenm eto. —
Fritz Panzerbieter

IBNein Lager in
Lampen, Glocken
und Cylinder,
sowie meine
Blechwaaren
bringe in empfehlende Erinnenmg.
Zugleich empfehle mein Lager in
allen Sorten
Glas- Porzellan—
Waaren.
NilIcx. Sticef.,
Blechschmied.

— ——
Für eine alte be—
stens fundirte und am
Tlatz bereits gut ein⸗
geführte Deutsche
Feuer verstcherungs
— ——
Gesellschaft
wird ein Agent für St. Ingbert
und Umgegend gesucht.
Adressen suh. W. R. an die Erxpe⸗
dition ds. Bl. erbeten.

7
⸗
au-
ado,
elebe jabreo-
7 achreek lieh
rebssehaãden, Ab-
ohrung, Drũsen, Flechten,
mcrrhoiden, Bleietaueht
vrensehwaehe, Gicht, Epilep-
. gelitten. wurden nehne'
IXX
uth eber von ihren Lelden vo-
oit. oalbat in Fllon, vo ⸗
xꝛtliche Hilto vorgobena. —
eser Aufl.betindei sich civ⸗
bhandl. 7 radi eal⸗
ilung dor Langer
—— *
Aratis?

—

— —
2. Auf dem Wege von Schnapp⸗
hach nach St. Ingbert wurde heute
eine schwarze Frauen-Chawle gefun—
den. Die rechtmäßige Eigenthümerin
kann dieselbe bei Schuhmachermeister
—EEV
seratgebübren in Empfang nehmen.
Bürgervereins-Kränzchen.
Am Mittwoch Abent Zusammenlunft bei
Carl Engel.
Feuerwehr-⸗Montag
Peter Weisgerher.

5

**
*
4
Zahnarzt r. Meyer
Saarbrücken. Bahnhofstraße A0.
Soeben schöne
Rhoinfischo

Frankfurter Börse

vom 31. Okttober 1873.
Preußische Friedrichsdr.. 938 659
pistoien . .4 334
Ddolländische 10 fi.⸗Stücke 9 532 -34
Tucaten ... . .334.- 86
20Francs⸗Stücke .... 222-88
Englische Souvereigns .1149-31
—XXV .. 2286-27

angekommen, jeden Donnerstag frische
Sendung bei
bei

Eberhardt.
⸗5
W. Fuhrländer Nachfolger
* c * ger⸗ F
So Vahrgasse 8s Û'in urt ànn Hain.*
Ausverkauf J
Ich veranstalle auch dieses Jahr eineen AUusderkauf meines Lagers, und, um vollständig zu räumen, derkauf—
ich zu folgenden herabgesetzten Preisen;
500 Stuck ẽ/ breites schweres Leinen, für Hemden und Beiltucher, 500 Stuck 4 breites aͤchtfarbiges Bettzeug, meistens türlischroih, die
die Elle 12 kr. Elle 15 kr.
224 Ellen breite grobe Leinen, fur einschlafrige Betttücher, das 500 Dutzend weiße rein keinene Damentaschentücher, das Dußend
vollfiändig Venttuch ohne Raht, si. 1 45 si. 2.30.
3 Ellen breite grobe Leinen, fur zweischläfrige Beittlicher, das voll⸗ Große rothe Cachemires Tischdecken das Stud si. 1. 45. und
ständige Betttuch ohne Naht, fl. 24. fi. 2.
200 Stud er 35 jchle sisches und boöͤhmisches Leinen, die Elle Große 3 Fachemices Comodedecken, das Stuch A. 1. und
, bis r. .1. 24.
200 Stüd ge pip wollene Bettdecken. fur zweischlafrige Betten, das ꝛe/ beiten — ramagirten Vorhangsmull mit Vogen, die Elle
tück fl. 5. 30. 16 kr.
200 Stuck oper weiß wyolene Bettdecken, fur zweischläfrige Vetien. 300 Stück schweren schwarzen Mooreens fur Unterröcke, die Elle 22 kr.
das Stüd fl. 4. 18. ꝛe li i je Elle
500 Stuchschwere vi e u. geteh F Stück V 1.3. / —X Waterbroof, mit und ohne Franzen die
600 Paar schwere weiße Victoriadecken mit Franzen für Lschläfrige 10 it te , die
a en e brei e g eyen —— fur dosen und gange Arzuse
d — * tii * 3 ⸗ 4— le 8
100 Duhend ed en 3— sschtacher, An um vans en breit Glatten, rothen wollenen Unterrockftoff, die Elle 15 kr.
100 Dutze nd Handtücher, die Elle von 6kr. an. Feinen weißen 4 breiten Mull fur Kleider, die Elle 12 kr.
O00 Stuck wollene Kleiderstoffe, für Frühjaht, Sommer, Herbst und Winter, Cattune, Jaconets, Piqué, Zwillich, Barchend und Streb
sackleinen zum Fabritpreise
Musterabschnitte sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post.
Auch die kleiusten Aufträge werden wie bisher bestens besorgt.
Verkauf nicht nach WMeter. sondern nach alter esle.
Sdaktion, Drud und Verlag don F x. Demne in St. Inabert
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        25
—

*
333632 323388

d —— 2553833

— 3333383 —
33332338 32* 789
3 3 z33883533368

2 5— * A 2

28 *253 * — 28
I552 —A 832353 325255333 587 —— 388
222 —3228 — * 3 — —
s3555535 —— —— 33555352588 5332 8335 *
33 3 S758* 35 2 38 8*235
— — * —3 * 335 2 3382537 —3 — —
57 *888 7 *358335 *

52 252 m5S 5 7 — 8 25335 53332 2
555 5*5 * —5 —— — —A — — 5853 354 —
555 — — 8 —EXE 2 —— 3533833683 —A 3
3838 — — — z3558 23265 8 s25 553332 —557523
—— * 35553 23322 —— —A —— 333323531333 8
——— 73853533 ss 35* — 22 3335333 8 85

8 5583 55— —— 33 8 A ———— F
E 5 —A 56 38255338 2 S2 8

* 23 — 58 v —— 25358 — — 8 — 5235 3332535 2
—55 —z528* — —— 332—2537* — 33* 83
—5z8 s253* ———— 8 — — 22338 — 3233253533 *
325 523 23233 S z23482 552335 5 822588
235 25 5553823 83257 A — 55 533535
5388 — 3255 5355323233 53525 338755353 ——— —A—
————— —7 15828 28 —32 —5 3353535

2* 22 253855 25 3883336* 9*7 8z535335 5533555
* — 5533 5835 —— * 5z2255 5532352373
5 —M — —A — zt 22723

*0O 8537 28 358 —98 —A 3565 z 333328
23 — — 5*7 —A 55 5* 3332*88
58 * 8 2 2* 8—8 27 25 2 2255 *.2 “α
— —A 5 24 —A — 20 388 222 — —
——— 2373
733—8 ⁊ 88 — 27* 333* 5285 2 327 — —A
22 — 5 3833 2BB2 3 3332
558 23 375* *28 S —223 35733353 322 23225 2 X
————

* —*8* —— 2 252 — — 7 55328
32238 86638333 5s5532 3 *7 2223258 *524 5 —
z7 8 —8 — 75* 253332

23373535 33 — 8* 5535338 — s85553 52 2
525232 22233 — 38238* — — 3322 2 — „5

2 — *8 23 *85 3357332* 9 2 2 ——22 — 2 22 2

—— 2 * —55 282 5 8 — 2

s — 336* A ———
— —— 755855* —AA — — 2225. —A ——
55333 12* 5558 555 5828 — —— — 5.* 3335

* —A —5— — 225 * 4 238 * —8 85 ——
2 —A ——— 4 3338

— MB —A S* A — 228 * — 8 22 2
— —8 * — — . 3 — 2 —3 8 ðä F 353 2 0 *8

—A— — ß 323 5—3 * 535x53237— * 2

2238 —2 253 —E —8 324 — 733332833
— 5SS— 3533323 253333— 383558
cE — ——— 5 25 —— — —ãA— — — 2 O 224
—53* —— — — —A —A ñ 3253223 A— 3235
— 2 555 — *2 E ——— 25 533228 —
—X *2 5 5 — —A — 8 3* * 25 * . 7
* J —.8 — —X 33538 5325257 55 8 233225 3 8
2 54z333583 335535 25533325 38533353 23875
— 254 3 22 5282 —— 305 — —A 2 3 2 2 ——— —2
5233 555 88 — 5733z755 * 25 28 258 254
3588 32 2238 25* 555538 33 3*2 5z28523 25
58238 — 2732332 A V ——— —22 3 33525 * 22 23
—»88 2352 5323375* 2822 552— 257 533335323.
32 5353735 238 258 83 8 —A 73337273 5 585
——— 532225 53823 55338387* 282 —X 3333373 82
— 2 ** —FIE 228 33333333837 2 52 — 2 78 53255 —
—z322 —334535 58 — 2 — 53338 33* —
32 * 3 5290 ——— 2 4 —E —— — —— — —A
— 5 53333 258338 33253 823 —A —— 8 5 —
—A 532 —— — 8 —X— 2*23233 2 8s3333355
— 2355 722 8 2027 58232 37. 2 3338333
52* 5256 287 8 55257338 557 2* 3332 328
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A 53 5*23353338* zäz 58 22868 38835433
525 28 75838 —A 5235 28 z32328* 288 —
25 2 332—352 8 — 2 * — — 2
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* 3 5 52 5 553 — 7 —
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A 8 23233353
385* 333 2
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A * —A 532 53 2
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2 28——224 —A
2 25325 53355 5534 528
— 1232322822 5352 5 55 *
A — 253 3 —83
⁊* — 2— x53 * *32 ⸗ 8
— E2 —2 —5z5— 3232 — — 3238722 — —* * 2822 —32
* 25 3 — * 5*2. — 2 27 327 m5 8
5 383 233 * —5 *3* 2 4252 S 2382338 3* 38
2 2 2298 2 ñ5 * * * — 22532
3— 25768 535* 5353 5223 —S —— 335537—355335
* 8 2— — “7 —— —— 585582225* 2 2.55838 3 22
9 2585 552 253 5 s525283 53755 222 52582— —85 —
5 53 3—33 523—3 325533323 525 3823—53858
53 —5; 55 5,5 226 5382 23232352 — 23532* 3
2 222 28 —A 2 28 — 8 83 33— 2 5 58
*2 325*53 3286 58* — 28 532 7* —*— —— — 2258 — 5 —55 *
8 5 5 —77 253225 3 R 2253ceE3—590 5
2 727882 522535 322 5* sz325333* 8 532 52223 *8
—8 — — 2 * — 533 3 2 5 5— 85
3 O. —B22 25 3 — 2532 5332333828, 5 3575 2 58 8
3, 33—33—56 ——— —— 333333 — IB. ——8s55333
85 5 2 25 529 34 —— 5385 *7 8
* c 2 2 * A 3 * *
52—z 52555337 5235585 58823 3 253335 225725333328 88
⸗5322 * 32 ** 2322à7— 22
s5358233335. 25373388557 4338352322 258383338
—— 3232—22— 25253 5ä22E —A 8* 2* 238 25853 8
533—583585. —88338832 3 3 525378587 5355353
— 2 3— * 23 — * 2 — — —2 —3W
32335 533533355 2533 25355 5 3325753535 557 —333233458 53
3 7 535382535355333383583
2 — — — —
533537535 —353353332363283833 ;35853 3323 —— 5533533 3
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2z88 265 A 5* —— —— 8 —A — 2337553
—— —— —35333335 —2523553235
52353232 23333 2525ES 63523E e7
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33332233372373—35883333 336738333333575
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25 — ——32 5502 5. 857 253
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        Hl. Ingberker Anzeiger.

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der s1 ug berter Unteiger (und das mii dem Hauptblatie verbandene Unterhaltungsblatt, mit per Dienstagt-, Donnertiagt- und Sonntag ·

iummer erlcheint wochentlich dine x m a 1n Dienstarg. Donnerstag, Samstag und So unaa. AIbonnementspreis vierteliahrig 42 serx. oder
U 1282 Silbergt. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrifi oder dexen Kaum berechnent. I
— — — 9 — y Cqõ * 482

—5 —B8 * ö TDEX:. . — 144

B72 . Diensta. November 1873
2 E ö—— —— ———
— Deutsches Neich I e 34 24
Meench en. 2, Novbr. Von den: auswärtigen Mitgliedenn
der U. Kammer ist heute schon eine Anzahl hirreingetroffen.
die:Mitalieder beider Fractionen, der lieberalen und der patrior
schen,zrwerden sich morgen Abend zum erstea Male ia ihren
Paibl ccalen · zu · vorläufizen Besprechungen,. namenttich: berdie
zräsidenlenwahl, versammeln. — Ein wichtiger Antrag au die
ammeru wirde von⸗ Frhr. d. Thüng n, Guls besi zee · in Aaterfrau
en, vorbeitet, nämlich ein Anttag auf Resorm unserer Steuerge-
zgebuns · und ·zwar auf · Ersehung aller directen · Etenern ·durch
m allgemeine Einkommensteuer. — Den Vorsitz in der Commij⸗
da zut Begutachtung des Gesuches um Anerkennung des Bischofs
deinlens wierd der Präfident des oberstenn Gerichts hofes, Reichsrah
. Mumayr, führen. In
Frankreich.
Priis, 28. Oit. (Jam Prozeße Bazaine.)Derd Prozeß
B. zaine soll schon so nrie! gelt stuklaben und wigen des Untrhalts
er Jeugen, weiche Wochen, vielleicht noch Monate lang, fagt
as Idurnal des Döbats,“ in Versaides werden bileiben müssen,
soch kosten, daß der Ministrroth gestern zusammentrat, um zu
ein, ↄb et nicht zw dmähig wäre, von den Kriegsministerium
utn außerordertlichen Nachtragskredit zu? verlaugen. Die Mittd
er Mititärjustiz Jollen aber durch' die Verfolgung der andem
lufftende der Kommune Betheiligten. deindhe bis auf den Grund
rschöpft sein, weshalb auf dieser Seite alle Schomng geboten
R. Der Ministerrath erachtet, daß der zu verlargendet Kerdit
icht unter 500,000 Fr. betragen důrfte. Der Genetal von Ba⸗
an wird das bezügliche Delret inn der ersten Häufte des
Ronais November, der Nationalversammlung: Zit Genchmigunz
—E—— —
paris, 81. Oliober. Ver sch des Grafen Chambord
tein geradezu unerklärliches Ereigniß. Alles wat hergerichtet
iud zum Empfang des konstitutionellen Koͤnigs bereit, und es be⸗
urfte nur einer geringen Nachtiebigleit, so bestieg der Bourbone
dermals den Thron seiner Väter, allein es scheint entweder
‚heznelong zu oplimistisch zeferirt oder den Prätendenten eine
teue über die versprochenen Concessisonen Üüberkommen zu haben.
dun ist durch alle Pläne ein dicker Strich gemacht und das Par⸗
ment, sowie das Land fallen in das alte Chaos und die frühere
ingewißheit zurück zum Jubel der Borapariisten und Gambeltisten,
ihre Sache Ichon völlig verboren, gaben. Was wird, nun
amnmen? fragt sich Jcdermann und Niemand, weiß dara:f Ank—
ort. Vorderhand bleibt das Provisorium, nachden Mac Mahon
chdereit erllärt hat das Präsidium we ter zu führen, jedoch unter
zecleihung weiterer Befugnisse. Uebrigens ist die Situͤalion noch
icht aufgetlaͤrt? und erst in einigen Tagen läßt sich sazen, ob
icht die Monarchisten zuleßzt doch noy den Brief Chambord's
munterschiuckene. und das ultramontane-Konigthum det radikalen
tepyblik vorziehen. Für Deutschland kann ‚det ganze Durchei⸗
nder nur gleich gültig sein; es wäre lächerlich, zu meinen; die
setrschast Gambelta's sei dem Frieden günstiger, als die Heinrichs
Wollte man in Deutschland boshast dein, so konnke zuan sich
Hoede reiben ind det sich fprechen Je schlimmer, desto
— 5 577
Par re .Brdgl'e hat im heutigen Minister—
alh den Ensourf der Bötschaft Mac Mahon's vorgetragen der⸗
elde wurde ien Allgemeinen gebilligt. Alle: M illtär Kommandanten
aben Befehi erhalten, auf's entschlossenste zu handeln „falls die
duhe gefidrt, werden sollte. In republikanischen Krelsen herrscht
cßhalb der? Glaube/ daß Unruhen hervorgerusen werden sollen,
m den Royaliften aeucs Ansehen zu verleihe. 5
Pari 8,2. Nov. In gestijen Bersammlungen der Rechten
ndo de we dinh Tentrums ging die Meiramg vorherrshHend dahin,
aß mian die Monarchte peotiamireu, misse“ unter einex Geuerul-
althalterschaft des Prinzen Joinve Us bitz zur endlichen Verstän-
igung pusfchen dem Könige ünd bet Naticnalversammlusg. Ein
cmmter VesAluß ist aber noch nicht gefaßt wo den. Die Neuer-

tommijsion ist beauftragt, einen Beschluß zu jassen und denselben
en Veresnen der Rechten, und des rechten Centrums mitzutheilen.
zedenfalls will dir Majorität,, bevor sie sich emtscheidrt,die Re⸗
zjierung Um ihre Dajoriat befrauen. Die Prinzen von Orleans
Jaben mündlich ihre Zurückbaliung; bestä:igt.
ESpanien.

Die Flibustier pon Cartagenarn haben sich untereinander

erqust. Au Bord ihrer gestohlenen Fregakten-Tetuan“ und
Wiendez Nuneze kam es zu einer Auligen Meuterei. bei welcher
Todie und Verwundee aufdem Platze blieben⸗
2. Madrid, 1. Nov. Ju Cathagena. herrschte gestern große
nufregung wegen eines Versuches, die Insurtgenten · Regierung zu
indern. Die Insurgenten nahmen den griechischen Vicekonful und
rinen Deutschen Namens Girard,wtlcher der Spionage bezichüigt
vurde, fest. Girard suchte bdie Intervention des dentjchene Consuls
rach, um· die Freiheit zu erlangen. — Castelar ist unpüßlich und
hütet seit gestern das Bett c.

Mamderid, 1. Nov. Das deutsche Geschwader ist von
Malaga“ uach eCarthage na abgegangen. Die deutsche, Fregatte,
Enñsabeth' erhiell telegraphische Ordre, sich demselben anzuschlicßen.
In Carthagena- sind Demoralisat:on und Disziplinmangel auf's
höchste gefiiegen. Die Garecrenstlaven überwachen auf's aufmerle
amste die Führer der Bewegung, fürchtend, von ihnen verlassen
u werden.
Schweij..

. Vou den 100 russischen Studentinnen, welche die Unibersite
Zülich auf Veicnlassung der Russischen Regicrung verlassen mußlen.
Jaben sich 30 nach Paris begeben, um dort das — Studium der
Peedizin fortzusetz n. Die Erlaubniß zum Besuchz der Votlesurgen
joll ihnen eriheiit worden seiß J
Italienn

Dem'“, Inutnal de Rome eituchmen wir nachsi ehende Noliz
Aberlassen ihm abet alle Verantvortlichkeit dafür. Ein, am päpft-
ichen Hofe sehr angesehener Prälat ist von Rom abgereist, um
Paris, Berlin und Wien zu besuchen und dem Marschall Mac
Mahon und den Kaisern Wilhelm und Franz Josph eigenhan⸗
dige Schreiben des Papstes zu überteichen. Er sollte Sonntag
Früh in Paris eintceffen. ..
wis chtess.
7 St. Ingbert 4. Nav. Gestern wacde auf der Kubenhei⸗
mer Jagd durch Herrn Bierbtauer Groß von hier ein junger
injähriget kaafiget Wolf etle gt. 25
— Es taucht jetzt eine neue. Urt Würste auf, die man mit dem?
Naiuen Karroffelmehlwöürste bezjeichnet, die Zähne sollen
»adurch geschont bleiben, zndem sich keine; Knochen einschleichen
lönnen. 22 —V
Die altkatholijchg Genneinde in Landau erhielt dieser Tage
inen schoͤnenAbendmahlskelch, den ihr der verstorbene Erzbischof
doos won Utrechtnals Andenten an seine herzliche Aufnahme in
hdieset Stadt zugedacht hatu 3 —1—
. Der Gemeiunderath in Kandel hat den Gehalt der Lehreren
auf 800 Gulden, den der Verweser auf: 450 fl. aufgehessert.
22PBii dem Kirchweihleste zu LWinnweiler, welches am 26. und
27. v. Mis. abgehalten wurde, gab in einem Wirtzshaufe cin
Sohm seine lindliche Liebe, seinem-Bater dadurch zu erlennen, daß
er ihm Lein Glas'aa den Kopf, warf, wodurch der Gelroffene höchst.
zefäͤhrlich verleht hein holle.

Die Preissteigrrungi der Lebentmittel in Dentschland in
den füuf Ighren bom̃ Seplember 1867 bis 1872 zeichnet sich
zach Michelsen's landwirthschaftliger Correspondenz ab an folgen
em Beispiel. In dem augegebrnen Zeitraum erhöhten sich die
Vetpflegungkkosten der, Zöglinge im⸗ praktischen Vorcurs an der
andw. Centralschule We henstephan in Bayern jährlich bei Butter
im 1,42 Erbsen und Linsen 2,21, Waizenmehl 8,36, Roggen
3,30, Suppennudeln uund Trockenobst 4,0, Schmalz 5,88, Wild⸗
pret 61,25, Odchfenfleisch, Schwelnefleisch und Milh 6,64, Holj
        <pb n="696" />
        2.50, Kraut 10.0, Kase 10,58, Kalbfleisch 11,42, Gänse und
Schaffleisch 12,0, Eier endlich um 33.28 (9) pCt.
Fruntfurt, 30. Olt. Mehrere Eisenbahnarbeiter, welche
dringend verdächtig sind, die in jüngster Zeit so häufig hier voc
gekommenen; Diebstähle an Frachtgütern- v. rübt zu* haben, wurden
gefänglich eingezogen 3 —
F Der Frau ded Komerzierrachs Krupp in Efsen wurden
aus einem verschlossenen Behälter ihres Toilettenzimmers 1500
Thlr. und ein werthvoller Goldschmuc entwendet.
7. In Rallingen (Baden) kam 'es bei der Kirchweih zwischen
der Musiktapelle des badischen Leibdragonetregime ts u? den Burschen
des Orts wegen Bezahlung der Spieltate zi Streit und Thätlich-
deiten, wobei sämmtliche Dragoner (3 rebensgefaͤhrlich gerwune
den wurden. 66060
Der Echaufpieler Schuhmanmder Brinmigam er Saangerin
Remmark, die sich — wie bekannt — in Linz nach gehabtem
Wortwechsel mit Herru Schuhman erschossen hat, hat sih in Wien
wohin er zu seinen Ang⸗höriagen gereist war, gleichfalls erschossen.
Auf der Station Ballstedt (zwischen Gotha und Langen—
salza) ære gnete sich am 26. Ott. Adends ein entseßliches Unglück
Ein vierzehnjähriges Mädchen aus Ballstedt, das mit den Eltern
Bäste zur Bahn begleitete, gerieh in⸗Folge des wegen zweier sich
kreuzender Züge entstandenen Gedränges, sowie in Folge der Dun⸗
telheit an genanntem Bahnhofe) auf das Geleise, wurde don einem
Büterwagen erfäßt und zermalmnm. —

f In Heinsberg und Linnig, ein!ge Stunden nordoͤstlich von
Aachen, wurde am 81. Oltober kurz vor Mittag wieder ain flarker
Erdfioß verspürt. 77 —

7 Der Lehrerverein der Stadt Gera und der Landlehrerderein
Reuß · Gera haben sich für die Nothwendigkeit det Prügelstraft in
der Schule erklärt. 1. —
rSt. Ingbert, den 30. Oktober. GEingesandi)
Die Generalversan mlung des Vorschuß⸗ Vereins, welche am 16.
Oktobet stattfand, und die wie gewöhnlich sehr schwach! besucht
war, nahm mit Befriedigung Kenntniß dont Stande der Geschaͤfie
und' von denjenlgen Beschlüssen, welche auf dem Verbandstage der
pfätzischen Genossenschaften zu Ludwigshafen am 26. Zuli zgefaßt
vurden.“ Der Antrag auf Erweiterung des Höchstbeirages dee
den Verein zu belastenden Anlehen wurden rinstimmig genehmigt.
dogegen rief ein solcher auf Erböhung der Stamm ⸗Capitale ein
iehr lebhafte Debatte herbor. Ein großer Theil der Anwesenden
laubten nämlich diejenigen zu sehr im⸗ Vortheile, welche ihre
Stammantheile schon volle einbezahlt haben, denen gegenüber,
welche ratenweise ihr Capital bringen. Nach Aus einandersetzung
dieses Verhältnisses durch den Vorstans und nachdem derselbe. die
Notzwendigkeit der Erhoͤhung motivirte wurde dieselbe von der
dersammlung don 300 fin auf 80 fi. fefigefegt.
— ——
BS. X. Demeß. verantwortlicher Nedacteu
3390. 45 Dez. Ader di ub 7
42Bl. Na. tz. Acer lintz in jten, neben Jakob Baron und Weid⸗
Bekanntmachungen.“ den Seyen neben Johann Schmitt und naum * 798 5
hilipp Munzenge. ⸗ 43 an d
ptt dr Ls Der. Aaer im Behen. . Zum persdalichen.Raciase des Eib⸗
thal neben Frauz Grell. 58 — gehörig:
Pl. Nr. 971. 47 Dez. Adæ auf'm 92 Veꝛ Acker aufm großenFlur,
Rollenflur, nebden Wittwe Eudt und Joh. neben Johann Butter mann..
Gg. Wagner. * Der Versteigerungsconmissär:
ε De. Adee in de vorm iel Rota
sangen Ahnung auf Rollenflur, neben Joy J 5 —
A 28
pl. Kir. Aöss 30 Dez Ader huna F sch ä
Hobels ueben Franz Grell und Joh.Jung. Ein Blumenti
Borms⸗ igh. Rotar. mit Vogelhecke und zwei Kanarien
43 *vögeln ist zu verkaufen. Wo? sagt die
Theilungsver teigerunge Fbebnine ene wor jag
Samstag, den 22. Novemdber· 1878, —— — —
Nuchmĩtiags 3 Uhr u St. Ingbert bei E Mein Lager in
Fritz Reumann, werden auf Anstehen der 6644 *
Wittne und Kinder des zu St. Ingbeit F Lampen, Glocken
berlebten pensionirten Puddlers Peter und“ 8 —R FJ
Schmitt, als: J. Katharina Ganster und Cylind er, J e
aewerblos, dssen Witiwe zweiler Ehe, eige- sowie meine W J
nen NRamens und als Vormünderin ihres 1 s
mil ðeuiselben erzeugten noch minder ähri⸗ 5 Blechwaar en
gen Sohynes Wilbelm Schmeti, II. des e- bringe in empfehlende Erinnerung.
der vormuundes Jakob Schmitt Puddler. Jeic fehle mein 9324448
Il. der greßjährigen Kinder des Peter gesehh mein Lager in
Schmett unb dissen en Ehefrauf e .
Sophia Neumann, Namens: Jakob Schmitt 26 P 25 8
Zimmermann und Joseph Schmidt, Puddler, Glas orzellan⸗
ãtle in St. Ingbett wohntaft, die nachh·. Waaren.“
zeichneten Liegenschaften St. Ingberter rc 77 —
Bannes der Untheilbarleit halhet in Cigen ⸗ 4 Stief.
hum verst·igert, alht7 —F ied
A. Zur Gütergemeinschafi 1. Ehe gel drig: — — E—
8 Dez. Fläche, worauf ein zweists⸗ Für eine altebe⸗
kiges Wohnhaus mit Hofraum und stens fundirte und am
hPintergebäude und Garten, nebst 49 —Platz bereits gut ein⸗
Dez. Acerland dahinter, Alles zusam- geführte Deutsche 5*8
mengehörend zu St. Ingbert auf'm 42
großen Flur an der Kohlenstraße neben F euerversticherungs⸗
Heinrich Stief. 46 sö sch f *
B. Zur Guͤtergemeinschaft 2. Ehe geboͤrend e ell chu t
2 86 Dez. Acker auf'm großen Flur wird ein Kgent für St. Ingbert
I. Ahg., neben Nikolaus Betz und und Umgegend gesucht. F
Joseph Beer. Ablressen sub. W. R. an die Erpe⸗
10 Dez. Wies in den Bruchrech- dition do. Bl. erheen.
wiesen zwischen den Bächen, neben
Franz Jakob Schmelzer.
1 Dez. Garten in den Großgär⸗

Güterversteigerung.
Kirchweih Montag, den 10. November
1873, Nachmittags 22 Uhr dahier bei
Adjunlt Schmitt!äht Magdalena Wagner,
gewerblos dahier, Wiltwe von Valentin
Weidmana ihre sämmilichen Liegenschaften
hiefigen Baxnes öffentlich in Eigenthum
derfteigern, nämlich
Plan Nro. 1777. 27 Dez. Wies auf'm
Güttenwieschen zwischen Müller Reidiger.
Pl. Nr. 2435. 14 Dez. Wies in den
Bruchrechwiesen zwischen den Böchen neben
Peler Schmitt Wib. und Georg Wagner.
Pl. Nt. 2517. 29 Dez. Wies in den
Stegwies n neben Franz Grell und Jog.
Georg Wagner. ..
P Nr. 4481. 47 Dej. Wieß im All-
ment neben Joh. Georg Wagner und Joh.
Hoffmann fen. .212 D —*
Pl. Nr. 4668. 13 Dez. Wietz am
Langenstein an der Rohrbacher Mühle niben
Joh. Ceorg Wagner. αν
Pl. Nr. 4392/2 22 Dez. Wies unterni
Wohmbacher Weiher neben Valentin Weid⸗
mann und Magdalena Hellenthii.
Pl. Nr. 913. 5 Dez. Garten iin den'
Großgärten nebtn Veter Schmitt Wittib und
Gärtner Ungewitter. —
Pl. Nr. 2707. 41 Dej. Acker in der
Dreispitz neben Christoph Wellner und Ca⸗
lharina Bechtes.
PlNr. 2743 42. 45 Der. Acker ir
der Dre'sp'h am Weg neben Peter Schwarz.
Pl. Nr. 2838. 22910 Dez. Acker auf
der Meß. * 8
Pl. Nr. 2839. 41 91 Dez. Ader allda,
diese beiden Stücke zu 8 Bauplätzen
geeiguete. — J
Pi. Nr. 2606. 45 Dezʒ. Acker hinterm
Wallerfeld, neben Erben Fichter und Pe—⸗
ter Ochs. e — —
Pl. Ne. 2579. 19. Dez. Acker unler
der Saarbrücker Straße n ben Fritz Jung ⸗
Heisch und Eiben Neumann. J
Sl. Nr. 3258. 27 Dez. Acker rechls in
den Seyen neben Joh. Jos. Uhl Winbe
und Joh Joß. Peiers. 22e⸗
Pl. Nr. 3284. 8 Dez. Garten in dem
—A——
und Joh. Georg Wagner.

Sdaltion, Drud und Vernag oon F'X. Demez in St. Ingbert.
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        2288
—M 82 — 35 3z—3253
353755 532323558 6385 ——
* — 2 ——
52 2335555. 35353553325 5332325 435838
558 353337 233755 E—x534 353 357333 33377 *4
— 22 * —— — 543177 * 8 252 32 —
255268 3—8 58 7 *75 — * 5 8 X 2 7*
52 5832 S 322 O BRSI— —2 —3329 * 5338
58 2 7 2 258 — — * 2 —2 — 8 522 224 2 23 8
B 5 — * 2 * 2 ——— E
33585—888 523553 8373—5838 538335 3335
* S* —3— J 2*3 — —* 2 * — 5 2 2 ——XX E8 7272 V
3358335 —8— 32333233 * —A—— 13338
— —— — —356 5385 z238353 23 *2553333 232357
2* — ** — 2 F 338 — —35 —3 7* 2 *8
— 23538 2388 222 2—3s5— 322533
5* —»2EESEkEM — —252—22— 282 223 ——
23235 *233223 e—— 33333 3225523833 225 3 — 328
4 2 8 — — 77. 7—* 3* — 2 25 DB * — 222 — 25 —
i — — — 2 2582 2 ——— 223 —— — —8 *
33335 2 22538533383 ——————
3 38333338 5532753333383835—
— — —— 27 2 25 —* 78* *» 525
— 2 27 — 8.* 223 ———— 252 2 2
183755—55538
8 R 2 J — F* — 257 —38 * —— 5x D —2 2*
—A———— — z 25—8 — — 2 2* *
—* * ẽ —— 8 — — —52325 5 5** 2652 853*
23 — 5 —5—838 5 5—38* ——— 2 553— 52527 —
555 6 I. 285 2582*.* T —55 253325382 — 555—
— —— 3 *
— 2 83 22 32623253576 22536 555325 3223235358
— 3535552355— 27558 2—82 2353538.. 732 233—, —5323238322 *
—E —— 22— 2232 —23 —A —A—— 33
—583—3—28 —3333 538338533333 75— *5z3453 —5355*
— 2235— 8262 5—s532852353—5575 —— — —23534
45 232 8 53388 35382 7
56 ——3368 2 822333323 32 *32 3 6. 34
553533323* * 57383—5— 32 — 1*57 — ——s
— 25 — 7*2 5BR. — — *
— — — 228 25 32 212
222. 5758238* 82 58 2 28 52 235835
—38 5535353—883558583 —555525 235 5 352537
3 — 25335 *»35332 8383 8 28 5 5 25
5. 5. 23532535* 56552335323 32323 373583 58 552225
25 3732265 538357 ——— z233322533 55 5«5232
5— —* — *5 3—. 2—— 2828* 8 315 2
22 —— — 7 —5—3858 222 — 75 5*257 28* A 2* 52
— 3338956 —25832283335 *8 — *3 3873
A 522 ——3738 zx2. —I 222
P * 2 — 8X. —5438 3
25 75358 3235 3833823533* ——— 8 55338
53 5 —A 3 333 2* 25 85338
5 28 2—33378 z3356 85338* 5353 —— 52
7S, c2523 333850— —— 753 758 55388323. . 23887
28 * *x53 53 325323 *3823225 323 523* *3538—3 — ———
— —2 * — .42 2 *85 *15
—A——— 1* 7828—3 33335 337835?835 353238
—A E —7 —2 — 2 2.2 2 8— —— — —5 — 3252 — 2* .
3 25— E7E553295* 225 — —— — ——— — Es
3 58 8533— 8 — 532—— 55c —
38 33 57s835
—* — —— 8 22385 3225* * —A—— 5822 5 —233
—e5558338 8868* —A — ——— 237 — zck8 22232
2 3* 2 3 — 2383852 8—7 5—5528 2*
—5— 582—5— 238558 28538558 683* 553 5.* —
1kz—35. 5532 5 328 255 35323855 — 25232255 2* 2 236
328 8557 2 2 — 22 2822 —A *
3 8
* * — 52Ex —252852 * 525 * 3 8 8
— — 3833323332363 53235337
2 —2 * — — 8B 222232 — s87.288 3235 — 22
38* 33333323383 833
* 8 —* 23* 8 —8 ———— 25.6 2 2
3

3

⸗ 7*
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83 15563 8638
—— — 13 5 3— 2
—3 222 2 * 2 —X J
239232268 25* 22*55* 222 2—5222
I5— 8 — —133 —A 2 — 2222
—— — —323 — —53328 —— 2 5525
3337 — — 28 —355 — 24 753 3322
123352 — 223 2522 753 —A— 2852 3223*
—A— 2 55 23235 * 2832—* 53353 -——357
522 3553* 25272 24* 28 22. 55 5 388
528.5E7 2152 J 2* 53 22
3 2523 — 83557 * 228327 253537
28 c55 ——— 222 —A— 24 223233 * —A
233385 *. 585383 25533 —22 „82323223 — 73
22323 5 55 *55 1235 2532 2 32 2 * —8
33 75335857 33 353234 83853——2— 57 ;3338338352338
152535 3 53 653332353385 28 23 55—z 332337 722535
—— —— 23 25 —A—— 5z3522 8 *
c9 535 325 532 25782223 55 5 33523 332
* ca —252233 532 22 —— — 2 —23 * 7
3 8 58 b 225 ——— 52533 5 * 25 *39
—88853 sz52553335353 588 33 —
53232 5353 * 8 5c—25 —— 35255 75352 — 2 88* *
is * —8 ? * 137* —s55253 528 — 22 *85358 75 3 2
23 32 —FF 2—232575 7 2* 2 —
v. — —2 E23 ꝑ2 —XI — — 25* — 22 ——— 5
5352 5 5 552538,2234 —A 2 5352233 2228*
—— — 8—235— —3ä 57 5 2233533553 c⸗
22 *5 ⁊ 258 85 * —246 5*5 ö — —— 52 5858—
3332 — X 2 252235 228 5223268 23558 *5 2 —
22.2 58 272* z23352 5* 2 * a 2892* 255828 2 9 252
5*33* 35 253333373—336335 —
2—2 2 228 B225 —— — ——— —7 53 2* — — 2
—— ———— 3 38 33338
z85 z8. 2 3 532 535235538333—83—258 ———
* ——53832252 25322 3358333 —3683333835
XH 9* 8 ——— —z585323 835 38 3 228. 323
z 7 22 25 213336 2 257 2237 D AM
V — x — 235 528523 892
z 2 8553 ca 3 * ⸗
g — —2— 2 —
3525327 3235335333538532 333
5353 5—3532335333535* n 54 J
23— —33853 —— — — 3z 2 2*5
82 * 2587368 ã —252
— 5252 53 * — B3E2B— 5 7285
383 33555335 38 2338 5388
—888 Sse ss —3 558 —XX
28 — — 52m e 52 S 7582
2 8 55388 —35333z3533388 15*
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25383 —75 — 5355 —32R,S 2 *
3 55*7232 2533555 32 —** 25 *225 2
1338383 835 * 732 7535
53 32822 224 2 9 22* — &amp;
52833358* —255—32388327 —A—— —
22— 2388 55535233 —— — 3* *8*
2232 —— z2532 352 3253338323538 25*
— — 5 —— —— 22* — ——28 5335
58355 533535—552883 521 52— 32335—f 95
5 —— 3 ——— — — * 2 5* —
253335535—33325833 3835723*35 25
—353323 73 3253* 822 232 5
2 3* — * 28 — — 2
75336355 — —
38553 —33323525838 as 353833833335
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        Ingberler Znzeiger.

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4*
agberteri Anzeüngee (und daß mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit ber Dienztagt⸗ Donnerttags⸗ und Sonntag⸗

richeint wochentlich vieerr m a lrDien stag. Donner stag, Samstag unb Sonn tag: Abonnemenispreis vierteljahrig 42 Krpe. vder

18 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Vlattfchrift oder deren Raum berechnet.

173. Donnerstag, den 6. November 46*7 1873
Deutsches Reich.

Mäünchen, 5. Robember. Die Kammer oer Abg'ordneten
at zu Vorsitzenden gewählt: Irhrꝛ. v. Stauffenberg als J. und
zchlör als II. Prösidenten. J

„München, 2. Nov. Dem Bernehmen nach dürfte die
leherweisung des gesammten Malzaufsvblagwesens an die Zollyer⸗
zaltung wahrscheinlich bis Mitte künftigen Jahres in Vollzug ge-
te fein Die Zollamter hütten dann ouch den Malzuufschrag zu

Meuttench e n, 3. Nop. Nächsten. Mitiwoch wird Stiftsprobst
o Universitat 3professor Dea ee als Restor der hiesigen
hochschule‘ sein vᷣostihtiges Professorenjubildum “ begehen Wer
ußerordentliche —— unh Reichsrath Fürft⸗ Chlodwig v.
hohenlohe⸗Schillingsfürst i de a ne

M — Zuz Non ęBon den Mitgutedernder Abgeorde
centammet war 4* din Abend Ungefahr? die dalfte betats per?
alich ijn Ständehause angemeldet, und es dürfte die Mehrzahl
er noch fehlenden goobl imit dem Feutigen Nachtz, odet den mar-
igen Frühzügen der Eisenbahnen hier anlaugen. Alterspräfident
. wie am letzten rt Dingler, der die
eilung der Geschäfte nach er Heuen Geschäfisordnung unmittel-
ar nach Eröffnung des Landtages zu Lübernehmen hatDer
llterspräsident ernennt nach dieser zwei provisorische Schriftführer,
vaͤhrend als solche früher die beiden jüngsten Kammermitglieder zu
mgiren hatter. Man will den Versuch machen,“ bezuglich der
dahlen der Präsidenten und Secretäre eine Verständigung zwischen
eiden Kammerfraktionen herbeizuführen ⸗— ob mit Erfoig, muß
reilich abgewartet werden.

München, 4. Nos., 2 Uhr Nachm. Soeben erfolgte nach
em festgesetzten Programm Fim Auftrage desß Kömgs die felerkiche
pffnung des Landtags durch den Prinzen Luitpold in Anweten ⸗
rit des Gefammtministeriums und zuhlreicher Mitglieder deidet
»mmern. Die Wahl der Kammerpräsidenten und Secretäre wird
norgen vorgenommen.

Frankfurt, 8. Nov. In ber benachbarten Gemarkung
Frietsheim hat der Reichsmilitärfiscus einen Gütercomplex von
6000 Morgen angekauft, um einen Artillerie-Schießplatz für das
I. Armeecorps herzustellen.

Darmstadit, 8. Nor. Die 2Kammer hat heute den
Uuirag des Abg. Landmann auf Einsührung der Zivilehe mit
len gegen J Stimme angenommen. Minifieralrath Hallwachs
ab im Verlause der Debatten folgende Erklärung ab? die Regie⸗
iung sei mit der Einführung der Zivilehe einverstanden;!das
linisterium sei noch nicht in der Lage gewesen, eine Vorlage
umachen, da man seither annehmen konnte, der Reichstag werde
ie Sache in die Hand nehmen.“ Die Regierung habe erllärt, fie
erde unter allen Umständen das Kirchengeseß nicht ohne eine
xdnung der Edegeseßgebung vorlegen. Es ist kein Grund vor—
inden, derselben vorzuwerfen, sie wolle die Sache verzögern. ..

Berlinm, 4. Nov. Einenk. Verordnung beruft den Land⸗
d. auf den 12. November ein. — Das Befinden des Kaisers ist
iortschreitender Besserung. ———

Baxdlän,4. Nos. Preußische Landtagswahlen sind bis jetzt

von 432 bekannt uund ergeben folgende Parteiberhältnifse:

liberalen Partei angehören 230, Abgeordnele, davon 128
conalliberas, 57 Fortschritt, 48 unter der allgemeinen Bezeich-
eng Liberale“ 3. letztere dürften größtentheils Nationalliberalen
urechnen sein; Altkonserrative 20, Neutonservative 12, Freilon⸗
vative 39, Centrumspartei 85, Polen 17, Dänen 2, Hanno⸗
»sche Partikularisten 8. Minister Falk sechsfach, Achenbach zwei-
1. Eulenburg einmal, Delbrück einmal gewählt.

Wien, 2. Nov. Die Welt⸗Ausstellung ist heute 4 Uhr ge⸗
loffen worden. Das prachtdolle Wetter hatte eine ungeheure
enschenmenge herbeigezohen besondere Feierlichkeiten fanden nicht
Um 4 Udhr läuteten alle —Glocken des — Industriegebäudes,

Orgeln spielten. das Nebelhorn blies Retraite und vier Musit.

— J
7 Aus der Pfalz, 2. Nor⸗ Duin tgl. Bexordnung welche
die Berechtigung zum Einjährig Freiwilligendienst denjenigon zuer-
ennt / welche die unterste Klafse des Gymnasiums besucht habey,
jot in verschiedenen Staädten der Pfalz. welche nur eine Latein.
chule haben, die Frage angeregt, Hob es nicht möglich sei,, dieft
Anstalten um eine Classe zu vermehren, um auf diese Weise ein⸗
Anzahl von Eltern Gelegenheit zu bershaffen, ihren“ Söͤhnen am
Zeimathsorte weitere Ausbildung geben du lassen. Der starke
Zugang zu manchen Loteinschulen — in Neustadt hat die unterfte
Aasse sogar siebzig Schüler — beweist, daß man die Vortheile
der klassischen Bildung immer“ mehr eilennt. Wenn auch gar
nanchet der neuen Lateinschiner dor Erreichung der höheren Nlafsen
jubscheiden wird, immerhin darf augenommen werden, daß ein
Theil nalle Klassen dur hmacht, und die mit einer fünften Klasse
intretende Aussicht auf Berechtigung zum Einjährig-Freiwilligen-
Dienst ohne weitere Prufung wird dazu beitragen, diesen Theil
in immer größerer Anzahl erscheinen zu lassen. Diese Bettachtun—
zen, denen sich so manche Erwägungen unterstützend aunähern, J. B.
die Kostenersparniß, die Moͤglichkeit, die Sönne ein Jahr länger
inter elterlichet Aufstcht behalten zu koͤnnen, sowie die aus der
Schulfrequenz der bett. Stadt immethin zuflicßenden Nahrungs-
zuellen, sind wichtig genug, um von der Vertretung der bedeuten⸗
den Stadte der Pfalz — nur Speyer, Iweibrücken, Landau und
Zaiserblautern besitzen bereitz Gumnasien — zum Gegenstand ibn
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        Berathungen gemacht zu werden. Wie wir vernehmen, ist dies in
Frankenthal bereits geschehen. wo man das fragliche Projelt mit
soblichem Eifer aufsegriffen hat. Auch aus andeten Städten hoöͤren
wir Aehnliches. Da der Landrath bereits am 10. l. M. zusam⸗
mentritt, so werden die Städte, welche die Vermehrung ihrer La⸗
jeinschule um eine Klasse beabsichtigen, wohl thun/ ihre Eingabe
haldigst der kgl. Regierung der Pfalz einzusenden. (Pf. Kur.)

Kaiserslautern, 4. Nord. Wie sehr die jetzt herrschend
Boͤrsenkrisis den Stand mancher Geschafte beeinflußt, zeigt eine
Mitiheilung aus Pforzheim, wornach aus den dortigen Goldfabriken
don den dort beschäftigten 8000 Arbeiter 2000 Arbeiter entlassen
perden mußten, während die Zurüchgebliebenen nur kürzere Zeit
als gewöhnlich beschäftigt werden und dem entsprechend geringeren
Lohn erhalten konnten. (Pf. P.)

pOulerberg. I. Nod. Der Stadtrath hat mit 14 gegen 2
Stimmen beschlossen, die Fragen der Umwandlung der Volls⸗
schulen in konfessionell gemischte Anstalten einer demnaͤchst zu be⸗
rufenden Borgerbersammlung vorzulegen, und ist dann der bekannten
Petition in Betreff der Seminarien und Präparandenschulen
beigetreten. U

Speher, 4. Nov. Von gestern früh bis heute früh 9 Uhr
ist an Cholera weder ein Erkrankungs- noch ein Sterbfall vor⸗
gekommen.

7 Bergzabern, 2. Nov. Ein schon viele Jahre die Pfal⸗

bereisender Samenhändler, Haubensack aus Ettingen in Würiten—
berg, wurde hier plötzlich wahnfinnig. Seine Angehörigen, tele—
graphisch von dem Zustande benachrichtigt, haben ihn vorgestern hier
abgeholt. ———
eg 4 Frankfurt a. M. 31. Okt. Der von hier gebürtige Knabe,
der neulich in Heppenheim entführt wurde, ist ein gewissen
Conrad, 13 Jahre alt, der von der Verpflegungskom
rinem Lehrer in Heppenheim in Kost gegeben worden
Dame, welche ihn miß weg nahm, gab sich für sein
scheint aber seine Mutter gewesen zu sein, welche in
mit einem gewissen Wenger in Genhd verheirathet ist.
lizei stellt Recheichen nach dem Verbleib des misihien I
EFr
Karl Heinzen, der alte Achtundvierziger, hat sein
nisse im badischen Aufstande neuerdings in einem Buche
gegeben, in welchem seine Revolutionsgefährten Hecer,
u. s. w. sehr schlimm behandelt werden.
4 Goͤluingen, 27. Oltober. Heute waurde an hiesiger In
versitäi ein Japanese immatrilulirt — der erste, der hier Cc!
legien hört. I
FRastutt, 2. Nov. An Allerseelen haben liebende Hande
die auf dem alten Kirchhofe hier befindlichen Gräber der 1849
dandrechtlich Erschossenen mit Kränzen geschmückt.
I
Bekanntmachungen. gt. Ingbertor Kirchweihol
.. CafOberhauser. —
Samstags Abends Coneert
im großen Saale (ohne Entreo) ausgeführt durch die Zöhmer - Zustlikapell⸗
8ag ad mtgügg8g8g8
Dienstaa

Getrocknete
Apfelschnitze,
auch geeignet zum Dämpfen und Auchen⸗
backen, empfiehlt J oag
FRriß Wanzerbieter.
— Kirchweih⸗
Sonutag und Montag. don Rach
9 mittags 3 Uhrran —
Tanzmufik
Dienstags von 10 Uhr ab
Harmoniemustk
wou höflichst einladet

Für eine alte be⸗
stens fundirte und am
Platz bereits gut ein⸗
geführte Deutsche
Jeuer versicherungs⸗
Gesellschaft
wird ein Agent für St. Ingbert
und Umgegend gesucht.
Adressen sub. W. R. an die Expe⸗
dition ds. Bl. erbeten.
Civilstand
der Stadt St. Ingbert pro Monat
October 187383.
Gebsren warden?

j

8. Barbara T. v. Valentin Jung.
29. Maria Helena T. v. Johann Joseph Vichtel
— NMaria T. v. Nilolaus Ripplinget.
80. Magdalena T. v. Friedrich Weisgerber.
31. Peter S. v. Michael Blaumeiser.
Gestorben sind: *
m
LI. Otlober Ludwig Adolph, 1 J. 2 M. alt, S
v. Johann Kohl. —
8. Jakob, 9 J. 4 M. alt, S. v. Peter stlahm.
16. Marimilian, 11 M. 15 T. alt, S. v. Karl
August Weigand. J
17. Georg Schuß, 68 J alt, Wittwer b. Sufanm
Wecmann. 1
22. Elisabetha, 19 J. alt, ledig, T. v. Joseph
Jung F. — Gertrauda Jung, 80 J. al
Wiw. v. Nilolaus Wagner.
25. Anna, 8 Siunden alt, T. v. Mathias Sitoh.
26. Karl Simon, 66 J. alt, Witiwer von Kars⸗
lina Weis.
27. Anna 43. alt, T. von Heinrich Xylander:
go. Falod Veh 72 8. ain, Winwer don Megda
lena Bauer.
Verebelicht haben sichꝛ

— —

—

—
Ein Blumentisch
mit Vogelhecke und zwei Kanarien⸗
vögeln ist zu verkaufen. Wol sagt die
Erpedition.

— Zirchweihsountag
RAIIL
Montags Ju
Preéeimusik

Am
3. Oltober Maria T. v. Friedrich Kiehm.
4. Carolina T. v. Jalob Beder. — Maria
Angelika T. v. Julius Grewenig.
6. Maria T. v. Karl Jungfleisch.
9. Jakob G. v. Joseph Graul.
10. Peter S. v. Peter Weis. — Magbvalena T.
b. Georg Wagner.
13. Eduard Johann S. v. Jakob Geckeis.
4. Joseph S. v. Jakob Jung. F
5. Heter Jakob S v. Jalob Wad.
16. bouisa Emilie T. v. Karl Zimmermann. —
Johanna Katharina T. p. Peter Ripplinger.
17. pᷣhülipp S. v. Johann Spies. — Sophia
Tv. Karl Simon. — Maria T. v. Lud⸗
wig Hoffmann.
18. Aatolina T. v. Joseph Stolz.
19. Elisabetha T. v. Wendelin Felix.
20. Louisa T. v. Jalob Wild. — VBarbara T.
v. Joseph Schmitt.
21. Johann Joseph S. v. Joseph Busch.
28 Josephina T. b. Jatob Richa d. — einrich
S. v. Valentin Schwaan.
24. Karl S. v. Karl Klein.
25. Anna T. v. Nikolaus Steinfels. — Anna
T. d. Mathias Stolz
28 maraatetba n Martin Müller

Am
—X Johann Jakob Fichler mit Kathatina
Glaitfeld. — Peter Schmelter mit Kutha—
rina Jung. —75
16. Peter Weidmann mit Anna Abel.
20. arl Heinrich Ferdinand Hermann Fruhline
mit Flora Antonia Faßbender.
28. Ritolaus Abel mit Anng Stolz. — Joham
Moorlo mit Magdalena Leonhard.
28 Vrn eiet Zimmermann mit Elisabethe
eis J—

Si. Jngbert, den 5. November 1878.
Der Civilstands · Beamu
Ehandon.
sDaiserslautern, 4. Nobbr. (Frucht
Mitielpreis.) Weizen Sil. 84 kr. Korr
7 fs. 14 ir. Epelzlern 8 fl. 68 6
Spelz 6 fl. 21 kr. Gerfie 6fl 34 k
Hafer Anf. 18 it. Erdsen 641 18 6r
—XR
tleesamen ⸗ fi. — te. — Norubroi
6 Pfd. 34 kr. Gemischibrod 8 Pfd. 22 kr.
Weihbrod 2 Psd. 22 . — Jun
30 ir. Oleebeu fl. — t3r. Strob iif. 16 kr

bei Georg Jung
Frucht · Brod⸗ Fleisch ꝛe. Preist

der Stadi Zweibrücken v. 6. Nob.

Weizen 9 fl. 8 tr., Korn 7 fl. 8 ir
Gerste 2reihige — il. — lr. Gerste vier
reihige, 6 fl. 24 kr. Spelz 6 sU. 9 kr
Speutern — fl. — tr. Dinkel 4 fl.
10 ir. Mischfrucht — il. — Iir. Hafer
a fl. 40 tr. Kartoffeln 1 fl. 12 kr. Heru
2 fi. 12 kr. Stroh 1 4. 24 kr. der
Zenmner. Weißbrod 1u3 Kilogr. 24 kr
Zornbrod 3 Kilogr. 34 Ir. ditto 2 Kilogt.
2311. ditto 1Kilogr. 12 kr. Gemischtbrod9
dil. 40 tr. 1I Paar Wech 90 Gramm 2 kr.
Rindfleisch 1. Qual. 22 kr. 2. Qual. 20 r.
Zalbfleijch 20 kr. Hammelfleisch 22 kr
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter 30
ke, her Pfund.

—

—
2
—BZ
Velnhaftinn Druse und Merslea var7 7

2 —⸗

9 439 554 Snabert.
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        2 2
s33855 33 35888 1858335723255 3
* 58 325 ——z55 7582 353852 E353573
F F8 —558 3 — — 3 2952 8 ——
582* 333 2.568 523758 53* 782358358
—A 88 5 —— ——323 3322 22 252**
,„ 73*338383 722 2 3 3338
* w 5*2* 8 J *
2883 522 — — — 23553 338358335
—23335 58 3555 —82—3 —3338 588 525237
232385237 23 58 82 3 532 —A — —. 777 5325*35
z 2233353 333 3833357
— Hen 5 8 * * — 7,8 — 2232 252
— 5 2328 5233333 3388 A—— 82
2— 25 5 23 58 28 888 555 657 8 — 2 3 5
* 7 2— * 35 —225 8— 85 232 252*8*
2752 53 25532585 57 —5—3 3—, —225 —
385232 S 5 — *2— z0 * 33252 33 5 38 —5228 2
35752 557 —— se —523353338 ——3338332
14 535323235 389 533888 25— — — 8 52
3 2232 kx35 — 325 c —A IS — -23253 8 5 2523282
8 3 2* * 5 22 354 *2 —— 268* 3523
3 * O 8 5ñ* 18 2 2 2 —22 2 832 ——
2 2 * 2 22 2 —A —
— — 23855 3226 333— 33
S 2838 23 23688 38. *5222 * —s883363 —2333255e
88 —— * — 3255 — — 3322 * 80—2
2 383 13 3380 333388 7838733 335233332
3328 43863323s663853 37363 533353333 88 — —
2 S 2 * ——— —* 21752 2*
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2 8 * — 2* —* 5 23355*
— — — — —
— — — — — — *7* —
222288 66 * 5 * — »* 2 — r· ·. ·
5355533 3333333 5283 333333- 35235 33
— —338 32733 86837
— Z — 2 ——228— A ——
5235 z — 37. 3323 352 3223 258
8233 2 — 288 538— —8 2285228283 33235.2*3 235 2 23 —
32338 33351652 * 338 6227 s35335 23833
253235 2327—55353535 2228557* — 23 23273 2 225 2
* 3*55335325233— 5332275 68 8832 —— 2
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2s*5385233538 737— 38385 28633325 38333 32533
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“»222—22 22253 * — 3* —S——— 532 3 ———— —2323 8
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z 535 —35353 33378 233853737333—2358535
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333352 —233345357 33 7352—2838 2387333333832
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Sa 2 — zS3. 52 8 —* 2 52825282 25
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*— —A—— 5238 53 552c—237 — 32 53z522 5—
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525 5235 9 53 7536303 2 327? —— —— 26 55
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3 8 2 —— — 8 —75* 3 — 523 53523 28 2
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558 323* 33838 3
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ꝛer — aͤßn —A n 9 izt hund dab init dem Haupiblale berbundene clerha iiuagtblatt inll der Dlenbia zu¶ Vonnnertlact· nd —88
chehen prded Dα Don na t Iaa a. Sa ms sa g und Somnta a Abgunementsoͤrtig vierteliaprig 42, axie. oder
I Subergt. Anuigen efderz wel 4 Rrzt. die dreilhaluigs 8eits. lauchestt goer vercn Fauii tertchnetz aet

52 4 23 34 m 32 —— 8 —24 — 0 1137 513 CC **
— 1743 J 333 J —Sg —DD ι ινν α 1878
— — nyor cng — . .c oegut
ra c: Deutsches Reich. ν abzuhelfen sein wird. Harlst. 8) i ιι ι
n ünn heen, 8. Rov. Den. Igl Beamten nd Vediensteten 7aBe xealei n, SSe Robe Wenn derx. Oraste v· Chambord,“ als
Al, bexmals eine Gehallsaujbesserung zugedacht seing: Ddieselbe zsoll er det Absagebzieß vam 23 Oltober an Chesnelong cichtele/ sich
n Vernehmen näch bei einem“ Gehausbezug bis un600 fl. 2055von dem Bertrauen soll'e haben keiten: ussen,daß die Fufiousparter
Ci. bis 4200 flaI C d his zut: 20090. Ae 40 pCt. nachdem sie sich einmal so wen für das legitime Königthum
elragen. i ) . c ngagirt habe, schließlich —B Pnterpezfung unter das ab—
Mürn ch en, 4. Nop Bei der unlangsirneifoiglene Schluß- jolute Prinzin Heinrichs V. serniedrigen werde so wãre cßtder
oglei hung des Änthens Vahezus au Der Kriegsbeuie ergabenz sich Beweis gliefert, Ddoß Fraͤrkreich noch nicht so Vef efunken isiet wie
it . Bayern 9129.6entner Kanonenmetally. Von, den S. Maj- der die Berather des Srafen Cham bord ange rommen habem· Erft der
dnig 00. Centnerx ann arme Gemeinden; zum Glogenguß abtzek, veitere Verlauf der Vinge wird erkchuneit lassen, .ob Graf Cham—
achdemn pon. Sr. Maie bereits. im, horxigen Jahr das gieiche Ge- vord sich über die Sachlage isg der That getäuscht hat oder ꝓ*
hent zu demtalhen, Zweck gegehen worden. ist. Der Restkommt. aluscht worden ist dder· oh die andete Vern uthumg zütrifft“ daß
ic militacische Iwede a Verwendung; 33 , α, ere⸗ Prätendeni, niederg⸗fOla gen durch ———
Meilnuch CR. 4. Nop. z. Bei⸗derx gestrigen Vormennen der Viederaufrichtung der egitimen Monarchie befe kinem —8
jendarinerieschule wurden 483 Bewerber in das Gendarmecaeklorps pöfe, vor allem nicht hier, guf, Entgegentommen xechnen sdene
iehl wax, den Landlawpogajeen der acht Rephrungskrese zugen gicht den geuth zehadl hat sein dem Hrn Ehesnelong decbenes
eddreeee Sotfegit halten 4A. 3) 1 5
us erustet z ig der Gendarnerjeschule perbleiben noch 0. .In Diel Verdffentlichungder Ioniglichen Drdte. welche d
ie Festungapprovisiunement3 müff en in' Zukuuft auch Kigarren, Dänistetp äidenten Grafenb. Roon seines Pflens embinden? den
i Nn heund Echauphahate, cufgen dmmmen werden, um, denn Futften Biemarck zum ⸗Mmisterpeisidenten und Herrn Camphausen
lnteroffiziexenn und Soldaglenm wochentlichen Porlionen perabfolgh. gur Dssen Stellvertrelet Eritennen/ wird Ende dieser Woche erwariet,
perdeg. n nνσ , ν, —D—— odaß det Landtag beie geinennt Zufamutteütritte am Mittwodh vor
Nans nZ BS. Rovemberx, Die Rachscegieismng bal den ner vollenderen Thetsahe slehl. Sollten der Koönig bei Erdffnung
angelregierungen den Vorjchigge unter hieitet‚ dene Neichstag in det! Seffion -noch leldend Jein.Ssg würde Hert Camphausen die
nachster Zeit aufgulosen und ishalde neue Wahlen anjuordnen. Thiondere betlesenner Venn Fuirft. Wismarc bieibt dis ansg Weitere⸗
in dn eeme ves der Vahle det viet Kame, ig Varigee uih n n 5*
uerselreate muden Summnies gogegebe ge Gewaͤhll wurhen Dia Reichsregieregewiedrwiinnmehe Aun Ausfühtung bas Arh.
kder mit 147, Lend mit 88. Duͤrrschumdt, nil, S1 unß Wuͤllert A bes Richsmüngdesetzes mniß! ver Außzerlourasetzunge der Landes
men edere diei von per Lintenero gesterer pon der d sou diistkbe mit dennRpeit 1874
kechten. —J——— —2** ——. 9 elntteten ¶novn · w chem —A Annchme pon
MgIn am Nowh Die Geheute vorgenommene, Präfiden, sotchen Göldinlliizen verhslrchtet: ist:“ Bis. um' etst wrꝰ Jull sollen
enwahl In der Abgeordnitenkammex bedazf zu ihrez richtigen Wur, diese Goldmünzen eingezogen sein; donge nehmen. sie die Landes
ngung piniger Erlante ung. Es fehiten, drei. Miigliet ex. dez .paen laffenlauch niht mehe gut nwechs kung ah, Preußifche Friedrithsd'or
nidiishen⸗ Fractiom Gras Fugger. Mahr und Schmidtbaut, weiche, jurd Zurhessische Pistolen gelten hecher 17 Man Pee
rankhe lshalber u erscheinen konnten. Wären diese Hetreu veid und d8.Guldenstucke vie Dutaten. va ittem detgisch 23 Gutden
tt. Wahl gewesen,⸗so wäre. dicz vielbesprochene frühexe Stimmen- und 800 streugerstũcke werdem wach dem Nennwershe ·Nrherechnag!
leichheit heutz, wie der zui Vorschein gelommen Zdenn es ist bei Der Enkwurf zu det helteffenden Banemna hunge in dem vunbes
————— de e ene In vergecet. n ⏑ — n
ã ee eeene et Qu 78 Stimmen 5 —Das langere Zeit festgehaltene Proe.die Tabatfleuier
uich 3.. wie gestern det Felegrabt gepret — J
nð. Graf Sensheimjernn Sti —2* woll zahller Kammer, vorden. d Dagegen erachta man jeßt' bie Bisteuedung des! Tabak: *
ätte“sich also Stimmengleichheit, vẽ zu 76 oder, mit Eintechnüng, hues nach, dem Fächeninhalt ohnex Ruͤdsicht auft dite große In
er. Einzelstzmmen, 77. gegen 77, ergeben. Hegen die Zustimmgng hiedenhen det Ertrade fur rine Ungleichmäßigkeit⸗ i gen
dem vad. iberaler Stite — —————— ——— —5
n ber paltotishen draclson . ganz besonders De, Jorg aliage. alts der bepflangtenc Grimn dstüc. das Gericht dez Produtss ver
prochen, was allerdings begreiflich jist. da in demselben don u Jeste uexung zu Grunde zu ·legen30 —D
icht J8 maen Gegendide Wlederwuhl Iot ʒ Fzuͤs ehen Wle dern Elherf. Jig: gefchrieben dird;beowsichtigt! die
eirsat hat mot sich von sbernler Scite sehr — ————— ——— n eedee
nd auch nñ Erloͤlgt, benn bei 8 Shesat wahten is der —B——————— welcher saͤt dem Ausbrüch des Krlegeg
derdusgeber der Histgend potsc — wirllich untetiegen. don 166 wacunt Ist⸗ Die Wahl derit eee Reglerung
M an ei m.4 Nov. — fand wieder iumal jst auf eincn Anferer großen Indnstriellen vrin Gehri Commergien “
ne all gemieine Atdelictvetfamulunge fiatte dm —I Red uee ehe ves Hanuses Jaksb ——
Igitator aus Hamburg übgr hie jchigt Lage det . Arbeiter delehten, — da nAN ru ai Franbereich u αν *6* iñ on
e aufhetzen zu josse.“ Hal boh“ vet, Soriatdemotrat⸗ in g idr. zu Moben Die Verkungder Beischas söt wir 41
itennenzwerher Offenherzigkaͤt! die Zwech, dieser,besandigen heißl Noch heute erfolgeno wo uf! Chandarnivr leben· Antrag *
varmhaltung der Arbeiterkreise eingestanden. Geht sͤbtigens die Jehcah ige Verlangerang der Wollcia hien fuh Mae Maͤhrn stale of
zige Geschaftoluge wie“bisheriweitetso0 wlißten wir! bald kin wird:“Vem Amtrage“ zufolge witede Mad Mahon die Sewast uster
ihrigetes Themar? sür bie Arbeiser ⸗cnaͤmlich · Vetvefftrung ber dan fFetzigen Vedingtingenbibitz ur Aunghme? der“ vkaasätutlonesken
ahr dert Arbaigeber leMan“ braucht kur kitten Blickoin unferen!: Gesthe ausüben. Ein' Dreißlger- Ausschuß soP n vfenichete Bpr
auen Stabtcheif Ubet den Recar zu werfen, nAvot! während hien Juñg hur Prufung der Verfaffungsgeseße rnanmt werden *0 7
— 3 derbffmucht bean dnen
miten in der⸗ terschicdenften Siadiennum' wefentfich g Falene Sitldrung vaß er sig joforkean den cegeminifter gewuyb unp
rese feil feen wel dien Untetn het das Gelbenhche mehr auf⸗ verlangt urgefäumt vor ein Keriegegerichte gestellt — ——
eibem wiffen ar bie dohen Arbeitelbhne und die im Verhäll⸗342Vri Fen's n.24. Nov.“ Wtrvzeß Sazame.): e
dajue gestlegenen Preffe des Baumaterfaldi?“ Dem nn gestürnenn ahcht heute seine Aussagern umb sägtmit Bezutfenuf den Vencrabe,
en der“ Mbeiter“! dürste baldein Mangel 'an RNachfrage ge⸗ kiviere, den Verfasset der Attllageschnift: Er empfinde AJ *
α tA⸗ilpaaee viste sus Verochtung und Gerinat bet d cheis, Farte diet iger Fht
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        —2

der ganzen Armee. Der Praͤsident versucht ihn am weiteren
Sprechen zu verhindern und verweist ihn in den Zeugensaal. Nach
inet kurzen Suspenfion der Sitzung fragt der Präfident den
Obersten, ob er die vorher gesprochene Worten zurücziehen wolle
Da Stoffel dies verweigert, lafßt der Prafident über den Zwischen-
jall ein VProtokoll aufnehmen, welches dem Divisionslommandanten
zeschidt werden soll, der damit ebentuell die kompetente Behorde
befassen wird. Nach einer neuen Vernehmung der Agenten Rebafs⸗
und Mies, welche bestätigen, dem Oberfsten Stoffel Depeschen über-
zebenn zu haben, und neuen Antworten Stoffel's, weicher zugibt,
Depeschen erhalten, ober, ohne sie zu beachten, zur Seite geiegi zu
haben, erklärt der Regierungstommissär, daß er sich vorbehalie,
Jegen Stoffel wegen Entwendung von Depeschen eine Uniersuchung
imuleiteu.
AMNeri *

Nemvyorl, 5. Nov. Bei den Wahlen zu den Siaatt ämtern
in den Einzelstaaten siegten die Demokraten in Newhork, Virginien
und Mariland, die Republikaner in Massachufetis, New-Jersey,
Artansas und Minnesota, die Fufionistenparici in Wiescosin. Die
Rebublikaner erlitten erhebliche Verlunee.

—A
fSi. Ingbert 7. Novbr. Auf vorgestrigem Wochenmarkt
dahier wurde gegen 8 Handler Protololl jertichtet. wegen Feil.
hzaltens zu leichter Butter, die confiscirt wurde und aun den
zu gute koͤmmt. —

—In der Landgerichtssizung vom 5. d. wurde ein Butterhänd

ler von Brenscheldach wegen Verkaufs schlechter und gefälschter

ee zu 8 Tagen Gefängniß verurtheilt. — Das wird hoffentlich

en. IJ U

tReustadi, 4. Nor. Auf Grund der Vorschläge Poee

Lonfistoriums genebmigte die Generalsynode bezüglich der Pensionen

Behalte ec. einstimmig folgendes: Die Pension einer Pfarrerswittwe

vird einschließlich des Staatszuschusses auf 350 fl., die einer ein⸗

jachen Maise auf 40 fl., einer Doppelwaise auf 124 fl. 50 tr.
estgesetzt; für außerordentliche Unterstützung an bedürftige Pfarrerb⸗
vittwen werden 525 fl. bewilligt; zur Pfarr⸗Relicien und Pfarr-
dchterlasse wird eine Dotation don 2380 fl. gegeben; zur Pfarr⸗

Unerstützungskasse 1820 fl.; an Stipendien für Theologie flu⸗

ditende Pfarrerssohne 1624 fl.z- dann für außerord. UÜnterftüßung

zilfsbedürftiger Candidaten 340 fl.; der Gehalt eines Privawicars
rines Pfarrers wird bei volltommen freier Station auf 140 fl.
erhöͤht.; der Privatvicar, der nur Geld dvezieht, hat 420 fl. Idom

Pfarrer zu beanfpruchen. Auf eine Erhöhung der Bezüges der

Stadtvicare und der exponirten Vicare wird das tgl. Consisiorium

Bedacht nehmen, vorlaufig hat es jein Bewenden bei dem bishe

cigen Gehalte.

Spehyer, 5. Nov. Die sitödtische Suppenanstalt verbrauchte
hvom 6. bis incl. 80. Ottoher L J. für Fleisch 650 fl., sür Brod
und Wede 292 fI. 24 tr., für Reis, Reügerste, Gries und Mehl
126 fl. 14 kr., sür Caffee und Zuder 98 fl. 23 kr. für Milch
663 fl. 42 kr. Die Summe der Ausgaben belauft sich demnach
auf 1220 fl. 42 kr. Die Liebesgaben und kleineren Posten sind
hiebei nicht in Berechnung gebracht. —

t Speyet, 6. Nob. Es isi heute der dritie Tag, an wel
dein weder ein neuer Erkrankungs- noch ein Todesfall an der
Cholera dorgelommen in. (Sp. A). .

r Frankenthal, 8. Nov. Gustad Stoͤckel von Hamburg,
Agitastor der Lasolle'schen Arbeiterpartei, wurde vom kgl. Bezirks⸗
gericht dahier wegen Berufsehrenlrankung deß kgl. Bezirkzamig zu
einer 141ägigen Gefängnißstrase derurthelt.

In den verschiedenen Gemarkungen bei Frankenthal haben
die Kartoffeln durch Fäulniß großen Schaden gelitten. In tief
gelegenen Aedern waren meistens 8 der Karioffein, in des doher
gelegenen * dis a in der Regel angefault, so daß der Vorrath
in den Kellern meist klein ist. Die Stärkmacher haben in Masst
angestedte Kartoffeln gelauft zè. auch in Schiffen an dem Kanal
and in Eisenbahnwagen wurden diele exporiiri um den Preis von
I. 20 -36 ke. per Malter. Mit den angestedten trockenfaulen

Kartoffeln wird jeßt vielfach das Vieh gesüuert. Wenn dies in
darlem Maße geschieht. jo wird, wie man vernimmt, das Vieh sieif

Ein Schuhmachergeselle in München, der wegen Eidesber-
weigerung dereits zu acht Tagen Gefaͤngniß deruriheilt worden
var, derweigerte, alt er in der nämlichen Sache bei dem Bezirls⸗
gerichte den Zeugeneid ablegen sollte, abermals den Eid, da er
jur freireligiösen Gemeinde gehoͤre und Attein sei. Der Staais ·
anwalt beantragte nun gegen den Zeugen Zmonatliche Gefängniß⸗
trafe, da der Zeuge, dadurch, daß er das Wort „Atheift? nicht
richtig autsprechen sönne, beweise, daß er die Bedeutung des Wortes
7 lenne. Der Gerichtahof entsprach dem staatsanwaltschaftlicher
Anixage. . J 27

Frankfurt. 3. Non. Die Volitei sucht eben eifria nad

ααÄαα .àα

einer Dienstmagd, welche sich an 10 Pläten verdingte, an jedem

lufl. Miethgeld annahm, aber nirgends die Stelle antrai.

.7 Zrantfurt, 8. Rob. Dieser Tage machhte eine Annonce in

den hiesigen Blattern Auflehen, worin sich eine Mutter zum Ver—

chenken ihres acun Wochen alten Kindes erbote⸗ Oie berreffende

Frau stammt aus dem Fulda'schen und ist Mutter von vier Kin.

dern. Sie lebt bereits srit fünf Jahren in Bornheim, wie sie

elbst angiebt, in gauz guten Verhältnissen. Ihr Bann war im

)oltzmann'jchen Geschaft und arbeitete fleißig. Da kam der Bier.

krawall, defsen Folgen er insofern mitzutragen hat, als er zu 21).

Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde. Von diesem Augenblicke an

zeriethen Frau und Kinder in Noth. Obschon sie nach dem Ge

jehze in Bornheim unterftühßungsberechtigt ist, so will man dort
aicht willfahren und möchte die Frau dadurch los sein, daß man
ihr aufgiebt, in ihre frühere Heimath zu gehen, wo sie ganz fremt

geworden. (Fr. J.)

f Straßburg i. E., 4. Noo. Heute Mittag brach in Ldem
Dachraume des hiesigen protestantischen Gymnasiums ein Feuer
aus. durch welches der obere Theil des neuen Haupiflügels zer⸗
tört wurde. (T. N.)

. In dem württem. Städichen Heimsheim find in der Reqht
des 2./8. d. 26 Häuser und Scheuern labgebrannt. ——

Aus dem Breiszau, 28. Ott. Die Höhen des Schwarz

waldes haben seit einigen Tagen recht ansehniiche Schneekappen
aufgefetzt, und ist eine starke Abkühlung der Temperatur eingetreien
was uns endlich von der schredlichen Landblage der Schnaken, die
in den warmen Herbfttagen mit erneuter Heftigleit aufgetreten sind
erretten wird. Diese schrecklichen Bluisauger haben sich dieses Jahr
dats ganze Rheinthal hinaus bis gegen Basel hin ausgedrei⸗
net, ja die Höͤhen des Schwargwaldes waren nicht einmal vor
ihnen sicher.

f Metg, 31. Olt. Der bretagnische Edelmann Dardenne de
Nerfabie!, stand heuie dor den Schranken des kaiserlichen Zuchtpe⸗
lizeigerichtes. Aus den Perfonalacten des aus Nantes gebarligen
Angeklagten geht hervor, doß derfelbe in Frankreich sich dereins
mehrere Verurtheilungen wegen seines ausgezeichneten Talentes in
der Schreibkunst zugezogen und als Schwindler eine gewisse Bee
rühmtheit erlangt hat. Heute hat er sich wegen mehrerer Fälbe
pon Beitng zu verantworten,“ die er in Meß, Saargemünd und
anderen Städten Lothringens meifiens bei Geistlichen verübt hat.
Der Angeklogte hat fich dabes für einen adeligen Sproßling vom
alten Bretagnerstamme und Mitarbeiter am-, Univers,e dem be⸗
raunten Veuillotschen Journal, ausgegeben und benußke die Leicht
Jläubigkeit und, wie der Staatsanwalt heevorhob, die Eympathieen
der Herren Geistlichen für die legitimistische Idee und deren Aut⸗
ichten, um sich von denselben nicht unbedeutende Beträge zu er⸗
schwindeln, die er hier mit gewissen Damen dann vergeudete. Der
Angellagte, bei dem man auch ein Empfehlungsschreiben des
Brasen Chambord gesunden hatte, wurde zu 2 Jahren Ge
jangniß und zum Verluste der bürgerlichen Rechte auf 5 Jahre
berurtheiit.
Kdln, 4. Nor. Gestern Nachmitiag wurde, wie uns ein
Augen; euge mit groͤßter Entrüstung mittheilte, eine anständig ge⸗
leidete junge Frauensperson von mehr als hundert jchulpflichtigen
dindern unter Geschrei und Verhöhnung durch die Straßen derfoigt,
Auf sein Befragen erfuhr unser Gewährsmann, daß die Verfolgte
eine Lehrerin sei, welche ein Kind in der Schule koͤrperlich ge“
siraft habhe. V *8

F Darmstadt, 8. Nov. Lieutenant Z., der s. Z. in Goddelau
dier Dragoner an Baͤume anbinden leß, hat eine mehrwoͤchige
Befaͤn gnißstrafe erhalten.

fWer Breslau, den „Schweidnitzer Keller“ und seine

„Würstl˖ Frau? an der Treppe lennt, den Wwird es interessiren
daß diese Frau fur das Recht, dorr Wurrst und Salzbretzeln zu
yerlaufen, für die Zeit vom 1. Oktober d. J. bis 80. Septembet
rächsten Jahres 1900 Thlr. Pacht zahlen muß, waährend die
Pacht für den ganzen Keller felbst, die auf 50 Ja yre abocschlo
sen ist, nur 500 Thlr. jährlich beträgt —DVV——

f Leipiig, 8. Nov. Die durch ihre bedeutenden Tuch · Export
geschäfze belannle Firma C. Nipaux die selbst hat heute gerichtlich
hre Insolbenz angemeldet. I
7 Paris, 830. Olt. Ueber einen bedauerlichen Unglüdsfall,
welcher sich bei der Loschung des Brandes der großen Oper ercig⸗
nete, schreibt der „Figaro“: In dem Augenblick, wo wir und ent⸗
jernen wollten, waren wir Zeugen eines entseßlichen Schaufpielb.
Auf einer schwanlenden Mauer stand ein Pompier, der Corporol
Bellet von der ReuillheKaserne, und lenlte kaltdlütig seinen Wasser⸗
qlauch nach dem ungeheuren Feuerherde, dessen Flammen zu seinen
Füßen züngelten. Plößlich hört man einen Krach, die Maue
tziltert, Bellet läßt den Schlauch fallen, verliert das Gleichgewicht
ind ftürzt kopfüber in die Flammen, wo er wie in e inem Feuer⸗
essel verschmindet. Ein zweites Geizs⸗ anb die Mauer fürzte
        <pb n="705" />
        eöäet
der ihm zusammen und begräbt seinen schon verkohllen Leichnam
inter ihren Trümmern. Der Brand der Oper ist übrigens noch
unge nicht gelöscht. Heule Racht um 8 Uhr stiegen aus den
rümmern neue Flammen empor und die Spritzen arbeiteten mit
llen Kraäfien. Das Loschungewerk dürfte jedenfalls noch zwei oder
tei Tage in Anspruch nehmen. Ueber die Eutstehung des Feuers
ehlt es noch immer an jeder sicheren Aufltlarung.—
FParis. Der Fignoro“ erzählt von dem kürzlich veistor-
enen Komiler Desirs folgenden bezeichnenden Zug: Desiroͤ besaß
inen Hund, der seinen Herrn jeden Abend erwartete, wenn er
ins dem Theater heimlehrte. Kam der Herr lustig und eint
lrie vor sich trallernd nach Hause, dann verlroch sich der Hund
a seine Rijche und verhielt sich ganj ruhig; trat dagegen; vesiré
ill und⸗ wie ea schien, mihmuthig ia sein Zimmer, dann sprang
er Hund bellend an ihn heran; er wußte, warum, denn Desiré
rach dann das Thier mit folgenden Worten an: „Dein Herr
at heute gespielt wie ein Hund, dafür sollft du speisen wie ein
densch!“ Und in der That seßte der bderühmte Komiler dem
unde sein ganzes Souper vor, während er selbst an einem solchen
lbend Nichts zu sich nahm, als ein Glas Wafser.
5In Zürich erschienen kürzlich 7 Geschäftereisende aus den
inlanden, welche auf ein neues Werk: „Die Schwindler und
nuner der Welt oder der Kampf um's gliche Brod. Zeitge
iße Schilderung und Enthüllungen von Dr. Max Grafe. Ver⸗
sbuchhandlung don F. A. Scxoörfeld in Duüssendorf.“ Subjkri⸗
mien sammelten und sich jeeinen Franlen varaus bezahlen ließen ·
loͤßlich derschwanden die edlen Sieben ließen eine unbezahlte
asihofsrechnung und den Abonnenten die Erfahrung zurück, daß
in Gestalten, in welchen die „Schwindler und Gauner“ auftreten,
ar manchfache find. — * —
F Genß, 31. Olt. Nach dem offiziellen Bericht Turretins
den Stadtrath über die Hinterlassenschaft des verstorbenen
erzogs von Brauuschweig betraͤgt das Acnievecmögen 20.310,000
tla.. die Schulden 1,964, 000 Frants JZu ersterem kommt noch
at Hotel Beaujon in Paris im Werthe von 520,000 Frtsa. und
sctien von Eisenbahnen in Amerika und Deutschland,: worüber
daͤter berichtet widd.
(GButter aus Nierenfelt.) Newyork, 18. Ott. In Phila⸗
ephia hat fich eine Altien-Gesellschaft zur Erzeugung von Butter
us Nierenfett mit einem Aktienkapital von 300,000 —8* gebildet,
je den Namen O!leomargatine Manufacturing Co.“ fuhr!, Eine
onliche Gesellshaft ist auch in San Francisco gebildet worder
achdem die Chemie nachgewirsen, dak Butter nichts anderes ist.

is fest gewordenes Oel, welches sich in der Milch und in ven
Fettheilen der Kuh befindet so hat man den Versuch gemacht,
Jutter direlt aus dem Fett herzustellen, welcher vollfländig gelungen
ist. Die Gesellschaft produzirt täglich ca. 1000 Pfd. Butier und
vird sich ihre Produktionsfahigkeit durch neue Maschinen bis auf
10.000 Pfd. taglich steiarn.
— —
e /sMandel und Verlehr.

In jüngster Zeit find falsche Padische Fünfzig ˖Guldenscheine
in Umlauf geseßt worden die auf photographischem Wege herge⸗
iellt, den echten Scheinen in Schrift und Zeichnung zwar sehr
ihnlich sind, bei einiger Aufmerksomkeit aber doch leicht an nach⸗
tehenden Merkmalen eclannt werden koöͤnnen. Es fehlt nämlich
den gefälsaten Scheinen das Wasserzeichen, sowie der Trodenstempel
nit dem badischen Wappen und der Verdichtungsstempel mit der
Zahl „507, oder es sind Wasserzeichen sund Stempel nur in sehr
involllommener Weise nachgebildet; ferner ist die Langseite der
jefälschten Scheine um 2 Millimeter und die Breitseite derjelben
im 1 Millimeter kürzer als bei den echten Sqcheinen, und endlich
eigen die gefälschten Scheine gegen das Licht gehalten, daß der
Druck der Vorderseite und deer Rüchseite sich nicht genau deckt.
Luch nuuterscheiden sich die echten Scheine durch eine tiefere
Schwarze der Druckfarbe und eine größere Schärfe und Reinheit
zes Druͤckes. (Karlsc. 3)

Graunschaeiger 20.Thalet Loose.) Bei der am Novbr.
jattgeha dten 20. Serienziehung sind die nachfolgenden 68 Serien
jezogen worden: 855, 902, 1116, 1272, 1856, 1886. 1460,
489, 1738, 1745, 1757, 1821, 1851, 1969, 1892, 2023
2061, 2031, 2180, 2211, 2236, 2266, 2371, 2458, 2759,
2853, 2867, 3082, 3315, 3668 8838, 3941, 4117, 4357,
1406, 4524, 5515, 5566, 5593, 5596, 5608, 3614, 5766
3363, 6402, 6663, 6709, 7224, 7266, 7584, 7584 7616.
7843 7895 7911. 8124, 8359, 8364, 8394, 8747, 8958
061 6249 9308, 9570, 9602, 9649, 99986.

Meeiniger ifl. 7 ·Loose. Serien⸗ZFiehung am 1. Nobember:
12 84 481 895 1026 1100 1894 22714 2768 2091 3230
3419 4292 5933 6609 6901 7234 7462 7583 9401.
— —
J N4k?naerichten.
Der Lehramtttandidat A. HU1Ier z. Z. in München,
urde zum Studienlehrer an der isolirten Lateinschule St. Inge
ert ernannt.
cdacc. —
Bekauntmachungen.

rolina Haas bestanden hal, als Miterbe
am Rachlasse seines mit derselben erzeugten
ach der Mutter dverlebten Kindes Maria
zimmermann und als Vormund seiner mit
rselben erzeugten noch lebenden Kinder
datob und Elise Zimmermann; 2. Franz
jakob Henrich, Kaufmann und Wirth da-
elbst —8 Nebenbormund derselben;
3. die noch minderjährigen Kinder zweiter
ẽͤhe des Michael Zimmermann und seiner
erlebten zweiten Ehefrau statharina Bohr,
ꝰamenus; Anna genanm Helene und Anna
immermann, ale Miterben am Nachlasse
ter verlebten Halbschwester Maria Zime
nermann, vertrelen-ducch ihren genannten
gater als Vormund und durch Georg Bohr,
Wagner in Niedetwürzbach wohnhaft. als
ehenhormund.

nitwirlend, 2. Georg Bleif, Bergman“

aselbst wohnhaft, als Hauptvormund über

ie noch minderjährigen Kinder des Erb“
assers Joseph Bleif und der Katharina

Schweitzer. Namens: Georg und Maria

Bleif. 3) Georg Schweitzer, Schmelzarbeiter

illd a wohnhaft, Nebendormund dieser Min-

der jährigen, der Untheilbarkeit halber in

ci genthum versteigerti, nämlich:

Plan Nro. 387 a. b, 56 Dec. Fläche,
worauf ein zu St. Ingbert auf dem
dahnacker gelegenes zweistodiges
Wohnhaus mit Hinterhaus, Hof⸗
raum und Gärtchen neben Jacob
cZüfferin und Jakod Schmelzer's
Wittwe.

Sodann lassen Eheleute Noch dazu

versteigern: St. Ingberter Bannes,

Plan Nro. 404. LVio Wies in der

Wollbach vor obigem Hause und

Plan Nro. 3632. 49710 Dec. Acker

am Forellenweiher hinter demselben.

Horn, kigl. Notar.

* * *
Licitation.

Zamstag.“ den 29. November, 1878,
achmittags 2 Uhr p St. Ingbert in der
sehausung von Franz Jatob Henkich
etden die nachbezeichneten- Liegenschaften
t. Ingberter Bannes der Untheilbarleit
ilber oͤffentlich in Eigenthum versieigert,
aͤmlich:
. Zur Gütergemeinschaft J. Ehe des Mi⸗
sael Zimmermann und sei er nun
erlebten J. Ehefrau Carolina Haas geboͤrig:

q Dez. Flaͤche worauf ein Wohn-
aus mit Stall, Hof, Garten und
ugehoͤr zu St. Ingbert im Josephs⸗
al und in den Stauchgärten neben
eorg Grewenig und Johann Joseph
deidmann..

ü Dez. Wiese in den Stegwiesen
eben Peter Schmitt Wittib und CKarl
irhardt's Witiwe.

—
Jdur, auch in den Stauchgärten, neben
bilipp Munzinger. .

Den 3 Minderjährigen obiger Ehelerte

gehoͤrigsg
Dez. Wies in den Stegwiesen!
en Jakob Echmiitt

*igenthümer dieser Liegenschafien und
iteigerer sind: 1. Michaci Jimmermann,
ramann in St. Ingbert wohnhaft ei genen

2n der Gutergemeinschaft wegen, die

und Foinoer Fbetenau Ta—

Pon, kal. Nolar.
—VR

—————

Dienftag den 11. November 1678, Nach⸗
nittags 3 Uhr, dahier zu St. — im
»er Behausung don Adam Bed's Wittwe
vird die nachbezeichnele zu der zwischen dem
su St. Ingbert verlebdten Bergmann Icseph
Bleif und seiner hinterblieberen Wittwe
datharina Schweitzer, jeht Ehefrau von
Thriftian Koch, früher Vierbrauer u. Wirth
jet Fabrikarbeiler. wohnhaft zu St. Ing⸗
dert bestandenen Gütergemeinschaft gehoörige
Aegenschaft auf Anflehen von: 1) Ge⸗
zannter Katharina Schweitzer, eigenen Na-
nens wegen der zwischen ihr und ihrem
rsten Ehemanne 0 Bleif bestandenen
hutergemeinschaft wegen handelnd, Christian
224 ber ohelichen Ermfüchtinunga wernen

A
—

ä
Frankfurter Börse

vom 6. November 1878.
Ireußische Friedrichddor.. 93824 30/.
Riftolen914044
ollandische 10 I.⸗Stüche 952-54
ducaten. ..5344 86
Franct⸗Stͤdfde.22244 229
inglische Souverelana 650
DMMAäAMA
        <pb n="706" />
        Güterversteigerung
J.
Kirchweitz Montag. dem IOD,Nodemiher
1873 Roachnniagseiz Ahr vodier bei
Adjuntt Schmitt!äht Magdalena Wagner,
gewerblos dahier, Wittwe von Valentin
Weidmana ihre estenum slichtuu Liegenschaften
hiefigen: Batnes affentlich: ime Figenthum
bersteigern namlich: ννι *

Plan Nr. 177527 MDez. Wies auf'm

Güttenwieschen zwischen Müuller Reidiger.

Pl. Nri 2435. 14. Dez. Wies in den

Bruchrechwiesen zwischen den Baäͤchen neben

Peter Schmitt Wib. und George Waguer.

Pl. Nr. 2517.: 29 Dezu Wies in den
Stegwies n neben Franz Grell! und Joh.
Beorg Wagner.tya σ

——
nent neben Joh. Georg Wagner und Joh.
—A —00—

Plo gir. 4666., 1832 Dez⸗ Wieds am!!
dangenflein an der Rohrbacher Mühlernebes
Joh. Georg Wagner. .5

Ni. 489210 22 Dej. Wies unterm
Wohmbacher Weiber urben Vatentin Weib
mann und RMaghboleng Helledthal.

