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        St. Inaberler Anzeiger.

der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntagt mit illustrirter Bel
lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag nud Sonutag. Der Aboume mentepreis beträgi vierteljahrlich
Marj 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Answärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
—
*

Samstaa. den 1. Januar

1876

Kghn
Deutsches Reich. 8 * * Liheurg dvon Staatsgesoͤllen Belrau⸗
Manchen, 263 Dez. Als muthmaßlichen Nachfolger des en und in dieser Beziehung dem k. Staatsminisierium der Finan⸗
sugst ne d Megierungebrasidenen d. Zwihi bort ee Beamten, Kassen und Aemt er einschlussig der Zoll⸗
ain ministerellen Kreisen den Regiernngspräsidenten von Si⸗ 8 ider ind Kufschlag-Einnehmereien, dan min der Pfals
poweth in Lapdshut und den Regierungspräsidenten der Pfalz, teuere Einnehm er „verpflichtet, Einguldenstüde,
iilait dBraun, nennen. (A. aAbdz.) Sechstreuzers, Dreilreuzersiücke und Einkreuzerstüde in Silber und
Muür hen. 26. Dez. In den letzten Tagen fiad in rascher kupfer, dann Einbalb- und Einviertellreuzerstücke in Kupfer, und
Aujeinandersolze die weiter in Aussficht gestellten Et asse der obersten De ohne Unterschied, ob die Munze in dem einen oder andern
prolestantijchen Kirchenbehdrde etschienen. So unter'm 2i. Dec. Staate des vormaligen füddeutschen Münwsereins ausgeprägt wor⸗
line Beroidnung üder das Traurecht und die Vornahme des den ist, dis zum 30. April 1876 in Zahlung zu nehmes. Fer⸗
fichlichen Aufgebots und de Matrikelführung und umter demselben ner find in allen Fallen, wo es sich um eine in Reichewahruns
Dalum das fortan zu gebrauchende Trauuagsformular. inzufor dernde Schuldigkeit handelt, die zur Zahlung angebotenen
Muͤnchen,. 27. Drz. Der Koͤnig hat aus Anloß der Ein—⸗ üddeutschen Munzen in jedem Beirage anzunehmen.
fübrung der Reichswährung die Atzneitaxordnung für dos König⸗ 8 Manchen schreibt man der „N. Frantf. Pr.“: Die
eich Bayern vom 10. Oklober 1872 einer Revifion unterziehen * da. Mis. volljogene Hinrichtung des italienischen Eisenbahn-
jaffen. Die ollerhöchst genehem' gten neuen Taxbestimmungen werden iie⸗ Batniftella hat mannichfaches unliebsares Auff. hen gemahht.
nn e afdienenen Gesche had Verordnungsdlatt Man eriunert daran!. daß der Konig weit schwerere Verbrecher als
Nr. 66 publicitt und habden mit dem 1. Januar 1876 in Wirt esen einfahen Morder“ wiederholt begnadigt hat. Das an gih
jamleit zu neten. Das Staatsministerium des Innecn ist beauf⸗ s richtig, aber die Sache hat wohl ein befonderes Motiv. Die
ragt, die Arzneitoxe alljährlich mit Rüdsicht auf die inzwischen alien ijchen Eifenbehnarbeiter binden in Bayern bereits eint Art
eingetretenen Verand rungen der Materialpreise, sowie anf die er⸗ y Landekcalamitat wie in Oesterreich; moͤrderische Rauslereien,
ziellen Bere cherungen des Atzneischatzes einer Revision zu unter Raudanfalle u. s. w. sind bei ihnen an der Tazesordnung/ und
ftellen und deren Ergebniß zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. mehr alt 100 dieser Leute X derartige Vergehen bereits in
Aus den allgemeinen Beftiaämungen der Arzneitoaxordnung heben bdayerischen Strafanstalten. In diesem übrigens doch sehr schweren
wir Folgendes hervor: Das Minimum eines Preises ist 8 Pig. Fall scheint wohl die Statuirung eines Erempels beabsichtigt ge—
Vei den Totiren der Recepte ist der aus dem Summiren der wesen zu sein. Man kann die Frage der allgemeinen Berechtigung
indeinen Pounonen sich ergebende Taxpreis, wenn derselbe 1I M. der Todesstcafe controvers lassen und deunoch dem Staate das
nittt siderfieigt, auf die Weise abzurunden, daß 1 dis 4 Pf. ouf Recht zu e nem solchen demonstrativen Act im Fall einer allgemei⸗
3 ppf. und 6 dis 9 pp. auf 10 Pf. erkbht werden. Wenn jedoch nen Calamität zujusprechen geneigt feiin.
der Tarpreis des Recepres 1 9f. üdbersteigt, wird in der Weife Berlin, 28. Dec. Es tritt hiet mit Bestimmtheit das
abgerundet, dahß 4. B. 1 M. 1 bis 4Ppf. auf eine M., dann Berüht vom Rüdritt des Ministers Camphausen auf und joll
1 M. 6. bis 9 pf. auf 1M. 5 Pf. zu teduciren sind. Bei bereiis ein Nachfolger designirt sein. —
Arzneimitteln, weiche in dee Taxordaung nicht aufgeführt sind, Bertding, 29. Dec. Die, „Provinzial Correspond enz
darf neben der Tare für die Arbeit der Anlaufepress mit einer wirft cinen Rüdblich auf das ablausende Jahr, worin sie sagt:
F.höhung von 100 pEt. in Anf z gebracht werden. Utherschrei⸗ Angesichts der entschiedenen Durchführung der Staatsgefehße seien
sung der Tate ist berboten und dhat vork mmend.n Falles Be⸗ veitere Anzeichen dafür hervorgetreten. daß die Kraft zum weite⸗
sirafung zu erwarten. Det Handderkauf der Apothelec unterliegt ten Kampfe in der kartholifchen Geiftlichtett und Benbikerung er⸗
edoch nicht der Taxe. Ermaßigung der Tare durch freie Verein⸗ lahme und die Sehnsucht nach dem kirchlichen Frieden wachse so⸗
barung in zulassi Der Preis einer gefertiaten Arznei ist ieder. Die unter den disherigen streitbarften Vorlämpfern der kathol ischen
ae eneihie beheilen Sache der Wunsch nach Frieden immer mehr Boden gewinne.
an ben, 28. Des UÜeber d'e aklive Dienstpflicht der Die Erfullung dieses Wunsches werde freilich nur dann möglich
Bolleschullehter und Kandidaten des Vollsschulamtes verfügt die in, weun die leilenden Kreise die Ueberzeugung gewännen, daß
neue baper sche Wehrordnung: 1. Vollsschullegrer und Kandidaten die Voraussehung des Friedens die allseitige und thatsachliche An⸗
des Vollsschulamtes, welche ihre Befahigung sür das Saulamt in erkennurg der Staatsgesetze sei. 4.
daischrifts maßiger Prüfung nachgewiesen haben, köonnen nach kurzer Straßburg, 28. Dey. Die seit nahezu 8 Jahren un⸗
Einübung mit den Waffen zue Reserde beurlaubt werden; 2. gibt mus gesetzt betriebenen Arbeiten der Comission für Vergütung der
der so Beurlaubte seinen disherigen Beruf gänzlich auf, oder wird kriegss waden und Ktrrieg?leistungen sind nun abdgeschlofssen. Es
tr auz dem Schalamte für immer entlassen, so kann er vor Ablauf zaen die ausgeworsenen Summen folgende Verwendung erbalten:
des Jahres, in welchem er das 285. Lebensjahr vollendet, zut Ade uur Beschietßzungeschaden wurden ausdezahlt 55.866,097 Fr. und
feistung des Resies feiner activen Dienstpflicht wiedet eingezogen War, gen die Kreise: Straßburg 80001,548 Fr., Scletistadt
wverden; 8. wenn: ein solcher Diensipflichtiger vor vollendetem 25. 3.022,346 Fr., Weßenburz 2,346,105 Fr. und für einzeln
Lebensjahre für immer entiassen wird, so hat die vorgesetzie Be⸗ jehende Gebdaude 446. 103 FIr. Die Vergütungen für Kriegd⸗
hörde dennt Landwehrbezirlökommando zur weiteren Anzeige an die eistungen erstrecken sich üder acht Keeise mit 3557 Gemeinden in
Ersatzbehoörden hiervon Mittheilung zu machen. »er Summe von 10 Willionen Franken; hierzu kommt noch die
M' n heen, 28. Den. Von den Bankagenturen, welche Unterstüßung von 230.000 Franken, welhe Solchen gewährt wurde,
die Baderische Noteabank im diessenigen Vahern errichtet, werden ien weil nicht im B.fitze eines Anertenatnißscheines, nicht enischädi⸗
olgende am Montag. den 3. Januar ihre Thätigleit deginnen: Jungsbere htigt waren. Der Gesammtbetrag der Entschad gungen
umberg, Ansbach, Aschaffenbutg, Bemberg, Erlangen, Freising, deziffett sich demnach auf 66,096,097 Francs oder 532,876,877
Fürth, Kaufbeuern, Landshut, Menmingen, Nordlingen, Neu⸗-Ulm, Dart 60 Pf«6. — Das benadhbarite Kehl, welches unmittelbar
hassau, Regensburg, Schweinfurt, Straubing und Würzburg. Die nach dem Krieg wie ein Phonix seiner Asche wieder eutstieg, befindet
Agenturen in Bahyreuth, Hof und Ochsenfurt können erst dem⸗ ich jetzt in mißlicher Lage, da seit es aufqehort hat, Gienzstadt nud
azaͤchst eroffnet werden. Mit der Hauptbank und den fünf Filialen Zollstation zu sein, der Handelsverkehr vollständig abgebrochen ist,
in Ausgsburg, Kempten, Lindau, Ludwigehafen und Nürnberg, vodurch die jahlreichen Geschäfte nahezu außer Thangteit ꝓsseht
wird dann die Bayerische Notenbank 26 Bankstellen in Thätigkeil ind. Pfkfb. st.
zaben. Ausland. —
Mänchen 28. Dec. Laut Verordnung des k. Finani⸗ Versfartles, 28. Dez. Die Natienalversammlung dat
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        ein Amende nent des Depulirten Janze zum Preßgesezz angenommen,
demufolge der Regiecung die Befugniß entzogen wird, den Jour⸗
galen den Verkauf auj der Straße zu untersagen.
Versailles, 28. Dez. Die Nationalvecsammlung hat die
Art. Z und 4 des Preßgesetzeniwurfes, welche diejenigen Preßver⸗
zehen, die vor die Zuchtpolizeigerichte zu verweisen find, aufzahlen,
angenowmen, nachdem der Justizminister Dufauie dieselben gegen⸗
süber der Linken, welche verlangte, daß saämmtliche Preßvergehen
ausschlieklich vor die Schwurgerichte verwiesen werden sollen, befür⸗
worbet hatte. Durch den Art. 4 wird auzgesprochen, daß auch die
durch die Presse begangenen Vergehen der Beleidigung gegen das
Oberhaupt eines fremden Staates vor die Zuchtpolizeigerichte gehören.
Versaitles, 29. Dee. Die Nationalversammlunz ver
warf nach einer Rede des Ministers Buffet mit 377 gegen 329
Stimmen den Antrag der Linken, den Belagerungszustand in ganz
Fraukreich aufzuheben, und beschloß die Beibehaltung des Be⸗
agerungszustandes für Paris, Versatlles, Lyon und Marseille. wie
es die Regierung verlangt hatte. Sodann wuyrde in der Schluß
abstimmung der ganze Gesetzentwurf über die Nhse und über den
Belagerungszustand im Ganzen beinahe einstimmig angenommen.
Paris, 29. Dec. Peinz Joinville erklärte, gleich dem
Herzog von Aumale, daß er auf eine Candidatur verzichten werde,
da die constitutionelle Monarchie unerreicht geblieben. Er erachtet
jedech das Septennat für nothwendig.
Bordeaur, 28. Tec. Der Dampier „Bordeaux“ hat
auf der Fahrt von Rotterdam nach Bo deaux Sciiffbruch gelitten
ind ist in Folge dessen zeborsten. Eine Wiederfloltmachung ist
unmoͤglich.
Aus Baltimore wird der K. Z.“ geschrieben :
Ich sehe es als meine Pflicht an, meine deutschen Landsleute vor
der Auswanderung nach Amer ka zu warnen. Die Arbeitslosigket
in den Vereinigten Staaten laäßt uns nur mit Bangen in die
nachste Zukunft bliden. Allüberall, wohin wir uns wenden, seh⸗n
wir Tausende von Arbeitern beschäftigungs⸗ und brodlos. Ud
mit jedem Tage führt uns die Einwanderung neue Arbeitskräfte
ju, die natürlich, wenn nicht reichlich mit Geldmitteln verfehen, der
hittersten Noth entgegen gehen. In den Städten des Ostens sind
die Arbeiter schon seit Monaten beschäftigungtlos und viele fristen
mit ihren Famil'en ein kummervolles Dasein. Dabei sind alle
zffentlichen Wohlthätigleitsanstalten mit Nothleidenden überfüllt und
die Privatmildthätigkeit ist in unerhörtestx Weise in Anspruch ges
nommen. Die Berichte aus dem Westen entwerfen ein ebenso trau⸗
riges Bild. Die Ernte war sehr schiecht. Die Fabrilen stehen
neistens still, der Landmann beschränkt sich auf die Hilfeleistung
der Glieder der eigenen Familie, und wenn er wirklich Arbeiter zu
nehmen gezwungen ist, lann er sie für Kost und Logis und sehr
zeringen Lohn in reichster Ruswahl haben. Bauunternehmungen
liegen ganz darnieder, ebenso wod! in den Stadten die Aufführung
hon Gebäuden wie die Aunlaze von Eisenbahnen, und nicht and:rs
deht es in den Bergwerken und Kohlengruden. An eine w sent⸗
uich zunstige Aenderung der Zustande ist in den ersten sechs Mona⸗
sen nicht zu denken, und nach Ablauf dieser Frist ist es fraglich,
ob dann eine Besserung eintreten wird.“
BVerwisqtes.

faaiserzlautern. Die hiesigen Bäder haben be
schlossen, von 1. Jan. 1876 ab den Preis der seitherigen 1
æreuzer⸗Wede auf 3 Pf. feitzustellen, für je 20 Pf. jedoch 7 Wece
abzugeben. Die sog. „Dreinwede“ werden nur meht den Weic
händlern gewährt, dafür jedoch die Wecke entsprechend groͤßer ge⸗
backen. Die Bro preist sind für's Ecste folgendermaßn sestgeseßt:
Schwarzbrod 6 Pfd. 68 Pf.. 3 Pid, 34 Pi., 3 Pfd. Gemischt⸗
zrod 39 Pf., 2 Pfd. Weißdrod 48 Pp.

pKirchheinbelanden. Von sänmmilichen hiesizen
Backermeistern und Vertreter der Bäckerwinwen wurden folgende
Beschlüsse gefaßt, welche mit Reujahr 1876 in Kraft treten sollen:
Die Wecdce werden in ähnlicher Giöße wie seither gebacken und der
einzelne Weck wird um 3 Pi. verkauft, für 20 Pf. erhalt der
aufer den achtex Weck als Deeinweck. Die Groschenbroöͤdchen
werden zu 10 Pf. und de Sechserbrodhen zu 20 Pf. verlauft.
Jedoch werden dieselben im Vertältniß des Geldwerthes groͤßer
gebacken. Der sechspfündige Laib Brod kostet 68 Pf. und der
dreipfündige 34 Pf. Eine Preiserhöhung oder Erniedrigang des
Brodes wird von 5 zu 5 Ppf. berehnet. Das gemischte Brod
wird zu 40 Pf. verlauft. (N. W.)

Aus AUbersweiler, 26. Dez. schreibt man der Rh.“:
Die fürstlicht Familie von Loöͤwenssein hat der hiesigen Kirche zum
Zwede der Ausschmückung des Hodaltares als Christgeschenk die
ansehnliche Summe von 100 fl. gesendet. Ebenso hat Domdechant
Weis dem Pfarrer 800 fl. Übersendet, von welchen die Zensen für
ein Annlversarium und für die katholischen Ortsarmen verwendet
werden sollen.

4 Die „Sp. Zig.“ meldet aus Speyher, 29. Dez.: Die

Vorarbeiten für unsere im Jahre 1876 stattfindende Lokalgewerbe
zusstellung nehmen den besten Verlauf. Als Ausstellungslokal
varen die Räumlichkeiten der königl. Studienan tait mit ihrem
hönen neuen Saale in Aussitht genommen und es ist die Genehmi⸗
zung zur Benützung dieser Lokalitäten von Seiten des k. Regierungs⸗
zräͤsidenten Herrn Staatsrath v. Braun, sowie von Seiten des
gorstandes der Anstalt, Herrn Reckor Dr. Marlhausert, in sehr
nigegenlommender Weise ertheilt worden. Un das Interefse fuͤr
»as Unternehmen zu erhöhen, hat Herr von Braun die Anregung
jegeben, mit der Ausstellung gewerblicher und unspedun—. hiesiger
Stadt xine pfälz. Blumen- und Geflügelausstellung zu verbinden.
Derattige Ausflellungen, die in der Pfalz noch nicht stattgefunden
jaben, würden gewiß großen Anllang finden. Wester ist don der
. Regierung die Genehmigung ertheilt worden, bei Gelegenheit der
Ausstellung eine Verloosung ausgestellter Gegenstände zu veran⸗
talten und zu diesem Zwecke dürfen 10,000 Loose zu 60 Pig. im
Regierungsbezirk der Pfalz abgesetzt werden.

FLudwigshafen, 26. Dec. Die sänntlchen Cassen
der Pfälzischen Eisenbahnen sind ange viesen worden, vom 1. Jan.
1876 keine füddeutschen Gulden-, Ein⸗, Drei- und Sechskreuzer⸗
Jücke mehr in Zahlung zu nehmen. Die Preise sind von jenem
Tage an nur noch in der Markwährung zu entrichten.

F An den öffentlich n Kassen in Elsaß Lothringen wird vom
l. Januar 1876 an das Franklengeld vorerst nur zu folgendem
Fouts angenommen: das 20-Frankenstück zu 16 M. 24 Pf,,
das 10.Frankeustück zu 8 M. 12 Pf., das 5-Franlenstück zu
1M. 6 pPf.

FIn Erfweiler⸗eEhlingen, hat sich ein Krieger«
jerein gebildet; derselbe zählt bis jetzt 54 Ptitglieder; dach stehr
in Ausücht, daß noch Mehrere dem Vereine beiteeten. Das Ein⸗
rittsgeld ist auf 1 Mark festzesetzt, der monatliche Britrag auf 20
Pfenn'g. Hauptzweck dabei ist Förderung des kameradschaftlichen
Beistes, sowie Unterstützung unverschuidet in Noth gerathener
Mitglieder.

Mänchen, '28. Dez. Das neueste Gesetze und Ber⸗
xxdnungsblatt enthält eine kil. Verordnung üder die Gebühren
jon Gesch vorenen, Zeugen und Sachverständigen in Strafsachen.
Es erhalten danach an Reiselosten für den Klometer die Ge—
qwotenen 25 Pf.. A⸗rzie, Wundärzte, Chemiker, Dolmester und
indere Sachverständige 15 Pf., Zeugen und einfache Schätzleute 8
Pf., So weit jedoch der Weg zum Orte der Vernehmung und
urück mit der Eisenbahn zurückgetegt werden lann, ist die Eat⸗
chädigung für den Eisenbahukilometer für diese drei Kategorieen
iuf 15, 10 und 5 Pf. festgesetzt. Bruchtheile der Kilometerent⸗
ernung sind aur in soweit zu berücksichtigen, als sie nach Zu
ammenlegung des Hin⸗ und Rückweges einen ganzen Kilometer
nehr ergeben. Für Zeitv rsäunniß und U bernachten der Sach⸗
zerstä idigen und Zeugen sind folgende Vergütungen bestimmt: für
den bisherigen Satz von 24 ke. ein solher von 70 Pf.. für 836
c. 1M. 5 Pf., füt 48 ke. 1 M. 40 Pf. für 1f. 1M. 75
. für 2 efl. 3 M. 45 Pf. In den Fällen, wo von voistehenden
hebüh en nur die Hülfte in Aufregug lonmen darf, kann der
ei Halbirung der vollen Gebühr verble be de Pfennigbruchtheil als
janjer Pfennig veraütet werden. Das Max'mum der Gebühr der
höheren Sachverstä digen fücr Zeitversäumniß wird ohne Räcsicht
darauf, ob die Vernehmung an ihrem Wohnort oder außerhalb
desselben erfolgt. auf 12 Mark festgesetzt.

F Am Christiage Mitags nach 2 Urr hat sich wwischen
JImmenstadt und Thalkirchhof ein Reisender ia einem Coupe 2 Cl.
in den von Lindau kommenden E senbahnzug durch einen Revolder⸗
chuß entleibt. Der Verlebte war elegant gekleidet, hatte eine
Jjoldene Uhr und eine Baacschaft von 27 kr. bei si. In seiner
Be eftaiche sand man folgende Adresse, „Eduard Otto Grützner
geboren zu Leipzig, wohnhaft in Stötterth bei Leipzig.

F Man meldet aus Neu Ruppin, 27. Dez. Heute früh
st unsere Stadt durch einen in frechster Weise auf offener Land⸗
traßße ausgeführten Mord in nicht geringe Aufregung gebracht
vorden. Der Arbeiter Rolf, wel her seit langerer Zeit von seiner
Frau getrennt lebte, hat dieselbe heute früh gegen 6 Uhr auf der
Lhausse vor dem Königsthore hierseldst überfalen und darch mehrere
Mfserstiche ihrem Leben ein Ende gemacht. Zwei in Begleilung
)er Frau b. findliche Personen flüchtelen, der Moörder suchte gleich⸗
alls das Werte, doch ist derselbe bereits im nahe gelegenen Stadl⸗
den Alt⸗Ruppin ergriffen und wird nach dier transportirt und
einer gerechten Strafe nicht entgehen.

f Eine seltsame Aukdndigung von Weihnachtsgeshenlen findet
ich in der Kasseler „Tagespost“ vom 23. d. M. Dort heißt es
vörtlich: „Zu bevorstehenden Weihnachten empfehle ich mein wohl⸗
issortirtes Lager von Särgen in allen Grötzen. A. Holle.“

f Es find seit e'niger Zeit in Beclin gefälschte Sovereigns
orgelommen. Dieselben haben einen Wecih von höchstens 1
Thaler und bestehen aus einer Composilion, die auf galdanopla⸗
dischem Wege sauber vergoldet ist. Die auf diese Weise ange⸗
        <pb n="3" />
        sertiglen Münzen zeichnen sich durch ein ganz besonderes feines
Beprage aus und tragen sammtlich die Jahretzahl 1872. Eben⸗
o find n uerdings falsche Zehnmarkstücke mit dem Bildnisse des
Deutschen Kaisers und der Jahreszahl 1873 in Umtauf, welche
jehr täuschend nachgeahmt, aber an dem leichten Gewichte n der
minder scharfen Umschrift kenntlich sind.

Post. und Jagdgeschichten. Folgende Geschichte zirkulirt in
böchsten Berliner Postkreisen und ist hoöffentlich leine Kombination
don Post⸗ und Jagdgeschichten. Der Besitzet eines Thiergartenß
in Danzig bestellte sich ein paar lebende Hasen in der Provinz;
lebendige Hasen befoͤrdert die Post nicht. Der Absender versiei
auf die geniale Idee — die Hasen zu qloroforniren Gedacht
zelhan. Die Hasen werden chloroformirt, die Dosis i genau *
rechnet; sie wird die Hasen bis nach Auslragen der Post leblos
ꝛxhalten. Aber der Zug verspätet sich, die Posistück⸗ werden veri⸗
ficirt und in die Padkammer gethan, um Morgens expedirt zu
werden. So kommt in der Morgenfrühe der Packtnecht in die
Zammer und sucht nach Packet 108, wei Hasen; aber das Packet
sst nicht zu finden. die Fenster sind nicht vergittert, die Thür un⸗
verleßzt, das Verschwinden ist unerklärlich, das ganze Personal tritt
jusammen und stellt wiederholt fest, daß die Hasen dagewesen
—RX Padknecht leuchtet nochmals ia dem Raum herum — —*
chießt ein Hase, der gestern noch todi war, an dem Packer vorbe
und zur Thüre hinaus. Wahrend derselbe noch bestürzt dasteht,
sch eßt aber schon der zweite Hase, die Nummer 108breu r
utlich auf dem Rücken tragend, an ihm vorlei u. dem ersten nach
Das ist zu viel selbst für die Nerven eines Packere — die 8*
spenstischen Hasen haben ihn überwälligt — er ist nahe am Zu⸗
jammensinken. Zum Glück erscheint nach kurzer Zeit der besorgt

jewordene Adressat der Hasen, und aus Frage und Gegenfrage
lomint das Geheimniß zu Tage. Die qloroformirten Hasen na⸗
ürlich sind und bleiben derfchwwunden; das Rezept wird nach diesem
unfall so genial es ist, kaum Nachahmer sinden und der Zusatz
eines neuen Postharagraphen draucht nicht befürch ei zu werden.
si f. Das deuische Reich zahlt 82 Stadte welche über 50.000
— haben. Berlin mit Umaebung (1 Milliom, Hamburg⸗
38 (350,000 Einwohner), Beeslau (240,000). Dresden
060) München (190.000) Etberfeld Varmen (160,000) Koin
131. 006). Hannover (129,000.) Lepʒig (126,000) Magdeburg
20.000), Zonigsberg (I 18, bo, Crutgan (iso o n
Frantfurt (103, 000); diese 13 Slaͤdle, welche über 100,000 Ein.
e haben, zahlen zujammen über 8 Millionen. Die Uübrigen
Stadie mit mehr als 50,000 E:nwohner sind: Danzig, Sietlin
—— — Nürnberg, Aachen, Düsseldotf, —2 chem
, Kassel, Beaunschweig, — i
—E —— ee Posep, Muͤlhausen, Metz. Mainz,
n de — Spinnerei voa Cesar Screpel in Roubaix
auf Samstag ni 1
umgehnc viele Arbeiter * Prerab —
Madrid, 27. Dezember Ein furchtdarer Orcan
ein Albay auf Lijon —E de 8
0 Menschen find getödtet. 8800 Ansidlerwohnungen gerstoͤrt
Die Ernte und eine große Anzahl von Viehherden find 8*88
fEine fürchteruͤche Katastrophe ereignete fich am 22. d in
rüher Vorgeastunde auf der Themfe, wo der Golahe —*
ver Hoͤhe von Gways, vunweit Gravesend, —B8 See
F — hegen 0 Knaben befanden, ein Raub u
Flam rde. Es werden zwanzig Knaben
owie einer der Lehrer verm des
niwe der ernunken oder in . n ae da *838
Dge —* ein altes, hölzernes Linienscheff e dad
n386 du von 800 Pf rꝛetraft. Seine Arm'rung be⸗
3 Gesch sen. Er diente zur Ausbi dung armer nt
ud war zu desem Zehufe dem Minsteriunm für die A —*
zon r Iren ih veise üb rlassen worden r die Vumendseze
illiam B. Asior, der meriku
Rovember in Newyotk im — —æs sarb 3
— Johaun Jakob Assor, veboren 1763 in A —* Sun
pan war der eigentliche Gründer desb jetz gen ng — *
— —
pater aber durch gluck * du — 3— Penhandel
ciesiges —8 8 ernee petnaten chen
dlege⸗ Tode auf eirca 20 Milonen duu —ZBE
ʒe⸗ 7 war also bereits 57 Jahre alt ais er vi⸗ venn
s ossalen Vermbgens feine Vaters ubernahm, das nam 3
—— 3 Grundeigenthumwerthes in i
nen zunahm
—— oberflachlicher —2 auf —I oe —
esonders viel Freude hat Astor von feinen —* * ig
eree feit den leßien 25 Jahten aan —5 — z
doch war er ein Mana von Bildung und Geschmack, er

jalte als junger Mann lange Zeit in Heidelberg sich aufgehalten
ind interessirte sich bis in sein spätes Alter hinein noch immer für
Wisse nschaft und Kunst.
rGemüthliche Räuber. Vor Kurzem ging in
Wien zegen halb'9 Uhr der 60jahrige Privatier Josef Oischer
jon Fünfhaus über d'e Schmelz seiner in der Lerchen felderstraße
jelegenen Wohnung zu, als er ploͤtzlich von 3 Burschen angepact
vurde, welche Geld von ihm verlangten. Olscher, ein gemüthlicher
Biener, zoz seine Boͤrse heraus und gab sie den Wegelagerern,
indem er sagte: 3eufl. 50 ir. hid' ich noch, wann Euch das
'nug is, da habt's es!“ worauf dieselben das Geld in Empfang
nahmen und weiter gingen. Als Olscher, welcher seit Jahren ge—
vohnt ist, vor dem Nachhausegehen in einem in der Lerchenfelder⸗
traße befind lichin Gisthaus ein Glas Wein als Nachttrunt zu sich
ju nehmen, einige Schritte geganzen war, erinnerte er sich, daß er
aun kein Geld habe, um der obenerwähnten Gewohnheit gemäß
auch heute sein Gläschtn Wein zu trinken, und er rief daher den
ich entfernenden Burschen nach, stehen zu bleiben und ihm wenig⸗
tens ein „Zehnerl“ zu geben, damit er seiner Gewohnheit treu
zleiben kͤnae. Die Räuber kamen denn anch naͤher, und der,
der ihm das Geld abgenommen hatte, trat zu ihm hin, reichte ihm
das verlangte Gelbstuck und sagte: „So da hab'ns alier Herr.
Um Ihner Nachttrankel wol'n mir Ihnen not —L
nuf unsere Gifuadheit und seien's not bös, daß wir unß das an⸗
dere Geld b'halten haben.“ Lachend und froh, daß ihm die
Strolche wenigstens seine werthvolle goldene Uhr und seine Ringe
elassen hatten, entiernte sich Olsscher, um in sein Stammgasthaus
ju gehen. Den Wein blieb er jedoch schuldig, denn“, meinte er,
„das Zehnerl heb' ich mir auf zum ewigen AÄndenken an die ge⸗
nütölichen Räuber.“

Dienstesnachrichten.

Der intecimist. Verweser der kath. Lehrerstelle zu Bindersbach,
Mich. Weigel, wurde zum Lehrer, der interimist. Verweser der 2.
ath. Leyrerstelle zu Niederwürzbach, Mart. Kramb, ebenfalls zum
dehrer, der interimist. Verweser der protest. S dulverweserstelle zu
onken, Friedt. Hamman, zum Schulverweser, der intecimist. Ver⸗
weser au der kath. Lehrecstelle zu Spey ˖rbrunn, Mich. Hall, zum
dehter, die interimist. Verweserin der Schulderweserstelle zu Friefen⸗
deim, Karol. Schulß, zur Schulderweserin, der interimist. Verweser
der protest. Schulverweserstelle zu Elzweiler, Friedr. Braun, zum
Schulverweser, dic interimist. Verwefer der Schulverweserstelle zu
Maudach, Heinr. Boßong, zum Schulverweser, und der interimift.
Berweser der kath. Schulberweserstelie zu Eschtach, Ad. Zitt, zum
Schulverweser an dieser Stelle sernannt.

Fur die Redaction deramwortlich: F.X. Deme 4.

Die beiden neuessten Nummern ver Illustrirsen
Frauen⸗Zeitung (Griertelj. Abonn.⸗Preis 2 M. 50 Pfq.)
enthalten: 1. Die Moden Nammer (1) Bull-⸗ Besuchs-· und Ge⸗
se schasts-Toiletten, Masken⸗Anzüge für Herren und Damen.
Ballkleider, Morgenröck, Klesderröde, Tunicas. Taille und aͤrmel⸗
lose Jacke, Hüte, Capoten, Crabaten, Unterrod „Unterjacke und
Beiutleid, Tournüre, Schuh und —A
nebst passenden Taschn. Anzug mit hoher Blusentaille und Unter⸗
allle für Müdchen, Schärzen sfür Kinder. Rückenkissen, Rester⸗
»der Strumrfbeutel, Tischplaut⸗ (olzmalerei), Arbeitstäschchen,
—A— W'egen oder Schlafdecke, gehäkelte
Spitzen, Einsatz (Tüll durchzug), Plattstichstickerei und irische Spitzen ·
irdeiten ꝛc. mit 69 Abbildungen und ener Schnittmuster: Beilage
nit 12 Scheritimustern, verschiede ien Stickerei · Vorzeichnungen und
Ra nenschiffren. 2. Die Usterhaltungs Nummer (2): Der Kaffee.
Bon W. Lickowiß. Mit Illusternion. — Lieder ver Heimkehr.
bon Emanuel Geibel. 1. — En disher noch ungedrudtes Räthsel
Schleiermach rs. — Die Liebenden auf Tamsel. Von Edmund
hoͤfer. — Wallenstein und Peccolomini, Nat und Thella. Por⸗
rait⸗zStudien zu Schillers Wallenstein. Von H. Scheube. Mit
Portraits nach gleichzeitigen Oelgemaͤlden gezeichnet von K,
Dieliß. — Elaine Von Adolf Strodimann. Mit dem Bilde
„Elaine“ von Toby E. Rosenthal nud dem Portrait Tennyson's
— Die Hausfrau und ihr Reich. Von Aglaia von Enderes.

3. Die Mutter. — Verschiedenes. — Briefmappe. — Frauen⸗
AX
r7 —XE Ber decr heute Morgen auf der Amtsstude der
derrn Notars Lippold stattgehabten Versteigerung der Trauben⸗
Trescen der der Hess. Ludwigs⸗Eisenbahn Gesellschaft gebörigen ca.
1000 Klaftet Weinberge an der Citabeli⸗ wurde bei einem Steigpreise
jon 1785 M. dem Herrn W. H. Zdenheimer, Fabrikaut des de
annten Trauben⸗ Brust⸗Ho · igs dierselbst der Zuschlag ertheilt und
olcher von dem anwesenden Hertn Prasidenlen der Gesellschaft
ofort genehmigt. — Aud auf der vor einigen Tagen in Kostheim
lattgefundenen Weinberg-⸗Metion des Herrn Gutlsbesitzers Neuland
vur Herr Zickenheimer Steigerer eines größeren Complexes.
        <pb n="4" />
        Ausschreiben.
Vie Verweserstelle an der 1.
tatholischen Knabenschule in Si.
Ingbert ist erledigt und soll
wvieder besetzt werden.
fl. kr.
Der Gehalt betraͤgt baar
aus der Gemeindekasse 460 —
Fur Wohnungẽ entscha⸗
digung werden ver⸗
gütet.....10ss 20
An Staaisfonds werden
zageschossen. 50 —
Beheizung und Reinigung des
Schullocales besorgt die Stadt.
Bewerber um d'iese Stelle
haben fich innerhalb 3 Wohen
derfönlich hier zu melden.
St. Inobert, 24. Dec. 1875.
Das Bürgermeisteramt:
sęαν,
Hausver 'eigerung.
Montag, den 10. Januar
aachsthin, Nachmittags 3 Uhr
bei Schreiner Schmelzer dab'er,
lassen die Erben der hier verleb⸗
zen Maria Müller, Wittwe
don Peter Besder das zu deren
NPachiaß gehörige Haus nämlich:
Iil. No. 5800 u. 501. 11 Mie
Dez. Fläche Wohnhaus mit
Stall, Keller, Hofraum und
Garten auf der Meß, Stadt
and Bann von St. Ingbett,
neben Wistwe Schmelzle und
Peter Joseph Fischer.
Der Abtheilung wegen oͤffent⸗
lich zu Eigenthum versteigern.
Si. Ingbett 80. Dezeb. 1875.
Sauer, lgl. Notar.
Iiseee
Blatte liegt ein
Comptoir⸗Kalender
pro 1876 bei.

Bekanntmachung.
Die Hundebeschau wird am 4.
Januar nächsthin, Nachmittags
hvon 2—24 Uhr zu St. Ingbert
ind am 5. Morgens 8 Uhr zu
Schnappbach statifinden.
St. Ingbert, 831. Dec. 1875.
Das Polizei⸗Commissariat:
Eckerlein.
Arbete
Samstag. 1. Jan. Äbends 8 Uhr
Comnn m t IeIae
Untoerhaltung
vozu Mitglieder mit Famili⸗
geziemend eingeladen werden.
A. A.
Der Schriftführer
Emil Grewenig.
Somsiog, den 1. Januar
Proimusik

Einladung zum Abonnement.
Die
2* 2
„Saarbrücker ZJeitung“
nebst dem Gratisbeiblatt:

„Der Bergmannsfreund,“
zeginnt mit dem 1. Januar ein neues Quartal und ladet die
amerztichnete Expedition hiermit zum Abonnement ein. Sie erscheint
aglich und kosiet verteljährlich 3Z Mak, sowohl hier bei der Erp.⸗
dition als auch bei allen deutschen Postanstalten. WW

Wie bisher wird die Redaltion aud fernerhinefest und treu
ju Kaiser und Reich stehen und nie zurücbleiben, wenn es den
vahren Interessen unseres deutschen Voltes und Vaterlaades gilt.
Dies die Richtung der „Saarbrücker Zeitung“; idr Juhalt aber
st folgendermaßen zusammengesetzt. Allgemein verständlich geschriebene
Fularitel, eine tägliche poluijcse Uebersicht — beide vom deuisch⸗
jationalcn Staudpunkte aus — die wchtigsten Macht'chten — zum
Theil Originalcorrespondenzen — vor Allem aus Deutschland und
Frantteich, so vie aus dem übrigen Ausland werden ein klateß
Hild der jewe ligen politischen Lage, sowie eine möglichst ausführs
liche Chronik der Tagesereignisse zu dieten destrebt sein. Specielle
Aufmerksamteit wird der Rubrik „Aus Stadt und Umgegend?
gewidmei werden und sind wir durch eine ziemlich ansehnliche Zahl
bon Correspondenten in den Stand geseßt, schnell und zuverlässig
süber alle wichtigeren Vorkommnisse berichten zu ldnnen. Auch den
voltswirihschaftlichen Theil werden wir, soweit dies im Beruf
tiner politischen Tageszeitung liegt, möglichst cultiviren, ebenso für
eine gediegene und reichhaltige Unterhaltungslectüre besorgt sein.

Anzeüngen eczielen durch dien„Saarbrücer Zeitung“, dem

im Regierungsbezirkl Trier, namenilich aber in der indußriereichen

und siarkbebolterten Saargegend wetaus verbreitetsten, und auch

im benachbarten Lothrigen stark gelesenen Blatte, große Wirlung

Der Infertionspreis bettägt pro Petitzeile oder deren Raum 15 Mpf
Saarbrücken, im December 1875.
Die Expdition.

Anfang 3 Uhr
bei Peter Jung.
Der Kalender
des
s—ahrer hinkenden
Boten pro 1876
st bei allen Buchhändlern und
huchbindern zu haben.
Zu verlkaufen eine Grube
Kuhdung
Stierfassel.
JFoh. FTuehs, Straßenwärter
Joeler zh
s8. Gllig
Rhotograph
AMIXMDG IIRñB V

—
Aerztlich empfohsen.
Bei chronischem Husten, Heiserkeit Ke.
* 2
e
Husten der Kinder von unend—
*
lichem Segen.
Den rheinischen Trauben ⸗BrustHonig aus der Fabrik von
W. H. Zickenbeimer in Mainz habe ich oft und din langer Zeit verordnet
und siets gefunden, daß derselbe ein ausgezeichnet gutes Qausmittel
zegen chronische Husten, Heiserkeit u. J. w. ist. Auch habe ich den Trauben⸗
Vrufl · Honig waährend einer Kuchhusten - Epidemie anwenden lafsen. Wahrend
dieser Huften, mit anderen Mitteln behandelt, stets ca. 1/0 Jahr angehalten
hat, war er bei Anwendung des Trauben-Brust⸗Honigs in einigen Wochen
Leseitigt. Ich kann also den rheinischen Trauben Brust⸗Honig als ein *
vorzugliches Mittel gegen Hustene, Brust⸗ und Hals-Leiden eupfehlen
Grnabowe in Mealenburg⸗Schwerin, den 24, Mai 1875.
DF. O. TQũũt, Sanitaͤtsarzt.

Musikverein.

onntas den 2. Januar 1876. 4bends s Unr
im Oborhauser'schon Saalo
Abenduntorhaltung —
nach dersebbhen
T L-

Verkaufs⸗Niederlagen des rheinischen Trauben⸗Brust Honigs
n Ua Flaschen mit goldgelben Kapse'n a 3 Mark,« Flaschen
mit roihen Kapfeln à Il2 Mark urd ufs Faschen mit weißen
Aapsela à 1 Mart nebst Gebrauchs-Anweisung in St. Jugbern
* J. Friedrich, in St. Johann bei F. P. Dudenhbffer, und
FarlThrriot, in Saarlou's dei Frauz Altenkirch, in Blies kasten
Fei Abotbeker C. Richter, in Saargemünd bei Apotheker H. Kirchner.!

mm.

4.
I. Ouverture aus den Nibelungen“ von R. Wagner.

—A deutsche Herz“, Mannerchor v. Julius Otto.
. Scancuelt nach der Heimath“, Duett für Sopran und
Alt von Fr. Abt.

. Walzer für Clavier 204 Handen von Paust.
5. „Sonnenlicht Soloquartett von Frand Aht.
6. Ade du heber Vannonnalae Mannerchor v. Nhsser.
II.
7. „Aus Tyrol“, Mannerchor mit Jodler.
3. Vöglein's Frage“, Duett fũr Sopran und Alt v. Mäller.
9. Bracoursceno aus Dreiherrustern fur Clavier zu 4 Händen.
10. , Der Schwalben Abpachied“ Duett fũr Tenor u. Bariton
von Rücken.
II. Die Welt ist so achön?, Mannerchor von C. L. Fischer.
Der Vorstand.
Ismen cmi soberi.

58 —
8
— 5 S
23 — 6
*
2353 J — 8 3
27 8 —8 22 5
2. * 38
—— ———
—?* —
— 88 3
6 a—
28
—
2 *
523
28

z.
*
⸗
D
w·
8
78
WD T

4
2
—
        <pb n="5" />
        St. Ingberler Anzeiger.

—
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchenllich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonnlags mit illustrirter Bei—
lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntatg. Der Abonn ementépreis beträgt vierieljährlich
Marlk 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärits mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
4512 Vv00 Dienstag, den 4. Januar

IJ 1876

matk
Deutsches Reich.

Mänchen, 31. Dec. Die Gebühren fuüͤr ärztliche
D'enstleistungen in der Privatpraxts wurden neu geregelt; die
Bebuhren für einen ersten Besuch beträgt 193 bie 8 Mark.

Münmchen, 1. Jan. Vom Cultueministerium erging fol⸗
gende Entschließung: Die Aufnahme in die unterst La e nklasse
ann schulordnungsgemäß schon mil dem zurückgelegten 9. Lebens⸗
jahr erfolgen, das dem vollendeten 3. Schuljahre der —A
schulen entspricht. Da nach der Lehrordnung für Volksschulen die
Einführung lateinischer Schrift erst auf eine höhere Stufe des
Unterrichts angesetzt ist, so darf bei der Prüfung für die Aufnahme
in die erste Lat⸗inklasse von den Kuaben Keantniß und Uebung
der Lateinschrift nicht verlangt werden. Dagegen hat der Schreib⸗
unterticht dieser Classe in den ersten Wochen des Jahres haupt⸗
jächlig die Uebung der lateinischen Schrift sich zur Aufgabe zu
nachen.

an en, 1. Jan. S. M. der stösnig hat zu Neusahr

eine beträchtliche Zihl von Orden verliehen. Es erhielt u. A. der
Mönister von Pfeuser das Comthurkreuz des Verdienstordens der
dayer. Krone; decr Militä bevollmächtigte Generalmajor Fries in
Berlin das Ritierkreuz des Verdienstordens der baher. Kroue; Land⸗
ichter Alwens in Bergzabera, der Gutsbesizer J. Janson in
Harxheim (Pfalz), Bezirksarz Dr. Reisch ia Neustadt a. H.,
Kceisscholarch Pfarrer Ney in Mutterstadt, Forstmeister Martin in
Speyer das Ritterkreuz 1. Cl. des Verdienstordens von bl. Mi⸗
chael. — Der hochbetagte General z. D. v. Brodesser ist vorgestern
bom Schlag gerührt worden und liegt, auf einer Seite geahmt,
hoffnungslos darnieder.

München. Ueber die altive Dienstpflicht der Einjährig-
Freiwilligen sagt die neue Webrordnung für das Köonigreich
Vayern Folgendes: 1. Junge Leute von Bildung, welche sich
wärtend ihrer Dienstzeit selbst bekleid en, ausrüsten und verpflegen
und, welche die gewonnenen Kenntnisse in dem vorgeschriebenen
Umfange dargelegt haben, werden schon nach eine: einjãrigen
aktiven Dienstzeit im stehenden Heere — von Toge des Dien st⸗
eintritts an gerechnet — zur Reserve beurlaubt. Ernlährig-Frei⸗
willige, welche während ihrer aktiven Dienstzeil mit Versetzung in
die zweite Klasse des Soldatenstandes bestraft werden, verlieren die
Eigenschaft als Einjährig- Freiwillige und den Anspruch auf Ent—
lassung nach e njähriger Dienstzeit.

NAusland.

In Briüfsel scheirt man sich vor e'nem allgemeinen Auf⸗
stande der belgischen Arbeiter zu fürchten. Man schreibt von dott
der „Agence Americaine“: „Die Arbeiterbe waffnung nimmt ihren
Fortgang. In Anlwerpen, in Gent, überall werden forwährend
die besten Waffen zu den niedrigsten Preisen verkauft. Große
Flinten, neu oder so gut wie neu, gehen zu 4 Franks das Stück
ort; gute neue Musleten mit Bajonnet werden für 6 Franct
50 Cent. losgeschlagen. Die Vorraihe, aus denen diese Waffen
ommen, scheinen unerschöpflich, denn es werden jetzt sogar Reisente
und Wiederverkäufer für diese Artikel gesucht. Auch werden fort—
pährend Metallpatronen zu Hunderten und Tausenden verlauft.
Die bürgerliche Bevölkerung fragt sich mit Schreden, worauf das
inaus soll. Die Regiernng sieht den Allen gleichgiltig zu. Die
Mufregung fleigt mit jedem Tage.
XLL

d Ob gleich behufs Umrechnung der alten Munzen in neue
eine Menge Anleitungen, Tabellen ꝛc. erschienen sind, glauben wir
doch dem einen oder andern Leser unseres Blatles einen D eust zu
erweisenn, wenn wir bei Uebertragung der bisherigen Kreuzer und
Pfennige in Marlpfennige und umgerehrt ein einfaches Verfahren
nitiheilen, das innerhalb eines Guldens für alle Faull⸗ passend ist
und wodurch auch größere Brüche vermieden werden. 4A. um
reuzer in Marlpfennige zu übertragen, berechae man die Kreuzer
u 3 Mepf. und ziehe dom erhaltenen Produche die Haifie

der Zehnerzahl ab; z. V. 27 ke. — 77 M.Pf., denn 27 mal
3 Pf. — 81 Pf. wovon die Halfte der Zehnerzahl 8 mithia 4
ibgedt, woducch 1-24 77 M.Pf. als Refuliat erscheinen.
— Ist die Zehnerzahl des Prodults ungerade, so zieht man
die Hälfte der nachst höübern (geraden) Zahl ab; z. B.
18 ir. — 51 M.Pf.; denn 18 mal 3 — 534Pf. Die Zeh⸗
erzahl 5 ist ungerade; man nimmt nun die Hälfte von der nächst
döhern Zahl 6 also 3 vom Produkte weg, wodurch sich 54 23
51 M.Pf. ergeben. Sind außer den Kreuzern auch Pfennige
»der Viertelskreuzer vorhanden, so sird diese am Schlusse hinzu—
jügen und zwar 1Pf. als 1M.-Pf., 2 oder 3 Pf. als 2 Meepf.;
—DD
17 M.⸗Pf. und 3 Pf. sind 2 M.Pf. milhin 17 und 2 — 19
M.⸗Ps. B. Um Matkpfennige in Kreuzer zu übertragen, ver⸗
nehre man ihre Anzahl um die Halfte der Zehnerzahl und theile
durch 3; z. B. 46 M.⸗Pf. — 16 streuzer; denn 46 um die
Hälfte der Zehnerzahl 4. demnach um 2, vermehrt gibt 48, divi⸗
dirt durch 3— 16 tr. Oder: 19 M.“Pf. — 62/ lr.; denn
10 um die Hälfte der nächst höhern (geraden) Zahl 2, also um 1
erinehrt, gibt 20; diese Zahl durch 3 dividirt, erscheinen 628 kr.
lim Verkehr 6etr. 3 Pf.) als Refultat. Die genaue Hälfte der
Zehnerzahl ist nur bei 10, 80. 50, 70 und 90 NePf. zu
nehmen, so daß bier a. Lisa, Ai, 33/4 und 414 zur gegebenen
Zahl addirt werden müssen, bevor man mit 8 theilt; .. B. 80
MN. Pf. — 10 tt., denn die Hälfte der Fehnerahl 3 124;
30 usd 13 — 3134 Pfg. 3124:3 3 — 10. 30 M.⸗Pfg.
1760 Ir.; denn 50 und 24 — 85213; 532 817i
kt. u. s. f.
fDie Generaldirektion der bahr. Verkehrsanstalten hat eine
Vecfügung erlassen, wonach an den Postschaltern, sowie bei der
Zustellung von Sendungen zur Zahlung der Taxen und Gebühren
uch nach dem 1. Januar 1876 bis zur weit ren bezüglichen Be—
anntmachung die in südoeutscher Waͤhrung a sgeprägien Eingul⸗
»eustücke. Sechs⸗, Drei⸗ und Einkreuzerstücke, Einhalbireuzer- und
Bfennigstücke, sowie die auf 50, 5 und 2 fl. lautenden bayer.
kassenanweisunzen anzunemen, jedoch nicht mehr auszugeben, son-
dern ahzul efern sfind. Ausgeschlossen von der Annehme bleiben
)urchlöcherte, verstümmelte oder verfälschte Münzen, sowie Münzen
hec bezeichneten Gattung eines dem vormaligen süddeutschen Münz⸗
pereine nicht angehdrigen Staates. Zu Einzahlungen auf Postan⸗
weisungen könaen sadd. Einguldenstücke zu jedem Betrage verwen⸗
)et, dagegen darf die Annahme der Scheidemünzen auf den Be⸗
hrag von 8 Mark beschränkt werden, „wenn dienjlliche Rücksichten
hei größerem Verlehre es erfordern“. Die Umrechnung hal zu
jessehen nachh dem Verhältniß don 1 fl. — 18/ Mart oder 1
dreuzet — 26 Pf. Bruchthelle von Pf. und daruüber sind
ils vosl, solche von weriger als /3 Pf. nicht zu rechnen. Die
Noten der dayer. Hypothelen⸗ und Wechselbank in der fl.Währung,
owie sonstige Banknoren oder Staatspapiergeld in der Thlr. oder
l.⸗«Währung dürfen nicht mehr angenommen werden. Thaler und
Ddoppelthalet sind als Reichsmünze zu behandeln, vs⸗ oder Vs⸗
Thaler jedoch nur bis zum Betrage von 20 Mark anznuehmen.

f De jungst von der Vorstandschaft des „Pfälz. Kampf⸗
jenossenvereins“ — Vorort Kaiserslautern — an den Koͤnig ge⸗
ichteie Bitte um Uebernahme des Pceoilektorates über diesen Ver—
zand, ist ablehnend beschieden worden.

Vorgestern siel auf der Station Kleinbocdenheim
der Zugführet Küha, der, als der Zug sich eben wieder in Be—
vegung sehte, zu der am Padwagen beflndischen Bremse hinauf·
teigen wollte, so unglücklich herab, daß ihm ein Arm und ein
Zein abgefahren wurde. Man brachte ihn nach Neustadt, wo er
Tags darauf seinen Geist aufgab. Er hinierläßt in Neustadt
rine Frau nnd 6 Kinder.

fMainz, 27. Dec. Ein erschütternder Unglücsfall ere gnete
ich am Sonntag im dem Jagdrevier von Nüsselsheim. Berm
Abgraben eines Dachses eytlud sich das Gewehr des Jagdpaͤchters,
rtines Herrn von Frankfurt; die volle Ladung traf einen nur
        <pb n="6" />
        wenige Schritte von ihm enifern!en jungen Mann in die Brust
und führte den sofortigen Tod desselben herbti. 8

4 Der „N. B. L.“ schreibt man aus Mainz, 28. Dec.:
Der Laternenmann Henri Rochefort hat vor Kurzem mehrere Tage
in unserer Stadt verweilt. Seit längerer Zeit beschäftigt er sich
mit einem größeren Werke über Neu-Caledenien, inbesondere über
die Behandsung, welche den dort Internirten von Seiten der
sranzdsischen Regierung zu Thril wird. Ein junger talentvoller
Mainzer, Herr Franz, hat die Aufgabe übernommen, die Illustra⸗
ionen zu dem Buche anzufertigen.

4 Aarau, 28. Dec. Die Beerd'gung der unglückichen
Opfer des Weihnachtsabends in Höllikon hat zu gwei Malen;
nämlich Montags und Dienstags staltgefunden. Ein grobes Grab
nahm die 74 an einander gereihten Saärge auf. Außer den 72
am Unglückstage Gestorbenen sind nämlich seither noch zwei von
den Schwerverwundeten verschieden. Die übrtigen sollen Alle
außer Gefahr sin. T

Thomas, der Verbrecher von Bremerhafen, hatte auch dei
UÜhrmacher Reud in Wien eine Höllenmaschine anfertig en
laffen.

4 Die Fabr kation von Fässern, Kisten und anderen Geräath⸗
schaftenaus Papiermasse ftatt aus Holz ninumt imrier größert
Dimensionen an, und es existiren jetzt sechs Patente, und ebenso

ιXαιÑ

Leise Aufrage.
Finfender dieses erlaubt sich
ie Frage za stellen, warum
siesige junge Leute, welche dem
Musikverein nicht angehören,
edoch das erforderliche Alter
ur Aufnahme besitzen, doch Zu⸗
St. Ingbert, den 29. ritt bei Abendunterhaltungen
Dezember. Unterzeichneter be· saben, wie es in letzter Zeit
ehrt sich hiermit zur Kenut- Vter veractewen?
niß zu bringen, daß er — vur
vom 4. Januar 1876 an, Schulvorstände
einen dreimonatlichen Ueb- Schuibank; ganz neues
ungskurs für Rechnen und —yftt em (zur Partent rung eĩn⸗
Buchhaltung eröffnet. Die egeben); in Aunahn 3 von
eee
hhentlich 3 bende mit je janzen Bezirken zur Anschaffung
Stunden. Diejenigen Lehr-⸗ Zorceschrieden.
linge, Gesellen und Meist er Schulbank-Fabri!
des hiesigeuhandwerkerstandes , von
welche sich an diesem Curse A. Lieedth nrd Eie.
betheiligen wollen, werden — ——
freundlichst ersucht, sich in gohn e 3
der Wohnung des Genannten Wa ge j ch en
rechtzeitig anzumelden. ist bertauen beiĩ
Köhl, Lehrer. J. Woll. Tüncher.

B. Ollig,
——

Lorhe er PIatter.
Aasgewahtte kKlavierstüceke
zu 4 Händen
ohne Octavenspannungen leicht bearbeitet und mit
Fingersata versechen von
Ot CO SIIM ILd LGO.
op. S1. Nr. I-4 60 Rpf. Xr. S n. 621 Marx-
2zuSAmmen in 1 Hefte Hark 2.50.
Inhalt: Nr. 1. Beethoven, Sehmsuchtswalzer. Nr. 2. Händel,
Trauermarseh aus ,Samson““. Nr 3 Morart, Menuett aus
„Don Inan.“ Nr. 4. Haydn berühmtes Andante. Nr. 5.
Field, Frühlingswalzer. Nr 6. Weber, Letater Gedanko.
Die Vorzũglichkeit der Standke'schen Bearbeitungen
ist so allgemein anerkaunt, dass es einer weiteren Em-
pfehlung nicht bedarf.
Seim Op. 28, Oßctnvenhasser, erlebte in Kurzer
Zeit 8Ausiagen.
Gegen Finsendung des Betrages versende ieh frape
Petor Joseph Tonger, in Côln a. Ru
Musikalién-und Instrumenten-Handlung.

hiele Fabtiken im Westen der Vere'nigken Staalen. Das erfste
Patent wurde einer Methode ertheilt, wobei die Papiermasse dor⸗
nehm!lich aus Stroh gewonnen und aus einzelnen Tafeln zu einer
teifen Platie zusammengepreßt wird, die nach dem Trocknen zäher
st als Holz. Nach einer andern Methode fertigt, man die Fässer
auch gleich direkt cus der we'chen Popiermosse. Bemerlkenswerth
ist daß auch bereits die deutsche Kolzstoff: Industrie sich auf die
Fabrik tion von Transportgefäßen aus Papier verlegt hat.

7 In Amerika hat man soeben einen Betrug entdedt, der
Alles dagewesene übersteigt. Eine Gesellschaft beschäftigte sich mit
dem Verkauf von Gütern im Süden, welche ihr gac nicht gehoͤr⸗
en. Sie errichtete-Agenturen in den meisten großen Städten
uind hat eine große Anzabl von Amerikanern uud Engländern,
neisens aus dem Arbeiterstande, um etwa 150 Mi'll. Doll. be⸗
chwindelt.
Dienstesnachrichten.
Der k. Beijirksgerichtsrath Stichter in Kaiserslautern wurde
anf Ansochea nach Landan versetzt.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X De me 5.
— — —

——
P, cP 5X ,m

Der Unterzeichnete ladet dier⸗
nit die jungen Leute die dem
ßerein

„Gemüthlichkeit“
zeizutreten wünschen, zu eirer
zusamme kunft nächsten Don⸗
nerstag, Abends halb
b Uhr in der Wirthschaft
hon Herrn P. Heuser, ein.

Der prov. Aussschuß.

Fortwahbrend
sucht untenstehende als sehr so⸗
lide bekannte Bank

thaütige Agenten
unter den günstigsten Beding⸗
ungen auf dem Lande sowie in
den Stadten.

Adresse: General-Direclion
der Sächfischen Vieh⸗
Verficherungs Bank in
Dresden.

XXL
bietet wo iselten in solcher Fülle und zu so billigem Preise
ein Unterhaltungblatt wie das illustrirte Famil en-Journal
be, **

dessen langjähriges Best / hen und große Verbrei:rung dafür
rürgt, daß die Redaktion bestrebi bleib., durch inter ssante
kczählurgen, fesselnde und populäc gehaitene Bilder aus
)er Zeitgeschichte, maler:esche Skizzen. aus der re ten Weit,
dumoristisches u. s. w. den Anforderuagen und Erwartungen
ihret zablreichen Leser gerecht zu werden.

Der jetzt neubeg'nneude 15. Jihrgang eröffnet mit
der in hohem Grade ergreifenden historischen Criminal⸗
Novelle: „Das Drtama in der Friedensstraße“ von A.
Betot, mit Illustrationen, ferner der inderessanlen und
esselnden Etzählung „Der Schutz zeist“ von C. Zastrow.
Desen schließen sich belehrende und unterhaltende Artikel
ruus der Ferer der renommirteften Schriftsteller, wie
Tenst von Normann⸗Schumann (Japan und se'ne Be⸗
vpohner“), Gustav Rasch (. Pariser Eleud und Verdrechen“ec.),
Dr. H. Beta (. Drei Monate lebendig degraben“, „Ein
Hotel aus lauter Schiffztrümmmern erbaut“ u. j. w.) und
Anderen an.

Auf Wunsch erhalter die Atonnenten als Prämie
uͤr 1875 ein prächtigeßs in Krededruck ausgeführtes
Zunstblatte, Die ersten Hosen? nach einem Gemälde von
Füllhaus, fur die äußerst billige Nachzahlung don 1 Mar.
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Speerkort No. 18.
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Iier æu ale Bæeilage AlIgze meiner Auzeiger für das Monigreieh Barern Mro. v
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
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* 232 2——.233 * 53 252325 — 52 3 222322 2— 85.2 3735
528 235757,, 92 35 585* 25 —A 2. 2823 2. 35
588 —322 5587 —7* 23255— —832 8—5—5324
2 5 2 *25 255 * 8 — F 22
⸗ *52 — 2 3 — * 8 22892258 52723 * — —
7 5 ——35 — 2 2525 5ñ55 — 2233 —285 585
—* 52* 8 25 83.9 —8 — — 2272 —— 8 2572
232 38523 3323333,-3——8355 53322530533
—
—— —5333 3 5833 ——83333235533 2333552185
—
* 22 33533 25* 22 2 283 22.57 J —23 252.2 2 * 58
43 883333353 33
6 3237 33253 38—5335—.35333323752
2 2 252357 2.32. — 32— —232222 3 —— ——— 25. 538 7
— 8 R3 — 32 —534 —— ——— 3 2 232 2*2*3 23 —
——— 5*2586833—386857 323555033322352
2 B— — — —
23 5383 — 2833357 33533
— 3— 22222 8 23. *7* 2—22232 2 23 5582 *2252 56022 —
* 555*52 3 — *277 25 522.5 8522 272725 25
232 25352238 — — 23—— —23833
222. *8 55352 33— 23 —3 33 3323— — —— — — 5735
⁊* ⁊ 7cx 222252322 *»*2387TVFASRSFSS 2;5 —2XI323 535

*

2 —A
2 98 BSE52 — —
—
5 585 2 . 232 2 — — — — —5 —
5725*335 2253823338343235 5*
3322233 2 —z253552—82 152822“ 868
e 3* 2 2 S52 5*837 5326 225 57
3—3 —3538335832
2*52333 75—5535* 3585s533333833
58625 7 — — 532
336 ö 338332
x 2. 33 5* m2 23—* 2.3. 2. 52 3— 2333
828358822377 — — —53832 2 7 —2
3232* —A 2 0 X — 5. S 32
5—38 23388383632—382 8335 *2235 2* 5
—z352 3258— ——53570 555 —— — —A
— 553353 29568 55
S. — —— * 2.2 32 5832222 9393 &amp; 5
— — —2522* — 52 S.
58 2333 —3323378 32558 33555 3255838388
55 333535333523355 z55 1335 55238
22 2 8. 2 252232355 22 2 23832 5 5
3335 55 3355.2 8 3
523 *82 2. ' 5 5 5 52 25557 74
72 522. 2 25 2—523 2 725 2z22. *5233 J 7
39728* 53323275 2335 522 33 55338
*28223* 533337556823 2. * ue TB33 5
835333 383 3 53553 53538
— * 2 5E 5 —
235853 3533 55288 323553 333
5357583 5533 5775 25358 32355
535233 23683 252 22 2.* 25
—A— 8 2 588723 22552 —
2285 3 223 52353227 253353 3528
——— 2. 2 5 25 2232

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2232 227 2 —
— — 32.2 8—2. 2. 2 2 322 25
335.73 533233,52535 35833325 7832232335
A —
2 —323— —3335* 23*
25322372*77 5*853 23, 55233227 — ——
2553333 —35533———35533353253535333
— 2* 5 * po
22533 533355523355233335 6223357—8
2 —2232 — — 5 2. 2 3 32232 2—2
2252. 553 *52* * — —52333 55 533—2 ——32
32 * 2 — 2
5 —385 33338553333335
— 3 * A— — 25333533328*
5272 —z5333335 — 5323 *53 2* 2 1
2533— 3 353 333——3235338
553 55 533 23 5*5225 23—3.55 — *28 23723
2* 322. 2Z3 5 32248 —A —
25333 5533 2532 5 3*3—533325.5* —123
—3325 — 3—5355. 83—
s 33— — 22— 5333 ——3 533332
33583325 2 523 52 — 5253355358737* 2525253
— * 5 —A * 32 72 * XS
3
22385 —255 55 3223,32 52
*332335558753 55 323—83333—83
553—3358385683 2 55*53 23 2232 *5833 232
73533535238 52 5»53535 223—53737233383
— 5 3 2285 222*53 *5583 235233
3* 2 k*
z35833553333333 5 333—⏑ 0—
535335733333 7— 35333—33858587 A
2*7 83 35 253 5532573 8
77 222* — 2. 3233 22—⸗ 53 S
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IX
        <pb n="9" />
        St. Ingberler Anzeiger.

———
Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unierhaliungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnme meunt opreis beträgt vierteljährlich
Maͤrk 20 R.⸗Pfg. Anuzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswäris mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
—73 3. Donnerstag. den 6. Januar 1876

Deutsches Reich.

Mänchen, 1. Jan. all.m Anschane nahh wird sich die
giesige paclamentarische Session bis in den Anfang März ver⸗
ogern, da eine Einberufung des Landtages aicht eher mödlich ist,
Ii bis man das Ende der Reschstagssession sicher hinter sich hat.
Da dann noch immerhin eine, wenn aud nur kurze Spanne Zeit
wifschen Ausschreibung des Zujammentr'tts und dem Wieder bff ·
angermine legen muß, ann der letztere kaum vor dem anze⸗
deuleten Zeitpuntie Statt finden.

München, 3. Januar. Die Rechnung in Reichswährung
ist doh'er wegen Mangels kleiner Scheidemünze (in Reichswährung)
nuf so große Hindernisse gestoßen, daß in vexschiedenen Restaurants
Bier irihscaften ꝛc. zur alten Rechnung zurückgegriffen vnd die
aufliegenden Speiselarten 20. entjpeechend abgeändert wurden. J

Das Reichseivilehegesetz vom 6. Febr. 1875, welbes
um 1. Januar 1876 im ganzen Deutschen Reichen, sohin auch in
der Pfalz in seraft tritt, entbäut u. a. folgende wichtige Vorschriften:

Jede Geburt enes Kisdes ist innerhald einer Woche dem
Standesbeam'en auzuzeigen; seitber war die Frist zur Anzei e 3
Tage. Die Auzeige ist mündlich zu machen durch den Verpflich⸗
selea — vden Vater, die Hebamme, den Arzt u. s. w. — oder
durch eine aundere aus eigener Wissenschaft anterrichtete Person,
ohne Zuziehung von Jeugen, während bisher 2 Zeugen zugezogen
wverden mußten.

Jeder Sierbfall ist spätestens am nächstfolgenden Wochentage
dem Sitandesbeamten anzuzeiger, und z.oar durch das Familien⸗
haupt, oder Denjenigen, in dessen Wohnung der Stecdfall sich er⸗
ignet hat; bisher war keine Irst zur Anzeige bestimmt. Auch
hier ist die Zuziehung von Zeugen nicht nörhig, während seither
der Sierbatt in Gegenwart don zwei Zeu en aufzunehmen war.

Zur Eheschließung ist erforderl ch deim männlichen Geschlechte
In Alier von mindestens 20 Jahren: und veim meiblichen ein
olches von mindestens 16 Jahren; doch ist Despensation zulässig.
Seither wurde gefordert beim männlichen Geschlechte das volle⸗
Fie 18. und beim weiblichen das vollendete 15. Jahr. — Eheliche
inder bedürfen zut Eheschließung, so lange der Sohn das 25,
Fie Tochter das 24. Lebensjahr nicht vollendet hat, der Einwil
ligung des Vaters, nach dem Tode des Vaters der Einw'ell aung
zer Vutter, und wenn sie minderjährig sind, auch des Vormundes
fofern ein besonderer Vormund bestellt ist und nicht die Mutter
Zhnehin Vormünderin ist). Seither war die Einwilligung der
cllera erforderlich für die Tochtec bis zum vollendeten 21. und
sür den Sohn, we auch in Zukunft. bis zuw voslendeten 25.
Jahre; der Einwell gung des Vormundes bedurfte es in keinem
Folle. — Nach dem 25., beziehungsweise 24. Jahre ist die Ein⸗
willigung der Eltern nicht mehr erforderiich. Seither war auch
dach dem 25. oder 21. Jahre roch die Einwilligung der Eltern
iolhwendig; doch konnte fie ersetzt werden durch den segenannten
Respeltalt acte respectueux, der du ch das reute Gesetz vollständig
beseitigt ift. — Sind beide Ettern derstorben, oder nicht im Stande,
eine Erklärvng abzugeben, so bedürfen Minderjährige der Einwil⸗
igung des Vormundes, oder in der Pfalz dis Familienrathes.
Broßjsöhrige oder Emanzipirte sind an Niemandes Zustimmung
gebunden. Die Einwilligung der Großeltern, welche feirher der
Soßn bis zum vollendeten 25. und die Tochter bis zum vollen ˖
21. Jahre nothwendig hatte, ist daher vollständig beseitigt,
denso aber auch der sog. acto respectueux.

Auf un⸗heliche Kinder finden die für vaterlose eheliche Kinder
jegebenen Bestimmungen Anwendung, d. h. so lange der Sohn
zas 25., die Tochtet das 24. Lebenszahe nicht dollendet hat, be⸗
dürfen sie der Einwilligung der Mutter (oferne diese sie anerkannt
hat), und wenn sie minderjähtig sind, auch des Vormundes, wenn
nicht ohnehin die Mutter Vormünderia ist. Wenn die Mutter
zereits gestorben ist, baben minderjährige uneheliche Kinder die
Einwilligung des Vormundes nöthig, während großlährige von
einer Seite einer Zustinmung dedürfen. Die bisher erforderlicht

9

Einwilligung des Vatert, der fein uneheliches Kind anerkannt hat,
ist also volständig weggefallen. Ein Rejpektalt ist auch hier in
einem Falle nöthig. — Wird die zur Eheschließ icg erforderlche
kinwilligung (des Vaters oder der Mutter) dersagt, so steht groß⸗
Ahrigen Kindern die Klage auf richterliche Ergänzung zu. Seither
onnie zwar die Tochter schon nach dem 21. Jahre, der Sohn
aber ersi nach dem 25. Jahce, die versagle Einwilligung durch
den acte respectuenx ersepen.

Nach 839 des neuen Gesetzes werden alle Vorschriflen aufe
Jehoden, welche das Recht zur Eheschtießung weiter beschränken,
aAs es durch dieses Gesetz gesch ieht. Seither war verboten die
khe zvischen Ounel und Nichte, zwischen Tante und Neffen, zwischen
Schwager und Schwägerin — vorbehaltlich der Dispensauon; es
var verboten die Ehe zwischen dem Adopt'renden, seinen Kindern
ind seinem Ehegatten, und dem Adoptirten, seinen Kindern
ind seinem Ehegalten, sowie die Ehe zwischen Christen und Juden.
Jerboten war firner, daß geschiedene Ehegalten sich wieder hei⸗
athen, und daß Chegatten, welche mit gegenfeitiger Einwilligung
zefchieden wurben, vor Aelauf von 3 Jahren seit der Scheidung
iue neue Ehe eingehea. Von diesen verschiegenea Ehehind ernissen
si nur das Verbot der Ehe zwischen dem Adoptirenden und dem
Adoptirten, so lange dieses Rechtsverhältniß besteht, geblieben; alle
ibrigen erwähnten Ehehindernisse jiad beseitigt. (CChristen und
duden dürfen also einander ehelichen) Dagegen hat das neue
steichsgesetz ein weiteres Ehehenderniß aufgestellt, nämlich das Ver⸗
vot der Ehsschließung eines Pflegebefohlenen mit seinem Vormunde
»der dessen Kindern während der Dauer der Vormundschaft.
Dee Edheschließung soll ein Aufgebot vorhergehen, welches
vähtend zweier Wochen am Gemeindehause auszuhängen ist; die
Ehe kanu daher erst nach Ab auf von 14 Tazen vom Tage der
Aushängung dis Aufnebotes an geschlossen werden, während seither
wei Verkündigungen in einem Zwischenraume von 8 Tagen, an
einem Sonntage, zu erlassen weren, und die Ehe nicht vor dem
3. Tage nach der 2. Verkünd gung geschlossen werden durfte.

Die Eheschließung erfolgt in Gegenwart von 2 Zeugen, welche
war großjzährig seia müssen, aber auch aus dem weiblichen Ge⸗
chlechte genommen werden kön ea, während hisher die Zuziehung
son 4 Zeugen männlichen Geschlechts gefordert war. Ueberhaupt
st die Form der Eheschließung füt die Folge viel einfacher, als
i her, da weder die Verlesung der verschiedenen zur Eheschließung
tforde lichen Papiere, noy der bekannten Bestimmungen des
Fvilgesetzbuches meht vorgeschrieben ist. Ach ist die Zahl der
yemeinden, in welchen das Ausgebot bekannt zu machen ist, mehr
eschränkt; dDad Aufgebot ist namentlich nicht mehr, wie bisher,
ruch in jenen Gemeinden bekannt zu machen, in welchen Diejenigen
hren Wohnsitz haben, deren Einwilligung zur Edhe erforderlich ist.
ẽndlich ist noch zu bemerlen, daß auf schriftliche Ermächtigung
zes zuständigen Standesbeamten die Eheschließung auch vor dem
Standesbtamien eines anderen Ortes statifinden darf.

Das Recht der Eltern und GBroßiltern, der Geschwister u.
. w., Einsprache gegen die Eheschließung z erheben, welches dur?
zie Att. 172 - 179 des Zwilgesetzzbuches geregelt ist, wird durch
zas neue Gesetz nicht derührt werden; dean es bestmmt in 8 48
zur: Kommen Ehehindernisse zur Kenumiß des Standesbeamten, so
sat er dle Ehefchließang abzulehnen. In enem solchen Falle hat,
vie bisher, das Be, irtsgericht zu entscheiden, da nach der Veord⸗
nung vom 14. Oltober 1875 die bisherigen gefrtechen Bestim⸗
nungen maßgebend dleiben.

Auch hinsichtlich der Aufsihht über die Amtsfahrung der
Standesbeamten breibt es nach der etwähnten Verordnung bei den
ieh rigen gesetzligen Beriimmungen, so daß auch is Zaluckt die
dandrichter die jährliche Verifikation der Slandezre ifter werden
horzunehmen haben.

Berlin, 2. Jan. Die nou Andrassih ausea beiteten
seformvorschlage für die Türkei schlagey Wcege Gleichhent der
Fonfeffionen, Selbstständigkeit der Provinzen und „vor Allem eine
seform des Steuerwesens, Alles unter Controlle der Mäshle, vor.
        <pb n="10" />
        Berlhin, 4. Jan. Der Kaiser hat für die Hülf b edürfti⸗

gen in Bremerhaven 3000 M. gespendet.
Ausland.

New⸗York, 4. Jan. Das Reuter'sche Bureau mel⸗
det: Eine amerikonische Note an die Machte wegen Cuba schlägt
eine Vereinigung Cubas mit Portorico unter Linem spanishen
General⸗Gouberneur vor.

f Für die Weltausstellung in Philadelphia baben sich au—
Bayern 121 Aussteller gemeldet. Von diesen treffen 12 auf die
Pfalz, näml'ch 7 Colleciib⸗ und 5 Einzelnoussteller. De'desheim
zählt 4, Kaiserslautern 3, Speier und Neustadt j⸗ 2 Aussteller.

F Manchen, 3. Jan. Das quf ärztliches Gutachten
vbasirende Gesuch der Ad. Spitzeder um allerhöchste Begnadiguͤng
bezw. Nachlaß der restigen Strafzeit ist bereits der allerhoͤchsten
Stelle unterbreitet.

f Aus Berlin wird der „N. Fr. Pr.“ unterm 1. Januar
mitgetheilt, daß auch dort eine kleine Kiste saisirt wurde, die mit
dem Bremerhavener Verbrechen in Verbindung zu stiehen scheins.
Es ist ein Kistchen bon etwa einem Fuß Laͤnge und ß Fuß
VDreite. Der Jusentaum ist durch eine Scheidewand in zwei uns
zleiche Theile getrennt, wovon der kleinere zur Aufnahme des Dy⸗
namits bestimmt ist. In der arößeren Abtheilung ist ein Uhrwert
angebtacht, welches nach Ablauf eine Nadel in Bewegung setzt und
durch eine in der Schweidewand befindliche runde Oeffnung in
den auf der anderen Seite befiidlichen explosiven Gegenstand
hineinstößt.

f Aus Saratow, au der mittleren Wolga, wird e'in furcht⸗
barer Schneesturm gemeldet, der am 18. Dicembe dort wüthete.
Es wurden Dacher abgerissen, Hauser in die Schneewehen ganj
eingehaͤllt, so daß man den Bewohnern Zilfe bringen mußte. Ein
Officier, der sich aus der Kaserne in die Stadi nach Hause begab,
erfror auf der Straße. Am 19. wurden Kosacken ausgeschickt,
—L unterwegs von dem Schneesturme über⸗
rascht und darin verunglückt sei. Sie fanden nach einem Berichte
der „Mosk. Zta.“ über 30 Leichen. F

Dienstesnachrichten.

Der Gerichtsschreiber NK. W. Leonhard ni Winnweiler wurde

auf Ansuchen zum Landgericht Hornbach vrrsetzt.

Rermisctes.

k Die kal. Postanstallen verkaufen nunmehr auf starkem grü⸗
nem Carton gedruckt, sammiliche allgemeine Bestimmungen für den
Postverkehr in Bayern und den übrigen deutschen Staaten incik.
Desterreich · Ungarn, um den Preis von 10 Pf. das Siüd.

f Der Stadt Landau wurde die Forterhebung der des er—
höhten Fleischauischlages bewilligt und zwar in den Satzen z1 6
M. von einem Ochfsen 4 M. von einer Kuh, tinem Rinde der
einem Farren, 57 Pf. von einem Kalbe, Schafe, einem Hammel
oder einer Ziege, 17 Pf. von einem Spanferkel, Lamme oder Zick
lein, 86 Pf. von einem Schweine und 3 Pf. vom stilogramm
eingrführten Fleisches oder eingeführter Fleischhwaaren, vorerst auf
die Dauer ron weiteren 10 Jahren.

Der Verwaltnngsrath des pfalz. Lehrwaisenstiftes hielt am
31. Dez. in Neustadt eige S'tzung, um die Unterstütungen
zro 1875 zu vertheilen. Die dersüabare Summe bettus 25320
Mk., welche an 114 Waisen aus 58 Famil en der Art vertheilt

wurden, daß der geringste Unterstütungsbetrag 18 Mek., der höchfie
157,200 Mk. pro Familie beträgi. Das Vermogen des Stiftes
beläuft sich zur Zeit auf 21781 Mt.
f In der Pivvinz Rheinhessen siud 45 Lehrerstellen un⸗
zesetz·
Bekanntmachung.

Die Glatfobrikanten Ehevandier &amp; Vopelius be⸗
absichtigen auf ihrer Glashütte zu St. Ingberter Grube ¶Schnapp⸗
bach) zur bess ren Verwendurg des Brennmaterials und damt
verbundenen Rauchverzehrung einen Theil ihcer Streckoͤsen nach
dem Regenerativeystem umzuändern und haben um die Genehmi⸗
zung h'ezu bei der unterfertigten Behörde nachgesucht.

Dies wird gemäß 8 17, Abs. 2 der Reichsgewerbe ordnung
andurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, mit der Aufforderung.
etwaige Einwendungen gegen de projectirte Abänderung innerhais
einer unerstrecklichen Frist von 14 Tagen bei dem Bürgermeifer⸗
amte St. Ingbert. woselbst auch von einer Beschreibung und Zeich⸗
zung der neuen Anlage, sowie von einem Sstuatio 8plan Ein⸗
sicht genommen weiden kann, anzubringen.

Zwe:brüchen, den 831. Dezember 1875.

sRegl. Bezirtsamt:
Damm.

— —
Fortwahrend
jucht untenstehende als sehr so—
lide bekannte Bank
thñtige Agentemn

unter den günstigsten Beding—
ungen auf dem Lande sowie in
den Städten.

Adresse: General-Direction
xr Sächfischen Vieh—
Verficherungs Bauk in
Dreoden.

9
B. Ollig,
Rholograph
am EXAMIenm weg.
Fruct⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Stadt Zweibrüden vom6.
Januar. Weizen9 M. 90 Pf.
storn 7 M. 75 pji. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste Freihige
— M.--BPi. Speiz 6 M. o8
Pf. Hafer 7 M. 75 Pf. Kot—
toffeln 2 M. 20 pf. Hen 4.
55 Pf. Stroh 4 M. 30 Pf. pee
Zntner. Weiß rod Ui 4g0.
52 Pf. Kornbrod 34 lo. 66 Pf.
ditto 2 Kilo. 46 Pf. dit:o i
Kilo. 23 pf. Gemischlibrod 8
Kilo. 86 Pf. 1 Paar Wec 190
Gramm 6 pf. —A
— yY Dintel o M. gp. wisq
frucht — M. — pf. Rirdfl. 1.
Qual. — Pf. 2. Qual. Pf.
Zalbfl. — Pf. Hamfl. O M. &amp;
Pf. Schweinefl. — Pf. Butter
1 M. per Pfund.

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Verdaungssehwacho Blähungen,
dopfschmerzen Cholera Ruhr etc⸗
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mindestens drei Bogen groößten Formats auf gntem weißen Vabier in sauberftem Drnck erscheint, derdankt diesen apiden Auf⸗
ichwung der —c— Sediegenheit und Driginalität eines Inhalts. Solche Filtse don Material bei einem so Uberaus niedrigen
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—D St. Ingbert.
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5— 5 2 3 2. — 2 . 3 2
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5 — 4— 5
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25* 2* 353 22228 328 535257 28 —A
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5m2 2 2 42 * 52*

57
2588387
—
253235
3872233528
—
— *8
*2* 23232
— SS
3438
2 — 2 —
— 332335 75353
—
2335 7 535
—— — c*
223 22 — 378
753 255 —38 2—
5 353 —323355
32832335*253
555872653
— SGa· 3
2* —252722 2
* 52*32 —A —
2 52332582
——
5 322232528
55*257*
22 8 3
23 5 *

5116
*2—
252328 2682
* *
—
—3 3 ⸗
5823535 35555 5255335333555
* —53 23523 N * —M — —
2, 3585233538 285533 53325*333
568 — — — 2 682252 52 5— 2 8
2R5AS 5322 363 255 23552 3353
24832253333 S 2287 2272 5*
*3*3 835 — 2522339 2. *
2.2 z883325 5223 52S.
— 5 5353835 5 262362
55255 3—528 2753 32538* 23257
S 8 22 2 — 250 22223
—A 535325327 —A — —— X
—A 553522 25 7 825323557
25823 5227525 235333338 *
255. 8 237 2 332323 73353252357
533 2 87 22 2 322 8 23 58 22 23* 2
*2*3258 5553333357— 68* 27. 223 2. 7 —
53237— 3 2.3 52 8 — — 8523577 2 Q 2
2222 3253553335335873557 52 5 2 Sẽ * 5
—— 2 —53333357* 3. 7 — 323328
255* 53553335323 832333 5832 3 3382
—A —52*88⁊ 2 232322727* 1335335325553 A
— — 252 5235 225 — 5237 —V 3
* * a —A —A 2 3 — *— 2 —2 23 — S
5553 255 — — — — 2
55*327 255.* 538 2.2* 22 2s333253 — — ee
7 3 — —223332 — 35* 2282337 8 8
—658 5823727 2322 7222—343 5 —
— —— — 8 2 * 5523233
522 — 2 * 85 —— —
l —F *3. *7 — 2 — 8
—2. 7 * 25338—8 — — 2 51
25552 A — — 2 5 —252227—
— —3375 5 5383323335327
2 3 523 55S 8 1225523223
* 2. 5 * 523z2. 5 3 7* 5 522 — 32563
232 55535332523 5—53323
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2 7 57 A
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— 22* * 5252567—72* 2N5522 — 75*86
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13 25 53358 2 —2*3382. 92326833352535 4
— 53 222 2 — 23 2 — 2523 2
22— — 37 s2»5 55 53833 3 32 5233 3 r
— — S 232255 — —
2 7227 *3 322 222 * 2*5225.
*»77338587 —2— — 25825* 5225257 *23822
2 — — 23 E2 —5X;X —28232—527 3 25*
—533 33533—532333335

57 5 3 5 * 7 —7
2333—338335 33—83333338
»R * 8S — — — —2 2* 2 2 S. &amp;

2 56585 23 ——2 755,225325532 8,536 —*
255 —547 2275 537 3. 2. 23 —c 33
5 *2*8 22 575 222 82 — 532 3 —
835 38 2 53—28* 2 52385 7385535*

— 6 —53343.2 5— 3537 522

75 582 3284 555 57 3
— —5 7 2 8 8 3. — 2 —

2 — — 8 2z. 2. 2 —22 3

*28 — 2327 — 22 — 5*623
33 5537 353355 353533788 322333
7 —2 22 8s. —A —— 223323 2 3.

38 3333 3333———33——3 8358538
225 2 — 532 253553 —2 —— — ————
58*252 5503* 22 —A — —A

2232355 2288353 3536 335333328 88

*—* —9 — 7 — 2 — Z—

222 225323 855— ——

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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2Z mal wöochcatlich) mit dem Hiuptblatte verbundene Unlerhaltunasblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage), erscheint wöchentlich piermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag nud Sonnutag. Der Abonnement sapreis beträgt vierteljaͤhrlich
-Warl 20 R.Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren —XRX
mit 830 Pfg. pro Zeile berechnet.
*4 4. Samstag. den 8S. Januar I — 1876

X

— —
Deutsches Reich.
Münten, 4. Jan. Se. Maj. der Köonig hdat bei dem
Johreewechier dem deurfchen Kaiser seine herzlichen Glückwünsche
ansdrücken lassen. Nach einem Telegramme eies Wiener Blaitez
»t das Gleiche „auch heuer“ gegenübee dem Fürsten Bismarck der
Fall gewesen.

München, 4. Jan. Die Staats ninisterium der Finan⸗
jen hält für erforderlich, daran zu erinnera, daß sämmtliche Fi⸗
aanzbehörden die eingegangenen bayerischen ste issenanweisungen,
owie die 100 fl. Noten der bayerischen Hypotheken nund Wechsel
zank nicht mehr berautgaben, v elmeht einliefern müssen. Diese
krinnernug soll sehr nothwendig gewesen se'n.

Berlin. 5. Jan. Die „Provincial ˖ Corre'pondenz“ meldet:
Der preußische Landtag wird zum 15. Jan.. spne ters zum 16.
Januar Vormittags einberufen uad wird ihn alsbar der Haus⸗
jalteetat vorgelegs weeden. Den am 189. Januar wieder zusam⸗
mentretenden Reichstag wird der Landtag spttestens Mitle Febrnar
viedet abldsen. Die Berathung der großen Reichs · Just zgejsetze
zürfle kaum vor dem Herbste statifinden können.

Der Kaiser hat bei der Neusahrsgratulation wiede holt Ge⸗
e enheit genommen, seiner Fraufe darüber Ausdruck zu geben,
»aß die politische Lage eine Friedeusdauer bürge. Diese Ver⸗
icheruazen von maß geben ser Stelle aus find mit um so groͤßerer
Senugthuung aufzu sehmen, als die Entwicklung der Dinge im
Osen Europa's nachgerade eine bedenkliche Wendung anzunehmen
den inn. Bei dem Empfang des diplomatischen Korps, als dessen
Doyen der englische Boischafter, Graf Russel fungirte, blieb die

ußerordentliche Freundlichteit nicht unbemertt, welche der Karser
Jorzugswe:se dem Botschafier der französischen Rpiblit, Grafen
. Gontant-Biron gesenuͤber an den Tag legte.

Die vom Cultaminister berufene Coufecenz von Fach nännern
ur Fesistellung der deutschen Re bischreibung hat gleichfalls heute
hren Anfang aenommen. Den Vorsitz fürrt der Geh. Keg.⸗Nalh
Or. Bonitz. Als Grundlage der Berethung d'ent eine von dem
Brosessoe von Raumer vorgelegte Denkschtift. Wie es scheint,
verd die Confetenz das phonetifhe System anzehmen. Diee Be—⸗
'athungen dürften einige Wochen währen. — Im Minisletium
es Innern baden die Brratdungen übec dun Entwarf der dem
andtage zu uunterbreite den Staädie Ordrung berets begonnen.
Nan scheint zu beabsichtigen, nach Feststellung des Entwurfes zu
essen weiteren Beraihungen Vertrauensmänner, welche in großen
dadtischen Verwalturgen thatig sind, heranzuziehen.

Ausland.
Varis. 4. Jan. Gamdetta wird scine Cand datur für
»ie Deputirtenkammer in Paris, Lyon, Marseille, Lill⸗ und
Bordeaur stellen, um d'esen groß⸗n Stadten Gelegenheit zu ge⸗
vahren, üder seine Politik der Vergleichung gegenüber der intraͤn⸗
igenten Potitik der Raditalen ihr Urtheil abzugeben.

Philadelphla,l. Jan. Un Mitternacht wurde hier
nas Jubeljahe durq 100,000 Personen, wel de sid in der Nahe
er, Independence Halle“* vriamm'it hattken empfangen. Der
Wayor, Stokley, zoz die Ceutennialfahne auf', welche ge ia: der⸗
en'gen gleicht, die Washington im Jahre 1776 auf der Indepen⸗
ꝛen e Hall aufheßte. Als die Flagge die Flaggeuspitze erreihie,
vurde dies⸗lbe dirh Ca cium⸗Licht erieuchtet mid unter stürmischem
Zeifall schlug die Uhr 12. vVDan läuteten alle Glocken in der
Stadt wahrend der noͤhsten halben Si ide. Ueberbaupt wurde
ats Jubeljahr mit Feuerwert Salutsch assen, Schreien und heilloser
Oufik begrüßt. Aehnliche Mitternachts-Ceremonien, wie in Phila⸗
»iphia, sind faft in jeder amerikanischen Stadt begangen worden.
In Kaiserslautern

—A
faund am 4. Jan. eine Vorbe—

iprehung der dortigen Wahlmänner über die bevorstehende Lad⸗
hagewahl statt. Nach eingehender Debatt⸗ folgte schriftliche Db/
timmung und erhielt Herr Seminar⸗ Inspector Dr. Andrea Erüh er
Beear und dann Prof⸗ssor an der Landauer Gewerbschule), 24
Stimmen. Herr De. Andreä wird sonm der Wahlmänner-Pp—
jamulung, welche am Tage der Wahl Vormittags 9 Udr ftatifin u
wird, au Candidat vorgeschlagen werden.
feKaiserslauteen, 5. Ja. Zur Einführung der Rei 4.-
vährung. Angesehene hiesize Fermen der Manufacturwaaren-Bran che
»etoffentlichen eine Erklärung des Inhaltes, daß dieselben bom
20. d. M. as keinerlei Papiergeld der früh ren Wahrung mehr
in Zahlung nehmen und ebenso die Anrnahme der Coupone jeglicher
Art verweigern. Auch das auslandische Geld ist nach dieser Er⸗
idrung auf den JInder gesetzt. Diese Maßregel erscheint dem
Bublitum gegenüber eiwas dart, aber sie scheint es auch nur.
Allen Besitzern der angeführten Werthzeichen isi durch die in übe
zaler Weise gewährte Frist von 15 Tagen Gelegenheit gegeben
ach derselben ohne Verluft zu entledigen, und ist Dies —X
»ann werden sich, wie der „Pfälz. Kurier? dieser Tage treffend
emertte, für Jedermann jeae großzen mit einem einheitlichen Geld⸗
vesen verbdunbenen Wohlthaeen fühlbar machen, deren sich ander
sationen seit langen Jahren erfreuen. Geuanntes Blatt schließt
den beireffenden beherzigens verthen Ariitel folgendermaßen: Als⸗
denn soll aber auch Niemand mehr incourante Gold⸗ oder Silber⸗
nünzen an Zahlung nehmen, sondern si: lategorisch zurückweisen.
Ferner lasse sih Nemaud ausländisches Gold oder Silber über
Werth aufhängen, so rdern verlange seine Reichswaͤhrung unverkürzt
und halte fest darauf, dam't de dielfach übliche Zirkulation aus
ändischen Goldes über Cours, welche von gewissen Leuten jon
Nachtheil des reellen taufmängishen Verkehrs, insbesondere au
Tosten des Landmannes (oei Zahlung für Produllen⸗Eiulaufe) un
des lleinen Gewerbsmannes in den Stadten (für gewerbliche Er⸗
eugaisse) gepflegt wurde, voll tändig aufhöre. aue ehrenhaften
deute sollen in den Städten und auf dem Lande im Pfilichtgefüh
zatin einig fein, daß diesem gewiss nlosen Schacher ein Ende zu
nachen sei. In Handelsz und täglichen lleinen Geldverkehr an—
derer Nationen weiß kein Mensch etwas von Geldverlust; fo riuß
»s auch bei uns werden, und so wird e⸗ werden, wenn ehrliche
olle Zahlung in couranier gesetzlicher Muͤnze der Grundsaz jedes
respeltabelen Menschen im Grote und Nleinderleht wird, wie es
Pflicht ist.“

fDer bei Kleiubockentheim verunglüdte, in Nen⸗
tadt wohnhaft gewesene Zugführer der pfalzischen Bahnen heißt
nicht Kühn, sondern Kiehl.

F In Homburg wurden zwei Kaufleute wegen Verkaufs von
zefälshtem Preffer Ju je 10 Thlt. Gelobuße verurtheilt; zugleich
varde auf Konsislation der beschlagnamten Quantität Pfeffer erlanni.
Die Anklage datte auf Betrug gelautet und der kgt. Pol izeianwal t
je 8 Tage Gefangniß und 50 Thle. Geldstrafe beanttagt.

Speyer, 3. Jun. Nachdem gegen d'ie Diehversiche⸗
rung 8gesellichaft für daz Deussche Reich zu Aachen das zu Preußen
vorgeshriebene Konzssions Eutziehuugs Verfahren eingeleitet ist und
die Gesellschaft seldst einstimmig ihre Aufldsung deschlossen Zal, ist
‚om k. Staatsministerrum des Innern die der genarnten Gesellschaft
ectheilten Bewligung zum Geshaͤf zbetriebe in Bayern zurück gezogen
worden, und wird in neue den Keeisasntsblait⸗ den Agenten diefer
Bese ischaft der Abschluß weileret Versi herungzvertrãge uutersagt.

fIn Ensh⸗im wurde beim Steindrechen 18 Stück gut er-
haltene römische Münzen aus den Zeiten D.ocletians und Constan⸗
tins gefunden.

t Munqchen, 4. Jan. In der Ratdgeber'schen Fabrik
dahier wurden Ende voriger Woche über hundert Arbeiter em.
assen, nachdem die M litarbestellun en, zu deren Fertigsiellung
Tag und Nacht gearbestet wurde, effectuirt sind. Ebenso fanden
ẽntlassungen in der —A
        <pb n="14" />
        fMänchen, 5. Jan. Die ministerielle Genehmigung für
die zweile Ziehung der Präm'en-Collecie zum Ausbau der Gie—
anger Pfarrkirche ist erfolgt. Nach dem gebilligten Plane, welcher
gjegen den früheren so vereinfacht wurde, daß die Ziehung wahr⸗
scheinlih an einem Tage durchgeführt werden kann, sollen 300,000
Loose zu 2 M. ausgegeben werden. Die Zahl der Gewiene,
welche in Summa 275,000 M. beziffern, beträgt 11,900 und
war ein Gewinn zu 36,000 M., einer zu 16,000 MN., 2 Gewinne
ju 10,000 M., 5 zu 5000 M.,6 zu 2000, 10 zu 1000, 25
ju 600, 30 zu 300, 100 zu 100, 300 z3u 50, 500 zu 30,
I000 zu 20, 2400 zu 10, 3500 zu 8 und 4000 zu ß6 M.

FSaarbrücdchoen,2. Jan. Die Luxemburger-Bergwerlt
und Saarbrücker Eisenhütten⸗-Altiengesellschaft, Besitzerin der Hoch
zfen zu Burbach bei Saarbrüdhn, verthellt nach Beschluß der Ge—
aeralversammlung für das Geschäftsjahr 1874 75 20 pCt. Di⸗
aidende.

Berlin, 31. Dec. Im August 1871 reltete ein b herz⸗
jer Unteroffizier zwei Damen — Mutter und Tochter — dadurch
aus sehr großer Gefahr. daß er die scheu geworde ien Pferde einer
Equipage, in denen die beiden Damen saßen, zum Stehen bradhtte.
Fnige Wochen später wurde der Unterofffzier in das Comptoir
eines hiesigen Bankhauses gerufen, ihm eine große Summ⸗ Geldes
nusbezahit und ihm bedeutet, daß er zu Anfang e'nes jeden Quar
zals 50 Thaler in Empfang nehmen lönne. Den Namen des
eheimnißvollen Gebers konnte er nicht erfahre.. Als der Mann
zIm 1. Oktober wieder die fülligen 50 Thaler erh ben wollie,
vurde ihm mitgetheilt, daß die Geberin mit Tod abgegangen sei
Vor einigen Tagen nun erhielt derselbe von dem nämlichen Bank
zause 4000 Thaler mit dem Bemerken ausbezahlt, daß dies ein
Vermächtnitz jeuer alten Dame sei, welche er nebst ihrer Tochter
im Jabre 1871 aus großer Gefahr errettet haße. Den Namen
seiner Wohlthäterin erfuhr er nicht.

FWittenberg. 28. Dec. Die von hier gemeldete epoche
nachende Ersindung, ein gittes Leuchtgas ohm Kohlen auf sehr ein⸗
ache Weise aus athmosphärijcher Luft darzustellen, dürfte auf de
jolgenden, der Hauptsache aach der Augsburger Allg. Zig.“ ent⸗
jehnten Thatsachen zurückzuführen sein. Die beennbiren Gase der
athmosphärijchen Luft find der Chemie 148gft bekannt; aber e
fehlte bisher an einer einfachhen und billigen Darstell inz dieser
Bise und an einem Apparate, mittels dessen die Guserzeugung in
zrößerem Maßstabe geschehen und fur das öffen: liche Leben nuzbar
gemacht werder lönne. In der ersteren Beziehunz hat sich, dem
diesigen „Kreisblatte“ zufolge, ein Görlitzer Chem'kir, B. Liebich,
Verdienste erworben; als Ersi der des Apparats gelten die Herren
Parody und Comp. in Bern, in deren Auf‘rage ein Ingenier zur
Zeit Deu schland dereist und vorzugsweise in solchen Städten, drie
eine Gasanstalt haben, einen Apprat vorzeigt und über denselben
Vortrag hält. Die Kosten für ein sehe schön, rein und geruchlos
prennendes Gas sollen sih für 1000 Kub ifuß auf num eiwa 1
Mark gleich 10 Sqgr. berechnen, wogegen der Apparat für etwa 115
Flammen, wie fie in öffentlichen Lokalen, Restautants ꝛc. gebraucht
werden, rund etwa 3000 Mack gleich 1000 Thlr. kosten würde.

fHundeschlachterei. In der Umgegend von Berlin
kamen in den letzten Wochen auffallend diele Hunde abhanden, und
aamentlich waren große, starke Ardeitsthiere dem räthselhafien Ver⸗
—EEV
dandel mit derartigen Thieren auf de Spur zu kommen vermoch⸗
sen. Irßt hat sich die Sache ganz zufaͤllig und in überraschendst er
Weise aufgeklärt. In-Spandau bot vo den Feitrtagen ein Are
heitet mehrfach Hammelleulen zu auffallend billigen Preisen zam
Berkauf an, die sich bei genauerem Zusehen als sauber zugerichtete
HDund v ertel aus viesen, und nachdem der Hundeschlächter vrhaftet
worden, machte er auch die Gerber namhaft. bei denen er die Felle
derkaujt hatte. Die neue Industrie scheint ziemlsch schwunghaft
zetrieben worden zu sein.

fFürft Bismarck ist mit 42 Ocden geschmückt, Graf Moltke
mit 32, der frühere Ministerprasident v. Manteuffel mit 28, Graf
Wrangel mit 25 und der ehemalige Oderbürgermeister v. Krausnick
nit 5. Sämmtliche sind Ehrenbürger von Berlin.

F Gegen Dr. Strousberg ist, wie der „B. B. Z.“ aus
Moslau gemeldet wird, auf ger hiliche Verfügung die geheime

Untersuchung aufgehoben worden und empfängt derselbe seit gestern
Morgen in seiner Zelle nach Belieben Bisuche von Privatpersonen.

F Zur Affaire Thomas. Wie den „Samb. Nachr.“ aus
dondon geschrieben wird, hat die englische Polizei ermittelt, daß
Tbhomas, oder wie sonst sein Name sein mag, sich im Oktober
1870 in Liverpool aufgehalten hat. Er bewohnte damals wihrend
ö— Tagen Zimmer im „Rorihwestern⸗Hotel“, Er führite eine
starke eiserne wohl verwahrte und verschlossene Kiste bei sich. Ihr
Gewicht war sehr schwer und ix gab an, daß sie 6000 goldene
*0.Dollarstücke enthalte, die er nach Amerila aubführen wole, un
eine Hypothet auf dem Gute seines Vateckß zu tilgen, daz ihm

bermacht worden sei. Er suchle in Liverpool Sbiffz⸗ und Aus⸗
wandereragenten auf, denen er Auftraz gat,, Erkundigungen da—
rüber einzuziehen, zu wilcher Prämie er die Barrfracht versichern
sonne. Es soll ihn 12 PCt. aufgegeben, von ihm aber zu ho h
befunden worden sein. Später bezad er sich nach dem Comptoit
der White⸗Star-Dampfer Gesellschaft und dort erkläcte er, er wolle
an Bord des auslaufenden Damp'ers „Coltic“ eine schwere
d ste mit baarem Gelde veciriffen und daß er beabsichtige, sie zu
hrem vollen Werthe zu versi hern. Die Directoren der Gesellschaft
erklärten dem Thonas, daß da e8 Contamen seien, es
porzuziehen wäre, wenn die Kiste dem Ziblmeister des
Schiffes zur⸗ Aufbewahraeggegeben werde,— der sie dann
in ddn feuer- und deebesfesten Raum des Scheffes verschließen
würde, und daß sie dann auf Resitko der Scheffseigner über⸗
führt werden waͤrde. Thomas fand diesen Vorschlag nicht
anaehmbar, sein Beneh nen begann der erwähnten Conpaguie v r⸗
dächtig zu werden, und sie beschloß, es überhaupt abzulehnen, die
Kiste als Frachtgut mitzunehmen. Bei den Schifferhed ru Inman
u. Co. hatte Thomas al dann wernere Schtitte gelhan, wir aber
eben so wenig erfolgreich. Nun geht aber der Polizei von diejem
Buntte ab jede genauere Spur weiterer Maß egeln seinerfeits ver—
ocen. Sicher ist es nur, daß er seine augebliche Kiste min Con⸗
anten nicht als Baarfraht irgendwie aufgegben hat. Aber die
Vermuthung taucht auf, er habe feine Höllenmaschine, denn als
olche dürfte sich die Goldkiste enipappt haben, emdallir! und als
zewöhnliches Stückgut ohne weiteres Aufsehen verschifft. Natürlich
nissen bei den Versickerungs gesellschaften Indicien hierüber zu ge⸗
vinnen sein, un so mehr, wenn der mit den Vorgaängen in Liver—
pool in bestemmten Zusammenhang gebrachte Verdasht, daß der
Later zane der „City of Boston“ jenem Vorfall zuzuschteben set,
ijn W'rklich'eit auf Thatsachen basirt. Es wid von der Poliz i
Allez in Bewegung gesetzt, um we tere Anheltüpunkte zu gewinnen.
F In Berlin erscheinen jetzt 37 amtliche Blatiter, 56 nicht
untliche Journale politischen uad socialen Jadalts, 232 Wochen⸗
und Monatsschriften für Wssenschaft, Kanst. Handel und Gewerbe,
rebst Boͤrsencourszeitel, 23 Ze'tschriften für Botanik, Mathematik,
Naturkunde, Erdkunde, Archäologie 2c. 21 medizinische Zeitjchriften,
16 land v'rthschaf. liche Zeiningen ꝛc. 21 Journale celigiösen und
irchlichen Inhauues und 18 Unterhaltungsschrifsten, im Ganzen
364 Zeitungen und Zeitschriften.
fEine Studentenehe. W'e sonderbar der Zufall
yft jpielt, beweist nachste jende kleine Geschichte, die dem Leser viel—
eicht alt, eine recht hürsche Erfindung erscheinen mag, für deren
h»olle Wahrheit wir indessen bürgen. Der junge Sprößlinz einer
jchlesijichn Familie, der in Berlin seinen Studien oblan, machte
vor einigen Jahren eine Reise nach England sp'zi ˖ll Lordon, um
ich dort für den erwählten Beruf zu verdolllomnnen. Trotz
seines angeftrengten Fleißes blieb ihm noch so viel Zeit, si h auch
für die weiblichen Schönheiten Albions zu interressiren und sich
dabei speziell in die Tochter seines Logiswirthes sterdlich zu ver-
lieden. Man liebt in den Jahren immer überschwänglich, und da
der junge Student auf de Einwilligunz dee Seinen in Anbetracht
jeiner großen Jugend und des Mangels jeder selbststandigen Exi-
Unz nct rech en konnte, so dirf es nicht Winder nehnen, daß
ĩ h das junze Paar die Vorzize Enzlands hensihtlich der beqiemen
Trauungen zu Nugtzen machte und eines schönen Tigeß ohne das
eringste Vorw ssen der Angehörigen des jungen Mannes als legi⸗
imes Ehepraar üder den Kanal nach dem Kontinent gesegelt kam.
Das übernut reichliche Taschengeld, sowie der ihm mit Rüchsicht
uuf das in Aussicht stehende Vermözen von Bekannten berritwilligst
gewährte Keedit setzten den jungea Herrn in den Stand, in der
eihe Berlins seiuen eigenen Hausst und zu errichten und es durch
zeschickt getrof ne Mußregeln mit Hilfe einizet Bertraiten zu be⸗
dertftelligen, daß selbst dann, als bereits ein „zanz kleiner Stu⸗
enat“ einpassict wir, die Veewundten ao h immer über die That⸗
a he ununterrichtet geb'reben waren. Die interessante Eroͤffnunz
ollte viemehr ersi gem icht werden, sobdald das erste Ex amen glüklich
»estanden, ward aber durch eine gew ß höhst merlward'ge Fügung vor
durzem zum Glück der junzen Leute beschleunigt. — Die Frau Stu⸗
dentin konnte sich mit den deutschen Dienstboten nicht recht befreunden,
w is üdrigens auch deutschen Hausfrauen psict, und wechselte daher
diese Sitte schnell acceptirend, recht haufi. Bei der abermaligen Noth⸗
wendigleit eines solchen Wechsels ward von der Frau ein Mädcen
Jemiethet, das den schlesi hen Dialelt sprechend, als Lundsma inin ihres
—nieben Ehemannes ihr ganz besonders tühltig erscheinen mo hie. Als
dasselbe am Abend dem Herrn Gemahl vorgestellt wurde, taumelte
es mit dem Ausschrei: „Herr Jesas, junger Heru!“ einige Schritte
zurück, während der junge Herr mit dem tonlosen Auscuf: „Aber
Auust⸗!“ södtlich erscheoken in die Sophalissen zurücssank. Auguste
war das feu jere Denst nedchen der Eltern des jungen Ehemannes.
—AI
Fa warde Fanilientath gehallen uad aufinzs baschlosser, deß
        <pb n="15" />
        Mädchens ewiges Stillschweigen zu erkaufen. Bei reiferer Ueber⸗
sedung kam man aber zu der Einsicht, daß selbst die höhste Summe
zeine Garantie b'eten dürfte, und beschloß, sofort die ganze Wahr⸗
heie zu bekennen. Eine voch spät in der Nacht abgegebene tele⸗
graph sche Depeshe berief die nächsten Berwandten, die, in demn
Slauben, dec Jüngling !iege im Sterben, auch bereits andern
Tages eintrasen. — Wit waren nicht Zeuge der Beichte, wissen
aber, daß die Verwandten gute Miene zum boͤsen Spiel machten,
das fait accomph aaertannten, Indemnitat ecrtheilten und auch
den „ganz kleinen Studenten?* als ein neues Milgled der Familie
auerkannten und begrüßten. Der versoͤhnende Abschluß dieses
tleinen Romans aus der Wirklichkeit möge indessen unternehmende
Jünglenge nicht zu gleich küdnem Ehesprung ermurhigen — es
dönnie d'es doch leicht auch einmal tragisch werden? J

Das Publ kum wird vor der Annahme der neuen Noten
der Branschweiger Bank, der Sächfischen Bank zu Dresden, der
Rostocder Bank gewarnt. Dieselben unterwerfen sich dem Bankgesetz
nicht und sind nach 5 57 des Bantkgesetzes außerheb ihres Kon⸗
jejsionsgebietes bei Strafe derboten.

Am 19. December stard in Bremen Dt. Carl Hermann
Gildemeister, 74 Jahre alt, der belannte Herausgeber don Her⸗
maunn's Leben und Schriften.

f Man meldet aus Brüssel, 3. Jan.: Unter den Kohlengru⸗
denarbettern in Louviere sind, dem ‚Echo du Parlement“ zufolge,
Ruhestörungen ausgebrochen. Aus Mons sind Truppen zur Wiee
derherstellung der Ordnung nach Louviere abgesandt.

F In Bordeaux wurde am 31. Dec. ein Wucherer verur⸗
theilt, weldder einen Studenten sür 45,000 Frs. Wecqsel hatte
unterschreiben lassen und ihm dafür 3100 Frs. eingehändigt hatte.
Mit anderen Studenten hatte er ähnliche Geschäfte gemacht. Ein.m
derselben verkaufte er sur 5000 Irs. Schuhe, das Paar ju 125
Irs., während sie nur wieder mit 6 Fes. verkauft we den konnten.
Der Wucherer, er war Schuster seines Standes, wurde zu 6 Mo⸗
naten Gefängniß und 25, 000 Frs. Geldstrafe verurtheilt.

F Koͤnig Viktor Emanuel hat von Marschall Mac Mahon
ztvei Kafsten zum Geschenk erhalten; in dem einen befindet sich
ein Gewehr, wie es jetzt die franzoͤsische Infanterie besitzt (Chofse⸗
pot aach dem Syslem Gras modificirt). und in dem andern dee
Ludung. Die NKusten sind döchst elegant don Ebenholz mit Sil⸗
berderzierungen, und mit blauem Sammet ausgeschlagen.

F Ein Duell mit todtlichen Ausgang versetzt seit einigen Ta—
zen die Stadt Bayonne in Aufregung. In einem doctigen Hotel
kam während der Table d'hote das Gespräch auf die Vorgänge in
Spanien. Wie das gewöonlich, bildeten sich schnell zwei Parteien,
welche mit Heftigkeit die eine für, die audere gegen Don Carlos
prachen. In der Hitze der Diskussion ließ der Maraus de

——8884fs —
——— — ——
Widerruf.
Die in Nummer 1 dieses
Blattes vom 1. Janusr 1876
auageschriebene Hausv rsteigerung
auf Anstehen der Erbten der
Wittwe von Peter Beckr hier.
tann eingetretener Hindernisse
wegen noch nicht statt finden.
St. Inabert, 6. Jan. 1876.
— Eoeer. k. Notar.
Criogerverein.
Gestern Abend verschied
stamrad Heinr. Kempf
(pens. Bergmann). Die Kame⸗
raden werden zu dessen Be⸗
erdigung Sonntag Nachmit⸗
tag 2 Uhr hiermit eingela⸗
den. Antreten: halb 2. Uhr
hor der neuen Synagoge im
Josephsthal.
—s Hheæ ,
Norstand.
er Unterzeich⸗
»te empfiehlt sog.
Hirsch⸗Canapeegestelle
um den Preis von —
10 fl. ⸗ 17 M. 1cPf.
Solide Arbeit bei schoͤnster
Jacon werden zugesichert.
Jakob vatter,
Zchreinereister in Laudau.

4

Ein

brauner Hühnerhund
nit flockigen Behängen und
Fohnentuthe, an Brust, Bauch
urnd Füßen weß gejeichnet, ist
abhanden gelonmen.

Dem Weedeidringer oder dem,
der Auskunft über den Verdleib
ertheilen lann, wird von Poli⸗
jseideener Hakeberle auf
klversberg eine Belohnung aus
dezahlt.
Für
— *
Schulvorstände
Zchulbank, aanznenes
Sy st eim (zut Patent'rung enn⸗
zegeben); in jüngster Zeit von
derschiedenen Behötden als
Normal Echulbank
ganzen VBezerlen zur Anschaffung
dorceschtiedeen.
Schulbank-Fabrilk
von
A. Lickroth und Cie.
Fraukenthal.
B. Ollig,
Rhotograph
AIAI

Soraza, ein spanischer Grande, gegen den Major Lilburne, einen
rijchen Offizier im Dienste des Prätendenten, eine scharfe Bemer⸗
ug fallen, eine aoch schärfere Erwiderung folgte, worauf dann
er Mazquis den Major tin Weinglas ins Gesicht schleuderte.
ẽa kam zu weiteren Thätlichkeiten, und nachdem andere Gäste sich
jergeblich bemüht hatten, die Sache in Güte auszugleichen, forderte
jer Spanier den Iren zum Zweilampf. Major Lilbuene nahm
das Duell nur mit Widersteeben an; sein Muth war über jeden
Zweifel erhaben, da er im Jahre 1870. eme hervorrageude Stel⸗
ung in der englischen Armee aufgegeben hatie, um unter Bourbaki
zen Feldzug gegen die Deuischen mitzumachen und als Komman⸗
vebr bei der Nachhut des Bourbakischen Korps für seine außer⸗
rdentliche Tapierleii bei dem verhängnißvollen Rüczug nach der
„chweiz das Kreuz der Ehrenlegion erhalten hatte. Auch von
Don Carlos oar er det orirt und zum Rang eines Majors be—
drdert in Anerkennung seiner Haltung in den Schlachten bei Som⸗
norostro une Alsasua,“ wo er einen Schuß in's Bein erhalten
Jatte. Das Duell wurde von beiden Theilen mit rilitetlicher
Tourtoisie ausgefochten; da der erste Kugelwechsel resultatlos ge⸗
lieben war, so entschieden die Selundanten für einen zweiten
Bang. Oer Major schoß darauf seine zweite Kugel dem Marquis
zurch den Kapf, der Verwondete starb wenige Mnuten ipäter.

F Den ausgedehntesten Grundbesitz in den Vereinigten
S„taaten hette wohl John S. Chisum bei Bosque Grande in
sdew- Mexilo. Derselbe umfaßt ein größeres Areol als der Staat
thode Island und wurde vor einigen Tagen an Oberst Hunter
on St. Lou's, Missouri, für 219,000 D. verkauft. Mit der
Zesitzung wurden zugleich 30.000 Stück Rinddieh verkauft, die
ich augenblicklich auf derselben befinden. Im vorigen Sommer
serl ufte Chisum 28.000 Stück Schlachtdieh und behielt doh
och die so eben verlaufte große Zahl vorräthig. Zweihund ert
hirten sind fortwährend beschäftigt, die Rindvieh- und Pserdehex⸗
»en. welch' letztere beiaͤufiz G000 Stück beiragen, zu hüten. Hun⸗
ser kaufte dieser Tage 200 Reitpferde für die Hirten. Tie Be—
itzung etstreckt sich auf 130 Meilen den Pecoefluß entlang, vosz
Fort Sumner nach den Seven Nivers. Die palastähnliche Woh⸗
ziung des Besitzers befindet sich beinahe im Mittelpunkle dieses
stiesengutes.

— Tireus . eilb, dem ein guter Ruf von
Zwerbrücken vorausgeh‘, wird] heute Abend eine Vorftell ng hier
nur eine) geben, worauf wir aufmeilsam zu machen nicht verfehlen
ollen, und derweisen deßkhalb auf die im heutigen Viatte stehende

nnonce.
Far die Redaction verantwortlich: F. X. De me 5.
eth
— ——
* 414
2 Pfauhähne, Z0ort wahrend
ein lebender, sowie ein ausge- jucht untenstehende als sehr so⸗
stopfter. hat zu verlaufen lide bekannte Bank
Lüdcke, absanger 3, thatige Atenten
Rentrisch. BSir den ünstigsten Beding⸗
BSAUrban Jakob indliche auf 38 fowie
PFohrdach stehen 2 jun ger — DR J
—XL üzogen idtesser Gereral⸗Direclion
Fassel der Sächfischen Vieh⸗
Verficherungs Bank in
zar Benutzung. Dresden.

—

Lorhe xrhlatter.
MA 18weahlte Klarierstüüeka
zu 4 Händen I
obne Octavenspannungen leicht bearbeitet und mit
Fingersata veraohen von
OttO tAa V KG.
OD. 31. Nr. 124 a 60 Rps 9 Nr. 5 M. 6 Aa 1 MATIS⸗
ꝛua4a im 1HMette Mark 2. 50.
Inhalt: Nr. 1. Beethoven, Sehnsuehtswalzer. N 2. HAW rindel,
Trauermarseh aus,, Samton“. Nr3 NMorart, Menuett aus
„Don Juan.“ Nr. 4. Haydn beruühmtes Andante. Nr. 5.
Field, Frühlingswalzer. Nr. 6. Weber, Lotatet Gedanro.
Die Vorzũglichkeit der Standke'schen Bearbeitungen
ist so allgemein anerkaunt, dass es einer weiteron Em-
pfehlung nicht bedarf.
Seimn Op. As, Octarenhasser, erlehte in Kurxer
Zeit S Auflagen.
Udegen Finendung des Betrages versende ieh franco.
Poter Josoph Tonger, in Coln a. Rh
Musikalien- und Instrumenten-Vandlung.

5

*
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        Anzeige..
Einem hochverehrten Publikum von St. Ingbert' und Umgegend, die ergebene Anreige, daß
J heute Samstag, den 8. Januar 1876, Abends präcis 8 Uhr,
auf mehrseitigen Wunsch eine Vorstellung von der
Peruhmten Lunstreiter-Gesellschaft S. ERlumenfeld
aus Zweibrücken, hier im Saale des Caffee Oberhauser stattfindet.
Die Vorstellung besteht aus Gymnastik, Tanz, Quadrille, komische Entre, zum Schluß eine große Pantomine,
ausgeführt von 40 Personen.
Vorführung der 6 — — Wunderhunde.
Nur eine VorstellIune
(wegen Verpflichtungen in Zweibrücken.)
PreisederPplhlaäas
1. Platz 36, 2. Platz 24, 3. Platßz 12 kr.
Kassenöffnung 7 Uhr, Anfang 8 Uhr.
WV Musik von der Circus-Capelle bestehend aus 12 Mann.
Da ich weder Kosten, noch Mühe gescheut habe, um etwas Außergewöhnliches zu bieten, so ladet zu zahl⸗
reichem Besuche ergebenst ein
418

X.

x*Vlumenfeld.
Kunstreiter⸗Direktor.
Bayerischer Landeshilfsverein.
agleich Organ der Kaiser-Wilhelm ˖ Stiftung.) J
Saͤmmmche Misglieder des Hilfsvereins in der Studt und
dem Kantone Si. Ingbert werden hierdurch zur diesjäbrigen
Benera Ivere Iung
nuf Sonntag, den 16. Jannar, Nachmittags 3 Ubr
in den Stadthaus saal dahier eingeladen.
St. Ingbert, den 6. Januar 1876. —3** —9
Der' Vorsitzende des Ausschusses:
Heinr. Kraemer.
AI N Hora Tetien-Gesellschast ist von Sr. Ei-
„cellenz dem Herrn Minister des Innern gestattet worden, die
Ziehung der von Ihr veranstalteten Lotterie erst nach Weih-
nachten auszufũhren, da, trotz der grossen Theilnahme
Sr. Majestat des Kaisers und anderer Monarehen. der deut-
schen Armee und Marine i. s. W., ein Theoil der Loose
im Publikum noch nicht untergebracht ist. Der Herr Mi-
nister hat die Prolongation um so bereitwilliger gewahrt,
als von der ertheilten Concession erst vom 26. September ab
Gebraueh gemacht vurdo, und demnachst langere Zeit zu
—E Loos-Ver-
Fauf Kaum mehr als Gen auffalle im Gange ist. Der Zie-
—D———
dis Dircetion Ostern ganz α ινmt dafũr in Aussicht noh⸗
men zu Können. Fuũn diejenigen. welohe sieh gorn bei Ver-
loosungen betheiligen, verdient hervorgehoben zu werden.
'dass nach dem 1. Jaunar für lange Zeit hinaus eine ühn-
nche Concurrenz Lotterio nieht oxistirb, da der Union-Club
avwar noeh im Besitze einer besũglichen Concession ist. von
derelben aber erst im Jahre 1877 Gebrauen machen dürste.
FHiernach wird also dis Berliner Elora-Lotterie, vorraus-
nichtlich sioh lebhaftesten Zuspruches Seitens des Publikums
nach Neujahr erfreuen.

Auf Allerhchsten Wunseh Sr. Majestät des Kaisers
„sindet in den Ftablissements der Gesellschast,, Flora“ im
Marz d. J. eine von der helländischen Gartenbau Gosellschast
iĩu veranstaltoende grossartige Blumen-A usstellung statt, mit
weleher eine Aussteltung der Gewinne der Flora Lotterie, die
Ppei den allerersten Fabrikanten hier und ausserhalb im
Reiche bereils in Arbeit sind, verbunden werden wird.

Besgognehmend hieraut werde ich nicht verfehlen,
Sie von dem deßnitiven Ziehungstagoe s. Z. zu unter
richten.

— — — — —

88

—
—
— —
MReues Zahr neues Glüch!
Gilüelx und Segen bel Cohn?
Wwy vom Staate Hamburg garautirte GeldLotterie
vo er
7 Millionen 540,000 NReichsmark.
Diese vom Staate Hamburg garautirte und intereffaute
roße Geld Lotterie ist diesmal wiederum mit außserorbent
33 großen und vielen Sewinnen reichlich ausgestattet; fie
enthalt uur 77, 700 Loose, und werden in wenigen Monaten in 6
Abtheilungen folgende Gewinne sicher gewoͤunnen, amüch
1aroßer Haupt Gewinn u. Prämie ev. 375,000 R.M.,
speec. R.M. 250,000, 125,000, 80,000, 60,000,
ↄ0, 000, 40,000, 36,000, 8 mal 30,000 1 moi
24,000, 2 mal 20,000, 1 mal 18,000, 8 mal
15,000, 8 mal 12,000, 12 mal 10,000, 35 mal
6000, 5 mal 4800, 40 mal 4000, 203 mal 2400,
4 mal 1800, 410 mal 1200, 510 mal 600, 10
mal 360, 597 mal 300, 4 mal 240, 18,800 mal
131, 17,251 wal 120, 60. 48, 24. 18. 12 ùm
6 R.⸗M.
Die Gewinnziehung der 2ien Abtheilung ist amtlich auf
den IA2ten und 13. Januar d. J.
festgestellt, zn welcher
das ganze Original Loos nur 12 R. M. oder 4 Thlr.
das dalbe Original ˖Loos uur 6 ANMV oder s Thlr.
das viertel Original-Loos nur 8S R. M. oder 1 Tohilr.
lostet. Diese mit Staatswappen versehenen Origingi Loose
sende ich gegen Einsendung dez Betrages oder gegen Postvorschuß
selbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
sofort zu. Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge
w'ungelder jofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig ·
ten prompt nund verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin-
Dungen Uberall kann man auch jeden Gewinn in feinem Wohnort!
ausbezahlt erhalten.
wiein Gescast in bekanntlich das Aelteste and Allerglöcklichste,
indem die bei mir Betheiligten schon die groößten Hauptge!
winne von R.Mart 360,000, 270, 000, 256 600,
225, 000, 183,000, 180 000, 156000 vstmais
152000, 150,000, 90,000, sehr häufig 78000,
60,000, 48,000, 40, 000, 36,000 R. Mark ꝛc. x.
gewonnen haben und beträgt die Gesammtsumme der in ven Zieh⸗
ungen der Ronate October, Movember, December vor. ven
mir ausbezahlten Gewinne laut amtlichen Gewinulisten die
SEummie von über
Mark 8390 000.
t diese lann man auch
rahlungskarte machen. 2*
8. Cohm
arikburg.
d Wechsel⸗Geschäft

Hochachtungsvol
Nrel,
angn—....
oneral-Dobitour der, Flora“-Lottoörii,
J erlin V Commandanten-dtr 84, am Dönhofs-latæa.
Redallion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.

— —

—
        <pb n="17" />
        St. Ingberler Anzeiger.

—
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage), erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag nuud Sonutag. Ver Abonnement sopreis betragt vierieljahrlich
1Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neeclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnei.
M 5. Sonntag,. den 9. Januar 1876

———
Deutsches Reich.

cutta bekommen. Man bietet ihr für drei Monate eine Million
nebenhundertfünfzigtausend Francs.

F Die Hundewuth triti in Mittelfranken in erschrekender Weise
azuf; von der Seuche sind heimgesucht die Bezirke Schwabach,
Bunzenhausen, Beilngries, Fürth und Reustadt. In diesen Amts⸗
hdezirlen sind zusammen uͤber 50 Menschen in kürzester Zeit von
düthenden Hunden gebissen wordes.

Freisiag, 2. Jan. Heute Morgens ging Karoline Pallitzky
ur nahen Wieskirche und waͤhlte dabei den Weg durch den Waid,
der näher war, als die Straße. Dort wurde sie überfallen, durch
Messerstiche ermordet und beraubt. Der zweite Raubmord in Ober⸗
hahern innerhalb weniger Tage.

fWMWorms, 3. Jan. Dieser Tage wurden einem Gastwirthe
in der Petersstraße zwei vollständige Beiten abgezogen und gestohlen.
Den dvolizeilichen Recherchen ist es gelungen, die Thäter zu erreichen,
velche das Bettzeug bereits in dem Pfandhaufe zu Mannheim ver⸗
setzt hattea.

F In der Krupp'schen Geschützfabrik in Essen wird d'e Her⸗
lellung eines 56 Cm.⸗ (124 Tonnen⸗) Geschützes vorbereitet, wel⸗
hes wohl das größte aller bisher angefertigten Hinderladungsge⸗
chütze werden duͤrfte. Die Gewichtsverhältnifse und Maße des-⸗
eiben werden folgende sein: Durchmesser der Bohrung innerhalb
»er Felder 463 Mm., Länge des gezogenen Bohrungstheles 6430
Nm., Gewicht bes Rohres 124 000 Kilogr., Gewicht der dazu
jehörigen Hartzußgranate 1040 Kilogr., Gewicht der Stahlgra⸗
iate 1025 Kilogr., Gewicht der Zundergranate 880 Kilogr.; die
nößte Pulverladung wird pro Schuß betragen 200 Kilogramm.

Die New-NYorker Journale enthalten Berichte über eine
redliche Erplosion welche am Abend des 22. December in Bo⸗
ton stattfand und den Verlust mehrerer Menschenleben zur Folge
jatte. Die Hauptgasroͤhre, die unter der Federal⸗Street⸗ Brüde
rach Süd⸗Boston läuft, explodirie plö zlich mit lautem Knall und
iß auf eine graße Entfernung das Straßenpflaster aus. Die
Ztraße war mit Menschen gefüllt, von denen viele unter den
Trümmeen begraben wurden. Crosbys Getreidemagazin wurde
zertelmmert und der darin befindliche Werkführer getödiet. Vide⸗
Personen wurden in das Wasser geschleudert und es sind aus dem
elben bereits mehrere Leichen gezogen worden, nach anderen wird

resucht. Man glaubt, daß das Bersten der Robre der jüngsten
lalten Witterung zuzuschreiben ist.

fF London, 4. Jan. Der heute nach längerem Leiden
Jestorbene Sir Anthony v. Rothschild war zweiter Ches des Lon⸗
doner Hauses Roihschild. Der Verstotbene siand an der Spitze der
von seinem Hause gegründeten berühmten Golde und Silherscheide⸗
anstalt, die er auf eine ungewoͤhnliche Höhe der Vollkommenheit
Jebracht hat. Sein leutseliger Charakler erwarb ihm in allen
Schichten des Volkes viele Freunde. Er hinterläßt zwei Toͤcher
pon denen die ältere noch ledig, die jüngere mit YorkeElliot, Bru—
der des Grafen v. Hardwid verheirath et ist. Sein Vermögen
wird auf 2 Mill onen Pfd. St. geschätzt.

fLondon, 1. Jan. Das Dampfschiff Dante“, welches
leßten Mittwoch von Liverpool auslief und 30 Personen an Bord
hatte, wurde im St. Georgskanal von dem norwegischen Segelschiff
„Gronsvaic“ angefahren und sant in Folge des Zusammenstoßes
iach wenigen Minuten. 22 Personen fanden dabei ihren Tod.
Ddas norwegische Fahrzeug erh'elt verhältnikmäßig nur leichte Be⸗
chädigungen.

fLondon, 4. Jas. Noch ist die Untersuchung über den
Brand des Schuls hiffes Goliath“ nicht beendet, und schon wieder
Jaben wir eine ähnliche Katastrophe an Bord eines anderen Schul⸗
chiffes zu berichten. Am Montas früh wwischen 2 und 3 Uhr
zrach an Bord des auf der Hoͤhe von Woolwich stationirten Schul⸗
chiffes Warspite“ ein Feuer aus. Es befanden sich zur Zeit
nehr als 200 Knaben an Bord und die Bestürzung war unbe⸗
chreiblich. Den ersten Lärm schlug die Anernane und kr

Munchen, 6. Jan. Wie man in gut unterrichteten Kreisen
der Meinung ist, wird wahrscheinlich der bayerische Landtag bis
zum 6. Februar einberufen werden können.

München, 6. Jan. Wie man in Geschäftskreisen vernimmt,
hat die Reichsbant in Berlin die Annahme der Noten der „Bayr.
Notenbank“ an Zahlung refüsirt. Da man hier der Ansicht ist,
daß die Reichsbank zur Annahme der bezeichneten Noten eine Ver⸗
pflichtung hat, so erregt der Vorgang nicht geriges Aufsehen. Es
erging auch beteits Remonsträtion nach Berlin, deren Beschei dung
abzuwarten ist. Die Reichsbant soll sich, so wird versichert, auf
eine specielle Weisung des Reichskanzleramtes berufen h aben.

Mainz, 6. Jan. Geftern Abends ist der Vertrag zwi⸗
schen der hessischen Ludwigsbahn und der Stadt Mainz wegen
Umführung der Bahn unterzeschnet worden. J

Ausland.

Aus Wien wird der Dresdener „Reuen Z.“ geschrieben, es
würden in Oesterreich in der Stille alle Vorkehrungen getroffen,
um spätestens mit Beginn des Frühjahrs eind respectabele Truppen⸗
macht — 8 Dibvisionen — in Bosnien einrücken zu lassen; es
würde dies im Einverständn ß mit Deutschland und Rußland ge⸗
schehen. Ob auch die hohe Pforte damit emverstanden ist, wird
nicht gesagt. Der Einmarsch würde den Charakter einer zeitweiligen
Occupation tragen, die nur so lange dauern soll, bis in den auf⸗
ständigen Bezirken die Ruhe vollständig gesichert ist.

Paris, 5. Jan. Nächsten Donnerstag findet hierselbst der
Austausch der Katificationen uͤber die Poflconbennon mit Deutsch
ijand statt, welche den Verkehr von Postanweisunzen bis zum Be⸗
trage aon 300 M. gestattet.

Paris, 5. Jan. Martin Belda, Marquis von Cabra,
ist heute mit Vollmachten des Königs Alphons versehen und mit
Ainer geheimen Piission bei der Koöͤnigin Jsabdelle beauftragt, in
Paris angekommen. Man glaubt, daß seine Sendung Bezug auf
zewisse ernste Vorfälle der lezten Zeit hat, daß er die Bedingun⸗
gen festsetzen soll. unter welchen die Köni in in Zulanft in Spa—
nien residiren soll.

Bermischtes.

fBeim Schießen in der Neujahrsnacht verletzte sich ein Bursche
von Morschheim an der Hand. In Alzei hat ein schon bejahrter
Mann und in Esselborn ein Bursche beim Schiekes ie einen Finger
verloren.

F Pirmasens, 83. J. Wie wir hören, schreibt der Pirm.
Anz.“, hat das Bezirlsam dahier der Gendarmerie die Weisung
gegeben, in kürzeren Zeiträumen bei den hieñgen Metzgern Visi
jationen vorzunehmen und gegen etwaige Versehlungen sireng ein⸗
zuschreiten. Die vor ein Paar Tagen flattgehabte erste Untersuchung
hat ergeden, daß die vom Bezirksami angeordnete Maßregel voll⸗
lommen am Platze und daß das Publicum demselben hierfür zu
Danke verpflichtet ist; denn bei nicht weniger als sieben Meßgeru
wurde st'ntendes und verdorbenes Fleis angetroffen. Dasselbe
wurde sofoct confiscirt und vergraben. Bei einem Metzger wurde
eine unrichtige Waage gefunden. Sämmtliche Contravenienten find
vrototollirt und dem Gerichte zur Anzeige gebracht.

fDie Bäcer in Kusel veröffentlichen Folgendes: Der bis⸗
herige Hreuzerwed lostet 8 Pfg; an Wirtde und Privaileuie veiben
zu 25 Pfg. 9 Wede abgegeben, an Wickhändler zu 25 Pfg. 10
Wede. 83 Kilogramm Brod kofsten 70 Pfg. — In Berqꝛabern
zeben die Bäcker für je 20 Pfa. 7 Wede, waͤbrend der Weck im
Tinzelverlauf 83 Pfg. kostet.

T. Carliotia Patti, welche demnächst mit dem beruühmten
Violinvirtuosen Camillo Sivori in Neufadt a.d. H. concertiren
wird, bat in Varis non einem Imdrefaris einen Antrag nach Cal⸗
        <pb n="18" />
        ille glücklich von dem Schiffe entfeent und in dem Armenhause in
Woolwich untergebracht. Was die Entstehung des Brandes be⸗
rifft, so ist Grund zur Annahme, daß das Feuer von einigen an
Bocd des Schiffes befindlichen Knaben angelegt war. Schiff und
Inventar waren Eigenthum der Marine Societh und nicht versichert.
J Die Unterzeichneten verkaufen
Bekanntmachung. ———
V W'irthe und Händler belkommen
Vom 1. Januar l. J. ab, wurden die Rolltaxen des Roll⸗ — jür 20 Pfg. 8s Wecke.
führers Johann Schwarz dehier, wie folgt festgesetzt: F. Friedrich. P. Greß.
4. Gewöhnliche Frachtgüter. Montag, den 10. Januar grische
VBom Bahnhofe nach und von der Stadt pree 1876, Abends 8 Uhr, im Rhein⸗Fische
50 aug.. 1090 Pfinnige. Vereinslokale e
Vom Bahnhofe nach und von Schnappbach bis Generalversammlung. Hechte Karpfen und
zu 9 Klg. per 50 Kig. 40. Tagesordnung: Weißfische sind eingetroffen
uüber 500 Klg. peeeee.... 28 L. Ballosagen. und rrg zt
2. Eil- und Erpreßsüter. 2. RFechnungzablage · Vonnersta
Vom Bahnhofe nach und * der bau per . Peuwahl des Ausschusses. zu haben bei
—95 Sia 20 4. * Aagelegenheiten. M. Eberhard.
Die Eilgüler nach und von Schnappbach werden — Ae B Olli J
zur Taxe der gewöhnlichen Güter befördert. Bẽ raver; sleißiger 2 g
Für einzelne Güterstücke unter 50 Klg. wird ursche wird unter günstigen Rhoto ra h
die Taxe fur 50 KNig. berechnet. Bedingungen in d'ie Lehre ge⸗ gr p
Bei Sendusßgen über 1000 Klg., mit Ausnahme derjenigen nommen bei im Kapellen weg.
nach und von Schnappbach werden für die ersten 1000 Klg. die —Bäcker Greß Bei Urban Jakob in
vosle Rolltaxe berechnet, für das weitere Gewicht ein Viertel der —Fe—7— Wohnung, besehend Nohrbach stehen Djunge
Rollfracht weniger. in 2 Zimmern, Küche, Keller ssch ö ne sprungfähbige
Die früher bestandenen Rollsätze nach den Orlen Rohrbach, 1lod Speicher zu vermiethen und l
Eusheim, Rentrisch, Elberaberg und Spiesen sind aufgehoben und »ald zu beziehen bei Fasse J—
st Rollführer Schwarz nicht mehr verpflichtet, Güter dahin zu be⸗ Reidiger. zur Benutzung.
ördern.
A
Die Bahnhofverwaltung:
J Eifler.

I
Reues Zahr neues Glück!
Giliielc und Segen bei Cohmn?

Byzbe vom Staate Hamburg garautirte Geld-Lotterie

von über
7 Millionen 5340,000 Neichsmark.

Diese vom Staate Hamburg garantirte und interessante
* Geld·Lotterie ist diesmal wiederum mit außerordent⸗
ich großen und vielen Gewinnen reichlich ausgeftattet; sie
euthält nur 77, 700 Loose, und werden in wenigen Monaten in 6
Abtheilungen folgende Gewinne sicher gewonnen, nämlich:
1 großer HauptGewinn u. Prämie ev. 275, 0000 R.-M.,
spec. R.M. 250,000, 125,000, 80,000, 60,000,
30,000, 40,000, 86,000, 3 mal 30,000, 1 mai
24,000, 2 mal 20,000, 1 mal 18,000, 8 mal

15,000. 8 mal 12,000, 12 mal 10,000, 3050 mal
6000, 5 mal 4800, 40 mal 4000, 203 mal 2400,
4 mal 1800, 410 mal 1200, 510 mal 600, 10
mal 360, 597 mal 300, 4 mal 240, 18,800 mal
131, 17,241 wal 120, 60, 48, 24, 18, 12 und'
6 R.⸗M. —FE

Die Gewinnziehung der 2ien Abtheilung ist amtlich auf 3

den 12ten und 13. Januar d. J.

festgestellt, zn welcher

das ganze Original Loos nur 12 R.M. oder 4 Thlr.

das halbe Original Loos unr 6 NAM. oder 2 Thlr.
das viertel Original Loos nur ß N.M. oder 1 Thlr.
kostet. Diese mit Staatswappen versehenen Dngpenweenl
sende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuß
selbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
sofort zu. Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die ——
wnngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
ten prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin-
dungen überall kann man auch jrden Gewinn in seinem Wohnort

ausbezahlt erhalten.
Mein Geschäft ist bekanntlich das Aelteste und Allerglöcklichste,
snden die ber wir Betheingten san vie grose Haneeae
winne von R.-Vark 360, 8000, 270, 000, 246.000,
225, 000, 188, 000, 180.0600, 156.000 oftmals
ISs2000. 150,000, 90,000, sehr häufig 78,000,
60,000, 48,000, 40,000, 36,000 R.⸗Mark ꝛc. ꝛc.
gewonnen haben und beträgt die Gesammtsumme der in den Zieh⸗
ungen der Monate October, November, December vor. J.von
mir ausbezahlten Gewinne laut amtlichen Gewinnlisten die
Summe von über J3J
R.Mark 390 000. —
Jede Bestellung auf diese Original-Loose kann man auch
nias ⸗uf eine Posteinzahluugstkarte machen.
rg. Coln
1 Hamburg.
Hauvt · Comptoir, Bank⸗ und Wechsel-Geschäft.

— — — — — —

——

1

Znterhaltung und Zelehrung
bietet wotl selten in solcher Fülle und zu so billigem Preise
ein Unterhaltungblatt wie das Allustrirte Familien Journal
Oi

dessen langjähriges Bestehen und gtoße Verbreitung dafür
türgt, daß die Redaktion bestrebt bleibt, durch interessante
Erzaͤhlungen, fesselnde und populär gehaltene Bilder aus
der Zeitgeschichte, malerischt Skizzen aus der wmeiten Welt
Humorislisches u. s. w. den Anforderuagen und Erwartungen
ihrer zahlreichen Leser gerecht zu werden. IJ

Der jetzt neubeginnende 15. Jahrgang eröffnet mi
der in hohem Grade ergreifenden historischen Criminal
Nobelle: „Das Drama in der Friedensstraße“ von A.
Belot, mit Illustrationen, ferner der interessanten und
esselnden Erzählung „Der Schutzgeist“ von C. Zostrow.
D'esen schließen sich belehrende und unt-rhaliende Artikel
aus der Feder der renommirtesten Schriftsteller, wie
Ernst von Normann⸗Schumanu („Japan und sene Be—
wohner“), Gustav Rasch („Pariser Elend und Verbrechen“ꝛc.).
De. H. Beta (.Drei Monate lebendig begraben“, „Eir
Hotel aus lauter Schiffstrümmern erbaut“ u. s. w.) und
Anderen an.

Auf Wunsch erhalter die Abonnenten als Prämie
für 1875 ein prächtiges in Kieidedruck ausgeführtes
Zunstblatte, Die ersten Hosen“ nach einem Gemälde von
Füllhaus, für die äußerst billige Nachzahlung von 1 Mar.
Wegen des humoristischen Sujets bildet unser Prämienbeld
eine wahre Zierde für jedes Fam lienzimmer. Ein Probe
abdruck ist in jeder Buchhandlung einzusehen.

Der „Omnibus“ bringt in jeder Wochennummer ca.
39 Spalten Text un 3—4 ansprechende Illustrationen für
den außerordentlich billigen Preis von 10 Pf., demnach
beträgt das vierteljährliche Abonnement nur 1 Mark 30
Pf. Voder jedes Heft 40 Pf.

FEFBeftellungen auf den „Omnibus“ nimmt jede
Buchhandlung und jede Postanstalt entgeçen, sowie

die Expedition des Omnibus,
Speer«ort Mo. 18

HamsßGbura—
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in Ingbert.
        <pb n="19" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.

α
A verbundene Unterhallungsblait, (Sonntags mit illu strixter Bei⸗
lage), erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donunerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnement tpreis betragi vierteljahrlih
Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 16 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattfchrift oder deren Raum. Recla neu
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

M 6. J J Dienstag. den 11. Januas

65 18076

⏑α

——— —

Deutsches Reich.

München, 7. Jan. Im k. Kriegsministerium ist man
zur Zeit mit der Aufstenrung des Militär Budgets beschäftigt, dessen
Vorlage an die Kammern unmittelbat nach der⸗en Wiederzusammen⸗
tritt zu erfolgen hat. — Da man hier anne hmen zu dürfen
giaubt, daß sich die Dauer des Reichstages nicht über die etsten
Tage bes Februar erstreclen wird, so ist als Tag der Berufung
unserer Kammern zur Zeit der 14. Febtuar in Aussicht
genommen.

München, 8. Jan. Von Berlin aus erfolgte beim hie
sigen Kriegsministerium eine Remonstration über die allzugroße
Berückssichtigung der Theologen detreffs Heranztehung zur altiven
Wehrpflicht.

Verm ischtes.

4 Das ‚F. W.“ meldet aus Frankenihal, 4. Jan. In der
heutigen Sitzung des Zuchtpolizeigerichtes wurde ein hiesiger Fa-
hrikarbeiter, welcher im verflossenen Frühjahr seine Frau auf die
hrutalste Weise mißhandelte und Lebensgefährliche Verletzungen bei⸗
zrachte, zu 3 Jahren Gefangniß veruttheilt. Der Staatsanwali
hatte 5 Jahre Zuchthaus beantraqt.

Die Eisenbahnschiffbrüuke bei Speyer ist wegen des Eis⸗
zanges abgefahren. Die Züge der Heidelberg⸗Speyerer Bahn sind
»eßhalb einstweilen auf die Strecke Heidelberg-Schwetzingen be⸗
ichränkt.

f Ramstein, 8. Jan. Am Donnerstag Morgen wurde
ein hiesiger Mann in seinem Bette iudt gefunden. Da man wußte,
daß er mit seiner Frau in Zwistigkeit gelebt hatte, wurde die
Sache urtersucht. und stellte sich heraus, daß das Weib, unter⸗
tützt von der Tochter, wie man sagt, den schlafenden Mann mit
dem Schüreisen erschlagen hat. Sie ist der That geständig und
beteits nach Zweibrücken gebracht. Wie man erzählt, soll sich
der Getoͤdtete einige Wochen außer Haus befunden und die Frau
zedroht haben, wenn er heim läme, werde sie ihn todtschlagen, was
denn auch geschah.

FIm Neustadter⸗Saalbau soll am Fastnachtsonntage ein all⸗
zgemeiner pfälzischer Ma⸗zkenball veranstaltet werdeen.

Ludwigsburg, 6. Jan. Heute Nacht verunglückte
n dem 12143 Uhr von hier abgehenden Zug ein Oifizier der
Harnison Asperg, Sek.Lieutenant Renz, indem er während der
Fahrt, wit es scheint, die Treppe des Waggons hinabglitt und von
»en Rädern zermalmt wurd.. Das Unaglück wurde erst auf der
Ztation Asperg entdect.

F Die „Fuld. Zig.“ berichtet aus Fulda: Am ersten Christ⸗
age wurde der Sergeant Schäfer vom hiesigen Vataillon nach
Franlfurt abgeiührt um wegen Mißhandlung von Soldaten da⸗
elbst abgeurtheilt zu werden. Das Auffallendste, was er voll⸗
fjührte, war Folgendes: Er commandirte Nachts die Soldaten
eines Zimmers aus den Betten, ließ sie, nur mit dem Hemde
)ekleidet, den Säbel umschnallen, den Helm aufsetzen und im Zim⸗
mer exerciren. Bei einet solchen Gelegenheit prügelte er mit einer
Austlopfpe ische einige Soldaten dermaßen, daß die deutlid en Spu⸗
en seines wüsten Tecibens sich am Tage nicht verbergen ucßen.
Nachdem die Untersuchung hier beendet war, wurde er nach Frank⸗
jurt abgeführt.

F In Pafssau hat lüngst ein Bauer ein Kalb um 4
Pfennige verkauft, indem der Käufer diese Münzen ihm füe Gold
gegeben hat.

F Moskau, 8. Jan. Doctor Strousberg ist seiner Hast
entlassen und hat in Mostau eme Privatwohnung nehmen dürfen.

Gr. Ztg.)

F. Pariss, 4. Jan. Aus Elbauf wird telegraphirt, daß
das Haus Leblond Bareite Fils mit 15 Millionen Passiben kal⸗
wlirt hat.

f Abschiedsbrief des Thomas an seine Familie, den derselbe
schtieb, ede er fich die Kugel in den Kopf jagke, lautere folgender⸗
maßen: „My darling wife and children! May God bless you.
lshall never see you again. Vour affectionate father Will.
Phomas.“ (Meine liebe Frau und Kinder! Gott segne Euch!
Ih werde Euch nmicht wiedersehen. Euer weuer' Vatet Will.
Thomas.) An den Kapitän der „Mosel“ hatte derselbde folgendee
Zeilen gerichtet: „Tho the captain of the Steamer,, Moseol“!
please deliver to my wife the money you sind on my body.
Residing 14 Residenzstreet Strehlen by Dresden. MWill. Tho-—
nas.“ (An den Kapitän des Dampfers Mosen“! Bitie, meiner
Frau das Geld, das Sie bei mir finden, auszuhändigen. Sie
vohnt Residenzstraße 14 Strehlen bei Dreeden. Will. Thomas.)
Beide Schreiben wurden offen bei Thomas vor efunden,als derselbe
von der Kajüte nach dem Krankenhause geschasst werden hollte.

Ausfand.

Wien, 7. Jan. Die Existenz des Projelts der Kid
nurg des Kronptinzen zum König von Ungarn betrachten unter⸗
richtete Kreise als zweisellos.

Wien, 9. Jan. Das „Fremdenblatt“ kann auf Grund
eingezogener Erkundigungen poiitiv versichern, daß die Senfations
depesche des „Standard“, wornach die Reserden der österreichischen
Armee angeblich einberufen worden sind, jeden Grundes entbehrt.
Es wurden, wie das „Fremdenblan“ hinzufügt, weder Reserven
e nberufen, noch Vorbereitungeu ju einer etwa devorftehenden Ein⸗
berufung derselben getroffen. (Diese Depesche des „Standart“
sche nt aus derselben Quelle geflossen zu sein, welche letzthin einem
Dresdener Blatt die Nachricht üdermittelte, es wü den Vorberei⸗
tungen getroffen, um 5 österreich. Diviñonen in Bosnien einmar⸗
schiten zu lassen.)

Wien', 9. Jan. Die französische Regierung hat ihre be⸗
dingungslose Zustimmung zu der Note des Grafen Andrassy hier
notificirt und ihre Gesandten in London und Rom angewiesen, in
gleichem Senne zu wirken.

Beunruhigende Zeichen ergeben sich in der belglichen Arbe'tker⸗
bebölkerung. An verschiedenen Orten sind in den letzten Wochen
Waffenniederlagen entdeckt und Waffensendungen auf den Eisen⸗
bahnen mit Beschlag belegt worden, welche mit den Arbeiterwüh ⸗
lereien in Verbindung gebracht werden. Neuerdings bringt das
.Joutna! de Bruxelles“ zur Kenntniß, daß eine Art von Marseil⸗
laise in Tausenden von Exemplaren unter den strikenden Arbeitern
ron Mons verbreitet worden ist. In derselben wird die Aodsetzung
und Bestrafung des Königs verlangt, das Schaffot für bleibend
erklärt ze. Ueber Unruhen, welche in Louvire ausgebrochen sein
sollten, ber'chtet die „Gazette de Mons“: „Die Arbeiter weigern
sich immer noch, die Arbeit wieder zu beginnen. Es sind in ver—⸗
schiedenen Orten Versammlungen abgehalten worden, zu denen die
Arbeiter in Schaaren hineilten. Ein Theil der Arbeiter in Marie⸗
mont hat ebenfalls angefangen, die Arbeit einzustellen: Diejenigen,
welche noch auf die Schicht gehen wollten, sind von den Striken⸗
den bedroht und sogar in einzelnen Fällen angegriffen worden.
Der Mangel beginnt schon sehr fühlbar zu werden und Schaaren
von Beitlern ziehen von Thür zu Thür. Die Bürgermeister der
belreffenden Or!schaften haben beschlossen, alle Versammlungen von
mehr als 5 Personen auseinander zu treiben. Ungefähr 500
Soldaten fsind gestern im Mitlelpunkt der Unruhen über mehrere
Ortschaften vertheilt worden. Ihre nächste Aufgabe ist es, die Ar
beiter zu schützen, welche arbeiten wollen. Andererfeits wird von
Brüssel gemeldet, daß die Besatzung in Braͤssel, wenn sie anch nicht
gerade consignirt ist, doch den Befehl erhalten hat, sich bereit zu
haltene, um auf das erste Zeichen nach der Provinz Heinant ab⸗
gehen zu koͤnnen.

Brüssel, 9. Jan. Die „Independance belze“ meldeh:
Zwei Bataillone Carabiniers sind in letzter Nacht nach Charleroi
abgegangen, wo der Sirike fortdauert. Die Brüsseler Garnison
erhielt Befehl, sich bereit zu halten.
        <pb n="20" />
        7.
OC0NOBRBI.
Nachsten Freitag, den 14. de., Abends 8 Uhr im
Oberhaußer schen Saale, ausgeführt von dem V ——
Kaiserslauterer Stadtorchester.
Programm.
Sängerslust, Marsch von Herrmann... *
Die dier Mienschenaiter, Ouberture von Lachner.
Drchester⸗Variation über ein russiches Thema, v. Schreiner.
Freuei Euch des Lebens, Walzer v. Strauß.
Duverture zu Oberon, von Weber.
Finale aus Lohengrün, von Wagner.
Musikalische Täuschungen, Potpourri v. Zikoff.
Bariation über Lott ist todt, v. Reimbold.
J. Träumereien von Schumann.
Fintrirustarten a Person 60 Pf. sind zu haben bei
den Herren Seiter und Hermann Fischer, sowie Abends an
der Casse.
Gem uũ thlIichlceit.
Nachsten Mittwoch, den 12. Januar 1876,
Generalversammlung.
Tagesordnung?—
Wohl des Vorstandes.
Festsetzung der Statuten.
lufnahme neuer Mitglieder.
Der prov. Vorstand.
Carl Schuste.
Bekanntmachung.
Vom 1. Januar l. J. ab, wurden die Rolltaxen des Roll⸗
jührers Johaun Schwarz dahier, wie folgl festgesetzt:
1. Gewöhnliche Frachtgüter.
Vom Bahnhofe nach und von der Stadt per
50 alg... 4 10 Pfinnige.
Vom Bahnhofe nach und von Schnappbach bis
zu 500 Klg. per 50 Kig...410
uͤber 500 Kig. yeeeee28
—AV
Vom Bahnhofe nach und von der Siadt per
50 Kig... 8220

Die Eilgüler nach und von Schnappbhach werden

zur Taxe der gewöhnlichen Güter defördert.

Für einzelne Güterstüde unter 50 Klg. wird.

die Taxe für 50 Kig. berechnet.

Bei Sendungen über 1000 Klg., mit Ausnahme derjenigen
nach und von Schnappbach werden für die ersten 1000 Kig. de
boll. Rolltaxe berechnei, für das weitere Gewicht ein Viertel der
Rollfracht weniger.

Die früher bestandenen Rollsätze nach den Orten Rohrbach,
Ensheim, Reutrisch, Elberaberg und Spiesen sind aufgehobhen und
ist Rollführer Schwarz nicht miehr verpflichtet, Güter dahin zu be⸗
fördern.
St. Ingbert, de 8. Januar 1876 I
die Bahnhofverwaltung:
Eifler.

—

Frische
Rhein-Fische:
Hechte, Karpfen und
Weißfische sind eingetroffen
und jeden
Vonnerstag
zu haben bei

Ein braver, fleißiger
Bursche wird unter günsligen
Bedingungen in die Lehre ge⸗
nommen bei

Bäcker Gref.
B. Ollig,
Bhotograph
am EXæ ——lenvveg-

M. Eberhard.

uJ
*

Einladung.
Zu der am 14. d. M. statt⸗
ijadenden Einweihung der Sy—
aagoge hier, erlaubt iich der
Borstand der israel. Gemeinde
die ganze Bürgerschaft der Stadl
St. Insbert höflichst einzuladen.
Diejenigen, welche Theil neh⸗
men wollen, mögen sich präcis 2
Uhr an der alten Synagoze ein⸗
finden.
St. Ingbert, 10. Jan. 1876.
Hochachtungs voll
Der Vorstand
W. Kahn. J

Die Unterzeichneten verkaufen
den 1 Krzt.⸗Weck zu SPfennig
W'rthe und Händler bekommen
für 20 Pfg. 8s Wecke.
F. Friebrich. P. Greß.
Hanf⸗-Couverts

mit und ohne Firma bedruch

merden angefertigt in der
Druckerei dieses Blattes.

— — — — .
nne Kosten und franeo
— — —.
wersenden wir auf Franco⸗ An⸗ J
fraͤge einen über 190 Seiten
ftarien, mit viclen Kenganissen
ngus ehrriiter versebenen
Bing ans br. Airr's Ratur⸗
Funmethode Jeder, welger —T
zou ver vorruclichtelt ves illultr.
α α fαricu Criginal-
vdertes (Greio nur 1 Mark, zu
— durch alle aede
crieuaen will. lasse sich den
Jusiug v. ichteres BVerlano⸗
Auitait in Leipzig dbommen.

Ein braver Junge
wird in d'e Lehre augenommen
bei
Peter Kuhn, Schuhmacher.

vjuenj a bnuo

KNeues Zahr, neues Glück!
Gluok und degen bei Cohn!
Diesmal sind wiederum
eV. AMO5O, OOM ReichsmrIa.
zu gewinnen.

Die 88 von der resp. Landes⸗NRegierung garautirte
Geld Lotterie von über
8 Mill. 690,000 Reichsmark
ist abermals mit außerordentlich Enee und vielen Ge—
nen ausgestattet; sie euthält nur 84. 500 Loose, und werden
in wenigen Monaten in G Abiheilungen folgende Gewinne sicher
zewonnen, namlich: 1 großartiger Haupt Gewinn u. Prä-
mie event. 450,000 R.M., speciell R-⸗—M. 300,000,
150,000, 80,000, 60,000, 2 mal 40,000, 1 mal
36,000, 6 mal 30,000, 1 mal 24,000, 1 mal
20,000, 1 mal 18,000, 11 mal 15,000, 2 mal
12,000, 17 mal 10,000, 1 mal 8000, 3 mal 6000,
27 mal 5000, 42 mal 4000, 255 mal 3000, 8
mal 2000, 12 mal 1500, 1 mal 1400, 400 mal
1200, 23 mal 1000, 648 mal 600, 1000 mal 300,
75 mal 240, 35 mal 200, 50 wal 180, 28,150
mal 142, 12,725 mal 140, 122, 120, 94, 80, 66
und 38 R.⸗M.
Die Gewinnziehung der Iten Abtheilung ist amtlich auf
den 2ten und 21. Januar d. J.
festgestellt, zu welcher
das ganze Original Loos nur 16 R. M. oder 3/2 Thlre.
das halbe OriginalLoos nur 8S AM. oder 2 7 Thle.
das viertel Original Loos nur 4 R M. oder 1 Ahlr
lofter. Diese mit Neglerungswappen versehenen Original⸗Loose
sende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuß
selbft nach den entferutesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
sofort zu. Ebenso erfolgen die amiliche Gewinnliste und die Ge—
wenngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
ten prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin
dungen UÜberal kann man auch jrden Gewinn in seinem Wohnort
ausbezahlt erhalten.
Mein Geschäft ist bekanntlich das Aelteste und Allerglücklichste,
Jindem die bei mir Betheiligten schon die größten Hauptge-
winne ven R.-Vart 860,600, 270, 000, 246.000
225,000, 1883,000, 180,000, 156, 000 oftmals
152.400, 150,000, 90,000, sehr häufig 78,000
60,000, 48, 000, 40,000, 36,000 R. ⸗Nark ꝛc. ꝛc.
gewonnen haben und beträgt die Gesammtsumme der in den Zieh—
ungen der Monate October, November, December vor. J. von
mir ausbezahlten Gewinne laut amtlichen Gewinnlisten die
Summe von über Reichsmark 390,000.
I Jede Bestellung auf diese erdeee lann man autt
—⸗ einfach auf eine VPosteinzablungs arte machen.
IMAE. MS,. ECOI
in Hamburg.
Haupt Comptoir, Bank⸗ und Wechjel.Geschaft.
FRedainen Ia e
        <pb n="21" />
        25— 53 — — 5—— 83253 —3 52233 852282 225353 22322525
—53— — 25 5355 2 58 33238 53633 5552 35555357
2——— 6— 55353 2257 * 325 z32535 5332824
2 — 2—— 2285 53 2225 835 33 58 7277
E—2— 258 2358 * s5822 —5255 —32 — 2 — —2 zR2 *58
25 25909 7 2833258* — 32 2 52 5322 —z28233 6233 5
—A — —2—— 553535 25 83— —c335 —8, 333278
ẽ —2 — — — 55* 38—383 52 2338224
—A— 215 55335* — — —V—— 2 223 523322 *
z5352—26 5— —55—3383 3355 523 —1583 3383 5355 323335538 2*
5B32 ——— 53852 23 —z255 * 52553 278 —A — *
2 2 — dbu * —*
—3 ——33——322— 53—53 28 5283 »55525— —55—875 2228
SwREB —— — 5 ——2— 3— 42583 3532* 5Ek 523335
—353— —2—23233382 52253 3336 28253 553225323
S* 2 2 3 — — — — — 2 ———— 2
3833333333 — 3233 —63353358
55 —A ——— 28332353 — —— — —— 522 52353 2382
— 578 523 3—5 5— — —25 3,033535323322
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2 28393835335 583258 253533353 33753233
* 385 27 533725 722 *5 2,5 —
—29 22 — ——— 23 52 5235 234
53 353*5355.3 B353322 353323353 33232555

2
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        <pb n="23" />
        St. Ingberler Anzeiger.

J
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Der St. Jazberter Anzeiger and das (2 mal wöchentlich) mit dem Hruptblatte verbundene Unlerhaltun z8blatt, (Sonntagz mit illustrirter Kei-
lage), erscheint woͤchentlich viermalz Dieustag, Dounerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonue mentszpreis betragt dierte hährli h
Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswäris mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blaitichrift oder deren Raum. NRecla ne:n

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
—— — ——
4 7. Donnerstag. den 13. Januar

— —— 17
19876

—

— —
—
Deutsches Reich.
Kaiserslautern, 11. Jan. Bei der beute flattae⸗
habten Abgeorduetenwahl wurdt Hr. Adjunkt Pbil pp Schmidt mit
IIiO von 189 abgegebenen Stimmen gewähl:. Dir Andred trrhielt
52, Forstmeister Hesiß 1Winnweiler) 23 Stimmen, 4* zersplit
ierten sich.

Ptünchen. Nach den Beslimmungen der neuen Heerord
nung find rücsichtlich des Dienstes mit der Waffe die Anfordetun⸗
gensan die Körpergröße folgende: bei der Infanterie und den
Jägern, beim Traim und ausnahmsweise bei den Chevaurlegers
Tm. 57 cm. Minimelmaß, bei den Kürussieren, Ulanen und der
Fußartillerie Im. 67 cm. Minimalmaß, dei der Feldurt., den
p'dnieren und Eisenbahntruppen 1m. 62 cm. Minimalinaß. An
unge Leute, welche freiwillig zum Waffeadienst eintreten wollen,
dürsen die zuläjsig gerengsten körperlichen Anforderungen gemacht
werden. Dee Voiksschullegrer und Kaud daten des Volksschul⸗
amtes werden dereits nach sechswöchentlicher attiver Dienstpilicht bei
der Infanter'e zur Reserve beurlaubte, Trainsoldaten nach halb⸗
ahriger aktiver Dienst eit, Kraukenwärter dienen zwei Jahte, ehe⸗
malige Schüler von Un'erofficiersschulen 4 Jahre altid. Bei der
Tutlassung zur Reserve erhält jeder Soldat einen Militärpaß, der
bei der Jnfant rie dunkelblau, dei den Jägern grün, bei der Ca⸗
oallerie gelb, Feldartillerie weiß. Train hellb!ecu ist. Zum Miili⸗
arpaß lommf ein Führungsattest. Wer seiuen Milliärpaß ver
liect, hat füür die Ausfertigung eines Dublitats 50 Pfenn:ge zu
entrichten. Im Mililärpaß wird küuftig auch angezeben, wie vielr
inder der Reservist und Landvehrmann hat.

Berlhin. Es wird versichert, daß Prinz Reuß, bisher
ventscher Votschafier in Petersburg, in gleicher Eigenf Haft nach
Wien kommt. General v. Schwein'ß. disher deutscher Botschafter
m Wien, ist als solcher nach Pete 8burg bestimmt..

öoun, 11. Jan. Der „Nöln. Z.“ wund aus Paris ge⸗
medet, daß daselbst eine türlische Protestnote ungelommen und von
dem türkischen Botschafter bereits dem Herzog von Decazes üder⸗
geben sei. Der Proiest stütt sich nigt auf einen schoa in Konstan⸗
ninopel geschehenen ofnziellen Schritt, sondern auf das Gerücht
don bevorstehenden Inter ven nonen. Anknüpfend an diesen Um⸗
stand hat Decazes erwidert, daß der Protest wohl nicht hinreivend
motivirt sei, so lange die Türkei nicht d.e officielle genaue Kennt ⸗
aiß von den Votschlägen babet, gegen welche sie Verwahrung ein⸗
egr.

7 Im neursten Kreisamtsblatt w'rd bekarnl zemacht, daß das Fi⸗
nan, winisterium gestattet hat, daß anch die Steuereinnehmereien
der Pfalz das Umwechseln besorgen und daß die Rentämter mit
den entsprechenden Weisungen hereits versehen wurden.

Frankenthal. Durch Urtheil des diesigent Zuchtpoli⸗
eigerichis vom 80. November 1875 wurde ein Handelsmann aus
der Pfalz wegen NVerbrechens der Fälshhung eines Eisenbahnfahr⸗
billetz — untr Annahme milderyder Umstände — zu drei Mo—
naten Gefängneß verurtheilt. Derselbe hatte sich beigehen lassen,
das Datum eines Retourbillett künstlich zu andern, um dasselbe
nuch nach Ablanf der Giltigkeitsdauer (d. h. nach dem auf den
Tag der Ausgabe folgenden Tag) noch benutzen zu können.

rNeunkirchen, 7. Jan. Gestern Nachmittag vernn⸗
zlückte ein erst frit Lurzem auf dem hiegen Bahnhofe beschäftigter
17jährnier junger Maunn Nameus Groß, welcher vor einer im
Bange befindligen Lokomotive noch schnell über das Geleise wege
'pri gea wollte; von derselben aber erfaßt, wurde ihm das eine
HBein sotal abgtfahren und das andere gebrochen. Der Unglück⸗
sche lebte noch dis gestern Abend. wo ihn der Tod von seinen
Schmerzen eriöste.

F Mörsch. In der Nacht vom 8. anf den 4. de. hat
sich der ZO0jdhrige Jakok Gaul, Baier von acht unerzogenen Kin⸗
dern, durch den übermäßigen Genuß des Brauntweins den Tod
ugezogen.

F In Dilling en starb am 8. d. der Standesherr und
erbliche Rechsrath Fidel Ferdinand Graf Fugger⸗Glont 81 Jahre alt.

fNürnberg, 5. Jau. Der Mangel an Scheidemünze
in Reichswäbhrung macht sich derart geltend, daß selbst offentliche
dassen nach Münzen der al?en Währurg verausgaben. (Die
gleiche Klage kommt aus Schweinfurth. Lindau und von anderen
»aytischen Platzen.)

In Hattmatt bei Zabern hat sich am Dreitönigstaz ein
Uuglück ducch Explosion von Tynamit dbegeben. Eisenarbeiter
rockneten in ihrer Barocke auf dem warmen Ofen ()) enige Dy⸗
namitpatroren zut Sprengune der Steine. Der Züadstoff explo⸗
detie, die Hünte stob ause nander und hat zwei Todte und mehrere
Berwundete unter ihren Trümmern begraben.

F Das „Mannh. Journ.“ schreibt: „Um vielfachen an uns
zerichteten Anftagen zu begegneu, theilen wir nach der von uns
an kompetenter Stelle gemachten Erhebung zur Ot'entirung mit,
daß von faͤmmtlichen Reichsssbanksilialen diesseits des Mains die
Roten in Markwährung: der Frankfurter Bank, Bank für Süd—
deutschland in Darmstadt, Vadischen Bank, Württembergischen
Rotenbank und der Bayerischen Notenbauk in Zahlung genommen
verden. Es sind ferner durch Reichszesetz die Privaidanken ver⸗
flichtet, die Noten aller übrigen deutschen Privatbanken, welche
ich dem Reichsbankgesetze unterworfen haben, in Zahlung zu neh⸗
nen und sind dazu d'e Reichsbankftellen. urd Haupisteuen in
A
deutschen Plätzen aljo F artfurt, Straßburg, München und Nürn⸗
herg. Alle Banhkfilialen nehmen ferner preußische Kassenanweisun⸗
gjen von 1851 und 1861 bis auf Weiteres und auf gasz unbe⸗
stimmle Zeit noh Noten der Pieußtichen Bank in Thalern äheung
in Zahlung.“

rf Mannheim, 10. Tan. Zwei hiefige Esnwohner,
Jagenitur Schad (dei Ceinrich Lan)) und Porzellanmaler Wagner,
welche sich gestern Nachmittag beim Schliteschahlaufen auf' dem
Floßhafen zu weit hinauswagten, drochen in der Näne der Bea⸗
der'schen Kartoffelmehlfabrik ein und ertrauken. Wagner's Leiche
ist heute gefunden worden.

f Kürzlich fand man, wie aus Schlesien gefchrieden wird, in
tinem Gänsestalle in Alischau dei Glogau Morgens den Gaänserich
odt, aber neben feiner Leiche die eines eingedtungenen Fugses, den
dermuthlich die in dem Stalle mit eingespetten Gärse mit ihren
Flügelschlägen betäubt und dann getoͤdtet hatten, um den Tod des
Baͤaßetichs zu rächen.

* Die Wittwe des Dichters Frit Neuter hat an d'ie Siadb

Ausland.

Breüssel, 10. Jan. Die „Independence bilde“ erwähnt
unter ausdrücklichem Vorbehalt eines Gerüchtes, wonach gestern
Abend ernste Ruhestörungen in Charleroi das Kinschreiten det
Militärs nothwendig machte, so daß es mehrere Todte u d Ver⸗
wunde:e gegecen habe. Eine Schwadron Guiden ist von bier
nach Charleroi abgegangen.

NRom, 11. Jan. Die Jtalienischen Nachrichten versichern,
ein drutscher Prälat werde demnähst in Rom erwartet, welcher
on Vatikan beauftragt sei, mit anderen Bischöfen Mittel zur
Herbeiführung einer Trankaltion zu erwägen, um die gegenwärtige
age des Preußischen Klerue zu beendigen.

—
Vermi ftes.

f Kaiserblautern, 10. Jan. Auf dem hiesigen
Bahnhofe stießen gestern Abend 2 Loton ot.ven zusammen; der
Heizer Wauter, welcher in dem Augenblick des Zusammenstoßes
von det einen Vokomotive heruntetsprang, fi:l dabei so unglüclich,
daß er schwer verletzt wurde. GKais. 316.)

De „Sp. Zig.“ meldet aus Speher, 10. Jan.: Kus den
Ermrägnissen des pfätz. Lehrerwaisenstifts lonnten au 15 hier wohn⸗
hafte Lehrerwaisen für das obgelaufene Jahr 292 Mark 50 Pfg.
heute berabreicht we. den. Die Zahl sämmilicher aus dem Stifle
interftütztet Waisen detiäat 114, welcht zusammen 28520 Martk
tbalten baben
        <pb n="24" />
        bibliothel zu Neubrandenburg die Bibliothek des Verstorbenen
geschenkt. v eyr

F An Preußischen Grenzorten ziebt es, wie e'n Spaßvogel
herausgefunden hat: — gegen Dänemark: Hadersleben — gegen
Oesterreich: Greifenberg — gegen Rußland: Nimmersatt (bei
stönigsberg) und Neidenburg.

F Berlin, 8. Jan. Ein hiesiger Buchhändler empfing
am Montag Abend durch die Post einen Vrief mit 13,832 M.
und zwar in dreizehn 1000⸗M. Scheinen, zwei 100: Thaler⸗Bank
noten, zwei 100-M.⸗Scheinen, sechs 5.M.Schtinen u. s. w., und
begab sich mit diesem Brief, welchen er in eine Brieftasche leg'e,
nach dem Circus Salamonskli. Nach der Vorstellung pussirte er
die Karl⸗ und Friedrichstraße deun Kupfergraben und die Schloß
freiheit und soupirte dann in der Restauration in der „Alten Post“,
wo er seinen Ueberzieher, in dem d'e Brieftasche steckte x auszog
und dicht neben sih an die Wand hängte und bei'm Fortgehen
wieder anzog, ohne nachzusehen, 26 sich die Brieftasche noh m't
dem Gelde in der Tasch befand. Ecst als er zu Hause angelangt
war, bemerkte er seinen Verlust. Heute Vormittag meldete sich
ein Tuchmacher auf dem Criminallomissariat, welcher die Brieftasche
— ohne Geld — am Kupfergraben gefunden hatte. Auf welche
Weise der Verlust herbeigeführt wurde, ist bis j zt noch nicht
sestgestellt.

F Auf der östlichen Linie der galizischen Karl-Ludwigdahn
wurde der zwischen Lemberg und Podwolochyska verkehrende Per⸗
sonenzug am Donnerstag, den 6. d. M., früh um halb 8 Uhr

LDodes-Anzeige.

Wir zeigen unsern Freun
den und Bekannten an, daß
nach Gottes Willen heute
Morgen um 18 Uhr un
sere liebe Tochter, Schwestet
und Schwägerin

Hedwig Koch
im Alter von 21 Jabren,
nach langen Leiden fsanft
ntichlafer, und jso ihrer
Sowester Lina bald nach-
gefolgt ist.

Um stille Theilnahme
bitien im Namen aller Hin⸗
terbliebenen:

Friedrich Koch,
Margarethe Koch
ged. Bourgonne.

St. In berter-Eisenwerk,

den 13. Jan. 1876.

Die Beerdigung findet
am Samstag den 15. Jan.
Nachmittaßas 438 Uhr siatt

B. Ollig,
Bhotograph
vBei M. Thiery wnnen

täglich noch

40 bis 50 Schoppen
Milch

abgegeben werden.
Frucht⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Stadt Zweibrüchen von 13.
Januar. Weizen9 M. 73 Pi.
Korn 7 M. 73 Pf. Gerste 2reih.
— M. — Pf. Gerste ssreihige
— M.-Pj. Spelz 6 M. 43
Pf. Hafer 7 M. 73 Pf. Kar⸗
toffeln 2 M. 20 Pf. Heu 4M.
65 Pf. Stioh 4 M. 30 Pf. per
Zentuer. Weißorod 13 Ro
62 Pf. Kornbrod 3 Kilo. 66 Pf.
ditto 2 Kilo. 46 Pf. dit:o 1
Kilo. 23 Pf. Gemischtbrod 3
stilo. 86 Pf. 1 Paar Wed 190
Gramm 6 Pf. Spelzkera O M.
— Pf. Dinkel O M. — P. Misch⸗
ftucht — M. — Pf. Rerdfl. 1.
Quat. 53 Pf. 2. Qual. 46 Pp.
dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 pf.
Sqweinefl. 60 Pf. Butier 1
M vwer Piund.
J
E 0

Finige
Flora-Loose

siad noch zu haben bei
— J. Friedrich.

Ein braver Zunge
wird in de Lehre augenommen
bei
Peter Kuhn, Schuhmacher.

mit 40 Reisenden in einen Einschnitte nachst Pluchow von Schnee⸗
türmen verweht.“ Die sofort angestellten Versuche, mitt⸗ist Hilfs⸗
maschinen den Zug zu defresen, blieben erfolglos; der erste Hilfs⸗
sug blieb eine Wächterstrecke vor dem Punkte, an dem der Per⸗
onenzug stand, stechen z ein zweiter mußte. da der Sturm zunahm,
auf demselben Wege jmlehren. Bei dieser verzweifelten Lage der
Dinge und gegenüber der Weigerung der ruthenischen Bevöllerung,
im Feiertage zu arbeiten, versuchte die Betriebs Direction, von der
votitischen Behörde Unterstützung zu erlangen. JInzw schen wurden
von Lemberg aus Arbeiter und Lebensmittel nachgesandet, nd nach
unsäglchen Anstrengungen gelang es endlich, auf Umwegen mit
dAlfe von Schlitten den verwehten Zug zu erreichen und die Rei⸗
endeun, welche sich nabezu 3i. Stunden lang in einer mehr als
veinvossea Lage befunden hatten, aus decselben zu befreien und fie
mit Rahrungsmitelu zu verseh n. J.
F Ein wahres Ungeheuer, eine Frau Boydu, welche ihre sie⸗
ben Kinder ducch Nadeln, die sie ihnen in den Leib steckte, tödtete
wurde am Dienstag in Bourg unter den Ver vünschungen der
Menge hingerichtet.
7Odessa, 8. Jan. Ein großes Eisenbahnunglück er⸗
eignete sich heute in der Nähe der Stadt. Ein Zug, bestehend
nus 27 Waggons und in welchem sich 420 Rektulen befanden,
Jürzte eipen Abhang hinab, in Folge dessen die Waggons in
Brand geriethen und zerstött wurden. 68 Persouen sind to dt und
54 verwundet.

28
2*
Aiin
KReues Inge neues Glücht
Gluok und Segen bei Cohn!
Diesmal sind wiederum J
ev. 450, OOO ReicChSmrIc.
zu gewinnen.
Die große von der kesp. Landes⸗Negiernug aarantirte
Geld Lotterie von über
8 Mill. 690,000 Reichsmark
ist abermals mit außer ordentlich großen und vielen Ge⸗
nen ausgestattet; sie enthält nur 834. 500 Loose, und —
in wenigen Monaten in 5 Abiheilungen folgende Gewinne ficher
zewonnen, nämlich: J großartiger Haupt Gewinn u. Prä
mie event. 450,000 R. M., specieil RM. 300,000,
150,000, 80,000, 60, 000, 2 mal 40,000, 1 mal
36,000, 6 mal 30,000, 1 mal 24,000, 1 mal
20,000, 1 mal 18,000, 11 mal 15,000, 2 mal
12,000, 17 mal 10,600, 1 mal 8000, 3 mal 6000,
27 mal 5000, 42 mal 4000, 255 mal 3000, 8
mal 2000, 12 mal 1500, 1 mal 1400, 400 mal
1200, 23 mal 1000, 648 mal 600, 1000 mal 300,
75 mal 240, 35 mal 200, 50 wal 180, 28,150
mal 142, 12,725 mal 140. 122, 120, 94, 80, 66
und 38 R.⸗M.
Die Gewinnziehung der Iten Abtheilung ist amtlich auf
den 29ten und 21. Januar d. J.
estgestellt, zu welcher

das ganze Briginal Loos nur 16 XR. M. oder 31/. Thlr.

das halbe Original⸗Loos nur 8 MM.oder 2 / Thler.

das viertel Original Loos nur 4 N. Vt. oder 1 . Tolr.
kostet. Diese mit Neglerungswappen versehenen Original⸗Loose
sende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuß
selbst nach den entferntesten Gegenden den geehrien Auftraggebern
sofort zu. Ebenso erfolgen die amiliche Gewinnliste und die Ge
w'nngelder sofort aach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
ten prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreitete n Verbin
dungen überall kann man auch jrden Gewinn in seinem Wohnor
ausbezahlt erhalten.

Mein Gejschäft ist bekanntlich das Aelteste und Allerglücklichste,
indem die bei mir Betheiligten schon die großten Haupt ge
—
225, 000, 183,000, 180,000, 156, 000 oftmals
152,400, 150,000, 90,000, sehr haͤufig 78000,

60,000, 48,000, 40,000, 36, 000 R. ⸗PMark ꝛc. x.
gewonnen haben und beträgt die Gesammtsumme der in den Zieh⸗
ungen der Monate October, Noveber, December dor Jden
mir ausbezahlten Gewiunune laut amtlichen Gewinnlisten die
Summe von üoder NReichsmark 390, 0006.
2 Iede Bestellung auf diese Original-Loose kann man auch
enfach auf eine Posteinzahlungskarte machen.
—— 228.C0n
4
25 WechrelGotchaf⸗

— —

Nächsten Freitag, den 14. de., Abends 8 Uhr im
O berhauser'schen Saale, ausgejührt von dim
Kaiserslauterer Stadtorchester.
Programm.
4. Sängerslust, Vearsch von Herrmann.
2. Die vier Menschenalter, Ouberture von Lachner.
2. Orchester⸗Variat.on über ein russiches Thema, v. Schreiner.
4. Freuet Euch des Lebens, Walzer v. Strauß.
5. Ouberture zu Oberon, von Weber.
65. Finale aus Lohengrün. von Wagner.
7. Musikalische Täuschungen, Popourri v. Ziloff.
3. Variation über Lott ist todt, v. Reimdold.
9. Träumereien von Shumann.
Eintrittskarten a Persos 60 Pf. sind zu baben bei
den Herren Seiter und Hermaun Fischer, sowie Abends an
der Casse.
Fäceie n . x. Demeb inu E Rnabe
        <pb n="25" />
        2223

22 —

523385 5235
23 — 382228

59 232 2332253 4

— 533535 — 552332 —A

255 53,5355325 33335335355 *

* 3 X 2 2. 55S —M — 25253 58*

3— — 21365*3 —555 — —5553557 282853232

58—25 d 22 5 * 527 — 22 25 2532323

2 5532 2553— 52 — * S. 88 25333
55552— 55325 ——— XEA — —2322 A 33322322
23586 2 32333 2535338 32* z322 55 838335335 29 553733583532

— 56555535 2 25 5232—* 28 —— — —
5 528 —X 5279 2535233*—335 333s53582287 237— 38
2 25233355535* 3255*537 — 53 32 35832558 5323
5 38 —532275 —5555 Z — 8 25553515
2* 225 J22 2 9 * — 7 2 — 2 25245 22 2 — * * 2
28523755 58

* F

53355233258 228 33378533233355* E 2535 527— ——
535— 5333335533 R5E83 33775s53235338757* 72 — ——— 3
—— 532 52 5 —A 358337 ——2 125*3323 8
— 3— * *2* — 5235 227 —— 7,
255735876 —2 — E 2— 33—833533 522 53582 ·8. 2 222325

55258 —BBR.F 222 — 5235537 * 23355 35323325— 2352 —*
22 * — 2 27* X 2252* 23 552358 8 22 5S5 32383525533
3373 —33 —X—— —8 553350—337 522 252552 —— ——
— 5 — 2 22 *0 7 52235 5 332353* 23*25 *

2 — —8 —A 3 — 2 2 2 I —

—A — 5—22 —— L532 8 —A 553 —* 23 223358 235
3*558* 53 625 5358 »28535 *8 33 32513
— — 2 * — *2 * —
353332 52337353 35555 —E —— z2587 33283828
—2 325 8225325 528 5 2853355 33343833535 —A 27d
— 75233533 — — 2885825 Ez

— * 4 ẽ —— 1 —3
83533353333375 2535335735 * —

52—325 53252 5238 2522 — 5— —82* — S2 22 —e— 222

2z558 2 13532e6 2568223 7?* Z2cEEB 77338238
20 58— ———— 35*88 A—— 53322352 5288
65 505533 252538323 22823858778 5335335 5382

7 F

55285 5858 —
5 * 22 — 32 8 * —232233 2 2
533 55523332* —— —A 8 * d) 5 3828 — 5355 *
— 53222 23*8 2822* — V 22 582 2* 8
— —— — — — — 2235 2 * — S68 S— 825—

—— 52 —— —— 53533353583 5553 — 55353276338. *
2 238 5 —32 2 2323 55332335237 ——8 7822358
—— —523337 2 5 * 5535235588 2223 553
5255 53 532 3
8 —282 53858 337333335 S8 3575322 5535353328 22
533525 83235375 55*5883 3z 733 22333535 5536
— — 52783

— 8— 27 —2* * —

— — — — 532 —— 3383 —e———
— 2 227 5228 553282 8 5228555333 553 25*
25 253 2327323 Sẽ — 32833338583 2255 32257523555
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s353 33238 353 5335573223 5333735338
7 x — 38 83 *

322 52323 23 5 5 233 23224 2 32. 2 2 5
ẽ 22 5 53
— z2363 33383 2225—5553 5235555 85
355 —AI 33 22 525 —8* ——2582. *. 225253
23 3528 —— 233235335 55353328 *
23 82338 5522 5223352353 55235538 746
—A 282 58* ——2— 7 5333555 533 —33
3 * 2 2375*7* ⁊*
5285353. 7533

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        St. Ingberlei Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und daz (2 mal wöo hentlich) mit dem Hiuptblaite verbundene Unterhaltun jäblatt, (ZSonntags mit illustrirter Vei-
lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerbtag, Sumnstag uand Sonntag. Der Abonnementzpreis vettägt vierteljahrli h
1 Mark 20 R.⸗Pfz. Anuzeigen werden mit 10 Pfg. von Auswärts mit 15 Pfy. für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Necha nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 8. 3 Samstag, den 18. Januar * J 2* F 1876

Deutsches Reich.

Mänchen, 11. Jan. Die Nagricht, als seien von Ber⸗
lin aus Vorstellungen in München gemacht worden, daß man in
Bah ru mitt der Heranziehung von Theologen zur altiven Wehr⸗
pflicht zu xücssichtsnon vorgehe, ist gänzlich unwahr. Es ist eine
derartige Vorstelluug von Veilin aus gar nicht in Münchev einge⸗
sroffen und würde dieselb auch gegenstandslos sin, da in Bayern
das Reichssswehrgesetz streuge gehandhadt witd.

Müsnchen, 12. Jan. In einem Erlaß der Kultusmini⸗
teriums vom 1. d. wird auszesprochen, daß dem Anirage, die
stäändigen Reichnisse, Congrualergänzungszusgüsse des Lhreipersonals
der d urschen Volksschulen, sowie die Unterstützungübeiträge der
Schullehrer Reliiten und der dem gesetzlich n Kreizv reine nicht an ⸗
zehörenden quuiescirten Schullehrer schon vom 1. d. M. an in der
Umrechnung nach 1M. 80 Pf. für dea südd. Gulden zur Zah⸗
jung anweisen zu dürfen, nicht stattgegeben werden sönne, da diese
Z hlun swe se von der Willigung des hiedurch veranlaßten Mehr⸗
zedarfes durch die Cammern des Landtages abhängt. Die ftauli⸗
chen Bezüge müssen dah⸗r bis auf Weiterns in derselben Weise zur
Zahlung gedracht werden, wie die Bezüge der Staaisdiener und
Funktionäre.

Berlin, 18. Jan. Der „Prov Corr.“ zufolge ecfolgi die
Eröffuung des Landtages wahrscheinlich durch den Finanzminister
v. Camphausen. Die Thätigkeit des Landmages wird, nach dem
zedachtenn Otgane, neben dem Staatshaushalte die Ergänzung und
weitere Ausbildung des zunächst in den östlichen Provinzen begrün⸗
deten Systems der provinciellet und com nunalen Selbstverwal⸗
tung und die Mitwirkung zur Begrüundung einer selbststaud gen
evangelischen Kirchenverfassung in Anspruch nehmen.

Greiz, 8. Jan. Durch die Bläner geht die Nachriht,

daß der Fürst von Reuß a. L. sich gendthigt sehe, sein Hoftheaser
aufzuloͤsen. Wie sein officiöses Blalt meldet, haben die zur Til⸗
gjung eines Theiles der Papiergeldschuld nothwendig gevordenen
hedeutenden Leistungen der fürstlichen Civilleste an die Staatskasse
beträchtliche Einshränkungen u iabweisbar gemacht. Man si⸗ht,
die weiland blühende Papierfabrikation der thüringischen Kleinstaa⸗
len führt jetzt zu einem empfindlichen Rückschlag.
Menz, 11. Jan. Zu der pächsten Herbst hier adzuhallenden
landw. Bejirksausstellung hat die vom Beyrlsprasiium ernannte
Tommiision, welche sich von Zeit zu Zeit versammelt, bereits den
aslgemeinen Plan ausgearbeitet. Daß dieser für hiesige Vechält⸗
aisse ein sehr großartiger ist, därfie sihh aus nachstebenden Ziffern
ergeben. Für Pferde sind 8000, für Rirdveh 17,400, füt
Ssdafe 6000. far Schweine 1750, sur Kleindieh 240, füe land v.
P:o utte 1250, für Justrumente und Maschinen 1750, fur länd⸗
liche Arbeiter 1000, für die elsässische Spicialausstesllung 5000,
zusammen, gegen 43, 000 Frs als Pramien bestinmt- Außerdem
lommen noch 20 Kunstgegenstände, 833 silberne und 24 goldene
Medaillen zur Vereheiiung. Man hofft hier darauf, daß auch
Landwirthe ars den angrenzenden Läudern zum Bcsuch der Aus-
nellung hier eintreffen werden. Jedenfalls wird letztere in ihrer
kigenheit manches Interessaate bieten, sowie ein anschaul'ches Ble
Zrt einschläaigen Verhältnisse Lothringens geben.

Eine vorn französis, en Standpunkt aus geschriebene Korre⸗
pondenz aus dem Elsaß im „Journal des Dðats“ giebt erfreu⸗
licherweise Zeugniß von den Wandlungen, welche sich in den letzen
Jah en dort in der Gemülhern vollzozen haben. Gerade weil der
fransösische Standpunkt vertreten, hat dieses Zeugniß gleichsam
zistorischen Werth. Der Brieffteller, ein avis rara un ter den fran⸗
hoͤstshen Korrespondenten im Auslande, ist der Ansicht, daß in den
Stadten, von den Boutiquiers angefaugen bis zu den reschen Fa-
brilanten E also jedenfalls mit dem zunehmenden Bildungsgrade
— die Bevoͤlkerung sich mit din neuen Verhältnissen entweder

ausgesöhnt hau, oder auszusöhnen beginnt; daß die Landleute, ob⸗
wohl sie die meisten Rekruten stellen, also dom „Milikarismus
am meisten betroffen werden, den Wechsel der Nationalität nicht

empfinden; daß die Weiabauer sogar zu „ardents prussophiles“
zeworden; daß endlich Straßburg, „welches stets einen ausgesprochen
deutschen Charakter hatte“, sich keicht in d'e neuen Verhälnisse
dt quemi. Am Schluß des funften Jahres jeit der Einverleibung
st sowerlich mehr zu verlangen, als der Ausspruch eines ehrlichen
Franzosen, daß die große Mehrheit der Bevölterung des Elsasses,
wenn auch in verschiedenen Abstufungen, die dvollendeten Thatsachen
nicht nur anerlenne, sondern sich mit ihnen aussöhne.

Wie man aus Thringen meidet, wird die Königin Vit⸗
soria in Koburg für den 10. Apeil zu einem Besuche von 10
Tagen erwartet. Die Konigin ven England beabfichtigt in dem
Palais ihres Sohnes, des Herzogs von Edinburg — öekanntlich
des präsumtiven Thronfolgers von Koburg-Gotha — Wohnung zu
nehmen und sich von Koburg nach Baden-Baden zu begeben. din
politische Bedeutung wird der Reise der brit schen Königin nicht
zugeschtieben.

Ausland.

Paris, 10. Jan. (Pf. P.) Daß die Regierung nicht aus
domogenen Elementen bestehe, ist Jedermanu delaunt, trat aber
zeste nin einer regelrechten Ministerkrisis ans Tageslicht. Das
libtralste Mitglied des Cabinetes ist der Finanzminister Leon Say,
velchee jozar so wett ging, daß er sich auf eine Senatorenlifte
nu zwei sehr fortgeschritꝛenen Rep blikanern setzen ließ. Mac⸗Ma⸗
on ließ idn deßhals zu sich rufen und forderte ihn auf, seinen
stamen von dieser Leste zurück,uziehen. Als sich Say weigerte.
dot ihm der Marscall seine Eatlassuag an, die auch angenommen
vurde. Allein bald darauf forderten auch der Justizminister Du⸗
'aure und der dei dem Marschall hoh stehende Polize präfelt Res
nault ihre Eallassung, wocauf die Sahe für diesmal vertuscht und
»is auf eine güastigete Zeit verlegt wurde. — Der Justizminister
jat ein Cerculac an die Generalprocuratoren eilassen, welches ran
u Deutshland als sehr reactionäc ausschreien würde. Er fordert
Narin die Gerichte auf, recht steng gegen die Presse einzuschreiten,
da jetzt eine Menge von Vergehen voan den Emjelgerichten abge—
vpandelt wilrnden, welche früzer ducch die Geschvorenen allzu nach⸗
i htig behandelt worden seien. Die Strenge aber erscheine um so
nothwendiger, als nächstes im größten Theile Frankreichz der Be⸗—
lageruagszustaud aufgehoben werde.

Paris, 12 Jan. Das „Journal offiziel“ wird —X
zine Prot:!amation des Marschalls Mac Mahon an das fra azoͤsische
Voll verdffentlichen, welche mit der Gegenzeichnung des Ministers
Buffet versehen ist und welche d'ie Politik des Jezigen Kabinets,
zemäß dem am 12. Marz anfzestellten Prozrasnme, beslätigt.

Paris, 13. Jan. Die heute veröffentlichte Proclamation
Mac Mahons besagt: Das Land bedarf Ordnung, Frieden und
oy le Handhabung der constitutio iellen Einrichtungen, aber um
ich dessen zu erfreuen ist eine conservative und zugleich wahr hafit
iserale Politik unerlaß ch. Der Präsideut appellirt an alle Män-
ner, welche die Vertheidizuag der sozialen Ordaung, Achtung vor
den Gesetzz und Hingebung an das Vaterland über die Bestre⸗
dungen und Verpflschtungen der Pirteien stellen. Man mũsse
aicht nur diejenigen entwaffen, welche die gegenwärtige Sscherheit
zefahr?ea, jondern auh Diejenigen, velche die Zukanft durch anti⸗
sociale Doktrinen und revolutiona e Programme bedrohen. Der
Präsi ent versichert, daß er die Gewalt nicht gesusht habe, sie aber
ohne Sch väche ausüben werde und hoffe er hierbei auf die Unter
stützing Gottes und die Mi wirlung der Nation.

Brüffel, 12. Januar. Der Stwite der Grubenarbeitet
im Hennegau und im Kohlenbeceen von Charleroi dehnt sich aus,
doqh ist bis jetzt die Ruhe n'rgends gestört worden. (Fr. J.

stonsttantinopel, 12. Jan. Ein Telegranu Mulhtar
Paschas vom 6. Jan. befagt: De zur Ueberwinterung in Trebinje
bestimmten Truppen und daslost, ohne auf Hindernisse zu stoßen,
eingetroffen. Sie gestern aus Ragusa gelommene Nachticht über
eine Bewegung der Aufständigen ist vom 14, Januar datiri. Die
Ruhe ist überall hergestellt, auzgenommen in dem Gebiete zwischen
        <pb n="28" />
        Trebinje, Bilelie, Gatschko, Sotzla und der monlenegrinischen
Grenze. Die Strenge des Winters verhindert die Bewegungen
der Insurgenten.“ — Der tisherige Marineminister Riza Pascha
n zum Oeiegeminister ernannt worden.

—
Permischtes. 4J
QSt. In aber!, 165. Jan. Gestern fand unfer großer
Bethesligung der hiesigen Einwohnerschaft, der freiwilligen Feuer⸗
wehr, sowie von Bürgermeister und Stadtrath, die Einweihung der
neuerbauten Synagoge hier statt. Auch der Herr Igl. Bezirks⸗
amtmann von Zweibrücken beehrte das Fest durch seine Gegenwart. —

Der ansehnliche Festzug bewegte sich, programmgemäß, um 2 Uhr,

durch Ueberbringung der heil. Thora-Rollen, unter Böoͤllerschießen
und Mußfit, durch beflaggte Straßen bon der alten zut neuen Sy⸗
nagoge, ollwo der Herr kzl. Bezirxlsamtmann, nach vorheriger An⸗
jprache, die Thüre zur neuen Synogoge öffnete, deren Inneres,
einfach und geschmadcvoll, die Theilnehmer nicht alle zu fassen ver⸗
mochte, wo durch eine erhebende birchliche Feier das schöne
gestcige Fest seinen Abschluß fand. F
F Das Kreis-Comite des landwirihschoftlichen Vereines der
Pfalz macht in Betreff des Ernteergebnisses pro 1876 folgende
Mitheilungen an de Bezirks-Comites: Die diesjahrigen Zusam⸗
menstellungen der Ernteergebnisse weisen uns neben e'nem sehr
mittelmäßigen Koͤrnerertrag, auch einen schlehten Strohertrag bei
den verschiedenen Getreidearten nach. In Anbetracht des für die
Landwirthschuft schwer zu etsetzenden Ausfalles von Stroh, erfuchen
wir, die Landwirthe zunächst anzuhalten, alle zur Disposition
ftehenden Düngungsmittel möglichst ausgiebig anzuwenden und da⸗
rüber zu wachen, daß keine für den Dünger vortheilhaften Stoffe
perloren gehen. Hiebei ist namentlich darauf Rücksicht zu nehmen,
daß die Stallungen gehörig gereinigt, der sich erzebende Dünger
richtig behandelt und in einer gut angelegten Dungstätte mit Gil—
lenbehaͤlter aufdewahrt wird. Wir ewpfehlen dabei wi derholt das
Decken des Dunges mit Erde, die Gyps- und womö lich die Torf-
einstreuung ⸗ Um den Bezug von Siroh zu einem billigeren Preise,
als dieses im Kreise möglich ist, bethätigen zu können, haben wir
berschiedene Erkundigungen eingezogen und dabei in Erfahrung ge⸗
bracht, daß dieser z. B. in der Gegend von Cannstadt und Heil⸗
bronn geschehen kann. Hiezu gesellt sich der Umstand, daß der
Transport des Strohes möglicherweise bis Ludwigshafen zu Sch'ff
bewerkftelligt werden lann, was einen günstigen Einfluß auf die
Transportlosten ausübt. Wir sind gerne bereit, den Ankauf von
Stroh suf Kosten des Bezirks Comites in genannter Gegend ver—
mitteln zu lassen. Schließlich bemerlen wir, daß sich der Ankaufs-
preis auf ca. 3 M. für den Centner (50 Kilo) Stroh, welches
mit decr Maschine gedroschen ist, ohne Transvortlosten derechnen
wird.
4In die Behörde für die Prüfung der Apothelergehilfen in
der Pfalz, mit dem Sitze zu Speher, wurde der Bezirksarzt Dr.
. Marttin zu Speher als Vorsitzender, die Apotheker Dr. K. Bern
beck zu Germersheim vnd J. Bronner zu Speyer als Mitglieder
auf 3 Jahre berufen. Die Prüfungen werden im Januar, April
Juli und Oktober jeden Jahres abgehalien und jedes Mal am
15. des betr. Monats, oder, wenn Dies ein Sonn⸗ oder Feiertag,
au dem daraufsolgenden Werltage deginnen. Anträge auf Zulassung
zur Prüfung sind spätestens bis zum 15. des vorhergebenden Mo—
nats bei der k. Regierung der Pfalz, Kammer des Innern, einzu⸗
reichen; spätere Meildungen können erst für die nächste Vrüfung
becücksichtigt werden.

7 Morgen (16. Januar) wird eine der gefeiertsten Sänge⸗
rinnen der Neuzeit, Carlotta Patri, in Neustadt im
Saalbau auftreten und es gewiß Jedermann irteressiren die Haupt⸗
momente des Lebensganges dieser berühmten Künstlerin in kürzesten
Zügen voꝛ's Auge geführt zu sehen. Anfangs der 402c Jahre in
Florenz geboren, tam sie als Kind nach Nev-NYork, genoß dort die
musilalische Bildung unter dem bedeutenden Henry Herz und errang
fsich in kurzer Zeit als Konzertsängetin den besten Namen. Ihren
Weltruf gründete sie in den 6GODer Juhren n Lor dan und auf einer
Aunstreife durch Deutschland, Holland und Belgien, wo ßie überall
den lolossalsten Ecfelg hatte. Was di se Sangerin so hervorragend
irscheinen läßt, ist nicht die Stärke ihres Tons, aber dessen Glocken
reinheit, die seltene Höhe bei aller Klardeit, die glänzendste Kolo⸗
ratur, wie sie die das Nechsche und den sprühenden Humor als
einen liebenswürdigsten Grundion bei den dafür geeigneten Rollen
und L'edern mit der Lucca gemein hat. Diese beiden ersten Sänge⸗
t'nnen der Welt singen demnäcsst gemeinschaftlich in Wien, enga⸗—
girt von der großen Wiener Operngesellschaft. — Sivori's Welt⸗
ruf als einer der großten Geiger uvserer Zeit ist ebenso allgemein
anerlannt. — Interessant wird das Konzert in Neustadt gerade da⸗
durch, daß die Musilfreunde Gelegenheit zum Ver leich finden eines
Theils mit Lucca, andern Theils mit Wilhelmi, die beide dergan⸗
genes Jahr in Neustadt konzertirten. Das Konzert am nächsten Sonn-

tag in Neustadt wird wieder eines der sadeisten werden, di auch
der Besuch aus der ganzen Pfalz und derüber hinaus ein äußerst
jahlreichet und glänzender sein wird.

Das Bezirksgericht Aichach verurtheilte den Raufmann und
Magistratsrath Widmann aus Ingolstadt wegen Beleidigung der
bayrischen Minister zu J Momat Gefängniß. Der etwas konfuse
Derr, eine Säule des Ultramontanismus, harte in einer Magistrat 5⸗
itzung gegen den Erlaß einer Adresse an den König potestirt und
dabei unverdaute Phrafen aus dee „Frankf. Ztg.“ in sehr fraz⸗
vürdigem Zustande wiedergegeben, u. A. hatte er die bayerischen
Minister „Reptile Bißmaras? genannt.

In xten deutschen Munzstätten wurden bis zuun 1. Januar
1876 an Reichsmünzen geprägt: an Goldmünzen: 974,190,600
M. Doppelkronen, 301, 574,650 M. Kronen; hervon auf Pribat⸗
rechnung: 83,384, 210 M.; an Silbermünzen 25,118,535 M.
5-Ma kstücke, 108. 118,.058 M. 1.Martstücke, 10,810,380 M.
50-Pfennigstüche, 20, 193,338 M. —Pf. 20Pfenniastücke: an Nickel⸗
münzen: 12,652,176 M. 80 Pf. 10.Pfennigstücke. 7, 090,04 1
M. 85 Pf. 5-Pfennigstücke; an Kupfermünzen: 4,613, 828 M.
74 Pf. 2.Pfennigstüche, 2477,901 M. 78 Pf. 1-Pfennigfstücke.
Gesammtprägung an Goldmünzen: 1,275,765. 250 M.; an Silber⸗
mdnzen: 164,240, 911 M. -Pf., an Nickelmunjen: 19,742,218
M. 65 Pf.; an Kupfermünzen: 7,090,880 M. 52 Pf. — Bis
23. Dezember 1875 hat die prieußische Bank an Gold angekauft:
in Münzen für 46,128,525 M., in Barren fürt 19,3568,117 M.

Die Gebuͤhr für die Eilbestellung von Posisendungen ist auf
Arordnung des Reichskanzlers folgender Aenderung unterworfen
vorden: Bei gewöhnlichen, dei eingeschriebenen Briefen, bei Post-
arten, Drucksachen und Waarenproden, sowie bei Vorschußbrie fen
st zu zahlen: 1) wena die Best⸗llung im Ocrtsbestellbezitk der Post⸗
insialt erfolgt, für jede Sendung 25 Pfennige; 2) wenn die Be—⸗
tellung im Landbezirke der Postanstalt ersolgt, für jede Sendung
ind jedes Kilometer 15 Pfennige, im Ganzen jedoch nicht unter
75 Pf. für jede Bestellung. Höehere Vergütunjen fur die Eilbe⸗
jeslungen von Postsendungen nach dem Landbelstellbezirke dürfen nur
in den Fällen erhoben werden, wenn die Bestimmungs-Pastanstalt
Riemand zur Verfügung hat, der die Leiftung zu dem tarifmäßigen
Satze übernimmt. Die Gebühr für die Eilbestellung kann voraus⸗
ezahlt oder deren Zahlung dem Adressaten überlassen werden. In
illen Fällen nuß jedoch der Aosender für die Berichtigung der ent⸗
raudenen Bestellgebühr haften. Verweigert der Adreffat die Zah⸗
ung der Bestell abühr, fso wird ihm die Sendung gleichwohl be⸗
Jändigt, wenn er, unter Rückgabe des Briefumsch ags und schriftli⸗
her Anerkennung der Zahlungsverweigerung den Absender bezeich⸗
net. Von dem Letztern werden alsdann die Kosten eingezogen.

x Bei BG elegenheit der für den Monat August 1876 anbe⸗
raumten General⸗Versommlung des Veibandes deutscher Müller
und Mühlen-Interessenten soll eine interrat onale Ausstellung in
den Ränumen der Turnhalle in Nüernbecg statifinden, deren Dauer
oem 13. bis 27. August 1876 festgefetzt ist und zu welcher An⸗
meldungen an den Vorstand, Herrn J an Foͤcster in Nürnberg,
zis spatestens den 1. März 1876 zu richten sind, worauf Anmel⸗
dungsscheine und die näheren Bedingungen uzeschickt werden.

f Ein eigenthümliches Mittel zur Beseitigung des Lehrer⸗
mangels wird durch eine Mittheilung des „Schulboten füt Hessen“
an die Orffentlichkeit gebracht. Es soll nämlich dem Lehrer St.
in Schlölen dei Naumburg a. S., welch;r von der dortigen Stadi⸗
derordneten · Versammlung zum Bürgecrmeister des genannten Ortes
zewaählt worden ist, seitens der Regierung die Bestätigung versagt
worden sein, „weil der jetzt hertschende Mangel an Vollsschul⸗
lehrern nicht vergößert werden dürfe!!

F Der Cultu:minister Dr. Fallk feiert am 1. Februar seine
I
gehülfe zu Brislau.

1Freiburg, 10. Ja. Der „Oberrh. Kur.“
ichre bt: In der lezten Nacht explodirte hier an der Konvilistraße
rin Gasrohr, wobei das Gas in de nächstgelegenen Häuser drang.
In einem derselben erst die ein Maun, während eine Frau nedst
rinem Ninde ohnmächtig aufgefunden und in's Spital verbracht
wurden. Fünfzehn weitere Personen in anderen Häufecn befinden
sich mehr oder weniger unwohl.

(Immer gemüthlich.) Kürzlich wird eia zu Zuchthaussirafe
Verurtheilter mittelst Esenbabn nach Waldheim transportitt. Dort
angekommen, dffnet der Schaͤffner das Coupe, in welchem der Ver⸗
urtheilte mit seinem Tranẽporteur sitzt, und ruft die üblichen
Worte: „Waldheim, fünf Minuten Aufenthalt“ hinein, erhält
aber von derr Sträfling sofort die Antwort: Nu nee, mei Krte⸗
ster, drei Jahre!“

(Dampfer ‚Deutschland.“) Der Dampfer „City
f Broollyn“ ist am 21. Dezember mit der Post des gestrandeten
Dampfers „Deuischland“ in Newyork eingetroffen. Die aus ca.
        <pb n="29" />
        20,000 Briefen und 12 Säden Zeitungen bestehende Post befand
ich, wie die „Newy. Hdzig.“ meidel, in sehr defeltem Zustande, da
»e englischen Behörden dem Ersuchen des deutschen Postamtes, die
Briefe vor der Weiterbesörderung zu trodnen, nicht nachgekommen
varen, sondern die durchnäßten Padete einfach in grobes Papier
ingeschlagen hatten. In den registrirten Briefen befanden sich viele
Waͤhnachisgescherke, wie Geldanweisungen. Schmucksachen, Photo⸗
zraphieen, Handschuhe ꝛc. Mehrere Pockete kamen offen aa, doch
var keiner der darin enthaltenen Gegeustände he au gefallen. Unter
)en Briefen, welche alle mehr oder minder beschã digt waren, befan⸗
zen sich nur wenige, deren Adresse ganz unleserlich geworden waren.
Die Zeitungen waren gänzlich durchweicht, konnten aber, mit Aus-
nahme eines Soackes, dessen Inhalt ein vollstandiger Papierbrei
zeworden war, an ihren Bestimmungkort befördert werden. Von
den Packeten konnten drei und von den Briefen etwa hundert wegen
vecw schter Adresse nicht expedirt werden.

p'Sobensteinn, „. Jan. Gestern Mittag kurz nach 1
Ahe ist in der Horn'schen Schneidemühle zu Spaniershammer der
dandarbeiter Steia üller, in Mühlberg wohnhaft, Vater von 6
Lindern, verunglückt. Derselbe wollte jedenfalls die liegende Trans⸗
missionswelle übershreilen, wob⸗i die Schrauben ider Kuppelung
ein Schurzfell erfaßten und ihn mehrere Male mit hernannschleuder-
en. Als mar auf seinen H'lferuf herdeielte und das Werk zum
Stehen gebracht hatte, war der Unglückliche übel zugerichtet; es
war ihm das Brustbein gebrochen, ein Atin aus etenkt, das Fleisch
des einen Unterschenkels abgestreift und beide Ferfen abgeschiagen.
Trotz diestr schweren Verletzung lebte der Arme noch bes Nachts
10 Uhr.

Nach einer vom americanischen Consul in Bojel mitge⸗
heilten statistischen Tabelle betrug die Ausfuhr von Erzeugnissen
der schweizerischen Uhrmacherei nach Ameritka im veiflossenen Jahre
Fr. 62216,000 79 FIr. 8,128, 769. 36 weniger als im Jahre
1874. Diese Verwminderung wird nun zum großten Theil der
gegenwärligen Geschäftsstocung, theils aber auch dem Umstande zu⸗
jJeschrieben, daß sich in Amerika selbsi die Uhrmacherei immer mehr
atwickelt. So sollen doch dort jetzt shon in den verschiedeen
Fabriken täglich 840, jährlich also 252,000 Taschenuhren ver⸗
jertigt werden.

f Am 10. Jan. stand in Paris eine Person vor den As⸗
sen, welche angellagt war, ibrer Herrschaft in England Diamanten
ein Werthe von 250,000 Fret. entwendet zu haben. Diese
wurden bei ihr nicht vorgefunden und sie leugnete frischweg die
That. Wahrend sie g rade sehr unschuldig that, entstand im Pub⸗
likum ein Geräusch und es trat eine arme Frau mit einem Kast⸗
hen dor, worin sich die Diamanten befanden. Dieselbe hatte zu⸗
ällig von der Gerichtéeverhandlung gegen die Angeklagte gehört und
zrachte fofort dieses Kästchen, welches jene einige Monate vorher
hr zum Aufheben gegeben hatte. Die Ueberbringerin erhielt 6000

J

z84 2. Pl.Nr. 952, 18 Dezimalen
Licitation. Garten in den Dilmesgärten
Montag, den 81. Imuar neben Gustav Zix;
aachsthin, Nachmittags 3 Ühr zu Pl. Nr. 2377 und 2378.
Sa. Ingbert in Café Obeer⸗ 15 Dez. Garten in den
dauser werden von dem hie⸗ Bruchrechzärten an der
zu gerichtlich beauftragten kgl. Kohlenstraße, neben Fried⸗
Rotar Sauer in St. Ingbert tich Seib, zu Banplez ge⸗
die nachbezeichneten Lie genschaften eignet;
in Baunne von St. Ipngbeit der Pl.Ne. 4515, 23 Deiim.
Abtheilung wegen, öffemlich zu Wiese auf der Spick neben
Zigenthum versieicert, nänlich: Georg Bleif und Johann
A. Zum Na hlasse des Peter Adam Peters Wittwe;
Thiery, weiland Kaufmann 5. PleNr. 838, 80 Dez. Wiese
in St. Ingbert, gehoͤrig: in den Großwiesen auf
.Pl.Nr. 4. 4 Deij. FJläaͤche, dem Dilmesbruch neben
ein an der Kaiseréstraße Franz Jakob Ehrbardt und
zu St. Ingbert gelezenes Jotzann Hellenthal.
weistöcliges Dehnee mit Eigenthümer sind:
Zeller neben Hermann 1. Johinn Thiery, Kaouf⸗
Fischer und dem Cafss nanu
Oberhauser, und 2. Michaei Thiery, Bäcker
gl.„Ne. 10, 1 Dez. Fläche, ind Handelsmann in —t.
Scheuer mit Stal an der Ingdert;
Mühlgasse neben Philwppp 83. Johann, Georq und Kerl
Bottmann und Jatob Zrauvogel, minderjahrige Kinder
Stief; er verstorbenen Katharina
B. Zum Nöochlosse der Ka- khdiery, Ehefrau von Geotg
tharina Dreßler, Wimoe Zrauvbogel, Werlführet in Hom⸗
don Johann Baptist Thiery all- durg in Deuisch-Lothringen,
—A velche diesen ihdren Vater zum

—— — —

—e——

Fr. Belohnung, die Engländerin ihre Diamanten und die Diedin
O Jahre Zuhthaus. *

4 Eine Erfindung, die, im Falle sie sich bewährt, von nicht
jeringer Wichtigkeit istj wurde dieser Tage zu London im Kleinen
rprobt. Ein Herr Bray aus Lancashere machte sich nämlich an⸗
seischig, aus Köalenjauche (zu 9 Theiien) und gemeinem Oel (zu
Theil) eben so hell brennendes Gas herzustellen, wie das aus
dohlen gewonnene, und dadbei fast die Hälfte der Koften zu sparen.
Die ang · steten Versuche sollen sehr defriedigend ausgefallen sein. ()

p. Der Sohn des Mormonenhäuptlingge. Man meldet aus
Zaris d'e Ankunst Joseph Young's, des zweiten Sohnes des Mor⸗
honenprophelen Beigham Houng, dir augeblich nach Europa ge⸗
lohen sei, weil ihn sein Vater am nämlichen Tage mit 5 Frouen
abe verheirathen wolen. Letztere Angabe wird indeß von einer
derson, die früher läugere Zeit mit Herrn Young hun. anf ver⸗
rautem Fuße verkeyhrtenn, als höchst unwa rscheinlich bezeichnet.
Herr Joseph Young“.“ so schreibt der beireffende Gewährsmann,
ist ein Genileman, der wegen seiner eleganten Tournüte und lie⸗
enswürdigen Wesens bei Männern und Fraden immer sehr be⸗
jebt war, sich aber auch allezeit vor dem schoͤnen Geschlecht eben⸗
owenig gekürchtet hat, wie vor dem starken. Im Gegentheil muß
s wohl“ als Veweis außecordentlichen Muthes anerkannt werden.
venn dieser junge Mann, — wie er wirklich bereits gethan! —
ie gauze e sie Klasse der höheren Töͤchterschule za Uah heirathete.
Ddie 5. Frauen, von denen der Parifer Reporter w ssen will, müssen
ntweder alt und häßlich oder — erfunden sein, denn vor 5 hüh⸗
schen jnngen Damen würde Jos⸗ph Young nicht davonlaufen.
enstesnachrichten.

Der Gerichtevollzieher Wolf zu Germersheim wurde auf An⸗
uchen nach Landau verseßt und die vorlãufige Nichtwiederbesetzung
der Gerich svollzieherstelle in Dürkheim verfügt. —X

Der Landzerichtsschreiber Bädert in Rockenhausen wurde auf
Ansuchen nach Winnweiler versetzt.
edermann's Rathgeberin Feld, Stall
und Haus. Eine Sammlung von prattuchen Versuchen
aind Forfischritten in allen Zweigen der Landwirthschaft.
Zweiter Jahrgang 1876. Monatlich eine Nummer. Leipzig
bei Schmidt und Bünther. Der Preis ist sehr billig, 3
Mart für das ganze Jahr.
Diese praltische Zeitschrift ist für jeden Landwirth sehr
empfehlenswerth, insbesondere für landwirthschaftliche Vereine,
welche dieselbe in gewisser Anzahl zu noch billiger em Preise
erhalten, — sie is schon weit verbreitet und beliebt.
Fur die Nedaction veraniwortlich F. X. Demeß.

— B22swmü—

— —

M

————————— —
zeseß! ichnn Vormund und ge⸗
jannten Michael Thiery zum
stebenvormund haben;

4. Elisabeih Thiery, gewerb⸗
ose Ehefrau von Ftanz Appre⸗
derit, Kaufmann, beide in Metz;

5. Beitha Bermer, minder⸗
ihrige Tochter der verstorbenen
zheleuie Peter Beimer, Tech⸗
iler, und Josephine Thiery von
fFraulauiern, wiche den Kauf⸗
ltann Kanl Bermer in Saarlouis
um Vormund und genannten
Johanu Thierh zum Nebenbot⸗
nund hat;

6. Sophie Thiery, gewerblose
-hefrau von Heinrich Holzer
Ircfessor in Lüttich;

7. Helene Thiery, ledig und
—XRBRI
ind

8. Mathilde Thiery, ledig
ind ohne Gewerbe allda, eman⸗
ipirte Minderjührige, welche ge⸗
rannten Johann Thierh zum
Turator hat.

St. Ingbert, 13. Jan. 1876.

R—auer, l. Notar.
mobiliarverkauf.

Einige Wohnhäuser und ver⸗
chiedene Bauplatze in diesiget

Stadt sind unter sehr vorthel⸗
jaflen Bedingungen durch den
Unterzeichneten aus freier Haad
zu verkaufen.

IJ. Booʒ. Geschäftsagent.

Spielwerte
4 bis 200 Staͤde spielend;
mit Expression, Mandoline,
Trommel, Glcckenspiel, Ca⸗
sta gue ten, Himmelsstim
men ?c.
Spieldosen

2 bis 16 Srücke spielend,
Necessaires, Cigartennäuder,
Sch veizerhäuschen, Photo—
zraphiealbum?, Schre bzeuge
dandichuhkaste:ns, Br'efde⸗
chwerer, Cigorien⸗Etuid,
Tabaks⸗ und Zundholzdosen,
Arbeitst sche, Flaschen, Bier⸗
nnäser, Poartemonnaies,
Stühle ec., allez mit Mu
it. Stets das Neueste em⸗
fiehlt

J. G. Heller in Rern.
Illustrirte Preizcourante ver⸗

sende franco.
Nur wer direet bezieht, erhäli
Heller'jche Werle.

—
        <pb n="30" />
        Nachricht.
Ich halte mich jzur Be⸗
orgung von Flache,
Sanf uund Abwerg
an die berühmteste grögte
—AD
angelegentlichst empfohlen!
Peter Brill, Seiler.
Agent.
Die Eisenbahnfracht des
auten Rohsstoffs ist hin
und bersrei!?

Eine
schwarze Hühnerhüudin,
welche kürzlich getragen hat,, ist
m'r vocigen Dienstag entlaufen
und bitte ich um Rückgabe gegen
entsprecheude Velohnung. Vor
Xutauf wird gewarnt.
Lovis Siegwardt.
Schnapphach.
Hanf-Couverts
mit und ohne Firma bedrnckt
werden angefertigt in der

Druckerei diefes Blattes.
Baherischer Landeshilfsverein.
¶ug leich Organ der KaiserWilhelm Stiftung.)
Sammtliche Milglieder des Hilfsvereins in der Slaͤdt und
dem Kantone St. Ingbert werden hierdurch zur diesjahrigen
Generaæa er—lung
auf Sonntag, bden 16. Jannar, —XXCPI
in den Stadthaussaul dahier eingeiaden.
St. Ingbert, den 6. Januar 1876.
Der Vorsitzende des Ausschusses:
Heinr. Ktaemer.
Ueunes —5 neues Glück!
Gluck und degen bei Goln!
Diesmal nd wiederum
eV. A50, O0O ICuSMIC.-

Die voße 8 zu gewinnen. F—

ö , . eo Landes · Negiernug garautirte

8 Mill. 690,000 Reichsmark
ist abermals mit außter ordentlich großen und vielen Ge
nen ausgestattet; sie euthält nur 84.500 Loose, und werden
in wenigen Monaten in G Abtheilungen folgende Gewinne 73
gewonnen, nämlich: 1 aroßartiger Haupt Gewinnusu. Pra—
mie event. 4250,000 R. M., specieil RoM. 300,000
150, 000, 80,000, 60 000, 2 mal 40.000, 1 mai
88 6 mal 30,600, 1 mal 24 000. 1 mau
20,000, 1 mal 18,600, 11 mal 13,000, 2 mal
12,000, 17 mal 10,000, 1 mnal 8000, 3 mal 6000,
27 mal 5000, 42 mai 4000, 255 mal 8000, 8
nal 2000, 12 mal 1500, 1 mal 1400, 400 mal
1200, 23 mal 1000, 648 mal 600, 1000 mal 300
75 mal 240, 35 mal 200, 50 wal 180, 28,150
mal 142, 12,725 mal 140, 122. 120, 94,. 80. 66
und 38 R.M.
Die Gewinnziehung der IUten Altheilung ist amtlich auf
den 2uten und 21. Januar d. J.

jestgeftellt, zu welcher

das ganze Sriginal ˖ Loos nur 16 R. M. oder 31.Thlr.

das halbe Original⸗Loos nur 8 RVt. oder 25 Thlr.

das viertel Original Loos nur 4 R. V. oder J Thir.

kostet. Diese mi Negserungswappen versehenen Original⸗Loose
sende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuß
selbst nach den entferntesten Gegenden den gerhrien Auftraggebern
sofort zu. Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge⸗
weungelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheiig
ten prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin
dungen Uberall kann man auch jeden Gewinn in feinem Wohnorte“
'ausbezahlt erha!ten.

Mein Geschäft ist bekanntlich das Aelteste und Allerglücklichste,
indem die bei mir Betheiligten schon die großten Hauptge
winne von R.-Mart 860,600,270 000. 216600
225,000, 183,000, 180,000, 156.000 bftmai⸗
152400, 150,000, 90,000, sehr hänfig 78 600
60,000, 48,000, 40,000, 36,000 R. Mark ꝛt. x.
gewonnen haben und betägt die Sesammlsumme der in den Zieh—
ungen der Monate October, NMovember, December vor. J. von
mir ausbezahlten Gewinne laut amtlichen Gewinnlisten die
Summe von über Reichsmark 390,000.

DH Jede Bestellung auf diese kann man auch
einfach auf eine Posteinzahlungskarte machen.
AE. BAms. Colin
in Hamburg.
HauptComptoir, Bank⸗ und Wechsel-Geschäft.

I1.
12.

13.

14.

16.
17.

19.
20.
21.

24

sedaktion Druc und Roerlag von F.

Anterhaltung und Belehrung
bietet wodi selten in solcher Fülle und zu so billigem Preise
ein Unterhaltungblatt wie das illuftrirte Familien -Journa

b,
dessen langjähriges Best⸗hen und große Verbreitung dafür
bürgt, daß die Redallion bestrebt ble di, durch interessaute
Etzählungen, fesselnde und populäc gehaltene Bilder aus
der Zeitgeschichte, malerischt Skizzen. aus der weiten Weit
Humorintisches u. s. w. den Anforderuagen und Erwartungen
ihrer zahlreichen Leser gerecht zu werden.

Der jetzt neubeginneude 15. Jahrgang eröffuet mi
der in hohem Grade ergrejfenden historijchen Eriminal
Novelle: „Das Drama in der Friedensstraße“ von A.
Belot, mit Illustrationen, ferner der interefsanten und
fesselnden Erzahlung „Der Schutz zeist“ von C. gZostrow
Desen schlieken sich delehrende und unt rhallende Artikel
aus der Jerer der renommirtesten Schriftsteller, wie
Ernft von Normann⸗Schumann (. Japan und sene Be—
wohner“), Gustav Rasch („Puriser Elend und Bertrechen“ec.),
Dr. H. Beta (. Drei NMaonate lebendig d graben“, „Ein
Hotel aus lauter Schiffstrümmern erbaut“ u. s. w.) und
Anderen an.

Auf Wunsch erhalier die Atonnenten als Prämie
für 1875 ein prächtiges in Kieidedruck ausgeführtes
Zunstblatte, Die ersten Hosen? nach einem Gemälde von
Füllhaus, jur die üußerst billige Nachzahlung von 1 Mar.
Wegen des humoristischen Sujets bildet unjer Prämierb'ld
eine wadre Z'erde für j des Fam lienzemmer. Ein Probe
abdruck ist in jeder Buchhand'ung einzusehen.

Der „Omnibus“ bdringt in jeder Wochennummer ca.
39 Spalten Text un. 324 ansprech ˖nde Illustrationen für
den außerordentlich dillizen Preis dvon 10 Pf., demnach
heträgt das v'erteljährliche Abonnement nur 1 Maetk 30
Pf. o er jedes Heft 40 Pf.
U Bestellungen quf den Omnibus? nimmt jede

Buchhandiung und jede Postanstalt eutgeçen, sowie
die Expedition des Omnibus
Hambura. Speersort No. 18.
2214. . statharina T. v. Ge
Civilstand a sehene v. d. Gien
der Siadt St. Jugbert pro 26. haioue T. v. Gottfried
Monat December 1875. Presser.
Geboren wurden: 27. Peter Joseph S. v. Jos.
Am Schmitt, Maria Kathatina
2. Johann Rugust S. v. Georg T. v. Johonn Lang.
Breß. 31. Johann David S. v. Franz
Barbara T. v. Johann Dengel, Katharina T. v,
deinrich. BGeorg Schmitt.
Julius S. v. Karl Uhl. Gestorden sind:
Georz S. v. Peter Kiefer.
Maria Elifabetha T. v. Rutharina 13. 8 M. alt,
srl Schuster. T: v. Peter Weiland.
Karl Albert S. v. Jakob statharina 5 J. 7M. all,
Jost, Peter S. v. Johann T. d. Johann Weber, Mari«
Weiser, Philipp S. v. Muller, 60 J. aln, Wib.
Philipp Porcher. d. Peiter Bedcer.
Thristian S. v. Christian 10. klijabetha Scherer, 66 J.
daiser. alt, Ehefr. v. Cari Jung⸗
Wilhelmina T. v. Gusstav le ich.
Adolph Kittelberger, Emma 12 ünm Maxia 11 M. alt,
T. v. Ludwig Schumacher. T. v. Moria Jung. ledie,
Joseph S. v. Joh inn Bu⸗ darolina 7 Maal“, T.v.,
ser, Joseph S. d. Grorg Beorg Landshuter.
diahm. Wilhelm 18 J. 9 M. alt
Bustav Jalob S. v. Aug. 5. v. Wilhelm May, ledig.
dohler. Philipp Porcher, 27 J.
Friedrich S. v. Karl Bauer. ilt, Edem. v. Anna Maria
Ludwig S. v. Ludwig Juncd.
—X 24. Franzieka 8 J. 1M. alt,
benrich S. v. Heinrich T. v. Ludwig VPercker.
Ichs, Joseph S. v. Peter 25. Ewmilie 5 M. alt, T. v.
dampf. Johann Heinrichedorff,
Johann S. v. Johann Vrrehel'chl haben sich.
Joseph Schwarz. Anm
Eltsabetha T. v. Johann 18. Petler Jung mit Sophia
Adom Fsscher, Jakob S. Wolf. J
d. Jatob Fichter. 30. Peter Hartz mit Kothatina
Andreas S. v. Andreas Herrgen.
Bonster, Adam S. v. Pef. St. Ingbert, den 11. Jan. 1876.
Weidmann, Karolina T. Das Buͤrgermeisteramt
p. Georg Kraus. Euster.
X. Demez in A Ingbe
        <pb n="31" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.

r-
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags mit illnstrirter Bei
lage), erscheint wochentlich viermalr Dienstag, Donuerstag, Samstag aud Sonntag. Der Abonne mentspreis beträgt vierteljährlich
Marl 20 R.⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfq. fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Nee la men
mit 30. Pfg. pro Zeile berechnel.
A4ß 9. .4* Sonntag, den 16. Januar

—xÜ,

1876
— —
J FDeutsches Reich.
München, 12, Jan. Das Ministerum der Finanzen ver⸗
oͤffentlicht folgende Bekanntmachung: „Unter Bezugnahme auf eine
jüngst in mehreren Zeitungsblättern enthaltene irrige Notiß, wor—
nach der Endtermin des am 20. v. Mis. begonnenen Müunzeims⸗
sungsgeschäftes noch nicht bestimmt wäre, wird wiederholt darauf
aufmerksam gemacht, daß nach Bekanntmachung des Reichskanzlers
bom 10. Dez. 1875 (Reichsgesetzblatt Noo. 81 und Finanzmini⸗
derialblatt Nro. 29, Seite 385 ff.) die Einloͤsungsfrist für die
Fuldenstuͤce und Scheidemünzen süddeutscher Waährung auf die
Uonate Januar, Februar, Maärz und Abril 1876
beschränkt ist.“ V

Munchen, 13. Jan,. (Orden.) Dem Scullehrer H. Kopp
in Lohr wurde die Ehrenmünze des Ludwigsordens verliehen.

Berlin. Das Reichs-Eisenbahnant hat durch Benehmen
mit den betreffenden Bundesregterungen bezüglich der Publ ication
der Tarife ein gemeinfames Verfahren dadin ert'elt, daß Tarif⸗
inderungrn mit Erböhung der Transportpreise sechs Wochen dor
det Anwendung öffentlich dekannt zu machen sind. Diese Maßregel
ritt, insofern gleichartige Vorschristen nicht schon jetzt bestehen, für
ämmtliche E'senbahnen im Deuischen Reiche, einschließlich derjen igen
im Königreich Bahern mit dem 1. Februar d. J. in —XX

Aus Berlin, 12. Jan., meldet man dem „Schw. M.“:
Der Antrag Bedcer, für mutlere Strafsachen Schöffengerichte mit
2 Redhtsgelehrten und 3 Schoöffen zu errichten, wobei die Bejahung
der Schuldfrage mit 4 gegen 1 Slimme erfolgt, wurde von der
Keichsjustizcommifsion mit 18 gegen 6 Stimmen angenommen.

Wie die „Weimarische Zetlung? aus bester Ouelle erfährt, ist
die Nachricht von der Berufung des Prinzen Reuß sder bekanntlich
nit der Tochter des Großherzogs von Weimar „Prinmessin Marie,
vet lobt ist,) auf den deutschen Botschafterposten in Wien für unbe⸗
zrüdet erkläct.

Ausland.

Wien, 12. Jan. (Röln. 316.) Die Tuürkei hat allen
Machten erllären lassen, daß sie in Bezug auf türtische Reformen
eine gemeinschaftlichen Vorstelungen der Machte euntgegennehmen
verde. Diese shroffe und trotzige Halturg der hohen Piorte ent⸗
vricht sehr wenig ihrer Lage und dat begreiflicherweise verstimmt.
Jesterreich und Ruͤßland baben eine Gegenerklaͤrung aufgesetzt, der
Oeuischland sich angeschlossen hat, in welcher es heißt, daß die
Pdaͤchte sich üder die Form ihrer Mittheilungen keine Vocschriften
machen ließen. Die drei Mächte werden sich also nicht behindern
affin, den beabsichtigten Schritt in Konstantinopel zu thun— In⸗
dessen wird es der Diplomalie wohl gelingen, eine Form zu finden,
die den würkischen Stolz am wenigsien verletz'. Besonders Ruß⸗
and ist zur Schonung geneigt, damit der ihm genehme Großvezir
Dahmud Paschu nicht seine Stelle derliere. Die türkische Regierung
dird wohlthun, die Angelegenheit nicht auf die Spiße zu tre bden,
da den Infurgenten Nichts willkommener sein würde, als wenn die
Türlei sich mu den Prhlen überwürfe. Wenn der Aufstand sich
xerbreiten sollite, würden Oesterreich und Rußland wohl dazu

commen türlische Gebietstheile zu besetzen, und England ist nicht
zeneigt. der Türkei wätige Hilfe zu leisten.

Paris, 10. Jan, Vie Direltion der Lyon Bahn hat durch
ane Dienstordre ihren Beamten bei Strafe der Dienstentlassung
ede altive Betheiligung am W hltampf verboten.

Paris, 18. Jan. Die Proclamallon des Marschall Pra⸗
idenlen hat eine gute Aufnahme gefunden. Selbst die Republikaner
ollen ihrem constitutionellen und antirevisionistischen Chargcter Bei⸗
aull Das republikanische „Siecles sagt, die Sprache des Präsi⸗
Wien der Republik sei geeignet, den besten Eindruch hervorzu⸗
ufen.

In Belgien dauert die Arbeitseinstellung immer noch underän⸗
ert fore; fie nimmt sogar an Ausdehnung ju, ohre deshald eine
aAlgemeine genannt werden zu können. Viele Grubenatbeiter. na⸗

—
meantlich im Centrum, wurden gern wieder einfahren; die Einschüch⸗
serungen eines Theils der Strilenden hält sie alle in davon ab.
onstatiren läßt sich aber einmal, daß die sozialiftischen Agitatoren
leinen Aallang finden, da die Leute schon zu oft durch die Ver⸗
prechunden derselben getauscht worden sind; sodann daß auch die
Umzüge der Feiernden, auch wenn es dabei nicht ohne laute De
nonstrationen und Gesänge abgebt, durchaus ruhig verlaufen und
ein Einschreiten des vorsorgliv nach Charleroi beorderten Militarz
bissher nicht nöthig geworden ist. Die Gerüchte don Konflikten
Juben sich also glücküscher Weise nicht bewahrheuen. Leider hat
nan bemerlt, daß dei den leßten Meelings sich zahlreiche Frauen
vetheiligt haden, die, weil ieidenschaftlicher und ertegter als die
Manner, leicht einen bedauernswerthen Ausbruch derbeiführen
oͤnnten.

Walhington, 20. Jan. Detr qmerikanische Korrespon⸗
dent der „Times“ telegraphirt: Deutschland, so beißt es in Was⸗
jington, bemüht sich, eine Flotlenstation in den Westindischen Ge⸗
väfsern zu erwerben und steht nun um den Ankauf der dani schen
Insel St. Thomas in Unterhandlungen. GErsf. 3.
Vermischtes.

Der? Fleischbeschauer von Pirmasens erklärt die Mit—
heilung des „P. A.“ daß bei 7 Metzgern stinkendes und verdorbenes
Fleisch confissirt worden sei, als untichtig. Nur bei 3 Metz jern
jabe er verdorbene Fleischreste und bei einem Megger einige Pfund
erdorbenes Fleisch vorgefunden. Außer diesen sind noch 2 Andere
vegen Unceinlichleit ihrer Verkauftlokale proiocoliri worden.

rpNeustadt, 11. Jan. Der hiefige Saalbeu soll einem
Borschlage zufslge theilweise in ein Gasthaus mit Logirzimmern
rnandelt werden, aus dem sich dann im Herdste eine Anfall fut
Traubencur cutwickeln würde.

1Fußgöonheim, 12. Jan. Der frühere Bürgermeister
Fink von bier, der am 30. Nob— wegen Amtsuntreue und Be—
techung vom Bejirksgerichte Frankenthal zu 50 Thir. Geldstrafe
erurtheilt wurde. hat durch Entscheidung deß königl. Bezirksamtes
neuerdings 307 fl. 34 Ir. ersetzen müssen, die er während selner
Umtsführung der Acmenkasse widerreqtilich entzogen hat.

kDie Gesuche um Ausstellung des Berechtigungsscheines für
den Einjährig Freiwilligen: Militärdienst sind del der i. Prufungs⸗
Tommission in Speier bis L. Febtuat einzureichen.

f Der, Bierverbraunh in Bayern entziffert durchschnittlich
ährlich 284 Liter per Kopf; mehr getrunk⸗n wird in Nürnberg,
ve 401 Liter, in München, wo 570 Liler, und in Ingolstadt.
vo sogar 1000 Luter jährlich auf den Kepf treffen. Und auf
)en Mann?

Dem sehr achtbaren Bürger Hieschwirth Ja: ob Grüner don
dauhofen, dem vor deei Jahren auf einem Baumstücke 28 junge
dirschhaumchen abgeschuitten wurden, sind in der Nacht vom 10.
af den LI. vierzehn Stück vjahrige Kirschbäumchen von ruchloser
dand total abgehauen worden. Der Beschadigte seßt eine Beloh⸗
nung von 50 Mark Demjenigen aus, der ihm den Thaͤter nam-
aft machen kann.

f,Pfortz, 12. Jan. Im hiesigen Gemeindewalde wurden
vor einigen Tagen drei Buchen ausgegraben, wie sie von gleicher
—A finden sein dürsten. Die starkste hat
inen Durchmesser von 1,50 Meter, die deiden andern find etwas
chwächer, doch sind dieselben auf 100 Sier Holz veransclagt.

xMunchen', 13. Jan. Die Großfürstin Maria von
Kußland, welche jedes Jahr dei der Doklorbduerm Hohenester in
Mariabrunn einige Zeit zur KQur derweilte, ist in Wien so dedenk⸗
ich erkrankt, daß ein Aufkommen derselben kaum mehr zu erwar⸗
en ist.

Der Stand der Uhren verschiedener Slädle, wenn es in
Zerlin 12 Uhr Mittag ist, nimmt sich aus, wie folgt: New ˖ Yort
; Uhr 10 Minuten Vormittag, Venedig 11 Uhr 58 M. Voim..
haris 11 Uhr 16 M. Voca., Warschau 12 Ubr 31 B. Naaum—
        <pb n="32" />
        xopenhagen 11 Uhr 52 M. Vorm., Zürich 11 Uhr 41 M. Vorm.
Straßbuig 11 Ur 38 M. Vorm., Königsberg 12 Uhr 18 M.
Rachm., Munchen 11 Uhrs33 M. Vorm., Frantfurt a. M. 11 Uhr
Ji M. Vorm', Aachen 11 Uhr 31. M. Vorm., Wien 12 Uhr
12 M. Nachm., Amsterdam⸗11 Uhr 26 M. Vorm. Stockholm 12
Uhr 19 M. Rachm., Petersburg 1 Uhr 8 M. Rachm., London
11 Uhr 6 M. Vorm. —
PDie hefuge Kaͤlte hal vorigen Freitag in Berlin ein Opfer
gefordert. Der Drotschkenkutscher Bolzmann ist auf seinem Kut⸗
scherbock sitzens rrfroren. “Er hielt auf dein Halteplaße, und, man
glaubte, da er sehr ruhig saß, er sei eingeschlafen; ein Fahrgast
erst machte die Entdeckung, daß der biedere Rosselenler die Fahrt
in das Jenseits angetreten, von dannen keine. Wiederkehr. Ein
Schutzmann und ein Dienstmann brachten das Fuhrwerk nach Hause
zurück
7 In, Wunzb ur g soll sich ein Damenberein gebildet haben,
weicher sich die Durchführung größerer Einfachheit in der Kleidung
zur Aufgabe gemacht hat. (Wäre sehr schön, aber kaum glaublich)!
GBorlitz, 7. Jan. Vor einiger Zeit las man in den
Zeitungen von einer neuen praktischen Erfindung der Amerikaner:
Fasser aus Papier herzustellen. Ein solches Papierfoß bofiudet sich
gegenwärtig im Besitz des hiesigen techsischen Bureaus. Dasselbe
it ungesähr eine Elle hoch, hat eiwa eine halbe Elle im Durch
messer, ist oben und unten mit zwei leichten eisernen Reifen ver—
sehen und zeichnet sich aus durch seine Festigleit (es sind in dem⸗
jelßgen etwa 2 Centner Waeare aus Amerika herübergekommen).
seine Wasserdichtigkeit, Leichtig keit und den geringen Preis les ist
nur mit 16 Groschen in Rechnung gesetzt.
Zwangsversteigerung.
Donnerstag, den 20. Januar
1876, Nachmittags 3 Uhr, zu
St. Ingbert, im Café Ober⸗
hauser, wird vor dem damit
gerichtlich beauftragten k. Notar
Sauer in St. Ingberh, das
nachstehend beschriebene Grund⸗
stück, im Banne von St. In⸗
bert, den Adam Erb, Berg⸗
mann allda, zwangweise öffentlich
zu Eigenthum versteigert, nämlich:
Pl.⸗Nri 1481. 3839 Dizim.
Acker auf dem großen Flur
erste Ahnung. —
St. Inabert, 18. Jan. 1876.
Sauer, k. Notar.“

rFürstlich Reußische Kassenscheine. Die
Regierung des Fürstenthums Reuß j. 8. macht bekannt, daß für
die zur Einlösung aufgerufenen, seit dem 31. v. M. verfallenen
Kassenscheine vom 7. Jan. 1860 und vom 4. Juli 1870 eine
Nachfrist in der Weise bewilligt wird, daß für die bisher nicht ein—
gelösten Scheine bis zum 80. Juni d. J., und zwar vom 15.
ds. Mis. ab, von der fürlichen Haupistaatskasse in Gera Ersatz
geleistet werden soll. Nach Ablauf dieser Präclufivfrist aber werden
biese Scheine völlig werthlos.
4 Kostbares Frachtgut. Am 14. Dec. trafen in New⸗Yorl
3 Waggon⸗Ladungen von Seidenraupen⸗ Eiern ein, deren Werth
auf 6,000,000 Dollars geschätzt wird. Dieselben waren per
Dampfer von Hongkoug nach San Franci⸗ca 23 Tage unterwegs,
wurden dort sofort verladen und machten die Ueberlandreise über
den ganzen Continent in 7 Tagen, so daß sie in 30 Tagen von
dongkong in vollständig gutem Zustande in New⸗Pork anlangten.
Von New- York aus wurden die Eier sofort per Dampfer verschifft,
und man hofft, daß sie Europa unverdorben erreichen werden.
Dienstes nachrichten.

Ernannt: Pfarrer Math. Hofmann in Waldhambach zum
Pfarrer in Arzheim, Decan Mich. Stdiefer in Lauterecken zum
Pfarrer in Leimersheim, Pfarter Conrad Bubenheim in Otters heim
zum Pfarrer in Hatzenbühl, Pfarrverweser Jos. Klang zum Pfarr⸗
yerweser in Waldhambach, Pfarrverweser Georz Raufer in Hatzen⸗
bühl zum Pfarrverweser in Ottersheim, Pfarrverweser Franz Fucht
iu Leimersheim zum Pfarrverweser in Carlsberg.

vneues Zahr, neues Glüch!“
Gluok und degen bei Cobln!
Diiesmal sind wiederum
eV. AqñO, OOSG9 ReichsemIc. r
Die groste v de gewinne Negi tirt
ße e
ri ee — — . Lan ierurg garan
8 Mill. 690,000 Reichsmark
ist abermals mit außer ordentlich großen und vielen Ge⸗
winnen ausgestattet; sie euthält nur 84.500 Loose, und werden,
in wenigen Monaten in 3 Abtheilungen folgende Gewinne sicher
gewonnen, nämlich: J großartiger Haupt-Gewinn u. Prä-
mie wen 450,000 R. Ma specieu RM. 800, 000,
2150,000, 80, 000, 60,000, 2 mal 40,000, 1 mai
s 600 6 mal30 000, mal 24, 600. 1 mai
20,000, 1 mal 18,000, 11 mal 15,000, 2 mal
12,000, 17 mal 10,000, 1 mal 8000, 3 mal 6000,
27 mal 5000, 42 mal 4000, 255 mal 3000, 8
mal 2000, 12 mal 1500, 1 mal 1400, 400 mal
1200, 23 mal 1000, 648 mal 600, 1000 mal 300,
75 mal 240, 35 mal 200, 50 wal 180, 28,150
mal 142, 12,725 mal 140, 122, 120, 94, 80, 66
und 38 R.⸗M.
Die Gewinnziehung der Iten Abtheilung ist amtlich auf
den 20ten und 21. Januar d. J.
iestgestellt, zu welcher
das ganze OriginalLoos nur 16 R. M. oder 3/hlr.
das halbe Original Loos nur 8 AM. oder 2 Thlr.
das viertel Original Loos nur 4 R,M. oder 1 Thlr
tkostet. Diese mi Neglerungswappen versehenen Original⸗Loose
zsende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuß
selbst nach den entferutesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
sofort zu. Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge—
weungelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
ten prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin
dungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
ausbezahlt erhalten.
Mein Geschäft ist bekanntlich das Aelteste und Allerglücklichste,
indem die bei mir Betheiligten schon die groͤßten Hauptge
winne von R.Mark 360,000, 270,000, 246.000
225.000, 188,000, 180,000, 156, 000 oftmais
152 4100. 150,000, 90,000, sehr häufig 78,000
60,000, 48,000, 40,000, 36,000 R.-Mark ꝛ⁊c. x
gewonnen haben und beträgt die Gesammtsumme der in den Zieh—
ungen der Monate Oetober, November, December vor. J. von
mir ausbezahlten Gewinne laut amtlichen Gewinnlisten die
Simme von über Reichsmark 390,000.
Jede Bestellung auf diese ÿ kann man auch
— eine Posteinrahluugskarte machen.
* 28. COlm-

Immobiliarverkauf. Briefpavier
Einige Wohnhäuser und ver⸗ mit Firma bedruckt,

—E

Stabt sind imter“ seht vorthele Verlobungskarten

hafien Bedingungen durch den und

Unterzeichneten aus freier Haad Briefe

zu verkaufen. Wein⸗
J. Boos. Geschäftsagent. und Wagarenetiquetts

— 5verden billigst angefertigt in

Rechnungen der Buch- und Steindru⸗

vorräthig Ickerei vos.
in s. a und 13. Bogen. 3J. J. Demetz.
—— —

— 25 *
Lorheerblatter.
Adsge wahlte Rlavierstäcke
zu 4 Händen
ohne Octavenspannungen leicht bearbeitet und mit
J Fingersata verschen von
0 toa RC. I
op. 31. Nr. I24 4 60 Rpf, Xr. 5 u. 60 1 Marxk.
— Tien in 1 Heite Mark 250.
Inhalt: Nr 1. Beethoven, Sehnsuchtswalzer.“-Nr. 2. Händel,
Frauermarsch aus, Samson“,. Nr8 Mozart, Menuett aus
„Don Juan.“ Nr. 4. Haydu berũbmtes Andante. Nr. 5.
vᷣield, Frũhlingswalzer. Nr. 6. Weber. Letater Gedanke.
Dio Vorzũglichkeit der Standke'schen Bearheitungen
ist so allgemein anerkaunte, dass es einer weiteren Em-
pfehlung nicht bedarf.
sein Op. 28, Octavenhasser, erlebte in Kurzer
XX
Gegen Fir c—ung des Betrages versende ieh franco
Petor Joseph Tonger, in Côln a. Rh-
Musik alicu- unct Instrumenten-Handlung.

in Hamburg.
Hauvt Comptoir, Bank⸗ und Wechfel-Geschäft
—— —
ä — 6qn — — t—— — 7 r— ü
Pepation PYruck und Rerig ag 7. Demek in St. Anabert.
        <pb n="33" />
        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Inzberter Auzeiger und das (2 mil wöchentlich) mit dem Hiuptblatte verbundene Uaterhaltunzsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗
laze), erscheint wohentlich vlerial: Dienstag, Donnerstag, Sanstag und Sonntaz. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährli h
Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 13 Pfy. fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, NReela nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M IO. Dieustag. den 18. Januar i 1276

Deutsches Reich.

München, 153. Jan. Bezüglich der Einlssung der Stem⸗
peibögen ist zu bemerken, daß die königl. Rentämter verpflichtet sind,
eden noch ungebrauchten Stempelbogen auch daun, wenn die Hälfte
des Vogens weggeschnitten ist, anzunehmen und den Betrig dafür
hinauszubezahlen.

Berhin, 15. Jan. In gestrigen Ministerrath wurde
iber den Ankauf der preußischen Bahnen durch das Reich verhan⸗
delt. Es verlautet, daß dem Landtag e'ne Vorlage gemacht wer⸗
den soll, wonach derselbe die preußische Rerierung autorisirt, beim
Bundesrath einen Antrag in dieser Richtung zu siellen.

Berhin, 16. Jan. Der preußische Landtag ist heute durch
den Vicepräsideaten des Staats ninisteriums, Camphausen, eröffnet
worden. Die von ihm gehaltene Rede gedentt des auf dem Han⸗
del und der Industrie lastenden Druckes und hofft mit boöͤchster
Zuverũcht und in nicht ferner Ze't die Ueberwindung der schiwie⸗
rigen Lage von der Arbeitsamkeit und der bewährten Thaikraft
des preußischen Volles. Die Einnahmen des preuß'schen Staates
dätien nicht so hoch wie in den Vorjahren veranschlagt werden
sbnnen, reichten aber dennoch aus, um die Verwaltung des Staates
in der bisherigen Weise we ter zu führen, auf manchen Gesiefen
iür die Pflege der geistigen Jateressen und zur Förderung des
Wohblstandes bestimmte Fonds neuerdings auszuwerfen und die
eingeleileten großen Unternehmungen des Staot bauwesens zu för⸗
dern. Die Vorlage des Etats werde sofort erfolgen. Als weitere
Vorlazen sind u, a. bezeichnet: Ein Entwurf, bet.refsend die Bil-
dung eines Communalverbandes für Verlin und de angrenzenden
Bebiete, eine Vo lage über die Gründung von Ansied lungen für
die Osiprovi zen, sowie zur Negelung der Rechtsverhälin sse land⸗
and forstwirthschaftlicher Arbeiter, ein Gesetz zum Schutz der im
Besiß von Gemeinden befindlichen Waldungen, eine Vorlage betreffs
der landesgesetzlichen Sanctionirung einer Reihe von Bestimmungen
der Genetalshnodal- und Synodulordnung sowie zur Regelung

des Aufüchtsrechts des Staates über die evangelische Kirche und
jur Feststellung des Stoatsaufsichtsrechts hinsichtlig der Vermsd—
gensherwaltung der katholischen Diöcesen.

Der Plan. die Eisenbahnen für das Reich zu erwerben, be
qaäftigt alle Gemüther und findet eine vorwiegend günstige Beur-
heilung. Auch der Kaiser und der Kronprinz sollen für denselben
zewonnen sein. Im Publekum stellt man sich den Gang dier An—
zelegenheit zum Theil rasches vor, als er der Natur der Sache
zach erfolgen kann. Zunäcst wird es sich darum handelu, ob der
preußische Landtag dafur zu gewinnen ist, die Staatsbahnen und
die gesezlichen und vertragsmäßigen Rechte, die der Staai an den
Privatbahnen besitzt, dem Resche kaͤuflich zu überlassen. Wenn das
Keich von dem Anerbieten Gebrauch macht, daun wird es sich da⸗
um handeln, für die Art und Weise der Erwerbung der Prival
abnen eine gerechte uad billige Behaudlung festzust en.

Brüsfsel, 14. Jan. Das „Journ. de Charlero“
meldet, daßz, nachdem durch fremde Em'ssare unter dee strikenden
Bergwerks ˖ Arbeiter Geld vertheilt worden, die Orts debörden strenge
Maßregeln ergreffen haben.

Brüssel, 15. Jan. Das ‚ Bien public“? von Gent
Heilt mit, daß Loutse Lateau, die Sty malisirte von Bois d' Haine,
m Sterden liedt. (Frf. 3.)

Ausland.

Vermischtes.
fSit. Ingberrt, 18. Januar. Heute ist der Jahrestag
(5) an welchem m Köagsschloffe don Versailles Röning Win—
velm von Preußen zim Kaiservon Deuntsche⸗
aAnd proef mirt wurde

TSt. Ingberi, 17. Jan. Wenn swir heute im An⸗
zeiger wieder auf die Einweihungsfeierlichteiten der Synagoge zu⸗
rückkommen, so geschieht es deß vegen, um zu constatitren, daß der
Verlauf derselben ein glänzender, durch keinen Mißton getruͤbter
var. Der imposante Festzug, an dem sich in friedlichster Har⸗
monie Angehörige sämmtl cher Religionsgenossens haften, die hier
Nertreten sind, betheiligten, bewegte sich durch geschmückte Siraßen.
Ueberhaupt pranugte die Stadt im ichönsten Flaggenschmud. —
Das am Freitag Abend zur Verherrlichung des Festes statigehabte
Concert war äußerst zahlreich besucht. Die Leistungen der enga⸗
zirten Musik, des Kaiserslauterer Stadtorchester unter Direktion
pon Kap⸗llmeister Burkhardt, waren aber auch ganz ausgezelchnet.
Unsere Ecwartungen bezüglich derselben, die sich auf mehrete gun⸗
tige Recensionen in den Kaiserslauterer Blätter gründeten, wurden
veit übertroffen. — Die Festlichkeiten fanden am Samstag Abend
nit einen sollennen Ball im schön dekorirten Oberhauser'jchen
Saale ih en Abschluß.

Zum Schlusse haben wir nur noch den Wunsch, daß die
Zintracht und das friedliche Zusam:menwirlen, die sih schon wäh⸗
end des Baues der Synagoge vethätigten und 8.sonders schöon bei
hrer Einw ihung hervortrasen, iu Zukunft an Stärke und Herz⸗
lichkeit in allen Schichten unserer Bevörkerung zunehmen mögen.

tFrankenrhal, 18. Jan. Der Rekurs des Vorstan—
des der hieñgen Voltsbank wegen der Bezahlung von Gewerbeseuer
wurde von kgl. Regierung abschläglich beschieden, so daß demnach
die Voltsbant künftig Gewerbesteuer, und zwar mit einer Norman
AUnlage von jährlich 60 fl., zu bezahlen hat.

. In Cadolzburzg (VPiittelfranken) saßen am 8. ds.
Abends im Bauer'schen Werthshause mehcere Bauern und zechten.
kiner vo ihnen, Bauer Schroll von Schweighausen, äußerte:
„Wenn mic nucr Einer meine Hundertmarfnote wechseln wollie.“
Ein dem Schroll gänzlich unbekannter Bauet von Deberudor er⸗
zot sich, Dies zu thun, empfing die Note, ginq fort, tam aber
nicht wi det. Schroll sachte die Wirthshäufer ab und tcaf endlich
seinen Mann im Fleisch nann'schen Gasthause. Auf die Frage
nach seiuem Gelde entzegnete jener: „Als ich über d'e Straße
ging, kan eine Hexe, nanm mir das Papiergeld und sprang da⸗
von.“ Oogleich man run sofort die Gendarmecie herbeiholte und
den Deberndorfer Bauer in's Kreuffeuer nahm; obgleich man ihn
von oben bis unlen durchsuchte und ihn schließlich bis auf's Hemd
nttleidete, obgleich man iht de Nacht üder in die Frohnfese
ebte: das Gels ist sür Schroll bis jetzt verloren. —W
zleidt beharrlich bei seiner Aussage, eine Hexe babe ihm das Gep
Jenommen.

FRunkel, 13. Jan. Die ‚Cobl. Z.“ erzählt: Gestern
pielte seh in dem zum hiesigen Amte gehoͤrigen lleinen Orte Hofen
eine geauenhafte Mordgeschichte ab. Der kürzlich zum Bürgermeister
dort Erwählte erwordete den gewesenen —AX
diesem den Hals abschaitt. Hirrnächft machte der Morder im hie⸗
igen Gefängnisse seire n Leben durch Echänzgen ein Ende.

t Ein Deichbruh, der vor einigen Tigen in der Nahbe von
Damburg staltfand, hat bedeutenden Schaden angerichtet. Nicht
nur ist die Niederung dei Wiesen und zun Theu dis Luneburg
din unter Wasser gesetzt gewesen, sondern en paar Dorfer am
Auße ideiche, 60 Häuset enthaltend, waren in Gefahr ganz zerstoct
ju werden, die Bwohner wurden durch die Dächer gerettet. Brüden
sied weggerissen, und noch jtzt liegen auf den Feldern, die zun
Aroßen Theil mit Eis belegt find, große Eisblöde.

fBei der am 14. Jin. vorgenom mene Ziehung der stöhner
Dombau Lotterie fiel der Haupttreffer von 75.000 Mart auf Nr.
288. 169.

In Floren; ist der Kassiter deu römishen Ersenbohnen enl⸗
lohen und ließ einen Kassendefelt von 200, 000 Franfen X
Bemerkenswerth ist dabei, daß alle Beamten der rö nis hen Eisen⸗
zahnen eifrigst die Redlichkeit des verschwandenen Kassicers ver⸗
heidigen; einige derselben wollen dem doöchsten Chef dec Be mnten
die game Schuld beimessen — —
        <pb n="34" />
        pManchester, 8. Jan. Eine interessante neue Erfin⸗
dung wird jetzt aus Amerika importirt. Dieselbe trägt den Na⸗
nen „Type Writer“ und dient dazu, um mittelst einer kleinen
Flavialur Briefe, Auffätzt 2c. ꝛc. sofott zu drucken, statt dieselben
erst zu schreiben. Eine flüssige Druckfarbe wird dabei nicht ange⸗
wenbet und der gedructie Satz kang, gleich jedem anderen kauf⸗
nännischen Brief copirt werden. Die Maschine hat die Bröße
und Gestalt einer gewöhnlichen Nahmaschine and arbeitet zufrieden
elend. Dies ist eine Erfindnng, wie sie eben nur unter einem
juten Patentgesetze prattisch durchgeführt werden kann, da die
leberwindung der dabei auftauchenden praktischen Schwierigkeiten
icherlich unendliche Arbeit und große Kosten verursacht. Es kann
der Maschine eme große Zukunft vorhergesagt · werden. Die
Zchnelligteit des Druckes hängt lediglich von der Fertigkeit der
Dperirenden ab und ist bei einiger Uebung bald größer als die
der gewoͤhnlichen Scrift.

7 Ein interessanter Prozeß schwebt gegenwärtig vor dem
Zrelagericht in Davenport. Derselbe dreht sich um die Frage, ob
herr Charles F. Haase oder dessen Frau (die beide nebst ihr en
we' Kindern auf dem untergegangeren Dampfer „Schiller“ ihr
Leben verloren) zuerst starb. In jedem dieser Fälle sind näalich
die Erdben verschieden und handelt es sich dabei um eine Lebens⸗
versicherungs · Police von 5000 Dol. Ift Herr Haase zuerst ertrun⸗
ten, so waren dessen Frau und Kinder die Erben und von ihnen
witd die Erbschaft weiter deterbt. Kamen dagegen die Frau und

hre Kinder zuerst um, so ist Herr Haase der Erbe uud seire na—
türlichen Erben haben das aachste Anrecht.

x In Philadelpha starb am 24. Dez. der Hauptredalteur
des „Philadilph'a Demokrat“, Karl Rühl, der. aus sAussel ge⸗
bürtig, 1849 nach Amerika gekommen war: er wir einer der er⸗
sten Pioniere Californ'ens und schrieb daruüͤber das beste Werl, das
dis jetzt erschien.

Juilustrirte Jagdzeitung, Organ für Jigd, Fischerei
und Naturlunde. Herausgegeßen von W. H. Nißde,
—D0
Bünthir. — Nr. 7 diefer veliebten Jagdzjeitung ent⸗
hält: Jaade und Thierschußz vem Oberförster Muhel. —
kin Rehbock ꝛc. von O. v. Krieger. — Der Krähenhüt⸗
enjäger mit Illustration von H. König. — Christabend im
Walde, Gedicht mit Illustrat on von Sundblad. — Kgl.
Preuß. Hofjagden. — Bätenjagd in Shlesien u. s. w. u.
Juw. vreit3 Martk haldjahrlich in allen Buchhandtungen
und Postanstalten.
Fur die Redaction veraniwortlich F. X Demegz.

—— —— —

— — — — — — —

— ED— —

— *

— — —“

Zunmobiliarverlauf.
Einige Wohnhäousec und ver⸗
chiedene Bauplätze in d'esiger
Stadt sird unter sehr vorthe l⸗
jaften Bedingunge durch den
—X—
u verkaufen.
J. Boos. Geschaäftsagent.

Beschäfts-Empfehlung.

Den geehrien Bewohnerr von
zier und Umgegend zeige hiermit
rgebenst an, diß ich mich von
seute an, als
ESchuhmacher ⸗
tabliri habe, und bitte, mich
nit recht zahlreichen Aufträhen
rütigst beehren zu wollen, wobei
Zie ich jederzeit der promptesten
Ausführung uad guter Bedie—
aung bersichert halten dürfen.

Meine Wohnung ist dei Frou
Ww. Bichv, 2. Siock.

St. Ingbert, 17. Jan. 1876.

Joh. Just, iun.

Neues Zahr, neues Glück!
Cluok und degen bei Cohn!
Diesmal sind wiederum
ev. AMAq,Sι.r
zu gewinnen.
Die gree von der Lesp Landes⸗Regierung garantirte
GeldLotterie von über
8 WMill. 690,000 Reichsmark
ist abermals mit außer ordentlich großen und vielen Ge⸗
winnenausgestattet; sie euihalt nur 84.500 Loose, und werden
in wenigen Mongaten in 6 Abtheilungen folgende Gewinue sicher
gewonnen, nämlich: J großartiger Haupt Gewinn u Prä
450, 000 R. e, specieii RM. 300, 000.
1530,000, 80,000, 60,000, 2 mal 40, 000, 1 mal
36,000, 6 mal 30,000, 1 mal 24,000, 1 mal
20.,000, 1 mal 18,000, 11 mal 15,000, 2 mal
12,000, 17 mal 10,000, 1mal 8000, 3 mal 6000.
27 mal 5000, 42 mal 4000, 255 mal 3000, 8
nal 2000, 12 mal 1500, 1 mal 1400, 400 mal
1200, 23 mal 1000, 648 mal 600, 1000 mal 300,
75 mal 240, 35 mnal 200, 50 wal 180, 28,150
mal 142, 12,725 mal 140, 122, 120, 94, 80, 66
und 38 R.M.
Die Gewinnziehung der Uten Abtheilung ist amtlich auf
den 2oten und 21. Jannar d. J.
estgestellt, zu welcher
das ganze Original ⸗Loos nur 16 N. M. oder 3.Thlr.
das halbe Original Loos nur 8 NAM. oder 2 Thlr.
das viertel Original Loos nur 4 R. M. oder 1. Thlr.
toftet Diese mit Neglerungswappen verseheuen Original⸗Loose
jende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuß
elbst nach den eutferntesten Gegenden den gerhrten Auftraggebern
ofort zu. Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge—
winngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig-
en prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin
hungen überall kann man auch jeden Geiwinn in seinem —XXX
ausbezahlt erhalten.

Mein Geschäft ist bekanntlich das Aelteste and Allerglücklichste,
iundem die bei mir Betheiligten schon die größten Hauptge
winne ven R.Mark 360,000, 270,000, 246.000
225,000, 183000, 180, 000, 156, 000 oftmals
152,400, 150,000, 90,000, schr häufig 78,000
60,000, 48,000, 40,000, 36,000 R.⸗Mark ꝛc. x.
gewonnen haben und beträgt die Gesammisumme der in den Zieh⸗
uͤngen der Monate October, November, December vor. J. von
ausbezahlten Gewinne laut anit llichen Gewinnlisten die

Aime von uͤber Neichsmark 390,000.

Jede Bestellung guf diese eee kann man auch
Infach auf eine Posteintahluugs arte machen.
... e,. COIII

— — — *

— — —
Warnung.
Ich ersuche hiermit ——
neinet Fran, Charlhotte v.
Ehr, „ed. Born, weder eswas
zuf meinen Na en zu borgen
epvch zu leihen, irdem ich keine
Zahlurg oder Garantie für die—
c leiste.
Schnoppboch, 17. Janugt 1876.
Jakob v Ehr.
Hanf⸗Couverts
rit bend ohne Firma bedruck
verden angefertigt in dr
Druckerei dieses Blattes.

Am Sams-
ag Abend
purde im Cafe
Oberhauser
in brauner Ueberzieher 4
zen einen bauen vertanscht,
ind wird höfl. um best Um⸗
wechselung dorten gebeten.
Danksagung.

Sowohl eighen Namens, wie im Namen der hiesi en israe⸗
litischen Cullusgemeinden, fühlt sich der Unterzeichnete gedrungen,
den tiefgefühltesten Dank auszusprechen, den tgl. Bezirksamtmunn
derrn Damem für die gütige und freundlide Antheilnahme an
em Feste der hiesigen Synagoeneinweihung und für d'ie beredten
Worie, die er bei dieser Gelegenheit sprach. Herzl'chen D.ml
sir zuvorlomm⸗nde Beihe ligung am Feste sei ferner gebracht Herrn
tzurgermeist. t Cust er, den beiden Hetru Adjun bnein, wie dem
gaujen Stadtrauhe den ac tidven Mitgliedern
zees Musitvereinsud ter fre willigen hiesigen Fen e r⸗
dpeir. Herzlichen Dank all den hiesigen Rewohnern, die
zuͤrch Beflaggen und Bekränzen ihrer Hauser oder durch ihre her⸗
dnliche Aniheilnahme am Festzuge den Festtag der israelitischen
vemeinde auch zum ihrigen machten, herzlichen Dank allen denen,
zie auf irgend eine Weise zur Vesschörerung und Verhertlichung
des Festes beige tragen haben.

Wie noch in späten Jahren der Tag der Synagogen Ein⸗
veihung der hiesigen jraelitischen Gemeinde ein Tag frohen Ge⸗
icue ünd freudiger Etianerung sein wind, jo wird auch ihrem
Vedächtnisse siets eingeprägt bleiben die freundliche Antheilnahme,
dboitraftige und tolerante Unterstützung, die sie an diesem Tage
und schon wahrend des Baues ihres Botter hauses von Seiten der
dern h'er verirttenen Religionsgenossenschöften fard.

Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde: ir Hamburg .

—— Kahn. Haupt· Comptoir, Bank- und Wechsel-Geschäft.
——— — —
Iainoen e eemeh in St. Ingbert.
        <pb n="35" />
        2
2 5 52225
— 2 52558 — 85
53 22 —— 335233353355 — 52538
53 375353383 3337753 3355 35
52 ——3— — — —3 —3235 —352 3———3583 535555 2337 3S558S3 338
822 53538 —3333* 252 3535383 7233335 335385583535 7553 323885
7333— 85353 3333333 —332 25332233333538 s252*
23538253 55 3523555323538 222 —3 35223533533 223533
75 533555735 137 —33s5—0 535 5383258 — ——
323 533585385533 35 * 55 3235 —— 5232 22322 2553385
22 5—53 ** 322 —— * 2228 2 — 2—88853825 —— ——— — 322
*5 53232352323723 22 — —558 2255 —z—3822 532322
525 4—2—* 5 52*8 3 2332 —
—53323238338 55323 2*— *5 27 232 1233582 2 5 5 72
22 —23—3BB— 3 2233225* — 5z3358 3232253 28 28 5230
* 355 38* Z2 ——2—588 2 7 733257 5535822 5828 5322
22 I32. 7 532. 638*85353. 538322332 53 25 — Ek—
24 333 327 4 333 3 232535
2532353238 —— 2 — 322 —Z3 8 2 —A 23*838 538
22 223 — 2528382 52 37 —5 833 2827523 383
? 7 552335 5 8* 55—z38 753 3833376* 538,55353 285338
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23523 — 32382232 555 7 —232. — 3— 55555553
275 253575*5* 2532322232525 2* * 533
23 2* 73 5 322 — —— 3*
— 22—-—8 2S7 525 25 — 3223 S 2 — *
As55 388 3 333353333783—3z52 372
* —A * — · 20 7 7* —Z —
* 3 23.523 85 525 — 25260 —A
*2282825.232332 5235733223755322 237
5555 603 58 533 *5333532333 XR323
33237 —3—.3536225 2235585335 53275
B — S 25 —58 2—582—223722. 32 * 2
352 5256 5355 ⁊ 52 F * * 525322
52* 2 32 8 S. 2 8 2 2228 S5 * E
23 —325 532 222 —A —A
5— * — 27487 ——— * 27
38 8 *22333—3 — — —2522522355 5*
s e 23 — 2237*7
232553 52—5— — — 232 — 557 523223377— ——
3. * * 228 — * 3.2 7 722 *7
53 855 3552357 2.———233 7—238
22 53* — —A 55232 ——
z. 2c60 223553883 357 553c. — —
8 25 “23 2. 28255355 3 3*23—3 5255
— — 832 ——— 3 — — — — 22 —* — x
5—223232 328 6 528* — 7 * 3 3
5228 85—22—83 —9 —32235 *253 7528
5333 382 *33 *2. 53 — —
2238 533328 25 222234 — 25
232383 222335 2353282 532 523. 322
— — —R— 2525332225 S3B.3 2.
*73352 53553 3523332355. »355 58 6

—

*
4
1
2
2

⸗
2
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8
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8
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        <pb n="37" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Ar

—VEDDV—
Dder St. Inzberter Anzeiger und das (Z mal wöhentlich) mit dem Hruptblatte verbundene Unkerhaltunzsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei-
lage), erscheint wochentlich vlermal: Dienstag, Donnerssstag, Suümstag und Sonntaz. Der Abonnement zpreis beträgt vierteljahrlich
Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärts mit 13 Pfi. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift ober deren Raum, Reela neu

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
18876
Donnerstag, den 20. Jannar
M ILII.

— —
Deutsches Reich.
MG. chen, 17. Jan. Der vom Papste wegen Einfüh

. Aachs.Cibilehege) hes in Bahern erlassene Protest wird
hon vder Fayerischen Staats⸗egirrung nicht beantwortet werden.

Berlhin, 18. Jan. Im Abzeordnetenhause legte Minister
Camphausen den Staatshaushalts-Etat für 1876 vor und bemerkt
dazu: Trotz Ablehnung der Börsen- und Brausteuer durch den
Reichdstaz hat Preußen für 1876 800,000 Mark wenieer Matri⸗
fularbeiträge an das Reich abzuführen, als pro 1875 (bört).
Muthig urd fest schauen wir in die Zukunft, erhöhen mit Spar—
amkeit nothwendige Ausgaben (Bravo). Der Etat 1876 weist
an Mehrausgaben auf: für einige Gehaltsverbesserungen Erhöhung
)er Geyälter der Seminarlebter. Camphausens Rede wird auf
liberaler Seite mit Beifall begleitet. Die Fortschritispartei hat in
hrer gestrigen Fractions-Sitzung mit Majorität eine ablehrende
daltung gegenüber der Generalfynodalordnung beschlossen. Erfolgt
derea Publication durch k. Verorduung, dann beabsichtig sie eine
Juterbellation.
Ausland. J

Paris, 18. Jan. Man kennt jetzt das Ergebniß der
Dele irtenwablen in etwa 40 Devartements. Unter diesen haben
in 30 die Conserbdat'ven, in 3 die Radicalen die Mehrheit erzielt.
Diese letztern sind: Seine, Rhoönemündung und Ostpyrenäen. In
bö Departements: Yonne, Mahenne, Isere, Gard, Oran, ist das
Resul' kzweifelhaft. Im Departemen Drome stehen 174 Con⸗
serpauode 154 Radikalen gegenüber. Meistentheils wurden die
Maires gewählt. Im Departement Aube haben die Conservat'ven
40 Stimmen Major'lät. In Landes steben 484 Conservative
gegen 63 Radikale und 187 Zweifelhafte. Hier beträgt die Zihl
der gewählten Maires 360. In Vosges ist die Wahl Buffets
zesichert, und zwar mit 60 Stimmen Majorität. In der Haut—⸗
Haronne beträgt die conservative Mehrheit 70 pCt. Man glaubt
Algemein an einen Sieg der Conservativen. Die Bonapariisten
cechnen auf mindestens 80 Sitze.

St. Peter Sburg, 15. Jan. Die militärischen Bewegungen
n Sudrußland dauern fort. — Zwolf Großkaufleute sind wegen
Waffenverkauf an die Türkei nach Sibirien geschickt worden.

London, 17. Jan. Die „Times“ äußert nach einer Be⸗
prechung des angeblichen Inhalts der Noie Andrassy's, England
verde sich bezüglich der Vorlegung der Note an die Türkei den
iübrigen Mächten anschließen, sonst aber die Freibeit des Handelns
ich vorbehalten.

London, 18. Jan. Das Bremer Saiff „Salier“ it an
der englische Küste aufgefahren, aber ohne größeren Schaden bald
wieder flott geworden, und nach Bremen weiter geganzen.

Genetal Jovellar, der neue General⸗Capitän von Cuba
wirb, dem „New-York Heralde zufolge, in Wahshingtoner diplo⸗
matischen Kreisen für einen fähigeren und energischeren Mann als
Valmaseda, sein Vorgänger, gehalien. Es heißt, daß er mit Be—
tehlen herüberkam, die Haupthäsen der Insel in einen Veitheidi—
gungszustand zu versetzen, daß er dieselben mit schweren Belage⸗
rungsgeschützen armiren und viellescht sogar die Mündungen einiger
Häfen verstopfen werde

Permischtes.

FKaiserßblautern, 17. Jan. Die unlängst von
emn zu Munchen erscheinenden „Veteran“ gebrachte, (auch in den
„Anz,“ übergegangene) Nachricht, als habe S. Majestät die Ueber—
nahme des Protectorates über die Pfälzische Kampfgenossenschaft
abgelehnt, wird in der heutigen Nummer von diesem Blatte selbs—
viderrufen, indem sich dasselbe zur folgenden wörtlichen Verichti—
zung verpflichtet fühlt: „Die in Nro. 52 des Jahrganges 1878
enthaltene Nachticht, daß eine Bitte der Vorstandschast der Pfalzi
sjhen Kampfgenossenschaft um Uebernahme des Allerhöchsten Protec

— 2

torates von S. Majestäl dem Könige ablehrend beschieden worden
sei, beruht, wie wir aus bester Quelle erfahren, ihrem ganzen
Umfange nah auf Irrthum.“

FKaiserslautern, 17. Jan. Seit gedern sind am
hiesigen Ort die Bierpreise, die seit demn 1. Jan. etwas erhöht
vworden waren, wieder heruntergegangen. Die Mehrzahl der hie⸗
si jen Bierwirthe verkauft jetzt das Bier zu 11Pfg. pro n Liter,
einzelne zu 10 Pfg.

f Der „Pf. K.“ meldet aus Bruch mühlhach, 16. Jan.:
Bis jetzt kommen noch immer Knechte aus Ostpreuyßen hier an,
was den Beweis liefert, daß die Dienstherren mit denselben sehr
uufrieden sind, und noch immer Fortbestellungen für solche nach
Preußen geben; wie man hört, sollen auf Veranlassung von grd—
zeren Industriellen auch ganze Familien hier eintreffen.

F Aus Langwieden geht dem „Pf. K.“ eine Darle⸗
rung üder die daselsst einzestellten „ostpreußischen Knechte“, die
aber in Wirklichkeit aus Westpreußen und Posen stammen, zu;
n derselben ist u. A. bemerkt, daß in Langwieden und Umgegend
zereits 15 solche Knechte arbeiten. Die Leute seien von guter
HDaltung, von starkem Körperbau, genügfam, fleißig nnd meist von
veschck in der Arbeit. Ebenso wird die Pünkllichkeit derfelben
gerühmt. „Jeder detselben ist e'ine lebendige Uft. Das Wecken
Norgens kommt ihnen lächerlich vor; es weiß Jeder, wann es
zeit zum Aufsteben ist. Ebenso wohlthuend ist die Reinlichkeit,
eren sie sich befleißigen. Keiner will den Stallmist länger liegen
assen, als eizen Tag; die Gänge im Stalle sehen aus wie ge⸗
cheuert, und unsern Pferden wird das Putzen und Reiben, dem
äãe jetzt läglich dreimal unteeworfen werden, sonderbar vorkommen.“
Ferner lodt der Korrespondent die Höflichkeit der norddeutschen
Arbeitsleute, die bei der ecsten Begrüßung der Dienstherrin sogar
die Harnd küssen. Von dieser Art Höflichkeit, richtiger Unterwürfig—
keit, mag übrigens die Pfalz verschoönt bleiben. Als beste Zeit zur
Einstellung wird Michaeli beze'schnet, da in Westpreußen und Pofen
an Martini Dienstwensel st. „Die Hauptperson zur Vermittelung
dieser Leute ist Georg Wedner, Vesißer einer Niedeclage land—
virthschaftlicher Geräthe in Königsberg in Ostpr., Mühlenberg Nr,
3, an welchen man sich mit Umgehung aller Nebenpersonen direkt
venden wolle. Derselbe bere hnet für einen Knecht erster Klagse
einen Dienstlohn von 50 Thlrn., für einen Knecht, zweiter Klasse
rinen solchen von 40 Thlrn.,, Für die Hersendung und als Agen⸗
urfpesen kommen dann noch auf jedean Knecht etwa 20 Thlr. Die
Leute besteigen die Eiseubahn in Bromberg, und es geht die Reise
über Berlin, Halle, Frankfurt ꝛze. Jeder Keht ist von der
Agenlur mit zwei Lohnzetteln verseheu, wovon der eine für den
betreffenden Dienstherrn, der andere für den Kuecht seidst bestimmk
ist. Außerdem ist jeder Knecht im Besitze eines Abgangs, eugnisses
— genannt Anmeldezettet — von seiner früheren Gutsherrschaff,
auf welchem vollständige Auskunft gegeben ist über Personalien,
Geburt, Konfession, b sherige Vrwendung, Aufführung 2c.“

fHomburg, 15. Jan. Heute wurden im Rev'er
Jägersdurg auf der Jagd der Herren Gebrüder Krämer von St.
Ingbert 9 Stück Sauen gekreist und ein Keuler im Gewicht dvon
254 Pfuvd vom Oberförster König von Jägersburg erlegt.

fNeustadt, 17. Jan. Das gestern in Saalbau zu
Peustadt veranstaltete Concett, in welchem die berüͤhmte Concert⸗
ängerin Carlotta Patti und der Violin-Virtuose Camillo Sivori
mitwi kten, war sehr zahlreich aus der ganzen Pfalzz von nah und
ern, besucht. Die Künftler wurden enthustastisch begrüßt und ihre
Leistungen fanden wohlverdiente Anerlennung, ja zum Theil ftür⸗
mifchen Beifall.

F Von der Blies, 14. Jan. wird Folgendes im „Pf.
zur.“ berichtet: „Was die Vorarbeiten⸗ zum Ban der Bliesihal-
dahn anlangt, so find diese unseres Wissen so weit alo beendel
zu belrachten. In dem zur Bauscktibn Saargemünde gehörigen
Theile der Bahnstreche prangen schon die Grenzsteine und zeigen
dem Wanderer das bekannte „R. B.“ (pfalzische Bahnen). Der
Nich‘eingeweihte glaubt sicherlich, hier sei det Erverb von Grund
        <pb n="38" />
        und Boden schon beendet; aber Dem ist nicht so. Es sitzen nur
die Steine, und, wie man hort, soll im Laufe des Monais Feb—
ruar die betr. Commission ihce Thätigkleit zur Etwerbung des
Bodens be innen. Der zur Bausektion Zweibrücken gehörige Theil
derselben Bahnstrede ist noch nicht so weit vorgeschritten, jedoch
soll die Eigenthumsbewerbung zu gliicher Zeit wie bei erstge⸗
nanntem Theile, voslzogen wecden. Warten wir nun vorerst ab,
ob sich diese Gerüchte bewahrheiten.

FIn Pfeddersheim ist ein Falschmünzer vrrhaftet
worden, welcher falsche Zwanzig-Pfennigstücke fabricirte. Derselbe,
ein Schuhmacher, machte sich durh für ihn übermäßigen Aufwand
verdächtig und bei ergangener Hausdurchsuchung ward ein vollstämn
diger Muünzapparat und fertige falsche Münzen gefunden.

f Aus Ottier st adt bei Speier vernimmt die „Pf. Z.“,
daß während der Christmette letzthin ein Vater sein 3 Wochen al—
les Kind darch Schleudera an die Wand gelddet habe; derselbe
sei auch im Verdacht, schon früher drei seiner Kinder getödtet zu
haben.

pMünchen, 185. Jan. Bekanntlich gibt es viele durch—
löcherte südd. Scheidemünzen, welche von keinem k. Amte angenom
men und von Umwechslungestellen ebenfalls zurückgewiesen werden.
Nun tommen aber schon durchlöshherte Reichsmünzen zum Vorschein.
Es geschieht diese Durchlöcherung bei Kindtaufen zum Anhängen
sogen. Kerzen-Dreier.“ Wenn gesetzlich diesfer Entwerthung des
Geldes nicht abzuhelfen ist, so sollten Handels- und Geschäftsleute
olche beschädigte Münzen entschieden zurückweisen und dadurch als
Münzen verthlos machen.

Aus Straßbutg wird der „Karlsr. Zig.“ folgender
bemerkenswerlher Fall berichtile Von einigem Inleresse ist eine
»ürzlich hier von einem ehemaligen b yerischen Soldaten bei der
Staalsanwaltschaft erstattete Anzeige über einen von ihm gemein⸗
sam mit einigen Kameraden wähcend dee Belagerung von Paris
derübten Diebstahl von Geld und Schmucksachen in einem zum
Quartier angewiesenen Hause. Der Anzeiger erklärte, durch Ge—
wissensbisse zu dem Geständnisse gebracht worden zu sein. Der—⸗

— —
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St. Ingbert, 17. Jan. 1876.

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selse ist vorläufig in Haft und sind nähere Erhebangen über die
Richtigkeit der Angaben eingeleitet.

r Der Knecht eines Schäfers von Horreuberg bei Wiesloch
hatte eine Heerde Schafe von etwa 160 Stück zwischen Ubstadt
und Stettfeld am 11. d. M. aus der Waide. Als nun der
Schnellzug Mittags 1 Uhr 15 Minuten von Mannheim kommend,
ich der Heerde näherte, sprangen letztere auf dem Bahndamm in
gerader Richlung dem Zuge entgegen, welcher die Schafe erfaßte
ind 60 Stück vollständtg zermalmte. Der dadurch euntstandent
Schaden mag sich auf 1700 Mark belaufen.

Eberfeld 11. Jan. Eine eigenthümliche Scene sp'elte
sich am verflossenen Samstag in der Nähe unserer Stadt ab. Hin⸗
ter dem benachbartien Sonnborn liegt das dem Herrn E. Jung
zierselbst gehörige Rittergut Hammerstein. Zu dem Ver ralter die⸗
es Gutes nun lanen an dem genannten Tage einige Männer und
ragten, ob sie nicht den innerhalb des Gutes gelegenen Teich be—
rutzen dürften. Da dieser Teich häufiz zum Schlittschuhlaufen be—
nutzt wird, so glaub'e der Verwalter, es handle sich auch hier um
ein derartiges Eisvergnügen und ertheilte nichts annend seine Zu⸗
timmung. Aber statt dec Schlittschuhläufer betrat gegep 4 Uhr
Rachmittags eine kleine Schaar Wiedertäufer den Teich, Weergen
ein viereckiges Loch iu das Eis und vollzoz an neun Personen
»en Taufakt, wobei dieselben von ihrem Prediger in dem eiskalten
—AVV (Elo. 3.)

f Ueber die Vorsorge eines neu eingewanderten Ehepoares
wird von Nicholasville, Kentuckh, berichtet: Hier kam ein vejahrtes
deutsches Ehepaar an, um seine Heimath bei dem hier schon seit
Jahren wohnenden Sohne aufzuschlagen. Unter den mitgebrachten
Habsel'gkeiten befanden sich u. A. 10 Bund Roggenstrod, welches
die guten Alten ous Vorsorge aus dem schönen badifschen Ländle
mit nach dem unbekannten Amerika mitgeschleppt hatt⸗. Vorsichi
ist dit Mutter der Weisheit.

Rr7Kauischuck-Sodlen für Schuhe sind, wie die „W
P.“ mittheilt, neuerlich erfunden worden, welche aicht blos billiger,
sondern auch dauerhafter wären, als lederne.
2 Zimmer mit Küche
hat zu vermirthen
Wwe. Schwarz, Oberstadt.

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Frucdt⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Stadt Zweibrücken vom 19
Januar. Weizen9 M. 73 Pf
Korn 7 M. 66 Pj. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste Areihige

6M.98 Pf. Spelz O M. —
Pf. Hafer 7 M. 72 Pf. Kar
toffeln 2 M. 20 Pf. Heu 4M.
65 Pf. Snoh 4M. 30 Pf. per
Zentner. Weißtrod 13 Ko
52 Pf. Kornbrod 3 Kilo. 66 Pf.
ditto 2 Kilo. 46 Pf. ditto1
sKilo. 23 Pf. Gemischlbrod 8
Kilo. 86 Pf. 1 Paar Wed 190
Gramm 6 Pf. Spelzlern 0 M.
— Pf. Dinkel O M. --P. Misch
frucht — M. — Pf. Rerdfl. 1.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf.
Nalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 pf
Schweinefl. 60 Pf. Butter 1
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Das „Neue Berliner Tageblatt“s, Eigenthum der Redacteure desselben, begründet am 1. Oltober 1878, zählte bereitz am 1
November, also einen Monat nach seiner Begruͤndung, über 11, 000 Abonnenten. Das Neue Berliner Tageblatt“, welches täglich in
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2 ⸗ —A—— 8 222—
252 2 8532 — , 35333 —225
— — 22 25 5263 5 5332555 —5532238 —2
* 53353335858 25 5528 5 »48* 323 *8
* —A— 5* 8 8253 — 7 — — —
55553528 —585e.2 SBE 2 2585 2* 5 52255358 —
—* —A 2 —— 2 S 8 S 2* — —
8 — 27 — —A— —A 522 S O — — — 27*
8 5 —A 53 2 523 SAST — 28365 3252
*23 83*2 555555 31 * 53 5352 55553 — 25323 — 72
—A 232 —— — *2578 —— 22225 2 53* 5523358 2 — 3
* 3252. 538
32 * — 88 — 323255 — 22— 72
52 *5 8 — 52 28 — 23522— 5222 * 25 Z232
5 — 553 *ẽ —2525 25 — 52535324535 8 *292 8* 52
— 3583 —332 22 2* 503 —A 9 —c
2 2355335353 —— 5—582828 — ——— 57523. 323
T . 22 — * * * * —8 — 2 8 2 —53 —
5 5 33273588
3 sss42s5332333333* * 25 572355 2 s25 5533
33 3383 33 za3* 2Ez2*27
3 cẽ 28 c5*28 3835887 5— — — 2 * —EV
S23 53 2 * 8 5* * —A 53855 8 2n22
7 7z85—225 2878 52731 588383237 —283 A
2555535353 73 — —s560 32315* 2423 22 5—2 822
2NBS53 —A — S 2.5 3 82t — — 3 *228 2*5 —EE
8 25 —A 3* 25 282 2 * —A 225 — 3
— 9 * — 224 —— 2* — — —5 —52 222 t
* —A— —2 53323332 5222 22 2ES5E532 * — 25
m—m — NB * 22 — X 8
337 8353583 72753364 3
s 5 2 —— — 0 ——— 2 “5 * — — — S 3
9 33208 F33338338 25 431 A 2222528
b — — 22 —A — 8285228 22 * 25—885333337 82
A 28 2 —75 ——— 553535 * —A z25Sc
ẽ* —— — * O 2 2 — ** * 2 —————— — — 32
—A 253333355335373* 3* —A
——— 323535233 2823865 — 2242
—XE z 8 552533503 — 55 5223212
22 — X —— 275 213 5—34 — —A 3
53 552 224 5335352 5388 55 552 8 35228 53
R 2 —V— 525 — — 6028 28 *
2 253552335388 758 7338 222 —2535 *5
3 28 2558 *252 23 78 —E . —A —— z388
252 24 5 8 5 * 58 —— 3— —2 5 22822 25285 *
552 — —— 5* 232 32— 25828* EE 2S535 25 25
— 20 —2 M. 2 — —A 2 * 2. s —258S9
22 22 1 * 23258 * 5232 2——2 2
255 37 —85 35776755733 — 35323338
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2**. s 5* 22255 55 — ——
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235 32283 33238 259322

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        St. Ingberler Acnzeiger.

A

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A (2 mal wö hentlichj mit dem Hudtblatte veeburdene Usiterhaltun j3801att, (Zonatazzs mit islusteieter Bei-
lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonue mentspreis beträgt vierteljachrlich
Mark 20 R.⸗Pfo. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Necla neu

mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 12.

Samstag, den 22. Januar

8gis6

Deuitsches Reich.

Mäanchen, 19. Jan. Der Congreß deu'scher Landwirthe,
zer bisher immer in Beruͤn getagt hat, wird im Lauf des lommen⸗
zen Frühjahrs, wahrscheinsich im Monat Mai, seine Sitzungen
um ersten Vale in Süddeutschland, und zwar in Heidelberg ab⸗
zalten. Die Zeiischrift des landwirihschaftlichen Vereins in Bayern,
nocht die Landwirihe schon jetzt hierauf aufmerksain und empfiehlt
dem Congreß zahlreich beijuwohnen.

Serirto, 17. Jan. Vie Bercchnung der nach dem Teichs⸗
jaushalise:at jũt 1876 aufzubringenden Matricular-Beiträge ist dem
Bundesrath zugegangen. Für sammtliche Bundesstacten sind dar⸗
ach an Matr cularbeiträgen berechnet 103,448,581 Mark. Davon
sommen in Abzug die Antheile an dem Ueberschuß aus dem Jahre
874 mit 32072, 366 Mark und vleiben au baar zu zahlenden
Beitiägen 71 376218 Mark, gegen 1878 mehr 8.1481,082
Mark. Davon treffen auf Preußen 81.730,696 Mark, Bahern
i6 078,924 Mark, Socser 83,676,779 Mark, Würtemberg
987, 108 Mark, Baden 4,6647, 485 Mark, Hessen 1,162, 732 M.

Berlin, 18. Jan. Der preußische Staatshaushaltsetat
aro 1876 dalarcirt die Einnahmen und Ausgaben mit 651 Mill.
188,800 Mark. Davon e tfallen auf das Extra-Ordinarium
32,325, 282 Mart.

Berlin, 18. Jan. Die Geuerale Goben und Tämpling
durden zu Ritter des schworzen Adlerordens ernannt. Die Er⸗
nennung des General Kirchbach ist bevorstehend.

Berlhin, 19. Jan. Sämmtliche deutsche Landtage dürften
am ihre Meinung bezüzlich des Uebergangs aller Eisenbahnen auf
zas Reich befragt werdeun. (Ir. J.)

Berrlin “19. Jan. Heute ist der Reichsstag wieder zusam⸗
mengetreten. Nach Beantwortung einer von SchulzeDeritzsch ge⸗
tellten und auf die Handhabung des Genossenschaftsgesetzes durch
das Neuwieder Kreisgericht bezuͤglichen Interpellanon durch den
Minister Delbrück wurde die Uebersicht der Einnahmen und Aus⸗
jaben des Deutschen Reichs für 1874 in zweiter Lesung ohne
Debatt⸗ genehmigt und dann, da das Haus nicht beschlußfähig
var, die Sizung geschlossen. Morgen Berathung der Strafgesez⸗
iovelle.

Berhin, 19. Jan. Der „‚Reichsanzeiger“ meldet: Die
jpanische Regierung hat in Folge der Vorstellungen des Auswär⸗
igen Amtes der deutschen Negierung den Gouverneur und General-
Tapitän der Philippinen, Contre- Admiral Malcampo, telegraphisch
angewiesen den am 23 Oktober 1875 im Sulong⸗Archipl von
inem spanis heun Kanonenboote aufgebrachten holsteinischen Schooner
„Ninna?“ wieder faeizugeben.

Berlin, 19. Jan. Die Vorbereitungen sür die Weltaus⸗
dteJung in Ph'lodelphia sind, so weit sie sich in, Deutschland treffen
iassen, dis auf die Bestellung der deutschen Mitglieder der Jury
und den Kataiog im Wesentlichen zum Abdschlnß gebracht. Die
Pläne der deutschen Abtheilung in dem Hauptgebäude der Maschis
nenhalle und der landwirihschaftlichen Halle sind festgestellt und die
Nussteller auf Grund derselben von dem ihnen überwieesenen Raum
benachrichtigt worden. Die angemeldeten Werle der Kunst im
eigen:—lichen Sinne werden in der Zeit vom 17. d. Min. ab in
Bremen einer aus der Mitte der deuischen Kunstgenossenschaft her-
dorge ,angenen Jury vorgeführt und diejenigen, welche von der
Juiy fuͤc ageeignei erachtet worden sind, von dort nach Philadel⸗
ohia übergeführt. Auch die übrigen Aussteller sind mit Zulassungs⸗
und Tranzpotipopieren versehen worden, so daß der Befoͤrderung
hrer Auestellungbgegenstände Hindernisse nicht im Wege siechen.

Der Abg. Herz führte in der Reichsjuftiztommission in Be⸗
zründung seines Anirages auf Aburtheilung der durch die Presse
beganzenen Vergehen durch die Schwurgerichte aus, daß Preß-
Freiheit ohne Schwurgerichte underkbar sei, uad daß nichts den
Suden mehr erbittern und den wahren Reichsfeinden mehr Boden
»erschaffen würde, als eine Vessitigung der Schwurzerichte für
Bretße Sachen. Es wäre ein Armuthszeugniß für das prenhische

Volk, wenn dessen Regierung ihm fortan eine politische Institution
versagte, die den Süddeutschen seit einen halben Menschenaller ge⸗
vährt sei. Die Erklärung: „unannehmbar für den Bundesraih“
veirde wohl vorerst nichts Anderes bedeuten alß: „unangenehm
ür die preußische Regierung.“ Eben diese Regierung aber bedient
ich ihrerseits der Presse mitunter in einer so maßlosen Weise, daß
iie die dringendste Verpflichtung habe, die Staatkangehörigen in
dem Rechte freier Me'nungsäußerung nicht ungebührlich zu be—⸗
chränken. Redner sei ein großer Reichs. Freund und kleinlichem
Hartitularismus stets abhold gewesen, Wenn adber der nationale
hedanke darin g'pfeln solle, daß man den Mittel- und Klein⸗
Staaten ihre gaten Gesetze nehme und dieselbe der Rechtseinheit zu
diebe durch schlechte ersetze, so habt er für eine solche Spezies von
Patriotismus kein Verssandniß. Die Kommission hat bekanntlich
den Autrag Herz mit großer Mehr heit angenommen.
NAusland.

Die Nachrichten aus den belgischen Kohlengruben lauten
zünstiger. In vielen Gruben soll die Arbeit wieder aufgenommen
en. Sieben Arbeiter find verhaftet vnd drei ausländisge Führer
zer Bewigung sind ausgewiesen worden.

Im amerikanischen Senat wurde von General Sherman der
Antrag anf Herstellung einer Münz⸗ und Rechnungseinheit zwischen
den Vereiniglen Staaten und England eingebracht. Es wird vor⸗
zeschlagen, den Präsiden'en zu dem Adschluß eines Vertrags zu
rmächtigen, wonach der Dollar, von welchem 5 Stück gleich einem
Pfund Sterling find, als Münzeinheit bestimmt wird und sollen
das Pfund Sterling in den Vereinigten Staaten und der Dollar
in England nach dem Maßstabe von 5 Dollars gleich einem' eng⸗
ichen Pfunde gesetziichen Cours haben.

Rermischtes.

f Naiserztlautern, 19. Jan. Laut öffentlicher Be⸗
annimachung sind die Blottern dahier ausgebrochen.

Der Mauier Eckert von Ottersheim wurde von dem Be—
ärfegerichte zu Kaiserslautern, wegen Maieitäts beleidigung zu 2
Ponaten verurtheilt.

Die Baumwollspinneccei Oggerbheim hat aus Man⸗
gel an genügenden Aufträgen die Arbeitszeit auf 6 Stunden tag⸗
luich herabgesetzt.

Eine Correspondenz der „Pf. Ztig.“ aus der Vorderpfalz
lagt, daß seit einiger Zeit vielfach das Weißmehl mit Kartoffel⸗
nehl gemischt wecde, um in wügerischer Weise Gewinn zu
nachen und sagt am Schluß: „Wenn von München aus gemeldet
dird, daß Kaufleate und Krämet sich siatt des Kreuzets 4 und 8
Zfennige zahlen lassen, so findet dies auch vielfach in der Pfalz
ast in gleicher Weise statt, indem man statt 20 kr. 60 Pf., oder
tatt 35 tr. 1058 Pf. adnuimmt. Wer bei Umtechnung in Kauf
der Verkauf sich nicht an die richtig berechneten Umrechnungsta⸗
zellen hält, die in den Händen der Kaufleute sich befinden, sollte
Us Preller und Betrüger der Smafe verfaöllen.“ *

F Manuheim. Eiue neue militärische Einrichtung Gür
ven Krieg) sind die Linien-Commissare füt die Haupteisenbahn⸗
zin'en. Sie sind die Vorfstaände für d'ie Linien⸗Commissionen und
sein Chef des grojen Generalstabes unterstellt. Sie haben im
driege vom Tage der Mobilchachung an den ganzen Eisenbahn⸗
erlehr auf ihren Linien zu regeln. Die Lmien Commissionen be—
zehen aus Offizieren, Eisenbahn⸗ und Telegraphen:Beamten. Alle
drategisch wichtige Linien laufen in Berlin zusammen. Für jede
zinie wird im Kriege noch ein Linien-Commandaunt (Siabsoffizier)
rnannt, welcher mit dem erforderlichen Personal aus der Mili⸗
ar⸗Eisenbahn⸗, Telegraphen-⸗ und Postverwaltung zur Bildung
ines Stabes vecsehen wird. Unter diesen Limen Commandamen
jehen die Bahnhof Commandanturen, an der Spitze Stabsoffiiere
der Hauptleute aus nicht altiven Militäns gestellt werden. Diese
dahnhof⸗Conmandanturen haben unter sich den Lolalverlehr für
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        Truppen, Munition, Proviant ꝛc. zu leiten und sind für denselben
verantwortlich; ferner haben sie Requ'sitionsscheine zu prüsen und
zu verlaäͤngern, Marf hrouten zu ertheilen, Einquartierungen vor⸗
junehmen, Lazarethe und Magazine zu errichten u. s. w. Sie
verden mit den geößten Vollmachten ausgerüstet. Drei Commis⸗
ILä
und Karlsruhe haben.

FKirchheimbolanden. Zur Geldfrage scheint mir
folgender Fall erwähnenswerih: In einem hiesigen Geschäfte wurden
dieser Tage folgende Geldsorten umgewechselt: 700 Stück öster⸗
reicher a-Guldenftücke, 170 Stück osterreicher 1-Guldenftücke, 28
Stück holländische Guldenstücke, 190 Stüdk Guldenstücke, eine
Anzahl Kronenthaler, Sechsbätzner und Friedrichs'dor. Der Be⸗
fitzer dieser schon längst außer Verlehr gebrachten Geldsorten erlitt
einen Verlust von nahezu 150 fl. für Minderwerth; wie groß
jedoch sein Verlust an Zinsen ist, entzieht sich jeder Berechnung
Ein ähnliches Stückchen, wie das oben mitgetheilte erzällt die „Pf.
B.“ 3) In einem Dorfe bei staisersslautern hatte sich ein Bauernweib aus
dem Erlös von Butter, Schmalj, Eiern ꝛc. die erhebliche Summe von
eiwa 300 fl., bestehend in lauter Münzen, die jetzt außer gesetzlicher Gel⸗
sjung sind, zusammengespart. Dieser Tage brachte das Weib, nachdem
sie endlich die Lunte gerochen, daß es mit ihrem Schatze denn
doch nicht recht geheuer sei, diesen hieher und wollte ihn gegen
poll für neues Geld eintauschen. Aber sie wurde unter dieser Be—
bingnißz natürlich überall abgewiesen und erst mit einem Verlust
bon 70 fl. konnte sie ihn an den Mann bringen, und so ist auch
ie, wie manch' Anderer, erst ductch Schaden kluz und, wie es
heißt, aus Alteration hierüber sogar krank geworden.

f Mänchen, 14. Jan. Vor versammelter Mannschaf
der Gendarmerie-Kompagnie der Haupt. und Residenzstadt ent
widelte sich heute Vormittag ein in der Gendarmerie äußerst selte⸗
ner, vielleicht einzig dastehender Alt; der Chef des Gendarmerie⸗
lorps, Oberst Murmann, übergab nämlich dem Gendarmen Keller
die diesem von Sr. Maj. dem Kögige verliehene Ehrenmünze des
dudwigsordens für fünfzujährige Dienstzeil, von welcher der nun
74 Jahre zahlende Dekorirte 48 Jahre in der Gendarmerie stand.
Dem Jubilar, der heute noh als alliv in der Stadtkompagnie
dient, werden seine Kamerabcn noch eine besondere Feier seines
Ehreatages veranstalten.

FMünchen, 14. Jan. In einem Dorfe bei Arnst in
(Uorterfranlen) kam es tei einer Civiltrauung zu Thätlichkeiten,
indem der Bräutigam auch noch die lirchliche Teauung wollie, die
Braut aber aus Kostenersparniß des nicht für nöthig bielt.

fF In Augsbura wurde gegen 200 Wirthe Strafurtheile
erlassen, weil dieselben der Reichsgewerbe-Ordnung und den orts
polizeilichen Vorschriften entgegen bei Umrechnung des Bierpreses

in die neue Reichswährung einerseits eine Erhoͤhung des Pretses
vorgenommen haben, ohne der Polizeibehörde hierüber vother An⸗
zeige erstattet zu haben, anderseits den vorgeschriebenen Anschlag
der Bie preise in den Gasttimnern und Schantlokalitalen unter
ließen.

fBerlin, 15. Jan. Seitens der Bezirksregierungen ist

wiederholt darauf. hingewiesen worden, daß durch mitroskopische
Untersuchungen das Vochandensein von Trichtnen in den aus Ame⸗
rika eingeführten Schinken und Speckhseiten mehrfach fest zestellt
woriden ist und die Verwaltungsbehörden haben deshalb mit Recht
vor dem Genusse dieser Fleischwaaren in rohrm Zustande gewarnt.
Neuerdings ist nun zur Kenntaiß der Behörden gelangt, daß die
in Rede stehenden Fleischwaaren nicht nur direlt, sondern auch in⸗
direkt in einer Form unter das Publckum gebracht werden, welche
die Bezugsquellen dieser Fleischwaaren vollkommen verdecken und
auch deese Warnupng illusorisch machen. Es ist nämlich bekannt
geworden, daß Engrosgeschäfte diese Fleischwaaren aus Auecika in
großen Men ten bejiehen, sie nach ihrer Ankunft in Europa einer
nochmaligen Peczedur unte cwerfen, die ihnen ein besseres Aeußere
gibt und dann als innländis ve Fleischwaare in den Handel bringen.
Da auf diese Weise die Gesundheit und Sicherheit des großen
Publilums gefährdet wird, so lieat es, wie wir horen, in der
Abficht der Verwaltungsbehö dein, durch geeignete Vorkehrungen der⸗
artigen industriellen Täuschungen entgegenzutreten.

FrUeber den Stand des Concucses Strousberg berichten
Berliner Blätter: Es sind im Ganzen 655 nichtdevorrechtigte und
142 bevborrechtigte Forderungen bis jer angeneldet. Die Höte der
nichtbevorrechtigten Forderungen beträgt Millionen; die genauere
Ziffer derselben läßt sich noch nicht feststellen. Die Höhe der be⸗
vorrechtigten Forderungen, einschließlich der Gerichtskosten und der
HKosten des Concursverfahrens, würde sich auf etwa 700,000 M.
belausen. Aus dem Vortrag des Stadigerichtsrath Bennecke ist zu
entnehmen: es sei unmöglich, bei diefer auß⸗rgewöhnlich großen
Sachee schon jetzt ein volles, klares Bild derselden zu enlrollen.
Die Besitzthümer, die theils in Preußen, tyerls außerhalb Preußens
liegen, find bisher nicht taxirt. Es ist noch nicht eine eingzige

Taxe auch nur auf eines der Guüͤter eingegangen. Das biesiz
Mobiliarvermögen ist dagegen ganz adgeschätzt bis auf die Bib⸗
liothet. Der Büchervorrath ist en sehr großer, so daß es dem
einen Taxator, der nur dazu bestimmt ist, die Aufnahme zu voll⸗
siehen, noch nicht gelungen ist; das Material zu be vältigen. Trotz⸗
dem läßt sich schon heute mit Gewißheit sagen, daß die Tare des
jiesigen Mobiliarvermögens eine sehr hohe sein wird Die vor—
hjandenen Marmorkunstwerke sind allein auf 90,000 M. ahbgeschätzt.
Eben so sind die kostbaren Mödel sehr hoch taxict. Ob aber sfolche
Moöbel und Kunsswerke gleich Kaufer zu dieser hyhen Taxe finden,
müsse er, der Concurs-Commissär, bezweifeln. Der Werih der
xffecten läßt sih noch nicht bestimmen, doch dürfte anzunehmen
ein, daß d'e bevorzugten Forderungen gededl werden, während
die nicht bevorzueten Forderungen eine sehr geringe Aussicht haben.
Es läßt sith über diese eigentlich noch gar nichts sagen.
Frankfurta. M., 16 Jan. Eine drollige Mord⸗
geschichte spielte fich vor lurzer Zeit in einen. Dorfe des südlichen
Sauerlandes ab. In einem doertigen Wirihshaus sehrt eines
Abeads ein Orgeldreher ein in Begleitung eines kleinen muntern
Affen, der ihm beim Einsammeln der Pfennige gute Dienst:
ieiste. Der Orgelmann muß wohl tfüchtig an dem Abend gezecht
haben, denn am andern Morgen war seine Rechnung größer als
seine Baarschaft. Der Wirth aber machte eine doͤse Miene zum
bösen Spiel, und mit kurzer Ueberlequng konfiszirt er den Affen,
dis die Rechnung bezahlt sei Der Ocgelmann entfernte ich, um
den fehlenden Rest zusammen zu orgeln, während der Affe vom Wirth
unbarmherzig zu Bier und Branntwe nfäfsern in den Keller gesperrt
wird, das waren lange, langweilige Stunden füc den armen Affen, bis
endlich der Wirth in den Keller kommt und eine Flusche Vrannt⸗
vein zapft, wobei er natürlich don dem armen Gef nzenen
zeobachtet wird. Kaum hatte sich jener eutfernt, da hatte der Affe
nichts eiliger zu ihun, als sämmilsche Krahe der Fässer zu öffnen.
Das strömt⸗ und rauscht in den Keller hinein, daß es eine Lust
sst. Nach einiger Zeit kommt der Wirth zum zweiten Male in
zeu Keller, und — patsch, patsch steht nod gehl er bis an die
dadchel in Bier und Branntwein; im Hintergrunde sieht er das
etzte Faß seinen letzten Inhali auf den Boden ausströmen. Was
er gedacht und gesagt, wissen wir nicht; wer aber den Streich ge⸗
pielt, war ihm sofort klar; drahalb fallt er über den armen Vier⸗
händer her und schleudert ihn in erster Wath gegen die Mauer,
daß er sterbend alle vier Hände von sich streckt. Kaum ist die
That geschehen, da erscheint der Orgelmann, um seinen Affen ein⸗
zulösen. Das gab nun böse Gesichter und heftige Worte von bei⸗
den Seiten. Kurz, man verständigte sich nicht, es kam zum Pro⸗
jeß. und der Werth mußte einen Schadenersatz von 200 Thalern
leisten.

F In Sinmzing bei Regensdurg hatten am 13. Januar
zwei Mühldurschen eine Katze in einen Sach gesteckt, un sie darin
ju erschiezen. Der eine Bursche hielt den Sacd mit der Katze
hinaus, der andere legte die Flinte an und ichoß stalt der Katze
den Mühlburschen todt.

fVomPapierhandenl. Die Dec'maltheilung, welcher
dis ganze Rechnungswesen des Deutschen Reiches unterliegt, soll
für die Fole auch auf die Papierberehnung ausgedehat werden;
de desfallsigen Besch üsse der Berliner Versammlung deutscher und
zstereichischer Papierfabrikanten vom 21. Mai 1875 wurden durch
einen Erlaß des Reichskanzleramtes von 11 Decemder 1875 voll⸗
siehbar ertlärt. Nach der alten Theilung war 1 Bollen gleich 10
Ries zu 20 Buch zu 24 Bogen für Schreibpapier, während bei
Druckpapter das Buch zu 25 Bosen gezahlt wurde. Deese früheren
Theilungen werden nun vollständiz verlassen und aun deren Stelle
ritt fünftig die rein decimale Theilung, nämlich 1 Ballen gleich
lo Ries zu 10 Buch zu 10 Heft zu 10 Bogen,, welche für alle
Papiere gelten soll. Verschiedene deutsche Papserfabrikanten haben
zie neue Eintheilung beceits mit Neujahr eingeführt.

* Mit der endlichen Erreichung der deutschen Münz⸗Einheit
durfee man erwarten, daß es dem deutschen Geschaftömanne nun
auch beschieden sein werde, von den Mißhelligke ten und Nachtheilen,
velche ihm das frühere Vorkommen aller mögzlichen ausländischen
Münzkorten bereitete, verschont zu bleiben, indem nur die deutsche
Keichsmünze gesehliches Zahlungsmittel ist und angenommen zu
verden braucht. Statt dessen cursiren schon wieder lustig die Sos
veteig's die Napoleond'ors, die Jirperials ⁊c. ꝛxc. und damit hat
äch auch der Unfug, sie mönlichst hoch in Anrechnung zu bringen,
vieder eingestellt; ein Zustand, der recht gut durch Selbsthilfe zu
heseitigen wäre, wenn Jedermann gegen Anrahme fremden Geldes
»der mindestens gegen Berechnung über den niedrigsten Börsen⸗
Zats sich verwahren würde, austatt zu denlen: ich nehme das
Hold vnd hänge es einem Audern w'eder auf, womoöglich noch mit
inem Kursgewirn. Bei letzterem Verfahren ist nicht allein dem
Sinstroͤmen aus vä liger Münzen, die auf dem Wege legalen Handes-
zerlehrs in's Reich kommen, Thor und Augel gedffnet, sondern es
        <pb n="43" />
        ist auch Dritien, die mit dem eigentlichen Geschäftverkehre gar
nichts zu thun haben, zu dessen Benachtheiligung Gelegenheit geboten,
indem sie durch vortheilhafie Agiotage sich zur Einfuhr fremder Münzen
veranlaßt sehen. Abgesehen von der materiellen Seite, ist es in
moralischer Hinsicht zu bedauern, daß im deuischen Reiche so wenig
Verständn'ß dafür zu finden ist, daß der Deutsche so gut wie dee
Engländer, der Franzose, der Russe ꝛc. die Berechtigung hat, sich
an seine Landesmünze zu halten, und daß das Nichtbefoigen dieset
Grundsatzes ihm weder mehr Ansehen, roch mehr Geschäfte Seitens
des Auslandes zuführt. Die h'er gegebene Anregeng wird hoffent⸗
lich in weiteren Kreisen Anklang und Beherzigung finden; Diejenigen
aber, welche die gegenwärtige Kalamität leicht nehmen und darüber
hinwegsehen, mögen bedenlen, daß auch ihnen unangenehme Folgen
drraus erwachsen dürften, wenn nicht gleich von vornherein dee
alte Mißstand belämpft und auf dessen Beseitigung hingewitki wird.
FDas Thomas'she Uhrwer!l. Wie das ‚Bernburger
Wocheablatt“ meldet, ist mittels einer am 12. d. M. Abends von
Berlin eingegangenen Depesche an den Mechaniscus Fuchs zu Bern⸗
bdurg die Aufforderung gerichtet worden, in den nächsten Tagen
nach Berlin zu kommen, um an der von ihm hergestellten Nach⸗
abhmung des zu so trauriger Berühmtheit gelangten Uhrwerks dem
saiser Wuhelm den ganzen Mechanismus persönlich zu erläutern.
F Hand.verler und Baarzahlung. Die „K. B.Zig“ schreidt:
.Es ist wiederholt darauf hengewiesen worden, wie nothwendig es
sei, die Handwerker prompt zu bezahlen. Die gegenwaͤrtige Krisis
in den Erwerbsverhältnissen laßt uvns diese Mahnung an die be—
sizende Classe dringl'ich wiederholen. Man pbilosophirt tagtäglich
piel über die sociale Frage und die Dittel, dem Handwerkerstapde
aufzuhelfen; gar ma che dieser Philosophen denken aber nicht daran,
daß ein gut Stück sociale Frage in der rechtzeitigen Bezahlung
des Handwerkers stect. Schon nach den einfachsten Rechtsgrund⸗
fätzen gebührt dem Handwerter sofortige Bezahlung, wenn er seine
Arbeit abgeliefect hat. Statt dessen läßt mancher vornehme Kunde
den Handwerker Jahr und Tag auf Bezahlung warten und bleibl
so der Schuldner dissen, den er womöglich noch über die Achsel
ansieht. Der kleine Mann aber scheut sich nicht selten, an sein
Buthaben zu erinnern; er wird in Folge der ihm vorenthaltenen
Zahlung genöthigt. selbst zu borgen, um Material einzukaufen, und
zeht durch die Schuld seiner säumigen Kunden häufig der Vor⸗
theile des Einkaufs gegen Baar verlustig. Mögen unsere wohl⸗
habenden Mitbürger sich ihrer Verpflichtunsen gegen den Hand⸗
werkerstand unter den obwalienden traurigen wirlhschaftlichen Ver⸗
hältnissen doppelt bewußt sein; sie werden damit ein gut Theil
det socialen Noth aus dem Wege geräumt haben.“ (Sehr war!
Doch wäre dazu zu bemerken, daß die Handwerler ihrerseits auch
einen Unterichied machen sollten zwischen denen, weiche sosorl
jahlen, und denen, welche Credit in Auspruch nehmen. Wenn aber
die Kunden den gleichen Preis zadlen müssen, mögen fsie ihre
Schuld jetzzt oder erst in 12 Monaten berichtigen, so ist's tkein
Wunder,, daß es den meisten mit dem Bezahlen nicht piessirt.
Wer Rücksicht verlaagt, muß selbt auch Röckacht üben.

fe Nich der letzten Zählunz hatte Fcankreih 36.102,921,
Paruis 1,884,874 Einwohner. Was letztere Stadt betrifft, so er⸗
zibt fich aus den ftatistischen Nachweisen die Vesond ˖rheit, daß don
203,995 srit dem Kreege geborenen Kindeen 54,62.3, also meqdt
als ein Viertel nuneheliche sind. Im Allzemeinen läßt fich ein
Wachethum der Bevökerung konstatiren; zur in den nördlich n
normannischen Provinzen ist eiue leichte Verminderung ein⸗
zetrelen.

Im L8wenwinger. Das „Jourval du Hadre“
exzählt von einem Abenteuer, welches der Lowenbänd ger Bidel
dieser Tage in Hadre mit seinen Bestien zu besteden hatte. Bidel's
Bewohnheit war, wenn er während der Vorstellung in den Löwen⸗
winger trat, ein Schaf metzunehmen, welches durch seine Gegenwart vor
den Angr'ffen der wilden Thieren geschützt bli b. Neulich nun betrat
er den Löwenkäfig und legte, wie gewöhnlich, das Schaf auf den
Xüden einer Lowin. Kaum hatte er dies gethan, als ein Löwe
mit mächtigem Satßze aus einer Ede des Käfigs sich auf das Schaf
türtzte und se'ne Tatzen und Zähne tief in den Nacken dessel ben
begrub. Eine große Anzahl von Zuschauern wohnte diesem uner⸗
warteten Schauspiele bei vnd wurde, wie fich denken läßl, im ersten
Augenblicke mit Furcht und Scheecken erfüllt. Bidel jedoch bewahrte
keine Kaltblütigkeit. Er trat einen Schritt vorwätts und schlug
den Lo ven mit einer Eisenstange d rartig über den Kopf, daß das
zewaltige Thier sich zusammengrümmte, seinn blutendes Opfer los
lsieß und vor Schmerz brullend zurldkroch. Im nächsten Augen⸗
blicke jedoch sprangen sämmtliche Bestien im Käfige, durch den
Anblid des Blutes gereizt, empor und stürzten sich auf den kuͤhnen
Bändiger. Keiner don den Zuschauern bielt es für möglich, daß
—D
eire Geistesgegenwart; mit der Eisenstange um sich schiagend, hiel
x sich die übrigen Bestien vom Libe, bis er den rebellischen Lowen

zebändigt und in seinen Kafig zurückgetrieben balte. Dann pacdhte
er das blutende Schaf und vahnte sich mit demselben unter dem
donnernden Applaus des Publikums einen Weg durch die übrigen
»mpoͤrten Bestien bis zum Ausgange des Zwingers. Videl ging
unverletzt aus diefein Kampfe hervort, das Schaf ist jedoch an den
ethaltenen Wunden gestorben.
fNach einem aus New⸗PYork eingegangenen Telegramme bhal
ich die unter Neuendorff's Direktion stehende deutsche Operngesell⸗
ichafi, deren „star“ betanntlich Theodor Wachtel ist, und zu wel⸗
her unter bekannteren Mitgliedern auch Frl. Pappenheim und Frau
Wagner, sowie der Bassist Karl Formes sich befanden, aufgelöst.
Die in Amerita herrschenden überaus trostlosen Verhältnisse, in
Folge deren der Besuch des Theaters von Tag zu Tag abnahm,
haben die Katastrophe herbeigeführt.
F An dem bekannten amer'lanischen Mellionendieb William
M. Twceed wäre ein artiges Stück Geld zu verdienen, nämlich die
Summe von 10,000 Doll., welche nach Bekanntmachung in deut⸗
schen und anderen Sicherheitsblättern von dem Sheriff der Stadt
und des Kieises New-York als Preis für dessen Festnahme aus⸗
zesetzt worden ist. Derselbe ist am 4. Dezember 1875 in New⸗
Yort aus der Üüber ihn wegen kolossaler Fälschumen ⁊c. verhängten
Untersuchungehaft entsprungen, sol ein Schiff gekauft und sich da⸗
mit nach Europa gewendet haben. Die stedbriefliche ve oreibung
ein wenig schmeicheldaftes Bild seiner außeren Ecrscheinung — 5
Jahr alt, sehr stämmig, rothes Gesicht, breite gemeine Gesichtszüge,
leine Augen, greße Nase, rothe Glatze bis zum Genicke, graut
daarrene, stark hervortretender Hiaterkopf, laulet das Signalement,
das er Übrigens sicherlich nach Möglichkeil unzutreffend zu machen
hersuchen wird. Welche enorme Summe Tweed iich durch Gaunerei
aller Art anzueignen wußte, läßt sich daraus bemessen, daß die ihm
im Zivilverjahren auferlegte Bürgschaft nicht weniger als 4 Mil⸗
lionen Dollars bdeträgt! i
fF Der Königvon Birma macht bekannt, daß er eine
Jeitung herausgegeben und selbst die Redattion ühernehmen will.
Diejen gen Unterthanen, welche nicht abonniren, werden hingerichtet.
fe Ein Fall eigenthümlicher Erkrankung erregt in medicinischen
Kreisen Aufsehen weil derselbe aufs neue diran erinnert, wie vor⸗
achtig man bei dem Gebrauche grüngefärbter Stoffe sein muß.
Eene junge Dame war seit einiger Zeit während der Abende mit
Suickereien beschäftigt und hatte, um das Lampenlicht abzuschwächen.
über. die Lampe einen grünen Lan penschleier gehängt. Schon am
ixsten Abende stellten sich bei ihr Kopfschmerzen ein, die fich an
den folgenden Abenden wiederhollen. Als nun gar das Kopfhaar
des jungen Mädchens anfing auszufallen, wurde ein Arjt herbei⸗
geholt, der jedoch nicht helfen konnte, da er die Ursache dee Er⸗
rankung nicht zu ermitteln vermo hie. Endlich machte die Multet
der Potientin die Bemerkung, der Lampe ischleier enthalte vielleicht
chaͤdliche Stoffe. Nunmehr wurde der legtere chemisch untersucht
uud dabei festgestellt, daß der grüne Lampenschleier eine nicht un⸗
veträ htliche Quantität Acsenik enthalte. Der Schleier ist sofort
eatferat worden und das Mädchen seitdem wohl und munter.
Schladenwollc). Für diele Hauzhaltungen durfte es von
Interesse sein, auf die seit einiger Zeit in den Handel gekommene
„Sglacenwolle' hinzuwveisen, welche zur Zeit der eingehenden
Berjuche in Dänemart üder beste Isolirungsmaterialien noch in
ihren Ei ens daften micht bekannt gewesen sein dürfte. Unter dem
Mittojlop betrachtet, ist die Faser dieser Wolle eine hohle Glas⸗
rohre mit Luft gefüllt; eine Fläche don zwei bis drei Zoll Starke
solcher Fasern würde demnach e ge Anzadi von Luftschichten bitden,
delhe nur schwer einen Ausqleich verschiedener Temperaturen ge⸗
tatten. Versuche haben bemiesen, daß diese Wolle in ihrer Eigen⸗
chaft als shlechter Warmeleite. noch über Sesdenabfälle und Baum⸗
volle sieht, im Vergleich zu Häcksel odee Spreu hat die unver⸗
drennliche Schlackeuwoll⸗ den Vorzug der absolrten Unvergänglich⸗
leit. Im vecgangeen Jehe ausge'üllte Eiskeller mit dieser Wolle
jaben bie diesen He sost das Eis noch fast scharfkantig erholten.
Steppdeden von drei Zol Dicke, üder einen Eihaufen im ge⸗
vöhnlichen Keller gedeckt, hben denselben Erfolg erzielt.“
fDas große Loos der Kolner Dombau⸗Lotterie mit 75,000
M. ist dieses Mal nach Stultgart gefallen, und zwar an die Ge⸗—
hrüder See, Klaviermacher in der Piagofortesabrit von Richard
Lipp und Sohn.
fwBei Bistagno zwischen Alessandria und Acqui hat ein
Zusammenstoß von zwei Eisenbahnzügen Stait gefunden, wobei
woͤlf Personen mehr oder weniger stark verwundet worden find.
Die Schwerder vundeten wurden in Binagno zurüchelassen, die
inderen fuhren mit den Zügen weiter. Es ist eine ger'chiliche Unter⸗
uchung über die Ursache des Zusammenstoßes eingeleitet worden.
Far die Redaction derantwortlich F. X. Demeß.
        <pb n="44" />
        Licitation.

Montag, den 81. Januai

aachsthin, Rachmittags 8 Uhr zu

St. Ingbert im Café Obe r⸗

hauser werden von dem hie⸗
zu gerichtlich deauftragten kgl.

Notar Sauer in St. Ingbert
die nachbezeichneten Liegenschaften
im Banne von St. Ingbert der
Abtheilung wegen, öffenrlich zu
Eigenthum virsteicert, nanlich:

A. Zum Nahloͤsse des Peter

Thiery, weiland Kaufmann
in St. Ingbert, gehörig:

P. Pl.⸗Nr. 4. 4 Dei. Jlache,
ein an der Koisersstraße
zu St. Ingbert gelenenes
weistöckiges Wohnhaus mit
seller neben Hermann
Fischer und dem Cafoͤ
Oberhaufer, und

iIl. Nr. 10, 1 Dez. Flaͤche,
Scheuer mit Stall an der
Mühlgasse neden Philipp
—X
Stief; 3

B. Zum Nochlosse der Ra⸗
tharina Dreßler, Witwe
don Johann Bapuist Thiery all
—XE
Z. ̃s.Nr. 9852, 18 Dezimalen

Garien in den Dilmesgürten
neben Gustav Zix;

Pl.⸗»Nr. 2377 und 2378,
15 Dez. Garten in den
Bruchrechgärten an der
sohlenstraße, neben Fried⸗
rich Seib, zu Banplatz ge⸗
eignetz

Pl.⸗Nr. 4515, 23 Dejim

Wiese auf der Spick neben
Georg Bleif und Johann
Adam Peters Wittwe;

Pl.⸗Nr. 838, 30 Dez. Wiese

in den Großwiesen auf
dem Dilmesbruch neben
Franz Jatob Ehrhardt und
Johann Hellenthal.

