St. Ingberlei Anzeiger. Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne meuntspreis betraͤgt vierteljährlich Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg. von Auswärts mit 15 Pf. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen mit 30 Pfg. pro Zeile berechnei. —* J 4331. Donnerstag. den 24. Februar 18 6 ö— — Deutsches Reich. Mänchen, 21. Febr. Heute wurden in dem Bureau der sammer der Abgeordneten 1898 Abgeordneie, hierunter auch die Mitslieder der Reichsjustizkommission, angemeldet. Die erste öffent⸗ liche Sitzutg soll am 23. ds. Vormittags stattfinden. — Das Finanzministerium hat der Abgeordnetenkammer einen Gesetzentwurf „die provisorische Steuecrerhebung und vorläufige Bestreituͤng be⸗ sonderer Ausgaben pro 1876 betr. nebst Motiven vorgelegt. Derselbe ist bereits dem Finanzausschuß zugew'esen. München, 21. Febr. Eine j'edensalls erfreuliche Erschei⸗ nung ist die Zunahme der Frequenz der technischeu Lehranstalten in Bayern. So zählten im dermaligen Wintersemester die dietr Industrieschulen 401 Schüler, um 61 mehr als im Vorsemester; die 6 Realgymnasien 751 Schüler, Zugang 42, dann die 46 Gewerbschulen 5127 Schüler, um 938 mehr als im Vorsemefter; der Stand der landwirthswaftlichen Fortbildungsschulen war am Schluß des Schuljahtes 1874,75: Winterschülen 252 Schüler, landwirthichaftliche Fortbildungsschulen im engeren Sinn 17,600 Schüler und landwirthschaftliche Fartbildungsschulen überhauplt 17,852 Scüler. (Allg. Ztg.) München, 22. Febr. In der morgigen Sitzung der Ab geocdnetenkammer wird der Abgeordnete Freitag im Namen der Klerikalen die Regierung wegen ihrer Stellung zu der Reichseisen— bahpfrage interpellizen und die Frage stellen, ob die Siaalsregierung unter irgend welchen Umständen die Staatseisenbahnen an das Reich abtreen wurde. Ausland. Madrid, 22. Febr. Dortegaray, Saballs, Lizzaraga, Mo— cales und andere Carlistenführer sind nach Frankreich übergetreten; ehr viele Carlisten unterwerfen sich der Reg'erung des Königs Alphons; überhanpt verbreitet sich auf der carliftichen Seite voll ständige Muthlosigkeit. Saa Sebastian, 21. Febr. Der von den Carlisten ver⸗ schanzte San Marcos, sowie Santiagomendi und Andeain sind seit heute Morgen im Besitze des Generals Loma. In Toiosa Hder festesten Stellung, welche die Carlisten ĩn Gu'puzcoa hatten) ind General Quesada und Könia Alphbons eingerückt. BVermisqhtes. F. Vom Zuchtpolizeigeriche Zweibrücken wurden am 10. da. 2 Bewohner von Bexbach wegen Vergehens des Widerstandes zgegen einen Gendarmen, groben Unfugs, vorsätzlcher Körperver⸗ ietzung und Sachbeschädigung zn 5 Monat 8 Tagen, resp. 7 Monat 20 Tagen Gefängniß verurtheilt. Dieselben hatten sich au dem gelegentlich der Wahlmännervahlen am 15. Juli abhin in Miltelbexbach in Scene gesetzten Excesse in hervorragender Weise ketheiligt und waren deshalb vor das Zuchtpol'zeigericht verwiesen worden, während die übrigen Excedenten — atwa 830 an der Zah! — vor dem einfachen Polizeigerichte abgeurtheilt wurden. FKaiferslautern, 22. Febe. Gestern Vormittag fiel der 38 Jahre alte Bremser Philipp Lichti aus Izgelheim, stationirt Ludwiashafen. im Tunnel Seiligenbera so unofücklich aug dem Vaa. Freiwillig gerichtliche tragten k. Notar die nachbezeich⸗ — — neten Liegenschaften, im Banne Ver steigerung. dvon St. —2 der absoluten Samstag, den 11. März Nothwendigkeit wegen öffentlich nächsthin, Nachmistags 2 Uhr zu in Eigenthum versteigerte näm— St. Ingbert, in der Weinwirth⸗ üich: shaftvon Johann Schmelzer 1. 45 Dez. Acker am Gü'ken⸗ Backer, verden in Folze gericht wieschn de ben Ernst Con⸗ lich bestätigten Famelienrathsbe⸗ rad und Peter Schmitt; lusses, gefaßt vor dem köouigl. 