Pl. Nr. Duse 8Dez.Garten in den
Großgarlen debeß Prier Echmet Wittih und
—F

Pl. Nr. 2707. . 4K Der Acke n der
Dreisdihe neben Chrifoph Willner: nd Ca
hatina Bechtel. ιανε

Ph Ne-u 48 α; Deʒ. Ader in.
der Dre spiß om Weg yeben Peten Schwarz,

Pl. Nr.. 2888. ια Oeʒ Aden auf
der Meß.

Pl. Nr. 2839. 41 *1 Dex Acher'allda,
diese beiden? Stückk zu Z: Bauplätzen
geeignet;?

Pl. Nr. 2666. 5 Dei. Ader hinterm
Wallerfeld, neben Erben Fichter umd⸗Be⸗
er Ohöß.

Pt. Ne 2378Iä. Deʒ. Acker anten
der Saarbrüder Swraße niben Friß Jumg -
Jeifch und Erbei Neumann.57,

le Nr vagöαν Dα Acttichts in
den Seyen neben Joh.“ ———
und Joh Joft Pelers 84

— —
Seyengärten Paiu Ca Ehrbonos. Winnn 3
ind Joh. Georg Wagner

—

— ———

Apl. Ne 3880.45. Den aerlintz iig irchw eihsnntage
den Sehen neben Johann Schmitt, und RB I. : ,
Philipp Munzingern* α . M ontag E ννν
Pl. Ne 3484. 28 Dez. Ader im Behen⸗ *3 , 3
hal geben Frarz Grell. 4 ä iu ve Fr x5 ned

de Nr., 21. 47 Dez. Acker anuf'm ι —W2 α

—X — Wittwe Eudt, und Johrenu beine ι. Georg Jung.
Bg.' Wagner.. i. ———
o e v ne ud ————
angen Ahnnog diuf Rodenflun neben Joh— 4 Lountag und Moyntan — 7
Sdwarj. Gafiwitth, und Anlou Glattfeld⸗ —— 35 —J * 7 ⸗ S *
Pi. Rr 4053.89 Dez. Acher bdnner sunt 2] 4 n zmus —48
dedeg uchen Frang Grell und Joh.' Jung? u ne ** — — 2 3 *
—B ν n
teun as ια, Horntul Jotar. * vei — — » »—»—»—— —————
. A 4 — 2216 J 2i od'tu
—— 8t Iug beor tor Kirehwoilns —3
V —— —— ut aα αα
5 ν : b Caféô Obe ne Eer. aν ααι .
en me—, ν ν ιο ιιι
Samstägs Ab eerte
. . .5. —V pat
in großen Saale (ohne Entreb) auscetzihr' dur »i Donssmer Zustkltapelle
ν . acg oku σ αα
: ι νν. — DD——
17 t 2 S un. ——— —
— , , 38 8 uüα ,

— Dienste —X
— n2A,

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44 —A— A- t gto bi F tae
PFroun's Automaten Kabineti
— * — 4 432 6 —AI —V— U ne— ꝛ ug — X
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Indem der Unterzeichnete hierdurch für den zahlreichen Besach“ seineß Au⸗n
omaten⸗Kabinets feinen besten Dank aussprichtexlaubt e — VD—
enntniß, des Publikums, zu bringen/. daß sein Kabinet ., n Mν.L t
Artin anoch während. der Kirchweih geöffnet ist.

2552 * 3560. 14 * T M

BZu recht · zablreichen Veluche ladet freundsichst kin. n —** 2 νι
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Tapeten: und Rouleau* Laßer
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mννν ιι ιι viaavis dem/ VPlalzerbahe Mon —E———
1ν ιν nν,— hterl t ——äXAe— 8
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pz Ich veransa augch dieses Jahr *— —8 vollssündig zu raͤumen, veuaufe
chzu folgekdẽn Pparfekten Preisen: on nν m uet
soo Stuch *4 hreites schweres Leineii, fur Hert — r bteitte Hifdrbiges. Vettzeuige7rtiuetens dirtischeotz vln
— dierElle 12 e —J * Eie —15 kr. — — 7— J ů 4
puEllen breite grohe Leinen, fut einschlafrige Veu S weiße rein le nehe⸗ VDamentaschen tucher/ del Duhend 5
J dt ve ohne Naht I.1 46. —D — 3. cLeshe — *7* —— ioyd
Fllen breite grobe Leinen, fur zweischläfrige Betltu*a 5 —A res Tischdecken das Stück si. 1. 45 Bd
z 1* —— ohne —— fl — — . — 5 αgd
200 GStuch Wreh riee sOlesisches und bhmisches Leinen, die Elle Ee⸗ vin Faqch wires ESvomodedecken, dan Stuch· . Und
—A vis 234 —3 RMXMMiS A. . ———— 28 9 — 214 d . Prü
200 Ciud derriente Bettdecken⸗ sur Iwgischla tria. veiten vart ——— nagrb 1Vbrhabgsmuit mit' —R— —
43Stud fl. *. 30 —— hn⸗ 3 7. —9 — . .n18 tr.75 — 4 tr
200 Stuc Vertwecen⸗ fur! zwrischlafrige Betjen; 800 Stiud schweces oaren . Moorecns fürz Unterröcke;die Elex2 tr9
— —— das· Sturt It 218. LCBRBRISS εααν -liichen ater rod 233 —8 —19 *
300 Stuch schwe re graue Be u. , dichiet en ichen AW rbre h net ung ohne, Fratuen dienöt.J
500 Paar schwere weiße Vietoriadecken mit Frangen fut Lichlafrige Buxkin fu ie!
* —ãä . F 45 sarbige sh. α *8 ß wr den and ——
100 Dutze ir feine Tischtüchov, 2/5 Ellen tung,2 J , ν
u das Siück 50 kr. “* — 23 Unterrockstoff, die Elle Ibtr.
100 Dutz nd Handtucher die Elle bon 6ktr an. . Mutl jur Ateider, die Ete 12 tr 437
00 Stue wollene Kleiderstoffeze fue Fruhjahr? Somumfr, berbsi und, Winter, Fattune, axonets Piqué, Zwillich, Barchend ——
sackleinen ˖zum Fabrilpreise. —9 23 3 * An uẽ. 8
Mufierabfchnitte fämmtlicher Arlikel sende in reichster· Miswahl kancon her Post.“ n
J Auch die kleiusten Aufträae weroen wir bibher beften⸗ »esorgt. — 8 J un ,
Werkauf nicht nach Z2uceter sondern nach ter Elle ν umt

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        Slt. Ingberher —R

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der 58 Fneberser Anzt«aiger sund das mit dem Haupiblatie verbundene Unterhaltungtblati, mit der Dienbtagt⸗, Donnertiags⸗ und Sonnlaq ⸗

kummer erlheint wöchentlich vie rmal: Dienttag. Derrer stag, Sambtag uid Sonntag. Abonnementepreis vierteljaährig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Unzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

—— ————r e — — — — — — — — — e—— ——r —

2 J — * * —5X
Deutsches Neich.

Maüuncqhen. Fihr. d. Stauffenberg übernahm das Prasi⸗

aum mit folgender Ansprache..

Meine Hetren! Das schwere Amt, mit dem mich soeben
Ihr Versrdien bechr hal nehme ich auch mit schweren Herzen
in. Unter ungewöhrlich schwierigen Verhältnissen ist diese Wahl
vor sich gegangen. Ich kann nur sagen, daß ich mit ganzer Kraf
ind Hingebung das Amt verwalten werde, und ich biauche wohl
uicht zu versprechen, daß ich mit Unparteilichkeit dafselbe verwalten
verde. Das Ami des Präsidenten setzt diese Tugeud voraus. Ich
verde pn vestreben, in allen Punllen dem Beispiele meines Vor⸗
angers zu folgen.“ Aber um des Amtes wallen zu können, ist Ihre
dachsicht nvthwendig, und daß Sie mit Ihre Mitwirtung vhne
tüchficht auf Parteistellung angedeihen kassen. Ich möchte sie ge-
»eten haben, mit diese Wirkung nicht zu bersagen.“ — Her zweite
grosident v. Schlor bezeichnete, indem er annahm, seine Wahl
das Ergebniß von Umsländen, die nicht gerade glüdverheißend
eien, und detiagte dief, daß es nicht möglich gewesen sei, zwischn
den beiden großen Hälften des Hauses ein Einverständniß über die
Wahl des Präsidiums zu erzielen.

München, 6. Nov. Die Wahlen für den gegenwärtigen
eutscheu Reichstag sind am 8. Mätz 1871 vorgenommen worden.
nithin etlischt jein Mandat am 2. März 1874. Naq einet
Nittheilung des Reichskanzleramts wird aber der für den nächsten
dusammentritt des Reichstages zu wählende Zeitpunft eine frühere
dornahme der Wahl abthig machen (also wäre doch eine Früh ·
ahrssessien beabsichtigt, Um dies zu ermöglichen, jollen die
WBahlerlisten in den Gemeinden ungesäumt angefertigt und dies so
rasch betrieben werden, daß sie bis spätestens gegen Ende Nobem.
er ausgelegt werden ünnen. 5

— Man scheint es in Frankreich unbequem zu empfinden,
naß die denische Regierung Angesichts der mit Fieberhast ins Weri
esetzten franzdsischen Armeecorganisation in ihren militärischen
Naßregeln gleichen Schritt mit diesen Anstalten zu halten sucht.
der „Courrier de Paris“ läßt sich Folgendes berichten: Ein an
inen hiesigen Diplomaten aus Berlin eingetroffener Brief desagt,
oß die Aufmerksamleit der Diplomatie augenbiscklich sehr rege auf
die unglaubliche Thätigleit gerichtet ist, welche Preußen auf dem
nilstärischen G.biete an den Tag ligt. Nicht allein, daß in den
Nagazinen wahrhaft verschwendetische Vorräthe an Waffen, Gewehr⸗
und Geschühmunition aufgehduft werden, es werden auch alle Etap⸗
xnlinien festgesetzt, als sollten dieselben schon in nächster Zeit zu
nilitärischen Bewegungen dienen. Und nichts schein diese droßen
dorbeteitungen zu rechtfertigen, die, wie besonders herborgehoben
vird, seit dem Auftauchen der monarchischen Fruge in Frankreich
m Intensivität gewonnen haben. In der letztenZeit dervielfäl⸗
igten sich die Couriere von Berlin nach Paris und man konnie
m einzelnen Tagen deren drei, sogar bier ankommen sehen. —
dem selben Organe zusolge hat in den lehlbergangenen dierzehn
dagen der Krise Fürsi vismard und die drutfche Regierung den
franzosischen Rarkt mit Rententiteln über chüttet. Auf diese Nach⸗
uhten hin hat Rothschild Vefehl gegeben, Alles, was an den
9— lommt, aufzukaufent Kauft, kauft immer zu: es lebe der
öniq!“
Frankreich.

In Paris war das Gedränge am 5. don Nachmittags «
r ang ungeheuer. Vor dem Grand Hoiel allein waren uber
000 Menschen vetsammelt. In den Bahnhöfen ging es noch
irler zu. VUls der Genetal Changarnier sich in der großen Vor—
sle befand, begann ein Individuum einen Streit mil ihm, der
wit endigke, daß der 8öjährige Greis seinem Gegner eine Ohr—
ue ercheilse. Auch der König' von Hannover, der mit seigem
solge von einen Ausflug dvon St. Germain zurücklehrte, kam in
n Gedrange und man hoatte Muhe, ihn aus dem“ Nienschem
Wel heraus zubringen. Tie Troppen waren den gamen Ta)
pr imhesn und soll n cs dem Ordre“ zufolge noch auf einige
dee bleiben

Prozeß Bazaine. Am 5. November wurde General
Palikao, letzter Kriegsminister des Kaiserreichz, vernommen, Von
hm rührte der Plan her, Mac Mahon dem Marschall Bazaine
ju Hilfe zu schicken; dieser Plan, für den er die ganze Verant-
wortlichleit auf sich nehme, sei, sagt er, von Mac Mahon gebilligt
vorden. Um die Aussührung desselben zu sichern, habe er, Pa⸗
itao, den Preußen eine faische Depesche in die Hände gespielt,
velche besagte, daß Mac Mahon sich auf Paris Jurüdziehe —
Am 20. August sandte Bazaine drei Depeschen abz an Palifao,
an den Kaiser, an Mac Mahon; darin war gesagt, daß er von
Deß in nordwestlicher Richtung abmarschiren wolle, wenn es nicht
— theilte sie aber
»em Marfchall Mac Mahon ticht mil weil, wiß er angieht,
er geglaubt habe, dieser habe die seinige erhalken; Man sieht,
don Oben bis Unten · immer derselbe Rangel an Votsorge imne
dafselbe bequeme Laisser aller.

England.

London, 5. Nor. Wie „Reuter's Bureau* aus Madrid
elegraphisch gemeldet wird, hat die spanische Regierung ihren
Finanzagenten in London und Paris befohlen, alle bei ihnen nie⸗
dergelegter Coupons ihren Eigenthümern zurückzugeben, da die
zeg nwärtigen finganziellen Schwierigkeitenes ihr nicht moͤzlich
machen, dieselben einzulosen. (T. N)

J Amerika....
—Newyorh, 5. Nov.“ Das spanische Kanonenboot Tor⸗
nado“ hat am 31. Olt. bei Jamaita den Flibustick⸗ Dampfer
„Virginus“, welcher versucht hatse. bei Cuba zu ĩanden, genommen
und ihn mit 135 Mann Besatzung nach St. Jago aufgebrachi.

* )

Die, Nwyork Times? schreibt, daß die Postverwaltung der
Vereinigten Staaten der deutjchen Regierung einen Gesttzenwurs
ur Einführung von Korrespondenzkarien zwischen beiden Ländern
nit einem Portosatze von 2 Cents (circa4 RX Uber⸗
andt haf und daß Grund zur Annahme vorhanden ist, die deut⸗
che Riegerung werde den Entwurf ohne dedeutenbe Verãnderung
annehmen. ..

. In Mexiks hal sich soben eine redikale und vielumfassende
Revolut. on vollzogen. Der Kongreß dieses Landes hat die foigen⸗
den Zusäte zu der Verfassung der Republick dekretict: 1). Kirche
ind Staat sind zu trennen. 2) Der Kongreß kann keine Geseßze
jeben, die irgend eine Religion verbieten oder gründen. 8) Die
khe soll ein Civilkontrakt sein. 4) Religisse Korporationen können
lein Eigenthum besitzen: 5) An Sielle des relicidsen Eides soll
rin bloßes Versprechen, die Wahrheit zu sprechen, mit Straufen im
Fulle der Verletzug treten. 6) Niemand ist verpflichtet seine Dien.
e ohne gerechte Schadloshaltung herzugeben. 7) Kein Kontralkt
oll gestattet werden, der auf die Aufopferuig. der Freiheit des
Menschen in Sachen der Arbeit, der Erziehung und religiöser
Belübde hinzielt. 8) Und keine Schließung eines Kontrakles wird
gestattet werden, unter welchem Personen in ihre eigene Proskription
de Verbannung einwilligen.

Rerunischtes.

Hornbach, 5. Nob. Zu Ehren des nach seinem neuen
Berufstreise Homburg morgen überfiedelnden kgl. Bezirksarztes, Hr.
Dr. Dosenheimer, fand gestern Abend im Glünewalo'schen Soͤl⸗
ꝛin kleines Abschiedsessen fiatt, zu welchem sich die hiesigen Beamten,
»erschiedene Buͤtger und Bekannte das Scheidenden eingefunden
jatten. Indem wir den Weggang des Hrn. Dr. Dosenheimer, der
nach 7 Jahren hiesigen Aufenthaltes das Lob eines tüchtigen
Arztes, eines edesdenlenden Menschen und eines belebenden Gliedes
ver Gesellschaft mit sottnimmt, aufrichtig bedauern, wünschen wir,
aß er in seinem neuen Wirkungskreise gleiche Auerlennung finden
noze und hoffen, daß er auch in der derne unfer in Fieundschaft
jedenken werde. (Pf. Py. —

Aus Elsaß-Lothringen, 3. Nor. In dem Dorschen Ressel
bei Sierck erreg, ein grauenhafter Raubmord vennliches Auffeben
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        es wurden Mort am 80. Oltober don noch unbekannter Hand Frau
und Tochter des Landwirths Cohn, eines braven dund allgemein
zeachteten Mannes, ermordet. Der, resp. die Morder, bedienten
ich zur That eines Pflughackens und benützten zur Ausführung
derselben die Abwesenheit des Besitzers Cohn, der sich nach der
Abendmahlzeit in Geschäftsangelegenheiten in das Dorf begeben
hatte. Der unglückliche Gatte entdedte zuerst bei seiner Heimkehr
die zerstümmelten Leichen. Es liegt hier unzweifelhaft ein Raub⸗
mord vor, da die Familie sehr wohlhabend war und Tverschiedene
Uhren, Ketten und Geldvorrath vermißt werden. Man ist den
Verbrechern noch nicht auf der Spur. —

4 Wiesbaden, 3. Nod. Am 11. de. wird vor der hiesigen
—AVV
dorf wegen des Spitzendiebstahls stattfinden.

4 Runkel (Nassau) 29. Okt. Im Pfaͤrrgarten zu Seelbach
dehen eben Nägelchen (Syringen) und ein Apfelbaum in Blüthe,
zeren Laub durch die glühende H'tze beim Brand am 29. August
janz geröstet war. Möchten diese schnell entwidelten Blüthen eine
zute Vorbedeutung füür das baldige Wiederaufblühen des niederge⸗
hrannten Ortes sein.

Volkswirthschaft, Handel und Verkehr.

Von den Zehnthalernoten der Geraer Bant sind Fälschungen
m Umlaufe. Sie find am leichtesten an folgenden Merkmalen auf
der Rückseite zu erkennen: 1) der Lowe im Wappen hat anf den
ichten Noten zwei Haarbüschel am Schweife, auf den falschen
aur einen! 2) Der Löwe im Piedeftal links ist überall bei den
ichten Noten gut schattirt, auf den falschen sehlt die Schattirung
gänzlich am Kopf und Vodertatzen des Löwen.
⁊ ät! Es ist zu spät, Sie haben zu lange gewartet!
3u pä — Kann man sich wohl etwas härteres für
einen Kranken und dessen Angehörige denken, als diese leider nur
ju oft wahren Worte? Doch selbst folchen Leidenden koͤnnen wit
das berühmte Buch: „Dr. ANiry's Naturheilmethode“ empfehlem
es wird ihnen Trost und wenn der Körper noch irgend lebensfähig
st, Hilfe, Heilung bringen. Näheres durüber in heutiger Annonce.
Zreis nur 10 Sgr. Vorräthig in jeder guten Buchhandlung.
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Bekanntmachungen.

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Knöpfe, gemalte Roulegux nebst Stoffen zu solchen, Koffer, Taschen
aller Art; Bandagen, Luftkissen, Vettunterlagen, Clisopumpen, Milch-
zieher ?c. — Hosenträger, Kämme,“ Gürtel, Damentaschen, Schellenzüge,
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—E —9 »bor⸗Montag .5
2Hwarz, Meyger.
n böser Absicht wurde
Gerücht verbreitet,
icch habe meinen Kun⸗
—V——
halb polizeilich bestraft worden.
Ich zahle dem 20 Thlr. BVeloh—
rung, welcher die Person angibt, um
sie darüber gerichtlich belangen zu
onnen.
Blieskastel, den 8. November 1878.
Chr. Beresheim,
Bierbrauer.

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o*.
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Pau-
ondo,
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edasehaden, Ab-
vonse. CcUsen, —;
Amorrho!?Sen, Bleiebrueht,
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ↄte. golitten, wurden chnoli
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323 .8. 32 A—
238338533353 8533223535 33253 7552 28 — —
—A 3237738738 —— 35583 235333558
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5238 233322 5375 23823255 523555 25333227 32332
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25583532 — — 5* 52 2* 32 2⸗ 28 — *
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3233537323323383 —52888 55522823538 8 —— 23
— ———— 2* 5825 5 3 3 55*5 52526 —323225 323
5753233665 33335 z83260 332738
— —3— J —22 —2 —** —
5325573232338 538 5365255 237 35535353333 25255522 23
26— 28* 5985 — 2838 23535383375 52 — 88
* 233823553* 5 A 333333632833 — 32523533333
v —— — J 2
2883353837 3823325—528 23 7328 3453
—— — C —* — * 2
22 — 33858 s 5552783
8 322227 52 2532* —
53535—823 —A —E — —
— 3337*72 —53 25238 23533 65553585 2240
2 * J * * 4
—3738—— —— 32 5535353 58 —38382 232238535 2
—— — 353382 zz5z 33 333833333 555f
— 35322 373 33 63 J 333
55 72883 82 733 5338585 53233 28333883 25
2 2 825 S 32227 — 285 22353 —A—— S* * 8
535358 —A 58 555758 2238 223 32238 —V EF S— —5
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3z28 — 35 2335 2—*33 355 8327 — z238335 *8 52
— 8 2388 2 S ã 55832252 2 — 5228 —2 —
5 235238 2 3322 223 583 523525 55385353 3. 5535
233 3333 2348 331777 223835 28323232 30*
2 28 3* 53288 * 2
332352235 —A 13233 335385 3z3038 53 53238 23— 238
* * —— 2 — 3. *22232 2 2* — 22 25 55 8
— 5— — 8 VBSABR — * 338356553532 55
28 5223833 533 55* 3 —S 2222* 5. 22 ——— 2 26
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— — cr⸗ 2 S22 282 —e— e — 2 2533538 28 25355 —4
528322329* 3282 5 —H —Se. — 553 8285727 55535255338 25
23 25 335 833 22 82*27 52322 555 55238 2,j388
23 —2 2338 323 8 22338*8 ——— —5—5 ——32 25 2982
2229 — * 8* 258 13352 553 5 — —— —z3— —822* 2223
52222 5557653 335353 2833 22323 52722* 25388 55—— 53852
7333253235 8 —55355 32885* —— 38233533 585
32335 322383 35 5537 —22 — *22 3226 22820 2322
233 583 ? 53355 2332 —3 —553535 2525 — —
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* 2 2 55208 2 — r 58 5
37 87 5338 22338
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2 8 528238 38332
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        Sl. Ingberler AAnzeiger.

Der St. Fnaberser icee (und datß mit dem Hauptblatte verbuadene Unterhaltungkblatt, mit der Dienttagß⸗, Donnerttagt⸗ und Sonnlag⸗
Rummet ericheint wbchentlich vieren al: Dienttag, — nerstag, Samtara and Sonmntag. Abennementepreis vierteljährig 42 Arrrt. oder
— 12 Silberat. Unzeigen werden mit KKrrr. die dreilpaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

— — ß *—
—— —e——— ——

Deutsches NReich.

München, 7. Nov. Die in der preußischeu Armee beabsich-

sigte neue Formation der Attillerie foll nach beyerijichem Mufter
durchgeführt werden; nach dem deut⸗französischen Kriege hat über⸗
Jaupt die preußische Artillerie viele in diesenm Kriege erprodten
Sinrichtungen der bayerischen Arltillerie angenommen. Auch bezüg ⸗
lich der taktischen Friedenseintheilung ist die bayerische Artillerie
der preusischen vorangegangen, indem eine Treunung der Feld⸗
von der Fuß-(Festungs-) Artillerie durchgeführt und erstere den
Armeckorps· Kommandos unterstellt wurdee.—
Muüncheen, 7. Nov. Der deutsche Kaiser ließ Döllinger
anläßlich dessen 80jährigen? Professoren-Jubilaäums durch den
hiesigen Gesandten den rothen Adlerorden 2. Klasse mit Stern
überreichen. I
Munchen, 8. Nov. In der heutigen Sitzung des Ahgeord-
ietenhauses legte der Finanzminister das Budget für die nächsten
2 Jahre vor, das in Gesammtausgabe 120878,972 fi. beträgi
(10,690,632 I. mehr, als das letzie Zudget); eine Steuererhoͤhung
ist jedoch nicht nothwendig. 5 —
Mezz, 6. Rovd. Die Entwickelung des Bazaiue'schen Prozesses,
namentlih die für den Angeklagten oft nichts weniger als gravi—
renden Zeugenaussagen, regen die Gemüther unserer eingeborenen
Landsleute außerordentlich auf. Leute, welche auf dem sudjektiv
leidenschaftlichen Standpunkte des Berichterstatters stehen, und ihrer
ist nog die Mehrzahl, sind unglücklich bei dem Gedanken einer
moͤglichen Freisprechung. Vielleicht RNiemand in ganz Frankreich
und in Elsaß⸗Lothringen ist mehr überzeugt, daß nur Verrath die
Riederlagen Frankreichs herbeigesührt haben, als unsere Metzer.
Man darf nur hören, mit welcher innerlichen Lust und Freude
Alt und Jung von dem einzigen Baume, der vor dem ehemaligen
Hauptquartier Bazaine's in Ban⸗St. Martin stehen geblieben ist,
ich erzählen 1, Cet arbre est consorvé pour Baraino!“ — Von
diesem blinden Hsse frei und ruhig den Werth der einzelnen im
Prozesse zu Tage tretenden Thatsachen bemessend ist nur eine kleine
Anzahl der Bevölkerung. Deßhalb war es ihrem Correspondenten
ehr erfreulich, auch ein solches Urthel zu vernehmen, und er steht
nicht an dasselbe zu veröffentlichen. „Der erste Fehler, den man
in diesem Prozesse, nach unserm Gewährsmann, machte, war die
krnennung eines dem Angeschuldigten schon seit früher Zeit per-
onlich verfeindeten Mannes als Berichterstatter, d. h. Untersuchungs⸗
richter. Die Folge dieses Fehlers war der Umstand, daß bei der
Prüfung der Frage, ob Verweisung vor ein Kriegsgericht oder
nicht — abgesehen von etwaigen politischen Motiven — kein ob⸗
zeltis richtiges Bild als Grundlage diente. Wollte man in Frank⸗
deich für jede Schlappe noch einen Prügeljungen haben, so hätte
man vor Allem auch den dermal'gen Präsidenten der Republi!
nicht frei laufen lassen/ geschweige ihm die Leitung eines großen
Staatswesens anvertrauen sollen. Eine oder zwei Schlachten
'onnte Mac Mahon verlieren; daß aber einem Marschal von
Frankreich die Wichtigleit der Vogesentunnels zwischen Zabern
aud Saarburg entgehen konnte, die jedrr Maréchal de logis“ in
der Armee wenigstens beim Durchfahren erkennen muß, das ist
ein unverzeihbarer Fehler. Von dem Sprengen des großen Lützel
burger Tunnels, über den noch dazu der Rhein-MarneKanal
fließt, was die Zerstörung sehr erleichtert hätte, hingen die späteren
Folgen des Krieges gerade so viel oder vielleicht mehr ab, als
don der schließlichen Kapitulation der Rheinarmee.“ — Eine sol he
Auffassung aus französischen Mund war uns neu und erscheint
uns einer Veröffentlichung werth. Wenn unter den Nichtern des
kriegsgerichts in Trianon auch eine solche Anschauung Platz greifen
würde, mit welchen Gefühlen müßten sie an einen Urtheilsspruch
Jehen, dessen eventuelle Bestätigung einem Manne obliegt, der zwar
ein „loyaler“ Soldat sein kann, dessen Befähigung als Heerführer
A —
-TDie Auflösung des Reichstages wird, wie verlautet⸗ in
Zürze erfolgen. Als Term'n für die Neuwahlen wird — die lehzte
Woche des Dezember bezeichnete Fir die Berufung des neuen

Reichstages ist der Anfang des Februar in Au— sicht xX
J— A. 3.)
— Der Roaichskanzler beantragte beim Bundesrathe, der Ein⸗
adung der amer ikanischen Unionsregierung zur Theilnahme an der
ür 1876 in Philadelphia beabsichtizten Ausstellurg von Kuast
ind Industrie-Erzeugnissen und Produkten des Laund⸗ und Berg
zaues Folge zu leisten, sowie der Einsetzung einer besonderen
Ausstellungs · Commissioan und Bevollmächtigten zu der Commission
in Philadelphia zuzustimmen.
Frankreich.
Par.is, 8. Nov. Heute Morgen haben fämmtkiche Mi⸗
aister ihre Eallafsung angeboten. Der Marschall hat sich indessen
zeweigert, sich von einem Ministerium zu krennen, das im Besitze
eines Vertrauens ist. Es bleibt aber dabei, daß nach der Ab⸗
dimmung über die Vollmachtsverlänzerung alle Minister ihre Vor
ef u les zurüdstellen werden.
Versailles, 8. Nov. Heute wurden die letzten drei A
der Kommission für den Antrag Changarnier's gewählt: Laboulaye,
déon Say und Rénufat, alle drei dem linken Centrum angehö—
rend. Die Kommission wird heute Abend zusamm entreten, um sich
zu lkonstituiren.
Spanien.

Nach den neuesten Depeschen hätten die Karlisten über die
Regierungstruppen einen erheblichen Sieg erfochten. Von den
letzteren soll dabei der Befehlshaber, General Moriones, verwun⸗
det, General Rivera getödtet und 86 Offiziere gefangen wor⸗
den sein.

Uamischtes.
fIn Pirmasens find bereits Schritte zur Errichtung einer
xsten Gymnasialklasse geschehen. Der Stadtrath hat für die betr.
Ztelle 1200 fl. Gehalt und Wohnungẽ ents chäͤdigung ausgeworfen.
Die Gehalte der Voltsschullehrer wurden vom Stabtrathe um je
70 fl. erhöht.
Kaiserslautern, 5. Nob. Eien Prozeß, der schon seit längerer
Zeit in hiesiger Stadt viel von sich reden gemacht hat, kam gestern
por dem Zuchtpolizeigericht hier zur Verhandlung. Es war Dies
rine Verleumdungsklage, welche der Banquier Joseph Kehr gegen
den Banquier Jakob Möser angestrengt hat. Die beiden Porteien
varen persönlich erschienen, Ersterer durch Anwalt Neumayer,
Letzterer durch Anwalt Frenckel verbeistandet. Die Veranlassung
zur Klage war die, daß Piöser mündlich sowohl als schriftlich in
Briefen an verschiedene Banlhäuser die Behauptung aufgestellt und
zas Gerücht verbreitet haben soll, daß Kehr mehrere Accepte nicht
zrompt habe einlösen können, resp. nicht eingelöst habe. Kehr be⸗
jaup et, durch diese, wie er sagt unwahre Nachrede in seinem
Beschäft beeinträchtigt worden zu sein. Als Zeugen waren geladen
nehrere Direktoren solcher auswärtiger Banthäuset, sowie fast dat
jesammte Personal der hiesigen Bankhäuser ron den Chefs bil
u den Lehrlingen. Die Verhaudlung“ begann Nachmittags um
/a6 Uhr, und um 8 Uhr'waren 20 Zeuzgen verhört. Da aber
jerade einige Hauptzeugen (die Direktoren der Mitteldeutschen
dreditbank und der Oesterreich sch-Deutschen Bank in Frankfurt,
owie der Geschäftsführer des Bankhauses B. Schlachter in Saar⸗
zrücken) nicht erschienen waren, wurde die Fortsehung der Ver—
dandlung auf den 3. Dez. vertagt. IJ (GKais. Zig)
7 ———— Der Stadtrath hat den Gehall der hie⸗
igen Lehrer, der jetzt mit 600 fi. anfängt, und auf 900 fl. fieigt,
in der Art aufgebessert, daß künftig der niederste Gehalt 700 fl.
zetragen und derselbe von 5 zu 5 Jahren um 50 fl. erhöht werden
soll bis zu 950 fl. Die bisher angestellten Lehrer, erhalten vom
1. Januar an alle mindestents 800 fl.
7 Metz, 3. Nor. Der „Courier de la Mos.“ berichtet:
Am letzten Freitag gegen 193 Uhr ewpfand ein? große Anzahl
jon Leuten in Nancy das Gefühl eines Stoßes, welhes mit den
dei Erdbeben vorlommenden“ Etschütterungen Aehnlichtkeit haite.
Man verlot sich in allerl ei Deutungen des fremdarligen Ereig-
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        aisses, gls man gegen 5 Uhr durch ein? von St. Nilolal lom⸗
mende Person erfuhr, daß der alte Schacht der großen Salin⸗
Dagerin u. Co. eingestürzt sei, wodurch eine Anzahl Arbeiter der-
chüttes wurden. Um 42/0 Uhr hatte man schon neun der Verun—
glüdten in's Spital gedracht. Die Gebäude des Salzwerkes sollen
ich in sehr kläglichem Zustande besinden.“

x Frankfurt, 4. Nov, Da die Grenzsperre gegen Oesterreich
in Folge des Aufhörens der Rinderpest wieder aufgehoben ist, wur
den unsete. Hausfrauen heute durch dia Millheilung. erfreui, daß
das Rudfleisch um J1 kr. abgeschlagen. — Das Hammelfleisch ging
in Mainz plötzlich auf 15 kr. per Pfund zurück. Auch hier wird
dasselbe namhaft abschlagen, weil durch Händler nicht eniger als
30,000 Hämmel aus Rußland unterwegs und zum Theil schon
ingetroffen sind, der Handel mit Hämmeln nach Frankreich aber
ehr in's Stocben geraihen ist.

f Eine heitere Girichtsscene wird von Berliner Blättern er⸗
zählt. „Morjen, Herr Staatsanwalt!“ führte fich am Montag
tin Mann in bedenllich angeschrägtem Zustande bei der siebenten
riminaldeputation des Stadigerichts ein. — „Sie find der Tö—
pfergeselle Karl Albert Louis Schierißz ?“ — ‚Zu dienen, Herj
Zerichtshof ! — „Sie sind wicderbolt wegen Amtkehrderlehung
Beleidigung, Widerftandes gegen die Staatsgewalt 20. bestrafi
‚Ach, laaßen Se doch man, icd werß ja det allens.“ — Wi
müffen das hier aber altenmäßig feststelen.“ — „Ach Jotte doch
hoͤren Se man uf, et iß ja allens jun!? — Schieritz ist der Be
idigung eincs Schutzmannca angeilagt. In flark. alkoholisrtem
Zustande, der sein normaler zu lein scheint, wollte er einen Om⸗
nibus besteigen, der Kondulteur wies ihn zurüch, es entstand ein
Auflauf, ein Schußmann mischte sich ein und diesem schleuderte
Schieriß das geslügelie Wori zu: „Hören Sie, Manneken, wenn
Sie nicht stelle siud, schneiß' ick Ihnen een Stück NKuchen in die
Fresse!“ Schieritz bestreitet das ihm zur Last gelegte Verbrechen.
„Sehen Se mal“, beginnt er seine Vertheidigung — „id hatte
mir wieder mit meine Wirthin gelabbelt, und wenn die's Maul
aufthut, denn“ — — der Präsident unterbricht den Angeklagten
mit den Worten, daß das Gericht mit der Wirthin gar nichts zu
hun habt. „Na, da können Se Ihnen Jot danken!“ Der That⸗
hestand der Antlage wird festgestellt und Schieritz zu einer Woche
Gefängniß berurtheilt. Sein Vollmondsgesicht erglängisbei Ver⸗
lündung der Sentenz in reinster Freude. „Na, det hätien ooch
Innen vierzehn Tage werden,“ schmunzelte er seelenvergnügt; dann
tellte er ich vor dem Zeugentisch auf, machte einen tiefen Bückling,

der ihn fast zu Falle brachte und empfahl sich mit den Worten:
„Morjen, Herr Gerichtshof!!“ Im Zeugenzimmer schüttelte er dem
zeleid gten Schutzmann kräftig die Hand und meinte treuherzig:

Bruderken, det haälte schlimmer werden können. Aber nu muß

Du mir eenen JIroschen pumpen, daderdruf muß ick Eenen drinkem

F Vor giftigen Briefbogen wird etzt in Berliner Bittern

zewarni. Es kommen nämlich in neuester Zeit hell und dunkelrdsa.
othe Briefpapiersorten im Handel vor, die eine starle Abnahme
änden. Dem Lichte ausgesetzt, verbleicht die Farbe ziemlich schnell.

Bei diesen Rosapapieren besteht die zugemische Farbe aus den
arsenilalischen Fuchsin -Farbeni üdständen. In dem Marschschen
Arsenit⸗Apparat behandelt, erhält man mit diesem Papier einen
edeutenden Arsenilfpiegel. Moöge sich daher Jedermann vor solchem
X

T Ju Scleswig ist aus Kopenhagen ein Schiff mit 87 Ki⸗
den angelangt, worin die zum Acchiv der Herzogthümer Schleswig
dolslein gehörigen Aktenstüde verpadt sind, deren Auslieferung
zelanntlich im Prager Frieden ftipulirt worden ist.

BParis, T. Rov. Das Tribunal von Autun hat gestern das
Artheil über eines Complots gegen die Marquise Mac Mahon
und der Gemeinschaft mit der Internationale bezichtigten Indibi
duen gefällt Zwei derselben wurden zu 4, einer zu 8 und einer
ju 2 Jahren Gefängniß verurtheilt.

1. Die Eigenthümer des Dampfers Murillo, welcher belanntkich
uugellagt war, den Untergang des Auswandererschiffs Norihfleei
verschuldet zu haben. find heute im Admiralitalsgetichtshos jur
Zahlung von 24,000 Pfod. Strig verurtheilt worden. De—r Riqh
er fügte zu dem Urtheile noch folgende im Saale mit Beifell
nufgenommene Bemerlung hinzu: „Jch finde es schwierig, in hich
tichend fiarlen Worten den Unwillen auszudrüden, w he tue
Brutalität und Gemeinheit derjenigen, die den Murillo befehligten
n dem Herzen jedes der gewoͤhnlichen Gefühle der —3—
uicht gangbaren Mannes ertegen müssen. Dieser Vorsall in der
That rpräsentirt ade Grausamkeit ohne den Muth des Priaten.“

London, *. Nob. Ein furchibares Ungluͤck erecignele sich
jeute früh in dem Londoner Stadtbezirke Lambeth, und acht Men—
chenleben find durch dafselbe umgekommen. In einer Feuerwer⸗
merstube explodirte der Pulvervorrath; der Feuerwerler, welcher
zerade bei der Arbeit war, wurde lodt zum Fenster hinaus auj
die Straße geschleudert, und als men nach Ueberwaͤlligung der
durch die Explosion entstandenen Feuersbrunsi Zutritt in das Hausb
J wann, fand man daselbst die verkohlten Leichen von drei Frauen
und vier Kindern. d 38*
f Newyort, 7. Nov. Von allen Seiten gehen Nachrichlen ü“e
neue Schließungen von Fabriken ein. In den offenen Fabriker
werden die Lobne reduzirt.

S. XDemen. verantwortlicher Renackeur. — 76
— — 2
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des „Deutscher Reichsanzeiger“ und Koͤniglich Preußischer Siaats⸗Anzeiger“, „Ber⸗
liner Tageblatt“, „Deutsche Landes-Zeitung“, „Deutjcher Gemeinde-Anzeiger“, „Capi⸗
talist“, „Revue financière allemande““, „Schweizerische Handels zeitung“, „Züricher
Presse““. „Prager Handelsblatte. Feierabend des Landwirtßate

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— 2
„3 32.
155 — —8
2528 55853.
352—37332⸗
42533227
*88* — 2
—RB —
— — 8. E.“
* * 88 2733
—D—— 27
— — —8 8232 25332
—,7. ? 722.24
322 7 2387 n
3* 88 —
FE 4—3c—3.22
z22233553
c.74 3 * 2 J
. 2 *—
— 22 —
—— 322

— —
555857 23
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134323 2 ——3834
53 75*328
2325222,528
—XM — ——
—38 2. 2 22.3 7
*383228 537352
*3*853. 2 22832 2* *
2⁊ *42222 —
33 755775532
— 5* — 2228—
578335 5.
* 8 555 1
— — — 8— *
22* 2 5 4
2758274 2722
26523—3 323— *
353228582
2388 7 25235—
2525
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—AA— 2*22558
2 ⸗23252
23224 *
LES. 2 73 8
75 2. 728222
227* 9 8*8
22 * 2.8
c—53523 ———
—3838—5568
23 322 3 —
3—53327
77*787 8
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72 52*28
2
232373328358

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        Sl. Ingberler AAnzeiger.
der 51. Angberter Ankeiger (und dat mit dem Hauptblatte verbundene Unterhallungsblatt, mit der —XEXXVERCCCCEEE
dummer. exlcheint wochentlich vie ren al: Dien bag, Donnuder atag, Samstas und Soantas. AUbonnemeniapreis vierteljahrig 42 srxe. oder
— 12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blatischrift oder deren Raum berrchnet.
— *
8 * 178.

Donners⸗

Noveriber 5 1873

H Deutsches Reich.

—Muünchen. 10. Rovbr. Die⸗Soldgebühren sollen bei der
anichtberitienen Mannjchaft der Gendarmerie bom 1. Jauuar 1874
ind zwar beinr Oberwachtmeister von 1efl. 48 tr. auf 2 fl. beim
Wachtmnt ister· RKlasie von 1. fil. 24 kt. auf 1fl. 48 Ir., U. Klasse
jon Uufl. 20 tr. auf 1fl. 42 kr., beim Sergeanten J. Klasse
on 1t. 10 txc auf J A. 36 Ir., MKlasse von IfIAD fr.
nuf 1 fi. 30 kr. beim Stationslommandanten von 1ufl. 6 tr.
uf TR26 kr. beim Gendarmen mit über 18 Ddienfijahren
don 1fl. 4 fr. auf 1fl. 24 ftrz nir 13 bis 18 Dlenstjahren
von 1fl. 4 kr. auf 1 fla21 tr., mit! 8bis As Dieustjahren
»on 1fl. 4 fir. auf Eil. 18 a mit 3 bis 8 Dienstjhren
hon 1 fl. 4 kr. auf 1 fl. 15 re und; unterz 8 53
von 1ufl. auf Ufl. 12*kre erhöht werd n. Auch bei der berittenen
Mannschaft tritt eie entsprechende Erhoͤhung ein.

Mäünchen, 10. Nob. Im Finanzministerium wurde zur
Borlage an die Kammern auch ein Gesetzentwurf, die Verwendung
»es Autheils Baherns aus den franzöͤsischen Kriegskostenentschädi-
zung betr., ausgearbritet, der alsbald an die II. Kammer gelangen
vird. Ein großer Theil der Gelder aus jenen Kriegskostenent-
shädigungen ist übrigens bereits. zur vodständigen Heimzahlung
nicht nur des 5proß. Militäranlehens von 1870, sondern auch
der 41/2 proz. Militäranlehen von 1855 und 1859, sowie des
bn/ proz. Annnitatenanlehens der bayerischen Hypotheken⸗und
Wechselbank verwendet worden. (N. C.)

Fulda, 11. Nov. In einer gestern staitgehabien Sitzung
zes Domcapitels wurden 5 Candidaten für den erledigten Bischofs-
aätz aufgestellt, welche alsbald dem Kaiser präsentirt werden sollen.

Darmstadit, 105 Nov. Die zwate Kammer nahm in
der heutigen nochmaligen Berathung des Schulgesetzes den von der
⸗rsteu Kammer verworfeuen Antrag Metz, wonach Ordensangehö—⸗
igen j de Wirksamkeit an Leht- und Erziehungsanstalten untersagt
werd, mit größerer Majorität an-

Beri'n, 8. Nov. Sämmtliche Beziels — Regierungen des
Siates sind angewiesen worden, in geordnetem Wege zur öͤffeate
üchen Kenniniß zu bringen; daß „der erwählte katolijche Bischofe,“
Joseph Hubert Reinkens, laundesherrlich anerkannt worden ist, den
homagial Eid abgeleistet und sei en Wohnsitz in Bonn genommen hal.
der Dr. Reinkens ist also, ausdrücklich ats katholischet Bischof
merkunntt

Berlin, 10. Nov. Der „Staaflsanjeiger“ publizirt ein
oͤnigliches Dekret vom gestrigen Tage, wonach Feldwarschall Graf
hon Roon auf seinen Antrag vom Prasidium des Staatsministeriums
entbunden. Fürst Bismarck auf's Neue zum Präsidenten und
Minister Canmphausen zum Vizepräsidenten des Staatsministeriums
tnannt werden.

Bétlin, 11. Nov. Der Keeuzztg.“ zufolge wäre General
3. Kamecke zum witklichen Kriegsminister (bisher war er Roon's
Adlatus) nunmehr ernannt.

—Das Gerücht, Preußen werde der öͤsterreich schen Geldkrisis
durch ein bedeulendes Darlehen zu Hülfe kommen, hat sogar mehrere
uswärtige Regierungen beschäftigt, stößt aber in Berlin zum min⸗
desten aui Zweifelee.

Frankreich.

— Die ‚Liberté“ zeigt an, daß Oberst Stoffel vor die
Zuchlpoli zeikammer von Versailles geladen ist, um sich wegen der
deschimpfung des Generals R.viere zu veraatworten.

. Italien — zze

Turien, 8. Nop. Heu'e hat die Enthilllung des Cavour⸗
denkmals im Beisein des Känigs, der Prinzen, der Minister, der
Vertretungen des Senates und der Kammer, des diplomatischen
Torpk, der Civil- und der Militär Vehörden, der Nalionalgarde,
owie des aus Rom eingetroffenen. Nat onalgarde Bataillons statt-
gesunden. Viele Vereine und Gemeinden waren ebenfalls vertreten,
und eine ungeheuere Menschenmenge wohnte ungeachtet des strö-
menden Regens der Feier bäi.

Der König wurde bei seiner Ankunft mit begeistetten Zurufen

* *
begrüßl. Der Bürgermeister von Turin hielt eine Ansprache
vorin er hervorhob, daß Cavour in so großartiger Weise zur
Finheit tund Unabhängigkeit Italiens inmilten unbesiegbar schei⸗
nender Schwierigkeiten beigetragen, einzig gestützt durch das Ver⸗
rauen: des Königsz und die Vaterlandsliebe des italienischen
Bolkes. Cavour schied, sagte der Redner weiler, ohne die Einheit
jeines Vaterlandes volllommen hergest iIt zu sehen; aber seine Po⸗
litit. sein Nanme, seine Schule haben ihn überlebt. Seinem Bet
Ppiele folgend sind wir nach Venedig und Rom gekommen.Durch
hn ist der Stern Savohens die Sonne“ Italiens gewordein. —
Spanien.
Madrid, 9. Nov. Die aus- katlistis her Quelle stammen -
denf Telegramme über die Schlacht bei Miranda sind als vosstän ⸗
dig erfunden zu bezeichnen. General Primo de Rivera ist keines⸗
wegs verwundet, benachrichtigte vielmehr heute die Regierung,
daß der Kampf nur in einer Vorschiebung des Hauptquartiers nach
Arcos bestanden habe, von wo aus Woriones heute seine Tele—
gramme datirt.
—

f Lambrecht, 10. Nov. Unterm 8. d. M. fand in sonder⸗
harer: Weise eine Civiltra nung hier statt. Die Eliern der Braut
entzogen dem Bräutigam (orotestantisch) die Einwilligung zur Hei-
cath, wenn er sich nicht in ihrer Kirche (katholisch) trauen lassen
volle; der Bräutizam schien nachgiebig und die Civiltrauung: wurde
zollzogen; die jungen Eheleute bestiegen nun mit zwei Zeugen
die erste der bereitstehenden Droschken, während die Eltern der
Braut mit den andern zwei Zeugen in die zweite Droschle einstiegen.
Erstece fuhren aber, statt zur Kirche, nach dem Neustadter Bahn⸗
jofe, von wo sich die jungen Edeleute fich sofort per Bahnzug
veiter begaben, während die Eltern der Braut und Zeugen
inwillkürlich nach ihrem Heimathsorte, dem eine halbe Stunde von hier
intferuten Lindenberg, gefahren wurden, obgleich sie den RKutscher
auf den irrigen Mig zur Kirche anfmerkjam machen wollten, der
edoch den ihm angegebenen strengen Befehlen Folge leistete. Auch
oll der tatholische Priester im Ornate zur, Trauung bereit ge—
wesen sein. Glf. Post.)

7 Das am Sonntag 10. Nov. Nachmittags 8 Uhr stattge-
habte Concert beim Fest des Neustadter Saalbaues, war von ca.
2000 Personen, aus Nah und Fern, auch außerhalb der Pfalz
wohnenden, besucht. Beim Festball, Abends um 8 Uhr fanden
sich noch mehr Gaste ein und nahmen an der Polona'se nicht we⸗
niger als 380 Paare Theil:

f Nach der „Neust. Ztge“ hat der Distrikisraih Neustadt be⸗
züglich eines dort zu errichtenden Gymnasiums am 7. ds. beschlossen,
für die erste Klasse 1000 fl. zu bewilligen, für: jede folgeude je
600 fl., so daß der Distrikt zu einem vollständizen Gymnafium
2800 fl. jährlich beizutragen gewillt ist. Der Siadtrath hat fich
am B. ds. für Errichtung eines vollständigen humanistischen Gym⸗
nasiums mit vier Kl. ssen ausgesprochen. RW

Sammtliche Schulen in Speier,“ sowohl Idie Vollksschulen
als die höͤheren Bildungsanstalten werden am 17. ds. Mis. wieder
eroffnet werden.

7 In Hardenburg perbrannte am 10. Nor. ein 31. jahriges
dind.“ Die Eltern hatten dieses Kind mit einem kleineren in der
Wiege liegenden allin gelassen. Wahrscheinlich hat das Kind daß
Feuer schüren wollen und ist dabei mit seinem Kleide den Flammen

sder einec herausfallenden Kohle zu nahe gekommen. Es wurde

yon seiner Mutter sterbend in fürchterlichem Zustande, der kleine
Zörper war ganz verbrannt, gefunden. Der Schmerz der Eltern
läßt fich denken. Glückticherweise haben die Flammen die Wiege
nicht erfaßt und blieb ihnen das Kleine unversehrt.

f Neuwied, 8. Nov. Bei einem Treibjagen, welches am“
hubertustage hier in den sogenannten „Weißen Hecken“ angestellt
vurde, fand man mitten im Forft ein kleines Madchen von kaum
3 Jahren, das fqchon seit dem Tage vorher vermißt wurde und
dessen Tod die betrübten Eltern bereits beweinten. Dreißig Stun⸗
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        den ist das Kind ohne jede Nahrung gewesem; irotzdem verhielt es
sich, als es auf die naste Lichtung gebracht worden, ganz ruhig,
es sah vergnigt aus und knapperie an einem Apfeh den man
hm gegeben Hatte. Als einer der Jägen ihm ein Butterbrod brachte,
ließ es den Apfel rasch fallen dund mochte fich nun mit Appetit
iͤber das schöne Butterbrod her. Ermallet schien das kleine Ding,
welches fast eine Stunde wei durch das dichte Holz bergan ge-
rabbelt war und die kalte Nacht im Freien zugebracht hatte, nicht
jzu sein. Ein Treiberjunge trug es seinen Eilern zu, .5
fEin Leigenthümliches Malheur passirte dicser Tage einem
Berliner. Er kaufte sich für seinen — tieinen häuslichen Zweck in
iner Apothele dreierlei Dinge: Gummi arabicum, Bullrich'sches
Salz uah Talt, sogenanntes Litschpulver, and belam viee
Artitel in drei, Außerlich einander gapz gleich aussehenden weißen
Düten verabfoigt. Nun verwechselte er“ qhe drei mit einander.
Er spülte sich mit Wasser ein Eslöffel Tail hinunter, der ihm wie
Blei im Magen lag, ärgerte sich fürchterlich, daß das angerührte
Gummi arabicum, das eigentlich Bullrich' sches Satz war, parlout
nicht kleben wollte, und als er Abends die Stiefel ausziehen wollte,
in die er Talt gestreut zu haben glaubte, waren die —XC
in ihnen fest angeklebt und nachdem er mit Muhe die Füße befreit,
mußte er jene Stürtweise herausreißen. (K. 3. .573

Auf der Strecke Ratzersdorse Mauern der Waagthalbahn
Ungarn) kam es wegen Zahlungsdiffererzen zu Unruhen unter
ꝛen Eisenbahnarbeitern, welche die Schieren aufrissen und den
Bahuhof stürmen wolllen. Es mußte Mi itär requirirt werden,
velches 10 Ercedenten arretirte und die Ruhe wieder herstellle.

Den ameritanischen Deteltiven ist es gelungen, einer reich⸗

xerzweigten Fälscherbande, die in den Gebirgsgegenden von Nerd.
Tarolina und Tennessee ihr Wesen krieb, auf die Spur zu kommen
ind 60 Leute in Haft zu bringen. Nicht weniger als“do Ver·
aftsbefeble find ertheitt worden. und man glaubt in kurzer Zeit
»en 60 Gefangenen 15 ihrer Kameraden zur Gesellschaft geben
iu können. Die Fälsher operirten in getheilten Truppen, die mit
inauder in Berbindung standen und sich gegenseitig unterftützen.
Man fabrizirte 30-Cents ·Stücke, 10 Doll.“ Bantnoen und 50
Doli. Staatsnoten; auch mexikanische Dollars wurden defaͤlscht
ind Resenden, die nach Texas odej nach Südwesten gingen, auf ·
eschwindelt. Man wor der Bande seit Monaten bereiis auf der
Spur, und berittene Detektius verfolgten · sie auf einem Raumo
on 500 engl. Quadratmeilen. Unler den arretirten Falschern
efinden sich Juristen, Nerzte, Friedene richter, Posthalter, Gerichts
ekretäre, Kaufleute u. a. mn.
Bekauntmachungen.

— Ar
F. x. Demet, verantwortlicher Redacieunrx.
Sonntang, den 16. Novenbe
— im Oberbrau ser saen Saal⸗ .
0ö“—

Ausschreiben.
In der Nacht vom 1. auf den 2.
November 1873 wurden zum Nach—
cheile des Bierbrauers Julius Meyer
dahier aus dessen verschlossenem Ge—
lügelstalle mittels Einbruchs drei Ka—
‚aunen im Werthe von 7 fl. entwendet.
Sachdienlicht Wahrnehmungen wollen
jofort dem Unterzeichneten mitgetheilt
werden. —6 —

St. Ingbert, 11. November 1873.

Der Königl. Landrichter

Pixis.

X

2* 7
* —

Programm:
d an 4. Abtheilung.
Pr. 1. Aubel· Puverturo von C. M. v Weber für Piano zu 4 Handen.
2. „80nRαngαανα, Lied füt Tenor mit Klav'serbegl. vonL. Nichter.
3. Sonate von Mozart, für Piano zu 4 Händen. n
4. 4. Der Hond““, Kinderled von Bratsch. 1J —F
b. Immneræui 2* Lied von Schäfferz beide Lieder für Sopran mit
— J . Alavierbegleitung.
5. Um Herz und Haud, Walzer zu 4 Händen von E. Faust.
we u z II. Abtheilung.
Nr. 6. Kinder-Sinsfonle von Haydn, fur Klabier mit Begleitung von 16
Kinder · Inftrumenten.
Anfang 3 Uhr Nachmittags. — Ende 5 ühr.
BREulrée AS Hrar. Familien mit 4 Personen 54 X
Freunde der Jugend und der Musit wẽtden auf die zwete Abtheilung des Pro⸗
zrammes besonders aufmerksam gemacht, da diese beliebte Finder ⸗Sinfonie zum ersten
Male bier aufgeführt, das musikeiebende Vublikum gewiß in jeder Weife⸗ befriediaen wird.
Für Bruch- und Vorfall-Leidende!
Meine langjährig erprobten Bandagen erhielten auf drei Ausstellungen
Medaillen. Ich bin zu sprechen von Morgens 8 bis Abends 6 Uhr
In Zweibrücken Samstag den 13. Nov. Hotel zum Pfather dof. J
ESt. Ingbert, Sountag, 16. „ idur Post.
Naäheres durch bereits verbreiteie Prospekte! —286 —W
Wenele⸗ Orthovädist aus Hamburg.
fl. 48 tr. Kartoffeln 1 fl. 18 Ir. eu
Buchen Brennbholhz istt ia it Sueei 419583
— —2 2* 1
xT haben bei entner. Weißbrod 113 Kilogr. 24 kr.
kornbrod 83 Kilogr. 34 r. ding2 Kilogr.
236r. ditto 1Kilogr. 12 tr. Gemischtbrod8
dil. 40 kr. 1 Paar Weck 90 Eramm 2 hr.
Kindfleisch 1. Qual. 2 kr. 2. Qual. 20 kr.
dalbfleisch 20 kr. Hammelfleisch 22 kr.
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Buner 38
ir. per Pfurxd.

Rbeine⸗ gute 7
Korukleien
sind billigst zu haben bei
Michael Haas Bader.
In böser Absicht wurde
s Gerücht verbreitet,
ich habe meinen Kun⸗
den gefälschtes Bier verkauft und des—
halb polizeilich bestraft worden .·.
Ich zabhle dem 20 Thlr. Beloh⸗
nung, welcher die Person angibt, um
sie darüber gerichtlich belangen zu
vnnen.
Blieskastel, den 8. November 1873.
Ebhr. Beresheim,
Bierbrauer.
»fen⸗

Bei meinem Weggance
on hier kann ich nicht
umhin sämmtlichen Be⸗

vohnern im Mühlenck für ihr freundliches
katgegenkommen hiexmit öffentlich meinen
ꝛerbind lichsten Dank auszusprechen.

b. WV. Prohm aus Virmasens

Für eine 6 itacehe
rener-Vercieherungeactien-
PReselIIsehasft, welche haupisächlich auch
ndustriese Etablissemerts in Teckung nimmt,
verden ihätge Agenten unter günstigen
Bedingungen çesucht. Auf Wunsch lann
denselblen auch eine Agentur für ene der
mößlen deutachem Lebenagver-
ieherungu-Glese IISeha stenmüber-
ragen werden. Franco Offerten unter Nr.

312 bef. d. Exped. d. Bl.—

oe

aif n, TI. Norbr. (Frucht⸗
Mittelpreis.) Weizen SI. 48 ir. Korn
7 fl. 12. ir. Spelzkern 8 fl. 34 r.
Zpelz 6 fl. 21tr. Gerste6 fl. 36 kr.
Hafer 4 fi. 47 kr. Erbsen 6 flu20 hir.
Wicken 4fl. 22 kec. Linsen 5 fl. 40 kr.
leesamen — fl. — t⸗. — Nornbrod
3Pfd. 34 kr. Gemischtbrod 3Pfd. 22kr.
Weißbrod 2 Pfd. 22 t. — Heu l fl.
30 kx. Kleeheun fl. — kr. Stroh ifl. 10 ir.

Frucht⸗ Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preise
der Stadt Zweibrücken d. 18. Nob.
Weizen 8 fl. 537 tr., Korn 7 fU. 3 kr.

Herste Zreihige, — fl. — kr., Gersie vier⸗

reihige, — il. — ir. Speiz 6 sl. 11tr.

Zpelzlern — fl. — tr. Dinlel 4 st.

40 ir. Muchfrucht — fl. — ir. Hafer
Redaltion. Druck und Verlz20 von *

. FAß⸗ä
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        ⸗ J
J 22 2223 24822
5252 255323— »5 585 235 523 7533588 —A
—— 325388 — 3333 2— Eö 55585 22978
— —X J ——— 5 55 * — 922 * —e
52 728 — . S 5 * 857* 5* 87
»25252 656 5382825323 33888 2323233 53323 555 2
553 234 28 22 22338 3 3 —225 8 32352328 S e 5—8 55
S5558 63334 255383 38—535 33 323252388 —
* ** — 8235 5 — 2
3328 8337838 *227 5 —x 73 —33555 —55 6—88 —— 382
—353 858853 —28533853533 323 —5— 5533 32558 3328
z8— —5 2* — —3 —
22553 5278 —3553383333 88
338 25 — 35835—838
72 28 — * —52 5 3 ———2 —
a⸗ — 328 —S * —EA— 2 5*1 8
z2535 —3 2 3 2535328
255 32c3 —— 35*5335353323775 2332*
*255 2323385 5 8 — — —— — —A ——
2 75 — 23 2 2* ⁊ 252 29 2 2 ——
52x286 283 5332* 355555 35,322383 —X 253 32332
* * 2 S2VB7 — — ñã 4 — 5 2 22224 83 —A
2332. 35.5 — 25* —A — 23——e85 2 353352838 —
5—z583 55353558 2 28 2 33—588 —*2 —ẽ 253 0258
—55 583538588* 53535 8273—3—8 z323*8*25 538258
23563 3 3 5737353
52 * —A— —— 25* 9 5 535—25 53 32 — 5537 ——
52275 — 355— 5375535 35553553 5553255 5523333388 —— —
—A 232— — 55557 —— * 23 5*8 3555232852 — *
—A 33338223 3253333528
— — —XX * i — — 2 —R WBS5 5 2 2* 8 — — 3
O * 22—353— 55* — — — 53385*8232 —A 2833
— —52 282 5— 322 2 832 2 785* 383. 2 5 —D —— e —
55238 — —— — —— — 00
— ———
3—— 535355555
* — 32523 52 5833852357.
3288 —A —225255 5 3282 ———
z 3832 23555 5 —e 8 3 78253353
*2 5* * 8* 532* ——2 82 3 25 753c *
25 53844 522 3 192 25327 5282232 23322* 5 532235E 8352
389 —56 54 *X — “ 32*7 55 — 323— — 232 BSA M
—— —— 8* —5 8 —— 8
—A 582 25233 88*8 5253873588 532653
38 —28——3 A— — 23 z3833 8
S —— * I —2 25 —— 8 — — — — ——
522 —23358 535 538322 —A —A 8525 255288
2 —X — — d — * — — 253757 288 22333853
28822 *2 84 —— 2. 22 —— S 535 — 8 z23587
322 —— 23 2 —E — — 2 * — 225 * 228 —— ———
— —A 22 35 225 535 2* 7* 5 5 22 5323k2 2zEB2
587 5828 — —383 55 2555 *281 — b 253233 E 3
22 A 253 235 1823 22333 — 5— 5252 522
2 2 52— —X 2323 22 * 52 233 8 * —25 * —22 ——— 8
—;.4 2 25825 5s5382353 5236 27 —»323337T vV —
—533 523553 — — 205 J — — 3* 5223 35 s»5 —A
F 333 8—6 8 2 552238 —A * *2553
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ve t. ae t7724481e sund das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungtblatt, mit der Dienttagt⸗, Donnerstagt⸗ und: Sonnlat⸗
zummer erlcheint wochentlich die rein ale Diensbtage Donnerr stag, Samtitor a und Sonataa. Adonnementspreis vierteljähtig 40 Krfr. oder
2 182 Silbergr, Anzeigen werden mit 4 Argr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Kaum berechntt.
* ———— — — — I— — 7 7
I79. Samstace n Ix. November 1873

I

— — 3
d ra — Deutsches Reich..
Aus der Pf al 3, 10. Nov: Im Kreisamiablatte der Pfalz
er. 57 sind drei Uebersichten des Bevölkerungsftandes des Regier⸗
ngsbezirks nach der Zählung: vom Monate Dezember 1871
eröffentlicht. Die erste Tabelle enthält die Bevolterungszahl der
2 Bezirksamter und der 32 Ktantone andgerichte.). Unter den
ezirlsaͤmtern nimmt Neustadt die erste Stelle ein mit 67,869
⸗eelen, das geringst bevöllente Bezirksamt ist Bergzabern mit 38.951
ewohnern.“ Die Reihe der Kantone exöffuet Neustadt mit 39, 266
Seehan: und wird geschlossen mit Dahn, welches nur 557 Gerichts⸗
mtergebene zählt, In der zweiten: Tabelle ist die Bevölkerung
et, 27. Stadte der Pfalz eingetragen. Folgendes ist die Reihen⸗
olge derselben?“ 1) Kaiferstautern mit 18,040 Seelen inclk. 89
hpe Militärs; 2) Speyermit 13,300 (incl. 298 Militärs);
) Neustadt mit 9360; 4) Pirmasens mit 8626; 5) Zweibrücken
nit 8413 (incl. 427 aktive Militörs); 6) St. Ingbert mit 8375;
) Ludwigshafen mit 7830; 8) Frankenthal mit 6988; 9) Landau
nit 6986 (incl. 855 altive Militärs); 10) Germersheim mit, 6428
incl. 2184 altive Mil tärs); 11) Dürkheim mit 5594; 12)
dentkoben mit 4814; 13) Homburg mit 3510; 14) Grünstadt
nit 33363 15) Oug rsheim mit 3103; 16) Kirchheimbolanden
ait 83093; 17) Landstuhl mit 8056; 18) Kusel mit 27963 19)
Innweiler mit 2752;3 20) Deidesheim mit 2721; 21) Otterberg
nit 2971; 22) Waqcengheim mit 2470; 23) Bergzabern mit 2358;
24) Blieskastel mit 1549; 25) Hornbach mit 1609; 26) Ober⸗
nojchel mit 1861; 27) Lauteredden mit 1288. — In der dritten
Tabelle ist die Wohnbevölkerung der Psalz im Ganzen nach den
Zählungsergebnissen von 1834 an bis 1871 angegeben. Dieselbe
zetrug 1834 im Ganzen 554932, im Jahre 1871 aber 644,610
cinwohner. (Pf. Kur.) —

München, 11. Nov. Am gestrigen Tag sind in den acht
dreishauptstädteu die diesjährigen Verfsammlungen: der Landräthe
zurch die Regierungspräsidenten eröffnet worden. In den Eröff⸗
mungsreden der Regierungspräsidenten wird durchgängig das Haupi-
ewicht auf die Volksschule und die Fürsorge für die Lehrergelegt.

(Schw. M.).

München, 11. Nov. Zur diesjährigen Prüfung; aus den
dilologisch historischen Fachern, die am 1. Dezbr. beginnt, haben
ch 40 Lehramiskandidaten gemeldet —im Vergleich. mit den
horjahren eine sehr —IX——

München, 11. Nop. Als Zuschuß der Staatstegierung
ur MinestibunattMa der Postboten ist im Vollzuge des g 85
ues allerh. Landtagsabschiedes vom 28. April, 1878 ein Zuschuß
on 20,050 fU. inss Budget eingesetzt. V

Muünchen, 12. November. Die Präsidenten der Abgeord ·
zelenkammer hatten eine Audienz beim Konig nachgejucht, dieselbe
nutde indeß nicht gewährt. (Frt. J. 7...
Mäanchen, 12. Nov. Einem in Abgeordnetenkreifen ver⸗
reileten Gerüchte zufolge soll das Keiegsministerium bei Geiegenheit
iner der nächsten sammersitzungen ein bedeutendes Nachtegspostulat
——— neuer Geschuͤtze, sowie Armeeretablissement überhaubt
in riagen. 4 J — 1
Münmschen, 12. Novr. Herr Minisierialrath Riedl, Bevoll-
gͤchtigtet Baherns beim deutschen Bundesrathe.wud in den
nchsten Tagen nach, Berlin reisen, um an, den, hevorstehenden
chtigeren Verhandlungen des Bundekraths Thejl zu aehmen.

Die Telegraphenleitungen des baher., Telegraphennetes
aten am 1. Jin' ds. Is. eine Linichlänge von 18510 Stdu.
nit einer Drahtlänge. bon 6025 Ston.. Im Jahre 1874 werden
BVahern 12, neue Felbstsiändige Telegraphenstationen erxrichtet,
odurch vielfache e Beramten nothwendig werden.

Frankfürt, i0. Rov. Zur Erinnerung an den Todestag
kohert Blums's war gestern wiederum (zum 25. Male) eine schwarze
sahne vor dem Gallus Thor ausgesteckt. Am Theaier war ein
rief Blum's an seine Frau, kurz vor seiner Erschießung an die—
Une gescheieben, angeschlagen. welcher von der Polizei eutfernt
urde (Fr —

. I 2—

eu Aus dem Ober«æelqsaß, 120 Nope: Die Aarlistischen Agenken
jaben ihre Werbebureaux auf unsere Gegend gusgedehnt,“ Die
Zauptagentur foll sich in St. Louice (rom.) befindenbvoch be—
lehen, wie ich weiß, auch in Elsaß, in Baden und Württemberß
Zweigbureaux,“ die sich damit besassen,“für Don Cartlos junge
zeute anzuwerben⸗: Ich selbst habe mehrere junge Leute gesprochen,
ie, aus Baden und dem! Niederelsaß kommend,“amngeblich mit
Berbetarten versehen waren, auf deren⸗ Grund ihnen dei der

auptagemur das Handgeld ausbezahlt werden sohte.“ (Pf. K.)

3Berlimn, 10. Noy. Hieher gelangten Nachrichten zufoige
al es nicht den Anschein, als ob die französischen- Legitimisten
hre Sache auch nur für die nächste Zukunft ve rloren geben wollen
xs wird seit den letzten Tagen mit einer gewissen Bestimmtheit

on der Absendung einer neuen Deputation an den Grafen von
hambord gesproven, welche denselben dazu bewegen soll, seinen

Ansprüchen zu Gunsten des Grafen von Paris dediugungslos zu
ntsagen.

Berlin, 12. November. Bei der Erdffnung des Landiaged
varen etwa 300 Miiglieder gegenwärtig; der königliche Hof und
die Diplomatie waren nicht vertreten. Das Ministerium erschien
inter Vortritt Cainphausen's um 12 Uhr. Die Thronrede wurde

—
er Kirchengesetze. Die Feier schloß mit einem Hoch auf den König,
velches vom Präsidenten des Herrenhauses, Grafen Stolberg, aus
gebracht wurde.

Berlin, 12. Novbr. Die in der Presse verbreilete Nacht
eicht, daß der preußische Gesandte in Dresden angewiesen set, die
achsishe Regierung wegen des von Konig Albert an die Armee
exrlassenen Tagesbefehls zu interpelliren, entbehrt, soweit es zu er⸗
nitteln gewesen, jeden Grundes....

Berlhin, 12. Nop. Der „Reichsanzeiger““ bezeichnet die
jvon der „Germania? gebrachte Nachricht, daß die bei dem Saar—
zrückener Eisenbahnbau beschöftigten Arbeiter, weil fie klerikal
zewählt hätten, entlassen worden seien, als unbegründet und fügt
hinzu, daß kein Arbeiter wegen einer klerikalen Wahl entlassen
vorden sei. 3.,.

— Offijidse Correspondenzen stellen eine Regelung det Civil⸗
rhe-Frage durch den preußischen Landtag in sichere Aussicht.“ Die
yon der liberalen Partei in dieser Beziehung troh allen unberech⸗
igten Widerspruchs festgehaltenen Erwartungen waren in den that⸗
ächlichen Verhältnissen begründet Und werden sich denn auch / her⸗
virklichen 6 *

— Dem ‚Nürnb. Korr.“ schreibt man aus Berlin, der
Finanzminisier Camphausen habe sich entschlossen, die Zeitunga⸗
uind Kalenderstempelsteuer im Etat pro 1874 nicht mehr in Ansatz
su bringen und einen dahin zielenden Gefetzentwurs dem Staats⸗
niuisterium zur Beschlußfassung zu unterbreiten. — Da Herr
Tamphausen schon früher persönlich für die Abschaffung der längst
perurtheilten Steuer war,“ so steht zu hoffen, daß er in seiner
aeuen leitenden Siellung seine: Ansicht durchsetzt, und daß der
as Zeitungswesen erdrückendene Alp endlich von ihm“genom⸗
nen wird. 43 5

KKoln.: Das Zuchtpolizeigericht verhandelte gegen den Erz⸗
zischof Melchers und Weihbischof Baudri wegen Ehrverletzung von
baltlatholischen Gesstlichen und wegen Verlaumdung der alifatho-
ischen Gemeinden Köln und Bonn durch Publikation eines bischöf⸗
ichen Erlasses. Die Angeklagten sind persönlich etschienen. Der
Strafantrag lautete gegen den Erzbischof als Verfasser des Erlasses
ruf. 3 Monate Gefängniß und 400 Thaler Geldilrafe, eventuell
veitire 3 Monate Gefangniß zugegen den Weihbischaf wegen Aufs
nahme des Artikels 1 Mongt Gefängniß und 200 Thixr. Geld⸗
trafe, eventuell 6 Wochen weitereß Gefängniß. Das Urthzil ist
is zut nächsten Sitzung bertagt. Außer dieser Sache kam auch
vieder ein Fall zur Verhandlung, wo der Erzbischof einen Pfarrer
ingesetzt hatte, ohne dem Ober⸗Präsidenten der Rheinprovinz vorher
die Anzeige davon zu machen, Das öͤffentliche Ministerium trug
»ul 500 Ihlr GRldbane im Nicsiehlungakkass Monat v
        <pb n="720" />
        — ——— — V—

Oresden, 7. Nov. Der König hat nachstehenden Tages
befehl an die Armee erlassen: „Dresden, 5. Nov. 1878. Sol-
daten! Durch Gottes unerforschlichen Rathschluß ist das Land
seines Koͤnigs, seid ihr eures Kriegsherrn beraubi! In aufrichtiger

Trauer. meines Herzens, in der ich mich mit meinem Lande und

der Armee vereinigt weiß, ist es mir ein Bedücfniß, euch, die ihr

in ernsten wie in guten Tagen in alter Sachsentteue ju meinein
in Gott ruhenden Vater standet,. heute meinen königlichen Dant
für euer disheriges Berhalten,“ gleichzeitig abet auch die feste

Zubersicht auszusprechen, daß ihr die hingebende Treue und auft

opfernde Thärigkeit, die ich während meiner langjährigen Kom—

mandoführung als euer Führer zu aller Zeit, besonders auch in

aroßen und gefahrbollen Zeiten stets an euch bewährt befunden,

unwandelbar auch mir und dem koniglichen Hause erhalten werdel

zu euerer Ebre, zu unseres theueren Vaterlandes Wohl. Das walte

Gott! Albert.“ —
Frankreich.

Paris, 11. Nob. Der Ober⸗Kriegsrath hat die Errichtung
dreier be verschanzten Laget zu Verdun, Belfort und Besangon
αjen.

Paris, 11. Rov. Die Fünfzehnerkommission der National⸗
perfammlung hat mit 8 gegen 7 Slimmen einen Antrag Casime
Poriers angenommen, welchem zufolge die Abstimmung über di.
Betlangerung von Mac Mahons Gewalt an die Vorrung der
lonstitutionellen Gesete (der Gesetze, welche die Staatsversassun⸗
fesistellen, insbesondere die Zusammensetzung der Volksvertretung
die Wahl derselben und des Präsidenten rormiren sollen) gelunden
sein soll. die Abstimmung über die letzteren aber für bie erst
Hälfte des Januar sicher gestellt werde. (Das ist's nun gerade
was die Rechte und Mac Mahon nicht woden: diesen ist es le
diglich um die Berlängerung der Gewalt Mac Mahons zu thun
nicht aber um eine endgiltige Verfassung für Frankreich, da sie Ja
die Republik nicht mögen und die Monarchie im Augenblick nich
haben koͤnnen. Es lommt nun darauf an, ob die schwache Mehr.
heit in der Commission auch im Plenum der Nationalversammlung
die Mehrheit findet, (Pf. K.

Versailies, 12. Novb. In dor Fünfzehner⸗Kommission
modifizirte Casimier Perier seinen Antrag, die Abstimmung über
die Verlängerung der Gewalten Mac Mahon's betr., dahin, daß
ex die Verlängerung der Gewalten auf 5 Jahre nach dem nächsten
Zusammentritl der Nationalversammlung deantragte. Die Rechte
hielt ihren Antrag betreffs Verlängerung der Gewalien auf ic
Jahre aufrecht. Bei der Abstimmung wurde der Antrag Verier'⸗

mit 8 gegen 7 Stimmen angenommen. —
..Paxit, 13. Nor. Das Zuqhtpolizeigericht von Versailles
hat den Obersten Stoffel wegen veleidigung des Generals Riviere
in der Sitzung des Kriegsgerichts vom 4. ds. zu drei Monaten:
Gefängniß und Tragung der Kosten verurtheilt.

—. Der Moniteur universel“ wil wissen, man sei einer
demagotischen Liga auf die Spur gelommen, welche von Genf aue
eine Revolution in Südfrankreich anzustiften versucht hätte und der
mehrere südwestliche Gemeindeverwaliungen Geldmittel aus ihren
Bemeindefonds zur Verfügung gestellt hätten. Positive Beweis⸗
für diese Angabe werden abzuwarien sein.

Verfsailles, 11. Noo. In der Nationaldersammlung
brachte Pascal Duprat, von der Linlen, ein Amendement ein:: ei
verlangt Prollamitung der Nepublik und deren Ratification durch
eine Vollsabstimmung.

.. Grozeß Bazaine.) Versaillet, 7. Nov. Der
heutigen Sitzung sah man mit Spannung entgegen. Es handel
fich näamlich um die Depesche, welche Huime, ein sehr geachteler
und musterhaft patriotischer Spinnereibesitzer von Sedan, nuch
Raucourt gebracht und dem Marschall Vac Mahon Ubergeben
haben will. Diese Depesshe lautete, wie Hulme vor dem Bericht-
erstatter ausgesagt, ungefähr folgendermaßen: „Wir sind nur schwach
umgeben; wir lonnen durchbrechen, wann wir wollen, und wir
erwarten Sie.“ Diese Depesche will Mac Mahon nicht empfangen
haben; auch Bazaine hal keine Kenntniß von derselben. Sie wurd
bon Thionville durch den Proturator der Republit (damals den
Kaiserreichs) von Saargemünd, Lallemant, der vor den Deuischen
die Flucht ergriffen hatte, nach Sedan and von dort durch Hulme
⁊d Raucourt gebracht.

Hulme wird aufgerufen. (Allgemeine Erregung.) Der Zeuge
hat ein sehr offenes Mussehen und spricht mit äußerster Klarhei
und Bestimmtheit. Er ist sehr einfach gelleidet und macht alige⸗
mein einen guten Eindruck. Es war am 29. Auguft 1870, Mor.
gens 8 Uhr, alst man ihn nach der Citadelle kommen ließ. Er
erstatiet genauen Vericht über seine Reise. Unterwegs in Mouzon
jand er nicht die Pferde, welche er beftellt hatte; er wandie fich

4aher an einen General, der ihm durch die Vermituung des

jan zu geeinet Zen mu dem Raiser ein. Mus juu Pac Mahon
war noch nicht angelommen. Er ließ fich zum Kaiser führen, der
ihm sagte, er möchte die Depesche zu Mac Mahon bringen, und
degab sich dann zum Marschall, der inzwischen angekommen war
Der Marschall, der die Depesche las und sie ihm dann zurückgab
schien nicht betroffen zu sein und fragte ihn über die Wege nach
Montmedy aus. Der Marschall brauftragte ihn, Lebensmitiel
nach Mouzon zu schaffen. Die Depesche, die er behalten, derbr annte
er am 3. aus Vorsicht, als die Preußen am 31. in Mouzon ein
marschirten. Er sah am 29. den Marschall im Ganzen dreimal
das erste Mal, als er ihm die Depesche überbrachte, das zweite
Mal, als er mit ihm von den Lebensmitteln sprach, hund a?] daß
Mal, als et ein Pferd von ihm verlangte, um nach Sedan zurück
zufahren. Den Kaiser sah er auch zwei Mal. Gegen 5 Uhe
berließ er Raucourt auf einem Bauernwagen, den er aus Vorficht
requirirt hatte. Am nächsten Tage hatte er eine große Menge
von Lebensmitteln zusammengebracht, wie ihm der Marschall be
fohlen.

Praͤs.: Sie kamen am 29. eiwas nach 12 Uhr in Raucour
an. — Hulme: Ja! Ich sah sofort den Kaiser und dann dem
Rarschall. Präs.? Sie behielten die Depesche? — Hulme: Ja!
Der Marschall gab sie mir zurück. Praͤs.: Wissen Sie, ob di⸗
Depesche datizt war ? — Hulme: Sie war niqht datirt; fie trug
die Unterschrift des Obersten Tuenier (von Diedenhofen). Praß.
Zennen Sie den Inhalt der Depesche? — Hulme:Nticht meht
Jenau. Er wiederholt die Depesche, wie oben angegeben. Reg.Kom
Sprach Ihnen der Marschall oon Montmedy — Hulme: Ja.
Reg. Komm.: Wer gab Ihnen den Befehl. Lebensmittel nach
Montmedy zu schaffen? — Hulme: Der Marschall. Wir drächten
Asles nach Moutmedy. Verth.: War Laposse bei dem Marfchall
als Sie bei demselben waren? — Hulme': Ja! Aber nur erß
als ich ihn das zweite Mal sah. Verth. verlangt, daß man die
Aussagen des Marschalls vortrage. Präs.: Ich wollte dies soeben
anordnen. Die Aussagen, welche der Marschall vor dem Unter
juchungsrichter machte, werden nun von dem Gerichtsschreiber vor
zelesen. Aus denselben geht hervor, daß der Marschall fich nicht
erinnert, die in Rede siehende Depesche empfangen zu haben und
Hulme zu kennen, den man ihm gegenüberstellt. (Große Erregunt
im Saale. Daß Bazaine sich an Manches nicht erinnert, gilü
als Kapitalverbrechen von ihm; bei Mac Mahon ist Das eiwas
Anderes.)... Potier, Handlanger, sah Huline Lam 30. in
Mouzon, wie er mit mehreren Generaͤlen, darunter Mac Mahon,
sprach. Der Landwirth Sternaux bestätigte diese Angaben. Mac
Mahon kam am 30. in Mounzon an, und er sah, wie dieser —
e standen auf einer kleinen Anhöhe — mit Zulme sprach. (Große
krregung.) Der Zeuge Hulme wird nuu wieder vorgerufen. Praäß.
Sahen Sie den Marschall Mac Mahon am 30. — Hulme: Jal

ich sprach mit ihm; er befand sich auf einer kleinen Anhöhe und
war von mehreren Generälen umgeben. General Lallemand einet
der Richter und Neffe von Thiers); Wie irugen Sie damals Ihret
Dart ? — Hulme: Wie jetzt. GHulme hat nur einen Schnurrbari)
Chabaud Latour: Sie hatten damals nicht ihren ganzen Bart!
— Hulme: Nein, ich wug nur einen Schnurtbart. Späater ließ
ich meinen ganzen Bart wachsen. Ich ließ ihn gestern abrasiren,
damit ich heute sei, wie am 29. (Große Erregung in der Versamm⸗
lung.) Der Präsident hebt hierauf die Sitzung auf 20 Minulen
auf. Alle Welt beschäftigt sich mit den Aussagen Hulme's die
in jo grellen Widerspruch mit denen siehen, welche Marschall Mat
Mahon vor dem Untersuchungsrichter abgab.
In der Nachmittagssitzunug vom 7. Nov. wurde mit dem
Verhoͤr der 4. Zeugenkategorte (Operationen vor Metz bis 1.
September) begonnen. Zunächst wurde General de Cofftniéͤres,
der Gouberneut von Metz wahrend des Krieges, vernommen. Die
Koͤln. Zig.“ berichtet über dessen Aussagen: Er erklärte, daß
ihm zufolge die Rolle der Armee darin hätte bestehen müfsen, vor
Meß zu bleiben, um die Verdindungen des Feindes mit Deunschland
ju bedrohen. Man haätte nur entschlossener handeln müssen, als
nan gethan hat. Der Marschall Bazaine hat ihm nur von den
Depeschen des Marschalls Mae Mahon geiprochen. Er proiestiꝛt
dagegen. daß er gesagt, daß Met ohne die Arme keine 14 Tage
sich halten könne. Darum befragi, ob der Marschall im Kriegt⸗
rath dom 26. August von der Edalonfer Armee gesprochen, ant⸗
wortete der General, doß von dieser keire Rede gewesen sei. —
Nachdem der Grefffier hierauf die Aussage des Genera's Soleille,
der dbelantlich krank ist, vorgelesen, wird der Oberft Vasse St.
Duen, dessen Generalstabschef. vorgerufen. Derselde konflatirt,
daß die Armer nach dem 22 mit Munitions⸗Vorräthen versehen
worden sei, daß, wenn sie sich auch nicht in so gutem Zu—⸗
dande befunden habr wie am 14., ihre Vage doch keine
ne gewesen sei. Dir Kommandant Sers konstatirt Aehn⸗
iches.
        <pb n="721" />
        gweibrücken, 12. Rod. err Rekior Linsmayer vom Max⸗
mnasium in München, zugleich Mitglied des Oberschulrathes,
tt als Ministeriallommissär zur Inspection der hiesigen Studien⸗
instalt eingetroff · n. — r e
fZweibrucken. Das diesjährige landwirhschaftl. Fest hat
vO fl. Ueberschuß ergeben. 7*

F Bezüglich des Projektes der Babn nach Buchsweiler bis
um ünschlusse au die Bahn Zrgtrucen gorutavusg Ab⸗
veigung der Bahn Straßburg- Nvricourt in Steinburg bei Zabern)
cfährt die Eis. Korr.“, daß der Bau dieser Zweigbahn auf
osten des Reichs nicht in Aussicht genommen wurde, weshalb
1b Reichskanzleramt lein Bedenken tragen dürfte, „den Bau und
etrieb der genannten Linien gleichwie den der Bahn von
weibrüden nach Bitsch innerhalb des Gebiets von Elsaß Loth-
ngen als Privatunternehmung zuzulassen und wegen Ertheilung
ar betr. Konzessionen an die Pfälzische Eisenbahngesellschaft auf
satrag der letzteren, bezhw. der batherischen Regierung, in Ver
indlung einzutreten.

FMuünchen, 5. Nos. In der Woche vom 26. Oktober bis
. Rovember wurden in der hiesigen Münze 1,060. 660 Mait in
jehnmarkftücken geprägt. Die Gesammtausmünzung beirägt bis
ahin 80,272,960 Matk in Zwanzigmarkstücken und 16.053, 830
a Zehnmarckstücken, in Summa 96,326, 490 Mart oder 56,190,452
230 ke. — Mit der Pragung der neuen Markssücke in Silber
tbereits der Anfang gemacht“ und auch die Hersiellung der
ziclelmünzen wird in Bälde in Angriff geno amen.

Die badischen Staatskassen sind ermächtigt wocden, künftig
uch deutsche Drittels- und Sechsiel Thalerstücke in Zahlung
munehmen. J

F Mainz. Eine bedeutende hiesige Schuhfabrik hat einen
cheil ihrer Arbeiter entlassen; außer anderen Ursachen ist auch e
dgemneine Geldkleneme darean Schunnd.

f Von der Isar, 8. Nor. In dem Dorf Paring wurden
orgestern Nachts zwei alte Eheleute, als sie schon im Schlafe
gen, von zwei vermummten Raubern überfallen und durch die
aßlichsten Mißhandlungen gezwungen, den Ort, wo sie ihr Geld
bewahtten, anzugeben: es waren 9000 fl. die unter, den
tettern des Fußbodens lagen. Die Räuber nahmen alles mit.

chmettert wurde, wird wohl sterben, den Mann hosfsft man au
Zeben zu erhalten. Von den Thätern hat man noch keine Spur.
FDer Tanzlehrer Rademacher in Hoͤrde (bei Dortmund)

vurde von einem seiner Schöler, dem Bergman Hölscher, den er
vegen ungebührlichen Beiragens zurechtwies, mit einem Kugelstode
über den Kopf geschlagen; Rademacher ergriff sofort den Rebolver,
nen er bei sich führte und schoß auf Hölscher, der sofort, von
einer Kugel in die Brust getroffen, todlich verwundet zusam⸗
nenstürzte. J
7 Berlin, 7. Nop.“ Der militarische Verichterstatter⸗ der
„Schl. Pr.“ schreibt am Schlusse eines längeren Berichts über die
ehr günstig ausgefallenen Schießversuche mit den neuen Geschüßen
velche am 20. v. Mis. vor dem Kaiser statigefunden haben, daß
eit etwa einem Monat die Uniformirung des Artilleriematerials
nit dem größtmöglichen Eifer betrieben wird; man sei in maß-
sebenden Kreisen entschlossen, in diesem Winter die Neubeschaffungen
'o weit zu fördern, um noͤthigenfalls im nächsten Frühjahr die
jesammte Feldartillerie mit Geschützen neuer Konstruktion ausrüsten
u können. Auch ist anläßlich eines Schießversuchs der allerhöchste
Befehl ergangen, sämmtliche reitenden Batterien mit den neuen
heschützen aus zurüsten, und in Folge deffen die Ordre nach Essen
zelangt, die hiezu noöothige Zahl — 380 Geschütze (für 48 Bat⸗
erieen und 16 Ersatzbatterien) — schleunigst anzufertigen. Der
dorrespondent theilt dann noch mit, daß man von Einfuhrung des
Chassepot⸗Karabiners bei der Kavallerie gänzlich Abstand genom
nen hat, dagegen gilt die Einfühtung des Armeerevolvers, wie
'hn 3. B. die österreichischen Ulanen führen, bei unseren Kürassiren
und Ulanen für wahrscheinlich.

r Paris. Nach genauen Erhebungen beläuft sich der durch
sen Brand der Großen Oper verursachte Verlust an beweglichem
Bute, von den Gebäuden selbst abgesehen, auf 2,500,000 FIrts.
7 London, 8. Nov. Der Queens Bench Gerichtshof hat den
Termin für die Dauer des Tischborneprozefses der am 1de. ablief.
auf Antrag des Klageanwalts bis zum Novbr. 1874 prolongirt. Allem
Anscheine nach dürfte der gigantische Prozeß in diesem Jahre nich
um Abschluß gedeihen.
Demet, verantwortlicher Redacteur. *
* ⸗⸗ *333* 73 * z * ä
W. Fubrländer Zablelger ——
—CÆæÆCCR
7 Ausverkauf. A —
Iqh veranstalte auch dieses Jahr einen Ausperkauf meines Lagers, und, um vollständig zu raͤumen, derkaufe
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00 unt F Peit phrereb Leinen, fur Heriden und Beittlcher, u800 Studk 4. e achtfarbiges Bettzeug, meistens turkischroth, die
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Vrioedr. Stutmann.

In boser Absicht wurde
das Gerücht verbreitet,
ich habe meinen Kun⸗

een gefälschtes Bier verkauft und des⸗
aalb polizeilich bestraft worden.

Ich zahle dem 20 Thlr. Beloh⸗
ung, welcher die Person angibt, um
»darüber gerichtlich belangen zu
nnen. ⸗

Zlieskastel, den 8. Nodember 1873.