Eigenthümer sind:

1. Johinn Thiery, Kauf⸗
mann in Schnappbach;

2. Michael Thiery, Bäcker
und Handelsmann in —St,
Ingdert;

3. Johann, Georg und Karl
Graubogel, minderjaͤhrige Kinder
der verstorbenen Katharina
Thierh, Ehefrau don Georg
Sraubogel, Werlfüͤhret in Hom⸗
burg in Deutsch-Lothringen,
welche d'esen ihten Vater zum
geseß!l ichnn Vormund urd ge—⸗
nannten Michael Thiery zum
Nebenvormund haben;

4. Elisabeih Thiery, gewerb⸗
lose Etefrau von Franz Abppre—
deris, Kaufmann, beide in Metz;

5. Bertha Beimer, minder
jährige Tochter der derstorbenen
Fheleuile Peter Bermer,, Tech⸗
niter, und Josephine Thiery von
Fraulautetn, welche den Kauf /
mann Karl Bermer in Saarlouis
zum Vormund und genannten
Johann Thiery zum Nebenvor⸗
mund hat;

6. Sophie Thiery, gewerblose
Ehefrau von Heinrich Holie
Prefessor in Luttich;

7. Helene Thiery, ledig un
ohne Gewerbe in St. Ingbert,
und

8. Mathilde Thiery, ledig

und ohne Gewerbe allda, eman
cipirte Minderjaͤhrige, welche ge⸗
nannten Johann Thiery zum
Curator hat.

St. Ingbert, 18. Jan. 1876
Sauer. k. Notar.
Aufforoerung.
Militair Ersatzgeschäft sür das Jobr 1876 beir.

Alle in der Zeit vom 1. Januar 1856 big 81. December
1856. geboreren Militairpflichtigen, fowie die Militairpflichtigen
rüherer Allersklassen, über deren Militairpflicht noch nicht entsgeie
den ist, z. B. welche entweder auf Reklamation, oder wegen Min
dermaß, oder wegen Schwäglichleit zurückgestellt, oder wegen hohen
zood-Nr. bis jetzt nicht zur Einceihung gekommen, d. h. dis ponibel
zeblieben, aber sich noch nicht im Besitße eines Erfa z. Reserv.⸗
Scheines befinden, werden hiermit aufgeforert, sich zur Stamm
olle in der hierfür bestimmten Zeit vom 15. Jannar bis 1.
Februar 1876 auf dem hiesigen Bürgermeisteramtslokale eut
weder persönlich anzumelden oder im Verh enderungs⸗
jalle sich durch die Eltern, Vormünderec. aumelden zu lassen.

Die zum einjährig-freiwilligen Diensie Berechtigien sind zwar
von der Meldungspflicht zur Stammrolle entbunden, dieselben ha⸗
ben sich jedoch in dem oben augegebenen Termine hieroris einzu⸗
finden, um sich gegen Insinuations-Nachweis ütber die
mit ihrem Militair- Verhältniß zusammenhängen den Obliegenceiten
belehren zu lassen. —

Diejenigen Mil tairpflichtigen der Allersllasse 1856, welcht
zum eiajährigen Diensse jugelassen werden wollen und sich noch
nicht im Besitze eines Berechtigungssche'nes befinden, haben sich
längstens bis zum 1. Febtuar bei der k. Prüfungs Komm ssion
anzumelden.

St. Ingbeit, 21. Januar 1876.

Das Bürgermeisteramt,
Custer.
MA.LFOoPhA e⏑.
— «Jsravierstũceke
zu — Händen

ohne Octavenspannungen leicht bearbeitet und mit

Fingersaiz verschen von

Otto Sta u d Keæ.
Op. 81. Nr. 7- 10 42 60 Rpf., Nr. II. I2- LMark,

unnummmen inm Heste Marlk 2.50.
Inhalt: Nr. 7. Gluck, La Musette. Nr. 8. Schubert, Allegro mo-
derato. Nr. 8. Hummel Rondoletto. Nr. 10. Clemonti-
Allegro. Nr. 11 Dussek, les Adieux. Nr. 12 Buch, Andante
con moto.

Die Vorzũglichkeit der Standke'sohen Bearbeitungen
ist so allgemein anerkannt, dass es einer weiteren Em
pfehlung nieht bedarf. *

Seimn Op. 28, Octavenhatser, erlebte im Kurzer
Zeit 8BAuflagem.

Gegen Tinsendung des Betrages versende ieh franco

Petor Joseoph Tonger, in Cöln a. Rh.
Musikalicn- und Instrumenten-Handlung. .

— ——⏑ —
Kriegerverein. Geschäfts-Empfeblung

Sonntag. 23. Jan., Abende Den geehrten Bewohnern von
—A hier und Umgegend zeige hiermit

Gemüthliche ergebenst an, deß ich mich von
Unterhaltung, but an— ats

im Vereinslokale.

Der Vorstaud
HRotel Laur.
Montag, 24. Jannar,
Abends 6 Uhr
Rehragout
mit
8⸗rtouffelklösen.

Zwei möblirte Zimmer
in der Kohlenstraße, welche auch
einzeln abgegeden weiden können,
find zu vermiethen.

Wok saei die Erpedition d. B

Echuhmacher ⸗
etablirt habe, und bitse, mich
mit recht zahlreichen Aufträgen
gütigst beehren zu wollen, wobei
Sie 'ich jederzeit dir promptesten
Aus führung uad guter Bedie⸗
nung versichert halten dürfen.

Meine Wohnung ist bei Frau
Ww. Bichy, 2. Stod.

St. Ingbert, 17. Jan. 1876.

Joh. Just, jun.
⸗
ucht F
ird in's
Faur 2 Zimmer mit Küche
n anstaͤudiges dat zu vermietben
Jimmermädchen. Wwe. Schwarz, Oberstadt
FS esson ITruck ind Versag von I mmeg mn Ei. dnabert

Ein tüchtiger
Schmied
zür Kessel arbeiten kann
sofort bei hohem Lohn
eint reten bei
Groß E Swoboda,
Gosfomniaimeo
bei Saarbrücken.

Reductions-Tabelle.
Links ist der Kreuzer, rechts
der Gulden in Mark und
Pfennig um evnedelt. J
Jer m. e

Gulden
3
6
9
11
44
17
20
23
26
29
231
34
7
40
43
46
49
51
64
57
60
63
66
69
71
74
77
80
83
86
89
91
94
97
1100
l 8
A
9
11
14
17
20
23
26
29
31
34
37
10
43
46
49
51
34
57
60
63
66
69
71

2
at
a

13 71
3143
5114
6186
8157
10129
1200
13471
153148
17114
18186
20157
22129
24100
—Ax
27148
29114
301 86
32157
34129
36100
37171
39143
41114
42186
44157
46129
48100
49171
51148
5314
54 86
56537
58129
60100
61171
63143
6514
—W
684157
70129
72100
73171
75143
77114
781 86
80 37
82 29
9— 00
83171
87143
89114
90—86
92587
94129
96100
97161
99143
101114
102 86

8

I
¶
10
1
2
3*
1
45
6
7.
18
9
20
21
22
23
22
35
26
27
28
—V
20
*21
32
28
4
35
360
37
38
30
*0
41
42
23
4
83
A6
a7
28
19
20
5
7ẽã2
383
54
535
36
537
538
59
60
        <pb n="45" />
        Ingberler Anzeiger.

—A

⏑—
Der St. Ingberter Anzeiger und daß (2Z mal wochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei
lage), erscheint wöchentlich Liermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Souutag. Der Abonune mentspreis betraͤgt vierteljährlich
i Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswarts mit 15 Pir fur die viergespiltene Zeile Blattichtijt oder deren Raum. Aee lamen
mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.
M 13. M Sonntag, den 23. Januar

198876

Deutsches Reich. J

Mänchen, 17. Jan. Der sonst so reichstreue Ma ristrath
der Stadt Augsburç hat an alle baherischen Städte Aufrufe zur
Empoͤrung gegen die Reichsgesetzgebung gerichtet, naͤmlich gegen
die beabsichtigze Umänderung des 8 141 a2 der Gemeindeordnung,
velcher von den Krankenhäusern und den Veiträgen dazu handelt.
Dec Magistrat München schloß sich gestern diejer ARuflehnung voll⸗
o umen an und Bürgermeister Di. Erhard erkläete, daß er bere ts
den baher. Bundesbevollmächtigten und die Münchenet Reichstags⸗
abgeordaeten brieflich mit eingeweiht habe. Die Ansicht der ‚Na⸗
nonalzeitung“, daß die Krankenhäuser eine Quelle von Ecsparungen
fur bayer. Städte seien, wird als eine gänzlich schtefe nachgewiesen
und der z5 141a2 als ein bisher für Bayeru segens:eicher mit
allen Mitteln zu vertheidigen besch!ossen.

Mänchen, 20. Jan. Die, Süddeutsche Presse“ bezeich ret
vdie Mitthe lung. daß die Apsicht bestehe, den bayerischen Land:ag
nun doch noch aufzulösen, als jeder Begründung entdehre d.

München, 20. Jan. Der Koöͤrig wuid erst an 29.
d». M. von Hohenschwangau hier eintreffen und an diesem Tage
auch das Hoflager von dorlt hierher verlegt werden.

Berlbin, 19. Jan. Dem Reicetage soll in diesen Ta⸗
jen ein Nachtrag zu dem diesjährigen Reichshaushaltsetat zugehen.
Eẽs handelt sich um die Erhöhung dreier Vositionen: 1) des Bot⸗
schaftergehaltes in Rom von 75,000 auf 100,000 M., 2) des
ersten Botschaftssekretärs in Rom auf 12,000 M. und 3) für die
Weltausstellung in, Philadelphia auf 550,000 M.“ Die Mittel
für diese Echöhungen solles, soweit sie nicht aus den regelmäßigen
Finnahmen des Reichts zu deschaffen sind, durch Beiträge der ein⸗
jelnen Bundesstaaten nach ihrer Bevölkerungsziffer aufgebracht
werden.

Berlin, 20. Jan. Der Reichstag nahm in ecrster und
weiter Lesung den Gesetzent vurf betreffend die Mandalsverlängerung
der Reia sjustizkonemission an.

Berlhinr, 20. Jan. De Merdunq von der unmittelbar
devorstehenden Verlündigung der Synodalordnung ist, der ‚Rordd.
Allg. 3.“ zufolge verfrüht; ebenso ist die Nachricht, daß die Sanc⸗
rionirung derselben durch den Koͤnig erfolgt sei, zur Stunde noch
untichtig.

Die Kaiserin von Deutschland hit durch den deutschen Bote
schafter der Frau Dorrien Smith, welche bei dem Schiffocuche des
„Schelers“ sich der geretteten Passagiere und der Manuschaften des
Dampfers in edelmüthiger Weise annahm, ein prächtiges goldenes,
mit Edelsteinen besetztes Armband übersaudt. Das kaiserliche Ge⸗
chent trägt das kaiserliche Wappen, den Namenszug der Kaiserin
inn auf der Rücsseite die Inschrift: „Auzusta, Kaiserin von
Deutschland, für E. A. M. Dorrien Smith, in dankbdarer Aner⸗
ennung der Gülte, welche sie Deutschen beim Sqheffbruch des
Schiller“ am 7. Mai 1875 erwiesen hat.“ Zwei Damen in
Jeuzance, die sich bei derselden Gelegenheit durch ihre Munschen⸗
reundlichleit auszeichneten, wurden von der Kaiserin mit eleganten
Brochen bedacht. (Ee. Z3.)

Der „Reichs;Anzeiger? veröffentlicht das Gesetz vom 6. Jan.
3. J. betreffend die Abänderung des Artikels 15 des Münzgesetet
oom 9. Jull 1873. Nach diesem Gesetz euthält der erwähnte
Artilel, wie aus den Sitzungen des Reichstages bekannt ist, folgen-
den Zusatz: „Der Bundesrath ist befugt, zu bestimmen, daß die
Zinthalecstücke deutschen Gepräges, fowie die in Oesterreich bis
um Salusse des Jahres 1867 geprägten Vereinsthaler bis zu
hret Außerlurssetzung noch an Stelle der Reichsfilbermünzen,
nter Berehnung des Thalers zu 3 M., in Zudlung anzunehmen
ind. — Eine solche Bestinmung ist ducch das Reichs⸗Geseßbiatt“
ju verdffentlichen und tritt frühestens einen Monat nach ihret Ver⸗
zffentliaung in Kraft.

Aus Preußen. Die „Pegdb. Zig.“ eringert noch einmal
atan, daß der Bericht der parlamentatischen Commission, welche
Rua vbom Aba. Lasler aufgedeckten Eisendahn⸗Gruündangeschwindel

mzu untersuchen hatte, noch immer nicht zur öffentlichen Discusston
zekommen. Lasker deutete bekanntlich seinerzeit an, daß er nur
zuf irgend eine Anregung warte, um die Angelegenheit zur Sprache
zu bringen. Die „Madb. Zig.“ fordert ihn nun auf, auch ohne
ine solche Anregung vorzugehen. Jedenfalls darf die standaldse
Zeschichte nicht derartig in den Sand verlaufen, wie es der Fall
väre, wenn sie bereits jetzt mit jenem fast nur in parlamentarischen
dreisen bekannt gewordenen Bericht ihren Abschluß erhalten hätte.
Aus dem Elsaß, 15. Jan. In dem durch seine Tuch⸗
abrikation bekannten Orte Bischweiler ist nunmehr die seit
angerer Zeit befürchtete Calamität der Einstellung der Arbeiten in
den Spinnereien der „Vereinigten Bischweiler Tuchfabriken“ ein⸗
zeireten und dadurch eine Zahl von mehreren hundert Arbeitern
zxodlos geworden. Die Arbeitseinstellung ist um so bedauerlicher,
als sie die Folge eines gewissenlosen Gründerschwindels ist, welcher
zurch aus Altdeuischland herübergelommene Spekulanten in's Werlk
zesetzt wurde. Nach den Ereignissen des Krieges verkauften die
zisherigen Besitzer der ausgedehnten Spinnereien ihre Etablissements
x. an eine deuische Gesellschaft zu einem Spottpreise und von dieser
vurden die Fabriken demnächst an ein Consortium um einen Preis
veilterverkauft, der eigentlich von vornherein jedes Emporlommen
ieses Industriezweiges auch bei dem besten Willen der neuen Er—
verber unmöglich machte. Die verdienstvollen Arbeiterfamilien
verden gegenwärtig iheils aus privaten, theils aus öffentlichen Mit-
eln unterstützt und ist wenigstens fuͤr der Augenblick der drückendsten
Noth vorgebeugt. Der früher so betriebsame Ort mit mehr als
1300 Wohnhäusern, welcher noch im Jahre 1871 mit 9200
Serlen bedöllert war, ist jetzt ode und still und ham alle Aussicht,
in nächster Zeit auf die Hälfte der früheren Einwohnerschaft herab⸗
zusinlen. (Ger. Tgbl.)
— ——
Vermischte. 7

F Von wverlässiger Seite wird der „B.⸗Zig.“ die Mittbei⸗
ung, daß die Eisenbahnstrecke Germersheim⸗Lauterburg⸗Straßburg
uu 1. Juli d. J. dem Verkehr übergeben werden soll.

4Das Ministerium des Innern hat dem landwirthschaftlichen
dreiskomute der Pfal zz eiaen Beitrag von 1000 fl. zur Herstell⸗
ung eiaes agrikalturchemischen Laboratoriums vewilligt.

fAus der Pfalz. Die Gesuche um Ausstellung bes
Berechtigungsscheines fsür den Einjährig ˖Freiwilligen Militärdienst
ind bei der k. Prüfungscommission in Spehyer bis 1. Februar ein⸗
ureichen.

7 Die „B.⸗Ztg.“ meldet aus Reustadit, 19. Januar:
Lalerem M'itbürger Herrn Bierbrauer L. Geisel wurde vom deut⸗
chen Commissar der irternationalen Ausstelluug in Santiago, Chili,
ie erfrenliche Mittheilung, daß dessen Bier über sämmtliche ausge⸗
teslte deutsch? und fremde Biere den Sieg dadon getcagen und
nit der höchsten Auszeichnung, dem ersten Preis gettönt wurde.
—7Maunchen, 19. Jan. Die bayerische Notenbank wird
son Morgen an den Diecanto für Wechsel von 6 auf 5 und für
en Lombard von 7 auf 6 pCt. herabsetzen.

—fMünchen. Zurüdstellungen dom Militär⸗
dieust in Berücdsichtigung bürgerlicher Verhältnisse finden auf
Ansuchen der Militärpflichtigen oder deren Angehörigen statt. Es
»ürfen nach der neuen bayerischen Wehrordnung vorläufig zurück⸗
gestellt werden: a. der einzige Eraährer hilfloser Familien, erwerbs⸗
unfähiger Eltern, Großeltern oder Geschwister, b. der Sohn eines
zur Arbeit und Aufsicht unfähtgen Grundbesitzers, Pächters oder
bewerbetreibenden, wernn dieser Sohn dessen einziges Kind und
unentbehrliche Stütze zur wirthschaftlichen Erhaltung det Besißzs,
)er Pachtung oder des Gewerbes ist, o. der nächstälteste Brud er
ines vor dem Feinde gebliebenen, oder an den erhaltenen Wunden
erstorbenen, oder in Folge derselben erwerbsunfähig gewordenen,
der im Kriege an Kranlheit gestorbenen Soldaten, sofern durch
        <pb n="46" />
        die Zurückstellung den Angehörigen des letztern eine wesentliche Er.
leichterung gewährt werden kann, d. Milifärpflichtige. welchen der
Besitz oder die Pachtung von Grundftüchen durch Erbschast oder
Bermächtniß zugefallen, sofern ihr Lebensunterhalt auf deren Be—
wirthschaftung angewiesen und die wirthschaftliche Erhaltung des
Besitzes oder der Pachtung auf andere Weise nicht zu ermöglichen
ist, 6. Inhaber von Fabriken und anderen gewerblichen Etablisse
ments, in welchen mehrere Arbeiter beschäftigt sind, sofern der Be⸗
trieb ihnen erst innerhalb des dem Mililärflichtsahre vorangehenden
Jahres durch Erbschaft oder Vernächtniß zugefallen und deren
wirthschaftliche Erhaltung auf andere Weise nicht moͤglich ist. Auf
Inhaber von Handelshäusern entiprechenden Umfangs findet diese
Vorschrift siengemäße Anwendung, f. Militärpflichtige, welche in
der Vorb⸗ereinung zu einem Ledensberufe oder in der Erlernung
einer Qunst oder eines Gewerbes begriffea sind und durch eine
u erbrechung bedeutenden Nachtheil erleiden würden,. 8. Militär⸗
pflichtige, welche ihren dauernden Aufenthalt im Auslande haben.
F Seudem Straßburg daurch die neuen Werke eine
Festung erstens Ranges geworden ist, detreiben maßgebende Militärs
in Berlin die Erbauung der Eisenbahnlinie Straßburg⸗-Appenweier⸗
Freudenstadt⸗Reutlingen⸗ Ulm.
fFrankfurc, 18. Jan. Daß die Anspruͤche der
weiblichen Diensiboten sich voa Jahr zu Jahr steigern, ist eine
stehende Klage dr Hausfrauen. Das Neuesieen dieser Beziehung
ist, daß in diesen Tagen bei Annahme eines Zimmermädchens sich
deffelbe ausbedang, sobald Eisbahn vorhanden wäre, ihr jeden
Nachmittag zwei Stunden zun Schrittschuh⸗Laufen zu gewähren.
FODresden, 19. Januar. Vorgeslern ist die Wittwe
des Alexander Thomas mit ihren Kindern von Dresden nach Ham⸗
burg abgereist; ein Attache des amerikanischen Konsulats begleitete
sie. Heute verläßt das Dampfschiff, welches die fast immer kränk—
lche Frau nach Amer ka bringt, Hamburg. Das Ergebniß der
Sammlungen, welche fuͤr die Wittve und die Kinder in Dresden
von Amerikanern angestellt ward, soll 6000 Mark betragen. Im
Uebrigen hatten mehrere Notabililtäten sich zur Annahme der Kinder
erllärt was von Frau Thomas aber abgelehnl wurde,
T. Brusfel, 18. Jaruar. Louise Lateau ist, wie aus
Bois d'Haine gemeldet wird, am Sonntag früh gestorben.
fWMarseille, 16. Jan. Bein Ausladen eines aus Ost⸗
indien gekommenen mit Zuckecrohr beladenen Schiffes machte man
vor einigen Tagen die Entdeckung, daß drei große Schlangen sich
im Scheffsraume befinden. Es gelung auch in kurzer Zeit, zwei
Holzversteigerung Geshäfts Empfebiung. Cemuthliobkoit.
aus Staatswaldungen des Kgl. Den geehrten Bewohnern von Montag Abend Zusammen⸗ Schreine ogelsan
Reviers N hier und Umgegend zeige hiermit kunft bei Horst. —— hreiner Yogelsang.
e h hez ebenst ane den i ven Der Vorstand. Rechnungen
Am Samstag, den 20. ente an, ais
Januar 1876, Bormittags 10 vorräthig
Ube zu Pebäusel. —Ech uhmacher in “s, und u, Bogen,
Schlog Unterweidenthal. —— „TT Briefpapier
110 eichen Stämme, etabliri habe, und bitte, mich p —
24 Ster eichen Werkholj,. mit recht zahlreichen Aufträgen mit Firma bedrudt,
Sclag Prachtwald. zutigst beehten zu wollen, wodei α Vt.-
28 eichen Slämme. Sie jich jederzeit der promptesten Verlobunges-vvten
174 buchen Ausführung und guter Bedie⸗ und
9 Ster buchen und eichen nung versichert helien dürfen. Briese,
Werkholz. Meine Wohnung ist bei Frou Wein⸗
Schlag Krötenbruch. Ww. Bihy, 2. Siocd. und Waarenetiquetts
—A St. Ingbert, 17. Jan. 1876. werden billigst angefertigt in
203 buchen Joh. Just, jun. »er Buch⸗ und Steindru⸗
25 Ster duchen nud eichen erei von
— e wn J. J. Demetz.
chlag Schüßlerwald. — 2 —
22 ichen Siamme XRXM8IIE
d an MAasgew ahlte K,lavieratbüueo
** zu 4 Händen
—1288 cen Stamme ohne Oetavenspannungen loicht bearbeitet und mit
k Ster richen und buchen Werk⸗ Fingerzala verzehen von
holz. O ttoOSIMIVUIBLGOR.
Schlag Zuf. Ergtebnisse. on- 31. Nr. 7-10 4 60 Rpt, NFIIGB I22 I Maru,
88 eichen Stämme. xꝛu ;en in Hefte Maric 250.
—A Inhalt: — Feeh AMusette. Nr. 8. Schubert, Allegro mo
18 fichten und kiefern dito. — d — —— BxJ 8* uc
1bvirken dtto. con moto.
13 fichten Sparren und Stangen Die Vorzũglichkeit der Standke'schen Bearbeitungen
25 , Hopfenstangen. ist so allgemein anerkannt, dass es einer weiteren Um
16 Ster buchen und eichen Werl⸗ pfehlung niebt bedarf.
— g/ —XRX — E erlebte im Kurzer
weibrucken, . Jan. 1876. F e unagen.
Ronigl. 38 2 Zimmer mit Küche Gegen Finsendung des Betrages versende ich franco
RVuhnann. en or betor Joseph Tonger, in Coln a. Rh.
we. 3, Oberstadt. Musikalien- und Istrũmenten-Handlung.
Redaltien drud un Veria x. — —

derselben mit vergifteten Trauben zu tödten, während die dritte
nicht anbeißen wollte. Heute Morgen ge lang es nun, auch das
dritite Reptil mit vergifteter Milch zu tödlen. a 8*

f*Condensirtes Bier. In Frankreich ist ein neues
Verfahren der Bierfabrikation patentirt worden, wornach dasselbe in
condensirter Form als Tafeln oder Extract versendet werden kann.
Zu 1000 Liter Straßburger Bier sind 380 400 Kilogr. Malz
oder gekeimte Gerste, 7—8 Kilogr. Hopfen und ca. die Halfte der
sonst verbrauchten Quantität Hopfen erforderlich. Diese Masse wird
mit etwas gährungsfähigem Zucker eingekvcht. Zur Bereitung des
Bieres mischt man 100 Kiloge. Exiract mit 100 Liter Trintk.
woasser und thut nach 24 Stunden das Ferment zu. Alle 12
Stunden wird das Gefäß mit Wasser vollgefüllt und nach Verlauf
von fünf Tagen ist das Bier genießbar. Das Ferment muß ge⸗
trennt verwabrt nut erst wenige Tage vor dem Verbr auch dem
Biere zugesetzt werden. Der Ertroct ist in Büchsen oder Tafeln
von je ein Liter Bier Inhalt verpackt und die entsprechende Quan⸗
titaͤt des Ferment in Separatpaqueten beigegeben.

r* Unglücksfaul oder Verbrechen? Ein unerhörter
Vorfall hat sich in Saint⸗«Genis⸗Laval bei Lyon ereignet. Es
handelt sich um nichts Geringeres, als um einen in seinem eigenen
Dfen verbrannten Bäder. Ein gewisser Vallier beetrieb mit seinem
Hruder in Saint-Genis-Laval eine Bäckerei. Am Mittwoch srüh
5Uhr kam der Aeltere der beiden Brüder aus seinem Zimmer
herab, um seinen Bruder, der die Nacht hindurch gebocken hane,
in der Arbeit ebzutösen. Er sucht denselben Überall und findet
ihn nicht, er ruft seinen Namen, Niemand antkwortet. Indessen
bemerlt er bald einen widerlichen Geruch in der Bacsstube, der
ihm die Kehle zuschnürt. Der bereits abgestochene Semmelteig
and da, um in den Ofen geschoben zu werden. Das Ofenloch
var weit geössnet, die erlöschende Gluth verbreitete bereits ihre
letzte Wärme. Vallier blicht in den Ofen und bemerkt zwischen
der verklimmenden Asche den völlig verkohlten Leichnam seines
Bruders. So wen'gstens erllärt der Ueberlebende der beiden Brüder
den Nachbarn, die auf sein Geschrei herbeistürzten, diesen Hergang.
Bis jetzt ist der Vorfall noch nicht aufgeklärt, doch vermuthet man
allgemein, daß hier kein bloßes Unglüch, sondern ein Veabrechen
vorliegt.
        <pb n="47" />
        ge
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonniagt mit illustrirter Eei
lage), erscheint wochentlich viermalz Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonne mentspreis beträgt vierieljährlich
Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswaurts mit 13 Pfit. far die viergesp altene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclaneun

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
MeuJ. Daeenstas den as. Jauauaceee 176

Deutsches Reich.

Mänchen, 21. Die Civbilehe ist nun in Bayen eingeführt.
Sie läßt si nicht mebr aus der innerhald der blauweißen Grenz⸗
fühle gelegenen Welt schuffen, aber man kann doch wenigstens
zegen sie demonstriren. In den altbayerischen Provinzen hat näm⸗
ich ein klerikales Blatt den Rath gegeben, die Vrautleute sollten
zur Cibiltrauung nar im Stallkittel erscheinen, alsdann zur kirch
ichen Trauung erst das Hochseitsgewand antegen. Dieser Rath
st auch hereits an mehreren Orten auf dem Lande besolgt worden.
Wahrend der Staudesbeamte in schwarzem Anzuge das Ceremoniell
zornuhm, fanden sich dee Brautleute, auch wenn sie keine Arbeiter
varen, in Arbeitskleidern ein, um sie hleich darauf bei der kirch⸗
ichen Einsegnung mit ihren schönsten Gewänd'rn zu vertauschen.
Durch diese stille Demonstrat'on soll die Mßachtung gegen das
steichs zesetz ansgedrückt werden. In den Städten, wo dos Schickllich⸗
leitsgefühl auch in den letzten Bevölerungsschichten ein ausgebildeces
st. kommen natürlich solche Kindereien nicht vor, würden auch von
den Standesbeamten kaum geduldet werden. Bemerkenswerth ist
noch der Umftand, daß die klerikale Presse den Ausdruck „Civlehe“
zurch „Civilkontrali“ zu ersetzen sucht, um so den Begriff „Ehe“
ewissermaßen nur für die kirchliche Trauung vorzubehalten.

Munchen,, 22. Jan. Nach hieher gelangter Nachricht
st der der Gesundheitazustand der Großfürstin von Kußland ein
janz hoffnungslojer. 6. K.)

Münachen, 23. Jan. Der Generallieulenant Py. Frht. v.
Podewils, Direktor der Gewehifabrik in Anberg, hat eine neue,
aus dünnem Messingbleche geprägte Patroner hülfe konstruirt, welche
ür das ganze deutsche Heer (also Werder⸗ und Mausergewehr) als
rüinheit?patrone in Aussicht genommen ist. Diese Patronenhülse ist
ückwarts volllommen gasdicht abgeschlossen, dilliger und leichter, als
ie bisherige Berdan's he M.ssingpatrone und macht deren Heistel⸗
ung Deutschland vom Auslande upabhänggegg.

Munchen. Als bahyerische Mitglieder der Jury bei der
Weltausstellung in Philadelphia wurden bestimmt: Die Maler
bert. Wenglein und Hagen. Eine frühere von anderer Seite ge⸗
axachte Nachricht ist falsch.

Berlhin, 20. Jan. Mit dem 1. k. M. triit auch mit Frank⸗
eich und Algerien das Postinweisungs ;Verfahren in straft. Keine
Anweisung darf über 300 Mark hinausgehen, doch muß die anzu⸗
veisende Summe zuvor in Francs und Centimes ganz nach der für
Zelgien deßhalb gegebenen Bestimmung umzerech set werden. Die
Bebühr muß im votaus durch Aufkleben von Freimarken entrichtet,
die Frankirung aber auf der Karte selbst erfoigen und der Abschnitt
)arf nur den Namen des Absenders enthalten. Die Gebühr be⸗
zrägt mindestens 50 Pfennig (bis 50 Marl) und steigt dann auf
l, 2 bis 8 Mark. —

Berlin, 22. Im. Unter den dem Bundesrath neuer⸗
dings gemachten Vorlagen befindet sich auch der Entwurf eines
Besetzes über die außerordentliche Bereitstellunz don Mitteln zu
Tasernenbauten. Für das Jahr 1876 soll eine Summe von
1,670, 000 Mark zu diesem Zoecke zur Verwendung gelangen,
velche auf den noch nicht zur Auszahlung gelangten Reltantheil
»es Norddcutschen Bundes an der französischen Kriegsentschädigung
angewiesen wird. Daraus ist zu schliezen, daß dieser Casernirungs⸗
sr auf die Staaten des ehemaligen Nord deutschen Bundes
eschränkti.
Aussland.

Wien, 21. Jun. Das ‚Tagblatti“ Kringt heute eia Tele⸗
sramm aus Cetivnje, demzufolge Montenegro die Offensive ergreifen
olirde und sollen Legionen zur Hälfte aus Herzegowianera und
MRonsenegrinern gebildet werden. Das Commando soll Montene⸗
Iro führen.

Paris, 19. Jan. Der Exkönig von Hannover ist
o rgestern mit der Prinzessin Friederile aus Biarritz hier angekom⸗
aen, wo er den Winter verbringen wird. Die Exlkoͤnigin und die
ütinzessin Marie sollen nachste Tage aus Oesterreich eintreffen.

Paris, 283. Jan. Die „Agence Havas“ meldet: Die
aus den französischen Häfen stgnalisirten Schiffsbewegungen haben
einzig den Zveck, die bestehenden Geschwader durch Ersetzung der
ibrüstenden Schiffe zu rekonstituiren.

Das französisch e Kriegsministerium schidt sich an, für die
aroßen Mandvrr des Jahres! 1876 die 1868er und 18609er Klassen
der Reservisten zum aktiven Dienst einzuberufen.
— — — 73
B—ermischtes.
7 SKaifersltautern, 21. Jan. Es ist bis jetzt nur ein
inziger Blatterafall dier dorgekommen.

F Aus der Pfalz. Aus Germerrnheim, 20 Januar
erichtet die „Pfälz. Zig.: Gestern Adend gegen 5 Uhr
mtzte im Militärlazareth dahier ein Soldat zum Fenster
inaus und war nach wenigen Minuten eine Leiche. Wie es
heint wollie derselbe in die dor dem Lazareth hinziehende Vertie⸗
ung schauen, beugte sich aber zu weit hinaus. Der Fall erregt
im so größeres Aufsehen, als der Unglückliche an Weihnachten
hwer krank darniederlag und nur durch die Kunst und die größle
zorgfalt der Arrzte geretiet worden war. Wie wird sein Vater
urch diese Nachricht bestürzt sein, der ihn während seiner strant⸗
jeit besucht hatte, und wußte, daß er wieder genesen war!

4 Der „L. A.“ berichtet von der Queich: Das Tabaksge-
däft ist hier größtentheils erledigt und wurden in Zeiskam, Ober⸗
ind Niederlustadt, Weingarten ⁊c. je nach der Qualität 183 bis
18 fl. per 100 Pfund gezahlt; für Sandblätter 52-8 fl., was
vohl für die Pfalz so ziemlich die Norm sein wird. Die
Ubnehmer waren, haupisächlich Tabatsfabrikanten der Pfalz und
hadens.

f Eine neue Art von Fälschung. Die „Nürnberger Prehe“
»erichte.: In den letztvergangenen Tagen sind bei der hiesigen
Ztadtpost zwei Postanwe:sungen präsentirt und ausbezahlt worden
velche sich nachträglich als gefälscht erwiesen haben. Sie trugen,
ie Einzahlungsstempel Forchhein und Auerbach, welche ächt,
vährend bei diesen Postexpeditionen Einzahlungen nicht gemact
scin sollen.

fVBerlhin. Das Kammergericht hat am vorigen Donnerstag
ein Urtheil gefällt, welches den Bauernfängern hoöffentlich einen
zeilsamen Schrecken einjagen wird. Ein Mitglied dieser gemeinge⸗
ährlichen Zunft, das in Gemeinschaft mit mehreren unermittelt ge⸗
zliebenen Genossen einen Russen um eine hübsche Summe im
dartenspiel geprellt hatte, war in ersler Instanz zu der gewiß
nicht geringen Strafe von 9 Monaten Gefängniß verurtheif
vorden. Die Staalsanwaltschaft fand das Urtheil noch pu gelinde
ind appellirte. Das Kammergericht hat darauf mit Rüchsicht ouf
die Gemeingefährlidkeit der BVauernfängerei und auf die Vorbestraf⸗
ungen des Angellagten, der eins der hervorcagendsten Veitglieder
der Zunft sein soll, die Gefängnißstrafe gegen ihn auj 1 Jahr 6
Monate erhoöht.

fDie Staots Kassens heine des Herzogthums Anhalt werden
zis Ende März l. J. bei der Haupistaatskasse in Dessau, sowie
»ei den Regierungskassen in Cöthen, Veinburg ꝛ⁊c. ein elöst; nach
pieser Frist sind sie völlig werthlos. Theile von Scheinen,“ bei
deren Präsenlanten nicht der Verdacht rechtswidriger Zueignung
rorliegt, werden gegen Vergütung von 0,75, 1,50, 2225 Mart
ür den bezüglichen Theil eines Thalers eingelöst.

F(Augen, Haut und Haare unserer Shuljugend.) In Folge
der zu ethnologischen Zweden angestellien Ermillelung über Farbe
»ckr Augen, Haut und Haare der Sahüler unnerhalb Deutschlands
jat sich herausgestellt, daß don etwa 760,000 Schulern 224, 000
laue Augen, 287,000 graue, 255,000 braune, 450shwarze, 3 rothe
ind einer ein braunes und blaues Auge hatte. Blondes Haar hatten
210.,000, braunes 313,000, schwarzes 3700, rothes Haar 1927
        <pb n="48" />
        veißes 74, gelbes 158, weiße Hautfarbe 648, 000, bräupliche
117,000. Die Zahlung soll alle fünf Jahre acen werden.
—— 393
1 Wergeßlichteit, In den Depois der Berliner Pferdebahu
werden färlich eine Menge von Gegenstarden eingeliefert, welche
namentlich von Damen in den Pferdebahnwaggons vergessen wer⸗
den. Der merkwürdigste Fund aber, der kürzlich auf der Strecke
Hallesches ThorKopuickerstraße gemacht wurde, war — ein le⸗
hendes Kind,, welches von seiner Mutter vergessen und liegen ge⸗
lassen worden war. Die betreffende Munetr uuterhielt sich, wie
die „Nordd. Allg. Zig.“ erzählt, während der Fahrt sehr ange⸗
legentlich mit einem Herxrn und hatte das sorgfältig in Tücher ge—
wickelte Kind neben sich auf die Bank gelegt. Am Endpunkte an⸗
gekommen, stieg sie sowohl wie der Herr aus, Beide trennten sich,
aber idas Kind blieb liegen. Der Wagen fuhr neu gefüllt nach
dem Brandenburger Thore zurück, Niemand agtete auf das Kind,
weil Jeder glaubte, daß es einem Anderen gehöre. Als der lleine
Fahrgast sich endlich durch Schteien lästig machte und dabei konsta⸗
uͤrt wurde, doß er anscheinend berwaist sei, nahm der Gonducteur
ihn an sich, um ihn dem am Brandenburger Thore stationirten
Schutzmanie zu übergeben. Dieser verrieth keine große Neiguag,
den Findling zu übernehmen und noch »schwebten“ die Verhand⸗
lungen, da kam mit dem dritinächsten Wagen die vergeßliche Mut⸗
jer augefahren, welche ihr Kind nicht eher vermiß hatte, als bis
Je in der Wohnung die leere Wiege gesehenl
x Ueber den aus Odessa neulich gemeldeten Eisenbahnunfall
hei der Station Broschtscha berichten die russischen Blätier: Der
am 5. Jan. verunglüctie Zug ging uus Jelissawetosgrad mit 419
Mann UÜman'schen und Smiew'schen Rekruten nach Odessa. Den
Unfall verursachte der Umstand, daß nach Anotdnung des Wege⸗
neisters und seines Gehülfen 4 Schieuen des Schieneustranges
durch neue ersetzt werden sollten; der Maschinist hemmte den Zug
aicht zeitig genug, letzterer stützte vom GErdwall und gerieth in
Brand, wodurch er fast gänzlich vernichtet wurde. Von den Rec-
ruten litten 120 Mann; darunter wurden 3 zerschmeitert, 63 ver⸗
brannien und 54 erbielten Verletzungen.

f Eine alte Prophezeiung. Nicht zur Unzeit erinnert
Farley an eine alte Prophezeiung, welche aus dem Jahre 1453,
dem Jahre der Eroberung Konstant inopel's datiren soll. Dieselbe
autet: „In zweimal zweihundert Johren wird der Bär deu Halbe
nond angreifen; doch wenn sich Hahn und Bulle verbiuden, wird
der Bär nicht die Oberhand oewinnen — aber siehe! in zweimal
jehn Jahren wiederum mag der Islam es wifsen und fürchten, da
teigt das Kreuz, der Halbmoud nimmt ad, erbleicht und ver⸗
chwindet.“ Die zwei Dezennien seit dem Ende des Krimkrieges
ind abgelaufen — die Stunde rückt nahe, wo der Türke aus
—XX—0 nach
iiner passenden Stadt Kleinosiens zurückweichen müsse. Das wird,
vach Ansicht Farley's, auch der erste Schritt zur Wiedergeburt der
Türkei se. — —

Das lurzlich erschienene Blaut Puck“ scheint im Gegensatz zu
den Erfahrunzen, die man gewäͤhnlich mit nenen Erscheinungen auf
diesem Felde macht, von Nummer zu Nummer besser zu werden.
Die soeben ausgegebeue Nummer 3 enthält eine Juustration üd er
zie orientalische Frage, die mit zu dem Besten gehoͤrt, was in dieser
Art unsercs Wissens bi⸗zher erschienen ist. Bismarck, Gorischakoff,
Disraeli, Andrassy, Victor Emanuel reiten auf einem Schaulkelpferd
(Mac Mahon ist bereits heruntereefallen und Victor Emanuel
slammert sich nur noch krampfhaft an), das die orientalische Frage
repräsentirt. Bismarck sizt vorn und führt die Zügel und hinter
ihm Gortschakoff und in der Mitte Disraeli,, der sich mit dem
Sattelgunn Snez Canal überschrieben, fesigeschnallt hat. Die
Anterscheift charakterisirt die Situation ausgezeichnet und lantet:
Das internationale Schaukelpferd, ein europaisches Weihnachts⸗
pielzeug. Gortschaboff zu Bismatk): Der Eine ist schon unten
iber die drei Andern — — — — (Bismarck zu Gorischatoff):
Dann muß noch ftärker geschaukelt werden, hecunter müssen die
auch noch. Auch die anderen in der Nummer enthaltenen Illu⸗
trationen sind ausgezeichnet, so ist namentlich der Zater Wrangel
als Ben Aliba ein kleines Meisterwerl. „Puck“ ist durch alle
—— ** und Postanstalten jür 3 Mark viecteljährlich zu
eriehen.
Versteigerung
Montag, den 31. Januar
atichsthin, Nachmittags 4 Uhr,
m Café Oberhauser dahier un⸗
mittelbar nach der Thiery'schen
Bersteigerung, läßt Herr Karl
GSisenacher, Steiger auf dem
St. Ingberter Eisenwerk, frei⸗
willig zu Eigenthum versteigern:
Pl.Nr. 2346 und 2346/.
168/110 Dezimalen Bauplatz
in den Bruchrechgärten
neben Anton Ganster's
Erben und Peler Kuhn.
St. Ingbert, 23. Jan. 1876.
Sauer. k. Noiar.
Holzversteigerung
ns Staatswaldungen des Kgl.
seviers Neuhäusel.
Am Samstag, den 29.
Januar 1876, Bormittags 10
Uhr zu Neühaufel.
Schlag Unterweidenthal.
110 eichen Stoͤmme, F8
24 Ster eichen Wertkholz.
Schlag Prachiwald.
28 eichen Stämme.
174 buchen ,
9 Ster buchen und eichen
Werkholz.
Schlag Krötenbruch.
22 eichen Stämme.
203, buchen
25 Ster buchen und eichen
Werkholz.
5chtag Schüßlerwald.
22 eichen Stämme.
38 buchen,
38 ihen in der Koh'lenstraße, welche auch
4— sarchen einzeln abgegeden werden können,
2 hainbduchen Stämme. sind zu vermizthen.
z Ster tichen und buchen Werk⸗lssind jeden Tag zu haben bei *3* J
kola J. J. Grew enig. Wo? sagt die Exbedition d. B.
Pedaktion Druck und Verlag von F. X. Demek in St. Ingabert.

Dhbreuische
Diensltboten
werden beschafft durch
—AX
Bliestañel.

— — —
Ein

weißer Spitzhund
ist mir am Samstag zugelavfen
nund kann gegen Bezahlung der
Inserationdkossten bei mir ab-
geholt werden.

Jakob Nagel, Bergmarn

———

O SBrusitleiden· O
Hern. Alex. Thiele in Nostock
Die Frau die im vorigen Jabre
den
Trauben Brust Honig
aus Ihrem Depot durch mich er⸗
bat, ist von ihrem Brustleiden
zenesen. Gegen Postnachnahme
bitte um 2 ganze Flajchen fur
einen Mann, weicher an demiel ⸗
ben Leiden erkranlkt ꝛc.
Lüberbdorf bei Fried
land in Medclenburg, 4. Jan
1876.
LRK. Ruste. Secretair
8 Frrree F
rust ⸗Ho⸗ A,
aig allein aͤcht —8*
mit nebigem Fa—⸗ 2
g i⸗ *
Jugbert, A.
bei 3
rich, in St. Jehenn, bei
z. P. Dudeudoeffer und
arl Thiriot in Saarlonis
bei Franz Alteakirch, in
Zlieskastel, bei Apotheker
C. Nichter, in Saargem und
bei Avotheker Birchnere
        <pb n="49" />
        *24
22 AMAAbre V
2 ⁊ —*22—
A —
1325183 535323 5538 z32333 J 73433 335
5253 89222372* 2 22* 25355 5—2835 3 —2 —228
8— — 82535 — * 2 9 2* x 2
33335333333 773 33 336535
5 32333233 z2. 2 2 —A 24 5 * 1383 3 2
2 52527 z233322. 2z283222 g 2 —— — n 27 8*
2 8 —— —— 283 — 2— 523859 22350 38 bʒ S
3 2 *5* *222535 —c3— 2 232 — 525 — 5*5 2 S 322 252 3
— —— 2 — —. 238 *— —AW 2. 8 2 — — 2 22 2 2* 3 5*
—3 15ꝰ ——*—268 —523 z2823 753 52* 2—355 —«5—5 53 5 2*
—— * 285726 3 22353335 15382 * —2 27c „7
2 7 252535 5* 2 2z2*7 —A — 5232 85
xa —— —— 22 22 —252 35883 2 2 57 5 532 25
5 *5 5* 2 3 —A — —— 252532 * 25 5 553235 7D 2235 22
8 — 2z25332323 e — 8 552 252 — *52 5*33 5532 —
2. 225 —— 232383 —— M2232. 852 25 2522 532
3 55E 25* 3 2 2 52.* * 8 5528 — 8 dos
* 522 —* 2 cẽ 25 —* * * 8 * 5.
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323353 —— s— E8 — 36 755 225
8* 33233383 523 5353333335 8833 —55z858 22
7* 225 * —— * * 2 2— 238 —— * —8
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5325 s35533 2555 33855368337 352 3532 s536332
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355533727* 2315888 5 255886232 F 58s5833
—V— 58 35365 573—c3 2 52— 57 — 2 cẽ
323 3333333255 333535 533835
587 5 * —A — — 25 m3287 —*235 25 8 5 52
—222852. 353582 28 252 —AA,— 2 * S 36 —
358383 33338
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323233333753 82
5 — — * 5
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133 ——877 —25522—— 253
* — 2 2 * —— — *
232 38333 252 z33533533 z58 52357—22333 — —
2 * 24 —32 — 2
A — — 3532333532* 23353523 3538

22* 22 5 232 —A — 8 2 522 28328 —A

—8 — ã 22 8 2* * —

5232 373273325 523733858 7275 33233853235 28335338 2328

855 22 — 88. — 531 3* —288 3 85822 235

2535 553552316 355332 — 522533328 58853 —e— —
235 * 573 —5*882* * —8 58338* — —z 235 2 2
J 522 22338k5 7 — 232 3255 — — z253522* 5283 223
52 252 352353 2233353 358 23 228248 228 — 5*232
9 3558 52288— 523*223 S 523258 525 5325528 3255

—A— 88— —2 232 23 —55 8533535 —A 520

25238 8355 —5 —— — 225385235 2533——22
—— 533533335 5 —5555 — 25z8 322533228 *3
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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage), erscheint wöchentlich Viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag nud Sonntag. Der Abonne ment opreis beirägi vierteljäͤhrlich
Marlk 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfp fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Necla nen

mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
4 15. Donnerstag, den 27. Januar

1876

Deutsches Reich.

München, 25. Jan. Um möglichste Eiagheit im deut—
schen Heere herzustellen, wurde in neuesser Zeit bei der Feld⸗Ar—
illerie d'e zweijähige Dienn zeit der Fahrsoldaten an Stelle der
dreijährigen gesetzt. Auf diese Weise sollen für den Kriegfall eine
zrößere Zahl von auseebildeten Fahreta gewonnen und dadurch
indere Nachtheile ausgeglichen werden.

München. 25. Jan. Der im Landtath von Oberbayein
im 11. vor. Mis. gefaßte Beschluß, 8 Nreisschulinspector
inzustellen, hat bereits die Sanktion des Königs erhalten. Die
zur Bewerbung auszuschreibende Stelle ist mit einem Anfangsge—
jalt von 3240 M. dotirt, wozu noch 480 M. Theuernngszulage
ommen.

München, 25. Jan. Dam Vernehmen nach soll der
Oberstlieutenant a. D. Max milian Frhr. o. Egloffstein, früher
Fommandeur des 5. Chevauxlegers-Regiments, ebvent. als Kom⸗
nandeur des Landwehr-Kanallerie-,egiments designirt sein; der⸗
elbe wurde bekanntlich wegen einer Rede, in welcher er unseren
dönig den erslen Vasallen des deutschen Reiches naunte, pensionirt.

München, 26. Jan. Die Prätonisirung des neuen Bi—
chofs von Passau, hat gestern (Dienslag) in Rom stattgefunden.
ẽs ist d'es dekaunttich der ehemalige bischöflich, geistliche Rath
Frauz Joseph Weckert.

Berlin, 22. Jan. Der Reichslag setzte in seiner gestrigen
Sitzung die zweite Berathung der an die Commission verwiesenen
Baragraphen der Strafgesetznovelle fort. Eine eingehendere Dis⸗
ussion entspann sich über F 232, der vou der Versolgung leichter
orsötzlicher, sowie aller durch Fahrlässigkeit verutsachten Körper⸗
jerletzungen handelt. Derselbe wurde schließlich nach dem Vor—⸗
chlage der Conmission mit einem Amendement Herz angenommen.
Dann vrerursachte noch F 247 eine lange Discussion. Es haadelte
ich um den Vorschlag der Commission, daß auch Lehrlinge und
svesinde wegen Entvendung oder Unterschlagung von Sachen von
anbedeutendem Werth nur auf Antrag verfolgt werden sollen.
Das Schlußresultnt war die Annahme der Conm'ssionsfessung.
Dagegen wurde in dem zweiten Alinea des Paragraphen der Au—
rag der Commission, die Stroflosig!eit eines zwischen Ehegatten
»egangenen Diebstahls auf die Zeit der Fortdauer des X
Zusammenlebens zu beschränken, asgelehnt.

Berlhkiu, 25. Jan. Camphdausen hat ein Memoire üker
ie Eisendahnfrage für das Staatsministerium ausgearbeitet. Etr
pricht sich gezen das einseitige Vorgehen Preußens, den Ankauf
det Bahnen ducch das Reich aus und kommt darin zu dem Schluß
aß die Frage temporisirt werde. Bestimmt verlautet, daß vor—
jufig die Frage vertagt und der Landtag in dieser Session keine
jzoclage erhalten weide.

Die far die Postbeamten seit 1872 bestehende Kaiser-⸗Wilhelms⸗
äftung soll nach einer vom Neichskanzler dem Bundesrathe ge⸗
wchten Vorlage auch auf die Telegraphenbeamten ausgedehnt
veden. Diese Siiftung wurde aus den Ueberschissen gegründet,
veche die Postverwallung durch die Führung der Post in den
värend der Kriegszeit und deren Folgeeit beseßten fraxzösischen
ran ebtheilen erworben hat.

Die Grundzüge für einheitliche Regelung des Apothekerwesens,
nsbiondere die Aufstellung von Normen für die Ertheilung von
dongsionen bilden den Inhalt eines Gesetzentwurfs, mit dem der
Bundsrath si h demnächsi beschäftigen wird. Es sollen in Zukunfl
iur nch persönliche Konzesfionen ertheilt werden.

NAusland.

Vermischtes.
FKaiserslautern, 25. Jan. In der Einigkeit der hie—
sigen Bäcker scheint ein gewaltiger Riß gekommen zu sein, denn
nicht blos verkaufen bereits einige derselben Kornbrod zu 60 statt
68 Pfa., sondern ein biesiger Brodhändler verkauft sogar eine vor⸗
züaliche Qualität Schwarzorod (Otterberger Gebach zu 58 Pf. per
3 Kile. (Pf. V.)

4Der Phfaͤlzische LehrerSterbtassesVerein hatte i. J. 1874785
eine Einnahme von 3719 fl. 27 kr. und eine Ausgabe von 2090 fl.
49 kr. Die Zahl der Sterbfälle betrug 14, aus Anlaß derselben
wurden 1390 fl. an Unterstühunzen ausbezahlt.

Die „Pf. Z.“ meldet: Nachdem der Hr. Regierungs⸗Vice⸗
präsident v. Bettinger, Verwaltungsrath und Ausschußmitglied der
Pfälzischen Bahnen, wegen vorgerückten Allers in seiner Eigenschaft
als Ausschußmitglied zurückgetreten ist, haben Se. Maj. der König
dem Verwaltungsmit liede Fr. Weber, Oberpostmeister der Pfalz,
die Funklion eines Mitgliedes des Verwaltungsausschusses zu über⸗
ragen geruht.

F Man schreibt aus dem Westrich, 22. Jan. Es hat
ein Mißliches und kann zu allerlei Unzuldmmlichkeiten führen,
venn die Kassenbeamten von Volksbanken Nebengeschäfte betreiben,
usbesondere Geldgeschäfte auf eigene Rechnung machen. Um dies
ibzuschneiden, ist vor Allem erforderlich, daß diese Beamten überall
o bezahlt werden, daß sie nicht auf Nebenerwerb auszugehen brau⸗
ben. Dies möge man bei Reuwahlen der Vorstände ins Auge
afsen.

s rMünchen, 24. Jan. Der Konig bat den vom Schwur—⸗
perichtshof von Schwaben und Neuburg umerm 18 November v.
J. wegen Mordes zum Tode verurtheillen Bauerssohn Jos. Mayer⸗
sofer von Schwonningen, zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe be—
mmadigt. Derselbe hatte die Dienstmagd A. M. Sätler am 13.
Juni v. J. durch Schläge cuf den Kopf erst betäubt, dann erdrosselt
und schlietlich in das Wosser geworfen. (Mayerhofer war es be⸗
auntlich auch, der in Betreff der Nichtigke i8bschwerde ertlärte, er
ei erboölig, die Gerichtskosten zu bezahlen, wenn er freigesptochen
oder nur in eine kürzere Freiheitssttafe versallt würde.

Augsburg, 20. Jan. Hier beginnt, von den Haus⸗
rauen ausgehend, eine Agitation gegen die Brodpreise. Ein „Ein⸗
jesandt“ in einem hiesigen Lokalblatse wirft die Frage auf, wes⸗
zalb die Bäcker derechtigt sind, für Brod, das sie disher uͤm 14
r. ve rlaufien, nunmehr42 Pfg. zu verlangen, da 14 kr. doch nur
40 Pf. ausmachen. Da die Väcer ber anderen Beschäftsleuten
nuch nur 20 Pfj. für diej⸗nigen Wiaren bezahlen, für die sie dis jetzt
IOkt. gaben, wird in dem betrefferden „Eingesandt“ zur Opposi-
'ion gegen die Bäcker und zur Errichtung gemeinschastlicher Bad-
jfen aufgefordert.

fBerlhin. Unter den am 23. d. beim Krönungs- und
O densfest Delorirten befindet sich auch der Oderprokuratot Popp
in Straßburg, früher bayer. Beamte in der Pfalz; derselde et⸗
hielt den rothen Ad'erorden 4 Ki.

F In Berlin hat ein 9jahriger Schulknabe, der von seinem
dehrer bearftragt war, ihm die zum Korrigiren eingereichten Hefte
ämmtucher Schüler in seine Wohnung zu tragen. vorgezogen, die⸗
selden unterwegs zu einem Schlächter zu bringen, als Makulatur
zu verlaufen und das Gely zu vernaschen.

r Feldmarschall Graf Wran gel wird in diesem Jahre,
nachdem er sein 92. Lebensjahr überschritten haben wird, sein acht⸗
igjähriges Dieustjubllaum im königlich preußischen Heere feiern.
—Al noch nicht vorgekommen sein dürfte.

fIn Frantfurt a. M., sind in letzter Zeit so viele
Blattern⸗Erlrankungen vorgekommen, daß der doruͤge ärztliche Ver⸗
ein an die Stadtverordneten die Bilte gerichtet hat, ein eigenes
Zlatternhaus erbauen zu lassen. Im Rochusspital lagen in letzter
Zeit durchschnittlich Tag fur Tag 45 Blatternktanke. (Seit dem
Jahre 1872 sind 12,200 Personen von auswarz nach Franlfur⸗

Pris, 25. Jan. Das „Journal offiziell“ bestätigt die
jesstern bend nach dem „Francais“ gemachten telegraphischen Mit⸗
geilunge, welche auf die Einberufung der Refervisien und die
Noblisimg der Territorialarmee Bezug haben.
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        gezogen, unter denen gar manche nicht oder nicht genügend geimpft
gewesen sein mögen.)

F Ueber die wahre Ursache der zu frühen Explosion der Kiste
des Thomas giebt der in Berlin anwesende Verfertiger des Uhr⸗
werls, der dasselbe in Canstan's Panoptikum erklärt, folgende Aus—
kunft: Thomas habe den Hauptwerth darauf gelegt, daß die Uhr
mindestens 10 Tage gehe und in dieser Zeit nur wenig differire,
daß der eiserne Hebel mit einer Kraft von mindestens 25 Pfund
niederschlage, und daß durch eine Zifferscheibe sich — ähnlich wie
bei einer Weckeruhr die Stunde — hier der Tag vorausbestimmen
lasse, an den der Hebel fallen soll. Er hat nicht gesagt, daß auf
Stoße und dgl. Rücksicht zu nehmen sein werde, und so wurden
auch hiergegen keine Vorsichtsmaßregein angewandt. Dieses Ver⸗
sehen des Thomas allein war die Ursache, daß der Hebel des Uhr⸗
werks in Foige der Stöße und Erschütterungen, die bei Berladung
der Kiste vorkamen, sich so früh löste und die Explosion schon in
Bremerhafen ersolgte. Ware eine Vorsichtsmaßcegel gegen das zu
frühe Niederschlagen des Hebels durch einen Stoß angewandt woc⸗
den — und dies wäre sehr leicht herzustellen gewesen — so würde
die Explosion auf offenem Meere erfolgt sein und ew ges Geheim⸗
niß haͤtie das namenlose Verbrechen verhüllt.

F In Stuttgart ist den Oifizieren die Benützung der
Pferdebahn als „nicht standesgemäß“ verbolen worden.

4 Durch das Zuchtpolizeigericht in Metz wurden jüngst vier
Finwohner von Montiany zu 20 Mart Geldstrafe, ebent. einer
Woche Gefängniß veruriheiit, weil sie durch Auslegen vergifteten
Weizens behufs Vogelfangs den⸗Tod vieler Hausthiere verursacht
haben.
4 Englische Blätter berichten aus London, 22. Jan.: Auf
der großen Nordbahzn (Great Northern Railway) fuhr gestern bei
Holzversteigerung Bürgerverein.
aus dem Gemerndewaldé JKünftigen Samstag, deu 28

Heckendalheim. JJan. Abends 8 Uhr
Generalversammlung
im Vereinslotal zur Neuwahl
eines Rechners.
Eckert, J. Vorstand

Mitiwoch, den 26. Janunar
. J. Nachmittags 1 Uhr, im
Schuhause zu Heckendalheim
perden uachbenannien Holzjor⸗
limente öffentlich versteigert:

Schlag All ment:

7 eichen Stämme 4 Cl. —
8,73 Ebm.

2 ,„ Ubichnitte 461.
0,95 Ebm.

3 , Abschnitte 5 Cl. —
0,85 Ebm.

5 liefern Sparren

14 eichne Wagnerstangen
—A

Stockfische,
frisch gewässerte, empfiehlt
Ph. Klinck.

Dem , gemüthlichen“ Prä
identen
OCaAarIS.......
zu seinem morgigen Nameus⸗
tage ein dreifaches
Hech,
daß der Knecht sammt der
Hobelbank wackelt!
W. J. S. M.

—Al
475 buchen Zauntrutteln.
7373 buchen Bohnenstangen
3 Ster buchen Klatzholz
688 , buchen Stangen⸗
prügel
168, eichen Prügel
1 Ster aspen
183 9, buchen Krappen.
700 buchen Reiserwellen.
Ommersheim, 25. Jan. 1876.
Das Bürgermetsteramt:
A. A.
Philipp.

Frischgewässerte
Stockfische
sind jeden Tag zu haben dei
J. J. Grewenig

der Station Abbot's Ripton, in der Nähe von Huntingdon, der
Eilzug von Schottland in einen Güterzug und bald darauf der
von Fondon konimende Eilzug in die beiden halbzertrümmerten Züge.
Der doppelte Zusammenstoß fend um 7 Uhr Abends dei Veftigem
Schneegestöber statt. So viel bis jetzt betannt ist, sind 11 Per—
dnen ums Leben gekommen, mehrere arg verletzt worden. Graf
Schuwalow, der russische Botschafter, und Lord Colville befanden
sich in eiuem der Züge, kamen jedoch unbeschädigt davon. 8

p Fastnacht fälll im laufenden Jahre gerade auf den Schall⸗
jag, den 29. Februar. Dieser Fall wiederholt sich erst in ziemlich
langen Zeitabschnitten, da er — außer der Eigenschaft des Jahres
als Schaltjahr — noch von zwei weiteren Bedingungen abhängig
ist; der 16. April des betreffenden Jahres mus als der Ossertag
auf einen Sonntag fallen und der erste Sonntag nach dem Voll—
mond nach Frühl ngs-Tage und Nachtgleiche sein. Demgemäß hat
Fastnach dieselbe merlwürdige Lage im Durchschnitt etwa alle 116
Jahre; zuletzt traf es sich so im Jahre 1724 und von jetzt an
wird es eist wieder im Jahre 1944 der Fall sein.

Aus Konstantinopel. 21. Januar, schreibt man der—
„Allg. Z.“: Heute vor 8 Tagen stürzte in der Vorsiadt Sischli
rin dis zur dristen Etage fertiger Bau zusammen und begrub und
ter seinen Trümmern 25 Arbeiter, welche dort beschäftigt waren;
4 wurden in einem furchtbaren Zustande herausgeholt und man
weifelt an ihrem Aufkommen; 12 Arbeiter wurden als Leichen
herausgeholt und waren zum Theil so entstellt, daß sie von den
Angehoörigen nur mittelst der Kleidungsstücke erkannt wurden. Der
Palier, wiulcher den Bau leitete, erlitt auf die Nachricht der stata⸗
strophe einen Schlaganfall und liegt hoffrungslos darnieder; die
Munizipalität, welche es verabsäumt hat, die gesetzliche Aufsicht zu
führen, tyront indessen in olympescher Ruhe in ihrem fuͤrstlichen
balaste.

Nachricht.
Ich halte mich zur Be—
sorgung von Flachsé,
Hanf uund Abwerg
an die berühmteste größte
Spinnerei Schretzheim
angelegentlichst empfohlen!
Peter Brill, Seiler.

Agent.

Die Eisenbahnfracht des
guten Rohstoffs ist hin

und her frei!!?

J Zwei moblirte Zimmer
in der Kohlenstraße, welche auch
einzeln abgegeben werden können,
sind zu vermiethen.

Wo? sagt die Expedition d. B.

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Drucdeerei dieses Blattes.
Frut⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preist
der Stadt Zweibrücken vom 27.
Januar. Weizen9 M, 45 Pf
Korn 7 M. 84 Pj. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste Freihig⸗
— M. — Pf. Spelz 6 M. 80
Pf. Hafer 7 M. 89 Pf. Kar—
toffeln 2 M. 20 Pf. Heu 4M.
65 Pf. Stioh 4M. 30 Pf. per
Zentner. Weißdrod 192 Ko.
50 Pf. Kornbrod 3 stilo. 66 Pf.
ditto 2 Kilo. 46 Pf. dit:o1
Kilo. 23 Pf. Gemischtbrod 8
Kilo. 84 Pf. 1 Paar Wech 190
Gramm 6 Pf. Spelzkera 0 M.
— Pf. Dinkel d M. — P. Misch—
frucht — M. — Pf. Rondfl. J.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pj.
NKalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Pif
Schweinefl. 60 Pf. Butter 1
M. pet Piund.

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vorräthig
in 8, 94 und 15 Bogen,
Briefpapier
mit Firma bedruckt,
Ad re u s-Vsit.-
Verlobungscarten
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werden billigst angefertigt in
der Buch- und Steindru⸗
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J. J. Demetz.

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Abonnementspreis für alle vier Blätter zusammen verteljährlich nur 5 Marl, monatlich nur 1,70 Mik.
Inserationspreis im „Neuen Berlin⸗r Tageblatt“ pro Zeile 35 Pf., im „Vereinkfreund“ 35 Pf. in den, Berline Fl.

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Das „Neue Berliner Tageblatte, Eigenshum der Redacteure desselben, begründetem. Oktober 1875, zählte bereits m J.
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ichwung der ,,,, Gediegenheit und Originalität seines Inhalts. Solche Fülle von Material bei einem so überaus rdrigen
Ubonnementspreis wurde disher von keiner Zeitung gebolen. F Bei hefl. Bestellungen bitten wir auf den Titel „Neues Berlin Tage⸗
hlatt“ genau zu achten. Abonnenents nehmen ümnm tlide Postanstalten des Reiches täglich entagegen

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hattion Druck und Verlag von F. x. Temetz in St. Ingbert.
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        22
28* 5335
3343222 5223
28** 258235 * 29
55358 32* 258 325 8
D 2* * 3
2282 2 5735353 5 5222257. 3232
v 2 —8 SB3R2 2. * — — * 33555 d 5
— 55322232 * 552835 5323 2235 2232
—— z 52 82 * 22 8 —— —A— — 22 —A — —
5253 55585 83833332* 22 38 *555 558 538353 25 *
— 2 —— — —* 52—
— 2 2 2 22 3 5* 23838 2—5 22 —* * 22 22
2575 553 522 35833355 — 523523282 232757— — 55 —25
—— 3 3 —32 — 23 2 32 2858252 * 533585333235 —A—
322 —— — —— 33822 835 2 82 B535353 2 228
555 2 8 — 8 255255 * 5* 53322323 5588 — —
53 2353 7838 *5352253563 53535557 383 5228
35535 — 2335 —A ——— 252355737 2 5527
2 57 — 2 5573 —; 282 2— 2235 * 58 12 5 833532
ap 555 ß —— — — 23 * 8 ——
— — 38 —A 22 2 72 8 3223 82— — — — *
—— *. 5283—5 525832 *28 328 — 202 — 8
— 2 5 —— 3 2 23258 —A — 223725 8522 2*4 —FƷ 5255
* 27 28 —3— * 2* —M2 — 2 * — 8 SS AR— — —
*8 25 5383— M 2z5358 3235* 755 2—258 c532F ——
RX 5 — 2 53235 —— 2 —E —— 52 52 2*
.2—. * 258 — 98373 * 653585*58 5303 5323—55 222*
2*78 288 53838 F 8 sc 8 2 7238 232826 —
5c——s5 735 3*55338328* 55258 3z35283 2325—3388533 5
2 — F *225 — 3 —2 72 ——8
—8 *25 253 23785—33 2225 3228228 —2 5 ———;———
— 2 22* 23 522 *5 7 — 2 523 — 5EZSS 85 125
2 3 5272 — 2355* D— —A— — * 5322 52 53 — —
5—5—8282 3553—323—8 3 7 73 z352528 — —A * 128
— F — ——— —— — —A 25 —8 55
385 3333335 38337 3333368887 53255 883838 ———
8 8 3 2 — 5 555355* 5225 »S55 — *8 22 — —— ⸗
24557 —RXI 5 z5 5—S876 2212 555S353 238 523
— —5 25825— — — 323332325 3332 —3353 * 5338 387
— z822558 — ——— 5555—2533 8 553832 — 5 — 3232
— —— 36 53z3525355 355838 2355524355 — 53253 382
2 355 22 2 8 28 5— 32 *2. 3 32232 253
—A ——
325323 — —— 227 25 * —8 2 — 327 — —
282* 352 —e—* —A —— ——
* * 8 5——8 5 5555 — 2222 *
— S5 * — 22*
* 53233285325 A ————
* —322 — —
* 2 9 —
z5 02
28 22
* 8 —2 —442
—A 0 ——122— — *
B838 —A —A 22* 24—
538335232* 5252226 22— *
28 23 2 82*7 22 2 255 275582 * —— 422 5 *8
3z325855 22 58395 2852282 — 228522 c435 —“ *
5 —5313527 z252 285 35233553553 * 28 2 3 558503233 8
8 —F — — — —R ——, 353 5—5835
— 0 — —28355333335 5255 —A 22 33836 — — —
55 5752 2E —3533831 33323—53358835 3— —3*8827332258 *
—322252272*8 26* 3 28353 S —22238 5 —
3 33 2333—3333—3335 s5535375388 8
— 2 2 27* X
5* ———— 35635835335363538658 1223333335733
* —— S — 22 328 — —— puc 6 — — 352
— — — 82 22 582E5 —A — 55 222328 58222 2
— 8 78 —8 5 — 355585 22 E5* G * 22c 23 *
55— —537 8 2228 — —22 — — 52 —5555 —2327
8 * 8 —— — ð — 2 ——
———— 53215233312 55585027 5355735 3825555
— 2 —E 5525 25 — — 53855 * 2538 82
— 5»— —55—558 — 3— 55 2 ———2283 2 5855335 —A
83523383218* 3258 353133822353 55 —5—2852383
S — —2 3 .2E 525225 2* *
2 — * 8 2 25 22 ac 22 * 5— 22 522
2—8 33.7 3137—5 323,2353557 5 332—325338
* 5058 —E 2 — ———— A 5 —————— „253—53S3
— —— —— — 32 83* 25 852 *2235 T 223838 83 — —
* 8 8 580 383325 8 — * —„ 253*8532 EX2283 —
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525532327 2 — —— —— 35*2553 32 —A 52322 255
282*8 5 573332831283834838 — —— ——— 2
J — 2382 2 2* 2 552— 25 125* — 355 6 — 8
3* — —22228** 52228 575*2 2 882 430* ——8752
—— 252323825 5525332 5585252 5 — 25 —* —
— 2 5, 5017 28 2335 5 555855 928225 — — —
—z35 5 —38 832 3— 555 — 55525 85 53—— 275—2—*
— 535—7 —z 53 S — 33 —
22 22 —— —— 8 225 — 2
— 32 5c 2 —22 7.3 —258
BB2 35 8 —H — 5 52
ES E

22238
553383333
5353* 2233—532
' 33735555838583
*»327 22z5233 5 222
* — 32 — —— — 23225
36 *8 333535335*5
25 552372 —E— 353 2
— 5232 53353 258.5 E 32 222 5 *
2 252823 —— —8* — — —
33 3 — 23 — 268723 58EE * — 58. 828
5328 —— 3557 2 228 —— — —— 58 —D —
— A—— 608 5 —— 22 2
— ——— 7 —3 555282 3 2 2* 225 272 ezna
2* — 33737335755 75323853 —28 — 23353255* 8335
225 5232 —2 522 — 2 22 — — *— 27 *
35323557 A 2553338 58 *35 333325535 —*
2* — 2 * 5353555857 2 2 3 —⸗ 3 — — 2.2
53* —— — 22 * 5 —* — * — *3 —
—55 — — —V — * 588 —— — ——
8 32535 22 *35285 33 2532535 —z833—8335
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        St. Ingberler Anzeiger.

vVr Be. Jaßbrrter A izrizer a1d 213 (2 mil woö heillich) mit dem Zrrdtolatte verbaadeae Uiterhaltun z1886blatt, (Zonalagz mit ill asteirter Bei-
Un ze), erj heint wo heitleh vier nil: Dieastay, Donerztaz, Sunztaz ui Soititaz. Dir Abon tementspreis beträzt vierteljährlih
Miet 2 R8f3. Atzeigea a ry)en mit 10 Pfi., ooa Auvittt nit 15 P'j. jur die oꝛbecgeso iltea: Zeile Blaltsheift ooer deren Riun. Recla uen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

ä —16. Samdtag. den 29. Januar 1876

—
Deutsches Reich.

München, 26. Im. Zwischen Bayern und Preußen
vurde eine Vereinbarung getroffen, daß die nach Bayern verziehen⸗
den Mannschaften des preußischeu Garde Korps nicht in die baye⸗
crische Landwehr übergeführt, sondern bis auf Weiteres im Modil -
nachungssalle ihrer Stammadiheilung zur Verfügung gestellt werden.
Die bayerischea Landwehr ˖ Bezirks Commandos haben daher die
zetreffenden Mannschaften in besondere Listen ei nzutragen und am
25. Jund und 25. November jeden Jahres dem vorgesetzten Ge⸗
atraitommando e'nzureichen, von wo dieselben dem Generalkom⸗
nando des preuß'schen Gorde Korps übermittell werden.

Berlin. Dic Conservativen des Reichstag;s und des Abge⸗
Irdnetenvauses, so schreibt man der „Magd. Zig.“, seten alle He⸗
hel in Bewegung, um den Finanzminister Camphausen unmöglich
zu machen. Besonders leb jaft sollen an der Agitation schlesische
Adelige betde ligt sein, also vermuthlich unter diesen auch solche,
deren Namen früher mit Boͤrsengeschäften aller Art in Verbindung
zebracht worden wareun. Die Mühe wird übrigens verloren sein.

In der Sitzung des Neichstages vom 26. d. gelangte endlich
die dielbesprochene Angelegenheit des Zeugnißzwanges, der Redal⸗
deure und Miterbeiler einer Zeitung, welche durch das bekaunte
Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen die Redaktion und den
Verleger der „Fraukfurter Zeitung“ im Sommer v. Is. eine
raursge Berühmtheit erlangt hat, zu einer vorläufigen Entscheidung,
nsofern der Bolksvertretung vurch d'e Petition des deutschen Jour⸗
nalistentages um den Erlaß einer geseßlichen Vorschrift, wonach im
Falle der Hafibarkeit des Redakteurs jede zwangsweise Ermittelung
iner anderen Schuldigen wegfallen soll, Gelegenheit gegeben wurde,
sich über die Nothwendigkeit cussprechen, diß im legislativen Wege
der Anwendung derartiger Zwangsmaßregeln in Zukunft vorge⸗
deugt werde. Die Kommifsion beantrag'e bekannitich die Ueber⸗
weisung der Petition au de ständige Justizkommission zur Erwä.
zung und eventuellen Berüchsi htizung bei Berathung der Straf⸗
hrozeßoid · ung. Sämmiliche Redner stellten fich auf den Boden
der Petition u derkannten die schreienden Uebelstaände au, welche
das Verfahren der Staalsanwaltschaft für die Freiheit der Presse
zur Folge habe, und nachdem auch der Abg. Sonnemann sib
Ierzeugt, daß sein weitergehender Anttag. die Petition dem Reich 8⸗
kanzier mit der Aufforderung zu überweisen, den Reichstage ein⸗
dezuͤgliche Gesetzesvorlage zu machen, keineswegs eher um Z ele
ühren werde als der Kommissionsaattag, w ide der Letztere fast
einstimmig aug nommen.

Von der Justizkommission wird es nun zunäͤchst abdängen,
den Alp, der sett dem Sommer v. J. auf der deutschen Presse
liegt, endlich zu befeitigen. Wie zu eifeln auch durchaus nicht, daß
ieselbe im Sinne der Petition des deutschen Journalistentages sich
schiussig machen wird. Wann ader uad ob überhaupt die Ar⸗
zeiten der Justizeommission, die gegen värtig die erste Lesung der
Juslizgesetze zum Adshluß lommen werden, ist gegerwärtig durch⸗
aus noch nicht mit Sicherheit zu best mmen. Die neuesie .Prob.
Torr.“ jchreibt in dieser Beziehung: „Von dem wenteren Verlaufe
der Kommijsionsarbeiten und von den sonstigen parlamentarischen
Aufgaben der nächsten Monate wird es abhaͤngen, ob die Berathung
der Gesetzentwütfe im Reichstase selbst, wie vieifach gewünscht
vird, schoa im Frübiahr oder erst im nächsten Herbst wird statt-
finden tönnen. Nach dem bisherigen Gange und Stande der Kom⸗
missionsarbeiten ist Leztzteres wahrscheinlicher, denn darüber
ist man allsctitig J einverstandea, daß die wesentliche grund⸗
ätzliche Vetstündigung mit den Bundesregierungen schon
a“ der Konmmission erreicht werden muß. In dieser Beziehung
agt eine der bedeutendsten Zeitungen zukreffend: „Ueber das Schic—
jal der Entwürfe machen wir uns keine Illusionen, entweder werden
sie in dir Reichs⸗Justiztommission selbst fertig oder sie kommen über⸗
Jaupt nicht zu Stande.“

Dem „Vemotial diplomat' que“ wird aus Berlin geschrieben:

Der deuische Reichskarzler beschäftigt sich seit einiger Zeit ein⸗

gehend damit, zwischen England und Rußland eine vollkommene
lebereinstimmung herbeizuführen in Bezug auf die centralaßatischen
Angelegenheiten — ein Einvernehmen, welches zwar se'ne Schwie⸗
iokeiten hat, aber einen wächtigen Einfluß auf die europüische Po⸗
uit dieser Mächte auküben würde.“

Durch kaiserliche Verordnung vom 30. Dez, v. Ji ist bestimmt
woiden, daß die neuzuformirende Kavalleriedidision in Metz die
Bezeichnung „Kavalleriedivision des 15. Armeekorps? erhalten soll.

Darmstadt, 27. Jan. Das Bezirlestrafgericht ver⸗
irtheiite nach dem heute veröffentlichten Erkenntniß den flüchtigen
niederländischen Major a. D. Steck wegen Werbung zu holländisch-
istindischen Militärdiensten zu 8 Monaten Gefängniß, den Mitan⸗
zeklagsen Schwarz von hier wegen Beihilfe zu vier Monaten Ge⸗
ängniß.
Ausland.

Wisen, 26. Jan. Die „Politische Correspondenz“ meldet:
Der Kaiser ernannte unterm 12. d. Mtis. den Weihbischof Kutsch⸗
er, den langjährigln Freund des verstorbenen Erzbdischöafs d. Rau⸗
icher, einen gemäßigten Mann, zum Erzbischoff von Wien.

Paris, 25. Jan. Es hat sich nun auch ein bonapartistisches
Fentraltomite dahier gebildet, an dessen Spitze der ausgewanderte
ẽlsässer Dollsuß steht. Dasselbe erläßt ein Circulär, worin gesagt
st, daß diese Pattei bis zum Erlöschen der Befugnisse Mac Ma⸗
hjons ehrlich zu diesem braven Soldaten halte, hernach aber ge⸗
zieterisch die Herstellung einer definitiven Verfassung durch den
Willen des Volkes verlange. — Der Streit um die Delegirtenwahlen
»dauert immer noch fort, allein am Sonntage wird sich zeigen, daß
Buffet im Banzen im Rechte war, wenn er den Wahlausfall als
jünstig für die Confervat:.ben und die Negierung bezeichnete. —
fkine Uebersicht über die Staatẽeinnahmen Frankreichs während des
zergangenen Jahres ergibt folgendes Resultat: Die direkten Steuern,
velche gezen 682 Millionen betrugen, gingen regelmäßig und
ichtig ein, nur in selienen Fällen mußten dieielben auf dem
Zwangswege riboben werden. Die indirelten Steuern ertrugen
die ungeheure Summe von 2 Milliarden 51 Millionen, was den
Voaauschlag um 97 Mill. überschreitet. Usser andern haben die
Bebühren von Euregistrement um 16 Mill., die Zölle um 13
Mill. die Getränlesteuer um 21 Mill., die Tabakssteuer um 16
Millionen den Voranschlag überschritten. — Der Verleger des
amerikanischen Blattes „New-NYort Herald' hat hier eine Lesehalle
ür Amerikaner eröffnet, worin dieselben nahezu alle Blätter der
Union — 6000 an der Zahl — antreffen. Auf eine Einladung
lassen alle Verleger Nordamerika's derselben ihre Zeitungen um—
onst zugehen.

Der ‚Moniteur universel“ bemerkte zu den neuesten, bis jetzt
aur im telegraph'schen Auszuge bekannten Mittheilungen des deut⸗
chen Reichsanzeigers über den Fall Arnim, sich eine nähere Prü⸗
ung dieser Alktenstücke vorbehaltend: „Es tostet uns keine Ueber⸗
vindung, anzuerklennen, daß die diplomatische Persönlschkeit des
Hrafen Arnim unwiderruflich gerichtet ist und daher keine Aussicht
hat, sich in der öffeutlichen Meinung wiederherzustellen. Es isi
unter gar leinen Umständen einem Staatsbeamten gestaltet, seine
amtliche Correspondenz der Oeffentlichkeit auszuliesern, um sich selbst
u rechtfertigen, und wir müssen, von jeder französischen Frage ab⸗
Jjesehen, hinzufügen, daß das Berhalten des Grafen Arnim die
chon so offenbaren Rechte, welche Fürst Bismarck als sein Vorge«
etzter gezen ihn angerufen hat, nur noch in ein helleres LOcht stellt.
Vtöglich, daß man sics in Berlin wenig um das Gefühl kümmert,
mit welem sdie öffentliche Meinung in Frankreich den Peripetien
dieser Augelegenheit gefolgt ist und weiter folgen wird, und daß
man dort mehr Werth darauf legt, das Urtheil der Englander
richtig zu stellen, als jenes der Franzosen. Aher man muß doch
zugeben, daß gerade in Paris am wenigsten Bedenken getragen
vorden ist, das Verhalten des Grafen Arnim zu tadeln, obgleich
die in seinem Prozeß nerlesenen und später veröffentlichten Schrift
stücke für ans ein ganz besonderet Interesse batten.“
        <pb n="56" />
        Bruͤssel, 25. Jan. Die „Ind. B.“ meldet unter aus⸗
druücklichem Vorbehalte, die strisenden Kohlengrubenarbeitet in Char⸗
leroi hätten sich, trotz des Verbotes der Behörden zusammengerottet.
seien aber durch Gendarmen sofort wieder zerstreut worden; zu
einem ernstlichen Zwischenfalle sei es hierbei nicht gekommen. Der
Strile ist im Abnehmen begriffen.

Bayonne, 26. Jan. Aus San Sebastian von gestern
wird gemeldet: Die Regierungstruppen haben den Carlisten die
wichtigsten Stellungen zwishhen Hernani und Lafarta entrissen und

zampiten auf den eroberten Positionen.

Rermischtes.

fAciserslautern, 21. Jaa. Var einigen Tagen
fand man im Walde in der Nähe des Hoheneler Wehers an
einem Baume die Leiche eines Echängten. Nach der Pf. V. wurde
der Erhangte als Jodann Krentzberger aus Rödersheim, Kanton
Dürkheim, identifizirt. Derselbe zählte erst 22 —23 Jahre und
war Tagner dahier. Die Ursache des Selbstmordes glaudt man
im lüderlichen Lebenswandel des Lebensmüden suchen zu sollen.

t Die Pfalz zählt dermalen 5 Geweibeschulen, für die si
113;000 M. jährlich ausgibt, 19 Lateinshulen, die 1533,000 M
erfordern und gibt im Gunzen für Erziehung 1,178,190 M. aus
wofür derselben die meisten Umlagen unter allen bayer. Propnzen,
46 pCi., erwachsen.

F. München, 22. Jan. In sämmtlihen Wertdschaftslokali
täten hiesiger Stadt wird nan das Winterbier zu 22 Pf. verleit⸗
gegeben.“

Muünchen, 25. Jaa. (Seltsame Pfändung). Vor
einigen Tazen wurden am frühen Morgen in einem hiesigen gut—
besuchten großen Cafe auf Antrag der Gläubiger, geftützt auf ein
altes Mürchener Stadtrecht die Fenster des Schuldners, freilich
mit energischem Protestiren, ausgehünzt. Die riquirirte Dienst⸗
mannschaft mit dieser Prozedur ferlig, hatten das Veranüjen, die
ausgehängten Fenster weder einzuhäigen. Der Gepfändele war
eben spornstreichs zu seinem Anwalt gelaufen, der sernerseits sofor!
zwei Polizeibeamte requiritte. um die so vor ego amee P'äundung,
gestützt auf das Reichsgesetz, wieder rükzärgig zu ma hven, wan
auch geschah. Es konnte hiemit das alte Muͤnchener Staͤdtrech
zegen den betreffenden Pissus des Reichsgeseßges nicht zur Geltung
lommen. (Sudd. Pr.)

F. Dem „Bayerischen Veteranen- Krieger· und Kampigenossen⸗
Verein“, welcher jetzt 3390 Vereine mit 28,071 Einzelmiigliedern
— obne die Ehrenmitglieder — zählt, sind folgende pfälzisch
Kriegerbereine beigetreten: Alberswe ler, Bermersheim, Kaudel
Rülzheim, Ludwigshafen, Bierbach, Bleskaftel, Einöd⸗Ingweiler,
Hornbach, St. Ingbert, Zweibrüchen 1., Zweibrücken 2., Ecbach,
Webenheim unad der „Verern deutscher Waffenbrüder in Kaisers—
lantern.

t Der Hauptausschuß des bayerischen Volksschullehrer⸗
bdereins hat in einer in Augsburg zu Weihnachten statigefun
denen Sitzung die Grüuduag einer ,Jugend-Ze tung beshlofsen
Diese Jugendschrift hat die Aufgabe, „Schule und Haus zu ver
dinden und auf die sittliche und intellektuelle Entwickelung der Ju
gend fördernd einzuwirken.“ Bei gehöriget Betheiligung don
Abonnenten soll die Zeitung mit dem 1. Mai d. J. ersch inen und
der halbe Bogen zu 3 — Reichspfennigen geliefert werden. Außer⸗
dem wurde auf Anttag Pfeifer's der Beschluß g faßt, es sei der
erste Vorstand des baherijchen Lehrervereins zu ermächtigen, in
lenen Fallen bei dem zustäidisen Gerschte Klaze zu stellen in denen
der Lehrerstand als solches nachgew. esener Maßen öffentlich bele digt
werde.

F Wie der ‚Landsh. Ztiq.“ mitgetheilt wird, zirkuliren in
Niederbayern allein noh über ca. 1,100 000 fl. ältere
suddeutsche Munzen, während in den übrigen daherischen Kresen
die Umwechslung viel rascher vor sich gest. Nicht, daß es den
niederbayerischen Einlösungsstllen an Reichmunzen fehlte; der Grund
ist, daß Niederday ru noch immer zäh an seinen Gulden und Sechsern
hängt, woraus dir Bevsikecunzg darch eigene Shuld bedemende
Verluste in Aussihht stehen.

F Lippstadt, 21. Jan. In einer Sendung von ameri—
lanischen Bordersshinker fand hruse Morgen der Fleischbeschauer,
nachdem er bis 100 Schnlen untersucht hatte, in einem derselben
reichlich Trichinen. Vom Keeisphysikus ift nach genauestet Unter⸗
juchung festgestellt worden, daß es von Trichinen, und zwar leben⸗
digen, wimmelt.

fNeuhaus, 23. Jan. In dem eine Viertelstunde von
hier entfernten Orkonomiegute Viehhausen des St. Hirschenauer
beheizten gestern Abeends die weibuchtn Dienstboten ihre Schlaf⸗
lammet auf rect ununige Weise, indem fie eine Pfanne mi⸗
zlühenden Siteindozien in die Kammer stellten. Die Folge wir
nalürlich die, daß, als die Tochler des Hauses dieselben ftüh

wecken wollte, da diese ihr zu lange nicht aufstanden, zwei dersel⸗
ben bereits todt waren, wüyread die andern zwei nun in ärztlicher
Bihandlung sind, aber auh bei diesen ist keine Hoff iung zur
Rettung vorhanden.

FPassau, 24. Jin. Gestern Abends hat sih in einer
Gastwirthschaft in Ezzeadobl zw'schn Soldaten des 9. Jäger⸗
bataillons und des 3. Bataillons des 12. Infanterie « Regiments
eine große Schlägerei entspongen, welche einen so schlimmen Aus—
gang nahm, daß 6 Mann in's Spital gebratzt werden mußten.
An zusammeageschlagenen Werth'ch iftsgegenständen soll hierbei dem
—A——

fEinesSchlangenbändigerin. Berlin. Das
erste Debut der französischen Schrangenbändigerin hatte am letzten
Doanerstag ein auß'rordentlich zahlreiches Paiblitum im Circut
Sala nonsti dahier versammelt. Von der Bartide der Arena bis
hinauf an die Decke des imposanten Hauses deängie sich S hulter
an Schulter. Rings in der Runde herrscht gesprunte Erwartung.
Balt es doh einer Leistung, die die dentsche Capitale bis dahin
noch nicht gesehen. Selbtt das Ochester schien den Ernst des
Augenblices zu würdigen, dean durch die heiteren Kläuge von
Meister Jaques „Schöner Helena? tönte in der Introduktida feier⸗
lich de Litanei eines abged oschenen Chorals herboͤr. Nuc der Pumor
der Clowus schien der alte geoliebea und Tony, der erklärte Leeb⸗
ling des Pablickuns, ließ es si h nicht gehmen, “jeine Gonners haft
mit der ihm eigenen Zärtlichleit zu bewellko amen. Hoh aufgezogen
hing inzwischen iumitten der Kronleuchter der aus schwachem Draht.
zeflochtene Kafin, in welchem die grause Scene ch abspielen sollie,
Die erste Abtheilung der Vorstellung ging programmgemäß vor sich
daurchweg schöne, zun Theil vortreffl:che Leistungen. Endlich ward
der Käfiz langsam auf eine mit weißer Leinwand überzogene niedere
Estrade herabzelassen. Eine Wandung dvon dem nämlichen Stoffe
erdarg dem Auge die ersten Vocbereiiungen. In zwei Kist en wurden

die Bestea hereinzeschleppt. Als die Hülle fiel, lagen einzelne von
den Schlanzen auf dem Boden ausgestrekt, andece hatten sich be⸗
reits in grotesken Windungen an Baumstammen emporgerichtet.
Unmittelsar darauf erschien Mle. Laurent, von Fanfarea begrüßt,
an der Hand ihres Impresario und betrat nach einem kurzen Rund⸗
zang durch die Arena den Ort des S hreckens. Mitten unter den
ngeheuern stind jetzt mit eisiger Ruhe das üppigsoöne Weib, leicht
zeschürczt und von elktrischem Lichte magisch beleuchtet. So muß
Cleopatra ausgesehen haden, als sie den feindlichen Liburnern ent⸗
ro inen, unter den Zinnen der Vaͤterburg die giftgeschwollene Viper
an ihren Busen setzte. Lautil se Stille herrschte. als das Weib die
gewaltigen Thiere der Reihe nach in die Höde hob, die Riesenleiber
in dichtem Knäuel um ihre Hüften wand und furchtlos die Bestien
um he Auatlitz züngeln liez. Ecst als das gräulishe Schaustück
zlücklih zu Eide und Mile. Laurent glei hmuüthrg, als kame sie
»üm Tanze, den Käfiz verließ, brach ein nicht enden wellender
Sturm des Beifalls los. Die hierauf folgende Zweschenpause wurde
nun von dem Publikum benutzt, am sich die wohlerzo enen Bestien
in der Nähe zu besehen, und schon mit Beginn des z veiten Altes
hatte die heitere Anzot Quadrille die graasiigen Eindrücke voll⸗
taͤndig verw seht.
fWie der „Staatsanzeiger? mittheilt, hben si h neuerdings
in Athen einige Schwendler zusammen zethan, welhe ũh Agents
ommissionaires nennen und die Absi hi verfolgen, deutsche Indu⸗
aculle uater Beeufung auf ihnen dekannte deutsche Firmen durch
namhafte Best llungen von Waaren auszudeuten. Zahlung ist
von diesen Leuten nah Leferung der Wraren alemals zu erlangen;
Finer verw'ist alsdann an den Aidern. Auh der Rchtsweg
bretet kein aideres Refultat als Kosten, da die Wiaren nicht mehr
zu finden, und die dei dem Schwindel Betbeiligten steis mittellos
si id.
fAQsöuln, 26. Jan. Seit einizen Tigen sind falsche 10.
Pf.⸗Ssfücke hier im Unlauf; dieselben sind in Zezug auf die Größe
und Gepräge von den ähten nicht zu uniterscheiden. Do h die
Shwere und der Klang lassen sofort erken ien, daß das verwand!e
Metall Blei ist.
rStuttgart, 26. Jan. Dem Mechaniker C.
Fronm dahier ist es gelungen, ein lang trörtertes Problem in
ebenso si inreicher, als einfachee Form zu lösen; es ist der luftdicht
hließende und doch weder der Lift Zutritt gest ittend Faß Spun⸗
den, iusbesondere praktisch für Schentfässet. Es dequemt sich der⸗
elbe jedein Spandsoh an; der Versshlaß der in dem hohlen
Zpunden befindlihen correspondirenden zvei Röhren wird durch
Wasser hergestellt, duc y welches genau so viel Luft eintritt, als,
wahre nd der Schenkhahn geöffnet ist, Flssigkeit ausstrdmn. Ein
Ueberwerfen der Flüssigkeit wird verm den, da keine vuft dur h
den Hahnen einreten kaan. Darh den luf:dichten Becschluß wird
das Gettränke im Faß geraume Zeit srisch erhalten.
fRiesenburag (Westpreußen, 16. Jan. Man schreibt
der „Danz. 3.“ von hier: Seit längerer Zeit sind hiee in den
        <pb n="57" />
        Abendstunden mehrfach Personen, ohne Rücksicht auf Stand und
Beschlecht und ohne Veranlassung durch Wort und That belästigt
worden. Obwohl die Militärbehörde der zunehmenden Trunksucht
und weiterem Unfuge durch strenge Strafen und Maßregeln vorzu—
deugen bemüht gewesen, hat doch die unbesiegbare unglaubliche Roh—
heit einzeluer Ulanen gestern hier ein überaus trauriges Ereigniß
peranlaßt. Etwa 91/ Uhr Abends geht ein Arbeiter, ein ordent⸗
licher, anerkannt friedfertiger Mann, von seinem Dienstherrn nach
einer in einer abgelegenen Straße befi idlichen Wohnung und begegnet
in geringet Entfernung von dieser drei Ulauen, welche einige heraus⸗
fo dernde Redensarten gebrauchen, die er unbeachtet läßt, worauf
einer der Leute ihm nacheilt und ihm einen Stoß gegen den Hals
dersetzt. daß er in den Schnee fällt. Der Arbdeiler springt auf,
stößt den Angreifer zurück und flüchtet in seine Wohuung, wohin
die Ulanen nachfolgen. Mit Hilfe eines in seiner Stube befind—
lichen Vecwandter, der sich bereits ausgek eidet hatte, und des hnzu⸗
lommenden Hauswirthes gelingt es, die Eindringlinge hinausju-
verfen, worauf die Hausthuür verschlossen wird. Kurze Zeit darauf
lehrten die Ulanen mit Säbeln bewaffnet, zurück und zerschlugen
zin Fenster, burch welches einer von ihnen in die Stube eindcingt.
Die Bewohner, der Arbeiter mit seiner Frau und seinem Verwand—
jen, flüchten und lassen drei Kinder in ihren Betten zurück. Nun
läßt der eingedrungene Ulane seine Wuth an den im Zimmer be—
indlichen Gegeaständen, welche er zerschlägt, und dann an den armen
dindern aus, auf welche er mit dem Säbel einhaut, bis die Wache,
deren Herbeikommen endlich ermöglicht ist, mit Mühe seinem
Wüthen ein Ende macht. Ein eraoreifender Anblick bot füͤh nun dar.
In dem völlig demolirten Zimmer lagen an den entgegengesetzten
Enden eines garößeren Bettes zwei Kinder, ein dreijähriger Knabe
and ein fünfjähriges Mädchen mit zecfetzten Hemdchen, über und
uüber mit Blut bedectt und davon umgeben; der Knabe mit breit—
laffender Hiebwande über die ganze eine Gesichtsseite und mit
zespaltenem Schädel, bewußtlos, aber fortwährend stöhnend, dem
Tode nahe, welcher auch nach etwa einer Stunde erfolgte; das Mäd⸗
hen mit mhreren schweren Wunden im Gesicht und am Halse,
zon denen eine die linke Schläfe bis auf den Kno hen und das obere
Augenlied vollständig durchschnitten hatte, am Rumpf und den Glie
dern bedecht mit einer größeren Anzahl von Verletzungen als Folge
lach gefallenet Hiebe, deren Einwirkeng noch durch die Beildede
zeschwächt sein mochte. Ob das Mädchen die Verletzun überstehen
wird, ist noch nicht zu entscheiden. Das jüngste Kind, in e ner
Wiege in einem Winkel am Ofen liegend, war dem Rosenden
zlücklicher Weise entgangen. Die übrigen Hausbewohner hatten sich
heils mit ihren Kindern in ihren Nachtkleidern und barfuß durch
zen Schner über die Gartenzäune geflüchtet, iheils in ihren Zim—
mern eingeschlossen; Niemand wagte unbewaffnet dem bewaffneten
Lianen entgegenzutreten, und nur die Mutter wollte auf das Ge—
cori ihrer Kinder zu Füife eilen, wurde aber mit Gewalt durch die
Amgebung zurückzehalten. Dieselbe hat heute in eine Kraßtenaustalt
aufgeno nmen werden müssen.

— Anus Riesensburg wird nun gemeldet, daß leine Hoffnung
vochanden ist, das zweite durch den Ulanen schwer verwundete Kin
zänzlich w'ederherzustellen, denn, wenn auch all⸗ ärzt lichen Mittel
und Erfahrungen anzewandt würden, das Kind wird für alle Zeiten
ein Krüppel bleiben. Das dritte Kind, erst Vad Jaht alt, ist nur
dadurch dem sicherrn Tode entgangen, daß die Beiten, woren das
leine Wesen lag. don den Wänden der Wiege überrazt wurde und
VNe Sabelhiebe der Ulanen nur diese getroffen ha en. Auch die
Mutter der Kinder liegt noch an einem dösen Fieber hoffaungtlos
zarnieder.

Man meldet aus Straßburge,, 24. Jan.: Ein Kugel⸗
uchtr von Profession, der 26jähr:ge Tagner M. Thomas aus
Schleithal, Bruckhof 6 (Neudorf) wohnheoft, ist das Opfer einer
roßen Urvorsi htigkleit geworden. Beinn Entladen eines Granate
»ediente er sich ein⸗ß Meißels und Hamners und verursachte die
ẽxptosion des Geschossez. Die herumfliegenden Sprengstücke zer—
hmetterten ihn beide Beine, verletzten ein im Hofe stehendes Pferd
ird bessvadigten enen Wagen und die angrenzenden Gebdude. Th.
st verheirathet und Vater eines Kindes.

t Wie der ‚Corresh. Hossm. aus Bayreuth mitgetheilt wird,
arbeitet Richord Wagner dermaͤlen sehr efrig aß der Vollendung
uiner neuen Oper ,Parc'val.“

fLondou, 20. Jan. Hiesige Zeitungen haben gemeldet.
naß „mehrere quswärtige Seemächte“ den Plan hegen, Telegraphen⸗
tatienen im hohen Ocean zu etabliren, durch welche Drahtdepeschen
durch die snbhmarinen Kabel nach den Küsten, und umgekehrt, bhe⸗
ordert werden können, so daß vom Land eine bestündige Ver—
vindung mit Kreuzern, Panzerschiffen und Postdampfecn unter⸗
jalten werden kaun. Die Erfiadung beruht auf hohlen in Kam—
nern getheilten eisernen Säulen, die auf einer Grundplatte stehen,
pelche mitlelst eines Kugelgelentz an eine Boje defestigt und halb
n Wasser liegend startk veranlkert sind— Ein Zweiglabel, das auf

dem Meeresgrund hinabsteigt und mit dem submarinen Haupt⸗
trange verbunden ist, mündet an der schwimmenden Säule mit
nehreren Armen gleich Polypenäflen, die an Bord genommen und
nit dem Apparat, den das Schiff dazu mit sich führt, in Contact
jesetzt werden können. Flottenmanöver können so dirigirt werden,
vie auch beschädigte Schiffe, die Hilfe brauchen, solche vom Hafen
aus requiriren oder wenigstens Meldung ihrer Lage machen.

Franmzösische Revbvanche. Seit Beendi⸗
jung des Krieges wird Deutschlaad von Puriser, Lyoner und ande⸗
en französischen Fabriken und Haudlungshäusern mit illustrirten
datalogen, PreisVerzeichn ssen und Mustern aller Art von Klei⸗
»erstoffen, von Kleidern, von Leibwäsche, don Pariser Artileln A.
iberschwemmt. Diese Sendungen gelangen zu vielen tausenden
inter Kreuiband völlig kostenfrei in die Hände deutscher Familien
ind Personen. deren Adressen die französischen Häuser sich verschafft
jaben. Die Kataloge sind zum Theil in deuischer Sprache abge⸗
aßt, die Bestellungen konnen deutsch oder französisch gemacht ver⸗
»en. Die Modebilder sind graziös, die Figuren insbesondere die
köpfe, zeichnen sich vor vielen ähnlichen Bildern in deuischen Mo—
ebättern vortheilhaft aus. Die, Musterblätter sind auf das Sorgt
ältigste angefertigt, die einzelnen Muster mit Rücksicht auf Harmo⸗
nie der Farben nebeneinander gruppirt und mit einem Klebstoff
Hefestigt, welcher nicht durchschlägl. Ein höflich abgefaßtes Schrei⸗
en bealeitet die Sendung, die, wenn sie etwa verlegt und nicht
ogleich wieder zu finden sein sollte, aufs Neue verlangt werden
ann und kostenfrei eintrifft. Wir kennen eine Stadt, in welcher
ingst eine Anzahl deutscher Frauen auf Grund dieser Mustersen⸗
ungen eine gemennschaftliche Beitellung verschiedener Toiletiengegen⸗
lände machte. Nach Berlauf von 10 Tagen langte die Sendung
n. Das übereinstimmende Urtheil der Empfänger lautet dahin?
Qual'tät der Stoff; ein Drittel besser als in Deutschland, Preis
einschließlih der Trausporispesen und Eingangszölle) ein Viertel
riedriger als in Deu'shland, außerdem größere Eleganz und
»romptere Bedienung.

Es ist gar kein Zweifel, daß die französischen Höuser auf
iese Weise in Deutschland eine ganz bedeutende Kundschaft erwor⸗
jen haben, nud daß dieselbe in Folge der seit dem 1. Januar
ieses Jahres eingetretenen Portoetmäßigungen noch größer werden
aird, nicht bloß in Bezug auf Kleiderstoffe, fertiget Kleider (con-
ections), soidern auch auf andere Artikel: Schlösser, Gußwaaren,
Sch rauden u. s. w. Ebea so wenig unterliegt es einem Zweifel,
»aß in Paris und Frankreich überhaupt auch nicht Alles Gold ist,
vas dort auf dem Gebiete der Indusirie und des Handels glänzt,
»aß nicht Alles wohlfeil, was uns als ‚bon marchée von daher
angepriesen wird. Aber daß französische Luxusartikel, namentlich
Seide und manche andert Waaren, w'e die erwähnten, beffer und
zislger sind als dei uns, daß die französischen Musterbücher durch⸗
zängig viel eleganter sind, als ähnliche Diucksachen in Deutschland,
daß der Geschäftsbverkehr zmit Franzosen allzemein viel angenehmer
und höflicher ist, els der mit Deutschen, muß man nicht bestreiten
vollen. Alle die kleinen Chicanen, die bei ungs gang und gäbe
ind, kennt man in Frankreich nicht. In wie mauchem deutschen
ꝛaden wird man schief augesehen, wenn nan ihn verläßt, ohne et⸗
pas gekauft zu haben, weil man nicht fand, was man suchte.
Wir haben mehr denn einen deuischen Gefchäfisbrief von bekannten
»äusern in Händen gehabt, in denen Empfänger deutscher Waaren
iuf das höflche Ersuchen des Fabrikanlen, nach Ablauf von 6
Nonaten und darüber an Bereinizung der Factura freundlichst
nenken zu wollen, shnöde erwiederten: man sei nicht gewohnt. an
zahlung ertnnert zu werden.

Beteits vor 20 Jahren, bei Glegenheit der ersten Pariser

Beltausstellang, und öpäter bei ähnlichen Anlassen sind in deut«
hen Bläitern solche und ännliche Schaden und Mäangel der deut⸗
Jen Induftrie, die Inferiorital unferer lanfmännischen Disciplin
e prochen wo den. Heute liegen sie offener denn je zu Tage, und
nan faust an, auf ihre allmälige Beseitigung Bedaht zu nehmen.
Inzwischen aber haben die Franzosen, wie ein geistreicher Bericht⸗
cstatter der „Köln. Zeitung“ kürzlich sagte, in industrieller Be⸗
iehung an uns wirklich Rebanche genommen, und Niemand kann
hnen dar aus einen Vorwurf machen.
7 Man wird sich noch daran erinnern daß im vergangenen
Jerbst in einem Koffer, der im Waarenmagazin des Bahndofes jzu
dom stand, der zerstückeltr Leichnam eines Mädchens aufgefunden
»urde, das, wie sich später herausstellte, aus Neapel cebürtig war
ind Catarina Gazzaro hieß. Als muthmaßl'chet Moörder wurde
3mals ein Bäckermeister in letztgenannser Stadt. Namens Daniele
zuiseppt, eingezogen, der aber auf's Entschiedenste leugnete, daß
iier von ihm ein Mord vollzogen worden sei. Derselbe besindet
it seit damals in Untersuchungshaft. Ende der vergangenen
Boche hat er endlich ein volles Geständniß abgelegt, daß er die
hazarro wirllich ermordet hat. In Folge dieses Geständnisses
zird er schon binnen einigen Tagen dor die Geschwocrnene
seapel gestellt werben.
        <pb n="58" />
        Dienstesnachrichten.
Die kath. Pfarrei Niederwürzdach wurde dem Pfacrer H.
Hoͤlscher von Oberndorf verliehen.
Die Sielle eines zweiten Fachlehrers an der Kreisçcewerb⸗
schule in Kaiserslautern wurde dem vormaligen Assistenten an der
Instrieschule in München, F. Adamo, übertragen.

— —
Fur die Redaction veranteelibF. X. Demetz.
Das eirzige unabbängige Börsenblatt ist anerlannt die
Deuffche Borsen- und Handelszeitung“ in Berlin. Dieselbe steht
an der Spitze der wirthschaftlichen Reformbewegung in Deutschland

Lici.ation.
Montag, den 31. Januar
nächsthin, Nachmittags 3 Uhr zu
St. Ingbert im Caf — Obe r⸗
hauser werden von dem hie⸗
ju gerichtlich deauftragten kgl.
Notar Sauer in St. Ingbert
die nachbezeichneten Liegenschaften
im Banne von St. Ingbert der
Abtheilung wegen, öffemlich zu
Eigenthum versieicert, nämlich:
A. Zum Nahlosse des Peter
Thiery, weiland Kaufmann

in St. Ingbert, gehörig:
1. Pl.⸗Kr. 4. 4 Dej. Fläche,

ein an der Kaisersstraße

zu St. Ingbert gelegenes

weistöckiges Wohnhaus mit

steller neben Hermann

Fischet und dem Café

Oberhauser, und

Bl.⸗ Nr. 10, 1 Dez. Flaͤche,

Scheuer mit Stall an der

Muͤhlgasse neben Philipp

Gotimann und Jatod

Stief;

B. Zum Nochlasse der Ka
tharina Dreßler, Witwe
don Johann Baptist Thiery all⸗
da gehoöͤrig:

2. Pl.Nr. 952, 18 Dezimalen
Garien in den Dilmesgärten
neben Gustav Zix;

3. Pl. Nr. 2377 und 2378,

15 Dez. Garten in den

Bruchrechzärten an der

Kohlenstraße, neben Fried⸗

rich Seib, zu Bauplotz ge

eignet;

PleNr. 4515, 23 Deqim.

Wiese auf der Spick neben

Georg Bleif und Johann

Adam Peters Wittwe;

5. Pl.⸗Nr. 838, 30 Dez. Wiese

in den Großwiesen auf

dem Dilm.sbruch neben

Franz Jakob Ehrhardt und

Johann Hellenlhal.

Eigenthümer sind:

1. Johann Thiery, Kauf⸗
nann in Schnappbach;

2. Michael Thiery, Väcker
und Handelsmann in St.

Ingbert;

3. Johann, Georg und Karl
Grauvogel, minderjahrige Kinder
der verstorbenen Katharina
Thiery, Ehefrau von Georg
Grauvogel, S— in Hom⸗
burg in Deutsch-Lothringen, J9*
welche diesen ihren Vater zum Stockfische
zeseylichen Vormund urd ge⸗
eee iaen Thieihe zum frisch gewässerte, empfieblt
Nehbenvormund haben; Ph. Klinck.

4. Elisabeih Thiery, gewerb⸗
ose Ehefrau von Ftanz Appre
deris, Kaufmann, beide in Metz

5. Bertha Bermer, minder
aͤhrige Tochter der verstorbenen
Fkheleule Peter Bermer, Tech⸗
niler, und Josephine Thiery von
Fraulau ern, welche den Kauf—⸗
nann Karl Bermer in Saarlouit
suum Vormund und genannten
Johann Thiery zun Nebenvor⸗
mund hat;

6. Sophie Thiery, gewerblose
Ehefrau von Heinrich Holzer
Professor in Lüttich;

7. Helene Thiery, ledig und
ohne Gewerbe in St. Ingbert,
und

8. Mathilde Thiery, l dig
und ohne Gewerbe allda, eman⸗
ripirte Minderjaͤhrige, welche cçe⸗
nannten Johann Thiery zum
Curator hat.

St. Ingbert, 138. Jan. 1876

Sauer. k. Notar.

——
Holzversteigerung
aus dem Gemeindewalde
Heckendalheim.

Mitiwoch, den 26. Januar
l. J. Nachmittags 1 Uhr, im
Schulhause zu Heckendalheim
werden uachbenannien Holzsor⸗
limente öffentlich versteigert:

Schlag Allment:

7 eichen Stämme 4 Cl. —
8.73 Ebm.

2 * Abschnitte 4 Cl. --
0,95 CEbm.

3 „ Abschnitte 5 Cl. —
0,85 Ebm.

5 liefern Sparren

14 eichne Wagnerstangen
2 Cl.

2 elzbeer

475 buchen Zauntrutteln.
7375 buchen Bohnenstangen

3 Ster buchen Klotzholz

68, buchen Stangen⸗

prügel

16, eichen Prügel

1 Ster aspen

183, bichen Krappen.

700 buchen RNeiserwellen.
Ommersheim, 25. Jan. 1876
Das Bürgermeisteramt:

A. A.
RMPhilivp.

ind hat durch die Sachlichkteit und schlagende Logik ihrer Leit-
arnikei in den wertesten Keeisen das größte Aufsehen erregt. Die
Deutsche Börsen- und Handel8-Zeitung“ enthält eine Fülle von
NRotizen aus der Vörsen⸗ und Handelswelt, die neuesten Tele—
zramme und politischen Nachrichten, Verliner Feuille ton; den voll—
äandigsten (Saling'schen) Courszettel und bringt als Gratisbeilage
den oifiziellea Verloosungzanzeiger des Köniel. Preuß. Staats⸗- und
Deutschen Reichsanzeigers. Die „Deutsche Vörsen⸗ und Handels—
Zeitung“ erscheint iägiich und kostet für Februar und März nur
2 Mark 70 Pf. Bestellungen nehmen alle Postämter entgegen.
Die bis zum 1. Februar erscheinenden Nummern werder von der
Erpedition in Berlin gratis nachgellefert. Die Zeitung wird aller
Freunden einer unabhäugigen Presse aufs Wärmste ewpfohlen.

— — —
Frischgewässerte
Stockfische
sind jeden Tag zu haben bei
J. J. Grewenig.

Spielwerke

4 bis 206 Siuͤcke spielend;

mit Expression, Mandoline,

Trommel, Glockenspiel, Ca⸗

stagneiten, Himmelsstim⸗

men ꝛc.

Spieldosen

2 bis 1i6 Stücke spielend.

Necessaires, Cigarrensfäader,

Schweizerhäuschen, Photo⸗

graphiealbums, Schre bzeuge

Haudschuhkastenn, Briefde⸗
Uschwerer, Eigarren-Etuis,

Tadbdaks- und Zündholzdosen,
Arbeitst sche, Flaschen, Bier⸗
„gläser, Porterongaies,
Srüqhle xc., alles mit Mu

sik. Stets das Neueste em˖

J. H. Heller in Bern.

Illustrir te Preiscourante ver⸗

sende franco.
Nur wer direct bezieht, erhält
Heller'jche Werke.

Zwei möblirte Zimmer
in der Koh enstraße, welche auch
rinzeln abgegeden werden könuen,
sind zu vermiethen.

Wo? sagl die Expedition d. B.
—IEXXVXVXXR
discher Magenbütter.
Einfachstes und sicherstes Haus⸗
mittel gegen Verdarung-
XXR XX
icramaps, Kolik, Verstopfung,
Ruhr, Cholera, Seekrankheit,
Sobbrennen, Diarrhoe, Er—
drechen, Hämorrhoidalbeschuerden,
Uebelsein, Blähungen ⁊c. rühm⸗
lichst bekannt und von velen Aerz⸗
den angewandt. Allein ächt zu
haben per Flosche 75 Pfennig
dei XJ. Friedrich

4

SAnterhaltung und Zelehrung
bietel wozselten in solcher Fülle und zu so billigem Preis
ein Untethaltungblatt wie das iIluslrirte Familien-Journa
O ĩES, “

dessen langjähriges Bestehen und große Verbreitung dafü
tütgt, daß die Redaknon bestrebt ble br, durch interessaut
Erzählurgen, fesselude und populäc gehaitene Bild r aus
der Zeitgeschichte, maleriste Skizzen. aus der weiten Welt
dumorisisches u. sJ. w. den Anforderuagen und Erwartunge
ihrer zahlreichen Leser cerecht zu werden.

Der jetzt neubeg nneude 15. Jahrgang eröffren mi
der in hodem Grade ergreifenden historischen Criminal
Novelle: „Das Drama in der Friedensstraße“ von A.
Betot, mit Illustrationen, ferner der interessausen und
fesselnden Eczählung „Der Schutz Jeist“ von C. Zostrow
D'esen schlieken sich belehrende und unt rhaliende Arnkel
aus der Feder der renommirtesten Schriftsteller, wi
Ernst von Normann-Schumann (,„Japan und senne Be
wohner“), Gustav Rasch (, Pariser Elend und Verbrechcn“ec.)
De. H. Beta (. Drei Monate lebendig begraben“, „Ei
Hotel aus lauter Schiffsztrümmern erbaut“ u. s. w.) und
Anderen an.

Auf Wunsch erhalter die Atonnenten als Prämi
für 1875 ein prächtiges in Kieidedruck ausgeführtes
Zunstölatte, Die ersten Hosen“ nach einem Gemälde von
Füllhaus, fur die äußerst billige Nachzahlung von 1 Mar.
Wegen des humoristischen Sujets bildet unser Prämierbeld
eine wahre Zierde für jedes Fam lienzemmer. Ein Probe
abdruck ist in jeder Buchhandlung einzusehen.

Der „Omnibus“ bringt in jeder Wochennummer ca.
39 Spalten Text unt 3—4 ansprech⸗nde Illustrationen für
den außerordentlich billigen Preis don 10 Pf., demnach
hettägt das v'erteljährsiche Abonnement nur 1 Mait 30
Pf. o er jedes Heft 40 Pf.

—AF Bestellungen auf den „Omnibus“ nimmt jede
Buchhandlung und jede Postanstalt entgeçgen, sowie

die Exped ion des Omnibus,
Spyeersort No 18.

FrFaskon Tcuck imd Bersag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="59" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Auzeiger und das (72 mal wöchentlich) mit dem Haupiblalie verbundene Unterhaltungsblatt, (Sountags mit illustrirter Bei
lage), erscheint wochentlich vViermal: Dieustag, Dounerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierleljährlich
Mart 2) RPfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa, von Auswäris mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reelamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
48 lJ 7. Eonntaa. den 30. Januar 1876

Deutsches Reih.—
Berhin, 27. Jan. Guiem Vettehmen nach!ast wber die
Fossang des „Arnim“ ⸗Paragraphen zwischen den Nationalliberalen,
den Freitonserdativen und den Konserdativen eine Vereinbarung
erzielt worden, welche die Zustimmungg der Regierung gefunden hat.
Der Abq. Dr. Bamberger bat solgenden Antrag eingebracht:
den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die nöthigen Sdritte dahin
zu shun, daß die in dem Allerhöchsten Erlaß vom 17. Februar
1875 angeordnete Benennung det Reichsgoldstücke eine Abanderung
dahin erfahre, daß für das Zwanzigmartstück dit Bezeichnung
„Krone“ und für das Zehnmartstück die Bezeschnung „halbe Krone“
angenommen werde.
Ausland.
Paris, 27. Jan. Be' dem deutschen Botschaster, Für⸗
— —
der Präsident Mac Pahon uind die hier anwesenden Minister bei⸗
wohnen.
RVermischtes.

Pirmasens, 23. Jan.“ In der Nacht von Sonntag
auf Montag ertränukte sich in dem Ziehbrunnen des hiesigen Kauf⸗
manns J. Maasmann der 36jährige Schuhmacher Ph. Knell von
hier. Ueber die Urfache dieser unfeligen That konnten wir nichts
Genaues erfahren; doch foll sich der Unglückliche, det übrigens in
zuten Verhältnissen und kindersosen Ehe lebte, in letzter Zeit stets
in einem Zustand großer Aufregung und Unzurechnungsfähigkeit
befunden haben. (P. A.)

F Bei den Einnehme eien und Gütercassen der Pfaälzischen
Bahnen werden nachsteh ude Banknoten und Kassensdeine ia Zahluug
angenommen: 1. die Reichs Casseuschefne; 2. die von' der Pleu—
zischen Bank mit der Unlerschrift des königlich perußischen Hanpsbanlk
Direcioriums und zwar sowodledie in Thalerwähtung von' 50
Thaler und aufwärts, als die in Reichswährung ausgestellten Bank—
nodien; fernet d'e auf Reichswahrung lautenden Noten dir nach⸗
genannten Banker:: 3. der Bad schen Bank; 4 der Würtrembergischen
Bank; 5. der Bank für Süddeutschland; 6. der Frankfurter Bauk:
Verpachtun .. Aceer im obersten Schant
g. aan der Kaiserstraße;
Samstag, den 12. Februar 8 28817. 49 Dezim.
o. J., Nachm'tiags präc32 u ande nreh
Uhre, in der Wirthschaft vou t. 81 56 Dec.
Julius Grewenig dahier, der auf der Meß —
verden die zur hiesigen katho⸗ A neben
lischen Pfarrpfründe gebörigen —
Aeder und Wiesen, Si. p 19 de o 10 Den.
derter Bannes, öffenilich auf 6 11 t 231. 33 De
Jahre verbachtet. uduliets Acker auf der ar ene
Pl. Nr. 2705. 30 Dez. 12. 81. Nr. 2804. 84 Dei.
Acker in der Dreispiz; Barten auf'm untersten
Pl.Nt. 2721. 38 Dazß. Flur;
Ader allda neben Georg pliNr. 1535. 2 Tagw.
Stief; 7 Daz. Acker auf'm großen
3. Pl.Nr. 2763. 23 Dezim. Flur, J. Ahnung — in 3
Ader im mittleren Waller⸗ Loose eingetheilt;
feld; Pl.Nr. 864. 4 Tow. 9
Pl.⸗Nr. 285112. 20 Dej. Dez. Acer auf Dillmes⸗
Acker auf der Meß; flüt in G Loose eingetheilt;
Pl.Nce. 3192. 31 Dezim. Pl.Nt. 3272. 2 Tgw. 28
Acker am Schafkopf; Dez. Acker rechtd in den
Pl.Nte. 3582. 8 Dazim. Seyen — in 3 Loose ein⸗
icker auf'm Gerstbusch; aetheilt;
Bl.Nr. 2561. 27 Dezim. 16. Vl.Nr. 400. 87 Decim

277. der Bayer'schen Notenbank; 8. der Säsischen Bank in Dresdea;
9. der Hannoverschen Bank.

7 In Laumesfeld, Canton Wierck (Schweiz), hat sich,
wie den „M. p. l. M.“ geschrieben wird, dieser Tage ein eigen⸗
thümlicher Unglückzfal ereignet. Die Gemeinde hatte einen neuen
dZirten angenommen, welcher mit seinem Amte noch weaig vertraut,
die jungen Schwe'ne dadurch gewöhnen wollte, seiner Heerde zu
folgen, daß er eins derselben auf den Arm nuhm, überzeugt, daß
die andern ihm dann schon nachlaufen würden. Das Ferkel auf
seinem Arm fing jämmerlich zu quieken an, und auf dieses Geschrei
Jürzlen sich die alten Säuen mit Wuth auf den Hirten und hätten
ihn sicherlich arg zugerichtet, wenn er nicht durch hinzukommende
Leute aus seiner mißlichen Loge befreit worden wäre; seine
stleidungsstücke waren von den wüthenden Thieren bereiis in Fetzen
jerrissen. Nach diesem unglücklichen Debut-hielt es unser Mann
füc gerathen, seine Siellung zu quittiren, ünd der entlassene frühere
Hirt trat auf's Neue in Amt und Würden. J

7 Zuürich, 20. Jan. Lezgithin begiag ein italienischer Eisen⸗
bahnarbeiter die undegreifliche Unvorsichtigkeit, im Kosthaus Stricken⸗
derg gefrorene Dynamitpatronen auf einer heißen Ofenbank aufzu⸗
värmen. Es mag gegen halb 6 Uhr gewesen sein, eine Zeit, zu
welcher weitaus die meisten Bewohner des acht Wohnungen enthal⸗
enden, elf Familien mit 68 Personen (Kostgänger einbegriffen) in
sich bergenden Hauses, weil noch in den Fabriken des Eigenthümers
hzeschäftigt, glüclicherweise abwesend waren, als die Patronen explo⸗
ditten und das ganze lange Holzgebäude mit einem gewaltigen Knall
n lichterlohe Flammen setzten. Ttotz aller Mühe und Ansttengung
sonnte dem Feuer kein Einhalt geihan werden und es wurde auch
naur wenig Fahrhabe gereitet. Leider fanden drei Kinder, drei ver⸗
schiedenen Familien angehörend, den Tad, wahrscheinlich schon bei
der Explosion; elf Hauthaltungen, 65 Personen jzählend, sind ob⸗
dachlos geworden.
DDDienstesnachrichten.
Die katgzolische Pfarrei Lautzlicchen wurde dem Pfarrer H.
Müller in Reipoliskirchen verliehen.

Wies au der Wollbach — 1. Pl.Nr. 3839. 36 Dec.
die Schulwiese — in 2 Acke: auf Schifflaud neben
Loosen; Carl Redel;
Pi. Nr. 3299. 1 79w. Pl.⸗Nr. 3117 und 3118.
88 Die. Wies in den 60 Dez. Acker am Schaf
Seyen — in 3 Loosen; topf neben Johann Hof⸗
Pl.⸗Nt. 2472.. 5 Tagw. mann;
62 Dec. Wies in den Pl.Nr. 3883. 39 Dez.
Steegwiesen — in 10 Acker am Seyenrech neben
Beeten; Johann Schmelzer;
Pl.Nt. 24720. 4 T4w. Pl.Nt. 3363 v. 33534.
38 Dec. Wies im Bruch 57 Decim: Ader auf'm
rech — in 8 Beeten; Gersibusch, J,. Pfuhlwieser
Pl.Nr. 1420. 2 Tauw Ahnung neben Anstoͤßern
49 Dec. Wies im Schaf— und Georg Kraus;
weiher — in 3 Loose; Pl.⸗Nr. 3313. 63 Dec.
Pli⸗Nr. 2081. 50 Vec Adcer auf Hahnacker neben
Wies am Anvbelsbrunnen. Johann Svohn;
— PliNe. 2947. 48 Dec.
Acker auf'm vorderen Wal⸗
lerfeld neben Peter Schmel⸗
zer Erben — ewig Klee⸗
stück:
Pl.Nr. 2934 und 2935.
93 Dez., Acer auf der
Krummfuhr, nebea Peter
Nikäs, — in 2 Loosen;

7.

18.

19.

20

21.

Unwittelbaͤr aach dieser Ver⸗
pachtung läßt Herr Johann
Joseph Grewenig, Kauf⸗
maun hier, folgende im Banne
don St. Ingbert gelegenen
diegenschaflen öffentlich auf sechs⸗
ährige Zahltermine in Eigen-
rhum versteigern, als:
        <pb n="60" />
        Pl.Nr. 2688. 1 Tagw. Mobiliarversteigerung.
12 Dec. Acker auf'm hin⸗ Samstag, den 5. Februar
lersten Wallerfeld — in 2 nächsthin, des Vormittags um
Loosen; 9 Uhr in der Wirthschaft von
Pl.⸗Nr. 303813. 95 Dez. Bäcker Lang dahier lassen
Ackec auf Mühlenthal neben die Geschwister Karg zu
Georg Wagner und Fried⸗ Dünchweiler circa 2000 Stücd
rich Ruffing; Weißzeug aus ihrer Fabrik,
Pl.Nr. 777, 36 Dezim. nämlich:
Wies in den Großwiesen Vettüberzüge, Leintücher,
neben Johann Hofmann; Herren⸗ und Damenhem⸗
Pl.⸗Nr. 2049. 40 Dezim den, Handtücher, Kinder⸗
Wies in der Gehnbodh hemdchen, Barchent und
neben Johann Schuster; Bettfedern u. s. w. zu
Pl.:Ne. 2044. 56 Dec. sehr billigen Preisen öffent⸗
Wies allda neben Johann lich auf Borg versteigern.
Schwarz; St. Ingbert, 29. Jan. 1876.
Pl.Nr. 44542. 49 Dec. SEauer, . Notar.
Wies im Allment neben 4
Peter Fischer und Jo haun Holzversteigerung
Foseph Ripplinger; qaus dem ——
pi d. ι DDe. rcken o
Wies allda neben Johanv Samstag. den 3. F⸗ xuar
Josebh Kipplinger und J. Nachmitiags 1 Uhr, im
ẽrhben Dorr Schulthause zu Heckendalheim
15. splnrr. 2518. 70 Da. verden uachbeaannien Holzsor⸗
Wies in den Siegwiesen imente öffentlich verstigert:
neben Louis Beer und Veplan Aeht,
Grorg Woaner. eichen San. —
St Irgenn Jer ß 2, atichithebch. -
— — —— 0,95 Cbmn.
Licitation. 3 Absaniens öl. —
Moatag den 14. Februar ,88 Cbm.
aüchsthin Nachmittags 3 Uhr, zu 5 tiefern Sparren
St. Jagbert bei Adolph Ehr⸗ 14 eichne Wagnerstangen
hardt wird vor dem underzeich— 2 Cl.
neten, gerichtlich hierzu beauf⸗ 2 elzbeer —
tragten 1. Notar bas zu der 475 buchen Zauntrutteln.
zwischen dem verstorbenen Jo. 7375 buchen Bohnenstangen
hann Joseph Ehrhardt 3 Ster buchen Klotzholz
und seiner hinterbliebenen Wittwe 68 buchen Stangen⸗
Magdalena Jung vestan⸗ prügel
denen Gütergemeinschaft gehoöͤrige 165 eichen Prügel
Wohnhaus der Abtheilung wegen 1 Ster aspen-
offentlich in Eigenihum versseie 188 , buchen Krappen.
gert: 700 buchen Reiserwellen.
ðl.⸗Nr. 1414. 6910 De. Fläche Ommersh eim, 25. Jan. 1876
Wohnhaus mit Hof und Das Bürgermeisteramt:
Barten, gelegen zu St. AI. &amp;.
Ingbert an der Kohlen⸗ Philivp.
straße neben Jalob Stoz ——
und Franz Jatob Ehrhardt. Bekanntmachung.
Eigenthümer dieser Liegen. Am Samstag, den 5. Fe⸗
jchaft sind die Wittwe und öruar nächsthin, Nachmittage
sinder des zu St. Ingbert ver⸗ um 2.Uhr, werden die in der
lebten Fabrikaufseherss Johann Baumschule hier gefällien 46
Jos⸗ph Ehrhordt, nämlich: J. Pappelftämme dajelbst öffentlich
dessen Wittwe zweiter Ehe, bversteigert.
Magdaltna Jung, gewerblos St. Ingbert, 28. Jon. 1876.
ID. die Kinder des Eörblassers: Das Buürgermeisteramt
a, aus seiner ersten Ehe mil CEuster.
vg ecslen Chefrau * Adolph Montag den 7. Februar
hrhardt, Bäcker, 2. Sophie c*
Ehrhardt, gewerblose Ehefrau von Jahrmarkt
—— Eisenbahnbedienste in St. Ingbert.
ter, Z3. Theodor Ehrhardt; b, RSMA
aus seinet zweiten Ehe mit ge⸗ Gemüůthlichkeit
nannter Magdalena Jung: 4. deute Sonntag
Magdalena Ehrhardt, gewerblose Zusa umenkunft
noch minderjährige durch die bei Louis Weirich.
Etze emancipirte Ehefrau von Der Vorstand.
Johann Hautz. Bergmann, 5. Fur S und Keist qesorgt.
Anna und 6. Cäcilie Edrhardt, Em braver Bur sche wird
beiden burn 8 n die Lehte gerommen bei
jährig unter Vormundschaft ihrer Schrei
genannten Mutter, Nebenvor Schreiner Rogelsang. .
mund derselben ist ihr Halbbru⸗ Schreiner Kogel sang ver⸗ Zwei möblirte Zimmer
der genaunter Adolph Ehrhardt. kauft seinen in den Großgärten in der Kohlenstraße, welche aud
lle in St. Ingbert wohnhaft. eben Bergmann Fisscher ge⸗ einzeln abgegeden werden önnen
St. Ingbert, 29. Jan. 1876. egenen Garten, zu Bauplähen ind ju vermiethen.
Sauer, Notiar. geeignet. Mo? saat die Exbedition d. B
— VV D — — —— ——— — F——— — — —— —
Nedaktion Druck und Verlag vonF. X. Demeß in St. Inobert.

Aufforderung.

Im April d. J. beginnt wieder ein neues Schuljahr
an der hiesigen höhern Töchterschuse. Die Frequenz
der Anstalt war zwar im verflossenen Jahre etwas gerin—
zer, als in den Vorjahren. Da jedoch die höhere Töch—
erschule für die hiesige Stadt ein allgemein fühlbares Be—
dürfniß geworden ist und der Fortbestand dieser Anstalt
nuch von vielen Seiten dringend gewünscht wird, so wen⸗
)et sich der Außschuß dieser Anstalt an die Bewohner der
ziesigen Stadt und Umgegend, die Existenz dieser Schule
dadurch zu sichern, daß recht viele Schülerinnen mit Be⸗
zinn des neuen Schuljahres in die Anstalt eintreten mögen.
Der weitere Fortbestand der Anstalt würde auch dadurch
ermöglicht werden, wenn schon jetzt von Freunden des
zöheren Unterrichtswesens und insbesondere von jenen
Eltern, welche in den folgenden Jahren ihre Kinder dieser
Anstalt anvertrauen wollen, recht viele freiwillige Beiträge
für die künftige Erhaltung dieser Schule geleistet würden.
Auch soll der unbemittelten Klasse der Stadtbevölkerung
für die Folge zur höheren Ausbildung ihrer Kinder Rech—
uung getragen werden, indem für solche brave, talentvolle
Zinder 10 Freiplätze in der Anstalt reservirt werden
ollen. Wenn der weithin bekannte Wohlthätigkeitssinn
der Stadt St. Ingbert diese Anstalt nur einigermaßen
nach Kräften unterstützt, dann ist der Fortbestand der
höheren Töchterschule Thatsache und die Schule wird immer
mehr geistig aufblühen und gewiß auch gute Früchte erzielen.
Aumeldungen für den Eintritt in die höhere Töchter⸗
schule nimmt die Vorsteherin Frl. Spöhrer schon jetzt
entgegen; deßgleichen werden freiwillige Beiträge von dem
Unterzeichneten und Herrn Rechner Kahn jeder Zeit mit

Dank angenommen.

St. Ingbert, 29. Jannar 1876.
Im Auftragedes Ausschusses:
Der Vorstand
Dengel.

2 — — ——77
—,. 80
Trauben⸗Brust⸗ Honig, Ac7 8
allein ächt 8 *
wenn jede Flasche auf dem Kapselverschluß 3—. 5 ec7
nebenstehenden Fabrikstempel trägt. — Zu na
haben in 2 Fl. (Gold⸗Kapsei) à Mart 83,
4 Fl. (Rothe Kapfel) a Mart 11/2, s Fi. (Silber⸗
Lopsfel à Mark Jin St. Ingbert, bei J. Friedrich, in
St. Johann, bei F. P. Dudenhoeffer und Kari Thi—
riot, in Saar lonis, bei Franz Altenkirch, in Blies—
kastel, bei Apotheker C Rachter, in Saargemünd, bei
Apotheker Kirchner.
65366400000 00000

In Linem Hause im Mühlened TœOATe

jat MReidiger den vorderen

zweiten Stock, bestehend in zwei

Zimmer, Küche mit Keller und

Speicher, sogleich beziehbar, zu

oermiethen. Auch ist dei dem⸗

selben noch fäglich

frische Milch
zu haben.

Durqh alle Bich⸗ pe
andlungen, oder gegen
—* v. ——— a 10
Pf. direct v. Ricbter's Verlags⸗
Unstalt in Leipzig ist zu berieben:
„r. Alry's Nati beilmethode“,
Preis ĩ Vari Der in ccu be
hmten iInstr. ca. doo S. stari.
Buche angegebenen Seilmelpode ver⸗
danten Tausende ibre Gefundhbeit.
Die zablreicben darin abgerructen
Dan kichreiden beweisen taß seibn
olcht Krante noch Gilse gefunden,
die, der Verzweist ang nahe, ret⸗
dangsolos verlorcu scienen; es soue
haher dies vorzugl. Wert in keiner
amilie sehlen Hian ver⸗
ange und nehmt mur das Illu⸗
rirtie rsoinaiveri, von Hi
res Verlago⸗Anst alt in Leip⸗ x
a welche auf Wunsch auc
nKRuszug desselben gra⸗
vud franco der⸗
iendet.
        <pb n="61" />
        St. Ingberler Anzeiger.

ι
der St. Jagberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei
lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis betraͤgt vierieljährlich
Dart 239 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfs., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
— J 7. Sonntag,. den 30. Januar

155

— ———
Deutsches Reich.

Berlin, 27. Jan. Gutem Vernehmen nach ist über die
Fossang des „Arnim“ ⸗Paragraphen zwischen den Nationalliberalen,
den Freikonservativen und den Konserdativen eine Vereinbarung
erzielt worden, welche die Zustimmung der Regierung gefunden hat.

Der Abq. Dr. Bamberger hat solgenden Antrag eingebracht:
den Herrn Reichskanzler zu erfuchen, die nöthigen Schritle dahin
zu thun, daß die in dem Allerhöchsten Erlaß vom 17. Februar
1875 angeordnete Benennung der Reichsgoldstücke eine Abäuderung
dohin erfahre, deß für das Zwanzigmarkstück die Bezeichuung
„Krone“ und für das Zehnmarkstück die Bezechnung „halbe Krone“
angenommen werde.
Ausland.

Paris, 27. Jan. Bei dem deutschen Botschafter, Für⸗
len Hohenlohe, fiadet heute Adend eine große Soiree sialt, welcher
det Präsident Mac Mahon und die hier anwesenden Minister bei⸗
wohnen.

—
Bermisqthtes.

F Pirmasens, 25. Jan. In der Nacht von Sonntag
auf Montag ertränkte sich in dem Ziehbrunnen deß hiesigen Kauf⸗
nanns J. Maasmann der 36jährige Schuhmacher Ph. Kunell von
dier. Ueber die Ursache dieser unseligen That konnten wir nichts
Genaues erfahren; doch loll sich der Unglüdliche, der übrigens in
zuten Verhältnissen und kinderlosen Ehe ledte, in lehzer Zeit stets
n einem Zustand großer Aufregung und Unzurechnungsfähigkeit
befunden haben. (P. A.)

Bei den Einnehme eien und Gütercassen der Pfalzischen
Bahnen werden nachstehende Banknoten und Kassensceine ia Zahluug
angenommen: 1. die Reichs Cassenscheine; 2. die von der Peeu—
zischen Bank mit der Unterschrift des königlich preußischen Hanpibank⸗
Direcioriums und zwar sowodl die in Thalerwährung von 50
Thaler und aufwärts, als die in Reichswährung ausgestellten Bank⸗
noten; ferner d'e auf Reichswährung lautenden Noien der nach⸗
zenannten Banlen: 3. der Bad schen Bank; 4 der Würt;em bergischen
Bank; 5. der Bank für Süddeutschlaud; 6. der Frankfurter Bantf:
Acker im obersten Schank
Verpachtung. an der Kaiserstraße; —
8. Bl.-Nr. 2887. 49 Dezim.
Acer am Seh nrech;
Pl.eNr. 2816. 56 Dec.
icker auf der Meß —
nit ewigem Klee — neben
Ldudwi Vogelsang;
dl. Nte. 2843. 40 Dej.
Ackt allda;
zleNr. 2931. 33 Dez.
Ucker auf der Krummfuhr;
zIl. Nr. 2804. 34 Dezʒ.
Barten auf'nn untersten
Flur;
pl.⸗Nr. 1535. 2 Tagw.
7 Dez. Acker auf'm großen
Fiur, J. Ahnug — in 3
Loose eingetheilt;
fPl.Nr. 864. 4 Tgw. 9
Dez. Ader auf Dillmes⸗
flur in 6 Loose eingetheilt;
Pl.Nr. 3272. 2 Tgw. 28
Dez. Acker rechts in den
Seyen — in 3 Loose ein⸗
getheilt;
BRlMr. 400. 87 Decim

Samstag, den 12. Februar
d. J., Nachmittags präcis 2
Uhr, in der Wirthschaft von
Julius Grewenig dahier,
verden die zur hiesigen katho⸗
ischen Pfarrpfründe gehörigen 10
Aeder und Wiesen, St. Ing⸗
zerter Bannes, öffenilich auf 6 11
Jahre verpachtet, nämlich:
l. Pl.eNt. 2705. 30 Dej. 12.
Acker in der Dreispiz;
Pl.Nr. 2721. 38 Da⸗.
Acer allda neben Georg
Stief;
Pl.Nr. 2763. 23 Dezim.
Ader im mittleren Waller⸗
jeld;
Bl.⸗Nr. 2835114. 20 Dej.
Acker auf der Meß;
Pl.Ne. 3192. 31 Dezim. 15.
Acker am Schafkopf;
Pl.Nt. 3582. 8 Dezim.
Acker auf'm Gersibusch;
Pl.Nr. 2561. 27 De im. 16

1

7. der Bayer'schen Notenbank; 8. der Säsischen Bank in Dresdea;
9. der Hannoverschen Bank.

F In Laumesfeld, Canton Wierd (Schweiz), hat sich,
vie den „M. d. l. M.“ geschrieben wird, dieser Tage ein eigen⸗
hümlicher Unglücsfall ereignet. Die Gemeinde hatte einen nmuen
Zirten angenommen, welcher mit seinem Amte noch weaig vertraut,
zie jungen Schwe'ne dadurch gewöhnen wollte, seiner Heerde zu
olgen, daß er eins derselben auf den Arm nauhm, überzeugt, daß
die andern ihm dann schon nachlaufen würden. Das Ferkel auf
einem Arm fing jämmerlich zu quielen an, und auf dieses Geschrei
türzten sich die alten Sauen mit Wuth auf den Hirten und hätten
hu sicherlich arg zugerichtet, wenn er nicht durch hinzukommende
deute aus seiner mißlichen Lage befreit worden wäre seine
dleidungsstücke waren von den wüthenden Thieren bereits in Fetzen
errissen. Nach diesem unglücklichen Debut hielt es unser Mann
üc gerathen, seine Stellung zu quittiren, und der entlassene frühere
Hhirt trat auf's Neue in Amt und Würden.

Zürich, 20. Jau. Lezithin beging ein italienischer Eisen⸗
zahnarbeiter die unbegreifliche Undorsichtigteit, im Kosthaus Stricken—
derg gefrorene Dynamitpatronen auf einer heißen Ofenbank aufzu⸗
värmen. Es mag gegen halb 6 Uhr gewesen sein, eine Zeit, zu
velcher weitaus die meisten Bewohner des acht Wohnungen enthal⸗
enden, elf Familien mit 68 Personen (Kostgänger einbegriffen) in
ich bergenden Hauses, weil noch in den Fabriken des Eigenthümers
ꝛeschäftigt, glücklicherweise abwesend waren, als die Patrogen explo⸗
icten und das ganze lange Holzgebäude mit einem gewaltigen Knall
n lichterlohe Flammen seßten. Trotz aller Mühe uͤnd Anstrengung
onnte dem Feuer kein Enhalt gethan werden und es wurde auch
nir wenig Fahrhabe gerettet. Leider fanden drei Kinder, drei ver—
chiedenen Familien angehörend, den Tad, wahrscheinlich schon dei
)er Explosion; elf Haushaltungen, 65 Personen zählend, sind ob⸗
dachlos geworden.

Dienstesnachrichten.
Die katholische Pfarrei Lautztitchen wurde dem Pfarrer H.
Nüller in Reipoliskirchen verliehen

— —üú ú û —“
Wies au der Wollbach —
die Schulwiese — in 2
doosen;

Bl. Nr. 3299. 1 Tqw.
38 Dec. Wies in den
Seyen — in 3 Loosen;
Bl.⸗Nr. 24172.. 5 Tagw.
32 Dec. Wies in den
Zteegwiesen — in 10
Beeten;

Bl.-Nt. 24720. 4 Tqw.
38 Dec. Wies im Bruch⸗
ech — in 9 Beeten;
Pl.Nx. 1420. 2 Taqw.
19 Dec. Wies im Schaf⸗
veiher — in 8 Loose;
ßl.-Ne. 2081. 50 vec.
Wies am Andelsbrunnen.

1. Pl.⸗-Nr. 3839. 36 Dec.
Ader auf Schiffland neben
Carl Redel;

Pl.Nr. 3117 und 3118.
b0 Dez. Acker am Schaf⸗
lopf neben Johann Hof—⸗
mann;

ql. Nr. 3883. 39 Dez.
Acker am Seyenrech neben
Johann Schmelzer;
bl.Nr. 3553 v. 35533 90.
37 Decim: Acker auf'm
Berstbusch, J. Pjuhlwieser
Abnung neben Unsloͤßern
und Georg Kraus;
Bl.⸗Nr. 3313. 63 Dec.
Acker auf Hahnacker neben
Johann Spohn;

Pl.-Nr. 2947. 48 Dee.
Acker auf'm bvorderen Wal⸗
lerseld neben Peter Schmel⸗
jser Erben — ewig Klee⸗
dück;

Pl.Nr. 2934 und 29385.
38 Dez. Acker auf der
drummfuhr, neben Peter
Nikäs. — in 2 Loosen:

17.

18.

19

20

21.

91
Unmittelbar nach dieser Ver⸗
achtung läzt Herr Johann
Joseph Grewenig, Kauf⸗
naun hier, folgende im Banne
on St. Ingbert gelegenen
diegenschaften öffentlich auf jechs-
ihrige Zahltermine in Eigen-
zum versteigern, als
        <pb n="62" />
        3. Pl. Nr. 2688. 1 Tagqw. Mobiliarversteigerung.
12 Dee. Acker auf'm hin⸗Sanistag, den 5. Februar
lersterr Wallerfeld — in 2 aächsthin, des Vormittogs um
Loosen; 4 Udr in der Wirthschaft von

Aph⸗Nr. 3088312. 95 Dez. Bäder Lang, daheer lassen
Ackes anf Mühlenthal neben die Geschwister Karg zu
Georg Wagner und Fried— Münchweilet eirca 2000 Stüͤc
rich Ruffing; Weißzeug aus ihrer Fabrik,
Pl.⸗Nr. 777, 36 Dezim. nämlich:

Wies in den Großwiesen Vettüberzüge, Leintücher,
neben Johann Hofmann; Herren und Damenhem⸗

Pl⸗Nr. 2049. 40 Dezim den, Handtücher, Kinder—
Wies in der Gehnboch hemdchen, Barchent und
neben Johann Schuster; Bettfedern u. s. w. zu
Pl.⸗Ne. 2044. 56 Dec. sehr billigen Preisen öffent⸗
Wies allda neben Johann lich auf Borg versteigern.
Schwarz; St. Ingbert, 29. Jan. 1876.
PlNr. 1464. 49 Dec. SEauer, k. Notar.
Wießz im Allment neben
Peter Fischer und Jo haun Holzversteigerung
Joseph Nipplinger; rwu s dem Gemerndewald
——— 18 D Heckendalheim.

*22 32 5. Februar
Fjes allda neben Johann Zamstag, den 3.6
Joscohe Ripplinger und J. Nachmitiags 1 Uhr, im
Echen Döorr Schulthause zu Heckendalhein
Pplener. 2513. 70 Dez. werden uachbenannien Holzsort
Wies in den Stegwiesen nimeute vffentlich verstigert:
neben Louis Beer und Sæwlag Au ment
G big Weaner. 7 eichen Sann t. —

En Jogen de 2, Lebjchnitie 4101. -

— ———æ- —— 0,95 Cbm.

Licitation. A

Moatag den 14. Februar 42.85 CEbm.

nächsthin Nachmittags 3 Uhr, zu 5 liefern Sparren

St. JIngbert bei Adolph Ehr— 14 eichne Waguerstangen

hardt -wird vor dem unterzeich⸗ 2 Cl.

neten, gerichtlich hierzu beauf⸗ 2 elzbeer

tragten 1J. Notar das zu er 475 buchen Zauntrutteln.

wischean dem verstorbenen Jo— 7375 buchen Bohnenstangen
hann Joseph Ehrhardt 3 Ster buchen Klatzholz
und seiner hinterbliebenen Witiwe 68 buchen Stangen

Magdalena Jung dvestan⸗ prügel

denen Gütergemeinschaft gehörige 16, eichen Prügel

Wohnhaus der Abtheilung wegen Ster aspen

öffentlich in Eigenthum verstei⸗ 1888, buchen Krappen.

gert: 700 buchen Reiserwellen.

Pl Nr. 1414. 6110 De. Fläche Ommersh ein, 25. Jan. 1876
Wohnhaus mit Hof und Das Bürgermeisteramt:
Garten, gelegen zu St. AA.

Ingbett an-der Kohlen⸗ Philivp.
firaße neben Jatob Sioiz RPofon —XNXMMSESSS.
und Franz Jatob Ehrhardt. Bekanntmachung.

Eigenthuͤner dieser Liegen ⸗· Am Samstag, den 5. Fe—

chaft siad die Wittwe und druar, machsthin, Nachmittags

ier des zu St. Ingdert ver. um 2, Uhr, werden dit in der

eblen Fabeituufsehers Johann Baumschule hier gefällien 46

Jos⸗ph Ehrhardt, nämlich: J. Pappelstämme daselbst offentlich

dessen Wittwe zweiter Ehe versteigert.

Hagdal nae Jung, gewerblos, St. Ingbert, 28. Im. 1876

U die Kinder des Erblassers: Das Bürgermeisteram!

a, aus seiner ersten Ehe mit — Euster.

* renen Chefeau: 1. Adolhh Montag den 7. Februar

hrhardt, Bäcker, 2. Sophie c*

Ehrhardt, gewerblose Ehefrau von Jahrmarkt

— Eifenbahnbedienste· in St. Ingbert.

ter, 3. Theodor Ehrhardt; b, ò——CIXMASSAE

aus seiner zweiten Ete mit ge⸗ Gemüthlichkeit

aanier Mendalena Jung: 4. deute Sountag

Magdalena Ebrhardt, gewerblose Zusammenkunft

aee nderjäheige durch die bei Louis Weirsh.

Ehe emancipirte Ehefrau von Der Vorstand.

Johmnu Hautz, Bergmann, 5. Für S und Keist gesorgt.

Anna und 6. Cõcilie Ezrhardt, Emn braver Bur sche wird

die beiden Letztern noch minder- in die Lehre genommen bei

jährig unter Vormundschaft ihret ——7 5

genannten Mutter, Nebenvor⸗ Schreiner Rogelsang.

mund derselben ist ihr Halbbru— Schreiner Vogel sang ver⸗

der genannter Adolph Ehrhardt. Lauft feinen in den Groß gärten

Dlle in St. Ingbert wohnhaft. neben Bergmann Fischer ge⸗

Sit. Ingbert, 29. Jan. 1876. legenen Garten, zu Bauplatzen

Sauer, Notar. geeignet.
Redaktion Druck und Verlag von

15.

Aufforderung.

Im April d. J. beginnt wieder ein neues Schuljahr
an der hiesigen höhern Töchterschule. Die Frequenz
der Anstalt war zwar im verflossenen Jahre etwas gerin⸗
ger, als in den Vorjahren. Da jedoch die höhere Töch⸗
erschule für die hiesige Stadt ein allgemein fühlbares Be⸗
dürfniß geworden ist und der Fortbestand dieser Anstalt
auch von vielen Seiten dringend gewünscht wird, so wen⸗
det sich der Außschuß dieser Anstalt an die Bewohner der
hiesigen Stadt und Umgegend, die Existenz dieser Schule
hadurch zu sichern, daß recht viele Schülerinnen mit Be⸗
ginn des neuen Schuljahres in die Anstalt eintreten mögen.
der weitere Fortbestand der Anstalt würde auch dadurch
ermöglicht werden, wenn schon jetzt von Freunden des
höheren Unterrichtswesens und insbesondere von jenen
Fltern, welche in den folgenden Jahren ihre Kinder dieser
Anstalt anvertrauen wollen, recht viele freiwillige Beiträge
für die künftige Erhaltung dieser Schule geleistet würden.
Auch soll der unbemittelten Klasse der Stadtbevölkerung
für die Folge zur höheren Ausbildung ihrer Kinder Rech—
nung getragen werden, indem für solche brave, talentvolle
Kinder 10 Freiplätze in der Anstalt reservirt werden
sollen. Wenn der weithin bekannte Wohlthätigkeitssinn
der Stadt St. Ingbert diese Anstalt nur einigermaßen
nach Kräften unterstützt, dann ist der Fortbestand der
höheren Töchterschule Thatsache und die Schule wird immer
mehr geistig aufblühen und gewiß auch gute Früchte erzielen.

Aumeldungen für den Eintritt in die höhere Töchter⸗
schule nimmt die Vorsteherin Frl. Spöhrer schon jetzt
entgegen; deßgleichen werden freiwillige Beiträge von dem
Unterzeichneten und Herrn Rechner Kahn jeder Zeit mit
Dank angenommen.

St. Ingbert, 29. Januar 1876.
Im Auftragedes Ausschusses;
Der Vorstand⸗
Dengel.
E—— — 2
Trauben⸗Brust⸗ Honig, Ai 8
allein ächt 85 2
uwenn jede Flasche auf dem Napselverschluß — 5 0
nebenstehenden Fabrikstempel trägt. — —X V— C
haben in 12 Fl. (Gold⸗Kapsel) a Mart 3.
is Fl. (Nothe Kapfel) à Mark 12/8, Us Fl. (Silber⸗
Gapsei à Mart Jin St. Ingbert, bei J. Friedrich an
St. Johaun, bei F. P. Dudenhoeffer und Karl Thi⸗
riot, Ain Saar lonis, bei Frauz Altenkirch, in Blies⸗
kastel bei Apotheker E Richter, in Saargemünd, bei
22Ax —
66006000000000 0000 0

—————
In seinem Hause im Mühlenck FypnsrFedscin Mork

hat Reidiger den vorderen

weiten Stock, bestehend in zwe

Zimmer, Küche m't Keller und

Speicher, jogleich beziehbar, zt

bermiethen. Auch ist dei dem

selben noch fäglich

frische Milch
zu haben.

Durch ane Bud-
hantlungen., orer gegen 53
vVinsj. v. 10 Briceimari?zn 10 6*
Pf. direct v. Richter's Verlagd⸗
mistalt in Lerprig in zu de iebrn: Fro
.Dr. liry aturtenetusde!.
Preis 1 Vari. Der in, dieym be⸗
rühmten ill uitr. ca. 3200 5. starl.
Buche angegebenen Veilmct! ede ver⸗
danten Tausende ihre Gesundheit.
Die zablreichen darin abzerruckten
Sankjchreiben beweisen, taß eibft
qQ Kranke noch Hilse gesunden,
ie der Verzweiflung nahe, ret
tungelos verloren sciench es sollte
daber dies vorzugl. Wert in keiner
Jamilie fehlen 53 Man ver⸗
iange und nehmne anr dan, Inn⸗
srirte Orininalvert, von Nic
tered VBerlaodeAnitalt in Leipe
zin“, weiche auf Wunsc auch
enen Anszug, vdesseihen gra⸗ *
tia vnd ftanco der⸗4
—XVV

29

Zwei möblirte Zimmer

in der Koh'enstraße, welche aud

einzeln abgegeden werden können
sind zu vermiethen.

Wo? sagt die Expedition d. *

F . x. Demetz in St. Ingbert.

—
        <pb n="63" />
        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchenllich) mit dem Hauptblatie verbundene Unterhaltungsblati, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗
lage), erscheint woͤchentlich viermalz Dieustag, Donunerstag, Samstag und Sonutag. Dexr Abonnementsopreis beträat vierteljahrlich
Mart 20 R⸗Bfz. Anzeigen werden mit 10 Pfz., von Auswärts mit 15 Pizr. fur die viergespaltene Zeile Blattichri t oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.
—A — Sonutaa. den 80. Januar 136

—

Deutsches Reich.

Münschen, 24. Jan. Der König ist deute Abend 1194
Uhr mitielst Extrazuges von Penzberg zum Winteraufen thalte in
h'esiger Resigenz eingettoffen.

München, 28. Jan. Der Staatsrath im ordentlichen
Dienst, H. v. Schobert, in auf sein Ansuchen in Ruhestand ver⸗
setzt und an seiner Stelle der Ministerialrath im Ministerium des
Innern, F. v. Dillis, zum Staatsrath errannt worden.

Die „N. A. Z.“ schreibt: Zu Chemnitz in Sachsen hat kurz⸗
lich eine Sozialistenversammlung stattgefunden, in welcher dem
„Volksstaot“, also einer in diesem Falle gewiß glaubwürd gen und
suberlässigen Quelle zufolge, berichtet wurde, der Parteivorstand
zahle an jedem Ersten eines Monats 600 Thir. (nicht Mart!) zu
Agitationszwecken aus, und mehr als die gleiche Summe werde
im Laufe des Monats noch zu diesen und ähulichen Zwecken vom
Vorstande gezahlt. Das würde für's Jahr mindestens 15.000
Thaler machen. Nun rechne man dazu noch die Einbuße an Ar.;
beitszeit und wahrhaft produktiver Leistung, die nur aus der Agi—
sation an sich erwächsi, und man wird leicht zu verstehen vermoͤgen,
welch' verheerende Wirkung ein solches Treiben euf den gesamgten
nationalen Wohlstand Deutschlands ausüben muß. Keine feindliche
Invasion vermechte der Le stungssähigkeit des Volles so enorme
Lasten aufzuerlegen, als die socialdemoltatische Prepaganda, die,
nicht damit zusrieden, den Werth der Leistungen des Ardeilers
ttetig zu verringetn und damit der fremden Konturrterz zum leichten
Siege zu verhelfen, cuch das effelt ve Ergebniß der in jeder Be⸗
ziehung unzureicherden Arbeit so unbedacht verschleudert.

Posen, 29. Jan. Zuverlassigen Nachrichjen zujolge wird
Cardinal Ledochowstu, der am 3. Februar semer Haft eutlafsen
wird, am 6. Februar in Rom erwartet. stlerus und Adel treffen
zu seinem Eupfang große Vorbereitungen. Er wird seinen dauern⸗
den Ausenthalt in Rom nehmen.

Ausland.

Paris, 30. Jan. Fast sämmtliche Resultate der Senato⸗
ren-Watlen sind bekannt. Von 219 Gewählten waren 180 von
der Regierung empfohlene, 8 nicht empfohlene Bonapattisten, 63
Radikale oder Republikaner, 15 von linken Centrum. Das Seine⸗
departement wählte Freycinet, Tolain, hérold, Hugs, Peyrat. Von
Ministern Meaux, Caillaux. Say, dagegen sind widec Dufau:e
noch Buffet gewählt worden.

New-York, 29. Jan. Noch Neldung hiesiger Blätter ist
auf Haiti ein Aufstand ausgebrochen; es suchten die Anfständischen
die Stadi Jacmel in ihre Gewalt zu bringen. Nad Nochrichten
aus Cuba hatten die Insurgenten sich der Stadt Cienfursgos be—⸗
nächtigu und dieselbe geplündert!

ar
Vermischtes.

4 St. Ingbert, 1. Febr. Auf dem durch die Herren
GBeber. Adt auf dem Ensheimer Bann veranftaltelen gestrigen
Treibjagen wurde durch Herrn Landrichter Koönig von bier ein
ca. 6 Monate alter Wolf geschossen.

Der Lambrechter Consumvetein hatte, wie die „N. Zig.“
meldet, laut Rechnengsabschluß vom 3. ds. dro 1874 einen Um⸗
ichlog in Colonialwaaren von 47, 708 M. 58 Pfg. Der Rein—
gewinn beträgt 1642 M. 66 Pfg., das Reinvermözen beträg!
6618 M. 92 Pfg.

F Die nächsten Hebammenkurse für die Pfalz werden zu
Wurzburg wie in Erlangen am 15. Juli J. J. beginnen. Auf⸗
aahm agesuche sind längstens bis zum 15. April d. J. bei den k.
Bezitlsamtern unter Vorlage der erforderlichen Zeugnisse anzu⸗
dringen.

“ In einer an 28. Jan. zu Nenstadt slaftgehabten Be⸗
prechung bewillizte der Ausschuß des pfaälzischen Feuerwehr-Ver⸗

bandes 3 im Dienste beschädigten Feuerwehrmännern Beihilfen von
12 vis 30 M., und an die gleiche Zahl von Feuerwehren Arma⸗
nurstücke im Betrage von je 100 M. Die in der letzten Ausschuß⸗
itzung begonnene Berathung des Entwurfes, betr. die „Regelung
des Feuerlöschwesens im Regierungsbezirke der Pfalz“ (yfälzische
FeuerlöschOrdnung u. s. v.), wurde fortgesezt und zu Ende ge
ührt und soll in thunlichster Bälde an die königl. Kreisregierung
ind den Ausschuß des bayerischen Berbandes, welcher mit der Be⸗
aArbeitung derselben Materie für die lenseitigen Kreise beschäftigt ist,
eingesandt werden.

f In Mußbach starb am 26. Jan., 85 Jahre alt, der
setzte Veieran aus der ersten Napolecnischen Kaiserzeit, der Winzer
Philipp. In der Schlacht bei Leipz'g hatte er noch im franzöfi⸗
schen Heere mitgekämpft.

Die noch im Vrivalbefiß befindlichen alten bayerischen Tele⸗
graphen Freimarken (in Gulden⸗ und Kreuzerwährung einfchließlich
der Ergänzungsmarken zu */2 und 1 Silbergroschen) können bis
29. Februar bei ollen Stationen gegen neue Marken umgetaufscht
werden. Die Postkafssen sind aufs Neue angewiesen worden, die
hbei ihnen eingehenden boy rischen Kassenanweisungen zu 50, 5 und
2 fl., sowie die eingehenden Gulden Noiten der Boyer. Hypothelen⸗
und Wechselbank nicht mehr auszugeben, sondern einzuliefern.

F München. Die Sechs- und Driikreuzerstücke vorderöster-
rei rischen Gepräges (sog. Grünburger) sind laut finanzmin' sterieller
Enischließung vom 20. Jan. von der Einlösung nicht ausgeschlos⸗
sen. Dieselben- önnen demnech bei jeder Enldsungsslelle gegen
Reichsmünze umgewechselt werden. Sie tragen auf der Vorderseit
dre' gegen einander gestellte Wappen obne Umschrift und auf der
Rüchseite die Bezeichnung VI, resp. III Kreuzer mit der Umschrift:
Vorderöst rreichiste Landmünze.“

Berlhin. Einem Gaͤrdeofficier ist vor klurzem aus Paris ein
Schreiben zugegangen, warin 30 Hauptleute und L'eutenants sei⸗
nes Regimeuts zum Zwerkampf gesotdert werden. Wahrscheinlich
lregt nut eine Mystefikation vor, zumal das wit vielen Namen un⸗
serzeichnete Schreiben auch den Namen einer Dame., angeblich Grä«
fin, trägt.

Vor einigen Tagen — so erzählen Schlesische Blätter —
»estieg ein Offizier der Leobschützer Garnison den Nachmittags 4
Uhr 40 Minuten von Leobschütz abgehenden Zug, nachdem er vor⸗
her seinen Hund, eine große Dänische Dozge, dem Burschen mit
der Weisfnng übergeben hatte. dieselbe nach seiner Wohnung zurück⸗
uführen. Das treue Thier verließ jedoch nicht eher den Plaß,
zebor sich der Zug in Bewegung gesetzt hatte und folgie alsdann
demselben neben dem Geleise trotz des siefen Schnees, fortwährend
zleichen Schritt haltend, bis zu der 6 Kilomeler von hier entfernten
Haltestelle Wernersdorf, eine Strecke, welche der Zug in 15 Mi—
auten zurücklegt. Beim Anhulten desselben stand das treue Thier
dor dem Coupe seines Herrn.

F Die jseit 60 Jahren in Freiburg bdestehenden Studenten—
verbindungen „Rhenania? und „Suevia? haben sich, wie die
„Breisgauer Zeuung“ meldet, wegen Vtangels an Korpsmitgliedern
aufgelöst.

f Mülhausen, 24. Jan. Der Trausport von Spreng⸗
loffen, welcher durch die Kütastrophe von Bremechifen so sehr die
illgemeine Aufmerksamkeit auf sich gelentt, hat letzten Sonmag in
Mülhausen Anlaß zu ernsten Vorsictsmaßregeln Fegeben. Ein mit
100 Centner Dynamit deladener Wagen kam gegen Abend von
der Schweiz her angesahren, die Waart sollte hier am Bassin in
zin Schiff verladen und nach Lothrinçen spedit werden. Von
Seite des Versenders waren für diesen gefährlihen Tranport keine
Borsichtsmaßregeln getroffen, aber der hiesige Spediteur, dem es
hei der Sahe unheimlich wurde!, ließ bei det Poltze direction an⸗
fragen, ob das Verladen dieser Waare am Ha'enbafsim gestattet sei.
Narütlich, wurde dieses untersagt und der Fudrmann angeweesen,
in einer ihm bestimmten Entfernung von der Siadt zu halien,.
Als sich nun die Polizei uber die Einhiltung dieser Vorschrift der⸗
gewissern wollte, machh!e sie die Wahrnehmung, daß das Fuͤhrwerk
        <pb n="64" />
        nicht angehalten, sondern wieder den Rückweg angetreten habe. Ein
Pol izeibeamter machte sich nu mil einem Fuhrweirk auf den We—
um zum Schutze der an dere Straße gelegenen Orischaften die
nöthigen Vorsorgen zu treffen. In Habsheim traf er den Wagen
mit dem Dynamit milten im Dorfe vor dem Gasthause „Jur Krone“
tehen, die Pferde waren abgespannt und der Fubrmann hatte sich
zu Beite getegt; irgend eine Ueberwachung der Ladung sand nicht
statt und leicht hätte ein unbesonnener Mensch oder ein Dieb, der
da andere Schätze gesucht, ein furchtbares Unglück anrichteu lönnen.
Der Fuhrmann wurde deshalb aufgefordert, mit seiner Ladung so⸗
fort, das Dorf zu verlafsen und dieselbe außer Landes zu scbaffen,
ohne das Fuhrwerk in einem Dorfe oder in der unmittelbarea
Nähe eines solchen stehen zu lassen. Gleichzeitig wurde auch den
Behörden der betreffenden Ortschaften von der Verfügung auf tele⸗
graphischem Wege Kenntniß gegeben. Die Siadt Basel, die eben⸗
falls benachrichtigt wurde, wird ihrerseits die noͤthigen Vorsichts⸗
maßregeln getroffen haben. (N. M. 3.)

FDie Auzwanderung Deutscher nach überseeischen Ländern
ist im abgelaufenen Jahr erheblich geringer gewesen als in den
Torjahren. Es sind während des Jahres 1875 aus den Häfen
damburg, Bremen und Siettin im Ganzen 56.289 Passagiere be-
sördert worden, gegen 75,502 im Jahr 1874 und 134.,191 im
Jahr 1871. — Die Zahl der von Amerila nach Europa Zürück-
gewanderten belief sich im lvorigen Jahr auf 22,081 Personen,
und zwar landeten von diesen 9143 in Hambucg und 12,938 in
Bremen.

4 Ein Dienstmädchen⸗ Club. In dee Londoner Vorstadt
Bayswater wurde vor wenigen Tagen ein Club ganz never Art
eröffnet. Es ist dies ein DienstmädchenClub, welcher beiden in
Enzland üblichen Bebeutungen des Wortes „Club“ gerecht wird.
Er soll einmal zu geselligen Zusammenkünfien dienen, andererseits
nach Art der Benefit-Clubs, eine Hilfskasse sür arme Dienstmädchen
hilden und ihnen gegen Zahlung einer bestimmten Prämie zur
Zeit elwaiger Stellenlosigleit Unteckunft und Zerpflegung sichern.
Zu diesem Zwecke ist mit dem Vereinslolale eine Art Herberge
verbunden. Der Club zählt bereits eine ansehnliche Zahl Mit⸗
„Norre Kalte
Heute Abend 8 Uhr
Erste
Kappensitzun⸗
im Stammlokale.
Der Vorstand.

— ——

Lorheerblãhtter.
AAsagewahlte Klavierstücke
zu 4 Händen

ohne Octavenspannungen leicht bearbeitet und mit

Fingersatz versehon von

Otto Sta I1d Re.
op. S231. Nr. 7- 10 4à 60 Rpf Nr II . I200 1 Mark,

Tumen in 1Hefte Mark 2.50.
inhalt: Nr. 7. Gluck, La Musette. Nr. 8. Schubort, Allegro mo-
derato. Nr 9. Hummel Rondoletto. Nr. 10. Clementi,
Allegro. Nr. 11 Dussek, les Adieux. Nr. 12 Buch. Andante
con moto.

Die Vorzũglicbhkeit der Standke'sechon Bearbeitungen
ist so allgemein anerkannte, dass es einer weiteren Em
pfehlung nicht bedarf.

Sein Op. 28, Octavenhasser, erlebte in Kurzer
Zeit WAuflagen.

Gegoen Finsendung des Betrages versende ieh franco
Potor Joseph Tonger, in Cöln a. Rh.
Musikalien-und Instrumenten-Handlung.

VD

2 Mansardzimmer, Hanf-Couverts,
sogleich beziehbar, hal zu ver wmin undohne Firma bedrudt
ascthen werden angefertigt in dir

Kimmel, Tuürcher. Druderei dieses Blattes.

—2

Ä α ααX
aktion Druck und

rleg von

alieder. Die Eröffnungsfeier war auch sehr zahlreich besucht und
fiel für die Verhältnisse sogar glänzend aus. J
f Amerikanische Großmuth. Nach dem Vürgerkriege
zwischen den Süd- und Nordstaaten Nordamerikas wanderten un⸗
gefähr fünfhundert Familien aus den Südstaaten aus, weil si sich
der Bundesregierung nicht unterwerfen wollten. Sie lenkten ihre
Schritte nach Brasilien, weil daselbst noch Negersklaverei bestand.
Diese Auswanderer bdildeten mehrere Kolonien. Doch sie fühlten sich
in Brasilien nicht wohl und sahen bald ein, daß es in Nordamerika
ohne Sklaverei besser sei, als in Brasilien mit Sklaverei, und
hnten sich wieder nach ihrem Heimathlande. Das erfuhr Präsiden?
Brant und zugleich aber auch, daß d'e Leute keine Mittel zur Rück⸗
lehr besäßen. Was that er? Er schickte ein Kriegsschuff ab, das in
perschiedenen Höhen Brasiliens landen und die ehemaligen Unions⸗
hasser abholen mußte. Bald darauf trat ein zwe tes Kriegsjchiff
abermals eine solch' Fahrt des Erbarmens und der Versöbnung
an. — Kürzlich wurde nun bekannf, daß noch mehrere der ehe⸗
naligen Rebellen iich in bedraͤngter Lege in Brafsilien befänden, und
Brant saudte zum drittenmale ein Kriegsschff ab, um de Reuigen
1bzuholen. Die gebildeten Vraßilianer betrachteten dieses Schiff
mit Hochachtung und Bewunderun', sie sahen es an als einen Boten
der Großmuth und Bruderliebe, und in der That, es ist etwas
S hönes und Erhabenes, daß der mächtige Voltsstaat ein s seiner
Schifft viertausend Meilen weit entsendet, um solche seiner Bürger,
die als polinsne Verbre hder ihm trotzig den Rücken gelehrt hatten,
aus der Noth in der Frende zu retten und sie nicht elwa alsß
Entrechtete oder gar als Gefangene, sondern als freie Menschen
und vollberecht ale Bürger in ihr He:mathland zurückzubtringen.

Dienstesnachrichten.

Die Funktion des k. Untersuchungsrichters am k. Bezirlksge⸗
richt in Landau wurde durch allerhöchstes Signat vom 20. d. M.
dem Bezirlsgerichtsrath Georg Jalod Becker daselost von 1. Fe⸗
sruar anu überiragen.
Für die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeß.
In seinem Hause im Mühleneck
Bürgerverein. hat — den vorderen
Künftigen Sonntag, den 6. wweiten Siock, bestehend in zwei
Febr. Nachmittags 3 Uhr Zimmer, Küche mit Keller und
Generalversammlung Speicher, sogleich beziehbar, zu
im Vereinslocale zur Neuwahl vermiethen. Auch ist dei dem—
eines Rechners. selben noch käglich
Der 1. Vorstand: p ꝑ
*, frische Milch
In der Kruljchen Vuha⸗de u haben.
lung in Eichstädt erschien und
ist in allen Buchhandlungen zu
haben
Umrechnungstabellen
don Guiden urd Kreuzer in
Mark und Pfennige, und von
dann an von fl. 100 -- zu fl.
100 — bis zu 10000 fl.
Preis 15 Pfennige.
Ausgezeichnet für
Geschäfte und Jamilie:
Umrechnungstabelle füe den
G schaftsmann von 1 kr. bis
10 fl. mit allen Kieuzern in⸗
zwischen in Mark und Piennige
und von 10 fl. — bis fl. 500
— nebst Gradations-
Stempel ꝛc.
53 Pfennige.
Dasßselbe für die Westentasche
u. das Porlemonnai eingerichtet in
»veinstem Format
10 Pfennige.
Jede Hausfrau, jedes Dienst
mädchen sollte solche haben.
Ein großes Fischexportgeschäft und
Raucherei wüunscht in iedem Ort
tine
Commissions Niederlage
von frischem Dorsch, Schellfisch,
k*luudern, Hecht, Kabliau ꝛe.
zu errichten, gegen eine Ver laufspro⸗
bision von 5—10 Pf. pr. Pfd. Of-
ierten mit, Referenzen sub. H. 0425
efördert die Annoncen Expediton von
grsein und Vogler in
samburg.

J

emeß in St. Ingbert.
        <pb n="65" />
        222272
822 2 222
— 583— 8382c5323
5 * * 22
3 8 3235 335*
J 2 3222 8* —
25555337 3s853 733535873 3375* ——
— 3— — 2
553533*2— 23838332357 * 5225 —287 25 2352535 5 A
—8255—285 25 5228 k538 — 22 — * 23222 7372728
2353523653 5255238 5*2* 2 —AA 558 STs 555 . 3153
3553553383 265 553—— 58— —— — 538383332314325
325 7s5683* 35 *225383—58 zar 333233 3755353333228
58 —— 582333 5273 7755 — 33333733252552
2 — 2 522329 2555 85 *528 — 2 82— 20 0 38322 E
558 —35533353733 5355 3353 338353 25556327333 525
** 5* —A 2352232223 —A —* 54 —— 52 5
7* 227 5535 —A 31 .2 —282 23 8 8*. 23 S2 2
⸗ 23553 2523325 25322* —57 — — * 5353323338 25
23 237* —A— — 23223 — 55 33 28 — ⏑— — . 25
— — 23 82 5* 3255325 25*53 — 25 25 222
55 8527 3 —5 —E 335323 3 575 * 228 225— 2 532, 552
z2323—82833 — 52 782 5* —A
237
——— ẽ A 2 * 2 e — *2 — 2* —— —2 R —
3BÚISsSAæ z233* 7 2 —5532 32 32* B22 8 — 28 38 2*2
*53 52531 532*3383853552333 2375 —X 53z3355555 32853
— 53 *2. — —— 823* 22333 28 z28223 s125
— 232 228 —A —— 2222 * 533 — *2 ——— 52 ——
587 2* —— A — 3 — — — — —
5353 , z2 2 22 35328 2255527
* — — * 2 * 3 * 7 * s
233333 368 5333 285 5332532 3733
A 2 3 8 —A —— — 557 * xʒ 25 . 825 2
—2 — — * 2853317234 22 * 8 2 2 2 5222 2 — 3
— 52 7336 —F 333838 2 3833383 — ——
Eb —8 — *2 — 22 22 453
—— 322 — 3833.3335558 55— 2555 8*83*
— 835533 5 322355 8 533538323583* 55 7235 5z 55352
2 2 2228 21535822 25s556535
— — — 26 ——— — 8 2
— ã 2 ——
3 —a 62
J
5232255322
s5353233 553255852851
8 * — 8 y —22 21 232342
5535537* 3335323338 253553 51535 7588
260 * 2 — 288 m2322 2 5 5** —A 2*
ẽ 2 — —A — 34 2 —z3825 5—— . 322322.2
5 —— 52823382 —2 53 2833238 22858 2532 —— — 2222.5
523335523* * 25335523535 — Ai — 3332 77* 53855533
2335732 5525742 —5529 —— 7—8232 12352 25288* 5*81 3238 22222
3 5553* *5 —532— 535533 2 — . 5* — 5* 222533 7
— 523 57 75283* z25353153 z33230283
3333336 —— — 553258 258—323 282*3223
8* —— — 585322 —— 32 —— 2 —* 5 xñás2 J6255 * ——
— J 8
25 32338333338238* 5 73332568 8552333
*2 7 2 * — 25 2 * 5 2*— A — VB5
232232 — — —3— — S 2 8 ——— A— 5 *2522
5232522 28228 *38 * — 32 — 58 24 —25 26 * *
* — —— 3332835335—8 * 555853 353358
22331235588 3355333553 2335323858 2355383 882535
2 * 525 2 —A 28 255 523* — „ 558
85222425 2 *— T — —— 3 2 J 252 3825 — 2
— — c—5* — * — *
553577578255 23215835* — 27 * 5*EBi2 53525333
— — — —A— 3 S 2 *2 57 * 83— 22 —A —
5* 53523 233523535 23 325655s832533 5525532 —A
v *2 —3 — —F 228 2 — — * F 2 2
52582—0 S5 237553* 3883835232
2 * 22355 35555352323253* 23S32 A 2. 2 —22*2
25235555535335 33283773733336333* z2353533565
3333552362 88 25373233833 288* 5578 8
— — A— 7268588 552 5552
—— 223345 33 ss223383533
2 —2 V * *
* *9 22238 53z 2—3228 225 22 E
—A 5532 22 22 5yz5872 *
—— — 1252 —A —— — TDA2
— 553232
— —xz2z E

—
—53325335557 S
7— 334582
2 2 — * * — 3
235333*27335 25237 58585
328 38 58222 —*2 53 588 525 —
* 22838 22 5323 25 53 22228
2822 22528 25328 258 73 833583
— —— 2525 5383 522 * 555355 232 —
225 3 — 3
3228 — 22525 — 3233 23533523355
3 *22 555 5 —588 — 7 2853322 2553222 2 225
— 5538 —F 225 2538 —— 5528* 53523 7152 32
— A 55328 327 —A— 582 82 —— —— 52275 22234
52 —— 8 9 32 5 —5 2553 — * 5255 3 5* 2558
2238 238 232885 338* —8335278 — 353533 — 72
B— v 7 5332*8 3 —833 2222382
5 58232 53337 553 22 258505 233 —323528 88 22322 *
5 — — 522 822 233 35 82 33 8 — —
— 2353557 2355323223 5325 * — 2.22 522383 523537555
55353 5—*—553 53525 233s8388 532 8535 —A 2383
3 3533558 ——
8 3553330538 55* 26733
* — 2 — 2 2
2 283525 »2355363 5827 23 233535533 3 — ——
* 35 252 23535237 255 — —2 27535323 52 N237 — E
352* — ——— 2* — 7 5 8 *3 A 2 523537 7
25 52555 —A — 33 33355553 2 ——— 2
553 3353833 22 4 8* 332325333 —* 2* — —A
5222 5522 —3 * 5cE3 2 A 253 227
522*2 8 223335 323 . 2 — 552533335 —XX —A 22323232
— — * N 22 A —5 3225275 2* — 5335325* —A — —
2 2 2 — 5 *532 233233 25 23239 2 XI
2 22 2827 — 2 52 *
258 22 22 2. 8 233 — 25 88* 2 548 — *52 ——
233835333535 * —— 35535* 2
22 225 — 327— —8 * 2* 2 228 52*
38 252382 55235 6 2535
5535532 — —338 5 555233522* 2232 —* —
532 35808 533352326 5553* —— 72233
— 5525 332535368 25* 4 12355 337
E285 25235 5367 2 —— 52 — 7 71555338
523*375 222 535 ——
2 z 33 4 322 *7 2
232225 23252333 58 5328 8
3 —28358323 —* — 3
2369582 —
08 26 255835*
26 —B32 —
D —
SMB 2
5323
32553355 22 *
5 A —
3333 — —*
52532238 23525857 2*2 82578
2 5253535 —— * 222 225
—— 2 552377333—58 —15* — 238
253 2355353 55533 157 5355 5555 —323233
3 53333 5325* 23 53 233 52855 332 229
738 38 — 253 552 5232
228 — 532 A 5538 222 353232528
2 — — — 2 8 — — * 8* *7* 2 e 2
338 5832 2222338 — 258 53.233332
25 — —X 2 3 2 73— 383 358 * e 2 22* 228 3
— 5 2282515 58553 55 2535 5 2713 — 353358235
22 537 32 4 553* —— 3535352 *
— 3558 55 22— 2853 233353 238* 5553 55
25 53333523535 582853 3333 582 5x533535 28 2387* —— ——
2 3592* 8 558 2 5322 3 8 227 553*8*5—* —A
2 3 2535—5333—8 — 52 2 182 22387 * 2 —
2523 —— 65 532335388 525 — 8 5 AJ * —85828 2*
28 253853635353 5 23 228 —2 282 35 E537? 23
7553527 3383735735* 553 538 55338 353 585355082 —358
— 222 37 3335232 z222 533 308 253523985 32232337
— —1523333 23 2 38 34 5853535 AF — 32 —
52 2322 5235 323238 2* 722 5322 s3333335333 —A
2 4 5 —z3232 5258 —A 2* 5 252r 338353333 2 3232*
8 53322533355 »232 — 5553228 528 578—222*
335358382325357357 33* 522 5s3253* —— 55 272
522E—55 — — 257 c s 2
5535 583— 53323*22 582258 32533235 —5353255* 5
—A — * 5225 — — 5825 5382* 23532 2 5 65 —7 5
—— 28 522 — . * 3* 232 — 3 2*
3z333868 32 s 2 82 5 553 3522387 332— 52357
—8 — 233
38362 22258 2353243
22236 538 315333565 5852 s8 —A 333238 5227864
2 2—53333* 223 v 55855522 *3 —z23333*835 ã
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——— 3532588* 33,353588
—3 3653 22355 *
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5238 — 32333238
2568332335
———
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        28 *257 2 — 5853 2*
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—A— 2533 33338 35* 3. 235
ae 7 2 37383 733 772
2327 5—252328235 522 320 * * 2 5323 2 522332
5335— 5559553523 558 2. 22 z2233 —58*73337
5z2238328 — 38* 5 55 5 ⸗25—6823552 22 2353*
22. —„2 2355 3 — 572825827 23 —z23532
338* — 252523325332 25*
2 2 52 ———— —
3253 75235223*5 22 * 2.8 22 272 2 5 35323587 —2
—3 33 23585—8382 32228 8 A—— 383232325235
—3353 556 232 — 2 8 2 — 7 2.2 2c
—8135573382333355 235358335333537 52533535 35 3388253
5833553 32253 3232 23823333232553 23.33223 28
23 *35* 52 555 —A S52325762 — 5
α— 383—333337 3 —
———— 2—28233232. —z 72*335 2 3 773538 — 3255
535332243 2333 325232 2 352537 232255 5* 23333* s3853573
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235332338 23533 3* 228
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533 3 22455 —A 57
55 *75 — 2555 8 23 355 77 275
— 73223 2 532867 — — S* 52413275 7
3*33 33825 28 232333*8* 27373
23* 55 55 22. 22 —2 52 8287
25323 285 — 325* * 2* 5s5r2353 * 222 2
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2 2275533232 272 28858— 223 3222 13535553
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        St. Ingberler Anzeiger.
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ver St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wochentlichj mit dem Hiupiblatte verbundene Unlerhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint woöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonne mentéepreis betragt viertellahrlich

Mact 2) R⸗Pfz. Aajeigen werden mit 10 Pfa., von Auzwarts mit 13 Pf. fur die viergespaltene Zeile Blattschri t oder deren Raum. Recla nen
mit 30 Pfqg. pro Zeile berechnet.
* —
M 199. Dounerstag, den 3. Februar — I 1876

—
Deutsches Reich.

Munchen. Die Wiedereinberufung des Landtags wird un⸗

mittelbar nach dem eiwa um die Mitte Februar eintretenden Schluß
des Reichstags erfolgen.
NAusland 4J

Paris, 81. Inn. Das Wahlresultat vom Sonntag ist
qun bollständig belannt und im Ganzen so ausgefallen wie man
wartese. Nür haite man den Bonapartisten etwa 10 bis 16
Wahlsitze mehr gerechnet. Allein hier ist zu erwägen daß die Re⸗
gierung dort, wo sie einen eigenen Candidaien aufgestellt hat, mit
Hochdruck gegen die Bonapartisten vorging. Die Zaͤhlenvezhältnisse
n Senate siellen sich nun alsjo: Gesammtzahl der Mitglieder 300
Hievon find 151, also Jäüber die Hälfte conservatibe republikanisch,
I8 rad cal, 885 legitimistisch und 41 bonapartistisch: 1 Senator
Carochette) is bereits gestorben und 4 Wahlen von den Colonien
in noch nicht bekannt. Man sieht also, daß die rebublikanische
Reg'erungsmehrheit sehr klein ist, nanentlich da sie auf den Bei⸗
tand der Raditalen nicht fest rechnen kann. Auch ist diese Mehr⸗
heit aus so heterogenen Elementen zusammengesetzt, daß das Er⸗
zebniß der wichtigsten Abstimmungen unberechenbar erscheint. Die
Meisten sind Nußrepublikaner, die bei der ersten Gelegenheit fich
nach etwas Besserem umsehen. Buffet ist in der That in den Vo—
gesen durchgefallen, wenn auch nur mit einer Minorität von 10
Stimmen. Es ist das sehr jchmerzlich jür den Premier, dee fich
noch dojzu persoͤnlich nach dem Wadlorte begeben hatte. Ebenso
ist Dufaure von den Bonapartisten in Bordeaux und Remusat hier
en den Radikalen geschlagen worden. In Corsika haben die Can⸗
didaten Rouher's gegen den Prinzen Peter Napoleon gefiegt. In
L n wurde Jules Favre gewählt.
Vermischtes.
faaiferstautern, 3l. Jan. Vei der deute hier
abgehaltenen Versteigerung von Actien derschiedener Fabtiken, waren
so ju sagen gar keine Liebhader für solche da, und es zeiate uns
dies, wie wenig Vertrauen noch in der Geschäftswell besteht. Es
zamen zum Angebt?: —

1.7 Steingutfabrit ⸗Actien pon 250 fl, Nominalwerth, es
wurden darauf geboten 8300 Mark ohne Losschlag. J

2. Kammgarnfabrik⸗Actien von 1000 il. — wurde eine ab⸗
zesezt zu 1680 Rart.

3 Auf Aciien der hiesigen Brauerei von 380 fl. Nennwerth
wurden 75 M. gebosen, natürlich ohne Erfolg.

Unter unseren sammtlichen Fabriken werden nur wenige sein,
die üͤber 8 pCi. Zinsen ertragen, nur die der hiefigen Kohlea
handlergesellichaft gehoͤrige Pulberfabrik bei Schopp soll, wie seit
riner langen Neihe von Jahren auch dieses Jaht einen Reinge;
winn von über 26 pot. abwerfen. 6Pf. K.)

J Kaiserslautern, 2. Febe. Die Arbeiterentlassungen
auf dem Gebiete der Eisen-Industrie nehmen großactige Dimensio⸗
nen an. Se sind eine Folge der Absatzlosigkeit, der Lähmung
aller Produkt on. Wenn heute noch einzelne Werke Aufträge ha⸗
den, so darf man überzeugt sein, daß diese sich Preise haben ge⸗
sallen lassen, die ihnen wenig Vecrdieust übrig lassen. Die Con⸗
cutrenz des Au landes nimmt zu, je mehr auch bei diesen die Noth
wendigleit eintritt, die noch lagernden Vorrälhe auf den Markt zu
hbringen.

F Aus der Pfalz wird der „He delb. Ztz.“ geschrieb en: Der
blaue Montnag iß in vielen Fabrilotten zur Landplage geworder
uud haben sich dagegen die desten Fabrikordnungen als nicht pro⸗
hat erwiesen. Ein Geschaftbführer in J. kam nun auf eine neue
Idee, und sein Unternehmen ist nicht ohne Erfolg geblieben. Er
Jahlt namlich ern am Dienstag aus, statt wie sonst üblich, am
Sanstag, was zur Folge hat, daß die „Blauen? kein Geld haben;
überdies wird am Montag Abend aufgelegt, sd daß Jeder in der
Fabrit seiu muß. wenn et andern Tags sein Geld haben will.

4 Die „Pf. Zig.“ meldet vom mittleren Gebirge, 28. Jan.:
Die Weinberge haben durch die Külte in einigen Lagen bedeutend
Jelitten. In Folge dessen sind auch die Weinpreise bestandig im
Steigen begriffen und die Nachfrage nimmt von Tag zu Tag zu.
Währtend man früher nur wenigen Weinfuhren begeguete, kann man
d'eselben jetzt nach Duzenden zählen. Verkauft wurde in Weyher
uu 180-148 fil., in Rhodt zu 120 -125 fl., in Hainfeld zu
120 fl.. in Böchingen zu 92 fl. in Burweiler zu 120 - 128 fl.
das Fuder.
. FKreuznach, 1. Febr. Gestera Vormittag 10 Uhr
raf der von Bingerbrück kommende Personenzug reglementsmäßig
sier ein, jedoh mit der Meldung, df der angehängte Pacwagen,
nn welchem sich der Zugsührer und Padmeister besänden, sich unter⸗
wegs losgerissen habe und quer über dem einzigen Schienengeleise
liege. Sofort gingen Mannschaften nach der Unglüdestätte ab;
diese fanden den Zugführer mit fast abgeschnittenem linkem Fuß
and zeebrochenem rechten Arm unter dem Wagen liegen. Der
Pachmeister war mit starken Contustonen weggekommen. Erste rer
vwurde nach dem Hospital gebracht. (K. 3.)

Mäaänchen, 2. Februar. Feldzeugmeister Ritter von
Brodesser ist heute früh 484 Uhr im 81. Lebensjahr gestorben.

7 Warzburg. Der erste Treffer der Meiniger Prämien⸗
Pfandbriefe von 240,000 M. wurde dieser Tage durch das Bank⸗
haus Sigm. Edenfeld an eine minder bemittelte Frau aus hieñ⸗
ger Gegend ausgezahlt.

Daß der Humor noch nicht ausgestorben ist — beweist die
Thatfache, daß auf der Hauptwache zn Augsburg, und zwar aus
den Flötze des Rathshauses, jüngst ein Gewehr gestohlen wurde.
Der Deeb ist noch unermittelt.

F Mannheim, 81. Im. Heute wurde hiee das ersßte
Pferdefleisch zu Markte gebdracht; dasselbe hatte ein schönes Aus⸗
sehen und fand willige Kaäufer zu 20 Pf. das Pfund.

F Mainz, 1. Febr. Das badisch⸗pfälzisch mittelrheinische
Schützenfest w'rd hier vom 30. Juli bis 6. August abgehalten
und st als Festplatz der Exercierplaz oberhalb der Neuen Anlage
in Aussicht genommen. 8 ¶M. Z3.)

F Um Polytechnikum zu Karlsruhe studirt gegenwärtig ein
junger Adhssinier, welcher jrozdem ein halver Pfälzer ist. Es ist⸗
dies naͤmlich der Sohn des aus Schwetzingen gebürtigen Natur
forshers Schimper, der vor vielen Jahren nach Abyssinien kam,
dort eine vornehme Eingeborene heirathete und nun eine bedeutende
Stellung in Habesch innimmt. Der Sprößling dieser Ehe, der
sich, wie gesagt, „studirenshaldber“ dort befindet, hat fast nichts
dom europdischea Typus an sich.

f Metz. Seit etwa 4 Jahreu wird ein großer Theil un⸗
jeres Bezirles durch einen gesvissen Abdecker Back, der auch unter
vem Namen „Hans vou Montlich‘“ und „Lothreinger Schinder-
hannes? bekannt ist, deunruhigt; letzteren Namen legt er siqh selbst
am liebsten bei. Neben verschiedeuen Gauneteien verlegt er sich
hauptsächlich auf Pferdediebstähle, welche er mit großer Kühnheit
und Schlauheit auszuführen verst:ht. Sie gestohlenen Pferde weiß
er trot des Ausfuhrverbots üdver die französische Grenze zu bringen
und dort zu verwerthen. Seine Frechheit geht so weit, daß er
oftmals Wirthshausec, welche mit Bauern angefüllt sind, am hellen
Tage desucht und Jedermann wissen läßt; daß er der Schinder⸗
haunes sei. Aus Furcht vor seiner Rache, wohl auch aus Ader⸗
zdlauben, man schreibt ihm alle mözlichen Teufeltzkünste zuwagt
sich Niemand an ihn und er geht danu siets unangefochten von
dannen. Seldst die 300 Mark, welche auf seine Ergreifung gesetzt
ind, haben noch nicht bewirkt; daß man seiner habhaft werden
donnte. Da er, so bald er fühlt, daß es hier nicht mehr sicher
sei, seinen Schauhlatz nach Frankreicht verlegt, um dang ploͤßlich
wieder einen Raubzug auf deutsches Gebiet zu unternehmen, so

zaben die deutschen Sicherheitsbehöcden ihm gegenüher einen schwirt⸗
rigen Stand.
7 Die Baumpoll Industriellen von Rseinland und Westfalen
wollen in Uebereinstimmung mit dem Verecine süddeutschet Baum
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        wollen⸗ Industriellen am 4. und 5. Februar d. J. in Düsseldorf
eine Versammlung abhalten, um auf Grund der eizenen Erfahrung
die Produktions- und Concurrenz ˖ Fähigkeit, sowie die Exissenz⸗ und
Entwickelungs⸗Bedürfnisse der deutschen Baumwoll⸗Judustrie zu pru⸗
fen und klar zu stellen.

Nach dem „Neuruss. Telegr.“ ist das Schuldgefängniß in
Odessa gegenwärtin geradezu überfüllt, da aber immer wieder neue
Schuldner hinzukommen, so sind manche Kreditoren, die ihre Schuld⸗
ner gern einsetzen lassen möchten, auf den originellen Einfall ge⸗
kommen, Leute, die wegen kleinerer Summen inhaftirt sind, loszu
kaufen und den vakanten Plat mit ihrem Schuldner zu besetzen.

fNew⸗York, 15. Jan. Vor einiger Zeit brachten unsere
Blätter die Nachticht, daß in Chi ago Dr. Fergith und Jedediah
Monrose mit dem Riesenballon „Washington“ eine Luftreife durch
die Vereinigten Staaten und nach Europa angetreten. So oft der
Ballon über irgend einer Stadt Nordamecitas gesehen wurde, be⸗
eilte man sich, diese Nachricht kelegraphisch noch Chicago zu melden.
Die letzte Depesche kam von dem Bürgermeister von New:VYork,
dann hoͤrte man Nichts mehr von dem „Washington“. Vor Kur⸗
zem nun ttafen einige junge Leute, die sich an den Ufern der
Michigan⸗Sees auf die Jagd degeben hatten, hinter einem Gesträuch
einen Mann, der am Kopf stark verwundet war und beide Beine
gebrochen hatie. Er war erschöpft dor Kälte, Hunger und Schmer⸗
zen und lag auf den Resten eines Ballons, in dem die jungen
Leute den „Wafhinglon“ wiedererkonnten. Der unglücdliche Dr.
Fergith wurde eilends nach Chicago gebracht. Jedediah Monrose
scheint in Folge eines Reißens der Bänder, welche die Goudel an
dem Buallon befestigten, in den See gestürzt zu sein. Der „Was⸗
hington“ wurde übec dem allantischen Ocean von einem hefti⸗
gen Sturm überfallen, dec ibn nach den Vereinigten Staaten zu⸗

rückfũhrte.

F Washington. Die Frauen Utahs haben dem Congreß
der Vereinigten Staaten eine mit 22.626 Unterschriften bedeckte
Petition übersandt, welche die Aufhebung aller Gesetze gegen die
Vielweiberei nachsucht.

f Am 29. December starb in M'lwaukee, im Staate Wis⸗
tousin, einer der ältesten Pioniere des Westens und ein specieller
Landsmann von uns, nämlich Maoritz Schöffler im Jahre 1812
in Zweibrücken geboren, wo er zusammen mit dem späteren Buch—⸗
druckereibesitzer L. Vatter in Kaisers!autern die Buchdruckerkunst rr⸗
lernte. Zu Aunfang der vierziger Jahre ging Schöffler nach Amerila
und siedelte sich 18344 in Milwaukee an, wo er das Blatt Ban⸗

ner“ gründete, das er bis zum Herbst 1874 seitete, wo er dasselbe
an eine Actiengefellschaft abtrat. Von diesem Momente an verfiel
Schöffler in Krankheit und hat durch beinahe ein Jahr das Jim⸗
mer und Bett nicht mehr verlassen, bis ihn am 29. December der
Tod von diesem langen Leiden erlöste. Persoͤntich war Schöffler
einer der liebenswürdigsten, anspruchslosesten und liberalsten Men⸗
schen, der mit Hintansetzung seiner eigenen Interessen mit vollen
dänden und guten Herzen gab, wo es zu helfen galt. Wo es
rzin gutes Werk zu vollführen gab, da war Schöffler zur Hand,
vo ein gemeinütziges Unternehmen zu sördern war, da gaar Schöff-
ler einer der Er en. Diese seine Freigebigkeit und eine leichte
und heitere Auschauung des Lebens waren die Schuld, daß Schoöffler
nicht die Früchte erntete, welche ihm in Folge seiner Tüchtigkeit,
Aufopferung und langjährigen Arbeiten zugekommen wären. (Pf. V.)

Troz aller Warnungen voe der Einwanderung nach Bra⸗
ilien wandern stets, durch schwindelhafte Prospekte deranlaßt, neue
rolonisten dem gelobten Lande zu. Eine Anzehl solcher Auswan⸗
zerer befindet sich gegenwärtig in Bahia (einer dortigen Hafenstadt),
vohin sie aus dem Jnnern wieder zurücgelaugten, in einem Zu⸗
tande, der nicht zu beschreiben ist. Krank, zerlumpt, und aller
Dittel entblöst, sind sie dort in einem Gebäude der Regierung
intergebracht, nähren sih durch Betteln auf den Straßen und
varten der Zeit, wo die brasilianische Regierung es für angezeigt
indet, ihren die Heimkehr zu ermdolichen.
Das einzige unabhängige Borsenblatt ist anerkannt die
Deutsche Börsen⸗ und Handelszeitung“* in Berlin. Dieselbe siebt
an der Spißge der wirthschaftlichen Reformbewegung in Deutschlanb
und hat durch die Saclichkeit und schlegende Logik ihrer Leit⸗
artikel in den weilesten Keeisen das größte Aufsehen erregt. Die
„Deusche Boͤrsen- und Hand 183-Zeitung“ enthält eine Fülle von
Notizen aus der Vörsen⸗ und Handelswelt, die neuesten Teles
aramme und politischen Naqcrichten, Verliner Feuilleton; den voll⸗
tändigsten (Saling'schen) Courszettel und dringt als Gratisbeilage
den offiziellen Berloosuagsanzeiger des Königl. Preuß. Staats un d
Deutschen Reichsanzeigers. Die „Deutsche Börsene und Hand els⸗
Zeitung“ erscheint wäglich und kostet für Februar und Maͤrz nur
2 Mart 70 Pf. Bestellungen nehmen alle Postämter entgegen.
Die bis zum 1. Februar erscheinenden Nummern werden von der
ẽxpedition in Berlin gratis nachgeliefert. Die Zeitung wird allen
Freunden einer unabhängigen Presse aufs Wärmste empfohlen.

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Mob'liorversteigerung.
Sanmstag, den 5. Februar
nächsthin, des Vormittags um
9 Uhr in der Wirthschaft von
Bäcker Lang dabier lassen
die Geschwister Karg zu
Münchweiler circa 2000 Stück
Weißzeug aus ihrer Fabrik,
nämlich:
Bettüberzüge, Leintücher,
Herren und Damenhem⸗
den, Handiücher, KAinder⸗
heindhen, Barchent und
Bettf dern u. s. w. zu
sebr billigen Preisen öͤffent⸗
lich auf Borg versteigern.
St. Ingbert, 29. Jan. 1876.
Eauer, xt. Notar.

Bekannkmachung.

Durch von der Gläubigerbersammlung genehmigten Accord
wurde die durch Urtheil des kal. Bezirksgerichts Zweibrüchen vom
15. Juli 1875 über das Bermögen des Heiurich Isaak.,
Kaufmannu, iu St. Ingdbert wohnhaft, eröffnete Gant beendigt,
was hiermit gesetzlicher Vorschtift gemäß, bekannt gemacht wird.

Zweibrüchen, den 31. Jannar 1876.

—— Ganteommissär: 3
Ir. Gugel,
Bezirfagerichterath.

In seinem Hause im Můhlened
jat Meidiger den vorderen
weiten Stoch, bestehend in zwei
Zimmer, Küche mit Keller und
Speicher, sogleich bezichbar, zu
dermiethen. Auch ist dei dem-
selben noch täglich

frische Milch
u haben.
Hanf-Couverts,
mit und obne Firma bedruckt
werden angefertigt in der

Druckerei dieses Blattes.

Todes-Anzeige.
Verehrten Verwandien,
Freunden und Bekannten
bringen wir hiemit die be⸗
trübende Nacht'cht, daß heute
morgen halb 7 Uhr unsere
innigstgeliebte Mutter,
Schwiege rmuller und Groß-
mutter
Gertraude Haas,
geb. Wagner.
gach ganz kurzem Kranlseia
im Alier von 71 Jahren
auft versch'eden ist.
Um siille Theilnahm
ditten
St. Ingbert, 2. Febr 1876.
Die
trauernd Hinterbliebenen.
Die Beerdiguug findet
Samstag Morgen halb 10
lhr vom Sterbehause aus,
Wirthschaft F. J. Henrich
statt.

4*

Todes⸗Anzoige

Freunden und Bekannten
die Trauernachricht, daß
heute Abend halb 8 Uhr
unser innigst geliebter Gatte,
Vater, Schwiegerdvater, Bru
der, Groß⸗ und Uragroß
nater

Bhilipp Oünther.

Maschinenwärter,
nach laängerem Leiden, im
74. Lebensjahre, sanft ent⸗
chlafen ist.
Schuoppbach, 1 Febr. 1876

Die

trauernd Hiuterbliebenen.

Die Beerdigung findet
am Freilag Nachmittag um
2 Uhr, vom Sterbehause
aus ftatt.

M
Bürgerverein.
Künftigen Sonntag, den 6.
Febr. Nochmitiags 8 Uhr
Genercelversammlung
im Vereinslocale zur Neuwable
tines Rechners. F
Der 1. Vorstond: D
Eckert.

Frucht⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Stadt Zweibrücken vom 8.
Februar. Weizen 9 M. 82 pf.
storn 7 M. 82 Pj. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste aAreihige
— M. — Pf. Spelj 6 M. 40
Pf. Hafer 7 M. 84 Pf. Kar—
loffeln 2 M. 20 Pf. Heu 4M.
65 Pf. Stroh 4 M. 30 Pf. per
Zentner. Weißbrod 13 60.
50 Pf. Kornbrod 3Kilo. 66 Pf.
ditto 2 Kilo. 46 Pf. dit:o 1
Kilo. 23 Pf. Gemischtbrod 8
seilo. 84 Pf. 1 Paar Wed 190
Gramm 6 Pf. Spelzlern O0 M.
— Pf. Dinkel O M.--P. Misch
frucht — M. — pi. Rindfl. J.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf.
daldfi. 48 Pf. Hamfi. 62 p̃f
Schweinefl. 60 Pf. Butier1
M. bec Pifund.

Zu verkaufen:
kiefern Bauholz, Zaun⸗
urd Baumpfähle, fichten
Nund⸗, Leiter⸗ und Wies
bäume, vei

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Wansardzimmer,
nach deziehbar, hat zu ver—
n ethen
Kimmel, Tuüͤncher.
Atton Diuc und Verlag von FX Demeß in St. Ingbert.
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55355235335 5838 5538
57253 5222 38 Se 282388* —
33534333338 52 325—* 5333883 533383 668
2555 2*2 3553 —527* 285 5 32337 53585 8s8 23552333 24
2 25 * — * * S 2 —A — * 22553538 232822
3257583278 8 258 —„23 z253526 3 53533857 3535 32
1323123355 — 2553 3755 55* 7383 30 53 375 382*228 — 332222
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534883333 ——— 558 5373 2 3222 228 —z—3 235337
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22533—37638 582 322 3253357285 38 —c 52322537
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5538355735 A 253573 3338 5 357
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2 * —532 * 3
225825 —— — 358221 55. 58 — — 7

32 . 2* 7 * 2032 3 — 22338 S 68
2532353277 z523 3553333——338323332538
3*2 m 72 — — — —* * 5*555 s*3322 2
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333255 3353285 533353—— —833—333
5553— 53Z0 ⸗555B3B3252235 *855222882857
323352322283 323323 53233333 3335⸗
*5—3253 25385 . 555227 —— 522
2 22 —33552 25 — 32228 252253
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2 353 538 35733
2322 2338 25—3—8 32 3 —— 223283*35*
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2242 28
— 5528353338335
22383353855833— —2 2
223622 23 3 32 23533 532
— 3535352535833525* 232825838
355375335353528 — 57 — — —
5* 2528 5752325228
* * 8 3 *—* — *232
* 2 —A———— — 2 5 R 32 22 227 — — F 22 *
—2 5* —A— 2325 23 2* 5 225 257 —A
322235* *553583538 2528 82 — 2523283037
2* * T* * 23 * 2. 3 —X —A 2332223
—A 32328 — —— 2 *52 23*8333286 575233.
2223 282 323 ——— 53325523 23 — 22328 57 z2533
* 2525 —A 85 252 25 2s3 3—3 5538528 22538.
2 —3 22235 * 53225535 2742 *2 ⸗ 2 ;c —
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235333—3385 —233823 22 — 2 s252 — 23 522
225235 2*552 2. 3 228 —— c 522. 2228322
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25 29 2. — ————— 858 2*2 28S88 7 —*
* —— 23553233 72322333
253353833358 33333 753 227 238333337333
3— 3 — 23 * 2 2*27 — — 7 7— ẽe
* —3 — 2— 209 6 58 *
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335 2 Z— 32 5 7 7 2* 25552
35335333335838 —338. 2* — 3383337533323 —
552* 232 2538 2322232 255523 2323 d 7
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s 333 75 2.
25352 553255532335
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32622 2857 —

2 2 s838 —* — —— *X*5
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—3 * — e⸗ — 33 552223 222 —

8. 2 —— 2— 2 2.* —

55 —A 2223 23 * 2. 3 8 G
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3 ⁊ 52. —— *
2852 253 5323322343* 5353325 53 S
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* 22 53227 23 3. 2272 .. 0
3333 732 32556 * *
—A 253* 25232 5 2253 5 2 —4
25 238756 5235258338 5532253533 53 53

—— — — 2 — — ——3 —3 2. *8 2 2 —8

55 5323333 2353333355553385 383

—2 — — S 9
f — 723333

55532 ,. 52388252 —27— 2 5
—A 37 53233235 52552. 332 —— 5
AA 3* 3323535335825 252 —A —
3257 33533333 553537323383837* 57 *

—A * 532 — — — 187* 57 30 52 —— n
25538 * 5*223. —* * 2*8 8 2 5
253 23813 3 —A52 5 —— *27 2
—— — 5238 285 5233 75 325 5
33333 55332—383523 —233*

27 * 223522 —8 2 2
3225853323533 — —— 3. 2 2. ——
553553728 27 — * 2 2— 2* 33 —V

83 2. * —A 282630 225

2 2 2. 8 — * * 8
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* 2 2* N 2 2 5.0 —

—— 25533335* 522535 2232
2 22. —A — —A — —

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——3 5572 22 *25*

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25283* —— 53 28 * —3 33
— — 2 3* —A — 2 42 —A — 28*7 3
—22— 2522—5z83533523 5337 5338533383238
———— 2 53553538 3 * 532327 38 8 2322
— enA5 * — * 7 —— F 8 29 2
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5357* 2 235 82 22235222 7 252323—
353255 25533358 33532353353223323
* 22 * 3 2 2 *
8337 53 335553*2 337337 577237 —X
322333 72.2 8 33262* 23852325 — —
S. 53 2 — —* —3
5 925 323 2235 78* 35337 15253332355535
5287 23483 53338* 253323* 235 535 257
225 * 5228233233323 2583 * — 33323523553
358 6 2 252 —23 3 22228 E— 55353
2725 2557532835333333 23353353228
23353 333383* 35. 388558 ———
3 s * 2* 2
— 5532 23 335383 22 225832325
635557 2335533335 25—0O2 53 28532883
83225 3233753335335 22252 2313255383
— 3 5* ir 2 225 2* * 2 —— 232 — —
* 28 — * 25253233023 — 38 2 2. 2235 ———
15 * 25353 2 7 —— ne 2 A
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835 23535 —s 2335633533
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535233 235533388 735553 73565337—3
22553323237 ñ 3232322682. 355 52329
— 7 7 1535225 335
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        Sl. Angberler Anzeiger.

der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Siupiblatte verbundene Unterhaltunasblait, (Sonntags mit illustrirter Rei-

lage), erscheint wöchentlich viernal? Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentepreis beirägt vierteljährlich

Mark 2). R⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., voa Auzwärts mit 15 Pfy. für die viecgespaltene Zeile Blattschri t oder deren Raum. Necla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

9 Samstag, den 5. Februar
—2— 20.
Aö

München. Mit Zustimmung des Staatsministeriums der
Finanzen hot das Cultusministerium verfügt, daß die Eutschließung
zom 26. November v. J. sowohl bezüglich der in beschränktecs
Weise gestatteten Bezahlung der Zulagen als in Bezug auf den
Umrechnungsmodus auch auf die den Geistlichen und Volksschul⸗
lehrern in der 12. Finanzperiode bewilligten Zulagen in Anwen⸗
pang zu bringen ist.

Die deutsche Kunst- und Kunstgewerbe ⸗Ausstellung in Müen-—
gen 1876, welche der Münchener Kunstzewerbe⸗Verein anläßlich
einer 25jährigen Jubiliäumsfeier in's Leben gerufen, nimmt nach
)en bereits vorliegenden Aumeldungen (für welche der Termin mit
»em 15. Februar ablaufen wird) ungeahnte Dimensionen an. Der
Irößte Theil det deutschen Fürsten hat die entgegenkommendste Be⸗
reitwilligkeit an den Tag gelegt, die Ausstellung mit den kostbarsten
Werken alter wie neuer Zeit zu verherclichen, und selbst die Pfor-
en des Grünen Gewölbes in Dresden, sonst unerbittlich, werden
ich aufthan um die Schätze dieser berühmten Sammlung in Con⸗
uurrenz treten zu lasseꝛ. Ebenso werden de Dom⸗ und Kirchen⸗
cchätze sich einfinden und überhaupt Dinge sich versammeln, welche
vohl noch niemals vereinigt geschaut werden konnten. Die letzte
eneralversammlung ließ einen Blick in den bisderigen Verlauf
hun und sporunte die Anwesenden an, Alles aufzubieten, daß das
nederne Kunsthandwerk nicht hinter der Repräseutation des älteren
uruckbleibe, wie auch, daß Bayern seine Stelle unter den übrigen
ʒeutschen Pfligestätten von Kunst und Kunstgewerbe mit allen Kräf⸗
en behaupte. Eine darauffolgende Versammlung der acht Comm s⸗
ionen entschied dann endziltig die Frage, wie die Jury eingerichtet
verden müsse, dahin, daß dieselbe in qrantitativem und qualitativem
Berhältussse zu den eingesandten Werten aus Vertrerern von ganz
Deutschland zusammengesetzt werden soll. Eine besondere Förder
ing des Unternehmens ergab sich aus der bewilligten Frahter⸗
näßigunz auf die Hälfte, welche bis jetzt von Preaßen, Bayern,
Bürttemberg, Baden, Hessen und Reichslanden erlangt warde. Im
Slaspalast herrscht bereiiss de größte Rührigkeit. Da bei dem
Amfang der Ausstellung die Gallerieen nicht entbehrt werden kön⸗
jen, werden eben die bisher hölzernen Unterzuzzbhalken mit eiser⸗
ien Sch'enen ausgewechselt, um jede öglichkeit von Gefabrt bei
eder Velastung zu beseitigen. Ferner hat man bereits begonnen,
vott durch Aufstellung von Zwishenvänden die Cabineie zu dilden,
Roöoͤze de begeisterte Theilnahme, welche sih dis jetzt in allen
Schichten der Bedörlerung geäußert, nicht erlalten, damit die Aus—
kellung im besten Singe zu einem Edrentage der deutschen Nation

und nicht blos der Vergangenheit, sonders auch der Gegenwart
vird. Möge man aber auch den Comiteen die Arbeit nicht in
müderlegker Weise erschweten, indem man in principiellem Meiß-
zerftändnisse des Programms Anmeldungen einsendet, die lediglich
industrieller Natur sind, wie von Hanfschläuchea, Tauen, Pflaster⸗
leinen u. s. w. Es bedarf do q eigentlich keine Erklärung, was
uu kunstgewerblichen Erzeugnissen zu zählen sei.
Berlin, 31. Jan. Die Berathung dec Strafgesetz Novelle
n zweiter Lese ist beeadigt, und die Regierung hat, wenn nicht in
illen Punkten, so doch in denjenigen, auf welche der Reichtkanzler
das größte Gewicht legte, ihren Willen durchgesetzt. Der Wider-
tand gegen die Dierer des Gesetzes ist mu verschärften Strafen
elegt, und der Arnim-⸗Paragkaph ist eben so gut wie der Duchesne⸗
baragraph angenommen worden. Auch die Annahme des Kanzel⸗
daragraphen in dritter Lesung wird von Denj⸗nigen mit Bestimmt⸗
eit erwartet, welche die Fraktionsberhältnisse genau kennen.
dennoch spricht man hin uand wieder von großer Unzufriedenheit
er Regiereng, ja, von Auflösung des Reichtages, was offenbar
iin ganz grundloses Gerede ist und schon durh die Vorlagen der
deicheregierung widerlegt wird.
Berlin, 2. Febt. Die „Provinzial-Korrespondenz“ be⸗
aricht die Sirafgesetznovelle und die sozialen Gefahten in einem
geren Artikel und weist auf die außerordentlich erregten, persön⸗

Deutsches Reich.

lichen Angriffe and die leidenschaftlichen Parkei⸗Aeußerungen hin,
ju welchen ein liberaler Redner die Rede des Ministers Grafen
kulenburg über Art. 180 der Novelle benutzt habe. Sie erwähnt
dabei der bei der ersten Lesung von dem Fürsten Bismarck aus-
jespro henen Hoffnung, daß eine ruhige, konfliktfreie Stimmung, die
er für die Behandlung der Frage gesichert erachte, dazu beitragen
verde, der Diskussion einen ruhigen Verlauf zu verleihen, und fuͤgt
dinzu, diese Ankündigung der unbefangenen Stellang der Bundes⸗
segierungen habe die tiefgehende politische Beunruhigung, welche sich
m Voraus an die Berathung gelnüpft, wesentlich beschwichtigt und
die Bedingungen für ein weiteres vertrauensvolles Zusammenwirken
wischen Bandesregzierungen und Reichstag gestärkt. Um so mehr
väre zu bedauern. wenn durch ein Wiederaufleben überwundener
darteiledenschaften die parlamentarische Wirtsamkeit gehemmt und
zelähmt würde.

Der Telegraphentarif, wie er dem Bundesrathe zur Geneh—
nigung vorliegt, hat noch nicht die Genehmigung Baierns und
Vürtembergs erhalten und wird nun, da der Reichstag sich der
Sa he annimmt, noch auf Anstände stoßen, ehte er in Kraft und
Virksamkeit tritt. Der Tersuh, velcher jetzt ge nacht werden soll,
bird sich zuvor noh zu bewähren heabea und die Einführung don
Aenderungen, nachdem einmal etwas Neues sich gestaltel hat, hat
tets Sshwierigkeiten, wie man dies ja bei den Portotaxen gesehen
Jat. Daher ist anzunehmen, daß der Telegraphentarif, ehe er in
Wierksamkeit treten soll, no 9mals einer Redision unterworfen wer den
vird. Vermuthlich werden auch no d Handelskammern und andere
kaufmännische Kör perschaften ihre Vorschläge machen.

De Angelege nheit der Herausforderung der deeißig Gardeoffi⸗
ziere Seitens einiger Franzosen ist nunmehr soweit gediehen, daß
die franzssische Botschaft hierselbst Erkundigungen darüber einzieht,
Ib das Ganze eine alberne Mystifikation ist, oder ob die Urheber
virklich e xistiten und die Sachhe ernstlich meinen. Im leßteren
Falle wird der Ehsenrath des ersten Bacdereziments üher Annahme
odec Adlehnung in Berathung treten.

NAusland.

Das Dunkel und die Wideriprüche in der vielbesprochenen
Angele genheit des von der russischen Regierung aus Odessa nach
Berm (Gouvernementastadt im europäischen Uralgebiey) verwiesenen
Millsonärs Brodsty beginnt sich nun zu lüften. Brodsky ist der
LIrheber der bekannten gefälschten Telegtamme und Nachrichten
iber angebliche russische Truppeurüstungen, neue rujfische Kriegs⸗
inleihen u. s. w. gewesen, die er, behufs Börsea- und Getreide⸗
pelulationen in die Welt geschickt hat. Oznehin ist Brodsky nichts
veniger als eine moralisch-fleckenlose Persönlichkeit, auch sein plotz⸗
licher Reicht,;um nicht gerade lauteren Ursprungs. Indem die ruͤs—
sische Regierung Brodsly aus Od ss, enifernen ließ, verfuhr sie
taft eines alten, noch existirenden, wenn auch vielleicht in Zukunft
ufzuhebenden Gesetzes, das den Juden in russischen Haupt⸗ und
Bouvernementsstädten nur ein bedingungsweises und jederzeit wieder
zufzuhebendes Domizilrech? gewährt. Uedrigens ist Brodsky, nun⸗
nehr auf Bitten seiner Familie von Perm nach der im Innern
des Richs kelegenen Gouvernementsstadt Kaluga geschickt. Jr
Pdessa seldst wird dies gegen Brodsky angewandte Verfahren der
degiernng allgemein gebilligt. Brodsty's falsifikatorische Boͤrsen⸗
naudver haden dort Hunderte an den Bettelstab gebra di.

Während das Interesse der Regier ingen und der Volker
xu'opas fast ausschließlch nur dem Gange der intervenirenden
iplomatischen Thätigkeit und dem zukünfligen Schichsal der ch ist⸗
ichen Slaven auf der Ballanhalbinsel zugewandt ist, wird hier die
dage der in der Turkei ansässigen Europäer von Tage zu Tage
ine bedenklichere, ja fast gefahrdrohende. Die ältesten der hier in
danstontinopel ansässizen Europäer wissen 39 keiner Zeit zu er⸗
anern, wo der muhamedanische Fanatismus so offene Zeichen der
Fendfel gkteiten gegen Gauren und Rajahs kund gethan hat. Noch
arall sitt die Ungewißheit des Kommenden und die zunächst gegen
die jetzige Regierung, ja gegen den Sultan selbst gerichtete Miß⸗
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        nimmung der Vollksmassen diese Aufregung und schützt uns vor
einem Ausbruch dieses Fanatismus, — aber auf wie lange? Es
ist Thatsache, daß fanatische Wanderderwische überall bereits den
Christennord und Glaubenskrieg predigen, ja daß selbst bereita
Namen und Wohnungen der zunächst niederzumegzelnden bekannten
Furopäer von Mund zu Mund gehen. In vielen christlichen
Hausern entläßt man bereits die sich immer trotziger geberdenden
muhamedanischen Kawassen, Bootsknechte und Hausleute. Im ita⸗
lie nischen Viertel ist es bereits so weit gelommen, daß die Be—⸗
wohner freiwillige, bis an die Zähne bewaffnete Nachtwachen ein
gerichtet haben und jeden nach Mitternacht sich in das christliche
Viertel einschleichenden Türlen auf eigene Hand — unschädlich
machen. Kein Jadr hat noch so trostlos angefangen, wie bieses.
Zur Bezahlung des Januarkupons ist fast alles Gold und Silber
aus der Haupistadt und selbst aus den Provinzen in das Ausland
zegangen, hier c'rcul'rt jezt fast nur noch Kupfer⸗ und elende
Scheidemünze. Die Offiziere, die Beamten und die Soldaten
haben diesmal zum Kurban-Baframfest nicht einmal einen Abschlag
auf ihren seit lange fälligen Gehalt bekommen. Die übertriebensten
und aufregendsten Gerüchte werden dabei systematisch in Gang ge⸗
setzt. So soll der Sulian die auf seine eigenen Stücke der tür⸗
lischen Anleihe fallenden Zinsen im Betrage von 80,000 Prund
fich voll und in Metell haben auszahlen lassen, trotz der für alle
Stücke ohne Ausnahme gellenden Zinsenreduction. Es ist daß
allerdings nur iine bösweillige Erfindung, um so mehr als der
A
—V
Markt gebracht hat, aber das Gerüchk hält fich nachdrücklich auf
recht unb erregt unglaublichen Ingrimm. Es war allgemein be
kannt, daß zum Kurban-Vairam-Fest, bei dem der Sultan in
jeie rlicher Prozessson zur Achmed-Moschee sich begibt, eine groß—
artige Demonsiration der Volksmassen stattfinden sollte. Um dem
vorzubeugen, war ploͤtzlich das Fest vom Freitag auf den letzten
Sonnabend verlegt worden und der Sultau feierte dasselbe nicht
wie immer bisher in der Achmed Moschee, sondern in der von
Tobchane. Er hatte sich auch nicht zu Roß dorthin begeben, son⸗
dern auf dem Meer in seinem goldenen Kail dahin rudern lassen
und den Rückweg an doppelten Spalier der Leibregimenier vor⸗
bei angetreten. Und dennoch sind grollende und aufrührerischt
Rufe an sein Ohr gedrungen, wie Zeugen der Ceremonie ver⸗

sichern. Die türkische Partei draͤngt zu energischem Vorgehei

gegen die Insurgenten, zur Kriegserklärung an Montenegro und
Serbien, jzur schroffen Zurückweisung der Vorschläge der Groß

maͤchte, aber in fatalist:scher Ruhe weederholt das Volk von Mund

zu Mund die bereits in allen Kaffeehäusern rec iirte und von
Neuem verkündele alte Weissagung von dem Ende der tkürkischen
herrschaft über Stambul und von dem Heimzuge der Muhamedaner

uͤber den Bosporus nach Asien. Aber nicht ohne uns zuerst an

den ungläubigen Hunden zu rächen! — gelodt sich das Volk.

Was unter solchen Umnständen der chrstliche Europäer hier zu er⸗

warten hat, ist leicht denlbar. Es wäre wohl Zeil, daß die Gceoß

mächte auch diese Alternative und diesen Ausgang ihrer diplo—⸗

matischen Vermittelungen in das Auge faßten und für den Schatz
ihrer hiesigen Landesangehörigen sorgten.

Bayoune, 1. Febt. General Quesada ist heute mit
seinem Cocps in Bilbas eingerückt, ohne doß er bei seinem Vor⸗
marsche durch Biecaya auf erheblichen Widerstand gestoßen wäte.

Madrid, 32. Febr. Der Regierung zugeganzene offi⸗
z'elle Depeschen melden: General Primo di Rivera hat 4 Kilo⸗
meter von Estella entfernt Slellung genommen; General Quesada
hat verschiedene Punkte in der Umgegend von Wiravalles befestigt,
die in Viscaya stehenden karlistischen Truppenabtbeilungen haben
sich auf Zorgosa zurückgezogen. General Mart'nea Campos hat
Elizondo besetzt.

Rew⸗HYork, 2. Febr. Di'e von hiesizen Zeitungen
zebrachte Nachricht von dem Einrücken Kubanischer Insurgerten in
Cienfuegos werd von amtlicher Seite als unbegründel beseichnet.
Vermis ütes J
fKaiserslautern, 2. Febr. Heute kam vor dem Bezirks⸗
zericht zur Verhandlung die Berufung des Moritz Funkenstein“, 27
Jahr alt, Kaufmann in Mannheim wohnhaft. und des Jul us
Htim, Reisender bei Funkenstein, allda wohnhaft gegen ein Urtheil
des kgl. Polizeigerichtes Kaiserslautern vom 13. December 1875,
wodurch beide wegen des Betrugsbersuchs zum Nachtheile der Witiw
Peter Huber dahier im Betrage von 10 Thalern, und zwar Funlen⸗
stein zu einer Gefaängnißstrafe von 3 Tagen und zu einer Geldst tafe
bon 100 Thalern, eveatuell 20 Taze Gefängniß, und Heim zu
ciner Gefaͤngnißstrafe von 1 Tage und 80 Thalern, evenuell zu
6 Tagen Gefängniß und solidarijch zu den Kosten veruriheilt worden
Aind. Die Berufang wurde bezuglich des Funkenstein gis begründet

angenommen und derselbe mitielst Reformation des angefochtenen
Urtheils als nicht überführt von Strafe freigesprochen; bezüglich des
Heim wurde die Berufung jedoch als in jeder Beziehung unbe⸗
gründet verworfen, das augefochtene Urtheil ihm gegenüber bestätigl
und ihm die ihn treffenden Kosten zur Last gelegt und Funkenstein
für diese Kosten als civilverantwortlich erklärt. (Pf. V).

Von Hrn. L. B. Hussong, Kaufmann in Blieskastel,
welcher die Vermittelung von norddeutschem (west⸗, ostpreußischem
und posener) Dienstpersonal besorgt, geht uns die Mittheilung zu
daß ihm sowohl aus der Umgebung von Blieskastel als auch aus
Lothringen Aufträre zugegangen sind. Innethalb zweier Tagt
wurden 9 Kiechte uͤnd 1 Magd bei ihm bestellt. (Zw. Zig).

F Eine Korrespondenz in der „Speyerer Zig.“ belennt sich zu
der Ansicht, daß gegenüver dem schädlichen Hausichandel u. dgl. die
Abhilfe nicht von dem Publikum kommen werde. Immer würden
so meint dieselbe, dier Hausierer Opfer fiaden. Die Korresponden,
empfiehlt alsdann ein vraktisches Schutzinittel mit nachstehenden
Worten:

Wir sehen, daß der seßhafte Gewerbetreibende in seinem Wohn—
ort schlechter gestellt ist, als Derjenige, welcher darin ein Wander⸗
lager unterhält, seinem Hausirgeschäfte odliegt, Versteigerungen und
Ausverkaufe betreibt. Der Kaufmann muß feine Gewerdbest euer
bezahlen und die darauf haftenden Gemeindeumlagen, welche die
erstere sehr oft übersteigen. Auch Andere, welche vorübergehend an
rinem Orte ihre Kunst oder ihre Gewerbe ausubden, wie Schau⸗
und Meßbudenhalter, Carrousselbesitzer, müssen Abguben an die Ge
meinde entrichten. Der Hausirer geht dagegen frei aus, ebenlo der
Uusvertäufer, Versteigerer zc. Man forscht vergeblich nach Gründen.
velche diese Ungleichheit in der Heranziehung zu den Gemeindelasten
rechtfertigen könnten. Es wäre daher kein unbilliges Verlangen,
daß die wandernden Weltbeglücker mit Taxen an die Geweinden
»der an die Armenkassen belegt würden, weiche entweder fest und
anveränderlich oder für jeden Tag des Aufenthaltes zu bestimmen
wären. Unsere Gewerbe oꝛer Handelsvereine wären in erster
dinie berufen, hiefür zu agitiren. Müßige Klagen allein führen
zu Nichto.“

Zum Schluß erlaubt sich die Korresponden der Polizei gegenüber
den Rath, ungausgesetzt ein wachsames Auge auf die Legitimationes
der Hausiter zu haben.

fHornbach, 2. Febe. Bei gestern stauqgehabter Ver⸗
teigerung ging die zum Nachlasse des verlebten Herrn Ferdinand
Maurer gebörige, früher Ederhard'sche Mühle dahier um den Preis
von 20,900 Mark in den Besitz des Jalob Welsch, Oekonom von
Neuhäusel, über.

rF Die in Frankenhhal am 1. Januar gegründete
„Neue Pfälz. Zeitung“ hat am 1. Februac ihe Ecscheinen
eingestellt.

4 In Frankenthal slarb am 1. Febr. Hr. Notar Para⸗
quin nach mehrtäg gem schwerem Leiden in Folge von Herjver⸗
settung.

7 Der „Pf. s.“ meldet aus Hagenbach, 30. Januar
Heute wusde dahier durch dea nk. Forstgehlsen Gläß zen der bei
aislenek. Forstbeamten des Bienwaldes wohlbekannte große Keuler,
im Gewichte von (ausgeweidet) 242 Pfd., geschossen. Defsen all⸗
hdekaunter Saufiader „Jans“ erh elt von dem Wildschwein einen
gzewaltigen Hieb, der hoffentlich ohne bleibenden Nachtheil aus
beilen wird.

Neunkirchen, 2. Febr. (S.- u. B.3.) Heute Mor—
gen verun lückle das 7Tjährige Töchterchen des Grudenwächters S
zu Wellesweilergrube, als dasselbe bei geschlossener Barciere auf dewm
Wege zut Schule die Bahn überschritt. Wahrscheinlich woll e es
dem von Berxdach kommenden Zuge ausweichen, wurde aber von
dem zu gleicher Zeit von hier abgeganzenen Zuz auf den anderen
Bele se erfaßt unz am Kopfe beschädigt, so daß der Tod sofor!
eintrat.
F Neustadt, 1. Febr. In der gestrigen Versammlung
des Gewerbevereins wurde die Bercthusg der 31 Fragen über die
Verhältnisse der Lehrlinge, Gesellen und Fabrikardeiter bdegonnen,
die dem Gewerbevereine vom Reichslanzleramt zur Beantwortung
behufs eines nen zu erlassenden Reichsgesetzes ducch Vermittelung
des Vorortes Kaiserslautern zugegangen weren. Der Ausschuß hatte
mit Zuziehung einiger Mitglieder des Vereins die Fragen einzeln
deantwortet, sie wurden vom Vorsitzenden mit der Antwort ver
lesen; da sich an jeden einzelnen Punkt eine kürcere oder längere
Diekufsion knüpfte, so konnte mag nicht über Frage 16 hinaus—
ommen und beschloß, nachdem hiermit die die Lehrlinge betreffenden
Fragen erschöpft waren, die Berathung über die noch folgenden
Punkte nähsten Donnerstag fortzusetzen. Die 16 gestern erbrterter
Fragen handelten über Lohnvertrage (ob schriftlich oder mündli w)
tünd gungsfristen, Bestimmungen gegen unüberlegies Eingehen und
Auflösen von Lehrdetträgen, die Festsetzung der fäglichen Arbeus—
zeit, die Verwendung der Abende und der Sonntage der Lehrlind⸗
        <pb n="73" />
        die Ueverwachung der frei 2
edn de reien Zeit derselsen und den Besuch d
3 er er 3
——z— ar ueede Lehrlinge zu hausü'cher * 22 Ingelaenheit der Bismard-Preishymne konnie bis
I8 ame der Lehrzeit und dea B 8 Lehr⸗die e ee e Fidng gelangen, d 8
.das Zeugniß der Lehrlinge, di en Gesellen⸗ erklärt ser Sey usenbungen dra aie preiswurdi
nustritts derselben und Erzwi ge, die Verhinderung eigenmagi lärten, aber für die beste zu keiner Einigkei a preig würdig
ir inn gen Die Prämi zu keiner Einigkeit kom t
wischen Lehrlingen und en, des Wiedereintrittes, die G ie von 1000 Thaler sollt guait ommen onnten.
ilfen und d renze der Zig.“ mitthei 7*8 e deshalb, wie die „D
zu den letzteren — wi t as Verhaͤltniß dir ersteren eili, demjenigen der drei 2wun
Interefsen der e 3 lauter Fragen, die die An „dessen Komposition bei einer — A
München. Am — * die gelungenste erklaͤrt würde —* e dee
—35 —
eser schauderhaften Krankheit ern ersonen eno er nochmals die Entscheidung in die Hä
aeene zu Grunde gegangen. 1 mmen, deren Ergebniß erster Ta ung in die Hände
53 oll. ge beka
ee —* 3 ——5 — di enete der 88 —58 — * zinstragend —e——
münze fallen lassen, von d iherungen über die neue erhält et Hy nnen auch die aufse Zi
— —— ———— n der Polizei zur Aazeige gebracht vä 26 icht den beiden nicttgelrönt ——6
Folge hat. Die e eine Verweisung vor das Strafgeri vädlten Kleeblattes dieselbe en Bewerbern des ausge⸗
werd trafgericht zur n zufallen oder
— zu 8 deßhalb gut thun, sich derartiger edd —— der Pin n de
i er
arm i e— eingefrorene Schweine. Im Talnauer Do hut ist es jedoch, w t J r Saden wir wohl bald erfahren.
e —R sod lebende Schweine an —* onm helehendeit endlich der Eetedicung
een ——1—
wdiesene dis um Fruhjahre im e ne tönnen, dürs⸗ Zigatn 55 — der 83 Jahre alte —A
früher zu Grunde gehen. Der Capite eiben, falls sie aicht I natlich sechs Mark Invali ann
F n. man des Schi hteden traurigsten Verhaltui avalidengehalt bezieht, unt
Hon“ erzaͤhll, dem Eigenthüm apitän chiffes hatte, wie Fra n —L , unter
— den Rath ertheilt, di er — einem Panczobaer Kau u und Kinder sind verstorben darnie der. Sein⸗
F brordern, die e ede der Umgegend in's v mrbanden. *8 — der ee 8 vd nicht
ett zu retten. Der Kauf assen, und so das Fleisch vnd albinvalide aus dem Diees nkreich war
— we ist aber dem Rathe nicht gefol assen wurde, ist heute hilflos e des Vaterlandes ent«
gt. eid angewi te hilflos und kranl auf das öͤffentli
an R. Iser er Freiburger 15 Fres.Loose, welcher gewiesen. Die Wirthe des D ffentliche Mit⸗
dehn Ied verlaͤhrt, 4 — ieren wime 8 ee 8 Speijen, vdueeneni
aden. oben. nicht verdau die erx
liest man seit eini Am Kepf des APfalzer-Boten. zu He va seint magere Invalidenpen en kann so daß er hungern muß-
—*8*8* ee Zeit: „Verantwortlicher e 38 — Boten abgeben muß, der ye 8 von der er noch 1 Mark an den
errt; 2 J m
ung: ülbin hue eeert cingesperri)e in Dnn sen geeg duße aufgeht. adholt, großentbeils in Salben
FoHeidelber Falsche Zwanzigmartichei —
g. Na dem Bureau d 7 eine. Am Mitwo
— — eee
aamlichen Hun einheimer, in Folge eines dor 11 Wo ger Mann, ꝛiner groͤßeren von Londo „Angedalten. Sie befanden sich unter
Hond erhaltenen Bisses chen von den rark n tommenden M ichti
il daeliengbecnhemer del von derselben schreclichen Krant. o ticheine und waren an dem sehr — enge richtiger Zwanzig⸗
dieselbe schien a te die Wunde sofoct gereini owie dem shmierigen Diam angelbaften Wasserze chen,
28 I oꝛu geheilt. gereinigt, und ennbar. Sie wurden sofo — 8 der Sirafandrohung leicht er⸗
*9*— er g. I. i rt der Reichs —
welchem in Folze eines fruͤher ae Der Tuncher Reinheimer, bei — photogrophitt, eeee au dahee
lrankzeit ausbrach, ist heute sei en Biffes vorgestern die Wuth. deutjchen Bank zurückgegeben, welche i egens entwerthet und
F In Rastatt e Leiden erlegen. nanen — das detreffende Londoner 85 ier Vella
Im 8 d letzten Woche starben dphut in —8XX Weile. rierender Vee u rheene oen
odenheim, 831. Jan. D em Toge 10 Menschen. in * eit“ gewiß jedem M ind bei „kalt⸗
teiche ¶ Kur wurde in deu er Anz. schreibt: Eine eifrig. 1 ungestiefelter Spitzbubenfuß, w enschen zu gonnen; ja selb
Jacobi jn bewertstellit. 3. en Tagen durch Herrn De. —*8 ahne Aneignung überhaupt E fich durch deren n
—— — — —
iesige Krantenhaus geb egungelosem Zustande h s8. Dieser Ansicht war auch schli Nicht die strengfie Be⸗
aee gebracht. Durch allstündiges Eing. er neuluh Abends einen mi schließlich ein Kutsch
us Salicylfa Ennge ben die Breslauerstraße i mit Sohlenleder bel er, wel⸗
ungen, denselben schon aus Salicylsaure ——— —— uerstrahe in Berun cladenen Wagen'd
—— —
ntlassen werden. Da — ol vollstaändig gehei ge in verdächti J er an dem Inhalt sei
—— — ——
— Zerl am Kragen, als er ebeni Sißze herab, und fagte
nehr als Salicy!fäure allgemeine Aufmerksamkeit, u ehe etwas abzuschneiden im Vegriff war, von einem
acheige — — eete deplihen Fallen mit gleich ilen v 8 der —E—— 3 —A 7
Neustadt a. d. S 27 23 cgeh nen, blos zu een zit wollte nich det
Roben ge Fenne an einer en a— wurde deim Aus⸗ De A5 8 zu eg Fehun sur en zerrissen
ine Anzuhl von ca. 50 leb 8 Centim. tief im Bo— u Füße, bei die Kundekälte.“ W jehe schon auf die
— 5— eben den Mailafern gefund chon lebhoft gerührt d ulte. Wunde das Herz des g
ꝓ d. R. 25. en. urch die lebendi utschers
— — deα 3 — kürzlich ere Wehh zn i Irim, 8 der in
80. Mark für a rarme Hande hon zicht. als d deen so dee
— — e —Et Men 23 X Leder wahrhaftigen ete noch binzufügte: „Ik häatie
in Summa 170,000 Mork für eeso — datte, aber so 5. ee wenn et Ihnen
f Stuttgart, 20. Jan aenn offentlichen Inneresse. deee und wenn nun auch der — war nicht zu
e 8 iclufenden Notig uber —* ng de durch doch en Sodlen nicht —2 ihene ed dr
igrath's find wir i tkrankung Ferdi⸗ en Bruder ohne S zute, so ließ er jetzt
cheilen zu kounen, daß d n der Lage, aus gutet Quelle mi t Die tgl. Hof Marzi Sohlen S laufen.
—B — — — n unserer Nachbarstadt e — laui K. V. eanham p Stollwerk in Köln
dm vor fast enem Jahre auf erdings, zundchst in Folge eines achtaetuiget als 23.000 Stuͤt Tor ctober bis 24. Dezembir
jalls, in lei Jahre auf der Pferdebadn der Weihnachtaw tua Torten per Post
dender Gesundheit b zugestoßenen Un⸗ SRei⸗d⸗ oche wurden tãgl Post versandi. In
8* einsiuden Besorge ssen 8 sein Zustand jedoch zu colli esunen glich 122 Pierdefuhren mit Post⸗
ehrenden Fruhjahr auf vollfä aß gibt, und daß er mi an berichtel
oilständ — mit dem aus Ham
uͤt sa beu —* ee —x — * z I e
en seine zahlreichen C A namennich e jefige Agensen saßen in nd bolgendet Vor⸗
lassen zu wollen) alles S direspondenden, sich di ich an einem Tisch n in Gesellschaft me
3 Séreibens 56 ies gesagt sein Idhlich ei —XX hrerer Kaufleute
rBerlin. Qull eu möͤalichst enthalten lößzlich einer der Agenten di n sich über Tagesereignisse, al
— en ultusminister Dr. Falk hat — Beschäftsfreundre erfaßt ie Uhrkette seines neben i se, als
— .— i d e, dieselde b n ihm, sißenden
ind bei dieser Gele Hoqheit begangen. Dem ho dv⸗ das ur 30 Thalert e betrachtete und erklarten di
J en dverehrten M d aufen zu w erklarte, diesel
dochachtung * heit eine Menge Zeichen der Theilnah anne desem Handel nicht I8— Der Besiher war jwo 8
gen. me und hHerreden das G danden, werauf nach eini 35
Igenten Besprach wieder eine andere W igem Hin⸗ und
zent konnie jedoch di exe Wendung na
—1 die schoͤne Uhrkelle seine hm. Der
zile seines Geschästskollegen
        <pb n="74" />
        nicht vergessen und begann immer von Neuem dabon zu reden, bis
endlich der Letztere lachend erklaͤrite: „Nun, für einen Ihrer Bachen⸗
juhne und 30 Thaler sollen sie die Kette sammt Medaillon haben.
Diese in Geg⸗nwart vieler Zeugen gesprochenen Worte sollte der
Agent spät:r bereuen. Nach Verlauf einer Viertelstunde. als man
den Vorfall vereits vergessen hatte, empfahl sich der Andere, kehrte
jedoch einige Zeit späler mit einem in der Nähe wohnhaften Zahn⸗
arzt ins Lokal zurück. Der Agent legte einen frisch herausgerij⸗
senen gesunden Backenzahn nebst 80 Thalern auf den Tisch, worauß
der Andere, nachdem der Zahnarzt auf sein Ehrenwort bestätigt
hatte, dem Herrn soeben den Zahn herausgezogen zu haber, Uhr
nebst Medaillon dem Käufer überreichte. Die Kette hatte mindesteus
einen dreifachen Werth, doch hatte der Verlierer nicht geglaubt, daß
sein Gegner sein überaus schönes Gebiß der Kette wegen um einen
Backenzahu berauben werde.

F Man weldet aus Londonn, 29. Jan.: —A
eines ganz außerordentlichen Selbstmorded macht die Ruude durch
unsere Blättler. Ein hier lebender französischer Handwerler, Na—
mens Chere, der schon längere Zeit Zeichen von Lebensüberdruß
kundgegeben hatle, wurde dieser Tage in seiner Wohrung guil—⸗
lotinirt gefunden. Er hatte sich während seines Aufenthaltes in
London diel mit der Verbesserung von Maschinen abgegeben und
stets mehrere Modelle zum Studiren in seinem Zimmer. Seine
Verbesserungsversuche scheinen mißglüct zu sein, der Unglückliche
verleugnete aber selbst in der Todesart, die er sich wählte, nicht
seinen Beruf. Aus zwei Planken, Steinen und einem schweren
Messer konstruirte er künsilich eine kleine Guillotine, die denn auch
ihren Dienst nut zu gut versah. Sein Kopf ward vollständig vom
Rumpfe getrennt gefunden.

Amerikanisches Fleisch, in Eis conservirt, ist diese
Tage auch in einer Probesendung nach Berlin gekommen. Be⸗
kanntlich wird schon seit einiger Zeit der Londoner Markt von
New⸗-NYork aus mit solchem fr'schgeschlachteten Fleisch von amerka⸗
nischem Mastvieh versehen und hat sich dieser bisher nur in klei⸗
nem Maßstabe gemachte Versuch sowohl in Bezug auf Oualität
wie auf den Preis dort so erfolgrrich bewiesen, daß nunmehr der
Betried dieser conservirten überseeischen Waare in Großem in An—⸗
*
Bürgerverein.
Künftigen Sonntag, den 6.
Febr. Nachmittags 3 Uhr
Generalversammlung
im Vereinsloeale zur Neuwahl
eines Rechners.
Der 1. Vorstand:
Eckert.

*
Vermiethung.
Von dem Logis des Herrn
Dr. Rinck sind 2 Zimmer
und Küche, oder 2 Zimmer,]
Säälchen, Küche, Speicherkam—
mer und Keller tc. bis 1. Ap—
rit ds. Is. beziehbar zu ver—
miethen.

J. Stief.
Zu verkaufen:
kiefern Bauholz, Zaun—
und Baumpfähle, fichten
Rund-, Leiter⸗ und Wies
bäume, bei

Couis Höh.
Breitermühle bei Niederwürzbach.

In der Krüll'schen Buchhand⸗
lun in Eichstätt erschien und
ist in allen Buchhandlungen zu
—X

Umrechnung
der süddeutschen Gulden, Kren⸗
zer und 24⸗Kreuzer in die
deutsche Reißwahcung und um⸗
zekehtt von Julius Deinzer,
Rentamtsoberschreiber in Königs—
hofen in
Plakatformat
40 Pfa..

2 Mansardzimmer,
sogleich beziehbar, hat zu ver—
miethen

Kimmel, Tuncher.

— — —

grigg genommen werden soll. Das von einem Londoner Geschäfts
sause gesandte Probe-Quantum ist nun allerdings ebenfalls als
preiswürdige und gut erhaltene Waare anerkannt worden, dagegen
ist ein irgend erheblicher Preisunterschied zu Gunsten dirser impor⸗
irten Waare nach der dabei aufgemachten Kalkulation icht zu
zonstatiren. Möglich, daß bei einem Export en gros die Preise
zu Guusten dieser amerikanischen Schlachtwaare sich bisser stellen,
und so eine Konkurrenz auf unserem Fleischwarkte möglich machen.
F Zuckerwasser gegen ähende Wirkuug des Kalles im Auge.
— Jeder, der an Bauten oder überhaupt mit Kalk zu thun hat,
weiß, wie gefährlich der Kalk ist, wenn er durch Zufall oder Un—
vorsichtigkeit in's Auge gelangt. Als ein sehr probates Mittel
iür folche Fälle hat sich die Anwendung von kaltem Zuckecwasser
dewährt. Letzteres hebt nämlich die ätzende Wirkung des Kalkes
auf, indem der Zucker mit dem Kelk eine Verbindung eingeht,
welche das Ange nicht angreift. Der beißende Schmerz bört daher
auf, wenn man ein wenig Zuckerwasser in dos Auge bringt, was
am besten durch kalte Aufschläge von solchem mittelst eines ieinenen
Läppchens geschieht.
er die Nebachon veramwortlich: 5. 4. Veneẽh.
Das einz'ge unadhängige Borsenblatt ist anerkannt die
„Deutsche Boörsen- und Handelszeitung“ in Berlin. Dieselbe steht
in der Sp'e dee' wirthschaft!'ichen Reformbewegung in Deutschland
und hat durch die Sachlichkeit und schlegende Logik ihrer Leit⸗
artikel in den wertesten Kreisen das gößte Aufsehen erregt. Die
Deusche Börsen- und Handels Zeitung“ enthält eine Fülle von
Notizen aus der Vörsen⸗ und Handelswelt, die neuesten Teles
aramme und politischen Nachrichten, Verliner Feuilleton; den voll⸗
tändigsten (Saling'schen) Courszettel und bringt als Gratisbeilace
den offiziellen Berloosuagsssanzeiger des Königl. Preuß. Staats und
Deutschen Reichsanzeigers. Die „Deutsche Börsen⸗ und Handels⸗
Zeitung“ erscheint säglsch urd kostet für Februar und März nur
2 Mart 70 Pf. Bestellungen nehnen alle Postämter entgegen.
Die bis zum 1. Februar erscheinenden Nummern werden von der
ẽxpedition in Berlin gratis nachgeliefert. Die Zeitung wird allen
Freunden einer unabhängigen Presse aufs Wärmste empfohlen.
Als Taschenformat
mit äußerst sinnreicher Vorrich—
tung auf Carton zum Zusam—
menklappen

50 Pfennige.

Diese Tabelle ist so ausge
zeichnet für den, der auch eine
austeichende Tabelle mimehmen
wiull, weil dieselbe bei ihrem ge⸗
ringen Umfange jeden Betrag
bis fl. 1000 sofort anzeint und
Richts umgeblättert zu werden
braucht. Jeder Geschäfismann
sollie solche haben.

Ausgezeichnet für
Geschäfte und Jamilie:
Umrechnungstabelle für den
Geschäftsmann von 1 kr. bis
10 fl. mit allen Kreuzern in—
zwischen in Mark und Pfennige
und von 10 fl. — bis fl. 500
— nebst Gradations—
Stempel ⁊c.
15 Pfennige.
Dasselbe für die Westentasche
u. das Portemonnai eingerichtet in
»teinstem Formal
10 Pfennige.
Jede Hausfrau, jedes Dienst⸗
mädchen sollte solche haben.
In der Krüll'schen Buchhand—
lung in Eichstädt erschien und
ist in allen Buchhandlungen zu
haben
Umrechnungstabellen
don Gulden urd Kreuzer in
Mark und Pfennige, und von
dann an von fl. 100 -- zu fl.
100 — bis zu 10000 fl.

Preis 15 Pfennige.

Der gegen Magenkrampf,
Verdaungsschwache Blähungen,
Kopfschmerzen, Cholera Ruht ꝛc—
rühmlichst bekannte u. ärztlich em⸗
pfohlene Sehwedisehe Ma—
geti bätter ist nur allein ächt
a 75 Pfennige pro Flassde zu
haben bei J. Friedrich in

WSe. Inabert.
— — —
NMNeues Berlinor Tagoeblatt—
mit drei Gratis Beilagen:
Sonntags Wittwochs: Donnerstags:

Berliner Gartenlaube (illustr). Rereinsfreund. Werlinerssliegender Blätter (illustr.)
Abonnementspreis für alle vier Blätter zusammen vierteljährlih nur 8 Mark, monatlich nur 1.70 Mait.
Inserationspreis im ‚Neuen Berliner Tageblatt“ pro Zeile 85 Pf., im „Vereinsfreund“ 35 Pf. in den „Berliner Fl.

Blältern“ 70 Pf.
Das „Neue Berliner Tageblatte“, Eigenthum der Redacteure desselben, begründet am 1. Oltober 1878, zählte bereits am 1
November, also einen Monat nach seiner Begruͤndung, über 11,000 Abonnenten. Das »Neue Berliner Tageblatt“, welches täglich in
mindestens drei Bogen größten Formats auf gutem weißen Papier in sauberstem Druck erscheint, verdankt diesen rapiden Auf⸗
schwung der degbeeee Gediegenheit und Originalität seines Inhalts. Solche Fulle von Material bei einem so überaus niedrigen—
Abonnemenlspreis wurde disher von keiner Zeitung gebolen. —LBel gel. Bestellungen dilten wir auf den Titel Neues Berunct Tage⸗ —
blaite genau zu achten Abonnements nebmen sämmtliche Nostanstalten des Reiches täglich entgegen *

—

V

—

ò— 77 717 — — — — — —
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
        <pb n="75" />
        St. Ingberler Anzeiger.

——
Der St. Ingberter Auzeiger und das (2Zmal wöchentlich) mit dem Hiuptblaite verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonnlagt mit illustrirter Sei
lage), erscheint wöchentlich Viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonne mentsepreis beträgt vierteljährlich
Mack 20 K.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., voa Auswärts mit 15 Pfr. für die viecgesp iltene Zeile Blattschrit oder deren Raum. Reela mon

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
Me 21. ESonntaq, den 6. Fedena«e

1836.

— ⏑—⏑— —
—
Dentsches Reich.

Berlin, 3. Febr. Graf Ledochowski ist heute Abend in
Berlin eingetroffen und gedenlt morgen weiter zu reisen.

Berlin. 3. Febr. Reichenspergers erwartete Broschüre ist
heute erschienen. Sie bezeichnet drei Wege zur Aubahnung des
Friedens zwischen Staat und Kirche: entweder einfache Wicderauf⸗
nahme der Ariikel 15, 16 und 18 der preußischen Verfassung, oder
Verhaändlungen mit dem römischen Stuhl, oder Trennung des
Staates und der Kirche nach Cavour's Prinzip. In hefliger Weise
belämpft der Verfasser die Kirchengesetze und den modernen Libe⸗
calismus. (Frf. Zig.)

Berlin, 4. Febr. Die Verbandlungen wegen Einverleib—
ung Lauenburgs in die preußische Monarchie, die mit den lauen⸗
burgischen Ständen gejührt werden, sind jetzt so weit gediehen,
daß die Argelegenheit dem Staatsministerium vorliegt. Es ist
daher anzunehmen, daß deteits in der nächsten Landtagsfession eine
bezügliche Vorlage eiugebracht werden wird.

Berlin. Nach einer hiesigen militärischen Correspondenz is
die Attill-rie um ein neues Instiument bereichett worden, das ihre
„Witlungen“ noch unendlich erweitert. Emem belgischen Major
ist es nämlich gelungen, ein Inflrument (Telemeter) zu construiten,
permittelst dessen nach dem ersten von dem Gegner abgegebenen
Schusse aus dem Schall die Entfernung, aus welcher derselbe ab⸗
geseuert worhen isi, ohne Zeitderlust und ohne schwierige Berechnuag
auf das genaueste bestimmt werden kann. Eine ähnliche Vorrich⸗
tung soll beim Infanter e⸗Gewehr angebracht werden, so daß die
Treffsicherheit auch bei diesem bedeutend erhöht werden würde. Wie
man sieht, macht die Kunst der Massenvernichtung von Menschen⸗
leben täglich neue Fortschritte und wenn auf einem Gebiete, wird
unsere Zeit auf diesem in der spätecen Gesch'chtschreidung einen
hervorragenden Platz einnebmen — wahrlich aber keinen beneidens⸗
werthen.

Ostrowo, 3. Febt. Ledochowsty wurde heute früh der
daft entlassen, derselbe ist in Begleitung des Landrathes Dallwiß
und zwei höherer Polizeibeamten per Bahn in der Richnung nach
Breslau abgereist und erhielt die Bedeutung, daß,. falls er die
Provinzen Schlesien, Vosen, die Regierungsbezitke Ftankfurt und
Marienwerder betreten sollte, er in Torgau internirt werden wurde.

worten. Man glaubt, daß die Regierung den Vorschlag im Princibe
annehmen werde.

Washington, 8. Febr. Die Repräsentantenkammer hat
das Amendement, nach welchem derselbe Präsident der Republit
nicht wieder gewählt werden kann. mit 144 gegen 106 Stimmen
yerworfen.
Permischtes.

F Kaiserslautern. Am schwarzen Brett des Stadthauseß
ist das Aufgebot eines Israeliten mit einer Christin und eines
Thristen mit einer Israelitin angeschlagen. Das Reichscivilehegeht tz
delll detanntlich Ehen zwischen Christen und Israeliten kein Hinder⸗
niß enigegen.

pHof, 2. Febr. Vestern früh zwischen 8 und 9 Uhr er⸗
ignete siih an der neuen im Bau begriffenen Bahntrace der Fichtel⸗
zebirgebahn und zwar zwischen Fattigau und Schwarzenbach ein
Fräklicher Unglücksfall in Folge einer Tynamit-Explofion. Wie eß
scheint, haben d'e Arbeit er die Frühflüdszeit benüßt, um in einer
an der Bahn defindlichen Arbeiterbude Dynamit ˖ Patronen zu trocknen.
Ploͤtztich ertdate eine heftige Detonation, das Hauschen flog in die
duft, einer Frau wurde die Brust, einer anderen der halbe Kopf,
intem Arbeiter das Gesicht weggerissen und acht weitert Personen,
darunter zwei Kinder, leicht verwundet. —

Krouach, 2. Febr. Der Grubenarbelter⸗Strike auf den
Swarnee schen Werken dauert fort. In Folge von Ercessen und
Hißhandlung einzelner Bedienstelen wurde Militär requirirt. Eia
Aufruf an die Arbeiter sagt: „Widerstand mit Gut und Blut
eisten. Führer werden sich finden.“ GGr. J.)

In Regensburg und Umgebung werden falsche Nickel⸗
nmünzen in Umlauf gesetzt. Dieselben sind aus mittelst Loim steif
gemachtem Leder, worauf die in Staniol abgedrudte Prägung aufgeklebt
ist, hergestellt. Die Prägung ist von größter Schärfe und Schönheit.

Die Lahnhütte dei Giseßen dat beschlofsen, ihte Hochöfen
auszublasen und sämmtliche Arbener zu entlassen. Die schwierige
Lage des Eisengeschäfts und die hohen Eisendahnfrachten jcheinen
die Veranlassung dieser bedauernswecthen Maßtegel zu sein.

pau'nssstellhuns. In Berlin wird 1876 die erste
internationale Ausstellung der Kunst, Industrie und Wissenschaft,
betr ffend Juzendpflege und Volkzbildung statifiaden und ist dafür
das allgemeine Reglement und Progtamm ausgegeben worden.
Anmeldungen müssen bis zum 1. Martz d. J. bei der, Administra⸗
ion der drutschen Nachricaten. Zimmerstrake 33 eingereicht werden.

Bei dem haäufiz auitretenden Husten der Cinder — Keuchhu⸗
sten, Stichhusten — sei hiermit der seit vielen Jahren als vorzüg«
nich erprobte und auch ärjtlich anerkannte ächte Trau ben⸗
Brusi Honig“ von W. H. Zidenheimer in Main be⸗
stens empfohlen. Dieser angenehme Saft leistet bei allen Erlaͤl⸗
sungsleiden wesentliche Dienste. (Siehe Inserat in heutiger Nummer.)

Ausland.

Konstantinopel, 3Febr. Die „Agence Hadab⸗-Reuter“
meldet: Dec Ministerraih berieth heute die Resormvorschläge det
Grafen Andrassy. Dicselben umfassen fünf Hauptforderungen, nam⸗
lith: die Religionsfreiheit, eine Reform des Zehntsystems, Erleich⸗
terungen fär den Ackerbau, die Verwendung eines Theiles der Ein
künfie der insurgirten Provinzen zu den lokalen Arealkorreltivnen,
die Einsetzung einer aus Muselmännern und Christen zusammen⸗
gesetzten gemischten Kommisstor, welcher die Durchführung der Re—
sormen üherwiesen werden sell. Die Viorte wird unverweilt ant⸗

Jagdverpachtung.

Samstag den 19. Februar
. J. Vormittags 11 Uhr wer⸗
hen im Bürgermeistereilolale zu
Gersheim die Feld und Wald-
jagden der Gemeinden Gere⸗
heim, Herbitzheimu. Rem;
heim auf weitere 6 Jahre ver⸗
hachtet.

Zu bemerlen ist, daß der Bau
der Eisenbahn von Saargemünd
aach Blieskastel-Zweibrücken in
Ungriff genommen ist.

Gersheim den 83. Febr. 1876

Das Bürgermeisteramt

Sancvl.

Pfalzwein, von Gebr. Kempf in
Neustadt à 2 NMark b0 Psg.
w Hoehheimer, roth Etiquette,
von der Actiengesellschaft in Hochheim k3M.
Champasneb, Sillery see qual. a 3 M. 60 Pfc.
Malaga, importirt 42 Nark 60 Pfse.
Marsald. 62ark 20 Pts.
Diverse französohs Dessertweine a6;
Alloante, Malvoiste, Roussillon doux ete.
in Flaschen von 1 Mark 20 Pfg. an.
pfãlzer, feine Meine, von 80 Pfg. an, poer
Flasche, mit Flaschen emphlehlt
E. IIosmann.

— — — —— ——
Anne Een und tranoo

versenden wir auf Franeo⸗ An⸗
34 einen über 100 Seiten
* en, mit vielen Zenanifsen
—897 Gebeeilter
. aus DPr. Alry's Ratur⸗
inetdode.“ Jeder, welver fich
In ber vorrua gllchteit dee inutr
. boo Sciten starken Orialn al⸗
ertes ereis nuar 1 Rartuv
iege dburch alle ere
berrenagen will. lasse sich den
ν
aüt in Leiriea tommen

oxua⸗ buvo
Hanf-⸗Couverts,
nit und obne Firma bedrudt
werden angefertigt in der
Druckerei dieses Blattes
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        Auszug B. Sterbfaͤl le:
Aaus den Retisten des Stardert reden dudwis Hi eb
Amtsbezirkes St. Ingbert pro 3 Ja u e
Monat Januar ASq0 50 J. alt. Ehemann von Kath
A. Geburten: Margaretha Diener.
J 4. Jan. Peter, 1 J. 3M
1. Jan. Kathatina, T. d. alt, Syv Grorg Conrap.
Carl Junsfleisch. Franziska, T. 6. Jan. Nikolaus Derschang
von Carl Harth. 32 JNalt, Ehem, von Bar
2. Jan. Sophie, T. von Didarim Heinrich Kempf54
Christian Frisch. Andreas, S. J. alt, Ehemann von Gertraud
von Peter Ewerle. Barbara, uitin. Viichaei Beer, 243
T. von Georg Paul. alt,, Ehemann von Katharino
3Z3. Jan. Ludwig, Sodn von Deß̃land.
Jakob Hooß. Audreas, Sohn I2. Jan. Johann, 6 M.
d. Adam Frei. Katharina, T. alt, S. von Adam Schenkel⸗
von Karl Klein. i berger. Daniel Schmitt, 68
4. Jan. Karolina, T. von J. it, Edemann don Cusabeit
Karl Weißgerber. Christian, S Fuhrmann.
von Johann Fuchs. Philipp, 13. Jan. Hidwig, 21 Jahr
Sohn v. Heinrich Wolter. alt, T. von Friedrich Koch.
5. Jan. Cath. T.v. Carl Klein 14. Jan. Kathatina, 6 M.
Heinr., S. v. Heinr. Steinjeld alt, T. v. Peter Freyverger.
6. Jain. Fel x, Sohn vor 15. Jan. Franz Jakob, 5
Felicuas Brunion, ledig. J. alt, S. von Franz Uhl.
7. Jan. Anna, Todter v. 17. Jan. Elifabetda, 1J
Andreas Grell. Katharina, T. alt, T. von Jakob Amann
v. Heinrich Veetz. Maria, T. Sophie, 2 J. alt, T. von Ni⸗
v. Katb. Luck, ledig. Mariar solaus Ride Adolph Schmidt,
T. von Johann Heib. Anng 79 J. ur, Winwer“ v. Kato.
Maria, T. v. Valent. Schwaan. lina Schwarz.
8. Jan. Magdalena, T. v. 18. Jan. Giorg, 23. 8M.
Georg Contad. alt, S. v. Pter Weiland. Jo⸗
9. Jan. Georg, Sohn von hann Joseph, 4 Tg. alt, S
Vathias Marson. von Peter Nolhof.
11. Jan. Anna, T. von 20. Jan. Friedrich, 233J
Adam Berberich. alt, S. von Nikolaus Maurer.
13. Jan. Anna, T. von 23. Jan. Anna Caroline
Maria Brauer, ledig. Elisab. 6 M. alt, T. v. Johann Kraut
Tochter don Friedrich Christian Karolina Gufa, 66 Jahr alt
Eckerlein. Ww. von Friedrich Geher.
13. Jan. Balentin, S. v. 24. Jan. Lina, 2 M. alt,
Adolph Filipowitz. Charlofta T. v. Karl Lanzer. Jofept
T. v. Georg Regitz. Jene, 52 J. alt, Wittwer von
14. Jan. Geocg, Sohn v Riatia ẽlisabetha Kohldofer.
Georg Jung. Johann Joseph, 28. Jan. Louise, 1 J. 6
S. von Peter Nethof. Alma, M alli. T.“ven Friedrich
A Schwarz. I
15. Jar. Johann, S. von 31. Jan. Therefa, 2 Jahr
Johann Schenkelberger. Karl, alt, T. v, Joseph Quiring.
S. v. Johann Fichter.
18. Jan. Maria, T. von 34
Wene de O. Verehelichungen:
17. Jan. Petier, Sohn v. 83
Joseph Haselmeiser. Magbalena mehdeon —*8 Grie⸗
T. v. Joseph Oster. Elisab is eee Juft mil
T. don Peter Schmitt. Man ** to
18 Jan. Julias, S. von aria Wagner. Jalo en
mit Katharina Wagner. Chri⸗
* Fram Adolph. Edricz. Kath, stian Trier mit Maria Philip⸗
T. von Daniel Leonhardt. An ni
— 19. Jan. Karolina, T. v Pina Blatter.
t Jalob Huber. Georg, S. von 20. Jas. Geotg Appel mit
8* — *) —XV mit nebigem Fabrikstem⸗ Ritolaus Nedel. Muria Ochs. Beorg Stalte
8 Zspel in St. Ingbert, bei J. Friedrich, 21. Jan. Ludwig, S. von mit Maria Klemmer. Heincich
3 in et. Johann, bei F. PDuden- Jalob Woif. Mane T don Ludwig Spaniolt mit Louife
* hoeffer und Karl Thriot in Saar⸗ ato —— Nlara Osihef. p
iobuis bei Franz Altenkirch, in Bües Johann Kihm. Borbara Kath. 22. Jan.“ Joseph Sleif mil
kastel bei Apotheker Cichter in Saargemüund, T. von Joseph Sailer. Eliscbeie anu Philipt
bei I Kirchner in Sulzbach, bei Apo⸗ 28. Jan. Margaretha, T ad J
theker A. Treffon und gegen Nachnahme von dem Fab- v. Peter Schumache Ripplinger mit Katharina Nickes.
rikanten Herrn W. G. Zickenbeimer in Mainz. t XV Peters mit Margaretho
—* ——— ⏑ 24. Jan. Jahann, S. von doaesene
In der Krüll'schen Buchhand⸗ J Als Taschenformat Johann Schweitzer. 25. Jan. Philipp Veter
in Eichstält erschien und mit äußerst sinnreicher Vorrich⸗ 25. Jan. Margaretha, E aichn iae
V n ung Cart von Andreas Rikols, Kareliaga Heiderich mit Katharinag Karbon.
ist in allen Buchbandlungen zu dung auf Carton zum Zusame von m Sehher. Kalh Nikolaus Zintel mit Magdaleno
i ve
99 iese Tahelle ist so ausge⸗ von J m. Veler Ripnling«e
Umrechnung zeichnet für den, der auch eine S. v. Karl Schwarz. pu daedeni rrnen
der süddeutschen Gulden, Kreu⸗ ausreichende Tabelle mimehmen 27. Jan. Nitolaus, S. v. —— —* deor
zer und a-Kreuzer in die will, weil dieselbe bei ihrem ger Johann e Einst, S. von ne
deutsche Reichswahtung und um⸗ riugen Umfange jeden Betrag Daniel Jalo eß. . Ingbert, 4. Febr. 1876
gekehrt — Julius Deinzer bis fl. 1000 sofori anzeigt und 28. Jan. Heinrich, S. von s J abe *
Rentamtsobecschreiber in Königs Richts umgeblättert zu. werden Sophia Simon, Der Standesbeamte:
— —XX 30. Jan. Heinrich Lorenz
Plakatfoörmat 40 Pfg.,sollte solche haben. Johann, S. v. Heinrich Becke.. Eu ster.
Redaktion Druck und Berlag von Fxben nmoee

—
— — 4 F 0
Tanz⸗Anterrichts⸗Anzeige.
Der Unterzeichnete, welcher zür Zeit in dem
Pensionat der Fräulein Doflein in Zweibrücken Unter⸗
richt ertheilt, beabsichtigt demnächst in St. Ingber
einen Cursus der
bildondon Tanzkunst
für ZDamen aumd Herren zu eröffnen. Die Sub—⸗
seriptionsliste hierzu, iste durch Frau Hauck in Cir⸗
culation gefetzt.
G GrõßBMIG,
Balletmeister und Hoftanzlehrer
aus Dresden.
Gicht und Rheumatismus, deren Lähmungen und
alle audere innerliche und äußerliche früher unheil—
bare Krankheiten.
Herrn G. Pathemann in Barmen. Ihre
Meditamente baben mich wunderbar geheilt. In
anserer ganzen Gegend ertheile Ihnen die besten
Zeugnisse. Ich spüre nichts mehr von meinem
Bicht⸗ und Rheumatismusieiden. Achtungsvol
Heinr. Nölle, Schreinerm. in Dieringsen b. Soest.

U
        <pb n="77" />
        eeml
der Stz Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblaite verbundene Unierhaltungüblatt, (Sonntagt mit illustrirter Lei·
lage), erscheint wöchentlich Liermal: Dieustag, BSonnuer«tag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljahrlich
mack 2) 8Bfr. Anzeigen werden mit 10 Pfz., von Auzwurts mit 15 Pf. far die viergespaltene Zeile Blaitschrist oder deren Ramm. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Jeile berechnet.
M 22. Dienstag, den 8. Februar

176.

Deutsches Reich.

München, 4. Fobr. Da mehrfach die Wahruehmung ge⸗
nacht wurde, daß troß des Verbotes, poln sche Eindrittel⸗ und Ein
echstei⸗Talarastücke in Zahlung gegeben und geno amen wurden,
o macht das Finanzministerium belannt, daß Gewohnheits⸗ oder
zewerbsmäßige Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmung mit
weldstrafe bis zu 150 M. oder mit Haft bis zu 6 Wochen be⸗
üihndet werden. Zur leicht xren Wahrnetmung gegen Uebervorthei⸗
ang fügt diejez Selle eine Notiz über diese —XX

München, 3. Febr. Wie mitgetheilt wird, soll das aller⸗
vöchste Reseript zu Wiederberufung des Landiages im Laufe der
aaften Tage pudl'zirt werden und demgemäß die Mitglieder bei⸗
r Kammern jedenfalls noch im Laufe dieses Monats, wahrschein ·
sich jedohh erst in der letzten Woche derselben, sih hier einfinden.
Wenige Tage nach dem Wiederbeginn ihrer Thatigkeit hat die Kam⸗
mer der Adzeordnelen die Neuwabl ihrer deiden Präsidenten vor⸗
unehmen, da diese nach der neuen Geschäftsordnung zu Anfang
einer Legislaturper ode das erste Mal nur auf vier Wochen, dann
ber sur die übrige Dauer der Session zu wählen sid. (S. Pr.)

Munchen, 5. Febr. Das neueste Finanzministerialblatt
enthätt folgende Notiz: „Bekanntlich sind alle Sechs und Drei⸗
reugerstücke, deren Bepräge erkennen läßt, daß sie in dem Gebiete
des füddeutschen Münzvereins von einer erloschenen oder noch be⸗
deheuden Münzherrschaft ankEgebracht worden sind. im vollen Nenn-
verthe anzunehmen und auf Verlangen gegen Reichzmünzen oder
dellvertretende Münzen der Thalerwährung umzuwechseln. “Hier⸗
zach sind den Silbermünzen der Staaten des ehemaligen süd-
deuischen Münzvereins (Bayern, Württemberg, Baden, Hissen,
Darmstadt, Sachsen-⸗Meinungen, Sachsen⸗Covurge, Hohenzollern,
Nassau, Schwurzburg Rudolstadt, Oberherischaft Hessen Homburg
und Frantfurt) namentlich gleschgestellt die karpfälzischen, die
Würzburger, die Ansdach Bayreuther, Salzburger die vorderdsler⸗
reichischen oder sogenannten Günzburger, die Hildburghäuser und
die Coburg⸗Saalfeld'schen und überhaupt alle auf einer Münz⸗
tätte geprägten Sechs⸗ und Dre treuzerstücke, deren Sitz nunmehr'
jum boyerischen Landesgebiet gehoͤrt. Dagegen bleiben die kur⸗
Jessischen Sechskreuzerstücke uud die osterteichischen Sechs bezie⸗
—00 Annahme und
Umwechselung ausgeschlofsen.“

Bertin, 4. Febt. Die Abbg. für E ssaß Lothringen brach—
en in der heutigen Reichstazesitzung eine Interpellation ein, ob
ie Reichsregierung beabsichtige“ die städtische Vertretung Straß ·
hburgs wieder zu constituiren.

Berkin 3. Febr. Mit höchst überflühsigem Säbelrasseln,
v schreibt die „V. Zig.“, bemerlen die Offiziosen zu der bekann⸗
jen, angeblich von eimnem französishen Offizier an das Offi ierkorps
des ersien Garderegiments gerichteten Heraus sorderung: „Soll e
iich bei der eingeleiteten Unterjuchum zeigen, daß die Voraussetzung
iner Narrheit nicht zulässig sei, so würde allerdings die schließliche
Regelung der Sache nicht von dem Ehtentath des ersten Gardere⸗
zimerts, an werchen die Provokation gerichtet sein soll, sondern
IRn einer anderen Stelle auszugehen haben.“ Sollle nun wirklich
in franzd'ischer Offijier ernsthaft auf den Gedanken der Massen⸗
hercus forderung gekommen sein — ist die Sache dann weniger
ie Nartheit und ist sie auch in diesem Falle irgendwie weiteren
Aufhebens werth W.r meinen die Antwort ergäbe sich von seldst.
Jedenfalls würde man doch eine Regietung nicht für die wahn⸗
innige Idee eines Tollhaͤuslers verantwortlich machen können, wie
as ja in obiger Auslassung angeeutet wird. Oder kranken wir
wirklich an elnem Konfliltsbedürfniß? (Das Ganje hal sich ja als
ein schlechter Witz hecausgestellt.)

sptießlichen Resultats auf die Dektete des Sullans zu fetzen, da
ie Tusken den Christen niemals gleiche Rechte zugestehen würden.
docd Russel räth den Insurgenten d'e Waffen nicht niederzulegen.
Lo adon, 5. Febr. Einer Meldung des „Globe“ aus
yamaica zufolge, degibt sich ein franzosishis Geschwader nach
Zanago de Cuba behufs Einleitung einer Untersuchung üher die
zasel st verübte Ermordung eines franzonschen Unterthanen.
Paris, 8. Febt. Zvei Militairs der Versailler Garnison,
zie einer Messe für Napoleon DI. in Uniform angewohnt, wurden
dec eine mit 15. der andere mit 30 Tagen Gefängniß bestraft.
PVermischtes.

Sisenberg, 1. Febr. Unter Ihrre Neuigle tea gehort
instreitig eint heuie hier vorgelommene Begebenheit. Ein Schütze
zrachte heute einen Hasen nach Hause, hing ihn ordnungsgemäß
ar's Fenster an einen Nazel und deaustragte seine Schwester, dem
zurschen das Fell abzunehmen 2c.; diese defolgte den Befehl nach
'niger Zeit, vergaß aber die Hausthüre zu schließen, was der
todie“ Hase sofort bemerlie und schnellstens Abschied nehmend durch
ziese in's Freie galoppirte. (Kein Jägerlatein? D. Red.) (N.W.)

4 Der „Pf. M.“ meldet aus Frankenthal, 3. Febr.:
In der Gemarkung Rödersheim wurden vorgesern zwei Personen
son da von einem Jagdhbüter auf dem Anstand betcoffen. Als
erselbe sie zur Rede stellte, rief der Eine „Drauf auf ihn“, wel⸗
hein Rufe der Andere Folge leistete und dem Jagdhuter in den
interleib schoß. Die Verlehßung soll lebensgefährlich sein. Die
häler wurden heute in das Untersuchungsgefängniß eingeliefert.

f Landau, 8. Febr. Die Aufträge zur Beschaffung von
iste und westpreußischem Dienstpersonal treffen bei dem Agenten
dertn Lepach in merwartetem Maße ein. Derselbe erhielt bereits
zestellungen aus Bergzabern, Dahn, Deeihof, Edentoden, Enken-
zach, F.emlin zen, Granstadt, Haiaield, Herxheim, Offenbach, Rhodt,
stinnthal, Standenbüht, Sperer. Steinweilet und Waldyjambach.

7 Der „K. f. N.“ meldet aus Landshut, 29. Jan.:

In der gestrigen Sitzung des hiesizen Bezirksgerichts wurde dir lgl.
Zezirkdarjt De. Joseph Enz nsberger von Kelheim 58 Jahrt alt,
vegen Verbrechens im Amte (Bestechung) unter Annahme mildern⸗
er Umstände zu 3 Monaten Gefängniß, 8 Jahren Verlust der

zhrence hte, Tragung der Kosten und Rüderstattung (7) von 25 fl.
adar und 4 fl. sür empfangenes Schmalz und Eier verurtheilt.

de: Thatbestand ist solgender: Im Laufe des vorigen Jahres) kam
u Dr. Enjensberger ein Bauer und klagte ihm, daß sein Sohn
um Militar müsse, ihn bittend, denselben frei zu machen, vas der⸗
elbe auch mit dem BVemerken versprach, daß er selbst in der Ecsatz
ommission sei. Es wurde hiefüc die Zahlung von 100 fi ver—⸗
inbdart, wodon der Angeklagte später 25 fl. erhielt. Vls jedo h
)er Sohn des Bauern doch zum Miilität eintüchen mußte, pluuderte
der Bauer und kam die Sache zut ‚Anzeige.

Rosenheim. Deser Tige wurde die, Debelmällerin“
us der Genende Au, welche mit ihrem 10jährigen Sohne bei
hten Bruder auf Besuch war, von izrem eigenen Sohne erschossen.
der Knabe nahm nämlich ein geladenes Gewehr von der Wand,
im damit zu spielen; die Mutter sah es und wollte es ihm, um
Unglück zu derhüten, eben aus den IHänden nehmen, als der Schß
ich entlud und die Frau in das Herz traf, so daß der Tod soe
ort erfolgte. (Pf. Zig.

pMannheim, 2. Febt. Das Pferdemarlkteomite hat be⸗
hlossen, die Ziehung der diesjährigen Pferdematktlotterie auf den
4. wiai (Donnerstags) abzuhalten. Es sollen ebensalls wieder
44.000 Loose, das Stüc zu A Mark ausgegeben werden

Mannheim, 5 Febr. Die Gehilfen der Hackmann'schen
S chuhfabrik haben deute Mittag die Arbeit eingestellt, weib ihnen
der Lohn um 35 Procent verkürzt werden sollies

pIn Mannheim vestehen 45. Gastwirthschaften und 108
Schantloc ile, zusammen 208 Wirihschaften, durchsthnittlich eine auf
e 223 Einwohner.

Ausland.
London, 4. Febr. Locd Rufsel erllärt in einem Briefe an
Tarley seinen Beitritt zu der Schutzliga fur die Christen in der
ütte uüdem er sagt: es sei usmöglich, die Hoffnung eines er⸗
        <pb n="78" />
        F Die falschen 20.Markscheine, unteischeiden sich von
den echten vornehmlich dadurch, daß in der Zeile „Gesez vom 11.
Juli 1874“ hinter dem 11 der Punkt fehltt.

Beim Annehmen von Markst u cken wird Jedermann
gut thun, sehr aufmerlsam zu sein, indem eine betrügerische In⸗
dustrie Markstücke aus einer Zinklegirung angefertigt und in den
Verkehr gebracht hat. Bei einiger Achtsamkeit kann man solche
Stücke leicht herausfinden; denn dieselben haben ein schwärzliches
Aussehen, sind grob geprägt und können seicht durchbrochen werden.

F. In dem Album, welches im Schillerhause zu Mar bach
aufliegt, findet sich folgender Spruch, den ein Anonvrrus vor zwei
Jahren hineingeschrieben hat:

Deutscher Barde frei und groß,
Seltsam war Dein Lebensloos,
Warst gefeiert und gepriesen,

Warst verketzert und verwiesen,
Rngestaunt in Deinem Stieben
Und dem Hunger preisgegeben,
Dumm gelobt und dumm getadelt,
Und zuletzt auch noch geadelt!

Uch, vergieb dem Vaterland,
Meister, seinen Unverstand!“

Schwoindel. Fast durch alle Zeitungen wird gegen—
wärlig ein Inserat verbreitet, laut dessen Gefchäftstreibende Dar⸗
lehen gegen mäß'ge Probißjon, sogar auch ohne Unterpfand, er⸗
halten koͤnnen. Ädressen werden unter irgend einer Chiffre, na⸗
iürlich nebst beigefügler Franko-Marke, erbeten. — Bei heutiger
schlechter Zeit greift gar Mancher nach diesem rettenden Strohholm
und sendel seine Groschenmarle ein — um niemals wieder eiwas
don der Gefchichte zu hören. Diese „Briefmarlensammler“ machen
also kein übles Geschäft, welches erst nicht mehr lukrativ sein
wird, wenn die Dummen alle geworden sind, was bekanntlich
aber nie geschieht.

4. Kürzlich angestell:en Erhebungen zufolge, zählte Paris 2250
Somnambuhlen, von denen etwa 830 über 60,000 Francs jährlich
verdienen. Unter diesen letzteren befindet sich eine russische Fürst'n
B., welche, nachdem sie ihr Vermögen verloren odec verschwendet
hatte, diesen Beruf wählte und eine hocharistokratische Kundschaft
anzuziehen verstand. Wie es sch int, trifft die Polizei Maßregeln.
der Zunst dad Handwerk zu verderben.

F Eineungefunde Beschäftigunz. Ein frauzö—
sisches Blatt hat sich die Mühe gegeben, auszurechnen, daß die
Weligesch'chte 2540 Kaiser und Könige aufzuweisen habe, die uͤber
64 Voölker regiert haben. Von diesen 2540 Monarchen wurden
Bekanntmachung.
Die Geschworenenlisten
der Bürgermeisterei St. Ingbert
sind für das Jahr 1876 ergänzt
und liegen 14 Tage auf dem
unterferligten Amte zur Einficht

offen.
St. Ingbert, 6. Febr. 1876.

Das Bürgermeisteramt:

Custer.

—— a

—2—— —2„—7—2—
Vermiethung.

Von dem Logis des Herrn
Dr. Rinck sind 2 Zimmer
ind Küche, oder 2 Zimmer, 1
Säälchen, Küche, Speicherkam—
mer und Keller ꝛc. bis 1. Ap—
ril ds. Is. beziehbar zu ver
miethen.
J. Stief.
Ja der Krüll'schen Buchhand;«
sung in Eichstädt erschien und
ist in allen Buchhandlungen zu
haben J
Umrechnungstabellen
»on Gulden urd Kreuzer in
Mark und Pfennige, und von
dann an von fl. 100 -- zu fl.
100 — bis zu 10000 fl.
Preis 15 Pfennige.
Ausgezeichnet für
Geschäfte und Jamilie:
Umrechnungstabelle für den
s. schäftsmann von 1 kr. bis
o fl. mit allen Kreuzern in⸗
vischen in Mark und Piennige
und von 10 fl. — bis fl. 500
— nebst Gradations⸗
ztempel ⁊c.—
13 Pfennige.
Dasselbe für die Westentasche
u. das Porlemonnai eingerichtet in
heinsteem Format
190 Pfennige.
Jede Hausfrau, jedes Diensi
mädchen sollte solche haben.

Be dem Untere
zeichneten liegen circa
1000 fl.
zum Ausleihen gegen
1. Hypotheke parat.
I. Boos, Geschaftsagent
zu St. Ingbert.
Jagdverpachtung.

Samaltag den 19. Februor
. J. Vormitlags 11 Uhr wer—
den im Bürgermeistereilokale zu
GBersheim die Feld- und Wold-
sanden der Gemeinden Gere—
heim, Herbitzheimu. Rem—
hum auf weitere 6 Jahre ver⸗
pachtet. —

Zu bemerken ist, daß der Bau
der Eisenbahn von Saargemünd
nach Blieskastel⸗Zweibrücken in
Angruff genommen ist.

Gersheim den 3. Febr. 1876
Das Bürgermeisteramt

Sansel.
Irdaktion Druck und Verlag von

299 vom Throne verjagi, 64 dankten ab, 20 mordeten sich selbst,
11 wurden wahnsinnig, 100 starben im Kriege, 123 wurden ge⸗
jangen genommen, 25 erlitten den Märtyrertodt, 151 wurden durch
Waffen ermordet, 62 vergiftet und 108 zum Tode verurtheilt.
„Und ein solches Metier“, benerkt hierzu der „Sieocle“ mit einem
Seitenblick in der Richtung nach Chiselhurst, findet noch immer
Präten denten!“

(Durchgebrannt.) Einer Benachrichtigung des Polizeiprä⸗
sidiumz in Frankfurt am Main zusolge ist der in der dortigen
Nilburn'schen Rähmaschinenfabrik beschäftigt gewesene 38 Jahre
alte Buchhalter Robert Gutermann, nach durch Buchfälschung be⸗
wirkter Unterschlagungen, deren' Höhe bis auf ca. 11,000 Mart
ermitlelt, seit dem 14. v. M. flüchtirgeworden. In seiner Be—
greitung befindet sich wahrscheinlich die 19 Jahre alte Sängerin
Magdalena Berchtold aus Uster, Kanton Zürich.

fSit. Etienne, (im füdlichen Frankreich) 5. Februar.

Durch die gestern hier stattgehabte Grubenexptofion sud 216 Ar⸗
belter verschüttet worden. Davon sind bis heute Morgen 24
lebend und 26 todt herausgezogen. Die übrigen werden für ver⸗
loren gehalten. (Bis zum 6. ds. waren 70 Leichen her ausge⸗
ogen.)
FDas Etablissement der Wheeler und Wilson Nahmaschinen⸗
fabriks gesellschaft in Bridgeport, zwischen Newyorl und Boston ist
bom Feuner vollständig verzehrt worden. Durch den Einsturz einer
Mauer wurden 7 Personen getödtet und mehrete verwundet.

4 Capitän Boytos. der beriihmte Shwimmer und Erfinder
des neuen Schwimm⸗Apparals schwamm am 14. v. M. von New—
Yort nach Broollyn und blieb trotz der herrschenden Kälte ca. 15
Minuten im Wasser. Am 29. v. M. schwamm er eine D stan;
bon 25 Meilen auf dem Missisippi.

Der Mann seiner Frau. Auch die anspruchsvollste
Frauenrechtlerin wird mit der nachstehenden, einem Bostoner Jour—
nal en:nommenen Notiz zufrieden sein. D'ieselbe knüpft an di:
Todesauzeige einer beliebten Schauspielerin an und lautet wie folgt:
Sie binterläßt einen schutzlosen Gatten ohne alle Unterhaltungsmittel“

Dienstesnachrichten.
Der kgl. Notar Eckhard in Pirmasens wurde auf die erledigle
Notarstelle in Soeyer versetzt.
Fur die Redaction veraniworilich : F. X. Demeß.
Leise Anfrage

— — — — —
gekehrt von Julius Deiuzer,
Rentamtsoberschreiber in Königs
hofen in
Plakatformat
40 Pig.

Als Taschenformat
mit äußerst sinnreicher Vorrich—
tung auf Carton zum Zusam⸗
menklappen 50 Pfennige.

Diese Tabelle ist so ausge—
zeichnet für den, dec auch eine
ausreichende Tabelle mimehmen
will, weil dieselbe dei ihrem ge⸗
ringen Umfange jeden Betrag
bis fl. 1000 sofort anzeint und

der süddeutschen Gulden, Kee:nNich!ts umgeblättert zu werden
zer und 24 Kreuzer in die braucht. Jeder Geschäflismann
deutsce Reichswahrung und um-l sollte solche haben.
— ——— —
D t icht e
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Der Umserzeichnete, welcher zur Zeit in dem
Pensionat der Fräulein Doflein in Zweibrücken Unter⸗
richt ertheilt, beabsichtigt demnächst in St. Ingbert
einen Cursus der

bildonden Tanzkunst

für Damen und Herren zu tröffnen. Die Sub⸗
—EV
culat ion gesetzt.

Gustaav Grõhle,

Balletmeister und Hoftanzlehrer

aus Dresden.
0 O O O O O O O O O O. O O ⸗

2*

demetz in St. Ingbert.
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3 3 2—5 3* 259383
*S.3 2 — 57322823 3 2. 583 2
Zv —XA S. T — * — —p9 22273 5— 28
25 3
21c73338*333 335 222 533337
* F 2 —
2 —D 558388323 53258
55528 53.8 z23555 533288
* 25 *6 —3—28 — 577 —A——
——— 835528 S5 —5 38757
G — 25 —9 X * . 332
* ——— 72. 25 72 2 58 2 332.
58 2232332 22774552523
753328322322333 37* z
2 2 22 2253 712252—

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3335323888 * 838 232.9 2850 2. 55
2327 * .253 3287 32*72 7*8 25533
258 155235230 2 2 *20823328 58388
133535333 —532328 — 23335553425*827
23828 25232 2 —222335375 —
53353 6322 2,33832353 233 358
3 572683 — ——— — —«“ 2 2 — — 2 2
— 53360 525332353—83332* *
— — 3z2323— 3785—2325 338
2322253 755 2 —3— 332 37* 228
55235227 —z33285335378—83332327—
22 25 — —2237. * —A — — —— 5 ——— —
33 33 33 253*
* *2. — 8 — 5 7 7
s 15— 38—338333—233287 XF
5453338 3 5 *23 —3332
522332. 332 262*27 — —7 5332386 8 —
——2 524 2 24 52 —72 22238323 2822
3588 * —233— ——35—3328 3*
— — 525——5353532533 55
22 553k—352 RSTABGRA 2 32228 35338
4272 2 232538528* 8 52 3. 2* 222252 * 28
28 *25382235 32337—3535335 5133
z2z255 *65235 3 2553773552— 2133
—— 717252325353 — —— 22232
2225535537 * 23337 323 232 828
2 —— 53235 3983273382— 733
5 253382 38
13337 58 23 3252 —— 225 22
2 3 —22222— 223 223
——— 223, 3355288 *38355 138
— 933* 3 —
—223* S. 258228 5235 7223*
5 3338 828353
2 2* —2 3
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        St. Ingberleir Anzeiger.
—NÆ
der St. Inzberter Anzeiger und das (2Zmil wöhentlich) mit dem Htaptholatte verbundente Unterhaltunzablatt, (Sonntags mit isllustrirter Bei⸗
lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donunerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis beiragt vierteljährlich
Diari 20 RePfg. Anzeigen werden mit 10 Pfo., von Auswärts mit 15 Pfa. kur die viergespaltens Zeile Blattjchrift oder deren Raum. Recla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
4e 23. Donnerstag den 10. Februar

1876.

5
—

Deutsches Reich.

Manchen, 8. Febr. Der Landtag ist auf Montag den
21. d. wieder e nberufen wordent

Berlin, 6. Febr. De gestrige parlamentarische Soiree
»eim Fürsten Bismarck, d'e erste nach den Ferien und jedenfalls
ie letzie in d'eser Session, war angemen zahlreich besucht. Auber
zen Äbgeordnet n waren auch viele Mitgl'eber des Bundesraths
ind mehrereVMitgliedee der Deligirten⸗Ko kerenz der See Ufser⸗
daaten anwesend. “ Der Fürst machte auf die Gäste den Eindruck
ine“ Genesenden. Er erklärie mehrfach, er dofte wenigstens bei
der im Dienstag den 8. Fedre. stattfindenden) dritten Lesung der
Strafrechts-Nodelle im Reichstag ersche'nen zu könren. Uebriçens
jahm der Fürst mehriach Anlaß, seine lebhafte Mßbilligung uüben
oie Aussch'eitungen einer gewissen Sorte von B.ättern auszu⸗
prechen. nmelche ain Gewerbe daraus machen, das Privatleben von
Abgeordneten zu verunglimpfen.

Stutntgart, 8. debt. Dem „Schwäb. Merkur“ wird
zus Rom geschrieben: „Cardinal Hohenlohe erhielt nach seiner Au⸗
unft sofort die Mirtheilung, der Papst wolle ihn andern Tags
mpfangen. Bei diesem Empfaug blieb Hohenlohe zwei Stunden
— —
Der deutsche Boischafter ven Kendell madhte wiederholte Besuche
zei Hohenlohe.“
Ausland.

Paris, L Febr. Die „Agence Havas“ meldet: Man ver
ichert, daß eine gemeinsame Aufforderung der Mähte die Bevölkere
unz der Herzegowing veranlaffen soll, die Waffen niederzulegen.

Paris, 8. Febr. Eine den Zestangen zugegangenen amt⸗
iche Mitthe lung bez'ich iet die umlaufenden Geruchte über augeb⸗
liche Mobilisirung eines Armeecorps zu Ma överzweden als jeder
Begründung entbehreud, und füat dinzu, jene verüchte seien offen-
zar led'glich in speculanter Absi ht erfunden; den Zeitungen, welche
iese Gerüsdte verbreitet hätten, stene gerichtliche Verfolgung in
Nussicht.

London, 8. Fobr. Die heute bei Eröffrung des Parla-
nentes gehaltene Thronrede bezeschet die Beziehungen Einglandt
ur: Luslande ars se,r freundschaftlich‘. Bezüglich des Ausstandes
n der Herzegowina, welchen die Türken zu bdeme.stern bisher un⸗
ähig waren, babe die Königin es als ihre Pflittt erachtet, den
Pacifi rungsbersuchen defreu deter Machte nicht fern zu bleihen,
ind sid deShalb, unter Respectirung der Autorität des Sultand,
zer dringlichen Befürwortung der Reformen behufs Abstellung der
lagen der Bevdlkerung angeschlossen. — Die Köunigin hofft, daß
das Parlament den Ankauf der Euezcanal ⸗Actien, welcher die
yffentlichen Interessen so tief berühre, billigen werde. — Die ch:⸗
aesische Regierung habe die Beschwerden Euglands fruundlich aufge⸗
sommen, und die wegen des Aungriffs auf die westchinesische Ex⸗
ed tion a geordnete Untersuchung werde hoffentlich zur Ermitt lung
ind Bestrafung der Schutdigen führen. — Die Tyronrede kündigt
erner noch Votlagen betr. des Elementarunterrichts und d.s Unter⸗
ichts auf der Univerfität an.

Madrid, 8. Febr. Die Regierungs:ruppen haben sich in
den VResitz von ganz Bisc ya und Alava gejeßt.
Bermischtes.

Aus Kaiserslautern, 6. Febr. schreibt die „Pf. Zig.“:
deute fand die statutengemäße Generaldersam nlung des hiesigen
Fonsumdereins statt, bei welcher die Rechnungsablage, die Verwen
zuxg des Reingewinns, die Ergaänzungswahl des Ausschusses xc.
orgerommen wurden. Der Verein zählt gegenwärtig 250 Mit—
nieder; der Umschlag pro letztes Halbtahr 1875 betrug elwa
31,600 Mark, der Reingewinn 1227 Mark 7 Pf.

r Kaiferslautern, 8. Febr. Bei einem gestern Nach—
aiteag naich 4 Uhr von hier nach Neustadt abgefahr⸗nen Kohlen⸗

A

zuge ereignele sih im Tannel Heiligenberg ein bedauernswerther
Unglücksfall. Ein Bremser fiel im Tunnel von Bremswagen
)erunter und zwar so unglüchlich, daß ihm beide Arme abgefahren
wurden und er auch am Kopfe noth schwere Verletzungen erhielt.

Berlin. Ein kaiserliches Geschenk erfreute jüngst eine
arme Frau in Strehlen. Dieselbe, von ihrem Manne verlassen,
ah sich außer Stande mit der Nadel „aus freier Hand“ ihre
dender zu ernähren. Schon fast verzweifelnd, nahm die Frau
hre Zeiflucht zu dem menschersreundlichen Herzen des Landesvaters,
ndem sie in einem Immdiat esuch um eine Nähmaschine bat,
nit de en Hilfe sie sich und die Ihrigen ehrlich zu ernäzten hoffe.
Dda d'e e'nzeholten Berichte für die Bittst llerin günstig laufeten,
vurde sie kützlich Lurch die Gewährung ihres Wunsches auft
—XL

4 Die Herausforderung der 30 Gardeofficiere, Seitens
iniger Franzesen war also keine „Ente“, auch lein dummer Scherz,
ondern jener Brief ist ihatsjächlich an den Hauptmann v. Gries⸗
jeim ge angt. Der Verfuaffer ist ader kein Offizier sondern ein
Pann, der sih, wie er selost sagt, in einer höheren, von Staat
ind Regierung unabhäsigigen Stellung befindet. — Er heihßzt
ẽdouard Riviere, ist eroahlter Commissiorär der svlutdürstigen
Deeißig⸗Forderer und wohnt ia Paris, Rue Court Bony 6, Bahn⸗
jot Si. Vazare. Das Schreiben beginnt „mit einer Erinnerung
»aran, daß inm 14. Johrhundert, wo Frankreich ein mächtiges
stesch gewejen sei und Deuschland darniederlag, ein Kanpf von
30 Maͤnnern untec freiem Himmel stattfand, um eine National⸗
ingelegenheit zu schlcchten und den Nationalheß zu löschen.“ Ein
olch 8.9, Bott 8cericht“, w'e es damals stattgef inden haben soll,
oAll Herr Riviere auffrischen; Er bezieht sihh in seĩnen Schmäh—
in en auf den deutschet Tyalen 1870.- 71 und erinnert an die
zergänglicakeit des erwor enen Rihmes mit dick unterstrichnen,
oßen Lettern. Nah,einer langeren Lobtede der französischen
Tapferket forderr er Hrn. v. Griesheim auf, 30 deuisshe Officiere
der Co listen gegen 30 Franzosen in anständiger gesellschaftliher,
von Staut uund Rigierung unabhängiger Stellung zu stellen und
ein Schrifistüuc im Her und Vaterland, durch alle Ze'tungen
ekannt zu mahen. Der ci. 4 Seiten lange Brief ist aus Paris
»om 16. v. M. dattrt. 1

f Breien, 5. Febt. (Wes. Ztig.“:) Huute Nachmittag
rat das Comitò jur Unterstützung der Hinterbliebene der bei der
datastrophe in Bremerhaben Verunglüdten zu einer Sitzung zu⸗
ammen. Es lonnte von Seiten des Rehnungtführers die eifreu⸗
iche Thatsache mitgetheilt werden, daß ungefahr 400,000 Mart
tzt als eingegangen zu verjzeichnen siid. Der letzte Ausweis be⸗
ff rie sih auf 383,000 Vt., aber 7000 waren noch angemeldet,
ud aus New Pork waren durch das deutje Geueralkonsatat ca.
O.000 M. angekünd'gt. Einstimmig warde vom Com õ deschlossen,
Nea öffentlichen Daunk zu erlassen. Besondets füh!te man sich ge⸗
rungen, der Schw sterstadt Hamburg, sowie an andere Städte,
in die Pr⸗sse ꝛc. enisprechenden UAusdruck zu geben, wurde der
Borsitzende und Prorotollführer beauftragt. Das für die Unter⸗
uchung dec angemeldeten Unglücksfalle n'edergesetzte Su* comito
herichtete sodann. Seine sehr schweerigen Nachsorschungen siad im
Wesentlichen abgeschlossen. Dasselbe wurde nun ermähligt, in Ber⸗
vindung mis einem Ausschhusse dezs Brenethave ier Comitéz dem
Plenum Vorschläge zu einmaliger und zu eiget erstjAhr' gen Unter⸗
tützung zu unterbreten.

fFrankfurt. Ein Knabe von 14 Jahren, welcher beim
Schlinjchuhlausen einbrach und sodann so langelief, dis er wieder
rocken war, erfroc dabei den rechten Faß. Um den jungen
Meschen am Leben zu erhalten, mußte der kranle Fuß ampulirt
verden.
fEin Primaner eins Frankfucter GEhnnafiums
zatte ein Lerikon des Lezten Feldzuges geichtieben und alle irgend⸗
A
ammt deren Geich hite, soweit sie Bezuz auf den Feldzuz hatte,
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        alphabetsch geordnel zusammengefügt. Das mit großem Fleiß aus⸗
gearbeiteile Manufcript übersandte der 19jährige Verfafser vor eini⸗
gen Wochen dem Feidmarschall Moltke. Nach Prüfung des Werkes
sah sich, wie das Frecdenblatt erfährt, der Feidmarschall genöthigt,
an den lugendlichen Verfasser ein Danlsereiben zu richten. Gleich⸗
zeitig bewies aber der Feldmarschall sein Interesse noch dadurch,
daß er an den Geschichtsprofessor des Primaners ein Schreiben
richtete, worin er das sichtliche Talent desselben seiner ganz beson⸗
deren Berücksichtigung empfahl.

F Ueber das neue Theater zu Fra nkfurt a. M., dessen
Bau uͤnter der Oberleitung des Prosessors Robert Lucä, derzeitis
sen Direktors der Berliner Bauakademie, und Führung des Ar⸗
hitekten Albert Becker entsteht, wird geschrieben: Im äußersten
Bau durfte das Frankfurter zu de größten Theatern Deutschlands
zählen, im Zuschauerraum steht es viellescht nur dem Münchener
Hoftheater nach. Der Saal der neuen Oper in Paris faßt 2156
Hersonea, dies Theater wird far 2000 Zuschauer Raum haben.
ußet den Parterrelogen sind vier Ränge angelegt und im Gegen⸗
satz zu dielen anderen Thentern ist das Parterre so groß, daß
run Reihen Bänke für Parterre Plätze bleiben und dahinter noch
Siehplätze unter dem Ballkon eisten Ranges. Hat Herr Professor

Verpachtung. “*Ihe
2 Dec. Wies in den
Samstag, den 12. —52 Steegwiesen — in 10
d. J.. Nachmitiags präcis 2 Beeten;
Uhr, in der Wirihschaft von Pl. Nt. 24720. 4 Taw.
Julius Grewenig dahier, 38 Dec. Wies im Bruch⸗
Zerden die zur hiesigen tatho⸗ rech — in 9 Beeten;
lischen Pfarrpfrunde gehoͤrigen Pl.Nr. 1420. 2 Tagw.
Aeger und Wiesen, St. Ing 49 Dec. Wies im Schaf—⸗
berter Banneb offenilsch auf 6 weiher — in 3 Loose;
Jahre verpachtet, nämlich: Pl.Nr. 2081. 50 Lec. 14
Pl. Nr. 2705. 30 Dez. Wies am Andelsbrunnen.

Acer in der Dreispitz;

Pl.Nr. 2721. 38 Dez.

Acker ollda neben Georg

Stief;

pl.Nr. 2763. 23 Dezem.

Ader im mittleren Waller—-

jeld;

PlNer. 28811 29 Dez

Ader auf der Meß;

Pl.Ne. 3192. 31 Dezim

Acker am Schafkopf;

Pl.Ne. 83582. 8 Dezim.

Acker auf'm Gerstbusch;

Pl.Nr. 26561. 27 Dezim.

Acker im obersten Schant

an der Kaiserstraße;

pᷣi.Nr. 2887. 49 Dezim.

AAcker am Seh nrech;

PlNr. 2816. 56 Dec.

Acker auf der Meß —

it ewigem Klee — neben

Ludwi Vogelsang;

Pl. Ne. 2843. 40 Dez.

Acher allda;
I1. Pl-Nr. 2931. 33 Dez.

Ader auf der Krummfuhr;
12. pi. Nra 2804. 84 T

Garten auf'm untersten

Flur;

Pl.⸗Nr. 1535. 2 Tagw.

7 Daez. Acker auf'm großen

Flur, J Ahnueg — in 3

Foose eingeiheilt;

Pl.⸗Nr. 864. 4 Tsw. 9

Dez. Ader auf Dillmes

flur in 6 Loofe eingetheilt;
15. Pl⸗Nr. 3272. 2 Tgw. 28

Dez. Acker rechts in den

Sehen — in 3 Loose ein⸗

getheilt;

p̃l.Nr. 400. 87 Decim

Wies aun der Wollbach —

die Schulwiese — in 2

Loosen;

PliaNr. 3299. 1 78w.

88 Dec. Wies in den

Sehen — in 3 Loosen;

Lucä sich damit schon dem minder mit Clücksgütern gefegneten Pub⸗
lütum günstig gezeigt, so ist dies noch mehr der Fall bei den
Gallerie⸗Pratzen. Der vierte Rang, ia allen älteren Theatern von
der Saaldeäe gedrückt und von der Hitze heimgesucht, ist in Luca's
Plane beider Unbequeinlichkeiten überhobden, denn eine hohe, luftige
Halle über den Köpfen der allerhöchsten“ Zuschauer bevorzugt die
Leute, die 4 Treppen steigen mußten. Daß alle neuerfundenen
Verdolkommaungen der Heizungs und Ventilations-Apparate beim
Theaterbau in Änwendung lommen, versteht sich wohl von selbst.
Zu Neujahr 1878 soll das ganze Werk vollendet sein und die Er⸗
oͤffnung des Kunsttempels stattfinden.

fStraußbenmagen. Daß Irrännige ein besonderes Ver⸗
gnügen daran haben, alles Mögliche, eßbar oder nicht eßbar, zu sich
——— sich dieser
Drang ausbilden kann, beweist die Sektion eines kürzlich verstor—
benen Geisteskranken in Berlin, der nicht weniger als 1841 un—
verdauliche Gegenstände, im Gesammtgewicht von 12 Pfund im
Leibe haite. Der Unglücdliche scheint besonders für lleine Schuh—
nügel eine Vorliebe gehabt, dabei aber auch Glasscherben, Knoͤpfe,
sieselsteine u. s. w. nicht decschmäht zu haben.

11. Pl.Nr. 2049. 40 Dezim.
Wies in der Gehnboch
neben Johann Schuster;
Pl.Ne. 2044. 56 Dec
Wies allda neben Johann
Schwarz;

Pl.⸗Nr. 4454/2. 49 Dec.
Wies im Allment neben
Peter Fischer und Johann
Joseph Ripplinger;
Pl. Nt. 44544. 48 Dezʒ.
Loies allda neben Johann
Joseph Ripplinger und
Erben Dörr;
Pl.⸗Nr. 2515. 70 Dez,.
Wies in den Stegwiesen
neben Louis Beer und
Georg Waaner.

St. J gbert, 29. Jan. 1876.

Sauer, k. Notär.

Af diejenigen, welche an die
Joseph Neumaum'sche
Familie, noch für Wirthschafts⸗
seche schulden, sowie auch die
Steigerer, welche mit den Möbel—
steiggeldein noch im Rückstande
sind, werden hiermit aufgefordert,
innerhalb 14 Tagen ihsen Vei⸗
pflichtungen nachzukommen.
Die Möbelsteiggelder sind an
Herrn Kaufmann P. J. Wol'
zu entrichten.
Witwe Joseph Neumann,

— — — —

CEirea 30 Centner
Heu und Ohmet

sind zu verkaufen bei
M. Haas

Bei dem Unters
zeichneten liegen circa
—— Ausleihen gegen
ILI
I. Boos, Geichäftsagent
zu St. Jugbert.

Jeden Taz frisch ge
wä sserte .
Stockfiseche
16541 . J. Woll.

Vermiethung.

Von dem Logis des Herrn
Dr. Rinck sind 2 Zimmer
und Küche, oder 2 Zimmer,l
Säälchen, Küche, Speicherkam—
mer und Keller ꝛc. bis 1. Ap⸗
ril ds. Is. beziehbar zu dver—
miethen.

J. Stief.

Fruvt⸗- Brod⸗ u. FlesschPreijt
der Statt Zweibrücken von 10
Februar. Weizen 10 M. 14 Pf
sKorn 7 M. 90 Pf. Gerste 2Zreih.
— M. — Pf. Gerste Kreihige
— M. — Pf. Spelz 0O M. —
Pf. Hafet 7 M. 99 Pf. Kar
toffeln 2 M. 20 Pf. Heu 4M.
65 Pf. Stroh 4M. 30 Pi. pei
Zentner. Weiß rod LU!2 Ko.
50 Pf. Kornbrod 3 Kilo. 66 Pf
ditto 2 Hilo. 46 Pf. diton1
Kilo. 23 Pf. Bemischtbrod 9
Kilo. 84 Pf. 1 Paar Weck 190
Gramm 6 Pij. Spelzkern 0 M.
pf. Dinlel d M. P. Misch
frucht — M. — Pf. Rirdfl. J.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf
Kalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Pi
Schweinefl. 60 Pf. Butter
M. pec Pfund.

Im Hospitale
murden im Jahre 1875 119
Peisonen verpflegt und kommen
auf den Kopf 38 Verpflegstage

Die Einnahme pro 1875 de—
trägt. .. 3440 fl. 10 kr.
Tie Aukgabe pro 1875 be—
trägt. .. 2836 fl. 36 tr.
St. Inabert, 8. Febr. 1876
Der Bürgermeister:
Kufvuer

Jagdverpachtung.

Samstag den 19. Fedtuar
l. J. Vormittags 11 Uhr wer—
den im Bürgermeistereilokale zu
Gersheim die Feld und Wold-
jagden der Gemeinden Gere«
heim, Herbitzheimu. Rem—
heim auf weitere 6 Jahbre ver—⸗
bachtet.

Zu bemerken ist, daß der Bau
der Eisendahn von Saargemund
nach Blieskastel-Zweibrücken in
Angriff genommen ist.

Gersheim den 3. Febr. 1876

Das Bürgermeisteramt
Sausel.
——— — — — 7⸗c—cj„c[fÔ — —⏑ ——[ — — — — —
Pedaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in Et. Inoben
        <pb n="83" />
        * — 8332—2222
2 55323835 3 2 ——3332228 *2
5338335335383 5353355 — J—— —
—5225575728 2553233237 —255 ——5 83383535 5535 2353
* —A — *
s 435363385 333233538 22333 35535253* 5 55238*
* —522 — — —A — —52—32—8 5*5
—A — —— 52533333— —65333835 333
8 * —3F — * —
— 333—33833 53853338 22 383383 23838 23288
* * — 7X —— * —A — — 2
353 33323338—3333858 33357833333568 2558
2 — 2 27 — 5 — O “*3 —— — — — —A
* — — * * 7 * 2 2 * —
X — DS2 F — — 332 53 0 — 82 — — 8* —2 *
—— —* —A D88 — — — — 2 2 —
353833833333555774 35353—3553373333357 3
*— 3 * 8⸗
3 —3252—3 232525 A —— — *578
5 238538— 323233353556553 5333 — —— —
9 ————— ———— 3ä 5 53 2523 23 523355 2 282
—— 557355——355373358533 3353
2 » 35 s—1252328 32— 353 53833535 — —12
5522 —3—37— 8 552 —35838 53*25 5588
5—5z23 5252 3z35—5—3325577 22322373063 2357 A4 —
7 7 — 22522 E 38
3573533333335385323 53377 —7373230338 —
e 2 * — 2255 N —A —9 2 —— 52 2 25383 —
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*x 3 22 * 5323 3552 2553 337
53837 553532255 3438* 5*
*2775 22 — s53 238 233835
258335 — 23352* A 532337
38 — 22333538 8 8 323 2 22
53335332345 53 —
3253338 22823 28
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73333.35 N —525. — 2337339253* 8032 3537
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33 *—235533537 237 — 8 3 5
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83383383 —A — — 253683 2.7* RX
3333* 38875* *86 * 2 —8 332
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23*87 —A—— 22237 85573333 3353 8—
528 22325 — * 25 253232 72 2333323 7
25353 aʒ 35 8 J E3 5 28 — 33 —
533535353355 7235 —— 333335385
5332 5 * — — 28 2 5 7
5 * 22 2 3323 22 * 2 7 ——
33223837 35325 33355338
237773 22383 5 225238 22 34 23878* F
2233528 32280 57 —27— 237 2 —
— 935* 22 —V — — A 235
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5335325 58 532. 3522*27 5383373* *
533333 6632 3555 zz3 3337 387
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32358 55. 33337 58 57528 23553 3233
533238 23 53 222323357 323235 25
723* 255 23238 2,. *5 53823 22 7
A 222 3225 * 323 2225
28238 32332528 — 5 ã
35532333 222 *8 2*
23253 235 1
2 — 5 —8
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und daßs (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltlungsblatt, (Sonntags mit iIastrirter Vei-
lage), erscheint wochentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abonnementspreis betragt vierieljährlich
Mark 20 R⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pf4. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift ader deren Raum, Reclamen

mit 30 Pfg. ꝓro Zeile berechnet.
M 24. Samstag, den 12. Zebruar 0 187 6.
&amp;F
Deutsches Reich.

Müncchen, 7. Febr. Wie in militärischen Kreisen verlau
tett, sollen in der ersten Hälfte des laufenden Johres in der Art
dedungen des Beurlaubtenstandes stattfinden, daß Mannschaften der
Landwehr⸗-Infanterie, Feld- und Fuß Art'llerie, sowie des Trains
uuf 12 Töge, der Pioniere auf 20 Tage einberufen werden.

Manchen, 9. Febr. Den Kammern wird unmittelbar
nach ihrem Wiederzuscmmentritt ein Gesetzentwurf vorgelegt werden,
velder d'e Staatstegierung zur provisor schen Erhebung der
Steuer int 1. Quarlal d. J. ermächtigen soll und zwar in der
für die abgetaufene Fivanzperiode bew'lligter Höhe. Von ander⸗
weitigen Gesetzentwürfen, die der Kammer vorgelegt werden jollen,
st bis jetzt weniostenzs nicht; bekannt.

Mänchen, 9. Febr. Der t. Juslizminister Herr Dr. von
Fäustle hat sich — wie berichtet — nach Berlin begeben, um den
Sitzungen der Justizkommission des Bundesrathes anzuwohnen.
Fürt die Dauer der Abwesenheit desselben hat Herr Staatsrath v.
Lomhard die Leitung des Just zministeriums übernommen.

Berlin, 8. Febr. Der Reichskanzler dat dem Bundes⸗
rath eine Nachweisung üder die den einzelnen Bundesstaaten b's
Ende Dezember v. J. Überwiesenen Beträge an Reichs-Silber,,
Rtickel- und Kupfermünzen zur Kennt ißnahme vorgelegt. Demnach
waren ausgeprägt in der etdachten Zeit: an Silbermünzen die
Summe von 22,996,143 M. in 53. Markstücken, ferner 100, 182,398
in L⸗-Markstücken, 61,846,075 M. 50 Pf. in 50-Pfennigstück⸗n,
18,253,77 1 M. in 20. Pfennigftũken; an Nickel nünzea 10,823,643
M. in 10 Pfent igstücken, 5,634,835 M. in 5-Pfennigstücken; an
upfermünzen 4, 194,113 M. in 2 Pfennigstüfen, 2,337, 235 M.
in 1-Pfenaigstücen, Alles im Allem 171,288. 218 M.

Berlkin, 9. Febr. Der „Noiddeutschen Allgem. Ztg.“
zilt es als wahrscheinlich, daß eine Vorlage über die Eisenbatzn⸗
frage von Seiten des Stoatéministeriums dem Köpige unterbreitet
wird. Es handle sich zunächst uvm die örmächiigung, mit dem
Reiche wegen Uebergabe der preußischen Staateböhnen und des
Aufsichteärechts über die Privatbahnen an das Reich in Verhand-
ungen zu treten.

Berlin, 9. Febr. Der Neichztag begann heute die dritte
Berathung der Strafgesetznovelle. Bei den 88 130 und 131 hielt
Fürst Bismark eine einftündige Rede, in welcher er darauf hin«
vieẽ, wie gefährlich die Presse durch Verbteitung falsver Nach-
richten welen könge; er erinnert an die im letzten Frühjahr ver⸗
dreiteten Gerüchte über drohenden Kr'eg und daran, was für Miß⸗
brauch mit der Bejeichnung offiziös geit'eben werde. Cc wieder—⸗
holte, daß nur der „Reivöanzeiget“ und d'e „Prorinzialcorrespon⸗
denz“ Regierungsorgane seien. Durch «falsche Kriegsgerichte uber
werde die Stimmung den Publikums erheblich beeinflußt. „Wir
leben, sagte er im tiessten Frieden, haben keine Eroberungszelüste,
sind zufrieden mit dem, was wir haben, und denken nicht daran,
irgend einen Menschen zu dedrohen, und doch entstehen folche Ge⸗
X
icher Minister durch Artikel der Kreuzzeitung“ im vorigen Sommer
zurück, welche ehrlose Verleumdungen aber jurist'sch nicht zu verfolgen
zewesen wäre, was zeige, daß eine Lücke in der Gesetzzebung sei.
Wir können übrigend, fügte er bei,“ auch außerhalb des Ztrafgesetz
zuches viel thun; wenn jeder vor seiner Thür kehrt, werden wir
»iel meht erreichen, als durch das Strafgesetz.“ — Die Debatte
wurde heute vicht beendigt.
Ausland.

Man liebt im „19. Siecles: Die Cinwohrer von Metß ha
bden an die Wähler des Wahlkrelses Neuillh (bei Patis) folgende
Adresse gerichtet: Theure Mitbürger! Wir haben mit rieser Rüh—
tung vernommen, daß Viele von Euch für den Dr. Ed. Bamber—
ser zu stimmen gewillt find. Indem er bis auf den heutigen Tag
Vletz in der Nationalversammlung vertrat, schien uns das VBand.

welches unser armes Metz mit Fraphkresch verknüpfte, noch nich!
ganz zetxissen; — wie alle französischen Städte, hatten auch wir
unseren Abgeocdneten der Rationalversammlung. Straßburg ist im
Senat durch Valentinn, Mühldausen durch Scheurer⸗Heftnec vertre
en. Sorgt dafur, daß Metz in dem Abgeordnetenhause vurch
Bamberger vertreten sei, und Ihr werdet eine große parriotische
That vollbracht haben. Wir wollen hier davon schweigen; vaß
unser muthiger Abgeordnete zu der Absetzung des Kaiserreichs und
der Vexurtheilung Bataine's angeregt hat. Wir xufen höhere Ge⸗
fühle an und ditten Euch: Sucht zu be virlen, daß Metz durch
seine Vertretung französisch dleibt! Wir wollen zu den Kofien der
Wahl eines Abgeordreten, den wir als den unsrigen delrachten,
heitragen und senden Euch vorläufig 1000 Francs. Empfangt,
theure Mitbürger, mit dem Ausdruck unserer unerschütterlichen An⸗
hänglichteit an die frauzösische Republik, die Verficherung unserer
bruderlien Gesinnungen.“ —
(GFolgt eine deträchtliche Zahl von Unserschriften.)
NB. Die oben erwähnten 1000 Fr. stehen in der Kasse des
„I9. Siecle“ zur Verfügung des Comite Bamberger.
Englische Zeitungen, darunter die „Times“, halten sich in
lüngster Zeit mit Vorliebe die Finanzen Deuischlands zum Thema
der Beiprechung genommen und an die Darstellung derseiben den
Schluß geknapft, daß Deutschland aus Finanznoth gezwungen fein
werde, sKtrieg anzufangen. Die Kolnische Zetung“, indem sie an
die Aufhebung des Pferde-Ausfuhrverbotes antnüpft, anwortet da—
rauf namentlich der „Times“: „Bei ihrer gänzlichen Unwissenheit
über unsete Finanzen wollen wir ihr bemerken, daß w'r in Preu⸗
zen unsere ohnehin geringfügigen Staatsschulden in den letten
Jahren durch Tilgung noch ziemlich beträchtlich vermindert haben
ind unsere gesammte verzinsliche Staatsschuld nur noch 929 Mil⸗
ionen Mark beträgt oder ebensoviel englische Schilling.. Die
englische Nationalschald beträet aber 775 Millionen Pfund, beinahe
)as Zwanzigfache. Wir wissen übrigens gecht gut, was sie dazu
ntreibt, unser Militärsystem und unsere Finanzen so eifrig anzu—
chwärzen. De kläglichen Zustände des vritischen Heerwesens du—
jen von allen Seiten Verbesserungsvors4läge hervor, und es fehlt
nicht an solchen, welche nach dem Radicalmitiel der allgemeinen
Wehrpflscht verlangen. Da d'e krämerhafte „Times“ aber die ent—
chedenste Feindin der „Blutsteuer“ ist, so kann fie die schredlichen
Folgen dieses Systems nicht schwarz genug ausmalen und macht
debhalb Deutjchland zum Popenz für 'die Engländer.
Peterburg, 9, Febr. Der „Regierungsanzeiger“
ind das „Journal de St. Petersbourg“ publiziren die Note des
Brafen Andrasshy. — Der „Golos? hedt hervor, doß die Theil⸗
kahme Englande an dem eurcpäischen Concert uuerläßlich serꝛ, um
ie Reformen in der Türlei und die Bernhigung der Herzegoming
jerde izusüh en. — Das ‚Journal des St. Pelers burg“ verbifent⸗
icht den bereits angekündigten Attikel zuz Richtigstellung der Au⸗
Jjaben der „Times“ üder das russische Budget.
Madrid, 3. Febt. Die neuesten Bewequngen der Trubpen
im Nordaen lassen endlich einmal wieder der Hoffnnag Raum, daß
die Entscheidung nicht mehr fern lieat. Von allen Seuten wird
norgerückt, ohne daß man indessen an irgend eivem der vom Femde
auserkorenen Stühpunlte ernulichen Widerstand gesnaden hätte.
NRach den Berichten, welche General Quesada hierhet gelangen läßt,
durchziehen die Truppen nicht aur das Herz von Biscaha, um von
Betoria und dem Menathale noch Bilboo zu gelangen, sondern sit
machen auch Anstalten, um auf der Stroße don Zoronza in der
Richtung nach Guipuzcoa zu marschiren. D'ese Assicht hat den
Feind veranlaßt, die Stellungen bei Durango Guernica, welche er
seither gegen jeden Ungriff gsichert glaubte, auszugeben. Unter⸗
dessen besezt das auf der redten Seite operirende Heer ganz Hoch⸗
Pavara und schließt volllommen die Gren,e gegen Ftanlreich hin.
Die Telegramme besagen zwar noch nicht, doß die btes seitigen
Truppen in Vera sind; aber die Carlisten müssen sich von da schon
zurüd gezogen haben. sonst kana man es nicht erkären, daß die
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        ersteren schoñ in Lesaeg und Echalar sind. Die Vereinigung der
deiden Heeren in Guipuzcoä ist sehr wahrscheinlich. In diesem
Foalle wird der Feind — nachdem ihm jede Verbindung mit Frank⸗
reich abgeschnitten und er aus Alava und Biscaya verdcängt ist,
i geschehen) — auf jenen kleinen Raum beschränkt sein, worin etr
sich im Jahre 1871 besfand, als er, jeder Widerstandekraft beraubt,
sich zu ergeben beschloß, dabei aller troz seiner kritischen Lage, alles
Mogliche zu erreicher destrebt war, um spälee bei gunstigerer Ge⸗
jegenheit die Kriegsfackel von Neuem anzuzünden. J.
Plymouth, 7. Febr. Nach den mit dem Dampfer „Sa⸗
xonia“ aus Venezuela vom 14. Jannar eingetroffenen Rachtichten
hielt man dort den Ausbruch des Krieges mit Holand fücr devor⸗
sehend. Es wurden große Vorbereitungen hiezu getroffen. (N. f. Pr.)
New⸗York, 9. Febr. Eiune große, gestern Abend ausge⸗
jbrochene Feuersbrunft zerstörte zwei Hotels, mehrere Magazine und
rine Anzahl Häuser. Der Schaden wird auf 3 Millionen Dollars
zeschäht. Von der Feuerwehr sind 3 Mann todt, 5 beschaͤdigt.
Vermischtes.

f Zweibrücken, 10. Febt. Gemäß k. Entschließung vom
25.6. M. wird, im Anschluß an die diesjährigen Truppenübungen,
die 3. Estadron des 5. Chevauxlegers-Regiments von Zweibrücken
nach Saargemlind und die 3. Eskadron desselben Regiments von
Saargemünd aach Zweibrücen verlegt werden.

F Die „Sp. Zig.“ meidet aus Speyer, 9. Febr.: Ein
hiesiger Pferdebesiher wandte sich zur Orientitung an den Agenten
jur Beschaffung von oftpreußischen Dienstroten, Hr. B. Lepach in
Landau und empfisg folgende Mittheilung: „Alle bis jeßt einge⸗
stellten ostpreuß schea Dienstboten werden gelobt und kann ich Ihnen
tinen tüchtigen Knecht, der alle Arbeiten willig und zufrieden ver⸗
richten wird, besorgen; für Pferdeknechte ist der Jahreslohn 40 —- 50
Thaler und die Reisckosten. incl. Provision 20 Thaler bei einem
fesien Jahresengagement. Für Madchen 85 Thaler und füt
Jungens 30 Thaler unter gleichen Reberkosten.