69 Dec. Wies im Allment Landgerichi Si. Ingbert am 17. auf dem Langensteia neben October 1874 vor dem unlet— Erben Feichtner; Jeichneten hiezu gerichtlich beauf⸗ 49 Dec. Acker auf der waegen, das ihm der rehchte Fuß abgefahren wurde und derselbe bedeutende Contufionen am Hinterkopfe erlitt. (Pf. V.) FMuünchen, 20. Feor. Die sämmtlichen für den Reichs- elegrapheaverkehr geltenden neuen Bestimmungen kommen, mit Aus—⸗ nahme des Tarifsatzes, vom 1. März l. Is. an auch auf den in⸗ erren Telegraphenverkehr in Bayern und Wärttemberg und auf den Wechselverkehr zwischen beiden Staaten in Anwendung. Der Tarif iur dem lezibezeichneteu Verkehr ist auf 8 Pf. für das Wort er— näßigt, so daß also füc jedes in Bayern und Württemberg der— »leibende Telegramm eine fixe Gebühr von 20 pf. ohne Rücksicht auf Wortzahl und Entfernung und eine Gebühr von 3 Ppf. fuͤr jedes Wort gleichfalls ohne Rücksicht auf die Entfernung erhoben wird. Der Gesammtbetrag wird jedoch auf ein Vielfaches von 5 Pf. in der Weise abgerundet, daß Ueberschüsse von 1J und 2 Pf. nicht erhoben und solche von 8 und 4 Pf. für 5 Pf. gerechnet werden. Für die mit Eisenbahntelegraphen beförderten Telezramme wird für Bayern und Württemberg eine Zuschlagtaxe 3— erhoben. A. 3.) fKarlsruhe, 17. Febr. Fürst Bismarck hat ein Glück⸗ wunschschreiben an Scheffel gerichtet. Der Dichter hat mit den tolgenden Zeiken gedankt: Ein gutes Blatt Geschichte Ist mehr als tausend Gedichte! F An Victor Scheffel in Karlsruhe der berühmten Dichter des Trompeter von Saͤciagen, des Etkehart, des Gaudeamug u. s. w. gingen am 15. ds. von einer Anzahl Freunde und Verehrer des Dictters in Deidesheim, Forst, Neustadt ꝛc zu dessen 50jähri⸗ gem Geburistage 50 Flaschen edelsten 1865 pfälzer Weines ab, den er bekanntlich in einem Gedichte seines „Gaudeamus“ so wunder⸗ voll verherrlicht hat. FAus Bückeburg meldet das .L. R. Bl.“: In deer Nacht vom 8. ds. ist hier ein sbauderhaftes Verbrechen verübt worden Einer vom unteren Bahnhofspersonal verwies Leuten im Wartesaal —R paßten ihm bein Nachhausegehen auf‘ üderfielen ihn und schnitten ihm den Huals ab, so daͤß er diesen Morgen als Leiche gefunden wuͤrde. fDas Reichsbankoire torium fordert die Besitzer von Noten der preußischen Bank zu 50, 100 und 500 Th ner auf, dieselben baldigst bei der Reichsbaukhauptkasse oder bei einer der Zweig⸗ mistalten der Reichzbank in Zah ung zu geben oder gegen andere Banknoten umzutauschen, da vom 15. Märi ds3. Jsz. an de ren Finlösung nur noch bei der Reichzbankh uptkafse erfolgen wird. Dienstesnachrichten. Der seitherige funkt. Staatsanwalts-Substitut am kgl. Vezirks⸗ gerichte zu Frankenthal, Rudolph Tillman, ist zum Assessor am gl. Landgerichte Germersheim ernaum und an dessen Stelle der zeitherige Polizeianwalt in Landau, Alfred Pauli, befördert, der jeirherige Pol'zeianwalt in Zwe bricken, Ferdinand Pachmair zum funlt. Staatsanwalts .Subst'int am kgl. Bezirksgerichte Kaiserslaulern und der fuut. Subst. Lobenhoffet in Kalserslautern uum Landgerichts⸗ Assessor ia Neustadt a!H. ernannt. Hobelsahnung neben Jakob Schwarz und Wwe. Karl Lion; 43 Dec. Acker am Seyen⸗ rech neben dem Weg; 28 Dez. Ecker auf der Krummflur neben Georg Uhl und Schmeljarbeiter Greß; 67 Dez. Wiese auf der Spick neben Urdan Jatob und Erben Thiery; 7. 19 Dec. Garien in den Gassengärten reben Joh. Schmelzer und Franz Jakob Ehrhardt. 348/10 Dez. Wiese in den Brachwiesen neben Bäcker Stief und Georg Adt. Eigenthuͤmer sind die Wittwe und Kinder des zu St. Ingbert verlebten Schmiedes Johann Adam Peters, nämlich: 1. Magdalena Hagec ohne Gewerbe in St. Ingbert, Ww. dez Verlebten«