CEhr. Beredheim“ Bierbrauer.
237
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        ν α 22 I hc ee
n i ιι gae k he r * — — J
erte e rr pre. dr veee Tn n 7723 4 V v ,
AerHiltanrerelu 57 Sonntag, den 16. November
* * —A — ve α— ůανα
Bürger Hilfsverein. ben e daan im Oberhau ser'schen Saale
Sonntag, den 168. Novenber 5 — —
A vih Nachmittags 83. Uhr. —VV— — — 0 0 N. 09 KR * R P. *
* J r.e * 2— —J * 353 ,
General⸗ Versammlung—,
, P r. o9 ram m —DD
ee e ——— A. Abtheilung⸗e 38 α
Nr. 10 Arihel-Oriverture von C. M. v. Weber für Piano zu 4 —8
XRXCCES mit Klavierbegl. von, E. ichter.
B83. BSonate von Mozart, für Pians ju 4 Händen
4. 4. „Der Homd“*, inderlied von Bratsch,r32
be uxIm merα] Lied von Schäffer 32 beide Lieder für Soptan mi
I—
u. Um Herz und Hancd, Walzer zu 4 Honden von. E. Faust.“
REoYVoteWFéds&amp;Z —
Nr. 60 Rnder-Sinfonte von Haydn, fur Klavier mit Begleitung von 16
z3 — 0. wr vrse ve 2 5 Aint er· Instrumenten. n
Anfang 3 Uhr Nachmittags. Ende Uhr.3
Entrée Iä νν F ν mmit 4 Tersonen 54 I...
Freunde der Jugend und der Musik werden auf die“ zwe te Abtheilung deß VPto
grammes besonders aufmerksam gemacht, da diese beliebte Hinder⸗ Sinfonie zum ecsten
Male bier aufgeführt, das musikiiebende Vublikun gewiß in jeder Weise befriedigen wir,

— Fische J * it
find wieder eingetteffen bhei *
Fritz Panizerbieter.
2 möblirte Zimmer
für einzelne Hertn sinß zud vermielhen bei
*3.) Schreiner Vooelsana.
Wuchen Brennholz
ist zu haben bei
28 Weiler.
F Reine gute
Kornkleien

Fiener Ehrendiplome
Welt⸗ Nusstelsung Manchen ee ee isne
Anerkennungsdiplom Lamge irthschaftliche
für die bestbekannte uestelungen
XC 3G. CXSC.. c. IXI C X—uno ,
* Ein —— — u Ilachs⸗. Hanf⸗ Wergsyinnerei, Weberei.
und braun gezeichneter Hund auf den *53 ipF 4 B * 3224 14332
Namen Waldmanm hörend ist vom wirnerei &amp; leicherei Bäumenheim
ionu. d von der Post. und Bahustation Mertingen, Bahyernn
IJI. d- von der Rohrbacher — ———
* bhand k W nehmen Jlachs, Hanf und Abwerg fortwährend zum Lohnverspinnen
Mühle abhanden gekommen. Wer — d Vne 8Si
dem Eigenthümer Herrn Müller Hauck *en weuen And dlethen n
bon dort bestimmte Auskünfte über“ ; Aufträge für unz nimmt entgegen
diesen Hund du aeden vermag erhatt Herr JZ0h. Cuck in Oberwürzbach.
eine gute Blohnung. 3Wir sichern schn⸗tiste und billigste Bedienung zu..
Vor Ankauf wird gewarnt. —*
Das Neue Blatt 1874:.
Nr. 7. ist soeben eingetroffen und enthältr
„Die neue Gouvernante.“ Novelle von
Emil Mario Vacano. — „GedichteVon
Max Heinzel. — „Von Kasau bis War
schaͤu⸗Gusfische-Reisestizzen don Adolf Prowe.
— ,Deutsche Beamte. II. Der erste Ge-
neraiposidiretlor des deutschem Reiches (Muͤ Por⸗
trait.) — Mord und Süud. Novelle von E.
Vely. —, Schloß am See.“ (Mit Illustration.)
— WVor sechzig Jahreno Eim Grinner.
ungsblatt von Julius Mühlfeld. — Heitere
Chronika.“ — Für Haus und Herd.—,
Eilleriei.“: Zu unseren Bildern. — Vervoll-
dommnete Cigarette. — Aufflärung“ Offene
Freude · — Vor Gericht. — Beim? ArziuDe-
votion. — Aus Ambroise Pare's Lebensregeln
— Ein uenes sehr naives Gesellichaftsspiel —
Die goldene Mittelstraße. — Wie man decent
die Wahrheit sagt. — Ein Vater. — Goethes
Schneiderrechnungen. Wochenkalender der deulschen
Nationalteiligen. — Monaislalender für Novem-
ber. —Ein mittelalterlicher Eßlisch. —, Naãthsel.“
— „Neue Bücherschau.“ —, Aerztlicher
Briefkasten.“ — „Correspondenz.“ —
An Illustrationen; Die neue Gonvernante.“
Nach einem Gemälde vdn Antdnie Volkmar. —
„Sein Bild Generalpostdirektor
Stephan.“ — „Schloß am Sce“
Das Neue Blatt ist zu bezlehen durch alle
Buqhandlung en und A fut. den
ee rre von 2X pierteljährlichnje
drankfurte e
M *

53 Bß —————— . —— — .—
Unter Controle der daudwirtbschaftlichen. Vereine und Versuchsstalionen
— 3—— —— 77
Knochenmehle, roh und. gedämpft, eu ιι
Superphsphate, in allen Sotrien. Aauα :
Kali- und Magnefia Präparate, ν
Ammoniak Superphosphate, als bistes Ersatz dez roihen Peru Gearo
Spezial Dünger, füt NRüben, Tuabat, Reben. Hopfen —A
Säaͤmmtliche Düngerin werdenelin altbewährter, vorzüglichfter“ Q:at tateund
unter voller Garantie pt Gehaltes geefert. ιι
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Pedaktion. Druck und Verlag von F X. Dem««é in St. Inabert
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        Hl. Ingberler Anzeiger.

der St. FJugberter Anzeiger (und daß mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienttagt- Donnerstags⸗ und Sonntag⸗

tummer erlcheint wochentlich vie rmal: Dientag, Donnerstaqg, Samstag und Sonntaq. Abonnenentspreis vierteljährig 42 erzr. oder
12 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrist oder deren Raum berechnet.

I8SO. ovember * 1873

Deutsches Reich.

Neustadt, 11. Nov. Der Landrath wählte gestern seine
inf Ausschüsse für Kreisfonds, Kreisanstalten, Straßen und Rhein-
amme, Schulwesen, besondere Wünsche und Anträge. Die Vor-
„gen sind: Beitrag für das germanische Museum in Nürnberg,
tandversicherungsaustalt der Pfalz, Beiträge aus den Kreisfonds
ir Distriktsstraßen, Unterhaltung und Herstellung der den Verkehr
a den Eisenbahnstationen vermittelnden Distriktsstraßen, Erwei—
erung der Lokalitäten der Gewerbschule zu Kaiserslautern, Ertich-
ang einer Lateinschule in Ludwigshafen, Personalstand des Land⸗
athes, Pensionsverhältnisse der Studienlehrer, an den isolirten
sateinschulen, Ergänzung der Geschwornenliste für den Staats-
erichtshof, Nothstand der Winzer und den durch Hagelsedlbg Be⸗
hädigten, Dienstalterszulagen des Lehrerpersoaale, Ergebnisse der
Jeschaͤlerei, Nachweis der im Jahre 1872 pensionirten Schulpver-
pejer, die an den Landrath für das Jahr 1874 zu bringenden
zerathungẽgegenstände, Errichlung einer protestantischen Verweserstelle
Siambach und Revision der aus den Kreisfonds für die deut⸗
hen SchnlenJ] gewaährten Zus hüsse.

Neust adtt, 13. Norp. Der Landrath hot heute über die
zorlage der kgl. Kreisregierung, betr. die Unterstützung der durch
hagelschlag Beschädigten und der nothleidenden Winzer berathen
ind beichiossen: 1) Die kgl. Regierung zu ermächtigen, aus dem
Naximilians. Getreidefonds 40, 000 fl. zu entuehmen- und in die
reishilfstasse einzuschießen; 2) uiese Summe in Darlehen von
0o bis 300 fl. gegen eine jährliche Verzinsung von 280 und
mier Garantie der Gemeinden an die Bedürftigen zu verwenden,
ind 3) für die Einziehung dieser Darlehen in drei Jahresraten
Sorge zu tragen und die eingehenden Gelder dem Max.Getreidefonds
vieder einzuverleibaeann. 5

Dieser Beschluß wurde in zweiter Abstimmung gefaßl, nach-
em zuvor der Antrag des Herrn Tr. Hannitz, welcher unverzinslich?
darlehen warm befürwortet hatte, mit Maiorität abgelehnt wor
en war. J

Mäünchen, 13. Nov. Die zwanzig Abgeordneten der Pialz,
oelche bekanntlich sämmtlich der Fortschrittspartei angehören, haben
ch zu einem engeren Verbande zusammengethan, um alle rein und
pezifisch pfälzischen Angelegenheiten, welche auf die eine oder an—
ere Art vor das Fotum der Kammern kommen sollen, ünter sich
besprechen und über die Behandlu'ng derselben zu einigen, so
aß sowohl bei Initiativ ⸗Anträgen, welche aus ihrer Mitte oder
uf eine andere Weise im Klub oder in der Kammer zur Dis
ssion kommen, als auch bei allen einzig auf die Pfalz bezüglichen
htimmungen mit dem vollen kompakten Gewichte ihres Votums

mn t. wird. Als Vorstand dieses Verbandes wurde Herr Karl
„midt, atz Sektetär Herr Landrichter Fries gewählht.
8 kinm 12. Nov. Es ist natürlich, daß der lauteste Bei⸗
des iin weihen Saale versammelten Landtages gerade der
Felle der Thtoͤnrede folgte, welche nach Erwähnung des Wider⸗
andes der Bischose der —römischkatholischen Kirche gegen. die
irchengeetze die entschiedene Durchsührung derselben in Aussicht
At. Die Thronrede vermeidet es, die weiter ersorderlichen Schritte“
* Einzelnen zu bezeichnen. Daß dieser Zurückhaltung nicht Mangel!
jestsi henden Absichten zu Grunde liegt, ergibt sich aus der
itsache, deren Richtigkeit jetzt verbürgt werden kann, daß die
bringung eines Gesetzentwurfs betreffend die Führung der Zi—
andsregister und die Einfüfrung der obligatorischen Zibvilehe
amehr beschlofsseine Sache ist.
Fraukreich.
Brozeß Bazaine. Am 8. Novbr. wurden die Corpskom⸗
danten, welche in Meß unker Bazaine's Befehl standen, über
Vor. ange vom 19. Aug. bis 1. Sept. vernommen. Marschall
robert gibt an, daß am 26. Auzust ein heftiges Gewitter aus⸗
roch und das furchtbar schlechte Wetter mit Sturm dis zum 29.
—E—
en 26. beabsichtigt gewesene Vormarsch bis zum 31. verschobeu
durdee Marichall Leboenf aibt auch au. daß der Vormarsch in

Folge des Gew'ttersurms am 26. allerdings schwierig gewesen
väre, seiner Ansicht nach aber nicht unmöglich. Bazaines Anord⸗
nungen für den 31. bätten ihm den Eindruck gemacht, daß derselbe
vie preußischen Linien durchbrechen wollte (was ihm bekanntlich
nicht gelang, obwohl Canrobert ruhmredig der „nicht wenigen Ge—
hütze? gedenkt, welche sie damals den Preußen abgenommen
ätten.) Marschall Leboeuf behauptet, das Heer habe damals noch
ur 3 bis 418 hlachten Artislerie-Munition und für 7 bis 8 Schlachlen
znfanterie-Munition gehabt, er klagt aber, daß damals „in der
onst so glänzenden französischen Armee immer Mangel an Ver—⸗
rauen herrschte und dae Gerücht, die Munit'on sei ausggangen,
mleichtsinniger Weise verbreitet worden sei.“ Dagegen hatte be—
unntlich General Soleille, Artillerie Juspeklor, in dem Kriegsrath
om 26. August erklärt, es sei nur noch für tine Schlacht Mu—
zition vorhanden, was auch Canrobert dazu bewog, sich im Kriegs-
ath für das Verbleiben vor Metz auszusprechen. Marschall Leboeu
jatte noch auf einige spezielle Fragen des Regierungskommissärs
zu antworten, die ihm aber gar nicht gefielen; denn er schloß mit
her spitzigen Bemerkung, hinterdrein lasse sich sehr lecht sagen, wie
nan den Krieg hätte führen sollen.
England.

London. 10 Nov. Die Vermählung des Herzogs von Edin?
hurgh mit der Großfürstin Marie von Rußland wird nun am
J. oder 10. Januar (neuen Styles)im Winterpalafi in St. Peters-
urg statifinden. Nach seiner Vermählung wird das fürstliche Paar
iinen kurzen Aufenthalt in Tsatskoe Selo nehmer und von da
iach dem Winterpalast übersiedeln, wo die Apartements der Kaise⸗
in zu ihrer Verfügung gestellt worden sind.

Amerika.

Newyork, 12, Nov. Nach weiteren Nadrichten aus
Juba sind nicht nur die früher genannten Rebellen, welche an
zord des Virginus gefangen genominen worden, sondern auch der
dapitän des Sch ffes und 48 Leute, theils Matrosen, theils Frei—
villige, in Santiago erschossen worden. In Folge einer Unter⸗
»rechung des Kabels in der Havannah war der aus Madrid
ingetroffene Befehl, die Hinrichtumg aufzuschieben, zu spät an⸗
gelangt.

Wasibington, 11. Nov. Nachrichten aus Cuba zu⸗
olge hat die spanische Regierung die Aufschreibung des Pro⸗
esses gegen die Gefangenen des „Virginus“ angeordnet. — 80
n einem Gefecht gefangen genommene Insurgenten wurden er—⸗
chossen.

— ——————
Vermischtes.

7 Sti., Ingbert,“ 15. Novbr. In der letztverflossenen Nacht
jaben sich 2 Bursche in den Keller des Metzzers Karl Schwarz
ahier eingeschlichen und sind nachdem im — Hause alles in Ruhe
jewesen, von da in den Fleischladen, haben aus der Thele die
Z„chublade gewaltsam herausgemacht und daraus eine Summe
Zilber und P.piergeld vpn über 100 fl. sowie aus dem Laden
ioch einige Pfund Lionezwurst gestohlen..
Der Verdacht fiel einen Metzgerburschen“ aus Hagenau,
pelscher bei Hru. Schwacz vor einigen Tagen ans Arbeit getreten
st und auf einen Burschen vom Neuweilerhof. Die durch den
Polizeikommissär mtit dem Metger Schwarz und lgl. Gendarmerie
»ahier sofort vorgenommene Verfolgung der Verdächtigen halte
das Resultat, daß beide auf dem Neuweilerhof gelroffen und bei
riner Hausdurchsuchung der gestohlene Betrag von über 100 fl.
nufgefunden wurde. Die Diebe wurden sofort arretitt und hierher
yerbracht.

7 Kaiserslautern, 12. Nov. Gestern Abend gegen 11 Uhr
wurde in der Mainzerstraße dahier ein Schreinergeselle von einem
his jetzt noch unbekannten Thäter durch einen Messerstich nach der
echten Seite des Oberkörpers der Art lebensgefährlich verwundet,
)aß er sofort bewußilos zusammenfiel und nach einigen Stunden
in's Sp'tal verbracht werden mußie. — Die Veranlassung zudem

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        Vorfall war ein Streit, den der Verletzte mit einem lüderlichen
Frauenzinmer çehabt. (Ksisl. 3.) B

F Vor einigen Tagen ging der Tabaksfabrikant Gall von
Speier durch. Derselbe verlegt sich auf die sogen. Weqselreite rei
und beschwindelte selbst die gewiegtesten dortigen Geschäftsleute, so
daß eine große Zahl derselben Verlust? von 12006i3 1800 st.
zu tragen haben. Gall verstand die große Kunst, obglech vermsö⸗
genslos, durch sein „nobles“ Auftreten sich Credit zu verschaffen.
Wie wman vernimmt, sell derselbe auch- außerha!b Speyer, in an⸗
deren Städten. sein Wesen getrieben haben. Auch der Sohn des
Gall sei, sagt man, mit dem Vater durchgebronut. Diejer war
Rechner der G.s. lschaft „Amicitia“ dort und vergaß, wie man
jch erzählt, nicht, bei seinem Verschwinden die Kasse der Gesellschaft
mitzunehmen. J

f Der Guß der für den Kölner Dom best mmien Kaiser-
glode hat am. 13. d. in Frankenthal statigefunden und soll voll⸗
wommen gelungen sein. J

feZu der am 11. ds. begomenen Aufnahmsprüfung sür den
Betriebsdienst der psalz. Bahnen hatten sich 94 junge Leuse ein⸗
gefunden. Als deutscher Aufsatz wurde das Thema gegeben:., Das
Unglüd eine Schule, das Glück eine Klippe.“

7 Die Geldktisis wird auch jenen Fabrikanten, welche sich an
den Borsenspekulationen nicht selbst betbeiligten, verderblich; sie
müssen jetzt unter dem schlechten Eingehen der ausstehenden Gut⸗
haben leiden, weil ihre Schuldaer spelulirk und große Verlufte er⸗
lütten haben. Diese Rückwirkung von der Börse auf das indu⸗
strielle Gebiet hat sich bis jetzt in ausgedehntester Weise in den
Vereinigten Staatin von Nordamerika bemerkbat gemacht. wo
bereils ia eiwa tausend Fabriken die Arbeit eiegestellt vorden jst
Die Stockung der regelmäßigen Hondelsbeziehungen mit den Ver—
einigten Staaten bedroht auch die englischn Industriebezirkt mit
Zahlungsstockungen. Deutschland wird dann auch die; Wirkung zu
ühlen bekommen.

f Im Monat September gingen nach Auswetße des Lon⸗
doner Bureau Veritas“ 252 Segelscheffe und 22 Dampfer untet;
unter den ersterea waren 23 deulsche Schiffe; deutsche Dampfer
ningen nicht verloren.
Volkswirthschaft, Handel und Verkehr

München, 18. Nor. Vom 16. d. M. wird nunmehr auch
in den Städten Aschaffenberg, Kempten, Kaiserslautern, Landau
Pf. und Spetzer, der Telegraphen⸗nuund Posidienst getrennd ud
deßhalb in geuannten Städten selbstständige Telegraphenflatienen
errichte.

Mannheim, 7. Nov. (Pfälzer Tabak.) In Plankstadt wurden
hente ea. 2000 Ctr. bessere Cigarrene Tabake zu ft. 22 -28 ge⸗
nommen, diese!ben lassen in mancher Hinficht zu wünschen übrig.
Im Rheinbaherischen (Waldsee, Harth usen, Rülzheim. Jodgrim)
anden mehrere tausend Ceniner Schneidtabale zu fl. 17-20
zewoͤhnliche Cigarrentabake,/ zu fsl. 13-16 rasch Rehmer. (Rh. K.)

Erinziehung von Thalern. Durch Verfügung des preußischen
Finanzministers sind die öfsentlichen Kafsen angewieseny, die von
7TSO bis incl. 1816 auf freiem Stempel gepragten hreußischen
Thaler, sowie die von 1817 bis incl. 1822 im Ringe geprägten
zreußischen Thaler, welche auf der einen Seite das Brustbild in
Uniform, auf der anderen Seite den Adler auf Trophäen zegen,
inzuziehen und nicht wieder zu deraud gaben.

24 habe Alles versucht, mir hilft nichts mehr e höort man
Ich viele Kranke sagen. — Diefen Unglücklichen rusen wir zu
„Leset das berühmte Buch? „Dr. Airy's Naturheilmehode eß
bringt Euch neue Hoffnung und sichere Hilfe; die nach tausenden
zählenden Heilungen bürgen dafür?“ Diefes vortreffliche, Im Bogen
tarke illustrirke Werk kostet nut 10 Sgri und ist in jeder Buch⸗
sandlung vor athig. — Nähetes darüher in der hertigen Annonc⸗e
8 Sne Weaettebarok 2— —
. x. Vemetz, verantwortlicher Redacteur.
Freiwillig aerichtl.che ra Heute Sonntag, den 16. November 4
Versteigerung. im O berhaufe r'iher Saale 32
Samstag, den 6. Dezember 1853, Roch⸗ e 06 09 N. 0 R R T 5

miutags 2 Utzr, zu St. Ingbert im Hause 1— VVUVAMI. .
von Johann Best, Gastwirih, wird die) *— —— 6
nachbezeichnete den nachgenannten Minder⸗ — . P. m 666
jahrigen eigenthümlich angehörige. Liegen Pp r n m:.: U——
* — Nri J. Jubel-Ouverture von C. Me v. Weber für Piano zu 4 Hunden.
———— 2. „Sonnensapiegel“—, Ved füt Tenor mit Klabierbegl. von S Nichter.
agert, auf Anstehen von. J. Carl Michuel ⸗ F —— * art ur Pangn qunder. J
Laur, Rentner in St. Ingbe-t wohnhaft — — Kinderleen Srats 8 pꝛ 34 F
als Vormmnd der beiden noch minderjahrel b. Immmerzu ?e Lied von Schäffer; uee fur Erbran min
gen Kinder der dahier verlebten Eheleute lavierhegleitung. e
Fhenn Woll und Diaria Lane, Rnen . 5. Um Herz und Hand, Walzer zu 4 Händen von E. Faust.
Morie Louise und b. Denieu⸗ Elisa- II. Abtheilung. 33
bethe Wo!l, nud deren Nebenvormund Franz Rr. 6. KRinder-Sinsonle vonr Haydn, für Llavier mit Begleilung von 1b
Woll, Organist, daselbst. wohuhaft, nämlich , Kinder-Instrumenten. .*256
Pion Nro. 2858131 7 Ded. Adet ir Anfang 3 Uhr Nachmittags. — Ende 5 Uhr.
den Bruchrech arten. Zann e Enirée I8 EArar. Familien mit 4 FPersonen 54 ERrer
n, idl. Notar. —— — ç — ——
x Freunde der Jugend und der. Musik werden ouf die zweste: Abtheilung des Pro⸗
‚rammes besonders aufmerksam gemacht, da diese beliebte Kinder Sinfonie zum ersten
Nale bier aufgefütrt. das musiktiebende Vublikum gewiß in jeder Weise befriedigen wird.

—JD
—A———
Nachmittags 3. Uhr
Geonoral⸗Versammlung
im Vereinslokale,
———er XoMStand-
Feuerwehr. Montag

Peter Heusfser.

LCin pinscherähnlicher, grau
und braum gezeichneter Hund, auf den
Namen Waldmann hörend ist vom
IO,I I. d. von der Rohrbacher
Mühle abhanden, gekommen. Wer
dem Eigenthümer Herrn Müller Hauck
von dorte beftimmte Auskunft über
diesen Hund zu geben vermag, erhält
eine gute Blohnung.

Vor. Aukaufi wird gewarnt:

Bürgervereins-Kränzchen.
Am Mittwoch Abent Zufammenkunft: bei
Job. Best.

Neueste Modon
it colorirte wmnn

Mode-Kupfer
mo reichhaltigem Schniktmusterbogen.

IVO Sgr. vlerteljüñhrlich.

Eine illustrirte Moden⸗KZeitung, die allen,
selbsti sehr hohen Anforderungen! reichlich enb
spricht/ in Originalität seiner Modezeichnuugen
und Deuilichleit der Schnittmusier excellirt,
aund durch
die Brillanz der Modekupfer
der Conkurrenz die Spitze bieten soll, erscheint
bvon Mitte September an im Verlage
on A. H. Payne Allle
Monate erscheinti ein vollständiges Modeblatt
mit Schuittmusterbogen. Für jede Saison
wird ein Modekupfer geliefert.
Zu beziehen durch alle Buchhandlungen umd
Vostanstalien

45.
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Aaen, Fleenton,
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Redaktion. Druck und Verlag von F X. Demet in St. Ingabert.
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2 55 — 315 — — —A—— * * —A——— —5c52 — 735328*
2 722* * 219 2* 2 242 *2 — 55 — 2 52 53 X
—A— —A —2 2 — — 2 —22 —7— 8 ———
5555—55
57755 32538322 255378 53 37 — 3 3352633633 52 28
2 —2* —— —2 — — —* *3 2
51233352333 IJu3 333
5335523353 32653 53

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353532,25323538. 3253,3233557858
2 7* 2 . * 3 22 23
— * — 2 6 ——A 7 — 25* 58 25588 32
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833 — * — 21 205 32328* —A * *13 —25 —
2 2x. 3——5 — 33 283 33 — —223 S1 23222538
*x538 *335253— 5523383 5522816 —A
5a2 — — 5 ———— 2 *23 **9 23 35
232535.73233 — — 552 432223
2. —228. 3 * 7* — 27.
5355513238 27 523535 53353353735 —34 2532538
5882.2 25723 25 37 5 23333. 2233. 3 52 * 3 —
22333 22483 — 55 398332
33538 2332335 313335 385 —37— 23 83
— 5322 —— N7 *838 2 23 5
328 5253 3533323 553332333 8 3572
— * * 2 ————— 3823237 23 * A — 3 —
237 2 z*2.2 32 333325* 2 20288
—— 5 2 ——7 55 822023
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323 *5 2582 333335533335 555335 *53 353328
25. — c x555.2 3 — —A
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3333 3338633 25833583
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— 238S54 252 *5322 52 25.2 2 75* — 2
2 *.2 — 26 5 2556 25 cE. 2 25
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29857 3*3 55 5333 57828
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3* ——25* 22
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2333383375532338 —A
23533*8 753537*236
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        berler Zenzeiger
der St. Jaaberter Un de igee (und das mit dem Haubtblatie verbdundene Unterhaltumgsblatt, meit der Diendtagde. Domnerstagt · und Sonntat⸗
Tunmen erscheint wvd chentlich vine vmn o b Deienzba a, Denmnat stag, Samssta g und Sonntag* Abonnementsvredas dierteliahtig 12 Krnt. odir
12 Silberar. Anueigem werden mit 4 Krir. die dreisnallige Zeils Btattichrift oder deren Kaum · derechueu.
reober *77 1873
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neaaDeutsches Reich. J —

Menstadet,e! 4. Rov. Einem von Herrn Dr. Jarob ge⸗
ellken⸗ und von Hrn. Dekan Hundemer erweiterten Antrag ent⸗
zrebend, hat der Landrath in seiner heutigen Rachmittagssitzung
die Alterszulagen der Lehrer detr. beschloffen, daß nach Ablauf des
vsten Jahres noch: bestandener Anstellungsprüfung den wirllichn
dehrern eine jährlihe Zulage von 80 fl., den Schulverwesern
Wder eine solche von 25 fl. aus Kreisfonds zu gewähren sei. Zur
Ansführung dieses Beschlusses wnurden in das Budgel pro 1874
7, 600 fl. eingesetzt; doch fügte der Landrath seinem Beschlusse
xn ausprücklichen Vorbchalt bei, daß, wenn die kal. Stwatsre⸗
gernng sich: veranlußt fehen follte, zur Ergänzung des Finanzgesetzes
rom Jahr 1873 über die Alterszulagen der Lehrer an den
deutschen Schulen aus Staatsfonds eine weitere Vorlage an den
dondiag zu machen, die Pfalz gleichberechtigt mit den jenseitigen
areisen behandelt unb von dieser Belasteng aus Kreismitteln wieder
zefreit werde.

Nach einem weiteren keute gefaßten Beschkusse wurde den
distrikieschulinspeltoren ein Funktionsgehalt bewilligt von 50 fl.
und eine Gebühr von 3 fl. für jede Schulvisitation, gleichgiltig
vie viele Schulen an einem Orte bestehen; doch dürfen für einen
Tag nicht mehr als 6 fl. berechnet werden; Reiseentschädinug wird
ucht geleistet. Diesem Beschluß fügte der Landrath, auf seine
esbesügliche voriges Jahr geäußerte Anficht zurückkominend, die
kttlärung bei, daß er „mit Freuden aus dem allerh. Landraths⸗
abschiede 28. Marz 1873 gesehen, daß die k. Staatsregierung für
die Besetzung der Distr.⸗Schulinspektionen durch qualisizirte Laien
ein gesehliches Hinderniß kennt;“ dann stellte der Landrath noch
das Ersuchen an die k. Regierung, „Erhebungem pflegen zu laffen,
vie bleie Schulinspelktoren für den Kreis nöthig wären, und wel
her Kostenaufwand erforderlich waͤre, wenn dieselben als selbststän⸗
zige Beamte angestellt würden ““

München, 14. Novb. Das Handschreiben des Königs an
ye: Vc Dollinger lautet: „Mein lieber Reichsrath Dr. v. Döllinger,
Rit dem morgigen Tage sind Sie am Schlusse einer 50jährigen
Lehrthätigkeit augelangt. Wenigen: ist es gegoönnt, eine so bange
oahn wissenschaftli Hen Strebens zu durchmessen, und nur selten
dieses Sireben von solch bedeutenden Erfolgen begleilel, wie das

re. Bayern hat Theil an dem Rulhme,der Ihren Namenschmücht,

d au der Freude Ihres Jubeltages. Auch Ihr König sendet

gen aus ganzem Herzen die innigsten Segenswünsche. Nehmen

. mein lieber Reichsrath Dr.von Odllinger, zu dem Bewußtjein

zroßen Leistungen, die Ihrem schöpferischen Geiste entsprangen,

erneute Versicherung Meines besonderen Wohlwollens entgegen,

der Ich bin Ihr Sie hochschätzender König Ludwig. Hohen⸗
qwangau, 12. Nov. 1873.“ .

München, 15. Noper. Im Budget für die zwölfte Fi⸗
aunzperiode ist der Haupictat der Militaͤrv rwaltung des Königteichs
Bahern mit 20,172, 110 r eingeftellt. Dasdies der im Reiche
aushalfsetat für'das . 6 Milärkontingen ausgeworfene Betrag
st, sa erscheint derselbe blos als durchlaufender Posten. — Das
kriegsministerium bat nun, wie auf das bestimmieste mitgelheilt
vird, noch die Summe von 15,000,000 fl.“ als außerordentlicher
dredit zut Armeevervollständigung und zur Anschaffung von neuen
dese angt (A. 3.)* “

Das Straßburger Hilfbkomite für die Opser der Be⸗
cießung wahrend der Velagerung in Jahre 1879 hat nung seinen
uussührlichen Rechenschaftsbericht erstattet, welcher den Zeitraum
vom 2. Oktober 1870 bis 80. September 1872 umfahi.Dieser
bericht sagt u. a., daß am 28. September 1870, dem Tage der
lebergabe von Straßburg, die Zahl det zerftörten — in
er Stadi 600 betrug und mehr als 10,000 Einwohner ohne
Obdach waren. Die Zahl der durch die Geschosse getödteten Per⸗
onen aus dem Civilssande wird auf 341 angegeben, währeud
illein die Zahl der vom Comite unterstützten Verwundeten und
—XEEEE
n der großen über die Stadt gekammenenen Calamität zu geben

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222 — — —

ind rechnen hierzu die Verlusse. sowohl an Mobiliar, als auch an
Immobiliar, weiche sich auf 60 Milli. Fres: beliesen. Es mußten
erner von dem Comite 1600.0 Familien mit einer Gesammilopf⸗
tärke von mindestens 25,000 Perfonen unterftützt werden, und
war zum Theil bis hoch in das Jahr 18732 hinein. Das Comite
atte sich bemüht, Erleichterungen während der Belagerung nach
illen Seiten hin zu bringen. Vom 80. August an hatte es Volls⸗
üchen eingerichtet, aus weichen. ungefahr: 4000. Persones Nahrung
rhielten.

— Hans-Blum. der überzeugungsitene Demokraten Sohn,
zer nicht umhin konnte, im. Reichstage für die Todesstrafe für
olitische Verbrechen zu sfimmen, deröͤffentlicht mit seiner Namens⸗
Uuterschrift, gelegentlich des 25jähnigen Todestages Robert Blum's
inen Artikel über den Tod seines Vaters. Eines Commentara
zedarf Der irtiges nicht. Nur das in dem Artilel erwähnie
Faktum ist interessant. daß uuler der Schaar Robert Blums än
unger Mann, ein Jurist lämpfte. sein Name war — Eduar d
dastber.—
Magdeburg 12. Nov. Lasler hat als seinen Nachfolger
ür das hiesige Abgeordneten⸗Mandat den Appellgerichtsrath Kane
gießer eupfohlen.
Frankreich.

Pan ris, 15. November. Die Minorilät des Füufzehner⸗
Ausschusfes hat folgenden Text des Verlängerungsentwurfs ange⸗
rommen,. dem sich, wie es heißt, die Regierung anschließen wird:
Urtikel X. Die erste vollziehende Gewalt wird dem Marschall Mac
Mahon auf zehn Jahre, vom Datum dieses Geseßet an, bewilligt,
Die Gewalt wird nach wie vor mit dem Titel: Präsident der
Republik unter den jetzigen Bedingungen bis zu den entscheidenden
VBeränderungen, welche durch constitutionelle Gesetze eingeführt wer⸗
zen, ausgeübt. Artikel 2. Drei Tage mach Verlündigung obigen
Besetzes soll ein aus 80 Mitgliedern bestehender Ausschuß durch
Listenscrutinium ernannt werden. um die lonstitutionellen Gesetza
zu prüfen. — Der Verlängerungsausschuß hat die Urheber der
Amendemmts vernommen. Laboulaye hat seinen sehr versöhnlichen
Bericht vorgelosen, worin er sich mit Nachdruck an den Patriotis-
nus des rechten Centrums wendet; er wurde von der Linken mit
Hegeisterung aufgenommen. *1
7Der „Commereio cã Venova“ erzahlt und maget ver⸗
relen, daß die Gräfin Chambord zu einigen ihrer vertrauten Freunde
zeäußert habe, sie werde, wenn ihr Gemahl auf den franzdsischen
Thton delangen sollte, sofort die nothigen Schritte thun, um die
Trennung ihrer Ehe herbeizuführen, damit der Graf durch eine
weite Heirath zum glücklichen Familienvater werden lonnes —

Irtalien.

— Rom, 15. Nov. Das Parlamemt ist heute durch den König
nit einer Thronrede eröffnet worden. Dieselbe betont die Unab⸗
jängigkeit des Papstes zuund die Achtung der religiösen Freiheit,
zhne einen Angriff auf die Gesetze und nationalen Institutionen
u· dulden, konstatirt die freundschaftlichen. Beziehungen mitallen
Mächten unter Hinweis auf die herzliche“ Aufnahme des Königs
wn. Ilalien⸗ veiadessen Besuche an den Höfen Oefsterreichs und
Deutschlands seitens der Souveräne and Völker dieset Länder, hofft
eine lange Dauer des Friedens und zählt sodaun die vorzulegen-
den Gesetzentwürfe aaff.4

Am⸗rika⸗

.. 8 18. Nov. Von Cuba hier eingegangenen Nach⸗
richten zufolge sind wellere 837 Mann der Besotzung des Virginus“
erfchossen worden.“ Man nimmt an, daß sich nur 18 Mann
zerettet haben. — Im Centraldepartement kam es zwischen Spaniern
uind Insurgenten zu einer Schlacht, in welcher 100 Insurgenten
ind 54 Spanier fielen. Die Insurgenten wurden vollständig
zeschlagen. 5 * —A— —KR —— — —

Washington, 15. Nov. Gestern hat ein Ministerrath
dattgefunden, in welchem beschlossen wurde, in Uebereinstimmung
ntt dem natidnalen Gefliht die geeigneten Maßregeln zu treffen,
uim die Würde der Beteinigten Staaten zu behaupten. Es wird
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        versichert, Amerikla werde von Spanien die Bestrafung der für
die Hinrichtung verantwortlichen Behörden, von Santiago fordern
und zu den äußersten Mitteln greifen, wenn Genugthuung ver⸗
weigert werden follte. Nach dem Ministerratz gab der Narine⸗
mixister den Marinearsenalen telegraphisch den Befehl, die vor⸗
handenen Schiffe keiegzmäßig auszurüsten. Das nordatlantische
Seschwader geht Montag nach der Havanna ab. Man qlaubi.
daß amerikanische Truppen im Falle eines Bruches sofoct nach
Cuba eingeschifft werden.

— das Frachigut abnehmen, widrigenfalls er in Empfangederzug
geräth, was für ihn sehr nachtheilige Folgen han.
rKoln, 14. Nob. In den leyten Tagen find hier falsqhe
Zehnmarkstücke zum Vorschein gekommen. Dieselben sind leicht an
hrem verminderten Gewicht und falschen Klang erkenntlich. Nach
Abnahme des Randes sind dieselben naämlich von der Seite aus
in zwei Theile durchgeschnitien. Dann ist der mittlere Theil
jerausgenommen, durch Messing ersetzt und der Rand wieder
angelothet, so daß die Fälschung nicht mit dem Auge X
werden lann. n

F Berlin, 18. Nov. Wie uns milgetheilt wird, liegt es in
der Absicht, in Berlin im nachsten Jahre eine internationgie Aus.
ftellung für alle Arten von menschlichen Bekleidungsgegenstanden
ins Leben zu rufen. Ein Comits für diesen Zwed ist augenblid
lich in der Bildung begrifffen.

Die niederluͤndische RheineisenbahnGesellsqhaft hat seit kurzem
eine Neuerung eingeführt, wesche große Dienste zu ieiien derspricht
Mittelst einer an ihren sammtlichen Lolomotiven angebrachten hoͤchf
innigen Vorrichtung konnen dieselben auch, wenn nothig, und ohne
Mühe, als Dampffeuersprigen verwendet werden. Die Erfindung
rührt von einem Beamten der Gesellschadt her, und möchte somit
elbst auch in den meisten Fachteisen, volandig sein.

e

(Ein sonderbarer Diebstahl.) Man erinnert sich noch der
or einiger Zeit in dem Fort von Vincennes mit unglaublicher
dedheit und noch unglaublicherem Erfolge ausgeführten Dien—
dahls von 6 Kanonen, Die Diebe und Hehler wurden pann ent·
dedt und bestraft, von den Kanonen jedoch nur 8 wieder ausfindig
zemacht. Durch die Indiscretion der Frau eines per Hehler hañ
ich nun jetzt, als ob an diesem Fall Alles sonderbar sein sollie,
zerausgeftellt, daß die 83 auderen Kanonen von dem mit dem Guß
des Denlmals des Generals Daumesnil in Périgueur beirauien
Zünstler, Namens Matifa, in gutem Glauben gelauft und auch
ichtig füt die Statue verwendet worden sind. Der Genmerei

Daumesnil, der ruhmvolle Stelzfuß, der Verlheidiger von Vincennes.
muß sich im Grabe umdrehen, wenn er hört, daß sein Dentmai
aus Kanonen gegossen ist, die man vom Schaublazge seiner Heldenihal
nächtlicherweise gestohlen hatie.
„ Am Morgen des 6. Nob. 9 Uhr 80 Minuten sind in
Belluno und Ungegend wieder stacke Erdsiöße verspürt worden, in
deren Folge sich die Erde da und dort gespalten hat.
Volkswirthschaft, Haudel und Verkehr. —
Munchen, 14. Nov. Die Geneialdicektion der L Verlehru
anstalten hat den k. Postansialten erdffnet, daß Postmandale, welche
ihnen in gewöhnlichen, mit 8 kr. frankirlen, falt unter Kelom
mandation und mit der Bezeichnung als Postmandat zugehen, nicht
orzuzeigen, sondern dem Absender unier Beifügung des betreffenden
Briefcouverts zurückzusenden ünd.

f St. Ingbert, 17. Nov. Am verflossenen Samstag Abend
brach in der St. Ingberter Grube Feuer aus, das aber gluͤcklicher
weise zeitig von arbeitenden Bergleuten bemerlt und nach den
Anordnungen einiger schnell herbei geeilten Beamten wieder gelösch
wurde, ohne daß es groͤßere Dimensionen angenommen hätte.

Die Schwurgerichtsberhandlungen des IV. Quartals werden
anter dem Vorsize des lal. Appellationsgerichtsrathes Molitor am
1. Dezember ihren Anfang nehmen. Bit jetzt liegen den Geschwo⸗
renen 10 Fälle zur Entscheidung vo

fFrauken:hal, 14. Nov. Der Guß der großen Kaiserglock
ging gestern Mitiag 3 Uhr glücklich von flaiten. Der Meiften if
mit seinem Werk zufrieden, was hier Jedermann erfreut. Es wird
nun noch einige Wochen dautrn, dann wird die Formn u Stüde
gehen und die Glode auferstehen!“ (Fre. W.) J

F Frankfurt, 13. Rob. Der Zuzug von Handwerksgehilfen
ist dermalen hier auffällig groß. In manchen Geschästen fragen
des Tags 8—-10 Mann um Arbeit nach, ohne solche zu erhalten,
da die Geschäfte ihre Arbeitslräfte auf's allernothwendigfle zu
reduciren begonnen haben. J

4 Der neue Portotarif ist jeßt den Postanstalten mitgetheilt
worden. Darnach beträgt vom 1. Januarx 1874 ab das Porto
für Pokete bis zu 5 Kilogramm 29 und 5 Sgr. und über
Zilogramm je nach 6 Entfernungszonen ein Mehr von 3, 1,2,
3, 4 und 5 Sgr., für Briefe mit Werthangabe ohne Unlerschied
des Gewichtes auf Entfernungen bis zu 10 Meilen einschließlich
2, auf allen weiteren Entfernungen 4 Sgr., wozu eine Ver—
ficherungsgebühr tritt, welche ohne Unterschied der Enifernung und
zu jeder Höhe der Werthangabe gleichmäßig 2 Sar. für je 100
Thit. oder einen Theil don 100 Thlr., mindestens jedoch ĩ Sgr.
hetraägt. Für Sperrant wird das Porto um die Haifie erhöhl.
VWenn die Eisenbahn das Frachtgut zu spät oder in be⸗
schädigtem Zustand abliefert, so ist dielfach die Meinung verbreitet,
daß der Adressat die Sendung einfach zurückweisen und Entschä-
digung fordern dürfe. Dies ist (wie das Reichsoberhandelsgerich
mischieden hat) nach dem System des deutschen Handelsgesezbuchet

unrichtig; der Adressat hat in solchen Fällen nur Entschadigungs-
forderungen und muß — natürlich unter Vorbehalt feiner Neñte
Bekanntmachungen.
FPid olia.
Neuesto Modon
—AV

Die düurftigen Lehrerwaifen des

Beziris Blieskastel⸗Et. Ingbert

werden aufgefordert, ihre Gefuche um Un⸗

rerftüützung aus Stiftsmitteln spaätestenß

am 24. 1. M. schriftlich an Unterzeich⸗
aeten einkufenden.
Der Vorstand

Generalversammlung
nuchsten Mitwochden 19. da. im
Vereinslokale.
Tagesordann gt:
a Aufnahme neuer Miiglieder;
b Besprechung derschiedener Vereins⸗
angelegenheiten. *
Die Mitglieder werden gebeten punktlich
zu erscheinen.

mit eolorirtem

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und reichhaltigem Schnittmusterbogen.

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Eine illustririe Moden⸗Zeitung, die allen,
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and Deuilichleit der Schnittmuster excellirt,
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die Brillanz der Modeknpfer
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von Mitte September au im Verlage
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Monate erscheint ein vollfiändiges —*8
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vom 15. November 1878.
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        Ingberler AAnzeiger.

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der St. Nagberter Un 16iger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungkblalt, mit der Diendtagtß⸗, Donnerstagt⸗ und Sonntag
Lammer erlcheint wochentlich dierm al: Dienztag, Donner ztag, Samstag und Sonnataa. Abonnementapreis vierteljahrig 42 Kegr. ode
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeilt Blattschrift oder deren KRaum berechnet
Donnerstag, dert

DNDovember 7 5 41873

Deiutsches Reich. —90

Mäünchen, 17. Nov. Sitzung der Abgeordnetenkammer.
Im Budget pro 1874/75 sind für Erweiterung dis Gymnasial-
ind Lyzealgebaudes in Speier 40,000 fl., für ein Maschinen⸗
uind Kesselhaus bei der Grube St. Ingbert 28,000 fl., für ein
neues Kesselhaus und ein Arbeitergebäude in Mittelbexbach 5,800
J., für die Anschaffung einer großen Zwillingssö dermaschine und
5—Dampfkessel hiezu bei der Grube St⸗ Ingbert 63,500 fl., dann
Summen für neue Dampfklessel in Mittelbexbach vorgesehen. Für
vie allmähliche Erwerbung oder Neuherstellung von Bezirksamtsge⸗
uden in der Pfalz sind 25,000 fl. pro Jahr vorgesehen; diese
Summe soll zum Aukaufe der Bezirkzamtsgebäude in Kaiserslautern
ind Zweibrücken/ sowie zur Bestreitung der Miethe für die 10
ibrigen. Bezirkeamtsgebäude verwendet werden.Als⸗ Siipendiea
r die in der⸗ einjährigen Schulpräxisbefindlichen absolvirten
Seminaristen nimmt der Voranschlag im Ganzen 18,500 fl. in
Aussicht, von denen die Pfalz 1200 fl. erhält. An dem L hrer⸗
Seminar in Spehyer soll ein dritter Seminarlehrer mit einem
Behalte von 900 fl. angestellt, auch die übrigen Semingrien
'ollen bald mit mehr als 2 Seminarlehrern besetzt werden. Für
Neubauten im Seminar zu Kaiserslautern sind 5.400 fl. vorge⸗
sehen (u. A. für Verlegung der Lehrzimmer und Uebungsschullo—
ale in den 2. Stock und der Lehrere und Hausmeisterwohnungen
in den J. und 3. Stock.) —*

München, 17. Nov. Morgeu hält der Finanzausschuß
line verbercthende Sitzung, zu welcher die Vertreter der kgl.
Staatsregierung geladen sind, um eine Einigung über d'e Grund⸗
ätze derbeizuführen, welche der in Frage stehenden Gehaltsauf⸗
zesserung zur Basis dienen. Unter der großen Mehrheit der Ab⸗
zeordneiten besteht ein Einverständniß darüber, daß 1)die
Hehaltaufbesserung zu bewilligen sei, 2) dieselbe in einer Form
geben werde, welche keinen Auspruch auf Peusionsbezug gewähre,
ein neues Pensionsgesetz zu erstrebn sei, und 4) bei Bemesfung
er Gehaltszulage der Wohnort keinerlei Einfluß üben dürfe, weil
ie Beamten in größeren Städten auch Vortheile genitßen, welche
den Nachtheil der theueren Wohnung vollständig peralysiren. —
PBas die Höhe der Zulagen betrifft, so ist man nicht abgeneigt,
iber die Vorschläge der Staatsregierung hinauszugehen, vorausge-
etzt, daß das Budget die nöthigen Mittel zur Verfügung ftellt,
hne zu einer Steuererhoöhung seine Zuflucht nehmen zu müssen.
Falis die stabilen Beamten eine höhere Zulage über die Regierungs⸗
vrlage hencus erbalten, würden zweifellos auch für das sstabile
Personal höhere Aufbesserung erfolgen. Es herrscht im Allgemeinen
ser beste Wille, den berechtigten Forderungen unserer Beamten
iller Kategorieen gerecht zu werden, und bei einem Budget von
20 Mill. kann es auch wohl nicht sonderlich schwer balten, die dazu
oͤthigen Mittel aufzufinden.

Der Abg. für Zweibrücken Pirmasens, Hr. Oberappellationsge-
ichtsrath Karl Schmidt (iiberal), ist vom Beschwerden-Ausschuß
„um Referenten üter die Beschwerde des Jesuitenpaters
hrafen Fugger, Dr. Schüttinger (patriot) zum Korreferen ten
tnannt.

Mänchen, 17. N.v. Gelegentlich der Eröffnung der
gizinalbahn Immenstads-Soathofen brachte bei der Festtafel in
Sonthofen nach dem Toast auf den Konig der Regierungspräsident
on Schwaben und Neuburg, v. Hörmann, einen Toast auf das
deutsche Reich aus, welcher stürmische Begeisterung erwechte. Hörmann
agte: „Friedlich und eintraͤchtiiz habe ich in den Dekorationen
ayrische und deutsche Fahnen neben einander wehen sehen,“ und
ddarf und soll es auch jein. Gut bayrisch und gut deutsch sein
erträgt sich nicht blos zusammen, sondern ergängat sich wechselseitig.
Bir können und wollen mit der Anhänglichkeit an unser großes
eutsches Vaterlend jederzeit in uns vereinen: felsenfeste Treue ge⸗
en unsern allergnädigsten Köaig und Liebe und Anhänglichkeit
ur unser engeres Vaterland Bayern, welcher ein nothwendiger
ind kostbarer Bestandtheil des Deutschen Reiches ist. Sie werden,
ne dorhin beit Begeisterung in den auf den Köͤnig ausgebrachter

Toast, auch jetzt mit Begeisterung einsimmen in einem Toast auf
zas Gedeihen unseres großen, durch Blut u. geistiges Ringenlerkämpf⸗
en Dentschen Reiches: das Deutsche Reich gedeihe u. blühe, es lebe hoch!

München, 18. Nov. Was die außerordentliche Kreditfotrderung
ür die Armee betrifft, so wird diefelbe noch nicht sobald an die
dammer gelangen können, als verschiedene Korrespondenzen versichern,
enn es ist die Vorlage, wie wir bestimmt wissen, noch nicht de⸗
inittv festgestellt; auch muß ja, wenn dieß geschehen ist, der betr.
Beseßentwurf noch an den Staatsrath gelangen, ehe er dem Land⸗
oge vorgelegt wrd. (EGr.J.
— Mänchen. Im Budget Entwurf für 1874 -75 sind in
den Postbotenetat jährlich 51,000 fl. mehr eingesezt, also jetzt
191, 000 fl; als Zuschuß zur Unterstützungskasse der Postboten
ind gemäß dem letzten Landtagsabschied jährlich 20,050 fl. ein-
gefetzt. Die⸗ Bezüge der auf Dienstvertrag angestillten Posterpedi-
oren wurden mit einem Mehr von jährlich 25,000 fl. bedacht;
m Ganzen machen sie j⸗tzt 390,000 fl. aus. — Der Status
der Amtsgehiljen bei der Telegraphenverwaltung sol für die XII.
Finanzperiode auf 130 Mann erhöht werden, da man endlich
ingesehen hat, daß i8 unthunlich ist, die Praltikanten Jahre lang
oͤhne Bezuhlung im Abfertigungsdienst zu verwenden. Außerdem
vurden wegen der Nothwendigkeit, geübtes Personal nicht allein
ür den sleis wachsenden Verkehr (jährlich im Durchschnitt 300,000
Depeschen mehr), fondern auch für die Abstellung im Fall eintte-
ender Mobilisirung der Armee in ausreichender Zahl bereit
ju halten, Taggelder für 1860 Praktikanten mit 54,750 Gulden
—S
»Stnuttgart, 18. Nor. Der „Schwäbische Merkur“ berichtet
aus Norddeutschland, daß das Project der Erhöhung der Tabals⸗
teuer Seitens der Neichsssregierung definitiv aufgegeben und dafür
eine anderweitige Steuervertheilung (nach der Gewichtsmenge des
krtrags statt wie bisher nach der ˖ bepflanzten Grundfläche) vorge⸗
chlagen sei. a

Berlin, 18. Nov. Der Kultusminister Dr. Falk, welcher
jekanntlich in sechs Wajlkreisen zugleich zun Abgeordneten ge⸗
vählt worden, hat die Wahl für den fünften Düsseld orfer Wahl⸗
hezirk, Kreis Essen und Duisburg definitid angenomzen.

Berhin, 17. Nov. Der preußische Staatshaushaltsetats
ür 1874 balancirt in Einnahme und Ausgabe mit 231,699,236
Thalern. Die dauernde Ausgabe beträgt 198,334, 144, die außer⸗
xdentliche Ausgabe 33,365,002 Thaler.

— In verschiedenen Journalen wird die Nachricht verbreitet,
daß die Madrider Regierung in den Besitz von Briefen und Tele⸗
Jrammen gelangt sei, welche die aktive Unterstützung der Insur⸗
zenten von Carthagena durch die Versailler Regierung beweisen
'ollen. Die sjpanische Regierung soll die Gesandischaften hiervon
in Kenntniß gesetzt haben und ferner beabsichtigen, in dieser Frage
ꝛine Beschwerdenote an die europdischen Mächte zu richten, in
velcher die Madrider Regierung, an diese und andere höchst schwere
Anschuldigungen gegen die französische Regierung anknüpfend, den
Beweis führen will, daß auch jenseits der Pyrenäen von der
Bersailler Regierung Alte begangen werden, welche den Gesetzen
)es Völterrechts widersprechen. — In hiesigen gut unterrichteten
panischen Kreisen hält man diese Nachricht für sehr unwahrscheinlich.
Man erachtet einen derartigen Schritt für zu wichtig, als daß die
stegierung nicht für nöthig hätte halten sollen, auch anderweite
amiliche Kunde dadon zu verbreiten, was bisher in keiner Weise
jeschhen istt.
Frankreich.

Paris, 18. Nov. Der „Indeép.“ zufolge wurden in
Toulon scharfe Patronen und Lebensmittel für vier Tage an die
MNarine-Soldaten vertheiit. IG. J.) *

Versailles, 18. Nov. Aus der Nationdsversammsung, Ches⸗
telong verliest eine Erklärung det Monarchisten, des Inhalts, daß
ieselben ihre Mitwirkung an der Errichtung eines Gouvernemeat?
Nac Mahons nicht verweigern, indeß dabei beharten, daß di⸗
Monarchie die natlirliche Regierung Frankteichs sei.
        <pb n="732" />
        England.

Landon, 15. Nob. Aus Amerika sind vorgestern nennzehn
Mormones in Liverpool angelangt, welche sich auf einen Missious⸗
feldzug rh Deutschland und Schweden zu begeben gedenlen, der
achtzehn Plonate dauern soll. Andererseitz wandert, eine nicht
unbeträchliche Anzahl nach Rom hinneigender angtitanischer Geist⸗
licher nach Indien aus, um dort eine anglikanische Bruderschaft“
zu begrüuden.

VLw and o n;: 17 Ron Die Times“ sagt berügliche der
Vieginius Affairer Da· anch⸗ A6 Englunder: erschossen seden; loͤnnte
sich England moͤglicherweife veranlaßt sehen, dem Entschluß Ameri⸗
da's beizustimmen. Das einzige Verlangen Englands sei, die
Wiederholung verabscheuungswürdiger Barbareien zu verhindern
Erleichtere die Unabhängigkeit Cuba's die Erreichung dieses Resultats
lo sei tein Grund vorhanden, dieselbe nicht anzuerkennen.
Vondoan, 18. Nov. (Officiell) Der englische General.
tonsul in der Havanna konnte den Befehl, für die englischen Ge
sangenen des Virginius“ einen regelrechten Prozeß zu erlangen,
nicht zur Ausführung brinzen. Derselbe hat hierher angezeigt.
haß der „Virginius? auf hoher See weggenommen worden und
e Engländer troß gezentheiliger Anstrengungen des Gouderneurs
ion Jamaica und anderer Autoritäten am 1. November erschossen
worden seien. Sieben Engländer seien noch am Leben. Die Riobe“
seẽ an Morgen nach der Hinrichtung in Santiago eingetroffen, —
Der englische Gesandte in Madrid hat dem Bicekonsul in San⸗
siago und dem Gouverneut von Jumaica angezeigt, die brirische
Regierung behalte sich weitere Schritte in Betriff der dollzogenen

Ainrichtungen vor und machte die spanische Regierungefüür eiwaige

weltere Hineichtungen. verantwortlich. Castelar hat der britischen

Besondischaft in Madrid am 16. Nob. angezeigt, daß er den

Beneralkapilan von Cuba angewiesen habe, wejleze Hinxchtungen

aufzufchieben.
Amerika.

Newyvrk, 17. Nov. Nachrichten saus Havannah melden
die Entdedung einer Verschwörung in Holguin (Stadt auf der NO,
üste der Insel), welche zum Zwedck gehabt hätte, die Landun
des ,Birginius“zu erleichtern. Zahnreiche Verhaftungen srien
dorgenommen.

Newyork, 17. Nov. Man erwariet ein gemeinschaftliches
Vorgehen Englands und der Ver. Staaten lin der Virginiusaffure,

Newyorl, 18. Nov. Präsident Grant beschloß in der
Virgi zusaffäre die Endentscheidung dem Kongresse anheimzustellen,
vas Unzufciedenheit hervorries. Ein hiesiges Meeting nahm eine
Refolution an, worin dem Präsidenten sofortige Altion anempfohlen
wird. Das Meenng zeigte sich überhaupt kriegerisch geftimmt
Nachrichten aus Santiago vom 12. ds. dementiren die frühers
Melbung von der am 10. de erfolgten Hinrichtung von 87 Bie⸗
inius Gefangenen. ——8
——
·..
St. Ingbert, Tie in voriger Nummer an dieser Slello
zebrachte Nachricht. daß in hiesiger Grube Feuer ausgebrochen sei,
st dahin zu beschcänken, daß nur ein Holzfosten brannte.
⁊
r — — ⸗ —X J
Bekanntmachungen. Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaft
Colonia“,
Vrumdkatital l. 8250,000.
— Gesammtreserven sI. 4,239, 685.
Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir F
HGerrn M. Eberhard zu St. Ingbert
zum Agenten unserer Gesellschaft für St. Ingbert und Umgegend ernanm haben.
Eudwigshafen, den 170 Nevember 18783.
J Die Haupt-Agentur
Bezugnehmend quf das Vorsi hende halte ich mich —8 —E
⸗ e
Berficherungen besiens empfohlen.— sar Vermittittng dea Fener

Mobilienversteigerung.
Domnerstag, den 27. November 1873.
Rachmittags: 1 Uhr zu St. Ingbert in
ihrem Hause lassen die Wittwe und Kinder
des dahier verlebten Puddlers Peter
Schmitt ihre sämmtlichen Mobilien auf
Vorg versteigern, nämmlich:
1 Kleiderschtank, 1. Küchenschrank. 1
Eommode, Tische, Stühle, Bänke, 2
Schweine, Bettung, Getüch, Bilder, Spie-
gel, Zinn, Porzellan, und sonstige Haus-
und Küchengerkuhschaften.
Horn, kgl. Rotar.

M. Eberhard.
Rechnungen
in ia, 4 und s Bogen zum allgemeinen
Bebrauch find vorrüthig in der Drucderei
dieses Blatles.

Hierzu als Relage: —AX
Anzeiger fur das Kigreicu
XRX
Frucht · Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preife

der Stadt Zweibrücken v. 20. Novb.

Weizen 8 fl. 50 tr. Korn 7 fl. 8 lr.
Gerste 2reihige. — fl. — kr., Gersie dien
eihige, — fi. — kr. Spelz 6si. 14 tr.
Spelzlern 8 fl. 85 tr. Dinkel 4 f.
40 eir. Mischfrucht — fil. — kr. Hafer
ffl. 40 ir. Kartoffeln 1fl. 12 kr. Heu
2 fl. 12 kr. Stroh 1fl. 24 kr. per
Zentner. Weißbrod 122 Kilogr. 24 tr.
Fornbrod 8 Kilogr. 84 Ir. ditio 2 Kilogr.
281r. ditio 1HKilogr. 12 kr. Gemischtbrode8
sil. 40 fr. 1 Paar Weck 90 Gramm 2r
Rindfleisch I. Qual. 22 kr. 2. Qual. 20 ir.
Zalbfleisch 20 kir. Hammelfleisch 22 tr.
Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Butter It
r. ver Pfurd. —

Maiferslautern, 18. Novbr. ( Fruchl⸗

Mittelpreis. Weizen Sil. 44 kt. Korn
7fl. 12 ir. Spelzlern 8 fl. 28 ir.
Spelz 6 fl. 25 kr. Gerste 6fl. 43 kr.
Hafer 4 fl. 80 kt. Erdsen 6fl— lr.
Wicken 4 fl. 32 kt. Linsen 6f. 33 kr.
Kleesamen — fl. — ke. — Kernbrod
s Pfd. 34 ir. Gemischtbrod 3 Pfd. 22 lr.
Weißbtod 2 Pfd. 22 Ir. — Heu 1If.
36 kr. Kleehen fl. — kr. Stroh ifl. 10 ir.

Todes⸗ Anzeige.

Derwandten, Freunden u. Bekannten
cheiten win die schmerzlichs Nachricht
mit, daß unfer liebet Gatie und Vater
Friedrich Hoppstädter.

Unternehmer

heule Morgen um s Uhr nach lan⸗
gerem Leiden im Alter von 45 Jahren
sanft und ergeben dem Herrn ent⸗

Clafen ist.

Wir bitirn um stille Theulnuhme.
Sepreqsen, den I8. Nodbt. 1873.
Die trauerude Wittie u. Ninder.

Die Beerdigung findet Freitag den

215 do. Vormittiagßs um 11. Uhr in

Neunltechen stattz um 10 Uhr gebt

der Leichenzug bom⸗ Sierbehause ab.

JAehrer⸗-Waisenllift.

Die dürftigen Lehrerwaisen des
Bezirls Blieskastel⸗Et. Ingbert
werden aufgefordert, ihre Gesache um Un⸗
terstützung aus Stiftsmitteln spötestens
am 24. 1. . M. schriftlich an Unterzeich⸗
neten einkufenden,
Der Vorstand
ESchlick.
Hucilvereimn.“
Samstag, ben 22. November d. J.
Abends 8 Uhr
zur Feier des Stiftungsfestes
XXO

I
*2

unn Vereinalol ale-
Einzuführende:? müssen dem Vorstande
angemeldet werden.
83

Füe eine bedeutende deutsehe
Pouer⸗-Veraleherungeanetlen-
PReselIIsehaft, welche hauptsächlich auch
industriesle Etablissements in Deckung nimmt,
werden thaͤtige Agenten unter günstigen
Bedingungen gesucht. Auf Wunsch, kann
denselden auch eine Agentur für eine der
zioßlen deutsehen Lobenaver-
meheru nga-Gesel Ise hastemüber-
ragen werden. Franco Offerten unter Nr.
612 bes. d. Exped. d. Bl.

Der M

—Z

Fuͤr eine leistungsfähige, solide deutsche
Feuerversicherungs⸗Ae⸗
tiengesellschaft
werden unter günstigen Bedingungen

Vertreter angestellt,

Befl. Offerien sub. Chissre D. 8. 200
bitten an die Eüddeutsche An⸗-
woncen⸗ Expedition in Mann⸗
heimn au richten.

Kedaltion, Drud und Verlag don FJex. Demeßz in St. Ina

ext.
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        — —
533258 2222
— E5 2 23 2 3
333 53533 23572335 35333
7— 333383383 5333 23823* —388 ——
— 255 2 is 5584 330
— 3255 —— 828 &amp; 258 * s 3 —
7333 3333383 * ——
—S 38 — 2256k33 23* 35368 3 — 22
15535558353 5577 2237 853333 33337
2324*733 323538 5 22355 — * 283 —E 52 ——
2 z 3338838 52* 33 533 2353 8 2 82 528 45
2 23
s. —55575— 2 3538 2 3258 3 53858
— 8 ẽ * ——2 — — 5 228523 2 * —— 5*
133236* — —
58 83522836 55* 2533353323 25853 555 2 B 76 8
65332322333 5372—8 383338232 530 — 737 ————
—324 28333333333 35252338 836335*
5253533 5——255 83 —— 22 ——55
3 53
772 — 58 2*27 2323826 552 k J
J
z3 36 3333333332 3553313 3
—* **8* 22623 — — ——235338723 5 s 5———
I— * — —— —2 532383388 —25*84 3: 8 —
2 22 228 —A—— — 758 *
34z33583 3253 35833 3 36 238821
— 225 EwmXIEÆR E 35 51 * 553236 5. 58*5
— —— 28 575733* —A— — 23857 552
c —8 82 5 — s 4 —22*28—58232 3 8 17
* 3232 — 58 32332322 32 2328 — 5 2*8 3
52358 337333355 333 5 5838 28583
2538s835 728 7
2228 —8 S* 5 32255 2* 2 *7 3222
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3226 —A 83s8*23255 —8388 87 5535237
—A z25833553835 23535*325 233 28317 —3
——— — — 233555 85 323538 3—5322 18323
z — 58 605 — 38 338353 35—3
l 3855 * 58 J 5555223235 3523855 836 *7 — —8 —— * —A
233338 ——— 532* 372232335 —8 283* 2223 228 Tea 55
9825 355 358556 —V ——— z338 223*5
155733
— ————
5 Z82 34335358 33 33 5258 333333
552 337 23533553533* 5 — 335333* 33335353
—A — 2* 5 5 2 2323283 ——
8

25222
32229 2235
3235338—3 *5 3 ——
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5555 73 35828
* —* — ——— * *zi— 25
2525 8 35* 8*3358* 3533 53353 238
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— 32—* J—— * —* 2 —z128 25535 — 3*5 —535255
528 35322 57 257 5582 852 8 *2B528 — 5353326535
5 5 2 — *5 8 5555353 255533378 283 3
5 225 c7—* 3— 585 535 353535 554 323.38 88 V———
553 5* J
9— —— 8 58 35 2 — —* 28 8 32. —— — —3
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22 * 2 22 88532 —XV *&amp; 522 2 A 2
55 33834 2358338 333553338 —A — 5223 —z58
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73 2290983536 — 35233533375338* 8 222538 253*3
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3333 3 2 2235 55358 —— —
* 3 5 282 5257 7z 67 53 DBE.F
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3233828*3335 —
3835323333333*33 253827 235 3733633 ⸗
33 * —— ——— —— 5232— * 25 6* 888S 3 2
558522355 — — 33 S 53 8*
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2335 5385* 237235 2332 223375286
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5.8 33335338 3255253 2 2853535 53353753
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2 7 — 2553 23 5213*8 23257* 3255 —— 5* 538388
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        Sl. Ingberler AAnzeiger.

21

—J—
Der St. Aneberr Enzei⸗er lund das mit dem Hauptblatie verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dientlagss⸗, Donnerttagt⸗ und Sonntag⸗

Rummer erlcheint wlchentlich vie rmal: Dienztag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljahrig 12 Krre. oder
128 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattjchrift oder deren Raum berechnet.

8 183.

— ember * IJ . 3* 1873
J— DZDeutsches Reich. 9
— Kaiserstautern. Wie die Kaisersl. Ztg.“ hörh, wird
leider auch Hr. Kammerpräsident Petersen in Straßburg, bishet
Vertreter des Wahlkreises Kaiserslautern im Reichstag, aus Fa⸗
milienrücksichten dies Mandat nicht mehr annehmen iöönen.
Neuftadul 1758. Rov. In heutiger Sitzung des Landraths
jer Pfalz brachte der Vorsitzende Hr. Jacob einen Antrag in
Betreff der Umwandlüng der gegenwärtig konfessionell getrennten
Schullehrerseminarien und der Präparandenschulen der Pfalz in
onfessionell gemische Schulen ein. Derselbe übergibt dem Land⸗
rathe eine größere Anzahl Eingaben im obigen Betreffe, welche er
ich in der Weise aneignet, daß er ihren ganzen Inhalt vertritt.
dieselben nihalten; 1) eind Eingabe vom Ausschusse des pfälzischen
dreislehrerpereins;“ 2) solche von den Gemeinderäthen aus 287
Irijchaften;; 3) solche aus 188 Orischaften m'it wohl über 10,000
Anterschristen. Er beautraat, deß dieselben der Staatsregierung
ibergeben werden. Hierauf stellt Dr, Becker folgenden Antrag:
„Der Unterzeichnete stellt im Namen der katholischen Bevölkerung
der Pfalz.welche ihn in 287 Adressen hierzu aufgefordert hat,
den Antrag, es möge der verehrliche Landrath seinen durch das
dorjährige Landrathsprotokoll bei allerhöchster Stelle ausgespeochenen
Wunsch um Einführung konfessionell gemischter Schullehrer Semi⸗
rarien und Präparandenschulen in diesen Jahre nicht wieder er⸗
aieuern, eventuell denselben zurüdweisen.“

München, 16. Nov. In das 1. Kürassier-Regiment in

München sind 12 preußische Unteroffiziere übergetreten. (A. Pe. Z3.)

Muünchen, 19. Nov. Der der Kammer der Reichsräthe

a Vorlage gebrachte Gesetzenwwurf „die Todeserklärung der in
Folge des Krieges von 1870/,71 vermißten Personen betr.“ ent⸗
nältls Artikel. Nach demselben kann der Antrag zur Todeser⸗
lärung von jedem Betheiligten gestellt werden. Als Betheiligte
ind alle Diejenigen zu betrachten, welche ein rechtliches Interesse
u Bezug auf die Todeserklärung des Vermißten darzulegen ver⸗
noͤgen. Fur die' Todeserklärung ist dasjenige Stadt- oder Land⸗
jericht zuständig, bei welchem der Vermißte während des letzten
krieges zuletzt seinen allgemeinen Gerichtsstand gehabt hat. —
Der Aatrag auf Todeserllärung ist mittels einfache r Vorstellung
mzubringen. — Das Verfahren richtet fich nach den Besiimmungen
»er Prozeßordnung in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten vom 29.
ipril 1869, soweit nicht durch die Bestimmungen des gegenwär⸗
igen Gesetzes Abweichungen bedingt sind. Ist der Vermißte durch
erkenntniß für todt erklärt,“ so gilt der 30. Juni 1871 als sein
Lodestag. — Gegen das Erkenntniß kann innerhalb von 30
Togen das Nechtsmittel der Beschwerde erhoben werden. —
Baarauslagen hat der Antragsteller zu tragen. Die Besammtsumme
der Vermißten beträgt 1046. Hievon gehörten 473 der aktiven
Armee, 507 der Reserve und 66 der Landwehr an. Ledig waren
399, verheirashet 47. Von der Gesammtzahl waren 584 verwundet
ind sind seitdem vermißt, von 498 ist der Grund ihres Abganges
ücht bekannt. ,

Munchen, 20. November. Abgeordnelenkasimer. Bei
geginn der heutigen Sitzung brachter der Kriegsminister“ einen
Besetzenwwurf ein, wonach füt Ausrüstung des bayerischen Heeres
ins dem Antheil Vayeras an der französischen Kriegsentschädigung
24,294, 000 fi. EI) verwendet werden sollen, und zwar sollen
2 Mill. auf die laufende; det Rest auf die nächste Finanzdveriode
reffen. AUnruhe.) — Der Finanzminister legte einen Gesetzentwurs
iber den Antheil Bayerne an der französischen Kriegsentschädigung
ind über dessen Verwendung vor. Der Antheil Bayerns beträgt
m Ganzen 157,232,921 fl. Davon sind 141.845,828 fl. ab-
dejahlt. Der Rest wird noch im Laufe dien Jeeh bezahlt.

.2226GPf. s.)
Straßburge,' 17. Nove Die Ausrüstung der neu er⸗
auten Forts mit Arlillerie-⸗Material schreitet rüstig vorwärts und
ummt fortwährend größere; Dimersionen an. Täglich sieht man
es Morgens lange Wagenreihen durch die Stadt ziehen, welche
nit ihrer mannigfaltigen Ladung vom Atsenal bei der Citadelle

nach den verschiedenen Forts dirigirt werden, woselbst sie unter
deitung von Offizieren des Artilleriedepots entladen werden. Die
Forts erhalten an Geschützen nur schwere Kaliber; sie werden außer
nit Yem. Kanonen noch mit langen und kurzen 15cm. Ring⸗Ka
nonen Marinegeschützen für die weiteren Entfernungen und wo
rößere Percussionskraft erforderlich ist, armirt. Alle diese Ge—
hütze werden per Achse nach den Forts transporüirt, da die zum
Naterialientransport bestimmt gewesene Ringbahn nunmehr den
Zetrieb eingestellt hat, weil zu den nohh restirenden Bauten das
zöthige Material in Vorrath herbeigeschafft worden ist. Ob die
dingbahn bestehen bleiben und eiwa der Reichseisenbahn in Elsaß
dotheingen zugetheilt werden wird, soll noch der Entscheidung
jarren.

Berlhin, 19. Nov. Die „Provinzialkorrespondenz“ be—
lätigt, der Reichskanzler habe dem Bundesrathe einen Geseßent⸗
vurf über die Gerichtsverfassung des deutschen Reiches für bürger⸗
iche Rechtsstreitigkeiten und Strafsachen, sowie-einen Gesetzentwurf
uüber Einführung dis erstgedachten Gesetzes zugehen lassen. *

Dresden, 17. Nond. Vom „Dresdener Journal“ wird
amtlich gemeldet, daß der Deutsche Kaiser den Prinzen Georg
von Zachsen zum lommandirenden General des 12. Ärmeekorpẽ
ernannt habe, welches der Prinz im franzoͤsischen Kriege bereits
interimistisch kommandirte.

Triest, 17. Nop. Die Handelskammer hat beschlossen,
anläßlich des Kaiserjubiläums (am 2. Dezember) 10,000 ff
zjur Gründung einer Stiftung zu Gunsten verwahrloster Kinder
zu widmen.

Frankreich.

—Paris, 18. Nob. Die Stimmung der Pariser ist noch
eine sehr aufgeregte. Man spuicht von einem neuen Gewalistreich,
'alls die Gewalten Mac Mahon's nicht verlängert würden. Die
Truppen in Paris und Umgegend find konsignirt und haben
für zwei Tage Brod und gelochtes Fleisch erhalten. Die Sitzang
var um 6 Uhr uoch nicht beendigh; eine ungeheure Menschen⸗
menge⸗ wartet an dem Bahnhofe St. Lazare auf Nachrichten aus
Versailles.

Versailtes, 19. Nov. Nachtsitzung der Nationalder⸗
sammlung. Der Herzog von Broglie sogt: An dem Worte Mac
Mahon's zweifeln, welcher erklärt habe, daß er die konstitutionellen
Besetze wünsche, hieße, ihm unverhohlen mißtrauen. Grevy ent⸗
vikelt darauf, daß die Nationalversammlung gar nicht das Recht
yabe, Uber die Grenze ihres Mandats hinaus eine pcovisorischt
stegierung zu errichten. — Hierauf wird Arukel 1 des Gesetzent⸗
vurfs Depeyre, wonach die Gewalten Mac Mahon's auf 7 Jahre
zerlaͤngert werden sollen, mit 383 gegen 317 angenommen.
Der. Deputitte Waddington erhält darauf das Wort und sagt:
Mehrere Mitglieder der Versammlung daben für den Artikel 1
)es von Depeyre eingebrachten Entwurfs gestimmt, um Mac Mahon
hres Vertrauens zu versichern. Wenn der Art. 8 des Commis⸗
ionsentwurfs verworfen werden sollte, würden wir gezwungen sein,
—XXV
zusatzantrag ein, welcher desagt, daß der Art. 1I, welcher soeden
ingenommen worden ist, erst nach Votirung der lonstitutionellen
Besetze lonstituärenden Charakter haben soll.“ Bei der Abflimmung
dird der Zusatzantrags Waddingtons mit 386 gegen 326 Stim⸗
nen abgelehnt. 4 nꝛat e
Die Versammtung verwirft darauf ein Amendement; welchetß
ordert, daß die Kammer vor der Votirung der konst uellen Ge⸗
etze um rin Drittel erneuert werde,r nimmt Art. 2 des Entwurfs
Dep yre an, besagend,r daß eine Commifsion zur Berathung der
onstitutionellen? Gesetze von der Nationalversammlung ernannt
verde, und nimmt schließlichden ganzen Entwurf Depeyre mit
378 gegen 310 Stimmen an. (Somit ist dem Marschall Mac
Rahon so, wie er verlangt hatte, seine Gewalt ohne auffchiebende
gedingung auf 7 Jihre verlängert,/...
BParis, 20. November. Die Ruhe wurde hier wie in
ganz Frankreich megends gestört. — In Lyon wurden Verhaf⸗—
474

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—J a

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        lungen vorgenommen, wie es heißt, wegen einer gegen die Sicher.
hei deßz Siaates gerichtelen Verschwörung.*
.Italien.
*Rvm, 16. November. Der gestrige Tag waer für Italien
so bedeutsam, wie kein zweitermehr seit dem Einzuge der italie⸗
nischen Truppen in Rom, und die Bewohner der Stadt haden
seine Bedeutung wobl gefühlt und ihrem Gefühle entsprechenden
Ausdrude gezeben. Manecrwartete eine feierliche Prollamirung der
Unabhängigkeit des einigen Italiens von Frankreich und der poli
tischen Verständigung mit Deutschland und Oesterreich. und dies
Erwartung wurde durch die Thronre de vollstündig erfüllt. Klar,
würdevoll und errst sprach der stoͤnig das aus, was die Mehrzahl
des italienischen Volkes denkt und fühlt, und wenn auch die Armet
und Flotte neue Opfer fordern, man muß sie gerne bringen, um
den Frieden zu sichern, wenn auch die Boͤrse augenblidlich ein
niemlich schiefes Gesicht zu solchen Ankündigungen macht. — Wie
an großen nationalen Festtagen war Rom gestern beflaggt und
devdilert; als der König mit den Prinzen Humbert und Amadeo,
sfämmilich in den neuen Helmen, auf dem Corso erschien, wurde
er von der dichten Vollsmasse mit brausendem Freudengeschre
empfangen und als er in den Sitzungssaal des Parlaments eintrat,
überraschte ihn die Bgeisterung der Deputirten derart, daß über
das gebräunte, harte Soldatengesicht eia Schein von Ruͤhrung
hinzog, die sich auch in dem bewegten Tone kundgab, womit der
Koͤnig die schon stylisirte Thronrede begann. Auch auf dem Heim
wege fand der König. daß er sich mit der Gesinnung und der
Wuͤnschen seines Volkes in vollem Einklauge besinde. (Pf. P.)
Amerika.

New york, 18. Nop. Das Marineministerium hat im
ganzen Lande Aushebungen für die Flotte bis zur äußersten, ge⸗
setzlich vorgeschriebenen Greuze angeordnet. — Dem Vernehmen
nach sind bon den noch nicht hingerichteten Virginius-Gefangenen
zu lebenslänglichem schwerem Kerler, 3 zu achtjährigem Gefängnif
verurtheilt worden, 8 wären freigelassen.

— Washlington, 15. Rov. Das Kab'inet hai beschlossen
alle Vorbereitungen zum Kriege zu treffen, falls die Madrider
Regierung nicht sofortige Verhaftung und Bestrafung derjtnigen
Beamten, welche die Hinrichtungen in Santiago angeordnet und
vollstreckt haben, vorzunehmen. Den Krieg zu erklären, geht vor
läufig noch nicht an, denn das Recht der Kriegserklärung besitz!
nah der Verfassung nur der Kongreß, und dieser tritt erst am I.
Dezember zusammen. Die ganze Flötte soll kriegsbereit gestellt
werden. Kontre Admital Scott, der das westindische Geschwader
befehligt, segelt über morgen von Norfolk nach der Havannah.
Die neuesten Newhorker Zeitungen drücken die Befürchtung
aus daß der kommende Winier einer der härtesten sein wird, der
in den Ver. Staaten je empfunden wurde. Einschraänkungen in
persoͤnlichen Ausgaben ist die Parole des gesammten Landes und,
wie gewöhnlich, leiden die Frauen durch diesen Stand der Dinge
am meisten. Haushaltsunkosten werden allenthalben verringert und
die Folge ist, daß Taufende von Nöhterinnen und däuslichen
Diensiboten brodlos geworden sind. Wohlhabende Leute schaffen
ihre Equipagen ab und folglich haben eine große Menge Kutscher
und Wagenbauer ihre Stellungen verloren. In fast allen Ge⸗
wetben, besonders in jenen, die mit der Produltion von Luxusar
lileln in Verbindung stehen, derrscht derselbe Druck vor. Die
Hüttenbesitzer don Pitisburg, Peunjylvanien, eines der leitenden
Eisendistrikle des Landet, haben beschlossen. die Loͤhne idrer Ar—
beiter um 10 Prozent herabzusetzen. Große Stochung herrscht in
dem Newyorker Bauhandwerk. Die Meister haben beschlossen, die
Lohne der Maurer, deren es 3500 in der Siadt gibt, von 414
auf 392 Dollara per Tag herabzusehzen. Die 2000 Zimmerleute
in der Stadt werden sich, wie man erwartet, ebenfalls eine Lohn-
berminderung gefallen zu lassen haben. Das Schuh- und Stie⸗
felgeschäft ist auch gedrüdt, und ein beträchtlicher Theil der in
demselben beschäftigten Personen wurden entlassen. Die Bötiche
sind die einzigen im Strile besindlichen Handwerler in Newyorlk
Hausdiensibaten, die aus Situationen, die sie 8, 10 und 15
Jahre inne hatten, entlassen wurden, weil ihre Brodherren nich
länger im Stande waren, sie zu halten, belagern die Dienstnach
weisungs⸗Bareaus und die Hertschaften erwarten, daß der Stel
lenmangel die Wirlung haben wird, die Lohne der Diegstboter
auf den Punkt herabzubringen, wo sie vor, dem Kriege standen
In Philadelphia gehen 35300. Menschen brodlos umher und
zwischen 300 und 400 Handwerler und circa 1000 Taglöhner
find von der Marinewerft in Waihington entlafsen worden.

— —
Vermniforees.

F Nai erslautern. 18. Nov. Vom hiesigen Polizeigeticht wurdt
—XD
tiner kranlen Kuh herrührt, zu 8 Tagen Haft verurtheilt.

—RXXEVVCC

dem Gasometer der stablischen Gaafabrik gingen gestern Abend

nach 6 Uhr sänmtliche Flammen in der Stadteraus. Einge—

Jogenen Erkundigungen zufolge dürfte bis heute Abend der Sqca—

den noch nicht reparirt und wir somit wahrscheinlich heute wieden

ohne Gas sein.

4 Jener Bedienstete aus dem“ Kloster zu Oggersheim, welcher
dor Kurzem den Pater Squlde dasseibst aus Unvorfichtigkeit er⸗
schoß, wurde am 15.d. vom Zuchtpolizeigericht, Frankenthalezu
einer1414gigen Gefängnißstrafe verurtheistt.

Die „Koln. Volkszig.“ hatte unterm 15. Nov. nach den

Deittheilungen eines Augenzeugen berichtet, daß am 18. auch der
neue Guß der Kaiserglocle verunglüdt sei. Er sei zwar normal und
ohne Explosion vor sich gegangen, die Masse habe jedoch die Form
nicht gefüllt, obwohl diesmal 60 Centner Metall mehr, 11
das vorige Mal, also 560 Centner genommen worden. Ein
neuerer Bericht der Koaln. Volksztg.“ meldet nun: .Nach einer
—X
lungen und die Krone vollständig gefüllt worden. Demnach is
nicht alle Hoffnung ausgeschlossen, daß die Glocke, obwehl zu
schwer, im Uebrigen gelungen wäre.“ Hoffentlich wird sich diese
letztere Mittheilung bestätigen.

Dahn, 17 Nov. Heute Racht wurde Johann Glaser von

hier von dem 24jährigen jedigen Johann Hirschinger von Erf-
weiler in der Nahe der hiesigen Geineinde ersiochen. Die Ursach
zu diesem Morde ist bis jezi noch nicht belaunt. Der Thater 9
chne (S. wy.7.
Frantfurt, 17. Rob. Am GSamstag reisre eine betagti
Engländerin von hier ab und ließ unter dem Kopfkissen ihret
Beites im „Holel dů Nord“ ein Vermögen von über 14,000 f
zurück. Dieselbe muß reichlich mit Geld versehen Igewesen sein,.
denn dis gestern Mittag hatte sie fich noch nicht nach dem Verbleib
ibres Eigenthums umgelhan. — In einer hiesigen Bierwirthschaß
orrsuchte ein fein gekleideler Mann ein falsches Zehnmarkstüch aut-
zugeben. Er wurde festgenommen und fanden fich bei seiner Vi⸗
slation noch mebrere in seiner Tasche vor. (NY. Frkf. Pr).

Guntersblum, 16. Nov. Beim Durchfahren des Personen⸗

zuges kurz vor 6 Uhr gestern Abend wurde der Hilfsbahnwärtet
Herbert zwischen Gunters blum und Oppenheim so unglücliqh über-
saͤhren, daß sofort der Tode erfolgte. Derselbe hatte eine Barrier
zejchlossen und es ist anzunehmen, daß er noch den Uebergang
passicen wollte, um die andere Barricre ebenfalls zu schließen.
Der Verunglückte wurde noch eine ziemlich große Strede von den
heranbrausenden Zuge mit fortgerissen. Der Kopf wurde dvollständig
vom Rumpfe getrennt.

— Munchen, 16. Novbrt. Der vormalige Commandant der

Festuug Germersheim, Generalmajot 3. D. Franz Rosenstengel if
heute hier gestorben.

7 NMunchen, 18. Nov. Jenes in Gellting bei Wolfrats hausen
gelegene „Bauerngut,“ mit welchem seinerzeint Adele Spitz der ihr⸗
Spelulationen in Liegenschaften nachzuweisen suchte, ist vorgestern
als zur Gantmasse gehörig um den Kauffchilling von 2100 fl.
auf dem Zwangswege versteigert worden. Der Aufruf deirug
2000 fl. Das sehr herabgekommene, fast auszeplünderte Anwisen
wurde von einem Hypothekglaubiger eingelost. — Der heule er⸗
zielte Versteigerungserlös aus den den der Spizeder'schen Gant⸗
massa angehörigen Schmuckzegenständen betträgt 7784 fl. 54 ir.
die beiden Tagen baben sohin die Summe von 17.100 fl. —18 kr
abgeworfen. Morgen gelangen noch 12 zurüdgestellte Gegenstände
jur zweitmaligen Versteigerung.

4 München, 20. Novemder. Die Cholera ist hier wieder
starker aufgetreten. Gestern wurden 11 Cholerafälle amtlih lon
datirt, davon 1 Slterbefall. vorgestern 4 Erkrankungen, dagegen 2
Sterbefälle.

4 In der Näde von Krattenberg (tei Leutlirch. Würti.)
wurde in der Nacht des 10. — 11. eine auf einer Eindde einfam
lebende Frauensperson mit einer Holaaxt erschlagen, ibre Kuh, iht
einziges werihvolleres Eigenihum, vom Moͤrder weggeführt und au
dem Matkte zu Waldsee zum Verkaufe gebracht, wo jedoch del
minilirweile derdächtig gewordene Mörder sich aus dem Staube
machte. ohne bis Jetzt entdedt worden zu sein.

7 Nicht weniger als zwotf Abgeordnete des Centrum⸗
facmilich Kölner, sind am 12. d. mit dem Courierzuge von sol⸗
nach Berlin abgereist. „Dat finn de zwoͤlf Apostel!“ meinle eit
ehtsamer „Paäckelchestrager“ am Cegiralbabnbofe, worauf ihm
in College entgegnete: „Off dann och ene Judas drunget es

F Berlin, 8. Nod. Die kränkelnde Gattin eines reichen
Breslauer Bankiert war, wie die Neue Böͤrsen Zeitung? erzählt
auf einige Wochen nach Berlin Übergefiedelt, um sich bei rinen
der derühmtesten Aerzte in Behandlung zu geben. Als sie, wieder
hergefteslt, sich im freudigen Vollgefühl ihrer Gesundheit von diesem
tbschieden wollle, sog fie aus ihrer Kleidenosche eine Vors
Id o reidie se vem Arut mit ven berzlicsten Ausdrücken ibte
        <pb n="737" />
        —
Dankbarleit und mit: ver Bilie,“ bie Borse als ein Andenken an⸗
unehmen.“ Der Arzt nahm mit der Micne der unvertennbarsten
leberraschung die ihm dargebrachte Börse, warf sie dann aber der
Dame mit den Worten zurück: „Ach was, Andenken! ich belomme
100 Thaler für meire Bemühungen!“ Die Dame erbl ichte, faßte
ich aber alsbald, nahm das ihr in so rauher Weise zurücgewor⸗
ene Andenken“ vom Tisch, dffnete die Börfe, zog einen 500
Thalerschein heraus und überreichte diesen dem Arzte mit den
Vorten: „Herr Geheimrath sind so anspruchsloz, daß ich tief be⸗
chamt bitien muß. mir 400 Thaler herauszuzahlen.“ Die Be⸗
ämung war nunmehr auf Seitendes Heren Geheimrath, dem
eßt nichts übrig blieb, als seinen Schreibtisch zu öffnen und der
dame auf: den für ihn bestimmt gewesenen 800 Tholerschein 400
urückzuzahlen. — a —
FDer muthmaßliche Moͤrder der Anna Boͤdler, Diensiknecht
Schuit, wird in Greifswald dor das Geschworneagericht gestellt;
0 Zeugen sind geladen. )5 50
F Aus Kafsel ergeht ein Aufruf der „Frauen Kassels“? an
‚die Frauen“, in welchem nach dem Hinweis auf die nicht blos
zurch Entwerthung des Geldes, sondern vielfach auch durch schwin
nelhafie Ueberbortheilung der Verkäufer herbeigeführtee Uebertheue⸗
zung gerade der nothwendigslen Lebens und Wirthschaftebedürfnisse,
vie? Fleisch, Milch, Eier, Butter ꝛc. berichtet wird, daß Frauen
iller Stände dort einen Verein gegründet haben, um diesem
lebelstande mit seinen schlimmen sozialen Folgen entgegenzuzutreten.
der Verein setzt „mäßige, aber den Verdhältnissen angemessene
Breise (d. h. solche. welche sich unter den von auswärtigen Produ
enten geforderten Preise mit Hinzurechnung der Transportkosten
ils die niedrigsten ergeben) fest, und die Mitglieder geloben, keinen
zfennig über den bestimmten Satz zu zahlen.“ Bei hartnäckigem
zeharren det Verkäufer auf ihre hohen Preile soll“ don den billr
eren Offerten auswäͤrtiger Produzenten Gebrauch gemacht werden,
ind ist dies auch, wo nöthig, schon mit 'Erfolg geschehen und sind
zereits „erfreuliche Erfolge“ erzielt. „Die Frauen Kassels“ rufen
jun diejenigen anderer, namentlich größerer Städte auf, ihrem
geispiele methig zu solgen; der Dank des Volkes werde ihnen
icht entgehen. — Die Frauen Kassels haben somit eine Angele⸗
jenheit, die recht eigentlich zu ihrem Ressorl gehoͤrt, in die Hand
jenommen.
. Im Mai dieses Jahres wurde der Restauraleur Weise aus
daubau bei einem Zusammenstoß zweier Züge auf. dem Bahnhofe
er schlessischen Gebirgsbahn in Hirschberg erheblich am Kapfe

verletzi. Derselbe war längere! Zeit leidendund hal einen dau⸗
rnden Nachtheil an seiner Gesundheit davongetragen. Die von
hm bei der Direltion der Bahn geltend gemachte Entschãädigungs-
hlicht ist anertannt und die Entscädigungssumme auf 10,000
Thlr. fesigesetzt worden.

7Boppard, 18. Norb. Wie die Cobl. Z.“ meldet, wurde
zestern hier aus einem Posipaketwagen ein Säcchen, enthaltend
3300 Thaler entwendet. Ueber den Thäter ist bis jezt noch
nichts bekannt.

Mord jzur See. Die Journale von Acras (Frankreich)
zerichien, daß die Fischer an den Pas de Calais in der Nacht
som 6. auf den 7. November ein unbe regliches Licht mitten im
MNeert sahen. Sie setzten sogleich die Küstenwache davon in Kennt⸗
uz. welche sich mit zwei Douaniers einschiffte, um' die Barke zn
ecognosciren. Nachdem sie zwanzig Minnten gerudert hatten,
'amen sie an das kleine Schiff, welches an seinem Vordertheile
nen Rauen-Neptun“ trug. Sie begaben sich ungesäumt an Bord,
nachdem sie die Bemannung umsonst angerusen hatten. Aber da
bot fich hhren Augen ein entsetzliches Schauspiel. Drei Matrosen
lagen ioh auf dem Verdeck. Einem derselben war der Kopf
'aft vollständig vom Rumpfe getrennt, die beiden anderen hatten
Messerstiche in die Brust und in den Unterleib erhalten. In der
Barlke fand sich gar nichts mehr vor. kein Segelwerk, keine Netze.
eine Boussolle nichts ais das noch immer brennende Licht. Die
deichen wurden sammt der Schaluppe an's Ufer geschafft. Man
tennt weder die Heimaih noch die Namen der Unglücklichen.