F Landau, 7. Febr. Um vergangenen Feeitag fuhren
vbon Germersheim mit dem Abendzuge 6 Uhr 52 Min. in einem
Toupe der noch nicht 18 Jahre olte Schreibgehilfe Peter Kohler
gebürtig aus Zeiskam, und der 17jährige Ifidor Kuhn aus Mieder⸗
hochstadt. Letzterer hatte in Speyer Geld einkassirt, das er in
einer umhängenden Geldtasche trug. Auf der Station Zeiskam
stiegen Beide aus und Kohbler sagte, daß er Kuha nach Nieder⸗
hochstadt begleiten wolle, da er dort noch Geschäfte habe. Nach
zjurüdgelegtem halben Wege salug plötßzich Kohler mit einem Bleis
tnopfstock dem Kuhn zweimal auf den Hinterlopf und als dieser
davon laufen wollte, fiel er nieder, worauf ihm sein Verfolger mit
einem Messer noch 7 Stichwunden beibrachte. Kuf erhobenes Ge⸗
schrei näherle sich ein des Weges kommender Handelsmann
OD ....... aus Mannheim worauf Kohler entfloh. Auf
die andern Tags bei der k. Gendarmerie dahier erstatiete Anzeige
wurde Kohler sofort in seiner elierlchen Behausunz in Zeislam
verhaftei und hierher ins Polizeigefängniß verhracht. Es liegt die
Vermuthung nahe, daß der Attentäter den Ueberfall geinacht, um
sich das Geld anzueignen und ohne die Dazwischenkunft eines
Dritten vielleicht einen Raubmord verübt hätte, obgleich er vorgibt,
daß er sich nur wegen einer ihm frübher zugefügten Be!eidigung
habe rächen wollen.

Neustadit, O. Febr. Heute früh 662 Uhr starb nach
längerem Leiden unser Mitbürger, der kgl. Notar Herr Werner,
im Alter von 72 Jahren.

F Der ‚Bayer. Kur.“ schreibt: Am 2. Februar wäh end des
Bottesdienstes wurde in Neuharting, Landgericht Erding, beim
Stetinerbauern ein Raubmord begaugen. Dee Mörder, welcher
wahrscheinlich wußte, daß außer der Stallmogd, einer Schwester
der Bäuerin, Niemand zu Haufe sei schlich sich in den Stall und
ließ daselbst den Stier und eine Keh ab, um so die Siallmagd
in den Stoll zu loden, welche auch, durch den Lärm veranlaßt, sich
dorthin begab, wo fie von dem Mörder erschlagen wurde. Ter
Thater sprengte nun in der Schlaflammer der Bauerseheleute drei
Kaͤsten auf und nahm eine Summe von 250 fl. zu sich, waͤhrend
er andere Werthsachen unberührt liegen ließ. Die Ecschlagene
schleppie er in deren Schlafkammer und legte ihren Kopf auf einen
Reisigbindel, welchen er vor seinem Abgange anzündete, um das
Anwesen in Brand zu stecken und so die ruchlose That zu verber⸗
gen; glücklicherweise loͤschle aber das Feuer aus. Dem Töäter soll
man bereits auf der Spur sein.

fMsnqchen, 8. Febr. Ein Vicefeldwebel dez Inf.«Leib⸗
regiments beging dieser Tage die Rohheit, daß er einer Anzahl
—AXXV
dem Gintden vom Exercierplatze befahl, fich Ober eine Baak zu
Jegen, worauf er jedem Soidaten 10 dis 15 Siodstreiche eigen
huͤndig gab. Strafgeri htliche Untersuchäng ist eingeleitet.

Man meldet aus NUrnberg, 65. Febr.: Der seit kaum
1 Jahr in der Altienbrauerei dahier bedienste, 20 Jahre alte
Braugetilfe Hermann Jakobi von Hettstädt bei Hall⸗ machte heute
Dormittag kurz vor 8 Uhr auf eine wahrhaft graufige We' se
seinem Leben ein Ende, indem er, die momentane Abwesenheit
des sog. Pfannenknechies benützend, in den mit siedendem Biec
Jefüllten Braukesset sprang. Die Sorge, in nächster Zeit seiner
Militärpflicht genüugen zu müssen, soll ihn zu dem furchtbaren
Schrin veranlaht haben. — Die Aktienbrauerei erleidet durch den
Unfell einen Schaden von 1800 M., indem dieselbe den ganzen
Inhalt des Kessels — fomit einen ganzen Sud Bier — in
Cegenwart der Magistrats-Commission in den Straßenkunal laufen
eß. Erst nach einer ganz grürdlichen Reinigung des Kessels
wird derselbe wieder benützt werden.

FNärnberg, 7. Febr. Die Grubenstricke in Stockheim
ist beendigt. Die Mehrzahl der Arbdeiter ist mit einer Herabse hung
des Lohnes um zehn Prozent zufrieden. Die Gendarmerieverstar⸗
kung ist abgezogen. *

p'Mannheim, 9. Febr. Nach dem „Tagbl. hat ein
Theil der Schahinachergehilfen in der Hartmann'jchen Fabrik die
Arbeit wieder aufgenommen.

pVom Rhein. Wenn die Vorschläge des Heren Afsessors

Bresgen uber Vecsolgung des Weinfalschens praltisch werden sollen,
so muß es erst moͤzlich gema ht werden, jeden mit Nartoffelzuder
und NAehnlichem versetzlen Wein als einen solchen auch schon vor
rem Genuß zu erkennen. Diesem Ziel sind awir bedeutend nuher
gekommen. VBor wenigen Monaten beschrieb Professor Neubauer
zus Wiesbaden ein? Meihode, die Gallisirung iw fertigen Wein
auszufinden. Sie beruht auf der Auwendung des Palistrob arome⸗
erz und ist bei einer Uedung auch für den Nechtchemiter leicht
ausführbar. Aeußerst wünschenswerth wäre es nun, auch den Zu⸗
jatz von Kartoffelspeit zum dünnen Wein darzuthun. Wüsite Ein⸗
geaommenheil des Kopfes hinterher weist all⸗erdingé, aber zu spaär,
harauf hin. Der Kartoffeisprit enthält noch Fuselöl, dessen sonst
unangenehmer Geruch durch den eigenthümlichen Geschmack des
Weines verdeckti witd. Diese Verfälschung gehöct zu den häufigsten.
Muf einigen chemischen Umwegen läßt fie sich zwat entdeden; ehe
sedoch die Methode eine so einfache sein wird, wie Neubauer an⸗
Jegeben hat, wird hier für die Medicinalpolizei eine fühlbare Lücke
Zliben. Die Gallisirung selbst hat als Geheimverfahren ihr Ende
rceicht, wenn, was zu erwarten ist, Neubauer's Angaben sich be
vaͤhren. (Naheres siehe in den Berichten der deutschen chem. Ge⸗
seaschaft zu Berlin, Novembet 1875, S. 1285.)
F7 Mainz, 5. Febr. Die Koͤchin enes hiesigen Hotels hat
estern in dem Magen einer Gans ein 10 Marlstück gefunden und
oAsselbe als iht Egenthum betrachtet; die Dame des Hauses be—
hauptet gleichfalls das Eigenthumste ht uad die Köch n ha te deshalb
die Malsce, den Verkäuser der Gans von dem Funde in Kenntniß
zu setzen, welcher nun ebenfalls das Eigenthum des 10Marlstüdes
ith vindicirt. Wie die Sachen stehen, ist es sehr wahrscheinlich,
zaß die Eigenthumsfrage zu gerichtlicher Eutschidung Anlaß gibt.
7Ksin, 4. Febr. Die Kaiserglode wird in den näͤhsten
Tazen, nach langer Paufe, einmal wieder von sich reden und schrei⸗
den machen. Es sind seit jenmm Tage, an welchem der Kloöͤppel
regelmaßig den Glockenrinz erreichte und einen regelinähigen An⸗
schlag vermettelte, fast einige Monate verflessen; dieser Kiöppel war
aber nur ein provisorischer, aus Gubeisen, und mußte durch einen
zejch niedeten ersetzt werden. Nunmdr ist ir fertig und am Sams-
ag Nachmittag spiegelblank aus Bayenthal hier eingetroffen. Ohne
Zweifel hat man ihn in denselben Dimensionen ausgeführt, wie sie
Jem probisorischen Kldppel eigen waten, und dann darf man m't
Zubecsicht erwarten, daß das Läuten ein regelmäßiges ist.

f Man meldet von Kdnig hütte, 28. Jan.: Vor
einigen Tazen ist in der Nähe der Kronpeinzenstraße ein junger
Bergmann todt aufgefunden worden. Es hat sid jetzt herausge⸗
dellt, daß derselbe von jeinen zwei Kameraden, nahdem er mit
nen den Abend dorher in einer Schenle gezehht, auf em Nach⸗
zausewege ermordet und seiner Baatschaft, eiwva 2 Thaler beraub
wurde.

fAreis Saarbrücken. Man berichtet der ,Saarztg.“:
Jakobs⸗Segen! Für Schafzunter habe ich gewiß über raschende
Mittheilung von Drill ngen zu machn. Am 2. Febt. hat ein
Schaf des Ackerers Johann Lang zu Auersmacher drei schöne starkt
dämmchen geworfen, die bis jetzt ganz munter und gesund sind.
Da das Murterschaf natürlich nicht Nahrung genug hat für die
drei Jungen, so wird mit einem Vuilchfläschchen na dgeholfen, an
dessen Schlauch die Lammchen so schoön saugen, wie ein kleines Kind.
Wie viele alte Schafer mögen sein, die in ihrer langen Dienst
zeit so eiwaß nicht erlebt haden!

Hules Verne), des Verfasser der ‚Reise um die Welt in
achtzig Tagen“, welcher als echser Franzose don der Welt noch
lein zu großes Stück gesehen hat, gedentt dies demnächst nachzubo⸗
        <pb n="87" />
        len und hat sich zu oem Zwed bei einem der ersten Redner in
Havre eine kleine Yacht bauen lassen. Seine Mittel erlauben ihm
das, da insbesondere dis nach seiner wissenschaftlichen Burleske
gearbeitete Speltakelstück ganz colossale Tantienen abgeworfen hat.
herr Verne beabsichtigt im Aptil dieses Jahres auf den Spurer
seines Helden Phileas Fogg eine Reise um die Erde anzutreten.

F Ein alter Held. Zur Zeit des französischen Krieges und
namentlich gleich nach Ausbruch desselden riß die Begeisterung Jung
und Alt zu dem Entschlusse hin, den Erzfeind Deutschlands nieder⸗
schlagen zu helfen. Es drangen damals schon ganz wunderliche
Beschichten in die Oeffentlichkeit, doch eine, die in der That kaum
zlaublich erscheint und dennoch buchstädlich wahr ist, lam nicht
sur Kenniniß des Publikums. — Am 20. Juli eischien in einem
Bureau des Kriegsministeriums ein 73jähriger Greis, der durch ˖
aus den Kriegsminister zu sprechen wünschte. Auf die Vocstellungen
zer Beamten, daß dies nicht ohne Weiteres ginge, verlangte er
zu dem Adjutanten desselben geführt zu werden. Dies geschah.
Von diesem erbal der alle mit dem eisernen Ktrreuz dekorirte Frei⸗
heitskämpfer don 1813/.4 in strammer militärischer Haliung d'e
Erlaubniß, als Jäger mit der Wafsfe in der Hand gegen Frank⸗
reich ziehen zu dürfen. Oberst von R. schüttelte den Kopf und
erinnerte den Petenlenten an sein hohes Alter. „Herr Oberst,
meinte dieser, ich habe zwar einen grauen Kopf, aber noch mehr
Kräfte im Leibe als ein Junger und nehme es nochh mit dem besten
Schützen auf.“ Gt ließ sich von seinem Vorsatz nicht abbringen
und mußte endlich vor den Kriegemizister v. Roon geführt werden.
Derfelbe gab seine Einwilligung und bald barguf marschirte der
Jaͤger nach dem Kriegsschauplaz. Hier zeichnete sich der Greis in
mehreren Schlachten aus, wurde auf dem Felde der Ehre mit dem
eisetnen Krenz 1. Klasse und nach Beendigung des Ktrrieges mit
dem rothen Adlerocden 4 Klasse dekoritt. Vergangenen Freitag,
hat wie wir hören, ein Urenkel des jegt verstordenen Greises dem
Zaiser die Orden überreicht.

f Zum Strousberg'schen Konkurä. Die bis 1. d. Mis. in
Prag angemeldeten Forderungen belaufen sich auf rund 8,600, 000
Fl., doch dürfte sich dieser Betrag bis zu dem auf den 5. n. Mis.
anberaumten ersten Prüfungstermin noch um ein Beträdtliches ver⸗
mehren. Die Inventur des Strousberg'schen Konlursvermögens ist
am Sonnabend den 22. Januar, geschlossen worden, die betreffen⸗
den Sachverständigen werden ein schriftliches Gutachten ab eben.
Bezuglich der in Frankreich erliegenden Kaution füt die Herstelung
der Paris⸗Narbonner Eisenbahn ist diese Woche eine direkte Zu⸗
schrifi des „Pribunal de la Seine“s aus Paris eingelaufen, in
welcher der Konkursbehörde mitgetheilt wird, daß die Höhe der von
Strousberg in Marseille seiner Zeit deponitten Kaution 180 000
Fres. beirage und daß bereits wegen Inbeschlagnah ne dieser Summe
die geeigneten Schritte gethau seien.

Die neueste Loͤsung der Orienifrage. In einem Wiene:
Abendblatte findet sich folgende Sulle der Reform ˖Note Audrassy's
abgedrudt: ... „Die drei Cabinete glauben daher, daß die ein-
zige Maßregel, neue Verwicklungen zu vermeiden, welche Aussicht
auf Erfelg hat, in einer von des Madchen ausgehenden Kundgebung
besiehen müßte, welche deren ausdrücklichen Willen klarlegt, der Be⸗
wegung, welche den ganzen Drient zu überflulhen drohte, Eindbalt
zu thun
f KEin großer Theaterfreund war der in Wien soeben ver⸗
storbene Fehr. v. Henmtstein. Er fehlte fast in keiner Premiere
und war troß feines hohen Alters ein galanter Verehrer der
Theaterdamen. Erstaualicherweise verbaud sich bei ihm mit deeser
Leidenschaft jür die Bühne eine Eigotterie, die endlih selbst eine
heatralische Form annahm: Der Sonderling ließ nämlich in seinen
letzten Jahren jein Schlafzimmer mit Todtenköpfen „deloriten“ und
wählle zur weiteren Ausmalung der Sienerie als Betistelle —
—RW'e

FTweed, der belannte Häurptling des berüchtigten Ta⸗
many⸗Ringes, der währtend seiner kommunalen Amtsführung die
Stadt New-Yorl um Millionen betrogen und sich in äußerst schlauer
Weise unsichtbar gemacht hat, als endlich die Schlinge um seinen
dals gelegt werden sollte, wird jezt auch von den Polize behdcden
des Kontiuentz mit ganz vesonderer Aufmerksamteit beohrt. Der
nach London gelanzte Stedbrief giedt don diesen in jeder Beziehung
grotzen“ Generalbetrüger folgende Personalbeschreibung: „William
M. Tweed, 55 Jahre. 5 11*, 280 Pfd. schwer, lorpulut, frische
Besichtsfarbe, große, jedoch gemeine Gesichtszüge, starke, hervortte⸗
jende Nase, kleine graue Augen, stark kahltoͤpfig, Volldart, den er
aber abgenommen oder gefärbt haben dürfte, — ist aus der wegen
sehr bedeutender Faͤlschungen über ihn verhangten Untersuchunge haft
in New⸗-York entwichen, hat sich dadurch dem vom Sherif zu New⸗
Hork gegen ihn anhängig gemachten Cdil Verfadren, bei welchem
es sich um 4 Millionen Dollars handelte, entzogen und ist flüchtig.
Nach den leßt eingegangenen Nachrichten soll Tweed das Klipper
chiff Lord Clatendon“ käuflich an sic gebracht und die Absicht

jaben, in einen europäischen Hafen eiuzulaufen. Auf Tweed's Feñ⸗
ahme ist eine Belohnung von 10,000 Doll. gesetzt worden. Be⸗
ualich? Mittheilungen sind direkt an das DeteltivꝛDepartement zu
dondon, Great Scotland Yard, zu richten.
7Paris, 6. Febr. Ueber die Katasttophe von Saint
rtienne erhält der „Gaulois“ folgeaden telegraphischen Bericht:
Die Grube Sabin, welche zu einem unserer größten Kohlenberg⸗
verte Mine du Treuil gehört, hat ihren E'ngang auf der Seite
on St. Etieane. Freitag um 2 Uhr Nachmintags wurde ein
ucchterlicher Knall gehört, die Häuser der Stadt erbebten und in
iIlen Vierteln begann ein ängstliches Laufen und Schreien. Bald
rnahm man,, daß das böse Wetter in die Grube Sabin einge⸗
hdlagen hatte und Alles eille in jener Richtung hin. Zweihundert
ezehn Bergleute waren verschüttet worden! Die äußeren Wir⸗
ungen der Exptosion sind undedeutend und nach denselben zu ur⸗
heilen, müßte die Erschütterung eine ganz leichte gewesen fein;
e'der sieht es im Innern der Grube desto trostloser aus. Alle
Bänge sind bersperct, alle Zw iglinien abgeschaitten, überall Trüm⸗
ner übereinander gehäuft. Anfangs herrschte eine ungeheuert
Berwirrung und man hatte Nuhe, das Retlungswerk zu ocganisiren.
Frauen und Kinder der Verunglückten jammerten und irtlen
peinend un das weite Grab herum. Mit wenigen Ausnahmen
zdarf an eine Rettung der Verschütteten nicht gedacht werden.
deute Morgen wurden 15 verwundete und zehn fast unversehrke
Arbeiter aus dein Schutt hervorgezogen und gleichzeitig 24 Todte
u Tage gefoördert; seitdem stößt man nur no h auf Leichen. Dea
janzen Tag sind übermenschliche Anstrengungen gemacht worden,
etzt, nach 24 Stunden, muß man alle Hoffnung auftgeben. Die
Berzweiflung dec ihrer Stützen beraubten Fomilien ist herzzerreißend;
ie können e⸗ immer noch nicht glauben, daß das Grad ihnen ihre
Batten, Väter, Brüder und Söhne nicht mehr herausgeben wird.
Die ganze Stadt ist in Trauer, alle Blätter haben Subflripuonen
ür die 500 Wittwen und Waisen eröffnet. Das Begräbniß der
zis jezt aufgefundenen Todten sowie derer, die man bis dahin
joch auffinden wird, ist auf Montag Vormittag angesetzt. Die
Nunzipalität übernimmt die Sorge dafüt und der lraurige Alt
vird sich noch mehr als einmal wiederholen, bis die letzte Leiche
ꝛestattet ist. Die Behörden der Stadt, der Generalprokurator, das
nedicinische Corps waren heute auf den Platze. Der Generalpro⸗
urator von Lyon und der Staatsanwalt sind in den Schacht
inuntergestie,en und so mit dem guten Bispiel vocangegangen;
ie Bergleute bedürfen übrigens keiner Ermunterung, sie sind von
em hingebendsten Eifer beseelt. Unter den Verwundeicn definden
ich mehrere Ingenieure, von denen man hofft, daß sie werden ge⸗
rettet werden koͤnnen.

Paris, 8. Febr. Aus St. Etienne lommen haarsträu⸗
ende Nachrichten über das dortige Grubenunglück. Etwa 25 Berg⸗
eute wurden lebend zu Tage gebracht, von denen 2 bis dbeute
jestorben find. 76 hat man gestern degraben und eiwa 110
nüssen noch aus der Tiese herausgeschafft werden, waßs wegen der
Berschüttung mi großer Schwierigkeit verknüpft ist. — In der
Dordogue hat dieser Tage ein hungriger Wolf 6 Leute angefallen
ind einige davon schwer derleßt.

FEin Riesendiebstahl. In der Nacht von dem
3. auf den 4. Febr. ist in der am Asowschen Meer delegenen Ha⸗
enstadt Nikolaj ⸗ w das Gewölbe der dortigen Filigle der russischen
eschbant erbrochen und Papier⸗, Golde und Silbergeld, sowie
Obligationen, Juwelen und Ed imetallbarren im Gesammiwerth
don 900,000 Rubel gaftohlen worden. Die Diebt haben, um an
Se Geldkisten zu gelaugen, nicht weniger wie fieben .nit Eisen be—
chlagene Thüren sprenen müssen. Es feblt bisher jede Spur
über die Urheber des Diebstahls. Jedoch sind am folgeuden Tage
nuf einem Kitchhofe Nekolejews ganze Haufen mit großer Aceura⸗
esse in zahllose Feßen zersch uittener Allien und Odligat'onen ver⸗
ch edener Esenbahnen gefunden worden.

Raäuber im Waggon. Wie das Veroneser Blatt VAdice“
som 1. d. M. erzählt, wurde am Abende zuvor in Essenbahn⸗
vaggon 2. Classe auf der Baͤhnstrede Ala⸗Verona ein frecher
daudanfall ausgeführt. Es befanden sich in dem Waggon Pro⸗
essor Steinhauser aus Karlsruhe und seine Dienetin Anna Fetter.
Als der Zug sich don Pescantina in Bewezung geseht, öffneten
nötzlich zwei Gauner die Thüre, ftiegen ein, geboten den Insassen
nit gezuͤchen Messern Stillschweigen und vahmen dem Professor
ein ganzes Geld ab, gegen 4000 M. in Silber und Banknolen;
ann gingen sie in ein anstoßendes Coupe, in welchen sich der
Ingenieur Lubei aus Trient befand um auch diesen auszurauben.
—AVO
ie stiegen dann nachdem sie den Profefsor nochmalt bedroht, aus
ind flohen querseldein der Gisch zu. Der Raubansall war zwischea
en Stationen Domigliara und Pescanting, die eine Vier selstunde
Fahrzeit von einander entfernt find, geschehen. Der Jug kam
vegen der gepflogenen Nachforschungen mit einer Verspituag don
17 Minuten in Verona an. Ix Vesccanlina Burden am 1.d.
        <pb n="88" />
        wel Strolche verhaftet. welche der That bezichtigt sind. Es hat
fich vor Kur,em auf derselben Bahnstrede ein aͤhnlicher Vorfall
ereignet.

F In einem Boöhmerwald⸗Stadtchen hat sich, wie man der
Deuisch. Volkez.“ schreibt, unlängst foigende Geschichte zugetragen:
Die Frau eines ehrsamen Burgers kam in die Apothele und be⸗
gehrie Ausenik, angeblich, um die vielen Ratten unschädlich zu
machen, von welchen ihr Wohnhaus wimmelte. Der Apotheker,
welcher die Frau als „eine bose Sieben“ kannte, witierte aber Un⸗
rath und sagte derselben, sie möge sich in einigen Stunden das
Gift abholen. Der Apotheker aber schickte sofort zu ihrem Mann
und theilte ihm das Verlangen seiner Ehehälste mit. Der Mann
etklärte, daß sich in seinem Hause gar keine Ralte befinde, und daß
seine Ehegesponsin das Gift wolle, um Jemand Andern, als Naiten
bom Leben zum Tode zu befördern. Der Apotheker beruhigte den
zu Tode erschrouenen Mann und fagte ihm, er möge getrost Alles
essen, was ihm seine Ehehaͤlfte vorsetzen werde, nebenbei aber auf
eine ansgiebige Kur derselben denten. Der Apotheker zerstößt so⸗
fort in einem Mörser ein Stuck Zucker zu feinem Pulver. Eiwas
später erscheint des Bürgers Frau, um ihr „Gift“ abzuholen und
erhält es ohne Anstund. Am nächsten Tage ist sie belorders liebens⸗
Pürdig gegen ihren Mann, ja sie bereitet demse ben sogar seive
drebliugssprise — strapfen — und besireut sie dicht mit Zucker —
nus der Apotbele. Dir Mann ist doch erfreut und laßt sich die
strapfen oe dlich schmecden. Da schwindet ihm plͤtzlich alle Lust,
er schaut ganz jammerlich drein, laßt einen frisch angeb ssenen Kra⸗
pfen zu Boden fallen und greift nach dem Baude. Fürchterliche
Zrampfe befallen ihn, er denlnn vor Schmerz, sein gefühlvolled Weib
jammert entsetzlich und in wenigen Minuten ist er eine — Leiche.
aum hat er den Geist ausgehaucht, da ward d'e arine „Winwe“
gar munter und beweglich. Sie holt ciren Sirik berbei, legt ihn
dem verstorbenen Manne um din Hals und sucht denselben an dem
näüchsten Nagel aufzuhängen, wohl zu dem Zwecke, damit es den
Anschein habe, als habe ihr Mann sich selbst erhangt. Noch aber
hat sie den Strik am Haise nigat zugedreht, da erwat der ver⸗
sotbene“ Edegatte; er reißt den Strick vom Halse, packt sein zu

Tode erschroderes Weib beim Kragen und drischl fie mit dem Strile
o ganz windelweich, daß sie jetzt noch krank darniederliegt.

FAeber den fürchterlichen Sturm, der am 2. d. an der at-
antischen Küste der Ver. Staaten tobte, wird der Times aus
Philadelphia gemeldet: Der Wind (Nord-West) erreichte eine Ge⸗
windigkeit von 70 eugl. Meilen per Stunde. Telegraphenstan⸗
zen wurden zu Boden geslürzt und von allen Seiten kommen Be—
achte über die Zerstörungen an Gebäuden. In Cahors, im Staote
dew: York wurde ein 2250 hoer Nirchthurm vom Winde niederge⸗—
issen jund die Trümmer bedectten die Bahnlinie. Eine noch icht
janz ousgebaute latbolische Kirche zu Woonsocket (Rhode Island)
vurde ganzlich zerstdt. Der Thurm der Universalistenkirche zu
Debster, in Massaͤchusetts, stüczte ein. In Woihington wurde der
2300 hohe Tourm der Metropolilan Methodist Church mehrere
zuß aus der seulrechten Stellung gerückt und Stunden lange vom
PWinde hin und her geschaulelt. Eine große Menschenmenge sah
dem Schwanken des Tyu mes zu. In Frederifsbure, Virainia,
erschmeiterte der Thzurm der Epistopal Churchh in Falle ein
heliegendes Gebaͤude. Vlele Sqcheffe scheilerien tangs der Küste.
der Siurm erstredte sih dsilsch bis Neu⸗ Schottland, südlich bis
Hatteras und westlich dis Detroit.

(Ameritanische SeifensiederConcurrenz.) Ein
Seisensieder in Newe York ließ an dea Ufern des Hu son's viele
Meilen aufwärts von der amerikanischen Metropole an jedem Fel⸗
can mit Riesenl⸗ttern anschreiben: „Gebraucht Smith's Seife.“
Zein Concutrent, Namens Jones, dachte lange nach, wie er diese
Fencurtenz unschadlich machen tönnte, bis er eudlich einen Maler
niethete, der längs der ganzen Siromstrecke unter die erwähnte
Aufforderung mit noð größeren Letnern schreiben mußte: ‚wenn
Ihr d'e von Jones nicht betommen fönnt.“

—— —
Dienstesnachrichten.
Der k. Appellanonserichtsrath Herm. Dercum in Zive brücken
ist zum Oberappessationsagerichtsrath in München besördert.
— Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeß.
Niesen⸗Gold-Erbsen,
Linsen und Bohnen em⸗
pfiehlt billigst
P. Jepp.

Conventionelle Vadee 2145 76 Decim.
Acker in den Duttweiler⸗
Wiederversteigerung. Rödern neben Gebrüder
Montag, den 28. If. Mis . Nrämer beiderfeils.
in Si. Indbert, in der Winh⸗ V. Der Achenbrauere Tivoli
hehausung von Hein rhee Zwerbrücken als Rectsin⸗
Schmiri, werden wegen Nicht⸗ haberin des in St. Ingbert
bezahlung der Erwerbspreise die vohnhaften Satilermeisterb Jo⸗
nochbezeichneien dem Friedrich jann Joserh Fiock, des Nach⸗
Zeeumann, jrüher Wirth und nittags um 4 ubr:
Fuhrmann in St. Ingbert, ge⸗ PlNt. 2029. 1 Zogwerk
zor gen Grundstücke, hiesigen 28 Dec. Ader am An
Vannts, öffentlich zu eigen delsberg, neben Johaunn
diederversteigert. und zwar auf Hofmann.
Betreiben von:
IJ. Peter Greß, Bäcer von
da, Nachmittags um 2 Uhr:
Pl.⸗Nr. 2008. 1 Tagwerl
73 Dee. Acker im Rocken⸗
chal, neben Schuldner
selbsi und Michacl Thiery.
II. Matgaretha Kobler, ohne
Gewerbe, in St. Ingbert, Ww.
des allda verlebten Aderers und
Fuhtmannes Fran; Joseph Behr,
machmittags um halb —A
Bl.Ne. 974. 1 Tagw. 3
Dec. Acker auf Rothenflur
oder Rollenflur, neben
Peter Behr und M'chael
Paul.
IHI. Georg Franz Dörr und
Johann Joseph Toört, Guisbe⸗
sißer auf Tr ppschedertl of, Nach ·
mintazs um 8 Uhr:
VlNe. 1937 s. 44 Dic.
gider im Rockenthal, bdin—
ersie Ahnung, neben Joh.
Luß und Johann Schwarz.
VY. Peler Fichter, Sand⸗ Samstag den 2
gießer aus m St. Ingderter naͤchsthin — I5 dunn
Tisenwert wohnbost, das Naqh⸗ in der Wirthschaft bon Peter
mitiaas um halb 4 Uhr: Lang, Bäder dabier, laßt
— —— — —
Fsssco lind Nersag von Fxr Demetz in St. Ingbort

— —

Peter Schmidt, Rentnet
dahier folgende Liegenschafien
im' Banne von St. Jugbert
offentl ch an die Meistbienenden
auf 6 Jah e verhchten nämlich:

Pli⸗Ri. 29962. 4 Tage⸗
werk 24 Dez. Acker ober
der Lehmkaut neben Weich
Thiery Bäder, in 2 Loosen

Pl. Nr. 182422. 92 Dem
Acker am Güttenwieschen
neben J. Ad. Peteis Ww.

Pl.⸗Nt. 1826. 27 Dezimol.
Acker am Güttenwietchen,
neben Ph. Günther, Berg—
mann.

Pl.-Nr. 2026. 39 Dezʒimal.
Acker, vordere Ahnung, auß
Rockenthal.

Pl.-Nr. 2977. 54 Dezʒimal.
Acker unter der Lehmkaut,
neben Maria Jungfleisch.

Pl. Nr. 191811. 99 Dez.
Acker in der Rischbach, neben
P. Best.

Pl. N. 980. 80 Dez. Acker
auf Rollenflur reben Eigen⸗
thümer und J. Hager.

pi R 4374 42. 1 Tagw
5 Dez. Acker im Wourm ;
bacherweiher, längs der
Wiese des Verpächters.

Ph.⸗Nr. 3877112. 48 Dej.
Acker rechts in den Kastler⸗
rdder reben P. Schwarz.
Schmied.

PliNr. 3108. 32 NHecim.
Ader am Schafskopf neben
Gebr. Grill.

St. J gbert, 11. Febr. 1876.

Sauer, !. Notar.
Eirea 80 Centner
Heu und Ohmet
find zu verkaufen bei
M. Haas

Jeden Taz frisch ge⸗
wä sse rte

Stockfische
bel P.3. Woll.

E'ne Auswahl
Bügelteppiche
sind angekommen, pei Stück
6 M. 50 Pf.
bei E. Grewenig,
Sattler u. Tapelierer.

Zu vermiethen
und dis den 1. April beziehbar
3 Zummer, Küche und etwas
Keller in meinem House aw
Kapellenweg.

A. Fries. sen.

7*
Nachricht.
Ich hatte mich zut Be⸗

sorgung von Flachée,
Hauf und Abwerg
an die berühmteste grörit
Spinnerei Schretz heim
angelegentlichst/ empfohlen!
Peter Brill, Seller.
Agent.
Die Eisenbahnfracht det
wien Rohstoffs ist hin
und her kreifte
        <pb n="89" />
        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei
lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementopreis beträgt vierteljährlich
Mack 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfi. für die viergesp altene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 25. Sonntag. den 18. Februar 187 6.

—8

Deulsches Reich.

München, 10. Febr. Zum ersten Male in dieser Sai⸗
on war heute Nachmittag große Tafel bei S. M. dem König.
An derselben habern J. M. de Königin-Mutter, die k. Prinzen
und Prinzejsinnen, die k. Staatsminister, Staatsräthe, die Chefs
der k. Hofstäbe und andere hohe Staals- und Hofbeamten, über
50 Peisonen, Theil genommen. Dem nunmehr aus den 16. do.
anberaumten Hofballe im Saalbau der k. Residenz wird am 20.
de. ein großer Boll bei dem Prinzen Luitpold folgen, nachdem
Tags zuvor das Künstler-Costümfest im l. Odeon stangefunden hat,
ein Fest, zu dem die umfassendften Vork hrungen getroffen wurden,
and das in seiner Art wohl eines der interessantesten und groß⸗
artigsien werden dütfte, das in München noch stattgefunden hat.
Der Carneval ist in diesem Jahre in unse er Stadt überhaupt ein
jehr helebter, si her ein gites Zeichen dasür, daß die Verhältnifsse
hier eben viel besser sind, als eine gewisse Parteip esse immer
dehauptet.

Berlin, 10. Febr. Der Re'chstug beschloß heute bei Fort
etzung der dritten Lesung dee Strafeeseznovelle mit 173 gegen
162 Stimmen die Annahme des 8 1800 (Kanzelparagraph) in
der von Vöͤlk beantragten Fassung; dagegen stimmten die Fort⸗
schrittspartei, das Centrum, die Sockaldemokraten und außerdem
Lasker, Maquel und 5 conservative Abgeordnete. Hierauf wurden
die 88 492 (Duchesne-Paragraph) und Z 3534 (Arnim⸗Paragraph)
mit der von Marquardsen beantragten Abänderungen, alle übrigen
3zz nach den in der zweiten Lesung gefaßten Beschlüssen genehmigt.
— Der General dv. Peucker (früher Reichsktiegsminister) ist heute
rüh gestorben.

Berlin, 11. Febr. Der Reichstag genehmigte in seiner
zestrigen Abendsitzung die Strafgesetzuov llennach der in dritter
Lesung gefaßten Beschlüssen in det Schlußabstimmung mit großer
Majorität. Fürst Bismard verlas dann eine kaiserliche Bolschaft,
durch welche die Sessicn gefschlossen wird. Die Versammlung
rennte sich unter dreimaligem enthusiastischen Hoch auf den Kaiser.

Die Einverleibun Laueuburgs in die preußische Mogarchie soll
zach der in Aussiht stehenden Vorlage schon am 1. Juli d. J. in
Zraft treten. Da bereits ein Kreis Lauenburg in Pommern er stirt,
io wird das Ländchen unter der Bezeschnung „Kreis Herzogthum
Lauenburg“ der Provinzial-Verwaltung Schleswig Holsteins ange⸗
schlossen werden. Dagegen wird offiziös der Nachricht wideriprochen,
daß das gesammte Vermögen Lauenbutas auf den preubeschen
Staat übergehen soll.

Graf Harry v. Aruim hat auf die Nachricht von der lebenß⸗
zejährlichen Etkrankung seines Sohnes aus Florenz telegraphirt, er
werde sofort nach Berlin kommen, unbekümmert um die zu gewär—⸗
tigende Verhaftung, denn er müsse seinen Sohn sehen. Man hat
hm zurüdtelegrapsirt, er möge noch 24 Stunden warten, da so—⸗
iben eint leichte Wendung zum Bessern im Befinden des jungen
Arnim ein zetreten ist. Man eczählt, daß die Familie v. Arnim
zor ungefähr zehn Tazgen eine Bittschrift mit gegen 60 Unter⸗
schriften versehen an deun Kaiser gerichtet habe, in Anbetracht aller
Umstände dem Grafen Hatry v. Arnim eine volle Begnadigung zu
gewähren. Unter diesen Umständen if ein sehr gewichtiger der,
daß auch die Krankheit des Grafen Hariv v. Arnim sehr bedenkl⸗
ber Natur ist.
Ausland.
Wie d'e Wener „Presse“ meldet, hat die deutsche Regierung
die von der österreichischen für das Frühjahr vorgeschlagene Revision
des deutsch-österreichtjchen Handelsdertrages acceptiet mit dem Be—
merlen, daß Deutschland nicht in die proponirte einjährige Ab—
sürzung der Vertragsdauer willigen könne, bevot e'n neuer Han⸗
delsvertrag zu Stande detommen sei.

Vermischte.
NuaderPfalz. 3. Febr.. brinat die Südd.

1

Reichspost“ folgenden Artikel: Das Resultat der Schuldieast:Ex—
pectanten⸗ Prufungen des abgelaufenen Jahres gibt zu interessan⸗
en Vergleichungen des Standes der Schullehrerbüdung in den
»ersch edenen Kre sen Bayerns Anlaß. So lasen wir jüngfst in
iffentl chen Blättern, daß bei der genannten Prüfung in ünter—
ranken unler 41 Erspectanten 7 die Note J und nur 6 die Note
V erhielten d. h. durchfielen. Anders sitellt sich die Summe der
Zchullehrerbildung in der Pfalz dar, wo von 47 Exfpectanten kein
einziger die Note J, dagegen 10 die Note IV erhielten. Wir
iud uns zwar bewußt, daß w'e hiemit der Angabe pfälzischer
Blätter wiedersprechen. welche unr von 5 durchgefallenen Caadida⸗
en berichten; nach dem jedoch, was gelegentilch mündlich aus den
S„chlußverhandlungen der Prufungskowmission derlautete, sollten
virklich 10 Prüflinge geopfert werden, und das mit Recht. Da
ndeß von 5 derfelben einige kränktich waren, andere schon einen
zweimaligen Durchfall erlebt hatten und jett gänzlich aus dem
Schulfach hätten entsernt werden müssen, so ließ die hohe Com⸗
nission, wie urs versichert oird, Gnade für Recht ergehen und
eilte die Noten der mit dem gänzlichen Ausschluß Bedrohten so
ange zu, bis sie als fähig erktärt für duas Schulamt — wenn
zuch in höchst shwachem Grade — gelten konnten. Als die erste
Zunde hiervon verlautete, hielten wir d'esen Sieg der Gnade über
das Recht anfänglich für einen glücklichen Schachzug der beiden
Vertreter der geistlichen Behörden, es wird jedoch bestimmt behaup⸗
ret, daß die erste Anre ung zu diesem milden verfahren von jener
Zeite ausging, Respicieat das Schulwesen der Pfalz seit einigen
Jahren von Amtawegen ugierstellt ist und die darnach u. A. ein
desonderes Interesse daran hat, dasselbe in möglichst günstigem oder
»och in mindest ungünstigem Lichte erscheinen zu lassen. (Ob sich
die Sache auch wirklich so verhält 7)

Aus Bruchmütllbach schreibt die „Pf. Ztg.“ Ein
Dienstkrecht von Karl Spanier, Metzger und Oekonom von Mühl⸗
»ach, Namens Michael Zielinsly aus Posen, welcher mit Streu⸗
nachen im Gebrüch beschäftigt war, erschlug mit der Hacke in ver⸗
lossen er Woche des Nachmittags ein vorüberlaufendes Wildschwein
— einen jungen Keuler — 80 Pfund schwer; dasseibe gerieth
zurch Versolgung des Knechtes auf Eisflächen, wo es keinen Stand
nehr hatte und so leichter zu erlegen war. Ter Knecht wurde
sür seine beherzte und gut ausgeführte That mit 18 Mart honoritt.

F TDas Polizeireriot Landanu hat in letzter Zeit eine An⸗
sahl Weibsperson en, welcht sich als Dienstboten verdingt und das
Draufgeld empfaugten hatten, aber nicht eingeteten waren, zu
Freibeitsstrafen, eine sogar zu 1 Monat Gefäangniß, verurtdeilt.

FSpeyher, 10. Febr. Auf Grund der Vorschtiften über
die Naturalleistung für die bewaffnete Macht im Frieden ist der
Betrag der für die Naturalverpflegung zu gewährenden Vergütung
ür das Jahr 1876 dahin festgessellt worden, daß an Verquiung
iür Mann und Tag uu gewädren ist:

mit Brod. obne Brod.
a) für volle Tageskost 80 Pfennig 65 Pfennig.
b) für Mittagskost 40. 358
c) für Abendlost 25 20 .
d) für Morgenkosi 15 F 10,
tKarlsruhe, 4. Febr. In Folge hoöheren Auftrages
verden d'e amtlichen authentischen Nachrichten über Kaspar Hauser
bei Bassermann in Mannheim erscheinen.

fAmberg, 8. Febr. Das „Amb. Tgbl.“ schreibt: Eine
Beschichte, die leicht Ubel ablaufen kann, wird uns aus Urfensollen
erichtet. Bekanntlich nächtete vor einigen Tagen ein Trupp Zi⸗
jeuner hier, der Tags dararf seine Wanderschaft fortsetzte. Im
Wirthshaus zu Ursensollen gefielen zwei bei dem Trupp befindliche
Zigeunerdirnen einigen Gästen, die sich denn an die NRädchen
nachten. sie regalirten ꝛe. Die Uübrigen Anwesenden, darunter der
derc Bürgerweister, hatten ihren Spaß dabei, und um der allge⸗
neinen Heiterleit die Krone aufzusetzen, improvisirte der letztere eine
Tivi!trauung im Wirthéhause und gab Kraft des Gesetzes — der
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        Herr Bürzermeister ist zugleich Standesbeamte der Gemeinde —
die Zigeunerinnen mit den bäuerischen Anbetern in seiner Eigen—
schaft als Standesbeamter zusammen. Damit begann die ernste
Seite dieses „eitgemäßen“ Ulk. Die Zigeunerdirnen behaupteten,
rechtmäßig getraut zu sein, wenn auch vielleicht aus keinem anderen
Grunde, als um den nun nüchtern gewordenen Bavern, deren
einer Weib und Kinder hatte, Geld abzulocken and dem Standes⸗
beamten kam hinterdrein die Einsicht, daß er schündlichen Mißbrauch
mit seinem Amte getrieben habe.

fF Eine tragi⸗komische Unterhaltung fand am Sonnabend
zwischen einer Berliner Dame eund zwei Tischlergesellen statt.
Die Dame batte trotz mehrfacher Bestellungen dei ihrem im Haute
wohnenden Tischler ẽgleichzeitig der Hauswirth) vergeblich auf die
Gesellen warten müssen, die in ihrer Wohnung eine Arbeit ver⸗
richten sollten. Als die Leute am Sonnabend endlich kommen und
für die Verzögerung Vorwücfe erhielten, entschuldigten sie sich mit
den Worten: „Wir haben erst den Sarg für die Frau fertiz
machen müssen.“ „Für welche Frau?“ Jautete die Gegenfrage.
„Na, für die Frau Meisterin!?“ „Um Gotteswillen, wann ist sie
Die J
Masken-⸗Garderobe
oon
Friedrich Marfels
in Zweibrücken
empfiehlt fuͤr bevorftehenden Carmneval eine
grostze Auswaͤhl
in
Masken-⸗Anzüge und Domines.
Bestellungen für ernzelne Gruppen, sowie auch
ür ganze Züge werden auf Maaß nach Wunsch schnellstens angt—
fertigt; sowie auch leihweise abgegeben und zwar bei Abnahme
von arößerer Anzahl von Costümen zu sehr ermäßigten Preisen.
Auch halte ich grozes Lager in Larven, Nasen,
rten und Kopfbedeckungen und erhalten
aufer Rabatt.
Sehr wichtig für Frauen!!!
— 2*
Frauen, welche an Senkungen, Vorfällen le'den,
werden ohne Ringe, ohne Bandagen gründlich geheilt
don Frau Braum, Spezialistin sür Frauenkrankheiten in
Cannstadt, Werderstroße 5, am Bahnhof. Diefelbe kommt
Freitag und Samstag den 18. -19. Febr. nach St.
Johann, Hotel FZemmermgn und ist von Früh 8 Uhr an
hon allen an Senkungen, Vorfällen, Krämpfen, und
von allen Hämorrhoiden⸗Leidenden zu sprechen.
Die besten Zeugnisse stehen zur Verfügung.

Sch 34. Canton de Vaud. Montreur, Pension
SMchweiz, Bns aud 5, Roddt. 1878.
Herin Fabriiant W. H. Zickenheimer in Mainz.
„Durch die als vorzüglich erprobte Wirkung des von
„Ihnen erfundenen und —9—
„jabric;rten rheinlschen Trauben ⸗ Brust—
* 15 verarlaßt, wende mich direct an Sie mit der
Vonig Bitie, mir 6 Flaschen zuzusenden.“ Elisabeih
Baronin Behr, geb. v. der Recke.
Schw ei Flüelen, Canton Uri, 7. QOlti. 1875.
2 z, Durch Herrn Apotheker Wenzel, „St.
Auno-Apothete“ in München, habe schon mehrere Flaschen
„Ihres Trauben⸗Vrust-Honig's bezogen und ist mir derselbe
tets gut bekommen ⁊c.“ Anton Ditli, Pfarrer.
Trauben-Brust-Honig, das allein ächte Natur-
roduct aus weißen rheinischen Weintrauben von W. H.
Zickenheimer in Mainz, untersucht und warm empfohlen, u.
J. von Dr. M. Freitag, Konigl. Professor in Bonn, Dr.
C. Rüst, Sanitätsrath iu Gtabow in Mecklenburg, Dr. G.
A. Graefe in Chemnitz u. s. w. ist zu haben in 8 Flaschen⸗
größen unter Garantie der Aechtheit mit nebi⸗
gem Fanrikstempel in St. Ingbert, bei J. xx—
ae * St. I F.8. Sibed 8 0
soeffer und Kars Thriot, in Saarlounis, 4
eiFrang Autentirch in Blieskaftel bei J
Apotheker E ichter, in Saargemuͤnd, bei Ase
lpotheker H. Kirchner, in Sulzbach, bei
Apotheker A. Treffon.

edattion Druck und Berlag von
898

Jann gestorben?“ fragte nun theilnahmsvoll die Dame und erhiel
ofort die trostreiche Antwort: „Sie ist ja blos krank, vielleich
'ommt sie auch noch durch; aber der Meister hat gemeint, wen
gerade nicht viel zu thun war und die Bretter so schon trocken sind,
wir sollten ihn man fertig machen.“

F Die herzkranke schöne Tochter des Obersten Beier in Lieg
nit setzt es durch, daß sie den Ball im Kasino besuchen darf
Beim ersten Tarze mird sie unwohl, eilt in die Garderobe und
iult vom Herzschlag getroffen todt nieder. Die Leiche wird im
vollen Ballstaat auf einer Tragbahre in das Haus der Eltern gebracht

4 Der Restaurateur des Repräfentantenha uses in Washington
hat als Kassirerin eine bildschöne junge Cirkassierin angestellt.
welche nur zwei Worte Englisch zu lispeln versteht: „No trusb!“
auf Deutsch: „Nichts auf Pump!“

F In Cincinnati fand am Samstage eine Kindervocstel—
ung im Theater zu einem wohlthätigen Zwecke statt. Plötzlich
ertönte Feuerruf und es entstand eine gräßliche Scene, indem Alles
nach dem Ausgang drängte. 11 Personen wurden getödtet und
mehr als 30 schwer verlezt.
Vrem 14. FTebrumar 1876
Dem lustigen Velten aus Zahm-Tyrol
Ein dreifach donnerndes Hooh und Mohl,
Dass das Contra C erklingt
Und der Saumagen zerspringt!

Gĩüieht und Rheumatismis, deren Lähmungen
unild alle audere innerliehe und naserlieh«e
fri her unhei Ihare Kranlheiten.

Herrn G. Pathemann in Barmen.

—Ieh habhe mich schon wieder gebessert, Kkam
besser gehen; ieh habe bessern Appetit wie früher
habe den Schwindel nieht mehr im Kopfe, im
Rüeken fühle ieh keine Lähmung mehr wie früher,
das MWasser Kann ieh schon wieder 2zwei Stunder
halten. Ich bitte Herrn Pathemann, mir wenr
mõglich umgehend 8 Flascho n Medicin zu sender
und nach ihrem Gutdünken noch einige Salben.

Achtungsvoll
Joh. Korte u. Fraun zu Rauterkusen bei Attendorn
15. Juni 1875.
Herrn G. Pathemann in Barmen an der Haspe
erbrũcke. Ihre Medicamente haben meine liebe Frau bereits wiede,
dnergestellt. Senden Sie noch Einiges Ihrer werthgeschätzten Medica
mente. Meiue Frau hatte schon 25 Jahre dickes, sichtbar krankes Blut
n den Adern. Auch dieses ist wieder beseitigt und die Circulation de
Blutes bereits wieder hergestellt.

26. Pebruar 1875. NMit Achtung Bernh. Isenburg
in Helmeringshausen bei Bredesar.
Herrn G. Pathemann, Barmen an der Haspelerbrüũcke. Nachdem meit
Bruder mein Mann Wüneberg Ihre Arznei empfohlen hat, und mit Rocht.
dem mein Bruder schon ein ganzes Jahr gedoktert und mit 2we
slaschen von Innen schon directe Besserung cingetreten, so bitte, me
nom Mann auch das Erforderliche zu senden.
Hochachtungsvoll
Fraun Gewinner, Schreinermeister in Wernerheide im Reich bei Langen
dreher 24. Jan. 1875.
PCJ,)i Werke

Bei dem Unter
zeichneten liegen eirca
No⸗ 7 1000 fl.
Az3nm Ausleihen gegen
I. Hypotheke parat.
J. Boos, Geschäftsagent
zu St. Ingbert.

VDurch alle Vuch⸗
handlungen, oder gegen J
Cins. v. 10 Vriesmarten à 10

Pf. direct v. Micdter's Verlage⸗⸗K

Unstalt in Leipzig ist zu berieben:
„Pr. Alry' Natürbellmethode“.
Preis TDart., Der mXiecsem ve⸗
rühmten illuftr., ca. 800 6. start.
Buche angegebenen Heilmetbode ver—
danken Tausende ihre Gesundheit.
Die zahlreiben darin abgedructen
————
jolche Krante noch Hilfe gefunden.
die, der Verzweiftüng nahe, ret⸗
tungolos berloren sGienen; 26
daber dies porzügl. Werk in keiner
Zamilie fsehlen D Vian ver⸗
iange und nebme Anr das Illu⸗
v»rirte Originalwert von Rich⸗

eres Berlagdo⸗Anstalt in Leip⸗

igꝰ, weiche auf Wunsch auch
n NAuszug desselben gra⸗

vnb franco ver⸗3

sendet. F —

——

Afä diejenigen, welche an die
Joseph Neumaum'sche
Familie, noch für Wirthschafts⸗
zeche schulden, sowie auch die
Steigerer, welche mit den Möbel
steiggeldern noch im Rückstande
sind, werden hiermit aufgefordert.
innerhalb 14 Tagen ihren Ver—
pflichtungen nachzukommen.

Die Möbelsteiggelder sind an
Herrn Kaufmann P. J. Woll
zu entrichten.

Witwe Joseph Neumann.

Frankfurter Rörse
vom 9. Februar 1876.
GelIsortenm. ——

Distolen, doppelte.. 1650 6.
»istolen... 1118640 6.
Iollãn. 10.fl. Stucke. 16 05 6.
danddukaten.... 946-5
VO Pranbenstücke., 1619-2
Inglische Sovereigns. 20 84 ⸗8
udsischs Tmpericißs, 1664-6
hollas n Gad. 1416—21

Eirea 30 Centner
Heu und Ohmet
sind zu verkaufen bei
M. Haas.
Demeß in St. Inebert.
        <pb n="91" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hiuptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illusteirter Vei.

lageh, erscheint wochentlich vViermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis betrugt vierteljährlich

Miart 2) R.fz. Auzeigen werden mit 10 Pfz., voa Aiswärts mit 15 Pfi. für die viergesp iltene Zeile Blattschrift odee deren Rzum. Reela nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M. 26. Dienstag, den 15. Februar

186.

Deutsches Reich.

München, 11. Febr. Se. Maj. der König hat den Reichs⸗
rath Dr. v. Cramer-Klett in Nürnberg, in Anerkeunung der Ver-.
dienste, welche er sich um die bayerische Industrie und um die
Arbeiterverdältnisse Nürnbergz erworben, in den erblichen Frei⸗
zerrnstand des Königreichs erhoben, und diese Auszeichneng deme
elben id einem sehrr gnädigen Handschreiben mitgetheilt. (A. 3.)

Berlin, 11. Febr. Der mächtig aufklärende Einfluß,
velchen d'e vorgestern von dem Fürsten Bismarck im Reichstag ge⸗
jaltene große Rede nach den verschitdensten Seiten hin. ausüben
vird, verstärkt sich noch durch die kurzen, aber unzweideutigen
Schlußworte, welche der Reichskanzler ceftern Abend an den Reichs⸗
ag richtete, ehe er die den Schluß der Session aussprechende kai-
erliche Botschaft verlas. Wit dem Dank gegen die Verjammlung
ür ihre hingebende Ausdauer bei den Geschäften verband der Kanz⸗
es den Ausdruck der Hoffnung, daß auch im Herbste ds Is. eine
leichartiges collegiales Zasammenwirken möglich jein werde. Da⸗
nit zerstreute er Furcht oder Hoffnung derjenigen, weiche etwa auf
»eine vorzeitige Auflöfung des Reichstages speculirten, constatirte
bielmehr die Uebereinstimmung, wenigstens in Hauptsachen, zwischen
der Reichsreglkerung und der damaligen Majortität des Parlaments.
Die Erwartungen und die Arbeiten hoher und niederer Gegner und
Begnerinnen sind wieder einmal getäuscht. Es dlieb nicht unbe⸗
mertt, daß Fürst Bismarck in seiner großen Rede auch von un⸗
autecen oder getrübten Quellen und Salongesprächen, Briefen u.
. w. sprach, in welchen' sich sehr hoch gestillte Personen, z. B. zur
Frzeugung unzeitigen Kriegslärms und Klagen wider den Reschs⸗
tanzler, betheiligzen. Personen, deren sociale Siellung viel höher
ei, als ihr politisches Urtheil, Einsicht und Verständniß. Man
eht, der eiserne Kanzler weiß zur rechlen Zeit seine Pfeile so gut
in das Lager der Socialdemokraten wie in das der feinsten, dem
Reiche abgeneigten sogen. conservativen Gesellschaften zu senden.
Judem er im Großen und Ganzen keine Uebereinstinnmung mit den
letzten Beschlüssen der überalen Mehrheit des Reichstages über die
Strafg setznobelle kundgab, stellte er sich mit der vollen Unbefangen⸗
Jeit des klar blickenden Staatsmannes in die Mitte der liberalen
Majoritäten des deutschen Volkes.

Berlin, 11. Febr. Die im Reichslage eirgebrachte Reso⸗
uution auf Herabschzung des neuen Telegraphentarifs in der ersten
Zone if zurückgezogen worden. Wahrfcheinlich wird Herr Stephan
nicht auf der Einführung des neuen Tarifs zum 1. März bestehen.

. 3.)

Berlin, 12. Febr. Der Bundesrath —8* seinen
Justicausschuß über die bisherigen Beschlüsse der Justizkemmission
des Reichstages bezüglich der Justizgesetze Bericht zu erstatten. —
Die Just'zkommission beschloß heute die Beibehaltung des bayherischen
»bersten Gerichtshofes ols Cassationsiustanz in Fragen des bayeri⸗
chen Civilrechts bis zur Einführung des deutschen Civilgesetzbuches
nit 26 Stimmen gegen diejenige Laskers. Der Sitzung der Com⸗
aission wohnte der bayerische Staaussminister Dr. v. Fäustle bei.

(A. 3.)

Wie die „Tribüne“ meldet, hatte eine Anzahl von ee
Berliner Industriellen, daruntet die Herren Geh. und Commerciers
räthe Borsig, Schwarzlopf u. s. w., vor einigen Tagen eine Au⸗
dienz beim Handels-Minister⸗⸗Achenbach und erstatteten demselben
ꝛingehenden Bericht über die Lage der dortigen Indust ie. Durch
den Mangel an Bestellungen haben sich die Fabrelherren veran⸗
aßt gesehen, einen Theil ihrer Arbeiler zu entlassen. Ihr Wunsch
zing dahin, daß die Staafsreg!erung bei Vergebung von Eisen⸗
ahnbauten in eister Linie die einheimische und Berliner Industrie
egünstigen möge. Die Deputat'on ließ darüber keinen Zweiftl,
aß im gegengesetz 'en Falle die Fabreken mit we'rteren Entlassungen
»orgehen müssen. Ter Ministet nahm die Deputation freundlich
uuf und versprach, alles zu thun, was in seinen Kraften stehe,
in den berechtigten Wünschen entgegenjukommen. Es wird sich

in nächster Zeit, wo mit dem Bau der Stadtbahn, der Bahn

Berlin-Welax ind den Bahnen in der Provinz Preußen ernstlich
vorgegangen werden wird, für die Staatsregierung Gelegenheit
zenug bieten, die Wünsche der Großindusteiellen zu befriedigen.
In Berlin sind momentaun fast 23,000 Arbeitee aus ihren dis—⸗
zerigen Stellungen entlossen und ohne Arbeit; in der Borsig'schen
Fabrik sind jetzt nur 700 — 800 Arbeiter beschäfligt, während die
Zahl früher fast 2000 betrug. Eben so ist dies bei den Fabuben
der Herren Schwarzkopf und Töhlert der Falll.
Ausland.

Ueber die gegenwäriigen Zustände in RNordamerika em—
nimmt das „Berl. Tagbl,“ einem Schreiben des Pastors Ruperti
n Newyork, eines Deurschen, folgende wenig erfreuliche Schiider⸗
ing: „Die Geschäftslosigkeit, sagt derselbe in diesem Briefe, hat
ne zunthmende Armuth und wachsendez Vetbrechen im Gesolge.
Die Armen von Arbeitslosen in den Sträßen war nie größer und
»ie Autsichten nie schlechter. In allen östlichen Staaten ist dasselbe
ẽiend. Der Sherif eirer großen Stadt in Massachusetts fand
üczlich die Räume seines Gefängnisses unzureichend, er teiegraphirte
eßhalb an alle Befängnikderwaltungen des Staates um Ueber⸗
assung von Raum; aber von ollen Seiten kam d'e Antwort, daß
ye eigenen Räume überfüllt seien; Alleb von betleinden Vagabun—
en. Und doch kommen noch Tausende monatlich berüber und die
Neisten ohne Geld, ohne Sprachkenntniß, vielleicht auch ohne aus⸗
eichende Koͤrperkraft für schwere Arbeit. Es ist herzbrechend und
»abei zugleich zum Grimmigwerden, wenn man diese leichtfertigen
Schaaren beobachtet, die so gedankenlos auswandern und sich und
ie Familien in das größte Unglück bringen. Es sollten doch Alle,
sie Eenfluß auf das Volk haben, das arme thoöͤrichte Volk von der
luswanderung nach Amerika zurüdhalten.“

4

Vermishtes.

Der Einnehmer Pensions-Verein der Pfalz haite
m Jahre 1874 eine Einnahme von 31,741 fl. 11 kr. und eine
lusgabe 28,860 fl. 10 kr., so daß ein Activarest pon 2881 fl.
kr. verblieb. Der Vermözensstand am 1. Jan. 1875 war
07.093 fl. 11kr. und hat sich gegen das Votjahr um 7742 fl.
22 kr. vernehrt.

F Sammiliche Beamte und Bedienstete der pfälzischen Bah⸗
nien, welche unter 600 Gulden Gehalt hatten, wurden 10 pCt.
qufgebessert. Diese Aufbesserung wurde vom 5. Jan. 1875 bis
um gleichen Datum 1876 nachbezahli. Außerdem wird seit 1.
Jaa. 1876 für sammtli he Beamten der p'älzischen Bahnen wegen
»er Markwährung der se'therige Gulden in 1 Mark 80 Pfennig
imgewandelt.

Nächstens sol eine Veriammlung der pfälzischen Ger—
her und jener der Nachbarländer abgehalten werden.

Pirmasens, 12. Febt. In Merzalben gerieth vor⸗
jestern ein kleiner Knabe an eine noch beiläufig einen halben
Schoppen Branntwein enthaltende Flasche und srank dieselbe voll⸗
ländig leer. Nach einigen Stunden war das Kind eine Leiche.
Nöge diejer sowie der vor mehreren Jahren in Winzeln vorge⸗
ommene Fall Eltern zur Warnung dienen, Brandiwein und andere
jeinige Getränke an Orten aufzubewahren, die für Kinder leicht
ugänglich sind. (P. A.)

In Ot terstadt wurde der dem Genusse geistiger Getränke
ehr ergebene Tagner Adermann am 10. ds. erfroren aufgefienden.

7 Sondeibarer Schwärmer. Ein sehr gut situirter Grund⸗
e sißer vor dem Neuen Königsthore Berlins hat die sonderbare
Nanie, so erzählt das „Neue Berl. Tgbl“, sich des Morgens früh
inen Strick um den Hals zu legen, lediglich aus Lebensuͤberdruß,
obald ihn aber sein herrschaftlicher“ utscher, der jedeswal rechte
eitig das Vorhaben seines Herrn bemerkt, wieder „noch ganj
varm“ abgeschnitten hat, dann machen die Zwei regeimäßig ein
Ausfahrt nach oder vielmehr eine Rundre se durch Berlin, dei der
z8 nicht weniger fidel, alz in Salingre's Posse zugeht. Am Mon—
        <pb n="92" />
        jag dat der reiche Hert sich bereits zum vierten Male in diesem
Jaͤhre auf den Heuboden des Gehofles begeben, um seinem fidelen
Teben ein Ende zu machen. Der getreue Friedrich war aber wieder
rechtzeitig zue Hand und es kam daher auch diesmal nicht zum Auf⸗
dängen, dagegen hat der Gutsbesitzer dem Kutscher mit sofortiger
Entlassung aus dem Dienst gedroht, falls er ihn noch einmal an
seinem Vorhaben hindern werde. Das geschah am Montag früh,
und Nachmittags kutschirten Herr und Diener in die Stadt, aus
der sie erst späͤt Abends ganz lebensfroh und kreuzfidel wieder
heimlehrten. Hoffentlich wird das gute Einvernehmen zwischen
Zeiden nicht gestoͤrt werden, wenn der Chef sich zum fünften und
sechsten Maͤle zum Hängen rüslet. Da übrigens sich sowohl die
finanziellen wie auch die häuslichen Verhältnisse des Betreffenden
in bester Ordnung sich befinden, so wecden die geschilder ten Ma⸗
növer wohl nur lediglich deshalb von ihm in Scene gesetzt werden,
um die Treue und Aufmerksamkrit seines Leibkutschers zu crbroben.
Freilich — eine seltsame Manier.

F Deutsche Banknoten. Die Befugniß zur Ausgabe
don Banknoten, welche in ganz Deutschivnd gegeben und genommen
werden dürfen, ist an gewisse Bedingungen gelnüpft. Diese Be⸗
vungen haben erfüllt und in Folge dessen vom Reichskanzleramte
die Genehmigung zur Ausgabe allgemein giltiger Banknoten erhalten:

— — — —

— — — — —
—
Versteigerung.
Mattwoch, den 28. Februar
nächsthia, Vormittags 9 Uhr
anfangend, in ihrem Hause zu
Scschnapopbach lassen Karl
Schaum, Privatmann allda,
und seine mil seiner verlebten
Ehefrau Margaretha Sieg⸗
wart erzeugien Kinder der
Abtheilung wegen, verschiedene
Hausmobilien und folgende
sur Gütergemeinschaft der Ehe—
leute Schaum gehörige Liegen-
schaften öffentlich versteigern, als:

Im Banne von

St. Ingbert:

. Pl.Ne. 5005a4. 7 Dezim.
Fläche, Wohnhaus mit
Keller und Hofraum auf
der Rukßhütte zu Schnapp⸗
bach neben Vopelius und
Högel. —

PleNr. 4823. 73 Deiim.
Wiese im Kumpf neben
Johann Siegwart und
Karl Högel;

Pli⸗Ne. 4955. 1 Tagwer!
76 Dez. Wiese in der
Ruhbach neben Martin

Zott und Aerar;

Psi⸗Nr. 1712. 437110 Dej.
Acker auf den 6 Sichen
neben Valentin Zumbrodt
und Martin Zott.

—AI

5. 1 Morgen Ackeer in der Holl
neben Vopelius beider⸗
seits.

St. Ingbect, 9. Febr. 1876.

Secuer, k. Notär.

GHolzversteigerung
aus den Gemeindewaldungen von
Schellweiler.

Samstag, den 26. d. Mts.
achmittags 2 Uhr, im Schul—
saale zu Schellweiler.

1., Schlag Breitenbusch:

28 Eichen⸗Stämme und Ab—

schnitte von 3313 Meti
Länge und 40 - 67 Cim.
Durchmesser.

2., Schlag Witthau:

3 Eichen-Abschnitte von 4 —
9 M. Länge und 284
38 CEtm. Durchmesser,

13 Eichen⸗Wagnerstangen 1

und 2. Classe.

stusel, 10. Febraar 1876.

Der Bürgermeister,
Fr. Bell II.
Jagdverpachtung.

Samstag, den 26. Jebruar
l. J, Mittags 12 Uhr, im
Schulhause zu Ommersheim,
wird die Feld⸗ und Waldjagd
der Gemeinden Ommersheim,
Heckendalheim und Oberwürz⸗
dach auf weilere 6 Jahire öffent⸗
ich verpachtet.
Dumersheim, 10. Febr. 1876.

Das Bürgermeisteramt:
Wack
Zu vermiethen
und dis den 1. Aprtil beziehbar
z Zimmer, Küche und etwas
deller in meinem Hause am
stapellenweg.

A. TFries,. sen.

) Die Reichs⸗, resp. preußische Bunk, 2) die Kolnische Privat⸗
bank, 3) die Danziger Privataktienbank, 4) die Provinzialaltien⸗
bank des Großherzogthums Posen, 5) die Kommeribank in Lübeck,
6) die Bremer Bank, 7) die Frankfurter Bank, 8) die bayetische
Rotenbank, 9) die sächsishe Bank zu Dresden, 10) die württem⸗
dergische Notenbank, 11) die badische Bank, 12) die Baak für
Süddeutschland zu Darmstadt, 18) die stadtische Bank in Breslau,
14) die Magdebarger Privatbant, 15) die Hannover'sche, Bank,
16) der Leipziger Kassenverein, 17) die Chemnitzer Stadtbank.

Die Noten anderer Banken, als der vorgenannten, dürfen außer⸗
halb des Staates, welcher denselben die Besugniß zur Notenausgabe
ertheilt hat, zur Zahlung nicht gebraucht werden. —

Der Umtausch solcher Noten gegen andere Banknoten, Papier⸗
geld oder Münzen unterliegt diesem Verbote nicht. *

Hiernahb dürfen also in Bayern nur die Noten der oben ge⸗
nannten 17 Banken, woju noch die der bayer. Hypothelen⸗ und
Wechselbank kommen, als Zahlungsmittel benutzt werden. Wer
andere in Zahlung gibt, ist srafbar.

Die deusschen Reichsbanlstellen in der Pfalz und Elsaß-Loth—-
tingen nehmen nur die Noten der unter Nr. 1, 7, 8, 10, 11.
12 genaunten Banken an Zahblung an.

n Fur die Nedacion verantwortlich F. X. Demey.
—silcverein St. Inghbert?
Telegramm.
Auf der Durchreise nach Saarbrücken bei St. Johann
a / Saur begriffen, geruht
Seine närrische Hoßeit
Prinz Carneval XI.
mit zahlreichem Gefolge zu Fuß und zu Pferd. zu Wasfer
und zu Land
Montaoq den AI. Februdir 678I.
Abends 7 Uhr 59 Minuten
im großen Saale des Oberhauses
einzutreffen, sich aufzuhalten“ und wieder abzureisen
Nähere Bekanntmachung folgt.
Vrinztiches Hofmarschallamt.

Sehr wichtig für Frauen!!!

Frau Braum, Speziaüstin für Frauenkrankheiten, lomm
Freitag und Samstage den 18. 219. Febr. nach St.
Johaum, Hotel Zimmermgan und ist von Früh 8 Uhr an
don allen an Senkungen, Vorfällen, Krämpfen, und
von allen Hämorrhoiden-Leidenden au spreden.

* —XX bfen, Ene Auewahl

iesen Gold⸗Erbsen, 3
Lin sen und Bohnen, em⸗ Bügelteppiche
— 2——— — sind angekommen. ber Stüch
6 M. 30 Pf.
P. Zepp. bei E. Grewenig,
— Sattler u. Tapezierer.
Die in Nr. 10 des St. Ing⸗
bertet Anzeigers gegen meine
Frau ausgeschriebene Warnung,
daß ich keine Zahlung oder
Barantie für dieselbe leiste,
nehme ich hiermit zurück.
Schnappbach, 14. Febr. 1876.

Aakob v. Ehr.

rar-furter Rörae
vom 12. Februar 1876.
Gccaerre
»istolen, doppelte.. 1650 6.
2istolen.... 1640 6.
Jolläãn. 10.-fl. Stucke. 1663 6.
—XÆEo
20. Frankenstücke.. 1621-25
Englische Sovereigns. 20 36 -41
sRtussische Imperiais 1664 -60
—BBRB6

NMeuoes Berliner Tageblatt—
—N—
mit drei GratisBeilagen:
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Blättern“ 70 Pf.

Oas „Neue Berliner Tageblattes, Eigenthum der Redacteure desselben, begrundet am 1. Oltober 1875, zaͤhlte bereits am 1.
November, also einen Monat nach seiner Begruͤndung. üaber 11,600 Abonnenten. Das „Neue Berliner Tageblatt“, welches Aglich in
mindessens drei Bogen größten Formats auf gutem weisßten Papier in sauberstem Druck erscheint, verdankt diesen rapiden Auf⸗
jchw ang der ,,) Gediegenheit und Originalität seines Inhalts. Solche Fülle von Material bei einem so überaus niedrigen
Abonnementepreis wurde isher von keluer Zeitung gebotern. Bei gefl. Bestelluxgen bitten wir auf den Titel „Neues Berliner Taqe⸗
hlatt? genau ju achten. Asvonnements neben sämsrtliche Vostanstalten des Reiches täglich entaegen.
Neie Dsud uins Veriag von .xDemec imn E Inabert
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        —E 22* v * — J
——8 — 8 — * * A42 *2 2283 222 —
— 8 * 5*2 2 8 * 22 23 —A
535 58 2333 57253 3353 53353 25533 5333
2* ⁊o — — * * 8X 2
— * 72 — 32338 26 55 538553 555522 ——
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2 63* ——
35 83333333873
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23 55532 53393583333, 15538889
2 3z3535 3 5 235332383353 2,3523 35 583 —
2. 29 57 25* z2822 —— 235229
53583 53832,37 233535 —2—2358333533353 *
3 22 2503* 5 333 —
5 ————7 3833322337*
2*333 — —
— 333 25 2 — 2 78 — 253238
d 2 *5 22 53 3 —2 37 8* 337 *
355 358335 33335338353
—*8 2* * —3— * —— 255* 7
2 —— —2 522 A 8
23 — 3227 — ——
22 * 2385227 — 22
— 3 2235 — 2533 25*
* 28 .8 — 223 55 —A —
2322 *7 — 2557 23232 2 58 2
— 53352 2253232 227 *
— —z— 27—8 326 2 2223
Tce . 553 5333 22352535335
2265 —A —G532325
2. 82 352533535323 —A
—z5323253335* 55 5ñz37335*63323
3 525135 — 233 75323 57 228
—5727 a2 EGz2S82. 32 2,2 -725
—
— —— 133
338333—33333—335
233
32 533 8333 233 *2223* 5223585 *
— 3
53 — —, — 555 353-233223. —* — *
3 33338 832
— 2355722— 2 755 —27 *33 233 72233

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2352338 23337375 85
75 —A — 8572 53233063
25528555* 8 2526555 5203 322322 D
253358 — 258233333 52323383
212337 —— 3333 232325757 2359 5325552*
5 2 23238335232 —329 585253223 22 217
333333862 —A gI s
2 — 522* —A 2247 ⁊ 53832333 2 —
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—A 32—5 2 229 2578 — 5223 vä. ——
— — 34 277 53235975 7 — 72323235983 222
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23288 22
33 22535532 — — 535335322
25 227*7 535233 323333235 52 875 — 553223 2227
2 37 2 222 2 —* —— 2 32222 235233558
225 —B 222837 52523 227 5 5
— 78338 53 2533* 535 78525 2 7
* 523335352 532383 7833 353323827 22 2327
2 2*88 *8. —X 5322233 2533 837 2 —5 —X
2 *3 5353355 55233232755 —A
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2332 3 23223335 5523 533, —332327 5
az* 2322 525 85233 —ã— — 533323 3
St 22 272 —A 23555233233 2* 8 23223 3
5025888 332353 533233—2 283 32333
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232 3258* 2 23327 23527353 — 2
33* 2 —5 3 —— — — 53533533
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22832838555 333 25325
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        St. Ingberler Anzeiger.

der Bt. Inzberter Auzeiger und da⸗ (2 mal wo hzentlich) mit dem Hiuptslatte verbundene u iterhaltun zablait, (Sonutags mit illusteirter Wei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnement spreis beträgt vierteljährlich

Mirt 2) X.Pfy. Anjeigta werdea mit 10 Pfa., ooa Atzvirts nit 15 Bit far die vieczesoelteat Zeile Blaitschrift oder deren Raum. Recla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

M 27. Donnerotag, den 17. Februar

1876.

ια—

Deutsches Reich.

München, 13. Febt. Gemaß einer vom Staat sministe⸗
rium des Innern vorgenommenen Zusammenstellung des Schulden⸗
tandes der sämmilichen Stadt ·, Markt und Laudgemeinden
Faherus belief sich nach den Rechnungsabschlüssen für das Jahr
1874 der Gesammischuldenstand auf 41,961,216 fl. Hiervon
reffen auf Oberbayern 14,756,945 fl., Niederbayern 1,108,224
A, Pfalz 2,872,680 fl. Oberpfalz und Regensburg 2,545 270
J. Oberfranken 2,760,861 fl., Mittelfranken 6.287,616 fl,
Anterfranken 7,206 782 fl., Schchaben und Neuburg 4,418, 334 fl.

Mänchen, 14. Febr. Die Appelationsgertichte wurden vom
Justizministerium zur Abgabe von Gutachten Betreffs der Ein—
uͤhrung von Schsffengerichten in Bayern veranlaßt.

Muünchen. In die am Montag den 21. d. wieder zu⸗
sammentretende Abgeordretenkammer haben als neue Mitglieder
inzutreten: Adj. Ph. Schmidt iu Kaiserslautern für den ausge⸗
relenen Abg. Jakob, Privatier und Magistratsrath Fr. Conradi
aus Würzburg als Ersatzmann für den verstorb.nen Abqeordneten
Schackert.

Kronach, 11. Febr. Vegangenen Sanstag verweigerte ein
ztoßer Theil der Bergleute in Stockheim die Annahme der Loͤh⸗
aung, indem selb'ge sich darin geschmälert glaubten, daß man ihnen
die Tage des Strickes ꝛc. in Abzug brachte. Man befürchtet neue
Unruhen.

Berlin, 15. Febr. Abgeordnetenhaus. Am Sqlasse dec
heutigen Sitzung kündigte Abgeordneter v. Denzin einen Antrag
hinsichtlich des bon der Unierfuchungskommission über das Eisen-
bahn⸗Konzessionswesen erstatteten Berichts an.

Der „Post“ zufolge hat sich das Staatsministerium in seiner
Sitzung vom 12. d. mit der Abtretung der preußischen Bahnen
und des Aufsichtsrechts über dieselben an das Deuische Reich ein«
verstanden erllärt. Vor der Ausarbeitung der bezüglichen Land⸗
agevorlage habe jedoch noch ein Vortrag bei dem Kaiser statt⸗
zufinden.

Berlin. Es kann angeblich als geweß betrachtet werden,
daß der nächste Neichs⸗Etat nicht unerhebliche Mehrforderungen für
Militäczwecke enthalten wird. Man beabsichtigt nämlich eine grüud⸗
liche Reform in der bisherigen militär sven Kost herbizuführen, da
man sich der seiner Zeit von fachmännischer Seite bis auf's Evi⸗
denteste nachgewie enen Thatiache nicht länger verschließen kann,
daß die bisherige Ernaͤhrung der Armee für die meist noch in der
Fnlwicklung begriffenen jungen Männer, zuwal im Hinblick auf die
Strapazen des Dienstes absolut nicht ausreicht. Gleichzeitig mit
den in dieser Beziehung in's Auge gesaßten Maßregeln soll auch
eine kleine Erhöhung der Löhnung für die Gemeinen im Plane
liegen, doch stedt diese für jetzt noch nicht in so bestimmter Aus
sicht, wie die Reform der Naturalverpflegung. Der Reichstag wird
sich den hier in Rede stehenden Forderungen um so weniger ent⸗
siehen, als er sie selbst mehrsach gestellt hat. Es wird dabei zur
Frwägung kommen, od nicht durch anderweite Ersparungen die hier
nothweudigen Ausgaben sich werden ausgleichen lassen.

Ausland.

Iun Frankreich ist die jüngste Rede des Fücsten Bismarc
sehr bemerkt worden. Das Urthen über dieselbe lautet im Ganzen
dahin, daß sie beruhigen solle, obaleich hin und wieder noch einigeß
Mißtrauen durchschimmere; die Bestimmtheit jedoch, mit welcher der
Reichskanzler ertlärt, die Kriegsgetichte seien beleidigend für ihn
dewesen und sesen es noch, lasse so wenig Zweifel über seine Ab⸗
sichten, daß selbst diejenigen, welche im vorigen Jahre große Besorg⸗
niß gihegt hätten, jet gezwungen seien, Vertrauen auf die ehrliche
Friedensliebe der deutschen Rehietung zu fassen.

Der am Sonnabend dei dem deutschen Botschafter in Paris
staligehabte Ball war außerordentlich glänzend. Unter den seht
ahlteichen Anwesenden besanden si h der Marschall Präsident Mac
Mahon nebst Gemahlin, die Ex⸗Koͤnigin von Spanien und die
dervorragendstea diplomatischen und politischen Notabelitäten.

Der Herzog von Decazes hat in Zeiner privaten Wählerver⸗
sammlung die europäische Lage erbrtert und dieselbe als eine solche
argestellt, die fihere Büegschaften für die Erhaltung des Friedens
nsich trage.
Bermisates.
* Germersheim, 16. Febr. Gestern Abend ereignete sich
n der Wicethschaft des He. Hellmann hier der Unglücksfall, daß
zerselbe von einem Unterofficier aus Unvorsichtigkeit ducch Spielen
nit einem Revolber, den ein hiesiger Handlungs-Commis bei sich
rug, in den Unterleib geschossen wurde. — Bis jetzt steht keine
veitere Gefahhr in Aussicht, da die Kugel im hohlen Unferleib
iegt.
Am 12. d. wurden zwei Knaben, welche zu Neidenfels
zei Lambrecht einet Frau Kohlen zu bringen hatten, von dersel ben
nit Schnaps regalirt und zwar mit einem für zarte Organismen
o unzuträglichen Quantum, daß der eine Knabe davon schwer
rank wurde, der andere aber, ein hoffnungevolles Kind von 6
zdahren, eins blief, um nie wieder zu erwachen. Soviel wir ver⸗
jehnnen, ist üder den Fall, dessen wir zu eindringlicher Warnung
frwähnung thun, bei Gericht seitens des beigerufenen Arztes An⸗
eige erstattet worden. (B, Z.)

Landau, 14. Febr. Der erste Weinmarkt für dieses

JFahr foll sicherem Vernehmen nach am 20. Apcil nächsthin dahier
abgehalten werden.
7 Frankenthal. Alfred Burghart, 36 Jahre alt, Wein⸗
zändler in Ruppertsberg, bezeichnete während der Zeit von Okt.
1873 bis Spätsommer 1874 moussirende Weine, welche von ihm
elbst fabricirt waren, mit Namen und Firmen französischer Cham⸗
dagnerfabriken, namentlich Heidsieck und Co. in Rheims, indem
x mit deren Namen und Zeichen bedruckte Etiquetten auf die
Weinflaschen kleben ließ. Diese Weine brachte er in Verkeht und
'andte solche hauptsächlich aꝛ einen Kaufmann in Königsverg.
Burghardt wurde hier wegen am 7. d. vom hiesigen Zuchtpolizei⸗
zericht zu 9000 Mark Gesdstrafe verurtheilt.

fF Mutterstadt. Unser Gemeinderath hat in Anbktkracht
der seit Einführung der Reichswährung eingetretenen Preissteige⸗
rung der Lebensmittel die Jahresbezüze der Lehrer von 500 fl.
auf 1000 Mark erhöht.

FMünchen, 14. Febr. Beim Diner des Kriegsministers
purde heute Abend der Generalkapitän der Hartschier-Leibgarde,
Benerallieutenant Frhr. v. Laroche, vom Schl'age gerührt und iß
pößzlich gestorben.

jJ München Wieder stand dieser Tage ein Soldat aus
der Hemauer Gegend (Oberpfalz) wegen Selbstverstümmelung vor
dem Militärbez eksgericht. Der Gemeine Georg Selch vom 182.
Juf. Reg. benützte Ende vorigen Jahres seinen Urlaüb dazu, sich
den Zeigefinger der rechten Hand mit einem Beil abzuhacken, ledig⸗
ich in der Ubsicht sich dem Mil tärdienst zu entziehen. Deßwegen
vurde eremit 1 Jahr 8 Monat Gefängniß bestraft und muß nach
Berbüßung dieser Strafe seine Dienstzenn durch häusliche Arbeiten
Kochen, Putzen u. s. w.) ableisten.

F Der 2. ordentliche Delegirsentag des „bayher. Veteranen⸗-,
drie zer⸗ und Kampfgenossenvereins“ ist auf den 5. Juni nach
Augsburg einberufen.

f Amberg, 10. Febr. Das „Amb. Tagbl.“ schreibt: Wir
erhalten folgende amtliche Berichtigung: „„Der im „Amberger
Tagblatt“ Nr. 32 enthaltene Artikel im Betreff einer augeblichen
Tviltrauung im Wirlhshause zu Ursen sollen beruöt vollständig auf
Unwahrheit. Urfensollen, den 9. Februar 1876. Leonhauser.
Burgermeister und Standesbtamter.““

F Mannheim, 13. Febr. Eine Bauersfrau, welche dieser
Tage einer Kand'n Milch bringen wollte, traf solche bewußt!os auf
dem Boden liegen, mehrere kleine Kinder wenend um sie herum.
Auf Beftagen, antworteten die Kleinen, daß sie schon seit gestern
nichts zu essen gehaht und daß der Vater ausgegangen sei, um
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        VBerdienst zu suchen. Die Milchfrau kochte uun einen großen Topf
holl Milchsuppe, floͤßte der ohnmächtig çcewesenen Frau davon ein
and hatte die Freude, Mutter und Kinder bald wieder munter zu
ehen. (N. B. L.)

pSGunder⸗aheim, 13. Febr. Einen seltsamen Ritt machte
Metzgermeister H. aus Worms. Derselbe lud gestern Abend ein
setses Schwein in einen ihm hierzu angewiesenen Packwagen und
sellte sich, wie dieses sein muß, zu demselben. Die schöne Aussicht
bdon Gundersheim und Umgegend scheint jedoch den Herrn Metzger⸗
meister veranlagt zu haben, die Thüre des Wagens iheilweife zu
offnen und sich in diese Oeffnung zu siellen. Während er nun ganz
zemüthlich Umschau hielt, bekam sein Schwein ebenfalls Lust nach
srischer Luft, sprang seinem Herrn zwischen die Beine und Roß und
Reiter — flogen in die Tiefe. Der Zug war schon im siarken
Gange vor der Weiche. Glücklicher Weife kam der Reiler zur
Erde ohne sich zu beschädigen. Wäre der Zug nur noch einige
Schrilte weitergefahren, so wäre der Sturz Uber die Brücke bei der
Wiedensohl circa 70 Fuß tief unvermeidlich und das Ede ein
chreckliches gewesen, während so der Meister sein Thier wieder am
Strick vach der Station brachre, um es mit dem nächiten Zuge
nach Worms zu bringen.

7 Brieg, 22. Febr. (Mord.) Ein außerordentlich pflicht⸗
kreuer Beamter, der Flößmeister und Förster Jung in Alt⸗Köln
im hiefigen Kresse, wurde vorgestern Abend das Opfer seines ge⸗
fahrvollen Dienstes. Vom Forstgerichtetage zu Poppelau zurück⸗
lehrend, wurde er zegen 82 Uhr von drei ihm auflauernden
Männern unerwartet angefallen. Troß eines Schlages auf den
Kopf mit einem Beile vermochte er noch fich zu v rtheid'gen. Er
jog seinen Hirs hfänger, worauf de Geqnuer ihm den Daumen der
olzversteigerung Mein
u gzoerneigeruns zweistöckiges Haus
Schellweiler. n der Oderstadt (jrüher N.
Samstag, den 26. d. Mis., Kodenbusch). im untern Siock
achmittags 2 Uhr, im Schul-⸗ nit zwei Zimmer, Küche, Wasch-
jaale zu Schellweiler. üche und Keller, im obern Stock
l., Schlag Breitenbusch: nit 5 Zimmer, 2 Mau sardzim⸗
Eichen⸗ Stämme und Ab⸗ ner ⁊., Garten hinterm Haus,
schnitte von 3—213 Met. st getheilt oder im Ganzen zu
däuge und 40 -67 Cim. rmiethen und bis 2 März be—
Durchmesser. iehbar.
2., Schlag Witthau: —AA
8 ge ete— von * Ene Auswahl
.Länge und 28 — 3
— Bügelteppiche
13 Fichen Wagnersiangen'1. sind angekommen. pei Stück
und 2. Classe. 6 N. 30 Pf. J
useci, 10. Febraar 187. bei E Grewenig,
Der Bürgermeister, S8 Sattler u. Tapeiierer.
Fr. Bell II.

—

n aute
Fuhrpferde
änd zu vertausen. Wo? sagt
die Expedition des St. Ing⸗
herter Anzeigers.
Neufiadter
Kunst-Mehl
mnpfiehlt

Für
M

Holzhändler!

Aus dem Gemeindewalde Om⸗
nerssheim, Schläge Kieferberg.
Dberthalerhang uud Knöpfchen
verden ca.

3000 Stück kieferne Stem⸗
velstangen und 500 - 600
tieferne Baumstänme ge⸗
schlagen.

D'eselben werden hiermit auf
Submissions — Weg m'stbietend
zur Bergebung auẽ geschr'eben.

Bezügliche Offerten mögen
nit Angabe des Angebots per
Fubm. a. Siempelstangen, b.
Baustämme auf unterfert'gkem
Amte bis 26. Febr. Nach
mittags 1Uhr emngereicht
werden.

Bemerkt wird, daß dieses
Holi, weil nur eiwa 100 Met.
don der, Straße entferot, sehr
zut abzufahren is.

Weilere Bedingungen, mögen
auf dem BürgermestereisLokale
enigegengenommen werden.
Ommersheim, 14. Fibr. 1876.

Das Bürgermeisteramt:

Wack.

P. Jepp.
Es ist mir ein großer, kurz⸗
jaariger, grau und weiß ge—
lecktet

Kettenhund,
Ulmer Dogge, auf den Namen
„Cäsar“ hörend, entlaufen.

Dem Wiederbringer eine Be⸗
ohnung. Bor dem Aunlauf
vird gewarnt.

Sulibach, bei Saarbrücken im
Febrnar 1876.

F. Martin. Gastwirth.
Fin funger weiter
—⸗⸗ *
Spitzhund
jat stch derlausfen..
Wer derselben an die. Cxped.!
d. Bl. bringt, erhält eine guten
Belobnunq.

echten Hand abhieben. Zuletzt ward ihm der Schddel vollständig
jespalten. Der unglückliche Bemordete hinterläßt zehn Kinder.
die Mörder sind bereits festzgenommen und nach Oppeln ubgeführt
dorden, da das Verbrechen im dortigen Kreise, wenige Schritte
jon der Grenze verübt wurde. Sie sollen bereits ihre aus Rache
jervorgegangene That gestanden haben.

F Der Civiltrauungshut. Die Mode ist schlagfertig genug, um
tets den Ansprüchen der Zeit gerecht zu werden. Kaum ist bei
uins die Civilehe obli atorisch geworden, so sorgt die Mode auch
chon für eine dafür geeignese Coiffure. Die bräutliche Myrte
vill die Braut erst vorm Altar in ihren Locken tragen, ein ge⸗
vöhnlicher Hut wird aber doch auch nicht der Feierlichkeit des
Moments angemessen betrachtet — was nun ? Für diese Eventua⸗
ität hat die Mode den Civiltrauungshut geschaffen, eine anmuthige
iademförmige Coiffure aus weißem Tüll mit langen, vorn zu—⸗
ammengeknüpften Schleierenden; den Schmusk des Hutes bildet
ein Myrtenkranz, der so darauf angebracht ist, daß er sich leicht
jerabnehmen läßt, um dann bei der kirchlichen Trauung als Braut⸗
ranz Verwendung zu 'inden.

F (Ein neuer Massennordversuch). Nach Mitthei
ung der „Opinion d' Anver,“ war ein aus dem Hafen von Ant⸗
verpen in Belgien ausgelaufener Dampfer mit 150 Passagienen
hegenstand eines ähnlichen verbrecherischen Versuches, wie jener des
Lngeheuers Thomas in Bremerhaven. Die Heizer fanden unter
en Kohlen sieben Kisten mit Palver. Das Blait verspricht »ähere
Piitbeilungen.
— , — — —
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Vemeß.

—
— — J
Musikveéroin.
Montaugq, den &amp;I. Veb-
—X ——
Abends 7 Uhr 59 Minuten
im großen Saule des
Oerhauses
erste und letzte — —
grosse Carnevalsitzung
mit
Musik- und Damenbegleitung.
Programm:
J. Ungemein verrückte, sonderbare, merkwürdige Ent—
wickelung aller urnärr schen Ideen.
Abhülfe'chaffung zur Linderung der her schenden
AVV
õ stlichs Gelage und furchtbares Gelache, Platzen
der Lachpatronen und Bomben, humoristisches Kreuz⸗
euer.
Production der ersten Künstler unseres Jahrhnnderts,
als: Seiltänzer,Raritätensammler, zahme
Engländer und andere Nationalitäten mit Musik—
und Nebelbitder-Benleitung.
Brillante Issumination oller Narrenlöpfe mit Bod⸗
walzer, Vockbier und Bodwürsten.
Zum Schluß: Allgemeines geräuschvolles Erheben zum
Wettrenden in die sehnfüchtig ausgebteiteten Arme
Bott Morpheus'.
Nachtrag.

Die „Druttz nmet so'-Liederbücher von 1875 sind
mitzubringen. Nur Mitgliedern ist der Eintritt gegen Anlegung
eines närrischen Abzeichens gestattet.

Der Vorstand.
Frudt- Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Start Zweibrücken von 17.
Februar. Weizen 10 M. 14 pf.
dorn 7 M. 98 Pji. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste Areihige
— M. — Pf. Spelz 0O M. —
Pf. Hafer 8 M. 35 Pf. Kar⸗
offelu2 M. 20 Pf. Heu 4M.
65 Pf. Stioh 4M. 30 Pf. per
Zentner. Weißoerod 18 Ko.
50 Pf. Kornbrod 3 Kilo. 66Pf.

ditto 2 Kilo. 46 Pf. dit!o 1
dilo. 23 Pf. Gemischlbrod 3
dilo. 84 Pf. 1Paar Weck 190
SBramm 6 Pf. Spelzlern 0 M.
— Pf. Dinkel d M. P. Mish⸗
tucht — M. — Pf. Rirdfl. J.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 pf.
dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Pf
Schweinefl. 64 Pf. Buttet1
MN. per Pfund.

Redasien Drud und a ven Sdecne in Inter
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        —A—
22232 22 —AA — 22
*22 232353 5335 —A 2 ——
—8222 553 3223 92332 —A 3373*33353 37533353 5353
52 828 — 2z22228— * 25 —— 8 8 55
* —— 5 — 78 —— 5558 5 *⸗ 2522 23 * 9 — 2222
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222,8*8 3333555 2523 5 232
—235 53223 — — S * 525287
— —— 5558858* s322 —23*53223
3 3 33352323535
3 — — — — 52 *223
2z358333 5232 5522 3 3322335357—
52. 23 2 2 — —
33333 3233583358 2353
5 *5—235383553*222 — 25—32 5533
—— 3. 2 22 — 5227 * *
222* 52 53 25 3 2552 5533 —* 2
135 7— 355 — 3285 83 2222 2* 322 5
— 523 3353823 333
—A 2 2222 — 528 — 38
3 * —. 7538 25 226
5. *2 —A 23352 —3252 235
*23552335323 —5332333 533382 3338*
2.53534 7A — FD ES 22273 2233 2

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3 3—3 338
* 25 — — 3375758332
55333 25373332333233
58 533 — 53. 3
55 53,2 28 —258 25 —*—522 ——— *332355
22B5B8. 5— E2 2882532335235223 *2
33 —— —32 3.353 332383232 2538
»3 3 3 33538
2 — 2 — 3 — —— J —
u 2 —5 2. 2 2.5 2* Sva — 5*82 —— 2
5332— 232358 ————
— 3 22223. ⁊ * * 0 2N2.
353858 27533233 —253—3
22 3 33337538337
——— 555 55532 23* — 225 5 2352*
*23 ——73236 — 523352*3335335353537
— — 2— * —
2 8s535345 2* 3 7 * —A 222 33 *6 28
358223655323322 3 — —
15353 —à323752728 552 3 35328373522353
n 2 — * * 5 — * —
S3 — 2 —A 3 S8385 23 —5328 —
2 22 —253282 8 3 — A—
—2* * / 8 — 2 * , 3— ——
3333268 28353 33333
353523 25352853 823 33 æ555333335332337
22 2832 55 53 332.335 233 2325
3*23 2 3 —A 25 23557 32—2322*
3353 23553 * 235] 37335,32385
223 533555 223. 22 22832——253255
33585 33353 — 3253 52323333

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        St. Ingber let Acnzeiger.

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Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wöochenllich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblati, (Sonntags mit illustrirter Vei
lage), erscheint wochentlich Viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis beträgt vierteljährlich
Mark 20 R.⸗Pfe. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Reclauen

mit 30 Pfg pro Zeile berechnet.
28. Samdtaq, den 19. Februar 1876

1

— — —

àñäæÑxÑW tiatdell MAMMlWablteetetittercnccandeccaet

Deutsches Reich.

München, 15. Febr. Ein Erlaß des Kultusministeriums,
daß in Fragen der Besundheinspflege und Gesundheitspolizei auch
der Arzt in den Shhulsitzungen mit Sitz und Stimme Theil zu
nehmen hat, verdient die groößte Beachtug. Gibt es doch noch
bdiele Schulen — um nur Eines anzuführen — wo das ganze
Jahe Lehter und Schüler im Staub und Schmutz sich bewegen
müfsen, weil im Etar nur die einmalige Ausgabe üüt Aufwafchen
des Lehrzimmers, und zwar vor der Prüfung. vorgesehen ist. —

Veaͤnchen, 16. Febr. Dem Vernehmen nach wird von der
patriotischen Frakluuon eine Inkerpellation an das Staatsministerium
bezüglich der Abtretung der bayer. Eifenbahnen an das Reich ge⸗
dllt merden.

Munchen, 16. Febt. Schon in einer der ersten Sitzungen
der Abgeordnetenkammer soll das Project der Erwerbung der deut⸗
schen Eisenbahnen für das Reich zur Sprache gelangen, indem
einige Abbeorbnete der ultramontanen Fraction die Absicht haben,
eine Anfrage an das Ministerirm zu richten, um zu erfahren,
welche Siellung die Staatsregierung zu dem fraglichen Project ein⸗
nimmt. Es wird zu erwarlen sein, daß die ganze Kammer die
Interpellation unteiftüßt, da alle Parteien darüber einig sein dürf⸗
sen, unsere Eisenbahnen nicht an das Reich abzutreten. Daß auch
die Staatsregierung diefer Ansicht ist, wird kaum zu bezwe fela sein,
und so wird die Interpellation wohl den Hinistern jelbst erwüuscht
rommen.

Bezüglich der aufgestellten Behaupkung, daß in München
geprägte Reichsmünzen größtentheils nach Berlin abgeli⸗fert werdea
nußten, bemerkt der Münchener Korrespondent der „N. A. 3.“:
„Nur im Jahre 1874 ging ein Theil der hier geprägten Neumünze
zuf Ansuchen der Reichsregierung nach Berlin. Derselde delief
sich nur auf ein paar Millionen und wurde längst wieder zurücker⸗
staltet. Seitdem wurde von der hiesigen Münze kein Pfennig Neu⸗
münze mehr nach Berlin abgeliefert, wähtend die von Verlin be—
zufs Durchführung der neuen Münzeinrichtung in Bahern nach
Muchen gelieferte dem neuen Münzlsystem entsprechende Münze

einen Betrag von 26 Millionen repräsentirt.“

Die Aeußerungen des Fuürsten Bismarck über das Zurückgehen
der deuischen Arbeiten gegenüͤber dem Aufschwunge der französischen
Production, welche der Fürst auf die Arbeiterbewegung in Deutsch⸗
and zurückbezog, hat in parlamentarischen Kreisen nicht überrascht.
NAuf der leßien Soire des Reichskunzlers lenkte sich das Gespräch
nuuf den Palaie des Fürsten Pleß, und es wurde von verschiedenen
Seiten unliebsam bemerkt, daß der Fürst Pleß eine große Zahl
sranzoͤsischer Arbeiter habe hierher kommen lassen, um das Palais
im Junera auszubauen und einzurichten. Bei dieser Gelegenheit
erging man sich in allgemeinen Betrachtungen über die Vorzüge der
fcanzoͤsischen Krbet und die Stellung der Arbeiter, worauf der
Furft sich des Weitecen gegen die andauernde Aufmerksamkeit der
deutschen Arbe'ter füt fernliegende Interessen verbreitete und betonte,
daß, so lange derartige Abschweifungen fortdauern, an einen Auf ⸗
schwung der deutschen Arbeiter nicht 1u denken sei.

und Wappen. Schon dieser Tage dürfte dem Parlament die dies⸗
bezügliche königliche Eröffaung zugehen. (N. fr. Pr.)

Nach Besr'chten aus Madrid wurde Marfori letzten Samt⸗
lag in Freiheit gesetzt.

In Italien redet man viel von einer merlwürdigen Rede, die
Beneral Garibaldi vor einigen Tagen dei der Gedächinißfeier der
Belagerung von 1849 durch die Franzosen gehalten hat. Man
darf mit dem alten Hetrn wegen seiner Reden und Briefe nicht
allzuscharf ins Gericht gehen. allein das, was er hier zu Tage
örderte, war doh gar zu bunt. Er fleht mit dem Konige auf
zutem Fuße, besucht die Minister, schlittelt ihnen die Hand und ge⸗
nießt die Staatspension und trotzdem sagt er öffentlich, die einzige
uaständize Staatsform sei die Republik und die Minister seien
Diebe in Livree. Der alte Haudegen soll sehr erzürnt sein, daß
nan seine Tiberpläne nicht kräftiger unterstützt. — Auch spricht
nan selbstversändlich Vieles vom Cardinal Hohenlohe und zwar um
o mehr, je weniger man Bestimmtes weiß. Der Chronist der
„Gazz. d' Italia“ behaupiet, der Kardinal sei eigentlich vom Kaiser
jon Oesterreich geschict, um Rom mit Berlin zu versöhnen. Des⸗
jalb sei 'auch ein österreichischer Erzherzog dieser Tage insgeheim
sjier gewesen. — Der Kardinal Ledochowsky wird in nächster Woche
icher hier erwattet.

Konstantinopel, 158. Febr. Es wird öffiziell mitgetheilt:
Zu dem Zvecke, den durch die Rebellion in Bosnien und der
derzegowina hervorgerufenen Uebeln ein Ende zu machen, und nach
)en freuudschaftlichen Anschauungen, welde von den durch ihre
erlönlichen und friedlichen Gesinnungen veranlaßten Großmächten
iber diese Frage ausgedrückt wurden, hat der Sultan in Bekräfti⸗
zung der all zemeinen Bestimmungen des letzten Firmans die Durch⸗
ührung der nachfolgenden besonderen Reformen in Bosnien und
ser Herzegowina angeordnet: Vollstaändige Kultusfreiheit für Nicht⸗
nuselmäuner; Ersitzung des Verpachtungssystems durch das Ver⸗
valtungssystem; Verkauf der brachliegenden, dem Staate gehörigen
Brundstücke au bedürftige Einwohner mit Zahlungserleichterungen
hne Beiaträchtigung des allen Einwohnerklassen bewilligten Eigen⸗
humsrechtes; Respektirung der zwischen muselmännischen und nicht⸗
nuselmännischen Unlerthanen festgesetzten Gleichheit bezüglich der
lebertragung des unbeweglichen Eigenthumns; Errichtung je einer
uus muselmännischen und nichtmuselmännischen Notabeln gewählten
zemischlen Kommission in den beiden Hauptorten von Bosnien und
dec Herzegowina, wel e als Sektion des hoben Exekutibrathes be⸗
aufieagt wird, über der raschen Durchführung dieser besonderen und
im Firman enthaltenen allgemeinen Reformen zu wachen; endlich
verden die für öffentliche Nüßlichkeitsbauten bestimmten Summen
zuf Antrag der Kommissionen nach Maßeabe der lokalen Bedürf⸗
aisse verhältnißmäßig erhöht werden. Diese speziellen Refornmen
werden aus Fürsorge für Diejsenigen bewilligi, welche durch treu⸗
jose Rathschlaäge verirrt sind, und von denen wir wünschen, daß fle
jum Gehorsam zurückkehren. Für diese wird eine allgemeine Am⸗
nestie erlassen werden.

Ausland.

Paris, 17. Febt. Die „Ag. Havas“ bringt folgende Mel⸗
dung aus Ragusa vom 16. d.: Die in Suttorina unker dem
Dorfitze Pekoz dersammelten Insurgenten-Führet lehnten Andraffy's
Reformborschläge ab; sie betrachten dieselben als diplsomatische In-
riguen. (Und nun? Jatzt beginnen die Schwierigkeiten erst recht
jür die Mächte, vor allen für Oesterreich.) (Pf. K.)

Gerüͤchtweise verlautet in London, daß die Koͤnig'n Viktoria
den Titel „Kaiserin von Ind'en? annehmen werde. Die Timet
ntlätt sich mit solcher Evertualiiät ganz einverstanden. Man rechnet
ffenbar dabei auf Erhohung der Subordination der indischen Va⸗
'allenfürsten, deren undändigem Stolze ein geringerer Titel wenig
mpniren würde. Die erst neuerdinge in Schwung gekommene
Zezeichnung Englands als „asiatische Macht“ erhielt dadurch Siegel

RVermisqh tes.

f Aus dem Alsenzthale schreibt man dem „Nordpf.
Wocherbbl.“: Der bei uns immer fühlbarer werdende Mangel an
Dienstboten zwingt auch unsere Landwirthe, zu dem anderwärts
eteits mit Erfolg angewendeten Mittel zu greifen, und sich Dienst⸗
boten aus Ostpreußen kommen zu lassen. Bereilts ist eine größere
Anzahl von Dienftboten bei verschiedenen Agenten bestellt worden,
uind noch immer hört man von neuen Lücken, die unbedingt aus⸗
gefüüllt werden müssen. Die eingezogenen Erlundigungen über die
disher eingetroffenen Dienstboten lauten durchgehends sehr zuftieden⸗
dellerd, allein es machen sich bei der Art und Weise det Bezugs
ielfach so grobe Mißstande geltend, daß wir es für unsere Pflicht
alien, beĩ Zeiten in der Presse auf dieselben aufmerkfam zu
nächen. — Wir haben heute selbst drei Contracte von drei aus der
Frovinz Posen durch einen Agenten Wischanowski aus Posen ver⸗
        <pb n="100" />
        mitlelnden Nägden gesehen, auf welchen als Randbemerkung ver⸗
zeichnet steht, daß jeder derselben in Pofen 10 und in Berlin 25
Sgi. (zusammen also 8 Mark 50 Pfa.) als Zehrgeld ausgezahlt
wurden. — Bei dieser so karglichen Summe, bei vier!äziger Fahrt
in IV Wagenktlasse und bei so großer Kälte darf man sich gewiß
nicht wundern, wenn den armen Maͤgden — trotzdem sie sich schon
anierwegs durch Berkauf von Kleidungsstüchen eiwas Geld ver ⸗
schafft hatien — in Bingerbrück alle Mittel zu weiterem Fortkom⸗
men fehlten, und wenn sie fich deshalb an ihre detreffenden Dienst⸗
herren delegraph'sch um Uebersendung von Geld wandten, damit sie
Jie Reise vbeeudlgen konnten. Man darf sich bei einer solchen Be⸗
handiung der Leute aber auch nicht wundern, wenn manche der
engagirten Dienstboten unterwegs fich anderweitig verdingen, oder
Ernwenn fie die nölhigen Mittel besitzen — wieder in die Heimath
jurücklehren, wie dies auch bei einer an den Hen. Bürgermeister A.
in K. abgesandten Magd der Fall war. — Wenn sich die Agenlea
zür Reise⸗ und Agenturkosten pro Kopf 54--60 Mark zahlen lassen,
wvahrend das Faährgeld IV. Classe bis Bingerbrück nur etwa 12
Maͤrk beträgt, so löante man von ihnen wohl eine mens venwür⸗
digere Pehandlung der Leute erwarten, die fern von der Heimath
cin besseres Loos erwarten. Gegen die Beschaffung voa land—e
virths vaftlichen Arbeitein aus Gegenden, in denen Ueberfluß an
zegselben ist, läütt sich gew'ß nichts einwenden, aber man darf wohl
exiwarten, daß die Art und Weise des Bezugs mit den Humanitäts ⸗
hestrebungen unserer Zeit nicht in schreienden Widerspruch geräth.

7 Speyer, 17. Febr. Laut Berfügung königl. Regierung
der Pfalz vom 15. ds. Mis. dürfen die Jahresprüfungen an den
Volkeschulen für das Schutjahr 1875 auf 1876 nigt vor dem 6.
Martz begonnen werden und müssen bis längstens 12. April vollen⸗
det sein. Ep. 3.)

fMünchen, 14. Febr. Neuestent sind hier außer falschen
20 Pfeunig⸗ Stücken auch falsche Marl-Stücke aygehalten worden.
Diefeiben bestehen aus Zinn, sind in Fotmen nach echten Studcer
degossen und mit Quedfilber abgerieben, wodurch si quf der Ober⸗
Jäche ein Zinnanalgam gebildet hat und die Münzen ein fettiges
Aufühlen erhalten haben. Außerdem ist die Unechtheit zu erkennen
an der graulichen Farbe, dem rundlichen stumpfen Gepräge, nament ⸗
lich der Schrist, den stumpfen Kerben am Rande im Vergleiche zu
enen der echten Stücke, dem Mang⸗l eines Klanges und ihrer Bieg⸗
samkeit. Ueber den oder die Vecsertiger ist bis jetzt nichts
vekannt. (Abdz)

F Mänqchen. Hier wurde vor einigen Tagen ein junger
Bahnbeamter von drei Hunden angefallen. Er ging Nachts gegen
io Uhr nach Hause; als er gegen die Adelgundstraße einbog, bra⸗
hea drei Hunde aus dem Seitenwege heraus und stüczten heulend
ber ihn ber. Wehrlos, nicht einmal mit einem Stod bewaffnet,
ward er im Augenblicke zu Boden gerissen. Im nächsten Momente
uühlte er aber auch schon durch den dicken Ueberrock die scharfen
Zaͤhne e'nes der Thiere und zugleich auch sah er, daß d'e beiden
mnderen Hunde sich ebentalls über ihn hermachten. Es blieb ihm
nichts übrig, als mit den Ellenbogen das Gesicht zu schüßzen und,
soweit der Schreck nicht die Stimme erstickte, um Hülfe zu schreien.
Nach Verlauf von circa 8 Miiauten kamen gluͤcklicherweise zwei
Bendarmen, die sofort von ihren blanken Waffen Gebr uch mach-
ten. Die Hund:e fielen nun über ihre Angreifer her und nur müg
sam gelang es, nach manchem Hiebe, sie abzutreiben. Darauf jag⸗
en sie dem englischen Garten zu,, wo einer davon am andern Tag,
Nachmittiags 8 Uhr, das Viergespann des Herrn Baron von Eich-
hhal, der gerade sprzieren fuhr, augriff. Den hinteten Pfirden ge-
iang es dirch Ausschlagen ihres Feindes ledig zu werden; nicht
io gelang es dem einen der Vorderpferde, an dessen Hals der
hund bing und daßsselde durch kiefe Bisse schwver schhädigte. S. M.
ʒet Konig lick siß bei dem jungen Mann nach dessen Befinden
zxkund gen. Dem didwolligen Ueberzieher derd ankte dieser, daß die
ZBestien nur seinen Rock und seine Hose zerfetzten und nicht ihn,
uud daß er, wenn auch mit tiefgehenden, so doh hoßentlich folg⸗
losen Bissen davongegangen ist. Die drei Hnnde find ein gefangen
und erschossen worden.
Frankfurta. M., 15. Febr. Ein schredlichee Vor⸗
jall ereignete si vor einigen Tagen in dim benachbarten Rödel⸗
heim. Fin Mizger ist von einem Besitzer zum Schlachten bestellt
uͤnd gimmt jener seine zwei KHinder, einen Knaben und ein Mädchen
pon 6 his 8 Jahren mit zur Arbeit. Zur Frühstückszeit begiebt
sich deg Metzger in die Wohnung dik Besitzers. feine beiden Kinder,
nichtz Böses ahnend, gauf dem Hofe zurüchlassend. Naqh Verlauf
iner lurzen Zeit kommt sein Söhnchen gesprungen und erzählt ihm,
daß er auch geschlachtet hade“ und' fübrt seinen Vater voll Freude
zuf den Hof, wo sich ihm ein fhiedlicher Anblik bietet. Mit
einem grozen Shläshtermesser hatte der Kleine seiner Sch vester den
Hals iotal durchschnitten und den Unlerleib aufzeritzt. Der Met

jer, sprachlos vor Schred, siößt in seinee Wuth den Kleinen mit
olcher Kraft von sich, daß dieser mit zerschelltem Kopfe an der
Wand des Hauses zusammenbricht. Der unglückliche Mann soll
vem Wahnsinn verfallen sein.

Berlin. Eine Geschichte aus dem Geheimrathsviertel.
Dder Herr Justizrath L., der vor einem Jahre seiaem etwas langen
JZunggesellenleben Valei gesagt hatte, ward seit den Flitterwochen
jon seiner niedlichen kleinen Frau gebeten, sich doch seinen häßlichen
‚ollen Kinndart abzurasiren. ... „Du würdeßt dann noch eine
nal so zung aussehen, liedes Männchen!“ — Aber beste Agnes,
ch habe mich so an den Bart gewöhnt und furchte auch, mich ohne
Jart zu erkälten.“ — „So lasse Deir so ein paar hübsshe eng-
ische Coteletten st hen, so wie Dem Protege, der Assessor, der
äglich mit Dir konferrren kommt, sie trägt, das würde Dich eb n⸗
alls verjidugen!“ — „Wir wollen es uas überlegen.“ — Aber
er Justizraih übecdachte ez sich so lange, daß darüber der Wintker
»erging und die Bollsaison kam, und der Bart noch immer nicht
nit dem Messer berührt war, notz wiederholter Ermahnung der
Frau Justizräthin. NRm letzten Sonatag war es dem Heren Ju⸗
dizrath erst in Folge dis schmollenden Gesichts und einiger schnööden
Auspielungen auf stühere Aufmerksamkeit in Erinnerung gekommen,
aß heute jr dec Namenstag seinet „Agnes“ sei. Statt des Nach⸗
niltagschläfchens begibt er sich also auf einen Spaziergang besorgt
in schönes Bouqtet und überlegt dang, womit er wohl noch seine
chmokleade kleine Frau versoͤhnen könnte. Da kommt ihm an dem
Schaufenster eines Corffeurs eine Idee. Er läßt sich also beim
Zattkünstler der voll u ihm zur Gewosnhett gewordene Bart
tußen und nur ein Paar Koreletten stehen, — geaau wie der
unge Assessor sie trägt. So wandert er denn in der Dämmerung
„vetjüngi“ nach Hause und klingeit an der Thüre seiner Woh—
aung. Die kleine Justizräthin öffaet selbst und fällt in dem halb-
unkeln Entree ihcem mit dem Vonquet bewaffneten „verjüngten“
Bemahl um den Hals und küßt ihn, ehe er noch zu Wort ge⸗
sommen ist. — „Aiso gefalle ich Dir so?“ frägt schmunzelnd
iber den ungewohnien zärttlichen Empfang der Justizrath. Mit
einem Schrei fährt darauf die Gattin erschredt zurück und bricht
in der Verwirrung in die verräher schen, eutschuldigenden Worte
us: „Ich glaubte, es wäre der Ass ssor!“ — In dem Bekann ten
reise des Justizraths zerbricht nan sit, abee seitdenm den Kopf,
veshalb wohl der Assessor plößlich bei den Justirath in Ungnade
Jefall n und warum er niemals mehr, um zu „ko seriren,“ in die
Beletage des Hauses an der Potsdamerstraße lommt, welche dustiz
rat h8 bewohnen.
fxBerlin. In einem Salon der Jerusalem rstraße lassen sich
zie vier kleinsten Menschen der Zeit als musikalische Künster be⸗
pundern. Ihr Führet, Prinz Colibri ist kein Mi. ho h, der kleine
tjcherkesse Iwan wird sogar auf einem Präsentirteller gezeigt, und
die beiden Damn der ee haben in einem Capuchon Plaß.
F Ein schlechtet Spaß und seine Folgen. Ein zu den dunk⸗

en Existenzen zählender Herr H.. welhhen der T'iel „Direltot“
als einziger Nahhiaß aus der zu Grube getrogenen Gründunzs⸗
»eriode geblieben war, hatte, ausgestattet mit einer bestechenden
Persönlichteit, es verstanden, das Hecschen deer Tochter wohlfituirter,
er besseren Gefellsthaft angehörender Eltern zu erobern. Die an⸗
üuglich dieser Vernindung nicht geneigten Eitern wurden schleßlich
urch die Bitten ihres einzigen Tochterchens umzestimmt und der
Dircctor a. D. war jetzt eifrig bestrebt, den Bund mit dem Gold ⸗
is hchen mögzlichst bald zu schließen. Am letztversiossenen Milwoch
bar große Besellschaft bei ben Eltern der Braut, wozu auch der
Zräitigam Einladung erhalten harte. Auf dem Wege dorthin
vird derselbe von einem Bekannten aufgefordert in der, dicht neben
»m Hause der zukünftigen Schwiegereltern befindlichen Stamm⸗
neipe einen Schoppe u trinken. Vereitwilligst wird acc ptirt,
nan trifft noch mehrere Bekannte und bald herrscht an dem
ztammtisch d'e lebhafteste Unterhaltung. Einige der Bekannten
»es Directors hatten in Ecfahrung gebrecht, daß das, das Haupt
esselben bedeckende üppige schparze Haar nicht dort wurzele,
Indern aus den kunstfertigen Händen eines Perrückenmachers dorthia
ersetz sei und, schon lange hatten die Spaßvögel getrachtet, dem mit
einem üphpigen Haarwuchs Renommirenden einen Schabernak zu
pelen: sie benutzen die günstige Gelegenheit, während der Direkior
n eifrigem Gesproͤch begriffen ist, den inneren Rand seen 8 Hutes
nit Klebestoff zu bestreichen. Nichts Boöͤses ahnend setzt bald da⸗
auf der Gefoppte feinen Cylinder auf und begibt sich in das
debenbauz zuu siner Braut. Diese hatte ihn kommen gesehen,
zfinet selbst die Korridorlhür und schreitet Arm in Arm mit ihm
in das Znmer, wo ein großer Theil der Gäste schon versammeit
st. In der geöffneten Taur nimnt det Bräutigam seinen Hut
ib, verbeugt sich kunstgere ht und traut seinen Ohren nicht, als
hin Seitens der Versam nellen ein homerisches Gelächter entgegena⸗
        <pb n="101" />
        vallt. Lie Braut ebenfalls verwundert, sieyt ihren Zukünftigen
fragend an, und sinkt mit einem lauten Schrei auf ein unweit
tehendes Sopha. Die Veranlassang zu dieser Fceuden⸗ und
Trauerscene ist der Kopf des Beäutigams; dessen Perrücke klebt
im Hut und in der Sfichen Beleuchtung der Gasflammen des
Kronñleuchters strahlt sein vollständig kahler Schädel ihm aus dem
ris-a-vis befindlichen Trumeau entgezen. Da packt Ent'etzen den
Barhäuptizen und wie von Furien gejagt stürzt er zur Wohnung
hinaus. — Das nackte Haupt des Bräutigams hat auf das Herz
der Braut so erkältend gewirkt, daß trotz aller bis jetzt angewen⸗
deten Mittel noch kein Temperaturwechsel herbeigeführt ist.

x Ueber die Affaire betreffs der Herausforderung eines Offi⸗
iers dea 2. Garde Keq. durch einen französischen Offizier wird aus
Paris gemeldet, daß der betreffende Kapitän nicht mehr der altiven
Armee angehört und als ein sehr cxaltirter und unzurechnungsfähi—
ger Mensch bekannt ist, dem selbst im letzten Kriege von der Re⸗
Jierung in Tours ein gewünschtes Kommando m'cht bewilligt wurde.
Die franzoͤsische Armee hat jede Verantwortung für das Auftreten
des betr. Offiziers abgelehnt usd die franzoͤsische Rezierung hat
zleich nah dem Bekanniwerden des Vargangs durch die Botschaft
in Berlin, ohne daß eine Reklamation deutscherseits erfolgt war,
den Fall entschuldigen und als die Thal eines Ueberspaasten be⸗
zeichnen lassen.

fk Dresden, 14. Febr. (Ein Leben für einen Thaler
Jewagt und verloren.“) So konnte man, schreiben die „ODr.
Nacht.“ vorgestern Nachmittag auf der hiesigen Augustusbrücke aus
rufen. Es ging zu dieser Zeit ein Herr über die letztere, als ihm
an der Seite des Blochhauses und kurz vor diesem vom Winde sein Ch⸗
inder über das Geländer auf das Eis des Stromes eatführt wurde. Un⸗
muthig, blickte der Mann in die Tiese und vermaß sich, Denjenigen
welcher ihm den Hut wiederbringen würde, mit einem Thaler zu
delohnen. Da erbietet sich ein Soldat zum Waquiß; er eilt durch
das Blockhausgäßchen und geht auf dem Cise hin, um den Hut zu
rteichtn. Ploͤtztich aber bricht der Kühne, noch ziemnlech fern vom
Gegenstinde seres Sterbens durch das Eis und verllert dabei
feine Mütze. Muthig hält er sich an dem Raude fest und strengt
asle seine Kräfte an, um sich aus dem Wasser auf das feste Eis
emporzuarbeiten. Es töat sein Hülferuf, doch vergebens, kein
Reiter naht, und endlich verlossen den armen Jüngling die Kräfte.
Er sinkt unter, um niemals wieder in die treuen Augen der Sei⸗
nigen zu blicken. Gestern Vormiltag ist sein Leichnam in der
Naͤhe der Ernhruchsstelle von Fischern auf zefunden und aus dem
Wasser gezogen worden. Man bvrachte den Leichnam ins Miilitär⸗
hosptal.
Gus dem Tagebuche eines weltlichen Kreis⸗-Schul-Inspel⸗
ors.) Vom Niederrhein. „Jüngst unterzoz ich die obere Madchen ⸗
tlasse zu N. der ersten Rebision. Als einige Detailfragen aus dem
nach dem vorliegenden Lehrberichte zuletzt behandelten Pensum der
vaterländ'schen Geichichte äuß rst dürftig beantwortet wurden, deschloß
ich, mich auf Haupifragen zu beschräaken. Aber auch hiermit ging
et mit nicht desser. Auf meine Frage, wann Preußen ein König⸗
reich geworden, erfolgte anfänglich keine Aatwort, so daß ich die
seble mit dem Zasahe, dies werde und müsse doch ein jedes Schul⸗
tind wissen, wiederholte. Statt einer Anwort gab's jetzt all ge neine
sichtbare Berlegenheit, welcher schließli h die Lehrerin (8 war keine
Anfängerin mehr) durch die Worte: Herc Jispektor, das weiß ich
selbst nicht! ein drastisches Ende madte.“

7 (Der Kurhut von Hessen Kass.!) Bekaantlich wurde auf
den Sarg des veistorbenen Kurfürsten von Hessen Kassel statt des
aͤchten Kurhutes ein solcher aus der Rqunsite kammer des Peager
Laͤndestheaters gelegt und in den kaiserlichen Keronschatz in Berlin
abgeliefert. Die hierüber auf Anordnung der Berliner Regierung
mil Eifer gepflogenen Recherchen führten, wie wit vernehmen, zu
dem Resultate, daß sich der echte Kuchut augenblicklich in einem
hocharistolratischen Gebäude in Wien befindet. Die Herausgabe
an das Hofamt in Berlin wurde en'scheden verweigert und es
bleibt abzuwarten, os die Berliner Regierung den Prozeßweg be⸗
—E
Zaisers Wilhelm soll die Einschlagung dieses Wege? nicht ent⸗
prechen. (R. W. T.)

rUnerhofftes Wiederseben. Enem Postpader⸗
zehilfen zu Regensburg ging neulich aus einer großen Anahi zur
Abgabe an die Adressaten bestimmter Posistücke verschiedenster Art
ein an einen dortigen Weindäadler adressirtes Geldpeicket mit 600
Mark auf unerklärliche Weise zu Verlust. Vergeblich waren die
eifcigsten Nachforscuungen, der Bedienstele mußte sih bereits auf
Ersotz'eistung gefoßt machen, als Flötßlich aus Ludwigshafen die
Nachricht eintraf, daß dosesbst das verschwundene Packet auf gefunden
worden sei — im Bauche eines Rehbodes! Der Posßpackergehilfe
hatte diesen gleichzeitig mit dem Gelde auf leinem Wagelchen trans⸗
protitt, dais Padet war zufällig in das Innere des Bockes ge⸗

raihen und der letzitere mit dem goldenen Juhalte an einen Metz
ger abgeliefert worden, welcher das Reh sofort an einen Geschäfts⸗
sreund in Ludwigshafen versendet hatte.

Folgende Warnung vor hollandischea Mehlialschera wird
jon der „E. Z.“ veröffemlicht: „Gemäß Mitihilung des Präasi⸗
denten des landwirthschafilichen Vereins für Rheiupreußen werden
von der Firma des Heeremans u. Com. iu Rotterdam den Mühlen-
eghern der Rhinprovinz unter der Bezeichnung zogenaamd
Funstmeel of Kunstwit“ (sogen. Kunstmehl oder Kunstweiß) 2
Broben einer we ßen mehlför nigen Substanz zugesandt, welche bei
Abnahme von mindestens 1000 Kilo zum Preise von 8,80 resp.
7,50 M. pro 100 Kilo geliefert werden soll. Nach der Unler⸗
uchung der landw'rthsch. Versuchsstation zu Bonn ist dieses Kunst
nehl, nichts anderes ais Gypz. Die Verwendung desselben Sei⸗
ens der Möller und Baäcker warde letztere mit dem Strafzgesetzbuche
in Conflikt bringen·“·

“ We aus dem englischen Blaubuch er—chtlich ist, stellt sich
der genaue Preis, welchen der Vicelönig von Egyhpten für seine
176.6802 SueyKanal Akttin erhielt, auf 3,976,682 L. 2 S. 6P.
Die Provision des Hauses Rothschild, zum Satze von 2 pCt.,
beträgt 99, 414 L. 11 S. 1 P. Kleine weitere Ausgaben erhöhen
das Kaufgeld auf die Summe von 4,080,000 8.

(Selbstmord eines Bankiecs.) Ein erschütierader Unglücke⸗
'all ereignete sich am 10. Februat in Livorno. Herr Naphael
Sortia, einer der ersten Banktera der Siadt, wurde zur Hochzeit
eines Sohnes auf der Municipalltät erwartet und begad sich abch
rrüher in Geschäftsangelegenheiten zum Banlier Rignano. Während
des Gespräches mit ihm erhiell er ein Telegramm, dessen Inhait
n sichtlich in Bestürzung versetzte, doh gab er auf Befragen nur
ur Antwort: Es ist nichts.“ Er entferne sich jedoch, trat in ein
Haus der Via Seristoti und setzte sicy rittlings auf ein Fenster des
zierten Stockes. Den unten Vorübergedenden rief er noch zu:
Beansatevit“ (Wricht aus!) und stürtte sich im nächsten Augen⸗
blick auf die Sttaße, wo er zerschmettert liegen blieb. Soria war
35 Jahre alt und läßt zehn Kinder zurück. Er wäar ein allgemein
geachlteter Mann, und man keunt bis jeßt noch nicht die Urfache,
velche ihn zu einem fo verzweifellen Schritte trieb.

Ueber den schon erwähnten in Antwerpen gemachten ver⸗
zrecherischen Versuch, ein Scheff in die Lust zu sprengen, berichtet
zie Opinlon d'Nubers“, daß einer der Feuerleute bereits im Be⸗
zriffe siand, auf einer Kohlenschaufel eines der Pulverpakete ins
Feuer zu werfen, als er zufälligerweise den Gegernstand bemerkie,
velcher auf der Schaufel lag. Er rief seine Kameraden, welche
anter den Kohlen nachsugten und noch sechs andere Pakete fanden,
vovon eines mit einer Lunte versehen war. Das Schiff, auf wel⸗
hem sich d'es ereignele, war zur Ueberfahrt na h Amerila bestimmt
und hatte mit Einschluß der Bemannung 150 Personcu an Bord.

F Der Einfluß des Klinias und des Wetles auf auser Ner⸗
denleben ist bei Weitem größer, als es Viele wissen und glauben.
xs sind darüber interessante Beobachtungen gemacht worden und
jenag Beispiele gegeben, welche die Thatsache außer Zweifel stllen.
In Afrika, wean die Negenzeit vorüber ist, ergreift die Reisenden
aft e'ne uerllärliche Melancholie und ein solches Heimweh, daß
diese Empfidungen nur mit Mühe auf die Dauer ertragen werden
lönnen. Einen gleichen Einfluß übt das Klima von Kamischatka
auf Reisende aus, welche anfangs entzüdt find über die gesunde
duft, die angenehme Gegend und bald darauf sich in ihrem Ge⸗

nüthe so bedrückt fühlen, daß nur schnelle Abreise vom Selbstmorde
ibhallen kann. Kitthez sagt, daß Admiral Krusenstern, ein tapferer
„oldat, beim Anblick der Kamtschula Birke bitte rlich geweint ha⸗
ven soll, während Admiral Price, nachdem er seine Truppen auf
Jerer-Palewiet gelandet hatte, sich eine Kugel durch den Kopf
choß. Cyarles Dickens wurde von gleichen Empfindungen heimge⸗
acht, als er auf Isle of Wgigt ia Bonchureh wohnte. Eine Er⸗
lärunz ist, daß ein Uebermaß von Sauerstoff in der Luft die Le⸗
ensgeister zu stark anregt und e ze deprimirende Reattion die
Folge ist.
fPhiladelphia, 13. Fobr. Für die internationale Aus⸗
t UIung ünd deuscheiseits bis jetzt unzesähr 1100 Ausstener ange⸗
neldet. Gegen 1000 Aussteller gehören der Industrie, die übrigen
zen verjschiedenen Kunstzweigen an. England mit 800 Ausstellern
deht bis jetzt hinter Deutschland zut üd, wahrend der England ein⸗
geräumte Ausstellungsraum den Deutlchland zugewiesenen übersteigt.
stach nunmehriger Bestimmung sind den deutschen Ausstellern in
er Jury 12 Plätze eingeräumt. Nach Abtheilungen find deut-
cherseits am zahlre chifen dertreten die Buchdruckerei und der Buch⸗
und Kunstverlag mit 140 Aasstellern. Die Vereinigung der Aus⸗
deller chem schet Fabtilate zählt 70 Ausfteller, die Bergwerks ⸗ In⸗

»ustrie 42. Elberfeld ist durch 91 Aussteller vertreten, Aachen⸗

Burtscheid. d irch 8, Gladbach durch 20, die Vereinigung der schwarz

wälder Uhrenaussteller durch 25, die Musikinstrumenten⸗Fabrica dion
        <pb n="102" />
        von Mark Neulirch (Sachsen) durch 12, die bayerische Collektion
jon Spiegelgläsern durch 15, Bier, Hopfen und einschlägige Lite⸗
ratur durch 10, die Vereinigung fur Blattmetall und leonische
Drähte durch 15, die Nürnberger Spielwaaren Fabrication durch
30, deutsche Weine und Champagner durch 65. Für mehr als
700 deuische Aussteller fungirt Eduard Schmidt (Fuma Schmidt
und Grüninger in Philadelphia und Newyorh) als Bevollmächtig⸗

er. Die Spedition von gegen 90 pCt. deutscher Güter werd von
iesem Haufe besorgt. Die Firma Krupp in Essen hat einen eige⸗
ren Dampfer ausgerüstet, der ihre Ausstellungsgegenstände und die
»er Bergwerksindustcie hinüber desördert. Das Deuirsche Reich un⸗
ersiützt namentlich die Collectivaussteller. Der Vertreter des deut⸗
hen Reichskanzler-Amtes, v. Zedlißz wird Ausgangs des Monais
dier erwartet.

Conventionelle J —* — n.
3 Acker auf dem Hobels.
Wiederversteigeru ng. Das Nähere auf dem Ge—
Montag, den 28. If. Mts., cchäfsbureau L. Bechthold
u St. Ingbert, in der Wirihs- in St. Ingbert.
ohausung w Hei a Sauer, k. Notär.
Schmitt, werden wegen Nicht⸗
der Erwerdspreise die Verpachtung.
rach bezeichneten dem Friedrich Samstach den 26. Fdruar
Neumann, früher Wirth und ächsthin Nachmittegs 2Uhr
Fuhrmann in St. Ingbert, ge- dber Wirthschaft bon Peter
sörgen Grundstücke, hiesigen dang, Bäcker dabier, läßt
Bannes, öffentlich zu eigen Peter Schmidt, Rentner
wiederversteigert und zwar auf »ahier folgende Liegenschaften
Betreiben von: m Banne von St. Ingbert
J. Peter Greß, Bäcker von fffentlich an die Meistbielenden
da, Nachmitiags um 2 Uhr: rnuf 6 Jahre verpechten nämlich:
Pl.eNr. 2008. 1 Tagwerk Plhl.⸗Nr. 29962/,. 1 Tage⸗
73 Dec. Acker im Rocken⸗ wert 24 Dez. Acker ober
hal, neben Schuldner der Lehmkaut neben Mich.
jelbst und Michaen Thiery Thiery Bäcer, in 2 Loosen.
41. Margaretha Kohler, ohne Pl.Nr. 18243. 92 Dej.
Bewerbe, in St. Ingbert, Ww. Acker am Güttenwieschen
des allda verlebten Aderers und neben J. Ad. Peters Ww.
Fuhrmannes Franz Joseph Behr, Pl.⸗Nr. 1826. 27 Dezimal.
—XV Acker am Güttenwietchen,
Bl.⸗Nr. 974. 1 Tagw. 8 iben Ph. Günther, Berg⸗
Dec. Acker aus Rothenflur
oder Rollenflur neben Pl.⸗Nr. 2026. 39 Dezimal.
Peter Behr und Michael — Ahnung, auf
Paul.
Pl.⸗Nr. 2977. i
III. Georg Franz VDörr und d * —23858
Johann Joseph Törr, Gutsbe⸗ ben Metig Junstee
zer auf Irzystde dertof. Nache pigir. idisin e.
meus e 4 D.. R * der Risqhbach, neben
Acker im Rockenthal, hin⸗ .Hh. o. 8
erste Ahnung, rehen Joh. ð 3
Lus und Johann Schwarz. thümer und J. Hager
V. Peter Fichter, Sand⸗ pi e 7. —*38 ß
Feßer aus'm St. Ingberter 3 den. Ader im geowp:
Fisenwert wohntast, d s Nach⸗ bache rweihr,lange v
aintags um halb 4 Uhr: Wiese des Verpãchiers
Pl.⸗Nr. 2145. 76 Decim. Pi NMr 38771 45 D
Acker in den Duttweiler⸗ —*6 3 ej.
Accker rechts in den Kastler⸗
Rödern neben Gebrüder der neben P. Schwar
trämer beiderseits. Schnieb 3.
Der Actienbramerei Tivoli Pi. R. —X 32 Decim
n Zweibrücken, als Redtsin⸗ — Edhafetopf xu
daberin des in St. Ingbert Gebr. Gre
dotuhasten Satu- me ners Inn StJighern J1. Febr. 1876
ann Joserh Fieck, des Nach Zauter, INolar.
nittags um FJagtoe annng
Plh. Nr. 2029. 1 Tagwer er
23 Dec. Acer am An⸗ Jag e ung
delsberg, neben Johann
—— Holzversteigerung.
Freifag, den 25. Februar,
— des Nochmittags um 2 Uhr im
—„chulhause zu Rohrbach,
vird die Gemeinde-Feld⸗ und
PBaldjagd auf 6 Jahre verpachlet.
ddach dieser Verpachtung werden
achstehende Holzsortimente der⸗
leinert:
3 Weichholz-Stämme 1 Kl.
61 do. do. 2Al.
8 Ster We'chholz⸗Prügel
NKNrappen.
Sut „ Wellen.
Ster Buchen Prügel
— BALI
— ab, wozu nur Eingeladene und Mitglieder Zutri!l haten.
I —— Der närrische Betriebs-Inspe sjon
Redaktion Druck und Verlos von F. X. Demeß in Et. Indbert.

2 Ster Eichen Krappen
7 Kieferu: Stämme 4 Kl.
10 , Sparren
100 Stempelstungen
51 Gerüsistangen
200 Stück buch. Bobnenstangen
82 Ster Kiefern Prügel
42, Kriappen
25 Stück, Wellen
5 Ster Zaunprüdel.
Rohrbach, 18. Febr. 1876.
Das Bürgermeisteramt:
Jakob
Jagdverpachtung.
Samstag, den 26. Februar
„IJ, Mittags 12 Uhr, im
5chulhause zu Ommersheim,
hird die Felde uad Waldjagd
er Gemeinden Ommersheim,
deceudalheim und Oberwürz⸗
ach auf weitere 6 Jahre oͤffent⸗
ich verpachtet.

Immersheim, 10. Febr. 1876.
Das Buürgermeisteramt:
Wack.
Holzversteigerung
aus den Gemeindewaldungen von
Schellweiler.
Samstag, den 26. d. Mis.,
dachmittags 2 Uhr, im Schul⸗

aale zu Schellweiler.
lb., Schlag Breitenbusch:
28 Eichen⸗Stämme und Ab⸗—
schnitte von 3—513 Met.
Läuge und 40 - 67 CEtm.
Durchmesser.
—AI
3 Eichen⸗Abschnitte von 4 —
9 M. Länge und 28 —
38 CEtm. Durchmesser,
13 Eichen-Wagnerstangen 1
und 2. Classe.
stusel, 10. Febraar 1876.
Der Bürgermeister,
Fr. Bell II.

Für vorstehen“e
Jastnacht:
Große Auswahl

m Kappen, Orden, Tanz
karten u. Knallbonbons ec.
Franz Woll.
Mein Garten in den Groß⸗
zä ten neben Hermann Fischer
st zu verkaufen.

Ph. Weber, Schuhmacher.

Ein unger weißer
Spitzhund
hat sich verlaufen.

Wer derselben an die Exped.
). Bl. bringt, erhält eine gute
Belobnung.

Es ist mir ein großer, kurz⸗
haariger, grau nud weiß ge⸗
fleckter

Kettenhund,
Ulmer Dogge, auf den Namen
„Cäsar“ hörend, entlaufen.

Dem Wiederbringer eine Be⸗
ohnung. Vor dem Anlauf
vird gewarnt.

Sulzbach, bei Saarbrücken im
Februar 1876. J

F. Martin, Gastwirtb.
Mein
zweistöckiges Haus

'in der Oberstadt (rüher N.
stodenbuschj, im untern Stod
nit zwei Zimmer, Küche, Wasch⸗
üche und Keller, im obern Stock
nit 5 Zimmer, 2 Mansardzim⸗
ner rc., Garten hinterm Haus,
st getheilt oder im Ganzen zu
ermiethen und bis 2 Maͤrz be—
siehbar.

Bernhard August.
Fra nIcfurter BRöõraso
vom 16. Pebruar 1876.

XXX us.
pistolen, doppeltoe.. 1650 6.
distolen. 188685 6.
Jollãn. 10.-f. Stucke. 16653 6.
danddukaten... 946-4351
O. Prankenstucke.. 1621-25
nglische Sovereigna. 2036-41
dussisehe Imperials. Is 64 - 6
dollars in Golde. 416- 19

Und unmillelbar darauf wer⸗
den auf Betreiben von Bern⸗
hard August, Handelsmann von
hier die nachbeztichneten den oll⸗
da wohnhaften Eht- und Ackers⸗
euten Jakob Lohmer und
Catharinu geb. Riesbeck zu⸗
gehörigen Liegenschaften hiesigen
Bannes, ebenfalls wegen Nicht⸗
dezahlung der Erwerbspreise zu
igen wiederversteigert, nämlich:

Pl. Nr. 3164. 66 Decim.

Ader am Schafkopf, neben
Michael Paul und Wwe.
Hellentbal.
        <pb n="103" />
        AMañÑbiaee
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei
lage), erscheint wöchentlich viermalr Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abonnementopreis beträgt vierteljährlich
Mart 20 R.⸗Pfo. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NReclamen

mit 30 Pfgpro Zeile berechnet.
1876.
29 Sonntag, den 20. Februar
As 29.

Deutsches Reich.

München, 17. Febr. Der den Kammern vorijulegende
Militar-Etat pro 1876 wird bere'ts gedruckt, so daß das eingehende
Elaborat den Kammermitgliedern alsbald nach dem Wiederbeginne
der Sitzungen zugestellt werden kann. Dagselbe wird der Fall sein,
bezüglich der Nachweisungen über die Verwendung der den Central⸗
fondze zugewiesenen Staatseinnahmen pro 1874, bezichungsweise
der umfasseuden Erläuterungen hiezu, die bereits gedruct vorliegen.
Der 1. Präsident der Kammer der Reichsräthe, Graf v. Stauffen⸗
berg, wird bereits morgen und der 1. Präsident der Kammec der
Abg., Frhr. v. Ow, am Sarastag hier eintreffen.

Karlsruhe, 17. Febr. Der Dichter Scheffel ist laut Mel⸗
dung des Badischen Staatzsanzeigers von Großherzog in den erb⸗
lichen Adelstand erhoben.

Berlin, 17. Febr. Einer Bekanntmachunz des General⸗
Postmeisters zufolge soll der neue Telegraphentarif vom 1. März
ds. Is. an in Kraft treten; danach wird für jedes Telegramm
eine Grundtaxe von 20 Pfq. und außerdem für jedes Wort der
Betrag von 5 Pfg. erhoben. Die näntliche Taxe g'ilt vom 1.
März ds. Is. an auch für den Verkehr mit Bavern, Würtemberg
und Luxemburg.

Die socialdemokratischet Agitation wird in einer Erklärung, die
der socialdemokratische Agitator Karl Trieburg in der „Zenung
von Gelsenkirchen“ erlassen hat, um seinen Austritt aus der Partei
zu motiviren, in drastischer Weise charakterisirt. Herr Trieburg
äußert sich u. A. folgendermaßen: „Ueberhaupt würde es mir
nicht zu Ehren gereichen, noch länger einer Partei anzugehören,
welche bestrebt ist, die ihr angehörigen Mitglieder zu ruiniren, wie
sch es leider an mir selbst erfahren habe. Ich habe Jahre laug
Belegenheit gehabt, das Leben und Treiben der Herren Agitatoren
der Sozialdemokratischen Arbeiter-Partei genau zu beodachten und
chließlich jetzt gefunden, daß genannte Herren im Trüben zu fischen
gederken. Denn womit ließe sich der arme Ardeiter wohl am leichte—
den die Taschen lerren, als wenn man ihm mit glaitem, phrasen⸗
zeichem Worischwall veispricht, feine traurige Lage ändern, bessern
ju wollen? obgleich diese Herren recht gunt wissen und einsehen, daß
sie mit ihren Ideal-Tendenzen n'cht helfen könpnen.“

Für die Reichstagswahlen entfalten die Socialdemokraten im
Ganzen eine sehr starke Rührigket. Außer in Sachsen, Holstein
und der Rheinprovinz (Elberfeld), von welchem aus sie bisher im
Reichstaze vertreten waren, operiren sie auch namenllich in beiden
dessen. In dem dem stark unterwühlten Hanau soll der Partei—
Redakteur Scheil, in Offenbach Herr Liebknecht aufgestellt werden.
Der leztgenannte Wahlkreis war durch den Chefredakteur der „Na⸗
ionalzeitunz“ Herrn Dernburg vertreten. Liedkrecht ist ein gebor⸗
aer Hesse, aus Gießen.
Aussand.

Die „christliche Liza zur Unterstützung der Christen in der
Türlei“ hat sich nunmehr in London kounst tuirt. An der Spitze
des Kom'tee's steht Here Lewis Farley. Als —X fungicen
Lord Russell und Viichael, Erzbischof von Belzrad. Der Zwed
ist, den Ehristen in der Türkei zu voller Rechtsgleichheit mit den
Muselmännern, und wenn Solches nicht ausführbar ist, zur Be⸗
ireiung von der musel nännischen Unterdrückung zu verhelijen. Das
Beitrittsgesd eines Jayresmitgliedes beträgt 1Pfand Sterling, die
—XE—
Mitgliedschaft. Die Einzahlungen können gemacht werden in Lon⸗
don, Charing Chroß. bei Drummonds, Banquier.

Barcelona, 15. Febe. Emilio Castelar ist, von Parit
lommend, gestern Abend hier eingelroffen und mit großem Jubel
empfangen word'in. Im Theater murde demselben eine Opation
dargebracht, welche jedoch von den Behörden als eine republikanische
Demonstration aufgefaßt wurde und das Einschreiten der Polizei
Reranlaßte. Es fanden bei d'ieser Gelegenheit 30 Verhaflkungen statt

Bermischtes.

F In Zweibrücken beginnt die nächste Schwurgerlchtssitzung,
welche von Apellrath Uebel präsidirt wird, am 13. März nächsthin.

F In Landau wurden am Diegstag 7 Burschen wegen
rober Mißhandlungen, d'e sie an einem ruh'g auf ver Stauße fah—⸗
reuden Chepaare derüdten, zu Gefängnißstrafen bis zu 3 Monaten
perurtheilt. Der „L. Anz.“ bemerkt hierzu, daß die jugendliche
Rohheit bereits als eine der ganzen bürgerlichen Gesellschaft dro⸗
hende Gefahr empfunden werde. Das Strafgesetzbuch allein kann
in salchen Fällen nicht helfen, sondern eine bessere Erziehung.

F Beislingen. Die große Staub'sche Baumwollspinnerei
und Zwirnerei in Kuchen ist am 12. Februat Abends zur Hälse
niederzebraunt. Der Schaden an Maschinen allein wird auf
5—600,000 fl. angeschlagen.

Mainz, 14. Febr. Eine weibliche Barbierstube soll seitens
einer Dame dahier ins Leben gerufen werden — nach dem Vor—⸗
bilde Berlins, woselbfst eine Wittwe ein solches Etablissement er⸗
richtet hat und dasselbe mit einer Anzahl Gehülfinnen betreibt; es
werden dort Herren fuͤr 6 Reichspfennige dem früheren Preise rasirt.

F Barmen. In einem hieügen Kosthause vergriff sich kürz⸗
lich die Köchen beim Pfannenkuchenbacken, indem sie statt der Rüb⸗
zl⸗ die Petroleumflasche nahm. Die so entstandenen Kuchen wan⸗
derten in die huageigen Magen von sechs Schreinergesellen, wo sie
sbald derart rümorten, daß ärztliche Hülfe geholt werden mußte.
Dem Arzt gelang es in karzer Zeit, die Schreiner, welche glaubten.
daß sie vergiftet seien, wieder herzustellen.

tKöln, 17. Febr. In Folge der gewaltigen Regengüsse,
welche in den letzten Tagen stattfanden, sind auf der Stece der
Rheinischen Eisenbahn von hier nach Aachen Abrutschungen entstan⸗
den, wodurch dieselbe einstweilen unfahrbar geworden ist. Der
Verkehr nach Belgien wird vorläaufig über die Linie Aachen⸗Glad⸗
hach geleitet.

FGach Muster.) In einem Berliner höchst feinen Rest aurant
bestellte kürzlich ein Herr ein Beefsteal. Man brachte ihm auf
ꝛ»legantem Teller das Gewünschte, aber in äußerst kleinem Format.
„Warten Sie!“ sagte er zum Kellner, spießte ruhig den Bissen auf
die Gabel, ging aus Fenster, besah ihn lange und genau, und
sagte dann: „S'ist richtig! Von dieser Sorte Rindfleisch können sie
mir ein Beefileal maqcen lassen.“

F Breeslau, 14. Febr. Ueber ein versuchtes Attenlat mit⸗
tels einer Höllenmaschine wird berichtet: Der hier wohnende Geld⸗
chrante Fabrikant P. empfina am 13. d. als Po isendung von
Dhlau eine kleine Holzkiste. Ahnungslos machte der Adressat in
Begenwart seiner Feau und seiner Kinder im Familienzimmer sich
daran, das Poststück zu öffnen. Frau P. war dabei behülflich
uind zwänkte ein Stemmeisen zwijchen die Nägel, mit welchen der
Deckel der Kiste befestigt war. Das Oeffnungswerkzeng stieß aber
auf Wieerstand, und langsam zog man dasselbe wieder heraus.
An der Spitze des Stemmeisens befand fich etwas von einer schwar⸗
jen Masse. Diese Erscheinung und die Hindernisse, welche der
Deffnung sich in den Weg gestellt, veranlaßten den Empfänger, die
diste mit außergewöhnlicher Vorsicht und Behutsamkeit zu öͤffnen.
Sorgsam wurden die einzelnen Nägel herausgezogen, langsam end⸗
ich der Deckel gehoben. Die Familie P. sollte bald alle Veran-
assung haden, der Vorfhung dafür zu dankeu, daß das Oeffnen
des Deckels nicht durch ein kräftiges Aufsprengen, wie dies von
dem Absender erwartet stin mochte, geschehen war. Der Inhalt
der Kiste bestand aus etwa s Pfund Schießpulver und 13 Zünd—
hütchen, wie dieselben zu Bikforth'scher Züudschuut für Dynamit⸗
patronen derwendet werden. Außeidem bestand der Inhalt det
Zistchens aus einer Maschienerie, zwei in dem Deckel eingelötheten
daken, in denen zwei gibogene Spitzen befestigt waren, die an
einem unteren Stege fortliefen und mit zwei Marine-Geschützzündern
großen Kalibers so verbunden waren, daß sie bei rascher Oeffnung
und dem Enporschlagen des Dickels in dieselben eingreifen und sie
uur Entzsedung bringen mußten. Nur die zufällige langsame und
        <pb n="104" />
        vossichtige Oeffnuug haite die Höllenmaschine außer Funktion gesetzt
und die Expiosion verhütet. Seitens des Fabrikbesißers ist eint
namhafte Belohnung für die Ermittelung des Schuldigen ausgejetzt.

t Straßburg, i. E. 27. Fehr. Ein komisches Inter—
mezzo ereignete sich kürzlich in der Schwurgerichtssitzung zu Kolmar.
Vor der Richtertr büne befindet sich ein einfacher Rohrstuhl, birter
den d'e jedesmal abzuhöreaden Zeugen treten müssen. Ein Bäuer—
lein aus Sulzeren glaubte nun, der Stuhl diene wie gewöhnlich
zum Sitzen und nahm schmunzelnd Platz vor dem Präsidenten.
Als ihm dedeutet wurde, er habe seine Aussage stehend abzugeben,
stieg er zum großen Staunen der Richter, Geschworenen und sonstigen
Anwescuden auf den Stuhl und dann rückwärts mit einer unge⸗
heue: linkischen Besegung über die Lehne desselben. Die allgemeine
Heiterkeit des Auditor ums konnte ihn aber nicht abhalten, nach
beendetem Verhör und auf die Aufforderung des Präsidenten, sih
zu setzen, wieder sich auf denselben verhängnißvollen Siuhl nieder—
julassen. Welchen anderen Zwed sollte abet auch ein Stuhl haben,
so mag das Bäuerlein und mögen mit ihm noch viele Andere
gedacht haben.

4 Lwerpooler Blätter melden über den Urheber der Bremer
hafenet Explosien, Thomas, daß derselbe 1861 ein Droquerie
Gefchäft in Philadelphia besessen, welches er für 5000 Pfd. ver⸗
sichert hatte. Eine Feuersbrunst zerstörte den Laden, und eine von
der Versicherungs-Gesellschaft angestellte Untersuchung lieserte den
Nachweis, daß das Inventar, auf welchem die Assecuranz begründet
war, ein Betrug gewesen. Hierauf floh Thomas nach dem Süden
und deschäftigte sich, wie schon bekannt ist, bis zun Jabre 1865

damit, die Blokade während des Bürgers⸗strieges zu brechen. Als
daun begab er sich nach Europa und kehrte später nach Virginien
zurück, um sich daselbst als Farben ˖Fabrikant zu etabliren. Durqh
zefälschte Facturen verschaffle er sich Versicherungen für sein Lager
im Bettage von 2300 Pfid. St. Sein Haus brannte ab; er er⸗
hielt einen Theil der Bersicherungs ⸗· Summe und kehrte dann nach
kuropa zurück, wo er das bekannte Verbrechen plante und aus—
ührte.

Aus Manchester wird telegraphirt, daß der große ameri—

fanische Dampfer „Progreß“ im Atlantischen Ocean untergegangen
st. Der Werth seiner haupisächlich aus Baumwolle beslehenden
dadung w'ird auf 50,000 8. angegeben.
D7 Dover, 18. Febr. Gestern stieß der einer Hamburger
Besellschaft gehörige Dampfer „Franconia“, welcher nach West⸗
'ndien fuhr, mit einem Glasgower Dampfer bei Strathelyde zu⸗
ammen. Letzterer ist untergegangen, 5 Passagiere wurden gerettet
52 sind ertrunken. Die Franconia ist start beschädigt und ging
bei Dover vor Anker.

F (Fünflinge), gesunde, hat kürzlich Frau Weishaus, ein⸗
Deutsche, in Lawrence Massachussets geboren.

Dienstesnachrichten.

Verliehen wurden d'e protest. Parresen Gaugzrehweiler dem
Pfarrer Weghorn in Wörth, Freckenfeld dem Pfarrer J. Koch in
Spesbach und Wiesbach dem Pfarramtscandidaten H. Dabl aut
Niederkerchen. z. Z. staͤndiger Vicar in Erfenbach

——M—
Hemäüthlichkeit.

Arbeiter⸗Bildung⸗
Verein.

Sonntag Abend 8 Uhr:
Gemüthliche Unter—⸗
haltung.

Montau Abend 8 Uhr:
Generalversammlung
im Vereinslokal.

Der Ausschuß.

—8 dem Unterzeichneten sind
3 Zimmer nevbst Keller und
Speicher ꝛc. sogleich beziehbar zu
permiethen.

J. Boos, Geschäftsagent
Hanf-Couverts,
mit Firma bedrucktt werden an

gefertigt in der
Druckerei dieses Blattes.

2! Aufgepaßte!!
Dem Untrrzeichneten ist es gelun—
gen in keinem, so auch wie in d'esem
Jahre behufs eines uremüthlicher
Abends die p
renomirte Künstler—⸗
Gesellschaft
tachmeio

2 aute

Fuhrpferde
sind zu verkaufjen. Wo? sagt!
die Expedition des St. Ing⸗
herter Anze⸗eineræ

rauboen Brust⸗
Honig
allein ächt

zu der nächsten
Sonntag, den 02. Hornung
um 480 Minuten
in der nit Suppenwecken wohldelorirten
Rarrhalla
des Herrn FPriese Ea De statifindenden Unterhaltung zit
engagiren, wozu alle Mitglieder eingeladen sind.
Tugesordnung:
—J.
Traverlied: Es ist schon lange ber von Gebr. Blatt⸗
saͤnger.
O Tannenbaum, von Herren Fistelstimm.
Ungeheure Heiserkeit, von Herrn Heiser.
Ein Madchen kommt daher, von Herrn hol die Leiter.
L.
Gutherrliches Ritlerspiel von Herren Gebr. Kannit.
..Zum Schluß:
Bengalische Kopfbeleuchtung.
XNB. Tgür saure Zungen sorut der Wirth.

mit nebigem
Fabrikstempel —
a Flasche 1, 2
1U und 3M. 8 —*5
in St. Ing RM—
bert, bei — Lw
Fiewie in
t. Johann, bei F. P. Du⸗
denhoeffer und Karl Thi—
riot, in Saarlouis, bei
FranzAltenkirch, in Blies
Lastel, bei Apotheker C.
Nichter, in Saargemünd,
bei Apotheker H. Kirch⸗
ner, in Sulzbach, bei Apo—“
eter A. Treffoou.

vIss «ocscae ound iranc

versenden wir auf Franco An⸗
bagt einen über 100 Seiten
fizrten, min vielen Zeugnifsen
Aaiis Sebreiiter verschenen
sinszug aus „Dr. airr'a Natur⸗
— Feder, weicher sic
n der Vorzuglichreit des islustr.
dod Scilen sarten Original⸗
ertes Greis nur 1Marb 8
zieben burch alle aee
Rerzeugen will, lasse sich den
uszugv. Richteres Perlags
—Anart in Lelprtig tommer

12*
—RXRX

Gieht und Rh
er m atis mnm *
und au andere r 777 Lu hmungen
⸗ner nd ãuss
nheitbate Lran —
F 7—
* l ich bei ei
—** wurffänger ü —
Stadtgemeinden S ich Ihnen viel Dank schuldi gewandt und
Johaun und Malst I — gebraucht, musste — Fr Deiw
Bucbach att⸗ iden waα herübereb ich, wozu mich das
h suchen für sof ———— rgebeugt gehen,
——— e eeet ——
vergütung aus jeder Stadt 210 waeren u cmpfehlen. eht· und Rheumatismus
Mark. — Bewerber min ei . Nov. 1874. Achtungsvoll P.
Att st einem Ottfingen b. V Jos. Bröõcher in
* e 8 Orisbehörde über . Wenden, Kr. Olpe
stungsfähigkeit versehen, w Herrn 4. Pathemem.
ĩ ß ollen — Ieh fr 8 athemann, in B
— —— Unter zeich⸗ — e w mittheilen en das
0 4 3. aben, 5807 Gehör mi F 30
deren dinzun gaun di Waltenseheid, d. — Wehey meinen —X — vollatanaie
sind g einzusehen E'ne Aukwahl 5. Achtungsvoll H darbringe·
— — X
—3 2 AM. —
St. Johann a / S. 17. Febr. 1876. si Bügelteppich e Mo zoll ich Wo 5 Pathemann in Barmen
Im A . sind angekom— 3 mir geword n Ihnen für die W.
uftrage men, per Stück Jab den sind, meinen DP under, muss ieh sa 4.
Der Bürgermeister: 6 M. 30 Pf — verdient, habe ich —SeS auszusprechen. Mas ich
Faike nhagen bea 9 Grewenig hem bi i e ———— *
Redaktion Druck ——— et — —ES Gesnndheitaenatand
ruck und Verlag von 57 d. Lenne, Rreis Olpe. 16. Febr 7 Most in Forde
Dom⸗h in St. Ims⸗ 1875.

Aspα
        <pb n="105" />
        St. Ingberlei Anzeiger.

—*—
der St. Ingberter Anzeiger' und das (2 mal wöchenklich) mit dem Hauptblalte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonndags mü illustrirter Vel-

lage), erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis beträgt vierteljchrlich

Marlk 20 Ri⸗Pfd. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfy. für die viergespaltene Zeile Blattschrift ober deren Raum. Neelamen
init 300 Pfepro Zeile berechnet.
M 30. wedis à peα Dienstag, den 22. Februar F —V 187 6.
Deutsches Reich.

Der Kaiser hat das Gesuch Arnim's um Aussetzung der
A
Gnadengesuch der Famitie Arnim's ist noch undeantwortet. —
Der „Reichsa zeiger“ demenatirt, daß Ecypten Werbe⸗-Agenten nach
Deutschland gesandi.
Ausland. 7*
Paris, 20. Fobr. RNachts 3 Uhr 458 Min. Aus Madrid
vird schon heute offiziell gemeldet: Estella hat sich beute früh 8
Uhr dem General Primo de Rivera auf Gnade und Ungnade
calso den Regierungstruppen) ergeben.

Paris, 21. Febr. Bei den gestern stattgehabten Deputir⸗
tenwahlen zus Nationalversammlung wurden, so viel bis jetzt be⸗
kannt, gewählt: Thiers, Rouher, Herzoz von Monchy, Ferry, Ju⸗
les Grevy, Gambetta viernmal, Louis Blauc zweimal, Decazes mit
relativer Majorität. Die Pariser Wahlen sind sämmtlich republi⸗
tauisch oder radikal ausgefallen.

Madrid, 17. Febr. König Alfons ist zur Nordarmee ab⸗
gjereist und hat den Oberbefehl übernommen.

Madrid, 20. Febr. Im der Schlacht von Monlejurra
wurde der carlistuche General Calderon gefangen. Die carlistischen
Anführer und Truppen fliehen nach der französischen Grenze. Vera
wurde von dem Genetal Martinez Campos genommen. Die Mit⸗
Zlieder der carlistischen Junta sind in Frankreich angelanzt. Ma—⸗
drid ist illuminirt.

Peteruburg, 21. Febr Die“ Großfürstin“ Marie ist
gestorben.

Vermischtes.

fFKaisertlautern, 17. Febr. (Pf. Ztig.) Gestern starb
)er älteste Mann unserer Stadt, de Privatier Wan ie nacher im
Alter von 95 Jahren. Derselbe hat die Feldzüge unter Napolcon
i. in Spanien ꝛc. mitgemacht und diesen auf dem Gopfel seiner
Macht, aber auch dessen Niedergang und Sturz gesehen.

fFKaiserslautern, 19. Febt. 42 hiefge Volksschul⸗
ehrer haden gegen die „Pfälzische Volkszeitung' dei dem hiesigen
Polizeinerichte eine Beleidigungs ˖ Klage angestrengt wegen eines im
Antethaltungsblatte det „Volkszeitung“ enthaltenen Pampplets.
Die Klage wird am 1. April zur Verhandlung kommen.

Speier, 18. Fedr. Den Scheffer Christian Schopp von
hier traf gesiern ein schweres Unglück. Er war im Begriffe, mit
ieinem Fahrzeuge (inem Nachen von 300 CEtr. Tragkrast). das er
in Lußheim mit Kies beladen hotte, den Rhein herabzusahren, als
sich zwischen 3 und 4 Uhr Nachmittag:; plötzlich ein heftliger Wind
erhod. Das Schiff wurde dadurch so rasch zum Sinken gebracht,
»aß sich die Mansschaft, der Eigenthümer und zwei Kameraden,
zur durch einen Sprung in das Wasser zu retten vermochten.
Schopp, ein fleißeger jun er Mann, ist Familienvrter mit 4 Kin⸗
)ern. Mit dem Nachen ist sein ganzes Besizthum im Rhein
—X

Der Weinbändler Burghardt von Ruppertsberg wurde
aicht, wir wit neulich berichteten, zu 9000 Mark. sondern zu 900
Mark Geldsirafe verurtheili.

fKusel, 19. Febr. In der Dampfsägmühle des Zim⸗
nermeisters Vogel gerieth heute Nachmittag der 10jährige Sohn
des Besihers in den Transmissions-Treibriemen und wurde mehr⸗
mals herumgeschleudert, wobei derselbe so schwere Verletzungen er⸗
list, daß der Tod bald darauf einirat. (K. Z.)

f Ludwigshafen, 19. Febr. Auf der Mannheimer Seite
st der Rhein über seine Ufer getreten und hat das Voclaud über
uthet. — Das Hodhwasser des Neckat hat gefiern oberhalb det
— Kirchhoses gegen Freudenheici zu den Damm durch⸗
ochen.

F Zu der Weltausstellung in Phitadelphia sind folgende
Pfälzer Firmen angemeldet: 1) Ludwigshafen: Saame u. Cie.,
hemische Präparate; 2) Speiet: H. Weltz, Bier; 8) Neustadt;
Bh. Jac. Scholler und Söhne, Vretalle und Drahtgewebe; L.
Seisel, Bier; 4) Deideaheim: F. P. Buhl, Louis Feiß, Gebr.
ẽcel. Fr. Seyler, Wein; 5) Edenkoben: F. M. Froͤhlich, Wein;
) Kaiserslautern: F. Pfaff/ Musikinstrumente; Kammgarnspinnerei,
dammgarn; Ultramarinfabrik, chemische Präparate, 77 Piemasens
Bebr. Huber, Musitinstrumente.

F Berüglich der Schulentlassung hat die kgl. Regierung
die In'pctoren angew'esen, die Altersgrenze genau zu beachten
ind alle diejenigen Schüler und Schülerinnen der Volksschule,
velche sich den Aaforderungen der Lehrotdnung nicht vollstandig
ntsprechend unterrichtet zeigen, oder im Schulbesuche säumig waren,
innachsaichtlich ein weiteres Jahr in der Schule zurückzuhalten.

Müncqcen, 16. Fedbr. Se. Maj. der König hat pro
876 für be'de Armeckorps größere Truppenübungen und behufs
lebung“ der Kavallerie im Brigode- und Divisionsverbande die
dusammenziehung einer Cavaleriedivision best'mmi. Für die Aus⸗
ührung dieser Verfügung wurden mehrfache Bestimmungen erlassen.
die nach der Pfalz detachirten Jnfanterie Bataillone sind zu ihren
esp. Regimentern behufs Thelinahme an den Regiments⸗, Vrigade⸗
ind D'v'sionsübungen- heranzuzithen. Hinsichtüch der Ue bungen
zer in Elfatz-Lothringen dislozitten Feldtruppentheile des 2. Kr⸗
neekorps (inct. der 3. Escadron des 5. Chev.⸗Regiments) wird das
Seneralkemmando dieses Korps mit dem Generalkommando des XV.
Armeckorps das Erforderliche vereiubaren, wobei die Antheilnahme
»es 5. Jäger-Bataillons und zweler Batterieen der 2. Feldabthei⸗
ung des 1. Feld⸗Artillerie-Regiments an den Uebungen der baheri⸗
chen Besatzungsbrigade in Anregung gebracht werden kann. Behufs
lebung dec Kavallerie im Brigader und Divisionsverbaude ist eine
dabaletie⸗ Tibision auf 13 Tage zusammen zu ziehev.

Dienstesnachrichten.

Zum Kreisbauamtsassessor für das Iagenieurfach bei der Re—
zierung der Pfalz wurde der— Bauamtsassessor F. Feil in Speier
efoͤrdert.

Der Bezirks und Handelsgerichtsralh G. J. Beder in Lam⸗
zau ist auf Ansuchen wegen Auffstellaag desselben als Untersuchungs⸗
iichter feiner Stelle als Rath am Handelsgerichte in Landau ent⸗
soben und zu Rathen am Haudelsgerichte Landau die Vezirksge⸗
ichtäräthe F. Böcking und J. B. Richter daselbst ernannt.
Die beiden neuesten Nummern der Illastrirten Frauen⸗Zeüunng
vierteljaͤhrl. Abonnementspreis M. 2.50) enthalten: T. Die
Noden⸗Rummer (7): Ball“, Gesellschaftze und —X
ttten, Jocken- und Dolman⸗Paletot, hohe Taillen, Kleiderärmel,
hdüte, Coiffüren mit Blumen und Elsaßschleife, Cravaten, Hals⸗
rause, Manschetten, Schürzen und Morgenhauben. Schmuckgegen⸗
tände: Collier, Medaillon, Broche, Haldkette, Armbänder und
Manschettenknopf. Anzüge für leine Madchen. Negligee⸗, Ar⸗
neits⸗ oder Baby-Korb. Behang für Thüren oder Fenster mit
hwedischer Gobelinstickerei (eine neue sehr empfehlenswerthe Arbeit).
Jordüre oder Fond zu einem Teppich, Arbeitstasche, Rolldecke,
Sprißzarbeit). Durchzugmuster in Tüll, irische Spitßzenarbeiten.
kinsätze und Carreaur in Häkelarbeit, Zackenlitze und Band ⁊c. ꝛc.
nit 61 Abbildungen und einem gtoßen colorirten Modenkupfer.
. Die Unterhaltungs-⸗ctummer (8): Kölner Carneval v5 A.
). R. Mit 5 Bildern von Alexander Zick — Die Jungfrau
on Orleans. Von Karl Frenzel. Mit einem neuentdeckten gleich⸗
eitigen Bilde der Jungfrau von Orleans von Paul Were und
wei anderen Darstellengen der Jungftau. — Dir Liebenden auf
Tamsel. Eine Geschichte von Edinund Hoefer. Schluß. — Ver⸗
hiedenes. — Wirthicaftliches: Fastenspeisezetlel. Briefmappe.
— Frauengedenktage. —
        <pb n="106" />
        Freiwillig gerichtliche
Versteigerung.

Samstag, den 11. Piärz
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr zu
St. Ingbert, in der Weinwirth⸗
schaftvon Johann Schmelzer
Bäcker, werden in Folge gericht⸗
lich bestätigten Familienrathsbe⸗
schlusses, gefaßt vor dem lönigl.
Zandgerichi Si. Ingbeit am 17.
October 1874 vor dem unter⸗
neichneten hiezu gerichtlich beauf⸗
iragten k. Notar die nachbezeich⸗
neten Liegenschaften, im Danne
don St. Ingbert, der absoluten
Nothwendigkeit wegen öffentlich
ihSihentham versteigert, näm⸗
ich:

l. 45 Dejz. Acer am Gileten⸗
wiessschen neben Ernst Con⸗
rad und Peter Sqhmitt;
69 Dec. Wies im Allment
auf dem Langenstein neben
Erben Feichuner;

49 Dec. Ackeer auf der
Hobelsahnung neben Jalob
Schwarz und Wwe. Karl
dion;
43 Dec. Ader am Seyen⸗
rech neben dem Weg;
28 Dejz. Acker auf der
serummflur neben Georg
Uhl und Schmelzarbeiter
Greß;
67 Dez. Wiese auf der
Spick neben Urban Jalkob
und Erben Thiery;
19 Dec. Garien in den
Gassengörten veben Joh.
Schmelzer und Franz
Jatob Ehrhardt.
Eigenthümer sind die Wittwe
und Kinder des zu St. Ingbert
herlebten Schmiedes Jo haun
Adam Peters, nämlich:
1. Magdalena Hager ohne

gewerbe in Sti. Ingbert, Ww.
des Verlebten;

2. Magdalena Peters, ge⸗
verblose Ehefrau von Wilhelm
Denrich, Aufseher auf den St.
Ingberter Eisenwerk;

s8. Karolina Peterb, gewerb⸗
sose Ehefrau von Johann Schmel
er, Bäcer und Weinwirth in
St. Ingbert;

4. Karl Peters, Metzger in
New⸗Yersey in Nordamerila;

5. Joseph Peters,

6. Anna Peters und

7. Therese Peters, beide letz⸗
dere noch minderjänrig, welche
izre Mutter zur gesetzlichen Vor⸗
münderin und Karl Gros, Bier⸗
zrauer in St. Jugbert zum
Beivormund haben.

St. Ingbert. 17. Febr. 1876.
Sauer, t. Notar.

Jagdverpachtung

und

Holzversteigerung.

Freifagt, den 25. Februar,
des Nachmittags um 2 Uhr im
S„chulhause zu Rohrbach,
vird die Gemeinde-Feld⸗ und
Waldjagd auf 6 Jahre verpachtet.
Nach dieser Verpachtung werden
nachstehende Holzsortimente ver⸗
steigert:

3 Weichholz-⸗Stämme 1 8l.
41 do. do. 2 Kl.
183 Sier We'chholz Prügel

24 EKrappen.
75 Stück Wellen.

8 Ster Buchen Prügel

2 , SFichen,

Aspen
10 , Buchen Krappen
2 Sier Eiden Krappen

7 Kiefern⸗Stänme 4 Kl.
10 , ESparren
100 Stempelstangen

51 Gerüsistanzen
200 Stück buch. Bohnenstangen
82 Ster Kiefern Prügel
4 NKtrappen
25 Stüuck, Wellen
5 Ster, Zaunprügel.
Rohrbach, 18. Febr. 1876
Das Bürgermeisteramt:
Jakob.

relen melden, wo auch die nä⸗
zeren Bedingungen einjusehen
ind.
St. Johann a / S. 17. Febr. 1876.
Im Auftrage
Der Bürgermeister:
Falkenhagen.
M in den Großgärten
neben dem Schulgarten ge⸗
legener, 14 Dec. großer
Garten

Maulwurffänger.

Die Stadtgemeinden St
Johaun und Malstatt⸗
Burbach suchen für sofort
inen Maulwurffänger. Geld⸗
ergütung aus jeder Stadt 240
Mark. — Bewerber mit einem
Atteste der Ortsbehörde über
deistungsfähigkit dersehen, wollen
äch soforn bei dem Unterjeich⸗

st zu verkaufen.
FxFranz Schmadel, Schmelzer
wohnbaft auf der Meb.
Bo dem Unterzeichneten sind
3 Zimmer nevst Keeller und
Speicher ꝛc. sogleich beziehbdar zu
vermiethen.
J J. Boos, Geschäfisagent.
——— —
—a4 4 1
Zum Probe⸗-Abonnement
für nunr 1 M. 70 Pf. pro März
empfiehlt sich das
Neue Berliner Tageblaft
—J * * ⸗ *
mit seinen drei Gratisbeilagen:
Verliner sliegende Blãtter (ilustr.)
Verliner Gartenlaube (illustr.)
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Bereinsfreund.

Das ‚Nexue Berliner Tagedlatt“ erscheint fäglich
in mindestens 3 Bogen großen Formats; die Beiblätter
wöchenil ch.

Keine deutsche Zeitung hat sich eines
solchen Erfolges zu ersfreuen: Nach vier⸗
monatlichem Besthen zaäͤhlt das Neue Berliner Tage⸗
blatt mehr als 14000 Abonnenten, wovon 10,800 in
Berlin und über 3700 in ganz Deutschland Verbreitung
finden.
Aronnements nehmen sämmtliche Postanstalten
täglich entgegen.

Q0000000000000

*
T — F
—

—

1
⸗
4

988
Fastnacht-Montag,
Bal!

Würger⸗
im
HLètel Tauæp,
Anfang Abends 8 Uhr,
wozu höfliohst einladet
PV. Lebhnert.

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Ressnies Dcaa ind Berlag von F. X. Demeb in St. Ingbert.
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        22 *
—V R2BE —
—— 2* 5232352223 —— —
533257 535 3383 532533536 55 55—3533533 253828 528
2 * — 222 22332 2 — — —AA—— 5 2 — 7
E7525,352 53—* *35535—555 —3338588 ————— 522365 2*
—A * * 2383 353— 532555* A 252688 2 *
5*2. 22 7 222 52 —53 3 —8 23335 32602 —

8* ⸗ 2 52 —8 — —A— 22—— — —
5— — — —— 58 2R3* 2*2 8* 282 28 *
5355333 53 3 55383535 572 535 22552333 22835* 230
—* 12 J 2 2 25 * — 822 — 582 —2 58 X 5
5355— * —BR —— 235—5555* 22555 55
2223** —A —A — 2 228 —2285 — 23225 528*
55*8*8 25 353 — —— 555 —— 535s3332538* 3z3223 52 5 —

8 5 — z 57* 5 — —E ** 2* ⸗

— — 82 552 —2 — — 38 8 * 2 222
2732 — 5 522 — 5832 — — —5355 23B3E88 582
* —z 22 28 — 802 —R — —X ——3 335* —
8 28533503 5 — 55—855 3 2 3 —5 —8— — * — 22— 2332
582 22 3 * BRE”ESB— 33 25 8 52222 — 8 « 2 5
5351337537 288 355s 33535 —835333 28153238553232 *
555—33338 5 722 5523338 —— 223233 2 5538 —7 55
— A 35 255 88 28 2233223 55535523333332385 52

—583 2
s33253853865 3 2383 23383523—33.277
5353 s —A— 2*24 ẽ —53258* 533781333
2 5—22z — —8 5 2235325* 5 * —28354 5—222—3.* 5 224
— 2——35 5333885 — ———— 5

—8 58*53 —X * 2 55 * — — 25 8 * 8

— 5 25172 595222 5232 — 52 —
535353 6363383 17333333 3336458 37353555353
5533223 28 18*222 5835S 5535335 8535 —55832587 ————— 2
—233 12 4 73 — 52 7 — 22 T. —
3565

* * — — 2— — — 2 *
5333335 S2* —ãA 5;*22 27 2578 55256B 3323 — — 22
z5327 22. 568 32366 5* * ——— — s 2* 2
— — — — 8 253 3 — 25585 *252
—A 5 528* 2 O —A —*

55235 55 — 22—5 2232 —5
—
—
*
3 — 558
* 8
2 55333 —26 ——
* 5233 —9 2235348
—53 55 5 * 5523357238
2 238 2328 5255 532233
7 — 5 — 2
2— 228* 229 — 5r ——— 352
2533 222 533355 282288 353*3
28 558 5 133535587 583
3— —— 38* —z553 28 —S * 2 3 222*
⁊ 55238 — — 2308 2 234 5533 3 52337
57738 * 8* 2* — — 8
2 5* Ss 5535338 523* 38 37 223
3 835323533 538* 58 ——— 5 255 368
55353 228 — — 2 22 33365 S—6 z260 58**
— 15587* 37 6 A— AI *
— — — —2535 5233 58 332338 * 248 —— 8
* — —3 — 37 2332 S53 — — — 27 2215 * 52* — 6*
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7* 5 52 23. 253 3 55 5 2358 32
5. 2 55 2 2* * —252325 8* 225
— * 223 co * 5323 2. 5 23 38* — · *2 5
238 8338738 —M —— 22333 222 2
—4 —
— — 22 5333535 2225325 —552358 5* 8
—— * * — — — 5. 23 2 — 5.
38 585 253753* — —— 5332 » 3355 5
—2 —2
77— 8 2* — — 2 2 22 —* 523. 2 35. —
3. * 2* 2. 5 2 253272 2 — —252 3 —— — v 2* —
53 X 525.55552 3323237 3235— 5335337 35
88 2 T* 72*5877 xcaiA TB 3 3253725255 32

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        St. Ingberlei Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne meuntspreis betraͤgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg. von Auswärts mit 15 Pf. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnei.
—* J
4331. Donnerstag. den 24. Februar 18 6

ö— —
Deutsches Reich.

Mänchen, 21. Febr. Heute wurden in dem Bureau der
sammer der Abgeordneten 1898 Abgeordneie, hierunter auch die
Mitslieder der Reichsjustizkommission, angemeldet. Die erste öffent⸗
liche Sitzutg soll am 23. ds. Vormittags stattfinden. — Das
Finanzministerium hat der Abgeordnetenkammer einen Gesetzentwurf
„die provisorische Steuecrerhebung und vorläufige Bestreituͤng be⸗
sonderer Ausgaben pro 1876 betr. nebst Motiven vorgelegt.
Derselbe ist bereits dem Finanzausschuß zugew'esen.

München, 21. Febr. Eine j'edensalls erfreuliche Erschei⸗
nung ist die Zunahme der Frequenz der technischeu Lehranstalten
in Bayern. So zählten im dermaligen Wintersemester die dietr
Industrieschulen 401 Schüler, um 61 mehr als im Vorsemester;
die 6 Realgymnasien 751 Schüler, Zugang 42, dann die 46
Gewerbschulen 5127 Schüler, um 938 mehr als im Vorsemefter;
der Stand der landwirthswaftlichen Fortbildungsschulen war am
Schluß des Schuljahtes 1874,75: Winterschülen 252 Schüler,
landwirthichaftliche Fortbildungsschulen im engeren Sinn 17,600
Schüler und landwirthschaftliche Fartbildungsschulen überhauplt
17,852 Scüler. (Allg. Ztg.)

München, 22. Febr. In der morgigen Sitzung der Ab
geocdnetenkammer wird der Abgeordnete Freitag im Namen der
Klerikalen die Regierung wegen ihrer Stellung zu der Reichseisen—
bahpfrage interpellizen und die Frage stellen, ob die Siaalsregierung

unter irgend welchen Umständen die Staatseisenbahnen an das
Reich abtreen wurde.
Ausland.

Madrid, 22. Febr. Dortegaray, Saballs, Lizzaraga, Mo—
cales und andere Carlistenführer sind nach Frankreich übergetreten;
ehr viele Carlisten unterwerfen sich der Reg'erung des Königs
Alphons; überhanpt verbreitet sich auf der carliftichen Seite voll
ständige Muthlosigkeit.

Saa Sebastian, 21. Febr. Der von den Carlisten ver⸗
schanzte San Marcos, sowie Santiagomendi und Andeain sind
seit heute Morgen im Besitze des Generals Loma. In Toiosa
Hder festesten Stellung, welche die Carlisten ĩn Gu'puzcoa hatten)
ind General Quesada und Könia Alphbons eingerückt.
BVermisqhtes.

F. Vom Zuchtpolizeigeriche Zweibrücken wurden am 10.
da. 2 Bewohner von Bexbach wegen Vergehens des Widerstandes
zgegen einen Gendarmen, groben Unfugs, vorsätzlcher Körperver⸗
ietzung und Sachbeschädigung zn 5 Monat 8 Tagen, resp. 7
Monat 20 Tagen Gefängniß verurtheilt. Dieselben hatten sich au
dem gelegentlich der Wahlmännervahlen am 15. Juli abhin in
Miltelbexbach in Scene gesetzten Excesse in hervorragender Weise
ketheiligt und waren deshalb vor das Zuchtpol'zeigericht verwiesen
worden, während die übrigen Excedenten — atwa 830 an der
Zah! — vor dem einfachen Polizeigerichte abgeurtheilt wurden.

FKaiferslautern, 22. Febe. Gestern Vormittag fiel
der 38 Jahre alte Bremser Philipp Lichti aus Izgelheim, stationirt
Ludwiashafen. im Tunnel Seiligenbera so unofücklich aug dem Vaa.
Freiwillig gerichtliche tragten k. Notar die nachbezeich⸗

— — neten Liegenschaften, im Banne

Ver steigerung. dvon St. —2 der absoluten

Samstag, den 11. März Nothwendigkeit wegen öffentlich
nächsthin, Nachmistags 2 Uhr zu in Eigenthum versteigerte näm—
St. Ingbert, in der Weinwirth⸗ üich:
shaftvon Johann Schmelzer 1. 45 Dez. Acker am Gü'ken⸗
Backer, verden in Folze gericht wieschn de ben Ernst Con⸗
lich bestätigten Famelienrathsbe⸗ rad und Peter Schmitt;
lusses, gefaßt vor dem köouigl. 69 Dec. Wies im Allment
Landgerichi Si. Ingbert am 17. auf dem Langensteia neben
October 1874 vor dem unlet— Erben Feichtner;
Jeichneten hiezu gerichtlich beauf⸗ 49 Dec. Acker auf der

waegen, das ihm der rehchte Fuß abgefahren wurde und derselbe
bedeutende Contufionen am Hinterkopfe erlitt. (Pf. V.)

FMuünchen, 20. Feor. Die sämmtlichen für den Reichs-
elegrapheaverkehr geltenden neuen Bestimmungen kommen, mit Aus—⸗
nahme des Tarifsatzes, vom 1. März l. Is. an auch auf den in⸗
erren Telegraphenverkehr in Bayern und Wärttemberg und auf den
Wechselverkehr zwischen beiden Staaten in Anwendung. Der Tarif
iur dem lezibezeichneteu Verkehr ist auf 8 Pf. für das Wort er—
näßigt, so daß also füc jedes in Bayern und Württemberg der—
»leibende Telegramm eine fixe Gebühr von 20 pf. ohne Rücksicht
auf Wortzahl und Entfernung und eine Gebühr von 3 Ppf. fuͤr
jedes Wort gleichfalls ohne Rücksicht auf die Entfernung erhoben
wird. Der Gesammtbetrag wird jedoch auf ein Vielfaches von 5
Pf. in der Weise abgerundet, daß Ueberschüsse von 1J und 2 Pf.
nicht erhoben und solche von 8 und 4 Pf. für 5 Pf. gerechnet
werden. Für die mit Eisenbahntelegraphen beförderten Telezramme
wird für Bayern und Württemberg eine Zuschlagtaxe 3— erhoben.

A. 3.)

fKarlsruhe, 17. Febr. Fürst Bismarck hat ein Glück⸗
wunschschreiben an Scheffel gerichtet. Der Dichter hat mit den
tolgenden Zeiken gedankt:

Ein gutes Blatt Geschichte
Ist mehr als tausend Gedichte!

F An Victor Scheffel in Karlsruhe der berühmten Dichter
des Trompeter von Saͤciagen, des Etkehart, des Gaudeamug u.
s. w. gingen am 15. ds. von einer Anzahl Freunde und Verehrer
des Dictters in Deidesheim, Forst, Neustadt ꝛc zu dessen 50jähri⸗
gem Geburistage 50 Flaschen edelsten 1865 pfälzer Weines ab,
den er bekanntlich in einem Gedichte seines „Gaudeamus“ so wunder⸗
voll verherrlicht hat.

FAus Bückeburg meldet das .L. R. Bl.“: In deer Nacht
vom 8. ds. ist hier ein sbauderhaftes Verbrechen verübt worden
Einer vom unteren Bahnhofspersonal verwies Leuten im Wartesaal
—R paßten ihm bein Nachhausegehen auf‘
üderfielen ihn und schnitten ihm den Huals ab, so daͤß er diesen
Morgen als Leiche gefunden wuͤrde.

fDas Reichsbankoire torium fordert die Besitzer von Noten
der preußischen Bank zu 50, 100 und 500 Th ner auf, dieselben
baldigst bei der Reichsbaukhauptkasse oder bei einer der Zweig⸗
mistalten der Reichzbank in Zah ung zu geben oder gegen andere
Banknoten umzutauschen, da vom 15. Märi ds3. Jsz. an de ren
Finlösung nur noch bei der Reichzbankh uptkafse erfolgen wird.

Dienstesnachrichten.

Der seitherige funkt. Staatsanwalts-Substitut am kgl. Vezirks⸗
gerichte zu Frankenthal, Rudolph Tillman, ist zum Assessor am
gl. Landgerichte Germersheim ernaum und an dessen Stelle der
zeitherige Polizeianwalt in Landau, Alfred Pauli, befördert, der
jeirherige Pol'zeianwalt in Zwe bricken, Ferdinand Pachmair zum
funlt. Staatsanwalts .Subst'int am kgl. Bezirksgerichte Kaiserslaulern
und der fuut. Subst. Lobenhoffet in Kalserslautern uum Landgerichts⸗
Assessor ia Neustadt a!H. ernannt.
Hobelsahnung neben Jakob
Schwarz und Wwe. Karl
Lion;
43 Dec. Acker am Seyen⸗
rech neben dem Weg;
28 Dez. Ecker auf der
Krummflur neben Georg
Uhl und Schmeljarbeiter
Greß;
67 Dez. Wiese auf der
Spick neben Urdan Jatob
und Erben Thiery;

7. 19 Dec. Garien in den

Gassengärten reben Joh.
Schmelzer und Franz
Jakob Ehrhardt.
348/10 Dez. Wiese in den
Brachwiesen neben Bäcker
Stief und Georg Adt.
Eigenthuͤmer sind die Wittwe
und Kinder des zu St. Ingbert
verlebten Schmiedes Johann
Adam Peters, nämlich:
1. Magdalena Hagec ohne
Gewerbe in St. Ingbert, Ww.
dez Verlebten«
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        2. Mag dalena Peters, ge⸗
werbl oje 3 — von Wilhelm
denrich, Auffeher auf dem St.
Ingberter Eisenwerk;

3. Karolina Peters, gewerb⸗
sose Ehefrau von Johann Schmel⸗
zer, Bäcker und Weinwirth in
St. Ingbert;

.. aarl Peters, Metzger in
New⸗Hersey in Nordamerika;

5. Joseph Peters,

5. Anna Peters und

7. Therese Peters, beide letz⸗
ere noch minderjährig, welche
ihre Mutter zur gesetzlichen Vor ⸗
münderin und Karl Gros, Bier⸗
hrauer in St. Ingbert zum
Beivormund haben.

St. Ingbert, 17. Febr. 1876.

Sauer, k. Notar.
Für
V

Holzhändler!

Nas dem Gemeindewalde Om⸗
nersheim, Schläge Kieferberg,
Oberihalerhang und Knöpfchen
werden ca.

3000 Siüd kieferne Stem⸗
pelstangen und 500 - 600
kieferne Baumstämme ge—
chlagen.

D'eselben werden hiermit auf
—A meistbietend
zur Vergebung aus geschreben.

Bezügliche Offerten mögen
nil Angabe des Angebots per
Fubm. a. Stempelstangen, b.
Baustämme auf unterferlkigiem
som bis 26. Febr. Nach
mittags 1 Uhr eingereicht
werden.

Bemerkt wird, daß dieses
Holz, weil nur etwa 100 Met.
hon der Straße entfernt, sehr
zut abzufahren ist.

Weilere Bedingungen mögen

Puddler von da öffentlich zu
eigen versteigern:
Pl.⸗Nr, 3166. 84 Dezim.
uAder auf Schaftopf, hie⸗
sigen Baunes, neben Wib.
Hellenthal und Joseph
Montag, den 28. 1. Mis., Klein.
»es Nachmittags um 4 Uhr, zu Aus Auftrag
Sl. Ingbert, in der Wirthobe⸗ Das Geschäftobureau
jausung des Hein richschmitt L. Bechthold
ahl Georg Schallhammer in Si. Insbert.
Fertig ab!!!
— 224
Sonntage Montag
P 7J
TOIMUBSI-

Oberhauser.
EEchnappbach.
Sonntageden27. Februar, von Nachmittags 3
Uhr an
Streich⸗Concert.
Abends 8 Uhr:
Ball.
Musik von der Kapelle des
12. Insanterie Regiments aus Metz,
unter Leitung des Kapellmeisters Sichmint.
Entree zum goncert 50 Rfg.
Ball 1 2Wark 50 Rig.
Es ladet ergebenst ein
J. Eisel.
iciner Dressur so weit vorge⸗
chritien, daß er sogar kurzsich⸗
ige Damen, Wettsteine und
zZeituncgsdruckfehler aus Rari⸗
aten⸗ und Lumpensammlungen
erdusfindet. Möge derselbe

Närrisches.

D bekannte junge Baribal,
er im vorigen Johre in dem
dircus von Peter dem Großen
sich gehörig abgekühll hat, ist in

seinem Scharfnne nicht zu diel
zumuthen, sonst koͤnnte ihm
Jielleicht auf irgend eine Weise
zur Zaͤhmung ein Ring durch
die Rase gezogen werden.

J. Arm, Raritätensammler.
Fastnachtsonntag
Froimusik,
Montag
IEB AII
Georg Jung.
Fastnachtsountag und
Montag
Freimusik
del Wirth
P. Schweitzer.

hei

Fructt⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Stadt Zweibrücken vom 24.
Februar. Weizen 10 M. 15 Pf.
Zorn 7 M. 82 Pj. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste Areihige
— M. — Pf. Spelz 0O M. —
Pf. Hafer 8 M. 20 Pf. Kar—
soffeln 2 M. 20 Pf. Heu 4M.
63 Pf. Stioh 4M. 30 Pf. per
Zentuͤer. Weißerod L12 Ko.
50 Pf. Kornbrod 3 Kilo. 66 Pf.
ditio 2 Kilo. 46 Pf. ditto 1
sKilo. 28 Pf. Gemischtbrod 3
stilo. 84 Pf. 1 Paar Wed 190
Gramm 6 Pf. Spelzkera O M.
— ppf. Dinkel O M. — P. Misch—
frucht — M. — Pf. Rindfl. 1.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf.
Zalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Pf.
Schweinefl. 64 Pf. Butter 1
M. per Pfund.

—

Fastnacht-Montag,
den 28. α I876
Bal!
Zürger

*
11
ss c
Anfang Abends 8 Uhr,
wozu höfliohst einladet
P. Lehnert.

—&amp;
ů— — ι
0 vVerlag von F. X. Demes in St. Iuabert.

—*

5
        <pb n="111" />
        2 2—2 2323 255
22
—⸗28. 533 —2332 5325 —3533—5— —33352 558 5853
— ——c58385—— 287 3523538 2355 ——— ——
23 5552333 5533 32358 53 23523 57333 DZ8458 —
3 2c8272 22 2 8 * —3 — — — *
3 5 — 52 3 837353— 283385 588 —531
—A— 2553 5335 33533255 3 —
2. 3222 27 — 22 25232 — 2* — — 22 5—2 —2328* 5 — *2*
3. * 2 3255 2,—58 .538 8532322 88— 3 — XL 8
28 33328 75 32. 532 25 58 53335575—2—85883 38325335
A ——— —A 33381625333235 —E ——
22 2—225 2523232* 8* 2 22232— —2 — 53 B35 53—5235— 2522 *
3 333 —3 33388 6
* 552222 * 832 275 25 — 3252 8 325 3 *
8 —A 5253 5 855 35 —A —

2 — — 22 * — — 4 * —
533 — 3 22 82 22z0385 5352338 *
25 25c3 7 ß 22335 832— 2722. 28033 5— —33353 *—258
—— 532 2 — — — 2⸗27 — — 5—
—* — 8 38 8 5 — 2 525 3232 2* 38 8

—— —— 5 2402 —8 * — —3 —
28 33363—3 2873. 3z 3 ———23
22 25 8 * 22 2 —2 * — — — 2828— 32
—A — 9 S — 5— 235* 23 &amp; — — c5B222 3 2 2352 2
2 2 5 — 2 232— — 5826 2 2 2* 8* 22* —A S 8

7* — 23822 8 2 * 9 938 —A 2 — 32 ——**
533 5. 5355—— — —35— 5 3332332
—5——5 5 25238 253532 533, 3556522 —— — 38 528 *23
55 52. — 732 *22 52* 8 — — 28
55 8* 252—52 575 27 22—— —— 33 — — 33322355228
25 — — 38
.2. 5 — 6 7 —A — 2 223 — — 552—5877—
36 5287 555855553533 2563252 2 5227 3223 3833538
22. 2352 —A⏑— — 282 2232383—853 2523 * —A —A
— — ———— —58——— 3 —35 2333 —— *
35 353— 3338328383
33 3 — 8 —8352———5 535 —267
2 2335368755 3128 2 — 8 25 38 —3z23 *SS 2 7 2 5

2 —2

23 53 2558 — c5
—3 582235
3 35535— 5833238
— 21 8588 255 52— 75
5353 28 2832 3 ——32 *
— 22 32* 8 ¶. 5525*
— —A—— — — 22 — 2 —* —8 —&amp; 5
—X 5238 232535 28 2838* 82 22* — —
2— 52358 228 7555535 358 538 z338 53538 333237
5353 2 35*2* s5s—5 882 —525— 8* 60 2 52 28 —
2 —A— 3 52232 25 ẽ* * — * 2 55 223
3W0 20 2557 8 2 2753 53253 52 * 52 — * 8 22
—825 3 55 —— 8 128 2 3 * S 522
—388 23 * W 232 7 32 ʒꝛ —83338 —A 3535c55
55 ——33353526 288 — 5737 333335—85 82522238
* 2533 83 33 * 3 * 523 553232 * 27.3553.*
55 — E822 —* 322 — 232 2 —A— — —z28—52 23222 328
58 — 23326 35258 3233835375
—E * 2 — * ⸗ F —
— 58 — ——— — —*8 53222 5 23335 — ———— 5353585
22 23*33 — —— 22355358 35823538 A —A——
322 2 2 — —— 8* 23* 2322 2
582 —z23338325325 52 * 3 5355 —e——— *223513*
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2 —2353555323.55 252587 —A——— 32223.5 5385868
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55z528352233 2* — —2529 2 55 3 — 25 2832323
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2 * 5 2 27 733.27 — 8
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—22 523* — 223323 2523338338 2 — 53—z 3 3283223533
5z5 82258 557 8 2*2 — — * * —A—— 52525353
— 2 28 538*3* —A — 22333 — 575583355* 23353333—5
—— * 328 53235— 332 2*5 —A 53233553753 3.
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— —— * — — 5 —* 27 3 — 25 ⸗ S* v 8.
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3* —A 3 222*8 2. 2 32383 2. 5 * 5* 2 237
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38 58333358 s532284 8 3 28282
8* 3532383 8 525235 j
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7 722 2 * ——— 8
— ——— *283 225
22755 3 15 — 273532532
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553058 22 8 27338
* 25 258 * —— 3 3 —
232 22 —2
23533 ————
* 22 83 ——— * 322532.*
53333355 23335 553—3835338
3 2* — — 3 2 3
* — 2 * 2438528* 5737833
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— 28 — 537 52382*58 —2 80 8 —
253 —253233232333 2582 38
*2323 5533 222522 3223 —2223
2*8 25325 2 5355533337235 *
83 32 3833335 7835355
2. 7
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225235 322343 53 *205—z25 —2
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* 58 22 * — 209 *
2* 28B83 25 8 522
2 4 * 552 686* 52328 * 23
2 535 8— * 3 5. 5 52 528 ——
2 25332 22 5533;7 5538525
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        <pb n="113" />
        St. Ingberler Anzeiger.

———
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei-

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis beträgt vierteljährlich

Mart 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fuür die viergespaltene Zeile Blattichrift oder deren Raum. Aeela men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 32. Samstag, den 26. Februar

16.

—AöC— —
*

Deutsches Reich.

München, 22. Febt. Der Gesetzentwurf über die provi⸗
sorische Steuererhebung verlangt für die Regierung die Ermächtig—
unz, die direckten Steuern für das erste Quartal 1876 in der
für die vorige Finan periode festgesetzten Höhe zu erheben, sodann
die Zuschüsse, Alterszulagen uud Sustentation, welche Geistlichen
und Schullehrern für die vorige Finanzperiode in widerruflichet
Wise gewährt waren, ebenfalls bis 31. März pro rata auszu⸗
zahlen, desgleschen die Theuerungs- und Pensionszulagen, welche
den pragmatisch angestellien Staatedienern, den nichtstabilen Bedien—
teten, den vor dem Januar 1872 in Ruhestand versetzten Staats⸗
heamten und Bedieunsteten, sowie den Witiwen und Waisen der vor
diesem Zeitpunkt in Activität verstorbenen oder in Ruhestand getre⸗
tenen Beamten und Bediensteten für die vorige Finanzperiode ge⸗
vährt waren.

Muünchen, 23. Febr. (Abgeordnetenkammer.) Abg. Frey⸗
zag verliest seine Interpellation betreffs der Reschseisenbahnen.
Minister v. Pfretzschner erklärt, dieselbe in einer der nächsten Siß⸗
angen beantworten zu wollen. — Am Freitag ist Präsidentenwahl.

Braf Harry von Arnim hatte sich, wie die „Dresde er
stachtichteä? erfahren, in tiefsten Geheimniß von Florenz nach
Berlia begeben, um seinen, wie er fürchtete, todtkranken Sohn noch
einmal zu sehen. Man vermuthet, daß die Bitte des Grafen Ar—
nim um einen Geleitsbrif nach den bestedenden Gesetzen nicht
gewährt werden konnte, daß aber die Polizei Ordre erhalten hat,
den Aufenthalt Arnim's zu ignoriren. Der Graf ist übrigens be⸗
reits von Berlin abgereist und hat die frohe Hoffnung mitgenom⸗
men, daß sein Sohn nicht mehr in Lebensgefahr sich befindet.
Uebrigens hat das Kammergericht auf das Gesach des Grafen Ar⸗
nim, die Vollstreckuug der gegen ihn erkannten Haft seines leiden⸗
den Zustandes wegen auszusetzen, demselben, wie die Volksz. mit⸗
heilt, im Gegensatz zum Stadtgericht eine dreimonatliche Frist
gewähct.

Die Ernennung des Grafen Otto v. Stotberg⸗eWerni—⸗
zgerode zum deutsschen Votschafter in Wien, ist, der Berliner
„Montags⸗Zectung“ zufolge, das Werk des Fursten Bismarck.
Man hatte ursprünglich die Absicht, dem General v. Schweinitz
vieder einen hohen Militär zum Nachfolger zu geben, und die
Wahl schwankte hin und her, bis der Reichskanzler mit seinem
Vorschlage dazwischentrat. Die Konfeteazen Bismarc's mit dem
zeutschen Kaiser galten in der letzten Woche ausschließlich dieser An⸗
gelezenheit. — Der Graf gehörte — wie die Schl. Pr. bemerkt
— im Reichstage zur „deutschen Reichsspartei', der „Boilschafter⸗
raktion“, welche belanntlich auch die Boischafter in London und
Paris gestellt hat, zum großen Mißvergnügen der diplomatischen
Zunft. So sind nunmehr die wichtigsten diplomatischen Posten,
dondon, Paris, St. Petersburg und Wien mit unzünftigen Diplo—
naten besetzt, nach dem Grundsatze des Fütsten Bismarck, seine
„Diplomaten zu nehmen, wo er sie finde.“

Ausland.

Paris, 22. Febr. Heute sind aus den 532 Wahlkreisen
Frankreichs alle Ergebnisse bis auf die vier aus den Coloniten be⸗
'annt. Von den 108 Stichwählen, die statt finden werden, dür⸗
en die Republikaner laut dem Moniteur mindestens auf die Häfte
rechnen, das Vechältniß zwischen ihrer Majotität und den Fractio-
nen der Minorität wird im Gangen dasselbe bleiben: die Repusbit
vird nach Beendiguug der Stichwahlen von runden 300 bis 310
Deputirten auftichtig gewoslt und untecstützt werden. Das ist die
Frucht der eugheczigen Politik Buffet's und des Elhsee, welche de
Verfassung zuerst nicht zu Stande und dann nicht zu Kräfte kom⸗
nen jassen wollte, aber alles that, was dazu gehott, um das Ge⸗
zentheil zu bewulen.

Bien Pubplic bringt folge de Min'sterlsse: Dufaure, Siegel—
zewahrer und Viceprasident des Consells; Decates, Auswärtiges;
Leon Sah, Finauzen; Leon Renault, Minsster des Iunern; Wai—
on, Unterricht; General de Cifscih, Krieag; Admiral Montaignac,

Marine. Im Falle sich auch Herr de Meaux zurückzieht, würde
Herr Caillaur den Ackerbau übernehmen und die öffentlichen Ar⸗
zeiten Herr Kraußz.

Paris, 24. Febr. Das „Journal officiel“ meldet: Der
Jalizmin'ster Dufaure ist vom Marschall Mac Mahon mit der Vice⸗
präsidentschaft im Ministerium, an Stelle Buffets beauftragt wor—⸗
den und wird interimistisch auch das Miristerium des Inneren
derwalten. (Dufaure gehoöͤrt zu dem liberalen Theil des Ministe⸗
rums.) Der Minister des Ackechaues und des Handels, Vicomte
de Meaux, welcher ebenfalls seine Entlassung gegeben hat, verbleibt
provisforisch im Amfe.

Madrid, 28. Febr. König Alphons hat sich nach San
Sebastian begeben. Die Carlisten concentriren sich auf Alsasua
und Zumarraga, nahe bei der Eifenbahn. Don Carlos hält sich
in der Nahe von Alsasua auf. Ein unter dem Borsitz des
önigs abgehaltener Kriegsrath hut beschlossen, die nach Alsasua
geflüchteten Carlisten von allen Seiten anzugreifen. General Primo
»e Rivera marschirt auf Zumarrago.
Vermisujt es.

F Nach der „Pf. V.“ ist der neue Aloͤppel für die Kaiser⸗
zlocke auf dem Eisen- und Stahlwerk der Gebr. Gienanth geschmiedet
vorden und hat ein Gewicht von 1002 Kilogramm.

F München, 19. Febr. Das Milikärbezirksgericht Mün⸗
hen hat heute wieder einen Unteroffizier wegen unglaublich roher
Mißhandlung seiner Untergebenen mit einer wohlverdienten Strafe
zelegt. Oderjäger Haas (9. Jägerbataillon in Passau) behandelte
icht ihm zur „Abrichtung“ übergebene Rektuten ungesähr so, als
yb er acht Stück Vieh unter den Händen gehabt hätte. Er pumpte
hnen Geld ab und be,ahlte sie dafür täglich mit Ohrfeigen. Der
Rekrut Kellermaier allein erhielt voa ihm nlcht weniger als 25
Maulschellen. Nebenbei hatte der Herr Oberjäger auch die schöne
Bewoqnheit, seinen Rekruten ins Gesihht zu spuken. Beim theore⸗
ischen Unterricht schlug er den Leuten die Dienstesvorschriften so
ins Gesicht, daß das Buchh in Trümmer ging, nannte sie Auer⸗
»chsen u. dergl. mehr. Zuweilen stellie er auch unfläthige Fragen,
die ihrer Natur nach unmöglich von den Rekruteun beantwortet wer⸗
den konntsen. Wegen Nichtbeantwortung einer solchen Frage stellte
daas u. A. mit dem Rekruten Kellermaier folgedes Verfahren
an: Kellermaier mußte zehnmal hinter einander sich folgend ermaßen
selbst beschimpfen: „Ich, der Rekcut Kellermaier, bin ein Rindvieh
und deßhalb schreie ich Ruh!“ Nachdem der Sktlave diesen Befehl

gehoccht halte, durfie er noch 10 Minuten in der Siellung der
„Kniebeuge“ verweilen. Die Rekruten wagten nicht, sich zu be⸗
schweren, weil sie noch schlimmere Mißhandlung fürchteten. In
hdeutiger Verhandlung entschuldigte Haas sein infames Betrazen da⸗
nit, daß ein anderer Oberjäger seine Rekruten voch „viel mehr“
nißhandelt hätte. Haas wurde zu 2 Jahren 6 Monat Gefängniß
und zur Degradation verurtheilt.

F Gemäß Art. 12 des Gesetzes vom 28 Mai 1852, die
dandräthe betr., hat die Erneuerung der Landralhswahlen im Monat
März l. J. stattzufinden. Demnach beauftragt das Staatsministe⸗
ium des Innern d'e Kreisregierungen, alle ersorderlichen Vor⸗
zereitungen deratt zu treffen, daß die Wahl der Landräthe für die
rächste Wahlper ode rechtzeitig und ungestört vollzogen werden kann.
Ddas Wahlergebniß ist am Schlusse. des künftigen Monats dem
Ministerium anzuzeigen.

München, 22. Febr. Die Gesammtziffer der Bevölke⸗
ungszahl des Könngsreichs Bayern nach dem Rasultake der Volks⸗
ählung vom 1. Dezember 1875 beträgt 4.970. 000 Seelen (gegen
1,852,015 im Jahre 1871.)

F Die Bevörkerung von Elsaß-Lothrirngen hat nach vor⸗
äufiger Zusamme nstellung am 1. Decht. v. Is. 1,829,408 Ein-
vohner gehabt. Am 1. Dechr. 1871 warcau es 1,549 738 ge⸗
pesen. was eine Abnahme von 20,330 Aöpfen ergiebt. BDie Be⸗
»ore ung non Strabbutg hat un 8602 Ktöehe zu enommen; bei
Ptetz kommt die Abnahne zum Thell davon her, daß d.r Garnison
        <pb n="114" />
        bon 11339 Mann sich auf 7811 Mann vermindert hil. Die
Auswanderung in Folge der Option hat natürlich das Meiste zu
der Verminderung der Bevölkerungszahl beigetragen, dann aber ist
auch die Militäraushebung in Betracht zu ziehen, in Felge deren
im vorigen December etwa 5000 junge Leute aus Elsaß-Vothringen
außerhalb des Reichslandes in Garnison standen.

F Heidelberg, 22. Febr. Das Hochwasser der letzten Woche
hatZin dem oderhalb Ziegelhausen gelegenen Dörfchen Petersthal
ine recht traurige Katastrophe im Gefolae gehabt. Die von allen
Seiten herabstroͤmenden Regenfluthen führten einen Erdrutsch herbei,
durch welchen die Wand eines an den Berg gebauten Häuschens
eingedrükt und ein Ehepaar sammt einem zweijährigen Kinde unter
Schutt und Schlamm begraben wurden. In einem Nebenzimmer
befanden sich noch drei Kinder, welche verschont blieben.

FꝛFrankfürt, 21. Febt. Ein Gärtaer in Obeirad hatte
für einen Frankfurter mit 12,000 fl. gutgesagt; der Schuldnec
ließ aber die Bürgschaft verfallen, wodurch der Bürgt in die Lage
Jebracht wurde, seine Immobilien und Mobilien subhastirt zu
sehen. Da rafften sih Männer in Oberrad auf und erklärten es
als Pflicht, für den seither hochgeehrten Milbürger einzutreten.
Der Tag der Auction kam. Die Versteigerung ging vor sich, und
)er Bedrängte war am Schlusse derselben in der glücklichen Lage,
zaß die 12,000 fl., wofür er gutgesagt, nicht aaein gedeckt waren,
ondern ihm noch 5000 fl. mehr eingehändigt werden konnten, und
zaß ihm seine beslen Grundstücke blieben. (Fr. J.)

7 Köln, 22. Febr. Der Rhein ist zur Zeit ein stattlicher
furchtbar schöner Strom, wie er es seit 1845 nur zweimal gewe
en, in den 50er Jahren und im Winter von 1861 auf 62, wo
der Wasserstand uut 16 Zoll höder war. Ober⸗ und unterhalb
Deutz hat er sich über feine Ufer geschwangen, weithin die Saat—
felder zu verwüsten, auch die Mühlheimer Haide steht unter Was-
ser. Das Wasser stieg gestern den ganzen Tag über und occeupirte
ine Straße nach der anderen an der Rheinseite. Am Nachmittag
srat der Rhein auch über das Werft zwischen Traakgasse und
Thürmchen und strönte durch das hochgelegene Trankgassenthor in
die Stadt.

F Leipzig, 22. Febr. Ueber den beule Nachmittag erfolgten
dölligen Einsturz der Elbebrücke bei Riefa bringt das „Tageblatt“
folgende genauere Mitthe'lungen: Der auf der rechten Seite be⸗
findliche Brückenpfeiler hatte sich noch mehr gesenkt, um halb 5
Uhr ftürzte die stromabwärts gelegene Eisenbahndrücke mit furcht⸗
zarem Getoͤse ein. 15 Minufea später bog sich die noch erhaltene
Brücke (die mittlere) mit starkem Geräusch nach der Seite und
jängt jetzt in schiefer Lage auf den beiden Pfeilern, welche das
Janze Eisengerüst trugen. Von den beidea Hauptpfellern, welche
hisher das Eisengerüst geiragen haben, sind nur noch Stümpfe
yorhanden.

— Der Eisgang und die Hochfluth haben den auf Beton
zegründeten Theil des Landpfeilers der Risaer Elbbrücke unter⸗
vaschen und denselben so stark beschädigt, daß der große Brücken⸗
bogen (ca. 95 Mieter) der Fahrbrücke m't Fußsteig in die Eibe
gestürzt ist und auch die beiden Eisenbahnglessbrücken gefährdet
find. Der Verkehr über Resa von und nach Dresden hat deßhalb
eingestellt werden müssen und wird nun über Döbeln geführt.
Es läßt sihh zur Zeit wegen der Hochfluth nicht best'mien, ob der
auf Pfahlrost gegründete Rest des beschädigten Pfeilers aushält
und dadurch die beiden oder vielleicht wenigstens ein Geleis er⸗
halten wicd. Von einem Specialberi pterstatter des „Leipziger
Tagblattes,“ welcher ain Sonntag Mittog nach der Unglücksstätte
reiste, erhielt dasselbe auf telegrapheschem Wege folgende Einzel⸗
heiten: „Die Riesaer Elbeifendahynbrucke dietet einen trühseligen
Anblick; der dritte Pseiler vom linsen U'er ist zum großen Theil
eingestürzt und dadurch derjenige Theil der Eisengitterbrücke, welcher
dem Fuß⸗ und Wagenverkehr diente, auf 96 Meier Ausdehnung
in den Strom hinabgenürzt. Die mächtigen Eisentheile ragen zum
Theil aus dem Wasser heraus, dazwischen hat sich das Eis festge⸗

seßt, welches stark gegen den Rest des Pfelers drückt, so daß man
dessen völligen Einsturz befürchtet. In diesem Falle würde auch
die Eisenbahngitterbrücke selbst sehr gefährdet sein. Im gegen-
wärtigen Augeablicke läßt sich nichts zum Schutze thun, die Wasser⸗
nassen sind zu gewaltig. Der Rezierungscommissar ist hier an⸗
wefend, soll aber ertlärt haben, daß das Fallen des Wassers ab⸗
gewartet werden muß, ehe ein Ausspcuch über die eiw nige Ab⸗
fragung der Brücke geschehen kann. Die Katastrophe erfolgte am
Sonnabend Abend in der 9. Stunde, wo gerade starker Fuß—
—D
noch nicht sagen, ob Menfchenderluite zu beklagen sind. Der
Verkehr über die Brücke ist vollstäudig geiperrt und wird auch
jobald nicht wieder aufgenommen werden können. Heer sind Tau—⸗
sende von Merschen anwesend, welche das Schaufspiel betrachten.
Der beschäd gie Pfeiler bröck lt bei Absendung der Depesche weiter.“
Die neueste Nachricht aus Dresden von 21. Febr. lautet: „Der
Wasserstand der Eibe hat in der vergangenen Nacht eine Höhe

jvon 484 Centimeter über Null erreicht, beträgt abec jetzt nur noch
168 Centimeter. Auch von der Oberelbe wird ein langsames
fallen des Wassers gemeldet. Zn der Stadt stehen nur die Zwin⸗
neranlagen noch unter Wasser, die Niederungen der Umgebung
ind stark überschwenmt. Der Zustand der Eisenbahnbrücke in
stiesa ist unverändert. Von der aus drei Theilen bestehenden
Zrücke ist der linksseitige Strompfeiler eingestürzt, welche die Fahr⸗
»ahn für Fuhrwert und den Weg für Fußgänger enthiell, die
zahngeleise stehen noch. Der Einsturz erfolgie wenige Minuten
päter, aachdem der Berliner Zug die Brücke passirt hatte. Es
vird ein Nachsturz der Bahngeleise befürchtet.“

fOsnabeück, 17. Febr. (Das Sqheiderlein in der Hoͤlle.)
Unser Schneibderlein war ein arger Trunkenbold, den schon oft mit-
eidige Seelen aus tiefem Schlafe auf offener Straße erwecten,
venn der Fuselgeist die Herrschaft in seinem Oberstübchen an sich
jerissen. Kürzlich fauden ihn nun Leuteh, die von Fürstenau nach
Ibbenbüren fuhren, um Kohlen zu holen, auf haldem Wege an
der Straße liegen, und luden den wieder schwer Berauschten auf
hren Wagen, damit er nicht der Kälte zum Opfer falle. Am
dobdlenberawerk in Isbenbüren angelangt, übergaben sie den noch
mmer Schnarch nden den Beragleuten zur weiteren Fürsorge, die
em Truakenbold eine derbe Lection zu geben gedachten und ihn
zu dem Zweck in den danklen Schacht schafften, wo er erst nach
geraumer Zeit seinen Capitalrausch ausgeschlafen hatte und mit
inem kolossalen Kater erwachte. Rings um ihn herrsche finstere
scacht, dumpf und gespenstisch tönten die gleichmäßigen Schläge der
irbeitenden Bergleute an sein Ohr, und schaudernd tasteten seine
)unde an den naßkalten Wänden hderum. Auf seine Rufe eilten
ie schwarzen Gesellen herbei, von ihren Grubenlichtern phantast sch
eleuchtet, und gruppirten sich fiaster blickend un den tödtlich er⸗
chrockenen Schneider, dem plötzlich seine ganze Verdorbenheit vor
zie angsterfüllte Seele irat, um dessen erre des Hirn blßschnell der
Bedanke ergriff, daß er der Hölle verfallen. Zu Füßen stürzte er
—X
vorhielt und ihm die Truukenheit als Grund seiner Verdammniß
nn grelleu Farben schilderte. Der Schneidet flehte um Gnade, die
him endlich gewährt wurde, nachdem er feierlch geschworen, nie
vieder einen Tropfen Braumtwein üder seine Lippen zu bringen.
Dit, verdundenen Augen geleitete man ihn darauf an die Oderwelt,
ührte ihn eine Sitrecke weit vom Schachte und gestattete ihm da—
auf, nachdem Alle sich entfernt, die Binde vom Auge zu lösen.
Da sah er sich plötzlich in bekannter Gegend. ohne zu wifsen, wie
ex dort hingekommen, und fest überzeugt, daß der Weg in die Un—
erwelt bei Ibbenbüren zu suchen sei, ging er nach Hause. Wird
r seinen Schwur haltlen? — Er hat die Geschichte übrigens wohl⸗
ve slich verschviegen, aber die Schalke von Bergleuten gaben sie
uum Besten, und uunser Schneiderlein wird nun rüchtig mit seiner
döllenfahrt gefoppt. Wer übcigens an der Wahrheit meiner Er—
ählung zweifelt, der gehe nach Ibbenbüren und erkundige sich
elbst. Iedes Kind werd ihm daselbst die Höllenfahrt des Meister
x. erzählen.

F Berhin. Die hiesige S'ittenpolizei hat gegenwärtig zu
iberwachen: 79 Ball otale, 40 Café chantants und 300 Schank⸗
fätten. Vier Wagen sind Tag und Naqht ununterbrohen in
Lhätigkeit, um die daselbst Festgenommeuen von den einzelnen
zolizeirepseren nach dem Molkenmarkt zu vefbroern.

F Berlin. Die Geundtaxe von 20 Pfg. für jedes Tele⸗
zramm und die Worttaxe von 5 Pi. für jedes Wort, welche am
. Maärz für das ganze Reichs-Telegraphen-Gebet in Wirksamkeit
ritt, gilt auh für din Verkehr mit Bayera. Württenberg und
duxemnburg.

r. Ern krauriges Wiedersehen des Vaters erleble am vorigen
Freitaz ein junges Mädchen auf dem Kirchhof der St. Pauli Ge⸗
neinde in der Nähe des Plötzensees bei Berlin. Seit Dienstag
origer Woche war der Maler W., der srit dem kürzlich erfolgten
Tode seines 5 Jahre alten Sohnes eine große Niedergeschlagenheit
zezeigt und öfter dessen Grab auf dem oben erwähnten Kirchhof
esucht hatte, spurlos verschwanden. Alle Nachforschungen der dee
rübten Familie war erfolglos, bis endlich seine ästeste Tochter auf
den Kirchhof sih degab, um bei dem In'pector desselben zu fragen,
b der Vater vielleicht in den letzien Tagen dart gewesen sei.
Derselbe erinnette sihh, ihn gesehen zu haben, und ging mit dem
unger Mädchen an den Grabhügel des Bruders. Hier lag der
Zermißte todt über dem Grabe. Die Leiche war von Frost er⸗
tdarrt. das Gesicht wer der Ecde zuzedehrt und beide Hände vor
zas Gesichtt gehalten. In der Nähe des Grabhügels stand eine
Brandweruflasche, mit deren Inhalt wahrs heinlich der Unglückliche
ich deiäubt und dann den Tod durch Erfrieren gefunden hat.

fBerlhin. Ein Triumpf der Kunst. Die „Volks⸗gtg.“ erzäbl fol⸗
jende gewüthliche Historie: In einen bdenachbarten Dorfe soll
zie Tochter eines Grundbesitzers Hochzeit mahen. Der Vater dee
Braut wollte den Nachvacn je gen, daß er ein teicher Mann sei,
ind so wurde zum Brautkieide der schwerste und theuerste Stoff
        <pb n="115" />
        gekauft, ver nur zu finden war, echte brüsseler Spitzen pum Brsatz,
durz ein Kleid, in dem sih eine Primzessin haätte trauen lassen
hnnen. Zur Bearbeitung des Stoffes war der Braut von e ner
Freundin ein Schneider aus Berlin empfohlen worden, der denn
duch am Montag voriger Woche eine Einladung erhielt, um der
Braͤut das Raß jum Kleide zu nehmen. Ler Taillenkunstler ver⸗
sprach sein Bestes zu thun, und nahm den Stoff mit nach Hause.
Am vergangenen Sonntag sollte die Trauung in der kleinen Kirche
des Dorfes stattfinden. Der Schneider hatte bersprochen, das fertige
stleid punkt zehn Uhr Vormittags abzuliefern; aber um 12 Uhr
war noch kein Schneider da mit dem Brauttleide. Jchzt fing dem
Brautvater die Sache an bedenllich zu werden. Er ließ anspannen,
und fuhr selbst nach Berlin zu dem Saäumigen. Meister Zwirn
saß ganz gewüthlich zu Hause bei dem Mittagsessen und ließ es sich
wohl sein. Als der Gutsbesiher mit zornglübendem Gesicht e'ntrat,
erbiaßte der Meister. Warum bringen Sie das Kleid nicht ?
schrie der Dörfler; „Sie wissen doch, daß heute um drei Uhr die
Trauung stattsinden soll.“ Als ob ein Keulenschlag ihn getroffen
hätte, so saß der Schneider da und erst nach längerer Pause fragte
zr müt bebend: n Lippen: „Heute — Hochztit? Ich habe nolirt
nächsten Sonntag.“ — „Dann haben Sie sich verrechnet schreit
der Brautibater. ‚Wo ist das Kleid?“ — Da wimmert der BGe⸗
angstigte mit halblauter Stimme: „Ich hab's fertig gemacht und
ver —setzt, weil ich glaubte, die Hochzeit sei erst nächsten
Sonntag.“ — „Wo isl's versetzt?“ — „Bei einem Rücktaäufer
hier d'cht neben an.“ — „Wiev'el haben Sie darauf erhaltene“
Sechszig Mark.“ — Den Versatz-Zeitel!“‘ — Hier ist er!“
— FuUnterschtagung, Diebstahl!“ schrie der Brautvater; da es ia⸗
wischen aber ein Uhr geworden war, verlor er mit Worten keine
Zeit mehr, sondern ging zum Rüdkäufer, löste das sauber in einem
Forton liegende Kleid ein und fuhr damit, so schnell die Pferde
laufen konnten, nach Hause. Hier hieß es im wahren Sinne des
Wortes: Aller Auzen warien auf dich. Zehn Frauenhände waren
sofort beschäftigt mit den Ueberwerfen, Schnüren und Nesteln des
seieides; uls aber die Braut endlich vollstäudig anzekleidet dastand,
hörte man von allen Seiten Ausrufe des Staunens und der Be⸗
wunderung. Der Schneider hatte das Höchste geleistet, was der
Kunst mit Nadel und Scheere nur möglich war. Der Bräutigam
war so entzückt, daß er ein Gelübde that, den „Taisleur“ extra X
einer Doppelkrone zu honoriren. Jetzt trat der immer noch grol
lende Valer ein. Er betrachtete seine Tochter einige Minuten mit
stummer Bewunderung, dann rief er aus: „Soll‘e man glauben,
daß Schneiderhände so was fertig kriegen? Friedrich! fahre gleich
nach Berlin und bringe dem Schneider in meinem' Namen Ver -
Jeihung, zwei Flaschen Wein und eine Torte.“ — Seine Kunst
hat diesmal über den Staatsanwalt den Sieg davongetragen.
Das „N. Berl. Tagbl.“ berichtet folgendes Berliner
Nachtbild: Verschiedenen hiesigen Polizeirevieren war schon zu
wie erholten Malen die Mitiheilung zu egangen, daß ein in Lumpen
zehüllter Knabe allnächtlich, abwechselnd unter den Königslolonnaden
und am Säaulengange hinter dem Museum kauernd, die Vorüber⸗
gehenden mit wehmüthiger Stiwmme anrufe, ihm Streichhölzer ab⸗
jukaufen. „Es fehlen mir noch 2 Groschen, bevor ich die nicht
habe, darf ich nicht zu Hause kommen,“ so lautete die stereotype
Bitte des eiwa 8jährigen Knaben, der selbst in den kältesten und
ce znerischsten Nachten an den genannten Otten bis zum frühen
Morgen ausdarrte. Um die Personalien des jugendlichen Nacht ⸗
oogels festzustellen, wurde derselbe neulich verhastet und zur Wache
des 13 Polizeirediers (Große Hamburgerstraße) gebracht. Das
dort vorgenonmene Verhör des Knaben,, resp. die von dem Vor⸗
stand des Reviers angestellten Recherchen haben ergeben, daß der
unglückliche klrine Streichholzhändler und Betiler schon seit seinem
4. Lebensjahre seine pflichtvergessenen Eltern ernährt. Dieselben
heißen Rogge und wohnen, weil sie siets ein von der Polizei ge⸗
suchter Artikel sind, unungemeldet in dem Hause Pappel llee Nr.
—A
Vater und Mutter jedesmal auf das Empörendste mißhandelt und
mit mehrtägigem Fasten bestraft wurde, wenn er einmal nicht die
jestgestellte Summe heimbrachte; sür das Sündengeld schafften sich
Vater und Mutter ein angenehmes Leben nach ihrer Art, meisten⸗
theils sind Beide den Tag über detrunken. Kaun es ein trüberis
Bild aus den niederen Regionen der Koiserstadt geben?

7 Grausame Prode. Das „R. Wiener Tsbl.“ erzählt:
Die Frage, ob die Frauen ein Amtsgeheimniß zu bewaöhren ver-
sehen, ist schon sehr oft aufgeworfen und auch schon sehr oft in
verneinendem Sinne beantwortet worden. Der nachstehende Fall
jedech stellt speziell einer Dame vom Apparat, einer Telegrophistin,
ein glänzendes Zeugniß ihrer Enthaltsamkent aus. Vort wenigen
Lagen war es, da trat in ein Telezrapheibureau des zwesten Be⸗
jirkes ein Dienstmann und gab folgende Depesche auf: „G....
D .. ..-.., Willergasse, Wiea. Warum bist Du gestern nicht
zelommen, sehnfüchtig Deiner geharrt — böser, bösert Mann. Heute
8 Ubr Kursalon. Tausend Kusse. Ewig Dein. Bertha.“ Die

unge Dame vor dem Apparate nahm daß Konztpt zur Hand,
ber kaum hatte sie die exrsten Worte gelesen und sofort schoß das
lut in ihre Wangen und die schöne Hand, die bereits am Tasten
lag, fuhr erschrocken zurück. „Das soll ich telegraphiren? Nie⸗
mals rief sie aus. Daun aber erinnerie sie sich ibrer Dienst
Ffligt, und während Thränen in die schönen, hellen Augen traten,
Tbeilete der Apparat und der elektrisae Strom brachte ihrem
gräutigam tausend Küsse von einer Anderen!! Als das leßte Wort
— der Name der R'valin — dem Drahte überantwortet war.
zerließ das Mädchen das Bureau, da inzwischen die „Ablösung“
Jekommen war, und eilte thränenden Auges heim, um vor der
Nutter hinzusinken und ihr den Wortlaut jenes Telegrammes mit⸗
utheilen. Das Ganze löͤste sich alsdann in Freude auf, als es
ich herausstellte, daß ein Freund des beneidenswerthen Br autigams
»en Spaß“ in Scene gesetzt hatte, um die Verschwiegenheit unserer
Telegraphistinnen“ zu prüfen.

FPrag, 285 Febr. Im Shacht Engerth bei Kladno,
der Staats ⸗Eisenbahn gehörend, hat heute Morgen eine Explosion
tattgefunden, 80 Todie wurden aufgefunden. Der Schacht
rennt.

Aus Paris wird geschrieben: „Denken Sie sich die Lage
ines Maunct, welcher ein Haus bewuhnt, wo in jeder Etage ein
Piano wäre, und wo man den ganzen Tag über zugleich spielen
vürde. Im 1. Stocke: Charmante Gabriello. Im 2.: La
parisienne. Im 8.: Partant pour la Syrie. Im 4.: Die
Marseillaise. Im 5.: Ca iral!... — Eb bien — meint
reffend der „Figaro,“ dis ist die Lage eines franzoöͤfif hen Bürgers
im Febiuar 1876.“

fIm Walde von Fontainebleau wurden im Jahre 1875
'm Ganzen 1867 Vipern getödtet. Ein Vipernjäger, der von der
Stadt eine Prämie erbielt, hat 379 der giftigen Schlangen erlegt.

p Das „Journal de Charleto i“ erzahlt einen drolligen
Borfall im dortigen Thealter: Es wurde am vorigen Montag ein
großes Zauberstück, „Le Monstre et le Magicien“, gegeben und bis
sum druten Atte war Alles gut gegangen. Das Monstre, das
Ingeheuer, war auf der Bühne und es sollte ein Dekoxationswechsel
talifinden, der aher ausblieh. Deswegen schimpfte das Ungeheuer
n kräftigen Ausdrüden auf den Thealermeister, der aus der Coulisse
fräftig antwortele, dann hervorstürzte und einen wüthenden Kampf
nit dem Ungeheutr begann. Die anderen Mitwirkenden mischten
ich ein, geriethen aber selbst aneinander, so daß zum höchsten Er⸗
dtzen des Publikums eine allgemeine Prligelei auf der Bühne
nistand. Der Vorhang fiel, aber der Kampf ward fortgeseht und
ndlich trat der Direktor vor, um zu melden, daß unter so traurigen
Amständen nicht weiter gespielt werden tönne. Das nahm aber
das Publikum übel und fing vun seinerseits einen Höllenlärm an,
der aller Beschw'chtigung spottete. Da, als der Skandal den Gipfel
erreicht hatte, erlosch plötzlihh das Gaslicht und es blieb dem
—E—
aus der dichten Finsterniß ins Freie zu suchen. —W

In Calais hat sich folgendes Unglüd zugetragen. Bei
»en Artillerie⸗Experimenten, welche dort unter der Leitaag des
Dsersten Montluisant stattfinden, machte man u. A. Versuche mit
Beschossen schweren Kal'bers, die mittelst Elektrizität zur Explofion
zbrachi wurden. Bei 8 Gesttossen ging an diesem Tage die Er⸗
losian ohne Schwierigkeit von Statten; das 9. versagte; der
dauptmann l'Estousdoillon und 3 Soldaten, sowie ein Telegraphen⸗
Feantter, der mit der Haudhabung des elektrischen Apparats beauf⸗
ragt war, stiegen in die 4 Meier tiefe Grube in der das Geschoß
xplodiren sollte, hinab, um zu untersuhhen, ob etwas nicht in
Irdnung. In ' dielem Augenblick setzt ein Soldat unbesonnener
Wese den unter einem Zelte befiadlichen Apparat in Bewegung,
zie Explosion erfolgte und der Hauptmann, sowie die drei Sol⸗
daten wurden getödtet. Der Telegraphenbeamte kam wie durch
ein Wunder ohne Verletzung davon. 2

f In Mazeres bei Toualouse hat eine Explosion große Ver⸗
jeerungen in etner Fabrik angerichtet. 300 Quudratmeter deß Ge⸗
»äudes sind ei gestürzt und 12 Arbeiter verwundet. worunter
btödilich.

Die „Francais“ meldet, daß dem berühmsen Compon'sten
Ziuseppe Verdi ein amerikanischer Impressario 200,000 Francs
gold angeboten hat, wenn er während der Weltausstellung in Phila⸗
)elph'a in den Monaten Juli und August eine Reihe Concerte ab⸗
zielte. Verdi hat jedoch dieses Anerbieten zurückgewiesen.

4 (23 Personen von Wölfen geftessen. Die Moskauer Zeis
ung vom 6. Februar berichtet, baß einige Tage vor her in einer
Zntfexnung von zehn Reitermeilen von Moskau sechs Schltten
ogen. Faktorenfirler von Wölfen überjallen und sümmtliche Reisende
ind das Fahrpersonal bis auf einen Fuhrmann, welcher sich durch
chnelle Flucht auf einem Pferde zu retten vermochte, von den
v'lden Bestien zerrissen worden sind. Aus den auf der Unglücks⸗
dätte später noch dorgefundenen Effelten und Papieren wurde fest⸗
gessellt, daß unter den Reisenden fünf polnische Juden aus Lem⸗
        <pb n="116" />
        berg, zwei aus Krakau, drei aus Moskau ferner ein Schlosser Fran
Richter aus Leipzig, ein Buchbinder Otto Martin aus Plauen i.
B., ein Weber Bernhard Schlegel aus Zittau und fünf russische
Zimmerleute sich befunden haben und nebst fünf Fuhrleuten, zu⸗
sammen 23 Personen umgekommen find. Die Regierung in Mos⸗
kau hat eine Belohnung von 20 Silberubel für jeden erlegten
Wolf ausgesetzt.

— Ein eaglisches Schiff hat dieser Tage den Weg von Ame⸗
rika nach England in 7 Tagen 15 Stunden zurückzelegt, die
schnellste bis jetzt bekannte Ueberfahrt.

Dover, 18. Febr. Muthmaßlich sind von dem gesunke⸗
nen „Strathelhde“ 47 Personen ertrunken. Von den Geretteten
sind seither 7 gestorben, die anderen 21 wodlbehalten. (Anfangs
glaubte man, es seien 52 ertrunken.)

f Auf Wunsch amerikanischer Bürger und Gesellschaften ist
die deutsche Reichsrecierung von der amerikanischen angegangen
worden, vor der Auswanderung nach dem Süden und speciell
dem Stoate Louistana zu warnen. Ein Bauer aus dem Oiden⸗
burgischen, der mit Frau und 5 Kindern erst letzte Weihnachten
in Rew Orleans eingeiroffen war, wurde am 5. Januar von einer
30 Mann starken Bande, „Ku⸗Kluxen“ genannt, Nachts überfallen,
j die Straße gejagt und ihm Haus und Alles in Brand
gesteckt.
Dienstesnachrichten.

Der katbol. Pfarrer, Philipp Steinhauer in Kriegsfeld wurde
zum Pfarrer in Otterssheim, der lathel. Pfarrer Serv. Müller in
Reipoltskirchen zum Pfarrer in Lauzkirchen, der kathol. Pfarrver-
weser G. Raufer in Ottersheim zum Pfarrverweser in Kriegsfeld, der
kaibol. Pfarrverweser Holländer in Lautzkirchen zum Pfarrverweset

in Reipoliskirchen ernanut. Die kathol. Pfarrei Lauterecden wurde
dem Pfarrer J. Winkelmann don Hoöͤchen üderlragen.
Deweßk.

Die beiden neuesten Nummern der Illastrirten Frauen-Jeünng
(viertelj ährl. Abonnemensspreis M. 2.50) enthalten: 1. Die
Doden⸗-Nummert (7): Ball⸗, Gesellschafts⸗ und Promenaden-Toi⸗
ietten, Jacken- und Dolman-Paletot, bohe Taillen, Kleiderärmel,
Züte, Coiffüren mit Blumen und Elsaßschleife, Cravaten, Hals—
srause, Manschetten, Schürzen und Morgenhauben. Schmuckgegen⸗
stände: Collier, Medaillon, Broche, H'elskette, Armbänder und
Manschettenknopf. Anzüge für kleine Mädchen. Negligee⸗, Ar⸗
zeits- oder Baby:Korb. Behang für Thüren oder Fenster mit
ichwedischer Gobelinstickerei (rine neue sehr empfehlenswerthe Arbeit).
Bordüre oder Fond zu einem Tebppich, Arbeitstasche; Rolldecke,
Spritzarbeit). Durchzugmuster in Tüll, irische Spitzenarbeiten.
Einsätze und Carreaux in Häkelarbeit, Zackenlitze und Band ⁊c. ꝛ⁊c.
mit 61 Abbildungen und einem großen colorirten Modenkupfer.
2. Die Unterhaltungs⸗ctummer (8): Kölner Carneval. Von A.
v. R. Mit 5 Bildern von Alexander Zick. — Die Fungfrau
pon Orleans. Von Karl Frenzel. Mit einem neuentdeckten gleich⸗
zeitigen Bilde der Jungfrau von Orleans von Paul Were und
zwei anderen Darstell ngen der Jungfrau. — Die Liebenden auf
Tamsel. Eine Geschichte von Edmund Hoefee. Schluß. — Ver
jschiedenes. — Wirthschaftliches: Fastenspeisezettel. — Briefma ppe.
— Ftauengedenktage. —

1

Güterversteigerung.
Samstag, 11. März nächsthin,

Nachmittags 83 Uhr zu St.

Ingbert, in der Wirthschaft von

Johann Schmelzer, Bäder,

unmitielbar nach der Peters's hen

Bersteigerung, lassen die Erben

des in Rentrisch verlebten Schuh⸗

machers Michael Schmelzer
die zu dessen Nachlaß gehörigen
kiegenschaften, im Banne von

St. Ingbert, der Lbtheilung

wegen, zu Eigenthum versteigern,

nämlich:

J. Pl.⸗-Nr. 1240. 34 Dezim.
Acker ober der Kapelle

2. Pl.Nr. 1892. 26 Dezim.
Acker in der langen Ah—
nung in der Rischbach

3. Pl.Nr. 39890. 34 Dezim
Acker hinter'm Hobels.

4. Pl. Nr. 2949. 5840/10 Dei.
Ader im vorderen Waller⸗
feld.

St. Ingbert, 17. Febr. 1876.

Sauer. k. Notär.

197 lärchen, kiefern und fichten
Gerüststingen,
eichen Wagnerstangen 1.
und 2 Cl.,
lärchen, kicfern und fichten
Baumpfähle,
kiefern und fichten Bohnen⸗
tangen,
Ster buchen und fichten
Scheitholz,
Ster buchen Astholzprügel,
, eichen, birken,
akkazien, kiefern, fichten
und weiche Prügel,
8 Ster buchen Krappen.
Ensheim, 28. Febr. 1876.
J. Schmitt,
Bürgermeister.
— — —
wvastnacht sonntag, von
1Udr an, f
*
Freimusi
Veter Jung.
Min in den Großgärten
neben dem Schulgarten ge⸗
egener. 64 beh
arten
ist zu verkaufen.
Franz Schmadel, Schmelier,
wohnhaft auf der Meß.

Fastnachtsonntag
FPreimusik,
Montag
Lalil

Mein

zweistöckiges Haus
in der Oberstadt (früher N.
Rodenbusch), im untern Stock
mit zwei Zimmer, Küche, Wasch⸗—
küche und Keller, im obern Stock
mit 5 Zimmer, 2 Mansardzim⸗
mer ꝛc., Garten hinterm Haus,
ist getheilt oder im Ganzen zu
vermiethen und bis 2 März be—
ziehbar.

Bernhard August.

bei
Georg Jung.
wede le vtsonutas und
Freimusik

bel Wirih
B. ESchweiter.
Mein Garren in den Groß—
gärten neben Hermann Fischer
ist zu verkaufen.

Ph. Weber. Schubmacher.

Hanf-Couverts,
mit Firma bedruckt werden an—
gefertigt in der

Drucerei dieses Blattes.
— — —

Zum Probe⸗-Abonnement

für nur J M. 70 Pf. pro Marz
empfiehlt sich das

Neue Berliner Tageblaf:

Holzversteigerung
zuͤ Ensheim.
Donnerstag, den 2. März
nächsthin, des Morgens um
10. Uhr, werden im Schulhause
zu Ensheim nachbezeichnete Holz ⸗
fortimente aus dem Gemeinde⸗
wald von da, Schlag Dörstel
und zufällige Ergebnisse, an den
Meistbietenden öffenich ver—
steigert:
2 eichen Stämme 5. Klasse,
28 buchen, 2.u. 3Kl.,
26 fichten —A
l., worunter 1 Stamm
ron 2270 und 2 von“
pusammen 3,450 Rubik⸗
meter Inhalt,
fichten und 2 buchen Ab⸗
ritie 3. u. 4. Cl.,

I16 lärchen, kiefern u. fichlen
Sparten.

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mit seinen drei Gratisbeilagen:
Berliner sliegende Blätter ilustr.)
Verliner Gartenlaube (illustr.)
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Das ‚Neue Berliner Tageblatt“ erscheint täglich
in mindestens 8 Bogen großen Formats; die Beiblätter
wöchentlch.

Keine deutsche Zeitung hat sich eines
solchen Erfolges zu erfreuen: Nach vier⸗
monatlichem Best hen zaͤhlt das Neue Berliner Tage⸗
blatt mehr als 14000 Abonnenten, wovon 10,300 in
Berlin und über 3700 in ganz Deutschland Verbreitung
inden.
in neeents nehmen sämmtliche Postanstalten
täal ich entgegen.

ACXAACGSCMOGOOCCC

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Nachricht.
Ich halte mich zur Be—
ijorgung von Flachs,
Hanf und Abwerg
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Peter Brill, Seiler.
Agent.
Die Eisenbahnfracht des
zuten Rohstoffs ist hin
und berfrei!!

8

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Pedattion Druck und Verlag von T. X. Demes in St. Indbert
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        St. Ingberker Anzeiger.

äAà,
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage). erscheint wochentlich viernal: Dieustag, Dounerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementapreis beträgt vierieliährlich

Mart 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattschriit oder deren Raum. Neela nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

8 33. Sonntag. den 27. Februar

1876.

— u

Deutsches Reich.

Mänch⸗en, 23. Febr. Morgen Abend 85 Uhr wird sich der
Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer versammeln, um das Refe⸗
rat des Abgeordneten Herrn Dr. Frankenburger über die Gehalts⸗
nufbesserunge der Beamten entgegenzunehmen. — Wegen Mangels
au Material findet dann leine Plenarsitzuag vor Donnerstag den
2. März mehr statt; in d'eser Sitzung wird dann das provisorische
Steuergesetz. zu dessen Vorderathung sich dec Finanzausschuß am
Montag versammelt, vorgenommen.

München, 23. Febr. Die bahyer'sche Patriotenpartei wird
das Niinisterium wegen Vorlage eines neuen Wahlgesetzes intec⸗
pelliren. Auch die Angelegeuheit Lutz-Seneltrey soll zur Speache
ommen.

München. 24. Febr. Wie man hört, beabsichtigen die Ab⸗
zeordneten aus der Pfalz, den Antrag zu seellen, gleichwie die
Ostdahnen auch jetzt die Pfälzischen Bahnen durch den Staat anzu-
dausen. — Sowohl die Majorität des Russchusses füur Besteuerung
der Hunde als auch die Majorität der Kammer ist dem Verneh⸗
men nach der Ansicht, die Hundefteuer mindestens zur Hälfte als
Zinahme den Gemeinden zuzuweisen, was vorzüglich für die größe⸗
ren Städte von bedeutendem Vortheile wäre.

München, 28. Febr, Abgeordnetentammer. Minislerprä-
sident von Pfretzschner beantwortet die Freytag'sche Inte rpellation
ausführlich und erklärt schließlich: „Die bayerische Regierung wird
jür die bayerischen Eisenbahnen den Standpunkt der Reservatrechte
wahren; sie denlt nicht daran, dieselben an das Reich abzutreten;
———
dem durch die Reichsverfassungi gestatteten Weg entgegentreten.“
hierauf Präsidentenwahl. Als J. Präsident wurde Fehr. v. Ow
als II. Prafident Appellraih Kurz mit 78 gegen 73 Stimmen
wieder gewählt. Beide nahmen die Wahl an. Näachsnte Sitzung
am Donnerstag: Interpellation von Joͤrg wegen Vorlage eines
aeuen Wahlgesetzts.
Ausland.

Versailles, 24. Febt. Die Permanenze Commission hat
oe Formalitäten festgeitellt, unter welchen die seitherige Gewalt der
ationalversammlung auf die am 8. Marz zusammentretenden neuen
Zammern übergehen soll.

Madrid, 24. Febt. Dou Carlos und Lizzaraga sind mit
24,000 Mann ohne Lebensmittel und Beschütz in den Amezcuas⸗
Bergen eingeschlossen, von wo aus sie Üüber den Gebirgszug Aldui⸗
des nach Frankreich zu entschlüpfen versuchen. Mehrere Devisionen
bon der koniglichen Armee sind gegen sie im Anmarsch.
Vermischtes.

eGermersheim, 25. Febr. Heute Rachmittag 2 Uhr ist
herr Wirth Hellman, (der, wie in Ne. 27 d. Bl. mitgetheilt,
von einem Unteroffizier dus Unvorsichtigkeit durch Spielen mit
emem Revbolver in den Unterleib geschossen wurde,) seiner Schuß
wunde erlegen. Es war bis gestern Adend noch alle Hoffnung vuf
Benesung vorhanden, bis heute gegen Morgen (am 9. Tage) ein
odlliger Umschlag eintrat, der den raschen Tod zur Folge datte.

JSemLand. Anz.“ schreibt man aus Zweibruden, 22.
Febr. Wie ich vor acht Tagen gemeldet, war eine Criminalsache
bor die nächste Schwurhgerichissesion angezeigt. Dieselbe kommt aber
aicht vor, es ist vielmehr das Verfahren eingestellt, weil die schwere
Derwundung in Nothwehr verübt worden war, welcher Umstand
Sttaflosigkeit begründet. Nun soll aber eine weitere Sache in Aus⸗
sicht stehen, und möglicherweise müssen wegen dieser einzigen Sache
30 Geschworene und 6 Ersatßzgeschworene einberufen werden, von
welchen nur 12 in Funktion kommen.

7 Aus Kaiserslautern 22. Febr. berichtet dei „Pf. 3.,
aß dort Z Pferdeschlächtereen errichtet wstden seien,
welche, bei reichlichemn Absaß, das „Roßfleisch? zu 24 Pig. pet
Bfund und „Roßwürste“ zu 9 Pfig. per Stück verlaufen.

F Landau. Dem Vernehmen nach wind in diesem Sommer,
Anfangs Juli, ein Pfälzisches Mustkfest hier veranstaltet werden.
Die Augustinertirche (Zeughaus), in raumlicher wie auch nament⸗
lich in akustisfcher Beziehung zur Aufführung eines Oratoriums vor⸗
srefflich geeignet, ist vbon der Commandantur zu diesem Zwecke auf
das bereitwilligste überlassen worden.

FHerxöstim bei Landau, 21. Febte. Bei eineni am 28,
d. M. in Hayna stattgehabten Brande verunglückten durch den Ein—
turz einer Nauer unverschuldet drei Feuerwehrmänner von Herrx⸗
gdeim derart, daß dieselben bis heute noch arbeitsunfähig sind. Die
Bemeindeverwaltung von Haynga hat in freigebiger Weise 150 M.
ind die Gemeindeverwaltung von Herxheim 200 M. als Entlschäe
zigung für die Verunglückten bewilligt. Die „Berliner Feuerder⸗
icherungs⸗Gesellschaft“ ließ denselben ducch ihren Agenten, Hrn.
daas sin Kandel, ebenfalls eine Gratifilation von je 20 Martk
ukommen.

München, 24. Febr. Die kürzlich ersolgte Explssion
»er Pulvermühle in Gauting wird einem Zufall, z. B. dem
Zecabfallen eines Nagels der Schindelbedachung in eines der 3
Stampfwerke oder dem Herabgleiten von Sand, was bei dem bei⸗
igen Sturmwinde sehr leicht möglich war, zugeschrieben.

FeWeilheim. Die Leute vor betrügerischen Hausirern zu
wvarnen, ist folgender Vorsall geeignet. Zu einem hiesigen Gold⸗
arbeiter kam juͤugst eine Frau vom Lande, zeigte ihm einen Schmuck
und fragte ihn nach dem Werthe sdesselben. Der Goldarbeiter
taxirte den Schmuck auf 36 kr.; die Frau hatte ihn von einem
hausirer um 24 fl. gelauft.

FFrankfurt, 28. Febr. In der Gartenstraße ist der
Tanal eingestärzt und hat Bäume von 20 Jahren mit in die
Tiefe gerissen. Der Garten des Herrn Marx gleicht einem See.
— Faost sämmtliche Häuser des Westends haben troz der Kanali⸗
iation Wasser in den Kellern. — Bis jezt sind ca. 40 durch das
Wasser hervorgerufene Straßensenlungen angemeldet. — In Reisten⸗
Jausen hat das Wasser acht Steinmetzenwerkstätten, in welchen für
Fraukfurt Baumaterial bearbeitet wurde, fortgespült.

4Magdeburg, 23. Febr. Bei So hau in der Naͤhe von
Wittenberg hat die Elbe einen Damm durchbrochen und eine große
Ueberschwem nung verursacht. — Bei Biederitz hat sich gestern
Abend ein Eisendahnunfall ereignet, welcher dadurch herbeigeführt
wurde, daß ein don Magdeburg abgegangener Zug auf einen durch
das Hoch wasser durchweichten Danum einsank. Der Zug blieb lie⸗
zen und mußten die Passagiere durch die Coupefenster ihren Aus—
jang nehmen. Ein Schaffner trug Verletzungen davon. Die
Bahnverbindung wird einstweilen durch Benutzung des alten über
den Fricdrich Wilhelmsgarten füührenden Geleises hecgestellt.

FBreslau, 24. Febr. Der „Schles. Ztg.) wird aus
Pleß gemeldet: Die Weichsel hat das Niederungen⸗Land meilenweit
inter Wasser gesetzt. Die Bewohner flüchten massenhaft. Der
xisenbahndamm zwischen Gotschalkowiz und Dziediß steht untet
Wasser. Der Personenzug der oberschlesischen Eisenbahn ist gestera
stachmittag bei Gleiwitz entgleist. Dabei sind mehrere Personen
derunqlüdt.

FHamburg, 22. Febr. (Abgefaßt. Ein sauer gekochter
2owe.) Die voun Rußland aus wegen Betrugs verfolgten und hier
rmittelten rumänischen Kanfleute Grüneberg und Sohn sind von
2preußischer Transporteurs abgeholt, um nach der russischen
Hrenze gebracht zu werden: — Das hiesige Fremden-⸗Blatt berichtet
olgende amülante Geschichte, jedoch nicht, ohne zu bemerken, daß
ie die Verantwortlichkeit für die Authenlicität dem Einsender über⸗
assen müsse: Vor einiger Zeit vertaufte der hiesige Thierhändler
J. einen Löwen nach Pariß. Der Löwe ward zur bestimmten Zeit
Wbgesandt und erhielt Herr H. einige Tage darauf ein Telegramm
nit der Nachricht, daß der Löwe zwar aagelommen, aber augen⸗
cheinlich krank sei. Bald nach a4èdieser Devpesche telegraphirte
der Empfänger weiler, daß der Löwe gestorben und richtete
die Anfrage an den Verkaufer, was er damit beginnen sollle.
        <pb n="118" />
        Letzterer, indignirt darüber, daß man ihm den Tod des Löwen:
zur Last legen oder ihn verantworilich machen wolle, lelegraphirt
nach Paris, man möge den Löwen in Sauer kochen. Diese An⸗
weisung wurde wörtlich befolgt und der in Sauer gekochte Löwe
wohlverbackt auch hierher geschict. Die Annahme des Fasses mit
Fertig ab!!!
Sonntag Montag
Fréimusi—

dem todten König der Wüste ist natürlich von dem Verkäufer ver
weigert vnd befindet sich auf dem Lager eines hiesigen Spediteurs.
Es wird sich nunmehr ein Prozeß über das Objekt entspinnen,
dessen Ausgang davon abhängig sein wird, ob die Todesursache in
Varis konstatirt ist oder nicht.
Kirschen-Wasser! Hanf-Couverts,
ist zu haben bei J. Guth in
Reichenbrunnen.

mit Firma bedruckt werden an—
gefertigt in der
Yruckerei dieses Blatteß.

——
Oberhauser.
Bürgerverein
Sr. Ingbert.
Mittwoch, den 1. März
1876, Abends 8 Uhr:
Vereinskränzchen.
Zufsammenkunft bei Herrn
Ernst Conrad.
J Der 1. Vorstand.
— e

Mein
zweistöckiges Haus
in der Oberstadt (früher N.
Rodenbusch), im untern Stock
mit zwei Zimmer, Küche, Wasch⸗
lüche und Keller, im obern Stock
mit 5 Zimmer, 2 Mansardzim
mer ꝛc., Garten hinterm Haus,
ist getheilt oder im Ganzen zu
bermiethen und bis 2 Maärz be—

ziehbar.
Bernhard August
Fastnachtsonntag
FPreimusik.

6 yr alle Zi
handlungen, oder gegen C
⸗ ai iee eico
Pf. direct v. Richter's Verlago⸗
Anstalt in Leipzig ist zu bezieben:
Pr. Ary's Naturbeilmethode“,
Preid Mart. Der in een ve⸗
hmten illustr. ca. 600 S start.
Duche angegebenen Seilmetbode ver⸗
danten Tausende ihre Gefundheit.
Die zahlreichen darin zogerrucnen
dau kschreiben beweisen, daß selbs
olche Kranke noch Hilfe gefunden,
zie, der Verzweiflung nabe, ret⸗
fungdlos verloren scienen; es sote
her dies vorrügl. Wert iu keiner
Jamilie fsehlen VWan ver⸗
gauge und nehme ur das Ilu⸗
trirte Orlginalwerk von Aich⸗
rs Verlags⸗Anftalt in deip·
, weiche auf Wunsch auch
Aushug besselben gra⸗
8frauco ver⸗
C.

Montag
LBRaallI

E
Georg Jung.

— ——

Anerkennung eines hochgestellten holläu⸗
ischen Officiers.

(Ubersetzung:) „Der Unterzeichnete erklärt gerne, daß
noch dem Gebrauche des
rheinischen Trauben-Brust-Honigs
von W. H. Zickenheimer in Mainz durch zwei seiner
Kinder der beunruhigende Husten und Halsschmerz, woran
sie während der Krankheit der Masern leidend waren, sehr
schnell genesen sind.

Kampen (vHolland), den 24. Febr. 1875.

V. C. Hoolboom, Oberstlieutenant.
Commandant der O—J. Covallerie.
— Dte unterzeichnete Fabrik
— Marnun sieht sich wiederho veramiaßt,
* Edie geehrten Consumenten vor den foriwährend
— versuchten Nachahmungen unseres Trauben-Brust-⸗
— Honigs durch betrügerische Winkelfabrikanien,
— 28 welche von dem starken Absatze unseres allein ächten
J Originalproductes etwas mit alb bekommen möchten,
zu warnen. Man kaufe nur in den von uns aus—
drücklich autorisirten und bekannt gegebenen Depots, welche nur
allein unser ächtes Fabrikat führen. — Jeder Gebrauchssanw eisung
sind die Originalen unserer Stempel und Etiquetten nebst dem
Preis der einzelnen Flaschen beigedruckt. Verkaufsstelle in St.
rhe bei J. Friedrich in St. Jobann bei F. P.
udenhöffer und Karl Thiriot in Saarlouis bei F.
Altenkirch, in Blieskastei bei Apotheker E. Richter,
in Zgergeee bei Apotheker H. Kirchner, in Sulz⸗
»ach bei Apotheker A. Treffon. Fabrik· W. H. Zicken⸗
heimer in Mainz (Comptoir: Schönbornstraße 5)

—
7
Fasgtnacht-Montag,
ü rger— B all
im
Dötel Toauæp,
.Anfang Abends 8 Uhr.
wozu hôfliohst oinladet
P. Lobhnert.

—
—⸗—

IDEIEE — — — — —
IAX e
        <pb n="119" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöͤcentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei«

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnement opreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auzwärts mit 13 Pfi. far die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Neela nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
334. i Dienstag. den 29. Februar 1876.
großmüthig verzichte, da das Glück des spanischen Volkes sein
einziger Wunsch je'.

— —

Deutsches Reich.

München, 25. Febr. Ueber den Stand der Eisenbahn⸗
schuld eihalten wir durch den Bericht, welchen Reichsrath Frhr.
y. Schenk als Comm'ssär bei der Staatsschulden-Tilgungscommission
ben erstattet hat, rähere Angaben. Darnach hat diese Schu!d
Ende 1875 betragen: 324 915,800 fl. und datte sich im Laufe
des Jahres um 159,994,600 fl. vermehrt. Diefe außergewöhn⸗
liche Erhöhung der Eisenbahnschuld ist zum größten Theile durch
Erwerbung der Ostbahnen veranlaßt, indem zur Einlöseng der
Actien derselben bis zum Schluß des Jahres für 289,705,700 fl.
40100 Martobligationen ausgegeben worden sind und nebstdem eine
Prioritätsschuld von 23,440,000 fl. übernommen worden war.
Das finanzielle Ecgebniß des Ankaufes der Ostbahnen läßt sich,
demerlt der Berichterstatter, zur Zeit noch nicht feststellen, da noch
nicht alle Actien zur Einlösung gelangt sind; indessen wurden doch
dis Ende Januar d. J. bereits 396, 033 derselben gegen 187,8837
Stück Markobligationen mit einem Capitalwerthe vou 158,413, 200
Mark ausgetauscht und bleiben nur mebr 3967, Actien einzuliefern.

(Pi. K.) *2

München, 28. Febr. Eine Kriegeministerialentschließung
xdnet bezüglich der Einstellung von Officirrs⸗⸗Adspicanten und
Finjährig-Freiwilligen folgendes an: 1. Bei der Eisendahnkompagnie
sind für die Folge weder Offiziees-Ads piranten voch Einjährig
Freiwillige einzustellen; 2. bei den Trainbataislons sind a. hald⸗
jährig mit der Woffe dienende Mediziner nicht mehr anzunehmen;
d. Einjährig-Freiwillige nach Maßgabe des Mobilmachungsbedarfes
in Offizieren für die Sanitäts-Formationen zeitweise den Sani—
äts-⸗Kompagnien zuzuweisen.

München, 26. Febr. Vom 1. k. Mts. sind nachsteh ende
dayerische Officiere zu e nem Lehrkurse in der Ariillerie-Schießschule
nach Berlin kommandirt: Hauptmann A. Fahrmbacher des 3.
Artillerie. Regiments für die 1., Hauptmann J. Metz des 4. Ar⸗
lillerie⸗ Regiments für die 2. Feld-Art.-Brigade, dann Hauptmann
st. von Ruedorffer des 1. Fuß⸗rt. Rei. für die Fußz Artillerie⸗
Brigade.

Munchen, 26. Febt. Gestern hat der Finanzausschaß, in⸗
)»em der Vorsitzende Freitag den Ausschlag gab, den Regierungs—
untrag auf eine Theuerungszulage von 210 Mark für jeden Beam-
len im Dienst abgelehnt, dage jen die Umrechnung des Gehaltgub-
dens in 180 Pjf. beschlossen und dadurch einer bedingten fünfpro—
rentigen Gehaltserhöhung pragmatischen Charakter verliehen.

Vermischtes.

4J Kaiserslautern, 285. Fesr. (Pf. V.) In dem seit
vielen Jahren zwischen der Stadt Kaiserslauiern als Klägerin und
dem tönigl. Rerar als Beklagten anhängigen Entschädigungeprozesse
wurde durch das Bez'rlsgericht dahier unierm Gestrigen das Ent—
ariheil verkündet und das königliche Aerar, unter Abweisung des
lägerischen Mehrbegehrens, verurtheilt, der Siadt Kaiserslautern
aus Entschädigung für die stattgehabte Beeinträchtigung ihrer Holz⸗
verechtigung im Stift swalde folgende Entschädiguncsbeträge mit
Zinfen zu 5 Proz. zu bezahlen: für das Jahr 1834: 236 fl.
16 kc. mit Zinsen vom 1. Jan. 1835 an, sür das Jahr 1835:
350 fll. 38 kr. mit Zinsen vom 1. Jan. 1836 an, und so fort
bis zum Jahre 1872, so daß der Stadt hiernach eine Gefammt⸗
entshädigung an Kapital von etwa 20,500 fl. zugesprochen warde,
velcher Bettag sich mit den Zinsen auf eiwa 40 000 fl. erhobhen
vird. Von den Prozeßlosten, soweit über solche noch nicht ent⸗
chieden ist, wurde der Stadt und dem Aerar ?s zur Last gelegt.

F Kaiserslautern. Vom Landzericht wurde neulich ein
Metzaer zu 8 M. Geldstrafe verurtheilt, meil er einer Magd, die
in Pfund Rindfleisch holte, einen Kalbsknochen von 100 Gramm
als Zuwage gegeben hatte, während nahh ortspolieilicher Vorschrift
die Zuwage nicht mehr als ein üchlel betragen darf und von der⸗
ielben Fleischgattung sein muß. — Mehrere Butterverkäuferinnen
vurden vom Landgericht zu je 8 M. Geld strafe verurtheilt, weil
fie auf dem Wochenmarkt zu leichte Butler feilzehalten hatten; die
Buster wurde zugleich confiseirt.

F Folgenden Jagd⸗Unfall erzählt Progres: Einige Jaͤger
yon Thann und Ober-Burbach veraustalteten dieser Tage eine
Hetziagd auf Wildschweine. Ein älteres Exemplar derselben wurde
ducch eine Kugel verwundet. Einer der Hetzer, ein junger kräf⸗
eiger Holzhauer, glaubte das Thier sei stacker verwundet als es
wirklich war, und näherte sich demselben mit einet Axt in der
Hand, um ihm den Garaus zu machen. Aber er hatte sich fataul
detrechnet. Ein verzweifelter Kampf erfolgte. Dec Holzhauer
vurde umgeworfen und lag wie todt auf dem Boden. Hierauf
entfernte sich das Thier einige Schritte. Als ea aber sein Opfer
eine Bewegung machen sah, stürzte es neuerdings auf dasselbe und
riß ihm mit seinen Hauern das eine Bein von unten bis oben
auf. Mittlerweile waren die Jäger hertdeigesprungen und hatten
dem Thiere mehrete Kugeln in den Leib gejagt; aber es ergab
ich noch nicht und die Holzhauer mußten es mit Axthieben ün—⸗
chädlich machen. Der Verletzte etlag am nächsten Morgen seinen
Bunden, er war seit einigen Monaten verheirathet.

Meß, 25. Febr. In einem Hause der Benedictinerstraße
rhängte sich gestern ein gewisser Raguet Die Motive des Selbst⸗
nordes sind unbekannt; Nahruagssotgen können es nicht gewesen
ein. denn der Verlebse war reich, war Eigenthümer von eiwa 20
Häusern in hresiger Stadt und nehbenbei als Geizhals bekannt.

(M. 3.)

.Nünchen, 25. Febr. In heuliger Sitzung des Cassa-
ionehofes wurde die Nichtigkeitsbeschwerde ded Fiscus, gegen das
Apellurtheil, welches die pfälzischen Trubäche als Privatgewässer
erklärt, verworfen.

fAnsbach. Das hiefige Schwurgericht hat den Redacteur
des „Rürnb.⸗ Fürther Sozialdemokraten“ Herrn Jul. Baumann,
vegen Beleidigung des Königs von Bayern, sowie des Richterstandes
und der Staatsanwälte in contumaciam zu 6 Monat Bifängniß
verurtheilt.

f Von der Ruhr, 20. Febr. Vor Kurzem bot sich den
Bewohnern der hieigen Gegend ein eißgenthümliches Schau'piel.
Iuf der Landtraße von Weter ühr Heerdecke nach Kabel bewegte
ich ein schwerer, mit ca. 10 Pferden bejpaunler Frachtwagen, auf
)em sich ein colossaler Dampftefsel befand, und hat vw 436

Rusland.

Paris, 26. Febt. Das „dournal offiziel“ veröffenllicht
»as zwischen Frankteich, Belgien, Griechenland, Italien und der
Schwezz, den Ländern der fogenannten Lateinischen Münzunion, zu
Paris unter dem 3. Februar d. J. vereinbatte Protokoll, in wel—
vem die genannten Regierungen verabreden, im Jahre 1876 Fünf—
irankenstücke nur im Gesammtbetrage von hösbstens 120 Millionen
Francs zu prägen, wodon auf Belgien 10,800,000, auf Frank⸗
reich 54 Willionen, auf Italien 86 Millionen, auf die Schweiz
7,200,000 und auf Griechenland für dieses Jaht ausnahmsweise
behufs Einlösung älterer Munzen, 12 Miill'daen Francs entfal⸗
len sollen.

Madrid, 26. Febr. Es wird amtlich gemeldet: Acht Ba—
aillone Carlisten haben, nach mehrfachen blutigen Gefechten, sich
geweigert, auf die königlichen Truppen zu feuern. Nach einet
Debesche des Generals Martinez Campos haben 9 Bataillone cat—
listische Truppen unweit Pampelona sich ergeben. Aus Tolosa vom
25. wird gleichfalls gemeldet, daß die Carlisten zu Taufenden ibre
Unterwerfung anbielen.

WMadrid, 27. Febr. Koͤnig Alphons ist in Beasain (Gui⸗
duzcoa) angekommen, wird demnächst noch mehrere Städte befuchen
am die Truppen zu mustern und sodann nach Madrid zurückehren
don Carlos hat die französische Grenze überschritlen und ein Bani—
est erlassen, worin er erklärt, daß er auf die Kiose Socnens
        <pb n="120" />
        inem leerstehenden Fabrikgebäude still. Nachdem bie Fuhrleute
einen Abnehmer ihrer schweren Last gefunden und sich einen Schein
aruͤber haiten ausstellen lassen, machten sie Kehrt und fuhren den
Dampfkessel aus demselben Wege wieder nach Wetter zurüdckh. Diese
Prozedur wiederholte sich an nacheinander folgenden Tagen 10 Mal,
sedeümal mit einem andern Kessel. Diese Spazierfahrt' hat, wie
wir hören, darin ihren Grund, daß die Kessel von einer Firma
am Kabel bestellt waren, aber bei der jeßigen ungünstigen Zeit
die Annahme verweigern, Die ganze Angelegenheit ist schon Ge⸗
genstand eines Prozesses.

FMagdeburg, 26. ZFebr. Die Noth in der Stadt
Schönebech, welche von der Ueberschwemmung am hartesten betroffen
wurde, ist sehr groß. Von den 700 Häusern des Ortes waͤren
500 mehr oder weniger unter Wasser gesetzt, viele sogar bis an
das Dach von den Fluthen umgeden, so daß die Vewohner durch
die Dachfenster das nackte Leben retten mußten, 30 Hauser sind
eingestürzi, viele andere total verwüstet. Die Obdachlosen sind
einstweilen in Schulen, in der serche und im Rathhause unter
gebracht. Von hier und der ganzen Nachbarschaft sind Leebesgaben
ur Luinderurg der Noth gesendet, auch die Reg'erunt und Privat⸗
bereine tragen das Moͤlichste zur Unterstützung der Nothle idenden
hei. Die Ueberschwemmung läßt jetzt allmählich nach, der verur⸗
sachte Schaden ist noch gar nicht zu übersehen. In dit „Magd.
Ztg.“ wird ein Aufruf zur Hilfe veröffentlichi.

4 Veitras zur Unfall-Sstaristil. Bi der Magde⸗
burger Allaemeinen Versichetungs⸗Actien⸗Gefellsceheft — Abtbeilung
sür Unfall-Verficherung .— sind im Monat Januar zur Anzeige
zebracht:

i7 Unfälle, welche den Tod zur Folge gehabl haben,
2 in Zolge deren die Beschädigten noch in Le⸗

bensgefahr schwebten,
Unfalle welche für die Verletzten voraussichtlich lebens-
jängliche, theils totale, theils partielle Indalid tät zur
Folge haben werden,
ünfalle mit unvorauesichtlich nur vorübergehender Er—
werbsunfähigkeit.

Sa. 3858 Unfalle.

Von den 17 Todesfällen treffen 5 auf Zuderfabriken, 2 auf
hemische Fabriken, 2 auf Brauertien, 2 auf Mühlen, je einer auf
Jandwirthichaftsbelrieb, Speditionsgeschaft, Schwälerei, Eisenbahn-
dau⸗Unternehmung, Stärkefabrid und Steinschneiderei; von den zwei
lebensgefährlichen Beschädigungen einer auf eine Zuckerfabrik und
iner aͤuf eine Tuchfabrik; von dea 34 Inbaliditats⸗Fällen 10 auf
Zucerfabrilen, 6 auf Mühlen, 3 auf Brauereien, 2 auf Papier⸗
britken, 2 auf Landwirthschafts-Betrieb, 2 auf Eisengießereien, je
einer auf Dampffärberei, Dampfhammerschmiede, Blechwaarenfabrik,
Zimmerei, Marmo?waarenfabrik, Dampffiegelei, chemische Fabrik,
Glashutte und Cementfabrik.

Der „Aar. Bote“, Kreisblalt für den unleren Taunuskreis,
erichtei von Schwalbach: „Ein in hiesiger Stadt am Sonntaz
borgelommener Diebstahl macht viel von sich reden. Im Amthaus
hatie man zum Spaß, und um furchtsame Gemüther, die in die
Wohnung kaͤmen, dielleicht zu erschrecken, e ne Fiaur mit Todten⸗

cädel, Helm, Reitermantel, Säbel und großen Stiefeln herausge⸗
utzt. So angethan stand die schreckliche Gestalt auf dem Gange
er Amttwohnung. Einem Wanderburschen muß die Figur nicht
hrecklich erschienen sein, denn ploötzlich waren derselben die schoͤnen
Zasserstiefel ausgezogen und an deren Sielle ein paar, filr Rei⸗
en bei jetzigem Wetter allerdings ungeeignete Pantoffeln gestellt.
gergeblich jucht die Polizei den jigen Inhaber der Stiefeln
u fangen. Er wird sich wohl schleunigst von dannen gemacht
aben.“

Der von Dortmunder deutschgesinnten Maännern ausge⸗—
ehie Preis von 1000 Thlr. für die vollendetste Bismarck-Hymne“
st von dem Preisgericht (Joachim, Abt, Reinecke, Dr. Hiller,
ztaff, Franz Lachner) einstimmig dem flädt. Kapellmeister Karl
steiethaler in Bremen zuerkannt worden. Es waren 143 Arbeiten
ingelaufen.

4 Einer statist schen Aufstellung zufolge wurden in dem Jahre
zsom 1. Juli 1874 bis 30. Juni 1875 im deutschen Zollgebiere
.446, 243 Centuer Tabak verbraucht, von denen die größere Hälfte
swa 5882 pGt. in Deutsch'and seibn producirt wurde. Durch-
Hnittlich kamen in dem gedachten Zeitraume 33 Pfund auf jeden
dopf ber Bevölkerung. Inseressant ist folgende Tabelle, aus wel⸗
her der durchschnittliche Jahre consum jedes Deutschen ersehen wer⸗
»en kann. Der Deutsche verrauchte im Jahre 1863: 3,1 Pid.;
1864: 3,0 Pfd.; 1865: 3,4 Pfd.; 1866: 3,1 Pfd.; 1867:
3,6 Pfd.; 18608: 2.3 Pfd.; 1809: 2.283 Pid.; 1870: 2,1 Pfd.;
1871772: 31 Pjid.; 1872/73: 5.4 Pfd.; 1873/74: 8,8 Pfd.;
1874,75: 3,5 Pfd.

F Pest, 24. Febr. Die Donau sieht gegenwärtig 21 Fuß
iber Null; der Unte.quai ist unter Wasser gesetzt, ebenso mehrere
Bessen von Ofen. Aus allen Landestheilen wird von großen
Vasserschäden berichtet. J

7 Pestb, 26. Febr. Der Wasserstand der Donau heträgt
zjegenwärtig 24 Schuh 3 Zoll und ist in langsamem Abnehmen
degriffen, bei sehr schwachem Eißgang.

fPrag, 25. Febr. Die Nachgrabungen nach den Verun⸗
zlückien im Engerth Schachte bei Kladno find beendet. Im
Banzer sind 19 Personen todt, 4 schwer und 3 leicht verwundet.

(T. R.)

F Die Wittwe des Massenmörders Thomas ist am 6. Febr.
nit ihren vier Kindern auf den Dampfer „Wielaund“ in Newyork
maelommen

Gemeinnütziges.

f(Gegen den Pips.) Nach den reuesten Forschungen soll der
Pipz der Hühner, an dem so vieles Federvieh dahinstirdt, durch
ine eigene At von Läusen, die sich auf dem Kopfe festgefeßt
aben und sich in den Kopf hineinfressen, entstehen. Sobald det
rFreßmangel, das beißere Krähen, das häusige Krazzen eintritt, lasse
nan einige Tropfen Thran auf den Kopf des geplagten Thieres
iallen und reibe mit diesen den Kopf gründlich ein. Das Unge⸗
ziejer ftirbt sofort — und die Krankhdeit ist gehoben.

Fur die Redaction deraniwortlich: FJ. XR. Demez.

Bekanntmachung.

Am Miittwoch, den 15. Muäri
nächsihin, Nachmittags um 3
ahr im Stadihause zu St.
Jugbert werden die Feldjag
den auf den Gemarkungen von
St. Ingbert und Hassel auf
ß Jahre verpucdtet.

St. Ingbert, 28 Febr. 1876.
Tas Bürgermeisteramt:
Custer.
Trauben⸗Brusthonig
empfing eben in aten 3 Flaschen⸗
üllungen größere Sendung, was
ch der geehrten Bestellern von
dier und auswarts erdebenst

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J. Friedrich.

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        * e 222 5
—2* 553z3833 33533538 333327
⸗ 22 222852358 25233 5553 2 225
2 — 323 —— 5 5 27 —32 *
* * —RWM — —7 — 2 * F AI 29 2
5 333555 183 53 23555 3527333—533385 —z856533285553
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2— 8682 22 23 3228 — ——— —25 ———— —78
— — 3 0 232 —32 — 5*85 247 22 225823
3 335535 57 5 5557 8 5I* — 23 55825*
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3 253355 55 5552335 533823 — 223 3854
5* 5532 57 —83538233 2 I355— 2355335236 2* 32388
— 23258 —8 — 255 5358 20* 3535532 5558 533352583. 3 7852
— — 523 53525 22237 —A 553 *33557— 253222
— —— 8* 2565 25 255—k — . 55 22012 555*3
A S 585225 33723553 5538 72 2 233235
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2 323583 2 — —— 25533— *28 ; 5353 2355—38 s2558765
72 335 255 375* — 3 ν— —
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82386558,3 52625358 3 53 558
5 —.532 252 523 — —5422—3833 555—2332—5353335 285
5 —853 5*28 535*3 — 22 53 52282528 2* — 5328 58* z225338
2 —32383232 — vou *82 — 535 E 22222 2 2 3 582 —
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55,222 22 28355 —*8 — 2 90—5 —— — — —*53 5 —8
522 —2 582— 3 * 5 —— * S 233 2*8
*535338383 883 2557 — —— 582 —
*535— —5325 585 —; 567*5 — ——— 2 255*
22 2 5 225 2 —8— 22 — 27 * 22 23
333 — 332353 2538 ; 753387 —33335—828
85 ——— — 235 —x x 2 — 2323033* — — 2
536 * 2*2 — 558 —AA 23 *—6*88253 — —227
2375 3 3532355. 355653 z36333838883 5— 5332 5382
22352323 22 38 —A —— — —5—3x 2 — — 5323234622 —A
553532878335373* 5 5z32 28 — —— — 2 — *
2867 2 * 32 »252 5325 253 532* * 2 2
* 2 — 3* 7 —2 —— * 2 22 2
— * * ——— 8*8 8* * x ——
55 35 2 2 62 25 — 23 58 323 323556525 5552
— 25 — 222—333325 5 7 — 553232 2 —
T5228 — 53255237552 5* F 55325 5.8
z5535 537235 63 52—362857 z35833 23 —NB
* — — —
* —A——— z232532609 * 2533282 2324 5*27 2 — — —25
5558 s3373 ——— 2383325232 5 528 237 5233
— * * —Z — 34 24 5*862 5* 2 —ä 2 222352 5 E
— —— 28 — S75 5 2 ꝛ 3 — —535—532 —E
228 33328 s3 5352.55533835355 235 2223534 538
— 282 — 8 5222 2* —2282 — — 5*.
552 — 23 3225 8 F 2 272 335
2 — — 2 — 8 825 ——— 525 —AA —A — 2 —— j —2 3 2
5332225 2* 232533 22 2 —5253258 5235 —A 2 535 2535*
52 2* 33 58353 3 ———— —A 52c5522323 —— 2 — *
— E —22 2* — —252 * —* wch M — — * 75—
obe —J 2 2 2 2 — 2* * 3 2 938 2 2
* —— 3222272 — 5355533—5—5— 52583 3 — 23 53 53325*
—æ—s38*3 3 585 —— 225322 2522 —55
— 5*3 — — 140 —5* 25*22 2*352 — 585 5353 3* — 5 *
23 525 253355 75553328 238 57155335—32—66 35255 5575
——— — 25238S3— 328 — 335255 557
23758 ——82—520 A 533333428 —
2282 5 s33 35—32—3338 535558 55 — z28 — 5
225353 322,532235 3 83252 —553 5632 ———
—2 —* —3 3— oä S
——* 2513335335535 —— 235—8355338— 23833z8. 857
— 2335 —255⸗2* — 2623—872 3355 2* —i 2
——— 2228S5 23 2873 —A ————— — ä.8. *
* 532235 58 *252 8 8 2 52 —— 2225 ——222 5—*—25262
5 23 25372—5 255333828 5272355225 IFSB 5322223357.
Q* 558 2* 22z53233255 523* — 5552272 2 5385 822
58 53533 25332Ss 3. 222 55— 282 25 — 5z333 25*
—*«—2 5 853* 537833533323233 258 —21 5528* —*
328 ε— —
2 25 2 7 — * 5362 — * — —— —
z355 3 253 42355563235 553
5353 335835 32835555 23 4e5
6 586606 — 20

22222 2228
— 2— 2 2 22 5 5332 Aã A—— 533 222
82 25 5333355755333352533 3555 553235 3253832—5 535
52 5 — 3235 338 5353 55538352 3335
— 22 * 5 * 2332 22 — 2 — —
— —*3232 32322 3. 33* —A— — — 25353355 522
⸗ — 3 *⸗ — 22 32 — 3 5 *
38 33 5385533385 8 — 5583 22333k 258 3535 288
— 52 58 —5 2 2 223222 e ——— — 2 — — *22223*
7 22 5* 5822 2535 560 —558—823 822
—— — 27 233 -222 ———
B8 2 1 * 2 * — 2 — 55
— 2 5 72 222680 3 *2 2 —8 5 * 2 353825 *
Ze 33353 33 —55383 5335533 22355 32
5* 228573 352 13225 33 A 23 3353 553 53553 53225*
258 B225332 55— 5532 7 58 25 —55333— S55—532255223
— —28 2 — 2 322 2 — —*2 25* uu S 75 2822
— *222 2 —— — —A — 52 82 8 E 23 —2232 —
23 532— 27 — 52 —A 232
2 8 2 222 — * — — 2 —2 2 — 7—
5 88 —325 5———3——35538 2 3837 3 33 — 3
8 — * 2 25 22 — — * 7 —8 m 2
23 53 — 72 25 52322 22 22 2232* * 5822 —A
s2 35353 338 3—382 233 3333—
S 53535253 25522 — * —3723 582 52335272— 233332—
335 3373338833
24 —— S 25 7 7 225 2225 5** 2 32**3 2 2
— * 532 3 2* ⸗ 257 . —2 —22 — * 522 8 5
—5853—33133255* 3383— 38338
* 3 8 44
* 325 72 —25 8* :2 *2 —13 23538 —3353535
ĩ ——2 335-ß2— —253—5 33 3335—323353 23538533308*
2 * — —2883 7 — 3
— — —— ————— 3 222822 »***25 2 2B3332233 ——
7 — — — —————— ? 29 3.5 335 7222 290 2—3 —0 32 ———
— 525 3232 3222
———
2 * 59 *8* 20
——— * * —XAI
275 2324 523 53585— 25568 2255825—
* 528 * — —— 2* — 525—332322 —
25 8 2 — 3 2 25* 23 55222
—*8 7 285 25333335532 82275238 253 53638 2
8 —3 7 32 ẽ —,*
53 3 553 625 533335 125235—855 —
38 8 28 ¶ 2 — 2 —— 2 —3z 25 8
252 6 —z228—32— —z 55 —275 555535 — —
232 * 2 —A——— 25232 —21325 3 *3 —— * ——
26 55 2 2225* 72232537 2273358305 22 223 2522
3 * 5 5 —— — 532 235 3 — 2 58 2 553 8*
5 2* — 22 T 555z2363285 33 — 8 F *2 255 AA —
238 2 25 522359 2 32 * 229 32 2 5*.3
.. 575 2 * 5222* — 255233 — 2 28 2 2.2
8 * 35 —— 3 1*38 35 z233,368533 — 32 * 8 3332
2 55 323832375* ——— 3233235338 — 7 232 *. *—553
— 2 * * 28 53322682 535 —22 * —2 — 8 26*
575 73 523283 — 22323335 25 272 2 325
552 2—2555375 535 552355 256233 5233 727 538 222 525,8
5** .7 *2 83 —222 5*553 8 — *—* 55225 — —9 2 5 * 5815
5227 — 253235323 *»2323 2 — 23
2253 28 522525235 55 532 2 52 82822
— 2 — 25523—5535232* 8 222 22 * s
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        Slt. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlich) mit dem Suptblatte verbundene Unterhaltunzsolatt, (Sonntazs mil illustrirter Bei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgi vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfi. fär die viergesp iltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Reela nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
—— ———
M 35.

Donnerstag, den 2. März

1876.

Deutsches Reich.

Rheinpfalz, 25, Febr. Nach Nachrichten, die aus Mün⸗
hener Abgeotdnetenkreisen stammen, scheint das Drängen der pfätl ⸗
ischen Abgeordneten, um Erbauung der Lauterthalbahn doh end⸗
lich seine Frucht zu tragen; denn das Ministerium soll beabsichtigen,
in nächster Zeit dem Landtage einen Gesetzentwurf bezüglich der
Frbauung dieser Bahn vorzulegen. Außerdem soll aud die Linie
hornbach⸗Bitsch in diesem Gefetzentwurf aufgenommen werden, so
wie ein Nachtragskredit für die pfälzischen Nordbahnen, worunter
ich ein Postulat für ein neues Kahuhofgebäude in Kaiserslautern
befindet.

München, 27. Febr. Bei der Kammer der Abgeordneten
ist neutstens eine Petition der Notare der Pfalz eingelaufen um
Bewilligung von Tantiemen für Erhebung der Einregistrirungs⸗
Bebühren.

Mäünchen. Nach Mittheilung des kal. statistischen Burcaus
wäre die neuliche Notiz, daß nach der letzten Volkszählung Bayern
4,970,000 Einwohner habe, nicht richtig, sondern wäre, obwohl
das Material noch nicht ganz zustammengestellt ist, als sicher an⸗
zunehmen, daß es mehr als 5 Millionen sind.

Ausland.

Paris, 29. Febr. Gambetta erschien gestern, auf der Rück
sehr von Nizza begriffen, in Lyon vor einer Nersammlung von
300 Personen und entwickelte vor derselben die Bedeutung der
letzten Wahlen, welche er als namentlich gegen den Obscurantis-
muͤs und das Vordringen des klerikalen Geistes gerichtet, charalteri⸗
rte. Er soll bei dieser Gelegenheit telegraphischer Meldung zu⸗
folge fich des Weiteren über die auswörtige Poliuk verbreitet ha⸗
ben. Im Uebrigen wiederholte er das versöhnliche und maßvolle
Prozramm, welchem er schon bei dielen anderen Gelegenherten das
Wort geredet hat.

Paris, 29. Febr. Don Carlos ist in Begleilung des
Beafen Caserta gestetn Abend in Maulesn angekommen und nach
Pau weitergereist. Es verlautet, er werde sich nach England be⸗
Jjebin. — Don Carlos ist von dem Präiecten in Pau dideutet
vorden, daß ihm nicht einmal für ganz kurze Zeit der Aufenthalt
in der Nähe der Pyrenden gestatzet werden könne, dagegen dürfe
er vorläufiz in einer Statt in Norden von Frankreich seine Re⸗
idenz nehmen.

Trotz des Verschwindens der Karlisten vom Schuuplatze sind
abrigens die politischen Aussichten auf der Halbi sel düster geuung.
Durch die Ruückkehr der Exkönigin Isabella ermuthigt, werden die
Moderados und die Exkarlisten die Oberhand bekommen uud sämmi⸗
liche Elemente des Liberalismus in Spanien zu noch vollständigerer
Bedeutungslosigkeit als jetzt reduziren, oder die klerikalen und ab⸗
jolutisti chen Zeloten dürfien, gezwungen, einer rersöhnlichern Politik
zu weichen, eine von der Königin⸗Mutter unterstützt intriguante
Opposition ins Leben rufen, und eine militärische Autorität hand—
haben, die der Regierung gefährlich und mit einem gesunden voli—
sischen Fortschritt unvereinbar sein würde.

fOppenheim, 283. Febt. Die ‚Landskrone? berichtet.
Verflossene Nacht wurde zwischen dem Kornsand und Astheim der
Hauptdamm des Rheines an einer Stelle zu durchstechen versucht.
Slücklicher Weise wurde der nichtswürdige Streich durch die Wasser⸗
wacht entdeckt und so großem Unheil vorgebeugt.

F Straßburg, 28. Febr. Die Redacteuere des „Elsäfs.
FJourn.“, G. Fischbach und U. Schneeguns, wurden heute vom
Zuchtpolizeigerscht wegen Beleidigung des Großherzogs von Mecklen⸗
hurg zu je 1 Meöonat Festungshaft (Strafminimum) verurtheilt:
Die Beleidigung wurde in einem Artikel gefunden, welcher die be⸗
kannten in Meckleuburg bei Einfühtung des Reichscivilehegesetzes
ergangenen Verordnungen basprach.

F Maänchen, 28. Febr. Stiftspropst Dr. v. Döllinger er⸗
hielt zu seinem 77. Geburtstage von Sr. Maj. dem König die
besten Glückwünsche in huldvollster Weise.

München. Frhr. v. Linden, dessen Agitationsweise in
derschiedenen klerikalen und deutschfeindlichen Zeitungen ihm wieder⸗
holte Verurtheilungen, u. A. auch wenen Beleidigung des deutschen
saisers, zugezogen hatte, ist von Sr. Maj. dem König seiner
baverischen Kammerherrnwürde enthoben worden.

Die „Dorfztg.“ erzählt folgende Schnurre: Vergangene
Woche kam ein altet Engländer nach Nurnberg auf der Flucht
dor dem Schicksale, welches ihm einst eine Kartenschlägerin aus
dem Kaffeesatze verlündet hatte. Der dunkle Spruch lautete: er
werde vier Wochen nach dem Einzuge in seine neue Wohnung
slerben. Vom Aberglauden getrieben, verließ er am 16. Oktober
1823 seine Vaterstadt und reiste seit jenem Tage rastlos in der
Welt herum. In keiner Stadt und in keinem Hotel verweilt er
länzer als 14 Tate, obwohl er nun bereits 53 Jahre auf Reisen
sist. In den „4 Jahresztiten“ zu München hat er vor Kurzem
—
risches Aussehen, wie tin Fünfziger. Es soll fast kein Gasthof
n der cibilisirten Well mehr übrig sein, in welchem er nicht
wenigstens 2 bis höhstens 14 Taje gewohnt hätte. Wena's
nicht wahr ist, dann liest sich's wenigstens ganz drollig.

F Görlitz, 28. Febt. General-Feldmarschall v. Steinmeß
ist an einer Lnagenentzündung nicht unbedentlich erkrankt.

F Dortmund, 26. Febr. Gestern fand auf der Grube
Potsdam dei Aplerbech ein Wasserdurchbruch statt wobei 13 Berg⸗
leute ums Leben gekommen sind. (K. 3.)

F Karlsruhe, 28. Febr. Bei der heutigen Seriensiehung
der badischen fl. 38 Loose von 1845 wurden folgende Serien
dezogen: 7626 2830 7814 1056 6785 2418 1517 4190
524 4982 6170 4703 7260 2595 2037 641 2634 6000
7827 5815 5627 5528 2967 6644 102 7735 1154 3286
329 2093 4229 6526 4704 5514 7815 6398 2614 466
2012 4170 5049 214 3857 3918 71 360533 1468 5825 7024
3482 4440 6369 5389 7536 5382 2636 147 879 2803
5857 878 14838 3278 1224 3639 8021 448 2736 5918
4735 5950 2781 5233 7629 3800 4650 53047 654 5594
14812 1662 2648 6265 8815 1806 247 6191 4794 4.08
6490 3710 1880 6602 5144 1515 1329 3593 2469 74
802.

fGustav Nieritzf. Als 80iäheiger, aber fast bis zuletzt
an Körper und Geist noch rüstiger und frischer Greis ist in Dres—
den am 16. v. M. ein Mann aus dem Leben geschieden, dessen
Name bei Jung und Alt durch ganz Deutschland, ja weit uber
delsen Grenzen hinaus, einen quten Klang hat: der Senior der
deutschen Jugendschriftsteller, Gustav Nieritz. Die Pretisten frellich
hdaben sein emsitges, segensreiches Wirken nie zu würdigen geweißt.
Gründete es sich doch auf den Grundjatz, daß die Frömmigkeit erst
durch treue Pflichterfüllung ihren wahren Werth erhalte,
uad daß sonst alle kirchlichen Gebäuche, alle confessionellen Saßun⸗
gen uund Formeln uur leeres Gepränge und hoble Worte sind. Zu
dieser Ueberzeugung brkannte er sich freimüthig schon zu jener Zeit,
da er noch Hilfslehrer seines Vaters an der Dresdeger Armenschale

—— ———
Vermischtes.

Kaiserslautern, 28. Febr. Die Steingutfabr'k hielt
gzestern ihre ordentliche Genetalversammlung ab. Es wurde ein
Bewinn von 6777 M. 20 Pf. sestgestellt, welcher zu Abschreibungen
benutzt würde.

Aus der Psfalz, 26. Fibr. Das landwirthschaftliche
Bezirks omile zu Pirmasens beschloß, zu anfangs September eine
Bezirksthierschau abzuhalten, mit welcher eine Ausstellung von
Landesprodukten, landwirthschaftlichen Geräthen ꝛc. verbunden wer—
den soll. Für Kühe, Fassel und Rinder werdea je 5 Preise, füc
Schweine und Schafe je 4 Preise, für Ziegen 2 Preise ertheilt.

In Ludwigshafen soll dem Bernehmen nach eine Agen—
uur der Reichsbank errichtet und dieselbe Herrn K. Lechtenberger
daselbst übertragen werden

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        war. Dies war auh der Grund, weßhalb er vielfacht Zurüchjeß
ung erfuhr und iosbesondere troß einer Lojährigen treuen Amis—
thaligkeit die Sielle seines Vaters bei dessen Abgang nicht erhielt
Inzwischen hbatte er bei 180 Thaler Gehalt die Kuhnheit gehabt,
Familienvater zu werden, und wenn er auch durch Ertheilen von
Hrivatstunden seinen gedrückten Verhältnissen aufzuhelfen suchte, so
lam er doch nicht aus schwerer Noth und Sorge heraus. So sah
er sich denn nach anderen Erwerbsquellen um. Zuerst wollte er
Lanoschaftamaler werden, wozu er ia der That ein hübsches Ta⸗
lent besaß, aber nach einiger Zeit vertausvte er den Pinsel mit
der Feder, um mit Worten das Leben der Menschen eben so treu
als warm zu malen. 1829 rwat er mit seiner ersten Schrift, der
jeht im Buchhandel gänzlich vergriffenen Erzählung „Das Pome⸗
ranzenbäumchen“ herbor; zwar erh eit er für dieselbe bei 26 Bogen
Manuscript nur 12 Thaler Honorar, doch sollte des Bäumchen
mit der Zeit in mehr als einer Beziehung reiche Frucht tragen.
Von seinen zum Theil fast in alle Culturiprachen üdersetzten Gr⸗
zablungen für die Jugend“ sind 120 Bandchen erschienen und von
jeinem Vollkskalender liegen 26 Jahrgänge vor. Einfachheit und
Natürlichkeit dilden das Charalterist sche seiner Schriften, in denen
er es zugleich trefflich verstanden hat, undermertt auf daß Gemüth
und die Moral einzuwirken. So fleißig Nicritzz auch das wichtige
Feld der Jugendichriftstellerei bbrute, so b'ieb er doch lange Johre
duch als Jugend- und Vollsbildrer in der Schule thäntn. Hier
war er schließlich zum Direltor einer Bejirkas hule in Dresden
aufgerückt, als welcher er erst nach einer im Ganzen 40 jährigen
Lehrzeit mit einer außerordentlichen“ Pension von 200 Thlr. in
Ruhestand trat. Nicht geringere Achtung und Liebe als durch
seine pädagogische Thätigkeit hatte sich übrigens der Verstorbene alt
Mensch in seinem Privatleben erworben. Hiervon zuzleih legte
bie am 2. März 1872 abgehaltene Feter jeines 40 jährigen Schrift⸗
steller ⸗ Jubiläums ein glänzendee Zeugniß ab. Ebenso erhielt er
gelegennlich seines 80. Geburtstages (2. Juli 1875) aus nah und
sern zahlreiche Beweise inniger Verehrung. So war wenigstens
der Abend seines sorgen; und kaͤmpfereichen, arbeits⸗ und mühevol⸗
len Lebens schön und beglückend. Eine Autobiographie des nun
sur ewigen Rohe eingegangenen alten treuen Freundes der Kinder⸗
welt enthält das erste Bändchen seiner bei Risch in Stuttgart er⸗
scheinenden „Ausgewählten Erzählungen.“

pReue Straßenlokomotive. Mit dieser Erfindung
des Ingenieurs A. Kobl in Kopenhagen sind neuerlich Versuche
angestelli worden, worüber die Berichte dußerst günstig lauten. Die
doiomotive läßt weder Dampf, noch sichtbaren Rauch entweichen
macht wenig Geräusch, braucht zur Bedienung nur einen Mann
— — 20 aubit
suh Condensationswasser (Maße und Gewichte englisch), wiegt etwa
z Tonnen, überwindet Steigungen von 1: 20, mit Leichtigkeit
folche von 1: 50, ziebt eine Last von 10 Tonnen mit einer Ge⸗
—X faäͤhrt Curven von
35 Fuß Radius.

F'Ninzza, 19. Febr. Ein entseßliches Drama spielte vor
einigen Tagen in Mongco. Ein desertirter Soldat faßt, dom
Hunger gettieben, den Plan, in eine undewohnte Hütte durd den
Schornstein einzusteigen, jedenfalls in der Hoffnung, dort Lebens
Fincl zu finden. Oben im Schornstein blieb er jedod ploͤßlich

wischen den in den Mauern eingefügten Eisenklammern hangen
uind konnte sich weder vor⸗ noch rückvarts bewegen. Drei oder
vier Tage hindurch hörte man in Monaco die Verzweiflungsrufe
des Unglücki'chen. Aber die Hülte befand sich auf dem Gipfel
des Bergee, ungefähr 600 Meler über Monaco und man konnte
sich diesen ungewöbnlichen Larm gar nicht erklären. Ungefähr 8
Tage spater desuchte der Eigenthümer des Hüttchens seine Woh⸗
nung und bemerkie mit Schrecden, daß in seinem Schornstein ein
deichnam hing. Der Unglückliche hatte buchstäblich seinen linken
Atm verzehtt und bei seinen Befreiungsberjuchen sich die Zähne
an der Mauer zerbrochen.

4 Ein Ehepaar fuhr mit seiner 8jahrigen Tochter vorigen
Zonnabend von Munlacz nach R⸗Almas, um dort Verwandte zu
hbesuchen. Sie waren schon nicht mehr weit vom Dorfe, als die
Pierde plötzlich die Ohren spitzen, zu schaauben und sich zu bäumen
infingen. Die im Wagen Sitzenden sollten nicht lange über die
Ursache davon im Zweifel bleiben. Acht Woͤlfe wurden seitwärts
zon der Straße sichtbar, welche gegen den Wagen herangeranni
amen. Ein Entrinnen war nicht möglich, denn die Pferde blieben
v'ötzlich wie festgebannt stehen und rühhrten keinen Fuß, so sehr
zuch der Kutscher in sie hineinhieb. Die Wölfe hatten dald den
Wagen erreicht, dessen Insassen alle vom Schreck gelähmt waren.
Nur der Kutscher verlor die Geisteggegenwact nicht. Er durch⸗
chnitt mit seinem Taschenmesser die Stränge des einen Pferdes,
chwang sich auf seinen Ruden und spornte es mit Messerstichen an.
daut aufwiehernd jagte das Roß in rasendem Galopp mit seinem
seiter davon, ohne von den Wölfen verfolat zu werden, die über
as andece Pfeid und die unglückliche Familie herfielen. Als nach
»inigen Stunden der Kutscher mit bewaffneten Dorflenten an die
Stelle zurückehrte, fanden sie nur mehr noch die schredlich ver—
dümmelten Leichen.

New-York, 28. Febr. Der deutsche Dampfer „Pom—
merania“ bege nete am 8. Febt. auf offenem Meere einem großen
Dampfer, dir in hellen Flammen stand. Rettung wat unmöglich.
auch der Name des Schiffes nicht zu erkennen.

Der Congreß der Vereinigten Staaten don Nordamerika
hat für die Ausstellung in Philadelphia 1,800,000 Dollars
dewilligt.

—
Gemeinnütziges.

7 (Salicylsäure ·Loͤsung zur Vertilgung des Schimmels auf
euchten Tapetenwänden.) Man löse Salichlsäure in Spiritnt
1:4) auf und betupfe mittelst eines kleinen Badeschwammes die
srün⸗weißen Schimmelflächen, welche dadurch derschwinden. Die
üUnwendung dieses Mittels empfithlt sich insbesoudere dort, wo zur
Winterzeit in einem ugheizbaren Raume der Schimmel vertilg
werden soll.

Fur die Redaction veraniwortlich: F. A. Demeß.
s PpodMchcæccÄ,XÄôãOôÄäÄÑôOs-M¶ud

— —

Bekanntmachung.

Am Mittwoch, den 15. Marz
nächsthin, Nachmittagss um 8
Uhr im Stadthause zu St.
Ingbert werden die Feldjag—
den auf den Gemarkungen von
St. Ingbert und Hassel auf
b Jahre verpuchtet.
StIngbert, 28. Febr. 1876.

Das Bürgermeisteramt.
Ciuster.

Jagdverpachtung.

Samstag, den 11. März
nächsthin, Nachmittags 1 Uhr,
im Schulhause zu Wittersheim.
wird die Feld⸗ und Watdiagd
auf den Bännen van Bebelsheim.
Habtirchen und Witters heim auf
nen weitern Gjährigen Bestand
zffentlich vetpachtet werden.
Bebelsheim, 29. Febr. 1876.

Das Bürgermeisteramt:

Woerber

— ð
Zu verkaufen:
kiefern Bauholz Zaun⸗
ird Baumpfä hle fichten
Rund- Leiter- und Wi es
bäume bei
Louis Höh.
Breitermühle bei RNiederwürzbach.
Rechnungen
vorräthig
in“s, 4 und 5 Bogen,
Briefpapier
mit Firma bedruckt,
Ad re AS--VIAt.,
VerlobungskKarten
und
EBrie se,
Wein⸗
und Waarenetiquetts
werden billigst angefertigt in
der Buch- und Steindru⸗
kerei von
J. J. Demetz.

— 9 be *

* 828 832 352325
2282335 323335
23*7* 22235735

* 55
232232*53222 155 — 2
Z
8 2* 533335
583 775
333 80 255ur*
NBa 2—358377 *
— —— 2*
2D —

*
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F
—A
38
J
32
7 —18
73

2*

Fruchts und Brodpreise der
Etadt Zweibrücken vom 2.
März. We'zen 10,24 Mark.
Koern 7,76 M. Hafer 8,03
M. Weißbrod 19 Ko. 50 Pf.
3 LKo. Kornbrod 66 Pf.

I—
ru lc furter Rörae
vom 29 Pehruar 1876.

— — — — Sãα
—XXXX M. Ffo
istolen, doppelte.. 1650 6.
istolen..1633 6.
Sollän. 10.f. Stucte. 1665 6.
—XE
20. Prankenstücke.. 1626- 86
Inglische Sovereigns. 20 40-45
Zussische Imperiais 1667-79
Dollars in Goläa.. 1416-1*
IAũnee Ie von . x. Temeß in St. Ingbert
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        2
2B2588
2 2258*
22* 2388 2228 2 e
22322 333357353333 ———
22 z32333353353555 25537535333358—* —A—
3653 3 387 —55533853785332 —A
— — 23 2 — 3 2 5 —X — D * * — —8 * *
5873233 322 33333853 35336 33253
2* 232 25— 5*5352532 5333 —225 538228 — —— 5
35 7383 87 — 232
2— 5 523 — 5525352 5 2 3 2 228 —5 8
—35 55 — 753—585 5338 3353333 33 5 22—5——
— 23 2 *57 52 25 2 — —
83 333 ———
—„—24 232 3— 5532 .222— ——— 5232* —A
3383338352535 33226
— 5222 22 —385 —25 5522—5 8330 —A 53 .
—32—553834 * 53 — —2 — —A 224 5B3F m23232
5— — — — 22 2 * 22 E — 225 82 28 2NB832358* 25883232
2* * — 522 —A 132*8* 2 ——*3 ——22 2*
5 — 222227 — —A——— c 22 —* 5* —A ⸗ 22
5 58 —A —A S 3 2 28—3523 555 7
——3582—228 2253523—338585 A — 58 583 525 5 3*
53——35322325— 238 23523 2338822 —— 3522
z333 33 57387 35353337578333* 25383337 25533
—— S2 — 3— 22 — 8 22322 2 522 52532** — —— 555335
232 — 222 s 2553555352532 —A —75 J 55365
— — 2 — —I— — 3* — — 522 ie
—— — 52525 323 8s——235558 28 28 —A 2*5z2853
z355283—3383373333533 55*m 33233533 5z58252353 — x
533325355 3535253335 753523523 353335— 58— —875852 685338
A 28860 — ——— —x55523233 585z838
—B—— 3432553 33333 532
—A — — ——— 5 —4 — ẽ 82* 2 ⸗— —8 2.2* 7 —
5552 2—2 522 ã * 233 2 322 255
—— s332
222* — — 2 2 5 — 53 8—25*
35 3 5628 — ———
—8 s 82 282553 35532 272332
2— —2282 —A 22 3 53 5838 —A —— 53222
2 5*
55575 —38* 5558 378 — 538 53 5586 —*225 23523
2223 —* * — 23z2 — ẽ B —— —I ————
2558 35 25 5358 25 51 A— 525222
ꝶ 2 — 4 5 —51 —— ——— 5
35 7z5.575 s73 5853 55 835 223163 *83283 ——
5335 2313533 2838 325 53 535 z25358 22555 7733285
—A —— S —A— 858 ——— 528 5223 5552335
*55s 35,783 3253. 22z3856 336 253858 555823*
2. 2532353.22 z8 2. 5 — 3228* *255 552 A *8—
3335735853235 ——— — *55 —— — 26 228 * 2 —A
232 2* 225 255— 53227 7 ⸗5 2—233 —
253523 253 — 2 232322 2530 532353 2u 575328
225535523 53 —0 3.322* 52333332
7 35 25320 22 9 3* —25 2 2833 * 3 2 2
253 333—3880 — 25 12328283 377 52 2 52
538 — — 2352223232 22 5523235 53 ——
253 5533S—5 2585 438 — —A— V— — 22 —A ———
z3383538535 s32533s555232 553833128 368 355238*
25733s23833 s3858378555* 5* ,—532—5 3337*
—— 9 — 2 5 S 7* — 3 5325 —J— S2 272 8 8
—2 5322583. 358 —— z25355228 S — —
*»55883353553 258 —ãP 3 533555383358 — 825533
— —A — —* 529 53282* —A — —n223752 22
2 m2 — 3 — —2
528 — 00 55 2 3332—33338 2 1755253 3 222838
235323 2* 555 * . 25 z25282307 — 53235322
52 7 5 —* —8 —2 35—25 2 8 *
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3 —3 58 86535368835
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l 2 322332233
e 7 2 5 3
—75 2552255 732. 5—5— 5338 Si 525332332
s 2333355 638 133355555 533 2535 33858 2383337
8 3325 8 8 5* 2573 5 — 5 —
553 233732 —353335 83225883688 255353*435
25 3 332853 58 25523333 . 55885322 — s53233378
* * —2 * 2 T —— 255 — 22 3
s 32. 2 8 —235325 528 2z2248 ü33 7 25— 228— 23355353
—22—2 383 ——c 2 532*5z228 5 225 5223333
— 8 — 2222 3 32 532 2 223 2 — 35 * —
35333355758555 235 3135535375 63 38 355 778 7* 23322552
55 —A 225 58383 2322* 22 2* 2 3 3 2535—2
5 85 —— 2 — —XR — 24 222 X * 3286 —— — 53825353357
52233 —5 558—53258 723 —— 5225 —ẽ 133333333
*2253 22223 23 S 22 — 3* 5 . Eä —3 — 3 —M
— —— 35 2 0 2582 25 32 5 2 2,2 —ẽ 8
— 52325528,2 2* 3253 3223
8353333533 833 337 33333338 — — 22
38 T 2 2* —8 8 22 22* Ek 8
28 22 5—5 — 2232 6 2* —553 — —X3 ——— *
323333 —55955 —833 337333332——7 87 z83837353
3357238— 23358 383 2832852 —3332833335535 5382 57286853—
232322 — —— — * JI33* —A —— —AE— *
35 55553838 8 2 X 8 22 28 2 222 »Sw 22 33 226
* — —— ——x 2 22722 55532 2 223558 535 —1 2
3335* *8533 223335333 333 —z333*85 —3
* S 2 12 2 53 — 2 2—* — —— —
5533 —23835 53555—;23534 —z22* 3835 3*538 232238275
23*333 —233 33355553 38233333353535 2 z53*5 * 3535323
333 33335 333573355 ——
336 53283 3
55 * * 2 — 3 5 — 2 8 253 5 3 FXA
25668 728 2253—5832 27 832 27
»5 3385355 532 —
8 —A 2 2 *
—— * — 21 222 2
—3 — —26 2 22 2.2 2222 —— —22
—A 52 5518555335355533385 5857— 25 — 52 882
—J— — — 32 25 5 —
22223 33 533235533335353 38253 26 —38 — *
32 23* 353 253—55332—3335373773 a 2523 523
33 7. — 3 3 478 3373 333
32232 3233;—6353333* 32375478 72335 53*
—A 53573238 33233*283 583 —5228
55258 52355682 35 23—2833* 23 235— 358 33643 55 3
eee— 3 338 5783 337
g 22 * — 5 —8 —
1282 „* — 52325 522 5327225282 2828 8 E„
732 —2432 * —2 * 5223556 3382*2 — 32 23
3338 —38333353*3883 7ö —33— — 326
58 5 —5—553232 535 —55333523225 532 753232—328 8
5333.38 233 7—333823233333 43 55s5553s53385 535
——— 53333333383333 N8536 328333325 555
— — 228.,2 22 532 5 * * 5 — * 25 * 5232 9 8
2 2 8* — 2 2 2
332 —3333333&amp; 4283385535 . 285
3 2 7 7 2* ⸗ **
*—3335535 3532338333 —383 3 33535,, 353
7 3385 3 82336 583523588
*—2c582 222 ——2*42 * — S* 852* DI — n S— 52
—A———— 235*543523 32322 2528* 3523 255220 5538
— — ———— —A —
3348 ä 3333383 ——38
— ——— —5S22 3536323335 253 28523553 7552— 535—23535
— 22*5 2*5 8 * A 5 8—5 — 22 —A 20862 53 — 5e2
25 532328* 2235 3 532——33533 533353 555533352z28* 22
283 32223 335232 3658 6 — — 5555533355 52333*
33 4⏑—— 24 55
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        2558
5535332
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222 535.55 7*
—
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— 5 3 25 3
— J 233838385 25
3 535358 —2 —— * 5 5332 *
53573577 39 7 —8 35333 2
I 582 A ——
53832335 2 2 * 7 *5 * *
— ——— 2 25252 327 2
51535 *22 22 3* 2323335353
495 — *Z28*833353 355 53* ——
51j 35532 A 233337 5
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5 35 3223** 523* 225 2
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— — — ——
0 2 — 2333255 3 25
23235 55873355* ẽ * 8
8 23255 355
323 87 5238 223533337 22
28 —233383 22272 2* z233338*
* 2228536 ——
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23 57 —532 23283
52283 753 5855. EE5.
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2573555 35335 33333
535036 2533 378233323227
2298 7 —233327232325 5*
22 —22
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52353 ————— — 52S* * 2357535835235 2233
5533 —28286 325822 82538228 55355 353238 333
25233 3338 53535838 3 33 5
22 2 — 22 — —7 2 . — — *
5328* 75 22383 65!32 33533322 *
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25 205 —333—8603 — 3533———303——3335
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— 552223 — — 2 275 — 77
32 2 52833252 2325 22053273 2533
255 35383338—5 333*83333 358333
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723 38 233328 52 253——52888
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2.2 325 35530 35387 22533 —5233 723375
*— 537 z3323 5232 5— 5535—5333 18373
224 . 23 5553 525 65 8—5—3 388
223 53 25535 358 3 7323832 838 823232328
—— — 2 22 * 2.3 27 55 22 23. S.
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253 55 5—5352 3 553 55 5—333 553 525335

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        St. Ingberler Anzeiger.
—»w|çr—33
Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem tz zuptblaite verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei
lage), erscheint wochentlich viermalꝛ Dieustag, Donuerstag, Sa ustag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljährlich
Mart 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfa. für die viergespaltens Zeile Blattfchrift oder deren Raum. Necla nen

mit 30 Pfg. vpro Zeile berechnet.
—XDIEX
36. Samstag. den A. März J 1876.
— ———
— — — —
— — —

Mäünchen. Die Stagatsministetien des Innern und des
Zrieges erlassen folgende Bekanntmachung: Einzelne Lehraustalte,
welche zur Ausstellung von Zeugnissen über wissenschaftlich Quali⸗
ficat on zum Einjahrig⸗ Freiwilligen⸗Militärdienste berechigt sind,
verden von Shülern besucht, die bereits im m litärpfl'chtigen Alter
tehen, in ihrem Studiengang aber noh niht so weit vorgerückt
ind, daß sie vor dem durch die Ersatzordaung 8 89. 1 vorge-
schriebenen Tetmine, d. j. dem ersten Apräündes ersten Militärdflicht⸗
ahres sich üder ihre wissenschaftliche Qualification durch Uebertritts⸗
der Entlassungszeugn'ß auszuweisen vermöchtea. Auf Grund der
ihnlichen Bestimmungen der Mintärersahinstruction dom 30. Juli
372 ist den in dieser Lage befindichen Schülern durch Ministerial⸗
entschliezung vom 28. Juni 1873 gestattet worden, den Qualifi⸗
nigasnachweis durch eine vorldufige aber unter Vorbehalt zu er⸗
cheilende Bescheinigung des Anstallaworstandes zu liefern, daß voa
Fre mit dem Schüler vorzunehmenden nächsten Abgangs⸗ oder
Uebertritisprüfung ein günstiges Ergebniß zu erwarten stehe. Im
dinblicke auf 8 89, 7 der Ersatzordnung erscheint die Ertheilung
iner solchen vorläufigen Bescheinigung nicht mehr veranlaßt, indem
die in ihrem Studiengange zurückgebliebenen Schuler beim Ein tritte
n das milirärpflichtige Alter die Zurückstellung wegen Nactheils
durch Unterbrechung ihrer Studien gemaß 8 30, 2 f. der Ersatz⸗
Idaung nachsuhen und erlanzen können und alsdann gemäß
Z 80, 7 ebendort die Berechtigung zum einjahrigen Deenst mit
Benehmigung der Ersatzbehoͤrde II. Instanz nachträzlich nachsu⸗
hen dürfen.

Berlin, 1. März. Die Provbinzial⸗Korrespondenz“ bestätigt
die Meldung, daß dem Landtage noch ein Gesetzentwurf über die
Finberlerduni. Lauenburas in die preußische Monarchie zugehen
verde; votaassi htlich werde auch die Eisenbahnfrage der Gegen⸗
tand wichtiger Berathung werdeu. — Dasselbe Blatt schreibt mit
Bezuz auf die gegenwärtigen Uebecsch wemmungen, die Behörden
seien bemüht, überall soweit moͤglich, Beistand und Hilfe zu ge—
vihten. Ler Mmister des Innern stegt mit den Oberpräsidenten
der betreffend n Probinztn fottwährend ia telegraphischem Vertehe,
damit de exrforderlichen Maßregeln ũderall schleugiagst und nach—
drücklich ergriffen werden. Das Staatsministerium habe alsbatd
geeignete Schritte dehuss wvirkjamer Hülfe aus Staatsfonds in Er—
wagung gezogen. Bestimmteres behufs Anrufung der Mitwirkung
des Landtages werde si d aber erst nach naheren Berichten über
den Umfang des Norhstandes feststellen lassen. Der öffertlich an⸗
gerufene Woͤhlthatigkeitzsian werde sich gewiß in den von dem
ünglück verschonten Theilen der Monarchie durch schleanige Hille⸗
leistung bewähren.

Zerten, 1. März. Die Kaiserin ist heute früh nich Magde⸗
hurg gereist und wird daseldst einet S zung des Vatertändischen
Frauenverems behufs Unterstätzung der Urbersthhwemmten präfidiren.

Magdebutg, 1. März. Die Kuserin ist heate Vocrmittag
hier eingelroffen und enthusiast sch deg üßt worden. In einer ge⸗
meinsamen Conferenz des daterländ schen Frauenverems und det
Hilfszcomnites für de Ueberschwemmten fuͤhrte die Kaiserin des
Vorsitz; nach zweistüsndigem Aufenthalt reiste sie wieder ab.

Die in den Uzten Mogaten so häufiz fich wiederholenden
Unglücksfälle deutscher Schiffe an den englischen Küsten werden
sehr viel dazu beitragen, zwischen den zwei Nationen boͤses Blul
‚u machen. Sqhon sprechen sogat englische Blätter es offen aus,
Ind das ist nataͤtlich das unsinnigste Geschwätz, daß die Strath-
Ahde von der Franconia absichtlich in den Grund gebohrt wurde,
weil die Deuischen sich dafür rachen wollen, was in dem Falle der

Deutschland“ gegen sie gesündigt worden war. Die englischen
Zeitungen wollen nicht einsehen, daß der Ausspruch der Coroner's
in Deal absolut keinen, Werth besitzt, da nur von eineer Seite die
Zeugen gehött wurden, und sie ertiaten saämmtlich, daß der Wahr⸗
spruch ein gänzlich gerechtfertigter und das Benehmen der Franconia
In vollstäändig unenischuldbares gewesen sei. Wenn sie si daraui

Deuisches Reich.

t

beschränken würden, zu behaupten, auf den ecsten Anblick sei das
Bebahren der Francoenia ein unerkläcliches, so leße sich der Aus—
druch begreisen, denn jeder unparteiische Zuschauer muß es so
nennea, allein den Ausspruch der Jury für endgiltig, für richtig
inzuerkeunen, zeigt schon von einem Grade nationaler Befangen⸗
seit, der ‚wijchen zwei freundlich gesinnten Natioren nicht vor—⸗
'ommen sollte, und der nur zu den äͤrgsten Mißverständnissen
ühren kann. Wer wären gewiß die Letzten, bie Handlungkweise
zer Offi.iere der „Franconia“ entschuldigen zu wollen, wenn sie
ich einen Fehler zu Schulden kommen ließen, aber bevor wir die
Angeklagten veurtheilen, müssen wir doch auch ihre Vertheidigung
zehoͤrt haben.

Uebrigens erklärte im englischen Unterhause der Unterstaais-
fretär Lord Hamilton auf eine bezügliche Anfrage, gegen den
dapitän der „Franconia“ könne wegen des Zusammenstoßes dieset
Schiffes mit dem , Strathclyde“ eine haudelsamtliche Untersuchung
ucht'eher eingeleitet werden, als bis das gegen den Kapitaͤn wegen
ahrläysiger Tödtung eingeleitete Criminalserfahren beendet sei.
Was das Verhalten des Hafenmeisters in Dover anbelange, so
verde dasselbe bei jedem dazu gezebenen Anlasse einer Uatersuchung
durch das Hafenamt in Dover unterzogen.

Ausland.

Paris, 1. März. Don Carlos hat gestern Abend Pau
oetlassen, um fich nach England zu begeben. Der Graf von Ca⸗
jerta begibt sich nach Cannes.

Doͤn Carloa'hat nicht, wie es gestern hieß, die Erlaubniß
ꝛrhalten, in Fra kreich za bleiben; die franzoͤsische Recierung ließ
ha fragen, nach welchem Land er sich zu degeben gedenke, und da
er sich für England entschied, so dolte ihn an 29. Februar Mor⸗
gens ein Exirazug in Pau, wo er se'ne Gemahlin besucht hatte,
Ib, welcher ihn über Paris (ohne Aufenthalt) nach Calais vringen
olte. Man erinnert sich noch, wie vor kaum zwei Jahren Don
Farlos von der Regierung Mac Mahons unter der Haad alle mög⸗
liche Unkerstütuung erhielt. Jett haben sih die Zeiten geändert,
e Legitimisten führen nicht mehr das große Wort, weder in der
Polkzvertretung no h im Cabinet Mac Mabons, und so wird Don
Tarlos sehr kühl behandelt.

(Reuspanische Barbarei auf Cudba.) Newyorler
Zeituͤgea melden, daß vorigen Monat auf der Plantage El Santo
Christo in Caba, Eigenthum eines reichen Psllanzers Namens Fran—
J'sco Gonzalez Arango, sieben Personen hingerichtet warden. Vor
zinigen Monaten, so heißt es, daufte Arango eine Anzaht Sklaven
in Buelta de Arrida nuud ließ fie nach seiner Plaatage El Santo
Fhristo bringen. Unter ihnen befand sich eine aftikanische Frau,
hi Sohn Luis, ein in Cuba geborener Creole, dessen Frau, eine
Freolin, und ein chinefischer Kuli. Nachdem dieselben geraume
Zeit auf der Plantage geardeitet, machte Arango's Aufsther, ein
Weißer, der Frau diz Luis unschicdliche Anträge. Sie wies seine
Zudringlichkeilett entrüstet zurück und nach wiederholten Weigerungen
vpurd: decr Aufseher zornig und beschloß Rache zu nehmen. Er be⸗
Jab sich demnach zu Araugo und hinterbrachte ihm solche Geschich—
en von der Frau, daß derselbe betahl, sie gehörig auszupeitschen.
Als das Urtheil vollstteckt werden sollte, sand man, daß die Frau
dald Mutter werden wücde. Idre Mitsklaven hofften, sie würde
uus diesem Grunde geschont werden, aber vergebens — sie wurde
n fürchterlicher Weise gepeitscht. Während der Auspeitschung
zrachte sie ihr Kind zur Welt. Luis, entrüstet über diese schred⸗

iche Behandlung stiner Frau, deschloß sich an seinem Herrn zu
achen. In wenigen Tagen hatten sich sieben der Neger, welche
nit ihm bon Vueüa de Arriba gebracht worden waren, sowie der
Thinese feierlich verschworen, Arango zu tödten. Gegen Mitte
Januar war ibr Racheplan zut Reife gedsehen, und in einer Nacht
sogen sie aus um die That zu pollbriuzen. aber Araugo hatte die
—XV ihn
hüßen zu lassen. Sie ermordeten ihn und stellten fich alsdann
den Behörden in Beju al: ein Geständniß ihrer That ablegend—
        <pb n="128" />
        fels in Frankenthal auf Ansuchen nach Zweibrücken verfetzt und
zum Polizeianwalt in Odbermoschel der geprüfte Richtscandidat K.
Eyselein aus Würzburg dermalen in Neustadt a. d. H. ernannt.

Der Gerichtsvollzieher W. Merk in Regensburg, gebürtig aus
Speher, wurde auf Ansuchen in gliicher Eigenschaf; nach Germers⸗
heim versetzt.

Der Schulverweser Joh. Roth zu Pirmasens wurde zum
Lehrer an der protest. Schule daselbst ernannt.

Auf mehrsache an die Redaction gerichtete Anfragen wegen
Abonnement bon illustrirten Zeitschriften, resp. zu welcher von —R
elben wohl am meisten zu rathen sei, bringt die Redaction hier⸗
nit zut allgemeinen Kenntniß, daß sich in diesem Jahre die in
zeipsig erscheinende illusir. Zeitichtift; ¶ Das Neue Blaͤtt“ wohl
am meisten hervorçethan hat und zwar sowohl durch vortreffliche
Nopeken, wie z. B. „Ohne Ziel“ von E. M. Vacano. Ein
dles Frouenherz“ zc., c, als auch durch Beiträge der verschie⸗
ensten Art, die alle offenen Fragen zu derühren suchen und somit
wirklich a.f wahre Volfsbildang hiuzielen. Dazu bietet das Neue
Blatt einen Bilderschmuck, anziehend in den Motiben und tadellos
in der Ausführung, daß man von dem Abonnementspreis eine
Mark und 50 Pfgq. vierteljährlich wirklich nicht andeis als im
Sinne einer staunenswerthen Billigkeit veden fann, denn es sind
nur knapp 12 Pfg. pro Woche, die der Leser durch das Abon⸗
nement auf Anregung und Belehung der geistigen Interessen zur
Hefestigung und Förderung der errungenen Bildungsstufe ausgibt.
Das aufrichtigste Bestreben, die Unterhaltung im besten Sinne des
Wortes mii der Belehrung Hand in Hand gehen zu lassen, erstreckt
ich sogar bis auf die Prämien, die gegen kleine Nadzahlungen
jerabfolgt werden. Da ist neben einem prachtvollen Oeidruckbilde,
Eheniun“ betitelt, das ais Pramie für 2 Pe. vh Pfg. zu haben
st, während es im Laden 24 Mark tostet, als zweite Prämie
»as berühmte Mehersche Hand-Lexikon für nur 6 Mark zu hiben.
Das Werk enthält etwa 60,000 Informationen sowie viele Karten
und Pläͤne. Eine noch nmützlichere Prämie als diese wird sich
aie erfinnen lassen. Aus dier Mitgetheiltem wird gewiß Jeder
leicht zu der Ueberzeugung gelangen, daß man etwas eindüßt, wenn
nau eine Erscheinung min solchen Vorzugen unbenutzt an sich
botüber gehen Läßt. Das Neue Blatt erscheint im Verlage von
A. H. Payne in Leipzig und ist für den Prets von eine Mart
und 50 Piga. pro Vierteljahr bei allen Buchhandlungen und Poß⸗
instalten zu abonniren.

—— — sD

Oesundheitliches.

(Wie ist die Sterblichkeit bei Scharlach, Masern und im
Wochenbette auf ein Minimum zu reduziren?) Vortrag von Dr.
med. L. Kugelmann. (Hannoper, bei Schmorl u. v. Seefeld.
Preis 1M.) Die Statifnik der Todtenfälle weist nach, daß aller⸗
orten noch Masern, Scharlach und Kindbeitfieber alljährlich eine
große Anzahl Opfer fordern. Verfasser sucht in dorliegender Schrift,
gestützt auf die Erfahrung in langjähriger Praxis, zu zeigen, daß
Scharlach und Masern bei kühlem Verhalten und stetigem Luft⸗
wechsel ohne alle Arznei ganz ungefahrlich verlaufen und theilt mit,
wie sich der Luftwechsel selbst in der beschrä nktesten Wohnung leicht
herstellen läͤt. Vom Kindbettficber aber erzählt er die lehrreiche Ge⸗
schichte wie in dem Wiener Gebärhause Jahrzehnte lang viele Hundert,
saest dis zu einem Drittel aller aufgenommenen Frauen lim De⸗
jember 1849) hingerafft wurden, bis Dr. Semmetweis die Ursachen
dieser schrecktichen Sterblichteit aufdeckte, und wie jeitdem die Ver—
züiung dieser Erkrankung leicht und einfach ist. „Reine Hände,
reiner Köper, reines Beit, reine Utensilien, reine Luft — das ist
Alles! Werden diese einfachen Maßregeln ausgeführt, so wird das
Puerperalfieber eine Seltenheit werden und Furcht und Entsetzen
nicht mehr die glüdlichsten Momeute des menschlichen Lebens um⸗
schweben.“ — Bedenkt man, wie viel Kummer und Elend schon
ein einziger vorzeitiger Todesfall veranlossen kann, so wird man
dankbar jede gebobtene Belehrung annehmen; denn richtige Erkennt⸗
niß ist es allein, welche in den genannten Fällen richt ges Ver⸗
halten lehrt und vor großen Unglücke schüzen kann.

Für die Redaction verantiwortlich: F. X. Demetz.