— Triest. 12. Nov. Seit vorgestern Abend wüthet eine hef-
ige Bora über Triest und den Karst. Im Triester Hafen ist ein
talienisches Trabakel in die See hinausgetrieben worden, und man
urchtet, daß es gänzlich zu Grunde gegangon p Ueber den
darst streicht die Vora (Nordoftwind) so hestig, daß die Eisen⸗
abnzüge Verspatungen erleidn. —

ꝓDer neueste „San Francikco Morning Call“ theilt mit,
zaß gegenwärtig in den Vereinigten Staaten über hundert Personen
weiblichen Geschlechts Jurisprudenz studiren.
miseß. nachrichten.
Durch allerhöchstes Dekret d. d. München 9. November 1873,
vurde der geprüfte Rechtskandidat Heinrich Gießen von Kusel zum
Advokaten am Bezirksqgerichte Zweibrücken ernanni.
— e, — ——
5* 7 9 F Cd F F — — — —
Bekanntmachungen.“ Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaft
7 74 —2 66
43413 —.. —»O0Iomia?“«.
2möblirte Zimmer 6Gruͤstapitalfl. 3250,000.
ür einzelne Herrn find zu vermiethen bi Gesammtreserben fl. 4,239,6858.
Schreiner Vogelsang. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir J
— Herrn M. Eberhard zu St. Ingbert
zum Agenten unserer Gesellschaft flr St. Ingbert und Umgegend ernannl haben.
Ludwigshafen, den 17. November 1875.
.Die Haupt⸗Agentur
VFr. v. Moera.
Bezugnehmend auf das Vorstehende halte ich mich zur Vermittelung von Feuer
Verficherungen befiens empiohlen

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verte mit Glodenspiel, Trommel und
Blodenspiel, Himmelsstimmen, Man⸗
line Erpression rc. Ferner ·

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don 2 bis 16 Stücke spielend, Neces⸗
aires, Cigarrenständer.Schweizer-
iuschen, Photographiealbums, Schreib-
euge, Handschuhlasten, Briefbeschwerer,
TigarrenEtuis, Tabals⸗ und Züude
jolzdosen, Arbeitstische, Flaschen, Bier⸗
zlaͤser, Portemonnaice⸗ Stühle ec./
ailles mit Musik. Stets das Neueste
wpfiehlt

— —

M. Eberhard.
Wiener
—— ν Welt⸗Ausslellung
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für die bestbekannte
Flachs⸗, Hanf-, Wergspinnerei, Z2veberei,
Zwirnerei &amp; Bleicherei Bäumenheim
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Weben, Zwirnen und Bleichen an.
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J. S. Seller, Beru.
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Rur wer direlkt bezieht, erhält Hel⸗

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— 7 20. November 18785.
xenhische Friedrichsdr... 9358489
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delatä in Gol.. —272 226227

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debrauch sind vort Aihig in der Drucerei
dieses Blattes.

— M
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druckerei von FJ. J. Demetz.
        <pb n="738" />
        72 *
Güterversteigerung.
Samstag, den 6. Dezember 18783, Nach⸗
mittags 2 Uhr in der Behaufung von
Adjunkt Schmitt, läßt Margaretha Kohler
Ackersfrau dahier, Wittwe von Franz Joseph
Behr, ihre sammtlichen Liegenschaften

hiesigen Bannes auf sechsjährige Zahliter⸗
mine offentlich in Eigenthum versteigern,
aämlich:

Plan Nro. 1384. 1385. 2 Tagw. 2
Dez. Acker in der Mäusbach ober der Trift,
neben Peter Werner und Bergmann Peters
— in veer Theilen — das Wieschen allein.

1542. 73 Dez. Acker auf'm großen
Flur erste Ahg., streckt auf den Wald
1145. 75 Dez Ader rechts der Kapelle
neben Johann Meyer Wirth uad Wittwe
Leichne.

4904. 5 Dez. 9 R. Garten nden
Großgärten neben Jakob u. Peter Schwarz.
974. 1 Tagw. 3 Dez. blau Kleestüc
auf Rothenflur, neben, Peter Behr und
Michael Paul. 8
2411 24112—0. 21008 Dez. Wies u
den Bruchrechwiesen, neben Wagner Schred
und Wittwe Peters. .
722*3. 10 Dez. Wies in den Groß
wiesen neben Valentin Schwary und Jo
hanu Schaudtd.
Horn, kgl. Notar.

Hausversteigerung.

An demselben Tage Nachmittags 4 Uhr
jim Hause von Adjunkt Schmitt lassen die
Wittoe zund Exsen des dahier verleb⸗
ten Gäriners Heinrich Antz auf, lang
jahrige Zahltermine dffentlich in Eigenthum
bersteiger:

1. Ihr an der Hauptstraße gele⸗
genes. Lstöckiges Wohnhaus mit Hof-
raum und Garten, 7 Dez, Fläche, deben
Tarl Thiery und Schmied, Schmelzer.

2. 21 Dez. Gartenland und Bau⸗
platz am Seyenrech, neben Johann
Adam Peters Wittwe und Schuster
haudfe. 407

. Horn, k. Notar.

Bekanntmachung.
Samstag, den 29. November 1873, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem
Bureau bes kgl. Bergamtes St. Ingbert die Beifuhr nachbezeichneter Holzquan⸗
titäten zur k. Grube St. Ingbert pro 1874* im Submissionswege au den
Mindestnehmenden vergeben werdden.
a. Aus dem k. Forstreviere Neuh äuse:
circa 500 Kubikmeier Eichensiammholz,
—— . 100 Brchenstammholzzzz
. 8800 eenmischte Stempelstangen.
b. Aus dem k. Forstreviere Si. Ingbert:
xrirca 150 Kubikmeter Buchenstammholz, 3.uß
. 250 c8emischte Stempelstangern.
— «. Aus dem k. Forstreviere Jägersburg: 0
circa 8 Kubikmeter Kiefernstämme zu Brunnendeicheln.
NUebernahmslustige sind eingeladen, ihre Angebote bis zur oben angesehzben
Zeit verschlossen und gehörig bezeichnet auf darm Bureau des unterzeichneten
Amtes abzugeben, woselbst auch die Bedingungen zur Einsicht offen liegen und
die Submissionsformulare in Enpfang genommen werden können. 5
St. Ingbert, den 20. November 1873. e e
Kgl Bergant
J. Kamann.

— — —
Taveten⸗- und Ronleaurx⸗Lager
bei 3. B. Ciolina,
vis·a⸗vis dem Pfälzerhoff
in Arüeιν.

*—

VO00—

9

13—
TAHICVBä a. Ju.
Velan Eot u — domcitirt Minen esr
Berliu— n, Halle, Hamburg, Leipzi ünchen, Rürube
erlin. Bee α. ez Rurnbers, Vrag.
Officieller Agent sämmtlicher Zeitungen
des n⸗ und Auslandes. 8
413— — — — —— 22 *
AILͤleiniger Inseraten-Pachte
des KIndderadatseb“, ver Fliegenden Blätter“, des Fignro“ zin Wiem.
A Heinmige Annoneen Regtee 2
des Deuischer Reichsanzeiger? und „Königlich Preußischer Staats- Anzeiger“,, Ber⸗
liner Tageblatt“, „Deutsche LandesZeitung““, „Deutjcher Gemeinde-Anzeiger““, „Capi⸗
talist , Revus sinancièôre allemande““, „Schweizerische Handelszeitung“.Züricher
Presse““'. .Praqgert Handelsblaft“. Feierabend des Landwirihs“
öTIVTIICCSSS. TD.CCC..
länder Nachfolger,
i Lurt an HVHaim
im Franbfurt aun
Ausverkauf. FRR
* 2 8 * verko
Ich veranstalte anch dieses Jahr einen Ausrerkauf meines Lagers, xnd. un voldandia zu enem
hh zu folgenden herabgesetzten Preisen: iges Bettzeug, meifiens türlischroth, di
500 Stuch . breites schweres Leinen, fur Hemden und Veinn der, 590 Stüd Geiret achtjarbiges Bettieug, meistens türl ischro de
die Elle 12 kr. J F 4 Ii0M..0, ein lel ücher, das Dußen
ꝓ ien dnn nhiceine Delccher, daß vWod Duhend wrwyhtehe tnenn Dameutaschentucher —
.. ändig Betttuch ohne Naht, fi. 46 42 2523x3. d iud s. 1. 45. un
Ellen — Leinen Id mygiauis⸗ Bettluchet, das voll⸗ dohe wig frachemires, Tischorcken das Stud s. 1. *
handige Beittuch ohne Naht, 4. 2.24.33 je FEllenl Große rol Guchen das Stuch . 10 un
* — n —V—— 8 diob Vh Faggeeers Tomodedecken da Sia⸗ . s 7
5, 18 dis 30 .... 3. — Nen Bo— i ai, die En
— —5—*8 n Bettdecken sur hotischiistige — —53** Meien 7 ramagirten Vorhaugomull mit Vog
—AVV g00 Eluus schweren schwarzen Mooreens fur Unterrdde, die le 22 sr
schwere weiß wollee Betthecken, sar mwaichaftige Vetten, 9 Anp tifchen Waterbroofß, mit und ohne Franzen die Eb
500 — D — ——— PVferdedecken, d Sincis. 2 30 bis —RX r 48 n — 5* I 77 ** ungoge7 d
—*— —* e weihne Vieoriadecen whe 7 fur caichlafriae e id g fur dosen und ganze * va
Vetten das Stug 3 agbige su.2. .4 guen breit u, Eue A. 1. 80. i ar. .
i0o — ir —28 Llen ara⸗ 3 euen an Glatten, rothen wollenen Unterrockstoff, die Elle 15 kr. 2
d — Feinen weißen *4 breiten Mull far Abeider, die Elle 1ä4
100 Voet nd Hanbtucher, die Ete von 6in n — —— ———
1200 Stück wollene vleneae für Fruhjahr. Sonmmer, Herbẽ und r. Cattune, Jaconets, Dians 3 ch, chen 9*
Fabtapreie · »ster Ritgwa r Post.
lerabschnitte sän milicher ster mab aran be — *
uch die kleluster * An 24 alter Elle. ναν,
Verkauf znicht vñ te

ä
Redaktion. Druck und Verlag von FeX. Demes in St. Inabern. nr D9
— 26
        <pb n="739" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.

— —— ——

Der St. erelere (und das mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungüblatt, mit der Dienttagt⸗, Donnerstagt⸗ und Sonnlag⸗
Nummer erscheint wb hentlick vhesr mal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreit vierteljährig 42 Krzr. od.r
123 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Arir. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

— ræ— — — — — — — — — — — — — — — — — — D — —— — —
AMS 1844.. Sonnutag, den 23. November — 1873
*
—
.. Deutsches Reich.

Neustadi, 19. Nob. (Landrath.) Das Misglied König
bringt einen Autrag ein, worin Se. Majestät gebeten wird, 3
MRillionen aus der franzoͤsischen Kriegsentschädigung zur Gründung
rines pfälzischen Provinzialfonds zu überweisen. Hierauf wird die
Rechnung der Kreisirrenanstalt pro 1872 und das Budget pro
1874 referirt und dem Direktor der Anstalt eine perfönliche Zulage
von 300 fl. per Jahr bewilligt. —8

Munchen, 19. Nov. Der Finanzausschuß der Kammer

der Abgeordneten hat in seiner gestrige Sitzung dem Vorschlage
der Staatsregierung bezüglich der den Beamten zu gewährenden
Wohnungsgeldzuschüsse und Servisgelder die Zustimmung versagt
und beschlossen, die Staatsregierung aufzufordern, eine neue Be⸗
rechnung aufzusiellen, welcher das Princip der Theuerungszulage
ju Grunde ltegt. Die in der Sitzung anwesenden Staatsminister
perhielten fich ziemlich gleichgiltig gegen die Belchlüsse des Aus—
ichusses mit Ausnahme des Finanzwministers Hra. Verr, welcher
denselben energisch entgegentrat. (4. 3.)..—
Bexrlin, 20. Nowb. Die „Kreuzzeitung“ hört betreffs der
Zeitungssteuer, daß für eine günstige Erledigung dieser Angelegen⸗
heit auf dem Gebiete der preußischen Gesetzgebung wenig Aussicht
porhanden sei, da die entscheidende Stelle an der Lösung der
Sache auf dem Gebiste der Reichsverfassung im Zusammenhange
mit der Preßgesetzgebung festhalte.

— Die, Veutschen Nachrichten“ melden: Das Kriegsmini⸗
erium hat dem Gewehrfabrikanien Werndl in Steyer den Äuftrag
jur Anfertigung von 240,000 Stück Mausergewehren ertheilt.
herr Werndl hat sich bereit erklärt, wöchenilich mindestens 5000
—ãAD
wöchentlich zu steigern. Englische Fabrikauten, sind mit der Her⸗
dellung von 200,000 Stück beauflragt worden. Im Ganjen,
einschließlich dir in den königlichen Gewehrfabteken anzufertigenden
Bewehre, sollen 2 Millionen Stück hergestellt werden. Die An⸗
jertigung selbst ist eine ungemein schwierige, da die einzelnen Theile
der Gewehre außerordentlich sorgfältig gearbeitet werden müssen.
ẽEs dürfte deßhalb leicht eine Verzögerung in den Ablieferungs
fuisten eintreten, wie eine solche quch bereils bei der Lieferung der
Bisire statigefunden hat. In Berücksichtigung dessen ist für die
Fectigstellung der gesammten Feldbewaffnung ein Zeitraum von ein
dis zwei Jahren in Aussiat genommen worden. Die Aptirung
dez Chaffepotgewehres in großerem Maßstabe ist bisher noch nicht
in Angriff genommen. a

— Der bisherige Kommandeur der 22. Division, Herzog
Wishelm von Mekleuburg-Schwerin, ist zum General à la suite
der Armee ernanut und wird picht Zwieder nach Kassel zurüdtkehren,
sondern seinen ferneren Wohnsitz in Berlin nehmen.

Wie berlautei, foll Köln ausersehen sein, den Sialionsort
ur die künftige deutsche Nhein Kanonenboot Flotille zu bilden. Die
Zahl der Fahrzeuge derselben soll nach einer anderweitigen, sjedoch
vohl noch nicht als authentisch anzusehenden Mittheilung allmäblich
nuf 12 derartige Boote gesteigert werden, von welchen zwei bereits
bei der Schiffsbau Gesellschaft Weser in Bremen im Bau begriffen
ind. In Koͤln, das nach den über seine Neubefestigung veröffentlichten
Mittheilurgen nächst Metz und Straßburg den driiten Hauptpunk!
der Befestigung der deutschen Westgrenze zu bilden bessimmt ist,
würde mit dieser Flotille zugleich ein sehr siarkes Dffensivelement
ringelegl nerden, indem diese Boote bei nur 85 Fuß Tiefgang
iner einzölligen Pauzerung und der sehr starlen Geschützausri stung muͤ
wel 13 Em. Beschützen sich eben so geeignet erweisen würden,
noch in den meisten größeren Nebenflüssen des Mittel⸗und Niederreihns
zetwendet zu werden, als bei weiter ausgedehnten Offensivoperationen
iine keinesfalls zu unterschätzende Mitwirkung auszuüuben.

Frankreich.

Paris, 18. Nov. Der schweizerische Gesandie Dr. Kern
jat Herrn v. Broglie eine Note UÜberreicht, durch welche die Schweiz
ine eventuelle Rebision des zwischen ihr, Frankreich, Italien und
helgien v stehenden Muͤnzvertrages beantragt. Ein Korrespondent

der „Koͤldischen Zeitung“ kann über die Sache folgendes Nahere
miuheilen: Die Schweiz fühlt sich namentlich durch die Annahme
»er Goldwährung in Deutschland mit einer Silberüberschwemmuͤng
zedroht, welche ihr erheblichen Schaden zufügen würde. Sie ha
daher hei dem franzosischen Ministerium des Auswärtigen bean⸗
ragt, es möge eine Kommission der vier genannten Staaten zu⸗
ammentreten, zunächst, um zu prüfen, wie weit die Entwerthung
)es Silbers jetzt bereits gedichen ist. (Als der Münzvertrag ab⸗
zeschlossen wurde, nahm man das Verhältniß Gold zu SEilber,
vie 13 152; jetzt wird es jür London auf 1: 16 angegeben.)
Dann soll dieselbe sich über die bevorstehende fernere Entwerthung
iußern und Vorschlage in Erwägung ziehen, welche geeignet
vären, dem drohenden Schaden zu vegegnen. Als solche find
zum Beispiel hingestellt:“ Die Fixirung eines Maximums, über
welches hinaus kein Staat Silbergeld prägen darf, die Festsetzung
eines Maximalbetrages für Zahlungen in Silber, und in letzter
Instanz die Emführung der reinen Goldwährung. Herr v. Broglie
hat geanwortel, er habe die Vorschläge der Schweiz dem Finanz-
minister zur Bearbeitung überwiesen. Die Konferenz wird wohl
jedenfalls zu Stande kommen. Broglie ist, wie man hört, der
Boldwährung günstig gestimmt. Finanzminister Magne der ge⸗
mischten. Sollte jeßterer auf die Voeschläge der Schweiz nicht
riug hen mollen. so würde sich dieselbe geodihigt sehen, aus dem
lateinischen Münzverbande auszuscheiden und auf eigene Hand die
Goldwährung einzuführen. In Belgien findet die Absicht vielen
Anklang, ohne weitere Verhandlungen die Konvention zu kündigen
und zur Goldwährung überzugehen. Man geht dabei. von der
Varaussezung aus, daß Frankreich die doppelte Waährung beibe⸗
halten und Belgien somit als Vermittler zwischen ihm und dem
Osien und Norden sehr vortheilhafte Bankiergeschäfte machen wüede.
Paris, 20. Noo. Die Deputirten frafen heute Nacht ersi
um 3 Uhr 10 Miunuien von der entscheidenden Sitzung in Ver⸗
'ailles über die Verlängerurg von Mae Mahons Gewall hier ein.
Der St. Lazarebahnhof war sehr ftark von Polizei besetzi. Das
Innere war schon um 121 Uhr durch die Polizei geräumt
worden und Niemand wurde dort zugelassen. Die Rue d'Amsterdam
war ebenfalls durch Polizeiagenten abgesperrt, mehrere Leute
wurden verhaftet. Andere Vorsichtsmaßregeln waren ebenfalls ge⸗
roffen. Starke Reiterpatrouillen durchzogen ohne Aufhören die
Bonlevards und die übrigen Straßen, und alle Wachtposten, be⸗
onders die in den außenliegenden Stadttheilen, waren verdoppelt
worden. Paris blieb aber vollständig ruhig, obgleich die Rach—
richt, daß „Frankreich jetzt wieder eine Dictatur babe,“ überall
das Blut erregte; Gruppen bildeten sich, um die Ereignisse zu
besprechen. Größer war die Aufregung in Versailes. Die Re—
publikaner waren aufgebracht über den Abfall eines Theiles des
—R
großer Zuversicht auf den Sieg gehofft batten. Die Bonapartisten
zielten dieses Mal nicht zusammen. Zechs stimmten für Mac
Mahon, sechs dagegen und sechs enthielten sich der —xx
47 K. K.
—Paruis, 21. Nov. Der,„Moniteur“ meldet, daß Graf
Chamdord seit einer Woche in Frankreich verwejle. verselbe hade
natürlich diele Arhänger empfangen, seine Neise trage aber keinen
ausgesprochenen politischen Charaller, Graf Chambord pJ habe in
der letzten Krisis Deputirten der Richten volle Freiheit gelassen.
-— Der Winter hat begonnen und bietet die sprichwoͤrtliche
Wohlthätigkeit der Bewohner der Hauptstadt Alles auf, um der
zroßen Noth der Armen zu steuern. In allen Siadtvierteln, selbsi
in den elegantesten, sind die von der Kaise in Eugenie eingeführten
Sparküchen eröffnet wordent Die großen Familien haben an den
Präfelten namhafte Summen geschickkt und werden hiesüc Bong
für Brennmoterial und Brod beschafft. Mildthätige Damen gehen
in allen Häusern he um, um Kollekte zu halten und hofft man,
daß man der Noth steuern kann. Die Selbstmorde lassen nich
nach. Gestern wurden nieder drei angezeigt. — Card nal Bong
harte wird in Paris erwartet. — Dem Vernehmen nach son
        <pb n="740" />
        Oberst Stoffel nua doch vor ein Kriegsgericht ge⸗
tellt werden. —
Spanien.

Aus Madrid, 18. Nov., meldet ein Telegramm der
„Deutschen Zeitung“?: Gestern fand eine Besprechung zwischen
Fastelar und dem General Sidles, nardamerikanischem Gesandten,
statt, in welcher unter Auderm die Rede war von dem Ausweg
eines Verkaufes von Cuba an Nordamerika. Auf spanischer Seite
scheint dieser Gedanke an' Terrain zu gewinn ....

Madrid, 20. Nov. Der „Politica“ zufolge hat der norda⸗
merikanische Gesaudte General Sidcles seige Vorbereitungen zur
Abreise von hier in Folge von Bemühungen des englijchen Ge⸗
fandten Layard aufgeschoben.

Amerika.

Newyork, 20. Nov. Der Kon'ul der Verreinigten
Staaten in Santiago theilt amtlich mit, daß bis zum 13. d8.
nicht mehr () als 53 der Gefangenen des „Virginius“ hinge⸗
richtet worden seien. — Tie Senatoren Sumner und Cameron
rufen die Sympathieen des amerikanischen Volkes für das re⸗
publikanische Spanien an, welches den Kampf um Tod und Leben
lampfe.

ind Matratzen. nin für eine Anzahl von Personen die erforder⸗
'ichen Lageistätten bereiten zu können. ——

7 Wiesbaden, 18. Nov. Gesiern sind durch einen Erlaß
)er k. Bezirksregierung die öffentlichen Staatskassen angewiesen
vorden, keine dsterreichischen a ·Guldenftücke an Zahlung mehr an⸗
nunehmen. (Rh. K.)

7 23In leßter Zeit find auf den deutschen Dampfern sehr diele
Jesuiten nach Amerila ausgewandert. .

7 ODesterreichische Sechser.) Die deutsche Gold und Silber-
cheideanstalt in Frantfurt o. M. kauft jetzt großere Quantitaten
sterreichische Sechser zum Einschmelzen und berechnet das brutto
Pfund mit 21 fl.

4 Auf Schloß Worlik starb am 16. ds. Feldmarfchall Fursi
Zẽdmund Schwarzenberg, Sohn des berühmten Siegers von Leipzig,
m Alter von 70 Jahren. Die österreichische Armee zählt nun
zuur noch einen Marschall, den Erzherzog Albrecht.

7 In einer Kapelle zu Preston wurde dieser Tage oeine
ußerordentliche Scene aufgeführt. Ein Mann, der die Erlaubniß
um Predigen erlangt und Arbeiter zum Anhören seiner Predi
nufgefordert hatte, wurde, als er eben seine Predigt dir
endet hatte und auch den Gottesdienst beendigen wollte, von
einer etwa 40 Jahre alten Frau, einem jungen Frauenzimmer
und einen. jungen Mann auf die schrerklichste Weise — durchge⸗
prügelt und an den Haaren aus dem Gotteshause herausgezerti⸗
Die drei Scharfrichter waren seine Gattin, die er verlafsen, dakß
Mädchen, dem er den Hof gemacht, das aber zufällig irfahren⸗
zaß er verheirathet sei, und der Geliebte des zungen Mäaͤdchens.

Eine Trauung oberhalb der Wolken iß die neueße kalifor.
wische Senfation. Am 25. Oktober stieg Profesior Lay mit seiner
Braut und einem Friedensrichter in einem Ballon in die Höhe nund
ieß sich dort tro

—J er misch
51 Zweibrücken, 20. Nov. Der neulich mehrfach genannte
Briefmarder von Dürkheim hat nun sein Gegenstück gefunden. Der
Posthadergehilfe Phil. Tülp, welcher zulezt hier derwendet wurde.
jst beschuldigt. eine Reihe von Briesen erbrochheu, andere unter
jchlagen und wieder andere ihres Werthinhalts beraubt zu haben.

p Die Gendarmen Gabel und Probeck von Zweibrüchen haben
am Freitag den der Ermordung des Joh unnes Glaser von Dahn
verdachtigen Joharnes Hirschinger von Erfweiler festgenommen und
dem Gerichte überliefert.

4 Bei Maximiliansau ist am 16. die dortige Rheinmühle
ptößlich gesunken. (Pf. Zig.)

FEs werden jetzt versuchsweise Wagen für Eisenbahnen
gebaui, welche bestimmt sind, bei Eisenbahnunfällen die erften
DZilfsmittel zur Wiederherstellung eines derangirten oder entgleisten
Fisenbahnzuges darzubieten uud zur Aufnahme und Transporti-
sirung der eiwa Verunglückten oder Verwundeten zu dienen. Ein
solchet Wagen wird mit einem Krahn versehen, um jschwere Laste
heben zu können, wenn das Geleise frei zu machen or er Wagen
in dasselbe wieder hinein zu schaffen jein sollten. Alle bei Un⸗
zlücksfällen nöthigen Handwerkszeuge, sogar eine Feldschmiede, be
sinden fich in demse!ben, sowie ein Coupee zur Unterbringung
leschädigter Personen; es hat zu beiden Seiten 8 Fenster, ist
nit laugen KRänken verseben und enthält die nothwendigen Kissen!

die eésnachriqhten.
Dem Notar Gink in Dahn wurde gestattet, den Redhtskan⸗
didaten Friedrich Cunh von Waldmohr auf ein Jahr als Amts-
verweser au bestellen.

MsÆA

6 d und ahber Tausend Atteste beweisen die glück⸗
Tausen lichen Erfolge, welche durch „Dr. Airys Natur⸗
jeilmeihode“ erzielt wurden. Außer vielen Attesten befindet fich
in der neuesten illustrirten Auflage dieses berühmten Buches auch
ꝛiin Attest von Frl. Heuriette Davids (Verfofserin des Kochbuchet)
auf das wir besonders aufmerlsam mahen. — Näheres in heutiger
Annonce. Vreis nur 36 kr. vorräthia in ieder guten Buchbandlung
verantwortlicher Redacteur.
—
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ebenso Kanapees und Sessel, Spiegel, Vorhangstangen, Halter,
snbpfe, gemalte Rouleaux nebst Stoffen zu solchen, Koffer, Taschen
aller Art; Bandagen, Luftkissen, Bettunterlagen, Clisopumpen, Milch—
zieher zc. — Hosenträger, Kämme, Gürtel, Damentaschen, Schellenzüge,
Portemonnais, Cigarren⸗Etuis und Ständer, Rollen⸗Meterma ke, geschnißte
Kleiderhalter, eine große Auswahl in Stocken, abgelagerte gute
igarren, schwedische Zündholzer, und ein wohlassortirtes Lager
in seidenen und andern Regenschirmen von 1.10 Thlr
Nri. Stte n

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am Weiherdamm ist zu
vermiethen, im Gan⸗
jen oder getheilt. —
In meinem Hause auf'm großen Flur
st ein Logs fur eine kleine Familie
abzugeben.
Carl Jung.
Bürgervereins⸗Kränzchen.
Am Mittwoch Abent Zusammenkunft bei

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Morgen Montag
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Hebrauch sind vorrüthig in der Druckerei
dieses Blattes.

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Redaktion, Drud und Verlag von F X. Demesß in St. Ingbert.
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— 822 * * — 3 253322 —A 8 3 *
95. 3225 5827278 272 —555828 322 —682
23 5355357 5353— 252—,32768 A ————
— 528 S 5327* s8 225— 285
58 2 25 2 5 — 5238 5232
222—23 3533277— — 228 —A
—2 —2— 15383 2* 358 —8 * —S ..
5525333 28 —— 5553
58385355 2373* —3833288 83 2323238
— 5222 23* —2 8B 33 B—— 2* * 5 —
52232 — *8 3 * 533228 — 7* 8 7
558383538 383233 2333555 2.8 22338
335 8656 258

—

2228
— 25322 — 2.727 23
»73 533355353333 53532,53232.
3335 *82533
— 5 —
*3222* *— 222 A * 52 238 83222 2
2 — — —— —
—A 5.2,3 42* *5 2 *
2232535 25223 3228 333 55832 *
5s338253282 223 9 2 3333 AAIJA
333
22532 220 522*832* 28 *8* —
*2*22 25 227 2* *3 2 * * *
2225. 2333 535336 z7—2
52532 3 33 3
* * *
2587. 57553333333835 22 528 330
XEä — 8333533538—3358 532
232— 3233533*5 253235323
58 52335433853232357
5 ——3—
38— —A 537788 ——
3 — — * 2.
5*5* 25533523 —3
534* 8553 —
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— 55 55—2 — 265. * 25327
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2553 *23 38
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218523 3 25. *33* *
333 252335*
358233* 553 252332353
2. —— c&amp; ꝛ 5 *
— — 232* —55 5
—83525239 23 8 3 352358
—B — —18* 2*53333835857
78 328 * 25 28—35
* 38 2.0 — ——
207 385 73
— 23 25 5.
I 5 J 13 cz
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3. 28
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2223. 2 25

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—* 323252224

24

2
—
        <pb n="743" />
        Sl. Ingberler Zenzeiger.

—
der St. Ir 1172e sand das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Diendtaas-, Dommerttagt· und Sonniag⸗

dagmer erlcheint wichentlich viermal: Dienstag. Dennernstag, Samstag und Sonntaa. bonnementehreis vierteljahrig 42 Armt. odir
12 Suberar. Ungzeigen werden mit 4 Arrr. die dreispaltige Zeile Blatijchrift oder deren Raum derechnet.

185. — ers⸗
—
Deutscheo Neich.

Reustadet, 21. Nop. In der heutigen Landrathssitzung

am der in Folge der don Kaiserslautern ausgegangenen Se—
ainarpetition von Dr. Jalob gestellte Antrag auf Errichtung kon⸗
jsion Sloser Lehrerbildungsanstalten, sowie die damit zusammen⸗
ngenden Gegenanträge des Domkapitulars Dr. Becer, sowie der
Anttag von Janson, betreffend die konfessionslose Vollsschule, zur
gerhandlung. Der Antrag Jacobs wurde nach längerrr Diskussion
nit allen gegen die 2 Stimmen der kathol. schen Geistlichen (Becker
ind Hundemzer) angenommen, auch Herr Prodekan Neu stimmte
ʒafür. — — des Antrags von Dr. Becker, die kgl. Ver⸗
xdnung vom 29. August d. J., betreffend die Abstimmung über
kinführung korfessionellgemischter Vollsschulen als für die Pfal
unicht rechteberbindiich zu erliären, wurde ebenfalls gegen 2 Stim⸗
nen solgende von Dr. Jaldob beantragte motivirte Tagesordnung
igenommen:
. Der Landrath ist selbstverständlich nicht im Zweifel, daß
urch eine Verordnung ein Gesetz nicht aufgehoben werden lönne,
laubt abder, daß, da der Landrathsabschied vom 9. März 1818
⁊ nicht spezialisirt, wie die Neigung der verschiedenen Religions—
heile sich kundgeben müsse, es durch die Verordnung vom 29.
fiugust 1873 den einzelnen Religionstheilen nicht möglich gemacht
i, nach den Bestimmungen des Landrathsgesetzes vom 9. Märj
818 ihre Ansicht in einer von der Gemeindeversammlung getrenn⸗
en Weise geltend zu machen. — Der Landrath geht daher über
zen hieher bezüglichen Antrag des Herrn Dr. Beder zur Tages⸗
dnung über.“

Cbenso wurde der Anttag von Janson, die Vollsschule als
wonfessionslose Staatsanftalte mit voller kirchlicher Unabhängigkeit
zu erklären, mit allen gegen die genannten 2 Stimmen an⸗
zenommen.

Angenommen wurde ferner der Antrag Janson, betreffend
ie Abanderung des 8 55 des Reicht strafgesezbuches, bezüglich der
Ztraflosigkeit von Kindern unter 12 Jahren, und der Antrag
dürr, beireffend den Bau der Worther Eisenbahn (baldige Inan⸗
riffnahme und Ausführung der Linie Wörth-Lauterburg.)
a Weiter wurden angenommen: der Antrag des Hrn. Wies:
Der Landrath wolle beschließen, an die hohe Sraatsregierung
inen Antrag bahin zu fiellen, daß no h dem gegenwärtig verfam⸗
nelten Landtage ein den Art. 22 des bayer. Wehrverfafsungsge⸗
ehes modifizirender Gesetzentwurf in Vorlage gebracht werde?;
ndlich der Antrag des Hrn. Schleip: „Der Landrath wolle an
ie Kreisregierung die Bitte richten, dahin wirken zu wollen, daß
urch Bewuͤligung größerer Beiträge die wirkliche Uebernahme der
Ffaͤlzischen Bezirlsamtsgebäude durch den Staat bolder —XX
derden lönne.“

Die Kreissumlage pro 1874 wird 51,0 pCt. betragen.

Am Samstag wurde der Landrath geschlossen. (gw. 3..

Aus Münche, 20. November, schreibt man der Nürnb.
Ir.“ über die letzte Sitzung der Abgeordnetenlammer: Als der
driegsminisier begann, vom „Nichtzurückdleiben des bahyerischen
deeres hinler den anderen“ zu reden und nun gar kalt und ge-
assen“ die 24,294, 000 fl. für außerordentliche Zwede über seine
tippen brachte, da ging das Haus, natürlich zumal die Rechte,
bie aus einen Schlag zu den Ausrufen: Hoͤrt! Hoͤrt!“ über,
a einzelne schlugen die Hände zusammen, daß diese einige Selun ⸗
en lange Aufregung nur durch das energische Dazwishentreten
er neuen großen Glocke des Präsidenten und dessen Ich bitte
ne Herren um Ruhe“? beschwichtigt werden konnte. Und wir als
rüchterne Beoba hier lönnen konstatiren, daß wir uns einer solchen
lufregung des Hauses nicht entsinnen koͤnnen, kaum war jene am
1. Januar 1871 größer, als die Versailler Verträge zur An⸗
ahme gelangten. — Für die nächste, auf den 26. ds. anberaumte
Zitzung steht der Herz⸗Gerstner'sche Antrag über die Diäten der
deichsiagsabgeordneren und eine Interpellation des Prof. Daller
er die Sonntagsfeier, resp. den Dienst des Personals der Ver-
ehrzanstallen auf der Tagesordnung. Da das Publikum z. B.

n München dem Vergnügen des Eisenbahnfahrens an Sonntagen
ehr froͤhnt, so daß es manchmal an Wagen fehlt, so sind wir
richt sicher, daß nicht wieder eine „gehässige und tendenzidse Ent⸗
tellung von Thatsachen“ herauskommt.

Aus München, 22. November wird der „Allg. Zig.“
emeldet: „Dem Vernehmen nach wird die unterm 8. April 1882
rlassene Ministerialentschließung. den Vollzug des Concordats beir.
welche dem Ultramontanismus welsentliche Zugeständnifse machte),
nit allerhochster Genehmigung außer Wirksamkeit gesetzt werden.
x83 sollen sortan in allen bei den Verwaltungsstellen und Behör⸗
ven vorkommenden Geschäfts gegenständen kirchlicher und Lirchenpo⸗
itisber Natur, wie es der Staatsverfefsung entspricht, die beste-
zenden Grundgesetze des Staates, sowie die übrigen hierher bezüg⸗
iche Gesetzgebung des Landes die Norm geben und nach den
stegeln des Rechtes ihrem ganzen Inhalt nach zur Anwendung
jebracht werden. In gleicher Wei'e behält es bei den auf Grund
zieser Gesetzgebung erlassenen Verordnungen und Instruktionen
ein Bewenden. Dem zufolzge tritt in allen jenen Fällen, in wel⸗
hen und soweil die einzelnen Abschnitte der fraglichen Ministerial-
ntschließung auf das bestehende Recht hinweisen oder Zuständig⸗
eiten der Staatsorgane, wie sie vor dem Jahr 1852 schon be—
tanden haben, vorbehalten sind, durch die Zurüchnahme der eben
illegirten Entschließung keine Veränderung ein.“
Karlsruhe, 22. Nov. Das Abgeordnetenhaus nahm
hzeute die Bureauxwahlen vor. Kirsner wurde zum Präsidenten,
Bluntschli und Kiefer zu Vicepräsidenten gewählt. Um 122/42 Uhr
'and die Vereidigung des Bischofs Reinkens durch den Staatsmi⸗
nister Jolly vor sechs Solennitätszeugen statt.

Kassel, 22. Nov. Bis heute find fünf ordeniliche und
drei außerordentliche lutherische Pfarrer wegen ihrer Unbotmäßig⸗
reit gegen das Consistorium abgesetzt worden. Sechs weitere Ab⸗
etzungen erfolgen in nächster Woche. (Fr. J.

Berlkin, 21. Nov. Als Termin für die Reichstagswahlen
ist die erste Woche des Jannar 1874 in Aussicht genommen.

Franukreich.

Paris, 21. November. Der Unterrichtsminister Batbie
jat zur Feier der Verlaͤngerung der Amtsgewalt Mac Mahon's
angeordnet, daß am 24. ds. an welchem Tage das betreffende
Besetz im offiziellen Blatt erscheint, alle Schulen Franlreichs ge⸗
chlossen werden!

Paris, 23. Nov. Am Boulevard wurde neueste Anleihe
ei sehr fester Tendenz zu 93. 15 (bedeutend gestiegen) gedandelt.
xẽs wird versichert, Graf Chambord habe das franzöfische Gebiet
vieder verlassen..

.Trianon, 21. Nob. (Proʒeß Bazaine.) J. Fabre, als
Zeuge vernommen, sagt, daß Fürst Bismarck ihn bei der Zusam⸗
nmentunft zu Ferrieres gefragt habe: „Sind Sie des Gehorfams
ies Marschalls Bazaine sicher “ Da Favre über diese Frage
rstaunt gewesen sei, habe Bismarck hinzugefügt: „Ich habe allen
Zrund, zu glauben, daß Bazaine nicht Ihnen gehörtAm'est pas à
7ous). Diese Aussage erregt lebhaftes Erstaunen.

Der Prozeß Bazaine nimmt in seinem letzten Stadium, in
velchem Jules Favre und Gambetta auftreten. wieder in erhöhtem
grade die Aufmerksamkeit in Anspruch. Man schätzi die Dauer
desselben noch bis Mitie Dezenber.

England.

— Nach England kamen von der Goldküste Nachrichten
iber mehrere Gefechte, in welchen fünf Döͤrfer feindlicher Einges
orener eingeäschert warden und die Aschantie eine bedeutende
diederlage erlitten. Außerdem hat England seine Flotte ebenfalls
iach Cuba abgehen lassen, da auch englische Unterthanen als Fli⸗
zustiers dort erschossen wurden uund weil man doch sehen will, —
das Amerika eigentlich vor hat. — Beinahe hätie es auch einen
drieg mit den Türken belommen, das friedliche England. Die
Türken kamen nämlich Aden. das den Engländern gehört, zu nahe
ind es wurde schon so ein bischen herüber und hinüber geschossen
ind ein paar Individuen von der in Ueberzahl vorhandenen Rasse:
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        Mensch in's Gras gestrecht; da erllärte man in Constantinopel, es
sei nicht. bos gemeint und, man wolle die Truppen dort wieder
vegziehen.“
Spanien.

Hoa drid,z28. Noo.“ Die Regierung meldet, daß Veine
Jütliche Beiegung. der Virginiusaffaire in Aussicht stee. Die
Frage dürfte dem schiedsrichterlichen Spruche einer Großmacht, wahr⸗
cheinlich Deutschland unterbreitet werden.

aez We rwoewae Amerika⸗ —I —— — —— ———

Miewy o r, Ende Oktober. Die Arbeliseinflellungen in
Folge der Finanztlemmemehren sich-in erschrecender Weise. und
oiele Eiienbahngesellschaften, Fabrilbesitzer und Gewerbetreibende
haben, jum die Arbeit nicht ganz zum Stillstande kammen zu lassen,
ich veranlaßt geleben, heilweise die Arbeitszeit zu reduzrren und
eine Reduttion der Arbeitslöhne eintreten zu lassen, die sich
auf 10 — 30 Proz. beläuft. Die bedeutensten Etablissements haben
ich zur Arbeitseinslellung veranlaßt gesehen, wie z. B. die Harmony
Zaumwollspinnerci in Cohoes, N. Y., eine der groͤßten der Welt;
die Dutcheß Kaitundruderci von Garner und Comp. in Wappinger
Falls, N. D., die Fabriken derselben Firma in Newburg, Haver⸗
iraw, Roche sier und Pleasant Valley, die Stillman Manufacturing
xomp. in Westerley Conth, sämmtliche Eisenwerke in Troy, R.
H. fammtliche Fabriken der Atlantic Delaine Komp. und die
Transton Kattunfabrik in Rhode Island; die Reymold's Fabrik.
Dir erwähnen hierbei nur Fabrilen im Staat Newyork und in
inigen der Neuengland Staaten. In den Mittelstaaten und im!

Wehen find die Verhältnisse ebenso rübe. Andere Etablissements!
haben die Löhne reducirt und durch die dielen Fallcte wurde ein
danzes Heer von Aubeitern brodlos. Im Monat Okiober folken
nicht weniger als 200,000 aus dem Tienste entlasfen worden sein;
zu Newark iu New⸗-Nersey lungern wenigstens —2
Fabrifmädchen herum und in Philadelphia schätzt man die Zaht
der feiernden Arbeiter auf 25,000... ..

w orl 21. November. Präsident Grani hat eine!

Verlängerung des Aufschubes für Herbeiführung der Saltisfaklion
Seitens der spanischen Regierung bewilligt, und“ mahnt zur
heduid. —
Newyvrt . Kob. Iñ Washington Fodet heute ein
Ministertath statt.* Es herrscht die Ansicht vor, daß es in der
Virginiusfrage ohne Krieg zu einer den Vereinigten Staaten an⸗—
nehnbaren Vereinbarung kommen werde. Präsident Grant ist für
Bewilltzung etnes der spanischen Regierung zur Leistung der er—
korderlichen Genugthrung zu gestattenden Aufschubs und verlangt,
man solle Rücksicht nehmen auf den Umstand, daß es Spanien
inmäglich sei, sich zur Zeit genügende Informationen über den,
den Vereinigten Staaten angethanen Schimpf zu verschaffen, um
ilsbald gebührende Satisfikation zu leisten. — Die Marinever-
valtung ist in Stand gesetzt, binnen Monatsfrist 26 Kriegsschiffe
jegen Cuba auslaufen zu tassen TIJYV
Newyorhk, 22. Nop. Die Offiziere und Ingenieure der
dafenstädte und Küstenbefestigungen haben Befehl empfangen, Ver—
heidigungsmaßregeln gegen etwaige Angriffe von der Seefeite zu
ergreifen. Die Aritilleriekommission' ist bereif. die nöthigen Aus—
rüstungsgegenstände für die Armee zu liefern. Das Ultimatum,
velches angeblich an Spanien gerichtät worden, reducirt sich auf
eine diplomatische Note, welche gewisse erwiesene Thatsachen fesißelli
und Genugthuung fordertt.
D Volkswirthschaft, Handel und Verreheer..
. Falsche preußische Fünfthalerscheine und Einthole scheine kent
men neuerlich wieder vor; erstere sfind rom Jahr 1856 und es
jehlt bei ihnen in dem Facsimile, Günther“ das h.“; Utze
ind vom Jahr 1871, es fehlt bei ihnen die Serie, das Folid ist
nit Nr. 115, die Litera mit A., die Nummer mit 74747
zezeichnet 7
Das Porto für Correspordenzkarten nach den Vereiigten
Staaten don Nordamerika beträgt vom 7. Dezember an über
Bremen und Hamburg einen Silbergroschen oder vier Ktzr. südd
Bekanntmachungen .. 3 Atutmachung.
4834345Samstag, den 29. November 1878, Nachmittags 2.Uhr,so auf dem
Hausversteigerung. Sanen da bi seenee en die vneeee e
Somhlebden 6. Dezemver 1873. kes itäten zur k. Grube St. Ingbert pra 1874 im Submisstonswege an den
— B——————— bei en Mindestnehmenden vergeben werden. *
Schmitt, läßt Heinrich Isaae, Kaufmann8 48 —* 7 *
eeee baüneenz 3 2. Aus dem t. Forstreviere Neuhäusel:
Hauses an der Hauptstraße neben Johannn tirca 500 Kubikmeter Eichenstammholz/ —
Hellentbal auf fechsjährige Zahlternrine offent. 4 e 100 Buchenstammholz. J
ich in Sirnthum wen — ιι 9 830 7 aemischie Slenpelstangen,
Besihenuitt: J. uu i olate hedi. Aus dem k. Forstreviere St. Jugbertz7
— FA..... ritca 150 Kubikmeter Buchenstammholz
Allgemeine Unfall-Vere genste Slenpeistangen3
i herungs⸗Bank Leipzig. Anus dem . Forstreviere Jagershurg? 3
Wir bringen hiermit zur Kenntnisß circa. 8 Kubikmeter Kiefernstämme zu Brunnendeichelut * a
daß wir dem Herrn Stadtschreiber Uebernahmslustige sind eingeladen, ihre Angebote bis zur oben angesetzten
Bayer eine Agentur für Ste Ingberte Jeit verschlossen und gehdrig dezeichnet auf dum Bureau des unterzeichneten
ind Umgegend übertragen haben. Umtes abzugeben, woselbst auch die Bedingungen zur Einsicht offen — ——
Mairnz, 22. November 1873. die Submissionsformulare in Empfang genommen werden können...5
Die General-Agentur 2St. Ingbert, den 20. November- 1878. . *
—6 Ngl. Bergumt

r TT ν— —V —— — mt

ennn rn
italienische Hasselnüsse, Von henat ean
Mandeln init idvbnt cuady dpoyoror Storchen· Export-Bier
avanna-Boiz — J
— —8B8 F — *

im Woll'schen Hause. —im Café —2
— — —⸗—
Bapdwurn beseitigh (auch brieflich in Gesncht. I
2 Stunden gefah: los und sicher Dr. 1. Personen, welche bei regnerischer
ned. »— — in Leipzig. 23.vitterung den Noth auf der neuen städtischen
Po — EStraße, von Bäder Michael Haas „bis
J Rechnungen —zur Kirchhofstraße — und od
a Ur, 14 und *s Bogen zum all gemeinen veiter — beseitigen
Hebrauch sind vorrüthig in der Druderei 2. Personen, welcht bei einer Leiche des
dieses Blattes. Spitals den Sarg in den neuen städtischen

Todtenwghen und am Gottesacker wleder
aus demselben heben, da dies doch keine
Arbeit der Geschwifter des betrf. Verstorbenen
st, und der erste Adjunkt nicht zi jeder
Zeit eitzen Arbeiter zur“ Verfügung hat,
den et dem Leichenzucçe bie zum Kirchhofe
ut allenfalsigen Hilfe nachschicken kann.
Franto Off. Paeté Reetante mit Chiffre R
——
Redaktion, Druck und Verlag von JeX. Demeg in St. Ingbert .. 5
        <pb n="745" />
        AMb
J S e — 2 2*
28523833335 5233
553 5—5535333 723
7* 55235 3286 32
5 553320 338
* —2 2*8* 25 —A ——
13538 255 55 258 —
35355333557533 3335
1535—35—32—235 —328
15327 35 388—728
* * * 5 52 2
—AA * — 8 283235 — —
*—55553352557 —
S 2— 38—2322233 2
2. — 8 *—* 52522
2255 — — 2275*
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38355 2322 —A
25823 — 82*2 28 —
2235 32 53582 32
——— *38
23 —E
—58 2. 33 —— 833*
3 78 38833385
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8 5 532283256338*
—5883—55—3333333323335
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252535 7388328
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225 —2325522—2
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55335284385 438 —
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z3835533 3333 3 5S255
25 32—83835— 58 33333 —
2552383533885388 7 57 — ——
2E3 52 * J S * n 2* —— WM 3 53 *
——53 —2 32 —— —— 533355 3 3
—5383 83 »5—35323538 5822 —
555358 2352 338338533—83232388 — 3558 32335
3333 32535 3238* 55 3 — 515353283 58*
22 22353533 5332338 2250 — —A ——— * 9
522—72 7 23232 — — —— 5222 3
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226 5 333333* — 2 2— ——2322575 122 25 523925 5*222 —
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2
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        8* t. Ingberlker Anzeiger.

A4 —
St.Jaaberter Unde iaeer band dad mit dem Haupyiblatte verbundene naterhaltungtblatt, mit der Dientiags⸗, Domnnertlagt· und Sonnkage
ine i oenilih vie rn aln Dientaa Donnerstag, Samstag xnad Sonntaa. Abonnemenispreit vierteljahrig 42 Krir. eder
ine nice eer vit 2arn. du dreüpaitige Zeile Blauuschrin oder veres Raum beresuet.
——— — — — —
22 * * — —
1873

— — — — —

Deutsched Reich.

Müncheenn, 29. Novbr. Was ich Ihnen jüngst in Bezug
uf den Gesehentwurf, die Zuständigkeit der Strafgerichte betr.,
hrieb, d. h. daß durch denselben den Bezitksgerichten eine Straf⸗
walt bis zu 18jähriger Zuchthausstrafe eingeräumt werden sollte,
n durch die inzwischen erfolgte Vorlage dieses Gesetzentwurfes
ine Bestätigung, wenn auch nicht so algemein, so doch insoweit
unden, als derselbe darauf hinausgeht, daß diese Erweiterung
et Strafbefugniß wenigftens für gewisse Fälle den bezeichneten
jerichten eingerääumt werde. Eine Folge davon, daß der zur
rveralhung dieses Gesetzentwurfes don der Nammer der Abgeord⸗
elen gebdete besondere Ausschuß fast ausschließlich aus höheren
justizbeamten besteht, ist die, dab die besagte Intention det Re⸗
jerung leider Aussicht hat, im Ausschuß durchzudringen. Wie ich
ernehme, ist von saͤmmtlichen Ausschußmitgliedern einzig und allein
er Abg. (App. Ger. Rath) Darrschmidt gegen eine solche exorbi ⸗
ante Erweilerurg der Strastompetenz ausschließlich aus rechtsger
ehrten Richiern zusammengesetzter Gerichte. Wenn diese Angle⸗
enheit im Plenum der Kammer zur Berathung gelangt, dürfte sich
ine erregte Debatte ergeben. welche hoffentlich zu dem Resultate
uͤhren wird, daß man dem Volle die theuerste Errungenschaft des
jahres 1848, die Schwurgerichte nicht nur dem Namen. sondern
uch dem Wesen nach erhält und fichert was nur daunn möglich
t, wenn die Strafgewalt der Richterkollegien nicht über Gebühr
wenert wird. Einer Mehrheit von zwei rechisgelehrten Richtern
iher die Befugniß einrdumen, Zuchthausstrafe bib. auf die Dauer
on 15 Jahren zuzuerkennen, dieße einen Zustand schaffen, der
ines Gleichen in Curopa suchen würde. (Fränk. Kur).

Münschen, 22. Nov. Behufs der vom Finanzausschusse
der Kammer der Abgeordneten beabsi bdtigten Gewahrung von Ge⸗
altszulagen wücrden, wit schon a dier· Kakegorien gebildet
erden; wie wir nun vernehmen, soll dies in folgendet Weise ge—
chehen. In die ersie Aoalegotie mit jährlich 420 fl. Zulage würden
je Beamten der 1. und 2. Gehalistlasse lommen, in die zweite
i Zranen ver 3. und 4. Gehaltsklasse mit 350 fl., in die
ne die Veamten der 8., 6., 7. und 8. Gehaltstklasse mit 280
nnd in die bierte Kategorie die Beamten der 8. und 10. Ge⸗
altsklasse mir 210 fl. per Jahr. Nach diesen Vorschlaͤget —
ne nahme als hesichert erscheinen dürfte — würden jaͤhrlich
mgesäht 1,600,000 fl., um circa⸗ 600,000 fl. uichr ald die
Siaatsregierung deaniragte, erforderlich sein. Für das nicht
sbile Personale würde sich der Bedarf jahrlich auf 1,800,000
l., auf cigea 8ob.o0o fl. mehr als nach dem Negierungsvorschlag
elaufen. “*

Münqcen, 23. Nov. Fünf bayerische Bataillons ⸗Audi-
eurs werden in die k. preußische Armee eintreten und sind die⸗
elben zu diesem Behufe auch bereits auf ihr Ansuchen aus dem
ayer. Heere entlassen worden. .

Ma n hen, 24. Now. Die Medizinalloxordnung für das
donigreich Bayern soll bekannilich in Berücksichtigung der neuen
dawe beordnung, der Erhohung det Preise aller Lebensbedüͤrfnisse
ind der veränderten Stellung des ärztlichen Standes einer Revi-
on unterzogen werden. Als neue Taxen flir ärztliche Leistungen
vberden hiebei in Ausficht genommen: 1) für Krankenbesuche in⸗
erhalb des Wohnortes des Arztege und bis zu einer Entfernung
on i. Mieile (SKilom.); a. für den 1. Besuch 2268 Mart
it Dder ohne Rez pt), b. für jeden folgenden 1 122 —3 Mark,
Nur Nachtzeit das Doppelle. 2) Fur verlangten oder nothwen⸗
ig laͤngern Ausenthalt des Arztes bei den Kraͤnken, wenn der
musenthalt laänger als eine Stunde dauert, füt jede Stunde weiter:

bei Tag 2265 Mark, b. bei Nacht 5— 10 Mark; 6.8 zum
naximum von⸗ 18. Matlebei Tag, 20 Mark bel Nacht. 3) Für
ie Hausordination (mit oder ohne Rezepti), a. fur die erste Ia —8
mari, p. fur jede folgende 1-22 Marl. —5.

Berlin, 22. Nov. die taiserliche Admiralität beabsichtigt
vem Vernehmen nach bii etwa eintretenden weiteren Verwicklungen
den spanschen Angaeledenbeiten noch uert andere Schiffe detr

)euischen Kriegsmarine nach den dortigen Gewässern zu senden.
Die Fregatten Kronprinnz“ und „Augusta“* würden eintretenden
falls vermuthlich zu di sem Zweck Verwendung finden.

Bersin, 23. Nob. Die Zustimmung des Handelsmini⸗
teriums zur Erhoͤhung der Eisenbahu⸗ Peronen⸗Tarife ist nunmehr
onstatirt. Ais Einhe itsatze sind dis jetzt für die 4 Wagenklafsen
5 3, 314 und 2 Sgr. pro Meile exllusive Aufschlag fur Schnell⸗
ug vorgeschlagen. EFrankf. 314)

— Frankreich. 3

Parie, 28. Nor. Die Libert,“ wel che bekanntlich zu
jfizidsen Mittheilungen aus der Umgebung bes Grafen Chambord
enutzt wird, behauptet, derselbe sei sehr ungeholten über den
Zerlaͤngerungsbeschluß. Die „France“ spricht von orleaniftischen
hersuchen, den Grofen Chambord zur Abdankung zu bewegen.

Gr. J.)

Paris, 28. Nov. Die Nachricht, daß Graf Chambord in
rrankreich sei, ist richtig. Er war in Versailles und ist auges⸗
lücklich im Dampierre beim Herzog von VChuynes. Die Organe
ciner Anhänger achten sein Incognito; aber er ist offenbar da,
im seiner Partei zu zeigen, daß er nicht abdanlkt, und die Extremen
ind denn auch äußerit ülar im Ausdruck, wo es sich darum dan·
zell, zu erklären, daß sie die Vartel nicht aufgeben.

Paris, 25. Nop. Das „Journal offictel? meldet. daß⸗ die
Minisier heute ihte Entlassung gegeben haben und diese angenom ⸗
nen ist. Man giaudt, das amtliche Blatt werde chon morgen daß
jeue Ministerium (das ohne Zweifel großentheils aus dem Jeit⸗
Jerigen Ministern bestehen wird) publiziren.

Prozeß Bazaine. Am 21. November wurde Gambelta
ils Zeuge vernommen. Derselbe erzählte von den vielen Versuchen,
jie ea don Paris wie von Tours aus gemacht habe, sich mit Ba⸗
gine in Verbindung zu setzen, die aber alle ohne Erfolg geblieben
en. Warum sie nicht gelangen d „Es ist, bemerkt er, hier nicht
er Ort kür mich, es zu sagen“, aber er läßt durchbliken, daß
e Schuld am Marschall Bazaine liege, den er schließlich geradezu
es Verrcths bezichtigi, weil er, fiatt zu bampfen, mit dem Feind
iterhandelt habe. Uebrigens kommt ein Widerspruch zwischen
hambetta und Bourdali zu Tage; letzterer hatle neulich angegeben,
aß er die Negierung in Tours vergeblich beschworen habe, rasch
inen Waffenstillsiand mit den Deuischen abzuschließen, weil sich
voch nichts mehr machen lasse; Bambeita hingegen behauptet, von
inem Waffenstillstand sei zwischen ihnen nme die Rede gewesen.
Bourbali enthüllte übrigens durch seine Aussagen. daß er selbst
vohl ein braber. Soldaf sein mag⸗der die erxhaltenen Befe hle
etreu vollzieht, daß er aber nicht befähigt ist, selbsiständige Ent-
chlüffe zu fassen und durchzuführen. — Das Zeugenverhör ist jzt
oweit dorgeschritten, daß es bis. Ende November beendigt sein
ann; der Prozeß würde dann wohl dis Mitte Dezember zum
Schlusse kommen. 5
Gnugland.
London, 25. Nov. Ein Telegramm der , Zimes Jaus
ßhiladelphia meldet aus Havanna, daß man mit det Rüdgabe des
uf dem“ „Virginius“ jortgenommenen amerikanischen Cigenthums
vorschreite.
J Zerm 6

4 Bai der nächsten pfalzischen Schwurgerichtsfession find füt
etzt I1, Sachen eingelaufen uud sollen an nachdezeichneten Tagen
ur Verhandlung kommen: 1) aui 1. Dezember, Vormittags:
gernhard Wolf, 81 Jahre alt, lediger Schneider von Duden hofen,
vegen mehckrer Diebssahle im Rücfalle. 2) Nachmittags: Franz
„quberschwarz, 28 Jahre alt, Tagner von Mehlbdach, wegen
diebstahlz im Rückfalle. 3) am 25 Dezember, Vormittags: Va⸗
entin Wüst, 26 Jahre alt, Tagner von Rohrbach bei Landau
vegen Körperverletzung wit nachgesolgtem Tode. 4) Naqhhmittags:
Joseph Burger, 20 Jahne alt, Tagner von Godramstein, wegen
hweren Diebstahls im Rückfalle, Bedrohung und Widerstand. 5)
n 3. Verember, Vormittags: Charlotie Ransweiler. 34 Jor-
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        alt, von Obermoschel, wegen Kindsmordes.“ 6) am 14. Dezember,
Vormittags: Adam Doppier, 26 Jahre alt. Schusterge selle von
kssingen, wegen 14 Diebstähler. 7) Nachmittags: 1. Philipp
Schäfer, 22 Jahre alt, Tagner von Mehl bach, 8. Jakob Rübel
24 Jahre alt. Schuster bon Niederhorbach, wegen mehrerer Dieb
dähle und Hehlerei? 8) am 5. Dezember, Vormittags: Catharino
Sammel, 17 Jahre alt, von Wachenheim, wegen Kindsmordes.
h) Nachmittags: Georg Scharf, 82 Jahre alt. Schustergeselle von
Pirmasens, wegen schweren Diebstahls im Rückfalle. 10) am 6.
Dezen. ber, Vormittags: Wilhelm Kirch, 88 Jahre alt, Tagner
pon Mehlingen, wegen Diebstahls und XLL
Bernh. Vettiner, 25 Jahre alt, wegen schweien Diebflahls im
Rücfalle. J
In Pirmasens fiel am 22. 28. Schnee stellenweise einen
halben Schuh hoch. Am Morgen des 22. Nobp. ritz der Sturm
das Dach der Harthmuth'schen Bierhalle vor dem Landauer
Thor ab.
Bei der Abstimmung für die Communalschulen in Wald⸗
mohr hatten sich 121 Gemeindeglieder eingefunden, von denen 120
sür die genannten Schulen simmten.
FKaiferslautern, 24. Nod. In Betreff der Baugewerlschule
und des Gewerbemuseums hat der Stadtraih heute beschlofsen, in
das nächstjährige Budget die zur Errichtung des beir Gebäudet
irforderliche Summe circa 25,000 fl.) einzustellen; mit dem Bau
soll alsbald begonnen und vom 1. Oltobet 1874 an eis zur
Fertigstelung des Gebaudes 4 Sale in dem Schulhause an dem
Maxplatz provisorisch für die Zwecke dieser Anstalten! zur Verfügung
gestellt werden.
‚„F Speyer, 25. Nop. Mit dem heutigen Tage wird der
Verlehr an der bisherigen Schiff⸗ und zukünftigen Eisenbahnbrücke
ringestellt. Die Aufstellung der Eisenbahnbrücke wird nächsten
Donnerstag gegen Abend vollendet sein. So können wir uns der!
Hoffnung hingeben, daß die Bahn nach Schwetzingen am 1. Dejbr.
röffnet werden wird.
7 In Bergzabern wurde ein Meßggerhund, der andere Hunde
4 . — —J 2
Bekanntmachungen. Musikverein.
Sonntag, den 30. November 1873, Abends präcis 8 Ahr
— —im Oberhauser'schen Saale
musisalisehe und hentralische
Abendunterhaltung.

und ein Pferd gebissen, Leuten die Kleider zerrissen hatle,ꝰ erschossen
Die Sektion zeigte Wuthtrankheit 47

Ein wigen Kindemord von Haßloch entflohenes Pärchen
ist vom Arm der Gerechtigkeit noch vor der Abfahrt nach Amerita
in England erreicht morden und befindet sich auf dem Růckwege
um Gerichte. n n 5

Aus Frankenthal wird der Mh. Ztg.“ geschrieben: Ueber
den lehßthin stattgefundenen Guß der Kaiserglocke des Herrn H. Hamnm
ann ich Ihnen die zuverläsfige Mittheilung machen, daß, nachdem
die Masse einigermaßen erkaltet, Herr Hamm einen Theil da
Mantels abnehmen ließ, um nachzusehen, ob die Masse des Nach.
zusses, welche 40 Ctr. betrug und drei Stunden nach dem eigent⸗
lichen Gusse in die Form gelangte, sich mit der Masse des ersten
Busses vereinigt, und so der Guß vollkommen gelungen sei Das
letztere hat sich nach Ansicht des Herrn Hamm vollzogen, der Guß
wiro von ihm als ein gelungener betrachtet, jedoch bleibt noch ab
vuwatten, ob die Gloce den gewünschten Klang haben wird.

t Der Stadtrath von Frankenthal hat den Gehalt der dor⸗
igen Lehrer in der Art aufgebessert, daß der Anfangsgehalt statt
in 500 nun in 600 fl. besteht und das Maximum der Dienstal
erszulagen im Betrage von 200 sl. schon nach 20, stait nach 40
Jahren erreicht wird.

fHeidelberg, 22. Nob. Die Juriftenfalultät zu Heidelberg
hat durch einstimmigen Beschluß Herrn Schultze⸗Deliysch in Anec
ennung jeiner großen Verdienste um die neue Rechtsbildung der
wirthschaftlichen Genossenschaften zum Doctor juris honoris causa
ernannt.

F München, 22. Novd. Wie wir dernehmen, wird bis zum
Monat Mai 1874 an die Gläubiger der Spitzeder jchen Gantmasse
eine Abschlagszahlung von 8 Proz. ihres Guthabens erfolgen

und durften diejelbden später wohl nochmals 5 Proj. erhauen
koͤnnen.
„F München, 24. Nopb. An Cholera sind von gestern bis
heute Abend I1 Erkrankungen und 9 Todesfälle vorgelommen.
— Demeh, verantworilichet eur.

Hausversteigerung.
Samstag, den 6. Dezember 1873, des

Nachmittags 25 Uhr, dahier bei Adjunkt

Schmitt, läͤßt Heinrich Isaac, Kaufmann

dahier, die ihm noch gehörende Hälfie seines

Hauses an der Haupistraße neben Johann
Hellenthal auf sechsjährige Zahltermine offent⸗
lich in Eigenthum verst igernr.

Befitzantritt: 1. Juni 1874. *

Sorn, tgl. Notar.

Möbelversteigerung

in Hasel.

Mittwoch, den 83. Dezember 1873, Nach ⸗
nitiags 12 Uhr zu Hasel in ihrem daue
lassen die 5 itiwe und Kinder des allda
derlebten Ackerers Cari Schaefer ihre
jammtlichen Mobilien auf Zahliermine bis
IX

Mträchtige Kuh, 1 jungen Stier,

Pferd, 1 Wagen mit —2
heu, Stroh, Kartoffeln, Kleider⸗
schrank, Küchenschrank und sonstiges

Hausgeräthe.

ERyorm. kal. Nolar.

Rrogramm;
I. 35
Puverture sür Piano zu 4 Handen.
NMäünnerehor.
Moritæ Sehnörrehe Posse in F Alt v. G. v. Moser.
II.
. Mñnnerehor.
5. Nalzer fur Klavier zu 4 Handen don Faust.
6. Die geführliene N aehbaragehaft odet Sehneider Fins. Posse
in Act von A. v. Kotzebue. —
Anm. Der Eintritt ist nur Mifaliedern und eingelũhrten Fremden geftaitet.
tag Abend halb Udrr
—XE
in Cafo Oborhauser
der Streich-Musik und Sängerogesell⸗
schaft Rauscher (6 Personen) aus
B3bhmen.

ute Dee—
Zindfleisch 1. Qual. 22 kr. 2. Qual. 20 kr
dalbfleisch 20 kr. Hammelfleisch 22 kr
Schweinefleisch 22 kr. der Pfund. Vuner g
r. per Pfunb.

⸗ciserslautern, 25. Novbr. (Frucht⸗
Mittelpreis. Weizen e. 43 kr. Korn
Ifl. 9 ir. Spelzkecn — fl. — tr.
Spelz 6 fl. 19 tir. Gerste 6 fl. 46 lr.
Hafer 4 fi. 48 kr. Erbsen5 flsb6 ir.
Viden 4 fl. 33 ke. Linsen 6fl. 14 tr.
*leesamen —. fl. — t. — Aoernbrod
6 Pfd. — kr. Gemischibrod 8 Pfjd. — lr.
Veißbrod 2 Pfd. — it. — Heu 1 r
36kr. Kleehen fl. —kr. Strod i. 10 t.

Ntechnungen
in a, *4 und e Bogen zum allgemeinen
Gebrauch sind vorrathig in der Drucerei
dieses Blattes.

Zwelschenkͤrauft
i eing troffen be

rod· Fleisch ꝛc. Preis⸗
der Stadi Zweibrücken v. 27. Nod.
Weizen 8 fl. 58 tr. Korn 7 fi. 8 lr.
Gerste Zreihige. 6 fl. 83 r. Gerfie vien
reihige, 5 fl. 35 tr. Spelz 6 si. Jitr.
Spelzkern 8 fl. 35 tr. Dinlel 4 fi.
38 ir. Mischfrucht — fi. — ir. Hafer
fI. 44 tr. Kartoffein infl. 13 fr. Heu
fl. 13 kr. Stroh 1 . 21 tr. per
Zentiner. Weißbrod 14 Kilogr. 24 tr.
dornbrod 8 Kilogr. 34 fr. dilio 2 Kilogr.
234. ditto !Hilogt. 12 kr. Gemischtbrode3
gil. 40 kr. 1Paar Weck 90 Gramm 2kr. “

Frucht·

ritz Panzerbieter.
Ich zeige hiermit ergeb d
— enst an ß
bei mir zu haben ist
8 Stief, Baͤder.
Nebattion. Drud und Verlaq von FJ X. Demen in St. Inabert
        <pb n="749" />
        —A——
—— 2 6⸗ *
*44 525555 —33558 33384
7* .MW — — —3 — —
*5 2525* —2 77 — 585 383832* 35325235 3 232
ss? 23 33338 —58 55355552 3533523833 3—8
—— J — — 2 M 2 2 — —
235 55 58455653 37 32383888 —323365582 53325 —F—
503 — ——— 22328 38 35 533257235523 82 883
—2 *55 23428 —V 2323 5 — —3 3 8
— —*—* 222*8* — ——— 8 co —E52 3 225 52 *22,*2 323
537 535 33355 3* 523823345 52383 532577 s53 5832537
828 —55 53 62 22 555582 582 552 358225 5 — 757
2323 75 3358 7335338433833 3 —
555 — 2 553336— 225 za 8—33 —z35 5532
538 2c258 28 —z555 2853 88 — 2 5355 32235 255
z338 353333 —s8—5385335383 —
555 332838322 235—z—335 283 35535223333 35753532333
5 5 88 —55232235 383 527* 2 A —— —— 55 — A—
573 3323335 333333546 ä
— 23228 53323582353 85337 233253 —
55 EI38553 *42 —524— 282 — 522522— 2822— 358B88 22
5 2 * —556 55*32 52535238 8 z2358232 5227 522 25877
— X 223 2 —2 2523 —R222 — 5 24 53
— ———— 2,82 —EX 8 58373583 5353 522
8 — —85422 ⸗ 8 2 5285 22
522 32* 2223535* —2 338“ꝰ3233 663382363328 —— —
22 33333253 333533577 28*8 235752587 34 832533
— *5 2 *8* * * —2 222
53343232335
—* — — 8 S
5*58 —————
* I 28 e e 4
———— 22832 5F62 5—5—z38335 328*3 —25853
B 2352538 2— 5 »532
253822
22 — 2222— 8 * — —22 2428 72 55222— 8
5 3353333 z5373 5325 2353532 255 535536333583 33
—8 — 2 2 —* — ** · TDN —
5353 —A — — 228287* —— —
15* —— 25 8 55 8 ——25 2 52 2255 —2 —
5 33568825 5333583 35 8 52353 55 72338833533
4 * 85 — 2 —
* S 2 —2 — æ* 82 — —— — —2
s3 3 3 338 388 —V—
— 2 3238 2 2 — — ⁊* 2 S2 355 2
2»525555 2E53 —83 535 —282338338 2553828 *
7 8 2 252 — ——22 — 8 5235352 28 388 2528 —
2 5*S82 *9O2E3 * 35 3 33 — 3 952 — * * —
832 * 57 58 5552 27 *22 283883327 —*8 z226—8 5
—38 8— — 5553337553 83 —— 9
* 3Ez755—5 35555 2E 343358355 5—— 5»—z38338,53.
J —5 0 74 —8 2 * — ————
25 255224 553522 —3 5325 53838233—
55. 53 2—* — * —BG228 —A — 2 55335
325 3— 2— ——— 3 — 5352 65 2 *28 353732258
5 3 2333352 58523 —6 —8 25553253 28 3
2 S53 — 8 325 74 83 5 2587 5 — 55— 7* —A 73
23285 —A0 SjS 5332383553 24 535238 —33
23 S— 2228 — * * 83 — 222 538— — *25223
* 8 2 — 28 5 ——A 24 * 8 E 522522223*
s 538 z38 281533—3268⸗ 38 — 835 5353353
* * S 2 —52— —* — 2 AMA 4. 2 — 22 235 ES —AA
—— * —A 2 2 2 22 — 2 22 5—28* * 2
57] 2z258 5—33558055233 22 523 *85 * A 728
2 —222 —5 23525 —2.5 3323
— 2S1. 0 5883—33* — 2 *33725 25* 558
— *2228 —225* 88 — 3* 8 2* * * 228
ä— m25 2 232 22 23909 ——— 2222 55585 52 5 22. —2
2 20 2—2—2—— — 75 * — —2— — 2 2B282X — —A 222 ———
— 38332353285 82333 35 — —
5 3338333338723 3323 2383 5 7—33735333368
* —— 283 · — * 53* — 2 2 — — 2 8 25 *
5c 68 885338 — cö 88 23238 —A

* 22 8 2 ⸗ ⁊
35355235553333 38 5533—
2 —— * * I——333——— —35——333—223 — 55

—A ** — 2 * —A ———— —2
—522 —XE E — —z 52 — 53 — 5—335355 33355 2* — 2
52355 553 *8 — —A — — — — 5 8*
2*35 2 — —A 5z35 x3 —25— 28 832. 8

— 2 7 3522 8 ⸗ A * * — 8 3 —A 2
33585333325 —33—8 3555
5z355283553,;3322 5——7853 5553 — —3855 5338 8355

38 33833835. 28 333333555 5 3
22 — DC2—— —3 ——8 53585 2 —— 3 543
22. 5—523 *22282 —2—0 * 58 5 25*57 2 —A
2 20 —2 5 8 2228 2 —552283322 322
2 2—3 5252 3255* 235 333335325 252 33235 28 32 7253* J
——85—325—— —2—523335—333——— 5333222
533833533 335 38 — 3582377853353533333
828. 5322 22 2222323 —5— — —A —

—35* —5 — 22 2* 2 20. —
— 55333—3 23 3563

—3 333 353333353 —
55523 8 —— 5372533 —A ——5z78523 —5332383
— 28 5355 8 383
* 22 2 2 ñ— 2 2 4 2*5 215 2*
— * —2— ven —— — — 2 —3 — — a⸗ — — *
33 —235*—3563 52558 55z3—53823—55—3333.53557
— 38 33 33— 33
8 2 52 * * —8 7 E,, 5—233 J * *
27328 a.52 222 237 5* 2 —82* ——— 3 2838*
3238 — c —A
52824 — —85505 2 25 752328 ——— — 2 22 z 28 5—* 8 — 4
3 3 —522* * *e— —22 39 —E 2 O 3
7 38 3333
——A—— — g *2353—533
23 53235 — 88*— —5*8* 2 I S2 ——828522 25 752—2255
* 22 8— 2 * — 8 2 8 * —
*209 —33 5 333 55
2 ——
—A— —835 * 253 3222 2
— —— 2 E 3*7 2222 55— —222
882323 .2 — 83 O5— 8 235 —
55 J F— c 555 5* 25 z3s564 —— —A—
2 * * —5 — F
— z25 2233232 23 3222 —5222 — 55 *9
—5272 35 — e — 3 — —wET *28 — — 2 —
333883 3333— —5353 53. 233 33833533—
2 * 2 — 2 ——
77375 75236 —33 333— 833 —333353
O —2 Xx 5 2324 52 882 232 ——— * 25 .
552“55 229 278 —A ẽ —— — *
582 ES — —3 22 2* 555 ꝓ — — — U — 22*
3 — 53 5*5 — —— —— — 9 * — 222 SE — —*3 „
5338 383553 5225 525322 25—28 5586 12*558
—322 — —— N — —
—A — —5*8 — 5382
53553 5 27325 5üßs — 2223323325 —25225 583 *2323 58,832322583
A — * *2232 55 —235253353 58 53835—332
2552 —AX X 22 —— 8 255 2 25 —A— —
52222 —A 55553—332 5553238 33 3, 53323358
—Siie— 7 83253 5J58538 — 555 *85235533 2575 8 —X
—2832 88 3353388 3 z —33 8333238
3538 53735332z5353 3— 335E3 —333333
—53 32332 2 5* 25 *52* — 55 5 — 3253323—
s55*5 52 25252— 323323*222 53— 8 EIS33— 333536
53253 5 —5————22 5— 32 2522 —23855288 *
23* 5 9 2 8* 5—228 * 5 —AXx 2352 7 22c2428
⁊ —* ẽc2 —2 ⁊ — —8 2 8 — 8 2
33 3 — — 3 ——38
35 —2 8535 225552353552 —A 53* — T — 22c 8 AA—
853—5—338565 —3 — 3 — 35
5 333353
22 8 22 — * *5S— 256 8 2* —2
335535 36528 z2z38 2 — 8 ⸗ * 3 oe —— — 22
*2 —2— 53 238 A 2 222 2— * *2 22— 2275
53 55—— 8 228 2255522 —55853355223337

*
X
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        33 222 * 2.2.
333538 2.25 52. 2 *2*
522 53 *2533 — 3 —F
55383 ee 3 33833353353535
2*8533 532353 233823 82335323326 3333333323333
— 3 33338
33225 38 7238* — 428382
3 3883833 33387 283333
— 83283 2253253383 2533533288 T8 3882 239
S2. 8 22 — 225533 58* 222 25 * A —— —X —— *
—J 253832233 22* *23 ——— ⸗ 222237 —A 5235
22 232525288* 3 33538 — 5532232 A 223223
123* * 533553553333 323883 7533 — — * 22832352
* 353 3 3235
x — ⁊ — J — 7 —
323 23838*7833388 355338 3 6
»3 * S2 7 3 ⁊ 23 23* — 727* 3 BA
38 235533523255— 55587 77 c 2532 2283387
—W 23358 3333 15 755323 2525333233355— *
2s32 **58 33332235 352 3323 —
—— I 7— M —— 7 — .237 2 9 5 *3 52* 233*
23* 23*255353333 532 828 A 33537 —
28 3333333253 235 — — —
333 2533533338 — 5258 —
52332 5333 25282382 353 7332552335 53722322
—A 2555 ——— a8* 22 2.2 z. 2 2 23253 — 2355
3272 3353 625 223 5.*35 232323335* 5 23537* 28*
5253 752333 3238 *5533 235338* ———
823 225 232 2 53 2 3532. 3 37 268 G23. 54
27 S2 2328 * 2 27.53.3 2332 333
228 553372333538* 238 322383 232585 5323532332 23528
—— 23AE322232332 * 2385222 — 3253 233333385
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532233220 se⸗e 3 —3 —* 3 52535 73532527 223
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2 — 52385 2—2732— 52 27532— 8 — —— 728*
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—3252396.. 535 2 25533 — 5—83553 37338
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1533585353 —35338 35766 887 2524 — 5332
55328232. * 3, 5332 522 2—55557 25552 823723
2353758 *3 9 5338 22532228 * 25286235 —— 2
855 — 5588 5 33323353833 ** 2835875 A
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22352 28 — 3535* 2227 —AM 2225 7 2* ?
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2783— 53 *2238 ——— — 528 — 2 257
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amer cricheint wochentlich dͤe r male Dien z9. Donner atag, Sams ta g und Sonmtag. Abonnementspreis vierteljahrig 42 Krrr. ode

I Siberar. Umeigen werden mit 4 Krur. die dreisvalt;-a Aeile Blattjchrift oder deren Raum bereducth.
187.. 21873

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Deutsches Reich..

Munqchen, 24. Nov. Dac Reigskanzleramt hat neuerlich
„ieder Veranlassung genommen, auf Grund eingelaufener amtlicher
gerichte die verbündelen Regierungen einzuladen, ihre Staatsange⸗
zrigen ernstlichst vor der Auswanderung nach den füdamerilanischen
Ftaaten, insbesondere aquch nach Brasilien, zu warnen. Die
verbungen, welche durch gewisfenlosse Agenten in Deutschland nach
gieser Richtung bethätigt werden, bringen teider immer noch neue
pfer nach diesen Ländern, welche durch ihr Klima, durch ihre
aadenbeschaffenheit, durch ihre Lebensgewohnheiten die dort sich
insiedelnden fast unabwendbar ins Verderben bringen. Die Recht⸗
igleit, welcher nach authentischen Mittheilungen die Einwanderer
a allen südamerikanischen Staaten preisgegeben sind, macht fie
hollständig hilflos und selbst die Anstrengungen der Diplomatie
ermag nur in seltenen Ausnahmsfällen die heimischen Landsleute
von dem ökonomischen und physischen Untergang zu retten. Auf's
cFindringlichste ist jeder, der nun einmal dem irreleitenden Aus-
vanderungsitieb nicht glaubt widerstehen zu können, zu ermahnen,
venigstens den Verführungen nicht nochzugeben, welche ihn nach
Zudamerika, nach Brasilien oder dessen Nachbarländern, in einen
ichern Ruin- verlocken wollen.

Mänchen, 26. Nor. (Candtag.) Betreffs der Interpel-
ation Dallers über die Postdienstverordnung über den Dienst an
Zonntagen und Feiertagen entgegnet der Ministerpräsident, daß
die Staatsregierung durchaus keinen Anlaß habe, weitere Beschrän⸗
tungen des Postdienstes an Sonntagen und Feiertagen eintreten
zu lassen.

rn chen, 26. Nob. Zufolge allerh. Entschließung vom
19. d. M. wurde verfügt, daß die Verwaltung der ärarialischen
Bergwerke in der Pfalz mit der am 1. Jannar 1874 beginnenden
12. Finonzperiode von der Regierungsfinanzkammer der Pfalz an
die Generalbergwerls-⸗ und Salinenadministration übertragen werde.

Bierlin, 25. Nov. Dem Vernehmen nach soll der Gesetz-
miwurf zur durchgängigen Einführung der deutschen Sprache als
mntlicher Geschäftssprache, welcher in der vorigen Landlags session
nicht zur Erledigung kam, binnen Kurzem beim Landtage wieder
ingebracht werden. Die Gesetzvorlage wegen Einsetzung eines
öchsten Verwaltungsgerichtshofes befindet sich noch im Stadium
—
ag gelangen. —

Lande die Sicherheit, das nothwendige Pfand füt sein Wohlergehen
berbürgen. Ich werde, wie ich hoffe, Ihren Erwarkungen ent⸗
jprechen. Sie werden in mir fiets die feste Stützung der Ord⸗
nunge und einem getreuen Vertheidiger“ der Beschluͤsse der Natio⸗
alversammlung finden.“ Die Botschaft wurde flill aufgenommen,
reder rin Laut des Beifalls oder des Mißfalls wurde hörbar.
Trianon, 26. Neov. Prozeß Bozaine. Canrobert führt
us, daß, wenn man im Oktober bei Metz nicht mehr das Feld
zehaupten konnte, man doch noch im Stande wär, schwere Schläge
muszuiheilen, „man mußte nicht über eine Capitulation, sondern
ine Condention untethandeln.: Wenn sie nicht ehrenvoll ausge⸗
allen wäre, würden wir an die Waffen appellirt haben fund we⸗
nigstens tapfer unterlegen sein.“ Die Generale Leboeuf und Lad⸗
nirault sprechen in demselben Sinne. Rouher sagt, die Kaiserin
jabe alle möglichen Anstrengungen gemacht, um die Rheinarmee zu
esten. Fürsi Bismarck habe an die Kaiserin die Aufforderung
erichtet, eine Vollmacht in blanco zu unterzeichnen, welche als
Hruudlage der Friedenspräliminarien dienen sollte.Die Kaiserin
Jabe dies unbedingt verweigert, da sie auf keinerlei Gebietsab⸗
fretung eingehen wolltte. —

Hrozeß Bazaine. Der Bruder des Marschalls Bazaine,
der 64 Jahre alte Oberin genieur Bazaine, hatte vom Präsident en
bverlangt, einige Mittheilungen über einen Versuch machen zu dürfen,
der im Oktober statt gefunden, um nach Mezz Nachrichten gelangen
zu lassen. Der Ingenieur Bajzaine ist Republikaner, aber seinem
Bruder vollständig ergeben. Zuerst sehr befangen, antwortete er
aus die Fragen des Präsidenten mit kaum vernehmlicher Stimme,
gerieth aber schnell in's Feuer, und seine Worte wurden dann im
ganzen Saale gehört. Derselbe war gegen den 20. Oklober nach
Toucs gelangt, wo sich die Marschallin seit acht Tagen in einem
Kloster befand. Er selbst batte weder Nachrichten von seinem
Bruder, noch von seinen beiden Söhnen, die sich bei der Rhein-
armee befanden. Die Marschallin hatte, obgleich sie hoch schwanger
war, den Entschluß gefaßt, sich nach Versailles zu begeben, um
vom Könige von Preußen die Ermächtigung zu erflehen, sich nach
Metz zu ihrem Manne begeben' zu sonnen; ihr Schwager sollte fie
begleiten. Die. Idee war von Thiers der Marjchallin eingegeben
worden. Dieselbe sollle dem Marschall mittheilen lassen, sich noch
zehn Tage zu halten, da durch die Vermittelung der Mächte es
wahrscheinlich zum Abschlusse eines Wassenstillstandes kommen werde.
Der Jugenieur Bazaine wurde von Thiers dem päpstlichen Grafen
Chaudordy vorgestellt, der damals dem Ministerium des Aeußern
vorstand. Gambetia war im Geheimniß, und Bazaine schrieb an
Bismarck einen Brief, den Thiers corrigirte. Man wartete die
Antwort ab. Bazaine hatte nuu viele Unterredungen mit Thiers,
der ihm seine Idee auseinandersetzte.. Thiers sah die Katastrophe
von Metz voraus, welche ihm zufolge Preußen zu politischen Come,
hinationen benutzen wolle, deren Folgen man nicht voraussehen
sönnen. Er wollte, daß die Meher Armee. durch einen Waffenstill⸗
Aand gerettet werde. Derselbe hoffte, wenn der Marschalle Ba⸗
jaine sich noch acht Tage halte, diesen Waffenstillstand, und zwar
mit der Verproviantirung von Mez und Paris, zu erhallen,
worauf man dann eine Nationalversammlung zusammenberufen und
sum Abschluß des Friedens gelangen werde. Thiers habe die
höchste Achtung vot dem Marschall kundgegeben.“ Am 24. sei in
Tours ein Bote von Meß dei Gambetta angekommen. Derselbe
degab sich zu dem Dickator, dem kx mittheilte, daß Metz keine
debensin itel meht habe.“ Die Lage wurde jeden Tag, duͤsterer.
Selbst Thiers wurde äußerst unruhig. Die Capitulation wurde
aun bekannt und der Geleitschein war unniltz geworden. Gambetta
jatte, so behauptet der Ingenieur, Alles gewußt, was Metz betraf,
ind hatte an Bourdakl kelegraphirk, um Bazaine dit Nachricht zu⸗ß
sommen zu lassen, daß ein Waffenstillstand — abgeschlossen werden
dolle. Hierauf erschlen die Prollamation gegen Bazaine. Sein
gruder wollte wissen, warum man diese Proklamation, welche ein
Nitglied der Regierung, det Admiral Fourichon, nicht habe unter-⸗—
eichnen wollen, erschienen sei. Er habe erfahren, daß die Regie—

Frankreich.
Paris, 26. Nov. Die großen Feste haben schon begonnen,
zeule Abend ist grotzer Empfang im Luxemburg und morgen Gala-
Diner im Hoiel des Präsidenten Mac Mahon. Ein armenischer
hrinz, der seit 10 Monaten die elegante Welt in Athem halt,
Jvahastet worden. Derfelbe hatte die elegaatesten Equipugen,
ie schoͤnsten Diamanken, war überall eingeladen und allgemein als
in vollendeler Kavalier angeschen. Man sagt, daß diese exotische
dersoͤnlichkeit ein ganz gewoͤhniicher Schwindler sei, der sich durch
eine feinen Manieren in die hohe Gesellschaft einzuschmuggeln
vußßte. Mehrere Communisten und eine der bekanntesten Petrolösen
vutden im Laufe des Tages verhaftee.
Parfrs, 27. Nov. Das „Journal officiell“ veröffentlicht
zie neue Minifterliste, wie folgt: Vroglie Inneres und Vicepräsi⸗
entschaft, Decazes Aeußeres, Fourton Unterricht, Desseiligny Handel,
darch Arbeiten, Depeyre Jufliz, Magne Finanzen, Barriil Krieg,
dompiene Marine. *3* n
Paris, 27. Nob. Die „Libertoͤ“ besch vort Mac Mahon,
x möge den Umtrieben det Noyalisten, welche ihm für den Fall
xr Thronbesteigung Chambord's das Vice⸗Konigthum über Algerien
ersbrochen hälien, nicht zum Schirm dienen. (Fr. J.
Versailles, 24. Nov. Die heute bei Beginn der Sißung
)etr Nationalversammlung verlesene Botschaft Mac Mahons lautet:
Mäͤne Herren! Ich halte darauf, Ihnen meine lebhafte Erkennt ⸗
ichteit für den hohen Beweis von Vertrauen cuszudrücken, den
Zie mir gegeben haben. Indem Sie mir die Wahrung der voll⸗
edenden Gewalt füt sieben Jahre übertrugen, wollten Sie den
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        rung sie deröffentlicht habe, nachdem sie Kenntniß von ei—
⸗ untniß von einer i
gr 8 —A —8 n winee —— 77— Iezun er Anen * Voaft au
seinen Agenten Thalten. — Eine obde prolla masion, Myaenat, uas Ie dadel in solgender Weise Se
weld ¶ Gojudeus angefertigt und 5— 23 mation, Majestät, unfer allergwädigster König oldender Deisen Se
Hidene gefeꝛntigt welche die *79 I — Konig Ludwig II., leb hu⸗
ergriff/ ——— Cremieuxꝰ Antra 52* — V — —E— 28 Roc Oer Raup lebe wohl
—— ——— — rworfen worden.) „In größter welcher seit seiner irh Raubmorder Ferdinaud. Gump
41 ů—— oöͤchster un er im heurigen Sommer bei Wolnzach erfolatcg
ich mir, wenn ih ein Pistol 35 n dung, „wurde Gefangennahme im Unt guni nza c ersolaten
e Kugel durch den Kopfe erfuchungsgefangniß an der Badsteage dadi
zejagt haben. Ich führte die Mit, &amp; l durch den Kopf internirt war, ist heute Nacht an der Lu i dadier
Toufa veg.. Die Exregung wax — Familie von Derselbe hat keine erhebli —A geslorben.
5— d * 27* mehr Thaten abgelegt. a iven Geständnisse über seine verbrecherischen
derart behandelte, welche dem Stacinu0 — — —8 3314 Matz 28. Nor.Oie Jagd auf Wildschweine wird
unee
— rd Podt, dan am Max/ eille:: .eri —* 88 —* dere due diese —— —
marg. der RLeffe des deutschen Kanzlers, und 5 os zu werden, und damit den bestündige
chmid, Ingenieur der Kiuppeschen Gi dere Hert Gode Klagen der Landleute abgeholfen en bestundigen
ee duterei Gnd aun dun e e Tagdet gictenhne dseben. e ergeht sat iin
ahh Caneg ju Marfeisse angekommen, Die Herren sfiegen netne derselben todt oder lebendig eingeli
n v d ece ueen e hehndees Zrun zaedendig ¶Ingeliuser
e u Xoudee ab wodie Sichexheitspolizei sofort ihre Spur S f Sraltisch haben sich die nach ein
nzn und sie dann mit solcher * ee pur. System auf höhere Anordnung eingerichtelen d ece
Nogie und he dann wit Polcher Ungeschi 1541 200 eingerichteten Kesseffänge exdi
e u nt ihleit umgarnte. daß in denen man nicht selten ganze Wildshwainfomi nge exwiesen,
odren die beiden Huren3 en Ohne, Zweifel ger fängt. Mit gleier Umsicht sot ildschweinfomilien auf einmai
n die be ten I300 verlappien preuhßzi af Nit gleicher .Umsicht oll auch gegen die di i
Offizieren, die nach an en Fe ppten preußischen ungewöhnlich großer A dieses Jasig
Aieten, vie nah vem F ankreich ausspioniren. Bi — gr nzahl verkommenden .Woölfe vo 3
—5— ren. Bismarg werden, sobald die Witteru e
—!n upp ngenieu * 2 IXX ug es erlaubt. diefen 3
d ieüenheh hupe. da guß da r Durt üuh bo —— —
mehr vom Gluͤck degünftigt,als voriges —**
We de Id gßeiehDe Duntbardement euf Catihagena iüriche cduerfal Luserst¶ unbe deutend war weshald gu
d 86. Das ment auf Catt aͤrlich ist, daß d * bees auch, ar⸗
8 — e — und reeee — it damaligen Jagden nicht das exwartele Resullat
28 regatteNumancia“ gi utags An der Universito ß 3. “*
Madeid, 26. Non: Das in den o i —X oshitauten instrihictt.
d e drete e Zeencheene De te w
KLommaudant desselben erließ, nachdem ex den Befehl eßzten Jahren —A
gum Gefecht fertig zu machen, an die Jusn den Befehl gegeben —* ganz unerhort hier aufgeschraubien Lehensminel—
bo O00 Peseias, weiche dieje deuisch aurgenten die Aufforberung, ba in. Dortmunde einen derattsgen Auliang gelunden daß siig
Jeras en Staatsangehörigen abge⸗ ofort mehrere Dort p. Anllang, gesunden. daß fich
XXXI widrigenfalls er g 2Zasel⸗ mnuder Hausfrauen an den, Vorstand de
8 8* alls er zum Bombardemen! dasseler Frauen gewandt haben, itti e6 —
—A—— aine —— —— ——— —
inden murlidwiesn Worauf dien gu * —5 — eutsche Commandant pe Provinzen zu beraihen. Wie wir ersahren, isn dief *
Woe— F J Kassel mit ———6 er Vor⸗
ahlten. Das ualienische A —* F spanischem Golde duage Jubel aufgenommen und Dorimund
* hat als Entschädigung jür um Ort des Congressez ählt J mund felbst
die durch italienische Slaatsangehörige erli zunsg jur Zedemberf gresses erwählt worden. Als Tag ist der 7
antuat auen kupfers en gehdrige erlittenen· Verluste neine zember festgesetzt. Mehrere der bedeutendsten, Stad Rin 7.
— * angenommen. Einen spanische Fregatt Elberfeld, Düsseldorf, F — Stadte, wie Essen,
wä J egatte — It xI, Er d
eue —————— are zugesagt. Alle — hehe . Pae
beschofsen. zuv n 8137 e aade gu vrechenwnrde von ib en — o sin aufgefordert sig
E—— —— [ [ [ [ [ rch zu ui 28 d
D J — MAmerika . allgemein wie ideteir den Drudk auf die Haͤndler so
VWiashington, 26 Nod. Der Staaisfekre e Fish ha . Berlin, 22, Nor. Fin so i
— —— tssekretür Fish halt Berlin⸗ 22, Nov. Eine so zahlrei r mmlun
V“ 353 Besprechung mit dem aee re e noch nicht gesehen, als — ee —
vdereen drhigenr Dedelhen guß Nodiisß, welche eine— haaasenno Hert Karl Weiß. Diretivt- das ¶ Dit dria, gabere
rdlicht Lofung hoffen lasfen. * ——
—8 —A — — gi w Töchter, die darauf angewiesen re
Vie r nmi schta c.. Personen, meist Lone und auf dem Treppenflur waren 1200
J. Leuftadn Die R —— * Dumen, darunter die Frau des Justizministerß
in welchem er diefelben e pen Weinbauern der Pfalz, noihsiand se die n. Der Redner wies stakistisch den großen
Weinfabrikanten in Edesheim und Hai mlandes daß kürztic die micht lonnene er Frauen nach, die gern arbeiten wollen, aber
** oespeim un sd vom kgl. Rentamte al können, im eigentlichen Sinne nichtet ———*
Broß handler mit Vatenten bedacht ned vo Rentamte ats irbeu nicht onnene well sie diejenige
Fxatente ac den,“ aufforderie gegen die Arder nicht gelernt haben, welche die Gesells
immer mehr um sich greifende Schmiererei⸗ i gegen die diese allein kann sie b de nelhoft draust, und
————— Schritie Ju thun. kann sie bezahlen, Die Erziehung der Madchen muß
gteil mit dem zumehmenden Mißtt mehr als bisher auf diesen Zwedeei M mu
gegen den Weingenuß, Entwerthung der Weinberge u ißztrauen jetzigen sogenannten höheren Bi e *
noglichtest für einen Weinbauern, mit den F ainberge und der un ihüge Tlememarbil⸗ eren Bilduag beranlangt Hert Weiß eint
Zu diesem Zweaschiagt er an⸗ dig abri kanten in concurtiren. d bn e ung. derbunden mit wirchschostuicher Anls--
schlagt er eine Versammlung von Vertret g, und im Auschluß daran fuͤr die Allei —J
Aeae uedenden Gemeinden vor eheee F 8 ung von pie — 5 den die —88
— derne eere welcher eine Steuer“ von deiseb. Verhin, aecx evniele reichhche
fl. per Fuder auf die geschinierten Weine legt. Schließli t Berlin. Ein: Sohn 4
5 Beine legt. Schließlich einen en, ohn armer Eliern aus der
ee Vereind. einem hiesigen Kaufmaune in die Lehre —* A
— B———
66 lipulirt ward. Dieser arme Knabe nun gewann der der
e eet Wodndn. Du ohterreinheetS hia ieee e o
* e e ee e eed dnte —
age, wo die Ro ee ein gan. iertelloos allein spielen zu iönnen,
hieflgen Kleiderhandlung ein eine eee degann, fiel egs einen zu gestehen, woher ex die Mit d e eere
Aleiderhandlu — — Benehen, we e Mittel habe — und soll
ju bezahlen.“ Sie sandie * n d ing bei einem Handwerker ing reumüthig belannt haben, daß das Gelo ans d nun der Lehr⸗
Mannvicht au di⸗ 888 z oslen 10 fl. 66 fl, Der hmm dem —88 e ß as eld aus dem Erlsz eines vou
— z demn Ircugha anwend un Sitaee Donte ber
und gab —RX Als eein — denlend, nahm das Geld Zrinzipal bean e e xcühre. Der
gab Quittung. er einige Stunden d pal beansprucht nun den Gewinn als sein E
isnet, sand er s zu fann ge dqrauf eine Rolle Angehörigen d * jein Eigenthum, die
zu seinem größlen Erstaunen e Rolle Angehörigen des Knaben aher verweigera di
Sechsern bestehend, ebenso die anderen aus dsterreichischen dehl ein Prozeß b ie Hexausgabe, und so
sern ren. Reklamalionen —344 dzeß bebor, wie er wohl noch nie vorgek
nahme der entwertheten ehemaligen Wert zur Zurüdce dürfte, und über dess vorgelommen sein
ne der zvt n — F VHer ssen muthmaßl g
e diserhatt adeene unneetee 333 — * dNehihen Autsad adned miuntcher
—— chin Urthei] wird ? mag gut . sein, für die lommenden Rei
e/ — —— 5 — ei 81
Die ß — 22. NPov. Dem RegierxungkprästidententJ von 5 aufmerlsam zu machen, daß in die hnee
— i e eee r Jane a
nem Dinet, das er'den ober. seder Gebi r keine Steuer bezahlt. Mithin Idarf jeder Knecht
jeder Gehilfe, Taglöhner ꝛc. wählen und muß I« pon —

—
dir
Ia
        <pb n="753" />
        Orisbehörden in die Wahlerlisten ugekagag werden. Nut wer fGruben · Unglück) In ver Kohlenzeche Nesunes in Wißan
unter Vormundschaft dder Curalel sieht oder Armenunterstütung dancafhire, ereignete sich am Freitag eine Erplosion schiagender
aus Gemeindemitbel enieß voder durch ein Strafuriheil die bur⸗ Wetter; dier viel Unglüd anrichtetr. Zur Zeit der Erplofiombe⸗
gerlichen Rechte verloren hat, ist wicht wahlberechtigtt / Auch Personen janden sich 78 Grubenarbeiter und Knaben in dber Tiefe, von
gegen welche dag Ganiverfahren eingeleitet ist, lnnen während der denen fünf auf der Stelle gotodtet wurden, während eine moch
Dautꝑ besfelben nicht u hlen- “ gedhere Anzahn erhebliche Brandwunden davontrug. Die Arfache
Der wohlbeleibte, gutmüthig Linzelnde Cohn in Berlin der Katastronhe ist. wie gewöhnlich, dem unvorsichtigen Ungehen
ritt als g Hien mer Wahler /erster Elasse; seliet Behietsr ch der Arbeter it Licht zuguschreiben.e
den Dah ch und wählt ich seibst 6Ei stirunig gewählt,* pücht ⸗ . Am Sonntag den 16. d. Mitze Abends fand in Birming⸗
achelnd deẽ Commissar und sährt bann —* „Es sind demnach jam eine Versammlung von Spirimalisten statt, inewelcher ein
olgende Wahlmänner in diesem Begirt. ermahlt: verste Claffe, Herr Redium Namens Bensamin Hawkes als Redner auftrat und eine
Fohn —.“ Verzeihen Se, Herr Prasident, cuft Cohn und, verr lebhafte Schilderung von einer Sitzung gab, in der Apostel Petrutß
beugt sich, „ich nehme de Wahl nicht aul“n Mit gravitätischer den Anwesenden erschienen wäre. Ver Redner sprach über eine
Schritte verläßt er die Versammlung. 3* halbe. Stunde und schien bei normalen Geifteskräften zu sein. Er
Der Gebraug von Papier ais ein Substitut fit don da cheilte wit, daß der Apostel ihm die Haud gedrüct und daß er
herstelung von Eisenbahnwaggons ist lange, pekannee doch der den Handedrug deutlich gefühit habe, F fügte hinzu, daß er jktzt
hebrauch, der von diesem Malerial gemacht werden kann, scheim begreifen lonne, wie Thomas seine Hand in der Seile Chrif,
etzt grenzenlos zu sein. Dem Vnna pon Society of Arts“ der.,Persemfizirung der götflichen Liebe,“ legen konnte. Kaum hati⸗
ufolge existirt, in der Nahe von Bergen eine Papierkitche, die im er dirse Wore anshesprocen, so fiel er in stinen Stuhl, zutüd
Siande ·ist⸗ ca.“ 1000 Meuschen aufzunehmen. Dieseibe, ist im Man glaube es sei spiritualistische Verzuckung, ein anwesender Arzt
Innern rund „und im Neußern achtedig. Die Reliefs außerhalb, jndessen erklärie den Redner für todt. ——
owie die Statuen innerhalb, die Dede und felbst dag. Doch, inde F' (Ein Flächtling) In Nalal in Afrita entdedte · man kiltzlich
alle aus Papier manthoͤ, das durch eine Trankung in Vitriol Leim- an den Zweigen eines Baumes die Ueberreste eines der Juftballons,
wasset, Mosken und Fiweiß wasserdicht gemocht ist. eee pelche: die franzoͤsische· WWertheidigungsregierung während der Be⸗
Der mor einigen Tagen auf: dem Bahndoß in⸗ Halle eni- agerung von · Paris mit Depeschen auszusenden pflegle. Die De⸗
vendete Postbeutel mit 13,000 Thaler Juhait befiadel sich bereits peschen.welche dieser Ballon, der sich nach Afrika verirrte, enthielt,
vieder in den Händen der Postbehorde, derseibe wurde in Halle auf vurden ungelesen verfiegelt. und der gegenwärtigen Regierung von
der Straße am Posthofe gefunden; an dem Inhalt fehlen nur Frankreich übersandt.
300 Thaler. Wahrscheinlich hat der Dieb,' durch die sofort von Di en'istes nacrictern.
illen Seiten energisch in Angriff genommene Untersuchung geng · Der bei der Regirungsfinanztammerber Pfalzals tech⸗
tigt, sich des geraubten Gutes schleimigst mledigt. nischer Referent beigegebene Regierunge⸗ und Bergraih E. Muller
Aug aus Holland (Haag. Aitzecht, Amsterdani 2c) werden uda Folge: der an die Generalbergwerls und Salinenadministration
eßt schwere Fallimente gemeldel. Die tolossalle Betheiligune uͤbergehenden· Verwaltung der pfälzischen: Stantbberhwerke als Ratb
der nieder laudischen Boͤrsen ou spauijchen, hauptjachlich aber an u gedachten Generaladministration pertb..
amerikanischen Werthen, hat dieselben herbeigeführt.
f In Illinois entgleiste bor einiger Feit ein Eisenbahnzug
and zwei Passagiere kainen zu Schaden; der eine fand feinen
Tod, der anderere verlor ein Bein. Diefer sowohl, wie die Wili—
ve des ersteren klagter gegen die Eisenbahngesellschaft auf
Schadenersatz. Die Jurh sprach der Wittwe 85000, dem Einbeinigen
15,000 Dollars zu. Das war der Wittwe nicht recht und sie
fragie den Richter, weßhalb denn ein Vein dret Mal so viel
werth sein als ein ganzer Mannd? Der · Richterrmtworkete: Die
Saqe ist ganz in der Ordnung. Der Mann dem jetzt sein Bein
sehlt belommi selbst fur 15,000 Dollars ein neues wieder, aber
eine I77 mit *000 Dollars findet zseht aoͤcht wieder, einer
Mann; der nicht 'aur so“ gut wie neu jsi, sondern vielleicht? sogar
zoch besser als der andere 2588
r. Aus GEngland. In VLincolnshire wurden zwei Wirthe von
Zericht verurtheut. weil die chemische Analyfe ergeben hatte, daß
hr Bier Alauun, Fuselsl und Tabalsbrühe enlhieit. und ein Brauer
vurde derurtheilt, weil er seinem Bier, um den Schaum sleifer u
nachen, Kupfervitrirz. zugesetzt hatie.
in vier Theilen ⸗das Wieschen allein.
Bekanntmachungen. 135342. 73 Dez. Ader auf'm großen
Flur erste Ahg. frredt auf den Wald.
1145. 75 Dez! Acdeetr rechts der Kapelle
neben Johann Meyer Wirth uad Wittwe
Leichner.rιινν
904. 5 Dez. O NM. Garlenaen den
Großgarten neben Jaleb u. Peter Schwarz.
974. 2T. Tagw. B Deʒz blan Kleestück
auf Rathenflur, neben Petet Bebrund
Michael Paul.
2411. 24111. 2140 Dez. Wies in
den Bruchrechwiesen, neben Wagner Schred
und Wittwe Peters.
72214. 10 Dej.Wicz in den Groß-
wiesen neben Valentin ⸗Schwarz zund Jo⸗
bann Schaudth
Sorn, lal. Rotar.

SHorn x Notar.
t 12— ein?s.
Dienstag, den 2. Dezember 1878
Abends präcis 28 Uhr
im Vereinslokale
Generalversammlung.
Nufnahme neuer Mitglieder betr.
Der Drasder
P72Wohnung
ezt bei Herren
Eebr. Srtief im oberen
Stocke. J—
Dr. Binok

p— — — —
*

hüterversteigerung.
Samstag, den 6. Dezember 1873, Nach—
nittags 2 Uhr' in der“ Behaufung von
diunkt Schmitt, laßt Margaretha Kohler,
ersfrau dahier, Wittwe don Franz Joseph
deh'r, ihre fammtlichen Liegenschaften
sigen Bannes auf sechsjährige Zahlier-
w Anud in Eigenthim versteigern.
mlich: 7*
Plan Nro, 1384. 1385. 2 Tagw. 8
de Ager in der Mäusbach ober der Trift,
hen Veter Berner und Rergmann Netere

Hausversteigerung.

—— —

An demselben Tage Nachmittags 4 Uhr
im Hause von Adjunkt Schmitt lassen die
Witiwe dund Erben des dahier verleb⸗
len Gärtners Heinrich Antz auf lang-
jährige Zahltermine dffentlich in Eigenthum
—XE
        <pb n="754" />
        Rc
Hausversteigerung
Mittwoch, den 17. Dezember 1878,
Nachmittags 38 Uhr, zu St. Ingbert in
dem zu versteigernden Hause wird das zur
Bütergemeinschaft, die zwischen dem dahier
verlebien Wagner Johann Adam Kohler
und seiner nun auch verstorbenen Wittwe
Maria Katharina Grewenig gehorige
Wohnhaus der Untheilbarkeit halber öffentlich
in Eigenthum versteigert; näwmlich:
4 Dez. Fläche, worauf ein zwei⸗
stöckiges zu St. Ingbert an der
stohlenstraße stehendes Wohnhaus
mit Stall, Hofraum und Gärtchen
nebst 00,8 Decc freier Platz und
gemeinschaftlicher Raum- zum Hin⸗
und Hergehen mit Jakob Selzer,
neben Jakob Selzer und Adolf
Filippowizz.
Miteigenthümer und Versteigerer find:
die Geschwister und Geschwisterlinder der
obigen Erblasser: A. die des Johann Adam
Zohler, nämlich: “J. die Kinder des ver⸗
ebten Bruders Peier Kohler und dessen
zinterbliebener Wittwe Margaretha Kraus
und zwar a., die großjährigen: 1. Wen⸗
delin Kohler, Wagner, 2. Maria Kohler,
Ehefrau von Anton Betz, Schuster, 3. Eli⸗
sabetha Kohler, ledig, Näherin, die noch
ninderjährigen: 4. Anna, 5. Georg, 6.
Margaretha und 7. Peter Kohler, welche
hre gewerblose Mutter zur Vormünderin
und den Jakob Warken, Puddler, zum Ne⸗
hbenbormunde haben; II. das einzige Kind
der verlebten Schwester Elisabetha Aohler,
zewesene Ehefrau von Peter Reidelstürz,
Namens: Heinrich Reidelstürz, Bergmann; ag
. dessen Schwester Catharina Kohler. ge Welt Rihn ictun
werblos, Wittwe bon Peter Warken; B. die * 8
Beschwister und Geschwisterlinder der Erb⸗ Anertennuuugsdiplom
asn Varn Catharina Grewenig, als; für die bestbekannte
. deren Bruder Peter Grewenig, Berg- — 8 LLLA 2.
nann; U. deren Bruder Georg Grewenig, Ilachs⸗. Hanf⸗ Wergspinnerei, Weberei,
hüutenarbeiter; Ul. die Kinder der ver⸗ 24* X 22* 5 *.53 233366
ecen dune Zwirnerei &amp; Bleicherei Bäumenheim
In gheeh Daere VPost und Babustation Mertingen, Bayernn—
nn hühinr Woanen ganharbane in nehmen Slachs, Hanf und Abwerg fortwährend zum Lohn verspinnen,
Oberwürzbach wohnhaft; 2. Nikolaus Bauer, Web en, Zwirn en und Bleichen an. W
Bergmann, jetzt Soldat in Metz in Gar⸗ in Ir;
nison; 3. Elisabetha Bauer, großjährig in Herr3 oh. Cuck in Oberwürzbach. —
Amerita verheirathet, Name und Stand Wir sichern schnellste und billigste Bedienung zu. 325
des Mannes unbekannt, beide abwesend, 9*
verlreten durch den ihnen gerichtlich er- J ten⸗ *
nannten Repräsentanten den kgl. Rotar DJ
Ftang August Mieft, in Blieskastel wohnhaft; — *
IV. Barbara Grewenig, Ehefrau von Joh. — 4
Joseph Kopp, Bergmann; V. Margaretho Für eine bedeutende dentache
, c Iprisdeehrbeh / 15 e
Wittwe von Andreas Nickes; . Maria eneIIxohiast, welche hauptfächlich aut
Brewenig, gewerblos, —** von Johann industriesle Etablissements in Teckung aimmt,
Joseph Zintel; VII. Magdalena Grewenig, werden tätige Agenten unter günfligen
ẽhifrau pon Jakob Seizer, Bergwann;; Bedingungen gesucht. Auf Wunsch kann
ehei denen der Wohnort nicht angegeben, Vee Ven n eine der
in St. Ingbert wohnhaft. größten deutsehenmn Lebensver-
Der Versteigerungs kommissär?:“ vleheru nge- ιαιMαJteMũber⸗
Horn, igl. Nolar ee Franco Offerten ymer Fr.
—— 10— 12 des. d. Exbed. d. Bl.
Ich zeige hiermit etgebenst an, daß
zu jeder Zeit frische
—
Eksfsighefe
bei mir zu haben ist.
S5. Stief, Bäcer⸗

Ausikperein.—
Zountag, den 80. November 1873, Abends präcis 8 Ahr
ee im Oberhausfer'schen Saale
iUAiSehe uncdt thenatraliüsehe
R*87 — d
Abonduntornaltũung.
Set agz a i u 75.
. Onverture sur Piano zu 4 handen.. 3 4656*6
2. Mäannerehor. —— —3*
3. Noritæ — JAlt v. G. v. Moser.
Vanuerehor 7 —3 8 F
Walzer für Klavier zu 4 Händen don Faust. ——
Die geführliehe Nachbarschaft oder Behneder Fine, Posse
in LAct von A. v · Kotzebnuue. 4.
Anm. Der Eintritt ist nur Mitgliedern und eingesührten Fremden gesiatfet.
Schulpflichtige Kinder werden nicht zugelassßhaa.
Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaft
—D———
7 6 Srundkapital I. 8.250.000. A
Gesammtreserben fl, 4 239, 685. atredf
88 Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenniniß, daß wir *2 7*8*
.Herrn M. Eberhar d zu St. Ingbert
pum Agenten unserer Gesellschaft für St. Jugbert und Umgegend ernannt haben. —*
ELudwigéhafen, den 17. November 1875. .
— 57 Die Haupt⸗Agentur
J Fr. v. Hoers.
Bezugnehmend auf das Vorstehende halteich mich zur Vermittelung von Feuer⸗
Versicherungen bestens empfohlen. * ——
* A. Eberhard.

— 5
⁊ 1ter o —
wvom 26. November 1873.
Breußische Friedrichddr. . 9 382509
difolen. 3——
Hollandische 10 fl.⸗Sinde 6 45 13
xXV .. 2384 38 *
20Francs⸗Stückke 211-24
knglische Souvereigns . 50—532
Doslars in Gold... 252-262

n s, 4 und Us Bogen zum allgemeinen
Bebrauch find vorrüthig in der Druckerei
dieses Blattes.
—

**367
14.

Redaktion, Druck und Verlag von F X. Deme ß in St. Inabert.
        <pb n="755" />
        Sl. Ingberler Zcnzeiger.
——wüw—8sü5ü32—2&amp;&amp;—&amp;æ&amp;æ0!ꝰo22!æö—

der Si. Jnaberter Anzeiger (und das mit dem Hauptblatie verbundens Unterhaltungsblatt, mit der Dienktags⸗, Donnerktags- und Sonntag⸗

Zummer erscheint wöchentlich vi er mal: Dienztag, Donner Stag, Samstag und Sonntag, Abonnementspreis vierteljahrig 42 Kerur. oder
12 Silberge. Anzeigen werden mit 4 Krzr. die dreilvaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

188. Sounntag, den 80. Novenibber 1873

auf den „St. Ingberter Anzeiger“ für
Bestellungen den Monat Dezember 1873 töonnen
jei den k. Postexvedstionen, den Postboten und Austrägern gemacht
verden. Preis 14 Krzr. Mit dem 2. Dejbr. beginnt eine neue
Nodelle von Emilie Heinrichs“
— —
Dertsches Neich.

Laiserslautern, 28. Nov. In einer gestern Abend stattgehabten
Borbesprechung von hiesigen Mitgliedern der Fortschritispartei wur—
de als Kanditat von mehreren Seiten der Direktor der neumärki⸗
chen Laudesirrenanstalt, Br. Dr. August Zinn in Neustadt⸗
xberswalde, vorgeschlagen. Am 7. Dez. wird eine weilere Partei⸗
zesprechung in Langmeil statefinden.

Münch—en, 26. Nov. Alles, was man in den Bläitern
jber die Art und W.eise der Gehaltsaufbesserung liest, ist nur
Bermuthung, da der Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer in
ieser Beziehung sich noch nicht über einen neuen bestimmten Modus
chlüssig gemacht hat. Sicher isi uur, daß die Erhöhung nicht
als Ortszulage, aber auch nicht als pensionsberechtigendes Mehr
zegeben wird. — Die Abgeordnetenkawmer wird wohl in den
naͤchsten 14 Togen keine Sitzung haben, die ständigen Ausschüsse
aber werden diese Zeit zur Fortsetzung ihrer Arbeiten benützen
zn dann hoffentlich dem Plenum hinreichendes Material liefern
oͤnnen.

Aus Munchen, 28. Nov., wird der Frkf. Zig.“ telegraph'rt,
dr. v. Neumayr, Referent der Reichsrathskammer über den Herz-
Bölt'schen Antrag bezüglich eines gemeinsamen deulschen Civilrechts,
schlage vor, demselben zuzustimmen.

Berlin. Die Zeitung für das höhere Unterrichtzwesen macht fol⸗
zende, wie fie behauptel, aus ganz zuverlässiger Quelle geschöpfte
Mittheilung: „Es ist als ficher zu belrachten, daß die gegenwärtige
Realschule J. Ordnung als „Realgymnasium“ die volle Universi
ätsberechtigung durch das bevorstehende preußische Unterrichtsgesetz
mpfangen wird. Die Vorlage dieses Gesetzes kann freilich mög⸗
icherweise erst in der übernächsten Sitzung stattfinden. Daneben
ollen lateinlose Anstalten mit Berecchtigung für den einfährigen
Dienst für ihre Abiturienten eingerichtet werden.“

Spanien.

— Im Carlistenhauptquarlier zu Estella sind Nachrichten
eingelaufen, daß die Stadt Morella (Proviaz Valencia) sich gegen
die republikanische Regierung erhoten und ihre Thore den Carlifien
Jeöffnet habe. Die republikanische Garnison sah. sich gezwungen,
in der Citadelle des Ortes Schutz zu suchen.

—— ——⸗—
Vermischtes.

æꝛ St. Ingbert, 29. Nov. In der gestern stattgehabken
Stadtrathssitzung konnte zur Berathung und Feststellung des von
er Commission vorgeschlagenen Budgetentwurfs pro 1872 erst ge-
chritten werden, nachdem einige eingelaufenen Gesuche erledigt
varen. Das Gesuch der beiden Lehrer Baron und Kreitz wurde
dahin beschieden, daß Lehrer, welche 25. Jahre in hiesiger Ge—
neinde wirken, von danu ob eine städtische Alterszulage von 50
J. erhalten und bekommen beide vom 1. Januar 1874 anfangend
olche ausbezahlt. Der von einem Mitgliede gestellte Antrag, den
Zehalt der Lehrer nach in anderen pfälzischen Städten eingeführten
dormen (Allersscalen) zu regeln, wurde nicht genchmigt. Der
Zehalt des Organisten Woll wurde sodann um 850 fl. erhöht und
much der Stadischreibergehilfe mit einer kleinen Erhöhung bedacht.
dann wurde beschlossen, daß der Leichenbeschauer für einen Besuch
in der Stadt 20 kr. und für einen solchen auf Schnapphbach 40 kr.
u bezlehen habe.

Die Bitte des Bieibrauereibesiters P. Heusser, einen
—X
u dürfen, wurde gegen Ausstellung eines Reverses bewilligt, und
ꝛi⸗ vorgelegten Baupläne klir die Lateinschuls in allen ihren Theilen
ollständig gutgehcißen, und foll das Gebäude schon bis 1. Septbr.

nächsten Jahres fertig sein. — Andere Gesuche wurden bis zur
nachsten Sitzung zurüchgelegt. “

Das Appellationsgericht Zweibrücken hat entschieden, daß
die Pfälzische Ludwigsbahn det Famile des verunglückten Lackirers
heinrich, den die Direktion in der Kriegszeit als Bremser
derwendete, und der, weil ohne alle Instruktion, vom Wagen fiel
und zerquetscht wurde, 4000 ft. Entschädigung auszuzahlen habe,
nie schon das Bezirksgericht Frankenthal etkannt hatte.

Die in Homburg am 1J. Oktoter J. J. neu errichtete
Brivat-Lateinschule zahlt nach der „Pf. V.“ 27 Schüler aus der
Ztadt und Umgebung.

7 Aus Kaiserslautern wird gemeldeit, daß zwei Schüler der
Bewerbschule, von guter Familie, die schon lange durch ordnungs⸗
vidriges Verhalten Lehtern und Elltern Kummer und Sorge ver—
irsacht und ihr Berbleiben an der Anstalt'eigentlich verwirkt haiten,
jor einigen Tagen mit einem gleichgesinnten Sdlosserlehrling
Unstalt und Stadt verlassen haben, um auf Abenteuer auszugehen,
wie nach Analogie zu vermuthen steht. Etwas Näheres ist noch
nicht bekannt.

— Die pfälzische Aerztekammer ist auf den 1. Dezember nach
Speier einberufen.

Frankenthal, 27. Nov. Es gereicht uns zu besonderem
Vergnügen, die erfreuliche Thatsache berichten zu können, daß heute
Vormittag die Ausgrabung der Kaiserglocke vollendet wurde und
der Guß als vollstandig gelungen bezeichnet werden kann. Alle
zegentheilichen Gerüchte sind grundlos gewesen. Es wird nur
noch einige Tage anstehen, bis auch die letzte Hülle — der
Mantel — entfernt wird und dann das herrüche Werk in seiner
zanzen Schönheit sich zeigt und der Meister mit dem Dichter
prechen kann:
Freude hat mir Gott gegeben,
Sehet, wie ein heller Stern
Aus der Hülle blank und eben

Schält sich der metallne Kern!

Bis dahin rufen wir unsern wackern Andreas ein kraftiges,
wohl in aller Herzen wiederklingendes Glüd aufl zu.

F In Haßloch ergab die Collecte für das pfälz. Lehrerwai⸗
fenstift ein über Erwarten günstiges Resultat. Es kam die an⸗
jehnliche Summe von 115 fl. 34 kr. zusammen.

Frankfurt, 25. Nov. Auf gestern Abend waren die Frauen
Frankfurts in die „Harmonie“ geladen, um einen ähnlichen Verein
wie der Kasseler Frauen⸗Verein gegen die Vertheuerung der Lebens-
mittel zu gründen. Die Damen waren viel pünktlicher zur Stelle
als die Männer, denn um 8 Uhr, wie ausgeschrieben, füllten schon
5 —-700 Frauen den Saal. Hr. Bodo v. Glümer leitete die
Berhandlungen mit einer Darlegung der Verhältnisse, welche den
dasseler Verein in's Leben riefen, und dessen Wirksamkeit ein, wobei
ein neuer, die hi sigen Frauen aufmunternder Brief Kasseler Frauen
um Vortrag kam. Als zur Verhandlung über die Frage geschrit⸗
en werden sollte, ob ein ähnlicher Verein auch hier am Platze
ei, verlangte zuers der Sozialdemskrat Frohme das Wort. Unter
Zustimmung der Versammlung erklärte der Vorsitzende, daß man
)on der Voraussetzung ausgehe, es könnten nur Frauen und Ehe—
nänner in Vertretung ihrer Frauen das Wort ergreifen, worauf
Fcohme erklärte, er sei vom Aabeiter-Frauenverein beauftragt.
Heiterteit.) Unter dem Hinweis an Hrn. Frohme, fich mit seinem
VPortag zu gedulden bis das Damenkomite sich konstiluirt habe,
rhält zunächst ein Herr Peinz für seine Frau das Wort; derselbe
zersuchte ebenfalls, die Sache auf das sozialdemokratische Gebiet
inüberzuspielen, uud als er erklärte, in der vorliegenden Frage
zätten nicht die Frauen allein zu sprechen, sondern auch die Männer,
zrach große Heiterkeit aus. Hierauf begann eine Frau Fleischmann
ine Rede üonlichen Schlages, wie sie in den Bornheimer Ver⸗
ammlungen allwöchentlich zu hören sind, vorzutragen. Die Ver⸗
ammlung wollte jedoch hiervon nichts wissen und entzog der
dednerin das Wort. Da dies bei den Anbängern dieser Richtun-
        <pb n="756" />
        zu einiger Erre, ung führte? so beschloß die Mehrheit der Versamm⸗
ung, daßesünn tliche Männer; soweit siennicht dem Komite ange—-
——
entfernten üd die Herren der Schöpfung. Rachdem die Ruhe
wieder hergestellt, wurde eine inzwischen aus Kassel eingelaufen
Depesche verlesen, in welcher die dortigen Frauen den hi siser 43
und Glückauf zum Unternehmen senden. (Beifall.) Zur Ge⸗—
däftsordnung wurde hierauf beschlossen, daß jede Rednerin nur
fin Mituten, sprechen sollte. Frau Peters, Prästdentin des sozial⸗
demolratischen Frauenbereins, kann nicht finden. daß, wenn man
hier wie in Kassel vorgehe, etwas bezwecke / und meim, man würde
doch wieder betrogen. Frau Schmid forderte die Versammlung
auf, zusammenzuhalten und dem Beispiele der Kasstler: Frauen: zu
follen. Eine Frau Ullrich, Eierhändlerin, zieht gegen die Groß⸗
zändler los und kommt auf den Reichstag zu sprechen. Da man
nicht über den letzteren, son dern über die Konftituirung eines Frauen⸗
beieins debattirte, so wurde ihr das Wort entzogen, was unter
hren sozialdemokratischen Kameradinnen (Berliner Schule) zu neuem
därm führte. Frau Ullrich fing jatzt plötzlich an, eine andere
Frau zu p.ügeln. Der Ruf „hinaus!“ erscholl, und Frau Ullrich
verlirs mit ihren Genosinnen den Saal. Ver Vorsitende sah sich
durch den Tumult veranlaßt, nachdem er brkannt gegeben, daß
Mittel und Wege gefunden würden, diese Störenfriede von der
nächsten Versammlung fern zu halten, die Verfammlung zu schließen.
Wie ernst es aber viele Frauen mit der Sache nahmen, heweift
der Umstand, daß einige Hundert ihren Namen in die aufgelegten
Listen einzeichneten und somit die Konstituirung des Vere ns er-
mözlichten. Hinzufügen wollen wir noch, daßin der Versammlung
Frauen aller Stände anwesend ware“. (Frankf. J.) J
t Nachträgliches von der Weltaussiellung. Dieser
Tage las ich ein Juserat, worin Spielwerke von Heller in Bern
angekündigt werden; da ich mich dafür ganz besonders interessire,
jo theile Andern mit, was ich davon weiß. I
An der Weltausstellung,' Abtheilung Schweiz, war ich nich

venig erstaunt, mich auf einmal vor einem großen im ESchweizer⸗
Iyl erbauten Pavillon zu befinden, darauf zu lesen Spielwerke,
Spieldosen von J. H. Heller in Bern; wenn mir“ jchon das
Aeußere gewaltig imponirte, und ich den Zudrang von Renschen
—EDD— 7000 - 9000 Menschen
Jinein) so war beim Betreten dieses dokossalen Saales, geftltmit
Musikwerken der verschiedensten Art, für viele hunderttausende von
Hulden, das Maas meines Erstaunens voll, wirklich eine Aus-
tellung für sich olleine
Da waren verschiedene Orchestrions, daß größte. 10 Fuß hoch
su fl. 25,000, ein wirkliches Orchester, ebenfo stark spielend, alle
Instrumente vertreten; eine Kapelle von 45 Mann kann nicht
alles ausführen was dieses Werk. —
Verner eine große Anzahl kleinerer Werke, ebenfalls mit
Walzen zum Einlegen, Orchesters im Kleinen, auch eine Menge von
olchen mit je einer Walze, bis zu den ganz kleinen hinunter,
jedes wieder anders spielen. 77
Dann eine Masse von Phantasiegegenständen, wuuderlicbliche
Sachen, ganz besonders gefielen auch die Blumenvasen, quf denen
ein Vögelchen sitzt, das natürlich singt und alle Bewegungen macht.
Wie man mir mittheilte, hat Seine Majestät der Kaiser und
die Kaiserin mehr als eine Stunde dort verweilt, und dieselben
zwei größere Werke angekauft, nachdem vorher schon Erzherzog
CTarl Ludwig, Victor Ludwig und Prinzessin Valerie je ein Weri
tauften, so daß das Haus Habsburg ziemlich mit Heller'schen Mu—
sikwerken versehen ist.
Won sammtlichen Ausstellern von Plufikwerken ist Herr Heller
der Einzige, dem eine Medaille zugedaht wurde, und zwar die
des Verdienstes.
Der Absatz dieses Hauses soll, besonders gegen Weihnachien
tets ein ganz enormer sein, iadem eine Menge von Privataufträgen
ingehen; es kann in der That keine schönere Zierde des Weih—
nachtetisches geben als ein Heller'sches Spielwerft.
7 ,— —

Bekaunfmachungen.
Hausversteigerung.
Samstag, den 6. Dezember 1873, des!
Nachmittags 25 Uhr, dahier bei Adjunkt
Schmitt, laͤßt Heinrich Isaac, Kaufmann
dahier, die ihm noch gehörende Hälfte seines
Hauses an der Hauptstraße neben Johann
Hellentbal auf sechsjährige Zahltermine öffent⸗
ich in Eigenthum verst igern. 242
Besitzantritt: 1. Juni 1874. .*
— Horu, ktl. Nolar.
Feuerwehr-Montag
ʒei Reter Weisgerber.
Theator in SIt. Ingbert.
Im Saale des Herrn Oberha user
Direktion von Herrn Schlumpf
De ist tiw o ch 3. Dezember 13873
IL. Brobe-⸗VVorstellung:
Die Kunst geliebt zu werden

In meinem Geschäft sind fortwährend zu haben:
Vollständige Zetten zu verschiedenen Preisen und Matrazen aller Ari,
ebensoßanapees und Sessel, Spiegel, Vorhangstangen, Halter,
Knöpfe, gemalte Rouleaux nebst Stoffen zu solchen, Koffer, Taschen
aller Art; Bandagen, Luftkissen, Bettunterlagen, Clisopumpen, Milch—⸗
zieher ꝛc. — Hosenträger, Kämme, Gürtel, Damentaschen, Schellenzüge,
Portemonnais, Cigarren-⸗Etuis und Ständer, Rollen-Metermaße, geschnißte
leiderhalter, eine große Auswahl in Stöcken, abgelagerte gute
Cigurren, schwedische Zündhölzer, und ein wohlassortirtes Aager
in seidenen und andern P uschirmen von 1.10 Thlr.

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3ch zeige hiermit ergebenst an, daß
zu jeder Zeit frische

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Ecssighefe
bei mir zu haben ist. J

J H. Stief, Bäcder.

Rechnungen
in a, Va und s Bogen zum allgemeinen
Gebrauch sind vorraüthig in der Druckerei
dieses Blattes.

—R F!BBS,
Dienstag, den 2. Dezember 1873
Abends präcis 28 Uhr
im Vereinslokale I
Generalversammlung.
Aufnahme neuer Mitglieder betr.
Der Mräañdent
oder —

Der Liebestrank

Komische Operette in 1 Alt von Jakobson.
Mausik von Gumbert.

— Vorher:
Herrn Kaudel's Gardinen⸗

Predigten. 3 — —
daüpet n At pon. G. von VNoset. Bürgervereins-Kränzchen.
——— ang Am Minvoch Abent Zis mmenineste bet

Das Nabere befagen die Zeitel. Nbilivv Emmich.

wehrer VRuhbenußnen Die Wohnun
ixte Mohnuun gen im 2. Stock meines —
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ergesellshast Schlumpf gesucht. de —S J— dinne i ist
Offerten belieke man bei Herrn Oberhau- u vermiethen und kann sofort bezo—
set oder in der Erped. d. Bl. machen zu jen werden.
vollon. NRud. Mnnzinger, Bierbrauer.

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Ceher von hren Leldon he-
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7xtliens Ullfe vorgebens. In
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Abhandl. tibor l
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Redaltion, Druck und Verleg von F X. Demetz in St. Ingbert.
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

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Der St. Fnaberter Anzeiger hund das mit dem —XRX verdundene Unterhaltungsblati, mit der Dienstaqs· Dounerstags⸗ und Sonntag⸗

Kummer ericheint wöchentlich vie rm al: Dienetag, Donner dran, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteliahrig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 serrr. du dreihpaltige Zeile Blattschrift odet deren Raum berechnet.

8 Di r 21 —* 2 —

— 189. F— e ee Dienstan, den 2. Dezember ., 1878
Deutsches Neich.. 38
München, 28. Nov. Nächsien Donnerstag wird die Reichs⸗
rashskammer Sitzung haben und über den Beschtuß der Abgeord-
netenlammer bezuͤglich eines allgemeinen Civilrechts berathen. Man
jar alle Hoffnung, daß die hohe Kammer dem Antrag ihres Re⸗
ierenten beistiimmen wird.
Münnhen, 28. Nob. Der Abgeordnete Franz Xaver
Freihert v. Hafenbrädl hat einen Antrag auf Wiedereinführung
der dersuchsweise aufgehobenen Bier, Fleich, Brod und Meh,.taxe
ingebracht. — Die Abgeordneten Franz Xaver Freiherr von Ha⸗
jenbrödl, Diendorfer und Winklhofer beabsichtigen. Linen Antrag
einzubringen, dhingehend, daß die Staatsreg'erung aufgeforder
verde. der Schädigung des Nalionalwohls durch pöͤtzline Entwerthung
der bis zum 1. Januar 1873 unbeonstandet kursirenden hollän⸗
dischen und österreichischen Gulden und Fünffrankenstücke dadurch
kinhalt zu thun, daß eine unerstredbare Frist bis J. Juli 1874
estgesetzt werde, innerhalb weicher alle daherischen Kafsen und
Lemter dieselben anzunehm.n und einzulösen verpflichtet sind. 0
Mäuün qchie k, 29. Nov. Gestern Nachmiitag 4 Uhr ist der
⸗esondere Vl. Ausschuß der Kammer der Äbgeordnelen in Bera⸗
hung über den Vortrag des Abgeordneten M. Stenglein als
Referent. n über den Gesetzentwurf, die Zuständigkeit der Gerichn
in Strafsachen (Entlassung der Schwurgerichte beirtffde, zusammen⸗
getrelen und hot nach vierstündiger Arbeit das Berathungsmalerial
erschöpft. Mit wenigen Modifikationen wurde schließlech der Gesetz
entwurf bom Ausschusse nach der RKegierungsborlage angenomnmen.
kin vom Hrn. AppeliGer.Rath Duͤrrschmidt eingebrachter Abän⸗
derungsvorschlagz welcher in die Zuftändigkeit der Gerichte hiefer
eingeschnitten hätte, wurde mit allen gegen 1 Stimme abgelehnt,
da der Ausschuß der Ansicht war, die bisherige Gesetzgebung
möglichst zu erhalten und nur für die dringenvsten Beduͤrfn:sse
möglichst eng bemessene Abänderungen gut zu heißen seien. Der
Jusschuß tritt heute Abend nochmals zusammen, um die tedaktionelle
Feststellung des Referats für die Kammer zu bethätigen.
— VDer Feldmarschall v. Manteuffel“ und die Generale v.
Treskow und v. Knappe werden sich auf besonderen Wunsch des
daisers von Rußland zum Georgsfest nach Petersburg begeben.
— Es ist noch in Erinnerung, daß Anfangs dieses Jahres
ine Annonce in mehreren Blättern erschien, wonach Lehrer für
den Setzerdienst gesucht wurden, und daß daranf eine nicht unbe⸗
deutende Anzahl Lehrer sich in größeren Druckereien, in Hamburg
wie in Berlin ꝛc. einstellten. Tie kärgliche Besoldung des Lehrer—
andes,“ namentlich in Preußen, hat längst die Excscheinung zu
Tage gesördert, daß die Lehrer bald die Volksfchule verlassen und
ich anderen einträglicheren Kebensstellungen zuwenden. Jetzt bring!
as „Hamb. Schulbb“ Aeine Mittheilung aus Posen, die wenn
egründet, ein trauriges Licht auf die bureaukratisch bebormundete
erwaltung wetfen würde. Es w'rd behauptet, daß fich über 50
ehrer zum Einteltt in den Eisenbahndienst geimeldet hatten und
var bei der Königl. Ostbahndirektion. Nach zuverlässigen? Mit⸗
reilungen hätte die Königl. Regierung in Bromberg die genannte
direktion ersucht, die Annahme der Lehrer abzulehnen, wenigstenẽ
otläufiz warten zu lassen. Auch ist von den Zchulinspektoren
reits das Nöoihige geschehen, um den Uebertriit aus dem Lehrer⸗
ande zu erschweren. Wir erfahren, heißt es weiter, daß auqh die
Nbehörden eine geheime Weisung erhallen haben sollen, die Be⸗
eber aus dem Fehrerstande um Zulassung zum Pofidienst einfach
zuweisen. 74
Frankreich. —
DTriauon, 28. Rob. Prozeß Bazaine.) Harras ertzählt
n Auftrag, bezliglich der Kapitulation zu unterhandeln. Die
cutschen verweigerten alle Zugeständnisse und bewilligten nur äine
efile, welches Bazaine vetweigerte. Bazaine halte befohlen, alle
ihnen nach dem Arsenal zur Zerstörung zu schicken; spätet traf
Ddeutsche Note ein, welche bei Zersiörung der Fahnen den
ah des Wassenstillstandes androhte. Die Aussage Harras bringt
Rlehbhafte Aufreanng hernoe Fonrak⸗rt fagte. Marum

7
dem Marschall Bazaine keine große Eingebung nspiration)ge⸗
lsommen? Warum hat er, anftatt sich mit den Details einer
Zonvention zu befassen, nicht ben Preußen geschrieben Durch
hunger besiegt, zerbrechen wir unsere Waffen; macht dann, ba
Ihr wollt. — Alle Zuhoͤrer, ausgenommen Bazaine winen. —
Beneral Desv mx konstatirt, daß die Garde ihre Fahne zerstoͤrte;
dapasset und Labeaucoupet ließen ebenfalls ihre Fahnen verbrennen.
Spanien.

Madrid, 28. Nob. Von Carthagene wird gemeldet, daß
zie Beschießung unausgesetzt fortdauertz dieselbe hat bereits große
Zerstörungen in der Stadt angerichtet, Die Insurgenten derthei.
igen sich aus allen Kräften. In der letzten Nacht war eine kurze
Baffenruhe vereinbart, waͤhrend deren vom Admiral des italienischen
Beschwaders ein Fahrzeug an die Stadt gejandt wurde, um die
kiawohner, welche nicht im Sltande siad, am Kampfe Theil? zü
nehmen, aufzunehmen. (T. N.) —V 5*

Madeud, 20. Norb. Das Hinisterium hat beschlossen/ zur
Beilegung des Virginius-Konflitts den „Virginius⸗ und die noch
am Leben befindlichen Gefangenen Auszuliefern. Die Frage, ob
der „Virginius“ ais gute Prise zu betrachten sei, soll bor einem
gemischten Tribunal entschieden, im Verneinungsfalle die weitere
Frage betreffs der an die Familien ver Erschossenen und ander—
weitig zu leistenden Entschädigung dem Schiedsspruche einer Groß⸗
macht uaterworfen werden.

F erm ischres.
Et Jagbert. IIn der Jetzten Nummer des St. Ingberier
Anzeigers worin die letzteũ Stadtrathsverhandlungen beroͤffentlicht
wurden, ist u. A, ang gebeun, daß der Gehalt des Unterzeichneten
um 50 fl. erhöht worden fei. Der geehrie Correspondent hat die
Angabe vergessen, in welcher Art und Weise diese Ausgabe gededt
werden soll. Um daher verschiedene. Irrthümer aufzuklären, und
besonders einen gewess.n Jaterressenten zu beruhigen, erlaube ich
mie anzugeben, daß diese Gehaltszulagea auf die Katholischen
Kultusgenossen repartixt wird. —
Zugleich spreche ich der Gemeindeverwallung mein en Dantk aub.
—A —— Drqdanift. *
. St. Ingbert. Fur die ditajhrige · IV. Schwurgerichts⸗
ũtzung sind aus hiesiger Stadt als Geschworene keinberufen ⁊.Die
derren Wolfgang Kahen und Phh. .Goidem a nn jünior. —
Am Saumstag Abend ereignete sich hier ein bedauerlicher Unglücks.
foll. Bei Gelegenh.il des Abladens von Eisen entspann fich zwischen
dem auf dem hiesigen Eisenwerke in Arbeit stehenden Pet. Horlemann
aus Waldfischbach, 28. Jahre ait, und demI9jäthrigen Mich.
Gregorius Fuhrknecht aus Dielschweiler ein Disput,:: in Folge
dessen letzterer jenen einen dicken Pruͤgel auj den Kopf schlug, was
dessen Tod nach wenigen Stunden berbeiführte. Der Thater
wurde sofort hinter Schioß und Riegel gehracht
.7 *GAis Kurwsum erzählt man— daß. kig Schiffer dem Meister
Hamm das Anerbieten gemacht habe, Ahni den Transport der
daiserglocke zu überlassen, wofür er. statt Fracht zu berechnen, noch
3000 Gulden herauszahlen wolle, wenn ihm erlaubt würde, die
Blocke unterwegs als Schaustück besichtigen zu lassen. — —
7 Maunnheim, 27. Nob. Aagesichts ber steigenden Verlegen
heiten auf dem Arbeitsmartt und im Welthandel deginnt auch in
den hiesigen Fabriken eine Beschräͤnkung der hoch gestetgrten Loͤhne
welche woh nur ein Vorspelenzu der anderwarn schon erfolgten
Beschränkung in der Zahl der Arbeitstage sein dürftie.“ So em-⸗
pfindlich dies hei der Höhe der Letzensmittelpreise wirken muß,
so werden sich die Ardeiter der Finficht nicht verschlietzen können.
daß diese Reduktionen eine naturcemäße Rückwirkung der vorange⸗
angen UÜbermäßigen Anspannung sind. Den so zialdemokratischen
ne wird durch diese Ernüchterung ein starler. Dampfer auf⸗
jeseßt werden diefeiben zogen ihre Hauptnahrung aus der im
Befolge der hohen Loͤhne einherschreitenden Ueppigkeit. (Karlssc. 3.)
7Nußloch b. Heidelberg, 24. Nov. Vot zwei Jahren zeigse
35 hier Syuren von Erdsl.“ Dief⸗ Erscheinung wiederblf.
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        seitdem und kommt seit 14 Tagen wieder zum Vorschein. Das
Del zeizt fich immer an derselben Stelle, quillt mit Wasser aus
der Erde, harvor und schwimmt dann oben herum; täglich kommen
a. 75 zum Vorschein. Das Oel wird von den hiesigen!
Bewohnerti aufgefaßt und gesammelt. Man hat schon wiederholt
und mit Erfolg Veriuche über deffen Brennbarkeit angestellt.

F Karls uhe, 28 Novd. Ber der heutigen Serienziehung der
35 fl. Loose Großherzogl. Badischer Lotterieanleihe ppom Jahre
1845 wurde folgende Serien gezogen: 2406 2100 3790 5493
3965 5786 318 3109 533 6332 6719 6574 813 1937 2828
56 7 4309 418 1605 2266. 4

FDie Berliner Stadtpogtei beherbergt in ihrer Untersuchungs
abtheilung für Strafgefangene zur Zeit nicht weniger als 26
Bankeroteure der letzten Gründungsepoche.

f Die de'ische Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
unterhält jetzt 66 Rettungsstationen in den deutschen Küsten mit
einem Jahresaufwand von 8044 Thlr. Im Jahr 1873 wurden
bon denselben in 10 Strandungsfällen 31 Menschen aus Lebens-
gefahr gerettet, seit dem Besiehen der Gesellschaft bereits 5888.

Das Defizit der Wiener Weltausstellung ist endgiltig festge⸗
stellt; es beträgt — 19,700,000 fl.

x Aus Strizihow bei Koͤnigstadt berichtt man: Ein acht⸗
ähriger Knabe hat den sechsjährigen Sohn des Nachbars ermordet,
um sich in den Befitz von dessen RNod zu setzen. Er forderte
denselben auf, mit in den nahen Wald zu gehen, wo er ihm einen
Hasen fangen wolle. Im Wald angekommen, hieß er den kleinen
Genossen den Rock ausziehen und den Kopf auf die Erde zu legen,
vorauf er ihm ein Schnappmesser (eine jogenannte Kudla) in den
Nacken stieß. Als der Verwundete zu schreꝛen begann und davon
laufen, wollte, bemächtigte sich der jugendliche Mörder seiner, kniete

sich auf den Leib und versetzte ihm noch mehrere Sliche, bis er
jodt war. Darauf zog der Moörder den Rock seines Opfers an
und begab * nach Hause,“ wo er sich durch den Vock sowie
burch seine diutigen Hände sogleich verrieth. 27r
Aumstetrdam, 25. Nop. Das niederländische Schiff Neha⸗
sennia“, welches von get nach Batavia gesegelt war, ist bei Anjer
auf Jaoa) ein Raub der Flammen geworden Eine Schaluppe
mit dem ersten Steuermann und sieben Matrosen sind in Anjer
angekommen.

Im Pariser Stadttheile der Gobelins ist die Armuth so

zroß, daß der Maire des Arrondissements an alle bedeutenden
deschäftsleute Schreiben gesendet hat, um sie um ihre Unterstühung
anzjugehen. In diesem Arrondiffement soll auf je fünf Einwohner
rin Ünterstüßzungsbedürftiger kommen. Gaben fließen von allen
Seiten zu. — Die „Opinion Nationale? versichert, daß eines der
rößten Modewaarenmagazine ein Drittel seiner Kommis enllafsen
haätie. Andere Geschäftshauser seien genöthigt, die Gehälter herab⸗
use hen.
7 Ein Telegramm der „St. Galler Ztg.“ meldet aus
Böschenen vom 21. Nooember: Gestern Abends 6 Uhr ist die
Dynamit-Wärmehütte beim Gotthardstunnel in die Luft geslogen.
Es gab drei Todte und einige leicht Verwundete. Vorgestern er-
eignele sich der gleiche Fall in Airolo, jedoch ohne daß Menschen⸗
leben zu Verlust gingen.
Vol ow schaft, Handel und TNerkehr.
Falsche bayer. Zehnmarkstücde wurden in jüngster Zeil in der
Umgebung von Pfeffenhausen ausgegeben. Sie sind aus Blei
gergestellt und leicht galvanisch vergoldet, am matten Glanze und
er mangelhaften Randpräguug ziemlich leicht zu erkennen.
— J. 4. enmesß. verantwort licher Redacteur.
Bekanntmachungen / Das Neneste inn
Syvnie v
RPuppen in eleganten Anzügen, Portefeuille-Artikel, Reise-Requisiten, feine
dorb⸗ und Holz⸗Schnitzwaaren in schönster Answabl empfleblt —

iacle jr.
Theoatot in St. Ingbert.
Im Saale des Hetrn Oberhauser
Direktion von Herrn Schlumpf.
Mittwoch 3. Dezember 1873
L. VDrobe⸗Vorstellung:
Die Kunst geliebt zu werden
y»der
Der Liebeskrank
Nomische Operette in 1 Alt von Jalkobson.
Musik von Gumbert.

ouise Hrnholdt.
Benno Müller,
86 Vertobte. —
Pitwaseng St. Ingbent,
3* 29. Novem ber 187300 1
Bekanntmachung.
Am Samfstag, den 6. d. Mis Nach-
mittags um 2.Uhr werden u Hasen2
noch fast ganz neue eichene Brunnen⸗
stöcke und ein solcher von Guß öffentlich
durch die Gemeindeverwaltung von Hasel
persteigert.
St. Ingbert, den 2. Dezember 1878.
Daas Bürgermeisteramt
1 GEhaundon.

Mittwoch (morgen)
Abend
Vurstsuppe
mit Sauerkraut und Wurst
ei . Weirich.
—Ein Logiß
estehend aus 4 Zimmer, Küche, Keller,
Zpeicher und Magdkammer im Lionischen
dause, ist ganz oder theilweis zu dermiethen
and kann sofort bezogen werden. —
Naheres bei G. Eh. Kaiser, Posamentier.
— — öö—
Einige Wagen
guter Dung
st zu verlaufen. Näketes in der Exped.
a. Rlotf⸗æ

HZausversteigerung.
Samstag, den 6. Dezember 1873, des
Nachmittags 228 Uhr, dahier bei Adfuntt
Schmitt, laßt Heinrich Isaae, Kaufmann
zahier, die ihm noch gehörende Halfte seines
Hauses an der Hauptsiraße neben Johann
Hellentbal auf sechsjährige Zahltermine dffent

sich in Eigenthum verst igern.

Befitzaniriun: 1. Juni 1874.
Korn, kgl. Notar.

Vorher:
Herrn Kaudel's Gardinen⸗
Predigten.
Lustspiel in Ul von G. dvon Moser.
Kassenöffnung 7 Uhr — Anfang
punbkt 8 Uhr.
Das Noahere besagen die Zeitel.

Zwangsversteigerung.
Dienstag 'den 9. Dezember näcsthin des
Morgens um 11 Uhr zu Schnappbach
in der Wohnung des Mathias Erz wer⸗
den folgende Gegenstände zwangeweise gegen
zaare Zahlung versseigert. B
bSack mit Schwingmehl, drei
Säcke ditto, sechs Säcke Kleien, 12
leere Säcke, 1 Dezimalwaage, etwas
Weißkraut, 1 Kochherd, fieben Me⸗
jer Holz, 1 Commode, 1 Wand⸗
uhr, 2 Bilder und 2 Bettladen.
Zzweibrücken, den 30. Nobvember 1873.
Voelkel,
kal. Gerichtsvollzieher.

Rechnungen
in *s, ha und s Bogen zum allgemeinen
Bebrauch sind vorrathig in der Druckerei
dieses Blattes.

Mehrere
r.Wohnungen
derden von der Operetten'- und Schauspie-
ergesellschaft Schlumpf gesucht.
Ifferten beliebe man bei Herrn Oberhau-
erer in der Exped. d. Bl. machen zu
—RV

achäkttMMb-Mn
—

zrankfurter Börse

oom 29. November 1878.
Hreußische Friedrichsdor.. 938439
histolenn9 4244
Jolländische 10 I.⸗Stüche 9 52-354
Ducaten..3347 86
Francss⸗Stuke.... 921-2
ünglische Sonvereigns..1150-62
Dollais in Gold. .228103-26/ñα

Zahnarzt MDr. Ieyxyer
2—rücken, Bahnhofstrañ̃e MAO.

—— —
Redattion, Druck und Verlag von FX. Demetz in St. Inabert.
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        * —
55233335338
2*
—
557—88* 3
Z2 —E * 555—38 533335 2
522232 — —— 534 55533 2533238
85 52 2 A — 5555555336355
— .3 — 82*23 3253535 335273355
22 53858 2325 5288 . de2 5333555355*
SF32 5328* 58* 3285 2 3 2 2232 5535353338
s23353385 32832533 5 932* 2 335553533338
—
S 2 —2 * 38 2— — * p 8
* 37 — S7 — 55 — 28 — —
J ——— ———
7 — 22 *2 — R
J —— e
2 1P— 2 2 2*2
J
* —A— 8 1253353333 33372338
—33 — — 2 8 —— 53 758 555533
88287 355334 2 * 28* —22 — 3277E —
2558333 2 — 2523 253582 388 — —2
— 5855278 335 222 * * — 25 — — — 33332 —
5338 Jz 33333383 5338 — —
* . * 7
55383 ——— —
33352 8 —A— s 5.522 585 3383766 —A
5558 33376 33 4* — 232 3z3538 —AI 25352
—— ———
— * — 23 —
333355 238 3358 3338
* 3353556 225 — — 55585— 537— 322* ẽ 8 *2 22503
J—— — 2
— 5 3*8 8 —13 — 8 A — — 33B382
——Z 22 —22 22 2
J 5323336852 3552358 28
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335532 8 228 22 3328 25*
2609 85* —*8 ẽ
—— — 325522
23 2 2323 253323
—ãA— ——— —3* 2358
2825354 338
2338
3252882
288 3 33832220. 38383 33
* —AXx— 22 —55338 7 553335 — — —7—
35558252*333* 82*33 5338325 3332336
2 5 225 2 * 2 —— 77 * 82385 27 3332388 J
52 735 —XX D 2 —* 240 22* 58 7 S —
z83535582 —5 62 223 —A— O 2288 8
85 ã 222 — 8 — 8 22 28 *6 * — 28 3 2
ẽ ——3332338 32 8534 733 56* 25 —E —
553285 5533 z22 38,853338 888338 —A
— 53 238338 —28 23334352 —V
2 —— * —— 7 —— 22 2 * M s 2 2 3 232222
—3233233SEA s5—3853 5383 225*2 335233587 15323 558 555
233 353*83 558 3333555 23333 3238 73283 3 73233 323525*68
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283 — ——— 355337 52536* 52323522385
27 77855 6333 I 335373353—3
— 523 — 2 —0 22 —* — 3
5.2 2389 5 .523235 —— — 235— —
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2 —* 8* 5 2 —*—
32 533353375 75 s855322368
22 7 A — 225 —A — — 2* *
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23832. x 3* 5283 5—2522 83837422378238 28
2 —— 2 — 825
332 5 B8B* 5 3B2 55 —58 25 22 72 —
— 335533333 33355* 3523S62
5558 3333373 355 53585838
32 .83838 53353335—38533 553335332357
3 3 77
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        der St. Ingberter Anzeiger (und das mil dem Hauptblatte verbundene unterhaltungsblatt mit der Dienziaat Donnertiags· und Sonriag⸗
ummer erlcheint wochentlich vi er mial: Dienttag, Donnereta a, Samsstag und Sountag. Abonnementäpreis vierteljahrig 42 Arzr, eder
.11232 Silberar. Anzeigen werden mit 4 Krir. die dreispaltige Zeile Blattichrift oder deten Kaum berechnet. J
—. -e *3
190. * — J Donnen e r ,— 1873
— Deutsches Neich.
Manchen, 1. Dez. Die Forsschrittspartei faßte bezüglich
er Reichstags vahlen folgende Resclutionen; Gesetzliche Regelung
es Verhältnisses zwischen Staat und Kirche, obligatorische Zdilehe,
ebertragung der Standesregister an die Zivilbehörde, Wahrung
eca· Gewdbewilligungsrechtes des Reichstags, kein welleres Pausch
uantum und Fixirung der Präsenzziffer für das Heer auf unbe⸗
immte Zeit; freisinniges Preßgeseß, Aufhebung der Matrilular“
eitrage nach der Kopfzahl an das Reich; Uebertragung einer
estehenden direlten Steuer an das Reich; Entschädigung der
eichstagsabgeordneten/ Wahrung der Schwurgerichte, gesehliche
egulirung: ꝛder Verhaͤlmmisse zwischen Arbeitgebern und Arbeit⸗
ehmern. ẽ
—Der Finanzausschuß det Kammer der Abgeordneten beab⸗
q̊ gt, wie man wernimmt, von dem kür außerordentliche Bedürf⸗
sse des Herres verlangten Kredit. nur diejenige Summe — etwa
02 12 Millionen — zu bewilligen, idelche in der nachften Fi—
anzperiode, den Jahren 1874 und 75, zur Verwendung gelangen
alle, die weiter pro: 1876 77 verlangte Summe sou für jetzt
baelehnt werden. J
Metz, 27. Nov. Nach einer hierher gelangten Verfügung des
Iberpräsidenten von Elsaß⸗Loshringen dürfen Soldaten der fran⸗
nischen. Armee, sowie Beamte der französischen Republick in Uni⸗
zrm ferner das Reichsland nicht mehr betreten. Auch müssenbe⸗
rlaubte Soldaten, die einen vorübergehenden oder lüͤngeren Be
uch in Elsaß Lothringen abstatten, sich bei dem beireffenden Gar⸗
isonslommando anmelden, Uebertretungs-oder Unterlassungsfälle
iehen Ausweisung über die Grenze nach sich. (Meß. Zig.
Berlinn, 30. Nov. Deæ Kaisers Befinden sou nicht gu-
iedenstellend · sein, wie dies auch aub dem neuesten amilichen Berichle
rvorgeht. Nah dem letzten Berichte machte er am J. u. 2. eine Spa⸗
erfahrt.) — Die „Vossische Zeiiung“ meldet heute sehr durchsichtig,
ina auch unter Vorbehalt; daß Manteuffel. der Feldmarschau,
iit dem Generallieutenaut Grafen Gröben kin Pistolenduelu gehadt,
dessen Folge letzterer verwundet worden in. Die Mißbelligkeit
aischen Beiden datirt schon aus dem letzten Kriege, und es ijt ja
lannt, daß Gröben, nach seinem Auftreten gegen Wanteuffel zu
ner Haft in Frankfurt a. d. O. verurtheilt, vor deren Ablauf
egnadigt wurde, alsbald jedoch seinen Abschied nahm. Das ist
un · schon eine Weile her, Manteuffel aber reiste, nach seiner Er⸗
ennung zum Feldmarschall, ins Bad und'ist jetzt auf dem Wege
ach Petersburg. Vor der letzteren Reise muß daher das Duell,
venn üüberhaupt, stattgefunden haben. (Fr. 3) — 7—
Berlain, 1. Dez. Der „Reichsanzeiger“ entbält eine kai⸗
rliche Verordnung dom 29. Nobbr., durch welche die Auflösung
ez Reichstages ausgesprochen und die Vornahme don Neuwahlen
uf den 10. Jannat 1874- auberaumt wird. 3ν α.
—Das Duell zwischen dem Feldmarschall von Manteuffel
nd dem Generallieutenant Graf v. d. Gröben wird jetzt als uꝝn⸗
reifelhaft don allen Seiten bstätigt. Im großen Ganzen laufen
e Mittheilungen dahin hinaus daß das Duell am Sonnabend
nGrunewald unweit des Scheldhorns ftattgefunden, und daß es
u die? bercits früher erwähnte Urfache, jenen Armeeerlaß des
nerals von Manteussel, zurückzuführen ist,“ in welchein der
dneral von der Gröben eine Belei igung einer Person erblicte.
hon damals hatte der Letzlere Genal v, Wanteuffel eine Heraus⸗
tderung ergehen lassen, die ihm als ein Insubordinations vergehen
wesehen wurde und eine Festungshaft einbrachte, die er nur pum
heil Absolvirk hat. Jetzt, heiß es, habe eiun Familienrath Derer
n Gröben stattgefunden, in welchem diese Angelegeuheit für eine
mitiensache erllart und beschlossen worden sein soll, daß säumt⸗
e Mitzlieder der Familie v. Gröhen die Sache nicht eher für
gethan erachten, als bis Marschall b. Manteuffel fie Hefühnt.
znerdl Giaf v. d. Groben hal jetzt seinen Abschiede genommen,
dem Marschall Mankeuffel eine Forderung zugehen lassen, die
Sonnabend ausgekämpft würde, uünd bei der er, wie richtig
wegeben. einen Schuß in den Unlerleis erhielt Der Z31sanν,

Brafen v. d. Gröben soll Bedenken erregend sein. Frhe. v. Man⸗
euffel hat heute seine Reise nach Petersburg angetreten, wo er
als Führer preußischer Offiziere dem Georgsfest beiwohnt.
— Aus Kurbhessen. Da auch mehrere Lehrer Miene
nachten, die Widerspenstigkeit der 44 1utherischen Pfatrer gegen
»as Consistoriem nachzuahmen, indem sie sich außer Stand er-
claͤrten, „den Religionsunterricht im Namen und Auftrag irgend
ner menschlichen Autorität zu ertheilen“: so. hat die Regierung
hnen zu wissen gethan, daß jede thatsächliche Unbotmäßigteit die
anverzügliche Einlertung des Disziplinarverfahrens zur Folge
aaben wrddee.77
Wiren, 1. Dez. Zur Feier des Regierungsiubiläums des
daisers waren Abends die Straßen glänzend luminirt. Das
daiserpaar und der Kronprinz, welche die Straßen durchfuhren,
wurden überall enthusiastisch begrüßt. Ein Armeebefehl des Kaisers
uiftet eine Erinnerungsmedaille, für Alle, welche seit dem Jahre
1848 einen Feldzug mitgemacht haben. Ein anderer Befehl des
daisers amnestirt alle wegen des Verbrechens der Majeslaͤtsbelei⸗
digung Verurtheilten und verlangt schleunigen Bericht wegen
krtheilung der Strafnachsicht an die einer Vverücksichtigung wür—
digen Personen. — ——
—Der von den Bischoͤfen zur Beglückwünschung des Kaisers
mlaßlich deffen 25jährigen Regierungsjubiläums ennsendelen De⸗
outation antwortete der Kaiser mit dem Ausdrucke besonderer Be⸗
riedigung und sprach die Zuversicht aus, daß es dem freundlichen
Zufammenwirken der geistlichen und der weltlichen Macht gelinggen
verde, die durch die Stroͤmung der Gegenwart sich entgegenhelen
den Scwierigteiten zu beseitigen. Er wünsche lebhaft, daß Gottes
Segen das derufssmaßige Wirken der Geistlichteit Legleite welches
varauf abzielt,“ den in der Religion wurzelnden Frieden in die
Derzen der Bevdllerung zu tragen.. Er halte sich versichert, die⸗
Bischöfe werden es an ihrer Mitwirkung zur Errteichung dieses
hohen Zieles nicht fehlen lassn. 5777
.Srankreich.
7 Ueber Marschall Bazaine.n erfährt die „Lancet“aus
authentischet Quelle, daß geistige Abspannung und lange Haft seiee
Besundheit völlig untergraben. —XLX fast bestän-⸗
digem Kopfweh mit Fieberaufällen und kaltem Schweiße
England. J
Sondon. 1. Dez. Aufden 27. Januart. 3. ist . hier!
ine gioße Versammlung anberaugit. worden, um den Sympathien
des englischen Volkes für den deuischen Kaiser und das deutsche
Volk im Kampfe gegen den Ultramontanismus Ausdruck zu geben.
Larl Russel hat⸗ sich bereit erklärt den Vorsitz zu“ übernehmen.
Mitglieder beider Häuser des Parlaments werden an der Versamm-
urg theilnehmen, in welcher der Erzbischof von Yort wahrscheins
lich die zu fassende Resolufion beantragen wird und Vertreter der
derschiedenen Bekenntnisse anwesend sein werden. Jede große eng⸗
lische Stadt soll mindestens zwei Deputixte senden, um der Ver⸗
iammlung einen wabrhaft nationalen Charakter zu verleihen.
Amerika.... .
— Newyork, 80. Rob. Rach aus Havanna eingetroffenen
Meldungen haben die kubanischen Behörden an die spanische Re—
zierung telegraphisch das Ersuchen gerichtet, die Herdusgabe des
„Virginius“ bis zum Eingange des amtlichen Protokolls hinaus⸗
uschieben. aus welchem sich ergeben wurde, daß die Behörden in
er Virginiusangelegenheit durchaus den Gesetzen gemaͤß verfahren
eien. Die Bevolkerung und die. Ptesse in Haranngherklären sich
jegen die Auslieferung des Schiffes. Es herrscht große Aufregung
ind werden. aͤlle Anstalten zur Vertheidigu getroffem. (J. N.)
ret(Der Rothstandin Amerikan)“ h Newhorker' Zei⸗
ungen vom 6. b. M. äußern sich sehr derzagt Uber die in Folge
der jüngsten Panik enlstehenden. Arbeitseinstellungen. In dielen
Begenden ist das Geschäft, wenn auch nicht ganz und gar fuspen⸗
»irt, fast gänglich Jahm Zelegt. Ju Philadelphig werden kunm-
rgend welche Gesshäfte gemacht, und die Stadt befindet sich in
einem Zustande dünzlicher Stockung. Nn einer Repne ver Situe

⁊.
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        demertt der „Newyork Herald“, daß. falls nigt das öͤffentliche jaus, in der Mittagssitzung Franz Sauberschwarz von Mehlbach
Unternehmen und die öffentlichen Wohlthätigkeitsanstalten einschrei wegen Diebstahls zu 5 Jahren Zuchthaus verurtheiit. * w.
len, um deun existirenden Nothstand zu lindern, derselbe sich in Raub Kaiserslautern, 80. Nobember Die drei Augsteißere,
und Mord Luft machen —7 Dire Zahl der beschäftigungslosen, von denen wib neulich berichtet, daß sie Schule und Sladi heimlich
Menschen in Philadelphia ist 32,000. In Bossom hat die Osft⸗ verlassen,z sind nun wieder Doner MRowar tische
zʒahngese lichaft Sie Arbeitsstunden um 20 Prozeut derminderte ünd Plaäne uͤnd kuhne Abentener hatten sie weniger im Auͤge. Sie
eine entsprechende Reduktion der Lohne eintrelen lassen. In den begnügten sich damit, in einigen Dotfern und Städicheü der
Lowell Mills in derselben Stadt, welche 12,000 Hände beschäf- Vorderpfalz fich he umzutreiben. das mitgenommene Geld durchzu⸗
tigt und 500,000 Spindeln, sowie 13,000 Webestühle im Beiriebe bringen und mit leeren Taschen wiederzukommen. (Pf. P.)
hat, wird bis auf Weiteres statt volle, nur Dreiviertelszeit gear— NKaiserslauiern, 2. Dezember. In der vestrigen Sitzung
beitet. In Cahons, Newyorkt,“ find die Fabriken fast gänzlich des hiesigen Bezirlsgerichtes kam die Klage des Banquier Kehr
geschlossen und 10000 Hände müssig. In Reading haben 18 große von hier gegen Baquier Moͤser wegen verldumderischer Beleidigung
Huifabrilen plötzlich ihre Thätigteit eingestellt und 2000 Menschen abermale zur Verhandlung. Nach Abhör zweier weiteren Zeugen
ind brodics geworden. Diese Fabriken waren die großen Lie zelang⸗es dem, Präsidenten, einen Vergieich zu bewerklflelligen.
eruugsmagazine des Newyorker Marktes, aber das BGeschäft ist so Demselben zufolge erläßt Banquier Möser in verschiedenen bom
flau, daß es nothwendig wurde, die Arbeit ganzlich einzustellen. dläger bestimmten Blättera eine Erklärung, worin er seine Be⸗
Die Zucerraffinerien sind von der Panit ebenfalls ernstlich betroffen hauptung über den Stand des Kehr'schen“ Geschäftes als ierig
und die Arbeiter werden massenhaft entlassen. Es herrscht auch zurückkimmt und sein Leidwesen üder deren Veröffennichumg in
ernstlicher Drud in den Petroleumraffinerien, da der Exporthandel Circularen ausspricht. Zugleich übernimmt derselbe die Kosten des
stoct und der heimische Handel aus Mangel an Geid und Verr Prozessez und zahlt an die Kindergärten 150 Thlr., an der
trauen gelähmt ist. In den Hauptfabriken haben bis jett noch Verschönerungsvetein 50 Thlr. (Pf. P.) y
eine Arbeitssuspensionen flaltgefunden, aber sobald die vorhandenen 4 Speyer, 1. Dez. In einen Stalle zu Leimersheim is
Bestellungen vollendet sind, werden Tausende von Arbeitern hr unker dem Rindvieh die Lungenseuche und iun je einem Stalle zu
Vrod verlieren. — Lambsheim und Sausenheim die Maul⸗ und Klauenseuche autge-
brochen. Sammlliche Fälle sind auf Austeckung durch Handelsvieß
zurückzufüthhren, weshalb den Käufern von soichem Viehe etwag
mehr Vorsicht zu empfehlen sein dürfte. (Sp. J.
.Kassel, 1. Dezember? Die heute morgen auf der Streche
Zassel · Guntershausen erfolgte Entgleisung eines nach Frankfurt
Jehenden Güter zugs der Main ⸗ Weserbahn ist durch einen Schienen-
ruch veranlaßt worden. Zweiundzwanzig Wagen find größtens
heils gänzlich zertrümmert. Der Personenberkehr auf der Main⸗
Weserbahn. und der Hessischen Nordbaha ist natüriich, da die
Vassagiere an der Unglüdsstellr umsteigen müffen, durchaus gestört
jast alle Züge kommen:? mit mehrstündiger; Verspaätung hier au
Der Gülerverkehr ist gänzlich sistirt. Vom Fahrpersonale des
Buerzugs ist glucricherweise Niemand erheblich verleht. Der Scha
den ist sehr bedeutend. (Fr. J..
Lardiff, 1. Dez. Das amreritanische Schiffen, Fremdntain“
uberdrachte 87 Personen und Schiffsmannschaften des Packetboots
Bille du Habre“,das am 28. Rov mit dem englischen Schiff
Lockern“ pusammenstietß und in den Grund gebohrt wurd. 226
Personen von der Ville du Havre“ find umemen.

St. Ingbert, den 4. Dez. Bei dem gestern stattgehabten
Treibjagen der Hr. Gebr. Kraemer von hier auf dem. Reviert
Ormesheim (Distr. Saurachen) wurde von Hr. Wannemacher (soge
Motz) aus Ommersheim ein Wolf erlegt. Auf derselben Jagt
wurden ferner 2 Wildschweine 24 Hasen und 3 Füchse getodtel.
Drei Wildschweine wurden noch angeschossen. Tags zuvor war in
rinem Treiben im Reviere Rudendeim auch wieder ein, Wolf, der
edoch entfam .. “
12— Wie das Mannheimer Tagblan meldet, hat zines auf der
Sftaße liegenden Betrunkenen wegen, der durch die“ Polizeimann-
schaft in das Krankenhaus geschafft werden sollte, indem jener mit
Blut bespritzt war, dutch Weiber uand Blaumontagma her veranlaßt,
am Montag in Mannheim ein Straßenscandal stattgefunden, wobei
in ·Polizeidiener einen Schuß abfeuerte. Vier Tumultuanten
wurden derhaftelt.

—FZweiberücke nyn Dej. (Schwurgerichlsberhandlung.)
In! der heutigen Morgenstitzung des Schwurgerichtes wurde Beru⸗
hardt Wolf von Dudenhofen wegen Diebstahis zu 4 Jahren Zucht⸗
Bekauntmachungen.
Mobilienversteigerung
Samsiag den 18. Dezember 18783
Vormittags 9 Uhr, zu St. Ingbert in ihrem
Hause lassen Margaretha Kohler, Wittwe
don Franz Joseph Beher und deren Sohn
Jakob Behr, Sattler, nachbezeichnete
Mobiliargegenstände auf Zahltermine öffent⸗
lich versteigern, nämlich: —328
2 Kühe, 1 Rind, 2 Pferde, 1
feties Schwein, 2 junge Schweine,
10 neuen Zweispänner und 1 Ein⸗
pänner Wagen, J einspännige Chaise,
I Char⸗àa⸗banc, einSchlitten, 1
Chaisengeschirr, 2 neue Pferdsge⸗
schirre, Pferdsdeden, 2 vollftändige
Fuhrgeschirre und sonstige Fuhr⸗
und Acdergexäthschaften, 2vollstän⸗
dige Betten, Getüch allerc Art,u1
stleiderschrank, Tische, Stühle, Bänke,
lCommode, Küchengeräthschaften,
großer Kessel, 2 Pflüge, 2 Eggen,
lPfuhlfaß, Backmulde, und son⸗
ttiges Hausgeräthe,
orundali Notar.
nnngen *
in a, 24 und VYs Bogen zum aligemeinen
Gebrauch sind vorraͤthig in der Dincerei
dieses Blattes.

ZRausversteigerung.

Samstag, den 6. Dezember 1873, des
Nachmittags 245 Uhr, dahier bei Adjunkt
Schmitt, laͤßt Heinrich Isaac, Kaufmann
ahier, die ihm noch gehörende Hälfte seines
dauses an der Hauptstraße neben Johann
dellenthal auf sechsjahtige Zahltermine offent
lich in Eigenthum verst iger.

Befitzantritz1. Juni 1874...

Horn, kigl. Notar.

Zu A XIE. per Elle
werlaufe 20 Stud schwere reir · ent
Winter-Buxkins

p IXVYM

—
rucht· Brod⸗, Fleisch ꝛe. Preise

der Stadi Zweibrücken d. 4. Dez,

Weizen 9 fl. 1 tr., Korn 7 fl. 16 kr.

Gerste Zreihige. — fl. — krx. Gerste vien
reihige, 6 fl. 18 kr. Spelz 6 II. 7 r.
Spelzlern 8 fl. 35 tr. Dinlel 4 il.
g8 ir. Mischfrucht — A. —ir. dafer
4 fll. 42 tr. Kartoffeln 1fl. 12 kr. Heu
2 fl. 12 kr. Stroh 1 fl. 24 kr. pet
Zentner. Weißbrod 1is Kilogr. 24 r.
Kornbrod 3 Kilogr. 84 Ir. ditto 2 Kilogr.
2316. diito 1 Kilogr. 12 kr. Gemischtbrod 3
Kil. 40 kr. 1 Laar Wech 90 Gramm 2hr.
Rindfleisch 1. Qual. 22 kr. 2. Qual. 20 ir.
Kalbfleisch 20 kr.“ Hammelfleisch 22 kr.
Schweinefleisch 22 ir. per Pfund. Butter 38
kr. ver Pfund.

8piolworko
von 4 bis 120 Stücke spielend; Pracht⸗
werke mit Glockenspiel⸗ Trommel und
ODlodenspiel, Himmelsstimmen, Man⸗
doline, Erpression ꝛc. Ferner uu
Spieldosen
von 2 bis 16 Stücke spielend, Neces⸗
salres. Cigarrenständer, Schweizer-
iuschen, Photographiealbums, Schreib
euge, Handschuhkasten, Briefbeschwerer,
Tigarren-Etuis, Tabals⸗ und Zünd⸗
holzdosen, Arbeitstische, Flaschen, Bier⸗
zläser, Portemomaie?, Stühle x.,
alles mit Musik. Stets das Neueste
zwpfiehltt
J. H. HGoͤller, Bern.
Preistourante dversende franto.
Nur wer direkt bezieht, erhält Hel⸗
lex“iche Werke.

orn, 2. Dohibr. Fruchb⸗
Neinpee Weizen Efl. 44 kr. Korn
7 fl.5 ir. Spelzkern — fil. — it.
Spelz 6 fl. 21 kr. Gerste Gfl. 83 1r.
Hafer 4 fl. 50 ke. Erbsen 6f1l 1k.
Wicden 4 fl. 88 ke. Linsen 51. 45 Ir.
stleesamen — fi. — tr. — Kornbrod
d Pfd. 34 kr. Gemischtbrod 8 Pfd. 22 kr.
Weißbrod 2 Pfd. 22 lIr. — Heu Eifl.
36 kr. Kleeheun fl. —kr. Strod ifl. 10 lr.
NRebaltion, Drud und Verlag don FX. D⸗me in St. Inabert,
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53 2537. 5233583 55
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— 2 224 * — 4 —— — * —
5 6 373
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— 15 252 2
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22 22 — 7 J
385 5E553 * 38348
2328 —— 535. *
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281632 833388383
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833447 52 — 35353—685 E8S
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53 755 ——— 5883 —X 2233 238 7255
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25233—3357 —— — 255353235383
33 52555 3853 3525535
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3533523 8 — 3 8
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F 533333 —8 2 58 38 2 *
* 33383 38 253 2338
353233358 53z833——58 553 32
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235535—3528 —53 —2—3 33258
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

Der St. IF er pfefger (und das milt dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungkblatt, mit der Dlentlagt⸗, Donnertiags⸗ und Sonntac-
Kummer erlcheint wöchentlich vie r m al: Dien stag, Donner stag, Samsstag und Sonntag. Abonnementspreil vlerteljahrig N Kerjr. odr
128 Silbergr. Unzeigen werden mit 4 Krzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
27
M 191. — Samstag, den 6. Dezember . J 1873

Deutsches Reich.

Mäünchen, 1. Dez. Das kol. Staatsministerium des kgl.
hauses und des A⸗ußern, dann der Finanzen haben 1) einen Ge⸗
etzentwurf „betreffend die Einrichtungen der im Betrieb besindlichen
zayerischen Staatseisenbahnen“ und 2) einen Gesetzentwurfe,be⸗
reffende die Vervollständigung und Erweiterung des Telegraphen-
Petzes nebst Motiven bei der Kammer der Abgeordneten in
Vorlage gebracht.

Mänchen. Das Ministerium des Inneren hat berühlich

er Reichstagswahl verfügt, daß die Wählerlisten am 11. Dehbr.
rufzulegen sind.

Mänchen, 1. Dez. Von der Sitzung der Kammer der
Abgeordneten vom 26. Nov., in welcher der Antrag der Abg.
Dr. Gerstner und Herz in Bezug auf die Reichstags Diätn Frage
jur Berathung und Beschlußfossung gelangte, sind nach Ausweis
des stenographischen Berichtes shne Entschuldigung weggeblieben
die Abgeordneten Aschenauer, v. Hörmann, Jos. Ant. NKasiner,
inateder, Lugscheider Oertel, Prestele und Richter. Der Adge⸗
exdnete Neuper war zwar in der Sitzung erschienen, entfernte sich
aber, ohne die Anst'mmung abzuwarten, aus dem Saale. Es
erscheint uns als eine Pflicht der Presse, die Wähler über solche
Borfommnisse zu unterrichten, damit sie erfahren, wie ihre In—
eressen durch die Männer, denen sie ihr Vertrauen geschenkt haben.
pertreten werden.

Berlin, 2. Dez. Die „Kreuzzig.“ bringt ebenfalls die hiesigen
Blättern entnommene Erzählung eines angeblich zwischen den
hentralen von Manteuffel u. v. d. Groeben am Sonnabend sia tg⸗
undenen Duells, fügt dann aber hinzu: „Wir unsererseits bemer⸗
sen zu dieser Erzählung, daß di selbe jedes thatsächlichen Anhalts-
punktes enthehrt. Zwischen den beiden genannten Generalen hal—
kein Duell stattgefunden. Vielmehr sind, wie man hört, die zwischen
Beiden vorhenden gewesenen Differenzen vollständig ausgeglichen
vorden und zwar in einer Weise, die ein sehr anerkennenswerthes
kntgegenkommen des Generals v. Manteuffel bekundet hat.“

Berhin, 8 Dez. Abgeordnetenhaus. Bei Berathung des
Anttages des Abg. Bernardt auf Aufhebung der Kalender und
eituugsstempelsteuer erllärt der Finanzminisser daß die Regierung
ei dem Reiche die Aufhebung der Kalender und Zeitungsstener
ꝛantragt und Fürsorge getroffen habe, daß inzwischen in keinem
anderen deutschen Staate die Zeitungssteuer wieder eingeführt oder
die. Inseratensteuer aufgenommen werde. Eine gründliche Erledi⸗
ung der, Augelegenheit sei nur durch den Reichstag möglich.
detreffs der Repressibmaßregeln gegen die Presse möge man br—
denken, daß eine zügellose Presse Gefahren bringe, denen entgegen⸗
utreten sei. — Nachdem Virchorv, obschon er für den Antrag ist,
achgewiesen, daß die vom Centrum gemeinte Preßfreiheit auf die
Jensur hinauslaufe, wird die Debatte geschlossen und der Ankrag
—XRVV

Berlienn. Die „Prov. Corr.“ sagt, der Reichstag werde
nahrscheinlich im Februar zusammentreten.

I Frankreich.

Paris, 1. Dez. Der Minisserraih beschloß in Gemäß-
eit des Armeegesetz s den zweiten Theil des Kontingentes, mit
ussen späterer Einberusung sich der Kriegsminister im Hinblick
nif die finanziellen Schwierigkeiten einverstauden erklärt halle, ein⸗
uzehen.

Paris, 2. Dez. Mac Mahon hat dem Kaiser von Oester⸗
ich zu dessen 25jährigen Regierungsjubiläum ein Glückwunsch⸗
hreiben geschickt. — Dem „Jourual de Paris“ zufolge wird der
zherige Gesandte in Washington. Marquis de Noailles, wahr⸗
heinlich durch den ersten Selretär bei der Botschaft in Peters⸗
urg, Bartholdy, ersetzt und die Botschaft in London dem Grafen
jarnac angeboten werden, wenn Larochesoucauld bei seiner Wei—
jerung sie anzunehmen beharren sollte. (T. R.)

Paris, 4. Dez. Den gestrigen Tag ging das Gerüchte
Narschall Basaine hälle die Flucht ergriffen. Diese Ente hatte
tbue Konsistenz gewonnen. daß dieselße bon mehbreren Rläuern

mitgetheill wurde. Es ist unndihig, duf die Absurdilät derselben
hinzuweisen.
— Die elsaßlothringische Gesellschaft wird auch heuer einen
großen Chriftbaum in ihrem Vereinslokale aufstellen und ist ein
Aufruf an edle Menschenfreunde zur Beisteuer ergangen. Im
llebrigen ist es noch lange nicht gelungen, alle Emigramten zu
placiren und sind dieselben gezwimgen, 35 an die össentliche Mild⸗
hätigkeit zu wenden. — Herr von B..n, der im ganzen Mo⸗
elthal für seine Wohlthätigkeit bekannt ist, hat in letzter Zelt nicht
veniger als 232,000 Fr. vertheitt. Em solcher Aki ist um so
nehr zu loben, da die Güter dieses Herrn, die groͤßtentheils bei
Metz gelegen sind, lange nicht mehr das einbringen, wie es vor
em Kriege der Fall rar. Seine Frau wird von den Loihringern
Votre dame de Bon Secours geheißen und ist seine Wohnung
zestaändig von seinen ausgewanderten Landsleuten heimgesucht.
Trianon. Sitzung vom 3. Dezember. Ein großes Audi⸗
orium wohnt der Sißung vei. Das Requisitorium des Regie⸗
ungscommissärs, General Pourcet, hat begonnen. Es heißt darin,
ine genaue und gewissenhafte Untersuchung habe ergeben, daß alle
AInklagepunkte gerechtfertigt seien. Hierauf wird zu allgemeinen
Betrachtungen übergegangen und eine Parallele zwischen Mac
Mahon und dem Angeklagten gezogen. Ersterem wird ein über⸗
chwängliches Lob gespendet und Letzterer für Alles verantworklich
zemacht. In allen Gesetzgebungen seien die Capitulationen auf's
Unbarmherzigste bestraft, das übrigens als Princip geltende Gisetz,
yas hierduf hinzeige, müsse hier in Anwendung gebracht werden.
Das Requisitorlum versteigt sich alsdann in die römische, mittel⸗
Aterliche und moderne Geschichte und verirrt sich manchmal in ora⸗
sorische Effekte, die sehr wenig mit dem Kern der Sache zu thun
haben. Da die Stimme des Commissars durchaus nicht für eine
solche Rede geeignet ist, so machen manchmal gewisse Passagen
des Requisitoriums einen ganz besonderen Eindruck auf das Au⸗
ditorium. Im Uebrigen folgt dosselbe dem Rapport Schritt für
Schritt und glauben wir unsere Leser auf denselden hinweisen zu
müssen. Der Redner ist so ermüdet, daß die Sitzung zweimal
unterbrochen werden mußte.