M—

— 7—
⸗
Sonst 9 Mark — U, Mark!
Gegen Franco⸗Einsendung von nur 1M. 70 Pfg.
liefern wir umgehend franco
— soweit der Auflage-Rest reicht —
die bei uns soeben erschienenen
Novellen und Erzählungen von E. v. Waldow
(Berfasser von „Die shwarze Käthe“, „Das Sündenerbe“,
„Teufelsburg,“ „Hildegard“ ꝛc.)
euthaltend: „Eine romantische Liebesgeschichte“, „Das
streuz am Wege“, „Ein Schrei“, „Moderne Sirenen“,
„Ohne Geleit“, „Bon voyage, die Geschichte einer Braut⸗
fahrt“, Falsche Ehre,“ „Blaues Blut,“ — 640 Seiteu!
Von der Kritik werden die Waldow'schen Novellen
und Erzählungen unter » die besten belletristischen
Erzeugnisse der Neuzeit gereiht.
Königsee i. Thür.

— —

G αιοα.
ECa. 60- 70 Ster
gespalten buchen Scheitholz
sind zu verkaufen bei

Väcker Kunz in Rohrbach.

Kiefernholz:

52 Sier Prügel

21, Kroppen.

Gemischtes Holz:

2 Ster Scheit
2932 , Prügel

12, Krappen.
St. Ingbert, 2. März 1876.

Das Bürgermeisteramt.

Custer.

Holzversteigerung.
Am Montag, den 13. ds.
Mis., Nachmittags um 2 Uhr
auf dem Bürgermeisteramte zu
St. Ingbert wird das Gemeinde⸗
herechtigungs-Holz öffentlich ver⸗
steigert:
Abitheilung Schlangenthal.
Eichenholz:
25 Ster Scheit
74 , Prügel
203 „ Krappen.
Buchenholz:
5 Ster Scheit
456 , Prügel
258 , Ktrappen.

Jagdverpachtung.
Samstag, den 11. März
nächsthin, Nachmittags 1 Uhr,
im Schulhause zu Wittersheim,
wird die Feld- und Waldjagd
auf den Bännen von Bebelsheim,
H btirchen und Wittersheim auf
zinen weitern 6Gjährigen Bestand

offentlich verpachtet werden.
Bebelsheim, 29. Febr. 1876

Das Bürgermeisteramt:

WBerber.

Paul Oertel,
Verlagsbuchhandlung.
Paul Oertel i. Königsee:
haben meine volle Zufriedenheit

An die Verlagsbuchhandlung pon
Die mir übersandten Bücher
erworben u. s. w.
Schleswig.

J. D. Wessel,
Haͤrdet vogteibedollmächtigter.

offeln 2 Vd. 10 Pf. Heu 4M.
33 Pf. Stioh 4M. 18 Pf. per
Zentner. Weißbrod 13 Ko.
50 Pf. Kornbrod 8 Kilo. 66 Pf.
ditis 2 Kilo. 46 Pf. dit:o1
dilo. 23 Pf. Gemischtbrod 8
dilo. 84 Pf. 1 Paar Wed 190
Bramm 6 Pf. Spelzkern 0 M.
— Pf. Dinkel O M. — P. Misch—
rucht — M. — Pf. Rirndfl. J.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf
dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 5ÿf.
Schweinefl. 64 Pf. Butter1
M. per Pfund.

ben erschien bereits die 12. Aufiage von
Teclceꝰs
beliebtem Malzer:
Erinnerung an die Forelei.
Op. 12. Mit Prachttitel. R.M. 1.250.
Diesex leicht spielbare und melodienreiche Walzer
fand soit der kurzen Zeit seines Erscheinens ber tast
allen Klavierspielern reichen Beifall.
Gegen EFinsendung des Betrages erfolgt Franco-
usendung.
—A——

Eine gedeckte
Kegelbahn
son eihen Holz, nebst Wirihs⸗
tische und Gartendänke mit Rück-
lehne ist zu verkaufen bei

VdGhandon, sen.

Frucht⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Stadt Zweibrücken vom 2.
März. Weizen 10 M. 24 Ppf.
dorn 7 M. 76 Pj. Gerste 2reih.
— M. — Pf. Gerste Areihige
— M. — Pf. Spelz 6 M. 4
Pf. Hafer 8 M. 03 Pi. Kart

Ç CoüIn Ou. F

Ao —
ꝓTSim Imm Sccg von 8. X Demeh in SEi. Inebert
        <pb n="129" />
        Slt. Ingberler AAnzeiger.

L
Dder St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchenllichj mit dem Saupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonnlags mit illuftrirter Vei⸗

lage), erscheint vbchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementé preis beträgt vierieljährlich

mark 20 R⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfag., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
48 33. Sountag, den 8. März .78* 1876.

Deutsches Reich.

München, 29. Febr. Die von den Truppenabtheilungen
zlljährlich zu erstellenden Nachweisungen über die Resultate der Re-
krütenpräfüngen im Lesen und Schreiben hatten bisher nur die
Summe der aus den einzelnen Regierungsbezirken gezogenen Mann⸗
schaften, welche ohne Schulbildung waren, zu enthalten, um die
Fruirung der Gründe, welches dieses Fehlen jeder Schulbildung
deranlaßten, zu ermöglichen, haben von nun an vorbemerkte Nach⸗
weisungen auch die Namen und Heimathsorte der ohne Schulbil-
dunge befundenen Soldaten des jüngsten Jahrganges, welche in
Bayern schulpflichtig waren, anzugeben. Als „ohne Schulbildung“
sind diejenigen Rekruten aufzuführen, welche nicht genügend lesen
oder ihren Vor- und Zunamen nicht leserlich schreiben können.

Pdünchen, 3. März. Abgeordnetenkammer. Abg. Jörg
perliest eine Interpellation, betreffend die Vorlegung eines neuen
Landiagswahlgesezes. Er erinnert an das Versprechen der Thron⸗
rede vom 17. Jan. 1870; er führt aus, daß wegen Aufhebung
des Ansässigkeitsgesetzes von 1834 seit dem Jahre 1868 eigentlich
kein Landiag volle Rechtsgiltigkeit gehabt habe; er bejeichnet die
Befugniß des Ministeriums, die Wahlkreiseintheilung zu bestimmen,
als ein privilegium odiosum; er meint, wegen voraussichilichen
Mangel!s an bedeutenden Vorlagen ssei der jetzige Zeilpunlt ange⸗
messen für die Erledigung eines solchen Gesetzes; schließlich fragt
er, ob die Regierung gewillt sei, ein neues Wahlgesetz vorzulegen.

Der Minister des Innern bestreitet die von Joͤrg behauptete
Folge der Aufhebung des Ansässigkeitsgesetzes, welches übrigens in
der Pfalz nie gegolten habe; er hebt hervor, daß die Regierung
seit 1870 zweimal den von Joöorg angeregten Versuch vergeblich
zemacht habe. Die letzte Wahlgesetzvorlage seit erst unmittelbar
bdor dem Landtagsschluß zurückgezogen worden, als jede Aussicht
auf das Zustandelommen geschwunden war. Er zweifelt unbediugt,
daß in dieser Sachlage eine Aenderung eingetreten sei, und erklärt
deshalb, die Regierung beabsichtige nicht, einen Wahlgesetzentwurf
vorzulegen. ————

Hieraui Berathung des provisorlschen Steuergesetzes. Refe⸗
rent Ruppert befürwortet dessen Annahme.

Abg. Freytag ertlärt Namens der Klerikalen, daß die Siel⸗
nuung der Mehrheit gezjenüber dem Ministerium noch immer dieselbe
oie vor der Landtags⸗-Vertagung sei; die Situation sei eine ganz
eigenshümliche; das Verhalten des Ministeriums sei seilher nicht
anders geworden; er vertraue zwar, daß der Minister des Aeußeren
einer jüngsten förderalist schen Aeußerung treu bleiben werde, ader
in den inneren (Schul- und Nirchen-) Fragen habe sich die Situa—
sion verschlimmert; sie (die Klerikalen) würden aber, um keine
Stockung der Staatsgeschäfte zu veranlassen, die Steuern bewilligen
ind das Budget prüfen; sie seien Sr. Maiestät allergetreueste
Opposition.

Minister v. Pfretzschner erklärt darauf: „Und wir sind Sr.
Majestät getreuestes Ministerium.“ (Bravo!) — Minister v. Lutz
var wegen Unwohlseins nicht anwesend.

Hierauf wurde die provisorische Steuererhebung bis 31. März
ꝛinstimmig genehmigt.

Berlin. Ueber den Stand der Eisenbahnfrage meldet die
„D. R. C.“ „aus zuverlässiger Quelle“ Folgendes: „In Folge
des Widerstandes, der sih in Süddeutschland gegen das Project
kundgab, ist die Idee der Erwerbung der süddentschen Bahnen
zurch das Reich als definitiv aufgegeben zu betrachten. Hingegen
wind dem Vernehmen nach beabsichtigt, beim Reichslage die Er—
werbung aller norddeutschen Staats- und Pridatbahnen in Vorschlag
zu bringen. Sollte sich aber die Reichsvertretung gegen diesen
Plau ablehnend verhalten, so wird von einer Mitwirkung des
Neiches überhaupt obgesehen und soll die preußische Regierung ge—
sonnen sein, beim Landtage die Erwerbung sämmtlicher preußischer
Privatbahnen zu beantragen, wobei die Actien derselben nach einer
estzustellenden Quote in preußische Consols convertitt werden
mürden, während die Prioritälen uach dem Vorgange bei he

Niederschlesisch-Märkischen Bahn als solche wahrscheinlich fortbestehen
bleiben, so daß keinerlei große Anleihespeculation erforderlich ist.“
Darnach wäre in erster Linie immer noch die Mitwirkung des
seiches in Aussicht genommen, und erst, wenn dieser Weg durch
den Widerstand der größeren Mittelstaaten als ungangbar sich dar⸗
tellt, wird Preußen auf die Ordnung der Angelegenheit in seinem
eigenen Hause sich beschränken. (Die officiöse „Prop.⸗-Corr.“ be⸗
Jätigt, daß dem preußischen Landtage demnächst eine Eisenbahn-
Vorlage zugehen wird.)

Das Reichs-—GGesundheitsamt wird am 1. April d.
J. in's Leben treten und eine seiner Hauptaufgaben wird der Ent
purf eines die obligatorische Leichenschau betreffenden Gesetzes sein,
das hinwiederum nicht ohne Einfluß auf einzelne Landesgesetz⸗
zebungen namentlich in Preußen, sein wird. Im Geltungsbereiche
des allgemeinen Landrechts haben mit Ausschluß von Berlin, wo
eine solche Leichenbeschau bereits lange besteht, die Geistlichen über
zie Beerdigung Entscheidung zu treffea, und es ist ja bekannt, daß
unlängst erst der Minister der geistlichen u. s. w. Angelegenhbeiten
den Consistorien mitgetheilt hat, daß die neue Gesetzgebung über
die Beurkundung des Personenstandes hieran nichts geändert hat.

Vermischtes.

Aus München wird gemeldet:? Ein kleiner Roman, der
sich in unsern höchsten Regionen abspielte, scheint dem Abschluß
nahe zu sein. Daß sich ein junger Mann von Fürstlicher Geburt
in ein bürgerliches Mädchen, besonders weun es vom Thealer ist,
derliebt, dessen können sich unsere Durchlauchten nicht allein rühmen; daß
aber ein Prinz auf die Vorrechte seiner Geburt, auf seine Stel⸗
lung in der Gesellschaft, ja sogar auf seinen Namen berzichtet, um
als ehrlichet Mann an dem Mädchen seiner Wahl zu handeln.
Die Helden eines solchen Liebesromanes sind wohl selten. Einer
dieser Helden ist Prinz Paul von Thurn und Taxis, ehemaliger
Flügel-Adjutant des Königs. Man wird sich noch des Aufsehens
rrinnern, welches die Beharrlichkeit, mit der Prinz Paul von
Thurn und Taxis auf seiner Verehelichung mit einer Schauspielerin
des Aclientheaters bestand, vor einigen Jahren in München hervor⸗
rief. Die Folge dieser Beharrlichkeit war, daß dem Prinzen von
einer Familie die Heirath unter der Bedingung gestättet wurde,
daß er auf alle Rechte seiner Geburt wie auch auf seinen Fürst⸗
ichen Namen verzichte. Oer Prinz nahm diese Bedingung an,
zrhielt eine Jahresrente von 8000 fl., heirathete und nannte sich
einfach Paul Fels. Die Gnade des Königs sezte diesem Namen
das Wörichen „von“ vor. Kuf seine, wie zu Zeiten seines Glanzes
die Freunde dersicherten, hübsche Stimme sich stützend, ging Fels
nit seiner Frau nach Zürich — zum Theater, machte aber daselbsi
Jlänzendes Fiasco. Herr v. Fels würde wahrscheinlich von dem
Momente an, wo er den Rückzug von den die Welt bedeutenden
Breitern angetreten hatte, auch für die Welt verschollen geblieben
ein; für die letztere blieb er aber doch trotz aller Verzichte der
derstoßene Sohn des Fürsten don Thurn und Taxis, der Schwager
der Prinzessin Helene, Herzogin in Bayern, und der Neffe des
dronobersthofmeisters Fursten von Dettingen⸗Spielberg; endlich
»lieb er der Sohn einer Frau, der alle Welt ein warm fühlendes
Mutterherz zuschteibt. Man sagt, daß es oem Fürsten Oettingen
Jjelungen sei, eine Versöhnung seiner Schwester, der verwittweten
Fürstin Mathilde, mit ihtem Sohne Paul herbeizuführen, und daß
s sich nur noch um die Lösung der Frage handelte, wie der obscure
Paul von Fels wieder als Prinz von Thurn und Toaris in die
Besellschaft einzuführen sei. Den Schlüssel zur Lösung dieser Frage
oll die Erbprinzessin Helene gesfunden haben. Es verlaute, daß
rach Vollendung der Umbauten auf der neuen Königlichen Befitzung
„Herreninsel“ in Chiemsee dort großartige Park- und Wasserfeste
2 la Louis XIV. abgehalten werden sollen. Ferner soll der Plan
um Baue eines Saaltheaters in der Residenz genehmigt sein, in
em nur von „allerhöchsten und höchsten“ Hertschaften Scenen aus

hern Wagner's. framzösische Lustspiele. lebende Bilder und end—
        <pb n="130" />
        lich Dichtangen eines ungenannt bleibenden, sehr hohen Autors
aufgeführt werden würden. Für die Leitung dieser Feste soll eine
neue oberste Hofscharge geschaffen werden, und man flüstert sich
bereits zu, daß die Erbprinzessin Helene bei ihrem Versuche, dem
Versöhnungswerke des Fürsten Oettingen die Krone aufzusetzen,
indem sie seinen Neffen in die Gefellschaft wieder einführt, glück⸗
licher wahr als bei ihrem Versuche, den halsstarrigen altkatholischen
Döllinger in den Schooß der Kirche zurlickzuführen, deun man
nennt bereits in Hofkreisen den wieder in den Prinzen Thurn und
Taxis umgewandelten Paul Fels als den neuen Oberstmarschall
der Koͤniglichen Vergnügungen.

7 Mainz, 1. Mäaärz. In der heutigen Sitzung des großh.
Bezirksgerichts wurde der Urtheilsspruch gegen einen hiesigen Holz⸗
händler, welcher beschuldigt war, falsche Depeschen abgeschickt zu
haben, verkündet. Derselbe lautet auf vier Monate Gefängniß.

Der bekannte Malzextraltfabrikant Johann Hoff in Berlin
ist jetzt auch von Greoßherzog von Mecklenburg⸗Schwerin zum Hof—
lieferanten ernannt worden; die fünfundzwanzigste derartige Aus⸗
zeichnung, welche demselben verliehen ist.

Die neuen Façons in Herrenhuten:
dtauffenbereg, Forokenbeok, Hohen-
lohe und Bennigsen
sowie Oy I nderhiüte

sind soeben eingetroffen.
Auch empfehle weiche Herrenhüte von 5 Mark
an und wasserdichte Schachthüte für Bergleute.
Hormann Fisoher.
Ziehung bevorstehend:
Berliner FloraLotterie
Hauptgewinn im Werthe von je 30,000, 15,000, 10,000,
5 a 3000, 10 2 1500. Ferner 27,315 Gewinne im
Werthe von je 600 — 3 Mark.
Nur noch einige Loose sind vorräthig beie
J. Friedrich.
Rürgerverein
St. Ingbert.
Mitiwoch, den 8. Marz
1876, Abends 8 Uhr:
Vereinskränzchen.
Zusammenkunft bei Herrn
Peiter Heusser.
Der 1. Vorstand.
Eine gedeckte
d
Kegelbahn
von eichen Holz, nebst Wirihs⸗
lische und Gartendänke mit Rück⸗
lehne ist zu verkaufen bei
W. Chandon, sen.
Ea. 60- 70 Ster
gespalten buchen Scheitholz
sind zu verkaufen bei
Bäcker Kunz in Rohrbach.
Bäder Eunz in Rohrbach
hat sofort sein Haus mit Ein⸗
richtung zu verlaufen oder auch
zu vermiethen. Das Nähere bei
Peter Cunz Buchhalter in
Eneheim, Peter Lauer Bäcker
auf Elversberg und dem Eigen⸗
thümer selbst.
—F—

Husten⸗, Brust⸗·· Hals
Cungen⸗Leiden.
10000 Atteste.
Trauben-⸗ Brust⸗
Honig
unter Comrole des Hrn. Dr.
U. Freytag. Kgl. Pro⸗
fessor ia Bonn,
wenn die Me—*
lalllapseln, wo⸗ ——
mit jede Flasche *
Wiehen 33
Firmastempel D— V

der Fabrik
tragen.

Zu keziehen in St. Ingbert
bei J. Friedrich Zye St.
Jobann bei F. P. Duden
—B — Thiriot,
in Saarlouis bei FeAlten
kirch, in Blieskastel bei
Apotheker C. Nichter, in
Zaargemünd bei eee
9. Kirchner, in Sulzbach

bei Avotkeker A. Treffon

—
Auszug

bersenden wir auf Francor Un⸗
eete einen über 100 Seiten
en, mit vielen Zeugnissen
39 Sebeiiter versehenen
aug aus Pr. Airr's Ratur⸗e
—— — geder, wggög
u der Vorruglichtelt deo illuftr.
1. ß00 Seilen starken Qrigiual
erkes — nur 1Mart. qu
dieden urch alle Vugharr 9
berzeugen will, lasse sich den
Irozuv aitereweriago⸗
UAufßtalt in Leinzig kommen.

uus den Registern des Standes⸗
amtsbezirkes St. Ingbert pro
Monat Februar 1876.
A. Getrrten:

m an buuoi

1. Febr. Heinrich, S. von
Rosepyhh Bickel. Ebhrihian Arch

AαOOXOC
— ——— — —
T'

Stuttgart, 2. März. Großfürstin Vera, Gemahlin det
Herzogs Eugen von Würtlemberg, wurde gestera Abend von zwei
Mädchen entbunden. Mutter und Kinder befinden sich wohl.

7 Ein schrecklicher Unglücksfall wird dem „S. T.“ vom
tothen Thurme berichtet: An 40 Personen aus einem romänischen
Dorfe bei Cineni an der Landesgrenze waren zu einer Hochzeit
nach einem Nachbardorf jen seitsldes Altflusses geladen und suchten,
um den Weg zu kürzen, auf dem in der vorigen Woche scheinbar
noch festzugefrorenen Flusse mit 4 Wagen üderjuseten. Allein mit⸗
sen im Eise waren durch Fischer Löcher eingehauen und diese min⸗
derten die Haltbarleil der Eisdecke so sehr, daß sie unter der Last
der darüber fahrenden Wagen einbrach und die ganze froͤhliche
Hochzeitsgesellschaft in den eisigen Fluthen ihr Grab fand.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß.

. v. Philipp Kliuch. Jatob, Philipp Morgenstern. Karl Ludw.
Sohn v. Georg Philipp Roth. Franz S. v. Karl Gros.
Irhenn Joseph, S. v. Johann deen er * —F
3. Philipp Heinrich Ludwig, bon Ferdinand David Peters.
Sohn von Heinrich Ehlhardt.
atharina —3 Tochter von B. Sterbfaͤlte:
Maria Mathieu, ledig. J
“ 1. Febr. Ailipp Jalob
* Ludwig. — — Bünther, 75. 5 Ehemann
e Adolph, S. v. Philip v. Charlotta Kronenberger.
ẽrsobega, J. v. Phipp Eha rotnz o
r Georg, S. von Jatob traude Wagner, 71 J. alt, Wb.
Strobel.
6. Johann, S. von Franz ee i alt, S. von
Marx. Georg, S. v. Johann Qari Rupperi
Adam Schalhanmer— A. vubwig.1 J. 0. M. alt,
* Peter, Sohn von Anselm S. ven Ludwig Schwender.
ner 8. Jakob, 1 J. 6 M. alt,
etdarima, Z. d. Ludwis S.v. Vendei Shuin dnn
d Maria, T. v. Johann m dun s. Jakob Hooß.
M 13. n 23.
10. Jalob, Sohn von George —— I 2535 86
Jungfleiich. IA. Tuͤsebetha houy, vog.
I11. Nitolaus, S. von Peter alt/ Ww. von Jalb Jum
Schmetzer· Peter Jalob, S. 18 Magdalena Luch, 46
don Adam Bernhardt. Alwine, J. an, Chefrou d. Jatob deib
T. von Hermann Otto Lubizß. 23 Alon posm 333
o Naria, T. v. Salomon Fhrmann“n Charloita Henrich.
amer 6 Johann Stauner, 838. J. all,
Adi. —— Ehemann von Kath. Westrich.
15. Johanna, T. v. Conrad 9* euin d— 10
Raumann. Jakob, S. v. Peter 27 — —* 26
heimerling. J
— —
Peters. Jakob, S. v. Jatob S. v. Ntolaus Sool.
Schwarz. ß 6
17. Friedrich, S. v. Georg
Schrepfer. Joseph, S. v. Peter C. Berehelichungen:
Weber.
18. Peter Joseph, S. von
Peter Joseph Moses.
19. Johann Jakob, S. don
Johann Deffland. Ludwig, S.
). Ludwig Siegwardt. Petronella
Louise Auguste, T. dvon Karl
Bayerlein.
20. Katharina, T. v. Georg
Schenkelberger. Georg, S. v.
Johaun Seel.
21. Helena, T. v. Jobann
Lehnhardt.
22. Heinrich, S. v. Karl
Eblhardt. Elisabetha, T. von
Jakob Gehring. Johann. S.
von Franz Betz.
23. Jalob, S. v. Johann
Peter Jung. Karolina, T. von
Peier Frenzel.
24. Peter, Sohn von Peier
Mayer. Ludwig Peter, S. v.
Veter 1h1 Mhiliyy. S. non
        <pb n="131" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.
äñ;
Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterholiungsablait, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage), erscheint woͤchentlich riermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne ments preis belrägt vierteljährlich
art 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärts mit 15 Pfa. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neelamen

mit 30 Pfsg. yro Zeile berechnet.

4

41 38. Dienstag. den 7. März

1876.

—— —

Deutsches Reich.

Muünchen, 3. Febt. Der preußische Gesandie in Manchen
Frht. v. Werthern, ist zum Wirklichen Geheimen Rath mit dem
ßradilat Excellenz“ ernannt worden.

Aus Viünchen, 4. März. Auf die Freytag'de Erllaͤrung
entgegnete Minister v. Pfehschner in scharfer Weise: Uater Foͤr⸗
deralismus verstehen verschiedene Standpunkte sehr Verschiedenes:
er Ger Minister) protestire gegen die Auffassung, welche die Ul-
ramontaneu seiner neulichen Erklaͤrung bezüglich der Reichsbahnen
gegeben.

München, 4. März. Wie man in unseren Geschäftskreisen
vernimmt, beabsichtigt der Finanzminister von den zu Etsenbahn⸗
hauten bewilligten Crediten in nächster Zeit eine weitere Samme
zu emittiren und joll ein 4*3-procentiges Anlehen beabsichtigt
sein. Die Nadricht von dieser Aalehens⸗Emission wird als Grund
bezeichnet, daß der Court der bayerischen Staatspapiert seit gestern
Awas gedrückt ist. (A. Z.)

Maunchen. Die nächste Sitzung der Abg. Kammer ist auf
Dienstag den 7. März anbderaumt. Tagesordnung. Erste und
weite Berathung der Gesetzentwürfe: 1) die Gerichtsvollz eher ⸗Otd⸗
nung betr. (wonach die Frist zur Vorlegung einer solchen bis zur
Finsührung der deutschen Civilprozeßordnung verlängert werden
loll), 2) die Aufhebung der Augeburger Zahltage beir., 3) die Ab⸗
inderung des Urt. 472 des in der Pfalz gellenden Strafptozeß⸗
gesetzbuches betr. Dieser Gesetzentwurf lautet:

An Stelle des Ärtilkels 472 des in der Pfalz geltenden
Strasprozeßgesetzbuches tritt folgende Bestimmung: Ein Auszug
dus dem verurtheilenden Erkenntnisse wird innerhalb einer Woche
nach der Verkündigung auf Betreiben der Staatsanwaltschaft in

einem dazu geeigneten öffentlichen Blatte belannt gemacht. Nebst⸗
dem wird ein salcher Auszug in der Gemeinde, in welcher
der Verurtheilte seinen Wohnitßz, oder in Ermangelung des⸗
sen seinen letten Aufenthalt hatte, ferner an dem Siße des
Schwurgerichtshofes und des Untersuchungsgerichis öͤffentlich
angeheftet. Eine Abschrift des Urtheils ist binnen gleicher Frist
der Regierung der Pfalz, Kammer bder Finanzen, zu übersenden.
Die Wirkungen dir Urtheilsvollstredung treten mit dem Zeitpunkte
an, in welchem ausweislich des hierüber errichteten Protokolls die
letzte offentliche Anhestung debß Uriheilsauszuges etfolgt ist. Gegen⸗
— Gejsetz triit mit dem Tage seiner Verkündigung in
raft.“

Die Moiive sagen, daß die in Art. 472 eit. vorgeschrie bene
Art der Urtheilsvollstieckung (Anheftun des Erkenntnißauszugs
durch den Nachrichter an einen Pfahl auf einem oͤffentlichen Platz)
den Anschauungen der Gegenwart nicht mehr entspreche.

f Kaiserblautern. Acht hiesige Manufakturisten ver⸗
ffentlichen nachstehende Ecklärung: „Da im deutschen Großhandel
eine kürzere Zahlungsfrist eingeführt ist, so müssen auch wir auf
raschen Eingeng unserer Ausstände sehen, und sind deßhulb nicht
meahr in der Lage, den unsern resp. Abnehmern gewährten Kredit
ber sechs Monate auszudehnen, was wir hiermit mit der Bemer⸗
tung deröffentlichen, daß wir hbei allenfallsiger Ueberschreitung die⸗
jer Frist Zinsen zu berechnen gendihigt sind.“

f Der „D. A.“ meldet aus Dürkheim, 3. März: Wie

hoch die Liebenswürdi keit der bayerischen Postgeister geht, beweist,
haß heute morgen ein Briefträger einem auf dem Dache des Stadt⸗
hauses arbeitenden Schieferdecer wahrscheinlich ein Billet doux
in Richtachtung aller Lebensgefahr durch Erll mmung einer Feuer⸗
Aler biß in die höchsten Regionen beförderte, und der Brief war
aicht einmal „recommandirt“.

p Kirchdeimbolanden, 4. Marz. In Folge der naffen
Witterungen der letzlen Tage ist eine Strede von ea. 30 Meter
Im Eisenbahndamm in der „großen Curveꝰ zwischen hier und
Morschheim gerutscht und konnte der heute Abend 5. 35 füllige Zug
„on Aljzei die bett. Stelle nicht passiren und mußte an der Brucke
der die Kaiserstraße am steinernen Berg halten. Die Passagiere
nach beiden Richtungen mußten aussteigen und über die beschädig⸗
en Stelle behufs Wagenwechsel zu Fuß gehen. (R. W.)

F Aus der Pfalz. Die nächste Prüfung für den Einjahrig⸗
Freiwilligen ⸗Dienst nimmt am 183. Matz, Borminags 9 Uhr, im
Saale des „Wittelsbacher Hofeb“ zu Spiyer ihren Anfang.

Aus der Pfali. Lin Handler von Friesenheim ver⸗
aufte nach Kuhbach eine Kuh, an der scheinbar Hoͤrner, Schwanz
ind alles vorhanden war, was zu einer techtschaffenen Kuh gehört.
Als aber die Kuß am zweiten Tage in Kuhbach „gestriegell“ wurde,
ijel zum Schrecken des Besitzers der Schwanz ad und bei nauerek
intersuchung ergab sich, daß derselbe nur durch Faden dem Thiere
ingebunden war. Eine schwanzlose Kuh aber glaubte man in
duhbach nicht behalten zu dürfen und soll die Angelegenheit zwi⸗
chen Kaufer und Verkäufer bei Gericht anhaängig fein.

f Bad Nauheim. Dienstag den 29. Febr. wurde in der
Zofhasselhacer Jagd durch Heren J. Koch die erste Schunepfe auf
zem Strich geschossen und mehrere gekühlt; gestern schoß derselbe
Schühe die zweite. Den Jagdregeln nach müßten wir hiernach
zinen frühen und sehr guten Sommer bekommen.

Detr Reichslaniler Futst Bis marck hat von dem zu Port⸗au⸗
Prince anfässizen Kaufmann, Herrn Louis Jaäger, einen Ballen
zes feinsten Haytischen Kaffee's zum Geschent erhalten. Herr
Jaͤger, ein geborener Badenser und begeisteriet deutscher Patriot,
sat sich inmitten der aus Franzosen und Negern bestehenden Be⸗
zölketung ein e ht deutsches Herz und lebhaftes Interesse für die
Tnifaltung des neuen Reichs bewahrt. Er hat durch Vermittlung
eines ihm befreundeten Berliner Schriftstellets seine Huldigungse
zabe dem Reichskanzler anbieten lassen, und Fürst Bismacck die⸗
selbe mit freundlichem Dank für den Geber angenommen.

f Für die Kombattauten des Krieges don 1870 - 71 dürfte
eg von Interesse sein, daran zu erinnern, daß die djãhrige Frist
sur Geltendmachung von Penfionsansprüchen auf Grund einer in
enem Kriege erlittenen Dienstbeschädigung mit dem 20. Maisc.
blauft. Mit demselben Termine exlischt fur die bereits ausge⸗
chiedenen resp. in Siellen für Garnisondienstsfähige übergetretenen
Theilnehmer am Kriege pon 1870 -71 das ihnen gewaͤhrte Aus⸗
nahmsrecht, diese Pensionsansprücht nachträglich zur Geltung zu
bringen.

— In diesem Jahre feiern 8 command'rende Generale ihr
Amtsjubelfest: General v. Kirchdach, Commandeut des 5. (posen⸗
niederschlefischen), Genetal v. Bartjekow, Commandeur des 1.
orcuß) und Genetal v. Bose, Commandeur des 11. (hessen⸗
rassauischen) Armeekorpb; ferner der Gouverneur der Festung Metz,
Jeneral b. Schmidt, und der General⸗Auditeur des Heeres, Fled.

Ausland.

Paris, 6. Mätz, Mocgens. Von 107 Stichwahlen find
45 Requllate bekannt; darunter sind 24 Republikaner und Radi⸗
ale, 10 Bonapartisten und 3 Legitimisten (9) und Conjervativ⸗
Fonstsiutionesle. Unter den Gewählten befinden sich die Radicalen
Raspail, Nequet, Dupoital und Lockroy. Der Bonapartist Naoul
Duval ist im Departement Eure gewählt worden.

Allen Carlissen, welche sich bis zum 15. März unterwerfen,.
wird Amnestie gewährt.

Rom, 3.“ Marn. Abends. Graf Ledoqchowski ist heule Nach
mittag hier eingelroffen. Er wurde am Bahnhofe von dem Car⸗
dinal' Vorromeo, Monsignore Vanutelli und den Rackoren und
Zoͤglingen des deutichen und dolnischen Collegiums empfangen.
Vermishtes.

F Kaiserzlautern. Auf Vermiltlung des Hen. Reg.
Präsi. v. Braun hat das Kultusministerium aus einem Died sitions—
tond für gewerbl. Zwecke dem pfälz. Gewerbemuseum einen Grundungs⸗
deittag von 12,000 Mark zugewiesen.
        <pb n="132" />
        Dufseldorf, 2. März. (Ein seltsamer Fisch.) Ein hie⸗
iiger Fischer fing vor einigen Tagen in dem Hafen anstatt Fische
zu seinem größten Erstaunen ein Hauptbuch der bankerotten Düffel⸗
dorfer Gewerbebank, das moch sehr gut erhalten war uud sofort
dem Oberprokurator eingehändigt wurde. Von gut unterrichteter
Seite erfahren wir, daß schon gestern ein Buchhalier der genaunten
Bank verdaftet wurde, der sich der Fälschung eines neuen Haupt⸗
buchs verdächtig gemacht. In dem aufgefundenen Buch sollen Spar—⸗
einlagen von nicht geringer Höhe ausgestrichen und in dem fälschlich
angefertigten auf Bekannte des Verhafteten eingetragen sein. Die
nächste Zeit dürste über diesen intenessanten Fang noch mehr Ent—⸗
hüllungen bringen.

F Det ständige Ausschuß der allgemeinen deutschen Lehrer⸗
versammlung hat, in Verbindung mit dem Centralvorstande des
deutschen Lehrervereines, Erfurt als Ort für den diesjährigen all⸗

gemeinen deutschen Lehrertag bestimmt. Die Versammlung wird,
wie gewöhnlich in der Pfingstwoche und zwar am 6., 7. und 8.
Juni abgehalten werden. Der ständige Ausschuß richtet an alle
deutschen Lehrerdereine die Aufforderung, auf Grund der Gotha er
Beschlüsse die Wahl von Vertretern dornehmen zu wollen. Der
deschäftlich leitende Ausschuß nahm in seiner letzten Sitzung, als
zur Besprechung sür den d'esjährigen Lehrertag passend, foigende
Themen an: 1) die Orthozraphieenform, 2) Ist es wünschenswerth,
daß für Preußen, resp. Deutschland, nur Ein Lehrbuch im Gebrauche
ist. — Die entsprechenden Referenten wird man demnächst zu ge⸗
winnen suchen.

Fa Deutsche Zettelbanken. Von den früheren Deutschen
Zettelbanken haben sich incl. der Reichsbank 17 den Bestimmungen
des Bankgesetzes unterworfen, 18 haben auf das Notenprivileg ver ·
zichtet, zwei, die Braunschweizer Bank und d'e Rostocker Bank,
haben sich dem Bankgeseße nicht gefügt, weshalb ihre Noten nur
in den respektiven Laändern in Zahlung genommen werden dürfen
und von einer, der landgräflich Hessischen Bank in Hombutig, der
jedoch nur die Ausgabe von 159,000 Mark gestattet ist, steht die
Entscheidung noch aus. Das Notenprivileg der 18 Banken, die
auf die Notenauszabe Verzicht geleistet haben, im Betrage von
22,561,000 Mark ist auf die Reichsbank übergegangen, welche
demunach für 272,571,000 Mark Noten ausgeben darf. Der 8
sammtbetrag der von den 17 priviligirten Banken auszugebenden
Katen beläuft sich auf 380,8357,000 MNeark.

„F Infolge des Hochwassers spielte sich, wie die „Eisen. Ztz.“
rzählt, dieser Tage auf der Werra zwischen Reuenhos und Wariha

Hausversteigerung.

Donnerstag, den 18. März
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr zu
St. Ingbert, bei Peter Weis⸗
gerber, läßt Jakob Loh—⸗
mer, Krämer duselbst, wegen
Umzug sein neuerbautes Wohn⸗
haus mit Scheuer. Stall, Keller,
Hofraum, Gariea und sonstigen
Zubehörden, 15 Decimalen
Fläche enthaltend, gelegen zu
St. Ingbert auf der Vceß neben
Nikolaus Weber und dem Weg,
im Ganzen oder in Abtheilungen
zffentlich zu Eigenthum der—
deigern.
St. Ingbert, 5. März 1876.

Sauer. hk. Notär.

h

ständige Ladene'nrichtung
jammt Waarenvorräthen
als: Rouch- und Schnupf⸗
abak, Gewürz, Salz, Reis,
Gerste, Cichorie, Zwirn
und sonstige Artilel öffent⸗
lich auf Credit versteigern.
St. Ingbert, 5. Mätz 1876.
Sauer, lk. Notär.

Holzversteigerung.
Am Montag, den 13. dse.
Mts., Nachmittags un 2 Uhr
nuf dem Bürgerneisteramte zu
5t. Ingbert wird das Hemeirde⸗—
erechtigungs-Holz öffentlich ver⸗
leigert:
Abtheilung Schlangenthal.
Eichenholz:
25 Ster Scheit
74 ,„ Prüuügel
203 ,„ Krappen.
Buchenholz:
5 Ster Scheit
456, Prügel
258 „ Krappen.
Kiefernholz:
52 Ster Prügel
21, Krappen.
Gemischtes Holz:
2 Ster Scheit
2912 v5 Prügel
12 Kroppen.
St. Ingbert, 2. März 1876.
Das Burgermeisteramt.
Custer.

Mobilienversteigerung.
Dienstag, den 16. Maärj
nächsthin, Vormittags 9 Uhr zu
St. Ingbert in seinem Wohn⸗
hause läßt Jakob Lohmer,
—XV
verschiedene Mobil argegenstände,
wotunter namentlich:
1Wagen mit Zugehör, 1
Pflua mit Egge und son⸗
stige Oekonomie-Geräthe;
ferner mehrere Bettladen
mitFedermatratzen, Schränke
Tische, Stühle, Porzellan⸗
und Blechgeschirr und son⸗
dige Haus⸗ und Küchenge⸗
räthschaften, dann eine voll—
‚attion Druck und Verlag von

F

—19

eine höchst spaßhafte Scene ab. Gin Hase, welcher sich vor dem
Tode des Ertrinlens auf einen Baumstam geflüchtet hatte, kam
auf letztere n die Werra heruntergeschwommen. Kurz vor Wartha
tieß der Stamm an Leinen schief aus dem Wasser ragenden Wei—
»enbaum, auf welchen sich unser Lampe durch einen kühnen Sprung
ettete. Ein Bauerndursche aus Wartha, Numens Wilhelnm D...
jatte diese Scege beobachtet, und hochecfreut über den voraussi ht⸗
ichen Fang des Hasens, holte er eine Wanne und segelte mittelst
ner Stange auf den verhängnißvollen Weidenbaum zu; hier an⸗
jelangt, gab er der Wanrne durch die Stange ein wenig Halt und
letterte den Stamm hinanf, um seine vor Angst zitternde Beure
n Empfang zu nehmen. Da erfaßte un ern Lambe die Verzweif⸗
ung, mit einem Satze sprang er vom Baum hberunter in die
Wanne, diese, dadurch ins Schwauken gekommen, verlor den Halt
und dorihin segelte unser Hase, der Freheit entgegen. Unser
De..welcher jetzt auf der Stelle des Letzteren saß, wurde in
Folge seines Schreiens in einer zweiten Wanne durch seine Lands⸗
eute gerettet.

fHundert allerliebst⸗Gegenstände für einen Silber
groschen franco gegen franco laufese kürzlich eine Annonce
Manger sandte oder brachte seinen Groschen und erhielt ein nied⸗
liches Packet und in demseiben — hundert Stecknadeln.

fIn Konstanz macht der Väcker Bandel, wel her ar⸗
noncirt, daß er dem Publikum jeden Laib Brod vorwiegt, in Folge
dieses Umstandes fehr gute Gefchäfte.

FEiner, der warten kann.) In Frankreich follte ein
zum Tode verurt eilter Verbrecher feinen letzten Gang antreten.
Der Direktor des Gefängnisses fragte ihn, was er als fein letztes
Mahl essen wolle. Man war im Mongi Ottober. „Erd⸗
beeren,“ rief der Delinquent. — „ärdbeeren 7 staunte der
Direktor. „Vor dreiviertel Jahren sind solche nicht zu bekommen!“
— Bitte, ich werde recht gerne warten,“ entgegnete der Necbrecher
reuherzig.

F Wie aus Raab (Angarn) gemeldet wird, stehen 55 Ge⸗
neinden des Raaber Comitats uner Wasser. Die Dörfer find
um Theil bis 19 Fuß unter Wasser. Die Donau, die Raab, d'e
Rabiza und die Marczell haben sich vereinigt. Bis jetzt werden
1300 Obdacblose aus offentlichen Mitteln verpflegt.
Für die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß.
—

—

Die neuen Façons in Herrenhüten:
dtauffenbers, Forokonbeok, Hohen-
lohe und Bennigseu
sowie Cy Iü ndderhüdte

sind soeben eingetroffen.
Auch empfehle weiche Herrenhüte von 5 Mar
an und wasserdichte Schachthüte für Bergleute.
Hermann Fisoher.
Anzeige.

Ca. 60- 70 Ster
gespalten buchen Schei thol—
sind zu verkaufen bei

Bäcker Kunz in Rohrbach

Da ich mich wieder voll—
tändig gekräftigt fühle, so
benachrichtige ich andurch die
zeehrten Frauen von hier,
daß ich wieder zu ihren
Diensten stehe.

M. Brunion,

Hanf-Couberts,
mit Firma bedruckt werden an—
gefertigt in der
Druckeerei dieses Blattez.
HYebamme.
Frank furter Börse
vom 4. Marz 1876.
Bäcker Eunz in Rohrbach
hat sofort sein Haus mit Ein—
richtung zu verlkaufen oder auch
zu vermiethen. Das Nähere bei
Peter Cunz Buchhalter in
Entheim, Peter Lamer Bäcker
nuf Elversberg und dem Eizen⸗
thümer selbst.

E SoLMn. I. Pfg
bistolen, doppelte. 1650 6
listolen.. 1633 6.
Jollũn. 10.st. Stücke. 1663 6.
ꝛanddukaten.. 946-51
O. Frankensstueke.. 1623-27
inglische Sovereigns. 20 10—45
zussisehe Imperiais 1667-72
Hollars in Gola., 1416—19
IArniestß
in St.
Ingdbect
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        5 232. 232
— 2
* 232321 225322328 2
252 55—53325 —55X A322 282 e
558 *28* 75 8 55 2523537 587 * 5 FSSSBSO23 22 22
2835 32223 58535 33 — 2 —3 — 22 959
2 — 33225 85 55 — —A— 23 22 ——e— — 2325*2 23—*
* — — z 35 2282553 .2 22 —— 2
J —2
s— 53555 7335—555 2—58 6328 — 73 2333245,355385 535
55—8 52383*45 3325 — —A
* 2 —Sùᷓ —3S 2 —— 558558 — 25 2 38 * 3 22
* * 2n1 — 87 —— — 2 —— 2* 2* 2 2— 29 —
— 25 5 2* 5355— —— — — 8* — 5 ——— 5* *
—— 5275*8* — —— ES — 223*. 5 — —5822 — 5 55
2 *2335 333285 2 3353 3333558—8 5— 2233 836333 3
25383255 32353532232 — 5—5322 582 —5 55*2 ——55260 2
3 S— 525335 — —5——288* 8 . 3.2 8 ——
* M⸗ —5 7T 32328 — 28 283 5* 285 —
2 52 332535 353 22532 5—5 582 —375532 5
5345534 3336587 528588322 . 5 283 63353233532 —553
5 5—555—55332238 323233 283 3353535 55 S50 8 38 58
— — —5—3—532 2262— —
—— 32. 3335 33 2. 531535332 *85
—52335 33232535 55—3 2 ——583353238 z25358858 5 528 25
3 5353387 55r .328**35 E *
32 * — — — —. 53*7532 Q 5 8 —5—2 *
535*2 * * 2 2532. 2 5 —533 8 —m15 —— — 8* ——
—*32—8 55855355 — 2523368 —833—25 2
23 — 8—53—522—2—383 —5533235338 335553523 75*
——33 833335——3535 32— —3—3353
—2 .2 * 5 — ——
s55 — —z532*5352323* k22 — 3233 —S338338 S562 — — —22.
— — —38——333825 —z3532557 —3333283383 —
z538—æ5352—872322—53836 53533* —3,. 3835—33—35353 533 25
2 —— — 52 2 28 —8 * 6235 85 225 * —— —*
5 5552 65 — —828. ꝰ»5753233 3232328
2 E—83—2 123—353333 55 — — 3438 ..— 33383238
——5 8355 —8 — 3 5 5355353823
288222 5 28 28 835 52.5
8. —7—535585 — 5282885 8—282
282 —2328* 232323 — —— 822—2—32 *
3 — 5 6 2 2 33 8 — — süs —32— —333555335 —
20 523 22332825585 5298—9 —— *
3 — — 2 2 2 355 — — — 22 * ⸗ 58 —A
—A 528 2 — — 35 * 2 — —— S 60
EM ——— 78 52 —A 25252823 *5528 F 5
e — 55 7— 55 22 —58 2223 35 8260 XE 5 —
— 233 2238 —553 * 585 58—ü55 5
553238322* 52 —ã— — 55 *—*5 —X 8 S W —sA
3 3 8388333533 5
52572 2253375s538332 —535. 258zS—3533 58
c —28 25653555* 253 258353. 2 5»33 33335382
3 — 30 z323 35
3583552383 — 3 —
7 2533753 3553752733—23 74 25353 ,—333223538
528*2 2 — * * Z.52322 —253533 535 —32—5* 3
22235 2* 8 —— — * 2 — — * —85 2* 5
3 32357—83883 5533 35238* —
5 *
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v — 7 22 * ẽ — 2 J — B
— — —8B2.35 3523 —— —
2 2* —A 4 — —23— 8 *
28 — —E 2 2*2282 3 * 25 25 — — — 22 — 8
53555238 —— 38
⁊ 2222 238552 —A * 3* — 28 *
— 25 —A 5353 222 0 * 532 —E —— —28
e 25 5 — 3 ——2 5225 5 2 2 *
— — — 3 2 — 2 * 5x* 8 *5
488 53 553535 2332 à EIE*S. 23
—5 —3338 —55 5 8 52 —55.c3 53 5*2 *
5 55328 3 — 282 2352 *
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Q8 c 82* —s—23606* 5336 5225 ——
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3m 3853
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A 23232 — — 228 228 —2 253333235335 35533325
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585 —522 5255 255335255 —A 75 5383535 —— — 228
2* 32237 5582— 8335 25 * 383 33333 58S
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——— 55 5— — — s55533335 2523 —— — 8 *262 4
— 2*» *7 —z25235 —55533333 —5323 5322 2 5333583 8375 252
J — — — 26 2552 22 — 4. 25822 — —

— 62885 — 382338 S8 3 525354 2 E 23385352—833
— 7832 —8322 22 5 5522 228823 *838* ———
3332338838 —53— 57 — ——

35* 5—35 * ——2555355 5232332 — 325* 2E *
23553 26 : 33555 5 22 ——A— 228 I83—
— 2 25 — —— 338323 —— — * 3 23
—55582 Ä— SE22F — 8352535335333 2822 —
—* — * 5— 2 * 28 * 22
3* ———
en 2222 — 27 2 33— 22 22 8 53 *
23523585 — 353353233335 23233 — *
2 55525 35s35753 235233 3288 *
4 * * — 7 522 2 55 A —
TS—— 25*57 3 83687335536 2 32335
25755 38 2 * 253283388 235 38 857
35533327 5053 — 832 — 2⸗55 533 — 3*
8 222 2 —A 85 —H —2 * 5—*8* * .z2s
5033 ———— * 2 25 — ĩ — 39*— —BF— * ——— —5
z*8 8232335 55333233 *537 *253783332557 —————
— 8 —225 —
BBa253388 — 5 558 8 3335757337 5585783 52 353
— —A ⸗ * * —2
53333353,53 335333?3 5538553525 93358 —A
3458—3532 252363—8 5335 2*5388 52368 333538
2 —2 — 2 ——— — 22 7 — 2* —
— 22 —3— 22 2 —* —— —————— 8 —*
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583 3333883 732383 —3233285355* z232353333328
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25323352382.8 283 7 32 77264 —z23533223.353 25823532323 2588
⸗ 522 5*3682. 5335 35755 — — 52 2323835
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2 287 283235235 — — 3332332353 —A — 556 —225322
* 8 2 3 — ——— *53
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* 32 — 2 2272 —* 25532 237 2 7 82272 25 2*
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532873 2. 52212233 * 2 7237 5323857328
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—A 2322078 237275823 35 —— ————
3853533* 2332383882 238* 3 1352 * 8 53232 2553—
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2823335 52533233253 28233 52232382
52532588 53522853 235535355322
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233 3—3333338*
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—5 3* 333 — 333323353377
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2555 *25 *2228 5332—25 —58 2526 52
z53233338*353 2—2332338 25233333133
222 23.58 3 56223335323; —
223 v — * —* — 82 22333 DS 5 — —
7 * 2 77* .5832323 —A—— R3 3.
538 227 —8—383 3352353338335—355
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223.,55 2BS 5 2353563353233335535
— —— 23 2323827 23393 3533—32535233
238 385 —38 2523337— *2228
2 —* — 233*428 —A— 28 25823 062923
2828 83332382* 558 —3233253535335*
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272 253. — 7 32 3 S — x/
2383 83 252 *8 —0
2— * — * 25 222 —— 325 — 5
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— —— 23253 5275238 133335373. 2532375232
* 2. 27 — 2 8* 2 2 —3 2
? 52373 7878 2. — 33773
— 55358,87 —A —3352228 33,8*827
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* — 25 * 3. 3 — 2828 8 522*5 —
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232 2 78 2 —22835.5 322
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        8* s. J ngberler Anzeiger.
der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatie verbundene Unierhaltungsblatt, (Sonniagt mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne meuts preis betragt vierteljahrlich

Mart 20 R.Pfe. Anzeigon werden mit 10 Pfa., von Auswaärts mit 15 pfa. fur die piergespaltene Zeile Blattschrift ader deren Raum. NReelamen
mit 80 Pfg. vpro Zeile bexechnet.
M 39. Donnerstag. den 9. März 90 1876.

Deutsches Reich.

Munchen, 6. März. In det heutigen Sitzung der Abge⸗
ordnete nkammer gelangten die Nachweisungen über die Verwens
zunz der Staatseinnahmen füt 1874, s dann der Bericht des
Fommissare der Kammer bei der Sta usschulden⸗Tilgungscommiffion
zur Berathung. Bei dem lezieren Gegenstand sollen über den Ab—
schluß des leßten Eisenbahn-A. lehens im Betrage von 60 Mill.
Mark sehr scharfe Aeußeruugen gefallen sein, die wahrscheinlich bei
Fe demnächst stattsindenden Berathung des Berichts in den Kam⸗
nern wiederholt werden. — Was die durch die Bejschlüsse des
Finanzausschusses aufgeworfene Frage der Beamtengehalte betrifft,
d wird versichert, daß das Gefammiministerium in dieser Beziehung
un Se. Majeftät den König bereits Vortrag erstattet hat. — Die
Zammer der Reichsräthe hat heute ohne Discussion dem Gesetzent⸗
vurf über die prov. Steuererbebung zugestimmt.

Munchen, 7. März. „Die Koir. Seckendorff“ schreibt:
Wie heute in Abgeordnetenkreisen (welcher Fraltion 7) verlautet, soll
Minister v. Luß Willens sein, sein Porlefeuille niederzulegen. (2)
Da das Gesammiministerium in seinem dermaligen Bestande sich
vied erholt für solidarisch erklärt hat, so dürfte obige Willensaußerung
)»es Hrn. v. Luß vielleicht als Symptom einer bevorstehend en
Zammereuflösung zu betrachten sein, nachdem im Hinblick auf das
BVertrauensvoium vom 19. Oktober v. J. ein Entlassungsgesuch
Fes Ministeriums kaum angenommen werden wird.

Mäünchen, 7. März. Der Peltitionsauaschuß der Abge—
ot dneientammer hat gest.rn beschlossen, alle Petitionen, die sich auf
isenbahnbauten bezichen, dem in nächster Zeit zu waͤhlenden beson⸗
deren (Eisenbahn⸗) Ausschuß zu überweisen.

NAusland.

Die Konigin Isabella wird troß der Genehmigung von Seit en
der Regierung wahrscheinlich doch nicht nach Spanien zurückkehren,
Sie hesürchtet, daß ihr in Sevilla oder einer anderen Provinzial⸗
sadt eine Art von gezwungenem Aufenthalt angewiesen werde, und
dill deßbalb lieber in Paris bleiben.

Washingron, 6. März. Der Ex⸗Kriegsminister Belcnap
ist verhaftei worden, weil Verdacht bestand, er wolle si nach
Furopa flüchten. Es geht das Gerücht, es seien noch weitere große
Zetrügeteien im Ressort des Kriegsministeriums aufgedeckt worden.
Vermischtes.

Aus Abgeordnetenkreisen wird folgendes Gespräch erzählt:
Lieber College, Sie sind schon Jahr und Tag hier und haben
den Mund noch nicht aufgeihan.“ — „Da sind Sie doch sehr im
Irrthum, mein vereurter Gönner, ich muß Ihnen zestehen, jedes
Hal, wenn Sie geredet haben. habe ich das Gäbnen nicht unter—
drücken können.“

Im Kreisamtblatte werden die saͤmmtlichen Districtsräthe
det Pfatiz aufgefordert, die ihnen obliegende Landcathswahl vorzu ·
gehmen.“ Die Wahl hat stastzufiaden am Dienstag den 21. Märt
nächsthin, Vormittags 10 Uhr. Die 32 Distrittsgemeinden der
Pfalz sind zu diesem Behufe in 16 Wablbezirke eingetheilt, und ist
in jedem Wahlbezirke ein Adgeordueter zum Landrath und ein Er—
jatzmann zu wählen. (Sp. 3.)

rKaiserslautern, 7. März. (Kindsmord.) Eine aus
Mölschbach gebürtige Dienstmagd, die hier in Diensten stand, kam
gestern mit Zwillingen nieder. Gleich nach der Geburt warf sie
deide neugeborenen Kinder in den Abort, wo sie todt aufgefunden
wurden. Die Thaͤterin befindet sich zur Zeit im hiesigen Hospital
in Behandlung, von wo sie seiner Zeit den Gerichten abgeliefert
werden wird. (Kais. Zig.)

F Alzey, 2. Maͤrz. Gestern ereignete sich in dem dier
ipielenden Citcus Althoff ein erschütterndes Unglüch. Fräulein
ẽlije Althoff, die talentirte und deliedte junge Küastleria stürzte
so unglücklich, daß fie bald darauf verstarb. Die Theilnahme in
unserer Stadt ist eine allgemeine.

1

F Die Strabenwärter der Pfalz beabsichtigen, unler sich
rine Straßenwärter-Wittwenkasse zu gründen. Es findet dieses
Project alljeitige Anerkennung. Wenn auch die Witlwen«- Unter⸗
tützungen, namentlich in der erston Zeit, nicht so reichlich aub⸗
fallen, so werfehlen dieselben trotzgem ihre gute Wirkung nicht
Bedor weiter in der Sache etwas geschehen kann, werden die ein⸗
elnen Straßenwärter, gleichviel, ob dieselben Staats 4, Districts⸗
oder Gemeindestraßenwärter sind, ersucht, ihre Veitriftserklärungen
dis längstens 1. April nächsth'n franco an den Districtsstraßen⸗
värter Franz Schorr in Goͤllheim schriftlich einzushicken. Daß
ihrige Naͤthige in der Sache wird später durch einen zu wählenden
Ausschuß desotgt,

Speyer, 7. Marz. (Pf. Ztg.) Der Rhein wuchst noch
mmer langsam, der Wasserstand betrug gestern Abend am hiesigen
Pegel 4,47 Mir,, heute früh 4,857 Mir. — Gestern kam hier
zin Fall don Hundswuth vor; vier Hunde wurden erschossen und
eine sechewoöchemliche Hundesperre für die Stadt angeordnet.

Ludwigsburg, 28. Febe. Das 1820 gegründele, seit
niner Reihe von Jahren waltber ühmt gewordene Orgelbaugeschäft
von E. F. Walcker und Cie. dahier hat sein 316 größeres Wexk
dollendel, worunter das größte, das bis jeßt überhaupt existirt,
die Ulmer Münsterorgel mit 100 Registern. Das neueste Werk
enthäli 19 klingende Stimmen mit 30 Registern und ilst für die
Musstellung in Philadelphia bestimmt. Dasselbe wurde gesterr
von den Herren Ministern v. Sick und v. Geßler und Präf. Or.
d. Steinbeis besichtigt. Heute durfte sich das großartige Geschäft
der Ehre eines gnädigen Besuches Sr. Majestät des Königs er⸗
jreuen. Den verdienten Chefs des Geschäfts wird dieser Ehren⸗
jag unvergeßlich bleiben, und es wird derselbe, wie wir hoͤren.
bon ihnen durch ein Familienfest und durch eine Spendung an
die Armen gefeiert.

f Am 4. d, starb in Saargemünd der bekannte In⸗
dustrielle K. J. Utzschneider, 63 Jahre alt.

f Ein Hund und ein Mensch. Zu Straßburg im Fischer⸗
staden steht et solides Wirthshans; die Wirthin hat eine Wohnung
im 2. oder 3. Stock an einen Bediensteten der Artilleriewerkstätte,
an einen „Schwoben“ aus der badischen Pfalz, vermiethet. Dieser
Miethtmann, ein braver solider Mann, g'ng nun zestern mit dem
Dachshunde der Eigenthümerin aus und kam gegen 6 Uhce nach
haufe, der Hund begleitete ihn bis in sein Zimmer; nach einiger
Zeit kommt das Thier herunter zu seiner Herrin, zerrt an ihren
dleide, springt gegen die Thüre, kommt wieder, zerrt von Neuem,
hlickt gegen die Thüre, da folgt die Frau dem Hunde die Stiegen
dinauf in die Wohnung des Miet smannes und firdet diesen
tegungslos am Boden liegen, ldst ihm sofort Halsbinde und schickt
rach ihrem langjährigen Hausarzt. Der Herr Doktor kommt;
rla man ihm aber sagt, es handle sich um den vom Schlage be⸗
roffenen Artilleriewerkstattführer, erwiderte der Ehrenmann, er
nehme keine neue „Pratique“ (Kundschaft) an, — sprachs und
entfernte sich; bis ein anderer Arzt gefanden und zur Stelle war,
berging eine weitere Stande obne Hilfe; der Kranke ist heute noch
obhne Bewegung und ohne Sprache. Also Hund und Mensh!!

Korr. v. u. f. D.)

4 Ein raffinirler Bettug ist gezen das Reichspostamt verübt
vorden. In einer größeren Provinzialstadt gab ein dort als
Ausländer geltendes Indibiduum drei Postanweisungen bei drei
oeischiedenen Postanstalten, jede über drei Mark lautend, auf, welche
natuürlich bei Aufgabe einzezahlt und nach Berlin an einen Fremden
in einem in der Nähe der Leipjigeistraße sich befindlichen Hotel
adressirt waren. Bei der Aufgabe bemerkten die Postbeamten, daß
die Postanweisungen mit 40 Pf. austatt 20 Pf. frankirt waren,
und als sie dem Aufgeber darüber eine Bemerkung madten, ent⸗
schuldigte er sich, als Fremder nicht die Taxe gektannt zu haben,
und da es nicht möglich war, die Marken abhzulösen, so gingen
die Postanweisungen mit denselben nach dem Bestimmungsort Berlin
Vei der Ankunft der drei Postanweisungen ttugen diese die Summ
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        von 300 M. in Worien und Buchstaben, welche dem Fremden im
Hotel nach gehöriger Legitimatinn mit 900 M. ausgezahlt wurden.
Derselbe verließ alsdann Berlin. Bei der Abrechnung mit den
beiderseitigen Postanstalten wurden dem Provincialamt 900 M. in
Rechnung gestellt und von diesem dieser Posten monirt, da es nur
9 M. erhalten hatte. Bei der darauf erfolgten Untersuchung hat
fich, wie die „Brg.⸗Ztig.“ meldet, ergeben, daß die Postanwei⸗
sungen mit einer sogenannten sympathetischen Dinte geschrieben
waren, so daß das Wort „Hundert“ und die zwei Nullen zur Zeit
der Aufgabe nicht sichtbar waren, während des Trar zportes aber
eine gleiche Farbe mit der sichtbaren Dinte eingeschriebenen Zahlen
erhalten hatlen.

F Wien, 1. März. Gadlich liegt in ofsiciellen Zahlen die
Bilanz der Weltausstellung vor: das Unternehmen kostet dem Staat
— wohlgemerkt nur dem Staat — nicht weniger als 19 Mill
Bulden. Die dem Nechnungsabschluß beigegebene Zuschrift des
Handelsministers sucbt die Gründe für eine so außerordentliche
Ueberschreilung des anfangs nur mit 6 Millionen bemessenen
„unüberschreitbaren“ Credits theils in den „schon mit der Organi⸗
sation“ geschaffenen Verhältnissen, theils in der plößlichen erheblichen
Preissteigerung des Maierials und der Arbeitskraͤfte, hauptsächlich
aber darin, daß statt des ursprünglich für die Ausstellung veran⸗
ichlagten Areals von 120,000 DMeter eine fast doppelt so große
Fläche verbaut wurde. Erhalten bleiben vorläufig nur noch
lauf 5 Jahre) die dem Finanz- und Handelsministerium zur Ver—
fügung gestellte Rotunde und die gegen mäßigen Zins der Com⸗
mune überlassene Maschinenhalle, sowie (auf 10 Jahre) die zu
Bildhauerateliers verwendeten beiden Pavillons des amateurs.
Die Gesammteinnahmen beziffern sich mit stark 494 Millionen (sie
waren zu 7 Millionen veranschlagt), und das zu bedeckende Deficit
stellt fich also auf nahezu 153 Millonen. Die Politei und Ueber⸗
wachung in den Ausstellunzsräaumen wofür blos 100,000 fl. präl⸗
mirt waren, hat 640,000 fl. gekostet,

Pesth, 5. Maͤrz. Die Wassersnoth in der ungarischen
Hauptstadt und im ganzen Donauthaie sammt dessen Nebenflüfsen
dauert fort. Nahezu 14 Tage steht ein Theil der Städte Ofen,
Aliofen, Neupesth, Waitzen, Gran, Komorn u s. w. unter Wasser
und noch immer beträgt die Wasserhöhe hier in Pesth nahezu 28
Fuß über normalen Stand. Die Angst und Noth der Bevölkerung
ist auf's höchste gestiegen; alle Anstrengungen reichen nicht aus, den
verderblichen Folgen der Wasserfluten zu begegnen. Die Hausein⸗

Zürze mehren sich von Tag zu Tag; es mehrt sich aber auch die
Roth an Lebensmitteln, Kleidern und Wohnungen für jene Tausende,
deren Hab und Gut vom Wasser bedeckt oder verschlungen ist.

F Aus Newyork wird unter'm 3. ds. gemeldet: Eine un⸗
zekaunte italienische Barke ist auf dem Wege nach Baltimore an
)er Küste von Nord⸗Carolina gescheitert. 24 Personen ertranken,
»arunter 15, die einem Rettungsbote angehörten, welches zum Bei⸗
tande der Barke ausgegangen war.

* Ein fseltenes Ausstellungsobject. Ein Mormone in der
Salzseestadt beabsichtigt durch Ausstellung seiner 9 Weiber auf der
Weltausstellung zu Philadelphia „eine der socialen Eigenthümlich⸗
leiten des amerikanischen Lebens zur Anschauung zu bringen.“ Er
erllärte dem Comtie, daß die Frauen sich gerne sehen lassen würden
und bat um baldgefällige Antwort.
— —
Für die Redaction verantworilich: F. X. Demetz.

Die beiden neuesten Nummern der Illustrirten Frauen—
Zeitung Gierteljähr. Abonnements;Preis M. 2.50) enthalten:
. Die Moden-Nummer (0): Elegante Haus- und Promenaden⸗
Unzüge, hohe Küraß-Taillen, Fichü, Schleier, Schleife mit Spißen
ind Blumen, Kragen und Unterärmel, Anzüge fuͤr junge Madchen
jur ersten Communion und zus Confirmation, Kleider für kleine
Mädchen. Mederne Leibwäsche für Damen, auch Morgenanzüge,
Frisirmäntel, Kragen, Morgentücher, Morgenhauben und Wirih—
vaftsschürzen. Viele zur Wäsche geeignele Weißstickereien nebsi
dälel· und irischen Spitzenarbeiten. Papierkord, Vasen für Früh—
ingsblumen, Japanische Decke, Bordüre (Buntsteckerei), Tülldurch⸗
ugarbeiten ꝛc. ꝛc. mit 104 Abbildungen und einer Beilage mit
15 Schnittmustern, verschiedenen Stickereivorlagen und Namens—
biffren. 2. Die Unterhaltungs-Nummer (10): Zum 10. März
876. Von Aemil Fendler. — Gebet eines Kindes. Von Luigi
Motandi. Deutsch von Ida v. Düringsfelo. — Charlotte Wolter
ile, Messallna.“ Von Max Konody. — Stizzen und Scenen.
Von Alexander v. Roberts. 2. „Unsere Theemaschire.“ — Die
2lagen Aegyptens. Von Adolf Ebeling. — Verschiedenes. —
Iriefmappe. — Frauen: Gedenktage. — Ferner solgende Illustra⸗
ionen: Jugendportraits der Königin Luise von Preußen und ihrer
Schwestet, der Körigin Frieder ke von Hannover. Rast auf dem
sitt. Von J. Leisten. — Charlotte Wolter als „Messalind.“
Lon Hans Makart.

Einladung.
Im laufenden Jahre sollen in St. Ingbert nachstehende Ar⸗
beiten vorgenommen werden:
Erweiterung des Friedhofes,
Verlegung der Abtritie im Schulhause in der
Unterstadt,
Pflasterurg der Straße von der Brüce bis an die
ohlenstraße;
Herstellung dreier Gemeindebrunnen,
5. Herstellung eigez Durchlasses unter der Kaiserstraße.

Zur Herstellung dieser Arbeiten soll ein Anlchen gemacht
werden, im Betrage von 21,000 Vie.

—A
Nachmittags um A Uhr eine Gemeindeverfammlung an ·
beraumt und »alle Gemeindebürger böflichst eingeladen an diesem
Tage im Siadthause zu erscheinen.

St. Ingbert, den 8. März 1870.

Das Bürgermeisteramt:
Custer.

Holzversteigerung
aus dem Gemeindewalde von
Blaubach,

Schlag Unterstwald.

Mitlwoch, den 15. do.

Mts., Nachmittags 2 Uhr, im
Schulsaale zu Blaubach.

20 Eichen⸗Stämme und Ab—⸗
schnitte von 5—11 Met.
Länge und 37 -556 Eim.
Durchmesser;

3 Eichen⸗Wagnerstangen;

20 Kiefern von 4 —8 Meter
Länge und 20 — 30 Eitm.
Durchmesser;

12 Kiefern Gerüststangen.

Das Holz lagert circa eine

hdalbe Sturde vom Bahnhofe
Kusel entfernt.
Kusel, dea 6. März 1876.
Der Bürgermeister:
Fr. Bell II.

„Ein Ackerstück,
3 Morgen groß. im Roth, neben
Joh. Hofmann sen. vnd ein
anderes Ackerstück, ebenfalle 3
Morgen, im Acker, neben Joh.
Dofmann sen. ist zu verpachten.
Näheres bei
P. Hellenthal, Witiwe

Eine Haus⸗ und
Gartenwirthschaft
ist zu vermiethen. — Räheres
in der Exped. d. Bl.
Fruchte und Brodpreise der
Stadt Zweibrücken vom 9.
März. Weizen 10,24 Mart.
dorn 7,94 M. Hafer 8,38
M. Weißbrod 114 Ko. 50 pf.
3 LA0o. Kornbrod 66 Pf.

Geschäfts-Empfehlung.
Untergeichneter beehrt sich einem hiesigen und auswärtigen
Nablikum die ergebenste Anzeige zu machen, daß er sich bier als
Bau⸗ und Möbelschreiner
eiablirt hat. — Auch übernimmt derselt
»olirte Arbeilen zum Neuaufpolii
un und außer dem Hause.
August Eichner,
wohnhaft bei F. J. Koch, Blieskasteler Straße.

Eban erseb'en bereits dis 12. Auflage von
IXVX
beliebtem Walzer:
Erinnerung an die Forelei.
Op. 12. Mit Prachttitel. R. M. 1.50.

Dieser leicht spielbare und melodienreiche Walzer
land veit der baren e seiαν Prschoinens bet fast
aljen Klavierspielern reichen Beifall.

Gegen EBinsendung des Botrages erfolgt Franco-
zusendung.
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International-Lebrinstitut.

Hshere Handelsschule mit der Berechtigung zum einjäh rigen
dilitärdienst. — Vorbereitungs-Anetalt zum einjährigen Nilitärdienst,
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sionat mit strenger Disciplin. — Piospectus durch die Direction in
Bruchsal. H. 6545.) J
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Redaktion Druck und Verlag wun ce 3 —

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2 * 8 8 —8 2 5 5z236582 3252382
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3 3 381 8 52 3 2 8 583 33—2 *2 523587
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52232—2373838 532 525353335 —38 3 5385 58 65
55352355—55733 350 5352733235*53 z5 38, 5*»53383 z3 7
— 53235325 —— 5 735 233. 5æ5 32 ——
32535 —22333653 — 233 355— 3—25 55 —5333228 5757
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22 22 8 —2 772 7222 25—5 — — 2 4— * 2B 8
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*22.3 533538252 — — — — 2555—5232522 523z223
— — 232 *5273 5—8558 52573-223
——— ã3. 3 —5 38.. — 22. * * 372 — 25* * — *. 5323
215 5 *52 32*5333582 528 A — 223 23 328 2 385 5325532
213* 2 — — 5 —— —— 2 — 32 3 ————— —2
3 33 7e38 333883
7 8 *2 57 8 3322 * 8 vr 8 553325. — *22—
2. 5 2 52 ——— 22. 3 2. — 35 558 553235*23 *
2 45 8 3 3— 22325 28 — 7 * — 32 2—c. *sc752* —A
245 585325232 220.* 3 * —5— * QMe 52 —A —
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2 5. — —2523. 287 24 * 5*— 5 *235.3 5 2 04
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2553 *2555 90R53 * 58 ⸗m55 —
7 mR223 5*25 7 c2 —A ß 57223c2* —2382
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—1 223 —— * 28 5C2— —3 33833
— 2 2 32 — 2 — 5. * 2228 2.552
— —* 5228 222— 2. 2222 5222* 3
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——5532— — —8235258 222533 75368585
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—3 — ——3 83 23333
3s823553— 2335* 2—22282383 2387335*
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2 2 72 5c3323232 25 — ** * — — 2 55
* —2225 55825 28 — —— 2 — 222 —
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* * 2* 32* * 3222 32 2. 2.3 w
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        Ht. Ingberler Anzeiger.
Der Et. Ingberter Auzeiger und das (d mal wbchentlich) mit dem Daupiblatte verbundent Unterhallungsblatt, Sonntags mil illustrirter Vei

lage), erscheint wochenilich viermal: Dienustag, Donnerstag, Samstag nud Sonutag. Der Abounuementéepreis beträgt vierteljahrlich

Man 20 Rapfo. Anzeigen werden mit 10 Pfa, von Auswärts mit 15 Pfs. fur die viergespaltene Zeile Vlattschrift oder deren Raum, NAeelamen
I mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

48400.— 9— Samstag. den 11. März

— — ——

1876.
— ——
— — —
——
Deutsches Reich.

Mäünchen, 8. März. Nadbem nun Herr Aßg. Joͤrg wirk
sich eiren Wahlgeseß niwurf und gleichzeitig einen zweiten Gesetz⸗
uwurf bezüglich der Wehllreiseintheilung an die Kunmer ge⸗
dracht hat, dürste die Bemerkung nicht ubeiflüssig sein, daß man
Reses Vorgehen selbst in llerilalen Kreisen hier nicht allgemein
illigt, denn, sagt man, damit wird in der Kammer wieder viel,
ehr diel Mühe und Zeit beansprucht, ohne daß es irgend einen
tisolg haben wird. Meint doch seibst die „Donau⸗Zeitung“ in
hrer neuesten Nummer, „die Patrioten sollen das Wahlgesetz gehen
aͤssen, es wäre dies die unfruchtbarste Arbeit, die es geben XX
Schon die sormelle Behardlung der Jörg'schen Gesezentwürtfe wird
andere Zeit erfordern, da dieseiben nach den Bestimmungen des
Inniativgesetzes vom 4. Juni 1868 zu erfelgen hat. Darnach ist
er Antrag vorerst einer voriãufigen Verdaudlung zu unterwerfen
ind erst wenn hiebei die Hälfte der anwesenden Kammermitglieder
ven Antrag unterstützt, dann derselbe zur weiteren Berathung ge⸗
angen. In diesem Fall ist der beireffende Busschuß auf die
doppelte Zahl seiner Mitglicder zu verstärken. In der Kammer
et dann nach der Berichterstattung des Ausschusses in Zwischen⸗
umen von wenigstens 8 Tagen eine dreimalige Betathung und
Beschlußfassung in Gegenwart von 20 der bei der Versammlung
mwesenden Mitglieder in jeder Kammer statuznfinden und ist eine
Mehrheit von Ne der Stimmen erforderlich. Der Kammer bleibt
Aa' Recht vorbehalten, ihre definitive Eutschliezung über die also
zefaßzten Gesammtbeschlüsse beider Kammern auf ein Jahr zu ver⸗
agen, um inzwischen die noch nothwendig erscheinenden Ethebungen
und Vornehmuncen pflegen zu lassen. — Vom Abg. Hauck, dem
Referenlen über die Beaustandung der Münchener Landtagtßwahlen
p rd, wie wir vernehmen, so vielfach Erhebung über daß Wahl-
zecht vieler Urwähler für eiforderlich erachtet, daß, wenn derselben
enisprochen werden soll, es zweifelhaft erscheiut, ob die Wahlrella⸗
nation noch während des dermaligen Landtags in der Kammer
ur Berathung wird gelangen; bevor dies gescheben, lboͤnnen nach
em auf Anirag des Abg. Horn von der Kammer gefaßten Be⸗
chlüsse die onderweitigen Wahlreklamationen noch nicht zur Be⸗
rathung gelangen. Correferent Uber die Münchener Wahlen ist
dr. Abg. Sing von der lieberalen Partei. (F. K.)

Berlin s8. Marz. Die „Prodin.Corresp.“ schreibt: Der
Zaiser gedenkt die 100jährige Beburtsfeier der Königin Luise im
Zreise der kdniglichen Familie und der zur Feier eingetroffenen
ürftlichen Anverwandten in aller Stille zu begehen; Vormittags
Jalb i2 Ute wird im Mausoleum zu Charlotienburg Festgottes⸗
ienst mit Predigt des Hofbredigers Köͤgel stattfinden, dem die
Majeftaten mit der köniolichen Familie und den furstlichen Gästen
eiwohnen werden; Nachmingags ist bei den Majestäten Familien⸗
asel.

Berhin, 8. Maärz. Die Vorlage im Abgeordnetenhaufe
vegen der Reichsbahnen wird, wie man der „K. 8.“ von hier
chreibt, in nicht serner Zeit, jedenfalls noch vor Osiern, erwartet.
Die Richtung wird immer thatsächlich dahin gehen, daß die Er⸗
nächtigung zu Verhandlungen mit dem Reiche nachcelucht wird.
Denn die Kammern können ibre spätere definitive Zustinmmung nur
exrtheilen, wenn ihnen die Bedingungen des Verkaufes mitgetheilt
veiden. Dies seht aber der Natur der Sache nach vorgaͤngige
Verhandlungen mit den verschiedenen Regierungen voraus So
veit es sich um Boden handelt, wird die allerdings zurüdhaltende
Erklärung des badischen Ministers in der Kammer nicht un günstig
wufgefaßt. Die badische Regierung muß!e die Stimmung ihres
Zandes bead ier, die in der Frage einiger Maßen gethelt sein soll.
Aber Baden hatte schon einmal früher, irre ich nicht, den Verkauf
einer Bahnen an eine Privatgeellschaft ins Auge gefaßt, was da⸗
nals aus verschiedenen Gründen nicht zu Stande lam. Es würde
ich in Kaelsruhe vielleicht hauptsächlich um die Bedingungen han⸗
»ein. Ju Uebrigen bedarf es nicht der Wiederholung, daß jetzt
ußerpreußische Bahnen gar nicht in Frage kommen. Was die

Vorlage in unsern Kammern angeht, so soll nach allem, was man
vört. der Uebergang auf das Reich nicht nur der preußischen
Staatabahnen, so wie der Hoheits- und Heimfallsrechte des Staa⸗
es auf Privaibahnen, sondern auch des Betriebes einiger Prival⸗
zahnen, der jetzt in den Händen des Staates ist, beabsichtigt sein.

Berlhin 8. Maärz. Der Kaiser hat heute die Fabrikanten
Schlumberger und Köochlin aus dem Elfaß in desonderer Audienz
mpfungen.

Austkand. —
Paris, 8. März. Viele flüchtige Carlisten kehren in Folge
der Amneftlie nach Spanien zurück. i
Die „Republique Francaise“ stellt ein'ge recht interessante Be⸗
rachtungen über die Vertreiung der Armee in der neuen Kammet
—A
Bersammlung auch bezüüglich der Wahlbarkeit der Generale und
Iffiziere Bestimmungen getroffen, welche zu der Anomalie führten,
zaß im Senate meist altive Offiziere, in der Deputirtenkammer da⸗
egen ausichließl'ch pensionirte oder ehemalige Offiziere sich befinden.
Im Senate figen Oifiziere oder ehemalige Offiziere wie Changar⸗
nier, Aurelles de Paladines, Chanzi, Canrobert, Pelissier, Robert
dadmirault ꝛc. In der Deputirtenlammer, welche doch die wich⸗
igen Heeres⸗Organisations Geseze auszuarbeiten hat, ist die Armee
rur durch sieben Offiziere des Ruhestandet vertreten, nämlich Lauf⸗
edat, Chanal, Laisant, Denfert⸗Rocherau, Aclocque, Reille und
Allard. Die Republique Francaise benlitzt übrigens auch die Ge⸗
egtaheit, um den neuen Vertretungen die Nothwendigleit darzu-
egen, die noch fehlende Reorganisutionsarbeit in einem der gegen⸗
wärtigen Staattform Frankteichs entsprechenden Geiste zu vollenden.
—VSondon, 6. März. (Don Carlos Empfang.) Don Carlos
veilt seit vorgestern Abend in London, aber sein Empfang wixd
hm nicht viel Freude bereitel haden. In Falkenstone, wo ex an
gord des Dampfbootes „Alexander“ nach einer stürmischen Ueber⸗
ahrt kurz nach vier Uhr Nachmitiags ankam, war uufälligerweise
aff die gesammte Bevdlkerung auf den Beinen, um die zur Ein⸗
veihung der neuen Canalssation eingeladene Munizipalitat von
Boulo ne zu dewillkommen. „Alle die anderen Passogiere“, schreibt
in eaglischer Augenzeuge der Landung, „hatten das Schiff verlassen,
als der Prinz die Kajuͤte verließ, in welcher er bald nach der Ab⸗
ahrt von Boulogne eine Zuflucht gesucht hane, und die zu det
trücke führende fast perpendikuiare Leiter dinaufstieg. . Don Car-
os war in Civillleidung; die einzig bemerkensswerthen Theile seiner
Lracht bildesen ein wit Pelzwerk beseßter Ueberzieher und seine
sohen Reiterstiefeln. Als Kopfbededung trug er einen Tyrolerhut
mus schwarzem Filz. Die einigen zwei Brilischen Gesichter, welche
ch unter der Umgebung des Prinzen bemerlte, waren das deß
Varlamentsmitgliedes O'Clery und das eines Priesters. Nach der
dandung begab sich Don Carlos raschen Schrittes den Pier ent-
ang nuch dem Bahnhofe, wo der gewöhnliche Passagierzug wartete.
ind wo sich vielleicht 1600 bis 2000 Menschen angsammelt
Jaiten. Jetzi eceignete sich eine ungewöhnliche Stene. Die Mit⸗
jlieder der Folkestoner Odd Fellow's, Foresters, Ancient Druids
urd anderer Wohlttätigl.its vereine, Bannet und bunte Schörpen
ragend, halten sich auf dem Perron dem sür Don Carlos und
ein Gefolge dem Zuge angebängten Salonwagen gegenüber aufgestellt,
mnd als fie des Prätendenten ansichtig wurden, fingen sie an zu
ischen und andett Zeichen des Mißfallens von fich zu geben. Drei
Poligisten posterten sich in anmittelbarer Nahe des Salonwagens,
n welchem Don Car!os Platz genommen hatte; aber ihre An⸗
vesenheit· ibte keinerlei Wirtung auf die lärmende Menge aus.
Hatte ein 'organisirter Plan, den Prinzen zu insultiren, exiftirt, so
nnie die Demonstration gegen ihn nicht erfolgreicher gewesen fein.
Anter erneuertem Zischen und Hrulen derließ der Zug den Bahn⸗
hof eon route nach Lond en. In Charing Croß erwarteten medrere
jundert Personen die Ankunft des Zuges, und als Don Carlos
usstieg und nach dee für ihn bereit gehaltenen Cquipage geleitet
vurde, warden hier und da einige Hurrahs laut. Der groͤßert
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        Theil der Versemmlung war indeß hinter einer Barriere von dem
Perron abgesperit, und als die Equipage mit Don Carlos vorbei⸗
juhr, erhob sich ein furchtbarer Larm.“ Die Volks menge zischte
und heulte, und d'ejenigen, die jubelten oder „Vibat“ riefen, be⸗
fanden sich in einer⸗ sehr entschiedenen Minorität.“ Unter der
Menge demerkte man auch einige Spanier.“ Don Carlos ist in
Browu's Hotel, Doverstreet, Piccadilly, abgestiegen, wo er einige
Wochen zu verweilen gedenkt.
New⸗NYort, 7. Maärz. Das Ashl für Greise in Broollyn
ist heute abgebrannt; von den Bewohnern derselben werden 80
permißt, 20 Leichen sind bereitzs hervorgezogen. — D'e Kisenbahn⸗
brücke bei Harpersferrd ist, während gerade ein Zug diesselbe pas⸗
firte, eingeftürzt, und sind dabei 11 Personen geddiet und 6 ver⸗
wundet worden.
— Rermischtes.

s Zweibrücken, 9. März. Die Anklagekammer des tgl.
Appellationsgerichts dahier, hat nachgenannte 2 Personen vor das
Schwurgericht pro 1. Quartal 1876, dessen Sitzungen am kom⸗
menden Montag, den 18. Marz, Vormittags halb 9 Uhr, unter
dem Präsidium des kgl. Appellationsgerichtörathes Christian Uebel
ihren Anfang nehmen, verwiesen: J

1. Heinrich Fahrnbach, 46 Jahre all, Tagner von Otterstadt.
(Reat: Koͤrperberlezurg wit loͤdilichem Erfolge. Staatsbehörde:
k. Staatsanwalt Petri. Vertheidigung: k. Adbokat⸗Anwalt Ged—
hart. Sitzung: Montag, den 13. Marjz, Vormittags halb 8 Uhr
beginnend d.

2. Maria Bubel, 833 Jahre alt, ledige Tagnerin aus Klein⸗
steinhausen, zuletzt Dienstmagd auf dem Wahlerhof,, Gemeinde
Hengstbach. (Reot: Kindsmord. Staalsbehörde: k, Staaisanwalt
Hessert. Versheidigung: kgl. Advokat-⸗Anwalt Tisch. Sitzung:
Dienstag, den 14. Närz, Vormittags halb O Uhr begirnend.

Gw. 31.)
f Reustadtea. d. H. Nädsten Sonntag, Rochminag halb
5 Uhr, findet bei uns ein Stollberg'sches Künstler⸗Concert statt,
das der Volksmund bereitz das Kindermann Concert nennt, weil
indermann von Munchen, den man schon so lange d'er zu hoͤren
wüunscht mit seiner Tochter darin auftritt. Dieser e'nt Rame ge⸗
nügte schon um Neuftiadt an diesem Tage zum Sammelploß auier
kunst⸗ und sangetfreundlichen Pfalzer zu machen, dech dildet außer⸗
dem noch ein reizendes, sellenes Damen-Trio, eine Pianistin, ene
Violin⸗Virluon und eine Sängerin weitere Anziehungspuntte.
Die württembergischen Blätter derichten über die drei Damen,
welche theils im Siultgarter Conservatorium, theils in Mailand
ihre Ausbildung erhielten, Außerordentlichet, so daß man wohl mit
Spannung diefem Concerte entgegen sehen kann, in welchem die
höchste Virtuosität auf der solidesten künstletischen Grundlage, gleich
fern von musikalischem Schwindel, wie don mondtonem Quarteit-
gesang das Publilum zur Bewunderung hinreißt. Das Accom⸗
pagnement hat aus Gefaälligkeit der in hiesi jzen Kreisen beceuß gut⸗
renommirte junge Pianist Herr Hackhh aus Stutthart übernommen.
F.Ein Korrespondent der „Köin. Ztg.“ traf in San Seba⸗
ftian einige pfälzische Musikanten aus Reichenbachslegen bei Hom⸗
burg. Er schreibt über diese Begegnung am karlistischen Kriegs⸗
schauplatze Folgendeßs: Kommen unsere Pfäljzer Landsleute und
spielen außer lustigen Rhe'nländlern, schwermüthigen Walzern und
Volksliedern auch schneidige Kriegsfarfaren und Marsche, und da
sich der Anführer des Karlistenbataillons eine so schöne Gelegenheit,
ein ganges Musikkonps fix und fertig ünd ungeheuer billig anzu⸗
schaffen, nicht eutgehen Iassen will. sind die Musikanten nolens
rolens woblhbestallte Bataillonsblechpfeifer von Cuernica. Als
solche baben Sie denn Don Carlos, den König von ESbanien, die
Berechtsame der baskischen Probinz Biscaha beschwoͤren sehen und
die Funktion durch die Harmonie ihrer Toͤne verhe rrlicht. Spaͤter
zogen Sie an der Spißze ihrer Schaur don Triumph zu Triumph
und donzentrirten sich schließlich mit ihrem Herrn und Meisiter
rückwärts, immer weiler rückwärts b's an die franzoͤsische Grenze,
wo Don Carlos sich selbst in Sicherheit brachte und die ihm bis
zuletzt treu Gebliebenen machen ließ, was fie wollten. Einer von
den dvier Kunstgenossen, Namens Ludwig Hill wie die anderen
aus Reichenbachstegen in der Rheinpfalz gedüttig, war während
des Feldzuges ein Opfer desselben geworden. Abdgerissen, wie die
Leute hier ankamen, wurden sie, weü Frende, mit scheelen Augen
angesehen und konnden kaum ein Unterlommen für die Nacht
finden. Aber Eott verläht teinen Deuischen. Durch Fursorge
unserets Konsult und der Marineoffiziere des Nautilus“ der ge,
rade in Pasoges in diesen Tagen anwesend war. wurden die Kar⸗
listen in Zivilisten umgewandeli, und wenn auch die Kleidungs-
Jücde nicht alle wie angegossen saßen, so waren die Leute doch
seeleuvergnit über ihr Aussehen. Einen Reiseschilling in der
Tasche wurde die ganze Bande nach Bilbas spedirt, um sich von
dort aus nach Englaud einzuschiffen.“ (Ein Geistlicher, der zu⸗

leich Führer des Karlistenbataillons „Guernica“ war, hatte die
Musilanten zu Karlisten „wider Willen“ gemacht, als sie auf
hdren Kreuze und Querzügen nach Gusrunica gekommen waren.)
— 7 In Augsburg hat die Jungfrau Creszenz Friedmann
hr 50jähriges Dienstboten-Judiläum gefeiert; sie diente während
zieser Zeit in einer Familie. Der Magistrat hat die Jubilarin
nit einer goldenen Uhr beschentt, welche Bürgermeister Fischer
persönlich überreichte. J J —
.f Srantfurt a. M., 7 März. (Unglückzfall) Auf den
„ esigen Schlachthaufe wurde gestern Nachmittag dem Schlachter⸗
vysellen Hermann Kaiser in Ausübung seines Gewerbes, von einem
Mitarbeiter (ebensalls in Autübung setnes Berufes) durch einen
Axischlag die rechte Hand fast abgeh uen. Der Verletzzte, vom
Wundarjt Heren Pahrren mit einem Nothverband versehen, wurde
chleunizst nach dem Allgmeinen Krankenhaufe geschafft.
Mainz, 7. Marz. (Versuchtes Verbrechtin) Vor einigen
Tägen erhielt eine hiesige Fabrik direlt von einer Zeche einen
Waggon Steinkohlen. Bei dem Abladen derselben fand man, so
iemlich in der Viitte der Ladung, eine mit mehreren Pfund Pulver
zefüllte Biechbüchse. Der mysteridse Fund wurde behufs Recher⸗
dirung der Behörde üllergeben.

F Oberhaufen a d. Rudr, 6. März. (Die boͤchstbe⸗
deuerte Stadt Deutschlands) können wir unsere Stadt
wohl mit Fug und Recht nennen. Unsere Einwohner zahlen pro
1876 circa 320 pCt. der Klassensteuer als Kommunalsteuer.

FeEssen, 4. März. Ein blutiges Drama. In der Ort⸗
schaft Frohnhausen lobte der Arbeiter St. H. mit seiner Familie
chon fent langer Zeit in Zank und Streit. Er war der zweite
Mann seiner Fran, welche aus ihrer ersten Ehe einen 181ährigen
S„ohn und eine 2416hrige Tochter harte. Legtere untethi⸗it ein
Zerhältniß mit einem jungen Arbener, das indeß der Stiefbater
richt bUigte. Am verflossenen Sonntag kehrten die drei jüngeren
zeute spat in der Nacht von einem Balle heim und der Bräutigam
rat mit in die Wohnung seiner Braut. Als dies der Stiefvatder
vernommen, fiend er vom Betite auf und forderte denselben auf,
zas Haus zu verlassen. In Folge dessen kam es zum Streite.
VBon drei Seiten warde H. angegriffen und mit einer sogenannten
HBergmannshacke niedergeschlagen, dann kniete sein Stiefsohn auf ihn
zieder und erdrosselte ihn mittelst eines ledernen Riemens, wähtend
die Tochter und ihr Bräutigam ihn niederhielten. Nachdem er den
etten Hauch von sich gegeben, kleideten die Scheusale den Leichnam
yollständig an und schleppten ihn in den denachbarten Bach, wo
rx einige Tage später aufgefunden wurde. Die Thäter sind ge⸗
jändig und sißen dereits himter Schloß und Regel. Die Ehefrau
»es Verstorbenen hat während des Vorfalles, angeblich krank, im
Vette gelegen.

f VBerlin, 7. März. Auf dem Ballfet des XX
Botschafters fehlten, wie die Trib.“ wissen will, beide Grafen
Bismard, wel sie leine Einladung erhalten hatten, obgleich Fraͤul.
o. Gontaut sich genau entsann, die Einladungskarten selbsi autge-
üllt zu daben. Man vermuthet eine Unterschlagung der beiden
arten durch einen untergeordneten Angestellien in der Kanzlei
oder im Hause des Botschafters aus frazzdsischem Patriotismus.

GBG.au. H.e3.

x. Aus der Gaunerwelt. Die Poltjei in Kaffl hat einen
Tagelöhner Namens Eberwein Dessel vechaftet, der in Berlin,
Bremen und Westfalen zahlreiche Diebstähle verübi zu haben scheint.
Man hat ihm Keffer mit einer ungemein mannigfaltigen Diebs⸗
»eute abgenommen. Dissel ist schon mehrfach wegen Diebstahls
estiaft und kann über den rechtmäßigen Erwerb der Sachen keine
Auskunft geben. Portemonnaies mit Geldinhait bdis zu 90 Mark,
Btieftaschen, Uhren, Dombaulaose, Wäsche, Kleidungsstücke bilden
in mannigfaltiger Weise den Inhallt seiner Koffer. Ein Opern⸗
zlaß in schwarzem Etui, gez. T. Dörffel Berlin, Unter din Linden
16, sowie Wasche A. H. und M. H. gezeichnet, kann vielleicht zur
Ermittelung beitragen. — Aus Blankenburg in Holland dat fich
der Viehhändler van Hoven, nachdem er fein Inventar veräͤußert
uind außerdem gefaͤlschie Wechsel in betraͤchilicher Höhe untergedracht
hat, anzeblich nach Deatsaland geflüchtet. Das Instrullionsgericht
zu Mastricht hit eine Belohnung von 2500 Frs— auf die Ergreif⸗
ung des Fälschers ausgefetzt. van Hoven ist von mittlerer Groͤße,
hat schwarzbraune Haare, spricht zouändisch und schlecht französisch
mit hollandischem Accent. — In Ueberlingen in Baden sitzt seit
inigen Wochen ein Mann wegen Letruz und Urlundenfaischung
in Haft, verweigert aber jede Auslunft über seine persoͤnl chen Ver⸗
jältnisse, angeblich aus Rücksicht auf seine Familie, wahrscheinlicher
iber, weil er mit Frau Justitia schon vorher in Konflikt gelommen
u sein scheint. Zuerst nannte er sich Friedrich Prägauf aus An⸗
lam, später auch Lehmann. Das Aufireten —XLV
hheiden und gewinnend, sein Aussehen das eineß wohl habenden
handwerlers. Mit Vorliebe hat sich der Berhaftete, der Sprache

nach ein Norddeutscher, für einen Buumeister ausgeceben, der 65
        <pb n="141" />
        zä ude oder Villen für eiven reichen Mann ankaufen sollte. Er ist
etwa 40 Jahr alt, 1,74 M. groß, ziemlich schlank, hat dunkel⸗
»raune Kopf⸗ und Barthaare, eine Glatze, graue Augen und mangel⸗
hafte Zähae. Auf Wunsch ist das dadische Gericht zur Uebersen⸗
dung der Photogrophie erbdtig.
Aus dem deuitschen Gasihofleben liefert die K. Ztg.“ vom
d. d. Mis. in ihrem lokalen Theile folgende charalteristische Bei⸗
räge Schon früher wurde an dieser Stelle darauf hingewiesen,
daß einzelne Gasthofsbesitzer, namentlich solche, welche für die ihnen
durch Wegweiser zugeführten Fremden kein Trinkgeld zahlen, bei
gewissen Fremdenführern so mißliebig sind, daß diese ihnen die
mit den Schiffen und auf den Bahnhöfen anlommenden Reisenden
oft auch dann, wenn dieselben den Gosthof, wo sie logiren wollen,
zamz bestimmt angeben, unter allerlei Vorspiegelungen abwendig
zu machen suchen. So kam dieser Tage ein Herr auf eivem hiesi⸗
zen Bahrhofe an und übergab einem dienstbaren Geiste seine
Keiseeffetten mit dem Auftrage: „Bringen Sie mir diese Sachen
nach dem Hotel N.“ Oqh Här, dat es lang ohsgestorve, do
utt ehr nit mieh an!“ bemerkte der Cicecone. „Da soll doch ein
Shock Million ....“ fuhr da der Herr los, „das ist ja me'n
eigener Gasthof und der soll ausgestorben sein!“ Der Wirth
heilte einem in der Nähe steheudrn Schutzmanne die Sache mit
und als dieser den Burschen nun zur Rede stellte, meinte er, dann
habe er sich geirrt, das sei ihm von Anderen mitgetheilt worden.
—A —
Fin Herr tritt in einem Gasthof ein und bemerkt dem Besizer,
der Kutscher, der ihn vom Bergisch Märkischen Bahrhofe hierher
zefahten, verlange dafür 2 Thlr. Der Wirth stellt den Droschken⸗
ührer zur Rede und dieser giebt ttotzig zur Antwort, er thue es
billiger nicht. „Dann fahren sie den Herrn und mich nach dem
Polize präfid'um“, derlangte darauf der Wirth in bestimmtem Tone.
Run lenkt der Kutfher ein, giebt gute Worte und nimmt die 28
Sgr. welche ihm von dem Fahrgast angeboten worden. Vor der
Abfohrt glaubt er aber dem Hotelbesitzer, der auch keinerlei Provi⸗
sion für ihm zugeführte Fremden zahlt, noch die Vemerkung ma⸗
dhen zu müssen, er habe ihm schon so manchen Gast au der Thür
dorbeigefahren, et werde sich das henter ein Ohr schreiben. Doch
das häne er lieber geschoiegen, denn der Wirth, wohl um sich sei⸗
nen Vkann etwas näher anzusehen, drängt ihn hinter die Zufoll⸗
hür im Hausflur und — was da geschehen, davon schweigt die
Beschichle, nur das sei noch hinzugefugt, daß der Kutscher erst
nach einiger Jeit, und zwar etwas derangirt wieder zum Vorschein
lam, sein n Bock bestieg und gar niedergeschlagen davonfuhr.
7Einunzeisiger, unheimlicher Tod hat kürjlich
eine junge Dame ereilt, wir theilen die Ursache derselben zur
dringendsten Warnung hier mit. Fräulein v. M. lhitt seit langer
Zeit an deriodischem Unwohlsein, das sich haufig bis zu Anschwel⸗
ungen des Leibes steigerte. Die von den Aerzten verordeten
Meditamente schlugen nicht an, und der mehrjährige Besuch von
anerlanut guten Bädern brachte keine Hilfe, im Gegentheil steigerte
äch das Uebel bis zur Unerträglichkeit, so daß die brhandelten
Jeizte nach gepflegener Konferenz den Geheimrat) Wilms mit zu
Rathe zozen. Dieser Arzt beobachtete die kranke Dame e'ne Weile
und fragte, nachdem er einige Fragen gestellt hatte. piötzlich: „Hat
das Fräulein vielleicht einen Hund?“ Erstaunt od dieser merk⸗
vurdigen Frage machten die Angehdrigen eine derneinende Geste.
„Abet gehabt?“ forschte der Mediziner weiter. Vor drei Jahren
allerdings“, lautete die Antwort. „Und die Dame hat sich jeden⸗
alls zuweilen von dem Thiere küssen lassen?“ examinirte Herr
Wilms weiter. Auch das mußte zugegeben werden, und der Arzt
pußte genug. Die schwer kranke Dame hatte, so diagnosirte er,
zon dem Hunde Blajenwürner, d. h. vielfach eingekapselte, un⸗
endlich kleine Thierchen auf sich übectragen lassen und dieselben
paren, wie diese einzig und allein bei kanken Hunden vorkommenden
Wurmer es zu thun pflegen, in die Leber der Kranken übergegangen.
Die‚ von dem Gehtimrath Wilms demnächst vorgenomme Operation
zat die vollständige Richtigkeit der Diagnose ergeben. Die Leber
der Patientin war von unzaͤhl'gen Warmern bevoͤlkert, welche aoto⸗
isch vog dem Hunde auf sie übertragen worden sind. Drei Mal
jat die Dame die Operation ausgehalten, dei der vierten ist sie
»erstorben. Uns scheint dieser Fall für die weitesten Kreise mit⸗
heileaswerth. Wir fügen hier noch eine andere ärztliche Bemer⸗
lung hinzu über die in allen Familien so veliebte Kalbsleber. Der
Benuß dieses Fleisches erheischt stets die größte Vorsicht und soll
zasselbe nur dann gekauft werden, wenn es im rohen Zusande
jzanz gleichfarbig ist. Sehr oft enthäll die Leber des Kalbes eben⸗
alls jent Würmer. Ein einzigee hellerer oder dunklerer Fleck reicht
nin. um die Kalbsleber verdächtig eischeinen zu lassen.
fOppeln, 4. Marz. (Doch klint das Lied dom braven
Nann!) Das „Oppelner Wo Fenblatt“ erzaͤhlt als Episode zu der
Jete schwemmun, von einem dabei geübten Retlungswerkte, welches
degen seiner Außerordentlichkeit wohl verdient, in weiteren Keeisen
delannt ju werden. Bei den verflossenen Tonneistag oberthalb

Sacrau vorgensmmenen Eissprengungen gerieih das Eis, während
zie Arbeiter sich auf demselben befanden, plößlich in Gang. Fünf
der forttreibenden Eisschollen waren mit Menschen beseßzt. Auf der
eößten befanden sich der die Sprengarbeit leitende Artillerie-Unter⸗
zffizier, reun Soldaten und Schiffer. Ihre einzige Rentung, der
Arbeitekahn, war ebenfalls ins Treiben gerathen und so standen
»ie Gefährdeten rathlos auf dem schwankenden Eisboden und schauten
ngstlich nach Hülsfe aus. Der Schiffer Joseph Bartetßztko von
Ippeln, welcher auf einer anderen Eigscholle mit Sprengung be⸗
häftigt war, erkannte sofort die gefährliche Situation. Rasch einen
ühnen Entschlaß fassend, sprang er todesmuthig von Scholle zu
5cholle auf dem fortrollenden Eise dem Kahne nach, und es gelang
ym, denselben zu erhaschen. Jetzt bahnte er sich auf demselben
nit kräftigem Arm durch das ihn umtosende Eis eine Bahn zu den
n banger Erwartung dahintreibenden Menschen und brachte die⸗
elben, von dem Bootsmann Kaboth unterstüßt, glücklich ans Land.
Sofort trieben die beiden Männer von Neuem den Kahn in den
pild tobenden Fluß hinein und troz Eitmassen und Wogendrang
jelang es ihren vereinten Anstrengungen, sich einer zweiten Eis⸗
holle, aus welcher drei, und einer dritten, auf welcher sieben Sol⸗
»aten waren, zu nähern und auch diese zu retten. Inzwischen trieb
ine vierte Scholle mit einem einzelnen Eitfahrer dahin. Der Ge—
iaostete lag auf seinen Köseen and flehte um Hülfe. Mit dem
stettungekahn konnte man aber dem Unglücklichen nicht nahe kom⸗
nen, da das Eistreiben ein zu mächtiges geworden war. Der
mwesende Landrath, Graf v. Haugwiztz, jaglte nun in seinem Wagen
iligst nach dem naben Dorfe Czarnowanz und heischte dort Hülfe.
luf Grund einer zugesagten Belohnung von 150 M. unternahmen
wei Männer das gefahrvolle Werk der Rettung, wurden aber von
dem Eise aufgehalten und konnten nicht bis zu dem Gefährdeten
zordringen. Da versuchte Bartetzko, obwohl schon sehr erschoͤft —
»x war bereins vier Tage und drei Nächte auf den Beinen gewe⸗
en —, fein Rettungswerk zum dritten Male. Er erblickte in
zrößerer Entfernung von fich einen Arbeitskahn zwischen den Eis⸗
h slen treiben, es galt nur, diesen zu ergreifen, um dem Verun⸗
zlückten datauf nahe zu kommen. Er sprang wieder von Scholle
zu Scholle ouf den schwankenden Unterlagen dem Kahne nach.
Sein Versuch mißlang und er kehrle unverrichteter Sache ans Land
jutück. Er versuchte nun das Wagestück von Neuem und diesmal
nit Glück. Unter Aufbietung seiner letzten Kraft erreichte er end⸗
iich den Kahn und hielt ihn vermittelst eines Enterhakens fest.
Jetzt betrat auch Kaboth den gefährlicken Weg zum Kahne und er⸗
reichte unter gleicher Bravour denselben. Beide jagten nun unter
nächtigen Ruderschlägen dem bereits für verloren gehaltenen Men⸗
chen nach und brachten ihn unter dem Jubel der am Ufer in
zanger Erwartung harrenden Menge an's Land. So wurden durch
hen edlen Heldensinn dieset zwei Männer mehr als 20 Menschen
dom sichern Untergange gerettet.

f Paris, 5. Marz. Vor dem Schwurgerichte von Perigueur
Dordogne) wird gegenwärtig ein Kriminalprozeß verhandelt, der
zteignet ist, in weiteren Kreisen Sensation zu eerezen. Ein junger
Ddoktor der Medizin, ein Bauernsohn, Namens Garrigues, ist an⸗
jellagt, im Verein mit seiner Mutter und unter Beihilfe eines
nechtes seinen Vater, welcher der Familie lastig fiel, durch Gift
nius dem Wege geräumt zu haben. Die Indizien sind für ihn
ind seine Multer vernichtend; gleichwohl leugnet er und scheut sich
nicht, seine Mutler, welche allein die That begegangen hätte, auf-
ufordern, sie solle ihr eigenes Derbrechen bekennen und seine Un⸗
chuld bezeugen. Die Vergiftung war durch Arsenik, welcher in
inen Hasenbraten gestreut war, bewirkt worden. Die Verurtheilung
iller drei Angellagten scheint unzweifelhift.

4 Das Schicksal eines Körigh. Am 20. Febr. starb im
jroßen Spital zu Ma'land Leo Commenus, Fürst von Lusignan,
)essen Ahnen väterliger Seitt Kaiser des Orients waren und
nütterlicher Serts an den Kreuzzügen unter Gottfried von Bouillon
Theil nahmen und als Könige üher Cypern herrschten. Der Ver⸗
torbene selbst trug vor 20 Jahren Sijepter und strone an der
Brenze von Khorassan, wo er durch die Russen vertrieben wurde.
stachdem er sich durch ganz Europa durch zebettelt hatte, kam er
nach Mailand, wo er sein Leben im Spital auf dem Strohsade
endete, welchen das öͤffentliche Mitleid den Armen gewährt. Er
zinterließ eine Frau und 6 Kinder im zartesten Alter.

F (Charmante Landessirten.) Dem Leitartilel der in Texas
ischeinenden Zeitung entnehmen wir Folgendeß: „Am Letten Dien⸗
dag haben sich die Großgeschworenen dieses Bezirkes so weit ver⸗
gessen, einen unserer geaqchtessien Mitbürger in Anklagezustand zu
bersetzen, weil er, unter dem Einfluß einer zu starken Dosis geisti⸗
ger Getränke, seine Pistole auf seinen Nachbar entladen und den⸗
elden gerödtet hit. Kann auch die Fre sprechung des Angeklagten
zurch ene Jury, d'e den Eigenthümlichleiten unseres Landes Nech⸗
zung trägt, keinem Zweifel unterliegen, so hosfen wir doch, daß
)die Großgeschworenen aufhören werden, die Selbstachtung unseter
MRiibür er auf so unndihige Weile zu verlezen. Durch Erbebune
        <pb n="142" />
        bon Anklagen wegen solcher Kleinigleiten muß unsere heranwach⸗
fende Jugend vor dem Justilut der Geoßgeschworenen allen Respect
verlier en.

4 In einer Versammlung der Kohlengrubenbesitzer von Süd⸗
Yortshire und Nord⸗ Derbyshire wurde beschlossen, die Löhne der
Arbeuner um 15 pCt. herabzusetzen. Diese Maßregel betrifft etva
28000 Arbeitee und wird von denselben wahricheiuli heftig be⸗
anstandet werden. F

Die beiden neuesten Nummern der Jluustrirten vprauen⸗
—A Abonnements · Preis M. 2.50) enthalten:
gDie Moden-Nummer (0): Elegante Haus⸗ und Promenaden⸗
Amuͤge, hohe Küraß-Taislen, Fichü, Schleier, Schleife mit Spitzen
und Blumen, Kragen und Unterärmel, Anzuge für junge Nadven
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Madchen. Moderne Leibwäsche für Damen, auch Morgenanzüge,
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dakel· und irischen Spißzenarbeiten. Papierkord, Vasen für Früh
uͤngsblumen, Japanische Dede, Bordüre (Buntstickerei), Tülldurch
ugarbeiten ac. ꝛc. mii 104 Abbildungen und einer Beilage mit
is Schnittmustern, verschiedenen Stickere' vorlagen und Namens
Rifften. 2. Die Unterhaltungs: Nummer (10): Zum 10. Marz
1876. Von Aemil Fendler. — Gebel eines stindes. Von Luigi
Morandi. Deutsch von Ida v. Düringsseld. — Charlotte Wolter
ale, Messalina.“ Von Mox Kono y. — Stizien und Scenen.
Hhon Alexinder v. Roberis. 2. ,Unsere Theemaschire.“ — Die
Plagen Aegyptens. Von Adolf Ebeling. — Verschiedenes. —
Zriefmappe. — Frauen-Gedenktage. — Ferner folgen de Illustra⸗
icen: Jugendportraits der Königia Luise von Preußen und ihrer
Schwister, der Körigin Friederke von Hannover. Rast auf dem
stiit. Von J. Leisten. — Chalotte Wolter als „Me ssalina.“
gon Hans Makart.

Hausversteigert5 3
Soans tas, —— Holzversteigerung.
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr zu Am Montag, den 13. de.
St. Jngbert, ber Peter Weis⸗ Mts., Nachmittags um 2 Uhr
gerder, iaßt Jakob Loh: uuf dem Bürgermeisteramte zu
mer, Kramer daselbsi wegen St. Ingber wird das Gemeinde⸗
Umzug sein neüerbautes Wohn⸗ herechtigungs-⸗Holz offentlich ver⸗
hau⸗ mu Scheuer. Stall. Keller, deigert: X
Hostaum, Garten und sonstigen Abtheilupg Schlangenthal.
Zubehörden,, 15 Decimalen Eichenholz:
Fläche enthaltend, gelegen zu 28 Sier Sa eit
St. Ingbert auf der Veß neben 74 , Prügel
Nolaus Weber und dem Weg, 203 ren.
dann 1 Tagw. 2 Dec. Ader im Buͤchen holz: J
Mühlenthal, im Ganzen oder in 5 Sier Scheit
Abtheilungen öͤffentlich zu Eigen⸗ 458 * „—prugel —
— alpen.
ugbert, 5. Mär 075.
o Sauer, p ere Kiefernholz:
Mobisienversteigerung. 52 Ster Prüsel
Donn vag, den 16. Marz e eppen
* 4
nächsthin, Vormitnagt 9 Uhr zu Gemischtes dolz:
St. Ingbert in seinem Wohn⸗ da 2 Sier Schei
hause laͤßt Jakob Lohmer. —A——
Zramer daseibst, wegen Umzug 12 Krappen.
berschledene Mobiliargegenstände, St. Ingbert, 2. Mars 1876.
worunter namentlich: 1 Grube Das Burgermeisteramt.
dinege Wagen mit Zugehör, 1 ECuster.
ug mit Egge und son⸗ stei
siige Oekonomie-Geräthe; Holzversteigerung
ner wehrere Veiniaden aus dem Gemeindewalde von
mit Federmatratzen, Schranke Blaubach.
Tisch· Stühle, Porjellam Echlag Unterstwald.
und Blechgeschirt und son⸗ —A 15. de.
stige Hauz⸗ urd Küchenge⸗ —X Nachmittags 2 Uhr, im
ralhschaflen, dann eine voll⸗ Schulsaale zu Blaubach.
stäͤndige Ladeneinrichtung 20 Eichen-Stamme und Ab⸗
jammt Waarenvorräthen —X Met.
alt: Rauch⸗· und Schnupf⸗ Länge und 837 -55 Cim.
abat. Gewürz, Salz, Reis, Durchmeffer;
Gerste, Cichorie, Zwirn 3 Eichen⸗Wagnerstangen;
und sonstige Artilel oͤffent⸗ 20 diefern von 428 Meter
lich auf Credit versteigern. dange und 20 -30 Eim.
St. Ingbirt. 5. März 1876. Durchmesser;
Sauer, k. Notär. 12 Kiefern Gerüststangen.

Das Holz lagert circa eine
Sturde vom; Bahnhofe
s tfernt.—
— 6. Maͤrz 1876. 2 Norgen aroß. im Roth, neben
Der Burgermeiser: Joh. Hofmann sen. vnd ein
xæFr. Bei. onderes Acderstück, ebenfalls 3
— —— NMorgen, im Ader, neben Joh.
Eine Haus⸗ und Dofmann sen. ist zu verpachten,
Gartenwirthschaft Naheres bei
ist x1 vermieihen. — Räheres D——
in der Exped. d. Bl. ! . Selleuthal, Witiwe.
Geschästs. Empfeblung.
Untergseicueter beehrt sich enem diesigen und auswärtigen
Publikum die ergebenste Anzeige zu machen, daß er sich hier als
Bau⸗ und Möbelschreiner
*eladlirt hat. — Auch übernimmt derselbe
olirte Arbeiten zum Meuaufpoliren
in und außer dem Haushe.—
August Eichnee.
wohnhaft bei F. J. Koch, Blieskasteler Straße.

Ein Alderstüc,

Einladung zum Abonnement
ouf dennn —
Fudwigshafener Anzeiger
2, Quart. Crsch:int 6mal wdͤhh. 9. Jahrg.
Preis: Quartaliter 1M. 60 Pf., Mon. 64 Pf.
Derselbe erscheint seit Marz in bedeutend vercrößertem
Formate und dringt neben den neuesten und intrressantesten
Mittheilungen in Bezug auf Politik, wie sachgemaßen Be⸗
sprechungen in jeder Beziehung des Gemeinwohls — auf
mercantilischem Gebiete die neuesten und wichtigsten Handels⸗
nachrichter, den neuesten Frankfurter Courszeitel und im
Inferatentheile stets den vollstandigen Mannheimer Theater
Zettel.

Durch die Verbreitung des Ludwigthafener Anzeiger
in allen Kreisen, eignet sich derselde vorzüglich zu erfolg⸗
reichen Insertionen und kostet für die Pfalz die viergespal⸗
tene Garmondzeile 8. Pf., fuct auswärts 10 Pf. Bei
Wiederholungen Rabatftt.—

Bestellungen auf den Ludw'gehafener Anzeiger ne mer
alle Postanstalten entgegen.
Verlag und —n —
August Lauterborn.

—XXEXOD
Preunden und Bekaunten bringen wir dis bett ũbende
Nachriolt, dass unser Uinigstgeliobtes Söhnehien
n —

—
im Alter von 2 Jabren heuteo Morgen 29 Ubr schnell
uuid imerwartet uns durch den Tod entrissen wurde.
8t. Ingbert, den 10. Marz 18z26.
Dio tieftrauerndon Elter
F. X. DBemetiææ
Lenehenm Demotæ,
geb. Janton.
Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 8
Ubr ataitt

Otto Eugen

Frubt⸗ Brod⸗ u. Fle sch⸗Preise
der Stadt Zweibrücken vom 9.
Mörz. Weizen — M. — Pf.
storn 7 M. 94 Pf. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste «reihige
— M. — pjf. Spelz 6 M. 66
Pf. Hafer 8 M. 88 Pf. Kar
—V
33 Pf. Stioh 4M. 18 Pi. per
Zentner. Weißbrod 12 Ko.
30 Pf. Kornbrod 8 Kilo. 66 Pf

Reßafklion Druck und Verlag von *. X. Demest in St. Ingbert.

ditto 2 Kilo. 46 Pf. ditto 1
stilo. 23 Ppff. Gemischtbrod 3
silo. 84 Pf. 1 Paar Wed 190
Gramm 6 Pf. Spelzkern 0 M.
ys. Dinkel d N. p. misch
»ucht — M. — Pfr Rirdfl. 1.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf.
dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 82 Pf.
Schweinefl. 64 Pf. Butter 1
M. per Pfund.
        <pb n="143" />
        —A
gbe ler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Hauplblatte verbundene Unterhaltungsblait, Sonntags mit illustrirter VRei⸗

Aage), erscheint wbchentlich vlermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnements preis betragtt vierteljahrlich

WMark 20 R.⸗Pfs. Anzeigen werden mit 10 ppfgi von Auswarts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattjchrift oder deren Raum. Neelamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

r

M.4Al. Soni J
— Sonntag, den 12. März!

——
6.

aubnaatcegete guercetk

—
Deutsches Reich

Mäünchen, 8. März. Auf Grunde des 8 3. der allerh.
Berordnung vom 8. Jan. 1878, die dienstliche Stellung der Stu⸗
ienlehrer an den isolirten Lateinschulen beire, sind zusolge einer
ẽntschließung der Stoaisminislerien des Innern für Kirchen⸗ und
Schulangelegenheiten; dam der Finanzen bon nun an allen prag⸗
matischen Professoren und Lehrern staatlicher Unterrichtsanstalsen,
pelche vor dem Erfche'nen dicser allerh. Verordnung als wirkliche
Zindienlehrer an vollständigen oder unvollständigen isolirten Lateine
chulen angestellt waren, die in dieser-Eigenschaft zurücgelegten
Dienstjahre in lintreten der Quiescenzfallen bei Bemessung des Ruhe⸗
gehaltes in Anrechnung zu bringen.

Mänchen, 8. März. Die von allen einsicht: vollen und
aamentlich den mit der baherischen Constitution und den inneren
Berhaältnissen Bayerns vertrauten Mannern vertretene Ansicht, daß
der gegenwaärtige Zustand der gammerverhältniffe unhaltbar sei
S Zweint sich immer mebt als volltommen richtig. Mitglieder
her Kommer sprechen offen aus, daß das derzeitige inconstitutionelle
Staatsleben in Bayern zum Verderben führt. Wie man soeben
erzählt, hat auch bereits ein Ministerrath die Ftage der Kammer⸗
iuflosung ernstlich ins Auge gefaßt. In den nachsten Tagen muß
di? Entscheidung kommen. —

Berlin. Waͤhrend der lehzten Reichslagssession ist von ein er
Revision der Gewerbeordnung wiederholt die Rede gewesen. Neuer⸗
dings ist, wie man uns mittheili, diese Angelegenheit auch von
Seuͤen einzelner Regierangen angeregt worden. Jedenfalls sind
mancherlei Arbeiten und Echebungen im Gange, die als Vorberei⸗
jungen auf diesem Gebiete der Gesetzgebung anzusehen sind und
erteunen lassen, daß man sich bereit halte, in gedachter Richtung
borzugehen. Die Erhtebungen uͤber die Lage der arbestenden Clasf⸗
sen, welche seit Jahr und Tag sowohl vom preußischen Handels⸗
mnisteriur als auch voa anderen · Bundesregierungen gemacht
Hurdem sind nahezu abageschtössen umd werden —XXBV
fal fur die Gesehgebung benußzt werden. Hierber werd auch die
Stellung der Fabrikinspeetoren im Weiteren eine gesetzliche Regel⸗
ung erfahren.

Der Reichskanzler ist zwar in Berlin, er scheint aber nicht
mehr die mindeste Fuhlung mit den parlamentarischen Kreisen zu
aterhaluen. Undernfalls — so schreibt mar aus Abgeordneten⸗
kreisen von hier an die „P. 3.“ würde es ihm nicht unbekannt
hleiben loͤnnen, daß seine besten Freunde unter den Reichstags-
Abgeordneten von Süddeutschland und aus den Mittelstaaten ihre
hiesigen parlamentarischen Freunde auf das Dringendste ersuchen,
die Lteichseisenbahnfrage doch? mindeens bs nach den nächsten
Wahlen ruhen zu lassen, inzbesondere auch jede preußische Demon⸗
stratlion im Abgeordnetenhause zu vermeiden. Nachgerade bereite
nee irchuche Frage und die soziale Frage bei den Reichstags⸗

ahlen genug Schwierigleiten. Im Interesse der deutschen Einheit
idoe man doch alle Kraft daran setzen, erst die Reichsjustitzgesetz⸗
gebung uater Dach und Fach ju bringen. Dergestalt findet die
zuch dem Reichtkanzler dehr bekannte Stimme „aus Suddeutschlande

—RX Kolnischen Zeitang“ von allen Seiten das lauteste Echo.

hie Mationalliberalen werden zwar, heißt es in solchen Zuschriften
weiter, bei den Wahlen nicht anftehen, sich auf das En schiedenste
gegen jedes Reichzeifenbahn-Projelt auszusprechen; die Frage dürfte
sich aber leicht in die Stichworte; ob Einheusstaat ddet Bundes⸗
aut, derallgemeinern,“ eine Ftagestellung, welche allen partilula⸗
rastischen Besiredut gen Oberwasser geben müßte. —

Beriin, 9. Marz. Det Kreuzzeitung“ zufolge verlautet,
daß das von der Familse des Grafen Arnim an den Kaiser ge⸗

Nchtete Gnadengesuch abschlagig beschieden sei. e

Ausland.
Baris, 9. März. Das Ministerium ist in seiner neuen

Jusammensetßzung nunmehr endgiltig constituirt; dasselbe desteht aus
Slgenden Pitgliedern? Dufaure Vicebrästdent und Zustizminister,

1

Ricard Minister des Innern, Decazes Minister des Auswärtigen,
Lisseh Kriegsminister, Fourichon Marineminister, Say Finanzminister,
Tristophle Bautenminister, Teisserenc de Bort Minister für Land-
virthschaft, Waddington Unterrichteminister. ., *
Paris, 10. März. Die Republique Francaise, das Organ
Zambeltas, eillart heute daß neue Ministerium für unannehmbar,
da dasseide dem linken Centrum angehoͤre. ..
KRagusa, 9. März. Einet Meldung der Agentur Havaß
ufolge, wurden die Türken bei Melrobizzo und Luucdi von So⸗
itpiha, Peko angegriffen und vollstandig geschlagen; fie verloren
1000 Todte und viele Verwundete. 3333*
Ragusa, 9. März. In Folge von kleinen Scharmuͤtzeln,
Rie in der Raͤhe von Guͤugbuski stastgefunden haben, wurden 80
Mann Türken auf österreichischet Gebier gedrangt, wo dieselben ein
daus verbtannten und einen österreichischen Unterthanen erschoss en.
iichmed Mukhtar: Pascha ist mit bedeutender Truppenzahl von Tre⸗
nje aufgebrochen, um die Festung Nicsic zu verproviantiren. Die
Jasurgenten hatten die Absicht, die Provianicolonne anzugreifen.
dach Cettinit sind russische Couriere abgegangen.
Vermischteessg.

7 Die vom Pfaͤlzischen Genossenschafibverband versandten
Fragen zur Klarstellung des Bedurfnisses der Ertichtung von
steallredligen ossenshaften“ lauten: 1) In welcher Weise wird bißs
ht der landwirthschaftlicht Kredit gegen Hypothel befriedigt? 2)
Siellen sich der Veschoffung von Geld gegen —R
ar den kleinen Landwirth, Schwierigkeiten entgegen, und welche *
3) Unter welchen Bedingungen wird bis jetzt dieser Kredit gegeben,
u welchem Zinsfuß und welches sind die sonstigen Kosten? 4) Wer
zewaährt als Regel den Kredin und wer vermitlelt ihn ẽ

7 Der „Land. A.“meldet aus Berzweiler GKanton Wolf⸗
dein), 4. März. Gestern erlegte Adjuntt Feicert in diesiger Ge
nariung einen unbekannten Vogel.“VDerselbe ist von rostgeld und
hwarzgespreagter Farbe, und mißt von der Schnabelspitze bis zum
z„chwanze 1.10 Meter; seine Fluͤgelweite ist eben so groß ohne
ie Schwungfedern, mit denselben mißt derselbe, da die Länge der
z„chwungsedern auf jeder Seite 0.45 Meter beträgt, 2 Melter.
Sein Gewicht beträgt 18213 Pfd.

Dir Brauerltag findet in diesem Jahre in Frankfurt a. M.
zait. Die Toge vom 30. Juli bis 2. Augusi sind vom Comite
azu in Aussicht genommen. Mil der Brauerversanmlung wird
ine Ausstellung von Gegenständen verbunden fein, welche für die
Fabrikatlon und den Verbrauch von Bier verwendet werden loͤnnen;
Jie Ausstellung von Bier bleibt ausgeschlossen.

FKarlsruhe, 9 Marz. Heute früh zwischen 2 und 8
Uhr wurde auf dem hiesigen Bahnhof Assistent Sch. - vrdurch
den Maschineningenieur E. v. J· wie man hört, aus Eifer⸗
ucht erschossen. Der Thäter ist derhaftet. Garuar. Zig.)

In der Nabe von Boöblingen (Wurttemberg) etschoß ein
Zohn seinen eigenen Vater auf der Jagd, indem er denfelben lür
in Wild im Gebüsche hielt. 53 ——

F Berlin. Zeichen der Zeit. Noth lehrt Beten, Stehlen
ind noch andere Dinge; die hecrschende Geltnoth hat neuerdiugt
zuch außergewöbnliche Offerten herbeigeführt, wie dies aus folgen⸗
Fem, in einem hiesigen Blatte verbsfentlichten Inserate hervorgeht.
Dasselbe laukeh: „Bitte l Bittel Ein junges Ehepaat; den bessern
Slanden angehörend, das sich in Geldnoih befindet, wünscht fein
inziges, 10 Monate altes Kind, wirklich schdͤnes Mädhen, X
eine entsprechende Summe Geides, um —
derschenten. Adr. erb. unier Posto rest. Dönhofsplat.“ — Wenn
chon die Eltern für Geld ihr ,wirllich schönes“ Toͤchlerchen der⸗

chenten, dann bietet auch wohl gelegentlich ein in Verlegenheit
Jerathener Gastte seine Frau offentlich zum Verkauf aus.

7Ederavdorf-8. Marz. Ein Spaß mit verhangniß⸗
zollen Folgen. Vor einigen Togen wollie ein ewa Idjahriger
        <pb n="144" />
        Bursche einem Jungen von 7 Jahren zeigen, wie man sich erhängt.
Zu dem Zwecke nahm es seinen Gurt, befestigte ihn an einem
Leitersprossen und hing sich daran. Sein Spaß aber kam ihm
sehr theuer zu stehen, denn er bezahlte ihn mit seinem Leben.
Durch das Gewicht des Körpers hat sich der Riemen, der sich gar
nicht zugezogen, so fest an die Kehle des Unglücklichen vedrückt,
daß er, ohne sich helfen zu können, in Kurzem erstickte, da fremde
Hilfe nicht zugegen war. Zwar hutte der Kleine, als er ihn zap⸗
peln sah, gleich Meldung davon gemacht, aber ohne etwas zu ah⸗
nen hat man darauf nicht geachtet. Erst später, als der Kleine
die zweite Meldung macht, daß der Besagte jetzt ruhig hänge
und nicht mehr spreche, geht man an den bezeichneten Ort und
findet ihn todt.

F Eine unerhörte Standalgeschichte hält im Augenblicke sämmt⸗
liche adeligen Kreise Wiens bis hinauf zum Thron in Aufregung.
Fine ungarische Dame, so schreibt man der „Schles. Pr.“, die
bisher zur nächsten Umgebung dec Kaiserin gehörte, hat nämlich
ein Buch veröffentlicht, welhhes das Wort Ben Aliba's, daß Alles
schon dagewesen, auf das Entschiedenste Lügen straft. Solche Ge⸗
meinheit, solche niederträchtige Raserei, solcher Alles und Alles in
den Koth zerrender Unflath ist in der Welt beispiellos. Die Auto⸗
rin, die natürlich vom Hofe bereits verbannt ist, heißt Eleonore
B.... und ist die Tochter eines ehemals auch in Deutschland
wohlbekannten Staatsmannes. Das Motib aum Skandal ist Eifer⸗

ucht. Der Mann, gegen den sich in erster Linie der rasende An⸗
rriff kehrt, ist ein altiver hober Militär von glänzendem Namen.
zndessen ist in dem Buche nahezu die gesammte Aristokratie der
steihe nach mit anekelndem Cynismus gebrandmarkt. Es werden
oziale Gebrechen aus der hohen Gesellschaft erbarmungslos aufge—⸗
eckt, wie solche bisher allerhöchstens dem Schlamme und dem Aus⸗
vurf der Menschheit bekannt sein mochten. Die Krone selbst ist
nicht verschont geblieben. Die Aristokratie hat sofort das Buch in
den Buchhandlungen aufgekauft, aber jetzt wird eine zweite Auf⸗
age veranstaltet, was allerdings die Polizei zu verhüten sucht.
Von der Aufregung, die in den hohen Kreisen herrscht, hat man
einen Begriff. Der Adel hat selbst die unschuldigen Anverwand⸗
len der rasenden Autorin ans seinen Kreisen ausgeschlossen, aber
der Skandal ist einnal da, und zwar in einem Maße, daß man
die bekannte Voifälle mit der berüchligten Fanny Lear ein wahres
Kinderspiel dagegen nennen muß.

F Aus dem Norden Schottlands wird staͤrker Schneefall ge⸗
neldet. In Pertshire diegt der Schnee mehrere Zoll hoh und in
staßshire und anderen mehr nördlich gelegenen Grafschaften schneit
s ununterbrochen fort. Dabei herrscat eine schneidende Kälte.

Für die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß.

A—
— —

—

—
Freiwillig gerichtliche Wentzel und der neuen
Synagoge.

Eigenthümer sind die Kinder
Versteigerung. ind Erben des zu St. Ingbert
Montag, den 27. März nächste »erlebten Handelsmannes Carl
hin, Nachmittags 2 Uhr, zu St. Lion beziehungsweise deren Re—
Ingbert beiHeinrich Schmitt wäsentanten, als: Bertha, Adolf,
wird von dem unterzeichteten, Michael und Fanny Lion, ver⸗

zerichtlich hiezu beauftragten kgl. reten durch ihre Mutter Gella
Notär, in Gemäßheit zweier ge- dahn, ohne Gewerbe, jetzt in
cichtlich bestätigten Familien- Ulbersweiler wohnbaft, Wiitwe
tathsbeschlüsse, der eine gefaßt es genannten Carl Lion als
vor dem kgl. Landgericht St. esetzliche Vormünderin und
Ingbert am 3. August v. J. dudwig Beer, Mühlbesißer in
der andere vor dem kgl. Lande 5t. Ingbett wohnhaft, als
gericht Annweiler am 28. Jan. ebenvormund, ferner: Carl
letzthin, das nachbezeichnete Wohn⸗ daber, minderjähriges Kind und
haus ebidenten Nutzens wegen Kepräsentant der verstorbenen
an den Meistbietenden öffentlich kochter Ragnie Lion, im Leben
u eigen versteigert: fhefrau von Salomon Haber,

Pl.-Nr. 731 und 732. 32 dandelsmann in Albersweiler,

Dec. Fläche, Wohnhaus dertreten durch seinen obenge—⸗

mit Hof, Stallung, Scheuer sannten Vater als gesetzlichen

and sonstigen Zubehörden ßormund und Wachol Kahn,
nebst Garten?, Acker-⸗ und dandelsmann allda, als Neben⸗

Wiesenland, gelegen zu St. vormund.

Ingbert an der Kohlen- St. Ingbert, 10. März 1876.
raße neben Philipp Sauer, k. Rotär.
Fiür die beginnende Frühjahrs-Saison
empfehle ich das Neueste in J

Damen-Kleidersto ffen,
Cattune, Jaeonnets und Cretonnes,
sowie mein vollständig assortirtes Lager in
Tuchen SommerBRuxbcins
zu den billigsten Preisen.

Karl Schanok.

Bürgerverein
St. Ingbert.
Mittwoch, den 15. März
1876, Abends 8 Uhr:
Vereinskränzchen.
Zusammenkunft bei Herrn
Farl Horst.
Der 1. Vorstand.

Popusa ⸗- medicin. Werk

Durch alle Buc⸗ 2*
— handlungen, oder gegen F
Eins. v. 10 Briefmarien à 10
Pf. direct v. Richter's Verlags⸗VF
Anstalt in Leipzig ist zu bezieben:
„Dr . airy's Raturbeilmethode“,
Preie WVari. Der I esemn be⸗
ruühmten illustr. ca. 500 6. stark.
Buche angegebenen Heilmetbode ver⸗
danken Tausende ihre Gefundheit.
Die enrgen darin 7
Ddau kfchreiben beweisen, daß selbñ
olche Kranke noch Hilfe gefunden.
die, der Verzweiflung nahe, ret⸗
tungslos 73 es sollte
her dies vorzügl. Vert in kein er
Jamilie ILX
auge und nehme sur das Jün⸗
trirte Originalwert von Rich⸗
ers Berlags⸗Auftalt in Leip⸗F
ig“. weiche auf Wunsch auc
en UAuszug desselben gra⸗F
und franco ver⸗
ndet. —
2

Zu verkaufen:
kiefern Bauholz Zaun⸗
rd Baumpfähle fichten
Rund⸗Leit er⸗ und Wies⸗
bäume bei

cSouis Höh.
Breitermühle bei Riederwürzbach.

7 7 T 7—
. —E *9
Herr schreibt unterm 27. Febr.
Armand Ranniger 1875 bon S. Altenburg aus:
MVn den Erfinder und Fabri⸗
Kais. Deutscher Consul anten desrheinischen Trauben⸗
Queensland BrusteHonigs, Herrn W. H.
(Australien) 13ickenheim'er in Mainz:!
(Im Auszuge.) „Ich habe Ihren Trauben-Brust⸗ Honig
„in meiner Familie mit bestem Erfolg angewendet und bin
„überzeugt, daß dieser vorzügliche Attikel auch in Australien“
„einführungssähig ist und zu einem bedeutenden Umsatz
„führen würde. Daher ersuche Sie an meine Firma, die
„Herren Berens, Ranniger und Comp. in Brisbane (Queens⸗ b
‚land) durch Vermittlung u. s. w. 5 Kisten Trauben-Brust⸗
„Honicç Fl. je 3 Dutzend, 5 Kisten 4 Fl. je 4 Dgd., 5
5 Kilten /s Fl. je 6 Dzd. einstweilen zu versenden u. s. w.*)
12
Um sich beim Kauf vor den Nachahmungen

EAMA gewisser Winkelfabrikanten zu schützen, achteß 3

8* 2 man auf die autorisirten Depots, sowie datauf,
2* S daß jede Flasche mit der gesetzlich deponirten

453 Schutzmarke versehen ist und daß der Kapsel⸗ X
verschiuß der Flaschen das Siempel der
Fabrik trägt. — Verkaufslokal in 8 Flaschenfüllungen, a
1, 11439 und 3 Mark in St. Ingbert bei J. een
in St. Johann bei F. P. Dudenhoͤffer und Karl Thiriot,
in Saarlouis bei F. Altenkirch, in Blieskastel bei
Apotheker C. Richter, in Ierewnend bei Apotheker
H. Kirchner, in Sulzbach bei Apotheker A. Treffon.

*) Herr Consul Ranniger hat neuerdings für sein
Haus in Australien 3000 Flaschen Trauben-Brust Honig
dem Fabrikanten W. H. Zickenheimer in Mainz persoͤnlich
bestellt.

chen erschien bereita die 12. Auflage von
— ren Noc—,ceꝰs
holiebtem Walzer:
Erincorung an die Forelei.
Op. 12. Mit Prachttiütel. R. M. 1.50.
Dieser leicht spielhbare und melodienreiche Walzer
iand seit dor knrzen Zeit seines Erscheinens boi fast
allen Klavierspielern reichen Beifan.
Gegen Einsendung des Betrages erfolgt FPranco-
usendung.
PAGIBM, IOSeMMI C(XABV M. TII
— —E
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.

—
        <pb n="145" />
        St. Ingberler Znzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaliungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗-

lage), erscheint woͤchentlich pVlermal: Dienstag, Dounerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentepreis beträgt vierteljährlich

Marl 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aaswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neelamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 42. J Dienstag, deu 14. März. 1876.

Deutsches Reich.

München, 11. März. In der heutigen Sitzung der Abge⸗
ordnetenkammer wurde die Vorlage betreffend den Etas der Land—
tagsversammlung und des Landtagsarchibes in namentlicher Ab⸗
stimmung mit 79 gegen 76 Stimmen abgelehnt und der Autrag
tdes Ausschusses angenommen. Hierauf wurde der Antrag der Ab—
geordneten Krämer und Frankenburger, wonach den nicht ocagma⸗
lischn Beamten eine Theuerungszulage von 210 Mart zu gewäh—
ren sei, gleichfalls mit 79 gegen 76 Stimmen verworfen, und ver—
lagte sich sodann die Kammer auf nähsten Montag 10 Uhr.

München, 12. März. Die Nachricht von einem Entlass ngs⸗

zesuch des Min'sters Lutz ist falsch.
Die „Südd. R.⸗P.“ schreibt: Nach glaubwürd'ger Mitthei⸗
iung haben sich die bayerischdn Appellalionegerichte, sowie die
Oberstaatsanwälte an denselben übereinstimmend gegen die Ein—
jührung von Schöffen bei den Bezirksgerichten (künftig: Landge⸗
richten) in Strafsachen ausge prochen.

Straßburg, 6. März. Nach amtlichen Feststellungen die⸗
nen, wie der „Str. Bote? mittheilt, gegenwärtig in den preußi—
schen, vadischen und hessischen Armrecorps des deutschen Heeres
3647 Elsaß⸗Lothringer. Von dieser Gesammtzahl stehen dei der
Barde 1048 Mann, im 4. Armercorps 1387, im 8. theinischen
1050, im 7. westfälischen 1268, beim 10. hannöverschen 1245
deim 11. hesüsch-nassauischen 1360, beim hessisch-badischen 348
beim 15. elsaß-lothringischen 829, bde'm 8. brandenburgischen 10,
beim 2. pommerschen und 6. schlesischen Armeecorps je 2 Mann
Hierbei ist zu beachten, daß bei jenen 8647 Mann dicjenigen El—
saß⸗Lothringer nicht mitgezähll sind, welche in Siraßburg, Mitz v.
j. w. bei den bayerischen, württembergischen und sächsischen Regi⸗
mentern eingetreten sind, was abermals eine erkleckliche Zeffer aus—
mochen wind, da namentlich Anfange die jungen Elfaß⸗Loihringet
mit einer gewissen Vorliebe bei jenen Regimensern eintraten. Es
wäre zu wünschen, deß auch diese Zahlen hald veröffentlicht wür—

den, um auf den Mann genau zu wissen, wieviel ElsaßLothringer
degenwärttg ihrer Diensipflicht im deutschen Heere genügen.

Wiesbaden, 11. Maärz. Der Koiser, welcher Mitte
April wie im vorigen Jehce hier eintrifft, wird hier bis zum An⸗
fang der Frühjahrs-Uebungen verweilen und am 2. Mai noch
Berlin zurückkehren.
Ausland.

Mostar, 10. März. Amtlicher Meildung zufolge wurde
Sel'm Pascha, welcher mit 2500 Nann und einem Transport
Leben?mitteln behufs Verprev antirung von Gaczko nadh
Piva marschirt war, auf dim Rückmacsche von den Insurgenten
angegriffen. Letztere suchten ihm den Weg abzuschneiden; in dem
GHefechte, welches sich hierans entwickelte, vecloren die türkischen
Truppen 60 Todte und 54 Verwundete, die Verluste der Juͤsur⸗
genten waren noch erheblicher.

In den Vereinigten Staaten droht ein neuer Irdianerkrieg
auszubrechen. New Yorler Ze tungen veröffentlichen eine D pesche
dus Omaha in Nevrasta, der zusolge die Sioux⸗ Chayenne⸗ und
Arapahon- Ind aner die ausgedehntesten Vorberestungen für eine in
wenigen Wochen stut findende allgemeine Erhebung treffen. Sie
Jaben große Quantitäten von Munition und Waffen angekauft und
seit geraumer Zeit sind alle kampffähigen Männer ous den „Reser—
vationen“ yerschwunden, um sich im Innern für den projeltirten
zroßen Krieg vorzubereiten und zu konzentriren. So weit bekannt
ist, beabsichtigen die Indigner die Grenzniederlassungen zu überfallen
und man fuürchtet, daß, falls nicht prompꝛe Gegenmaßregeln gekroffen
verden, sie fürxterlich hausen werden, ehbe sie überwältig wer-
den können.
BVermischtes.
St Ingbert, 14. Marz. Dem Vernehdmen nach
wird der Verwaltungsrath des hiesigen Vorschuß Vereiat für 1875
»i reichlichen Totirungen eine Sproc. Dividende in Vorschlag bringen.

— Zu der auf Samstag den 11. Mätz, Nachmittags 4 Uhr
eingeladenen Gemeindeversammlung, bebufs eines städtischen Anlehens,
waren zwei Gemeindebürger () erschienen.

— Zu ken gestern in Zweibrücken beginnenden Schwur—
gerichtsvethandlungen ist aus dem Canton St. Ingbert Herr
Gastwirth Ernst Conrad von hier einberufen.

fWalsheim, Kanton Hornbach, 10. März. An unserer
Gemeinde hat sich ein eigenthümliches Naturereigniß gebildet. Der
Ort liegt am Abhange eines Berges, und hat sich dieser Berg
oberhalb des Dorfes ca. 300 Meter aufwäcrts und auf der Höhe
ca. 150 Meter mit dem Orte parallel laufend gespalten ucd 2
Meter gesetzt. Dagegen hat sich gegen den Oct der Erdboden 8
Meter in die Höhe getrieben und ist fortwährend im Steigen be—
qzriffen. Alle Aecker, welche sich auf genannter Fläche befinden,
Jaben sich etnige Peter aus ihrer gewöhnlichen Lage verschoben,
ebenso sind die darauf befindlichen Bäume theils umgedrückt, theils
änd fie mitgerückt worden. Es ist anzunehmen, daß Dies die
Folge des vielen Regenwetters ist, und wenn dasselbe anhält, so
ist zu befürchten, daß die angrenzenden Gebäude, welcht nur noch
ta. 15 Meter entseint sind, durch den Druck zerstoͤͤt werden. Es
waͤre deßhalb dringend nöthig, daß Sachverständige von Seite der
Regiecung hierher beordert würden, um diesen außergewoͤhnlichen
Fall zu untersuchen, damit allenfalls noch rechtzeltige Äbhilfe hier⸗
gegen getroffen werden könnte. — G6GZw. 3tg.)

fF Kaiserlautern. Zur Feier des Geburlstages des
Kaisers Wilhelm fidet am 22. d8. ein Festessen im —X
zum „Schwan“ statt.

tIn Pirmasens schneite i8 in der Nacht vom 9. auf
den 10. so starkl, daß Morgens die Stadt und Umgebung en
vinterliches Gewand trugen.

F Gleisweiler, 11. März. Von gestern auf heute hat
»as bierorts bekannte Weinbrünnchen wieder zu fließen begonnen,
welches Ereigniß bisher nur in solchen Jahren einzutreten pflegte,
»ensich durch besonders reichliches Herdstergebniß auszeichneten.
Seit dem Jahre 1868 floß das Brännchen nicht mehr. Dasselbe
entströmt peötzlich als starler Quell dem Berge hinter dem Unger⸗
den Hause und läuft in der Regel 14 Tage bis 8 Wochen.
Mdoe sich die Prophetengabe des Weinbrünnchens auch in diesem
Jahre dewähren! (C. Eilb.)

f Hördt, 9. März. Seit zwei Tagen ist der Verkehr auf
der Distriltsstraße zwischen Hoͤrdt⸗Sondernheim⸗· Germerbheim unter⸗
btochen und eingestellt. Boten vermitteln iheilweise die Post. Die
dera Rheine zuströmenden Bäche Spiegelbach, Klingbach, Erlenbach
und Otterbach haben das Ueberschwemmungsgebiei überfluthet und
zieten in ihrem Haupt⸗Reservoir hinter der Sondernheimer: Schleutze
zinen schauerlichen Anblick zum Nachtheile der hart dedrägten Ge⸗
meinden. Tie fortwährenden Regenzüsse lassen ein Zurückgehen

nicht bald hoffen, deßhalb befürchten die Bewohner der Rheinge⸗
zend oberhalb Germershein, inbesondere Hördt, das Schlimmste.
Das Binnenwosser im Banne von hier hat die Höde von jenem
'm Jahre 1872 bei Weitem überstiegen.

Spesex,„ 11. Marz. (Sp. 81g.) Die kgl. Kreiskasse
der Pfalz hat bis jetzt an neuen Reichsmuünzen erhalten: Kronen
und Dopphlkronen 1,837,420. Fünfmarkstücke 172,800. Ein⸗
markftüde 1,086,220. Fünfzigpfennigstilcke 80., 000. Zwanzig⸗
pfennigstücke 4163, 0258. Zehnpfennigftüce 243,8528. Fünspfennig⸗
stücke 100,253. Zweipfennigstüce 48,826. Ernpfennigstücke
31,848. Summa 3,573,842 Mart. An alien Müͤnzen wurden
dagegen eingeliefert: Friedrichd'or und Pistolen 169,419. gro—
nenthaler 246,783. Konventiontih iler 4,860. Zweiguldenstück⸗
1,109,585. Einguldenstücke 1316,057. Halbguldenflücke 627,899.
Doppelthalet 384,000. Sechser 951,429. Groschen 154,800.
Silberkreuzer. 14, 400. Kupferkreujer 80,446. Halbekreuzer 1,464.
Summa 5,040,642 Mark. Es sind demnach mehe alte Muusen
8 Kurt gekommen, als neue Münjen in denselden: 1,466. 800
Mark.
        <pb n="146" />
        Professor Friedrich in Heidelberg, der berübmte Sb zialist
sür Herzkrankheiten, ist, lelegraphisch zur Consultation an das
rantendetr der Königin von Schweden berufen. Das Leiden der
Zönigin, eine Verfettung der Herzmusteln, hat einesehr bedenkl'che
Wendung genommen und foll Prefessor Friedrich eventuell auch da⸗
hin seine Stimme abgeben, ob unt wo die Königin eine klimatische
tur durchmachen kann.

Oberlahnstein, 9. März. Ein theueris Brennmate⸗
jal. Dem „Rh. C.“ wird geschrieben: Vor einigen Tagen erh'elt
die Bahnhofverwaltung der rheinischen Eisenbahn zu Niederlahn⸗
ein eine Geldsendung von 3000 Mark, bestehend aus 1000 M.
Metallmünzen und 2000 Mark in Banknoten, zur Auszahlung an
den hiesigen Bauunternehmer Leitert. Die Summe wurde nach ˖
zezählt und zur Weiterexpedition auf den Tisch des Geschäfts
simmers gelert. Noach einiger Zeit kommt ein Bediensteter mit
der Meldung, daß der Revisor in Sicht sei. Darüber gerieth das
Anwesende Veomtinpecsonal etwas über die Maßen in Bestürzung
ynd brachte das Geid, wahrscheinlich weil die püntiliche Bestellung
derjaumt worden war, rasch an den besten Platz ins Versteck.
Ale man den verborgenen Schatz am andern Morgen beben wollte,
varten die 2000 Mark Banknoten verschwunden und sind bis dato
noch nicht wiedergefunden worden. Sie sollten in der Hast in
den nahestehenden Papierkorb gewaudert und am andern Morgen
mit der Maculatur zum Feueranmachen beanutzt worden sein. Die
Natersuchungscommission hat nach Anhöruug der anerkannt ehren⸗
haften Beamten diese Vermuthuug getheilt, jedoch zum Zwecke
zründlicheret Erhebungen auf Gemischem Wege die theure Asche
mitgenommen.

W baden, 11. März. Vergangene Nache wurden
durch einen Bergrutsch in Caub 8 Hauser verschüttet und hiebei
6 Menschen getoͤdtet. Die Bahnberbindung ist unterbrochen.
Anläßlich dieses Unfalls sind von Mainz uns Coblenz aus Pio⸗
hiere abgegangen. — Im Kreise Bicdenkopf ist in Folne eines
dattgehabien Wollenbruchs die Lahn über ihre Ufer geteeten, so

daß die anliegenden Oeril'chkeiten überschwemmt sinn.

Caub, 11. Marz. Vormiitags 11 Uhr. Die Pioniere
„on Coblenz und Mainz fsind eiugetroffen. Von den verschütteten
Personen sind 3 lebend, 5 todt ju Tage gefoͤrdert; noch 21 sind
verschüttet. Man befürchtet weiteren Bergsturz.

Berlin, 10. Marz. Der Ka'ser spendete für die Ueber⸗
sewemmten an Elbe, Oder, Weichsel ucd Rhein 20,000 Mark
aus seiner Chatulle, welche gestern dem Min ster des Innern über⸗
mitteit worden siad.

f Cottbus, 3. März. (Eine Frau nebst Zubehör gestoh⸗
len!) Der hiesige Anzeiger enthält heute folzende Bekanntmachung:
Waͤhrend meiner gestrigen Abwesenheit wurde mir meine liebe
zute Frau Alma, geb. Felisch, nebft Kind und Zubehoͤr gestohlen.
da meine Wohnung verschlossen war, und der Diebstahl durch
Hewalt ausgeübt sein muß, bitte ich gegen eine angemessene Be⸗
obhnung um Ecmittelung des Diebes. Cottbus, den 1. März
376.“ W. Scöz, Shhne dermeister, Taaubenstraße 16.“ Wir
vagen nicht, dieser VBekanntmachung noch etwas hinzuzufügen.

4 Kracfolgen. Einer der fafhionab'eften Schneider in
Wien hat sich, als er die Nachricht von dem Selbstmorde enes
einer Klienten erhielt — es war die Todesnachricht Lemberger's —
dingesetzt und dat die Posten in seinen Büchern summirt, die er
eit'den 9. Mai 1873 infolge von Selbstmorden in die Rubrik
AUneinbringliche Forderungen hatte stllen müssen. Er bekam das
siemlich beträchtliche Sümmchen von 587,000 Fl. heraus.

Man meldet aus Prag, 7. Marz: In Suchenthal ent⸗
dand in einer einweber⸗Trockenstube ein Petroleumbrand, wobei
11 Perionen sich retten konnien, 7 Petsonen (6 Frauen und 2
u anner) durch die Flammen den Ausweg abgeschnitten fandern.
4 Frauen verbrannten zu Asche, die 3 übrigen Personen truzen
chwere Brandwunden davon.

4 Dec kleine Oct Wolhauten im Kanton Luzern ist bis auf
1Hauser und die Kirche am 8. März niedergebrannt. Die Noth
st groß.
Fur die Redaction verantworilich: F. X. Demeß.
— —

l
Bekannkmachung.
Gemäß hoher Entschließung der kgl. General⸗Berg⸗
werks⸗ und Scquinen⸗Administration vom 9. Ifd. Mis. Nr.
326 werden auf der kgl. Grube St. Ingbert vom 16.
März 1876 an die Koblen zu nachstehenden Vreisen ver—
kauft:
FJorderkohle J. Qualität per 100 Kilogr. 1.,45 Mark
(wie bisher),
U. „ „100 Kilogr. 1,10 Mark,
IUI. - ,„100 Kilogr. 0,95 Mark.
St. Ingbert, den 13. März 1876.
Kgl. Bergamt St. Ingbert.
3. Kamann —
In fünf Monaten nach notarieller Urkunde über 14400 Abonnenten.
Zum Abonnement für das 2. Quertal empfohlen:
* j
Neues Berliner Tageblatt
—— ——————— —
mit seinen drei Gratisbeilagen:
Werliner Gartenlaube lällustr) Werliner sliegende Blätter lillustr.)
Vereinsfreund.
Preis pro Quartal nur 5 Mark für alle vier Blätter zusammen
Zeine deuische Zeitung hatte sich bisher eines solchen Erfolges zu erireuen.

Das „Neue Berliner Tageblatt“, welches täglich in mindestens drei Bogen größten
Formats auf geen weißen Papier in anberftem Druck erscheint, verdankt seinen rapiden
Aufschwung der eichhaltigkeit, Uebersicht lichkeit, Gediegenheit und Originalität seines
Inhalus. Solche Fulle von Malerial bei einem so Uberaus niedrigen Abonnementsvreis wurde bisber
Zon keiner Zeitung geboten.

Das INeue Berliner Tageblatt““, Eigenthum der Nedacteure desselben, vertritt in poli-
tischer Beziehung den wahren und wirklichen Rechtsstaat auf breitester, freiheitlicher Grundlage; in
bommunagler die volle und von einer Seile bevormundete Selbstverwaltung der Gemeinden; in
socialer diejenigen Principien, welche zwischen dem Einfluß des Großkapitals Und den berechtigten An-
hruchen der arbeitenden Kiassen den einzig möglichen Ansgleich bieten. Neben einem voll ständigen
genauen Courszettel finden Industrie und Handel in einer besonderen Beilage eingehende Erör—
kerung. — Ein fesselndes Feuilleton bietet gediegenen Unterhaltungsstof. Dos nächste Quartal
wird mit einem spannenden Roͤman von Wilkie Collins beginnen.

ABei gesl. Bestellungen bitten wir auf den Titel „Neues Berliner Tageblatt“ genau zu
achten. Abonnements nehmen sämmiliche Reichs⸗Postanstalten täglich enigegen; doch liegt es im Inte-
rejse der Abonnenten, ihre Bestell ngen bis zum 25. Mära auszugeben, um am 1. April bestimmt in
den Besitz des Blattes * gelangen.

Nierate im „Neuen Berliner Tageblatt“ haben bei der hohen Auflage den wirksamsten Erfolg.

O&amp;
3iImim es von x. Temes in St. Inaberf

Ewiger und dreijähriger
Kleesamen
ESteinklee
Wicken
Luvinen

Holzversteigerung
aus dem Gemeindewalde von
Blaubach,
Schlag Unterstwald.
Mittwoch, den 15. do.
Mis., Nachmittags 2 Uhr, im
Zchulsaale zu Blaubach.

20 Eichen⸗Stämme und Ab⸗
schnitte von 5—11 Met
Länge und 37 -55 Eim
Durchmesser;
Eichen⸗Wagnerstangen;
Kiefern von 428 Mete'
Lange und 20 —30 Cim
Durchmesser;

12 Kiefern Gerüststangen.

Das Holz lagert circa eine
halbe Sturde vom Bohnhof—
Kusel entfernt.

Kusel, dea 6. März 1876.

Der Bürgermeister:
Fr. Bell M.

Zum Namenstag.
Dem Erust Conrad fen
ein von Zweibrücken bis St—
Ingbert donnerndes
Vivat-Hoch,
daß der ganze Poststall zittert.
von seinem Freund
ER..
(Da vor stehendes Inserat un⸗
zu spät zukam, konnten wir das
selbe nicht zeitig publiciren und
da der Gefe'erte sich eden in
Zweibrücken befindet, möge der
Ruf von hier nach dort klingen
Die Red.)]
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—— 55 — 3 — . —*515328 223—52 322 2223228 ——
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523555 —A —— — 55—56 — — *»3832—6 2*
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257835 383 *3373533338337 —35 EBESGRS GS
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573z32—535 62——52335 8
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A 7232—557 2275 33555 A 532333238 2
2253 5 5323 8 268 553 343 57583 353 33553233 72
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358 —35633, 357 35327 3333 5337 33 558273 23
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— 322 222 5* 222286 5z2258 ẽ *2 8 —8 5383 53 3 25
98 5322 245 5325 — 2 25 —35 2355 3 — * 3855 3
5*8 550 3260 6 2240 — 5 — — — 8 28
5222 58557 — — 5 6 — ——— —225 55 —7325
3 — 8 — —3 V — —2 2 * 525 2** — 3 ð
——— 53 3232 — 5—435 —8 2 —
5—25 — 83 3* — 525333 2275 55528 283 —8
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* 8 2 —— 2 222 — 2* 38255 532 —— 2 —8 323537
225583 3682 3235 555 — 22352
5*722 535 8235353326 53837—3 335323233 — ——
32 232203 3323—3268* 5 35527 —A 53 238 —
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2 22 2222 32 58 8 25 6 25232 — 2 —
5 23 532 »532. 5 757— 32 8 —X
17532 253 223 3 » — — 2 3— 530 535
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2 5355535353 733 8

7— 32 5 252—37525353 ——
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2 222323 55—5252 5 28
52— 792 — 222 52 —53—
225 26* A2332 *223252 2 7 — * * *
25 2— 42732* — — * 35 — * 25 ß 7
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3 —2 3 —238855 528377 s· 328235 —
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3 58 3535—33 236323

— * 82 —75— —2 3 3583— *825 735 — 323232 28232 220 5 2*

58 58533z335z3333533553 8383753383—53833535 —35528

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533B22 — 372 226 788 * —
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2. 53 552257 — — — ⁊ 2 2 o 2.
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5225 52 78 — 55573 —8 575 *7 —
A *233553 23353 —— —2225— —A— 9
25387 *2328 23233z235373 5
2B532. 208 5 2835 — 2 3.
27 23 *5355 25235* 5753 * — — 32253 3 5.5. à3908 *

S 40 2 3223 2 823035355 A · 233
S. 8* ** 2 —E 3/ — R 2 S ——
658 —— — 82 — — 27 —— — — 2272— —*
33333333335 338
35558552325432* 755255323 A53S
2 * * 2 * 2
A— —33 3383 52
25 2* 2260250 55 *233* 2558233333385833 —2
22 2 — 88 8 3 2 —8 2.* — *5*2 —23284 *
3 * 55 232 2 222 *25282 525 252 53
85 2 —m— 225 —22 2. —52 2558 2583 22 3 *cS.2
2227 5s9 —5 2857 —7 —233252 25253233* 7 33
— — * e 2— 28 —— * —— — 3 —AA —— 38
* 8 2 * — — 8 — * *
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5 27 s — 2 28 — 2 ——2— — — * —— E S 3
5G E.8 588 23 5 — 25385 232 * 38
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— 092 230 — 25 * — — 2 5 2* ——
82 * 2— — 2 * Z — 6G —— — —3* * 8 — 25 2
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532353 5283 75* —3 32. * 2 2*38
— 82 2325828 — — 533
*— 25 2828 2 25323 58
58 32352 53 83 33—323
25 8 87 — 23882 25832008— 52
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— 2
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25 2* *23 *78 —A E 852 3
2256 22 5835 2837 25857553 52 8
*55226 2. ,322582338 * 355328 52.5 8 3
523.32 23233 333 2532332. 32.252325c5 F 2328
533 * 5 8338 82853 2355— *35 22832
22 33—0 25532338 53355233 27 57
2* 7 —E — —*8 53233 —3 O
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—28 33 38*—3555—5 53833 8553 *57
* —2* 2* 729 — * — 2.*
5323 50335—5*3385 538 3555
2252832 58535272* 22250 —228 — —*
38 z285853 628853 2. 2. 555 28
523 5.5 —? 2 2.3332. 3 203
2 —*— 23353 — — 5 2
22385 2333233253383 322 2
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2* —235B 352 525390—3 335
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*6 J 5232232 — ———— 2223 7522 3 2
222 — * * —A * *7972
2 — 2. S3 525 7 8 537533228 25352
ʒ — —— 33535353 2333
55903 — 523223 * 5 — — * 2* 5 *
255 23 — 35427* 835838
—2 7 2 — F
22253 53 — 3552. 33 2222233 — 5
— 32— 0 * * — nu * — 2 2 2 25*
—A— 32 555 2— 55553255 52 25X73
22*7* 2,232323 —A ——— 2c3.38
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353 2* 3 33 5— —A
723 5227 — —— 25 ——— 23233
38S90 22z 3 5535 25. 52757 —A
— — *»283 823225 060280 —— —3— 55
23. 58 * 222225 ——s 38338—25233 — 552
— 5223 —6 2533383333325 3 253
23 2 25538 28873 23 3383323 Z 35*
233 2 25 253253 2. 2 23*57 * S 22
535* 7137—35355325833 525
— 7227 2 3533 —5333335 z323855 3 83 535
—— —— 255537555338 22288 5 52
227 * 352353333 Te 55 5 2 7575

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        <pb n="149" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaliungsblait, (Sonntagß mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wochentlich viermalz Dieustag, Donuerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

4 Mart 20 RePfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die vbergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Reelamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
— ⸗2* —dA — —— ——0—
Aß 43. Donnerstag, den 16. März J 1176.
— —
Deutsches Reich.

Der don dem Abg. Jorg als Initiativantrag eingebrachte
Wahl gesetzen wurf nebst Gesetz über die Wahlkreiseintheilung wurde
anter die Mitgl'eder der Abgeo'dnetenkammer vertheilt. Besde
ünd lediglich eine Reproduktion der Arbeit des beir. Aus' chusser
der letzten Kammersession. Darnach soll die Pfalz folgende Wabl⸗
treiseintheilung erhalten:
1) Landgericht Kaiserslautern mit.
2) Speher c0
3) Ludwigshafen.
9 .. Frankenthal, Grünstadt und
Gellheim ....

5) Landgerichte Kirchheimbolanden u. Obermoschel
5) Winnweiler, Otterberg und
—X

7) Landgerichte Kusel, Wolfstein, Landstuhl und
Lauterecrken. 82

3) Landgerichte Homburg und Waldmohr
9) Zweibrücken, St. Ingbert, Blies⸗
kastel, Hornbach, Waldfischbach ..
10) Landgerichte Pirmasens, Dahn
1) Orgzabern, Annwe ler u. Kandel
12) Ldandau und Germertheim .
18) Neustadt n. denkoben...
4) Dürkheim. * 3

Seelen. Abg.
33, 675 1
26,662 1
32,666 1
54202 2
201650 1
36119 1
58,619 2
28909 1

38,412 2
31,611 1
34,968 2
58,619 2
92,860 2
28.6723 1
20

Aus Berlin, 13. Maͤrz, schreibt man der „Magdb. 3.7:
Den Gutachten der deutschen Gerichtshöse, so wie den in der Presse
aut gewordenen Stimmen gegtnüber hat man sich im Schooße der
Reichsjustizlommission davon äberzeugt, daß die Einführung der
roßen Schöffengetichte (bei den Bezirksgerichten) weder den Wün—
chen der Bevölkerung entspricht noch auch bei den in Deutschland
heilweise hertschenden politischen und socialen Berhältn'ssen einen
Forijchritt bezeichnen wurde. LNatürlich ist herüber ein officieller
Beschluß noch nicht gefaßl, da die Instizkommission zur Zeit nicht
agt. indeß lassen de bon einzelnen Mitgliedern gemachten Aeußer⸗
aingen darauf schließen, daß man willens ist, das Inst tut der
zroßen Schöffengerichte fallen zu lassen und an ihrer Stelle die
stichterco Degien beinbehalten.

Ausland.

Paris, 13. März. Das „Journal des Debats“ läßt sich
aus den Reichslanden immer tollere Dinge berichten. So sollen
ich in Straßburg eine Menge arbeitslofser deutscher Arbeiter herum⸗
reiben, die vom Reichslanzler unterhalten würden um die Kopf⸗
jahl der Deutschen in Elsaß zu vermehren. — Der Regen strömt
eit einigen Tagen sündfluthartig nieder und die meisten Flüsse
ind über ihre Ufer geträten, so daß man überallher von Ungluͤck
und Ueberschwemmung hört. Die Marne, Eure, Dordogne und
Seine gehen besonders hoch. Iffy, Charenton und St. Maur
lehen unter Wasser. Gestern kobte ein gräulicher Sturm, der in
»en Siädten und Wäldern großen Schaden verursacht hat. Im
Walde von Comp'egne liegen tausende der schönsten Bäume nieder⸗
je streckt und in Rouen wurden die öffentlichen Gebäude bedeutend
eschädigt. Namentlich flürzte die Thurmsp'tze der Kirche St.
Bervaiß auf das Schiff, durchschlug das Dach und richtele im
Innern eine starke Verwüstung an.

Vermischtes.
St. Ingbert, 15. März. Heute Abend zw'schen 3
ind 6 Uhr hat sich der im hiesigen Polizeigerichtsgefängnisse in
saftirte, nicht gut beleumundete Taglohner Michae! Menges, 49
Fabre alt mit einer Holzaxt die linlke Hand am Gelenk: abge⸗

zauen. Derselbe soll 8 verschiedene Hiebe geführt haden. Aller
Wabrscheinlichkeit nach ist diese Handlung Ene vorsätzliche, aus
velcher Ursache sie geschoh, w'ird Lerst aus der Untersuchung sich
ergeben.

— In der heutigen Poliztigerichtssizung dahier wurden nicht
veniger als 24 Sonrtagsschüler wegen Besuhs öffentlicher Tanz⸗
aunsik zu Haft von je 1 Tage verurtheilt.

— Gestera in der Frühe wurde auf der Straße im Orte
dassel eine 53 Jahre alte verheirathete Frau von Niederwürzbach
odt aufgefunden. Dieselbe war dem Branntweintrunke ergeben,
egte sich Abends vorher in berauschtem Zastande auf tinen Haufen
steisigholz aad wurde Morgens ale Lesche aufgefunden.

Zweibrücken, 13. März. Heute Morgen veischied nach
urzem Leiden am Herzichlage der kgl. Direcior am Appellhofe da⸗
jier, Geheimrath v. Kärner. Derselde war am 7. Det. 1794 zu
Trarbach zeboren, seit dem 6. Oct. 1835 Rath und seil dem 65.
Jan. 1852 Direcvt am !kgl. Appellationzgerichie dah'er und bis
jor einigen Tagen noch in feinem Amte thälig. Herr v. Kärner
ieierte am 27. Febr. 1873 sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum
um om 16. Juni 1875 seine goldene Hochzeit. (Zwo Zig.)

fIn Miesau hat der Sturm am Sonntag eine Scheuer
nebst Stall umgerissen uad an einem Wohnhause eine Wand ein⸗
gedrückt; in Hütschenhausen wurden zwei Härschen zerstört.

Speyer, 14. März. Gestern Vormittag hat die Prü—
'ung zum Dienst der Einjährig-Freiwilligen begonnen. Von 48
tandidaten, die zugelassen waren, si d A2 erschienen. Für den
deutschen Aufsatz waren folgende dcei Themata gegeben, von welchen
ins ausgearbeitet wecden mußte: 1) Was nützt einer Stadt die
dage an einem schiffbaren Flusse? 2) Aus welchen Naturreichen
nehmen wir unsere Kieidung? 3) Der Kaufmann ein Beförderer
der Kultur. Nachmittags war Fortsetzung der schriftlichen Prufung
im Französischen, Englischen und Lateinischen. (Sp. Zig.)

f Einem Bauunter nehmer in Harthausen hat der Sturm der
„Sp. Zig.“ zufolge ein neu gebautes, noch nicht ganz fertig ge⸗
telltes Haus zusammengeworfen.

F Der Kriegerbund München wird auch heuer wieder um
Vorabende des Geburtsfestes Sr. Maj. des deuischen Kaisert
zine Festfeier im Saale der Westendhalle veranstalten, wobei Prof.
Dr. Sepp die Festrede halten wird. — Am Geburtstag selbst soll
ein Fenbankeit die liberalen Bürger Münchens vereinigen.

FMünchen, 13. Mätz. Ein Sergeant und 3 Soldaten
amen in der vergangenen Nacht zwischen 11 und 12 Ubr in das
Basthaus zur Taube an der Theresienstraße und verlangten Bier;
nachdem ihnen bedeutet warde, dasselbe sei zu Ende, und zu dieser
paten Stunde würde frisches Bier nicht mehr angezapft, zogen die
Soldaten vom Leder und wollten unter fertgesetzten Drohungen
das Frischanzapfen von Bier erzwengen. Der Wirth und einige
derspätete Anwesende mahnten sie zar Ruhe und verwiesen ihnen
hr tumultarisches Benehmen; als Antwort hieb der Sergeant mit
dem Yalazan der Wirth in den Hals, daß er getroffen fofort
entseelt zu Boden stlirzte, die Soldalen spalteten einem dem Wirth
despringenden Metzgerburschen den Schädel und verwundelen einen
Dritten lebensgefährlich, so daß man an dem Aufkommen der
Beiden zwe felt. Der getödtete Wirth war ein lunger verheiratheter
Mann von 28 Jahren und Vater von 8 unmündigen Kindern.

F. 3.)

F Wir machen darquf aufmerksam, daß mit . 30 April
die Frist zut Eirldsung der sfüddeutschen Scheidemünzen
md Gulden abläuft, und auf eine Verlängerung derselben nicht
gerechnet werden darf.

F Rach der „Straßb. Ztg.“ stürzte am Montag früh die über
dir flurk ausgetretene Doller führende E senbahnbrücke zwischen
Dornach und Lutterbach in dem Augenblick theilweise ein, als ber
don Mühlhausen kommende Personenzug darüberfuhr. Wahrschein⸗
lich war der Mittelpfeiler durch das Hochwasser unlerspült orden?

—
        <pb n="150" />
        TFin Passagier hat einen Beinbruch erlitien; fünf Passagiere und
drei Mann vom Zugpersonal sollen leicht verwundet sein.

F Diedenhofen (othringen), 11. Marz. Gestern Abend
7844 Uhr fand vor der Station Fonlay eine Eatgleisung des Paris⸗
Diedenhofener Personenzugs statt, indem die erste Weiche vor dieser
Stalion, welche in ein todtes Geleis endet und auf 20 Meter in
inen Graben mündet, von verbrecherischer Hand kurz vor dem Ein⸗
fuhren des Zuges geöffnet und gegen den Graben zu gestellt wurde.
Die Maschine liegt vollstandig im Graben, die zwei ersten Wagen
nd zerirümmert, Lokomotivführer Jaegir und einige Passagiere
leicht beschädigt. Der Heijer und das andere Zugperfonal sind
ohne Beschaäͤdigung davongekommen. (Land. A.)

Im Mannheimer Schloßgarten hat der Sturm am
Sonniag 74 Bäume entwurzent. — Die Passagiere, welche am
Sonntag Abend mit dem letzten Zug von Mainz nach Worms
juhren, wurden bei Laubenheim in starken Schrecken versetzt. Ein
hoin Sturm entwutzelter Baum war dort so zu liegen gekommen,
daß er den passirenden Zug stark stresfte. Dadurch wurden auf
der beir. Seite fast alle Scheiben zertrümmert, zum Glück indeß
Niemand verletzt.

Maiunsq, 18. März. (Pi. K.) Gestern hat der Sturm
einea großen Theil der schönen langen Baumalle zwischen Raimundi⸗
—ä— Vahn war einige Stunden
anterbrochen, ist jitzi aber wieder frei.

PHasser Wilhelm hat für die durch den Bergrutsch bei Caub
am KRhein Verundlückten eus seiner Sdatulle den Beitrag von
2000 Mark bewilligt.

fCaub, 14. Marz. Die Abräumung der Trünumer geht
nur iangsam von Statten. Heute Abende wurde aus einem der
verschüttelen Häuser eine Kuh noch lebend herausgebracht. Gestern
und heute wurden zwei Menschen, die erstickt waren, ausgegraben.

JBesonders arg hat der letzte Stutm in der Ge end von
Röhn gehaust. Tausende von Bäumen sind umgerissen. Gin
Duzend Fabrilschornsteine ist ganz oder theilweise eingestürzt. In
Ehrenfeld find einzelne Dächer vollständig abgedeckt. — In Wies⸗
daden hat der Sturm die Turnhalle umgeworfen. — In den
Waldern um Darmstadt find Hunderte von Kiefern entwurzelt.

Aus Nöoln 14. März ber chtet die „K. Zig.“, daß ein
hedeutender Theil der Stadt den Andlick Venedias darbietet; vom

13. auf den 14. ist dort der Rhein noch gestiegen. Im zoologischen
Barten kamen für ca. 6000 M. Thiere um's Leben.

Marburg, 13. März. Der orlkanartige Südweststurm hat
jestern Abend den nahezu vollendeten 90 Fuß hohen Aussichtsthurm
auf der Marburg gegenübe rliegenden Höhe „Spiegelslust“ vollstän⸗
diz umgeworfen. Derselbe war aus Sandstein-Mauerwerk aufge⸗
'ührt. Die durch den Sturm außerdem an Bäumen, Telegraphen⸗
tangen, Dachern und Schornsteinen angerichteten Verwüstungeen
nnd sehr bedeutend.

Die berühmte J. G. Cotta'sche Verlags-Buchhandlun;, welche
)em deutschen Volke die erste, ausgegehnte Bekanntschaft mit den
Werlen seiner Geistesheroen vermittelt hat, wird in Bälde zu exi⸗
diren aufhören. D'e L'quidation des noch immer bedeutenden Eta⸗
olissements, welches in Stuttgart und Augsburg große Druckereien
ind Comtoirs besißt, ist, wie unser Stuttgarter Korrespondent aus
juter Quelle hoͤri, beschlossene Sache. Sehr rentaubel foll das Ge⸗
häft schon längere Zeit ucht mehr gewesen sein, und speziell die
Augsb. Allz. Ztg.“, deren Verlegung nach Siuttgart darum auch
chon weederholt in Aussicht genommen war, dürfte zur Rentabili—
ät der Verlagsgeschäfte wenig beigetragen haben. Glücklicherwe'se
ind die freiherrlichin Eigenthümer (Cetta u. Reischach) anderweitig
nit irdischin Glücksgütern genug gesegnet, so daß sie es „nicht
zöthig haben“, der edlen Zunft der Buchhändler wieder ihren Wil⸗
en anzugehören. Ob und welchen Einfluß die bevorstehende Liqui⸗
zat'on auf das Augsburger Weltblatt haben werde, entzieht sich vor⸗
äufig noch der Erörterung.

F Aus Ungarn langen üder die Wassersnoth haarsträubende
gerichte ein. „Das ist keine Ueberschremmung, das ist eine Sünd⸗
luth!“ lautet eine Meldung, und die Details lassen das traurige
Vort als berechtigt ersch inen. Selbst solche Gegenden sind dies⸗
nal von den verheerenden Fluthen nicht verschont, welche meilen⸗
veit entfernt von größeren Flüssen liezen und sonst von Ueber⸗
chwemmungen Nichts wissenu. Zur selben Ze't kommt aus Böh⸗
nen die erschütternde Nachricht, daß der früher so blühende Indu⸗
triebezirk Gablonz in fürchterlicher Noth si h befinde, und daß uns
er der Bevölkerung eine förmliche Hnngecsnoth ausgebrochen sei.

7 Der englische Dampfer „Orestes“, der am 7. Febr. von
didverpool abging, ist gescheitert und gänzlich verloren.

* 2
bolzversteigeruung. Gänzlicher Ausverkauf.
aus dem Gemeindewalde von J 5
OSberwürzbach Meine Filiale auf hiesigem VPlatze wird bis kom—
Samstag den 25. März menden
. J., Nachmittags 1 Uhr, im
Schulhause zu Oberwürzbach
verden nachbenannte Holporti⸗
nente öffentlich versteigert:
Schlag Zufäll. Ergebnisse.
50 Stück kieferne Sparren.
1258 „Baumpfähle
1. Cl.
2759 „Baumpfähle
2. Cl.
75 „Zauntrutteln
2000 Stück buchen Bohnenstangen
ß Ster buchen Scheitholz
2 Cl.
7 S er buchen Astholzprügel
21 , befern Prügel
12 buchen Krappen
1, kicfern —
Immersheim, 12. März 1876.
Tas Bürgermeisteramt:
Wack.

—t——

. ινα

— ——2
Todes⸗Anzeige.
Freunden und Bekannten

die Trauerbotschaft, daß
unsere geliebte undergeß
liche Mutter, Frau
Lonise Keller,
— geb. Dickes,
mach langem u. schwerer
Leiden gestern Abend um
10 Uhr, sanft dem Herrn
entschlafen ist.
2Wir b'tten um stille
Thbeilnahme..
Saarbr. 13. Mär; 1876.0,
Die trauernden Hinter⸗
liebenen. *
Ewiger und dreijähriger
Kleesamen
Steinklee
Wicken
Luvpinen

uufgehoben und verkaufe ich, um mit meinem Lager schnel
ind gänzlich zu räumen zu

bedeutend herabgesetzten Preisen.

Besonders mache ich auf mein

großes Lager
in
Aenjiaclen, TDäédlelbaen,
IEXLRVVXE
(Neuheiten der Saison)
rufmerksam, welches ich zur geneigten Ansicht den geehrten
damen bestens empfehle.

Auch habe ich min Lage r in
Confirmandenanzügen
vr. Anzug von M. 13 an und höher

uuf's Beste sortirt, und bringe solche in empfeblende
Frinnerung.
Gleichzeitig bemerke ich, daß mein
Geschäft in Zweibrücken

zilligst bei
Otto Weigand,

Eisen⸗ und Holzhandlung.
Fruchte und Brodpreise der
Stadt Zweibrücken vom 16.
März. We'zen 10,25 Mark.
Norn 7,80 M. Hafer 8,42
Dꝛ. Weißbrod 122 Ko. 80 pf.
3 Ko. Kornbrod 66 M

— — üræsse

vom 13. Marz 1876.

7ο, ——
Pistolen, doppllte.. 1650 6.
bistolen.. 1635 6.
Jollän. 10.-fl. Stücke. 1663 6.
Randdukaten... 950—255
0- Frankenstücke.. 623-27
Inglische Sovereigns. 042-47
dussische Imperials. 6672-727
Dollars in Gold. 4162186

Ziegeln.
20- 30,000 Stück sind zu
haben bei
Seorg S Christ. Dawo
auf der Alschbacher Ziegelbütte,

mverändert fortgeführt wird und bin ich, da ich dasselbe
n letzter Zeit bedeutend vergrößert habe. in den Stand
gesetzt, den Anforderungen meiner werthen Kunden in ieder
Beziehung Genüge leisten zu können.
Hochachtungsvollst
B. AOLERMAMNN
St. Ingbert Zweibrücken.
Braune. neben der kath. Kirche. im Mühlaäßchen.

c
Ich suche
sjum 15ober 15. Äpril ein
Dienstmädchen, welches lkochen
und waschen kann.
Schnaͤppbach.
— RHescainson Ima und erlag von F. emeb inéct. Ingbert.
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32387* *3* 33 553288
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5385* 223 2262 253558
22 255 528 3233583398
1 2. 2. 3 22 *22. 253327
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23 —585533* 2 2. g 323388 —5*32
558S 5B 7 5 555 E 253233
52 7* —28 335383 2838—53 6
2 — 28 5
9*3853333332 153335328398
v 233355 2 * J 523582385 ——
535333525333555 3222383223 —
*272 5 55c—5*25 n — —

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2 7 8 R — —— — 2.2*5
. 78333. 83333.2 2: 23 3838
2 27832 *232 33 — 5 2 22 27* — 535
* * — * — — 2 *
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8 — — 227 2 A82
268 — 3 2282 — — 22 228
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2 2 5252327 — 3838 272522325 2 22827
15833332538838878 2313335567532535
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— 2 3 2 —5 —A * — 552* * —— 223
533*35 33 233 * 2. 2 2.3 2. *25 55223
73* 53 — — —— 88 7 *4 653— 2385228
585 33522533 2 23 1*23 538 572884
2 2 7 — * — — 2 —
23 — — 23323 8
* 5 —— 2 — — * — — 25 *
—* — —3— Ks — 2 * 2 272
* *»5352162333 58255 835253333 *5233635
25* 25 5—323835537 323538037
32 3833:4535828 52355333—3838
—453 — *27 *3322 2* — * 22.*
25 223833 23333 se 3
22* * X ** — 5 2 * — 2 .

78 3.5 5833 253 533558835 53355 222453
*2 577 — 35* 32.28 2 232. 2532855582
*557 53 232. *33 258 53 72. 253
25 * 3 48 8355 —— 23 —— —
A 2325538 25833327735 35 5352

22 2*6 82 2z2333 27 — 8. 2 B22332

2 * S55 258.* 5 — — 327— * —X *53
z22 2883 53383 3235523323 555738
s 2 2 — 28* * 23. 5558 8 ——32

23 55283 33 125* 2338333543533385 5527 23 46
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4
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        St. Ingberler AAnzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöochentlich) mit dem Hauptblatte verbundent uUmterhaltungsblatt, (Sonntagz mit illustrirter Vei⸗
lage), erscheint wochentlich viermalz Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis beträgt vierteljahrlich
Warl 20 K.⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärls mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reelamen

mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 44. J Samstaq, den 18. März . 736* 1876.

Deutsches Reich.—

Manchen, 15. März. Dem Kretzbaurath bei der Regierung
der Pfalz, G. Lavale, ist der Ttel und Rang eines Oberbau⸗
tathes taxe und stempelfrei verliehen worden.

München. Tas Kriegsministerium bringt in Erinnerung,
daß für die Theilnehmer an dem Kriege 1870,71 die fünfiährige
Frist zur Geltendmachung von Pensioneansptüchen auf Grund einer
in jenem Kriege erlittenen Dienstbeschädigung mit dem 20. Mai
). J. iecl. abiduft. Da dergleichen Ansprüche bestimmungsmäßig
bei der Pensionirung, bezw. bei dem Uedertrittein eine für Garnisons-
dienstfähige zugängliche Stellung in der Regel endgiltig fellzustellen
sind, so muß muthin die Pensionirung ꝛc. der in Rede stehenden
Perfonen bis zum 20. Mai d. J. erfolgt oder zum mindeslten der
bezügliche Anspruch mit dem Antrage auf Pensionirung geltend ge—
macht sein⸗ Mit demselben Termite erlischt für die bere ts qus⸗
qeschiedenen resp. in Stellen für Garnisonsdienstfähige übergetre⸗
enen Theilnehmer am Kriege 1870,71 das darch 8 29 des Reichs-
Mil tar⸗Pensionégesetzes gewohrte Ausnahme-Recht, auf Grund des
Zz 12 und 8 13 18. bezw. 8 2 des Geseßes vom 4. April 1874
nachträglich zur Geltung zu bringen. J

Berlin, 14. Marz. Die Kaiserin hat für die durch die
Wasserznoth Heimgesuchten fernere Beiträge bewill gt, und zwat
nach Posen 1500, nach Marienburz und Pleschen je 300 und
für Coblenz 1100 Mark. Für d'e durch den Bergsturz bei Caub
Verunglückten sind von hi 500 Mart sofort gewährt worden.

Berlin, 15. Mätz. In der heutigen Sitzung des Abge⸗
dnetenhauses begrürdete der Abgeordnete Petri die von ihm ge⸗
iesste Interpeslation über den Bergsturz bei Caub. Dieselbe wurde
vom Minister des Innern folgendermaßen beantwortet: Schon vor
wei Jahren habe die Regierung die Sperrung aller bedrohlen
Hauser vetlangt, jedoch bei dem Gemeinderath von Caub nur die
Sperrung von diei Häusern durchgesetzt. Seitens der Regierung
sei auch die gforderte Staatsbeihilfe zur Abwehrung des drohenden
Bergsturzes bewillizt worden, und hätte die Gemeinde Caub die
Ausführung der etforderlichen Arbeiten durch Privatbergbeamte be⸗
reit? in Angriff nehmen lassen. Ob nun durch irgend eine Un—
vorsichtigleit das Unglück herb igeführt sei, das wäre der Regierung
big jetzt noch inbekannt; die nothwendigen Maßregeln zu Hilfes
leiftung habe der Minister in beschleunigter Weise augtordnet.
Weder den Staat noch die Gemeinde treffe übrigens irgend welche
Pflichtverjaumniß, und werde N'chts versaumt, am weiterem Unglück
zu steuern. Hierauf brachte der Handelsminister zut Mittheilung,
auch die Bergbehörde hehe gleichfalls Alles gethan, um das Unglück
abzuw hren und weiterem Unglüd zu begegnen. In einem Bericht
der Betgwerksditektion zu Saarbrüchen werde der jetzige Bergrutsch
gegenüber dem unzweifelhaft noch bevorstehenden als klein und un—
bedeu end bezeichnet; deßhalb seien zur Verhütüng weiteren Unzlücks
ichleunigkesenergische Maßregeln angeordnet worden.

Ausland.

Man schreibt der „Allg. Ztg.“ aus Wien 12. März: Seit
Wochen zischelt sich die geschäftige Fama das Gerücht in die Ohren:
ein tk. i. Ofsicier habe geheime Pläne des Krie 8ministeriums
fremden Regierungen zum Kuf angeboten, die russische und die
deutsche Botschaft wären auf den Handel eingegangen, die französische
Botichaft jedoch hätte den Verrälher in flagranti den competeuten
Behörden überltefert. Das heutige Amtsblait bestätgt, daß ein
Mißbrauch stattgefunden hab⸗, stellt jedoch zugle'ch in dieser Frage
der frauzoͤsischen Botschaft e'a wohlzubeachtendes Wohlverhaltungs
zjeugniß aus. Ueber den Inhalt des Deliets, bez ehungsweise über
das zum Kauf angebotene O ject, gehen die Meldungen auscinander,
—X
Regierungen angebotenen Pläne, starten als ganz werxihlos hin⸗
dellt, und sie als Karten der Herzegowina bezeichnet die im Ver—
da,e des milit. geograph. Instituts jedeetmann erzalten kann.
Jenes Indivduum habe nur die Leictgläubigkeit der fremden
Attiches und ihre Unkenntniß der bezüglichen Sachlage ausbeuten

—

—E—„—?

wollen, indem es den schmählichen Handel mit einem mysteridsen
Character umgab. Von den fremden Regierungen scheint nur eine
aufgesessen zu sein, die russische. ———

Paris, 15. Maärz. Das Hochwasser der Seine übersteigt
dasjenige von 1872. Die Invalidenbrücke ist bedreht und der
Berkehr auf derselben gesperrt. Die an den Ufern angerichteten
Schäden sind sehr bedeutend. Subscriptionen ju Gunsten der Ueber⸗
ichwemmten sind in Anregung gebracht.

Die letzten Postnachrichten aus Auftralien, welche Uber San
Francisco eingetroffen sind, melden unter anderem von re'chen
holdfunden, die in der Nähe von Corkstown in Qucensland ge⸗
nacht wurder⸗ Ein Goldsucher gewann allein 28 Pfd. des kost⸗
haren Metollt im Zeitraum von drei Wochen. In Folge dessen
tellie fich ein starker Zudrang von Glücsjägern ein, und die Ge⸗
undheits verbältnisse der Stadt hatten arg darunter zu leiden; sie
Aerwandelte sich in ein großes Hospital und fast jedes Haus hatte
eine Kranken.
Bermischte.
k(Schwurgerichtssitzung). Bei dcx am 18. d. begonnenen,
rsten Session des Schwurgerichts hatten die Geschworenen nur
iber zwei Fälle abzuurtheilen. Der erste betraf den Heinrich
Fahrbach, Tagner von Otterstadt, angeklagt der Koͤrperverlezung
nit nachgefolgten Tode. Derselbe, ein roher Müßiggänger, miß⸗
jandelte seine Kinder aus erster und zweiter Ehe in solcher Weise,
zaß die Vermuthusg nahe l'egt, mehrere seien in Folge dieser Be⸗
andlung gestorben. Nur von einem derselben konnte es sicher nach⸗
ewiefen werden, dem jür gsten Sohne, Anton, den er nach vielen
sQuälereien durch Auschlagen des Köpfchens gegen einen harten
hegenstand umbrachte. Der rohe Verbrecher wurde zu 8 Jahren
zuchthaus derurthilt. Der zweite Fall betraf, die ledige Maria

Zubel voa Klensteirhausen, welche wegen des Kindsmordeg an⸗
jeklagt war. Nach Aussage des Arztes ist das von ihr am 9.
Febr. geboreue Kind am Erstickungstode gestorben. Die Angetlagte
vurde unter Annahme mildernder Umstände zu 5 Jahren Gefäng⸗
niß verurtheilt.

7 Zweibrücken, 14. Marz. Gestern fand in unserem Be⸗
irk ein Familienfest seltener Art stait. Herr Felix Villeroh, Guts⸗
zesi tzer auf dem Rittershof, Kanton St. Ingbert, seierte seine dia-
nantene Hochzeit. Das Jubelpaar haite sich alle Festlichleiten ver⸗
zeten, und verlebte im engsien Familienkreis die 60. Wiederkehr
eines Hochzeitstages. Se. Naj. der König sandte ein Glückwunsch⸗
elegramm und das Ritterkreuz J. Cl. des Michaelsordens. In
allen Kreisen der ländlichen Bevölkerung erregt diese Ausze chnung
»es Nestors unserer Gutsbesiter, der seit Decennien mit Erfolq
zemüht ist, durch Schrift und That die Landwirthschast zu heben,
ie lebhafteste Freude; um so mehr, als die Theilnahme des Königt
zeweist, daß derselbe ouch für die Landwerthe des Westrichs ein
warmes Jateresse hegtgfg.. (pf. K.

7 Kirchheimbolanden, 14. März. Der letßle Zug von
Mainz, welner um 966 hier eintreffen sollte, kam erst um 12 Uhr
Rachts hier an. Der Sturm hatte in der Nähe von Mainz
Bäume umgeworfen, welche auf die Schienen fielen, und es ver
zing geraume Zeit, bis das Hinderniß beseitigt war. (N. Ww.)

Speyer, 15. Marz. Degm Vernehmen nach wird das
Beburts fest Sr. Maj. des Deutschen Kaisers h'er durch ein Fest⸗
essen am 22. März Abends im „Rheinischen Hof“ gefeiert werden.
e (Sp· 3tg.) *1

7 Speyer, 16. März. Gestern wurde das Resullat der
chriftlichen Prüfung der Einjährig« Freiwilligen bekannt gegeben:
Von 42 Caundidaten wurden 21 zurückgewiesen und 21 zur münd⸗
lichen Prüfung zugelassea. Es ist d'es eine Nuerung gegen früher.
Die mündliche Pruͤfung hat gestern Nachmittag begonnen.

(Sp. 3)
* Die Frü. jahr?Controlversammlungep werden im Äpril an
        <pb n="154" />
        folgenden Tagen abgehallen: A. Landwehr⸗Bezirkzcommando Lan⸗
dau: am 3. und 4. in Edenkoben, an 5., 6. und 7. in Landau.
am 8. in Apnweiler, am 10. und 11. in Germersheim, am 12
und 13. in Kandel, am 14. u. 15. in Bergzabern; B. Landw.B. C.
Speyer: am 3. und 4. in Speyer, am 5. in Mutterstadt, am 6.
und 7. in Ludwigshafen, am 8. und 10. in Frankenthal, am II.
in Grünstadt, am 12. und 18. in Dürkheim, am 15. und 18
in Neusiadt, am 19. in Weidenthal; O. Landw. B.C. Kaisers⸗
jautern: am 1. und 3. in Kaiserelautern, em 4. in Otterbern,
am 5. in Kusel, am 6. in Wolfstein, am 7. in Lauterecken, am
3. in Odermoschel, am 10. in Rodenhausen, am 11. in Lang⸗
meil, am 12. in Kirchheimbolanden, am 18. in Goͤllheim; D
Laadw. B. C. Zweibrücken: am 1. in Blieskastel, am 8. in St.
Ingbert, am 4. in Landssuhl, am 5. in Homburg, am 6. in Wald⸗
mohr, am 7. und 8. in Pirmasens, am 10. in Dahn, am 11. in
Waldfischbach, am 12. in Hornbach, am 13. in Zweibrüden.

'In Narnberg in der Fabrikart der dort in jüngfter
Zeit coursirenden falschen Nidelmünzen in der Person des VDrechs⸗
sers und Mechanileis Paul Volkert aus Fürth eytdectt und sammt
seiner Zuhälterin Marg. Thaler derhaftel worden. Derselbe ist
geständig,, die falschen Nickel angefertigt zu haben, waährend die
Thaler dieselben in Umlauf seßte. (W. Pr.)

4 Straßburg, 15. März. Die Flüsse des Elsaß und
damit die Wassergesahr an vielen Orten sind seit gestern in be⸗
benllichere m Mahe gesiiegen, als während der ganzen Ueberschwem⸗
mungsepoche der lezisea Wochen. — Aus Lutterbach wird gemeldet,
daß der bei dem am 13. do. stattgehabten Eisenbahn-Unfalle
durch einen Beinbruch schwer beschädigte Passagier, ein lediger
Maurergeselle aus der Pfalz leider an den erxhalirnen Verle zungen
gestorben isht. (Stt. 3)

F'Frantfurt, 12. März. Vorgestern wurde ein Storch
wegen Diebstahls empfindlich destraft. Er halte es bequem ge—
funden, sein in der Nähe der Zeil befindliches Nest mit Material
auszubessern, welches er der benachbarien Wehnung eines andern
Starche npaares entnahm, als fich solches auswärts zu sammeln.
Dadei wurde er von dem Eigerthümer des geplünderten Nestes
Aberrascht und durch einige wuchtige Schnabelh'ebe so arg zuge⸗
richtet, daß er mit zerschmettertem Flügel in den Hof der Katha⸗
rinenschule herabstürzte. Dort wurde dem Vrrletzten ein Nothver
hand angelegt, worauf er dem Zoologischen Garten zu unfreiwilli⸗
gem Aufenthalte überwiesen wurde und seiner Heilung entgegen
fieht. Die Storchwittwe hat ihren diebischen Gatten im Gefäng⸗
niß besucht.

In Leonberg (Würit.) will man in der Nacht vom
Samstag ans den Sonntag während des Sturmes 83 Erdftöße in
der Richiung von Nordwest nach Südost verfpürt haben.

FuFrankfurt, a. Oder, 13. Mari. Nicht der Fälscher
Oscar Walter, sondern der gleichfalls ftecbrieflich verfolgte Ver⸗
brecher Klitzle wer es, der am Freitag durch einen nach Fraplfurt
reisenden Zausmannn im Eisenbahncoupe erkannt und in Folge
dessen derhaftet worden ist. Klitzke, welchet aus dem Gefängnesse
in Neustadt⸗Eberswalde vor einigen Wochen entsprungen war, hatte
5 Kisten mit Gold⸗ und Silbersachen bei sich geführt, die aus
einem bedeutenden, von ihm in Graudenz verübten Diedstahl hr—
rühren. Eine Anzadl der feinsten und ausgewäsltesten Dietrecht
und Brechinstrumente sind ebenfalls dei ihm vorgefunden worden.

F Aus Frankfurta. Oder wird gemeldet: Der durch
Steckbrief im „Kladderadaisch“ gesuchte Faälscher Oecar Walter,
auf dessen Habhaftwerdung eine Belohnung von Moskauer Banler
im Betrage von 15,000 Reichsmark gesetzt ist und der durch Dis
contirung gefälschter Wechsel dort Betrügereien um mehr als
300,000 Rubel vollführt hat, ist Freitag Nachmittag auf dew
Bahnfof in Frankfurt a. Oder erkannt und in der Nacht alsdann
verhaftet worden. Ein Berliner Kaufmann fuhr mit Walter in
demselben Coupe von Berlin aus zusammen nach Frankfurt; ihm
kamen die Züge desselben in Folge des dem Steckbrief beigegebenen
Portraits desselben so bekannt vor, daß er bei Ankunft in Frank
furt sofort einen Dienstmann beauftragte. den Walter nicht aus den
Augen zu lassen. Der Dienstmann nohm sich e'nen Collegen mit
und beide folgten unbemerlt dem Bezeichneten. Im Hotel Bran⸗

denburg stieg er ab. Ein Polizeibeamter wurde jetzt benachrichtigt,
der den Angeschuldigten aufsuchte und in Sicherheit brachte. Man
fand bei ihm an baarem Gelde circa 15,000 Mark in einem Käst⸗
chen, sowie goldene Uhren und andere Werthsachen.

Unfallstatistik der deutschen Eisenbdahnen. Nach den im
Reichseisendahnamt aufgestellten Nachwe isungen über die Betriebs⸗
ereignisse resp. Tödtungen und Verlezunzen auf den Eisenbahnen
— * exclus. Bayerns im Jahre 1875 waren zu ver⸗
zeichnen: —3—

85 Passagiere (15 getoöͤdtet und 70 verleßi),

955 Beamie (190 getödtet und 765 verletzt),

825 Bahnarbeiter (169 getödtet und 656 verletzh und

229 fremde Personen (135 getödtet und 94 verleßt)

Von den Verl⸗zien And noch nachträglich gestorben 114.
Von den 1907 Fällen, in denen (exel. im Betriebe) Tödtungen
oder Verletzungen vorlamen, gelangten (62,2 pCt) zur gerichtlichen
CTognition, von diesen wurde in 1050 Fällen (88,5 pCt.) die
Erhebung einer Anklage abgelehnt, in 24 Fällen (2,0 pCt.) wurden
durch rechtekräftige Erkenntnesse 9 Personen freigesprochen und 18
Personen verurtheilt; die übrigen Fälle sind noch nicht erledigt.
jlußerdem wurden in 41 Fällen Disciplinarstrafen verhängt.

Düsseldorf, 5. März. TDas hiesige Handelsgericht hat
dotgestern eine Enticheidung erlassen, die für das gesammte handel⸗
reibende Publilum von großer Bedeutung ist. Der Kaufmann
P. G.⸗S. in Boun, Fabrikant des „Alten Schweden“, hatte mit
einem Buchbalter K. einen Vertrag dahin abgeschlossen, daß K.
zach seinem Ausscheiden aus diesem D'enstverhältnisse innerhalb 4
Jahren nicht ein ähnliches Geschäft beginnen, auch nicht bei einem
ih lichen Geschäfte sich bethe ligen dürfe und zwar bei einer Con-
dentionalstrafe von 3000 Mark. Viit seinem Reisenden M. hatte
P. G.S. eine gleiche Vere'nbarung getroffen und war hierbei
noch eine gegenseitige dreimonatliche Kündigung festgesetzt. Die
deiden K. und M. scheinen dem „Alten Schweden“ ihr besonderes
Wohlw llen geschenkt zu haben, wohl nicht so sehr zur Stärkung
drei Magens, als in Voruussetzung eines sünstigen finanziellen
Resultais und so beganuen die Briden, M. sogar ohne Beobachtung
der derabredeten Kündigungsfrist, vor Kurzem in Düsseldorf ein
hnliches Geschäft, nachdem sie das Dienfstverhältniß bei P. GS.
in Bonn erst wenige Wochen vorher aufgegehen datten. P. G.S.
AUagte daher gegen st. und M. beim hiesigen Handelsgerichte auf
Zahlung don 3000 Mark gegen K. und 4500 Mark gegen M.
veil lehterer außer der Conventionaistrafe noch 1500 Mark ala
kntschädigurg für das ohne Beodachtung der Kündigungefrist er—
jolgte Verlassen des Diensses zu zahlen verpflichtet sei. Das Ge—
richt hat unier Verwerfung der Enrede der Nichtigkeit bezüglich
einer solchen Verabtedun, in der Erwägung, daß die Sicherheit
»es Handels und das zwischen Chef und Commis bestehende Ver—
rauen eine firenge Ahndung erheische, nach kurzer Berathung dem
lageantrage gemäh den Kerzu 3000 Martk unt den M. zu 48500
Mark verurtbheili.

4 Ueber den Bergsturz in Caub berichtet der „Rdein. K.
dom 11. März: Heute Rachts halb zwötf Uhr ist das lang be⸗
rürchtete und oft genug in Ausfficht gestellte Unglück eingetreten.
AIusf eine Distarz von 250 Schritten hat sich ia Folge der massen ⸗
haften, seit 80 Jahren nicht mehr in dieser Menge erledten atmos⸗
phärischen Niederschläge das Gerölle des Berghanges im Distrikte
alkgrube losgelöst und ist jahlings zu Thale gefahren. Das
nassenhafte Gerölle zertrümmerte in der Hochstraße fünf Vorder⸗
und in der Rheinstraße drei Hinterhäuser. Schon gestern Abend
tollen Erschütterungen an einzeinen Scheunen bemerlt worden sein
und wurden in Folge dessen die Bewohner der an den Berghang
—X seit
jo manchen Monalen war man an die Gefahr gewöhrt uad dadurch
zaft sotalos geworden; so wurde der Warnung nur von Einzelnen
Behoör geschentt und überraschte die schredliche Katastrophe die Un⸗
glücklichen meist im tiefen Schlafe. Sofort ertönte die Feuerglocke.
den auswirbelnden Staub der eingestürzten Häuser hielt man näm⸗
lich für Rauch und befürchtete eine Feuersbrunst. Rasch und be—
onnen machle sich ‚dann die Bürgerschaft unter der Leitung det
Baegermeisters an die Hilfe. Herzerschütternd waren d'e Scenen,
velche sich nun unsern Augen darboten. Ein Ghepaar hatte der
Tod, als ⁊s sich eben durch das offene Fenster retten wollle, ereilt;
über die Fensterbrüstung gebeuzt, fand man die Frau von ihrem
Manne um den dals gajaht; beiden war der Unterleib zerquetscht.
Bluckliche war ein junges Ehepaar, das aus dem gzweiten Stod⸗
werk speingend, das nackte Leben rettete. Auch ein Junge und
ein Mädchen retteten sich durch einen raschen Sprung, edenso ein
Dienstmagd, die mit aller Macht nod die durch den Bergtutsch
iast schon versperrte Thüre aufritz und gläcklich ins Freie zelante.
„Hier bin ich! helft!“ ertönte aus einem der verschütteten Dãuser
degen Tagesanbruch der Hilferuf und nach lebenzgefährlicher Ar—
beit gelang ets, einen Mann ausa seinem Beite im ver schütteten
dause zu reiten. Schauderhaft verstümmelt sehen die meisten der
ju Tage geförderten füns Leichen aus, so wurde einem Manne der
sepf völlig vom Rumpfe getrennt. Lebend wurden drei Personen
den Trümmern entrissen, eine jedoch mit so schweren Wunden, daß
der Arzt an ihtem Aufkommen zweifelt. Morgens um 8 Uhr tra⸗
fen von Coblenz 45 Pioniere, ein die sich sofort rustig an die Arbeit
des Ausgrabens machten. Mit dem nächsten Schnellzug kamen der
Regierungspräsident v. Wurmb, Baurath Cuno und Bergrath Gitbe—
ler von Wiesbaden und der Kreisphysikus don Rüdesheim an.
Sie begaben fich sofort an die Stelle des Unglücks und erstiegen
zunächst einen hoöher gelegenen Punkt des Berßes, um ßich übdet
die Größe der Zerstörung zu orientiren. Da zeigte sich denn.
daß in Folge der ganz enormen Regenmenge sich das Gerölle dee
Schiefergebirges auf eine Breite von 200 biet 250 Fuß gerade an
        <pb n="155" />
        ner Sielle, die man kechnischer Seits für relativ fest gehalten
hotte, in colossaler Masse lotgeldst rnd die in ihrem Fundamente
z30 Fuß dicke, zum Schutze gegen den Bergrutsch aufgeführte, theil⸗
weise noch nicht vollendete Mauer mit h' nabgerissen hatte. Wohin
das Aage blictte, quollen aus dem zerklüfteten Gesteine die Wasset
und oben vom Kopfe des Berges löst sich immer wieder kleineres
Geschiebe ab, m't einem Worte, der ganze Bergabhang ist lebendig
aund beweglich geworden. Sofort wurden vom Negierungspräsiden⸗
sen die Reitungzarbeiten systematisch geordnet. Diese siod aber in
dem engen Gaßchen mit seinen schmalen Zugängen außerst mühevoll, und
da ein Nachruisch zu beforgen, für die Rettungsmannschast selbst
lebensgefährlich. Die Pioniere und die Fruer wehr unterstützen fich
gegenseitig eitrig und uͤnverdrossen. Noch werden 21 Unglückiiche
ermißt. Einige derselben hofft mon, da sich moͤglicher Weise Höh
lungen unter den Schuttmassen gebildet haben, noch lebend zu ret⸗
zen; Freilich ist die Hoffnung nur e'ne schwache. Ist es erst ge-
lungen, sammtliche Verschiltlete an's Tageslicht zu fördern, dann
ollen sofort nicht minder mühe- und gefahrv Ae Arbeiten in An⸗
zriff genommen werden, um einer Wiederholung des Bergrutsches
porzubeugen; denn noch siehen zwar die eigentlichen Felsmassen am
Nopie des Berges, aber die von dorther deohende Gefahr ist nicht
unerheblich. Deshalb wurde auch die Räumung der bedrohten
Vorderbauser an der Rheinstraße sofort angeordnet.

4Fuͤr die in den Gebeien der Weichsel, Oder, Elbe und

des Rheines durch die Hochfluch Heimgesuchten hat die Aachen⸗
Muachener Feuerversichtrungs⸗Gesellschaft den Beitrag von 30,000
Mart gespendet und dem Ministerium des Innern zuur Verthei⸗
lung überwiesen.
FNeuß, 18. Marz. Ein gräßliches Unglück traf heute
Abend gegen 6Uhr 7 junge Leute, welche in enem Kahne eine
Spazierfahrt über die überschwemnten Wiesen unternahmen. Durch
irgend einen Zufall schlug der von unerfahrenen Händen geführte
ahn um und alle 7 Insassen sturzten ins Wasser und fanden
au enblicklich den Tod.

Die „Barm. Ztso.“ erzaͤhlt folgendes ergoötliche Stückchen:
Auf dem Vergerthofe bei Nake vorm Wald war kürzlich Nachts
Feuer ausgebrochen. Der Sohn des Eigenthümers eilte sofort
zach Rade, um Hilfe herbeizuholen, wurde aber von dem Nacht—
wachter wegen ruh störenden Lärms verhaftet und eingesperrt. ()
Ails sich später die Sache aufllärte, wurden Sptitzen zur Brand⸗
ftätte geschidt. welche aber nut einen Schutthaufen vorfanden; der
bingesperrte wurde dann vom Bürgermeister entlafsen.“

FCleve, 1I. Mar;z. Jalob Lepker, Seidenweber, geboren
zu Crefeld, wohnhaft zu Huls, wurde heute vor dem hiesigen Ge⸗
sqwornenge icht wegen Ermordung seines dreijahrigen Stieftbch⸗
erchens zum Tode verurtheilt. Das früher gisunde Kind war
Monale iang fortgesetzten schredlichen Mißhanglungen, der syste⸗
matischen Entziehung von Nahrung, Kleidung und jder Pflege
schließlich erlegen. (K. 3.)

Zusammen gelebt und. gestorben. In Breslau
lebten seit ainer Reihe von Jahrea zwei Brüder, Namens Pech,
don denen der eine Kaufmann, der andere Schuhmachermeister war.
Dieselben wur en im Jahre 1790 als Zwillinge in Auras ge⸗
voren, woselbst dieselden gemeinshaftl'ch die Schule besfuchten, dann
nach Breslau übersiedelten und dort sich niederließen. Sowie sie
steta in verwandjcoaftlicher Liebe mit einander gelebt und Freuden
Ind Lesden mit einander getheilt haben, so sind sie auch an ein uud
demselben Tage und zur selben Stunde aus dem Leben geschieden.
Sie wurden zusammen geboren, lebten zusammen, starben zusammen
Jad wurden am Sonniag Vorm'nag 11 Uhr zusammen begraben.

4Die Forderungen der Familie Strousberg's an die Konkurs⸗
behoͤrde deiragen, wie aus Prag derichtet wird, 600,000 Reichs⸗
— Konkursb hörde
anemeldet. Die Frau des Kridatars macht eine Forderung von
300,000 Rihlr. geliend, und zwur 100,000 Rihlr. als mitge⸗
drachtes Deirathegut und 200,000 Rihlt. als eine Schenkung ihres
Thegalten. Diese Forderungen werden wohl durch beigebrachte
Uliicadin bew esen, leiden jedoh an Zweifelhaftigteit, indem sie
deine Legalisirung, wie sie das österreichische Geseß zur Reqtskraft
berlangt, an sich tragen. Die übrigen 300.000 Riblre. sind Erb⸗
heile der Strousberg'schen Kinder.

x (Die Veruntreuung bei der Banque de Belgique.) Der
delrügerijche, in Oueenstown verhaftete, Generalsekreiar der Brüf-
seler Banque de Belgique heißt Eugen T'Kint. Derselbe war
gleichzeitig auch Kassierer der Depotabtheilung der Bank; ein Theil
der üffellen dieser Äbtbeilung ist verschwunden. Der durch TKint
der Bank zugefügte Schaden wird bis zur Höhe von 7 Mllionen
Frunken geschäßt; Zuverlässtges darlüber ist noch nicht festgestellt.
der Verbrecher wird in beigischen Blättern als ein von gang Brüssel
gekanuter, verschwenderischer Lebemann geschildert. Seine Speku—
uonen an der Bdise waren zeitweise endrm uud schlugen oft fehl.
Der Flüchtling hatte sich auf dem Dampfer „City of Paris“ unter
dem faischen Ramen Lurgie nach Anerika eingeich fft, wurde aber

rotzdem, wie belannt, von der englischen Polizei abgefaßt. In
riner Gesellschaft desanden sich zwei Frauen; dieselben wurden
benfalls verhaftet und sollen mit dem Defraudanten nach Brüssel
urückgebracht werden. T'tKint richtete nach seiner Verhoftung an
en Gouverneur der Banque de Belgique ielegraphisch das Gesuch
im schonende Behandiung, seiner schwachen Gesundiheit wegen.
Die Brüsseler Gerichte sind in der Angelegenheit in voller Thaätig⸗
eit. Die Aktien der Barque de Belgique notirten vor dem Aus⸗
zruch der Katastrophe 445, heute etwa 325. Jedenfalls ist die
donirole, welche die Leiter der Bank über ihre Angestellten aus⸗
Jeübt, eine mindestens ebenso schlechte gewesen, wie Dies bei der
osterceichischen Kreditanstalt der Fall zu sein vflegt.

fUnter dem Reisegepäck des Defraudanten T'Kint hat maa
für eine und eine haibe Million Franls Werihsachen, Juwelen
a. s. w. vorgefunden. Die mit TiKint verhaftete Geliebte des⸗
elben, Lolo, behauptet zwar, die Besizerin jener Gegenstände zu
ein, was aber deren Beschlagnahme selbstredend nicht verhindert
jat. T'Kent hat übrigens vor seiner Fluht aus Brüssel eine
diste nach New-York abgeschickt. Auch diese soll Werthiachen ent⸗
—XDD derselben

4 Aehnlich wie in den preuß. Rheinlanden, ja zum Theil
noch aͤrger, hat der Orkan am nämlichen Tage in England,
zchottland und Irland, in Frankteich, Belgien und Holland gee
saust. Aus Paris wird gemeldet, daß der Sturm dort großen
Schaden an Häusern, Väumen xc. angerichtet habe und eine
Irößere Anzabl Personen mehr oder wen'ger schwer verletzt worden
eien.

f Einlösung der Privaibankaoten. Der „Würtlembergische
Staatsanz.“ vom 18. März schreibt: Die Handels⸗ und Gewerbe⸗
ammern Heilbronn, Reutlingen und Ulm haben an das Re'chs⸗
‚ant direciorium das Gesuch getichtet: eßs möchten die württemb.
Rei Sbank ⸗Nebenstellen angewiesen werden, sämmtliche Noten jener
16 Privatnotenbanken, welche sich den Bestimmungen des 8 45
des Reichsbankgesetzes unterworfen haben, an Zahlungsstatt anzu⸗
rehmen. Wie man hört, ist dos Gesuch abschlägig beschieden
vorden. J

4 Naserblut⸗n foll man nach Belannimachung der medicinischen
Hesellschaft in Lordon durch folgendes einfache Mittel stillen koͤnnen.
Man nehme einen gewöhnlichen Korkpropsen und brenne diesen an
»inetm Lichte an, so daß er verlohlt. Alsdann schabe man die
dohle mil einem Messer sauber ab und schnupfe dieselbe. Die
Bluistillung wird batd eintreten.
Unter den großen Berliner politischen Zeitungen n'mmt
zegenwärug das „Berliner Tageblatt“ einen hervorragenden
stang ein. Der politische Theil des Blattes zeigt, daß es werth⸗
olle Kräfte zu seinen Miltarbeitern zählt und wohlunterrichtete
Special Correspondenten an allen wichtigen Plätzen unterhält. Bei
nischieden lieberaler Tendenz ist das „Berliner Tageblatt nach
eder Rchtung hin vollkommen unabhängig und verfolgt das
Zrinzip, sich durch keine Partei-Rüdsichten beeinflußen zu lassen,
ondern alle zu tagetretenden politischen, sozialen und nationcl⸗
tonomischen Fragen lediglich nach eigenem. über den Parteien
tehenden Ermessen zu behandeln.

Das „Berliner Tageblatt“ verdanlt seine gegenwärtige
hohe Auflage von 38,000 Erplr., wie solche noch von keiner au⸗
zeren deutschen Zeitung errcicht worden, vorneymlich der außer⸗
xdentlichen V'elseitigleit und Reichhaltigkeit sowie der Gediegenheit
eines Inhalls, welcher sich auf alle Gebiete des oͤffentlichen Lebenß
erstrectt. Ferner wohl auch dem verhaältnißmäßig sehr billigen
Abonnemen:s*preis.“) — Eine besondere Pflege genießt das tägliche
Feuilleton, welches ebenso wie das als belletristische Gratis⸗
Beilage erscheinende Berlinec Sonntagsblatt“, mit Origi⸗
gal-Romanen und Novellen sowie Beiträgen unstrer ersten Schrift⸗
teller, den Lesern fortlaufend eine unterhaltende Lecture bietet. —
Das von Herrn Scherenberg meisterhaft illustrirte Witzblatt Ulte
st mit seinem frischen ungektünstelten Humor den Abonnenten deß
Berliner Tageblatt“ ein allwöch ntlich willlommener Gast. D. R.-

*y 3 Mark 25. Piennia fürt alle drei Blätter zusammen.
Nachdem bdeinahe jedes Fach seine Fachzeitung hat, so liest
eder intelligente Gerber seine Gerberzeifung, jeder Gartner seine
Flora u. s. w. Nur der Capitatist und Aktionär erspait zu sei⸗
dem eigenen Schaden die 12 Pfg. wöchentlich, um welche er sich
tin douständiges, seit Jahren bewähttes Finanzblatt halten könnte.

Wr eridnern hiebei an das „Neue Finanz- und Verloosungb⸗
qlatt“ von A. Dann in Stuttgart (8000 Auflage), ?a jähr⸗
lich M. 1. 75, welches in jeder Nummer 7 Originalberichte von
detsh edenen Boͤrsenplätzen, meht als 800 Course und die püntu
ichsten Verloosungte und Restantenlisten aller verloosbaren Effelten
zringt. Eine einzige Notiz darin kann schon das ganze Abonne⸗
nent decken.
        <pb n="156" />
        Gänzlicher Ausverkauf.
8* Filiale auf hiesigem Vlatze wird bis kom—
menden
13. April
aufgehoben und verkaufe ich, um mit meinem Lager schnel
und gänzlich zu räumen zu

bedeutend herabgesetzten Preisen.
Besonders mache ich auf niein
großes Lager
in
Pamenjachen, Tächoelbnen,
TalImaꝰs, Regemmäämtel feéto.
(MNeuheiten der Saison)
aufmerksam, welches ich zur geneigten Ansicht den geehrten
Damen bestens empfehle.
Auch habe ich mein La ge r in
CLonfirmandenanzügen
pr. Anzug von M. 15 an und höher
auf's Beste sortirt, und bringe solche in empfehlende
Erinnerung.
Gleichzeitig bemerke ich, daß mein 9J
Geschäft in Zweibrückke
umverändert fortgeführt wird und bin ich, da ich dagselke
in letzter Zeit bedeutend vergrößert habe. in den Stand
gesetzt, den Anforderungen meiner werthen Kunden in jeder
Beziehung Genüge leisten zu köͤnnen.

Hochachtungsvollst 000—
St. Ingberttt Zweibrücken.
neben der kath. Kirche. m Müblgäßchen.

— — — —
— — —

Mobilienversteigerung.
Montag, 20. Marz nächsthin,.
Vormittags 9 Uhr, zu Rohrbach
n seiner Wohnung, läßt Her⸗
Rudolph Daniel Eunz
Bäcker, folgende Mobiliargegen⸗
tände auf Credit versteigern,
nämlsch:
3 Schranke, 1 Schreibplt.
1. Commode, 3 Betten,
worunter 2 mit Feder⸗ und
Roßhaarmatratzen, Weiß
zeug, Tische, Stühle, 1
Pendule, 1Mehithasten ea.
25 CEtr. fassend, 1 Deci⸗
malwaoge von 6 Centner
Tragkraft, Zinn⸗ Porzellan⸗
uund sonstiges Küchengeschirr
St. Jagbert, 17. März 1876.
Sauer, k. Rotar.

Ewiger und dreijähriger J
Kleesamen A
Eteinklee
Wicken

LAupiuen

billigst bei Ine
Otto eigand.
Eisen⸗ und Holzhandlung
— 41
Zu verkaufen:
24
kiefern Bauholz Zaun⸗
urd Baumpfähle fichten
Rund-⸗ Leiter- und Wies⸗
bäume bei
Couis Höh
Breitermühle bei Niederwürzbach,
Geschäfts-Empfehlung.
Untergeichneter beehrt sich enem hiesigen und Uuswärtigen
Publ'kan die ergebenste Anzeige zu machen, daß er sich hier alz
»Bau⸗ und Möbelschreiner *
etablirt hat. — Auch übernimmt derselbe
polirte Arbeiten zum Neuagaufpoliren
in und aukex dem Haufe.
ANugust Eichner,
wohnhast bei F. J. Koch, Blieskasteler Straße.
Fruvt- Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise ditto 2 Kilo. 46 Pf. Ano 1
der Stadt Zweibrüden vom 16. Kilo. 23 Pf. Gemischtbrod 3
März. Weizen 10 M. 25 Pf Kilo. 84 Pf. 1 Paar Wed 190
Korn 7 M. 80 Pj. Gerste 2reih. Gramm 6 Pf. Spelzkera 0 M.
— M. — Pf..Gerste Areihige — Pf. Dinkel d M. - P. Misch
— M. — Pf. Spelz 6 M. 68 irucht — M. — Pf. Rirdfl. J1.
Pf. Hafer 8 M. 42 Pf. Kar Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf.
soffeln 2 M. 10 Pf. Heu 4 M. Kalbfl. 48 Pf. Hamfl. 62 Ph.
33 Pf. Stioh 4M. 18 Pf. per Schweinefl. 64 Pf. Butter 1
Zentner. Weißdrod 1 Ko M. per Pfund.
50 Pf. Kornbrod 3 Krilo. 66 Pf W

Die gelesenste Zeicas Deutshlands
ist unstreitig das
Berliner Tageblatt—
welches gegenwärt!g 38,000 Abo unenten besißt.

Diese Thatsache ist für das „Berliner Tageblatt“ die biste Empfeblung; sie beweist, daß das „Berliner Tageblatt“

den Ansprüchen, welche man an 34 *
eine grostze deutsche Zeitung

zu stellen berechtigt ist, vollkommen entspricht. RNächst der gänzlich unabhängigen, von jeder Parteirückficht
unbeeinflußten Haltung sind es Reichhaltigkeit u. Gedicgenheit des Inhalté. sowie die vorlrefflichea Beiblätter:

Berliner Sonntagsblatt! VDIIc

red. v. Dr. Oscar Blumenthal, redigirt von Sieamund Haber,

enthält: Noveletten, interessante Artikel aus allen Gebieten, mit meisterhaften Illustrationen v. H. Scherenberg;, gehört
Kulturbilder, Biographieen, Humoreslen, Miscellen, Mitthei⸗ durch seinen ungekünstelten Humor zu den bellebteften Witz⸗
lungen aus Hauswirthschaft und Gewerbe ꝛc. blu—ͤttern Neutschlands,
welche dem Vlatte eine besondere Anziehungskraft verleihen. Das PFeuilleton des „Berliner Tageblatt bringt vornehmlich
spannende Original-Romane
der hervorragendsten Schr'ftsteller und widmet dem Theater und der Kunsst besondere Aufmerksambkeit.

Man abonnirt pro Quartal zum Preise von nr ——

SG MArE c DPFS. ⸗ L. ThIX.

F qfür alle 3 Blätter zusammen) —
sederzeit bei allen Reichtpostanstalten und wird im Interesse der verehrlichen Abonnenten, um recht frühzeitige Abonnements⸗
Anmeldung gebeten. 2*

Die Erpedition des „Berliner Tageblatt“
Jerusalemer Straße AV.

Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeßz in Et. Ingbert.
        <pb n="157" />
        Sl. Ingberler AAnzeiger.

Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungüblatt, Sonntags mit illustrirter Vei

lage). erscheint wochentlich Vermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentepreis beträgt vierteliährlich.

Wark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswarts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Seile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 45. Sonntag,. den 190. März

Irzs6.

Deutsches Reich.

Berlin, 13 März. Der „Reschs- und Staalsanzeiger“
hat gegen seine sonstige Gewohnheit gestern auch Mittheilungen über
die jüngsten Berathungen des Staatsministeriums gebracht und un⸗
ser den Gegenständen der Tagebordnung auch die Eisenbahnfrage
geuannt. Was diese betrifft, so darf man wohl annehmen, daß
in Folge dieser Berathunzen die Einbringang der bezüglichen Vor⸗
lage beschlossene Sache ist und nach Ausarbeitung der Motive auch
alsbald erfolgen wird. In Betreff der Ausdehnung des Planes
kann lediglich bestätigt werden, was früher an diefer Stelle mit⸗
getheilt worden. Es handelt sich danach nur um d'e Ermächtigung dec
Staatsregerung, wegen Ueberlassen der Staatsbahnen und der
Aufsichtsrechte des Staats über die Privatbahnen an das Reich
n Unterhandlung zu treten. Man wird es aber als selbstver⸗
dändlich betrachten können, deß bei der Berathung der Vorlage
nuch die ganze principielle Bedeutung der Eisenbahnfrage zur Er⸗
orterung kommen wird.

Die Untersuchung gegen den Grafen Arnim wegen Landes⸗
berrath, deren Einleitung in der vorigen Woche definitiv beschlossen
worden ist, wird sobald nicht zur Anberaumung des Audienjtermins
bor dem Staaisgerichtzhof führen, da die bescheinigte Krankheit des
Angeschuldigten eine Kontumazial-Verhandlung unmöglich machen.
Ausland.

Paria, 15. März. Die Gemahlin des Präsidenten Mac
Mahon hat die überschwemmten Ortschaflen Berch, Jory und
indere in der Nähe von Paris besucht und Unterstühungen an
nolhleidende Einwohner vertheilt.

1

richten Alexander Keidt und derselbe in Halifax als der Sohn
enes Bierbrauers geboren.

4 Paris, 16. März. Die Seine wächst noch immer und
zat die Keller überschwemmt. Ein Begen der Indalidenbrücke
roht einzustürzen. In Berch wurden die meisten Häuser als bau⸗
ällig gerdumt. Im Norddegartement sind 7 Kirchthürme zusammen⸗
zestürzt und 6 Menschen detödtet. In Havre ging gestern ein
zroßes Norwegisches Schiff mit der ganzen Vesatzung untet.

Kanftigen Miltwoch sindet in der Synagoge der Rue de la
Vhictoire die Vermählung des Fräulein Bettina von Rothschild,
Tochter des Freiherrn Alphons von Rothschild, des Cheft des Pa⸗
ifer Hauses, mit ihrem Vetter, Freiherrn Albert von Rotb⸗
child, dem Chef des Wiener Hauses statt. Faure von der großen
Zper hat sih freiwillig erboten, bei dieser Feierlichkeit mitzuwirken.
Der Ehekontraklt wird Sonntag Abend in dem Hotel der Rue
Saint · Florentin, welches Baron Alphons bewohnt, gezeichnet. Als
Zeugen werden dieses Actenstück der Marschall und die Marschollin
MNac Mahon, Thiers und die Prinzen von Orleans unterzeichnen.

F Brüffel, 13. März. Die Familie T'Kint de Rooden⸗
zele ist eine der ältesten Brüsseler Patricier ⸗Familien. Ein Herr
T'Kint de Naeyer fitzt heute noch ia Senat. Er jst der Onkel
des Eugene TKint de Roodebele, wel her auf Antrag des belgischen
Bice⸗ Consuls in Queenstown in dem Augendlicke, wo er sich mit
reichem, in der Schazkammer der „Banque de Belgique“ geschöpf⸗
em Raub, in Begleilung seiner Maitresse Marie Collart, benamet
Lolo, nach Amerila einschiffen wollte, arretirt wurde und jegt
einer Auslieferung gewärtig ist. Von dem Augendlick an, ais
dieser großartige Diebstahl und Vertrauensmißbrauch ruchbar war,
dis zur Stunde ist Brüssel, ja man kann falt hinzuseßen, ganj
gen in einer fieberhaften Aufregung. Kllerdings ist die, Banque
)e Belgique“ ein reines Privatunternehmen und irrthümlicher Weise
uswärts mit der belgischen Nationalbant verwechselt worden; aber
zie Actien jener Bank sind in allen Händen. Tausende von Fa⸗
nilien hatten ihre Ersparnisse ihr vertrauensvoll übergeben. Und
rade diese Depositengelder sowohl den Privaten, als von Waisen⸗
äusern und Hospitäler u. s. w., plünderte der entartete Wustling.
Dder Diebstabl bietet le:der wenig Uuffallendes. Es giebt wodl
aum eine größere Stadt, wo derartige Vorgänge sich nicht dutzend⸗
beise in den letzten zwanzig Jahren abgespielt haben. Unerklärlich
st dagegen der Umstand, daß der Gouverneur der ‚Banque de
delgique“ ihn, obwohl er schon seit langerer Zeit mußte Verdacht
eschöpft haben, nach wie vor auf seinem Posten ließ. Vermögens⸗
os von Haus aus, führte T'Kint das Leben eines Wüstlings, dem
Nillionen zu Gebot standen. Die Heläre, mit welcher er gemeinschaft⸗
ich ein Hotelz in der Rue de la Loi bewohnte, die er sast all⸗
bendlich in's Theatre de la Monnaie begleitele, wo sie in einem
Diamantenschmud prangte, den man auf 100, 000 Francs schätzte,
choͤrte zu den verächtlichsten gemeinsten Geschöpfen ihrer Gaiturg
Sie prasidirte den toll ten Gelagen, den schändiichsten Orgien, wo
atürlich TKint nicht fehlte und den Ehrenplaz einnahm. In der
Zwischenzeit spielte er im adeligen Club ganze Nächte durch und
erlot fabelhafte Summen mit einet Gleichgältigkeit, alb gälte es
Bfeffernasse. Neben dem Kartenspiel wurde dad Boͤrsenspiel noch
iuf weit großartigerem Fuße betrieben. In Paris ailein hatte er
inen Posten von 100 Nationalbankactien à la hausse, wofüc er
mnlängst eine Differenz von 1,600,000 Franctß auszahlen mußte.
Das ulles war stadtbekannt. Und trozdem konnte oder wollte der
Bouverneur der Bank, Herr Forlamps, gleschzeilig Senator von
Brüssel, sih nicht entschließen, den Menschen zu entlassen.

Dienftesnachrichten.

Der Landrichter Otio Bruch in Hornbach wurde zum lgl.
Zezirksgerichtsrath in Zweibrüchen und der zweite Staateanwalt
rduard Heinz in Kaiserslautern zum Bezirksgerichtsrath daselbst,
eide ihrem Ansuchen entsprechend, befoͤrdert.

Vermischtes.

F Thaleischweiler, 14. Märg. In Folge des allzu-
iange auhaltenden Regenwetters hat dieser Tage dahier ein merk⸗
würdiger Bergrutsch stattgefunden. Am sogenanuten Kühbrunnen
ist in einer Länge von ca. 120 Metier der untere Bergtheil in den
Weg geftürzt und dadurch eine Oeffnung von ca. 5—7 Meier tief
und 2—3 Meter breit entftanden. Dadurch erwächst der Gemeinde
eine Wegräumungsausgabe von mehreren Hundert Gulden, denn
ein Feldweg ist total verschüttet.

Winnweiler, 15. März. (Kais. Zig.) Mit unserer
Aktienbrauerei scheint es Matthäi am Leßtea zu sein. Auf den
2. April d. J. ist eine außerordentliche Generalvercsammlung mit
der Tagesordnung ausgeschrieben: „Beschaffung weiterer Bcetriebs⸗
mittel, event. Auflösung der Gesellschaft. Diese Tagesordnung klingt
aicht sehr hoffaungsreich für die Aktionäre.

In den Waldungen des Donnersberg hat der Sturm am
Sonntag ungebetene Holzmacherarbeit verrichtet; aus den durch
zenselben niedergerissenen Bäumen könnin, wie wir hören, wohl an
1000 Ster Holz fabricirt werden.

Der Gewerbevberein Grünstadt hat beschlossen, im Jahre
1877 eine Gewerbe⸗ und Industrie⸗Ausstellung des Kantons Grün⸗
stadt zu veranstalten.

F In Pfeddersheim fand man am vergangenen Samstag
früh eine Frau mit ihrem Bett und den sonstigen Moͤbeln ihrer
Aä
dem Bett geftandene und vor dem Einschlafen nicht ausgelöschte
Licht entstanden zu sein.

F Der Eisendahn⸗Verkehr über die Rheinbrüce ist seit dem
16. d. zu schen Straßburg und Kehl wegen Hochwasser eingestellt;
nuch die Scheffbtücke bei Speier wird heute aus gleichem Grunde
ibgefahren werden müssen.

Im Forstam Darmstadt schätt man den leßzten Wind⸗
jall auf 12,000 Raummeter. Aehnlich ist es im ganzen Lande.
Die meisten Gemeinden haben bei sorgfältigem und schnellem Auf⸗
ereitsen Holz für zwei Jahre.

tWie die „Weser Zig.“ mittheilt, ist der wirkliche Name des
Arhebers der Katastrophe im Bremerhafen nach amerlkanischen Nach⸗
        <pb n="158" />
        Freiwillig gerichtliche
Versteigerung.
Montag den 3. April nächst
hin, Nachmittags 8 Uhr zju
St. Ingbert im Gasthause zur
Post wird auf Grund eines vor
dem k. Landgerichte St. Ingbert
gefaßten und gerichtlich bestätig
ten Familienrathsbeschlusses vor
dem unterzeichneten hiezu beauf
tragten k. Notar die nachbe⸗
zeichnete Liegenschaft im Banne
und der Stadt Ingdert des
evidenten Nutzens wegen öͤffent⸗
lich zu Eigenthum versteigert,
nämlich:
Pl.N. 299 a2. 299 b. und
295134. 11 Dezimalen
Fläche, Wohnhaus mit
Garten und sonstigen Zu⸗
behörden, an der Blies—
kasteler Straße zu St.
Ingbert, neben Karl
Schlachter. Eigenthü—
mer ist Georg Hein—
rich Dietrich, minder⸗
jahriger Sohn der zu St.
Ingbert verlebten Eheleute
Jatob Dietrich Berg⸗
mann, und Ida Malvina
Klaiber, welcher den zu
Ludwigzhafen wohnenden
Fabrikaufseher Richard Otto
Klaiber zum Vormunde
und Nikolaus Dietrich,
Bergmann in St. Ingbert
zum Nebenvormunde hat.
St. Ingert, 18. März 1876.
Sauer, k. Rotar.
Lriogerverein.
Sonntag, den 19. Maͤrz Abende
8 Uhr
Aben dunterhaltung
im großen Saale des Vereins
loklales, wozu die Mitglieder
mit ihren Familien eingeladen
werden.
Kinder haben keinen Zutritt.
Der Vorstand.

Für die beginnende Frühjahrs-Saison
empfehle ich das Neueste in
Damen⸗Kleidersloffen.
Cattune, Jaconnets und Cretennes,
sowie mein vollständig assortirtes Lager iin
VTuehen SommerBuxiinés
zu den billigsten Preisen.
Larl Schanock.

Einladung zum Abonnement
auf den
cFudwigshafener Anzeiger
2, Quart. Grsche int 6mal wöͤch. 9. Jahrg
Preis: Quartaliter I M. 60 Pf., Mon. 84 Pf.
Derselbe erscheint seit Marz in bedeutend vergrößertem
Formate und bringt neben den neuesten und interessantesten
Mittheilungen in Bezug auf Politik, wie sachgemaäßen Be⸗
sprechungen in jeder Veziehung des Gemeinwohls — auf
mercantilischem Gebiete die euesten und wichtigsten Handels⸗
nachrichten, den neuesten Frankfurter Courszeitel und im
Inseratentheile stets den vollständigen Mannheimer Theater⸗
Zettel.

Durch die Verbreitung des Ludwigthafener Anzeiger
in allen Kreisen, eignet sich derselbe vorzüglich zu erfolg⸗
reichen Insertionen und kostet für die Pfalz die viergefpal⸗
tene Garmondzeile 8 Pf., für auswäcte 10 Pf. Bei
Wiederholungen Rabatt.

Bestellungen auf den Ludw'gehafener Anzeiger neymen

alle Postanstalten entgegen.

BVeerlag und Exrpedition:
August Lauterborn.

International Lehbrinstitut.

Hõhere Handelsschule mit der Bæerechtigung zum einjãhrigen
Militärdienst. — Vorhereitungs⸗Anstalt zum oinjuhrigen Nilitardienst,
PoIytechnikum ete. (sSchon uber 300 Zöglinge bestanden.) — Pen.
zionat mit strenger Disciplin. — Prospectus durch die Direction in
Bruchsal. H. 6545.)

In fünf Monaten nach notarieller Urkunde über 14400 Abonnenten.
Zum Abonnement für das 2. Quartal empfohlen:
Neues Berliner Jageblatt
—
mit seinen drei Gratisbeilagen:
Verliner Gartenlaube (illustr) Werliner stiegende Rlätter (illustr.)
Vereinsfreund.
Preis pro Quartal nur 5 Mark für alle vier Blätter zusammen.
Keine deutsche Zeitung hatte sich bisher eines solchen Erfolges zu erfreuen.

Das „Neue Berliner Ta eblatt“, welches taglich in mindestens drei Bogen größten
Formats auf e weißen g in jaubersten Druck erscheint, verdank seinen rapiden
Aufschwung der piee Uebersichtlichkeit, Gediegenheit und Originalität seines
Inhalts. Solche Fuülle von Material bei einem so überaus niedriden Ubonnementspreis wurde bisber
von keiner Zeitung geboten.

Das „NReue Berliner Tageblatte“s, Eigenthum der Redacteure desselben, vertritt in poli
tischer Beziehung den wahren und wirklichen Rechtshaat auf breitester, freiheitlicher Grundlage; in
kommunagler die volle und von keiner Seüe bevormundete Selbstverwallung der Gemeinden; in
socialer diejenigen Principien, welche zwischen dem Einfluß des Großlapitals und den berechtigten An—
jprüchen der arbeitenden Klassen den einzig möglichen Ansgleich bielen. Neben eine m vollständigen
genauen Courszettel finden Industrie und Handel in einer besonderen Bruege eingehende Erör-
terung. — Ein fesselndes Feuilleton bietet gediegenen Unterhaltungssioff. Das nachste Quarial
wird mit einem spannenden Roman von Wilkie Collin⸗ beginnen. *

a VBei gel. Bestellungen bilten wir auf den Titel »Neues Berliner Tageblatt“ genau zu
achten. Abonnemenis nehmen sämmtliche Reichs· Postanftalten taͤglich esilgegen; doch liegt es im Inte-
resse der Abonnenten, ihre Befiellengen bis zum 26. März auszugeben, um am 1. April bestimmt in
den Besitz des Blattes zu gelangen.

Inserate im ‚Neuen Berliner Tageblatt“ haben bei der hohen Auflage den wirksamsten Erfolg
J 7 3 * — — — — — — — —
400000. . TTTXCAXCG

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1

¶

00000000

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Holzversteigerung.
aus dem Gemeindewalde von
Oberwürzbach.

Samstag den 25. März
l. J., Nachmittags 1 Uhr, im
Schulhause zu Oberwurzbach
werden nachbenanntie Holzforti—
mente öffentlich versteigert:

Schlag Zufäll. Ergebnisse.

50 Stück kieferne Sparren.

1258, Baumpfähle

LI. El..

2758, „Baumpfähle

2. Cl.

75, „Zaun trutteln

2000 Stuck buchen Bohnenstangen

6 Ster buchen Scheitholz

2 CEl.

7 Ster buchen Astholzprügel

211, kiefern Prügei

12 , buchen Krappe

11, kiefern

Ommersheim, 12. März 1876.
Das Bürgermeisteramt:

Wack.

Am Freitag wurde im Distrikt
Hungerpfuhl ein dunkel—⸗
blauer Tuchmantel mit
Kragen liegen gelassen. Der
redliche Finder wolle denselben
gegen gute Belohnung bei Wirth
Ph. Emmrich hier abgeben.

Rürgerverein
St. Ingbert.
Mittwoch, den 22. Marz
876 Abends 8 Uhr:
Vereinskränzchen.
Zusammenkunft bei Herrn
Joh. Grewenig.
Der 1. Vorstand.

—.
Prauben- Brust⸗
Honig4

alletu ächt
mit nebigem

Fabrikstempel —
a Flasche 148
1213 und 3M. —— 5
iin St. Ing- We *8*
bert, bei g —W
Friegrich in
St. Johann, bei F. P. Du⸗
denhoeffer und Kärl Thi.
zriot, in Saarlouis, bei⸗
FranzAltenkirch, in Blies
isten bei Apotheker C.
NRichter, in Saarge münd
bei Apotheker H. Kirch⸗
ner, in Sulzbach, bei Apo—
theker A. Treffon. *
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Onhne kosten und irando
versenden wir auf Franco· An· 5
Eeit einen über 100 Seiten Fy
g en, mit vielen Zengnissen
* clich Getzeilter versebenen
Btug auss „Dr. Airr's Ratur⸗
ngα Jeder, welcher sich
n dex Vorruglichteit deo i nftr.
.800 Seiten starken Qrininal⸗
Arles (Preis nur 1Mart z3
Aden burch alle 35 )
erzeugen will, lasse sich den
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ntalt in Leibria tommen.

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Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Inabert.
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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗
lage), erscheini wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis beträgt vierteljahrlich
Mark 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfzg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 46. Dienstag, den 21. März 1876.

— —
Einladung zum Abonnement
uuf das mit dem J. April beginnende 2. Quartal des St.
Ingberter Anzeiger. Die Bestellung wolle ungesAmt bei
zen bete. Postanstalten oder Postboten gemacht werden.

Unsere geehrien Abonnenten, welche das Blatt durch Träger
rhalten, bekommen dasselbe wie bisher fortgeliefert, wenn nicht
or Gade dieses Monats abbestellt wird.

Preis und Ecscheinen des Blaties bleaiben unverändert.

Zu zahlrecichem Abonnement ladet höflichst ein

Die Expedition.
Deutsches Reich.

München, 17. März. D'e Staatsregierung wird in den
chsten Tagen einige den Bau von Eisenbohnen betreffende Vor⸗
agen an die Kammec der Abgeordneten gelangen lafsen.

Müncen, 28. Mäcz. Der Köaig genehmißnt die neue For⸗
nation des Kriegsministeruums, durch welche dasselbe, wie das
zreußische Kriegsministerium, in sieben Abtheilungen getheill wird.

Berlin. Ein hier in Aussicht stehendes Tournier zwischen
IAfsizieren der englischen“ und der deutschen Armee soll nach der
Boͤrsenzeitung“ im Mai auf dem Exerzierplatz hinter der Ulanen⸗
aserne bei Moabit statifinden, wo die pöthigen Vermessungs- und
Planirungsarbeiten bereits in Angriff genommen werden. Für die
Ditglieder des töniglichen Hauses, den Hof und de Spißen der
Zehörden wird eine prachtvolle Tribüne errichtet, dagegen sieht die
kutscheidung noch darüber aus, ob, resp. wie weit die von Sptu⸗
anten bereits ein,egangenen Gesuche um Erlaubniß zur Erbauung
jon Zuschauertribünen für das Publikum Berüchsi vligung finden
verden.
Ausland.

Wien, 18. März. Uehereinstimmenden Vorstellu ngen Oester⸗
eichs und Rußlands ist es gelungen, in Belgrad die kriegrischea
rinflüsse zu beseitigen. Die Situation ist ruhiger, die Alarmnach-
ichten von Grenzüberschreituag serbischer Truppen sind von der
Imladina verbreitei.

Paris, 18. März. (Pf. P.) Die definitiv gewählten
rammervorstande haben sich heute feierlich dem Prasidenten der
kepublik vorgestellt. Die Audienz war sehr kurz, der Marschall
ieß sich alle Anwesenden nennen und dankie für den Besuch. Die
Seine beg'nnt nun zu fellen, nachdem sie schon einigen Straßen
ino Plätzen einen Besuch abgestattet hatte. Namentlich war die
lniversitässtraße und der Platz vor dem Invalidenhotel völlig
iberschwemmt. Der Schaden in der Umgebung von Par's läßi
ch noch gar nicht schatzen, dagegen hat man in einigen Theilen
on Frantreich schon zusammengestellt, was der große Orkan Alles
ernichtet hat. In dem einzigen Kauton Biavai (Norddepartement)
etragen die Verluste 1 Million 46 Tausend Ftancs. In dem
distrikt Cambresis bei Cambrai wurden 400 Häuser und 900
Sbeunen zecstört, 13000 Oostbdume entwurzelt 2000 Straßen⸗
dume umgeftürzt, 20 Piühlen umgerissen und 11 Personen ge⸗
»diet. Daraus ollem läßt sich schließ n, daß der Gesammischaden,
ea Frankteich erlitt, auf viele Millionen und einige dunderi
Menschenleben zu schätzen ist. In Morbihum schlug bei dem Sturme
eer Blitz in ein alleinstehendes Haus, das mit allen seinen Beweh—⸗
setn verbrannte. —

Paris, 19. März. Ja Ecwartung des Wegfalla des Be⸗
agerungszustands we: den in Par's schon 5 neue Blätter ange⸗
ündigt mit den vielversprech nden, der Communezeit entlehnten
iiteln: Le Mot d'Ordre,“ „Le Réveil“, „L'Avenir,“ , La
darseillaise“ und „Le Père Duchesne.“

Permischtes.
Walsheim, 16. März. Den „Wingertsberg“ dahier
»etteff nd, öber dessen dis dahin uneiklärliche X
renns berichtet haben, lönnen wir heute mittheilen, daß

ich die neugebilde'en Hügel bis zu einer Hohe von ungefaͤhr 12
Meter erboben, waährend die Senkung, weun sie auch bedeutend zu⸗
zjenommen, nicht in demselben Maße tiefer geworden ist. Ware
die berreffende Obdahung dieses aus der Näahe und Ferne jetzt
zielbesuchten Berges steil, so könnte ein Bergrutsch entstehen, der
zesonders an den nahegelegenen Bierkillern und einigen wenigen
däusern viel Unheil anrichten würde, Da aber zum Glücke diese
Aergseite eine sehr sanfte Abdachung hat, so ist ein solches Unglück
nicht zu befürchten. Was die Ursache dieser biel von sich reden
machenden Erscheinung angeht, so ist man in einigen Kreisen ge⸗
neigt anzunehmen, daß kief in der Erde von irgend einer Feuer⸗
nasse ausgebrannier Kalk durch das, viele Wasser in Gährung
zerathen sei, die Erde auftreibe und diese stetz wachsenden Hügei
»ilde; eine Annahme, die mehr Grunde für als gegen sich zu haben
cheint. (Khy)

Speier, 18. März. D'e Prüfaung der Einjährig-Frei⸗
villigen hat ein schlechtes Rejultat ergeben Von den 21 zur
nündl chen Prüfung Zugelass nen haben dieselbe nur 14 mit gutem
kefolg bestanden. Zwei Drittel der Prüflinge sind demnach durch⸗
efallen. 42 hatten sich angemeldet, 21 sind nach der schriftlichen
Zrüfung abgewiesen worden und 7 haben die mündliche nicht be⸗
tanden. — Die Schwurgerichtsverhandlungen für dat zweite
Bierteljahr 1876 werden am 19. Juni nächsthin in Zweibrücen
hren Anfang nehmen. Als Präsident wurde Herr Appellations-
—RIV Im Schloßgarten zu
Pirmaseuns ftuͤrzte in Folge der Bodenerweichung der bbere bei—
nahe 3. Stock hohe Theil der Mauer ein und rutschte ein Theil
des dahinter liegenden Erdreiches nach.

TSpeier, 18. Marj. (pPf. Ztg. Unsere Stadt liegt,
pom Rh eine aus gesehen, in einem großen See. Alle Niederungen
von der Gasfabrik dis zum Hafen siad theils direkt überschwemmt,
hels von tiefem Druckvasser überdecht. Nur die Daͤmme und
»ammattigen Wege ragen aus den Gewassern dervor, soweit sie
och nicht selbst ebensalls übderfluthet sind, was stellenwerse bereits
er Fall ist. Tie niederen Siaditheile stehen se't gestern unter
Wasser, die Hasenpfuhlecstraße ist fast in hrer ganzen Längerüber⸗
chwemmt. Das Unglüdkeist sehr groß. Die Keller in jenem Stadt⸗
he le haben schin laͤngfi Wasser, und nun werden auch die niedrig
elegenen Zimmer von diesem in Besitz genommen. Im Jahre
1872 stond das Wasser allerdings noch eswas hoͤher, lief aber
asch wieder ab.

fF Mes, 17. Maärz. An den beiden letzten Tagen hat die
Prüfung für den Einjährig-Freiwillig end!enst stattgefunden. Es
jatten sich dazu 57 Examinanden angemeldet, wovon jedoch einer
nicht erschienen war. Hiervon haben 21 dosß⸗ Eramen bestanden;
35 mußten wegen ungenügender Kenntnisse zurücgewiesen werden,

(3. f. L.)
fStuttgart, 18. März. Der Dichter end
Freiligrath ist heute Nacht in Cannstadt gestorben.

F Die Prufung für den einjahrigefreiwilligen Militärdienst
jat auch in Frankfurt ein sehr ungunstiges Resultat geliefert.
Zon den 47 Adspironten erlangtennuc 16 das Zeugniß der
Reife.

Mannheim, 17. März. Der Rheindamm bei Keisch
st durchgebrochen und Uberschwemmte der Rhein die Ketscher Ge⸗
markung.

F Caub, 18. Maärz. Sämmtlliche Leschen bis anf ein kleines
Toöchterchen des Fritz Hedner sind jetzt aus den Trümmern gefordert.

F Die Bewohner des sehr tief liegenden Ortes Freiwein—
heim (Oestrich gegenüber) haben am Sonntag ihren gänzlich über⸗
chwemmten Ort verlassen und Unterlunft in Ober⸗ und Nieder
Jagelheim suchen müssen. Greiweinheim im Kreise Bingen, liegt

an der Selz und hat üter 700 Einwoh ier.)

fBier⸗Analyse. Eine von der Hieler Universität amt⸗
lich unterno umene Analyse der in Nor ddeutschland. am meisten ge⸗
runkenen sieben Biersorten hat folgendes Resultat erg ben. Es
stellt sich darnach der Procent ehalt an Malzextract, Altkohol unds
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        önster 24 Stunden Gefangenschaft diktirt worden, weil der
Pädagoge gegen letzteren Beamten zwei Mal die Zunge heraus—
gestreckt hatte.

p R'ichard Wagner hat den ehrenvollen Auftrag erhalten, zu⸗
Eröffnung der Weltausstell ing n Philadelphia eine Festouverture
zu componiren. Er hat diesen Auftrag aub angenommen. Das
für die Composition bestimmte Honoxrar soll 5000 Doll. be⸗
tragen.

FAus Brüfsel, 18. d. wird gemel-et, daß die dortige—
t6. se durch den an der velgischen Bank, verübten Belrug in die
empfindlichste Mitleidenschust gezogen ist. Bi der Medioliquidation
st eine Anzahl dort ger Makler dir starken Eutwerthung der aus⸗
ändischen in Brüsse! negocerten Staatẽpapiere zum Opfer gefallen.
seber d'e Größe des Verlustes, welchen die belg sche Bank erlitten
Zat, schwanken noch immer die An aben; eine antliche Kundgebung
drrüber ist noch nicht erfolgt; die „Sema'ne financ.“ schätzt den
Sesan mtverlust auf 16 Mill. Fres. Unter Leitung des Fi anz⸗
nin sters Maloa hat sich ein Comste gebildet, welches der belgischen
Baul Vorschüsse dis zu 12 Millionen Fics. gegen Sicherheiten
machen will.

p In Roubaix brannte am Montag ene große Baumwoll—⸗
pinnereien eder. Das Schrecklichste ift, daß dabei nahezu 20 Ar⸗
deiter mitverbrannt sind.

Wasser wie folni: Bei Dresdener Woldschlößchen 6,80. 8,84,
89,66; Erich in Etlangen 6,22, 8,95, 89, 83; Berliner Actien⸗
bier i6,20, 3,44, 90,26; Hoff'iches Malzextracit 5,60, 3,04
91,85; Henninger'sches Bier (Nürnderg) 5.50, 2.69, 91,90.
Das Vredener Waldschlößchen-Bier übertrifft darnach an Malz—
gehalt alle anderen der Probe unterwor fenen Bitre, während das
Erianger Bier den me sten Spiritus, das Nüruderger den größten
Wassergehalt hat.

ꝓp'aus dem Fichtelgebirz. Die an 12. Maͤrz durch den
Sturmwind verursachten Windbruchbeschädigungen in den sieben
AX 40,000 Ster,
so daß mit Hinzunahme der am 11. Nov. v. J. geworfenen
Hölzer eiwa 110.000 Ster in diesen Revieren dem verheerenden
Elemente zum Opfer fielen.

Berlin, 16. März. In letzer Nacht hat der Ob ist v.
Sodenstern, Abtheilungẽchef im Krie 8ministerium, seine seit laͤnzeret
Zeit gemütbskrante Frau und dann sich seldst erschossen. Als Motiv
gab er in einem von ihm geschr ebenen Zettel an, daß er aus Liebe
zu seiner Frau sie nicht länger hoffu ngtlos leiden sehen konnte
und mit ihr im Tode vereint sein wollte.

F Foͤlgendes schnurrige Stüchlein wird aus Courrendlin be⸗
richtet: Vor ein paar Tagen kamen die Schulkinder der Ortschaft
wie Lützow's wilde Jard vom Schulhaufe her und riefen wie
värrisch? „Unser Schulmeister sitzt im Loch. Ferien! Ferien!
Am solgenden Tage wied rholte sich die nämliche Scene. — Dem
Herrn Lehrer waren in der That vom Gerichtspräsidenten in

gur die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß. —

— — —

Jagdverpachtung.
Da die Felde und Waldjagd
der Gemeinde Oberwürz⸗
—X
10. Febr. l. J. nicht zugeschla⸗
gen wurde, wird dieselbe ——
nächsten Samstag, den 25.
Maärz, Nachmittags 2 Uhr.,
Piederholt zur Verdachtung auͤs—
geschrieben.
Ommersheim, 19. März 1876.
Das Bürgermeisteramt:
Wack.
Holzversteigerung.
aus dem Gemeindewalde von
Oberwürzbach.
Samstag den 25. März
l. J., Nachmittags 1 Ubr, im
Schulhause zu Oberwürzbach

werden nachbenannte Holz orti⸗
mente oͤffentlich versteigert:
—AX—
50 Stück kieferne Sparren.
1258 Baumpfahle
1. El.
275 , „Baumpiähle
2.Cl.
75, „Zauntrutteln
2000 Stück buchen Bohnenstangen
6 Ster buchen Scheitholz
2 Cl.
7 Sier buchen Asiholzprügel
211, kiefern Prügel
12 „ buchen Krappen
1, kicecfern
Ommersheim, 12. März 1876.
Das Bürgermeistecamt:
Wack.

3 Zweispänner Wagen guter
Stroh⸗Dung
wird zu kaufen gesucht. Näberts
in der Exped. d. Bl.

Adre as-- VIait.
Verlobungskartemn
und
Rriese,
Wein—⸗
und Waarenetiquetts
werden billigst angefertigt in
Rechnungen dar Buch und Steindru
vorräthig ckerei von
in!/s, 4 und 43 Bogen, J. X. Demetz.
Gänzlicher Ausverkauf.
Meine Filiale auf hiesigem Platze wird bis kom—
menden
15. April
aufgehoben und verkaufe ich, um mit meinem Lager schnel'
und gänzlich zu räumen zu
bedeutend herabgesetzten Preisen.
Besonders mache ich auf mein
großes Lager
in
Damenjacecen, Rädehen-
TaAaImaꝰS, Regen maintéel eto
(Neuheiten der Saison)
aufmerksam, welches ich zur geneigten Ansicht den geehrten
Damen bestens empfehle.
Auch habe ich mein Lagerr in

ö ⏑⏑ — —— — — — 4—
Abonnements-Einladung.

Di⸗
⸗5 66
„Münchener Nachrichten
mit 10.000 ãbonnenien
erscheinen täglich mit Ausnahme Montage.
Wir bringen, um unsern Lesern einen vollständigen
Ueberblick über die gesammten Tagesereignisse des öffentlichen
Lebens zu bieten: orrentirende Leitartikel, speciell
über die Vorgänge in Bahern, politische Uebersichten;
Original⸗-Feuilletons, insbesondere über das künst⸗
lerische Leben Münchens; ein Gesammtbild über alle poli⸗
nischen Neuiglesten çcehen wir durch die Telegramme—
außerdem zeferiren wir über interessante Gerichtsver—
handlungen und besprechen jede neue Erscheinung auf
—V
nichfien Handels nachrichten befriedigen jedwedes In⸗
teresse und durch Original-Erzählungen der besten
deuischen Schriftstellee sind wir für den unterhaltender
Theil unserer werthen Abonnenten besorst. unverändert fortgeführt wird und bin ich, da ich dasselke
Preis vierteljährlich 1M. 50 Pfg. in letzter Zeit bedeutend vergrößert habe. in den Stand
— Inseratn d — zu Pfa., haden gesetzt, den Anforderungen meiner werthen Kunden in ieder
en sichersten Etfolg. — 3 — —
Abonnemen's nehmen alle Postanstalten und Postboten Beziehung Genüge leisten zu können.
räglich entgezen. Hochachtungsvollst
Muschen, 1876.
Die Erpedition der „Münchener Nachrichten.“ B.AOLXE RMAMNN
Fürstenfelderstraße 13. St. Ingbert Zweibrücken
2000000000e—⏑S neben der kath. Kirche. im Müblgäßchen
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Pesaion cud und Versag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
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5332253 357 5253 2 27 * — —5 —A —
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23 3225828 —2522 5 — 2»555822853 2 3335 —
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        St. Ingberler Anzeiger.

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Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—
lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis beträgt vierteljährlich
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43 47. Donnerstag. den 28. Märzzzz J 1876.
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Einladung zum Abonnement

nuf das mit dem L. April beginnende 2. Quartal des St.
zIngberter Anmzeiger.« Die Bestellung wolle ungeskumt bein
zen bett. Postanstallen oder Postboten gemacht werden.

Unsere geehrten Abonnenten, welche das Blatt durch Träger
rhalten, bekommen dasselbe wie bisher fortgeliefert, wenn nicht
»or Ende dieses Monpats abbestellt wird.

Preis und Erscheinen des Blattes bleiben unverändert.

Zu zahlreichem Abonnement ladet höflichst ein

Die Exrpedition.

keinem Indianer hinfort mehr Pardon zu geben, eine Maßregel,
die im Hinblick auf die in den Händen der Wilden sich befindenden
Befangenen ebenso grausam wie unverständig erscheint. In Bra—
ilien ist die Erbitterung gegen die Indianer nicht minder groß
ind sp'egelt si h lebhaft in verschiedenen Zeitungsartileln wieder,
eren einer sogar ohne alle Scheu den Colonisten dazu räth, ver⸗
ziftete Nah rungsmittel für die Wilden bereit zu halten!
Vermischtes.

FSt. Ingbert, 22. Marz. Die zu einem Wahlcollegium
nereinigten Kantone St. Ingbert und Blieskastel haben gestern in
Zlieskastel als Abgeordneten zum Landrathe Herr Hüttenwerkbesitzer
zustav Krämer von hier und als Ersaßznang Herr Kaufmaun
udwig Wies von Blieskastel gewählt. U

— Der „Pf. P.“ schreibt mau von der Blies, 29. März.
der Bergrutsch von Walszeim scheint vorläufig sein Ziel er—
eicht zu haben. Etwa 120 WMeter von den Häusern weg ist fester
Joden. Daselbst sind Hügel aufgethürmt von 2 und 3 Meter
och. Die Risse oberhalb derselben stehen noch offen und nehmen
en Regen auf, darum ist füc die Zukunft nicht alle Gefahr de—
eitigt. JImu Laufe der verflossenen Woche war der k. Bezirksamk⸗
maun, Bergamtmann und Bezieksbauschaffner hier, sowie einige
sechniker, die Ingerieure von Zweibrücken und Saargemünd, um
zinsicht von der Berglage zu nehmen. Die Legteren behnupten,
aß die Gefahr don einem weiteren Rutsch aur durch Anleguag
on großen Gräben, m't Seitengräben verbunden, abgehalten wer—
en kann. Die Besitzer der Bierbrauerei von h'er, HH. Schmidhu. Gutten⸗
erger, die in der Nähe einen großen Keller besitzen haben bereits mit Anle⸗
jung eines Grabens degonuen. Die Besißer der Ackerstücke weigern
ich vorerst, solche zu machen. — Der ganze Berg beertt enen
igenthümlichen Anblick. Oben am Berge wo die Einfüulle be gin⸗
ien, ist die obere Eidschichte noch vollsländig vorhanden. Etwa
300 Meter weiter sind die Bäume auf dea Acckern 3 bis 4 Meter
heier gedrückt und stehen in den Aeckern des Nachbars volsständig
zufrecht. Kleeäcker sind weiter gedrückt in Aecker wo kein Klee ist.
rkin (Theil des Vergrutsches fällt jauch in ein Pfarrstück von 12
Norgen groß. Decr vordere Theil desselben gegen Osten ist mit
dieser Verwüstung befallen. Hunderte von Menschen aus der Nähe
ind Ferne kammen hierher und sehen sich den Berg hier an.

F Zweibrücken, 21. Mätz. Bei der heute Vormittag
Jier stattgehabten Landrathswahl für die Districte Hornbach⸗Z vei⸗
xücken wurde Dr. Hannitz von Hornbach, unser seitheriger Ver—
reter, mit 57 von 64 Stimmen wieder gewählt, als Ersatzmann
Zanquier K. Fröhlich dahier. (Zw. Ztu.)

F Ludwigshafen, 225 März. Aus Aalaß des Geburts⸗
ags des Kaisers sind die Häuser der Siadt und die Schiffe im
dafen beflaggt.

F Würzburg, 18. März. Ein hiesigs Bankhaus hat mit
Bestrigen seine Zahlungen eingestellt. An Passiven sollen 240,000
Hark angemeldet sein. (Bayer. VZ.)

f Unter den zu der am 5. ds. in Würzbuxg abgehaltenen
Wein⸗ und Mostausstellung eingesand“ien Mösten und Weinen wurde
dem 1875er Spielberger Most vom hk. Hofkeller die Sie espalme
uerkannt.

In Schlettstadt hat ein junger Mann eine Wette g emacht,
»aß er alle zinnernen Gefäße, die jeder Wirch gesetztich in seiner
Wirthschaft halten muß, mit Brannkwein cefüilt, leeren werde. Er
zewann auch die Wette, jedo h ein'ge Augenblicke darnach war er
ine Leiche.

7 Freiligratheist, wie dem „Fr. J.“ aus Stultgart ge⸗
hrieben wird, an Blutvergiftung, veranlaßt durch eine Verletzung
es Schienbeins, gestorben.

T. Zur Leichenfeier dis Dichters Freiligrath sendet der Lese⸗
herein der deutschen Studenten Wiens einen Lorbeerkranz mit schwarz⸗
rosh goldener Schleife und folgenden Wortez: „Dem Nämpfer
lir Freiheit in Lied und Wort der Leseverein der deatschen Siu—
enten Wiens.“ (N. fr. Pr

u

Deutsches Reich.

München, 20. März. In neuerer Zeit sind der Ab geord⸗
netenkammer u. a. folgende Eingaben zugegangen: Bitte pfaälzischer
dehrer um Abänderung einiger Bestimmungen des Gesetzes vom
10. November 1861 über Aufbrin ung des Bedarfs für die deute
chen Schulen; Bitte des Presbyteriums der Gemeinde St. Julian
Pfalz) um einen Beitrag aus der Staatskasse zum Neubau der
ortigen Kirche; Bitte der k. Waldaufsfeher in der Pfalz um Gehalts⸗
iufbesserung; Bitte der Retigionslehrer an den Präparandenschulen
der Pfalz um Gleichstellung im Gehalt mit den Religionslehrern
in den Lateinschulen; Bitte der Altkatholikengemeinde im Simhbach
uim Dotation eines Seelsorgers; Bitte der Altkatholiten in Franken
im Unterstützung aus Staatsmitteln zur Bestre'tung ihrer Cultus⸗
dürfnisse.

Der Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer hat, wie der
Kaifrsl. Ztg.“ aus Mönchen genleidet wird, begutachtet, für das
fälzische Gewerbemuseum 5000 M. für jedes Jahr der 13. Finanz⸗
»criode aus Staatsm tieln zu bewilligen.

Berlin, 19. Marz. Wöhrend der heutigen Sitzzung des
AbKordneterhruses erhielt der Abg. Windthoest (Biel feld) die
elegraphische Midung von dem Tode Ferdinand Fre'ligrathe.
Fin Ausdruck der Theilnahme über diese Trausrnachricht wurde
Seitens der Fortschrittspartei der Gattin des edlen Patrioten so⸗
ort telegraphirt.

Darmstadt, 21. März. Der Vertrag wegen Ankaufes der
Iberdessischen Eisenbah en darch den Siaat ist von der ersten
dammer milt 15 gegen 2 Stimmen genehmigt worden.

Ausland.

Paris, 19. März. Nich einem der „Agence Havas“ zu⸗
jegangenen Telegramm aus Ragusa hiben die Türken gestern die
znsurgenten bei Mussich nach einem lebhaften Kampfe aurückae⸗
oorfen und darauf Klobuck besetzt.

Madrid, 20. März. Der König hat an der Spitze von
25,000 Mann seinen feierl'chen Einzug in die Haupistadt gehalten
ind ist mit Begeisterung empfangen worden. Sämmilichen Sol—⸗
aten, welche gegenwärtig der Armee angehören, ist durch königl.
decret ein Jahr von ihrer D'enstzeit erlassen; auch soll in d'esem
Jihre keine Conscription stattfinden.

Ueber die Indianereinfälle, wesche vor Kurzem in Argentinien
cfolgt sind, berichten Briefe und Zeitungen aus Buenos-Ayres
ine Menze von Enzelnheiten, denen wir Folgendes entnehmen:
die von den Indianern weggeführten Rinder und Pferde werden
uf 300,000 Stuck geschätzt: die Zuhl der von den Wilden er—
nordeten Campbewohner soll mehr denn 200 betragen. Zveimal
safen die rothen Banditen mit dem gegen sie ausgesandten Truppen⸗
ommando zusammen, doch kam es nie zu einem wirklichen Gefect,
u die Indianer jedesmal auf ihren trefflichen Pferden sofoart die
ilucht ergriffen. An ibre Verfolgung war aber wegen der schlecht⸗
erittenen Soldaten nicht zu denken. Unter den von den Wilden
meine entsetzliche Gesangenschaft mut fortgesshleppten velen unglück⸗
—A —
sSattin eines angesehenen Estanceiros, der erst seit diei Moͤnalen
ait der jungen blühenden Frau dverheirathet war. — Vom Kriegs
ninisterium soll nun der Befehl an die Truppen ergangen sein,
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        f Altenwald, 21. März. Heute Morgen fand man auf
dem Schutte der hieügen Grube den Leichnam eines ungefähr 20
dehr alten Bergmannes. Derselde hat sid wahrscheinlich der

arme wegen dort zum Schlafen hingelegt und ist von den aus⸗
strömenden Gasen erst'ckkt worden. Auch war der Leichnam mit
rinigen Brandwunden bededt.

4 In Frankfurt erregt das Verschwinden eines mit 200,000
I. verschuldeten dort angesesseuen hesfischea Kaufmanns Auf'ehen.
F'n Hauptglaubiger des Durchgebtanuten hat sich aus Verzweiflung
uͤber den Verlust um's Leden gebracht.

JZur Warnuag für Broutfahrer wird aus Koln Folgendes
mitgetheirt; Ein neudermähltes X
Tagen seine Brautfahrt nach Frankfurt a. M. Auf der Ruchahrt
flieg der junge Ehemann an einer Nebenstation aus, um jeinem
Weibchen einige Eckrischungen zu kaufen. Allein der böse Zug
setzte sich während seiner Abwesenheit wieder in Bewegung und
rug die junge Frau auf den Flügeln des Dampfers davon. Diese
aber, in breuer Liebe dem Manne zugeihan, stieg auf der nächsten
Stalion aus, um doit den Gatten zu erwarten. Doch der im
Zlauben, die Gattn sei direct heimwärts gefahren, blieb an der
Haltestlle im Waggon zurückgelehnt und fuhr, ohne die sehusüchtig
Ausschauende bemerlt zu haben, weiter. Der Zug war uaglucklicher⸗
weise der letzte, und was noch unangenehmer war, der Gemahl
jühtie die Kasse so war die junge Frau gendrhigt, die
Nacht im Wartesaal zu verbringen und am anderen
Morgen ihren Reisekoffer zu versehn, um auf diese Weise
das Geld zur Heimfahrt zu bekommen. Der junge Mann'aber
jand bei seiner Ankunft in Köln das Heim, welches er seiner Liebe
geschaffen, leer, und durchwachle eine lange Racht in Angst und
Verzweiflung um das Schidfal seiner Gatuin. Diefer Fall ver
Fem don künftigen Br utfahrern wohl beherz gi zu werden.

p Vorsicht! Den „Dresd. Nacht.“ entnehmen wir folgende
Rahnung: „Daß Goldstücke durch die Beschneidung, mag sie noch
Unbedeutend: sein, entwerthet werden, ist ja richtig; daß aber ein
Zassenschein, wenn ihm ein oder zwei, oder auch drei Edchen fehlen
ohne daß dadurch die Zeichnung, die Nummer oder dal. vers

Jagdverpachtung.
Da die Feld⸗ und Waldjagd
»er Gemeinde Oberwürz⸗
hach bei der Verpachuung am
10. Febr. Jl. J. nicht zugeschla—
gen wurde, wird dieselbe auf
nächster Samstag, den 25.
März, Nachmittags 2 Uhr,
diederholt zut Verpachtung aus⸗ —
schuben. Da es nicht möglich
Snmeraheim, 19. Maärz 18768. , das Laib Brod mehrere Tage
Das Bürg'rmeisteramt: — dem Gewichte zu erhalten,
Wack. von heute an meinen
ò— — ———[— —— ⸗hmern das Brod
Ein gebrauchte Sekretär
steht billig zun Verkauf dei vorgewogen. DB
Emil Grewenig.2. Thiery, Bäcker.
Vorsohuss-Verein dt. Ingbert
s(eingefragene XEXEELVLX

Verfloͤssene

Woche ist in

einer h'esigen

Wuthschaft ein seidener Re⸗

genschirm mitgenomm. wonden⸗

Hean bittet um Rückzabe auf
em Poiizeiburequ.

— —

— —
Die NMitglieder werden hiermit zu der am
Montas den 27. März 1876, Abends 8 Uhr,
im Ferd. Oberhauser' schen oberen Locale

stattsindendon
—XEIV
eingeladen.

Tages⸗Ordmunge:
Vorlagse des Geschäftsberichtes pro II, Semester 187 5 und
Entlastung des Vorstandes;
Voertheilung des Reingewinns;
Veuwahl des Aufsichtsrathes, g 24 doer Statutoen;
Wahl einer Prüfungscommission für 1876, 8 80.
8t. Ingbert, den 18. Marz 1876.
Der verwaltungsrath des vVorsehuasVereins
Su. Inghert
CGTRESTASV ZIX. Vaorsitrender.

etzt ist — gleichfalls wertblos sein soll, ist neu und wohl kaum
u rechtferligen. Und doch nimmt gegenwärtig die Reichsbank kei⸗
ren Kasseuschein au, dem auch nur eine Ede fehlt. Ist vieselbe
angeklebt, dann wied der Schein annehmbar defunden, fehlt sie
— dann fehlt auch jde Hoffaung auf deren Aunahme und das
dünne Papier ist vollständig vnglu g.
fBreslau, 19. Marz. Der Verfertiger der Hoͤllen⸗
naschine, durch welche einer hiesigen achtbaren Familie Tod und
Herderden bereitet werden sollte, hat sich der irdischen Gerechtigleit
ntzogen, Vor einigen Tagen wurde im Oßwitzer Walde nahe an
der Schwedenschanze der Leichnam eines unbekannten, gut gekleideten,
swa 30 Jahre alten Mannes aufgefunden. Mittelst eines Revol⸗
»ers hatte sich der Unbekannte eine Kugel an der Schläfe durch
)en Kopf gejagt. In kaieender Stellung lehnte der —AV
iner Eiche. In d'esem Selbstmörder ist nun nachträglich der
-„chlosser Kapuscinski erkannt worden, welcher, wie inzwischen fest⸗
Jestellt wurde, der Absender jener vielbesprochenen Hoͤllenmas hine ist.
— Von allen Seilen aus der Schweiz vernimmt man leider
hon Ueberschwemmungen und Eidrutechen. So aus Sonceboz. Ders⸗
herg. Moutier, Lassaraz Yoerdon. Olten, Freiburg, Langenthal ⁊c.
f Altheim (chwabitche Alp), 16. Marz. Seit einigen
Tagen „springt“ der Hungerbrunnen, der dem lanzen Trocken⸗
hale, das von NW. nach SO. die Utmer Alp durqchsetzt, den
damen des Hungerihals gegeben hat. Im Jahre 1867 floß der
Frunnen, vom 10. April bis 20. Juli, 1870 vom 24. Narz bis
zude Juni, seither blieb das Thal trocken, jetzi fliezt das Wasser
eit 14 oder 15. März. Die früter gemessene Wassermerge be⸗
rägt 3—4 Kuhye-Fuß pro Selunde und bildet einen stattlichen
zach. Er läuft aber nicht länger als 44 Stlunde im Thal, so
erschw'udet er wieder unter den Felfen, um seinen Lauf uat rirdisch
jegen das Loneihal fortzuseten. Augensqeinlich faßlt der unterirdische
Zuüclllauf gegenwärtig das diele Wasser nicht mehr und drükt es
ue Zeit iang an den Tag. Nach der Volksanschauung bringt
der Hungerbrunneu nicht etwa ein hungriges Jahr, sondern macht
iner Huagerzeit ein Ende. Die nassen Jahre schaden bekanntlich
vem Aelpter nie. (Schw. M.)
Rother und Blauer Klee⸗ Fruchts und Brodpreise der
amen, Saatwicken, Saat —
dafer ist zu verkaufen bei Stadt Zweibrücken dom 23.
—
M. Thiery. Marz. Werzen 10,20 Mank.
Hanf-Couverts, Horn 8.08 M. Hafer 886
nit Firma bedruckt werden an⸗ *
ferngt in dir — M. Weißbrod 122 Ko. 50 pf.
Druckerei dieses Blattes. 3 Ao. Kornbrod 66 Pf.

Abonnements⸗Einladung.
Beim herannahenden zweiten Quartal erlauden wir uns zuw
Abonnement auf die .
„Saarbrücker Zeitung“
nebst dem Gratisbeiblatt:
„Der Bergmannsfreund,“
siermit ergebenst einzuladen.

Die „Saarbrücker Zeinng“ wird wie bieher fortfahren, die
ol'tischen Bewegungen der Zeit in liberalem und pattioiischem
Zinne mit Aufmerksamkeit zu verfolgen.

Un de wirthschaftlichen und soc alen Iuteressen für d'e Folge
mehr und ausführlicher berüdsichtigen zu kiönnen, wird sie vom 1.
April in vergrößertem Format erscheinen.

Originaleorrespouadenzen und Telegramme, sowie Ausgabe von
Zxrtrablättern bei wichtigeren Tagesereignissin und ein sorgfältig
zusgewähltes Feuilleton, werden uns in den Stand setzen, den
Unforderungen der Leser an ein Tageblatt gerecht zu werden.

Der Abonnemenispreis det Saarbrüde: Zeitung bleibt der
zisherige, 3 Mark, sowohl in unseren Städten durch Träger, alt⸗
durch die Post bezozen.

Insrate erz'elen durch die Zeitung, dem gelesensten Blatte,
nicht nur des indußrierichen Saargebietes, sondern des ganzen
Regierungsbezirk? Trier, erfolgreiche Verbreitung. Lokal-Anjeigen
verden mit 10 Pf. die einfache Petitzeile, auͤwärtige mit 15
Pf. berechnet. Rclame die Zeile 30 Pf. Für Auslunftertheilung
durch die Expedition werden 25 Pfg. erhoben.

Zur Vermeidung von Uuterbrechunzen in der Zusendung der
Zeitung wolle man de Neubestellungen noch vor den 28. d. M.
den betreffenden Postämtern rechtzeitig e'nliefern.

Die Expedition.
tedaition Druck und Verlag von 5. x. Demeß in St. Ingodert.
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        * 2
— 759 22—
8 — 323833
J 2 — xXR
223 55353 325 32
8* —3 3235*85 — 3 5 *75* —A
— 52 252 —— 23 235 —22 *
—⸗— 2585 * — 5* x —A 228
2 * A * — 8 52 2 5. 5* 2
— 2* 225 5* 223 2335 53 —A ——
A — . 2 58 —— 5 53327537 17
—5 532 — 57 52 —* — * *5* 23 53 52353
5 57 z228 253 * 8 8 —583 * 337337— M 2* 2538
Z * — — * 24 —38327 —— z253 — — — *
* 5—52*25 * — * 565 37 —3 5 52 *
52 —— 3528 55 3828 * 3 3 57 —— 2 222
8* 22 —7 22 .2 3 —X 3252 225 —8 5525 — * 3 —
33 5535 235385 — 5523 555 53 255383 — 8
2* s35568 — — * 8 —— —— — — 3.53 23 52* 2 *2* — —25
2 —2* — 332 2 5 — 2 28— — —
5 .5— 2 82 59 —— — 552335 — 2 —
53532 — 25327 22 5 A 5282 332325 5553335 58
8— —V 2 53 — 82*** 7 —A 25 — — 5355355 * ——
5s85*7 —5 E 2 5 2328 3 — 535 531382** —E— 8* 82
523 — — 25 ———— 38337 —8 — 52283 2 —— .
——AM 32 S — 33* S55 — — —— —— 32
255 5555357 283 32 23337 — 2838— 58— — 32 23*2 2c5 —
* — 30 — 2— 2262 S 25 538 — * 3 7 8 —
7 85 5 2558* 8 * — 2226 —— — E 2 22 3.8 2
5338* —— E. —5 — 25 55 5 3773353532 532 2853
22 — 828 *5 53555 SS2 2 32 —z3322 * —A
225 —A — — 55 55852 — 2 — 3355328* *ẽ — I 2*
2 — 53837 258575 * 2533 —222 85 — 15 —3 5
232 22 2 9 5675 535 22 —A 5232 3235 * 3222
2 3 — — S —35538533257 5385 327 —2355553 523 —8
71 535 * 52539 — 5* 52382 — 5 — 523
* — 32 *7 55 ã
3 3353s826248 ——— 2 55—2308 323328*
A822 33335835 8 5260 577 2833 32 55— 208
*7 22 2 58 A— 41 8 l
—2 — 3833 635 353355353558 —— 533535
728 z832 325338* 33333 3333
5s38 35 3233552333 5533585 3553 2585883 8
357 A S —A s 52 ————
33 38333355253335 5338 738 *2533 4 3588 —
523 z a
5727 —— 2 —— — 228 — *3 32* 2 553238 38222
5* z33533 23238833 653 —— — 8352 — — * 5528
235 3 8 3 23528 33 558 23 A
22 — 572* — AA — 558 55283
AS2 522* 265 5335333 — * T »23 29 552325 —E
52 22 53335565 —72333 838 28838 353 — —
533 37 783883 528 25507 22 —
5833 225322 XFV 353358 77
5 — 3533335 —5 75 2332 —— 5585 233
5*3 — 55352*3 22 25 3352 * 37 238
— — — — 35 „—2* 228232 5 —8* —X —557583
— —A — 8 2 335 *222 * —F — 538 333332
5353 52 23228 —55 5237* 8255 53332335 2
223 2* 2 5333383 * 223 * —— 23* * 2 5*2 5335
258 823 2* 25353236533 53285*87 253535 — 2 552328 5323
* 5 25325 *2 8 8 3 —8 — — * 2253323 c
*57 —A— *8 — 37 *2 252 88 522* 715538 22325
35 23353527 3753553 35588 23 7735 553 532 52532322
287 — 2 255 2522 6357 323 2525
3 25 — —— X r. —— 773355535 S 2— 53322 25
— — e * 22 2— —— 2522 823—3 55.6638 —— 5333355 6
— 3 53 23 35 —FATI 383 2728—36 53 523338 ——— 535533 33
35* —8775 338535 * 3883 35358 5338332* 22—8 —F 2
—— 22 2 33533535357 — 3232 59 238355 7532 S E— 22
23253 — * F 5537 — —— 5323533 8 — 23233785
2 227 5 25333 54533355533 —5553338 7 23 25535558
335* 2533357 * a 835 2 5253332
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5** —* — 535*238 —E— 2 2 55333332 2 8 2 2 3252
* 3833333 3 55533355 B228 3 322 33333537
5z538E —223 —A 2 25 —53
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5355582 34 4838 52482 23338
25* 533 2 3328548 * —X
* * 2 —— 22
53833833383 253533s838
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*2 5328 52 2* 522
523 225 22 52 253
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* 5233 — — — 3823* 57 22
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5 33 5353375 3*8 5355532 2333553 — 2222 —
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—A 29 — 33523 5282* 22527 —A
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— —A — —A— — 5z25 *58 22 223 8* 5 t — 8— 2 *
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5542 25522313 323 5226 5——5655—338323536257 —3* 558 5535
22 —— 58.23235 2 75 552 533253355 ——— 83233** 0
523 58*5 252 22 9 3 *2 3*22 * 222 8—5 ——— 28525 * * 2
25 —A — 55358 652328 — 235— 2 5322 3525 555
55 8353 5323 355233 —— 5523354 6 ————
—— — 222 —— 2* 22 8 — —28 *2 — — 2 82 3 —
5* —5838 —A 322323 23326 —5355525 2833525 33352— 2
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55 3 m 2 25 2* 5*9* — * — 527 8 553— S *
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255* 53—8382 *5 J„55283 —
235 — 3 333 3333333757 8658
325 557 26* —— —
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22 —e 2573— —3219 22
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As 335333328 23 — 32332 233 7—25533 255335—6
— 583823 238535883 * 223323 22 32335 55523 * —3— 55233
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515* 83 3 ——A 3 33855* —3— —A * — 7 *
517 5 213 — 7S1 5387* — 7 282 3* 523282332.5
217 — 33358535 2* 337 — S A * —33 S S. *
23 A IXM — 3 2 3 — 2532.5 3335 2 *
535 5328 * 2 — *223 2 2 S *
81225 2 252835* 3 5223 538 2 32353537* 53788
8532 —* 55323 222 —— 28227 535352587 8*3 G6608 58
5233538 e e 7 285378 523
51 3533 35533 *2* 33 3577 28383257785 3 525322 2322
5383388 e J —
555333* 3333532 2337*33537 525859 822 323* 2252
s5135*553 * 22 7 922 8 2538538*
*522 —5— 55 3 2335 —
313* 232 223535* 333833
* —S 7 388 — 22 * A 2373—53855 53322
31 ——— ——— T3
3 23 —— — 72355 * —328 2,522235
7 2.8 3 52 787 2533
—A— — —— —— 3 583827 2 2539 *
53 5237177 — — 329 5 — 27 —D 29855
* 521 * 2 — 73 —3*3 — 2272— — —9273 * 53 236
* 2 2 222 — — — 533833323 22 — 23227
A 535325885533 55 *
23333533 525* 27 32 —77 32 27
2 2222 „3233 — 2. 75 3323332
25 * 33353323338 2 * 2325*98* 372277
25282 55 727 æ 02
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* 28 * 357 52* 2 233 2 * 535233337335
3527 8 52 2 2282893 ⁊ 52222 2*52 2233
323 —373 33 J 8353938 22 — —3377 —
23373 220 2 22 53342325* — 52535 28322
— — 7 23 2 55* 23 2238 3383338 57 —
2 — 25 3575* e 2622 — 2327 7 8 7
2 5 53* —07 — S 2* 28 * * 5.7 —3 223253 S2 ——— 27
2537 5323 25*827 * 3235287 7 3285785 553 55
5 * — 236* 2* 2 23 — 2 2 — —*
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23253 28 5 5 ——— 83 3538558 — — * 82337 —— —
2 57 2 222 — — — —— 553 5535 * 3— 2 5222
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3533 —5323 Er 32253 33 237
— 253 3328 2.8 253 3555 38 — 522 5222723 22382 2522
28 735* *83 237353553 5.
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⁊ — — 522 7 25 22 3 25335
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2* 2*11335 2258 5253273 5æ23523232
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37 53555 285 27 3 5. 235353
*. * 2 — — F —
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7 51 *55353325 29335335523233 22.5223
5 2833 33532157 2533533
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        <pb n="167" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.

—3
—
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter BRei-
lage), erscheint wochentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementépreis beirägt vierieljährlich
Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswäris mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 48.

Samstag. den 25. März

138786.

Deutsches Reich.

München, 21. März. Die Beamten⸗Gehallsfrage ist in
ein neues Stadium getreten. Bekanntlich wollie der Regierungb⸗
entwurf eirem j den Beamten eine Gehaltserhöhung von 122 Gul⸗
den 30 Krenzer S 210 Mark zugewendet w'issen, die lieberale
Partei stimmte dein Antrag zu, die „Patrioten“ aber brachten den⸗
elben zu Fall. indem sie die Umwandlung des Guldens in 1 Mark
30 Pfennig und die Pragma:isirung des dadurch sich ergebenden
Behaltes sammt der bisherigen Theuerungszulage befürworten, die
Zulage von 210 Mark aber ablehnten. — Nunmehr hat der Reichs
tath Bomhard einen Antrag an die Reichsrathskammer gerichtet,
wonach diese Zulage von 210 Mark, welche nach der Regierungs⸗
botlage nicht zu dem pragmatischen Gehalt gerechnet werden sollte,
den pragmatischen Beaniten als Mehrung des prugmatischen Ge⸗
hzaltes gewährt werden soll. Dieser Antrag war bereits früher im
liberalen Klub von einem Mitglied als zwedmäßigste und schlagendste
Erwiderung auf die gegnerischen Pläne angedeulet worden. — Es
will unß fcheinen, als ob d'eser Antrag sowohl in der Kammer
der Reichssräthe als auch später in jener der Ubgeordneten Aussicht
auf Erfolg habe.

München, 22. Ttärz. Der König hat en den deuischen
Kaiser een Haudschreiben gerichtet, in welchem er demselben zu
jeinem hentigen 79. Geburtsfeste die herzliosten Glücwünsche
üͤbersandte.

München. Die Abgeordneten Stief, Crämer und Dr. Franken⸗
burger beantragen, an Se Majestät die Bitte zu richten, die Aus⸗
arbeitung eines Gesetzenwurf anzuordnen, durch welchen das Schol⸗
geld für die Volksschulen aufgehoben wird.

Berlhin, 19. Wärz. Fürst Biemardk gab gestern ein größe⸗
ces parlamentarisches Diner, an welchem das Präsidium und die
Schriflführer des Abgeordnetenhauses und von den übrigen Abge⸗
ocdneten die National-Liberalen Miquel und Lasker, der alte Fort⸗
schrittsmann Wachler, Fall's Oheim und die Conservativen Koller
und Knesebeck, ferner sämmtliche preußische Minister theilnahmen.
Der fürstliche Wirth war heiter, aber ziemlich schweigsam, wenige
stens in politicis, und abgesehen von einem Privatissimum über
d'e Social⸗Demolratie in Schleswig⸗Holstein that das Orakel keiner⸗
lei Aussptuch, der irgend welchen Schluß auf die Gestaltung des
politischen Weiters in der nächsten Zeit gestatten würde. (N.f. Pr.)

Bezlin, 21. März. Wie die „Post“ erfahrt, hat Graf
derbert Bismark, der älteste Sohn des Reichskanzlers, gestern das
diolomatische Examen obgelezt und mit Auszeichnung bestanden.

Berluin, 21. März. Zum Beticht der Elsenbahn- Unter
juchungẽcommission, welcher nachsten Montag im preußischen Adge⸗
ordnetenhaus zur Berathung kommen soll, wird von der national⸗
liberalen Fraction det Antrag rorbereitet, der Regserung die mög⸗
ichste Berücksichtigung der Vorschläge der Commission wegen RAb⸗
aänderung der Gesetzgebung über die Actiengesellschaft, (welche den
Bründungsschwindel ermöglicht hat) zu empfehlen.

Berlin, 22. Mörz. Vei der Gratulation zum Geburtstag
des Kisers von Seiten der Generalität hielt Feldmarschall Wrangel
olcende Ansprache: Ew. K. 42. Majestät wollen in Gnaden ge⸗
statien, doß ich im Namen der hier versammelten Ofsiziere zu
RAllerhöchst Dero heutigem Geburtslage unsere ehrfurchtsvollen Glüdc⸗
wünfche in aller Unterthänigkeit darbringe. Ew. Majestät sind
der lühne Lenker dec Schlachten, der nie besiegte Felhert in Europa.
Vereint flehen wir zum Allmächtigen, er wolle Ew. Maj. auch
fernerh'n in voller Lebensfrische und Thatkraft bis in die fernsten,
jernsten Zeiten zum Heil und Segen für Deutschiand gnädiglich
ꝛthalten. Der Kaiser antwortete hierauf: Nehmen Sie meinen
Dank für die Wünsche, welche Sie, Herr Feldmarschall, im Namen
aller hier Versammelsen ausgespo hen haben. Dam't könnte ich
jelbst für den heuntzen Tag endigen, weun Sie in Ihrer Anrede
aicht eine Andeutung gemacht haätten, die ich nicht annehmen moͤchte,
die ich aber auch nicht abzuweisen vermag, da meine brave Armee
durch ihre Thaten sie zu einer Wahrheit gemacht hat. Sie baben

1
mir soniit Gelegenheit gegeben, ja die Pflicht auferlegt, Ihrer An—
deutung gegenüber allen Generalen meiner Armee, zunächst durch
die heute dier anwesenden, welche früher schon zu rechter Zeit be⸗
reil gestanden und jetzt noch mit Raih und That bereit siehen,
neinen Dank fur ihre Lesstungen zu sagen, eißen Dank, der sich
umn besten in der Hoffnung, ja in me'ner Ueberzeugung aussprichi,
daß es durch Ihre Hülfe serner auch so bleiben witd.

Berbin, 22. Marz. Die ‚Prod. Corr.“ bestätigt, daß der
xaiser in der ersten Woche den April der Königin Victoria in
Baden: Baden einen Besuch allzustatten gedenkt; dea größten Theil
»es April dürfte der Kaiser in Wiesbaden zubcingen und gegen
ẽInde April zum Empfange des auf der Reise nach Ems in Berlin
erweilenden Kassers von Rußland nach der Residenz zurüdkehren.

Karlzruhe, 19. März. Der Großherzog und die Frau
Broßherzogin begaben sich heute nach Berlin, wo sie bis S de dieses
Ponats zu dleiben gedenken.
Kusland.
.Paris, 22. Marz. 24 Prafecten wurden theils versetzt,
heils pensionirt. Die Regierung sprach sich in den Kammern gegen
die Amnestie der Comunarden aus.

New-York, 22. Marz. Es ist hier eine weit verzweigte
Berbindung enideckt worden, welche falsche Werthpapiere der Ver⸗
ꝛinigten Staaten-Banken anfertigte. Vier Haupibetheiligte sind
derhaftet wordes. — Von der Küste werden jahlreiche Schiffbrüche
in Folge der letzten Stürme gemeldet.

Zermischtes.
fZweibrücken, 28. März. (Zw. Z.) Aus dem Laden
des Herrn Uhrmacher Schreiber in der Vahndolstraße wurden in
er vergangenen Nacht 57 Stück Taschenubren, darunter 1 goldene
Jerren⸗ uod eine solche Damenuhr, mittesst Einbruchs ent wendet.
Ae gestohlenen Uhren haben einen Werth von nabezu 1000 Mart.
—V welche gestern in
er hiesigen Herberge sich aufhlelten, heute jedoch vecduftet sind;
er eine hatte sich als Theodor Bohle aus Berlin, der audere als
darl Knoll aus Grawitfch bezeichnet, und beide üben ihrer Angabe
nach das Metier fahrender Künstler“ aus, wahrscheinlich de ein⸗
nehmende Spelialbranche des Laugfingerihmns.

feRNeustadt. Auf die an die igl. Rezierung gerichteke
Bitte mehrerer hiesiger Burger betreffr Rebision der Häusersteuer
st folgender Bescheid durch das hiesige Bürgermeisteramm an den
Vorfihenden des Comites, Herrn K. Vreher, gerichtet worden:

Durch Etloß vom 13. d. (No. 804 N) hat hohe kal. Re⸗
zierung der Pfalz auf ein Gesuch mehrerer heesiger Bürger um Re⸗
ision der jüngsten Hausmiethen⸗Taration verfügt, daß eine poch⸗
nalige Vornahme der primaiten Hausereinshätung gesetzlich unzu⸗
läͤfsig erscheint, und daß es jedem Betheiligten überlassen bleiben
nuß, seine Reclamation gegen die stattgehabte Häusert inwerthung
riach Maßgabe drr 88 24 und foilgende des Hausersteuergesetzes
vom 15. August 1826 rechtzeitig anzumelden.“

f Die „Ep. Z.“ berichtet aus Speher, 21. März: Herr
Rreyer, Igl. Gendarmerie-Haupimann, erlegte gestern bei einem
Treidjagen bei Weideuthal, Revier Neidenseis.einen Feuler im
Bewicht von 162 Pfund.

fSpeyer, 18. März. Einjährig- Freiwilligen⸗Prüfung.)
Die Prüfung für den Einjahrig · Freiwilligendienst nahm ihren An⸗
ang am 13.5d. M. und wurde am 17. beendgt. Es hatten sich
13 Kandidaten zu derselben geweldet, von welchen jedoch einer nicht
erschienen. Das Resultat fiel, wie Dies nach der neuen Prüfungs⸗
»xdnung vorauszuschen war, undünstig aus: von der müntlichen
Prüfung mußten 21 Kand doten duf Grund ihret schlechtengsarift⸗
ichen Leistungen ausgeschlossen, von den übrigen konnte nur 14
)er Berechtigungsschein eitheiii werden. Wenn früher schon darauf
        <pb n="168" />
        ziugeviesen wurde, daß mancher der jungen Hetren desser thäte,
ide erst gründlich vorzudereiun ehe er sich eiuet Prüfung unter⸗
sielt, so muß er als gänzliche Tott lostgleit bezeichnet werden, daß
deute, Lwelche den Unterschied zwischen önnen (posss, pouvoir)
und kennen (cognocete, connaitre) nicht wissen, de Stirne haben,
dei den jetzt erhöhten Anforderungen sich zu e'ner Prüfung zu
dräugen. Einen etwaigen Entschuldigungsgrund, daß man es ja
auch, sozat in der gebildeten Ungangssprache, nicht immer so genau
nehme, weisen wir im Boraus alz gaͤnztich grundios ab, da diefe
Fehler bei einer schriftlichen Bearbeitung gentacht wurden. Als fiefer
egenden Grund der schlechten Ausefprache und ihrer nachtheiligen
Foigen konnten wir mehrere Faltoren anführen, was wir für dies Mai
nicht aus Furcht, anzustoßen — unterlassen wollen. Den tall⸗
hollen jungen Leuten (, Bei der Entscheidung der Kommission ist
zcx Aulem der Grundsatz maßgebend, datz die Berechtigung zum
Einjährig Freiwilligen-Dienst nur jungen Leuten von Bildung zu⸗
tehi.“ 8 12 der Prüfungsordnung) geben wir gern einige Winke.
Der deuijche Aufsaß darf weder grobe orihographische noch gram⸗
malilal sche Fehler enthalten, eben so —X
an Zufammenhang und au Angemessenheit des Ausdrucks leiden.
us den fremden Spracsen wird neben einer mündlichen Ueber⸗
fetzung (in den beiden alten Sprachen Julius Cäsar. Cicero, Livius,
Enophon — die „mit Sicherheit und Geläufigkent', im Franzö⸗
ischen Charles XII., Fénélon's Tolé maquo ic., im Englischen
cdfmubd's Vicar of Wakeleld, Walter Scots Tales of a
rrandsathor rc.), die mit „einiger Leichtigkeit und Sicherheit in
Jebildeter Sproche von Siatien gehen muß, auch eine schriftliche
ebersehzuag eines leichten deutschen Diktates ohne wesentliche Ver⸗
stoöße gegen die drammalilalischen Rezela in's Lateinische, die Ueber⸗
ragung eines leichten deuischen Thema's ohne erhebliche Verstöße
gegen die Otthozraphie, Woristellung und Satzbildung in das Eng⸗
—XX Franzoösisiche verlangt. Zwei fremde Sprachen sind er⸗
jorderlich. Mit den Anforderungen in der Geographie und Ge⸗
ichte scheint man im Klaren zu sein. In der deutschen Litera⸗
ur; Bekanntschaft mit den Grundzücen der deuischen Lteratur,
owie mit ihren Alassilern und mit einigen Werken detselben. —
dilz recht brauchbares Büchlein dürfte die „Schöppner'sche, don
Prof. Zettel verbsserte Literaturgeschichte“ bezeichnet werden, obgleich
die darin vertretene Tendenz zuweilen etwas einseitig it und es in
Folge Dissen der derichtigenden Winte des untertichtenden Lehrers
hedarf. Mit der Mathematik und Geometrie scheinen die jungen
Herren fotiwahrend in Hader zu leben — zu ihrem eigenen Scha⸗
Fen. Gänzliche Unwissenheit in dieser Disziplin oder in ei—
ner der Sprachen bei der schriftlichen Bearbeiltung schließt
ie mündliche Prüfung von vornherein aus. In der Physik:
Bekannischaft mit der Lehre don den allgemeinen Eigenschaften der
sörpec (Ausdehnung, Undurchdringlichkeit, Theilbarkeit, Porosität,
Schwere, Dichte und spezifisches Gewicht, luftförmige und feste
sötper), von der Wärme (Thermometer), vor Magnetis mus
Magnemadel und Kompaß) und von der Elektrizitat GBlitzab⸗
eiser). — Die Gemüthlichkeit, ich in der Physik etwa nur aus
der Warme und dem Magnetismus prüfen zu lassen, zieht, jo gut
er Fandedat diese Dinge auch „eing pautt“ haben mag, dat Prã⸗
zikat „urgenügend“ nach sich; dazu dedacf es im Mündlichen, nach⸗
dem aiso die schrifliche Prüfung beftanden ist, nur noch zwei solcher
„ungenügend“, und der Mann ist unretibar verloren. So w
3 die Lürrhöchste Verordunng. Keantnisfe in der Chemie koͤnnen
mangelnde Keuntnisse in den aͤndera Zweigen e setzen. (Pf. K.)

f Frantkeathal, 21. Marz. Gestern Nachmittag besich⸗
igte Regierungepräfident v. Braun in Begleitung des Obecdautathẽ
Lavale, des Bezirksaut nanns Osarn und des Bauamtmanns
Morgens von Sp yer die auf der Rheindam mstrecke vom Ort
Bobruheim bis an die Roxheimer Altrheinschleuße in den bergan⸗
genen Wochen vorgeaommenen Sicherungsarbeiten. Das inzwischen
gefallene Wasser laßt j tzi etkennen, wie sehr die Dämme auf die⸗
ser S. rede gelitten haben. Namentlich in der Nähe der Schlenße
jeigt der Wamm auf eine Länge von etwo 500 - 600 Meier viele
Aber einen Meier niefe E'nschoitte und Vettiefungen, die das Was⸗
ser verursaht hat. Von sachkundiget Sete wurde bestätigt, daß
hre das Eingreifen des in diesen Arbeiten fachkuudigen Militärs
er Bestand der Damme dort sehr in Frage gestellt war und bei
längerem Vndauern des Wasserdruckes, namenilich dei Wiederholung
ahnlicher Stürme, wie der in der Nacht vom 12. auf den 18. d.
iu Bruch sehr wahrscheintich eingereten wre. GFr. W.)

Alx Warmung vor dem Schwindel mit Loosen auf Raten⸗
ahlungen zheilt der „Bayer. Kur.“ Folgendes mit: Die Firma
S. Goldschmidt und Schlesinger“ in Frantfurt a. M. derlauft
egen Bezahlung von 6 M. mopatlich wahrend der Dauer dvon 25
Monaten, also gegen 150 M. ein Maiänder⸗ 45, ein ditto 10
Francse, ein Pappenheimer und ein Bucharester Loos. Diese
Hhese stehen h me'im Kurs und find bei jedem Vunkhaus kauflich
. 31,10; 9. 10; 17; 18, 50 75 M. 70 Pf. Der
fuf ist dei desem éreichäft alio um neito 74 M. 80 Pf. de⸗

chwindelt. Dabei enthält der Ratenbrief nicht vinmal eine Be⸗
jimmung, wann die Loose dem Naufer autgehändigt werdes.

7 In Jena ist zwischen Studenten und Pimaärt ein Conflikt
zusgebro den, so daß man von Verle ung der Garnison spricht.

Im bayerischen Wald liegzt der neue Schnee schon wieder
chuhtief.

p'Aui Westfalen, 21. Marz. (Tiichinofe.) In Mirden
dad fkürzuch drei Personen aus der Familie eines Squhmachers
in Trichinofis erkränkt, von denen eine achtjahr ige Tochter der
den fso gefahrvollen wie schmerzhaften srankheit zum Opfer gefal⸗
en ist. Die Mutier und ein dreizchajähriger Knabe befinden sich
vegen ihres schwir bleid nden Zustandes jeit einigen Tagen int
drünklenhause, wo auch durch die vorgenommene Odbduktion der er⸗
dahnten Kinderleiche das Vorhandensein sehr 3 hlreicher. noch nicht
eingekapselter Trichinen konstatirt worden ist.

' Dresdea, 18. Matz. Für die auf den 12. April an⸗
efetzt gewesene Delegirtenversammlung in⸗ und aus!änoischer
Vereine für Feuerbestatiung sind, namentlich von Auswärts, so
ahlreiche Anmeldungen eiagelaufen, daß der Vorstand des hiefigen
Fereins „Urne“ eine Erweiterung des Programms und die Ver⸗
egung des Termins auf die ersten Tage dea Monats Juni be⸗
hlossen hat. (A 3ig)

f Berlin, 17. Marz. Die nternationale Ausstellung von
Herken⸗ und Erzeugniffen der Kunst, Indnsirie uud Wissenschaft
sus dem Geb'et der Jugendpfl ge und Volksbeldung, welche waͤh⸗
Ind der Sommermongate hier abgehalten werden soll, nimmt, wie
vir höͤren, einen außerst günftigen Verlauf. Die Anmeldungen
us allen Theilen Deuischlandz, Oefterreichs und der Schweiz siud
zahlreich eingelaufen, und mührea sich täglich in so starkem Maße,
——— hat erweitert werden müfsen.
In Folge dieser unerwartet großen Beiheiligung hat die Direktion
ede einzelne Unterabtheilung der Gruppen Fachmanpern und auf
)em betreffenden Gebiete herdorra enden Personen zur besonderer
deitiwg und Orzagisation übergeben. Wahrend von Anfang an
ser Ban von hallen nicht in Aussicht genommen war, dat sich die
ditettion den sjahlreschen bezüglichen Gesuchen gegenüber helbst zum
Zau solcher enischlossen. Dieselben bestehen in geschmacvoll dekorir⸗
en Glatfalons und offenen Hallen versch'e enen Baustils, deren
Abrisse uns vorliegen und einen ãaußerst gefaͤlligen Anblick gewaͤhren.
Durch dea Ban diejer Hallen wird die im Reglement angeführte
Zerpflichtung aufgehoben, wonach jeder Aussteller angewiesen war,
ich seine eigene Halle zu bauen oder fich in ein Mietha verhaͤltniß
n derschiedenen Baumeistern einzulafsen. Um allen Bewerbern
oh die Gelegenheit ju bieten, sich an det Aussteslung zu belheili⸗
den hat die Direltion den Anmeldetermin bis zum 80. d. Mis
verlän gert. Die Preise für die Ausstellungsplätze betragen: a. in
eu offenen Hallen peo Quadroldecimeter 8 M. 50 Pi.; pro
adratmeter 20 M.; b. in den Glassalont: pro Quadtatdecime·
er 4 M., pro Ouadratmeter 80 M. Sammilich⸗ Preist verstehen
ich inclusive aller Au zstellungsunlosten und Vertretung exclusive
Frachten und Feuerdersicherung und zwar sowohl für Anmeldungen
uf dem Fuß oden stehender Gegenstände wie für Tische oder
Dandflächen. Aumeldungen darauf nimmt wie disher späestens
is zum 30. d. Mis. die Administration der „Deutjchen Rachrich⸗
en“ S. W. Zimmerstraße 33 entgegen und sind da elbst die be⸗
üglichen Druchachen we der Sinationsplan des Ausstellunzs⸗
latzes gegen Zahlung von 1 Mark zu beziehen. Ueber die weitene
and delung dei Unternehmens, welches auch von Seiten der
jaatlichen und ftädtischen Behöeden Unterstühung fi idet, werden
dir demnächst mehr berichten.

Berlin. Ein Spaßvogel durchwanderte neulich die
Straßen der Stadt. Et hatte sih auf dem Ruͤcken einen großen
Spiegel feftgebunden, derart, daß die Spiegelsch ibe nach außen
lende Anscheinend gleichgüllig verfolgte er feinen Wez. Nut
denn er ein hubsches junges Mädchen fich entgegenkommen sah,
jeränderte er seine Marschroute. Mit der harmlosesten Miene von
zer Welt schritt er direlt auf sie lob, und dor ihr augekommen
nachte er myploͤtzlich einen kühnen Kehrtsprung, fso daß sich die ver⸗
uhle Schöne unverhofft dem Spiegel und ihrem eigenen Conterfei
zegenüber sah. Es war spahßid mit anzusehen, mit welch' verschie⸗
Fejen Gefühlsausdrückes das schöne Gejchlecht die rigenthümliche
duldigung hinnabdm. Kalt, als weann nichts passirt war, schritt
die sprode Aristotradin doruber; nef errdidend huschte der jugend
iche Bagfisch vordel; wit enem: »nanu, oller Quaischkopp!
rtigle die fesche Köchin den ungerufenen Wißzdold ab, nud die
eine Kolette warf schleunigst einen Blick auf ihr liebreizcudes Bild⸗
niß im Spiegel und strafte dann den, der es iht geboten, mit
einem veraͤchtlichen Blicke.

p Rezept gegen den Schnupfen. In der jetzigen Jatzres zeit
vo Schnupfen und Husten eine rahrhoft ep demische Plage bilden,
adchte ein Mittel, darch dessen r chtze tige Anwe ndung man beide
debel oft shon in wen gen Siunden beseitigen ann, von allge⸗
neinem Ziteress: sein. Füc die Wirkjamkeit dekelden jpricht schon
        <pb n="169" />
        er Umstand, dak dasselbe de den Theater · Verwallungen in Verlin
n gew ssermaszen offigielle Bürzerrecht eimpfangen hat. Das Re⸗
zept ĩatet fol endermaßen: RAcidi carbolici 5,0, Liq. Ammo-
caust 8,0, (pd. 8adec. O, Oo6) Aquae dostill. 10.0, Spirit.
Jini rectisie. 18.0. Man gießt von der Flüssiglkeit einigt Tropfen
auf ein Afoch zusanunenge falteted und n die Haud gelegtes Stück
döschpapier oder ank ein in einem Weinglas ausgebreitetes Stückchen
Walle und aihmet den Dunst vurch Nase und Mund so tange
ein, als er vorhaͤlt. Dies wiederholt man alle 2 Stunden bis zu
ingetretener Besserumg. Der Ertotg häugt davoa, abe, ob das
Muͤtel sofort dei Beginn des Schnupfens zur Anwendung lommt,
vodurch dann gleichzeitig der Entwidlung des gewöhnlich aus letz⸗
erem bervorgehenden Hustens vorgebeugt wird.

F (Wozu ein Chingnon gut ist.) Vor Kurzem fiel
in einer Bahnhofrestauration die Gypsdecke heruntet und der
Wirthin auf den Kopf. Allein diese blieb unversehrt von dem
Falle, dinn ihr thurmhoher Chingnon gab den Gypsstücken nach
md wendete jede Gefahe ab.

Pestd, 18. Marz. Der Stadthauptwmannschuft ist es ve⸗
ungen, eine Bankuoten⸗Fälscherbande zu entdeden, weiche Zehngulden
Falsifikate machte. Ein Graveur tuind ein Hant werker in Pesth,
owie ein Baumeisser in Töroͤk Szent Mefios wurden als Haupt⸗
hersonen der Fäljcherbande ermittelt. Die Platteu, Pressen und
onsuigen Stempel wunden in Beichlag genrmmen und die drei
Perfoueun verhaftet.

Brusfel. Das Consortium aus anesehenen belgischen
ind franzosischen Banksirmen, welches det Vanque de Belgique
dilfe bringen soll, iß nach manchen Schwierigkeiten doch noch zu
Siende geliommen; vund zwar wird obs Capital desselben vðgliche.⸗
veise bis 16 Miill. Fr. betragen. Wie weiter gemeldet wird,
jaten mehrere Mitglieder des Verewaltungsrathes der Banque de
Belgique, um entwaigen Schadenersatzansprüchen zum voraus zu
zehegnen, die wegen nicht genũg nder Controlirung des flüchtigen
'sint gegen sie erboben werden konuten, reträchtliche Sumnien
in die Barque de Belgique ein ezahlt. Die vom Gouvberneur der
Bant, Fortemps, zu diesem Zwecke —ED
rägt 2 Millonen.

F Paris, 20. März. In Verch wird ein neues Entre⸗
pot sor Weine mit einem Kostenaufwand von 47 Millionen und
mit 193,000 Fraucs Jahresbeitrag det Stadt Paris errichtet
werden. . A. A. 3.)

F Paris, 21. Marz. Im Rhoneihal ist nefer Schree ge⸗
jallen; das Wachsthum hat viel gelitten. —

Korstantinopel, 14. Marz. Die in Sandschakate von
Adana gelegene Stadt Tarfas ist durch eirr Brandunglück heim⸗
gesucht worden. Der reide Bazar der Stadt ist vollständig in
Fgllammen auigegangen. Dei Scaden beldußft sich auf 12 Millionen
FFrancßs. Bemerkenswerth ist, daß das Feuer durch Ratten ent⸗
janden, welche mehrere Pachhen Zundhelzchen ĩn Flammen seßzler.
3000 bie 3000 Ee nwohner haben ihr cauzes Hadeu. Gut eingebürt.

f Griroßes Aufsehen machte der Sieg, welchen der durch seine
nhletischen Koörperlräfte b kannte sbanische Weinhändler, Here R.
R. in St. Paufi, über einen franzosischen Renglämpfer vorgestern
m Alionger Casino errungen. Es dandelte sich engeblich um eiue
Wette von mehreren bundert Th rlern. Herr R. gewann, wenn
hn der Frauzose binnen 12 Minuten nicht mit beiden Szultern
um Boden fesihieli. Der mehr gelenkige als starle „Gladiatcur“
Diunte wahreid dieser 12 Minuten Herr R. nicht einmal von der
Stelle bewegen und turz bot Ablauf der Frist waif dieser seinen
Begner wie einen Bill hoch u die Luft, daß er dröhnend zu B⸗
en fiel. Die Wette war somit glänzend gewonner. Den Erttag
erseiben soll Herr R. einem wohlthätigen Zweck überwiesen haben.
Das Casino war kroz des dertalinißmäbig hohen Entrees F.m Er⸗
orücken voll.

Ein Fußgänger Stüdchen. Der gegenwaͤrtig in
Zondon weilende samose amerikanische Sqchnelllaͤufer Weston wachte
ich vor Kurzem andeischig, 500 englische Meilen in sechs Tagen
uiüctzulegen. Am Sonntag, den 6. d. Mis., kurz nach Mitter⸗
zacht, begann er in der riesigen Agricultural Hall, Islington. im
Beifein vieler Tausende von Zuschau-rn das Wagestüch. im Verein
nit drei englischen Konkucreuten. Von lehteren verließ einer sehr
zad die Arena, ein anderer gab, nachdem er 104 Meilen zurück⸗
Jelagt, auf den Rath der rwesenden Aerzte den Wetigang auf,
ind dem Dritten geleng es nur, 100 Meilen zurückulegen. We⸗
ston selber war nicht im Stande, die sich selber gestellte Aufgabe
unldsen, aber was er dollbracht ist mmerdin wunderbar. Kurz
dor Nitnternacht am Sonnabend den 11. d. Mis.. hatte er 450
Meilen zurücgelegt, und er berließ die Arena ziemlich frisch unter
dem enshusiasteschen Beifall von üner 15,000 Menschen, die sich
in der großen Halle eingefunden hatien em den kühnen Fußgün⸗
ger zu bewundern. Während der sechs Tage batte er sich taglich
dur wenige Stunden Schlaf gegönnt und seine Wanderung lonst
nur unterbrochen, um sich leiblich zu flärken.

Aus Plymoutht wird vom 19. März berichtet: Samstag
Abend während eines wüshenden NNW. Sturmes vurde ein großer
dampfer an der Kuste von Cornwall zwischen St. Ives und
andbend aus Land getrieben. Man sah das Schiff kurz vor der
däammerung Nothsignale aufziehen, ahber es geschah nichts. Um
Niternach! machten Lootsen, die Lichter demerit hatten, ein Boot
eret; aber bevor dasselbe flott war, sah man, doß das Licht fich
n einem offeren Boote befand, welches sich rasch auf der Brandung
in der Barre zutrieb und darin umschlug; das Hiljs eschrei ertrin⸗
ender Meuschen wurde deullech gehört, und gesehen, wie einige sich
n dem Booie sesthielten. Ein Lootse band sich ein Seil am den
zeib und stürzte in die Brandung, ward aber halb todt zurüd⸗
eschleudert. Vald hernach wurden sNlesderbündel und Ruder an's
Iser gespült, und bei Tagesanbruch sah man einen Dampfer auf
sen Felsen abwärts der Kiste. Furchtbare Slurzwellen brachen
arüber hin, und in wenigen Stunden war er dollstandig zerichlagen,
has cine Menge von Leuten vom Ufer. her ansahen. Kein leben⸗
iges Wesen kam von dem Schiff ans Land, noch konnte man das⸗
ibe erreichen; aber bis Soantag Abend sind sechs Leichen ange⸗
vult worden und Schiffsbpapiere, welche ergaben, daß der Dampfer
en Namen Isabel führte vnd von Larochelle nach Bristol bestimmt
var. Man glaubt, deaß vreißzig Personen an Bord waren, die
aille umgekommen sind. Von dem Wrac ist nichts übrig, als zer⸗
plitterte Planken. Der Stutm am 18. war fürchterlich Während
esselben war der Schoover .Liziy Warton“ bei Teigumouth ver⸗
assen; die Mannschaft rettete sich. Der „State of Brunswick“
jon Cardiff sank ouf der Höhe von Ilfracombe; die Monnschaft
am ebenfalls davon.

4 (Ein Berg von 10 Millionen Dollars Gold und Silber.)
wie die Phladelphia Presse* erfährt, geht in San Francisco das

zerücht um, die groben Finamhauptlinge Mis. Frood, O' Brien,
Nackay uad Fad standen im Begriff. die Judel⸗ Weltausstellung
n Philadelphia mit einem woch nie dagewesenen Ausstellungsgegen⸗
jand zu beschicke n. Besiehen soll derselbe aus einem riesigen Berg
ingemünzten Goldes und Silbers un Betrage von einhundertund⸗
unfzig Tonnen welche fünfmongatliche Ausbente aus der Vereinige⸗
en Virginia-Mine iepräsentiren. TDet Werih deeser glitzernden
zarren wird auf rund zehn Millonen amerikanische Bold⸗Dollars
eranschlagt.
Dienflesnachrichten.
Dem protestantischen Hausgeisssichen bei der Gefangeuanstalt
welbrücken wurden dragntatische Rechte sewie der Tael „VPfarcer“
erliehen.

Dem Ceiichtsvollzieher Hendel in Grünstadt wurde gestatket,
inen disheriger Amtsderweser, den Getichtsvoll zieher⸗ Candidaten
Züchler auf ein weirere; Jaht deizubehalten.
—— 2,„
Fur die Redaction veraniwortlice F. X. Demeß.
— —
Unter den deutschen Zeitungen gibt es gegenwärtig keine, d'e
n typographischer und küafttferischer Ausstattung neben der bekannten
e'piiger „Illustrirten Zeitimg“ sich mit der Illustrirten Ftauen⸗
Jeitung“ messen dürste. Wie erstere sich vor allen übrigen der⸗
rtigen Unternehmungen des Jn⸗ und Auslandes vortheilhaft aus⸗
eichnet, gibl eb auf der ganzen weiten Erde kein, den Frauen ge⸗
didreics Blatt. das, abgesehen von der vorzügkichen Leitung det
Nodetheiles, in seinem Aeußeten und seinen künstlerischen Illustra⸗
sonen mit der „Illustrirten Frauen;Zeitung gleichen Rang ein⸗
ehmen könate. Papier, Druc und Formal sind ganz ebenso, wie
ei der belannten Le'pziger „Illustrirten Zeirnuag“; der Inhalt des
Nodenblattes ist derjelbe wie der der „Wodenwelt,“ die bekannilich
ie weitaus verbreiteiste Modeu-Zeitung ist; das Unlerhaltungsblatt
etzt sich aus Be'trägen der eirsten Schriftsteller und Kunstler
Deuischlands zu'ammen und bildet ein Werk von bleibendem Werthe;
e Modenlupfer lassen die französischen entschieden hinter ũch zarüd,
ind endlich die zur sogenannten großen Ausgabe gehdrigen Kostüm⸗
ailder, historische und Volts⸗Trachten darstellend und nach Aqua⸗
Alen von Künstlerhand forgfältig in Stoahl gestochen und colerirt,
jehen ein Aldum der inlereffantesten und werthvollsten Art.

Der Hreis des alle acht Tage erscheinenden Blaes ( mit
ahrlich 12 Kupfern) ist dabei nur 2,50 Mark, für die „Ausgabe
nit allen (jährlich 60) Kupfern“ 4,25 Mart. Das Ganze ist,
umal gegenüber diesem auberit billigen Preise, eine Leistung, auf
delhe deutsche Lanst und Industrie mii Recht stalz jein dürfen,
Ja, wie gesagt, weder in Deutichland noch im Auslande eiwas
gle chez3 xistirt.

— —— —
        <pb n="170" />
        Verein. Voreobugg Lerein St. obert
sonνtat den 26. Mär- 18760, Abends s Uhr
im Oborhauser'schon Saalo Die Nitglieder verden hiermit zu dor am
musikalisoho und theatralischo NMontas den 7. Mãra 1876, Abends 8 Uhnr.
— 2 im Ferd. Oberhauser' schen oboren Locale
Abendunterhaltung— e
Generalversammlung
Programm. —XRC
i.
1. Waldlied Mannerchor von Mangold.
2. Perle des Jahros, Soloquartett von Kuntze.
3. Le Tourbillon, Galopp brillant für Clavier
Haànden von Gutmann.
4. Alsotria,
Original·Lustspiel in ĩ Act von M. Bauermeister.
Personen:
Fromm, Assessor
Lydia, seino Frau
Leber
Martha
Ein Rellner.
Uandlung: Fin Boôtel in einer grossen Stadt.
..nI.
5. Rheinsehnsueht, Soloquartett von Kuntze.
6. Bravoursceene aus Dreiherrustera fũr Clavier
zu 4 Häanden von L. Böhmer.
7. Die Sprechstunde.
Schwank in IAct von A. Reich.
PersSOnen:
Doctor Kranich.
Commerzienrath Born.
Emma, seino Tochter.
Lerche, Diener
Nanm ausbalterin bei KXranich
dattelmannn
Aampelmann
Windelmann
Ein Apothekerlehrling. —
HUandlung: Das Studir- und Empfa ngrimmer des PDoctors.
2 HRHock Deutschland, du hberrliche Sieges-
q ut., Mannerchor von Fr. Abt.
Nur Nitgliedor haben Zutritt.
Derr VOrstand.

— ——
Meinen geehrten Kunden in St. Ingbert und Umgegerd

zur ergebenen Anzeige, daß ich meine
Taneten und Rorduren
Muster-Oollection

Herrn Fr. Stutzmann in St. Ingdert übergeben habe, die—
selbe ist mit meinen festen Preisen versehen und ist genann⸗
ier Herr befugt, bei Abnabne größerer Bestellungen Rabatt zu
bew liden.
—A
Tapeten⸗ und Decorotionsgeschäft en gros u. detail
in Saarbrücken.

C
Ziegeln.

Ein gebrarchter Sekretär
steht billig zum Verlauf bei
¶ S il Gremonig.
— 22
»om 23. Marz 1876.
uẽciãace re... —
Pistolen, doppelte.. 1650 6.
pistolen..... 16385 6.
iIocuin 10.. Stuciio. 1665 6.
Randdukaten... 950- 580
20. Prankenstücke.. 1623-27
—X
Russiseche Imperiais. 1670- 758
Dollars in Gold.. 416-19

20- 30,000 Stuck sind zu
baben bei
Georg &amp; Christ. Dawo
auf der Alschbucher Ziegelhütte.

— GCäDDGUGB GBG—eᷣòÄÔÄäOòäôOäOAÄô àÄXXäÇIä
Roiher und Blaner Klee
samen, Saatwicken, Saat—
hafer ist zu verlaufen bei

M. Thiery.

Tages-Ordnune:
Vorlago des Geschaftsberichtes pro II. Semoster 1875 und
Entlastung des Vorstandesss
Voertheilung des Reingewinns;
—
Wahl oiner Prüfungscommission für 1876, 8 80.
St. Ingbert, den 18. März 1876. J
Der Verwaltungsrati des vVorsehuas Vereins
St. Ingbert:
EISAMA C, Voritzender.
— 7 A — — ——
Ganzlicher Ausverkauf.
Meine Filiale auf hiesigem Vlatze wird bis kom—
menden
15. April
aufgehoben und verkaufe ich, um mit meinem Lager schnell
und gänzlich zu räumen zu
bedeutend herabgesetzten Preisen.
Besonders mache ich auf mein
großes Lager
in
Pamenjaelen, Rädehen,
TaImaꝰs, Regen maãmntel eto
(Meuheiten der Saison)
aufmerksam, welches ich zur geneigten Ansicht den geehrten
Damen bestens empfehle.
X
Confirmandenanzügen
vr. Anzug von M. 15 an und höher
auf's Beste sortirt, und bringe solche in empfehlende
Erinnerung.
Gleichzeitig bemerke ich, daß mein
Geschäft in Zweibrücken
unverändert fortgeführt wird und bin ich, da ich dasselbe
in letzter Zeit bedeutend vergrößert habe. in den Stand
gesetzt, den Anforderungen meiner werthen Kunden in jeder
Beziehung Genuge leisten zu können.
Hochachtungsvollst
B. AOXERMANN
St. Ingbert Zweibrücken.

neben der kath. Kirche. im Mühlgäaßchen.

Fruvi⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise ditto 2 Kilo. 46 Pf.
der Stadt Zweibrüchen von 28 Kilo. 23 Pf. Gemischtbrod 3
Maärz. Weizen 10 M. 20 Pf Kilo. 84 Pf. 1 Paar Weck 190
Korn 8 M. Os Pj. Gerste 2reih. Gramm 6 Pf. Spelzlera 0 M.
— M. — Pf. Gerste sreihigt — Pf. Dinkel O V. “ P. Misch
— M. — Pf. Spelz — M. — ütucht — M. — Pf. Rirdfl. I.
Pf. Hafer 8 M. 56 Pf. Kar Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 pf.
loffeln 2 M. 10 Pf. Heu 4M dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 5j.
33 Pf. Stioh 42M. 18 Pf. per Schweinefl. 64 Pf. Butler1
Zentner. Weißerod 12 Ko M. pecr Pfund.
50 Pf. Kornbrod 3 Klo. 66 Pf
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert
        <pb n="171" />
        St. Ingberler AAnzeiger.

—
der St. Ingberter Auzeiger und daß (2 mal wbchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wochentlich vVlermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonxntag. Der Abonne mentépreis beträgt vierteljährlich

Markt 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswäris mit 15 Pfag. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reelamen
muit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 49. I donutag,den 26. Marz 143876.

Deutsches Reich.

Munchen, 22. Marz. Das Kaiser⸗Festessen im, Bayerischen
dofe“ nahm einen glaͤnzenden Verlauf. Viele Landtagsabgeordnete
ind Vertteter der Kunst und Wissenschaft, Magistrusmitglieder
und angesehene Bürger waren anwesend. Professor Kluckhhohn
zrachte den Toast auf den Aönig von Bayern aus, darauf dver
Jeicht⸗ vnd Landtagsabgeordnete Stenglein den Toast auf den
daiser, der nie etwas Anderes fordern werde, als vas des Kaisers
st, den Schirmer jedes Rechtes; deßhalb dönne Jeder, ob Bayer,
Schwabe, Sachse oder Hesse so gut wie Preuße, einstimmen in den
Ruft: „Es lebe der Kaiser!“ Den Worten folgte ein lang anhal—
lender, begeisterter Zuruf.

Berlin, 22. März. Dem Festurtikel der Prov.⸗Corr. u
dem heutigen Kaiserlichen Geburtstage entvehmen wir folgende be⸗
merkenswerihe Stelle: „Wenn dem Kaifer das Friedenswerk nach
außen im Verein mit seinen fürstlichen Freunden bisher gelunges
ist, so sehnt sein landesbäterliches Herz gewiß den Zeitpunkt herbei.
vo auch im Innern unter Wahrung der seiner Fürsorge anber⸗
xauten staatlichen Interesse der volle Friede wieder hergestellt sein
wird: Gebe Gott, daß das achtzigste Lebensjahr diese Frucht seiner
Uestlichen Sorge reifen l sse!“ — Die mehrfach angekündigte Vor⸗
age über die Eisenbahnen wird nach der „Prov.«Corr.“ unverweilt
zrfolgen. ꝑ

Berlin, 22. März. Hessen⸗Darmstadt, Braunschweig und
iast alle thaͤringischen Staaten sollen für den preußischen Eisenbahn⸗
dlan günstig gestimmt sein.