Versail les, 80. Noeb. Morgen werden die letzten
Zeugen im Prozeß Bazaine vernommen. Uebermorgen wird keine
Sitzung stattfinden, um dem speziellen Regierungskommissär, General
Pourcet, die Zeit zu gestatten, an sein Requisitorium die letzte
)and anzulegen. Es soll 520 Seiten lang sein. Ter Vortrag
dieses Altenstücles wird wahrscheinlich zwei Tage in Anspruch
nehmen, so daß Lachaud Freitag das Wort erhallen wird. Der—
selbe wird wahrscheinlich drei Tage, nämlich Freitag, Samstag
und Sonntag (das Kriegsgericht wird von Mittwoch an jeden
Tag Sitzung halten) nöthig haben, so daß das Urtheil Montag
oder Dienstag gefällt werden wird. Der Vertheidiger des Mar—
schalls, Advolat Lachaud, erhielt ein Exewmplar des Buches, welches
in Berlin über die Operationen der Armee des Prinzen Friedrich
Zarl erschienen ist. Dieses Exemplar ist mit Randbemerkungen
bersehen. Ein ähnliches Exemplar erhielt Herzog von Aumale,
der Präsident des Kriegegerichts. Wie es scheint, weiß man nicht,
wer die Exemplare zugesendet hat. Wie das Urtheil gegen den
Marschall ausfallen wird, läßt sich bis jetzt noch nicht sagen.

(Koͤln. Zig.)

Versailles, 3. Dez. In der Nauonalrersammlung
sragt Limperani, an die Nachricht von dem Untergaͤnge des
Dampfers „Ville du Havre“ anknüpfend, den Marineminister, ob
das geltende Schifffahrts Reglement zur Verhütung von ESchiffs-
unglücken genügend sei, oder ob es sich nicht empfehlen würd⸗,
zine internationale Vereinbarung in diesem Betreff zu erstreben.
Der Marineminister antwortet, die Wissenschaft sei noch wicht im
Stande, allen Unglüchen vorzubeugen. Die „Ville du Havre“
jabe alle Vorschristen de obachtet. Et stehe übrigers mit England
in steter Verbindung, um Mittel zur Verhümung von Zusammen-
ißsßen ausfindig uu wachen. Faures verlangt di. GFinsekung ⸗ein⸗
        <pb n="768" />
        internalionalen Tribunals, welches festzustellen habe, ob die Schiffs⸗ der Sendung befestigt werden, sondern müssen der ganzen Fläche
offiziere ellen Vorschrifien der Wachsamkeit nachgekommeun seien. nach mittelst Klebestoffes auf der Sendung aufgeklebt sein ; 3. hei
Italien. . Sendungen, deren Verpackung das Niederschreiben der Adresse auf
Ron. 83. Dez.“ Der Papst ist von einem leichten Unwohl-der Embdallage oder das Auffleben derselben in ihrer ganzen Fläche
jein befallen; derlelbe hat gestern seine Gemächer nicht verlossen · unmiöglich macht, sind zur Adressirung sog. Fahnen von Pappe,
Spanien. — Pergamentpapier, Holz oder sonstigem festen Material zu verwen
Madrid, 3. Dez. Das Bombardement von Cartagena den. — Wer diese Bestimmungen außer Acht läßt, hat am Post-
dauert fort. Das Feuer von der Stadt her nimmt ab. Ein schalter Zurüchweifung zu gewärtigen.
Telegramm des Generals Ceballos desagt, die Anwesenheit der Landau, 4. Dez, E. A.) Die des Kindesmordes beschul.
fremden Geschwoder, ermuthige die Rebellen zu weiterem Widere digte ledige Barbara Oefler von Freimersheint wurde am 2.
stande, indem fie darauf rechneten, im schlimmften Falle einen Dez. hier berhaftet. Dieselbe ist ihrer · Handlungsweife in allen
gesicherten Zufluchtsort zu haben. Wenn die Regierung die Be⸗ Punkten geständig und hatte außer diesem getödteten Kinde schon
iehlshaber der fremden Kriegsschiffe bewegen könnt, van Cartateng weitere drei uneheliche Kinder, wovon jedoch eins gestorben ist.
weg zu segeln, so würde das die Uebergabe des Platzes erheblich Die am 2. Dez. vorgenommene Seltion der Leiche ergab, daß das
heschleunigen. Kind gelebt hat und in Folge von Erstickung gestorben ist, was
7 dDas Bombardement Cartagena ist sehr heftig. So mit der Angabe der Beschuldigten, daß sfie dem Kinde den Hals
Jalten die Belagerer am 30. Nov. und 1. Dez. während —AXXIII——
Stunden 1061 Schüsse in die Stadt gesendei, denen die Be— f Frankfurt. Ein Meggermeister bemerkte, in den lehzten
lagerten mit 1622 geanwwoitet. Besondere. Meldungen über die Monaten einen großen Fleisch und Wurstabgang, ohne den Dieb
Wirtang bes Bombardements liegen nicht vor, obwohl es an ntdecken zu ldanen. Endlich wurde derselbe in der Person einer
Gerüchlen natürlich nicht mangelt. . einer Burschen, der mit einem Milchmädchen ein zärtliches Ver⸗
Musiland. hältniß unterhielt und deren Kannen mit Wurst und Braten füllte,
Wie moan der „Disch. Zig.“ aus Petersburg schretbt, find ermittelt.
dort seit einigen Tahen aufregeade Gerüchte über eine reue Reischa- 7 Frankfurt, 3. Dez. Die Nangirer des Neckarbahnhofes
seff'sche Verschwoͤrung verbreitet, die unter der studirenden Jugerd jaben gestern, um eine Lohnerhöhung zu erzielen, Strike gemacht.
der russischen Universitäten entdeckt worden sein soll. Am meisten Dieselben verlangen einen Taglohn von fl. 1. 24 -830 kr. Eine
gravirt erscheinen die Studenten der beiden Residenzen Petersburg Anzahl Eijenbahnarbeiter wurde sofort aus Darmstadt hierher ge⸗
nd Moekau und nebst diesen die Hauptpunkle des kleinrussischen tufen und diese versehen, bis das eingetretene Hinderniß beseitigt
Flementes, Chartow und Kiew, wo neben sozialistischen Umtrieben st, den Dienst.
guch die als Ukrainophilismus belannten separatistischen Bestre- München, 30. Nob. Der Miteigenthümer der Firmo
pungen der kleinrussischen Jntelligenz im Spiele zu stehen scheinen. dotiner und Zelier, eines der größten Coloniolwaarengeschäfte in
Seltsam kontrastirt damit der soeben veroffentlichte Bericht des Heutschland, Herr Max Loitner, bat sich gestern Abends, man
don ciner Visitotionsreise aus den Provinzen zurüdgekehrten Un- rmuthet in einem Anfoll von Geiftesstörung, durch einen Pisto-
serichtsminister Grafen Telstoi, der die studicende Jugend in den enschuß entleibt — cin Fall, der hier allgemein und besonders in der
jenn von ihm bereisten Unterrichtsbezirken als vom „besten Geiste“ Veschafiswen das größte Aufsehen erregt — Wie man anderwärts
zefeelt fand, erfuͤllt von ernstem Streben und unter dem Drange Fernimmt, war der Anlaß zu dem Selbstmord das Fehlschlagen
iach Wissen folgend, frei von allen phantastischen Ideen, denen heit aussehender Speculationen und die dadurch herbeigesührte Zer
die russische Studentenschaft in früheren Jahren zu huldigen pflegte rütlung seiner Vermögensverhaltnisse. —
Das den offiziellen Are sen nahestehende Journal „Grashdanin FMünchen, 4. Dez. Von vorgestern bis gestern Abends 7
zemerkt folgendes zu diesen Gerüchten: „Einige don Denen, die (Ihr kamen an der Cholera 20 Erkrantungen und 9Toresfälle;
amter der fiudirenden Jugend revolutionäre Proklamationen ver-Hn hestern dis heute Abend 4—4 Erlrantungen und 16 Todes-
rcreileten, richteten ihr Augenmerk auch auf das flase Land und lle vorh.
ne den A —5 r 8 Mühlacker, 290. Nov. Dem gestern Mittag von Bruchsal
Kebblulion der Diebe und der Narren. Doch die biedern Land— lomnenden seht schwer beladenen, und deßwegen — Loto-
notiven dedienten Güterzuge begegnete beim Einfahren in den
seule wollen von dem „Reiche Bakunin's“ nichts hören; sie ant- 6 —*
lelen auf die aufrührerischen Reden in der Regel damit, daß hiesigen Bahnhof ein beklagenswerthes Unglück. Er stieß nämlich
worteten au Nh nit, aus bis jegt noch undekannter Ursache aus einem Nebengeleise
sie derartige Apostel in sichern Gewahrsam bringen oder, wenn sie b
ondere Hnade wallen lassen, dieselbe mit Euer und Rachdrud ins Haupigeleise gerathenen Güterwagen zusammen, und gwar mit
ʒesondere — unen, solder Wucht, daß von den zwei Maschinen sich die ersie in den
um Orte hinausschaffen.“ 5 Boden einwühlle, die andere sich uber den Tender der ersteren
Amerika. mporschod, und 11 Wagen beinahe gänzlich zertrummert wurden.
MNewy or, 4. Dez. Nachrichten aus der Havannab melden, shas das Personal betrifft, so erlint der Zuͤgme⸗ifter E. drei sehr
daß die vornehmsten Freiwilligen ein Manifest veroͤffentlichten, in were Beinbruche, so daß an feidem Auftommen gezweifelt wird,
veichem fie Gehorsam gegen die Behdrden und Vertrauen zu dem mnd der Führer der ersten Maschine eine zwar bedeutende aber
Benerul Cabitun Jovellar empfeblen. nicht lebenzgefährliche Knieverletzung; die übrigen Versonen kamen
nit dem Schrecken davon. Ergreisend ist der Eindruck, den das
Bild der Zerstöcung auf den Beschauer macht, und det Zustand
der Wagen und Maschinen läßt die Groͤße des Schadens ahnen.
Fine Anzahl Arbeiter, unter der Leitung von Technilern aus
Bruchfal, Cannstatt und Eßlingen sind beschäftigt, das Chaos zu
ntwirren und werden noch einige Tage damit zu thun haben.
(Schw. M.)

4 Offenburg, 1. Dezember. Heute Vormittag ftürzte das
aeu aufgerichtete Gerüste über dem ebenfalls neu erbauten Bier⸗
eller des Bierbraners A. zusammen. Auf dem Gerüste waren
zegen 16 Zimmerleute, auf dem Keller wohl eben so viele Maurer
heschaftigt. Die letzteren merllen noch recht zeilig die Gefahr und
lonnten sich noch sämmtliche retten. Die Zimmerleute dagegen
fürzten mit dem brechenden Gerüste, so daß auf dem Gewölbe
ein schauerliches Gewirre von Menschen, Mauerwerk und Gebaike
entstand. So viel bis jetzt festgestellt ist, sind drei schwer ver⸗
vundet, die übtigen aber mehr oder weniger leicht verletzt. Ob
zin Unglücsfall oder Verschuldung vorliegt, ist noch nicht sicher
ermitielt.

4 Das gothaische Städtchen Waltershausen, Sitz großer
WDurstfabriken, wurde am 27. Novb. von einem bedeutenden Brand⸗
unglüd betroffen. Gegen 160 Gebäude brannten abß.

ꝓ Paris, 28. Nob. Der in dem Duell von Fontainebleau
Jefallene Fücst Nikolau Ghika war, wie sich jetzt herauszestellt, ein
reiundzwanzigjähriger junger Mann, der noch dor wenigen Jahren
nit seinen drei VBrüdern das Lyzeum von Saint-Louis besuchte.
ZSein Gezner, der Fürl Sontzo, zählt einige und dreißig Jahre

Boarmischtes.

4 Zweibrücken, 2. Dez. Echwurgericht.) Verhandlung gegen
Baleniin Wüst, Tagner von Robrbach. Derselbe wurde wegea
orperverlezung mit tödtlichem Erfolge zu einer Zuchthausstrafe
yon 7 Jahren verurtheilt·.

Verhandlung gegen Joseph Burcger von Godramstein. Deir⸗
selbe wurde wegen Diebstabls, Bedrohung und Widerstand zu einer
Zuchthausstrafe von 42 Jahren verurtheilt.

Speyer, 2. Dezember. Gestern tagte hier die pfälzische
Aerzieiammer. Dieselbe beschloß, es sei eine Reform der Medi⸗
inaltaxe, entsprechend den Anträgen der Besirksvereine vorzuneh
nen und das Institut der Gesundheitsräthe dringend zu empfehlen.
Dieselben jollen aus dem Bezirktsarzt, sämmtlichen praltischen
Aerzten, den Verwaltungsbehörden des Bezirk? und einer Anzahl
on Bürgern zusammengesetzt werden uund in allen Gesundheits-
4 eine berathende Stlimme besitzen. Medizinalrath Heine
herias einen Aufsatz, worin er die ganze Angelegenheit geschichtlich
beleuchtete. (Pf. P..

Im Hinblicke auf den bei herannahender Weihnachtszeit
zu erwartenden großen Zusammenfluß von Postfendungen macht
das Verordnungs und Anzeigeblatt der bayer. Verlehrsanstalten
namentlich auf folgende Vocschriften aufmerlsam. 1. die Adrefsen
der Signaturen sollen in der Regel auf der Emballage der
—A
saturen, welche nicht auf die Sendung selbst, sondern auf ein
glatt Papier geschrieden sind, dürfen nicht mittelst Siegellacks auf
        <pb n="769" />
        nd hat, nachdem er die Offizierbschule von Metz besucht, kurze Zeit
mder französischen Armee gedient: Zwischen beiden Familien soll
hon von Alters her Faͤadschast vestanden haben. Fuͤrst Soußo
äin einem Ehescheidungsprozeß begriffen und man sagte ihm, daß
ie Furstin die Absicht häfte, sobald sie von ihm getrennt wäre,
em jungen Nikolaus Ghika die Hand zu reichen. In Folge dessen
zuerte er kürzlich eineß Abends seinem vermeintlichen Nebenbuhler
n der Rue de la Pépiniste auf u. schlug ihn mit einem Stode so
eftig, daß er Bluß spuctte. Dies mar der Ursprung des Duells.
ikolaus Ghika, der mit keiner Waffe vertraut war, wählte die
istole, obgleich er wissen konnte, daß sein Gegner ein sehr geüb⸗
e Pistolenschütze war; als Zeugen dienten ihm sein Veiter Gre-
ry Ghika und Herr Edmund Costazzi, die nun beide verhaftet
In sollen. Von den Zeugen des Fürsten Soutzo, welcho mi
esem verschwunden sind, wird nur der Eine, Hert Mauro Mi—
alis, namhaft gemacht. Die Leiche des uͤnglücuͤcheu Ghika wurde
estera nach vollzogener Obduttion provisorifch in Fonkainebleau
eigesetzt. Sie soll nächste Woche nach Paris gebracht, hier in der
ufsischen Kirche eingesegnet und dann nach der Wallachei abge-
ibrt werden3

FParis, 1. Dez. Fürst Soußo und seine Zeugen, allt
achtig, haden der Staatsanwailtschaft schriftlich mitgetheilt, daß
ꝛ fich vor 5Gericht stellen wollten, wenn ein Termin ande
mumt würde.

F Paris, 1. Dez. Tie „Compagnie transatlantique“ ver⸗

jentlicht in den Zeitungen folgende traurige Anzeige: Das Packet⸗
ot „Ville du Habre? ist am 22. Rovember um 2 Uhr Morgens
f offener See (470 noͤrdlich und 880 westlich) bei schönem Wetter
scheitert. Zweihundertsechsundzwanzig Personen find ertrunken,
amlich hundertacht Passagiere und bundertachtzehn Versonen von
—A hundertneunundsechzig
belief. Die⸗,Ville du Habre“ war von einem englischen Eisen
ichiffe angeranut worden; in zehn bis zwoölf Minuten war sie
untergegangen. Zwei Lieutenanis, der Arzt und das gesammte
Maschinenpersonal find ertrunken. Ein amerikanisches Schiff, der
„Tremountain“, nahm 28 Passagiere und 60 Personen bon der
Mannschaft rettend auf und brachte sie nach Cardiff. Das Schiff,
velchet die ‚Ville du Havre“ angerannt hatte, war der „od
karn“ von Glasgow. Die ‚Ville du Havre“, welche 5 Millionen
jekostet hat, war in London mit anderthalb und in Paris mit zwei
Millionen Francs persichert. Die Burcaus der transatlantischen
Besellschaft zu Paris sind feit heute Morgen förmlich belagert von
iner angstvollen Menge, welche Erkundigungen über die Namen
zer Vermißten einzieht. Es ist Hoffnung vorhanden, daß noch
einige andere Personen, als die nach Cardiff gebrachien, gerettei
worden find. Es hatten sich ihrer nämlich weit mehr in die
kettungsboote geflüchtet und der „Tremountain,“ welcher erst
zierundzwanzig Stunden nach dem Unglück des Weges gekommen
var, hatte natürlicherweise nur diejenigen Schiffbrüchigen aufge⸗
ymmen, denen er eben begegnet war; die Rettungsbooie hatien
ich aber nach verschiedenen Richtungen zerstreut und so kann noch
ines oder das andere anderweitig Aufnahme gefunden haben.

Neuerlich kommen falsche franzdsische 20 Fres. Stüde vor;
dieselben sind den aͤchten täuschend ähnlich, von“ ungewöhnlich
scharfem Gepräge, richtigem Gewicht und entsprechender Größk,
dagegenmit falschem Rande versehen und tragen die, Jahres-
jJahl 1866. — V .

F Auf eine neue Eigenfchaft des Petroleums macht Herr
IJaseph C. Hatßegi in M, Theresiopel Jaufmerksam. . Ex schreibt
dierüber Folgendes: Ich habe durch oöͤflere Beobachtung und kieinere
Bersuche, wie' mir solche Zeit und Umstände erlaubten, die Ueber⸗
eugung gewonnen, daß hochgradiges Petroleum e'n vortreffliches
BPräservativmittel ist, um die der Feuchtigkeit und dem Wasser
nusgesetzten Gegenstande vor dem Anhaften des Eises zu wahren;
einige vor Jahren im Winter gemachte kleinere Versuche sind
nir derart gelungen, daß ich mich zu behaupten getraue: die
größten Gegenstände, wie hölzerne Wassermühlräder, Windmühlen⸗
lügel, Holztähne ec. werden, wenn die der freien Luft oder dem
Wasser ausgesetzten Theile im trochenen Zustande —mit Petroleum
jeträänkt werden, weder gefrieren, noch Wasser, folglich auch keine
Zisrindenbildung annehmen, wodurch zahlreichen Industriellen
jewiß ein willkommener Dienst geleistet,“ und eine weittragende
Talamität gezwungen wäre. Diese meine kleine Entdeckung dürfte
ielleicht gar nicht mehr neu sein, und mögen gewiß schon der
Finfachheit wegen Viele duvon Gebrauch gemacht haben; aber ich
verde deßhalb auch icht irren, wenn ich behaupte, daß die Sache
der eingehendsten Versuche werth ist, da im Falle des Gelingens
die unabsehbarsten Vortheile in zahllosen Fällen für die Industrie
ich entwickeln Konnen.

F Stufenleiter der Werthschätzung. Ein großer englischer
Ztaatsmann sagt: „Am besten bezahlen wir Diejenigen, die
uns morden, die Generale; dann Diejenigen, welche uns betrü-
jen, die Politiker und Marktschreier; dann die, welche uns die
Zeit verlreiben, Sänger und Tänzer, Musiker und Schauspieler;
endlich am schlechtesten die, welche uns im Schweißezihres Angesichts
anterrichten.“
udnt Zürich, 25. Nov. Der schweizerische Gesandie in Paris,
Dr. Kern, hat dem Bundesrath berichtet, daß, trotz der Warnungen
der Presse, viele junge schweizerische Arbeiter nach Paris kommen,
in der falschen Hoffrung, Arbeit zu finden, daß sie aber nach
venigen Wochen von allen Hilfsmitteln entblößt seien; der Bun—
desrath solle in den bedeutendsten Blättern nachdrücklich vor der
Reise nach Paris alle die warnen, welche nicht zuvor sicher sind,
sofort Anstellung zu erhalten. (S. M.)

F (Die Auswanderung von Irland) ist wiederum im Wachsen
ʒegriffen. Einem amtlichen Ausweise zufolge haben in' den ersten
jehn Monaten dieses Jahres 83,287 Personen irische Häfen
eit dem 1. Mai 1851 haben nicht weneger als 2,247,888 Per-
dnen der arünen Insel den Rücken gekehrt.
Dienstesnachrichten.
Ernannt per 1. Dezember zum Verwesec der erledigten Pfarrei
Marnheim Candidat Ernst Ludwig Jatob Fleischmann bisher
Vitar daselbst.
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Karlsruhe 1861
Ehrenv. Erwähnunç
London 1862.
Medaille.
Hamburg 1863.
hrenv. Erwähnung.
Mannheim 18683
Medaille.
Köln 1863.

Silberne Medaille.
Straßburg 1866.
Medaille.
Genf 1866.
Zwei Medaillen.
Paris 1867.
—A
Saarlouis 1867
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—ALLLXXC

3 —Bg —
.Civilstand
der Stadt St. Ingbert pro Monat
Novenber 1873. —
Geboren wurden: —
—— 373
nodember Magdalena T. v. Johann Woll.
Johann S. v. Chriftoph Brück.
Rikolaus S. v. Jakob Selzer. —
Flisabetha T. v. Joh. Jos. Hellenthal.
cugenie T. v. Ritolaus Rodendusch.- Maria
T. v. Peier Becker.

3. Heinrich S. v. Hrinrich Wittemann.

d. pᷣhilippin T. v. Petr Did.

10. Jatob S.v. Peter Günther.

11 Ludwig S. v. Jalob Strobel.

16. Johann S. v. Johann Wolf. — Eleonora

Tv. Franz Adolph Eckrich. — Mathias
S. v. Wilheim Erb. — Jalob 6. v.
Andreas Klein.

18. Barbara T.v. Nikolaus Zimmermanr.

i8. Johann S. v. Christian Kellmayer.

20. deinrich S. v. Heinrich Metʒ. — Johann
S. v. Jakob sopp — Catharina T. v.
Heinrich Wilhelm. — Elisabetha T. v.
Peier Behr.

21. Jatob Joseßh S. v. Jakob Metz. — Rosa
T. v. Eduard Bernasco. *

25. Catharina T. v. Carl Ludwig Ruppert.

28.. Leontine T. v. Andreas Haud. — Georg
S. v. Karl Zintel.

29. Adolph S. vyKarl Uhl. — Georg S. v.
Joseph Weiland. — Michael S. v. Mi⸗
hael Schmitt. — David S. v. Pbhilipp
Schwarz.

Peter S. v. Joseph Schaller. — Jalob S.
v. Georg Jung. z 3*

Gestorben sind:

m

7 Rovember Barbara, 8 J. 6 M. alt, T. v.
Franz Heinrich Stolzz.

Karl Lichten heldt, 63 J. alt, Glasmaler,
Wicnwer b. Emilie Melanie Louisa Delavenne.
ee 8 Tag alt, T. v. Nikolaus Roden
usch.

Maͤrgaretha Jung, 71 3. allt, Ehefrau des
alwesenden Paul Greß.

17. Barbara 22 Tag alt, T. v. Valentin Jung

20. Catharina Barbara Hopp, 49 Jahr all, Wtb.

o. Johann Anton Albert Reiman . — Adam
i8 J. all ledig, S. v. Jakob Bonnert.
Nutotaus 17 Tg. alt, S. v. Jalob Selzet.
Johann Ecer von Rohrbach.
peier 23 J. alt, ledig, S. v. Heinrich
Horlemann.
Verehelicht haben sich
Nyvember Michael Zimmermann mit Catha ⸗
rina Schulz. i.3
deorg Schmitt mit Elisabetha Westrich. —
Peter Gehring mit Elisabetha Menges. —
Foseph Hager mit Katharina Morlo. — Peter
Sdermann mit Magdalena Hauck. — Peter
Jakob Lang mit Magdalena Bastian.
Fohann Grell mit Catharina Ripplinger. —
Franz Dengel mit Anna Maria Schwalbach
deter Feß mit Maria Elisabetha Stachel. —
Johann Georg Heinrich Lenz mit Katharina
Kaiser
Joseph Rohe mit Katharina genannt Karo⸗
lina Kiem.
25. Peter Weiser mit Carolina Cullmann.
27 Joh. Jos. Kißling mit Barbara Wagner. —
Ludwig Siegwart mit Maria Berrang. —
ðeora Theobald mit GElisabetha Jung. —
Heinrich ͤnapp mit Magdalena Kraus.
Sl. Ingbert, den 3. Dezember 1873.
Der Fivilstands⸗Beamte
Fhandon.

Wiener —
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nzeiger fur das Kbnigreieh
——v—n Nr. 47.

rankfurter Börse

vom 4. Dezember 1873.
Prehische Friedrichsdor. . 9538
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dollandische 10 ff.⸗Sillcke. —A
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wz Deutsches Neich. IJu letzter Woche hiell vsich— dahlet rein Amerilaner zunter dem
Mhemnqen, 3. Dez.Die — und des Ramen Dr. Will apis auuf, welcher sich füreinen Reiserenofsen
Krieges machen wicderholt darauf aufmerlsam, daß Gesuche um es. beruhmten Forschers Libingstont ausgab „Nndeine Vorlesung
Beuxlaubung oder um Entlassung eingestellter Soldasen und Re iber seine Grlabnisse à mit demselben hffenitich anluͤndigte. Inzui-
—2 Sepye Enischeidung, der Regierungs-Ersatlommissisonen den— Prãsentirte sijch NAer Herr Dollor rin schmarzem ⸗Frud und
nicht irect an die Ministerien⸗ sondern bei den Gemeindebehdrden veißen Glacehandschuh nschei den einsten Stultgarbee amilien
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upieem ege zu orwa en i 32 oniven, aß * mder Verta von 5. Bib ten gu⸗ a aler
— Weißenbuarg, 80. Nob. Die vori 3 Wochen begonnent 45 Wer dankt sich das; Gestaunen der POO. Personen, welche
Schleifung der Festungswerke ift xasch docgescheitten: Das Landauer Abends vor dem Thore. des Ndnigbausaales Einlaß begehrien und
Thox. durch avelches bie Bayern.am 4.. August 1870 n die ju ihrem Befremden erfahren mußten, duß der Herr Doltor mit
Stadt drangen, ist wen ee — 37 ———
rehmen vch werden die eine zur ¶Erweiterung -der Kinche wieder aufgenommen habe und das ästhetische Haiblilum. Sfultga 4
in der benachbaxten pfälzischen Gemeinde Schweighofen dienen. um Hütige Nachsicht-bis —auf Weiteres binei
echts vom Thore, ebenfo wischen dem Landauer und Bitsche. p Munchen, 4. Dez. Von gestern bis heute Abend sind
Thore find jange Sireden Mauern xringelegt und die Wälle unter hier an Cholera 49 Personen erfrankt und 15 gestorben..
cheilweiser Ausfüllung der Gräben erniedrigt. »Die Erweiterang f Die „Newyorler Handelszeitung“ schreibt über die Aus⸗
des Bitscher Thores soll noch in diefem Jahre porgenommen wanderung bon ürdbeitern nach Europa⸗: „Einen handgreiflichen
werden. die ũbtigen Arbeiten im nächsten. Schon jetzt läßt es Beweis für unsere wiederholt ausgelprochene Anficht, daß die Fol⸗
sich —— die Stadti —* die Schleifung der Festungs⸗ gen der Krisis sich noch un aee 853— werden, liefert uns
wetle bedeutend gewinnen mird. (St. H) —*. die Thatsache, daß am 11. Rod. d. J. in Boston per Dampfer
Berlin. Im Reichsland werden die Reichstagswahlen „Atlas“ 280 Zwischendeck Passagiere, fast ausschließlich aus
aicht am 16. Januar, sondern erst gegen Ende Januar vorge⸗ Fabrikarbeitern on Boston, Fäll River 2ꝛc. bestehend, nach Europa
aommen, da dort die Auflegung der Wahlerlisten nicht vor 1. Jurüdgekehrt sind um dpr Beschäftig:ing zu suchen. — Die Offi⸗
Januar geschehen kann. 58X * 27*6* siere der von hier nach! Europa zurüdtehrenden Dampfer werden
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erhoͤhte Regsamkeit, wie einmal die stinberufung der zweuͤen Halfte versprechen, das Passagfgeld während der Ucberfahrt abzuacbeiten,
des Kontingents von 100,000 Mann beweist, wie auch die ge⸗ andere bieten den ganzen Res des Gehdes. das ihnen usch übrig
—— im Lager von Clalons. Außerdem erhält der geblieben ist, für die Gewahrung e Fuckfaͤhrt an. Der Ham—
„Soir“ folgende Mittheiliunggc. burger „Cimbria“ nahm in diefer Woche eine ganze Anzahl von
Der Marschall Mac Mahon wird sich etzt, wo er sein diesen Amerikamüden nach Furopa.“
Ministerium fertig hat, mit den mmihtärschen Fragen beschäftigen, Manilla ist, wie ein Telegramm von dort meidet, von
die er volständig kennt, Die, Sitzungen des Vertheidigungs Ainem äußerst heftigen Orkane heimgefucht worden, der grohße Zer⸗
Ausschusses werdenam 18. Dej. Anfangen, an welchem Tage das drung unter den Küstenfahrzeugen aurichtete und viele Hanfplan⸗
Urtheit gegen Bazaine gefällt feig, wird und die Generale des agen verheerte. Es gingen vielt Menschenleben verloren und der
kriegsgerichts wieder frei sein werden; Der Marschall⸗Präsident derursachte Schaden isi ein sehr erheblichet.
bat Donnerstag feierlich erklart daß er leinen Tag, keine Stunde Der“ Tempe? veröffentlich ein— Schreiben eines der ge⸗
detlieren werde, und daß es durchaue nothwendig sei, im Monat retteten Passagiere der ‚Vi'i le du Haore“, weichts ergrei⸗
März zum wenigsten die Festungswerke in Angriff zu nehmen, die sende Details über die Katastrophe enthäli. Es herrschte an
dei der Vertheid igung von d J seien. jenem Freitag, so a jener 8 des herrlichte Wetter
Amerika. Alles athmete an Bord Frohsinn und Zufri. t
Havaunah, S. Dez. Der Generalcapitän von Cuba hr Abends spielte ein Liebhaber auf dem Cleper: dieF Letzten
Jovellar, hat uach Madrid telegraphirt, es sei mit Rücksicht auf Bedanken“ von Weber. Um zwel Uhr Porgets smelt man plõdtz
zie offentliche Meinung unmdglich, den,„Virginius“ herauszugeben lich einen Ruck. Alles springt vom Lager und bald das Verdec
Die Herausgabe würde ernste Unruhen zur Folge- haben. Im Falle von Reisenden und Matrosen gefüllt. Auf 201 Meter liegt ein
die Regierung darauf bestehe, werde er seine Dewission geben. Dreimaster, der, Loch-Earn“ in Ruhe, mit osgeritgenem Vordettheil.
Nun kommen erst die rechien Schwierialeiten). die Z‚Ville du Havre? neigt fich leicht. Indem ich einer Dame,
. welche ihre vier Kinder * ihrer Kabine holen will, das Geleite
aisersluutem. Der in derpfälzischen Industrieaus- gebe, stolpern wir an reibord über allerlei Trümmer; mehrere
* 5 gewesene Padillon F —8 Louis Sommerrock, Kabine sind durch den Stoß zermalmt; unter dem Schult lassen
in weichem die deuische Kaiserin bei ihrem Besuche der Ausstellung fich Weherufe vernehmen: das ist der Anfang des Drama's. In⸗
das Souper eingenommen, ast um den Preis von 800 fl. in der wischen drang das de durch eine Oeffnung von mehreren
desitz des Hrn. Banquier Miöser Abergegangen. A Metern mit Heftigkeit in. Wir eilen aus Umwegen zu den
7- Das „Nordpf Woqhenblait“ erzähll von einem großactigen Kindern, die im Begriffe sind, sich tuhig anzukleiden, ergreifen
dankeroti, den der flüchtige Hemdenfabtikant Wand in Kerzheim sie und tragen sie auf dus Verded. Hier erwartet uns ein furcht
mad bat Die Attiven siud gleich Null, die Passiven mögen bares Schauspiel. VDas Schiff wankt auf der See hin und her,
ich auf co 180,000 fl. deloufen. sind aber durch eine Anzahl die Masten zerbrechen in tausend Stücke und vernichten im Nieber-
ermögen der Bürger aus dem Orte selbst, die harte. Verluste er⸗ fallen ein Boot,“ welches eben über dreißig Personen aufgenommen
—XRV gededt. In voriger Woche foll Kerzen heim hatte Zahlreiche Opfer liegen ingsum. Auf dem Hintertheil det
wusgefehen haben, als obd ein Feind darin requirirt habe, Jo⸗viel Schiffes fieht man eine Gruppe von Damen laut heten und von
Vieh wurde weggetrieden und Frucht ꝛc. von den Bürgen wegge · inander Abschied nehmen; ein junges Madchen hält seine Mutter
ahren, um etwas von der Habe zu retten. Der öͤffentüche Cridit mig umschlungen Viuth, theure Mama“, sagt fie, „wir werden
—X geschädigt, und stehen aut wenige Setunden zu kämpfen haben und dann zusammen in
ußerdem Untersuchungen, Prozesse und Git-rtrennunasklagen in den Himmel einziehen.“ Em katholischer Priester geht, der Gefahr
zülle in Autsicht. ** bergessend und wur feineg Amtes eingedenk, von Gruppe zu Gruppe
Aus Stuttgart, 29. Noo., schrelbt man der „Frankf. Zig.“. und gibt den Reuigen die Absolution. Merkwürdig, Nemand

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        schreit, Nieemand iobt, die Gruphe der betenden Frauen scheint
mem Jeden Ruhe und Entsagung einzuflößen. Endlich etwa
woölf Stunden nach dem Kack, verschwindet das Vordertheil des
Schiffes unter den Wellen und ich fühle mich selbst versinken wie
in inen keeren Raum.“ Wie ich wieder auf die Oberfläche gekom⸗«
men bin, werde ich mir niemals erklären; aber auf ein Stück Holz
gestützt, das mir zufällig unter die Hand gekommen war und das
jede Minute mit mir untertaucht. begegnete ich einem Schwimmer,
der von zwei Bojen der ‚Ville du Havre“ getrazen wird. „Haben
Sie die Güte, mir eine abzulassen,“ rief ich ihm zu. Er that es
umd einen Augenblick darauf stieß ich gegen ein Floß. welches nichts
anderes war, als das Dach der Koͤche; mit unendlicher Mühze
schwinge ich mich auf diese Trümmer und sehe nun mit Ensetzen
as Bild, weelches sich vor meinen Augen entrollt. Dort schwimm:
eine Segelstange; an welche sid mehe als zwanzig Personen klam-
mern; jeden Augenblick verschwinden einige Kopfe und ein retten⸗
des Boot kann schließlich mir zwei Schiffbrüchige aus der Todes ⸗
noth desreien. Die Rufe nach Rettung ballen don allen Seiten
wieder. Omein Bater o mein Kinde Dann ein langer Schrei
der Berzweistung, dann Stille, die nur noch“ von dem trüben
Verausch der Wollen unterbrochen wird. Endlich nimmt ein fran
shdfisches Boot mich auf and bringt michran Bord des „Lod
Farn⸗, des Dreimasters, der uns in den Grund gebohrt bat.
Wir finden dei dem Kapitan Rabinson und seiner Mannschaft die
menschenfreundlichste Aufnahme; fie bieten · uns die Kleider vom
rigenen Leibe an und erfchöpfen sich in Liebesdienften. Die erste
Berson. der ich in der Kabine det englischen Schiffes begegne, ist
die Mutler der dier kleinen Mädchen; auch sie ist nur durch ein
Vunbet dem Tode entronnen: Niemand von uns hatte Zeit,“ den

ætiungsgürtel zu suchen und anzulegen. Neben dieser unglüdlichen
Mutter ruhte eine Frau, welche ihren Mann beweint; erx hat sie
ange auf seinen⸗ Armen über den Wellen gehalten und in dem
Angenblicke, da ihn ein rettendes Boot von seiner theuren Laft
zefreite, verschwand er selbst unter den Wogen. Ihr zur Seite
zewohrte ich die Mutter jenes muthigen jungen Madchens, welches
r so fromm zugesprochen hatte; das Mädchen selbst war ertrunken.
Zwei junge Mädchen haben Vater und Mutter verloren. Ein
yllasser, der wit seinen Angehörigen nach 20jä hriger -Abwesenheit
n die Heimath zurücklehrie, hat Vater,« Muttar zund Schwester
zʒerloren und sieht nun ganz allein in der Welt, Inzwischen be⸗
zreichen. Boote des „Loch Farn“ noch immer den Schauplaß der
atoaftrophe und bringen glücklich noch einige Schiffbricchige zurüd,
nler ihnen den Kapitän Surmont, der bis zum leßlen Augenblicke
nuf der Dünette geblieben war, und mehrere Ofsiziere der „Ville
u Havre“, die nicht eher an Bord des „Loch Earn! steigen, als
ziz ein Jeder von ihnen noch eine Anzahl von Unglüdlichen ge
estet hat. Hier erscheint auch der Posfor Meiß; er hat eine
»*reckliche Blessur am Kopfe und eine andere in der Seite. Endlich
“„hlen wir uns: nur achiundzwanzig Passagiere und neunundfünftig
yffiziert und Matrosen von einem Gesammipersonal, von 812
dzvfen antworten auf den Appell...“
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Berzweislunmg erfaßt manchen Kranken, der alle Mittel
ergebens gebraucht hat und fich verloren sieht. Selbst solchen
deidenden · tonnen wir das berühmte Buch:“ Dr. Airy's Natur⸗
deillmethode“: nicht dringend genug empfehlen. Preis nut 5 Sar;
orräthig in jeder auten Buchhandlung.
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Bekanntmachungen.

BSandgruben-Vervachtung.
In den Waldungen der Gebr. Krämer wird die Ausbeute von Sand aus der
Sandotude in Abth. Rothhelle pro 1874 an den Meistbietenden vergeben. Kefled.
tanten wollen ihre schriftlichen Angebote bis zum 81 ten Dez. l. J. 2 Uhr Mintags
8 Unterzeichnetem einreichen, bei dem auqh die naheren Bedingungen eingese hen werden
önnen.

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Generalversammlung
Montag den 8. Dezember
Abechs 429 Uhr
im Vereinslokale
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Franz Heinrich

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        Sl. Ingberler Zcnzeiger.

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der Sñi. agberren ⸗490e (und das mit dam Hauptblatte verbundene Unterhaltungeblatt, valt der Dienbtagt⸗, Donuerbtagt⸗ und Senntag
dammer ericheint ah“entlich bigselz Dienata g. Doannersztag, Samstag und Sonntag. Ahonnementspreis viextgliägrig 42 ernt. oder
12 Silberar. Anjeigen werden mit 4 Kerrr. die dreisvaltige Zeile Blatischrift oder deren KRaum berechnet. —
Iiss A 1878
—F —WV

·ribet
—
α
Deutsches Reih.
Manchen, 6. Dez. Das Gesetz: „Die Zuftändigkeit der
Herichte in Strafsachen betreffend,“ soll wit dem 1. Janagar 1874
u Geltung treten. Bei der speziellen Besprechung des Gesetzent-
ourfes im Ausschufse wurde herborgehoben, daß auch eine allzuenge
Begrenzung der schwurgerichtlichen Zusiändigkeit vermieden werden
nautßß. Sind von den Schwurgerichten nur wenige Fälle abzuur⸗
heilen. so taucht leicht im Volke und bei den Geschworenen selbst
ie Meinung auf, auch diese wenigen Falle tkoͤnnten von den Be—
irksgerichten abgeurtheilt werden; eg sei nicht der Mühe werth,
oegen weniger Fälle eine Sitzung anzuberaumen. Die geringe
Zuftändigkeit macht“ den Eindrnck geringen Vertrauens u. f. w.
gerade in einer Zeit, in welcher die Gegner des Schwurgerichts
jamit umigehen, dieses von dem allgemeinsten Vertrauen des Volkes
ochgehaltene Institut zu beseitigen und durch ein nicht gekanntes
ind nicht erprobtes Erberiment zu erseßen, wäre es gefährlich,
urch zuweit getriebene Einengung der schwurgerichtlichen Zustän⸗
zigkeit die Entbehrlichkeit des Schwurgerichts nahe zu legen. Das
Brinzip, welches inj der Zukunft bei Regelung der schwurgericht⸗
ichen Zuständigleit allein festgehalten werden kann, ist das:
lle Verbrechen den Geschworenen zuzuwe:sen, welche nach der
ffentlichen Meinung einen besonders schweren“ Charakter an sich
ragen. Diejenigen Reate, welche künftig hauptsüchlich auf den
Schwurgerichtsrollen erscheinen werden, find: Mord g 211, Todt⸗
chlag 8 215, Köorperverletzung mit nachgefolgtem Tode 8 266,
dindsmord ß 217, Nothzucht 8 177, Raud 8 249. Brandstiftung
z 306, Urtundenfälschung 8 268 Ziff. 2, Münzfälschung 83 146,
147, Betrüglicher Bankeronn g 281. Prebvergehen.
Mänchen, 6. Dez. Dem Ministerium des Innern erschien
⸗ im Hinblick auf die fortwährend steigenden Preise der nothwen-
„igsten Lebensmittel und die vielfachen Klagen, welche im Pub.i⸗
um und in der Presse über deren Beschaffenheit laut
verden, sowie nicht minder aus sanitätspolizeilichen Rück⸗
ichten geboten, daß der Victualienpolizei eine ununtec-
rochene, eingehende Aufmerksamkeit zugewendet und Uebertre-
ungen der betreffenden Bestimmungen mit Ernst und
dachdruck begegnet werde. Das Ministerium hat deßhalb die
kreisregierung angewiesen, über die Beschau verläuflicher Nahrungt⸗
aittel, Eßwaaren und Getränke zur Verhätung von Gefahren für
ie Gesundheit in Bezug auf die Beschaffenheit, Zubereitung und
dufbewahrung, dann das Ausmessen und Auswägen verkäuflicher
dahrungsmittel, Eßwaaren uud Getränke alsbald die erforderlichen
dberpolizeilichen Vorschriften zu erlassen. Die Gemeinde- und
Artspolizeihehoͤrden sollen zur Erlassung geeigneter ortspolizeilicher
—XL

München, 6. Deg. Wie der „Allg. Ztig.“ geschrieben
oird, ist es in Anbetracht des Ueberhandnehmens der Ctolera
ucht unwahrjcheinlich, daß die näͤchste Sitzung der Abgeordneten⸗
ammer erst nach Neuhjahr statifirdet.

Berlin, 8. Dezember. Der Bundesrath hat dem Ver⸗
iehmen nach die Außercourssetzung der deutschen Landesgoldmünzen
vom 1. April 1874 an beschlossen. Gleichzeitig verlieren die
us landijchen Goldmünzen die Eigenschaft gesetzlicher Zahlungsmittel.

Berlin, 6. Dez. Die „Nordd. Allgem. Zig.“ schreibt
czüglich der Frage, ob die Formeln für die Vereidigung der
vischöfe jetzt noch genügen könnten: Es sei erkannt worden daß
er bisherige Eid der katholischen Bischoͤe nach dem vatikanischen
Foncil nicht mehr den Bedürfnissen des Staates genlige, die Re⸗
aerung sei über die zu ergreifenden Maßregeln in Berathung
etreten und dürfte die Frage bei der Besetzung des Bisthums Fulda
unächst prallisch werden.

— Wie der „Hann. C.“ meldet, hat der General der In⸗
interie v. Voigts Rhetz, commandirender General des 10. Armee⸗
Forps, vor Kurzem aus Gesundheitsrüchsichten seinen Abschied
rbeten. Derielbe hält sich zur Zeit in Essen an der Ruht bei
»m Commerzientaih Kruvp auf. Als seiß Nachfolger wird

e

general Prinz Albrecht bezeichnet, der berein in Hannober an ·
vesend ist. *
Frankreich.

Trianon, 6. Dey. (Prozeß Bazaine.) Der Strafantrag
des Regierungakemmifsfärs gegen den WMarschall Bazaine lauler,
ntsprechend der Anklageschrift, auf Anwendung des Artikels des
Dilitarstraf efe zbuches, welches Todesstrafe und militärische Degra⸗
ation vorschreibt.

„In Versailles haben die Kriegtgerichte noch immer
jollauf zu thun. Ueber 1500 Gefangene warten noch auf ihre Ab⸗
IVRX
orpsa bei Chalons bedeutend vergroößert würde. e

Spanien.

— Die neuesten in Bayonne aus dem Carlistenlager einge-
roffenen Nachrichten konstatiren, daß Don Carlos fich aus irgend
inem Grund veranlaßt gesehen hat, seine lange behaupteten Stel⸗
ungen bei Estella aufzugeben und Winterquartiere weiter nordwärtg
n der Provinz Bigcaha (bei Durango) aufzusuchen. Der Krieg
cheint also für den Winter suspendirt, wenn nicht etwa die Repu—
likaner es dersuchen solllen die Carlisten aus ihrer Ruhe durch
inen Angriff qufzuscheuchen. Die Nachricht, daß die Carlisten
Pictoria angegriffen haͤtten, bleibt unbestärigt. —

Don Alphonso ist nach Paris gereist üm dork einige Tage zu
leiben und dann wieder nach Spanien zurückzutehren.
B

5
Si. Ingbert. Dieser Tage wurden durch zwe junge
Bursche von 15 und 16 Jahren von hier aus der Ladenlasse eines
jiesigen Metzgers ca. 7efl. entwendet. Dieselben siud zur Haft
pPbracht u. geständig, ebenso ist ein vor einiger Jeit in dem hiesigen
ßoldarbeiterladen durch einen der Inhaftirten gestohltnes Schmuc⸗
astchen mit Ningen, dadurch zu Tage gefördert worden.

— In der Nacht von Sonntag auf Montag ist eine Frau
Wiw. Schwoarz in Homburg, erdrosselt worden. Die nähern
Umstände fehlen noch, jedoch soll Raubmord nicht vorliegen.

Zweibrücken. (Schwurgericht. In der Sizung vom 8.
Dez. wurde gegen Charlotte Ransweiler, 34 Jahre alt, von Ober—
noschel, wegen Kindsmords angeklagt, verhandelt. Das Urtheil
der Geschworenen lautete auf nichtschuldig. Vertreter der konigl.
Staatsbehörde war der kgl. Staatsanwalt Hessett, Vertheidiger
stechtskandidat Gebhart. 0

F Pirmasens. 4, Dezember. Die gestern stlatigehabte Ge—
neindtversammlung bezüglich der Errichtung einer Gasanstalt hat
ich mit 166 gegen 3 Stimmen filt den Antrag des Gemeinde-
rathes ausgesprochen.

. In Ingenheim wurde die 24 Jahre alte“ Barbara Wern
wegen Verdacht des Kindsmordes verhaftet.

F München, 5. Dezember. Von gestern bis heute Abend
ind hier an Cholera 49 Personen erkranft und 15 gestorben.

f Heidelberg, 8. Dez. Im Wintersemester studiren hier 5853
ingeschu bene akademische Bürger, etwa 40 weniger als im vo⸗
igen Wintersemestetr. Das großte Contingent siellt naturlich
Deutschland selbst, nämlich 419, worunter 171 Preußen 134
adener, 8 Württemberger; aus den österreichischen Staaten
ind 22, aus der Schweiz 43, aus Rußland 21 Studenten auf⸗
‚ezählt, aus F ankreich nur Einer. Auch je durch Einen find Japan,
Feutralamerila und Südamertila dertreten, während Rordamerils
34 seiner Söhne hier zählt.

Regensburg, 3. Dez. Alg Curiosum aus der Geschichte
er bayerishen Ostbahn verdient erwähnt zu werden, daß am
ergangenen Sonntag der von hier um 7 Uhr vach München ab.
jehend Personenzug frisch und froͤhlich aus der Wagenhalle dampfte,
hre auch nur einen der harrenden Passagiere mitzunehmen. Es
purde übersehen, die Warisale zu dffnen und die Reisenden abzu⸗
ufen. Es durfte dieser Vorgang auf Rechnung des Mangels an
ureichendem Personal zu Ereihen sein
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        4 Berlin, 8. Dez. Bekanntlich befand sich der Herzog von
Mäningen vor Kurzem, in Berlin und gingen über den Zweck
seiner Änwesenheit verschiedene Mittheilungen durch die Zeitungen.
Jetzt dürfte vielleicht die Angelegenheit —* folgende NotizeAuf⸗
flärung erhalten,“ welche⸗z, Salings Börsenblatt Ralis Meiningen
ugeht. 5 Man schreibtnämlich deim genannten Btte „Diezam
oergangenen Freitag, 328. Nov. Vorgenommene Verhaftuug des
Generalmajors Frhrn. v. Engel, Flügeladjutanten des Herzogs,
hat in Meiningen großes Aufsehen erregt, zumal da solche in
iner Privatgesellschaft vorgenommen wurde. Genannter Herr soll
duͤrthz Fulschunen der Unlerschrift des Hetzoge Schulden im Vetraͤge
von 2Wo 8ο800, 000 Tblr.“ tontrahirt haben, *und es werden
hier als Gläubiger die Thüringische Bank in Sondershausen mit
54,000. Thir., die Kieler Bani mit 38,000 Thlr.; B. J. Schiff
n Meiningen mit 70,000 Thlt. und ein Haäͤmsurger Haus mit
130,000 Thir. genannt Od diese ¶ Namen und Summen ·richtir
iind, dürfte die gerichtliche Untersuchung, die bereits eingeleitet,
feststellen. Eine Versiegelung der Effecten rc. ist Auch vorgenom⸗
men worden. — Die jüngste Reise des Herzogs nach Berlin stand
mit diesem Vorfall in Verbindung
Von einer neuen Erfindung auf dem Gebiete des-Feuer⸗
loschwesens wird berichtet, daß fie zur Zeit dem deutschen Mari⸗
nemi nisterium zur Prüfung vorliegt. Es ist ein. Feuerwehrhelm.
her der Kappe des Tauchers nicht un ähnlich fieht und es ermöglicht,
im dichtesten Rauche zu athmen. Der Helm enthälte-Gläser, die
von innen zu putzen gehen. Die raucherfüllte Luft, Ddringt durch
rinen Sieb in einentmit chemischen“ Stoffengefüllten, Behültet.
Diese Sloffe adsorbiren alle rauchigen Bestandeheile, welche die
Lufi verunreinigen, so daß dieselberch misch xein zum Munde des
Feuer vehrmannes dringt. Der: Frfiuder jenes Helmes hat in einem
mit Pechdunst erfüllten Raume, fünfundzwanzig Minnten lang ge⸗
ahmei. Der Helm wuͤrde es inichin ermöglichen, dicht an den
Heerd des Feuers vorzudringen. Einer besonders eingehenden. Prija
eng unterwirft das Marineministerium den Apparat weiles au
Schiffen häufig von größester Wichtiskeit ist. ungehindert. durch den
ertidenden Qualm, zum Feuer vorzudriager.n In Grgenwart, von
Delegitten des Marineminstexiums wird esne Prüfung des Appargtes
sifinden. 4 .. . 6
Greifswatde, 6. Dezember. In' der hiuligen Schwurge-
aichtssitzung wurde der 17jährige Hofgänger. Fritz Schütt egen
Ermordung der Anna Bödler zu 15 Jabren Gefaͤugniß verurthält.

Der Veriheidiger melbete gegen das Erkenntniß Berufung an.

r Brüssel, 6. Dezember. Am 2. Oltober 1871 wurde der
Baron du Bois de, Bianco in Brüssel Morgens gegen“ S Uhr von
einem Kammerdiener, dem beim Orffnen der Thür die Flamme
ntgegenschlug, in seinem Hotel verbrannt und mit ganz verkohltem
Dberlörper ijr seinem Bette gefunden. In em Schlafzimmer
zlimmte Alles im hellem Feuer und durch schnelle Hilfe gescha)
dem Umsichgreifen der Flammen Einhalt. In den Zeitungen ver⸗
zreitele sich gleich das Gerücht, als sei der Baron in Folge seines
Rauchens im Bette verunglückt, was man wohl annehmen konnte,
or im Hotel keine Thür, kein Fenster gedffnet kesp. verletzt war,
Anders⸗ stellte sich dien · Sache heraus, als beinr; Abnehm⸗en der
Stegel Baarschafte und Werthpapierse verschwunden waren, und
nan kam zur Ueberzeugung, daß in der Nacht vom 1. auf den
2.Oktober Nord, Naub und Brandstiftung in einem, Schlage
erübi worden· seien. Der Verdacht fiel zunächst auf einen gewissen
Ztupp, einen früheren Pächter des Verstorbenen auf einem Gute
n der Nähe von Köln, welcher es, durch Verschwendung in In⸗
olvenz gerathen, nach einem langen chicanösen Prozesse verlassen
nußte. Stupp trieb sich längere Zeit vor jener Schandthat in
Zrussel unnüß und in schlectter Gesellschaft herum und verlicß in
»er verhäng nißvollen Nacht, den Raubin einem Koffer tragend,
Zrüssel zu Fuß auf der groͤßen Straße nach Louvain hin. In
vefolge seiner Einladung gesellten, sich zu ihm zwei Frauensper⸗
onen von rechtem Kaliber (die eine pon Brüssel, die andert aus
er. Nähe pon Köln), mit welchen er unter einem falschen Namen
ie geraubte, sehr bedeutende Baarschaft, in England herumfahrend
mid nicht aufzufinden, verpraßte. Von da begab er fich mit der
deßzieren nach Amerika, woselbst er alsbald ünter der Anklage „in
eñ Vereinigten Staaten gestohlene Sachen v.xlauft zu haben,“
u dem Gesängniß wiedergefunden wurde. Dem Verlangen der
Zehörde, den Verbrecher nach Köln auszuliefern, wurde in Folge
ines Urtheils Des höchsten Gerichtshofes in NewyorkHnicht ent⸗
procheg, weil das Verbtechen nicht, auf preußischem Territorium
erübt war, „und somit geht Stupp jetzt in Amerila frä herum.
IJin Frühjahr des Jahres 1872 wurde in Brüssel der, bei dem
zaroin 19 Jahte in-Dienst gewesene Koch, der in der derhäng-
ißvollen Nacht auswärtà war und gegen Mitternacht, mit einem
Zausschlüssel versehen, heimlehrte, gefaͤnglich eingezogen, und am
. Dd. wird gegen ihn contradickorisih und gegen Stupp in oontu-
naciam ;vom Assisenhofe zu Brüssel verhandelt. n
Bekanntma sungen.

23 —— 2.1* 7 8 2
Zannheimer Zeilung.
du — Zwei Ausgaben fäglich ——————
7. Verlagspreis Ifl. 30 kr. per Quartal. 4*
Politischer Theit: Tendenz: Reichstreue und Fortschritte!n Vekämpfung der
chwarzen und rothen Intetnutionale! Beiämpfung der Gleichgültigkeit und Unthätigkeit
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Bureaus. Original Correfpondenzen aus Teutschland, Frankreich und Spaxien. Taäglich
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volkswirthschaftlicher Basis. Inhalt: Telegraphische Cours und“ Ma⸗ktberichte. KLörfen
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Dem Geschäfts⸗ und Verlehrsleben dient ein vielse üger Anzeigetheil. Anjzeige⸗
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8—29 —2——355 553 5324588 — 5222 ————
232 83853—34 35353353 232336 7 ———
53 558 — 338 3383 23 —535385
* 3 2253 28 * * 5 38 2* —2 S7 2
72387 232*5 2 3308 332238363
3 457 553355353238 ——— 33533335285 ———
2B3883* 255538 33888 33353538338325 3283537
71853 2X5 3 7
28 —K — 32 22 125235 —— 2 3 —A3 272.
37 — — —35283358 5235 2
J—— 532 — 3333* — 233337
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533538 3
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3335* 3322833383
2338 278 5553 88 53858 3 * 253
— 8 — 225 2 — 2
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257 2528 *2* 353373335323——383 —54 2
3* 3335853 5333333737336 535333533533
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        Sl. Ingberler Znzeiger.

5.
21
QRA zeüger sund das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienblags⸗, Donnerstagt- und Sonniag⸗
Nuammier ericheint wüchentlich vier al: Dien3084 a. Donner stag, Samsstag und Sonntag. Ubennementspreis vierteljahrig 12 Arzr. oder
12 Silbergr. Anteigen werden mit 4 Kerr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Kaum berechnet.
— — m —— ——

VDonnerstaga, den 11. Dezember 1987

7 Deutsches Reich.

weibrüken. 8. Dez. Herr Oberappellralh Schmidi
dat siq bereit erllärt, ein Mandat ais Reichstagsabg!ordnetet für
den hiesigen Bezirk wieder anzunehmen. Danach sind alle entgegen⸗
stehenden Nachrichten in dies und jenseiügen Bläitern F Weer
mn nch en, 8. Dez. Die nächste Sißung der Kammer der
Abgeordneten wurde vom Prasidium auf Donnerstag. den 18. ds.
anberaumt und dürfte bis dahin auch ein Gefetzeniwurf bez. der
drob. Forterhebung der Steuern ime I. Quartal 1874 eingebtacht
werden. Auf dir Tagesordnung der genannten Sitzung werden
Jestelt werden die Berathungen über die Gesetzenlwürse bez. der
Zchwurgerichte, der Todeserllarung der im iöetzten Kriege Ver⸗
mißten und in Betreff der Erweiterung der öise bahnen und
Telegraphen, sow'e über mehrere Anträge....
Wiesbaden, 8. Dez. Dem Vernehmen nach soll das
deutsche Kronprinzenpaar am 15. Januar zu mehrwöchentlichem
Aufenthalte hier eintreffen.

Mentz, 7. Dez. Wir vernehmen, daß für den Stadt- und
dandkreis Metz der Professor Guepratie d'anch als Candidat der
„Versöhnungspartei“ (parti de la coneiliation) auftreten wird;
Candidat der Franzosenfreunde ist der Buüͤrgermeister von Metz
derr Besançon. J

Berlin, 6. Dez. Der Antrag v. Mallinckrodi und Ge
nossen, die Aufhebung der Kirchengesehe betreffend, wird nächsien
Mittwoch im Abgeordnetenhause zur Verhandlung koͤmmen. Die
übrigen Fraktionen sind übereingekammen dem Hause vorzuschlagen
über den Antrag zur einfachen Tagesordnung überzugehen.
„„Berlin. 8. Dez. Der „Reichsanzeiger“ schreibi, daß die
Besserung im Befinden des Kaisers ungestorr wenn auch langsam
ortschreiset, daß er die täglichen Spazierfahrten fortsetzt, in
Geschäften aber noch immer die groͤßtmogliche Schonung zu be⸗
bachten ist.
Irankreich.

Paris, 7. Dez. Einer Nachricht des der Regierung na⸗
jestehenden „Ordre“ gufolge ist der Papst sehr schwach und ernstlich
die Rede von dem Zusammentritt eines Conclades (der zum Zwed
der Papstwahl zusammentretenden Kardinate).

Paris, 8. Dez. Der Augeublick ist nahe. in welchem der
dauptstreich geführt werden wird. Die Verurth ilung oder Frei⸗
prechung Baza'ne's wird in erster Linie über die —X
Festaltung der Gesshide Frankreichs entscheiden. Es werden auch
unmeht von Bonapartisten im Vereine mit Legitimisten alle Hebel
n Bewequng gesetzt, um den Herzog von Aumale um seinen
Schlußeffelt, die Verurtheilung des großen imperialistischen Ver⸗
brechers, zu bringen. Die Anhänger Heintichs V. werden auf
Nac· Mahon wirken, um ichlimmsten Falles eine Begnadigunge des
Angeklagten zuwege zu bringen, — denn die Popularxität Aumale'⸗
afüllt sie mit banger Besorgniß. Die Imperialisten aber — ich
rxfahre dies in letzter Stunde — haden einen viel, genialeren
Plan ersonnen. Lachaud wird mit Vernachlässigung allis Neben⸗
Achlichen einen Kassalionsfall ausfindig zu machen fu hen. Gelingt
)ies, so geht Bazaine oo ipso frei aus, da ein Kassationshof immer
ane höhere Instanz als das erste Tribunal sein muß und sich in
Frankreich kein höheres Miitärgericht als das Tribugnal von
Trianon ausfindig machen läßt. Diefer Plan bietel eine Aussichi

s Gelingens — gelingt er aber nicht, so ist Aumale von heut
über sechs Monalen Hert der Geschicke Frankceichs; denn die Arme⸗
betet ihn schon heut au. Die Pariser finden, daß ser sehr inlel
igent ist — und die Bonapattisten fürchten ihn i das —8*
A. 3.) *
Trianmon. Sitzung vom 7. und 8. Dez. Um halb ein

Uhr hat M. Lachaud sein Plaidoyer dor kiner ungeheuren Men—
henmenge begonnen. Uebet 12000 Personen belagerten den
Sitzungssaat, der kaum 1000 Menshen fassen kann. Det gewan dte
Advotat fangt feine Rode mit rinem der pompoͤsen Eingange an,
arxen Gehrimniß er allein besizt. Ge gebbbierauf duf bie R.

Jangenheit seiues Rlienten über und zeigt üns denselben in Jlalien,
ufrika, der Krim und Mexiko. Der Grund des Prozefses, fagi
Zachaud, sei hauptsächlich in gewissen Hetzereien zu suchen. Der
trieg sei angesangen worden, weil die Opposition und der Thei
des Volkes. der mit ihr ging, denselben gewollt und den Kaiser
dazu getrieben hätte. Das Oberkommando sei Bazaine aufgeno⸗
higt worden. Die Worte eines Villenoissys und Andlau seien
ein Gewebe von Enistellungen. der einfachsten Thatsachen. Der
Bertheidiger geht alsdann zu den militärischen Thaten über und
Jelangt bis zur Schlacht von St, Privat. Hierquf, wird die
Sitzung auf Montag vertagt. ιι —
taln
‚Rom, 8. Dez.; Dem Vernehmen nach werden im näachsten
Consistorium zehn Cardinäle ernanat, darunter Chigi, Falciuelli,
Graner, ferner ein oͤsterreichischer und diei franzoͤsische Erzdischöfe.
Amerika.
Newyork, 8. Dez. Die Auslieferunz des Virginius“
und der 8 Ueberlebenden dvon dessen Mannschaft soll, wie aus
Regierungskreisen verlautet, innerhalb 10 Tagen mit Bestimmtheit
u erwarten sein.
Bernmisschte 4. *

J Die Eröffnung des Schwurgerichtes der Pfalz fuͤr das
—OO Montag, den 9. Marz festgesetzt und
das Präsidium dem k. Avpellationsgerichtsrath Hrn. Theodor Foͤll
uübertragen. V

fSpeyer, 8. Dezg. N Die ·Speyer Heidelberger Batzn wird
Mittwo h den 10. ds. Monats dem Verlehr übergeden. Es gehen
läglich fünf Züge hin und zurück. Wagenwechfel awischen Spehyer
und Heidelberg findet nit siatt. (Pf, 3) — J *
r Fraatenthal, 5. Dez. Zut Warnung für unartige Fort⸗
bildungsschüler mag die Noti, drenen, daß zoei derselben gestern
dor dem k. Polizeigerichte dahier mit je einem Tage Arrest bestraft
wurden, weil sie sich in der Schule roh benommen haben.

7 Glockengießer Hamm in Frankenthal erklärt nach Abnahm⸗
des groͤßeren Theils des äußern. Mantels der Kaiserglocke den
GBuß für gelungen. Bis zur Herausnahme des inneren Kerns
durften immer noch sechs Tage vergehen. 3222
.Bergzabern. 8. Dex Vorige Woche:logirte in der Nacht
hvon Mittwoch auf Dovnerstag im Gasthaͤus zum Engel in Wei⸗
henburg ein fremder Israelite, Ju der Nacht starb derselbe an
ꝛinem Sqlagflusfe, denn er wurde Morgens todi in seinem Bein
gefunden. Dem Herrn. Friedensrichter Stübel dafelbst wurde
Anzeiae von dem Vorfall erstattet. Derselbe verfügte sich sofort
an Ort und Stelle und konstatirte das Vorfinden eines baaren
Geldvermoͤgens von nicht weniger als 250, 000 Franken in Bank.
noten und Staatspapieren ber dem Verstotbenen, dad dem Herrn
Rotat Seltenmayhec: in Weißenburg zur Aufbewahrung fur die
ẽcben des Veriebten übergeben wurde. Der Verleble war aus
dolland gebürtig. (S. Wy
VWorms, 7. Dez. Gestern Morgens sprang ein Passagier
aaf Station Gustabsburg aus dem Frankfurter Courierzug um
in Mainz seine dort zuruͤckgelassene Reisetasche zu holen; derselbe
wurde sehr bedeutend verleßt und wird seine Tollkübnheit wahr
cheinlich mit dem Leben hüßen müssen.
Worms, 8. Dej. Heute Vormittag verunglückte im Bahn ⸗
jof zu Mainz ein Tenderwächter, derselbe sprang von der Ma—
chine, an welcher er beschäftigt war, herab und kam unter einen
m nächsten Geleise gerade einlaufenden Personenzug, wodei ihm
ein Bein abgefuhren und der Kopf sehr erheblich beschädigt wurde.
. Die in der Rosenthaler Straße in Berlin wohnhafte Hebe⸗
amme . wurde am Mittiooch wegen Unterschiebung eines Kindegs
verheftet. ein Vergehen, das nach 8 160 des Strafgesezes mit
Zuchthausstrafe bis zu 10 Jahren deahndet wvird, sofern demselben,
wie im votliegenden Falle, eine gewinnsücht'ge Absicht zu Grunde
iegt. Ueber den Thatbestand werden folgende nähere Mitthei⸗
ungen gemacht“ Ein bießger Regimenislinbnüe 6 2

2
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        pler Jahren verbeirathet und lebte seildem in zärtlichster Ehe, die
nur duxch, den einen Umstand getrübt war, daß dem Bunde der
Herzen dey Linderfegen fehlte. Da theilte var einigen Monaten
die Fraudem Manne mit, daß Aussicht vorhauden sei, daß auch
dieses Wotkchen am Ehehimmel Demnächst schwinden werde. Gegen
Fnde Oktober theilte ihm denn uch seine Frau mik daß er Vater
eines kleinen Mädchens sei, welches sie unter Assistenz der Hebe⸗
amme L. eben geboren habe. Diese reichte das Neugeborene dem
glücklichen Manne, der ihr in seiner Herzensfreude ein Geschenk
don 8 Thalern derabfolgte. Das Kind wurde nach einiger Zeit
getauft und seibstredend auf den, Namen dea Regimentstambours
in das Kirchenregister eingetrogen. Die Geschichte hat jatzt aber
ein kreuriges Nachspiel erhalten. Allerhand Umstände kamen nach
und nach an den Tag, aus denen hervorging, daß es mit dem
Täufling nicht richtig set und den Naqforschungen der hievon in

Kenntniß gesetzten Criminalpolizei gelang es auch, Zu konstatiren,
daß das Kind ein unterschobenes ist. Die wirkliche ae die
22jährige unverehelichte Louise L., hatte dasselbe zu jenu Zwecke
der Kranlenwärterin H. üherlassen, welche es der i Eingangs ge—
rannten Hebeamme Aberließ.“ Die Hebe amme? Frau
und noch Neuling in ihrem Geschäfte darfte die schwexen Folgen
ihrer Handlungsweise wohl schwerlich gekannt haben.
FIn Zurich und Umgebung wüthete in der Nacht vom
29./80. Nov. ein solcher Orlan, daß drei leer,e Güterwaggons dvon
her Station Altftetlen bergaufwarts bis jn den Zurcher Vorbahn-
hof geirieben wurden. Leider wurde von denselben auch ein Bahn,
ediensteler, der auf der Linie nach Zürich ging und im Sturm
zas Rollen nicht hoͤrte, überfahren und geiödtet. — *
xdacteur.

—
Bekanntmachungen.
Mobilienvpersteigerung.
Minmwoch den“ 17. VDezember 1878
—X
im Hause der Erblasser, werden die grim
Rachiasse der alda verlebten Ehelente Joh
Adam Fohler, im Leben Wagnerund
Maria Katharina Grewenig, gehörigen
Mobiliargegenstände, dffentlech auf Credil
verfeigert, als h
.1 ANleiderschrauk, I Nuüchenschrank,
1 tleiner Tisck, 1 Bett mit Bett—
lade Echüssesschaft, —R
L Kiste, Crucifix mit Glasglocke,
Bilder, L1: Hobelbank 4. Stühle,
1 Wanduhr, 1Ofen, Frauenkleider
und Hemden, Getüch, und,; soustige

Haus, und Kůchengeräthschaften.
F 412 Horn, kgl. Notar
Bürger-⸗Hilssverein.
Sonntag, den 14. Dezember 187 3,
Nachmittags präeis —A
General⸗Vergsammlung
im Vereinslokale dei Georg Jung.
Aufnahme nener Mitglieder /
Um puünttliches und zahlreiches Erscheinen
—

Schuhe de Stiefel:
Schuhwagren in allen Fahonen und
Broßen, Metzer Ke Straßburger,
owie felbstgejertigt, sehr schön und dauer⸗
aft gearbeüet, in großer Auswahl für
Derren, Frauen/ Nädchen und Kinder,
ille Sotien
Zvlnterstlzchuhe
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m yfiehlt zu dilligen Preisen
Ph Weber Schubmachet,
im M.Paul'schen Hauste wohnhast.
Türckische Zwetschen, Kir⸗
schen Ja. Apfels quite Ho⸗
nig, Candissyrup, Pfälzer
Dürrfleisch, Speck und

Schmalz. 3*

Fleischmagen,“ Leber

Grübenwurst

u ausgeeichneter Ou⸗uhit hec·

TyO

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Zu bevorstehenden Weihnachten empfeble ich mein Lager in?
Seiden und Alpaca, Herrn⸗ und Damen-Regenschirmen,
Cautschuck-Regenmãntel, wollen und seidne Herru⸗Cachenez,
Foulards, weiße und farbige Fichus, Herrn-Binden und
Cravatten der verschiedensten Art, Portemougis und Cigar⸗
ren⸗Etuis mit Stickerei, gestrickte Sanentucher Kaguren
und Baschliks, schwarze und farbige Chales, Reise-Plaids,
türkische Cachemir und Rips, Tischdecken mit Franzen und ge⸗
wirkten seiden Borden, Bett-Vorlagen und PiqusDecken,
Stickereien, wollen und seiden Damenschleifen und Vorstecker
Musik-Alhums, Tafelen Kleider: und Haar-Bürsten mit
I EStickerek ꝛc. ꝛce...66

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Dam ederstoffen

der Jetzten Saison zu hedeutend herabgeseßten Preise.

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10Stück Tuche: HuxXLBnS., u, EntineG,
verden zum Fabrikpreiße verkauft; dei Abnahme von Stück entsprechender
Rabatt liieeee ·.... 28
* * X. J. Woll. M n

Mainzer Honig-Lebkuchen,

italienischen Honig und Nüsse ewpfiehll

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Frucht· rode Fleisch rc Preis⸗

der Stadt Zweibrücken v. 11. Dez.

Weizen 8efl. 56 tr., Korn 7 fl. 12 Ir.

Gerste Zreihige. — fl. -- kr., Gerste vier⸗

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Spelzkern 8 fl. 85 tr. Dinkel 4 sl.

33 ir. Mischfrucht — fl. — kr. Hafer

4 fl. 36 tr. Kartoffein 1 st. 12 kr. Heu

2 fi. 12 kr. Strot 1ufl. 24 kr. per

Zentner⸗ Weißbrod Lis Kilogr. 24 kr.

Kornbrad 8 Kilogr. 34 Ir. ditto 2 Kilogr.

8r. ditto 1 Kilogt. 12 kr. Gemischtbrode?

sil. 40 tr. 1Paar Wech 90 Gramm 2 lr

Rindfteisch 1. Qnal. 22 kr. 2. Qual. 20 kr

Kalbfleisch 20 ke. Hammelfleisch' 20 tr

Schweinefleisch 22 kr. per Pfund. Huller a8

kr. pet Pfund. I F

arνιJαrÚn, . eior. TF-erucht

Pelpzeis Weizen eeil. 49 kr. Korn

fl. 7 ir. Spelzkeen — fl. — lt—

Speiz 6efl.. 4 Ir. Werste 6afl. 88 sr.

Pafer“ 4 fl. 49 kt. Erbsen 8fl 45 lr.

Wichen 4 fl. 33 ke. Linsen 6fl. 10 tr.

Tleesamen — fl. — kr. — Koenbrod

6 Pfd. 84 kr. Gemischtbrod 8 Pfd. 22 kr

Weißbrod 2 Pfd. 22 Ir. — Heu 1 fl

ahere besagen die Zeltel. . 36 kr. Kleeheu fl.— kr. Stroh Ifl. 10Ir⸗

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Zu 3. . . AIr. per Elle⸗
xerlaufe 20 — sowere reainwollent, J
Winter⸗Buxkins

LUeoimurich Ianae
Deute Donuerstag Abend 6 Utzr
Wurstypicknick
bei — pPeter Weißgerber.
Thoater in· dt. Ingbort.
Im Saale des Herrn Oberhauaor
Direktivn von M. ESchlumpf
Freitag, I8. Dezenber 18735
J. Abour⸗ments⸗Vorstellung.
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Des Nächsten Hausfrau.
Drigingl Lusthiel jn Z Atten von J. Rosen.
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Qurmãrker und Piccarde.
Genrebild mit Gesang in 1 Alt von
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nung 7. Uhr — Anfan
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J— Redattin. Drud und Verlag don Jea. Deme ßem St. Inbetee.
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—öAX C Handptblaite verbandene Unterhaltungüblatt, mit der Dienttagt-, Donnertiagt- und Sonntag⸗

Jaximer er'cheiat vüqhentlich viere al: Dien sda4. Doner x taa, Sa msta g and Souata g. Äbonnementspreis vierteljahrig 42 erpr: vde
1232 Eilberar. Ungeigen werden mit 4 Korr. die dreispallige Zeile Blattschrift oder deten Kaum berechnet. 0

— 195. ————— Samstag, den 18. Dezember 1873

Deutsches Neich.

Manchen, 8. Dezember. (Cholera) Die hier einge⸗

zangenen Rachrichten qus der Gefangenanstali Laufen, in welcher
sich gegenwärtig 400 männliche Ströflinge befinden, melden. daß
dort die Epidemie sehr an Ausde nung gewonnen hat. Da bis
etzt noch keine amtlichen Angaben erfolat find, dürfte as wün⸗
chenswerth erscheinen, solae der Oeffenilichkeit zu übergeben, um
ꝛtwa übertriebenen Gerüchten den Faden abzuschneiden. — Auch
in Miesbach fiad, nach hier eingegangenen Berichten, bereitẽ
nehrere Erlrankungen durch Finschleppung voxgekommen.

Männ qhen, 9. Dez. Vom Kriegsministerium warden nun
mech die näheren Bestimmungen über die Eiführung von Drillich⸗

Unzügen in der Armee erlassen. Der rillichanzug, besichend aus
Drillin Rod und Drillich Hose, wird als Arbelis, Haus und
Turnbelleidung in der Garnison von allen Truppenabtheilungen
getragen. Die mit Tornister ausgerüsteten Mannschaften nehmen
die Drillichhose, die mit Packtaschen beziehungsweise Mantelsach
uusgerüsteten Mannschaften nur den Drillichrock in's Feld mit.

Fulda, 11. Dez. Die Staatsregierung hat, wie verlautet
an die Bischofskandidaten die Aufrage gerichtet, ob sie berei seien.
sih in dem zu leistenden Eide zum Gehorsam gegen die Landes.
gesetze zu verpflicheten.

Berlin, 10. Dez. (Abgeordnetenhaus.) Der Antrag Ber—
nurdt betrafs Aufhebung der Zeitungssteuer wird ohne Vebatte
in dritter Lesungg angenommen. Der Antrag Schröder betrefft
der Gewährung von Diaten an die Reichstaägsabgeordneten wird,
nachhdem Virchow dafür gesprochen, durch Annahme einer von
Lasker beantragten, durch die Inoportunität des Eingreifens in die
Reichsgesetzgebung motivirten Tagezerdnung bei Namensaufruf mit
219 gegen 169 Stimmen beseitigt.

Franukreich.

Paris, 11. Dez. Die „Agence Havas“ meldet ans San
Zebastian: Santa Cruz tauchce als Bandenführer auf, nahm den
Chef der Carlisten, Iturbe, gefangen und schlug Lijarrago in
imnem Gefeht. — General Lopez Dominque hat das Commando
der Belagerungsarmee von Cartagena angenommen.

Paris, 12. Dez. Telegramm. Die „Amtszeitung“ meldt:
Durch Ensscheidung Mac Mahons ist die gegen Bazaine ausgesprochene
Todessttafe in zwanzig Jahre Haft unter Entbindung von den
Formalitäten aber nicht den Wirkungen der militärischen Degrada
tion, ungewandelt. J

Sitz um g von Mankag, den 8. Dezrmber. Gestern war
er Zudrang ungeheuer. Heute übersteigt er alle Begriffe. 5000
Bersouen find mit Eintrittstarten versehen und 10,000 glauben
d eindringen zu tönnen. Im Saale erstickt man und es wäre
m wahnsinniges Beginnen, sich nur regen zu wollen. In unserer
ibüne setzen sich Me Deputirten auf unsere Knie, geweß ist dies
me große Ehre, die uns jedoch ein wenig lästig vorkommt. Das
Aaidoyer wird wieder aufgenommen. Die Stimme Lachauds hat
eute nicht mehr den Prophetenklang von gestern, sie ist dumpf,
hr dumpf geworden. Der Vertheidiger beginnt die Depesche
Xxval zu besprechen, die am 22. von Chalons abgegaugen und
im 23. Aug. in Metz angekommen sein soll, was mater ll un—
Adglich sei. Lewal irre sich, da die Lage zwischen den 26. und
29 mit der zwischen dem 23. und: 26. son zu sagen identsch
twesen sei. Er wiederholte nochmals, Oberft Lewal habe sich
reirtt. Etner der wichtigsten Punkte des Prozesses wird vom
Vettheidiger hauptsächtich hervorgehoben. Nämlich der Umstand,

dah Bazaieue an Mac. Mahon eine Depesche gesandt häne, die,
denn sie angekommen wäre, Letzteren besti umt haben würde, seinen
Narschenicht weiter fortzusetze n. Es ist dies die Depesche d'Abzae,
Stoffei u. s. w. Man wird begreifen, daß dem Vertheidiger
dabei der Voden unter den Füßen braunte, trotzdem hatte sich der⸗
iclbe ganz geschickt dieser beiflen Frage bemächtigt und sie mit einer
auhßerordentichen Geschicktheit bespiochen. Lachaud hat dubei vuf
men „Andern“ hensezeigt und hat der ganze. Saal verstanden,
er unter dein Ridern au verstehen sei. Di⸗ Bewmianng die sich

hdierauf des ganz n Publikums bemachtigte. ist uamdglich zu be⸗
chreiben. Was die Depesche Hulme beiräfe, so sei dieselbe niemals
angekommen und stützt sich die Vertheidigung in dieser Froage aus
die Aussagen der Entlastungszeugen. Die Vertheidigung besprichi
alsdann den Kriegsrath vom 26. August. der im Schlosse zu
Brimont abgehalten wurde. Bazaine hätte volllommen Recht
zehabt, sich über die allgemeine Lage der Dinge aufklären zu
rollen, wenn er anders gehandell haben würde, so hätte ihn ganz
Zuropa für einen Wahnfinuigen gehalten. Was den Vorwurf der
Unthätigkeit beträfe, sa sei festgestellt. daß der Marschall 47 Schreiben
un die Truppenchefs gerichtet hätte, worin er denselben fortwährend
militärische Operationen vorgeschrieben hätte. Die Sitzung wird
hierauf unterbrochen.
Terianon. Schluß der Sitzung vom 8. Dejember.
Nach Wiederaufnahme der Audienz geht die Vertheidigung zur
Affaire Regnier über und fagt, der Angeklagte hatte in dieser
Sache einen Ausweg zu finden geglaubt und hätte darum Regnber
ingehört. Was die Proklamation Gambeita's hetreffe, so sei die
elbe ein infames Machwerk, das alle Generale und selbft den
Zonig von Preußen entrüstet hätle. Er bedauere, daß er der
Erfte sei, der diefer Proklamation: diesen verdienten Theil gäbe.
Die Montagssitzung wird bierauf geschlossen.
Satz uns vem 9. Dez. Die ganze Nacht wurde trotz der
darken Kaͤlte der Sizungssaal von der neugziecigen Merge belagert.
deber 500 der vornehnften Persönlichkeiten befiuden sich im Saale.
Die Vertheidizung bespricht heute die Verprobiantirung und stüßt
ich hauptsachlich auf die Autsagen des Metzer Gemeinderaths
Bouchotte, der gesagt hätte, es wäre unmoͤnlich gewesen, mehr zur
Verprobiantirung zu thun. Was die Zeugen anginge, die be⸗
jauptet hätten, Bazaine in den preuß schea Linnen gesehen zu
haben, so seien deren Aussagen albernes Gefchwatz und müsse er
ich wundern, daß dieselben überhaupt gerufen wurden. Der Ver—
zheidiger sagt hierauf: Die Stimme unserer Feinde darf hier ge⸗
hoͤrt werden, denn fie ist eine loyale: und zeigt dabei ein Schrift⸗
tück vom 28. September 1878 vor, das dom Prinzen Friedrich
Karl unterzeichnet ist und feststellt, daß Bazaine niemals in dia
dreußischen Linien gekommen ist. Hierauf verliest der Vertheidiger
einen Brief desselben Prinzen dom 6. Dezember 1873, (7) worin
er seine Hochachtung für Bazaine ausspricht. Ebie schmerzliche
Bangigkeit scheiot sich nach dieser Verlesang über den Saal zu
lagern. Die Ueberneidungen der Metzer Zeugen werden nue mit
ein paar Worte bexührt und alsdann zur Berschwoͤrnng der Offi⸗
ziete gegen Bazaine überzegangen. Lachaud liese einige Schrist⸗
düde. in denen: der Rame Rossel mehrmals vo kommt und wird
derselbe jedesmal Seitens des Verlesers gehörig betont. Die
Bertheidigung eht nochmals auf den Kriegssa:d vom 10. Oktoder
urück und sagt, nur Bazaine's Liebe zum Soldaten hätte ihn zu
»em Entschluß, Unterhandlungen anzuknüpfen, geführt. Was die
Affalre Boyer beträfe, „so hätte Bismarcdk sich auf das miluacische
ind auf das politische Feld gestellt und es fei rein unmoͤglich
zewesen, ihm dahin nicht folgen zu wollen. Im Uesb cigen sei
man zuerß der Soldat, seines Landes und alsdann käme der
Zoldot der Regierung. Die: Sitzung wird suspendit.
Trtiiann on. Sitzung vom B. und 10. Dejzenber. Der
Bertheidiger bespricht alsdann noch die hldeumüthige Aufopferung
der Kaiserin, die sich direlt an den Sieger gewendet hätte, sowie
die Mijston des General Boyer, in der er nur die Pflichureue
ines braven Soldaten sieht, der bis zum letten Augenbeicke alles
aufgewandt hat, um seinem Lande eia großes Ungluck zu etsbaren.
Die Sitzung wird hierauf auf morgen vertagt.
xrlanon, 10. Dezbr. Prozeß Bazaige. Lachaud schließt
tine Vertheidigungssrede, iudem er betont, die Arme habe nicht
m offenen Felde kapitulict, hierauf seze der Arukel 210 des
Vilitürstrafges zouches die Todesstrafe, derselde sel also hier nicht
anvenddar.
Naq der Vertheidizungsrede Lachauds ergreift der Ragie—
unaskommissär General Naurcet da? Wirt 10 iee en
        <pb n="784" />
        Derselbe weist die Infinualion Lachauds, als ob er sich von po⸗
mischer Gehassiglkeit habe leiten lassen, zurück, mabt es dem Ver⸗
theidiger zum Vorwurf, daß er Zeugnisse des Prinzen Friedrich
ari dorgebracht habe, und erllärt die von Lachaud aus dem
Umstande, daß sich die Armee in einem vers han zten Lager b.
funden, abgeleiteten Argumente als onzutreffend. a

Irin non 10. Dezbr. Bazaine wirde vom Kriegsgerich!
schuldig erklaͤrt, die Capitulation von Meß und der Feldacrmee
abgeschlossen zu haben, ohne daß er Alles, was Ehre und Pflicht
porschriebe, zuvor gethan hatte, und wurde deßhalb einstimmig
zum Tode und zur Degradationu verurtheilt. —
Ae Muglieder des Kriegsgerichtes unterzeichneten aber sodann
rinen Gradentecuts. Man versichert, der Herzog von Aumale sei
sogleich zu Mac Mahon gegangen, um demselben den Relurs zu
uͤbergeben. Bazaine hoͤrte die Verlesung des Urtheils mit großer
Uufregung an.

Xxianon, 11. Dez. Die Haltung Bazaine's wo hrend
der Verlesung des Urtheils war sehr muthig. Er bat nur, seinen
Sohn 24 Stunden bei sich behalten zu dürfen. Eine Revision
des Urtheils beantragte er nicht. Der Präsident der Republil
wird heute über das von allen Mitgliedern des sriegeg richts un⸗
leczeichnete Gnadengesuch Entscheidung treffen.

Das Urih il des Kriegsgerichtes gegen Bazaine erklärt, daß
Bazaine aufhört, der Ehrenlegion anzugehoͤren, und nicht mehr
mit der Militärmedaide dekorirt ist; er wird ferner in die Pro—
seßlosten, die dem Vernehmen nach sehr hoh find, verurtzeilt.

Amerika-

Newyork, 11. Dezember. Die
geht nach Cuba ab, um den „Virginius“
— —

7 1n 5 v cd o

4 Speyer, 10. Dez. Nach achttägiger Dauer ging gestern
die Anstellungeprüfung der pfälz. prot. Pfarramtskandidaten zu
Fnde. Theilgenommen daran und bestanden h aben dieselbe fol⸗
gende 8 Herren: Blaul, Butterfaß, Gerlach, Oster, Schaffer,
Scheerer, Vogel und Vogt.

Speyer. 10. Dez. Wie bekannt. ist von der Jury der
Wener Weliausstellung dem Exportbier von Heinrich Weltz zur
Sonne hier die Verdienstmedaille zuerlannt worden. Dieser Tage
ist demselben vom Staalsminister v. Pfeuffer folgendes Schreiben
zugestellt worden: „Es durjte Sie interessiren, zu erfahren, daß
zag Bier, welches während des ganzen Sommers und Herbstes
jn der Agriculiurhalle stand, sich, als es zu Anfang dieses Monat?
versucht wurde, ganz gut erhalten und wohlschmedend zeigte, daf
don demselben der ägyptischen und persischen Ausstellungskommis ⸗
sionen mitgetheilt wurde, und daß diese, nachdem sie gleichfalls
Favon gelostei hatten, erllärten, es mit in ihre Heimaih nehmen
zu wollen, um zu prüfen, ob es auch diesen Transport aushal
ten werde.“

*NRus der Pfalz, 10. Dez. In, bester Absicht hat die hohe
Negierung in jüngster Zeit deingende Aufforderungen an die Ge⸗
meinden erlassen, das noch theilweife besonders auf dem Lande so
sehr vernachlüssigte Loschwesen einer zeitgemäßen Besserung e tge⸗
gen zu führen und hat zu diesem Zwecke sogar Unterstützungen
bewilligi. Es tritt nun die Frage an die betreffenden Gemein
den heran, in welcher Weise am prakuischsten vorgegangen werden
soll, und geschieht dies in erster Linie durch eine den Verhältnissen
angepaßte Organisation der Loͤschmannschaften und in zweiter durch
Anschaffung tüchtiger zuverläisi zer Loͤschiastrumente. Es ist selbst
berstaͤndlich, daß sich kleinere Landgemeinden kein uniformirtes
militärisch geglie dertes Feuerwehrcorps beschaffen koͤnnen, allein
ine Ausrüftung der zwei Spritzenmeister, sowie deren Ersatzmänner,
ebenso der drei oder vier Schlauchführer ist auch für die kleinfte
Vemeinde eine unerläßliche Nothwendigkeit, ebenso, daß diese acht
Männer auf die Instandehaltung und den Gebrauch der Maschine
und deren Requisiten, so vie auf den Feuerangriff eingeubt sind.
Es legt diese Aufgabe keiner Gemeinde große Kosten oder schwer
zu berwindende Hindernisse auh — da ein rüchtiger praltischer
Infiruttor nach höchstens drei Uebungsstunden die vorgesehenen
dchi Mann zu ihren Funkblio en fähig gemacht hat. — Der best
Wille und die größte Thattraft felbst eines exercitien Feueiwehr⸗
mannes geht aber verloren, wenn ihm nicht tüchtige und zuver⸗
jassige Instrumente zur Bekämpfung des Feuers an die Hand
gegeben sind. Leistungsfähig und traftig müssen diese Maschinen
sein, weil die freiliegenden Scheunen mit Crescentien, Heu und
Stroh angefüllt, dem Feuer mehr Nahrung bieten als dies bei
ftaͤdtischen Gebäuden der Fall ist. Die Zuverlassigkeit ist hier als
zonz besonders nothwendige Eigenschaft hervorzuheben, weil diese
Irstrumente von unexercirten, oft sehtr rohen Kraäften bedient
Derden und sonach schon bei der Consiruktion alle jene Fälle vor
geseben sein müssen, welche die Maschine im Momente der Gefahr
Rbrauchbar machen konnten. Ein solcheßs Instrument darf weder

durch rohe Gewalt, noch niedere Temperatur, noch unreines Wasser,
noch unsinriges Fahren den Dienst versagtu. Vereinigt eine
Maschine alle diese Eigenschaften in sich, so muß sie aus dem
besten, folglich werthvolisten Materiale und mit der grbßten Akura⸗
jesse ausgeführt sein, und erfordert natürlich bedeutend größere
dersteslungskosten css eine gewöhnliche Pfuscharbeis! — Nun tritt
über gar daufig der Uebelstand in den Vordergrund. daß die Ge⸗
meindebehörden stan nach dem Besten, nach dem Billigsten greifer;
und so den Mohlstand ihrer Orte auf Jahrzehnte hinaus gefährden ·
Denn was ist eine Maschine, welche keinen Strahl mil Schlagge⸗
walt abgibt dder gar unter ungünsligen Verhaltnissen in strenger
Tätigteit bricht? Ein unnützes Stück Möbel, das gar keinen
Werih hat! Deßhalb ist nicht nur den Gemeinden, sondern auch
den uͤberwachenden Behörden die größte Vorsicht bei derartigen
Anschaffungen zu empfehlen und besonders dem in neuerer Zeit so
jrech ans Licht kretenden Unfuge der Zwischenhändler zu steuern. —
Es ist sogar so weit gelommen, daß unersahrene Gemeindevorstände
mit solchen Individuen Lieferungsvertrage abschlossen, ohne die
Werkstätle zu kennen, aus welcher diese wi htigen Arbeiten herdor⸗
zehen follen!! Wie kann bei diesem Treiben an den Bezug einer
preiswürdigen Arbeit gedacht werden?! — Die Adressen zuver⸗
sässiger Fadrikanten find belannt genug und bedarf es deshalb
ur jeden rechtlichen Gemeindevorstand keines schachernden Zwi⸗
chenhändlers, der nur unverdientes Geld einst reichen will, —
md den Gemeinden auch nicht die geringste Garantie bietet.