Berlin, 22. März. Aus Anlaß des kaiserlichen Geburis⸗
ages haben in der preußischen Acmee vielfache Ernennungen und
Besörderungen stattgefunden, u. A. ist Fürst Bismark zum General
ser Cavalerie befördert worden.
AX

F Koͤln. 20. März. Nach einer Mittheilung des „Tablet“
oom 18. da. soll der Erzbischok don Köln in einem am 8. April
tatifindenden Consistorium zur Cardinalswürde erhoben werden.

f In d'plomatischen Kreisen cirkulirt das Gtrücht von der
zevorstehenden Verlobung des Grafen Herbert Bismark, des Altesten
Sohnes des Reichskanzlers, mit der einzigen Tochter det Fulrsten
Datzfeld-Wildenburg, der Erbin der großen Dietrichttein'ichen Herr⸗
aft in O⸗sterrtich.

fDer franzoͤsische Boischafter in Berlin, Gontaut⸗Biron dat
seine älteste Tochtet mit dem Grafen von Talleyrand⸗ Perigord,
Br.⸗Lieutenant im 2. preußischen Garde -Ulanen-Regiment, Sohn i
des Marquis Talleyrand, Herzegs von Dino, Besißers des Gutes
and Schlosseß von Günthersdorf in Schleisien, veilodbt.

feCannstadt, 21. März. Freiligtathe Leichesbegängniß
dat soeben, Nachm'ttag 5 Udre, unter großaͤrtiger Betheiligung von
nah und fern stattgefunden. Ein langer Zag bewegte siv vom
Trauerhaus über die Nedarbrüde nach dem Friedhofe. Der Sarg
bar mit Kränzen, Palmzweigen, Blumen dicht bededt. Am Grabe
prachen außer dem Heifer Härle, Ludwig Walesrode und Karl
Mahrr, welcher Ramens der Bolkspartei einen Kranz auf das
Brab legte. Weitere Kränze wurden niedergelegt Namens der
otta'schen Verlag?handlung, der Redaltionen der „Allgemeinen
Zig.“, der „Gartenlaube des Frankfurter Journalistende reins,
der Wienet „Conlordia,“ der Wiener deutschen Studentenschaft,
des freien deutschen Hochstifts in Frankfurt a. M., des Polytech⸗
ums in Stutigart u. a. Außerdem liefen zahlreiche Beleds⸗
vlegramme ein; don der Forischrittspartei in Berlin und anderen
dorporationen und Privaten aus allen Gegenden Deutschlands.
Die Grabrede Karl Mayers, welche den tlefsien Eindruck bervor⸗
Ach, laulete: „Verehrte Trauerversammlungi An diesem Grabe
jeht mit uns das trauernde Vaterland. So weit die Kunde von
iesem Tode gedrungen ist, überall wo deutsche Herzen schlagen,
Wedt sie daß gleiche Gefühl, daß unser Volk einen von denen
zetloren hat, welche seinen Namen verherrlichen unter allen Natio-

nen, die mit uns arbeiten am Aufbau der ganzen schönen Mensch⸗
hdeit. Nicht bloß die Deutschen, die im alten Stammlande wohnen,
unuch die drüben, welche ein zweiles deutsches Volk geworden find
enstits des großen Wassers, heute sind sie jm Geiste mit uns ver⸗
ammelt um diese Stelle schoabischer Erde, der wir eben die irdi⸗
hen Reste des theuren Mannes anvertrauen. Wenn hier schon
nie Klage zu verhallen beginnt um den Hingegangenen, dann wird
noch eincaal im fernen Westen ihrr Seimme sich etheben urnd,
insern Schmerz erneuernd, zu uns und an diese Stätte herüber⸗
dnen. Diese Uebereinstimmung Aller ist es, war ums hier so
eierlich die Herzen schwellt: durchschauert doch jeden Einzelnen
jon uns, die wir dieses Grabd umst ehen, das Gefühl, daß Tausende
und Hunderttaufende, die wir nicht kennen, eben jetzt mit urs in
iner Empsindung kiefen Leides und in einer Begeisterung für die
Broöße des Volkes verbunden sind, dem der Geist dieses Todten
ungehört, Alle Parteien, die wir uns während unseret
emeinsamen Ktulturarbeit scheiden, einig und brüderlich sind sie
ei der heiligen Handlung, da wir die Hülle des Dichters der
ẽrde übergeben. Auch von der Partei, in decen Namen ich h'er
ede, liegt dort der Lorbeer mit den alten Freiheitäfarden, weiche
dem Todten in den Kämpfen des Lebens die geweihten waren und
die er als ihr Sänger mit seiner mächtigen Harfe gepriesen hat.
In den Jahren seiner männlichen Kraft hat er für unsere Ziele
nitgekämpft und votgekampft und alle Bitterkeiten der Verfolgung.
velche die deutschen Republikaner zu erdulden hatten, auch ihm war
s nicht erspart, sie dis auf die Hefe zu losten. Und wenn jeht
nach seinem Tode seines Ledens Geschichte aufgeblättert wird, werden
vir uns der Beweise erfreuen dürfen, daß er bis ins Alter und
zis in den Todt treu und unerschüttert in seiner Gesinnung und
n seinen Hoffaungen derselbe geblieben ist. Aber wir sind nicht
zekommen, um denjenigen rinseitig als den unserigen zu hean⸗
pruchen, der Allen gehoͤrt. Das sei ferne von uns! Um ihm zu
anken, wir hier, und um mit der ganzen Nation die ihn
chon bei Lebjeilen anerkannt und geehrt hat, unser Herz zu erheben
urch den Gedanken, daß aus ihr ein solcher Geist entsprungen, so
rei, so wahr, so rein und so hoch! Ein Mann und ein Held,
est wie die Eichen seiner heruskischen Heimath, ein Former und
Meister der Sprache, ein Bildner neuer Gestalten und ein Entdecker
nener Zonen, welche er siegrtich der deutschen Poeste erobert hat.
Ddaß alle Lorbeeren, mit welchen die Boiker ihre Lieblinge
gmücken, so rein wären, wit der seine, au welchem kein Tropfen
Blutes kledt! Dann könnte bald jener Völkersrühliag kommen von
dem er gesungen und geweissagt: jener Frühling der Freiteit, an
den sein Herz geglaubt hat. Dann könnien Orient und Occidemn
sich brüderlich umarmen, und Sid und Nord könnken einträchtig
beisammenwohnen. „Herr Gott im Himmel, welche Wunderblume
vird dann vyr allen dieses Deutschland sein Doch wie herrlich
s dereinst erstehen mag, immer wird es den, welchen wir hier
zestatten, unter seine besten Söhne, unter seine höchsten Zierden
ind Kleinode zählen. Lebe wodl, edler freier Geist! Lebe wohl,
nein jheurer Freund! Du Allen theurer Menschenfreund, dolder
Sanger, ehrwürdiger Seher, lebe wohl! So lange Deutsche auf
krden, und wo immer freie Stelen wohnen, Dein Scchatten wird
hnen heilig seia dib in die fernsten Zeiten.“ (A. A. 3).
F Aus Brüssel wird gemeldet, daß nach dea bish rigen
remittelungen der Betrag der von T'Kint zum Schaden der bel⸗
uschen Bank begangenen Veruntreuungen sich cuf 22 Millioneg
frrancs beläuft.
Sieustesnachr ichten.

Seine Majestät der König haben sich allergnädigst bewogen
jefunden, den disherigen koͤnigl. Studleurektor der Studienanstalt
daiferslautern, Gymnafialprofefsor Bölcker, seinet allerunterthänigsten
Jersetzungsbitte entsprechend, in gleicher Dienstebeigenschaft an die
5tudienanstalt Schweinfurt zu verseten und den bizherigen Studlen⸗
xltor der Studie nanstalt Schweiafutt, Dr. Simon, in gleicher
Diensteseigenschaft an die Studienanstalt Kaiserblautern zu berufen.
        <pb n="172" />
        Freiwillig gerichtlich
5188 36
Versteigerung.
Montag, den 27. März nächst⸗
hin, Nachmittags 2 Uhr, zu St.
Ingbert bei Heinrich Schmitt
wird von dem unlserzeichneten,
gerichtlich hiezu beauftragten kgl.
Rotär, in Gemäßheit zweier ge⸗
richtlich bestätigten Familien⸗
rathsbeschlüsse, der eine gefaßt
por dem kgl. Landgericht St.
Jugbert am 3. August v. J..
der andere vor, dem kal. Land⸗
gericht Annwe'ler am 28. Jan.
letztbin, das nachbezeichnete Wohn⸗
haus ebideuten Nutzeus wegen
an den Meistbietenden öffenil'ch
zu einen versteigert: ——
pl..Nr. 731 und 732. 82
Dec. Fläche, Wohnhaus
mit Hof, Stallung, Scheuer
und sonstigen Zubehörden
nebvst Garten⸗, Acker⸗ und
Wiesenland, gelegen zu St.
Ingbert an der Koblen⸗
siraße, neben Philipp
Wentzel und der neuen
Synagoge.
Eigenthümer sind die Kinder
und Erben des zu St. Ingbert
Zerlebten Handelsmannes Carl

Lion bezichungsweise deren
depräsentanten ,“ als: Bertha,
dolph, Michael und Fanny
Rion, vertreten durch ihre Mutter
gella Kohn, ohne Gewerbe,
etzt in Albersweiler wohnhaft,
wVitrwe des genannen Carl
rion als gesetzliche Vormünderin
und Ludwig Beer, Mühlbesitzer
n St. Ingbert wohnhaft, als
Nebendormund, ferner: Carl
daber, minderjähriges Kind und
sepräsentant der verstorbenen
Tochter Regine Lion, im Leben
Fbefrau von Salomon Haber,
dundelsmann in Albersweiler,
»ertreten durch seinen obenge⸗
rannien Vater als g'setzlichen
Vormund und Machol Kahn,
dandelsmann allda, als Neben⸗
ormund. *
St. Ingbert. 10. März 1876.
Sauer, k. Notär.
* 2
Bürgerverein
St. Ingbert.
Mittwoch, den 29. Maärz
1876 Abends 8 Uhr:
Vereinskränzchen.
Zusammenkunft bei Herrn
Joh. Best.
Der 141. Vorstand.

Zu den rühmlichst betannten J —
2arinirten Häringen
c(6Gauce a Ia Tartare) —
nebst frischer Ochsen fülze ist heute in . .
Heinrich's Karawansereee.
die größle Delitatesse der Saison hinzugekommen: ————
341Vabor BIeoö

— — —

in Originalflaschen
aus dem Zacherl Bräu in München.
Preis einschließlich Flasche Bo Pfg., ohne Flasche 78 Pfg

— —
Bei der jetzigen oft rauhen und unge⸗
sünden Witterung,
wo Erkälltungen an der Tagesordnuag sind, machen wir
vornehmlich forgsame Mütter darauf aufmerksam, wie leicht
bei Kindern aus einem anfänglich unbedeutenden Hüsteln
der qualvolle Keuchhusten oder die gefährliche Bräune ente
stehen kann und wie wichtig es ist, gegen diese und ähnliche
Erkältungsles'den oder zur Vorbeugung derselben, stets ein
gutes Mittel bei der Haud zn huben. Wir glauben deß-
halbd auf ein Präparat hinweisen zu müssen, dessen außer⸗
ordentliche Nüßzlichteit als Schutz ˖ und Hausmittel sich seit
10 Jahren auf das Eklatanteste herausgestelit hat. Es ist
dies der in der W. H. Zeckeuheimer'schen Fabrik in Mainz
bereitete
rheinische Trauben-Brust-Honig
— ein aus Weintrauden-Decoct und feinstem geläuterten.
Rohrzucker gewonnener, höchst angenehm schmechender Saft.
Auch von medicinischer Seite — wir verweisen namentlich J
auf d'ie warme Empfehlung des Herrn San'tätsraubs Dr.“
C. Rust in Grabowein Peecktenburg — wird der genaunte
Trauben-Bruf Honig immer mehr anerkannt und verordnet
umd von namhaften Autoritäten — u. A. Professor Dr.
M. Freyhtag in Bonn — als ein ganz vorzügliches, jeder
Fomlie unntbehriches Hausmitiel empfohlen. Um besten?
dürfte für den hoben Werth desselben die große Anzahl“
Atteste von glaubwurdigen Personen aller Stande gelten,“
sowie daß die größten und vornehmsten Apotheken und-
Handlungen der selben führen. Man erhält den „Teauben⸗
Zrust⸗ )onig“ ächt in 3 Flaschngrößen von der Fabrik,
sowie don Herrn Dr. W. Strauss in Mainz, feruer uJ
St. Ingbert bei J. Friedrich, in St. Zebepn bei F. P.“
Dudenhoffer und Karl Thiriot, in Saarlouis bei F..
Altenkirch, in Blieskaftel bei Apotheker E. Richter,
in Saargemünd bei Apotheker H. Kirchner, in Sulze
bach bei Apotheker A. Treffon.
—

J. —333
* 2322
—— ——

— ———
1— —2 2
3
22585
23833583
5253 353358
— 282822 —
— 855627235

———
*—3—
—————— 238537

23823523 21
* ——
752355335
1137522823
18275258
235522332—E
235 7508
223233
322—
32222575
8*33538
——

3252

—

85*
835
2555
25 8
2 2 9
5352
———
—AA
u 8— *
— 8 —1 2
—
8 526
55

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Rother und Blauer Klee⸗
samen, Saatwicken, Saat⸗
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Keine dentsche Zeitung hatte sich bisher eines solchen Erfolges zu erfreueu.

Das „Neue Berliner Tageblatt“, welches täglich in mindestens drei Bogen größten
Formats auf — weißen Papier in sauberstem Druck erscheint, verdankt seinen rapiden
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Inhalts. Solche Fülle von Material bei einem so überaus niedrigen Abonnementspreis wurde bisher
von keiner Zeitung geboten.

Das „Neue Berliner Tageblatte“, Eigenthum der Redacteure desselben, vertritt in poli⸗
tischer Beziehung den wahren und wirklichen Rechtsstaat auf breitester, freiheitlicher Grundlage; in
kommunagler die volle und von keiner Seite bevormundete Selbstverwaltung der Gemeinden; in
socialer diejenigen Principien, welche zwischen dem Einfluß des Großlapitals und den berechtigten An⸗
spruchen der arbeitenden Klassen den einzig möglichen Ansgleich bieten. Neben einem vollständigen
genauen Courszettel finden Industrie und Handel in einer besonderen Beilage eingehende Erör—
lerung. — Ein fesselndes Feuilleton bietet gediegenen Unterhaltungsstoff. 85 nächste Quartal
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achten. Abonnements nehmen sämmtliche Reichs⸗Postanstalten täglich entgegen; doch liegt es im Inte-
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111
St. WRnabert.
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der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Vei
lage), erscheint woͤchentlich permalr Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementovpreis betraͤgi vierteljährlich
Mart 20 R.Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 ppfa. fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.
*5*3 50. J Dienstag. den 28. März 1876.

—
Deutsches Reich.

München. Die Refecate über die beanstandeten Landtags⸗
vahlen von München 1 und 2, Sulibach und Kandel sind fertig
gestellt und an de Korreferenten abgegeben. Bezuglich der beiden
seßteren soll Kaffirrnz wegen gesetzwidriger Bildung der Urwahl·
—XXXL

München. Der Abg. Dr. Eugen Buhl hat den Antrag
ingebracht, für Foörderung und Hebung der Rindviehzucht in
Bayern 40,000 Mart für je ein Jahr der 13. Finanzperiode
inzusetzen. Diese Summe soll zu Dotationen für Stammzucht⸗
ʒezirke und Pramiirungen fjar Jung und Zuchwieh verwendet
derden. *

Berlin, 24. März. Der „Reichs-Anzeiger“ bringt an seiner
—A Erlaß⸗;

Die Theilnahme, welche Ich an bedeutsamen Gedenltagen bei
Meinem Volke zu' firden gewohnt bin, hat sich, wie vor Kurzem
n dem 100jährigen Gebintstage Meiner in Golt ruhenden Frau
Muller, der Königin Luise, so auch an meinem eigenen diesjãh ·
igen Geburtstage wieder in überaus reichem Maße geze'gt. An
eiden Tagen sind Mir von noh und fern, selbst aus fernen
Welttheilen, Glückwünsche, Widmungen, Gegenstaͤnde der Erinnerung
und Zuwendungen mannigfachster Art in groͤßter Anzahl zugc⸗
zangen. Je mehr Ich solche Beweise treuen Gedenkens schäge,
im so ttiefer fühle Ich mich für dieselben zum Dank verpflichtet,
velchen Ich bei der Unthunlichleit, jede Adresse einzeln zu erwidern,
fentlich zum Ausdrud zu bringen wunsche. Zu dem Behufe vers
mnlasse Ich Sie, diesen Erlaß alsbald zu publiziren.

Declin, den 24. Marz 1876.

An den Reichslkanzler. Wilhelm.

Berlin, 25. Rarz. Der nunmehr dem dreußischen Land⸗
ag zußegangene Gefetzentwurf, betreffend die Uebertragung der
xigenshums⸗ und sonstigen Rechte des (preußischer) Staates an
Fifenbahnen auf das Deutsche Reich hat folgenden Wortlaut: „8 1.
die (preußische) Staatsregierung ist ermächtigt, mit dem Deutschen
Reiche Vertrage abzuschließen, durch welche 1) die gefsammten im
Pau oder Beirieb befindlichen Staatseifenbahneu nebst allem Zube⸗
dor und allen hinsichtlich des Baues oder Betriebes von Staats⸗
asenbahnen bestehenden Berechtigungen und Verpflichtungen des
Sitaates gegen angemessene Entschäd'gung kaufwe'se dem Deutschen
Reich übertragen werden; 2) alle Befugnisse des Staates bezüglich
»er Verwaltung oder des Betriebes der nicht in seinem Eigenthum
tehenden Eisenbahnen, sei es, daß dieselben auf Geseg, Concession
der Vertrag beruhen, aß das Deutsche Reich übertragen wecden;
3) im gleichen Umfang alle sonsti en dem Staat au Eisenbahnen
ustehenden Antheils⸗ und anderw:iten Vermögensrechte — gegen
angemessene Entschädigung — an das Deuische Reich abgetreten
werden; 4) ebenso alle Verpflichtungen des Staates bezüglich der
nicht in seinem Eigenthum stehenden Eisenbahnen vom Deutschen
Reiche gegen angemessene Vergütunz übrrnommen werden, und 5)
die Ersenbahnaufsichtäcechte des Staates auf das Deuische Reich
aͤbergehen. 8 2. Bejuͤglich der im 8 1 unter 1, 8 und 4 er⸗
vähnten Vereinbarungen bleibt die Genehm'gung der beiden Häuser
des Landtages vorbehalten.“

Eifenach, 28. März. (Nat. Z.) Nach e ner vorausge;
gangenen Anzeige traf heute Mittag 1213 Uhr die Kaiserin
Fugenie und ihr Sohn Prinz Naboleon von einem Cabalier be—
Jlestet, in sirengsten Inkognito hier ein und nahmen im Hotel
Zum Rautenkranz“ Wohnung; sie kamen von Kassel, wo sie
Schleß Wilhelmshöhe, den Wohnsitz des Kaisers Napoleon während
einer Befangenschaft in Deutsshland, besucht haiten. Heute Nach—
mittag begaben sich de drei nach der Wartburg und werden wor—⸗
gen nach Weimar weiter reisen, wohrn ihre Dienerschaft vorausge⸗
Jangen ist. Die Kaiserin sieht, wenn auch gealtert, noch recht gut
aus und hat an Korpulenz zugenommen; sie war in Schwarz ge⸗
tleidt. Prinz Naroleon ist das getreue Ebendild seines Vaters;
er sießt gesund und kräftig aus und blickt ernsthaft drein.

Vermischtes.
7 St. Ingbert, 27. Närz. Ge'chieht es auch bedeutend
ost iestum, so wollen wir doch noch an dieser Stelle erwähnen,
aß von h'esigen Vereinen der Verein „Harmonie“ rüher
„Haus hieib do!) den Geburtstag des deutschen
aisers durch einen Festcommers im Vereinslokale festlich be—
jangen dat. Nach einer von warmem Palriotismus zeugenden
Unrede brachte der Präsident das Hoch! dem Kaiser, in das die
Anwesenden begeistert einstimmten. Andere Toaste und das Ab⸗
jagen valerländischer Lieder solgten sich dann während des Abends.

Kaiserslautern, 20. März. In der einer hiesigen
Fiema gehörigen Pulverfabrik bei Schopp hat nih, wie uns mit⸗
jetheilt wird, gestern Vormittag ein schwerer Unglücksfall ereignet.
dar milllere Stockwerk flog nämlich in die Luft und von 3 darin
jeschäftigten Ardeitern wurden 2 geloöͤdtet, 1 schwer verletzt. — Es
st dies seit dem Jahre 1869 die dritte Explosion. (K. 3.)

FNach einer Miltheilung des „evangelischen Kirchenboten
der Pfalz“ sollen in der nächsten Nähe von Ludwigshafen Mor⸗
monen mit Erfolg Propaganda machen. J

In der Gemarkung von Oggersheim stehen noch 1000
Tagewerk Landes unter Wasser.

Am Samstag verunglückte auf der Bahastrecke Landau⸗
Iweibrücken bei der Station Rinnthal der 19 Jahre alte Bremser
dam Mayer von hier, Sohn und einziges Kind der Wiltwe des
Zepäckirägers Maher, indemn er von stinem Bremser-Sitz herunter⸗
zützte, zunächst auf eine Stützmauer und dann noch etwa 20 Fuß
mdie Tiese fiel und dabei uͤh derart verletzte, daß alsbald der
Ted eintrat. Was den Sturz des als solid und im Dienst ge⸗
bissenhaft dekannten jungen Mannes, dessen Tod seine Mutter
jart trifft, veranlaßte, ist, wie uns gesagt wird, nicht genau er—
niitelt. (3. 3.)

F In Regensburg hatten sich zu der neulichen Einjährig⸗
Frewilligen⸗ Prüfung nur 5 junge Leute gemeldet 3. dieselben be⸗
tanden.

4 (Falliment in Mannheim.) Die Firma Detting und Co.
zeidenfabrik) hat ihr Accept unter Protest gehen lassen. Die
Jassivmasse wird auf etwas über 5900,000 M. angegeben. Haupt ⸗
netheiligte sind die Filiale der Deutschen Union⸗-Bank in Straßburg
ind die Firma W. H. Ladenburg und Co. in Mannheim.

f Worms. Hier wurde dieser Tage ein Baron d. Z. zum
Flurschützen ernannt.

f Aus Hefssen. Fortwährend laufen Berichte über Wind—
all vom 12. d. ein. In den Oserförstereien Groß-Gerau und
Nönchhof schätzt man das Fallholz auf 350, 000 Festmeter, so
zaß der Siurm kur volle 10 Jahre dem Voranschlag vorausgeeilt
st. Aehnliche Verichte kommen aus den Forsten des Odenwaldes
ind, des Vogelsberges (Schotten).

Aus Westfalen. Ein großer Theil unserer Kohlengruben
st in Folze der Regengüsse der ietzten Zein momentan versoffen
ind es wird immerhin noch einige Wochean dauern, ehe es den
Mashinen getungen ist, das Wasser zu entfecnen. Das Tagewas⸗
er verhindert — um nur einige herauszugreifen — unter Ande⸗
tem die Zeche „Warfisch“' bei Witten, „Louisengluck“,, „Heisingen
Tiefbau,“ „Altendorf Tiefbau“, Waoker Mulde,“ „Friederike“ bei
Bochum an jeder Thätigkeit. Das Schlimmste hierben ist nun, daß
hvurch das Stillstehen der Werke durch höhere Lieferungscontracte

ämmtlich fällig werden und daß äuf diese Weise den betreffenden
ßewerkschaften ein nicht geringer Schaden geschieht.

Das Berliner Fremdenblatt schreibt: Eine recht prattische
x findung wollen wir unsern Lesern empfehlen, ein Radirwasser.
velches die Dinte spurl s entfernt, ohne das Paper anzugreifen;
nan gießt ein Paar Tropfen auf und kupft sie dann mit Lösch-
ap'er wieder auf. Das Fläschchen kostet nvr eine Mark und ist
zeim Erfiadet St. Krüger in Berlin, Bergmannsir. 11, 3 Tr. zu

aben. Fälschern ist damit allerdings ein gefährliches Mittel in
die Hand gegeben.
        <pb n="174" />
        f Bremen, 21. März. Als die näheren Daten Über die
Katastrophe von Bremerhafen bekannt wurden, machte die „Nordd.
Allg. Ztg.“ darauf aufmerksam, daß es vohl am Platze wäre.
Nachforschungen anzustellen, ob die ‚City of Boston“ jener seit 6
Jahren verschollene große Dampfer, nicht ebe falls auf ähnliche
Weise zu Grunde ging, wie sie Thomas für d'e „Mosel“ geplant
hatte. Jetzt findet sich in der Chicago:r „Freien Prefse“ folgende
Notiz: „Im Ladungsverzeichniß der im Jannar 1870 auf der
Reise von New-VYork nach Liverpool verloren gegangenen „City
of Boston“ finden sich allerdings drei von Halifox nach Liverpool
durch James Thomas verschiffte Kisten Pelzwert, und es steht fest,
daß Thomas im Dez. 1870, zu einer Zeit also, wo die Asseku⸗
ranzgelder für die „City of Boston“ ausbezahlt wurden, p rsoͤnlich
in New Yock war und mittelst Wechsel 500 L. und 457 Thlr.
durch Vermittlung Hariburger und Londoner Banquiers an seine
Frau herübersandte.“

fDie Gerbergesellen von Paris stelllen am 20. dos. die
Urbeit ein. Sie hatten eine Veringerung der Arbeitsstunden ver⸗
langt, und die Gerber, welche die Forderung nicht gewähren woll⸗
jen, schlossen, nachdem ein Theil der Gesellen die Arbeit eingestellt,
hre Gerbereien.

F Mostau, 20. Marz. Der Prozeß Strousberg, der ur⸗
sprünglich im Februar vor die Geschworenen kommen sollte, dann
auf den März vertagt wurde, zieht fich in's Unabsehbare. Die
hereiis abseschlossene Untersu Hung mußte wegen neu eingelaufener
Denunciotionen über Betrügereien des Personals der Commerzleih⸗
hank wieder aufgenommen werden. Die Verschleppung des Pro⸗
gessez läßt Strousberg hoffen, doch noch aus der Anklage ausge⸗
jchied n zu werdea. Sein Anwalt hat gegen den Strousberg be⸗
— Theil der Anklage Appell eingelegt. Die Untersuchungs
abe füllen drei Quartbünde.

4Bei Leba sind in den letzten Tagen eilf Menschenleben
perloreri gegangen. Am 15. ds. Mis. dei mit Schneegestöber ab⸗
wechselndem orkanartigem Sturm strandete 143 Tkeilen westlich
bon Leba bei Dambee ein auf der Reise von Swinemünde nach
XEV
des Schiffes retteten sich in dem größeren Boote sieben Mann, da⸗

zegen ertranken leider der in einem kleineren Boole mit seiner
sungen Frau befindliche Capitän, sowie vier Matrosen, da das
Boot, als sie soeben vom Schiffe abstießen, umschsug. Zwei Tage
»orher ertrank gleichfalls ber stürmischer See die auf einem Lachs—
anglerboot defindliche Bemannung desselben, aus fünf Fischern be⸗
tehend, darunter ein Familienvater, auch in diesem Falle trug
das Umschlagen des Bootes die Schuld.

F In Charleston, der Hauptstadt von Sübdcarolina, ist
am Montag früh eine Feuersbrunst ausgebrochen, welche sich bei
Südostwind und Wassermangel rasch ausbreitete und den von Co—⸗
umbus Street, und Rogers Alley, St. Philip und Perchy Street,
Washington Racecourse und der Südcarolinischen Eisenbahn um—
chriebenen Bezirk in Asche legte. Hunderte von Leuten sind obdach⸗
los. Wahrend der Verwirrung drangen Negerbanden raubend in
viele Häuser ein.

FUeber d'e culturhistorische Bedeutung und Wichtigkeit der
Anzeigen belehrt uns der Americin Stationer; er sagt: „Wer Ge⸗
schäfte machen will, ohne es durch Anzeigen bekannt zu machen,
verfährt wie der junge Mann, welcher ein hübsches Mädcher liebt
ind ihm im Dunkeln Handküsse zuwirft. Er weß was er thut,
er sonst Niemand“
Hienstesnachr ichten.

Der Landzerichtsschreibet RXRav. Anwander in Waldfischbach
vurde auf Ansuchen in gleicher Eigenschaft nach Rockenbausen der⸗
etzt und der Gerichtsvollzieher Friedr. Ball in Kandel auf Ansu⸗
hen zum Landgerichteschreiber in Waldfischbach ernannut.

Die Einnehmerei Obermoschel wurde dem Rentamisgehilfen
Ph. Stoctinger in Grünstadt übertragen, auf jene zu Kirchheim
. E. der Einnehmer L. E. Leonhardt von Nußdorf auf Ansuchen
ersetzt, die Einnehmerei Nußdorf dem Polizeilommissär G. Rofer
ind die Einnehmerei Konklen dem Cinneh mer⸗Kand'daten M. Lang⸗
zuth in Kusel übertragen.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Deme z.

BBRùRùRB———2—
— —

Gänzlicher Ausverkauf.
—X Filiale auf hiesigem Platze wird bis kom⸗
menden

J. St. Ciolina &amp; Söhno.
Ecke der Landauerstraße in Zweibrücken,
empfehlen für de Frühlahrs- und Sommersaison ihr vollständig
ortirtes Lager der neuesten
*
Damen · und Herrenkleiderstoffe,
dwie eine reiche Auswahl
Damenkonfecdtions-Artikel,
as: Dollmans, Antoinettes, Fichus, Talmas
und Regenmäntel,
nach den modernsten Formen.
Roiher und Blauer Klee—
Welenn manung samen, Saatwicken, Saat
Ist du bahoiserische Sueuer hafer ist zu dertaufen bei
Frhebung pro J. Quartal 1876 M. Thiern
angeordnet.
Die sämmtlichen Steuerpflich—
ligen werden deßhalb aufgefor⸗
dert, mindestens ein Viertheil
hrer vorjahrigen Steuern sogleich
an d'e Einnehmerci zu entrichten,
uind wollen hiebei zur Quit⸗
ungsertheilung die vorjährigen
Steuerzeitel vorgelegt werden.
St. Ingbert, 27. März 1876.
Die kal. Steuereinaehmerei:
Meragaler, Stillvertreter
Der Vorschuß-Verein
St. Ingbert
(eingetr. Genossenschaft)
hitiet diejenigen Mitglieder des
neteins, welche ihre Stammrate
»on M. 600 — voll bezahlt
jaben, die von der Generalver⸗
ammlung genehmigte Dividende
von 800 von Morgen ab an
inferer Casse ia Empfang neh⸗
neun zu wollen.

15. April
aufgehoben und verkaufe ich, um mit meinem Lager schnell
und gänzlich zu räumen zu
bedeutend herabgesetzten Preisen.
Besonders mache ich auf mein
großes Lager
Pamenjiacelcen, Rädehen-
TaImmaꝰs, Regenmainteol eto.
(Neuheiten der Saison)
wnufmerksam, welches ich zur geneigten Ansicht den geehrten
Damen besteus empfehle.
Auch habe ich mein Lager in

in

Confirmandenanzügen
pr. Anzug von M. 13 an und höher
auf's Beste sortirt, und bringe solche in empfehlende
Erinnerung.
Gleichzeitig bemerke ich, daß mein
Geschäft in Zweibrücken
unverändert fortgeführt wird und bin ich, da ich dagsselbe
in letzter Zeit bedeutend vergrößert habe, in den Stand
gesetzt, den Anforderungen meiner werthen Kunden in jeder
Beziehung Genüge leisten zu können.
Hochachtungsvollst
B. AOXERMANN
St. Jugbert Zweibrücken.
neben der kath. Kirche. im Mühlgäßchen.

—(FEPBEPCCDOCC
Nedaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Jagbert
        <pb n="175" />
        282
223 553
5355338 4
2 35
—A 28 38
* 328332 2* 2823
—A 228 —53
553357 —— BE — 255
A 3333* 32*
828 * 2 535337 335
8* 2855538 388 —25535338 35
222 33 32 — 235 *83
32335 286528 — 55 22
u —A A 3 3 — 238
3328 36585 —— 285
282 J— J 2 — 8
2583332835 O 3 3283 5388 53 ** 8
22 38 *— —7 8 — — ——33 * * 3
—— —5538 J 238
2228 — — 2* 5333 7 22 238 22 525 2.55 * —X
3533531 —— s383388 —— —— 26 25 3223
2535 z328233 5528 J 23532 3ES 25
3333555 »5c553 22335337 s*: 5* * 35 35 ——— * 3
32238 52225 —XW ——— —— SE2 * 23323 55
32** — A * 25 5 —AV 335357 5 2
* — A 6 538 —— * 25538 232 22 3 3
8 —— — 8 353335 533523 133535
5 335588 73 825: 335357* 3583333
5 —XÆAd 5 13578 * 232353 — ——— 22
— 5883 2 — 33332837 — — 1538 —
— 17 82 — 28 227— — 237* —F S —
8 33388 5853558* 2 —A *2 324* 332383 *2838
— 23 4 D2 2* 22 3325 —— —— 3333858* —A 78 cz8 5*
—A— —— 55335 J33 5 323 355338 32258
⸗ 5 2 23* 33586235 5 —— —
8 —z55 2 —23 38 35525 225 8 22 3335 2 233535
* — — 7 52 —— 3 ———— — ——— 33323 52558 —— 32
2 — 235 3535535 5535 5**
* —A—— —— 322 38 3253337 — 0
5338
3823588 —— ßs5833 235558 3558 33 333255
3838588 23 * *2 3238 2535 8 — * 3 —
5 28 258 * — 5538 132535
— 22*817 333533 8 2853 * 3355
8 0 ** 2333238 5 52 22* 3
J
338 5*58 8 —— 338 — 5 2 —— S 2
25 5555 25 532 . 3 G
— * — — 83
3z258
a — 2 o“, * 5233 * 22
—
— 253 8787353 * ——
33338 — — 2
——
J—
8 —
633338
3 * 2
5* 2
A —
* 882223425
222 85
— 5 353 3*—585 z555335*
— 22223 3 — *— —A
— 38 —
—A s333— 83 235*223
535 3z355 535538* — 222823 223 2
5254 — 5 92 —A 28 —— 52255 —322 — — „5—35
—AI 3532 32 2 255 73 325 55E525 —235322 — 222
55325 3535 232 3372 53333513538 35333335 —2885
E— — 8 28 3 55 —3 *
— 528 — 222 — — 2 * 3383533525— — 25
22 2 2 22 2228 —*—5—53532255 * 22558 52
— ——2 22 28 —A 255 — 85—575 2835 2538227 2— —m
2 2 3 3 227 5352875 8 * 2 ——————
— 2558 222 —E * — B — — *
3 * 2 —— 55852 5 3 5 2* 2
558275 3 8 — ———— 5*225275 538 —— 2 333
—2 2 5 ·MH 33 J— — —A— 532 —e 2 S8* —
— —A z25 28 — —— 25 33—3355853 55 —
533575 2 — —A 525 352522 58233 383332*
585*25 28583 —2248 * *5532383 2 — 3355 3
3 5X 22 522 2 — B—— 822 2 58 —*
223285 25 —58—— 2 8 — 5 25533238 S, S
»53385—385 — 5S582 —— — 3E55B S ——
—252522 5 282* 2232— —A 5555 3— — —
14*22338 — 252 222 55* 2 O — aa · 55332825
5 8 —A * 32 5— —n3 28275 3233553 —z235 52835282
22 2550 22. 2 7. 32 5 — S23 2 —
—A— — *25 525 5—5—2 8 — — 2
*6 —A — 552353 — ——3235232 — 222868 55 23385323
2. —— 8— —— * —2 2 2 7* 32 5323 — —* — 8
35358 ——— 2822 —A 25 33353 55335 *57 5 532232
— —— — 3 — 8 —— —
— — —— 32582 525533338 8 —325 338227
3383338 735 5837 5333253335378 2753383 —53233
253535 3 *—* —— 2 *22 238 *53555*
52357 —353 * 2 22 2 5222 A— *538223 5 0
583 — 1233233 ———— s2» 553133535
—22 D — 8 — 2 —* —28 2 —im8 —B3835523* 8 8 8
——A 5333 3373 5 83 —
2 — — 55 *552 ⁊ 2 28 5 32258
337 5——38 8 822 33 35523 357
2255 55785 . —582 —3558 »7—7 33 , 55325 —
2 * 22* — — 8* 325 — — — *
z —232—34
55233 —5223 55ẽ J— 5S 5
7 27s663
—A —
2 254

* — ——— —— 822
2 — —z323235323—58 . 2322 228222228 2
—7 22 * — 52*25 32 22 —A 85 323532 222 —XRMALNFXV 2235 32
2 335353 335 833 —333 3 33 535153
23
25 7 3 3332383 —3358380 2338357853 3338
222. 333253 13 355323235 s3s55353353313 —52383— 5513
—77 2* 2* — — —A * — 3* — — — — 2 3
3 33 3 8333 573538
* — — — * 22 F 3 8 * — — * 5 — —
* z25532 52355373235352353533 23255 —53— 2335233 2255
32 —5 — 255515 —— 5*2 —— 8
32 368 — 2 2 2382 2883 —5333835 38 2222
25 — 57* —* 2* 8 —8 * * *
— 53—3—35338235 — 5532372* 2573
2 2— 5 2 2232 — 5 — 8 z222* * ———— 5238 —A
— —— 5325323 2 33235 252527 33828
— 8 ———8 ———5— 3332228 352388 3 23 2323*
222. 3 3 —835*28———248 — 555 —53232 2328353 3335
3 —3335——3—— 255 53 33 333553 332538
523 53 — 38* 7 2 2 525 — F — * —
—355553 — 4335—223135 25333235335558853 —3283 —233235
2 — 2 22 — 25 —53 ꝓA 2
8333333—36353 53355 38 78
* * 3 — * — — 83 — 2 —
5323253 —332—33533553335 233553335 53285 ——
225— 537222237 223——53—5553883—25 —A —— —2
553353 3—67 7 3 333 22255
2 * A 2** * 2 25527 — 83822 8 —
2*528 2 538 2* 528338325 5—z—225 5 —2325
—— 2 — —2 285 — 2 2 8 5 * S —z? 2*
—— 25 35 2 535 2* —XBR 5 0 2 —z— — S22 ⸗ 22
5 333523353385 3338 —33338 22533
* 22 —8 — — 3— *222 —⸗ aß 32 2
— 9 * — 25 2 8 —58 5 58 2* ** 5283
83 AAA—
ẽ * 8 —3*
* *
22223280 —2223
222 — F* —A — 22 282222 d 8 n.
55533838373532* 5733 5 3335353525335 —A— ——
2 555555583 5250 2765 — 353— 835355 ————
—J — 25 — 57— 553532833—* 55888255 233823
852522 2538 53272232 —— „G5287 3 * ** 2*
525332837——353 2325 5332328 53355325 2858158
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— — —— — —3 — * 522 2 5 * —— * —3—
S55 88—533 52 6—2535 26555 332333 533555
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3 25535353 23392333 522537—
5.2 — 3553*53835 — 23333 578
538233 583 38 36 558053532
S 38—333337 528723
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58* 7533338* 227 —— — —— —— R —A— 8 53 22
315 —35 3 5257 5 ,53258 * — T 2225 752 5 5323
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*38 5222 — —— * 23 27 25 S — S ð7 *
25282 —23 2,713—533373— 23722 275254.5 — 22* 53272 *

—AA — 25 85 37723 — — 2 22 — m*5. 7 55 * — — 3 —52 S
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* — J— —* —F 583373 — — 2—
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—— 3533523333
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2332 353 353 3533352 333 38
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        St. Ingberler Anzeiger.

ιαSO—Ê
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöoͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblati, (Sonntags mit illustrirter Vei
lage), erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Ver Abonnementspreis beträgt vierteljährlich
Mark 20 R.Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärta mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 51. Donnerstag. den 30. Mar 876

Feutsches Reich.
Kaiserblautern, 29. März. (Pf. P.) Die 8 wefflichen
orotest. Dekanate der Pfalz haben zu ihrem Vertreker im Landrathe
en Pfr. Krieger in St. Ingbert, zum Ersatzmann Del. Rucd⸗
eschel in Lauterecheu.

Muünchen. Ueber den Hundesteuergefehzeniwurf kam der be⸗
reffeude Ausschuß der Abgeordnetenlammet zu den Besdiuß, daß
on jedem über drei Monate alten Hund ene Steuer erhoben wer
—AV
die Staatskasse fließen. Nach langerer Debatte, od von den
nännlichen Hunden eine größere Steuer als von den weiblichen
zezahlt werden sollte, wurde beschlossen, daß letztere in einem und
emfelben Orte je gleiche Hoͤhe haben. Ebenso rief die Classi
jcation der Steuer eine lebhafte Bespeechung hervor. Da die Zeit
ierbei sehr weit vorgerückt war, wurde beschlossen, die Debatte zu
zeendigen und die Feststellung der Classificationen für die nächste
S'tzung zu rerschieben.

Wie der „R. Corr.“ erfährt, haden sich anläßlich einer Be⸗
athung des von 14 Vtitgliedern der Reichsjustizcomm ssion zu dem
cniwurf eines Gerich sverfassungsgeseßes, Titel Rehisanwaltschaft,
ingebrachten Antrages neuerdiags zwei Drit'el der pfalzischen
XEEEXR

Berlin, 27. März. Der Stuatsrechnungsabschluß für
1875 wieist einen versfügbaren Ueberschuß auf von 15,793, 121
N. Aust der Kriegskontribution und an vom Landtag bewilligten
Heldern find im Ganzen über 113 Millionen M. im Extraordi⸗
sarium vorhanden. Der Finanzminmister erklärt heute im Abg.⸗
daus nach Mittheilung der vorstehenden Ziffern, er wünsche bal⸗
jigste kräflige Verwendung der be villigten Mittel und hoffe, daß
vieselbe dem Laede zum Wohl gereiche. Die Kammer begrüßie
Fampzauscas Aeußetungen mit lebhaftem Beijall.

Vermilstßtes.
* Neustadt, 27. März. Die heute im ‚Weinberg“ in
haardt abgehaltene We'nversteigerung des Herrn Löwi, zu welcher
ich eine grobe Anzahl von Liebhabern einfand, zeigte, daß krotz
ver allgemeinen Beschäftäflauheit immer noch Käufer für gute
Waare zu anständigen Preisen vorhanden sind. Im Ganzen wur⸗
den etwa 70 Fuder zugeschlagen und votirten wir: Diedesfelder
1874er ju 360 — 460 M. Haardter 1874er zu 650 -810 M.
Himmeldinger 1874er 620-720 M. Mußbacher 1874er zu
300 - 6560 M. Köonigsbacher 18740 zu 6650-1050 M. Rup˖
dettsberger 18740 zu 740 M. Forster 1874r0 zu 100 M.
Ungsteiner 18740 zu 6800—-790 M. Köonigebacher 1870.0 660
M. Königsbacher 18755 3830 -390 M. Hiervon geschahen nur
2 Zuschläge, es schienen dazu wenig Liebhaber zu sein. Obige
Beese versteben sih per comptant und per Fuder oder 1000 Liter.

F Die landwirthschaftliche Winlerschule für die Pfalz, welche
‚vor nunmehr 10 Jahren als eine Abtheilung der Kreisgewerbschult
n Kaiserslautern gegründet wurde, war während dieses Zeitraums
in ihren beiden Cursen zusammen von 143 Schülern besucht; dite
neisten derselben waren aus den Bazirksämtern Kbiserslautern,
domburg und Kirchheimbolanden. Im vergangenen Winter zähl:en
deide Curse zusammen 22 Schüler; der Unterricht begann im No—⸗
pember, die öffentliche Prüfung welche denselben abschleeßt, findet
un 31. März statt. Zweck der Schule ist, den Söhnen von Land⸗
virthen zu einer Zeit, in welcher sie in der elkerlichen Wicthschaft
intbehrt werden können, anknüpfend an das in der Volksschule
krlernte, sowie an das in der Pcaxis Effahrene, allgemeine und
jachliche Bildung angederhen zu lassen. Die Kosten des Besuches
der Schule Aelaufen sih für den Sch ler auf 246 bs 349 Mark.
Unter 15 Jahren wird keinec in den ersten Curz aufgenemmen.

Man meldet' aus Saargemünd, 28. März. Zu den
im 31. Maͤrz und 1. April d. Is. dahier Statt findenden Fest⸗
ichkciten gelegentlich der Feier des 100jährigen Jub'läums deduk.

hayer. 5. Chevauxlegers⸗Regiments „Prinz Otto“ ist bereitt fol⸗
zendet Programm aus gegeben: „Am 31. März Caroussel Abends
3 Uhr: Abendessen der Mannschaften. Abendunterhalung der Unter⸗
fficiere. Nach dem Caroussel Reunon der Festgäste und des Offi⸗
erconps. Am 1. April Tagreveille mit Musik. Große Parade;
yestmesse. Nach der Parade Festessen der Mannschaften und der
Unterofficsere. Abends 5 Uhe Banket der Festgaste und des Officier⸗
orps.“ Zum Feste selbst erwartet man eine große Anzahl von
Bästen der hohen und höchsten Kreiste.

Die Bierbrauerei des Königreiches Bayern wird auf der
Beltausstellung in Philadelphia durch folzende Uussteller ver⸗
reten sein: G. F. Böitinger in Würzbutg; L. Geisel in Neustadt
i. d. H.; G. Pschorr in München; baverische Actienbrauerei in
Ischaffenburg, Freiherr von Thüngen in Weißenach; H. Welz,
Thr. Sich in Speyer.

fMünchen, 27. März. Der ehemalige Bedienstete der
Spitzeder jchen Dachauerbant, Johaun Gröbmaier, der anfänglich
13500 fl. besaß, bei dem aber nach dem Zusammenbruch des Sp'tz⸗
der'schen Geschäftes in 3 Kassen ein Vermögen von ca. 105,000
4. in Banknoten gefunden ward, das er durch Spelulation und
xr parnisse erworben haben wollte, wnrde — nachdem zeuglschaftlich
ijachgewiesen ist, daß die betreffenden Werthpapiere größtentheils
ee Spitzeder'jchen Bank übergeben worden waren, von dem kgl.
gezirksgerichte in eontumadiam wegen Diebstahls zu einer Gesammt-
trafe von 5 Jahren verurtheilt. In dieser Strafe ist eine früher
aisgelprochene Strafe von 14 Jahr wegen Diamantendiebstahls
nit inbegriffen. Adele Spitzeder konnte zu dieser Verh ndlung
v gen einer vom Anstaltsarzte konstatirten Lahmung ihres Körbers
u der Siztung nicht erscheinen. .

F Duell. Ein junzer Engländer, welcher das Politechnikum
in Darmstadt besucht, wurde vor einigen Tagen in einem Duell
ruf Säbel (bei Gerngheim) gefährlich verwundet.

F Die ‚Berliner Volkszeitung“ schreibt: Eine Anzahl von
Abzeordneten, die bis jetzt ein Doppel ˖ Vdandat, zum Abgeordneten⸗
ause und Reichsstage inne haben, werden auf eines dieser Mandate
ür die nächste Session verzichten. Im Abgeordnetenhaust sißt u.
I. ein Abgeordnettr, der dem Landtage, dem Reichstage, dem Kreis⸗
ind Prov enziallandtage, der Prov'nzial⸗ und Generalsynode ange⸗
ört, zugleich Amtsvorsteher, Standesbeamter, Vormund und zur
Zeit Geschworener ist. Mehr ist von einem Sterblichen wirklich
richt zu erwarten.

FCofsung einer schwierigen Frage.) Vor der franzosischen
stevolution war das Elend so gestiegen, daß die Selbstmorde in
haris von Tag zu Tag immer mehr zunghnen. Die Regierung
lellte die Preisaufgabe: wie den überhandnehmenden Selbstmorden
mm besten Einhalt gethan werden köͤnne? — Am folgenden Tage
um ein Brief an die Rezierung mit der Ausschrift: „Patriotische
ösung der gestern gestellten Preisfrage.“ — Voller Neugierde öffnet
jan den Brief und fand folgende Worte: „Die Regierung möge
numsidßlich dem Volke beweisen, daß auch Jenfseits eine eben solche
stezierung, wie in Pacit, bestehe, und — es wird sicher Nemand
nehr einfallen, sich selbst das Leben zu nehmen.

F Die Franzosen haben eiwas gan; Neues erfunden, um auf
»as darbarische Gemüth Eindruck zu machen. Zerr de Braxza,
der Führer der Expedition nach Senegal, trägt in seiner Tasche
aine elektrische Batterie, welche mit 2 Ringen an seiner Hand und
nit anderen an seiner Person vertheilten Appiraten in Verbindung
seht. Wenn er mit einem Eingeborenen Häaupiling Händedrücke
vechfelt, wird leßterer sehr erstaunt sein, denn die klettrische Er-
hütterung wird sich seinem Arm mittheilen und er wird um das
daupt seines Besuchers Bl'tze zucen sehen.

F (deitere Zustände.) Man stchreibt aus Scetastopol: „Da
der Adriinistration der Asow-Sebastopoler Eisenbahn pfötßzlich die
Belder auszegangen find, ertfernte sich das sammtliche Personal,
und der Verlehr auf der ganzen Linie, 100 Werst wurde eingesiellt.“

(Herrathstkandidatinnen.) Vor einigen Tagen war
n einem Mailänder Blatte folgende Annonce zu lesenn: „Ein junger
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        Mann mit quter Anstellung, die ihm jährlich 10, 000 Lire abwirft,
wünscht sich zu verehelichen, Passende Anträge mit Beilegung der
Photographie beliebe man an die Adresse R. N.zu richten.“
Schon wenige Tage nachher befand sich der Annoncirende im Be
sitze von nicht weniger als fünfürdsechszig Heirathsanträgen mit
eben so vielen Photo zraphien. Der junge Mann richiete/ sogleich
an jede dieser Heirathskandidatinnen ein Schreiben, in dem er iht
mindeilte, er wäre nicht abgeneigt, sie zu ehelichen; doch wünshe
er dor Allem, sie persönlich kennen zu lernen. Er bitte sie daher
inständigst, von ihm einen Sperrsitz im Scala ⸗Theater für Dien⸗
stag den 14. März anzunehmen. Er, der Heirathscandidat, werde
sich in ihrer Nähe befinden. Am Abend des 14. März waren
die Besucher des Scala⸗Theaters nicht weaig uherrascht, als fie die
meisten Sperrsitze in der mittleren Abtheilung des Parterres mit
jungen Mädchen besetzt fanden, die alle auf's elegantee gekleidet
und geschnückt waren. In einem Sperrsitzt vor dielen Mädchen
saß unser falcher Heiraihskandidat, der sid von Zeit zu Zeit um⸗
drehte und über die hnier ihm si genden Ehekandidatinnen Revue
abhielt. Es dauerte nicht lange, so erfuhr das Theaterpublikum
die Geschichte dieser Annonce und deren Folgen, worauf sich im
Hause eine große Heiterkeit entwickelte. Die armen Opfer diejes
sDlechten Wißes aber beeilten sich, so schnell als moͤglich aus dem
Theater zu verschwinden.

Der Lehrer.

Tief in nächtlicher Schlucht, durchbrodelt von höllischen Flammen.
Hebt sich dei Minos Thron, immer von Seufzern nmischwirrt
Finfler schaut er und streng, da nahte sich zitternd ein Seelchen,

Weii es so federleicht, schenkt ihm Charon den Lohn.
Bor des Gewaltigen Blick verschwand es fast in das Nichts hin,
Als er zu fragen begaun, flog es wie Blättchen im Herbst.
Sieh mir,“ rief er und sprich: wer bist du? was für Gewerbe

Triebst da oben am Licht, bist du dir Sünden bewaßt?“
Nengstlich den Rücken gekrümmt, begann zu säuseln das Seelchen
7AQuaben das A BC lehr'' ich um elenden Sold
Droben im deutschen Land, und s dwang ich zu heftig die Ruthe
Hall' mir gnädiglich fern zoruiger Furien Hieb!“ —
Zanfles Lächeln umfloß de Lippen des grimmigen Ritlers;
Cerberus selber schloß grinsend das wilde Bebiß.
„Was? Sqhulleheer und Deutssüer daza7 Nicht ist es zwar Sünde

Aber ein Unglück doch, wem es auch immer passirt!

Dort in Elysiums Flur, dort sei du ewi, gebellet —
Deutscher und Lehrer dazu! Wahrlich, du büßtest genuß!
Daß dir aber gewiß der Himmel verde zum Himmel:

Was du erlebt, vergiß, trinkend letheische Flut.“

(Aus dem disch. Dichterwald) Adols Pichler.

pÊů
42 42.
DNrbanntmachung.
zaititaär Ersatzgeßchäft pro 1876,
Musterung und Loosung der
Militärpflichtigen.
Gemäßss 61 Ziff: 2. der Ersatz. Ordnung wird zur allge⸗
meinen Kenntniß gebrocht, daß pom Donnerstag den 20.
April bis inschließlich Dienstag den 258 April
nahshin die Musterung, am Minwoch den 26. April die
Verhefche'dung der Zurücksteüungẽgesuche und am Donnerstag
den 27. April die — der Militärpflichtiges für dab
lautende Jahr im Saale des irthes Martin Schmidt
zur Jägersluft an der Commwiger⸗ Straße dah er, cäglich
Htorgens präeis S Uhr, staufinden wird.
oir Mufterung hat jeder Mititärpflichtige der Alters⸗
asse 1806 und früh rer Altereklassen, wetlcher durch das
betreffende Bürgermeisteramt eire Gestellungszordre ethalten
ird! zu erscheinen und zwar an dem Tage, welcher
in der Gestellungsordre angegeben ist. Wer
wegbleiben oder bei dem Aufrufe feines Ramens im Saale
nicht anwesend sein sollte, hat seine Verurtheilung zu einer
Geidstrafe bis zu 30 Mark oder zu ener Haftstrafe bis zu
Z Tacen, sowie die Ausschließung ven der Loosung und
unter Umständen seine sofortige Einreihung als unsicherer
Militärpflichtiget zu gewärtigen.
Zu der Verbefcheidung der Zurückstellungsge⸗
fuche am Mitwoch den 26. Aprilrnt welcher auch die
Entfscheidung über die Gesuche von Reser⸗
visten, Ersatzreservisten und Landwehrmän—
nern um Versetzung hinter den letzten Jahr
gang der Neferve vder Landwehr verbunden
Herden wird, haben nur Diejenigen zu erscheinen, don
Helchen solche Gisuche eingeteicht, worden find.

In Was die om Donnerstag den 27. April statifin⸗
de de Loosung betrifft, so ist es den Pilitärpflicht' gen
freigestellt, ob sie zu dersel en erscheinen und ihre Loos⸗
nummein selbst z'ehen wollen oder nicht. Für die Richt⸗
aischemerden wird ein Muitglied der Ersaßkommisuon die
Loose ziehen.

Zweibrücken, den 24. März 1876.
Der Civilvorsitzende XF
der Bezirks⸗Ersatzkommission
5chäfer

Bekanntmachung. Die peuessen J
Dare Geir bon 13. diarz Sommerkappen,
. J. ist die provisorische Steuer· sow'⸗ die beliebten
ẽrhebung pro J. Quartal 1876 Gtheiligen Kappen
angeordnet. fiad soeben in großer Auswahl
Die Jammtlichen Steuerpflech⸗ indettoffen bei
gen 33 dethan I HSEM. Fischerm.
dert, mindestens ein V'erthei —
hrer vorjährigen Steuern sogleich —*— dee
an die Einnehmerei zu entrichten e
ind wollen diebei zut Quit. Frau Dr. FRinoic zu
ungserrheilung die vorjahrigen ,
Steuerzettel vorgelegt werden. ee,
5t. Ingbett, 27. Marz 1876 u
Die kal. Steuereingehmerei:
Mergler, Stelloertreter.

Von Same⸗
tag Abend ab
Müncheuer
Salvato⸗
vom Fas
im Café Oberhauser.

Lriegerverein.
Alle d'ejenigen Kameraden,
velche den am Sonntag, den
2. April in Homburg stati⸗
indenden
Verbandstag
zesuchen cder sich au dem Mit
tagessen betheiligen wohlen,
vaben sich rechtzeitig bei dem
Unterzeichnelen oder bei dem
Nereinsdiener Becher zu meiden.
Der J. Vorstand:
Fischer.

Dienstag, den 3. April
wird der Wesher am Ritieksho'
gefischt
und wird von diesem Tage ar

Fisch abgegeben.
Ein gutes
*
Klavier
wird zu miethen gesucht. Nähere
auf dem städt. Gaswerk.
Die Ziehung der
Berliner

Flora-Lotterie
undet mit ministerieller Geneh⸗
migung am 15. Juni ds. Is.
tatt. J. Friedrich.
Ginige Loose sind noch
porräthig.

——
Frucht⸗ und Brodpreise der
Stadt Zweibrücken vom 830
März. We'zen 10,47 Mark
Korn 8,12 M. Haser 8,44
M. Weißbrod 193 Ko. 52 Pf
3 0. Kornbrod 66 Pf.

V. n.
Vorschuß⸗Yerein St. Inabert
leingetragene Genossenschaft).
Da bei derx du 27. v3. Mis. vorgenommenen Neuwahl des
Verwalmungsrathes rur für 8 Mitglieder die statutengemäße Stim⸗
menmehrheit erlangt wurde, so wird biermit eine neue
Genera vwer ng
auf Montag, den 3. April, Abends 8 Uhr, beĩ Herry
Ferd. Oberhaufer anberaumt, um die engere Wahl des noch
fehlenden 9. Verwalkungsrathsmitgliedes vorzunehmen.
Der Verwaltunesrath:
ez. . AiX-Vorsitender. —
Nedaktion Drudk und Verlag von F. X. Demeß in Sh Ingbert.

Meinen geehrten Kunden in St. Ingabert und Umgegerd
zur ergebenen Anzeige, daß ich meine
Tanefen une Rordduren

Muster· Colleotion
Herrn Fr. Stutzmann in St. Ingbert übergeben habe, d'e—
jelbe ist mit meinen festen Preisen versehen und ist genann
ler Herr gleich meinen übrigen Hesren Agenten befugt, bei Ab—

nohme groͤßerer Bestellungen Rabatt u —XL

E. r,
Tadetene und Dacorationsgeschäft en gros u. en detai
in Soarhrücken.

emWyet. Iesatctactne
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        * 222
2334 *
22 2
2355755515553355
222 535355553855 2353233
—5315 2—2 — 75
38332322 Sa 38 558
S * — *3 —
2 — 53328 25828 —— 522338355
* 22 223 2332 328373 — 28 32555— 333355
525 —3—33228 s323338573 3 —8* 522325 —z553
z33533335375353 s35535735537
2283 —2 55355 2222 7 28 — 32*8* —A — 22
3
7 33*33533233 28 7 — —— —523 8 33522 — ——— 2
22528 33 533—3327 — 55333783 3335752
52 —X —AA * 3*2 —F 5 2* 228 cx 8 *5 82 8 22 2
———— ——A 254 S 3 33388 * o — * 2 82855 72
*2* TSES — 207 — 25 3 2 — 35855575
*5 522 — *227 76 —2 — 253355 222 582347 28 — 2 3—
7 — 2 5 —5 — 2* 25552.5 * 40 32 5255 —7 8 T 5282233
5353832 —A —— * 3 3233233r 3823533 95323 ——
—5 —A ———— — 32352 —2 55858 — 25 2582 3 553 2355
—325 8* 5* 85 522 — — — — —3 283 3 232 3.8
2 —— —— —52*25 55 — 35 * *25 555 2 . S
——— x3 7 —A 8 2255 823 * * 525 —— —3
8 3 3 22 —ãA 535 z752 7521 5583388
——— 28 — 233385733 7 üSZ0 — 385 — 22 2* ————— —A
8 33585 z 28223358 ——— 5*—S 328* 55*2 2w335 2—z —8375
—AxX 545 *55—338 352 53222 5522835323* SE. 285 2 —2—5 — —52 3
253* 251533* 555 8 —— —— 2 * 522* —— F
58 8 —5— 22 35327z83373387 5—2758
222 — 8 —A—— 2 8 5* —8 — —— 52 — — 52
2568 333637385 33855 5555875* 22 2353233235 2 2
2 —x55353*2532 —A— 2255 8B83—3 s502 573 —5 2* ——228
——7 22 S 8 —— — 233282 2 7 3 22* 25*
* 43 5 — 132 382 ——
⸗ 5225 —2— 2 786* 2 —58* 83.33 —* 2 — 222
233335635 —A—— 5255533587 15 338
2z53335 33 25 — —*88 * 33 2438 52322652
— 8 2 52 *S 3333
* — 325 —— *
—2557, 335325* 52* — — 2 5 353.228
4 * 5 S * * — 2* —A —
—A z82 2238 5 5 —
9 — 5—258 * — 322 22322*
—33s57383*3338
—532 55585
32 5
55—25522
8 8— —
2 — »D224
33 535322—5S7
5355 22 — — * — 322* — — 22 24
335 3 3333 25
3333353— — — 53372 ——— — *2—33258 1135355
z33336532535 s 3 33235357532 332,5238 52585 53358
3383183333353 5532842
s385 * 2 33*
22 S220 S 7 — 22 S — ——8 * —* J s *
2 —2 2 528 — — — * 5 2
3 53 3365355 552»5553 62228
333333357 285335—3533 557335285337* 551 —— ——
S A — 22 —25 3 —A—— — 35 —2 *
— —— 238353s552s* 353533525353 5 8
388— 8353335* —— 23538—3 7*32835 22522
2 8 * — — * 2 — 1 «
2353357 3s8357577333373535* 7555333*3535338 755—55
5— —X —3— — 33 328 2 5335 z55—32* 22 5232 2
— —ã *283 233* — 55 52z.. 5. 5* —AA—
55 —23353532 — 358437 52383 — —— 33338*
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———— —«(c212c —— 23352 —53233 —5 S—3532 535*
23332 5337553535883855 322 83 5 —22 — 8 . 38333
33838333358 3 233 3253
* —n — —— — 53535335323 5 2 7 23 3
5325* 3685 2*2 855 25222 225 2 — — ,
—— 23235 3— 38333633357 5233332538* 255358 X
2888 — 25285 — z23522825 321532 —A — ——
* 582538 532S 532 22 353.853385 32 * S 5328 —* * ——
5237 3238 53 2333256333 215553888 22 3222
3z2533533353—— 33832 3828 s 33832 2
— F —
2—8 — — 53z288
2* E — — 2555323 3525 —— *2 —
* 223 38 — — 23 —— 322 * — 5 —
822 m — 3 2*
— — 2z3333 3348
—

* —82 — ——223223232
— 2—22—3 * 2—22—— 22323 22322338 22233 72 52242 8 3 32*
3336—331 333333 36332
*8 5 * — — — ——— 2
5 ——5 3—5 —33335 3238352 —332,3835353327*
— —
55 —z238532352 33 *5522 — —c22 —— — 22 52555
2* — — — 8— —25 7 W * —Z — ——* J 5253 2835 —— e — xSI —
33732—2832 7235358 — 3—335 ——5 333—377*
582 552338 5388335233555 58 23 —33 — 53— 35353332533
55325 52—2223—3—3—3835—53233 737 — —
—23222358 522 38 —2278 — —3222 * . — —
8 252 2232—303 — * —A 5* 222355 —A 3232
25 ẽ 2553235 —⏑— 254320ä—2—— 2 23682 80 5
*2 3532 5333830 —23—— 3353 32532 —2 532265 32322 33 5— 2222
5287 z3 —333—33835 5—2 —z 355 8333 7—52324
3735 37
— 25233 5 528 22 — ——
—— —— 55 235 x33553—2 —z253— 5328—32353
8 5 13 — J2 252 22 —z—22335232 ——3530—55 53* 5* 5 2
—7 75578335333555 3333 7 633356
5—2338 33833533 3338333——553 3333838
8 3 0 2 2 — * 8 2 * * ——
— 3333 53333—3333335355333335555355
* 13832373—3555 —
2 —— ZL — 2 2* 322 72* 2 —2 2 2 — ——
27 8 2 * z2 — *2 S * 5 * A
8 82 2 222 — — 5 32 — 26
356 —A — 585 533833—6818283325 —232 57 35335752735
535232525*23222323189 23933755353 —53—3535— —5353335
— 8 F — J 26* 2 — 2
2 —— —5258 * — * — 228 — 3 2 9
— —— 3 58 2 ———— 5* 55* — — — 5227*
53 — 53538*22 53532—3— —335 33333323 —5333 33—5557
22 ———333 —— —333—3— — 3 3—838
3235—5332335—353533 — 25 2
22* 33208
*77 s2355 —
2 48 5—25 53233535553325
2576 * 6333678 8 25255532328—
7 *7 — 22 8 278 5—35 2 23 — 7 53553332355 ——
3 * — 35 — 52* 2 225 1335553328 5235324
3 52228 — —— 523355 75 33 — 5332725 232338
— C 0 2 24 ——55 3532353 D 5382555 —* 232
25 3335 — — 33533233558
8 2 7 2 2 ** 5 — * — 3 *
2252 *5 22322 — —z352633 — 2 22 2128 3 22 *
2 2 —A 2 E 2 238985 22 2 2 a — 2* 3
—— — — 35228 3 33832 8 335535332318
42253323 3223537 3333833—35 2335—6533335*
22285 2 3545255 — 53525 *272 3238 2 —c2223 5* — 72335
IJ 8 * 3 —58 8 2358 33 3 ———— 2 5383 — 2
s35133533372* 255335 — —15223 23,32333739
* 23553 “22 — 2533 7— 8 —— —
522z2588 35 —5532352* 5332220855 333333428
222 5 2 8* 323 S 22 — — 222 232 — —
ẽ 232 — 255 53 —— 25 5553222235 — 33223 *
55 233*52 23 &amp; —— — 8 * 22 3 7 S2 —9 *
—A — 522 3338— 5325 s5353533 *535 —EX 53 22222 28
3333555* 53 53—* 2123 52 * 52* —*— 1 2222
2,3 — 5* 2* —A— ———— *14 22 25335 8 2* —2*338 —
S. —k — 322 5535 55 55 5 *2 222 5— 2 ———
22 —322 53—3 — — 2222 —
59 2 — 5 —352—827 — —— 25322237* —
888 28
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287 33*533—5333 538 335335533 3 363
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        I. exler Anzei
AAnzeiger.

Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöhentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unkerhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei
lage), erscheini wochentlich viernalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnement spreis beirägt vierteljährlich
Marlk 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auzwärts mit 15 Pfj. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 52. Samstag. deun 1. April 1876.

——
F
Deutsches Reihchc.

Mäunchen, 27. März. Die Abgeordneten Jegel, Dr. Aub,
Bechh und Holzwart haben heute folgenden Antrag eingebracht:
Der Finanzausschuß wolle begutachten, daß den an den deutscen
klementarschulen angestellten Lehrern im Falle eingetretener wirk⸗
icher Dienstuntqug!ichkeit die Hälfte ihrer bezogenen Alterszulagen
u dem bisher normirten Pensionsgehalte als solcher hinzugerechnet
verde und die hierfür mothwendigen Postulate in das Budget ein⸗
setzen. J N. Pr.)

München, 28. März. Heute tagte schon wieder der Aus⸗
chuß über den Gesetzentwurf „die Hundefteuer“ beir, um endlich
ie Berathung über denselben zu Ende ju sühren. Mit 7 gegen
3 Stimmen wurde ein Antrag des Abgeordneten Gustav Schmidt,
daß für jeden andern Hund, welcher in einer Haushaltung neben
dem ersten Hunde gehalien wird, außer der bemeillen Stener noch
n Zuschlaz bon 3 M. bezahlt werden muß, abgeworfen. Ferner
vurde beschlossin, daß die Steuer im Monate Januar jeden Jahe
es bezohlt werden muß. Nichtboyern haben innerhalb 14 Tagen
hre Huude bei der betreffenden Gemeinde, in der sie sich aufhalten,
inzumelden. Die Steuer muß immer bei der Anmeldung bezahl:
verden, wobei eine Stundung oder Nachlaß derselben nicht statt⸗
indet. Die Steuex selbst gunfür das ganze Jahr und für die
peciell angemeldeten Hunde, bei jedem Wechsel derselben muß diese
vieder bezahlt, jedoch darf die schon in einer andern Gemeinde ent⸗
chtete Steuer in Abzug gebracht werden. Eine lebhafte Debatte
ef die Beme: kung eines der Herren Ministerial-Commissäre hervor,
aß wenn 218 der Steuer der Gemeinde und Us der Staatstkasse
ufließen, das Zustaßdekommen dis Gesetzes in Frage stehe; endlich
wurde der bereits früher gefaßte Beschluß mit 10 gegen 3 Stim⸗
nen dahin abgeändert, daß die Hälfte in die Gemeindekassa, die
undere Hälfte in die Stootskossa fallen. Die durch Nichteinhaltung
des Gesetzes anfellenden Strafen fließen zu 28 in die Armenkasse
ner betreffenden Gemeinde und zu 6 in die Siaatskafsa.

München, 29. Maͤrz. Die Vertagung des Landtages für
die Osterfetier wird erst in der Charwoche selbst stattfinden.

Mänchen, 29. März. Nachdem sich de Fesistellung des
Budgets durch die Kammern noch länger verzögert, wird denselben
ilsbald ein Gesetzentwurf behufs provisorischer Steuererhebung auch
m zweiten Quattaleds. Is. vorgelegt werden. Inzwischen wurden
urch Etlaß des Finanzministeriums die kgl. Stellen, Kassen und
lemter eimächtigt, die für die letzte Finanzperiode bewilligte
Theuerungszulage auch noch für den April unter den in der früheren
kischließung angeordneten Modalitäfen zu verabfolgen, da das
jeue provisortische Steuergesetz jedenfalls erst im nächsten Monat
dird erlassen werden koͤnnen.

München, 30. Marz. Abgeordnetenkammer. Abg. Herr
zerliest eine Juterp llation, betreffend die Reform der Steuergesetz⸗
etung. Minister Pfeufer erklärt Namens des abwesenden Finanz⸗
nen sters, dieselbe Terde in einer der nächsten Sitzungen beant⸗
oortet werden.

Berlin. 29. März. Gestern ist dem Abgeoidnetenhause die
Borloge, bitreffend den Ankauf der Eisenbahn Halle⸗Kassei, für den
Reußischen Staat zugegangen.

Berlin, 29. März. Der „Prov.Corr.“ zufolge wird der
Lesuch des Kaisers bei der Konigin Victoria in Boden Baden am
3. oder 4. April stattfinden. — Zum Derector des Reichsgesund⸗
eitsamts ist der Oberstabsarzt Dr. Strack berufen.

Am 1. k. M. werd im deutschen Reiche eine statistische Auf ⸗
abhme dis gesammten ärztlichen Personals, der Heilanstalten und
üpothelen nach gegebenen Tormularen statthaben. Es soll auch
estgestellt werden, wie vele nicht approbirte Personen sich mit
deilen von Kraukhe ten beschäftigen, so daß man vermuthen lann,
aß später in irgend einer Weise gigen die Curpfuscherei einge—
dritten werden wird.

In unsers politischen Kressen hat d'e Nachricht, daß Kaiser
ülexander von Rußland sich dieses Jahr längere Zeit im Auslande

nufhalten und daß der Großfürst Thronfolger inzwischen die Re⸗
jentschaft übernehmen werde, ein Aufsehen erregt, das bei der Be⸗
iehung zwischen Deutschland und Rußland erklärlich ist. Daß in
»er That in ullernächster Zeit bedeutende Enischlüsse aus Peters⸗
purg zu erwarten sind, vermuthet man auch wegen der mehrfachen
UInterredungen, welche Graf Schuwaloff mit Fürst Bismarck kürzlich
zehabt hat. Ueber den Indhalt derselben verlautet natürlich nichts;
Zo viel steht aber fest, daß man sich in Berlin über das Hervor⸗
reten des Großfürsten Thronfolgers einigermaßen beunruhigt fühlt,
a man, ob mit Recht oder Unrecht, bleibe dahingestellt, die Fort⸗
vauer der intimen Beziehungen zwischen Rußland und dem Deut⸗
chen Reiche durch dasselbe nicht gerade für gefördert häalt.

Aussand.

(Eine Kommunefeier.) Der „Volksstaat“ meldet: Am
18. Maärz beurkundete zu Genf ein „Ader Revolutionät“ (den Na⸗
nen zu nennen sind wir noch nicht ermächtigt), der 20 Jahre in
Imerila „rad'kal fortgewirkt“, dor einem Notar im Beisein von 6
zeugen seinen leßzten Willen und vermachte der Sozialdemokratie
iller Länder sein gesammtes Vermoögen. Alles soll für sozialistische
Igitation in Wort und Schrift verwandt werden. Zu Testaments⸗
oflstreckern sind ernannt Bedel, Bracke, Geib, Liebknecht, Marx
ind Joh. Phil. Beder. J

Brufsel, 24. März. (Affaire T'Kini.) Der „Moniteur
elge“ hat herte Morgen dereits das Gesez veröffentlihht, das der
Zanque de Belgique wenigstens indirelt zu H'lfe kommt, denn ohne
usselbe hätte das Konsorlium von Banthäusern sich nicht gebildet.
Dasselbe besteht aus der Sparkasse, der Sockéto énéral, Rothschild,
er Dipositen-Kasse, dem Compto'r d'Escompte, der Banque de
daris et Pays-Vas und der Banque Liegecise. Jedes von diesen
Fustituten trüt für zuei Millionen ein, das Haus Brügmann und
rie Banque de Bruxelles je für eine Million. Baron Hersch aus
Varis hatte eberfalls zwei Millioneu dem Konfortium zur Verfüg-
ing gestellt, aber das Anerb'eten kam zu spät, um beachtet werden
u lönnen. Man glaubt jetzt ziemlich genau die Zffer des TKint'⸗
hen Diebstahls zu kennen. Er hinterließ ein Defizit von 21,800,000
zrs., wovon 15,300,000 Frs. reine Unterschleife sind. Hier und
za hört man die Frage, was denn T'Kint mit all diesen von ihm
restohlenen Mill onen angefangen habe? Die Antwort ist nicht
ywer: T'Kint spielte auf den Haupt⸗Borsen für unglaubliche
S„ummen. Ein hiesiger Wechsel⸗Agent soll in einem Jahre von
Kint an Courtage 45,000 Frs. enpfangen haben. Die Cour⸗
age zu Eins vom Tausend berechnet, mocht dies allein schon einen
Bosten von 40 Millionen aus. Bei so bedeutenden Spekulationen
äßt es sich leicht ecklären, was aus den Millionen geworden ist!!
Zie bezahlten die Defferenzen. Die Aktien der Banque de Belgi⸗
zue siehen tief, und die jetzt veröffentlichte Bilanz hat das Ver⸗
rauen in keiner Weise erweckt. Man dört von verschiedenen Sei⸗
en behaupien, die, Auslicferung T'sKtinte stieße auf Schwierigkeiten;
as ist möglich, sie können indeß nur formalex Natur sein. Der
wischen England und Belgien bestehende Ausliefetungs-Vertrag ist
o klar und deullich, daß auch der gewiegteste englische Advokat und
stechts Chicaneur vergebens einen Anhaltspunkt darin suchen würde,
im die Auslieferung zu hntertreiben. Höchstens kann T'Kint
Zeit gewinnen, urd das dücfte nichts fruchten, denn er ist so gut
iberwacht, daß von einir Flucht kaum die Rede sein kann.

Ueber die Fmanzkalamtät der hohen Pforte macht die „Times“
ehr interessante Mitiheilungen. Der sehr zuverlässige Mr. Gallenga,
en die „Times“ in außerordentlicher Mission nach der rürkischen
Haupistadt gesandt hat, meldet u. A.“, daß die Versuche der Re⸗
Jierung, eine Anleihe von 800,000 turk. Pfd. bei einheimischen
Banquiers aufzunehmen, gescheilert seien and die Bezuhlung der
Aprikupons wohl unübersteigliche Hindernisse ber ten werde. Die
Hoflieferanten hätten seit längerer Zeit keine Rchnung bezahlt er⸗
salten und drohten ihre Lieserungen einzustellen. Die Schwestern
»es Sultans seien in Folge der Nichtbezohlung ihrer Apanage voll—
tändig mittellos und fristeten ihre Existen; durch Darlehne, welche
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        ie bei Freunden und Bekannten, ja sogar der eigenen Dienerscheft
rufnöhmen. Die 500 neuen Krupp'schen Kanonen körnnten nicht
gebraucht werdey, da kein Geld zur Anschaffung von Munition
horhanden sei. Die Btamten und das Militär hätten feit Monaten
zeinen Gehalt empfangen. Angesichts solcher Mißstände ist es er⸗
llärlich, daß die Großmachte sich mit dem Plane beschäftigen, Ord⸗
nung in die ottomanischen Finanzen zu bringen, da sonst der
Zusammenbruch des Reiches zu befürchten ist. Rußland und Oester⸗
ceich⸗ Ungarn, welche schon so vel für die Türkei gethan daben,
sönnten ihr auch noch diesen Dienst erw.isen, umsomehr, als ohne
Renselben alle früheren Bemühungen nutzlos gewesen sein würden.
Vermishtes. —

4 Die „N. Z3“ meldet aus Neustadt, 28. Marz: Gestern
wurde ein Bahnbediensteter dingfest gemacht, der allem Anschein
nach seit Jahren mittelst e'nes falschen Schlüssels in die Vorraths⸗
ammer der Bahnhofr stauration eingeschlichen war und sich da
Annexionen manchfachster Art erlaubt hatte. Die so gestohlenen
Waaren wurden zum Theil von einem Complicen in Mußbach
antergebracht.

7 Uus der Pfalz. Einer von dem Nurnb. Corr. gebrachten
Nufzählung und Beschreibung der Kriegerdenkmäler im Bezirke des
2. igl. beher. Armeecorpe entnehmen wir, daß die Gesammtzahl
der Denkmäler mit Einschluß desjenigen des 5. Jaͤgerbataillons
dei Sedan 42 beträgt. Hievon kommen auf die Pfalz 11 und
war: in Speyer, Bergzabern, Edenkoben, Homburg, Si. Ingbert,
Landau, Ludwigühafen, Neupfotz, Neustadt a. d. H., Schweigen
und Zweibrüden.

Aus der Pfalz, 28. März. Naͤchsten Sonntag den 2.
Aptil, findet zu Homburg im Saale des Hrn. Weber, Vormittags
10 Uhr, der 6. Kriegertag der „Pialzischen Kampfgenossenschaft“
watt. Die Tagebordnung enthält mhrere wichtige Verdandsange⸗
egenheiten, wie Wahl eines neuen Varsitzenden fur den abtretenden
din. Kayser und Wahl eines Vertreters für den am 28. Juni
n München stattfindenden allgemeinen deutschen Kriegertaz. Vereine,
wilche den so geringen Verbandsbeitrag von 10 Pfg. für 1875
voch nicht bezahlten, haben auf dem Kriegertag kein Stiminrecht,
und es wird dieser zu entscheiden haben, od solche Vereine nicht
überhaupt aus der „Kampfgenossenschaft“ auszuschleehen find.
Moͤgen deshalb die rüchständigen Beiträge, sowie die für das laufende
Jahr pum Kriegertage mitgebracht werden. Nach Schluß der Ver⸗
sammhung finden Reunion und Concert statt. Hoffen wir, daß die
Zeschlüsse des Kriegertages dazu dienen, die Kriegerbereinsbeweg ung
n der Pfalz im richtigen Geleise zu erhalten und den Sinn für
Ordnung und Gesetz, sowie die Bande der Waffenbrüderschaft unter
den Kampfaenossen neu zu kräftigen.

Speyer, 29. März. Bei der heule dahier stattgehabten
Wahl eines geistlichen Abgeordaeten für den Landrath wurde darch
CTompromiß Prodecan Ney von Mutterstadt als Abgeordneter,
Decan Hofer von Frankenthal als Ersazmann gewählt.

Die Gründung der pfälz. freiw. Senita scolonnen iff nun
quf Giund des von der Regierung mit dem Centralcomite für frei⸗
viil'ge Hilfsthätigkeit des Königreichs Bayern vereinbarten Statuts
eine volizogene Thatsache. Abtheilungen beftehen schon in Speyer,
Reustadt, Edenkoben und Kaiserslautern mit ca. 100 Mann und
deht zu erwarten, daß auch die anderen Städte, resp. Turndere ine
sich der Sache annehmen.

f Müpchen, 28. März. Feldmarschall Graf Moltke ist
gestern Abend in Begleitung seines Adjutanten Hauptmann von
Zurt auf der Durchreise nach Italien hier angekommen, hat der
Vorstellung im kgi. Residenztheater beigewoont und Jeute Morgen
leine Reise fortgesetzt.

Mündcen. Der Ndaig hat dem Professor Dr. Max d.
Pettentofer die Geheimrathswurde verliehen und Dies demselben in
rinem sehr huldvollen eigenhändigen Schreiben mitgetheilt. Petten⸗
ofer hat einen Ruf rach Berlin als Vorsteher des Reichsgesund⸗
heitsamts gleiß dem voriges Jahr von Wien an ihn erzangenen
abgelehnt.

x Der „Nürnberger Correspondent“ bringt aus verläßlicher
Quelle folgende Sensalionsnachricht: Vor einiger Zeit wurde der
As „excentrisch“ bekannte Dr. med. B. in das Münchener Irren-
—
Zeit fleißig mit dem Studium seiner Wissenschaft beschäftigt hatte,
derlangte er, daß man ihn entlasse, um sich für das Staats: Examen
vorzubereiten. Die Direction des Irrenhaufes verweigerte ihm die
Enilassung und nun sann der „Irte“ auf Mittel zu entlommen.
Vergangene Woche wurde Dr. B. auf einmal vermißt. An seinem
Fenster fand sich eine Stricklleiter angebracht und auf dieser hatte

er das Weite gesucht. Es wurden hierauf Nachforschungen gegen
den Fluͤchtling aus dem Irrenhause angestellt, sogar die Pol'zei soll

quirirt worden sein; doch vergeblich. Da kommt nach Wohen
Di. B. selbst zum Ditector des Irrenhauses mit dem Nachweis in
der Hand, daß er inzwischen das Staats-Examen als Mediziner
absoldirt habe. — Wer war nun verrücht?

4Dem Vernehmen nach beschäftigen sich verschiedene Essen⸗
zahnverwaltungen ernstl'ch mit dem Gedanken, nach dem Muster
er Postverwaliung die Beförderung und Bestellaug von Paqueten
inzuführen; sie höffen durch Einführung geringerer Portosätze, als
olche gegenwärtig bei der Post erhoben werden, der letzteren erfolg⸗
zeich Eoncurrenz zu machen. Das Publikum könnte dabei nur
zewinnen.

FFrankfurt a. M., 26. März. (Ttit dem Leben de,ahlt.)
In einer Sachsenhauser Wirthschaft wurde kürzlich ein Arbeiter
degen seines v'eien Trinkens gehänselt. Em Gast erbot sich, ihm
ehn Schoppen Aepfelwein zu bezahlen, wenn er sie in einer Vier⸗
elftunde krinken wolle. Der Trunkenbold ging darauf ein und
hüttete auch fieben Schoppen hintereinander hinunter, den achten
varf er um, beim neunten taumelte er zur Erde, den zehnten
onnte er nicht mehr zu sich nehmen. Mühsam wurde er rach
dause gehracht, wo man ihn heute Morgen todt auf seinem Lager
and.

F Ein Meistersprung. Im Kafino zu Potsdam saß nach
dem Diner ein Kreis befreundeter Officiere noch bei der Cigarre
usammen. Es wird nicht Wunder nehmen, wenn die Herren sich
ber Militaria und die edle Reittunst u terhielten und schließlich
zuf Sportskunststücke kamen. Da propounirte LZieutenant von K.
on den Garde-Kürassieren eine Wette, Preis 3000 M., darauf,
»aß er mit seinem Pferde über das im Lolal defindliche Billard
pringen wolle. Die fast für unmöglich zu haltende Lesstung er⸗
egte den Eifer der derren und die Wetie wurde anenommen'
rieutenant v. K. läßt satteln, fitzt auf und fast vomn Platz setzt
r über das Billard hinweg, was ihm so qut glückt, daß er sogat
roch den Sprung über die Langseite riskirt, wobei er sich indessen
inbedeutend die Stirn verletzt, aber gleschfalls glüclich hinüber⸗
ommt. Diese Sporisgeschichte wird dem „Fr.Bl.“ als durchaus
nthentisch mitgetheilt.

Berlin, 28. Närz. Im statistischen Bureau sind nunmehe
ie vorläufigen Ergebnisse der letzten Volkszählung fesßtgeftellt
vorden. Soweit sich dieselben auf die preußische Monarchie be⸗
iehen, ergibt sich eine Gesammtzahl der Vevdikerung von 25.,700,000
Seelen, mithin, da die Volkszählung von 1871 die Bevölkerung
uf rund 24,600,000 Seelen feststellte, einen Zuwachse von
„IOV,Ooo Seelen, oder eine Erhoͤhung von 4 pCt. Am stärksten
var die Zanahme der Bevölkerung in der Stadt Berlin, nämlich
im mehr als 17 pCt.; dann im Regierungsbezirk Arnsberg mit
nehr als 13 pCi. und in den Regierungtbezirken Potsdam und
Düsseldorf mit je 10 pCt., im Regierungsbezirk Wiesbaden mit
pCit. Naͤchstdem ist die Bevölkerung in der Landdrostei Han⸗
ober und im Regierungsbezirk Koͤln am meisten gewachsen.

4J Geschenk englischer Acbeiter für Fürst Bismark. Englische
glätter hatten früher gemeldet, daß ein Arbeiters Meeting in
Schottland statigefunden, in welchem beschlossen wurde, „dem Fürsten
8 amarck in Anerkennung seiner Verdienste um die Belämpfung
ser römischen Hierarchie eine goldene Uhr mit Kette zu überlenden.“
bem „Berlirer Tageblatt“ nach ist dieses Geschenk vor einiger
Zeit angekommen.

— Die franzosische Regierung will im Jahre 1879 eine Weli⸗
zusstellung in Paris veranstalten.

Paris, 24. Marz. Ein recht bizarrer Fall von Unter⸗
chiebuna tam gestern vor dem zweiten Krieg'gecichte von Paris
ur Verhandlung. Ein Grenadier der Garde, Namens Chaplat,
var im Jahre 1861 desertirt, hatte sich Johre lang im Auslande
serumgetrieben und wurde im Jahre 1869, da er sich längst ver-
essen glaubte, im Yonne-Departement erkannt, ergriffen und von
hendarmen nach Auxerre geführt, von wo er mit der Eisenbahn
jach Paris spedirt werden sollte. Unterwegs trifft er in Avallon
in Gefängniß mit einem Landstreicher, Namens Marechal, zusam⸗
nen, tlagt diesem unter bitteren Thränen sein Leid, wie er eben
m Begriff gewesen wäre, sich zu verheirathen, wie er nun auch
in braves Mädchen ins Unglück bringe und dergleschen mehr, und
iberredet den guimüthigen Vagabunden endlich, sich an seine Stelle
u setzen. Dem brod; urd obdachlosen Tagedieb Marechal war
rcht so viel daran gelegen, zwei Jahre — denn mehr sollte es
jach der Versicherung Chaplat's nicht absetzen — in den dier
Nauern einer Strafenstalt zu verbringen; zudem erdffnete sich für
In nach der Versicherung seines Versuchers die Autsicht, nach ver⸗
süßter Strafe in ein Disziplinarkompagnie nach Afrika geschickt zu
verden, was auf seine Bummlerphantasie einen besonderen Reit
usgeübt zu haben scheint; endlich war Chaplat in der Lage, ihm
icht unbedeutende Vortheile anzudieten: 10 Francs auf die Hand,
ann in Vermanton, wo die Beiden in einem unbewachten Augeu⸗
ick ihre Leget'masonspepiere austauschen würden, nochmals baate
300 Francz, wozu end.'ch noch 1000 Francsz treten sollen, die
        <pb n="183" />
        ur Chaplat, welcher seiner Zeit als Stellverlreter gedient hatte,
ils Pramie im Kriegsministerium erlagen. So wurde man bald
dandels einig. In Vermanton sagte Marechal zu den Gendarmen,
r habe keine Papiere bei sich und möchte fich, ehe er seine Heimath
Ferließe, gerne mit eirem Passe versehen. Da mussen Sie mit uns
zis Auxerre kommen, sagten die arglosen Gendarmen, denn hier, in
er kleinen Kreisstadi, kann Ihnen Niemand einen Paß ausstellen.
Das wor es gerade, was die Beiden wollten. Marcchal steckte auf dem
deiteren Marsche Chaplat seine Papiere zu, die Gendarmen lieferteit
zeide Indididuen zusammen in Auxerte aus, und als dort Chaplat aufge⸗
ufer wurde, trat Marechal für ihn, dann trat Chaplat für Marechal vor.
Thaplat wurde bald wieder entlassen und Marechal an seiner Statt
ud Jahren Gefängniß verurtheill. Das hohe Sirafmaß mochte
hn nicht gerade angenehm überraschen; aber er blieb der einmal
mgenommenen Rolle treu, saß seine 5 Jahre geduld'g ab und
varde dann in eine Strafkompagn'e, jedoch nicht in Afrila, son⸗
zern in den Kolonien gestecht. Das war gegen die Abrede und
dier regte sich endlihh in Marehal das Gefuͤhl der gekränkten
Mensch uwürde. Bei der ersten Gelegenhe't entwich er nach Neu-
seeland, kam aber aus Noth nach seinem Standorie, Saint-Pier re⸗
Miquelon zurück, wurde auf's Neue gesaßt, nach Frankreich gebracht
uind in Brest zur Degradation urd zu zehnjähriger Einichließung
zerurtheilt. Noch büßte er eine Weile diese Stiafe in Foutevrault,
As ihm endlich die Geduld riß und er in einem Briefe an den
driegsiminister die ganze Wahrheit an den Tagl brachte. Nun
durbe wieder auf Chapiat gesahndet. Dieser hatte sich, nachdem
Faine Weile in Beigien und der Schweiz herumgewandert, in
inem heimathlischen Dorfe niedergelassen, verbeirathet und lebte
ils glücklicher Schuster und Vater mehrerer Kinder, als er jetzt
roch einmal vor das Kriegsgericht gefordert wurde, um sich für
eine Desertion von 1861 zu veranworten. Er wird zu drei Jahren
Hefangniß verurtheilt, waͤhrend Marechal dem Marineminister zur
Berfügung gestellt wird, dam'n dieser die Annullirung des Brester
Erlenntnisses veranlasse. Der Vagabund von Avallon hatte statt
dierundzwanzig Stuaden sechs Jadre im Gefaängniß oder im Straf⸗
enst geschmachtet.

pEin Umoetter auf Shyra. Die Potris erzaͤhlt von der
XW Syra⸗Insel. Am dasching⸗
ienstog Nachmittag verfinsterte sich nach dem heitersten Tage plög⸗
ih der Himmel; Schlossen in der Große von daselnüssen prafselten
eder, und dann folzie ein Plaßregen in Sirömen, der Donner
ollte, und gretle Blitze durchzuckten die hereingebrochene Finsterniß,
zie Katholilen befanden sich zur Vesper in der genannten Kirche,
ie auf einem Höhepunkt der Insel liegt. Gegen 4 Uhr fuhr ein
Blitz in den Giockenthurin, nohm seinen Weg durch das Deckenge⸗
boͤlde der Kirche und trof die im Chor befindlichen Geistlichen.
zin Dickon wurde auf der Stelle getödiet, ein anderer schwer
erwundet; 5 Geistliche und ein Dutzend Perfonen erlitten gleich
alls starke Verletzungen. Die Kirche war mit Rauch und Schwefel⸗
‚ampf erfülli. Aus der Kirche richtete äch der Bleitz in das an⸗
oßende bischöfliche Gebaͤude, zerschmetterte das Küchengeschirr, und
uhr nach dieser Zerstörun, durch das Souterain in eine unweit
tehende iathol ische Kapelle und in ein benochbartes Haus, in dem
r eine ihr Kind im Arme haltende Frau zu Boden warf. Unter
en in der Georgskirche Schwerverwundeten b⸗fand fich auch der
Maire von Syra.

f Prozeß Stroubberg. Die „B. B⸗Zig.“ schreibt: „Der
Dreozeß gegen die Mostauer Commerzbank und gegen Dt. Strous⸗
derg ist nunmehr, wie aus Moskau gemeldet wird, so weit vor⸗
zerüct, daß d'ie von dem Unteisuchungsrichter angestrengle Vor⸗
intersuchung geschlossen ist und die Acten dem Staatsanwalt Ob⸗
insthy uüͤbergeben sind. Wie mo strös dieseß Untersuchungsmaterial
st, läßt sich schon daraus schließen, daß die für die Geschworenen,
Rie Ruͤhter und die Vertheidiger gedruckten Exemplare dieser Acten
A Bunde a 500 Seiten eng gedruckter Schrift umfassen. Es
st bereits erßchtlich, daß gegen Dr. Sirousberg von allen Anklage⸗
ounkten sich nur die einfache Wechselklage (uber 165,000 Rubel)
degründen läßt, und daß der ganze Aufwand von Inquirirungen,
er gegen diesen Schuldnet in Scene gesetzt ist, einfach damit
ließen wird, daß er zwangsweise aus Rußland exmittirt werden
ind ihm die Rücdkehr verboten werden wird. In der Vorunter⸗
uchung hat Dr. Strousberg selbsi erklärt, daß die von ihm der
MNoztauer Bant in Depot gegebenen Actien der Deutsch Böhmischen
crifenwerle, sowie der Puris-Nartonner Eisenbahn gegenwärtig
illerdingz und zum Theil in Folge seiner Inhaftirung Maculatur
jeworden seien; es sei aber die Sache der Bank gewesen, den
Werth der als Sicherheit von ihm deponitten Pipiere zu pruͤjen;
Jamals hätten sie aber den dreifachen Werth der ihm darge liehenen
Summen gehabt. Strousberg wohnt gegenwärtig in Moskau in
inem Privaihaus an der Sejitenla und hat vollständig freien Ver⸗
leht mit seiner Frau und seinen Belannten.“

f Ein Kaffeehaus verfunken. Das Städtchen Vacrtin,
in dim surtischen Ufer dan Schwarzen Meeres gelegen, befinden!

ich seit der vorigen Woche in großer Trauer, eines Unglückes we⸗
sen, das sich in einem Kaffeehause daselbst ereignet hat. Dieses
daffeehaus stand näwlich, wie dies in vielen orientalischen See⸗
zädten gebräuchlich, nahe am Meeresufer und ein Theil davon,
u dem sich auch der Kaffeehaussaal befand, ragte in das Veer
zinaus. Gestützt wurde diefer Theil des Kaffeehaufes durch im
Meere ingeschlägene Piloten. In der vorigen Woche nun ver⸗
ammelten sich eiwa funfzig Passagiere in dem Saale dieses Kaffee⸗
uses und warteten dier auf die Ankunft des Dampfschiffes aus
krapezunt, um mit demselben nach Konstantinopel zu fahren.
hderade in dem Augenblicke, als das Dampfschiff in den Hafen
ser Stadt einfuhr, füürzte das Kaffeehaus zusammen und sanl mit
llen darin befindlichen Personen ins Meer hinab. Von den
Jassagiereen wurden zwanzig als Leichen hervorgezogen, wahrend
ie uͤbrigen dreißig theils leichte, theils schwere Verletzungen da⸗
ontrugen. — Man wird sich erinnern, daß vor längeret Zeit sich
in ähnlicher Unglücksfall in Styrna ereignet hat.

F London, 27. Marz. Der Dampfer „Great Western“
st aui der Fahrt nach New-Yort bei Long Jsland gescheitert.

4 Die elf Matrofen von dem englischen Schiff „Lennie“.
velche auf der Fahrt von Antwerpen nach Amerika im vergangenen
November, den Kapitän und die beiden Offiziece des Schiffes er⸗
nordeten, in Frankreich landeten, dort verhaftet und an die eng⸗
ischen Behorden nusgeliefert wurden, erschienen am 22. Marz vor
sem Nichier in Bow« Street in London. Einer der Angeklagten,
in Oesterreicher Namens Lettes (aus Fiume), hat seine Unschuld
rwiesen und st demgemäß von der Anklagebank auf die Zeugen⸗
ank verseizt worden. Es bleiben noch zehn Angeklagte, Griechen
ind fürkische Unterthanen griechischer Zunge, die nach den bis⸗
erigen Aussaoen zu schließen, ihre Vorgesetzten mit einer Kalt⸗
ütigleit und Gleichgzülligkeit niedergemetztelt haben, wie fie selbst
eĩ den zahlreichen Schaudergeschichten des Seelebens nur in seltenen
Fällen vorzukommen pflegt.

7 Fur Philadelphia Besuchende giebt der berühmte Rei⸗
ende Gerhard Rohlfs in der „Allge. Ztg.“ Wike für die zur
Nusstellung reisenden Deutschen. Derselbe schreibt u. a.“ Nachdem
nan einen Ueberschlag gemacht hat, wie viel einem ungefähr, reich⸗
ch gerechnet, die Reise kosten könnte, erhöhe man sein Reisegeld
och um ein Dritlel, und man wird nach der Rücdklehr finden:
ran habe doch nicht zu viel mitgenommen. Bei Wahl der Hotels
ehe man das von Amerilanern gehaltene vor. Die Priise der
uien Hotels schwanken zwischen 10—220 Mark des Tageß, worin
lles gerechnet ist: Zimmer, Beleuchtung und dreimalige reichliche
zekoͤssigung. (Die Zubereitung der Gerichte und die Art zu Jen
ind allerdings wie bei den Wilden!“) Reinigung der Kleider
ind Stiefel wird in den Reinigungs-Anstalten der Hotels, mit
zen Kleidern an dem Koͤrper, verrichtet, man jahlt dafür extra
56 Pf. oder 1 Mk. Man lasse schließlich das lacherliche Vorur⸗
heil zu Hause, als habe man es in den Vereinigten Staaten nur
nit Mördern und Spitzbuben zu thun; nichts jist falscher und
rriger als diese Vorstelung. Im Gegentheil, ich wage die Be⸗
auptung — und werde das später an anderen Orten bewei⸗
en — daß man in den Vereinigten Staaten sigerer lebe, als
nelerwätts.

f Der Ausstellungs Commission in Philadelphia ist ein, von
Rabbinern der verschiedensten Gemeinden unterzeichnetes Gesuch,
im Erlaubniß zur Errichtung eines Restaurants für loschere Hpeisen
zuf dem Ausstellungsplatze, zugegangen. In qu. Petitum wird
1. A. bemerkt, daß voraussichtlich 530 —70,000 Juden die Aus⸗
Pllung besuchen werden, von denen die Mebhriahl die jüdischen
Zpeisegesetze deobechtet.

FsEmn ktleinee Irrthum. Im Territorium Wyoming, ver⸗
in'gten Staaten, wurde kürzlich ein Mann aus dem Oslen „ge⸗
yncht.“ Später funden die Thäter aus, daß sie einen „Mißgriff'
n der Person gemacht hatien, und schickten die Leiche in einem
chönen Sarge und mit einem Kondolenzichreiben an die Hinteri—
zliebenen des irrthümlich Gehängten.
Dienstesnachrichten.
Die an der Kreisgewerbschule in — erledigte Lehrer⸗
Jelle für deutsche Sprache, Geschichte und Geographie wurde dem
eprüften Lehramtscandidaten und derzeitigen Classeverweler an der
Zaleinschule in Winnweiler, Priester J. Moser aus Odbertattenbach,
Abertragen, dem Gymnasialprofessor an der Studienanstalt zu Speher,
F. Osihelder, wurde auf Ausuchen der Ruhestand für immerwährende
Hauer biw lligt und demselben dierbei für seine langjährrige, treue
ind eifrige Tienstle stung die allerhöchste Anerkennung und Zufrieden⸗
eit ausgesprochen und der Studienlehrer am Max miliansgymnafium
n Munhen, A. Hundsmann, zum Gomnasialprosessor an der Studien⸗
anstalt Speyer befd.dert.
        <pb n="184" />
        Landwirthschaftliches.

(Verwerihung der Quecken) Im Herzogihum Goiha ist ein
Gesetz publicirt worden, wonach die auf den Feldern ausgeackerten
und ausgerotteien Quecken auf dem freien Felde nicht mehr, wie
seither dfters geschehen, verbrannt werden sollen und ist bei Nicht—
beachtung dieser Vorschrift eine Strafe von 5 Thalern angeordnet
worden. In der Versammlung des Landvereins zu Gotha kam
dies zur Sprache und wurde von mehreren Seiten bemerkt, daß
die Quecken sowohl grün als getrocknet ein vocrtreffliches nahrhaftes
Viehiutter abgegeben, vorzüglich, wenn selbige geschnitten, dem Fut⸗
ter beigemengt werden. Es ist dem hinzuzufügen, da, Queckenthee
für Brustle:den beim Menschen einen sehr wohlthätigen Einfluß übt.
Die Schwierigkeit, die Oueckenwurzeln für das Vieh zu benußen,

Stadtrathssi un f“ h
am 8. April esitzung Ein Au e er
3 Uhr. über Taglöhner, welcher schon
einem gleichen Posten vorge⸗
danden hat, und gute Zeugnisse
vorlegen lann, wird zum bal-—
digen Eintritt gesucht. Näheres
in der Exp. d. Bl.

Tagesordnung:
Anschaffung von Lehrmittel
betr.
Gründung eines pfaälzischen
Dienstbotenstifts betr.
Erhebung von provisorischen
Umlagen hetr.
4. Herstellung eines Brunnens
im Hirteneck betr.
5. Anschaffung einer Gemeinde⸗
aiche betr.
AD—
Das Bürgermeisteramt:
Custer.

ISX.
Zu vermiethen
2 Zimmer im 2. Siock und 1
Mansardenzimmer. Auf Ver⸗
langen kann auch 1 Zimmer im
uintern Stock, das sich zu einem
Beschäflsbetrieh eignet, abge⸗
geben werden.
Carl Engel.
Einladuug.
Zu der am nächsten Dienstag den 4. April, Vorm.
halb d Uhr stattfindenden Jahres prüfung an der
hiestgen hzöheren Töchterschule werden die Eltern der
Zöglinge und alle Frennde der höheren Töchterschule erge⸗
benst eingeladen.
Das neue Schuljahr beginnt wieder am 24. April
l. J. Anmeldungen zur Aufnahme nehmen entgegen die
Vorsteherin, und die Herrn Mitalieder des Ausschusses
der Austalt.
St. Jagbert, den 31. März 1876
Der Vorstand:
Dengel. kgat. Schulinspector.

— ———

Vorschuß-NYerein St. Ingbert
ceingetragene Genossenschaft).

Da bei der am 27. ds. Mts. vorgeaommenen Neuwahl des
Verwal!ungsrathes rur füür 8 Mitglieder die statutengemäße Stim—
menmehrheit erlangt wurde, so wird hiermit eine neue

Generalvore V—ng
auf Montag, den 83. April, Abenes 8 Uhr, bei Herrn
Ferd. Oberhauser anberaumt, um die engere Wahl des noch
fehlenden 9. Verwaltungsrathsmitgliedes vorzunehmen.

Der Verwaltungsrath
gez. ix. Vorsitzender.
Jgt. Giolina &amp; söbppe
Ecke der Landauerstraße in Zweibrücken,
empfehlen fiür de Frühjahrs- und Sommer'aison ihr vollständig
sortirtes Lager der neuesten
Damen⸗ und Herrenkleiderssoffe,
sowle eine reiche Answahl V
Damonkonfeotions-Artikol,.

als: Dollmans, Antoinettes, Fichus, Talmas

und Regenmäntel,

nach den modernsten Formen.

egt aber in deren Reinigung von Erde; denn zum Washen der
Quecken gehoͤrt eine nicht überall zu findende Localiiät, auch ist
das Trocknen nicht ganz leicht. Vortheilhafter soll das Ausdreschen
derselben in den Scheuern sein, wozu aber vorher ein vollständiges
Abtrocknen der an der Wurzel hängenden Erde nothwendig ist.
Der Gegenstand scheint immerhin einige Berücksichtigung zu ver—
dienen, weil gleichzeitig m't der Vermehrung eines gesunden kräf—
igen Futters das Ausrotten e'nes fehr schädlichen Unkrautes bezweckt
wird, er dürfte deshalb zur Bespeechung in landwirthschaftlichen
Kreisen sich eignen.
— — — — — XZ8ee«—«ↄ»ↄ»2„—»—0—
Für die Redaction veraniwortlich: F. A. Deme ß.
— —
Die neuesten Freitag, den 7. April
Sommerkappen, — g 3. p
owi⸗ die beliebten wird der Wech rx am Ritlershof
btheiligen Kappen gefischt
ind soeben in großer Auswahl und wird von diesem Tage an

—XV F Fisch abgegeben.
Hermna. Hische*. GBBI5
Montag Abend um 8 Uhr Hanf⸗ Couverts,
Heneralversammlung mit Firma bedrnuckt werden an
im Arbeiter-Vildungs-Verein gefertigt in der
Der Vorstand. Druckerei dieses Blattes.
7 F—————
Gänzlicher Ausverkauf.
Meine Jiliale auf hiesigem Platze wird bis kom⸗
nenden
15. April .
zufgehoben und verkaufe ich, um mit meinem Lager schnell
ind gänzlich zu räumen zu

»edeutend herabgesetzten Preisen.
Beßnnders mache ich auf mein
großes Lager
Pameniaeen, Räcdlehen,
EXCCC

Meuheiten der Saison)
nufmerksam, welches ich zur geneigten Ansicht den geehrten
Damen bestens empfehle.

Auch bhabe ich mein Lagerr in
Confirmandenanzügen
pr. Anzug von M. 13 an und höhrr

auf's Beste sortirt, und bringe solche in empfehlende

Erinnerung.

Gleichzeitig bemerke ich, daß mein
Geschäft in Zweibrücken

unverändert fortgeführt wird und bin ich, da ich dasselbe

in letzter Zeit bedeutend vergrößert habe. in den Stand

zesetzt, den Anforderungen meiner werthen Kunden in ieder

Beziebung Genüae leisten zu können.

Hochachtungsvollst
B. AORERMANN
St. Ingbert Zweibrücken.

neben der kath. Kirche. im Mühlgäßchen.
ditto 2 Kilo. 46 Pf. dit:o 1
dilo. 23 Pf. Gemischlbrod 3
dilo. 86 Pf. 1 Paar Wed 190
Gramm 6 Ppf. Spelzkern 0 M.
- Pjf. Dinkel o M. P. Misch⸗
rucht — M. — Pf. Rirdfl. J.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 pf.
dalbfl. 48 Pf. Hamfi be P.
S„chweinefl. 64 Pf. Butier1
M. per Pfund.

Frutt⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Stadt Zweibrücken vom 30.
Mäarz. Weizen 10 M. 47 pf.
sorn 8 M. 12 Pf. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste «creihige
7 M. 63 Pf. Spelz 6 M. 72
Pf. Hafer 8 M. 44 Pf. Kar—
toffeln 2 M. 10 Pf. Heu 4M.
33 Pf. Stioh 4 M. 18 Pf. per
Zeniner. Weißbrod 12 Ko
52 Pf. Kornbrod 3 Kilo. 66 Pf

Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Jugbert.
        <pb n="185" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöhhentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonnlags mit illustrirter Bei—
lage), erscheint wochentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljährlich
Mark 20 R.⸗Pfzʒ. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Atswärtz mit 15 Pfi. für die viergespiltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NRecla men

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 3Z. Sonntag, den 2. April —V J 1876.

Deutsches Reich.

Munchen, 30. März. Die dießmalige Prüfung behufs Zu⸗
lassung zum einjährigen Freiwilligendienst wurde zum erstenmale
nach der neden, für das ganze deutsche Reich gleichen Prüfungs⸗
Ordnung abgehalten. Die hiebei erzielten Resultate sind die schlech ⸗
jesten seit dem Bestehen der neuen Wehrgesetze und zeigen in ihrer
Besammtheit wieder ein nicht unbedeutendes Sinken der Durch-
schnitisziffer der Bestandenen, indem bei der letzten Oktoberprüfung
ziese Ziffer 50 pCt., jetzt aber uur 42 pCt. zeigt, also ein Rück⸗
gang um 8 pCt. eintrat. Es haben nämlich von 188 Candidaten
nur 79 das Befähigungsattest erhalten, 109 mußsten aber als un⸗
befähizt zurückgewiesen werden. Das sschlechteste Resultat hat
Munchen aufzuweisen, wo von 44 Examinanden nut 8 — 18
pCt. bestanden; in Landshut wurden von 10 Prüflingen 8 oder
30 pCt., in Speyer von 42 nur 14 oder 33 pCt., iu Augsburg
bon 18 nur 8 oder 44 pCt., in Ansbach von 52 doch 27 oder
52 pCt. in Bayreuth von 17 Candidaten 14 oder 82 pCt. und
in Regensburg sämmtliche 5 Adspiranten für befähigt erklärt.

Eine Bemerkung des Abg. Rußwurm, daß in der Pfalz nach
Roscher auf 7 Einwohner ein Holzfrevlet komme, in Oberbayern
dagegen erst auf 255, erklärt der Abg. Louis für absolut unwahr
und schließbt unter allgemeisner Heiterkeit mit den Worten: „Meine
Herren! Wir sitzen hier 20 Pfalzer Abgeordneie — und leiner ist
ein Holzdieb.“

Nurnberg, 27. Mäꝛz. Wie in Berlin ist es auch in
Süddeutschland die Eisenindustrie, die unter den gegenwärtigen Ver—
Zältnissen am meisten zu leiden hat. Die „Nürnberger Maschinen⸗
Actiengesellschaft“ (Cramer⸗Klett) glaubte durch eine Verkürzung der
Arbeitszeit einer groͤßeren Entlassung von Arbeitern vorbeugen zu
koͤnnen. Dies genügte jedoch schon seit längerer Zeit nicht mehr.
Fast jede Woche müssen, der hiesigen „Südd. Arb.⸗Z.“ (Organ
der Gewerkvereine) zufolge, groößere Entlassungen vorgenommen
werden und noch immer scheint der Höhepunkt der Krise nicht er⸗
reicht zu sein. Die Sozialdemokratie schlagt daraus das meiste
—XXG
aicht mehr fern ist, in welcher der von ihnen verheißene Volksstaat
errichtet werden muß, wo dann solche Krisen nicht mehr vorkommen
tönnten. GNicht blos in Deuischland ist es so; aus England hört
man das Gleiche: in der kleinen Grafschaft Durham allein find
10,000 Eisenarbeiler seit Monaten ohne Beschaftigung und 18
sohlengruben stehen augenblicklich still.

Ein Theil der liberalen bayerischen Blätter widmen der Er⸗
nennung des Reichskanzlers zum General der Cavallerie einen be⸗
jonderen Leitartiskel. Die „Münchener Nacht.“ knüpfen dabei an
eine Aeußerung des Führers der bayerischen Ultramontanen in einer
der leßten Sitzungen der Abgeordneienlammer: „Fürst Bismarck
wacke!!“, an, und erblicken darin die Anwort auf diese kühne
Behauptung der bayer'schen Patrioten.

Straßburg, 80. März. Die Königin von England, welche
in Begleitung der Prinzessin Beatrice und mit einem Gefolge von
18 Personen, qestern Nahmiltag den hiesigen Bahnhof passirte, ist
am 4 Uhr in Baden⸗-Baden eingetroffen, wo der Deutsche Kaiser
zum Besuch der Koͤnigin am 5. Abril erwartet wird. Die Koͤnigin
ceißt vermuthlich am 6. April wieder ab. (Straßb. 3.)

Die elsaß-lotbringische Oberhörde hat gegen einige Flüchtlinge
der franzöfischen Kommune, welche im Reichslande eine Einflußstärte
zu finden geglaubt hatten, einen spätestens in 14 Tagen zu voll⸗
ziehenden Ausweisungsbefehl erlassen: die Gründe dieses Beschlusses
ind unbekannt, derselbe trifft die Betroffenen um so em—⸗
pfindlicher, als mehrere in Schiltigheim (bei Straßburg)
eigene Geschäfte begründet hatten. Die Ausgewiesenen
haben nun an das Ober-Präsidium eine Petition er—⸗
lassen, in welcher sie ihre Lage darlegen und in durchaus würdiger
Weise einen Aufschub verlangen, damit sie ihren gebieterischen Pflich⸗
sen nachzukommen vermöchten und nicht zum sofortigen Ruin ver⸗
urtheilt würden. Gleichzeitig bitten sie um Apgabe der Mittel und

9
Wege, die Erlaubniß zum Verweilen in einem Lande zu erwerben,
„dessen Gesetze sie stets geachtet hätten.“ Diese Petition wird von
ingefähr vierzig der geachtesten Vertreter des straßburgischen; Han⸗
dels unterstützt.

Das in Mannheim bestehende sozialdemokratische Agigations⸗
Komite hat im ZVolkssigate“ einen Aufruf an die Patteie und
Besinnungsgenossen von Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen,
Frankenthal, Oggersheim. Speyer, Neustadt und Kaiserslautern zu
ꝛiner Versammlung in Neustadt a. H. für den 2. Ostertag erlassen,
vorin die Frage, wegen Beschickung des Gothaer Kongresses und
)die Mittel zu einer besseren Ooganisation der Partei in der Pfalz,
sowie die Agitation für die nächsten Reichstagswahlen besprochen
verden sollen.
Ausland.

Paris, 30. März. Der „KRgence Habas“ zufolge, sind
piejenigen Deputirten (meist klerikale) üUber deren Wahlen eine
Antersuchung eröffnet wird, gesounen, ihre Mandate niederzulegen.
Alle Gerüchte von Aenderungen im Personal der diplomatischen
Vertreter Frankreichss in Auslande werden für unbegründet erklärt.

Paris. Die Ex-Königin Isabella het ihre Absicht, nach
Spanien zurückzukehren, wieder aufgenommen. Sie will in nächster
Woche ihre Reife antreten, in Madrid wenige Tage verweilen und
dann ihren Aufenthalt in Sevilla rehmen. Der Marquis von
Tabra und der Graf Punonrostre werden sie begleiten. a

RVermischtes. —

Zum Vertreter des Großgrundbesitzes der Beztirksämter
Zweibrücken, Homburg und Pirmasens für denpfaälzischen Land⸗
ath wurde Herr Joseph Stalter auf dem Stausteinerhofe, Gde.
räröppen, zuem Ersotzmann Herr Emil Knapps von Blieskastel
zewählt.

Pirmasens. Herr Kaufmann S. Weis von hier ist
um Sonntag auf der Ruckehr von Heidelberg, wohin er sich
ehufs Konsultation einer ärztlichen Autoritat begeben hatte, zwischen
dalteubach und Münchweiler im Bahnzug verschieden. Seinem
Tode war nur ein kurzes Unwohlsein dorausgegangen.

F Dieser Tage pafsirte auf der Oppenheimer Landftraße ein
techter Schildberger Streich. Das eine Pferd des Fuhrmanns M.
»on Oberrad, ein abgemagerter Klepper, wollte nicht mehr ziehen
ind verweigerte selbst der Peitsche den Gehorsam. Darob erbost.
pannte der Fuhrherr das andere Pferd aus und spannte es der-
artig vor das andere, daß er diesem einen Strick um den Hals
mit den Worten leate: „Wart, ich lern dich ziehen!“ Nun hieß
es, zieh Bleß!“ Wirklich zog das Pferd an, während das halsa⸗
tarrige immer noch renitent blieb. Noch einmal wurde gezogen,
ind der Fuchs flürzte todt zusammen; das Seil hatte ihm den
dals zugeschnürt. —8 GF. W.)

7 Der Vorschußverein Kusel bat einen Verlust von“ eiwa
1000 M. erlitten, indem er dem früheren Bierbrauer Reinheimer
zu Hüffler Crebit gab, für den die Bürgschaft seines Schwieger⸗
alers Joc. Zimmer und seiner Mutker deigebracht wurde. Der
Vorschußverein mußte später, wegen Rückdezahlung der an Rein⸗
deimer gelehenen Summe vorgehen, und da siellte sich hetaus, daß
der die Unterschrift von Jac. Zimmer tragende Bürgschaftsschein
nicht von diesem auf dem Bureau des Vorschußvere'ns unterzeich⸗
net, sondern bereits unterschrieben von Reinheimer abgegeben worden
war. Zimmer beschwor, daß die Unterschrift nicht von ihm her—⸗
tühte und konnte also nicht als Bürge in Anspruch genommen
verden. Die Mutter des Reinheimer hatte durch den Leichtsinn
hres Sohnes ihr ganzes Vermögen eingebüßt, also auch da war
nichts zu holen. Reinbeimer, gegen den die Gant erklärt wurde, war,
)a er strafgerichtliche Untersuchung befürchten mußte, flüchtig ge—
zuͤngen. Der Vorschußverein hätte allerdings von den Mitgliedern
der Vorstandschaft Schadenersatz fordern können, verzichtete jedoch
        <pb n="186" />
        darauf, da dieselben im Uebrigen mit großer Gewissenhaftigkeit die
Beschäfte besorgen und im vorliegenden Fall sich nur ein Versehen
hatten zu Schulden kommen lassen.

F Speyer, 30. März. Die Wahlmänner der latholischen
Geistlichkett wählten heute als ihren Vertreter im Landrathe mit
allen gegen eine Stimme den Domcapitular Dr. Becker von Speyer
und als Ersatzmann den Pfarrer Huth von Pirmasens.

F Ein schreckliches Unglück hat sich vor einigen Tagen in dem
böhmischen Grenzdotfe Dörregrund bei Politz ereignet In dem
großen Flachsdörrhause waren vierzehn Frauenspersoßen mit Flachs⸗
brechen beschaftigt. Plötzlich bricht Feuer aus und sofort steht der
Brechraum, welcher voll Flachs und Abfällen lag in heller
Flamme. Nur den acht der Thüre zunächst beschäftigten Personen
gelingt es, sich zu retten, während zwei lebensgefährliche Brand⸗
wunden erlitten und vier Frauen vollständig verbrannten. Es
wurden dadurch dreißig arme Kinder mit einem Schlage mutterlos.

fIn Frankfurt wurde ein Lithograph, welcher falsche
Fünfmarksche'ne gemacht hatte, mit sammt seiner Familie ver⸗
haftet.

fEin Schweiger. Vor Kurzem siarb im Kanton Zürich ein
Hausirer, der landauf landab von Allen gekannt war, nicht sowohl
wegen der Taschentücher, Halstücher und Siecknadela, die er ver⸗
laufte, als vielmehr wegen seines auffallenden Anzuges und seines

unverbrüchlichen Schweigens. Wettstein — so hieß der Hausirer
— trug ein langes, grünes Kleid, ähnlich einem Kaftan, über
welches wohl viele Sommer und Winter hingeg angen waren, und
nan sah ihn nie anders, als barbaupt. Er sprach, obwohl er
nicht suumm war, kein Wort, sondetn verhandelte seine Waaren
nittelst Zeichen. Absatz fand er dennoch größeren, als veobhl die
neisten Haufirer; die Seltsamkeit der Erscheinung und The lnahme
jür den eigentbümlichen Mann priesen seine Verkaufsgegenstände
desser an, als Worte es çekonnt hätten. So gab es denn auch
Manche, welche meinten, der barhäuptige Mann im langen grünen
Rock sei ein Pfiffikuz, der nur darum nicht sprecht, damit er viel
zerdiene. Uber man konnte ihnen erwidern, daß selbst Personen
männlichen Geschlechts sich um diesen Preis zu so harter Ent⸗
sagung kaum verstehen würden. Andere behaupteten, Weitstein
preche, weil er als Freimaurer ein Gelübde gebrochen; dafür müsse
er Buße tbun. Während die Einen die Buße als eine lebensläng⸗
liche darstellten, wußten die Anderen, daß fie nach so und so viel
Jahren — man sprach von 10, von 20, von 30 — aufdören
werde. Fromme Gemüther dachten an den ewigen Juden und
meinten, Wettstein habe Goktt gelästert, seine Seele sei daher ruhe⸗
los, er irre schweigend von Ort zu Ort, So bildete diese Ge⸗
stalt Mythe an Mythe. Daß auch die Liebe nicht leer ausgehen
wollie, beweist eine andere Deutung. Als Wettstein noch ein
jroher Jüngling war, erzählt neuestens ein Schweizer Blatte, ent⸗
weite er sich mit seinem Schatz, welchen er der Untreue beschul⸗
digte. Nach einiger Zeit wurde ihm Gewißheit, daß er dem
Madchen Unrecht gethan. Er versprach der Geliebten, ein Jahr
lang kein Wort zu sprechen und nie den Kovbf zu bedecken, wenn

ie ihm wieder gut sein wollte. Die Grausame nahm den Vor⸗
chlog an. Das Jahr ging seinem Ende zu: Wettstein hatte nie
zeredet, nie sein Haupt bedeckt. Da starb sein Lieb. Wettstein's
Trauer war grenzenlos, aber stumm, denn der Termin war noch
rnicht zu Ende, da er reden durfte. Er fing's auch nimmer an.
So viel ist sicher, vierzig Jahre lang hat der Mann kein Wort
jesprochen. Warum nun nicht? Das bleibt unausgemacht, denn er
hat es Keinem gesagt.

TF Brüssel, 28. März. Man meldet der Etoile Belge auß
dondon, T'Kint beginne umfassende Geständnisse zu machen, welche,
venn sie sich bestätigen, in allen Ländern die größte Sensation
rregen werden. (N. fr. Pr.)

f London, 21. März. Der Dampfer „Corsair“ von Bristol
vurde gestern im Canal von Bristol von dem Dampfer „Solent“
ingefahren und in den Grund gebohrt. Vier Personen kamen bei
»em Zusammenstoß um's Leben. Der Schooner „Athalia“ ist auf
Her Fahrt von London nach Sligo mit der ganzen Mannschaft —
ieben Personen — untergegangen. Nur ein Schiffsjunge wurde von
dem vorbeifahrenden Schooner „Amelie“ gecettet.

F Vom 5. bis 20. ds. Mts. sind in Rio Janeiro 536
Bersonen am gelben Fieber gestorben.

Für die Redaction verantworilich: F. Xx. Demetz.

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M 34. 24 Dienstag. deu A. Avpril6546 1876.
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— rr3 —, alt, benteitet don 8 Arbeltern, letzt⸗re mit Hacken uub Schaufeln
Deutsches Reich. e ** in Hof und n nunmeht b
3. WMa ö— ze⸗ dauses Wittgenbetg Umgrabungen dorzunthmen. offenbat um Ge⸗
b — eee —X8 genftande zut Uedecührung des noch nicht ermittel n Noͤrdert zu
——WR blotßz in fteier Weinungsaustausch, und swat inden. Welches Rejultat die 358 f worriene Untersuchnng
diguich ader Aut 8, des Entwursen die Gider der Abstimmrngt— dabe- 3. —— Uebersch weinmten det⸗
e d eieree Mite nine —S—— ——— Unterhattung ergasd dem D. a
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ür „erklärte üch auch de egierunag. .beEi diretten Wahlen sugewenbet werden solen.
3— enpe d 83— Iceen in. durfie eine Einigung blerüder —— aut ee, 8* 3 d hie⸗
mq us⸗ en T iin va Tu , . liigen Bezirksger hte stand geftern der“ Handelsmunn erp. Bam⸗
35 — 1. 8 e der 4* seine Wechselgeschafte mit der Studentenschaft von
eeee — zum · heu igen ag on e len beunchen e in ——— sa ʒeie⸗ egen
wun — aj. der Könia bat mem denn auch don Leipzig, Erlangen, Marburg, Greifswa ꝛc. Stu⸗
— e Zeugen ö—— 3. 8* —
—— — ,z53 — —98 anf 5 Verbrechen un ersuhe des Verbrechens der Pridat⸗
Capitan der 1. deib gard eunt, A8 ihe d enee 5288 e ee *9 4 Vergehen der Ben⸗ —G*
— dar 8* Fann ver Abdeoron. minderjähriger Perfonen. Bamberget legte feinen Contrahenten in
—— * Apti ⁊ *— Sdlor der vorma⸗ »et Regel Blankette zur Unterzelchnung vor, die er dann nach⸗
wa b S ringen Aie 2— Siaotsbahnen einer raglich erst ausfullte * 33 7 ein Deeden
sehr scharfen Kritut uulerzogen und der Ausschnz dann bescnofsen * ůbes * * In e Pr
dieses Gutachten vorerst druck⸗ u zu lassen. Daß bei der Berathung de— — 4 rafe; das Urthei W er in einigen
m — auid päter in der Kammer augu an uichenenban egen pe, Maͤtz. Eine causo elẽbro, Tedtung
srage lzur Erdtterung —— 53 —ee eines Nebenduhlers aus Eferfucht, hat heute durch Verurtheilung
A als sicher angenommen, 4 ꝛcs Angetlagten E. v. Jan aus Lendfledei zu den Zeon⸗
Verlin, 1. aAprit. Der Kaiset bechtle, wie der — Reichs!— haus ihten Absluß errechn. M
un. —X Fürsten Bibmard heute Nachmit⸗ sa Aug — 34 —* — *3 —
tag zu seinein 62. Geburtstag mit einem Gratulationsbesuche. ung der dadischen ze si en det s da n
Dasselte hat der Drondrenz de Kaiserin ließ dergh ine Palast- 40.000 sh. zuf Nr. 120706. der wein depwinn ven Ideg
— fl. auf Nr. 236248, fe —— aulf Pt. 28 und Nr. 3699.
Bertin Rach der r Zig wurde Kaiser Wilhelm diee 2000 f. auf Nr. 182608, 232482, 73719 und 6156. se
keise — s 5 — 1000 . auf Ne. 148301, 12342. 240080. 73372, 163868,
ale d ne, a i eeee Slondeeherren Ldele g rae 104630, 120858, 82002 u. 10α
at hute cinsimnig deschlossenange ichs des Gesehentwurfa betr. —— 333 d d en gerien edung
die cen der preuß. —3328* — durch das Reich der —T ere ag er on ee d q
Regierung gegenüber die Erwartung auszusptechhen, dieselbe werde * 775 20 ⸗ 52 5
hre efrigsten Bemüthungen acf das Zustandetdntmen 4e nes Reich 19. Der in Coln kü lich berstotbene Com nerclenrath And
isenbahngesetzeß richten in —A er in d s nerc ndr eae
Reichsverfassung (Art. 4 Ziff. 8 und Kap 7); die Regierung wole hat der Stoadt Coln 20. art als ersten Beitrag zu einem
cdoch der Uebernahme⸗ don Bahnen einzeluer deutschen Staaten Dentkmal für den Reichslanzler Fürst — unter der Bedingung
ich in hiner Weise an ment, deunun I vermacht, daß dasselbe in ward ger Weise im Laufe der näqsten
urch das Reich in keiner 10 Jahbre zur Ausführung gelangt.
. In Biagen am Khein starb dieser Tage der in der
Pfah jsehr bekannte und seines unverwüstlichen Humots wegen all⸗
Jemen deliebte Herr Leonhard Hagendusch, jrüher langldbriger
Keisender im Gesgzafte seines Schwagecs, des A
arl Gräff in Bingen. Uster den Ancres Kaufleuten der Piali
vird kaum einet sein, der sid nicht mit Vergnlügen des allezeit
zblalen Gesellschafters erinnert und nicht von seinen gutmũthigen,
chalthaften Schwänken, deren er unzählige lieferte, zu erzählen
wüßte. Seine vielen. Freunde und Bekanmen bewahren ihm sicher
ein freunbliches Andenlen. (Pf. a.)
feBerlin, 29. März. Die hiesigen Ardetsverholtnisse
zestalten sich immer unerftellichet. So hal die biesige wohlrenom⸗
nirse Fabrik von Siemens und Halste, welche bisher 700 Arbeiter
deschaftigte, sich gezwungen gesehen, einen großen Theil derselben aus
Mangel an Beschaäftigung zu entlassen. Aber auch die gegenwärtig
dort noch beschäftigten Arbeitet haben die Arbeitszeit auf 6 Stunden
des Tages einsränken müssen.
xAus Furcht vor dem Tode den Tod gesucht und gefunden.
Dder Mensch brütet zuweilen Widersprüche aus, deren Verstandniß
chlechterdirgs nicht gelingen will. So hat sich vor wenigen Tagen
zie Frau eines Berliner Photographen das Leben genommen, weil
ie — den Tod fürchtete. In Folae einer in ibrer Fam lie berr

f, kalferstautern. Als 2. Stadischreiber dahier wurde
angestellt Hr, Rikolaus Kimze!, 1. Schreibgehuͤlfe auf dem tönigl.
Vezirlsamte in Zweibrücken, imit einem Gehalte don 1500 fl. und
als 3. Stadtschreiber Hr. Wilhelin Hoffrnann, Schreibgehülfe auf
dem kgl. Bezicksamte dahier, mit einem Gehaite von 1600 fl.

F. Man schreibt der „Rheinpf.“ aus Herschberge (Genlon
Waldfischbach) 29. März.: Heute erschlug dei einen Gewiner ba
Blitz eine Fran auf freiem Felde; der Kopf ist in zwei Haͤlften
jespalten. Eine andere Frau, die sich dei Ersteter befand, gerieth
nn delle Flammen und konnte nur durch herbeieilende Leute vo—
»em Verhrennen gerettet werden.

r. Den Pf. C.“ berichtet man: Von der Moosalb,
30. März. D'e gerich'lich. Unteriuchung gegen den Mörder der
mnglücklichen Julie Schäffet die bekanntlich vor acht Jahren ihr
unges Leben am Pfaffenberg in der Nahe der Stadt Kaiserslau⸗
ern auf eine döchst schauderhafte Weise im Kampf um ihre Ehre
erlor, scheint in ein neues Stadrum getreten zu fein. Heute er⸗
dienen nämlich der k. Untersuchungsrichtet und der ü Staatsan—
        <pb n="188" />
        schenden typhösen Krankheid kam sie aus den nervdsen Aufregungen
und Beangstigungen nicht deraus und jebte stets in der Furdt,
aͤber kurz oder lang gleichfalls von der Zrankheis defnllen zu —2
den. Dieser Zustand wurde ihr endlich j⸗ anertraglsich. daß sie
heschloße ein Ende pp machen.“ Nachdem ste brleftich“ von ihrem
Manne und ihren Kindern Abschied genommen, nabm sie eine
Dosis Cyantalium in Wein und erzielte schnell, wovax ne üch am
meisten gefürchtet hatte — des Todd.—

7 Tine Werte. Ein Pariser Blati erzaͤdlt gelesentlich der
yKNint'fcen Defraudation die folgende Geschichte: „Es unterhalten
ach beim Frühstück einige Verwaltungsräthe mit dem Haupilassirer
der Bant uüber den Foll Kint. „Ich behaupte,“ sagte der Kaß⸗
firer, 3daß man mit 46 Stunden Vorsprung⸗wie Kint ·hatte;
eine Flucht auf das Sicherste ausführen kann. .Ich werte da⸗
gegenn‚eruft einer der Bankiers. Der Kassirer bleibt auf seiner
Ansicht bestehen, und man schließt eine Wette um ein glänzendeß
Diner ob. Man kommt überein, daß der Kassirer einen Urlaub
von sechs Tagen nehmen loll., und daß die Regerchen uach seine n
Becble'b erst 48 Stunden nach seiner Abreise ihren Anfang neh ·
men solen. Am Ende des sechsten Tages sollie der Kassiter, wenn
hbis dahin nicht aufgejfunden, von felbst zurücklehren, um dann ge⸗
neinsam mit den übrigen Contrahenten der Wette das Diner ein⸗
—V auf den folgeuden Tag festgesetzt,
und alle, seine Gegner nahmen von dern Kassirer auf dem Bahn⸗
—— einen kleinen Hand⸗
sack bei sich. Der Zug ging ad, und lange sah man den Abreisen⸗
den noch mit dem Tuche den Zurückoleibenden zuwinken. Nach
wei Tagen — wie verabredet — begannen die Nachforschungen.
Htan fand nichtz, endlich am sechsten Tage trafen die Weilenden
dei dem Diner zusammen, Ulle — bis auf den Nasßter. Schlich⸗
lich exfuhr man, daß er Franlreich und Eutopa ve rlassen habe, —
po er'isi, weiß man heute voch nicht. Man weiß uur, daß ee
Arachtiiche Wertbjummen mitgehen hieß — die er in einem gro⸗
zen Koffer vorausgeschickt hat. 7 *

4Der kürzlich dersiorbene Londone: Rothschitd soll ein gtoßer
englijchet Patriot gewesen sein. Ohne Zweifel!. Ist doch der Fraul-
jutter ein so groder deuticher diito, daß man ihn als Vertreter
ach Berlin schidie, der Wienet ein gleichbewaͤhrtet oͤster reichischer
in und der Pariser gar ein so außerordenilicher franzosischet Pa⸗

riot, daß seine Frau, die geberene Ellasserin uneete den deut⸗
ichen Gesandten dffentlech infultirte. Vier patriotrsche Seelen und
ein Gedankedas Seld — das aber regiert g

7 VBrounschweigische 20 Thle. Loose von 1868. Ziehung dom
31. Marz 1876. Antzahlung vom 30. Junt 1876 abHaupi-
gewinne: Serit 6274 Nr. 29. 240.000 Matk, S. 9663 Nr.
18 15.000 M., S. 4509 Nr. 29 7200 M., S. 8910 Ner.
—
7 Dienlesnachrichten.
Der Staatbarwãalfe am tais. Bes̃ relsgerichse n Franlenshat,
Zarl Nössel, iß zum Rath am kgl. Appelslatiousgerich in Zwei⸗
hrücken ernannt. *6

Der Besirksgerichtsrulh Wilh. Baumin Frankenthal ist zum
Rath des Handelsgetichté dortselbst ernannt worden.

Dem kgl. Notär Scholer in Munmecsiadt wurde gestattet, den
zeprüften Rechts-Kandidaten Ferneleß aus Watteaheim auf die Dauet
hon 8 Monaten als Amtsverweser zu bestellen.
Die⸗ Funknon eines l. protest. Disirilis Schul⸗Inspeliors für
den Kamon Waldmodt wurde dem k. Pfarrer Jung in Neuhaͤusil
nit Beginn des neuen Schaljuhres übertragen.

vaͤndgetichtsdiener Michael Scheide: berger in Franlenihal wurde
nach Annweiler und deir dortige Landgerichtsdiener Heinrich Cumdon
nuf Anjsuchen nach Ftaakeuthal, von 1. April an, verfetzi.

Das International Lehrinstitut ur Bruchiat (Sabden)
mfaßt zwer Adibeilungen: 1. Die Handelsschule, deren Ab⸗
angazeugnisse zuen einjabrigen Minitardienst derechtigen; im begten
Jadre wie schon in 1874 haben fammtliche Zöglinge die Abitu⸗
enten Prüfung bestauden. 3. Die Vorbereitungs-Anßalt
um einjahrigen Militdrex amen vor den Militärprüfungs-Commifs—
jonen zu Carisruhe und Speyer.“ Von 275 vorbereiteten Nandi⸗
zaten sind 214 bestarden.... —

r: 6. *. Sm.

—— — —
————

— —
—

— —J
Bekanntmachungen.

2. Schlag Kieferberg:

127 heserne Stamme 4 Cl.

1466Sparren

7 Ster buchen Sscheitholz

2 Cl.
Stangen ˖
prügel.
ranne

* 3 Sier kiefern Stempel.·
18 Zaunprügel
10 5Bruüpel
28 Riappen.“
Ommersheim. 1. April 1876.
Das Burgermeisteramt:

Ein Aufseher
iber Taglöhner, welcher schon
inem gleichen Posten votge
danden hat, und gute Zeugnisse
zorlegen kann, wird zum bal-
digen Eintritt gesucht. Näheres
ia der Ezp. d. Bl.

Mobilienversteigerung.
Samstag, den 9. April nä bst⸗
hinVormittags 9 Uhr zu St.
Ingbert in seiner Wohnung bei
Züucher Kimmel an der Loh⸗
ensiraße laäßt Johann Ott⸗
mann, Schmelzarbeiter, wegen
Umzug sein entbehrliches Mobi⸗
iar, auf Credit versteigern, da⸗
eunter namentlich: —
Schränke, Tische, Stühle,
Beitung, Weißzeug, Ranns⸗
md Frauenkleider, 1Oden,
1 Ubr und verschiedene
sonstige Haus- und Küchen⸗
geräldschaften.
St. Ingbert, 3. April 1876.
Sauer, k. Notar.
Holzversteigerung
rus dem Gemerndewalde
Ommersheim.
Dienstag, den 11. April
. J. Nachmittags 1 Uhr, im
Schulhause zu Ommersheim
verden nachbenannte Holz orti⸗
nente öffentlich versteigert:
¶ Schlag Oberthalerhang:
74 tieserne Stämme 4. Cl.
132., Sparren und
Gerüststangen
11 Sier kiefern Stempel
10,, Zaunprügel
108 „Prüͤgel
123, birlen Stangen ˖
Irünel.
drappen

Ac—

Geschui fts-Mnzeο⏑

Unterzoiobnetor beehrt sich hiermit anzuzeigen, dass
er eine
VEINAANDLVNG

Sogenannte —
9⸗Wochen⸗Kartoffel
hat zu verlaufen
Frau Offner.

— —

hier errichtet hat, unter Zusicherung reeller und billiger
Bedienung.
8t. Ingbert. 1. April

Freitag, den 7. April
nist am 3. April)
wird der Weiher am Rittershof
gefischt
und wird von diesem Tage an

Fisch abgegeden.

—— 2B24æ——St2æ2ò4242!]òc!4u42282——

1876.
inreiekd Laun.

Emil Grewenig,

Sattler und Tapezierer in 5t. Ingbert,
hält von hrute an fortwährend ein großes Lager in
Tapeten und orduren
gewoͤhnlicher und mittlerer Sorte und empfiehlt zugleich feine

Musterkarten

von den gewöhnlichsten bis zu den feinsten Sorten aus der Fobril
von H. Engelbardt in Mannkeim.

Rinder Wagen

von den feinsten bis su den Billigste

sind zu haben bei

8..3*
——
1

Philadelphia
Ausstellungsbior
von H. Welz in Speyer

vom Faf
forwährend bei
G. Klein
zum gold. Stern.

—B

..äαääIXO
Makulatur
ↄ»rꝛr 25 Pfund, wird abgegeben
in der Drucerei des Si. Jaß
bertee Anzeiger.

47 , buchen
43 , kiefern

W. Dinjes,
Stuhlmacher hier.
Auch werden Reperaturen derselben gemacht.

ιαααα

gnttMaus

— 2 — —
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in ESt. Ingbert.
        <pb n="189" />
        S 2222 — —
* 383355 2258382387 *
—— 2 ẽ *8222 8 22 223
53 *38 —A 535555328353535 233773378 2
553 53222 5* —357 — —— 237753 23575335355333 22
23 —333 33553338 22332562582353 —— 332386—3 —
— 22 8 —6 22
78 T72323 — 23533383 338337335 —33 568 77538830 528 258
223 32—53225 83 333357 323 32383385325 33
5 —55233535 528 73* 25 — 7—5—3825 — ERREIE 238
26 353 3353233333 E— 828—572 5822 — ——
225— — 33353 53338333* —— 558 53*
375223255 z333333333333883 z35382328
3 3 38333 6 3253 2553*8 3522728581 25
— 8 58323325523 52
72 8 * —— 3 — 225355* 2. 2
—3358738 533355533833835 — 3536575 73365333785
555825 22353 532585 55323538 szz353353833335732 253
—22* —A —A — — — — — 25238 ——
— 5332 253 25534 57225* —A— 25328 3 — 32328* 53
33333 222335 * 33 3837332236248 838*
⸗ — ——— —5 z
2332323 —3z85535 2335*
233 * —— 2 *— 2 S 2* —* 2
233 338323333537 — 33333333238* 342
s3735723233 3225383 —83283 —32433 283 2332
5853255333 232.255 — —— 52232358 * 2335 ——— —8
22 2255533*—3 8 55823523 —— 2 325 8 — —A 3 2
— 265 55 335* 22555 — —— — 53525 385
7 ——— 5524837 22 —— — ——
383288 2 S? 5232358 —A 5252 —X s 5* 23
8208322332* —— 5353232355223 —— —A 2532 3 S
58583 5 287 25 —323833538 — — — —— 38
ẽã —A— 252668 58 —— 23323535 34608 — 3820 O 5*
ESR 2802 3352358361* 33533333238338 125
—A—— 233
2232
— J
S — 22058 J
— 335 23558 ẽ
— * * 2.55 8
z25 —A— 68353* 53225358
32 5223— 2 537 — 5555553533
55 222 —— 2 556 3833533538
23858 283**
* * 7 * —
333—753 55227 155525* 9 —A 35333553 —
528 22553 S5— 5 22322* 53535 8 22332 8325
* 3882355 . u0 35358 2323588 — 8** —— —24
3* — — —— 32 533 355285 2553783 58 3— 55333 5z24
—— —253 288 —3* 25 285
3223 57283327 *8 35433 23 8 2 55322 —
23555 22 3 7 — * —A 8 322 — — 3 28 2 8 —2 —A
28 53385 32 —13234
— — 3538 A—— 35353358 25 323343
5 555335 253388348 — 23553 82823 22 222
— —— 55* —552 * 3 5* 2322
—— —— 2738 55333
—A —537 4 —— 5 2255 e 3 — TF
—— — 78* — —— 33* 22* 33353
s3388 — 23323383 —— 55353327 — 55353
8 53383 ——— 3 3335* 23333
———— 2 8* —— —83333 21342323 5553*8 — ——— —— 33238 *
232 38 —z323 3 333853 225378* 2255 2533* 22* 523533
2335338* 35 —2 25238 25*283 5 72 573 22 538
2524 538 5 5222 5 85338 AA 258 8 5283 —522c
228327 3 338 3— 333 33837377 0 535 — 2 22 O
222503 33ß — 552332 2 3585253373
—— 2232 33738 ñ35833 —
B25n —— 5323 538 —————
* —E 3355333 85 33225 5552 3 38
8 333 3387 —A 35358
233333 5 5527275 —— — 5587
5233 —— —— 33 —— —
** 5553 225 28338 —A
222360 3357 3 3355 25
——c—* 2252* —52
— 55553
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55283 5.555
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22 m 83
285 322 51253355353 — 7552
222—— 23 2 2 — 253*23 223 —2 2222 —— — 8
5s833255 —A z235.2 75 2538 —75 5 9323

1 258 5255353 2— * — —— 2235 *
333 22 853 52 38 52 58 35 532338 83 z33 233
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2* — 3 — — — 2 52 ———— 8 — —A—— — —— * 2* 2

S2 — 222 2 — 532 2 7 —— 226 — 2

22 ———— 3225 —32323 — 8 2 868 — 2
7 — ES —322 55552 —82 S—2D2252 323B3 52
38 * 3535333 5335565278 2.5355753 55 3 5523533235 22*
J *»25 —228 —A 52332355 —A —— —

3 * — * *

— * 55 32 282 22* 252226 8256

32 532585 53. 832237* EV — 2 — 412* 8 2 858

25* 220 — 252 8 3 *8 5 —— 5552385 2 — *

2 * —— — — — 33 2 528 5 322225 * 32
2 2 —A S 5 * 2 TX — 28222 * —2

2z273 —A ——— 33 —53328 5— —82322 ——

52I58353538283. 2353 533232 ———— —A ———

3. 25 —2338 2338 23 — 338 3222 — ——— ———
2 5c22 * 22553 2* * 2
18 z83223228355 — 53355 323333522 A
1 — — 52 22 * 27 8 53

2 2 35 535 —5 22223 52 22 —8 — 72— 5 2 2 ——

2.2 53553235723 5288 322 —A—— 235 — —
— 2585 2235723335327 2372 —55353 33755233352 —

*2 — e—2 2228 —— — 3835 S 2 —2 2 3233232 252533
— 233 222 832825357 ** — * 3 325 —37753522275

27 3522222 258 5 —A 222 2 —23.5 — c52 *
3533533 —53533333233 238 5—3 3

8 338357 ñ 243332235 —523575302—32 — 3 523332
— — ———— — *
23335333—3 33333383 133333832333228

535327 32532333 —3358333358 5333352 752337323 *

— —z753 — 35738353 2 55

3 2822 —8 —z5322 55752 2335323535535283352

2 223* 22332 322 * 2235 —A

—— 2330 333333 556 235 85
235335335535353353538
2 —A
c8 22 2
25535 532 *
58828 35332338 —
2232358 — 55 8 — —
—A———— —8 2 —9 ——7 * *2
58 3758 3 225525 32 2238 B
222535 55* 55225 3 —8 5 *28 —53528 38
255235 5* *833 56 55 A 52325 — 3587
2 *8 7 7 * 28 222 2 2 —2 12 ——
3 228 55 225322 243 222 2235 — S
— 3 *» 35 2285322238 5235 523535 * —3— 53
286 55336588 —— —— 3553832358 —X
—0 2582 — —2— 5878 —
—— *3283 A — 8* 257 33 3z 355358
—— 322 z 358
45 S5 5* 335553533 — —— — — 252 — 7
—A— 3223223 72 2 2 —— — —* —2 5232 G
g 253 53 8 55582 —A— 53832 238355
7 — — 5 2238 S22. *
258 5* o· 3238333337353 —A 5323533
J 3* 55558 28333353 275333383 5225588*
3 7323 232232352 535572 323222 33333553333238
22 2288 —— — 58 — Ez353 v 22 22 — —— — * —
—25328 * — 115325555 — 2538535 35338 2533835 —
322 22 — 73* —A — 535282 332 e — —— ——
* ——A — — — ——— * 33323333383 — s223 333
—z33253 — —— 33222 —— 2378
5337 52 2272* 2583323833333228 232z 55838 258572
122528255 2338 —575 3233 * 225332368 52557 5555—327577
* * — — 2 8* — — 7 532 5 —32 —
—— 55 52352 82.26 5 2232 25— 3—8* 55* —
—z25382 8 5 5858232 — 222 —A— —523533352 253*7— —
558 23352 34338333383 —c —8 5* 53 — —
* * 8 — — — 33BLSV * — 822 322* — —
3 —A ———— 533 33 374333
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58528 257 2—2 583 3282387 z533555 72553*
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8 833 333353 B8 BSEEA
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3 53250557 EEAEA
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5533285* 2 — 8 52382. 2323 * 28 * 2 2
s238 258255 2333373 —A * —— 2537*
238383 ——— 5
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8 28 5233 253 2528 8 n 552 22*28 3
——— — J* —— 38538 22 I 8* 53 27 * — *
7 — 5322335 — 73238 *8* 28 * F —— 2
2. * * 335358 2584 2252228 7 *2 8323
234 38 2. — cE 2532383 — * 558 7 —— 23. 228
228 ——53333 — — * — 2325755
2* 223 25 33673288 5552583 268 2 — *
5262 Se 22235 57 55 8 —— 5 *, 337
538 5833 A 55557 232 —2 5
—A— 8 5557 325 25 — 5 3 223 83 3873
33537 2235 5 328 2233 2. * 55 —22 v 327 2. * S 5. 8
* 3587 2 2* 233 32227 E
2338 578383 —— —— i
3338288 2 31* 7357 A 6* 2*3 2 3*8*3 3
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——— * 33 3. 2 527* 2 5 Is5i— 7
J — — 337 33
7* 3533 *538 233533 555
J ———— 4*
238538 53 58 5 *5
557 882383 28353538
855 22323 a—
8* 32355 z 2*
—RX 852 Ez.
7 35333 8
A 2
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22533—8534 I832533*362823 —
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3 g 558885 4360
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22 25535* 238 33 27723. 25. x — 12
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32 * 2, .2* 2

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        St. Ingberler Anzeiger.
— ——
Der St. Iugberter Anzeiger und das (2 mal wvbchentlich mit dem Hauptblatte verbundene Unlerhaltungeblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei-

lage)h, erscheint wochentlich viermalz Dieustag, Oonnerstag, Samstag uud Sonutage Der Abonnemertoprois beirägt vierieljährlich

Mart 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg.r von Auswärts mit 15 Pfr. fur die viergespaltene Zeils Blatlschrift. oder deren Raum. Neelamten
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
aun
M 55. .. Donnerstag, den 6. April 7—7 1876.

*
7
2321 28
Deutsches Reich.

Aus München, 29. Märtz wird bayerischen Blättern geschrie⸗
ven: Aus der Sitzung des Finanzausschufses der Kammer am 28.
». M. vernimrit man, daß der Abg ordnete v. Schloer als Ref⸗rent
wber die Staasteisenbahnen d'e Verwaltung derselben in allen
Theilen einer sehr einschnreidenden Kritik unterwurf. Schioer's Refe⸗
at wird in- Drink gelegt werden, auf die weiteren desfallsigeü
Ausschußverhandlungen ist man fehr gespannt. —

Mäünchen, 2. April. In dir Sitzung der Akgeordneten⸗
ammer vom 30. Marz ist zwischen dem Minister Pfeufer und dem
Ibgeordneten Oberapp ⸗Urath Schmidt (Zweibrücken) ein Wortkampf
nitftanden. Minister Pfeufer erzahlte eine Aneldote, welche geeiznet
var, auf die politische Selbsiständigkeit und die Intelligenz der
pfalzjer ein ungünstiges Licht zu werfen und die Provinz la cerlich
uu machen, wie denn auch das ganze Haus auf Kosten der Pfalzer
n ein unbändiges Gelachter ausgebrochen ist. Der Abgeordnete
Schmidt erwiderie deim Minister: „Unsere Vauern in der Pfalz
nd gescheidter und gesetzetklundiger als mancher Landkommissar ge⸗
vesen ist,“ und machte dem Herrn Minister überdieß ganz energisch
den Standpunklt klar.

In gieicher Weise hat der Abq. Ph. Schmidt (Ka serslautern)
dem Vinister ganz entschieden Vorwürfe über seine Aeußerungen
zegen die Pfalz ins Gesicht gesagt.

Munchen, 2. April. Ein Artikdel in der liseralen Spelerer
geizung*, die Affäre zwischen Min ster v. Pfeufer und Abgeordneten
berapelirath Schmidt betreffend, hat um des darin gegen letzteren
igeschlagenen herben Tones willen sehr peinlich berührt. Herr
Sqhmidt ist Vorstand des „Pfälzer Klubs,“ erfreut sich der unge⸗
heiltea Achtung nicht alle'n der pfälzischen, sondern auch aller dies
eitigen Abgeordneten uund ist dabei eine dem wahren Liberalismus
o unbedingt⸗ehrlich ergebene Persönlichkeit, daß dessen Abkanzelung,
vie sie in gedachtem überalem Blatte, wohl nur aus ganz schlecht
exstandener Courtoisie für Herrn von Pfeufer versucht wird, jast
mertlarhar ist.

Noqh unbegreiflicher muß aber die gedachte talllose Auslassung
rscheinen, wenn man die begleitenden Umstände des in Frage
tehenden Falles ins Auge faßt, Minister v, Pfeufer führte gegen⸗
iber einer sehr sachlich gehaltenen und mit Zahlen belegten Be⸗
Jauptung des Abgeordneten Freyburger: „daß im diesseitigen Bayern
m Verdältniß zut Pfalz zu viel Beamtenpersonal sei,“ unter An⸗
verm eiwa aus, es lasse sich in der Pfalz leichter regieren, die
gfalzer seien sich ihrer Rechte nicht so bewußt, als die Franken
der Allgäuer; die Pfälzer feien auch nicht so mißtrauisch gegenlüber
kntscheidungen der Aufsichtsbehörden. Diesen Aeußerungen, welche
nindestens kin sehr zwe felhaftes Lob der Pfalz in sich schließen,
ügte der Minister eine Anikdote an ungefähr folgenden Inhalts:
„Als ich noch Aktuar in der Pfalz war, theilte mir mein Land⸗
omm ssär alle wichtigen Entscheidungen, die er traf, mit. Eines
Tages sand ich nun, daß er eine sehr schdne Entscheidung getroffen
jatle, aber auf Grund von französischen Gesetzen, die in der Pfalz
jar nicht publizirt, demnach auch ungiltig waren. Ich machte mein
dedenken gelterd und bekam die Antwort: Das macht bei uns in
zer Pfalz gar Nichts; schreilen Sie nur hin Thermidor oder Messi⸗
zor, so ist die Sache gut.“

Diese Aeußerung wurde leider von beiden Seiten des Hauses
nit flücmischer He'serleit begrüßt. Wir sind nicht gemeint, die
Sache ernstet zu fassen, als sie es verdient, da der Minister, wie
vir annehmen, nur einen Witz machen wollte. Allein schlechte
Witze vom Tkinistertische — Das darf man nicht vergessen — sind
ind bleiben schlechte Witze, wenn sie eine ganze Prodinz lächerlich
nachen. Die Pfalz hat zwar noch nie einer besonders rüchichts⸗
oslen Behandlung seitens der spezffisch bayerischen Kreise sich zu
trfreuen gehabt; auch waren gewisse Persoönlickeiten der früheten
Abgeordneten wenig geeignet, eine achtunggebietendere Stellung der
Rälzischen Deputation zu inauguriren.

Zielleicht eünnert sich noch Mancher jenes geflügelten Wortes

uz den 50er Jahren: „Die Franken marschiren, die Pfälzer kom—
nandirt man“. — An solche Dinge sollte aber die Pfalz und vor⸗
üglich deren liberale Presse dei Beurtheilung des Falles Schmidt⸗
Zzfeufer denken; es klann nur lobenswerth erscheinen, wenn die leider
ur zu häufig wiederkehrenden Wetzeleien und Spötteleten über die
unpraktischen vnd Richts fertig bringenden Pfälzer“ inskünftig
darf zurücgewiesen werden, noöͤthigenfalls auch in der kräftigen
zorm, wie fie Abg. Schmitt gebrauchte. Man kann über die
Form: „Wunsch eines letzten Schliffs“ verschiedener Meinung sein;
llein um der Form willen die Sacht zu tadeln, Das sollten die
Bfälzer Andern überlassen. Derartiger Tadel aus der Provinz
elbsi zeuugt von dem hier zu Lande so oft behaupteten Mangel
eglichen Selbstgefühls im pfälzischen Volksstamme.

Leute, die „immer ministeriell“? sein wollen, ioͤnnen wir nur
nufrichtig dedauern. Den fränkischen Abgeordneten würde kein Vii⸗
nister solche saulen Witze zu bieten wagen; fie und ihre gesammte
iberale Presse haben es ober auch schon lange verstanden, auf gro⸗
sen Kloß 'nen groben Keil zu sezen. J

Bexhin, 4. April. In der Monsagk⸗Sißung des Abgeord⸗
enhauses wurde die Einverleibung des Herzoglhums Lauenburg in
zie preußische Monarchie vom 1. Juli 1876 ab beschlossen. Lauen⸗
vurg wird in Bezug auf staatliche Verwaltung vorläufig der Pro⸗
inz Schleswig-Holstein zugetheilt und führt den Namen „Kreis
herzogthum Lauenburg“.

Berlin, 4. April. Die Verhandlungen des Justizausschufseß
»es Bund braths über die Reichsjustizgesetze resp. über die bezüg⸗
ichen Beschlüsse der Reichsjustizkommission haben gestern begonnen.
Die südstaatlichen Justizminister sind zu diesen Verhandlungen hiec
ingetroffen.
Der Kaiser beabsichtigt von Wiesbaden aus dem durch den

Zergrutsch schwer heinmgesuchten Städtchen Caub einen Besuch
ibzustatten.
ANusland.

Eine Verlegenheit füe die französische Regierung ist die noch
mmer große Anzahl karlistischer Flüchlinge. Die meisten wollen
on der Amnestie keinen Gebrauch machen, vielmehr auf Kosten der
ranzoͤfischen Regierung verbleiben, wo sie sind. Da die spanische
sKteg'erung sich nur zum Ersatz der ersten Verpflegungskosten“ ver⸗
flichtete, so glaubt Frankreich die Humanität mit dem Niüttzlichen
u vereinbaren, indem sie jene Carlisten nach Algerien schaffen will,
vo Genetal Chanzy in der Provinz Constantine Ländereien jfür sie
in Bereitschaft haält.

Petersburg, 2. April. Dem „Staatsanjeiger“ zufolge
jeht der Kaiser Alexander Ende April über Berlin (wo er zwei
Tage verweilen wird) aach Ems und dann nach Jugenheim und
ehrt zu den Lagerübungen in Krasnoje Selo hierher zutuck. Im
Sommer besucht der Kaiser Helsiugfors und hält dann im August
n Warschau und einigen ande en Orten Truppenrevuen ab.
darnach gehen der Kaiser und die Kaiserin nach Livadia, von wo
ieselben im Spätherbst nach Petersburg zurückkehren. (Hiermit
erfallen alle Gerüchte, daß der Kaiser zur Stärkung seiner Ge⸗
undkheit e nen halbjahrigen Aufenthalt im Ausland ꝛc xc. in Nichts.)
Im Laufe des Sommers werden Besuche erwartet von dem Kaiser
»on Brasilien, dem König von Dänemark ꝛc.

Rom, 4. April. Feldmarschall Graf Moltke ist h'er ein⸗
getroffen.

Ueber die Abberufung des Herrn Brentano als amerikanischer
donsul in Dresden schreibt dir „Illinois Staats Zeitung“: Herrn
Zreutano's Amttsührung ist an seiner Abberufung nicht schuld,
enn er war ein vortrefflicher Beamter und unter Amerikanern und

Drutschen in Dretden gleich deliedt. Vielleicht falli er Herrn Fish's
bgeschmadter Theotie zum Opfer, daß kein Deussch⸗Amertikaner in
Deutschland eine konsularische Stelluug einehmen soll; — vielleicht
rat auch Grant Kunde davon erhalten, daß fein ihm allein Ergeben⸗
zeit schuldiger Knecht in Deutschland in Freund Waihbucne's und
zefütworter von dessen Kindidatur für d'ie Praäde hrftedn. Wir
        <pb n="192" />
        leben hier ein wenig sehr unter dem Regiment der seidenen Schnur
S da heißt es für d'e Diener des Pafchas aufpassen und kein en
Versioß gegen die Serails-Etiketle begehen. Der an Brentano's
Stelle zum Konsul ernannte Herr· James J. Mason soll ein Schütz⸗
ling des Guerillaführers Mosby sein. M
Wafshington, 1. Aprii. Nach einer dem Staatssekretär
Fish zugegangenen Meldung hat in Mixko der Aufstand groͤßere
Dimenssonen angenommen und sich fast über alle Staaten verbreitet.
— —
Bermischtees.

f Homburg, 2. April. Der heule hier stattgehabte 6.
Berbandsͤtag der pfaälzischen Kampfgenossenfchaft beschlotz, den An—
schluß an den bayerischen Landes berein abzulehnen, da die ge
ftellten Bedingungen nicht aunehmbar seien; dagegen“ wu⸗de der
Anschluß an die allgemeine deutsche Kriegerkameradssbaft gutges
heißen. Zum 1. Vorstande wurde Dr. Prechtl von Essingen, zum
2. Borstand Studienlehrer Schm'dt von Edenloben gewahlt.

4Man meldet aus Wurzburg, 28. März: Gestern Nachmit ⸗
jag vurde das Urtheil des tgl. Bezirlsgerichts dahier über den
Handelsmann Leopold Bambergee von Heidingsfeld verkündigt,
wonach derselbe wegen fünf Verbrechen der Urkundenfälschung, einer
Reihe. von Vergehen der Bengchtheiligung minderjähriger Personen
und eines Vergehens der Beltidigung des k. Untersuchungsrichters
mit eirer Gesammistrafe von 6 Jahren Zuchthaus, 2400 Mark
Beldbuße und Tragung der sämmtlichen Kossen, sowie Verlust der
bürgerlichen Ehren auf 6 Jahre delegt wurde. Zur Urtheilspub⸗
itation war der Angeklagte gleichfalls nicht erschienen, wohl aber
der Raum des Gerichtssaales milt einer zahlteichen Menschenmenge
angefullt.

fStraubing, 28. Mätz. H'er ist eine Müllers⸗ und
Melbersfrau verhaftet worden, und zwar, wie verlautet, wegen
Wechselfätschung · und „Spißederei.“ Die Schadenbeträge follen
ich auf 12—-15000 fl. erstreden und auch noch weitere Personen
kompromittirt seiin.

fMainz, 3. April. Durch einen gestern Abend niederge⸗
jangenen Wolkenbruch sind die Eisenbahnfstrecken Mainze Alzey und
NainzBingen, erstere bei Gonsenhem, letztere zwischen Heidesheim
ind Ingelbeim, beschädigt worden. Erstere Strecke ist seit heute
Mittag wieder fahrbar. Die Reparaturen an der Strecke zwischen
Heidedheim und Ingelheim werden mehrere Tage in Anspruch
sehmen und es findet in Folge dessen zwischen Mainz und Bingen
nut ein beschränkter Lokaldienst mit Personenzugen statt. Der
Wormser Zeitung“ nach sollen 8 Menschenleben zu beklagen sein.
Weinberge und Bäume ⁊c. sind total zerstört. Der Bahndanm ist

Bekanntmachung.
Der Stadtrath von St. Ingbdert hat in g. Sitzung vom
3. d. Mis. nachstehende Beschlüsse gefaßt:

1. Es soll eine provisorische Umlage erhoben verden, die un ⸗

zefähr ein Viertel der Gesammtumlagen beträgt, und von
welcher ein Viertel sofort und die übrigen drei Viertel in
den Monaten Mai, Juni und Juli 1876 erhoben werden.
Für die Stadtgemeinde St. Ingbert soll eine Aiche er⸗
richtet werden, und wird das Bürgermeisteramt beauftragt,
über Tarif, Aichgebühren ꝛc. Erkundigungen einzuziehen
und in nachster Sitzung zu berichten.
Für das pfaälzische Dienstbotenstift werder 50 Mark alt
einmaliger Beitrag bewilligt.
Nuf Antrag des Bürgermeisters wurde einstimmiger Be⸗
schluß gefaßt, daß das Nachlaufen der Kinder bei Kind⸗
ausen mit aller Strenge verboten werde und daß die
zetreffenden Eltern aufzufordern seien, ihre Kender von
diesem Unfuge abzuhalten. Den Polizeiorganen ist ernste
Weisung zu geben, diesen Unfug zu verhüten und die be⸗
züglichen Kinder zu notiren, damit diese entsprechend be⸗
draft werden kͤnnen.

St. Ingbert, 4. Apiil 1876.

Das Bürgermeisteramt:
Custer.

Pinjäabriges Militäarexamen.
Gründuche Vorbereitung für das einjührige Militärexamen in Speior
ind Garlsrohe. Von 275 Vorboreitoten Gandiäaten sind 214 bestanden.
ughere Handelsschule, deren Abgangszeugnisse z2um einjährigen
ilitardienst bBerentigen. — Pensionat mit strengor Disciplin. —
Guetes bei der Dircction des Internafional-Lehrinstituts zu
Bruchsal (Baden). H. 6755.)

wischen Ingelheim und Heidesheim verschwunden und die Strecde
Mainz ˖ Bingen w'rd nicht mehr befahren. Die Hefs. Ludwigsbakn
aht Materialzüge geben und bietet überhaupt Alles auf-, um die
Slrecde ·wieder in Ordnung zu bdringea. Es sollen sedoch hierz
nindestens 4 Tage nöthig sein. Die Strecke ManzAlzey ist in
»er Nähe von Gon'enheim ebenfalls unfahrbar. Die Passagiere
verdenn his zur Stelle gefahren und müssen daselbst umsteigen.
Der Gütervertehr mach der Pfalz wird auf der Strecke Bingen⸗
nizey Worms befbötdert.zuh

Mainz, 4. April. Die Schreckensbotschaften aus dem
unglüclichen Heidesheim mehren sich; der Zustand, in den der Ort
»urchdas Unwelter versetzt wurde, spouet jeder Beschreibung.
Zwanzig Häuser sind durch die Fluthen fortgerifssen; Verluste an
n den Siallen- umgekommenem Vieh sind vorläufig gar nicht fest⸗
ustellen, die Felder sind hoch mit Sand und Schlamm überdedt
— kurz, der Jammer ist renzenlos. Viele Einwohner haben nur
as aadtte Let en geretiet. Eine schaurige Ep sode bildet das Schick al
ines Bahnwärters, welcher sein Haus fortreißen und seiue Schwie⸗
nutter, Frau nebst drei Kindern in den Fluthen umkommen sah.
Die Leichhe eines der«leßteren wurde erst gestern ungefäht 1000
Zchritie abwärts aus dem Schlamme ausgegraben. Der Mann
oll, wie heute erzählt wird, dem Wahnsiun verfallen fein. Die
Flut muß an manchen Stellen an20 Fuß hoch gewesen sein.
Die Zahl der; Todten beläuft sich dis jezt auf 8, doh steht bei
)er hertschenden Verwirrung keineswegs fest, ob nicht noch mehr
deichen untet ·dem Schlamm verborgen liegen.

F Bresbau, 2. April. (19 Personen ertrunken.) Am 80.
März hat sich in Koblau (bei Hultschin) ein schrickliches Unglück
reignet. Die vom preußischen Gebiet aus in Hruschau auf öster⸗
eichischem Terrain arbtitenden Bergleute wurden, von der Schicht
ommend, über die sehr angeschwollene Oder gesetzt. Dabei kam
er Kahn ins Schwanken und sämmtliche Insassen, 21 as der
Zahl, stürzten ins Wasser. Nur zwei konnten sich durch Aufschwingen
nuf den umgekippten Kahn retten. Unter den Verunglückten befindet
ich auch der Fahrmann, Nanens Grünberger aus Koblau, derselbe
interläßt eine Frau und zehn Kinder, von denen das älteste vier⸗
sehn Jahre alt ist.

F Der Telegraph meldet aus Konstantinopel, daß bei
er Ziehung drr Türkenloose am ersten April der Haupitreffer auf
str. 149,008 gefallen sei. Der unglückliche Gewinner! Er bekommt
zeder Gewinn noch Zinsen ausbezahlt, dafür aber Versprechungen
ind Anweisunzen auf die Zukunft, die weiß Gott wann, eingelöst
verden. Daß auch dieser Gewinn gerade am ersten April ze⸗
ogen werden mußte!

Kinder Wagen I

von den feinsten bis su den billigsten,
so vie

Krankenfahrstühle,
Be auf Verlangen besorgt und deren Zeichnung dei mir eingesehen
verden kann, sind zu haben bei

3ꝛnien

Auch werden Reparaturen derselben — bitr.

J. 8t. Ciolina &amp; dòbno,
Ede der Landauerstraße in Zweibrücken,
mmpfehlen füt de Frühjahrs und Sommersaison ihr vollständig
ortirtes Lager der neuesten
Damen ⸗ und Herrenkleidersloffe.
owie eine reiche Answahl

Damenkonfedtions⸗Artikel,
als: Dollmans, Antoinettes, Fichus, Talmas
und Regenmäntel,
— zad den modernsten Feimue.
Ein Garten mit Frucht- und Brodoreise der
Bauplatz, nebst Bau⸗ Siadt Zweibruucken vom 6.
deinen und beschla- urri. Wezen 1081 Marh.
genem Holz ist zu dora 829 M. dafer 8,78
derkaufen bei Lud. M. Weißbrod 120 No. 5 Pf.
Weir sich, Wirth. 3 40. Kornbrod 68 Pp.

Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="193" />
        282
5 82
82 525
s535 5553 4637
222 55 53838 3*
283582 5885 —— 2
*522 3835 3 3 23 eES
J 2 — 32 — IF — —7 5 J — 2
J 8 * 322375— — 2 533 7 * — —*—27 .
n 3353333. 3253838358 888 88—8* 8328 38 —553
5 —2* — 32 — 15 8 2 6 — ——A * 2 4
9 33388 —— 9 22*— —AV 558 7 32 2322
35335333 5555 2274
5232 —25— 53553278 835283 —— —A 2353 5 —A 338
55233553— 3228*3 3252z23*27 —S247* —— — 335325 8 * 35
——— — 252 — ——— 5888 555 25 835333 *225 35
z28358»3338 2 236 * —— — — — 222 —enm7* 32 s3 E
32. 523558* —— ⁊ I 3 8835532 T2 —8 —7 28
255538 — — —*58 —5 82 2224 2435 232 S
— * — VNX * 553578 —B — 5 5 z232583 53357
— E 2 352323* 22 — —5*552552 2783— 555 — 5 Vv3
z32 285385* s5333355 232 35 222355 —508 ——
8 8 2 53 * —55 * 52* 3225 * —A — — — — —
* 22335 523 58 338 * 22* 3 z2535 —8 8323
—A 8228 3355 3 23235 31 358 *W — 245 23
233353 —*22 255 53z — 3—z2323235 — —— * —A 25232355
53223233 32 28* 288 5522* 333 2330 52322 257335 *
533355 382 333385558
— S — — J —— — — — 5 — 2 2238— 2 4 — 2 mvE
— 13 J 3323253338
— — 5 2 * 8* 328 — ⸗ 3 223 25
F 7 — 3—— — 335333257 29 8
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        . A erler Nnmeiage
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der St. Ingberter Anzeiger und das (Z mal woͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntagt mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheini woͤchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vieteliährlich

Mart 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., pon Auswärts mit 15 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Reclanen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet,
— F — — DVD— A4 —
43 56. Sanstag,. den 8. April A 1876.
—

—

Deutsches Reich. 7

Mänchen, 3. Mätz. In der diefen Abend abgehalienen
zitzung des Ausshusses für den Jörg'schen Waslgesezentwurf ge⸗
angte man nut bdie zu Art. 4. Der Antrag det UAbg. Bech.
nen katholischen Geistlichen das Wadlrecht u'cht einzuräumen, wurde
idgelehnt. VBom Abg. Frhrn. von Stauffenberg wurde ein Antrag
ingebracht, der u- N. bestimme, daß nur Diejenigen das Wavbl⸗
echt erhalten sollen, welche schre:ben und lesen können. VDieser
Antrag wurde berathen, die Abstimmung über denselben wird aber
ast in der nächsten Sitzung, am Mittwoch, erfolgen. —

In der Sitzung?vom4. d. hat die Kammer der Abgeordneten
en Ari. 1 des Gesetzentoutse über dier Besteuerung der Hunde
ingenommen, und zwac in solgender Fassung: 1. in Gemeinden
dn mehr als 15000 Einwohner auf 15 M.2— in Gemeinden
jon mehr als 1500 Einwohner auf 9 M., 3. in Gemeinden hon
aeht als 300 Einwohner auf 6 Mark, in kleineren Gemeinden
uuf 83 Mark. Für Weiler, Eindden und einzeln stehende Anwesen
eträgt die Abgabe ohne Rüdsicht auf den Gemeindeverband 3 M.
en Gemeinden ist gestattet, vorstehende Beträge bis zu deren Hälfte
u Gunsten der Gemeindekasse zu erhöhen. Im Sinne dieses Ge
etzes ist eine Emöde oder einzeln stehendes Anwesen eine mensch⸗
qhe Wohnuug, welche don jedem dewohmnten fremden Gedäude
iber 100 Meier entfernt ist; ein Weler eine Mehrzabl näher bei⸗
ammen hiegen er Anwesen oder Häuse unter gemeinsamer Ottsbe⸗
eichnung, welche für sich eine politische Gemeinde nicht bilden und
usammen über 100 Seelen nicht haben. Damit sind zugleich die
Nodi cationbanträge erledigt ub wurde die Fortsetzung der De⸗
atte auf morgen Vormittag 10 Uhr vertagt. Schluß bhalb 2 Uhr.

De: Mäunzen süddeutscher Währung — Gulden, Sechser,
zroschen, Nreujer, Zweier und Pfennige — werden nur noch bis
0. April bei den tgl. Stellen in Zuhlung genommen und bei den
zinldfungsftellen umgewechselt. Im Vaufe des Monats Aptil wer⸗
en sie aber noch von faͤmmilichen mit Einhebimg von Staatsge⸗
aillen betrauien Beamten, Kassen und Aemtern zum vollen Nenn-
orthe angenommen und zwar bei ollen Zablungen: Steuern.
zoxen und Sltempelgebühren, Geldstrafen, Kauf von Stempelma⸗
erial, Malg ufschlog, Kauf von Produlten der Beigwerls⸗ und
alinenverwaltung ꝛc.

Saargemünd, 2 Upril. Mit großer musicalischer Tag-Reveille
urch die Stratzen der Stadt begann der zweite Festtag des Regiments.
degen 9 Uhr rüchte dasselbe in lleineren Abtheilungen zum Gottesdienste
us, der in entsprechender Weise in den beiden hiesigen Kirchen
tatholischj und protestantisch) abgehalten wurde. Nach Beendigung
s Gottesdienstes stellte sich das Regiment zur Parade im Caserner⸗
ofe auf und karz nach 10 Uhr ritt die Geueralität mit Gefolge
at Adnahme der Parade im Casernenhofe ein. Nachdem der Corps⸗
commandeur in kutzem Umritte sich von dem trefflichen Stande
es Regiments überjeugt, sprengte Regiments⸗Commandeur Frei⸗
err d. Sazenhofen in die Mitle des Currss, mit kräftiger, weithin
hallender Stimme nach kurzem geschichtlichen Ueberblick das Regi⸗
nent zu einem Hoch auf Ihre Majestäten den Deutschen Ka'ser
d den König Ludwig II. von Bayern auffordernd, eine Aufforder⸗
ing, der mit begeistertem Rufe unter den Klängen der Nativnalhymne
sjosge geleistet wurde. Nun schwenkie das Regiment in Halb,ügen
b hinaus zum Casernenthor, um vor dem sich mittlerweile vor
nem königlichen Landgerichtsgebüude aufgestellten Generälen in Parade-
aarsch zu defiliren. Ein herrlicher Anblick die bunten Uniformen
ait den funkelnden Stickereien, glänzend im Widerscheine des präch⸗
asten Sonnenlichtea, die schmetiernden Ehrensignale, die propere,
attliche Reiterschaar in ihrer kleidsamen Gala-Uniform — das alles
m neuen Deutschland —, wer macht sich nicht seine Gedanken
arüder! An der Spitze des Reg ments ritt General⸗Major von
deinrich als Vertreter des hohen Regiments-Inhabers, wuͤhrend
asselbe vor dem Commandeur des 15. Armeeco ps, General von
zransecky, defilirte. Gegen 132 Uhr versammelte sich die Manu⸗
daft zu einem fröhlihen Mittagsmahle in der Reitbahn der Ca—

sexne, wobei der von der Stadt Kreuznach zum Geschenk erhalten e
Wein (1000 Liter) bdald die fröhlichste Stimmung hervorrief. Toast,
olgte auf Toaft. Bice- Wachtmeister Hohlfelder auf Se. Maj. den
daifer und Se. Maj. den König von Bayern eröffnete die Reihe,
Bice-Wachtme ster Zeiher schloß dieselbe mit einem Toaste auf die,
iebenswürdige Spenderin des Fesigetränkes, die erste Garnisons—
tadt Kreumach. Das Festbanket begann in den hübschen Rüumen
eg deuischen Casinos mit militärischer Pünktlichkeit Schlag 5 Uhr.
kiue Aer 150 Personen zählende Versammlung erfreute sich wäh⸗
cend der Tafel der Erinuerungen an die beiden Festtage und auch
alte Beriehungen und Bekagutschaflen wurden beim fröhüchen Klange
der Gläser wieder erneuert. Mit dem Secte begann auch die Reihe
der Trintjprüũche, die General-Lieutenant v. Orff mis einem Hoch
nuf den Deutschen Kaiser eröffvete. Ihi folgte General v. Fran⸗
echy mit einem Toasie auf den König Ludwig von Bayern, General⸗
Major v. Weinrich mit einen solchen Namens und im Auftrage
des bohen Regiments-Inhabers auf das Regiment. Redner über-
eichte daun dem Regimente das Geburtstagsgeschenk des hohen
stegiments Inhabers (10,000 Morth) mit der bitreffenden Schenkungs⸗
Lrkunde, „daß die Zinjen alljährlich nahh Ermessen des Regiments⸗
Fommandeurs zu nverzinslichen Darlehen usd zur Unterstützung
der“ Aagehörigen des Regiments verwendet werden sollen.“ Der“
Abend versammelte die größte Zahl der Festgäste im Saale des
Tafé de 'Est, wa die Uateraffiziere mit einem Balle das Programm
hlossen. Morgen wirb das Caroussel nochmals wiederholt werden
. Die „Voss. Zta,“ ichr ibt: Die bevorstehende Begegnung
»es deutschen Kaisers mit der Königin von England (wenn ie
iberhaupt stattfindet!) foll ii Verbindung stehen mit Project eines
Bertragsabjchlusses zwischen dem deutschen Reiche und dem Hetzoge
»on Edinburg, wonad der Legtere auf seire eventuelle Thronfolge
a dem Herzogthum Cobarg Verzicht leist en werde, und zwar gegen
ine jährliche Rente und den Neßbrauch der Fidercommißgüter des
Jerzozli en Hauseß. Wir geben dieses Geruͤcht mit aller Reserve
vieder rꝛ....
Der ‚Reichsboke“ schreibt: „Die Verbreitung schlechter Ro—
iane durch hausirende Colporteure, welche in Stadt und Land von
haus zu Haus ihre, unser Volk geistig vergiftende Waare unter
llerlei Verlockungsmitteln anpreisen, aimmt immer zu. Es wäre
ehr zu wünschen, wenn die Sittenpolizei ein strengeres Auge auf
diese Literatur werfen wollle, namentlich hier auch in Berlin, wo
die Zote „Hirsch in der Tanzstunde“ nicht blos in den Thealetn
jespielt und in den Bilderläden in eckelhaften Bildern ausgehäagt
st, sondern bereits von den Schulkindern in den Shulpausen auf-
zeführt wiced ·
Feldmarschall Graf Moltke gedenlt, wie jetzt mit z'emlicher
Bestimmtheit verlautet, stch von seiner anstrengenden Thätigteit ganz
urück zu ziehen‘, da seine Gelfundheit erheblich angegriffen ist und
ie ihm wahrscheinlich eine Wiederaufnahme dit Arbeit in ihrem
yollen Umfange nicht gestattet. Ea heißt, daß der Kaiser den Gra⸗
en Moltte nicht gern aus der Stellung scheiden sieht, welche der
zerdiente Feldmarschall so Uange Jahre zum Ruhme Deutschlands
nne gehabt hat. Wie aber Graf Roon seiner Zeit den Rechten
der Natur gehoörchen mußte, so wird das auch sol'eßlich bei dem
vrasen Molite dec Fall sein. Als der eventuelle Nachfolger des
ßrafen wird der Generalmajor Graf Wartensleben bezeichnet, wele
her zur Zeit als Chef der distorischen Ahtheilung des großen Ge⸗—
zeralstabes fungirt und den Chef des Generatstabes während seines
Irlaubes bereits vertritt. Graf Wartensleben hat sich als militäri⸗
cher Schriftstellet, wie in der Ausübung des praltischen Gentral-
tabsdienstes einen beruhmten Namen erworben.
Ausland.
Nach einem der „Allg. Ztg.“ aus Ragusa zugegangenen Tele⸗
ramm fordern die Aufständ schen der Herze jowina als Bedingungen
üt ihre Unterwerfung: Entfernung der Nizam⸗ (türkischen Linien⸗)
Truppen, Lebensmittel für ein ganzes Jahr, Material zum Wieder⸗
jufhau ihrer zerstörten Gebäude und das Recht des Waffentragens
        <pb n="196" />
        — Alles unler Garantie der Großmächte. Weiler wird derAllg.
Zig.“ gemeldet, Feldzeugmeister Rodich erkläre, diese Bedingungen
seien unannehmbar für die Pforte. — Am 10. April geht der
Waffenstillssand zu Ende.

Türkei. Wie man dem „St. Petersb. Hero!d' schreibt,
hat kürzlich der Scheik- ul-Islam, die Spizze der nürkischen Geist—
lichleit, vor der in Mella versammelten Menge der Gläubigen
prophezeit, daß im Verlauf von zehn Jahren ganz Frankiftan (Eu⸗
ropa) dem Halbmond unterworfen sein und der Sultan den ganzen
zstlichen Theil dieses Reichs sammt der Stadt Rumi⸗el⸗Kubrie (das
mächtige Rom) beherrschen würde; zur selben Zeit würde der Sul—
tan von Marrokko den westlichen Thel Frankistans mit der Stadt
Tuleitula (Toledo), mit seinem Reich veceinigen. Dann würden
die Giaurs schließlich ganz unterdrückt sein und sich zum Islam
bekehren.
Bermisajtes.

Rodalben, 4. April. Heute mußte das Landgericht
Pirmasens einen schrecklichen, höchst traurigen Fund in Augenschein
nehmen. Zwei Mädchen von Picmasens suchten Holz in der Nähe
des berühmten Bärenfelsens und fanden zu ihrem Schrecken eine
gräßlich verstümmelte Leiche. Kleider waren keine mehr vorhanden,
selbst der Körper war ganz verfressen und wie man mir mittheilt,
war es schwer zu erlennen, ob das Individium ein Mann oder
Weib gewesen ist. Es wird daher schwer zu constatiren sein, wer
die betreffende Persönlichleit ist. Ein Schreinermeister don Rodalben
hat aus Auftrag des Gerichts die Ueberreste mit der Hiugabel in
rinen Kafien gelegt und wurden dieselben heute Abend auf dem
Friedhofe ia Rodalben beerdigt. (Pf. P.)

F Aus Kaisers lautern, J1. April schreidt die „Kaifersl.
Ztg.“: Vor dem hiesigen Polizeigerichte sand heute die Rerhand⸗
lung der Beleidigungsklage statt, welche 42 diesige Vollksschullehrer
gegen den für die Redaction der „Pfälz. Vollszeitung“? verantwort⸗
chen A. d'Angelo angefstrengt haben. Die Verhandlung begann
Votmittags 11 Uhr mit der Verlesung der Klageschrift und des
Pamphlets in Nr. 11 des Unterhaltungsblattes der Pfälzischen
Volkszeitung vom 6. Februar d. Is., welches die Ueberschrift trägt:
„Nachhall beim Lesen der Gedanken eines Lehrers beim Antritt des
Jahres 1876“, durch welches sich die h'esigen Voltsschullehret
schwer beleidigt fühlten. Später wurde auch das von einem hiesi⸗
gen Lehrer verfaßte Gedicht, welches ia einer früheren Nummer
der Volkszeitung enthalten war und auf welches das beleidigendt
Gedicht die Antwort sein sollte⸗, verlesen. — Die Bemühungen des
Richters, die Sache durch einen Vergleich zu beendigen, blieben er⸗
folglos, und es wurde in Folge dessen wit der Vernehmung der
Belastungszeugen begonnen. Dieselben deponirten ganz überein⸗
timmend, daß in dem incriminirten Gedicht unzweifelhaft die hiesi⸗
gen Volksschullehrer gemeint und daß sie darin schwer beleidigt
worden seien, indem man ihnen Trunlsucht, Verschwendung ꝛc.
vorgeworfen habe, sowie daß solche Vorwürfe die zu einer gedeih⸗
lichen Wirksamkeit nothwendige Achtung und Autorität der Lehrec
den Eltern und Schülern gegenüber zu untergraben geeignet wären.
— Als Entlaftungszeuge war geladen der Eigenthümer der Pfälz.
Volkszeitung und Principal des Herrn A. d'Angelo, — Herr
Philipp Rohr. Derselbe sagte eidlich aus, daß das erste Gedicht,
auf welches das incriminirte Gedscht die Antwort sein solle, von
Hrn. Lehrer Garrecht hier verfaßt worden sei. Als die in Nr. 11
des Unterhaltungsblattes enthaltene Antwort darauf eingegangen
war, habe er diese Hrn. Garrecht gezeigt. — Auf die Frage Gar⸗
recht's, ob er es denn veröffentlichen werde, habe er erwidert, das
wisse er noch nicht, worauf Garrecht erwidert hade: „Dann gibt
es etwas zu lachen.“ Hierauf habe er (Rohr) das Gedicht in den
Druck gegeben. — Herr Lehrer Garrecht jedoch, der als Mittläger
zugegen war, bestritt auf das Entschiedenste diese Behauptung des
herrn Rohr. Allerdings habe er das erste Gedicht verfaßt, und

Rohr habe es unbeanstandet aufgenommen. Einige Tage vor Ver⸗
zffentlichung des zweiten Gedichtes sei er zu Rohr gekommen; die⸗
ser habe ihm das Manuscript gezeigt und gesagt: „Dies wurde
mir anonhym zugesandt: da werden Sie gehoörig geschlagen.“ Er
(Garrecht) habe darauf erwidert: „Das werden Sie doch nicht ber⸗
offentlichen.“ Rohr aber habe erwidert: „Das gibdt einen Jux.“
Er habe darauf von Rohr verlangt, dann wenigstens die gravirenste
Stelle, den 5. Vers, zu welchem der anonyme Veifasfer selbst ge⸗
schrieben habe: „Man kurn auch diesen Vers, wenn beanstandet,
hinweglassen. Rohr aber habe gesagt:aà, Diese Bemerkang drucke
mn ab;, diese Vemertung hibterste rechl einen Jur.dierauf
sei er (Barrecht) in großer Erregung fortgegangen. Er bestreitet
wiederhol; auf das Allerentschiedenste die Behauptung Rohr's, daß
er (Garrecht) gesagt habe: „Das gibt etwas zu lacheu,“ fondern
Rohr habe zweimal gesagt: „Das gibt e'nen Jur.“ — Der Ver—⸗
reter der Kläger, Herr Dr. Krell sprach sein BVedauern darüber
aus, da, Garrecht, da er selbst Partei sei, nicht als Zeuge ver⸗
zidiagt werden könne. da durch seine Aussage d'ie Behauptung Rohr's

urchaus widerlegt werde. Herr Alsessor Spannagel erklärt,

aß das Gericht trotzdem die Aussage würdigen werde. Das Ge⸗

richt vertagte die Verkündigung des Urtheilspruches auf Mittwoch,
den 5. April, Vorgens 8 Uhr.

f Kaiserstautern, 5. April. Ja der Klagesache der 42
ofälzischen Voltsschullehrer gegen die „Pfälz. Volksztg.“ wurde
jente das Uriheil verkündet. Es lautet für den angellagten Re⸗
zacteur auf 84 Thaler Geldstrafe, ebentuell 84 Tage Haft. Ersatz
der Kost⸗n und Einrückung des Urtheils in 5 pfälzische Blätter.

FKaiserslautern, 31. März. Dem heute ausgegebenen
Jedruckten Semesterberichte über die kgl.Kreisbaugewerlschule dahier
süt diu Winter 1875/76 entnehmen wir Folgendes: Die genannte
Anstalt hat die Bestimmung, junge Leute aus dem Baugeweckstande
der solche, die sich ihm widmen wollen, in den nöthigen Kennt⸗
aissen und Fertigkeiten zu unterrichten, damit sie die Fabigkeit er⸗
haiten, als Vorarbe'ter, Wertführer, Polirer und Meister allen an
e gestellten Anforderungen im Leben genügen zu können. Der
laterricht umfaßt vorzugsweise d'e Lehre der Baukonstrukt onen und
der Baumaterialien, sowie das Zeichnen mit dem Lineale und Firlel,
das Modelliren, die Lehze der Kostenvoranschläge und die Fort-
aildung in den Volkeschulkenntnissen; ferner die zum Verständnisse
der Baukunde nothigen Helfswissenschaften (als Buchstabenrechnen,
bene und koͤrperliche Geometrie, Naturlehre, die nöihigen Berech⸗
nungen für Flächen⸗ und Körperausmessungen ⁊c. ⁊c.). Die Schüler
helen sich in ordentliche und außerordentliche. Anßer dem Rektor
virken noch 9 Lehrer an der Anstalt. Der 1. Curs zählte 31
xdentliche, der 2. Curs 30 ordentliche Schüler und 7 Hospitanten.
Für das Jahr 1876/77 ist die Grrichtung eines 8. Kurses in
Ausficht genommen. Das nächste Wintersemestir beginnt am 2.
stodember 1870.

Aus Neupfotz, 2. April wird der „Pf. Z.“ geschrieben:
Hestern wurde zu Leimersheim im Erlenbach die Leiche eines vier⸗
ahrigen Kindes geländet. Dasselbe ist von Rheinzabern gebürtig
ind wurde vor vier Wochen, als der Wosserstand des genannten
Zachs am höchsten war, vom Sturmwinde auf dem sogenannten
„Steg“ in Nheinzabern in den reißenden Bach geworfen. Den
SZchteckken der Eltern, welche das Kind nach mehrwöchentlichem
Zuchen jetzt aufzefunden, kann man sich leicht denken.

Der Begründer von Bad Gleisweiler, Herr Dr. L.
-„chneider sen., ist am 2. April in Baden Baden gesiorben.

f Landau, 4. April. Durch das freundliche Entgegen⸗
'ommen der eingeladenen aukwärtigen Vereine ist die Abhaltung
mseres Mufsikfesteßs für diesen Sommer nunmehr gesfichert. Das
Fomite hat mit der Gründung des Garantiefonds begonnen, durch
vilchen die Deckung jener Summe bezweckt wird, um welche im
ingünstigsten Fall die Einnahme von der Ausgabe überschritten
verden koͤnnte. (G. A.)

FSpeier, 3. April. Nach einer Verfügung des Kriegs«
ninisteriuns betragen die in den einzelnen Garnisonen im 2.
Quartale 1876 zahlbaren Verpflezszuschusse per Tag in Speier
ür die Mannschaft 15, für die Unterofficiere 21,. in Germersheim
ür die Mannschaft 14, für die Unterofficiere 20, in Landau für
die Mannschaft 16, für die Unterofficiere 28, in Zweibrücken für
die Ptannschaft 14, für die Unterofficiere 20 Pfennige.

F Aus Vilsed, in der bayerischen Oberpfalz, schteibt man
der Augsb. Abendztg.“: Seitdem unsere Gemarkung in das E'sen⸗
Fahnnetz gezogen ist, werden auch die Unternehmungen zur Ausbeute
)es hiesigen an Mineralschätzen reichen Bodens wieder in Angriff
senommen. Schon vor Jahrhunderten wurde der Bergbau in
inserer Näahe, wo sich reiche Bleierze finden, betrieben. In letzter
Jeit ist nun die benachbarte ausgedehnte Bleierz Lagerhätte bei
Freiburg in d'e Hände eines rheinischen Industriellen übergegangen,
»er demnächst mit dem Betrieb im Großen beginnen wird. Auch
ie großen Eisensteinlager bei Langenbrud, welche schon im 18.
Jahrhundert im Betriebe waren, sind an eine Gesellschaft überge⸗
jangen und hat diese die Production bereits begonnen. Unsere Ge⸗
narkung wünscht sich Glück zu dieser auflebenden Industrie,

F Die Stadt Offenbach hat dem Fücsten Bismarck zu seinem
Beburtstag das Ehrenbürgerrecht ertheilt und ihm das künstlerisch
zusgeführte Diplom durch eine Deputation überreichen lassen.

Mannheim, 3. April. Das, was seit dem letzten Be⸗
richte in 1875er Pfälzer Tabaken von den Producenten noch in

die Hände der Händler kam, war höchst geringfügig. Das Ge⸗
chäft in älteren Sorten ist im Allgemeinen still, Verkäufe fast nur
um Bedarf. Eine Parthie geringes 78er Umblatt wurde, los ge⸗
iommen, comptant, zu 28 fl. derkauft. Von 18755 neuen Ta⸗
haken ist eine Partie Srierheimer zu 3194 M. bereits verkauft
vorden.

7 In Mainz wurde am Dienstag Abend eine Frau Ritten
von Edenkoben von einet Kutsche überfahren und starb kurz darauf
in den Folgen der erhaltenen Verletzungen.

f Am 5. de. kam die Köaigin Victoria von Baden⸗Baden

zus nach Darmstadt zum Besuch der großherzoglichen Familie.
        <pb n="197" />
        J Bexlin, 27. Mätz. Auf die Beschwerde eines Mena⸗
geriebesihers hat der Minister des Innern entschieden, daß die
nachgesuchte Ermächtigung, Schlangen vot den Augen des Publi⸗
Jums mu lebenden Thieren zu fütlern, nicht ertheilt werden soll.
Auanahmen machen nur solche Fütterungen, welche vor einem en⸗
geren Kreise un zum Dienst des wissenschaftlichen Interesses ver⸗
anstaltet werden. — Grtkf. 3.)

7 Ix Bezug auf den neuen Telegraphentarif wurde hier uund
da behauptet, derjelbe werde in alleckürzester Frist um so sicherer
moedifiirt werden müssen, als schon jetzt klat hervorgetreten sei, daß
der Monat März mil erheblichen Mindereinnahmen abgeschlossen
habe. Gegenüber diesen Behauptungen erfaͤhrt die „Magd. Zig.“,
Zaß et rein unmöglich ist, (hon heute Berechnungen über die Ein⸗
nahmen des Maärz anzustellen. Erst am 20. April gelangen mit
dem Rechnungsabschluß ür den vergangenen Monat die Zusammen⸗
stellungen der sämmtlichen deutschen Telegraphenamter hierher, und
ie allein liefern sicheres Material zur Entscheidung der Frage über
zin etwaiges Minus oder Plus. Was die weitere Frage anlangt,
ob der neue Tarif sich bewähre oder nicht, so müssen selbstredend
die Ergebnisse mindestens eines halben Jahres abgewartet werden.
Spezieã der März kanv mit seinen finanziellen Resultaten nicht in
Belracht kommen; denn wenngleich die ersten zehn Tage ene sehr
erfreuliche Zunahme an Telegrammen aufwiesen, so traten doch
bald hernach die grotzen derheerenden Stürme auf, die nahezu fünf⸗
zig Leitungen total zerstöͤrten.

Der Er⸗ General Cremer, geboren zu Saargemünd am
5. August 1840, ist Sonntag Abend in Paris gestorben. Ein
ausgezeichneter Elebe der Militärschule von Sain—Cyr, war et im
Jahre 1866 zum Stobecapitan ernannt und bei Beginn des letz⸗
jen Krieges dem 8. Armtecorps als Adjutanl des Genetals Clin⸗
Ddant deigegeben worden. Nach der Capitulation bon Metz be⸗
jehligte er eine Tivision des Corpt Garibaldi's und behauptett
den Zampf von Nuits gegen die preußische Division unter General
d. Werder. Bei Revision der Grade wurde Cremer vom General
auf Majorsrang heradgesetzt, worauf er seinen Abschied verlangte.
Spater wurde er von der Wittwe eines während des Krieges auf
jeinen Befehl als Spion erschossenen Spezereihaͤndlers von Dijon
bertlagt und zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. Bei den
letzien Wadlen war Cremer als Candidat aufgetreten, aber seit drei
Jaͤhren verlegte er sich desonders auf den Weinhandel. EStr. 8.)

4 Altenbersg in Sachs., 1. April. Feuersbrunst. Seit
zestern Abend ist unsere Stadi ein Feuerherd. Um 10 Uhr brach
in dem inmitten der Stadt, und zwar im feuergefährlichsten Thele
derselben gelegenen Gasthof zum Löwen“ Feuer aut, welches schuell
um sich griff und bis heute Mittag gegen 20 Haͤuser in Asche ge-
legt, auch bereits die Kirche und die Faktorei ergriffen hat.

F Calcat, 1. April. Gestern Abend gegen 9 Uhr fuht
ein zu Thal fahrendes hollaͤndisches Schrauben⸗Dampfschleppfchiff,
Prinz Heinrich,“ zwischen Rees und Emmerich nahe hei Grieth
am Entenbusch auf das zu Berg fahrende Dampfschiff det Preuß.«
Rhein ⸗Dampifchifffahrts-Gesellschaft König,“ derart, daß beide
Schiffe sofort sanken. Leider sind dei diesem Unglücke auch Men⸗
schenieben zu bellagen; wie biele, läßt sich noch nicht bestimmen,
wohrscheinlich 4225. Die meisten Passagiere retieten sich aa das
Ufer. Va. Z.)

— Wie kolossal das Quaatum fran,osischer Weine, welches in
Deutschland konsumirt wird, ergeben folgende Zifferu: Von fremden
Weinen überhaupt sind im Jahre 1874 bei uns in runder Summe
aicht weuiger als 1,110,090 Ctt. eingeführt worden, deren Werth
annahernd auf 60 Mir. Mark zu veranschlagen sein dürfte. Drei⸗
diertel der zum Verbrauch importirten stremden Weine sind nun
franzoͤsischen Ursprungs — wir haben somit im Jahre 1874 eiwa
300,000 Eir. aus Frankreich bezogen und hierfür die Kleinigkest
don 45 Mill. M. an uujfere eibitlerten Feinde bezahlt. Die
Boͤthe'schen Worte: Em echter deutscher Mann mag keine Franzen
leiden, doch ihre Weine trinkt er gern, sind also deute noch in
dollster Geltung!

Im Lötscherthale (Kanton Wallis) wurde diesen Winter
in Folge anhaltenden Regens und Schneesalles durch herubstüczende
Lawinen ein unberechenbarer Schaden an Gedaͤuden, Waldern und
—X
eine Law'ne zwei Mühlen, fünf Scheunen sammt Siallen und
toͤdiele 6 Kühe und 25 Stüd Kleindieh; cuch eine Magd verlor
dabei das Leben. Eine andere Lawine vernichtete einige Tage da⸗
rauf im Dorfe Weißtied 16 Gebäͤude.

k Kaum hat Ungarn die Donau-Ueberschwemmung überstanden,
sjo kommt neue Noth von der Theitz, deren Wasserstand eine außer⸗
ordentliche Hoͤhe erreicht' hat. Medrere Dammbrüche sind erfolgt,
und die Ueberschiemmungen sind im Theißlhale um so gefährlicher,
als der großte Theil der Häuser in den Staoten aus ungebranzten
Thonziegeln errichtet ist. Die 20,000 Einwohner zählende Stadt
Tsongrad steht zum größten Theile untec Wasser. Szegedin und
mit iihhm das Leben und Bermögen von 100 000 Menschen ist in

zohem Maße gefährdet. Zum Schuzße gegen die andraͤngenden
Wogen der Theiß werden nicht nur die alten Dämme mehr be⸗
estigt, sondern auch dahintet neue Schutzdämme vn 27 Fuß Hdhe
errichtet, so stark es die Umstände erlauben. Wie die Tbeiß, wälzt
mch die Sabe der Donau riesige Wassermassen zu, wodurch im
anteren Donaugediet neue Ueberschwemmungen verurfachit werden.
Bei Semlin ist die Noth arg. Auch Belgrad hat vom Hochwasser
iel zu leiden. Zwischen Semlin und Belgrad sind alle Inseln
inter Wasser, und die Localdampfer fahren gemürhlich über —
Zuluruz: Felder hinweg.

F'In Paris starb der älleste aller französischen Artillerie-
Henerale, Lechesne, in einem Alter von 90 Jahtren. Er trat 1806
als Lieutenant aus der polytechnischen Schule zu Parid in die
Itrillerie ein und machte alle Feldzüge des Kaiserreichs bis ein⸗
hließlich Waterloo mit.

F Vignaurx der Billardkönig. Im Concertsaale des
Brand Hotel zu Paris haben sich kürzlich in Gegenwart von 6 —
300 Zuschauerr die beiden größten Billardspieler der Welt, Herr
Bignaur aus Toulouse und Heer William Sexton aus Newyork,
in einer Carambolageparlie don 600 Points gemessen. Hett
Bignaux hatte sin einem Billardtournier in Rewyork einten Ehren-
decher un Werthe von 3000 Franck gewonnen: diesen machte ihm
etzt der Amerikaner streitig und setzte dagegen 5000 Franen ein.
Der Kampf far.nd auf einem Billard statt, welches Sexton mit Ein⸗
villigung jeines Gegner eigens aus Amerika mitgebracht hatte.
Zahireiche Wetten, die sich im Ganzen auf mehr als 50,060 Fr.
deliefen, maren engagiri. Die Partie. welche um 9 Uhr begann,
vährte 313 Stunden und wurde von Herrn Vignaux gewonnen.
Zein Gegner hatte es nur auf 468 Points gebracht. Einige im⸗
„odante Strien gestalteten den Kampf zu einem außerst dramatischen:
vignaux hatte solche von 102 und I104, Sexton von 765 und ein⸗
nai sogar von 120 Points. Mehrere Amerikaner, die ihren
Thampion voll Verttauens auf den Kampfplatz begleitet batten,
pngen in kiefer Niedergeschlagenheit von dangen, als Vignaux
eierlich füe den ersten Billardspieler —X protlamirt wurde.

4Athen, 4. April. Der Dampfer .Agrigento“ der Ge⸗
ellschaft Tringcria ist gestern auf der Fahrt nach Brindisi dei Cap
Malig mit dem britischen Daumpfexn, Bylton Castle“ zusammenge⸗
toßen. und sogleich mit 83 Personen und werthvollen Postsendun⸗
zen gesunken.

7 Die Londoner Polizei hat den Polizeibehörden des Con⸗
inentz durch den „Eberhardt“ von einem in London vorgelom⸗
menen ganz außergewöhnlichen Einbruchsdiebstahl Kenntniß gegeben.
Fs ist dort namlich ein diebssicherer“ Geidschrank geöffnet und
deraubt worden, ohne daß an demselben Spuren des Einbruches
wahrzunehmen siud und ohne daß das nur dem Fabrikanten und
dem Besitzer belannie geheime Verschlußwerk besutzt worden waãre.
Der Einbruch erregte in London natürlich das größte Aufsehen,
za ja nun eigenilich kein Geldschrank mehc diebssicher genannt
verden kann. 2*

f Zu Ardrosson (England) kam dieser Tage ein merlwür⸗
diges Fahrzeug zum Verkauf. Es ist dies die Brigg „Clitus“,
velche aus den Trümmern eines an der Osttüste gescheiterten
driegsschiffes gebaut ist und 22 Jahre lang von einem weiblichen
dapuͤan, Fräulein Elisabeth Millar kommandirt wurde. Die See⸗
Amazone war unter Küstenfahrern als Cabitan Betsy Millar gar
vohl bekannt.

F Ein gräßlicher Eisenbahnunfall wird aus Glasgow berichtet.
Am 28. v. M. fruͤh plaßie der Kessel der Locomotive eines Ballast⸗
uges, während sich derfelbe auf halbem Wege zwischen Kilmarnock
ind Irwine an der Glasgow und Südwesteisenbahn befand. Der
docomotvführer, der Heizer und der Schaffner blieben auf der
Ztelle todt, und zwei Arbeiter wurden derart verwundet, daß sie
ald darauf ihren Geist aufgaben. Neun Personen sollun ebenfalls
ebeusgefährliche Verletzungen erlitten haben.

Ein schrecklichez Ünglück ereignete sich in der Nacht am
30./31. Mar, in Worcester, Massachusetts. Das Lyndebrook Reser⸗
voit, welches 67 Mill. Gallonen Wosser enthält, und, ca. 5 Meil.
don der Stadi entfernt, dieselbe mit Wasser verfieht, barst, und
rin Wasserstrom von 20 Fuß Höhe und 30 Fuß —AI
Pber 9 Meilen des füdlich von Worcester gelegenen Landes, alles
in seinem rasenden Laufe zersidrend. Glücklicher veise gingen keine
Menschenleben verloren, weil die Thalbewohner vor der bevor⸗
lehenden Gefoahr am Toge dorher gewarnt worden waren; auch
hailen fie von ihren Gütern Alles, was nicht niete und nagelfest
bar, in Sicherheil gebracht. Der Strom passitte durch die —XW
Fabrildorfer Cherry, Valley, Junesville, Leesville und Arneville,
is er sich in den Wiesen von New Worcester verlief. Fünf große
Muhlen und viele Wohnhäuser, die Hochstroaße und Brücke, sowie
300 Fuß des Dammes und eine Meile der Boston und Albany⸗
risenbabulinie wurden zersidtt. Der angerichtete Schaden wird auf

00. 000 Dollar geschätzt.

x Zum „hundertsten Geburtsfeste der amerikan den ewe tate
        <pb n="198" />
        3 wurde von der „Staatszeitung“ in Chicago ein „Jubi⸗
umstalender“ in deutscher Sprache herausgegeben, der neben den
gewohrlichen Kalender: Rotizen, Privatanzeigen u. dgl. namentlich
duch einen geschichtlichen Ueberblick der Ansi⸗delung und Grün⸗
dung der Vereinigten Staaten „sow'e der wichtigsten Ereignisse
während ihres hundertjährigen Bestehens, nebst Statistiken über
Bebölkerung, Handel, Gewerbe, Aderdau u. s. w, eathält. Inte⸗
ressant ist dabei nawentlich auch kine Notiz über die Ausdehnung
der Ver, Slauten. Die urspruͤnglichen 18 Staaten hauen einen
Flächenraum von 820,680 (.Ml.; Louisiana, das 1838 von
Frankreich um 15 Mill. Doll. gekauft wurde, umfaßt 599,678,
Floridq (1819 fur 5 Mill. Doll. von Spanien erkauft), 66,900,
das 1843 und 1846 erworbene Texritorium 308,052, Texas
(1846 anrektͤrt) 818,000, Neu-Mexiko und Californien 41847
erworben) 522,955, der „Godeden⸗Ankauf“ pon Mexiko (1853
für 10 Mill. Doll.) 46,635, Alaska (1837 füc 7hs Mill. Doll.
bou Rußland erworben) 577,890 3: M., so daß der Gesammt⸗
flächeninhale der Vereinigten Staaten gegenwärtig 8,8359,991, 3.
h. über 8392 Mill. (englische) Q M. betragt. 4
x Ueber ein furchibareg Prairiesener bei Broolville in Kansas
derichtet man: „Das Feuer entstand 25 Meilen füdlich von Brook⸗
ville am Smokyflusse und berheexte den ganzen Landstrich dis zu
die sen Städichen. Der heftige Wind fachte die Flammen so sehr
an, daß sie sich schucllei, ais ein Pferd laufen donnte, über die
Ptaitie hinwälzien — die Wohnffätten von über 100 Apsiedlern
berwüstend. Häuser, Scheunen, Schober und Zäune verzehrte das
gefräßige Element, und die onglüdltchen Bewohner der betroffenen
Gegend hatten alle Hände voll zu thun, um nur das nacte Leben
zu kenen. Eine arme Frau perbrannte sammt jhrem Kinde, und
ein Mann trug so schredliche Brandwunden davon, daß ir seinem
Leben durch Selbsimord ein Ende zu machen suchte. Eine Menge
Vieh kam in den Flammen um. Das Stadtchen Brootville wurde
blos mit der größlen Mühe gereltet. Einmal hatten schon fünf—
— standen,
Feuer gefongen. Der angerichtete Schaden muß sehr groß sein,
denn un Landstrich von 25 Meilen Lange und 6 Meilen Breite
wurde in wenigen Stunden zu einer nur noch vor Asche und Kohlen
—XVV
Ansfangs Marz war ein Bauer zu Massulipaton in
Indien mit dem Ausgtaben eines Steines auf den Felde beschäftigt.
Zufälligerweise stieß er dabei auf einen Metsllklumpen, ven dem
sich spater herausstellte, daß ex aus reinem Gold bestand. Der
Werth diefes Klumpens wurde mit 7000 Rupien (1 Rupie gleich
M. 88 Pig.) angegeben. Dies ermuthigte den Bauer noch
weitere Nachgrabungen auf seinem Felde zu veranstalten, und richtig
war er so glücklich, weitere acht Klumpen aufzufinden, die insge⸗
sammt einen Werth von über 60.000 Rupien reprafentiten. Da

αà ò ÿä
Bekanntmachung.
Hausgeflügel und deldtauben
sind bei Vermeidung gesetzlicher
Strafe während der Saatzeit,
und zwar bis 14. Mai einge⸗
perrt zu halten.—
St. Ingkbert, 6. April 1876.
Das Polizeikommissariat

Eckerlein.

Ein Aufseher
ber Taglöhner, welchet schon
ꝛinem gleichen Posten vorge-
danden hat, und gute Zeugnisse
zorlegen kann, wird zum bal—
zigen Eintritt gesucht. Néheres
in der Exp. d. Bl.
⸗AAinder⸗Wagen
von den feinsten bis zu den billigsten.
jo vie F
Krankenfahrstühle, —
die auf Verlangen besorgt und deren Zeichnung dei mir eingesehen
werden kann, sind zu haben bei
. Dinjes,
Siuhlinacher hier.
Auch werden Repargkturen derselben gemagt.
PEmil Grewonig,
Sattler und Tapezierer in St. Ingbert.
hült von heute an fortwährend ein groß.s Lager in
Tapeten trnil Rordduren
g. woͤhnli cher und mittleter Sorte und ewpfiehlt zugleich feine
Musterkarten
von den gewöhnlichsten bis zu den feinsten Sorten aus der Fabrik
bon H. Engelhardt in Mannheim.

unweit dieses Feldes noch heute die Ruinen eines ehemaligen Brah⸗
ninen⸗ Tempels stehen, so vermuthet man, daß diese Goldklumpen
igentlich Tempelschätze waren und während eines Bürgerkrieges von
Brahminen auf diesem Felde eingegraben wurden. * ———
7 Gladbach, 31. Marz. (Eine wildgewordene“ Vogge.)
Fen seht zrauriger Vorfall spielte sich am vorgestrigen Vormittas auf
zem Spielplah und in den Lehrsaͤlen der Schule ein der Al's ab. Wah⸗
tend der Spielseit lungerte eine englische Dogge an. der Hecke des Platz8
jerum, hin und wieder versuchend, durch sie einzudringen. Endich ge⸗
ang der Versuch und gleich fiel die Bestie übrr die sp elenden Mädchen
set. Beherzte Knaben, diez gewahrend, liefen hinzu und warfen das
Thietr zu Boden. Toch ihre Keraft war der des Thleres dicht ge⸗
vachsen; sie. wurden Lberwältigt und gebifsen. Mit rasender Wuth
ief nun das Thier auf dem Platze umher, alles, was ihm in den
Weg kam, beißend. Ein panischer Schreck ergriff nun die Jugend. Sie
lüchtete in die Aborie, erstieg behend die Hecke u. Turngerüste, suchtz
Schutz im Gebäude. Doch guch hier zar das Gehoffte nicht zu finden,
Das Thier verfolgte sie auch hier u. trieb sie auf den Bänken din u.
her. Nachdem es bier seine Wulb gekühlt, sprang es zum Fenster hin⸗
zus und drang durch die offene Hausthür auf den Korridor, die si d
ammelnden Kinder aufs deue anfallend.' Alles Jüchtete wieder auf“
den Hof, gehezt von der Bestie. Die sich ihr entgegenstellenden,
2ehrpersoͤnen mußten ebenfalls die Flucht ergreifen. Schreien, Wei⸗
nen und Wedklagen erfüllte die Luft und Niemand kcunte helfen.
fndlich kommt der Herr der Bestie und bem'⸗istert sich ihrer. Doch
velch' jchre kliches Unheil hat fie angerichtet! 27 Kinder sind ver⸗
vundet, zwei sehr erheblich, vielen sind die Kleider zerfetzt, bei.
indern sind die Zähne der Bestie kenntlich. Zum großen Trost der
s5Ultern und der unglücklichen Kinder ist konstatirt worden, daß das:
Thier nicht von der Tollwuth befallen war. —
— — —*8
** 6338 **3 4 * * oh * 2 36 *
Diceoenstesnachrichten. 4
Auf die erledigte Steuer⸗ und Gemeinde Eianehmerei Dirm⸗
dein wurde der Steuer⸗ und Gemeinde Einnehmer Unde. Inder⸗
vies in Reijfenberg auf Ansuchen versetzt, die Steuer und Gemeinde⸗
kinnehmerei Keisenherg dem Einnehmerei-Candidaten Mich. Weber
in Hornbach, die erledigte. Steuene und Bemeindee Einnehmerei
Wacheßlteim dem Bezirksamtsgehilfen G, Rönner in Ka'serslausern,
ind die erledigte Steuere und Gemeinde-Einnehmerei Großniedes
seim dem Finnehmereiverweset Ph. Rooa in Dirmstein üdertragen.
— — — —
Zur' die Redaction veraniwortlich: F. R Demeh. —

—2
7
Ges chafts-A nzeige.
Unterzeichneter beehrt sich hiermit anzuzeigen, dass
er eine
VBEINAANDLUVNG
hier errichtet hat, unter Zusicherung reeller und billiger
Bedienung.
8t. Ingbert, 1. April 18s75.
heioetel Laurn,*
F
Makulatur
ber 25 Pjund, wird adgegeben
nn der Druckerei des Si. Ing⸗
ertee RMnureinger

WV
Korn 8 M. 29 Ps. Gerste Lreih.
— M. — Pf. Gerste —reihige,
—M. — Pf. Spelz 6 M. 54
Pf. Hafer 8 M. 78 Pf. Kar—
ioffeln 2 M. 10 Pf. Heu 4M.
33 Pf. Stioh 4M. 18 Pf. per
Zentner. Weißoerod 12 4Ko.
52 Pf. Kornbrod 8Kilo. 68 Pf
ditto 2 Kilo. 46 Pf. ditta 1
Kilo. 23 Pf. Gemischtbrod 3
Zilo. 86 Pf. 1 Paar Wed 190
Gramm 6 Pf. Spelzlern 0 M,
— Pj. Dinkel O M. - P. Misch⸗
rucht M. ⸗i pf. Rirdfi. i.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf.
dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Ph.
AI
M. per Pfund.

XXE
vom 6. April 1876.
αà. .———— — Jß—— —

GedSorten. M. Efgę.
bjistolen, doppelte.. 1650 6.
bistolen.... 1633 6.
Jollän. 10.-fl. Stücke. 665 6.
danddukaten... 950-65
20-· Prankenstücke.. 623- 27
ↄnglische Sovereigns. 042 -4
Zuasische Imperialæ 1670- 78
Dollars in Gold. 41615
Frugt⸗ Brod⸗e u. Fleische Preise
der Stadt Zweibrüden vom 6.
üprit. Weizen 10 M. 31 Pf.
— 3BaJuu——
re

——
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.

———

r-
        <pb n="199" />
        gberler Anzeiger.
— ——
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhalturgsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vel
lage), erscheint wochentlich vlermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag nud Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierleljährlich
Mark 20 R.⸗Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

——— —

— — —
43357. ß7 X Zounntag. den 8. Avril 9 J — — 411376.
— vet t ae le ee. De soe *

— ——

—555

— — —
7
.FDeutsches Reich. —WV
Mäünchen, 6. April. Der „Verein der liberalen Reichs⸗
freunde“ hielt gestern jine Versammlung, in welcher u. a. Abg.
Prof. Haushofer die bisherige Trätigkeit der Abgeordnetenkammer
beluhtete. Dabei kam er auch auf die Wahlprüfungen zu sprechen
und bemerkte, daß die Abtheilungsverhandlungen den Eindruck
machen, als solle die Wahl München J1 cassirt werden; wenn dies
aber auch geschehe, so wü de die Neuwahl sicher nicht zu Gunsten
der Geguer ausjallen. Ob h'erdurch die bestehende Spannun; in
der Kammer nicht bis zur Auflösung gesteigert werde, darüber
zehe uns heute kein Urtheil zu. Weiter lag ein Antrag vor, die
Frage der Uebertragung der Eisenbahnen an das Reich auf die
Tagesordnung einer der nächsten Vereinsversammlungen zu setzen.
Der Vorsitzende Vecchioni erkärte, bei der Wichtigkeit der Sache
rüsse sich der Ausschuß erst darüber schlüssig machen; auf die
Tagesordnung der nächsten Sitzung aber werde diese Frage schwer⸗
lich gesetzt werden können, da allen Anzeichen nach die Liberalen
Muünchens bald eine schwere, alle Kräͤfte in Anspruch nebmende
Arbeit erwarte durch eine vorzunehmende Abgeordnetenwahl, sei es
in Folze der Auflösung der Kammer oder in Folge der Cassirung
der Munchener Wahlen.
Die Kammer hat das Hundesteuergesetz mit 126 degen 20
Stimmen meifi nach dem Ausschußantrage genehmigt. u
Die Befestigungen um Mez. Der „llg. Mtilitär⸗Zeituag“
wird aus Elsaß und Lothringen geschrieben: Der UAusbau? der
neurn Befestigungswerke des großen verschanzten Lagers um Meß
schreitet rüstig voran. Man kann eigentlich dieselben gegenwärtig
schon als deinahe vollendet ansehen; der Gürlel der großen Forts,
welcher die Stadt im weiten Umkreise einfchließt, ist fast ganz ge⸗
chlossen. Vurx ein Fort steht noch zurück, dessen Errichtung später
heschlossea wurde, ale der Bau der anderen Befestigungswerke, es
ist dies ein bei Woipph anzulegendes Fort. Dieser Ort ist das⸗
selbe im Norden von Meh gelegene Dorf, Aün dessen Nähe am 7.
Detober 1870 das letzte große Ausfallgefecht Bazaines stattfand,
dei welchem die Landwehrdivision stummer, später unkterstützt von
der 9. Infanteriebrigade und Theilen des 10. Armeekorps, den
Gegner mit großem Verluste zurückschlug. Die Vorbereitungen für
den Bau dis neuen Forts sind schon so weit getroffen, daß die
Erd⸗ und Maurerarbeiten beginnen können, sobald es die Witterung
erlaubt. Die Volleudung dieses Werles wird nicht so viel Zen
erferdern, als die anderen Befestigungswerte gebraucht haben, da
die Terrainschwierigkeiten nur gerigg sind, das Fort seinen Platz
auf sͤemlich ebenem Boden erhaͤlt und die in der Nähe vorüber⸗
führende Metz- Diedenhofer Eisenbahn die Herbeischaffung des Bau⸗
materials wesentlich erleichtett. Im Ganzen sind bis jetzt 11
Foris errichtet worden, von denen 4 ganz neu erbaut sind und 7
aus der französischen Zeit stammen. Unter diesen Werken kann
das fuüdlich von Metz, unweit der nach Frouard führenden Eisen⸗
dahn gelegene Fott „Prinz August von Württemberg“ als beinahe
vollendet detrachtet werden, wogegen die gänzliche Herstellung des
dor der Feste Friedrich Karl (früher Fort St. Quentin) sich weit
irstrekenden Forts Manstein noch einige Zeit erfordern dürfte.
Der früher heabfichtigte Plan, das Thal von Montroux durch ein
un der Eisenbahn von Amandpillers zu errichtendes Werk zu krönen,
scheint, falls er virklich gehegt worden, aufgegeben ju sein. Man
dat längst damit begonnen, die vollendeten Foris zu armiren, mit
Munition auszurüsten und mit Proviant zu versehen. Befonders
vaten staeke Vorräthe von Conserven aus der großen Mainzer
Fabrik dorthin geschafft, um mit ihnen mehrfache Versuche zur
Feststellung ihrer Verwendbarkeit anzustreben. Die bis jetzl bor⸗
jandenen, bez. noch im Baue begriffenen Magazine werden im
Banzen einen Proviant für 40, 000 Mann auf einige Jahre auf—⸗
aehmen koͤnnen. Saämmtliche Werke haben — eine entsprecherde Be⸗
atzung erhalten, so daß die verhaltnißnäßig starke Garnison, etwa
12,000 Mann, durchaus nicht zu groß ecscheint. Im Gegentheile
wird diese Garnison thunlieft bald noch durch ein Caballerieregi-

ment das 1. banoversche Dragonerregiment Nr. O, vermehrt
verden. 3 2

. Frankfurt, 5. April. Die hiefigen Anwälte haben sich
u eaer gestern abgehaltenen, zahlreich besuchten Versammlung ein⸗
simmig füe die vollständige Freigabe der Adbocatur ausgesprochen.

* Gif. J.5

Berlin, v. Aptil. Der Gesandte des Deuischen Reiches in
Athen, Herr v. Radomez, hat am 2. d. Me seinen Urlaub ange⸗
reten. Als er im Piraus fich einschiffen wollte, hatte er zwischen
inem italienischen und- einem griech schen Fahrzeuge: die Wahl.
rus Courtoisie für die Regierung, bei welcher er accceditirt war.
og er das griechische Schiff vor, obwodl dieses das weitaus schlech⸗
ere war. Herr v. Radowez hal dieser Courtvisie sein Leben zu
derdanken, denn während das schlechte griechische Fahrzeug, dem er
ich anvertraut hatte, gtücllich das Reiseziel errelichte, wurde das
talenische von einem englischen Dampfer durch Uebetfahren in den
Brund gebohrt, so zwar, daß weder von der Maunschaft noch von
den Passagieren eine Seele gereitet werden konnte.

Berbin, 6 April. Der „Reichsanzeiger“ publicirt eine Be⸗
anntmachung des Reichskanzlets, wonach der Betrag des steher⸗
teien ungedeckten Notenumlaufs der Reichsbank sich in Folge des
Berzichts von 13 Privatbanken auf, das Recht der Notenausgabe
iuf 272,661,000 Mark erhöht hat. n. .

Berlhin. Graf Herbert von Bismarch, Sohn des Reichs⸗
Anzlers, ist zum Legationssecretär bet der Gesandtschaft in Basel
ernannt worden. un

n. Dem „It. J.! wird gescheiebenz Troß aller nachträglichen
umtlichen Dementi's war an det Nachticht don⸗der Abdankung des
daisers von Rußland oder seinen zeuwsilizen Rücktritt von Der
Ztaatsleitung doch etwas Wabres. D'e schleunige Abreise des
Hrafen Schuwaloff von London und dessen Ankunft in Petersburg
aach längerer Besprechung mit dem, Kaiser; Wishelm, unde dem
teichtlanzler in Beclin dultfte dazu beigelt igen, haben. dan vorha—
ven des russischen Herrschers zu bektämpfen, was, scheint es dem
Fürsten Gortschaboff nicht allein gelungen war. Die'! in Berlin
mpfangenen Eindrücke müssen besonders e ischeidend gewirkt zuc
»enn des Cjaren bereits früher gehegte Apficht, die endlich zum
drmlichen Entschluß gereift war,, konntie micht ohne jehr gewichtige
Hrunde beseitigt werden. Belanntlich ist Gtaf Schuwaloff sen die⸗
jen Jahren decr vertrauteste Freund des Kaisers Alexander IL.
nuc ihm war es gestattet, mit freimuthigem Abratben dem Willen
des Selbsihertschers entgegen zu tretie.

nNusland. α ä

Wien, 6. April. Der ‚Politischen Correspondenzꝰ wird aus
Ragusa gemeldet: Gestern trafen die Infurgentenführer Vutalovich—
Zazevic, Gjurizie, Zimunic, Radovie, Perobic und Soischitzu nebsi
20 hervorragenden Unteranführern in der Suttorina ein. Abende
ntroducirte sich det denselben ein russischet Agent, Bozedar Wesse⸗

ziy, als mit Vollmachten 1wan Firrst Gornchakoff ausgerüstet.
Derselbe erllärt. den versammelten. Insurgentenführern, der Czar
rathe ihnen auf's —A zu machen und de vom Sul⸗
at gebotenen Reformen gutwillig anzunehmen. Die Jusurgeaten-
uhrer ertlarten hierauf, sie würden im Laufe der Nacht über die
Troffnungen Wesselitzlys Berathung adhalten. au
Die Klage, welche der Unternehmer des großen Gotthar d⸗
unnels, Favre, an 1. ds, Mis. beim Buudesgericht in Lan⸗
anne gegen die Gotthardbahn-Gesellschaft eingereicht hat, schließl
mit folgenden Anträgen:. :75

21) Daß genannte Gesellschaft angehalten werde, ihm für die
jukünftige Bezoblung seiner Arbe ten Garantie zu leisten; 2) daß,
alls genannte Gesellschaft diese Garantle zu leisien verweigert, die
Vertrauk, die dio Ausführnng des großen Tunnels zum Gegenstaude
Jaber, aufgehoben werden; 9) daß die genannte Gesellschaft ihm
2 Millionen Enthhädigung zu zahlen habe; daß endlich 4) Fabre
detechtigt sei, die Jastallationen und Arbeiten des großen Tunnels
bis zum Auagenblicke. wo er für Allez, was man ibm schuldia,
        <pb n="200" />
        bezahlt sein wird, zurückzuh lten. Bis zum Entscheide des Bundes⸗
gerichtes hat Favre selbstverständlich dieselben nach dem vereinbarten
Bauprogramm fortzusetzen.

Die „neuesten Skandale“ iu den Vereinigten Staaten Nord⸗
Amerikas erleben wiederholte Aufführungen, wenn auch nicht unter
dem Beifall desjenizen Publikums, das sich aus den ehrlichen
Leuten zusammensetzt. Gegen den Exkriegsminister Belkaap soll die
gerichtliche Verfolgung wieder aufgenommen werden, nachdem sich
der Hauptzeuge Marsh wieder angefunden hat. Gegen den zeitigen
Marineminister erhebt sich neuerdings die Beschuldigung, er habe
mit Staatsmitteln im Jahre 1872 das Bankhaus Mac Culloch u.
Co. in Pheladelpaia vor dem Bankerutt gesichert. Und endlich ist
von dem Senatt die Ernennung des neuen amerikanischen Ge⸗
sandten Dana in London annullirt worden, weil derselbe nicht zu
der Majoritätspartei gehört und in dem schlechten Rufe sieht, ein
ehrlicher Mann zu sein. Stoff genug zu einem Cyklus von Si—
huationsbildern aus der großen Republil.

Behufs Bekampfung der chinesischen Seeräuber befindet sich
dekanntlich gegenwärtig in den chinesischen Gewässern eine vereinigte
Englisch⸗Deutsch-Russische Krieggflotte von zusammen 36 Schiffen
mit 340 Geschützen. Hierzu wird nach dem jetzt erfolgten Beitritt
der franzölischen Regierung noch die französische und ferner eine
nordamerikauische Escadre kommen, so daß dann alle maritimen
Mächte ersten Ranges sich an den Küsten des Reiches der Mitte
dersammelt haben werden. Es gilt, wie gesagt, die Vernichtung
der Seeräuberei. Die „Weser Ztg.“ knüpft jedoch an die That⸗
jache der Vereinigung einer so gioßen Seemacht den Zweifel, daß
darin allein das Ziel der Mächte bestehe. Sie grüudet diesen
Zweifel daraus, daß für den Kampf gegen die Seeräuber die Auf
bietung der Kraft einer einzigen dieser Mächte genügen würde.
Daher könne man nur annehmen, daß über den Zug gegen die

Piraten hinaus eine Akltion bevorstehe, welche die alte Forderung
gegen China, seine Seebäüfen au öffnen. wieder aufnehmen solle

Ihr verunglüdte dahier in der Sandarube des Christian Franz
stüttger der ledige Phil'pp Rösch (Sandphilipp genannt) don
Hroßbockenheim beim Sandladen seines Fuhrwerks. Ein großer Fel⸗
en mit einer bedeutenden Sandmasse hatte sich losgelöst, ihn ver⸗
ichuttet und erdrückt, so daß er todt herausgegraben wurde.

(N. W.)

München, 5. April. Der große Andrang des Grund⸗
wassers hat zu Abensberg, (Niederdayern) das W'iedererwachen der
dortigen schon zu Röomertzzeiten berühmten Schwefelquelle bewirkt.

Worms, 29. Marz. Unser denachbartes Ost hofen hat soi⸗
nen Krach, welcher in weiten Kreisen das Tagesgespräch bildet. Ueber
den Hergang der Sache meldet die „Neue Wormser Ztg.“ Fol⸗
gendes: Der Vorstand des Osthofener Spar« und Kreditvereins,
eine aus vielen Hundert Mitgliedern, die meistens dem Mittelstand
angehören, bestehende Genossenschaft, dewilligte einem in Osthofen
ansässigen Weinhändler, Emil Strauch, in Baar 8000 M. über
den ihm gebührenden Kredit und 140,000 M. gegen ungenügend
berbürgte Wechsel von einem Frankfurter Hause. Der Inhaber
der betreffenden Frankfurter Firma ist fallit und flüchtig, und Sttauch
hat sich am letzten Freitag erschossen. Dadurch ist denn natürlich
der Spar⸗ und Kreditverein nun Schuldner der verschiedenen Wechsel⸗
inhaber geworden, und die längst gefürchtete Katastrophe mußte
intreten. Daß es eine erschütternde Katastrophe war, ist natürlich,
ind nur zu gut können wir die Aufregung begreifen, die sich Derer
»emächtigte, die ihre Pfennige, welche sie sich vielleicht am Munde
abgespart haben, um im Alter nicht darben zu müssen, diesem
Bereine andertcaut hatten.

FAus Baden, 4. April. Auf der Bahnstrecke bei Ef⸗
ringen ereignete sich ein schauerliches Unglück. Das Kind eines
zortigen Bahnwaris wollte, kurz vor Ankunft des Schnellzuges von
Lasel, über das Schienengeleise gehen, wahrscheinlich um uu seinem
Vater zu gilangen, welcher auf der andern Seite der Bahn die
Barriere zumachen wollte. Da braust auf einmal der Zug um
die Biegung, die die Bahn dort hat; die Mutter ftürzi aus dem
dause heraus, um das Kind zurück zu holen, aber zu spät, sie
verden Beide von der Maschine hinweggeschleudert. so daß Mutter
ind Kind sogleich gräßlich verstümmelt den Tod fanden.

F Trier, 29. März. Das Schneiden der Reben ist fast
iberall beendigt, zunt Theil auch schon das Aufbinden. Mit dem
Stande der Weinberge ist man ganz zufrieden, indem das Holz
dark und gesund und der Boden nicht so seht von Unkraut über⸗
vuchett ist, wie man es nach der außeroidentlich feuchten Witter⸗
ang befürchtet hatte. Die Feld- und Gartenarbeit ist also, wenn
nuch verspätet, doch nicht so weit zurückgesetzt, wie es in dem
zenkwürdigen, sehr fruchtbaren Jihre 1857 der Fall gewesen.
—— 75 —

Bermischtes.

F Der „L. A.“ meldet aus Landau, 4. April: Durch das
freundliche Entgegenkorimen der eingeladenen auswärtigen Vereine
ist die Abhaltung unser⸗s Musikfestes für diesen Sommer nunmehr
gesichert. Das Comite hat mit der Gründung des Garantiefonds
degonnen, durch welchen die Deckung jener Summe bezweckt wird,
um welche im unguünstigsten Fall die Einnahme von der Ausgabe
Aberschritten werden köonnte.

7 Vom Rotthal (Bayern) wird geschrieben: Der Stand
der Felder ist ein ausgezeichneter und das Frühjahr macht sich
hierorts in seinen besten Erscheinungen bemerkbar. Alle Anzeichen
deuten datrauf hin, daß wir ein gutes Erntejahr bekommen.

F Neuleiningen, 4. Abril. Heute Nachmittag gegen 5

Ein Garten mit
Bauplatz, nebst Bau⸗
steinen und beschla⸗
genem Holz ist zu
verkaufen bei Lud.
Wo⸗krich, Wirth.

20 Pianinos

Bi Unterzeichnetem werden
sowohl neue Stroh- u.
Rohrfitze verfertigt, als auch
alte Stühle gleichgültig ob
Rohr-Weiden oder Stroh ·
IIV
fitzen versehen. Ebenso ünd
neue fertigeRohrstühle
zu verkaufen.
Iritz Ahl.

BRürgerverein
St. Inabert.
Mittwoch, den 12. April
1876 Abends 8 Uhr:
Vereinskränzchen.
Zusammenkunft bel Herrn
Kemb. (Eisenwert).
Der 1. Vorstand.

stehen fertig zum billigen Verkauf
und Versand. Reflektanten er⸗
halten sofort Verzeichniß.

Th. Woeidenalaufer,
Rerlin. Pianofortefabe
Grabmonumoente.
Die Unterzeichneten beehren sich hiermit, die er⸗
Ve Anzeige zu machen, daß dieselben eiin
BildhauerAtelier
—R errichtet haben und Grabmonu⸗
mente sowie RBaudecorationen von den
infachsten bis zu den reichsten Arbeiten im
EStande sind, unter Garantie nach Zeichnnug
auszuführen.
Fertige Grabsteine
stehen zur gefälligen Ansicht bereit, prompte und
billice Berechnung wird zugesichert.
5cken, im April 1876.
vonthan Rràäho.

Frau Offner hatin ihrem
Zause an der Kohlenstraße den
untersten Stock zu vermiethen,
bestehend in: 2 große Zimmer,
1 Kammer, 1 Küche, Waschküche
und Kellet, auf Verlangen koͤn⸗
nen auch 2 Mansardzimmer dazu
gegeden werden. Das Ganze
eignet sich zu jedem Geschaäits⸗
hetrieb.

—

Durqh aue Buch⸗ —
handlungen, oder 8
eiq v. 10 Briefmarken à 10
Pf. direct v. Richter's Verlage⸗
Anslalt in Leipzig ist beuehen;
„Dr. Alry' Laturbelimethöde“,
P. ebe⸗
rühmten ilustr. ca. 800 6. stark.
Vuche —— Seilmethode ver⸗
danten Tausende ihre Gefundheit.
Die zahlreicben darin e
ratien beweisen daß seidñ
olcht Kranke noch Hilse gesuuden.
zie, der Verzweiung nahe, rei⸗
angoltos verloren schienen; es souͤle
aher dies vorzügl. BWert in keinet
amilie seblen OAVian ver⸗
neened nehme dur das JIn⸗
Ariainaiveri von Ni
ꝛrlags⸗Anstalt in
delche auf Wunsch au
uszug desselben gra⸗
frauco ⸗
—XEX

arnung.

Ich ersuche hiermit Jedermann
meiner Frau Katharina Ott.
mann, weder auf meinen Na⸗
men etwas zu borgen oder zu
eihen, indem ich keine Zahlung
»der Garantie meht leiste.

St. Ingbert, 8. April 1876

Johann Ottmann.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demes —

—— —

—
⏑——

—⸗⸗
        <pb n="201" />
        St. Ingberler Znzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wb hentlich) mit dern Hauplblatte verbundene Unkerhaltangublatt, (Sonnkagt wit illustezrter Vei-

lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag nud Sonntag. Der Aborue mentspreis deträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pf. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auzwartz mit 15 Pfi. fur die viergejp altene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet. —7—*

—
M 58. J 4J IJ Dieustag. den 11. April I I J 78 J 1876.
K
Deutsches Reich. 22

Ein Correspondent der „Pf. Post“ schreidt aus Lamber esch t
3. April: Der Schimpf, den man unserer Gemeinde in oͤffentlicher
zammersizung angethan hat, wird hiet tief empfunden und hat
as Gefühl der Erbetterung und Enttäuschung hervorgerufen. Hoffent⸗
sch wird die Vertretung der Gemeinde oder eine Versammlung
Feser Entrüstung Ausdruck verleiher:, und für eine solche Schmach
Benugthuung verlangen. Die Fabrikauten Lambrechts kämpfen eben
iinen verzweifelten Kampf' gegen eine übermächtije Co currenz, die
hnen die libcrale Handelspolitit auf den Hals gezogen dat. Und
dilten in diesem Kaämpfe auf Leben und Tod müssen sie Ach noch
hon liberaler Seite ais Schilddürcer, Krähwinkler, Bdotier von
zem ganzen Lande brandmarken lossen! Soviel Verständniß ist
ins doͤch noch geblieben, daß vir bald merken, wo unsere Freunde
ind, und wir werden nicht versaumen, dies bei passender Gelegen⸗
jeit auch kund zu thun.

S*rrin, s. April. Bismarch geht demnchst mit Fomilie
zuf seine Besitzung in Lauenburg und spater zum Curgebrauch nach
Zarlsbad. — Der Justizausschuß hat den Bundesrathsbeschluß der
dommission für große Schöffengerichte unannehmbar erklaͤrt. —
Ddie Nordd. A. Ztz.“ plaidirt für Bildung einer großen conser⸗
ativen Pariei und Aufhebung der conservativen Fraktionen. Zu
iner großen eonservaliven Partei, sei auch Plat fuͤr die Agrarjer.

Berlin. Kaiser Altxander wird, wie aus Hofkreisen ver⸗
ichert wird, am 9. Mai mit Bestimmt?eit hier erwartet.

Die Ausprägung der Zwei-Martstücke sol nunmeht der Be⸗
timmung des A gemäß in kurzer Zeit erfolgen.

vibg. Lasker ist in Folge seiner ansirengenden Thdaätigkeit
anerhalb der Kommissionen und im Plenum von Neuem erlrault.
xIr wind wahrscheinlich genorhigt sein, in Freiburg (Breisgau).
vohin er: in diesen Tagen zu reisen gedenkt, längere Zeit zu ver⸗
veen; hoffentlich reicht ein mehrwoͤchentlicher Aufenthalt im Hause
es dort lebenden Bruders aus, um ihn wieder ganz zu kraͤftigen.

Karlsruhe, 7. April. Die ‚Karlsr. Zig.“ schreibt offi⸗
ids: Se. Maj. der Deuische Kaiser hat auf ärzllichen Rath die
‚eabsichtigte Reise hierhet und nach Baden-Baden nunmeht endgil⸗
— sich zwar
vesentlich gebessert, es bedarf aber noch vorsichtigee Schonung bis
voͤlliger baldiger Wiederherstellung.

Nussand.

Auf Ordte des Kömgs Viktor Emanuel wurde Major Ta⸗
verna dem in Rom eingetroffenen Feldmarschall Graf Moltke für
die Dauer seines dortigen Aufenthaltes attadirt.
Permischtes.
pairtel-Neuhäusel, 8 Apiil. Die Hauscollecte fur
den hiesigen protest. Krrchenbau ertrug nach amtlicher Zusammen⸗
dellung 20,744 Mark 96 Pig., oder 12,101 fl. 13 tr.; gewiß,
umter den obwaltenden ungünfligen Zeitverhältnissen eine recht nam—
zafte Summe, welche noch dem Kostenanschlag ausreicht. —
xWie das ‚N. W.“ höct, wird der desjäbrige Sommere
ahrplan der piälz. Bahnen auh einen Schnellzug zwischen Mainz⸗
Zaifertlautern eithalten, und dadurch einem laängst gefüblten Bte
zürfnisse Rechnung getragen.
FManchen, 6. April. Der Privatier J. Mulller in
München hat eine Petition in der Abgeordnetenkammer eingereicht
in Einführung einer Steuer auf die Schleppkleider der Damen in
nerschicdenen Beträgen von 15 bis 1000 Mark. Der Petent
laubt, daß durch diese Steuer die Abschaffung der Schlepplleider,
As einer der Gesundheit jeht nachtheiligen Mode, bezwecht wurde.
f Man theilt der Köla. Zig.“ folgendes Curiosum mit:
Juf dem in dvoriget Woche bei Grieih in den Grund gefahren
Ddampfboote, König“ befand sich unter Andeem ein Korb mit zwei
Salmen, der von einem Fischer in Millingen (l'egt ungeführ vier
Stunden von Grieth rheinabwärts) nach Düsseldorf aufgegeben und
eim Unterganse des Schiffes davon getrieden war. Dieser Korb

mit den Fischen wurde einige Tage später bei Millingen von seinem
igenen Herrn beim Salmfang mit dem Netze wieder aufgefischt.
fStuttgari. Nach der „N. F. Pr.“ erfolgte der Tod
deß Fre harn Albert Hermann v. Reischach, Chef der Cotta'schen
Buchhandlung durch Seibstentleibung mitteist eines Pistolenschufses.

Darmstadit, 6. April. Der letzte Windfall hat nach
)er jetzt vorliegenden Schatzung“ nar allein in den vier Districten
hroß Gerau, Romrod, Dartastadt aud Nidda 58N8,415 Festmiter
Fallholz geliefert. — (M. Zig.)

1 Bei der am 8.. Mis. auf Schloß Johannisberg statt⸗
sefundenen Versteigerung fürstlich Metternich' scher Weine wurden
i. A. für a Stück 1874er Schloßwein 3010 Mark erlött.

GEca fürchterlicher Jahnarzt. Der Pariser, Gau⸗

ois“ erzählt die fast unglaublich klingende Geschichte, daß ein
Zzahnarzt in Untersuchungshaft nach Mazas abgeführt worden sei,
veil er eine ganze Zahi seiner Patienten vergiftet habe. Er soll
ieselben zu häufigen Besuchen in seinem Alelier veranlaßt und ihnen
inter den Vorwande, er wolle die kranken Zähne unterfuchen, nach
ind nach Gift in kteineren Dosen in ihre hohlen Backeuzähne ge⸗
racht haren. Man vermuthet, daß die in dieser Weise vom Zahn⸗
hmerz Geneillen reiche Personen waren, die ihm von ungeduldigen
zeden zugeführt wurden, um sie gegen ein gutes Stück Geld schnel⸗
er ins Jenseits zu befördern. Mehr als zweihundert Zeugen
ollen der Staatsanwaltschaft dem Verhaftelen gegenüber zut Ner⸗
ügung siehen.

FF In Aberdeen Esschottland) er⸗eignete sich am 58. do.
Nachmittags ein schreckliches Unglück. Der Tag war ein presby⸗
erjanischer Festtag, und. da das Wetter sehr schön war, so drängte
ich eine große Masse von Menschen in die Fährboote, welche nach
em Hauptvergnügungsotte, dem auf dem andern Urer liegenden
pischerdorse Torry fuhren. Eins derselben war so überfüllt, daß
ie Tähcleut˖ die Abfahrt verweigerten; aber die Inhassen bemäch⸗
glen fich der Führung des Boots und fließen ab. In der Mitte
es Flusses schlug des Boot um, und von den Infassen ertranken,
o weit es bis jetzt feststeht, 32, während von den Geretteten zwei
rachträulich Den Folgen der Erlältung erlegen sind.

Amerikanische Weltaustellungs⸗Plünderung.
Die Kommission für die Weltausstellung in Philadelphia hat jetzt
dereits verschiedene Privilegien für das Feilhalten von Erfrischun⸗
gen ꝛe. in den Ausstellungsräumen an einzelne Unternehmer verge⸗
zen. Die Summe des hieraus erlössten Pachtzinses beträgt 450,000
Dollars. Der Buchhändler, welcher allein bere ütigt ist, den ofi⸗
iellen Ausstellungskataloz zu publiziren, zablt 100,000 Dollars
ür dieses Monopol; der Restaurateur, welcher indeß nur Bier,
Wein und Liqueur verschenken darf, hat 125 000 Doll. Pacht zu
rlegen. Der Konditor dagezen hat die Erlaubniß zum Verkauf
jon Milch, Brod, Chokotade, Kaffee und Thee für 11,000 Doll.
Dder Verkauf von Sodawafsser bringt der Kommission 52,000, der
gexkauf, von Cigarren 21,000 Dollars ein. Ueberhaupt scheinen
ie Yankees die Ausstellung in Philadelphia ebenso zut Plünderung
Jer auswärtigen Besucher beuutzen zu wollen, wie vor drei Jahreu
ie Wiener dies gethan. Der Fremde wird bezahlen und zwar
ezahlen müssen, bei jedem Schritt, den er in Fairmount Park
hun Swird. Selbst. wenn er sich ermüdet in den Ausstellungs⸗
däumen auf eine Ruhebank nieder äßt, wird ihm der Quäker, wel⸗
der das Monopol der Sit jelegenheiten gepachtet hat, durch eine
reundliche Aufforderung zum Zahleu a Geintttthhe führen?, daß er
ich in Philadelphia-, der Stadt der Bruderliebe, befindet. Die
stew⸗NYorker Blatter sind. entrüstet über diesen Schacher und fragen,
ob die Centennial festäfities ihren Namen von den Cents herlei⸗
en, deren hundert anf einen Dollar qehen,

— — —
Hienstesnachrichten.
Der Assistent am Realgymnasium in Regensbarg Dr. G.

Neudecker ist zum Studienlehrer in Landau ernannt.

Die kath. Psarrei Schönau ist dim Schul rpostus von Her⸗
ogsssreuth Ga. Ammerl Überkragen.
        <pb n="202" />
        Vergebung
von Unterhaltungs-Arbeiten auf den Distrikts⸗ 19)
straßen des Amtsbezirks Zweibrücken.

Ingbert nach Spiesen bis zur preußischen
Grenze, veranschlagt zuu ....
pen Pflaster⸗ Maurers and Steinhauer-
arbeit auf der Straße von Aßweiler über
Ommersheim und Heckendalheim bis an d'e
Ensheim-St. Ingberter Straße, veran⸗
schlagt zuu.
von Steinhauerarbeit auf der Straße von
St. Ingbert über Oberwürzbach bis zum
Anschluß an die Lautzlircher-St. Ingberter
Straße dei dem Rittershofe, beranschlagt zu
21) von Pflasterarbeit auf der Straße von
St. Ingbert bis zur St. J grlerter
Grube, veranschlagt zu... 206. 40,
22) in der Lieferung eines Handkarrens für
einen Straßenwärter, veranschlagt zu89. 16
werden auf dem Wege der allgemeinen schriftlichen Submission, an
den Wenigstnehmenden vergebhen. *
Solide, verlässige Uebernehmer werden eingeladen, ihre schrift—
chen Angebote verschlossen bis länsstens
Mittwoch, 19. d. M. Vormittags 11 Uhr,
»ei der unterfertigten Behörde einzureichen, bei welchet bis dahin
die bezügl'chen Pläne Kostenanschlaze und Bedingungen zur Ein⸗
sicht offen liegen.
Zweibrücken, den 7. Tpril 1876.
Kgl. Bezirksamt:
Damm.

Die Unterhaltungs-Arbeiten auf den Distriktsstraßen des
Amtsbezicks Zweibrücken pro 1876, bestehen
a) im Kantone Zweibrücken
1) in der Pflasterung des Grabens am Niederauerbacher Wege
imn der Sladt Zweibrücken, veranschlagt zu M. 7857,58 Pf.
2) in dem Verseßen Des Durchlasses am
Wahler⸗Thälchen auf der Straße von
Irheim nach Viedelsheim, vecanschlagt zu
in der Erweiterung eines Durchlasses in
der Oristraverse Dellfeld auf der Straße
von Falkenbusch nach Schmitshausen,
und zwar:
a) Maurerarbeit veranschlagt zu....
b) Zimmerarbeit — — — —
b) im Kanton Hornbach
4) in dem Umsetzen eines Durchlasses bei
silometer 5 anf der Straße von Weben⸗
heim nach Reinheim, veranschlagt zu ..
in der Erneuerung seines Durchlasses bei
Walsheim auf der Strabe von Seyweiler
aach Gersheim, veranschlagt zu....
in der Herstellung von drei Dohlengittern
in Boͤckweiler auf der Straße von Böck—
weiler nach Mimbach, veranschlagt zu.
e) im Kanton Blieskastel
7) in der Herftellung von Pflassterarbeiten
auf der Straße von Blieskastel nach
Neuhäufel, veranschlagt zu..
von Pflaster⸗,, Maurer- und Steinbauer⸗
arbeiten auf der Straße von Lautzkirchen
über Niederwürzbach nach St. Jnagbert,
veranschlagt uzzz.
von Pflaster⸗, Maurer- und Steinhauerar⸗
be'ten auf der Straße vom rothen Haus
nach Aßweiler, veranschlagt z uu.
von Maurer⸗, Steinhauer⸗ und Pflaster—
arbeit auf der Straße von der Stuats⸗
straße bei Ehlingen über Ormes heim und
Eschringen bis zur preuß. Grenze bei
Fechingen, veranschlagt zuu.....
von Pflaster- und Maurerarbeit auf der
Straße von Webenheim nach Reinheim,
ver nschlagt zz..
12) von Steinhauerabeit auf der Straße von
der Bliesstraße über Herb'tzheim und Ru⸗
benheim bis zur Saargemünder Staats⸗
straße, veranschlagtz u...
in der Lieferung zweier Handkarren für
die Straßenwärter, veranschlagt à 49 M.
zusammen.
d. Kanton St. Ingbert

20)

Aä2
Conventionelle
Hausversteigerung.
Samstag, den 29. 1. Mis.

des Nachmittags um 2 Uhr, zu
St. Ingbert, in der Wirthsbe—
sausung des Philipp Emrich,.
äßt Nikolaus Ochs, Berg
nann, dvon h'er, die nachbezeich⸗
rete dem Michael Zimmer—
mann, Bergnann, von da,
ugehoörige Liegenschaft, wegen
Nichtbezahlung der verfallenen
Termine des Erwerbspreises und
»er saämmtlichen rückständigen
Zinsen daraus öffentlich zu eigen
viederversteigern:

Pl.Nr. 14312. 9,1 Dezim.
Fläche, enthalend ein zu
St. Ingbert, auf Etzelchen,
an der Kohlenstraße, im
Josephsthal gelegenes Wohu⸗

haus mit Stall, Hof.
Garten und sfonstigem Zu—
behör, neben Philipp Metz

und Jakoh Ammann.

Sauer, k. Notar.

Am Ostermontag
TJanzmusißk

bei Jak. Quirin.

Rentrisch.
WBi enduegn werden
sowohl! neue Stroh- u.
Rohrfitze verfertigi, als auch
alte Stühle gleichgültig ob
Rohr-Weiden oder Stroh
stühle mit neuen Rohr—
fitzen versehen. Ebenso sind
neue fertigeRohrstühle
zu verkaufen.
Fritz Ahl.

Rürgerverein St. Inghbert.
Am Ostermontage den 17. April 1876, Nachminags 8 Uhr:
Generalversammlung
im Vereinslokale bei Hrn. G. Jung.
Tagesordnung:

Besprechung über ein abzuhaltendes Concert mit darauf—
folgendem Balle.
Der 1. Vorstand.

14)

in der Herstellung
von Pflaster⸗ und Steinhauerarbeit auf der
Distriktsstraße von Luutzkirchen über Hafsel
nach St. Ingbert, veranschlagt zu ..
15) von Pflaster- und Steinhauerarbeit auf
der Tistriltsstraße von St. Jugbert auf
die St. Ingberter Grube bis zur preu⸗
zischen Grenze bei Friedrichsthal, veran—
schlagt zzz .
von Pflaster und Steindauerarbeit auf der
Straße von der Staatsstraße bei Ehlingen
über Ormetßheim, Eschringen bis zur
preußischen Grenze gegen Fechingen ver⸗
—XV
von Pflaster und Steinhauerarbeit auf der
Straße von St. Ingbert über Enshem
nach der Gassenmühle veranssblagt zu., 312.47,
.8) von Maurer⸗ und Steinhauerarbeit auf
der Steake von der Staatestraße bei St.

Geschãafts- ;go.
UDnterzeichneter beehrt sich hiermit anzuzeigen, dass
FFBRINAANDLUNG
hier errichtet hat, unter Zusicherung reeller und bilüüger
Bedienung.
St. Ingbert, 1. April 1876.
Heinretoh Lazun.

— —
— 57 ⏑ — —— ——ju —
Nedaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in mnben
        <pb n="203" />
        —
* *4 — *2 22282 2———28222 —2 1 2*
WM 2.222 53 5 22 —3 — 24 2
253 23353383353 3 3538 33533833 8 8 577
* —— — 2 2 3 8 2 4 —
8 — — * ⸗ . . * —3 — — D — 27 — Fꝛ*
2 —A—— — ————— — 3 8 5337
2852538 253555533 7383385 253357 38 —3 U4 *5
A 255 5558 »— 25—53322* 235 3523 555 852*
— — J —
—23z5333533533—828 233.* z3323 5587 3538 33
2* 2 —* — — — — 52 — ꝛ 32 *
383 3333— 355 333833 287683335 ZJ3 323
25 28 ” 28335 73285353 7—23253— —— 53 53 55— 3
*57 75 53373988 523 57835323 5533 BEB FA 8- 63 **
— * 5 222 — —— QBRXyæ —*5 22 —
— 8222— 2z53838— —6 5* — 2*5 —3 — — 525
538 ——35326 25353353 5333 5555 23383 333
2533 223232 —2 5—*53 — — ————— * 2X8 522
s373 z3533533*83537 3 332——335 33 5555 2553
— 8 3 3 —5
3353 ——3 3323—53 57 5353 388 2232383 5 5223
— 2223 — *38— 22 5 — —S 5 5 332 5235* 3 8 — 58855 * 28
— —587 2* — 0 * * 32 — 22 2 ——
23 — ——3*855582 — 0— 23 —3535 2—252 *3822 ——
*222223 — —— 35 —«3 22 ẽ 3 3 232 5335*
— s 535s 3555 5335383 353
z23 723 z7 3 833—— 353— 288 — ——
* α — —2— — — —2 — 3—
33383 3 5535 55323 3557
255 — 2 2 — 2 2. 9 8 53 — 2 3*
— ——— 32 —— 25 —A
J 83 6 83 6ã
2 8 * — S 335325
34 3833 33
32— — —— — 235 2 — *
5538533 2 2e
* R *
* 33832
* —
758 2238 5333333
22 — 27* S2 —2 — 355
24 38385 —8 *355 33336
213 524 3 — 322 5 2232856588
⸗ 8 21 2* 34 —* —3 237 * 2* 8*
—2 —
253 5353 588 253553 32608* 2533535 52553822*
* 5 *8— Z323 855 2 2 7
155553 5538 33 32235 53233 335375 23383535 2383323
8 *3 23 27 — 282 35 255 —
35525 28 — W 535 42 3583 9 6 5525 E3333
—8 —en 2 —32 * . S 8 8 5 —— 72 2 228 —— —
3352353 25535 s 3 73 33333333383
— 2 2355 232383 —— 8* ——— 222 5..3 53 ——
235 532 —5*5 * 235323 —— 22* * 5 —X —
2 —— 3 * * 3228 2388 2— 55 22 * 2232337 B
222732 52238 35332 353268 75 55332 352533273 23232331
333233 —A 528783 338 3338* 5757335553 28724
8 ẽ ẽ 338 Ir * 21555 28 3
23538255 * —A —E —3 — — 22 —3552315 8 * 2*
—XXXV 28 2 2 23—5 255 —— 6 —eA —— 8 825
2233232— ẽ 3232 *3 225 5523 25 228*3 552355535
2 53533833 — * — — 232 25*8 5353*——3552
22322323 2 7 555355—5238 —A — 57553333
5 *238*2 535552333 25 25233524 55 28
188333 BBe535* 18 223353558* — —— 272 333— 22
— * 55 8— — 535258 * 22 —— 23233 3583233 2
335 33 338 F 8 255
552233533 5,25 28 —— —2 —32 833 32—29 5532 —A
D — 5332335352 38538 3 — 22 — 323227— 275—5333 5330
28 3527 82355 —23383877 352533 —— 52 2
3z325327 32 2—23 * 55 S8 22738 — 3 323552332337—
53255 28 i 2 5835 —— — 8*55 —z355 —————
28 222 53 232 —A — —— 24 5213 82 — S S 3 z22535633355
223 53 —2355 58 352533— 759 — 258553338
— 522 2323533235 z2383 —z333333 „3z22 ——— 5338
— — * 2 —2
2553822 5*2 ——— 7252638 23 38 —333386 EEEASAS S0
25235323357 2256833*5s64 z55 — 353535512333
2 2 — 5 * —
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— 22 * 5 12
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———— 535
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33 5358 55335 222 38*
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553355 33 — 33 3358* 5355533588
233238 32287 3332323 27 333537 3333733 5 3235535
232 35 Z. 8
— 55 5735 338 25 5 723 * —E 233333 833333335255
2523238—— 528 —A— —A —A 2 23528 57 82 2 2 ——
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        St. Ingberler Anzeiger.

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Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöoͤchentlich) mit dem Hauplblatte verbundene Unterhaltungeblatt, (Sonntagt mit illustrirter VRei-
lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag nud Sonntaz. Der Abonnementsepreis b eträgt vierteljährlich
Mart 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 13 Pfj. fur die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum. Reclamen

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
B 59. J Donnerstaqg,. den 13. Avril 1876.

—
Deutsches Reich.

Der Kaiser ist von seinem Unwohlsein wieder soweit herge⸗
dellt, daß er dereits Spazierfahrten unternimmt und d'e Entrevue
utn vder Kaiserin in Ind en wird nunmehr voraussichtlich am 18.
April in Koburg stattfinden. Wir kounten mit Recht sagen
KRaiserin in Judien“, weil das Oberhaus die Titelbill bereits in
drittet Lesung angenommen hat, also von einer Ablehnung der
—XX mehr die Rede sein kann.

Die Zusammenkunft zwischen den beiden Souveränen ist offen⸗
rar Angesschiz der gegenwärtigen Konstellation von nicht undedeu⸗
euder poliüscher Tragweite. Rußland mag die loyalste Miene
bon der Welt England gegenüber annehmen, so ist doch unver⸗
lennbar, daß die Zeit, wo ein Z sammenstoß in Asien zwischen
In beiden Mächten stattfi den wird, nicht mehr allzufern liegt.
Außerdem aber bildet die orientalische Verwidlung auf der Balkan⸗
dalbinsel troß aller offizidsen und offiziellen Ableuznungen einen
Differenzpunkt zw'schen Rußland und England, der durch den An⸗
kaus der Suezkanalaktien von Seiten der leßteren Macht und die
finanzielleu Kalamitäten der Khedive zu einer reichlich fließenden
Quelle des Mißtrauens zwischen Rüußland und England geworden
—
zurg offizids zu erklären, deß man gegen d'e Annahme des Titels
Kaiserin in Indien“ durch die Königin Viktoria nichts zu erinnern
finde. Wo u eine solche Erklärung? Wer sich ohne Noth entschul⸗
digt, klagt sich an.
Ausland.

Paris, 9. April. Das „Echo Universel“ versichert, Graf
Beust wäre definitiv zum Nachfol ,er des Grafen Apponyi als Bot⸗
schafter in Paris ernannt.

Die Ankündigunz einer Welt-Ausstellung in Paris
ser 1878 veranloßt die „Opinion? zu schreiben: „Eine solche Po—
tittk entspricht unsern wesentlichen Juteresser. Aber darf man vicht
auch behaupten, daß diese Politik uns unter den gegenwärtigen
Umstände in Europa besondere Sympathien gewinnt? Sicherlich
wird man uns Dank wissen, jcht, da der Friede fraglich erschent,
ihn mit besonderer Hartnäckizleit durch eine charakteristische Hand⸗
lung zu vekräftigen. Wir bieten gewisser Maßen allen Staaten
die kostbare Gelegenheit, zu beweisen, daß sie nicht minder als
wir jede Umwälzung zurückweisen. Das ist wobl eine Art Einfluß,
der sein Verdienst und seinen Werth haf“
Vermischtes.

F Kaiserslautern, 12. April. In Neustadt a. H. soll
am zweiten Ostertage eine größere socialdemokratische Versammlung
tattfinden, wobei die Organisation der sozialdemokratischen Vereine
in Rheinbayern, sowie die Beschickung des bevorstehenden Gothaer
Congresses naͤher bespro hen werden wird.

P'Winnweiler, 10. Aprll. In der gestern abgehaltenen
Generalversammlung der Actionäre der „Actienbrauerei Winnweilec“
ging es sehr stürmisch het. Es mußte leider constatert werden,
daß das Geschäft wegen Mangel an Betricbscapital still stht.
Da es dem Verwallfungsrath bisher nicht gelungen ist, das zum
Weiterbetrieb ersorderliche Capital aufzubringen, wurde beschlossen,
den Versuch zu machen, ob durch Ausgabe von Prioritäts⸗Actien
im Betrage von 75,000 M. das Geschäft wieder in Gang zu
bringen ist. Der bisherige Verwaltungsrath wurde ermächtigt, die
hdierzu erforderlichen Schritte zu thun. Sollten diese binnen 4
Wochen keinen Erfolg haben, so bleibt nichts anderes übtig, als das
Geschäft zu liquidiren. K. 3.)

F Im Sepiember ds. Is. wird in Neustadti die 6. p älzische
Lehrerversammlung ubgehalten werden.

f Speier. Non den 93 Kandidaten, welche sich vom 27.
bdis 30. Sept. v. J. bei der Prüfung für den Steuer- und Ge—
meinde⸗Einnehmerei⸗Dienst betheiligten, follen blos 28 dieselbe be—
danden haben.

F* Der „D. A.“ meldet aus Gönnheim: Eine Handlung

der Gemeinde Goͤnnheim verdient auch in weiteren Kreisen bekannt
zu werden. Deselbe hat nämlich ihrem verdienstvollen und geach⸗
eten Lehrer Georg Crolly aus Anlaß seines vierzigjährigen segens⸗
reichen Wirkens in der dortigen obern Schule als Zeichca ihrer
Dankbarkeit eine jährlicht Gratifikation von 100 fl. festüesetzt..

r Bezuglich der Heidelberg-Speyerer Bahn heißt es in dem
Bericht der Kommission zum orkentlichen Budget der bad. Eisen⸗
dhu⸗Betriebsberwaltung: Die Heidelberg⸗Speyerer Bohn, eröffnet
im Jahre 1873, deckte bis jetzt die Betriebkkosten nicht und ergab
m Jahre 1873 ein Defizit von 7977 fli, im Jahre 1874 ein
olches ven 35,009 fl.

7 Müanchen, 10. April. Frhr. v. d. Tann hat seinen
inzihen Sohn, der Chevauxlegerslie utenant a. D. war, durch den
Tod verloren.
f München, 5. April. Wie aus Bayreuth gemeldet wird,
verden zu den Haupt-Aufführungen der Wagner'schen Opern dort⸗
elbst neben dem König Ludwig II. von Bayern, der deutsche Kai⸗
'er und 10 bis 12 weitere regie ende Fürsten erscheiien.

fF Am 11. April feierie Anastasius Grün (Gtaf Anton
uersperg) seinen 70. Geburtstag: er wurde aus diesem Anlaß
zurch zahlreiche ehrende Kundgebungen erfreut.

F Man berich!et aus der Rechtssprechung des Reichs-Ober⸗
handels zerichtz: In manchen Lebensversicherurgs Policen findet sich
die Klausel, daß der Forderungsberechligte den Tod des Ver⸗
ächerten binnen einer gewissen Frist bei Verlust aller Ansprüche an
die Gesellschaft melden müsse. Nun war eine solche Police mit Ge⸗
iehmigung der Gesellschaft an einen Gläubiger des Versicherten
edirt worden; der erste wohnte in Berlin, der andere in Leipzig
)er Tod des Versicherten blieb dem Policeninhaber zufallig einige
Wochen unbekannt — also konnte er die Anzeige nicht rechtzeitig
rstatten, obvohl er sich damit möglichst beeilte. Trotzdem waren
zie 4000 Thlr. Versicherungzssumme verloren und die Gesellschaft
jatte viele Jahre hendurch die Prämien ohne Gegenleistung ge⸗
oonnen. Es ist traurig, daß solches Gebahren der Versicherungs⸗
Besellschaften vom Gesetze nicht verpönt ist. — Die Kaufleute
»Urfen untereinander für fällige Forderungen ohne Mahnung 6
»Ct. Zins ansetzen; dies findet aber keine Anwendung auf die Zu⸗
rückforderung einer aus Irrthum geleisteten Zahlung, weil eine
Forderung vor ihrer Geltendmachung gar nicht ex'stirt.

Stuttgart, 8. April. Die Nachricht wird bestätigt, daß
im September d. Is. Kaiser Wilhelm Württemberg besuchen und
ine Truppenschau zwischen hier und Ludrvigsburg halten wird.
Der Besuch des Kaisiers erfolgt auf ausdrückliche Einladunz des
dönigs. Das wärttembergische Armeccorps soll in einer Stärle
yon 25,000 Mann zusammengezogen werden.

F Essen. Am Samstaq wurde vor dem hiesigen Cr'minal⸗
zericht über eine Hexengeschichte verrandelt, welche auf den Bil⸗
»ungsgrad der vielfach vom finsteren Aberglauben befangenen unte⸗
en Classen unserer Landbevölkerung ein recht trauriges Licht wirft.
Im Mai v. erkrankten in Bordeck in einigen Familien die Kinder,
und man gläubte in einer alten Ftau, welche sich dort aufgehalten
zatte und sich von Almosen nährte, die Urheberin der Krankheiten,
„eine Hexe, welche die Kinder behext habe“, gefunden zu haben.
Es begaben sich zwei Männer mit staüppeln zu der Alten in der
Absicht, ihr den Teufel auszutreiben, welches sie denn auch so
nachhdaltig thaten, daß ihr der eine Arm gänzlich zerschlagen wurde.
Zur Sirafe wurden die Beiden zu 18 und 15 Monaten Gefäng⸗
ni, verurtheilt.

F Bünde, 7. April. Ein Hocheitshinderniz ist hier heute
porgelommen, das jedenfalls neu ist. Einem hier Eingesessenen
vird, als derselbe für den anderen Tag den Standezamts-Alt de⸗
tellen will, die Eröffnung gemacht, daß das Aushängen des
Aufgebotes vergessen sei und daß er deßhalb die Hochzeit verschie⸗
den müsse.

(Lebendig verbrannt.) W'e wir den Haumb. Nachr.“
entnehmen, hat ein früherer Organist und Lehrer in Elmshoen,
welcher sich in der letzten Zeit vielfah mit de Leihe verbrernuugs⸗
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        rage beschaftigte urd Spuren von Geistesstörung zeigte. einen ent⸗
setzlichen Selbstmord begangen. Derselbe machte se'nem Leben durch
den Feuertodt ein Ende. Er träalkte sein Bett mit Petroleum,
wickelte sich ein mit derselben Flüssigkeit stark beneztes Tuch um
den Leid und verschluckte zur Hälfte einen Petroleumdocht. So⸗
dann legte er sich nieder und zundete das Bett an, welches bald
ainen Schriterhaufen bildete. Die Leiche wurde späler fürchterlich
entstellt aufgefun den, und war e'n Theil seines Baardermögens,
welches der Verstorbene in Werthpapieren bei sich trug, ebenfalls
derlohlt.

7 Brussel, 11. April. T'Kint van Roodenbele hat gestern
Abend London verilassen und wird heute in Dover den belgischen
Sicherheitsbeamten ausgeliefert und über Ostende h'erher gebracht
werden. (Fr. J.)
4 Weltausstellung ia Philadelphia. Das Programm für
die am 10. Mai stattfindenden Eröffnungsfeierlichkeiten ist folgen⸗
zermaßen festgesetzt: Um 10 Uhr 30 Min. Morgens, nachdem die
angeladenen Gäste ihre Plätze eingenommen haben, wird das aus
150 Mitgliedern bestehende Orchester unter der Direction von
Theodor Thomas die Nationalhymnen aller (7) Nationen execu⸗
firen. Der Präsident det Vereinigten Staaten wierd dann durch
Bouvetnenr Hartrauft und eine militärische Ebcorte zu seinem Sitze
geführt werden, und folgt darauf: Großex Marsch, für die Feier
omponirt von Richard Wagner. Gebet. Original-Hymne von J.
8. Whittier. Deiginal⸗Cantate, Musik von Dudley Buck von

Fonnecticui. Worte von Sidney Lanier von Georgia.“ Kurzer
Rupport über die Audstellung durch den Präsidenten der Ausstel.
ungs⸗Commission an den Präsidenten der Bereinigten Staaten.
stde des Präsidenten der Verein'gten Staatein, am Schlasie die
Ausstellung als eröffnet erklärend, welche Erklärung durch Aufhissen
er Flaggen, Geschützsalven, Glockengeläute und Händels „Halle⸗
ujah,“ gesungen von einem aus 600 Personen bestehenden Chor,
egrütßßt werden wird. Die auswärtigen Commissäre nehmen dann
Slellung bei den ihnen angewiesenen Pläßen im Hauptgebäude
ind der Präsident der Vereinigten Staaten, gefolgt von den Aus—
tellungs Commissären, dem Finanz Comite der Ausstellung und den
ingeladenen Gästen betritt das Hauptgebäude durch das nördlidbe
Thor und passirt unter den Klänzen der großen Orgel die Revue
er auswärtigen Comm jsioneun. Die Procession begibt sich von
zort nach der Maschinenhalle und dann die Haupt-Avenue entlang
ach der Mitte des Ausstellungsplatzes. Auf ein vom Peäsidenten
jer Vereinigten Staaten gegebenes Z'richen setzt sich die große Dampf—
naschine mit den 13 Aeres bedeckenden, durch sie getriebenen klei⸗
jeren Maschinen in Bewegung, und die Ausstenung ist für die
zanze Welt eröffaet.
Dienstesnachrichten.
Der k. Notär Machwirth zu Grünstadt warde auf Ansuchen
rach Frankenhal und der k. Notär Wenner in Waldfischbach nach
Pirmasj⸗ns verseßt.

Güterversteigerung.
Dienstag, den 18. April naͤchst⸗
vdin, Nochmittags 2 Uhr zu Ober⸗
würzbach in der Wirthschaft von
Franz Beder, lassen die
kheleute Heinrich Quirin,
Adersmann und Maria Katha-
xina Udelheid Wirtz, in Rentrisch
als Testamentterben des ver⸗
leblen Johann Jalob Wirz von
Dberwurzbach, die nachhin be⸗ 8
seichneten, zu dessen Nachlaßz ge⸗
hörigen Liegenschaften snn
an die Me stbietenden zu Eigene
hum versteigern, nämlich:
1. Im Banne Oberwürzbach.
Pl.Nr. 480. 50 Dezim.
Acker am alten Berg im
Rädchen;
Pl.⸗-Nre. 529. 53 Dezim.
Ucker im Flurchen am
dasenfeld ;
ie beu. 40 Dezim. Erdarbeiter gesucht.
Acker im Steckenthal an der Anmeldungen bei Julius
höb; Brockmener in Sulzvach.
inrgorverein . ngbert.
Am Ostermontage den 17. April 1876, Nachmitiags 83 Uhr:
Generalversammlung
im Vereinssokale bei Hrn. G. Jung.
Tagetbordnung:
Besprechung über ein abzuhaltendes Coucert mit darauf⸗
folgendem Balle.

Pl.⸗Nr. 142. 125110
Dez. Wiese im Dorf am
Gaäsgare;
Pl.Nr 786 2. 28 810
Dez. Acker auf'm Wolbel;
B. Im Bame Heckendalheim.
6. Pl.Nt. 289. 43 Dejm.
Acker in det Hirschhedce;
7. Pl.⸗Nr. 188. 46410 Dej.
Ucker oben an den Kiefern;
Bl⸗-Nr. 1649 3. 38/10
Dezimal. Acdder am kicinen
Bannstein;
Pl.⸗Nr. 1992. 32810
Dez. Wiese im That;
Pl. Nr. 1883. 43840
Dezim. Acker oben an den
stiefern.
St. Ingbert, 11. April 1876.
Sauer, k. Notar.

— — DOGCOOOOOCOOOOOOC-
Ein trefflicher Schmuck des trauten
Daheim!

Der Leser dieses Blaites sei auf folgende, von den ein⸗
flußreichften Organen der deutschen Presse empfohlene, vor⸗
jügltch durchgesührte lithographische Kunstblätter aufmerlsam
gemacht:

1. Else d Lohengrin im Brautgemach.
—— benact pen danta:
ermann un thea.
1 ur —5 Jagd dpendaets
5. Für ismarck a r Jagd.
6. —* Denaes 8* Varzn. s pendanta
Pap'ergröße à 68/78 Cent. Pres pro Kunstblatt 8 M.!
Xr. 7 sei als
Mittelst. Rr. 8 u. (
9d als je eines der
beiden Seilenft. d.
Mittelst. bestens i
empfohlen!
Papi rgröße à ca. 40/50 Cent. Preis pro Kunstblatt I M.!

Jedes dieses Bilder bilder auch für sich allein einen
trefflichen Zimmerschmuck

Jedes dieser Bilder ist auch einzeln für sich allein in
jeder Buchhandlung zu haden!

Berlin, Besselstraße 17.

Weorner Gironse's Qunsiverlag.

Von
Oster samsta
Adends 6 Uhre
Sommen
Cager⸗RBier

bdon

Gebr. Orth
MI. Parel.

D2 50

gesucht dor
Maurerzauͤn
mon in Sulzbach.

—j— — — — — —

Der 1. Vorstand.
Emil 6 ig,
mil Grewenig — ——
Sattler und Tapezierer in 8t. Ingber.. Am —B—
hält von heute an fortwährend ein großes Lager in IF n m u si
Tapeten und Rorduren u zun Lalriu
gewoͤhnliher und mittlerer Sorte und empfiehlt z ugleich seine Reatrich
Musterkarten
von den ree bis zu den feinsten Sorten aus der Fabrik
von H. Engelhardt in Mannheim.
Pinjäbriges Militäarexamen
Grũünduche Vorbercitung für das einjührige Militärsxamen in Speier
ind Carlsruhe. Von 273 Vorbereiteten Gandidaten sind 214 bestanden.
—- Höhere IInndolSle, deren Abgangszeugnisse zum einjährigen
Militärdienst PerengeNn. — Pensionat mit strenger Disciplin. —
Naäheres bei der Direction des Internafional-Lehrinsituts zu
Bruchasal (Baden). (H. 6755)]

Fruchte und Brodpreise der
Stadt Zweibrücken vom 13
Arril. Weizen 10,31 Mark.
Nore 9,01 M. Hafer 8.28
M. Weißbrod 124 Ko. 52 Pf.
3 A0o. Kornbrod 66 Pf.

XαXô XX Oäæν
Des h. Char⸗

freitags wegen

wird am Samstag kein An—

zeiger ausgegeben. Die Sonn⸗

tagsnummer mit illustrirtem

Unterhaltungsblatt erscheint
»eßhalb schon Samstags.
Die FEapedition.

couis Hoh.
Breitermühle bei Riederwür zbach.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in Er Ingbert.
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        83 22
28 5223852 *88
4 —25* — F
52255 532 2 23
35 53557 7zI5 5383 388 522355338
— — 533 536 35 — 5853355553 3522
3* 54;3358 z333 735 5* — s55386
— —4
225235335 7 —8 —A 373363* *. 53 558 s8 5252
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5553327 25* —233553 *2* *28 — — —5ñF 55* 22 5z382
5 728— 22 228 * S 15553 82 35 3 * 7 2 5 5355
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* 33823* 32577385—8 653 5572 5* 82 — —5 227 —;5* —
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582325 2—223 8 — —— — 25535 —„ J*8 * — 5— 323 1
33377332 373338 5322 538 33 7 52753. 3 355 232338
38353535* 3388853 23323 333 2533535
2 27 — 32 — SE 582 — —— 22 * 26 *
45258 533333828 — — 52* ——— 385
3335357 3327 8 23 3 7 388 sz2 328
2* 252* 87* 8 8 * — 2222 * 5 23
* — 253 5x333353572 7 —— —A —
53758563 5287333 5257583 95 m ** 2532 3 ——
3535528275 — ——— 555233 Ze 2. 553* 28338
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8 2 26 5—2322 8 0 — 53 7 ck25*
3838 357—6 —35833 5553330 —A
v e ee zt 32788*
3 2—50 2325 — 33535 832 22 —
52 545
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2852* —*8
— * 2322 27 8 — —A EX
—;XIIILII 2 . —532——55322 25355 3 x 3* — z——5* 22 —
3538533538 3352*5 75365 sz232585 *2223658 —553 3383 8
1538238 s6 ——358 3353 52 6862235* ⸗— 2 2557
53285337 7225375533258 38 33 255 ——— 552532
—5 82 — —— —* c 23 — — —33 *
5228 28 22252 x 8 7 55 5 * * — — —
— 57255333335 2825— 832 22532 —838 —5 2
—V —5 3R5 28 323585 227255 — — 22 2227
— 327 — — 223228 55* 252 2 5 —— 252 282 25858
3232 525 — —— 3 5* —2332 28 AA——
23*35 3382355333238 5258 28 z3— 62
—23*5252 23258* —5— —356238322 * 2585 7— * 1 22 35 —
— — 25333 227235 532 75533 82— 52 2 822 25833 7
325752* — A 3 28 2
—— —— —85 —5—3338 5735 3323*7 355333
* —— 2 22 2 4, — ———— 2 32—
e 3 ——3 65314 53223338
—2238 22 * ——53383233 533538 —z—2 —
525825353 — V — — 3323225 3333 —557 1335555535
83 * — 8 — * — * —A * * * 2
5253*235 35327 53385523 —* 2523353358
WF 5 —* * 23 222 2 *

8 333 337 338 z388 873;333533
— —53 75325 255 253253285 ascü 8 — ——
— 533535s52028*
— —— * 2325 2 3 828222 53 2 2 — S 7 8 —
25 55 — 2 23832 28 —25 — 22 525252 —— —8 8

2 2 2 2 v⸗

233555 52 ——536832 — ———— —A—— 5 553 — 552323
733338 s5 327 65338
—222 —— 3254 2 * 2 5 — 2 2253 2 F* 23 3227
S— 238 53555353555— 5332. 22 232 5225 27

555 8 7 73* 3 2
S — —

135 525s5 13558
2 z25553 85
552 44 72 —F * 28538 585
2 —2 2233 35255555557 2552
—“ 2 22 21!, 325* 2* —* 353232 28 2228 222
22* 3 * — 5 3235 53 — *5588 88
CS —8 α 3 * — — 2 522 ——— 2 —X — —8
——— — —35—23z23533775533 525—53385 — 732 —FFI— 252
33 35 333528 272775 — — 2333
7 233 —— 255— 52 —5 — — 25 53
54542 283232333355 —A 2823238 3523373355 538
* — * 23 2 — — 3 8 3
2 22 —A 2 5832 2* * * * 338 53
— 5 — 52222 25 ü« 5 3 5335 ———5859 —D— 33
7 25 2328 2 — 552 227 *
F 8 3 7 73335 2328 — —A— 58 5
252 52 — z25323232 23335s5—3382 2333338 58 337
— 22r — — 253 e— 288 — 32355853
2* —222 ——525*57 —2 3538553 5 53323227 — —— —
— — A 533555 5 25 9 2 2 — ——— 555 *
*5528 —3533858378355 3387 5 2833 2323333255 z33
433 733 2338738333 325 2328 232322 2578338332537
5235 2535 8 735333,2*2335325 322 —22 c—82 532* 38
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2 0 * 27 2* — —2 — —2
— 52 —2 553336283 — — AA — —I 5 5523 * Z
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772 12 25*88 252 2 57 — 83 —— 253 533
— 5535358 7283233 78 9 0 52330 — 2 35 —
337 555325557 532 75 5à 5255 238 55 53333387
s227 — — *2352—52—2 25 25 —— —— 2
56823258 e 3 11327
255533 575853 333335 322722338* 3
* —— — S 3.52 —23 * F
—— —— 333333323 3333773335336 —25
A 3233 553 — —— — 282
533323 333235 12335 553585 222
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—A J X 229 S2 22 n —A 52 ——72721 572 22

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345 — —35 2553323 iñ5 78 * 5 3523683 —J —

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33 73333123335 2323238 3—7

*2 —— 2 — 8 — 825*3 253* 3— ⸗

2227 7332 —A 2 * —0 22 282 —A —
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753—3—— 38333355 s35253323336333

2.,225 * — —833230 2* * 22228 35 —A
——— 85335 533 —326 332 2*553 B3833228

— *4 — —A 8 — * — 2

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5—525— —A— 5 53 —383 55— 333 258555
283 —5323233—35333 8 233*3 3 8336*323
58— — —
3 383 35

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— —5—— 85528 22 S 57D2 —55 —28 —A
— — 22 —2 * 5282223 54 2832324
8 3 5 233.32825 —— — —
J 3 2 — —255604 — —A — — *222 22 * 22 223 2828
— —— 2 25228 —5572335—333253
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222 7 83* 20 * 22 25 55 — 252228 —A 58 3 2*

* 325682 ———— 8852323323232 2 —235528 255225
—— —— —— — — 55 22822 5 5* 322 —A 2 2* 2
5 —* 2 2 * — A —— 7 8282
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53. T 2. — 532 772 85.52 2 52 —222 5388 ———
82833 2 — 7 — 23 2— 253 22
25 323*8* 2338268 A 225788 5 —2 223 25 82
25.*7 — —2353 s g —A
53 J 2. 3 * * ——— 2
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2822 323 33 23*8 553283—885* 352*82
* 2 —7 3— *
5315 53 — —— S *228 5*2 2368*2 23883533 2328.7
— 220 A 353535 58527 —2 2* 1358738 8 25 3 2833
551 557 553 85353 A 223 z232255353 — 73* 52 2
— — 529095235 —ẽ 2 2562 * 2. x5 — 2838 *25 ——
A 15238233 252883 2525528738* 555325588 — 2
—A— 9 2823533 28328 3 558353*8* 53582 2N552383
—F —A 583 22755 2 775 3 —53235353223
2 7 F * 28 —222 222 3 252* D
— 533 37835657— — 2—3323228 22232 523
—* 32.,33 2 25 25.32. 2 23 253752 178 — 2
533355 5. —2 —z35535358358 5253 32885 32.22
2422— 2. * 8 2. 5 — —XR 55383—85 *53 55253 2288 22
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— 353 3377 5 353825* — *8*
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*555 55 37 2 23397* * * — 2325853 2533 538
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2533.5 3523383 —223382
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35788* 3 588326 —— — —
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3 — 2 2,5 2235 236 —F 53
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2 — —2 2233. 72 72 25 25533
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555852 3552 233353 38 ——
223682 7 F 3 738*
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3552323 383 32333 — 58
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2 — * — 2 —2 F — 383 —272 55 2 —

—53*88205 237 28278 2322233 55285 3

33 27 2838

5533323533353 ⁊* —2 ——— 8 —A 522329
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* —A * —— — * 55322 5*3 EA 227 2*
— ⁊ * —3 2 —52 —— 2 . 5 „22232
5 α — 2 —2235 i — —A — 2 — — 322
52 5 3 3335537 — —*3. 3 55 22 ——— — 38—
3255—5233535 227 2*58 22 2358 322383
52* — —227 2130 838 2 27 28 22— 5S5.3 25 25 8
27 *233 25 5353523237 52365*3 * 25222832
253833333332338* 3385385—38455
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— —* — 23335383338 552753—55332: —A—

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332 — *2 22 —55852 22 G5323 73 5* 5252
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—A — 5*53 232 2 2320602 25*35353 * 253 72 58
232.3282 —— A— 2 35 53*
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23 z55 333333 225 35327 3
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53387 38— 238388 235323533 —555 2
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5 53235 5233 28, 232323 223 3 3.8 —* —
3333 3383 38533
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        8* k. J ngberler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei
lage), erscheint woͤchentlich viermalz Dienstatg, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonmne mentspreis beträgt vierieljährlich
Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärts mit 15 Pfij. für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Reclamen

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
AMS 60. J Sonutag, den 16 Avri —— 176
Ostern.

Steig' empor, du Osterfonne.
Zieh' einher im Siegeslauf:

Aus dem Grab, zu ew'ger Wonne,
Stieg der Herr zun Vater auf!
Seit dem schöpferischen „Werde!“
Das erfüllt hat Thal und Höh'n,
War kein Morgen auf der Erde
So erquickend und so schön.

seine Nebel, keine Schatten
Decken nun die Erde mehr;
Dieser Tag verheißt den Matten
Aller Kräfte Wiederkehr..
Und des Himmels holde Boten

Zieh'n hinaus im Morgenschein;

Die Lebend'gen und die Todten
Schließt ihr Wort des Friedens ein.
Ja, sie theilen ihre Gabe

Allen Menschen freundlich aus:
Friede über jeden Grabe,
Friede über jedem Haus!
464
Deutsches Reich.
München, 13. April. Bis zum Wiederbeginn der Sizz⸗
unzen der Kammer der Abgeordneten am 20. d. Mts. hat eine
Berlängerung des Landtages einzutreten, da bis dahin die ver⸗
kassungsmäßige Amonatliche Dauer desselben zu Ende geht.
Einldsungsfrist für füddeutsche Münzen. Zur
Abwendung von Nachtheilen erscheiut es angemessen, die Besiter
pon süddentschen Einguldenstücken und Scheidemünzen wiederholt
darauf aufmerksam zu machen, daß die Unwechslungsfrist für die
gedachten Münzen am 30. April l. J. ablauft. Das Finanz⸗
ministeriurt hat aus diesem Grunde folgende Bekanntmachung er⸗
lassen: „Die süddeutschen Eingulden⸗, Sechskreuzer⸗, Dreikreuzer⸗,
Einkreuzerstücke und Kupfermünzen werden nach dem 30. April
1876 bei den Staats: und Privat-Einlösestellen nicht mehr umge⸗
wechselt und auch bei den Staaiskassen nicht mehr in Zahlung
angenommen. Eine Verlängerung dieser Einlösefrist wird nicht er—
folgen. Es wird deshalb tfemit nochmals zur Beschleuniguüng der
TFinlösung aufgefordert und' vor e'nem Abwarten der letzten Tage
der Einloscfrist aus rückt'ch gewarnt.““: Jede Gemeindeverwalfung
hat zur Andeftung diestr Bekanntmachung an die Gemeindetafel
Sorge jn tragen. Auch in Orten außerhalb des Sitzes der Ge⸗
meindererwaltung sol dieselbe geeignet argeheftet werden.
Berhin, 12. April. Der Bundesrath beschloß heute die
Außerkurssezung der kleinen Scheidemünzen der Thalerwähruug
bom' 1. Sept. ab, die Prägung von Zweimarkstücken uad die Ein—
lellung der Prägung von Nickelmünzen.
Ausland.
Die Beziehungen zwischen Wien und St. Petersburg
scheinen sich neuerdings sehr eigenthümlich zu geftalten. Das Merl⸗
würdizge zunächst ist, daß die bochoffiziöse Alence Rusie mit beson—
Lih ite ti IJdas nachbeschriebene, zu der
ict ũ ton. vischen Balthasar Heiutz,

Mittwoch, den 3. Mai nächst- Geschirrhändler in St. Ingbeti
yn, Nachmittags 4 Ubr, zu St. und seiner allda verlebten Ehe⸗
Jagbert in der Wirthschaft den frau Elisabeth Herzer,
Jakob Schwarz, wird ducch destandenen Gütergemeinschaft ge⸗
den unterze chneien, gerichtlich zörige Wohnhaus der Abtheilung
damit beauftragten kal. Rotar wegen offentlich zu Eigenthun

*

derer Betonung meldet: Das Einverständniß zwischen den Mächten
und hauptfächlich zwischen Wien und Petersburg besteht fort. Es
ist dies schon geboten durch die Nothwendigkeit, die von den In⸗
furgenten verlangten Garantien zu berathen unter Beibehaltung
des einmal angenommenen Planes zur Herstellung des Friedens.
Diese Accentuirung wedt eigenthümliche Gedanken. Denn in Wien
scheint man eine soiche Berathung nicht eben für nöthig zu halten.
Dort gelten gutem Vernehmen nach die Bedingungen der Insur⸗
genten für vollständig undiskutirbar. Man argumenlirt wie folgt:
Die Forderung einer Zurückziehung der türlischen Truppen aus
dem Flachlande versloße gegen die unantastbaren Hoheitsrechte der
Türkei. Eine formelle Garanlie für die Durchfühtung der Refor—
men enispreche ebensowenig wie eine Intervention dem Programme
der Großmächte. Man könne sich auf eine derartige Auseinander⸗
setzung kaum einlasser, und würde das Memorandum der in der
Suttorina versammelt gewesenen Wojwoden wahrscheinlich mit einer
erneuerten Aufforderung zur Niederlegung der Waffen beantwortet
werden. In Rußland dagegen ist man nicht so resignirt, dort wiß
man wenigstens die thatsächliche Verbesserung der Verhältnifse der
Christen. So wird denn jetzt zuischen Wien und Petersburg hin
and her verhandelt. Wir wollen hoffen, diß: dem deutschen Reiche
aicht allzubald die Stelle des Herlules am Scheidewege, der mit
det Wahl auch die Qual hat, für welche der beiden Mächte es sich
entscheiden soll, ottoyert werden mögge. —

Paris, 12. April. Es scheint nunmehr bestimmt, daß die
Weltausstellung im Jahre 1878 aaf dem Marsfelde, in der Nähe
des Trocadero, an derselben Seite wie im Jahr 1867, slattfin⸗
den wird.

Wenn die Kaiserlichen das Land nicht beunruhigen wollen, so
cheinen sie selber dafür um so beunxuh gter zu sein. So hat jetzt
Brinz Louis Napoleon ein Schreiben an den rothen Prinzen
Jerome Napoleon gerichtet, worin er ihn beschwört, nicht durch
inzeitgemaßen Ehrdeiz dem Werke der imperialistischen Restauration
n den Weg zu treten. Gerüchtweise verlautet, Plou Plon wolle
eine Kandidalur vor derjenigen Rouher's, dessen Wahl in Ajaccio
or der Kammer kassirt wurde, zurückziehen. Jedenfalls fühlen die
daiserlschen, daß sie in dem Duell mit den Republikanern den er⸗
ten Gang defiaitiv verloren haben.

Petersburg, 12. April. Der „Golos“ äußert sich voll
lnerkennung über die deutsche Politik und sagt in Bezug auf das
Herhältniß Deutschland zu Rußland, die bestehende Freundschaft
nispreche den Interessen beider Lander und sichere den allgemeinen
Frieden.
Bermischtes.

4 Bochum, 9. April. (Arbeitsstockungen.) Auf den
zenachbarten Zechen „Heinich Gustav“ und „Jakod“, welche beide
dem Harpener Vereine ungehören, haben von einer Belegschaft von
twa 1000 Bergleuten ungefähr 800 Arbeiter ploßlich ihre Thätig⸗
Leit eingestellt. Veranlassung zu diesem Strikt hat ein Lohnabzug
von 10 pCt. gegeben. Excesse sind übrigens nicht vorgekommen.

7 Ein neuer Fortschritt der Civilisation! Die englische Armee
jührt,, „um einem laanggefühlten Bedürfnisse abzuhelfen“, in ihre
RKeihen eine neue Massenmordmaschine ein in Gestalt der Gatling⸗
Beschütze. Dieselben, eine Mitrailleusen-⸗ Art, schießen in der Minufe
bier- bis fünfhundert Kugeln ab. Jede Infanterie⸗Div'sion soll
tive bestimmte Anzabl Gatling Kanonen erhalten. Bis jetzt find
ichon einige Hundert Stüch in Woolwich fertig gestellt worden.
derstegern, nämlich: 1 stroße neben Georg Müller

Pl.-Nt. 71714 2. 0, 15 Tag 1. und dem Bergäcat.

werl Fläche, Wohnhaus Eigenthümer sind: 1. ge⸗

nit gemeinschafrlich · m Gaͤnge, nanater Balthesar Heititz, als

und Ph.⸗Nr. 747 qa2b. Ooi Theilhaber der erwädeten Güter⸗

Tagw. Pflanzgarten dabei, zemeinschaft, sowie als Testa⸗

210 Ganze gelegen zu St. nentgerbe seiner gedacht verlebten

Ingbett an der Kohlen⸗ khefrau; 2. Thomas Herzer,

—
        <pb n="210" />
        ninderjähriger Sohn von Jakob
Herzer, Wagner in St. Ingbert
— weicher diesen seinen Vater zum
Vormunde und den Johann
Baier, Wirth und Ackerer in
Niederwür zbach zum Beivormunde
hat — als Nermächtnißnehmer
der Ehefrau Heintz.
St Ingbert, 12. April 1876.
Sauer, k. Notär.
Waarenversteigerung
und Verpachtung.
Donuerstag, den 20. April
nächstbhin, Vormittags 9 Uhr
anfangend, zu Ommers heim
im Wohnhause der nachgenanten
Wittwe Lang werden auf An—
stehn von Carl Ambos, Ge⸗
jchaftsmann in Zweibrücken, als
probiforischer Verwalter der
Gantmasse der Eiisabeih Müller,
Wirthin und Krämerin zu Om⸗
nersheim, Wittwe von Andreas
Lang. die zu besagter Gant⸗
masse gehdrigen Spec⸗reiwaaren
als: Seife, Reis, Nudeln, Senf,
Oel, Wolle, Cigarren, —
Rauche und Schnupftabkk B nhi m o
und sonstige Artikel gegen rti illigen Verkau
dveen hue phcthumnt üteusucnnn
Meistbietenden versteigert. allen sosort Vergechniß
— —5 Iden . WoidenÜα,ν
olgende zur nämlichen Gant—⸗ b
masse gehörige Grundstücke Om⸗ αν anolortemu
nersheimer Bannes auf 1 Jahr We Unterzeichnetem werden
zffenilich an die Meistbietenden sowohl neue Stroh- u.
berpachtet, nümlich: Kohrsitze verfertigi, als auch
1. Pl.⸗-Nr. 195. 54 Dezim. ilte Stühle gleichgültig ob
Acker an der Klamm, Rohr-Weiden oderStroh⸗
Pl.⸗Nt. 1669, 1670 u. dühle mit neuen Rohr—
1671. 1 Tagw. 26 Dec. itzen versehen. Ebenso sind
Lan den viercaigen neue fertigeKohrstühle
ug * J
—D
Acker in den Ritten; —A
Pl.Nr. 3688. 57 Dec. 4- —77
inn Sznee Würgeryerein
Pl.·Nr. ez.
Ackeram Lauterbachsklahm; Mi Srt. Ingbert.
Pl.Nr 3638 und 3640. ittwoch, den 19. April
IA 1876 Abends 8 Uhr:
1 Tagwerk 41 Dezimalen —
Acker obig dem Theuer- Vereinskränzchen.
brunnenkopf. Zusammenkunft bei Herrn
St. Ingbert, 14. April 1876. Valentin Seiter.
Sauer, k. Notar. l Der 1. Vorstand.

Ein Lehrling
wird angenommen bei

Vogel sang, Schreiner.
Ein Aufseher
iber Taglöhner, welcher schon
inem gleichen Posten vorge⸗
tanden hat, und gute Zeugnisse
vorlegen kann, wird zum bal—
igen Eintritt gesucht. Näheces
a der Exp. d. Bl.

NVoroin.
ODater montag, 17. April 1876, Abends S Uhn
im Oberhauser'schon Saale
musikalisohe und theatralisoho
Abendunterhaltung-
Programm.

.
I. Ouverturo zu, Rübezahl“ für Clavior zu4 Händen vo
O. M. v. Weber.
2. Nordsturm, Männerchor von Moritz Hauptmann.
3. Abschied, Soloquartett von C. Kuntze.
4. Das Blaserohr, Komisches Intermezzo von Carl Schnabel
II.
5. Heimliche Liebe, Volkslied für Männerchor.
b. Duo üher Motivo aus der Oper ,Der Liebestrank“ 5
Donizetti, für Clavior zu 4 Hnd. v. O. T. Brunner
7. Das Sonntagsräuschchen,
Lustspiel in 1 Act von W. Floto.
Personuen:
Andree, Commerzienrath.
Caroline, dessen Tochter.
Pritz Förster, Andree's Neffe, Student.
Graf v. Bergen.
Conrad, Diener des Commerzienraths.
Ort der Handlung: Line deutsche Provinzialstadt.
8. O Schutzgeist, Männerchor mit Clavierbegleitung au
der Oper, Die Zauberflöte“ von Mozart.
Hiérauf:
M.

Am Ostermontag
Tan zun sik
ʒei ak. Quirin.

Rentrisch.

ßürgerverein St. Ingbert,
Am Ostermontage den 17. April 1876, Nachmiltags 8 Uhr:
Generalversammlung
im Vereinslokale bei Hrn. G. Jung.
Tagesordnung:
Besprechung über ein abzuhaltendes Concert mit darau—
folgendem Balle.
Der 1. Vorstand.

Maurer gesucht von
Paul Simon in Sulzbach.

Erdarbeiter gesug
Anmeldungen ber Julius
Brockmeyer in Sulzbach.
Tausende
verdanken die Heilung von der
Trunksucht
meinem seit Jahren bewährten,
von den berühmten Aerzten
unfersuchten und warm empfoh⸗
eren Mittel, mit und ohne
Wissen anwendbar. Man wende

ich vertrauensvoll an
AIhert Kraehmern,

Dresden, Holbeinstraße 4.

Aerztliche Gutachten gratis u. frko.

Makulatur
per 25 Pfund, wird abgegeber
in der Druckerei des St. Ing—
bertee Anzeiger
Grabmonumoento.

Frucht⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preiß—
der Stadt Zweibrücken vom 13
April. Weizen — M. — pPf.
storn 8 M. 1Pf. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste Areihige
— M. — Pf. Spelz — M. —
Pf. Hafer 9 M. 25 Pf. Kar—⸗
soffeln 2 M. 10 Pf. Heu 4M.
33 Pf. Stioh 4M. 18 Pf. per
Zentner. Weißbrod 13 Ko
52 Pf. Kornbrod 66 3 Kilo. Pf.
ditio 2 Kilo. 46 Pf. ditto!
Nilo. 23 Pf. Gemischtbrode?
Kilo. 86 Pf. 1 Paar Wech100
Gramm 6 pf. Spelzkera O M.
— pj. Dinkel O M. — P. Misch
irucht — M. — 1 Pf. Rirdfl.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 If.
Kalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Pf.
Schweinefl. 64 Pf. Butter!
M. 10 Pf. per Pfund.

Die Unterzeichneten beehren sich hiermit, die er⸗
geberae Anzeige zu machen, daß dieselben ein
Bildhauer⸗Atelier
ahier errichtet haben und Grabmonu-
mente sowie Raudecorationen von den
infachsten bis zu den reichsten Arbeiten im
AStande sind, unter Garantie nach Zeichnnug
auszufuhren.
Fertige Grabsteine
stehen zur gefaͤlligen Ansicht bereit, prompte und
billige Berechnung wird zugesichert.
B3weibrüücen, im April 1876.
Jagenthau &amp; Rraboe.
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4
8*

W
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Redaltion Druck und Verlag von F. TDemeß in Sr Ingbert.
Hiezu „illustrirtes Unterhaltungsblatt“ Nr. 16.

——
        <pb n="211" />
        St. Ingberler Anzeiger.
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Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbu ndene Unterhaltungsblatt, Sonntagß mit illuftrirter Vei
lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonn em eutepreis beträgt vierieljährlich
Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen

mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.

M 61. Dienstag, den 18. April

1876.

Deutsches Reich.

Mäünchen, 15. April. Durch koöͤnigliches Reser'pt vom
Zestrigen ist der Landtag bis 31. Mäai einschließlich verlängert
worden.

Berlin, 16. April. Ueber die letzte Bundesrathssitzung
wird noch Folgendes bekannt: Der Bundesrath beschleß, daß zur
Prägung von Reichsgoldmünzen 80,000 Pfui.d fein verwendet
werden sollen. Die Prägung von Reichsnickelmünzen soll nach
Auferbeitung des bestellten Materials ganz eingestellt und die
Thätigkeit der Münzstätten vorzugsweise zur Herstellung von Sil⸗
dermünzen ausgenutzt werden. Um die Verwendung der Silbervor:
räthe zu beschleunigen, wird auch die Auspragung von Zweimark
dtücken und die verstärkte Prägung von Fünfmartffücken angeordnet.
Von den bereits geprägten Nickelmünzen sollen zunächst, 33 Millionen
Mark in den Verlehr gebracht werden, da der Gesammtbetrag der
im Verkehr befindlichen Nidel- und Kupfermürzen und der Scheides
münzen der Thalerwährung die im Art. 5 des Münzgesetzes vor⸗
zeschtiebene Grenze don 2/3 Mark pro Kopf der Bevoͤlkerung
übecschreitet. Demgemäß hat der Bundesrath einer Verordnung
des Reichslanzlers seine Zustimmung gegeben, welche bestimmt, daß
die a, 10 und 2/2 Groschenstücke der Thalerwährung vom 1.
Juni bis 31. August eingelöst und von da ab außer Kurs gesetzt
werden. Die Veschlußfassung über die Einziehung der 5- und 10⸗
Groschenstücke bleibt noch vorbehalteu, ebenso diejenige bezüglich der
Bleichstellung der Silberthaler, welche jetzt noch an Stelle der
Boldmünzen genommen werden müssen, mit den Reichssilbermünzen.

Ausland.

In Frankreich sind unter allen Truppenthe'len große Be—
utlaubungen erfolgt, so daß einzelne Compagnien nur naoch 20
Mann zählen. Grund dazu gab dem Kriegsminister die Bestim-
mung, bis zu Ende diejes Jahres mit allen Festungsbauten und
mit der Neubewaffnung der Armee fertig zu werden. Da die ge⸗
wöhnlichen Kredite aber nicht ausreichen, hat General Cisfeh
obiges Mitlel ergriffen, um Ersparnisse zu machen. Den ersien
Anstoß zu dieser eigenartigen Finanzoperation hat vielleicht der
franzoͤsische Kriegsminister seinerzeit durch die ausgestopften preu⸗
sischen Hauptleute“ erhalten.

Das „Journal oifiziell“ bringt eine Auseinandersetzung der
Motive, welche zu dem Entschluß der Veranstaltung einer allgemei⸗
nen Weltausstellung in Paris führten und bemerkt dazu: Frank
teichh bekurdet hierdurch, daß es Vertrauen iun seine Justitutionen
setzt, es erklärt seizen Willen, bei den Ideen weiser Maäß guug zu
deharren, durch welche seine in den lezten fünf Jabren verfolgte
Politik beeinflußt war, Frankresch spricht endlich hierdurch öffentlich
aus. daß es den Frieden w'll.

In Algerien ist in voriger Woche unter einigen unzufriede⸗
nen Stämmen Eingeborener eine leichte Rebolte ausgebrochen.
kiner offiziellen Depesche aus Algier vom 12. d. zufolge hat Ge—
neral Carteret die Aufständischen in der Stärke von 100 Reitern
und 2000 Fußsoldaten angegriffen und ungeachtet ihres sehr hart⸗
näcigen Widerstandes in die Flucht geschlagen. Die Aufständifchen
ließen 100 Todte auf dem Kampfplatze zurück. Die Traphen
hatten 11 Verwundete.

Die Frauen-Emanzipation in England macht immer weitere
Fortschritte. So wurde dieser Tage im Londoner Bezirk St.
Pancras eine junge Dame, Miß Margaret Collet, mit uͤberwie—
ndet Stimmenmehrheit zu einem Mitqliede der Armenberwaltung
wählti.;

1

shhule 5 Kisten mit Muscheln des rothen⸗ und indischen Meeres
und Schalthieren des adriatischen Meeres hierher gesendet.

F In der Polizeigerichtssitzung zu Kaiserslautern vom 12. d.
wurde ein Bursche von 27 Jahren und ein Mädchen von 20
Jahren, beide von Kaiserslautern, wegen Blaumontagfeier, zu je 2
Tagen Haft verurtheilt.

f Mainz, 14. April. (Ein schönes Geschenk.) Der
Prokurist einer der ersten hiesigen Weinhandlungen seierte vor eini⸗
zen Tagen den 28. Jahrestag feines Eintritis in das Geschäft.
Sein Chef nahm hieraus Veranlossung, eine entsprechende Feier
zu veranstalten und hierbei seinem langjährigen, treuen Mitardeitet
in Anerkennung seiter Verdienste ein schön gearbeitetes, filbernes
Fäßchen — anstatt mit goldenem Weine mit — 6000 Mark
Reichsgold gefüllt zu überteichen. J

Zwei Veteranen feiern in diesem Monate ihren Geburtstag.
Der General-Feldmarschall Graf Wrangel trat am 13. April in
das 93., der Wirklicht Geheime Rath und Chefpräsident v. Franken⸗
berzeLudwigsdorf, im preußischen Herrenhause „Civil-Wrangel“
zenannt, geht am 29. April in das 92. Lebensjahr.

GG.⸗F. M. Moltke.) Obschon in Italien weilend, hat Braf
Molike dieser Tage das Unglück gehabt, in Schottland getödtet zu
verden, uund gar durch einen Buchstaben, der nicht vorhanden
var. Wie wir nämlich aus dem „Dundee Advertiser“ ersehen,
tarb der General ˖ Feldnarschall am vorigen Donnerstag in Rom
m Palaste des Prinzen und der Prinzessin von Piemont. Das
Telegramm, welches diese Trauerkunde enthält, begle tet ein Nek⸗
olog und die Versicherung, daß „der Tod des weltberühmten
Strategen im ganzen Deutschen Reiche tief bedauert werden wird.“
Das ist gewiß wabr, indessen wir hoffen, daß dieses
Befühl uns noch viele Jahre erspart bleiben mag. Weit davon
ntfernt, im Palaste des italienischen Thronfolgers zu sterben, hat
Braf Moltke dort gespeist, der zünstigste Gegeusatz, den man sich
»enken kann. Das Tlegramm aber hat auf dem Wege nach
Dundee ein mverloren, und so wurde aus dem angenehmen dineä
ein unangenehmes died. Die schottische Zeitung trifft natürlich
in Vorwurf, jedoch beunruhigend ist es, zu denken, was für Un⸗
heil schon ein einziger Buchstabde ausrichten lann, der sich von dem
Wege der Pflicht entfernt.

T. Der „Rappel“, das Organ Vietor Hugo's meldet ganz
zxnsthaft: Am 28. August d. J. wird in Deuischland der 100.
Beburtstag Göͤthe's gefeiert.

(Romeine Seestadt.) In einer Zeit, welcheden
BZotthard durchbohet und einen Tunnel unter dem Kanai La
Manche graben will, kann eigentlich kein technisches Unternehmen
nehr in Staunen setzen. Troßzdem muß der Plan, aus Rom
inen Seehafen zu machen, einige Verwunderuug erregen. Der
Plan,, von dem Ingenieur Moro aucgearbeitet, ifi von Garibaldi
dem ilalienischen Ministerium vorgelegt worden. Der Hafen soll
doppelt so groß wie jener von Civetavechia werden. Daß die
Ausführung des Projeltes möglich ist, darüber besteht nach den
talienischen Blätter kein Zweifel; es seagt sich nur, ob die riesi jen
Kosten durch die Einnah nen det Hafens verzinst würden. Rom
und die Campagna würden durch die Hereinleitung des Meeres
nit Einem Schlage von der Plage des Fiebers befreit, der Auf-
chwnng der Haudtstadt müßle ein außerordentlicher sein. Es ist
auch nicht zu fürchten, daß das alte Sprichwort , Quando Roma
ivesse un porto, Napoli sarebbe morto“ (zu Deutsch etwa:
Zriegt Rom einen Hafen, geht Neapel schlafen) sich erfüllte. Je⸗
densalls ist der Plan ein überraschender, meikwürdiger und zeugt
von kühnem Unternehmungsgeiste.

Rermisujtes.
fAus Zweibrücken, 11, April. Unserer Stadt ist ein
werthvolles Geschenk zugegangen. Herr Otlo Dingler, Sohn des
zier verlebten Appellationsgerichtsrathes Dingler, Ingenieur in
Tonstantinopel, hat für das Naturaliencabinet“ der sidt Geerk.

M. Das dentsche Hartglas.9
„Glück und Glas, wie leicht bricht das“, heißt es im Sprich⸗
wort und es gibt Zeugniß von den vielen Gefahren, denen die
krfindung der Phoöͤnizier ausgefetzt ist. Allein unferen Tagen, die
Neyeral. Gartenlaube“ 18753 N0 07 4—4 470
        <pb n="212" />
        so vieles ändern, ist es vorbehalten, diesen Spruch, wenigstens so
weit er sich auf das Glaß bezieht, unwahr zu machen.

Fried' und Freude allen Hausfrauen, die in die heft'gste Al⸗
detation kommen, hat die ungeschicte Hand des Sbhnchens oder
der Dienstmagd die Wasserkaraffe zersplittern oder den Cylender
an der Lampe zerspringen lassen! Das soll in Ziknvft nimmer
perkommen, oder wenigftens nur unter erschwerenden Umständen
ich ereigner.

Ein Thäringer hal in Dentschlaud die dankbare Kunst erfun⸗
den, auf billige Weise durch Behandlung mit Säuren das jer⸗
hrechliche Glas widerstandsfähig gegenüber dem Drucke und dem
Falle in machen; Andere haben diese Kunst seitdem verbessert.
Ein halbes Dutzend Fabriken im Böhmerwald und am Niederrhein
sind bereits beschäftigt Trinkgläser, Wasserflaschen, Lampencylindee,
Bouteillen on masco zu fabriciren und mit dem neuen Hartglas,
den allen zerbrechlichen Stoff zu ersetzen. Wir überzeugten unz
mehrere Male von der erstaunlichen Widerstandskraft des Fabrikates.
Glauͤser und Flaschen fielen — nein wurden geworfen — herab
aus einer Höhe von 7 —8 Fuß auf den Holzboden, sie klirrten
und fließen an Teschen und Stühlen selbst am gußeisernen Ofen
an und zerbrachen nicht. In einen Lampencylinder wurde die
Flamme einseltig sofort so hoch geschraubt, daß der Docht qualmte,
durch Thüre und Fenster strömte eisige Zugluft ein, man bespritzte
den harinäckigen Cameraden mit Wasser, — er blieb wasser⸗ und
feuerfest.

Ebenso wurden Feldflaschen an die Wand mit ziemlicher Ge⸗
walt geschleudert, fie blieben erhalten. WB

ber der Preis des Wunderfubrikates ist wahrseinlich zu
hoch ?“ wenden uns die Leser kopfschüttelnd ein!

Der Preis dieses Hartglases übersteigt den des gewöhnl'chen
Fabrilates nur undedeutend, so daß dus Publikum auch von diefer
Seile zu dieser Erfindung gratuliren darf.

Die Vortheile des Hartglasez für den Hausgebrauch — es
lerspringt auch im heißen und kochenden Wafser nicht — für öffent⸗

tiche Gebäude, Bahnverwaltiungen. Casernen, kurz überall wo Glaä⸗
ser und Cylinder gebraucht werden, sind in die Aungen springend.
F wird die Ausdeutung dieser Erfindung auf alle Zweige der
Hlas ˖Industrie — nur Fensterglas kann man auf diefe Weise nicht
herstellen — eine Umwälzung mit der Zeit hervorru'en.

In Nürze sind alle Niederlazen in Deutschland in die Lage
versetzt, die Ärtikel, die bis jetzt hergestellt wurden, zum Verkauf
ju bringen und mag sich dann daz Publekum selbst vom Werth
des Hartglases überzeugen und den billigen haltbaren Ar—
iikel an die Stelle des bisherigen sp öden Materials treten lassen.

—
Die beiden neuesten Nummern der Jllustrirten Frauen⸗
Zeitung (orierteljähr. Abonnements-Preis M. 2.50) enthalten:
. Die Moden-Nummer (15): Braut- und Gesellschafis⸗
Inzüge, Mull- und Linoa Kleider, U berkleider, hohe Küraß; und
Schooß Taillen, Kleiderürmel, Hüte, Sonnenschirme, Fächer, Gür⸗
eltaschen, Fichus, Schleifen, Kragen und Manschetten. — Anzüge
ür Knaben und Mädchen, Hüte und Mützen. — Taschentuchbe⸗
alter, Arbe'tstasche, Carreau und Sp tze in Filet-Guspüre, Weiß
ickereien und Spitzen⸗Imitation, Tülldurchzug, Bunistickereien,
»äkelarbeiten ꝛc. ꝛc. mit 67 Abbildungen und einem großen calo⸗
rten Modenkurfer. 2. Die Unterhaltungsnummer (16):
die Nothhelferin. Novelette von Levin Schücking. I. — Ferdr
jand Freiligrath ̃. — Chrrlotte Stieglitz. Von E. Vely. —
zm Berliner Thiergarten. Von W. v. Dünheim. IX. — Skizzen
ind Scenen. Von Alex. v. Roberts. 3. Ein Tintenfleck. —
Yerschiedenes: Literarisches, Musikalisches ꝛc. — Briefmappe. —
Frauen-Gedenktage. — Ferner folgende Illustrationen: Charloite
Stieglitz. Portrait. — Am Hochzeitsmotgen. Von Antonit Volk—
nat. — Das Braadenburger Thor zu Berlin mach Wiederauf⸗
dellung der Victoria (1815). Von H. Lüders. — Die Rutschbahn
ei Schloß Bellevue in den dreißiger und vierziger Jahren dieses
Jahrhundertßs. Von H. Lüders.

—Züüů
Bekanntmachung.
Mititär Ersatzgeschäft pro1876,
Musterung und Loosung der
Militärpflichtigen.

Gemäß 8 61 Ziff. 2. der Ersatz. Ordnung wird zur allr⸗
meinen Keuntniß gebtacht, daß vom Donnerstag den 20.
April bis Linschließlich Dienstag den 25. April
nachsthin die Musterung, am Miltwoch den 26. April die
Ventesche dung der Zurücksteüungsgesuche und am Donnerstag
den 27. April die Loosung der Militärpflichtigen für das
ausende Jahr im Saale des Wirthes Martin Schmidt
sur Jägersluft an der Contwiger-Straße dahier, täglich
Morgens präeis S Uhr, stattfinden wird.

Zur Musterung dat jeder Militärpflichtige der Alters⸗

tiasse 1806 und früherer Altersllaffen, welcher durch das
zetreffende Bürgermeisteramt rine Gestellungsordre ethalten
wird, zu erscheinen und zwar an dem Tage, welcher
in der Gestellungsordre angegeben ist. Wer
wegbleiben oder bei dem Aufrufe seines Ramens im Saale
nicht anwesend sein sollte, hat seine Verurtheilung zu einer
Geldstrafe bis zu 80 Mark oder zu riner Haftstrafe bis zu
Zz Tacen, sowie die Ausschließung vn der Loosung und
unter Umftänden seine sofortigẽ Einreihung als unsicherer
Militärpflichtiger zu gewärtigen.
Zu der Verbefcheidung der Zurückstellungsge—
fuche am Mutwoch den 26. April, mit welcher auch die
Entscheidung über die Gesuche von Refer—
bisten, Ersatzreservisten und Landwehrmän.
nern uͤm Versetzung hinter den letzten Jahr⸗
gang der Reserve vder Landwehr verbunden
derden wird, haben nur Diejenigen zu erscheinen, von
velchen solche Gesuche eingereicht worden sind.

Was die an Donnerstag den 27. April stattfin⸗

dende Loofung betrifft, so ist es den Militärpflicht gen

freigestellt, ob sie zu derselen erscheinen und ihre Loos⸗
qummeirn selbst ziehen wollen oder nicht. Für die Nicht⸗
erscheinenden w'rd ein Mitalied der Erfaßkommission die

Loose ziehen.

Zweibrücke m. den 24. März 1876.
Der Civilvorsitzende
der Bezirks⸗Ersatzkommission
chäfer

Geschaifts- nzeige.

Unterzeichneter beebrt sich hiermit anzuzeigen, dass
er eine
VBREINRAANDLUVMNG
hier errichtet hat, unter Zusicherung reeller und billiger
Bedienung.
8t. Ingbert, 1. April 1876.
Heineieh Laue.

* —J— — 7 w
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33836 37 —A— 5—— —3583 32387 —— * —5538*
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5358533855 55332235 35852—8834 83 3577335——331 7838 3828
* 35 —— 5225 —225382 * 55 3 — — 2 55
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352338— — 538—83325 —3— ———— — 853
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53333673 3383 333 83 3266
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22* * — 23 2 275 *3 25— 35522 23222 — 5 ẽ2* —
58 285 —52—2169 2 5 ⸗38 —725 ·s55 — — 53235
352 2 —J——— — 5333 —5 5 75 5——32 5 ——333552853833 —
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        St. Ingberlker Anzeiger.

Der St. Iugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dew Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗
lage), erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementépreis beträgt vierteljährlich
Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfar. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen

mit 30 Pfq. pro Zeile berechnet.
M 62. Donnerstag, den 20. Avpril 1876.

Deutsches Reich.

Münrchen. Nach dem Mobilmachungsplan für die bayerische
Armee werden im Movilisirungsfall zwei Reservecavalerieregimenter
errichtet und sind schon im Frieden die dazu noͤthigen Vorraͤthe
hereit zu halten.

München. Zu der hiesigen Kunstgewerbeausstellung sind
chon Gegenftände im Werth von 5 Millionen Mark angemeldet,
darunter das beruhmte Elfenbeinlkästchen des Christoph Angermeier,
m Werth von über 150,000 Mark.

Berlin, 13. April. Die „Berl. Aut. Corr.“ erläßt einen
Mahnruf an die reichsfreundlichen Wahler. Es heißt darin: Die
sothwendigkeit, die nächsten Reichstagswahlen vorzubere ten, wird
e länger je mehr empfunden. Es ist die Zeit gekommen, um die
jum Reiche stehenden Wähler mit dem Bewußtsein zu erfüllen, daß
ie gegen die theils schon an das offene Licht des Tages sich her⸗
dorwagenden, cheils noch im Verborgenen schleichenden Anschläge
Fider die nationale Eatwicktung im Reiche sich einmüthig zujam-
menthun müssen, wenn nicht diese Entwicklung auf länge Zeit hi⸗
aaus geschädigt werden soll.

Berlin, 15. April. Der Reichskanzler verkündet die vom
Bundesrath jüngst angenommenen, mit dem ersten Juni in Kraft
retenden Abändetungen des 8 48 der Betriebsordnung —X
Fisenbahnen. Es handelt fich dabei um die Beförderung gefährlicher
Substanzen. So darf Schwefeltohlenstoff (Schwefelalkohol) aus⸗
chließlich auf offenen Wahen ohre Decktuch und unter anderen nur
n Gefähen aus starkem, gehörig verniethetem und qut verlöhtetem
isenblech bis zu 800 Kilogt. Indalt befördert werden. (K. Z.)

Verlin, 17. Apruͤ. Der Kaiser, der von seinem Unwohl⸗
sein, einem leichten Magenlatarrh, völlig wieder hergestellt ist,
wird morgen seine Resse nach Wiesbaden antreten. Dort gedenkt
r 14 Tage zu verweilen und dann zum Empfange des Kaisers
von Rußland wieder in Berlin zu sein. Fürst Gortschalow be⸗
gleitet seinen Souverain hierher und wird wahrscheinl'ch noch einige
Tage nach dessen Abreise hier bleiben. Fürst Bismarck, der nach
Zeilungs-Nachrichten längst ir Lauenburg sein sollte, hat Berlin
Jar nicht verlassen, beabsichtigt auch nicht, in nächster Zeit zu ver⸗
deisen. Für die zweite Hälfle des Mai soll die Kur in Karlsbad
ind eine Nachkur in der Schweiz, wo sein Sohn jetzt als Gee
jandtschasts Aitoche angestellt ist, oder in Baden in Aussicht ge⸗
aommen sein. Es heißt, Bismarck warde bei dieser Gelegenheit
noch einmal mit Gortschakow in der Schweiz zusammentreffen;
zoch sind dies Alles Gerüchte, die noch der Bestätigung bedürfen.

Berlin, 18. April. Zwischen den Kabineten von Berlin,
Wien und Petersburg herrscht lebhafter diplomatischer Verkehr.
Man erwartet ein geme'nsammes Vorgehen der Oreilaiser⸗ Mächte

m Orient. Die Kabinete wollen eine energische Note an die Tür⸗
ei betreffs Ausführung der verheißenen Reformen richten. Gegen—
iber Wiener Blätter wird hier auf's Bestimmteste behauptet, daß
»as Dreikaiserbündniß keine Lockerung erfahren.

Die „Nordd. Allg. Ztg.“ bringt an der Spitze ihres Blattes
rei Correspondenzen, welche sie als von unterrichteler Seite kom⸗
nend bezeichnet. Die beiden ersten, datirt Petersburg, den 16. und
Wien, den 15. Apil, besprechen die orieatalische Frage und betonen,
zaß die Situation nichtz Gefähe dendes enthalte und daß das volle
Finverständniß der drei Kaisermächte fortdauere. Der Vorwurf,
daß Rußlond Hintergedanken habe und ein doppeltes Spiel trebe,
sei auf das Bestreben zurückzufühten, zwischen Rußland und Oester⸗
reich Unfrieden zu stiften, nachdem der Versuch zwwischen Rußland
und Deutschland Unfrieden zu säen, sich als hoffnungslos erwiesen
habe. Voutkommenste Loyalität sei ein hervorragender Characterzug
der Politik des Kaisers Alexander.

Der Abg. Lasker wird mit dem Ende der Parlamentsferien
aus Freiburg h'erher zu den Geschästen zurückkehren.

Frankfurt, 15. April. Der finanzielle Ruin der Türkei,
ver droherde — und wohl auf die Dauer auch unvermeidliche —

Zusamm⸗nbruch des egyptischen Staatsschatzes, versetzen den eng-

lischen und französischen Kapitalisten gewastige Schläge und schädigen
Ferart indirekt auch die deutschen Fondsmärkte. Der Londoner
„Economist“ hat ausgerechnet, daß an Türken, Peruaner und
xghptern innerhalb eines Jahres nicht weniger als 80,949,000
di. verloren gegangen sind. Die österreichscheungarischen Eisen⸗
‚ahnaktien und Prioritäten erfuhren in letzter Zeit eine Werthsein-
»utße von ca. 1850 Mill. Gulden (300 Millionen Mark); an den
Akllen der älteren Wiener Banken sind seit 1878 ca. 570 Mill.
Mark verloren worden. Uad noch immer leider scheint die Ver⸗
lustliste nicht abgeschlossen zu sein!

Deutsche Staatefonds bleiben bei schwachen Umsätzen sehr fest.
Desterreichische Renten waren dagegen wiederum rückgängig; in
natter Haitung vertehcten ferner ungarische Staatsanleihen. Auch
stussen und Spanier haben im Course eingebüßt.

Ausland.

Madrid, 18. April. Es sind Anordnungen zur Anwer⸗
zung von 16,000 Freiwilligen, die nach Cuba bestimmt sind,
zetroffen.

Limerick, 18. Aprꝛil. Bestern hat zwischen 4000 Anhängern
jer Homerule Partei und 400 Nationalisten, denen sich auch die
seste der Fenier augeschlossen hatten, ein Zusammenstoß stattge⸗
unden, hierbei wurden etwa 46 Personen verwundet. Ja Folge
ieser Vorfälle durchz'ehen Polizeipatrouillen die Straßen der Stadt
uind ist das Militär konsignirt.

New-York, 15. April. Der Kaiser von Brasilien ist hier
angekommen und von den Ministern Fish, Taft und Robeson
npfangen worden. Die Kriegsschiffe im Hafen und die Forts
hewillkommten ihn durch Salutschüsse.

Vermischtes.

4In Zweibrücken ist am 17. ds. Kirchenrath und Decan
Ihr. Müller, 86 Jahre alt, in Folge von Altersschwäche gestorben.

Zweibrücken, 18. April. (Zw. 3.) Sicherem Ver⸗
rzehmen nach ist die staatliche Aufsicht über das Doflein'sche und
drömmelbein'sche Mädcheninstitut in Zweibrücken, sowie über die
söhere Töchterschule in St. Ingbert nach Maßgabe des 8 12 der
Allerh. Verordnung vom 18. April 18783 über die Privat«Unter⸗
ichtss und Erziehungs-Anstalten dem k. Gewerbschullehrer Hin.
Johannes Luxenburger in Zweibrücken von der Hohen Königl.
segierung der Pfalz übertragen worden.

. Wie neulich in Kirchheimbolanden, so mußte dieser Tage
nuch in Speyer eine Holzversteigerung ausneletzt werden wegen
Mangel an Steigliebhabern. Die seither so enorm hohen Holz⸗
zreise scheinen demnach einen Rückgang zu erleiden.

Der „Sp. Zig.“ schreibt man aus Dannstadt, 15. April:
Bestern Nacht wurde dahier die sogen. Friedeuslinde von ruchloser
dand beschädigt, indem an mehreren Stellen die Rinde abgeschnitten
wurde. Behufs Ermittelung des Thäters setzt der Gemeinderath
einstimmig (Katholiken wie Protestanten) eine Belohnung von 100
Mark für den aus, welcher Auskunft über den Thäter geben kann.

Pfalzisches Dienstbotenstift. (Pf. K.) Da der
Zweck und die Organisation des Siiftes Vielen aoch nicht hinlüng—
ich bekannt sind, so theilen wir aus den Statuten desselben Fol⸗
zendes mit: Das Stift soll zur Verdesserung des Dienstbotenwesens
drenen. Zu diesem Behufe soll zuvörderst ein Vermögensstock ge⸗
hildet werden aus freiwilligen Beiträgen, Geschenkea, Vecmächt⸗
nssen ꝛc. Aus den Zinsen dieses Vermögensstochs sollen, sobald
erselbe auf 50,000 Mark angewachsen ist, zur Belohnung braver
falzischer Dienstboten a) Aufmunterungspreise, b) Prabenden ver⸗
heilt werden. Die Aufmunterungspreise bestehen: in einem Ehren⸗
xiefe und in Geldbelohnungen, deren Größe sich nach den vor⸗
jandenen Mitteln zu richten hat. Anspruch auf einen Aufmunter⸗
ingepreis haben alle Dienstboten, welche sich durch fünfjährige bei
ein und derselben Hetrschaft, mit derselben im Familienbande
ebend, Kost und Vohn beziehend, geleistete treue und eitrige Dienste
        <pb n="216" />
        bei stets tadelloser Aufführung ausgezeichnet haben. Wer einen
Preis erhalten, kann je nach weiteren fünf Dienstjahren der oben⸗
bezeichneten Art wieder einen solchen beanspruchen. Dienstboten,
welche bei einer und derselben Herrschaft ihren 24 8. Preis u. s.
w. erworben, erhalten erhöhte Gelobelohnungen und bei ihrer Ver—
heirathung eine Aussteuerprämie. Ein Dienstwechsel, der ohne Ab⸗
sicht des Tienendea z. B. durch den Tod, die Wohnsitzveränderung
»der die Verarmung der Herrschaft verunlaßt worden ist, wird nicht
als Unterbrechung der Die stzeit angesehen. Die Dienstjahre wer—
den derechnet vom vollendeten 16. Jahre des mänplichen und 14.
Jahre des weiblichen Dienstboten. Präbenden bis zu 250 Mart
ollen verabreicht weiden an Dienstboten, welche nach langer treuer
Dienstzeit mit wenigstens zwei Aufmunterungspreisen billisen An⸗
spruch auf ein ruiges und vor Mangel geschütztes Alter haben,
oder im D'enste verunglücken. Die Präbendirten lönnen die Prä—
benden verzehren, wo sie wollen. Dieselben werden halbjährig von
der Verwaltung des Stiftes ausgezahlt. Der Genuß der Präbende
erlischt: 1) durch den Tod, 2) durch Einttitt in eine Pfründe-An-
stalt, 3) durch Verheiratzung, 4) durch Unwürdigkeits-Erklärund.

F München. Jenem Mann, welcher Nachricht daruber gibt,
wo das 1806 von den Franzosen aus dem großen Saale ds
Rathhauses in Nürnberg herausgerissene und nach Frankreich
Lyon? Marseille?) verschleppte kunstreiche Erzgitter, das größte
Meisterstück der Rothgießkunst von Peter Vischer, hingekommen ist,
wird vom Münchener Kunstgewerbe Vereine eine große Belohnung
zugesi hert.

München, 14. April. Nach der vorläufigen Zusam men⸗
dellung der Volkszählungs-Ergebnisse im königlichen statistischen
Buteau beträgt die ortsanwesende Bevölkerung des Konigreichs
Bayern nah dem Stande vom 1. Dezember 1875: 5,024, 832
Personen. Hiernach ergibt sich gegen die Zählung von 1871 eine
Zunahme um 161,882 Personen.

F Mannheim. Abermals zeigte es sib, welch' erfreuliches
Resultat durch Sammlung von abgeschnittenen Cigarrenspitzen erz'elt
werden kann, wenn dieselsen in systematisch geregelter Weise erfolgt.
So kann ein hiesiges Vlalt die Thatsache verzeichnen, daß der Ver⸗
ein „Nur deutsch“ in Mannheim aus den von ihm seit einem Jahre
Jesammelten Cigarrenspitzen 900 Mark erlöst und damit die Kosten
der Bekleidung von 33 armen Kindern bestritten hat.

f Von Cannstadt und Stuttgart aus wird ein Aufruf
zu einem Grabdenkmal für Ferdinand Freiligrath, der belnntlich
in Cannstadt begraben liegt, verbreitet. Beiträge hierzu wollen an

den Cassier des Dinkmal⸗Comitos, Gemeinderath Karl Hartenstein
in Cannstadt, eingesandt werden.

F Die ungarische Stadt Maros Vasarhely, welche etwa
13,000 Einwohner zärlt, ist von einer⸗ im Franciscanerkloster
rusgebrochenen Feuerebrunst heimgesucht wvorden; 85 der größten
dauser um den Marktplatz herum sind eingeäschert.

F Ein varlamentarischer Ausweis über die waährend des
Jahres 1875 amtlich gemeldeten Eisenbahnunfälle in Großbritan⸗
nien und Irland liest sich fast wie ein Schlachtbericht. So fanden
n diesem Jahre auf den britischen Eisenaahnen nicht weniger als
1290 Personen den Tod und 5755 trugen mehr oder weniger
rhebliche Verletzungen davon.

F London, 18. April. Das von Hamburg nach Brasilien
destimmte Schiff „Humbpoidt“ mit 350 Auswanderern an Vord ist
dei Winterton-Beach an der eigçlischen Küste gestrandet. Dec
deutsche Consul hat sich dehufs Hilfele stung an Ort und Stelle
egeben.

Als Ersatz des persischen Jusectenpulbers wird im Grazer
zollsblatt der Sumpfperst oder wilde Rosmarin(Ledum palustre)
orgeschlagen. Die Pflanze tödte sowohl in frischem als getrockne—
em Zustande Läuse, Wanzen, Flöhe, Speckläfer und deren Larven,
zie Maden von Schmeißiliegen und wihescheintich auch andere In
ecten. Etwas von der aus der Pflanze bereiteten Tinctur stille,
zuf die Wunde gesvracht, in kürzester Zeit nicht uur das unaus—
tehliche Jucken, sondern auch den Schmerz von Jusectenstichen.
Die Tinctur, mit Glycerin vermischt und auf die Hault oder
rgendwo anders, z. B. auf ein Pferdegeschirr u. s. w., eingerie⸗
eu. diene auch dazu, die Schnaken fern zu halten. —F

Hienstesnachrichten.

Die Pfarrei Luthersbrunn warde dem Pfarramtscandidaten
deonh. Welker aus Piemasens, zur Zeit Pfarramtsverweser in
„choͤnau, verliehen, die Verwesung des Decanats Homburg dem
derrn Pfarrer Krieget in St. Ingbert übertragen.

Der Schuldienstexspectant Mich. Forler wurde zum Verweser
er kathol. Schulverweserstelle zu Biningen, der Schuldiensterspectant
Jac. Gesßel zum Verweser der kathol. Schulvecweserstelle in Otter⸗
erg, der Lehrer Jac. Knecht in Pirmafens, zun Lehrer an der
jeu errichteteten 12. protestant. Lehrerstelle in Zweibrücken, der
-chuldienstexspectant Ferd. Kempf zum Verweser der kathol. Ver⸗
oeserstelle in Rockenhausen ernannt, die protestant. Schulverweser⸗
delle zu Einöd Iugweiler in eine Lehserstelle umgewandelt und der
Berweser K. Vollmar zum Lehrer an derselben ernannt.

— ⏑
Bekanntmachung.
Freitag, 21. ds. Ms., Vormittags 11 Uhr,
wird im Güterexpeditionsgebäude St. Ingbert eine Parthie

Raud ourer TEOBSSCiM-
rea. 5000 Ko.
gegen Baarzehlung versteigert.
Die Gütererpedition:
Rheinheimer.

7 OOOO OICOOOOOOOOOOCC
Ein trefflicher Schmuck des trauten
Daheim!

Der Leser dieses Blattes sei auf folgende, von den ein⸗-
flußreichsten Organen der deutschen Presse empfohlene, vor⸗
zügltch durchgejührte lithographische Kuustblätier aufmerksam
zemacht:

1. Elsa und Lohengrin im Brautgemach.
2. dan⸗ Sachs F 87 — pen dants:
3 Hermann und Dorothea.
4. 31 und Virginia pendants!
5. Fürst Bismarck auf der Jagd.
6. Fürst Bismarck in Varzin. c
Pap'erqröße à 63,78 Cent. Preis pro Kunstblatit 8 M.!
Nr. 7 sei als s
Mittelst. Nr. 8u.
dals je eines der
—X s
Mittelst. befstens
empfohlen!
Papiergröße àsca. 40/50 Ceut. Preis pro Kunstblatt 1M.!

Jedes dieses Buder bildet auch für sich allein einen j
trefflichen Zimmerschmuck.

Jedes dieser Bilder ist auh einzeln für sich allein in
jeder Buchhardlung zu habden!

Berlin, Besselstraße 17.

MWerner Grosse's Qunssverlaq.

Ohampagnona e“
mit Bemtzung der beliebten Melodie:
„Ghampagnerwein, du cdTIer Wein“
Jür Klavier componirt
—I
Op. 19. Preis R.-M. 1.50.

Jegen Finsendung des Beétrages versende ich franco.

ν G CInu.

ramla furter Bõravs
Zu verkaufen: von yni 1876

GeIdorten. M. Pi.

distolen, doppelte.. 1650 6.

ꝛistolen . 184385 6.

Jollän. 10.f. Stücte. 1665 6.

danddukaten 950—-65

0·Frankensstueke . 1621-2

Inglische Sovereigns, 20 49-45

ugische Imeriais, 1668-73

ollars in Gl 416219

Schweizerkäse,
ächt Emmenthaler

Fruchte und Brodpreise der
Stadt Zweibrücken vom 20.
April. Weizen 10,75 Mark.
sorn 8,21 M. Hafer 9,18
M. Weißbrod 192 Ko. b2 pf.
3 Ko. Korubtod 68 Pf. Ireiterwühle bei Viederwürzbach.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Temeß in EsIngbert.

kiefern Bauholz Zaun⸗
urd Baumpfähle, fichten
Rund-Leiter⸗- und Wies
ↄäume bei

Couis Hoͤh.

eripfiehlt
Philipp Kliug
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        ⸗ 2322328 v
2 —— 3333535335558: —V
2 0 — 2 222⸗
3 —A 32 55 5—2. 2 2 535 22 e
* —— A 338 258
* — 53 282 2 13 — — 53E—2 — 223 A 2— —XEV
A — 353535385 3
2 * ——— 7 3
—— 53533532 23 323383855 —325728 33332355 5255
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* 383258 52 —A— 53 — 535333228 328
—x —i 2 a * 2 2* * — 8
523 —52—55 5535533337 5557 5355 533238 2338
—— 25758528 257 2332323αα —33255 52
83 7353 5 3336 —853 22582 —— — 2*
22 2822 * — z525 23*52* 232 2522 —* 2223
33275558 —22338—2 552 2333537555—55 — 53327*
5s3325528 2 59 25 2 353235356628323 52 8 —— —X 538
A 75 73 2532 3225525383 2355 — 2235
23 83 * 8 V * 52 — 252533 55* .2228 — —5355
30 55 S * 853 — 2— c2 8 —A —— 825 * 225
2 22 2 * —A —— 552—2 33533335 — — —8 *
2 52 8 8 5 — 28 2 —z 592 — —*
235523555 — —252 7535 3533 — —2—3835—* 32357
2—— * ———— —XäXcCA&amp;CL.y&amp; — — — 2 — 5* 5257 3 2
— —3 5* ——58383** 525*53 23 * —* 2 5* n — —E—
575523337 55353 — 3 585332333323533
—— —— —2525803 ——ã— — 353353553753
72 — 28 22853 2*48 225 ———— 55 333532 33— 3 — 532
2 2558 2872352—285 æ«2732 34 2
88 — 8 33 8 2587 25—8— —8332 ——— — —— 87 — —* *
32835553 28
2 2 7 — * — — 52 52 8 4—
225. —3335 —A — 3233 — 3258* 52214
8 — — —6222 —A — . 525 — “7 8 55 53 2 * 8 322
22325 333 332233 25338382835 2 — 2
22 —A —— 23378 5323333 — —— 8 333 53833533388 23
55 —232382 5353535 — — 88233* 5 25828 323
5*5 E53—— 26 —— 52323 — 525223383
S2553822 2 5 5 575 — 2 525355
2* — 52533 —22 333
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z38—35 5— 533 325 —73z2557 7,5 5335535252 255* 23225
23555 55755 5—35353 ——36333523338 282 5523
78725 — —277* 382 333— 3333 753383 3383 35284

83 * * 7 — *
2 2 —A —— 75223 22 —3555—335256553 23 — 55 *
2352228 — —— 853 * —5522 572 22 8 * 3 3* *
3 55 ——— 2532 25333530 58 — 53535
2*5323 »3333 535 3 —283 53323
* 22* — 5 95 2 2 27 —X 27235 S—9 —A ——
2 — — —— 2 2223 22* — — —* 5
32532325 52323535 —555 —3 —8335—5232 585553 — ——
Sz2 2 6 2322 27 2 — 5228 322232 — — O
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— * —— * 5 2 — —2 —— * — A 222 ——— 322
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——— 32— — — 2— — 82225 — 3828238* 58 —
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        St. Ingberker Anzeiger.

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Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags mit iInftrirter Fei.
lage), erscheint woͤchentlich vViermal: Dieustag, Dounerstag, Samstag nud Sonutag. Der Abonne mentepreis beträgt vierieljahrlich
Marlk 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärta mit 15 Pfau. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NReclanen

mit 30 Pfa. vro Zeile berechnet.
M 63. J J Samstaa. den 22. Avril 8 IJ 3 1876.

m
Deutsches Reich.

München, 17. April. Von einer Anzahl landwirthchaft-
lücher Kreit⸗ und Bezirks Komites wurde an die Abgesidneten⸗
tammer eine Eingabe um Errichtung eirer Landes-Kultur;Renten⸗
bank gebracht. Diese Bank soll d'e Aufsgabe haben, den
Landwirthen das Geld zur Ausführung von Boden ⸗Verbesserungen,
Eut⸗ und Bewässerungen, zur Anlage von Feldwegen, von
Adleitungsgräben gegen Wasserfluthen, Aufforstungen dder Gründe
und dergl. gegen mäßigen Zins und gegen Rückzahlungen durch
Angauitäten zu leihen. In dem Konigreich Sachsen besteht schon
seit mehreren Jahren eine solche Rentenbank und soll dort wohl⸗
hätig und fördernd gewirkt haben. Die Annuitäten werder zu
504 jährlich berechnet und tilgen nach 40 Jahren die Schuld;
iĩe werden gleich Stenern durch die Behörden erhoben.

Muünchen, 18. April. Wie wit vernehmen, ist in der
jechsten Artheilung der Abgeordnetenkammer deabdsichtigs, die Wahlen
des Wahlbezirkes Kandel (r0 die Abg. Alwens, Theyson und Loum
gewählt sind) zu beanstanden. — In einer unter dem Vorsize des
Prinzen Luitpo'd heute statttgehabten mehrstündigen Sitzung des
Staalsrathes gelaugten weitere Vorlagen füt die Kammer zur Be⸗
rathnug; es soll sich darunter namentlich auch ein die Eisenbahnen
der Pfalz betreffender Gesetzentwurf kefinden. (Pf. ).

Mänchen, 20. April. Die zweite Abtheilung der Abges
didnetenlammer uahm den Antrag des Referenten an, die Wahlen
des Wahlkreises Rünchen J wegen Verletzung des Artikel 1Bdes
Wahlgesetzes zu cassiren.

Berlin, 18. April. Die Kaiserin Augusta begiebt sich
Ende ds. Mts. naach Weimar und von dort in den ersten Tagen
dis Mai, vor Beginn ihrer Frühjahrecur in Baden, auf Einla⸗
dung der Königin Victoria zu einem Besuch derselben nach Schloß
Wardsor in England.

Wiesbaden. 19. April. Der Kaiser ist heute Nachmittag
h'er eingetroffen und durch die festlich geschnüclie Wilhelmsstraße
nach dem Schlosse gefeh en. Am Bahnhof waren die landgräf-
Ach hessische Familie und die Sp'zen der Behörden zur Begrüßung
ersammelt und auf dem Wege nach dem Schloß wurde der Kaiser
don einer unübersehbaten Volksmenge freudig bewillkommt.

Ausland.
New-York, 1. April. Unterm Gestrigen wind von der
Stadt St. Louis telegraphirt, daß 15 Mitglieder des Gemeinde—
raths und andere städtische Beamte der Bestechung, des Meineids
und Verleilung zu Meineid, angeklagt und verhaftet worden find.
In wie weit die Finanzen der Stadt von diesem Ereigniß berührt
werden, läßt fich heute noch nicht ermitteln. Es dürfte aber kein
Wunder nehmen, wenn das Unwesen des „Rings“ sich gerade auf
diesem Gebiete eingemstet hätte. (F. 3.)

Der amerikansche Correspondent der ‚Times“ macht underm
19. d. folgende Muheilung von einer neuen Skandalaffaire:
„Die Wastingtoner Große Jary versezte gestern General Bobcock,
owie die Herren Hartiagton, Whiteleh und Miles wegen E'nbruchs
in Anklagezustand. Im April 1874 wurde des Bezirksanwalts
HDarrington eiserner Schrank gewisser Schriftstücke in Verbindung
mit den von der Washingtoner Bezirksregierung verübten Betrü
gereien beraubt. Miles wird beschusdigt, den Diebstahl auf An⸗
regung Whiteley'e, des ersten Detectiv's der Reeierung, derübt
zu haben. Wh'teleh und Miles behaupten nun, daß Harrington
und Batcock sie dazu verleiteten. Miles der sich gegenwärtig im
Zuchthause in Vermont befindet, sowie Whiteleh, find die Regie⸗
tungẽzeugen. Harrington ist, wie es heißt, verschwunden. Babcod
wvurde gesteen gegen Siellung einer Kaution von 10,000 Dollars
cuf freien Fuß gestetzi“

—R
ö— — —— —
Bermischtes.
5 Dem Hüttendirecior F. E. Euler in Kaiserzlautern wurde

von der bayerischen Regierun; auf den von ihm erfundenen eigen⸗
hümlich construirten Kaminofen. Schachtofen und Schachtcentralofen
»in Gewerbsprivilegium auf sechs Jahre ertheilt.
7 die „Pfäaälz. Post“ schreibt aus Karserslautern unteru 19.
Upril: Am Oflermontag tagte in Neustadt eine Anzahl Social⸗
emokraten, um über Maßregeln zu berathen, womit die eiwas er—
ahmte socialistische Bewegung in der Pfalz von Nuem in Fluß
gebracht werden sönne. Die Wirkungen der Versammlung sind
chon fichtbar geworden. Gestern sollle in Hochspeyer eine focial⸗
emokratische Versammlung abgehalten werden, welche aber, wie man
ins erzãhlt, wegen Mangels an Betheiligung nicht zu Siande kam.
deute findet hier eine solche Versammlung statt, um über die nächste
geichssstagswahl resp. die Aufstellung eines socialdemokratischen Can⸗
idaten zu berathhen. MAehnliche Bewegung wird wohl an anderen
Irien der Pfalz zu spüren sein. Wie es scheint, geht dieser neue
Unlauf durch ganz Deuischland.

* Durch Rescript der pfälzischen Kreißregierung vom 10 do.
Mit. wurde dem Pf. K.“ zufolge verjligt, daß aus dea Mitteln
ner ꝓfälzischen Immobiliar-Brandversicherungsanstalt für das Jahr
875 die Samme von 1743 fl. zur Vertheilung kommen soll, und
war zur Verbefserung des Feuerlöschwesens und insbesondere zur
Interstüßung der Gemeinden behufs Auschaffung von Feuerloschge⸗
athen. Ein Theil dieser Summe soll jedoch, wie in den Vor—
ahren, dem Verbande der pfälzischen Feuerwehren zur Verwendung
ugewiesen werden. Zur Aaschaffung einer vierräderigen Feuerspritze
vird ein Unterstizungsbeitrag von 330 Mark, einer zweiräderigen
an solcher von 180 Mart einer Haudfeuerspritze ein solcher don
42 Mark in Aussicht gestellt.

Das „IFr. W.“ meld⸗t aus Frankenthal, 18. Apriil:
Um verflossenen Samstag Abend wurde auf der Straße nach
Worms durch einen hessischen Gendarmen ein Fabrikarbeiter ange⸗
jalten, welcher einen jchweren Bündel trug, und auf Befragen er⸗
lärte, er hehe auf Reparatur und habe sein Werkzeug bei fich.
da dem Gendarmen das Benehnren des Mannes verdächtig schien,
o ließ er den angeblich Werkzeug enthaltenden Pack dffnen, in
velchem sich etwa 30 Pfund Messingtheile vorfanden. Der Ver⸗
ächtige wurde sofort verhaftet und mit nach Worms genommen,
achdem ein gemachter Fluchtverfuch mißlungen war. Die Sonn—
ag früh sofort eingeleitete Untersuchung ergabh, daß der Verhaftete
ein Arbeiter des Hamm'schen Geschaftes ist und den Messingdieb⸗
lahl schon seit längerer Zeit betreibt. Derselbe wartet nun hinter
Schloß und Regel den Autgang der Untersuchung ab, welche na⸗
nentlich um deßwillen ein besonderes Juteresse erregen dürfte, als
rine seither in dem besten Rufe stehende Wormser Firma in her⸗
vorragender Weise an dem unsauberen Handel bethecligt sein soll.

— Das Resultat der im Septemder 1875 am Sitze der kgl.
reisre zierung abgehaltenen Prüfung für den Steuer und Ge—
neinde · Einnehmereidienst ist dieser Tage festgestellt und den betr.
Aspiranten mitgetbeitt worden. Unter den 80 Geprüften waren
30 Rentamisgehilfen, 16 Bezirksamtsgehilfen, 19 Einnehmereic e⸗
hilfen, 14 Gemeindeschreiter, 2 Kalasterrenobatgren, 8 Lehrer, 1
Privatbediensteter. Zusammen 99. Bestanden haben die Prufung
»on allen 90 Aspiranten nur 28, alfo 31 pCe., währerd 69 pCi.
als „unbefähigt“ qualificirt wurden. Ein solch ungünstiges Resul⸗
zat ist noch in keinem früheren Examen erzielt wo den.

r Heidelberg, 18. Apris. Gestern Nach nittags ist die
Zönigin von Schweden unter dem Namen Comtesse Haga in Heidel—
zerg eingetroffen und im Europäischan Hof abgestiegen. Die hohe
Frau, welche lesdend ist, wird vom Geh. Rath Friedrich behandelt
ind gedenkt zu ah er Geholung, bevor sie weiter nach Bex reist,
acht Tage in Heidelberg zuzubringen. (A. 3.)

FMannheim, 18. April. Alle Anze'chen weisen darauf
jin, daß unser dietjahriger Maimarkt on Umfang alle vor herge⸗
zangenen übertreffen wird, es mußle deßhalb Vorsorge für weitere
Luterbringung von Thieren getroffen werden, was durch Miethe
zer Stallungen auf der Hasenhütte and durch Hersteslung eines
ingefäht 80 Stück fassenden Nothstalles geschoh. Die Reinuen
        <pb n="220" />
        verden alle früheren au Großartigkeit übertreffen. Pferde zum
Rennen sind augemeldet: auf Sonntag, den 80. April: Eroͤffnungs⸗
rennen, 40, Offiziershürdenrennen 18, Jagdrennen 18, Hürden⸗
rennen 13 und Sieeple-Chasse 12. Sodann 'auf VPtontag, 1 Moai:
Herrenreiten 17, Flachrennen 10, Verkaufsrennen 10, Offiziers⸗
jagdrennen 19. Badenia⸗Steeple⸗Chasse 8.
Worms, 15. April. Heute Vormittag wurde dine wänn⸗
liche Leiche an der Kenne enes Ankers der Schiffbrücke im Rheia
hängend gefunden. Der Ertrunkene soll ein Schweinehundler aus
der Gegend vn Brünstadt sein, welcher gestern Abend noch in
einer Wirthschaft am Rheine gesehen wurde.

Mundchen. 12. Apru. Eine militärische Prüoel⸗Gesell⸗
schaft. Vor einiger Zeit wochte die Notiz in den Münchener Blaͤt⸗
lern die Runde, daß ein Vicefeldwebel des Infunterie: Leibregiments
ine Reide von Rekruten schlechten Exerzierens halber mit Stock
prügeln trallirt habe. Die desfalls eingeleitete Untersuchung ergab,
hah der Vicefeldwebel Severin Sicz'nsly aus Preußisch Polen bei
der ihm untergebenen Mannschaft ein sörml'ches Prügeliystem ein⸗
geführt hatte. Wer schlecht exerzierte, erhielt Nippenfiöße oder
Echlage ins Gesicht und wurde noch obendrein aufgeschrie den. Die
Aufgeschriebenen hatten fich noch dem Exerzieren mit einem Stocke
in der Hand zu melden, mußten sodann die „Rumpfbeuge“ machen
und sich eine von dem Vicefeldwebel zu bestimriende Tnzahl. Stock⸗
prügel“* aufsalzen lassen. Dieses Aufsalzen ging in der Weise vor
sich daß ein Soldat dem andern das dictirte Quantum Prügel
perabteichen mußle. Auch die be den Unteroffiziere Hartl und Ernst
huldigten dem Prügelsystem ihres Vorgeseßten Siczinsty, so daß eß
schließlich so weit kam, daß die betreffenden Rekruten ihre Bein⸗
leidet mit wollenen Decken u. dal. aus fütterten. Bei dem theore⸗
sischen Unterricht wurde die Mannschaft gleich Schullindera mit
Taten auf die Fingerspitzen traktirt. In der Verhandlung vor
dem Militärbezirksgericht erschienen 84 Zeugen, die von den ge⸗
nannten drei Ünteroffizieren mit Püffen, Stößen, Prügel und Tatzen
zedacht worden waren; leiver von ihnen hatte den Mulh, sich zu
heschweren, viclmehr machte Manchem unter ihnen dieseß gegenseitige
Prügeln Spaß! Die Vertheidiger der Angeklagten suchen zur Ent⸗
schuldigung ihrer Klienten das zwischen der Mannsschaft und den
Unteroffizieren bestehende Verhältniß als ein „familiäres“ barzu⸗
dellen. Einer der Vertheidiger nennt dieses Verhältniß „urgemüth⸗
lich bayerisch“ und schiebt die gonze Schuld an der Verhandlung
der „Schreierei“ der Presse zu. Die Geschworenen bejahten die
z Schuldfragen mit dem Beisotz „ohne die Absicht der Mißhand⸗
ung“ und der Gerichtshof verurtheilte sodann den Vicefed webel
Siczinskh zu 4 Monaten, den Unteroffizier Ernst zu 3 Monaten
und den Unteroffizier Harti zu 2 Monaten Gefängniß.

F Am 9. Mai, am Todestoge des großen Dichters Schller,
wird in der Geburtsstadt Marbach dessen Standbild enthülli.

f Die Einldsung der süddeutschen Münzen findet — nach
Ausschreiber der kgl. Regierung von Mittelfranken — pur noch
is zum 29. April äinschlüssig statt und darf auf eine Verlaͤngerung
der Einldsungs.rist nicht gerechnet werden. Die Besitzer sür dentscher
Münzen werden daher in ihrem eigenen Interesse dringend aufge⸗
jordert, sich dieser Münzen nunmehr ohne Verzug zu entäußern,
ei es durch Umwechslung dei den kgl. Rentämtern oder durch
Benützung derselben zur Bezahlung der Steuern und Gefälle an
dir kal. Fentamler. — Nach Ablauf der vorbem⸗rkten Frist werden
üddeutsche Muünzen weder mehr eingelöst noch in Zahluna ange⸗
ommen.

FBerlin, 18. April. Der „Reichsameiger“ ve öffentlicht
eine Bekanntmachung, betreffend pdie Außer⸗Coursfeßung der
sogenannten „Sechfer,“ der Groschen, Zweigrof chen- und
Zweieinhald-Groschenstücke vom 1. Juni ab. Die Ein⸗
oͤsung dieser Stücke bei den noch näher zu bezeichnenden Kassen
erjolgt nur bis zum 81. August 1879.

fBerhin, 14. April. Unter dem Titel: „Was die Ge⸗
sandten in Berlin tonsumiren“ bringen die Zeitungen folgende
interessante Mittheilungen: Für die Gesardten in Berlin wurden
in deu ersten drei Quartalen des verflossenen Jahres zollfrei einge⸗
führt: 8 Zollzentner feine Eisen⸗ und Stahlwaaren, 2 Zentner
weißes Glas, 2 Zertner fardiges bemaltes Glas, 34 Zentner
eine Holzwaaren, 7 Zeutner gepolsterte Möbel, 6 Zentner Kleider
und Leinwäsche, 4 Zentner Kur,waaren, 1 Zentner Kerzen, 2 Zir.
Bier, 3 Ztr. versetzer Branntwein, 2 Zir. anderer Btauntwein,
1533 Zir. Win in Fassern, 138 solcher in Flaschen, 3 Zentner
Schinlen, 8 Zentner feine Südfrächte, 4 Centner roher Kaffee, 9
Fentner Confitüren, 5 Zentner sonstige Eßwaaren, 2 Zir. Austern,
5 Zir. Cigarren, 4 Zen ner Thee, 12 Zic. Zucer, 2 Zir. Del,
2 Zir. Papier · Tapetein, 1 Zentner jeine Seife. 6 Zentner Thon ˖
waaren ꝛc.

— Das Non plus ultra in Erfiadung einer Firma hat jeden⸗
jalls ein Deftillateur in Borlin geleistet, denn dort kann man
sesen: „Deftittation zur stßen Harmoie'“. Was eigent⸗
uch dorl süß ist, ob der S naps. oder ob in jenen Räumen Al—

ez, süß“ mit einander harmonirt, ist bisher noch nicht zu enidecken
jewesen.

.Die Vermaͤhlung des Grafen Talleyrand P.rigord, Rin⸗
neisicts der Reserve im 2. Garde-Ulanenreg ment, mit Fräulein v.
hontaut⸗Biron, Tochter des franzdsischen Botschafters, wird Mitte
rachsten Monots in aller Stille auf Schloß Cünthers dorf in Schle—
jen, der Besitzung des Hetzoss v. Dino, Vaters des Bräutigams,
zefeiert werden.

Berlin. Scherzhafte Urkunde. In eirer Weinstube der
Kosenthalerstraße finden wir unter Glas und Rahmen folgende
uriose Beschreibung eines vor mehr als 50 Jahren von einem
Duzend ehrsamer Bürger, anscheinend in sehr heirerer Stimmung,
zenoͤssenen Frühstück⸗. Tas Gedenkblatt lautet:

Am 3. Vugust 1820.

Iuf die Gesundheit ihres Koͤnigs tranken hier

zwölf Bürger sechsmal zwölf Bouteillen aus,

ind gingen dann Nachmittag um halb vier

In folgender Beschaffenheit nach Haus.

Jerr Glasermeister R. hatte zu tief in's Glas geguckt,

herr Spediteur M. hatte schief geladen,

Zerr Instrumentenmacher P. sah den Himmel für eine Baß⸗
geige an

zchwertfegermeister J. hatte einen Stich erhalten,

derr Gewehrfobrikant J. jedoch einen Schuß.

Rüllermeister F. hatte zu viel auf's Korn genommen,

derr Cravatteuhändler N. hatte eiwas zu viel hinter die Halsbinde
—XE

gei dem Maurermeister Z. war's im Oberstühchen nicht richtig,

„chustermeister M. hatte einen gehörigen Stiefel getrunlen,

Fischer B. hatte einen üchtigen Zug gelhan,

frriseur P. hatte sich einen ungeheurin Haarbeutel angeschnallt,

fuhrherrn F. war was in die Krone gefahren.

F'In Dresden wird am 6. und 7. Juni ein Kongreß der
Freunde der Feuerbestattung ftattfinden.

Zur Warnung! Aus Detmold wird der Elberf. Ztg.
Folgendes zue Waruuug mitgetheilt: „Ein kräftiger, gesuder junger
Nann stieß sich die linke Hand an einem Thürschloß, so daß die
»aut aufgeritzt wurde und die belreffende Stelle ein wenig blutete.
im das Vlu zu stillen, klebte er ein Stüchchen eines Randes von
Freimatken auf die kleine Wunde. Sehr bald schwoll die Hand,
ann der ganze Arm an. Der hinzugezogene Arzt stellte Blutver⸗
zifiung festi und fand bei der Unlersuchung eines Slückes jenes
zreimarlenrandes, daß saurer Gummi zum Bestreichen der Rück⸗
ite der Freimarken in Anwendung gebracht war, durch dessen Ern⸗
ringen in die Wunde das Leiden hervorgerufen. Die Geschwulst
vurde durch Anwendung ernergischer Mitiel bald gehoben, dagegen
iterte die Wunde einige Zeit.“

4 Aus Paris wird gemeldet, doß dem jungen Lausseur, der
m Jahre 1874 in Folge einer unsinnigen Wette eine metallene
Babel verschluckt hatte, dieselbe durch eine gelungene Operat on
Zes Dr. Labbe glüclich ans dem Magen herausgegommen worden
si, Lausseur befindet sich nach Umständen wohl.

f Einschleppung der Pest nach Europa. Seit eini⸗
jen Tagen hat sich der gesammten Bevölkerung Ko nstantinopelt
in panischer Schreden bemächtigt. Der Grund dieser Bewegung,
velche durch alle Schichten der haupistädtischen Population geht,
st das Gerücht, daß auch nach dem von der Pest heimgesuchten
Mesopotamien an die dortigen Garn sonen Marsch-Ordre ergangen
ei. In der That kann man der türkischen Bedöllerung die Aner⸗
ennung nicht versagen, daß sie das Fürchterliche einer solchen Maß⸗
egel rasch kapirte, und durch entsprechende volksthümliche Kritik
der ah uangslofen Mitwelt zu Dank rechtzeitig denuncirte. Man
veiß, wie die Pest augenblidlich in Mesopotamien, namentlich in
gagdad urd Hillah wüthet. Durchschnittlich erliegen in beiden
Ztadten täglich 200 — 250 Menschen der gräßlichen Seuche. Und
erade aus Bagdad soll die dortige Garnison Marschbereitschaft füt
zuropa bekommen haden. Es scheint. daß der Lärm, welchen das
zetreffende Gerücht in der kürkischen Hauptstadt erregte, genügend
var, um den Großvezier und Seras!er von den betreffeuden Ord⸗
ez, wenn sie werklich bereits ertheilt waren, abzubtingen. Sollte
z wider Erwarten nicht der Fall sein, so ist die Sache doch schon
o publtk um auch der fremdländijchen Diplomatie nicht mehr ent⸗
dlüpfen zu können. Jahtaus, jahrein werden Sanitats und
Fholera⸗Kongresse abgehalien, um Europa endlich einmal vor den
Zesuchen dieser afiatischen Würgengel si herzustellen. Nun sollie we
jen einiger Bataillone, die zudem noch die Bestimmung hätten, die
nitgebrachten Pestleime direkt an den europärschen Westen einzu⸗
zen, die Welt auch noch von d'eser orientalischen Frage heiumnge⸗
ucht werden. Das ist denn doch eine zu internationale Augele⸗
enheit, als daß nicht die Repräsentanten der Mächte ihr mit aller
rnergie die Beachtung schenken sollten, welche fie sicherlich wehr als
zoösnien und de Herzegowina zusammen verdient.

Der Schooser HNalie“ der dor geraumer Zeit von Port
        <pb n="221" />
        Mulgrabe nach Boston in See ging, bat noch nicht seinen Bestim⸗ auf die chemische Statik des Waldbaues“ (Berlin 1876, Verlag
mungehafen erreicht, und man fürchtet, daß er mit Muann und von S. Springer).
Maus untergegangen ist. Er hatte 63 Passagiere au Bord. Weenn man also die unbestreitbar schädliche Wirkung jeder Art
FEs ist beschlossen worden, in Woolwich einen neuen Tunnel von Bodenstreuentnahme auf den Wald anerkennt, so kann sie ge⸗
umer der Themse zu bauen, dessen Kosten auf 20,000 Pfund St. wiß nur in sehr seltenen Fällen zugelassen werden; nur Noth und
peranschlaget sind. Der neue Tunne! wird nur für Fußgänger sein, die gerechtferiigte Befürchtung, daß die Landwirihschaft und mit ihr
ber bret geneg, daß fünf Personen nebeneinander gehen lönnen. das allgemeine Wohl empfindlichen Schaden erleiden, rechtfertigen
4 Die amerikanische Schreibmaschine, — auch Cort ine Ausnahme. Ausnahme also, und nicht Regel, wie bisher,
und Scholle Tyhpenschreiber genannt, beansprucht in hohem Grade nuß die Streunutzung werden, wenn wir gesunden Forst⸗ und
das Interesse der Geschäftswelt. In der äußecn Erscheinung äh- andwirthschaftlichen Zuständen entgegen gehen wollen.
nelt der Typenschreiber einer eleganten Familien-Nähmaschine, an Sind die Landwirthe mit diesen Grundsatzen einverstanden,
der vorn eine in vier Reihen geordnete kleine Tastalut angebracht o bleibt die Frage zu untersuchen; Ist ein wirlliches — eingebildete
ist, welche auf rundförmigen ———— die Buchstaben des Nothjahre giebt es nicht selten — Futternothjahr vorhanden? Diefe
Alphabets, die Zahlen von 1210 und die Interpunklionszeichen Frage dürfte in Anbetracht der abnorm hohen Strohpreise heuer
enthält. Man schreibdt, indem man, wie beim Klavierspiel, auf u brejahen sein, da bei einer guten Ernte und also verstärktem
de einztlnen Buchstabentasten mit dem Finger drückt. Ist die Ungebote die Preise sich nicht auf einer solchen Höhe erhalten kön⸗
Zeile zu Ende, so giebt eine kleine Glocke das Signal und durch jen. Wenn nun in Folze der Bejahung dieser Frage die Unter⸗
einen Druck auf den Fußtritt geht das Papier wieder auf den tützung der Landwirthschaft aus dem Walde verlangt wird, so muß
Aufang der Zeilen zurück. Beim jedesmaligen Berühren der Ta⸗ darauf erwidert werden, daß man dann aber auch in guten und
ten setzt sich im Innern der Maschine der in Thätigkeit gesetzte, ewöhnlichen Jahren auf jede Streunuzung aus dem Walde der⸗
torrespondirende Buchstabe, welcher den Endpunkt eines Drohistäbe inten sollte. Man muß in Zukunft mit einem Worte nur noch
chens bildet, ia Bewegung und berührt einen se denen mit Farbe⸗ u wirklichen Nothjahren Streuwerk verlangen; nur unter dieser
stoff getränkten Bandstreifen, der das untergelegte Papier bedeckt gedingung kann man von forstlicher Seite einer mäßigen Abgabe
und bedruckt so das Sqriftzeichen auf die Papierfläche. Das Pa⸗ das Wort reden. Um jedoch die Schädlichkeit dieser Nutzung
pier rückt in dem Maße vor, wie man auf die Tasten drückt, so venigstens etwas zu mindern, sollte das erlösste Geld für das ver⸗
daß die Schrift schön und regelmäß'g erscheint. Beim Zurückschie: aufte Streuwerk zum Ziehen von horizontalen Gräben in allen
ben des Popiers rücht zugleich das Papier, um einen Zwischen⸗? teilen, ausgetrochneten und vermagerten Gehangen verwendet werden.
raum zwischen den Zeilen zu schaffen, binunter, wobei gleichzeitig Auf das geringzst moͤgliche und wenigst schädliche Maß könnte
die den Apparat bewegende Feder auscezogen wird. Das Schreie die Streunuzung noch durch folgende Maßregeln beschränkt werden:
zen ist zwar leicht, bedarf jedoch einiger Uebung. Mag es dahin 1) Der Gewinnung der so unschädlichen Nadelholz-Hachstreu
gestellt sein, ob die Maschine bei großer Fertigkeit dessen, der sie — die schwächsten Zweige mit den grünen Nadeln werden klein
hebdient die doppelle Leistan gfähigteit hat, als eine jchreibende jehacktt — aus den jahrlichen Schlägen sollte die möglichste Aus⸗
haud, welche in der Minute 15 — 80 Worte liefert, während der ehnung gegeben werden. Diese grüne Radelstreu enthält nach Dr.
Typenschreiber deren 30 — 60 erjeugen soll; der gewichtigste Vor⸗ ẽbermoyrt bedeutend mehr mineralische Nährstoffe als die abgefal⸗
theil des Apparats beruht darauf, daß er mittels unterlezten far⸗ neu trockenen Nadeln, wel im Herbste vor dem Radelabfall immer
bigen Papiers 124285 deutliche Copien auf einmal herstellt. Aus in bedeutender Theil dieser in Blättern und Nadeln angedäuften
dicsem Grunde ist er auch besonders allen denjenigen zu empfehlen, Lährltoffe in den Baum zurücktritt; dieselbe ist namentlich für die
v iche von ihren Schrifistücken Copien in beschräuttem Maße here düngung der Weinberge seht zu empfehlen, da sit ziemlich reich
stellen müssen, wie Correspondenten, Reportern, Notaren und Ge- in Kali ist.
schäftsleuten allzr Art. Da die Maschine ohne jede Anstrengung 2) Ebenso sollte der Gewinnung von Besenpfriemen mehr
u handhaben ist, so bietet ihre Bedienung eine leichte und ange- fufmerksamkeit geshhenli werden, denn dieses Forstunkraut kann in
nehme Beschäftigung für Damen, deren Erwerbskreis sie ficherlihh sen meisten Fällen unschädlich für den Wald gewonnen werden und
erweitern dürfte. Als anderweitige Vortheile rühmt man an ihr glert elaen sehr guten Dung. Leider haben noch viele Landwirthe
die große Deutlichteit der Schrift, und die Ersparniß von Tinte En ungerechtfertigtes Mißtrauen gegen diese Einstreu, die nur
und Feder. Allerdings wird das Lesen der auf dieser Maschine dann reinlich ist, wenn über die kurz gehackten Pfriemen Stroh
hergeftellien Schrift vorweg etwas schwierig, weil sie aus lauter jeworfen wird.
Versalbuchstaben zusammengesetzt ist. Der Preis des Typeuschrei⸗ 3) Die Gewinnung von Haide ist immer scädlich, wenn sie
bers beträgt in Amerika 125 Vollacs. in jüngeren Waldungen vorgenommen wird, und insbesondere, wenn
F Am 10. Mai, um 10 Uhr 30 Min. Morgenkt, findet die d'eses Unkraut nicht geschnuten, sondern mit dem Moos und der
Erdffnungs⸗Feierlichteit der Wel-Ausstellung in Philadelph a statt. unten hängenden Erde aus dem Boden gerissen wird. Diese so
oft für unschädlich gehaltene Nutzung muß alsjo mit großer Vorsicht
ausgelbt und überwacht werden. Uls Culturabraum in alten,
jaubaren Waldungen könnte sie manchmal zur Steuer der Streu⸗
noth verwendet werden.

4) Die Leubstreu müßte vor Allem dort gewonnen werden,
vo der Wind sie in größere Massen zusammengehäuft hat (Mulden,
Bräbea etc.), oder wo sie unschädlich gewonnen werden kann (Wege,
Abtheilungslinien ⁊c.).

Wenn wir nun aber für außerordentliche Fälle e'ner Nutzung
das Wort reden, deren Schädlichkeit seibst bei mäßiger Ausübung
uußer allem Zweifel steht, so kaun doch auch verlangt werden, daß
die Laudwirthschaft Alles aufbietet, um endlich bei normalen Ern⸗
en eine Nutzung entbehren zu iönnen, weiche die Grundlage des
hedeihens der Länder und des Wohlslandes der Bevölkerung, eine
ingemessene Bewaldung, untergräbt und die für alle Menschen, für
dandwirthschaft, Gewerbe und Industrie so unentbehrlichen Producte
des Waldes vertheuert, weil in Folge der gesunkenen Waldboden⸗
traft auf gleicher Waldfläche viel weniger Holz erzeugt wird.

Die Landw rihschaft hätte von ihrer Seite darauf hinzuwirken,
zaß neben der mit Recht so sehr eippfohlenen Torfeiustreu auch
der Erdeinstreu mehr und mehr Eingang verschafft wird, und daß
zie wechselweise Anwendung von künstlichem und Stalldünger (olcs
ünstlicher Dünger ist wegen der mangelnden physikalischen Boden⸗
virkung z. B. Bodenlockerung ⁊c. nicht zwedmäß g) nach und nach
nehr Anwendung findet.

E sehr großer Uenelsstand ist ferner noch, daß eine wirklich
ationelle Dungpflege bei dem mittleren und namentlich kleinen
dandwirthe noch so selten ist, denn es fehlt beinahe überall noch
in gut aungelegten Dungstätten, Pfuhlpumpen ꝛc., und in vielen
Drischaften verunre'nigt die Jauche nicht blos die Straßen, sondern
erdirbt auch noy das Ttinkwasser. Hier wäre noch ein sehr er⸗
prießliches Feld der Thaͤtigkeit sür die landwitthschaftlichen Kränz⸗
hen und Wanderlehrer.

—
e) Auf Wunsch eines Fachmanneß wurde folgender Artikel aus dem Pf.
Au rier in unser heutiges Blatt aufgenommen.
        <pb n="222" />
        Zum Schlusse können wir nicht umhin, den Landwirthen Daß die Waldstreu für den ralionellen Landwirth durchaus
den Vorwurf zu machen, daß sie in der Regel gerade den entbehrlich, und wie“s übertrieber die Furcht ist, daß der kleine
Forstbeamten, welche unter ihnen leben, ein sehr ungerecht· Landwirth ohne dieselbe nicht existiren könne, beweist miter ande—
fertigkes Mißtrauen entgegen br'ngen, währe d sie doch Beamte, rem auch Württemberg, von wo uns geschrieben wird: „Mit unse⸗
welche ihre Pfliut als Vertheidiger des Waldes ohne Rücksicht auf rer Streuablosung sind wir bis auf einen Forst zu Ende lin 66
Popularität erfüller, stützen und ihnen vertrauen sollten, da d'ese von 67 Oberamtsbezirken ist abgelözt) und in einem Jahrte sind
durch ihr Leben auf dem Lande auch die Bedürfnisse der La de wir ganz fertig; es ging wirklich ungemein rashb, und die Berech—⸗
w'rthschaft leunen. Ist es denn nicht genug, daß der Forstheamte igten meldeten fast überall selbst an, was man nicht erwartet
schon ohnedies mit einem großen Theile der kesitzlosen Elasse in Atte, wenn man das voraus gegangene Jammergeschrei über Notb-
Fehde leben muß? stand, Ruin der Gemeinden ꝛc. bettachtete.

— ä——
Krioger· Verein
St. Ingbert.
Sonntag den 23. April 1876
Abends 8 Uhr im WVereins⸗

Locale
Generalversammlung.
Nach derselben
gemüthliche Unterhaltung.
Der 1. Vorstand
Fißcher.

Anfslreicher u.
Jüncher
erhalten sofort Arbeit. Woch⸗n⸗
lohn 11-2 12 Mark nebst Kost
und Logiz. Reisekosten ver⸗
hjütet.
Jakob Nualer, jun
Annineiler.

2 2
88
3 2
239 ——
X 35
—38 25 5
—
8*
—5 535853
7 * —5552
————
—5 538
553 234. ————
J— 858
308 —————
1373 * 237
233
13 8605 35
*7 —A — —523
222 5
2352 * 77*
7 0O z3383
53 385833
5 —— — —66
— —J—— 54
5268 —78 378
—— — 23335338
* 222 35 *
3558553358 53 —
—— 23532
23556

83

Gesehuaifts Anzeige.
VOnterqæaichneter beehrt sich hiermit anzuzjoigen, dass
er eine I
VEINMAANDLVNMNG

Frut⸗Brod⸗ u. cFies res⸗
der Stadt Zweibrücken vom 20.
Rpril. Weizen 10 M. 75 Ppf.
sKorn 8 M. 21 Pj. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste a4reihige
— — M. — pf. Spein 7 Di.“30
* . Hafert 9 M. 18 Pf. Kar⸗
Rechnungen ———
vorräthig 33 Pf. Stroh 4 V. 18 Pf. per
in s, Va und Bogen, TRR rod 1 go.
J * 4 4 Ee VIAMIt. 2pi. ornbrod 3 Kilo. 68 Pf.
Amil r owouig J — —————— ditto 2 Kilo. 46 Pf. ditto 1
und Kilo. 23 Pf. Gemischtbrod 3
Sattler und Tapezierer in 5t. Ingbert. Aoto dilo. 80 Ps.1 Paat Wea 100
hält von heute an fortwährend ein großes Lager in Wein⸗ Gramm 6 Pf. Spelzkera 0 M.
ti — Pf. Dinkel o M. “ P. Misch⸗
VTapeten und Rorduren nd Wathenetiquetts —
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Die gelesenste Zeitung Deutschlands
ist unstreitig das
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Berliner Tageblatt
50
welches gegenwoͤrtig 38,000 Abo unenten besißt.
Diese Thatsache ist für das „Berliner Tacçeblatt“ die beste Empfeblung; sie beweist, daß das „Verliren Tagelait,
den Ansprüchen, welche man an
eine groste deutsche Zeitung
zu ftellen berechtigt ist, vollkommen entspricht. Rächst der gänzlich unabhängigen, von jeder Parteirück sicht
unbeeinflußten Haltung sind es Reichbaltigkeit u. Gediegenheit des Juͤhalts. sowie die vor: refflichen Beibplanci;
„Berliner Sonntagsblatt „UIIx“
red. v. Dr. Oscar Blumenthal, redig'rt von Siegmund Haber,
enthält: Novelelten, interessante Artikel aus allen Gebieten, mit weist rhaften Illustrationen v. H. Scherenberge, gehört
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(für alle 3 Blätter zusammen)
jederzeit bei allen NReichepostanstalten und wird im Interesse der verebrlichen Abonnenten, um redt frühzeitige Abonnements⸗
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Die Erpedition des „Berliner Tageblatt“ E
Jerusalemer Siraße Af. 2
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Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in Et. Ingoberi.

*
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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Sei-
lage), erscheint wochentlich vViermal: Dieustag, Dounerstag, Samstag nund Sonutag. Der Abonnementepreis beträgt vierteljährlich
Mark 20 R.Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen

mit 80 Pfg. pro Zeile berechnei.

464. Sonntag, den 28. Apri * 1876.
—VRVREEE
ge

Deutsches Reich.

München, 20. April. Die zweite Astheilung der Abge—
ordnetenlammer nahm den Antrag des Referenten an, die Wahlen
des Wahlkreises Munchen J wegen Verletzung des Artikels 11 des
Wahlgesetzes zu kassiren.

Ydünchen, 20. April. Die Staatsministerien des Aeußern
und der Finanzen haben dem Präsidium der Abgeordnetenlammer
einen Gesetzentwurf „die pfaͤlzischen Eisenbahnen beir.“ nebst um⸗
assenden Motiven vorgelegt. Durch dieses Gesetz soll die Staats⸗
egierung ermächtigt werden, die in Art. 1. des Gesetzes vom 28.
April 1872 eingeräumte Gewäbrleistung eines jährlichen Zinser⸗
rages b's 413 pCt. für das auf den Maximalbetrag von 83,600, 000
1. festgesetzte Baue und Einrichtungskapital zur Herstellung einer
xisenbahn von Bergzabern zum Anschlufse an die Bahn von
dandau nach Zweibrücken auf den Mox malbetrag von 8,915,000
Mark ouszudehnen; ferner für den Fall der Herstellung einer
Fisenbahn von Zweibrücken über Hornbach nach Bitsch und einer
Bahn von Ka'serslaufern nach Lauterecken mit einer Abzweigung
nach Otterberg, einen jährlichen Zinsertrag von 443 pCt. in ma
ũmo zu gewäaͤhrleisten.

München. Das Ministerium des Innern hat von der
oberpfälzischen Handels- und Gewerbekammer die Mittheilung von
Fälschung französischer und elsässer Mihle mit Schwerspath erhalten,
die besonders in Alibayern massenhaft zum Verkauf kemmen. Der
Minister hat deßhald die Regierungen beauftragt, die Distriltz- und
Orts polizeibehörden anzuweisen, im Einvernehmen mit den Bezirks⸗
hierärzten technische Prüfungen vornehmen zu lassen und etwaige
Wahrnehmungen zur Anzeiçe zu bringen.

Berlin, 20. April. Der „Rordd. Allg. Zig.“ wird aus
Wien gemeldet: Alle Befürchtungen in Betreff ernster Gefährdung
des Friedens im Orient sind, wie aus zuverlässigster Quelle ver⸗
ichert werden kann, vollig unbegründei.

Der „Koöln. Zig“ wird aus Berlin telegraphirt: „Was
roll geschehen, wenn die Aufständischen in der Türkei die Waffen
aicht niederlegen? Mit diefer Frage soll sich Graf Andrassy h'eher
zewandt vaben, deutschersei:s aber die Antwort erthellt sein, O ster⸗
reich und Rußland möchten sich wie bisher zurächst untereinander
birgleichen. Diese Nachrccht — fügt der Gewährsmann des Lthei⸗
nischen Blattes hinzu — ist zwar nicht verbürgt, stimmt aber ganz
mit der disherigen Haltung Deutschlands.“

Bei jedem Besuche der Königin von England in Deuischland.
welche üdrigens gestern ihre Rückreise in ihr Heimathland angetre⸗
ien, fällt es auf, daß dieseltle den Besuch in Berlin vermeidet.
Die Koönigin hat ihre To ter, die deutsche Kronprinzessin, noch
nicht in ihrer neuen H'imath aufgefucht, sondern während der 18
Jahre, die dieselbe in Deutschland verlett hat, stets nur ihre Be⸗
juche empfangen, sei es in England, sei es auf deutschem Boden
— doch fern von Beilin. Diese Abneigung der Konigin gegen
Berlin soll ihten Grund in einem Vorfall haben, der bei einem
Besuch der Königin Victoria vor vielen Jahren am Hofe des
Königs Friedrich Wuhelm 1V. stattgefunden hat. Der Gemahl
der Königin war damals noch einfach Prinz Albert und wurde von
der Berliner Ceremonie bei Tafel als ein solcher plazitt, nicht als
Bemahl der königlichen Gastin. Die Folge davon war die offiz'elle
Finennung Prinz Albert's zum „Prinz-Gemahl“, aber auch den
Verlirer Hof hat die gekränkte Kösigin nicht wieder besucht. So
oft auch in den letzten Jahren das Gerücht auftauchte, die Köni-
gin werde nach Berlin kommen, bewahrheitet hat es sich aie, und
auch in diesem Jahre sird Kaiser Wilhelm und der Kronprinz be⸗
kanntlich nach Koburg, der Heimath ihres verstordenen Gemahls,
gereist, um dort die Königin Victoria zu begrüßen. Die Gesund-
heitsverhältnisse unseres greisen Monarchen schienen noch in den
seßten Tagen die Reise nidt gestalten zu wouen, aber von dem
Kesuche der Koͤnigin in Berlin, war troßdem nicht die Rede.

Wie die „Prov.⸗Korr. schreibt, gedenlt der Kaiser von
Wiesbaden aus, auch der Stiadt Caub einen Besuch abzustatten,

wum sich über die in Folge des dort jüngst statigehablen Bergsturzes
etforderlichen Maßregeln an Ort und Stelle zu unterrichten und
weiteren Vortrag halten zu lassen. Der Aufenthalt in Wiesbaden
vird sich bis in das erste Drittel des Monais Mai erstrecken.

Aus dem Koͤnigreich Sachsen meldet man, daß die Socialisten⸗
führer sich jegt daselbst sammein und ihren Plan darauf gerichtet
haben, die ländlichen Arbeiter für ihre Parieizwede zu gewinnen.

Aussand.

Wien, 20. April. Lieutenant Frhr. v. Ertel ist vom Kriegs⸗
gericht wegen Verbrechens der Ausshähung und wegen Vergehens
reichtsinnigen Schuldenmachens zur Cassation, zum Adelsverlust und
ehnjährigem Kerler verurth ilt worden. (A. 3.)

Madrid, 19. April. Der Prinz von Wales wird —XV
Montag hier erwartet und sich acht Tage hier aufhalten. Ihm zu
vͤhren werden Feste, Bälle und Stiergefechte veranstaitet. (T. N.)

Don Carlos ist seit vier Tagen mit seinem Vater und dem
Beneral Velasco von London verschwunden. Selbst diel Carlisten
wissen nicht, wo er sich aufhält; Don Carlos hat bei der Ab-
reise nur gesagt, er gehe nach Norwegen.

New-York, 19. April. Dem hiesigen Consulate der Re⸗
publik Hahti ist aus Kingston die telegraphische Meldung zugegangen,
daß die Partei der Aufständischen auf Hahti den Sieg davontrug
und den Präsidenten, den Vicepräsidenten und den commandirenden
General erschießen ließ.

Bermischtes.

* Wie die „Pfälz. Post“ aus Kaiserzlautern vom 19.
April mittheilt', so war in der dortigen Kreis: Baugewerschule im
»ergangenen Schuljahre der erste Quts der Anstalt von 831, der
weite von 30 Zögliagen besucht. Mit Beçinn des neuen Schu⸗
ahres tritt ein druter Kurs ins Leben. Das Lehrerpecsonal ift
nun complett geworden. Die Schule, welche nur im Winler unter
ichtet und Zoͤglinge nach zurucgelegtem fünfzehnten Lebensjahre
nufnimmt hat die Bestimmung, junge Leute aus dem Baugewerks⸗
tande oder solche, die sich ihm widmen wollen, also zunächst Mau—
er, Sieinhauer, Zimmerleute, Schlosser, Tüncher, (Zimmermaler),
Tischler, Dach⸗ und Schieferdecer ꝛc. ꝛc. in den ihnen noͤthigen
Denntnissen und Fertigkeiten zu unterrichten, die sie sich auf dem
Bauplaze und in der Werkstätte nur mangelhaft aneignen ldunen,
und durch welche sie die Faähigkeit erhalten als Vorarbeiter, Werk⸗
jührer, Palirer und Meister allen an fie gestelllen Anforderungen
in Leben genügen zu können.

Landau, 20. April. An unserem heutigen Weinmarkte,
vobei ca. 1000 Fuder verschiedener Pfälzer Weine zum Angebot
zelangten, hat si y ein lebhafter Handel nicht entwideit.

Der schlechte Stand der Reben hätte allerdings das Gegen⸗
heil erwartes lassen fallen, die allgemeine Geschäfisflaueit macht
ich aber auch im Weinhandel geltend und lähmt jede Spelulations-
lust. Es wurden im Ganzen nur 83 Fuder als verkaust ange⸗
neldet. Nimmt man nun noch an, daß wie gewoöhnlich eine Au⸗
sahl von Verkäufen nicht zu Protokoll gegeben wurde, so bleibt
)as verkaufte Quantum immerhin ein unbedeutendes. Unsere
875er vom oberen Gebirg bedangen 175 bis 240 Mart pro
1000 Liter. Das Geschäft fand fast ausschlieflich in diesen statt.
Für schönen 1874er vom oberen Gebirg wurden 350 bis 380
Mark verlangt. — Wir zweifeln übrigens nicht, daß der heutige
Markt zu manchen nachfolgenden Geschäften Veranlassung gibt,
wie dies bei früheren Maͤrkten stets der Fall war. (Eilb.)

Selbstmord. Hof, 17,. April. Am vergangenen Sonn⸗
abend Vormittag ist in einem Waldchen bei Doͤberlitz der Director
)er mechanischen Weberei, Ottmar Weidner, todt aufgefunden worden.
Derselbe hatte sich am Charfreitag aus seiner Wohnung entfernt
und mittelst Strychnin den Tod gegeben. Ein silberner Löffel, mit
velchem er das Gift einnahm, sowie ein geladener sechs äufiger
Revolver lagen neben ihm. Die Beweggründe zut That sollen
        <pb n="224" />
        zerrüttele finunzielle Verhältnisse, sowie ein Defizit in der Kasse der
mech. Weberei von über 600,000 Mark sein. G. A.)
Caub, 18. April. Unsere Stadt schreibt man dem „Rh.
q.“, ist wieder in großer Aufregung. Der drohende Bergabhang
soll in den letzten 24 Stunden um mehr als einen Meter vor—
gerückt sein. In Folge dessen wurden die Bewohner von ca. 15
Vorder⸗ und Hinterhäusern, etwa 80 Familien, polizeilich ausge⸗
wiesen, resp. ihnen das Bewohnen der Häuser zur Nachtzeit untersagt.
F Die Koͤn'gin Victoria. Fama beschäftigt sich wieder eiu—
mal nmit der verwittweten Königin von England. Dieselbe soll sich
in Baden ⸗Baden heimlich mit einem ihrer Kammerdiener verhei—
rathet haben. Bekanntlich war früher ein Stallmeister der
Blüchliche. I
f London, 16. April. Die Times veröffentlicht den Wort⸗
laut einer interessanten Denlschrift, welche der amerikanische Inge-
nier Spalding der russischen Regierung vorgelegt hat und in welcher
er einen Kanalbau vorschlägt', der alle bisherigen Unternehmungen
der Art, den Suezkanal nicht ausgenommen, unbedeutend erscheinen
lassen wird - wenn er zur Ausführung kommt. Er schlägt nichts
Geringeres vor, als das Kaspische Meer mit dem Mittelländischen
Meere durch einen Kanal zu verbinden und so zu virhindern, daß
dieser größte aller Landseen allmätlich in einen großen Sumpf
derwandelt wird, denn dies Schichsal steht ihm im Verlaufe der
Jahrhunderte bevor. An Größe hat er, gleich dem Aralsee und
andern asiatischen Seen, bekanntlich seit geschichtlichen Zeiten schon
bedeutend abgenommen. Die Gewalt des Wassers selbit, das vom
Schwarzen Meere in den 118 Fuß tiefer gelegenen See hinab-
stroͤmen würde, gedächte der kühne Ingenier zur Erleichterung der
R'esenarbeit nutzbar zu machen, und um das Becken des Kaspischen
Meeres zu fülley, schlägt er vor, den Don von seinem natürlichen
—XX
Werk in 25 Jahren ausgesührt werren. Mit wie viel Arbeit?
Mit welchem Aufwande von Kosten? Darüber gibt Herr Spal⸗
ding keinen recht befriedigenden Aufschluß, und fast gewinnt es den
Anschein, als ob die Ausführung seines Planes, wenn er je aus⸗
geführt werden soll, jedenfalls spätern Generationen überlassen
werden müßte.

F Nach einer am 8. ds. vorgenommenen Zählung hat Phila⸗
delphia gegenwärtig 817,448 Einwohner, was gegen 1870 einen
Zuwachs von 148,426 darstellt. Philadelph'a ist die zweitgrößte
Stadt der Verein'gten Staaten. Newyork hatte im vorigen Jahre
als Stadtgemeinde 1,028, 622 Einwohner, dazu kommen noch
Brooklyn. Jersey City, Hoboken und andere in den weiteren Be⸗

6

4 S

j —

1B07
mit Benutzung dor beliebten Melodie:
„Ohampagnerwein, du edIer Woein“
Jür Klavier componirt
von
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Gegen Finsendung des Betrages versende ich franco.
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aber dies vorrzügl. Wert in keiner
amilie fehlen VWMan vber
Inge und nehme nur das,I5
riete Originalwert von —2
erlsags⸗Auftalt in 528
welche auf Wunsck
Nusus bessel ber
* ———
—

zriff der Siadt Newyork gerechnele Städte oder Vorstädte, welche
usammen wohl erheblich über eine halbe Million Seelen zählen.
Rit weitem Abstande folgen auf Philadelphia St. Louis mit
11,000, Chicago mit 300,0000, Baltimore mit 270,000, Bo—
on mit 250,000, Cincinati mit 217,000, New⸗Orleans mit
92,000; diese letzie Zablenreihe stammt jedoch aus dem Jahre
370.

F Die neuesten amerikanischen Zeitungen enthalten Einzel—
titen üdber die fürchterliche Explosion in Salt Lake City, der
dauptstadt der Pormonen. Die Katastrophe ereignete sich am 5.
spril um 5 Uhr Nachmittags. Die Stadt wurde in Bestürzung
ersetzt durch drei in Zwischenräumen von nur wenigen Sekunden
zintereinander folgende furchtbare Detonationen. Die Leute eilten
usetzt in die Straßen, Pferde gingen durch, Fenster wurden ein⸗
eschiagen, Thüren aus ihren Angeln gehoden, Schornsteine nieder⸗
»worfen und viele Gebäͤude arg beschädigt. Die Ursache dieser
hrecklichen Detonationen erkannte man erst, als man von dem un—⸗
uittelbae nördlich an der Stadt gelegenen Arsenalhügel e'ne riesige
dauchsaäule emporsteigen jah. Auf dem Hügel standen 4 Pulver⸗
nagazine. Eines dieser Magazine enthielt 14 Tonnen Pulver,
in anderes zehn Tonnen, und die übrigen zwei zusammen etwa
wei Wagenladungen. Diese ganze Masse explodirie. JIu die Ge⸗
aude der Wasserwerke und in eine Mühle schlug ein Steinhagel
in und ungeheuere Steine fielen krachend durch Gebäude in der
anzen Stadt; einige flogen eine Meile weit. In einem dieser
Nagazine befanden sich drei Männer bei der Arbeit. Alles, was
on ihnen gefunden werden konnle, waren kleine Fleischstücke das
roͤßie bildele einen Theil eiaes Fußes in einem Schuhe. Eine
frau und ein Knade wurden durch fallende große Steine geioͤdtet,
nd eine Menge anderer Personen trug schwere Verletzuugen davon,
daß weitere Tode⸗fälle erwartet wurden. Eine Frau gad vor
zchrecken ihren Beist auf In der Stadt blieb fast keine Fenster⸗
heide ganz, und der dadurch angerichtete Schaden allein wird auf
ahezu 50,000 Dollars geschätzt. Zwei Knaben Namens Richard⸗
»n und Hill waren mit Flinten ausgegangen, um Hühner zu
hießen. Menschliche Ueberreste, die in der Nähe der explodirten
Nagazi e gefunden wurden, sind als diejenigen dieser Knaben
dentifizirt worden. Man muthmaßt, daß sie in eines der Maga—
ine feuerten und so die Explosion verursachten.

Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeßg.

Grabmonumente.
Die Unterzeichneten beehren sich hiermit, die er—
gebenste Anzeige zu machen, daß dieselben ein
BKildhauer⸗Atelier
dahier errichtet haben und Grabmonu⸗

nente sowie Baudecorationen von den

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— Stande sind, unter Garantie nach Zeichnnug
auszuführen.
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stehen zur gefälligen Ansicht bereit, prompte und
billige Berechnung wird zugesichert.

Zweibrücken, im April 1876.

Jogenthau &amp; Krähe.

, αα —

Bürgerverein
St. Ingbert.
Mitiwoch, den 26. April
1876 Abends 8 Uhr:
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Zusammenkunft bei Herrn
Ernst Conrad.
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vom 20. April 1876.
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Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
Hiezu „illustrirtes Sonntagsblatt“ Nr. 17.
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Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wbchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags mit illustrirter Eei⸗
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M 65. Tienstag. den 25. Aupril 1876.

Deutsches Reich.

München, 22. April. Das Refetat des Herrn Abg. Dr.
Frankenburger über den Voranschlag der Staatsausgaben auf den
crtat des kgl. Hauses und Hoses eothält über eine Erhdhung der
Civ liste um die bekauuten funf Preceut kein Wort; Referent be⸗
antragt einfach, die im Budget eingesetzte Summe von 5,145.397
Mart zu dewilligen. Hiemit ist natürlich ein späterer An'rag von
der einen odet anderen Seite auf Erhöhung des eingesetzen Betrages
nicht ausgeschlofsen.

München, 22. April. In sicherer Aussicht, daß die Kam⸗
mer die hiesigen Wahlen vernichtet, hat der Magistrat bereits mit
zer Vorarbeit für die neven Wahlen begonnen. Da indessen die
Wablbezirke zum größten Theile neu eingeiheilt werden müssen, so
irfordert das eine sehr umfassende Arbeit, und wenn man dieselbe
auch moͤglichst beschleunigen wird, so können dvch die neuen Ab⸗
zeordnetenwahlen nicht vor Mitte des sommenden Monats stattfinden.
Die Wahlangelegenheit wird Übrigens nicht vor Ende der Woche
in der Kammer berathen werden können, da die Abtheilung noch
eine Sitzung abhalten wird, um den an die Kammer zu erstatienden
Bericht festzustellen.

Berlin, 22. April. Graf Schuwalow, der gestern beim
Fürsten Bismarck gespeist hat, ist heute veim Kronprinzen zur Tafel
und reist motgen Mittag nach London ab. («N. U)

Aussand.

Wien, 22. April. Da der Aufstand in der Herzegowina
neuerlich au Ausdehnung und Kraft zugenommen hat, wurden die
Truppen, welche die oͤsterreichische Grenze zu bewachen haben, dieser
Tage w'eder verstärkt, und wird sich Erzherzog Albrecht nächstens
in die Grenzbezirke degeben, um die Truppen und Festungen zu
aspiciren. Uebrigens versichern officöse Mittheilungen wiederholt
auf's destimmteste, daß eine Gefährdung des europärschen Friedens
durch die Foridauer des Aufstandes nicht zu besorgen sei.

Nach dem ‚Spectateur militairo“ war in Paris unter dem
Dorsitze des General⸗Intendanten Baruch Löwy eine Koummission
nit Untersuhung des Bedarfes der für eine längere Berprov an⸗
irung der Hanptstadt erforderlichen Bestäude beaufttagt worden.
Der Bericht dieser Kommission erachtet es für geboten, die Vorräthe
)erart zu bemessen, daß die gesammte Bevölkerung und Besatzung
während voller sechs Monale aus denselben verpflegt werden kann.
diebel wurden folzende Vestände als erforderlich erachtet: 150,000
Tentner Getreide, 420,000 CEtr. Mebl, 160,000 Centner Salz,
150,000 Ctr. Dauerfleisch, 100,000 CEtr. Kaffee, 80,000 Centner
Butlet, 500,000 Ctr. Stroh, 120,000 Etr. Kartoffeln, 500,000
Stück Eier. Dieser für 6 Monate berechnete Bedarf beträgt
1,700,000 CEir. Außerdem will man 40,000 Stück Rindvieh
und 250,000 Stücdck Hämmel beschaffen und rechnet darauf, daß
die unter gewöhnlichen Verhältvissen in der Stadt befindlichen Vor⸗
räthe die Verpflegung auf zwei weitere Monate sicher stellen. Das
normirte Getreide, Mehl, Salz, Daueifleisch, sowie Kaffee und
Steoh sollen nach dem Vorschlage det Kommission in den Maga—
jinen des 1. Armeekorps jederzeit bereit gehalten werden; alles
Uebrige würde dann binnen 12 Tagen beschafft und nach der
Stadt gebracht werden. Der weit vorgeschobene Fertsgürtel sichert
nicht nur die Stadt und deren Magazine, sondern auch die für
das lebende Vieh erforderlichen Weideplätze — nach französischer
Annahme — vollständig gegen Beschießung. Hiernach würde die
Verproviantirung für 8 volle Monate bemessen sein und dei
nan Einschränkung auch wobl für 10 bis 11 Monate aus
zeichen.

Wahhington, 20. April. Von einer hervorragenden Per⸗
»önlichkeit ist gestern eine Aussage gemacht worden, de, wenn sie
dewiesen wird, den Präsideaten Grant persönlich in eine höchst un⸗
angenehme Lage bringen kann. Der frühere General Staats nwalt
Williams, als Zeuze vernommen, erklärte, daß er einem früheren
Zolldeamten Namens John S. Davenpori in New-PYork aus dem
für die geheime Steferoolizei bestimmten Fondz eine Samme von

——

— ⏑. —

80 000 Dollars zu Wablzwecen ausbezahlt habe, und zwar auf
direkten Befsehl des Präsidenten Grant.

Rermischtes.

F Zweibrücken. (Pf. N.) Für Eltern und Vormünder
dürfte es nicht uninteressant sein, Kenntniß von einer Entscheidung
zu erhalten. welche das k. Zuchipolizeigericht dahier als Berufungä—
gericht von einfachen Poriz istrafsachen vor Kurzem erlafsen hat.
Es hatten näml'ch eines Sonntags Abends mehrete 14 Jahre alte,
der Weillagsschule bereits entwachsene Mädchen aus Pirmasens in
Begleitung ihrer Eltern eine Wirthschaft, in der gerade Tanz⸗
zelustigung stattfaud, befucht und einige Zeit im Tanzsaale zugebracht.
Dieselben wurden protokollirt und auch zu je zwei Tagen Haft der⸗
irtheilt auf Grund des Art. 56 Abs. 2 des Polizeistrafgesetzbuches,
velcher bestimmt: „Mit Haft bis zu 6 Tagen find Sonntags⸗
hulpflichtige zu bestrafen, welche öffentlichen Tanzunterhaltungen
awohnen ⁊c. ⁊c.“ Hiergegen ergriffen die Verurtheilten Berufung
und erbrachten in zweiter Instanz den Naqweis, daß sie seit ihrer
kutlassung aus der Werltagsschule mit Genehmigung der Local⸗
—A ersetzenden
Hr vatunterricht genossen. Das Berufungsgericht sprach hierauf die
Berurtheilten von Sttafe und Kosten frei, indem es in den Er⸗
vägungsgründen ausführte, daß die allerhöchste Verordnung vem
31. December 1864 über die Sonn⸗ und Feiertagsschulpflichtigkeit
n 8 1 bestimme, dafß die Sonntagsschulpflichtigkeit ihren Adschluß
inde durch ecfolgreiche Erstehung der öffentlichen Schulprüfungen
n jenem Jadre, in welchem der Schulpflichtige das 16. Lebeus—
ihr zurückgelegt hat; daß sodann 8 2 derselben Verordnung weiter
estimme, daß ei e Befreiung von diesem Schulbesuche nur bei den—
enigen Schulpflichtigen statifinꝛe, welche eine höhere Lehranstalt
esuchen oder welcht mit Genehmigung der Locat⸗ Schulnspection
rinen die öffentliche Sonn- und Feiertagsschule ersetzenden Privat⸗
interricht erhalten; daß aber Letzteres erwiesener Naßen bei den
RNei Appellantinnen der Fall sei, sonach für diese eine Sonntags⸗
chulpflicht nicht bestehe und deshalb auch eine Bestrafung derselben
auf Grund des eingangs erwähnien Artikels nicht erfolgen könne.

Das „P. W.“ schreibt aus Pirmasens, 20. April:
Gestern Nachmiltag wurde der Gerbertagner Jacob Kästner in sei⸗
nem Hause in Lembecg auf dem Speicher erhängt gefunden. Wie
ans mitgetheilt wird, hat er in den besten Lebensvethältn ssen ge⸗
tanden. Er hinterläßt eine Frau: Kinder sollen aus der Ehe
keine entsprossen sein.

FeIn Kaserblautern hat sich mit e nem Akuenlapital
von 15000 M. eine Gesellschaft zur Errigtung eines Eishauses,
das in der Nähe des Badweihers bereits hergestellt und mit Eis
gefüllt ist, gebildet.

Neustadt, 20. April. Der Ausschuß des pfälzischen
Keislehrervereins, welcher heute dah er im Sch eßhaus tagte, hat
den Beschluß gesaßt, daß die diesjahrige Generalversammlung zu
Neustadt am 26. Sept. l. J. stattfinden foll. Der deulsche Lehrer⸗
tag, welcher in der Pfingstwoche zu Erfurt tagen wird, wird vom
»fälz. Kreislehrerverein durch den Lehrer und Redacteur Heinrish
Krebs zu Weideuthal beschickt werden.

tMaikammetr, 20. April. (Pf. Zig.) Heute sprang
in der Nähe der Station Maikammer⸗Kirrweiler, woselbst bekannt
lich die Schnellzüße nicht anhalten, ein Mann aus dem Koln⸗
Baseler Eilzuge und erlitt dabei einen statten Schädelbruch. Der
Verungluckte, ein Tüncher von Kirrweiler, soll eia Billet von Lud—
wioshafen nach Edentoben gehabt, sich jedoch den Weg durch
derauzsprinzen in Ma'kammer habe abkürzen wollen. Seine seldst—
verschuldete Verlezung wird ihm nun wahrscheinlich das Leben
kosten.

F. In Heidesbeim sind nach amtlicher Aufaahme ganz zer⸗
ört 17 Gebäude (7 Wohnhäuser und 10 O konomie ebäude), theil⸗
weise zerstört 18 Gebäude (8 Wohnhäuser und 10 Oetonomie gendu⸗
ichkeisen) 17 Mauern sind e'n effürn
        <pb n="226" />
        f Aus Insheim, 19. Apr'l, schreibt man dem Land.
Anz.“: Dem Glaser Konrad Zimmerle dahier ist seit längerer
Zeu sein 7 Jahre altes Mädchen erkrankt. Am Ostermontag war
sun ein Mann Namens Wüst von Oberhochstadt, dessen Tochter
im Hause des Z'mmerle wohnt, auf Vesach hier, und dieser bat,
nachtem er von der Kraakheit des Mädchens gehört, erzähl!, daß
er selbst auch einmal vor etwa 6 Jahren verhert gewesen sei und
daß ihm der damalige Hirte den Rath gab, er solle sein Dedbett
anlersuchen, in welchem er alsdann einen Hahn ohne Kopf fand,
vas der Hirlte so auslegte, daß er wieder gesund werde, hätte
aber der Hahn einen Kopf gehabt, so hätte er sterben müssen; den
dahn habe er dann verbrannt und sei wieder ganz gesund gewor⸗
zem Auf diese Erzählung hin hat die Mutter ebenfalls das Ded—⸗
dett ihrer kranken Tochter untersucht und siehe da, sie faud zwar
seinen Hahn, aber verdächtige Bettsedern, welche sie herausnahm
und verbrannte. Auch hatte das Mädchen eine Vision, in der sie
zine alte Frau Namens Doll zu sehen alaubte, denn sie sagt:
„Mutter, gehet hin und bittet die alte Doll, daß sie mich gehen
jäßt!“ Gegen 6 Uhr Abends kom die Mutter des Kindes in die
Behausung der 76jährigen Witwe von Joh. Doll, welche mit
ihrer Schwiegertechter, Wittwe von Franz Doll, zusammen wohnt,
riß die Thaͤr auf und rief: „Ich bitte dich um Gottes Willen,
laß mir mein Kind gehen, worauf sie sich wieder entfernte. Die
Schwiegertochter, welche anfänglich nicht wußte, was damit gemeint
sei, erinnerte sich dann, daß ihre Schwiegermutter vor etwa zehn
Jahren als Hexe im Dorfe verschrieen war; deßhalb und um die
sugefügte Beleidigung von sich zu weisen, ging sie mit derselben
n die Wohnung des Zimmerle und fragte, was sie denn mit
ihnen wollte. Die Ehefrau Zimmerle, auf das Betit ihrer Tochter
deutend schrie: „Dort seht bin, dort hegt das kranke Kind und
derdreht die Augcun!“ Darauf gerieth die Wittwe Franz Doll in
Zorn und sagte: „Wenn ihr so was me'nt, so sed ihr Lumper⸗
sevg!“ Nin schlug der in der Stude anwefende 18jährige Sohn
onrad Zimmerle der Frau mit einem dicken Rohrstocke über den
Zopf, daß sie blutend fortlief, aber der junge Mann, den sein
Valer vom weiteren Verfolgen abhalten wollte, sprang zum Fenster
hinaus, ihr nach und mißhandelte die Frau noch auf der Straße,
udem er ihr noch mehrmals über Arm und Rücken schlug, so diß
dieselbe jetzt belitläägerig ist. Gestern war Gendarmerie-Wachtmeister
Zeisch hiet und hat die Sache vprotokollirt und heute wird der kal.

Bẽzirldarzt Hert Dr. Bopp erwartet, um die Mißhandlung zu
onstatiren. — —

Die Sozialdemokraten wollen bei der nächsten Landtags-
vahl für die Pfalz vorläusig folgende Kandidaten aufftellen: für
Zpeher⸗ Frankenthal Stadteinnehmer Paulus zu Speyer (2); für
deuftadiLandau Dreesbach aus Kussel; für Kaiserslautern-Kirch⸗
eimbolanden Goldarbeiter Hackenberger aus Pforzheim, der zur
Zeit in Saarbrücken gefangen sizt. *4535 2*

FAus Baden, 28. April. Bei der am 25. ds. Mis.
vollendeten Prüfung der zum Einjährig, Freiwilligen⸗Dienst Aspiri⸗
enden, welche ihre Berechtigung durch eine besondere Prüfung vor⸗
ulegen haben, sind von 55 zur Prüfung zugelossenen jungen
zeuien 18 bestanden.

In den deuischen Münzstätten si d bis zum 15. April
1876 geprägt: an Goldmünzen: 1,075,046,960 Mark Doppel-
ronen, 817,834,780 M. Kronen; hiervon auf Priv trechnung:
64,674,805 M. ; an Silbermünzen: 25,687,810 M. 5. Mark-
tücke, 128,151,873 M. 15 Markstücke, 21,612, 168 M. 50-
Pfennigstücke, 22, 414,680 M. 20.Pfennigstücke; an Nickelmünzen:
5,417,835 M. 30 Pf. 10 Pfenniestücke, 8,985,885 MN. 25 Ppf.
3- Pfenniastücke; an Kupfermünzen: 5,318,006 M. 72 Pfqa. 3⸗
Bfennigstücke, 2,929,688 M. 49 Pf. 1,Pfennigstüce. Gesammt⸗
jusprägung: an Goldmünzen: 1.892. 881,740 M. ; an Silber⸗
nunzen: 207,866,8331. M.; an Nickelmünzen: 24,403,720 M.
55 Pf.; an Kupfermünzen 8,247, 751 M. 21 Pf.

fParis, 18. April. Obgleich es noch über zwei Jahre
hauert, ehe die neue Pariser Ausstellung eröͤffaet wird, so haden
ich doch shon 150 Personen um Buffets, Restaurationen und
ihnliche Anstalten beworben. Für andere Anstalten sind ebenfalls
ereits zahlreiche Gesuche eingelaufen.

Ju Folge der strengen Fröste haben die Weinberge im
züden Frankreichs, namentlich Medoce und Herault sehr Noth ge⸗
itten, so daß der französische Wein sicher etwas in die Höhe gehen
bird. — Am zweiten Ostertage sind in Confoleus (Charente) 16
MNenschen, welche über die Vienne fahren wollten, ertrunken.

F Glasgow, 22. April. Heute früh ist hier eine furcht⸗
are Feuersbrunst ausgebrochen; BuchananStreet, die Hauptverkehrs⸗
der der Stadt, wo die meisten Magazine liegen, steht in vollen
Flammen; bisber ist das Feuer noch nibt bewältigt.

Fur die Redaction veranlwortlich: F. X. Demeßs. —
* *
Gewerbliche Fortbildungsschule
St. Ingbert.

Der Unterricht in hiesiger gewerblicher Fortbildungsschule be⸗
zinnt Mittwoch, den 26. Aprilec und fällt im Sommer⸗
mester die Unterrichtszeit auf Mittwoch und Samttag Abend don
79 Uhr und Sonntags Morgens von halb 8 bis halb 10 Uhr.

Das Bürgermeisteramt:
gCuster.

Es ist vor
iniger Zeit ein
schwarz seidener

Regenschirm mit dviolett
eidenem Futter stehen geblieben.
Wer denselben an die Erpedition
38. Bl. zurück bringt, erhält
ine Belobnung

Ein braver Junge
lann in die Lehre treten bei
J. J. Fiack jun.
Sattler.
Makulatur
per 25 Pfund, wird abgegeben
in der Druckerei des St. Ing⸗
dertee Anzeiger.
Eine große Auswahl in
Honn- und Regenschirmen
u herabagesetzten Preisen emp fiehlt
Ir. Stußmann.

Geschaifts-MA nzeige.

Unterzeichneter heehrt sich hiermit anzuzeigen, dass
or eine
VEINMBANDBLUVUNG
dalvator

bier errichtet hat. unter Zusicherung reoller und billiger
Bedienung.
8t. Ingbert, 1. April 1876.
detnreoh Laun.
in der
ierbrauerei
A ô.

Ohampagnen-Walger
mit Benutzung der beliebten Melodie:
„Ohampagnerwein, du edher Mein“
Für Klavier componirt
von
IXRXVVXVE
Op. 19. Preis R.M. 1.50.
degen Finsendung des Betrages versende ich franco.
PMOB OOAMIM CũSI.

Emil Grewonig,

Sattler und Tapezierer in 8t. Ingbert,

hält von heute an fortwährend ein großes Lager in
Tapeten uerref —rduren
Jwoͤhnli her und mittlerer Sorte und empfiehlt zugleich seine
Kusterkarten

von den gewöh'lichtten bis zu den feinsten Sorten aus der Fabrik
bon H. Engelhardt in Mannheim.

— —
Redaktion Druck und Berlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
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        22—
a 2——— 2222 52 222233
⸗ 2 4 —— —— 2 222 22 — —— 3 28 25
—5555 3533572—335555 5 553—382 53553 2333585 35323355*
5** — 27 — — 55 b »W * 25 *
A —z533285 —3 555 3 — 22 53385— —25558
— * 2585 23755 8 —A —A ——A — —A — »2
228 555532— —3288 —55* —A —
2 525 22222382 —— — 522 3828 253232225 3 2523—
z2355 2 22223 532 2 8 23223853 .25 5*3 5338 — —
—A —— — 25—3 8 —222 282 — —5258 538223* 22 88 42*
—25— * 2 E —— —— 2 2* y
A 28 S. 5223387 25256523382583 158565386
— — —
—55 22335— —75—383— 5 — —— — ——
—— 22858 8 —— 2—3— —383 — 5385 25 5 5 3223
—23255 233——33— 3235—* zZ02 7 8—85 *3 E5—58338*
55238 * 828323252 5s82353— 53 —3——8 5833235
— J 8 22
53585 8383337—5— 5 2 5 — 35 5353333
— —2 232 2520 — 52 57 æ —8 3
—8 ————3— 5 — —355— 525822232* 23—35553—833 — E
8 —— — 327*60 23272 53232 z25355 ——532 58 3——
2* * 2 —*82X— * 3 2 5 3 —— c53 J 4 * * —
* 28 — 5835 —8 26B E E — 4282 —A
D 2*5 25885 228 D —5 8 4᷑ — 2 3z25 —23523822 —— — 3
—22220 2 —2 —s —2 5—2 3 2 532 2 — 2 5323—5* —— —— 3
5 —52 —5— 356 522555 5382 5235 535533—
—A —— s 222* — — 2 s55 2 * 23 —28
— * 3 2832 7— — 725 55 2 2 * 525 *
— — 52328 — 2 87* — 3 —* ·2522 22 — 4322
J —F * 8* — — * * —2 — 528 — —53c5
227 522855 85 — 5 5588 352 —A 5 * 2 * 8
232552— — 53 ——2 —5 32* —A —— 55 75333 381 2
5 5 — 2 —8 25 *0 — 52322322 22853 —3238 22 S
—e882 S* 53323553383.2—8 —552—— —3—2325 A
z 33 323 3 2 333333353533
* * “2 — 8 . —3 —8 7
5335325233 22 53382 3838884 283523258 553 5
* * ÿæ 52 —8 —3— —5
—832—5553 2358-2 53 —3 585 s 33 — — 3—3332
— ⸗—533232 —6 5 — —— 8 z52353 3 3583
525223 —2555 5325388232 5 282 555 — — XL 5 —58338
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23
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22 52—36* —— — »22
— ——— 5257 —25552—2 77525
5525553 252 —2 25 —A —2 —B2224 ann
5335353235 335* 2375375 5337 555335332 23 352355 3*5285
*7 * * — 2225 *5 c 88 25523 1*2 827
335223586* —*1522 32*5c — —272233 s5523837 *23223*
5358 52 2223 23 558 ẽ 5522 583
5 535335 — 5237 — 32222 522 2 527 52z238353557 — 58, 2235323*33
3*7 — ⸗ — —2— —* 52 7 — 2 5
—— 555 55538 335 —A
522 5 35 2383 — —2325 2558* 2522 333 ——— —
—* 2—z332 5 5332537 2528 —3252333 28 253358 — 57228
—*322253 2* 323233255323 3832 735*58 —s 58 * * 52333583555*
— V— 5 58 —“ 2 B55* 558 3
— . —*1m —28 — 3 —— —535333552
— 523z 335235 833235* —2522552 —3325333327357
2 — 32525—33 828 —5232333 14 —542 —5—z3533
528—8522 8 2758 — 3—555385 8 j —35 ——3 53332
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8 5823558* — 322 325353 578522 152 —2 —5 535 3 235 582 —
—— — — —— 173333335535 553355 ——
——A — 3 533 52 328* ——23555 583—82238 555733 —323335*
75 335 333253 555 —335—5383 83 3333335335
8 * —
38 —52235355 28—573— 3755353 E75 .3 587272—833
32 —5—535883 253 z23235333352383335 —E 322332373
5833 — 3 323
22555 ẽ . 58 2383 55 — —2 523323535 — 325 3
— 9*4 ——2 2 222725 55583— 53235 8 — 522335
323242 22 25* * — 285 88 * —— 58228 — 22 ——
232 8572 —5 7 — — 2833 —335555 2333 3—825
335 437 33833338 2
235333333383 5533323333533* —
33 2 55238 532—5 5533573
** 2 —24 5355522 22 —5522
—2 8 25*c258 —z355
——

—52242325
8 22 55 —z 5 53255335
— 522 8—
2 54582 —— 5223 2 2255325225
— 5 2 — — — — 5322 —2
5 52538 —A 2555—355538 5323575335
z25524 — 333 3 335 — —— 525 727
— — 2 *3 * * —* 2* 8 —*1*2 — —8
22* 25 325 —3 — z8 5 — —25323 — 5522 22683 55 *
8* 2 9 3 —A — * — —— — 22* —* 5 —
25 2 2 35—5532—3238 —8353—233235589 ——— 53 2 283
s253535322333533 8 —8833 3553 532 333
2 22 ——— * —A * 7 2 2 —— 52 227
52325* 325330 38 5533583328 338 süs5z3 833 22* 55
535755253523 25 — — c*85 22 2587 2 325755 — 233
—25323232S * S22 8 * 2 532 8 —A — 2* * 3 *
57 33535—23—335387 38352 238 5583* — 523 nnp 8
582 2235538 27 * 2 —A 333 — 5 25 — 22
525555352755 553232 5355 — z2525333 2333 25 25*
5358523523 55525 535—5325* — — 253323253 —A
—x83232 — 22 — —— 8 —— 552 22237 3 — 8 335
ẽ 252858 —TXXM 2343338— 3 8 24 52533 2 —28
522 * 28. 2532 353 58 532 253 523252 2323* 8 —
3222 222 552 * * — 0 — 2 3 E —— — 27 —E —
—5353355 2335 522 2 —28* — ——— — —— ——
58 58 752555535 523532 2523332 353536333 2352238
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322573——28 25 33237383237— 26738 — 3835588
2 2 —— — — * —2 —8 — 5 —
—— * 2 — — — 2535—5 275332 A —A
28*85 55J55535 55 55538535 5335527 . 5* 2532—5— — 3229
558 — 55527 EZ * ———— —— — — —
2 — 3 2357 2 —25 —5— —ÜAIm22 —A —A — —A— 32
— * 529 * »B5532 2 —3 27
—— 7 —3— — — —* ——— * * —““— — 20 2522322
— * *— —7 — — 2 —— — 8 — 382 —— — 23— 552 37 — — 5
— — 223352335353 5383532333 3537
———— —25253333— 3533235* 55242 23533 753357 3
* 2M523552 —A — ——
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— 57z553235 55357 —2285
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— 2
22 — mz55
— 555755853535355
5355323—35535 2 38
83 2272 2732 * 2 2 2 2
3322 2 — 53355 — — —*83 3 72 — 3222
J s55 58233352 25357885 5258 23 553383353533
— 7 228 823 — — 33 D — 582 2 3— 323252 —A
—A—— 2 25 58 c * 2 —5 — 533 ———
— —522 5 235—2 52 246 227323 23373333 52*2
— 2 7 A ———— —————— —I5 30 — 2*2 2 2245 325
5328* 57828 25 5385325 323 52236 ——— 2 5
2 —— — 2 3— — — —— — 3225 2333 8* 22 — 2 — 52
2 8 * — 25 — 22322 * — — ——
2533355 —— 35 333
— 22 25 38* — 82 22 2 758 5*22 5*
22 — —X— 2 —— —2 2— 2* BR * * 2 7755 —
—A 263 5—5 — 55 — 353337 5383
— 25 8 2225 2528 252333 22 — XV 52 *
—* 9 — 8 75 —55 5 5222 —A— 7 2 1 22 52—
7 52 2 4r 29 538 2 283 &amp; 522 — *8—52
8 253 88 2232 53 7—222 2 55 2* 22
* S * — ** 32505 — — 228 * 2 8
2355 5523 233328323 z35525 25 332535 223523
A 33 3333336 733335* — 3V 8 s3s8373335353355
2 22 2c— ——— 2 2 —* 23 — 9 8— ———
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*860 2** — ——— * 25853575 — 5 3 75 5—333558383
— 22 E*8 —A 255 — 55 55825 z232225
⁊ 2* 235 —A S — 22 * 85 * 22 *
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3 * — 2 * — 2 — —— J * *5 —2882
* — 22233 — 5532225 5 T 26* —
*775x 25335383 522 3583833 325555 —522655
Z3 — 2. — 123255 22 A—— —X 2383355 2* F 287
2 22. — . 2288 2 255 5 2 273 2083 z558 —
Z 5 — — a b 24 — 5—24 — * —A ——
5253558 *55 — * 585355755337 523352 55232
— —X — 233385 3 8 5353353333323233 — —
228 25235 283 — 8 S22
353842 385 1235838 552 35 835 2435 *
2 22 282 52* — *28 8
25* 28* —A———
22 5 ———— — —Z—
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a⸗
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        622 55 7 *S22 2222 — 72 22222 ——
2—5356 8, 3 38—
3238 558 533 5—33 —3 335838
230 22—28 523 —3328 —— 2*3—2 3 3835
—535525353 5525573243236 253 3 552335—82853325
28235335 2—856 . 23 —5 —5321-533383 2 — 32 3 55—
22 —A 7325— —12355 5222 5538— 2722 255
23 *5323 52332235355 * — 2z233573
8 * 3 * 8 — ——55222 —5755728 — 7822 — — 2 —
712 520&amp; * ãa 28323 — —— 2 25 22 — 2* * 3
213 —A 8 2372*35 2 *3 25— 352 55855838* 53 97
A 5328385 —2.5 23 3*53 — 35522 *S323328
I⸗ —— * *.33 — 227 5333 22. 2— —ä— * 525.23 28 2 55.2
85 — 8 S 57 2853 —32227 S. — 23 2c5653 —
2. * 2 6 * 23522 3'22.2 25 S 8*522 22222 2222
—A 252838 3 287 5257 535337235857 22252. 378 2*2*
** — ⸗ * 27 — ⸗ * * 2*
233323 23333—33337338—6235*
—9 — 22322 — — 27 — — 2 8 —— Z 2 2227
3 32—
538 25 68 * * — — —53—3583.5*5 2237
* —⸗ * — 2 5222 .2 2 —
338—3 573333335 25353553333583 3
2 3532* à2 7— ——— —35 —55 23572535 2.2 —A
⁊ —3 — 2 22 * — —— 5 2 — 2 * 2 2 —*
3232853 23 55 3853333332 3553 —3533835 5358
— 2 2 55323 2 255523 —— *5 253 825,353 55. 3 52
5332 233* 322* 5235338 *858 33 3325252— 2332
252 58258 33 55222335228 —-.22 3357— 7 52 2
523 **552 —232 53835355—— —238 53235 3335 5853 .v
3282. 5 * 33. , 2 33 2 2 m s877 5 5c6
25 25537 72 52253523553382 3253 37723 2527
3225533 53 1235333533332355 5— 2558—7—8* 2358*
—
222 222
52. 3 529 23 33208
2 *82. 5. 535 2 — 8
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72322 325238 2228
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8358 33333235335
22 J 22 3325, —A
5525 22. 5 77 *2 52555
238 * 237 — 223 *
—25 802 5553285 —
212253 3 ——222358* **
323 22333 —5523223
1233528 73225 28 23583
32 2 2* 52 * 652
*255885 5*28 55 5853
—
— — * — 2. — —
*—8 53 322323
—7555222 3223388*
— 2 2 —A 8*
52 299 223 588 ————
—21353 — 2527
— 2 ** 227 23 22
23 * — 33 23
8538*8 23523 328 5323
— 55 652 2242
87331 —A
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2 528 7 22— 527 7 3
28323 ——A 533883
—E — —2 — — —X — 2 * 782
23328 2 — 2 * — — 7327 22529
23 223 2858 *532. 2. 558233 —A ———
—2 232352 2223 272527* 2 2 2 32555
2 — 525337 83 235 *2 22 2328
83* 32832* —A —28327* 85 383
2. 3 * — 83328 ———— A —* 282
a 5 3 —
2 38 35* 2523753353 * 538 —27
* 82 2 2* —9 52 37 233533538*8
22 287 7 23 — — 27 53 58 ue2
28 — —3233 3 222535 28 2 5
* * 2232 35273 8** 72 2282
2 * — * 2 * — 32 * * 2 * *
5 * 2357323 2. 2 52* * 3
232. S2 *5 2582 5 2 *
* 37 33352558535 53233 cR
38 2 7* —
28 2* 522 5 7 *3 3 —2
48 3332753332 33533735335 —27— 3355
2 * —A —— 2 2* * 5222 352 538* 2 535
27 54 238 2832327* 5326 2. 358 5337
—— 523555555 — * 22233 2225 32
37 * 2 —222 — —— — — — — 8
3 —X J—— —888
27 7253335333 — 2533* —— — 72
2 2*857 7 — 233 5 35552 2 28232
—A —— —A 3 5. * 2 — —235 15552 * 8
533333338* 353327 223 337— 2—7
92 3283533— 3252 507 2 2 2.3 8 2
73 5238353353 8233 582835g583 J
58 2283383 34333833333385 —A
* 3 — 5225 —5 53238 232328233828 20833
S. 3 *— 55 I332Z —— 2 * *
— 2 7 53— 2232 32 * 62333*
3333 5753373 * — 22337
35533533535333
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733535 A 535283 23 9 X33 2 23 20298
2322* 5222537 286 — * —* 5233522358 28732
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5322 7733538333 5 23 22 733—
22555 355 ⁊ 33533535248 * 22 2323
73 38 28 —2 — —— *87 2 2557
* 2 ——— 25235* 23* —38* 22 5253 3
2 —*7 —— 522,27 2.7 — 23533 3 23.2
3335 —3— 82 53* 2. 53 25233 57
—* 726 9552 5—2 3 32 2 32
22 533 3.3 729 28 2522 2 8* 328 272
*2. 2 33732333 —z23523233 5 228 *5z3587
3 — 223.57* 227 — 5z 33 233 *55 155588 32
5355238 233 3 3 5⸗* A —
j 8355 *33 8 55338557 7838
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2237 — — 233* * 8 — 55 7* 32 2 2
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52373 587 5383 533333 35 5338
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2 3 5.* — 22 —*22 2 2 * — 353 7535383*
*22 —— 5223 38 * 2 7 — 8. 2 * 52 2*
15533 * 8 — 3 —A 8* 3533353338* 2B83
22335835 —A 32 * 3325 3232 28.22* *
— 35323 AJ 2 2 2353228533 2
25933 55 —— — 225337 —A 28 2*
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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungablatt, (Sonntags mit illustrirter Rei-

lage), erscheint wochentlich vViermalzr Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärtz mit 15 Pfr. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
Ag 66. Tounerstag, den 27. Avriil 1876.

Deutsches Reich.

München, 25. Apeil. Der F'narzausschuß hielt gestern
wei çeheime Sitzungen, worin über Erhöhung der Civill ste des
Zönigs und der Apanagen berathen worden sein soll. In Abge—
ordnetenkreisen wird versichert, daß der Vorschlag, die Crvilliste
um 5 pCt. ju erhöhen, indem der Gulden zu 180 Pfennig be⸗
rednet worden, die Zustumung der ganzen Kammer erhalten
werde.

Berlin, 25. Apr'l. Der Kaiser nahm die vam Präsidenten
zes Reichskan:leramts, Delbrück, erbetene Entlassung an. Delbrück
ritt zu Anfang des Ma' einen bereits seit längerer Zeit beabsich⸗
,igten Urlaub an und übergibt zu Anfang des Juni die Gefchäfte
einem bis dahin ernannten Nachfolger. (Dilbrück ist leidend.)

Ausland.

Bräüssel, 22. April. In militärifschen Kreisen ist augen⸗
dlidlich sehr viel von einem Besuche die Rede, den Graf Moltke
auf seiner Rück eise aus Italien den Fesfsungswerken in Antwerpen
nach‘n soll. Wie bekannt, ist Antwerpen unsere einzige Festung,
dagegen aber eine der wichtigsten in Enropa. Die Festungswerke,
die erst vor zwei Jahren fertig wurden, zäühlen mit unter die bes
merkenswerthesten ihrer Art, und es lohnt der Mühe für einen
Fachmann, d'eseltlen mit Fenauerer Aufmerksaukkeit zu besichtigen.
Man freut sich allgemein über den Besuch, denn es giebt wohl kei—
ten aus.ändischen General, der eine sympathishhere Bewunderung
n unseren militärischen Kreisen hervo gebracht hätte, als Moltke.
Statt der bis jetzt ü lichen Zusammenberufung fast sämmtlicher
Militärs des Landes im Camp de Beverloo (bei Maestricht) sol⸗
en diesen Sommer Uebungen in der Ark, wie sir in Deutschland
cristiren, eingeführt werden: es sollen rämlich die für die Uebungen
derufenen Armeekorps in zwei Abtheilungen gerheilt als feindliche
sttiegsmächte in strategischer Weise gegen einander rücken und sich
irst nach Beendigung dieses Krießszuzes nach Beverloo begeben, wo
»ann eine allgemeine Nevue durch den König stat'findet.

(Fr. Zig.)

Paris, 22. April. In der heute abgehaltenen Gen-ral
Zersammlung der gelehrten Gesellschaften hielt der Unterrichtsminister
Waddinzton eine Rede, in welcher er sagte, daß Marschall Mac
Mahon, indem er die Abhaltung einer Weltausstellung im Jahre
1878 dekretirte, zeigen wolle, daß Fraukreich nu' medr sich selbst
mçehöre. Der Minister fügt noh hinzu, daß d'e Republik eint
Regie:ung des Friedens nach Außen, der Odnung und Beruhigung
aach Innen sei und sprach die Hoffnung aus, daß die Republik
dom Jahre 1875 Frankreich lange Tage des Ruhmes und der
Wohlfohrt verschaffen werde. (T. N.)

Die Konigin Vektoria von Eagland hat bei ihrer Begegnung
nit dim Marsadsall Mac Mahon diesem die ihr dvom deusschen Kai—
er und anderen deutschen Fürsten gegebene Versicherung mitgetheilt,
»aß der europäische Frciede nicht bedroht sei. Die Königin von
Hroßbritannien und Irland kam eben ven einem Rendezvous mit
dem deutschen Kaiser, als sie mit dem Präsidenten der französischen
Rpiblek zusammentraf; nichts ist also natürlicher, als daß sie de
Vermittlerin der Gesinnungen des deutschen Ka'isers gegenüber
Ftankreich war, das während der Anwesenheit der Königin Viktoria
in Deutschland seine, Aufforderung zu der Weltaussstellung von 1878
hute ergeher lassen und dies: als eine Friedensbücgschaft ange—
ehen wissen wollte. Die Worte der Königin von England dürfen
als die deuische Antwort auf die srarzösische Friedesdemonstration
etrachtet werden.

Petersburg, 25. Apris. Der ‚„Staalsanzeiger“ enthält
me berudigende amtliche Erklärung üder die Schwierigleiten im
Aient: Das Einverständniß der Großmächte bezüglich der Tämpf⸗
mg des Ausstandes in der Her e ow'na sei fest vegründet; die
jurd Leidenschaften und materielle Hindernisse erzeusten Schw'erig
deiten könnten den vereinten Willen Europas nicht bezwingen.
dieses Einverständniß sei nechmals befestigt worden auf die Nach
it über die von der Türkei beabsichtigte Juvasion von Montene—

gro, in Folge welcher das kaiserliche Cabinet sofort die fünf Groß
mächte eingeladen habe, identische Instructionen an ihre Vertreter
in Koustantinopel zu erlassen, um der Pforte vog einer kriegerischen
Action abzurashen. H'ierauf hätten Deutschlaud, Oesterreich, Frank—
reich und Itallen bereits erwidert, und es sei mit allem Grunde
auch Englands Beitritt zu erwarten. Neuerdings lägen aus
donstantinopel günstigere Nachrichten por: Der Sultan habe seinen
Minister des Auswärtigen beauftagt, jede Absicht eines Angriffes
zegen Montenegro in Abrede zu siellen und die Versicherung zu
geben, daß die militärischen Maßregeln bei Skutari nur den Zwed
der Vertheidigung häͤtten.

Vermisqhtes.

4 Grünstadt, 21. April. Beim Ausgraben des Wasser⸗
behälters in der Vorstadt wurde heute in einer Tiefe von 1⸗
Meter ein menschliches Ger ppe gefunden.

F Dem „Manuh. Journ.“ wird aus Kaiserslautern
zeschrieben: Im Fruerlöschwesen der Pfalz, das siellenweise noch
'ehr im Argen liegt, soll ein Inspector angestellt werden und hier—
zu der Vorstand des Verwaltungsraths der Kaiserslauterer Feuer—
wehr, Herr Buchhädler Hugo Meuth, ausersehen sein. Die pfal⸗
ische Kreissregierung, in richtiger Erkenntniß der Wichtigkeit einer
zut orzanisitrten und ausgerüsteten Feuerwehr, sucht auf diesem
Wege den alten Schlendrtan zu beseitigen und wir glauben an⸗
nehmen zu dürfen, daß hierdurch die Form gefunden ist, um die
tehende Klage „wir würden gern eine Feuerwedhr einrichten, aber
s fehlt uns an den Kenntnissen h erzu“ aus der Welt zu schaffen.
Die Mittel zur Durchführung des Projecis wurden dadurch beschafft,
daß sämmtliche Districtsrätbe einen jährlichen Beitrag ins Budget
tellen.

Der „Pf. V.“ berichtet man aus Fischbech, 21. April:
Der auf dem Frechtenthaler Hef wohnende Tagner Karl Hauser
chidte gestern seinen 7 Jahren alten Sohn nach hochspeyer, um
twas zu besorgen. Als der Junge sich seines Aufirages entledigt,
Ind seinen Heimweg antreten wollte, kam er zu einem Moͤbelwagen,
der in der Richtung nach dem Frechtenthaler Hef ging. Er be—
rutzte die Gelegerheit, um heimgefahren zu werden, stieg von hin-
nen auf dea Wagen, und in einen zur Futterausbewahrung bestimm⸗
en Kasten und machte sich darin bequem. Als der Wagen am
Hofe dvorbeifuhr, urd der Kleine aussteigen wollte, hatte er das
Unglück, unter eines der Hinterräder zu kommen, welches ihm den
Unterleib total zerqueischte. Er lebte noch einige Stueden und er—
hjaͤhlte noch, wie sich's zugetragen halte. Der Verunglückte war
des älteste Kind und einziger Sohn seiner armen Ellern.

Rheinpfalz, 21. Aprit. Nicht nur in Ka'serslautern,
ondern auch an andern Orten, wie Frankenthal, Flomersheim ꝛc.
haben die Prüfungen der confessionell gemischten Volksschulen sehr
zlänzende Resu'tate ergeben; auch an der Religion haben die Kin⸗
der noch „keinen Schifforuch gelitten.“

Der von der Smaistkasse pto 1875 an die Pfäli. Bahnen
zu leistende Zuschuß beträgt 75,145 fl. 38 kr.

F Der Lehrer Scherla in Hatzield hat, wie die „Fr. p.
Vl.“ erzählen, sein Clavser um 10,000 Knödel vertkauft. Diese
Knödel sfind zu liefern in Portionen A 20 Stück, und zwar
vöchentlich 8 Portionen. Jeder Knödel muß 6 Etm. im Dirch—
messer haben.

F Ein kErzlich in Colmar verstorbener Advocat hat dem
Irrenhause dieser Stadt die Summe von 100,000 Frs. vermacht.
„Ich habe dieses Geld“, sagt er in seinem Testamente von
den Narren dieser Stadt verdient, mein Vermächtniß ist daher
nichts als Rückerstattung.

In welcher Weise man bei den Fünfmarkscheinen die
Richrigkeit der Folionummer auf der linken Seite mit der Num—
mer auf der rechten Seite und damit d'ie A⸗chtäeit dez Scharz
brüfen kann, düsste manch w Leer n'iet ssant jsein. Tie „NMagd.
        <pb n="230" />
        Ztg.“ schreibt darüber: „Streicht man nämlich die drei letzten
Zahlen der rechtsseitigen Nummer ab, dividirt in die verbleibenden
mit 5, setzt der«csich daraus ergebeunden Zahl die Ziffer 1 zu, so
erhält man die richtige Foliozahl auf der linken Sesse des Scheines.
Zum Beispiel der Schein trägt linksseitig Fol. 114 und rechtsseitig
dir. 0565230, so streicht man die letzten Ziffern 230 ab, dividirt
in die verbleibende Zahl O0565 mit 5, ergibt dies 113, die Zahl
zugesetzt ist gleich 114, welches der richtigen Folienummer ent-
spricht.

F In Maxau (Baden) sollen zur Foͤrderung der Holzflößerei
»essere Hafenanlagen mit einem Kostenaufwande von 50,000 Mark
sergestellt werden.

4J Der Erbgroßherzog don Baden hat dieser Tage seine Stu⸗
dien an der Universität Hesdelberg begonnen.

F Osthofen GKheinh ssen), 23. April. In der heutigen
Beneral-Versammleng des hiesigen Spar⸗ und Kreditvere'ns wurde
der Verlust, welchen der Verein durch die Affäre Strauch-Bickerle
erleidet, auf 80,000 M. abgeschätzt. Um denselben theilweise zu
decken, wird der ganze Reingewinn des Jahres 1875 mit 14,000
M., dann die Haupt- und Spezialreservefonds mit 16,000 Park
derwendet, ferner die Kautionen des Kassiers und des Kontroleurs,
denen der Verlust zur Last fällt, mit 17,000 M. Der hiernach
derbleibende Rest von 33,000 Mark ist von jeren Mitgliedern des
Verwaltungsrathes, an welche der Negreß geno nmen werden kann,
leicht einzubringen.

FFrankfurt, 24. April. WeSchwager, einer der
zrößten Brauer der Stadt und Teutschlands, hat seinem Leben
durch Oeffnen der Palsadern und darauf folgenden Sturz aus
schwindelnder Höhe in den Schacht ein Eunde gemacht. Die Gründe,
welche den allgemein beliebten Mana, der eine Reshe von Jahren
Mitglied der Stadtverordneten-⸗Versammlung war und einen eisernen
Fleiß zum Heben und Ausdehnen seines großartigen, xuf dem
zebenbekränzten Röderberg liegenden Geschäfts — ener der schönsten
Brauereien Deutschlands — au den Taäg legte, zu der traurigen
That bewogen, entziehen sich noch der Oeffentlichkeit.

f Wien, 21. April. Der Ex König Georg von Hannober
siedelt bleibend nach Frankreich über.

* In Hamburg trat am 21. d. Mis. der Verbandstag
deutjcher Frauenbildungs und Erwerbvereine zusammen.

Die Polizeibehͤrde der Stadt Luzern steigt den Milch⸗
faͤlschern streng zu Leibe. Sie straft dieselben nicht mit kleinen
Geldbußen, welche mit schletter Milch wieder eingebracht waroen,
sordern sie veröffentlicht die Fälscher mit Namen und Geschecht im
„Tagblatt“ und üdberläßt es dem Pudl'lum, sie zu strafen, indem es
von solchen Lebensmittelfälschern nichts mehr kauft. (N. 3. 3.)

F Eiue unglückliche Luftschiffiahrt. Am Sonntag
den 16. ds. unternahm der Aerxonaut Herr Dartois in Begleitung
zweier Hrrren von Le Mans aus eine Ballonfahrt. Die Auffahrt
jand Nachmittags halb 5 Uhr statt. CEin Westwind trieb den
Ballon ein. Stunde später üder die Stadt Bonnetable hin. Nach—
dem er versucht hatte, über de das Thal umgrenzenden Hügel
hinwegzukommen, pafsirte der Ballon die Eisenbahn von Mamers
nach Saint⸗-Calais, trieb in das Thal der Ocne, pissirte die
Stadt Bonnetäble zum zweiten Male und nahm seine Richtung

Conventionelle —
Hausversteigerung.

behör, neben Philipp Metz
und Jakoh Ammann.
Zauer.k. Notär.
Samsetag, den 29. 1. Mis.,
des Nachmittags um 2 Uhr, zu
St. Inabert, in der Wirthsbe⸗
hausung des PhilippEmrich,
iaßt Nikolaus Ochs. Berg
mann, von hier, die nachbezeich⸗
nete dem Michael Zimmer⸗
mann, Bergtann, von da,
zugehoͤrige Liegenschaft, wegen
Richtbezahlung der verfallenen
Termine des Erwerbspreises und
der sämmtlichen rüchständigen
Zinsen daraus öffentlich zu eigen
—XI

Pl. Nr. 1431a. 9, Dezim.

Fläche, enthal:end ein zu
St. Ingbert, auf Etzelchen,
an der Kohlenstraße, im
Josephsthal gelegeues Wobn⸗
haus mit Stall, Hof,
Parten und sonstigem Zu⸗

odes-Anzeige.

Freunden und Bekanntenn
de schmerzliche Nachricht,
daß es dem Herrn über
Leben und Toͤd gefallent
hat, unsern innigstg'liebtenk
Sohn, Bruder, Schwagere
rund Onkel,
Friedrich Günther
nach 6monatlichem Leiden
Am Alter von 15 Jahre
aus diesem Leben zu sich
zu nehmen. r
Schnappbach, 27.4. 1876.
Die trauernden Hinter⸗!
bliebenen. r

Die Beerdigung findet,
kamstag Nachmittag um
Uhr vom Sterbehaufsek

statt.
V ⏑ —⏑—— 7

iach einem benachbarten Gehölz. An seinen Schwankungen war
zu sehen, daß der Ballon auf Gegenströmungen stieß. Plößzlich
zahm er, wie wenn ihn eine unsichtbare Hand umgedreht hätte,
zochmals seinen Weg uüber de Stadt Bonnetable hin und väherte
ich einem 2 Kilometer entfernten Flecken Nawens Rouperoux.
soch hoffte man auf eine regelrechte Landung und eine Miasse
deute eilien herbei, um den Aeronanten behilflich zu sein, als der
gallon piötz'ich, von einem Windstaße getroffen, mit furgtbarer
Beschwinvigkeit herabschoß und nun in einer Höhe von ungefähr
100 Fuß über den Erdboden hinjagte. Die Gondel wurde gegen
inige Pappeln geschleudert, welche sie zerbrach, aber gleichzeiteg die
Insassen aus einer Höhe vou 70 Fuß herabgeichleudert. Dadurch
rleichtert, stien der Ballon wieder eiwas in die döhe, aber nur,
im sich in den Waldoäumen zu fangen. Die Lufischiffer, von
»em Sturze betäubt, befanden sich in ziemlich desolatem Zustande.
»err Dartos hatte das linke Bein gebrochen, das Gesicht zer⸗
vunden und sonst noch arze Quetschunzen davongetragen, einer
einer Gefährten ist mit einem Beinbruch davongekommen, der deitte
jat keinerlei äußere Contusionen aufzuwe ien, scheint aber innerlich
ecletzt zu sein, und gibt sein Befi den zu ernsten Besorgnissen
Unt ß. Als Ursache des Unhlücks gibt Dartois die Durchnässung
es Ballons durch einen Regenguß aus, in Folge dessen eine bei
der hohen Tempetatur des Gases (20 Gr. deaum.) heft ge Ver⸗
zunstung des Gazeüberzuqges eintrat, welche eine starke Abkühlung
ind Verdunstung des Gasinhaltes und ddurh den Siurz des
Ballons erzeugte.

(Ein weiblicher Methusalem.) Nach einem schwer
zlaublichen Berichte des Kur. Poz.“ sell in dem Dorfe Kofiarki
jei Warschau eiue alte Feau mit Namen Lucia Uczciwek leden,
velde am 13. Dezember 1709 geboren ist und trotz ihrer 166
Jahte sich der besten Gesuudheit erfreut. Des kirchliche Taufbuch
oll dieses Fattum bestätigen und die ältesten Leute jener Gegend
czüblen, daß genannte Lucia thaisächlich di⸗slbe ist, die sie in ihrer
dindheit schon als altersqraue Frau gekanat hätten.

London, 20. April. Eine Reihe scheußlicher Morde
negt das Pablikum augenbliclich sehr auf. Die enisetzlichste That
stt die Ermordung und Verstümmelung eines siebenjährigen Mäds
dens durch einen Barbier in Blackborn, welcher an dem Kinde
vor der Ermordung noch ein scheußlsches Verbrechen begangen hatte.
der Boͤsewicht ist verheirathet und Vater von vier Kind cn. Seine
Schuld wurde durch einen Spürhund verrathen, der erst zu den
33.beinen des armen zerstückten Kinds gebracht wurde, und dann
hdäͤter in dem Hause des Mörders deu Rest des Leichnams auf⸗
pürte. Die Aufregung in der Gegend der Mordthat ist ungeheuer;
der Vater des unglücklichen Kindes siarb ver Schrecken, der Mör⸗
zer, der früher sein Verbrechen leugnete, gesteht dasselbe jetzt ein.

F (Was kostet die Weltausstellungin Philadel-
dhia?) Die Ausstellung wird insgesammt 793 Millionen Dol-
sars losten. Um diese Summe zu decken, wierden 15 Villionen
gesucher erforderlich sein, da das Eintruittegeld) 50 Cents (2/2 Dol⸗
ar) beträgt. Da die Ausstell ing nun nur 158 Tage gedffaet sein
vird, so müßten täglich 94.900 Personen de Ausstellung besuchen,
amit das Unternehmen seine Kosten aufbringen könnte.
jJ Fur die Neaciion verantworilich: F. xX. Temeß. —

ORempag
mit Benutzung der beliebten Melodie:
„OHAmMpagnerwein, du ed TLor MWein
FJür Klavier componirt
von
ermn Mecae.
Op. 19. Preis R.M. 1.50.
Jegen PBinsendung des Betrages versende ich franco.
Pofem IDcOCOMID ToOMGCcCy M CUM.

07—7

In dem Lion'schen Hause
im Josephsthal ist eine Woh⸗
nung zu vermiethen und so—
fort beziehbar. Näheres bei
G. A. Kayser daselbst.

Frucht« und Brodpreise der
ztadt Zweibrücken vom 27.
April. Weizen 10,16 Mark.
dorn 8,28 M. Haietr 9.14
M. Weißbrod 19 Ko. 532 pi.
3 Lo. Kornbtod 68 Pf.
Redaktion Druck und Kersaa don F. X. Demeß sm St. Ingbert.
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        2B827 2222 22 — — —
2355 2353533352533532383 235352158* — ——
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I23532 2325352—3—522575 25 523275 · 5 233 8583—22*
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2— — 532 — — — 252 ——
—8 3 — — 333538 32533
— —A * 2253—5 3 — 52225 * — 28 3* *22 23855
22 — —A —— 322 — — —8 * *52 5
25 5 2 5*8 55 7535 —5— c —
52322 3—5235355 253352335523225 —773231 552 5752323
7 —2 5 680558* — 82 —8 5 x 2— 2 3 28 2 3 3 222
32292 —zS—82 —8 5 525 8 —233 23 — —2— —8— 5 555
22* — 22 ;W —F 22 38
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—A—— * 3352 * 28258 ẽ 55 — 22 * 55253222
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253 — 5 — 532352 5*—* ——S —— — — 25533 2*58 z32 3 5233535887—
* 8 2 — 8 —— 8 35
—2 — — 3—2 52323853 —522 73332 758585 232535 8
* — 3— 5 — 2—2 2 —52 ,222 222 D * — »5 —* —A ——— 2 82 4
232 225 322 —— 5555352 — — — 52—535—
——— —5— —33*28 5—— 3— —— ——253565
3 —33 — 3 3 3 337308
* *2. — .
—231c53 —225—333333335550335237 A 535 7—33—38
3 5 * 38 8 * 5— 8 255
—35 2385 —2c58327 c—2382 25238 —A— —3— 8
— — — 7* 3283— —335332
33535—6255 —33352233525355 573283 8 * 233530 7355
353 —8—33— — 58 7 23835733357353
3 — 2 5232 —68 8 , 2 j
—5 5 —8—— —3638 2 Z — A—
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33337333 s 5 35
233338 33275333528 s35s833383373 *56 3833353557*
— 232 * * 53 —— —A *
35z33838338 2533535* — ——— 52 2 *253383 S58
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— 5 — * 223*3 —A —— 8 — 3 2 323 *2 2*
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—2— — 5225—2822 * — — 8527 18 —2* — —5 BSS * 2
— — 5223 S52 — 532* — —* 222 2* 2* 2
— 22 — * * —22255 25232 A. 8 S 2 — 53 * 52
— k235525 5ñ555535523* — 23583 —35285 52
552 523233213333375 2332258537 235 525532558 U37
— — 22 * —A 8 * — 32 — ·
*233338838 28333 5—3 —55 235 74233233 33
2 — * 8 * T
An—— — 53 18—233359
——A RB29 — 52353 23 A —— —A 2* X — ⁊ * B2 —228222
33333557 s53751 3233 33333533555537
2 833 2 — 3 2555 —7
3253835575385—23235 — 5257323535535253 28 E 353 5 2585
23 —2532* — — 87* 5551 225323355* — — —2
— 5232*5—2 27532 523*3 * 532223 —3 ———— —22 5* 5227
1575 4252355— —13 —A 2* 555—555 55335333535555
55352782353* —— ———8 2833—33375 5233235
8 22316 —A — 325 333232352— 235 S 2* 20
*] 25 2 * —2— 22 3— 23 —2222 2 — —— D 25
—A —A 8 8 55253—5333358
5S5 8 „52 283 * 2 —A— — 8 * —89 32
55z82383— 83*22538 25723571 5352352533 253532232 58535353
2232*25238 *»5373525z35313535883 —228283 57 23 22
3—337; 38333534385357 735 55733553*
— 53 — — 2 ẽ *
3 3338 23233385438323* s5553533535
— 5539 558 55—3 —2833
—5 338 — — 55322 —
2E* S— 558 553135573 —5535328 3
5738 EI58 3 — l 8 —A ——— 8 2 ⁊ 3
55 2 I 5 2552 ——X 288
2 252322 32 SO

*
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333585
23333
8 ——* 2 *
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53* 3 58
582 5
—2 —32 22 2 5333
— — * 3 S
iieereeee 275 3288 ——ù
——— 355355
* —— 8* 3
* 53335 * 55 —2528 28 * —2
—X — * 2 J———
8 — * 3
363* —e —— 35335 —
J— 228
3335355 3258 2 3 2 —77 35383 353 222
5 2 25 — —25828* 557— —A
585* 33 7 553 b 5555
238 —— 352 33388 A 3z2s855 s*6
* — A 53275 6 35k 235 3* 3 2*
—A — 25328 3338735 323275 255 * 55557
—— 5 * 323 3255 *32 8 52 sé338
522 . —— 5533338 55 358 — 5 355533
33387 — 5333 5 2* 2357 2 253335
53 — 2233 —— — * 2 58 2 * 533538 —
2S55 3 A 5 — 23538 22 — —— c2 —52553 * 25
—— — —— J— 32 ——— — 343
— — 3 525338 A 55 8
— — 2 53325 * — — — * —— *8 — —
— —— 58 — 535233 52 252 3
758* ⸗ 587 — 7 — 2 — 22538 22 — 32223 —* ——
— 2 565* 372 — — 8 z33 ———
3 25 88* 32 33533 A— * 3735733
422 —* 225 —— — — 2 — * 78 328 5 3 22
235538 5* 2 ⸗ — 378 5 32555* —
—— —— —A 553833 ————
522 — 225 5323 A — 8 —33— 383353*8 532 7
25 * 2 — 522 23235 — 23335 2 52 —
2 7 * IES 2 — 33355 3325538 —— — 3223—
232 35323 75 ** 753 — 5 — —— 2333
56 —— 5322 53 — 82358
526 * *5 *5 28
——— 35533* 57 53 5353 A⸗ 237 523
55 XA 53* 5252. 53 358 5
7 55 — — A 232 — —
2833 7 3365 — 23
2222 53333 — — 8 —
— 2 28 522 3 223 539 3
22— 84 —— 236 2 — —
2352538* 5333 9 ———
23322 583553
A— — ——— 3228*
* 525 9— — — — — 2
553575 253
323 — — O 5555
59 3 —26 —————
——
535 * —52 3
—3 55 z4 —5
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22 * *
235 22
2532 *
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*22 2222
22525 31 22
F * 25 M — —
5—35323 5* 2525585 —A— “2
17 7 37 253 B32— 2322 3225 ———— 22

E 2327* 421* 2 2232 523533583 — 5s35— 5—3232255332

— 53 2322 —A 528 — 5535 2* 8 2* 252 5 5553238

F 22 * 2* 3 3 — 552 5558538 — 3
* .33535 —22 IE225 22 5 * 55537* 2 * —78322 5
27823355 625 — — 255 2323 —A —5232—2

——— 2 3672 ———— — — 2 2333228 —— 2 2252823232
525832326 55—s5 58233332 2235353 .3z3533533333
5— 3287 35*558 535325335 52335384 —58558* 2*3268
5232273:3 8 3 25z3353 263355383235 205
525*23537 —2835 535 23322* * 7 z35— 3338333323*

— 2 8 * 2 22 5 — — * F 55 *
—— 25535 —— 22 ——835333 — 257 —A
2525325 2 * 2 25522 5z2 —2557 — — —— 2 53822 9 8*
5338552 58 —— —— s—3235582 53 55528233 —
52 —3 355353 55 3728*35 — 5252535 — —
8 2 753. 27 5 8 22 8 * —

— —— ——53 3338 75333 25222
333658* 2 7 272 2 * 523285 8 2* ——— 825

—— ———— —— — —2251323325

32 222 s23552 2547 55* 3522 —5 32523
5 e22755 523255 532835— — —— —— 22* 8
—322 —558—3 2—25 25 — 288
— — 22 * 55 2 2*82 — — 3— —2235 2 2 22
——— XLXXM— 18 7 — — 8523858 723 23553 535755 z5
—5 5—25———8 5322535 S 558—35337—32233 328 528033235532553
2 * 5526 3 —X 5.. 375 2 —I 2 28 —20 ,*58
5252585352382 835355237 285 23252352 32355 235 55 225
3538357353 7335532.3 835328337333555533337 22

*3 xX. 22 27 »25 — 3 S8 —AA —XEM

52 —53553* 2 285552582 5323353 2 3 35 —53322325

—* 3 253325 — — — —— A 7 —— — — 2 *—* 22 — 2 853
33 33273283 23 5 —s3883578558 333
* S8 — 5 52325388 55532 — 237 J552353 250 5

* * 8 * —

ãA 55533535553355
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        25
— 233827
873
d 2* 8 e
53135373355358 7 337387
—e 2 — 2 —2227 572*322 5z38—5. 32 5 322
—— — 222— 5335235 —— —3— Z23 5*
233385 233883325 334z5 38353*23
—33 333 DE * 2335 525333 2558*
222*35 2 5 23 28 * 2*8 283 25 5222 8 23538
5583 *23333—2323—332838 *733.33333 —25—2332238
553335 332232237 2333 33333 38 FIXXX 2 225.2.5 7
3 539—— —3333333 *2 Rꝰ 7 28217* 325—333685
—— 3 258 —A——— 2868. 2725 238387
353835332338 —— —283 353835328
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (Z mal woͤchentlich mit dem Haupiblalte verbundene Unterhaltunasblati. (Sonntags wit illustrrter Sei⸗

lage), erscheint wechentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag nund Sonutag, Der Abonne mentspreis beträgt vierieljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aswäürts mit 13 Pft. far die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Necla me n
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
th,
M 67. Saustag. den 28. Avri J 1876.

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Deutsches Reich.

München, 26. April. Abgeordnetenkammer. Der Gesehtz
entwurf betreffs der pfälzischen Buhnen wurde auf, Antrag Louis
an eine neue vierzehngliedrige Kommission gewiesen. Mit den
serneren Punkten der Tagesordnung betreffend: Ludwig⸗Donau⸗
Main⸗Kanal, Berghütten? Werke und Salinen wurde nach den
Kommissionsanträgen verfahren. Eine längere Devbatte rief der
Antrag Hafenbrädel, die Sonntagafeier beireffend, hervor; schließlich
wurde der Antrag angenommen.

München, 26. April. Abg. Herz hat zum Budget des
Ministeriums des Aeußeren heut⸗ den Antrag eingereicht, an S.
Maj. den König die Bitte zu stellen, daß bis zur nächsten Finanz⸗
perode sämmtliche diplomatische Stellen für die Vertretung Bayerns
außerhalb des Deutschen Reiches aufgehoben werden. —

München, 26. April. Sicherem Vernehmen nach wird
das Kriegsministerium in den nüchsten Tagen die frühere Forderung
bezüglich eines außerordentlichen Krediles für militaärische Bauten,
sowie für Wiederherstellung der Kriegsbereitschaft und zur Erhöhung
der Schlagfertigkeit des Heeres wiederholt an die Kammer dringen.
Bekannilich wurde im Jahre 1874 dem Kriegsministerium nur ein
Theil der damals gessellten Forderungen, insoferne diese auf die
Jahre 1874 und 1875 trafen, bewilligt.

München, 26. April. Das Frakt'onsdiner der liberalen
Zammerpartei — abgehalten gestern im Voyer. Hofe — war ein
würdiges uad eifreulittes politisches Fest. Die ausgebrachten
Toaste waten: Fihr. v. Stauffenberg auf den König und Regie-
cungsprüsident v. Hörmann auf den deutjchen Kaiser; Dr. v.
Schauß auf die mit zeitweiligem Ausschluß bedrohten fünf Müuche—
arr Abgeordneten. Staattanwalt Wülfert Namens derselben auf
Wahrbeit, Freiheir und Recht!“ Zwischen den berden letzteren
Rednern irug der Pfarrer Lamprecht durch Vörlesen eines an⸗
muthigen Gedichtes weseutlich zur Erzöhung der Stimmung bei.

(Südd. Pr.)

Münrchen, 26. April. Der Herzog von Nassau, welcher
jestern Nachmitteg von Hohenburg hier eingetroffen war, hat
Abends sich nach Fraukfurt a. M. begeben.

Der ·Pol. Korr.“ wird aus Munchen geschrieben, daß der
Bedanke einet Kammerauflösung bis jetzt no d immer auf den schein⸗
»ar unbesiegbaren Wide wellen des Königs stoße, welcher eben
seinen Volke die ungusbeeiblihe Verbitterung, wie sie jeder neuet
Wahllkampf, unter den gegenwärtigen Verhältnissen nur steigern
ann, am ürebsten ersparen möch,e. Es wäre das ein Beweis, daß
önig Ludwig mehr politische Eivsicht hat, als ein Theil der libe⸗
ralen Journalistek in Biyern, der sich nach Auflösung heiser schreit,
„hne nur im Entferntesten angeben zu können, was mit einer
olchen Maßregel dem Lande oder auch nur der Partei genützt
werden soll.

Nachrichten aus München knöpfean an die Thatsache, daß
der Justizminister v. Faustle kürzlich Urlaub genommen, Gerüchte
don einer Minister:risis. Herr v. Fäustle häite nämlichh die Be⸗
madigung des Redakteurs Or. Sigl beautragl, der König seine
ẽnwilligüng aber nicht gegeben. Ein Korreipondent des „Frankf.
Jouru.“ behauptet, daß dies der Grund des Urlaubes des Herrn
Fustezministers sei und siih d ran dis Gerücht der Ministerkr se
»och noch theilweise bewahrheiten möchte. (Berl. Tagbl.)

Berlin, 24. April. Seit der Veröffentlichung des Hilfs⸗
rassengesetzes ist in ganz Deutschland eine autgebreitete Agitation
der deutschen Gewerkvereine für das Gesetz im Werle. Der Ver⸗
pdandsanwalt Dr. Max Hirsch ist auch von Arbeitgebern vielfach
angegangen worden, in verschiedene Gegenden geeignete Persönlich⸗
deitea zu entsenden, um in öffesttlichen Versammlungen für die
Drganisation der Gewerkvereine Propaganda zu machen. Man
sieht daraus, welchen Werth die Fabrikanten und Arbeiter auf das

nue Gesetz legen, das gerade den Werkvere nen Gelegenbeit zu
einem frijchen Aufschwung bietet.

Berlhin, 25. Apt'l. Als Nachfolger Delbrücks wird uns

von wohlunterrichteter Seite der preußische Handelsm'nister Achen⸗
bach dezeichnet.
In dec Untersuchung gegen den Grafen Harry v. Arnim
wegen Lindesberraths ist der Termin für die mündliche Verhand⸗
lung vor dem Urtheiltsenate des Staategerichtshofes auf den 11.
Mai d. J., Vormiltags 9 Uhr, anberaumt worden. *87
Berlin, 26. April. Bei der heutigen ersten Berathung der
Vorlage, betreffend das Essenhahnwesen, spricht Richter (Hagen) in
weiundeinhalbstündiger Rede gegen die Vorlage. Fürst Bismarck
ergreift demnächst das Wort: „Ueber die Sache selbst behalte ich
mir noch vor, als Ressortminister zu sprechen, und will jetzt nur
eine irrthümliche Angabe des Vorredners dezüglich des allgemein
»eklagten Rücktrilts von Delbrück berichtigen. Es liegt nicht der
eringst? Schatten einer Wirklichkeit dafür vor, daß Delbrüch's Rück⸗
ritt mit dieser oder irgend einer anderen schwebenden Frage zu⸗
ammenhängt. Zwischen dem Kaiser, ihm und mir waltet nicht
er geriugste Meinungsunterschied in irgend welcher Frage ob.
Delbrück hatte stets den Muth seiner Meinung und würde mit
ieser nicht zurückzehalten haben. Ich habe 25 Jahre mit ihm
zearbeitet, ordnete meire Ansicht oft seiner besseren Ansicht unler
und würde die Vertagung der Eisenbahnfrage seinem Rücktritt vor⸗
zezogen haben. Nach der aufreibenden Thätigkeit des letzten Jahr⸗
sehnts war es für Delbrück unmöglich, fortzuarbeiten, ohne seine
Besundheit zu untergraben. Dies ist die Sachlage, die ich für
jetzt und die folgende Debatte klarlege. Im Uebrigen sieht der
Vorredner zu schwarz, wenn er glaubt, daß Einheit und Freiheit
nuf der ersten Reschslokomotive davonlaufen werden. Wenn Vor⸗
redner fragt, warum ich mich nicht erst an den Reichsztag gewendet
jabe, und dort sofort ein adlehnendes Votum in Aussicht stellte,
o erwidre ich, daß ich zunächst eher die Vollmacht des jetz gen Be⸗
itzers brauche, als Dessen, der die Bahnen kauft, vielleicht auch
ucht kauft. Sodann ist auch diese wirihschaftliche Frage nicht mit
»er johen Politik zu verbinden, indem Vorredner sagt, ich wollte
en Landtag zum Sturm geges das Reid aufbieten. Ich glaube,
arüber, ob ich oder die Herren von der Fortschrittspartei in den
etzten Jahren mehr für die Konfolidirung des Deutschen Reiches
zethan haben, wird die Geschichte richten.“ (Beifall.) Die Sitzung
zauert fort.

Dieser Tage ist in Straßburg das
zeil des Prud'hommes) wieder konstituirt
aus 18 gewählten Richtern, 9 Arbeitgebern
uind hat die zwischen diesen beiden Klassen
leiten zu schlichten.

Ausland.

In Prive'briefen aus Rom, die an Berliner parlamentarische
Persoͤnlichkte'ten gelangt sind, wird geschrieben: „Kardinal Hohen⸗
ohe unterhält hier Beziehungen, welche genügend erklären, daß der⸗
elbe keine diplomatische Mission erhalten habe. Seitens itatieni⸗
cher Staatsmänner beharrt man jedoch auf der Annahme, daß der
dardinal mit der Zistimmung des Reichskanzlers nach Rom ge⸗
ommen sei, weil dieser bei der künftigen Papstwahr eine Ver⸗
rauensperson im Valikan besitzen wolle. Dem neuen Papste ge⸗
zenüber würd somit Kard nal Hohenlohe wenn nicht thatsächlich,
io dech formell Gesandter des deutschen Reiches sein.“

(B.“ u. H.Zig)

London, 24. April. Wie der Beiliner Korrespondent des
„Daily⸗Telegr ph“ wissen will, billigt der König von Bayern das
kisenbahnprojekt des Fürsten Bismarke

Brasilsen. (Varnung für deutsche Auswanderer.)
Um 2.März kam endlich in der kleinen Munizipalhauptstadt S.
Leopoldo in der Provinz Rio Grande do Sul der sogenannte
„Mucerptozeß“ zum Abschlusse, nachdem nahezu zwei Jahre seit
den grauenetregenden Mordszenen auf der deutschen Kolonie S.
2topoido verflossen waren. Von der ganzen fanatischen Sekte der
ogenannten Maurer, deren vdiele im Kampfe m'it den Soldaten
sefallen, e nige aber entkommen oder gestorben waren, slanden ein—
        <pb n="234" />
        undzwanzig noch vor dem Richtertribunal. Fünf davon wurden

freigesprochen, die übrigen zu sieben Jahren, trejp. vierzehn und

dreiundzwanzig Jahren vier Monaten Zuchthaus verurtheilt, wäh⸗
rend die Kosten des Prozesses je zur Hälfte von der Munizipalkasse
und den Angeklaalen getragen werden sollen.

BVermisqhtes.

Die „Pfalz. Post“ꝰ schreibt aus Kaiserslautern, 27.
April.: Die Coalition der hiesigen Bäcker, mit welcher dieselben zu
Reujahr vor das Publikum tralen, scheint gelockert zu sein. Von
heute an verkaufen nämlich Bäcker P. Klein in der Rummelgasse
und Frl. Ziegler auf dem Kotten 9 Stück Wecke für 20 Pfenniq,
ein Mehr von 1 Weck gegen früher.

Der Stadtrath und der Schloßverein in Heidelberg
beabsichtigen eine Petition an beide badischen Kammern zu richten,
um deren Hilfe für die bauliche Erhaltung der Heidelberger Schloß⸗
ruine in Anspruch zu nebmen.

f Müncen, 26. April. Mit der in diesem Sommer statt⸗
findenden „Kunstgewerbe-Ausstellung“ soll eine Verloosung ausgestellter
Begenftände verbunden und sollen 300,000 Loose zu 2 Mart ab
gefetzt werden. Das Comite für die Ausstellung hat sich nun
kürzlich an die preußische Regierung mit dem Ersuchen gewendet,
den Verlauf der Loose auch in Preußen zu gestatten; das Gesuch
ist aber wider Erwartes abschlägig beschieden worden. Das Gleiche
geschah von der sächsischen und hessischen Regierung, nur die vürtlem—
bergiche Regierung hat bisher den Absatz der Loost in ihrem Lande
etlaubt. Ob unter solchen Verhältnissen der ursprüngliche Plan der
Verloosung zur Ausführung gelangen kann, ist noch nicht bestimmt

F.Würzburg, 23. April. (Verurtheilung.) Bei dem hiesigen
Militärbezirlsgericht kam dieser Tage ein interessauter Fall zur Ver⸗
handlung. Als Beschuldigter erschien der Ritimeister des in den
Reichslanden garnisonirenden 5. baherischen Cheb.⸗Regiments, Graf
Hirschberg. Bei den vorjährigen Herbstuübungen hatte der Genannte
mit dem Maire einer bei Meß liegenden Ortschaft wegen Unter—

bringung der Truppen einen Worlwechsel, wodei der Maire an
den Rittmeister die Frage stellte: „Demnach bin ich also ein Lüg⸗
ner de worauf der Rittmeister entgegnete: Ja Sie sind ein Lüg⸗
ner? und als der Maire erwiderie: „Dann sind Sie ein Lügner
bersezte der Rittmeister dem Maire mit einem Stock einen Schlag
über den Kopf. Der Rittmeisier wurde zu einer Geldstrafe von
50 M. verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte nur 85 M. beantragt.
Die Deputation der Bürgerschaft von Hanau,
welche dem Fürsten Bismarck das Ehrengeschenk überbracht hatie.
erstattete dieser Tage ihren Austraggebern Bericht über ihre Sen
dung, aus dem wir das für weitere Kreise Interssante hervor⸗
heben wollen. Die Deputation war von dem Reichskanzler zum
Diner zugezogen worden, an dem außer der fürstlichen Familie noch
der Finanzmin ster Camphausen, der nunmehrige Exminister Del—
drück, verschiedene süddeutsche Bundesrathsmiiglieder, sowie mehrere
höhere Beamte theilnahmen. Die Deputation war entzückt über
die durchaus ungezwungene, gemüthliche Stimmung, die bei dem
Diner herrschte, während der Fürst wiederholt seiner Freude über
das prachtvolle Geschenk Ausdruck verl'eh und die Deputation bat,.
den Bürgern Hanaus seinen wärmsten Dank dafür auszusprechen.
Nach Authebung der Tafel begad man sich in den Rauchsaion,
wojelbst man sich noch über eine Stunde unterhielt. Den größten
Theil der Unterbalung führte Fürst Bismarck seibst, und drehte sich
dieselbe haupifächlich um politische Dinge, u. A. äußerte sich der
Reichskanzler sehr zufrieden über die seitherige Polstik Bayerns
Auch üder die gegenwärtige Geschäftskrise kam Bismarck mit den
Hanauer Delegirten zu sprechen, und als diese ihre Besorgniß über
den langen Süllstand und die schwere Schädigung der Industrie
ausdrückten, erwiderte er: Ihm gehe es cbenso. Der Ertrag seiner
Forsten habe sich sehr verringert. Seine Landguter ließen sich
schwer verpachten ꝛc. Es sei eine schwere Zeit, cgegen die fich nicht
ankämpfen lasse und die Jeder geduldig durchmachen müsse indem
er sich nach seiner Decke sttecke ⁊c.

F. In Hartkirchen am Inn Miederb.) fiel in der Nacht
des Ostermontag auf Osterdienstag bei einem starken Gewitter ein
so dichter Hagel, daß die Kornsaaten total in Grund und Boden
geschlagen, die Bäume ihres Laub- und Blüthenschmuckes beraubt
sind u. s. w. — Bei Suben (im Oesterreichischen) ging in Folge
eines Blitzschlages ein Bauernhof in Flammen auf.

t (Verbraant.) Man schreibt aus Gorz: Am 16. ds. M.
hat sich in Piuma, eine Viertelstunde don hier entfernt, im Schlosse
der verwittweten Baronin Teuffenbach ein schreaͤlicher Unglüdsfall
ereignet. In dem Sclosse wohnte der pensionirte Oberstlieutenant
Baron Wisthof mit seiner Galtin, eine Nichte Franz Deak's. Die⸗
— Vormittags ihrem
Bemahl einen Thee bereiten und rieb dbei dieser Gelegenheit ein
Zündhölschen an; dasselbe wollte jedoch nicht brennen, die Baronin
warf es auf die Erdt und ergriff ein zweites. Plsßtzlich spürte fie,
daß iunr Kleid durch das weggeworfene Streichhölzchen, welches sich

mittlerweite doch entzündet hatte, Feuer gefangen habe; willens,
zasselbe mit der Hand zu loschen, warf sie die Spirituslampe um,
jo daß sich der Spiritus über das Kleid ergoß, welches nun au⸗
genblicklich in hellen Flammen stand. Die Mlden lief in den
Varten, am ins Nachbarhaus zu kommen, stürzte aber alsbald,
am ganzen, Körper brennend, von Schmerz überwältigt, zusammen;
sie wurde endlich, von den Fiammen furchtdar zugerichtet, aufge⸗
funden; nichts als die Schuhsolen waren unversehrt geblieben,
während die verkohlte Haut in Stücken vom Leibe hing. Abends
um 9 Uhr verschied die Aer ste; sie war 46 Jahrt alt geworden.
Der Schmerz ihres im 78. Jahre stehenden Gatien läßt sich n'icht
childern.

F Jdortuna war bei der diesmaligen Lotterieziehung mehreren
Bürgern von Trier recht günstig; drei Viertel des Gewinnes von
100,000 Thlr. fielen nämlich an Wittwe H., einen Fuhrmann D.,
inen Tuchmacher B. und Andere; ein Viertel soll nach Bittburg
ommen.

F Das Schiller-⸗Denkmal für Marbach, das an des Dichters
Todestage, am 9. Mai enthüllt werden soll, ist aus der Werlksiätte
des Stuttgarter Erzgießers Pelargus hervorgegangen. Die Statue
st von dem im Sommer v. J. verstorbenen Bildhauer Rau au⸗
zeführt. Auf der vorderen Mittelfläche des Postaments steht Schil⸗
ers Name, Geburts⸗ und Todestag, auf der Seitenfläche rechts
pzas Schiller'sche Distichon:

Dier ist ewige Jugend bei nimmer versiechender Fülle,
Und mit der Blume zugleich brichst du die goldene Frucht.

Auf der linken Seitenflaäͤche:

Wie mit dem Stab des Götterboten
Beherrscht er das bewegte Herz,

Er taucht es in das Reich der Todten,
Er hebt es staunend himmelwärts.

Die Hinterflaäͤche trägt aus Goethe's Epilog zur „Glocke“
die Zeilen:

Er glänzt uns vor, wie ein Komet entschwindend,

Unendlich Licht mit seinem Licht verbindend.

Der durch den Sturm vom 2. do. verursachte Windfall in
den Forsten des Großherzogsthums Hessen beläuft sich auf mehr
als 1,200,000 Festmeter.

7 Zurück zum engen Vaterhause. Ernst Moriz
Arndt's vor 23 Jahren nach Amerika ausgewanderier Sohn Hart
nuth ist am 26. März, seinem Geburtstage, 52 Jadre alt, auj
seiner Farm in Kansas, Wyandotite County, gestorben. Nachdem
er in jungen Jahren nicht hatte „gut thun“ und einen ernften Le—
benszweck nicht erwählen mögen, suchte er das Heil in der Ferne,
'and aber auch jenseits des Weltmeeres nur ein wechselvolles, be—
friedigungsloses Dasein. In Texas und Florida schlug er sich
durch, so recht und schlecht es eben ging; als die Stürme des
Burgerkrieges ihn aus dem Süden veitrieben hatten, gelang es
ihm endlich, sich in den weiten Prairieen des Westens irgendwo
anzusiedeln. Dort hat er diese letzten Jahre gelebt, gesorgt, sich
gemüht, sich gegraͤnt und des mabnenden Zurufs seines alten
Vaters gedacht:

Und nun vernimm mein leßles Wort:
Von allen jenen Zauberglocken,

Die rastlos weg von Ort zu Ort
Den lebenslüsternen Jüngling locken,

Toöͤnt endlich klagend durch ein Ton,
Wie aus der Erde fernsten Enden,

Ein Klang der Sehnsncht, Dir o Sohn,
Der Seele Tiefen umzuwenden.

Zurück zur Heimat, kUngt der Klang,
Zurück zum enger Vaterhause;

Dir wird in weiter Welt so banz,
Du sehnst Dich nach der stillen Klause!

In Glogau ist kürzlich der erste schlefische Freiwillge,
welcher 1813 dem Aufruf Friedrich Wilhelm's III. zur Befretung
Preiußens von der französischen Fremdherrschaft solgte, Obersil ieu-
tenant Küchler, im hohen Alter von 86 Jahren gestorben.

te Berlin, 25. April. Zum Vorsitzenden der deuischen
Fury in Philadelphia ist der Director der Gewerbe⸗Akademie, Ge⸗
heime Regierungsrath Reuleaux bestimmt worden. Derselbe wird
sich in 14 Tagen nach Philadelphia begeben.

f Aus dvergangenem Herbste wird folgende Aeußerung des
Reichskanzlers erwähnt: „Nie hat ein Wein mir so gul geschmect
aud so wohl gethan als im Frühjahre 1871 auf dem Bahnhofe
zu Kreuznach ein Wein, den in Berlin Niemand keunt. In Kreuz
nach wächst er nahe bei der Stadt. Fast bis zur Hinfalligkeit
uinwohl klam ich auf der Rückreise aus Frankaeich in Kreuznach an.
Auf dem Bahnhofe war, wie überall, großer Empfang: Bürger—
neister, Stadtverordnete, Weißgelleidele ec. ꝛc. Ich sollte einen
Ehrentrunk annehmen. Eigennlich hatte ich gar keire Lust dazu.
Aber ablehnen war auch nicht thunlich; ich griff also zu, trank,
rank nochmals und mit dem dritten Zuge war das Glas Ibder
        <pb n="235" />
        der Becher leer. Sofort war mir anders zu Muthe, und als
wir eine Viertelstunde später in Bingen ankamen, war meine Un⸗
päßlichkeil völl g geschwunden, und ich blieb guter Dinge bis
Mainz, Frankfurt und bis zu Hause. Das hat nur der Kautzen⸗
herger gethan.“ Ich ließ die Bemerkung einfließen, so ganz unbe⸗
dannt sei dieser Wein nicht; ich selbst kenne ihn und hätte auch
deine geringe Meinung von ihm. „Dann, fuhr der Fürst, gegen
einige Tischgenossen gewendet, fort, müssen sie mir als Zeuge bei—⸗
stehen; das ist sehr gut; so oft ich in Berlin vom Kautzenberger
gesprochen habe, begegnete ich fast nur ungläubigen Mienen.

* Berhin. In Bezug aus die Lieferzeiten beim Güter⸗
transport auf den deutschen Bahnen schreibt das Betriebsreglement
im 8 57 vor, daß solche aus Exrpeditions- und Tiansporffristen
zu bilden sind, die darin festgesetzten Maxima nicht überschreten
dürfen, und daß, wenn der Transport aus dem Bereiche einer
Verwaltung in den Bereich einer anderen anschließenden Berwaltung
übergeht, die Trantportfristen nach der Gesammtentsernung zwischen
Aufzabde⸗ und Bestimmungsstation und die Expedtionsfristen ohne
Rücksicht auf die Zahl der durch den Transport berührten Ver⸗
waltungsgebiete nur einnral zu berechnen sind. Diese Anordnung,
welche für Deutschland der Absicht des Art. 42 der Reicheverfas⸗
sung, „die Eisenbahnen im Inter sse des allgemeinen Verlkehrs
wie ein einheitliches Neß zu verwalten,“ Rechnung trägt, wird auf
Betreiben des Reichseisenbahnamtes nunmehr auch auf den directen
Vertehr mit ausländischen Bahnen, insbesondere mit denen in
Desterreich⸗ Ungarn, übertragen werden, für welche die Berechnung
der Lieferfrissen bis jetzt zumeist für jedes Staatsgebiet getrennt
und unter Anwendung der zulässigen Marxima erfolgte. Von
welcher Bedeutung für den Verkehr diese Mußnahme ist, erhellt
aus dem Umstande, daß die Trausportfristen stets für je auch nur
augefangene 225 Kilometer (50 Meilen) berechnet werden und die
CTrpeditionsfristen in Rücksicht auf die Manipulationen vei der
Aufgabe und Auslieferung des Gutes auskömmlich bemessen sind.
So würd: beispielsweise die Lieferzeit für einen Frachtgut-Trans—
port von Dresden nach Aussig betragen: a. bei einer für jedes
Staatsgebiet getrennten Berechnung: für Dresden Bodenbach 67,5
Kil., fuͤr Expeditionafrist 2 Tage, für Transporifrist 2 Tage ist 4
Tage. Für Bodenbach-Aussig 22,8 Kil., für Expeditionsfrist 2
Tage, für Transportftist 2 Tage ist 4 Tage, zusammen 8 Tage;
h. bei Berechnung nach den Grundsätzen des Deutschen Betriebs⸗
reglemeats: sür . Dresdenc Aussig 90,0 Kil. Erpeditionsfrist 2
Tage, Transportftist 2 Tage ist 4 Tage, so daß die Lieferjeit
durch die neue Einrichtung sich auf die Hälfte der bisherigen re⸗
ducirt. (Reichsanz.)

F Aus slausenburg wird dem Hon“ vom 22. ds. ge⸗
melder: Ein Theil von Klausenburg steht in Flammen. Das
Feuer ist Rachmittags 5 Uhr in einer Seitengasse ausgebrochen.
Bis Abends standen über 100 Häuser in Flammen.

F Die Pussiva im Konkurs Strousberg betragen min⸗
destens 40 Millionen Mark, während sich die unzweifelhaften Altiva
auf nur 377, 962 Mack beziffern, welche durch Hinzulommen e niger
Posten auf höchstens 6—700,000 Mark gebracht werden können.
Die VorrechtsGlaäubiger werden eine kaum nennenswerthe Dividende
erhalten, die nit bevorrechteten aber ganz leer ausgehen. So
lauteten die im zweiten Prüfungstermin am 24. d. in Berlin von
dem Kommissar des Konkurses gemachten Mittheilungen.

fDer Verluft des österreichischen Postäratz durch die gegen
die „Garten! aube“ verfügte Entziehung des Postdebits wird von
dem Fachiournale der österreichischen Postbeamten, „die Post,“ auf
lährlich 60,000 Gulden angegeben.

fParis, 26. April. Bei einer großen Feuersbrunst in
Rouen wurde das Theater nebst acht benachbarten Häufern zerstöt;
acht Personen, darunter fünf vom Militär, verbraunnten, viele
andere erhielten Brandwunden.

f Mutter und Kind Lebendig begraben. Dieser Tage bes
merkte ein Jäger, der in der Nähe des Dorfes Cama in Algerien
jagte, wie sein Hund an einer Stelle die Eide mit seinen Pfoten
wegscharrte und etwas dort Vergrabenes herborziehen wollte. Er
eilte sogleich zu dieser Stelle hin und fand dafelbst die Leiche
rines Kindes begrasen, das, wie es sich später herausstellte, le—
dendig zur Welt gekommen war. Die Polizei wurde sogleich von
diesem Funde adisirt und sie begann nun unter den Arabern des
Dorfet Nachforschungen nach der Piutter dieses Kindes zu machen.
Dieselben leugneien zwat Anfange, etwäs dvon dieser Angelegenheit
ju wissen, führten später jedoch die Polizei an eine Sielle, wo
unter Steinen und Gesträuchen die Leiche eines jungen Mädchens
begraben lag. Dasselbe war nämlich seines begangenen Fehlirities
halber mit seinem Kinde von dem eigenen Bruder und der Galtin
desselben lebendig begraben worden. Die Hande und Arme dieser
Anglückllichen waren gänzlich abgenagt, ein Beweis, daß sie im
Grabe dem Hungertode erlegen ist.

fRom, 21. Upril.“ Dem deutschen Kuünstlerverein hierselbst

jst gestern Abends eine hohe Ehre zu Theil geworden: diejenige
den Grafen Moltke im eigenen Hause bngrüßen zu dürfen. In
ungezwungener Heiterkeit, der durch die Vorführung einiger lustigen
Schwanke auf der kleinen Bühne des Vereins reichliche Nahrung
zugeführt wurde, verflossen nur zu rasch zwei kurze Stunden, nach
velchen sich der gefeierte Gast, mit dem Empfange sichtlich zufrieden,
wieder entfernte.

Das furchtbarste Zerstörungswerk, welches bisher wobl
iberhaupt angefertigt worden ist, besizen die Italiener. In der
talienischen Artillerie sind nämlich für die Positionsgeschütze
chwersten Kalibers sogenannte granate torpedini, das sind mit
Dynamit gefüllte Gußstahl⸗Granaten, eingefühet, welche eine Länge
yon fast drei Fuß, eine zuckerhutähnlich Form und eine Spreng⸗
adung von 2 bis 214 Centner Dynamit haben. Das vollftän⸗
dige Geschoß wiegt mit Sprengladung ca. 22 Centner und die
»amit im Polygon der „fonderia reale“ angestellten Bersuche
'ollen eine fast unglaubliche Wirkung gezeigt haben. Die Scheibe,
ine mehrzöllige Panzerplatte, wurde durch d'e explodirende Granate
in unzählige Stücke zerrissen. Wahrscheinlich wird man aber trotz⸗
»em das Geschoß nur ausnahmsweise anwenden, weil es für ver⸗
hwenderischen Gebrauch — zu theuer ist; ein einziges Stuck davon
ostet nämlich, vollständig adjustirt, gegen 10,0000 Lire.

F Am 21. ds. Mis. entstand in dem neuen Eisenbahniunnel,
der unweit Neath (Wales) gebaut wird, eine Pulver⸗Explosion, in⸗
solge dessen die Wölbung einstürzte und fast sammtliche Arbeiter
inter ihren Trümmern begrub. Fünfzehn Leichen wurden aus
dem Schutt hervorgezogen und eine Menge Arbeiter erlitten mehr
oder weniger erhebliche Verlezungen.

Am Charfreitag ist wahrscheinlich das englische Schiff, Vic⸗
ory“ welches am 12. d. M. von der Tyne nach San Franjisco
jesegelt war, mit seiner aus 25 Personen bestehenden Mannschaft
und einem Lootsen vor dem Humber untergegangen. Schon Mor⸗
jens früb bemerkte man bei Spure Nothsignale im See, worauf
das Rettungsboot sofort hinausfuhr, leider ohne das in Noth be⸗
indliche Schiff erreichen zu können. Am folgenden Morgen fischte
ein Lootsenbodt die Leiche des Capitäns auf, ouch ist ein den Schiffs⸗
namen tragendes Boot an der Küste angetrieben.

F Zu San Franziseo starb ein Franzose Namens Gran⸗
disset, dem im seinern Leben gar manches Abenteuer begegnete.
Mit 12 Jahren Schifftjunge auf der dänischen Brigg St. Jean
zeworden, befuhr er auf verschiedenen Schiffen das chinesische Meet,
vann, als Küchenmeister eines holländischen Dreimasters, machte er
nit diesem seine Reisen an die afrikanische Küste. Das holländische
Schiff aber trieb leider Sklavenhandel, so daß es eines Tages von
inem Kreuzer verfolgt wurde, auf den Strand gerieth und scheitette.
Die Bemannung des Schiffes ret'ete sich, so gut sie bonnte. Gran⸗
zilett aber wurde von den Kriegern eines afrikanischen Königs ge—
angen genommen, welcher alle Anstalten traf, ihn für seine Abend⸗
nahlzeiten räuchern zu lassen, bis Grandilelt ihm zu verstehen gab,
er selbst sei ein Koch und sähig, seinem kgl. Herrs ein auf euro⸗
Aaische Art bereitetes Ger'scht vorzusetzen. Nun wurde statt seiner
ein Gefangener aus eirem feindlichen Stamme genommen und dem
üchenmeister überliefert, der ihn ... à la Marengo zubereitete!
— Auf diese Weise gerettet, wurde Grandilett der Leibkoch des
afrikanischen Häuptlings, dem er die Geheimnisse lehrte, wie
man Nahrungsmitteln auf lange Zeit aufbewahren könne. Der
önig fand mit der Zeit so großen Geschmack an den neuen Ge—
cichten, daß er sogar einen Kriez unternahm und alle in demselben
gemachten Gefangenen durch seinen Koch als Conserven zubereiten
und dieselben in großen Steinkrügen aufbewahreu ließ. Endlich
gelang es Grandilett, zu entfliehen und glücklich ein Schiff zu er⸗
reichen, welches ihn nach San Franzisco brachte, wo er bis zu
einem Lebensende verblieb. — Unter seinen hinterlassenen Papieren
and man die Einzelnheiten über seinen Aufenthalt dei dem afri⸗—
anischen Könige aufgezeichnet und selbe sind gewiß ebenso interes⸗
jant als grauenhast zu nennen.

Tandwirthschaftliches.

Zur Beachtung für Hausfrauen. Troßz der gewöhnlich im
Frühjahr reichl ch dorhandenen Frühgemüse ist eß den Hausfrauen
mmer erwünscht noch einen Vorrath von alten Kartoffeln zu be⸗
sitzen. Nun sind aber die eingekellerten oder eingemielheten Kar
toffeln im Fruübhjahre gar mancherlei Veränderungen urterworfen,
in Folge deren die Kartoff lgemüse theils ihr Ansehen, theils ihren
Wohlueschmack einbüßen. Schon im Monat Februar werden die
Säfte in der Kartoffel unruhig, sie hat den Trieb zu Keimen und
nancherlei Veränderungen sind die Folge davon; der Stärkmehl-
gehalt vermindert sich, die Kartoffeln werden glasig und im Jnnern
tellenweise braun bit schwarz, so daß man sie ofimals großentheils.
        <pb n="236" />
        L3 3 1 —* 7— 3J 4 — J
wegschneiden muß, wenng man Ansehen und Wohlgeschmack der Ge⸗
müse nicht allzusehr nothle den iassen will. Diese Uebelstände
Gönnen ind ssen, was wohl den meisten Hausftauen nicht bekann
sst, leicht vermieden werden. Will man 'sich bis in din Monat
Funi und Juli hinein alte Speisekartoffein gat erhalten, so liest
man dieselben schon im Januar sorgfällig aus und schüttet sie in
igden trocknen und ganz dunkel zu erhaltenden Killer auf einen
haufen,, wo man sie mit' gesiebter und trockener Steinkohlenasche
oder Holzasche tüchtig untermischt und zwar dergestalt, daß eine
jede Kartoffel mit solcher Asche umzeben ist. So aufbewahrte
Zartoffeln werden weder glasig, noch im Innern schwarz und
saben noch in den spätesten Frühijahismonaten, ja selbst wean es

zerelis neue Fruͤhtartoffeln giͤt, eine angenehme Farbe und einen
Juten Geschmack. d e—
dur vie Redaction verantwortlich : F. X. Demeß.
Im allgemeinen Interesse
finden wir uns veranlaßt, auf die im heutigen Blatte enthaltene Annonce
des Herrn Albert Friedheim in Hamburg ganz besonders hinzuweisen.
Die angekundigien DHriginalloose können wir wegen der großen. und zahl⸗
reichen Gewinne bestens empfehlen. Die Reellität und Solidität dieses
Zauses ist bekannt und daher nichts natürlicher, als die vielen bei demselben
nlaufenden Aufträge, welche eben so rasch als sort fältig ausgeführt werden.

— — —
Von meiner. V
Einkaufsreise
urückgekehrt, beebre ich mich,
hden geehrten Damen von hier
ind Umgegend das Reueste in
Modéartikeln
zur geneigten Ansicht zu em—

afchlen.
Frau Elise Fischer.
Ein braver Junge
kann in die Lehre treten bet
J. J. Fiack jun.
Sattler.
Ein braver Junge
sann in die Lehre treten bei
G. Braufen, Schuhmacher.

Es ist vor
einiger Zeit ein
schwarz seidener

zregenschirmm mit violelt
eidenem Futter stehen geblieben.
Wer denselben an die Erpedition
d8. Bl. zurück bringt, erhält
ine Belohnung.
—— —

IArunksucht
neinem seit Jahren bewährten,
von den berühmten Aerzten
intersuchten und warm empfeh⸗
eren Mittel, mit und ohne
Wissen anwendbar. Man wende)
ich vertrauensvoll an

AIbert Kraehmer,
Dresden, Helbeinstraße 4.
Aerzlliche Gutachten aratis u. frko.

3 Nur vom Staate ausgegebene Loose werden
versendet. *5
J 9 Es müssen gewonnen werden 28
Reichsmark 375.000

.
oder —

218,750 Gulden
im glücklichsten Fall als höchster Gewinn der vom Staate
genehmigten und garantirten großen Hamburger
Geld-Verloosung. —— 4J

Dieselbe bisteht aus 81,500 Loosen, wovon 48, 100
also weit über die Hälfte, binnen wenigen Monaten mit Ge—
winnen gezogen werden müssen.

Hauptgewinne event. —————

Reichsmark 3735,000,
spec. 250, 000 125, 000, 80, 000, 60, 000. 30, 9000,
10, 000, 86,000, 38 a 80,000, 25, 000. 5 4
20, 000, 6 a 15000, 72 12,000, 114 10. 00 0
26 2 6000, 55 2 4000, 3000, 2500, 200 42
2400, 54 2000, 8 4 1500, AIS2 a I200, 621
a 500, 835 2 8006, 700 43 250, A2 4à 200, 46 4

150, 24, 350 a 188 ꝛc. ꝛe.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt prompt
unter Staatsgarantie.

e Für die erste Gewinnziehung beträgt die planmäßige
inlage:
für 1 ganze Originalloos 6 Mark
halbes 8 9 *
1Lviertel ——

Diese vom —* garantirten und mit dem Staatswappen
versehenen Originalloose (keine Promessen) versende ich
gegen Baarsendung, Posteinzahlung oder Nachnahme des Be—
tirages überall hin. Alle, selbst die kleinsten Bestellungen
verden püsktlich ausgeführt, der amtliche Ziehungsplan
zratis beigefügt und nach der Ziehung die amtliche Gewinn-
liste unaufgefordert übersendet.

Die Verloosungen bieten somit die größten Voriheile,
sind mit vielen bedeutenden Gewinnen ausgestattet und sind
alle Ansprüche der Theilnehmer als Staatsüberwachung,
Garantie für die pünktliche Auszahlung der Ge—
winne vollständig gewahrt. Mein eifrigstes Bestreben wird
es sein, des mir zu Theil werdende Vertrauen zu rechtfertigen.

Da mein Loosevorrath nur noch klein ist und die Auf⸗
träge sehr zahlreich einlaufen, so beliebe man gefl. Bestellungen
sogleich, aber vor dem

135. Mai d. J. J
direct zu richten an
Albert Friedheim,
Buns- und IVectiselueschäft in Iamhurg.

Von den vielen großen Gewinnen welche in diese Collecte
fielen und an die glücklichen Gewinner ausbezahlt wurden, er- 2
waähne nur: 3

WMark 202009 auf No. 66591

303.000 80643 F
ö— — — — — ——— — — — *
Der Staat öberwacht die Ziehungen und garautirt
die Auszahlung der Gewinne.

*

Emil Grewenig,
Sattler und Tapezierer in 8t. Ingbert,
hält von heute an fortwährend ein großes Lager in
TAPPGGII Wil Roredurema
Jwöhnlicher und mittlerer Sorle und ewpfiehlt zugleich seine
Musterkarten
von da gewöhplichsten bis zu den feinsten Sorten aus der Fabrik
aelhardt in Mannkbeim.
zalvator

2
2
J
2
2⸗
—3
*
4—
2
2

*

—7
2

2
2
8
8
*
*
2

in der
:—6 204
Bierbrauerei
ILLCUSSOP.
ö00000
Ein trefflicher Schmuck des trauten
Daheim!

Der Leser dieses Blattes sei auf folgende, von den ein—⸗
ußreichsten Organen der deutsshen Presse empfohlene, vor⸗
ügltch durchgeführte lithographische Kaustblätter aufmertksam
gemacht:

I. Elsa und Lohengrin im Brautgemach.
2. gin Sachs —T*— pendants!
Hermann un orothea.
Zut und Virginia pendants!
. Fürst. Bismarck auf der Jagd. endants
s. Furft Biemarck in Varzim. pondant⸗
Papede A 63/78 Cent. Preis pro Kunstblatt ß3 M.!
Nr. 7 sei als
Mittelst. Nr. 8u.
9 als je eines der
beiden Seitenst. d.
Mittelst. bestens
7 1 empfohlen!
Papiergröße àd. 40/80 Ceat. Preis pro Kunstolatt 1M.!

Icdes dieses Bilder bildet auch für sich allein einen
trefflichen Zimmerschmukne. 3

Jedes dieser Bilder ist auch einzeln für sich ällein in
jeder Buchhandlung zu haben

Berlin, Besselstraße 17.

WVWierner Grosse's Kunstverlag.

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Nedaoktion Druck und Verlag von F. T. Demen in St. Anaber⸗

Frudt⸗- Brod⸗ u. Fle sch⸗Preist
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Korn 8 M. 38 Pjf. Gerste Zreih.
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52 Pf. Kornbrod 3Klo. 68 Pf

ditio 2 Kilo. 46 Pf. dit!o!
ilo. 23 Pf. Gemischtbrod 8
Zilo. 86 Pf. 1 Paar Weck 190
Gramm 6 Pf. Spelzkern 0 M.
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tucht — M. — Pf. Rordfl. J.
Quat. 52 Pf. 2. Qual. 46 vjf
Zalbfl. 48Pf. Hamfl. b2 ppe.
Schweinefl. 64 Pf. Butter1
M. 15 Pf. per Pfund.
        <pb n="237" />
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Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wdchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illnstrirter Sel

lage), erscheint wachentlich Viermal: Dieustag, DOonnerstag, Samstag nund Sonutag. Der Abonme mentspreis beträgt vierteljährlich

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mit 80 Pfq. pro Zeile berechnet.

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M68.— ESonntag, den 80. Auvril — —

1gys6.

æçV
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——— r * 2 * ——
Deutsches Reich.
Mäünchen, 27. April. Der Bericht des Finanzausschusses
aer Abgeordnetenkammer über den Voranschlag der Einnahmen und
Ausgaben an Bergwerks⸗ Hütlken⸗ und Salinengefällen für ein
Jahrder 13. Finanzperiode ist zur Vertheilung gelangt. Die
Abgliechung ergiebt nach dem Regierungkvoranschlag 8, 549,750 M.
Brutto Einnahmen, 7,241,540 Mart Verwaltungs und Betriehs⸗
kosten, demnach 1,8308. 210 M. Rheineinnahme; nach den vom Aus⸗
schusse angesetzten Belrägen 8.679,7560 M. Brulto-⸗Einnahmen und
7,228,470 M. Verwaltungs- und Betriebskosten, sonach 1,451,280
M. Rein⸗Einnahme. Bei früheren Kammerverhandlungen bezüglich
dieses Etats wurden wiederholt zwei Fragen angeregt, die der Äus-
jchuß ausführlich kesprochen hat, uämlich: 1) die des Verkaufes
der Bera⸗, Hüttenwerke und Salinen und 2) die der Aufhebung
der General⸗Administration und der Bergwerks⸗ und Salinenhaupt⸗
kasse. Was die Frage des Vertaufes von Bergwerken betrifft, so
wurde schon durch den Landtagsabschied vom 1. Juli 1856 der
Beschluß der de den Kammern genehmigt, daß ein Theil der Berg⸗
und Hüttenwerle rechts des Rheins zur Veräußerung gelange, und
am 31. Mai 1865 abermals ein Kammerbeschluß gesaßt, daß mit
der Veräußerung vorgegangen werden solle. In Folge hiervon
wurden: die Berg⸗ und Hüttenwerke Fichtelberg, Koönigshütte,
Leitersdorf und Schüttendobl berkauft. Bezüglich der hiule noch
im Vesitze des Aerars befindlichen Bergwerke, Amberg, Hohenpeißen⸗
deig, St. Ingbert, Mittelbexbach und Odendach Roth (leßtere drei
in der Pfalz) kann der Ausschuß keinen Verkauf empfehlen, da sie
n jeder Beziehung rentabel sind; nur die kleine Grude Obenbach⸗
Roth in der Pfalz, die 4 Quadrat⸗Kilometer 40 Hektaren umsaßt,
möchte am ersten zum Verkauf geeignet sein, wenn nicht die Rück
iicht auf die hier beschäftigten Arbeiter, ihren Fortbetrieb durch
den Staat wünschenswerth machte. Die betheiligten Gemeinden
werden nach Ansicht des Ausschusses voraussichtlich durch den Ver—
kauf leinen Schoden erleiden, da in unmillelbaret Nahe ein anderes
pon Privaten betriebenes Kohlenbergwert fich befindei. Die Auf—
hebung der Generaladministratiyn und der Bergwerks⸗ und Salinen⸗
Daupttasse kann der Ausschuß nicht empfehlen, wenn die Salinen⸗
und Hüttenwerke nicht verkauft werden, da die olberste Leitung dieser
Staatswerke technisch zusammengesetzt und einheitlich gebildet sein muß.
Mäünchen, 27. April. Ter Abg. Dr. AÄnt. Schmid hat
lüber den Bauetat des k. Cultusministeriams einen sehr umfang⸗
reichen Bericht erstaltet, über welchen die Berathung im Finanz-
ausschuß motgen Abend beginnen wird. Der Etanist mit 3,376,658
Mark in das Budget eingestellt; der Referent aber beantragt, na⸗
mentlich bei den Schulhausbauten, sehr hedeutende Abftriche,
Wärzburg, 26. April. Die Würjdurger Presse“ erfährt
zus sicheret Quelle; der Konig habe die Ernennung des hiesigen
Professors der Theologie, DOr. Stein, zum Bischof don Wuͤrzburg
vollzogen. —
Berlin, 27. April.“ Dem „Reichsanzeiger“ zufolge erfolgt
Delsrücks Entlassung erst am 1. Juli.

—* — ——— —X *

ein Zundhölzchen und brannten das Pulberan, wodurch nicht allein
zas zerschlagene, sondern auch das übrige Pulber explodirte. Die
Wirfung war furchibar.“ Die ganze Wohnung wurde in Trümmer
jelegt und die sämmttichen anwesenden füuf Kinder schwer derleßt,
ind zwar deratt, daß vei dreien derselben (zwei von Simon, eins
von Heisch) der Tod jeren Augenblick za besürchten ist, während
die anderen veiden Kinder, obgleich auch sehr verwundet, am Leben
ethalten werden können. — —— .
5f Zur Deckung der Brandschäden des Jahres 1875 ist e'n
Beittag von 6 Kreuzern — 17 Pf. pro 100 fl. Versicherungs⸗
Tapital: erforderlich. Da hiecauf vorschußweise bereits 8 kr. erhoben
purden, so beträgt der zu leistende Brandtassen-Beitrag 83 kr. —
8 Pfg. Von der Erhebung eines Vorschusses wird voriaufig
Uan gang genommen. ——— 9

FDie Genexaldirection der k. bayer. Verkehrsanstalten (Post⸗

abtheilung) macht wederholt aufmerksam, daß Briefe, Postanweisungen
und Packete an Soldaten nur danun, auf die gesetzliche Portofreiheit
Anspruch haben, wenn sie mit der vollen Bezeichnung: Soldaten⸗
zrief — eigene. Angelegenheit des Empsängers“ persehen sind.
1 In Skraßburg ist ein-mit der Administration des
württembergischen Armeeiheiles betraut gewesener Hauptmann mit
der Menagelasse, die einen ansehnlichen Betrag enthielt, durchgegangen.
7 Franz Naqhbaur hat dieser Tage einen Vertrag von
ʒem bekannten Impresario Strakot erhalien, der! ihn Lunter den
Uänzendsten Bedingungen zu einer Gastspieltour durch die Vereinigten
Staaten Nordamerikas verpflichten sollie.Für 6Omaliges Auftreten
vurde Herrn Nachbaur die ungeheure Summe von 60,000: Doll.
jewährleistit, wovon die Hälfte, also 30,000 Doll. bei dem Bank
jause Bating Brothers in London hinterlegt werdea sollte. Der
dünstler hat das Angebot zurückgewiesen.

kAus Zanzibarr (Afrika) wird gdmaäldet, daß das Lang⸗
zoot des britjschen Kriegtschiffes ,London“ ein großes Sllaven⸗
chiff mit. 50 Sklaven kaperte. Sechs Stlaven eriranken.
7 Der Tod Alexander'Stewart's des. tilchsten Man⸗
nes in den Verein. Staaten, ist wenige: Monate nach dem Able-
en Astor's, der neben ihm als Kröjuz der Union galt, zu New-
Hart erfolgl. Welcher von den Beiden äuch der Reichere gewesen
it — Stewarl's Vermögen wird auf 80 Millionen Dollars ge⸗
Haͤßt —, so viel bleibt sicher, daß Stewart als das groͤßere Genie
m Gelderwerb betrachtet werden muß. Denn während Astor den
steichhtzdum dreier Generalionen repräsentirtet, war Stewart ganz
das, was die Amerikaner einen „solf- made man?“ nennen, er hati⸗
nit wenigen, beinahe nichts, angefangen. Geboren wurde der
30fache Millionär 1803 im Norden-Irlands,war aber keim echter
Ire, fondern ein Abkömmling der schottischen Cclonie in Ulster,
er“ Pflanzstätte der Otangisten. Er erhielt fJeint Ausbildung an
ver Hochschule Irlands, dem Trinity College zu Dublin, umd als
rx im 21. Jahre nach New-York auswanderte, bliebear anfänglich
noch der eingeschlagenen classischen Laufbahn getren vus welcher er
ichetlich nicht zu seinen Millionen gelangt wäre. Als Lehrer des
Briechischen und Lateinischen Reichthümer zu sammeln, ist überall
chwer, Rew VYork im Jahre 1824 aber war für elajische Gelehr⸗
amkeit ein besonders ungünftiger Boden. Siewart scheint dies
nuch bald erkannt zu haben und vom commerciellen Geist der neuen
Welt erfaßt worden zu sein. Er fing ein Ellenwaarengeschäft an,
lein und unbedeutend, feimen Millein gemaß das er aber durch
asllosen Fleiß und strenge Sparsamkeit bald aus zudehnen verstand.
Er suchte durch“ gewefsenhafteste Ehrlichteit sein Vlud uu machen,
ind der Erfolg geigte, daßz er⸗ anen gulen Weg gewaͤhlt hatte.
Dem jeindnal gewählten, Geschäftszweige bliebe er treu bis an's
kEnde, abet et betiieb ihn zulezt im groͤßlen Maßstabe und zugleich
m' vornehmen Quarlier von New-York, wothiin er dat Ladengeschäft
derlegte, und in der eigentlichen Geschäftsstadt,' wo er seine großen
Borräthe hatte. In der Fifth Adenue baufe er sich einen Palast
nus weißem Marmot, und manch' vornehme Gast aus Europa jst
ort bewirthet · worden. Aus der Zeit seiner classischen Studien
zewahrte sich Stemart eine Norliebe für die shnen 2669. 346

WBVermischtes. —
—

Man meldet aus Gebweiter, 14. April: Der in Berg⸗
holz wohnende Steinhauermeister Benedict Simon schicke seine 1313
jahrige Tochter nach Gebweiler, um hier 10 Pfund Sprengpulver
zu holen, welchez dem Madchen auch derabfolgi wurde Als das
Mädchen zurückgekehrt war, stellte es das Pulver in seine Wohnung
auf die Commode und ging wieder fort In der Stube befanden
sich fünf kleigere Kinder, und zwar drei von Simon in Aiter von
8, 6 und 4 Jahren, und zwei vom Steinhauer Hetsche im Alter
von 8 und 7 Jahren, während die aͤlteste Tochter von Simon, im
Alter von 18 Jahren, in der Küche mit Zudereittung der Speisen
zeschäftigt war. Zwei Knaben von 8 und 6 Jahten des Simon
nachten sich an die Pulberdüte, rissen ein Loch hinein und klopften
mit einem Hammer das herausgelaufene Pulver klein, nahmen dann
        <pb n="238" />
        sondere für die Malerei; seine reiche Gemäldesammlung wie den
Marmorpalasßt, in dem er sie augelegt hat, soll er der Stadt New⸗
Yort —*8 haben. Als im Jahre 1847 die Hungersnoth in
Irland wüthete, schenkte der damals schon reich gewordene Sohn
der grünen Insel seinen Landslenten ein mit Getreide beladenes
Schiff. Im Bürgerkrieg erwies er sich als eifriger Anhänger der
Unlon, de ihn jedoch nicht mit politifchen Ehren belohnen lonnte;
dentz seine Eengennung zum Fmanzminister im Jahre 1869 mußte
in Folge, eines Besetzes, nach welchem die Theilnah ne von Ge—
schäfisleuten an Staaisamtern verdoten ist, aufgegeben werden.
Es ist ein Gesetz von zweifelhaften Werth in einen Laude, wie
Amerika: reiche MRänner, die dem Lande ihre Muße widmen lönn⸗
ten, werden dadurch von der Staatsverwaltung ansgeschlossen. und

die Leitung der Staatsgeschäfte bleiben handwerksmäßigen Politikern
Abetlafsen, nicht zum Besien drs Landes,wie die jüngllen Ent⸗
hüllungen in Amerika gezeigt haben.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demeßz.
— — — 2MIIEIEIIIA—

Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
herren Kaufmann u. Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
Es handelt sich hier um Original⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt-Ge⸗
nnen ausgestalteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
sebhafte Beiheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehm en verdient das
solle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
orbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
ablreicher Gewinne allseits bekannt ist.

NRBaertrac wäßige
Wiederversteigerung.*
Samstag, 20. Mai nächsuhin
Nasemitiaes 3 ude bei Hene8.
rich Schmidt dahier, wird
auf Anstehen von Karl 3—
Weinhändler hier, als Rechtsin⸗
baber von Wilhelm Großard,
Rentner hier, Gläubiger des
Naufpreises gegen Johann
Hofmann, jetzt Tagloöhner
hier, das nachbezeichnete Grund⸗
stück jm Banne von St. Ing-
bert wegen nicht vollstandig be—⸗
zahlten Kaufpreises oͤffentlich au
den Meisthietenden zu Eigenthum
versteigert, naämbich: J
Pl.⸗Nr. 1176. 18 Deiim.
Garten in den Stauchgärten
neben Jobann Schuster und
Johann Hager.
olt. Indbert, 29. April 1876.
Sauer, k. Notär.
Vertragsmaßige 5
Wiederversteigerung.
Samstag, den 20. Mai nächst⸗
hin, Nachmittags 4 Uhr, bei
heinrich Schmidt dahier
wird auf Anstehen der Actien⸗
brau⸗erei Tivoli in Zweibrücken
in den Rechten don Johann
Joleph Fiack jun. Sottler
dier . Gläubiçer den Kauf⸗
preiseßs gegenFriedrich
Neumanng Fuhrmann «hier,
die nachbezeichnete Liegenichaft
im Banne von St. Ingbert,
wegen nicht vollständig bezahlten
Naufpreises offentlich an den
Meistbietenden zu Eigenthum
versteigert, nuͤmlich: Few
Von Pl.⸗Nra 2027, 2028 u.
2029, 3,69 Tagwierk Acer
am Adelsberg neden Jehan —
ofmann, dem Weg und ——A V1I——
d Ahnung — die Von maner W — — —
n eehenn un Einkaufsreise
Hofmann aus. . lurüdgekehrt, beehre ich mich,
St. Ingbert, 29. April 1876. den geehrten Damen .von hie
ESauer, k. Notar. and, Umgegend das NReueste im
Stadtrathssttung Modéartikeln
Montag d I Neat Abends zur, geneigten Ansicht zu em
Tagesordaung::“ ualun
1. Abhor der Rechnung der SFrau Elise Fischer.
Sonntag (heute) Nachmittig St. Inabert
8
Eröffnung der M K 9 e ? schen Mittwoch, den 8. Mai
Guartéenwirthisce aft 1s76 abends 8 Uht:
und jeden Tag von 83 Uhr an vffen. Vereinskränzchen.
Gutes Laͤgerbier von Gebr. Schmidt aus Zwei ⸗ gusammenlunft bei Herrn
brücken wird verzapft. pele —
Zu zublreichem Besuch ladet freundlicht inn *.
eirich. Der 1. Vorstand.
caon Drué umd Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
Säi⸗zu illustrirtes Sonntgaassbsatte Nre. 18

Stadtgemeinde pro 1875.
Abhör der Rechnung der
Basanstatt pro 1876.
Anlage eines Wasserabzugs
anals unter der Kohlen⸗
traße, von der Brücke bis
an die Grubenstraße.
Umrechnung des Schulgel⸗
des in die Reichsmünz⸗
vahrung. 363
Anschaffung von Lehr mit⸗
eln ꝛc..
Gehalt der Lehrer an der
Fortbildungsschͤle.
Znabert, 29. April 1876.
Das Bürgermeisteramte:“
CKuster.

Man biete dem Glüoko die Hand!
6 J —
83275. O000 RMark

Haupt· Gewinn im gunstigen Palle bietet dio allerneueste

grosse Geld-Verloosung, welehe wvon dor hohen Rægie

cung genehmigt und garantirt istt.
ie vortheishafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass

m Laufs von wenigen Monaten dureh 7 Verloosungen 243. 400

Gewimnne zur sicheren Entscheidung kommen, darunter besinden

ich FHaupttreffer gon eventeon Bindt 7 — — — sperien aber
Gewinn a M. 250, 2,5 ewinne T. 10,600,
Jewinn a M. 125, 000,0 Jewinne a M. 12,000,
Jewinn a M. 80,000, z3Zowinno a M. o
Jewinn à M. 60,000. 26 Gewinne à M. 6,000,
zewinn à M. 50,000. 55 Gewinne 4 M., 4,000,
Gewinn a M. 10.0000 200 Gewinne a M. 2400,
Jewinn aà M 6G,O00, 412 Gewinne a M. 1200,
Jewinn a X 0., O00, 621 Gewinne à M. 500,
Gewinn a 55.000, 700 Gewinno a A. 250,
Gcevinno àM. 20.,000. 24, 350 Gewinno à M. 188
etc. ete.
Die Gewinnziehangen sind planmãssig amtlich festgestellt.
Zo vicheten eten Gewinnziehung dieser grossen vom Staate
arantirten Geldverloosung kostet ze
1 ganzes Original-Loos aur Marßß.
1Balbes .
8 vierte Li/.
Alle Auftrüge werden sofort gegen Dinsendung, Posteinrablunb
der Nachnahms des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführt
mã , erhuit Jedermanu von uns die mit dem Staatswappen veraehenen

)riginal Loose selbst in Händen. F

Den Bectelimgen vwerden dis erforderlichen amtlichen Pläüne gra
tis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessen-

en vunaufgeéfordert amtliche Listen. R

dDie usrahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats·

jaraptie und ranu durch directe Zusendungen oder auf Verlangen
lect Tateressenten duren unsero Verbindungen an allen grösseren

Plãtren Dentschland's veranlassst werden.

vdnsex Collecto var sateta vom GIhoke begũnstigt und hatte
sich dieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der
aten Haupttreffer au erfreuen, die den betrefsenden Interessenter
lirect ausbezahlt wurden.

Vocausgichtlich kann bei einem solchen auf der 201Idevtν

BRasis gegrũûndeten Unternehmen überall auf eine sebr rege Be-

theiligung mit Bestimmtheit gereehnet werden, und bitten wir da-

her, um allo Aufträüge ausfũhren z2u kößnnen, uns die Restellungen
daldigst und jedenfalle vor dem I. Hai d. I. z0νMeαn au

lassen. .

Laufmann F&amp; dimon.

Bank- und Weéchsel-Geschäft in Hamburg.

Pin-“ und Vorkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisenbahu-Actien

e und Anleheusloose.

P. S. Wir dankan hierdurch fur das ans seither geschenkte Vor-
trauen und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung ebur
Betheiligung einladen, werden wir uns auch fernerhin bestre⸗
pen, durch atets prompte und reelle Bedienung die volle Zu-

5 friédanbeit unserer geehrton Interessenten zu erlangen.

7D. M-

— — — — 777 — —
Ine Kosten und franco,
F
verseuden wir auf gzgeo An⸗9
— einen üder 100 Seiten
ftgrten, mit vielen Zeunnissen F,
Anativ Brhelilet versebenen *
ozug aus „Pr. Alrys Ratux⸗
mc sdode geer. weiger ͤd
FrBorzuglichteit des ill nitt.,
0 SEciten sarien Qriginal⸗
2ed (Preis nur 1Mart u
ehen durch alle Pig darrbe
Heugen will, lasse sich den
Aunv. Nimnter sVerlags⸗
Rst in Lesbzig tommen.“
        <pb n="239" />
        —8 —E 6
der St. Jugberter Anzeiger und das cx mal xd chentlich) mit dem Dauptblatte verbundens Unterhaltungtblatt, (Sonntags mit illnstrirter Vei
lage), erscheint woͤchentlich Vlermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag and Sonntag. Der Abonune mentspreis beträgt vierieliährlich
Mark 20 R.⸗Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfa., von Auewärte mit 13 Pf. fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Reclamze u
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
468. ——

Sonntag,!

—

— ⸗—
— —
— —
— —R
7 DZeuisches FRcih ··
München, 27. April. Der Bericht des Finanzausschufses
der Abgeordnetenkammer über den Voranschlag der Einnahmen und
Ausgaben an Bergwerks- Hürtten⸗ und Salinengefällen für ein
Jahr der 13. Finanzperiode ist zur Vertbeilung gelangt.“ Die
Abgliechung ergiebt nach dem Regierungsvoranschlag 8, 549,750 M.
Brutto⸗Einnahmen, 7,241, 640 Mark Verwaltungs⸗ und Betriehes⸗
kosten, demnach 1,308, 210 M. Rheineinnahme; nach den vom Aus⸗
chusse angesetzten Beirägen 8. 679,750 M. BruttoeEinnahmen und
238,470 Vt. Verwaltungs- und Betriebskosten, sonach 1,451,280
DVt. Rein⸗Einnahme. Bei früheren Kammerverhandlungen bezüglich
zieses Etats wurden wiederholt zwei Fragen angeregt, die der Aut—
schuß —ausführlich kesprochen hat, uämlich: 1) die des Verkaufes
der Bera⸗, Hüttenwerte und Salinen und 2) die der Aufhebung
der General⸗Administrativn und der Bergwerts- und Salinenhaupt⸗
kafse. Was die Frage des Vertaufes von Bergwerken betrifft, so
wurde schon durch den Landtagsabschied vom 1. Juli 1856 der
Beschluß der be den Kammern genehmigt, daß ein Theil der Berg⸗
und Hünenwerke rechts des Rheins zur Veräußerung gelange, und
am 31. Mai 1865 abermals ein Kammerbeschluß gefaßt, daß mit
der Veräußerung vorgegangen werden solle. In Folge hiervon
purden: die Berg⸗ und Hüttenwerke Fichtelberg, Königshütte,
deitersdorf und Schüttendobl verkauft. Bezünlich der heute noch
im Besitze des Aerars befindlichen Bergwerke, Amberg, Hohenpeißen⸗
berg, St. Ingbert, Mittelberbach und Odenbach Roth Cehlere drei
in der Pfalz) kann der Ausschuß keinen Verkauf empfehlen, da sie
in jeder Beziehung rentabel sind; nur die kleine Grube Odenbach⸗
Roih in der Pfalz. die 4 Quadrat⸗stilometer 40 Hektaren umfaßt,
möchte am ersten zum Verkauf geeignet sein, wenn nicht die Rück⸗
richt auf die hier beschäftigten Arbeiter, ihren Fortbetrieb durch
den Staat wünschenswerth machte. Die betheiligten Gemeinden
werden nach Ansicht des Ausschusses voraussichtlich ducrch den Ver⸗
'auf keinen Schaden erleiden, da in unmittelbarer Nahe ein anderes
don Privaten betriebenes Kohlenbergwerk sich befinden,. Die Auf⸗
hebung der Generaladministration und der Bergwerks- und Salinen⸗
dauptkafse kann der Ausschuß nicht empsehlen, wenn die Salinen
und Hüttenwerke nicht verkanft werden, da die oberste Lellung dieser
Staatswerke technisch zusammengesetzt und einheitlich gebildet sein muß.

—München, 27. April. Ter Abg. Dr. Änt. Schmid hat
über den Bauelat des k. Culfusmiuisteriams einen sehr umfang⸗
reschen Bericht erstattet, über welchen die Beralhung im Finanz⸗
nusschuß morgen Abend heginnen wird. Der Etat ist mit 3,376,658
Mark in das Budgel eingeftellt; der Referent aher beantragt na⸗
menttiche bei den Schuhansbauten, fehhr bedeutende Aostriche.
Warzburg, 26. April. Die Würzburgen Presse Ierfährt
aus sicherer Quelle; der König habe die Ernennung des hiesigen
Professors der Thrologie, Dr. Stein, zum Bischof don Wuͤrzbürg
vollzogen. e ne e
Berkru, 27. Aprik. Dem Reichsanzeiger“ zufolge erfolat
Delsrücks Entlassung erst am 1. Juli.

r—
Vermischtes
Man meldet aus Gebweiler, 14. April? Det in Berg⸗
holz wobnende Steinhauermeister Benedict Simon schickse seine 181)
ähriße Tochter nach Gebweiler, um hier 10 Pfund Sprengpulver
ju holen, welche; den Mädchen auch verabfolgt wurde. Als das
Mädchen jzurückgekehrt war, stellte es das Pulver jn seine Wodnung
auf die Commode und ging wieder fork. Igs detr-Siube- befanden
sich fünf kleigere Kinder, und zwar drei von Simon im Alter von
8. 6 und 4 Jahren, und zwei vom Steinhauer Hetsch im Altzr
bon 8 und 7 Jahren, während die älteste Tochter von Simon, im
Alter von 18 Jahren, in der Küche mit Zudereittung der Speisen
vescatnigt var. Zwel Kuaben von 8 und, 6 Jahren derz Simon,
nachten sich an die Pulverdüte rissen ein Loch dincin und klopflen
nit einem Hammet das herausgelaufeneée Pulber ilein, naumen dann

s0. Avii 118176.

in Ziundhölzchen und hrannten das Pulver an, wodürch nicht allein
has zerschlagene, londern auch das übrige Pulber explodirte. Die
Wirkung war furchtbar. Die ganze Wohnung wurde in Trümmer
elegt und die sammtlichen anwesenden fünf Kinder schwer verlezt,
ind zwar deratt,, daß dei dreien derselben (wei von Simon, eins
jon Heisch) der Tod jeten Augenblic zu befürchten ist, während
ie anderen beiden Kinder, obgleich auch sehr verwundet, am Leben
»rhalten werden können..

f Zur Deckung der Brandschäden des Jahren 1875 inn En
Beitrag von 6 Kreuzera — 1791 Pf. pro 100 fl. Versicherungs⸗
Fapital eiforderlich. Da hiecauf vorschußweise bereits Zekr. erhoben
ourden,, so beträgt der zu leistende Brandtassen-Beitrag 8 kr. —
390. Pfg.,Von der Erhebung eines Vorjchusses wird vorlãufig
lLin gang genommen. 46

F.Die Generaldirection der k. bayer. Verkehrsanstallen (Post-
biheilung) macht w eder holt aufmerksam, deß Briefe Postanweisungen
ind Packete au Soldaten nur dann auf die gesetzliche Portofteiheit
Anfpruch haben, wenn sie mit der vollen Bezeichnung: Soldaten⸗
zrief — eigene Angelegenheit des Empsfängers7 versehen sind.
7 In Straßburg ist ein mi der Administration des
vürttembergischen Armeetheiles betraui gewesener Hauptatann mit
er Menagelasse, die einen ansehnlichen Betrag enthiett, durchgegangen.
—7 Franz Naqchbaur hat. dieser Tage einen Vertrag von
sem bekannten Impresario Strakot erhalien, der ihn unter den
länzendsten Bedingungen zu einer Gastspieltour durch die Vereinigten
3taaten Nordamerikas verpflichten sollte. Für 60mzaliges Auftreten
purde Herrn Nachbaur die ungehrure Summe von 60,000 Doll.
ewahrleistet, wovon die Hälfte, also 30,000 Doll, bei dem Bank⸗
sause Baring Brothers in London hinterlegt, werden sollte. Der
dünstier hat das Angebot zurückzewiesen..

7 Aus Zanziba'r (Afrika) wird odmeldet, daß das Lang⸗
oof des britischen Kriegtschiffes London, ein großes Sklaven⸗
chiff mit 50 Sklaven kuperte. Sechs Stlabeg ertranten3*

J Der Tod Alexander Stewart's, des teigsten Man⸗
ies in den Verein. Staaten, ist wenige Monate nach dem Able-
en Astor's, der neben ihm als Krösus der Union. galt, zu New-
Hork erfolgte Welcher von dea Beiden auch der Reichere gewesen
t-, Slewari's Vermögen wird auf 80, Mislionen Dollars ge⸗
däht —, so viel bleibt sicher, daß Stewart als das größere Genie
m Gelderwerb betrachtet werden muß. Denn während Astor den
deichtshum dreier“ Generaiionen repräsentirte, war Stewarh ganz
»as, was die Amerikaner einen „solf-made man?* nennen, er hatte
nit wenigen, beinahe nichts, angefangen. Beboren wurde der
Ofache Mill onär 1803 im Norden Irlanda, mwar aber lein echter
zre, londern ein Abdfdmmling der- schottischen Cclonie im Ulfter,
er Pflanistätte der Orangisten. Er erhielt seine Ausbildung an
jer Hochschule Itlands, dem Trinitn College zu Dublin, und als
x im 21. Jahre nach New-York auswanderte, blieh r anfänglich
roch der. kingeschlagenen ee Laufhahn getreu. auß welcher er
cchetlich Richt u seinen Milonen gelaͤngt wͤre. Als Lehrer des
vriechischen und Lateinischen Reichthümet zu fammelie ift überall
hwer, New York im Jahre 1824 aber war fü classische Geleht⸗
amkeit ein hefondets ungünstiger, Boden. Stewärt scheint dies
nch bald ertaunt zu habea und vom commerciellen Geist der neuen
Welt erfaßt worden, zu sei. Et fing ein Ellenwaarengeschäft an.
lein uad unbedeutend, seinen Miltelu gemäß das et aber durch
aftlosen Fleiß und streuge Sparsamkeit dald auszudehnes verstand.
ẽr suchte durc gewssethofteste Ehrüchtest Jeln, Gluc du machen,
ind der Erfolg zeigte,, daß et einen guten Ba ban
demeinmai dewahlten“ — bties r lreu biß an's
ende, aber et betrieb ihn zuletzt im gebßlen Maͤßstabe uͤndße zugleich
mn vornehmen Quartiet von New-NYork wohin er das Ladengeschäft
»erlegte, und in der eigentlichen Geschäftsstadt, wo er feine großen
borräthe hatte.“ In der Fifth Abenue daute er sich einen Palast
—
hort bewirihet worden. KRus der Zeit seiner classischen Studien
rwahrte sich Stewart eine Vorliebe sür die schönen Künste, insbe⸗
        <pb n="240" />
        sondere für die Malerei; seine reiche Gemäldesammlung wie den
Marmorpalast, in dem er sie augelegt hat, soll er der Stadt New⸗
Jort vermacht haben.“ Als im Jahre 1847 die Hungersnoth in
Irland wüthete, schenkte der damals schon reich gewordene Sohn
der grünen Insel seinen Landslenten ein mit Getreide beladenes
Schiff. Im Bürgerkrieg erwies er sich als eifriger Anhänger der
Union, die ihn jedoch nicht mit politifchen Ehren belohnen, konnte;
denn seine Eenennung zum Finanzminister im Jahre 1869 mußte
in Falge eines Besetzes, nach welchem die Theitnahme von Ge⸗
schäfisleuten, an Staatsänitern verboten ist, aufgegeben werden.
Es ist ein Gesetz von zweifelhaften Werth in einen Lande, wie
Amerika: reiche Männer, die dem Lande ihre Muße widmen könn⸗
ken, werden dadurch von der Staatsverwaltung ansgeschlossen, und

die Leitung der Staatsgeschäfte bleiben h indwerksmaäßigen Politikerr
Aberlafsen, nicht zum Besten drs Landes, wie die jüngsten Ent—
hüllungen in Amerika gezeigt haben.

—
Für die Nedaction verantwortlich: X. X. Demez.

— — nιαNναααααααααααααααααα OMX9Ûααα
Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
Herren Kaufmann u. Simon in Hamburg besonders aufmerksam
ss handelt sich hier um Original⸗Voose zu einer so reichlich mit Haupt-Ge⸗
vinnen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
lebhafte Betheiligung voraussehen läͤßt. Dieses Unternehm en verdient dag
volle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten find und auch
vorbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
ahrreicher Gewinne allse its bekannt ist.
. M2

Vertragsmäßige
Wiederversteigerung. 2
Samstag, 20. Mai nächsih'n 3
Nachmittags 3 Ubr bei Hein⸗ 8
rich Schmidt dahier, wird
auf Anstehen von Kar! Hofmann.5
Weinhändler hier, als Rechtsine
haber von Wilhelm Grohard, 4.
Rentner“ hier, Gläubiger des
Naufbeeises gegen Johaun
Hofmann, jetzt Taglohner
hier, das nachbese chnete Grund ⸗
stück im Banne von St. Ing-
bert, wegen nicht vollstandig be—
zahlten Kaufpreises oͤffentlich an
den Meistbietenden zu Eigenthum
oersteigert, namlichh:
Pl.⸗Nr. 1176. 15 Dejim.
BGarten in den Stauchgärten
neben Jobann Schuster und
Johann Hager...
St. Indsbert, 29. April 1876,
I Sauer, k. Notär.
ertragganige
Wiederversteigerung.
Samstag, den 20. Mai nächst⸗
hin, Nachmittags 4 Uhr, bei
hdeinrich Schmidt dahier
wird auf Anstehen der Actien⸗
hbrau⸗erei Tivoli in Zweibrücken
n den Rechten don Jobann
Joseph Fiack, jun. Sottler
hier Gläubiger des Kauf⸗
oreisez gegen Friedrich
Neumanng Fuhrmann hier,
die nachbezeichnete Liegenschafi
im Banne von St. Ingbert,
wegen nicht vollständig bezahlten
sKaufpreises offentlich an den
Meistbietenden zu Eigenthum
versteigert, namlich:
Von Pl.⸗Nr. 2027, 2028 u.
2029, 3,69 Tagwerk Acer
am Adelsberg neben Johann
Hofmann, dem Weg und 24.
* Ahnung — “ die 8 reret 2
beiden ersten Sechsstel von Einkaufsreise
Hofmann aus. uurückgekehrt, beebre ich mich,
St. Ingbert, 29. April 1876. den geehrten Damen von dier
Sauer, k. Notär. und Umgegend das Veueste in
Stadtrathestgung Modeoartikeln
Montag, *7 HDoe alĩ Abends ur geneigten Ansicht uu ern
— Tagesordnung:“ J pfehlen. .
1. Abhot der Rechnung der Wrau Elise Fischer.
Sonntag (heute) Nachmittig ESt. Inabert.
R 8* 32*
Gröosfnung der Mane r' schen Mitiwoch, den 3. Mar
—XXXV 1876 Abends 8 Uhr:
und jeden Tag von 3 Uhr an offen. Vereinskränzchen.
Gutes Lagerbier von Gebr. Schmidt aus Zwei⸗ Zusammenlunft bei detrn
brücken wird verzapft. Peter Heusser.
Zu zublreichem Besuch ladet freundlichst ein
XR. Weirich. Dor 1. Vorstand
öö— ——— — — — —— B—— n
Redaltion Druck und Berlag von J. X. Demeß in St. Ingbhert.
Sieru illustrivts Sonntaasblatt Nr. I8

J
Man biete dem Glücoko dio Handl

⸗

375, 00 0 R-Mark
Haupt-Gewinn im günstigen Falle bietet dio allerneueste
grosae Geld-Verlioos ung, nelehe von dor hohen Regie
rung genehmigt und garantirt i.

Hie vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, das

im Laufe von wenigen, Monaten durch 7 Verloosungen 243, 400

bewinune zur ꝓsioheren Pntscheidung Kkommen, daruntoer befinde,

ich Haupttresser von αιν—εl B-Mä *x OOO, xpeciell aber

Gewinn a M. 250,000, Gewinne a M. 15,000,

Gewinn a M. 125, 000, Jewinne a M. 12,000,

Gewinn aà M. 80,0000.. dewinne a M. 10,090,

Gdewinn s M. 60,000. 2 Gewinne aà M. 6,O0Oo,

Gewinn à M. 50, 000,0 55 HGewinno a M. 4,000,

Jewinn a , 40,000, 200 Gewinne a M. 2400,

Gewinn a7) 36,0000 412 Gewinne à M. 1200,

Jewinn a 30,000, 621 Gewinno à M. 500,

Gewinn aà 75, 25,000,01 700 Gewinne à M. 250,

Gewinne a M. 20. 000. 24, 350 Gewinno a M. 1388

4 et. etco.
Die Gewinnzichungen sind planmãssig amtlich festgestellt.
Zur nãchsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staat⸗
garantirten Geldverloosung koste.

z 1 ganzes Original Loos aur Marß ..

21 pr 1 halbes —— r 8, 3

. ã vierte ü

Alle Anftrãge werden sofort gegen Dinsendang, Posteinzahlung
»der Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführ
ind erhält Jedermann von uns die mit dem BStaatswappen voersehener
Iriginal·Loose selbst in Händen. 7

Den Bestellungen werden die erforderliehen amtlichen Pläne gra
tis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessen
en unaufgefordert amtliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
Jarantio und Kann duroh directe Zusendungen oder auf Verlangen
ler Interessenten durch unsero Verbindungen an allen grösserer
Plãtren Deutschland's veranlasst werden.

Vnsere Collecte war stets vom Glücke- begũnstigt und hatte
zieh dieselbe unter vieloen anderen bedeutendon Gewinnen oftmals der
erston Haupttreffer 2u erfreuen, die den betreffenden ltareasentep
lireet ausbezahlt wurden. 9

Voraussichtlieh ann bei einem aolchen auf der 201IIdesten
BRasis gegruündeten Unternehmen überall auf eino sehr rege Be
theiligang wit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir da-
her, um alle Aufträge ausführen æu können, uns die Bestellungen
baldigst und jedenfalls vor dem I8. Mai d. J. z20Kommon 2u
asssn..
Laufmann &amp; dimon.

Bank- und Wechsel-Geschüft in Hamburg.
Din- und Vorkauf aller Arten Staatsobligationon, FBisenbahn-Actier
und Anlehensloose.
P. S. Wir danken hierdureh für das uns seither geschenkto Ver
trauen und indem vwir bei Beginn der neuen Verloosung 2ur
Baethoeiligung einladen, werden wir uns auch sernerhin bestre-
hben, durch stets prompte und reelle Bedienung die rolle Zu-
friedenheit unserer geehrten Interessenten zu erlangen.
D4
        <pb n="241" />
        St. Ingberler Znzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonniags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wdchentlich viermalr Dieustag, Oounerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis betragt vierleljährlich

Wart 20 Nn.Pfe. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Aauztwärtz mit 15 Pff. fur die viecgejspaltene Zeile Blattichrijt oder deren Raum. Necla nen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 69. —W Diienstag, den 2. Mai IJ

1876.

—

—

Deutsches Reich.

München, 29. April. Bei der Berathung über den Gesetz
eniwurf, betreffend die Pfälzischen Eisinbahnen, haben die pfälzischen
Abgeordneten den Antrag gestellt, es solle derselne an einen beson⸗
deren Ausschuß zur Vorprüfung verwiesen werden. Die Abgeord⸗
neten Louis und Schmidt (Zweibrücken) begründeten diesen Antrag,
welcher schließlich angenommen worden ist.

München, 29. Aprl. Der König het die Genehmigung
füt die Aufstellung eines Denkmals für den Fürsten Bismarck in
issingen eriheilt. Dasselbe soll jedoch nicht an dem Schauplatze
der That Kullmann's, sondern in den Anlagen errichtet werden,
wo der Reichskanzler Genesung gefunden hat. *

München, 29. April. Die dem preußischen großen Gene⸗
talstabe seit zwei Jahren zur Dienstleistung zugetheilten bayerischen
Beneralstabsoffiziere die Majore von Xylander, Helvig und v. Asch
ind von Berlin wieder hierher zurückgekehrt; vom kommenden
Monat Oktober an werden w'eder andere drei Generalstabsoffiziere
aach Berlin beordert wrdenn. 3 6

Berlhin, 29. April. Der Kaiser soll heute in Wiesbaden
dofmann's Ernennung, als Nachfolger Delbrück's. unterzeichnet
zaben.

Berlin, 29. April. Die Vorlage wegen Uebertragung der
preußischen Staatsbahnen auf das Reich kam heute im preußischen
Abgeordnetenhaus zur zweiten Berathung. Der Landwirthschafts⸗
ninister Friedenthai empfahl die Vorlage auch m't Rücksicht auf
die Landw'rthschaft, welche unter der Willküclichkeit und System⸗
osigkeit der Tarife zu leiden habe. Birchow erklärt sich aus poli⸗
aischen und wirthschaftlichen Gründen gegen die Vorlage; ein Eisen⸗
zahngesetz, meinte er, loͤnnte wohl ausreichen, die bestehenden U⸗bel
zu heilen. Aus der neulichen Rede des Finanzministers Campe
Jausen sei, obwohl derselbe füt die Vorlage sprach Gedoch ziemlich
uhl) doch zu entnehmen gewesen, daß die Ablehnung der Borlage
das Eisenbahnwesen micht schädigen werde. Bei dieser Borlage
Jandle es sich nicht um deutsche, sondern um preußische Interessen.
Furst Bismarck erwiderte, das ganze Ministerium handle in dieser
Frage in voller Uebereinstimmung, und namentlich sei die Unter⸗
Jellung, als ob zwischen ihm und dem Handelsminister Widerspruch
zestände, unrichtig. Nach Schluß der Debatte wurde die Vorlage
mit 206 gegen 17856 Stimmen angenommen; dagegen waren die
Fortschrittsöpartei, das Centeucꝛ, die Polen, 4 Nauonalliberale. 2
Freiconservative. Dr. Löwe für die Vorlage.

Ausland.

Rom, 28. April. Prinz und Pr'nzessin Karl von Preußen
ind hier angetommen und haben im Hotel Bristol Absteigequartier
senommen.

7 Die Direciion der Pfälz. Bahnen hat hestimmt: Unbeschadet
der allgemeinen Vorschrift, welche hinsichtlich der Benützung von
Fahrbilleten die Einbehaltung der tarifmäßigen Route bestimmt
und bei Abweichung von derselben die vole Tarerhebung für die
denützte Bahnstrecke festsetzt, wird ausnahmweise vom 1. Mai ab
in einigen Fällen die Benüßung einer aaderen Route gegen Lösung
»on Ergänzungsbilleten gestattet. Diese Billete, deren Preis die
Differenztaxe zwischen der benützten und der vorgeschriebenen Rout
zegreift, sind Cartonbillete von gelber Farbe für II. Classe und
weißer für die III. Classe, und werden bei den Stationen Haupt⸗
zahnhof Kaiserslautern, Hochspeyer, Enkenbach, Schifferstadt, Speyer
auptbahnhof, Boͤht, Haßloch, Neustadt, Landau Hauptbdahnhof,
kuöringen und Edenkoben ausgegeben.“ Die Lösung derselben hat
unbedingt auf der betreffenden Uebergangsstation und gegen Vor⸗
„eigung des Fahrbillets durch den Reisenden oder das Zugpersonal
zu erfolgen.

Fꝛ Frankfurt a. M., 27. April. (Unabsichtliche Freiheits⸗
zeraubung.) Gestern Mittag um 12 Uhr waren die Schülerinnen
iner Mädchenklasse der Katharmenschule aa der Liebfrauenstraße
zenöthigt, auf eine eigenthämliche Weise ins Freie zu kommen.
Der Pedell hatte nämlich bereits um *412 die Hausthüt geschlossen
ind sich nach Hause begeben, dabei aber vergessen, daß noch nicht
ille Klassen um 11 Uhr die Schule verlassen hatten, sondern eine
dlasse von ca. 80 Schülerinnen bis 12 Uhr noch Unterricht hatte.
Als es daher 12 Uhr geschlagen unb die Kleinen nach Hause stür⸗
nen wollten, sahen sie sich zu ihrem Schrecken zu einem unverdienten
ürrest verurtheilt. Die Lehrerin veranlaßte einen bekannten Herrn
»es gegenüberliegenden Hauses, einen Schlosser herbeizuholen, um
zie Hausthür zu öffnen. Da es ihm jedoch nicht gelingen wollite,
vurde an das ewas hohe Parterrefenster eine Leiter gesetzt und
zie keinen Mädchen von zwei Dienstleuten von dort auf d'e Straße
efördert. Als bereits etwa die halbe Klasse so das Fre'e gewon⸗
ien hatte, gelang «s endlich, die Thüre zu öffnen, wodurch den

zurückgebliebenen der Auzgang weniger mübhsam gemacht wurde.

IIIXVX —
zt die in der heutigen Nummer unserer Seitung sich befindendo Glücks-
zeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat stch
lurch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
lass wir Jeden anf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf-
nerksam machen.
ywir machen hierdurch guf die im heufigen Blaule siehende Annonce der
derren Kaufmann u. Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
ẽs handelt sich hier um Original⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt-Ge—
vinnen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
ebhafte Betheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient das
dolle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
vorbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
ahireicher Gewinne allseits bekannt in

Im allgemeinen Juteresse
inden wir uns veranlaßt, auf die im heutigen Blatte enthaltene Annonce
eß Herrn Albert Friedheim in Hamburg ganz besonders hinzuweisen.
Die angekündigten Originalloose können wir wegen der großen und zahl⸗
eichen Gewinne bestens empfehlen. Die Reellität und Solidität dieses
dauses ist bekannt und daher nichts natürlicher, als die vielen bei demselben
nlaufenden Aufträge, welche eben so rasch als sor fältig ausgeführt werden.
Eine vene leiche einspänner Im Verlag von G. L. Lang
CIAisO. in Speyer ist erschienen:
Ein Löschhorn
für das in den „Brennenden
Fragen von Wilhelm Molitor“
angezündete Licht
bon Eduard Plastein.
Preis 75 Pf.
Begen franco Einsendung
diesez Betrages in Geld oder
Drief narlen vird dat Sar fichen
iranco zugesandt.

*

Vermisktes.

fDürkheim. Heute kommt die wegen eines im Kurier“
peröffentlichten Arnkels über Mehldersälschang gegen einen hiesigen
Einwohner angestrengte Be'eidigungskiage vor dem Zuchtpolizeigerichte
Frankenthal in 2. Instanz zur Verhandlung. Es sind drei Cbe—
niker als Sachverständige geladen.

Die N. Zig.“ berichtet aus Neustadt, 28. April:
Die nach 2monatlicher Pause auf heute zu einer Sitzung berufenen
Stadträthe waren aud nach einer Stunde Wartens so wenig
jahlreich erschienen, daß der Herr Bürgerme'ster nur sein tiefes
Ad
onnte und sie, ohne in eine Berathung einzugehen, w'eder ent⸗
jassen mußte.

F Rudesheim, 30. April. Hevute Nachmittag platzte der
dampflessel des an hiesiger Landuagsbrüchke liegenden Trajectbeotes
„Luise“, welches zweschen hier und Bingen fährt. Bis Abend
varen vier Leichen aufgefischt. Zwei hiesige Frauen werden ver⸗
mißt. (Ein Bericht aus Bingen spricht von etlichen dreißig Todten.
scheint jedoch übertrieben.)
        <pb n="242" />
        Agenten
woerden fũr ein ũberall gang-
bares respectables Geschaft
gesucht. Dasselbe bedarf
keiner besonderen kaufmün-
nischen Kenntnisse, ist für
Jeden als Nebengeschaft leicht
zu führen und wirft sehr gute
Provision ab. Reoeflectanten
belioben ihre Adresse in doer
Expod. ds. Blatios untor den
Buehstaben. A. G. H. sehlou-
nigst abzugebon.

Mehrere Wagen
Dung
sind zu verlaufen. Wo? sagt
die Redaction da. Bl.

TAIaupt⸗Gewinm ev. Glücks- Anzeige. Die Gewinne garantirt
375, 00 0O Mar Ic. — der Stant.
Timniadung zur Betheiligung i —
GHVIMM--OhAMCSBII
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-Lotterio, in welcher ubor
7 Milsionen 770.000 Mark
sSiher gewonnen vwerden müsgen.

Die Gewinne diosor vortheilhaften Geld · Lotterio, welehe plangemäss nur 81, 800 Looso enthũlt, sind
tolgende: nuümlien I Gewinn event. 875,000 Mark, speciell Mark 250, 000, 125, 000, 80,000,
60, 000, 50,000, 40,000, 86,000, 4 mal 30,000 und 25, 000, 5 mal 20,000, 24 mal
15, 000, 12, 000 und 10,000. 26 wal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal 2500, 2400
und 2000, 415 mal 1500 und 1200, 1356 mal 500, 300 und 250, 27463 mal 200, 150,
1838, 124 und 120, 13839 mal 94, 75, 67, 50, 40 und 20 Mark und Kommoen solcho in
wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur Siheren Entscheidung.

Die erste Gewinnziehung ist amt—Iich festgestellt, und köostet —*
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das halbe Originalloos nur 3. Reichsmark,
des viertel Originalloos nur 193 Reichsmarß ß I
ind werden diess vom Stante garantirten Original-Loose (xreine verbotenen Pro messen)
zegen frankirte Einsendung des Betrages oder gegen Postrorsehue velbet uaern
den entferntesten Gegenden von mir versandäft,

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-Loose auch den mit dem Staatswappen
rersehenen Original-Plan gratis und nach stattgehabter Ziehung Sofort die 4nεHehe Ziehungaliste
unaufgefordert zugesandt. J —

Die Ausæclung und Versendunqg der GCeuwinngetder erfolgt von mir direct an die
nteressenten prompt und unter strengster Verschwiegenheit.
j Jede Bestellang sann man einfach auf eine Postöinzahluugstarte machen.
fan vende sieh daher mit den Auftragen der nahe bevorstetenden Lehung
bis 2um
S315. Mni d. C. 5 p vertrauensvoll an *
AA Heeliseher semnr- Banquier &amp; Wechsel-Comptoir in Hamburg

Da ich von meiner
Einkaufsreise
jurück beebre ich mich, den
geehrten Damen von hier
und Umgegeud das Modernste in
Modeartikeln
zur gefälligen Ansicht zu em⸗

pfehlen.
Marg. Hofmaunn.

Man biete dom Glüoko dio Hand!
B3875, O00 R-Mar.
flaupt-Gewinn im günstigen Palle bietetdis 2IErn ει—εt
rOSSe Geld-Verloosung, welehe von der hohen Regie-
rung genehmigt und garantirt ist,

Dio vortheishafto Finrichtung des neuen Planes ist derart, dass
im Lauso von wenigen Monaten dureh 7 Verloosungen 43, 400

Gewimnme zur. Sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden
ich Haupttresser von erentnell R-M 8ö5Oο, geeiell aber
Gewinn a M. 230,000, Gewinne a M. 15,000,

Gewinn a M. 125,000, Gewinne a M. 12,000.,

Gewinn a M. 80,000, 4 SJowinne a M. 10,000,

Gewinn a M. 60,000, 26 Gewinne a M. 6,000,

dewinn a M. 530,000., 55 Gewinne a M. 4,000,

Gewinn à 4,000. 200 Gevwinne aà M. 2400,

Gewinn a1 36, 000, 412 Gewinne à M. 1200,

Gewinn a7 O, O00, 621 Gewinne aà M. 500,

Gewinn a VU. 25.000, 700 Gewinne à M. 250,

Gewinne a M. 20. 000. 24. 350 Gewinne aà M. 138

ete. ete.

Die Gewinnzichungen sind planmässig amtlich festgestellt.

Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staate
garantirten Geldverloosung kostee

ganzes Original- Loos nur Mark 6,
lbalbes F — 8.,
J viertel ⸗ lIlq4⸗,.

Alle Anftrũge worden sofort gegen Vinsendang, Posteinzahlung
oder Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführt
und erhält Jedermann von uns dis mit dem Staatswappen versehenen
Original-Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Plüne gra
tis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interesen-
ten unaufgefordert amtliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
Garantie und kann durch directe Zusendungeũ oder auf Verlangen
der Interessenten dareh unsero Verbindungen an allen grösserer
Plätzen Deutschland's veranlasst werden.

Unsers Collecto var stets vom Glücke begünstigt und hatté
sich dieselbe unter vielon anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der
rston Haupttreffer zu erfreuen, die dan betreffenden Interessenten
direct ausbezahlt wurden.

Voraussichtlich Kann bei einem solchen auf der B0lideaten
BRasis gegrundeten Unternenmen überall auf eine sehr rege Be⸗
theiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten vir da-
her, um alle Aufträge ausführen zu kKönnen, uns die Bestellungen

haldigst u. jedensalls vor dem 415. MIai d. I. zukommon 2u lasen
Kaufmann dimon,

Bank- und Wechsel-Geschäft in Hamburgz.
Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisenbahn Actien
und Anlehensloose.

P. S. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkte Ver
trauen, und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung zur

Betheiligung ein aden, werden wir uns auch fernerhin bestre—

ben, durch stets prompte und reelle Bedienung die volle Zu-

friedenhit unserer geehrten Interessenten zu erlangen. D. 0

— —“⸗

Nur vom Staate ausgegebene Loose werdenversendet.
* — —— — —— —
Es münssen gewonnen werden *77
14
Remurt 333800
⸗ J —
2. oder 65
5
218,750 Gulden —
im glücklichsten Fall als höchster Gewinn der vom Staate
genuehmigten und garantirten großen Hamburger
BeldVerloosung.

Dieselbe besteht aus 81,500 Loosen, wovon A83,400
also weit über die Hälfte, binnen wenigen Monaten mu Ge—
winnen gezogen werden müssen.

Hauptigewinne event.

Reichsmark 375,000,
spec. 230, 000, 125, 000, 80, 000, 60, 000, 30, 000,
40,000, 86,000, 8 2 80 000, 25 000 3 4
20, 000, 6 à 15,000, 73 i2 Oo00 II 10000
26 2 6000, 55 4 4000, 3000, 2800, 200 2
2400, 5 4 2000, 82 4 1500 212 4 1200 621
a 500, 85 a 300, 700 3 230 42 2 200, 46 4

150, 24, 350 n 138 ꝛc. ꝛe.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt prompt
unter Staatsgarantie.

Für die erste Gewinnziehung beträgt die planmäßige
Einlage:

für ganzes Originalloos 6 Markte
halbes 38 — F
F viertel —9— Ii/

Diese vom Staate garantirten und mit dem Slaatswappen
versehenen Originalloose (teine Rromefsen) versende ich
gegen Baarsendung, Posteinzahlung oder Nochnahme des Be—
trages überall hin. Alle, selbst die kleiesten Bestellungen
werden puünktlich ausgeführt, der amtliche Ziehungsplan
gratis beigefügt und nach der Ziehung die amtuüche Gewinn—
lifste unaufgefordert überjsendet.

Die Verloosungen bieten somit die größten Vortheile,
sind mit vielen bedeutenden Gewinnen ausgestattet und find
alle Ansprüche der Theilnehmer als Staatsüberwachung,
Garantie für die pünktliche Auszahlung der Ger
winne vollständig gewahrt. Mein eifrigstes hen wird
es sein, d s mir zu Theil werdende Veriraͤuen zu rechtfextigen.

Da mein Loosevorrath nur noch klein ist und die Auf⸗
träge sehr zahlreich einlaufen, so beliebe man geff. Bestellungen
soaleich, aber vor dem

15. Mai d. J.
direct zu richten an
Albort Priedheim,
Bunk- und Vecliseloeschcft in IIa B.
WVon den vielen großen Gewinnen welche in diese Collecte
fielen und an die glücklichen Gewinner ausbezahlt wurden, er⸗
wähne nur:

Mark 202 000 auf No. 66591
„303. 000., 80643
—— — — — — — — *
Dtaat derwaccht die Ziehungen undga rantirt
die Auszahlung der Gewinne.
Redaktion Druck und Verlag von 5. *. Dem̃ etz in St. Inab
        <pb n="243" />
        2
2 853232
5532 —3 53682
28288 558 —— 322
*8222 *728 258 2 35335
— 5532 733 —25237528
35555—53523 —3 22 335 23 5* —— 228*
3.228 ——— — 2* * 5 225 S2 2
* 2355235 32 325 22 —— 522 — 5523 2 ———
22 —Ax — — 28 25 55533 — — — B585 —25
“ 22 53557 EAAæ 3 *85 27 523 *5*8* —2 22 5252 — 8 *
22332325*58 — — s—z5535 2283 253583 z5522 * — 328
—— ——— 275 532 2— 3522 2 — 2 27 — —3— —2 · 8
233333 · 52 8* 5 23 2 32 — 2 28* 285 — 325 —
—* 3 85* — 8 25 &amp;x 28 — 35828 5358 —— —
5352 333358 23832325 —A — 52 —V 255 J ——
— 2290— 25 2 8588 32 * 2328 28 52223 — —A 22
325 3 — 822 * 55 — — — 2 S —— —— *52 —
2 25 — — *2238 — 272. 25 ——xx
— 55233 32253 3357 255 25533333
—788 — — 2 * c34 —38* — — —9 2
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2* 2 258 5238 338 3322*
8* 2585——355—353523 252725 2
* 2—26 23 5*582. 553 — —
532. — ———1 3 *532523.73
53 — 222325
7 2 ;* 2 360 — * 2 e
3 353638573333533833553333253353
223—33 —33
— — 2 22 *
2.5533 2323838 355 735332
— 773380 ———5—355 2 —
—— *233255 2 3 2 ———
2 3222 3 —73 — *22 2
3. 2—2323228 F — —A ——
23 2* — 522 2* 523223
2 2 —
—532 532323333*328 5558
7
—522. 6 323 553
2— 38 2c5— — —X 2
122. ——— 25 2
238* ——6 —A
133553 2535358
5555 555 555. 25332328*

—
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21

GE

4. 9
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22

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k7 2. 2.
— „3223 — —
2253 5235358355853 — —
J A —2 *522 —577
23 —8 * —— * 22 8 —W
* — —— 260222 * —A 8 —2 * *
— * 24573 —32B2227 1253585*3 * 832
5235 ——— —25—3 — 55553823535337
7 — — 63 523 S 7 33 —A —
2252323 ——
* 23 * 2 —* 2
— 2—253037 2227 —22 — 35355 22 —X
— 2 2 15 22 5 252323323 —A — 253 —— I —
32* — 2381 2 3 8 3552 —— ——
2 2352.. 85 — —A E 525 —
5 23737 2233837 23 5287 23 255
233*2325 328355 5252 —3882352 —
2830227 353 235853
285 73 558335333533 — —55335357 35322333
7257 —A 23 2 225535 — 3
5* * 15 — 23 ——— 2 2. 0⸗ 22 43 * — —— 2
222 3252 53537* 72823588 5322277
— 55 5533* 23335 4 *5 *27 5222357 8*
—X * 20 2 355352323338 7 3833* 5
— z? 7.7 * 922 335 48
—*.8 538283327 — 2525323 2 S 2. — —
525 353573 735 375 255327 58685 322557
75723 3 22 72323 2 2. 2 — — — ——
22532 23825 123333 — 28
2 A— 223 23 33—52.5 — 22253 *
—A ⸗ 255 5783232 S 222 —55 59
* 2 5222 3 — 3—373353 232522
2 552 5* 723
— 12768 2 2333 —
JF 2 2023 33 28 368 3 —— 5 — — ——
573 3253335 —— —
* * — 7 * —V 2. 23 *
33* 15 3235357 2258 25
3228 5323538335 * 2 27 2353 23257
— 355333533 2 22—232
7 3335532 25 * 25 5327
7 72 7 775 32S 5 — —
222323 *22
*45 33
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        Sl. J ugbe rle r Anzeiger.
* * ** 7
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich mit dern Hauptblatte verbundene Unkerhaltungsblatt, (Sonntags wit illustrirter Rei,
lage), erscheint wöͤchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag, Der Abonne mentspreis beträgt viertetjährlich
Mark 20 R.⸗Pfu. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von A 3 vartz mit 13 Pfa fur die viergespaltene Zeile Vlattschrift odet deres Raum. Aecla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

—1

M 70. J 5 J J Donnerstag, den A. Mai 5 m * 77 1876.
4 *838 F
— — ——

AαXXäσσXSôäα

Deutsches Reihh.

Müuchen, 1. Mai. Die Abg. Freyburger, Vaillant u. Ph. Schmidt
jaben an die Kammer den Antrag gebracht, an Se. Piaj- den stonig die
Filte zu richten, im Landtagsabschiede mit Gesetzeskraft aussprechen
u wollen, daß der durch 8 42 des Landtagsabschiedes vom 28.
Ipril 1872 geschaffene Zusatz zu rt. 32 Äbs. 1der Braudver⸗
icherungsordnung fur die Pfalz vom 26. Nov. 1817 folgende
eränderte Fassung erhalte: Die Kreisregieruag ist ermächtigt,
om Gesammibetrage aller Brandschäden jährlich bis zu 4pCt.
veiter zu erheben und im Beuehmen mit dem Laudrath zur För⸗—
»erung des Feuerloͤschwesens zu verwenden.“ Die Motive dieses
Antrags sind;: Das Feuerlöschwesen in der Psalz läßt hinsichtlich
er allseitigen Verbreitung gut ordganisirter Feuerwehren trotz um⸗
ichtiger Thätigkeit der Regierungsorgane und einzelner Gemeinden,
owie der rühmlichen Bemühungen des pfälzischen Feuerwehrver⸗
andes noch viel zu wünschen übrig. Als Ursache dieses Miß⸗
tandes ist vorzüglich der Maungel ge rügender materieller Unter⸗
tützung zu heseichnen. Nachdem die 7 rechtscheinischen Kreise
uich Art. 89 des Brandversicherungsgefetzes von 1875 in dieser
dichiung einer weitaus günstigeren Stellung sich erireuen, erscheint
Ils in Gebot der Billigkeit, auch der Pfalz die Möglichkeit zu
erichaffen, dei Feuerlöschwesen kräftigere Unterstützung geväqgren
u können. Da die Versicherten der pfälzischen Brandversicherungs ⸗
astalt hier zunächst interessirt erscheinen, so ist es angemessen, zu
esagtem Zwecke auch voczugsweise ihre Mittel in Anspruch zu
iehmen. Die vorgeschlagene Echebung bis zu 4 pCt. entspricht
ea diesseitigen gesehlichen Bestimriuagen.

Die liberale Frak ion der Kammer der Abgeordneten hat in
rolge Berusfung des Dr. Völk und des Professors Marquadfen zur
Fussizlommission nach Berl'n die vecbleibenden Mitglieder der Vor⸗
Jandfchaft zur Cooption ermächtigt, und es besteht demgemäß der
Pocstand der Fraktion jetzt aus den HH.: Frehr. v. Stauffenbeig,
de. Frankenburger, Alwens, Wülfert, Crämer und Dr. v. Schauß.

Berlin, 2. Mai. Die „Post' schreibt: Der bevorstehenden
zusammenkunft der drei Kanzler in Berlen wird allseitig eine große
hereutung beigelegt. Auch nach der Weiterreise des Kaisers von
stußland am 13. Mai verbleiben die fremden Kanzler noch ein'ge
Tage hier, »um mit dem Fürsten Bismarck üder die orientalische
zrage zu conferiren.

R'us Wiesbaoen, 1. Mai. Heute Vormittag um 11
ühr ist die belgische sKönigsfamilie hier angelommen und am Bahn⸗
sofe von sämmilichen hier anwesenden Fürsten empfangen warden.
deute Abend findet großes Diner zu Edhren der belgischen Maje⸗
saten statt. Nach der Ankunft des Königs der Belgier begaben
ich Se. Majestät der Kaiser in Begleitung des Großherzogs und
der Großherzogin von Baden nach Caub; dieselben werden mit
)er Kaiserin zusammentreffen und gemeinschaftlich in Lorch dej⸗uni⸗
den, worauf die Kaiserin nach Coblenz und die audern Herrschaf⸗
en nach Wiesbaden zurückkehren. Auf dem Bahnhof zu Rüdes-
seim naͤhm der Kaiser vom dortigen Bürgermeister Bericht über
zen gestrigen Unglücksfall entgegen, welcher sich als sehe bedeutend
erausstellt, die Zahl der Todten delduft sich auf mindestens 25,
neistens Personen aus Rüdesheim, Bingen uno Geisenheim; auch
r Fräulein Nachelslh aus Ostpreußen befindet sich unter den

odten.

F WMatni, 1. Mai. Uehber die Katastrophe von Rüdesheim
deile ich Idnen vach den an Ort und Stelle gemachten Erfah⸗
ungen und Ecrkundigungen Näheres m't. Das Boot lag woch
in der Landungsbrücke, und die Passagiere waren im Einsteigen
zegriffen, als die Explosion erfoigte. Diefer Umstand macht es
hwer, die Zahl der Verunglückten genau zu ermitteln. Man kann
ach den verschiedenen Aussagen der Augenzeugen annehmen; daß
tliche 40 Personen an Bord waren, als die Explofion stattfand.
rine Anzahl Perionen ertrank noch angesichts des Ufers, nachdem
ieselben aus dem Wasser aufgetaucht waren, und vergeblich. um
»infe riefen, denn troß aller Schnelligkeit mit welcher Nachen ab⸗
riehen, war es nicht möglich, allen rasch genug beizuspringen. 8
Todte liegen im Rathhause. Die Zahl dee aug dem Wafser Ge⸗
ettetez dick. der Verwundeten beläuft sich auf etliche 20 — die
zIffer ist nscht genau fest zustellen. Es bleiben also noch 15 —25
Zetsonen, die man vermißt uad die allmälig, aus dem Grund
nuf die Oberflähhe kommen werden, und hienach dürfte sich die
ichere Anzahl vielleicht festsetzen lassen. De. Todten bluteten ziem⸗
ich stark am Gesicht, das Dienstmädhen jedoch,“ welches durch
nen Bruch der Rückenwirbelsäule getödtet war, sah ruhig und
zicht euͤtstellt aus? Bejonders tiadisch ist das Geschick der Fam⸗
e Krämer: dec Viter liegt im Rathhouse todt,, die Mutter ist
emlich schwer verwundet, das einzige Kind der Leute vermißt.
das Schiff ist in 3 größere Theile zerrissen, der Klel liegt an
er Stelle, wo die Explosion stattfand. Das Hinter⸗ und Vorder⸗
seck sind etwas weiter stromabwärts getrieben Der Kessel, der in
wei Theile gerissen ist, trägt die Jahreszahl 1869. Der Manten
st über den Bahnd umm fort etwa 150 Schritte weit ig einen Garten
eschleudert, waͤhrend der innere Theil mit den Siedröhren eiwa 10
Neler von dem Platz entfernt liegt, wo die Explosion stattfand. Der
Staatsanwalt aus Wies baden nahm heute Vormittags den Thatbestand
juf. Die Windroͤhren sind noch gatiz ethalten, auch der große Heizcy-
inder ist intakt, dagegen sind die verschiedenen äußeren Roöͤhren
immtlich zerschnettert. Ob die Uatersuchhung VLicht über die Ent—
tehung der Explosion bringen wird, ist schwet zu sagen. Wasser⸗
nangel im Kessel icheint indessen nicht die Ursachhe gewesen zu sein.
Besüglich dir Ursache des Unglücks lautet eine Mittheilung des
Kh. K.“, daß das Shiffchen „ein altes Fahrzeug war, das
ängst außer Dienst hätte gestellt werden sollen“, und ein späterer
Bericht desselben Blattes sagt: eine Fahrlässizkeit des Heizers liegt
vohl nicht vor, wohl aber ist die Schud an dem Unglücke der
chtechten Reparatur des dünnea Kissels zuzuschreiben.)

Mainz, 2. Mai. Gestern Abend wurde dem hiesigen
düfermeister Baumann in dem Güterbahnhofe das eine Bein ab⸗
efahren. Derselbe kam mit einem Güterzuge von Bingen hier an
iud sprang aus dem Wagen, ehe der Zug ganz flill stand, wobei
»r unter die Wagenräder gerieth. WMʒ. 3)

7.In Gersrode (Umt Niederaula, Kreis Hersfeld) ist Ende

April eine grausige That verübt wordtu. Einen Taubstummen,
er, frant darniederliegend, seinen Verwandien zu lange lebte, weil
et etwa 2000 M. Vermönen hatte, haben Schwager und Schwe—⸗
fer mit flarken Instrumenten erst gräßlich verarbeitet und schließ⸗
ich erdrosselt
F edaction verantwortlich g. emeß.
—— machen hierdurch aa die im heustigen Blatte ssehende Annonce der
Zerren Kaufmann u. Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
z8 handelt fich hier um OriginaleLoose zur einer so reichlich mit Haupt-Ge-
vinnen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
ebhafte, Betheiligung vorausfsetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient das
„olle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
orbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
ahireicher Gewinne allseits bekannt isi.
Anteressu mt

st die in der heutigen Nummer unserer Zeitung siech befindende Glücks-
neige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
lurch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
lass wir Jeden anf dessen heutiges Iuserat schon an dieser Stelle aut-
nerksam machen.

Dermi Ites.
Rüdesheim, 1. Mai. Von ca. 40 auf dem verun⸗
zlückten Schiffe befindüchen sind b Todte geländet: Der Heizer
Delahain aus Bingen, Küfer Krämmer aus Rüdesheim, 2 Brüder
Ziegfried aus Geisenbeim, ein Dienstmädchen des Wirthes Corvers
us Rüdesh im. Lebend gerettet, aber mehr oder weniger be⸗
chädigt sind 17 bis 20 Männer, Frauen, Kinder aus Rüdesheim,
ulhausen, Geisenheim und Eibingen. Nermißt find von Rüdes—
dein 1 Kind-des Küfers Kämer und Bahnwärtersfrau Scholl,
on Geisenheim Schreiner Fröhlich, die übrigen Vermißten sind
inbekannt.
        <pb n="246" />
        Mobiliar⸗- u. Immo—
biliarversteigerung.
Montag, den 8. l. Mts., zu

St. Ingbert, in ihrem nachbe⸗

jeichnelen Wohnhause, lassen

ẽheleute Philipp Weuntzel
von da öͤffentlich auf Zahlter⸗
mine versteigern, und zwar:

l. Nachmiltags um 2 Uhr:

9 Wirthstische, 20 Stühle,
mehrere Bänte, Bilder, 1
Bierpression, Oefen und
sonstige Wirthschaftsgeräihe.

J. Nachmittags um 8 Uhr:

Pl.⸗Nr. 733. 13 Dezimalen
Floͤche enthaltend ein Wohn⸗
haus mit Hofraum, Pflanz⸗
zarten und sonstigen Zube⸗
hörden, gelegen zu St.
Ingbert an der Kohlen-
straße neben Wwe. Lion
und dem Dicconissenhause.

Dieses Immobil kommt so—

vohl in 2 passenden Theilen

als auch im Ganzen zum Aus—
gebote.
Aus Auftrag

Das Geschäftsbureau:
E. Bechthold

in St. Ingbert.

Die rühmlichst belunntken
Kemigiusberger
pohlriechenden Kuseler
Weich sel-Pfeifen u.
Eigarrenspitzen
in großer Auswahl bei

J. Oehl, Drechsler.

Aechte stalienische
Eier-Macaronie per Pfd.

58 Pfoa. J

bei 4 Pfund à 50 Pfg.
mpfiehlt. .. .P. Jepp.

Enalisches —
Waschpulver à Pädchen

10 Pfg. und
Vogelfuͤtter empfieblt

0 P. Zepp.

Da ich von meiner

Einkaufsreise
urück beehre ich mich, den
rzeehrten Damen von hier
ind Umgegend das Moderyste iu
Modéartikeln
sur gefälligen Ansicht zu em⸗
ofehlen.

Marg. Hofmann.
—AD
TFanzmusik

det

Man biete dem Glüoko die Hand!
875. O R.e-Mark
dJaupt-Gewinn im günstigen Palle bietet dis allerneneste
grosso Geld-Verloosung, welehe von dor hohen Regie-
rung genehmigt und garantirt istt.
Die vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass

m Lauso von wenigen Monaten durch 7 Verloosungen 43, 400

Rewinme zur sicheren Entscheidung kommen, darunter besinden

ich Haupttreffer von eyentuell R.M. æGOGO, Shpeciell aber

Gewinn à M. 230,000 winne a M. 15,000,

Gewinn a M. 125,000, Gewinne a M. 12,000,

Zewinn a M.“ 80,000, 1. Jewinnoa M. 10,000,

Jewinn a M. 60.,000. 26 Gewinne aà M. 6,000,

Zewimn à M. 580,000, 55 Gewinne a M. 4,000,

3ewinn a M. 40,000, 200 Gewinne à M. 2400,

Jewinn aà M. 86,000, 412 Gewinno aà M. 1200,

Jewinn a M. 30,000,00 621 Gewinne à M. 500,

Gewinn a M. 25.000.1 700 Gewinno aà M. 250,

Gewinne a M. 20, 000. 24, 350 Gewinne aà M. 138

ete. eto.

Die Gewinnzichungen sind planmüssig amtlich festgestellt.

Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staate
carantirten Geld verloosung kostet —

ganaes Original. Loos aur Marxk 6
1 halbeee 3.,
1 viertel 5 lIiq4,.

Alle Auftrüge worden sofort gegen Linsendung, Posteinzahlung
»der Nachnahms des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführt
ind erhält Jedermann von uns dia wit dem Staatswappen versehenen
)riginal· Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gra
tis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessen-
en mnaufgefordert amtliche Listen.

Dis Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
larantie und kann durch directe Zusendungen oder auf Verlangen,
ler Interossenten dureh unsere Verbindungen an allen grösseren
Plätzen Deutschland's veranlasst werden.

Unsere Collecto war stets vom Glũcdke begũnstigt und hattée
sieh dieselbe unter vielon anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der,
arsten Haupttreffer z2u erfreuen, dis den betreffenden Inteéressenten
lrect ausbezahlt wurden.

Voraussichtlieh Kann bei einem solchen auf der SolIIdesten
Zasis gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege
heiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir da-
ier, um alle Auftrüge ausführen zu können, uns die Bestellungen'
aldigst u. jedensalls vor dem 15. Maã d. JI. z20kommon zu lassen.

Kaufmann &amp; dimon.
Bank- und Weéchsel-Geschäft in Hamburg. j

Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisenbahn. Actien'

und Anlehensloose.

P. S. Wir danken hierdareh für das uns seither geschenkte Ver-
trauen und indem wir bei Beginn der neuen Verloosug zur
Betheiligung ein aden, werden wir uns auch fernerhin bestre
ben, durceh stets prompte und reelle Bedienung die volle Zu-
friedenheit unscrer geehrten Interessenten 2u erlangen. D. 0

Der Weg
Dtege
Zütte is —M
von nun ab für jeds Mehrete Wagen
Fuhrwerk verboten. Dun g
Actien-GIashütte St. sind zu vertkaufen. Vo? fagt
Ing herit die Redackion ds. Bl. F
Schnappbach.
Sonntag, den 7. ap e halb Uhr
MLMIL-ERALIL..
Entree für Tänzer 1,50 Marki.
— .I. Riséel.
— ——
Sonntag, den 7. Mai 1876 im
Rôtol Laur.
Anfang Nachmittaas 8 Uhr.
—EIEL Glücks⸗Anzeige. Die Gewinne garantirt
375. 009 Maric. — der Stnzatt.
TIiung zur Betheiligung Am ii
Gre winnu- Ohaneι
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-Lotterie, in welcher über
7 Millionen 779.000 Marßk
sicher gewonnen werden müssen.
Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld Lotterie, welehe, plangemãss nur 81, 800 Looso enthält, sind
folgende: nümlien I Gewim event. 8375, 000 Mark, speciell Mark 250,000, 125, 000, 80,000,
60,000, 50,000, 40,000, 36, 000, 4 mal 30, 000 und 25, 000, 3 mal 20,000, 24 mal
15, 000. 12,000 und 10, 000, 26 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal 2500, 2400
und 2000, 415 mal 1500 und 1200, 1356 mal 500, 800 und 250, 27463 mal 200, 150,
138. 124 und 120, 13839 mal 94, 75, 67., 50, 40 und 20 Mark und kommen soleho in
wenigen Monaten in 7] Abtheilungen zur Sicheren Entscheidung. n
Die erstoe Gewinnziehung ist amnt IiChü festgestellt, und kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,
des viertel Originalloos nur 193 Reichsmark,
and vwerden diess vom Stante garantirtem Origimal-Loose (keine verbotenen Promessen)
gegen frankirte Einsendung des Betrages oder gegen Pontvorsehuune elbet ven
Jen emtferntesten Gegenden von mir versandbt.
Jeder der Betheiligten erhült von mir neben seinem Original-Loose auch den mit dem Staatswappen
versehenen Original-Plan gratis und nach stattgehabter Ziehung sSofort die amtliche Ziehunge«liste
unaufgefordert zugeésandt. à
Die Ausædαναι ινα Versendung der Cewinngelder erfolgt von mir direct an die * IXT
Interessenten prompt und unter strengster Verschwiegenheit. Frucht⸗ und Brodpreise der
FXTFÆæde Besteltang Fann man einfach auf eine Posteinzuhlungskarte machen. Stadt Zweibrücken vom 4.
as Man wende sion äner ανιαν deα αnα bτισιιεναν3Sεν Ziehungz, Mai. Weizen 10,80 Martk.
salber bis zum — dorn 8,38 M. Hafer 9,87
W3 7 25 N. Weißbrod 192 Ko. 32 Pf.
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üderall verkäuflichen Artikels,
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qxped. ds. Blattes unter den
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Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert.
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        122
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3527* * — 25758* 5 * — — 23 —*25 253*
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        St. Ingberler Anzeiger.

— —
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich) mit dem Hauptblaite verbundene Unterhaltungtblatt, (Sonntags mit illustrirter Sei⸗
lage), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag nuund Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt viertetjährlich
Mark 20 R.⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von A13värts mit 15 Pfi. far die viergespaltene Zeile Blaitschrift oder deren Raum. Aecla neu
mit 230 Pfq. pro Zeile berechnet.
M 7III. Samstag, den 6. Mai e 1876

Deutsches Reich.

München, 2. Mai. Der König hat, wie wir vernehmen,
an nochstehende preußische Offiziere Orden verliehen, und zwar an
den k. preußischen Kr'egsminister General der Jufanterie v. Kamecke
das Commandeurkreuz des Milisär⸗Max-Jesepha⸗-Ocders; an den
Benerallieutenant zur Disposition v. Karczewsli, an die General⸗
majore Graf v. Wartenstleben, v. Voigts⸗-Rhetz, v. Rychelberg und
. Klöden das Großcomthurkreuz des Militär⸗Verdienstordens; an
en Oberst v. Caprivi, an Oberst Frhr. v. Wangenheim, an Oberst
drause, an Oberst Engelhard, an Generalarzt Dr. Schubert, an
Oberstlieutenant Bornatzki, an den Flügeladjutanten des Kaisers
ind M'litär⸗Attache bei der preußischen Gefandschaft am hiesigen
Hhofe, Major v. Stülpnagel, und den char. Generalarzt Dr. Erbt⸗
mann das Comthurkreuz des Militär⸗Verdienstordens und endlich
zas Ritterkreuz 1. Klasse dieses Ordens an die Majore Gillet und
—XD
stoon. C(A. A. 3.)

Mäünchen, 4. Mai. Abgeordnetenkammer. In fortgesetzter
Debatte über die Cassation der Münch⸗ net Wahlen wurde der von
Zörtmann und Schauß heute gestellte Antrag, de Angelegenheit in
dꝛe Abtheilung zu weiterer Prüfung und Veranlassung weiterer
Erhebungen zurückzuweisen, abeleynt, dann Absatz 1 des Com⸗
nissiousautrages (Vernichtung der Abgeordnetenwahlen des Wahl⸗
treises München 1, mit 77 gegen 65 Stimmen angenommen;
erner Absatz 2 (das Ministerium möge sorgen, daß bei Neuwahlen
der Münchener Magistrat das Wahlgesetz bessee beachte) ebenfalls
a namentlicher Abstimmung mit gleicher Mehrheit angenommen.

München. Die Abänderungen, welche Graf Lerchenfeld
ait Zustimmung des 2. und 3. Ausschusses der Rei 18rat: skammer
ezüglich der von der Abgeordnetenkammer beschlossenen Fassung
»es Hundesteuergesetzes vorschlägt, besthen hauptsächlich in Folgen⸗
dem: 1) Den Gemeinden soll nicht gestattet werden, die in Art.
festgeseßzten Beträge um die Hälfle zu erhöhen; 2) für Eindden
und einzeln stehende Anwesen, die über 100 Meter von jedem be—
wohnten fremden Gebäude abstehen, soll für den ersten angemeldeten
Zund des Besitzers leine Abgube, für jeden folgenden aber die volle
Abgabe erhoben werden (uach Beschluß der Abgeordnetenkammer
ollen da nur 8 Marl erhoben werden); 3) den Gemeinden sollen
20 Procent der Abgabe zur Dechung ihrer Kosten für Visitation,
Zeichen und Einhebung zukommen (nach Beschluß der Abgeordneten⸗
tammer 50 Procent.)

Berhin, 1. Mai. Der Kaiser wird Donnerstag, den 4.
»8., Wiesbaden Morgens 9 Uhr verlassen und Abends gegen 10
Uhr hier eintreffen. 6X. N.)

Berlin, 2. Mai. Die preußischen Lindeskassen so wie die
dandeskassen der übrigen Bundesstaaten sind jetzt augewiesen worden,
ämmtliche aoch coursfah gen Landes-Kupfermunzen, also die aus
Zrund der Zvölftheilung des Groschens gepräglen Einpfennigstücke
ind die auf Grund der Zehntheilung des Groschens geprägten
Zupfermünzen nicht wieder auszugeben, sondern anzusammeln und
in das WMünzmetalldepot des Reiches bei der Münz-Direction in
Zerin abzuliefern. . 3.)

Berlin. Ueber die Wirkungen des Civilstandsgeseßes ent
ehmen wir dem Generalbescheid des Konsistoriums der Provinz
Ziandenburg auf die Verhandlungen der Kreissynoden des Jahres
1875 folgende Mittheilungen: In 33 Diözesen wurden alle neuge⸗
orenen Kinder ohne Unterschied von Stadt und Land zur Taufe
jebracht, in 13 blieben aut wenige (meist je eins dis drei) unge⸗
auft. In 11 Dizesen hielt wenigstens das Land die bestehende
Taufordnung so underletzt, daß kein Kind ohne die Taufe blieb,
vahrend in 6 anzeren die Lanagemeinden nur sehr wenige (durch-
chnittlich je eins) nicht zur Taufe sendeten, anderntheils zu einem
edeutenden Bruchtheil (30 bis 50 Prozent) die Zahl der unge⸗
auften Kinder sich allein in einigen derjenigen Dorfschaften erhob,
oelche in der unmittelbaren Nahe der Hauptstadt liegen. Das
konfistorium konstatirt demnächst unter dem Ausdiuck seiner Be—

riedigung, daß — abgerechnet Berlin, Frapnkfurt, Charlottenburg,
eziehungsweise Bernau und Finsterwalde — in allen übrigen
5tädten der Provinz die ungetauften Kinder einen äußerst kleinen
Irozentsatz repräsentiren. Dagegen wird es als ein bedauerlicher
lebelstand zu Stadt und Land beklagt, daß jetzt die Taufe oft
ingewöhnlich lange, bis auf Monate aufgeschoben wird, woher es
ommti, daß die Zahl der Säuglinge, welche unabsichtlich der Taufe
erlustig gehen, unverbältnißmäßig zunimmt. Weniger beruhigend,
vie die Statistik der Taufen, ist die der kirchlichen Trauungen, wenn
hon das enorme Mißverhältniß, welches ihre Durchschnitissumme
ur Zahl der baͤrgerlichen Eheschließungen in den größeren Städten
zufseigt, keineswegs den Maßstab für die ganze Provinz bildet.
Uber die Provinz bat blos drei Didzesen, in welche sammtliche
urgerlich derbundene Ehepaare zugleich anch die kirchliche Einseg—
ung nachsuchen. In 17 Didiesen zu Stadt und Land überschritt
iie Summe der blos bürgerlich geschlossenen Ehen nicht die Ziffer
dn je eins bis zehn. In 31 Diötzesen bewährte vorzugsweise
as Land seine Anhänglichkeit an die kirchliche Trauordnung, der⸗
estalt, daß in 14 Diözesen säumtliche ländliche Nupturienten vor
en Altar traten, in 17 anderen nur je zwei, drei bis sieben
Zaare sich mit der Civilehe begnügten. Die bunteste Mannigfal⸗
igkeit in der Stußenleiter der Prozentsätze h'nauf bis zur Halfte
»der zwei Drittheilen der Ehen zeigen die Städte. — Für die
zeerdigungen wird die Mitwirkung der Kirche ziemlich in demsel⸗
den Umfange in Anspruch genommen, wie früher.
Ausland.

Paris, 1. Mal. Es bestätigt sich, daß der Präsident der
sepublik auf den Rath des Cabinets den Enischluß gefaßt hat, der
Umnestiedebatte in den Kammern durch eine Serie von Begnadigungs—⸗
ẽrlasser zuvorzukommen. Zwei Schiffe, die „Loire“ und der
Friedland“, werden gerüstet, um die zu begnadigenden Deportirten
won Neu⸗Caledonien abzuholen.

Aus Petexsburg wird der „Kreuzzeitung“ geschrieben:
Die milifärische Occupation der aufständischen türkischen Provinzen
urch gemeschte Commandos türkischer und fremder Truppen wird
insche'nend jetzt in diplomatischen Kreisen eroͤrtett. Da Nußland
nurchaus nicht die Absicht hegt, in irgend einer Beziehung die Ver⸗
egenheiten der Pforte zu seinem eigenen Vortheil zu benutzen, so
ucht man hier auch jeden Schein eines solchen Strebens zu ver⸗
neiden und wünscht deßhalb nicht, daß russische Truppen an der
Lhacificirung jenet Gebiete Theil nehmen. In nicht ferner Zeit
ürften wir also vielleicht eine Att Widerholung der vor 38 Jah—
en erfolgten europaischen Expedition erleben, durch welche damals
em Sultan die Provinz Syrien erhalten wurde.“

London, 3. Mai. Kaiserin Augusta ist heute Mittag in
dover eingetroffen urd wurde daselbst durch den deutischen Bot.,
chafker Geafen Münster und den Oberstkämmerer Lord Sydney
mpfangen. Graf Münster begleitete die Kaiserin nach London,
noselbst auf der Station Clapham der Herzog von Edinburg sie
zegrüßte und nach Windsjor geleitete. (K. 3.)
Vermischtes.

FKaiserslautern, 1. Mai. Die rapide Zunahme
inserer Bevölkerung während der leßten Jahre fängt nun an, ihr⸗
rogresside Wirkung auch auf unsere Schulen zu qußern. Die in
»en Tagen vom 24. bis 27. April adhin stattgehabte Aufnahaie
hulpflichtiger Kinder in die Volksschule ergab über 600, gegeit
61 des Votjahres, somit ein Mehr von 36 pCt. Hierdurch ist
ine Ueberfülluag unserer Schulen eingetreten, welche die Errich-
ung mehreret neuen Schulstellen nothwendig macht. (Pf. 3.)

FGaugrehweiler, 1. Mai. Heule fand man in dem
Veinberge des Herrn Wilhelm Engel, Adjunct dahier, beinahe aus—
‚ewachsene Scheine. (N. W.)

F Ebertsheim. Herrn Ph. Blank dabier flog vor un⸗
ae iahr acht Wochen eine prachwolle Brieftaube zu, in deren Besitz
er sich noch befindet. Dieselbe trägt auf einem Flügel rechts die
        <pb n="250" />
        Zahlen 259 ... 99, linke die Inschrift; „Lion do Plandre
—E — W
4Der „Rhpf.“ berichtet man aus Neuhofen, 30. April.
In hiesiger Naͤhe ist ein zweijähriges Kind in ein Torf⸗Loch ge⸗
fallen und ertrunken. Die Frau, mit welcher das Kind gelaufen
und von welcher es nicht gehörig beaufsichtigt war, hat gerichiliche
Untersuchung zu gewärtigen. — Demselben Blatt schreiht man
aus Edentoben, 1. Mai. Der April wurde gestern hier ge—
schlossen mit einer socialdemokratischen Versammlung im Gasthause
„zum Schaf.“ Die Verfammlung war von kaum 100 Personen
defucht, darunter ein beträͤchtlicher Theil Knaben, weitaus die größte
Mehrzahl waren Neugierige. Eröffnet wurde sie von einein Ar⸗
heiter. Hauptredner, Referent“ war Redacteur Klein ane Stutt
gart. Es ging gegen den Adel, die „Pfaffen“ und gegen die
apitalisten loz, das Regiment gçebühre dem Arbeiterstand, der
weuaua größten Mehrzahl. Auf der Tagesordnung standen 1.
„‚die direlten Wahlen,“ 2. „die Betheiligung an den bevorstehenden
Reichztagswahlen“. Schließlich wurde der Agitator Dreesbach als
Candidat empfohlen, da Einnehmer Paulus seiner Stellung wegen,
(7) abgelehnt habe. Unter Andern wurde auch gefordert, daß der
Wahltag mit Rücksicht auf die Arbeiter jedesmal ein Sonntag sei,
oder daß man den Wahltag zu einem gesetzlichen Feiertag mache.
daß aber trotzdem die Arbeiter für diesen Tag — zu bezahlen
seien. Ebenso sollten die Reichssltagsabgeordneten Diäten erhalten.

f Rüdesheim, 2. Mai. Heute Nachmittag wurden die

bei der Kesselexplosion der „Louise“ Verunglüdten unter zablreicher
Theilnahme beerdigt. Von den 50 Passagieren sind nur die 15
auf dem Vordertheile Befindlichen gerettet worden. Nach werden
acht Personen verm'ßt, darunter zwei Reisende aus Norddeutjch⸗
land, die anderen von Bingen, Geisenheim und hier. Big jetzt
dat die gerichtliche Untersuchung festgestellt, daß den Heizer keine
Schuld irifft, dagegen ist constatirt, daß der Dampflessel durch⸗
rostet und seine Wande, die kürzlich reparirt wurden, sehr dünn
waren, Das Boot selbst, alt und gebrechlich, war von der Ober⸗
heuerbehoͤrde Biebrich an ein Consortium pon 9 Schiffern im
Jahr 1869 verpachtet worden, steht unter der Controle der ge⸗
nannten Behoͤrde und sollte am 20. Mai durch ein neues Boot
ersetzt werden. (Ma.)

7 Mainz, 80. April. Nach der Unglücksstätte in Heides⸗
heim rüden jehi auf Befehl des Prinzen Ludwig von den hier
garnisonirenden vier Bataillonen hessischer Infanterie täglich 90
Mann mit Arbeitszeug um die Orisstraßen, Gehöfte, Häuser und
steller aus der Verschlammung und dem Schutt herauszugraben, da
dieses trotz aller Anstrengungen den Bewohnern des Ortes bis jetzt
nicht gelang. Die Berschüttung beträgt an den meiften Stellen 2
bis 293 Meter. Nicht geringer stellten sich indeß die Verheerungen
des Unwetters vom 2, April jenseit der Wasserscheide in den eine
gute Stunde nördlicher, im sogenannten Salzthal, gelegenen Ge—⸗
meinden Nieder⸗ und Ober-Ingelheim, Großwinternheim uud Sauer⸗
I
Weinbergen bestehende Bemarlungen ist in den oberen Lagen groͤßten⸗
theils abgetrieben, in den unteren verschlammt oder mit Sleingeröll
überdeckt der Art, daß auf vielen Grundstücken Massen in durch—
schuitilicher Höhe von 1 dis 12 Meter lagern, so daß auf 1 Ar—
Fläche 82 Kubikmeter, auf einen hessischen Morgen gleich 4 Aren
die ungeheute Masse von 2064 Kubikmeter Schutt lagern, de⸗
ziehentlich schon abgeräumt worden sind. Auf diese Weise sind auch
die weniger überschütteten Grundstüchke dort ruinirt und an eine
Aernte ist nicht zu densen. Der Schaden beziffert sich nach ober ˖
flächlichen Schäzungen in den fünf am meisten betroffenen Orten
auf mindestens 193 Million Mart.

München. Seit einiger Zeit wird die Wahrnehmung
gemacht, daß auffallend zahlreiche Schaaren von Jialie nern mit
den Bahnzügen hier eintreffen, in den letzten Tagen täglich circa
500, welche hier und in Bayern überhaupt Arbet suchen.

fWarnung. Die Regierung von Oberbayern warnt,
nachdem in Februar l. J. im Bezirke Schrobenhausen ein Agent
des Bank⸗ und Weqhselgeschäftes ‚Brüder Heim in Wien, Wolzzeile
õ, und Dresden, Altmark 15* aufgeariffen worden ist, vor dem
Ankaufe der sogenaunten Bezugsratenscheine dieses Bakhauses auf
ausländische Staatepapiere und Loose, welche vom genannten
Agenten im Hausirhandel angeboten worden waren und worauf
derselbe auch Anzaͤhlunzen erhalten hatte. Die Distriltspolizeibe⸗
hörden haben dem Geschäftsgebahren solcher Agenten besondere Be⸗
achtung zuzuwenden.

FLandshut, 1. Mai. Gestern Abend wurde in der Jäger⸗
kaserne der Einjädrigire well ge Gampenrieder in Folge unvorsichtiger
Handhabunug eines Revolbers von esnem Secgeanten erschossen.
Der Hergang d'eses dedauerlichen Unglückfalles wird uns dahin
becichtet, vaß Gampeneder aud der Sergeant, ersterer mit einem
Yatagan, letzteier aunt o5m vermeintlich ungeladenen Revolver bde⸗
waffnet, im Scherze mineuaunder fochten, wober eine in der Waffe
befindliche Patrone lo44409 und die Kugel den Gampenrieder sofort

odt zu Boden streckte. Der Sergeant hattie die Unglüllswaffe erst
HDormittags gekauft. Bei dem gegenwärtig leider so häufizen Vor⸗
ommen der Revoldver dürfte dieser Unfall geeignet seis, neuestens
ur größten Vorsicht zu mahnen, da derselbe beweist, daß selbst mit
“„chießwaffen auf's Beste vertraute Personen unvorsichligerweise ein
Unglück dadurch herbeiführen klönnen. —8

1. Augsburg erbaut sich ein neues Stadtlheater und be⸗
ausen sich die Kosten hierzu auf 860,000 Mart.

F Darmstadt, 29. April. Jeder seit läuger als 20 Jah⸗
en bei der Muin-Neckarbahn beschäftigte Arbeiter hat eine Remu.
neration von 50 M. erhalten, eine Handlung, die alle Anerkenn⸗
aing verdient und zur Nachahmung auffordert. (M. T.)

F Darmstadt, 3. Mai. Heue NMorgen fand ein Pistolen⸗
duell zwischen zwei Polytechnikern statt. Der eine, Jung aus

Brünberg, erhielt eine Kugel in den Unterleib uad starb wenige
Stuaden darauf im Hospital. Sein Gegnei ist B. aus Frank⸗
jiurt. (Fr. J.)

F (Etster deutscher Lehrertag.)- Denjenigen Lehrern,
welche sich als Theilnehmer an dem vom 6. bis 8. Juri in Erfurt
tattfindenden ersten deutschen Lehrertage legitim ren, ist von der
»ayer. Staatsre zierung eine Verlängerung der Giltigskeitsdauer der
in der bayer. Uebergangsstation zu losenden Retourb llette für die
Zeit vom 1. bis 14. Juni d. J. gewährt worden.

F (Reuß'sche Kassenscheine), ausgegeben nach den Gesetßen
»om 7. Januar 1860 und 4. Juli 1870, werden nur noch bis
Inde Junind. J. bei den furftlichen Kassen in Gera, Schleiz und
Ebersdorf eingeldsa9t.

FDer Postanweisungsverkehr Deutschlands hat nun⸗
mehr denjenigen Englands überholt. Im Jahre 1874 besorgte
die deutsche Post 19 Millionen Stück Postanweisungen im Betrage
bdon 765 Mill. M.; die britische Post da jegen 18 Mill. Stück
im Beirage 520 Mill. M. Im. Jahre 1875 ist der deutsche
Postanweifungsverkehr auf 23 Mill. Stück mit 1238 Mill. M.
salso 134 Milliarde) gestiegen. Die Zahlen aus Großbritannien
iegen für 1875 noch nicht dor. Der deutsche Taxif ist erheblich
hilliger als der britische.

r Berkin. Der Gew'nn von 150,000 M. der kgl. preuß.
dotterie fiel auf Nt. 21, 166. Das ganze Loos wird in Stargard
zespielt und zerfällt in drei Hauptthe le, von denen zwei Vieriel
auf Arbeiter der Berlin⸗Stettiner Eisenbahn⸗Werkstatt, ein Viertel
uuf einen Beamten dieser Werkstatt und das letzie Viertel auf
Arbeiter der Wischer'schen Fabrit fallen. Die genannten Viertel
erfallen natürlich wieder in viele kleinere Theile, doch kommen auf
»ep geringsten Antheil über 1000 Thaler, auf den höchsten über
3000 Thaler. (Hier scheint Fortuna's Gabe einmal an die richtigen
Adressen gelangt zu sein)

F Berlin. Ein wanderndes Pionino. Einen Nebenerwerb
igener Art wußte sich hier das Dienstmädchen der Frau von G.
u verschaffen. Die gnädige Frau befand sich auf Reisen, und das
Mädchen war zur Beaufssichtigung der Wohnung allein hier zurück⸗
jeblieben. Die Dane kam fröüher als sie beabsichtigte nach Berlin
zurück, und fand zu ihrem Erstaunen in ihrer Wohnung nicht mehr
hr werthvolles Ptanino vor. Das Dienstmädchen war in sicht⸗
zader Verlegenheit und gab zuerst ihrer Gebieterin an, daß es mit
»em Pianino verunglücht sei und dasselbe zur Reparatur einem In⸗
trumentenmacher übergeben hade. Auf eindringliches Vorhalten
»equemte sich Pauline endlich zu fo gendem Gestandniß. Das
Madchen hat einen Bräutigam, welcher früher Klavierstimmer ge⸗
wesen ist, und gegenwärtig in öffentlichen Lokalen und in Privat⸗
zesellschaften des Abends als Klavier'pieler fung ri. Dieser hatte
dem Mädchen, bald nach der Abretise der gnädigen Frau, den
Bocschlag gemacht, ad und zu, zu Festlichteiten das Pianino gegen
eine nicht unbedeutende Entschädigung zu vermiethen, und zwar
mmer nur auf vierundzwanzig Stunden. Das herausgeschlagene
Miethsgeld sollte zwsschen dem Maädchen und ihrem Pianifsten ge⸗
heilt werden. — Pauline ging auf den Vorschlag ein und das
Zärchen machte ein gutes Geschäft. Seit der Abreise der gnädigen
5r u war das Justrument nur an wenigen Tagen in der Woh⸗
jung, sonst aber in Bier und Tanzlokalen zu finden. — Die Aus⸗
agen des Mädchens wurden denn auch in allen Punkten bestätigt,
ind konnte das Pianino noch an demselben Tatze nach der Wod⸗
iung zurücttransportirt werden. Dochh wie war dafsselbe zugerichtet!
Ddie Saiten waren theilweise gesprungen, die Klaviatur ruinirt,
ind das Aeußere durch den fortgesetzten Transport an verschiedenen
Stellen start beschädgt. — Die gewissenlose Pauline wurde selbsi⸗
verständlich unter Einbehaltung des Lohnes und ihrer Sachen
ofott entlassen und wegen des groben Vertrauensbruches denuncirt.

F Nauen, 26. April. Dem Invaliden Neye wurde in der
jorigen Woche aus der rechten Seite eine Chessepottagel geschnitten,
velche derselbe seit dem 16. August 1870, der Schlachi von Mars ˖ la⸗
Tour, mit sich herumtrug und die ihm zeiweise große Schmerzen

ereitete. In den letzten Tagen verspürte der Verwundele ein
einliches Drücken in der Seite, ging zum Atzte, und dieser schnitt
        <pb n="251" />
        die Kugel nach einlgen Suchen heraus. Letziere hutte einen merk⸗
würdigen Lauf genommen. Im linken Unterkiefer hineingegangen,
juhr sie am Kehllopf hinaus und klemmte sich im rechten Schlüssel⸗
bein ein, wo sie Jahre lang saß und völlige Lahmung des Arines
verursachte. Die Kugel ist vorn platt abgedrückt und sieht wie ein
Stück gehackttes Blei aus.

Braunschweig, 26. April. Das Obergericht hat Gustav
Rasch von der Anklage wegen Verächtlichmachung von Staat—
einrichtungen freigesprochen, laber wegen Aufreijung der Bevölkerungs⸗
klassen gegen einandee zu 4 Monaten Gesängniß veturtheilt. Das
streisgericht 1. Instauz hatte auf 10 Monate erkannt.

Das soeben ausgegebene 10. Heft des Generalstabswerkes
über den deutsch-französischen Krieg enthält d'e Ereißnisse von der
Schlacht bei. Sedan bis zum Beg'nn der Einschließung von Paris,
den Bericht über die Einnohme von Toul und die Schlußscenen
der Belagerung von Straßburg.

Wer da geglaubtf hat, die 81 Tonnen wiegende englische
stanone von 35 Centimeter Caliber sei das Aeußersie, was man
in der Geschütztechnek zu schaffen vermöge, der irrte sich gar sehr.
Um einem längstgefühlten Bedürfnisse nach einem Geschütze, mit dem
man auch etwas leisten könne, abzuhelfen, werden jetzt in der
trupp'schen Fabrik Studien Behufs Herstellung eines Rohres ge⸗
macht, welches 46 Centimeter Mundöffnung haben soll, und mit
14 Centner Pulver ein 20 Centner schweres Projectil schleudern
wird. Lieb Vaterland, kannst ruhig sein.

F Neuenburg (Schweiz), 30. April. Acht Minuten nach
2 Uhr heute Nachmittags warde hier ein ziemlich starkes Erdbeben
oerspürt. (M. Z. 3.)

fRotterdam, 24. April. Eine Hiobspost, die einen sehr
aiederschmetternden Eindruck machte, ist dieser Tage aus Altschin
zier angelangt: Die Atschinesen haben einen der äußersten Vor⸗
posten der von einem Hauptmann befehligt wurde, über ascht und
537 Mann mit allen Ojfizieren niedergemacht. Die gräßlich ver⸗
tümmelten Leichen der Offiziere und Soldaten, an denen die
Unschinesen ihre Beserkerwuth ausgelassen haben, wurden gefunden
und beerdigt. Der den Possen befehligende Offizier hieß van
Swieten und ist ein Sohn des bekannten Generals van Swieten,
des Eroberers des Kraton. Auffallender Weise ist dies innerhalb
Jahresfrist das zweite Mal, daß den Atschinesen ein derartiger
Ueberfall gelang.

F Brüfsel, 2. Mai. Die Generalversammlung der Altio-
aäre der Banque de Belgique hat beschlossen, daß der Gouvergeur
und die Verwaltungsräthe nur gegen Zahlung von 2,625,000
Francß aus der Verantwortlichkeit für die vorgekommenen Defrau⸗
dationen zu entlassen seien.

fParis, 29. April. Einer Dipesche aus Brest zufolqe
zing zwischen le Conquet und der Insel Quessant das den Dienst
versehende Postschiff gestern um 4 Uhr unter. Von achtzig Per—
sonen an Bord wurden nur drei gerettet.

F Paris, 1. Mai. Heute wurde der Grund und Boden,
auf dem sich das während der Commune niederzebrante Finanz⸗
Ministerium befand und der bis jetzt noch nicht verkauft worden
war, oͤffentlich versteigert. Et wurde von einem Banthause mit
6,010,000 Fr. — es waren 10,927 Meter, so daß der Meter
mit 640 Fr. bezahlt wurde — erstanden.

fEin wahnfsinniger Reiter. Paris, 24. April.
Vor einigen Tagen erschien, als der Abendzug der St. Pol. Arras⸗
Bahun von Maroeul abging, in der Nähe des Bahnhofs der letzteren
Stadt ein Reiter auf den Schienen, welcher der Locomotive vor⸗
ritt. Abends acht Uhr gelangte der Zug in Arras an und vor
ihm herseitend jener Herr. Er hatte die Strecke von 11 Kilo⸗
metern in einer halben Stunde zurückgelegt. Wie er dies gekonnt
hat, wie er dem Tode des Ueberfahrens entgangen ist, er weiß es
aicht, nur sein Pferd könnte es wissen, und das ist stumm. Ruf
dem Bahnhofe in Arras angekommen, schidtte sich der verwegene
Reiter an, in die Vahnhofburcaux einzureiten. Als die Bahnbeamten
ihm dies wehrten, wollte er den Eintritt mit Gewalt erzwingen.
Die Polizei mußte einschreiten. Der Reiter schlug verzweifelnd um
sich und nur mit großen Anstrengungen konnte man ihn vom Pferd
entfernen und binden. Er war wahnsinnig und wurde einstweilen
in das Hospital zu Arras transportiri. So erzählt das „Echo
du Nord.“

x Theaterbrand in Rouen. Die Ursache der schredlichen
Katastrophe war nach franösischen Blättern der Bruch einer Kaum
hukröhre am Beleuchtungsapparat. Der Schaden ist ungeheuer.
Un Immobilien und Mobilien beträgt er wenigstens 1.300, 000 Fr.

F Moltke und Bazaine.Aus Rom, 26. April wird
eschrieben: General Molike wurde gestern Vormittag 9 Uhr 20
Min. von dem deutschen Botschafter, Baron Kendell, dem Exmi⸗
nisterpräfidenten Pinghetlti und dem Major Grafen Taverna, der
ihm vom Kriegsministerium für die Zeit seiaes hiesigen Aufenthal⸗
les zur Dienstleistung beigegeben war, an den Bahnhof begleitet,
wo er mit seinem Adiutanten v. Burt in einem reserditrlen Coupe

erster Klasse Platz nahm, um einen Ausflug nach Neapel zu unter⸗
nehmen.“ Durch ein sonderbares Zusammentreffen nahm kurz vor
Abgang des Zuges ein anderer Reisender in gesetztem Alter, in Be⸗
leitung einer auffallend schönen Dame, der man ihre spanische Ab⸗
uunft ausah, in dem anstoßenden Coupe Platz, in dem man, wie
es allgemein bieß, den Marschall Bazaine erlennen wollte. Diese
heiden, durch einen historischen Abgrund von unendlicher Tiefe für
mmer von einander getreunten Männer, waren somit gestern auf
hrer gemeinschaftlichen Reise von Rom bis Neapel, auf einer Strecke
»on 260 Kil. Lange nur durch ein schwaches Brett von einander
getrennt, das ihnen nach oben hin durch eine weite Oeffnung hin⸗
reichende Gelegenheif bot, sich zu sehen und miteinander zu sprechen.
Welche Ideen mögen wohl ihren Gesst durchkreuzt haben, wenn sie
vußten, daß der Zufall sie so nahe zusammen gebracht und das
Sprüchwort aufs Neue zur Wahrheit wurde, daß sich, wenn nicht
die Berge, so doch die Merschen manchmal auf ihrem Lebenswege
zegegnen.

t Dreifacher Mordin Turin. Ein entsezßliches
Trauerspiel spielte sich am 21. April, Nach ittags, zu Turin in
inem Hause in der Via Doragrofssa ab. Derselbe wurde seit
nehreren Jahren von einem Katastral-Ingenieur, Herrn M.....
zewohnt, dem vor längerer Zeit seine Gattin gestorben war und
die ihm zwei reizende Kinder hinterlassen hatte. Er hatte noch
zu Lebzeiten seiner Gattin eine sehr junge und intelligente Gouver⸗
nante aufgenommen, welche ihre Schuldigkeit so exemplarisch er⸗
'ullte, daß sie auch nay dem Tode der Frau im Hause blieb.
Bor einigen Tagen nun wurde ihr plötzlich der Denst gekündigt.
Von diesem Augenblicke an brütete sie Rachegedanken und führte
dieselben endlich auch auf schauderhafte Weise aus. Es war an
zem oden erwähnten Tage um 4 Uhr, als sie auf den Treppen⸗
absatz hinaustrat, um ihren Gebieter zum letzten Male zu erwar⸗
en. Die blutunterlaufenen Augen zeigten ihre innere Wuth, die
ie unter einem Anscheine von Ruhe zu verbergen strebte.
Statt des Ingenieurs erschien jedoch ein Schuster, Namens
Borelli, dem ihr verstörtes Aussehen so auifiel, daß
x fie fragte, was sie denn hade. » Nichts“ erwi⸗
zerte sie, aber in diesem Auzenblicke versagte ihr die Kraft und
ie ließ den rechten Arm sinken. Borelli bemerkte bei dieser Gelegen⸗
jeit die blinkende Spitze eines scharf geschliffenen Dolches. Er
prang auf sie zu und entriß ihr denselben nach kurzem R'ngen.
xẽrschreckt sprang nun das Mädchen ins Haus und verriegelte die
Thür hinter sich. Borelli holte soglesch die Polizei; ein Kommissar
erschien und begehrte Einlaß. Auf die wiederholte Aufforderung
exschien endlich die Gouvernante mit dem älteren neunjährigen Mäd—
ben an der Hand, rannte zum Balklon und stürzte sich sammt
sem Kinde in den Hofraum, noch ehe der Komm ssar es verhindern
onnte. Beide blieden augenblicklich odt. Damit war aber das
Trauerspiel zoch nicht zu Ende. Als der Polizeikomissar namlich
ns Haus trat, bot fich ihm ein gräßlicher Anblick dar. Das andere
iebenjährige Mädchen lag röchelnd in den lezten Zügen auf dem
Bette. Das Ungeheuer hatte es mit einem Tajchentuche erdrosselt;
— drei Opfer in weniger als einer Viertelstunde! Man kann sich
en Schmerz des armen Vaters beim Nachhausekommen vorstellen.
Fin bei der Selbstmördetin gefundents Schreiben wirft ein grelles
richt auf dieses Eteigniß, das vielen Familien zut Warnung
denen koͤnnte.

Bei Malaga hat ein Eisenbahnunglück durch das Auf⸗
inandetrennen zweier Züzge stattgefunden, wodurch 17 Menschen
gelödtet und verwundet wurden.
Dienstesnachrichten.

Der Klassenverweser an der Siudienanstalt Speyer M.
Drechsler wurde zum Studienlehrer in Würzburg ernannt.

Der Schulverweser N. Hall von Bobenheim a. Rh. wurde
um Schulverweser an der lonfessionell ⸗gemischten Schule zu Lud⸗
vigshafen, Lehrer J. Braua von Gundersweiler zum Lehrer an
yer 3. prot. Schulstelle zu Oggecsheian, Schulverweser W. Laux
uu Neuburg a. Rh. zum Schulverweser an der kath. Schule zu
Dagersheim ernannt.
Im allgemeinen Interesse
inden wir uns veranlaßt, auf die im heutigen Blatte enthaltene Annonce
es Herrn Albert ierere in Hamburg ganz besonders hinzuweisen.
Die angekundigten Originalloose konnen wir wegen der großen und zahl⸗
eichen Gewinne bestens empfehlen. Die Reellität und Solidität dieses
Zauses ist bekannt und daher nichts naturlicher, als die vielen bei demselben
inlaufenden Aufträge, welche eben so rasch als sor fältig ausgeführt wer den.

Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatie slehende Annonce der
derren Kaufmann u. Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
ẽs handelt sich hier um Original⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt-Ge-
vinnen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
ebhafte Betheiligung voraussetzen laͤßt. Dieses Unternehmen verdient daßs
olle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
orbenanntes Haus durch ein stets streng reellez Handeln und Auszahlung
ahrreicher Gewinne allseits bhekannt isi.

r die Redaction verantwortuu
        <pb n="252" />
        Bekanntmachung.

Die Visitetion der Hunde
findet am 8. Mai Nagcmittags
pon 2 bis 4 Uhr im Stadthause
dahier statt.

St. Ingbert, 8. Mai 1876.
Das Polizeikommissariat
Ferlein.

Der Weg
urchun sere
Hütte ist
von nun ab für jedes
Fuhrwerk verboten.
Actiem-GIashiüftte St.
Inghert.
Sonntag“ den 7. Mai
* 2 ⸗*
Freimufik.
Anfang 4 Uhr. Entrée 50 Pf.
bei PVeter Jung.

Arbeiter⸗Bildungs⸗
Verein.
Montag den 8 Mai Abends
8 Uhr
Generalversammlung
Geschäftsempfehlung.
Ich zeige andurch ergebenst
an. daß ich mich als
Tüncher u. Anstreicher
hier etablirt habe und emvjfehle
nich in allen in diesem Geschäfts⸗
weige vorkommenden Arbeiten,
pünktliche Bedienung zusichernd.
Ludwig Kuß,
wohnhaft bei Jat. Kißling
im Hirteneck.

Universal⸗
Reinigungs-Salz.
Von allen Aerzten als das

einfachste und bill gste Hausmit—
el empsohlen gegen Särrebil
zung, Aufstoßen Krampf.
Verdauung sschwäche und
idere Magenbeschwerden
in uu. Is Driginalpaketen mit
Bebrauchsanweisung à n u. h⸗
Mark zu haben bei
philipp Kung.

Nur vom Staate ausgegebene Loose werdenversendet.
— —————— — — — üü⏑ —
Es müssen gewonnen rden J

Reichsmark 375.000
oder

218,750 Gulden

im glücklichsten Fall als höchster Gewinn der vom Staate

genuehmigten und garantirten großen Hamburger

BeldVerloosung.

Dieselbe besteht aus 81,500 Loosen, wovon 48,100
also weit über die Hälfte, binnen wenigen Monaten mit Ge—
winnen gezogen werden müssen.

Hauptigewinne event.

Reichsmark 375,000,
spec. 250,000, 125, 000, 80, 000, 60,000, 50. 000,
10,000, 36,000, 8 3 380 000, 25, 000. 5 3
20, 000, 6 à 15, 000, 7 4 12,000, IIa 10. 000
26 42 6000, 55 4 4000, 3000, 2500, 200 a
2400, 5664 2000, 8 4 I500, AI2 a 1200, 621
a 500, 835 a 8300, 700 a 250, A2 4 200, 46 4

150, 24,350 a 1838 ꝛc. ꝛe.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt prompt
unter Staatsgarantie.

Für die erste Gewinnziehung beträgt die planmäßige

JEinlage:

5 für J ganzes Originalloos 6 Mark

2 1 halbes 8

* „I viertel V—

Diese vom Staate garantirten und mit dem Staatswappen
»ersehenen Originalloose (keine Vromessen) versende ich
gegen Baarsendung, Posteinzahlung oder Nachnahme des Be—
trages überall hin. Alle, selbst die kleinsten Bestellungen
werden puskilich ausgeführt, der amtliche Ziehungsplan
gratis beigefügt und nach der Ziehung die amtliche Gewinn—
liste unaufgefordert übersendet.

Die Verloosungen bieten somit die größten Vortheile,
sind mit vielen bedeutenden Gewinnen ausgestattet und sind
alle Ansprüche der Theilnehmer als Staatsüberwachung,
Garantie für die pünktliche Anszahlung der Ge—
winne vollständig gewahrt. Mein eifrigstes Besireben wird
es sein, des mir zu Theil werdende Vertrauen zu rechtfertigen.

Da mein Loosevorrath nur noch klein ist und die Auf⸗
träge sehr zahlreich einlaufen, so beliebe man gefl. Bestellungen
jogleich, aber vor dem

15. Mai d. J.
direct zu richten an
* ⸗
Albert Priedheim,
Baunsæe und Vechsetgesclcift in Hamburg.
Von den vielen großen Gewinnen welche in diese Collecte
fielen und an die glücklichen Gewinner ausbezahlt wurden, er⸗
wähne nur:

Mark 202 000 auf No. 66591
202 00 , 80643

—

Der Esaat überwacht die Ziehungen und garantirt
die Auszahlung der Gewinne.
—

Eine neue leichse einspännige, « Sonntag,. 7. Mai von Nach—
sowie eine leichte schon gebrauchte mittags 8 Uhr ab F
OhASE- VABAMIIISIC
und ein neuer fertiger bei
Ohar.a-bano Wet eynetwer
steht zu derkaufen, auch werden en —
gebrauchte eingetauscht, bei 2 * redlatur
b per 25 Pjund, wird abgegeben
. Reinhart n vder Drucerei des Sto Ing⸗
in Zweibrücken. bertee Anzeiger.
— M
*Ic.
Sonntag, den 7. Mai 1876 im
J HAôtol Laur.

Anfang Nachmittags 3 Uhr.

Man biete dem Glüoko dio Hand!
875., O000 R.⸗Mark
Haupt-Gewinn im günstigen Falle bietet dio allerneueste
—un, weleche von der hohen Regie-

hie vonenafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass
im Laufe von wenigen Monaten durch 7 Verloosungen? 43, 4100
Gewimme zur sioheren Entscheidung kommen, darunter befinden
zieh Haupttreffer von erentuell B. M. 75 000, peciell aber

Gewinn a M. 250,000, Gewinno a M. 13,000,

Gewinn a M. —88 gewinne —A—

Gewinn a M. 80, 000, 1 gewinune a M. 10,000,

Gewinn à M. 60.000, 26 Gewinne à M. 6,000,

Gewinn a M. 50,000, 55 Gewinne a M. 4,000,

Gewinn a X. 40,000. 200 Gewinne a M. 2400,

Gewinn a M. 36,000, 412 Gewinne a M. 1200,

ewinn a M. 30,000, 621 Gewinne a M. 500,

Gewinn a M. 25.000, 700 Gewinne a M. 250,

Gewinne a M. 20.000. 24, 350 Gewinne à M. 138

ete. ete.

F — da eree — fostgestollt.

ur nachsten ærsten Gewinnziehung dieser grossen vom Staat-
zarantirten Geldverloosung kostet
33 Original Loos nur Mark 6,
albes 8,
ĩ vierta vi.,

Alle Aufträgo werden sofort gegen Linsendung, Posteinrahlung
oder Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführi
V e eon ge ie mit dem Staatswappen versehener

riginal⸗ oose selbpst i anden.
PDen Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Plũne gra

e veigeust d euns senden wir unseren Interesen

en unaufgefordert amtliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
Garantie und kann dureh directe Susendungen oder auf Veriangen
Ie — ungen an allen grösserer

zen Deuts n rden.

Unsere Collecte war stets vom Glucke begünstigt und hatt
zieh dieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals de—

Iter untteset 3 erfreuen, die den betreffenden Interessenter

direct ausbeza wurden.

Voraussiehtlich Kann bei einem solchen auf dex s0lidesten
Bas is gegründeton Unternehmen überall auf eine sehr rege Be
theiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir da-
her, um alle Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellungen
baldigst u. jedensalls vor dem I5. Maã d. I- zukommen zu lassen

Kaufmann dimon.,

Banb- und Wochsel-Geschäft in Hamburg.

Ein- und Verkauf aller nn — Eisenbahn-Actier

und Anleheusloose.

P. S. Wir danken hierdureh für das uns seither geschenkte Ver-
trauen und indem wir bei Beginn der neuen Verloosug zur
Betheiligung ein!aden, werden wir uns auch fernerhin · hestre⸗
ben, durch stets prompte und reelle Bedienung die rolle Zu-
friedenheit unserer geehrten Interessenten zu erla ngen. D. o
Frudt⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise, ditto 2 Kilo. 47 Pf. dit:o 1
der Stadt Zweibrüden vomn 4. l Kilo. 24 Pf. Gemischlbrode
Mai. Weizen 10 M. 80 Pf. Kilo. 88 Pf. 1 Paar Weck 100
Rorn 8 M. 38 Pf. Gersie 2reih. Gramm 6 Pf. Spelzkern o M
— M. — Pf. Gerste s4reihige! — Pf. Dinkeld M. P. Misch
M. — Pf. Srei ,M. 21 rucht — . — Pf. Feecht4
Pf. Hafer 8 M. 92 Pf. Kar Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Vf
—
33 Pf. Stioh 4M. 18 Pf. per Schweinefl. 36 Pf. Butter 1
Zentner. Weißorod, 12 Ko M. 15 pf. per Pfund.

53 Pf. Kornbrod 3Klo. 70 Pf
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingber⸗
        <pb n="253" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.
—— —
Oex St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöoͤchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt. GSo unta ge mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

n Dn 20 Repfer Anzeigen werden mit 10 Pfa, von Auswärts mit 15 Pfa far die, viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Lecla men
wmit 30 Pfo.. pro Zeile berechne.
— 72. —5 * F Sonntag, zen J. Mai e ete pe J J — 1876.
— * J 4 —
deulsches Reich ·
München, 5. Mai. Die Abgeordnetenkammer nahm ein⸗
stimmig den Antrag von Vaillant; Freyburger und Phil'pp Schmid!;
die Brandversicherungs Ordnung für die Pfalz detreffend, an, nach⸗
dem Vaillant und Freydburger, sowie Minister v. Pfeufer ihn
warm empfohlen batrn.

Berlhin, 1. Mai. Für den bevorstehenden kurzen Aufenthalt
des Kaisers von Rußland in Berlin werden besondere Fistlichkeitea
nicht vorbereitet. Bei den intimen persönlichen Beziehungen der
heiden dertwandten «Monarchen will man die kurze Spaune des
Zusammenseins nicht durch größere offizielle Arrangements beein⸗
rächtigen. Eine Rebue üder die Garnison wird bei dem militärischen
Interesse'des Kaisers MIexander natürlich stattfinden. Wie es heißt,
een aee etaet uue Abreise feines Monarchen noch
kurze Zeit hier verweilen. .. 3....6.5 A

Wie die ·„H. Z.“ hört, wird Fürst Bismardk nach Abreise des
Daisers von Rußland don Berlin einen längeren, pielleicht fich his
in den Oltober teseend gurlun antteteu.·*

Btraß binr aͤ. 4. Mai.“ Die Absicht, für Elsaßz-Lothringen.
lin besondercz Minisierinmn n't dem Sitz in Bertin (Y zu errichten,
steht,wie man Hört, jehzi feft. Jedoch werden die bezüglichen Ents
würfe vother dem Laudesausjchuß zut Hegüachtung vorgelegt. In,
mnbeimischen Kreifen plaidirt man sehr entschieden für Straßburg
statt Berlin als Sitz der lünftigen Staatestelle, und es haben sich
dieser Tage hier mehrere hervorragende Mitglieder des Landes-
ausschusses Uber gemeinsame Schritte behufs Verwirklichung des
bezüglichen Wunsches verstündigt. «Es wird zunächst an den Ober⸗
präsidenten bas Ansuchen-gestellt werden, in Berlin uuf eine ent⸗
sprechende Abänderung der Entwürfe zu dringen. Ob mit Erfolg,
bleiht ÿ»buwarten..
Austland.
Rom, 3. Mai.“ Prinz und Perinzessin Kart von Preußen
begeben sich von Rom zunächst nach Florenz, von wo die Reise
dunn nach Genua und Mailand fortgesetzt werden soll.
Vermischtes. ——
7 Der „L. A.“ schreibt aus Landau, 8. Mai. In der
gestrigen Sitzung des hiesigen königl. Polizeigerichts wurde Conrad
Zimmerle von Insheim wegen Mißhandlung einer „Hexe“ (worüber
wir auch ausfuhrlich berichtet Jaben) zu 4 Tagen Gefängniß verurttzeit.

Die „Rheinpf.“ berichtet äus Haßloch, 2. Mai: Der
hiesige Bürger und Wirth W. G. dessen einziger Sohn bei der
Aunllerie in Wuürzburg dient, erhielt am Charsamstag von dort
ein Telegramm folgenden Inhalts: „Schicken Sie mir poste
restante neun Thaler; drei Decken sind weggekommen, sonst wird
die Sache behandell. E. W.“ Betroffen ob dieser Nachticht und
besorgt füe das Wohl des einzigen braven Sohnes, noch angetrieben
von seiner kränkelnden Frau, nimmt der Mann das Geld und eilt
auf die Post. Dort erfaͤhrt er, daß die fragliche Summe schon
nach einer halben Stunde in den Händen seines Sohnes sein könne,
wenn dieselbe hier eingezahlt und mittelst telegraphischer Postauweisung
an den Adressaten ausgezahlt werde. Hierauf ging der Absender
ein, seinen Sohn von dem Geschedenen brieflich in Kenntniß setzend.
Aber wie war erster überrascht, als er zwei Tage später telegrapdisch
von seinem Sohne erfuhr: „Nater, Du bist betrogen und beschwindelt.
Ich weiß vog vichts. Alles nicht wahr. Naheres folgt. E W.“
Rasch übergibi der „Beschwindelte“ die beiden Telegramme der
Polizei, diese geht eben so rasch vor und in ganz kurzer Zeit läuft
von zwei Seiten die Nachricht ein: der Thäter ist ermittelt, er in
ein Artillerie-Soldat, aber er ist desertirt.

FCassel, 1. Mai. Eine ergötßliche Scene.“ Im Cosseler
Bahnhof spielte sich vor einigen Tagen eine recht ergoͤtzliche Scene
ab. Ein Zug steht zur Abfahrt bereit. Der Schaffner fragt nach
den Billets. Da findet es sich, daß ein Officier, der in einem
Wagen allein sitzt ein Billet hat, das für enen bereits abgegan—

genen Militärzug berechtigt. Der Schaffner ersucht ihn, sich ein
inderes Billet zu kaufen. Er entgegnet: „ich bleib sitzen.“ Es
ommt' der Bahnhof⸗Inspeltor und ersucht ihn auszusieigen: Er
mniwortet: ich bleibe sitzen.“ „Nun, so sollen Sie sihen bleiben,“
agte der Bahnhofsvorstand, läßt den Zug rangiren, Wagen ab—
zängen, andere anhängen u. s. w. Zuletzt geht der Zug ab, und
der Offizier sieht unter dem Gelächter des zahlreich versammelten
Publikums, daß er wirklich sitzen bleibt, da der Wagen, worin er
atzt, sich nicht von der Stelle bewegt. Die Lull zum Sitzenbleiben
war ihm nun vergangen. D
FiIn Berlun wurde ein · Vetzgermelfter, der einem Dienst⸗
nädchen statt 2nur Lis Pfund Leber zugewogen hatte, zu 800
Mart Geldstrafe verurtheilt. »— 00

Berliu., Wie es im Abgeordnetenhause am 27. April
urch das gläserne Dach geregnet? hat, davon berichtet die Trib.:
„Während der Rede des Handels-Miniftets Achenbach gegen den
Abg. Hichter entlud sich ein so heftiger Regen, daß min fast kein
Wort verftehra konnte. Dem Abz. Wachter, einem der Serioren
des Hauses, passirte e8 dabei, daß er von dem durch eine Spalte
esn Glasdaches hindurchdringenden Regen durchnäßt warde. Unter
illgemeiner Heiterkeit der neben ihm fihenden Collegen mußte der
Beregnese den Saal verlassen. In Zukunft, wil er“ nur noch im
Bucnmirod: die Sihung besuchencn 6
Delbrück's Nahfobger.·*
Frau Germaniac Der Schmerz um ein geliebtes Haupt
Nacht laut das Herz mir klopfen·
Doctor Bissmarck:! Zur Linderung, wenn Ihr's erlaubt,

. Gebh' ich ECuch Hofmamnnettropfen.

F In diesen Tagen fand in Bünder (Westfalen) ein „armer
Reisender“ kin glückliches Feld. Derselbe klopfte um eine kleine
Babe bel dem dortigen Pächter an und erhielt von diesem ein
nagelneuet Zwerpfennigstück. Aber als der Pachter, welcher mit
einem Bäuerlein im eifrigen Gespräch war, nachträglich seine Kasse
desichtigte, war es ein Zehnmarkstück gewesen wilches er als
Gotfteslohn ausgegebesr. Die nachträglichen Nachfocschungen nach
dem glücktichen Schätzesammler blieben erfolglos, das Ganze ist
aber der beste Beweis, wie vorsichtig man mit dem neuen Gelde
umgehen muß.

7 Parisx, 2. Mai. Das Hotel Gaillon in Montipell er ist
abgebrannt; eine Ftau und zwer Kinder kamen in den Flam⸗
men um

7 (Ein Verbrechen.) Ein in Eterkenwell (Mitt-London)
wvohnender Uhrmacher, Namens Larlin, wurde jüngst beinahe das

Opfer eines Verbrechens, das an die Gteuelthat von Bremerhabeen
rinnert. Er erhielt anf dem gewöhnlichen Wege, durch Packet-
Post, eine Schachtel zuzesandt, bei deren Oeffuung eine furchtbare
ẽxplosion erfoigte, dic den armen Mangd übel zugerichtet gegen die
Pand schleuderte und in seinem Laden Alles zertrüumerte. Die
Schachtel war etwa 8“ lang 57 breit und,“ wie die nachfolgende
Untersfuchung der vorgefundenen Stüde ergab, aus Tannenholz,
wit, Zinn gefüttert und mit gewoͤhnlichem Schießpulver gefüllt.
Der Mechanismus war so angebracht, daß beim Heben des Dedels
die Explosion erfolgen mußte und Herr Larkin exiunert sich auch
ein klirrendes Geräusch vernommen zu haben, ebe die Explosion
intrat. Der arme 77jährige Mann weiß von leinem Feinde und
hat keine Ahnung, wo der Anstifter des ruchlosen Mordversuches
gegen ihn zu juchen sei. . . . . .

J.

— — — —— — —
Fur die Redaction verantwortlich: F. A- Demeß.

99

ç el t Abtaua atn
. Anteressaa
ot die in der heutigen Nmnmer vnssrer Zeitung sieb befindende Glüoks-
Ameige von Samuei Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
lareh veins prompte vnd ervchwiegene Aussanlung der-hior und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
sasc? Jir Icden anf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle aut—-
—AMIXMAE
        <pb n="254" />
        Bekanntmachung.

Der Stadtrath von St. Ingbert hat in seiner Sitzung dom

X. Mts. nachsteheude Beschlüsse gefaßt:

Die Rechnungen der Stadtgemeinde und der Gasanstalt
pro 1875 wurden geprüft und als richtig bessätigt.
Diese liegen 14 Tage lang zur Eiasicht auf dem unter⸗
iertigten Amte offen.
Die Anlage eines Wasserabzugskanals unter der Kohlen⸗
straße wird nicht vorgenommen, da die Betheiligung der
Anstößer nicht genügend erscheint.

Das Schulgeld der Volksschüler ist auf 2,70 M. festgeset.
Die noch fehlenden Lehrmiltel für die Bolksschulen werden
angeschafft ·..
Der Gehalt der Lehrer an der Foitbildungsschule wurde
um je 50 fl. erhöht.
Für die Folge soll jeden Monat publicirt werden, welches
Vich ein jeder Metzger in St. Inabert geschlachtet hat.
Bezüglich der Pflasterung der Straße von der Bröcke bis
an die Distrikisstraße nach Schnappbach und Herstellung
des Troitoirs an derselben, wurden ortspolizeiliche Vor-
schriften eelassen, die nach erhaltener Genehmigung pub-
licitt werden.
St. Ingbert, den 5. Mai 1876.
Das Burgermeisteramt:
Custer.
von da öffentlich auf Zahlter—
mine versteigern, und zwar:
I. Nachmittags um 2 Uhr:
9 Wirthstische, 20 Stühle
mehrere Bänke, Bilder, 1
Bierpression, Oefen und
sjonstiae Wirthschaftsgeräthe.
KRachmittags um 8 Uhr:
Bl.⸗Nr. 733. 13 Dezimalen
Flöͤche enthaltend ein Wohn⸗
haus mit Hofraum, Pflanz⸗
zarten und sonftigen Zube⸗
hörden, gelegen zu St.
Ingbert an der Kohlen⸗
straße neben Wwe. Lion
und dem Diaconissenhause.
Dieses Immobil kommt so—
wohl in 2 passenden Theilen
als auch im Ganzen zum Aus-
gebote.
Aus Auftrag
Das Geschäftsbureau:
L. Bechthold
in St. Ingbert.

Der Weg
urch uusere
Hütte ist
von nun ab für jedes
Fuhrwerk verboten.
Actiem-GilIas hiütte St.
Inheærtt.
Sonntag, ⸗. Mai von Nach⸗
niftags 3 Uyr ab
SILA

Agentfen-Gesuoh.
Zum Absazg eines leicht und
überall verläuflichen Artikelg
wozu leine kaufmännischen Kennl—
risse nöthig sind, werden Agenten
zegen bohe Provision gesucht.
Franco Offerten unter O. P. 73
besorat die Erpedition diesetz
Blattes. GA. 01700.)
bei 2
Die rühmlichst bekanntey
Pet. Schweitzer e e—

auf'm Höfchen. n ig u zb erger

—FT665vohlriechenden Kuseler
So e d * Re 8e 83 fel 88 u.

* ⸗ igarrenspitzen

Freimusik zu haben in großer Auswahl bei
Oberhauser. 3. Hehl, Drechsler.

bei

— —
NMIMAII n USIC
Sonntag, den 7. Mai 1876 im
Hôtol Laur.
Anfanaga Nachmittags 8 Uhr.

Bekanntmachung.

Am Samstag, den 20. do.
Mis., Nachmittags um 8 Uhr
auf dem Bürgermeisteramte zu
St. Ingbert werden die Arbei⸗
ten zur Hersteslung einer Um⸗
fassungsmauer am vergrößerten
Friedhofe zu St. Ingbert ver⸗
anschlagt zu 6000 Mark oͤffent⸗
lich vergeben.

Plan und Kostenanschlag lön⸗
nen auf dem unterfertigten Amie
eingesehen werden.

St. Ingbert, 6. Mai 1876.

Das Burgermeisterant
Custer.
Mobiliar⸗ u. Immo⸗
biliarversteigerung.

Montag, den 8. 1l. Mis., zu
St. Ingbert, in ihrem nachbe⸗
zeichnelen Wohndause, lassen
Eheleute Philipp Wentzel

Grabmonumoente.
Die Unterzeichneten beehren sich hiermit, die er⸗
gebenste Anzeige zu machen, daß dieselben ein
Bildhauer⸗Atelier
ahier errichtet haben und Grabmonu—
nente sowie Vaudecorationen von den
infachsten bis zu den reichsten Arbeiten im
ztande sind, unter Garantie nach Zeichnnug
auszuführen.
Fertige Grabsteine
stehen zur gefälligen Ansicht bereit, prompte und
billige Berechnung wird zugesichert.
26racken, im April 1876.
venthau &amp; Kräho.
— —
——— — — —
— — ——

itGewinun ev. Glücks⸗Anzeige. Die Gewinre garantirt
375. 000 Mark. — der Stonat.
Einladung zur Betheiligung —e
Ge winn- Ohancen
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-Lotterio, in welcher über
7 Wilslionen 770.000 Marß
sicher gewonnen werden müssen.

Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld Lotterie, welehe plangemass nur 81, 500 Loose enthãlt, sind
folgende: nãmlich 1 Gewinn event. 375,000 Mark, speciell Mark 250,000, 125, 000, 80,000,
60,000, 50,000, 40,000, 36,000, 4 mal 30, 000 und 25, 000, 3 mal 20,000, 24 mal
15,000. 12,000 und 10,000, 26 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal 2500, 2400
und 2000, 415 mal 1500 und 1200, 1856 mal 500, 300 und 250, 27463 mal 200, 150,
1838, 124 und 120, 18839 mal 94, 75, 67, 30, 40 und 20 Mark und kommen aoleho in
wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur Slcheren EPntscheidung.

Die ersto Gewinnaiehung ist amtlich festgestellt, und röostet hierzz

das ganzo Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,

des viertel Originalloos nur 19,3 Reichsmark.
und werden diess vom Staate garantirten Originnl-Loose (reine verbotenon Promessen)
gegen frankirte Rinsendung des Betrages oder gegen Pon ιαα vαν αν
den entferntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhalt von mir neben seinem Original-Loose auch den mit dem Staatswappen
versehenen Original Plan gratis und nach stattgehabter Ziehung Sofort die HHuche Ziehungsliste
UnAusgeforderft zugesandt.

Die Ausæclung und Versendunq der Gewinngelder erfolgt von mir direct an dieæ
Intereecart⸗-· prompt und unter strengster Verschwiegenheit.

dcae BestelIung iann man einfach auf eine IXVXXEIILIXIEXEXEV
wencde sioh daher mit den Austrigenm der nahe bevorstehenden Ziehung
57 F d. F. J7 vertrauensvoll an
o —r—-, Banquier &amp; Wechsel⸗Comptoir in Ham huræ

Bürgerverein
St. Ingbert.
Mittwoch, den 10. Mai
1876 Abends 8 Uhr:
Vereinskränzchen.
Zusammenkunft bei Herrn
Karl Horsi.
Der 41. Vorstand.

PoDusair · mMedscim Merst&amp;

Durch alle Buch⸗ 84
* handlungen, oder gegen
—A
f. direct v. Michter's Verlags⸗
Anstalt in Leipzig ist zu bezieben:
r. Airy Rturscimetböde
Preis Teri. SDec in be⸗
ühmten ill ustr. ca. z00 S start.
Buche angegebenen Heilmeibode ver⸗
zanten Tausende ihre Gefundheit.
Die dehee darin abgedructen
dan kichreiben beweisen. 63 selbst
olche Krante noch Hilse gefunden.
ie Zher Verrweiflüng nabe, ret⸗
nugslos verloren sSlenen; es sollte
aber dies vorzügl. Wert In kein er
amilie fsehlen, DA vVian ver⸗
oNge und nehme nur das Illu⸗
te Originalwert von Rich⸗
Lerlagbd⸗Anstalt in
welche auf Wunsch au
Auszug, desselben gra⸗ —
vnd frauco ver⸗ F
nbet.

Nedaktion Druck und Berlag von g. X. Demeß in St. Ingbert.
Siezu illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 19

— — eo —
        <pb n="255" />
        J.
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⸗n

3

St. Ingberler AAnzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger jnd das (2 mal wochentlich) mik dem Hauptblatte verbundene Unterhallungsblatt, (Sonntags mit illnstri⸗ter *4.
lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag/ Oomerotag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementopreis betragi vierteljahrlich
Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswarts mit 15 Pfz. Iar dit piergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen

mit 30 Pfs. pro Zeile berechnet.

— . 4 *

deß⸗ 9. Mai

1876.

. .4 4

4.

. wre Deutsches Reich. J
28

Haßztoch, B.v Mai. (Pf. P.) Die Soecialdemokraleü
dehnen ihre Propaganda bereits uder die großen und kleinen Stadse
inaus: auf das platte Land aus.“ So wurde aim 2. Mai eine
ocialdem. Versammlung durch, xoihe Anschlagszetlel in ein hiesiges
Mirthsiokal zusamme igerufen, Zu welcher 60 70 Personen, hu⸗
neist, wohl aus Neugier, die hiesige Polizeibehörde und zin Dele⸗
girter des Bezirksamts aus vol zeil'chen Gründen erschienen. Um
zie Sache in Fluß zu bringen, ergriff ein hier arbe tender, fremder
Schuhmachergeselle, dem das bekannte Wort vom Schuster und se⸗
em Leisten nicht bekannt zu sein scheint, das Wort begrüßte bie
Bersammlung und lude sie im Handumdrehen zur Bilaung eines
Hurteous ein. Darauf war Riemand in der Versammlung gefaßt
ind dazu wollte sich auch Niemand aus ihr hergeben, und so ging
ohne weiteres durch, daß einer der beiden Ag tatoren, welche
ie Veisammlung veraulaßt hatten, der Sch flet Stark aus Mann⸗
deim' zum Praͤsidenten und unser hiesiger Schuhmachergeselle zum
Schriftführet destimmt wurde. So war die Sache in Ordnung
ind der Präsident ertheilie dem in der letzten Zeit in unserer
Pfalz vielg nannten socialdem. Emissaär Daschner aus Gießen das
Wort, Dieser redete iu derselden Art und Weise, wie er eß au
inderen Orten gethan, lang und viet über allge neines Woahlrecht,
w ßte geschickt Wahres und Falsches in einer Art zu verbinden,
zaßß Jein Gerede auf weniger urth ilsfähige Köpfe leicht ber ückend
mde bethdrende wirten konnte und trat zutetzt — dus wur des
Budels Kern — mit folgender Resolution hervor: „Die heutige
Kolksversammlung erklärt es als ein großes Unrecht, daß durch das
gegenwärtige Wablgesetz zum bayr. Landtag ein großer Theu des
hdlket vom Wahlrecht ausgeschtossen ist ‚Kund erjsucht die Kammer
A Abgeordneten, schleunigst dahui zu wirben, daß ein neucs Wahl⸗
zesetz mit allgemeinen direkten Wahlen und ohne Steuercensus zu
Slande kommi und bearftragt das Bureau, dit sen Beschluß zur
denntniß zu bringen.“ Das war denn doch den meisten unter
den Anwesenden zu bunt und es erhoden sich nur sehr spaͤrlich
hände zur Zustimmung. Auch ber der Debatle über die von dem
Redner aufgesiellten- focialdem. Grundsätze fehlte es nicht. an Ein⸗
reden von vdersch edenen Seiten. So sagte ein hiesiger Tüncher⸗
meister es grad heraus: „das müssen laater Simpei sein, die auf
iches Geschwäh der Socialdemoktaten hö en, wer noch, arbeiten
vill, kann sich noch immer redlich ernähren; aber das wollen viele
nicht, herumbummeln und Reden halten ist viel weniger ansireugend.“
Diese Logik schlug freilich nicht überall dunch; dafüt aber wurde
inser guter Tüncher nach Auflosung der Versammlung durchgeschla⸗
jen, ein Zeichen, daß der Same, den der socialdem. Rednet aus-
gestreut hat, nicht überall auf unfruch:baren Boden gefallen war.
Es ist zu beiürchten, wenn diese Emissäre fort und fort ungescheut
ind ungehindert ihren Giftsamen über Stadt und Land ausstreuen,
o wird eine Frucht reifen, welche bitterer schmeckt, als Maͤncher
etzt kaum zu abnen scheint. Wem irgeud noch das wahre Wobl
eines Volkes und Landes am Herzen liegt, der muß in Wort und
That dazu beitragen, daß diesem Treiben der Socialdemolraten ein
ende gemacht werde....

München, 6. Mai. Die gegen die Wahlen im Wuablkreise
Fandel in der Plolz erhobene Reklamation kommt übermorgen in
cr I. Abiheilung Juͤr Berashung. Referent ist Abg. Scheis, und
za iin Candel drei Libctale gewählt find, die Abe. Alwens, Loauis
und Thison, so glaubt man schon seit einiger Zeit, daß auch diefe
Wuhlen kassirt wecden sollen. Der Wunsch hetzu ist selbstverständlich
jorhanden; indessen wird heute versichert, diß es noch zweifelhaft
erscheine, da sith die Abtheilung fur Kassafion der in Rede stehenden
Wahlen enlschteiden wird

Ausland.

Parivs —— Nach einer Meldung der ,Agence ˖ Havas“
rus Salonichi vom 6. ds. wurde der dortisne französische und der
eutsche Consul von Türken ermordet; veranlaßt sei das Nerbrechen
dadurch worden, daß eine junge Chrestin, welche zum Islam über⸗
utreten gedachte, gewaltsam durch Griechen dea. Türken entrissen
vurde. Es werden weitere Unruhen befücchtet; de türkischen Be—
rörden haben, so⸗meldet man dir ,Agq. Habe“ teinerlel Maßregeln
greffen und keine der Fcudigen ver haf iet.

Paris, 7. Mai. Nach der „Agence Hav.“ hat eine Divi⸗
ãon der frunzösischen Flotie Befehl erhalten, nach dem Meerbusen
don Salonichi abzufatren. agra⸗
p pee nm Bermischtes. —VVVV——

Ddie 3. 3.? meide aus Zweibrücken6. Mai? Die
türzlich dazier verstorbene Frl. Katharine Schneider hat über ihr
insehnlches Vermögen in folgender Weise verfügtz Die hiesige
Diakonissen⸗Anstelt und der Gussav-Adolph-Verein erhallen je 2000.
J., die Kleinkinderbewahrung 1000 fl.z außerdem sind einer An⸗
ahl Privatpersonen größere und kleinere Legate ausgejetzt: Der
ehr bedeuteude Rest ihres Vermögens (wohl ca. 100,000 fl.) ist
non ührem' feitherigen Vermögensverwalter, Hrn. Geschäfismann
dohl, weiter zu verwilten, und die Zinsen davon find alljährlich
m Weihnachten Für hiesi je „arme, kranke oder gebrechliche, aber
zrave Leute“ zu verwenden, so daß also der hiesige Lokalarmenfond
igentlich Unincdalerbe der Verlehten ist. *—
Die beiden neuessten NRUmmeen dee JIllustrirten Frauem
Zeitung ('erteljährlicher Abonnementsprers M. 2.50) enthalten:
J. Die Moden⸗-Nummer (17): Früh ahrs-Promenadealoiletten,
leberkleider, Tunicas, Linonlkleider nebst einzelnen Röcken, Haus-
leider, Morçenrock. Reise- oder Staubmantel, Reisetasche zum
Tragen und Umhängen, Reiseschreibmappe, Kraen und Unterärmel,
Zonnenschirm-Behang, Negligee Jacken und Corset. Anzüge für
leine Knaben und Madchen, Achsel- und Blusenschürzen, Kragen
ind Manschetien. Kinderwagen als Wiege mit Wiegenschleier
ind Bettchen nebst Bezügen, Erstlingshemdchen, Jöckchen, Teagbettchen,
Gickelband, Wickeltuch n. s. w. Verschiedene Garnitfuren zur
denderwäsche: gehäkelte Einsaße u d Spitzen, auch in FiletGuipüte
ind Tülldarchjiug. Handtuch mit Stickerei und Spitzen nebst
»assender Kreuzstichbordüce, mit 83 Abbildungen und eirer Beisi
age mit 17 Schnittmustern, verschiedenen Stick reidorzeichnungen
ind Namenscheffren. 2. Die Unterhaltuugs-Nummer (18):
Ferdinand Freiligrath. Ein Wort der Erinnernng von Edmund
döfer. — Die Nothhelferin. Novelette von Levin Schücking. 8.
gedichte in oberbaier schee Mundart. Von Karl Stielexr. 1. —
Die Armenier auf San Lazzuro. Von E. Schmidt: Weißenfels.
— Im Nobelprater zu Wien. Von Max Konody. — Die Haus
rau und ihr Reich. Von Aglaia von Enderers. 5. Die Wohnung.
. — Das Zimmer⸗Aquarium. Von Max Holborn. 1. Der
Behältetr. — Verschiedenes. — Wirthschaftliches: Holländisches
HMittagessen. — Briefmoppe. — Frauen-Gedenktage. — Ferner
olgende Illustrationen: Kloster San Lazzaro bei Venedig. —
Dorfschulpeüfung. Von August Heyn. — Im Nodvelprater zu
Wien. Von B. Katzler.

Im allgemeinen Juteresse

inden wir uns deranlaßt, auf die im heutigen Blatte enthaltene Annonce
des Herrn Albert Fre in Hamburg ganz besonders hinzuweisen.
Die angekündigten Driginalloose können wir wegen der großen und zahl⸗
eichen Gewinne bestens empfehlen. Die Reellität und Solidität dieses
Hauses ist bekannt und daher nichts natürlicher, als die vielen bei demselben
nlaufenden Aufträge, welche eben so rasch als sor fältig ausgeführt werden.
h — Interessant
ist die in der heutigen Nummor unserer Zeitung sich befindendo Glücks-
Anzeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat steh
lurch seine prompte und verschwiegene Ausrahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Betrüge einen dermassen guten Ruf erworben,
lass wir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf-
nerksam machen.

.München« 8. Mai. Die 6. Abtheilung der Abgeordneten⸗
ammer beantragt einstimmig, der Reclamation gegen die Landtags⸗
vahl des Bezirks Kandel sei eine Foige nicht zu geben, die Wahl
Also für gilnig zu erklären.
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        Einladung.
Margen, 10. PNeai, Nachmittags 2 iUht ab zu Blieskastel
im E. Konig'schen Gartensaale * * J
. . Frühjahrsversammlung «—
des Bezirkslehrervercins Blieskastel-St. Inabert,
zu welcher die verebrlichen Mitglieder hiermit höflichst inneladen werden

*Nur vom Staate ausgegebene Loose werden versendet.
————— 7U — —— ———
JoEs musfen gewon n — 9*
Reichsmark 375000
— — ⸗ 9
oder J
— 218750 Gulden ⸗
im glücklichsten Fall als höchster Gewinn der vom Staate
genehmigten und garantirten großen Hamburger?

Geld Verloosung⸗ ii:

Dieselbe besteht aus 81,500 Loosen, wovon Aß A00
also weit über die Hälfte, binnen wenigen Monaten mit Ge—
winnen gezogen werden müssen.

Haupigewinne event.
Reichsmark 375,000,
spec. 230000 125, 000, 80,000, 60, 000, 50. 000,
40,000, 36,000. 8 4 SO.O00. O, 5 a23., 00
20,000, 6 2 15 0007 a 12,000 ILA 10.000
26 2 6600, 55 4 100600 3000, 2500, 200 4
2400, 52 2000, 8 a I300 AlIæ a 1200, 621
a 500, 35 a Soob, 700 un εο οο, A6 a
150, 24, 2350 a 188 ⁊c. ⁊e.
Die Auszahlung der Gewinne erfolgt prompt
unter Staatsgarantie 77
ci ir die erste Gewinnziehung beträgt die planmäßige
inlage:
fur 1 ganzes Originalloos 6 Marte 135
1valbes un e 8 2
2132 1 viertel —— Li —æ5
Diese vom Staate garantirten und mit dem Staatswappen *
versehenen Originalloose (teine Bromessen) versende ich
gegen Baarsendung, Posteinzahlung oder Nachnahme des Be⸗ 3
trages Uüberall hin. Alle, jelbste die klei sten Bestellungen! 3.
werden pünktlich ausgeführt, der amtliche Ziehungsplan —
gratis beigefügt und nach der Ziehung die amtliche Gewinn⸗ 5
liste unaufgefordert überfendet. 7
Die Verloosungen bieten somit die größten Vortheile,
sind mit vielen bedeutenden Gewinnen ausgestattet und find
alle Ansprüche der Theilnehmer als Staatsuberwachung
Garantie für die pünktliche Auszahluug der Ge—
winne vollständig gewahrt. Mein eifrigstes tee wird
es sein, d s mir zu Theil werdende Vertraͤuen zu rechtfextigen.
Da mein Loosevorrath nur noch klein ik und die Aufn
traͤge sehr zahlreich einlaufen, so beliebe man gefl. Besteungen
sogleich aber vor den
13.Mai d. J.
direct zu richten an 7 *
Albort Friedheim,
Baunk- und Veæchselqeschäft in ILXXXX
Von den vielen aroßen Gewinnen welche in diese Collecte
fielen und an die glücklichen Gewinner ausbezahlt wurden, er⸗
wähne nur:
Wark 202 009 auf No. 66591
— 3603 000. 80618
——r⸗⸗[e — —
Der Staat üöberwacht die ehutt hen 14dga rantirt
die Auszahlung der Gewinne. F

Bumrgervereir
Sountag, den 14. M.
mittags halb
—R
— —*
9121 00X —
im Vereinslokale
ausgeführt durch die
Kaiserslauterer Stadtkapelle.
7222 ⁊ w Ah⸗⸗ en 7 gee —J—
⏑ J 6
J 5* 8 J
— Iy * * 5
Vrchtmitglieder haben keinen Zutritt. — —
Der 1. Vorstand.
Geschäftsempfehlung.
Ich Jeine Amdut ch rgebenst
an, daß ich mich als — R
Tüncher u. Anstreicher
hier etablirt habe und emb'sehle
mich in allen in diesem Geschäfts
weige vorlkommenden Arbeiten,
pünltliche· Bedienung zusichernd.
?Eudwig Kuß,
wohnhaft bei Jak. Kißling
im Hirteneck.
Eine neue leich e einspaͤnnige,
sowie eine leichte chon gedraucht e
OChAisSe.