. 4 Medelsheim, 11. Dez. In den letzten 14 Tagen wurden
nuf der Medelsheimer Gemarlung nicht weniger denn 9 Wild⸗
iveine erlegt, darunter 3 Bachen im Gewichte von je 160 Pfd.
Jreitere Sauen wurden toͤdtlich angeschossen, konnten aber nicht
nufgefunden werden. Von obigen 9 Stüch wurden 4 durch Herrn
Fabrikant Jeannetite von Saargemünd, 3 durch Herrn Baron
Schmitt von Saaralben und 2 durch Herrn Bierbrauer Wack von
Redelsheim erlet.

F Edentoben, 9. Dez. Gestern weilte hier Hr. Regi⸗erungs⸗

präsident v. Braun, welcher in Begleitung des Kreisbauamts-
ass ssors Hen. Siebert von Speyer der Moöbelfabrik von Chr.
Riederhöfer Söhne hier einen Besuch abstattete und die Geschäfts-
anlagen und die Einrichtungen der Fabrilk besichtigte.
Munchen, 5. Dez. Der Ausschuß des deutschen Saͤnger⸗
hundes zeigt an, daß das zweite deutsche Sängerfest vom 8. - 11.
August 1874 in h'esiger. Stadt ahgehalten werden soll. Bereits
hat sich hier ein Festausschuß gebildet.

F Muünchen, 9. Dez. (Cholerca.) Von gestern bis heute
Abend sind neu erkranlt 50 Personen, gestorben 20.

4 München, 10. Dez. (Cholera.) Von gestern bis heulte
Abend sind neu erltault 28 Personen, gestorben 1I9.

p Fraulfurt, 10. Dez. Auf den Buttermartt waren heute
Morgen aller Blicke gerichtel. Die Frauen des hiesigen Verbandes
sgegruͤndet zum Zwed der Beschränkung der willkührlichen Steizet⸗
ung der Lebensmittelpreise) stellten sich recht zahireich ein. Die
ersien, welche lamen und auf eine Forderung von 42 kr. für das
Pfund Butter 36 kr. boten, wurden zwar ausgelacht, als abet
mimer mehr Vereinsmitglieder erschienen, anderte sich die Situation
ind es schlissen sihh den Bieteringen zu 36 ktr. noch andere
Frauen an, die bis jetzt noch nicht dem Vereine angehöten. Einige
BZutterhandier und Haͤndlerinnen gaben ihre Waare witrklich zu
Zo kr. andere thaten es nicht. Äu Eiern scheint kein —X
zewesen zu sein, denn wir bemerkten nicht, daß um sie ernstlich
ehandelt wurde; einige Händler fotderten für zwei Stüch 7 ke,
zingen aber schließlich auf 3 kr. zurück, ohne ein Geschäft zu machen.
Das Angeboi lautete siets 4 kr.

Metz, T. Dez. Nach dem eben erschlenenen ,slatistisch⸗
opographischen Handbuch“ von Lang gehoͤrt jeht über die Haͤlfte
der hiesigen Einwohner der deutschen Zunge an. Bezuglich des
Verhalinisses der Deutschsprechenden zu den Französischsprechenden

qsen wir serner in dem an flatistischem Material reichen Buche,
zaß der jehige Bezirk Lothringen vor der deutschen Besitznahme in
under Zabl eiwa 200, 000 der deutschen und 300,000 der fran-
zischen Zunge Angehörige zählte. Dieses Verhältniß hat sich
eiwdem durch Auswanderung von Franzosen und Einwanderung
von Deutschen zu Gunsten der deutschen Sprache derari verschoben,
»aß jeßt der letzteren mindestens zwei Drittel der Bevoͤlker ung
ingehoͤren.

*7 Die von Kassel ausgehende Agitation der Frauen zut Er
elung billigerer Lebendmittelpreise gewinnt an Boden. In Frant
nein ha amn 8. Dern. eine weite hahlreich besuchte
Frauenbersammlung statigefunden, in welcher der vom Komite
usgearbeitete Statutenentwurf angenommen wurde. Nach 8.
st es Zweck des Frankfurter Frauen verbandes, die willluhrischen
dreissteigerungen der nothwendigen Lebensmittel zu beschränlen und
itligere Mortipreise zu erzielen. Zur Leitung des Vereins ist ein
325 Personen bestehender Vorstand derufen, welcher aus sich
        <pb n="785" />
        noch einen aus 9 Mitgliedern bestehenden engeren Ausschuß wählt.
Jedes durch seine Unteischrift verpflichtete Mitglied hat sich den
durch den Vorstand festgesetzten Marktpreisen zu unterwerfen. Die
letzteren werden in der Rähe des Marltes jedesmal bekannt gemacht.
Almonatlich leistet jedes Mitglied zur Besireitung der unvermed
lichen Kosten inen freiwilligen Batrag. Als Marktpreis fur das
Pfund Butter wurde 36 kr. und für ein Ei 2 ir. festgesetzt.
Bleichzeitig richtele die Vorsitzende die Bitte au sämmtliche Haus—
frauen Frankfurts, so weit sie nicht selbst zum Einkausen auf den
Markt gehen, ihre Dienstboten dahin zu instruiren, keine höͤheren
Preise zu geben. — Auch in Dresden hot sich ein Frauenverein
uu gleichem Zweck gebildet. Es wurde zunäͤchst beschlossen, die Ge⸗
werbtreibenden aufzufordern, an emessenere (billigere) Preise für ihre
Berkaufsartikel zu schen und dem Verein davon Mittheilungen zu
nachen, widrigenfalls nach Ablauf der gestellten Frist Verbindungen
mit der Provinz bebufs direkten Bezuges der fraglichen Artikel
angeknüpft werden würden. Bemerkl noch seyn, daß mehrfach Produ—
enten und Engroshäuler dem Verein billigere Preise sür die be
reffenden Waaren gestellt haben, zum Theil allerdings mit der
Bedingung, daß die Mitglieder des Vereins ausschließ ich von ihnen
bren Bedarf beziehen. — An manchen Orten freilich hat die
Bewegung die Bahnen sriedlichr Selbsthilfe derlassen. So kam
s in Lobau auf dem Wochenmarkt zu einem Butterkrawall, der
das Einschreiten der Polizei nolhwendig mechte. Die Verkäufer be—
haupteien den Platz und — den Preis. — Auch in Schwerin,
Wismar und in einigen noch anderen Orten Midlenburgs, wo
zie Frauen ebenfalls Bereiniguugen zur Erzwingung billigerer
Marktpreise schlossen, ist es in Folge dessen auf mehreren Wochen⸗
nätkten zu Thatlichkeiten gegen d'e Verkäufer gekommen, welche die
zisherigen Butter-, Ciecz⸗, Fisch⸗ und Gemüsepriise beibehalten
vollten.

f Pforz eim. (Geprellte Untreue.) Ende Nopember ereignete
ich hier ein sauberes Geschichten. Eine verheiratzete Frau aus
Würm, deren Mann sich im Irrenhause befindet, war das alleinsein
nũde, verliebte sich in einen Andern und versilberte ihre Habselig-
eilen, um mit dem Erkorenen heimlich nach Amerika wandrn zu
oͤnnen. Den Erlss in seiner Tasch, kam der Erkorene mit der
Frau auf hiesigem Bahnhofe an, da aber der Zug noch nicht
ogleich abging, schickte Jener die Frau mit einem Auftrage in
ꝛie Stadt, benützte schnell einen anderen eben abgehenden z3ug,
ind als das Weib ankam, war der Vogel entflogen.
»tAus Sachsen. Der Trompeter von Mars la Tour hat
zurch Vermitilnng der ‚Gartenlaube“ eine auskömmliche Stellung
jür den Rest seines Lebens und für seinen brustkranken Zustand
vassend, bei dem Rittergutsbesitzer Dietze auf Pomßen bei Grimma
zefunden, in dessen Schloß er am 1. Dezember aufgenommen ist.
uch sind bei der Redaction für denselben 531 Thlir. 5 Sgr.
ingegangen, welche der Tronmpeter als Weihnachtegabe erhält.

“ Ein schrecklicher Unglüksfall wird der „Ind. belge“ aus
Stocholm berichtet. Sarstags um 2 Uhr Morgens brach in dem
zrilten Stocke eines Hauses, dessen obere Theile von dem gesamm-
en Balletkorps des königlichen Theaters bewohnt waren, Feuer
zus. Die Prima Ballerina erwachte zu allererst. Sie enfflieht
qhleunigst, aber auf der Straße angeaͤangt, rennt sie wieder
urück, — um — ihre Katze zu retten; aber kaum war sie über
ne Schwelle ihres Zimmers getreten, als schon die Flammen sie
griffen hatten. Von den sechszehn unglücklichen Tänzerinnen,
ie sich im Hasise befanden, derbrannten acht, welche sich über die
Lreppe hatten wetien wollen; die acht übrigen sprangen von den
Fenstern auf die Straße. Drei davon wurden durch den Sturz
nuf der Stelle getödtet und fünf trug man sterbend ins Hospital.

f Paris, 4. Dez. In Orleans verstarb heute im Alter
on vierzehn Jahren der Jufant Don Fernando, ältester Sohn
es Herzogs von Montpensier und Bruder der Gräfin von Paris.
Der junge Prinz befand sich in dem Seminar von Orleans, wo
t unter der Leitung des Bischofs Dupinloup seine Studien machte.

f (Der Benuß des Pferdesleisches) macht in Frankreich be⸗
jändige Fortschritte. Im dritten Quartal d, J. wurden in Parié
558 Pferde, 140 Esel und 15 Manlesel verrenrt, während die
Ziffern des entsprechenden Zeitraums von 1872 sich auf 1046
dferde, 935 Esel und 3 Maulesel bel.efen. Man zählt in Paris
einahe 40 Pferdeschlächtercien und der Preis des Pferdefleisches ist
eit einem Jahre don 80 bis 50 auf 130 bis 150 61s. per
sFund gestiegen,
fJu Paris wurde auf einem der besuchtesten Qua's eine
ate Dame wegen Bettelns arreürt; dieselbe entschuldigte sich
amit, fie beitle für die Armen und wirklich war es so, denn die
dolizei fand 66,000 Fr. baares Geld bei ihr und sagte die
83 aus. daß das alte Mütterchen ungeheuer wohl!
dätig sei.

fDer Chignon ist gestorben, schreibt ein pariser Correspon⸗
nt, die pariser Frauen sind zur Einfachdeit in der Frisur zurück
utebrt. Auf den Boulevards freilick, dornehmlich zur Abendzeit—

ieht man nocqh einzelne von diesen ihurmhoßen Frisuren. Die
damen jedoch, die diesen Haarschmuck noch tragen, gehoöͤren aus⸗
hließlich einer Alasse an. Es ist keineswegs anzunehmen, daß
ziese Mittheilung auch nur entfernt fähig sein wird, unsere Damen
zu einem Aufgeben ihrer geliebten Frisuren zu dewegen. Ist es
voch eine Erscheinung, die sich Jedermann, der für dergleichen
lugen hat, in Paris auf den ersten Blick aufdrängk, daß das,
vas man bei uns als „Pariser Frauenmeden“ ausgibt und
ezahlt, in Paris selbst höchstens die Mode „Einer“ Klasse von
Frauen isi.

F(Franzoͤsische Courtoisie) Aus der franzoͤsischen höͤheren
Hhesellschaft wird folgendes Stückchen erzählt: Beim letzten diplo⸗
natischen Diner Mac Mahon's wollte die Herzogin Laroche Fou-
rauld nicht neben Graf Arnim sitzen. Man veranstaltete also eine
lenderung der Anocdnung und theilte ihm die Frau A. v. Roth⸗
child zu. Als es nun hieß: Ankreten zum Diner, und die Dame
»es Hauses der Frau von Rothschild sagte, Graf Arnim würde
sie zu Tische führea, sagt diese auch nein und weigert sich absolut,
iich vom Grafen Arnim begleiten zu lassen. Endlich hat sie sich
dann zwar bereden lassen, aber während des ganzen Diners kein
Wort mit Arnim gesprochen.

Ein furchtbarer Eisenbahnunfall ereignet sich am 7. d.
Mts. auf der Karlstadt Fiumaner Strecke der ungarischen!Staats-
zahn. Der Personenzug war eben auf dem Eisenbahndamm zwischen
Doja und Buccari angelangt, als der orkanartig tobende Bora
pier Personenwaggons des Zuges über den Ponnique Damm
Jerabstürzte; die Lokomotive blieb auf dem Geleise. Von den Mit⸗
fahrenden sind im Ganzen 21 Personen verunglüdt, drei blieben
odt. Vier Reisende erlitten schwerere/ vierzehn leichtere Verletzungen.
Die Verwundeten wurden sofort nach Fiume geschafft.

F In Plymouth ist Kapitän Robertson nebst Oifizieren und
Nannschaften dee Segelschiffes Lochearn aus Amerika eingetroffen.
Dieses Schff hat durch den Zusammenstoß mit der „Ville du
Davre“ am 22. Nov. so sehr gelitten, daß es trotz aller ange-

wandtet Aushilfsmittel am 28. Nov. gesunken ist und die Mann⸗
schaft kehrte daher an Bord des englischen Schiffes „British Queen?“
nach England zurück. Nach einer telegraphischen Inhaltsangabe
auten die Aussagen des Kapitäns und der Mannsqaft ganz an⸗
ders, als die Erzählungen der französischen Seeleute. Die eng-
lischen Offisiere und Matrosen legen ihren franz. Collegen große
Lachlässigkeit und sogar Feigheit zut Last und behaupten namentlich,
daß der Capitän Surmont, deissen brave Pflichterfüllung franzs—
äscherseits so glänzend herausgestrichen wo den ist, nicht, wie an⸗
gegeben, bis zuletzt an Bord der Ville du Havre geblieben sei,
sondern vielmehr sofort nach den Zusammensioß in Gesellschaft
eines zweiten Maats das sichere Ded des Lochearn aufgesuͤcht und
eine Pafsagiere ihrem Schidsal überlassen habe; daß die Boote
)er Ville du Havre nicht flott gemacht wurden und daher —
nit einer Ausnohme — voͤllig ungenntzt blieben, schreiben die
hritischen Seeleute der Kopflosigkeit und Ungeschicklichkeii der Fran⸗
osen zu. Auch soll es nach altgewohntem Seebrauch an dem
Ddampfer und nicht an dem Segelschiffe gewesen sein, auszuweichen.
pelche Aussagen wabr si d, wird voraussichtlich die angeordneié
imtliche Untersuchung lehren.

F Ein Herr in Jowa erhielt kürzlich von einem Freunde in
Docotah einen Indianerscaip als Curiosität zugeschict. Eines
Tages bekam er Besuch und wollte den Skalp vorzeigen. Derselbe
var nirgends zu finden bis ihn das scharfe Auge des Fremden
in dem Hinterkopfe der Hausfrau, welche ihn als Chignon be—
uutzte, entdedte.

x Nicht übel. In Carlinville, Illinois, erhielt ein junges
Nädchen zehn Dollarz vom Gerichte zugesprochen für einen Quͤß,
»en ein junger Mann der Dame geraudt hatte. Vor einigen
Tagen bot nun das junge Mädchen dem jugngen Sünder an,
ym die zehn Dollars für den Kuß wieder zurüchuerstatten,
'if he would do it again.“ (Wenn er es wiederholen wollte.)

Volkswirthschaft, Handel und Verkeh.

Mannheim, 10. Dez. Pfälzer Tabak. In den jüngsten 8
Tagen kamen wieder große Quantitälen an den Markt, die unge⸗
achtet ihrer feuchten Beschaffenheit rasch Kaufer fanden. Man be.
ahlte an der Berg'traße 14 —-17 fl., in dis. Gundi-Orlen 14 -18
i., im rheinbayerischen Oberland 13-16 fl. In Folge des ein⸗
jetretenen Frostes wird im Einlauf voraussichtlich eine klezae
Pause statifinden, was den am Nagel befiadlichen Tabaken gut zu
Statten kaͤne. In alter Waare wurden mehrere hundert Centnet
uu 25 bis 26 fl. 30 kr. per Centner umgesetzz. (Mih. J)

(Falsche Preußische 5 Thalerscheine) Vor Kurzem wurde
helannt gemacht, daß falsche Preuß. Fünfthalerscheine in Cirkula-
sion wären und als eines der Merkmale angegeber, daß das Fas—⸗
imile „Günther“ ohne hegeschrieben sei. In Wiekliczkeit aber
ehlt dieser Buchstabe auch auf einem großen Theil der ächten
scheine.
        <pb n="786" />
        Bekanntmachungen.“
— vr*
Bürger-Hilfsverein.
Sonntag, den 14. Dezember 1873,
Nachmittags präcis 8 Uhr
Goneral⸗ Versammlung
im Vereinslokale bei Georg Jung.
Aufnahme neuer Mitglieder“
Um puünktliches und zahlreiches Erscheinen
ersucht

Sandgruben-⸗Verpachtung.
„In den Waldungen der Gebr. Krämer wird die Ausbeute von Sand aus X
Sandgrube in Abth. Rothhelle pro 1874 an den Meistbietenden vergeben. Refled⸗
tanten wollen ihre schriftlichen Angebote bis zum 31 ten Dez. l. J. 2 Uhr Mittags
bei Unterzeichnetem einreichen, bei dem auch die näheren Bedingungen eingese hen wirden
lönnen.
Küßwetter.
* ** 25
2Nannheimer Zeitung.
Zuwei Ausgaben Fäglich eee
Verlagspreis Ifl. 30 kr. per Quartal.

Politischer Theil: Tendenz: Richsstreue und Fortschrittekd. Belämpfung. der
chwarzen und rothen Internationale j Betampfung der Gleichgültigkeit und Unthaätigkeit
m eigenen Lager! Inhalt: Telegrophische. Depeschen des Woljf'schen und Wagner schen
Zuteaus. Original Co respondenzen aus Deutjchland, Ftankreich und Spaxien. Tuaͤglich
polit sche Ueber ficht und Leitartille.

SBaudelszeitung: Tendenz: Entwickelimg des Handels und Verkehrs auf reeller
vollswirihschaftlicher Basis. Inhalt: Telegrophische Cours und Masitberichte. Borje—
und Handelsnachrichten von allen europäischen Haupmärkten.

Der Unterhaltung und Velehrung ist ein fäglich erjcheiner e es
Unterhaltungs-REJIutt J

—

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in schönster Auswahl empfiehlt
J Haas
im Woll schen Hause
Mainzer Honig-Lebkuchen,
ualienischen Honig und Nüsse empfiehlt
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gewidmet.

Dem Geschäfts⸗ und Verkehrsleben dient ein vielse tger Anzeigetheil. Anzeige⸗
zeile wird mit 6 kr. — 2 Sgr. berechnet, vobei groößeren und wiederholten Rufträgen
ein entsprechender Rabatt gewährt wird.
3Zuů Abpunementsbestellungen, sowit zur Ei njendung von Anzeigen ladet freund⸗
ichste nn

Mannheim, 3. Demzember 1873. A
Die Verlagsbuchhandlung. J. Schneider.

onutag 14 und
Hontag 15. d. M.
eim Gerbhaus an der
Grceßbach ist ein historusches
—
Kunst- Cabinet
aufgesellt, welches unter Andern auch alle
neueste Zeitereignisse aufzur eisen hat; zudem

das ganze . .
Leiden Christi uund die Chri⸗
sten⸗Verfolgung
in Damascus; alle Figuren sind in Lebens⸗
Irdße dargesellt. Jeder Besucher dieses
Tabineis erhaält ein Weihnachtsgeschenk.
Zu recht zahlreichem Besuche ladet höͤflichs
tin Dæer Resitzer.
Frantcrter Börse
vom 11. Dezember 1873.
Preußische Friedrichsdor .. 938239
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dolländische 10 fl.⸗Stücken. 9 52-v 4
Ducaten ..8334 35
20Francs⸗Stücke ... 9 21/äö2ι
Fnglische Souvereigns . 1180-52
Dollars in Golde. 225-26

—IXV
Im Saale des Herrn Gberhauiaor
Direktivn von M. Schlumpf.

Sonntag. 14. Dezembex 1873.

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G. Starke. Musik von Conradi.
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* 196. 22 —ber * J — J —I 1873

8 ———
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M — ..
————— —E Bezirksgericht Zweibrüchen geht hervor, daßß es ein Raubnord war,
—Muan:;en II. Dez Gesteru hat die Centralstaotskasse der an der Wittwe Schwarz in Homburg' verübt worden ist,
'er die ersten nruen Reichssiibermünzen ausgegeben; 20 Piennig⸗F Frantfurt, 11. Dez.! Heute Vormttag legten sich ein Dra⸗
tüche. Diesel ben find giemlich klein viel kleiner als unsere Sechser. goner (Rassauer) der Bockh nheimer · Garnison b im Herannahen des
Das Gepräge ist sehr schöͤn. Weserbahnzuges auf das Geleise und licß sich den Kopf abfahren.
V 1sFrankreich. . München, 10. Dez. Die Gemahlin des Herrn Ministers
Pär üs, 9. Dezember. Seit 2 Tagen haben wir *ilates d. Pfeuffer ist an der Cholerine erkrankt. KA. Abbz.)
Frostwetter. Die Armuth der arb ilenden Klafsen in Patis ist fo4 Der Hauptausschuß des bayerischen Lehrervereins hat bei
groß, daß man nur mit Schrecken einem hatien Winier entgegen der Abgeordnetenkommer eine Adrefsfe eingeteicht, deren Petitum
rhen kann. »Da die Arbeitslosigkeit fortdanert,so ist von der dahin lautet: 1) Jeder Lehret beziche an Gehali bei seiner Ver—
ridatwohlthaãtigleit, so rege diestlbe sich auch außert, uur wenig vendung nach dem Austrift aus dem Seminar: a. als Gehilfe
ilfe zu erwarten. Von der Natioaalbersammlung soll ein Credit 300 fl. b. als Verweser; 800 fl, mach besta dener Anstellungs-
berlangt werden, welcher es der Armenderwaltung ermozlicht, die srüfung, das ist mit dem 5 Jahre nach dem Austritk aus dem
Zettstucke, die sich seit 2 Jahren in Unmasse in den öffentlichen Zeminar: 400 -450 fl.z noch weiteren 58 Jahren, also nach ea.
ꝛeihhäusern angefamwelt haben, ihren Eigenthümern zurüdzugeben. 0 Jahren Prox's, bi⸗ zu wilchem Zeitpunkie ungefähr die defi⸗
Dies ift am Ende auch nur ein Tropfen Waffer auf einen heißen nitive Anstellung erfolzt, als Minimalgehalt a. auf dem Lande
Stein. Dos Beste, was die Nationalversammlung gewähren 300 fl.. b. in Mäckten und kleineren Städten 709 f,ec. in
oͤnnte, wird sie nicht gewähren: eins gesunde Politik, welche dem inmittelbaren Städten 900 fl.2) Zu diefer Besoldung bekomme
handel und Wandel Vertrauen einfloößen und damit den arbei- eder Lehrer freie Wohnung oder eine den oörtlichen Miethpreisen
enden Ständen den lange entbehrten Verdiensf zurückgeben könnte. nisprechende Entschädigung. 3) Der Ertrag aus erchlichen
Einstweilen hat der Minister des Innern sich durch den Präsi⸗ Funkttonen, d. h. aus dem Chorregenten, Kantor, Organisten und
enten der Republit einen“ C.edit von 40,000 Frcs.-anweisen öleßnerdienst bleibe außer Anfatz, insolange derfelbe den Betrag
assen, um den Bedrängtesten zu Hilfe zu kemmen.) (S. M.) on 175 fl. nicht übersteigt. 4) Außerdem erhalte jeder Lehrer
Parhs, 11. Dez. Di⸗ Hiünzlonferenz zwischen Frankreich, vom zurückgelegten 10. Dienstesjahr an eine Alterszuiage von 50
talien, Belgien und der Schweiz ist auf Wunsch Italiens dis J., die sich von 53 zu 5 Jahren bis auf' 250 fl. erhödi.
sum 8. Januar 1874 vertagt. (K. 523z3. — Adin, 11. Dez. Ein Landmann aus der Gegend von
Variæke 12. Dez. Das von den Mitgliedern des Kriegs⸗ Hleuel, welcher bei der hiesigen Sparlasse dieser Tage Geld hin-
erichts an den Marschall Präsfdenten gerichtete Begnadigungsgesuch erlegen wollte, mußte, wil er die Bureaustunden versäumt hattt,
ebt einerseits hervor, daß die Richter unbeugsam die Vestimmung inverrichteter Sache abz'ehen. Er gab sein Geld vorsichtiger
es Gesetzes hätten anwenden- müssen, andererseits aber, daß Weise einem Wirthe in Verwahr,' worauf er den Heimweg antrat;
Narschall Bazaine sein Commando unier den schwierlgsten Be⸗ ind siehe da, seine Vorficht war am Platze gewesen, namlich vor
ingungen übernommen und daß er stets seine Tapferkeit bewiesen jeni Thore angelangt, wurde er von drei Kerlen angefallen und
abe. — Bajaine“ hat ein Dankschreiben and seinen Vertheidiger rheblich verletzt, konnte aber nicht beraubt werden, weil er nichts
erichtet, in welchem er sagt, daß er keine Revision des Urtheils dei sich führte. (Die Ussicherheit in der allernachsten Umgebung
rantragen werde: er hoffe seine Recht fertigung ällein von der von Köln nimmt in erschreckender Weise zu. Es dergeht fast kein
Jeit und von der Beruhigung der — — ex erwarte die Tag, daß nicht dergleichen von dort gemeldet wird.)
ollstreckung des Urtheils, festnentschlossen und stark in seinen Aus Chemnißtz, 9. Dez. In verschiedenen Orten Sachsens,
zewissen. — Als Einschließungsort Bazaines wird in unterrich-⸗ vorunter natütlich dresden und Chemniztz, bilden sich jetzt Frauen⸗
eten Kreisen die Insel Marguerite bei Cannes bezeichnet. detreine, welche den Zweck haben, gegen die willkürliche Steigerung
Versailles, 10. Dez. Die Regierung Segünstigt die der Lebensmittelpreise cinzuschreiten und geeignete Maßregeln: zu
onapartistische Abficht, Gambetta und Trochu in Anklagezustand zu ergreifen, dem gegenwärtigen Uebelstande abzuhelfen, wobei man
ersetzen. Die Praͤfekten siud in diesen Sinne in der Vrovinz amentlich im Auge hat, durch Concurrenzausschreiben wegen
qätiq.“ EFr. J) Offerten billigerer Lebensmittel einen Erfolg zu erzielen. — Soeben
Nack Pariser Meldungen der Independance Belge ist der eill die Notig durch unsere Blätter, daß der derzeitige Redacteur
Jusbruch der Krise in Frankreich sehr nahe bevorssehend. Die des „Katholischen Kirchenblattes', Hofprediger Wahl, auf einen
Jegitimisten halten in Versailles käglich Zusammenkünfte und wollen an ihn ergangenen Wunsch, von der Redaction zurücktrint.
ine Petitions Bewegung zu Bunsten der Restauration in Scene 7 Mitt der bisherigen Sdhnelligkeit der Eisenbahnzüge find
etzen und kein Millel unbersucht jassen, um die Proklamirung des die Amerikaner nicht mehr zufrieden und hoffen, diefelbe ohne
hrafen von Chantbord um ⸗Koöͤnig durchzusezen. In Folge Befahr für die Sicherheit durch das Nebeneinanderlegen mehrerer
dieser drohenden Zustäude Herescht allgemeine Aufregung und liegen Beleise bedeutend zu steigern, weil dann die durchlaufenden Züge
alle Geschäfte darnicder. don den Lokal und Zwischenzügen völlig getrennt gehalten werden
önnen. So baut jeßt die Philadelphiagesellschaft vier Geleisebreit,
mit dazu eingerichteten Brücken, Tunnels undAusweichestellen.
Außerdem ist von einer Lokomotive mit Treibrädern von 12 Fuß
Ducchmesser die Rede. Mit solchen Hitfsmitteln glaudt man, 100
englische Meilen in der Stunde durückzulegen, in Philabelphia
rühstücken? und in Chicago zu Abend essen, sowie Rewyork von
Philadelyhin aus in einer Stunde erreichen au önnen.

A Italien.

— Rem, 10. Dez. Verläßlich wird bestätigt, daß in dem am
2. ds, stalfindenden Konsistorium zu Cardinälen zrnannt werden
ollen: Chigi, Falciuelli, der Primas von Ungarn, der Erzbischof
on Salzburg, der Jesuitenpater Targuini, Pater Martinelle, die
eribiscköfe von Patis, Touiouse und Valencia. (T-N.)

Omerika.

) veammah, 11. Dezbr. Eine Proklamation dets Gier
rerdttapitänd Jovellar verlündet die peinliche Aufgabe, den. „Vir⸗.
mius* auszuliefern. Jobellar bemerkt, daß ihm hierzu der be—
mminleste Befehke geworden sei, und ermahnt die Bevölkerung zum
horsam, da sie anderenfalls zum Kriege gezwungen fein würde.
ne goß die Sile⸗ Syaniens rechnen zu dürfen.

Großartig pead die Erfolge, selbst bei den schwierigste
drankheiten, welche durch das berühmte Buch: „Dr. Airy'“
daturheilmethode“ erzielt wurden, wir empfehler. dasselr
aher dringend allen Kranken. Preis nur 18 kr.; vorräthig in
der guten Buchbandlung.

Vermisrcbeesö8ß. 365
Nius Nusschroeißen 2.5 Unterlußungetrichters Am

F. X. Demetz. veransworilicher Kedacteur.
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Frische Citronen
sind wieder eingetroffen; ferner empfehle für
bevorstehende Weihnaehten:

Citronat, Orangeade,

Zimmt, gemahlenen Zucker,

AÄnis, Mandeln, Rosinen,

Arac und Puunschessenz,

Rum und Kirschenwasser,

Hirschhornsalz,
sereanen Zwetschen und
epfel, Zwetschenkraut,

Honig, Reispondre,

Vanille, Chocolade,

grünen u. schwarzen Thee

⁊c. ꝛc.
Fritz Panzerbieter.

—— ——
Bürgervereins⸗Kränzchen.
Um Mittwoch Abent Zusammenlunft be
Jobaunn Feß.
Feuerwehr, Montag
Peter Heusser.
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aarbrücken, Bahnhofstraße 40.

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von 4 bis 120 Stücke spielend; Pracht-
werte mit Glockenspiel, Trommel und
Glockenspiel, Himmelsstimmen, Man⸗
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bon 2 bis 16 Stücke spielend, Neces⸗
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auschen, Photographiealbums, Schreib—
zeuge, Handschuhlasten, Briefbeschwerer,
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gläser, Portemonnaies, Stühle x.,
alles mit Musik. Stets das Neueste
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St. Iughbert. —
Lebensversicherungs &amp;E Ersparniß-Bank
in Stuttgart. I
— oir bringen biermit zur Anzeige, daß wir die Verwaltung unserer Ban'l von heut
em
berrn Jakob Bay er, Stadtschreiber doris.
Ubertragen haben. —
Derfelbe wird den Inkasso fur die Bank besorgen, sowie Anträge zur Versicherung
nigegen nehmen, ub rhaupt jede beliebige Askunft gerne ertheilen und Statuten, Pro—
spekte ꝛe. ꝛc. unentgeltlich verabfolgen.
EStuttgart den 8. Ottober 1873.
Die Banlk-Direktoren
Leibbramd. Probut.
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In meinem Geschäft sind fortwährend zu haben:
Vollständige Betten zu verschiedenen Preisen und Matrazen aller Art,
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sieher ꝛc. — Hosenträger, Kämme, Gürtel, Damentaschen, Schellenzüge,
Portemonnais, Cigarren⸗Etuis und Ständer, Rollen⸗Metermaße, geschnitzte
leiderhalter, eine große Auswahl in Stöcken, abgelagerte gute
Digurren,. schwedische Zündhölzer, und ein wohlassortirtes cager
in seidenen und andern Regenschirmen von 1-10 Thb.
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in Tweihrüceken.

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erlin, Dreolau g re Ruenderte Vræ
Officieller Agent saͤmmtlicher Zeitungen
des In-⸗ und Auslandes.
Meiniger Iseraten· Pachter J
des Kludcdderada tsob“, der Fliegenden Hläatter“, des, Figaro“ in Wien.
Aiueinigoe Annoncen-ogie
des „Deuischer Reichsanzeiger“ und TKoͤniglich Preußischer Siaats⸗ Anzeiger“, „Ver⸗
liner Tageblatt“, „Deutsche Landes-ZJeitung'“, „Deutscher Gemeinde-Anzeiger““, „Capi⸗
alist“, „Revue financièdro alemande““, „Schweizerische Handelszeitung“, „Zuricher
Presse““, „Prager Handelsblatft“. Feierabend des Landwirths“.

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* 3 2 *5. 5353388
ꝛ* 58 — 5 3* t 3232 33283375 —ß
3 — 55 —3 5358 55582
ẽ 533537332 5236 255 55* 55533 25
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27 337333 52 A 5355 58 3525 * 2 335353
8 —— 22 — *35* 28 32 325
— 2 —8 —
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3 3 22338335 ———— 52338 333 3333337
— —s5 ——— 258 33385*
— — 538588 5533 583 *7 23338 0
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— 5362 3333245 33
42 388 — 33255383
2 183333* 538
2 7333 28 A
33 58
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— 23532335 —23328 J
5552335533553258 2282 25553822

382—358333838 15555 3258 35655
33535*235 331558* 2 232837 525 3352* 8 284
e 289 5525 — 226 ñ 28* * S ä 2 52* F v ——
38 3335 3s8553 7—83527337 x23232835 3333

* 2 5 — ⸗ — * 5 anb

—— —23328 233 2253 5235 — ñc 32 33338 535

22 5323573 353582 ——*8 535283 * 553 5 — 5553 358

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2 ——53821.8 — 728 —— 3 8 855 *32
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2525 2732335628 36 558* 33338 28 —2 5355833
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3 25223* 25533 83—22 225 2 —— 532552 8 532

223 — 335535 —— 25 2532 25053238 —E 3232 582232 522 —5
2 33234563 2523533553853 33533 3233 364
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58 23 3 3 253355351* 28 —— — 5 5323 3338 —8
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5. 323 5287 538833 332353558 7 23335558 5285352
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252355 32358, 552533535* 55—z53535 6, 232, 7337283 33333
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75 55352388* 253733 *
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133 8438328
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        Der St. Ir e scad das mit den Hauptblatde verbundene Unterhaltungkblatt, mit der Dienstagt⸗, Donnerttags⸗ und Sonntag⸗
suntmer erlcheint uAi nrernr a: Dien tag, Dounrer atag, Saustag und Sonutag. Abonnementapreis viertelijahrig 42 Arzr. oder
12 Silberur. Ameigen werden mit 4 Kerr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet,

—8 — 55 ö— — —
AMIV7. — —— — * 1873

Deutsches Neich. Varis, 13. Dec. Die äußerste Linke will auf Grund der
München, 12. Dez. Bezüglich der k. Verordnung vom 20. Aug. Begnadigung Bazaine's eine Amnestie für jene verurtheilien Com—
o. J., die Errichtung der Schulen und resp. fonfessionell gemische munarden beantragen, die keine hernorragende. Rolle gespielt haben.
ten Schulen betr. haben die Erzbischöfe unb Bischöfe Bayerns Gr. J.)
im Monate September bekanntlich eine unmittelbare Vorssellten Paris, 14. Dez. Bazaine's Familie erhielt die Erlaubniß
an den Koͤnig gerichtel, welche von demfelben dem Kultusmiaiste- des Mitaufenthaltsrechts am Dentensions orte.
rium zur zustandigen Erledigung zuschickt wurde; nach Einholung Spanien.
des Befehls des Königs hat nun das genannte Ministerum untern Am O. fand bei Velabieta ein blutiger Kampf zwischen Moriones
J. d. eine Emischthzeßung erlassen, in welcher unter eingehender mit 14,000 Mann und zehn Kanonen und den Katlisten unter
Widerlegung der in der bischöfle Vorstellung ansgestellung Lizzaraga und Radica, 9000 Mann mit 2 Kanonen fiait. Diese
An sichten die k. Verocdnung vom29.. Aug. nach allen wurden aus ihren Stellungen getrieben, fügten aber der Armee
Seiten gerechtfertigt und am Schlusse herborgehoben wird, daß bedeutende Berluste bei. Dieselbe verlor 100 Todte und 800
die Staatsregierung, welche bei Erbassung der Verordung vom Berwundete, darunter einen Brigadegeneral, 2 Oberstlieutenants
29. Aug sich strenge auf den Boden der Verfassung bewegt und und viele Ofsiziere. Da dadurch dfe Straße nach Tolosa frei
jein anderes Ziel im Auge gehabt habe, als durch Befried'gung wurde, so wurden gestern 400, 0007Rationen in diese Stadt gebracht.
eines bestehenden Bedürfnisses das Interesse des Jugendunterrichtes Der Pfarrer Santa Cruz, durch ein Telegramm des Gou—
und damit das Wohl der Einzelnen und der Gesammt!eit pflichmä- verneurs von Viltoria von der Anwesenheit des Bischofs von
hig zu foͤrdern, sich auch bei der Durchführung der Verordnung Urgel in Vergara benachrichtigt, marschirte sofott mithseiner Bande
auf keinen andern Standtpunkt stellen und von keinem anderen dahin, um ihn zu füsiliren. Der Bischof ergriff eiligü die Flucht,
Beisse leiten lassen werde. (F. N.) um wmum Gros der carlistischen Streitktäfte zu stoß n —
Berlin, 12. Dez. Der Bundesrats hat heute den Gesetz ent
wurf Laslerz, betreffend die Ausdehnung der Reichscompetenz au
das Civilrechi, mit großer Mehrheit, und die Vorschläge des Reichs⸗
danzleramtes bezüglich der freien Eisenbahnfahrt der Mitglieder des
seicht ag3 neç nwun p.

A

f St. Ingbert 16. Dez. Wir machen die Wahler zum deut⸗
schen Reichstage darauf aufmerksam, daß die Daählerlisten nur noch
bis Donnerstag den 18. ds. auf dem Bürgermeisteramte dahier
zu Jedermanns Eirsicht aufle n. Es ist dringend nothwendig, daß
jeder Wahlberechtigte sich Üüderzenge, ob sein Rame eingetragen ist,
da Jeder, dessen Name nicht eingeeragen ist, nicht wählen
darf, und spatere Retlamasfionen nußlos sind — Wablhberedt'gt
ist jeder fünfundzwanzigjährige drutsche Reichsbürger, der sich
nicht bei der Fahne im aktiven Militärdienst defindei, da
nicht unter Vormundschaft steht, der sich nicht im Concurs befindet,
der keine Armenunterflützung bezieht und dem nicht in Folge
richterlichen Erkenninisses die staatsbürgerlichen Rechte entzogen
find. Tie Zahlung eines gewissen Steuer betrags ist nictt ge-
fordert.

TAaiserzlautern, 14. Dez. Die heute in Len meil abe ezalrene
Versa umlung von Mitgliedern der Forischritspartei des Wahltrei—
jes Kirchteimbolanden Kaiserslautern hat einstimmig den Tirectot
der kurmärlischen Landesirrenanstalt zu Neustadt Eberzwalde Dr.
August Zinn als Cauditaten für den Reichstag aufgestellt.

F Im Zuch thaufe zu Kaisersloutern hat si y ein Sträfling,
der beurlaubt war und wegen Mißbrauché —R
wieder eingezogen wurde, als bald nach feiner Einkeferung erhangi

F München, 11. Dez. Von gestern bis heute Abend
sind an der Cholera neu eikcankt 25, gestorben 14 Personen.

F München 13. Dez. Von gestern bis heute Abenrsird an der
Cholera 37 Erkraukungen und 13 Todesfälle vorgekommen.

F Berlin, 12. Dez Abgs. Mabludrodt ist micht unbedenklich
ertranlt und muß von den Parlamentarischen Arbeiten sich fern
hallten.

(Weinverfülschung.) Die Polizei von Paris ließ vor
zinigen Tagen aus empfangene Anzeige die im Enttepot von Bercy
lagernden und für den Consum in Paris bestemmten Weine und
sersuchen. Man fand darunter übder 800 Tonnen verfälschte
Weine, welche keine Sput von echtem Traubensaft enthielten. Die
Flüssigkeit ließ man sofort ouslaufen. Gegen die Eigen:thüme
wuide Untersuctung eingeleitet.

F London, 10. Dez. Der Herzg von Hawilton wurde
heute auf Schloß Kimbalton, dem Ahnensitz des hetzoglichen Hau—

ses Manchester, mit Lady Mary Montagr, der altesten Tochter des
Derzoze von Manchester, vermählt. Der Vater des Herross dbei.a-
dete 1843 die Prinzessin Marie van Baden, eine Cousie Neupy
»os MI.

Frankreich.

Paris, 12. Dez. Marschal Bazaine soll nach seiner Verurthei—
ung mit einem Hinblick auf seinen Todfeind Gambetta geäußert
Jaben: Man siehl, daß es gefährlicher ist, Marscholl, als Advokat
ju sein. In der That wäre es nicht unbillig, auch einmal die andern
Helden der Niederlage von 1870 vor einem Kriegszericht naͤher
zu illustriren und namentlich etwas näher zu untersuchen, wie
Trochu seine Schuldigleit in Paris und Gnmbetta die seinige in
Tours gethan und wer am meisten zur gänzlichen Auflösung des,
Staatswesens beigetragen hat. Es ist das eine Idee, welche in
manchen Kieisen des Landes ventilirt wind und auch Anklang findet.
der ich aus vollem Herzen itm baldige Realisirung wünsche. — Die
Insel Marg erite,wo si Nazeine 20 Jabte (Paufhalten soll liegt
ganz nahe de Connes und Bniibes, 2 Kiloneier vdn der Küste
in firnt. Sie ist 2 Ki!oincter lang 134 breit urd mit
Mychhen und sostig-n Gebüsche bewach en. Es findet sich
auf ihr ein altes Farmit großem, schönem Garten, das in der
letzten Zeit ait Gresangnißz für die aufständischen Araber diente.
Die Lage der Zuenns rezend, das Kbna sehr gesund.

Paris, 12. Dez. Die Regiecung droht den Zeitungen mit
Suspenfson, falls sie das Urtbeil über Bozaine tadeln sollten
Man spricht davon, doß auch die Generale Coffiniéres, Soleille
und Bohyer und die Obersten Magnan und Tournier in Anklage⸗
stand versetzt weiden sollen.

Paris, 13. Dez. Thiers war gestern um 4 Uhr bei Bazaine.
D. Facha i. Bajaine einpfing den Besuch der Marfchallin
Vdae Vaßonn. — Die Linke und die Bonapartisten
vollen di Regierung wegen der Etnennung des Herzogs dvor
dumale zum Corpscommandanten interpelliren. Sie werden sich
nuf das Gesetz Princeleau stützen, welches best mmt, daß kein De,
utirter während der Dauer seines Mandates eine Befoͤrderung
erbalten lönne.

Paris, 13. Dez. Bazaine bat anläßlch der Strafumwand⸗
lunz einen Brif an Mac Mahon gerichtet, iu welchem er aus
pricht, dr Marschall habe sich wohl der Zeiten erinnert, wo er
Jemeinschafilith mit ihm dem Vaterlande gedient habe, et (Bazaine)
fürchte, das Herz Mac Mahons habe über die Staatsklugheit
gesiegt, er wuͤrde gern den Tod erlitten haben.

Paris, 13. Dez. Bazaine's Abreise ift auf Mittwoch festge—
eyt. Scine Nffen, welche Offiziere sind, haden ihte Dewrs⸗
ion gegeben. — Oberst Maaan ist zur Dieposition Aneut worden.

(RFrse. 2*

— — — — — —— —
?A. Nemeh, verantwori zzer Redacteut.

—
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Frische O PAIIn
und Baumnusso
iind eingetroffen bei
Fritz Panzerbieter.

Wir machen die Miitglieder des Vor⸗
schuß Vereins eingetragene Gen. auf 8 82
der Statuten aufmerlsam, wonach Einzay⸗
lung, auf Stammantheil-Conto, welche i1
diesem Monate noch gemacht werden, schon
am Gewinne des Jahres 1874 Theil nehmen
vährend Einlagen, die z. B. im naͤchsten
Monate gemacht werden, erst 1875 divi
dendenberechtigt werden.

Diejenigen Mitglieder, welche mit dem
Vereint in Rechnung stehen, wollen; uns
vor Ende dieses miͤttheilen, ob und wie viel
wir ihnen zu Gunsten der Stammaniheile
in laufender oder Sparkaffenrechnung
belasten sollen.

Der Vorstand.
BIerzu aAA—Iage: Allgemeinor
Anzeiger r das Kbvnigreieh
Baver VS.

Sahnarzt r. ——
Saarbrücken, Bahnhofstraße 40.
Rechnunge
in “a, 94 und s Bogen zum allgemeinen
Gebrauch sird vorrüthig in der Druckerei
dieses Blattes.

AIsagetr⸗ teuer Hinderni sse wegß
erscheint kein Donuersagegete
ie Exped,
Zu bevorstehenden Weih—
nachten empfehle mein
mit allem Neuen und Schönen assortir⸗
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Kreuze, Kragen-,Brust- und
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Adol Motxa,
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Wegen Aufgabe dieser Artikel
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vor dem Posischalter dahier ein Thalerschein
welcher gegen Erlag der Inserathgebaͤhren
bei Unterzeichnet m abgeholt werden oann
St. Ingbert, deu 18. Dez. 1873
das Polizeykommissariot.
Eckerlein. —
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— Karl Schöffler.
Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaft
——WRXX
Grundkapital fl. 5,250,000.

Gesammtreserven fl. 4239,685.
Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir
Herrn M. Ebexrhar d zu St. Ingbert
zum Agenten unserer Gesellschaft fur St. Ingbert und Umgegend ernannl haben.
Ludwigsbafen, den 17. November 18785.
Die Haupt⸗Agentur
Fr. v. Moera.
Bezugnehmend auf das Vorstehende halte ich mich zur Verinittelung von Feuer
Verficherungen bestens empfohlen

Schuhwaaren in allen Façonen und
Großen, Metzer EStraßburger
jowie selbstgefertigte, sehr schöͤn und dauer—
haft gearbeitet, in großer Auswahl fuür
Herten, Ftauen, Mädchen und Kinder,
alle Sorten

Winlersilzschuhe,
en pfiehlt zu dilligen Vreisen

Ph. Weber Schubmocher
im M. Poul'scden Haule wohnhast.

J —A
Dünstlicher Dünger
aus der
Landwirthschaftlich chemischen
Fabrik von
GEORGC OCARIL. 7DMMER

Silberne Medaille.
Karlsruhe 1861
hrenv. Erwahnunc
London 1862.
Medaille.
Hamburg 1863.
zẽhrenv. Erwähnung
Mannheim 1863
Medoille.
Noln 1863.

Silberre Medaille.
Straßburg 1806.
Medaille.
Genf 1866.
Zwei Medaillen.
Paris 1867.
—A
ZSaarlouis 1867
Zwei Medaillen
Rarisruhe 1869

—IIL
Im Saale dis Herrn Ober hausor
Direktion von M. Schlumpf.
Mitmoch.17. Dezember 1873
2ꝛ Abor nements⸗Vorstellu ug
Die schoͤne Galathe
lo rische Op.rette n Att ron Supps. Unter Controle der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchsstationen.
Recept gegen Schwiegerm ütter Fnochenmehle, roh und gedämpft,
Lustipiel in 1Akt von König Lu w'g von Superphosphate, in ollen Sorten,
Bahrn. Fali- und Magnefia Präparate,
— Ammoniak SEuperphosphate, als bester Ersatz des rothen Peru-Guano,
Freitag den 19. Dezember Spezial Dünger, für Rüben, Tabak, Reben. Hopfen, Wiesen c
Di T 59 zu Saͤmmtliche Dünger ne in altbewährter, vorzüg!lichster Qualtät und
ie Tochter der Holle unter voller Garantie des Gehalles geliefert.
„Die Tochtert r Hhöl bon Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung seines Inhaltes und der X
—X Mannheims versehen.
R. Kneisel ⸗ * seh
sel F Gebtauchsanweisungen und Preislifte nestehen zu Diensten,
Kassenöffnung 7 u Anfang Wegen allem Naheren beliebe man sich an die Fabril in Mann heim oder an
Ded puntt Fnbe Ziel andere bekannte Verkaufslage zu wenden.
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Hedalnon, Druck und Verlag von F X. Deme; in St. Ingbert.
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2* —— H 7253222
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333855 33333335. 285 53533 5383* 8353553353 35 5553
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723 5582 — 5537 83338 33838
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5 25 * —8 —8 2 8 53— 8 8 5* — 30 * 2
— 557 23575—38 32— — 2548* 5238* 353558
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* —A — 2* 85383855—22588 252 32 —EC 582
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2 80 25 — 2* —32538 323 38 23222555 5835 222
3338 ——833235353537 25522 55323 3355 835535*
43835337756 3—533353 3338 3 325 3337—3 7
* —53522 2 —3—323282025 8558 — — 23
3—238542 3225 7577 —A—— — 732 — —25883
* —— 5355 8338535 555233235 2825
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353355355
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3553388* 23553 —25653 538 2 A— 3333335* 3525
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5232ẽ 253225 —5 2822 * 23 —A —2 35535* ẽ —
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2 25 2233 8 — 9 * 2
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2523833 3 282 385 32 J 3258* —A
353 — 555 7285 * 7 30 —A
235 5289 528 7 7 — — —3 7* 3
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25 552 — 525384 235 3* — *33 *26 2
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2588 3335535 23338 7325* S⸗ 25* — 2235538
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533533258 * 25 — 338— * 23528 558285
3533333235 2 55758272* 3533s835383.5 7 — 522833 *S2
133 23335 2225 5 2 — 27* 3 335 252
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—A — —8* 353633 225 29 2 535335
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3 23 5533 5558 17 — *2
2536032 363413 323 *
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552232 53835335382.8 525852
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253335353 355833 2323582 23335 53223 232335* 2237
— —2 * —Z — 2A — — J * 1 —ñ 3* * —. — — — *
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* 5* * 7* 2* 3 *
5253533532— 523268 553358 5855 ⁊ 23E2 — *25
J— 3337 55233
2 7 5 — — 52 * 3 —23—0 5 22 22275 2 —
535*33 3355* 2253 —c 252743325 — 93
— 58 2258 52385 528 5—.5 845 3 ꝛꝛt 55235
A. 3 5 32853 333*83
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—A— —Z 52 2 *3238 2 — 8 —7 J —— 2* 23* 53* —A
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9 22 22— 2 —A —— —368* —— — 2 88 32 28 4.
* 33252222 5383 z32 33532 532 52223 5*
218 —* 2325257 7258 2233 a523 —A 256 25 522
* 255 2 * —— 28* — — 52 5—7 2 2 2 222 ——8—*
e 2 — 22 22* 2 27 * * 2. 2 S· — 3 5533 121773— 2 2* ——
—— 2*533 —223282 523 583 — 52 5 2 —3538328 535 2
53* 8 —3— —— 223 * 2 3 —— 2 — 52,33 x 2*
J — 228 2. —8 2 —8 8 — — *
* 3335373535533 238584 3127 35823* 257* 2 535*
2 — 23 *. 2 * —
51 2833228*3 5536583553 s *8883
5225 58 5 523 ——— 3232 2 S 253528
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272 22 —BB 5 282 2538 *2 x3.— —372 826
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22 s252 83 3324338282—88278s
53355 3. 2 5457s55.38 337— »553532332.
53235833,5 363 — 7—3——3 8332255*35 28
— 0895 2202 — ——— — 5 58808
— 53 — 2 —3 3— —5335 A —

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—35 — 333—325325 23 552322257*
—9 755533655 2283333332 9,333233232
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— 22 — 23235 8 —A cã 2.* — **9 — — —

* —A2 2* 2 — 5 — 52 28 . R *8 2. — 2*

— Dz3. 2*522 2I3B32.2 2. —— ——
— 5553533 235 *s538255533753
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— 2322 53 23* 2888 522.6 532024
2830 2325 838— 8 2 5822358 — — 7x* 72— 8—*2. 33 * 2.
528 3533535 33 58235338 338 2258535332333
2 — . 7 8 n —532 * 2 34
2 2 J 55225* 22 277 — 25557 222
2573 —83388 858 8335 ——5*532 88 2833 28282358

— * 2* —
*22 265.27 8 — 2—22 z 3 25 23523 5258 52
3 522 — 8* 35232 — 2 —* 523 23 06 29 ——
2585525833335 3 83* 535 538 252572332232333
7 5 5
25 75 5523 2—2 555338 2358 —8 2—32323 582 5 —
123 125*32383 823228* — * 52822—22 —
28 3 28 22 3 3568
9837 — 2 X * —5 2 5 *⁊ — m22555 226
3356293 3 353552353535 532 5*222352533235
RE e 8 323—53383* 5 27232

325322827
—8—
5553323254 2553 557335357 —
292 322* — 2 3* 285 5 2355 5
2335.558 — 2 *8 332 5253—22382 5
* * 8 36G— 7 3532*232* 2 2
27 5233. 583 580583 13 2 2 3
* — 2555 8 2 5 — 2 988*
87 552526 ——— s*
2323288 8*53332——28 5
2 2. 3 8 — 53 258 257 55
253835738*33532333 2355738333 253
2 2532385 22533 23222 523232533
* 23325 — * 38 z2.5 2. 52 — 52222
* —A 2838323338353823 52.5 5235
3323233535 3383538333355328
8 — 5 — 23. 252323 *52 S.
— 35s8s383 52333657 *5
—S 2 5522 252 *23 52 *
* — 23. 2332 5522 53 2 58793 25 *
35333333353273 —A
252.7 52222.* 57 5 2
33333 3
* 2 2 5528 *23. 3 25 25277
—8 2 * * 22255 5252 2358* —V
⁊ —33 * 35 — 258235 2275 —5
35232 55558 283 — 8
— 217 8 —A— 3 225
J223263357 73335238* —
85 553372332 —— * 253
2 * F
—A 235 28 3*832 S513
2 25222 3 13875 522383
* 52 23528 2523333-38 25
— 22—25533 * 85 22 — 58
— 5373 322323227 — 532 2 2.5* ⸗
2 23333553358* A 228
3333555325 23553331333258*
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

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Der St. Jnaberter Anzeing er (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unkerhaltungüblatt, mit der Dieustags⸗, Dounerstags⸗ und Sonntag-
Rummer erscheint wöchentlich viernm al: Dien ze48, ⸗nner ata g, Samsstag und Sonuatag. Abonnementepreis vierteljährig 42 Krzr. oder
12 Silbergr. Aneigen werden mit 4 Kurr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.

— —— — —ñ — — — — —
Samstag, den 20. Dezember 1873
*
Einladung zum Abonnement.
Bei heronnahendem Qüuartalwechsel erlauben wir uns zur Er
neuerung des Abonnements auf den St. Ingberter Anzeiger
höflichtt einzuladen. Durch regelmäßige Zusammenstellung der
yolitischen Tagesbegebenheiten, und durch alles Neueste, das wir
auf dem Felde der Landwirthschaft und des Vertehrs bringen
werden wir das in uns gesetzte Verkrauen zu rechtfertigen suchen.

Durch das 3mal in der Woche unserem Hauptblatte bei gedruckte

Unterhaltungsblatt, spannende Novellen, Gedichte, kurzweilige Ge—

chichten und Räthsel enthaltend, glauben wir die Auforderungen

einer Lokal Zeitung erfülit zu haben. J

Unsere auswärtigen Abonnenten, welche das Blatt durch die
Post beziehen, ersuchen wir freundlichst ihre Besl⸗llungen bei den
vetreffenden Postexpedition n oder Vostboten doch unverzüglich
machen zu wollen. Unsern verehrl. Abonnenten von St. Ingbert
und Umgegend, welche das Blutt durch unsere Träget bezieh⸗n,
wird dasselbe für das kommende Quartal forigeliefert werden, falls
iie vor Ende dieses Monats nicht ausdrücklich abbestellen. Der

Preis unseres Blattes bleibt derselbe wie bisher.

Recht zahlreichem Abonnement fieht ergebenst entgegen

die Expedition des St. Ingberter Anzeigers.
Deutfebes Reich

München, 15. Dez. In den letzten Tagen ist die mit dem

norddeusschen Heere analoge Einrichtung, nach welcher das Commando
dir (32) Landwehrbezirke Bayerns zur Disposikion geslellten Oberst
lieutenants und Majors funktionsweise übertragen wird zur Durch⸗
jührung gelangt. Es ist hiedurch eine bedeutende Ersparung ir
den Bezügen derselben gegenüber derjegigen in ihrer früheren größ
entheils aktiven Diensteestellung eingetreten.

München, 17. Dez. In Anwesdung den Art. 80 Abs. 20
der Civilprozeßordnung hat sich das Stautsministerinm der Justiz-
auf Grund eines von dem obersten Gerichtshof im Hinblick auf
die bisher gemachten Erfahrungen gestellten gutachtlichen Antragt?
geranlaßt gesehen, zu verfügen, daß den geprüpften Rechtscandidad-
ien die Führung mündlicher Rertheidigungen im Anwaltlsprozeß
vor dem obersten Gerichte hofe des Königreichs nicht mehr gestattet
ist. Die Befagnisse derjenigen Rechtscandidaten, welche mit Bewillig⸗
ung des Justizministeriums als Substituten von Anwälten in deren
Anwaltsgeschäften auf bestimmle Zeit aufgestellt sind, werden durch
die neue Verfügung nicht berührt.

Minchen, 18. Dezember. Abgeordnetenkammer. Bera—
lhung des Gesetzentwurfes uͤbder die Zuständigkeit der Gerichte in
Strafsachen zum Zweck möglichster Entlastung der Schwurgerichte.
Justizminister Fäustle erklärt, er sei persönlich für Erhaltüng der
Schwurgerichte und werde stets dafür sprechen; auch habe sich das
bayerische Mitglied der betreffenden Reichskommission dafür erklärt.
Bei der Abstimmung wird der Gesetzentwurf in der vom Aus⸗
chusse modificirten Fassung mit 105 gegen 7 Stimmen angenom⸗
men. Schließlich erfolgt die einsiimmige Annahme des proviso-
rischen Gesetzes vom 27. Sept. 1872, betreffend die durch Ein
ührung des deutschen Militärstrafgesetzbuches bedingten Abänderungen
der bayerischen Militärgerichtsordnung.

Darmstadt, 16. Dez. Der Stadt Mainz soll nach Antrag des
omanzausschusses der Z Kammer zu Zweden der Stadlierweite⸗
tung ein weiteres 4pronz. Darlehen von 193 Mill. Gulden aus
)er Hauptstaatskassa ausbezahlt werden.

Darmstadt, 17. Dez. Die erste Kammer hat auf den Antrag
2. Dalwigl's über das Schulgesetz beschlossen und zur Bedingung
der Annahme desselben gerhacht, daß die von der Abgeordneten-
ammer beschlossene Ausschließuug der geistlichen Orden in das
9 nicht aufgenommen werde. Das Sdulgesetz ist hiermit
gefallen.

Darmstadt, 18. Dez. Gegenüber der bei dem Ministerium
om Bischof von Mainz wegen der amtlichen Bearündung der
eieweisung des Jesuitenpalers Zöller eingereichten Beschwerdeschrift

vio Darmstädier Zeifung“ dar. dak der General des Fesui-

tenordens einem Untergebenen eine Sünde befehlen könne, und be⸗
merlt, daß die Regierung ihre Aeußerungen über die Staatsgefähr
lichleit des Jesuitenordens nicht zurücknehmen werde.

Berlin, 17. Dez. (Herrenbaus.) Der Gesetzentwurf über
Aufhebung der Zeitungssteuer wurde in der Vorberathung ab⸗
gelehnt.

Berlin. Wenn der Gesthentwurf über Beurkundung des
Persorenstandes die Zustimmung des Landtags erhält, so treten
die bisherigen gesetzlichen Bestimmungen, welche die Schließung
einer Ehe wegen Versch'edenheit des Religionsbekenntnisses verbieten
(Ebe zwischen Juden und Christen) außer Kraft, ebenso jene Be⸗
timmungen, welche jetzt eine stattliche Einwirkung auf die Vollzie⸗
jung der Taufe anordnen.

Aus Westphalen. Die sociale Frage charalterisiren folgende
Thatsach⸗n recht deutlich. In Münster erhöhie ein Schlossermeister
den Lohn seines Gesellen von 1 Thlr. 5 Sgr.täglich. Am nüchsten
Montag feierte der Geselle, weil er nach der dem Meister abge⸗
gebenen Erklärung j⸗gt in 5 Tagen so viel verdiene, wie früher
in G;da werde er doch nicht 6 Tage arbeites. — Im Regierungsbes
irke Kölu wurde ein ganz gewöhnlicher Tägelööner nich 1000
Thaler Einkommen besteuert, und im Wurmreviere wurde festgestellt,
daß eine Arbeiterfamilie 1600 Thlr. Einnahme habe und doch nicht
borwärts komme. In seiner Brutalitatstastisstik fü: den Monat
November sagt deshalb Herr Harlort niun Recht: „Wenn trotz des
hohen Arbeitsverdienstes der Arbeiter Mord, Todtschlag, Raub,
Diebstahl und Contractbruch in so erschreckender Weise zunehmen,
dann ist der Weg zur Commune klar gezeichnet. Das Strafgesetz
ist zu gelinde und die Polizei zu schwach! Völlerei ist die Muttet
dieser Rohheiten und Uebelthaten. Möge die Volavertretung die
Tapitalfrage der Sicherheit der Personen ernsttich in die Hand
nehmen und dem Messer Halt gebiesen.“ So der alte Kämpe für
wahre Freiheit und Recht. Die Sache eilt aber, denn die gegen-
wärtige wirthschaftliche Krisis droht die Unsicherheit des Lebens
auch auf die des Eigenthums auszudehnen. GMagdeb. 3.)

Frankreich.

Paris, 16. Dez. Der Herzog v. Aumale hat vor seiner Ab⸗
reise nach Besangon dem Präsidenlen Mac Mahon erklärt, er
volle sein Mandat als Deputirter niederlegen. Er ist aber davon
abgestanden, in Folge dringlichen Abrathens des Praͤsidenten der
Republik. (Fr. J.)

Versailles, 17. Dez. Die Nationalbersammluag begann
heute die Berathung dee Militärbudgets, welches mit 466,500,000
IFrcs. im Voranschlage festgefetzt isi. — Die Budgekcommissien hat
ohne Discussion den Autrag auf Bewilligung von 800,000 Fres.
zur Bestreitung der Kosten für die Empfänge des Präsidenten
der Republick im Elise bewilligt.

Versailles, 18. Dez. Bazaine wird noch vor Ende dieser
Woche nach Ste. Marguerite gebracht werden.

Die französische Landesvertheidigzlommtssion hat nunmehr den
Beschluß gefaßt, auch Choumont s. Marne in den Kreis der starl
Hefestigten Plätze zu ziehen, welche den Bertheidigungsgürtel Frank
reichs gegen Osten bildensollen. Die Stadt, derenstrat egische Wichtig⸗
leit noch durch die Lage am Marneabschnitt erhöht wird, soll mnt
ꝛiner Enceinte und mit weit vorgeschobenen detachirien Foris um—
geben werden, welche den Kern der Befestigung gegea cin Bom—
bardement sicher stellen follen. Die Foriifikatinnen selbst werden
niach dem System Vauban mit geringen Aenderungen ausgeführt

verden.
Schweiz.

Bern, 18. Dez. Der Standerath genehmigte gleich dem Nationalrath
ie Abschaffung jeder geistliche n Gerichtsbarkeit, das Verbot des
Jesuitenordens, die Ausdehnung der Bundescompeten auch auf andere
zeistliche Orden, ferner die Unzulässigkeit der Errichtung neuer
ind Wiederherstellung alter Klöster, sowie die Führunz der Cilvil—
tandsregister und des Begräbnißwesens durch Civilbehörden

Sywanien.
CKarlisten und MReyablikner 4
        <pb n="796" />
        zer Stärke von je 13,000 Mann in der Nähe von Tolosa
concenttirt; man erwartet einen Kampf.
Amerika.
Die amerikanische Krisis ist bis nach Utah gedrungen. Die
Mormonen schaffen einen Theil ihrer Weiber ab um zu sparen.
A e

— Speier, 17. Dez. In den jüngsten Tagen -sind die neuen
Zwanzig⸗Pfennigstucke in den Berkehr getreten und wurden gestern
die erßen Suücke hier in Umlauf gesetzt. Nach der „Allg. Ztig.“
sollen jetzt die Einmarkstücke nachfolgen. Beide Münzgattungen sind
Silber ausgeprägt; die ZwanzigPfennigstücke haben einen Durch—
messer von 16 Millimetern, also nahezu den der, jüddeutschen
Broschen: sie sind im geripptem Ringe geprägt und tragen auf der
Reversseite oben die Umschrift, Dentsches Reich? nebst der Jahrezzahl,
n der Mitte in deullichen arabischen Fiffern die Zahl „20“ und
haruntet die Umschrift,Pfennig.“ Die Einmarkstücke haben einen
Durchmesser von 24 Millimetern, aljo ungefahr den der Einhalb.
guldenstücke; auch sie sind im gerippten Ringe geprägt, und
ragen auf der Reversseite die Umschrift „Deutsches Reich,“ sodann
nnerhalb einer Kranzverzierung die Bezeichnung 1 Mark,“ unter
der Kranzschleife die Jahreszahl. Auf der Adersseite beider Münz-
gatturgen befindet sich der Reichsadler. In süddeutscher Währung
zusgedrückt, beträgt der Werth des Zoan zig Pfennigstückes sieben
Kreuzer, jerer des Einmarkstückes fünfunddreißig Kreuzer. Nach
den Bestimmungen des Reichsmünzgesetzes vom 9. Jauli 1873
müssen diese Münzen fofort nach ihrer Ausaabe, alfo schon vor
xinführung der Reichswährung, von den öffentlichen Kassen in
sedem Betrag in Zahlung angenommen werden; auch im Privat-
derkehr haben dieselben sofort als gefetzeiches Zahlungsmittel zu
dienen, jedoch unter dem Vorbehalte, daß n'emand verpflichtet ist,
don dieien Reich?smünzen auf einmol mehr als zwanzig Mark
laljo 11fl. 40 tr.) in Zahlung anzunehmen. 6Sp. Anz.)

4 Tie „N. Frkf. Pr.“ dringt folgendes Eingesandt aus
Zdudwigshafen, 14. Dez.: „Gestern fand die längst erwartete Si⸗
zung des Verwaliungsrathes der Pfälz. Eisenbahnen hier statt.
Aber ach! von den in Aussicht gestellten Theuerungszulagen war
eine Rede, und so sind denn die Hoffnungen unseres armen Per—
sonals abermals zu nichte worden. Die Gehälter der HH. Oberbe—
umten hingegen wurden, wie gewöhnlich, aus dieses Mal geregelt⸗
b. h. um Tausende von Gulden erhöht.“

Füeber ben zweilen Guß der Kaiserglede melbet die „Pf.
Zig.“ da, wo im oderen Theil der Krone das nachgegossene Metall
deginnt, deute eine feine schwarze an, daß nicht die innige Ver—⸗
rinigung der beiden Metallmassen stattgefunden habe. Es liegt also
Zie Moöhßlichkeit vor, daß mit der Zeit die Glocke in sich an jener
Stelle spaite und dadurch den Ton verliere (für das Läutper sonal
durde bei der projektirten Art, die Glocke aufzuhängen, dadurch
seine Gefahr entstehen). Uebrigens wird es noch auf das Urtheil
der technischen Commission ankommen.

ꝓ Nach der „Rhpf.“ wurde in Edenloben ein Brandbrief
gefunden, wotin mit dem Anzünden von etlichen zehn Häusern
Jedroht ist.

FBergzabern, 15. Dez. Das, Südpfälz. Wochenbl.“ berichtet:
„Vorgestern wurde hier durch die, wie erzahlt wird, von Dahn,
Jerbeigteilte Gendarmerie ein junger Mann verhaftet, in dem man
en Moͤrder der Frau Schwarz in Homburg vermuthet. Derselbe
loll der Bruder des Wirthes und Mechanikers Mugler in Dahn
sein. Der Verhaftete wurde sofort nach Landau abgeführt. Wir
erfuhren nun geistern von Personen aus Dahn uͤder den Verhafteten,
daß, wenn er Wirklich der Vruder des ꝛc. Mualer in Dahn sei,
»erselbe unzurechnungsfähig fei. Er sei früher Schullehrer und in
Amerika gewesen, habe daselbst in seiner Verrücktheit seine Frau
zurücgelassen und sei vor einiger Zeit nach Dahn' gekommen. Der
Arzt hbe seinen Angehörigen bedeutet, sie möchten auf ihn auf⸗
metfsam sein. wenn er mit Messer, Gabel oder fonstigen scharfen
der schneidenden Instrumenten umgehe, indem er in seiner Kraul⸗
Jeit dazu disponirtsei, sich selbst zu ermoidern, oder an anderen,
n seiner Nähe sich besindenden Personen sich zu vergreifen.“ (Wa⸗
um hat man denn nicht bei Zeiten dafüt gesorgt, daß dieser Man
zmeine Anstalt kam?

4 Trier, 15. Dez. In der heuligen Sitzung des Zuch tholizei ·
Berichts wurde Bischof Eberhard wegen geseßwidriger Anstelluns
on 32 Geistlichen zu einer Geldbuße von 6400 Thlrn., bezw. 2
Jahren Gefangniß, verurtheilt. Die bis jett gegen den Bischof er-
Jangene Geldbuße beträgt 10.000 Thlr.; derselbe hat, wie sein
Amebruder in Paderborn, schen längst dafür gesorgt, daß ihm
Nichts gepfändet werden kann

— Franksurt a. M., 14. Dez. Dieser Tage wurde tier ein
Bauner, aus Rlein-Schwalbach gebürtig, verhaftet, dessen elegantes
F⸗ußere der Polizei, die ihn von krüher her kanute, aufgefallen

e De Mrerene. 6n vhorsefundene

Zegenstände, z. B. zwei 20 Centimesstückchen, ließen ver nuthen,
daß er vielleicht den am 22. Ottober c. in Essen zum Nachtheil
des Herrn Krupp verübten bedeutenden Diebstahl au Geld und
Boldsachen ausgeführt habe, Er wurde deßhalb einer sehr genauen
viederholten Vistiation unterworfen, und siehe da! auf seinem
bloßen Körper an iner unnenndaren Stelle versteckt, fanden sich
1000 Thaler in Papiergeld vor, darurter Geldsorten, welche bei
dem erwähnten Diebstahl in Essen weggekommen waren. Ein scharfes
Berhör that das weitere, und hat der Gauner denn bereits ein
vollständiges Geständniß abgelegt.

Wiünchen. Auf der Herreninsel im Chiemsee beabsichtigt
dönig Ludwig II. ein Prachischtoß im Siyle des Versailker
Zzchlosses zu erbauen. Pläne und Ziichnungen hiezu werden bereits
ntworfen.

f Dem „Berl. Börsenkurier“ meldet man aus Paris, 13.
Dez.: „Hugo Schöps, der Kassirer der Berliner Firma Liebermann,
ver seinem Hause 25,000 Thlr. unterschlagen hat, wurde gestern
von der hiesigen Polizei verhaftet.“·

— Die Volls. Zig. schreidt: Eine lakonische Antwort erhielt
ürzlich der Chef einer bedeutenden Pechfabrik, welcher
ingünstige Auskunft über die Verhältnisse eine Actien Brauerei
rbalten, nachdem er eben einen großen Posten Pech an dieselbe
ibgesandt hatte. Um sich nun weder in den Besitz seiner Waare
u setzer, schrieb cr sofort an die betreffende Attien⸗Gesellschnft, daß
ie desinaliege Sendung, wie ihn viele seiner Kunden haben wissen
assen, an bedeutenden Mängeln litte, und bat um deren Nichtan
ahme, da er sein Renommsé nicht schädigen wolle, unter dem Ver⸗
prechen, in wenigen Tagen die bessere Qualität zur Absendung
u bringen. Die oben angedeutete Antwort der Brauerei Gesell-
haft lautete aber: „Ihr Pech conbenirt uns!“

Paris, 17. Dez. Det aus dem Prozeß Bazaine belannte
general Soleille ist gestern als Geistesktraunker in Toulouse ge
tocden

f In Gensf nimmt das Erben kein Ende. Kaum war
Fubel üder die braunschweigische Erbschaft verrauscht, so starb
sußland ein ehemaliget Erzieher, Namens Bouchet, und vermachte
der Stadt Genf 200,000 Fres. zur Befoörderung des öffentlichen
lute richts. Ferner hat neuerdings ein ehem liger Lehrer in
ẽngland, Herr Pons, vorübergehend Mitglied des Genfer Staats⸗
athes, der Stadt eine faft ebeuso dohe Summe zur Beförderung
)es Privatunterrichts vermacht.

f Bonn, 13. Dez. Der verantwortliche Redalteur der, Deur⸗
chen Reichszeitung.“ Schuhmachermeister P. Emons, wurde gestern
on deu hiesigen Zuchtpolizeigericht wegen Abdruds deds dem
Mainzer Journal? enilehnten ‚„An den Kaiser“ überschriebenen
artitels unter der Beschuldigung der Majestätsbeleidiguug zu zeei
Monaten Gefängniß verurthelt. (Fr. J,)

f London 17. Dez. Enn furchtbater Orcan im Norden Eng
ands hat die Thelegraph.nleitung unterbrochen und sonst ungeheuren
Zzchaden angerichtet. Der Sturz eines Thurmes hat in Sheffield
WMenschon getödtet und an 80 verwundet. Viele Kamine sind
inabgeweht und Dächer abgehoben. Kirchen haben in Halifar.
Zheffield, Leeds und Glasgow Schaden genommen.

F Bei dem jüngsten dreitagigen Londoner Nebel hab:n allein
n den Docks nördlich der Themse 14 Personen ihren Tod
zefunden.

Der unterseeischr Tunnel, dusech welchen man die Küften
bon England und Frankreich zu verdinde In hofft, ist nicht mehr
ine blosje Chimär. Eine Commission, de Jrehend aus po'litischer
Bersönlichleiten, Abgeordneten oder Generalr athen des Pas-de-Calais,
ind aus Männern der Wissenschaft, ist am 14. ds. bei Herrn de
ẽlerg. Abgeordneten dieses Departernents, zusammengetreten und ha
instüͤnmig den Wunsch ausgesprochen, daß der Bau eines unterser
schen Tunnels zwischen Frankreich u. Engiand von Staatzwegen füt
in gemeinniltziges Unternehmen erklärt werde. Von diesem Beschluß
zis zur Ausführung mag der Weg noch weit fein; aber es wäre
iin Werk, wilches dem 19. Jahrhundert unb den beiden Nationen
te es unternehmen, zur Eqnre gereichte.

F Ein wadrhaft „großartiger‘ Diebstahl wurde am 26.
I. in Kairo verübt. Die Beschädigten sind Rochemann Frecres.
holdwaaren und Juwelenhändler. Die Angaben über den MWertb
)er gestozlenen Gegenstaure schwanken zwischen 35,000 Pfund
Zterling und einer Million Francs. Das Geschält liegt in Mus!i
der belebtesten Straße Kairo's. Vor nungefähr vier Wochen miethe
en drei Herren im Hofe des Hauses, im welchem Rochemann
Freres ihr Geschäft haben, ein Magazin, angeblich füc ein Wein.
seschäät, und bezahlten die Miethe für sechs Monate im Voraus. E⸗
vurden auch fortwährend Fasser ab und zugeführt, und, wit
nan jetzt weiß, defand sich in den vollen Fuͤssern nicht Wein, sor
»ern —Erde, welche auf diese 2eise unverdächtig we zgescheft
nurde. Die Diebe gruben nämlich durch drei Wochen einen
20 Meter langen Ganal qus ihrem Magadien kbis inn⸗
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        Juwelierladens, in welchen sie an dem' obengenannken Tage stiegen,
während derfelbe um die Essenszeit zwei Stunden geschlofsen war,
und räumten die Vorräthe gründlich auf. Die Diebe wädhlten
schlauer Weife die Tageszeit, weil die werthvollsise“ Waaren in
der Nacht in einbruchsicheren Kaften verwahrt wurden. Eine Spur
bon Ihnen hat man bis jetzt nicht entdeckt.

Weiterführung der Bahn von Siraßburg in der Richtung von
dauterburg nach Germersheim Seitens der Reichslande ein Vertrag
abgeschlossen worden, der höheren Orts unterm 13. ds. Mis. die
Benehmigung erhielt. Untersuchungen sind darüber noch im Gange,
ob die Linie im Rheinthal oder auf dem wasserfreien Hochufer
entlang zu führen ist.

Aus Berlin verlautet jetzt, daß eine Erböhung der Eisendahm
tarife am 1. April 1874 nicht allein nicht eintrelsen wird, sondern
daß auchzder Reichskanzler sich gegen die von dem Finanz— und
dandels Ministerinm beantragte Erhö hung der Gütertarife ausge-
iprochen hat. Es haben in Folge dessen die beidenHerren beschlossen
sich noch einmal mit einer ausführlichen Motivirung ihres Stand⸗
punktes an den Reichskanzler zu wenden.

— —
Dienpce⸗nachrichten.

Der Forstzgerichtsbote Ant. Adams von Blieskastel wurd⸗
auf Ansuchen seiner Stelle euthoben und der Militärbewerber
Friedr. Leybold, z. J. in Landau, Trompeter des 2. Pionier
Bataillons, zum Forstgerichtsboten für die Kantone Blieskastel und
St. Ingbert ernannt.
Volkswirthschaft, Handel und Verkehr.
Müngdhen, 18. Dez. Mit der bayerischen Regierung ist wegen,

B.4

Demez, verantwortlicher Redacteur.
Bekanntmachungen.

—538
„ielwaaren.
Wegen Aufgabe dieser Artikel
Total⸗Ausverkauf zu allen Preisen⸗.
von über 2000 Stil Puppetca
von J kr. an bis aufwärts zu 5 fl. .
über 200 Stück der neuesten Kinder—
Spiele, verschiedener Art;
Trommeln, Säbel, Gewehre, Patrontaschen, Tornister,
Tschakos und viee andere verschiedene Gegenstände bei

*
Versteigerungen.
Samstag, den 27. Dezbr. 1873, Nach

mittags 2 Uhr, dahier bei Joh. Adam
Beck Wittib lassen Eheleute Wilhelm
Erb und Christina Bess folgendes Acker ⸗
ttück öffentlich in Eigenthum versteigern:

1 Tarw. 3 Dez. Acker in der Au, hie—
ñgen Bannes neben Gebrüder Krämer und
Bebrüder Dörr.

Horn, kgl. Notar.
Gleich darauf, Nachmittags halb 8 Uhr
in demselben Lokale läßt Carolina Laur
bon St. Wendel öffentlich in Eigenthum
persteigern:

Pi.' Nro. 8981. 1 Tagw. 22 Dez.
Acker hinter Hobels, neben Mich. Thiery
und Louis Beer, hiesigen Banes.

Horn, tigl. Notar.
Zu bevorstehenden Weih—⸗
nachten empfehle mein
mit allem Neuen und SsSchönen assortir⸗
tes Lager: als.
Came und gefärbte Garni—
turen, Brochen, Boutons,
Ringen, goldene, silberne n.
Talmie-Ketten, WMedaillons,
Kreuze, Kragen- Brust -und
Manchettenknöpfe, Brillen,
Barometer ꝛc. ꝛ⁊c.
Adolf Mota.
Goldarbeiter.

Karl Schöffler.
Zu bevorstehenden Weihnachten empfehle ich mein Lager in:

Seiden und Alpaca, Herrn- und Damen-⸗Regenschirmen,
Cautschuck-Regenmäntel, wollen und seidne Herrn-Cachenez,
Foulards, weiße und farbige Fichus, Herrn-Binden und
Cravatten der verschiedensten Art, Portemonais und Cigar⸗
ren-Etuis mit Stickerei, gestrickte Damentücher, Kaputzen
und Baschliks, schwarze und farbige Chales, Reise-Plaids,
türkische Cachemir und Rips, Tischdecken mit Franzen und ge—
wirkten seiden Borden, Bett-Vorlagen und Pique-Decken,
Stickereien, wollen und seiden Damenschleifen und Vorstecker,
Musik-Albums, Tafel⸗, Kleider- und Haar-Bürsten mit

Stickerei ꝛc. ꝛc.
sowie
eine große Partie
leiderstoffen

Honig⸗ Baseler⸗, Nurnber—
ger und Mandel⸗
Lebkuchen

zuu haben bei

Damen⸗
zer letzten Saison zu bedeutend herabeefe
7
nEI.
Literarische Neuigkeit!
114 Sagen und Beschreibungen und 12
Gedichte
enthält das eben erscheinende höchst interes-
sante und lehrreiche Familienbuch:
Der Sagenkreis des Fich—
telgebirges.
In allegorischem Umschlag elegant cartoniri.
Das reichhaltige Inhaltsverzeichniß des⸗
elben liegt in der Exped. ds. Bi. unserin
Jeschätzten Lesern zur gefl. Einsichtnahme
ruf. Gegen Einsendung von nur 16 Gro⸗
chenmarken wird das Buch von der Ver—⸗
agsbuchbandlung in Münchberg (Bay—
irn) postwendend und franco versandt.
Wir empfehlen dasselbe als passendsu⸗e
Weihnachtegeschenk ieder Familie

vLIAIS IN
und Baumpusseo
ind eingetroffen bei
Fritz Panzerbieter.

——
Frische

6. Nichkel. Conditor.
Theater in dt. Ingbert
Im Saale des Herrn Oberhausor
Direktion von M. Schlumpf.

Sonntaq, 21. Dezember 1873
3. Rbonenzuts Vopstottups.
Der Jongleur

Schuhe Stiefel!
Schuhwgaren in allen Façonen und
Brößen, Metzer K. Strasburger,
owie selbstgefertigte, sehr schön und dauer
haft gearbeitet, in greßer kuswahl für
Herren, Frauen, Vaädchen und Kinder,
rle Sorten

—

Winklerstlzschuhe.

»mepfiehlt zu billigen Pre—sen

Ph Weher Schuhmacher

Die Kunstreiter aufder Messe.
Otiginalposse in 4 Votbelungen mit
Vesang von E. Pont Ranit von Conradi.
Fafssenöffnun 7 V/hrAnfang
ee 7—*

nder

442

363

———

m

M. Paulschen Hauße wobßnhast.
        <pb n="798" />
        Zum beborstehenden Weih ˖
achtefestenspfehlen wir
ine große Auswahl

Weißwaaren,
SelIoier, GInce Iandseliiula, Cor-
zetts, sowie einen Posten wollager Sachen,
welche, um damit zu räumen, zum Ein⸗
kanfspreise abgegeben werden, als:
BShawls, Tüeher, Kahutzen, Man
BCIIGI, Seelenwärmer u. s. u
JAuch halten wir unsere übrigen Putzar-
tilel bestens empfohlen.

Geschw. Boruschein

Am 2. Weih-

nrachtslage
ak Quirin
Rantrisch.
Ein Müsferschwein
mit elf Jungen ist zu verkaufen dei
— Heiurich Echmelzer.
Tanz Unterrichts ¶ Em⸗
pfehlung &amp; Anstandslehre.
Mehrseitigen Wünschen entsprechend zeigen
wir ergebenst an, daß wir im nächsten
Tagen einen
—
7-
eröffnen. Darauf Reflektirende werden ge⸗
beten, sich gefl. in meiner Wohnung bei“
Hrn. Metzger Kling,“ Blieskastelerstraße
zu melden, wo das Nähere zu erfahren ist
St. Ingbert, den 29. Dezember 1873

M. Schluͤmpf,
Theaterdireltor.

Frau Hötschl — Schlumpf.
Frucht⸗Brod⸗Fleisch ꝛe. Preise
der Stadt Zweibrücken v. 18. Dez.
Weizen 9 fl. — tr. Korn 7 fl. 8 kr
Gerste Zreihige, 6] fl. 40 kr., Gerste vier—
reihige, 6l. 8kr. Spelz 6fl. 4 kr.
Spelzkern — fl. — tr. Dinkel — sl.
— ir. Mischfrucht — fil. — kr. Hafer
4fl. 43 ir. Kartoffeln 1efl. 12kr. Heu
2 ft. 12tr. Stroh 1fl. 24 kr. per
Zentner. Weißbrod 118 Kilogr. 24 kr.
Kornbrod 3 Kilogr. 34 Ir. ditto 2 Kilogr.
23*. diito 1Kilogr. 12 kr. Gemischtbrodes
seil. 40 fr. I Paar Weck 90 Gramm 2 kr.
Rindfleisch 1. Qual. 22 kr. 2. Qual. 20 tr.
Halbfleisch 20 kr. Hammelfleisch 22 0ktr
Schweinesteisch 22 kr. per Pfund. Butter 38

r. ver Pfurd
Laiserclautern, 16. Deibr. (Frucht
Mittelpreis.) Weizen Sfl. 43 kr. Korn
7 fl. 7 kr. Spelzkern — fl. — kr.
Spelz 6efl. 24 kr. Gerste 6 fl. 59 kr.
Hafer 4 fl. 49 kt. Erbsen 5 fl 48 kr.
Wichken 4 fl. 36 ke. Linsen 5 fl. 29 kr.
Kleesamen — fl. — kr. — Kornbrod
3. Pfd. 34 kr. Gemischtbrod 8 Pfd. 22 kr

Weißbrod 2 Pfd. 22 kr. — Heu — fl
— kr. Kleeheu nfl. —kr. Strod —fl. —kr

Frankfurter Börfe

vom 17. Dezember 1873.
Preußische Friesrichsddor... 9 58-359
Bistolen .. .941—43
Holländische 10 fl.⸗Stücken 9 52-354
Ducaten ... . .535344 36
20Francs⸗Stücke ...0922—23
Englische Sauvereigns1119-51
Dollaus in Gotd 2 252 26

Speyeror Exbort Bior
von Heinrich Weltz

in Flaschen und vom Faß—
—— bei Goorg Klein.
Große Weihnachts-Ausstellung
Conditore

in
—* cN.
—A

1

IO

F
Triestor Versicherungs-Gesellschaft „Azienda.“
(Gegründet 1822) I*
Grundkapital si. A Millivnen 666000 sd. Woög.
Zur Vermittelung bon Feuer⸗ und Lebensbersicherungen gegen billige, defste Prämien
ohne jegliche Rachjahlung ewpfi⸗hlt sich
Der Agent —
J. Boos, Geschäftsmann 1
inSt. Ingbert.
Einlhadung zum Abonnement
auf die wöchentlich 6 mal erscheinende
2
„Saarbrücker Zeitung“
(Auflage 2350 Exemplare.) I n
V 3 nebst den
Gratisbeiblatt, Der Bergmannsfreund“, welches jeden Freitgg
ausgegeben wird.
Abonuementspreis: vierteljähtlih hier 23 Sgr. Mit der Post bezogen 1 Thlt.
ind (incl. Postbestellgeld 1 Thlri Sgr. 9 Pf.).

Anzeigen finden durch die „Saarbrücer Zeitung“, dem verbreitetsten Blatte des
Regierungsbezirkes Trier, nicht nur im hiesigen und den benachbarten Kreisen, sondern
nuch in Deutsch-Lothringen, wo die Zeitung stark gelesen wird, große Verbreitung und
vird das Blatt sowohl von Behörden als auch von Privaten vieifach und mit örfolg
zenutzt. Der Insertionspreis beträgt 1ISgr. 3 Pf. für die Petitzeile oder deren Raum

Saarbrücken, im Dezember 1873.
Die Expedition.
3 27* 4 —4
Lebensversichc: Ersparniß-Bank
oluttgart. I

Stand am 31. Dezember 1872. Veisicherte 20,340 mit fl. 41,739,673.

Jetziger Stand: 21,635 „fl. 45,580,000.

Eingekommen im laufenden Jahre: Anträge 2,163, fl. 5,660,000.

Bei dieser Gegenseitigk⸗eitsanssalt konimt sämmilicher Gewinn den Versichetten aus—
chließlich zu gut. In diesem uad den nässten 4 Jahren kommen fl. 1,663,500 zur
Vertheilung..— Jede bezahlte Jahresprämie hat Auspruch auf Tividende. Die gegenwärtig
aus dem Gwinne des Jahres 1869 vertheilt werdende Dividende beträgt 860/0 der
Jahresprämie und reducirt sich dadurch die kari,mähige Prämie für eine Versicherung duf
debenszeit mit Il. 1000.
B. für eine 25⸗ a⸗· 35 40- 45. 80-jährige Person

dvon fl. 22. 18, fl. 24. 34. fl. 27. 36. fl. 31. 37. il. 39. 4. fl. 48. 37.
auf fl. 1494. fl. 1594. fl. 17213. fl. 202. fl. 25. fl. 31.

Läßt ein Versicherter seine Dividende bei der Bank gegen Verzinsung stehe⸗, so kann
solche bei Erreichung eines höheren Alters bis zur Höhe der Versicherunzgsumme anstei-—
Jen. Z. B. bei einem im 30sten Ja,re Beitrefenden wächst dieselbe nach dem bisherigen
Dividenden Verhältniß bis zu seinem 60sten Jadre etwa auf die hälfeig,e und bis zum
7 1sten Jahr auf die volle Versicherungssumme an. Die ssehen gelassene Dividende kann
hbeliebig erhoben, oder seiner Zeit auch zur Prämienzahlung drrart verwendet werden, daß
der Versicherte sich prämienfrei macht.

Zur weiteren Betheiligeng en dieser die höchste Sicherheit mit ungemetner Vil-
ligkeit derbindenden Austalt ladet ein
Der Agent
Inla. BBavyer- Stadischre ber.
Rechn ingen
in *2, 124 und 18 Bogen zum allgemeinen
Hebrauch sied vorräthig in der Drucerei
dieses Blottes

Baud wur un beseitigt (auch brieslich inn
2 Stunden gefahtlos und sicher Dr.!
med, Frmnst in Leipzig.

— —
Nehaktion. Druck und Verlag von 5x F Dem« in

SRSVInah⸗vt
        <pb n="799" />
        St. Ingberler AAnzeiger.