RSbert·
von Nach⸗

1

Hanf-Couverts,
mit jeder, beliebigen Ferma be⸗
drudt, sind billig zu haben in
der Druckerei vo—

F. X. Demetæe.
und eirre neuer fertiger
Ohar·à bane
steht zu berkaufen, auch werden!
gebrauchte eingetauscht, bei
LA. Reinhart
n Zieidrücken.“
Universal.
— —8 x
Reinigungs-Salz.
Von allen Aerzten als das
einfachste und billgste Hausmit⸗
lel empsohlen gegen Sänrebil-
dung Aufstoßen Krampf,
Verdauungsschwäche und
andere Magenbeschwerden
in u. s Originalpateten mit
Gebrauchssanweisung à u. Us
Mark zu haben bei
Philipp Kling.

Makulatur
per 25 Pfund wird abgegeben
in der Drucerei des St. Ing-⸗
herter Anzeiger.

nn er.Glücks-Anzeige. Die Gewinne grrantirt
375. 000 Anrxk. der Staat.
AIũuns 2BF Retheilicuns —
GWInT·-OhAhCSCV- —
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-Lotterio, in welcher über
7 Millionen 770.000 2Marßk
slcher gewonnen werden mussen.

Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld · Lotterie, welehe plangemass nur 81, 500 Looso enthãlt, saind
folgende: nämlich 1 Gewinn event. 375,000 Mark, speciell Mark 250,000, 125, 000 ,80,000,
650,000, 50,000, 40,000, 36,000, 4 mal 30,000 und 25,000, 5 mal 20,000, 24 mal
15, 000, 12, 000 und 10,000, 26 mal 6000, 36 mal 4000 und 3000, 206 mal 2500, 2400
und 2000, 415 mal 1500 und 1200, 1856 mal 500, 300 und 250, 27463 mal 200, 150,
138, 124 und 120, 13889 mal 94, 75, 67, 50, 40 und 20 Mark und kommen soleho in
venigen Monaten in 7 Abtheilungen ꝛzur S1ò Hheren Fntscheidung.

Die ersto Gewinnziehung ist amtlich festgestollt, und kostet hierzu

das ganze Originalloos nur. G. Reichsmark,

das halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,

des viertel Originalloos nur 113 Reichsmark,
und werden diess vom Stante garantirten Origimal-TLoose (keine verbotenen Promessen)
gegen frankirte Einsendung des Betrages oder ßegen Pontvorsehuse gelbet pacn
den entferntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-Loose auch den mit dem Staatswappen
versehenen Original-Plan pratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die ami Ziehungaliste
unausfgefordert zugesandt.

Die Ausæahlung und Versendung der Gewinngetder erfolgt von mir direct an die
Int eressenten prompt unc, unter strengster Verschwiegenbeit.

Jede Bestellung kann man einfach auf eine FostéeiInaanuugstarte machen.

,„Aun vende sieh daher mit den Aufträgen der uene bevorsatehenden Ziehung

halber bis zum

IEX. Mai d. ve Anensvoll an
ιν e—.. Banquier &amp; Wechsel⸗Comptoir in Vamburg.

Ageonte
werden für ein ũüberall gang-
bares respectables Geschaàft
gesucht. Dasselbo hbedarf
ceiner besonderen kaufmän-
nischen Kenntnisse, ist für
Jeden als Nebengeschãft leicht
zu führen und wirtt sehr gute
Provision ab. Reflectanten
belieben ihre Adresse in der
PExped. ds. Blattes unter den
Buchstabhen A. G. H. schleu-
nigst abzugeboen.

Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
        <pb n="257" />
        2226—
2 2225382
235 35555312 83—58 35 —z588*
32 322 — 525 * —2 — 75 227 —8
55 235555 383853335253538 32533233375357 323263
—282 —A 53535833 5525 —22* 253 2 53368
285 153523 —— —— 23553 78 24 25232
— S — *5 265 22 * 232 2 —A 3238 — 2*8* —— 23 * 2 —
5225 J — 22 —AIAX — m53 2.2 25 2 58 28 *3
—28 — 3* 225 —83— 823582 5 2 227 —752 5 —2
— —8* — — —2325 22* 5852*283. 57 m* —A 5 20.52 5X3 5*552
72 2— —— — ——— 5 282 — — —— 2 Sor 238 * 2 2 23 —
5288 —XMRA —?“— * 2 5 — 27 — 225583*8
5:* z23—32388373* ——— 5235 —35325 72 3—5— 578 *
2 * 8* 72 — —,zs82 225 28*2 214 — *4
———— 2355832 0 A8 — — 435 7* — AS ——
—724 252 —0— — 224 — 5* 53 —288
—2 2 S*8 2 2 — T.. v 2 222 322 25* 35*
2 — — —2.8 3228 —A ——— — —2527 —
522 —“—* 32 582 α 3332 92 5 53 —22 5 — — 252 5 58—xE.
— 2 —853 —52352 232535 3283* 25522 ESTA V
28238* 2835—8 23253557 25555 * 33385315 75235 *5882533
—582 *727 * —2*2535 — 2 233832 226 STBR 8 238
— 2 7— —8 — * —* X — 222 * 8 *
78 ——353 s3 3235 3838 *2872338
— . *8 2 8. — —A * 83222 * — — 3222
22 2537275 59 5232528 555 *E2 —A — 8 —
524 12538333655 —22 528 — 2053— —3 24 3256 —SjS —
2 —— —5 S 5 27 — 8 5538537 08 2 — —F —
— 24 28* —2 845 —A 5 — — S —— 884 z353
* — — 28 — 2826 ——————— 2— *3 22 —
—— 287 25 — — — — —
55z3337* — 3 3 253 x2522 ———A
z252862 5328. 55—83538 — 222. 33833 23335—8 *532232
—A 35558553238235 3 — —
2838 85 33333335 3 7 23323322355
2* 358 55 825 3 —357 — 52555 7 225
— — DS— z 22588 2535525 5 85 —
—— 5 2* ⸗*8 —— 8 52 5782 2 * —A
* —222 523538 ——A 8 22 5505535 * — 5 3 —
— 2* * —2 — 52 3238 225 — 22 D
53 5
—A —2—827 52 —
— 7 51 — — *
—557

2— 1 — 25*
—— 25. 24— 52 552323— 22 354 —— 2*3 2 2
7* 57 —538B8 — 3—3 — 52 538 z25 55
3 32 337 6833 3373 8257
722. ——— — S&amp;— — 522 —2 2* 2 — * —78
58225 — — ——— —5— * 2 —— —2 9 26* 8* 538 8
— — E —28 — — —722* — 2* 22 22322
2* 2332., — 525 J 53235 75 35 38* 533253 25 3 * 8
237 522*2* — 2 27 —— — — *5 8 T7 — D ⸗ ———
2235 53 3838255 ————— 3268 —25255* —AA—
5782 *575 —55 — 53 223 30 —333883
3577 233235* —3 ——3353 3338
3 855 23 8 —— 2 5 5 — —8
2555 715385 »355 3223 7 32——337 —58—5—23 — 3—55—58
33 3 53
* 5 32 —4 3—— —33 —3 ———5 55 382 5
8 F * * 2 527* 2 2 &amp;* 2N —
525 2———2— — —— —2 552 3 35—3—3385352 *5232
2 *6 —J *275 52 — —225822 —— 2257 —
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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

age), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donneretag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Aus värts mit 15 Pfrefar die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raumn. Neela nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

—
43 74. Donnerstag, den LI. Mai I 1876.

Deutsches Reich.

Berlin, 9. Mai. Die Reichsjustizcommisfion lehme alle
Anträge ouf Abänderung der Eidesformel ab, so daß es bei det
F desformel bleidt: „Jhn schwösre bei Gott dem Allwissenden!“

Gr. 3)

Berlin, 9. Mai. Die deutsche, im Mittelmeer kreuzende
Forvetie, Medusa? hat Befrehl erhalten, sofort von Messina nach
Salonichi ab ugehen. Die Kabinete von Petersburg, Wien und
—XDV Gewässer bei
Salonichi beordert.
Ausland.

Wien, 9. Mai. Graf Andrassy ist heute Mitiag nach
Berlin abgereist.

Aus Bern, schreibt man dem „Schw. M.“: Das Frauen⸗
tudi um macht in der Schweiz ungeahnte Fortschritie. Jüngst ist
hon der medicinischen Facultät der Hochschule Zürich de 13.
Dame nach wohl erstandener Prüfung zum Doctor der Mediein
ernannt worden. Unter diesen 13 weiblichen Dockoren, welche
binnen ungefähr 10 Jahren von Zürich aus zum Theil in einen
chonen Berufskreis überiraten, befinden sich 6 Russinnen, 3 Eng⸗
länderirneu, 1 Amerikanerin, 1 Schweizerin und 2 Deuische,
nämlich Frl. Emilie Lemus aus Fürth in Bayern und Fräulein
Franziska Tiburtius ane Rambie auf Rügen. Zwei weibliche
Studirende haben sich in Zürich den pbilosophischen Doctorhat ge⸗
holt und 5 haben mit Erfolg ihre Diplomprüfung als Fachlehrer
innen an der Lehramtsschule in Zürich abgelegt. Auch an der
Universität Bern studirt eine Anzahl junger Damen, über decen
Fleiß und Betrazen die Professoren nut Rühmendes sagen.

Der in Salonichi durch die Türken geitödtete deutsche
TConsul, ein Engländer von Geburt, wer Kaufmann doselbst, also
Wahl⸗, nicht Berufsconsui. Salonichi zählt 70,000 Einwehner,
wobon etwa 30,000 Türken, eben so viele Juden und 10,000
Griechen fiud.

Nach einer Meldung der „Times“ hätte sich der Aufstand in
Bulgarien auf das Rhodopegebirge ausgedehnt und nähme ernstere
Gestalt an; die Pforie sende alle verfügbaren Truppen vermittelff
der Eisenbahn nach Adrianovel.

RVermisihtes.

Am Montag verunglückte in der Nöohe der Station Mittel⸗
bexbach der 34 Jahre alte verheirathete Eisenbahnschaffaer Leon⸗
Jard Hernegger von Ludwigshafen. Wir vernehmen darüher Fol—⸗
zendes: Der Wund riß ihm die Mätze vom Kopfe, er haschte da⸗
nach und stieß, da der Zug soeben einen engen Viadukt passirte,
mit solcher Gewalt an dessen eine Wand an, daß er tödllich ver⸗
etzt vom Tritibrett herabfiel. Der Tod trat alsbald ein. Der
Verunglückte hinterließ eine Frau und zwei Kinder.

f—Winnweiler, 9. Mai. Laut Beschluß der Acktionäre
oll die hiesige Actienbrauerei auijgegeben und bei dem Handels⸗
gericht das Erlöschen der Firnia angez'igt werden. (Pf. V.)

f Bergzabern, 5. Mai. Bei der heutigen Weindersteigerung
es Herrn De. Pistot aus Metz auf seiner Villa Pistoria-Paillet
vurden 20,400 Liter abgegeben, darunter 1872er Traminer-Ries⸗
ling zu 410 Mart pro 1000 Liter, 1874er Altenberger zu 345
Mark, Hüttwingert zu 285 Mark. Für 1875er Allenberg wurden
320 Mark, für Hüttwinger! 200 Mark erzielt. Für 1874er Tra⸗
miner waren 515 Mark geboten, wurd? jedoch nicht abgegeben.

F Der „L. A.“ meldet aus Landau, 5. Mai: Zu unse⸗
tem bevorstehenden Musikfeste haben nun sämmtliche ein eladenen
VBereine (die gemischten Chöre von Kaiserslautern, Pirmasens,
Speier und Zweibrücken) ihr Betheiligung zugesagt. Für Abhand⸗
luug des Festes sind der 9. und 10. Juli festgesetzt und zwar
inden am ersten Tage (Sonntag) die Aufführung des Oratoriums
Samson“ von Händel, am zweiten Tage ein Künstler Concert statt.

FSpeier, 8. Mai. Wir haben hente die traurige Aufgabe
rinen Mord zu verzeichnen, der in unserer Nahe verübt wurde.

Der Waldhüter Martin Wiit, 45 Jahre alt von Sifferstadt,
vaurde gestern Nachmittag 2 Uhr in dem Schifferftadter Gemeinde;
vald Abiheilung „Gay“ todt auf dem Gesichte liegend aufgefunden.
Neben ihm lag ein brauner Filzhut und ein Gewehrhahn mit einem
„chaftiplitter von der Waffe des Thäters. Witt hat einen Schuß
n die Herzgegend und einen Schlag auf den Hinterkopf erhalten.
Dietaus sowohl als aus den Stocksplitiern, die in der Nähe der
deiche gefunden wurden und von dem Stod des Witt herrühren,
äßt sich schlieken, daß ein hartnäckiger Kampf der Katastrophe
»orausging. Man glaubt, daß 2 oder 3 Thater den Mord voll⸗
ührt haben. Während Witt sich mit einem derselben berumraufte,
jat ein anderer ihm mit dem Gewehr den Schlag versezt. Die
Mörder sind bis jetzt unbekannt, doch darf man hoffen, daß die
verschiedenen vorgefundenen Gegenstände zur Ermittelung derselben
ühren werden. (Sp. 3).

f Die Direktion der pfälzischen Bahnen gibt betannt, daß
„om 15. Mai an die seitherige fünftägige Giltigkeitsdauer der
Retourbillete zwischen Stationen der hessischen Ludwigsbahn und
olchen der pfälzischzu Bahnen nur noch drei Tage beträgt, wogegen
»ie Giltigkeitsdauer der Retourb llete zw'schen Stationen der Main-
Neckar-Bahn und solchen der pfälzischen Bahnen von zwei auf drei
Tage erhöht wird.

Bei Oberstein erschoß sich im Walde vor eiwa 10 Tagen
Dauptmann Körner aus Zweibrücken.

7 Regensburg, 5. Mai. Anf dem unteren Wöhrd be⸗

inden sich seit einigen Tagen etliche 40 Krupp'sche Geschütze, welche
n Schleppschiffe der österreichschen Dampfschifffahrtsgeseuschaft ver—
aden und nach Rumänien verbracht werden. (R. A.)
7 (Falsche Münzen.) Die in Mannheim erscheinende
Rhein⸗ und Nickur-Zeitung“ schreibt: „Wir warnen hiermit vor
alschen Zwanzigpfennigstüchen, die hier in Umlauf sind; dieselben
yjaben das Münzzeichen E, sind klanglos, mit wenig scharf (ziem⸗
ich stumpf) ausgeprägtem Rande, und das Münzzeichen Gsteht
aicht senkrecht auf dem Rande, sondern etwas auf die Seite ge⸗
neigt. Da diese falschen Stücke ziemlich häufiz vorkommen, so ist
»s möglich, daß der Sitz der Falschmünzer sich in unserer Näbe
befindet.“

Marbach, 9. Mai. Heute Vormittag hat hier, in
SZchiller's Geburtsort, die Enthüllung des Schillerstandbildes statt⸗
Jefunden. Die Theilnahme an der Feierlichkeit war sehr groß,
namentlich waren aus Stuttgatt und Ludwigsburg viele Gäste an⸗
vesend. Als Ehrengäste waren, erschienen: Kammerherr von
ßleichen aus Weimar, ein Enkel Scheller's; die Wittwe des Ober⸗
zrsters von Schiller aus Stuttgart, Schwiegerlochter Schillers,
ind deren Sohn Karlev. Schiller pensionitrter Major. Die Fest⸗
ede hielt der Dichter J. G. Fischer aus Stuttgart. Das Stand⸗
»ild, das von dem verstorbenen Bildhauer Rau in Biberach model⸗
irt uad von Pelargus in Stuttgart gegossen ist, stellt den jugend⸗
ichen Schiller in dir Tracht sriner Zet dar und ist auf einer
»arkmäßig angelegten, einen weiten Ausblick gewährenden Anhöhe
rrichtet. Nach der Enthüllung fand ein Festessen und Nachmittaqt
»in Volksfest auf der Scillerhöhe statt.

f In Iggenau (Württemberg) hat sich dieser Tage ein
hauerliches Unglüch erergnet. Das daselbst unter Strohdach be⸗
indlche Wohn˖ und Oekonomiegebäude des Müllers J. G. Ehr⸗
jardt ging in Flammen auf und sind bei diesem Brande der
Nüller selbst, seine Frau und Schwiegermutler, zwei Kinder und
in Senn mitverbrannt, somit 6 Personen und nebenzu sämmtliches
Vieh. Zwei erwachsene Kinder konnten si noch retten. Die
Irsache der Enistehnug des Feuers ist bisher nicht erhoben.

F Auf der Brausfenwecther Bleiche bei Elberfeld ist am
Zamstag ein Leopard entsprungen und in die Wälder geflüchtet.
Bolizei und Militär machen Jagd auf das reißende Wild.

F Das Reichskanzleramt hat die Kösicht, ein gleichmäßiges
Format des Papiers von 32 Ceatimeter 1 Millimeter Hohe und
20 Cenlimetir Breite für den Gebrauch bei fämmtlichen deutschen
Reichts⸗ uund Staalsbehörden einzuführen. (Reichsanz.)
        <pb n="260" />
        Iuteressant
ist dio in der heutigen Nummer unserer Zeitung sioh befindende Glücks-
Anzeigo von Samues Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat steh
dureh seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Umgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
dass vwir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle aut-
merksam machen.

Bekanntmachung.

Es ist zur Anzeige gebracht
worden und auch constatirt, daß
schulpflichtige Kinder an Sonn⸗
und Feiertagen, Vogelnester suchend,
sich massenweise in den umliegen⸗
den Waldungen herumtreiben
und aus Vogelnestern Eier und
Junge ausnehmen.
Da das Ausuehmen der E'er
und Jungen von jagdbarem
Federwild und Singvögeln mit
Geldstrafe bis zu 60 Mark oder
mit Hafistrafe bis zu 14 Tagen,
sowie auch das Einfangen,
Tödten und der Berkauf von
Voͤgeln mit Geld- oder Hafit⸗
strafe bedroht ist, diese Ueber—
tretungen aber trotz wiederholter
polizeilicher Bekanntmachungen
imm⸗r noch vorlommen, so werden
nunmehr die Eltern, Vormünder ꝛc.

dringend. ersucht, ihre Kinder
m't aller Strenge von vorstehend
irwähnten Uedertretungen abzu—
halien und wird noch besonder
darauf aufmerksam gemacht, daß
nach den Bestimmungen des
reuen Strafgesetzbuches auch
iber Eltern und Vormünder ꝛc.
Strafen verhängt werden können,
jür den Fall, daß sie obige
ebertretungen seitens ihrer
Zinder, Pfleglinge ꝛc. dulden,
elbsi wenn diese noch nicht 12
Jabre alt sind.

Freunde der Ordnung werden
zebeten, bezügliche Wahrneh⸗
nungen der Polizeibehörde zur
Anzeige bringen zu wollen.
St. Ingbett, 10. Ma 1876.
Das Polizeitommissariat:

Eckerlein.

Haupt-Giewinm Glücks⸗ Die Gewinnue
ev. A nze i ge. garantirt

275. 000 Nari * der Staat.
Finiadunug zur Betheiligung an die
Gewinn-Ohancen

der vom Staato Hamburg garantirten grossen Geld-

Lotterie, in welcher ũber
——

7 FHiII. 770, O00 Haric
sicher gewonnen werdem müssen,

Die Gevinne diécer vortheilhaften Geld- Lotterie, welehe plange-
miss nur 81,500 Loose enthalt, sind folgende: nämlieh 1Gewinn ev
375, 000 Mark, speciell Mark 250, 000, 125,000, 80,000.
60,000, 50,000, 40,000, 36,000, 4 wal 30,000 und
25,10005 5 mal 20,000, 24 mal 15,000. 12,000 und
10,000, 26 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal
2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500 und 1200, 1356
al 500. 300 und 2380, 27463 mal 200, 150, 138. 124 und
120, 13839 mal 94, 75, 67, 50, 40 und 20 Mark und
sommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur Sicheren
Entscheidung.

Die ersto Gewinnziehung ist amtlien festgestellt, und kostet
hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das balbo Originalloos nur 3 Reichsmark,
das viertel Originalloos nur 192 Reichsmark.
und werden diese vonn Stante garantirten Original-
Loose (keine verbotenen Promessen) gegen sfraulkirte Hin-
sendung des Betrages oder Begen POStvorSenS
lbet nach den entferntéesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheisigten erhält von nir neben seinem Original-
Loose nuch den mit aem Staatswappen versehenen OriginabBlan
gratis und vaech stattgehabter Ziehung sofort die Anitliche
ziehnngsliste Unausgetordert zugesandt.

Die Auszahtansi und Versendung der Gevwinnngelder
erfolgt von mir direot an die Interessenten prompt und unter
strengster Verschwiegenheit.
Jede Bestelliung kann man —X
ZAIIENEBäMνe machen.
Man vende sien daher mit den Auftrâúgen
der nahe bevor tehenden Ziehung halber bis 2um
ga 15. Mai d. J. 2
vertrauensvoll an
Samnel Lecekseher senr-,
Banquier &amp; Wechsel⸗Comptoir in Uamaburg.

ungen Fruchts und Brodpreise der

Ein braver J g —Stadt Zweibrücken vom 11.

lann in die Lehre treten bei Mai. Weizen 11,183 Mark.

2. Korn 9,00 M. Hafer 9,12

J. J. Fiack jun⸗ M. Weißbrod 1u Ko. 56 pf
Sattler. 3 Ko. Korubrod 72 Pf.

Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
herren Kaufmann u. Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
Es handelt sich hier um OriginalLoose zu einer so reichlich mit Haupt-Ge⸗
winnen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
lebhafte Beiheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient das
volle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
vorbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
sahrreicher Gewinne allseits bekannt ist.
zürgervereinSt. Inghert.
Sonntag, den 14. Mai 1876, von Nach⸗
mittags halb J
im Vereinslokale
ausgeführt durch die
Kaiserslauterer Stadtkapelle.
Abends ? Uhr
.
Nichtmitglieder haben keinen Zutritt.
Der 1. Vorstand.

Man biete dem Glücokoe die Hand!
—⸗

375. O00 R.Mark
Haupt-Gewinn im günstigen Falle bietet die Alerneneste
grosse Geld-Verloos ung, welehe von der hohen Regie-
rung genehmigt und garantirt ist.

Die vortheilhafte FPinrichtung des neuen Planes ist derart, dass
m Lause von wenigen' Monaten durch 7 Verloosungen 43, 400
Gewimne zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden

Haupttreffer von eventuell R. M. 375 000, speciell aber

Gewinn aà . 59, 000, qwinne aà M. 15,000,
Gewinn a l. 125,000, Gewinne a M. 12,000.
Gewinn a M. 80,000, 11 Gewinne a M. 10,000,
Gewinn a M. 60.000. 26 Gewinne aà M. 6,000,
Gewinn aà M. 50,000, 55 Gewinne à M. 4,000,
Gewinn aà M. 40,000, 200 Gewinne aà M. 2400.
Gewinn a M. 36,000, 412 Gewinne aà M. 1200,

Gewinn a MN. 30,000, 621 Gewinne à7. 500,

Gewinn a M 25.000, 700 Gewinne à M. 250.

3Gewinne aà M. 20. 000. 24. 350 Gewinne aà M. 138

ete. ete.

Die Gewinnzichungen sind planmässig amtlich festgestellt.

Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staat—
arantirten Geldrerloosung kostet

1ganzes Original Loos nur Mark 6,
lhalbes * .3.,
Jviertel IUIi,.

Alle Aufträge wer len sofort gegen Einsendung, Posteinzahlung
oder Nachnahme des Betrage; mit dar grössten Sorgfalt ausgeführt
und erhült Jedermann von uns dia wit dem Staatswappen versehenen
Original-Loose selbst in Hünden.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gra
tis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessen-
ten unaufgefordert amtliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
darantie und kann durch directe Zusendungen oder au Verlangen
ler Interessenten durch unsere Verbindungen an allen grösseren
blätzen Deutschland's veranlasst werden.

Unsere Collecte war stets vom Gilũcke begünstigt und hatte
sich dieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals doer
ersten Haupttreffer z2u erfreuen, die den betreffenden Interessenten
lirect ausbezahlt wurden.

Voraussichtlich Kann boi einem solchen auf der solidesten
BRasis gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Be-
heiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir da-
her, um alle Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellunger
baldigst u. jedenfalls vor dem 3I. Mai id. JI. zukommon 2u lassen

Kaufmann dimon,

Bank- und Wechsel-Geschaft in Hamburg.

Ein- und Verkauf aller Arten Staatsohligationen, BPisenbahn Actien

und Anleheusloose.

P. S. Wir danken hierdarehn für das uns seither geschemtte Ver-
trauen und indem wir bei Beginn der neuen Verloosug ? ur
Betheiligung ein aden, werden wir uns aueh fernerhin bestre-
ben, dureh stets prompte und reelle Bedienung die vrolle Zu-
friedenheit unserer geehrten Interessenten zu erlangen. D. 0.

—A

Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
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        253158
1 2 33 5
288 —z332553
2222283 2538 352 —
3553353 5258 25 558538
— 8 52 25 8 — — — —
328325 538 3525223 * — —
2 22325 —5 —— —A — 2 3 z2523337
735 333 8833 —353537 38 3338533383
255535 42 2* —8 2 —A * 32
353233533353 —*—2 —— ——— 28 2 37 I222
222 33553835 783* 5285 72 58 38 3 α
—8 83— 253523 82552235 33 * —53353 3* 2 3
24 — 7 2 — —32 535 2 * * 55* —E 3 2* 5793 22 —
—— 5222* 223825
* 5 *8 5 5333453 —— 32272 34 233 3..5 —— 7 — 22— *753
5 82 3332323338 7 — ———— —E 2232 O— S s337 535
—— S8 *22522 — ** 5 57253
* *3 *ẽ —— 225 —A — 33757573538 —— 32c538838
* 2532333 52323 53333558 ẽ —33 œ 728 *
*8* 8 * 5— 2 — 2 3 3 —8 253—3555
* 2 5234 5 — 838 — —3535535
* 8 2 —8 — —V— —— —2325 —— 2 2 — — 22 —
* z35 5*23 22 53857 52 2* 5* —
s533 733738 23253 — 5257 z333588
5 —— z3 * 32336233 35 223 3325575
2 23—22 —— 25 3 55 2 2 — —— * 27 22
— 535 245383 5 — — —A * 15333333
5 3 583 *88 D — 52 * —8 — —5 22 252 —c
2* * 2* 3 23253 335 255 3 — 8 — * 22 882 3
282 353338 —A *7 753353833 525833355 * 534 —
*88 23 5 —A * — — 25 2355375 — 258 —— 2 ZB8mSMV0 53
— * 2 —— — aca 535 2333353357 27 ——88
55 —— —— * 28 * — 3 — 228 25 A — 527 7 8 —*8 25
32325586 22 588 7 * IE5EEA 233 25355232 * 58 5253532275
* —e —* 54 32835 — 2853 28558
2 2 2 5 —33.2 8 * 25 28 — *ð 8 55 — 32*
3 —A 72 2 —— 355 282 29 22 33 —
5335355 3274 28 35533335 5z32352255 525325 235
25355 333385 32 n2* 3535833535 *3 35558 —28
—7 *8* 2 52355 —— —— 5523 * 5568
238 — — — — *5 5332 —— 53288532 * ——
3z2—5528 8 * 2 2338 —A— 2
2 2 * 223 8 533355337 S 2 —
225 55 —A 5538 2255 2
— *2* 2 —
72 33535 — 533355333
—— 235 2533—33533
32538s 828 2532
8 * —2 33224
* 253 53538
E
v
222 242 92228
2. — 2825 — 222 —558223 5* 885
3352 32 138 8333
—A ——— 5—2 — 58385 25— n —2 . 2* 52 3—
522—5 232 55825 285 8 25. 5— —S2 28
* 2 —— 78 2 8 * 2
333333 132357 355358 333338—33333
2 2237 — B— — —— — —————
— 8s 228222 23 5 322 32 ——— *
2 5233 52—5*2 582582 2237238 37 832 ——33
—8 — —3 2—3* 535—*553 22 5 — 53335
2 — —2 52* 53 —328 52— — —A DDO—
* a 2 —A— 2* 522 955233 5 — 25* WO — — 5268* *
32 3535 ——— 227 —z53535 —2532 —— 25
55 3323——338532323 ,57 56 63*3*. 3 —V——
—A —A — *2— —2 3B8 — —
2 528 22323822 52 22533 5552582 50 2232 552 *
553233272 —5353525 55532 — 8— 325 — ——
* 8 * ʒ F 2. —2 * —*
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3 3 . —— 33 323332388
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2s 773253 22223 33235358 5353 27687 —A
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23 532323 225 5237—5 33532 283033 587 8 553;.55
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— 3 2* * ——— —— 5358390 22 82252 — 3285* 83533353
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—A 33333233 35 ———— 33551233253
2 5 F — 2 — 2 ** 28 5* 2 2 *
3 sü582 3225 —A 8 ——— 286 25 —822728 3332
7 — — * 8
58 5.27 —523 23335*5 5* e—8 22 83 — s23283553335
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— 335325532 * 33335337 —— 258 23232323
2 — T 8 525 — 3353333 35 — S — 3582385
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—X 1383333 33725—23325 35 ——
— 533323 353 7235333—6 53335355835 2
3 5533853
2 * 2 — —— 3 * 222 —2 —8 Z * J 32 *—*
2532 5— 25—— 323323 3257—2323 5326 ——— 582 8 322
7 — 28 — 2 23235328 —— 5 — —A
5—25 5 ——IJ 1320 —z3327353 82 8 2E 38 3. 3 8
3 25 5 5335 — 8 5
—z253536 35 3353533— 338* 53332535 2 525853 55523338 2232328
— 2525 257 3738 *32 32 527 — 2232 * — — 2
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255 — 552323 333225 —A — 23532223 223228
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— 52 5323538— —. 255533353535 23533255 73225
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322 5338555 5 3532 5893 22335 5*
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33234 53326223 5233855
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2283 *8 233737 33387 — 252 223 7 215 223 5.
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55 — — *523.8 252853** 822 — 22. 2* 233—
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28 282728 — 537 5 * 2737 5* * 3 2 225327
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524 535323 3233 585435 *15—288 2235333 3
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2 * 38 533 565 2272 2722230
— 5335 542238 538369338 357 9332338
7 * * — 253358 33466 5555
5*7 3 2 2 3 — 3 522 S 3 — * *—⸗ 4 3. 2*
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272 352335 1323329333 2 532553 5 228 2233
7 *515 2,8 * 53337 25355335533— 3 * 2 3233
*7 753 53 2 3. 23 —— 52323 23 —35533725 *
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3 * 22 2 —2 25222* 25383376 27* 55 53522
* *23 3 2. 2 2 * 22
2 — 38828 * A 232873
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2 2* 2 22 22 —22 2*5 23
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283 55353 558373 53535535 57
2523 5382 538 53785 32328 235
280 2 233 * 23 23 2
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        St. Ingberler Anzeiger.
2854
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Der St. Jugberter Anjeiger uud das (2 mzl wi hentlich mit dem Hruptblatte verbundent Unkerhaltungüblalt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheinl wichentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljährlich

1Marht 30 R.⸗Pfa. Auzeigen werden mit 10 Pfaq., von Auswätts mit 16 Pfa. far die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Aeclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
AMAfs 775. 2ZSanuustag/ deu 1s. Mai —E 11376.

v Wu SMôäααÑαä
8 Deutsches Reih.

München, 9. Mai. Die Wahlen des Wahlkreises Kandel

gelangen nächsten Freitag Vormittag in der Kammer zur Berathung
und am Abend des Tages wind sich die 7. Abtheilung mit der
gegen die Wahlen in den Wahlbezirken Zweibrücken und Eden⸗
soben erhobenen Reklamation beschäftigen.

Von „einflußreicher parlamentarischer Seite“ wird der Sudd.
Pr.“ folgende Eörterung zugeschickt: Verschiedene Blätter, insbe⸗
sondere ein Korrespondent der .X. A. 3.“ finden die Langmuth
der liberalen Partei in der Kammer gegenüber den Vergewalti⸗
zungen der Moajor tät unbegreiflich und jener Korrespondent fragt
in Bezug auf die vom Abg. Crämer in PRuesicht gestellte Altion
„Wacrum nicht heute?“ Man sollie glauben, gerade bei Vorkomm⸗
nissen, wie jene, deren Schauplatz die bayerische Kammer der Ab⸗
zeordneten in den letzten Tagen war, würde man sich freuen, daß
es trotz aller erlitienen Gewalt noch eine Partei in Bayern gibt,
zie ihre Grundsätze höher hält, als daßs sie heute in Parteiwuth
deufelben Fehler begeht, den gestern ihre Gegner begangen haben.
Noch keiner Parter hat es gefrommt, von den Grundsätzen des
Lechtes abgegangen zu sein. Die liberale Partei ist eingedenk
hres Eides, ur des ganzen Landes Bestes im Auge zu behalten.
Ein geordneter Finanzhaushalt ist aber eine wichtige Grundlage
'ür des Landes Bestes. Die Hauptanfsgabe des Landtages ist die
Zustandebringung eines Budgets. Statt dessen das Land in einen
Adereillien Wahlkampf zu stürzer, die Regierung zu finanziellen Oc—⸗
kroyrungen geradezu zu zwingen und durch Verwerfuag der Wahlen
in München Il den Gegrern eine Rechtfertigung für die Behaup⸗
zung zu geben, die liberale Partei hälte sich durch eine ähnliche
Bewalithat, wie jene der klerikalen Partei gegen die Wahl München
Jwar, in eine künstliche Mjorität versetzen wollen, wenn man
hr nicht zuvorgekommen wäre: das hät'e wohl jedes Epitheton
eher verd'ent, als das eines klugen Verhaltens. Mag die tlerskale
Partei noch eine oder die andere Wahl vernichien. Darauf kommt
wenig an, ob die übrig bleibende Minorität einige Stimmen mehr
oder weniger zählt. Darauf aber kommt etwas an, die ller kale
Partei zeigen zu lussen, wie we't sie ihren Parteiübermuth trebi.
Wenn dann die liberale Partei die Auflösung erzwengt, tritt sie
tedenfalls unter besseren Aufspizien in den Wehltkampf, als wenn
der entscheidende Schritt übereilt geschieht, ehe die Gegner Zeit
hatten, ihren cebolutionären zu jeder Gewaltthat bereiten Charakter
zor eller Welt unwiderleglich kund zu thun.

Ein Münchener Korrispondent der „A. A. Z.“ macht
olgende zutreffeude Bemerkungen: Der Protest, welchen der Abg.
Trämer Namens seiner Partei gegen die von der rechten Seite
des Hauses fortgesetzt geübte verschleppende Geschäftsbehandlung
einlegte, findet seine Begründung in der Art und Weise, wie man
mit der Erledigang des Budgets verfährt. Ein Budgetlandtag hat
aoch in keinem Land eine derarsige Poysiognomie gezeigt, wie dieß⸗
nal bei uns. Viese Monate hindurch war schon von allem Mön⸗
lichen und Unmöglichen die Rede, die eigentlichen Budgetarbeiten
iiegen aber immer noch fast gänzlich beiseite. Neu engetretenen
Mitgliedern mag es allerdings bequemer vorlommen auf Geb'eten,
auf welchen sie statt sachlicher Deduktionen die billig Waare reine—⸗
Befühltpolitzk und ächtet Parteifärbung zu dieten vermögen, ihre
Rednetkünste zu versuchen. Daß jedoch über alledem der klerikalen
Partei das Berständniß und auch das Herz für die wahren Be⸗
Rürfnisse des Landes, welche allein in der endlichen ernsten Inan⸗
zriffnahme des Budgets ihre Befrsedigung fänden,, abbanden zu
ommen scheint, ist eine traurige Wahrnehmung, die sich jedem Be⸗
obachter der Dinge aufdrängt.

München, 10. Mai. Das Finanzministerium gibt bekanut:
Da die nunmehr einberufenen ?/13 Groschenstücke der Thalerwährung,
zdie 80, Uas, a3 Thalerstücke und übrigen auf nicht mehr als
12 Thaler lautende Silberscheidemünzen der, Thalerwährung in
Bayern kein gesetzliches Zahlungsmittel bilden, so werden für deren

Umwechslung Einldsestelsen nicht aufgestelld; es ist jedoch um den
Besitzern die Verwendung thunlichst zu erleichtern, Veranlassung ge⸗
roffen, daß derattige einldsungsfähige Münzgen dis 80. Jun 1876
dei Zahlungen an die lgl. hayer. Finanzkassen noch angenommen
verden. Da übrigens einige gleichnamige Münzen der Thaler⸗
vaͤhrung, z. B. die mit ‚kurfürstlich“ oder ‚löniglich“ sächsischem
BSepräge versehenen a40 und Nas-Thaler-Stücke, dann solche Acht⸗
Pfenmiger, Dieier und Einpfenniget in Silber, ferner kurhessische
uchtheller (»ñ Grofchenstücke) schon früher außer Conrz gesezt und
ntwerthet sind, so wird zur Vermeidung von Verlusten dringendst
havor gewarnt, Theustucke des Thalers oder Groschens im Verkehr
mzunehmen oder allenfalls von Auswärts zu beziehenn.

Straßburg, 8. Mai. In der „Siraßb. Zeitung“ wird'
eine an dru Landesausschuß gelangende Gesetzvorlage mitgetheilt,
vonach in Zukunft Landesgesetze flir Elsaß Lothringen, wenn' der
ꝛandesausschuß denfelben zugestimmt hat, vom Kaiser mit Zustim⸗
umg vdes Bundestathes ohne die Mitwirkung des Reichstages
ollen erlossen werden dürfen. —

Drres den, 10. Mai. Die zweite Kammer hat den Ankauf
zer Leipzige⸗ Dreedener Eisenbahn für den Staat mit 40 gegen 28
Stimmen genehmigt.
Aussand.
Wien, 10. Wai. Nacrichten aus Salonichi zufolgeist.
in türkisches Kriegeschifj mit dem Gouverneur, dem Commissär ver
BZforte und den Specialcommissären Deuischlands und Fraukreiche
seute dort aagekommen. Der österreichische Kriegsdampfer, Ra⸗
etzky“ w'rd erwartet. I

Lsdon, 10. Mai. Der „Morning Post“ zufolge trifft der.
kx⸗König don Hannover am 16. de. hier ein. 97 Kisten Silber—
eug im Gesammtgewicht von 240 Ceniner sind bereits in England
ingetroffen. — Der Stadttath von London hat die Könignn zu
»em für den 19. ds. zu Ehren des Prinzen von Wales vordere ie⸗
en Fesie eingeladen. — Eine Bittschrift, die, von 108 Mitgliedern
)es Unterhauses unterzeichnet, die Freigabe der fenischen Zträflinge
achsucht, wird morgen dem Premier⸗Minister zugesteüt.

Philadelphia, 9. Moi. Zum Besuche der Ausstellung
stbereits eine sehr große Anzahl von Fremden hier eingetroffen.
der Prasident der Vereinigten Staaten, die Mitglieder des Cabi—
jets so wie Vertreter der beiden Häuser des Congresses und andere
servorragende Persönlichkeiten sind anwesend. Die Straßen sind
ruf das festlichste geschmückt. Zu der morgen stattfindenden. Eröff⸗
uung der Ausstellung sind gegen 4000 Einladungen ergangen.
Zach dem officellen Verzeichniß der auzwärtigen Commissate sind
10 Länder auf der Aussiellung vertreten. 6

Piladelphia, 10. Mai. Die Wellausstellung ist heute
von dem Präsidenten Grant eröffnet worden. Anwesend waren
)er Kaiser und die Kaiserin von Beafilien, die Minister, die Mit-
lieder des Congresses, d'e Spitzen der Militär- und Cibilbehörden,
m Ganzjen eiwa 50,000 Zuschauer. In der Eiöffnungerede be—
onte Grant, daß die fremden Nationen eingeladen worden seien,
um Zeugniß abzulegen von deri aufrichtigen Wunsche Amerila's,
ie Freundschaft zwischen den Gliedern der großen Familie der
Nationen zu pflegen. Grant dankte, daß die Nanonen dem
Vunsche Amerika's bereitwilligst enisprochen haben, und dieß die⸗
elben herzlich willlommen. Ein Musikcorps spielte derschiedene
Vollshymnen.

Die Repudlit Chile hat den Frauen das politische Stimmrecht
erliehen. Sie ist der erste Staat, welcher sich zu diesem Schritte
dersteht. Für beide Geschlechter ist nunmehr das einzige Erforder.
uß, um stimmberechtigt zu sein, daß der Betreffende im Bisitz der
Lolljährigleit, sowie der Faͤhigkeit zu lesen undju schreiben ist.

ermischtes.
R St. Ingbert, 182. Mai. Die am Mittwoch zu Blies⸗
rastel siattgehabte Versammlung des Beiitkalehrerdereins BRebtanet-
        <pb n="264" />
        St. Ingbert war so zahlreich besucht, daß der geräumige König'sche
Gartensaul die Besucher kaum zu fassen vermochte. Mit einer
längeren Rede, der er die Worte: „Schau' um dich und schau' in
dich!“‘ an die Spize stellle, leitete der Vorstand, Hauptlehrer Leibig,
die Verhandlungen ein. Es referirte Lehrer Roth von Blieskastel
hierauf über: „Behandlung des Lesestückes,“ indem er den Sazt
aufstellte und begründete: „Das Lejestück bietet die Grundlage für
den Anschauungsunterricht, fowie den Stoff zum mündlichen und
schriftlichen Gedankenausdruck.“ Mit einer Anzahl von Schülern
suchte er den Anwesenden dann seine Grundsätze praktisch zu ver—
anschaulichen. Der zweite Vortrag, von Lehrer Drescher in Wol⸗
fersheim — gehalten, behandelte den · Anschauungsunterricht“ als
besondern, Unterrichtszweig im ersten Schuljaht. In ausführlicher
und klarer Weise besprach der alte praktische Schulmann die Methode
und den Zwec dieses Unterrichtszweiges. — Bezüglich eines schon
seit längerer Zeit unter den Lehrern der Pfalz bestehenden Sterb⸗
kassevereins, sprach sich die Versammlung mit geringer Majorität
dahin aus, die Beiträge pro Sterbfall auf 1 Mark zu erhöhen,
damit aber auch die Unterftüßzungen von 400 Mark bis eventuell
1800 Mart steigen zu lassen. — Einem Projecte des Ausschusses
des Landesdereins, unter den Lehrern Voherns eine eigne Brand⸗
versicherung auf Gegenseitigkeit zu gründen, wie cst die Lehret
Sachsens, Thüringens, Medlenburgs, Brandenburgs ꝛc. mit bestem
Erfolge schon seit langem gethan haben, wurde einstimmige Zu
—III—

4J Kaiserslautern, 10. Mai. (Kaisersl. Ztg.) Gabriel
Goldschmitt, 40 Jahre alt, Handelsmann in Dreisen, wurde
heute vom Zuchtpolizeigericht wegen Verbrechens des wissenilichen
Gebrauches einer falschen Privaturkunde in gewinnfüchtiger Absicht
zum Zwecdkee einer Täuschung in idealer Konlurrenz mit dem Ver⸗
gehen des Betrugsversuchs um 10 fl. zum Naqtheil des Aderert
Heinrich Hofmann zu einem Jahre Zuchthaus verurtheill.

F Neustadt, 9. Mai. In der gestern Abend abgehaltenen
Generalversommlung der Schüzengesellschoaft kam die Einweihung
des neuen Schießhauses, welche Feier mit einem Preisschießen ver⸗
bunden werden soll, zur Diskussion. Es wurde beschlossen, dieselbe
vom 11. — 13. Juni zu begehen und 2500 Mark für Preise und
Prämien zu verwenden. Außer der gewöhnlichen drei soll auch einet
Jagdscheibe, ein lausender Hirsch, zur Berutzung klommen, damit
auch die Jäger sich veranlaßt sehen, dem Vereine be'zutreten, der
rhnen nur Gelegenheit gibt, sich für ihre Spezialität einznüben.
Den passiven, s. ç. Gobelschützen wird sür dieses Schießen die Ver⸗
pflichtung auferlegt, eine gewisse Zatl Schüsse zu thun oder thun
zu lassen, un zwar für 5 Marl.

F Aus Schifferstadt schreibt man der „Pf. Z.,“ es seien
bereits vier Personer, darunter drei Sch'ifferstadier, verhaftet,
welche im Verdacht stehen, den Waldhüter Witt getödiet zu haben.
Der Eigenthümer des braunen Filzhutes, welcher dei der Leiche ge⸗
funden wurde, sei aber noch nicht ermittelt. Die That soll schon
am Samstag Morgens halb 6 Uhr verlbt worden sein, um welche
Zeit Leute, die in der Gegend der Stelle wo die Leiche lag, sich
hefanden, einen Schuß und Schreien dörten.

Ludwigshafen, 9. Mai. Zur Erleichterang des Besuchel
der vom 14. Mai ab mit vierwöchenlicher Dauer in Mülhausen
im Elsaß stastfindenden Ausstellung von Erzeugnissen der Industrit
des Oberelsasses berechtigen die direcken einfachen, in der Zeit vom
10. bis incl. 31. Moi cr. bei den pfälzischen Siationen geldsten
Billets nach Mülhausen zu je einmaliger Hin⸗ und Rückreise in
den entsprechenden Zügen und Wagenktlassen innerhalb 8 Wochen.
Diese Billets müssen noch auf der Rückseite mit dem Stations⸗
stempel, sowie mit dem Vermerk „zur industriellen Ausstellung'in
Mülhausen? versehen werden.

F Darmstadt, 8. Mai. (Gattenmord.) Am Sonn—
abend Abvend um halb 10 Uhr wurde in der Lederstraße ein Mord
verübt, indem der Arbeiter Heppenheimer seine von ihm getrennt
sebende Edefrau durch einen Stich in die Brust vödtete. Allem An⸗
schein nach war das Verbrechen lange zuvor geplant, denn Heppen⸗
heimer son seiner Frau schon früher widerholt vergeblich aufgelauert

haben und muß dies auch am Sonnabend der Fall gewesen sein,
denn die That erfolgte, als die Frau, (dieselbe war Kleidermacherin)
von der Arbeit heimlehrte uad allein in das Hausthor eingetreten
war. Die Bewohner des Hauses hörten noch, wie die Frau dem
Hunde des Hausbesitzers reef und dann einen furchtbaren Schrei
ausstieß, worauf sie herdeieilten, aber die Unglückliche bereits am
Boden lietgend fanden. Schon nach wen'gen Secunden trat der
Tod ein. Der Stich muß mit wuchtliger Gewalt geführt worden
sein und zeig?e die bis zum Herzen gehende Wunde eine fast 2
Finger breite Oeffnung. Der Moͤrder, welcher alebald das Weite
suchse, nahm das Messer mit sich und ist dis jetzt noch nicht auf-
gefunden. Nach einem in sesner Mehuung jurückgelassenen Zettef
scheint er ursprünglich die Absicht gehaht zu haben, sich ebenfall4
den Tede zu geber. doch wurde er gestern Vormittag noch in der
Naäbe von Niedei-Ramstadt gesehen. Von unserer Kriminalpolizei

fsänd die umfassendsten Vorkehrun,en zur Habhaftwerdung des flüch ·
tigen Verbrechers getroffeee. J

Darmstadt, 10. Mai. Rentnet Kling erschoß heute
Nacht seine Frau und dann sich selbst. Das kinderlose, ßth zärt⸗
zich liebende Ehepaar hatte durch unglückliche Spekulationen in
türkischen Werthen fast sein gaanzes beträchtliches Vermögen ein-
gebüßt. Alle- Bemühungen Nlings, sich eine entsp echende Stellung
zu verschaffen, waren gescheitet.. 6r. J.)

7 Essen. (Zur Krupp'schen Ausstellung in Philadelphiag.)
Der ausgegebene Ausstellungs Katalog des Krupp'schen Etablisse⸗
ments für die Weltausstellung zu Philadelphia bietet namentlich in
Betreff der von demselben dort ausgestellien Geschütze ein besonderes
Interesse. An Zahl stehen diese den in Wien 1873 ausgestellten
GBeschützen zwar nach, dafür aber sind beinahe sämmtliche in dieser
aeven Zusammenseßzung entbaltenen Geschütze von einer dort noch
nicht vertreien gewesenen Costruktion. Außer der neuen 35?2
Cu.⸗Kancne in Küsten⸗Laffette, diesem neuesten Krupp'schen Riesen⸗
geschütz, inthält diese Zusammenfassung als das einzige früher
bercits construitte Geschüß nur eine lange 24 Em.⸗Kanone in
Nüsten-Laffette, demnächst aber die beiden eben be der deutschen
Armee neu eingeführten Feldgeschütze, ein neues 8 Cm.- und ein
6 CEm. Gebirgsgeschütz und noch ein besonderes reich ausgestattetes,
im Rohr wie in der Laffette polirtes Feld eschütz der oben ange⸗
gebenen Art und eine Serie von Geschossen. Daß der neue Tau—
sendpfünder in Amer'ka, um dessen eigene Geschützfabrikation es so
schwach bestellt ist, einen besonders wirksamen Ausstellungsgegen—
stand bilden wird, ist wohl vorauszusetzen. Betrachtenswerth er⸗
scheinen demnächst noch die beiden Schiffswellen von denen die eine
13,500 Kuogramm schwer, unter dem 1000 Center wiegenden
Dampfhammer aus einem 30,000 Kilogramm schweren Tiegelstahl⸗
bloct ausgeschmiedet worden ist, und die mit ihren drei Kurbeln
und ihrer Kurbeilscheibe der 2500 Pferdekraftmaschue eines im
Bau begriffenen neuen Schiffs der deutschen Kriegsmarine ein e⸗
fügt werden wird. Aus der diesem Austellungs-Katalog ähnlich
we schon dem von 1872 vorangestellten⸗Uebersicht über den zeiti⸗
gen Betriebsstand des Etablissements erg'ebt sich, daß die gegen⸗
värtige Arbeiterzahl defselben, einschließlich der 5000 Hürttenarbei⸗
er, 15,500 Koͤpfe beträgt, und daß sich trotz der zur Zeit so un—
günstigen Verkehrsverhältnisse auf keinem Bettiebsgebiet ein Rück⸗
gang, auf mehreren hingegen eine nicht unheträchtliche Steigerung
der Betriebsmittel ausweist. So ist seit 1873 die Zahl ber Ku—
pol⸗ und Flammöfen um 19, die der Dampftkesset um 58, die der
Dampfhämmer um 7 und die der Dampfmaschinen um 8, darun⸗
ser eine von 1000 Pferdekraft, gestiegen. Aehnlich verhält es sich
auch mit dem im Etablissement enthaltenen Essenbahnnetz, das zur
Zeit 38,92 Kilomeser normalspurige und 18 Klometer schmal⸗
purize Eifenbahnen umfaßztt, weiche zusammen mit 24 Lokomotiven
»efahren werden. Den vielen, zu Gunsten der Arbeiter in den⸗
seben enthaltenen Apftalten und Einrichtungen sind 4 Vellkssulen
nil 21 Klassen und 4 Indufstrieschalen für Frauen und Mädchen
neu hinzugetrelen. Endlich hat seit 1873 nod dadurdch eine Er⸗
weiterung der Betriebsmittel des Etabliffemente ftattgefunden, daß
dasselbe *4 Tampfer von je 1700 Tonnengehalt besitzt, welche vor⸗
zugssweise zum Transport der Erze aus den in Rordspanien bei
Bildao erworbenen Eiseneczlagern verwandt werden. Ess. Z.)

F Die Klagenfurter Zig. schreidt: „Wir erhielten beute
eine Postkarte aus Berlin mit der Ade sse: An N. N. in „Kla-
genfurt in Baiern“; wir trauten unseren Augen nicht, denn der
—X—
neral Sektetär des deutschen J urnalistentages.“

Eberfe!d, 7. Ma'. (nufgegebene Hochzeit.) Ei⸗
nem Kuilscher welcher gestern feine Hochzeit feiern wollie, ist der
Entschluß noch in der letzzten Stunde leid geworden. Derselde
hatte alle Vorsereitungen zur Ehe getroffen, eine Wohnung gemie⸗
thet und ein anständiges Möblement asgeschofft; auch hatte er zur
Feier des Hochzeitẽetages bei einem Konditor bereits die nötbigen
uchen bestellt. Als aber die Zeit der Tranung herannahte, fehlte
der Braͤutigam. Nachdem man eine Zeit lang vergebens auf ihn
gewartet hatte, eilte die Braut sowie die beiden Brautführer nach
ciner Wohnung. Hier fand man die Geschenke der Beaut, be—
dehend aus einem paar Hofenträger und einer Kette nebft Uhr,
sowie einen offenen Brief vor, in welchem der BGesuchte seiner
Braut eiklärt, daß er fie nicht so l'ebe, um sie heirathea und eine
zlückliche Ehe mit ihr führen zu können; er gebe ihr die gemachten
GBeschenke zurück; daßjenige, was sie von ihm befihe, wöze sie, so—
vie das außerdem noch vorhandene Geld, im Betrage von ca.
3900 Mark, behalten, er begebe sich in de Ewigleit. Der Kut—⸗
scher ist verschwunden, man weiß bis jetzt noch nicht wohin.

(WGE. 3.)

F GEatkter'sche Rede⸗Statistik.) Es geht nichts
Ubec interessante Statistik! So schreibt kürzlich die „D.-E.⸗Z.“ über
die Lasker'sche Parlamentsthätigkeit: „Seitdem Lasker im Jahre

1865 die Varlamentsbühne betrelen, bat er am Ddbbosßsplotze iim
        <pb n="265" />
        Abgeordnelenhause) und am anderen Ende der Leipziger Straße
sim Reichslage) im Ganzen 927,7145,328 Worie gesprochen, 1541
al so viel Worte, als das ganze alte Teslament (ex. apogiyphen)
nthäit, oder 422 mal so viel, als Goethe geschrieben, oder 3912
sviel als Cicero, in den bon ihm aufbewahrten Reden ge·
prochen. Wenn man Laskers sammtliche in den verschiedenen
Harlamen ien gesprochenen Worte bintereinander auf einen Streifen
schriebde, so würde dieser mehr als neun Mal um die Erde reichen,
h. neuun MHal ven Berlin aus über den Atlantischen Ocean,
Amerika, den Stillen Ocean, Japan, Asien, Jerusalem bis wieder
Zeruin reichen.“ „Spricht, Lassker nur noch zwei Dritiel einer
deg'slatur· Periode so fort wie bisher, so reicht der Streifen vom
Donhofsplatz dis au den Mond.“ „Anträge und Amendements
hat Lasker im Ganzen 7344 gestellt. wodon 7211 anzenommen
ind. An Brabe's verzeichnen die stenographischen Ber ichte nicht
ger als 11.874 in nur 11 Jahren! Darunter sturmische
—
p GEin postalisches Kuriosum). Der Redaktion des
Miluars-Wochenblattes“ in Berlin wurde von Paris aus ein
iremplar des IL'inventeur, journal hebdomadaire? unter folgen⸗
der Andresse zugeschidt: * 4 ——
Militär-Wochenblat ——
Sonnabend
J Allemagne·
Jedenfolls hat der Sekre är des Journals eine Sonnabend⸗
Zummer des Miilitär- Wochenblattes in der Hand gebabt und
Sonnabend“ für die Stadt gehalten, in welcher das Blatt er⸗
scheint. Daß trotz dieser Adresse das Journal richtig an seine
Adresse kam, zeugt jedenfalls für die Jutelligen; der deutschen
Bostbehoͤrden.
F.In einer kleinen Stadt der Umgegend Berl'ns war vor
Jahresrt der Kaufmann S. wegen verspaleter Aumeldung junger
Zutde zur Versteuerung von dem Bürzermeister in eine Geldstrafe
FJenommen worden. Vor einiger Zeit nun warf die Hünt in' des
S wieder 4 Jurge; dies wurde zuerst von der Kochin S. bemerkt,
und zwar in der Nacht um 12 Uhr. Damit nun die Anmeldung
nicht wieder vergessen werde, eilte die Köchin sofort zum Haufe
des Bürgermeisters, zog mäht'g an der Nachtglocke und bald er—⸗
schien denn auch der gestrenge Herr Bürgermeister am Fenster,
welchem die Köchin zurief: Unsere Hündin ham soeben wieder *
Junge bekommen, was ich Ihnen schieunizst melden wollte.“ Der
Burgermeister warf verdrießlich die Fenster zu, die Köchin hatte
ine Sorge vom Herzen und die Bürger der Stadt amüsiren sich
iber das prompte Meldewesen. 536
— Welche Orthographie dem alten Blücher eigen war, ist aut
dem nachstehenden Briefe des alten Haudegens an seine Frau er⸗
fichtlich. Derselbe dürfte Manchem der Leser sicherlich ein Läͤcheln
abgewinnen.

Paris, den 28. Abril 1814.
liebe Frau
Jqh din goit sei gedank her gestellt, in zeit von 8 tagen
jehe ich don hier nach london, und dente außgangs Juni oder
ünfangs Juli in Berlin uu sein. Die Stadt london dat mich
einen Ehren Degen verehrt, den ich da Empfangen werde. Der
Degen den ich vom Kaiser alexander erhallie ich vom he sigen Jus
delit uf 20,000 Tolr. Taxiet nun kommt noch so ein Sebell
aus Petersburg, was Teuffel soll ich mil alle Juvelene woffen.
Schwenke geht in zeit don 6 tagen von hir mt meine gantze
Equipage nach Berlin ab. Daß übeliste ift, daß mein Willhellm
an der Gicht liat. Dein bruder und Frang Empfehlen sich, vill
darf ich mit meine augen noch nicht schreiben. lebenslang dein dich
zErzlig liebender Bluͤcher.
fODresden, 5. Apriil. Die reichste Frau in Dresden, ja
oielleicht wohl des ganzen Sachienlandes, ist vorgestern gestorben.
Es ist dies Frau Thella Souchoy, geb. Schunck, die naggelassene
Hattin des vor einigen Jadhren hier verstorbenen, aus England
nach Sachsen übergesiedelten Rentiers Souchah. Laut Testament
dinierließ derselde seiner aus Leipzig gebürtigen Gatt'n die Summe
hon 21 Millionen Thaler nebst einer reizenden Besitzung am Elb⸗
ufer. Kinder haben die Verstorbenen nicht hinterlassen und das
lolossale Vermögen erben messt in England !ebende Verwandte.
Die deutsch- österreichische Theaterzeitung theilt Folgendes
mit: Der berü-inte Tenorist Wachtel, der gegenwärtig in Phila-
delphia gastirt, wurde ersucht, in einem Wohlthatigkeinz Concerte
mitzuwirken. Der große Künstler schug d'ese Zumuthung rundweg
ab, den Grundsatz vorschüßend, daß nur der Tod, niemals aber
nin hohes Cumsonst sei. Tags darauf ließ das Comite in allen
Zeitungen folgenden Vers veröffentlihen:
Hin ist hin und pfutsch ist pfutsch,
Ünser Comite ist pfutsche,,
Es ging nach einem Sänger aus 77757
Und fand einen groben Kutschet. ⸗

7 Wien, 9. Mai. Graf Kolowrat hatte gestern sein zwei⸗
ez Dufll mit dem Markgrafen Pallavicini. Letzterer erhielt einen
Saäbelhieb üder den Kopf. — 03. 8. T.)

C(Das Fest der Jungfrau von Orleans.)« In Orleans be⸗t
gann in diesen Tagen Paß 447. Fest der Erinnerung an Jeanne
porc. Es wird bie zum 14. Mai dauern. Das Hauptischauspiel
ist der historinde Zug, in welchem ein Mädchen die Heldin dar⸗
fitte Bischof Dupanloup hat ansdrüclich gefordert, doß nicht eine
Frau zu dieser Rolle destimmt werd.

garParis it ein Altache der türtischen Boischaft wegen
Betruges zu 13 Mon. Gefänaniß und 1000 Fre. Geldstrafe ver⸗
urtbeilt worden.“ Er hatte einen Inweliecr um 150.000 Fre. Ju⸗
welen „zur Ansicht“ abgeschwindelt und auf das Leihhaus getragen.

7 Paris, 5. Miqi. Der! Gedanke, im Jahre 1878 eine
hundertjährige Todesfeier für Voltaire ( 80. Mai 1778) und
ür Jean Jocques Rosseau (f 3. Juli 1778) zu berehen, beginnt
in Paris populäit zu werden. —

Paris, 8. Mai. Für die Ausstellung von 1878 beretet
man einen großen Luftballon vor. Zu dessen Fuͤllang sind ungefähr
is. doo Kubitanelet Gas no hwerdig.“ Im Dur umesser hat dera
elbe 23 bis 24 Meter; 6 bis 7 Meler medt, ols die groͤßten
Ballons, die man bisher hatte. *Die Gondel hat Raum für 80
Personen . 6. 83

Der famose amer lanische Forceganger Weston lkommt dem⸗

ächst noch Paris! Eine Wette, zu der er seint Cor curtenten und
Rivalen herausfordett, besteht darin, daß er 22 Wegstunden, ohue
auch nur eine Minute zu tosten in 12 Stunden zurücklegen, will.

(Die Unruhen in Salonichi.) Ueber die Genesis der Vor⸗
zänge in Salonicht theilt die Pol. Korr.“ aus dem Berichte des
Bouverneurs der Stadt an die Pforte Folgendes mit: 1

Ein junges,christlches Landmädchen, welches zum Islam
jbergetreten wir, kam auf der Eisenbahn nach Salopich', woseibst
3 auf dem Bahnhofe einige Zapties erwarteten und dem Herkommen
emäß nach der Rsfiden; des General ˖Gonverneurs führen wollten.
da sammelten fich auf Austiften des Konsuls der Vereinigten
Staaten beiläufir 150 Personen, überfielen das junge Mädchen,

atrissen ihm den Schleier und Mantel und entführten es gewalt⸗

am in das Haus eines Christen, welcher VBorgang die Muselmanen,
ne⸗gZeugen dieses gewaltthätigen Auftritts waren, in hohen Grade
rbitterte. Alsbald wälzte sich die in Auftnhr gerathene Menge
ur Residenz des Gouverneurs, iim mit Beharrlichkeit zu verlangen,
zaß die junge Mahomedauerin in die Residenz zurückgebracht werde.

Am die Ankunft derselben zu erworten, versammelte sich die Volls⸗

nenge einstweilen in riner Moschee. Alle Bemühungen, sowohl

eiteüs der Behörde wie auch der Notablen, um auf die Menge,
velche nicht anders als durch das Erscheinen des jungen Mädchenß

»der durch das Einlangen von Truppen zu zerstreuen gewesen wäre,

Finfluß zu erlangen, blieben ganz ohnmächtig. In diesem Augen⸗

id. werde der General⸗Gouverneur benachrichtigt, daß die Kon⸗

Tuin von Deuischland und Frankreich in die von der Volksmenge

oesetzte Moschee eingedrungen feien. Ee begab sich unverzüglich

versoͤnlich dahin, um die Gemüther zu becubigen. Aber alle Be⸗
nöhungen, waren vergedlich. So wie die Voltsmenoe sah, daß
zas junge Mädchen micht eintraf, xiß sie die Gitterpfloͤcke heraus,

»ewaffnete sich damit, verschuffte sich auch andere Waffen und

fürzte sich auf die Konsuln. Wiew hlder General ·Gouverneur

erzweifelte Versuche machte, die Angegriffenen mit seiner Person

u decken, so blieb er doch ohnmäͤchtig, fie zu schüßen, und erlazen

Fseseiben schließlich den Streichen der Angreifer. In Folge dieses

Heschehnisses eilten Truppen sowohl von dem türtischen Stations⸗

chiffe, als auch der Kaserne herbei und gelang es ihnen schließlich.
zie Aufrührer zu zerstreuen. Der Generoal Gouverneur traf sosort
rätere Vorsichismaßregeln, indem er die Konsulate und einige
indere Privatwohnungen mit Gendarmen und Schildwachen zjum

Schutze versah. Alsbald, rachdem die Ordaung hergestellt war,

purde die Verfolgung und Verhaftung der Schuldigen eingeleitet.“

FLondon, 27. April. Ein Sgiffsloloß. Zu Porte mouth
lief heute das Panzerschiff „Inflexible“ vom Stapel, das gewal⸗
igste Schiff der euglischen Flotie und aller anderen Flotten der
Welt. Der Koloß, dessen Bau am 24. Februat 1874 begonnen
vurde, ist 3200 lang, an der Wasserlinie 75* breit und hat einen
nittleren Tiefgang don 24“ 57. Mit voller Ausroͤstung beträgt
as Gewicht desselden 11,407 Tonnen, sein Panzer allein wiegt
2250 und das Ded eingerechnet 3155 Tonnen. Die zwei Thüeme
es „Inflexible? werden mit den neuen, 81 Tonnen schweren Ge⸗
hützen, je zwei, armirt werden; se ne Rüstung ist nicht an allen
Steilen gleich dich, sondetn wechselt über dem Wasser von 20 bie
21 und umer dem Wasser ist der Panzer, der bis zu einer Tiefe
jon 7 80 unter der Gesechtslinie teicht, 16* dich, in zwei Lagen
on beziehungsweise 127 und 4“. Zur größeren Sicherheit ist
)er Schiffsraum in nicht weniger als 135 wasserdichte Abtdeilungen
getheili, und wo Wasser eindringen sollte, wird es —XIXX
Jumven wieder binaus besördert werden: unter anderen erhält das
        <pb n="266" />
        Schiff zwei Dampfpumpen, von denen jede 800 Tonnen Wasser
in der Stunde ausleeren lan.
Widerlegung. Das Jouxrral Les Droitz de
Homme schreibt: „Das Journal L'Ordre sagte vor einigen Tagen,
die Dreita de 'Homme sei ein Journal der Trunkenbolde. Es
scheint aicht die Ansicht Allee zu. sein. Um diejenigen zu üher⸗
seugen, die an ung diese bongapartistische Schmeichelei gichtelen.
widmen wir ihnen folgenden Auszug aus unserem Abonnenten—
Register: 1. Mai 1875, Abonnement von 8 Monalen, Herr Mar
schoall de Mac Mahon, Präsident der Republik, imn Elysee
Paris).“ —DVVVVV——
——38 — 5. Mai. Vor dem Central⸗-Criminalgericht
lam geftern die Untersuchung gegen die griechischen Seeleute zum
Asschluß, welche im Octo er des vergangenen Jahree auf der Fahrt
zon Antwenpen nach Nem⸗Orleans den Capitän und die beide⸗
Dffiziere des englischen Schiffes „Lennie“ ermordeten, an der fran⸗
zösischen Küste landeten, verhöftet und von den französischen Behörden
nach England ausgeliefert wurden. Es standen zuerst elf Augellagte
bor dem Richter, meist Griechen und Türken griechischer Abkunft,
doch war auch ein Däne, ein Eugläuder und ein Oesterreicher unter
huen. Schon bei der Voruntersuchung wurden drei der Angellagten
frei gelassen, gegen zwei weitere konnte die Anklage nicht aufrecht
erhalten werden, und zwei wurden dvon den Geschworenen für nicht⸗
schuldig befunden. Die letzten vier aber, die Griechen Kargalis,
Zarkaris, Kaludis und Kaida erklärte die Jury für schuldig des
borsaͤtzl'chen Mordes und das Urtheil der Richter lautete auf Tod
durch den Strang. Der belgische Schiffskoch Heydock, den die
Meuterer wohl nur dethalb schonten, weil keiner von ihnen des
Steuerns kundig war, und sie ihn deshalb nicht entbehren konnten,
und dessen Entschlossenheit und Klugheit es haupisächlich zu danken
ist, daz die Moider der verdienten Strafe vicht entgangen sind,
erhielt eine Belobung und eine Belohnung von 50 Pf. St. Die
Mörder legten, wie bei ihrer Grauelthat die groͤßte Unmenschlichteit
und Kaltblütigkeit, so während der Untersuchuag die größte Gleich⸗
giltigkeit an den Tag. Ja, auch das Uriheil des Richtters schien
keinen sonderlichen Eiadruck auf sie zu machen, wenigstens verriethen
fie nicht die geringsie Erregung, als sie qus dem Saale geführ!
wurden. Seit Jahren ist kein argerer Fall von Meutterei auf

Schiffen vor englischen Gerichten zur Verhandlung gekummen. Im
Algemeinen aber nehmen die Beispiele von Widerseglichkeit und
Inbotmäßigkeit der Matrosen gegen ihre englischen Capitäne in
zeunruhigender Weise überhand, ein Umstand den auch Richler
grett beim Fällen des Uctheils bekonte. .

t Der Kapitän des am 8. d. in Quebeck angekommenen
Postdampfers „Sardinion“ berichtet, doß der Dampfer .Phönician“
uind 60 Sezgelschiffe im Eise auf der Hohe drs Cap Rosier stecken.

f Wie der stabel aus New⸗Yort unterm 7. d. gemeldet
vird, explodirte in dem Eisenbahn⸗Tunne!', der durch Bergen-Hill
in Jersey Cith gebohrt wird, am Sonnabend um Mitternacht das
inweit des östlichen Endes gelegene Dynamit⸗Magazin. Die da⸗
)urch erzeugte Erschüt: erung wurde in einer Entfernung von 30
Meilen verfpürt. duegn von Häusern in Jersey City nd be⸗
chaͤdigt und längs des Flußufers in New-York blieb keine Fenster⸗
cheibe ganz. Glücklicherwe se sind keine Menschen getödtet worden,
aber mehrere Personen wurden verlezgßt.

. f.Chinesen in Californien. Man schätzt die Zahl der

in Californ'en weilenden Chinesen auf 100, 000 und sie wird sich
n nächster Zeit beträchtlich derwehren, da nicht nur sämmliche
Ddampfer für solche Einwanderer belegt find, sondern auch vier
Segelschiffe voll Chinesen auf dem Wege nach San Francisko sein
ollen. Man nimmt an, daß de diesjährige chinesischt Einwan⸗
erung wenigstens 25,000 betrauen wird, während fie sich im Jahre
1875 auf 18 000, im Jahre 1874 auf 17.002, im Jahre 1873
juf 17. 978 belief. In San Francisco allein befinden si h 830, 000
Fhinesen, die sämmtlich ihre Bedürfnisse aus China deziehen und
paͤter mit ihren Ersparnissen nach China zurückkehren werden.
ddach Langliy's Adreßzbuch besizen die Chinesen in San Francisco
5 Cigarren-Fabriken, 11 Hemden⸗-Fabriken, 120 Handelshäuser,
z Fabrilen für Goldsachen, 53 Klempnereien, 35 Schuheu. Stiefel⸗
Fabriken, verschiedene Schlachthäuser, Gärtnereien, Fischereien und
Vaschereien ohne Zahl. Auch sind unter ihnen 8 Aerzte.

—“
Fur dite Redaction veraniworilich: F. X Demeß. J

— ——
.Vertrec 8wäßige
Wiederversteigerung.
Samstag, 202 Mai näachsih'n
Nachmittags 3 Ubr bei Hein⸗
rich Schmibt dahier, wird
auf Anstehen von Karl Hofmann,
Weinhändler hier, als Rechtsin⸗
haber von Wilhelm Großard,
Rentner hier ‚ Gläubiger des
Kaufpreises gegen Jvhann
Hofmann, jetzt Taglöhner
hier, das nachbeze chnete Grund ˖
stück im Banne von St. Ing-
hert wegen nicht vollstandig be⸗
sahlten Kaufpreises öffentlich an
den Meistbieienden zu Eigenthun
dersteigert, nämtich /::
Pl.-Nr. 1176. 13 Deiim.
Garten in den Stauchgärten
neben Johann Schuster und
Johann Hager.
St. Ingbert, 29. April 1876.
Sauer, k. Noiar.
. Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.

Samstag, den 20. Mai nädcst⸗
hin, Nachmiftags 4 Uhre, vei
beintic Shmidi dahier
wird auf Anstehen der Actien⸗
brau⸗rei Tivoli in Zweibrücken
in den Rechten don Jobann
Joseph Fiack, jun. Sattier
hier, Gläubicer des Kauf
preises gegen Friedrich
Neumann, Fuhrmann hier,
die nͤachbezeichnete Liegenschafi
im Banne von St. Ingbert,
wegen nicht vollständig bezahlten
staufpreijes oͤffentlich an den

Meistbietenden zu Eigenthum
oersteigert, nämlich:
Von Pl.Nr. 2027, 2028 u.
2029, 3,69 Tagwerk Acker
am Adelsberg neben Johann
Hofmann, dem Weg und
— Ler Ahnung — die
deeiden ersten Sechstel von
Pofmaan aus.
St. Jugbert. 29. April 1876,
Sauer, t. Notar.
Bekanntmachung.
Am Samstag, den 20.d8.
Mits., Nachm tiags um 8 Uhr
nuf dem Bürgermeisteramse zu
St. Ingbert werden die Aibei—
en zur Herslellung einer Um⸗
assungsmauer am vergröͤßerten
yrn dhofe zu St. Ingbert ver⸗
—XXG
lich vergeben. ——
Plan und Kostenanschlag lön⸗
nen auf dem unterfertigten Amte
eingesehen werden.
St. Ingbert, 6. Mai 1876.
Das Burgerme sterant
Custer. 2e
Aechte italien sche
Eier Mygcaronie per. Pfd.
5 Pfa.
re4 32750 BPfgq.
empfiehlt JZepp.
Morgen, Sonntag 14. Mai
Hartenwirthschaft⸗Eröff-
nung mit Salvator⸗Vier
wozu hoflichst einladet

2

8849

Mh. Emrich.

rürgerverein Inghert.
Sonntag, den 14. Mo von Nach⸗
mittags bel
d V 0 *
im Vereinslokale
ausgeführt durch die
Railerslanterer Sadtkapelle.
Aß- —

F Nichtmitglieder haben keinen Zutritt. A
Dder 1. Borstand.
vruot⸗ Brod⸗ u. Fleisch·Preise
der Stadt Zweibrücken vom 11.
Mai. Weizen 11 M. 13 pf.
dorn O M, — Pjf. Gerste 2reih.
— M. — Pf. Gerste 4reihige
— M. — Pf. Spelz o M. —
Pf. Hafet 9 M. 12 Pf. Kar⸗
offeln 2 M. 30 Pf. Heu 4M.
33 Pf. Stnroh 4M. 18 Pf. per
ntner. Weißbrod 11 Ko.
54 Pf. Kornbrod 39 10o. 72 Pf.
ditto 2 Kilo. 48 Pf. dit:o1
dilo. 24Pf. Gemischtbrod 3
dilo. 90 Pf. 1 Paar Weck 190
Gramm 6 Pf. Spelzkern 0 M.
— Pf. Dinkel o M. — P. Misch⸗
rucht — M. — pf. Rindfl. 1.
Qual. 132 Pf. 2. Qual. 46 Pf.
Zalbfl. 48 Pf. Hamfl. 82 pjf.
Schweinefl. 536 Pf. Butter 1
M. 20 Pf. per Pfund.

I——
St. Inabert.
Generalversammlung
Zamssag den 13. Mai 1876
Ubends 8 Uhr im Gasthaus
um goldnen Stern oder Georg
dein.

Der *. Vorstand
531cher.
Eine neue leich e einspännige,
owie eire leichte schon gebrauchte
Iaĩise,
und ein neuer fertige

Ohar·à-bano
steht zu verkausen, auch werden
gebrauchte eingetauscht, bei

. Reinhart
in Zweibrücken.

— —„8
7“daktion Druck und Verlag von

F. XR. Demeß in St. Ingbert. J
        <pb n="267" />
        ν

..353* v

ινι a
— —“

Ingberler ZAnzeiger.
Der St. Ingberter Anzoi ger und das (Z2 mal wochentlich) mit dem Bnptblatte verbundene Unterhaltunctblati, (Sonntags mit illustrirter Bei—
lage), erscheint wbchentlich iermalt Dieusstag Donnerotag, Samstag nud Sonutag.! Der Abonne mentspreis betragt vierleljährlich
Mad 20 BPfa Anzeigen werden mit 10 Pfa. ↄen Auswarts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
miit 80 Pfg. pro Zeile berechnet. J
M 76.
. 7
—
4

7911
14
3 Deutsches Reich ·

Mulch zsd 8. Wai. In der, deutigen Sihumg des Finanz-
Nueschusses wurde der Etat der Kultusbauten der Berathung unter
dellt, und sind für die Pfalz folzende Beiträge genehmigt worden:
1. Für den Neubau eines Gymnasiums mu staiserslautern, wofür
die Stadt selbs außer dem Bauplatze im Werihe von ca. 12,000
J. noch 25,000 fl. beiträgt, — Ddarin eine Amtswohnung für den
Reetor, 104,000 Mart, 8. für Herstellung einer Holzremise beim
Bymnasium im Sperer 7200 M., 3. für Herstellung einer Winter⸗
urnhalle für' das Schullehrer-Seminar und die Präparandenschule
in Kaiserslautern 9500 M., 4. für Unlerstüßung mittelloser Ges
meinden zur Herstellung katbolischer Kultusbauten, zusammen für
2 Jahre der laufenden Budgetperiodex 10, 800 M., 5. für Umter⸗
qüßung mittellosert proteart schex Gemtinden zut Herstellung von
ftultusbauten für Ke2 Jahre den lanfenden Zudgetperiode 10, 800
M. Bei den zwei letztgenannten Beträgen hatte Reftrent Dom⸗
tapitular Schmid eine — von ic 500 Mark beantragt,
aliein der Außschuß setzte die von der 1. Staäciaregierung ursprsing⸗
ach postulirte Summt wiedetein. Bezüglich der weiteren fakultativen
Siaatsbeiträge, die Fbon tatholischen und, protestartischen Kultus⸗
zemeinden durch Eingaben an die Kammer angestrebt worden, wird
erst später Beschluß erfolgen, da hierüber der Referent seinen Berich!
och nicht abgegeben hat.. SSC
8 ee Wn Fet, vicr va Vil. Wöechh
cereniokienmeister Hr. Graf Moh zum igl. Odersttämmerer) ernaunt

werden. 3..4.

Wie man der „Allge Zig.“ aus München schreibt, wird
für die Verwaltungsbeamten (Ministerium des Inneren, Kreis⸗
regierungen K. de J. und Bezirtsämter) eine Interimsuniform ein⸗
geführt; sie besteht in langein dunkelblauen Ueberrock mit liegendem
schwarzsammetnem Kragen und zwei Reihen gelbmetallener Loͤwen⸗

idpfe, Beinkleidern von grauem oder schwarzem Tach, im Sommer
von weißem Leinen oder Nanking, dann der bisher schon vorge⸗
schriede en Dienstmütze, wozu unter Umständen noch dec Degen
getragen werden kann. Es wind daczit beiwecdt, daß der Beamte,
wo es nothwendig erscheint, mit äußeren Zeichen seiner dienstlichen
Sitellung auftreten kannm, ohne dazu die kostspielige Gilas Uniform
benutzeu zu musses. Anlaß zu deser Verfügung haben namentlich
Unzutömmlichleinen gegeben, welcht ig den letzten Jahren bei Vor⸗
mnahme des Militäretlazgeschäftes porgelommen siad ..

Bertin, 11. Piai. Der Kaiser, von Rußlaud ist am 21
Uhr hier eingeiroffen und wurde von dem Kaiser, den Prinzen, der
Generlität ü. s. w. empfangen. Die Begrüßung war eine sehr
herztiche. — Die „Prov. Cori.“ erblickt in der Ankunft des rus⸗
fischen Kaisers den Anlaß zu, weiteren Besprechungen und festen
Verbindungen der drei Kaiser. Deuischland habe die Aufgabe das
Einvernehmen Rußlands und Oestreichs zu fördern und so den
Frieden Europas zu wehren.

Berkin, 11.Mai Der Staatzgerichtshof hat den gegen
den. ftüheren. Botjschafter. Graf, Aruim wegen Landes verraths etn⸗
zeleiteten Proceß nach einstündiger Berathung anf den 83. Okttober
dertagt. Als Enftlastungszeichen sollen Thiers und Graf Hompesch⸗
Bassenheim, voegeladen, werden.

Berklin, L11. Mai. Graf Andrassy hat gestern dem Fürsten
Bismarck einen mehr als zweistündigen Besuch çemacht und ist dann
mit dem österreichischen Botschafter spazieren gefahren. Heute
Rachmittag um 2 Uhr wurde Graf Audrassh vom Kaiser empfangen.
Um 5 Uhr gab Fürst Bismarck ein Diner zu Ehren des Grafen.
Da Fäürst. Gortschakow zugleich mit dem Kaiset von Rußland hiet
eingetroffen ist, so kann man die Kanzler-Konferenz als eröffnet
ansehen.

Der deutsche Anwaltstag findet am 2./3. Juni zu Köln statt.
Bei der ersten Frage-Berathung und Vegutachtung des von der
Reichstage⸗-Iustigkommission dem Entwurfe des Gerichtsverfassungs
zesfetzes eingefligten Titel IX: Rechtsanwaltschaft“ werden von
dayerischen Anwälten die HH. Dr. Rau von München und L.
Fürst in Nürnberga refexixren.

4*

A
— J——
..—

Paris, 9. Mai, Aus der Provinz werden einige Streikes
gemeldet. In Bourges haben die Maurer und in den Hütten van
Grand Croix und Lorette die Bergleute ihre Arbeiten eingestellt.

Konstantinopel, IT. Mai. —Ig einer von den Journalen
verxöffentlichten offiziellen Eiklärung der Regierung wird woederhelt,
daß die Urheber ünd die Theilnehmer an der Ermordung des deut⸗
jchen und französischen Konsuls in Solonichi sofort nach Beendigung
der Untersuchang auf das Strengste bestrast werden sollen.
FT. 3.24 e erm

t !n Bermischte.
Ludwigshafen, 8. Mai. In der am letzten Sonntag

ibgehaltenen Geynerghbecsammlung der hiesijzen Volksbant kam der

Jahresabschluß zut Vorlage. Der Umischlag dlieh um A Millionen
Mark hinter dem des Nechnungsjahres 1874 zuzück; er beteug auf
iner Seite 31,868,334 Mark. Eingenommen wurden an Zinsen
und Provisionen, 134,8901 M. 15 Pfg. und verausgabt 76,126
M. 76 Pfg. aljo Neberschuß 588.467 M. 77 Piq. Nachdem Un⸗
psten, Gehalig, Steuech, Porki, Tantiemer ü. s. w. abgezogen
odaten blieben 31,659 Mark 85 Pfag. Die Notschläge des Ver⸗
valtungsrathes auf 7 Procent Dividende u. s. w. fanden die
ßenehmigung der Versammlung.“In Berücsichtigung der Zeit⸗
»erhältnisse und zur Vermehrung des Vermögens schlug die Ver⸗
valtung nux 7 Procent Devidende (statt 10. wie im Jetzten Jahre)
sor, und es ist nat jzu villigen, daß die Versammlung dem vor-
icht'gen Versahren der Verwaltung fast einstimmig beitrat. Wie
6« bei den meisten Volls2banken der Fall ist „vermehrten sich die
kinlagen der Spar⸗ and Depositengelder.

.... Mannheim, 9. Mai. In einem Wagzon zweiler Klasse
and man auf der Fahrt van Heidelberg nach Frankfurt bei An—
lunft in letzter Stadt einen Schaffaer erhängt.

7Das Weißenburg⸗Schlethaler Pferderennen findet in her⸗
fömmlicher Weise am Psingstmontag, den 5. Juni statt. Das
Brogranum wird in einigen Tagen ausgegeben werden.

7. Kissingen, 10. Mai.: Heute wurde berets Nr. 4 der
ziesigen Kurliste ausgegeben. Dieselbe verzeichnet bis zum 65. ds.
319 Kurgäste in 148 Abthe lungen. 6. 3.

f.In Aschaffenburg zwurde ein Banlier ducch einen
Hauner um 870 M. geprellt, indem sich dieser eineß gefälschten
Wegsel dissskontiren und auszahlen ließ. FD

F Laibach, 9. Mai. In Folge fortgeseßter Regengüsse ist
der Laibacher Moor vollständig Üüberschwemmt; sümmtliche Saaten
ind total vernichtel, die Bewohner sind trostlos. N fr. Pr.)

Ir Darmstadt, Io.. Mai. Ein Anschlag am schwarzen
Brett des Polihlechniktums verkündigt die vom Direltorium verfügte
Auflösung des polytechnischen Vereins und des Korps Rhenanio,
auernde Relegation des stud. pol. Berna, sovie temporäte feines
Sekundanten. Andere dei det unglücklichen Duellaffaire Betheiligte
mußten das onsilium abeundi unterschreiben oder wurden mit
Bexweis belegt. J J

F Damenhüte im Theater. Die k. Hoftheaker⸗-Inkendanz

n. Munchen hat2veranlaßt durch vielfache Klage vieler Theater⸗
esucher des Parquets, das der Blick auf die Bühne wesentlich
deeinttächtigt w⸗rde, wenn man hinter einer Dame mit modernem
hute frinen Platz habe, an die Besucherinnen des kal. Hoftteaters
durch den Theater⸗ Anzeiger vorläufig die Bitte gestellt, diefelben
möchten während der Vorstellung ihre Hüle abnehmen.

FDer ermordeie deuische Konsul. Herr Abbot, der
»eutsche Konsul in Salonichi, der in diesen Tagen ein Opfer des
ürk schen Fanatismus geworden, stand im Alter von 35 -36
Jahten. Er. entstammte eijner Levantiner Famitie aus Smyrna,
hatte in den Jahren 1862 — 64 die Heidilberger Universität besucht
        <pb n="268" />
        und war in der dorligen Gesellschaft wegen seines heiteren und
siebenswürd'gen Wesens sehr beliebt. Wie man ferner mittheilt,
hatte Abbot auch eine Heidelbergerin, ein Frl. Nl als Braut
heimgeführt. Abbot studirte in Heidelberg Rechtswissenschaft urd
frat später in preußische Staatsdienste *

Sondon, 10. Mai. Das Handelzamt hat, ein Telegramm
von dem britischen Konsul in Rio de Janeiro erhalten, welches

meldet, daß an Bord der Barke ‚Caswell“ aus Swansea auf dem
Wege nach Quenstown eine Meuterei ausbrach und daß die Meu⸗
terer den Kapitain sfowie die Steuerleute des Schiffes ermordeten.
Fur die Redachion veraniwortlich :2*8 7. ODemeh

* * * *
Licitation.
Montan, den 29. Mai nächst⸗
hin, Nachmittags 8 Uhr zu St.
Ingbert bei JFoh. Schmelzer,
Schreiner und Wirth, wird vom
unterzeichneten, gerichtlich hiezu
beauftragten k. Notar das nach⸗
bezeichnele, zur Verlassenf tafl
der in St. Jugbert verlebten
Maria Müller, Wittwe
von Peter Beder, g hoͤrige
Wobnhaus abtheilungshalber öf⸗
fentlich zu Eigenthum verfteigert,
nämlich:

Pl.⸗Nr. 500. 0.048 Tagw.
Fläche Wohnhaus mit Stall
und Keller und Pl.⸗Nr.
501, 0, 007 Tꝗw. Garten
auf der Meß, das Ganze
gelegen zu St. Ingbert in
der Pfarrgasse neben Peter
Schmelzle Witwe u. Joseph
Fischer. IJ

Eigenthümer sind:

l. Peter Beder, 2. Jalob
Becker, 3. Johann Becker, alle
drei Bergleute; 4. Katarina
Deffland, ohne Gewerbe, minder⸗
jaͤhrige durch die Ehe emancipirte
Wittwe von Michael Becker,
weiland Bergmann, Sohn der
Erblasserin, als Testamentserbin
ihres Ehemannes, welche den
Tüncher Nikolaus Woll zum
Curator hat; Alle in St. Ingbert

St. Ingbert, 11. Mai 1876.
Sauer, k. Notör.

Mineralwasser

rgerverein St. Inghert.
Sonntag, den 14. Mai 1876. von Nach⸗
ittags halb⸗ ibr on.
60686

natürliches
in frischer Füllung als:
Emser Kränchen NA Krügen
ditto Vietoria
Sunyady Janos Bitter⸗
wasser
Friedrichshaller ditto
Wildunger ditto
Tarlsbader Schloßbrun—⸗
nen n Krügen
Racoezy Kissinge
Frankfurter Seiters Ta⸗
felwasser IJ
doppelt kohlensaures in
Flaschen 4 4
Frankfurter Selters Ta
felwasser in 21 und
strügen empfieiht
Philipp Klinek.
Geschaäftsempfehlung.
Ich zeige andurch ergebenst
an. daß ich mich als
Tüncher u. Anstreicher
Jier etablirt habe und empfehle
nich in allen in diesem Geschäfts
weige vorkommenden Arbeiten
zünktliche Bedienung zusichernd.
Ludwig Kuß,
wohnhaft bei Jat. Kißling
im Hirteneck.“

im Vereinslokale
ausgeführt durch die
Kailerslauterer Stadtkapelle.
. Abends 8 Uhhrr
Nichtmitglieder haben keinen Zutritt.
Der 1. Vorstand.

—XR

— MRPe wehe…2jjfę«ę«
Jalyvator
in der
Bierbrauerei
ICUSSECEGB.

— —5 00000C 20

21 2

Ein trefflicher Schmuck des trauten
Daheim!

Der Leser dieses Blattes sei auf folgende, von den ein⸗
flußreichsten Organen der deutschen Presse empfohlene, vor⸗
zügltch durchgejührte lithogtaphische Kunstblätter aufmerlsam
zjemacht:

1. Elsa und Lohengrin im Brautgemach.
2. dans 5 —38— s * hven dants:
z Hermann un orothea.
* — pendants
z. Fürst Bismarck auf der Jagd.
6 Jurst Bismarck in Varzin. ⸗ pendanta !
Papiergroße à 63478 Cent. Preis pro Kunsiblatt 8 M.!
Nr. 7 sei als
Mittelst., Nr. 8u. 6
9 als je eines der
——
Mittelst. bestens
empfohlen!
Papiergröße à ca. 40/80 Cent. Preis pro Kunstblatt 1M.!

Jedes d'eses Bilder bildet auch für sich allein einen

trefflichen Zimmerschmuck.
Jedes dieser Bilder ist auch einzeln für sich allein in
jeder Buchhandlung zu haden!

Berlin, Besselstraße 17.

MWerner Groxnae's Kunstverlag.
ä2D0 0 O OOOO OO OöOOOOO

NMalextradt
dto. mit Kalk
dto. mit Eisen J
Fleisohextracdt
Condenfirte Schweizer⸗
milch sieis vorräthig bei
Bhi. Klinck.

Holzver steigerung
aus dem Gemeindewalde
Ommersheim.
Mittwoch, den 24. Mai,
Nachmittags 2 Uhr, im Schul⸗
hause zu Ommersheim, weiden
nachbenannte Holzsortimente öf⸗
fentlich dersteigert:

1. Schlag Oberthalerhang:

11 liefern Stempel.

Schlag Knöpfchen:
Baustämme 4. El. 20
bis 26 Cent. mittlerer
Durchmesser.
Schlag Hieldscheidterberg:
35 Ster buchen Stangen⸗
XE *

15 Ster buchen Krappen.

14. Schlag Knöpfchen:

30 eichne Wagnerstangen

40 Ster buchen Scheitholz

2. Cl.
8 „ birken Scheitholz

86 , dbuchen Stangen⸗

prügel

37 , weichholz Stangen⸗

XX

182 , gemischte Krappen

5 biefern Prugel

138 Krappen.
ODmmersheim, 11. Mai 1876.

Das Burgermeisteramt:

Wack.

Heue Sonntag 14. Mai
Gaͤrtenwirthschaft⸗Erösf⸗
nung mit Salvator⸗Bier
vozu hoflichst einladet

MPh. Emrich.
Fichtennadelertract
Karmelitergeist und
Mutterlauge

zmyfiehlt
DH. Klinmcse.

3.

Bürgerverein
SEt. Ingbert.
Mittwoch, den 17. Mai
376 Abends 8 Uhr:
Vereinskränzchen.
Zusammenkunft bei Herrn
Joh. Grewenig.
Der I. Vorstand.

nne Kosten und frenco

F— Raärso

versenden wir auf Franco⸗ An⸗

frage einen über 100 Siten

— mit vielen Zeuguissen

— ⏑—⏑⏑⏑⏑—

s ug aus, Dr. Alry's Ratur-
smethode.“ Ieder, welcber sich
vorzugllcoteit des ilustt.
560 Sciten starten Original⸗
rted (Preis nur 1Mart. 33
ziehen durch. „alle Ponhehr )
Rerzengen will, lasse sich den
1gp istere pertagoe

Añart in Leibalg dommen.

vom 11. Mai 1876.

—A
und Essenz

in Gläser, sowie Feiσ
LDAselISAIz in 1 Pfund⸗
Baquet bei

Pb. Cliuck.

Redaltion Druck und Verlag von J. X. Demeß in St. Ingbert.
Se⸗ru illusträrtes Sonntaassblatt“ Nr. 20

— — — — R—
0r n. —
Pistolen, doppelte. —-- 6.
—XXV
Jollän. 10.f. Stucke. 1665 6.
—X
20Prankenstücke. 1617-21
Inglische Sovereigns, 2080-35
dusaischo Imperiais, 16634- 68
Dollars in Goid. .1416-109
        <pb n="269" />
        Sl. Ingberter Anzeiger.

Der St. Inzberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Huptblatte verbundene Unterhaltun zsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis beträgt vierteljährlich

Marl 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfs., von Auswärts mit 15 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 20 Pfs. pro. Zeile berechncet.
— ⸗
48 77. J
— den A. M 4
— —ER — 13876.
— — ——

Deutsches Reich.

München, 12. Mai. Die 75 Abtheilung der Kammer der
Abgeordneten hat gestern Abends über die Wahlen von Zweibrücken
und heute Mittags über jene von Eteunloben verathen und besch of
sen: daß den gegen die Wahlen in beiden Wahikteisen erhobenen
Rekamationen eine Folge nicht zu geben sei und die betreffenden
Abgeordneten als gillig gewählt zu betrachten seien. Bezüglich der
Wahl in Zweibrücken hatte die tlericatpatriotische Minderheit die
Fasfirung beautragt. Der Kammer wird schriftlicher Bericht er ˖
zattet werden.

München. Der König hal seinen Kadinetsselretär Staats-
rath v. Eisenhart seiner Stelle enthoben. Die „Südd. Pr.“ begleitet
diese Mittheilung mit folgender Bemerkung: „Ein politisches Motiv
jat di se Maßregel unserem Vernehmen nach nicht gehabt, woͤhl
aber liegt auf der Hand, daß sich in die Frage der Neubesttzung
politische Momente hineindrängen können. Die Enthebung dis Hr.
„. Eisenhact ist „unter Anerkennung seiner Dienste“ geschehen.“
Seine Stellung wird auf Anorduung des Kön'gs interimistisch
durch den bisher ihm als Hilfearbener beigegebenen Staats anwalt
Dr. v. Z'egler vnsehen werden.

Beritn. 13. Mai. Heute Mittag hat die dritte gemein⸗
schaftliche Conferenz der drei Kaazler bei dem Fürsten Bismarck
stattgefunden. Kaiser Alcxandet bejuchte gestern den Fuͤrsten Bis
marck und die Feldmarschälle Graf Wrangel und von Manteuffel.

Berlin, I4. Mai. Kaiser Alexander ist nach Ems abge⸗
re st. Er rief dem dertschen Kaiser zu: Auf Wiedersehen in Ems.
Die Beschlüsse der Couferenz wurden bereits den anderen Groß⸗
maͤchten mugetheilt. Die Türkei hat den Aufständischen einen
längeren Waffenstillstand zu gewähren und die Mächte werden durch
starke Flotte nabiheilungen für die Sicherheit der Cyristen jorgen.

Zum Prozeß Arnim wird der „Magd. Ztg.“ gemeldet, daß
Herr Thiers sich zur Zenguißablegung bereit erklätt habe.

In den Münzstätten sind bis zum 6. Mai 1876 geprägt:
an Godmünzen: 1,079,113, 480 M. Doppelkronen, 318,736,980
M. Kronen; hiervon auf Peivatrechnung: 168,141,325 M.; an
Zilbermünzen: 41,356 805 M. 5 Mirtstücke, 131,648 883 M.
1-Marlstüche, 23,479, 805. d. 80 Pf. 50Pfenn ast.. 23,567,500
M. 20 Pf. 20-Pfennigstücke; an Nickelmünzen: 15, 826,.585 M.
10 Ppf. 10. Pfennigstücke, O. 301,043 M. 65 Pf. 5 Piennigstücke;
an Kupfernünzenn: 5,487,228 M. 82 pj. 25Pfennigstüde,
2,988,512 M. 77 Pf. 1-Pfennigstücke. Gesammtausprägung: an
Goldmunzen: 1,397,8350,460 M.; an Silberm.: 220,050, 698
M. 70 Pf.; an Rickelmünzen: 25. 127,627 M. 65 Pf.; an
Rupfermünzen: 8425,741 M. 59 Pf.

Ausland.

Wien, 13. Mai. Sowohl die Oifiziere der österre chischen
Armte, als auch die unzarischen Honved-Offiztere haben den Be—
fehl erhalten, sich marschbereit zu halten.

Die Mordthaten zu Salonichi stellen sich nach neueren
Berichten nun als das Vorspiel eines von langer Hand her voe⸗
bereiteten Blutdades heraus. Wie nämlich der „Kc. Zig.“ zufolge
der pariser „Temps“ von bdefugter Seite erfährt, war don musel-
männischer Seste schor am 6G. Jannar die Niedermachung der christ⸗
lichen Bevölkerung von Thessalonien beschlossen. Die Consuln
bekamen jedoch noch zur rechten Zeit Wind davon und konnten die
Ausführung verh'ndern. S'ie verfügten sich in Gemeinschaft (mit
Ausnahme des englijchen Konsuls) zum Vali und verlangten Truppen
zum Schutze der Christen. Der Pascha ließ hierauf Schildioachen
in christlichen Straßen aufstellen, während die Bedrohten und
namentlich die Konsulate selbst unter Waffen der kommenden Ding.
warteten. Die mudamtdanischen Verschwörer versammelten sich
inzwischen in einer Moschee, wo sie Augesichts der ergriffenen Maß—
negeln beschlossen, den Augriff auf die Christen vorläusig zu unter⸗

lassen. Aber fseit jener Zeit wurden die Vertreter des Auslandes
bei jeder Gelegenheit von den Muselmännern insultirt. So erhielt
einmal die Frau des franzöfischen Konsuls, als sie mit ihrem
Manne spazieren fuhr, einen Stockhieb, und ein anderes Mal wurde

Herr Moulin selbst gemißhandelt. Und als der Konsul, der sich
su Pferde befand, mit der Reilpeitsche drohle, zog der Muhamedaner
blank. Der „Temps“ ist zugleich in der Lage. auf das Bestimm⸗
seste versichern zu können, daß bis jetzt in Salonichi noch keine
Verhaftung vorgeno umen worden ist.

London, 13. Mai. Ein Telegramm der „Times“ vom
12. ds. aus Athen meldet: Ju Konstantinopel herrscht allgemeine
Aufregung. Die Muselmänner kaufen Waffen und sprechen drohend
hon der Niedermachung der Ungläubigen. Die Reisenden verlassen
massnweise die Stadt. Die hiesigen Angehörigen fremder Staaten
senden; ihre Familien zurück. Die diplomatischen Vertreter des
Auslandes sind in Permanenz zusammen und handeln gemein—
scwaftlich.
Vermisßhtes.

Straßburg, 14. Mai. Heute fand hier auf dem Hyppo—
drom, einem am linken Rheinufer gelegenen weiten, freien Platze,
das Pferderennen des „Straßburger Reunvevreins“ statt, wobei sich
doch nur Officiere betheiligten. Ss imposant sich 'auch. das
Hanze ausgenonmen hat, so wurde doch der Ausgang bedenklich
getrübt durch den Sturz eines Husacenmajots, dec Adjutant des
Fenerals v. Fraasechh ist. Sein Pferd scheute vor einem Hinder⸗
niß, der Reiter stürzte und zwar so unglüclich, daß er sich an
der scharfen Kante. der Mauer den Kopf in lebepsgefährlicher
Weise verletzte. — N. S. Wie wir soeben erfahren, ist der Un-
zlückliche auf dem Trausporlgestorben; er hinterläßt Frau und
stindec.

p Die Arbeiterentlassungen in den industriellen Etablissements
in Nürnberg nehmen immer weiteren Fortgang und stehen, wie
von Besitzern erößerer Etablissements mitgetheilt wird, noch weitere
TFatlassungen in Aussiert, da neue größete Aufträge zu den Sel—
enheiten gehören.

Passan, 8. Mai. Gestern Abend wurde außerhalb Sal⸗
veg, artj der Straße nach Witzmaunsberg, der Bauernknecht Lud⸗
wig Ederl von Ilzstadt erstochen. Ais Thäter wurden heute die
heiden Bauerrsöhne Joh. und Jos. Maderer von Donauwetzdorf
'm Stadibezirke durh den Gendarmen M. Köstlbacher verhafiet.
ẽberl hat einen tödtlichen Stich in der Brust und am Kopfe. Die
veiden Berhafteten sind der That geständig. Ein kurzer Wortwechsel
und angetruukener Zustand führten zu der verbrecherischen That.

Köhn, 13. Mai. Eine schreckliche Katastrophe versetzte
heute die Gemüther der biesigen Einwohner in große Aufregung.
Begen 211 Uhr Vormittigs vernahmen die Bewohner des Cuni⸗
verisklostee und der umliezenden Straßen bis nach dem Eigelstein
hin, sogar vor dem Eigelsteiner Thore auf dem Felde beschäftigte
deute, eĩnen fürchterlichen doanecähnlichen Schlag, der die Häuser
er Krahnengasse, unter Kahlenhausen und am Cunibertskloster er⸗
eben machte. Im seltzen Auzendlick flogen große und kleine Eisen-
heile, ganze und zerknitnerte Balken, Bretter, Zinkfassungen, Dach⸗
ofannen und Steine, letztere in großer Menge, durch die Luft und
ielen in de nahe der Cunihertstirche bleegenden Gärten und Stra⸗
zen, auf die Dächer und diee Fenster in die Wohnungen nieder.
Die Bewohner der betroffenen Häuser liefen voll Angst und Schre⸗
ken zusammen oder stürzten ins Freie, in dem Glauben, ein mäch—

iges Erdbeben habe die Stadt heimgefucht- urd die nächste Minute
verde ihnen den Untergaug bringen. Nach einigen Secunden, als
er Stein und Balkenregen zu Ende war, wandte man fich dem
Irte zu, von wo das entsttzliche Ereign'ß ausgegangen. Es war
»as am Cunibertskloster zwischen den dichtbevölkerten obengenannten
Sttaßen und in nächster Nähe des Marien⸗Hespitals gelegene
Stadlisse ment von Ferd. Mayer, „Fabrit füt mechanische Webrrei
»on Loͤstinz, Sergt de Berry und Schuh-Elastiques.“ Hier bot
ich nun dem Auge ein unbeschreiblich schauderhafter Anblick dar.
Das Maschinenhaus der Fabrik lag in Folge einer Kesselexplosion
»ollständig in Trümmern. Die meisten der daselbst beschäftigt ge⸗
vesenen Arbeiter unter denselben begraben. Drei unter Kahlen—
Jause licgende lleine Häuschen waren durch die Gewalt der Erplo—
        <pb n="270" />
        sion ebenfalls einzestürzit. An dem Marien-Hosp'stal hatte die
fürchterliche Katastrophe mehrere Fensten herausgerisfen. Von zwei
sesseln war der eine der Länge nach durch die Fabrik geschleudert
worden; während der andere in mehrere Theile zerrisfen den Weg
durch das Dachwerk in die Hohe genommen hatte. Fust alle Häu⸗
ser in der Nachbarschaft der Unglückestelle hatten mehr oder weni⸗
ger an Dächern, Mauerwerk und Fenstern gelitten. Das ganze
Bild der Zerstörung und Verwüstung läßt sich unmbglich beschrei⸗
ben. Sofort nach der unglüklichen Katastrophe wurde die Feuer⸗
wehr auf telegraphischen Wege nach dem Orte des Schreckens bes
schieden. Drei Minuten fpäter brauste dieselbe heran. Auch aus
den Casernen trafen batd Mannschaften zur Hülfeleistung ein. Nun
wurden die zu der Fabrik und an den eingefallenen Häusern füh
tenden Straßen abgesperrt und dann mit Aufbietung aller Kraft
die Trümmer weggeräumt, um zu den unler denselben Begrabenen

Holzversteigerung zu 510 Sier buchen sve
F afse.
Oberwürzbach. 9 tuͤhen Astholzpruͤnei

12, biefern Prügel

9 buchen Krappen

1050 bachen Bohnenstangen.
Ommersheim, 14. Mai 1876.

Das Bürgermeisteramt:
Wack.
Der Krie⸗
rvereũmn
t. Inughert
eadsichtigt sich in Laufe dieset
Jahres eine gest ckte Fahne an-
juschaffen und werden zur theil⸗
wveisen Deckung der Kosten
Freunde und Gönnerdieses
Vereines hiermit freundlichst ge⸗
beten, etwaige freiwillige Bei—
träge leisten zu wollea.
Zur Entgegengahme derselben
sind die Unterzeichneten gerne
bereit.
H. Fischer.

Thierarzt Weigand.

Montag, den 29. Mail. J.
um 1 Ubr dese Nachmittags, im
Schulhause zu Oberwürzbach,
lommen aus dem dortigen Ge⸗
meindewalde uachfolgende Hölzer
jur öͤffentlichen Versteigerung:

. Schlag Weidenberg:

2 kieferne Stämme 4 Cl.

28 ESparren

56 Sier buchen, Gipfelprügel

19 5 eichen Prügel“

4 Niefern Prügel

1 weiche Prügel
117 buchen Krappen

29 eichen 8R

6 liefern,

Schlag Zufäll. Ergebn isse:

leiden Stamm

5 kieferne Stämme 4 Cl.

—A — Adschnitte 4 Cl.

— Sparren

3.

Einladung.

Am Sonntaa, den 21. Mai ing. Kaiser slautern
durch den hohen Protector des pfälzischen Gewerbemuseums⸗Vereins,
Herrn Regierungspräsdenten Staatsrath v. Braun die feierliche
Frundsteinlegung für das von der Stadt Kaiserslautern zu errich⸗
tende Gebäude des pfälzischen Gewerbemuseums vollzogen werden.
Für die hieruit verbundene Feier ist solgendes Prograum
aufgestellt worden:

1. Vormittags 22 11 Uhr Aufstellung des Festzugs auf dem
Schillerplatze; von hier aus um 11 Uhr Festzug unter
Pensikbegleitung durch die Stadt nach dem Bauplatze.
Nach Eintreffen des Herrn Regierungspräsidenten von
Braun auf dem Bauplatze Chorgesang; hierauf Festrede.
Nach einem weiteren Chorgesang Vornahme der Grund⸗
steinlegung durch Herrn Regierungspräsidenten von Braun.
Nuachmittags 2 Uhr Festessen im Gasthof zum
Schwanen.

Nachmittags für die am Bau beschaftigten Arbeiter Reu⸗
nion auf Gelberts Bierkelle.

Abends von 8 Uhr an Festbankett im Frucht⸗
hallsaale, wozu gegen ein mäßiges Eintrittsgeld Jedermann
Zutritt hat.

Zur Theilnahme an dieser Feierlichkeit werden Alle, welche zur
Förderung des Gewerbemuseums beigetragen haben und noch bei—
tragen, hiemit eingelöden; besonders willlommen werden sein die
Vertreter der Districte und Gemeinden, die Mitglieder der Gewerb⸗
vereine, sowie die Vetglieder des Gewerbemuseumsvereins.

Kaijerslautern, 12. Mai 1876.

Der Bürgermeister, Der Vorsitzende des Festcomites,

L. Goerg. 7* Heinrich Weber.

7 ẽ
Gänzlicher Ausverkauf
in leinenen Herren-Joppen.

50 Procent Ermäßigung.
Zepp.

zu gelangen und ihnen, wenn mözlich, Reltung zu bringen, Gegen
121 Uhr, hatte man, soviel wir erfahren konnten, 17 Personen
unter den eingestürzten Gebäuden hervorgezogen. Von diesen wa—
ren leider 5 todt und 7 schwer verletzt. Die Verstümmlungen ein—
zelner Leichen sollen gräßlich sein. (Köln. Zig.)

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Deme.

— —XäeæW

Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
derren Kaufmann u. Simon in Hamburg besonders aufmerksam—
ẽs handelt sich hier um Original-Loose zu einer so reichlich mit Haupt-Ger
vinnen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
ebhafte Betheiligung voraussetzen läͤßt. Dieses Unternehmen verdient das
ollee Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
orbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
ahlreicher Gewinne allseits bekannt ift.

Lrieger·Verein.
Alle Diejeuigen, weiche am
donntag den 21. Mai zur
fabnenweihe nach Mittel⸗
»AUrbach gehen wollen, mögen
ich am Mittwoch, den 17. ds.
Ubeuds 8 Uhr, bei Kamerad
zeter We'ßgerber zur näheren
gesprechung einfinden.
Der J1. Vorstand.“

Der untere Stock

des den Eben Thiery ge—
örigen Hauses, neben Cajé
Dberhauser, mit 4 Zimmer,
dadenzimmer, Küche, Keller Spei.
her ꝛc. zu jedem Geschäftsbetrieb
geeiguet, ist zu vermiethen.
Näheres bei Mich. Thiery.

— — — — —— —

Man biete dem Glüoko dis Handl
B. O R.⸗Mark
Jaupt-Gewinn im günstigen Palle bietet die allerneneste
grosse Geld- Verloosung, welehe von der hohen Regie

rung genehmigt und garantirt ist.
Die vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, *
m Lause von wenigen Monaten dureh 7 Verloosungen 43, 400
Gewinne zur sicheren Pntscheidung kommen, darunter befinden
reor von éventuell R.M. 375 000, Seciell aber
Gewinn a 1. 250,000, dewinne a M. 15,000,

Gewinn a Is. 125,000, 7 Gewinne a M. 12,000,

Jewinn a M. 80,000, 11 Gewinne a M. 10,000,

Gewinn a M. 60.000., 26 Gewinne a M. 6,000,

Gewinn à M. 30,000, 55 Gewinne aà M. 4,000,

Gewinn a M. 40,000, 200 Gewinne a M. 2400,

Zewinn a M. 36,000, 412 Gewinne a M. 1200,

Gewinn a M. 30,000, 621 Gewinne à M. 500,

Jewinn à M 23,.000, 700 Gewinne à M. 250,

Gewinnea M. 20,000, 24. 350 Gewinne a M. 138

eto. c.
Die Gewinnzichungen sind planmüssig amtlich festgestolit.
Zur nüchsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staat«
arantirten Geldverloosung kostet —
bganzes Original- Loos nur Mark 6,
lhalbes F 3.,
Jviertel * Iß.

Alle Auftrüge werden sofort gegen Pinsendung, —
»der Nachnahme des Betrages mit doer grössten Sorgfalt ausgoführ
nd erhült Jedermann von uns dis wit dem Staatswappen vervehenen

riginal-Loose, selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die orforderlichen amtlichen Pläne gra
tis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interesen-
ten unaufgefordert amtliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
fSarantie und kann durch directe Zusendungen oder au Verlangen
der Interessenten durch unsere Verbindungen an allen grösseren
Plätzen Deutschland's veranlasst werden.

Unsere Colleecte var stets vom Glucke begünstigt und hatte
zich dieselbe unter vielon anderen bedeatenden Gewinnen oftmals der
ersten Haupttreffer zu erfreuen, die den betreffenden Interesgcenten
lirect ausbezahlt wurden.

Voraussichtliech kKann bei einem solchen auf der 80IIdesten
Sasis gegründeten Unternehmen üborall auf eine sehr rego Be-
heiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir da-
her, um alle Aufträge ausführon zu können, uns die Bestellungen
aldiæst u. jedensalls vor dem 21. Mai d. J. z0ukommon 2zu lasven

LKaufmann &amp; dimon.

Bank- und Wechsel-Geschaft in Hamburg.

vin- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen. Pisenbahn. Actien
und Anleheusloose.

Wir danken hierdureh für das uns seither geschonkte Ver-
rrauen und indem wir bei Beginn der neuen verloosug zur
Botheiligung ein aden, werden wir uns auch fernerhin bestre⸗
den, durch stets prompte und reelle Bedienung die volle Zu-
riedenheit unserer geehrten Interessenten 2u erlengen. D. 0.
—

Redaltion Drud und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
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        c 32
ß *
2 »5 —A
252223 z25352 — Ê 2BB557
—A— — — S1 322 2
— b 322 523 — 78 * 2 * 2 *
— 7 — —— S 2 * 35255 *
53352 575 55553 7 558 253355 253535533 22 —
85 * 25* 2 2 —
58 53832 —A 55 535*235* —A —— 222 5258335538 S82 3
25 555 258 —A——— * —323235585 5233332 —
* 2⸗ 2* 2 * — * —A — —5 — 32 — 8
— 7— 76 2* 8* * O 2 5 — ———— 5 * 7 5*2
ü 3 5525 2 *—z27 2 555 —A ——— 32 2* —— 5 —
2 5 — 5 — ———— * 2 8 58 5* —z I 8 53*, —Xx
—— * — 258 552 * 28 2 3 —8* 2 — 5033 *
53 — 2 325 3 *E 3 25 A 22 5323 2225 * 523
25 752 258 3 ** 2355 2 —ãA 8B233235 3563
25 2*2 — — —— —5888337 ———— —A—— —
w 2 2 538 2S 2 — — 2 2 8R *282
88 —ãAV— S1 2333 ** —2528533535 55852535 5838
27 J 4 —58 — *22 * 55 * — 2 *
—A —F * 2925 2 v 2 —— 8 — * 2* 8* * ——
2* S22 —* — — — 8 — — 2 * — 5*
32 6338 533553 332 — 552373723 — 528
—138— 238 —— —72 — —52 *52 5 * 2 27 2 —A — 28 528 —
223555 525535 —A 58 ẽ2 —555 — —— 232225 * —A —
2828322 2 5* 32e *» 5 25537 — *25 53585
z82 2 — 727 —A— 322 5232— —222 — 252 9 c3
c3 52 552355 —A ———— 5 55—58——83 1*2 — 5 *
3 — —* — 2 * * —2 —— 228 2 — —* — Z
5355 6358235 8853333535* — z3362333832 38232*
5522 2 *23 358 3 2238238 85* ——— 22
2253* 2 —2 8 2* S— 5 — — 2 — —— 53 2325 2 — 22
18—33 31355 8 252 26 3 53337 * 2 — E ———
2,2 8 4 2254253 —8 252*6357 —235522* 2 528 2*5
2 * * 5 22 * —* — 2c255 — .5* 38
—3277 5335 3232 3638353 5233 7 35355 283333333338
3 A 8 223 53 27 — — ———— 2 2 825232 28 43
—5* 3 5 — — — *2 —F 28 2532* 6 5
—* * 5355 —2333535232572 28 88.322 * 5 —
— 228 7 2 8 5 — ———
553258 55—3558685 5 —
65z343355 s27 533355555 *2
6 265 5*53 —
822* 328 —ãA
22523 —
6 2
332—
—e 52232
35
255 — 535
5223* .28 — S — —*
73 s 3 23529
3838348 —2288* 2328*
55 2 2
2 538 z32 3533233
32355533 3 —8 433235 2535
5822 2.. S R T — 3 —
* 22 2 2 — 2 23
— * —— 53 335
2 3523238 388 2557 235833
52 * ** —— * * 7 — 2 — 5 *—
25 5 —— — 52 — — 8 —7 —
—3285838 — 32533 —A 53853 285
* —X 82 — — — 338 *
323 13553*
S 33 * 2* 235328338 .2 —— 2 *5 35
36 23555
3 — 352 25 * —— 5 — * — 285 32 7 — ——
———— 5385 ——— 2238 — 33— *22 — 58 2*23 3
7 238 —3 —38 — 2 5325 —2 — — —2 2 57— n
355* 2 283537 25* A——— 2 52c5232 55528 :2 —
35 —2335 —— 33233385 z
— 5287 3382 ————
78353* 28535 *2 ——— —A 35 38 2355 22
158389 2 58 — ẽ —*
2 ——— — 5 58 53232 2*3 —
52532335 5558 75 28 288 5*— 3 5 85588 5
7 ———— —2353 337753535* 8 22 2 5 283 225 53
2 225 —— — * 3558 3 235 * s 53233
s22 22 7 5235 555338 258* * — 23332 52322
— 3 — — 53 22 23535 38 2 * —I — N 5557 —
*— — 3 — * — — 3 —— 252 2 2 —
— ———— — 255 2 * 2 5 53555 5* —A S 2 8
2 3525 .* 8 — — 524 2 — 7853 —5 28 25232
—— 525317 —X——— —— 33 ——
36535 31622 * 553 583727 323552* 532 2 5 55
—— — 23583470 28 8338 3535532 o 2 5
28 — 52 —282 * * — : 22 23357 5 —2*
* —— — 22 52723* 7 2338 z253 —
* —A 53 ———— — — 58 —⸗
7 — 2 * * *55 * 5555535
3 76 —— — 2 5*2 —A 2235
— 5 G—
z 25 3— 2552 — 5223
— 55322 — 536602
— —55 — 233 2 3
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2 ——— 525351 6
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222 * 2233 —
5 — * r 25
5533 A
—5233538 —
353335
——
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sÆMe
2 538
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25 —87* 223 52
A 58 338
— —852 22 es
z3338 3— —2 —7 — — 2
28 —— 2 * 58 2
5553533533 73 — 2* —A— 25
585 s353 53. 228 58 ——— ——
58 F 27 — 3 52 F 5
— 52 —2 5 * —
2 — — — 588 52 25 2* 7 22 8
* 22 3 *8 25 *—* 2m2
—35535 5283 5 ——— 323337 — —F 328
—A * 52 2253 — 2* 8* —* * —22
2 —A E —— 8 22 522 —— 23328 — 322 —
A— 32325537 234 1333 2535 —37 275853 57
———— 252555 224 22 * 2 2* —3 w 23 223
m2 2522557 —E 2 528 — —A— —8 2* 8 — 52
22 * —A — 8 2. 2225 * 2 2 232 2 —
323 5553 738 833878* —A 38323333 *»523382 *
e 2 * 2 * 28
1555 837 2z38 2227 3323 5* 2552 ——
A — — — * 2 —J *
5552 Taz773 3 323⸗ — —— —— —
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        St. Ingberler Anzeiger.
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Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags mit illustrirter Vel

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Saméetag nud Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

WMark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg. von Auswärts mit 15 Pfy. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Necla men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 78. Donuerstag, den 18. Mai —— 1876
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Deutsches Reich
München, 15. April. Deu Petitionen der Forst⸗Assistenten
And Förster theils um Verleihung der Pragmatnik, theils um Er⸗
reichung der Stabilität wurde Angesichts der bevorstebenden Orga⸗
nisation nicht entsprochen, da diefen in. teiner Weise präjudizirt
Perden dürfe. Die Petitosen der Assistenten und Förster wurden
der Weise krledigt, daß die Gesamanbezüge der (71) jüngeren
Assistenien auj 1500, die der (70) älteren auf 1800. M. festge⸗
jetzt wurden, welche sich in Funkticusbezüge, Theuerungszulage und
Nebendezüge scheiden; die Bezüge der dörster sollen in ähnlicher
fusscheidung von 1320 bis 1860 M. vbetragem Eine Petition
der Forstmeister um Erhöhung ihres Pferdegelds-Aversums wurde
bgelebnt, da mit Ausnahme von 1 oder 2sämmtüchen das
dalten von Pferden auf jhr Ansuchen erlassen wurde. J
Bertin, 16. Mai. Die Nachrichten aus Konstantinopel
lassen sich beute dahin zusammenfassen, daß dort zwar Auftegung
mier den Türken und Besorgnisse unter den Christen herrschen,
aber bis jetzt Nichts vocgefallen ist, um ein en unmitielbaren Aust—
biuch des Fanatismus erwarten zu lassen, so daß Maßregeln' der
europäischen Mächte zum Schutz ihrer Angehörigen schon jetzt ge⸗
zechtfertigt wären. F
Ein deutsches Panzergeschwader aus den vier Pangerkregatten
Aaiset“, „Deutschlande“, „Kronprinz und „Friedrich Karl“ sowie
em Absso „Pommerania“ geht unter dem Commando des Contre—
Admiral Batjch im Laufe der nächsten Woche nach Salonicht, wo
die Corvette, Medusa“ dieser Tage erwartet wird und wohin dus
Zanonenboot, Komet' in dieser Wochs abgeht. Das Kanonenboot
Nautilus* befigdet sich auf dem Wege von Malta nach Port Sait
ind wird bon dort nach Konstantinopel dixigirit..
Austand.—
Saloftichi, 16.. Mai. Seus der Hauptschuldigen ünd
deute verurtheilt and hingerschtet worden. Die Untersuchung gegen
Zie Uebrigen dauert fott. Vollständige Ruhe.
Kounssantinopel, 16. Naie Von den in Salonichi Ver—
hafteten sind 588 an Bord des Kriegsschffe: „Selimie“ gebracht
borden, wo dus Berhör derselben stattfindet. Die Verhaftungen
verden fortgesetzt. Die Bevölkecung verbält sich durchaus rudig.
London' 16. Mai. Die Kaiserin Augusta verließ London
gegen 1. Uhr; sie jährt von Dover direkt nach Ostende.

— EXIXA
Vermischtes3.
r Moorlautern, 15. Mqi. (Kais. Zig.) Eineu All
grenzenloser Rohheit haben wir heule zu notifiziren. Nachdem das
Denkmal deutscher Kampfgenossen in hesiger Gemeinde bis zur
Aufstellung fertig gestellt war, wurde dasselbe in der Nicht vom
14. aus 15. 1. Mts. durch ruchlose Hand im Hofe des Christoph
Rieder demolnt. Die Eckziegel des Kapitals. wurden thels zer⸗
trümmert, theils beschädigi. Andere fertigen Grahsteine und Stein⸗
hauerarbeiten, die in der Nähe standen, dlieben unversehrt. Die
stoster des Denkmals waren f. Z3. darch freiwillige Beiträze der
Gemeindeglirder gededt worden.

Am 13. Mai morzens war der Gipfel des Potzoeig's mit
ttujchcefallenen. Schnee bedeckt. Der Einfluß der Witterung auf
die Saaten ist ein fehr bedenklicher und kann der Stand der Letz-
eren den Land nann nur mit krüben Sorgen erflüllen-*

F Neustadt. Die berühmte Kapelle des kgl. Musikdireclors
B. Bilse aus Berlic, aus 64 bedeutenden Künstlexnbestehend,
wird auf ihrer Kunstreise durch Deutschland an den Pfiagstf ier⸗
dagen im Saalbau dahier Concerte geben, und zwar zum Besten
des unter dem Prolektorate der Kaiserin Augusta sowie der Koͤni⸗
zin⸗Mutter von Bayern stebenden vaterländischen und bayerischen
Frauen ⸗Vereins.

f Der Drahtz eher J. Gölzer von Rimschweiler ist Tkürzlich
n den glücklichen Besitz des elften lebendigen Kindes und achten

—“

1

Sohnetß gelangt. Seinem Ansuchen;, hierbei die Pathenstelle zu⸗
übernehmen, hat Se. Maj. König Ludwig entsprochen und gleich⸗
zeitig ein schoͤnes Petdengeschent gesandt. 6w 8.*

. Der „Eilb.“ schreibt aus Vandau, 15. MalnnnIm nere
jangener Nacht fill das Thermometer im Freien bei starkemt Reif
pis auf den Gefrierpunkt. Wie wir hoͤren haben die Wingerten in
»en Niederungen beträchtlichen Schaden geliten.—

7 Die 15. Versammlung mitielrbeinischer Gymnafiallehrer
iindet am Pfingstdienstag in Speyer stalt. .

F Rüdesheim. 11. Mai. Das durch Kessel⸗Exptosidnege⸗
unkene kleine Boot „Louise“ wurde gestern gehoben. Dasselbe ist.
ast in der Mitte quer durchgebrochen, seines Verdeckes gänzlich
ꝛetaubt, uade die noch in demselben befindliche Maschine fust voll⸗
ändig zer!lrümmert. Es sind nur noch Trümmer voundem Schiff⸗
hden übrig geblieben. Die Vermuthung, daß sich in den gesunkenen
-chiffsresten vielleicht aoch Leichen vorfinden warden, hat fich nicht
zestät gt. Der fremde Reisende, der zur Zeit des Unglüds auf
em Fahrzeug gewesen sein sollte, hatte noch vor der Katastrophe,
asfelbes wieder, verlassen, da er nicht nach Bingen, sondern nach
Maing fahren wollte. Gegenwärtig werden alle von dem Sgiffe
geretteten Personen eidlich nodmals verrommenn...

7 In Mänchen ist ein Telegramm aus Konstantinopel ein—
zetroffen, daß Dr. Kühlmaun, Director der türkischen Bahnen, ein
jeborener Münchener, früher Advocat in München und Landtags-
ibgeordneter ermordel worden sei. D'e Nachricht bedarf üͤbrigentß
noch dex Besfätigung ; vorerst beruht sie nur auf einem in Kon⸗
lantinopel verbreiteten Gerücht.

34 C(ine neue. Art Geld zu machen.) Die in Bamberg er⸗
che nende „Fundgrube“ schreibt: „Mehrere Blälter haben kürzlich
olgende Auze ge erhalten: „Für 50 Pfz. ein bewährtes Mittel
ur Ubgewöhnung bom Trunte und Kartenspiel von J. J. Klippel
ste. 316 in Kandel, Pfali.“ Ein Abonnent der Fundgt ube“
chickte an Heren Klippel die 50 Pfg. ein und erhält darauf fol⸗
jende Ancwort: „Um sich dem leidenschaftlichen Kartenspiel und
er Truaksucht zus enthalten, nimmt man beim Ausgehen nur ein
lein wenig Geld mit. Man ist dadurch gezwungen, sich dem Karlen⸗
piel gänzlich zu enthalten und ist ebenfo darauf angewiesen, nur
un kleines gewisses Quantum zu trinken. Ist man gehörig mit
Beld versehen, so ist die Versuchung zu griß und man kann den
odsen Leidenschaften nicht widerstehen.“ Qriginel ist an der Sache
nur die Unverschämtheit des Herrn K., der diese wichtige Entdecung
ür 50 Pfg. verkauft. Neun ist das Recept jedenfalls nicht, denn
es Fehlt nicht an Frauen, die ihren Mannern daz Taschengeld so
ehr bescheiden, daß sie sich weder betrinken noch Karlen spielen
Innen. Zuweilen schlägt das Mitiel doch fehl, da es oft gefällige
Virthe gibt, die sich herbei lassen, Getränle und selbst Geid zum
„piel auf Kreide zu geben.“

shweinfurt, 4. Mai. In einer gestern stattgefondenen,
ußerst zahlreich besuchten Arbeiter⸗ Versanmlung wurde einstimmig
veschlofsen, den begonnenen Bierstrike mit aller Energie fortzusehen
end auf dem alten Bierpreis von 20 Pfqg. zu beharren. Ferner
oll die Aufforderung an die gesammte Bürgerichuft ergeben, daß
ie die Arbeiter in ihrem Vorhaben unterstützen möchte, dadurch,
aß sie sich des Bier trinkens möglichst enthalte, damit die Herren
Zierbrauer sich genöthigt sehen, ihr — „Lager“Bier, — das, wie
etzt üblihh, auch den ganzen Sommer hindurch gebraut wird —
ioch besser abzulaßern und — wenn sie auf dem mir. Unrecht hinauf⸗
zeschraubtem, Preis vestehen — dann selbst zu trinken. Nah Schluß
»er Versammlung wurde noch bekannt gegeben, daß sich bereits vier
Schenkwirthe erboten haben, gutes Lagerbier eventueli von auswärts
zu beziehen und um den alten Preis zu verzaäpfen.

Falsche Fuünfszigpfennigstücke sind in Mühlhausen
Eliaß) ia Umlauf so daß der dortige Kreisdirektor sich veranlaßt
zeseh'en hat, durch öffentliche Bekanntmachung zu warnen. Die
Fälschung besteht darin, daß auf 10-Pfennigstücken die Zahl 10

ibgetragen und an deren Stelle die Zahl 50 gesetzt ist. Um der
        <pb n="274" />
        Nickelmünze die Silberfarbe zu eben, sind die Stücke mit Qued⸗
filber gerieben und weiß gemacht. Obschon der Beitrug ein plumper
ist und leicht entdeckt werden kann. so hat die Erfahrung doch gezetat
daß besonders zur Nachtzeit in den Werthschaften der Versuch, solches
Beld für 50 Pfennig anzubringen vielsach gelungen ist.

Saarburg i. L., 11. Mai. Heute wurde in Pfalzburg
für den Bezirk Lothringen das zweite Lehrerseminar in feierlicher
Weise eroͤffnet.

f Der Komponist des „Dornröschens“, Musikdirektor Langer,
bis 1856 Chordirektor in Hannover, dann Chordirigent der Ber⸗
liner Hofoper, seit seiner Pensionirung — 1872 — in Mannheim
lebend, hat sich dort iin Neckar erträntftft.

Vom Main, 7. Mai. Der in Klein-Heubach resi dirende
sehr reiche Fürst Karl von Löwenstein⸗Rosenberg hat seinem
Schwager, dem spanischen Kron⸗Prätendenten Doun Earlos, während
dessen Kriegsführung sehr bedeutende Surimen — man spricht
vpon 9 Mill. Mk. — zugewandt, welche wieder zurück zu erhalten
für lange Zeit keine Aussicht ist. Dieser Verlust mag wohl die
Ursache fein, daß der Herr Fürst seine Hofhaltung auf Schloß
lein⸗Heubach ganz aufzugeben und sich auf eines seiner Güter in
Böhmen zurückzuziehen Willens ist. (Rh. K.)

Die Militärmaschinenfabrik in Berlin kat eine ameri-
lanische Maschine in Gebrauch, mittelst deren 835 Arbeiter täglich
137 Paar Stiefeln fertigen, also jeder 5 Paar Stiefeln. Durch
Verbesserungen hofft man's noch weiter zu bringen und so weit,
daß eine Maschine ausreicht, um je ein Armeeccorps mit Stiefeln
zu versehhen.

F Von der Philadelphiaer Weltausstellung. Ein Haupt⸗
znziehungspunkt dieser Weltausstellung. wird auf jeden Fall das
Indianerlager bilden. Es ist der Direction nach unsäglichen Müden
und mehreren Reisen nach den Indianerstämmen, bis zu denen
ioch weniz Weiße vorgedrungen waren, endlich qlungen, 800
Indianer beiderlei Geschlechts und aus verschiedenen Tribus zur
Ausstellang mit heranzuziehen. Dieselben werden in der Nähe des
Industriepalastes neben demjenigen der Japanesen ihr Lager auf⸗
chlagen und in demselben ganz so wie sie es zu Hause gewöhnt
ind, ihrer Lebensweise und ihren Beschäftigungen, die im Weben
»on Decken, Präpariren von Häuten, Korbflechten u. s. w. best ht,
nachgehen. Im Banzen werden 53 Indianerstämme, einige durch
4, andere durch 8 Paare mil ihren Pferden und Zunden auf der
Misstellung vertreten sein.

Dienstes nachrichten.

Katholischer Kirchendiest. Ernannt: Pfacrer Groß von
Wiesbach als Pfarrer von Mülschweiler, am Glan; Pfarrverweser
308 von Nünschweiler zum Pfarrer dafelbst; Kaplan Volkmann
u Odeilustadt zum Kooperater in Bornheim; Kaplan Zirker von
St. Ingbert als solcher noch Oderlustadt,

FZiur die Redaction veraniwortlich: F. x Demeß.

Holzversteigerung
aus dem Gemeindewalde
Ommersheim.

Groste Auswahl Zu verkaufen:
kiefern Bauholz, Zaun⸗
urd Baumpfähle, fichten
Runde, Leiter⸗ und Wies⸗
bäume be—

Couis Höh.
Breitermühle bei Niederwürzbach.

Mittwoch, den 24. Mai,
Nachmiltags 2 Uhr, im Schul—
hause zu Ommersheim, werden
nachbenannte Holzsortimente öf⸗
fentlich dersteigert:
1. Schlag Oberthalerhang:
kiefern Stempel. D
Schlag Knöpfchen: . et Unterzeichnete empfiedlt sein Lager in
drr * 0 Spiegel, Spiegel⸗Gläser, Gold⸗ u. Politur⸗
i ent. mittlerer — j ⸗
—— Leisten, zu Spiegel⸗ und Bilderrahmen,
3. Schlag Hieldscheidterberg: Garderobehalter, sowie
38 Si bugen Stangen⸗ Garkenstühle
prügel. *
5 e J. Dercum, Schreiner.
ag Knöpfchen: AAXÆLVMAAVA
30 eichne Wagnerstangen Mineralwasser
40 Ster buchen Scheitholz ⸗
2. Cl.
8 „ birken Scheitholz
86, buchen Stangen⸗
vprig
837 „ weichholz Stangen⸗
prügel
182 , gemischte Kraͤppen
5, tiefern Prügel
138 Krappen.
Ommersheim, 11. Mai 1876.
Das Burgerme steramt:
J Wack.
Malzextraot
dto. mit Kalt
dlo. mit Eisen V
Fleisohextract
Eondenfirte Schweizer
milch stets vorräthig bei
Bbh. Klinck⸗
Fichtennadelextract
Karmelitergeist und
Mutterlauge
mpfiehlt
VDVPR. MXIaMnese.

Hoermann PFischoer.

Straßburger Caffee
und Essenz
in Gläser, sowie Feistes
TaselISaIZ in 1 Pfund—
Baquet bei
Ph. Klinck.

Eine tüchtige Magd
ändet Stoelle bei
Frau Professor Schlick.

Annoncen
für das
Samstags⸗
»der Sonntagsblatt muͤssen
mmer Tags vorher einge—
teicht werden.
Die Expedition.

Fruchte und Brodpreise der
Stadt Zweib rücken vom 18.
Mai. Weizen 11,50 Mark.
Korn 9,75 M. Haser 9,60
M. Weißbrod 12 Ko. 55 Pf.
3 Ko. Kornubtod 76 Pf.

Fra nI furter Rörse

vom 16. Mai 1876...
GeleEsortenm. AM. Pfg
Pistolen, doppllte. — — 68.
distolen.. ——-— 6.
s'ollün. 10.-fl. Stücko. 1665 6.
anddukaten... 950-586
O- Prankenstücke.. 1617-21
Inglische Sovereißns. 2032-387
dussischo Imperials. 68 - 78
Dollars in Gold..1416-19

Ein
zraves Dienstmädchen
wird bis Juli gegen auten Lohn
gesucht. Nur solche wollen sich
melden, die gute Zeugnisse be⸗
sitzen.

Wo? sagt die Exped. d. Bl.

Hanfs -⸗Couverts,
nit jeder beliebigen Firma be—
druckt, sind billig zu haben in
der Druckerei von

F. X. Demetæeæ.

J
Redakltion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
        <pb n="275" />
        2. 3
. 2 2.8
— — 52-82
— 325 2233* 252
—2 2222 533 32 22 53
2 —27 — 82 —A 55 —V
3 256 — 5553538* 7 2*
2 — 3 —X— 32 53 m537 —E — — — 4
288 *27 * —A 52 8 —8 5 2227 785
— — 55335533 —Ax —— —— 25 522 2335355
— 8 253753535* 75253 ẽ æœ—5 92 —— 5—825 22
— 36 22 2 — — * 23 * q
—*7 222238 2 553523 *5828 ——S — 5222322 5 *7 2
2 83* —73738 —— 233 5353 ——— — 53 E 5355 * 235 3
227— 33338588 — 2 8 —T 2 — — 328 ——— ———
2838— * 283353538 A—— 523 2232 2382 —2 558 59
—A 223855 33* —523 3* 532 — — 22323338 2 8 35
53 sen 8 55225 833 3 —3 3 EkEE 5 3 328 ———
S423 235328 22 8 e2 — — 2 5250— —55 22 *
—A 25 25*44 23 —* * 35 5333 3 232 253 338 23*
— 922 — 22 2 322 22 —— — 2 28 3 5S7* 3838
2 22 —z322357 — 2 58 2233 37 5 5 2253233 2.32 *
2 2 —* * 2 5 — — — S87 S2 22 ——
7 — 2258 53 28* 532853 S22 2255 —A 53 255
2335 A —— —— —A —— 25
— 23 5383358753 2 —— ——8 535 —A 33 57
338222* 52228 83573355 —— —— — —A— 3233
— 523555 55553 555 5* 2688375 2272— 60* 2535
3232X. —A 3228 33*2 8* 353723332535 z2388
3555 — z25583353 58158—* —222235 — 73333353 5
z 7 5353235875 — 333835533 775 22853* 2583575 S5
8382 3 8 An 53 3 3 232553 3858
327 2 2 725 5553 —— — 73 2 * —— 58
J 5 37 3 8
8 * ve
— —58
— 57 z2526355 J 58238 —— —
— * —32 2* —A 2 ** 2 WV· 2
833 388 —— 323 8 33
—A —— 52222 5352332 * 33333855383 23
28 —x 5233238 8—82 S8 55 —24 22 —E ——
5 8 2 32 W s 22* — 2 — —
55525 —— 2 23 E 8¶ 5 55.
62 —I 2285 22 35233335 525
—— 3323332355 * 523325
S— —52 —— 2— — * 2
33535336 2335358 j
26 —E— 22
5*58 3338
233
* 2 n

5——5 22288 285 82—— —2208 2

e * *8* . * ** — —— 2 0 2 4J— 2
5335 535253 3283 2353 353 555— —z355 235355 453335 33535
5 5335 5523 53333885 553,0 —3258* — z283—335
553 22233 833—3 53—333232388338 —53 22252— 823

55 73258225 —A — 322 — 3 33455783588 2285298
28 325 —3 45——323232 — 5 32— 22 328* 253555
5258 28 s25 5323 7233—253*— ——555z—822355 96 55*
——— —— 338 35*

— —J —* * j 22 — *
3 268 37 38335 535
5*85 3536. 523 5 5—5. 5 —
526 »2527353 25 2533533525355 — —2352 1*
87 ——— 2— 8—237 225 252 8 — 32
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2—333323— 3 3335

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23 3 8 33
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— ——— — 355* 8338327 5 225534257 —— 3322
2525605333855 33 2 —A

* * 22 * —55582 7 * 2 * 3— — 2 —
5 2 a 2 8352 2 2* —3 —22 E —2 2 * 3 323
22u 255 2383B3322233*— 278 — 3—3— 7— 8527 5 — ————
* ——7 8 53— —52222 — —8 3 — 2 2 2 * —
2 333333883 33 52
* 3 3 5— * * *

—— —AA 233 —35582 —25382
3*53 3 3 433337
F * —— * *
S 58— 23 52 55 — 32—— 122325 53353545 532353537

5 2 c36

“ 22
2
235 2553253
538 5533583 2588
5538* —— —— —A 222232
5 2* *8 — — — —
5 2822 2 —3s55552353 w
25 8 —— ———— 5 35 52337 —A
Sc2 853555 —— 55535558* —E 35855 523 *
35 — 5 553*87 z 60 p — 5 2 7 S * 222
—— —— 223 22 5 5 —J—— 7 2 —18 32 255 258353
37* ——8— —535 —— 2 5522 32 28 55 — * A——— 212
2 8* 2537338 223258 —— 253390 2352 eß 58527 3555855 3
52 35352—5 A— 53577* 25235 25 323 328353338*
3— 23 —52 * 51 32 * S —— 266 2852 28* 3— 3
288 23233337 32837 278s 558 * — 822 — e
232 — 253335338* 338 553 274 252 5 23725555
25 — — 2 ———— * —E 3323 2* 2323 35
—A ——— E5 5325228 ꝛ 225* 32 532227 5828268
— 23 — 2 2 — 3 — 52835038 — 22 2 A5 —— 2
5 * 225c55 72* —* — — c2 3 * 2 2 7* 2 2
S 5 55835355 3233387 8 267 253523235 8 3 .2
— 238 7
— — 2 —
—52 g 535557 3* 35333523857 83
c —323 8. 523235 — 23 223 2585 2—2
— 358 s* 335335 5z7573855*858
— 3 3 8 2 2 5 — — 2—
355253 35536533535 2257—3573655 ——WF 333 33337 58
3232 75333535 25* — ẽ 25 *— — 33 — ————
—232 * * *
7 * — 232 5282 22232 3 —A 22 3* 55 7 5355535
82 * S 22328* * S * * — 222 — *5
3 ——— —e 358*833523 A
2 25523285 62877 882 53 —— 337 222
—232335 —* — * * 2 —2 —X —*8 227— —z2z2
EI6XE * 8 25523 525 * 2533 2 2 52 2 125323 53
—A— 285*585 288 23238* —— ——— J 232—327
* 532233* 52353387 8 —A 32 875533357 2 —
— —— * — 0 — 5522338* 7 37358
— —75 2 —2 252255375 5S0 222 5357 22
—2 2 25535533355 533322—885 7 22 2
* — 2 333— 33 2533335 83 * —A—
2 0 — 823 7275* 53 — z332235 *
— S 71535532335 55235
22 —*—— — 53223
5525 3 338*87 —— 3
F 225 *
* —2 323383*
5 582

28 2 2
—22 5* 2233
— 2 — —A 5 58 —s * — 22323246
2*2 232 —A— 7
35 25333 223 53552 535333535583z53355 53
— 87 — —— 3— 2 —25* 55357335333353553533 822*
—B 253* 32 25 —2555 258 23383 3335 —— ——
„72232 5 2—2 532 5537 55 523 —— 225 228 * — —
2432327* 2838 35*8 33, 3343533558 855658320 *5535
22 — — FA 22 — 527 8— —
55 25335 8 522252 —A— — 75*7 — 53825
—— — 353 8533535238 S8 58 25* 38322* 5—252352 235 —
32 —23585.1233253— 393 3582 —5523232 * 2 Zz—4 5* 2 * 223
—— 5—z2228 —— 332335355 —3358
222535 — —5—* —5522 3232 225 5253 25535—æ33533732 2252
— 2 38535358328 — 325 5553 53335
— — — 8* — 2— 5c28 23.
5532 —A 35857 3 2 2 232252 —— —AV
2 »c222* r D —222 — * 2522— 573 8 — 222222 * 832
2 * 2 53232— — 8 22 —z5325353355 —— 53225
3332333 535575535355* ——5553532 32238
—A — * —2 — 83 32 * — 2 322 225 2..7 5 — 3226
222232 O 233353357352 2 5385855 — —— *35
5553328 — —3235;3; 382 3553732 58833*
5 z22775 553333852373 2 — — 2 533335323232233 ——
* 5355335533333533 3 5338553335523258 —3 2255 22 7
—323*3583—53535 2332327 5288* 55—5—2225 2538 —* 2 —222*
— * 2 — 2 532982* — ä— 2 —5 — — 2 * 3 2 7
—— E⸗ 223 *2 23322 —X 8* * 2—3 272532 58 8*
3— 38 —238333 35375555 — 33328
—— 2 * —2 ——— 72
223528 — —A 3534 2;3352533233 223
3353* —252 52 5555238 * 235**3822325 85582 *
2*58 65 5 * — 3 * — — — 23 — * —
—— 5232 — 90 253 *5 X —“ 2 2 2 —2 4 32
Z2 2 7 8 8 — 20 5*3 —2 23257 —— —
36 z2555 538— 335687 55 2333333 838
— — — 2 F— —53*532* * 5 3
* 2 238 — 3 23835 553 — 2223333383 —
— 522 —— —A 2 3 —
A S A AMA 23232
—
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        — 22 —8 — 22 — 3 2752 272— 2 723—* —
30 582883 50288832322 532233 33 728 3335 —
228 —— 3 *— *5 5— *5*25 33 533 5 2 —— *2*8 *
323 —3 —3333 — 838 333320
225238533 *5235 3 32 — 3333
*35253 3 2——5 — —5— 3—33 — — —35—— —— 7*
* * 728 2 3 2* —B F 32 — 22 2
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3 53
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. 8 — 3333385 *82 3 —2232323 z3385 33 38347*
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2242. —— —— — 8— ẽ 27 ** IJ—
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— 7 * 2.5 7 2 582 2. —2— 272522 J3. —A 2253325. 2,25 2 7 —
51—3 — 3 ———33— ———3—3—333—83328—33233
*2 838 * —
—35 335 —333332433390333353333*3533255*—
* * 58 20953 325
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        Slt. Ingberler Anzeiger.
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Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöochentlich) mit dem Haupfblatte verbundene Unterhaliungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Eei

age), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis betragt vierteljahrlich

Warl 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 19 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfmfur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder deren Raum. Reclauen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
4 79. Samstag, den 20. Mai — —* 7 1876.

—
Deutsches Reich. —

Mänchen, 16. Mai. Die Linke hat beschlossen, der Vor⸗
lage über Erhöhung der Civilliste zuzustimmen. Wie wir vernehmen,
dind Dr. v. Ziegler noch im Laufe dieser Woche mit der Leiung
diz Sekretariats Sr. Maj. des Könios definitiv betraut.

Aus Bayern, 15. Mai. Der „Irk. K.“ schreibt: „Auf
Schloß Koͤfering, dem Grafen Lerchenfeld gehötig, fand, wie aus
rinem Circularschreiben d. d. Munchen, 1. Mai 1876, zu ersehen,
amn 10. Aug. v. Is. eine Versammlung von Mitgl'edern des
bayerischen Adels statt, welche den Beschluß faßtet, doß sie „in
einem gemeinsamen Wirken des katholischen Adels in Bayern, zu
den Zwecke die in den Statuten des Vereins katholischer Edelleute
(zu Viünsler) gestellten Aufgaben auch in Bayern zur Ausführung
u bringen ein zu erstrebe des Z'el“ erkennen und daß weitere
Berothungen in München stattsinden sollten, wenn mindestens 50
Standesgenossen ihten Beitritt eiliärt und andere denselden in
Aussicht gestellt haben; deßhalb ladet das erwähnte Circularschreiben
qu einer Versammlung ein, die auf den 22. Mai d. J. zu
München anberaumt worden ist, um üder die Bildung einer selbst-
ständigen bayer. Adelsgenossenschaft im Geiste des Münster' jchen
Verens „karholischer Edelleuter“ zu beschließen.“ — Die beiden
jugendlichen Flüchtlinge, welche jüngst auf ihrer Fahrt zu den In⸗
jurgenten in Senlin aufgefangen wurden, waren Gottfried Pfretz⸗
schner, Neffe des Staatsminissers und Richard v. Stengel, Sohn
des Oberstaatsanwaltes: beider Eitern sind in Augsburg wohn⸗
haft.

Berlhin, 17. Mai. Bei Besprich ing der hier stattgehabten
Counferenzen constatirt die offiziöse „Prtopenz. Corresp.“ die Befrie⸗
didung, welche das allgemeine politische Bewußtsein in der unzwe fel⸗
haften Thatsache gefunden habe, daß die Berliner Zusammentunft
dem europäiichen Frieden neue Bürgschaft brachte, welche das Ver⸗
—
wickel: dieselbe auch sei, so drohend sie auch stets für die Beziehungen
der Grotzmäch‘e erschiene, werde dank der jetzt inmitten Europa's
aufgerichteten Friedensgemeinschaft den allgeme nen Frieden nicht
ören. Die Kraft dieses Friedensbündnisss habe sich gerade da—
durch von Jahr zu Jahe wirksamer bewährt, daß dasselbe nicht zu
bestimmien besonderen Zwecken abgeschlossen sei, sondern auf dem
aufrichtigen gemeinsamen Streben für den Frieden überhaupt beruhe.
In Folge der jedetmaligen vertraulichen Verständigung über die
Jateressen des europäischen Friedens und durch jeden enisprechenden
semeinsamen Erfolg werde das Ründniß immer fester und vertrauens⸗
yoller gekvüpft werden.

Berlhin, 17. Mai. Dem „Reichsanzeiger“ zufolge sind in
Salobpichi dissher im Ganzen 54 Personen zur Untersuchung
jezogen und 11 sofort der Bethe ligung an dem Morde der beiden
Fonsuln überführt worden. Hiervon wurden secht zum Tode ver-
urtheilt und gestern auf öffentlichenn Platze dei ziemlich erregter
Stuͤnmung der Bevölferurg von Salonicht hingerichtet; dieselben
gehören der niedriesten Classe des Volkes an. Die Untersuchung
dauert fort und wird sich r.amentlich auch auf die Ermittelung
iwaiger höherer Anstifter und Begünstiger der Motdtbaten zu er⸗
drecken haben.

Sitraßburg, 17. Mai. Wie es heißt, waͤre Hoffnung vor⸗
danden, daß det Kasser im Laufe des Sommers den Elsaß besucht.
Voriges Jahr war dasselbe Gerücht verbreitet, ohne daß ewwas
daran war.)

Straßburg, 17. Mait Die Session des Landesausschusses
ourde heute eröffnet. Oberpräsident v. Möller hob in seiner Er⸗
zffnungsrede insbesondere die Bedeutung des bereits dekannten Ge
setzentwurfes hervor, welcher das Gewicht der Stimme des Landes⸗
ausschusses dei der Landesgesetzgebung bedeutend veistärken foll, und
wies ferner auf die Vorlage hin, welche den Kresen Corporat'ons-
rechte verltihen soll, wodurch die Bevöllerung mehr zur unmitel⸗
baren Theilnahme an der Verwaltung herangezogen wülrde. In
seiner Erwiederung sprach der Alterspräsident seine Befriedigung

aus, daß weitaus die meisten Anträge des Landesausschusses uus
—A ——
reuen Efer für die neuen Ardeiten und schloz mit der Hoffnung,
det Oderpräsident werde dem Lande seinen kräftigen und wohl ·
vollenden Beistand quf dem Wege zu einer endgiltigen politischen
ind administrativen Verfassung leisten, welche' den Wuünschen und
Bedürfnissen der Bevölkerung entspreche. Hierauf wurde Schlum⸗
berger m'it 26 gegen 2 Stimmen zum Präsideaten Zorn von
Vulach mit 20 Stimmen zum Vicepräsidenten gewählt.
Aussand. 53

Aus Oesterreich, dem klahsischen Boden für Abschaffungen“
sind in Monal Aptel 25 Ausländer, darunter drei Frauen, „ab⸗
geschafft', das heißt auf Deutsch ausgewiesen worden. Die Wie⸗
ner „Presse“ begleitet diese Thatsache nut folgender Bemerkung:
„Hiervon entfallen auf die Türkei, Sachsen und Deuischland je
eine Person, auf Rumänien 2, auf Würtemberg und Griechenland
je 3, auf Baiern 4, auf Ungarn 8, auf Preußen 9, auf Rußland
0 und 'auf Italien 80 Personen.“. Neden der Abschaffang un⸗
ebsamer Personlichteiten scheint sich das österreichische Ministerium,
»essen Organ die „Presse“ ist, neuerdings auch mit der „Abschaf-
ung“ der außeröfterreichischen „Geographie“ zu beschäftigen. In
er That glaubten wir bisher, daß Sascsen, Wüctembera, Baiecn
und Preußen auch für das Kabinet Auersberg zu Deutschland
zehören.

Partis, 17. Mai. Admiral Jaures ist mit der franzoͤsischen
Ftotte vor Salonichi angekommen, wo er die deutsche Corvette
„Medusa“ antraf. Bei der vorgestern stattgehabten Hinrichtung
jon 6 türkischen Mördern waren deutsche und französische Marine⸗
ruppen ausgerück:.

Nach dem „Levant „Herald' lautien die Forderungen, welche
das diptomatische Korps in Konstantinopel zur Sühne des Konsuln⸗
nordes in Salonichi an die Pforte stellt, wie folgt:

„1. Die Mörder der Konsuln von Deutschland und Frank⸗
eich in Salonichi und die Aust fter der Emeute, welche in dieser
Staädt stattgefunden hat, werden in einer Frist von acht Tagen
xemplarisch vestraft.

2. Alle Valis werden aufgefordert, die Wachsamkeit zu ver⸗
doppeln, um die oͤffenlliche Ruhe aufrecht zu erhalien; sie werden
ür elle Unruhen verantwortlich gemacht, welche in den von ihnen
derwalteten Provinzen entstehen könaten.

3. Die Leichenbegängnisse der beiden Vice⸗Konsuln finden in
Salonichi öffentlich und mit Pomp statt. .

A. Die Valis aller Provinzen werden von der Züchtigung in
Denntniß gesetzt, welche dir Schuldigen treffen wird.

5. Die üürkischen Journale insgesammt werden aufgefordert,
leine Artikel zu deröffentlichen, welche auf die Erregung der Geister
uind die Erwecung des Fanatismus der muselmännischen Bevöl—
terung abzielen.“

—
RVermischtes. I

7 Jur Beleuchtung des jetzt dielfach getriebenen Schwindels
heilt die „Rhpf.“ einen Auszug aus der Sitzung des Zuchtpolizei⸗
serichts Zweibrücken vom 10. d. mit. Auf der Anklagebank saß Heinrich
hirsch aus Altleinigen wegen verschiedener im Sommer v. Is. ver⸗
ibter Betrügereien, welche er durch Verkauf jogenannter Bezugs
cheine für Anlehens-Präsniene Loose verübt hatte. Der Genannte
rieb sig im Sommer v. Is. in den Orischaften der Cantone
—A
r ser vom deutschen Reiche geschickt, um gute Staatsloose in das
Land zu bringen und den vielen ichlechten Lotterien das Handwerk
u legen u. s. w. Er zeigte seine Autheilascheine, gab sie für
Staatsloose aus, brachte es durch sein kedes Auftreten dahin, daß
hm mehrete Personen derartige Scheine abkauften. Er schwieg
ider dabei stets, daß die Papiere keine Praͤmienloose seien. Die
daufer nahmen sie aber auf seine Ueberredung und auf die Aus⸗—
icht hoher Prämien an, ohne in seinem Beisein deren Inbalf
        <pb n="278" />
        näher zu prüfen. In mehreren Häusern hätten die Frauen seine
Bemühungen beinahe vereitelt, indem diese ihre Männer vor dem
Unkauf warnten und den Hirsch ziemlich unverblümt als Schwind⸗
ler bezeichneien. Darüber war Hirsch gewöhnlich fehr aufgebracht,
und drohte den Frauen, wenn sie ihre Zunge nicht im Zaume
hielten, lönne er sie leicht auf ein paar Monate „wo anders hin“
bringen, deun er sei vom Staate geschickt. Das k. Zuchpolizeige⸗
richt brachte aber unsern Hirsch anders wohin, nämlich 18 Monate
in's Gefängniß und erkannte gegen denselben zugleich auf dreijaäh⸗
eigen Verlust der bürgerlichen Ehrenrechee.

Als Conferenzorte für die nächsten allgemeinen Lehrercon⸗
ferenzen hat die Regierung folgende Plätze jeden für das ent-
sprechende Bezirksamt bestimmt: Klingenmünster, Dirmstein, Rülz⸗
heim, Homburg, Kaiferslautern, Marnheim, Altenglan, Landau,
Neustadt, Hinterweidenthal, Speier und Zweibrücken.

F In Neustadt ist es, der „Pf. Ztg.“ zufotge, dem Bier⸗
zrauer X. gelungen, das merkwürdige, von hohem Verständniß zeu—
gende Experiment auszuführen, einer lebendig eingefangenen Maus
den Kopf ahbzubeißen! Rauschender Beifall belohnte den Künstler,
der nebenbei den Preis einer eingegangenen Wette behaglich
einstrihh.

J Erfenbach, 18. Mai. Dieser Tage brachte eine Katze
dierselbst 3 Junge zu Welt, von denen 2 ganz normal gebaut
waren, die dritte aber 8 Beine und 2 Schwänze halte. Während
die ersten beiden leben dlieben, starb dritte bald nach der Geburt
und wurde von dem Eigenthümert dem naturwissenfschaftlichen Cabi⸗
net der Kaiserslauterer Kreisgewerbschule überwicsen. (K. 3).

F Landau, 16. Mai. (LE. A.) Der gewesene Leihhaus⸗
tassier Peter Graf wurde heute durch Urtheit des kal. Zuchtpolizei⸗
zerichts dahier wegen Unterschlagung zum Nachtheil der hiesigen
deihhauskasse in eine Gefängnißstrafe von einem Jabhr und sechs
Monaten verurtheilt, wovon jedeoch die bisher erstandene Untersuchungs-
haft mit fünf Monaten in Abzug kommt, so daß ihm noch dre zehn
Monate zu verbüßen bliien.

F Um den vielfachen Betrügereien im Samenhandel, welche
den Landwirth oft stark schädigen, zu steuern, hat das Reichsober⸗
handelsgericht bei dem Prozesse eines grozen Gutsbesitzers, welcher
Sommerrübsen und Raps zur Aussaat hiben wollte, dem aber
Winterrübsen und Rapsfamen statt dessen vom Verkäufer geliefert
wurden, weshalb es unmöglich war, eine Ernte in demselben Jahre
ju erlangen, folgende Entscheidung ahzegeben: „Der Verkäufer
haftet unbedingt, selbst wenn nur gelehrte Betaniker bdeiderlei Samen
zu unterscheiden verstehen. Er hat für das geringste Versehen zu
haften. Schon in der Abschlicßung des Vertrages liegt ein solches,
indem er beabsichtigte, dem Käufer nicht unter ellen Umständen,
wie dieser erwarten konnte und mußte, für die gekaufte Woare ein⸗
zustehen. Es ist dabei gleichgilt'g, ob dem Verkäufer bei der Art und
Weise, wie er sich selbst die Waare verschaffte, kein Versehen zur
dast fällt..

Der deutsche Weinbau-Congreß unter dem Präsidium
der Herren Dr. Blankenhorn zu Karlsruhe, Schlumberger zu Col⸗
nar und Dr. Buh! zu Deidesheim wird seine diesjährige General⸗
dersammlung im September zu Kreuznach abhalten. Die voriähr ge
war in Colmar.

Aus München, 12. Mai, ging der „Gegenw.“ folgender
Artikel zu: „Den Herren Seeber, Ph. Anton, Fr. Humm und
Weisenburger zu St. Martin in der Rheinpfalz diene hiermit zur
Nachricht, daß heute in der 7. Abtheilung der Kammer der Abge⸗
Idneten ihr staatsrechtlicher Versuch, eine Reclamation gegen die
Wahl Landau⸗Neustadt, beziehunzswe se gezen den 3. Wohl reis in
Fdenkoben, zu Wege zu bringen, in Uebereinstimmung des Referenten,
Bürgermeister Stoba us und des Correferenten Domcapitulars
Henning, von der ganzen Abtheilung einstimmig dahin beschietd en
wurde, es sei demselden keine Folge zu geben! Im Eingang des
Rteferats bedauette der Herr Refereat, der schlechten Schrift wegen
aur einen Namen der obigen Herren lesen zu können, ebenso be⸗
dauerte derselbe die mangelhafte Kenntniß des Staatsrechts selbst

sowohl der vier Herren, als des Verfassers der Schrift sowie übet ⸗
haupt die Unkenuiniß des Wablgesetzez und des aus demselben ent⸗
springenden Wahlrechtes. Was derselbe aber am meisien bedauerte
und worüber sich derselbe mit Entrüstung aussprach, das ist die
in der Neclamat on ausgesprochene Pieinung, die Herren von Eden⸗
koben aus den Wahlkreisen 1. und 2., die in dem Wahltreis 8.
zewählt haben, könnten zwei⸗, unter Umsfänden dreimal gewählt
haben! Eine Verdächtigung und zugleich Ehrenkränkung von berech⸗
tigten Männern, die in der ganzen Reclamation, sowie in den
Wahlacten keinerlei Begründung findet. Hätte diese Aeußerung
ein leichtfertiges Kammermitglied in der Kammer gemacht, so wäre
—XV
Folge gegeben werden. H'er liegt die Sache jedoch ganz anders;
diese Ehrenkränkung, durch nichts erwiesen, und nur in dem Gehirn
der Petenten bestehend, hervorgerusen durch die Absicht, die Gegner
schlecht zu machen, st schristlich und unterschrieben vor das Forunm

der Kammer und somit vor das Land gebracht von Leuten, die
doch nur berechtigt sind, das zu sagen, wes sie auch beweisen kön—
nen. Es wird daher Sache der oben ange'ührten Wahlmänner
von Edenkoben oder eines jeden einzelnen derselben sJiäin, sich ihre
Rechtfertigung vor Gericht zu holen, um solchem unwürdigen Par—
teigetriebe ein Ende zu machen.“

F München, 15. Mai. Die Eintrittspreise für die Kunst⸗
zewerbe⸗-Ausstellung in München sind folgendermaßen festgestelli
worden: Der Preis einer Saisonkarte beläuft sich aus 20 Park;
ür 1 Monat 15 M.; für 14 Tage 10 M. Der Preis einer
Tarte an einzelnen Tagen wird an drei noch näher zu best mmenden
Wochentagen (wahrscheinlich Montag, Mittwoch und Freitag) auf
2 M., an drei anderen (wahrscheinlich Diensstag. Donuerktag und
Zamstag) auf 1 M.., endlich an einem Tage (wahrich:einlich Sonn⸗
tag) auf 50 Pfg. gestellt werden.

F In Frankfurt schoß ein Buchhalter, Namens Pfeif, der
entlassen werden sollt⸗, auf seinen Prinzipah, den Mit nhaber der
Firma v. Mörs und Rüppel, Herrn Schmidt. einen Revolver ab,
ohne denselben zu treffen. Auf der Flucht jagte er sich jelbst eine
Kugel durch den Kopf.

F Berlin. Die Exped tion eiges Extrazuges wegen eines
Paars vergessener Hosen auf weite Entfernung ist vielleicht trotz des
veisen Ben Aliba noch nicht dagewesen, und erst das jetzige große
hier stattgehabte Diplomaten Rendezvous bot Veranlassung zu diesem
a exclusiven Kreisen Aufsehen etregenden Ereigriß. Der Sachverhalt
st folgender: Ein in Wien accredetirter Gejandter, welcher zur
Theilnahme an den diplomat'schen Conferenzen hier eingetroffen war,
hemerkte zu seinem Erschrecken kurz vor dem Zeitpunkt der großen
Balacour, wo er fich den Majestäten vorstellen sollte, daß man,
venn auch nicht seine gesawmten, so doch gerade seine Gesandtens
zuahosen einzupacken vergessen hatte. Guter Rath war ihuer.
In einer Stunde soll die Cour stattfinden, und selbsndie eiligst
jerbeigerufen Korhpoäen der Berliner Schneiderzunft erklätsen eins
uimmig, daß et außer dem Bereiche jeder Möglichkeit liege, die
cforderlichen Inexpressibles vor Ablauf zweier Stunden in vorschrifts⸗
näßigem Zustande fertigzustellen. Da, im Moment höchsler Nath⸗
ossigkeit, erscheint die Rettung, nämlich der Garderobier des Gesandten
zus Wien, welcker, nachdem er das Versehen bemerkt, ohne Besinnen
nen Extrazug genommen hatte, mit den nun doppelt theu'en Bein—
leidern dem Heren nachgecilt und kurz nach ihm eingetroffen war.
— Dieser diplomatische Instinkt des Garderobiers soll sowohl bei

einem Herrn als dessen Collegen hohe Anerle nung und Bewun⸗—
derung erregt haben.
F Am 14. und 15. Juni d. J. werden zu Hamburg d'e
deutschen Gastwirthe tagen.
F (Küßt unsere Kleinen nicht!) Unter der vorstehenden Ueber⸗
ichtif: bringt der „Düsseldorfer Anzeiger“ von einem „Arzte“ die
nachfolgende Mahnung, die weitere Vecbreitung verdient: Eine
chauderhefte Unsitte ist es, die Kinder zu küssen. Wir brauchen
absichtlich den Ausdruck „schauderhafi“, weil wir uns zart aus—
)rücken wollen und die Beieichnung „wörderisch“ uns schon auf
der Zunge schwebte. Ja wohl, gnädige Frau, „moörder sch'! Be⸗
sinnen Sie sihh velleicht noch darauf, als Sie vor etwa 15 Tagen
nit einem großen Shanl um den Hils einen Besuch bei Dr. S.
machten ? Und als der kleine Hans ins Zimmer gesprungen kam,
zriffen Sie nicht den Kleinen mit anscheinend überstömender Zärt⸗
ichteit, nannten ihn „wein reizendes Kterlhen“ und kuͤßten ihn
ach Herzenslust? Dann fingen Sie an zu erzählen, was für eisen
chredlich entiündeten Hals Sie hätten; daß Sie sogar am Tage
»orber eine Einladung zum Conceit hätten ablehnen müssen, weil
Sse zu verschwollen seien? Sie hatiten keine Absichten auf das
deben des sendes, und doch ködteten Sie dafselbe so siher, als
venn Ste ihm statt ihres zärtlichen Kusses Stiy dnin oder RNefenil
jzegeben dätten. Jhre Zärtlichkeit wurde verhängnißvoll. Zwii
»der drei Tage darauf fing „mein reizendes Kerlchen“ auch üder
einen entzündeten Hals zu klagen an, und als der Arzt kam, ge⸗
nügte das eine Wort: „Dipztheritis“, um Alles klar zu machen.
— — Heuite ist ein kleiner irisch gesoimmüchter Hügel vor dem
Thore die einzige Erinnerung an Ihren Besuch. — — Die Mut⸗
er hat natürlich richt den geringsien Ve dacht auf Sie; sie hängt
hren herben Verlust der geduldigen Vorsehung an. Der Arzt that
nichts, um diesen Glauben zu zeistören; denn das dürfle eben io
anklug als grausam hein, mir aber hat er es im Vertrauen mitge⸗
heilt, daß allein Ihre „schanuerl de Dum uheit“ — es waren seine
Worte, gnädige Frau — an dem Tode des kleinen Hans die
—A—
Theil der augenblicklich grasfsirenden Diphtheritissälle auf solche Ge⸗
dankenlosigleit zu schieb/n ist; dus steht j⸗doch fest, daß Erwachsene
die Dipdtherie oft in so geringem Grade haben, dasß sie dieselbe
'ür eine einfache Erkältung nehmen. und da die E kältung nicht
unsteckend ist, so finden sie auch nichts Böses darin, Andere ihrem
Athem auszusetzen, und können keine Gefahr darin erblicken, ihre
dpben mit denen And rer in Berübrung zu bringen. Bedenkt
        <pb n="279" />
        nan nun aber die Tharsache, daß die Diphtiherie in den meisten
Fällen durch directe Uebertragung der bösartigen steime, welche die
drankheit verursachen, vor sich geht, bedenkt man ferner, daß es
ein besseres Mittel, um den Krankheitestoff zu übertragen, gibt,
als das Küssen, und daß endlich das Küssen bei allen Gelegenhei-
jen Sitte geworden ist, saist es sicher nicht auffallend, daß diese
cankheit so leicht epidemisch wird. Selbstverständlich ist es Un⸗
inn, alle Diphtherieansteäͤungen auf's Küssen schieben zu wollen —
zenn da sprechen noch andere Fackoren mit —, aber es sieht ge⸗
piß Jeder ein, daß es den Kleinen besser belommen würde, wenn
ie weniger geküßt würden. Ein einzelner Kuß hat schon eine
janze Familie angesteckt, und der Zärtlichste kann in die Lage kom⸗
nen, daß er eine böse Krankheit verbreitet, ohne es zu wissen.
Darum empfehlen wir aus ganzen Herzen, die Kinder in Nuhe zu
assen, anstatt daß wir die Bewissensbisse eines Juds auf uns
naden.

F(En gefährliches Zoustück“ Paris, 10. Mai. Das
Bahuhofspersonal zu Lille befindet sich augenblicklich in der größten
Lufregung. Vor einigen Tagen traf mit dem Zuge von Belgien
der ein kleines Colli dort ein, welches an das Pariser Museum
idressirt und mit einer Nachnahme von 1000 Francs belastet war.
Als Absender war ˖ der Direltor des zoologischen Gartens in Ant⸗
verpen verzeichnet. Das kleine, sehe leichte Colli wurde der Zoll
abfertigung überwiesen und reizte alsbald die Neugierde der be⸗
wreffenden Beamten; sie entfernten die äußere Verpackung und ge;
vahrten eine Holzbüchse. Als diese geöffnet wurde, befand sich in
verselbden eine zweite Büchse aus Blech mit kleinen Loͤchern versehen.
Pag nun das Pflichtgefühl einen der Zollbeamten getrieben haben,.
zuch noch diesen Behälter zu öffnen, oder war ein Zufoll im Spiel
— das Colli kaun 24 Stunden spater inhaltslos in die Hände
»es Direktors des Pariser Museums. Dieser benachrichtigte sofort
elegraph sch den Absender in Antwerven von dem Sachverhalt.

56 Ster buchen Gipfelprügel
—AVVVV
aus dem Gemeindewalde 11 ugern Prugel
Ommersheim. 1 delde Pruge
Mittwoch, den 24. Mai, — ꝑa —8 Krappen
stachmiltags 2 Uhr, im Schul—⸗ 5 a —* n
jause zu Ommersheim, werden SRuvxr .
tachbenaunte Holzfortimente oͤf⸗ 2. Schlag Zufäll. Ergebnisse:
enllich versteigert: u4 Se Wihe V
. Schlag Oberthalerhang: 3 eherne —**8* 4
11 kiefern Stempel. 143 ꝑ Sparren
2. Schlag Knöpfchen: 10 Ster buchen Scheitholiz 2.
11 Baustämme 4. El. 20 —R
bis 26 Cent. mitlerer 9 , bu hen Astholzprügel
urdhmesser. 12, bieefern Prügel
Schlag Hieldscheidterberg: 9 vuchen Krappen
35 Ster buchen Stangen- 050 bachen Bohuenstangen.
prigel. Dumersheim, 14. Mai 1876
15 Ster buchen Krappen. Das Bürcerme'steramt:
k. Schlag Knöpfchen: Wack.
30 eichne Wagnerstangen Ge ä tsem e lun
10 Sier buchen Fo nhon Ih sta diche
8 , birken Elheubol; Kenntniß, daß ich mein Ge⸗
36, buchen Stangen: schäft, als
pruͤgel
37 „ weichholz Stangen⸗ Zeugschmied
dorügel hiet angefangen habe und
s. 8 herpen ille in dieses Geschäft ein—
386Â ? esern Pe n hlagenden Arbeiten zur
Ommersheim, 11. Mai 1876. dünktlichen Ausführung über—
Das Buürgerme steramt: iehme.
Wack. Johann Schmitt.
Pfarrgasse.
Der untere Stock
„ekß den Eiben Thiery ge—
örigen Hauses, neten Cafs
Iberhauser, mit 4 Zimmer,
adenzimmer, Küch⸗, Keller Spei⸗
her ꝛc. zu jedem Geschäftsbetrieb
zeeignet, ist zu vermiethen.
Näheres bei Mich. Thiery.
Eine tüchtige Magd
ändet Stelle dei
Frau Professor Schlick.

Holzversteigerung zu
Oberwürzbach.

Montag, den 29. Mail. J.

in 1J Ubr des Nachmittags, im

3chulhause zu Oberwüurzbach,

ommen aus dem dortigen Ge⸗

aeindewalde uachfolgende Hölzer

ur oͤffentlichen Versteigerung:
. Schlag Weidenberg:
2 lieferne Stämme 4 ClI.
388, Spyarren

die Folge hiervon war, daß von der Direklion des Anwerpener
ologischen Gartens umgehend ein Telegramm bei der Bahnhafs⸗
zollstelle eintraf, in welchem es hieß: „Stellen Sie sofort die ge⸗
jauesten und vorsichtigsten Nachforschungen an. Der Inhalt jener
züchse war eine Cobra (kleine giftige Beillenschlange) der gefähr⸗
chsten Art.“ MNan kann sich die Unruhe des Leiler Bahnhosper⸗
mals nun denken.

(In Maroeco ist Unerhortes geschehen. Ein Muha—⸗
iedaner, Sidi⸗el⸗Hadfhi⸗Abdel Soram. der direkt vom Propheten
Nuhamed abstammt, hat eine Christin, d'e Eagländerin Miß Kean,
eheirathet. Er bekleidet das hohe Amt eines Sheriffs und sie
var Erzieherin in der Familie des enalischen Generalkonsuls. Sie
jefiel ihm und er ihr so gut, daß sie über alle Hindernisse und
gorurtheile hinwegvolt girten, ader ne war klug genug, sich 1) eine
Nitgift von 100.000 Francz und 2) für den Fall seines Todes
300,000 Francs sicher stellen zu lassen und 3) zu bedingen, daß
ie früheren Frauen das Haus zu verlassen haben. Das Räthsel
st, ob sie Christin gebliebbn. Sidisel⸗Hadschi ist übrigens auch in
inderen Dingen ein Rann von Bildung und ohne Vorurtheil: er
rintt Wein, ißt Schenken, raucht Cigarren und leert ein Glas
Fhampagner in einem Zuge. Seine junge kluge Frau hofft durch
jr Beilpiel und ihren Einfluß jür die Eroberung Afrila's mehr zu
jun, als die berühmten AicikasReisenden Lvingstone, Baker, Barth,
dachtigal, Schweinfurt urd audere Proniere dex Kultur zusammen.

—Eää —
wWir naqea vicccurq auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
derren Kaufmann u. Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
zs handelt fich hier um Original ˖ Loose zu einer so reichlich mit Haupt-Ge-
innen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unjerer Gegend eine sehr
ebhafte Beiheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient das
lie Verlrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
orbenannies Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
aͤhlreicher Gewinne alljeiis bekannt ist.

Trioger-Verein.
Sonntag,, den 21. ds. Ab⸗
ichrt zur Fahnenweihe nach
Nittelbexrbach 822 Uhr Morgens
vom Vereinslokal ab.
Oer 1. Vorstand.Weter Schweitzer.
Moccen, Sonntag dei n iger Witterung findet im
Mayer'schen Garten
IX
tatt, wozu ergebenst einladet

Sonntag, den 21. Mai
Harmonise Musik
in der Gartenwirthschaft von

L. Weirich.
Grofte Auswahl
8Strohhbüten

in

ler Arten bei
Hermann Fischer.
Da Untrzeichnete empfiehlt sein Lager in
Spiegel, Spiegel-Gläser, Gold- u. Politur⸗
Leisten, zu Spiegel- und Bilderrahmen,
Garderobehalter, sowie
Garkenstühle.
J. Deroum, éqreiner.

25* 267 2:2 22*28
222 —3 83 ——
3 7— — — —3——3—8—7
2— 33——32 2 ——32*328*—
EZR. 2322* 2 2. 20
5* 233—365
75—— —2—
2233. 2252 5—23
225 — ——
28 7. 25
575 9——
* 30 *5 *
23* —— X
22 —312 —
2* ,„ 13 *5*7*78
* 86 * J J
*38 —A
532233 518*
552 535*
3
224 —
275. 52
3 *
377 *
77 *

2
7
—
        <pb n="280" />
        Man bieto dom Glüoke dio Hand!
6
375., O00 R.Mark
Haupt-Gewinn im gunstigen Palle bietet dio allerneueste
grosse Geld-Verloos ung, welche von der hohen Regie-
rung genehmigt und garantirt ist. —

Hie vortneuhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass
m Lanfo von wenigen Monaten durch 7 Verloosungen 43., 400
Gewiaiaae zur sicheren Pntscheidung kommen, darunter befinden
ieh Hanpttreffer von exentuell R. M. 375 V00, ⸗peciell aber

Gewinn a M. 20, 0c0, Ger ane a M. 10,000,

Gewinn a M. 125,000, 7 Gewinne a M. 12,000,

Gewinn aà M. 80.000, 11 Gewinne aà M. 10,000,

Gewinn à M. b0. Ooo. 26 Gewinne à M. 6,000,

Gewiun a M. 50,000, 55 Gewinno o M. 4.,000,

Zewinn à M. 40,000, 200 Gewinne aà M. 2400,

Gewinn aà 1 36,000, 412 Gewinne a M. 1200,

Gewinn aJ 30,000, 621 Gewinne à M. 500,
Gewinn aJ 285.000., 700 Gewinne aà M. 250,
Gewinne a M. 20. 000. 24, 350 Gewinne aà M. 138

ete. tce.

Die Gewinnziehungen sind planmüssig amtlieh festgestollt.

Zut väehsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staate
garantirten Goldverloosung kostet

1ganzes Original Loos aur Mark 6,
1halbeee 3
1viertel 5 lsa. 5 .

Alle Auftrüge werden sofort gegen Pinsendang, Posteinzahlung
oder Nacimahme des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführt
und erhält Jedermann von uns dia mit dem Staatswappen versehenen
Originul· Loose selbst in Hinden.

Den Rostellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gra
tis beigefügt und naeh jeder Ziehung nenden wir unseren Interessen-
ten unaufgefordert amtliche Listen.

Die Suszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
Garantie und kann durch directe Zusendungen oder au Verlangen
der Interessenten dureh unsere Verbindungen au allen grösseren
Plãtzen Deutschland's veranlasst werden.

Dnsere Collecte war stets vom Glücke begünstigt und hatte
sSich dieseibe unter vielen anderen bhedeutenden Gewinnen oftmals der
ersten Haupttreffer zu erfreuen, die den betressenden Interessenten
direct ausbezahlt wurden.

Vorauscichtlich xann bei einem solchen auf der sSolidesten
Basis gegrũndeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Be-
theiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir da-
her, alle Aufträge ausführen 7z0 kKönnen, uns die Bestellungen
baldigst u. jedenfalls vor dem 34. Mas d. I. z0Kommen au lassen.

Laufmanpn &amp; dimon.

Bank- und Wechsel-Geschäft in Hamburg.

Ein- und Verkauf aller Arten Staatsohligationen. Eisenbahn-Actien
und Anleheusloose.

P. S. Wir danken hierdureh für das uns seither geschenkte Ver-

trauen und indem vir bei Beginn der neuen Verloosug zur

Betheiligung ein aden, werden wir uns auch fernerhin bestre-

bpen, durch stets prompte und reelle Bedienung die volle Zu-

friedenheit unserer geehrten Interessenten zu erlangen. D. 0

Auszug
aus den Registern des Standes⸗

amtsbezirkes St. Ingbert pꝛo

Monat April 1876.

A. Geburten:

1. April. Juliana Johanna
Maria, T. von, Johanu Frees.
Elisabetha, T. v. Johann Peter
Lehmanu. Georg. S. v. Peter
Schmitt. Elisabeiha, T. von
Flijadetha Gebhardt.

2. Franzista T., v. Johann
Brell. J

3. Peter, Sohn von Jalob
Weiland.

7. Franziska Elisabetha, T.
von Michael Woll. Katharina,
T. von Jakob Heib. Theresia,
T. von Johann Lembert.

8. Anna, Tochter von Jakob
Hirth. Johann Peter, S. von
Georg Gehring.

9. Johann, S. v. Andreus
Osthof. 33

11. Peter, S. von Peler
Selgrad. —R

12. Helena, T. v. Joseph

Schwarz. Anna, T. v. Johann
Nennerknecht.

13. Hedwig, T. von David
ahn.

14. Elisabetha, T. v. Karl
x„chanck.

15. Peter, S. von Peser
Markini. Joseph, S. v. Niko⸗
'aus Lang. *

16. Barbara, T. v. Peter
Zchein. Chatlotta, T. v. Peter
Hoos. Maria, T. v. Michael
Fischr.

17. Elisabetha, Tochter von
Jakob Kißling. Johann, S. v.
Nikolaus Eisenhut.

19. Christina, T. v. Peser
Jung. Theresia, T. v. Christ.
Macx.

20. Elisabeihu, T. v. Nik.
—„chäfer.

21. Johann Joseph, S. v.

Nikolaus Schühl..
23. Katharina, T. v. Joh.
Paul Weiser. Albert, S. von
Valentin Derschang. Marig,
T. v. Peter Wagner. Elisab.,
T. v. Joseph Ochs.

24. Katharina, T. v. Joh. 16. Franz Joseph Antoani,
BZoaumann. 71 J. alt, Ehemann v. Maria
25. David Nilolaus. S. v. Anna Feldbarsen.
Ddeinrich Wilhelm. 19. Karolina, 4 J. 8 M.
26. Ida Karolina, T. v. alt T. v. Joh. Kreischer Nb.
Pbilipp Koch. 7 Frsisabetha, 5 M. alt, T. von
27. Karl, S. v. Friedrich Franz Joseph Haaë.
Alexander Zimmermann. Louisa, 25. Geoig, 6 M. alt, S.
T. von Johann Hitzelberger.“ v. Georg Haud.,
August, S. v. Joh. Feller Wo. 26. Georg, 4 J. alt, S.
Trara Maria, T. von Seinrich v. Johann Teffland.
Pdartin. *8 27. Friedrich, 15. J. alt,
28. Margaretha, T. v. Dan. S. von Friedrich Günther.
stemmer. * 28. Margaretha Josien, 66
80. Emma Maria, T. v. J. alt, Ww. v. Phil. Hottung.
Joh. Jos. Schusser. Elisabetha, 29. Georg, 23. 4 M. alt,
T. v. Johann Ripplinger. 5. v. Andreas Gries.
B. Sterbfälle: 30. Maria Anna,. 2 J. 8
M. alt, T. v. Georg Stachel.
2. April. Katharina Morlo,
63 J. ali, Ehefr. von Jobann
Buchheit. Jalob Allar, 57 J.
alt, Ehem. von Maria Weber.

7. Maria, 3. Vi. alt, T.
d. Christian Luck.

8. Katharina Klein, 68 J.
alt, Wbo. v. Georg Rippl'nger.

10. Mathias Keßler, 68 J.
alt, Wittwer von Karol. Licht.

15. Johann Joseph, 2 J.
ß M. alt, S, v. Jak. Gehring.

C. Verehelichungen:
25. April. Peter Schwaͤrz
nit Katharina Peters. Peter
Uhl mit Elisabetha Kathar'na
Ubl.
Fuür richtigen Auszug:
St. Jugbert, 17. Mai 1876.
Der Standesbeamte:
Custer.
Pabpr⸗

2131
1876..
Abfahrt von St. Ingbert nach Zweibrücken und
—Homburg:
416 78 9 1280 525 740
Abfahrt von Zweibrücken nach St. Ingbert:
648 938 1236 380 848
Abfahrt von Homburg nach St. Ingbert:
420 616 945 110 4 936
Abfahrt von Schwarzenacker nach St. Ingbert:
440 718 1010 8 418 9850
Abfahrt von Zweibrücken nach Pirmasens⸗
Landau:
.. 5380 10144 1250 32.
Abfahrt von Homburg in der Richtung nach
Ludwigshafen:
616 3817*8 11** 218 6*0 927
Abfahrt von Landstuhl nach Kusel:
663 96 380 9.
I Abfahrt von Kusel nach Landstuhl:
5 20 9868 118 5*0
Die mit * bezeichneten Züge sind Schnellzüge.

Frutdt⸗ Brod⸗ u. Fleisch-Preise ditto 2 Kilo. 51 Pf. dit:o1
der Stadt Zweibrüden vom 18. RKilo. 26 Pf. Gemischibrod 8
Mai. Weijen 11 M. 50 Pf. dilo. 93 Pf. 1 Paar Wed 190
dorn 9 M. 75 Pj. Gerste 2reih. Gramm 6 Pf. Spelzkern 0 M.
M. — Ppf. Gerste 4reihige — Pf. Dinkel O M. — P. Misch—
— M. — pf. Speiz d M. — rucht — M. — Pf. Rirdfl. J.
Pf. Hafer 9 M. 60 Pf. Kar- Quat. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf.
dffelu 2 M. 30 Pf. Heu 4M. dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 82 Pf.
30 Pf. Stioh 4M. 40 Pf. per Schweinefl. 566 Pf. Butter 1
Zentner. Weißbrod 18 Ko. M. 20 Pf. pet Pfund.

55 Pf. Kornbtod 3 Kilo. 76 Pf
Redaktion Drutk und Verlag von z. X. Demetß in St. Ingbert.
        <pb n="281" />
        Sb. Ingberker AAnzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungäblatt, (Sonntags mit illuftrirter Bei

age), erscheint wchentlich vlermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentovreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfr. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
muit 30 Pfg. pro Zeile bereqthnet.
4ẽ 80. Sonntag/ den 21. Mai 0 1876.
Deutsches Reich.

München, 18. Mai. Wie die „Süddeuische Presse“ meldet,
st heute früh der im Justiz⸗Ministerium arbritende Accessist Schneidet
iach Schloß Berg zu etwaiger Uebernahme der zweiten Stellung
m KabinetseSeiretariat beschieden worden. Die endgiltige Er—⸗
iennung Dr. Ziegler's zum ersten Kabinets-Zekretär soll unmittel⸗
dar bevorstehen.

München, 18. Mai. Bis jetzt (2 Uhr) bekanntes Wahl⸗
resfultat: 14,791 tiberale gegen 2118 ultramontane Stimmen ab-
Jegeben und 254 liberale und 24 ultramontane Wahlmänner ge⸗
vählt. (Im Ganzen find 284 Wahlmänner zu wählen.

München, 18. Die Wahl der fünf liberalen Abgeordneten
iä durch die keutige Waht vollständig gesichert. Die Liberalen
saben in 48 (497) Vezirken, die Ultramontanen in 8 (77) Be—
irken gesiegt. Die Wahl ging in größter Ordnung vor sich,
benso hatte man sich über die Zusammensetzung der Ausschüsse
ihne erhebliche Schwicrigkeiten verständigt. Die Piitglieder der
eichsfreundlichen Partei versammelten sich Nachmittans in dem
neu engerichteten Saale des Verlegers der Munchner Neuen Nach—
ichten, Herrn Knorr, in so kolossalen Massen, daß die Zabl
nehrere Tausend betrug. Bei geselliger Unterhaltung wurden die
Wahlresultate unter allgemeinem Applaus bekannt gegeben. Heute
st es zum 10. Male, daß München einen liberalen Wahlsieg er⸗
ang. Als Bürgermeister Hr. Dr. Echardt in der Versammlung
aschien, wurde er mit einem begeisterlen Hoch empfangen. Den
on Herrn Vecchioni auf denselben ausgebrachter Toast erwiderte
derselbe mit einem Hoch auf die liberale Stadt München.

Berlin, 18. Mai. Das Herrenhaus berieth heute über
jen Gesetzentwurf wigen Abtretung der preuß. Staatsbahnen au das
steich und nahm ihn in ecster Lesung mit 57 gegen 26 Stimmen
m. Fürst Bismarck suchte die verschiedenen, namentlich von Con⸗
erbativen, dagegen erhobenen Bedenken zu verscheuchen. Er meinte,
ie Eisenbahn Actionäte wären mit der Aendernng schon zufrieden,
nur die Directionen sträuoten sich; übrigens follten ja auch nicht
ille Bahnen für das Reich erworben werden. Schließlich ver⸗
icherte Biemard, es sei nicht beabsichtiet, durch die Beschlüsse des
reußischen Landiogs einen Denck ouf den Bundesrath oder den
steichstag zu üben.

Berlin, 18. Mai. Der „Reichsanzeiger“ schreibt: Von
erüchtweise verlautet, r weiteret Ermordung von Deutschen in der
Türkei sei an ammicher Stelle nichts bekanrt; namentlich lägen
jen dem Consul Gillet direkte telegraphische Mittheilungen aus Sa
pnichi bis zum 16. Mai vor. Die neuesten Telegramme der
eutschen Botschaft in Konstantinopel erwähnten nichts von der
Ermordung des Direckors der rumelischen Bahner, Kühlmann, eder
inderer deutscher Bahnbeamten oder fonst'ger deutschet Staatsan-
zthöriger in der Türkei.
Ausland.
Paris, 17. Mai. (Koln. Ztg.) Die Konigin Christine
eht in Begleitung des Grafen Onate and ihret Sekretärs am
fFreitag nach Madrid. Auch die Koönigin Isabella wird in Kutzem
hre Reise dahin antreten,

Der Aufstand in Bulgarien scheint rasch eine große Aus⸗
ehnung gewonnen zu haben: am 1. Mai brach er aus, am 9.
ollen schon 185,000 Mann unter den Laffen gestanden sen. Als
Hrund des Aufstandes bört man die Ueberbürdung init Steuern
ind die Einkerkerung vieler mit den Abgaben noch im Rückstand
)efindlicher Familienväter nennen. J

Aus Bosnien hört man, daß die kürkifchen Trusdpen, die
nisher im Lager bei Widdin sianden, die ganze serbische Grenze
idgespertt haben, um den Uebertritt serbischer Freischärler zu ver⸗
adern. — In dem Städchen Prjedort im nordwestlichen Bornien
tes nenerlich zu einem blutigen Kampfe zwischen Christen und Türken

zekommen; die christlichen Einwohner unterstützten die Au'ständigen
zurch Ge!d, Kundschafterdiensten und sonst auf jeglich‘t Weise. Die
krbitterung der Türken wuchs von Tag zu Tag und kam zum
Ausbruch, als eine Anzahl junger Chtisten das Städichen verlassen
vollte, um fich den Aufständischen anzuschließen. Es sollen an 100
Christen und der Erzvriester dabei umgekommen sein. Selim Pascha
ifte auf die Kunde von dem Vorjsall mit Truppen herbei und ließ
tliche hundert Mann Besatzung zum Schutze der Christen in dem
-mtädtchen zurück.

Rermischtes. U
Saarbrücken, 13. Mai. Eine ganz eremplarische Strafe
vurde heute vor dem Zuch polizeigerichte einem Manne aus Wiebels⸗
irchen zu Theil. Genannier haste am 22. März aus boshafter
dachsucht einem Nachbar die Fenster eingeworfen und später den⸗
elben in dessen eigenem Hause gröblich mißhandelt und beleidigt,
ie Frau mit dem Messer bedroht, ja, dem alten Schwiegervater
es Nachbars die Daumenspitze abgebissen und ausgespieen. Bei
er Konkurrenz der vielen hier vorliegenden Vergeben und der dabei
ewiesenen thierischen Rohheit beantragte der Staatsanwalt eine
gzesammtstrafe vornr5 Jadeeu' Gefängniß. Nach kurzer Berathung
zerurtheilte der Grrichtshof den Beschuldigten zu 4 Jahren Gefängniß.

f Zweibrücken, 19. Mai. Gestern Nachmittag verunglückte
ie 16 Jahre alte Tochter von Ludwig Knobloch in Ernstweiler
»adurch, daß sie am Rand des Hornbachs mit Salatstechen beschäftigt,
yon einem ihrer sie hin und wieder heimsuchenden epileptischen An⸗
ällen ergriffen wurde, in den Bach stützte und ettrank. (Zw. 3.)

7 Kaiserslautern.“ Die Pfaälzischen Bahnen gewähren
en zur Grundstenlegung des Gewerbemuseums am Sonntag hier⸗
ser reisenden Festbesuchern 50 pCt. Fahrtaxermäßigung.

FKaiserslautern, 18. Mai. In der gestrigen Sitzung
es biesigen Polizeigerichs wurden etwa 50 Burschen von hier,
velche am 24. April abhin, bei Gelegenheit des heurigen Ersatz⸗
zeschäftes die Straßen hiesiger Stadt Arm in Arm und unter
rüllendem Gesange durchzogen, den Polizeidienern, welche sie zur
Irdnuna verwiesen, noch ungezogene Bemerkungen machten, und
ich sonstige Ungehörigkeiten zu Schulden kommen ließen, in Hafte
krafen von 8 bis 21 Tagen verurtheilt. — Eine weitere Anzahl
iesiger Burschen, welche, sich zu Thätlichkeiten gegen die hiesige
Zolizei hinreißen ließ, wird in nächster Zeit vor dem h'esigen tgl.
Zuchtpolizeigeeichte zur Abuttheilung koumen. (6G. 3)

F Aus Schifferstadt, 18, Mai, schreibt man der „Pfälz.
3tg.“: „Die Nachricht pfalzischer Blätier, daß man den Eigen
ümer des Hutes, welcher neben dem ermordeten Waldhüter Witt
efunden wurde, ermittelt habe, wird als nicht zutreffend bezeichnet.
Zisher sind fünf Individuen als des Mordtes verdächtig verhaftet,
dier von Schifferstadt und einer von Neuhofen.“

F Die „Pf. P.“ schreibt: Nach einem Ausschreiben der kgl.
stegierung soll im Verlaufe des Sommers in jedem Amtsbezirke
von der: betreffenden Hauptlehrern je ein? allgemeine Lehrerconferenz
im 31. Mai und zwei besondere Exspectantenconferenzen am 28.
Juni und 23. August abgehalten werden, woju durch die Distrikts⸗
ind Lolalschulinspectionen die Lehrer (diese jedoch nur zu der all⸗
zemeinen) einzuladen, die Verweser aber zum Erscheinen aufzufordern
ind, da für letztere der Besuch obligatorisch ist. Die Gegenstände,
herche auf der ersten genannter Conferenzen verhandelt werden sollen.
ind) 1 Die Wichtigkeit der Veranschaulichungsmittel beim Unter⸗
icht im Allgemeinen, die Lehrmittel der pfälzischen Volksschulen im
Zesonderen. 2) Stoffvettheilung auf die einzelnen Lektionen und
arüber zu führendes Tagebuch. 8) Die Vereinigung der im Fort⸗
zildungsbezirke dermalea vorhandenen Bibliothelen. Wahl der Aus⸗
hüsse, Bildung von kleineren Lesezirkeln. Die Exspectanten haben
ür ihre bride Conferenzen je einen Aufsatz zu bearbeiten, nämlich:
P Wie bringe ich meine freie Zeit zu? 2) Zeichnung der merk—
        <pb n="282" />
        würdigsten Schülercharaktere in meiner Schule; außerdem sind in
der ersten Stoffvertheilung und Tagebuch ausführlich zu besprechen,
in der zweiten die einschlägigen Cntwürfe der Pflichtigen zu behandeln.
— In einer allaemeinen Conferenz sind durchsch ittilich, wenn sie
alle kommen, 100 bis 150 Lehrer dvereinigt.

Aus Mannheim wird mitgetheilt, daß zwar der Musik⸗
direktor Gustav Langer den freiwilligen Tod suchte, daß aber der
gleichfalls dort wohnende Komponist des „Dorsröschen“, Musik—⸗
dirckior Ferdinand Langer, zu seiner Freude und zu der seiner
Freunde noch lebt und guter Dinge ist.

4 Das historische Huus in Mannheim, worin Kotzebue
von Sand ermordet wurde, wird abgebrochen, um durch ein neues
Gebäude ersetzt zu werden.

Trier, 15. Mai. Uebecr ein beklagens verthes Unglüdc,
welches sich vorgestern Morgen bei einer Exercierübung auf dem
Grüuenberge zugesragen, berichtet die Tr. Landes-Zig.: Das erste
Bataisson des 70. Infanterie-Regiments mandverirte auf deim
Exercierplatze und hatte die 4. Compaanie als Schützen aus—
schwärmen iassen, welch' letztere sich zur besseren Deckung auf den
Boden niedergelegt hatte. Eine Escadron des 9. Hilsaren-Regi⸗
menis ritt bei Aussührung einer Sturm⸗Attaque in vollem Galopp
über sie hinweg, bei welcher Gelegenheit 2 Mann tködtlich und 7
bis 8 Mann mehr oder weniger verwundet wurden.

F Praa, 16. Mai. Anläßlich des Johanni-VFestes trafen
hier ühber 30,000 Pilger aus Böhmen und Mähren ein. (W. Bl.)

f Weltausstellungen sind ein kostspieliges Veranügen. London
und Wien wissen davon ein Liedchen zu singen, letzteres besonders,
denn die vierunddreißig Millionen Mark Defizit, welche die Wiener
Weltausstellung eingebracht hat, lasten noch schwer auf den Schultern
des österreichischen Steuerzahlers. Wieviel Philadelphia zusetzen
wird, läßt sich noch nicht absehen, eine kleine Summe wird's wohl
auch nicht werden, obgleich dem Yankee sein augeborenes Geschäfts⸗
talent über manche Defizitklippe hinweghelfen mag, an welcher ein
europäisches Ausstellungscomitee sich leck lFduft. Paris, das im
Jahre 1877 sich den Luxus einer Weltausstellung erlauben will,
ftürzt sich bereits in die nöthigen Schulden, vielleicht in der stillen
Hoffnung, daß der augenbliclliche abnorme Stand des Geldmarkte
hm billiges Geld gewähren wird. Der Gemeinderath der Stadt
Patis hat beschlossen, eine Summe von 120 Mill onen Fraucs
als Ausstellungz⸗-Anleihe“ aufzunehmen. Die Anlehe soll in 73
Die Eröffnung meines
Bier-Kellers
zeige hiermit ergebenst an.
Julius Grewenig.

Sonntag, den 21. Mai Ein
Rarmonie Musik braves Dienstmädchen
in der Gartenwirthschaft von wird bis Juli gegen guten Lohn
Peter Schweitzer. gesucht. Nur solche wollen sich
Eonntag. den 21 MNai melden, die gute Zeugnisse be⸗
3 j itzen.
aifest. und Tanzmusike od saat die Erbed. d. Bl.
Eine tüchtige Magd
findet Stelle bei
Frau Professor Schlick.

Peter Luck
in Hasel
LOIcais
das Hundert zu 1 Mark bei
RSSaur, Gerber.
Geschäftsempfehlung.
Ich bringe hiermit zur
Nenntniß, daß ich mein Ge⸗
schäft, als
Zeugschmied
hiet angefangen habe und
alle in dieses Geschäft ein—
schlagenden Arbeiten zur
oünktlichen Ausführung über—⸗
nehme.
Johann Schmitt.
Pfarrgasse.

MIVVEIIEXRIICCRGiCCCACCà...
opusar ⸗ medicin. Werk.

Durch alle Buch⸗
handlungen, oder gegen
Eins. v. 10 Vriefmarken à 10
„Pf. direct v. Richter's Verlags⸗
Anstalt in Leipzig ist zu bezieben:
„Dr. Alry Naturbettmethode“,
Preis ĩMart., Der in ee be⸗
ruhriten illustr. ca. 500 6. start.
Vuche angegebenen Seilmetbode ver—
zanten Tausende ihre Gefundheit.
Ddie zahlreichen darin abgedructen
dan lichreiben beweisen, daß selbst
solche Kraͤnte noch Hilfe gefuuden.
die, der Verzweiflung nahe, ret⸗
nngdlod verloren scienen; es solie
aher dies vorzügl. Wert in keiner
amilie fehlen, BF VMan ver⸗
inge uͤnd nehme n ur das JIu⸗
rirte Orioinalmert von Rich⸗
ere Rerlags⸗Austalt in Leipe
— weelche auf Wunsch **
Suszug, dessel bey
kranc⸗e

Jahren (von 1877 ab gerechnei) awmortisirt werden ꝛc. Da die
Kegierung und die Kammern d'ese Anleihe erst durch Gesetz gut—
heißen müssen, so dürfte die Anleibe nicht vor Mitte Juni auf den
Maärkt gebracht wecden.

Dienstesnachrichten.
Der Districisthierarzi Georg Feist zu Hornhach wurde zum
Kreisthierarzt in Forbach (Lothringen) ernannt.

—— eFe
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeßg.
Die beiden neuesten Nummern dee Itlustrirten Frauen
Zeitung (vierteljährlicher Abornementspreis M. 2.50) enthalten
J. Die Moden-Nummer (I19): Reise:Anzüge mit Staubmante
ind Paletot, Mull⸗, Linon⸗ und Percal⸗-Kleider, hohe Schooßtaillen
*inzelne Röcke und Aermel. Hüte für ältere Damen und junge
Mädchen, Fichüs, Barben, Cravoten und Cravatenschleisen, Morgen—
jäubchen, Frisirmantel und Unterrock mit Schleppe. Kinderlleider.
Bestridte Decke, Streifen-Decke (russische Stickerei). Decke auf
deinwand (venetianische Stickerei), Schreibtisch-Tppich nebst Aus—
ührungen, gestickte Bordüre (Tapisserie-Arbeit) Bordüre zur Aus—
tattung von Möbeln (Oeldruck auf Segeltuch mit Steppstichstickerei).
Franze (Knüpfarbeit), irische Spihen? und Häübkelarbeiten, Bunt⸗
aund Weißstickereien 2c. 2c. mit 57 Abbildungen und einem großen
rolorirten Modenkupfer. 2. Die UnterhaltungsNummer
20): Die Nothhelferin. Novellette von Lrvin Schick eng. Schluß
— Gedichte in oberbairischer Mundart. Von Karl Stieler. 2. —
Broßfürstin Maria Paulowna, die Mutter der deutshen Kaiserin
Von Fr. Helbig. — Alfred Rethels Hannibalzug. Von Adol
Rosenberg. — Die Orang Utans im Berliner Aquarium. Von
Dr. Otio Hermes. — Verschiedenes. — Briesmabpe. — Frauen⸗
Bedenttage. — Ferner folgende Illustraätionen: Großfürstin Maria
Panlowna, die Mutter der deutschen Kaiserin. — Alfred Rethele
dannibalzug. Viertes Blatt. — Die Orang-Utans im Berliner
AUquarium. Von H. Leutemann.

DCCCOOCGOOOOOCCSDSCCCSO T
Ein trefflicher Schmuck des trauten
Daheim!

Der Leser dieses Blattes sei auf folgende, von den ein⸗
flußreichsten Organen der deutschen Presse empfohlene, vor⸗
zügltch durchgesührte lithogtaphische Kunstblätter aufmerksam
gemacht:

1. Elsa und Lohengrin im Brautgemach.
2. 7 Sachs ee s pen dants!
2. Hermann un orothea.
* v. —55 de heg pendants
5b. Fürst Bismarck auf der Jagd.
6. Jurst Biomarck in Varzim. g pendanta
Pap'ergröße à 63/,78 Cent. Preis pro Kunstblatt 8 M.!
Nr. 7 sei als
Mittelst., Nr. 8u.
9 als je eines der
beiden Seitenst. d.
Mittelst. bestens
empfohlen!
Papiergröße à ca. 40/50 Ceat. Preis pro Kunstblatt 1IMM.!

Jedes deses Bilder bilder auch für sich allein einen
trefflichen Zimmerschmuck.

Jedes dieser Bilder ist auch einzeln für sich allein in
jeder Buchhandlung zu haben!

Berlin, Besselstraße 17.

Werner Grosse's Kunsiverlag.

—
Büurgerverein
Er.Ingbert.
Mittiwoch, den 24. Mai
1878 uAbends 8 Uhr
Vereinskränzchen.
Zusammenlunft bei Herrn
Joh. Best.
Der 1. Vorstand.

Framnfurter Börae
vom 18 Mai 1876.
—EXX M. Pf
distolen, doppelte. -— 68.
distolen.... — 2 6.
Jollän. 10.-fl. Stucke. 1665 6.
Randdukaten 1930-8
20-Frankenstũcke. 11617-21
Englische Sovereigns. 2034-8
Russische Imperisia, I1668-68
Dollars in Gold.. 416-1

Redaltion Druck und Verlag von J. X. Demeß in St. Ingbert.
Biezu illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 21
        <pb n="283" />
        Vl Angberler MVUnzein⸗ r.
—— να— —E
, ue öα

Der St Jugberter Anzeiger Laddas (Ewial. wd hentlih) mit wein Laupiblalte verdundine iüuterhaliunaebiaitSondiags mit illustrirter Vei
lage)“, ꝛtscheint wochentlich vlerniale Dieustago Donnerstag, Samstag ind Sonntag. Der Abonne mentopreis velragt vlertelfahrlich
Mark 20 R.⸗Pfa.“ Anzeigen werden mit 10 Pifg- von Arswärts mit 15 Pfy. für die viergeipaltene Zeile Blattschrift vder deren Kaum. Reetla men
mit 20 Pfa. vro Zeile bexechnet 1n —

ey paed et nzttttden 2453
— — gn — I,
t 445 22n huni —1876.
Mainuelei αινιια Lutu. ni
493 81 . Dienstag , den 28. Mai ε ?
—8 —
: ,—eei
J Deulsches Reich —A
— Mäün chesn', 18. Mai.“ Die Sp'tzen der beiden Fraltionen
der Kammer der Abgeordneten sollen si hein' einect geme inschafttichen
Zusammentritte mit dem Dirkkiorrim in“ B'ziehung auf die Dauer
der Geschäftsthät gleit der Kammer dahnaushesprochen haben! daß
vor Ende Juni die vargelegten Arbeiten“nicht erledegt · sein⸗ Iornen
unde eine' sich re Bestimmtheit sich nicht antiehinen lasse. Wit
iüssen aufmerkjam machen, daß von heutenb bis Ende Junie 42
Wochentage, darunter aber 12 Sonn⸗e*und Feiertoͤge sind; bran
welchen die Sitzungeü ausfallen; daßz fernet von Seite der Kammer
der Reichsrätht noch keine Sttzung über das Budget stattfand; fohin
dlauben wir an eine Beendigung der. Gischäfne vor Mine Juli
uch bei Arwendung des größten Fleißes nicht rechnen unde dem
Zandtagtabscheede bis etwa 20 Jull enigegensehen zu dürfen.
München.“ In der Sitzuung der Kammer der⸗ Abgeotdneten
vom 19. d. wurde, nachdem die Wehlen, von Edenukoben!min d
Kantel für gillig erklärt worden5 der. Bau-Etnt« des Kultukmini-
fleriums erledigt. Sämmtliche Poften bis auf einen wurden? der
Regierungs-Fotderung gemaß genehmigt;dieser eine!“— 79,972
M für ein Schullchret⸗Seminar in“ Regensdurg! ——
Gnade vor den Augen der .Patrioten,““ oawoht Hrrnw. Lut aus-
drücklich erklärte, daßz dises Semingr kein gemischies, sondern ein
tathonsches werden solle; es wurde iihm eben- nicht' geglaubt.
Unier den genchmigten Posten befindet sich der Ansatz von 101,000
Mi. für ein Gymnasialgebaude in Karserslautern.
München, 19. Mai. In der heutigen Finanzausschußsitz
ung wurde, bei Gelegenheit des Postulats fuͤr-Ankauf eines weite⸗
den Raumes für das Bezirksgerichtsgebäude in Landau zu 4000 fla
die interessante Frage ventikirt, welchen Einfluß die neue Gerichts⸗
organtsatisa uf. dau- Beltand der pier. Beairtsgerichte in dert Pfalz
etiwa haben könnte:“ Es wurde wom: Aba⸗ Karl Schmidt die An—
sicht wvusgesprochen, daß die hergebrach e Eintheilung der Pfalz in
dier Gerichtsdezirke auch dei der neuen Gezichtsorganisation werde
beste ren Pleiben mussesonohi imιιανσ ιιι dermalige he-
deutende Geschäftslast dieser, Gerichte, als auch im JInteresse der
Gerichtsbaten dienbei? zldete Jusammlegunge zweler⸗ Gerichte ge⸗
schadigt würden, und im Inieresse der Staatskasse. Von Seiten
dee Staatsregierung wurde die dermalige glückliche Arrondirung
der Bezirtsgerichtssprugal anerlannt. und hingewiesen auf die durch
Zusammenlegung. ziweier Gerichte rolhwendig werdende Aufstellung
bon exponirten Unlersuchungsrichtertt sowie die größeren Kostenaus⸗
gaben, welche Umstände! die Beib haltung des jetzigen Zustandes
inl rdingb wunschenswerth erscheinenlichen. Vei dieser Gelegen⸗
heit wurde im Schooße des Ausshusses ausdrücksich die außerordent⸗
ͤche Wohlfenheit. der pfälzischen Justizpflege anerkannt.
München, 20. Mai. Eamnjet der Ab geordneten) Bran⸗
denburg verließt eine Interpesllafion, dx Revision der Bestimmungen
äber Ausliatung der Gehölze längs der Landstraßen betreffend.
Der Fmanzminister erktärt Ramens des durch ? Unwohdlfein ver hin—
derten Veinisters des Janern: daß dieser schon de nnächst antwor—
en werdevcGeaf Fouͤgker teserirh über die Nachweisungen der Ver—
wallung der Siaatsforsten, Jagden und Triften 1873,74 und ve⸗
antragt Nameus des Ausschusses den Nachweisungen die Anerkenn⸗
ung zu ertheilen. Der Antrag wird debattelos ungenommen.
Foigt, Generul-Diskusion üver den Vortanschlag derselben Verwal⸗
ung für 187677. Der Finanzministet ettärt, die: Negiecang
anerkenne die Noihwendigkeit gesetzucher · Vorschriften für Schutzwal
dungen; beschäftige sich derests mit den eingeholten' Gutachten.
Die: Revsion müsse jedoch, auf das game: Forstgesttz aissgedehni
werden. Hierin liege der Grund,“ daß die Regierung ihre Zusage,
olchts Getz jzi schon vorzulegen, leider noch nicht einlbsen: fonnte.
Mit jotshem Gesetze hänge die Reorganisation der ganzen Forst derr
waltung zusammen Sobald wie möglich-wetde das. Sesetz vorge⸗
tg. In derx Epenial Debatt⸗ werden sodann sammtiliche
Tuel des Eials für Form, Jagd⸗ und TrifteVerwaltung nach den
Ausschußanträgen genehmiagt. Der Etat für die Forstlebranstalt

ι n, Aäα,
Aschaffenburg wurde zurückgestellt.gDiegnächte Sihub⸗ ige
woch, wo Schlör über die Staatsbahnen Leferixten nztnl gut
Münchean. 20. Maß d Besterzufind vom Beifiepe direllot
deren Oug · Kühlmann qus Konstantinopel Wiücheilungen an seine
Bexwandten bieheu. gelangie elche uber dessen vollständigez Wohl
hefinden berichtenn Dessen Gemahlinbefindet sich seit, einigein Ta⸗
—

OD ANusland⸗ n —— ——

In-Send wädo wig (österr. Galizien) bam es am A5. do. vi
iner, leinen Rezvoste, Gendarmen perhäafteten zauf, zgerichtlichen
hefehl IVauern welche der getichilichen Votladung, beine Folge
ristelen. Ueder 200, zusammengerottete. Dorfeinwohner, Nänner
ind Weiber; wollteq init, Gewalt- die Verbafteten befreien. Nach
afolglostn Mahnungen lies: der Patrouillenführer mit dem Balonnet
vordringen, und als dies nicht half, Feuer geben. Zoni Bauern
vurden, getödtet und zwei schwer verwundet, worauf die Menge
stob.n Das Bucaczer Gericht entsendete eine Gerichtsebtominission
sud traufririe miaricht Aisitenz dus Mogastetzystue

»Aus Konstäntinvpe?,“ 19. Maiß wird gemelodehenn Mie in
Zalonichi geführle Untersuchung hat ergeben,, daß die Bulgurin,
die sen Aniaß ju den Ausschreftungen gah, niemass jmedeutschen
Fconfulate⸗gewesen ist/ (wien dies in dem Berichte behauptet war,
zen der Vann von Salonihi- nach Konstantinopet erstattel hat).
Nüch: Bulgarien siad zur Austellung eiper Unterluchung wegen der
Unruhen zwei Commissüre ubgesandt worxden.

———
— — — ñ—
VV—— 34 Arc
VBermischtes. 2.7 3 8
7 St. Ing bert, 22. Mai.“Gestern kam an der Ecke
des Schant'schen Hauses ein Knabe won Elversberg so unglücklich
unter die Pferde eines: rasch in die Kohlenstraße einlenkenden Fuhr-
verkes, daß rr, wie man hött, schwere Werteh mzen, dabon getia⸗
gen hat.n⸗»Möge dieser traurige Vorfalll allen Besitzern von Fuh t
perxlen eine eruste. Waxnung ein besonders in den Stroßenbie gun⸗
jen langsam zu fahren, um so mehr dieses ader an Eönntagen,
in denen die Straßed meistens sehr belebt sind 3
er.Der Konig? hat dem Kampfgenossendreia ik J we ibtiten
eine blane weiße Schle'fe füüt dessen neue Fahne gescheolte —
7Kauferslaurerne 22. Mai. Die geltrige Feier- der
Hrundsteinlegung' des⸗ Gewerbemuseums nahm einen befriedigenden
herlauf. Früh Morgeus fand Tagredeille statsz, und um I1. Uhr
»ewegte sich ein großartigen, aus mehreren taufend Menfchert be⸗
tehender Festzug unter dea Klängen mehreter WMusikcapellen dirch
ie festlich geihmückten Straßen der Stadt. Derselbe ging vom
Vtarplotze aus am Gasthaus zum Schwanen vorüder. wo der kgl.
Peglerungspräsident Staatsrath von Braus begrütztz wurde, durch
die Fackelgasse, Haupistraße und Ludwigsstraße nach dem mit Baum⸗
ben und' Fahnen geziertew⸗ Festpkatzwo bereits Ver: Sockel des
Hebüudes seiner Vollendung esitgegengeht.“ Der Zag wurde don der
Feuerwehr erdffnet und don den Turnern geschlofsen. Es betheiligten
ich gn demselben u. A. der Stadkrath mil den Festgästen, die am
Bah Pejschaäftigten Pundwerker der Kriegerverein',! die ve rjchiedenen
Fabdriten und Zünhte, dir Gesangvereine u. s. w., alle mit Fahnen
ünd Enblemen. Die Festkede hielt Hr. Fabrikant J.: Weber. worduf
dr. Rectot Spatz einen Spruch ausbrachte und Hr.Siaotsrath v.
Braus unker passenden Worten den, Att der Grumsteinle zunge voll⸗
og etagoefand ein Diner inn Schwanen“ stit wo Ht. An⸗
Aidt einetz Toast quf den Koͤnig, Hr. RetlotSpatz tinen
dhe 24 3 Präsidenten und dieser in langeret Rede einen
ol Zen auf.die Stadt Kaiferslautern und die Pfalz äusbrachte.
Wahrend des Essens, licf ein veglecwünschende; Telegramm vom
Leg ecuuxatath? DPiediciis ein. Mittags wurden die am Bau be⸗
häftigten Arbeiter auf Gelberts Kellet bewitthet und Abends folgte
in eiwas dünn besetztes Bankett in der Ftuchthalle statt, wo Hr.
ßrofessor Der Medicus den offisteslen Toast auf den Proteltor des
Muftums, den Präsidenlen von, Braun ausbrachte. Daß es an
        <pb n="284" />
        jonstigen Toasten und Reden nicht fehlte, brauchen wir nicht zu zeitig halten d'e Lehres des Regierungs Bezirls Erfurt eine Sepa⸗
erwähnen. ⸗ 83 6f. K.) rat: Vrrsammlung·
FaKaiferslaustern, 21. Mal4 Eine Anzahl Gerber eiree p'Mainz. 19. Mai. Heute Margen wurde in dem Bahn-
23 an der Zahl ausg der Umgegend Kaiserslauterns beschtossen am hbofe zu Castel dex Bahuhofassistent Siebert von einer durchfahren-
21. Mai: rohe Häute blos noch grubenrein, d. b. vhne Horn, den Locon'otiv im Geleise erfaßt, uͤberfahren und schwer verlttzt,
TFiter, Schwanz, lechsen oder sonstigen Inhalt zu kausen. Das amentlich am Kopfe. Im Laufe des Vormittags hat er den
Tunkgeld fällt weg, dasür wird Nettogewicht bezahlt. Schlechte heist aufgegeben.
Dehablung der Haute, wie J. B, leichtsinniges Verschnerden, Naß . 7. Eer alte Schäfer Thomas“ hat sich unkerstanden, in geiner
matden Höer quf betraͤgerische Weise durch Sand oder Salt erzeugtes Prophezeihung fir das Jahr 1876 den Untergang der öster⸗
Gewicht sist drchaus aicht' zu dulden. Die Gerber aus dem Nahe- eichischen Monarchie in diefem Jahre in Au—-sicht zu stlen. Dies
Glan⸗ und Aljfenzthal haben am 14. Mai dasselbe beschlossen. vunte man sich in Wien natürlech nicht ruhig gefallen lassen und
Rserlauteru, 20. Mai. (Pf. P.J Deute fand. die ꝛie hochderräthexilsche. Prophezeihung“ ust auf Antrag der Staats-
Generalversammlung des Eisenwerls Kaiferslautern statt. Der anwalischafst weggenommer und mit dem —A
Worstand hob in seinem Geschäftsbericht hervor, daß die Fabrik worden. Ml man in Oesterreich jfür die Simpeleien des „alten
wat vollftandig beschaftigt jei, dagegen der Umschlag gegen vociges Schafers Reclame maden ⸗
Jahr in Folge der gedrüchten Preise wesentlich abgenommen habe. r Bukarest, 20. Mai. Ein furchtbaren Schneeffurm rich—
Ucdrigent tonnlen nach den Abschreibungen 12 pPCh. Dibirend⸗ lete in Rumänien großen Svaden an. Das Thermometer sank
zur Vertheilung gelangen. uf e rr 8 gezeigt daut
— 7 — — Vor dem Par ser Zuchtpol'zeigeri ist vor einigen Tagen
8 Dei 2. 3.5 meldet au⸗ Daurthem 20. Vaie Die bin Fabrikant eines Geheimmittels verurthelt worden, der damit,
Hiobsposten mehren sich und die Aussichten auf den Herbst mindern 48
Vv. — J Findern pie es scheint, sehr gute Geschäfte gemacht bat, obschon das Wittel
sich. Heute Nacht hatten wir wi⸗der Frost, der einein Theil unserer
Zemartungꝰ empfindlichen Schaden verursocht hat. So liegt vor jat keinen Werttz hatte. Dieser Herr Alphous Baer, ein Deutscer,
uns eine Anzahl junger, 12 -14 Cim. lanqger, kräftiger Triebe mit 8 Jomralisitter Flanzose / ventanfte eineen Im dees
— — T ittel gegen Nervenschmerzen, welches ex VEau antinévralgique
en weny Zanen pen Geiersderg ñ reen, und der ennse und welches nach der Untersuchung eines Chemikers weiter
lie un⸗ rach — * ie so auqh anderewarts aussete. —X—
zu ,— h 3 Mai. Ein dall von sehr feltener nacerirt wurden und der mit etwas gebranntem Zucker und Indigo
— uchtbarkeit ist kür, ich abier vorgelommen. Eine Kuh des fefärbt wurde. Dieses lostbare Miittel sollte nervöse Kopffchmerzen
ammwirthes Feidig warf nämlich vor eiwan8 Togen 83 völlig zeilen and gegen jede Nerdenaffektion, Schlaganfälle und Epilepfie
ausgebildete, gesunde Kälber. Die Kuh, ein kraͤftiges Thier „ge⸗ jelfen; es hat aber in der That die Wirkang gehabt, daß Herr
ie — Die3 Kalber sind schedig, und Zaer davon in einem Jahre für-1,800. 000. Fré. vertauft hat.
gedeihen prächtig. Doas Gericht hat ihn wegen Betruges zu einem Monat Gefängniß
.4 Das pfälzische Turnfest wurde wegen der am Sonntag den deruetheilt. phn
2iä in goeiserelautern statifinde aden Grundfteinlegung zum pfutg schen JFLondon, 16. Mai. Pater Hyacinth (M. Ladlei ))ist
wewerbemuseum auf Sonntag, den 28. Maiverlegt. Das dest un Begteinung seiner Gattin von der Schweiz hier angelommen.
findet in Mailammer statt. *7* kr beabsichtigi, in der brinschen Metropole einen Chelus von Vor—
lesungen über theologische und soztale Fragen zu halten.
F(Zum Schutze der Pferde und der Rinder),
velche Abekanntlich bei der warmen Jahreszeit seht viel vou den
Fliegen zu leiden haben, ja seldst oft durch sie scheu und wild
derden, empfiehlt eiue engl sche Acerbau-Gesellschaft ein einsaches
Pꝛittel, nam ich das Haar dieser Thiere mit einer starken Abdkochung
don Nußhlättern zu tränken, besonders den Schwanz und de Na—
enlocher. Durch dieses Decoct werden sie nicht nur von ‚diesen
äst'gen Thieren dewahrt, sondern es zerstört auch die Eier, elche
die Fliegen auf de Haut der Pferde und Rinder legen.

München, 20. Mai. Auf Ansuchen fompelenter Kreise
ist die Errichtung einer Filiale der „Bayerunchen Notenbank“ in
Würzburg und von Agenturen in Kit ngen und Landau in der
Pfalz im Werden begriffen. Wie verlautet, sind die diesbezüg⸗
lichen Wünsche auch von anderer Seite geäußert worden, und ist
denen zufolge die Gründung weiterer Zweiganstalten der genannten
Bank in Kaiserslautern, Neustadt a. d. Hardt, Pirmasens, Zwei—
brüclken und Speher in Aussicht genommen.

Der in der Pfingst-Woche in Erfurt sich versammelnde
deutsche Lehrertag wird üder folgende Fragen verhandeln: 1) die
allgemeine Voltsschule; 2) Lesebuch Ftage; 8) Orthographie⸗Re⸗
form; 4) die sinkende Sitilichkeit und die Volleschule. Mait dem
Lehrtitag wird eine Lehrmittel-Ausstellung verhunden sein. Gleich

Fur die Redaction verariwortlich: F. X. Demceetz.

—öW
RPürgerverein
St. Ingbert.
Sonntag, 28. Mai, Nachmit⸗
jags präcis 3 Uhr,
Generalversammlung
im Vereinslokale.
Tagesordnung:
Besprechung über Vereinsver⸗
mögen.
Der 1. Vorstand.
20 bis 25 Maurer,
verhältnißmäßig nach der Arbeit
taͤglichet Lohn bis zu —Ar
dauernde Arbeit das ganze Jahr
hiudurch, werden sofort eingestellt
bei *

J. Fatscher, Marrermeister,
wohnhaft auf der Meß.
Der untere Stock
hes den Eiben Thier y ge—
hörigen Hauses, neten Café
Oberhauser, mit4 Zimmer,
Ladenzimmer, Küch⸗, Heller Spei⸗
cher 2c. zu jedem Geschästsbetrieb

geeignet, ist zu vermiethen.
Näheres bei WMich. Thierh.

Einem ge—⸗
»hrten Publikum
zur gefl. Notiz-
nahme, daß ich das Geschäft eines
Lohnkutschers
hier betreide und irder Zeit
Cha'se Fahrten annebme.
Nikolaus Feht,
wohnhaft im Weidwann'schen
Haufe, Blieskasteler Straße.
q zeige hiermit ergebenst an—
daß ich die bisher im Namen
neines verstorbeneu Mannes ge⸗
ührte
*

Wirthschaft
meiter betreibe und bitte um ge-
geigten Zuspruch.

Achtungsvoll

Ww. J. J. Bechtel.
Gelbe Lupinen
d M. 12. franco St. Ingbert
empfiehlt
2V. Hußong.
Blieskastel.

-ge Empfeblung.
Da ich den Verkauf meiner Näh—

maschinen für 5t. Ingbert und

Amgegend wieder fselbst übernommen

dabe, so empsehle ich mein vollständiges

Lager darin, zu bekannten Jakrikpreisen.

Alle Zahlungen für durch Herrn

Joos auf Credit verkaufte Maschinen

iind direkt an mich zu machen.

Zweibrücen, den 20. Mai 1876.
Raudolph Franok.

m——

Theaterdecorationen,

Baͤllons, Lampions. Bon⸗

ner Fenknentabrik, Bonn a/Rh.
arGouver“s.

mit jeder beliebigen Ferma be⸗

druckt, sind billig zu haben in

der Druckerei von
F. X. Demetz.

Des Cdhbristi⸗

Himmelfahrts⸗

estes wegen wird

der St. Ingberter Anzeiger schon
morgen, Mittwoch, auagegeben.
Die Expedition.

—
Æ ä.
L
Nedaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
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27 —0908** —V — 222
5— 7———2— 272237723 52
538 — 323 2227
2 3., 2. *3 * 822 3222
—* 23. 3:. . —3 322253 352 *
5 — —5— 5——2 2—237555
2 77— 52323 —532*3 22
353 —23 355* 3285
—5 5—33—38333235388*
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532 25 25 1522232
3 57 * 22 2., 2 2
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28827* 2298 3878
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255* 5335 3328—
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        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hiuptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erjscheint wöchentlich viermalz Dieustag, Oounerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnsementspreis beträgt vierieljährlich

NMark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen wierden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfq. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 82. Don nerstag, den 25. Mai 00 1876.

Deutsches Reich.

Mäünchen, 20. Mai. S. M. der Ksnig? hat bestiwmi,
zaß die Officiersstellen des Friedensetats der Sanitätskompagnieen
rünftig regelmäßig mit Officieren des Trains, und zwar unter Bei—
dehaltung der Uniformirung und Adjustirung als Train-Offiziere,
zesetzt werden. Die gegenwärtig im Stande der Sanitätscompag
nicen befindlichen O ficiere verbleiben bis auf weiteres in dieser
Berwendung und behalten vorerst die bisherige Uniformirung und
Adjustirung der Officiere der Sanitätscompaguicen beĩi. Denselben
leibt anheimgegeben, auf ihre Versetzung zum Train oder auf ihre
stückversezung zur Infanterie anzutragen-,welch' letztere dann nach
Maßgabe des für die Officiersstellen bei den Sanitälscompagnien
ich bietenden Ersatzes erfolgen wind.

München, 22. Mai. Wie w'r nachträglich vernehmen, haben
insere Ultramontanen bezüglich der hiesigen Landtagswahl nicht nur
ꝛen Soz aldemokraten, sondern auch der „Deutschen Volkspartei“
iin Bündniß angetragen, sind aber auch hier enischieden abgefahren.

Müncher, 22. Mai. Als Ersatzmaun für den Wahlkreis
München J wird außer den noch vorhandenen 4 Ersatznännern Hr.
Fabrikdirektor Kester aufg stellt werden.

München Der 3. Ausschuß der Kammer der Reichsräthe
st dem auf Zustimmung zu dem Beschlusse der Kammer der Abge⸗
erdneten gerichteten Antrag des Referenten, Reichsrath Dr. von
Pözl, betreffs des Antrages der Abgeordneten Dr. Freyburger und
Hen. „die Brandversicherungsorduung für die Pfalz“ unterm 19.
. Mtis. einstimmig beigetreten. In gleicher Wise hat derselbe
Lusschuß dem Beschlusse der Kammer der Abgeordneten über die
Zetition der Gemeinden Klingenbrunn, Eppenschlag, Breitenberg,
ßegenbach, Oberneureut, Thalberg ꝛc., Abänderung, resp. Erweite⸗
ung der 8 64 67 und 69 der allg. Banordnung vom 30. Juni
1864 betreffend, eisstimmig zugestimmt. Betreffs der Petition der
Bemeinde Hellmitzheim, Abänderung resp. genauere Präcisirung des
Art. 55 der Gemeinde-Ordnung, hat gleichfalls genannter Aus—
chuß den Antrag des Referenten, Reichsrath Dr. von Pözl, dem
Beschlusse der Kammer der Abgeordneten nicht beizutreten, zum Bi⸗
chluß erhoben.

Munchen. Am 4. und 5. Sept. w'rd hier ein Lehrertag
ür die Lehrer an den bayerischen Lehrerbildungsanstalten abgehalten.
Tagesordnung: „Die Organisation der bayerischen Lehrerbildungs-
instalten.“ In den geschäftsführenden Ausschuß wurden gewählt:
Di. Andreä, Seminariospctor in Kaiserslautern, Hock, Seminar⸗
nspector in Bamberg, Böhm, ‚Seminarlehrer in Altdorf, und Helmn,
Seminarpräfect in Bamberg. — Der Ausschuß hat sich durch Coop⸗
ation aus der Reihe der Lehter an den Präparandenschulen auf 7
Mitglieder zu verstärken.

Berlin, 20. Mai. Ueber das Leichenbegängniß der ermor⸗
»eten Konsuln in Salonichi meldet der „Reichsanzeiger:: Das
Leremoniel sei von den deutschen und französischen Delegirten mit
er türkischen Behörde und mit den Kommandanten der fremden
driegsschiffe festgestellt worden. Dem militärischen Ehrcengeleite der
eutschen und französischen Marinetruppen schlossen sich die tkürkischen
Militäre und Cibilbehörden, sowie Offiziere und Pannschuften
aäͤmmtlicher Kriegsscheffe an.

Ueber die industriellen und geschäftlichen Zustände in dem
onst stets lebhaften Fabritdistrikten im Thale des Chemnitzbaches
ind der oberen Zwikkauer Mulde bringen verschiedene sächsische
Blätter Berichte, welche ein trauriges Bild des gewerblichen Ver-
ehrs in den beze'chneten Gegenden entrollen. Mit Ausnahme der
Irte Markneukirchen, Klingenthal und Adorf, sowie die Dörfer
zwota, Wohlhausen, Erlbach, Wern'tzgrün ꝛc. wo die Fabrikation
ausikalischer Jastrumente idren Sit hat, geht es gegenwartig üder⸗
ill so schlecht, wie faum noch jeinals. In Chemniß selbst arbeiten
mmer noch viele Fabriken nur die eine Hälfte der Woche hindurch
ind auch die Eisenindustrie well troß bedeutender Bestellungen für
ocomotidenbau keinen nennenswerthen Aufschwung nehmen. In

zunächst lie zenden großen Fabrildörfern aber. als Dittersbach,

n

Buckhatbi?dorf, Thalheim ꝛc.. wo die Strumpfwaaren⸗-Fabrikation
hren Sitz hat, können die Arbeiter wöchentlich nur zwischen 5 bis
3 Mark verdienen. Noch krauriger aber sieht es weiter oben im
Bebirge aus. In Eibenstock z. B. bestand noch waͤhrend diefes
Winters eine Handschuhfabrit, die seht diele Arbeiter bei leidlichem
Zohne beschäft gte, gegenwärtig aber nur noch einige Leute aus
Bnade und Barmherzigkeit hält, während die fleißigsten und ge⸗
wicktesten Weißnäherinnen es täglich auf höchstens 90 Pf. Tage⸗
ohn bringen.
Ausland.

Paris, 22. Mai. Gestern fand in 13 Departements Neu⸗
rablen statt, da die vorigen cassirt wurden. Die 4 Bonapartisten
vurden wieder gewählt, ferner 3 Legiltmisten und 1 Orkeanist;
dagegen treten an Stelle von 4 Menarchisten 4 Republicaner. In
2 Beurken fiadet Nachwahl stait. — Der Senat hat den Amneftie—
antrag ohne Abstimmung verworfen. — Prinj Napoleon erklaͤrt,
die Republit als einzig mögliche Staatssorm anerkennen zu wollen.

Konstantinopel, 19. Mai. Mesik Beh und Saleni Efendi
wurden zu sKommissären für Bulgarien ernamt. (N. fr. Pr

Philadelphia, 22. Mai. Die Auestellungs-Commissare
haben 250 Preisrichter ernannt, wovon die Häifte Ausländer nd.
Die Berichte der Preisrichter sollen so zeitig erstattet wecden, daß
»ie Prämiirung vor dem 31. Juli hattfinden kann.

Vermischtes.

f Zweibrücken, 23. Mai. Heute Morgen gegen 9 Uhr
»rach in der Btrauerei Tivoli dahier Fruer aus und zerstoͤrte einen
Theil des Gebäudes, in welchem sich der Haferspeicher befindet,
o vie einen Theit des Faßschuppens. Sehr gesährdet war auch
»as anstoßende große Gebäude, in dessen Speichtrräumen ansehnliche
Malze und Hopfenborräthe aufgestapelt sind. Unsere Feuerwehr,
interstützt vom Militär, sowie aus den Nachbarorten Ernstweiler⸗
Zubeuhausen, Niederauerbach und Einöd, war flink bei der Hand
ind hatte binnen zwei Stunden das Feuer, welches bei der un⸗
nittelbaren Nähe entzündlicher Objecte sehr leicht hätte eine große
Ausdehnung annehmen köngen, vollständig gedämpfi. Der Btand
nistand vermuthlich dadurch, daß während des Fasserauspichens
Funken in den Haferspeicher sielen. Sämmniche Vorräthe ⁊c. der
Tiboli-Brauerei sind notürlich versichert. (6Gw. 3.)

T. Dem „D. A.“ schreidt man aus Weisenheiin, a. Sand:
Der hiesige Ackersmann Daniel Kirchner fand beim Rotten eines
Brundstückes links dem Neuwege bis heute elf steinerne Leichensärge
aus früheren Jahrhunderten. Von den Leichen waren die Knochen
noch ziemlich gut erhalten. Man fand bei denselben Ruge, Per⸗
en, Doiche u. s. w. Es sind Anzeichen vorhanden, daß in der
Nahe noch mehrere derselden verborgen sind. Medrere Mitglieder
des Alterthums ·Vereins von Dürtheim haben die Fundgegenstände
in Sicherheit gebrach:.

F Ludwigshafen, 18. Mai. Die Ausgade der Rundreise⸗
gillete zu Vergnügungsreisen in die Schweiz nach dem Bernet
Oberland und nach dem Vierwaldstättersee findet seit Beginn der
Sommerfahrordnung wieder statt.

F Man schreibt aus Straßburg in Westhr. 17. Mai:
Vorgestern wurde bei dert hiesigen königl. Staatsanwalt ein junger
Mensch eingeliesert, welcher des Raubmocdes dringend verdächtig
st. Die Besitzerfrau K. aus Bukowice, welche vor nicht langer
Zeit ihr Erotheii — iwa 2100 Mark — empfangen hatte und
»amit nach Berlin gehen wollle, ist ermordet gefunden worden.
Der Ehemann siellte Rachforschungen und fand die unglückriche
Frau ihrer Baarschaft beraubi und gräͤßlich verstümmelt in einer
Torfgrube.

fNürnberg, 20. Mai. Vocrgestern hat bei Gastwirth
Echler in Gibitzenhof der erste Bienenschwarm geschwärmt, zu dieset
Zeit in Anbetracht des kalten Frühjahrs gewiß eine interessante
Erschenung. (In Lichtenfels hat, wie uns mitgetheilt wird, bereits
»or 10 Tagen der dortige Bürgermeister Hr. Wenglein den ersten
Schwarm eines Diierzonstockes erhalten.)
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        Aus Thorn, 19. Mai wird gemeldet: Vorgestern Mor—
gens gegen 8 Uhr, ist die 64 Jahre alte Witiwe T., Wirthin bei
dem Käthner H. in Ober-Nessau in ihrer Stube ermordet worden.
H. war um 7 Uhr früh nach Thorn gefahren und die T. allein
zu Hause geblieben. Man fand Wäsche und Kleidungsftücke im
Werthe von 100 Thaler in einer Bettdecke eingebunden und muß
der Morder verjagt worden sein, da weder der T. noch dem H.
Sachen gestohlen worden sind. Des Mordes verdächtig ist ein
Arbeiter verhaftet worden, der falsche Papiere bei sich führte und
zur Zeit der That bei der Wohnung des H. gesehen worden ist.

7 Galzgoc;, 20. Mei. Ein scharfer Nordwind vernichtete
heute Morgens drei Viertel der Weinerntehoffnungen. Auch die
Kornsaaten sind gestreift. Der kalte Wind dauert fort.

F Aus ganz Deutschland, Oesterreich und Ungarn kommen

Zlagen über den Schaden, velchen der Frost in den letzten Nächten
der vorigen Woche an den Weinbergen, Saaten, Bäumen ꝛc gethan
hat. In Wien hatte man in der Nacht vom 19. auf 20. Mai
»» — 0.5 Grad «w“is bis zu *2 Zoll Dicke.

— 4 —4136—

»NMDemetz.

Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
derren Kaufmann u. Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
Es handelt sich hier um Original-Loose zu einer so reichlich mit Haupt-Ge⸗
vinnen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
ebhafte Beiheiligung vorausseßen läßt. Dieses Unternehmen verdient das
‚olle Vertrauen, indem die besten Staatsgarautien geboten sind und auch
vorbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
ahlreicher Gewinne allseits bekannt ist.

— — —
Holzversteigerung

aus Staatswaldungen des k.

Forstrevieres Ht. Ingbert,

Donnerstag, den 1. Juni

1876, Vormittags 10 Uhr
zu St. Ingbert.

zur öffentlichen Versteigerung:
1. Schlag Weidenberg:
2 kieferne Stämme 4 Cl.
28, Sparren
56 Ster buchen Gipfelprügel
198, eichen Prügel
14 , lkiefern Prugel
1., weiche Prügel
117 , buchen Krappen
29 , eichen,
6 , liefern
2. Schlag Zufäll. Ergebnisse:
1 einen Stamm
5 klieferne Stämme 4 El.
2, Aoschnitte 4 Cl.
143 Sparren
10 Ster buchen Scheitholz 2.
Class⸗.
9 „ bu hen Astholzprügel
12, kiefern Prüzel
9 , buchen Krappen
1050 bachen Bohnenstangen.
Dinmersheim, 14. Mai 1876.
Das Bürgermessteramt:
Wack.
Bürgerverein
Et. Ingbert.
Sonntag, 28. Mai, Nachmit⸗
ags präcis 8 Uhr,
Generalversammlung
m Vereinslokale.
Tagesordnuug:
Vesprechung üdber Vereinsver⸗
mögen.
Der 1. Vorst and.

Schläge:
Waldborn, Steindrisch. Bol⸗
lerberg, Platte, Dreiangel u.

Zufällige Ergebnisse.
25 Eichen⸗Stämme 3. —5. Cl.
222 Buchen-Stämme 2. u. 3 El.
1 Hainbuchen Stamm 2. Cl.
b6 Ahorn-Stämme 2 Cl.
4 Aspen-Stämme 2 CEl.
38 Kiefern-Stämme 3. u. 4 Cl.
6 Fichten⸗Stämme 83. u. 4. El.
17 Aspen· u. Pappeln⸗Spa r⸗
tenhoͤlzer.
195 Kstiefern Sparrenhölzer.
423 Eichen Wagnerstangen
53 Buchen Wagnerstangen
10 Ahorn Wagnerstangen
2693 gemischte Stempelhölzer.
354 Ster duchen Scheilholz.
1276, Prügel⸗ und
Krappenholz.
11 Ster buchen Klotzholz.
4. , eichen Scheitholz.
1311, .Prügel: und
Kroppenholi.
30 Siec birken Scheitholz.
34, „Prügel- und
Krappenholz.
56 Ster weiches Scheitholz.
25, „Prügel⸗und
Krappenbolz.
Ster tiefern und fichten
Scheitholz.
Ster kiefern und fichten
Prügel⸗ u. Krappenholz.
750 buchen Reiserwellen.
K. Jorstamt Zweibrücken.
Holzversteigerung zu
Oberwürzbach.
Montag, den 29. Mainl. J.
um 1 Uhr des Nachmittags, im
Schulhause zu Oberwürzbach,
lommen aus dem dortigen Ge⸗—
meindewalde uachfolgende Hölzer

⸗
4 zeige biermit ergebenst an,
daß ich die bisher im Namen
meines verstorbenen Munnes ge—⸗
führte

Wirthschaft
weiter bdetreibe und bilte um ge-
neigten Zuspruch.

Achtungsvoll
Ww. J. J. Bechtel.
Makulatur

der 25 Pfund, wird abgegeben
in der Druckerei des St. Ing⸗
bertee Anzeiger.
—X Unt⸗rzeichnete empfieblt sein Lager in
Spiegel, Spiegel-Gläser, Gold- u. Politur⸗
Leisten, zu Spiegel- und Bilderrahmen,
Garderobehalter, sowie
Gartkenstühle

J. Dercum,

Man bietes dem Glüoko die Hand!

375., O00 R.Mark
Haupt -Gewinn im gũünstigen Falle bietet die aIIerneueste
grosse Geld-Verloosung, welehe von dor hohen Regie
rumng genehmigt und garantirt ist.

Die vortheilhaste Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass
m Lanfe von wenigen Monaten durech 7 Verloosungen 43. 400
Ge nMne znr sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden
ien Haupttreffer von exentuell R.-M æ75 000, opeciell aber
Gewinn a M. 250,000, Gewinne a M. 15,000,

Gewinn a M. 125,000, 7 Gewinne a M. 12,000,
Jewinn a M. —38 11 Gewinne à M. 10,000,
Zewinn a M. 60.000. 26 Gewinne à M. 6,000,
Jewinn aà M. 50,0000 55 Gevwinne a M. 4,000,
Jewinn a M. 40,000, 200 Gewinne a M. 2400.
Gewinn a M 36,000, 412 Gewinne a M. 1200,
Gewinn a 30,000,0 621 Gewinne à M. 500,
Gewinn a M 700 Gewinne à M. 250.
Gewinne a M. 20.000. 24, 350 Gewinne à M. 138
ete. ete.

Die Gewinnzichungen sind planmässig amtlich festgestollt.

Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staat-
carantirten Geldverloosung kostet

1ganzes Original Loos nur Mark 6,
1balbes F 3.
1 viertel Liqs.

Alle Aufträge worden sofort gegen Pinsendung, Posteinzahlung
oder Nachnahmèé des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgefühbrt
und erhält Jedermann von uns dia mit dem Staatswappen versehenen
Original-Loose selhst in Händen.

Den Bestellangen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gra
tis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseron Interessen-
en unaufgefordert amtliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
Jarantie und kann dareh directe Zusandungen oder au Verlangen
der Interessenten dureh unsere Verbindungen au allen grösseren
dlützen Deutschland's veranlasst werden.

Unsere Collecte war stets vom Glücke begünstigt und hatte
zich dieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der
ersten Haupttreffer 2u erfreuen, die den betreffenden Interessenten
lirect ausberahlt wurden.

Voraussichtlich kKann bei einem solchen auf der Solidesten
BRasis gegründeten Unternelimen überall auf eine sehr rege Be-
theiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir da-
her, um alle Auftrüge ausführen zu können, uns die Bestellungen
baldigst u. jedenfalls vor dem 3I. Mai d. J. zukoοMmmon 2zu lassen

RKaufmann dimon.
Bank- und Wechsel-Geschäft in Hamburg.

Ein- und Verkauf aller Arten Staatsohligationen, Pisenbahn. Actien

und Anleheusloose.

P. S. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkte Ver-
trauen und indem wir bei Beginn der neuen Verloosug zur
Betheiligung ein'aden, werden wir uns auch fernerhin bestre
ben, durch stets prompte und reelle Bedienung die rolle Zu-
friedenheit unserer geehrten Interessenten zu erlangen. D. 0

Donnet stag den 25. Mai
Harmonio-Musik
im Garten von Eberhard.
Gelbe Lupinen
à M. 12. franco St. Ingbert
empfiehlt

E. V. Hußong.
Blieskastel.

Rrieger·Verein.
Sonntag, den 28. Mai Ab—
fahrt zur Fahuenweihe nach Zwei⸗
brücken mit dem Zug um 9
Uhr Morgens.

Sammeln am Bahnhofe.
Der 1. Vorstand.

Nedaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
        <pb n="289" />
        ——
5 5 8 223282
—0— 5255 *35 3*2. 2 3z15325 2 222 282 —
5355 —232353 355* 55 552532258 2255 5332 S52 2 2.2 5929 5372
8 —553 53 22358E* —— 265 3325 552355 523*
—A⏑— 252 75555*5* 583* 2 525— 555 556 2723
—2 282 2 * — 3 2 — 25— 822 52 — 22 * —E 22—
— 2z2233535535 — 33 —— * 225 e—
383 1333 z26 323S235 —
88 * 53 — 8— 2 —— —
—25555 5523332* — —— —
2856 26 2288 — 5533—53832 5535 5358283* B2AM
—A 829 —c2 222. 5 2 58 2222 52 2 8 — 2 — *8 7cXM aE
22655 — — — — 8ã —5522 — 82
2538355* 553——3833823233 —322332238537
37 — 84 8 s— —8* — * 323323*358* 2*3 72 2 5222
3555233 28 338* 55733—3552 53337
2 — * 5*5 ⁊Z8 ·28. 7 2 3 3 2 2 3
2 2 — — 7 7 755 333 22 8 —535253608 —
— 52 532 285 —555 —538 322 5522 3788
* 7 * 2 2 5 * 52 — 523 53 552 22
— —5 —2325532 — — — 5 — 582
33262 55* —B — — 533 883.8 53 87582
—e * —A —7 2227 — 3—223 52* 323 25 v 3 * 5 2
7* 55*2504 2—2— 33 2*72 533523* 55355223* 2267
* * 2 * 71 52 22 7 — 2 2 3
— A — * 26 — —A 2 8 — — *— — —8— — — 22
7 I3123232 — 2253 2 532 — —— 3 23538* * 2
—5553335*225 —s— 3822 *73 s—833288 *—2535883 —33 —E
—53553865325 25* — 22 s52257 2 2
2823 12555 3 2— — —— 1232.58* —— — — ——
—A ——— 52232 5822 —XEX — — — 252 56232337 —F 3 —A—
2* 5 5333568 3* 25337
— S 3 28 — — * —22 7 — 2222 ——Xä 2 * *
2523 — —3—3—3325 25375382528538 35235
3533333553323283 234538 883 —33833838 —
* — — * an 3 2 2 — * — arcr ⸗
s3 8833335 5353683355353338335
— 3 33 — 8 — — 73 —8
238 22
— 2 —2 — 2— —
5 55535 23323 5555583
— 3 —— .— J 22
* 335753 — —— 5555553 5835 5352 Z5
2 25735358 V 332 s3 235332—83225 2558
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225 28 55538—58238 —A *625 1*8 8
*2522 — — 723727 2585 5 2. 3. 8
—A — 372238 5552 8
2253275 —283 — 325 3533* 285 228
23235532888—* 37— J* *ñꝛ
— 257 2522* —————— R
538 37 5555333323823 J3 ——— 8*X
2533228 58553233 2335. 55 23 — 28 *7
2 —* 55 E 2 7 7 33 2
255323 25 3335535333333 *2 2 223 *
2 3 5æ—5 253 35 322 — 752228. 53,2 5
2 2 —E 2 *53 232

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585.
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        Sh. Ingbe rler Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchenllich) mit dem Hauptblatte verbundene Unkerhaltungkblatt, GSonntagk mit illustrirter Eei
lage), erscheint wachentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgit vierteljahrlich
Rark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärts mit 15 Pfa. fuur die viergespaltene Zeile Blaitichrift oder deren Rauvi. Reeclanien
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
— J *. d * e e 2 * 221 —
4383. Samstag, den 27. Mai 1876.
* —V —— 2 *

41 *

—
— —
Deutsches Reich.

München, 22. Mai. An die sich hier aufhaltenden beur ⸗
aubten öͤsserreichischen Militärs erging der Befehl sofort und un⸗
verzüglich zu ihren Regimentern einzurücken; denselben wurde mit
der Einberufungsordee ein Vorweis eingehändigt, welcher zur tarx⸗
sreien Benützung der Eisenbahnen und Dampfschiffe berechtigt.

München, 28. Mai. Das heute ausgegebene Gesetz⸗ und
Herordnungéblati Nr. 21 enthält nachstehende königl. alleib. Vere—
ordnung, die, Aufführung von Gebauden im offenen (Pavillon⸗)
Bausysiem betr.: 81. Bei Anlegung don neuen Stiaßen kann für
die Aufführung von Gedäuden das offene (Pavillon⸗) Bausystem
mit oder ohne Vorgärten“ durch orkspolizeiliche Vorschtift angeordnet
werden, wenn diese Bauweise zum Zwecke der Gesundheit von dem
zuständigen technischen Organ begutachten wird. In diesem Falle
jzunen auch die burch die Anforderungen der Gesundheitspflege
hedingten Anordaungen über die Höhe und Länge der Gebäude,
die Groͤße der Zweschenräumen zwischen denselben und die Ueber⸗
hauung der Hostäume durch ortspolizeiliche Vorschritten getroffen
werden. z 2. Das in 8 1 erwähnte zuständige technische Organ
aildet in ünserer Haupt- und Residenzsiadt München der Gesundheits-
rath, in den übtigen Orten der amtliche Azt und zwar im Be⸗
nehmen mit der Gesundheitekommission, wo eine solche besteht. 8 3.
Für Bauführungen an dereits angelegten Straßen, an welchen das
cffene (Pabillon⸗) Bausystem besteht, kann die Beibehaltung dieser
Bauweise unter der in 8 1 erwähnten Vorausseßzurg durch orts⸗
»olizeiliche Vorschrift verfügt werden. 84. Der Bollziehbarkeits⸗
Ertlärung der auf Gruad der 88 1 und 3 erlasscnen orispolizei⸗
auchen Borschriften durch die Kreisrezierune. K. d. J., hat die Ein⸗
»ernahme des Kreismedicinal-Ausschusses voranzugehen. hat eine
Enischeidung durch Unser Staatsmivisterum des Innera einzutreten,
so ast der Obermedicinal-Ausschaß mit seinem Gutachtea zu ver⸗
nehmen. 8 5. Gegenwärtige Vrrordnung trin mit dem Tage ihrer
Veröffentlichung durch das Gesetz- aud Verordnungsblatt in den
Landesthelen rechts des Rheins in Wirksamkeit.

Münmven;, 24. Mai. Die Echebung der Hundesteuer wird
dom 1. Juli d. J. an beg'nnen; die Ablieferuug und Verrechrung
derjen gen Beträge, welche dem Staotsärare zufallen, hat bei den
zdl. Hauptzollaäͤmtern und ihren Jnkorporationen zu geschehen.

Berlin, 22. Mai. Wie der ‚Post“ ihr Wiener Correspon⸗
dent von gestern Abend meldet, ist dort vor zwei Tagen aus Kon⸗
tantinopel ein dipiomatischer Bericht eingelangt, der in den hohen
Kreisen der politischen Weit den Gegenstand eines lebhaften Ideen⸗
austausches bildet und vielleicht schon zur Stunde unter den drei
Staatsmännern besprochen wird, welche erst vor wenigen Tagen
in der deutschen Reichshaupistadt gemeinsame Berathungen gepflogen
haben. Nach jenem Berichte stünde ein Thronwechsel in der Tür⸗
sei in nicht sehr weiler Ferre. Der Sultan Addul Aziz, heißt es,
dege die Furcht, daß man ihm die Zügel aus den Händen nehmen
volle, und diese Furcht sei keineswegs ganz unbegründet. Es
önne dahin kompren, daß der Beherrschec der Gläubigen freiwillig
abdicire, iiwa wie er neulich freiwilleg seinen Großvezier gewechselt
— und in diesem Folle lefe Alls friedlich ab. Es sei aber auch
ine gewaltsame Entfernung des Sultans von den Throne nicht
nußer dem Bereich aller Möglichkeit und für eine derartige Even⸗
zualität sei es rathsam, umfassende Vorsichtsmaßregeln zu treffen.
Diese Nachricht der „Post“ ist, wenn sie sich bestätigt, von nicht
geringer Wichtigkert. Wenn die Türkei überhaupt noch zu retten
ist, jo scheint ein Thronwechiel dafür eine nothwendige Bedingung,
da die Mißregietung Abbul Ajiz', namentlich was sinnlose Ver⸗
ichwendung betrifft, kaum ihres Gleichen hat. Uebrigens lauten
»'e telegraphischen Nachrichten aus Konstantinopel, auch die in
detersbarg eingegangenen, heute beruhigender.

Berlin, 23. Mai. In Folze der Weigerung Englands,
den Beschlussen der Berliner Konferenz beizutreten, finden Besprech⸗
angen über die nächsten Schritie statt. Allem Anschein nach wird
dersucht werden, die Bedenken Englands durch Deklaration der Be—
cchlüsse zu hestitigen, ehe dee Konferenzmächte allein vorgehen.

ma —— — 2424
Unier, dem Titel „Christliches und Türkischezs“ bringt die K.
Z.“ eine Beleuchtung det Lage, welche fie mit der Notiz einleitet,
daß Graf Andrassy, während, seines Aufenthalts, in Berlin den
Daͤmen beim Tdeeetisch durch Schilderungen der Robheit und Grau⸗
amleit der Insurgentea bleiches Entsetzen verursachte. Das Blatt
hedauert, daß man sch zur Unparteilichkeit des Urtheilz nicht auf⸗
chwinge. In ganz Europa herriche einmal eine gegen die Türkei
zerichteie Sirbmung / der Gemülher, und die Folge davos sei, daß
alle Staaten — wie sie später erkennen würden — ohne es zu
wollen und zu wissen, russische Politik treibee.
Voltszählungsresultate, Nach einer vom. statistischen
Amie des Reiches veröffentlichen Uedersicht stell sich die gesammte
Bevblkecung des Reichs durch die Zählung am 1. Dez. 1875, auf
12,757,812 Aopfe. Um, J. Dez- 187 1. wurden mit Einschluß der
Truppen in Frankreich 44, 058,792 ortsanwesende Einwohner ge⸗
ähli. Die Zunazme beträgt also 1,699.020 Personen, d. i. durch⸗
chnittlich jährlich 1001 Prozent der mittleren Bevölkerung. Diese
Bexmehrung ist eine sehr bedeutende. In den vier Jahren
oun 1867 bis 1871 hatte sie uur 951,617 Keöpfe oder durch—
chnittlich jaͤhrlich O,ess Prozent betragen, Fast alle ein elnen Staaten
veisen eine Zunahme auf. In Preußen ist die Volkszahl von
24,641,539 auf 25,723,754, in Bayern von 4863,450, auf
5,024, 832, in Sadhsen von 2,556., 244 auf 2,760, 4 16, in Wurttem-
berg von 1,818,5839 auf 1,881,505, in Baden von 1,461,562
auf 1,506,6531, in Hessen voa 832,894 auf 832,349 u. s. w.
Jestiegen. Vor allen zeichnete sich wie gewöhnlich das Königreich
Sachsen durch den starlen Zuwachs seiner Bevölkerung aus. Eine
Abnahme haben dagegen erfahren: Lauenhurg von 49,546 auf
18, 808, Mecklenburg ⸗Schwerin von 557,707 auf 553. 7384, Medlen⸗
zurg« Strelitz pon 96,982 auf 95,648 Waldeck von 56,224 auf
354.673, endlich Eisas⸗-Lothriugen von 1,349,7388 auf 1,529.408.
NAusland.
Wien, 23. Mai.“ Der russische Botschafter v. Nowikoff ist
nach Pest gereist, um mit Andrassy über die gemeinsame gegenüber
der heute notifizirten Ablehnuug Euglands anzunehmende Haltung
u konferiren.

Pest, 23. Mai. Sir A. Buchanan ist hier eingetroffen und
aäͤherbringt die Antwort Englands auf die Berliner Beschlüsse.
Auch der russische Botschafter Nowitoff ist heute eingetroffen.

Pest, 23. Mai. Im Subtomite der ungarischen Delegation
zab Graf Andrassy analoge Erklärungen wie im Ausschusse der
zsterreichischen Delegation ab. Er betonte das einhellig Auftreten
der Mächte; et will weder Ollupation noch Kongreß, sondern strebe
uinter Rufrechterhaltung des status quo Schaffung bessecer Zustände
und Sichetung der Nachbargebiete an. In Berlin wurde Ange—⸗
ichts des altuellen Standes der Dinge perfekte Einigung erzielt.
Das Subdlkomite votirte einstimmig dem Grafen Ardrassy volles
ertrauen.

Paris, 22. Mai. Abends. Fürst Orloff ist aus Ems zu⸗
rückgekebrt und hat sogleich den Duc Decajes besucht, um ihm von
den Resultaten seiner dortigen Konferenzen Mittheilung zu machen.
In diplomatisten Kressen in über diese Mittheilungen Folgendes
vekannt geworden: Fürst Orloff ist nicht erbaut von dem allgemen⸗
ren Stande der europaäischen Angelegenheiten. Die Weigerung
knglaunds, dem Berliner Programm beizutreten, hätte den Ciar sehr
uangenehm berührt, der erklärt haben soll, es sei für Rußland
anmöglich, die Gelegerheit vorübergeben zu lassen, ohne sie zur
Verbesserung der Lage Mortenegro's zu benüßen. Angesichts dien
ier offenbar schlimmen Absichten Rußlands wird die französische
Regierung ihren ditherigen Eifer, gemeinsam mit den europaischen
Mächten im Oriente, aufzutreten, jetzt etwas mäßigen, indem sie
dadurg Rußland zu einer wirklich friedlichen Politik zu bewegen
hofft. (Neue Freie Presse.)

Wie den D. N. von Paris mitgetheilt wird, hat die Pforte
trotz des Verlangens mehrerer Botifchafter in Konstantinopel Griechen⸗
land die Erlaubniß verweigert, ein Kriegsschiff durch die Darda⸗
nellen passiren zu lassen. Das oattomanische Kabinet stützie sich hei
        <pb n="292" />
        dieser Weißg Ung darauf, daß selbst die Signatarmächte des Pariser

Vertrages ur das Recht hätten, ein Kriegsschiff am goldnen Horn

als Siavnsschiff zu halten.

D junge Bulgarin, welche die Veranlasseng zum Konsul—
mordeim Salonichi war, ist, wie aus Athen berichtet wird, ihrer
Mutte zurückgegeben worden.

In der französischen Kammer wurde ein von 132 Deputirten
untrzeichneter Gesetzvorschlag vertheilt, welcher die auf die Dauer
de Dienstpflichtigkeit sowie auf die E nijährig⸗Freiwilligen bezüglichen
Dorschriften des Gesetzes vom 27. Juli 1878 aufheben und durch
olgende Best mmungen ersetzen will: „Jeder zum Militärdienste
taugliche Franzose dient drei Jahre in der altiben Armee, sech?
Jahre in der Reserve der altiven Armee, fünf Jahre in der
Territorialarmee und sechs Jahre in der Reserve der Territorial⸗
armee. Nach dem ersten und zweiten Dienstjahre in der aktiven
Armee kann den jungen Leuten, die eine hinlaͤnglische militärische
Erziehung darthun, nachdem sie von einer Kommission, die aus
einem Brigadegeneral, einem Oberstlieutenant, einem Major, zwei
Dauptleuten und zwei Lieutenants besteht, geprüft worden, der Uebertritt
in die Reserbe der aktwen Armee geftatiet werden. Die „Liberte“
will wissen, daß der Kriegsminisier diese Antraͤge aufs äußerste
bekampfen wird.

Die in großer Anzabl nach dem Bosporus beorderten

Hriegsschiffe fast oller europäischen Nationen ankern in der Besilka⸗
Bai an der asiatischen Küste, außerhalh der Dardanellen. Nur die
dleineren Fahrzeuge, denen der betannte Pariser Vertrag nach Fin⸗
holung der Erlaudniß bei der Pforte die Durchfahrt geslattet, liegen
im Bosporus selbst. Dieselben halten ihre Route stets bereit, um
im Falle eines gefahrdrohenden Aufstandes ihren Landsleuten in
Konstantinopel zu Hilfe zu eilen. In einem solchen Falle soll von
der Flaggenstange der russijschen Botschaft das Sigual gegeben
werden. Die Befürchtungen nehmen indessen tagtäglich ab, da die
Ruhe in der Stadt seit dem Aufzuge der Softas und einigen
kleineren Ausschreitungen nicht weiter gestört wurde. Wenn die
deutschen Landsleute sich trotzdem fehr auf das Erscheinen der deut⸗
schen Panzerflotte freuen, so ist dies nur allzuertlärlich. Bisher
haben immer nur einzelne deutsche Schiffe, meist auf der Reise
durch den Suezkanal nach Osst-Asien jenen Theil des mittelläudischen
Meeres berührt; das Erscheinen so ziemlich unserer gesammten Flotte
mit Ausnahme der in der bekannten Sendung in den chinesischen
Gewäfsfern zurückgehaltenen vier Korbellen und eines Kanonenbvote
wird die Achtung vor dem deutschen Namen gewiß nicht unwesentlid
vermehren. Die Muselmänner in Konstantinopei versichern, daß
den Europäern troz aller Waffenkäufe unter den niederen Klassen
keinerlei Gefahr drohe. Die Softas, welche den Regierungswechsel
beranlaßten, verkörpern das altreligioͤse Element, welches vor einigen
Jahren so erfolgreich der Thronsolgeänderung widerstrebte. In
politischen Dingen aber scheinen sie mit dem energischen Hussein
Avni Pascha und dem Vertreter des Jungtürkenihums Midha!
Pascha zu gehen.

London, 23. Mai. Der „Daily⸗-Telegraph“ meldet, der
Sultan werde bald gezwungen sein, abzudanken. Die Regierungen
hatten dies aus Konstantinopel erfahre. Die Answori —A
auf die Berliner Propositionen erklärt kategorisch: der Puutt der
Proposition, in welchem die Maͤchte erklären, daß sie nach frucht⸗
Josem Waffenstillstand wirksamere Maßregeln ergreifen würden, ent—
halte das Prinzip bewaffneter Jaterdention, sowie die Bedrohung
der Unabhängigkeit der Türkei, wozu Engiand nicht zustimmen
koönne. Die „Times“ sagt in ihrem Leitartikel, die Zeit wag bald
kowmen, wo England in der orientalischen Frage unmöglich indiffe⸗
rent bleiben kann. Das Endziel der englischen Politik bleibt die
Verhinderung einer Absorption der Türkei durch irgend elche euro⸗
paͤische Macht.

London, 23. Mai. „Standard“ zufolge erhielt das Ka⸗
nalgeschwader, welches nach Madeita gehen sollte, Contreor dre, um
erforderlichen Falls zum Mittelmeergesaͤwader zu stoßen.

PVermisuhtes.

fKreuznach, 19. Mai. Interessante Erbschaftsgeschichte.
Ein Bäuerlein hatte mit seiner Frau einen Ehekontrakt abgeschlossen,
wonach bei Adleben des einen Theils die betreffenden Verwandien
Erben der Hälfte des gemeinschaftlichen Vermoöͤgens sein sollten.
Plößzlich verstarb nun die Frau und — was die Betrübniß des
überlebenden Chemannes noch erhöhte — ohne ein Testament zu
hinterlassen, weiches die unbequeme Kontraktklausel ausheben vnd
ihm das Gesammtvermögen erbolten sollte. Aber der Mann wußte
sich Rath. Er legte die Todle auf die Seile und lud eine gefällige
Nachbarin ein, sich in das Bett derselben zu stecken, um die Role
der Sterbenskranken vor einem Notar zu spielen, den er gegen
Abend holte, und welchem die Nachborin dann ein Testament voͤllig
zu Gunsten des bettübten Wittwers in die Feder diktirte. Die
A— — nicht der Notat am fol.

genden Tage den Irzt, welcher, die Kranle behandelte, getroffer
hätte. Die Besden begannen eine Unterhaltung über den Todes
fall und als der Notar sagte, die Frau sei am Morgen des Tages
zuvor gestorben, behauptete der Arzt, daß sie schon am Nachmittag
einen Tag früher todtgewesen sti. Nachdem sich die beiden Män—
ner eine Zeit lang gestritten, ging ihnen endlich ein Lecht auf und
unser Bäuerlein wanderte dafür in den Schatten.

F In Fiankfurt sind die dis jetzt eingelaufenen Anmel-
dungen für die Ausstellung des 3. deuischen Brauertages in so er—
freulicher Weise eingegangen, daß felbige zu den schöusten Hoff—
nungen berechtigt. Fast alle Plätze der massivea Halle, welche im
Banzen ca. 2000 Ouadratmeter Ausstellungsfläche enthält, sind
bereits vergeben.

F., Man meldet aus Zeitz 16. Mar: In Teuchern bei Zei
perunglüdte vor einigen Tagen der Fleischermeister Dorstewitz beim
—ADVV zum Schlager
desselben sich mit dem Schläger, wiee die „Hall. Zig.“ tonstatirt,
aus Versehen an den eigenen Kopf so traf, daß er, sofort leblo⸗
hinfiel.

f Am 19. d. Mis. brannken in der Gemeinde Drahanoviß
(Bez. Olmütz) 38 Bauern- und Kleinhöuser saunmt allen Wirth
schaftsgebäuden und Scheunen, sowie auch Kirche und Schule total ab

F Bremen, 22. Mai. Die Bremer Wollwäscherei in Vurg⸗
lesum ist in der letzten Nacht niedergebrannt. Es wurde nur ein
kleiner Theil von den Vorkäthen ungewaschener Wolle geborgen.
Der Schaden wird auf 193 Millionen M. geschätzt.

Berlin, 17. Mai. Mit dem Personenzuge, der gestern
Vormittag von hier nach Hamburg abging, wurden üder 200 Aus.
wanderer aus Böhmen besördert, welche sich nach Brafilien ein—
schiffen wollen. Die Auswanderung der Boͤhmen nach Brasilien
nimmt täglich zu und zählt für dieses Jahr schon nach Tausenden,
krotz der traurigen Erfahrungen, welche preußische Rücwanderen
uus Brafilien dort gemacht haben.

7 GGegen Arnim.) In deutschen Blättern l'eßt man fol⸗
genden Steckbrief:

Der kaiserlich deutsche Botschafter z. D., wirkliche Gebeime
Rath, Dr. jur. Graf Harrh v Arnim, am 83. Ollober 1824 zu
Moißelsitz geboren, ist wegen vorsätzlicher Beiseiteschaffung amtlich
anvertrauter Utkunden zu neun Mongaten Gefängniß, davon ein
Monat der erlittenen Untersuchungshaft anzurechnen, rechtskräftig
beturthe lt. Diese Strafe hat bisher nicht vollstreckt werden konnen.
Es wird ergebenst ersucht, auf den Grasen Harry v. Arnim zu vi⸗
ziliten, ihn im Benelungsfalle festzunehmen und mit allen bei
ihm sich vorfindenden Gegenständen und Geldern mittelft Tcans-
ports an die kaul. Direktion des Strafgefängnisses am Ploͤtzense
abzuliesern. Es wird die ungesäumte Erstattung der dadurch ent⸗
standenen bearen Aus!ageu und den verehrl. Behörden des Aus
landes eine gleiche Rechtswillfährigkeit versichert.

Berlen, 16. Mai 1876. — dongl. Stadigericht, Abtheilung für

Untersuchungssachen. Deputation VII für Vecgehen.

fReichs-Oberhandelsgericht. Die Prolongat on eines Kon⸗
sortiums behufs Begründung und Finanzitrung einer Attiengesell⸗
ichaft kann nur durch Zustimmung sämmilicher Konsortialmitglieder
erfolgen. Erklärt sich ein Mitglied nicht einverstanden, und fordert
es die Ausfolgung der auf seinen Theil entfallenden Aktien,so
wird damit des Konsortium übenhupt auf elost; laßt sich dagegen
das entgegenstimmende Mitglied von den übrigen Konsortialen in
anderer Weise abfiaden, und trit an seine Stelle in Hohe seiner
Betheiligung ein anderer Konsortiale, so stedt der Prolongation

nichts im Wege.

f Es circuliren Nachb ldungen von Th ilerstücken mit preußi⸗
schem Gepräge mit der Jahreszahl 1860, 1864 und insbefondere
1867. Die Falsifikate sind aus Rompositions-Metall heirgestellt
und an dem unsa beren Guß leicht erkenabar. Von den echten
Thalerstücken unterscheiden sich die nachge hmten, daß sich auf ihrem
Rande keine Arabesken und keine Insqrift befindet.

F Wie sich die Ze'ten geändert. Im Jahre 1026 erhielt
eine Hofdame der Kaiscrin läalich, wenn sie mit ihrer Gedieterin
auf der Reise war, eine Maß Meth 1u Maß Wein, 5 Maß
Bier, eine Semmel, e'n Tierbrod und eir Metze Futter für ihren
Zelter. Jährlich 12 Röcklein und 8 Schleier; mußte auch 3 Tage
porher von der deftimmten Reise unterrichtet werden, um ihre
Kleider waschen und ausbessern zu koͤnnen. Sie mußie spinnen,
lochen, flickn und Märlein erzählen und einen Zellet besteigen
können. Die Kaiser n Gisela verurtheilte eine Hofdame zu dreißig
Streichen mit Bitkenruthen im Beisein des ganzen weiblichen Hof ·
staates, weil dteselbe in einer vollen Woche nichts gesponnen und
einen Ritter in der Dämmerung auf ihrem Zimmer gesprochen
hatte. Im Jahre 1131 kamen dänische Gesandte zu Kaiser Rudolf,

dieser ließ die Kaiserin Rchenza, seine Gemahlin', durch den Hofs
narren Zneinen Edlen von Sellbutg — rufen. Die Kai—
etin entschuldigte sich, nicht abko umen zu können, indem sie keine
Zeit hatte; sie missse nämiich ihrem Herrn Eierkuchen backen. Im
Jahte 1125 war die Bibliolhel des Klosters Hirschan die berühm⸗
        <pb n="293" />
        jeste und ansehnlichste in Deutschland, sie bestand aus 68 Bänden.
Kaifer Rudolf erstaunte darüder.
T Die deutschen Aussteller von Gold-, Silber⸗ und verwandten
Waaren auf der Welt-Ausstellung von Philadelphia haben sich zu
einer Kollektiv-Ausstellung vereinigt, welche 48 Theilnehmer zählt.
Bon diesen haben 19 ihren Wohnsitz in Hanau, 13 in Pforzheim,
Jin Gmünd (Württembergh, je zwei in Berlin und Stuttgart, je
lin Schorndorf, Eßlingen und Bremen.
fFWie ein Banquier sich verrechnen kann.) Ein
Pariser Banquier hat eine Frau, welche jtdes Jahr nach Monaco
zeht uad dort rasend spielt. Eine jede Saison kostet dem Finanz—
mann etwa hundertlausend Francs und dies gefällt ihm durchaus
nicht. Warum, durfte man fragen, hindert er seine Frau nicht,
ich an den grünen Tisch zu setzen ? Die Anlwort ist einfach: Weil
er, während sie abwesend ist, ohne Gefahr seine Zeit dem Stumpf⸗
näschen des Fräulein LV. vom Variétés-VTheater widmen kann.
„Wie soll ich es anstellen,“ fragte sich eines Tages im Monate
Jänner dieser leichtlebige aber doch sparsame Mann, „um meine
Frau zu entfernen, ohne daß es mich zu viel koste?“ Plötzlich rief
er freudig aus: Ich hab's!“ — Er ließ einen seiner Commis,
einen sehr ernsten jungen Mann, in sein Arbeitszimmer rufen und
jab ihm folgende Instructionen: „Herr Armand, meine Frau kennt
Sie nicht; sie reist diesen Abend nach Monaco, Sie werden den⸗
selben Zung benutzen und in demselben Hotel wie sie absteigen.
So oft sie sich in das Casino begeben wird, folgen Se ihr nach
und setzen ũch au den Tisch, welchen sie wählen wird, dort spielen
Sie stets die der ihrigen entgegengesezte Farbe.“ „Dies,“ setzte
er für sich hinzu, „wird mich wohl einige Einsätze koften, doch das
zhut nichts. Ich bin gegen den Berlust gesichert.“ Eines Mor—⸗
gens fand der Banquier in seiner Correspondenz zwei Briefe aus
Donaco, den einen von seiner Frau, den anderen von Armand.
In dem ersteren las er: „Teeurer Eugen! Id habe die 60,000
Francs, welche ich mitnahmm, vecloren. Sei so gut und schickt mir
Held. Nelly X. P. S. Apropos, wie gehi's Dir?“ Der Barquier
»eglücwüuschte sich über seinen Einfall und öffnete mit stelzer Be⸗
jriedigung den Brief Armands, welcher Folgendes euthieit: „Ge—
ehrter Herr und theurer Chef! Ich habe die Instruclionen, welche
Zie mir gaben, befolgt — indessen muß ich sagen, daß ich nie⸗
nals, seit ich die Ehre habe, zu Ihrem Banthause zu gehören, so
diel gearbeitet habe. Ihre Frau Gemahl'n kommt Mittags in das
Fasino uud verläßt den Spieltisch erst um Mitternacht.“ Zwölf
Stunden täglich, ohne zu essen oder zu trinken, das ist hart. In.
dessen habe ich mich nicht allzusehr zu beklagen, da ich bereits
530,000 Francs gewonnen habe. Dabei bleibe ich. Ich begebe
nich dirett nach Rontguyon, einem reizenden kleinen Städichen,
n welchem meine Wiege stand und wo mich me'ne Cousine erwar⸗
et, welche ich zu heirathen gedense. Ta ich weiß, we sehr Sie
nir geneigt sind so hoffe ich wohl, daß Sie mir die Ehre erweisen
verden, metin Trauzeuge zu sein. Von den 209,000 Francs welche
AV
ch Ihnen in einem Mandat an die Bank übersende. Die Differ⸗
enz ist auf die Einsatze und auf die Hoteltechnung aufgegangen.
Benehmigen Sie ꝛe. Armand.“ Maan kann sich daz Gesicht des
Barquiers bei der Lectüre dieser be den Briefe wohl vorstellen.
In Mopaco, wo bekanntlich noch der grüue Tisch florirt,
zat, wie voa doct geschrieben wird, ein Russe an 2. Abenden die
Summe von 800,000 Francs verloren. Als er die leßte Fünf⸗
jundert Francs-Note verspielte, erhob er sich von seinem Sitze und
rief lächelnd: „Dounerwetter, nun bleibt mir nicht einmal etwas
»ür ein Souper übrig.“ — Einer der Ctoupiers hörte diese Worte
und theilte sie dem Direllor der Bank mit. Dieser erklärte dem
stussen, ihm gern aus der Berlegenheit helfen zu wollen, und bot
ihm füns hundert Francs an, welche auch augenommen wurden.
Anf der Quittung über diese Summe nannte sich der urglückliche
Spieler „Grof Tschisschagaw aus Moskau.“ — Im Beäitze der
von dem Banldirektor erhaltenen fünfhundert Franck begab sich der
Zraf nach dem Restaurant des Casino und lud dort noch mehrere
om bekanate Spielgenossen zu einem Souper ein. Als dasselbe
zeendet war, sprach der Gtaf den Wunsch aus, fofort nach dem
nahen Mentone zu fahren, wo er am nächsten Morgen wichtige
Heschäfte habe. Ein Wagen war bald zur Stelle, weicher den
Brafen nach Mitternacht nach Vientone briugen sollte. Als der
dutscher dort eintraf, bemerkie er zu seiner Ueberraschung, daß sein
Bassagier unter Zurücklassung von Hut, Mantel und Handg päck ver⸗
chwunden war. Wie es sich pater herausstellte, hatte der Graf
in einee Stelle der Stiaße, die an einem tiefen Abgrunde nach
dem Meere zu vorüber fübrte, sich in diesen gestürzt, wo sein furcht⸗
dar verstümmelter Leichnam von Fishera gefunden wurde.
f(Chineseneinwanderung dach London.) In der
Jondoner „Pall-Mall-Gazette“ vom 10. de. Mis. fiadet sich fol-
jende Notiz: Es ist keinerwezd unwahrscheinlich, daß im Laufe der
nächhsten Jahre die Chinesen ia Masse dem Ardeitsmackte unseres

dandes zustroͤmen werden, wie sie es bereits in Californien geihan
jaben. Auch kann kein Zweifel darüber bestehen, daß sie als Dienst⸗
boten in vielen britischen Haushaltungen warme Aufnahine finden
werden, welche fast zur Zerrüttung gebracht sind durch die Unlust,
Unre lichkett nnd Trägheit von Köchen, Hausmädchen und sonstigen
Dienstboten, die sich ebenfalls freuen werden über die ihnen ge⸗
botene Gelegenheit, diesen interessanten Fremden Verrichtungen zu
überlassen, deren Ausführung ihnen selbst ebenso widerwärtig, wie
erniedrigend ist.

7. Am 28. April ist zu Philaoelphia die Riesenkanone,
velche Keupp zur Weltausstellung gesandt, daseldst von dem eigens
pazu eingerichtelen Dampfer „Essen“ ausgeschifft worden. Das
Beschütz ist bekanntlich 33 Fuß lang, hat ein Kaliber von 358
Tentimeler und scheßt Gefhosse von 1600 Pfd. Seine äußere
Bestalt ist die einer Wenflasche. Von dem Schiffe aus wurde
as Ungethüm auf e'nen für dasselbe gebauten Wagen der Penn⸗
ylvania Railtoad mit 16 Rädern verladen. Das Gewicht des
Rohres beträgt 40 Tonnen, das der Laffrte 47 Tonnen, mit dem
Bagen usammen hatte das Ganze eine Last von 130 Tonnen —
eine Last, welche die zu üderscheitenden Brücken wohl nicht getragen
aben würden, wenn nicht Krupp Vorsorge getroffen hätte. Er
satte nämlich g oße eiserne Balken von 50 Fuß Länge und 2 Fuß
D'ice mitgesandt, welche auf. die Ufer oder auf die Endpfeiler der
Zrücken aufgelegt wurden und den größlen Theil der Last trugen.
Auf diese Weise gelangte das Fahrzeug, ohne Schaden anzurichten,
ꝛach dem Ausstellungsplatze.

F Vor einiger Zeit erthielten verschiedene deutsche Zeitungen
in Juserat, in welchem eine Genfer Firma Taschenuhren aus „abes⸗
inischem Golde“ in zwei Sorten zu dem fabelhaft billigen Preise
»on Fr. 3.50. und Fr. 6.50. aubot. Eine Nürnberger Firma,
velch“ sich darauf behuis Erlangung einer solchen Uhr an einen
ßeschäftsfreund in Genf wandte, ertheilt die Auskunft, daß der
UIhrenverkäaufer wegen Diebstahls sim Gesängniß sitze und die billi—
gjen Uhren deshalb nicht mehr zu haben seien.

4J
Gemeinnütziges.

(Ueber Hausschwamm sowie Tilgung und Verhutung desselben
urch Mycothanaron.) Bei der döchst schädlichen Einwirkung des
olz⸗ und Mauerschwammes, da derselbe vermöge seiner rapiden
jortpflanzungsfähigteit und Lebensweise nicht allein Wohnungen und
vebäude, sondern auch die menschliche Gesundheit durch Verunreinigung
zer athmoiphärischen Luft außerordentlich zefährdet, halten wir es
ür nothwendig, auf das von der chemischen Fabrekk Vilain. u. Co.
n Berhen erzeugte Mycothanaton (Schwammiodi) jetzt um so mehr
sinzuweisen, als die letzt eingetretenen Ueberschwemmungen, Grund⸗
vasser zc. der Schwammdildung großen Vorschub leisten dürften.

Das Vilain'jche Präparat nämlich vertilgt den Holz- und
Mauerschwamm, Stock, Mauerefflorescenzen ꝛc. für immer und ist
benso ein vollkommen sicheres Schutzmittel gegen Entstehen dieser Uebel.

Der uns vorliegende Bericht über dies intensiv wirkende Mittel
eweist, in welch ausgedehrtem Maße davon Gedrauch gemacht
rorden ist, da sich außer einer bedeutenden Zabl privater Haus⸗
esitzet 405 K. K. Behörden in Deutschland und Oesterreich, städ⸗
sede Verwaltungen, darunter die von Berlin, Hamburg, Dresden,
ristubahn⸗ und andere Actens wie industrielle Gesellschaften, Fabriten,
Urchitecten, Baue, Maurer- und Z mmermeister, Gutsberwaltangen,
Landgemeinden ꝛc. des Mycoihanaton vielfach bedient haben, wohl
vissend, daß bieher ein zugleich sicher und nachhallig wirke ndes
Mittel gegen den so gefährlichen Hausschwamm — außer dem ge⸗
zachten Vilain'schen Präparat — nicht existirt. —

Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeß.
Im allgemeinen Interesse

inden wir uns veranlaßt, auf die im heutigen Blatte enthaltene Annonce
eß Herrn Albert reee in Hamburg ganz besonders hinzuweisen.
Die angekündigten Originalloose können wir wegen der großen und jahl—
eichen Gewinne bestens empfehlen. Die Reellität und Solidität diefes
dauses ist bekannt und daher nichtz natürlicher, als die vielen bei demselben
inlaufenden Aufträge, welche eben so rasch als sor fältig ausgeführt werden.

Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
derren Kaufmann u. Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
is handelt sich hier um Original⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt-Ge—
vinnen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
ebhafte Betheiligung voraussetzen laäͤßt. Dieses Unternehmen verdient das
»olle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
vorbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Audzahlung
ahlreicher Gewinne allseits bekannt isi.
        <pb n="294" />
        Hausversteigerung.

Samstag, den 3. Juni l. J.
des Nachmittags um 3 Uhr, zu
St. Ingdbert, in der Wirthsbe⸗
hausung des Georg Stief, in
ber Schafgasse, läßt Peter Betz
Bergmann von da, wegen Wohn
sitzveränderurig öffentlich zu eigen
versteigern:

Pl.Nr. 697 und 6971.
76110 Dec. Fläche, enthal⸗
tend ein zu St. Ingbeit.
in der Schafgasse, neben
Johann Zimmer gele enes
Wohnhaus mit Stall, Hof
raum und Pflanzgarten.

Bis zum Versteigerungstase

kann dieses Immobil auch aus
freier Hand gekauft werden.
Aus Auftrag
Das Geschäftsbureau
L. Bechthold
in St. Inabert.
Poppel Versteigerung
zu Niederwürzbach am J.
Juni nächsthen, um 2 Uhzr des
Nachmittags:
243 Pappel⸗Stämme von
bester Qualitzät bis 16

Meler dang und big 0,85
Meter dick, der Distriktée⸗
gemeinde Vlieskastel ge⸗
börend und an der Distrikis⸗
strage in der Rähe von
Niederwürzbach lagern'.
30 Haufen Abfall- und Ast⸗
holz ebendaselbst.
Niederwürzbach, 24. Mai 1876.
Det Bürgermeister:

A. A.
PWolf.
Versteigerung von
Pappel-Stammholz.
Freitag, den 2. Juni l. J.
Nachmitiags 2 Uhr, zu Lauß-⸗
kirchen werden 128 Pappelstämme
don 18 bis 34 Centimeter Durch⸗
messer und 7 Wose Abfoll und
Astholz zu Gunsten der Distrifts⸗
gemeinde Blieskastel versteiyert.

Tee Hölzer lagern auf Lauß⸗
ircher Gewarkung an den Di—
striktsstraßen von Bliesostel nach
Neuhäusel und von Lautzkirchen
nach St. Ingbhert.

Blieskastel, 24. Mal 1876.

Das Bürgerme steramt:
Maier.

Uan biete dem Glücko dio Hand!—
⸗
75. O00) R.⸗Mark
Haupt-Gewinn im günstigen Falle bietet die alIerneneste
grosse G- VS n, welche von der hohen Hegie
rung genehmigt und garantirt ist.
Die vortheishafte Binrichtumg des neuen Planes ist derart, das
lim Lause von wenigen Monaten durch 7 Verloosungen 43. 400
Gewimnmne 2zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden
8 * ——
vn er vdon event nell R.IM. — — ———
1Gewinn a. 20,.90, Gewinne à . 15,000,
Gewinn a I. 125,000, Jewinne a M. 12,000,
Gewinn aà M. 80,000, 36winne a M. 10,000,
Gewinn aà M. 60,000., 26 Gewinne aà M. 6.000,
Gewinn à M. 30,000, 55 Gewinne à M. 4,000,
Gewinn a M. 10.000, 200 Gewinne à F. 2100.
Gewinn à M 36,000, 412 Gewinne aà M. 1200,
»Gewinn à M. 30,000, 621 Gewinne à M. 500,
—Gewinn à M 25000. 700 Gewinne à M. 250.
Gewinne a U. 20.000. 24. 350 Gewinne aà M. 138
ete. ete.
PDie nãehste erste Gewinnziehnng dieser grossen vom Staate ga
cantirten Geld-Verloosung iat amtlich festgestellt und findet
schon am 14. u. 15 Jusi d. J. statt
und kostet hierzu
ganrzes Original Loos nur Mark 6,
halbes —W 83.,
Jviertel * ILiq,.

Ale Auftrüge werden sofort gegen Pinsendang, Posteinzahlung

oader Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgesuhrt

jund erhält Jedermam von uns dis wit dem Staatswappen versehener
Original-Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Plüne gra

tis beigefügt und nach jeder Zielung senden wir unseren Interessen

jten unautefordert amtliehe Lietem

Die Auszahlung der Gewinne ersolgt stets prompt unter Staats-

Aarantie und kann dureh directe Zusendungen oder auf Verlangen

er Interessenten dareth, unsere Verbindungen aun allen grösseren

Pläàtzen Deutschland's veranlasst werdon.

Unsereé Collecte war stets vom ijueke begũünstigt und hatte

sieh dieselbe unter vielon anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der

ersten Haupttresser 20 erfreuen, dis den betreffenden Interessenten
direct augbéezahlt wurden.
Voraussichtlien kann béi snem solctien auft der 801IIeιαν

Basis-gegrundeten Unternelimen überall auf eine sehr rege Be—

theiligung mit Bestimmtheit gerechnet wérden, man beliebe daher

schon der nnει eÇι ι ber alle Auftrücgs baldiust di-

rect zu richten an

—
Kaufmann &amp; dimon.,

Bank- und Wechsel-Geschüft in Hamburg.

Hin- und Verkeuf aller Arten Staatsohsigationen, BRisenbahncActien

und Anlehensloose.

P. S. Wir danken hiordurch für das uns seither geschenkte Ver-
trauen und indem wir bei Beginn der neuen verloosung 7ur
Bethetligung ein adan, werden wir uns auch fernerhin bestre-
ben, durch steéts prompte und reello Bedienung die volle Zu-
friedenheit unserer geehrten Interosepnten zu erlangen. D. o“

38 Nangs

R Nur vom Staate ausgegebene Loofe werden versendet.
Es münssen gewonnen werden
Reichsmark 375,000
eichsmar
pder
218,750 Gulden

im glücklichsten Fall als höch ster Gewinn der vom Staate
genehmigten und garantirten großen Hamburger
Geld-Verloosung. J

„ Dieselbe bestehl aus 81,500 Loosen, wovon 48, 400
also weit über die Hälfte, binnen wenigen Monaten in sieben
Abtheilungen mit Gewinnen gezogen werden müssen.
Hauptgewinne event.

Neichsmark 375,000,
spee. 250,000, 125, 000, 80, 000, 60, 000, 30, 000,
40,000, 36,000, 38 3 80,.000. 25, 000, 5 3
20000, a IS Oö, 73 i2 660, T'x 10000
26 u 6000, 55 2 4000, 3000, 2500, 200 3
2400, 5134 2000, 3 I500, AIS2 a 1200, 621
a 500, 835 2 800, 700 3 250, A2 à 200, 46 4
I50, 24, 350 4 138 ⁊c. ?ꝛ.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt prompt
unter Staatsgarantie. J

Schon am 14. und 15. Juni findet die erste Ge⸗
winnziehung statt und beträgt die planmäßige Einlage dazu:

für 1 ganzes Originalloos 6 Mark
—1 halbes 8
Iviertel Li/

Diese vom Staate garantirten und mit dem Staatswappen
versehenen Originalloose (keine Vromessen) versende ich
gegen Baarsendung, Posteinzahlung oder Rochnahme des Be—
trages überall hin. Alle, selbst die klei sten Bestellungen
werden pünktlich ausgeführt, der amtliche Ziehungsplan
gratis beigefügt und nach der Ziehung die amtliche Ziehungs-
liste unaufgefordert übersendet.

Die Verloosungen bieten somit die größten Vortheile,
sind mit vielen bedeutenden Gewinnen ausgestattet und sind
alle Ansprüche der Theilnehmer als Staatsüberivachung,
Garantie für die pünktliche Auszahluag der Ge—
winne vollständig gewahrt. Mein eifrigstes Bestreben wird
es sein, das mir zu Theil werdende Vertrauen zu rechtfertigen.
„. Da die Ziehnng ganz nahe, mein Loosevorrath nur noch
klein und die Aufträge sehr zahlreich einlaufen, so beliebe man
gefl. Bestellungen sogleich, dire ct zu richten an
Alberbt PFrieodheim,
Banle- und Nectuselgesclictft in HUamburę

*
2
2
*
*
—

*
2
2
*
2
3
2*
5
2
— *
*
2
.
—8
5
2*
*
—
2
⸗
*
2
8

—
8
—
7

Von den viel en großen Gewinnen welche in diese Collecte
fielen und an die glücklichen Gewinner ausbezahlt wurden, er
wähne nur: V

Mark 202,000 auf No. 66591
„303.000 80643
Der SEtaat überwacht die Fiehungen und garantirt
die Auszahlung der Gewinne.

—
*
—
2
2
*
—*
5
3
2
2

iMorto: Ihr habt
das Gute so nabe!“
Soitzwegerich-
daft

allerhöchst sanctionirt; lieb—
lich zu nehmen, das sichersie
billigste, gewiß aucb dank⸗
barste Mittel, gegen Brust
Hals- und Lungen⸗
leiden, Bronchialver
schleimung, Husten,
Catarrh rc. ꝛc.

Die Resultate sind üher⸗
raschend.

Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 52 Pfg. 1 M.
3 Ppf. und 1 Mart 55Pf.
Sit. Ingabert dei Joh.
Friedrich, and in der
Fabrik von Paul Hahm,
Dettelbach a. M. bei
Würzburg.

Bürgervoerein
St. Ingbert.
Sonntag, 28. Pai, Nachmit—
tags präcis 3 Ubtrr,
Generalversamm lung
Jim Vertinslokale.
Tagesordnung:
Befprechung über Vereinsvermögen.
Ler L. Vorstaud
Fruat- Brod⸗- u. Fleisch⸗Preise
der Stadt Zweibrücken vomn 24.
Mai. Weizen — M. — pf.
Korn O M. — Pj. Gerste 2reih.
— M. — Pf. Gerste Freihige
— M. — Pf. Spelz o M. —
Pf. Hafet 19 M. 44 Pf. Kar⸗
toffeln 2 M. 30 Pf. Heu 4M.
50 Pf. Stroh 4M. 40 Pf. per
Zentner. Weißdrod 13 Ko.
55 Pf. Kornbrod 8 Kilo. 76 Pf.
ditto 2 Kilo. 51 Pf. dit!o 1
Nilo. 26 Pf. Gemischtbrod 3
gild. 93 Phln Paar Wid 100
Gramm 6 Pf. Spelzkers 0 M.
— pf. Dintet o M.P. Misch⸗
frucht — M. — Pf. Rindfl. J.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf.
Kalbfl. 48 Pf. Hamfl. 32 Pf.
Schweinefl. 66 Pf. Butter 1
M. 20 Pf. per Pfund.

rcãas
das Hundert zu 1 Mark bei
134H. Taur, Gerber.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. ZAnabert
        <pb n="295" />
        Sl. Ingberker Anzeiger.

der St. Jugberter Auzeiger nud das (x mal wöchentlich) min dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungtblatt, Sonn iags mit illustrirter Bei⸗

age), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donuerstag, Samstag nud Sonutag. Der Abonnem entepreis beträgt vierteljahrlich

WMark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pft. far die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 844.

SEonnta den 28. Mai 1876.
——

— —

Deutsches Reich.

Mäünchen, 22. Mai. Dem Staatsrathe im ordenllichen
dienste Aug. v. Eisenhart ist das Komthurkreuz des Ordens vom
J. Michael verliehen worden. *t

Muünchen, 23. Mai. In der heutigen Sitzung des Wahlgesetz ;
dlusschusses wurde die Wahlkreiscintheilung füt die Pfalz in folgender
Weise durch Majoritätsbeschluß festgestellt: 1) Wahlbezirk Stadt
Zaiserrlautern mit 22,699 Einwohnern, 1 Abageordneter. 2) Land⸗
erichte Speyer und Ludwigshafen mit 66,716 Einwohnern, 2
Ibgeordnete. 3) Landgerichte Fra:kenthal. Göllheim und Grünstadt
nit 55.447 Einwohnern, 2 Abgeordnete. 4) Landgerichte Kirch⸗
seimbolanden, Obermoschel, Rockenhausen, Lauterecten und Wolf⸗
tein, mit 61,843 Einwohnern, 2 Abg. 5) Landgerichte Kaisers⸗
autern (obne Stadt), Woaldfischbach, Winnweiler, Otterberg, mit
33,311 Einw., 2 Abg. 6) Laadgerichte Kusel, Landstuhl, Wald⸗
nohr und Homburg, mit 68,622 Einw.. 2 Abg. 7) Landgerichte
Zweibrücken und Hornbach, mit 33,299 Einw.1 Abg. 8) Land⸗
serichte St. Ingdert und Bliescastel mit 27, 776 Einw., 1 Abg.
5) Landgerichte Pirmasens und Dahn, mit 34,421 Einw., 1 Abs.
10) Landgerichte Bergzabern, Annweiler und Kandel, mit 66,117
kinw., 2 Abg. 11) Landgerichte Landau und Germersheim, mit
30,309 Einwi, 2 Abg. 12) Landgerichte Neustadt und Edenkoben.
nmit 62,860 Einw., 2 Abg. 183) Vandgericht Dürkeim mit 27,948
Fiuw. 1 Abg. Zusammen 21 Abgeordnete.

München, 23. Mai. Wegen der Erdöhung der permanenten
Ciplliste St. M. des Koͤnigs ist von dem Staaisministerium des
önigl. Hauses und des Aeußeren, dann dem Finanzministerium an
die Abgeordneten'an mer zu dem Entwurse des Finanzgefttzes fuͤr
die XIII. Finanzperiode ein Nagtrag gelangt, demzufolge zwischen
zie Paragraphen 6. und 7 des genannsen Gesetzes ein neuer Para⸗
zraph einzuschalten ist. — Im Finanzausschusse wurde die Petition
der Strafanfialts-Geistlichen um Verleihung pragmatischer Rechte
aach dreijähriger Amtsdauer nicht begutachtet; dagegen beschlossen,
die Petinion der Lehrer an den Stirafanstalten um Gleichstellung
Hdinsichtlich idrer und ihrer Relikten Versorgnißansprüchen mit den
Voitsschullehrern der Staatacegierung zur Prüfung und eventuellen
Abteilfe hinüberzugeben. Die Staatsregierung erklärte sich zut mög⸗
ichen Abhilse bereit.

Müsuchen, 24. Mai, Abends. Die sechete Abtheilung der
Abgeordnetenkammer hat heute die Abgeoidnetenwahlen für den
Wahibezirk Sulzbach, wo v. Schlör und Peß! gewählt waren, für
angiltig erk!ärt; für die Ungüuigkeit stimmten die Ultramontanen,
»agegen die Liberalen.

München, 26. Mai. Die früheren fünf liberalen Abgeord⸗
neten von Müachen J sind heute von den liberalen Wahlmännern
mit 246 von 247 Stimmen wiedergewäblt worden. Die 45 ul⸗
ramontanen Wahlmänner waren zur Wabl gar nicht erschienen.

München. Im ,N. Wiener Tagdl.“, das gern in Sensations⸗
artikeln macht, erschien vor Kurzem eine Notiz, die verschiedene
—X000—
die Enihebung des Staatsraths v. Eisenhart von der Stelle eines
Secretärs des Königs in Zusammenhang brachte. Hofrath Düfftipp,
der Leiter der königl. Cabinetskasse, erklärt nun in der „Allg. 8.“
diese Unteistellung für falsch und weist darauf hia, daß Staate⸗
rath v. Eisenhart mit der Verwaltung der königl. Cabinetskasse nie
»as Mindeste zu schaffen hatte. Für ebenso böcwillig erfunden,
extlärt er die weitere Angabe, „daß das Cabmeistsecretariat sich
aie kgl. Genehmigung erbitsen mußte, Geldvorschüsse zu sehr hohen
Z'nsen aufzunehmen,“ weil zu einer solchen Maßregel Aberhaupt
ein Anlaß vorgelegen habe.

Berlin, 24. Mai. Die „Provinzial-Korrespondenz faßt
die Berathung des Herrenhaufses über die Eisenbahnfrage zusammen
and betont dabei, die Regietung verfolge das Ziel. ohne nach irgend
welcher Seite hin Zwang auszuuben, die aus der Zersplitterung
ind financiellen Ausbeutung entspringenden Mizstände im deutschen
Fisendahnwesen zu beseitigen Und auf die Verwaltung der Eisen⸗

zahnen so einzuwirken, daß dieselben den Ansprüchen der Nation
zinfichtlich des Verlehrd und der Landesvertheidigung durch zwec⸗
naßige Anlage und erhöhte Leistungsfähigkeit genügen.
Aussland.—
Pacis, 24. Mai,. Die heutigen Blätter dringen einen von
300 Studenten unterzeichueten Protest gegen die Betheiligung deut⸗
her Studenten an dem internationalen Congresse, worin es heißt,
1. sei klein Freundschaftüberkehr der französischen mit der deutschen
zugend möglich, so iange Eisaz und Lothcingen von den Eindring—
ingen unter die Füße getreten würden. — Hier wiederholt sich das
Zerücht, daß die Pforte die Vorschläge der Mächte abgelehnt habe.
Dem „Nürnberger Kotresp.“ wird aus Odessa, 28. Mai,
erichtet: Seit gestern treffen mit jedem Dampfschiff Schaaren von
donstantinopel und anderen türkischen Siädten ansässigen. Russen
nit ihren Familien ein, welche Häuser und Geschäfte im Stiche
issen. Die Zustände in Konstantinopel werden, trotz der Versuche
—
zin heule eingetroffener Dampfer brachte 800 Flüchtlinge, worunter
olche auch aus Kleinasien, In Synope wurden rufsische Kaufmannsb⸗
aden geplündert und ein atmenischer Diener eines russischen Wechs⸗
ers ermordet.
——*
RPermischtes.

F Die „Pf. Z.“ berichtet aus Obermoschel, 20. Mai
gei einer Trauung, die vorgestern hier staitfand, schoß ein junger
zursche zur Ehre des Brautpaares mit einer Pistole einen Freuden⸗
huß ab; um den Knoll recht zu madben, hielt er die flache Hand
ingefähr einen halben Schuh vor den Lauf. Die Folge ist natür—
ich eine zerschmetterte Hand. Soeben bieb der irre P. seinem
gater enen Karst an den Kopf und die Verwundung soll nicht
efahrlos sein. Einen gefährlichen Irren läßt man eben nicht frei
inter den Menschen herumlaufen, sonst rächt sich ein solcher Leichtsinn.

aAaiserslautern, 26. Mai. In der gestern Morgen
m Casinosaale stattgehabten Versammlung von Industriellen und
—XEE
ie Veriretung ihrer Interessen in derselben Weise zu organisiren,
vie sie vor dem Jahre 1868 sich so trefflich bewährt habe —
urch die Handelskammer — nur mit der weiteren Forderung eines
tandigen Äusschusses und eines ständigen Secretariats. Um dieses
n näaͤchster Zeit zu erreichen, wählte die Versammlung eine Com⸗
nission von 9 Mitgliedern aus allen Theilen der Pfalz, welche das
stecht haben, sich bis zu 15 zu cooptiren. In der Commission
ind u. A. Ht. Dr. Armand Buhs von Deidesheim, Direckot Schoͤn
cn hier, Banquier Schneider von Pirmasens, Lederle von Ludwigs⸗
afen, Braunsberg von Frankenthal, Wolf (Dingler und Wolf)
jon Zweibrücken. Diese Deligirten suchen nun zunächst obigen
zweck zu erzielen, indem sie in dieser Richtung Schritte thun, und
erspricht man sich hiervon um so mehr Erfolg. als durch Regierungs-
erorduung vor circa 4 Wochen die Handelskammer zu Ludwigs⸗
„afen aufgelost wurde und die Handelsinteressen der Pfalz factisch
tzt ohne Vertretung sind. Sollle obiger Schritt kein Erfolg haben,
o hat die Commission zugleich die welere Aufgabe, die Einleituag
ai treffen zu einer Organssation eines freien Vereins der Industrie,
»es Handels und det Gewerbe der Pfalz. IPf. P.)

p Wie die Neustodter ,Buͤrçcerzig.“ höͤrt, findet der diesjährige
Bereiasstag der pfälzischen Genossenschaften im Laufe dieses Som⸗
ners in Lambrecht statt, und wird dieser Versammlung der Gründer
des deuischen Genossenschaftswesens, Dr. Schulze Delitzsch anwohnen.

4 WMan schre bt der „Rheinpfalz“ aus Landau, 28. Mai:
In der heutigen Sitzung der einfachen Polizei-Sitzung wurde der
siesige Polizer-Commissar Noser wegen Ehrentränkung resp. Miß⸗
jandlung des Prwatiers Albinus zu 2 Tagen Gefängniß, Ein⸗
lidung des Urtheils und den Kosten verurtheili.

Der Gemeinderath von Sch fferstadi hat folgende Prämien
nusgesetzt: 100 Mark dem Finder det Gewehres, womit Forsthüter
Win eimordet wurde; 50 Mark dem, der im hiesigen Walde oder
        <pb n="296" />
        Felde einen Wilderer, mil einem Jogdgewehre verseben, mit Ecfolg
zur rechtskräftigen Bestrafung anzeigt; 20 Mark dem, der einen
Wilddieb dahier über dem Stellen von Schlingen betrifft und zur
Dtrafe brirat.
Dieustesnachrichten.

Die protestantische Pfarrei Schöͤnau wurde dem Pfarramts-
zandidaten Karl Orih, z. Z. Vicar in Rinnthal, verliehen.

Candidat Schollmeher, z. Z. Verweser in Freckenfeld, wurde
uum Verweser in Wörth und Candidat Otto Wüller, zuletzt Ver⸗
veser in Walsh⸗im, zum Vicar in Otterberg ernannt.

2 Fur die Revacion veranprorilich: F. X. Demes.

Von den in Herun Isceinenden Zeitungen ist vorzugsweise
das „Neue Berliner Tageblatt“ mit seinen dei Gratis-
ilagen: „Berliner Fliegende Blätter“, „Berliner
Gartenlaube“ und Vereinsfreund“ bemübt, sich für Jeden.

* *
Licitation.

Montag, den 12. Juni nächst⸗
hin, Nachmittags 3 Uhr zu St.
Ingbert im Café Oberhau—
ser wird vor dem unterzeichneten
diezu gerichtlich beauftragten k.
Notar die nachbezeichneten zu der
zwischen dem verlebten k. Post-
expeditor Ludwig Schnorr
und dessen hinterbliebenen Wwe.
Katharina Schäfer in St.
Ingbert bvestandenen Gülerge-
meinschaft gehörige Liegenschaft
im Banne St. Ingbert der
Abtheilung wegen öffentlich an
den Meistbietenden zu Eigenthum

zersteigert.
Pl.⸗Nr. 62. 7 Dec. Fläche,
ein neues zweistöckiges

Wohnhaus mit Waschküche,
Stall und Hofraum und
Pl. Nr. 68. 8 Decimelen

Garien dabei.

Das Ganze gelegen an der
Zaiserstraße zu St. Ingbert
neben Karl Gros und Heinrich
Westphälinger Erben.

Eigenthümer sind: genannte
Wittwe Kathar'na Schnorr und
hre beiden mit dem Verlebten
erzeugten noch minderjährigen
dinder Katharina Josephina u.
Unna Maria Franziska Schnorr,
velche diese ihre Mutter zur ge⸗
seßlichen Vormünderin und Chri⸗
tiun Schnorr, Babnb ediensteten
n Homburg zum Beibormunde
jaben.

St. Ingbert, 25. Mai 1876.

Sauer, k. Notär.

*5*8

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20
272

,abien T-4y 6 *5

der mit der Residenz in irgend welcher Verbindung steht, fast un⸗
entbehrlich zu machen. Bei enorm billigem Preise (nur 5 Markh)
pro Quartal fur alle 4 Blalter) gibt die Zeitung in mindestens 8
Bogen täglich ein übersichtliches und vollständiges Bild des Berliner
debens in politischer, kommunaler und komrierziellet Beziehung
Von bedeutenden Fachmännern redigirt, gewinnt die Zeitung noch
dadurch an Inleresse daß sie die Schöpfung und das Eigenthum
der Redacteute des Blattes ist. In einem halben Jahre hat das
„Neue Berliner Tageblatt“ es zu einer Auflage von über 15000
*remplaren gebracht, sicherlich der beste Beweis, daß dasselbe etwas
Hervorragendes bietet. Die illustrirten Gratis ˖Beilagen erweiser
aͤch je länger je mehr ihren berühmten Namensschwestern ebenbürtig
Dauptsächlich beruht wohl darin der großattige Erfolg des Unter⸗
nehmens, daß die Zeitung in Einrichtung, Haltung und Ton sid
als wirkliches Famillenblait beliebt zu machen verstanden hat.

-— Emufehlung,.
Da ich den Verkauf meiner Näh
maschinen für 5t. Ingbert und
ZAmgegend wieder selbst übernommen
habe, so empsehle ich mein vollständiges
Lager darin, zu bekannten Jukrikpreisen.
Alle Zahlungen für durch Herrn
Joos auf Credit verkaufte Maschinen
sind direkt an mich zu machen.
Zweibrücen, den 20. Mai 1876.
Rudolph Franok.

Zum Mhonnement empfohlen:
Neu'“ Berliner Tageblat
—— J

mit seinen drei Gratisbeilagen

Berlinuer Fliegende Blätter, Vereinsfreund
. Berliner Gartenlaube. 2.

Reichhaltigste, übersichtlichste u. billigste
Zeitung der Residenz.

In 6 2MNonaten über 150009 Abonnenten!
EZum Preise von nur 5 Mark für drei Monate,
3. Mark 40 Pf. für den zweiten und driltten Quartals—
monat und 1 Miark 70 Pf. für den letzten Quartalsmong
nehmen sämmtliche Reichspostanstalten Bestellungen täglick
entgegen.

—7 *434
Pinladung
uu der am Montag, den
29. Mai im Café Ober—

haufser stattfindenden
musikalischen
Abendunterhaltung
auf Flöte und Ciüther mit
—AXIXI
ausgefübrt von
Joseph hPleintingerp,
»hemaliger Zögling des köonigl.
Blinden-Institute in München.
Anfana R Uhr Abend«

Arbeiter⸗Bildungs⸗

Verein.

WMontag Abend den 29. Ma
General -Versammsfung.
Theaterdecorationen,
Ballons, Lampions. Bor
ner Tabnenfahrik. Bonn a/Rh

VMAσ ¶α.

versenden wir auf Franco⸗ An⸗
— einen über 100 Seiten
stgelen, mit vielen Zeugnifsen
——*8* Getzeilter versebenen
e, aus Pr. Airr's Natux⸗
riimcthode.“ Jeder, weicher sich
In der Vorruglichteit des illustr.
a dod Seiten starken Hriginal⸗
vertes (Preis nur 1 Mark, zu
— burch alle Fadhe
uberzeugen will, lasse sich den
ZAuszug v. Richteres Berlagd⸗
—. ⏑ !—n.

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ouniu ani bnuo
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2 —Mai 1876.
V. Pffs
— — 6.
— —2 9.
1665 6.
9 530- 6568
1617-2
2034-388
16 63 - 6
416-19

elIdsortenm.

istolen, doppelte ..
istolen..
Iollün. 10.-fl. Stucke.
danddukaten...
Frankenstũckoe..
Inglische Sovereigna.
Zussisehe Imperials.
DolIlIars in Gald

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5

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4⸗
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaliungablatt,!“ (Sonntags mit illustrirter KRei⸗

lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis belrägt viertehährlich

Wark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 13 Pfa. fur die viergespaliene Zeile Blattschrift dder deren Raum. Neeclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
*

Deutsches Reich.

Manchen, 27. Mai. Die Dauer des VLandtages ist bis
un 80. Juni verlängert wordenn.. 25

Wie die „Abdztg.“ crfährt, soll die Umrechnung von urfl.
un 1M. 80 Pf. nur der der k. Civ'll stei nicht auch bei den
panagen der Prinzen Anwendung finden.

DNünchen, 27. Mai. Was die gestern erfolgte Abreise des
derrn v. Schlör nach Berlin' betr'fft, so st man allgemein der
insicht, daß dieselbe mit der deutschen Eisendahnfrage, bezw. der
cifenbahn · Tariffrage, in Verbindung steht. Man hält es auch füe
vahrscheinlich, daß dem ehemaligen baherischen Handelsminister eine
Hhere Stelle im Eisenbabnwesen in Bexlin zugedacht ist und in
zer Thot sprechen einige Umstänse dafür, daß diefe Vermuthung eine
iicht unbegründete ist. F

Aus Kreisfen, welche dem Reichskanzleramte nahe stehen, be
ichtet die „Voss. Z.“, daß d'e Stellung du Ober-⸗Präsidenten von
Zlsaß ·Lothringen, d. öller, erschüttert und der Rucktritt desselben
nur noch als eine Frage der Zeit zu betrachten sei. —

Dem „Berl. Vörsen ˖ Courier“ zufolge haben Deutschland und
Franlreich von der Pforte die Summe von 40,000 Pfund für de
Zittwen der veiden in Salonichi ermordeten Konsuln gefordert.

Ausland.

Die „Times?“ berichtet aus der Herzegowina, die Führer der
dufständischen hätten in einer Versammlung beschlofsen, dea Kampf
ortzusetzen, bis die Unabhängigkeit Bosniens und der Herzegowina
rrecht fei. Gleichzeitig wird englischen Blättern von ernsten
dämpfen in Bulgarien gemeldet, wo die Türken mehrere Christen,
zaruuter einen Priestet aufgehängt hätten. In Serbien soll eine
anze Unzahl rusfischer Offiziere eingetroffen sein und man fürchtet,
zaß et auch dord nächstens zum Loebrechen kommen wird. Rußland
pielt offenbar ein doppeltes Spiel; währtend es auf der einen Seite
ich den Anschein gibt, als sei es ihm um die Erhaltung des Friedens
krnst, so unterstützt es auf der anderen Seite die Anfständischen
n jeder Weise und als das Ziel seiner Wünsche bezeichnet man
euie allgemein die Besetzung Constantinopels mit rufsischen Truppen.

Ueber den diplomatischen Stand der orientalischen Frage liegen
inige weitere Mittheilungen vor. Tem „Kournal des Debats“
vird aus London derichtet, daß der Ton des Gortschalcw'schen
Memorandums ein ganz anderer sei, als jener der Andrassy'schen
Note: Gortschakow beginne mit Hinweisung darauf, daß der Sul⸗
an sich durch diese Note Euroda gegenüber verpflichtet habe und
aß die Großmächte ein mocalisches Recht und die Pflicht hätten,
niese Berpflichturg in Vollzug zu setzen, von welwer der Frieden
xuropa's abhänge: der Sultan habe bis jeßt noch nichts gethan,
im seine Zusazen zu erfüllen. Darans habe sich Keine mittelbare
lufmunterüung für den mohamedanischen Fanatismus ergeben, und
er Zwischenfall in Salonihi könne leider als eine Wirkung der
ögerung der türkischen Regierung in Erfüllung ihrer friedlich ein—
egangenen Zusagen aufgefaßt werden. Die Dentschrift führe so
ann die Vorschläge auf, über welche die Mächte in Berlin sich
nigten, und betone die Inbetrachtnahme der fünf Punkte der In⸗
urgenlenführer über dee „Mittel der Ausführung“, welche diese in
ner Dentschrift dem Fürsten Gortschakow offi;ös durch Wesselitzky
rittheilen ließen. Das Memorandum schließe wie folgt: „Wenn
idessen der Waffenstillstand verliefe, ohne daß es den Anstregungen
er Mächte gelungen wäre, das Ziel zu erreichen, welches sie sich
esteckt haben, so sind die drei kaiserlichen Höfe der Meinung, daß
3 nothwendig weirden würde, ihrer diplomatischen Action die Sank⸗
ion eines Einverständnisses hinzuzufüten, in Aussicht auf wirksame
Naßregeln, die im Interesse des allgemeinen Feindes erforderlich
heinen würden, um dem Uebel Einbalt zu thun und dessen Aus⸗
reitung zu verhindern.

Salonichi, 28. Mai. Gestern fanden 11 Verurtheilungen
tatt; zwei zum Tode, 8 zu lebensläuglicher Zwangbarbeit, eine
u 3 Jahren Einsperrung.

RPermischtes. **

Eine Bekauntmachung kal. Regierung im neuesten Kreisamtt⸗
zlott lautet folgendermazen: Die Schulbehörden und Lehrer haben
trenge datauf zu halten, daß die Schüler — Werktag- und Sonn⸗
agschüler — steis mit den erforderlichen Schulbüchern und sonstigen
dernapparaten versehen sind. Gegen bemittelte Eltern, welche sich
ezüglich der Ansshaffung jaunig und widerspenstig zeigen, ist nach
Urt. 21 und 22 des Polizei-Straf⸗Gesetz Buches im Zusammen⸗
nult mit den Art.25 und 28 der Pfaälz. Schul⸗Ordnung von
817 and der Allerhöchsten Verordnung vom 9. Juli 1856 über
ie Schulpflicht der Jugerd vorzugehen. Für arme Kinder hat in
Hemäßheit des Art. 10 Ziff. 4 des Armen⸗-Gesegßes die Gemeinde⸗
'asse einzutreten. 4

r Die Generaldirection der k. Verkehrsanstalten gibt bekannt,
vaß vom 1. Juli d. J. ab sämmtliche seither ausgegebenen Post⸗
reimatten und Postformulare ungiltig und uneinlösdar seien. Die
rwa noch im Pripdatbesitz befindlichen Vorräthe solcher Marken und
Zostformulare können bis 30. Juni d. J. bei allen Hauptbriefpoll⸗
ind Specialkassen gegen Freimarken und gestempelte Formulare
er Reichswährung odet gegen baare Vergütung umgetauscht werden.
stach dem 30. Juni findet kein Umsausch mehr statt.

F Von ssocialistischer Seite soll der Gedanke der Errichtung
iner Genossenschaftsdruckerei in der Pfalz verwirklicht werden, um
iet Herausgabe eines Parteiblattes zu ermöglichen. Vor den Reichs⸗
agswahlen soll Liebknecht die Pfalz berteisen. J
7 Schifferstadt. Bei der Leiche des ermordeten Wald⸗—
jüters Witt wurde seiner Zeit der Hahn eines Gewehres gefunden,
nit welchem aller Wahrscheinlichkeit nach die That verübt worden
t. Dies Gewehr ist noch nicht ausfindig gemacht und es hat
ie Kreisregierung eine Belohnung von 100 Mark fär dessen Aus—⸗
indigmachung ausgzeseßt.

München, 22. Mai. Der Hofphotograph Hanfstängel
nier errichtet zur Zeit in den Räumen der alten könig!. Pinakothek
ine eigene Werkstatt, um die ihm überttagenen photographischen
fufnahmen der ecsten Werke älterer Meister in derselben mitteldar
on den Originalen kerzustellen. Es, soll mit éäinigen kleineren
dubens:Bildern der Anfang und zugleich die Probe dieser bedeufenden
lufgabe gemacht werden. v

Man berichtet aus Mainz, 27. Mai. Der ‚N. M. A.“
zfährt, daß in Boppaerd am Rhein seit çestern Abends Uhr ein
irchtbares Feuer wüthet. Trotzdem rasch Hülse zu Stelle war.
elang es dis jetzt doch noch nicht, Herr des derheerenden Elementes
u werden, und es sind b's jetzt ca. 100 Wohnhäufer in der sog.
dirchgasse, darunter das stattliche Postgebaͤude, ein Raub der Flam⸗
nen geworden. Die Ursache der Entistehung des Ftuers ist dis
letzt noch unbekannt.

F In Koblenz wurde ein Jialiener verhaftet, der sich unter
igenthümlichen Umständen darnach erkundigte, ob Fürst Bitmarck
ich dort aufhalte und der — nach der „Kobl. Ztg.“ — einge⸗
sanden hätte, den Reichskanzler ermorden zu wollen. Wenn die
5ache so war, so hat man es jedenfalls mit einem Verrückten,
zicht mit einen Fanafiker zu thun; denn letztertr würde den
danzler nicht in Koblenz suchen. J
7 Die „Koöln. Z.“ meldet aus Köln, 27. Mai.“ Gesiern
bend zweschen 10 und 11 Uhr explodirte ein Dampfkessel des
sinter Mülhe'm a. Rh. gelegenen Rheinischen Walzwerles, als man
erade vollen Dampf haite und die Walzenstraßen in Betrieb
tzen wollte. Zwei Liute blieben auf der Sielle todt, drei wurden

zwer verwundet und einige andere erlitten leichte Berletzungen.“
Wien: 24. Mai. Im Arsenale explodirte in den Mor⸗
zenstunden eine Kiste mit 40,000 Patronen; zwei Personen wurden
ebens gefaͤhrlich, zwanzig leichler verlezt.
fFParis, 26. Mai. Lydn und Umgegend wurden heute
on einem schweren Gewitter heimgesucht. Der Bl'it schlug in eine
daserne, tödtete einen Soldaten und verwundete drei andere.
ꝓ Ein Asylrecht. Aus Tunis wird geschrieben: „Jüngst
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        kam es vor, daß ein Araher, ein gewisser Kailien, seine eigenet
Schwester am Abende vor ihrer Hochzeit ermordete, weil das Mäd—
chen seinen Versuchen, Geld zu erpressen, Widerstand geleistet hatte.
Sofort nach vollbrachtem Morde ergreff Kailien die Flucht; eine
große Menschenmenge setzte ihm jedoch nach, und so blieb ihm denn
nichts anderes übrig, als Zuflucht in der Moschee die Mahred zu
suchen, in deren Innern, einem alten Gesetze zufolge, Niemand ver⸗
haftet werden darf, und moͤge sein Verbrechen auch welches immer
sein. Die Begörde welche den Moͤrder doch nicht straflob ausgehen
lassen will, wußte sich aber zu hdelfen. Sie stellte Wachen rings
um die Moschee auf und wird, gleichfellz einem alten Gesetze zu⸗
folge, nunmehr alle Thüren und Fenster des BGottethauses ver⸗

Hausversteigerung en en
Samtag. den 8. Juni . J. miederützeeai 1876.!
des Nachmittags um 3 Uhr, zu eeeie
St. Ingdert, in der Wirthsbe— er pruepe t
hausung des Georg Stief, in Wolf
ber Schasgasse, läͤßzr Peter Betz. J
Bergmann von da, wegen Wohn⸗
sigberänderung oͤffentlich zu eigen
dersteigern:
Pl.⸗Nr. 697 und 697.
78/110 Dec. Fläche, enthal⸗
tend ein zu St. Ingbett,
in der Schafgasse, neben
Johann Zimmer gelezenes
Wohnhaus mit Stall, Hof⸗
raum und Pflanzgarten.
Bis zum Versteigerungstage
tann dieses Immobil auch aus
freier Hand gelauft werden.
Aus Auftirag
Das Geschäftsburtau
L. Bechthold
in St. Ingbert.
Poppel Versteigerung
zu Niederwürzbach am J.
Juni nächsthin, um 2 Uhr des
Nachmittags:
243 Pappel⸗Stämme von
bester Qualität bis 16
Meter lang und bis 0,35
Meter dich, der Distrikis⸗
gewmeinde Vlieskastel ge⸗
hörend und an der Distrilts⸗
straße in der Nähe von
Niederwürzbach lagernd.

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nauern lassen, auf daß der Mörder nicht entfliehen könne und dem
dungertode anheimfalle. Barbarisch.
Dienstesnachrichten.
Der königl. Polizeianwalt Weig zu Germersheim wurde auf
Insuchen nach Ludwigthafen versetzt. F
5 Fur die Redacion rr3 .
Im allge ncb ncerey
Anden wir uns veranlaßt, auͤf die im heutigen Blatte enthaltene Annonce
es Herrn Albert Friedheim in Hamburg ganz besonders hinzuweifen.
Die angekündigten Originalloose können wir wegen der großen und zahl⸗
eichen Gewinne bestens empfehlen. Die Reellität und Solidität dieset
dauses ist bekannt und daher nichts natürlicher, als die vielen bei demselber
inlaufenden Aufträge, welche eben so rasch als sorgfältig ausgeführt werden.

Nur vom Staate ausgegebene Loose werden versendet.
Es müssen gewonnen werden 6
Reichsmark 375,000 *
3
R 2
*
218,750 Gulden
im glücklichsten Fall als höchster Gewinn der vom Staate
genehmigten und garantirten großen Hamburger
Geld-Verloosung.

Dieselbe bisteht aus 81,600 Loosen, wovon 48, 100
also weit über die Hälfte, binnen wenigen Monaten in sieben
Abtheilungen mit Gewinnen gezogen werden müssen.

Hauptgewinne event.