⏑⏑V—
m

de St. Zaaberter e⸗⸗1 aer sand das wit dom Hauptblotte verbandene Unterhaltautsblalt, ail der Dlenbtagt, Donunerdtagt⸗ und Sonntag⸗

Dammer erlcheint woherlich vienm al: Dientar, Donueratag, Sambtag und Soumtag. UAbonnementüpreias vierteljahrig 42 sergr. oder
13 Silberge. Umnzelaen werden mit 4 Aunt. du dreispaltige Zeile Vlattschrist oder deren Kaum berechnet.

— — — — — — û — — — — — —

199. * SDo”ountag,* 1873
2
—
Deutsches Neich.

MAn hen, 165. Deg Der Abgeordnete Professor Dr.
Sepp gibt im Bayer. Kur. auf die Vorwürfe über seine reichs—
resindlichen Abstimmungen in der baherischen Kammer folgende
zemerkenswerthe Erklärung ad: „Nicht als „Preußenfreund,“ son
dern als Deutscher habe ich für den sofortigen Gintritt Bayerns
1870 in die Ktriegsoction mit Frankreich gegen die neutralen
Patrioten gesprochen und diese selbst sind mil dem Ecfolge: Kriegs
zuhm unseres Heeres, Gewinn von Elsaß Lothringen und für uns
1571 Millienen Gulden Kriegsentschadigung zufrieden, Nocht als
schleichender Vexräther“; sondern als Patriot im best n Sinne
jabe ich zugleich nach dem Vorbilde unseres Monarchen für den
kinttitt Bayerns in das neue Reich ein entscheidendes Wort ger
prochen, weil das „Nichtmitthun“ schon der Tynastie dir Agilsl
inger und der Weifen in Bayern den Sturz gebracht hat.“

Münqen, 19. Dezenber. Das Abgeordnetenhaus hat
uen Gesetzentwurf Betreff? Vervollständigung des Telegraphennetzes
ingenommen, wonad die Vermehrung der Drahtleitungen des in-
ernationalen Verlehrs im Auschluß, an die Reichstelezraphieen
17. 760 Gulden bewilligt werden.

Ber lin, 16. Dez. DieMittheilung der ‚Wes. Zig.“,
man habe im ultramontanen Lager den Entschluß gefaßt, saämmt⸗
iche preußische Bischoͤse als Reichslandidaten auf, ustellen, wird von
jer Germania“ als unbegründetes Gerede bezeichnet. Im ultra⸗
nontanen Lager habe man wenigstens bis jetzt noch nicht an ein
serartiges Projekt gedacht — nur der Erzbischof von Posen sei
ails Reichstage kandidat in zwei polnischen Wahlkreisen aufgestellt
vorden. „e
Frankreich.

Paris, 14. Dez. Ein Erlaß des Gouverneurs von
VBaris, General Ladnärault, verbietet einen soeben unter dem Titel:
„Der Prozeß Bazaine“, im Druck erschienenen Gassenhauer
complainte) von Tabarin, weil derselbe beleidigende Angriffe
zegen gerichtliche vernommene Zeugen enthalte.

— Der Kriegeminister hat Befehl ertheilt, die Provinzial⸗
zlätter zu ersuchen, nicht das Geringste über die Kriegsrüstungen
und die Gießerei-Arbeiten zu veröffentlichen, welche gegenwärtig in
der Provinz gemacht werden. Aus den nämlichen Grüden erfährt
nan auch nicht das Geringste Zuverlässige über die Arbeiten der
LIrmee⸗·Commission.

Italien.
A Die Nagdhricht, daß der Papst nächstens eine Anzahl Cardi-
näle erneunen wird, erbält ihre indirelte Bestätigung durch den
ürzlich erfolgiten Erlaß einer Bulle, welche die dabei stattfindenden
Formalitäten wesentlich verursacht.
B e

4 An der Stelle Dr. Heine's wurde Dr. Nägele zum Ho⸗
pitalarzie in Speier gewählt.

F. Zur Verhütung von Unfug in der Neujahrsnacht hat die
ofälz. Kreisregierung allen unselbstständigen Personen bei Strafe
zerboten, am 31. Der, und 1. Jan. Dolche, Stilete, im Griffe
eststehende oder feststellbare Messer zugespitzte Streicher, Pfriemen,
Terzerole, Sachpistolen, Revolber, Abschraubegewehre, Raufringe
der Schlageisen zu führen. Zuwiderhandelnde werden an Geld
zis zu 10 Thlre. oder mit Haft bis zu acht Tagen bestraft. Wer
uhestörenden Larm macht, verfällt nach dem Strafgesetzbuch in
ine Geldsirafe tis zu 50 Thlru. oder entsprechende Haft.

4 Unterm 18. November d. Is. wurden von der Wittwe
Schwab don Dannenfels 84 Pfund Kastanien nebst einem Brief
in den Deutschen Kaiser abgesendet. Die Absenderin sprach in
em Briefe ihre Glücwüusche über deß Kaisers Siege aus, er⸗
vahnle, daß sie genac im gleichen Alter mit ihm stehe und die
dostanien aus reinem deutschen Patriotismus abgesendet hate. Am
3. dae. Mis. erhielt sie dom kaiserlichen Hofmarschallamte ein
Schreiberh in welchem es ˖ heetzt, es set früher angezeigt worden,
afe derartin⸗⸗ Snnνα eir Nechnung belaulegen sei. sons

nüßten sie abgelehnt weunden; aber in diesem Falle lasse de

kaiser den al 5sn Tan' für ie ffeundl cl A mertfamkei

ussprechen. (N. W.)

Dem Bürgermeister C. Martin von Standenbiühl, Bez.⸗
Amts Kirchheimbolanden. wurde in Anertennung seines langjahri⸗
jen und ersprießlchen Wirkens im Gemeindedienste das filberne
khrenzeichen des Verdienstordens der bayerijchen Krone verliehen.

Mannheim.20. Dez. Gestern Abend verstarb dahier ploͤßlich
und ohne dorhergegangene Kronkheit der auch in weileren Kreisen
als hervorragender Kanzelredner dekaunte Decan und Stadtpfarrer

Dre Emil Otto Shellenberg. Der Protestantenverein ver ert an
ihm eines seiner thä igsten Mitglieder. —

7 die Nachricht, daß die Kaiserglocke mißlungen sei, wird
‚on der N. B. Landesztg. in Abrede gestellt; nur die Krone
nüfsse durch einen leichten Nachguß ergänt werden. In dieser
Woche werde eine Commission aus Cöln die Glod besi htigen und
daun wolle Herr Hamm, um den Verlust des ersten Mißlingens
u decken, sein Werk gegen ein Eintritisgeld von 80 kr. sehen
assen.

F Frankfurt a. M. 9. Dez. Gestern fand eine zweite Frauen⸗
versammlung statt, welcher mehr als 800 Frauen beiwohnten. Es
vurde ein Frauenverband gegründet und ein Vorstand gewählt,
er die Markipreise festietzt. Jedes Mitglied hat die Preife ein⸗
zuhalten, die jedesmal in der Nahe des Mariles bekamt gemacht
verden. Als Mariktpreis für das Pfund Butter wurden zur Zeit
36 Ir., für ein Ei 2 r. festges⸗t. Jedes Mitglied leistet zur
Bestreitung der Kosten monallich einen kleinen Beitrag. (A. 3.)

fIm Hardtwalde (bei Karlsruhe) wurde letzten Freitag die
deiche eines sehr wohlgekleideten Mannes aufgefunden. Nach einem

zabei gefundenen Zettel war es die des preußschen Majors a. D.
Tarl v. Stedinger aus Gonof a . Rh..der sich mit einem Re—
ool ver erschossen hatte.

f Essen, 16. Dez. Gestern Mittag wurde auf der Strece
wischen hier und der Haltestelle Altendorf ein Rotienarbeiter von
einem Zuge überfahren und sofort getödtet.

f Ansbach Gunzenhausener Loofe. Bei der am 15. da.
stattgehabten Gewinnziehung sind folgende größere Treffer gezogen
vorden: S. 3975 Nr. 16 8000 si, S. 3539 Rer30 1000 fl.,
2. 3301 Pr. 37 500 fl, S. 55 Nr. 87, s. 1142 Rr. 47,
A—— je 100
l. S. 62 Nr. 17, S. 873 Nr. 4, S. 1142 9ir. 18, S.
1142 Nr. 17, S. 1610 Nr. 5, S. 2452 Rr. 46. S. 2653
— ——
e 50 fl.

. Von dem Schwurgericht in Köln wurde Leopold Ungar,
i2 Jahre alt, aus Fürth, zuleßt in Köln unter der Fitma J. C.
Derges mit Lotterieloosen handelnd und in mehreren Stadten
durch Filialen vertreten, des Bankerotis und mehrfacher Betrü⸗
Jereien ohne mildernde Umstände für schuldig ertlaͤrt und u 4
Jahren Zuchthaus verurtheilt. Bei den Verhandlungen gab er
m, als 16jähriger Jüngling sich am badischen Aufstand beth eiligt
ju haben und in Speyer (79 in eontumaciam zum Tode verut
heili worden zu sein.

F Darmwstadt, 16. Dez. Heute Morgen um 9 Uhr 22 Min.
sonnte man hier eine sehr deutluche, mehtere Secunden dauernde
Erderschütterung wahrnehmen.

Berlin. Die Verhaftung des von dier durchgebranntken
Buchhalters Schöps bestätigt sich nich.

7 Den wilden Kassenscheinen, d. h. Papiergeld der deutschen
dleinsigaater, von welchen der Reichstagsabgeorduete Braun (Hers⸗
eld) jüngst eine ganze Musterkarte vorgelegt hat, wird sehl endlich
et Garaus gemacht werden. Sie werden forlan bei den Vörsen
hren Cours haben, nach welchem sie im Handel angenommen und
erausgabt werden sollen. Man wird dies als einen wahten Segen
ttennen, wenn man sich vergegenwärtigt, daß man mit diesen Pa ·
zieren völlig überschwemmt war und sie stellenweile nur mit Ver⸗
ussen unterbringen konnte. während qd ubeet ————
        <pb n="800" />
        hat, daß sogar ein großer The'l von diesem Papiergeid gefascht und wurde zum kotalen Wrack. Die Emigranten ?wurden · glückli-
war. 8 e rg135 ⸗2 ęcherweife alle gerettet und man hofft auch die Ladumg zu bergen,
x Ein orkanartiger Sturm hat gestern in Norddeuischland F Der fleißigste Inserent der Welt ist Herr Barnum in Neme
gewüthtz in Berlin hat er die größten Verwüstungen angerichtet York. Derselbe gab im letzten Jahre für Inserate in den zc Zeitun ·
Mauern umgeworfen,. Daächer abgedeckt und fortgetragen; durch gen 250,000 Dollars und für Affischen 450,000 Dollarsß. im
herabstürzende Bantheile sind Menschen getödtet und verlezt. Glei. Ganzen 700,000 Dollars aus. Seie Einnahmen bettügen in
ches wird aus Stettin gemeldet; der Sturm kam aus Südwest einem großen Museum durchschnittlich per Tag 10,000 Dollars
Rom, 12. Dez. Im Monat November sind 1924 Loose inem Reingewinn von 30.000 Dollats wöchntlich over 840.000
früte ren Kircene oder Kloftergutes ve steigert worden um Zur Dodars im Jahre. So bertigtten New- Yorker VBeitugen— Die Ront
schlagspreifet bon Gs Millionen Lire,“ In den elf Monaten des scheint aber seibst nur wieder in „Inserat, zu sein.n
jaufenden Jahres sind' im Gadzen 15, 196 Loose ĩm Betrage von 7, In dem amerikanischen Journal Philadelphia Dispatch
48. Millionen Lire derlauft worden. Der Gesammsertragsei lindet sich ein Bericht über ein zu Gupfsten der Frauen-Emancipation
1867 belauft sich bei einer Anzahl der Loose ———— zbgchaltenes Meeling, vor welchem eine Dame, Namens Clementin
442 Millionen Lire. Ann Slinner, gesprochen und daber solgende Einleitungsworte an.
Der Schraubendamper „Becklow“ aus Nesvcastle sckeiterte vendere: Fraulein Präsidentin. weibliche Mitbürger und männli
am 28. November auf der ¶ Fahrt von London nach dem mittels des Geschmeiß im Allgemeinen“
ländischen Meere auf der Keinen, Inseln Olineita an det Nähe des
Hafens Lago, und ging total zu Grunde. Von seiner aus 23
Koͤpfen bestehenden Mannschaft konnte nur ein einziger seine
Reitung bewirken. — Aus Adelaide kommt gleichzeitig die Kunde
don dem Schiffbruche eines Auswandererschiffes. Tet „Iron
King.“ der am 25. Angust mit Auswanderern von London nach
Züdaustralien absegelte, strandese auf der Trowbridae.Sandbank
Demger, verantlier Nepacteurt.
Bekanntmachungen.

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In meinem Geschäft sind fortwährend zu haben:
Vollstandige Betten zu verschiedenen Preisen und Matrazen aller Art,
ebensodanapees und Sessel, Spiegel, Vorhangstangen, Halter,
Knöpfe, gemalte Rouleaux nebst Stoffen zu solchen, Koffer, Taschen
aller Art; Bandagen, Luftkissen, Bettunterlagen, Clifsopumpen, Milch⸗
zieher ꝛc. — Hosenträger, Kamme, Gürtel, Damentaschen, Schellenzüge,
Portemonnais, Cigarren⸗Etuis und Ständer, Rollen⸗Metermaße, geschnitzte
Kleiderhalter, eine große Auswahl in Stöcken, abgelagerte gute
Cigurren, schwedische Zündhölzer, und ein wohlassortirtes Lager
in seidenen und andern Regenschirmen vonIId Thie.

Friedr. Stutæmann.
Triester Versioherungs-Gesellschaft Lzienda,
(Gegründet 1822.)
Grundkapital fi. A Millivnen 6060000 sd. Whg.
Zur Vermittelung von Feuer˖ und Lebensversicherungen gegen billige, feste Prämien
ohne jegliche Nachzahlung enpfiylt sich

*23
Frische Cütronen
find wieder eingetroffen; ferner empfehle für
beborstehende Weihnaehtenz

Citronat, Orangeade,

Zimmt, gemahlenen Zucker,

Anis, Mandeln, Rosinen,

Arac und Punschefsenz,

Rum und Kirschenwasser,

Hirschhornsalz,
getrocknete Zwetschen und

Aepfel, Zwetschenkraut,

Honig, Reispoudre,

Vanille, Chocolade,

grünen u. schwarzen Thee

⁊c. ꝛc. J
Rritz Panzerbieter

Der Agent
J, Boos, Geschästsmann
in St. Ingbert.

Spielwaaron
ia sabnster Luswahl empsiehlt
J Haas
inm Wolschen Hause
Ein Mutterschwein
mit elf Jungen ist zu vekaufen bei
Heinrich Schmelzer.

Großtzes
Tapeten und Nouleaur Lager
bei J. B. Eislinn
vis·a⸗vis dem Pfaͤlzerhof
in Areibrüceken.
Rechnungen
in Un, 4 und Ve Bogen zum all gomeinen
Gebrauch sind vorr dthig in der Druckerei
dieses Blattes.

Gesucht.

F Ein Junge, Mädchen
oder zine arbeitsunfähige Per⸗
son, um den St. Ingberter
Anzeigerauszutragen. Guter
Lohn wird bezahlst.
aAcratlicher Volttesfroeunmtdd.

Inhalt don Nr. 6.: Der Darncatarrh,
das Scharlachfieber, die Trichinenkrankheit,
populure Arzneimittellehre: Das Stiefmüt⸗
lerchen, Mousserende Bäder. Miscellen:
Anfälle don Leibschmerzen bei Kindern von
2 Wochen bis zu 6 Monaten.
Vierteljährlicher Abonnementspreis
dieses am 1. u. 15. jeden Monats in
Leipzig erscheinenden Blattes durch die Post
1124 Gr. durch den Buchhindef 10 Gr.“

Bürgervereins-Kränzchen.
Mittwoch Abend Zusammentunft bei
Friedr. Neumann.

Feuerwehr⸗Montag

bei ——Georg Klein.
Theater in dt. Ingbert.
Im Saole des Herrn Oberhausor

Direktion von M. Schlumpf.
Dienstag, 23. Dezember 1873
6. Abonnements⸗Vorstellung.

Auf vielseitiges Beriangen
Die schöne Galathe.
sKomische Operette in 1 Att von Suppé.

Bert erz.

Der Weiberfeind.

Lustspiel in 1 Att von R. Benedix.

haffenöffnung 7 Uhr — Aufang
punkt 8S Uhr.
Das Nahere besagen die Zettel.

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de vi Zun vander Kn hekoer.und dat. .mit vdein Daupiblaits Herbunde ae Miaierhaltuingsdlati. mwit det Dienstaat-, Donnettiaas. und Souneg
Amer erscheint wochentlih vie rn al: Dienetarg, Dommesryaita Sgmsiag und Soan tag. Abonuementspreis vieristjährig 42 ærur. oder
12 Silbertr. Angeigen werden mit 4 Krzt. vie dreispaltige Zelle Blattjchrift opet. deren Raum berechnttt. J—
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200. VPienstag den 23. Dezemher 44878
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3 4
Einladung zum Abonnement.
Bei herannahendem Cuarkalwechsel erlauben wir uns zur Er
neuerung des Abonnements auf den St. Ingberter Anjeiger
zöflichtt einzuladene Durch? Zegelmäßigeen Zusammenstellung der
olitischen Tagesbegebenheiten. und durch alles Neueste, dag wir
nuf dem Felden der Landwirthschaft. und des Verkehrs bringen
werden wir das in uns gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen fuchen.

Durch daz 8mal in der Woche unferem Hauptblatte beigedvuckte

Unterhaltungshlatt, spannende Novellen, Gedichte,“ kurzweilige Ge⸗

ichichten und Räthsel enthaltend, glauben wir die Anforderungen

einer Lokal Zeitung erfüllt zu haben.. . 2

Unsere auswärtigen Abonnenten, welche das Blatit durch die
Post beziehen, ersuchen wir freundlichst ihre: Bestellungen bei den
vetreffenden Postexpeditionen oder Vostboten doch⸗ unverzüglich
nachen zu wollen. Unsern verehrl. Abonnenten von St. Ingbert
ind Umtegend, welche das Blutt durch unsere Träger beziehen,
wird dasselbe für; das kommende Quartal forigeliefert werden, falls
ãe vor Ende dieses Monats nicht ausdrücktich abbestellen.““ Der
Preis unseres· Blales bleibt ·derselbe · wie bisher ·⸗·⸗)
Recht zahlreichem Abonnement sieht ergebenst entgegen
die Exvedition dec Sa, Ingberter Anzeigers.
v.
iuu peotdnetenkammer definde
) rine iithender ODisucikts cursschüsse vnon Frankinthal“ ünd
unstadt und' Genoͤssen um bauliche Aenderung des Frankenthaltr
heinschifffährtscannnesnach dem Bedürfnisse des Verkehrs großer
kheinschiffe mit einer Tragktaft von 20,000 und mehr Centnern.
Munchen, 19, Dez. 'In einigen“ Tahen' erscheint hier
mme wichtige Schrift h Verhaudlungen uüber die Organisation der
pparkafsen von Gemeinden ünd Districten.“ Wieberholie Anträge
iuf Arnderunsf der Enischließung vom 80. Janüar, 1843 in
Betreff der Spatkassen haben endlich dienk. Staatsregierung ver
mlaßt, neue Grundbestimmungen über die Sparkassen von Ge⸗—
neinden und- Diftrikten entwerfeg' zu lassen und, diefen Enkwurf
ammt Erläuterungen an Bezitksamtmänner, Magistrate und Spar⸗
assenverwaltungen, dann an Banldiretusren zur Aeußetung hin
uuszugeben. Die erhaltenen-Gutachten wurden hierauf zum näm⸗
iichen Zwecke den l. Kreisregierungtu) mitgetheilt —undnun
verden der Entwurf der, Grumbbestiinmungen und die « Erläuter-
ungen hierzu nebst den (57) Gutachten und“ den Erllütungen der
dreisregierungen in der oben erwähnten ?Schrift vrröffentlicht.
kine neue, Ministerlalentschließung! hinsichtlicht TderSpartnssen
zürfte, wie wir weiter vernehmen, in eit iger Zeit zu erwarten sein.

—Mäüngqden, 20. Dez. Oer König wird, neueren Bestim—
mungen zufolge die Weihnachtszeit nicht hiex zubtingen. In Folge
deffen verden audhi die, Hirchenfeierlichkeiten in der Allerheiligen-
boflirche unterbleben. g F,

Beer Li in 2. Dezember.. Das, Abgeorduetenhaug hat
zeute die restirenden Paragrabhen des Civilehegesehes mit unerheben
ichen Modifikaljonen, angenonimen. — Die heutige Begräbnißfeier
der Koͤnigin Wittwe Elisabeih ist programmgemäß verlaufen. Der
aiser wohnte derselben nicht bei.

Rα n, DegeOer Erʒbischof · Ledochowsli· und der
Weihbischof Janiszewskin theilten einer gestern hier stattgehabten
Versammbung polnischer: Delegitten zur Aufstelluntz won Candidatemn
ür die Keijchstagswahlen mit. daß fie Candidaturen für den Reichs
ag micht annehmen wütden.n äα ν

αι Fraukreiche : uανν
Pari«, 19. Dez. Die Kosten des Prozessts Bazaige üher-
teigen die Summe von 267,000 Fres. und soll ber Staal den
znrößten Theil derselben übernehmen. () *

—. Die Armec⸗Reorgaquisation · wird jetzt mit einem Eher
belrieben, als ob Moc. Mahen daran dächte, die Well schon in
en nächsten Monaten mit einer Kriegserllärung gegen einen der
eiden Todfeinde Frankreichs zu überraschen. Das — — ——
»ũdaet von 466*00 Mill. genügt für die so laut verkündeten Frie—

Tan *334* a1 1581
— * mnoch nicht, die Armeekommisßon: hat moch eine Nach
raasforderung von. 17 Millionen gessellt, um auch: noch die zweite
Zälfte des Contingents von 100,000 Mann auf die Beine bringem
u koͤnnen‚gußerdem herrscht zine Thätigkeit in den: Geschützgleßze⸗
eien, als vb der Feind schon an der Grenze sJände, 1200 Qanuonen
nerden, nachn demn neuen. Niodell des: Oberst de Reffhe demnüchsl
—E——— ι
·ne Das kang qlserdings laum Wunder nehmen, wenn man; fich
ie Wirlung dar Verurfheilung Bazaine's. vergegenwärtigt, und
aß: etßz nur diescs Aktes bedutfte, umnden Franzosen: die Ueber
»ugung ihrer Unhesfieglichteit groß dex⸗Ersahrnngen. derv Jahrs
870- 71 auf's Neue zu verschaffem n i nari eßte
Dem Frangais“, zufohge; ware 283 wieder inl: Frage geflelnt
b Herr Bazaine seine Strafe,nnus. der St. Margaretheninfei abe
‚üßen soll, da sich in demdortigen. Fort die Nothwendigkeit
ostjpieliger Reparaturen berausgestellt hätte. Es wäre jet die
stede, Herrn Bazaine zunächst nach Vincennes oder nach dem Mont
Balerien zu bringen, wo er verbleiben soll, bie eine definitive
daft für ihn ausgesucht würdee —ν
* Amerika 24
MNewyorl, 20. Dez. Dem Dampfer „Santiagot: ift es
delungen, eine Expedition Freischärler auf Cuba zu landen. Die
Insurgenten überraschten 500 Spanier, tödteten deren 200 und
rahmen 200 gefangen. ——
NEw y x1, 20. Dez. Es sind Vorkehrungen zu wöchent
viermaliger Postverbindung mit Europa getroffen. 57
r Aub or rh drt mar, daß der wegen Werdachtes der
Ermordung der Dittwe Schwarz. verhaftete Mugler wieder freige
lassen wurde, nachdem sich herausgefiellt' hatte, daß seine Anwesen⸗
heit, dahier wenigstens 14. Tage vor Dem erwähnten Verbrrchen stan
hatte. Verdacht hat man jetzt gegen einen wegen Landstreicherei
und Bettels inhaftirlen Handwerlaburschen aus dem Reichslanb.
Derselbe laͤugnet. 7 IB *3 067
— Zweibrücken, 22. Dezu Der. Morder der Wittwe Schwart
von Homburg wurde in Kreuznach verhaftet. und ift geständig.
Er heißt Ferdinand Niend,“ ist 23. Jahre alt, Gärtner,nu
Rodenburg (im Luxemburgischen )..
In Kaiserslautern stürzten am 19. d.“ die beiden über
nander gebauten, große Malzvorräthe enthaltenden Moet teler des
Bierbrauers Lieberich ein, während der Eigenthümer m dan einen
beschäftigt war; zum Glück kam derselbe mit nicht Deutenden
Bexletzungen davon.
Obermoschel, 17..Dez. Vorgestern wurde Iin das hiefige
Arresthaus ein Mann eingebracht, der auf ein 15jühriges Mad⸗
hen auf der Straßze zwischen Sitters und —————— einen
Raubaufall gemacht hale. Derselbe ist erst 18 Jahre alt, heißt
Wertensahn und ist aus Schiersfeld. Wahrscheinlich ist es der
elbe Wertensohn, der voriges Jahr aus der Besserungsanfialk
Speyer entlassen worden ist. (Pf. 3.)“
ck AusFrankenthal schreibt man der „Pf. Z.“ bezüglich der
daiserglocke,“ die Fläche des Mantels trage von / unten bis oben
nicht den geringsten Makel an sich. 152*
— Breslau:Kurzlich hat hier ein kleines Malheur; das eintt
eichen Kaufmaansfrau wiederfahren isnviel zu lachen gegeden
DieDame äast zu einer besonderen Festlichkeit eingeladen⸗ und zieht:
hierzu ihr schwerseidenes Brokatkleid, im. Werthe von 80 Thin,
m.' Bel dieser Gelegenheit fuͤhlt sie in der Tasche einen nicht
zahin gehärigen Gegenstand'“ und zieht“ zu ihrem Erstaunen außz
an ein paar Klrassirhandschuhe Andreine Tanzordnung aus
dem„Russischeü Kaiser“, einem hier sehr bekannten Vergnügungs—
r der untersten Bolksschichten. Eine naͤhert. Unterjuchung ergidt,
aͤß die Köchin sich veranlaßt gefunden hat, sich des Kleides zu
dein betteffenden Balle zu bedienen, indem sie gehofft hat, in einer
eidenen Huͤlle noch meht Eindtuck auf ihren geliebten Rater
nachen, als sie dies bisher im Kattunfühnchen im Stand
vesen ist.

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        r E verheerender Sturm.) London. 17. Dejz. Gesstern vor. Besonders derheetend erwies sich der Sturm in Hudbersfield.
suchte eik gewaltiger Sturm ganz plötzlich den Westen und Norden Das Dadch der Milnsbridge Kirche wurde gänzlich entführk. In
bon England. sowie Theile von Schottland heim.“ In Sheffield Stagleybridge wurden sechs nahezu fertige Häuser niedergeweht. In
war es von den ernstlichsten Relultaten begleitet. Imn, Trippet-lane darrogate und der Nachbarschaft hatle der Sturm einé solche
dürzte ein thurmhoher: Schornstein ein, wodurch mehtere Personen hewahn, daß in Wernom, eins tleine Station unwen der Stadt,
getödtet oder verletzt wurden. Außer fünf fürchterlich verstümmelten der ganze Bahnhof in dem Augenblide einstürzte, als ein Zug
Leichen wurden 18 Personen beiderlei Geschlechts in schwerver- aus Leeds eintraf. Der Schaffner wurde erheblich beschädigt und
letztem Zustande aus dem Schutt hervorgezogen. Man befürchtet die Linie war geraume Zeit lang gesperri. In West-Hartlepoo
daß sich noch weitere Leichen unter den Trümmern besinden. In rieb der plötzliche und gewaltige Sturm eine Anzahl Schiffe vog
Newhall.wood wurde eine Eisengießerei theilweise niedergeweht, ihren Anlerplätzen im Hafen und in den Dods. Zu Lande waren
wvodurch eine Person auf der Sielle getödtet und eine andere so die Wirkungen furchtbar. Eine 70 Ellen lange Lotomotivschuppe,
schwer verletzt wurde, daß ihr Aufkommen bezweifelt wird. Durch kigenthum der Nordost Eisenbahn, wurde dem Boden gleich ge⸗
den Einsturz eines hohen Schornsteins in Saville- Street wurden nacht, doch ist kein Verlust von Menschenleben zu beklagen.“ Auch
drei Perfonen schwer deschädigt. In einer Fabrik in Milton n Chinlos, Neucastle, Glasgow, den Westen Schonlands und
Street fiel der Schornstein auf den Dampfkessel, wodurch derselbe inderen Distrikten im Norden hat nach den bis jetzt vorliegerde
explodirte und mehrere Arbeiter arg verdrühte. In der ganzen berflächlichen Berichten der Sturm beispiellosen, in vielen Fahen
Stadt und ihrer Umgebung wurden Schornsteine niedergeweht und nit Lebensverlust verknüpften Schaden angerichtet. Glüclicher⸗
häuser ganz oder theilweise entdacht. Der angerichtete Schaden jeise war er von nur kurzer Dauer.
zeziffert fich auf: viele tausend Pfd. Sterling.“ Die Aufregung in
der Sthdt war fürchterlich. Auf den Anhöhen von Derbyihire,

Babewell, Buxton u. s. w. schien der Sturm zuweilen die Heftig⸗
keit eines orientalischen Cyclone anzunehmen. Baume wurden ent
wurzelt. Scheunen entdacht, Heuschopper weggeweht und die Eisen⸗
bahnzüge in vielen Fällen aufgehalten. Ju der Nachbarschaft von
Leeds wurden Gebäude, iusbesondere Villen in den Vorstädten
xheblich beschädigt. Eine Reihe von Häusern in NewLeeds wurde
pöllig zerstört; eine neulich errigtete Baptistenkapelle hatte ein
zleiches Schicksal, und das Dach des Kirchen-Inftituts wurde
weggeweht. Der in Leeds angerichtete Schaden wird auf mindestens
20- 30,000 Psd. Sterling geschätzt. In dem ganzen Difstrift
dessen Mittelpunkt Bradford ist, wüthete der Sturm mit großer
Heftigkeit. In Great Lumlay, Eigenthum des Carls von Durham
wurden ungefähr. 50. im Bau begriffene und nahezu vollendete
BrubenarbeiterHäuser niedergeweht. In Hacdckmondwicke wurde
ein neu errichtetes dreistoͤkiges Fabrikgebäude gänzlich zerstört. Von
mderen · Theilen Yorkhire's und Lancashice's liegen ähnliche Berichte

J. X. Demtt, verantwortlicher Redacteux.
¶¶ opdobh
Bekanntmachungen.
— —
Tanzunterrichts-Anzeige.
Wer sich bei obigem Unterricht noch zu
betheiligen wünscht, bitten wir, sich zu
melden, da die nächste Unterrichtsstunde
Zamstag, den 27. de. Abends 8 Uhr
statifindet. Zugleich zeigen wir ergebenft
an, daß ein besonderer Cours für minder-
zjaͤhrige Knaben und Tochter Anstandslehre
u. Tanz Unterricht eroͤffnet wird. Naͤheres bei
Dir. Behumpf,
Blieskastelerstraße bei Mekger Klinc.

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Keine Cichorien und Surrogate mehr!
Wichtig für jede Hausfrau ist der Gebrauch der beliebten Straßburger Kaf.
feEssenz in Pulver⸗ zur Bereitung eines wohlschmeckenden, gesunden und schönen
Kaffees, kräftiger und aromatischer als die erdige Cichorie und ungesunden, am—
monialhaltigen Surrsgate ist dieselbe, da man nur wenig daran zum Kaffee zu
nehmen braucht, billiger als beide. Ihre Reinheit ist volllommen, ohne von eiaer
andern Substanz zum Klären des Kaffees nur anndhernd erreicht zu werden und
erspart, je nach Gebrauch, bedeutend an Kaffeebohnen. W
Preis des ersten Flaͤschchens 10 ke. Bei Rückgabe des Fläschchens 7 kr. I
Niederlage bei Herrn Joh. Friedrich in Si. Ingbert.

Einladung zum Abonnement
auf die woͤchentlich 6 mal erscheinende
*
„Saarbrücker Zeitung“
(Auflage 28330 Exemplarse.)
rebhst dem
Gratisbeiblatt Der Bergmannsfreund“, welches jeden Freitag
ausgegeben wird.
Abounementspreis: vierteljährlich hier 20 Sgr. Mit der Post bezogen 1 Thlr.
ind (incl. Poltbestellgelb J Thle. 3 Sgr. 9 Pf..

Anzeigen finden durch die „Saarbrüder Zeitung“, dem derbreitetsten Blatie da
Regierungsbezirkes Trier, nicht nur im hiesigen und den benachbarten Kreisen, sondern
auch in Deutsch-Lothringen, wo die Zeitung slark gelesen wird, große Verbreitung und
wird das Blatt sowohl von Behörden als auch von Privaten vieifoch und mit Erfolg
benutzt. Der Insertionspreis beirägt 1 Sar. 3 Pj. für die Peritzeile oder deren Ram

Saarbrüchen, im Dezember 1873.

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Gebrauch sind vorrathig in der Druceerei
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25552 38 25 509 2232 23 3* — 2525 7— 8 2

28 —A — 255 53 533358 — 27
135 — 3 * — —238 2522
3. 8 328* 5358358s —3333533 38 32583
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Der Si. I erernielgese (und das mit dem Hauplblatte verbundene nnterhaltungsblait, mit der Dlenttagk⸗, Donnerttagk⸗ unh Sonnlag

Rummet ꝛrscheint woeh entlich vire rm a lz Dienstag. Donner Atag, Sams tag und Sonntag Abennementspreis vierteljahrig *2 rge. vder

2 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Krzr. vie dreispaltige Zelle Blattschrift oder deren Raum berechnet.
2* 8* — — 4 —* —

4 u . —
Einladung zum Abonnement.
.Bei hexrannahendein Quartalwechsel erlauben wir uns zut Er—
aeuerung des Abonnements. auf den St.Ingberter Anzeiger
zoͤflichst einzuladen. Durch regelmäßige Zusammenstellung der
politischen Tageebegebenheiten, und durch alles Neueste, das wiz
muf Dem Felde det Landwirthschaft und des Verlehrs bringen,
werden wir- das in uns gesehie Vertrauen zu rechtfertigen suchen.
Durch das ßmal in der Woche unserem Hauptblatte beigedruckte
Unterhaltungsblatt spannende Novellen, Gedichte, kurzweilige Ge⸗
schichten und Räthsel enthaltend, glauben wir die Anforderungen
riner Lokal: Zeitung erfülit zu haben.

Unfere auswartigen Abonneuten welche das Blatt durch die
Post beziehen, ersuchen wir freundlichst ihre Bestellungen bei den
betreffenden Postexpeditionen oder Vostboten doch unverzüglich
machen zu wollen. Unsern verehrl. Abonnenten von St. Ingbeit
und Umgegend, welche das Blatt durch unsere Träger beziehen,
wird dasselbe für das kommende Quartal forigeliefert werden, falls
sie vor Ende dieses Monats nicht ausdrücktich abbestellen. Der
Preis unseres Blattes bleibt derselbe wie bisher.

wecht zahlreichem Abonnement sieht ergebenst entgegen

die Expedition des St. Ingberter Anzeigers.
Frankreich. —
Paris, 20. Dez. Die Rede Bismarcks, sowie die Feld⸗
zugsplane der deuischen Ustramoutanen für die nächsten Reichstags⸗
wahlen werden in hiefigen Blättern und Gesellschaften in erregter
Weise besprochen. Namentlich ist man entzückt von dem Vorschlage,
—E —— Die verschie⸗
densten Parteien Und hierüber einig und sehen den Erfolg der
Ainramontanen als eine Nationalsache an. Man ußert, selbst ein
HZerbot des Papsles dürfe in diesem Falle die Bischöfe nicht hondern,
ich wählen zu iassen.! Paris jubelte geftern. daß damit ein An⸗
Friffspuntt gewonnen sei, der zum „Sturze der Reichsregierung
jühten werde. *
Paris, 21. Dez. Das Kriegsbudget ist bere is auf eine
rnorme Hohe gestiegen, höher als unter dem Kaiserreich, ja höher
aie in irgend einem Staate Europa's, und doch wird es ruhig,
fütl und kurz abgemacht. Alles is einsimmig in Bewilligung der
hoͤchsten Summen, und wenn alle Lehrer verhungern müßten; ja
ber Kriegsminister war sogar im Falle, übertriebene Anerbietungen
bon Seile der Deputirten zurückweisen zu müssen. Wahrend hier
alle Parteien bemuͤht hnd, die Wehrkrafl des Landes in wahrhaft
rafsinirter Weise zu erhöhen, gibt es in Deutschland, dem alle
diese Opfer geiten, Narren, welche die Wehrkraft der Nation aus
zlle Weise zu schwächen suchen. — MWahrhaft haarst aubend ist es,
daß die Minisier versicherten, das Budget müsse in den Jahren
1875 und 1876 abermals erhöht werden, für das Landheer
jeien wenigsteas 28 Millionen, für die Marine 10 Millionen,
jur die Vollsschullehrer 7 Millionen, im Ganzen etwa 60 Millionen
adthig, und das zu einer Zeit, wo man noch 80 Millionen
Sieucen sacht, die sich beinahe nicht mehr auffinden sassen. —
Zei der Bewilligung von 800,000 Francs für den Präsidenten
benahmen sich einige Abgeordneten von Paris so scandalos, daß
die hiesigen Geschäftsleute wahrhaft empört über ihre Vertrauens-
mannet find. Wahrend die Geschäfte hier sormlich stocken, wiesen
sene jede Hebung des öffentlichen Vertrauen⸗ förmlich ab.
Gieder rin Kronprätendent) Bekanntlich waren die
Nachtommen oder die vermeintlichen Rachkommen von Louis XVI.
zämlich der Dauphin, zuletzt in Holland (Delft) ansassig, wo file
inler dem Namen Naundoiff lebien. Der Graf Gruau de la
Batre, einer alten legitimistischen Familie entsprossen, hat sein
Teben und sein Vermdgen. für die Geltendmachung der Ansprüche
dieser Bourbonenlinie gecpfert, und seinen unermüdlichen Anstren⸗
gungen ist es denn auch zelungen, daß in naͤchster Zeit der Seine⸗
Ferichtshof uber diese Ansprüche zu entscheiden haben wird. Die
Sache des Enkels von Louis XVI., der als Lieutenant unter dem
Fnn Emu de Bourbon der bolländischea Armee angehört, wirh

von Niemund geringetem, als Jules Favbre selbst vertreten werden.
Spanien. —
Madd'rid,“ 22. December. Die Insurgenten vou Carthagenä
jaben ein Uttimatum, in welchem sie vom Oberbejchlahaber der
helagerungsarmee zur Uebergabe aufgefordert wurden, zurückgewie⸗
en. Von heiden Seiten wird das Bombardement fortgesetzt. Die
segierungstruppen haben Verstärkungen erhalten nud rücken an
odie Festnugswerle näher heran. — Die spanische Flottille verhartt
in Alicante.— —2 *
Der famose Santa Cruz, welcher neulich so unrrwartet in⸗
nitien der Carlisten wieder auftauchte uünd einige kleine Abtheilun-
zen seiner früheren Kameraden mit seiner rasch gesammelten Ban⸗
ʒe überfiel, hat sich am 7. Dezember vor dem Carlisten General
dizzaraga in die Berge flüchten müssen. Es scheint aber, daß der
abiate Mensch, der sich in der Nolle eines Bandenführers, und
war anf eigene Faust, gar gut gefällt, es bei dem ersten mißglück⸗
»en Versuch uicht wird bewenden lasen.
England.

— Die große „Vereinigung der britischen Arbeitgeber“, an
der seit Monalen gearbeitet wutde, hat sich nunmehr constituirt. Au
ihrer Spitze stehen die Namen vieler der bedeuteudsten Industriellen
und eine sehr große Zahl schon bestehender localet Meistervereinig
ungen hat sich der Verhindung angeschlossen. Die. bis jetzt beigetre⸗
enen Theilnehmer beschäftigen circa zwei Millionen Mann. Der
Hauptzweck des Vereins ist, den Bestrebungen der immer mächtiger
derdenden Ardeiter Unionen, insoweit sie der Industrie schaden,
entgegenzuwirkenu. z. B.diejenigen Arbeiter gegen Verfolgungen zu un-
erflützen, welche sich nicht zwingen lassen wollen, den Trade's Unions
Gewerkvereinen) kdeizutreten; ferner gegenseitige Aushilfe bet Stri.
kes. Die Gesellschaft erklärt ausdrücklich, sich nur auf der Defen-⸗
ive halten zu wollen, und will zur Verbreitung von Kenntnifsen
aber nationaldkonomische und speziell industrielle Fragen eine Zeit⸗
chrift herausgeben. — In den Siemens Landore Stahlwerken
vurden Arbeiler, welche die Stellen von anderen entlassenen
Leuten ausfüllen sollten, von den Kammeraden der Ersteren über⸗
jallen, und es kamen verschiedene Verwundungen vor.
Amerika. —

Newyork, 22. Dez. Der „New-Yorker „Times“ zufolge
hätte der britische Consul in der Havannah die Weisung empfangen,
die Capitäne des englischen Geschwaders sosort in die cubanischen
Bewasser zu berufen, weil England die Bestrafung Burriel's, des
houverneurs von Santiago, fordere. ——

Wahhington, 22. Dez. Der amerikanische Generalprokurator
jat sich dahin ausgesprochen, daß der „Virginius“ nicht berechtigt
Jewesen sei, die amerikanische Flagge zu führen, da er sich mitielst
alschen Zeugnisses die brzüglichen Schriststücde verschafft habe. Die
amerikanische Regierung nehme die hieraus fich ergebenden Conse
quenzen gemäk Protokolles an

B NMuc.

f Am Samstag wurden vom Kaiser Slauterer Po—
iizeigericht 12 dortige Bäcker und Brodhändler wegen
Berkaufs von zu leichtem Brod zu Geldstrafen von 6, resp. 5, 2
Thlt. verurtheilt; an einem frischzebackenen ßpfündigen Brod
ehlten u. A. nicht weniger als 100 Gramm.“ — In derselben
Sitzung wurde ein Karteennschlägerin zu 10 Thlrn. Strafe
zeurtheilt; ale Zeugen fungirke hiebeñ eine Menge junger Mädchen!

F Neust adt, 22. Dez. Die Versammlung zur Berathung
der Maßregeln, die zu ergreifen sind, um der Weinfabrication
orzubeugen, war außerordentlich zahlreich besucht. Handelte es sich
doch um eine Lebensfrage für den Psälzer Weinbau. Als Vor-
itzender fungirte Dr. Buhl von Deidesheim. Exter von Neustadt
erlas und erläuterte 4 Resolutionen, die die Versammlung als
zorschläge dem landwirthschaftlichen Bezirkscommite vorlegen soll.
ẽs sprachen noch die Herren Zumstein von Dürkheim und Sar—
orius von Mußbach. Die Versammlung nahm die von Exter verle
enen Resolukiopen einstimmig an, die aiso heißen: I. Darlegung
des gegenvärtigen Rechtsstandes. (Nach dem früberen baierischen
        <pb n="808" />
        Gesetz war das Gallisiren, Chaptalisiren überhaupt jede Fabtikation
zum Verkauf bestimmter Weine verboten. Das Reichsstra fgesetzbuch
erlaubt zwar die Fabrication an sich, vedroht aber den Verkauf
abricirter Weine, unter dem Vorgebeben es seien reine Wein, mil
den Strafen des Betrugs. Beim Verkauf nach Probe muß die
Reinheit der Weine Aausdrücklich zugesichert werden, beim Verkauf
ohne Probe verpflichtet schon die einfache Bezeichnung als „Wein“
den Verkäufer, unverfälschte Waare zu liefern.) 2. Resolutionen.
Die Verfammlung beschlietzi, das landwirthschastliche Bezickscomite
aufzufordern x. a) Die Darlegung des gegenwarrigen Rechts zustandes
in geeigneter Weise zu verbreiten, zum dem Weinläufer die Mittel
in die Hand zu geben, sich gegen die Lieferung fabrizirter Weint
—— b) Weitere Rechtsgutachten derxüber einzu holen, ob
urch das nene Gesetz auch der Zusaß von Glycerin erlaubt ift
und nach dem Ausfalle des Gutachtens wo möͤglich Processe wegen
des Zusatzes von Gihycerin auznstreben; c) In den weinbautreiben
den Gemeinden die Bildung von Comite's zu veranlassen, welche
die Interessen des Weinbaues überhaupt zu wahren, die Berbin⸗
dung mit der Weinbau Versuch Station Neustadt herzustellen und
dei angestrebten Processen wegen Weinfabrication Ihre Unter
— zu leihen haden; d) Eine Adresse an Bnundesrath und
eiheiag um Einfüͤhrung des früheren bairischen Geseßes für das
gzanze Reich zu entwerfen und womöglich gemeinfchaftlich mit den
uͤbrigen weinbautreibenden Gegenden Deutschlands einzureichen.
Aufgabe des OrtsComite's ist es für Unterschriften zu sorgen.
7 Mulhausen; 12. Deibr. Während einer ganzen Stunde
defand fich gestern Abend das neue Quartier in Auftegung wegen
zines wilden Stieres. der in den Straßen herumrannte und die
Vorübergehenden an seine Höͤtner zu spießen drohte. Es war
iwa halbd 6 Uhr, als der Stier auf dem Neuen Quarilierplat
fichtbar wurde. Niemand wußte, woher er gekommen. Die

o soeflammen beleuchteien mit mattem Licht eine Scene, dor der
Jedermann zurückschauderte. Mitten auf der Straße lag ein Mana
n seinem Blute, bewacht von einem schwarzen Ungethüm mit
inem unverhälinißmäßig großen Kopf, kurzen Hörnern und glän⸗
enden Augen; so oft der Niedergerannte Ansirengungen machte,
ich zu erheben, so oft rannte der Stier auf den Ungluͤcklichen los
ind suchte ihn zu erdrücken. Niemand getraute sich dem Ungethüm
u nahen und um größeres Unglück zu verhüten, wurden die Straßen
bbgesperrt und von Schutzmannern bewacht. Als endlich der arme
Nann erschöpft liegen blieb und keine Versuche mehr machte, fich
zufzuraffen. da wendete sich der Stier von ihm ab und suchte sich
in anderes Opfer. Sojort beeilte man sich, den Berwundelen
ↄxtzutragen, und man mußte wirllich eilen damit, denn nach kurzer
Zeit kehrte der Bullen wieder zurück und blieb laͤngere Zeit dor
er Blutlache stehen, worin das Opfer gelegen hatte. Als nun
»as wilde Thier sich in der Altkirchergasse herumtrieb und alles
Bolk rathlos dem weiteren Verlauf der Dinge entgegensah, jeigne
ich ein Mann, welcher Rath wußte. Er ließ sich aus dem nachst.
jelegenen Stalle einen Ochsen bringen und ging damit dem Bullen
ach. Sobald letterer seines gehenten Collegen beim Eingang
er Habregasse ansichtig wurde, sprang er auf ihn zu. Wahrend
ich nun die zwei Thiere beschnüffelten, wurde dem Bullen ein Strid
in den Kopf geworfen und dieser mit einem Knütel nichtig bear
eitet. So gelang es, den Unbändigen zu fefseln und auf einem
Wagen in das Schlachthaus abzuführen. Der Mann, welcher
iesen Einfall hatte, ist der hier wohlbekannten: Viehhändler Herr
heißmann. Ob der Stier schon auf der Landftraße, oder erst in
er Stadt seinem Führer ausgerissen,: wird die Untersuchung kir⸗
nitteln, wie auch die Frage, ob die gesetlichen Vorschriften. beim
kransport des Thiers beobachtet worden sind. (R. M. 3.
— 757 Amm
**
a
Bekanntmachungen.

Triesster Versioherungs-Gesellschaft „Azienda.“

(Gegründet 1822.) e

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hne jegliche Nachzahlung empfiehlt sichh

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Namen Ausstände einzutreiben, noch was
ju borgen oder zu leihen, indem ich nicht
gut dafür bin.

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Donnerstag, 25. Dezember 1873

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Jesiger Stand: 21,638, ii. 458.860 000.
Eingekommen im laufenden Jahre: Anträge 2,163, fil. 5,660,000.
Bei dieser Gegenseitigkeitsansitalt kommt fämmtlicher Gewinn den Versicherten aus—⸗
chließlich zu gut. In diesem uad den nächsten 4 Jahren fommen fl. 1,668,500 zur
Vertheilung. — Jede bezahlte Jahresprämie hat Anspruch auf Dividende. Die gegenwärtig
mus dem G winne des Jahres 1869 vertheilt werdende Dividende beträgt 360 der
Jahresprämie und reducirt sich dadurch die tarifmäßige Prämie für eine Versicherung auf
debenszeit mit fl. 1000.

B. für eine 25⸗ 30 —B 40 45. 80. jahrige Person
bon fl. 22. 18 I. 24. 34. fl. 27. 86. fl. 31. 57. fl. 39. 4. fi. 48. 37. J

auf fi. 1494. fl. 18*4. fl. 1720. fl. 2022. fl. 28. fl. 81.
Läßt ein Versicherter seine Dividende bei der Bank gegen Verzinfung stehen, so lann
olche bei Erreichung eines hoheren Alters bis zur Höhe der Versicherungsgsumme anstei-
en. Z. B. bei einen im 80sten Jahre Beitretenden wächst dieselbe nach dem bisherigen
HDividenden⸗ Verhältniß bit zu seinem 6Osten Jahre etwa auf die halftige und bis zum
JAsten Jahr auf die volle Verficherungssumme an. Die stehen gelassene Dividende lann
zeliebig erhoben, oder seiner Zeit auch zur Prämienzahlung derart verwendet werden, daß
)er Versicherte sich prämienfrei macht. 5
Zut weiteren Beiheiligung an dieser die höchste Sicherheit mit ungemeiner Bib

igkelt derbindenden Anstalt ladet ein
Der Agen

r-αν, Stadiichreibert.

32 sein⸗nden Blattes durch die Poß

Geie. durch den Buchhaudel 10 Ge.

e⸗ Weihnachtof⸗rtage *32

das nächste Blatt kommenden

Die Exped.

Du sollst
Vater und Mutter ehren.
Tharaltergemälde mit Gesang in 3 Abthei-
lungen von Flamm. Musik von Müller.
Freitag, den 26. Nobember
Der Alpenkönig und der
Menschenfeind
oder:
Ich war 2 Jahre in Paris.
Posse mit Gesang in 4 Abtheilungen nebst
einem Vorspiel „Das Alpenthal“ von
Ferd. Raimund. Musik von A. Müller.
Asenfrnung 7 Uhr — Aufang
unkt 8 Uhr.
ꝛs Nähere besagen die Zettel.

Inhalt von Nr. 6.. Der Darmcatarrh,
vas Scharlachfieber, die Trichinenkrankheit,
opulare Arzneimittellehte: Das Stiefmüt⸗
erchen, Moussirende Bader. Miscellen;
Infälle von Leibschmerzen bei Kindern von
2 Wochen bis zu 6 Monaten.
Vierteljährlicher Abonnementspreis
dieses am 1. u. 15. jeden Monats in

n bazen
d s Bogen zum allgemeinen
rauc, lind vorrdthig in der Drucker ei
dieses Blattes.

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daltion, Druck und Ver!

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8732 5245— 26 237 ——. —3 33853 3
3 4 22378 26838 75233 5——33
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33358 3 33388 323133328
3*233334373 3 338 33*883 58333 5383 358857
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2 * 20960 2732 228 57 83 —2553 * 535 1 2 2 32833368
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—552535 8 5 2528 1134558 — * 25 *227 555 55
35 3238 3 *25353 23 — 33
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Der St. Pnarc er Unfeige (und das mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienstagß⸗, Donnerttags⸗ und Sonnlaq ·
Nummer erscheint wöchentlich vieer mal: Dienstag, Donner gtaa, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljährig 42 Kerzr. oder
12 Silbergt. Anzeigen werden mit 4 Krir. dier dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnet.
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48 202. Sonntaa, den 28. Dezembbe 1877
Deutsches NReich. 73Zrantkfurt, 19. Decbr. Seit einigen Tagen m in
München, 24. Dez. Da wenige Tage nach Neujahr cine Lande!allen Geschäften eine staxle Nachfrage n ed
agsverlängerung nach den verfassungsmäßigen Bestimmungen daß die Bewerber solche erhalten körnen.
inzutreten hat, so sieht mag der allerhöchsten Entschließung in den Munchen, 25. December. Die Begnadigungsgesuche der A.
achsten Tagen entgegen. Spi'tzeder sind nunmehr untierm gestrigen von allerh. Stelley ver.

München, 25. December. Der Abgeordnetenkammer sind bescheden worden. A. Spitzeder wird jedoch, bis sich igr Gesund-
oon, der Regierung Gesttzentwür'e über provisorische Forterhebung deitszustand gebefsert und die Cholera erloschen ist, in dem hiesigen
— Zenen —X Vinnen 1874, über Eihöhung der BVefängnisse bleiben.

chalte und Fahrgebühren des Fahrpersonals, der Wechfselwärter ꝛc. Kassel, 27. Dez. Bei einem heuie Na i
bei den c. Verkehrsanstalten kim Ganzen 600,000 fl.), dann Station ee etin den
Ater den Mehrbedarf für einige theils schon vollendete, theils dahnunfall haben vier Zugbeamte (Locomotipführer, Bremser, Heizer
roch im Bau begriffene Streden der Staatsbahnen zugegangen. und Packmeister) das Leben ringebüßt.“ Veranlaßt wurde —* Un-
Ber! in, 18. Dez. Fürst Bismarck wandie sich in der gestrigen 'all durch den Zusammensicß eines Theiles von einem Guterzug
Sitzung wit der sarkastischen Frage an den Abg. Lasker, wo denn mit einer Rangir-Maschine; die Schuld daran aber sollidie Ueber—
die Altkonservativen im Haufe sitzen. Der Führer“ der Nationalli instrengung der Bediensteten der dort auslausenden „Hess. Nord⸗
ieꝛalcg wiez aus, die Diplomatenloge! — 7 bahn sein. Es sollen zwölf Wagen zertrümmert sein. (fFr. J.)“
erlin, 19. Dez. De nationalliberale Pactei des Abge. In der Im Bau begriffenen Societätsbrauerei zu Chemnitzz
oxdnetenhaufes ist durch den Beitritt der Agg. Kannegicßet (Mag“ st am 18. ds. das Gewoölbe des Gärkellers eingestürzt, wobei 18
deburg), Thiele und Friße (Stendal) auf 173 Mitglieder an- Urbeiter verletzt wurden; einer derselben ist seinen Verletzungen
zgewachsen. hereits erlegen, 3 andere schweben in Gefahr.

Berlhin, 28. Dec. Die „Prov.Corresp.“ mahnt alle7 Ulm, 19. Dez. Die Haupttreffer der fünften Serie der
Patrioten, sich dei den Reichstagswahlen fest um des Aaisers Re- Ulmer Münsterbau-Lotterie etschienen bei der diesmaligen Ziehung
zierung zu schaaren, um das Gedeihen Deutschlands vor Gefährt erst am Schlusse derselber. 20,000 fl. fielen auf Nr. 10, 134 und
e sel un iß utn a —5 16,000 fi. auf Ne. 6003.
nußere Feinde ihre Hoffnung auf eine Erschütterung der nalionalen In einzelnen Departements von ich zei —
Entwickelung unseres Landes setzten. Zu ihrem Beginnen holten in Unzahl, in d machen fich — *8
sich die Ultramontanen Ermunterung von jenseits den Alpen und fF Johu Dell von Broollin stellt die Behauptung auf daß
Vogesen, weßhalb alle patrictischen Parteien zusammensiehen müß- er 34 Jahre verheiratbet sel und daß ihm noch nie ein Anor
ten, diese Hoffnungen zu vereiteln. — Das Blatt beslätigh, daß gefehlt habe. Herr Dell will die Muster-Gaklig nach Philadelphia
der Kaiser großer Schonung bedürfe. J zur nächsten Weltausstellung bringen.“ 4J

Berlin, 26. Dez. Das Befinden des Kaisers ist zufrie —
denstellend; die katarrahlischen Erscheinungen sind in steter Abnahme
zegriffen, die Nachtruhe ist größer; während des Tages verweilt
der Kaiser außerhalb des Bettes, empfängt die Glieder der könig—
ichen Familie und auch andere Personen.

Fraukreich.

Ver!clLt, 26. Dez. Bazaine ist gestern Abend um
3 Uhr abgereist und wird im Lause des heutigen Nechmittags auf
der Insel St. Marceuerite ankomwmen
557 Ver urichre s.

4 Zweibrücken, 21. Deeember. Neulich wurde ein Eisenbahn-
ubeiter beim Sprengen von einem niederfallenden Felsstücke am
Zopfe getroffen. Es mußte cin Theil Schadelknochens herausge-
nommen werden, um Knochensplitter zu entfernen, so daß das
Zehirn an jener Stelle zu Tage lag. Der Mann lebt ater bis
heute noch und soll sich verhältkißmaßig so wohl befinden, doß
alle Aussicht besteht, ihn am Leben zu erhalten.

Iweibrücken, 27. Dez. Heute Vormittag wurde der in
reuznach verhoftete Niens, welcher die Frau Schwarz in Homburg
ermordet baben soll, hier eingeliefert.

— Kaiserslautern, 28. Dez. Eine Arbeiterfrau wurde gestern
zei ihrer ersten Nicdetkunft von 4 lebenden Mädchen entbunden;
2 davon starben bald nach der Geburt, wahrend die beiden anderen
noch am Leben sind. ——

f Im Jahre 1873 wurden auf den Viehmärklen zu Kusel,
Quirnbach, Selchenbach, Lauterecken und Wolfftein 19,637 Thiere
im den Preis von 1,066,8399 fl. verkauft. Auf Quirnbach allein
entfallen hevon 818,680 fl.

FNach dem „N. W.“ ist der Vorschußverein Grünstadt bei
»et Wand'schen Gant in Kerzenheim mit 5000 fl. betheiligt.

Die Gemeindebersammlung in Frankenthal hat mit 466
zegen 36 Stimmen die Einführung von Communailschulen beschlossen.

F Kirchheimbolanden, 22. Dec. Das ‚Nordpf. W.“ schreibt:

Die Bahn von hier nach Alzey soll, falls die auf den 27. d. von
der Direction der Pfälzischen Vohnen vorgeschlagene Abnohme der
Banarbeiten durch denkgl. Commissaͤr befriedigend ausfällt, am 31.
HOecember dem Vetrkehr Uhbergeben werden
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        Bekanntmachungen.
* —.
Hausversteigerung.
Samstag den 17. Januar 1874, Nach-
nittags um Jl Uhr zu St. Ingbert in seinem
daufe, laͤßi Johann Hofmann, Bäcker
ind Wirth dahier sein an der Kohlenstraße
Jegenüber der protestantischen Kirche gele⸗
zjenes zweistöckiges Wohnhauses mit 6
Zimmern, einem Tanzsaale, und 3 Man.
sarden, Keller, Einfahrt, geräumigem Hof⸗
raume, und Garten dahinter neben Schrei⸗
nermeister Dercum, öffentlich in E:genthum
versteigern. —

Dieses Anwesen eignet sich seiner Räum
lichkeiten und Lage wegen zum Betriebe
ines jeden Geschäftes. e

Bis zum Versteigerungstage kann dasselbe
auch aus freier Hand verkauft werden.

Näheres bei dem Unterzeichneten zu
efragen. —

Sorn, kgl. Notar.
*
Wieseversteigerung.

Mittwoch, den 81. 1. Mis. des Rach-
mitiags um 2 Uhr, zu St. Ingbert, in
der Wirthsbehausung von Franz Henrich,
saßt Geschäftsagent Bechthold von hier
die nachbezeichnete Liegenschast des Schreit
ners Peler Haas auf langiährige Zahl⸗
sermine offentlich zu Eigenthum versteigern:

38 Dez. Wiese in den Bruchrech⸗

Stegwiesen, hiesigen Bannes, 4610

Ruthen, neben Wiw. Carl Ehr⸗

hardt und Peter Schmidt, hinterm

Garten des Bernhard Kopp.

S orn. fal. Notar.

*
Gesellen⸗-Verein.
deute Sountag, 28. ds. Nachmittags

praͤcis 8 Ubt r
Generalvorsammlung
im Vereinslokale
bei Hrn. Georg Klein,

Neuwahl des Ausschusses betr.
Um punktiches und zahireiches Erschei ⸗
en ersucht
—
Bürgervereins-Kränzchen.
Mus ewocqh Abent Zusammenlunft bel
Meter Aunga.
Geschalte Gol⸗ —beenm,
—AX
IILXCXX
HoOIIAndiache HuAringeo
P Depn.

empfiehlt
Theater in dt. Ingbert
Im Saale des Herrn Oberhauser
Direktion von M. Schlumpf.
Sonntag, 28. Dezember 1879
. Abonnements⸗Vorstellnug,
Das verhängnißvolle
Liebespfand
oder:

Ein Jahrmarkts-Abentener.
Posse mit Gesang in 83 Abtheilungen dor
Berger. Musik von Binder.
bassenöffnung 7 Ubhr — Anfanug
runkt 8Uhr.

Ma here besagen die Doeties
Pehaktion.

— Bekanntfmachung. —
6 83
Reichstagswahl am 10. Jan. 1874.
St. Inghert.
J. Wahlbezirk. Wahllokal Stadt haus
Wahlvorsteher: Herr Fabrikant Franz Jakob Schwarz; J 7
Stelloerireier: Herr Kaufmann Philipp Gottmann jr. J
Dieser J. Wahlbezirt umfaßt das ganze 1. und 4. Stadtvi rie!.
LI. Wahlbezirk. Wahllokal Schul haus im Josephsthal.
Wahlvorsteher: Herr Eisenhüttenwerlsbefitzer Gustav Krämer.
Stellvertreter: Her Posthalter Ernst Conrad.
Dieser I. Wahlbezirk umfaßt das ganze 3. Stadtviertel; die St. Ingberter Giube,
Mariannenthaler Glashütte, Sulzbacher Glarhütte, Rußhütte, Schloß Glsteckein,
Seifensiederei, Obermühle, und Schürer Zügelhütte.
II. Wahlbezirrkt. Wahllokal Schulhaus in der Unter⸗
stadt an der Kaiserstraße.
Wahlvorsteher: Wilhelm Chandon, Bürgermeiftet. — 1
Stellvertreter: Herr Victor Graffion, Rentner.
Dieser UI. Wahlbezirk umfaßt das ganze 2. Stadtviertek, das St. Ingbertet Bi en-
werl und den Sitzzweilerhof.
St. Jugbert, den 27. Dezember 1873. —
Das Bürgermeisteramt
Lßandon.

— — —— — —

Einen wahren Schatz J
amusanter, spannender Unterhaltung und angenehmer Belehrung bietet das illustree
Familienblatt
ve⸗

dar. Wie sein Titel besagt, ist iz ein Blatt für Jedermann und daher eben so be⸗
liebt im Salon, wie im Dahtim des Arbeiters. Auch im neu beginnenden drei-
zehnten Jahrgang werden wir durch intecessante und ansprechende Erzählungen, po—
pulär gehaltene Bilder aus der Zeitgeschichte, malerische Sklizzen aus der weiten Welt
und Schilderungen aus der heiteren Seite des Lebens die gewonnene Beliebtheit zu
exhalten bestrebt sein Dee Ommibus“ bringt in jeder Wochennummer 36 Spalten
Text und 3 dia 4 ansprechende Illustrationen für — einen Sgr. Er kostet demnach
dierteljänurlich nur 13 Sar. — In Monatsheften jedes Heft nur 4 Sgr.

Der dreizehnte Jahrgang des Omnibus“ beginnt mit zwei fesselnden und er—
zreifenden Erzahlungen: „Das Berlobungsfest.“ Criminalgeschichte von J. D. H.
Temme und „Der Gefangene von Metz“, Zeitroman von Carl Zastrow. Der Leser
vird in diesem spannenden Romane auch allen den Peisoöͤnlichkeiten begegnen, welche
in dem Justizdrama zu Trianon, das mit Bazaine's Verurtheilung abschloß, hervor⸗
reten. — Den obigen Erzählungen werden sich andere. von nicht minderem Interesse
anschliehen, zunöchst der fefselnde Roman: „Gewagtes Spiel, oder der Kampf um
eine Million.“

Als Pramie für 1874 lönnen wir unseren Abonnenten wiederum ein vortrefflich
ausgeführtes Farbendruckdild bieten:

Herbstfreuden.
Nach einem Gemaälde von Alimsch.

Wir stellen dies ansprechende und sich zu angenehmer Zimmerzierde eignende
Bild gegen die geringe Nachzahlung von 15 Sgr. beim 7. Hefte oder Nr. 20 zur
Berfügung. Der Preis dieses Bildes im Kunsthandel belrägt 6 Thlr. — Unser
Prämienbild liegt in jeder Buchhandlung zur Ansicht aus und kann von den Boten
vorgezeigt werden.

Wer den „Omnibus“ zu halten wünscht, wird ersucht, seine Bestellun en baldigst
bei aner Buchhandlung oder bei dem Postamt zu machen. Preis pr. Quartal 46 Kr.

Bamburg. Verlaas Magazin.

Zu vermiethen eine Wohnung
mit 4 Zimmer, Küche, Keller, Speicher
ind Waschküche, welche bis 1. April be-
ogen werden kann. Das Raͤhere in der
srpeb. h. BI.

Gute gesunde Eßlkartoffeln,
das Malier zu 6 fl. 30 kr. sind zu haben
hei A. BSpMmann. Bichn

Am Sdlodefter—

Feuerwehr⸗Montag
Carl Engel.

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Abend
Tanz⸗
musik

eiluicta

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Aleræau al 21lage Allgemesner
Anzesger fur daa Konigreich
— Xr. AP.
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echnungen

du s, Va und ijs Bogen zum allgemeinen

Gebrauch sind vorraͤthig in der Druckerel

dieses Rlaites

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—— 33235533 356 8s353 755 335533555535 35833353
—5 252E8 — 5252555 — ——— 533 555355
25 12 255 —78 — 8* 2365 A —— 22 8 — 2*8* — 2 27
— * 53 2 2 3225—3—286— 2353 3852
* E4 2 2 8 3* 2 33 3 5 ẽ
333 33333338 5586 3553 z38580
5355835 —753531353558 — —— —2525523333 —— —
2* — 523558 582 34 2 22 2 —2323—823 —* —A—
— * 2* 55255 5 5538 5 5— — — 53 8 *4
38 33—7 5—s 833 32553583*
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323325 I — 5353 83 3358
22232 SBSEASEVBXSVT —3 — 5837 5 5 * —8255258 2 8 —
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25333 226577 575338 52 — 23335323 5888 35232325
535555* 52 548 — 288 ———— 288 — —
5383337 3232 53837 —— z3238385* 5735* 3353
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8 — 582c 8 338 * z—25s5—3832538355735 32323
35375 8 3343238
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— 55355 —3 3 327
55 — ——5 3333* 5,2* 222 tc⸗ 5353553
— 525352 — —75235533 —5822 55583555 — 2833352
— 335338238.336
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55255 253 3523 253 422 5,.583 z 533 72 35835
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53 S5 5335388 85 —z*5 82538 s232333253553358 ——
— —A—— 228 23 5539 W 8 —— — 5— 5— 2875
*5555 8325353338, z83 238 03 * 33 —2383323—
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—A — 3* ——5—5 535 55 3233 6 — ——527 3258
333 348 338332 338 723 338* 23375— 33328——653
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2 2 — 2228 53528 3823235
2 2323 8 22285 2228 22
A »8 55553 5 556. 28353 425
35 538 5—5333 535 2588 87
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A 53533 35883 5552 552 5 5355 58 253;

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* 2 — 2 55 z2223582 A 35 213 * 2 —
2*3 3.2. *53 323555* 52 ü338*34 *2 3
232635 5368 5 23239 2 . — 33 ——
503 — —— 22833 3823 230
2338 58335* 573 *228 BBSEBRSAAE s —
12* 5 92 3. 2 22 —A /23 22 z 2 E. 2 3 5353 2 *ẽ
322385233* — — 3 — 223
2. * 2 283— 575 253285 s 52. 558 —
2* *3 — a 25 2. — 23 — —— 86G
* 287 . *x 5 28 723 33 3 — —33
323 — ——— 2· — 22. 3457 2 2. 3 2 5*
22333 38 — 22.2 274 88
553 2. — — —33 — 682*8
2535 5 —&amp; -8 253 —2 3 A — —
231233 S. 33 25X 8 552 5* —
22 53 m* 25 122333—75 —* *5
525323 3 — *3* 2 * * 25
— 5 3 —
25 — —22*. 53 5 — 355
22 N A ⸗— 2 283 22352
— 33335
— 7 29 24 R 3*8
— — 2752*3
38* * — —
283 57 22 5538
23 332353 8332
252255 255
8 72 . .
2222 383* —z.53 2
2 5572 752 *
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n 8..358 *
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2. 2. 28. . 2 ———
—*8 * 22 ——
2555 9 582 5. 582 —523 223
78 S 2.* 1 72 25 —
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7235333
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5658233232.
—3 2—323
428 5578 583
— ——— 3 A
J —? 2222 3
8335333522
* * b—
— 5783832857
243373 2333555
— 78 — *3
523*33583 22
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* *
——2 —235*
2873
—7
5822272
22 —32 582*
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233232228
5522 — —
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        Sl. Ingberler Zcnzeiger.
— —

—

Der St. Fugberter Ante iger (und das mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, mit der Dienbtags-, Donnerstags- und Sountag.

Ranctier exscheint wochentlich viermal: D tenztag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Abonnementspreis vierteljahrig 42 Krir. oder
* 12 Silbergr. Anzeigen werden mit 4 Kryzr. die dreispaltige Zeile Blattschrift oder deren Raum berechnt.

— 5 * — — — —

4 203. * Dienstag, den 80. Dezember 143873
W
Einladung zum Abonnement.
Bei heronnahendein Quartalwechsel erlauben wir uns zut Er⸗
aeuerung des Abonnements auf den“ St. Ingberter Anzeiger
———— Durch regelmäßige Zuf ammenstellung der
holitischen Tagesbegebenheiten, und durch alles Neueste, das wir
auf dem Felde der Landwirthschaft und des Verkehrs bringen,
Derden wir das in uns gesetzie Vertrauen zu rechtfertigen suchen.
Durch das Zmal in der Woche unserem Hauptvlatte beigedruckte
Unterhaltungsblatt, spannende Novellen, Gedichte, kurzweilige Ge⸗
schichten und Räthset enthaltend, glquhen wir die Anforderungen
mer Lotal Zeitung erfüllt zu haben. —
Unsere auswärtigen Abonnenten, V das Blatit durch die ..
Post vedichen ersuchen wir freundlichst ihre Bestellungen bel den St. Ingbert. Der Butterhändler Nikolaus Schneider von
betreffenden Pofterpeditivnen oder Vostboten doch unverzüglich grenschelbach, welcher wegen ie verdorbener 8 gefälschter
machen zu wollen. Unsern verehrl. Abonnenten von St. Ingbert gutter unlängst durch das k. Polizeigericht dahier zu 8 Tage
und Umgegend, welche das Blaͤtt durch 'unsere Träger beziehen, daft verurtheilt und gegen dieses Urtheil aPppehict hat, wurde am
wird dasselbe für das kommende Quartal forigeliefert werden, falts 3. D8. durch das k. Zuchtpoligeigericht Zweibrücken mit der Appel-
fie vor Ende dieses Monats nicht ausdrücklich abbestellen. Der ation abgewiesen und in die Kosten verurtheilt.
Hreis unseres Blattes bleibt derselbe wie bisher. Homburg, 28. Dez. Gestern Nachmittag vor 2 Uhr ward
Mit der Neujahrsnummer erhalten unsere verehrl. Abonnenten zer muthmaßliche Raubmörder Niens, Kunstgäriner. welcher die
einen Comptoir Kalender ˖ Frau Schwarz ermordet haben soll, hier eingebracht und in die
Recht zahlreichem Abonnement siebt ergebenst entgegen PVohnung, wo die That verübt worden war, geführt; derselbe
die Expedition des St. Ingberter Anzeigers Anzeigers dll, wie verlautet, die That eingestanden haben. Goub. Anz)
Deutsches Neicw. 7 e 27. Dezember. Das pfälzische Lehrerwaisenstift
Qarlaruhe, 25. Dezembec. (Die ersie Bergbahn in hat nunmehr din rentirendes Stammkapital don 10,412 fl. und
Deutschland.) Die beiden Kammetn baben einen Gesebentwurf, werden für das Jahr 1873 laut Beschlusses des Auesgusses 34
hen Bin einer Eisenbahn vou Heidelberg nach dem Konigsstuhi J.ünterstützung zur Vertheilung lommen. ün dieser Unlerstüt
und Kohlhof betreffend, angenommen, wodurch der Bau dieser Bahn ungssumme nehmen 44 Familien Theil.
der inter nationalen Gesellschaft für Bergbhahnen in Aarau über ⸗ F Alzey, 18. Dec. Bei dem gestern in Bechtolsheim abge-
—ã — p eee zaltenen Treibjagen wurde ein Jäger für einen Hasen angesehen.
er enwälder Bahn, Klingen cidelberg nehmen, Fi 3
in der Nähe des Schlosses voruͤber, auf die unn und den e Ien aud Wordadt arhielt amen dotlen Schrotschuh in den
önigsstuhl geführt und eventuell von da bis zum Kohthof (inen Muünchen,27. Dec. Vom 23
snigeaWeluetlen Sochmerfrische Nufenthalt)sortgesebt —8 — ün
erden soll, wird nach dem bei der Rigibahn zur Anwendung ge- ind 11 Todesfälle an Cholera vborgelommen ⸗
hrachten System gebaut werden. Vom Klingenthor bis zum Kö— —7 ——
aigsstuhl, wo ein Restaurationsgebäude errichtet werden soll, wird (Maßregeln gegen Verübung von Unfug in der Neujahrs⸗
die Lange der Bergbahn 2970 Meter betragen, die Steigungen nacht betr.
n Id Metsr Gesamnntange —iwischen 6, ond ic Im Namen Seiner Majestät des Königs
enn 8 seiern sy hᷣei 1770 Meter Lange von 17.5 bis Zum Zwicke der Aufrechthaltung der öffeutlichen Ruhe 8*
auf 20 Prozent. 3 ua⸗ — Drdnung in der Neujahrsnacht und um dem die Sicherheit d
Berlhan— 27. Dep Die latarthalis hen Beschwerden an Personen bedrohenden a des Schießens in ne 8*
denen der Kaiser zu / leiden hatte, haben abgenommen. Der Kaiser Henzatrelen, wird in Anwendung des 8 383 der allerhöchsten Ver-
hai heuie dußer den Mitgliedern der kgl. Famili⸗ mehrere hochge — vom 21. Januar 1872 „das Verbot der Fuhrung von
sellte Militatpersonen und auch —A des Militärkabinets zu Waffen zur Verhütung von Gefahren für die Sicherheit * Per
einem geschäftlichen ——— onen betreffend (Kteisamtsblatt 1872 S. 398) der Regierungs-
J 325 F „eschluß vom 1. Februar 1872 ibid. S. 395) für die Dauer
auVαν een ir — du n F 31. Desember 1878 und —383 1874 —* aufgehoben
aleen Industnen we eehe * e and tritt für diese zwei Tage der unten ebgedrudte Paragraph 1
ervor „Io epe ähnten allerhöchsten Verordnung in volle Wirksamkeit.
ehren sich in allen Quartieren von Paris, und meistens ist die der erwhrn' *
3. J dee dazu. Die Arbeiterinnen in Nähtereien Unfu Imig n degen seg n — F
ind befonders in Roth, denn die großen Moder und Confections g.auf Grund des unten im Abdrude folgenden 8. 360 Ziff.
sund — — (1 Vs Reichsstrafgesetzbbuches die polizeigerichtuͤlbe Einschreitung zu
geschüfte haben alle ihre Beltellungen eingeschränkt. Diejenigen —8
Abeiterinnen, weiche dennoch ihr Brod ehrlich zu verdienen bestrebt e
sind, werden ausgebeutet von Unternehmern in Modeartikeln zum Sben or 644
crport. Tiese Ünlernthmer bieten ihnen wahrhaft lächerliche —RR niglich Bayerische Regierung der Pfalz,
säße. Zum Beispiel werden für das Nähen eines kleinen Tuchmän- Kammer des Innern.
selchens 40 Centimes bezahlt, und eine fleißige Arbeiterin kann v. Braun.“ J
deren höchstens drei in zwei Tagen volenden; fie verdient also Metschaabl.
30 Cts. taglich und braucht zum mindesten 2 Fres. um in Paris
leben zu können. Andere Arbeiterinnen rähen lederne Porieno- 81 der Allerhöchsten Verordnung vom 21. Januar 1872.
aie's, ein mübseliges Geschäft, womit die Geschicktesten etwa 70 Die Führung nachstehender Waffen als:
Cts. täglich, die weniger Geschidten aber nur 10 30 Cis. ver⸗ l. von' olchen, Stileten und anderen im Griffe feststehenden
dienen ionnen. Ein TheaterDirekeor hatte Costumes faͤr ein oder mitteis einer Vorrichtung feststellbaren Messern,
Feenfiüd u wohen umd bot kür iedezs Costum 3 Fercs nun aher 2 yon zugespitzten Streihern und von Vfiriemen.
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        Z. von Terzerolen, Sackpistolen und Rebolbern,

4. von Abschraubgewehren wᷣ

5. von Raufringen oder Schlageisen

ist allen unselbststäͤndigen Perfonen (Art. 6 des Gesetzes vom 16.
April 1868 über Heimath, Verehelichung und Aufenthalt) verboten.

Art. 39 des Polizeistrafgesetzbuches.
Wer außer dem Falle des Strafgefetzbuches für das Deutsche

Reich 8 367 Ziff. 9 den Verordnungen zuwiderhandelt, wodurch
zur Verhütung von Gefahren für die Sicherheit der Personen die
Führung bestimmter gemeingefährlicher Waffen bestimmten Classen
bon Personen oder in bestimmten Landestheilen untersagt ist, wird
an Geld bis zu 15 Thalern oder mit Haft bis zu acht Tagen
bestraft, wobei auf Einziehung der verbotenen Waffen erkannt
werden kann, ohne Unterschied, ob sie dem Verurtheilten gehören
oder nicht.

Bekanntmachungen.

8360 Ziff. 11 des Reichs-Strafgesezbuche
NMit Geldstrafe bis zu fünfzig Thalern oder mit Hafl wird
vestraft: J
LL. wer ungebührlicher Weise ruhestörenden Lurm' ertegt oder
wer groben Unfug verübt. —9
Wollen die Eltern ihre Zöhne eindringlichst warnen, sich vor⸗
tehenden Uebertretungen fern zu halten und Letztere bedenken, welchꝰ
diele Unglücksfälle durch das unsinnige NReujahranschießen schon
vorgelommen sind, daß fast kein Neujahr bergeht, wo nicht einer
den andern beschädigt oder sich selbst die Hand oder Finger abe
chictt, oder von der Polizei erwischt und protokollirt wird. und
dann die Reue hintennach aber zu spät kommt. 12
St. Ingbert, den 16. Dezember 1873.
Das Polizeikommissariat
Eckerlein.
Saandgruben-Verpachtung....
„In den Waldungen g Gebr. Krämer wird die 433 Sand aus der
„Sandgrube in Adth. Rothhelle pro 1874 an den Meistbietenden vergeben. Reflet
„tanten wollen ihre schristlichen Angebote bis zun 81. Dezember 1. J. 2 Uhr
„Mittags bei Unterzeichnetem einreichen, bei dem auch die näheren Bedingungen
„eingesehen werden können.

Wieseversteigerung.
— Mittwoch, den 31. J. Mis. des Nach.
mittags um 2 Uhr, zu St. Ingbert, in
der Wirthsbehausung von Franz Henrich,
läßt Geschäftsagent Bechthold von hier
die nachbezeichnete Liegenschaft des Schrei—
ners Peter Haas auf langjährige Zahl—
termine offentlich zu Eigenthum versteigern
238 Dez. Wiese in den Bruchrech—
EStegwiesen, hiesigen Bannes, 461h0
Ruthen, neben Wtw. Carl Ehr—
hardt und Peter Schmidt, hinterm
Garten des Bernhard Kopp.
Horn, kgl. Notar.

Auützwetter.

IJ ren— * —WR
Spoyoror Export Bier
von Heinrich WBeftt

in Flaschen und vom FFß a

bei Goorg Rlein.

—* 9
— . —

Lodes-⸗Anzeige.
Lieben Verwandten, Freunden und
Bekannten die betrübende Nachricht,
daß unser innigstgel ebter Gatte und
Vater
Franz Huber,
Qappenmacher,
gestern morgen um 8 Uhr, nach kurzem
Kranksein, im Alter von 52 Jahren
sanft verschie en isst.
Um stille Theilnahme bitten J
St. Ingbert, 30. Dezember 1873.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet morgen (Mitt-
woch) Nachmittag um 2 Uhr statt.

Keine Cichorien und Surrogate mehr!
Die Straßburger Kaffee⸗Essenz in Pulver, besser und billiger
als J ichorien uss. w. ist stets vorräthig bei Hern
Joh. Friedrich.
Preis des ersten Flaͤschchens 10 kr. Bei Rückgabe des Fläschchens 7 kr.

zu Neujahrs⸗-Geschenken (0 — 38
een Comptoir-Kalender
*12 für das Jahr 1874,
allem Neuen und Schönen assortirtes mit Verzeichnißz ber Viessen nad Mäarkie,
Lager: als. owie F Umwandlungstabelle von Gul—
⸗ z. dven und Kreuzern in Mark und Pfenni
Came und gefärbte Garni⸗ und —*8 sind zu 88 8
turen, Brochen, Boutons,! drudere dieses Biams.
Ringen, goldene, silberne u.
Talmie- Ketten, Medaillons,
reuze, Kragen- Brust- und
Manchettenknöpfe, Brillen,
Barometer ꝛc. ꝛc.
Adolf Metxa.
Goldarbeiter.

Für Sylvester-Abend und Neujahr
sind zu haben: Alle Sorten feine
Torten,
Kuchen,
Thee und
Kaffee-Sachen,
sowie anderes feines Backwer?
in der Conditorei von
. Rickel.
Diejenigen Mitglieder
hiesigen Bürger⸗
ilfs-Vereins,
welche noch Bücher zum lesen haben,
werden hiemit aufgefordert, dieselbe
fofort wegen Jahresschluß an den Bib—
liothekar Cudw. Weirich abzuliefern.

Theator in dt. Ingbert.

Im Saale des Herrn Oberhausov

Direktion von M. Schlumpf.
heute Dienstag, 30. Dezember 1873
10. Abonnements⸗Roritellung.

Marie,

die Tochter des Regiments.
Operette in 3 Akten von Vonizetti.
nered dea 1. Januar 1874.
16 Jahre Kerker

Für Sylvester-Abend und Neujahr
empfiehlt Unterzeichneter seinen feinsten
Arrac,
Rum,
Ananas &amp;
Punsch-Royal,
Malaga,
Madoira,
leinsto Vanillo,
Gesundheits- &amp; Gowürz-
Ohooolado,
Alle Sorten foine
lbiqueure.
C. RicIcol,. Conditor.

oder:

Die Tochter des Gefangenen.
Historisches Schauspiel in 4 Akten nebst
einem Vorspiel:

Der Verrath,
von Lenz.
Lassenöffnung 7 Uhr — Anfang
punkt 8 Uhr.

Das Nabere besagen die Zettel.

Bürgervereins-Kränzchen.
Morgen Mittwoch Abend Zusammenlunft
(Gunicht Peter Jung, sondern) bei!
Aoh. Schmeszer.

dedaktion, Druck und Verlag don F X. Demetz in St, Inaberz
        <pb n="817" />
        Bekanntmachungen.
Mobilien-Versteigerung.
Montag den 45. September 1878,
Nachmittage um 3 Uhr, dahier im Hause
der verlebten Eheleute Johann Woll wird
mit der Versteigerung der zum Nachlasse
der Eheleuse Johann Woll und Maria
Lauer gehörigen Mobilien fortgefahren
und kommen zum Ausgebote:
1 geschliffere Biitlade mit Rollen, 1
runder Tisch von Eichenholz, 2 Tische
bon Tannenholz, 1 Nachttisch, 1 Schüssel⸗
schaft. 1 Küchenschrank, 1 Wiege, J le⸗
derner Reisekoffer. 1 Reisetasche, 1 Wand⸗
uhr, mehrere schöne Bilder, Mannslleider,
1neuer Hut mit lederner Hutschachtel,
Buͤgeleisen, eisernes Kochgeschirr und

Porzellan, 1
Schippe, 15
dammer, 22
Matratzen aus
Frauenhemden

Der dritte Stock meiuez
mwuen Hauses mit 8 Zim
ner, ganz eder getheilt, ff
ẽ

bermiethen.
Luch sind mehrere möblirte Zimmet fur
tren abzugeben, mit oder ohne Kost.
Ebenso ist in meinem alten Hause daz
rthelokal nebst 2 Zimmer im zweilen
ock, Küche und Stallung zu vermiethen.
Georeg Ieim, Gastwirth.
Erste Qualität
4 bß ⸗
Limburger Käse
wieder eingetroffen bei
P. Zepp
Stadt Et. Jugbert pro Mong
August 18s758. —
Seboren wurden ?
1. Jakob, S. v. Wilhelm Schmidi. Augus
S. v. Gustav Adolph Kittelberger. Glisa
betha, T. d. Johann Grel.
deinrich Ludwig, S. v. Ludwig Rupperl.
Joseph, S. v. Bernhard Kessler. 4
August, S. v. Michael Ritter. Philipp, S
v. Philipp Herbig.
Peter, S. v. Georg Jene.
Rosa, T. v. Franz Buser.
Maria, T, v. Carl Harth. Joseph, S. v.
Georg Schmelzer.
deinrich; S. v. Heinrich Xylander. Marja
Anna, T. v. Georg Stachel.
helena, T. v. Adam Kohler. Johana, S.
v. Jakob Eifler. Julianna Catharina,
—A —
Nikolai.
August, S. v. Anna Kaffitz, ledig.
Maria, T. v. Michael Weber. Katharino,
T. v. Carl Hooß. Georg, S. v. Helena
Jene ledig.
15. Maria, T. v. Theodor Neininger.
17. Peilipp, S. v. Michael Mai.
18. Eugen Ludwig, S. v. Ferdinand Wendel
Oberhauser.
19. Catharina, T. v. Jakob Stief.
21. Johann, S. v. Joseph Abel. Joseph, S. v.
Inne Danzer. Nilkolaus, S. v. Johann
tehl.
22. Maria, T. v. Jakob Engel.
26. Nikolaus, S. v. Peter Sander. Heinrich, G.
v. Philipp Weber.
27. Maria, T. v. Johann Adam Fischer. Catl
Albert, S. v. Jakob Jost. *
29. Maria; T. v. Joseph Schwarz. Johann, BS.
v. Johann Buchheit. Johann Wilhelm,
S. v. Wilhelm Schwenold.
Gestorben fin d
8. Carolina, 4 J. alt, T. v. Franz Klein.
Christian, 4 M. alt, T. v. Christian Heinz
5. Josephine, 7 M. alt, T. v. Karl Horst.
8. Dorothea, 5 M. alt, T. v. Heinrich Hien
14. Peter Joseph, 1 J. M. alt, S. v. Jofeph
Hauck. * Veronika Klein, 68 J. alt,
Wittwe v. Andreas Fischer. J
16. Johann, 4 J. 7 M. alt, S. v Heinrich
Kunz. Magdalena, 4 M alt, T. v. Jo⸗
hann Schwarz.
17. Aarolina Greß, 44 J. alt, Wittwe von Jo⸗
hann Kurz, Franz Emil, 8 M, alt, ES.
v. Maria Sand, ledig.
18. Peg Sumit. 56 Jall, Ehem. v. Cathatina
aunster. 7
22. Maria, 2 M. 20 T. alt, T. v. Rikolau
Jung.
28. Johann, 5 W. alt, S. v. Joseph Hagetr.
25. Joseph, 4 T. alt, S. v. Joseph Danzer
26. Jakob Stauner, 67 J. ait, Ehem, v. Var⸗
bara Peters. 7
27. Matia Vecer, 78 J. alt, Witiwe v. Johann
Weis. .
28. Magdalena Litzenburger, 66 J. all, Witwe
v. Anton Rees.
31. Maria bJ. 8 Vi alt, T. v. Joseph Stolp
Johanm 1. J. ali S v. Johanu Schen⸗
kelberger.
Verehelicht haben sich?
7. Jakob Stegner mit Margaretha Aennerknecht.
Christian Reppert mit Louise Gumther. —
16. Johann Gudelmus mit Anna Maria Schmidl.
Jatob Kreischer mit Catharina Ragel nft
26. Geotg Jung mit Maria Catharina Schmith.
28. Peter Lembert mit Carolina Schwan. ors
Zi. Ingbert, den 6. September 1878
DaCruñnandabeam Chandon.

Fin
serhun
inem hellen Strei
eite, 2 weißen Ve
edernen Halsband
do. Kupferring, ha
verlaufen. Wer
u geben verwag —
fFigenthümer Joh.
ach zurückb ringt, er
ahnarzt
——888

5*
5
kutt niicher BDut
Landwirthschaftlich chemische
SFabrik von
GEORG OARIL ZIMMEI

Silberne Medaille.
Karlsruhe 1861.
rkhrenv. —X
London 1862.
Medaille.
Hamburg 18638.
Ehrenv. Erwähnung.
Mannheim 1868

MaAnnheim.
Kali- und Magnesta-Dür
ger⸗Fabrik in Staßfurta

in

l
OQDCARD

—.

Medaille.
Köoöln 1863.
Anter Controle der landwirthschaftlichen Vereine und Versuchsstationen.
Knochenmehle, roh und gedämpft,
Superphsphate, in allen Sorten,
Kali- und MagnefiaPräparate,
Ammoniak⸗Zuperphosphate, als bester Ersaß des rothen Peru⸗Guano,
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unter voller Garantie des Gehaltes geliefert.
Jedes Collo ist mit der genauen Bezeichnung seines Inhaltes und der Firma
Georg Karl Zimmer im Maunmnlaelm versehen.
Gebrauchsanweisungen und Preislisten stehen zu Diensten.
Wegen allem Näheren beliehe man sich an die Fabrikl in Mannuheim oder an
deren bekannte Verkaufslage zu wenden.
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Pferde-Markt-Lotterie
mit Genehmigung hoher Regierung.
Ziehung am 22. Oktober d. J.

Bei dieser Lotterie kommen 9 elegante Equipagen mit 4 und
2 Pferden bespannt, 1 feiner Schlitten mit 2 Pferden, 60 der
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æ

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4J

X. Demes in

St. Inadect.
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