Neichsmark 375,000,
spee. 250,000, 125, 000, 80, 000, 60, 000, 30. 000,
40,000, 36,000, 83 3 380,000, 25, 000 5 2
20, 000, 6 à 15, 000, 7 2 1I2,000, IIa 10. 00 0
26 2 6000, 55 2 4000, 3000, 2500, 200 2
2400, 54 2000, 8 4 1500, AIS2 a 1200, 621
m 500, 835 2 300, 700 3 250, A2 a 200, 46 2

IS50, 24, 350 3 138 ꝛc. ꝛe.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt prompt
unter Staatsgarantie.

Schon am 14. und 15. Juni findet die erste Ge⸗
winnziehung statt und beträgt die planmäßige Einlage dazu:

für 1ganzes Originalloos 6 Mark
AIhalbes — 8
UAviertel Li/

Diese vom Staate garantirten und mit dem Staatswappen
versehenen Originalloose (keine Rromessen) versende ich
gegen Baarsendung, Posteinzahlung oder Nachnahme des Be—
trages überall hin. Alle, selbst die kleisten Bestellungen
werden pünktlich ausgeführt, der amtliche Ziehungsplan
gratis beigefügt und nach der Ziehung die amtliche Ziehungs-
liste unaufgefordert übexsendet.

Die Verloosungen' bieten somit die größten Vortheile,
find mit vielen bedeutenden Gewinnen ausgestattet und find
alle Ansprüche der Theilnehmer als Staatsüberwachung,
Garantie für die pünktliche Anszahlung der Ge—
winne vollständig gewahrt. Mein eifrigstes —2 wird
es sein, das mir zu Theil werdende Vertrauen zu rechtfertigen.

Da die Ziehnng ganz nahe, mein Loosevorrath nur noch
klein und die Aufträge sehr zahlreich einlaufen, so beliebe man
gefl. Bestellungen sogleich, dire et zu richten an

Albert Priedheim,
Bankx- und Vechsetgesechcift in Hamburg.

*.
*
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——
Von den vielen aroßen Gewinnen welche in diese Collecte
fielen und an die glücklichen Gewinner ausbezahlt wurden, er⸗
wähne nur:

Mark 202 000 auf No. 66591 r
303.000 808643
de⸗

taat Sbervacht die hungen und garantirt
die Auszahlung der Gewinne.
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Redaktion Druck und Veriag von F. X. Demetz in St. Ingbert
        <pb n="299" />
        5235 2*
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333 — 32 — 2223
26 553335537335332858* —
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* 23 35335335537 — 252 32
—A — — 23 — 55 3381 — 22⸗
— 53333353733753 —757 38 232532 25
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* 338337 5855 557 555352 — 2525 222
287 5*25335233 —E —— 55 55 582 3z385 —253552 22382
22 55535* *233 — A 15388 5553— ———— 5353
2573 5* 255 — 23 235 255 3383 15533 5825 —A 3z385
55*83 53553337 5325380 35 355 53538 — 223 3323
5 — — 2 2 —
— 55233* A— 5555255 5223 * *223 55325 53553
* 25 23557 ẽ 8 8 25235 522 * — ——
2525 — —GO 2,5* 585232 225* 35 58 55
25223 2238235853 * 552 2825 —— —— 5 — 23338 2883
522 —2 22E”EIST 3— »5 2. —2 522 5382 5* — —
* 3— — 3 557 — ã — — * * 235 *8* * 25
2228 238338—5 5583557 5 Zz88 ——2 — 5585 — 233
5232 37 8 838 53333
* 22 * — — * — —2 5 25 —2
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2685 —5 2723* — 2 28 * 522 38 5 —38 *2 *
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258522 —* * 5252325.2388 — — 522 255253383
— — —AA— 22 555233255* 8 — 53555535537
255 —— 2555 55*S 5326523 2 53332358 52435—8533
255 5237 5555333335 — S2 5 ẽ 30 2 3 255
2 5575235—85 5334* .720 — 333355538 ——5—3 22
228 —625 5525525 —E2 8 — 55582 —— 2328
—— 2555 83355 22288 255 iͤ 30 2552—368 3 — 533253 58
— 2z52 s353—72353438 —* 287 2552 75 — 257
2* 2 57358553538 S 2 25583 2 23 — —s5z32585 *
33333338 552368* *6* * 5 53855232
* 35* ———— 53222 256 * 55535 33— 8 *
———— 25 — 585353* 2 25** *
— — — 23* 255533832
238 5636 2858 5333 53535
32605 35223 25* 535
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8 — — 5. 3 * — — 7
28383—33 A —A 233733355 *2
—2 — 4 33— — 2
552325 —— —— 23 553 3323537æ 283 758
* — * 2 2
55325855 35353 28 3235 2233 5
2533 „5 283 — 22 2 2 * 5 2727 —
— 3532658 5223 —32?88 8
8582* — 235 5352 23.* 34 773283* 5235
— 22* n 2272* 28— 7 —A—— —
— 277 — * 223 7* * 2. 5 28 e *
— 3 3 293 3.4 25357 * —— 3— 2 2
532 8 —3 22.325 32 — — 8. 2— 27
— * — 27 22832 7 2.
523537 —533336 28.3 353*55533 3309
2 522 S 2 S
33535355533323 22* C *7 22.2 7* —
2357 33 — ** 2 2* * —
22841 8* — —2 — 2. 3
— 2332—358 335
— 8
— 227
26

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        7* 7* 3 — * d —
— vp * ne Ai 8 . e c ve e
— 715 —2*22— 2* ναι
* a —
* — 4 28 5 —6— 8 —2
* 2 158 J— —
3 * — s
— 5
Der St. Ingberter Anzeiger?und das 2inal wochentlich) mit deis Hauptblatte verbundene Unleth lengtblatt, (Sonniats nit ily Crirter VRei⸗

lage)erscheint wöch entlich Viermal: Dienustag; Don nerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementepreis bettägt vierteljahrlich

kWarl 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg. von Aaswärts mit 150 Pftz. fur die viergespaltene: Feils Blatischrift oder deren Raum Nbeianen
J imit 30 Pfg. bro Zeite berechnet. 977U t

V —

4 a 5240 4 ——

7 2 7334 9 * *4A3*7 31 7i4 3.;373*
48 86. * * Donnerstag, den i. Juni — — ιι, 876
e ,α — 4

U — 16
Deutsches Reich. 33
Mänchen, 29. Moi. Morgen hält der 12. besondere pfäl⸗
ische Eisenbahn Ausschuß Sitzung, An welcher die Regierunasvoriag
vetr. Ausdehnung des pfälzischen Essenbabnaetzes“ sowie di F ——
hierauf bezügl'chen eingelaufenen Petitiogen zur Verhandlung kommen Rermistchtes!
werden.“— Ebenso hält der 4. Beschwerde⸗ Ausshuß morgen, Nach —Kaiserblautern, 29. Mai. Der durch Urtheil des
mittag Sitzung, in welcher über die Petition der freiherrlich vor Schwurgerichts —der Pfalz vom 13. Mäürz 1874 wegen Raubet
Münsterer'schen Gutsherrschaft in Euerbach, sowie ürer jene det and Todtschla ges, verudtau der Wittwe Schwarz von Homburg,
Stadt· Magistrats Schwandorf betr. „die Wohnungsräume für, die su lehenslänglicher, Zuchthausstrafe verurtheilte / Ferdinand Niens
esoldeten Landwehrstämme“ und über die der Familie Nitter in don Rothenburz ist om 25. ds. im Hospital des hiesigen Zucht-
Landau wegen Verletzung verjassungsmäziger Rechte berathen wird. sauses gestorben. 6. 3. .25
— Der. 10. Wablausschuß halt gleichfallz worgen Nachmittäa7Paiserslaruut eirn, 30. Mai. Heute wurde vor dem
Sitzung und wird die zweite Lefung des Gesetzen wurfes, eiuschließ Jiesigen Belirlsgerichte gegen die Hrn. Kaufmann Echneider eb
lich der Wahlkreis-Eintheilung nach den Vorschlägen. der Sub Buchhalter Naumann dahier derhandelt. Dieselben waren der
mission vornehmen. M Verübung unsittlicher Handlungen und des Hausfriedensbruches —
München. Im Finagzausschusse erklärte der Justizministen hegangen in der Thealerrestautation — angeblagt uud hatte diese
in Hinblick auf die bevorstehende Organisation, welche ohnehin mit Sache selbstverständlich eine große Anzahl Neugieriger in den Ge⸗
dem Assessorate aufraumen werde, daß er schon jetzt die sich erledi ichtssaal, geführt. Rach langer Verhandlung wurden die Beschul⸗
genden Assessorenstellen an den Bezirksgerichten ingebhen lasser un? digten von der ersten Anklage freigesprochen „dagegen⸗ wegen des
dafür Rathsstellen schaffen werde. 21 etzteren Reates zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt wovon die
Bexrlin, 30. Mai. Der Reichskanzler Fürst Bismarck winn Zeit der Untersuchungshaft in Abzug zu bringen iist. Die Staats⸗
noch in dieser Woche und jedenfalls vor Pfingsten von seinen dehörde batte ein Jadr Zuchthaus beantragt. 6pf. P)
Lauenburgischen Besißungen hierher zurückkehren, da die Abreise deß eFrankenthal Wie das Fre W. erfahrt, durde
Zaisers nach Ems am' 6. oder 7. Juni erfolgen soll. Beurtsgeuchte-Direltor Zoller zum Ober-Staatsanwalt, am. Appel—
t ationsgerichte der Bfalz ernannt... 7
Ausland. Speyer, 81. Mai, Morgens 10 Uhr. Bischof Hane—
Wien, 81. Mai. Wie mehrere biesige Morgenblatter wissen betg ist foeben gestorbe n. 72
woslen, wäre der entihronte Saltan erdrosselt wvorden. Autheatsche W'ie der ‚„Pf. P.“ geschrieben wird, ist der Eigentbhůmer
nachricht hierüber fehlt es in der Hand des ermordeten Waldbüters Witt gefundenen
Paris, 29. Mai. In der Dehutirtenkammer artwortete utes in der Person des gleich Anfangs verhafteten Schifferstadter
der Mister des Aeuhern, auf eine Ansrage Naquet's, er verzweifle Bilderers Imo ermitleltz Der.“ von Reuhofen · verhaftet gewesene
nicht, die Uebereinstimmung unter den Mäch'en dergestelll zu sehen. deller ist bereits aus seiner Haft entlossen.
Wie man der „Liberte“ aus Em derichtet, dat der extaiser⸗F. Den durch Eintrittklatten fich legitimirenden Theilnehmern
iche Prinz Ludwig Nopolean deim Kaiser von Rußla:d anfragen in den vom 6. bis 8. Junh staufindenden Verhandiungen des
assen, ob er den Besuch erwidern dürfe, welchen Alexander II. der deusschen Lehrertages in Erfutt ist auf den pfälzischen Bahnen
Raiserin Eugenia, seiner Mutter, in Chiseldurst adgestattet hat. üne SOproceatige. Fabrtaxermaßigung gewährt. —R
der Zar hatte erwidert, daß er gegen diese Höflichkeit nigts iin7 Trier, 30. Rai. Der Bischof von Trier, Eberhard; ist
uwen den hätte und der Prinz werde sich daher nachstens in Bee seute früh, 5. Uhr in Folge Sclagansalles gestorben. 54.
Neitung des General Fleury nach Ems begeben. 7 Karlsruhe, 24. Mai. Gestern bat die. Straßburger
Brüssel, 29. Pai. König Leopold hat sich diesen Morgen rieftauben⸗Anstalt heim hiesigen Bahnhof 130 Sitüd solchet Voͤgel
Ostende nach England eingeschifft. Es heißt, seine Reise hänge mun ussteigen lassen, welche nach 70 Mibuten wieder in Straßburg an⸗
chwebenden europäischen Verwickelungen zusammen. (7) (Fr. J.) ekommen sind. Die gleiche Anstalt ließ auch am 19. d. in Heidel⸗
Konstantinopel, 80. Mai. Officiell. Auf einstuͤmigen derg 130 Stud auffliegen, welche 1 Stunde 40 Miauten brauchten,
Bunsch der Bevlkerung ist Sullan Asdul Anz entthzont imd sein im den 130 Kilometer langen Weg nach Straßburg zurüchzulegen.
xäsumtiver Throafolger Murad zum Sultan proclamirt worden. In gleiter Weise wurd'n om 21. d. in Adeleheim“im Odenwald
Salonichi, 29. Mai. Gestern smd vier weitere Urtheile 00 Stück freigelassen, die nach S Stunden den Siativntoennn
gefallt worden und zwar eins auf Tod und drei auf Zwangs- rreichten. Von den aufgeflogenen Tauben sind 2pel. unterwegs
—8 5 derloren gegangen.“ Die Anstalt enthält eiwa 450 Tauben.
London, 29. Mai. Die „Timet“ meldet: In den Dods fQuebec, 830. Mui, Abende. Eine gtoße Feuersbrunst
von Portsmouth wurden Erhebungen argestellt, um die Zeit und ist hier ausgebrochen. 50 Hauser? sind bereits verzehrt.
die Geldmittel festzustenen, welche erförderlich sind, um die Repara⸗ — F In Ire ie s (dei Brusseh) wurde ein Infanterie · Kapitän
turen an mehreren Kriegsschifen, dagrunter des, Thundeter“ und vbon einem Ingenier⸗Lieutenant im Pstolenduelle erschossen..
des Inflexibles zu beenden. Am Frentag witrden dei dem Lloyde f In der Nähe von Benedetondel Tronto AJitaben) sinb
Dersicherungen gegen Kricgegefahr abgeschlosse bei einem Sturme 13 Dal matiner ouf ibret Fathzrt von Valmatien
Vondon, 830. Mai.“ Die Tücker übergab in Lonbon— eine nach Italien durch Umschlagen ihrer Barke irsrusten, *
Rote, in welcher sie gegen den vorgeschlagenen Waffenflellftand Grinz Napoleon geht nach Amerika.) Dem Bernehmen
drotestirt. Nach Wiener Nachrichten soll die kdenluel⸗ Infi minung aach beabsichligt der Prinz Louis Napoleon dentnächst eine Rund⸗
knglands doch noch nicht ausgeschlossen fsein. Die Tukei sandiz Leise durch Nordamerika anzutreten, jehr gegen din Wihsen Herrn
mich itrem Gesandten in Pesih Jnstruktignen, dahingehend gegen Kouher's, aber mit Zudimmung General Fieurh's, wahtend die Er.
die Ueberreichung der Berimet Propofisionen zu Lemousttiren. daiserin ich dem Wunsche ihrer Sohnes oegenüber neuttat. verhan
Die detreffende Instruktiot wendet fch in vier Punkten gegen dus J Der —X Tagesbesuch det, Welmusstellung r
Gortschalow'sche Memorandum: erse ns dundee der Waffenfellstand Philadelbia derrägt jetzt 20,000. Perfonen. In “den eiste
aut den Insurgenten helfen, welche eßt muthlos? seien, weiens 18 Tagen zahlten 2838,734 Personen Eintrittsgeld wahrend de
däre die gemischte Kommission frochtisz; dritieng würden die sou— Wiener Ausstelung ia den ersten 13 Tagen' ai usschluß
verd nen Rechte des Sultans angegteffen durch die Beschränkung Sonntage nur 72.729 Eintrittstorten verauso
det Truppenbewegung; diertens sei dee Vertheilung, von Lebent

mitteln an die Insurgenten unzulässig. Sollte England bei feiner
Weigerumg beharien,, so werden die Berliner Beschlüsse in14
Tanen jn, Konstantinopel überreicht werden.
——

—22 —
1 —
Für die Redaction veraniworilich: x I. Dp
        <pb n="302" />
        Wir machen hierdurch auf die im beuñgen Blatte stehende Annonce der
herren Kaufmann u. Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
a handelt sich hier um Originäs⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt-Ge⸗
vinnen ausgestatieten Berloosang daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
ebhafie Beiheiligung vokäusseßen lägt. Dieses Unternehmen verdient das
olie Verirauen indem die besten Staatsgarantien geboten find und auch
dorbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
ahlreicher Gewinne allseits bekannt ist.
Bade⸗-Anstalt⸗Eröffnung.
Den geehrten Bewohnern von St. Ingbert und Um-
gegend diene zur Nachricht, daß von heute ab meine Bade⸗
Anstalt wieder -eröffnet ist, und können kalle, warme,
Mutterlauge⸗, Kiefernadel⸗, sowie alle ärztlich ver—
ordneten Bäder verabfolgt werden.

J. Crewoenig.
10 Stück . 353
alte Schweiuchen ver — — — —
O. V. Graffion, ei Jak. Quirin
Schnappbach. Renttisch.

— —

— — — — — —

——

Glücks- J Die Gewinne
Anzeige.' garantirt der Staat.
* Erste Ziehung:
14. u 15. Juni.
XVX zur Retheiligung aun die
Gewinn-Ohanson
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
J Lotterie, in welcher über
——
7 MII. 770, 000 Maric
sioher gewonnen werdem muüssen.

Die Gewinne dièser vortheilhaften Geld-Lotterie, welehe plange-
mãss nur 81, 500 Loose enthalt, sind folgende: nämlich 1 Gewinn ev.
375, 000 Mark, speéciell Mark 250, 000, 125,000, 80, 000,
60,000, 30,000, 40,000, 36,000, 4 mal 30,000 und
25,000, 5 mal 20,000, 216 mal 15,000. 12,000 und
10,000. 26 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal
2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500 und 1200, 1356
mal 500, 300 und 250, 27463 mal 200, 150, 138, 124 und
120, 13839 mal 94, 75, 67, 50, 40 und 20 Mark und
—
Pntscheidung.

Die ersto Gewinnziehung ist amtIieh auf den

14. umd 15. Juni d. J.-
festgestellt, und kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6. Reichsmark,
das halbe Originalloos nur 3. Reichsmark,
das viertel Originalloos nur 1193 Reichsmark.
und werden diess vom Stante garantirten Original-
Loose (reine verbotenen Promessen) Fegen franukirte Bin-
sendung des Betrages oder gegen POSIVOMBIn II Ss
delbst nack den ent ferntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche
zjehungsliste Unnusgetordert zugesandt.

Die Ausæahlung und Versendung der CGewinngetder

erfolgt von mir direes an die Intéressenten prompt und unter

trengster Verschwiegenheit.

— Jede Resteliung kann man einfach auf eine Postein-
nhIBEgαHαr machen.

⸗an wende siehn daher mit den Aufträgen
ret rie as voIl an
Saumnaiuel LHecelaneher senr,
2anduier &amp; VerhseclComptoir in EHamhburg.

— 3
— — 3 **
——
—

88
2888
3333
532 V 9
8*

*
*
—
7
34

2 58
2 94
861
—eA

28
—

— — — — — — *
nedattnon TDruck und Beriag yan

Interessant
ist dio in der heutigen Nammer unserer Zeitung sieh befindende Glũcks·
Anzeige von Samuei Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Hans hat steh
iureh seine prompto und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
lasè vir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf-
merksam machen.

—FS
Dakse bisher von Hrn. Ollig
Dou Logis meinem Zu verkaufen
Hause, init 3. Zimmer und kiefern Bauholz, Zaun⸗
Züche ist vom 1. Juli zu ver⸗ urd Baumpfähle, fichten
nieihen. Auf Verlangen können Runde⸗, Leiter- und Wies—
noch mehrere Zimmer beigegeben bäume bei
verden. Iouis Höh
Georg Klein. Breiterwühle bei Niederwüribach

Man bieto dem Glüoko die Hand!
3875, 000 00 R.Mark

Jaupt- Gewinn im günstigen Falle bietet die allernenest—

grosse Geld-Verlioos ung, welehe von der hohen Regie

rung genehmigt und garantirt ist.

Hie vortheuhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, das.
im aufe von vwenigen Monaten durch 7 Verloosungen 43., 400
Qewinne zur sioheren Entscheidung kommen, darunter befinder

von eventuel R-M. R75 OOO, gpecien aber
Gewinn a . 50,000, Jéewinne a . 15,000
Jewinn a M. 125,000, Gewinne a M. 12,000.
Jewinn aà M. 80,000, 11 Gewinne a M. 10,000,
Zewinn à M. 60.000. 26 Gewinne a M. 6,000.
Jewinn a M. 50.900. 55 Gewinne à M. 4,000.
Zewinn à M. 40,000, 200 Gewinne à. 2400,
Gewinn a M. 86,000, 412 Gewinne a. 1200,
Jewinn aà M. 30,000, 621 Gewinne à1.300,
Gewinn à M 25000,0 700 Gewinne a M. 250,

3 Gewinne à M. 20.000. 24, 350 Gewinne aà M. 138

etc. ete.

Die nachste erste Gewinnziehung dieser grossen vom Staato ge
antirten Gold-Verloosung ist amtlich festgestellt und findet

schon am 14. u. 15. Juni d. J. statt
ind Lostet hierru
ganzes Original Loos nur Mark 6,
Nalbes — ..8,
Jviertel x L.

Alle Auftrũge werden sofort gegen Pinsendung, Posteinzahlung
der Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgsalt ausgeführt
ind erhalt Jedermann von uns diæ wit dem Staatswappen versehene,
driginal· Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlbichen amtlichen Plãne gra
is beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessen
en unaufgefordert amtliche Listen.

Die öuszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats
zarantie und kann daurch directe Zusendungen oder auf Verlangep
ler Interessenten dureh unsere Verbindungen an allen grösseren
latren Deutschland's veranlasst werden.

Unsere Collecte war stets vom Glücke begünstigt und hatt
ieh dieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals de
ersten Haupttreffer 2u erfreuen, die den betreffenden Interessente
irect ausberzahlt wurden.

Voraussichtlich kKann bei einem solehen auf der solidesten
zuasis gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Be
heiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, man beliebe daher
chon der nahen Ziehung halber alle Aufträge baldi—st di-
rect 2u richten an

Kaufmann &amp; dimon.

Bank- und Weechsel-Geschäft in Hamburg.
—X
und Anlehensloose.

P. S. Wir danken hierdureh für das uns seither geschenkte Ve-
trauen und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung 71
Betheiligung einladen, werden wir uns auch fernerhin bestre—
hen, durch stets prompte und reelle Bedienung die rolle Zu
friedenheit unserer geehrten Interessenten zu ⸗rlangen. 7 9
LoBIcais
das Hundert zu 1 Mark
J. H. Tauuer. Gerber

5**
232
—23

9—
33
—X

X

Pronk furte Rörse
vom 30. Mai 1876.

Geldsorien. A rf—-
»istolen, doppelto. — -6
distolen..... —-—- 6.
sollàn. 10.sl. Stüctke. 1665 6.
tanddukaten ... 9580-8*
Prankenstueke.. 1617-2
nglgehe Sorereigns. 20 874
usaische Imperiais, 16634-68
Dollars in Gold. 416-19
VP, Pem⸗en in &amp;t. ARnabert.
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        1
r

i

12
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5——2222
— 525 22 *
3 353555253358 s57 5553z5353278 22
F —8* —A — 9
52—2252337 52287 2558538 2*— 28322 22 32822 *
e 25 23 — —— B8 3 223E — 228 5222 8
A 5* 35255537 —2538323—3 5 225 58233 5—5 3358
* 27 —E * — — 2 75 —5———
* 33 347 —3527 —— —— 552
8 — —A — 52343* 22 * — 2 2223* * —
5. 233 25*827228 52528*3 — 5223533355527 2585
335535 5213535 822353557 757* 25 —5585233557 3
* 5 * 3 . * 27 2 2 *
55—2788 — —23 3553 228 23232232658523 58
33 * —A —— * — —X 8* —8 7*
23 582885 5355273 — 8238 233332 2535355533 28
* —27. æ *
538383—3523537 *
2 X * *8 — —. 2. “
5 53537 5 38555335 — 532 2 338335 33238 2
— 24 35 23 — — —z—7— 2 22 3 52232 I* 6 —A
5 88 3 — * ——25—58553 ——— 5 22 — 33 37* *
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z7 38 7 * 35 —2535228 *7 286 75283 25522323 —28335
288* —257 1* —z3*8527— —7232* 8 ————— 252—228 7 —2*3
523 335832* 52232 2 38 25 25 —ãA66 — 333 53823 2*
* 8 S 22 —8 * 2* —A———— 52 —2 7 —A
323855* 2527 — — »531355 35353333833523
— 2 22 —525255 * — z25808 —— * — 7— 2 3 2322368 —
2 222 828 c3 ——— * 22 ——— 52235588 —
—A 25—2325308 55783285 355z2—3 7 8.8*
7383252 — 2 2 2 —8 S 1325358 2—2 5225. 3* —— 232 5
2 535525 — 2* 222 39 235 —228 8 2 53222
21 —E22 * — 2 *2 5* 2 F 5325 — * 2 *3
514 128* I37I522 282 ——15558* 23 — —
5353558523 z333—5375528 —23333 22382 —2335888
2364355 525327353533 58235 23335385373358 ——
22 23533338328 —— —— 2 552—732358 532223—387— 5532 —2 —
52 8 5255 32 532 2387 —2 . 3*5— 25— — —— 5
2* ——— 2 — 5“2353 —— 556 25 25 32333325535
—Q E3. 82 5— 15332581 32— 587 2588 3235 *22
— — 2532323555 552 2 2z637 —
— 25375*58
— —A * 35 —
52 5683-E5 26
2 * 4 823
⸗ —— 2. 2 553575 —33 ——— — —38*
2 5— *53 53 5383—2323 —55 55 5222 323533 z2385 ——8
325 2—222 —273—8—37 — 3 56 25233225 280 ——
—— 3 8* — * * 2 2223675 25 ———
32385 5355358 33 2 —22 7 7 255 322 — 5
— * —5235537* * —2 52 2.z2.5 —2 22 — —
1532 556* —A 335 55 83 3256 523583 —33575335*58
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St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonnlags mit illustrirter Bei⸗

je), erscheint wöͤch entlich viermal: Dienstag, Donnerssstag, Samstag nud Sonntag. Der Abonne menutspreis beträgt vierteljdhrlich

Nark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Ausawärts mit 15 Pfr. fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum: Aeclauten
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnete.
387. I Samstag, den 8. Juni e 1876.

Deutsches Reich.

München, 30. Mai. Die vom Kriegsministerium gefor⸗

en 16 Millionen Mark verlheilen sich auf fol zende Positionen:
Für militärische Bauten: Zur Vollendung des Neubauts des
els A. der Maximilians II. Kaserne in München, für das 1.
nin⸗Bataillon, die Equitations Anstalt und zur Beschaffung von
fizierequartieren 384,000 M. Zur Vouendung des Neudaues
Stallungen in Mänchen für 260 Pierde, sammt Reithaus,
schlagschmiede ꝛc. 156,000 M. Füc Neubau einer bombensiche⸗

Ariegsbacherei, dann eines bonibensicheren Proviantmagazins

einec Dampfmahlmühle nebst Wohnhaus in Jugolstadt 948,000
. davon für 1876 180,800 M. Für Neubau einer Friedens⸗
serne für 2 Bataillone in“ Ingolstadt (vereits 1874 ein gebracht)
2,000 M. Für Ausbau bezw. Erweiterung des Kriegslagareths

Ingolstatt in Summu 900,000 M., jedoch für 1876 nur
0, 000 M. Für Verlegung des Haupilavoratoriums und der
eschütz- Bießerer in det destung Ingotstadt 720.000 M. resp.
00 M. gleich 1,660,000 M. 2) Zucr W'ederherstellung
r Kriegsbereitschaft und zur Erhöhung der Schlagfertigleit des
eres: Erhöhung der Tuchvorräthe für den Kriegsformationsstand
4,800 M. Verbesserung der Kasernirungs-Verhältnisse vom
eldwebel abwärts 391,572 M. Ausrüstung der Feldlazarethe
inschließlich der Einrichtung von Sanitätszügen 95,600. Beschaf⸗
ing neuer Truppen- und Train⸗Fahrzeuge 274,356 M. Erhöh
ua'des Sollstandes an Geschirren für die Pferde der Armee 601,164
d. Aptirung des Vocrathes an Gewehken AM/69 auf Einheits⸗
Urone 688,300 MN. Ergänzung des Sollstandes aun Infanterie—
ind Cavalerie⸗-Handfeuerwaffen 4,528,600 M. Beschaffung von
Zunition: für diese Handfeuerwaffen 709,2580 M. Beschaffung
euer, gezogener, schwerer Geschütze für Festungen 2,400. 000 M.
ieschaffung von Granat-Kartätschen mit Zeitzünder 1029,600 M.
tweiterung der Pulverfabril in Ebenhausen 705,600 M. Ver—⸗
Uständ.gueg der Pionier Pontonnier- Belagerungs⸗ Ausrüstung
52,000* M. Kosten für Verlegung der Geschiülttz-Bießerei und
auplaboratoriums 284,600 M. Zur Beschaffung der Aus—
stung für die, neue Bewuffnung 632. 000 MN. Summa
2.957,342 Mark.

Munchen, 30. Mai. Dir d'esjährigen Hauptschießübungen
merer Feld- Artillerie auf dem Lechfelde beginnen am 21. Juni
mo dauern bis 15. Auzust, in welcher Zei die einzelnen Regie⸗
nenter zu je 1810gigen Uedungen dortselost versammelt sein wer⸗
den. Von der Fuß⸗ (Festungs-) Artillerie wird das 1. Regiment
jom 7. August bis 2. September, das 2. Bataillon des 2. Regi
nents vom 2. Juni bis 23. Juni auf dem Lechfelde sein; das
n. Metz stehende 1. Bataillon leztgenanaten Regiments betheiligt
ih an den Uehungen der Artillerie des XV. Armeekorps bei Ha—
zenau im Elsaß.

Dünchen, 31. Mai. Die Konigin-Mutter hat heule Vor⸗
uttags, unmittelbar nachdem die telegraphische Mittheilung von
em Ableben des Hrn. Bischofs v. Hagederg in Hohenschwangau
ngetroffen war, durch ein hieher gesandtes Telegramm eine n groß⸗
ttigen Blumenkranz für ken Sarg des Bischofs bestellen lassen
und wird derselde heute Abends mit dem Eilzuge nach Speyer ab⸗
ejandt weden. Herr Bischof v. Haneberg war seit v'elen Jahren
et Gewissensrath der Könician-Peutter und genoß das besondere
—X
st heule Abend nach Speyer ab, um dem Begräbniß und dem
tauergottesdienste seiues Bischofs beiwohnen zu können.

Berlin, 29. Mai. Die Stimmurg im polinischen Kreisen

nier eine ernste und gedrückte. Man darf es wohl schon als

er ansejen, daß die Bemühungen der Diplomaten, die Weiger⸗
aa Englauds, den Berlmer Besch'üssen beizutreten, rtüdgängig zu
achen, als gescheitert zu betrachten sind, und noch sicherer ist es,
in sich die Türlei nicht damit einverstanden erllären wird, mag
uch ein Protist derselden jetzt, wo ihr die Bersiner Abmachungen
»ch qar nicht amtlich vorliegen. nicht angebracht erscheinen. Zu⸗

gleich kritt es immer deutlicher herbor, daß die eigentliche Absicht
—A— und
nicht auf Reformen, mit denen Andrassy sich also umsonst abge⸗
nuhl hat. So eischeint' denn die Berliner Denhschrift bis auf
Weiteres als ein ohnmächtiges Werk, wie Napoleon II. dom Lon⸗
zoner Protokoll sagge. In Wien und Pest ist man sehr verstimm⸗
ber die Kriegsdrohungen Serbiens und Montenegroßs. (K. 3.)

Berlin, 29. Mai. Zuverlästiger Infsrmation zufolge witd
die offiztelle Uebergobe des Gortschakoff'jchen Memorandums an die
Pforte binnen drei Tagen ersolgen. EGr. J.)

Berlin, 30. Rai Zu der Frage vom Zeugnißzwang der
stedakteure hat die Reichs⸗-Juͤstiz · Comm ssion heute einen wichtigen
Beschluß gefaßt, indem sie einen Antrag des Abgeordneten Mar⸗
fuardsen jolgenden Inhalts annohm: „Witd der Gegenstand einer
Sirasberfolguug durch deri Inhalt einer period ischen Drudschrift
ebidet, wosür nach 8 20 Abs. 2 des Preßgesehes der verant⸗
vortliche Redalieur als Thater daftet, so sind Verleget, Redalteure
ind Drucker, sowie deren zur Herstellung der Drudschr'ft verwen⸗
retes Hülfspersonal derechtigt, das Zeugniß über die Person des
Berfassers und Einsenders zu' verweigern.“ Zu Gunsten dieses
Antrages hatten die Abgeordneten Hauck und Genossen den ihrigen
zurückgezogen. J

Berlin, 31. Mai. Der Kaiser hat die Ernennung des bis⸗
zerigen hessischen Miu sterpräsidenten Hofmann zum Praͤsidenten
des Reichskanzleramtes vollzogen; dieser übernimmt morgen die
Leitung der Geschäfte.

Berlin, 81. Mai. Die „Nat.-Ztg.“ schreibt: „Im Retchs⸗
Eisenbahnamt wird der Bericht an den Bundesrath über die Er⸗
Jebnisse der Tarif ˖ Enquete zusammengestellt. Im Anschluß dacan
bdird eine Vorlage über die Regelung der Tariffrage beziehungs⸗
veise Aufhebung der Differeutial ·Tarife erscheinen. Ausschließlich
ur Miwetkung an diesen Acbeiten ist die Herberufung des früheren
ayerischen Handelsministers Hrn. v. Schtoöt erfolgt.

Mannheim, 81. Mai. Der socialdemokratische Agitalor
Dreesbach ist unermüdlich thätig, das muß man ihm lassen. Kaum
us der dayerischen Pfalz zurüdgekehrt, wo er in Lambrecht, Eden⸗
oben und anderen Octen Versammlungen hielt, hat er gestern
hon wieder in einer hier im ‚Grünen Haus“ abgehaltenen Ver⸗
ummlung einen Vorttag gehalten. Außer ihm trat auch ein frü⸗
erer Lehter Leininger von Karlsruhe als Redaer auf. Schlage
nan doch dieses foriwährende Agitiren nicht zu gering an; das
»wige Hetzen und Scheren trägt am Ende seine Früchte.

Ausland.

Wien, 31. Mai. Der „Polit. Corresp.“ wird telegraphisch
vuus Konstantinopel gemeldet, daß die Entthronung des Sul⸗
ans weder Folge einer Volls⸗ noch Palastrevolution war, sondern
ucch eine Ministerrevolution bewerkstelligt wurde. Erst, als Abddul
Aziz' von der Zumuthung, den erschöpften Kriegskassen Geld aut
einem Privatschatze vorzusirecken, absolut nichts hören wollte, kün⸗
zigte der neue Scheigh ül Zelam Hairullah Effendi plötzlich dem
Zultan in Anwesenheit sämmtlicher Minister an, das Voltk sei mit
einer Regierung unzufrieden und demnach sei et entihroat. Un⸗
nittelbat hierauf wurde der Sultan und die Sultanin Valide
jewastsam nach dem Palast Tophana gebtacht, wo sich ersterer
degenwärtig in sicherem Gewahrsam befiadet.

In Belgrad ist die Bewegung auf dem Sicedepunkte angelangt.
Nach uͤbereidstimmenden Angaben von Militars sind die Rüstungen
virtlich zu Ende. Die Armer verfügt über 200,000 Hinterlader,
iber 100, 000 sonstige guie Gewehre, 25 Batteren (die Batterie
u 12 Kanonen) und große Munitionsvorräthe. Auch die Vor⸗
zereitungen für die Verpflegung. sind getroffen. In Belgrad wird
brigens Fadejew aus Konstantinopel erwartet, wo er mit Ignatjew
souferitte. Der Allianzvertrag zwischen Monteunegro und Serdien
oll am 24. Mai unterzeichnet worden sein.

Aus Salonichi sind in Paris seltsame Berichte eingetroffen.
Fa stebt demnach außer Zweifel, daß den dortigen Lütkischen Gene—
        <pb n="306" />
        calgouverneur eine Mitschuld bezüglich der Ermordung des franzo⸗
sischen und des deutschen Konsuls irifft. Der Vali von Salonichi
soll durch eine heftige Bewegung cçegenüber dem französischen
Zonsul der wüthenden Menge cewissermaßen das Signal zu ihrer
Greuelthat gegeben und sich dann eutfernt haben. So weit die
franmzösische Meldung. Der authentische Beticht seitens der deuischen
zuständigen Vehoͤrde läßt im Staatsanzeiger noch immer auf fich
warten.

London, 81. Mai. Die hiesigen Morgenblätter betrachten
den türkischen Thronwechsel als ein günstiges Greigtrißz, welches die
friedliche Loͤsung der orientalischen Frage erleichtern werde, und
dellen die Meinung auf, daß die Mächte die Annrengungen der
Türkei unterstüßen müßten.
Zur deutschen Funst und Kunstgewerbe
Ausstellung.
München. 30. Mai.

Je naͤher sich der Eroffnungsteriiin der Münchener Kunstaus⸗
stelluag nähert, desto unzweifeihafter wird es, daß dieselbe ein
Uniküm unter den bisherigen Ausstellungen werden wird, und daß
die künstlerische Installirung des Ganjen eine im höchsten Grade
oxiginelle und instruktive Gestaltung gewinnt.

Es war ein kühnes Unternehmen, Angesichts der Weltaus—

stellung in Philadelphia ein derartiges Projekl zu verwirklichen,
aber die künstlerische Elastizität Münchens hat neuerdings bewiesen,
daß ihre Spannkraft eine unverwüstliche, alle Schwierlokeiten über—
windende ist. Der Andrang von Fremden scheint nach den bereits
von allen Seiten einlaufenden Aufragen ein canz außerordentlicher
ju werden, so daß das Direktorium der Ausstellung die nötbigen
Schritie gethan hat, um die Quartier- und Verpfleguugsfrage zu
einer ebenso günstigen Loͤsung wie die Ausstellung selbst zu bringen.
Sammtliche Hoteliers und Gasthofbesitzer, weiche zusammen über
biele Tausende von Betten verfügen, haben sich in einer jüngst
abgehaltenen Versainmlung dahin geeinigt, allen Anforderungen in
den bisher üblichen Preisen zu entsprechen, so daß also die eirjach
sten Bedürfnisse, wie die weitgehendsten Wünsche befriedigt werden.
Ueberhaupt zeigt sich von allen Seiten das Bestreben, den eintref⸗
fenden Gästen nicht nur einen angenehmen und interessanten Auf⸗
enthalt zu verschaffen, sondern incbesonder⸗e auch durch Minimal⸗
fäte der Wohnungs- und Verpflegungskosten München's gastfrenad—
lichen Ruf in das günstigste Lichi zu stellen.

Am Ausstellungspalaste selbst werden eben die Restaurations⸗
lokalitäten gedaut, die es dem Besucher ermözlichen, sowobhl in ge⸗
—
ju rehmen. Der Betrieb ist nach Duval'schem System eingerichtet,
so daß derselbe unter d'e direkte Controle des Direksoriums ge—
bracht ist. Die Eroͤffnung selbst ist nunmehr für den 14. Juni
festgeseßt und wird das betreffende Programm dieser Tage S.
Maj. dem Koͤnig Ludwig II. als Protektor der Ausstellung zur
Benehmigurg unterbreitet werden.

Es werden zur Erleichterung des Publicums Saisonlarten
theils für die ganze Dauer der Ausstellung um den Preis von 20
Mark, theils, und zwar namentlich zur Bequ⸗mlichkeit und Er—
leichteung der Fremden, für die Dauer von 14 Tagen um 10
M. abgegeben werden. Diesen Karten sol die Photogrevhie des
Besitzers beigefügt werden. Für sämmiliche Unterrichss-Anstalten
Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz werden Saisonkarten
jür die Dauer von 14 Tagen um die Hälste des Preises (5 M.
ꝛ Person) auf Grund der von den Vorständen der Unterrichts⸗
Anstalten ertheilten Bestätigung gewährt werden. In Vecbindung
hiermit steht die erbeiene Berlangerung der Zeitdauer der Retour—
Billets für direkte Reisen noch und von München, sowohl von
Bayern als von den Hauptorten der angrenzenden Ländergebiete,

eine Bitte, deren Gewährung von dem Direklorium mit Zubersicht
geofft wird, was sofort bekannt gegeben werden soll.

Für die Festhaltung und Verwerthung der künstl. Resultate
der Ausstellung durch protolithographische Nachb'lders, wurde die
rühmlichst bekannte Firma Oberneter, welche sich durch die Heraus⸗
gabe von Nachbildungen der bayer. Nationalmuseumsschätze neuer⸗
dings einen so heivorragenden Namen gemacht, gewonnen. Dabei
wurde die seht zweckmäßige Bedingung vereinbartt, daß sämmtliche
Reproductionen für Schulen zu bedentend ecmähigten Preisen abge⸗
geben werden.
Permisqhtes.

F St. Insbert, 2. Juni. Da eine in Nro. 83 d. Bl.
gebrachte Nerordnung der Generaldireltion der k. Verkehrsanstalien
ju Mißverständnissen geführt, so bringen wir X
Verzeichnißk derjenigen Postfreimatken und Postformulare, welche
noch bis 30. Juni bei allen Hauptberiefpost⸗ und Special⸗
kafsen umgetouscht werden: L., die Vriefmarten zu 1ukr. grün,
lan Farbe) zu 3 kr., carminroth. (an Farbe), zu 6 kr., blau, (an
Facbe), zu 6 kr., draun, (an Farbe), zu 7 kr., blau, (an Farde)

zu 9 kr., hellbraun, (an Farbe), zu 9 kr., rothbraun, (an Farber
zu 10 1e., orongegelb, (an Farbe), zu 12 kr., violett, an Farbe)
zu 18 kr., zinnoberroth, (an Farbe); 2., die Portomarten zu 81
in schwarzer Farbe; 3., die gestempelten Post(Correspondenz)karten
ju 1uke. auf geibem Cacton mit hellgrünem Stempel, zu 2bkr.
mit dunkelgrünem Stempel, zu 1 und 1utr. und 2 und 2ir,
mit bejablter Rückantwort in denselben Farben und auf grauem
Tarton; 4., die gestempelten Poftanweisungsformulare zu 13 kr.
für Soldaten) in carminrother Farbe, zu 6 kr. in braunc Farbe.
ju 7 kr. in blauer Farbe, zu 11 kr. (10 und 1) in orangegelber
und hellgruͤner Farbe, zu 12 kr. in violetter Farbe, zu 14 tr.
(12 und 2) in violetter und dunkelgrüner Farbe; 5., d'e gestempel
jen Streifbänder, zu 1 kr. in hellgrüner Farbe.

-. Am ersten Juni hörten die * ., 1., 25 u. 213 Groschen⸗

füce als Zahlungs ntel auf. Niemand ist mehr verpflichtet, diese
Münze in Zahkung zu nehmen. Die außer Cours gesehten Munzen
Ireußischet Prägung werden zwar bis 31. Auguft noch an näder
ju bestimmenden Cassen eingelöst. Die kgl. Sieuertasse in Saat.
drücken wird diese Mäünzen vorerst noch in Zahlung aebmen.
7 Pirmasens, 30. Mai. Vom J. Jun an werden hier
u dem um S5 Uhr 38 Min. nach Biebermühle adgeheiden Zuge
ogen. Badbillete ausgegeben, in der Werse, diß in für diesen
Zug genommenes einfaches Billet zur freien Rückfahrt in der nam—
ichen Wagenklasse mit dem um 7 Uhr 52 Min. vou B.ebdermühle
abgehenden Zuge beredhtigt.

Das Bilse'sche Orchester, das am Pfingst-Sonniag und
Montag in Neustadt concentriren wird, besteht aus 20 Violinen,
b Viola's, 6 Celli, 5 Contrebässen, 1 Harfe, 8 Flöten, 2 Hoboen,
Jengl. Horn, 2 Clarinetten, 2 Fagots, 4 Hoͤrner, 2 Cornets
d Piston, 2 Trompeten, 1 Tuba. und Schlag'nstrumenten.

F. De „Sp. Ztg.“ berichtet aus Schauernheim: Unsere
leine Gemeinde beging am letzten Sonntag Nasomittag eine sellen⸗
Feiet. Es war aber keine froͤhliche Fahnenw'ihe, sfondern es galt
er letzten Ehre des ältesten Mannes. Nämlich de Ueberreste
des Gemeindedieners Michael Withelmi, 80 Jahre alt, vielleicht
der Nestor unter den Gemeinded enern der Palz, wurden dem
—„chooße der Erde übergeben. Noch nie dat die Gemeinde einen
olch großen Leichenzug gesehen. Bei einer Gesamtbevölkerung
yon 500 Seelen waren gewiß 400 ohne Unterschied der Confession
dem Sarge gefolgt. Die 4 Glocken beider Kirchen gaben ihm
das Trauergeläute. Er war geboren 1786. Sein Vater wat
»er hiesige katholische Lehrer Peter Wilhelmi. Im Jahre 1884
m Alter von 47 Jahren wurde er zum Gemeinded ener ernannt
und erfüllte während 42 Dienstjahren bis an sen Ende seine
Pflichten mit ängstlicher Gew'essenhaftigkeit bei einem jährlichen Ge⸗
halte von nur 83 fl. Vor ungefähe 10 Jahren bewilligte ihm
»er Geme nderath eine Theuerungszulage von 11fl. per Jahr.
Bei der allgemeinen Gehaltsaufbesserung der hissigen Bed'enfteten
elegentlch der Budgetberathung pro 1875, trafen auß auf unseren
Beme ndediener 12 fl. Während seiner 42jähcrigen Dienstzeit er⸗
jielt er einen Gesammtgehalt von 1220 fi. 45 tr. inclusid der
Theuerungszulage. In Foige eines unglücklichen Falles auf offener
Ziraße war er seit 6 Wochen an's Bett gefesselt, dis er am
ttzten Freitag, 26. Mai, erlöst wurde. Ungefähr 30 Enkel und
lrenkel sahen ihm in's Grab.

F Bischof von Haneberg, geboren am 17. Juni 1816 zu
denzfried in Schwaben als Sohn eines Bauern, war einer der
zelehrtesten dathol schen Theologen und ein gründlicher Kenner der
drientalischen Literatur. Bevor er den Speltrer Bischofsstuhl bestieg,
war er Jahre lang Abt des Benedictinerklosters zu Si. Bonifaz
n München und Professor an der theol. Facultät der dortigen
daiversität gewesen und hatte sich in dieser Stellung wie durch seine
v ssentschaftlichen Kenntnisse, so durch die Milde seines Cbarekleis
illgemeine Hochachtung erworben.

f Man meldet aus Osthoafen, 26. Mai: Seit zwei Tagen
vird unser Ort mit einem Besuch beehrt, der Manchem nicht ge⸗
ade sehr liebsam sein dürfte. Der Untersuchungsrichter nebst
Secretair ist nämlich h'er und nimmt sich die Freiheit, in die
Bücher unseres Spar⸗ und Creditvereins za schauen und sich etwas
eingehender über die gemachten Manipulationen zu unkerrichten.
Zu welchem Refoltat diese Studien führen werden, wird sich bald
eigen. Inzwischen tritt immer mehr zu Tag, daß man den Mit⸗
Jliedern vielfach blauen Dunst vorgemacht hat und daß mit den
in der dargelegten Bilanz angegebenen Zeffern durchaus nicht ge⸗
cechnet werden darf. So wurde behauptet, Brehm und Grittmann
hätten Cautionen in Baar deponirt, jetzt erfährt man ader, daß
das nicht so ist und sie uur Bürgschaften geftellt baden, welch
Letztere sich nun beharrlich weigerb, unr einen Pfennig zu zahlen.

Manndeim. Herr J. Schlösser, seit 1851 Mitglied
der hiesigen Bühne, tritt auf sein Ansuchen mit dem 1. Jult d.
IJs. in Pension.

eFehrbach, 29. Mai. Gstern forderte in unserem Dorfe
der schon so oft zerügte Unfug des muthwilligen Schießens wie⸗
        <pb n="307" />
        derum ein Opfer. Einem der diesem zweifelhaften Vergnügen fröh⸗
nenden Bursche zersprang die Pistole in der Hand und zerriß ihm
dieselbe derart, das wohl die Amputation der ganzen Hand nö'hig
werden dürfte.

F* In Reutlingen wurde am 22.d. in einer Buchdruckerei
Haussuchung vorgenommen und der Sat zum 3. Hefte des gro—
ßen Generalsiabswerkes über den deutschefranzösischen Krieg neost
den dorräthigen Exemplaren des gedruckten 2. Heftez (wegen ver⸗
botenen Nachdrucks) polieilich beschlagnahmt.

F Man schreibt aus Krefeld, 25. Mai: Der Scandal⸗
prozeß gegen eine Anzahl hiesiger Frauen, darunter mehrere Heb⸗
ammen, ging gestern nach Rägigen Verhandlungen zu Ende. Im
Ganzen wurden 13 Beschuldigie fur überführt ertlärt und zu
Strafen von 8 Jahren Zuchthaus bis zu 6 Monaten Gefangniß
verurtheilt. Die übrigen wurden freigesprochen.

Bingen, 26. Mai. Heute Nacht wurde der an der
Chaussee gelegene, mit schweren Eisenstangen und Sclöͤssern ver⸗
wahrte Weinkeller der Burz Rheinstein erbrochen und eines Theils
seines werthvllen Inholies an hochfeinen Weinen in Flaschen
beraubt. Vier Kerle wurden als muthmaßliche Thäter bereits
dingfest gemacht. Der mefflche, von den Dieben offenbar reichlich
genossene, Aß mannshäujer hat seine Wirkung nicht verf⸗-hlt und
dieser dürfte es in erster Linie zu danken sein, daß die verwegenen
Besellen nicht schon über alle Berge entschwunden waren.

(Rh. u. N. B.)
x.In Köln warde — nach der Westph. J. — vor mieh·
reren Tagen ein Agent, welcher in Folge der Einathmung von
Leuchtgas vollig leblos in seinem Bette aufgefunden wurde, nach
vergeblicher Auwendung aller sonst gebräuchlichen Mittel durch
Transfusion von Menschenblut in dissen Körper wieder zum Leben
zurückgerufen.

. In Driburg (einer keinen Stadt an der westphälischen
Staatsbahn zwischen Höxier und Paderhorn) brach am 25. d. M.
ein Brand aus, der schnell die größten Dimensiouen aunahm, so
daß im Laufe des Tages 68 Gebäude, darunter das Rathhau—
und die Schule in Asche gelegt wurden.

FBromberg, 26. Mai. Verfälschter Zucker. Ein Apo⸗
iheler von hier entnabin aus einer der renommirtesten hiesigen Material⸗
waarenhandlung eine Partie Zucker zur Verwendung von Medi—
lameuten. Auffallenderweise erwiesen sich aber alle Dekokte zu
denen von jenem Zucker genommen worden war, als undbrauchbar
und verdorben. Bei einer sofort angestellten Untersuchung zeigte
sich nun, daß dieser Zucker durch einen beträchtlichen Zusatz von
Thon verfälscht war. Die betreffende Handlung hal natürlich den
Zucker zurückn hmen müssen; es geht aber hieraus hervor, daß don
Seiten der betreffenden Aufsichtsbehörde auch auf dieses Nahrungs⸗
mittel als ein der Verfälschung ausgesetztes die Aufmertksumten zu
richten sein dürfte.

FæHagen, 28. Mai. Ein erschütternder Unglücksfall ereignete
ich vor einigen Tagen in dem benachbarten Dorfe Halden. Ein
sunger Mann, der einzige Sohn des Gutsbesitzers R. in Halden,
er vorigen Mittwoch seine Braut in Witten besucht hatte, kehrte
Abends zu Pferde wieder zurück. Als derselbe in der Boͤhlerhaide

Motto: Ihr habi
das Gute so nuhe!“
Spitzwegeorioh-
dast
allerhoͤchst sanctionirt; lieb⸗
lich zu nehmen, das sicherste,
billigste, gewiß auch dank—⸗
barste Mittel, gegen Brust
Hals⸗ und Lungen⸗
leiden, Bronchialver
schleimung, Husten,
Catarrh rc. ꝛc.

Die Refultate sind über⸗
raschend.

Mit Gebrauchsanweisung
Flacon 52 Pfg. 1M.
3 Pf. und 1 Mart 55 Pf.
St. Inabert bei Joh.
Friedrich, aud in der
'abrik von Paul Halim,
Dettelbach a. V. dei
Nürzburg.

t
e
F

Theaterdecorationen.
Baͤllons, Lampions. Bon
aer Fahnenfabrik, Bonn o/Rh.

sich eine Cigarre anbrennen wollte und Feuer machte, scheule plötzl'ch
das Pferd, der Reiter fiel, blieb aber unglüchlicher Weise im Sieig⸗
»ügel hängen und das Pferd schleppte den armen Mann eine hilbe
Stunde weit bis ins Dors. Der Unglüdliche muß schwere Ver—⸗
etzungen davongetragen haben, denn gestern ist derselbe seinen
Leiden erlegen. Der Verstorbene hat bei den Husaren gedient und
war als guter Reiter bekannt.

Verfehlter Effekt. Bei der jüxgsten Geburtstagsfeier
des Königs von Sachsen waren die zu eisem Festmahle in Leipjig
dersammelten Gaste nicht wenig überrascht, als zum Dessert die
Büste des deutechen Kaisers aus östischem Eis erschien, um ver—⸗
peist zu werden. Eine erklärliche Scheu hielt die Festiheilnehmer
edoch ab, sich an dem Kunstwerk zu vergreifen und so wurde das
kis unange ührt wieder hinausgeschickt, während der Erfinder der
zenialen Idee anstatt der erwarteten Lobsprüchen eine Nase erhielt.

Quebec (Canada, Nordam rilo), 831. Mai. Spät Abends
st man des Feuers, wovon die Stadt heimgesucht wvar, Herr ge⸗
vorden; gegen 1000 Häuser sind verbeannt; der verucsachte Scha⸗
den wird auf 1 Miillion Dollars geschätzt.

Gemeinnütziges.

Gebrannter Kalk zum Schutz des Helzez. M. Lostal, ein
ftanzösischer Eiseubahn⸗-Unternehmer empfieblt gebrannten Kalk als
iin Schußzmüutel für Bauholz. Er legt die Schienenbretter in
Bruben und bedecdt sie mit gebranntem Kalk, der allmälig mit
Wasser geröscht wird. Bauholz für Bergwerle muß etwa 8 Tage
iegen, ehe es hinreichend imprägnirt ist. Es wird außerordentlich
jart und zäh und soll nie saulen. Buchenholz in dieser Art prä⸗—
zarirt, ist in mehreren Eisenfabriken für Hämmer und andere Werle«
jeuge v rvendet worden und soll so hart wie Eisen sein ohne d'e
hin eigenthüml'che Elasticität zu verlieren. (In Straßburg ver⸗
wendet man Chlorcalciumsösung gelöschten Kalls als feuer- und
wetterfestes Anstrichmitiel für Holz.

Dienstesnachrichten.
Zum Director am kgl. Appellationsgerichte der Pfalz in Zwei—
gn ist der Oberst atsanwalt daselbst Friedrich Kieffer ernannt
worden.
Für die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß.
— — —⏑
Im allgemeinen Jutere sse
nden wir uns veranlaßt, auf die im heutigen Blatte enthaltene Annonce
ꝛes Herrn Albert Friedheim in Hamburg ganz besonders hinzuweisen.
Die angekündigten Originalloose können wir wegen der großen und zahl⸗
eichen Gewinne bestens empfehlen. Die Reeuͤttät und Soliditat dieses
dauses ist bekannt und daher nichts natürlicher, als die vielen bei demselben
rinlaufenden Aufträge, welche eben so rasch als sor fältig ausgeführt werden.
Interessaret

st die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindendo Glũcks-
nꝛeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Un hat sich
lurch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in dJer
Imgegend gewonnenon Beträge einen dermasgen guten Ruf erworben,
lass wir Jeden anf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf-
nerksam machen.

Rechnung en
vorräthig
in “s, . und 20 Bogen,
A dre — , VSsit.
Verlobungak arten,
und
Rriese,
Wein⸗
und Wagrenetiquetts
werden billigst angefertigt in
der Buch- und Steindru⸗
ckerei von
J. J. Demetz.

*
R
r
75
3
328
200
*
8
3
—3
232
—————
x 532
S
—
—2

9 schöne, 6 Wochen alte
Ferkel
bat zu verlaufen
Jakob Schwarz,
Schnavppbach.
Hanf-Couverts,
mit jedet beliebigen Ferma de—⸗
druckt, sind billig zu haben in
der Druckerei von

F. X. Dem etæx.
        <pb n="308" />
        Acrieger-⸗Verein.

Pfiugstmontag, den 5. Ju ni, Abends 8 Uhr,

aß — Jutt —

esellige Anterhaltung
mit Theater⸗Aufführung.
J.
as Gespenst um Mitternacht.
Wosse mit Gesang in 1 Act von H. Salingrö.
II.
das Blasrohr.
Komisches Intermezzo. F
Vor her —8
Generalversammlung.
— DSer 1. Vorstand.

—
— — -

— — —

——
XXX Glücks⸗ Dĩe Gie vinune
ev. Anzeige. garantirt der Staat.
y— wW⸗ * Erste 2iShung:
273.200 Mop 4. u 18. Jumi.
Tiniac u ⏑ν Betheiliguug an die
Gewinn-Chancen J
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
Lotterie, in welcher ũüber
— * I
*II. 770., O00000 Harc
BAicher ge r— werden mse.
Die Gewinne dicser vortheilhaften Geld Lotterie, welehe plange-
mãss nur 81,500 Loose ent hãlt .sind folgende: nämtiehl Gewinn ev.
375. 000 Mark, speciell Mark 250, 000, 125, 000, 80,000.
60,000, 30,000, 40,000, 36,000, 4 mal 80,000 und
25.000, 5 mal 20,000, 24 mal 15,090. 12,000 und
IO,OO, 26 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal
2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500 und 1200, 1356
mal 500. 300 und 250, 27463 mal 200, 150, 138, 124 und
120, 13839 mal 94, 75, 67, 60, 40 und 20 Mark und
Tominon solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen 2ur SIcheren
Pntscheidung.
Dio erst⸗ Gewinnziehung ist amtlich auf den
I4. umcd 15. Juni d. J.
kestgestellt, und kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das balbe Originalloos nur 3 Reichsmark,
das viertel Originalloos nur 14s Reéeichsmark.
and werden dieree onn Stnate garantirten Griginal-
LGose (keine verbotenen Promessen) Fegen frankirte EFin;
sendung des Betrages oder gegen POS2Ivorsehuss
Selbet nach den entferntesten Gegenden von mir versandt.
Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original⸗
Loose uuen den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan
ratis und nach stattgehabter Ziehumg α ν α—
iehungelizte Unausfgetordert zugesandt. J
hie Iussantunng und Versendung der Gewinnuelder
arfolgt von mir direct an die Interessenten prompt Sund unter
strengster Verschwiegenheit. J 8
qxJede Resteltung kann man einfach auf eine Postéein-
luναX machen. —
xAnan wende sien daher mit don austrägen
— vertranensvoll an J *
Samauel Heekaeher senr.
Ranciwier &amp; Wechsel⸗Comptoir in UUamburg.
—— —

—2
— — — —

Fedaktlon Druck und Verlag von äa.

Nur vom Staate ausgegebene Loose werden ver rud
J — 2 — ——— ———— —“— —eee ———— — *
Es müsssen gewonnen werden 0
Reichsmark 375,000
oder

28,750 Gulden
im glücklichsten Fal als höchster Gewinn der vom Staate
IS— und garautirten großen Hamburger

seld Verloosung. J

Dieselbe —*8 aus 81,500 Loosen, wovon 48,4100
also weit Uber die Hälfte, binnen wenigen Monaten in sieben *
Abtheilungen mit Gewinnen gezogen werden müssen. *

Hauptgewinne event. 7

Reichsmark 3735,000, 7
spec. 230,000, 125, 000, 80, 000, 60, 000. 30,000
0, 600, 36,000, 3 3 380 000. 25, 000. 383 2
20, 000, 6 à 15 600, T2 I2, 000, IIa 10,. 00 0
26 a 66000, 55 42 4000, 3000, 2500, 200 43
2400, 5 3 2000, 8 3 1500, AIS a 1200, 621
a S060, 835 3 8300, 700 4 250, A2 a 200, 46 4

I50, 241, 350 u 138 ꝛc. ꝛe.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt prompt
unter Staatsgarantie.

Echon am 14. und 153. Juni findet die erste Ge⸗
winnziehung statt und beträgt die planmäßige Einlage dazu:

für 1ganzes Originalloos 6 Mark

yhalbes 8

F viertel —

Diese vom Staate garantirten und mit dem Staatswappen
versehenen Originalloose (leine Vromessen) versende ich
gegen Baarsendung, Posteinzahlung oder Nachnahme des Be—
rages überall hin. Alle, selbst die klei sten Bestellungen
werden puünktlich ausgeführt, der amtliche Ziehungsplan
gratis beigefügt und nach der Ziehung die amtliche Ziehungs-
üste unausgefordert übersendet.

Die Verloosungen bieten somit die größten Vortheile,
sind mit vielen bedeutenden Gewinnen ausgestattet und sind
qile Ansprüche der Theilnehmer als Staatsüberwachung,
Garantie für die pünktliche Auszahluag der Ge⸗
winne vollsiändig gewahrt. Mein eifrigstes Bestreben wird
es sein, das mir zu Theil werdende Vertrauen zu rechtfextigen.

Da die Ziehnng ganz nahe, mein Loosevorrath nur noch
klein und die Aufträge sehr zahlreich einlaufen, so beliebe man
gefl. Bestellungen sogleich, dire ct zu richten an

Albert Friedheim,

Bunk- und Vechselqeschäuft in Hamburg.

2
—
2*
2
3
—
*
——
**
*
3
*
8
2
*
—
2
*
*
S*
2
2
*
2
3
*
2
2
3
—92
*
*
*
v
*
2
3
*
—
*
Von den vielen großen Gewinnen welche in diese Collecte
fielen und an die glücklichen Gewinner ausbezahlt wurden, er-
wähne nur: F

Mark 202,000 auf No. 66591 3
.303.000, 80643
Der Staat üöberwacht die Ziehungen und garantirt
die Auszahlung der Gewinne.

——
Am Pfinastmontaa Ein A
Mädchen
itt Küche und Hausaideit ge⸗
t bei
W. Weißgerber.
Frugst⸗ Brod⸗ u. Fleijsch⸗Preise
der Stadt Zweibrücken vom 1.
Juni. Weizen 11 M. 763Pf.
storn VM. 81 Pj. Gerste 2Zreih.
— M. — Pf. Gerste Freihige
— M. — pf. Srelz 7 M. 05
Pf. Hafer 10 M. 28 Pf. Kar⸗
offeln 2 M. 30 Pf. Heu 4M.
50 Pf. Snoh 4M. 40 Pf. per
Z niner. Weißbrod 12 Ko.
56 Pf. Kornbrod 30 lo. 78 Pf.
ditto 2 Kilo. 52 Pf. ditto 1
dilo. 26 Pf. Gemischtbrode3
Nilo. 95 Pf. 1 Paar Weck 190
Gramm 6 Pf. Spelzkern 0 M.
— Pf. Dinkel O M. -P. Misch⸗
ucht — M. — Pf. Rirdfl. J.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf.
dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Pf.
Schweinefl. 66 Pf. Butter 4
M. 20 Pf. per Pfund.

Betet Kuhn, Damenschuhm.
daupistroße, aeben der Wei⸗
gand'schen Apotbeke, hat schöne

Zeugstiefel
auf Lager zum Verkauf.

7

em⸗r

19 4
Inq bA ert
2479—
        <pb n="309" />
        59 2. J —F abet J
k n ẽ J1 er«

— 24 * ) 2 J

* J

— ———— mis gl αιιG

3913 3*

— — — 9 a
—
eiger.
XAM
151*

der St. Augberter Anzeiger und das (2 mal wöoͤchentlich) mit dem Sauptblatte verbundene? Unlerhaliungsblatt, (Sonntagk milt illustrirter Beei⸗

axid arscheint wldenturh viermalz DOier etag, Donnerstag Aamstag nund Sonutag. Der Abon ementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.Pfa Anzeigen werden mit 10 Pfau, von Auswärts mit 18 Pfa. fur die viergespaltene e e ader deren Raum. Aeclamen
mit 30 Pfg. pra Zeile berechnet. u J J
3887—

Sonntag,

Maäuchen, 1. Juni Der von der Regierung vorgelegte
esetzeniwurf über die neu zu erbauenden Baͤhnen! in der Pfalz
in dem vetreffenden Ausschuß in 2 Schuungen berathen worden.
)er Beschluz des Ausschusses geht dahin, den Entwürf den Kam-
ern zur Annahme zu empfehlen. Hiernach ist der Bau der Zwei⸗
ücken· Bitscher⸗ sowie der Lauterthaldahu gesichert z4 der Bau der
zuhn Vergzabern-Kallenbach beruht ohnediis auf. einem“ zwischen
nahern und Baden abgeschlossenen Vertrag. 236
Berkimn, 13 Juni. Der Präsident des —XA
c. v. Fordenbech, exhielt folgendes Telegramm aus Mailand:
ie Italiekerz die heate am 29. Mal die Saͤlularfeser der Shlacht
on Legtago ols Princih der Natisnalität- und als Basis der
dllerverbdtuͤderung degehen, enibieten der deutjchen Nation einen
zruß, welcher mit Erlenntlichkeit verbundene Liebe ausdrückt.
—7Das dFestKomite.
Einer Depescher der „Frantf. Zig.) zufolgk haben England,
rankreich und Jtalien den nenen Sullan anetkannt. Der Groß⸗
nier theitr mit, daß die neue Regierung entschlossen setr dic In
rität der Türkei vollständig zu erhalten, wozu England zustimmte.
BZesonders neugierig darf man sein, zu erfahren, wie die Insur⸗
nun·und ihre- Bundesgenossen· den Theonwechsel auf nehmen
derden. Wenn nian dem montentgrinischene Rriegsminister, den
—S —————— deutsch; Flammensohn, glauden darf, sp
it eine Offensips⸗ und Desensw: Allianz zwischen Serhien, Monten
ro : Numancen und Giiechenland abgesaaossen erget
ch ssal en und stirta zum Aufstunde vereit.i Der Plan ist zu groß⸗
ing, um so ohne weiteres für wah jchrinlich gehalien zu werden
Indessen hat es die tussische Regierung an Anstrengungen in— dieset
Kichtung nicht fehlen lassfen..

————
—X Monde — 1876.
—WAEWDBET

— —

—
— 2

Petersburg, 1. Juni. Der Generaladmiral der Flotte
großfürst Constantig begab sich nach Kronstadt, inspizirte die Dols
ind die in Ausrüstung begriffenen Fahrzeuge und befahl die höchste
Arbeitsbeschleunigunge an. Die Panzerfregatte Petrovawlowsk ist
F See gegangen.
ermischtes⸗
7 Speyer, 1.. Juni,e In der vergangenen Nacht ist die
Nannheimer Pechfabrik total niedergebtannt.“ Diese Fasrik hat
nischiedenes Pech. Vor einigen; Jahren ·wurde sie schon ditimal
urch Feuer Herstört enn —
Aus Frankfurt, 29. Mai wird gemeldet: Verflossene
Voche wurden? 40 von tziesigen Firmen geceptirtg und 20 von aus⸗
ärtigen dahier domicilirtz Wechsel Mat. gelb — protestiet.
inter den hiesigen Acceplanten efinden sich Firmen, welche bereits
it einigen Wachen entweder in Concurs sich h finden odern mit
zren Gläubigern bezufs Stundung gu puettiten fuchen? »
Von der Mofel, 80. Mai.“ Ein Opfer des Spielens
uit Schießwaffen wurde dieser Tage ein jungez Mädchen von 17
ahren in Thron bei Neumagen. Der Braͤutigam- defselben legtè
Jerzweise eine Flinte auf das Mädchen an, der Schuß ging lot
d der Aermsten in die Brust, infolge dessen sie kurz nachher ihren
eist aufgab. 3—α)

—A
J Xerloosungen.
garlisruhe, 81. Maj. Bei der heutigen, Ziehung der
adischen 35 fl. Loose von 1848 kamen folgende 30 Setien —XX
240, 302 700 780 1185 Ir 1879 1942 3265 3626 4079
224 4789 4830 4894 4836 4078 3392 3889 5004 5997
210 65206559 6668 6919 7469 7639 7660 7874.
—

ν ι_—

Belgtab,n1. Juni. Die Regierung hat die Schulen und
Zerichte hofen heschlossen: Der hiefige Stadlrath erlaäͤßt einen kriege⸗
aischen Auftuf an die Bwohner.

Versailles, 2. Jitani.“In der heutigen S zung der Depu

irtenkammer legte der Kriegsminister einen Gefeheniwurf vor, wel⸗
her einen Credit von 260 Prillionen Francen für die Fortöetzung
ded Umbaues der Grenzbefestigungen und füt Auschaffung von
Ntiegsmaterial: vetlangten—tee

Neapel, dJunt. Die Jontnale melden daß die Ausrüstunß
et FregattenTerridili“ und Carindt“ befoblen ist und Paun
Marlini den Oberbefehl über das Panzergeschwader in Taren
delches zut Abfahrt. Nach zdem; Orient sich bereit zu halten ned
viesen ist, übernimmt.

Fur bdite Redackion verantworilich: F. K. Demeßz.

Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
erren Kaufmaunn a. Simon in Hamburg besonders anfmerksam:
s handelt sich hiex um Original⸗Loofe zu einer so reichlich mit Haupt Ge⸗
innen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
bhafte Betheiligung voraussetzen läßt. Dieseg Unternehmen verdient das
»lle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
rbenanntes Haus durch ein stets streng reelleß Handeln und Auszahlun⸗
hlreicher Gewinne allseitz belannt iftt.

VYX
t die in der heutigen Nummer unsoror Zeitung sich besindende Glucks-
nzeigs von Samuel Heckscher senrt. in Hamburg. Dieses Haus hat sen
ireh eine prompte und versehwiegene Auscahlung der hier und in dor
mgegend gewonnenon Betruge vinen dermassen guten Ruf er worben
as vir Jeden auff dessen houtiges Inserat schon an dieaer Stollo auf
arksam machen.
344

s 2324 24 v . *
Wobilien⸗RVersteigerung, Hausversteigerung.
Donmerstaq⸗ den us Juni
—
uu. Si. Ingdert im Sterbehause un Nachmitinas 24 Uhr de
es Erblassene lassen die Kindetr beteSbrweitzer laßt Int
i Sne Palebien Vearg. kob Maurer, Schmelzar deit.t
nanner Johann Jofeph u St.“ Ingbert nachdezeichaete
Zintel der Abiheilung. halber riedenschaft im Bqmen St.
lgende Mobiliargegenstände öf⸗ Ingbert nänlich::
auft Credit worsteigernet ßNt. A2200.“ Idlio Dee.
Ziegen Jchel e Frächte Wohnheguismit
F he —A aan —XXX und
— —
geraͤthicheften. * icer dog
St. Indders T Juni 1876.1
Sauer, . Nolar.

Das Fagne gelegenn an der,
kaiserstraße zu St. Ingbert.
23u7T3755 —

zuf' dem Hofchen — öffentli J — — ccc
n den Meistbietenden zu 3 Podman- meqicin · Nors
u verstelgern e
St. Ingbett, 2. Juni 1876.
Sauen,. k. Notär.

MDurch ake Buch⸗
baudlungen oder gegen
fieß v. 10 Brieimarken 10

Pferect v. Ricice'd Verlage⸗

Unsiali in Leivhig ist zu berieben;
Dr. Alry Roturbeilmethöds
bgg V
Nbuten — 800 6. start.
Zuchbe angegevenen Heilmetbode ver—
anken Taunjenz 3 Gesundheit.
die eer barin —e
Jan kichreibru veweisen, baßz seldst
iche Krante noc Hilfe gefunden,
ie der Verzweifluüng nahe „ret
Tbios verioren sGienen es sollte
ber we⸗ vor rüal. Vert an keiner
NAi⸗ sebitn 5BvBian ver⸗
ꝛme an dad „Illu⸗
zper: von icc

in Deip⸗

zu verkaufen:
sefern Baubolz, Zaun⸗
d Baumpfähle. fichten
tund⸗, Leiter⸗ und Wies
äume bei
Fouis Höh.
reitermühle bei Riederwürzbach.
eaterdeco lν
Ballons/ Lampions. Vvon
ser Fahnenfabrik, Bonn aRh.

det.
        <pb n="310" />
        Arieger-⸗Verein. Vaurngstmontag — H—
Pfiugstmontag, den 8. Juni, Abends ßs Uh ie. F
3 J im Oberhauser schen Saale, — im Neber Harmonie Austk
Gesellige Anlerhaltung Hiezu ladet ergebenst ein .
mit Theater⸗Aufführung. L. Meirich.

Zas COespenst um 2Mitternacct.
Posse mit Gesang in 1 Act von H. Salingrö.

* J II.
3 Das Blasrohr.
MNomischs Intermezzöv.

Iνν 3

. Vorher 728
*3, Generalversammlung.
Der 14. Vorstand.
Pfingst-Montag . ——

..! Hause, mit 83 Zimmer und
o—. stüche ist vom 1. Juli zu ver—
mieshen. Auf Verlangen könunen

noch mehrere Zimmer beigegeben

werden. —

Georg Klein.

Eintrit frei.

—— MPeter Jung.

De bisher von Hrn. Ollig
bewohnte Logis in meinem

Man biete dem Glücke dio Handl

—— J 8

75., O00 R-Marx

Jaupt-Gewinn im guũnstigen Falle bietet dio allerneneste

crosseæ Geld-Verlioos ung, velehe von der hohen Regice-

rumng genehmigt und garantirt itt.. 22

Die rortheilhafte Finrichtung des neuen Planes iat derart, das

im Læause von venigen Monaten durch7 Verloosungen 43. 400

Uewinmeo zur sioheren Entscheidung kommen, darunter beünden

ich Haupttreffer von eventnel R- 78 000, opeciell aber

Gewinn à 2, 520, ewinno a 15.000,

Jewinn a V. 1285, 000, ewinne a47 12,000,

dewinn a 80,000, vinno a * 10,000

dewinn a V. 60,000, bewinne a 6,000,

dewinn à V 30,000, ewinno 4.000,

*ewinn a 5 90,000, ꝛewinue 00.

Jewinn a 990. winne 200,

dewinn ⸗ O0. Avn⸗e oo,

lewinn ? 20. winne 30,

Qowinne; 20 000 Jewinne 288

ete. ete.

Die nẽchste erste Gewinnziehung dieser grotssen vom Staate ga

antirten Geld-Verloosung ist amtlich fostgestellt und sindet

schon am 14. u. 15. Juni d. J. statt

ind Kostet hierru

ganzes Original Loos pur Mark 6,
balbesss 83,
viortel Iiq/ß.

Alle Aunftrãge werden sm0fort gegen Eintendung, Posteinzahlung
oder Nachnahmse des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgesuhrt
und erhalt Jedermann von uns dio mit dem Staatswappen verrehenen
Original· Loose selbest in Handen.

Den Bestelslungen verden die erforderlichen amtlichen Plãne gra
tis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interesren-
ten unaufgefordert amtliche Listen.

PDie Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats
Jdarantis und kann durch directo Zussendungen doäger autf Verlangen
ler Interessenten dureh unsere Verbindungen an allen grõsseron
pPlätaen Deutschland's veranlasst weraen. —

Vnsere Collecte war stets vom Gideke begünstigt und batte
sieh dieselbe unter rielen anderen bedeutendon Gewinnon oftmals äc
ersten Haupttrefser 20 orfrenen, dio den betreffenden Interengenteu
lirect autbezahlt vurden.

Voraussiehtlich kann bei einem solchen auf der 20IIdeεναν
Busis gegrũndeton Unternehmen uberasl aut eine vpen— rege Be·
thoiligung mwit Bestimmtheit gerechnet werden, man beliebe daher
zehon der nahen Liehung hatber alle Aufträüge Boldiust di-
rect 2u richten ꝝn d

Laufmann &amp; dimon..

Bank- und Wechsel-Geschaft in Hamburg.“

Lin- und Verkaunf aller Arten Staataohligationen, Visenpahn-Actier

F und Anlehenslooss.

p. 8. Wir danbken hierdureh fur das uns seither geschenkte Ver
tranen und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung 201
Betheiligung einladen, werden vir uns auen fernerbin bestre-
ben, durch stets prompte und reelle Bedienung die rolle Zu
friedenheit unserer geehrten Interessenten zu erlangen. D. o
neda on Drue und Verseg von

— — — —

J *

8
2

8
—S
5 J
27
15
2.2
— .24
5 5
i58
*7
2357 —
2258 *
„222
2352227
5232
255738
55523
—
—
85323
333353 38
5588
2335 82
2828 8
—
2S
20
33 — —
12
2
3
82

2*.3253*
. 2

3

— — — — — —

Glückts⸗ Die Gewinne

Inzeige. Garantir der Staat.
Erstoò Ziehung:

14. . 18 Luni

T. ung zuur Rotheiligumf a ⏑——
6ewinn-Ohanconn
der vom Staato Hamburg garantirten grossen Geld-

Lotteris, in vwelcher über
2
7 MIII. 770, O00 Mar“
sicher gewonnen werden milbssen.

Dis Gewinne dieser vortheilhaften Geld Lotterie. welehe plange·
mãss nur 81, 500 Loose enthãlt, aind folgende: nämlich 1 Gewinn er.
375. 000 Mark, spociell Mark 250,000, 125, 000, 80,000,
60.,000, 50,000, 40,000, 36, 000 4 mal 30,000 und
25,000, 5 mal 20,000, 24 mal' 15,000. 12,000 und
IO, O00, 26 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal
2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500 und 1200, 1356
mal 500, 300 und 250, 27463 mal 200, 150, 138, 124 und
120, 13839 mal 94, 75, 67, 50, 40 und 20 Mart und
kommen soleho in wenigen Monaten in7 Abtheilungen ꝛur SI—eren
Entscheidung. —

Die ersto Gewinnziehung ist amtIteh auf den
14. und 15. Juni d. æ. ——
festgestellt, und kostet hierzu en

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbe Originalloos ur 3 Reichsmarx
das viertel Originalloos nur 1IIs Reichsmarkt
ind verden diess vonn Ginαα garantirten Originnal-
s.OoSe (boinos verbotenen Promessen) kegen frankirte Ein-
sonduumg des Retrages oder Foen Poatvorsehuss
solbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt
dJeder der Betheiligten erhalt von mir neben seinem Original-
Looso auch den mit dem Staatswappen versehonen Original-Plan
xratis und naen stattgehabter Ziehung doι die ιιν

Ziehungaliste unnusgονert εαια3οt. *
Die Auszanung und Versendung der Gevinngetder
erfolgt von mir direct an die Intereccenten prompt und unter

strengster Verschwiegenheit.
2ę Bestellung kann man oinfach auf eine Possteim-
—RXIEIVEE—

Ann wencde szien dnner mit den Aufstrüúûgen
vertranensvoll an
AMamuel Heclaeh er sen·8c.

Banquier &amp; Wechsel⸗Comptoir in Ham burg.

EUaupt-G νν
vNdee ey.
3BT75. 000 Mar

F. xX. Demeß in So Ingbert. —
Biezu Lillustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 23
        <pb n="311" />
        Sh. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wochentlich viernal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

Warl 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfr. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
— ücöC— —
We89. Drienstag den 6. guntt 176.

— —⸗

Deutsches Reich.

München, 2. Juni. Herr Asg. Fischer wird seinen Bericht
über die beaustandeten Wahlen von Zweibrücken gleich nach Pfing—
jen der Abtheilung zur Berathung und Genehmigung vorlegen.
Die (lib.) Majorität der Abtheilung beantragt zwar, der Reclama⸗
tion eine Folçe nicht zu geben, allein pie man in Abgeordneten⸗
kreisen vernimmt, ist im Ehub der dermaligen Kammermajorität
bereits beschlossen: daß die Zweibrücker Wahlen zu cafsiren sejen.
— Wie verlautet ist der die pfalzischen Bahnen bett. Gesttzentwurf
vom Kammerausschusse mit allen gegen eine Stimme zur unveräu⸗
derlen Annahme gelaugt, so daß auch dessen Annahme in der Kam⸗—
mer als gesichert ersch eint.
Ausland.

Parit, 5. Juni. Aus Constantinopel, 4. Jani, wird
amtlich gemelde: Der ErsultanAbdul Aziz hat sich
heute Morgen durch Oeffnung der Armbvenen mit⸗telst der
Scheere selbst entleibdt. Die Regierung nahm gefetzliche Erhebung
vor. Das Leichenbegängniß findet unter den herlömmlichen Feier⸗
üchkeiten statt.

London, 2. Juni. Der neue Großvezier benächrichtigte
ie Mächte, die Pforte refüsite positivp, auch nur einen einzigen
buntt des Berliner Memorandums zu billigen. Die Natifikation
des Kriegsvertrages zwischen Serbien und Montenegro sei am 24.
Mai ausgetauscht worden. Die Griechen in Konstantinopel ver⸗
veigern jetzt ihrem russisch gesinnten Patriarchen den Gehorsam.
Die Gesandten der 5 Miächte in Konstantinopel beschlossen, der
Pforte zu rathen, auf einen zweimonatlichen Waffenstillstand ein zu⸗
gehen. Frankreich erklärt sich in Folge der Rivolution in Konstan⸗
ünopel seiner früheren Zustimmung zu der Berliner Vereinbarung
entbunden. Die Türker willigt gemnäß dem „D. Tel.“ ein, mit
den Insurgenten während des Waffenstillstandes zu verhändeln,
unter der Bedingung, daß Oesterreich nicht Bosnien und die Herze—
gowina occupire. Die „Times“ sieht in Disraeli's Antwort nichts,
was unveceinbar sei mit der Hoffnung einer günst gen Lösung.
die Uisache der Schwierigkeiten liege in den kleinen kriegerischen
Nachharstaaten der insurgirten Gebiete. Wenn England und Ftank⸗.
teich jetzt gemeinsam fkundgeben würden, welchen Vergleich mit den
tevoltirten Provinzen beider Parteien sie für angemessen helten,
würden ihre Ansichten gewiß die anderen Mächte beeinflussen. —
Auf die Aufraze der Königin Vikloria wegen der persönlichen
Scherheit des abgesetzten Sultans antwortete der Großvezier, daß
det Sultans Gewahrsam ein schöner Palast mit großem Garten
ei. Er werde seiner Würde gemätz behandelt. — Wie die „Pall
HDall Gazette“ hört, begleitet Bismarck den Kaiser Wilhelm nach
ems, wo eine neue Konferenz zwischen Biemarck, Gortschalom und
Tarolyi stattfinden werd. Czar Alexander verlängert seinen Aufent⸗
halt in Ems um eine Woche. — Serbien verweigert nach demselben
dlatte die Anerlennung Murads und die Tubutsahlung wegen un—
ꝛegelmäßiger Thronerlangung.

Dem Journol ,Un'vers“ geht die Nachricht zu, daß eine An⸗
ahl Christen im Libanon von türkischen Baschiboschuks niederge-
macht worden sind.
RVermisqhtes.

Bis zum 3. Juni hat die kgal. Kreiskaise der Pfalz an
erschiedenen Nechsmünzen die Summe von 3,773,842 Mark er—
salten, an alten Münzen wurde die Summe von 5,232,911
Mart abgeliefert und eingelößt, etgiebt sich eine Mehrablicferung
am alten Münzen von 1,459,069 Mark.

Obertribunalsentscheidung. Die öffentliche An⸗
zung derschiedener Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten
egen einander ist auch dann auf Grund des 8 130 des Sitaf⸗
Fsetzbuches wegen Gefährdung des öffentli hen Friedens zu bestra⸗
wenn die Anreizung die Moͤglichkeit einer Störung des öffent⸗
hen Friedens in sich schließt, mag diese Gefahr afz eine nahe
der entfernte sich äußern.

7,Paxis, 1. Juni. Der „Figaro“ erzählt einen ganzen
stoman, aus welchem hervorgehen soll, daß der neue Sultan durch
zine Großmutter, eine Base der Kaiserin Josephine, mit der Fa⸗
nilie Bonaparte verwandt wäre. „Die Mutter des Sultans
HNahmud, des Großvaters des gegeuwärtigen Sultans, war eine
jebotene Aimée du Lul de Rivery, aus einer der ältesten und an⸗
ejehensten Familien der Martinique, die mehrfach mit der Familie
Tascher de la Pagerie verschwägert war. Die junge Kreolin wurde
ach Frankreich geschict um bei den Dames Visitaudines von Nan—
es erzogen zu werden. Im Alter von 18 Jahren lehrte sie nach
)er Insel Martinique zurück; aber das Schiff, auf dem sie sich
»efand, wurde von einem Seeräuber gekapert und nach Algier ge⸗
dracht, wo d'e junge Gefangene für eine bedeutende Summe an
den Dey verkauft wurde. Dieser machte sie dem Sultan Abdul⸗
Achmet zum Geschenk. Sie wurde Dank ihrer Schönheit und
zamenttich auch ihrer musi alischen Talente bald die Favoritin des
Zultans und nach der Geburt Mahmuds, des Vaters der beiden
eßzten Sultane, Abdul⸗Medschid und Audul-Aziz zum Rang der
Zultanin Valideh erhoben. Sie Lebte als Sultanin-Mutter bis
jum Jahre 1816.“ Nach dieser abenteuerlichen Geschichte wären
r'cht nur Murad V., soudern auch seine drei Vorgaänger, Ver⸗
vandte der Familie Bonaparte, wovon man nie etwas gehört hat.
F Wahnsinn durch Gläckswechsel. Vor einigen Ta⸗
jen, so erzühlt die „Gazelta del Popolo“ in Turin, erkrankte dort
ner der reichsten Grundbesitzer aus der Umgegend von Mondovi,
ind fühlte sich bald darauf dem Tode nahe. Er ließ nun seine
Beliebte, eine gewisse Montani, an sein Todtenbett kommen, und
ich hier mit ihr ehelich verbinden. Einige Tage nachher verschied
er, hatte aber noch zuvor seine junge Gaͤttin zum Universalerben
eines Bermögens, das über eine Mill.on Lire betrug, eingesett.
Die junge Gattin, die so plötlich aus einer arinen Handarbeiterin
ine Millionäriu geworden war, gerieth über diesen schaellen Ver⸗
nögenswechse! in eine soelche Aufregung, daß sie baid darauf in
Wahnsiung verfiel, und vor einigen Tagen stürzte sie sich in einem
inbewachten Augenblice vom Fensler ihrer Wohnung auf das
Ztraßenpflaster henab, wo sie todt liegen blieb.
Für die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß.

Die beiden neuesten Nummern dee IJllustrirten Frauen⸗
zeitung (Grietteljährlicher Abonnementspreis M. 2.50) enthalten:
. Die Moden-Nummer (21): Moderne Sommer-Toileiten,
Jaletot, Tuch aus Kaschmir mit Franzenschmuck, Ueber⸗ und Unter⸗
leid, Sonuen; und Regenschirme, Schuhe und Strümpfe, Fichus,
dragen und Manschetten, Hüte, Haarfrisuren mit Ausführungen
ind Einlagen für Flechten. Hausrock für Herren. Anzäge für
dnaben und Mädchen. Tauskleid mit Kissen, SchleppeTragbetichen
jebst Jäckchen, hohe und ausgeschnittene Tragelleider nebst Schürzen
ind Lätzchen. lange und kurze Unterröcke, Nachtröckchen nnd Morgen⸗
leider, Beinkleider, Corset, Blusen⸗- und Ueberziehschürzchen. Fuß⸗
ank mit Plattstickerei, Weiß- und Buntstickereien, Haͤckelarbeiten
. ꝛc. mit 74 Abbildungen und einem großen colorirten Moden⸗
upfer. 2. Die Unterhaltungs Nuümmer (22): Der Thee.
Bon W. Ladowitz. — Gedichte in oberbayrischer Mundart.
Bon Karl Stielter. III. — Schulmadhen und Hausfrau.
sovellete von Ferd. Kürnbergec. — Der Nachtigallgesang.
bon Paul Kummer. Das Zimmer-Aquarium von MaxHol—
orn. III. Die Pflanzenwilt. — Einige Kaplel zur Geschichie der
Spitzen. Von Jacob Falke J. — — Verschiedenes: Litera⸗
isches ꝛc. — Briesmappe. — Frauen-Gedenktage. — Ferner fol⸗
jende Illustraätionen: Ter Teee. Von Erdmann Wagner. —
Faust und Gretchen. Von Hans Makart. — Romeo und
Julia. — Von Hans Makart. — Ein Pathengeschenk aus
davanna. 7
        <pb n="312" />
        Im allgemeinen Interesse
finden wir uns veranlaßt, auf die im heutigen Blatte ent haltene Annonce
des Herrn Albert Friedheim in Hamb urg ganz besonders hinzuweisen.
Die angekündigten Originalloose können wir wegen der großen und zahl⸗
reichen Gewinne bestens empfehlen. Die Reellität und Solidität dieses
hauses ist bekannt und daher nichts natürlicher, als die vielen bei demselben
inlaufenden Aufträge, welche eben so rasch als sor fältig ausgeführt we rden.

* *
Licitation.
Samstag, den 24. Juni nächst⸗
jin, Nachmittags 3 Uhr zu Ens⸗
heim in dem zu versteigernden
Hause wird das nachhin bezeich⸗
dete Wohnhaus im Banne Ens⸗
Jeim der Abthe'lung wegen öf⸗
entlich an den Messtbietenden zu
Zigenthum versteigert, nämlich:
Pl.⸗-Nr. 283. 21 Decimolen
Flache, Wohnhaus, Scheuer,
Stall, Schoppen und Hof⸗
raum und
Pl.⸗ Nr. 284. 24 Dezimalen
Garten dabei.
Das Ganje gelegen im Orte
Ensheim neben Gebrüder Adt
und Georg Zimmermann.
Eigeuthümer sind: 1. Barbara
Bauer, gewerblose Ebefrau von
HDeinrich Fries, Bergmann; 2.
Zarbara Katharina Bauer, ge⸗
werblose Wittwe von Eugen
Schoeberl, weiland Kreisthierarzt
in Püttlingen in Deuisch⸗Loth⸗
ringen; 3. Margaretha Bauer,
gewerblose Ehefrau von Ludwig
statzenberger, Lehrer in Eschrin⸗
sen und '4. Margaretha Elisa-l!

»eth Bauer, minderjährig und
hne Gewerbe, welche ihre Mutter
kathatrina Wüstner, gewerblose
Wittwe von Johann Rilolaus
zauer, weiland Ackerer in Ens⸗
seim, zur gesetzlichen Vormün-
»erin und den Nikolaus Unter⸗
teller, Ackerer in Ensheim, zum
—X
eim wohnhaft.

St. Inqbert, 1. Juni 1876.

Sauer, k. Notär.
Danksagung.

Für die zahlreiche Betheiligung,
owie der Musikvbereinsmitgliedern
ür deren erhebenden Grabgesang,
ei der Beerdigung meiner nun
n Gott ruhenden Gattinu, sage
ch Allen meinen iuuigsten tiefge⸗
uhltesten Dank.

St. Indbert, 5. Juni 1876.

Der trauernde Gaͤtte
G. Zix.
Ein anständiges
eeeges
Mädchen
rür Küche und Hausarbeit ge⸗
fucht bei
W. Weißgerber:
DPĩe Gewinne
garantirt der Staat.
Prste Ziehung:
.14 u 15 Jumni.
Finiadung zur BRetheiligung au die
Gewinn-Ohancen
der vom Staate Hamburg garantirton grossen Geld-
Lotterie, in welcher über
7 FIIII. 770, G00 MarIc
sicher gewonnen werden müssen,

Die Gewinne dicser vortheilhaften Geld -Lotterie, welehe plange-
mãss nur 81l, 500 Loose ent halt sind folgende: nümtieh l Gewinn ev.
375,000 Mark, speciell Mark 250, 000, 125,000, 80,000.
60,000, 50,000, 40,000, 36,000, 4 mal 30,000 und
25.000, 5 mal 20,000, 24 mal 15,000. 12,000 und
IOOOOꝗO, 26 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000. 206 mal
2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500 und 1200, 1356
mal 300, 300 und 250, 27463 mal 200, 150, 138, 124 und
120, 13839 mal 94, 75, 67, 50, 40 und 20 Mark und
common solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen 2ur Sicheren
antscheidung.

Hie erste Gewinnziehung ist Amtlich auf den

14. uiud 15. Juni d. J.

estgestellt, und kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,

das viertel Originalloos nur 192 Reichsmark.
ind werden diess vomm Stante garantirten Originnal-
Loose (keine verbotenen Promessen) gegen frankirte Ein-
sendung des Betrages odee gegen Postrorsehuss
elbst nach den entferntesten Gegencden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-
oose auch den mit dem Staatswappen verselienen Original-Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehung s0fort die XX
ziehungsliste Iumaufgetordert zugesandt.

Die Ausæaunlung und Versendung der Gewinngelder
efolgt von mir direet an die Interessenten prompt und unter
trengster Verschwiegenhbeit.
Ac Jel BRestelIIung kann man einfach auf eine Posstéein-
IHIungslkaarte machen.

x Man wende sieh daher mit den Aufträügen
rtranuensvoll an

Samuel Hecelkaeher senr.,

Zanduier &amp; Wechsel⸗Comptoir in IIamburg.

AInteressuant
st die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich besfindende Glũcks-
inzeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat stch
urch seins prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
lass vir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf-
nerksam machen.

Bekanntmachung.

Der Stadtrath von St. Ingbert hat in seiner Sitzng vom
31. Mai d. J. folgenden Beschluß gefaßt:

Die Lernmittel in den Volksschulen bert.

Für die Folae werden für die Schüler — Werktag; wie
Sonntag⸗ oder Fortbildungsschüler, — deren Eltern säumg sind,
ie erforderlichen Lernmittel, Bücher ꝛc. anzuschaffen, durch die
Hemeinde aufgebracht und die Kosten mit Zuschlag der Hebgebühren
urch die Einnehmerei rücke hoben.

Außerdem wird gegen bemittelte Eltern, welche sich bezüglich
er Anschaffung säumig oder widerspenstig z'igen nad Art. 21u.
22 des PolizeiStraf-Gesetz- NRuches im Zusammenbalt mit den Art.
zs und 28 der Pfalz. SchulOrdnung von 1817 und der Aller—
jöchsten Verordnung vom 9. Juli 1856 über die Schulpflicht dee
Jugend vorgegangen.

St. Insbert, 2. Juni 1876.

Das Bürgermeisteramt:
Custer.

Nuyr vom Staate ausgegebene Loose werden versendet.
Es můffen gewonnen werden 34 *
Reichsmark 375.000 *

—
oder J
218,750 Gulden
im glücklichsten Fall als höchster Gewinn der vom Staate
ohter und garantirten großen Hamburger
zeld Verloosung.

Dieselbe besteht aus 81,500 Loosen, wovon 483,4100
also weit über die Hälfte, binnen wenigen Monaten in sieben
Abtheilungen mit Gewinnen gezogen werden müssen.

Hauptgewinne event.

Reichsmark 375,000,
jpec. 250,000, 125, 000, 80,000, 60, 000. 30. 000
10,000, 36,000, 3 a 80,000. 25, 000 5 3
20, O000, 6 a 15, 000, 72 12,000, I12 10. 00 0
26 3 6000, 55 a A000, 83000, 2500, 200 4
2400, 552 2000, 8 3 1500, AIS a 1200, 621
n 500, 35 3 300, 700 4a 250, A2 a 200, 46 a3

150, 24, 350 n 188 ꝛc. ꝛe.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt prompt
unter Staatsgarantie.

Schon am 14. und 15. Juni findet die erste Ge⸗
winnziehung statt und beträgt die planmäßige Einlage dazu:

für 1 ganzes Originalloos 6 Mark
—88 8
a viertel —

Diese vom Staate garantirten und mit dem Staatswappen
versehenen Originalloose (keine Rromessen) versende ich
gegen Baarsendung, Posteinzahlung oder Nochnahme des Be—
trages überall hin. Alle, selbst die kleinsten Bestellungen
werden pünktlich ausgeführt, der amtliche Ziehungsplan
gratis beigefügt und nach der Ziehung die amtliche Ziehungs-
iiste unaufgefordert übersendet.

Die Verloosungen bieten somit die größten Vortheile,
sind mit vielen bedeutenden Gewinnen ausgestattet und sind
alle Ansprüche der Theilnehmer als Staatsüberwachung,
Garantie für die pünktliche Anszahlung der Ge—
winne vollständig gewahrt. Mein eifrigstes Bestreben wird
es sein, das mir zu Theil werdende Vertrauen zu rechtfertigen.

Da die Ziehnng ganz nahe, mein Loosevorrath nur noch
klein und die Aufträge sehr zahlreich einlaufen, so beliebe man
gefl. Bestellungen sogleich, dire et zu richten an

2

*

Albert Friedheim,
Baunkæx- und Vecliisciueschcistt in Unmburg.

*

4
9
J

—
—

7
2
3
2
2
8
2

8
*
*
3
*
*
n.
7
2
2
7

—
*
8

8
*

—
Von den vielen großen Gewinnen welche in diese Collecte
fielen und an die glücklichen Gewinner ausbezahlt wurden, er-
wähne nur:

Mark 202, 000 auf No. 66591
„ 303.000 ,„80643
Der Staat berwacht die Ziehungen und —E
die Auszahlung der Gewinne.

—

7
*
—
*

Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="313" />
        22222
—— 23 2
A —— —— ——
* 252228 558 — —— 2538* : 5355
2* 225 2824 255 5558 2883 85582——— 232 ——
2222 235——2228 5222 0 —— — 5 525283 S3238 582 22
2 * —5 * — — — *— * —— 2 22 —— — c
558527 28335333 *5334 s—23833532555 1232—35355
— 22553—8 —388 —22 28 3 53558—883—3333255
—34 22 z2565 3 — —— 5235558* —— — 229 — ——
3353 53723335— 3333357 53 533 sz383358323333* —E
—235 —3 5 —— —— 3955 2 5233 58 —A 2 —A —
283 — 8 5 — 8 3 — * 2382322 —— * 530*
52355 5355325 5c585 2 25 3 A 3
— 2 — 3 85 3 —A — —— — — 2 ·* V AC 22527 2 22 28
* —A— — 525 3 3 5253* 25 535—335835
55 382 292 ——z2c83* 55328583 5315 ———— 322
—AA — 27 — 7 * 822 3z75 2 5 55333575835 252
383 — 55255 ** — 875 85 *52 53323—27 — —
2,2 ·2 — —A —— *8353—32646 5 52523 s835 * —
233 3 543353 653 — 333333332
— — — * * 2 — — — 2 2 2 — —2252
5335— —3— 5 5222 523* 2533538 525535
23387 55553532 232335* s85 325 32338—5
553 22 z3535 53—3553 55757 9 — — 3655 —
—A 5353583323 —3—335 533535* —
3z35833 53873 23*33535553 5——* 5333785
53355 552—2367 22225325—535 — — ———
25523 — ————— 5—52 — —5332385 825852 238 25327 25
28 335 22353333 *2523 —253558 383338 —53238—35335353
57* 5z2555323322 22 37 2832 538 2 5352*553
— * —5338258 ——252*8253 —— —5833355338 8*
3222.53332238 3*285 — * —
— 27— S 227 — * * — 2
—322 — — — — 2 2 3 5 257 — 5 2—37 C
33 333633 555 5538333333533333833 ———
2 2 2 — — * k 2
3653333 — ——
22 5 —3 3 3772“ *8 — 282 —A— — — — —
—*⸗ —— 23 6 22 5 * 9 2832323232 — —
520 53 55* 2325325 2533355 * 7
3 c*6 — ** 33583225
2776 98 — ——
—A— RZ ⸗ c * 2 ——8358 —
— 232— 123 223793 535 — 558527 s53 3
5—2525 5—333255 2532355 32258 —»53 2835335 ——
— 58* —52 — 32 5 2 — 8 25 2 — 8 8 —
3252 27227232 s — 55282 325 5287 8 553353 2232
8 — 5 5752 — 254—3522— 232 — 8
5*838235* 3333228383 255355323833 223 2353882 3332 233*8
—25533535—⸗* * 2 * — 2 — 8 222 ——— 2 —— z255235 53
——— 222 * ** z2522 272 S 5 S 22 *2 2253382
2* — 5— — * 3— 3* 5 * ẽ — — 2 2 z ——
2 2 332 ———8235353 — * — — 3 —
58 53232 8 IzI —32 —225 —2 —— — — 2* * 28 27 8
25 5272 ——— A 223 2 55057 3237353
5 3 2355233833 2535235
8 —x — 28 — 2 23.* —— 2 — —2553— 3 8
5322
sz ꝰ 2250 —2233533333 ———— 55235—254
2 35352 622 — —53332555 —— ——— 252 5— 33388
— —— 232 —2— — —A—— — —æ«— 9 —52 22* „— 5522
223257 —E 5335523 55523 25257 — 582 5323555 22335
s
—25 23 0 —— * 38 3 7 2 2 7 * 27 — 5
224280 —— 82 2 3* ãA 3 5—82 228535 — 28
— — —— 2 —AA 522822.*
8 2 255 *353 228 93 552z5755335 58B82 22058 — 7 —3358 2*28
2 — 322 —3 * 2* 2 —A — 8 ——
3832 »8—55384 cæ· e232355 553—3 755 55 22338 c 8
— —A 8* 2 252— 258 E—52—32 .8 82E — MF
— — — — 2 * —7 * S 5 322 2 553823—2 —362825
282 553535 525 —283 283* —z55823—3—2532— 222 252
8 — — — 2 — —A —— 5 8
5555—355 32 25 55* 2 02 28532 5—53— *3 —* 57 5523
2—22 252 7233 28 2 522 5225522 z2833552—2 —37
53553832335333 5555257 35323 83833236465* 335*23375553
—— — *
353323 *——333535355 329 3 3333353532 —A
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333 ———5533 232 75322355586 333535533 —8432321
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2 2 3——. 27323 ——— 633333 35353——738335 238
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3536—33 333——3 55533233233383 —258583 5323. 33
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5 2 583333535535 A
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—— 23 5 2527 * 2235 — 92* 2823
52323332 83355 25 33355 523225 5z732333338
12588 25 3 32355 „52—26 23322
—85 2 533 333323 322353—
5322532 5382235 —3—3—3— —— 53333223
3 2 2 * ev S 2 2* — 7 55235 3
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32553 355353 323 23333333239855 5535383
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535388 — 2 —— 25862 —A ——3
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        <pb n="315" />
        8* t. Ingberler Anzeiger.

ιαιιαααα
Der St. Iugberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungablatt, Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wochentlich viernal: Dienstag, Donnerstag, Samstag nud Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljährlich

ark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfoa., von Auswäris mit 15 Pfau.fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.
ö 90. Donnerstag, den 8. Juni J 1876.
—

Deutsches Reich.

München, 8. Juni. Seitens der Staatsregierung wurde
m Finanzausschusse die Mittheiluag gemacht, daß die Nentämter
in den Stand geseyt werden, in die Steuerkutoster die Flächen: Ein⸗
räge nach metrischem Yaße einzufügen und daß gegeun Erlegung
der verordnungsgemäßen Gebühr auch neue Kataster⸗Auszüge odet
Herbollstandigung der älteren in Bezug auf die Vorlräge nach dem
netrischen Maße begehrt werden können, duß aber nach dem Grund—
euergesetze dem Staate die unentgeltliche Umgestaltung der Kataster⸗
uszüge nicht obliege.

München. Der Finanzausschuß der Kammer der Abgeord⸗
neten beantragt eine Erhöhung der Civilliste des Königs in der
Weise, daß der Gulden zu 1M. 80 Pf. gerechnet wird. Bei den
Apanagen dagegen soll der Gulden nur zu 1M. 71 Pf. einge—
sel werden. Danach fiellt sich der Etat des kgl. Haufes und
hofes für ein Jahr der 13. Finanzveriode (1876 - 77) folgender⸗
maßen:

1. Permanente Civill'ste, Sr. Maj. des Königs 4,23 1.044
M.; 2. Apanagen des Prinzen Otio 137,142 M., des Prinzen
duitpold 171,429 M., der Prinzen Ludwig, Ferdinand und Al—
phons 171,4290 M., des Herzogs Maximilian 385,716 M.;
Summa der Apanagen 865,722 M.; 3. Wittwengehalt Ihrer
Maj. der Königin-Mutter Marie von Bayern: 3. Witwengehalt
in Geld 205,716 M. b. Geldanschlag für den freien Bezug von
Fourage und Brennholz 27,514 M. Summa 233,230 Mark.
Hierzu kommen noch 16,875 M. an Pensionen für Rechnung heim
gefallener Apanggen. Gesammtsamme 5,3846,871 M.

In der Sißung des Wahlgesehausschusses vom 80. Mai hat
der Abg. Jörg seinen Antrag, die Wahlkreiseintheisung in der
Form eines gewöhnlichen Gefetzes zu erlassen, zurückgezogen; auf
Linen Antrag wurde die Wicderherstellung des Art. 1 des vorig⸗
jährigen Ausschußentwurfs einstimmig heschlossen. Die Wahllkreis⸗
iihtdung würde sonach auch Verfaffungsgesetz werden. (Pf. 3.)

Ausland.

Von verschiedenen Blättern wird die Auficht ausgesprochen,
daß der Tod des Er-Sultans wehrschcinlich kein freivilliger gewesen
sei So bemerkt auch u. A. die „Fetf. Ztg.“: „Der Ex⸗Sultan
Abdul Aziz hat sich selbst das Leben genommen, so meldet der
Telegraph, allein wohl nur wenige werden an die Richtigkeit der
afficiellen Erzählung glauben. Abdul Azi« hat bisher so wenig
Energie an den Tag gelegt und es lag andererseits eigentlich —XRX
Jenügender Grund vor, warum er seinen Feinden den größten Ge⸗
jallen, den er ihnen überhaupt erweisen konnte, so eilig thun sollle.“

Amtlichen Nachrichten aus Koastantinopel vom 4. d8.
zufolge hätte Sultan Murad einen Waffenstillstand von 6 Wochen
ewilligt und eine allzemeine Amnestie verheißen. Die Ausstän—
Rischen sollen die Frist benutzen. idre Beschwerden und Begehren
orzubringen.

Die Pforte hat die Thronbesteigung des Sultans Murad den
niesigen Boischafteru oifiziell angezeigt und die Anerkennung desse!ben
erbeten. Dieselbe wird ohne Zweifel von allen Mächteu, Rußlard
»einbegriffen, ertheilt werden.

London, 5. Juni. Die „Times“ meldet: Die türkische
stegierung verweigert irgend welche Garantien und verbittet sich jede
mswärtige Intervention. (7) Der Reform-Ferman des abgesetzten
Sultans wird n'cht anerkinnt und es weirden die äußersten An⸗
drengungen gemacht, um die Insurrektion, Serbien und Montenegro
aieder zu werfen. Marocco und Tanis werden um Hilfstruppen
ersucht. Nach einer Aeußerung Khalils werde die Türkei den Van⸗
laviemus mit Panslavismus belämpfen.

London, 6. Juni. Ein Artikel der „Times“ über die
daltung Englandt in der orientalischen Frage kebt hervor, daß
ẽngland sich entschlossen habe, den Pariser Vertrag von 1856
zurch Rußland nicht ungestraft zerreißen zu lassen; indessen dürfte
dieser Entichluß nicht dazu führen, die Prinzipien der Gercchtigleit
und Menschlichkeit aus dem Auge zu lassen; Rußland als Verthei—

diger der Thristen in ihren Freiheits- und Civilisations Besiteb⸗
ungen werde stets ein furchtbarer Feind der Mächte sein, welche
diese Bestredungen unlerdrücken; solche Ideen müßten für die
Herbeiführung rascher und radikaler Reformen maßgebend sein.
Vermischtes.

* St. Inabert, 6. Juni. In der vorigiährigen Distrikts⸗
rathesitzung wurde beschlossen einen selbstständigen Bauschaffner für
den Kanton St. Ingbert anzustellen, welcher Beschluß von kgl.
Regierung n'cht genehmigt wurde.

In der heutigen Distriltsrathsausschußsitzung wurde einstimmig
‚eschlossen gegen diese Verfügung bei hohem Ministerium Relurs
zu ergreifen. —

7 Im abgelaufenen Jagdjahre wurden im Forstamisbezirke
Zweibrücken nachstehende Wildgattungen erlegt: 36 Sauen, 326
stebböcke, 6579 Hasen, 2513 Feldhühner, 82 Wildenten, 89
Waldfschuepfen, 64 Bekassinen, 1 Wolf, 453 Füchse, 8 Edelmarder,
1 Steinmarder, Z Wildkaßzen. 37 Dächse, 1 Fischotter und 38
Iltise.

F Kirchheim a. Eck. Vergangene Woche erkrankle eine
»em Hrn. Wirth Mang dahier gehoͤrige trächtige Kuh und crepirte.
Bei der Section fand man bei derselben einen Stahlsplitter und
rei vouständig ausgewachsene Kälber.

In Frein sheim hat die Kirschenernte begonnen und
vird das Pfund zu 70. Pfg. loes Freinsheim verkauft.

F Beim Abbruche einer dem Wirthe Hammer gehörigen Scheune
in Edesheim wurde in einer Fundamentmauer ein Kistchen mil
alten Silbermünzen gefunden.

—7 Aa 1. Juni wurde Herr Bäcker Ph. Mechtersheimer in
Landau in seinem Garten vom Schlage getroffen todt aufgefunden.

fF Reichs-Oberhandelsgericht. Ob eine Bierbrauerei
als Fabrik im Singe des Reichshaftpflichtgesetzes zu erachten ist
ind demnach der bei dem Betriebe der Brauerei dutch Verschulden
ves Aufsehers verletzte Arbeiter ein Recht auf Schadenersaß gegen
en Brauereibesitzer hat, hängt von der jedesmaligen thatsächlichen
Beuctheilung des Richtecs ab.

Wahrend der vorvergangenen Woche wurden 26 Schiffbrüche
allein an den Küsten von Großbrikannien und Irland angemeldet,
die Gesammtzahl der an jenen Küsten im Laufe dieses Jahres
perunglüchten Seefahrzeuge veträgt 668. Wieviel Unglücksfälle an
den üdtigen europäischen Staaten in diesem Jahre erfolgt find,
darüber fehlt noch jede tat stische Zusommenstellung. Klein würde
die Ziffer jedenfalks nicht cusfallen, denn diesmal haben die Früh⸗
ahrsstürme furchtbate Opfer auf See gefordert. Diet von Groß⸗
»ritannien angeregse und mit Eiser unternommene Verbesserung der
Serzeichen und Rettuugsapparate ist hoch anzuerkennen und verdiendt
die weiteste Nachahmung leitens aller schifffahrstreibenden Nationen.

„Die in unserem heutigen Blatte befindliche Gewinn-Mittheilung des
Hertn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders zu beachten.
Dieses weltbekannte Geschäft besteht weit über 80 Jahre und hat den bei
hin Betheiligten schon die größten Hauptgewinne von Mark 360,000,
270,000, 246,000, 225, 000, 183, 000, 180,000, 156,000, ostmals 152,000,
1580,000, 90,000, jehr häufig 78.000, 60,000, 48,000, 40, 000, 36,000, 4,
c. ⁊c. ausbezahlt, wodurch viele Leute zu reichen Capitalisten geworden sind
Es sind nun wie der für einen kleinen Einsatz große Capitalien zu gewinnen
bis 34 ev. 875,000 M. Auch bezahlt diejes Haus durch seine weitverbrei-⸗
teten Verbindungen die Gewinne in jedem Orte aus. Da durch die diesmal
zuerst getroffene großartige Einrichtung in Vermehrung und Vergrößerung
der Gewinne eine große Betheiligung zu erwarten ist, möge man dem Glücke
die Hand bieten und sich vertrauensvoll an die Firma Laz. Sams. Cohn
i Hamburg wenden, bei der man gewissenhaft und prompt bedient wird“

Interessau,t
st die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glücks-
Mzeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat stch
lurch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben.
lass wir Jeden anf dessen heutiges Inserat schon aun dieser Stelle aut-
merksam machen.

Fire ectin v
        <pb n="316" />
        Conventionelle

Wiederversteigerung.

Montag, den 26. 1. M., des
Nachmittags um 2 Uhr, zu St.
Ingbert in der Wirthsbehausung
des Georg Klein, läßt Herr
Wolfgang Kahn, Seifen⸗
fabrikant von da, in seiner Eigen⸗
schaft als subrogirter Glaͤubiger von
Martin Levh, Rentner in Pütt-
lingen wohnhaft, und dieser als
Cessionair der Kinder und Erben
von Elisabetha Lamarche, im
Leben Ehefrau von dem in St.
Ingsbert wohnhaft gewesenen und
berlebten Metzzer Franz Weiß⸗
gerber

lküche und sonstigen Zube⸗
hörden, gelegen zu St.
Ingbert an dec Kohlen⸗
tratße, neben Messerschmied
Zeitlinger und Wagner
HZerzer.

Das Nähere auf dem Ge—
chäftsbureau L. Bechthold
n St. Ingbert.

Sauer, k. Notär.
Eine große .
Badewanne von Zink
ast neu, steht preiswürdig zu
jerkaufen. Wo? sagt die Expe⸗
zition ds. Bl.

gegen

Carl Weißgerber. Metzger
von da, wegen Nigtbezahlung
des Erwerbspreises öffentiich zu

eigen wiederversteigern:
Pl.Nr. 7443. 1710 Dec.
Fläche, enthallend ein Wohn⸗
haus mit Hofraum, Wasch⸗

Wer noch
eine Forder⸗
ung an Hru.

Gustav Zix zu machen hat,
volle seine Rechnung inner
Jalb 14 Tagen demselben
inreichen.

—

9*
Ich mache darauf aufmerksam.

EIASs ZzBAIA. MLGFGFSCOn MAI
die vom Staate Hamburg garautirte und interessante große
Lotter ie von üͤber *

7 Millionen 770,000 R.⸗M.,
derartig ganz neu eingerichtet worden ist, daß die Gewinne
vermehrt und selbst die kleinen Gewinne diesmal zuerst
gr bedeutend vergrößert worden sind; dieselbe enthält nur
81,300 VLoose, und werden in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen
folgende Gewinne sicher gewonnen, nämlich: J großer Haupt⸗
Gewinn und Prämie ev. 375,000 Mark, speciell Mark
250,000, 125,000, 80. 000, 60, 000, 50,000, 40,000
36,000, 3 mal 30,000, 1 mal 25,000, 5 mal
20,000, 6 mal 15,000, 7 mal 12000, 11 mal
10,1000, 26 mal 6000, 55 mal 4000, 1 mal 3000,
1 mal 2500, 200 mal 2400, 5 mal 2000, 3 mal
I500, 412 mal 1200, 621 mal 500, 35 mal 300,
700 mal 250, 42 mal 200, 46 mal 150, 24350
mal 138, 16,864 mal 124, 120, 94, 75, 67, 50.
40 und 20 Mark.

Die Gewinnziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf
den 14. und 15. Juni d. 3.
festgestellt, zu welcher
das ganze Original-Loos nur 6 M. od. 2 Thlr.
das ßang Original-Loos nur 8 M. od. 1 Thlr.
das viertel Original-Loos nur L/ M. od. 15 Sgr.
kostet. Diese mit Staatswappen versehenen Originai-Loose,
sen de ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuß
selbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
sofort zu. Ebenss erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge—
winngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
ten prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin⸗
dungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
ausbezahlt erhalten.
Mein Geschäft führt die Devise:
6IñHKOK UnIcCIl Sgon Pi COMhMST
und ist bekanntlich das Aelteste und Allerglücklichste, indem die
bei mir Betheiligten schon die gröften Hauptgewinue von Mark'
360,000, 270,000, 246,000, 225, 000, 183,000,
180,000, 156,000, oftmals 152,000) 150000,
90,600, sehr häufig 78,000, 60,000, 48, 000, 460,000
36,000, M. ꝛc. ꝛc, gewonnen haben und beträgt die Gesammt
summe der in den Ziehungen der Monate April, Mai d. J. von
mir ausbezahlten Gewinne laut amtlichen Gewinnlisten die
Summe von über
R.-Mark 370,000.
Jede Bestellung auf diese OriginalLoose kaun
F auch einfach auf eine Posteinzahlungskarte
795

emburg.
nauptGomptore, Bant und Wechsele Geschäft.

Ich empfehle hiermit meine neu angekommenen
Engiüsche Leiünen
in den feinsten Buxkin-⸗Mustern zu Herren-Anzügen, sowie
Herren- Damen-Honnenschirme
mit und ohne Glokenschieber zu den billigsten Preisen.
Larl Schanok.

Glücks ———
Angeige. Barantirt der Staat.
⸗ Prste Ziehung:
14. u 15. Juni.
Einiudung zur Betheiliguug an die
Gewinn-Ohancden
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
Lotterie, in welcher über
—
7 HiII. 770, CO0 MArI
sicher gewonnen werden müssen.

Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld- Lotterio, welche plange-
mãss nur 81, 500 Looso enthält, sind folgende: nämlieh l Gewinn ev.
375, 000 Mark, speciell Mark 250, 000, 125, 000, 80, 000,
30, 000, 50,000, 40,000, 36,000, 4 mal 30,000 und
25,000, 5 mal 20,000, 24 mal 15,000, 12,000 und
10,000. 26 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal
2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500 und 1200, 1356
mal 500. 300 und 250, 27463 mal 200, 150, 138, 124 und
120, 13839 mal 94, 75, 67, 50, 40 und 20 Mark und
kommen soleho in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur SiCheren
Pntscheidung.

Die erste Gewinnziehung ist AmtlIich auf den

I4. umcd 15. SJuni d. J.

festgestellt, und kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,

das viertel Originalloos nur 1Is Reichsmark,
and werden diese vom Staate garantirten Original-
LOOSse (koine verbotenen Promessen) Spegen frankirté LTin—
sendung des Betrages oder gegen Postrorsehuss
zelbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-
Loose auch den mit dam Staatswappen versehenen Original-Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die antliehe
liehungsliste Unausgetordert zugesandt.

Die Ausæuhntienq; iund Versendang der Gewinngelder
ꝛrfolgt von mir diréct an die Intéressenten prompt und unter
trengster Verschwiegenhbeit.

Jede BestelIuug kann man einfach auf eine Postéin-

7nhInνα machen.
Man wende sieh daher mit den Mausträgen
vCorIrnVnSVvOII An
Sammuel Heelaseher senr,,
Banquier &amp; Wechsel-⸗Comptoir in UIamburg.

EHau Gevr nr

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3335553.87
232555, 23
* 58 5832
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Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
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        — 2 * *
—3 22 —A 2 53328555 51
—X— — 222 2 2 2222 —— —— 8 —— *
—A 535 —75 2355 524—222—5 222
83 252323222 5553555235 22 2 —55 c 29 252 2 —
5 238357 5 3 583 22 5— 32585 33 383255 523
5 232285 268* 22 538 5 * 2 25 —X 53 —
* S — 525 * —————— 2* * * 2 * —— 0 — *
— —2 — — — 327 —— — — 22 5 —B
G 53553338833335583 253533*8 53 5 5553522 8 57
2* S — F — —*
—— 833337533338 S 5382383323 54 3555538 557
—833—z 538333235 28253—21* —z35323785—z5833— 523535 2
3 —2 —— * * —— —— —* 2* — * — v 8 2
2 925 —3535*5 —58 53 *53 52s8752352323 ——
— 2 5332528 —s332—332322355 —A —— — ——
* * 2æz32332—3 5— — — — —2522338 2
A— z232353 357 ——— 55523353— 23
——333338 ——36*5 —353 533333— 3375322 885
—8 *
— 35 525337*537 255 333553358 32
55 —— 2 — 227 — — 22 * * 2 —
338 333383355* 333335—385 2 275
4 7 * * 2 — 2 ———
52832* 28 —— 2 ** 3 —— * * —5 2
* ẽ * —— —1 8 — 27 * 28* 23 — 2 — — *
35—3833 335385353 ——
5323 EIS23 ——”—82 —A — 225 3 *52 — —3 35 255 —
2—32 22 — —— 227 5 g * 38 4A&amp; 2 2. 2 3 323
2555 535—5358 2755303 5755 5332535 — — — —X
— — * 2 —— — TD * 3 VI
3 5—* S2FS 22 —A —— 3—2 8 2228
—A 28 558 2552 57 3 23222 8 52560 O8 —
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* 2 2 ** »285 — 2 —* * 5 2 — —— a⸗ *
22
529 * T 2 322 28 8* 2 232 * 225 —— 2 2 3*
3387 38 3823333
— 235 3538 2
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2823355 — 3738338353—335 —— 75 E2. 533 —8
ʒzk 7 * —
55 5523534 27
2——
2 2 * 52222
— 285 2356 1 58 82 —
5582 3c2— 3⏑ 225 2 5 *5 5861,.
2 22 F 25.52 T *z87 — 2e2 8225 — 22 85 3*
2 — — 228872 8 2 3 2 22 * 22 22* 3.

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232 ———— 28 225 — — 8 2558 3 53858588
* 858 b 8 52322 23 — 2
* 8 —— * 23 * 2 *

323 577533583 33 33538538555323 23324253 382

52* 5535235555 BF 2 * 2 52 22* 533 — — — —A 755 22
32— — —32325585 25 55 5885 33—37 535——53 32535
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2 —X 222 8 — 33 * — 28* *
55 — — 2 z3 274 „2225 2—3 * 2323 3*5355353825

255 *2235 3 —— 238528 3 5*8 —8 5 25 —5*525

* 535337 — 8 55 5* 535*5—526 —— ——

8 — 3* * — — — 3 S 2 2 7 — —8 * —
552 5 2 * 2 — —— — — * ——

* 2 2 — 2* — — 282 22 * 2 — 53 * —
233555723522353 8 8* 35338*3555 533833542333163
2 — 287 * —

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255 2c8 52 53 3237 2854 * — 325 —A—
5353333338273 225 225 553535358 5. 3 2 — ——

232 —— — * *
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— *— —* 28 S —— — ————— —— — —— 322 * 2

22 522 2 2555 —3 22 2 ——

3528732 3553273335326 333353——38
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52233 555 *332 38 28 833383365 4255253
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7 — 2 *
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S2 38332—8535 *

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5. — 223.5 225 7 * 5809 235 —583222 522 — —— —22
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e 22535 7 —8 2— — 528252.2 — — ——
25 EIBEIELA —A F 55362—53 *5 — 3332 62
8 3— * * —2 8
28 55555525 53538 523 76725 —8273 8 52—53122 5
2 — 553825552 — s52 * 2 8 —A —— —225 5 2
335 38 575332 5728 55877 358— 53328.8355 22857 58
—2 25355— 25 A sz3255 28 532* 3 22 5332358 588
23 225555355 25325 5 3——3—8.733 s532 532*3 5
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

Her St. Jugberter Anzeiger ind das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Eei⸗
lage), erscheint wochentlich iermalz Dieustag, Donnerstag, Samstag nud Sonutag. Der Abonnementepreis betragt vierieljährlich
Mark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfi. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen

mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
M ODYlI. Samstag, den 10. Juni 1876.
*—
—
Deutsches Reich.

München, 7. Juni. Der deussche Kronprinz wird, wie in
zut unterrichteten Kreisen verlautet, im Laufe dieses Sommers zur
Inspection der Truppen des 2. bayerischen Armeecorps nach Würz⸗
burg kommen.

Mösnchen, 7. Juni. Zu der am 14. ds. Mis. statifinden⸗
den feierlichen Eröffnung der deutschen Kunst⸗ und Kunstgewerbe ⸗
Ausstellung die in Vertretung des Königs durch den Prinzen Luit⸗
pold stattfindet, werden die Mitglieder des diplomatischea Corps,
die Spitzen aller t. Hof ˖ und Staatsbezörden, sowie die sämmt⸗
lichen Mitglieder der beiden Kammern des Landtages eingeladen
rerden.

Berlin, 6. Juni. Die Abreise des Kaisers nach Ems, die
ruf morgen bestimmt war, ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden.
Die Ursache wird in den Ereignissen am Bosporus zu suchen sein.
Fürst Bismarck, aus Friedrichsruhe zurückgelehrt, hatte schon am
Sonutag Adend eine lange Unterredung mit dem Kaiser, und es
wird gewiß nicht die letzte gawesen sein. So verschieden der Thron⸗
wechsel in Konstantinopel auch beuctheilt werden mag, darüter ist
nan einverstanden, doß die Berliner Denlschrift von 13. Mai
nicht ohne Weiteres auch fernerhin als das Progamm der europäischen
Mäch!e betrachtet werden kann. War sie doch ehnehin durch den
Widerspruch Englands und der Türkei einiger Maßen in ihrer Be⸗
deutung verringert worden. Die englische Regierung claubt, daß
ramentlich Oesterreich sich in Berlin von Rußland weiter habe hin⸗
eißen lassen, als im österreichischen Interesse liege, und daß auch
Fraukreich seine etwas übereilte Zustimmung bedauert. Neue Ver⸗
inbarungen der drei Kaisermächte sind offenbar nölhig geworden,
und auch aus Petersbdurg wird gemeldet, daß russischerseits gegen⸗
uͤber der Türkei keinerlei isolirte Schritte geschehen werden und daß
»or Allent erft eine Verständizung mit den befreundeten Mächten
tatifinden solle.

Berlin, 7. Juni. Es ist die Meinung verbreitet, die
Reise der Beamten der englischen Admiralität nach den Nordsee⸗
üsten hänge mit der Frage e ner eventuellen Abtretung Helgoland's
in Deutschland zusammen. Gut Unterrichtete wollen wissen, e'ne
Anzahl von Mitgliedern des englischen Parlaments sei bereit, die
Idee zu unterstützen. — Aus vorzüglichster Quelle verlautet, daß
in den nächsten Tagen de drei Minister des Auswärtigen ven
Deutschland, Rußland und Oesterreich-Ungarn hier wieder zusam—
nenkommen. (N. C.)

Der deutsche Anwalistag, welcher in den ersten Tagen des
Monats in Cöln getagt, hat sich mit überwältigender Majorität
ür die adsolute Freiheit der Advokatur und Freizügigkeit der An⸗
välte ausgesprochen. In der Frage wegen Lokalisation ist der
Unttag des Referenten, Fürst aus Mannheim, auf Zulassung
aäͤmmtlicher Anwälte bei allen deutschen Berichten mit 97 gegen 92
Stimmen abgelehnt, dagegen Zulassung aller Anwälte innerhalb
ines Oderlandesger'chtsbezirks angenommen.

NAusland.

Paris, 4. Junai. Vem „Soleil“ zufolge hat der Ex-Mar-
chall Bazaine soeben in Spanien eine neue Relation seiner Kriegs⸗
haten von 1870 veröffentliht. — Ein Dekret des Pdarschals Mac
Mahon vom 22. Mai ermächtigt den Maire von Belfort, eine der
Straßen dieser Stadt „Rue Thierz“ zu benennen. — Das dritte
driegsgericht hat den 26jährigen Saffionarbeiler Gduard Diard,
essen Vorleben das eines Pariser Taugenichts ist, als einen der
Mörder der Dominitaner von Arcueil, die dekanntlich am 25. Mai
1871 von dödtrirten nach dem in der Avenue d'Jialie gelegenen
. Seltor geschleppt und dort meuchlings erschossen vorden sind,
um Tode verurtheilt. Als die Dominikaner durch die Avenue
vItalie geführt wurden, kam — wie eine junge Bandkrämerin,
)e sich lange durch Furcht vor den Drohungen Diards von einer
Anzeige abhalten ließ, versichert, Diard hinzu. Die Dominikaner
vaten im Begriffe, aus den Händen der Nauonalgardisten zu enl⸗
ltehen. Diard blieb stehen, pflanzte eine kleine rothe Fahne. die

er aus der Tasche zog, auf dem Geländer des Bievre auf, legte
sein Gewehr auf einen der drei Dominilaner an, der am Rande
des Trottoirs stand, und gab Feuer. Der Dominikaner brach so⸗
'ort entseelt zusammen.

Paris, 6. Juni. Der „Gaulois“, der freilich eine sehr
unzuverlässige Quelle für orientalische Nachrichten ist, will wissen,
Enoland habe mit der osmanischen Regierung einen Verttag ab⸗
zeschlossen; die Türkei verlange von Aegypten 25,000 und von
Tunis 5000 Mann Hilfatruppen. — Es gilt noch für ungewiß,
ob der Khedive wirklich in Person nach Konstantinopel gehen oder
ob er nur einen außerordentlichen Vertreter absenden wird.

Der Graf von Paris hat sich nach England begeben und
vird von dort morgen die sterblichen Ueberreste Louis Philipps
Jerübe rführen. Die Obsequien werden am Freitag in Dreux statt⸗
inden. — Das Gerücht von einem d plomatischen Rundschreiben
des Herzogs von Decazes in Bezug auf die orientalische Frage
wird dementirt.

Privatbriefe aus Salonichi schildern die dort unter der
nuselmännischen Bevölkerung bertschende Gährung in den düstersten
Farben, und man wagt es nicht die intellektuellen Urheber des Ver⸗
rechens zur Veranmworfung zu z'ehen. Was bis jetzt geschehen ist,
erdankt man lediglich der Energie, mit welcher der denische Konsui
Ir. Gillet die Sache betreibt. Die gehenkten Morder gellen jetzt
ils Märiyrer. Einer derselben, ein Neger, war im Dienste des
rmordelen Konsuls Abbot, und er soll gerade den ersten Streich
jegen die beiden unglückseligen Opfer des Fanatismus geführt
sasen; bei det Hinrichtung wurde bemerkt, daß er sich selbst den
Strick um den Hals legte. Leider dat das Ereigniß von Salonichi
joch ein weiteres Opfer gefordert. Die Schwester des ermordeten
Abbot, Frau des ermordeten Moulin, vergoß bei dem Anblick der
reußlich veistümmelten Leiche idres Gemahls keine Thräne, sie
chuut ihr Huupihaar ab und legte es auf den Leichnam; sie selbst
var wahnsinnig geworden!

Einen Beweis von der großen Geschäftsstocung der Baum⸗
noll-Industrie Eaglands liefert ein dieser Tage gefaßter Beschluß
er Baumwollfabrikenbesizer von Bury und Bacup, in Folge des
Bfingstfestes ihte Etablissements für sieben Tage zu schließen. Uuch
am man überein, in einer späterer Versammlung die Frage des
Urbeitens auf halbe oder kürzere Zeit in Erwägnug zu jziehen.
Als bezeichnend für die Lage des Eisengeschäftes verdient ange⸗
ühet zu werden, daß zwei bedeutende Firmen in Middlesborough,
Zoldow and Vaughay und Hopkins, Gilkes and Co. in ihren
-chrenenwerlstättea nicht weiter arbeiten lassen und den in denselben
»efcäfti gten Arbe'ꝛiern — etwa 1000 — vierzehntaägige Kündi⸗
zung gegeben haben.

Amerika. Seit jüngster Zeit hat sich die Auswanderungs⸗
zrage in Deutschlaud wieder stark in den Vordergrund gestellt.
Seitens der Reichsregierung ist in löblicher Weise eine Bewachung
ener piratenhaften Auswanderer-Agenten eingetreien, welche unter
joldenen Versprechungen deutsche Landsleute wie das Vieh ver—
hacherten und das amtliche Organ, der Reichzanzeizer hat in
einen nichtam tlichen Spalten einen anerkennenswerthen Feldzug
segen die gewissenlose Verschiffung und Ausbeutung deutscher Ar—
reitöhraft angestrengt. In der That hat Deutschland Wiilltonen
ind aber Piillionen seiner Landeskinder bereits an die Ftemde
bgegeben und der germanische Vollsstamm, der zu Kolonisations⸗
wecken das hervorragendste Talent hat, scheint dazu berufen neue
Velten zu bevölkern. Rach kalifornischen Blättern fängt die all⸗
emeine Verdretung der Deuischen im Westen der Vereinigten
Staaten an immer mehr die Ueberhand zu gewinnen. In Kalle
ornien selbst sind bereits mehrere Otte, ja auch Städte, wie
Anahtim, Los Angelos County stark im Deutschwerden begriffen,
ind es sind namentlich Weinbautr, welche in den vom Klima be—
zünstigten Stellen sich meist in nicht unerheblichem Wohlstande de⸗
inden. Das Sonoma⸗ und Napa⸗Thal, große Strecken der Sierra
devada, Santa Cruz, Humboldt Counth, Santa Barbara Coanty
        <pb n="320" />
        rragen durhweg deutschen Charalter. Bei Kopperopolis wird in
ürzester Zeit wieder eine neue deutsche Ansiedelung entstehen, zu
der schon etwa 100 Familien sich zusammengethan haben. Wäh—⸗
rend der germanische Stamm trotz aller Widerwärtigkeiten sich so
aus eigenem Antriebe in Kaliforusen verbreitet, sucht die brafilta⸗
nische Regierung durch Aufwand von lolossalen Summen eine
deuische Bevölkerung herbeizuziehen. 30—–835 Mill Thlr. sind be⸗
reits für deutsche Einwanderung, welche nach dem letzten Bericht
des brasilianischen Ackerbauministers etwa 130,000 Seelen betragen
soll, verwendet worden. Daß sich troh dieses riesigen Geldauf⸗
vandes die deutsche Auswanderung von Brasilien zurückzieht, liegt
in den schrecklichen Verhältnissen begründet, welche in Brasilien
den Einwanderer zum weißen Sclaven herabdrücken. Und es ist
anerkennenswerth, wenn die deutsche Regierung den brasilanischen
Setelenberkäufern das Handwerk legt. Erwähnt sei auch noch, daß
n Australien, wo sowohl die reiche Fülle des Bodens, als auch die
zemäßigtere Zone dem Ackerbauer viel Vortheil gewährt, sich na⸗
mentlich in dem leßten Jahrzehnt der europamüde Deutsche vielfach
angesiedelt hat. Und es ist ihm theilweis auch gelungen, bei aus⸗
dauernder Zähigkeit das durch Fleiß Errungene zu bebaupten. Ob
er in der deutschen Heimath, bei gleichem Kräfteaufwand wie hier,
nicht dasselbe erworben hätte, mag dadbingestellt bleiben. In
AUustralien sind es besonders Süddeutsche und Dänen, welche den
zrößten Theil germanischer Bevölkerung auCsmachen. Wie auf der
einen Seite nicht zn leugnen ist, daß arbeitswillige und arbeits⸗
ahige Kräfte bei einiger Lebens-Intelligenz eher in den noch auf⸗
trebenden Ländern zu einer gewissen Position gelargen, als in dem
gefellschaftlich geschlossenen Europa, so sind andererseits doch auch
nicht die Schwierigkeiten zu verkennen, welcke in einem wildfremden
dande sich dem hilf⸗ und mittelloz Einwandernden riesengroß
zegenüberstellen. Wer nicht nach jeder Richtung hin zum Kampf
ums Dafain gewappnet ist, wird zu Boden getreten und verlommt
in der Fremde schneller noch als in der Heimaty.
BVermisites.

F Speyer, 7. Juni. Dompropst Busch ist durch das Dom⸗
rapitel zum Bisthumsbverweser gewählt vocden.

F In Heidelberg soll im Herbste im Anschlusse an die
andwirischaftliche Ausstellung auch eine Gewerbeausstellung stattfinden.

F München, 5. Juni. Der König hat genehmigt, daß die
seierliche Eröffnung der Kunstgewerbe-Ausstellung im hiesigen Glas—
palaft am 14. dieses Monats stattfinde.

F München, 7. Jun'. Der „Freit Landesbote“ erhält Nach⸗
richt von den bayerischen Kriegsschauplätzen während der Pfiigst⸗
Feiertage, einen Bericht aus unserem benachbarten Perlach, wo es
2 Todte und 3 Schwecverwandete gegeben haden soll.

F Wie das ‚Vaterland?“ mittheilt, ist das zum J1. Juni an⸗
zekündigte und erschienene (ultramontane) , Münchener Morgendlatte,
redigirt don Herrn J. Franta, „im zarten Alter von nur drei
Tagen bezw. drei Nummern sanft und ruhig an Lebenssch väche
und Langeweile gestorben.“

F Die „Bahyerische Handelsbank“ macht bekannt, daß der Um
jausch ihrer fünfprozentigen Bankobligationen (Pfandbriefe) auf
Gulden lautend in Mark Odbligationen nur meyr bis zum 15.
Juni d. J ersolgt.

F Nach dem Hundesteuecgesetz ist die Gebühr wie folgt fest⸗
gesetzt: Für jeden über 3 Monate alten Hund dai der Besitzer für
das Kalenderjahr an die Staatskasse zu entrichten: 1. in Genein⸗
den von mehr als 15,000 Einwohnern 15 Mark, 2im Gemeinden
von mehr als 1500 Einwohnern 9 M. 3. in Gemeinden von
mehr als 800 Einwohner 6 M. 4. in kleineren Gemeinden 3
M. Für Weiler, Einoden und einzelstehende Anwesen beträgt die
Bebühr ohne Rüchksicht auf den Gemeindeverbund 83 M. Das
Beseß tritt mit dem 1. Juli d. J. in Wirlsamkeit; im genannten
Monat wird zum ersten Mal die Gebühr entrichtet, für dieses
Jahr aber nur die Hälfte der Jahreszgebühr.

f In Karlsruhe ist unter den Schülern der dortigen Lehr-
anstalt die ägyptische Augenkrankheit aufgetreten und follen in ein⸗

jelnen Classen drei Viertheile der Kinderzahl davon befallen sein.

f In den gewaltigen Werken der Festung Mainz ist eine
Fabril für Armee-Conserben, eine große Bäckeerei und Mezzgerei,
erxrichtet. Die Gebäude bestehen aus einer großen Dampfmahimühle
mit 7 Gängen und Vorruthsböden, einer Bäckerei mit 8 Knet⸗
maschinen und 8 Dampfbacköfen, einem Schlachthause und Küch⸗n⸗
räumen, in denen über 100 kleinere Wasch⸗ und Conserde⸗Kessel
und Maschinen zur Aufstellung kommen. Die Kraft zu dem Betriebe
der Maschinen liefern zwei Dampfmaschinen von zusammen 1800
Pferdetraft; das Wosser wird durh Pumpwerle gehoben. Im
pollen Betriebe wird die Fabrik täglich 1707 Mastochsen schwerfler
Sorte zu Conserven verarbeiten, 350,000 Kilogramm Mehl und
ungefähr 300,000 Brodlaibe verbacken und außerdem so viel Hafer⸗
Conserven fertig bringen, daß eine Armee von 280,000 Mann
zäglich verproviantirt werden kann. Gegen Feuersgefahr ist die

Inlage auf alle mögliche Weise gesichert, das Anlagekapital beträgt
)00,000 Thaler. Gelingt der Versuch, so werden noch mehr
olcher Fabr ken errichtet und man hofft durch dieselben durch Ver⸗
ninderung von Proviant-Colonnen und durch die Leichiigkeit der
Deitführung gesunder Nahrung die Beweglichkeit und Schlagfertig⸗
teit der Armeen bedeutend zu erhöhen.

F Köln, 3. Juni. Eine drollige Verwechfelung.
In das Atelier eines hiesigen Photographen trat vorgestern ganz

inscheinbar gelleidet, ein geistlicher Herr und ersuchte den Künftler,
zn zur Herstellung einiger Karten gefälligst aufnehmen zu wollen.
Der Photogroph bat den Herrn Platz zu nehmen, und fragte:
„Womm haben wir denn die Ehre?“ „Mein Nam— ist Bex,“ ent⸗
jeguete der Geistliche. „Bex!“ — dachte der Photoaraph, und
zamit ging ihm eine Zaubeclaterne auf. Bex, der berühmte
Jesuiten-General! Das gibt ein herrliches Pfingstgeschäc:! „Bitte,
ch vin jezt eben sehr beschäftigt, kommen Sie doch gefölligst morgen
urück.“ Am anderen Tage stellte sich der Geistliche in seinem
»escheidenen Anzuge wieder ein. „Wie viel Karten wollen Sie
enn anfertigen lassen?“ meinte der Künstler. „O, mit einigen
Dutzenden weede ich wohl auskommen,“ entgegnete dieser. „Richtig
alkulirt,“ dachte der Photograph. „Bitie, nehmen S'e çefälligst
Zlatz.“ Nun gings an die Arbiit; zuerst wurde eine kleine Scheibe
a den Apparat gesetzt. dann eine größere, darauf eine noch größere.
dun mußte der Herr seine Stellung verändern und dann wieder
ind dann nochmals. Der Gesstliche, dem die Geschichte nachgerade
ern doch zu launge wurde und dem der emsig arbeitende Photograph
jar eigenthümlich vorkommen mochte, zemerkte, es müsse wohl irgend
ine Verwechselung obwalien, er wolle ja doch nur Karten haben.
da sagte der Photozraph: „Aber Sie entschuldigen, Hochwürdigster,
h habe doch die Ehre, den berühmten J⸗suiten-General Bex vor
nir zu sehen?“ „J, bewahre,“ gab jener darauf zur Antwort,
,ich bin ein schlichter Landpastor, heiße zwat Bex, schre be ader
neinen Namen nicht mit 7, sondern chs.“ Der Künstler sah den
jeistlichen Herrn und dann seinen Apparat an und machte ein höchst
edenkliches Gesicht. Der Landpustor schüttelte den Kopf und ging
ächelnd zue Thür hinaus. (K. Ztg.)

F Freiligrath Denkmal. Von Detmold aus ist der
ßedanke angeregt worden, Ferdmand Freiligratth ein Denknal zu
rrichten und hat sich zu dem Zwecie bereits ein Comste gebildet.
Man beabsichtigt, das Monu ent in der Größe dez Hermanns⸗
eutinals auf dem Hiddesheser Berge zu errichten, von wo man
»inen Uebeiblick auf die Stadt und die Straße hat, in der die
Beburtsstärte Freiligrath's liegt. Daß das deutsche Volk zur Ver⸗
virklichung dieser Idee beitragen wird, ist unzweifeldaft.

f Vom Generalpostamt in Berlin ist die Anweisung gegeben
vorden, daß den Postpaquetsendungen für das Ausland eine be⸗
ondere Zolldeclaration nicht beigefügt werden braucht, daß dagegen
»er Inhalt der Sendung auf der Begleitad esse bez. auf dem Ad⸗
chaint derselren zu bezeich sen ist. Die Bezeichnung des Inhalts
ils „Peuster ohne Werih' ist nicht ausreichend. Es muß vielmehr
ingegeben fein, aus was für Mustern die Sendung befleht (z. B.
Baumwoll, Poprer, Leinen⸗, Wein- xc. Proben oder Musier.)

Der Malzextrakt⸗ Fabrilant Joh. Hoff zu Berlin wurde
um Hoflieferant des Königs von Sachsen — die 28. Auszeichnung
Deser Art — ernannt und zwar ausdrücklich deshalb „weil die
Fönigin Mutter auf Rath der Leibärzte die Hoff'schen Malzfadrikate
zur Erhaltung ihrer Gesundheit genseßt und solhe ihe wohlbekommen.“

f Die „Gartenlaube“ ift wieder degnad gt. Das Amtsblatt
der „Wiener Ztg.“ publizict eine Verfüzuag des Innern, wodurch
dem Keil'schen Blatt aufs Neue das Postdebit in Oesterreid be⸗
will gt wird.

f Lemberg, 1. Juni. Die Stadipolizei ift einer weit⸗
verzweigten Banknotenfälscherbande auf de Spur gelommen, welche
die Fabrikation von österreichischen Zehnguldennolen im Großen
betrieb. Mehrere Platien urd vele Filificate wurden aufgefunden
und zwei zꝛussische Juden als Hauptbetheiligte verhaftet.

fFStodholm. 7. Juai. Die Königin-Mutter Josephine,
Weiitwe des Königs Oscar J., geboren 1807) ist heute früh gestorben.

Paris, 6. Juni. Der heutige Perlamentazug zwischen
Paris und Verfailles erlitt einen Zusammenstoß; mehrere Veputitte
wurden leicht verwundet.

f In dem belannten großen Erbschafteprozesse des Generals
Mehger hat der Pariser Advokat und Deputirte Gambetta die Ver⸗
reiung der elsasisch ˖ französischen Linie übernommen. Derjelde wird
in den nächsten Tagen sich nach Kolmar begeben, um mit seinen
dortigen Klienten Rüchssprache zu nehmen.

fLa Presse? si ht in einem Art lel, welchen sie dem Stande
der Saaten in Frankreich w'dmet, für dieses Jahr, wenn die nen⸗
nehr eingetretene Hitze andält, eine Ernte von mittlerer Güte
»oraus. Der Regen habe disher, dide Witerung eine rauhe
lieb, mehr geschaet als genüzt, daher denn auch die Gelreide⸗
preise 5—6 Fr. per hundert Kilo höher ständen, ais im vorigen
Jahre um diese Zeit. Auch der Wein wäre, nanentlich in der
        <pb n="321" />
        gegend von Bordeaur und in der Charente, in Folge des Frostes
hom 14. und 15. April im Preise gestiegen. Die Ernte an Futter
perde besser ausfallen, als man gehofft hätte, und die Nachrichten
wus den Departements, welche Viehzucht treiben, wie das Limousin,
das Perigord, die Charentes ꝛc. seien gut. Gerste urd Hafer siänden
defriedigend. Alles dies hindere nicht, daß in den Städten die
Fleisch⸗ und Gemusepreise beständig im Steigen begriffen wären;
wenn dies so fortgehe, würden die Lebensmittel zur Zeit der Aus
jellung von 1878 in Paris unerschwinglich sein.

Der unterseeische Tunnel zwischen England und Frankreich.
In Sangatte, unweit Calagis, haben soeben die Vorarbeiten zum
hau des Tunnels, welcher England' und Frankreich unterseeisch
herbinden soll, begonnen. Mehrere Versuchsschachte sind bereits bis zu
einer Tiefe von 40 Metern getäuft worden, und die Arbeiten werden
Tag und Nacht rüstig betrieben. Zur Absorbirung des Wassers,
zas sich in ziemlich aroßen Quauntitäten vorfindet, ist eine mächtige
Pumpe auigestellt worben. Wenn diese Schachte eine Tiefe von
(00 Meter unter drm Meere erreicht haben werden, wird in der
harten Kreide eine Galler!e von der Länge eines Kilometers her⸗
gestellt venden. Wenn dies erfolgreich vollführt werden kann und
nichts eintritt, was das Project unausführbar machen dürfte, wird
ver Tunnel defiaitidv begonnen werden.

f—Bon der türkischen Armee. Es ist bekannt, daß die
aus allen Theilen des Reiches zusammengetriebere Armee, die
gegen die Insurgenten kämpft, wider genülgende Nahrung noch aus⸗
reichende Kleidung hat; dennoch kämpft diese allein Elend preis
jegebene Masse mit bewundernswerther Ausdauer. Ihre Heimath
haben diefe Soldaten verlassen müssen, in der jezt das Feld un⸗
estellt umher liegt und die Hütten zerfallen. Selbst wo der Krieg
richt hingedrungen ist, liegen weite Länderstrecken wie verwüstet.
Die Frauen und Kinder der Reserven sind nad Konstantinopel
aezogen und nähren sich hier von erbettelten Brosamen: wahre
Jammergestalten, verhungert und zerlumpr, die zum Himmel um
das Ende des Krieges flehen. Unterdeß beten die Armeelieferanten
und mancher hohe Würdenträger um recht lange Dauer der Insur⸗
rektion. Noch nie ist in Stambul so v'el Geld in unrechte Taschen
geflossen, als in diesen Tagen der Drangsal. — Den Türcken
mangelt es an Aerzten, und üe werben deshalb in Oesterceich,
Deutschland und Frankr⸗ich. Den Eintretenden wird hoher Rang,
bis zum Obersten, verheißen. Die zu bewältigenden Anstrengungen
aber sind enorm, da die Aerzte gewöhnlich ohne alle fachliche Bei⸗
hilfe einer: Zahl von vielen Hunderten von Verwundelen gegenüber⸗
stehen. Die Sanilätszüge sind mangelhaft und namentlich für den
strieg im gebirgige- Terrain nicht eingerichtet. ⁊

f London, 6. Juni. In Schottland hat sich während der
letzten paar Tage die Temperatur von schwüler Hitze plötzlich in
strenge Kälte vermandelt. Am Sonatag waren die Tenside-Hügel
m't Schnee bedickt. Es hagelte stark und in Grennock fand man
Stücke Eis in der Gröze von Bohnen. Die Fruchtbluthe ist sehr
deschädigt worden.

London, 6. Juni. Die gesammte Baarfracht des Ham—
durger Dampfers „Schiller“, welche mit dem Schiffe zu Brunde
zing. (60,000 L. St.) ist mit Ausnahme einer Summe von 1600
ͤ. St. geborgen worden. Das Bergewerk hat nunmehr seinen
Abschluß gefunden.

Nach austialischen Becichten ist der Weinertrag in diesem
Jahre vortrefflich ausgefallen, sowohl nach Menge als Güte. Die
Trockenheit des Sommers (resp. des Winlers), welche den Vieh—
züchtern und Ackerbauern so viel Schaden that, ist den Weinpflan⸗
zern zu Gute gekommen, und man glaubt, der ‚76ecr Australier“
werde hinter dem 58er, dem besten, den Austialien bis jetzt eczeugte,
nicht zurücksstehen. Welche große Ausdehunng einzelne Weinpflan⸗
zungen bereits geronnen haben, mag man daraus entnehmen, daß
nach Berichten in der Sidneh Mail vom Märj ds. Is. in einer
einzigen derselben 100 Ardeiter bei der Lese beschäftigt waren.
Man hat dort Weinpflanzungen von 70 Acres.

Das Städtchen Totora (Südamerika) erlebte eine traurige
Katastrophe, welche durch die hochgeschwollenen Fluthen des gleich⸗
aamigen Flufses herbeigesührt ward. In Folge der überaus
ceichen Kegengüsse trat der Totora weit über seine Ufer und zer⸗
örte die meisten Häuser in seinem Bereiche. Mehr als 40 Per⸗
sonen schauten pon der steinernen Brücke aus jammernd dem Ein⸗
turz ihrer Wohnungen zu, als plötzlich auh die Brücke zu wanken
»egann und ehe sich die Menge zerstreuen konnte, zusammendrach;
28 Personen fanden ihren Tod in den Wogen.

Art. 368, Ziff. 11 des deuischen Strafgesetzes enthält die
Bestimmung: „Mit Geldstcafe bis zu 20 Thalern oder mit Haft
dis zu 14 Tagen wird bestraft, wer undefugt Eier oder Junge
don jagdbarem Federwild oder von Singvögeln ausnimmt;“ ferner
Urt. 125 Abs. 4 des P. St.⸗“G. für Bahern spricht aus: „An
Held bis zu 10 Thlen. oder mit Haft bis zu 6 Tagen wirdge

straft, wer Vögel, deren Einfangen, Tödten oder Verkauf durch
Verordnung verboten ist, einfängt, tödtet oder verkauft, oder wer
den Verordnungen oder oberpolizeilichen Vorschriften über das Ein⸗
jammeln oder den Verkauf von Ameiseneiern zuwiderhandelt;“ und
AXV
gen, Tödten und der Verkauf nachbenannier Vögel ist verboten:
der Spechte, Wendehälse, Baumläufer, Mandelkrähen (Blauracken),
Heher (Eichel⸗ oder Holz- Nuß— oder Tannenheher), Saat- und
Alpenkrähen, Kukucke, Wiedenhopfe, Ammer, Finken (mit Aus nahme
der sog. Böhemer), Meisen, Staare, Goldamsein, Fliegenschnapper,
Boldhähnchen, Zaunkönige, Nachtigallen, Haide- oder Baumlerchen,
stothe, Blau⸗, Braun-⸗ und Schwarztehlchen, Grasmücken, Schwarz⸗
lättchen, Bachstelzen, Laud- und Rohrsänger, Braunellen, Pieper,
Steinschwätzer, Schwalben, Nachtschwalben, Eisvögel, Storche, Bus⸗
arde (Mauser oder Mausefalken) und der Eulen mit Ausnahme
des Schuhu.“ — Diese Vögel leben fast ausschließlich von Insekten
ind deren Brut und füttern auch ihte Jungen dam't auf. — An⸗
nüpfend an die genannten geseßzlichen Bestimmungen richtet der
Münchener Thierschut Verein, der sich unter Anderem auh den
Zchutz der nützlichen Vögel zur Aufgabe gestellt hat, an das Ge⸗
amumipublikum in Stadt und Land die dringendste Bitte, nach
Moͤglichkeit zur Losung dieser Aufgabe mitzuwirken. — Wir moͤchten
rinerseits das Interesse jür den Schuß dieser nützlichen Vögel in
den weitesten Kreisen anregen nund beleben, andererseite aber ener⸗
zisch dem leider noch immer und fast allgemein in bohem Maße
taiufindenden Einfangen, Tödten, Ausnehmen oder Zerstören der
Nester von solchen Vögeln erfolgreicher als bisher entgegenwirken
ind bedarf es hiezu der Mitwirlung Aller. Wenn e'nerseits in
zer Schule das Unerlaubte und Abscheuliche solcher Frevelthat mit
Nachdruck betont werden und gelegentlich ein gutes Beistziel gegeben
vürde, wenn bei landwirthschaftlichen Bersammlungen in verständ⸗
ußvosller Weise der Nutzen dieser Thiere klar vor Aller Augen ge⸗
kellt wird, wenn den Vogelstellern ihre Beute nicht abgekauft und
nan den Säncer in Gottes freier Ratur besser am Platze finden
vürde, als im schmutzigen Vogelkäfige, wenn endlich jeder Ueber⸗
reter der Eingangs angeführten Gesetzesstellen unnächsichtlich vor
den Richter gestellt würde, dann müßte auch bald der Segen solch
menschlicher Handlunzsweise allenthalben fühlbar werden.

Der Münchener Thierschutz Verein.

Gemeinnütziges.
Sicherheitkapparat für Lampen. E. v. Ermen aus Eccles
dei Manchester hat einen Apparat konstruirt, welcher an Petroleum-
ampen angebracht wird und dazu d'ent, die Flamme augenblichlich
nus zulösse', sowie die Lampe umfällt. Derselbe besteht, nach dem
Arbtgbr., aus einer chlindrischen Doppelhülse, welche den Docht⸗
Jalter von innen und von außen umgibt und sich leicht an dem⸗
elben auf⸗ und abichieben läßt. Der äußere Mantel der Hülse
st unten mit einem rechtwinklig vorspringenden Rande umgeben
und unter diesem Rande befinden sich drei gleichweit von einander
enifernte um Stifte drehbate Toppelhebel. Die Stifte sitzen in
dem Dochthaltet fest und an den Hebeln hängen Gewichte, welche
sene stets in wagerechter Lage halten. Wird nun die Lampe ge—
neißt, so werden die Hebel durch die Gewichte gedreht und drücken
mit dem tinen ihter Arme gegen den Rand der Hülse, welche
hierdurch in die Höhe gehoben wird, sich über den breunenden
Docht schiebt und so diesen auslöscht.
wQ.uασ̊ ᷣàäsubes..äXXαXααααXXαÑXαιαæ ôXνXäXιääÆæ9ÿäl.ꝰ
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeß.
Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
derren Kaufmann u. Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
78 handelt sich hier um Original⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt-Ge-
vinnen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
lebhafte Betheiligung voraussetzen läüt. Dieses Unternehmen verdient das
zolle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
jorbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
akßlreicher Gewinne allseitzs bekannt in
„Die in unserem heutigen Blatte befindliche Gewinn⸗Mittheilung des
dertn Laz. Sams. Cohn in Hamburg isi ganz besonders zu beachten.
Dieses weltbekannte Geschäft besteht weit über 80 Jahre und hat den bei
hm Betheiligten schon die größten Hauptgewinne von Mark 8360,000,
»70,000, 246,000, 225,000, 1883,000, 180, 000, 156,000, ostmals 152,000,
50.000, 90,000, jehr häufig 78,000, 60,000, 48, 000, 40, 000, 36,000, a,
c. tc. ausbezahlt, wodurch viele Leute zu rrichen Capitalisten geworden sind.
ks find nun wie der für einen kleinen Eindatz große Capitalien zu gewinnen
is zuev. 375, 000 M. Auch bezablt dieses Haus durch seine weitverbrei-
eten Verbindungen die Gewinne in jedem Orte aus. Da durch die diesmal
uerst getroffene großartige Einrichtung in Vermehrung und Bergrößerung
ser Gewinne eine große Vetheiligung zu erwarten ist, möge man dem Glücke
die g bieten und sich vertrauensvoli an die Firma Laz. Sams. Cohn
in FJamburg wenden, bei der man gewissenhaft und prompt bedient wird“

— —2————⏑ ⏑⏑ —— ———MsÆ
        <pb n="322" />
        Warnung.
Ich warne hiermit u
meiner Tochter Louise Dre⸗
singer vom Gauallehäuschen,
Gemeinde Kaiserslautern, irgend
elwas auf meinen Namen zu
leihen, da ich für dieselbe keiner⸗
lei Zaßlung leisten werde.
Peter Dreßinger
Gallehäuschen.

Arbeiter⸗Bildungs⸗
Verein.

Die Mitglieder sind hiermit
zu der am nächsten Samstag,
Abends 8 Uhr im Oberhauser'
schen Saale statthabenden Unter⸗
qdaltung eingeladen.

Gegenstand:

Vortrag des Herrn Dr. G.

Waltemath, über d'e

Bildung in ihrer Bedeutung

für die Volkswirthschaft.
Der Vorstand.

*
Ich mache darauf aufmerksam.
EASS zUMT AIIStGBM MAI
die vom Staate Hamburg garautirte und interessaute groß
Lotter ie von uͤber
7 Millionen 770,000 R.⸗-M.,
derartig ganz neu eingerichtet worden ist, daß die Gewinue
vermehrt nud selbst die kreinen Gewinne diesmal zuerf
bedeutend vergrößert worden sind; dieselbe enthäll nur
31,300 Loose, und werden in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen
folgende Gewinne sicher gewonnen, nämlich: J großer Haupt—
Gewinn und Prämie ev. 375,000 Mark, speciell Mar—
250,000, 125, 000, 80, 000, 60, 000, 80, 6000, 40,000
36,000, 8 mal 30,000, 1 mal 25,000 8ma
20,000, 6 mal 15,000, 7 mal 12000, 11 mar
10,000, 26 mal 6000, 55 mal 4000, 1 mal 3000
l mal 2500, 200 mal 2400, 5 mal 2000, 3 ma
1500, 412 mal 1200, 621 mal 500, 35 mal 300
700 mal 250, 42 mal 200, 46 mal 150, 24356
mal 138, 16,864 mal 124, 120, 94, 75, 67, 50
40 und 20 Mark.
Die Gewinnziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf
den 14. und 15. Juni d. 3.
gffestge stellt, zu welcher
das ganze Original⸗Loos nur 6 M. od. 2 Thlr.
das —8 HOriginal-Loos nur 8 M. od. 1 Thir.
das viertel Original⸗Loos nur I/2 M. od. 15 Sgr.
kostet. Diese mit Staatswappen versehenen Original⸗Loost
sen de ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuf
elbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
jofort zu. Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge
winngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig-
ten prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin⸗
dungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
ausbezahlt erhalten.
Mein Geschäft führt die Devise:
6GIñCGKR Und Segen Dei OCOMMST
und ist bekanntlich das Aelteste und Allerglücklichste, indem die
bei mir Betheiligten schon die größten Hauptgewinue von Mart
360,000, 270,000, 246,000, 225, 000, 183,000.
180,000, 156,000, oftmals 152,000, 150,000,
90,000, sehr häufig 78,000, 60, 000, 48, 000, 460006
36,000, M. ꝛc. ꝛc. gewonnen haben und beträgt die Gesammt ⸗
summe der in den Ziehungen der Monate April, Mai d. J. von
mir ausbezahlten Gewinne laut amtlichen Gewinnliften die
Summe von über
R.⸗Mark 370,000.
Jede Bestellung auf diese Original⸗Loose kaun
—F auch einfach auf eine Mosteinzahlungskarte
nachen.

Lrioger⸗ Voreoin.
Sonntag den 11. Juni Ab⸗
fobrt nach Webenheim und
Pirmasens mit dem Zug 9
Uhr Vormittags.
Sammeln am Bahnbrefe.
Der 1. Vorstand.

Eine große
Badewanne von Zink
fast neu, steht preiswürdig zu
verkaufen. Wo? sagt die Expe⸗
dition ds. Bl.

Man biete dom Glüoko die NMand!

6

375. O000 R.Mark
HIaupt-Gewinn im günstigen Falle bietet die allerneueste
grosse Geld-Verloos ung, welche von der hohon Regie-
rung genehmigt und garantirt ist.
PDie vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass
m Lause von wenigen Monaten durch 7 Verloosungen 43, 100
Gewi nne zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden
ich Pavupttroffer von éventnell R-M. à75 000, speciell aber
Gewinn a 250,000, »Gewinne a . 15,000,
Gewinn a M. 125,000, 7 Gewinne a M. 12,000,

Gewinn aà M. 80,000, I1 Gewinne a M. 10,000,

Gewinn à M. 60.000. 26 Sewinne a M. 6.000,

Gewiun a M. 50,000, 55 Gewinne aà M. 4,000,

bGewinn à M. 40,000, 200 Gewinne a 5, 2400.,

Gewinn a M. as doo 412 Gewinne a7 1200,

⁊ Gewinn u M. 80,000, 621 Gewinne à M. 500,

l Gewinna M. — 700 Gewinne aà M. 250,

5 Gewinne à M. 20, 000. 24,350 Gewinne aà M. 138

ete. ete.

Die nãchste erste Gewinnziehnng dieser grossen vom Staate ga

rantirten Geld-Verloosung ist amtlich festgestellt und findet

schon am 14. u. 15. Juni d. J. statt
und Kostet hierzu
ganzes Original Loos nur Mark 6,
kalbes 8,
viertel — Lb,.

Alle Aufträge werden sofort gegen Finsendung, Posteinzahlung
ader Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgefühbrt
und erhält Jedermann von uns die wit dem Staatswappen verschenen
Original-Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gra
tis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessen-
iden unaufgefordert amtliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
Garantie und kann durch directe Lusendungen oder auf Verlangen
der Interessenten durech unsere Verbindungen an allen grösseren
Plützen Deutschland's veranlasst werden.

Unsocre Collecte war stets vom Glücke begünstigt und hatte
sieh dieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der
rsten Haupttreffer zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten
direct ausbezahlt wurden.

Voraussichtlich kann bei einem solchen auf der solidesten
BaAsis gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Be—

theiligung mit Bestimmthéit gerechnet werden, man beliebe daher
sschon der mι—SÑﬄν Lienteng lniatber alle Auftrüge Baldiust di-
rect zu richten an
Kaufmann G dimon.
Bank- und Wechsel-Geschäft in Hamburg.
Ein- und Verkauf aller Arten Staatsolligationen, Bisenbahn-Actien
und Anlehensloose.
P. S. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkte Ver-
J trauen und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung ur
Betheiligung ein aden, werden wir uns auch fernerhin bestre-
ben, durch stets prompte und reelle Bedienung die volle Lu-
frirdenheit unserer geehrten Interessenten 2u erlangen. D. 0
—5 n —A ——

ditio 2 ilo. 51 Pf. dit:o 1
silo. 26 Pf. BGemischlbrod 8
dilo. 95 Pf. 1Paar Wed 190
GBramm 6 Pf. Spelzlern 0 Vi.
— Pf. Dinkel O M. - P. Misch
frucht — M. — pf. Rirdsl. J.
Quat. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf.
albfl. 40 Pf. Hamfl. 52 Ps.
Schweinefl. 56 Pf. Butier]
M. 10 Pf. per Pfund.

mng8. ohnn
Hamburg.
ivvir, Bank und Wechsel-Geschäft.
——

——

*
—8

*
—
2

*
25
2
*
—
5
2
—
5
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132
5
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25738,8
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* 5
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253
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— 355353
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588 —38
* *
233
—
»5z2
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C
2
*
3

Fruat- Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Stadt Z veibrücken vom 8.
Juni. Weizen 11 M. 92 Pf.
Korn 9 M. 21 Pjf. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste Kreihige
— M. — Pi. -· Srelz M. —
Pf. Hafet 10 M. 65 Pf. Kar⸗
toffeln 3 M. 50 Pf. Heu 4M.
50 Pf. Stioh 4M. 40 Pf. per
Zentner. Weißbrod 12 Ko
57 Pf. Kornbrod 8 Kilo. 76 Nf.

daktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="323" />
        St. Ingberler
gberler Anzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint woͤchentlich viermalr Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonuemeuntspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfa. Anuzeigen werden mit 10 Pfg., pon Auswärts mit 15 Pfa. für die, viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 80 Pfq. pro Zeile berechnet.
M92. Sonntag, den 11. Juni J 1876.
—⸗

* J
Deutsches Reich *
München, 9, Juni. Die Kammer der Abgeordneten ertheilte
n heutiger Sitzung den Nachweisungen des Staatsministeriums
)es Inneren für Kirchen⸗ und Schulangelegenheiten pro 1873 und
1874 ihre Anerkennung. Abg. Louis wünscht, daß die Beschlüsse
der Generclsynode der Pfalz von 1873 bald beschieden werden.

Cullusminister v. Lußz erklärt, die Verzögerung der Verbe⸗
cheidung habe nicht ihren Grund in derartigen Motiven, wie sie
nn der pfälzischen Presse enthalten feien; dieselbe werde in den
nächsten Tagen erfolgen. Dem Consisiorium in Speyer sei die
Weisung zugegangen, die Abhaltung der Synoden bis auf weiteres
u sistiren.

Berhin, 8. Juni. Der Auffchub der Reise des Kaisers
ind die Abkürzung des Urlaubs des Fürsten Bismarck datten hier
Befürchtungen bezüglich der politischen Zustände hervorgerufen, doch
ind dieselben, wenigstens gegenüber dieser beiden Vorgängen, völlig
grundlos. Es hat damit folgende Bewandtniß: Am Dienstag
MNorgen tkraf hier ein Brief des Kaisers Alexander ein, daß derselbe
in Folge einer heftigen Erkältung genöthigt sei, der Aufenthalt in
cems um acht Tage zu verläegern. Nun war das Programm für
in dreitägiges Beisammensein der Monarchen längst festgesetzt, und
s hat daher hier rathsam gesch'enen, die Abreise des Kaisers Wil⸗
jelm auf acht Tage zu verschieben, um das erwähnte: Programm
m vollen Umfange ausfühcen zu können und andererseits nicht durch
m längeres Zusammensein beider Monarchen unndthigen Befürch—
ungen über die politische Lage, wozu man so leicht geneigt ist,
zeuen Anhalt zu bieten. Die Herberufung des Fürsten Bismarck
xexruht lediglich auf dem Wunsche des Kaisers, über die neueste
bhrase in der Türkei und die damit zusammenhängenden Fragen
xen Bericht direkt von Seiten seines Kanzlers entgegen zu nehmen.
Die Bestrebungen der deutschen Politik bleiben vor Allem auf die
Frhaltung des Ftiedens gerichtet, und in leitenden Kreisen erhält
ich der feste Glaude, daß diese Westrebungen nach wie vor Erfolg
vaben werden.

Ausland.
Aus Wien, 6. Juni, meldet das „H. T. B.“ Wie man
etzt authentisch erfährt, war der Sultan bereits am 30. Mai todt,
8 wurde dies aber officiell noch verheimlicht, bis die Anerkennung
Nuxads durch die Machte eifolgte. Die heutigen Wiener Blätter
prechen die Ueberzeugung aus, daß der Sultan Abdul Aziz nicht
urch Selbstmord, sondern durch Mord geendigt. Sind diese Ver⸗
nuthungen alle richtig, so wird man auch von dem Gnadenakt, zu
velchem sich Murad V. entschlossen basen soll, eine nur ceringe
Meinung haben. n

Wien, 8. Juni. Die „Presse“ und die „Deutsche Zeitung“
nelden von Zara aus südslavischer Quelle: Der Fürst von Mon⸗
enegto weigert sich, die Regierung Muradst V. anzuerkennen und
at seinen diplomatischen Agenten aus Konstantinopel zurückderufen.
zs wird ferner behauptet, Mukhtar- Pascha, belanntlich ein natür⸗
cher Sohn des verstorbenen Abdul⸗Aziz, weigere sich, die mili⸗
ürischen Bewegungen nach Nicsic fottzusetzen. Die Bestätigung
ieser Nachrichten ist abzuwurten, — Die „Polit. Corr.“ signalisirt
a einem Schreiben aus Belgrad vom 6. d. einen Umschwung der
erbischen Politik zu Gunsten des Friedens.

Paris, 7. Juni. Es bestätigt sich, daß die. Pforte mil
»en Aufstandischen in directe Unterhandlung getreten ist und mit
enselben zwar keinen Waffenstillstand, da fie dieselben ja dadurch
ls kriegführende Macht aneckennen würde, wohl aber einen Ver⸗
rag abgeschlossen hat, wonach die Feindseligkleiten. sechs Wochen
mno eingestellt werden sollen und den Aufständischen die Mögzlichkeit
segehen wird, durch Abgesandte, die sie selbst zu erwählen haben,
hre Beschwerden und ihre Forderungen kundzugeben. Die Nochrich
er Times, daß englische Kriegsschiffe fur die kürkische Armee in
Ubanien Waffen ausgelschufft hätten, wird in Abrede gestellt, eben
o die Meldung der .N. Fr. Pr.“, daß Rußland min Oesterreich

über eine demnächstige Theilung der Türkel inm Unterhandlung ge⸗
reten sececc.
Paris, 8. Jeni. Georges Sand ist heute Vormittag ge⸗

torben. — Karl Blasc und Boissier sind zu Akademikern gewühlt
vorden. — Das in London verbreitete Gerücht, Serbien habe der
Türlei den Krieg erklärt, wird hier für unbegründet erachtet.

Spanien wirbt Mannschaften zur Verstärkung seiner Trup⸗
»en auf Kuba. Auf die öffentliche Aufforderung hin hatten sich
nuch verschiedene Deutsche gmeldet. Doch sind, wie der „Staats
nzeiger“ mittheilt, ihre Gesuche zurückgewiesen worden,, dan der
Lintritt in die spanische Armee den Besitz der spanischen Nationa⸗
itãt durch. Geburt oder Naturalisätion voraussezgt.. »

Don Karlos hat, wie derlautet, London plötzlich verlassen,
ohne daß man weiß, wohin er sich gewendet hat. Man versichert,
r befinde sich gegenwärtig in den Vereinigten Staaten. Vielleichi
ster von seinen Anhängern auf die Philadelphier Ausstellung ge⸗
chidt worden.

London, 8. Juni. Einer Meldung der „Times? zufolgçe,

vãre allen Pensionären der Marine, welche weniger als 55 Jahre
ilt find, der Befehl ertheilt, sich zu altivem Dienst bereit zu halten,
uind denjenigen unter 45Jahren die Erlaubn'ß ertheilt, in der
steferve zu dienen.

eer . * Fermischtes. —

Wie. alljahrlich, so hat guch dieses Jahr der bekannte Lamb⸗
rechter Geisbock, unter Begieilung eined jungen Vürgers von dort,
eine Reise nach Deidesheim glücklich zuruüͤckgelegt; um det auf ihm
astenden altherloͤmmlichen Verpflichtung nachzukommen.

— f Gerolsheim, 7. Juni. Die Kuaschenernte fällt bei uns
n diesem Jahre gering aus, da die meisten Kitschen in der Nacht
‚om Gründonnerstag auf Charfreitag verfroren find. Doch wird
»as Pfund balbreifer Kirschen in hiesiger Gemeinde um 17 Pig.
6 Kreuzer), in dem nahen Weißenburg a. / S., wie wir hoͤren, um
5 Pfa. geliefert. Von solchen exorbitänten Preisen, wie sie in
der Dienstagsnummer aus Freinsheim gemeldet werden, vissen wir
zier nichts. (pPjfalz. P.) ⸗

fLandau, 7. Juni. Messer-Affäre. Bei einer am
Bgfingstmontag in Wey her abgehaltenen Tanzmusik enistand ein
Ztreit, in Folge dessen ein junger Mann von Burrweiler, Namens
Stephan Bachtler, mit Messerstichen so schwer verwundet wurde,
daß er gestern starb. Sechs der That verdächtige Personen sind
)erhaftet. (Dem „Laad. Anz.“ zufolge soll der verstorbene Bachtler
nicht gestochen, sondern mit Faßdauben geschlagen worden sein)

7 Der Ausschuß des pfalzischen Feuerwehrverbandes fheilt
nit, daß demnächst d'e Besichtigung und Prüfung der localen Lösch⸗
rinrichtungen in den einzelnen Gemeinden der Pfalz beginnen werde,
nachdem die nöthigen Geldmittel hiezu von den Districtäräthen
—X

F Die Würjburger Spitzeder, eine Frau Göbel, deren Bank
iufgehoben ward und welche vor Ausbruch des Bankeroites das
Weite suchte, hatte ihr Geschäft notorisch mit einem Capital von
20 Gulden begonnen und die gegenwärtigen Passiven belaufen sich
nuf 200,000 Mark. Manche Geldgrößen Würzburgt sind dabei
ompromittirt. und viele Minderbemittelte baben ihre geringe Er⸗
parnisse gänslich verloren.“

FeFranukfurt a. M., 6. Juni. Cin Pariser Communist,
Namens Limbowsty, während der Ereignisse im Jahre 1871 Adju-
ant des Benerals Dombrowsky, wurde am zweiten Pfin gstfeiertage
im nahen Rödelheim zu Grabe getragen. Wegen: Theilnahme am
Lufstand don einem Pariser Kriegsgericht zu zehn Jahren Galeeren⸗
trafe verurtheilt, gelang es ihm nach Deutschland zu entlommen. Er
ieß sich in Rödelheim nieder, wo er unter dem Namen Greß in
ehr bescheidenen Verhältn'ssen lebte. Der Tod eieilte ihn ploötzlich,
venn auch nicht unerwartet, er starb in den Armen seiner Frau
ind: „Jeßzt gehe ich, Adieu!“ waren seine letzien Worte. Den
Frinzibien des Verstorbenen entsprechend waren beim Leichenbegäng⸗
        <pb n="324" />
        niß alle kirchlichen Ceremonien, ebenso wie der Geisiliche ausge⸗
schlossen. Der Bahre folgte ein ansehnlicher Leich enzug, darunter
die in Roͤdelheim ansäßigen französischen Arbeiter, sowie eine De⸗
putation Frankfurter Sozialdemokraten.

F Eisenach, 5. Juni. Heute waren hier uater dem Prä⸗
sidium des Professors Gneist die ständige Deputation und der Aus⸗
schuß des deutschen Juristentages versammelt. Es wurde beschlossen,
den 13. Juristentag vom 28. bis 30. August in Salzburg zu halten.

f Wo der Essig wild wächst. Einem Rheinländer wurde
in einem Wirthshause bei Tische eine Flasche Seewein vorgefetzt;
taum hatte er davon gekostet, so wandte er sich an den Kellner
ind fragte: „Ist das hiesiges Gewächs?“ — ‚Ja, mein Herr,“
bersehte dieser. — „Das ist mir lieb, so erfahre ich doch nun, wo
der Essig wild wächst.“

FBierzehn Wagen Maikafer. Im Dorfe Chotovin
zei Tabor wurden heuer nicht weni er als 96 Hektoliter Maikafe:
ꝛingesammelt. Sie wurden in vierzehn Wagen der Geme ndes
oeriretung abgeliefert, woselbst die Einsammler eine gewisse Prämie
n Empfang nahmen.

7Eine Warnung für Europäer in Amerita findet sich in
einem Philadelphiablatte neuest ,ns Datums. Das amerikanische,

Ich empfehle hiermit meine neu angekommenen
AAnglisehe Leünen
in den feinsten Buxkin-Muster zu Herren⸗Anzugen, sowie
Herren⸗ Damen-Sonnenschirme
mit und ohne Glsokenschieber zu den billigsten Preisen.
Parl dehanck
EEmpfehIlung.
Da ich den Verkauf meiner Räh—
naschinen für St. Ingbert und
mgegend wieder selbst übernommen
abe, so empsehle ich mein vollständiges
dager darin, zu bekannten Fakrikpreisen.
Alle Zahlungen für durch Herrn
Foos auf Credit verkaufte Maschinen
und direkt an mich zu machen.
Zweibrüdken, den 20. Mai 1876.
Rudolph Franck.
Sonniag, ben 17. Jum bei. obre αα αα
zünstiger Witterung
EHarmonie
wozu ergebenst einladet
Eberhard.
J. J. Fiack jun.
hat zwei Wiesen für die
diesjährige Heu⸗ und Ohmiet⸗
Fröte zu verpachten.

AF Motto: Ihr habt
.das Gute so nabe!“
dpitzwegeriob
daft

allerhoͤchst sanctionirt; lieb⸗
rich zu nehmen, das sichersie,
billigste, gewiß auch dank—
barste Mittel, gegen Brust⸗
Hals⸗und —
leiden, Bronchialver⸗
schleimung, Husten,
Catarrh re. ꝛe.

Die Resultate sind über⸗
raschend.

Mit Gebrauchsanweisung
4 Flacon 532 Pfg. 1M.
3 pf. und 1 Mart 53 Pf.
531. Ingbert bei Joh.
Friedrich, and in der
Fabrik don Paul Hahm,
Dettelbach a. M. bei
Müraiburg.

oxue.

24 bnuoim

Theaterdecorationen,
Ballons, Lampions. Bon⸗
ner Fahnenfabrik. Bonn aRh.

Auszug
aus den Registern des Standes⸗
amtsbezirkes St. Ingbert pro
Monat Mai 1876.
A Gekßrprten?:
2. Mai. Ludwig, Sohn von
Philipp Spaniol. 3. Johann S.

J. Heinrich Jak. Ruf. 4. Amalie,

C. von Christ. Oberkircher. 8.
katharina, T. v. Joh ann Adam
Eller. 5. Otto, S. v. Malthias
Kürten. 5. Magdalena, T. von
edaktion Druck und Verlag von

aach Landessitte strals auf die Sache losgehende Blatt schreibt
Wir hoͤren seit eiaigen Wochen klagen, daß Mädchen und Frauen
zon Männern auf der Straße verfolgt werden. Dieses „Nach
Jehen“ ist eine speciell europaische Ungezogenheit, welche wir hier
zicht toleriren wollen. Wir machen desdalb unsere jugendlichen
europäischen Besucher darauf aufmerksam, daß das Verfolgen ei ner
Dame, das Anreden derselden und alle diese europäischen Finessen,
sich einer Dame aufzudrängen hier kriminell verfolgt, als unan⸗
staäͤndige Angriffe vetrachtet und mit Zuchthaus gerügt werden.
Amerikanische Nädchen und Frauen sinnd keine ängstliche Gänschen,
velche sich fürchten, den Polizeidiener anzurufen. Sie wissen, daß
zie Polizisten als Gentlemen schuell b'i der Hand sind, solche
Flaneurs zu fassen.

Dienstesnachrichten.
Die erledigte Pfarrei Lachen ist dem Pfarrer Karl Friedrich
Stepp in Moͤczheim und die Pfarrei Ungsteim dem Pfarrer und
Fabials-Senior Wilhelm Adolph Hahn in Limbach verliehen worden.

Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeßz.

Nikolaus Woll. 5. Bernhard,
5. v. Johann Morlo. 6. Peter,
5. von Niktolaus Schreck. 7.
Josephine, T. von Karl Stief.
3. Anna, T. v. Johann Weg⸗
nann. 8. Jobaun, S. v. Ludw.
Feichtner. 8. August Johann,
5. v. August Ferdinand Müller.
). athias, S. v. Franz Klein.
). Philippinu, Tochter v. Adam
dauptmann. 9. Tberesia, T. v.
Udam Hauptmann. 10. Maria
Antonia, T. von Peter Joseph
Woll. 11. Anna Katharina, T.
;. Nikolaus Mayher. 11. Felix
Zohn von Georg Weiland. 12.
Zusanna, T. v. Christ. Becker.
13. Ludwig, S. von Friedrich
hüther. 13. Johann Nilolaus
Sohn v. Nikolaus Redel. 16.
Peter, S. von Johann Selzer.
16. Maximilian Otto, S. von
Dtto Weigand. 17. Eugen Peter,
S. v. Peter Joseph Uhl. 18
Johann, S. v. Franz Sammary.
19. Karl, S. v. Peter Samjfel.
19. Anna Maria, T. v. Johann
ißling. 20. Peter, S. v. Anna
Rohe ledig. 20. Katharina, T.
d. Peter Klos. 20. Ludwig, S.
don Jakob Jung. 21. Franz
Joseph, S. v. Joseph Haas. 22.
Johann, S. v. Conrad Bender.
23. Heinich, Sohn von Jakob
Schenkelberger. 28. Matia, T.
b. Nikolaus Stalter. 25. Peter,
S5. p. Peter Zimmermann. 26.
Nikolaus, S. v. Christ. Triem.
27. Anna Magdalena, T. von
Nikolaus Gries. 27. Nikolaus
Adolph, S. v. Jakob Schwinn.
28. Julie Emilie, T. von Karl
Tuster. 29. Karolina, T. von
Johann Palm. 80. Johann, S
d. Nikolaus Febt. 81. August.
S. v. Ludwiq Oberlircher.
R. Verehelichungen:

mit Margaretha Henrich. 13.
Beorg Scholl mit Katharina
dolweck. 13. Georg Ochs mit
Hearia Rung. 13. Jakob Gaiser
mit Agatha Wein. 16. Franz
stupp mit Maria Maihie. 16.
Balduin Hermaun Fried. Laur
nit Johanna Dietz. 20. Georg
Walle mit Elisabetha Schmitt.
20. Georg Best mit Katharina
Hellenthal. 20. Adam Grünfelder
nit Susanna Oppel. 27. Carl
Jalob Wagner mit Agnes Necker⸗
auer. 27. Johann Schein mit
praria Glas. 29. Peter Alt m.
Maria Koch. 30. Philipp Peter
—XR
O. Sterbfälle:

1. Mai. Susanna Jung 6383
J. alt, ledig. 8. Sophie, 4M.
alt, T. v. Christian Schneider.
4. Katharina Schiehl, 84 J.
alt, Wwe. v. Christian Müller.
5. Johann Georg Leonbardt,
55 J. alt, Ehem. von Maria
Born. 6. Peter Jalob, 2 M.
alt, S. v. Adam Bernhardt. 8.
Zatharina, I. J. 6 M. alt, T.
d. Georg Stalter. 11. Maria
Antonia, 1 Tag alt, T. von
Peter Joseph Woll. 11. Maria,
2 J. alt, T. v. Ludwig Stolz.
14. Elisabetha, 1. J. 3 M. alt
Tochtet v. Nitolaus Hager. 15.
satharina, 15 J. al?, T. von
Anton Schmitt. 16. Joh. Nil.
ö M. a., S. v. Jak. Hubertus.
16. Gertraude, 2 J. 5 M. alt
T. v. Jalob Nothof. 17. Joh.
Jak. Franz. 1 Jahr 5 M. alt,
S. v. Val. Haus. 17. Ludwig,
3 M. alt, S. v. Peter Ewerle
19. Joh. Jos. Bechtel, 42 J
ut, Ehem. v. Magd. Greßung.
23. Maria Grewenig, 53 J. a
Wwe. von Joh. Jos. Zintel. 28
Ratharina, 8 T. alt, T. vor
Petir Klos. 29. Johann Gre⸗
venig, 63 J. alt, Ehemann v.
Carslina Jung. 29. Philipp,
M. a., S. v. Phil. Porcher Ww

Für richtigen Auszug:
St. Ingbert, 8. Juni 1876
Der Standesbeamte:

Euster.

1. Mai. Paul Arthur Her⸗
nann Leder mit Ida Hahne. 4.
sikolaus Wellner mit Barbara
datharina Müller. 6. Philipp
Nicolai mit Margaretha Hoff⸗
nann. 6. Mathias Kihm mit
Unna Rees. 8. Jakob Schweitzer
mit Julie Caroline Grewenig.
3. Johann Weirich mit Julie Uhl.
J. Peter Busch milt Barbara
Weber. 11. Joh. Jak. Theobald
F. 7 Demeß in St. Ingbert.

illustrirtezx Sonntfankhblat“ Nr. 240

3*
N
        <pb n="325" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Untkerhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wochentlich vlermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Oer Abonne mentspreis beträgt vierteljährlich

Ntark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Aaswärts mit 15 Pfifar die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfqa. pro Zeile berechnet.
M 93. Dienstag, den 15. Juni 1876.

Deutsches Reich.

Munchen, 9. Juni. Es darf als festst hend angenommen
verden, daß der Landtag im Monate Juni seine Aufgaben nicht
zewältigen wird können. Umfangreiche und höchst wichtige Budget ⸗
steferate sind noch nicht vollendet, so z. B. jenes über die Staats⸗
isenbahnen, Kultus-Etat, Militär-Etat, über die Einnahmen aus
irekten Steuern, Taxen- und Stempelgefällen, Malzaufschlag ꝛc.
Die B.rathungen im Ansschuß werden voraus ichtlich viele Zert
erfordern, ebenso jene im Plenum. H'ezu tommen die v elen Vor⸗
agen und Petition in Eisendahnsachen, der Gesetzeatwurf üder den
rußerordentlichen Militärktedit, das Wakhlgesetz, circa neun Wahl⸗
hrüfungen —: von Petitionen und Beschweiden und' noch zu; er⸗
vartenden? Vorkagen' gan abgesehen. Zudem bietet der laufende
Monat höchstens noch vierzehn Sitzungslage. Die Dauer des Land
ags dürfte sich demnach tief in den Juli hinein erstrecken.

Die unmittelbare active Kriegsstärke wird im neuen deutischen
Mobilmachungeplane bedeutend höher als früher per Armeeccorps,
nel. Offiziere und Kovolleriedivifion, zu beinahe 39,000 Mann
bisher 32,000), und für die çanze deutsche Feldarmee zu (inelusiv
Offiziere) 708.000 Mann mit 215,000 Pferden, 1800 Geschüten
und 23. 000 Wagen augegeben, wohinter aber noch die gesammte
zandwehr, die erforderlichensalls in Aussicht genommenen Reserve⸗
'ormationen und die Ersatztruppenbildungen in der Stärke von
mindestens ebenfalls 700.000 bis 800,000 Mann, uno incl. der
dandsturmformationen' 1,000 000 bis 1,200,000 Mann zur Ver—⸗
ügung und fernerweitigen Verwenduncç disponipel verbleiben werden.

Der Ausschuß der vereinigten Kammgarnspinnereien Deutsch⸗
ands und des Elfasses hat dem Reichskanzler Fürsten Bikmarck
eine Petition eingereicht, in welcher gebeten wird, bei Erneuerung
der Handelsberträge, insbesondere mit Frankreich, die Hebung der
restehtnden Ungleichheit der Zollsätze diesem Lande gegenüber auf
Brund einer vollständigen Reziprozitat zu erwirken, sei es, daß
Frantreich seine Zolle reduzire, sei es, daß Deutschland seine Zolle
den mit Frankresch zu vereinbarenden- franzöfischen Zöllen gleichftelle.

Deutschland und Italien haben der „Elberf. Ztg.“ zu˖
iolge eine Veclängerung der um 30. Juni ablaufenden Ktüindiqunas⸗
rist. des Handelsvertrages vereinbart.

Aussand.

Lemberg, 10. Juni. „Dzienik“ meldet telegraphisch von
er russischen Grenze von erneuten großen Bauernunruhen. Dreißig
uisische Popen seien ermordet.

Belgrad, 10. Juni. Die Aufforderung des Großveziertß
in den Fürsten von Serbien zur Aufklärung über die serbischen
küstungen lautet in ihren wesentlichen Theilen dahin: „Die Ve—⸗
icherungen, welche Ew. Hoheit gegeben, hatten die Befürchtungen
zefeitigt, welche die bedeutenden Rüstungen hervorgerufen haben.
Indessen werden diese Rüstungen noch immer in großem Maßstabe
ortgesetzt und die serbische Armee ist bereit, in's Feld zu rücken.
Die Pforte kann gegenüber diesem Stande der Dinge, welcher der
stuhe ihretr Provinzen um so weniger förderlich ist, als Streifzüge
on- Serdien die Aufregung vermebren, nicht gleichgültig verharren.
der Sultan hat in Erwägung der Lage, ausgehend von der Ak—
icht, die unvbermindert guten Beziehungen zur fürstlichen Regierung
iufrecht zu erhalten, mich beaufiragt, officiell Ew. Hoheit um offene,
janz genaue und directe Aufklärungen über den Grund und das
»estimmte Ziel der erwähnten Rüstungen zu erfuchen.“

Frankseich wird Ende diefes Jahres (d. h. vom Februar 1871
nis zum 831. Dec. 1876) beinabe 5 Milliarden für Armee, Kriegs⸗
naterial und Festungen verausgabt haben.

Die „Liberte“ erwähnt ein sehr unvahrscheinlich klingendes
Berücht, wonach die ehemalige Kaiserin Eugenie sich mit einem
ebr reichen Lord Dutlan vermählen will.

Herr Thiers vexöffentlicht unter dem Pseudonhm Singu⸗
us“ in dex „Opinion nationale“ politische Briefe, die Aufsehen
Aregen. Singulus sucht darzuthun, daß Frankreich sich der otien⸗
alischen Frage gegenüber vollständig zuwartend verbalten müsse.

Sollte es zu einem Conflict kommen, so könnte Frankreich später“
neint Singulus, wenn es feine Kräfte nicht verbraucht habe, als
zchiedsrichter auftreten und so min einem Schlage seine frühere
Stesllung wieder erlangen. J

Maun schreibt der „P. C.“ aus Ragusa, 4, Juni: „Der
lufstand in der Herzegowina wird erst beginnen“, das ist die
slerneueste von der „obersten militärifchen Leitunz“ des Aufstandes
usgegebene Parolt. Damit soll angedeutet werden, daß bie Insure
ection einerseits“ zutr neuen Operation sich anschickt,, andererseits,
»aß man von einem Stehenbleiben auf halbem Wege nichts wissenr
»olle. Und wirklich sollen alle Wojwoden angewiesen worden sein,
ne militätische Bewegung vorzußehmen. Die nächssen Tage datften
n verschiedenen Kümpfen Meldung bringen. Die Schäaren der
Nuffitz bewegen sich in der Richtung gegen Trebinje, und dütfte
3hart bei dieser Festung zu einem Kampfe kvmmen. Ivan
Mussits ist zum Wojwoden der „Untereren Herzegowina“ ernanni
zorden, und verfügt derselbe über eine Schaar don 830 Mann,
ie ziemlich ausgerüstet sidd. I

Konstantinopel, 10. Juni. Serdiea hal in Erwiderung
er Anfrage des Großveziers wegen der Rüstung seine friedlichen
hvesinnungen bekräftigt. Ein höherer serbischer Staatsmann wird
ich nach Konstantinopel begeben, um alle erforderlichen Erklärungen
u geben. J

Mos kau, 10. Juni. Die Verhandlungen in dem Priozesse
egen Strousberg und die Angeklogten von der Commerz Leihdant
ind heute Nachmittag eröffnet worden. In Folge Ausbleibens
nehrerer Zeugen wurde die Gerichtssitzung vertagt. Strousberg's
Zertheidigung kante sich gegen die Vertagung ansgesprochen.

Englands Seemacht und Rüstungen. Die groß⸗
rxtigen waritimen Vorkehrungen, welche England in den ictzten
Bochen getroffen hat, um allen Eventualitäten in den orientalischen
Angelegenheiten gewachsen zu sein, lassen es gerechtferligt erscheinen,
denn wir naächstehend eine kurze Uebersicht über die Flottenmacht
ßroßbritanniens geben. Nach den „Navh-Estimates“ von 1875
is 1876 besteht die Flotie aus 59 Paagzerschiffen, citca 800
Zampfera und circa 170 Segelschiffen. Das Personal für den
Dienst der Flotte in Altivität besteht aub 46,628 Mariuepersonal
ind 14,073 Mann Marineteuppen, sowie aus der 18,337 Mann
arken „Royal-Naval-Reserve“, von denei 387 Offiziere, die
brigen Matrosen sind. Zu dem altven Marinepersonai gehören
915 Offiziere in Dienst, 625 in Halbsold. Von den Miarines
zuppen stehen gewöhnlich nur die Haäͤlste im Dienst. Nach den
euesten Meldungen aus London hat die Regierung auch schon Vor—
ehrungen getroffen, das Marinepersonal im Fall der Noth durch
ne Pensionirten der Marine ansehnlich zu verstärken, indem sie
enselden schon jeßt der Vefehl ertheilt hat, sich für den alkiveu
Ddienst bereit zu halten. Dieser Befehl ist, wie die „Hambutger
zörsen-Halle“ richtig ausführt, vorlaufig nur als eine bei jeder
ußergewöhnlichen Verstärkung der Marine stattgehabte Vorsichts⸗
naßregel zu betrachten.

Das Canalçeschwader ist in Gibtaltar angekommen und wird
orläufig dort in Reserve bleiben, um sich nöthigenfalls sofort mit
em Mittelmeergeschwader verbinden zu können.

Dreihun' ett und fünizig Tonnen Munition wurden am 6.
Juni zu Woolwich nach Gibraltar und Malta verschifft. Dieselbe
st hauptsächlich für die 18 und 25 Tonnen schwettn Geschütze be⸗
dimmt, mit denen die Mittelmeerfestungen 'in letzter Zeit ärmirt
vorden siad. Man darf hier nicht vergessen, daß für die mächtigen
Beschütze auch swere Geschosse erforderlich sind, von denen nicht
drele auf eine Tonne geben.

Die Theilung der Türkei.

Ueber die „letzten Ziele Ruͤßlands“, vor welche die momen—
ane scheinbare Friedenstendenz des Zaren deckend hintrete, bringt
ie „N. Fr. Presse“ eine Art aktenmäßige Bescheinigung, ein
Schriftstück, welches unter der Firma des Generals Jgnatieff den
oeiland Kossuth'schen Plan einer Donau⸗-Konförderation in russi—
        <pb n="326" />
        cher Variante bringt. Dieser Plan zur Theilung der Türkei, wel—⸗
hem, nach dem Gewährsmaunn der „N. Fr. Presse,“ Zar Alkexan⸗
der seine „prinipielle“ Zustimmung gegeben habe, sür dessen Auz⸗
sührung er aber nun noch nicht den Zeitpunkt gekommen glaube,
bestände in Folgendem:

.. .. .Auf den Trümmern der türkischen Herrschaft in
Furopa werden sich alsdann die folgenden Königreiche erheben:

1. Das Königreich Bulgarien, welches die eigentliche Bulga-
rei und das gegenwärtige Donau ˖Vilajet, Thracien — mit Aus
schluß des Littorales vom Botporus bis einschließlich der Dardanel
len — Macedonien und einen Theil von Thessalien umfaßt; 2.
das Königreich Albanien, welches Albanien und den Epirus, mit
Ausschluß des Paschaliks von Prizrend, umfaßt; 3. das Konigreich
—AB
Paschalik von Prizrendl, der Herjezowina und Montenegro mit
der Bocche di Cattero vesteht; 4. des Konigreich Rumänien, wel⸗
hes das heutige Rumänien umfaßt, und 5. das Konigreich Grie⸗
henland, bestehend aus dem gegenwärtigen Griechenland, dem süd⸗
lichen Theile von Thessalien und den Inseln des türkischen Archi⸗
dels in Europa sowohl als in Asien, Candia mit inbegriffen.

Das Konigreich Bulgarien hat eines Prinzen aus der kaiser⸗
ich russischen Familie zum Souvberän zu erhallen und bildet einen
Staat von mehr als 624 Millionen Einwohnern. Das Konig⸗
—XV0
hat beiläufig 194 Millionen Einwohner. Das Konigreich Serbien
gebührt von rechtswegen dem Fäüärsten Nilolauz pon Montenegro,

Ortspolizeibeschluß.

Pflasterung der Siraße von

der Brücke bis an die

Distriktsstr. nach Schnapp⸗

hach betr.

Der Stadtrath von St. Ing⸗

jert hat auf Grund des 8 366
Ziff. 10 des RSt.G. Art.
94, Art. 2 Ziff. 6 und Art. 3
det P.St.⸗G.⸗B, folgende orts⸗
polizeiliche Votschriften erlassen:

1. Die Anstößer an die
Straße im Josephsihale von
der Brücke bis an die Disttik s⸗
straße nach Schnappbach sind
verbunden bei der Pflasterung
der Letzteren das Trottoir, so⸗
weit ihr Eigenthum geht in der
bom Bauschaffner in Gemeinschaft
mit einer durch den Stadtrath
vestimmten Commission vorge⸗
schriebenen Weise herzustellen.

2. Diese Herstellung muß der
Pflasterung vorausgehen. Bei
Säumigen wird dieselbe auf
deren Kosten durch die Gemeinde
vorgenommen.

Wer diesen ortspolizeilichen
Vorschrifien zuwiderhandelt, wird
auf Grund des Act. 306 Z ff.
10 des R.St. G. und Art.
94 des P.⸗St.⸗G. an Geld bis
ju 60 Mark oder mit Haft bis
zu 14 Tagen bestraft.

Worüber Protocoll, geschlossen
u St. Ingbert am 1. Mar 1876.

Der Stadtrath.

(Folgen die Unterschriften.)

Vorstehender Beschluß, welcher
durch Entschließung hoher kgl.

Regierung der Pfalz K. d. J.
aim 3. Juni 1876 Ad. Nm.
Pxh. 7970 J. vollʒiehbar er⸗
kiärt und in gesetzliger Weise
in hiefiger Stadt publicirt wurde,
ritt vom beutigen Tage an in
Wirlsamkeit.
St. Inobert, 10. Juni 1876.
Das Bürgermeisteramt:
Guster.

hin, Nachmittage 1 Uhr zu
Blieskastel im Stadthause läßt
Emil Knaps von dort, nach⸗
dezeichnete futterreiche Wiesen
rie gewöhnlich verpachten, nemlich:
6 Morgen im Mimbacher Alment.
25 die Neu u. Reeswies.
2 in der Brücwies.
in der Hinterwies.
im Rohreck.
n der Utinen Schwe⸗
ach.
die große Schwebach.
in der Fünftihe lung.
nn der Sauerwies u.
Fünfttheilung.
.Lautztircher Thälchen.
in den Blickhweiler
Stckawiesen.
Bekanntmachung.

Die durch das Ableben des
derifilators Jalob Blesinger von
sier vacant gewordene Verifika⸗
orstelle für den Amtsbez'rk
Iweibrücken ist bis zu deren de⸗
initiver Wiederbesetzung mittelst
oher Entschließung vonm 7.
zuni l. J. Nr. 8153 J. von
er kgl. Reg'erung der Pfalz,
kammer des Innern, im Ein⸗
ernehmen mit der k. Normal⸗
richungskommission in Müpchen
em Ber fikaitor Joh. Ram
auer in Homburg in der
ẽigenschaft eines Verwesers
idertragen worden, was arndurch
nit dem Bemerken zur öffentlichen
denntniß gebracht wird, daß
zerifilatsr Ramsauer jeden
Dounerstag in der Woche
zährend der vorgeschriebenen Ar—
eits zeit im Verisikations-
okale zu Zweibrücken
uwesend sein wird.
Zweibrücken, 10. Juni 1876.
Kgl. Bayer. Bezirksamt:

—XXX

— — —
finden sofort Stelle bei
Verv achtung. Jakob Schweitzer,
Montag, den 19. Juni nächst lJ Kleidetmacher in St. Jagbert.
Redaktion Druck und Verlag von

2 Feißioe Gehilfen

velcher solchergestalt über mehr als drei Millionen Unterthanen
erfügt. In den Konigreichen Rumänien und Griechenland werden
die gegenwärtigen Souveräne auf dem Throne belassen. Der
Theil von Thracien, welcher von dem Koͤnigreich Bulgarien aus
eschlossen ist, namlich Konstantinopel mit dem Bosporus und den
Dardanellen, die afiatischen Ufer mit inbegriffen, treten in russischen
Besitz. NKonstantinopel wird das Zentrum und der Vorort der
reuen südslavischen Förderation, an welcher auch die Königre'che
stumänien und Griechenland unter der ganz besonderen Bedingung
heilnehmen können, daß sie sich der einheitlichen diplomatischen und
nilitärischen Führung unterwerfen.“

Rermischtes.

Speyer, 9. Juni. (Pf. P.) Es ist allerdöchst genehmig!
worden, daß bei der diesjährigen Jahresfeier des prot. Missions—
vereins der Pfalz (om 14. d. V. zu Alpersweler) die nach—
jenannten Geistlichen mit Vorträgen sith betheiligen: 1) Konsiftorial—
rath Thelemann aus Detmoid; 2) Missionär Bergfeld aus Vorder—
Indien, gegenwärtig in Nagold; 83) Missionär Dr. Scheeiber aus
Zumatra, dermalen in Barmen; 4) der Luissiensprediger Irion
von Karls?uhe und 5) der Pfarrer Blumhard aus Bad Boll. —
Als Kommissär des kgl. Konsistoriums werd der kal. Konüstorialrath
Moschel fungiren.

Für die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß.

Todes- Anzeige.
Freunden und Bekannten!
iermit die Trauer-Nach:!
icht, daß mein geliebtes
Töchterchen
Anna Maria
heute sanft entschlafen ist,
St. Ingbert, 12. Juni.
Der trauernde Vater
G. Zix.
Die Beerdigung findeln
1N'ttwoch Nachmittag umt
2 Uhr flati.

Warnung.

Ich ersumce hiermit ug
meinem Sohne Johann weder
auf meinen Namen eiwas zu
borgen noch zu leihen, indem ich
keine Zahlung oder Garantie
ür denselben leiste.

Ankann Stalter.

* —
Rürgerverein
St. Ingbert.

Sonntag, den 18. Juni
Nachmittags 83 Uhr,
General⸗Versammlung
im Vereinslolale bei Herrn G.
Jung.

Tagesordnung: —
Besprechung über den Fortbe⸗
Fand des Vereins.
Hor Vorstand.

23 gute Taglöhner
änden Arbeit bei der Pflasterung
der Kohlenstraße St. Ingbert.
Taolohn 2 bis 3 Mark.
9. Hammel.

Theaterdecorationen, 228, Frohnleichnahms

estes w int di
Ballons, Lampious. Bon⸗ öιαιν, ðo
ner Fahnenfabrik, Bona a / Rh. chon morgen. Die Exped.
OOOOGAOC. —

Ein trefflicher Schmuck des trauten
Daheim!

Der Leser dieses Blaites sei auf folgende, von den ein⸗
flußreichsten Organen der deutschen Presse empfohlene, vor⸗
zügltch durchgesührte lithograbhische Kunstblätiter aufmerlsam
gemacht:

1. Elsa und Lohengrin im Brautgemach.
Hans Sachs —* ß pendants

Hermann und Dorothea.

* Wwyh —RãDS ber Jagd pendants!
. Fürst Bismarck auf der Jagd.
s. Jurst Fienarg zuheer Zas vendanta
PBapieraröke à 63/78 Cent. Preis pro Kunstblait 83 M.!
Nr. 7 sei als
Mittelst., Rr. 8u.
d als je eines der
beiden Seitenst. d
Mittelst. bestens
4empfohlen!
Papiergröße à ca. 40/50 Cert. Preis pro Kunstblatt 1M.!

Jedes deses Bilder bildet auch für sich allein einen
trefflichen Zimmerschmuck.

Jedes dieser Bilder ist auch einzeln für sich allein in
jeder Buchhandlung zu haben!

Berlin, Besselstraße 17.

Merner Girosae's Kunstverlag.
F. X. Demetz in St. Inqbert.
        <pb n="327" />
        —A —
2 2222222222—2 — 222 252 222 2 —AI — 2 2
—83—3 — 5— 55 52 5335 553 283 318 ——
—333 *25** 55 328 585* „5E 52 535 35235—z83. 8
—— —5532 25 — — 228 3
4 ——33——38—8 5388 328 78 5833 885328333333 5
5252 5*57 *552335 78 2533 — — 248 — 5*82 555233 E
352358S—33 53 63 23 8523 533 53738—35335
32 5 5572 55 533238 8 2 * 2* 25 552 52 28
222 * 280 —— — —z22 524 —A 2 —
— ——— 325 55 —52 5382 235 — 835 229
23 s2RB 2 550 . 32 276 — 2 * *2 —A— 2
52z2083*252 22528 25 2 * 2—28 c—25 * 2388 8 *
22 2— — * 5*2 52258,4 2 — 2* 232 235 9 —E— *
— 32 — 2555 5322 .5 585 *—233252 —
— 3335 5333897
7383 53333——5—3335853 538 —25 6—— —43—5
2 2
5235523323 —* 2533 —— — * ———— X 5
225 85 — 55583—382 2333 552 — 5—3 *——323 533—
*2 cñ *7 5223—3588 3 2
33 2 *5 57 54 33z535 3 235323535322
* 235 52 —A 55522 5655 5 7 8558223 2583 E 28
»—*22 5* 8 3 —ã 56 — 225 — 5 2
—5 — — 232 2222523 5 35 2 — —A — 5— 9823588*
—&amp; . 2 X22 82 32 5.2 5 — — ——— 3
22 53 5*5253 —— 2 232 —x *ñ— * —2 m32808 2353
* — D 5252* 2 —
232 45* 223 —— 2 258222 2 4⸗ 3 5
22522 — 5 —2 * 5 7 5535 — —52 22 —— A 52
5*—30—35 327 — — —S —8
2525 325 — 558— —A — 323535337
—A—— 2 8353 52235 52 * »232*2327
25— 123533356 —
5556.3 —— D 2352523
253——32— — —335—s03 — 2577 3 5353232 5253*353335
—* —2 2
—z555 5—3255—2—— —— 38 5— 238 53—— 58* —68 5—3568
2 *
5 228233
2533 55
* 38 353 *2*
—A *2 — 35
323* 22 323555 z88
37 222 ** — 738*
8 32358 8* 5* 1
322 S2 35585 38
— W 2* * 3* — z8
Sa — * — 33— — —— — 553337
3 2*5* — 7— J
— —— — 2* p 512232* 322*
z 37 522 2 5 28 5 2 35353835
22 —— 855 23 5—2 85 38235 * 3535355* F
— 2445*8 25 — —3— * * 23 57 53523535
J 255 525
———— 753 3322 J 523338
3 3235 28* — 2332 552235 58 —A ——
—— 7* * 525 5235 * — 25, 555 5*88 2238
F— * 255 —2825 OA8S 55335 — —A 8 3
525 222 255 8 — 52558 * 522 —— —
* 55 / 22.3. — — — 5535 2 3 — — — — *8 3
335 53 * * — 5553 5
* * — 8 22 — ——2 3225* 32 —* ——
— — I 33 522* 23380 23
ꝓ —— 55833* — J 52
— 273 * — * * 2 2 —— * 5 — z 5
z55 7 2 —z35 5513 ẽ 38 555
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        St. Ingberler Anzeiger.
Her St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illuftrirter Vei⸗

lage), erscheint woͤchentlich viermale Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonne ment opreis beträgt vierteljäãhrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfy.fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.

M 94.

Donnerstag, den 185. Juni J 1876.

Deutsches Reich.

München, 10. Juni. Abgeordneter v. Schlöor war 2 Tage
der Gast des Fürsten Bismarck in Friedrichsruhe und besprach mit
hm die ganze Eisenbahnsrage. Wie maͤn hoͤrt, sind die
beiden Herren darin einig, daß die ganze Eisenbahnfrage in erster
dinie vom wirthschaftlichen urd in zweiter Linie vom finanziellen
Staundpunkte aus zu betrachten und zu behandeln sei. Dabei
spielt die Tariffrage eine Hauptrolle. Wie es scheint, könnte Hierr
p. Schlör Vorstand des Reichseisenbahnamtes werden, allein er bat
dazu wenig oder gar keine Lust. Seine Reise zum Fürsten Bismard
geschah mit Zustimmung unseres Königs, in dessen Namen Graf
Holastein mit Herrn v. Schlor verkehrte. Jedenfalls ist es eine
zroße Anerkennung für Herrn v. Schloͤr in dieser so wichtigen
Frage um seine Meinung befragt worden zu sein.

München, 11. Juni. Der gedruckte Bericht der 7. Ab⸗
cheilung der Kammer der Abgeordneten über die Adgeord netenwahl
m vierten pfälzischen Wahlbezirke Zweibrücken ist zur Vertheilung
gelangt. Die Abtheilung dat mit 1i1 gegen 5 Stimmen auf Vor⸗
scchlag des Referenten beschlossen, es sei Namens der 7. Abtheilung
a die Kammer der Antrag zu bringen: „Hohe Kammer wolle
Heschließen, daß 1. der Reclamation d. d. Blieskastel den 20.
Sept. 1875 eine Folge nicht zu geden sei; 2. die Abgeordneten
des Wahltreises Zweibrücken, die Herren Karl Heinrich Schmidt,
Gustav Schmitt und Jalob Höh als giltig gewaͤhlt zu erklären

eien. Correferent Hennemann hat in eigenem und im Namen von
hier anderen Abtheilungsmitgliedern dem Mehrheitsantrage gegen⸗
iber der Kammer nachftehenden Antrag zur Verbescheidung unter⸗
Freilet 1. Es sei die Urwahl in der Stadt Pitmasens auf Grund
aß Art. 11 des Gesetz s zu vernichten. Da weiter nach Art. 17
zes Gesetzes zur giltigen Wahl der Abgeordneten die Anwesenheit
on 2 Drittheilen der Wahlmänner nöthig ist, der Wahlkreis
Zwerbrücken-Pirmasens 201 Wahlmänner gewuhlt hat, wovon dem
Beirlsumte Zweibrücken 116, also nicht zwei Drittheile, d. i. 134
angehören, so sei 8. auch die Wahl der Abgeordneten im Wahl⸗
treise Zweibrücken ⸗Pirmasens zu vernichten.

Munchen, 12. Juni. Wie wir hören, will der Referent
über den Etat des Cultusministeriums, Abg. A. Schmidi, eine
Aufbesserung der Zulagen der Voltsschullehrer —X

Ausland.

London, 12. Juni. In Dublin hiellen gestern Fenier und
Fenierfreunde ein , Triumphfest, mit Fackelzug, um das Entsprin⸗
gen der sechs fenischen Sträflinge in Westaustralien zu feiern.
3000 Menschen nahmen an der Kundgebung Thdeil. Disracli
vurde im Bildnisse verbrannt.

gegen den Bau des Gewerbemuseumß war) zum Scherz an einer
angen Sitange ein etwa 2 Meter langes schwarzes Tuch — um
jier als Fahne zu dienen — an seiner Wohnung auf, an welcher
äch der Festzug vorbei bewegen mußte, und darunter ein weißes
Brett mit dem Wort „Umlage“. Da das Gericht in dieser Sache
leine Uebertretung weder nach F 8360 Ziff. 11 des R.-St.-G.B.,
noch nach Art. 60 des P.St.G.⸗B., erblicken konnte, wurde W.
zon Strafe und Rosten freigesprochen.

Vorderweidenthal, 11. Juni. Wie dem „L. A.“
von hier geschrieben wird, sind gestern die Brüder Jac. Stengel,
32 Jahre alt, und Hch. Stengel, 60 Jahre alt, beide Maurer
on Birkenhördi, während der Arbeit auf einem Dache dahier mit
inander in Streit geratten, in Folge dessen Hch. Stengel seinem
Zruder mit einem Hammer auf den Kopf schlug, so daß dieser
„om Dache stürzte und nach vier Stunden starb. Die Untersuchung
p'rd darihun, ob der Schlag oder der Sturz vom Dache die To⸗
desursache war. Der Thaͤter ist verhaftet.

FIn Daurkheim wurde am Sonntag das neue geschmad⸗
holle, vortrifflich eingerichtete Badehaus in Gegenwart des k. Re⸗
zierungspraͤsidenten eingeweiht.

F Landau, 12. Juni. Das hiefige Musikfest wird, wie
nunmehr endgiltig festgesetzt ist, am 9. und 10. Juli nächsthin
tatifinden. Der „V. A.“ berichtet darüber u. A.: Es werden
wei Concerte stattfinden, das erste — am Sonntag, 9. Juli —
bird ausschließlich der Aufführung des Oratoriums „Samson“ von
dändel gewidmet sein, das zweite — am 10. Juli — wird Ein⸗
elvorträge der bei'm Oratorium mitwirkenden Solisten und auzer-
em einige Orchesterstücke bringen. Für die Soli sind bedeutende
dräfte gewonnen, deren Namen können jedoch erst nach festem Ab ⸗

hluß der sämmtlichen Vecträge veröffentlicht werden. Der Chor,
jebildet aus den verecinigten gemischten Chöte der betr. Vereine in
daiserslautern, Landau, Pirmasens, Speyer und Zweibrücken, wird
irca 250 Stimmen stark werden, wädrend das Orchester, eirca 60
MNann stark, zum größten Theile gestellt wird don der Capille des
dofthealers in Karlsruhe, verstärkt durch einige Musiker von Fach,
owie einzelne hervorragende Dilettanten. Die ouswärtigen Chor⸗
nitglieder sowohl wie die Musiker werden einquartiert. Die Con⸗
rte werden in der Zeughauskirche stattfinden, jedoch sind noch sehr
dedeutende Arbeiten pöthig, um das Local zweckentsprechend und
vürdig herzurichten.

FIn Speyer tagte am 11. Juni der Verband füdwest—
deutschetr Stenographen im Lyceumssaale. Nach Erstattung des
Jahres und Rechenschaftoberichtes wurde als Vorort für 1876
dis 1877 Ludwigshafen, als Ort für die nächste Wanderversamm⸗
ung Siuttgart gewählt. Außerdem wurden zwei Vorträge gehal⸗
iin; der erste betraf die scheinbaren Schwierigkeiten der Gabels⸗
Ferger'schen Stenographie, der zweitt verbreitete sichüber Guttenberg,
Zenefelder und Gabelsberzer und deren Erfindungen: Buchdrucker ⸗
unst, Lithographie und Stenographie.

4 Speyer, 12. Juni. Die Summe der Beiträge für das
pfälzische Dienstbotenstift ist laut Amtsblatt von 17,076 Mark 5
Gfennig auf 19,620 Mark 5 Pfennig gestiegen.

München. Adele Spitzeder wird am 1. Stvtember
. J. ihre Strafe abgebüßt haben.

Das ‚Manph. Tagedi.“ schreibt: „Seit einiger Zeit treibt
ich in hiesiger Stadt ein Herr (dem Dialekt nach Ausländer)
zerum, welcher leichtgläubigen Leuten nach vorgelegten Mustern.
Taitun zu 5 kr., schöne Leinen zu 8 bis 10 tr., Bettzerge zu7
kr. per Elle u. s. w. anbietel. Selbstverständlich macht das Pub—
itum in Rücdficht auf die tnorm billigen Preise bedeutenda Beitel⸗
lungen, ohne zu ahnen, daß dieselben niemals ausgeführt werden,
sondern nur dazu dienen, die Besteller dermaßen zu verblenden, daß
der Hausirer, eine Partie Buxkin, welche er „ufällig“ bei ßich hot,
ju enorm hohen Preis mit leichtem Spiel an den Mann bringt.
Daß es tei diesem Manöver nicht an den bekannten Redersarten
nebli, „man brauche sehr nothwendig Geld“, „der Associé sei durch—

Permisqtes.

Zweibrücken. Für die am nächsten Montag beginnende
Schwurgerichtssession des 2. Quartals sichen folgende drei Fälle
sur Verhandlung: 1) Am 19. Juni, Morgens 8 Uhr, Welhelmine
Binkel, 21 Jahre alt, ledige Näherin aus Eßweiler, Kantons
Wotfstein, wegen Kindesmord; Vertheidiger Anwalt Tisch. 2)
Am 20. Junm, Morgens 8 Uhr, Friedrich Henninger, 21 Jahre
alt, Winzer aus Kallstadt, Kantons Dürkheim, wegen —AX
der vorsählichen Körperverletzunz mit födtlichem Erfolge, sowie we⸗
jen Vergehens der vorsaßzlchen Körperverletzung; Vertheidier: An—
valt Gießen. 8) Am 24 Juni, Morgens 8 Uhr, Christian
Bampfer, 24 Jahre alt, Ackerer aus Donsieders, Kantons Pirma⸗
ens, wegen vorsählicher Tödtung seiner Schwiegermutter und
Mordversuchs gegen seine Edefrau; Vertheidiger: Anwalt Gebhart.

p Jun Kaiserslautern ist am 8. Juni Nudelfabrikant L.
Welsch von da vor dem k. Landgericht von der Anklage des Un⸗
suges bezw. Erregung von Besorgn'ssen von Gefahren durch Ge⸗
orauch vou Loosungszeichen, verübt am 21. Mai, freigesprochen
worden. Am genannten Tage, dem Tage der Grundsteinlegung
dum Gewerbemuseumsbau, hina W. (welcher zur Vartei gehört, die
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        gebraant,“ „man müsse sich fallirt erllären“? u. s. w., vecsteht sich
van selbst, und daß von den auf diese Weise attakirten Leuten der
groößte Theil auf den Leim geht und einen Abschnitt Buxkin in
bielen Fällen mit dem zwei⸗ dis dreifachen Ladenpreis bezahlt, ist
leider nur zu wahr. Charabteristisch ist, daß der charmanie Ver—
läufer niemals Nachbarn oder dritte Personen, welche von dem
Burkinkauf etwas verstehen könnten, zuläfßzßt. Wir halten es für
eine Pflicht der Presse, das Publikum auf diese Manipulation auf⸗
merlsam zu machen, um es vor Schaden zu bewahren.“

f Frankfurt, 7. Juni. Am 25. 26. und 27. Juni
wird dahier ein Schreiner:Congreß tagen, zu welchem Delegitle aus
allen Theilen Deutschlands erwartet werden. Hauptzweck des Con⸗
gresses ist, eine neue, den Verhältnissen entsprechende Vereinigung
der Schreiner Deutschlands zu Stande zu bringen.

reFrankfurt, 9. Juni. EEine verlassene Ehefrau). Eine

Frau war vor einem halben Jahre von ihrem Manne verlassen
worden. Niemand wußte, wohin er seine Schritte gelenkt hatte,
wanche hielten ihn sogar für todt. Die Verlassene lernte inzwischen
rinen anderen Mann kennen, mit dem sie einen Ehebund einzu⸗
oehen verabredete. Die vorher nothwendigen Schritte zur Scheidung
wurden gethan und der Entwichene aufgefordert, innerhalb der ge—
setzlichen Frist von 90 Tagen zurückzukehren und mit seinem Weibe
die Etze fortzusetzen, widrigenfalls er für einen böswilligen Ver⸗
lasser erllärt werden und weiter, was Rechtens sei, über sich ergehen
lassen müsse. Zwei Tage vor Ablauf der Frist klopfte es an die
Thüre der Strohwittwe, welche gerade dei Braten und Fe ertags⸗
wernn mit dem Bräutigam bei Tische saß und herein trat der durch⸗
gegangene ausgeschriebene Gatte. Die Scent,, die nun folgte, läßt
sich nicht destreiden. Im eisten Augenblick herrschte Verdirrung,
dann öffneten sich die rosigen Lppen der Frau ju einer Straf⸗
predigt, die mit der Erklärung schloß, daß sie den Zurückkehrenden
nicht mehr aufnehmen wolle. Doch der Gatte war et.das hungrig
von der atlantischen Reise angekommen, setzte sich ruhig ak den
Plaß des Bräutigams, ließ es sich zum Schrecken seiner Frau gut
schmeden, zog dann das Franklurter Journal aus der Tafche, ias
das Ausschreiben und die Aufforderung zur Rück ebr seinem Weibe
vor und schloß mit einem Selbstlobe auf sich, weil er so pünktlich
der Ladung Folge geleistet. Das Versprechen, fernerhir ein braber
Gatte zu sein, wurde nicht acceptirt, denn nun ließ die Frau die
Wohnung im Stich, es dem Herrn Gemahl überlassend, nunmehr
gegen sie als böswillige Verlasserin zu kiagen. Beim Abjschiede
gelobte sie, nimmermehr einer Aufforderung zur Rückkehr zu
tolgen. (Fikf. Zig.)

* Trier, 7. Juni. Bei der gestern in Echternach statt—
gehabten Springprocession sollen sich nach der „C. 3.“ 13.000
bis 14,000 Personen betheiligt haben.

*Säkingen. Rheinhöhe wie 1852. Gefahr für Brücken
bei Laufenburg, Sakingen, Rheinfelden und Basel.

FBerhin, 10. Juni. Die h'er und da verbreitete Nach—
richt, daß für die Einziehung der Scheidemünzen norddeui
schen Gepräges die mit Ende August ablaufende Präklusivrist
derlängert würde, ist ganze grundlos und nur çeeignet, das Publi—
kum in Schaden zu bringen. Dagegen werden auf Wunsch des
Finanzministers die hiesigen städtischen Kassen die zur Einziehung

otstimmten Scheidemünzen bis zum Verfalltag annehmen und andere
Jroße Städte werden darin vermuthlich nachfolgen. (Kdlu. Z.)

FeBasel, 12. Juni. Die Kantone St. Gallen und Thur—

zau sind, wie den „Baseler Nachrichten“ gemeldet wird, von aroßen
Leberschwemmungen heimgefucht worden. Die Wasser der Murg.
des Thur und des Rheins sind ausgetreten und haden viele Häuser,
Brllden und den Bahnkörper zerstört. In Frauenfeld and einige
Personen um das Leben gekommen. Der durch die Ueberschwen—
nungen angerichtete Schaden ist sehr bedeutend. Die Höhe des
sheins bei Basel beträgt 18 Fuß.
7 BParis, 9. Juni. Gesiern entlud sich über Lyon und
Amgegend ein schweres Gewitier; der Blitz schlug in 3 Zelie des
Lagers bei Valbonne, drei Soldaten wurden erschlagen, zwölf ver⸗
etzt oder gelähmt. — Bei Valence entgleiste ein Güterzug; fünf
kisenbahnbeamten wurden getödiet, mehrere andere verwundi.

F In Paris ist zwischen zwei Englärder, dem Sir Frenley
und Ser Laratley eine ebenso originelle als zeitgemuße Wette ab⸗
zeschlossen worden. Der Erstere weltete um 100,000 Franks, daß
emer der gegeuwärtig herrschenden Souderäne Europa's das Ende
der Infurreknion in der Herzegowina erleben werde. Sir Laratey
hjat die Wette angenommen und Sir Frenley hat die angebotene
wettsumme im Falle er auch den Ausgang der Insurreltion nicht
erleben sollte, jeinen einftigen Erben zur Zahlung übertragen.

T Das Banket der Greise, Bei einem Restautaut von

Montrouge bei Paris fand am Pfingstmontag das alliührliche
Baaket der Achtzigjährigen statt. Ver jüngste der Gäste zuͤhlte
30 und der älteste 98 Jadre. Acht der Geladenen waren durch
LAnworlsein verhindert, so daß sich die Zazt der Gäste mur auf
25 belief. Der Andlick dieser Versammlung von Greisen rief
agenthümliche Empfiadungen hervor. Die unzeheure List von 2700
Jahren ruhte sast gleichmaäßig auf Jedem von ihnen, und trotzden
—— ganzen Mahles,
velches unter Erzählungenn. von alten Geschrchten, Bonmots aus
dem vorigen Jahrhundert und Liedern bis spat zam Abend fortge⸗
etzt wurde. Das Mahl endigte mit einem vom Aeltesten ausge-
)rachten To st und dem Versprechen, in den nächsten zehn Jahren
aljährlich in dem nämlichen Lokale wieder zusammen zu kommen.
Bor dem Banket begaben sich die Gäste paatweise in die Messe
und zogen dann festen Schrittes durch die schönen Alleen zwischen
HVtontrouge und Malatoff, Einige dieser Aitea waren noch ganz
nach der Mode ihrer Ju endzeit gekleidet. Als eine Merlwürdigkeil
»erdient noch angeführt zu werden, daß sich einer der Gäste, ein
34jähriger Greis. am 1J. Juni mit einem 36iährigen Mädchen
Jatte trauen lassen.

F.Wegen Ohrfe'gung seiner Fräulein Tochter wurde am 18.
9. in Philadelphia, Pa., ein Mann zu zwei Vonaten Gefängniß
perurtheilt, nachdem der Richter ihm seinen Standpunlt dahin tlar
zemacht hatte, doß das päterliche Züchtigungsrecht auf ecwachsene
stinder nicht ausdehndar sei.

Die ältesteste aller Zeitungen ist die „Pekinger Zeitung,“
hr Alter belauft sich auf Aber 1000 Jahre. Gs ist ein zehn Seuen
narkes Blatt mit gelbem Umschlag. Es enthält kein Feulleton, keine
Inserate, keine Heiraihs- oder Tod sanz igen, keine Leitartikil,
und es hat auch keine Äbbonennten. Es dringt lediglch die amt⸗
ichen Bekanntmachungen der chinesischen Regierung.

Ausschreiben.

Am 8. 1. Mits. wurde auf
der Distriktsstraße bei den sechẽ
Eichen von einem mit Mehl be⸗
ladenen Wagen, während dec
Fuhrmann desselben einem an⸗
dern Fuhrmanne Vorspann leistete
eine leinene Wagendecke, im
Werthe von ungefahr 30 Mart,
welche auf einer Seite mit röth⸗
lich braunem Lack überzogen
ist, durch bis jetzt unbelannte
Thäter gestohlen.

Indem ich vor Ankauf warne
ersuche ich Jedermann, der über
den Verbleib dieser Wagendecke
Auskunft zu geben weiß, um
gefl. Vittheilung. Auch werden
sämmtliche Pollzeiorgune um
Spähe und Bekanntgabe etwaigen
sachdienlichen Ergebaisses ecsucht.
St. Ingbert, 13. Juni 1876.

Der f. Polizeianwalt:

Silbernagel.

Donnerstag, den 15. Juni, bei günstiger Witterung,
Harmonie⸗Ausik
im Mayer'schen Garten.
Hiezu ladet ergebenst ein

Die
Buch- unch Stein—
dryuckeneĩ
vonu
F. X. DFMFN

L. WMeéeirich.

J. J. Fiack jun.
bat zwei Wiesen für die
diesjährige Heu⸗ und Obniet⸗
Ernte zu verpachten.

— 4—
Bürgerverein
St. Ingbert.

Sonntag, den 18. Juni
Nachmittags 3 Uhr,
General⸗Versammlung
in Vereiuslokale bei Herrn G.
Jung.

Tagesordnung:

Besprechung übet den Fortbe⸗

stand des Vereins.
Der 14. Vorstand.

empfiehlt sieh zur eleganten An-
fertigung aller in dieses Fach
einschlagenden Arbeiten, als:
eclaselt, Circutairs. Vasit-
Vertobunous . Adress-
sarten, Placute, Vein- u.
anren- Ptiquettes, Recli-
nunqen u. s 4o. aä. 8. .

2 fleißige Gehilfen

finden sofort Stelle bei
Jakob Schweitzer,

stleidermacher in St. Ing bert.

rank furtor Törse
vom 12. Juni 1876.

GQe FSten. A. Ptgę
2istolen, doppelte. ——-æ 6
istolen.. —-——- 6.
Sollün. 10. f. Stücko. 1663 6.
danddukaten... 950-855
OFrantenstücke.. 1621- 25
Inglische Sovereigns. 2087-42
dussische Imperials-. i⸗ 63 - 68
nollars in Gold.. 416-18

Montag, 19. Juni mit jeder beliebigen Frmasbe—
0 druckt, sind bellig zu haben in
arkt der Drucerei von
angbert. F. X. Demetæ.
Nedatnon Drug mno Verseg von 5. xX. Demeß in Sp. Inobert.

Hanf-Couverts.

m
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        — 2 i — 238 2353—5223 33
— 4 22 522 2 —82 — — 258 228 8
—35 23 553 535335 7 333833855 35s55557853832
5 25 — * 5 5723 — —— 538 * — 27 —5——2755
s 2 3 33 38 8
* 2 ä— J 5 S — —8
—55 728 555 —252828* 3258 —— ———— 53322533 3582323538—2 ẽ
55 85 252 — 8—s —— —55523532253 5 28 257
52*—5 58* 55—8 2 8255—z5*5532—552 —*22 —A —
* —— *⸗ * * — 2 —
3253553 3538 55538 38336 2— ———
— —— 55*5 2555533535 53 5* — 5—55333382 —
b 2B2 2328 2 —*— 22 e* 3 325 — 8 5 5
8— 82332 * 9 *5224 2 5352382* 22—E *—832232 2 * 26
— —— 528 —222255—3— —3—2— —A— 52533155 IJ —A
*—53353 5533 58388323 383 33
—— — —Z — —2 *28 — 7 7222 2 w» 4 S. —— 8 5 ðzð&amp;/ — 2 2 *
252253 377 —355 33 538233 ——5225—3785—733 —F
5558—285 —235 3555538 —— s“s23255 —x55232325 523 ;——5585
8355 5 6 z38 33333 3 *
* 2*5 —52 35885*22 A — — 75 2— —A—
— 53558355 — 453—325 55—z— 33 3 3355
—Ax z255 3853285—3322 S—EIT559 —5* —53335835*
522— * — —— ———— 5252 M 0 —2 * — 72 78
—* ——524 — Aqs . 2 —— * 2 8 — v ⸗ — — 25382 * —
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—A * —e — — 2535 2 — —55327 23 —z2552 — 5 *2
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2 38* —* — 55* * 222 —5 36 8 2S2 — 8
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s55 33333335 555753 257257 755335857 —33355338
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8 — 283 5388 332255 533257 3 —5 —A
A S2 —8538EIE5S5 23 525283
—A———— 5525355 55333 53558 73823285338 2
X — 2238522 — 585 523 553333228
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23353 22333532 53355—238* 38
Az * —2 T 72 * —273 5 . J S *
—z225 — 58 3285273— ————— 8
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58323523232—— 1 55 — —— 3 53 * 35
5——73 32 5 25234 —22— —28S87 352 3535853335
5325 3355552 583 355333535—3—3——3 23332 ——
—Xe — 5322 28253502 2533*5 —F—— 35285 3835288353
55 3557355 ——A — 52 —,——3 75575535 258
s7 253353357 552725 55557 5z55 —
2553 5646 332858 ä —6— 232
* —A — 58

—55 55 5323 5— 555 —35553 —3335383 5555 — 335555 5822
2 57 — 85822 * —E— 5 — 83 28 — 823225 — —— **
27 —8 S i ——92 —— 2 5 *5

— 1 —— * —— — 53 —A S 2 —5— 2 3 23 —* 2 * 3 —
337 s55 8225 53 53 642— 3 — — 3589
* 2 e — 3— *2 —2 5— * 2 2 * 5 22 2 2
5253 5853 35 388 5—5 ⏑3 333
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IV 51
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        St. Ingberler Anzeiger.

nurr
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illuftrirter Bei⸗

lage), erscheint woöͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonnutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

WMark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aiswärts mit 15 Pfi. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. vro Zeile berechnet.

43 95. Samstag, den 17. Ju ni 3 1876.

Deutsches Reich.

Mäünchen, 13. Juni. Auf Befehl des Königs wurden für
»en Fürsten Bismarck vier Equ'pagen und sechs Hofpferde nach
rissingen gesandt.

Kissingen, 15. Juni. Fürst Bismarck ist gestern Abend
I/ Uhr dhier eingetroffen.

Schweinfurt, 12. Juni. D'e von der Wanderversamm⸗
nung bayerischer Landwirthe mit geoßer Mehrheit angenommene
Kesolution (beantragt durch den der liberalen AXchtung angehörigen
torreferenten Herrn Fr. Pabst) lautet: „Die 18. Wanderver⸗
sammlung bayerischer Landwirthe in Schweinfurt hält es im Jute⸗
resse der Landwirthschaft sür geboten, daß die landwirihschaftliche
toörperschaften und Vertretungen, insbesondere de Wanderversamm-
ung baherijcher Landwirthe wie das Generalkomité des landwirth⸗
chaftlichen Bereins in Bayern, die auf die Lindwirthschaft sich
»eziehenden Gesetze und volkew'erthschaftlichen Ftagen mehr als
zisher zum Gegenstande ihrer Berathungen machen, um dadurch
zrößere Klarheit und Einigung über die berechtigten Forderungen
»er Landwirthschaft herbeizuführen, wobei zunächst auf Steuer⸗,
Tax⸗ und Stempel, Hypotheken⸗, Altier⸗ und Gewerbe-, Zoll⸗.
Verkehes⸗, Arrondirungs; und Erpropriations-Gesetzzgebung Rücksicht
u nehmen ist. Hierbei muß jeder einseitige Standpunkt der Land—
virthshaft den aneren Berufsklassen gegenüber vermieden werden,
m Gegentheil sind die Interessen aller Staatsbürger in möglichst
zedeihlichen Einklang zu bringen, und darf die Vertretung land—
wirthschaftlicher Interesser keinerlei polit schen Parteizwecken dienen.
5s vermag deßhalb die Wanderbersammlung nicht den Zelen und
zwecken der sog. Agrarparte', als den wahren Interessen der Land
wirthschaft keineswegs förderlich, sich anzuschließen. In dieser
Horaussetzung bieten die politische Presse wie die landwirthschaft-
ihhen Fachblätter hinreichende Gelegenheit, die Interessen der Lind⸗
nitthich ift nach jeder Richtung hin zur Besprehung und Erörterung
u bringen; es erachtel daher die Wanderversammlung die Gründung
nes eigenen wirthschaftlich politischen Preßorgans für nicht geboten.
dach diesen Erwäzungen veschließt die Wand rversammlung, diese
gefaßte Resolution dem Generalkomite des landwirtbhschaftlichen
Vereins zur Kenntnißnahme mitzuthe len und den eigenen späleren
nersammlungen zue Richtschnur dienen zu lassen.“

Berlin, 14. Jani. Fürst Bismarck wird naqh Kissingen
on seiner Gemahlin und Tochter, sowie seinem Sohne, Graf Her—
vert bezleitet. Letzterer ist auedrücklich von seiner Thätigkeit als
Uttache bei der Gesandschaft zu Bern beurlaubt worden, um seinen
Bater auch als diplomatischer Hilfsarbeiter zu unterstützen.

Berlin, 14. Juni. Am heutigen Tage sind zehn Jahre
erflossen, seit jener denkwürdigen Sitzung des alten Bundestages,
n welher auf Antrag Oesterteichs die Mobilmachang des Bundes
legen Preußen mit 9 gegen 6 Stimmen beschlossen wurde. In
eclelben Sttzung erklärte der preußische Gesandte von Savigny,
atz Preußen durch den gefaßten Beschluß den bisherigen Bundes
nertrag für gebtochen und nicht mehr für bindlich ansere und den—
elbea als erloschen behandeln werde. Nachdem der preuß sche Ge—
andie fecner einen Entwurf einer Neugestaltung des Bandes mit
lusschluß Oesterreicht vorgelegt hatte, der mit dem nach dem all—⸗
emeinen gleichen und drekten Wahltecht zu berufenden Patlamente
u vereinbarcen sei, verließ er den Saal der Bundes-Versammlung,
un denselben nicht mehr zu betreten. Dir Ereignisse, die fich an
niese denkwürdige Sißung reihten, der Krieg Preußens gegen
Hiterreich uad die deutschen Bundesgenossen desselben, die Anner onen
u Haunover, Nassau, Hessen, Frantfurt a. M., de Swröͤpfang
3 Norddeutschen Bundes, die Berufung des Zollparlamenis in
veilerer Ertwicklung, der Krieg gegen Frankreich, die Errichtung
Deutschet Richs leben im frischen Gedaͤchtniß der Zeitgenossen.
de daulbare Erinnerung au den Jahrestag des 14. Jun1866,
velhe dem preußischen Staate die große Mission. zuwies, fortan
ne Führung der deuischen Siämme zu überneh nen und den Traum
ꝛeutscher Einheit endlich zu einer Realität zu machen, läßt uns in—

deß nicht vergessen, daß der Staatslenker und die Völker Deuisch-⸗
lands nicht müde sein dürfen, nach endlicher Erfüllung jener leuch⸗
enden Ziele rastlos zu streben, welche Kaiser Wilhelm in seiner
ersten kaisetrlichen Proklamation als die Grundbedingungen des neu
u errichtenden Thrones hiustellite: Frieden, Freiheit und materielle
Wo Afahrt der Nation. GN. Berl. Tagebl.) ⸗

Mit überraschender Schnelligkeit geht die Eisenbahnfrage im
deutschen Reiche ihrer thatsächlichen Lösung entgegen. Wenn eß
wahr ist, daß die Uebernahme der preußischen Staatsbabnen auf
das Reich nicht mehr in der nächsten Reichstagssession verhaudelt
werden soll, so dürfte dem neuen Reichstag die Eisenbahnaängele⸗
zenheit sehr dald in einer sehr vereinfachten Gestaltung entgegen⸗
reten. Alle größeren Staaten suchen sich in den Besitzz der in
hrem Bereiche liegenden Eisenbahnnetze zu sezen.

Berlin, 14. Juni. Bezüzlich der Kriegssteuern und außer⸗
zewöhnlichen Lasten, welche den auf Cuba ansässigen und etablirten
Deutschen auferlegt wordean sind, theilt der Reichsanzeiger“ mit,
daß die deuische Regierung zum Zwede der Vefreiung der Deut
ichen von den gedachten Abgaben Verhandlungen mit Spanien an⸗
jeknüpft habe. Die Auslegung der bezüglichen Vertragsbestimmun⸗
zen jei allerdings bestritten, auch seien der Auerkennung der von
deutscher Seite aus diesen Best'mmungen abgeleiteten Ansprüche eine
Reihe von Schwierigkeiten, sowee über haupt die ganze dortige poli⸗
tische Lage hindernd entgegengetreten. Nunmehr hätten aber die
diesseitigen Bemühungen den Erfolg herbeigeführt, daß der Ge—
peralgouverneur von Cuba auf Grund von Madrid aus erlassenen
Befehles die executorische Be treibung von Kriegsabgaben tesp.
Zwangsverkäufe gegen dort ansässige Deutsche einstweilen und
dis zur Verständigung unter den beiderseitigen Regierungen aus⸗
jetzen ließ.

Berhin, 14. Juni. In einem Artikel über die Reise des
daisers nach Ems und die vorausgegangenen Phasen der orientali⸗
chen Frage äußert sich die „Provinzial-Cotrespendenz“ folgender⸗
naßen: Dem Ernste und der Macht des Friedensgedankens in dem
Bunde der drei Kaiser ist es vor Allem zuzuschreiben, daß auch
dei der unerwartet veränderten Lage in kurzer Zeit eine Verständi—
zung über die wenere Haltung der Ptächte und damit eine neue
Stärkuag der Friedenshoffnungen erreicht werden konnte, sonach
auch in diesen Falle die Spekuration auf Differenzen zwischen den
leitenden Mähten vereitelt wurde. Zwischen den Berliner Berath⸗
ungen und Zer Emser Kaiserbegegnung liegt ein bedeutsamer Mo⸗
nent der ZItzesvichte, aber wirderum dat sich in entscheidender
Stunde die Gho hherzige Gesianung bewäort, in velcher Kaiser
Alex inder mit Kaiser Wilhelm so vollkommen eins ist.

Ems, 14. Juni. Koiser Wilhelm ist heute Vormittag 10
Uhr hier eingetroffen und vom Kaiser von Rußland herzlich be⸗
zrüßt worden. — Es heißt, Kaiser Al rander treffe auf seiner
Ruckceise über Warschau mit drm Karser Franz Joseph zusammen.
— Erzherzog Albrecht wird hier erwartet.

In Elsaß-Lothringen amüsirt man sich über ein Ge⸗
chichhen, welches „Bien Public“ seinen französisren Lesern zu
rzähylen, resp. auszubinden weiß, um ihnen einen Begriff von der
Beriebenheit der reichsläadischen Polizei beizubringen. Man höre
und staune: Ist ein Franzose an der Grenze signalisirt, so macht
der Kassirer, der die Fahrbillets ausziebt, mit dem Nagel einen
anscheindaren Druck auf dos Bllet des Passagiers; die Kondukteure
zes Zuges lassen, sobald sie dieses Zeichen gewahren, den Fremden
nicht aus dem Auge, und ist er an Oct und Slielle, so zeigen sie
auf dem Bahnhofe den Beamten der Polizei ihren Mann, der
nun zum Hatel, oder wohin er sich sonst wendet, vecfolgt wird,
dis er wieder den Zug besteigt, der ihu Uber die Brenze zurückführt.

Ausland.

Wien, 13. Juni. Alle waffenfähigen Montenegriner haben
Besehl ech Aten. fich bis 18. Juni mit viertägigem Rjerveproviant zu
dersehen. Alle montenigrinischen Schulen sind geschlossen. (A. 3.)

Paris, 14. Juni. Die türkische Botschaft erklärt die Ge—
        <pb n="334" />
        Bekanntmachung.
Militär-Aushebung pro 1876 betreffend.

Am Samstage den 24. Moutage den 26. Diens
tage den 27. und Mittwoche, den 28. Juni nächsthin
wird die l. Ober-Ersatztommission für den Bejirk der k. VIII.
Infanterie⸗-Brigade im Saale des Wirthes Martin Schmidt zur
Jägerslust dahier zusammentreten, um zum Zwecke der Uußheb⸗
ung der Militärpflichtigen durch deren wiederholte Mafterung
— vulgo General-Musterung — die Beschlusse der Ersatzkommission
einer Superrevision zu unterziehen.

Die Militärpfüschtigen, welche vor der Ober⸗Ersaßkommission
zu erscheinen haten, werden von dem Unterzeichneten durch Ver—
mittlung der Bürgermeisterämter Gestellunge-Ordres erhalten.

Jeder Milisfärpflichtige hat an dem Tage, wilcher in seiner
Best llungsordre angegeben ist, Morgens präcis 8 Uhr.
nicht zur hier, sondern auch in den Schmidt'schen Saale an⸗
wesend zu sein.

Wer dieser Aufforderung nicht nachkommen sollte, hat gemäß
z 33 des Reichs-Militär⸗-Gesetzes seine Vestrafung ar Geld bis zu
30 Mark oder an Haft bis zu 3 Tagen zu gewärtigen. Außerdein
kann einem solchen Militärpflschtigen der Vortheil eines hohen
Looses, sowie der Anspruch auf Zurückstellung wegen häuslicher
Verhältnisse entzogen und derselbe als unsicherer Heerespflichtiger
sosort eingereiht werden.

Jeder vorgeladene Milifärpflichtige hat seine Geftellungkordre,
sowe seinen Loosungsschein und Gestellungsatiest mit hierher zu
gringen.

Zweibrücken, den 12. Jani 1876.
Der Civilvorsttzende der Bezirks-Ersatzkommisston,
Echäfer.
v. n.

* —
Büuͤrgerverein
—

St. Ingabert.
Sonntag, den 18. Jund

Nachmittaas 8 Ubr,
Generas⸗Versammlung
uun Bereiuslolale bei Herrnu G
Jung.
Tagesordnung:
Besprechung übet den Fortbe—⸗
stuud des Vereins.
Der 14. Vorstand.

hin, Nachmittags 1 Uhr zu
Blieslastel im Stadthause läß
Emil Knaps von dort, nach
bezeichnete futterreiche Wiesen
wie gewöhnlich vrpachter, nemlich
6 Morgen im Mimbacher Alment
25 , die Neu⸗ u. Reeswies
in der Brücwies.
in der Hinterwies.
im Rohreck.
in der kleinen Sdwe⸗
bach.
die große Schwebach.
in der Fünftihe lung.
in der Sauerwies u.
Fünfttheilung.
.Lautztircher Thälchen.
in den Blcweiler
Stöckswiesen.

A Mornto: Ihr habt
das Gute so nabe!“
Spitzwegeriob-
daft
allerhöchst sanctionirt; lieb⸗
lich zu nehmen, das sicherste
billigste, gewiß auch danlk—
barste Mittel, gegen Brust⸗
Hals und Lungen⸗
leiden, Bronchialver
schleimung, Husten,
Catarrh ꝛc. ꝛe.
Die Resultate sind über⸗
raschend.
Mit Gerrauchsanweifung
à Flacon 52 Pfg. 1 M.
3 Pf. und 1 Mart 55 Pf.
St. Inabert dei Joh.
Friedrich, zud in der
Fabrik von PaulIHahnmn,
Dettelbach a. At. bei
Würzburg.

—
Frucht- Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise

der Stadt Zweibrüchken von 14.

Juni. Weizen — M. — pPpf.

Korn 9 M. 44 Pj. Gerste Zreih.

— M. — Pf. Gerste Areihige

--M. — Pf. --Spelz M. —

Pf. Hafer — M. — Pjf. Kar—

zoffeln 3 M. 90 Pf. Heu 4M.

50 Pf. Siroh 4M. 40 Pf. pe—

Zentner. Weißbrod 192 Ko.

57 Pf. Kornbrod 3Klo. Pf. 77

diito 2 Kilo. 52 Pi. ditto 1

Kilo. 26 Pf. Bemischbbrod 8

Kilo. 96 Pf. 1 Paor Wec 190

Gramm 6 Pf. Spelzkera O M.

— ppf. Dintel d M. — P. Misch—

frucht — M. — Pf. Rirdfl. J.

— — — Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf.

Verpachtun Nalbfl. 40 Pf. Hamfl. 82 Pf.

g. Schweinefl. 56 Pf. Butter!
Montaa. den 19. Juni nächst M. 10 Pf. per Vfund.

Erklärun drei verheiratheten Toͤchter leer
. abgeschickt, wer! er kein Geld
Daß mein Vater Ibhann hatte. Ich setze hiermit Jeder⸗
Stalter vom Eisenwerk für mann in stenniniß daß ich selbst
nich keine Zahlung leiften kann, / im Stand bin für mich Zahlung
darf Niemand auffallend vor- zu leisten.
kommen, denn er haͤt schon seine Johaun Stalter jun.
VJJ
———

4
Abonnements-Einladuna.

ꝛ

it d Zuli beginnt ein neues Quartals Abonnement auf das
20riner Tageblatt

e
5

*86
—

nebst den Beigaben:
der delletristischen Wochenschr ft dem illustrirken Wizzblatt
2
„Zerliner Sonntagsblatt“ „LUII
red. v. Dr. Oscaur Blumenthal, redig'rt von Siegmund Haber,
dessen Berbreiumg in fortgesetzter Steigerung bearffen ist. und welches cegenwärtig
6 6
39,300 Abonnenten
basitzt, eine Zahl, die bisher wob von keiner deutschen Zeitung erreicht wurde. Diese Thaisache spricht am Dentlichsten
für die Gediegenheit u. Reichhaltigkeit seines Inhrits und zeigt, daß das „Berliner Tagelatt“ allen Aufor⸗
derungen, weiche an
8 ⸗
eine groste deutsche Zeitung
gestellt werden, vollkommen enfspricht. Speeial Correspondeuten auf allen wichtigen Platzen bedienen das „Berliner
Taseblait“ mit den neuesten und zuverläffigsten Nachrichten.
Im täglichen Feuilletön des, Berliner Tageblatt? erscheint gegenwaͤ⸗tig
Fr. Spielhagen's
neurster großer Rpwman , Die Sturmifluth welcher. wie alle Werke dieses gefeierten Autors, in allen gebildeten Kreisen
große Sensation erreat. F
Neu hinzutretende Abonnenten erhalten den Anfang des Nomans gegen Einsendung der Abonnemeuts-
Quittung umgehend frauco red gratis zugesandt.
Man abonuirt pro Quartal zum Preise von nur
G MArAæ ↄ25D5. - LSM. ThIB.
(ür alle 8 Blätter zusammen)
ederzeit bei ollen Reichepoftanstalten und wird im Interesse der veredrlichen Abonuenten um recht frühzeitige Abonnements-
Fumeldung gebeten, um sich den Empfasg dis Blattes bom 1. Juli an zu sichern. 9—
Die Ervpedition des „Berliner Tageblatt“ *
Jerusalemer Strofe L ..
.
52577 5 —— — — —⸗
Redaktion Druck und Verlag von F. F. Demetz in St. Ingbert.

—
        <pb n="335" />
        St. Ingbe rter —A

Der St. JIugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage)n, erscheint woͤchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag nud Sonntag. Der Abonunementopreis beträgt vierteljährlich

Marlk 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren NRaum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Ze ile berechnet.

M 96. Sonntag, den 18. Ju ni 9F

1876.

— —

TD Fꝗ

Deutsches Reich.

Berlin, 14. Juni. Der Centralverband der deutschen In⸗
oustr'ellen, welcher sich nach Inhalt seiner Statuten die Wahrung
er wirthschaftlichen Interessen des deutschen Voterlandes und die
Förderung der nationalen Arbeit zur Aufgabe gestellt, hat sich an
den Bundesrath mit der Bitte gewendet, bei allen thatsächlichen
Frmittelungen über die Lage unserer Industrie, zunächst auch bei
er voraussichtlichen Enquete über die Höndelsverträge, den Central⸗
Lerband gutachtlich zu hören, resp. sich von demselben diejenigen
Personen bezeichnen zu lossen, welcher dieser für besonders befähigt
jält, über einzelne Fragen eine kompetente Auskunft zu geben. —
Pdotivirt wird deser Antrag damit, daß der Centralverband es
uls seine Aufgabe betrachtet, die Uebelstärde zu ergründen, an denen
die Entwicklung des industriellen Lebens in Deuischlandz krankt,
und bemüht ist, nach Kräften zu deren Beseitigung mitzuwirken.
In Erfüllung dieser Aufgabe,“ führt die Petition writer aus,
‚hat sich der Verbard der Ueberzeugung nicht verschließen koͤnnen,
zaß die gegenwärtig herrschenden nüben und gedrückten wirthschaft⸗
ichen Zustände durch unsere Zoll und Handelspolitik wenigstens
heilweise mitverschuldet sind und daß die Ermittelungen über Ex—
jort und Import, über Arbeitslohn und Preisverhältnisse u. dgl.
in den meisten Industriezweigen durch Gutachten von Expetten
zewirkt worden sind, welche mit der thatsächlichen Lage der Ver⸗
dältaisse nicht hinlänglich vertraut waren.

Ausland.

Brüssel, 16. Juni. In Folge der Maßregeln der städ⸗
ischen Verwaltung verlief die vergangene Nacht ohne Stoͤrung der
Ruhe. In Antwerpen sind Placate angeheftet, worin verlangt
vird, daß die großen Städte unabhängig von dem platten Lande
n den Kammern vertreten werden.

Paris, 15. Juni. Heutle wurde in Longchamps die große
kepue abgehalten. Der Praͤsident der Republik, in dessen Gefolge
ich der Kriegsminister nebst vielen Generälen, darunter die Herzöge
on Nemours und Aumale befanden, traf um drei Uhr in Long⸗
hamps ein. In den Logen des Präsidenten der Republik befanden
ich die Präsidenten der beiden Kammern nebst den übrigen Mit⸗
liedern der Prusidien, die Marschallin Mac Mahon, der Großfürst
uud die Großfürstin Michael und die Botschafter. Die Zuschauer⸗
nenge war bei dem prächtigen Wetter sehr groß. Mac Mahon
ourde überall mit dem Rufe begrüßt: „Es lebe der Marschall!
Es lebe die Republik!“

Die russischen Blätter sind voll Hohn und Erbitlerung gegen
England. So schreibt z. B. der „Goloz3“: „Die Haltung Eng-
ands in den gegenwärtigen Wirren erscheint um so lächerlicher,
als es sich einen „Sieg“ ohne Kanonendonner zuschreibt. Eng⸗
jsand wird durch sein Vorgehen die Gemüther in der Türkei noch
mehr in Auftegung vecsetzen. Oder will England Krieg mit uns?
Vohlau! Allein England möge fsich früher nach Alliirten umschauen,
snn Spanien allein ist füc, Rußlaud kein Gegner. Die Zeiten
dez Jahres 1853 haben sich sowohl in Rußland als auch im Westen
detändert. Fraukreich, welches England im Krimlklriege gerettet hat,
vird jetzt der erste Gegner Englands sein. Und wit werden dann
ie Turlen vor den Augen Englands erwürgen. Bevor wir, den
engländern gestatten, den Aufstand auf der Balkane Halbinsel zu
terdrüceen, müßten sich noch andere Mächte Rußland gegenüber⸗
ellen, als eben — Spanien und England ···

Konstantinopel, 160. Juni, Morgens. Det „Agence
davas und dem Reuter'schea Bureau wird von hier gemeldet: Der
Eriegzminister Hussein Adni Pascha und der Minister des Aus⸗
värtigen Raschid Pascha sind ermordet, der Marineminister Kalserli
bascha schwer verwandet worden.“

Giner aus Philadelphia datirten Kabeldepesche zufolge
sat das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten eine Reso⸗
atlion angenommen, durch welche der Präsident aufgefordert wird,

den Abschluß eines Zusatzvertrages mit China hinzuwirken., in

welchem die Einwanderung der Chinesen nach den Vereinigten
Staaten untersagt wird.

Vermisqchtes.

*Si. Ingbert, 16. Juni. Wie wir horen, feiert der
hiesige Kriegerpberein am Sonntag den 30. Juli das Fest seiner
Fahnenweihe, wozu circa 50 auswärtige Vereine, sowie die Land⸗
vehrbezirkkcommandanten, die Officierscorps von Zweibrücken und
Zaarbrücken, die Unterofficiere dieser Barnisonen, der kgl. Bezirls⸗
amtmann von Zweibrücken, und die Beamten und Corporationen
Jiesiger Stadt eingeladen werden sollen. Dieses Fest verspricht bei
zünstiger Witterung ein großartiges zu werden und wird uns eine
Menge Gäste aus Nah und Fern zuführen.

F Das „P. W.“ meldet aus Pirmasens, 13. Juni:
deute früh wurde der Schuhmacher Philipp Wolf, am sogenannten
»oppelten Wald, vächst der Bärenhalde erhängt aufgefunden. Er
jinterläßt eine Frau und sieben Kinder. Das Motis dieses Selbst⸗
nordes ist unbekannt.

Marnheim, 14. Juni. Heute Abend gegen sechs Uhr
vurde ein Bürger hiesiger Gemeinde und Familienvater, aagestellt
alse Arbeiter am hiesigen Bahnhofe, mit Namen Jacob Schäfer,
von der Maschine des nach Kaiserslautern gehenden Güterzuges
zxfaßt und in der Mitte entzwei gefahren.

7 Der Verdbandstag pfälz. Genossenschaften findet am 10.
und 11. Juli in Lambrecht statft.

F Straßburgei. E., 138. Juni. Mordthat. In der
Nacht vom 10. auf den 11. Juni wurde die 78jährige Wittwe
des ehemaligen Steuereinnehmers Karl Benz, geb. Laterner, von
Püttlingen, erdtosselt in ihtem Betie gefunden. Sie hatte einen
nebel im Munde. Nachdem sie die Unglücliche getödtet hatten,
zaubten die Mörder alles Geld, welches sie vorfauden. Diese
chrechliche That versetzte die ganze Nachbarschaft in große Bestürzung.

F In Stuttgart hat sich nach der — „N. F. Pr.“ —
er 17jährige Sohn des Barons Hecm. Albr. v. Reischach aus bis
etzt unbekanuten Gründen durch Erdängen den Tod gegeben. Dieß
st der vierte Todesfall, der binnen Kurzem die Familie Reischach⸗
Cotta betrofsen hat.

Man berichtet aus Cröv, 2. Juni: In unserm Orte hat
ich. so schreibt man dec „Tr. Loszig.“, am letzverflofsenen Sonn⸗
ag eine schauderhafte Geschichte zugetragen, wie sie ähnlich schwer⸗
'ich seit Menschengedenken an der Mosel vorgekommen sein vird.
Zin Sohn braver, fleißiger Eltern hatte sich nach Burbach an eine
»pangelische Wittwe verheirathet, und da die Ehe kinderlos war,
inen jüngeren Bruder zu sich genommen. Diesem soll es jedoch
n Burbach schlecht ergangen sein,‚ und er schrieb deßhalb an seine
kltern nach Cröp. Diese glaubten durch einen dem älteren ver⸗
Jeiratheten Soone schriftlich ertheilten Verweis über die Behandlung
eines jüngeren Bruders den Uebelstand beseitigt zu haben. Doch
vas geschah? Am letzten Sonatag Nachmittag erschien der altere
Sohn in dem nicht weit von Cröb entfernten Orte Lösenich, von
vo seine Mutter gebürtig ist, und soll u. A. geäußert haben:
„Heute noch wird Jemand kalt gemacht werden.“ Darauf begab
r sich nach Crövd, unterhielt sich noch in gemüthlichem Tone mit
einen Bekaunten auf der Straße ꝛc. und begad sich dann, mit
dolchmesser und Revolber versehen, nach zehn Uhr zu der Wohnung
einer Eltern. Die Eltern lagen schon im Beit; sle hören das
dlopfen an der Hausthüt und der Vater fragte vom Fenster herab,
ver da sei. Der Klopfer gab mehrere Male mit künstlich verstellter
Ztimme zur Antwort: „Ich bin da, macht geschwind auf!“ Als
VBater und Mutter nichts Böses ahnend, halb angeklleidet, die Thür

aufschließen, überfiel sie der Sohn, das Dolchmesser in der Hand,
uind versehte Beiden derartige lebensgefährliche Stiche, daß die
Mutter schon am 30. Mai, dem zweiten Tage nach der Frevel⸗
hat den Geist aufgab, der Vater liegt hoffnungslos darnieder, und
denn auf das jammerliche Stöhnen nicht zusfällig ein starker, des
BWeget vorbeikommender Steinbrecher diesez Scheusal mit Gewalt

— — JAcEä———e— —
        <pb n="336" />
        von seinen Opfern gerissen hätte, so wären beide Eltern augen—
blicklich des Todes gewesen. Der Verbrecher ist spurlos verschwunden.
JEinige nach der Provinz Preußen aus Braf ilien zu—
rückgckehrte Familien werden dort wohl zur Warnung vor der
Auswanderung nach jenem Lande wirken Ein Correspondent der
Danz. Zig.“ in Sqwezz beschreibt die Lage jener Familien fol⸗
Jendermaßen: Die Weiber und Kinder waren halbnackt, und war
es ein Jammer, die unglücklichen Gestalien anzusehen. Vor zwei
Jahren waren dieselben durch die Vorspiegelungen gewissenloser
Auswanderungsagenten, in Brasilien für weniges Geld große Be—
ätzungen kaufen zu köunen, ausgewandert, hatten vorher ihte im
Straßburger und Marieuwerder Kreise belegenen bäuerlichen
Brundstücke in der in Westpreußen schon zur Genüge belannten
Weise parcellirt und noch einige hundert Thaler mit über
den Ocean genommen. Dort glücklih angekommen, sahen
sie sich in ihren Erwartungen sehr getäuscht. Es war zwar billig
Land dort zu kaufen, dasselbe hatte aber, wenn nicht erst eine
Posse Geld zur Cultivirung desselben verwendet wurde, leinen
Werih. Die Arbeitslöhne waren freilich höher als bei uns, den⸗
selben waren aber die Ausgaber für das, was zur Leibes Nahrung
und Nothdurft erforderlich, entsprechend, und dazu die Arbeit eine
viel schwerere und die Kräfte des Körpers frühzeitig aufreibende;
dazu kamen nun noch de unvermeidlichen, durch dea Wechsel des
limas hervorgerufenen Krankheiten, und wünschten unsere Lands
jeute nichts sehnlicher, ala sobaid wie möglich wieder nach Deutsch
land zurückzukehren. Hierzu fehlten nun fre'lich die Mittel, da
das mitgebrachte Geld schon seht zusammengeschmolzen war, und
mußten zur Verwirklichung des Wuasches die noch fehlenden Groschen
durch schwere Arbeit und Hunger erspart werden.

4 In Murten Echweiz. Kanton Freiburg) werden große
Vorbereisungen zur Judeifeier der vor 400 Jahren (am 22. Juni
1476) stattgefundenen Murtenschlacht, in welcher die Eidgenossen
Narl den Kühnen von Burgund besiegten, getroffen.

F Graz, 14. Juni. Am 12. Juni sind im Kohlenwerk bei
Weitenslein zwei Kohlenwerksdesitzer und 4 Arbeilsleute beim Ein⸗
dringen in den Stollen erstict. (N. W. T.)

Schwimmtour von Wien nach Vest. Capitän Ahl—⸗
ttröm hat seine Schwimmprobe glänzend bestanden und die 42
Meilen lange Strecke von Wien nach Pest, wo er am Mantag um
7 Ubr Früh anlangte, in 389 Stunden schwimmend zurückgelent.
Da er jedoch erst später erwartet wurde, so fuhr er, um das Pub⸗
likum des Anblicks seiner Schwimmproduckion theilhaftig zu machen,
mittelst Wagen nach Neupest zurück, schwamm von dort um 12
Uhr Mittags neuerdings ab und traf um 2 Uhr Nachmittags vor
dem „Hotel Hungaria“ ein, wo er von der harrenden Meenschen⸗
menge mit donnernden Eljens begrüßt wurde. Zwischen Pest und
Wien wollte man aus mehrerea Uferorischaften dem kühnen Schwim⸗
mer zu Hilfe eilen, weil man ihn in Gefahr glaubte. Ju Groß—
Maros wurde er mit Blumen begränzt und mit Rebensaft bewirthet.
In Waitzen, wo Ahlström einige Stunden Rast hielt, gab ihm die

freiwillige Feuerwehr bei Fackelschein vom Hotel bis an die Donau
das Geleite. Das große Interesse, das man in Fachkreisen der
Wasserprobe Ahlström's entgegenbringt, bei der es sich besonders

um die Erprobung des Rettungsanzuges handelte, ergiebt sich daraus.
»aß ihn der Odber-Jagenieur der Sladt Wien, Herr Schalla, auf
der ganzen Tour in einem Kahne begleitete und daß gestern bereits
aus Wien eine telegraphische Anfrage in Pest eintraf.

4 Nach rusfischen Zeitungen dauert die Pest in Bagdad
nroch immet fort. Es sollen säglich gegen 70 Krankhrits und 40

Todesfälle vorkommen.

F London, 12. Juni. Zum erstenmal (wahrscheinlich am
24. d. Mts.) wird eine deutsche Rudergesellschaft, und zwat die
Frankfurler, sich mit dem Londoner Ruderclub auf der Themse
nessen. Den fremden Gästen wird dabei das Zugeständniß gemacht
werden, sich eines Steuermannes zu bedienen, da sie an diesen ge⸗
vöhnt find, während die englischen Ruderclube sich ohne ihn behelfen.

p Die gegen die aufrührerischen Judianer eutsandten Truppen
vurden mit einem Extrazuge in 84 Stunden von New-Pork nach
San Franzisco befördert.

FWie man in Amerika zu betteln verstehl. In
der Damencajüte eines Dampfbootes der Fulton-Fähre in Newyork
bat ein ärmuich gekleideters baarfütiger Knabe bei den Passagiecen
um Almoesen; ein stämmiger Deckarbeiter, der dies bemerkte, war
eben im Begriffe, den kleinen Bettler in etwas roher Weise an
die Luft zu setz'n, als eine elegante Dame in knisternder Seiden—
robe zu Gunsten des z'tternden Bürschchens intervenirte. „Lassen
Sie ihn hierbleiben, es ist draußen so kalt. Er ist barfuß und
nuh noch so jung, er kann kaum älter sein, wie 5 bis 6 Jahre.“
— Wenn er sich gut beträgt, so kann er h'er bleiben, aber betteln
zarf er nicht, es ist das hier nicht erlaubt,“ — und detr große
Mann ließ des kleinen Ohr los und blieb ihn beobachtend stehen.
— „Armer, kleiner Bursche,“ murmelte die Dame, indem sie des
dindes blesches und mageres Gesicht beobachtete, „Du siehst müde
ind hungrig aus, ich möchte Dir wohl etwas geben.“ — „Geben
Zie ihn einen Cent zu Rum, Madame,“ bemerkte der Dedarbeiter,
seine Angehörigen nehmen ihm Alles ab, sodald er nur seinen
Fuß an's Land gesetzt hat.“ — Die freundliche Dame reichte dem
dinde einen von Oncle Sam zerknitierten 50 Centschein, indem
ie sagle: „Er muz Schuhe und etwas zu essen haben.“ —-„Falsch
angebrachtes Wohlthun,“ brummte der Angestellte, „wir kennen sie
Alle — er hat keinen Nutzen von dem Gelde.“ — Ich gebe ihm
die Kleinigkeit gern,“ sagte die Dame, und da sie bemerkte, daß
zie meisten Passagiere sie mit Theilnuhme beobachteten, fuhr sie
'ort: „Ich glaube, Jeder hier in der Cajüte wird mir beipflichten
aind vermuthlich die Meisten dem armen Kinde J1 oder 2 Cent
jeben.“ Die Passagiere stimmten ihr bei und varfen Geld in
Zes Kleinen Hul, bis derselbe gefüllt war. Bald nachher berührte
das Boot die Planke des Wharf; der Junge sprang ans Land
ind über die Straße nach dem Fultonmarkt, an einer der nächsten
Straßenecken blieb er wartend stehen. Zwei Minuten später traf
dort auch die vorerwähnte elegante Dame, von der andern Seite
des Marktes herkommend, ein und indem das Kind das Geld in
hre Hände schüttet, flüstert sie erfreut: „Gut, Dick, nun denke ich,
wollen wir's einmal gleich auf dem nächsten Fährboot versuchen.“
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß.

Bekanntmachung.

Die Verification der Maaße,
Bewichte und Waagen, wird am
Dienstag, den 20. d. M. dahier
zorgenommen werden.

Den hiesigen Bewerbtreibenden
wird hievon mit dem Bemerken
Kenntniß gegeben, daß das Ve—
rificationslokal im Stad haufe
dahier ist und daß die zu veri⸗
ficirenden Gegenstände in reinem
und vorschriftsmäßigem Zustande
zu bringen sind. *
St. Ingbert, 16. Juni 1876.
Das Polizeitkommissariat:

Weckerlein.

2 fleißige Gehilfen

inden sofort Stelle bei
Jakob Schweitzer,

Kleidermacher in St. Ingbert.

*
*
285
32
2.
27
⸗
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8 3335233 27
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2 3 —— ———332232337 — — —
— 38* 2. 5z728 *
5 3 2233 3
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28232 — ——7252 *
35 5 7 55
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33 3*32 828 * de
3325783 22—32.3
842865 751 22 23 —68
28 B— 2* 2*
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⸗
Heule, Sonntag, den 18. Juni
Harmonie⸗-Musik
ʒei Peter Jung.

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22
22
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2
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37
x3

Popusait - medicin. Werkx

Daurch alle Buch⸗
handlungen, oder gegen
Eins. v. 10 Briefmarken à 10
Pf. direct v. Richter's Verlags⸗

Anstalt in Leipzig ist zu berieben:
„Pr. Alry Natürbeilmethode“,
Prcis ĩ Maxt. Der in diesem be⸗
rubmten illustr., ca. 8600 G. stari.
zuche angegebenen Heilmethode ver—

zanten Taüsende ihre Gefundheit.
die zahlreichen darin eh
dan kichreiben beweisen, baß selbst
olche Kranke noch Hilfe gefunden.
die, der Verzweiflung nahe, ret⸗
nugalos verloren sGienen; es sollte
aber, dies porzugl. Werk in keiner
amilie fehlen. WMan ver⸗
anget und nehme nur das „Illu⸗
rirte Origlnalwert von Aich⸗
ero Verlagd⸗Anstalt in Leip⸗
ig“, weiche auf Wunsch auch
en Auszug, desselben gra⸗
unbe franco ver⸗
sendet.

Versicherungsagenten
werden allerorts angestellt.

Schriftliche Anerbi eten nimmt
die Exhed. d. Bl. an.

d *
Ein Logis
zestehend in 3 Zimmecn, Küche,
eller, Speicher, 2 Speicher⸗
ammern, Schweinstall ꝛc. ist zu
hermiethen. Wo k sagt die Exp.

»K. Bl.
Theaterdecorationen,
Ballons, Lampions. Bon⸗
ner Fahnenfabrik. Bonn aV

Frankfurter Rörse
vom 15. Juni 1876.

Geldsorten.
distolen, doppelte..
bistolen....
Jollän. 10.-sl. Stückae.
danddukaten...
20Frankenstücke..
Inglische Sovereigns.
ussisehe Imperials.
ollars in Gold

— —
VIf/
— — 6.
— — 6.
is 63 6.
9535- 60
16 21 - 25
2039 -44
1667-72
116—19

J. J. Fiack jun.
zat zwei Wiesen fuür die
diesjährige Heu⸗ und Ohmiet⸗
Frute zu verpachten.
Redamon Druck und Verlag von

F. X. Demetz in St. Ingbert.
Sezu illustrirtes Zonntaassblaft“ Nr. 28
        <pb n="337" />
        Sl. Ingberler ZCnzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Huuptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonniags mit illnstrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentsopreis beträgt vierteljährlich

1Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespabiene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 97. — Dienstag⸗ den 20. Juni J J— J 5 . 1876.

— —

—DJ — — — —— V Tö·j·— —
Einladung zum Abonnement
auf das mit dem L. Juli beainneade 8. Quartal des „St.
Ingberter Anzeiger.“ Die Bestellung wolle ungesäumt bei
den betreffenden Postanstalten oder Postboten gemacht werden.
Unsere geehrten Abonnenten, welche das Blatt durch unsere
Träger erhalten, bekommen dasselbe wie bisher fortgeliefert, wenn
nicht vor Ende dieses Monats abbestellt wird. ———
Preis und Erscheinen des Blattes bleiben unverändert.

Zu zahlreichem Abonnement ladet höflichst ein

Die Expedition.
Deutsches Reich.

München, 16. Juni. In seinem Referate über den Etat
»er Postansialt an den Finanzausschuß beantragt Herr Abg. v.
Schlör, dem Antrage des Herren Abgeordneten Frickhinger und
26. Genossen bezüglich der Abminderung des Briefporto's von 10
auf 5 Pf. für den Verkehr innerhalb eines Bezirksamtes eine
Folge nicht zu geben, weil der Antrag: 1) den Prinzpien des für
den Brieverkehr nun allgemein anerkannten Taxsystems widerstreite,
2) so, wie er gestellt, überhaupt gar nicht durchführdar sei und. 8)
jür die Postkasse in angemessener Ausführung eine zur Z.it schwer
zu ertragende Eiubuße herbeiführen würde.

München, 18. Juni. Schon im letzten Kriege 1870 -71
zatte es sich zur Ebidenz herausgestellt, daß es nothwendig ist, der
Artillerie noch eine Feuerwaffe zu geben, welche erstere befahigt,
bei momentanem Nichtherarsein oder Unzulänglichkeit ihrer Parti⸗
tularbedeckung unmittelbaren Augriffen wirksam entgegentreten zu
können. Um nun der Feld-Artllerie eine hiezu taugliche Hand⸗
euerwaffe zu deschaffen, läßt das Kriegsministerium von erbeuteten
Thassepot-Gewehren 10,000 Stück zu handsamen Karabinern mit
zer deutschen Einheitspatrone umändern; die Mannschaft führt
iese Handfeuerwaffe über die Schulier am Rücken hängend mit
ich, wie dieses aushilfsweise schon im Kriege gegen Fraukreich
nit ChassepotGewehren geschah.

Mäünchen. Die zur Veibescheidung der Beschlüsse der pro⸗
estantischen Generalsynode der Pfalz zu erlassende Verordnung ist
Sr. Maj. dem König zur Sanctionirung bereus in Vorlage ge—
»racht worden, und sieht man derselben in den nächsten Tagen
intzegen.

Kifsingen, 16. Juni. In der Wohnung des Fürsten
Bismarck (in der oberen Saline, eine halbe Stunde von Kissingen
entfernt) ist für die Dauer seines Aufenthaltes eine Telegraphen⸗
tation errictet worden. Zur sofortigen Beförderung der mit jedem
Zuge ankommenden Briefschaften geht v'ermal des Tages ein Post-
wagen von der Station an seine Wohnung, und den Briefverkehr
nit Berlin befördert ein taglich bis nach Eisenoch gehendec baye⸗
rischer Kurier, der dort von einem preußischen abgelöst wird.
ẽbenso wird täglich von Berlin aus ein Kurier nach Kissingen
»der Eisenach gehen.

Berlhin, 16. Jugai. Der „Reichranzeiger“ publicirt das
Besetz betr. die Uebertragung der Eigenthumsrechte des Staates au
den Eisenbahnen auf das Reich.

Ems, 18. Juni. Der Raiser von Rußland ist heute Nach—
mittag nach Jugenheim abgereist.

Ausland.

Pacis, 18. Juni. Das Ministerium tritt nicht zurück.
Vier bonopartistisch-legitimistische Präfekten wurden durch Republi⸗
ianer erietzt.

L
Zermischtes.

f Zweibrücken, 19. Juni. Als Geschworene zur Schwur⸗
gerichtssession für die Pfalz im zweiten Quattale 1876 sind nach⸗
zenannte Staatsbürger eingerufen worden: A. Hauptgeschworene:
Bustav Haffner, Kaufmanu aus Speher; Frieorich Gander; Guls
desitzer und Gemeinderath aus Steinweiler; Franz Leppla. MPüller

⏑

——
aus Niedermiesau; Gottfried Cullmann,? Kaufmann aus Zweibrücken;
heinrich Biffar, k. Notar aus Winnweiler; Jakob Wack, Bäcker
ind gewesener Gemeinderath aus Blieskasteln; Adolph Jacquet,
Fabrikairekior aus Ludwigshafen; Valentin Minges J., Gutsbesitzer
nus Flemlingen; Valentian Heinz jun., Ackerer umnd Adjunct aus
Mittelbrunn; Peter Adam Wagner. Müller aus Offenbach; Jakob
Wagner, Müller aus Vordecweidenthal; Jakob⸗ August Becker,
Butsbefitzet aus Lambsheim; Johann Baplist Steiner II Ackeret
rus Bergzabern; Wilhelm v. Gerichten II.,. Wirth und Gemeinde—
aih aus Steinroeiler; Georg Friedrich/ Theobald, Gerber und
Oetonom aus Godramstein; Jakob Keßler, Ockonom aus Wesel⸗
heig; Gustav' Adolph Ladenberger, Buchhalter“ und Gemeinderath
aus Irheinn; Ludwig Weber, Müller aus Glan⸗Münchweiler;
darl Heinrich Lederle, Gutsbesitzet und Gemeinderath aus Hambach;
Zeinrich Wanver II., Ziegeleibesitzet aus Freinshein; Wilhelm
Zartels, Oekonom aus Mittelbexbach; Johann Ziegler, Müller aus
zchoͤnenberg; Julius Dingler, Fadrikant und Gemeinderath aus
zweibrücken; Philipp- Veith, Ackerer aus! Nünschweiler; Franz
gecker, Kaufmann, Adjuact und Höchstbesteuerter aus Oberwürz⸗
nach; Andreas Schrepck;, Ackerer aus Dietschweiler; Johann Mül,
er, Adjunct und Ackerer aus Kleinniedesheim; Ladwig Appel,
Uhrmacher aus Pirmasens; Friedrich Schmidt jun., Bie.brauer
uus Walsheim (Kanton Fornbach); Philpp Kaul jun., Schuh⸗
naches aus Zweibeüchen, B. Ersah jeschworene: Friedrich Rohr⸗
dacher, Goldarbeiter und Gemeinderath; Ludwig Simon, Bier⸗
rauereibesizer; Alfred Rodrian, Apotheker und Höchstbesteuerter;
Idalph Moritz, Kaufmannsund Gemeinderath; Ludwig Herold,
zanquier; Christan Anbes, Geschaftsmanu und Gemeinderath,
ämmtliche aus Zweibrücken.

7Kaiserslauteru, 18. Junt. Dex ehemalige Leihhaus⸗
arator · Beaun von Speyer, der wesen Brandstifsung und Unter-
chlagunz zu 10 Jahren Zuchthaus verurtheilt wurden, ist gestern
im Spital des hiesigen Zuchthaufes gestorben. (Pf. P.)—
— Landau, 17. Juni.Heute Vormittag wurde der Wirth
Broß von Winden wegen Verdachtes der Brandstiftung in's hiesige
Bezirksgerichtsgefängniß in Untersuchungshaft gebracht. (L. A.)“

Am Frohnleichnahmstage schoß sich in Quirnheimein
Bursche die Hand ab. J

F Der ‚N. Ztig.“ schreibt man aus Frankenthal, 15.
Juni. Dem Vernehmen nach ist Herr Bezirksgerichtsrath Koch in
Ftaiserslautern zum Director unseres Bezirksgerichts und Herr Land⸗
richter Scheerer in Waldmohr zum Rathe am Bazerksgerichte
daiserslautern designirt.

f Die „Rhpf.“ berichtet aus Speye?, 17. Juni.'Schon
zestern unter Tags verbriitete sich' das Gerücht, daß der Rhein⸗
zamm brechen wolle, und Abends um sechs Uhr bestätigte Sturm⸗
äuten die drohende Gefahr. Sofort eilte ein Theil der Feuerwehr
und viele andere Maänner au die betreffende Stelle, um Hilfe zu
jeisten. Auch die HH. Bezirkgamtmann und Bürgermeister waren
Usbald am Platze. Auch eine Abtheilung Pioniere ecschien mit
Werkzeu jen. An verschiedenen Stellen quoll das Wasser unter dem
Ddamm, zwischen Berghausen und Nheinhausen in der Nähe des
Zugelfanges, hervor. Es entwickeite sich fofort ein emsiges Arbeiten;
chwere Steine und Faschinen wurden von Leuten herkeigeschlepyt,
velche sonst dieser Thätigkeit ungerohnt waren. Die gefährlichen
5tellen wurden verstopft, so daß man nach einigen Stunden an—
Jestrengten Arbeitens das andere einer starlen Nachtwache über—
assen konnte. Der Rhein steht vohe am Rande des Dammes.
WBenn das Wasser zum Durchbruch gekommen wäre, könnte von
einer Ernte auf den Grundstücken in diesem Jahre keine Rede mehr
ein und der Schaden wäre ungeheuer. Man hat sich nun wohl
von belr. behdrdlicher Seite überzeugt, daß der Damm an veelen
Stelen schadhaft ist und einer Ausbesserung dringend bedari. —
In dem Hasenpfuhl-Viertel steht das Wasser in vielen Häusern
ind -durch dieStraßen wird mit Nachent gefahren. — Auch bei
Zeiligenstein deohte dee Damm zu brechen und der angestrengtesten
        <pb n="338" />
        Bemühungen der dortigen Bewohner gelang es, das Unglück zu
zerhüten. (Nach den letzten Berichten der Sveyerer Blätter ist
der Rhein in Maxau 87 CEtm. gesallen. Auch von Straßburg wird
detiges Fallen gemeldet). U J

F Worms, 17. Juni. Das Hochwasser des Rheins, welcher
hier faft wieder den Stand vom März ds. Is. erreicht hat und
noch im Steigen ist, hat die erst theilweise wieder hergestellten
Dämme durchbrochen, die ganze Niederung überschweimnt und be—
ginnt soeben in die niedrig gelegenen Theile der Stadt einzudrin⸗
Der erwachsene Schaden, welcher auch die Stadtgemeinde

etrifft, ist bedeutend.

F München, 16. Juni. Am gestrigen Tage war die hiesige
Runstgewerbe⸗Ausstellung von 2055 Personen à 1 Mark
zahlenden Personen besucht. Die Besitzer von Saisonkarten, sowie
die Aussteller sind hierbei außer Ansaz geblieben.

(Deutsches Reichs-⸗Album). Ofsenbach, 14. Juni. Von
hier jaus wird in einigen Tagen ein Gegenstand zur Ausstellung
nach Philadelphia geschickt werden, der sichetlich nicht verfehlen
wird, die Aufmerksamlen der Besucher in hohem Grade auf sich zu
siehen. Es ist ein Photographie-Album, betitelt, Deutsches Reichs⸗
Album“, welches in der im In⸗und Auslande delannten Album⸗
jabrit von J. F. Kripp dohier eigene für die Weltousstellurg in
Philadelphia angefertigt wuarde. Dasselbe ist ungewoöhnlich groß,
denn es hat eijne Länze von 100 Etm., eine Breite von 75 Etm.
und eine Höhe von 12, mit den Köpfen von 25 Etm. Unstreitig
ist es das Kunstvollste, was Offenbach bis heute in der Portefeuille—
dranche geliefert hat. Es enthält die Brustbilder vom Kaiser,
Kronprinzen, Bismarck, Mollte und allen regierenden deutschen Für⸗
tten in Lebenkgröße, außerdem die schönsten Ansichten von Städten
und Gegenden Deutschlands. Herr Knipp wird sein Meisterwecl
einige Tage in Berlin ausstellen. Das Alhum ripräsentirt einen
Werth von mindestens 8000 -9000 Mart, und wiegt, die Photo—
graphien und Städteansichten mitgerechnet, ꝛugefähr 2 Centner.

x Wir wollen nicht unterlassen darauf aufmeitsam zu machen,
daß die Mark-Noten, folgender Vanken: Gothaer Privatbank, Com-
nunalständische Bank für die preußische Oberlausiß, Leipziger Bank,
Oldenburgische Landesbank. Anhalt Dessauische Landesbank, Geraer

Bank, Niedersächsische Bank, Lübecker Privatbank, mit dem 30. d.
Mis. ihre Gültigkeit verlieren, und ist daher rathjam, zeitig vor
diesem Präclusiotermine sür deren Verwerthung Sorge zu tragen.

FMan berichtet aus Ueberlingen, 18. Juni: Eine
schreckliche That wurde am Sonntag während des Vormittags—
jottesdienstes in dem zwei Stunden von hier entfernten Weiler
Bruckfelden, Gemeind⸗ Frickingen, verübt. Der 32 Jahre alte
Zimmermann Jos. Nübsamen erdrosselte ohne besondere Veranlassung
n einem Anfalle von Geistesverwirrung seine 28 Jahr alte Frau,
Mutter dreier Kinder, von denen das älteste 6 Jahre alt. Die
Familie lebte b'sher in guten Verhältnissen und Frieden und waren
hrave Leute. Vor zehn Jahren kam der Genannte wegen Ge'stes—
traukheit vom Militär weg nach Illenau, wo er nach haldjährigem
Uufenthalte als geheilt entlassen wurde. Seitdem wurde nichts
rankhaftes an demselben wahrgenommen, bis vor einigen Wochen
er den Leuten wegen seltsamen Benehmens auffiel. Die That ge—
chah im Schlafzimmer, melches er verriegelte; der Thäter wurde
rether gebtacht und befindet sich nun in einer Irrenzelle des
Fremdenkrankenhauses.

7 Steétriu, 17. Juni. Heute Mitag um halb 1 Uhr
lief die auf der Werft der Actiengesellichaft „Vulkan“ erbaute
jedeckte Corvette, welche zum Andenken an die ruhmreichen Waffen⸗
haten der deutschen UArmee den Namen „Sedan? erhielt, glücklich
dom Stapel. Die Taufe wurde im Auftrage des Kaisers vow
Tontreadmiral Henk vollzjogen,

London, 16. Juni. Dem ‚Manchester Examiner“ zufolgt
jat die Baumpollipinnerei Malcomson u. Komp. in Belfast und
Pottland ihre Zahlungen eingeftellt. Die Passiva bettagen an—
jeblich über eine Million Pfund Siterl., wovon indeß nur 100. 000
ungedeckt sein sollen.

7 Londou, 18. Juni. Gestern brannte in Ayr (Schott
and) eine Tapetenfabrek ab, wobei 25 Frauen, die in emer Werk—
tatt eingeschlossen waren, mitverhrannten.
*, Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeßz.

— — — —

N 7 IJ
LARBOGAIDP.
Jeden Mittwoch
Damen⸗Gesellschaft
in dem Grewenig'schen Garten.

Fer Mssichuß.
Versicherungsagenten
werden allerorts angestellt.
Schriftliche Anerbieten nimmt
die Exped. d. Bl. an.

Taglich *
80.40 Schovpen
Milch abzugeben bei
Rud. Munziager.
Die seit 1. Juni bei Eisen⸗
bahnfrachtstücken vorgeschriebenen
Signirzettel
werden beigst angefertigt in der
Buch und Steindruckerei von
F. X. Demetz,
St. Inabert.

— —— *
Todes-Anzeige.
J Gott dem Allmächtigenr
chat es gefallen, unsere,
innigst geliebte Gattin,
Mutter, Schwester und
Schwägerin
Caroline Cang.

geb. Rohe,
njeute früh hald 10 Uhn
nach 13wöchentlichem Kran—
enlager im 32. Lebens
iahr in ein besseres Jeaseits
abzurufen.

Wir bitten um stille!
The lnahme. r
St. Ingbert, 19./6. 764
Die tieftrauernden Hin-
terbliebenen.
Die Beerdigung finde
Mittwoch Morgen 106
Uhr statt.

Originalcorrespon denzen und Telegramme, sowie Ausgabe von Extra—
lättern dei wichtigeren Tagesereignifsen und ein sorgfältig ausgewähltes
Feuilleton, werden uns in den Stand setzen, den Anforderungen der Leser
an ein Tageblatt gerecht zu werden.

Der Abonnementspreis der Saarbrücker Zeitung bleibt derselbe, Z M
sowohl in unseren Städten durch Träger, als durch die Post bezogen.

Inserate erzielen durch die Zeitung, dem gelesensten Blatte nicht nur
des industriereichen Saargebietes, sondern des ganzen Regierungsbezirks
Trier, erfolgreiche Verbreitung. Local Anzeigen werden mit 10 Pf. die ein⸗
ache Petitzeile, auswärtige wit 15 Pf. berechnet. Reclamen kosten die Zeile
30 Pig. Fuür Auskunitertheilung durch die Expedition werden 25 Pfg. er
oben.

Zur Vermeidung von Unterbrechungen in der Zusendung der Zeitung
volle man die Neubestellnngen noch vor dem 28. d. M. den betreffenden
Postämiern rechtzeitig eiuliefern. .

Die Expedition.
Abonnements-Einladung.

Die „Münchener Raächrichten“ treten am l. Juli in das achte
Quartal ihres Bestehens. Der bisherige Erfolg derselben rechtfertigt die
AUunahme, daß sie auch ferner wachsen und gedeihen werden. Durchweg
odriginal bieten sie ihren Lesern stets das Neueste und Interessanteste auf
allen Gebieten des öffentlichen Lebens.

Dic „Münchener Nachrichten“ bringen täglich orientirende Leü⸗
artikel über die wichtiasten Tagesfragen, in erster Linie über die Vorgänge
in Bayern und je nach Bedurjniß politische Uebersichten, welche einen Uaren
Ueberblick über die jeweilige Situation gewähren, ferger Feuilletons über
alle die Hauptstadt Bayerns berührende Verhältnifse, insbesondere über das
künstlerische Leben Münchens.

Die Rubrik ‚Telegramme“ gibt ein prägnantes Gesammibild aller
Reuigkeiten auf dem Welitheater. welches an Vollständiagke it nichts zu wünschen
übrig läßt.

Außerdem enthalten die „Münchener Nachrichten“ alle wichtigen
Berichtsverhandlungen, sie verbreiten sich über alle neuen und inte ressanien
Erscheinungen auf dem Gebiete der Kunst und Wissenschaft und im Handels⸗
theil findet der Kaufmann und Industrielle alle Nachrichten, welche für ihn
»on Interesse sind. — Unser Bestreben geht überhaupt dahin, unsern Lesern
einen vollständigen Ueberblick über die Tagesereignisse in allen Vhasen des
zifentlichen Lebens zu bieten.

Indem wir uns erlauben zum Abonnement auf die Münchener
Nachrichten höflichst einzuladen, XXR
Sviertelzjährlis nur 1 Mark 50 fg. A
zeträgt, — ein Preis, der gegenüber der Thatsache, daß fuür denselben kein
inderes Blattnach Qualitöt nund Quantität nerhältnißmäßig auch nur An⸗
näherndes seinen Abonnenten agewäbrt. — gewiß erstäunlich hillig zu
nennen ist.

Inserate haben bei der großen Verbreitung die nachhaltigste Wirluno
und derechnen die viergespaltene Petitzeile zu 10 Pfennige.

Munchen, im Juni 1876.

— *
Expedition der „Münchener Nachrichten
183. Fürstenfelderstraße 13.
GsNOιοοxæ”ääX äÄäαXααæÄσαääæäà ääσ ααRσOσ ααääàà OäOàà αXÛαααäααäRääÂασäÄ äääääOαàä. uιαXROæORàααX:àα αÄα Xαyαοα”αæαXÆααα ÇÔÄOοXX ι ÑοXXαιοαæ — — ————⏑—⏑—⏑———‚———
PNedaktion Druck und Verlag von F. 7. Demetz in St. ZWnahert.

höflichst eingeladen
Abonnements⸗Finladung.
Beim herannahenden dritten Quartal erlauben wir uns zum Abonement
auf die
v 7 it
Saarbrücker Zeitung.
nebst de Gratisbeiblatt der Bergmanusfreund“,
hiermit ergebenst einzuladen.

Die Saarbrucker Zeitung“ wird wie bisher fortfahren, die politischen
Bewegungen der Zeit in liberaiem und patriotischem Sinne mit Aufmerlsam⸗
leit zu verfolgen und auch die wirthschaftlichen und socialen Interessen aus⸗
ührlich berüdsichtigen.
        <pb n="339" />
        ——
32388
2282 32588 25
53255383 A———
— 58588 — 35233* 238
22 523282828 253338 22253832 —3
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38 3 2353 333258
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55353 —e 55330 78332 583* z33837553285
335— 85 38 32277 — 28 532* 2288* * — *8 ———— *
5575 2383235225 5355525 338 333838 3
—* 35 7 — * — —— — 2 — S — — ——
— —22 * —2 — — * S 75 2 — — 3 3333 — 8 * ——
2533833 83— — 55 35 73,322 3 — 8 55533 7 j 558
525 8 2 25 E —5277 22 07 — — 7 2333235
252755 3 725853*85 3323385 —383583.
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—— 8 223z35523* —5335323 35333 —335552—3 —5
——355 3338 538 7
s37887 x5557823 33257333 3875273* 332 **33 33333
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* * 222 3 75 9 32322237* 52325 — — —— 553
2* ——— —523605 75383 —226283 — — 7
53235253253 ——— 2*2 582 * 5z5 —8 22——5
——A 223 —A 2227 X3 —— — — — 2
333 5* 253—35853882
7532*—338 ——S— 82 *2 325 ————
22 —A 23553 53 52325
8 * — ss“z1—582 522
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        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich;) mit dem Hiuptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonnlags mit illuftrirter Vei⸗

lage), erscheint woͤchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnue mentepreis beträgt vierteljährlich

Mart 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pft. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M VIGS. Donnerstag, den 22. Juni 5* 13876.

Deutsches Reich.

— München, 18. Juni. Herr Minister von- Pfretzschner hat
zu seinem Namenstage von Sr. Majestät dem König telegraphische
hlüdwünsche mit der Versicherung erhalten, daß sein Wirken bon
yem vollsten all rhöchsten Vertrauen begleitet sei.

München, 19. Juni. Die allerhöchste Entschließung auf
„ie Beschlüsse der Generalshnode der Pfalz hat die Genehmigung
es Koͤnigs erhalten.

München, 19. Juni. Se. Majestät der König hat dem
Brofessor, Stiftsprobst und Reichsrath Dr. v. Döllinger die Func⸗
ion eines Vorstandes der königl. Atademie der Wissenschaften und
ines Generalconservators der wissenschaftlichen Sammlungen des
Staates auf die Dauer von weiteren drei Jahren übertragen.

München, 20. Juri. Abgeordnetenkammer. Die Kammer
derieth heute den Gesetzentwurf, die Pfälzischen Eisendahnen be⸗
reffend. Art. 1 Abs. a des Regierungspostulats, Ausdehuung der
Bewährleistung des Zinsertrages ꝛc., fand Annahme, ebenso Abs.
). Ausdehnung dieser Gewäheleistung für den Bau der Verbindungs⸗
trecke von Bergzabern nach der Landau⸗-Zweibrücker Linie auf die
Summe von 8,915,000 Mark. — Ferner fand der Antrag des
Adg. Freiberrn von Hafenbrädl Annahme, die kgl. Negierung zu
»rsuchen, mit der großh. badischen Regierung bezüglich der Richtung
der Bahn von Bergzabern aus, eventuell stalt derselben über die
Herstellung einer direciten Verbindungsbahn zwischen dem Bogen
»ei Insheim und einem passenden Punkte zwischen Kandel und
Wörth in Unterhandluug zu treten. Die nächste, Sitzung findet
donnerstag statt.

Ems, 20. Juni. Erzherzog Albrecht von Oesterreich ist
jeute Nachmittag 21/4 Uhr hier eingetroffen und vom Kaiser Wil⸗
selm empfangen worden..

RVermisqtes.

Zweibrücken, 19. Inni. (Eschwurgerichtsverhandlung
il. Quartal 1871. 1. Fall.) Der Asüsenhof bat heute die Wil-
sdelmine Ginkel, 21 Jahre alt, ledige Näherin von Eßweiler wegen
dindsmordes zu 4 Juhren Gefänçniß verurtheilt. Da dieselbe bis—
her einen sehr guten Ruf genoß, und ihre That reuig eingestand,
wurden mildernde Umstände angenommen.

— 20. Juni. (2. Fall). Friedrich Henninger, 21 Jahre
alt, Winzer von Kallstadt, Kantons Dürkheim, der vorsätzlichen
sörperberletzung mit töotlichem Erfolge, sow e ꝛines Vergehens der
leichten Körperverletzung angeklagt, wurde heute der ihm zur Last
zelegten Thatbestände ohne Mildecungsgründe für schuldig erklärt,
worauf über denselben der Schwurgerichtshof eine Gesammistrafe
yon 5 Jahren und 8 Tagen Zuchtbaus und dern Verlust der büc⸗
zerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren aussprach.

F Alsenborn, 16. Juni. Gestern Nacht schlug der Blizz
zei furchtbarem Wetter in das hiesige Pfarrhaus, ohne jtdoch er⸗
jeblichen Schaden anzurichten. Die Insassen kamen mit dem bloßen
Schrecken davon. (Pfarrer in Alsenborn ist Herr Brandstettuer.)

F Die Eröffnung der Eisthalbahn (Grünstadt-Eiseuberg) ist
von der Direktion der pfäl, Bahnen auf Samstag den 24. do.
jestgesetzt. Diese Livie hat von Grünstadt ab folgende Stalionen,
tesp. Haltestellen: Asselheumn, Mertesheim. Ebertsheim, Eisenberg⸗
heitenleidelheim.

Edenkoben, 18. Juni. Bierstreik. Nachdem in der
dorletzten Nummer der „Gegenwart“ zu lesen war, daß vom leßlen
Donnerstag an der Schoppen Biec bei sämmilichen Bierbrauern
uind Bierwirthen 12 Pf. kostet (bisher meistens 11 Pf.), so erschien
m gestrigen Blatte ein „Viele Anti-Biervbereinler“ unterzeichneter
„Aufruf an alle Bierttinker,“ worin es unter Anderei heißt:
„Da die Herren Brauer 12 Pfg. füt den Schoppen Bier und 7
ür den halben verlangen, haden sich die Arbeiter der Nieder⸗
jofer'schen Fabrik dahin geeinigt, von nun an statt Teer nur Wein
iu trinken. Da wir überzeugt sind, daß das braune Wasser mit

10 Pfennig bezahlt ist, ersuchen wir alle Biertrinker um Nach⸗
hmung.“ (Pf. Zig.).

F Die „Pi. 3.“ berichtet aus Speyer vom 20. Juni:
.Die rückläufige Bewegung des Wasserstandes hält an, und die
Fluthen fallen, aber nur sehr langsam. Heute Morgen 6 Uhr
»etrug det Wasserstand am hiesigen Pegel 3,8368 M., was gegen
jen höchsten Stand eine Abnahme von 0,77 M. ergibt. In der
yergaugenen Nacht betrug das Fallen nur 0,00 M., während es
n den vorhergegangenen 12 Stunden 0,15 betiagen hatte. Ein
ochmaliges schwaches Steisen des Wassers ist daher zu vermuthen.
Die hiesigen Bürger sind nun aufgeboten worden, an der Festigung
)er Dämme zu arbeiten. Hoffentlich wird die Gefahr bald vorüber
ein. Auch vom Oberrhein wird beständiges Fallen des Wassers
jemeldet. Der NRhein war bei Straßburg bis zum 19. um
70 Geim Ganzen gefallen. Die bei Straßburg weggeschwemmten
Pappe stamme sind theilweise bis Mannheim und Woims geflöht
vorden. Bet Mannheim haben sie die Männerschwimmschule siark
eschadigt. Auf der elsässischen Strecke Straßburg⸗Lauterburg ist
ein einziger Hauptryeiadamm gebrochen. Dagegen sind vom elsäs⸗
üschen Oserrhein mehrere Dammbrüche zu melden.

Aus Ludwigshafen, 21. Juni schreibt der „Pf. K.“:
Seit gestern ist der Rhein merklich gefallen. — Das Gericht von
iinem Dammbruch bei Reckarau hat sich der „N. B. L⸗Z.“ zufolge
uicht destäligt. Dagegen werd aus Sandhofen (bei Mannheim ge⸗
meldet, daß ein sog Sommerwasserdamm gebrochen ist und dadurch
zegen 3000 Morgen bebautes Land unter Wasser gesetzt sind. Auch
die Dämme bei der Koller-Insel und bei der Kohrhofer Gemarkung
ind gebrochen. — Die Frachtgüterannahme auf dem Mannheimer
Tentralgüterbahnhof ist — einer Bekanntmachung⸗ des Gisenbabn⸗
amtes zufolge — in Folge der Ueberfluthung der über das Rhein⸗
uind Reckavorland nach dem Centralgüterbahnhof führenden Schienen⸗
wege voraussichtlich auf etwa drei Tage eingestellt.

fMannheim, 20. Juni. Seit gestern sind Rhein und
Necar in langsamen aber stetigem Fallen begriffen.

FEin Familiendrama. In Gotlha spielte sich dieser
Tage ein kraurigaes Familiendrama ab. Eine Mutter ertränkte
im dortigen Partteich ihr 5 jähriges Tochterchen, indem sie mit
demselben in den Teich sturzte. Ihr gleichfalls dem Tode geweih-
er 7 jähriger Sohn entfloh seinem Schicksale noch im rehten
Moment, und auch die Mutter selbst fand nicht den im Wasser
zesuchten Tod, sondern wurde lebend mit der entseellen Kleinen
aus der Tiefe an's Land gebracht. Sie ist zunächst ins Kranken⸗
hJaus geschafft worden und wird demnächst ins Gerichtsgebäude
überführt werden.

F Selbst verrathen. Am dritten Pfingsifeiertage hatte
ich ein blinder Geiger dicht am Eingang zum Gesundbrunnen in
Berlin auf estellt und concertirte daselbst, während zwei Kassirer
pas von den Vorübergehenden veradreichte oder hingeworfene Geld
insammelten. Der blinde Geiger spiene und sang unterdessen die
oehmüthignen Lieder, doch plößlich Zielt er inne, hieb mit seinem
Bei genbogen auf den einen Kassirer ein und brüllte d'esen mit den
prosaischen Worten an: „Dett Bemogeln hört aber nu uff, Oskar,
ch hab'elt nu schon dreimal gesehen, det Du d'e Pfjennig in die
hdüchse und die Groschens in Deine Westentasche steckst.“ Kassiretr
Zskar stand wie versteinert da und villescht, wen sein blinder
Beiger gesehen hatte, daß er bemoggeite, warf er ihm die Geschäfts⸗
»üchse vor die Füße und entfloh eiligst, ohne sich von dem gemachten
Borwurf zu reinigen. Das durch diesen Zwischenfall verblüffte
Publikum fing nun seinerseits an, den blinden Spielmann so scharf
uu besehen, daß dieser es für geraden hielt, sich mit seinem zweiten
hm treu geblieberen Gehülfen schleunigst aus dem Staube zu machen.

Eine gute Preoigt. „Ich habe eine schöne Predigt
zehört am vorigen Sonntag!“ sagle eine Frau die einen kleinen
hölerkram hielt, zu ihrer Nachbarin. „Wovon handelte sie?“ sagte
»ie Freundin. „Ich kann mich nicht mehr desinnen, wovon fie
jandelte, ich weiß nur, daß ich aus der Kirche eilig nach Hause
zing und meine falschen Gewichte wegwarf.“
        <pb n="342" />
        fAntwerpen, 15. Juni. Der Precurseur berichtet fol—
genden Vorfall: Diesen Mittag auf der Börse gab es einen Angen—
blick der lebhaftesten Bewegung, fast ecinen Tumult. Eine Person,
wohl bekannt durch ihre ultramontanen Ansichten, ließ sich in einer
Discussion hinreißen, zu sagen, daß man sammtliche Deuische aus
Antwerpen vertreiben müsse, oder aber sie alle iödten. Diese Per—
son wurde sofoct von einer Masse Menschen umringt; es ließ sich
der Ruf ü bas Malou! bören, und es ferlte nicht viel daran, so
wäre es dem Manne schlecht ergangen. Dieser traurige Vorfall
hat einen sehr schlechten Eindruck gemacht. Die Worte, welche
Herr M.... mit lauter Stimme gebrauchte, sind folgende:
Man müßte die Deutschen aus der Börse jagen und dann aus
dem Lande, oder sie vor die Oeffnung einer Kanone binden, um
sich mit einem Male derselben zu entledigen. Sie, nämlich die
Deutschen, haben allein die gegenwärtigen Unruhen hervorgerufen.“

fOrigineller Racheakt. Ein Handlungs-Reisender,
welchem kürzlich in einem Eisenbahnstations; Restaurant hei Paris
für ein ganz einfaches Gabelfrühstück zu seinem Aerger 23 Frauce
50 Censimes abberlangt wurden, benützt seit dieser Zeit allwöchent⸗
lich einmal den Train dahin. Kaum daß die Passag'iere haufen
weise in den Restaurationssaal gestürzt sind — und ehe dieselben
noch bedient werden, setzt er eine goldbotdirte Mütze auf und schreit
aus Leibeskräften: „Meine Herren! E'nsteigen! Einsteigen!“ Alles
eilt nun schleynigst in die Waggons zurück und — dem Restaurateur
bleiben die vorbereiteten Gerichte und — das Nachsehen.

Eisenbahn⸗-Jienstesnuchrichten.

Ernännt wurden der Verwaltungsafsistent und Einnehmer
Jakob Boßong in Germersheim zum Bahnhofverwalter und Güster—
»xpeditor in Eisenberg; zum Einnehmer daselbst der seitherige
Behilfe Gustad Medicus in Kaiserslautern; zum Stationsverwalter
in Ebertsheim der seitherige Einnehmer Adolph Schütze in Zwei—
»rücken; zum Verwaltungs-Assistenten und Einnehmer in Germers⸗
heim der seitherige Güterexpeditor Carl Weher in Dilrkheim.“

Versett wurden in gleicher Figenschaft der Cinnehmer Schwartzen⸗
berger von Dürkheim nach Zweibrücken, der Ernnehmer Heinrich
Dick von St. Ingbert nach Dürkheim, der Gutererpeditionsgehilfe
Eugen Beck⸗vonZweibrücken nach Kaiserslautern; der Haupitasse—
Vehilfe Gönnheimer in Ludwigshafen als Einnehmerei Gedilfe nach
Frankenthal; der Gehilfe Defaa daselbst zur Gütercxpedit ion Lud⸗
vigshafen. Zum Einnehmer in St. Ingbert wurde dec disherige
Expeditionsgehilfe Friedrich Lützel von Frankeuthal ernanut.

Demetz.
— — —— ——

Die beiden neuesten Nummern dee Illustrirten Frauen⸗
Zeitung (vplerteljährlicher Abonnementspreis M. 2.50) enthalten:
I. Die Moden-Nummer (23): Verschiedene Anzüge zu tiefer
und Halbtrauer, passende Hauben, Halskrausen, Cravate schleifen,
Schmucksachen ꝛc. Promenadenkleider, Ueberkleid als Staub- oder
Reisemantei, Morgenanzüge. Fichüs, äcmelloses Jäckhhen, Schürzen,
Bade⸗ und Schwimm-Anzüge nebsft Bademantel, Pantoffeln, Bade—
tasche und Handkorb. Kleider für junge Mäd ven, Gartenhüte für
zroße und kleinere Mädchen Matrosenkragen, Baby-Stiefelchen und
Fäcchen, Wiegen- oder Wagendecken, Salonstuhl mit Stickerei.
Radelbuch (Hotzmalerei), Notenständer, Bunt- und Werßstickereien,
rische Spitzenarbeiten, Häkel⸗ und Näharbeiten ⁊c. ?ꝛc. mit 61 Ab⸗
3 diengen ünd einem großen colorirten Modenkupfer. 2. Die
AnterhaltungsNummer (24): Schulmädchen und Hausfrau.
Novellette von Ferd. Kürnberger. Schluß. — Das Johann's-
jest. Von Clemens Fleischer. — Leben und Sterben. Erin⸗
terung an teine dentsche Fürstin. Von Luise Ernesti. — Ver—
chiedenes. — Wirihschaftliches; Ueber Koffee und Theebereitung.
Bottle-Jack. — Briefnappe. — Frauen-Gedenktage. — Ferner
folgende Illustrationen: Hoh nnisfeier in den dair schen Alpen.
Von Ludwig Bechstein. — Idre Majestäten der Deutsche
Kaiser und die Deutsche Kaiserin. Von Bernhard Plockorst.
— Boittle⸗Juck.

Dienstesnachrichten.

Der zeitlich quiescirte Btzirlsamimann H. Klostermeyer von
usel wurde auf Anfuchen in den dauernden Ruhestand versetzt.

Die katholische Pfarrei Ingenheim ist dem Priester Moriz
dübbers, Pfarrer in Schaidt, die katholische Pfarrei Horbach dem
Pfarrverweser Franz Molitor daselbst übertragen worden.

Der bisherige interimistische Schulverweser Lud. Brügel zu
Altleiningen wurde zum Verwesjer der dortigen protest. Schule, der
bisherige interimistische Verweser an der protest. Schule zu Contwig,
Ph. Schmidt, zum Verweser an dieser Stelle, der Verweser Hch.
Schmitt zum Verweser der ersten Schulverwejerstelle zu Oppau. der
Schulverweser Hch. Maher zum Lehr.r der lath. Lehcerstelle zu
Jägersburg, der Schulverweser Chr. Zimmer zum Lehrecr an der
en errichteten Lehrerstelle iu Wilgartswiesen, der interimiftische
Schulverweser Peter Wolfer zum Verweser der Schulstelle zu Bo⸗
venheim ernanut.

1

— 88 Angebote u. J „Versgteigor.u. J. J. igt jun.
ersteigerung. J 09 2 —* at NweWiefen sar die
uLersteig 26. ugß Mis. Gesuohe VOn dubmission., diesjährige Heu⸗ und Ohnꝛer⸗
des Nachmitiags um 8 Uhr, zu Srute zu verpachten.
St. Ingbert, im Café Ober⸗ AA——
hauser, iassen die Herren Gebr. egerancote Iece
Kraemer vom St. Jngberter maschiue somi⸗ ARet
Fisenwert dus diesjährige Heu— Tran miffions - Welien
und Ohmetgras von den zur von 70- 72 mim. stark
Obermühle gehörigen Wiesen- Lager und drienfcheiben
St. Ingberler Bannes, ian das⸗ werden zu kaufen gesucht
boden onen offenilich auf Cie Naheres ber Aug, Freu
dit vecsteigern.
Aus Auftrag denberaer in St. Jobann
Das Geschäftsburtaus
L. Bechthold
in St. Inabert.

Der Bürgerhilfs—
Verein hat dem Hospitale
St. Ingbert die Summe von
12 Mark geschenkt, welche dar⸗
lend in Ertpfang genommen
vurden.
St. Inabert, 20. Juni 1876.
Für die Hospitaikommission:

Das Bürgermeisteramt:

ECiuster.

——

BEN

88
73
* —
—*
E
25

Zu verkaufen:
kiefern Bauholz, Zaun⸗
urd Baumpfähle, fichten
Rund-, Leiter⸗ und Wies
bäume bei
Louis Höh.
Breiterwuüͤhle bei Niederwürzbach.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert

Frankfurter Börse
vom 20. Juni 1876.

—IX— I. Psqꝙ
Pistolen, dopplelte.. — - 6.
Pistolen... 5 — 6.
—X—
Randdukaten . .. 1937-62
20 Prankenstücke.. 11619-28
Englische Sovereigns. 2089 -44
Russische Imperials, 1067-79
Dollars in Gola 416—19
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        * — 522 2 2 *8 3 20
2 v 2* 22 ü8852 532 252* — 223232* —*
—3553355 238 5 5333——523588 — 553383
—* 2 —æ— 5—222 2*2 * 2 — ——— —F 552 2 535
8 — 3335323 78 2 233 2233255 A 5 5— —83 5— 3
2 2 225 2335 — —— 2332 82 7—323 25
383355f —s 83 33333 —38 35388 7333—5
2 2735 * s 5235—53— 3323 53——33 5532—383583
— 232 5335 5 22833 — 33 — — 2 —32 — * — — ——— 2 *
2* 2 3 * 232 2 — 7 27 —— ——— 7 632227 *
2 7 23 — 7 32 —— —— ———53285 235—523825 235—853
2 522 —2232 — — 5822 3* —AV — — —A —— — 32*28 — — *
33 — 3335 236 3333 —3533338*
— 2 232
233235 5 — ————33333——5 88233853
— — —20 5336 5—s5532323 385428 ———8282
2 3 5* p——— — — 22 ue] 8 A — — — 3
557 2258—5 25 52325 2 *3282 —— —— —255 38.225238* *
22 5 52-8325 3 —22 33233 ——333 55—333 525282
sz332 32 3 28—3278 5233335855333858
—2 5 325 53558 35333—373 336 324287
25325 8 8 —— — 3— 2 3 22232 — 2* ꝛd
53853— 83—332 ———755337 5385
5553——3 *8——838——— 52553*25855255 —8353236
7 * A — 2782225 E—SEI 25 —
— — 5— —2 2 8 J — — — 222* 2*80O * 8 — 22 2 J T — 2723
— 5 2 2 — 9 22 * * ——— —2 —
—7—— 2533 7—37— 33325 —21353—33 2572
2 —525 228 23 22 85355 22 2 —232282 57 232 837 — 363* 2
225522 55828 222322 58SS5 — 2——523* z225 i 3
3 * —— * 2*25 —— — —
s 33 —533 332—3853.8
„2 3 33753253— 52 —— 3 ——33363333756
2—87 — 52352 — . 3 5—2 353—8 — 353333555* 5555355*
—* 2—32— —25 2855 * 52 22 2 5— 28
52 — 58 — —
* *22 222 —A 2323
25222 8283 23258—228 — 57 —5 55 525535232 255 5. ——
25225 55355 5355 255558 667 zs333 535553 5333
2522 585* 3* —— —5 —— *58T6— — 22 —
2 2 3 2 * 588 2382852 59*

ß 7NM7 * * — 2322 2 2 8
z3555 3285 555 53355383 32—50 335355 34353538 583
z5 M835 —5—33 853523 338385 —822 330

* —A 22 — 32 223 E4 —— 2 S* 25
525535 8325 228s 5753335 — 355 8838338 5833

* —F

—A 35355 —*2. 55 —— —— — —A —882
535 225 3—258 — 2——55 —3 38335
25575 355583 2832 6555 ——,8 —857 58 „ 57 2527
—— 555355 555 2—535 32523823883 5552 5235 5275
2 58 — 3 J —A 2—228 —8 — 5 — X —2 2
2*2 — — 28 * 5———2—2— 2—237 22 2 22 —
28 2 22 — 535535 238—
237* —532—53 772332684 38752328 32— *252 532
— 2— —2 5x«5 —35*83 —— ——S 234 238 — 53
55322 —A S5 —— *3 —— ———
— 52 2* 82 x—5 — * 8 * —5 — 833 222
2*3— 32—8 28 —7357 — ——— 2238
5 ——5 522 — — — ———— 3335278 25252 — 4832 5
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        Slt. Ingberler AAnzeiger.

Her St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wö hentlich) mit dem Hruptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermnal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnemeuntspreis beträgt vierteljährlich

Mirt 29 R.⸗pfz. Auzeizen werden mit 10 Pfa., von Aasvwärts mit 15 Pf.“ für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
45 99. DDaJaunstan-den 24. Juni 1876.

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Deutsches Reich.
München, 20. Juni. Die — zur Zeit noch nicht voll⸗
ständig vollendeten — Referate des Abg. Dr. Schmidt über den
Ztat des Kaltusministerinnus und des Abg, v. Schloer über die
Finnahmen und Ausgaben der Staatsbabnen können frühestens zu
Anfang kom uender Woche im Finanzausschuß und deßhalb nidt
dor der ersten Woche im Jali in der Kam sner zur Berathung ge⸗
angen. Dec vollständige Abschluß der Berathung des Budgets in
der Kammer der Abgeordneten, dürfte nicht vor Mitte Juli mög⸗
ich sein, so daß der Schluß des Landtage:? erst gegen Eude des
nächsten Monats möglich sein wird. — Vei der gestern im Aus-
chuß für den Jörg'schen Wahl zesetzentwurf stattgeh ibien Schlußab⸗
timmung wurde der Entwurf, wie er aus der zweiten Lefung her⸗
porging, mit 7 (ultr.) gegen 6 (lib.) Stimmen angenommen. Hr.
Abg. Lampert war wegen Uawodlsein nicht erschienen, sonst hätte
sich Stimmengleichheit ergeden. Der Ansschuß genehmigte auch den
an die Kammer zu erstattenden Bericht, decr jetzt sosort gedruckt
werden wird.

Dem „Fräuk. Kur.“ wird aus München geschrieben: In
.J. Tagen läuft der Termin dis nun schon so oft verlängerten
Landtages ab, und noch ist nicht mit nar annäheruder Sicherheit
abczusehen, bis wann die nun mu einiger Unterbrechung drei Vier-
el Jahre dauernde Session zu Ede kommen wird. Man trug sich
in den letzten Wochen mit der Hoffaung, daß das Haus in der
Prannersgasse bis 15. Juli gesblossen werden lönnte, aber in Be—
rücksihtigung der in letzter Zeit gemachten Erfahrun en ist diese
hoffnung wieder sehr getrübt und macht man sich darauf gefaßt,
hier noch Eiwas von den Hundstagen zu genießen. Viel Hitze
ind Schweiß wird es auch noch bei dem todtgebornen Kinde
.Wahlgeseh“ genannt absetzen. Doch trösten wir uns mit dem
Hedanken: daß Alles sen Ende hat; warum sollte dieses n'cht
nuch dem „Budget-Landtage“ pafüiren?

München, 22. Jun'. Die Avsgeordnetenkammer gewährte
eute d'e 442 procentire Zinßgarantie für 251,000 Mark behnfs
derstellung neuer Sigualvorr'chtungen auf den Pfälzischen Bahnen,
dann für 7,355,000 Mart Baucapital der Bihn Zweibrücken⸗
hornbach-Bitsch. Der Antrag Hafenbrädls, die Zinsgarant'e nur
ür die Strecke bis zur Landesgrenze zu gewähren, warde abgelehnt.
Für den Regierungsentwurf sprachen auf's waänmste die Abzeordneten
deller. Karl Schmidt und Vaillant.

Abs. b des Art. 2, wornach eine * procentige Zins jarantie
ur 6,138,000 M. Baucapetlal der Vahn Kaiserslauiern-Lauter⸗
cken (mit Abaweigung nach Otterbera) gemährt werdean sollte, wurde
nit 71 gegen 70 Stunmen abgelehnt. Die Adg. Phelipp Schnedt,
Bubhl, Vasllaut sprachen für Gewährung. Ait Nein stimmien u. a.
much die Abg. Molitor und Horn.

Schließlich wurde der ganze Gesetzentwurf mit 81 gegen 60
Summen angenommen, wodei die Aꝛg. Mol tor, Hocn. Pjfahler,
zörg und acht andere Ultramontane mit Ja stimmten.

De Petitionen um Eifenbahnen von Insheim nach Wörth
ind von Herxheim nach Wörth sind durch den heutigen Kammer⸗
zeschluß als erledigt zu ecachten; die Petitionen um die Linie
chaleischweitec? andstahl, um die Glanthalbahn und um die Bahn
domburg-Rehweilet wurden der Staatsr-gierung zur Wurdizung
nnüberzegeben.

Aus Berlin, 20. Juni, meldet man der „All'. Z1g.“:
Die Nachricht der „Voss. Ztg.“ von der beabsichtigten Neuordnung
vr freiwesligen Getichtsbarteit und des Notatiats anläßlich der
zust: zgesetzreiorm ist unbegrundet. Preußen hält an dem bizherigen
zustande der freiwilligen Gerichtsbarkeit fest, während Bayern ab⸗
jencigt ist, das Nokatiat aufzugeben.

Berhin, 21. Juni. Der „Re'chz-Anzeiger“ schreibt: „Nich
aner amtlichen Meldang aus Peking haden die bei der chinesi⸗
chen Regierung in der Angeregenheit des deutschen Sshiffes
„Anna“ gethanen diplomatischen Schritte den beabsichtigten Erfolg
ejabt. Die Strafanträgt gegen die Mörder des Kabttäns und

des Steuermanakß, gegen die strandräuberischen Fischer der Insel
—AIED
zegen die kompromitirten chinesischen Beamten sind genehmigt. Die
'ür d'ie Interessenten reklamirte Entschädigung ist zum Theil aus-⸗
jejabstt, zum anderen Theil zugesagt worden. Außerdem hat die
hinesijiche Regierung zur moͤglichsten Verhütung ähnlicher Falle von
„trandraub eine für gauz China giltige Strandungsordnung er⸗
assen, von welcher man sich gute Wirkung verspricht.“

— Hexte kursirten die ersten neugeprägten 2-Markfücke unter
den Abgeordneten; sie zeichnen sich im Gegensatz zu fast allen bis⸗
jer'gen Reichsmunzen durch eine besonders gute Prägung aus.

In Beziehung uuf die Strafbarkeit einer Ueberversicherung
rines Waarenlagers ꝛc. oder anderen beweglichen Vermögens hat
das Odertribunal in einem Erkenntniß vonn 18. Mai d. J. fol-
gende Sätze ausgesprochen: 1) die Ueberversicherung von Waaren⸗
agern um 30 Procent und von sonstigem beweglichem Vermögen
um 50 Procent ist rechtlich als eine wissentliche und somit straf⸗
vare so lange zu erachten, als der Versicherungsnehmer nicht das
Begentheil beweist; 2) der Procentsatz der Ueberversicherung ist
vom Strafrichter nach den e'nzelnen Rubriken des versicherten Ver⸗
nözens, wie sie in ihren Einzelwerthen im Versicherungsvertrage
angezeben sind und nicht nach dem Gesammtbetrage der Versicherungs-⸗
umme festzust llen.

Wie aus Barlin gemeldet wird, ist Sultan Murad nmia—
nehr von jämmtlichen Großmächten durch die Botschaft anerkannt.
Ulso hat aud General Ignatieff den saueren Gang thun müssen,
wmchdem Gortschatoff's Vorschlag, den Akt von Vorbedingungen
abhängig zu machen, von den anderen Mächten als „unpaässend“
sutückgewiesen wurde. In einem Briefe des Wiener Correspondenten
der deutschen „Petersburger Zeitung“ wird die Haltung der Nord⸗
machtegegenüber der Lage, wie folgt, stizziet: „Die Maͤchte werden
die Pforte in ihren pac ficatorischen Schritten thallräftigst unter⸗
dütßen und zunächst die Auerkennung. des Sultans aussprechen.
Den Wasollenstaaten und den insurgirten Provinzen aber wird man
iahelegen, daß es der ernsteste Wille Europas ist, den Frieden
richt länger stören zu lassen, und in Belgrad wie in Cettinje zeigt
ich bere ts, daß man sich dort über den Ernst dieses Willens nicht
äuscht. Die Pacificationsarbeit der türlischen Staatsmänner wird
yadarch wesentlich gefördert, sowie andererseits das Bestreben der—⸗
euigen lahmzelegt wird, welche noch immer bemüht sind, das
utensivste edißtrauen gegen Rußland zu verbreiten. Der Pforte
oll Zeit gelassen werden, das Reformwerk zur Durchführung zu
bringen, und man will eine neue Arußerung erst von dem weileren
Bange der Ereiguisse abhangig machen.“

Baden-Baden, 21. Jun. Die Kaiserin Augusta ist
Jeute Morgen uach Jugenheim abgereist. Bon da geht die
da serin nach Koblenz.

Der Esbaroßheizog von Oldenburg kritt am 1. Juli als
Zeloide⸗Lieutenant in das J1. Garde-Dragoner-Regiment ein.

Wickede gibt in der „stöln. Z.“ ein Bild von der Stimmung
ind Lage Fraukreichs, das wir nicht ohne ernste Gedumilen be—
schauen fönnen. Er sagt, der Feanzose sei gegen den Deutschen
etzt höflich, aber kalt, glatt verschlossen. Von Politik rede er nicht
nit ihm, aber er lasse darcholicken, daß die Zeit der That herbei—
ommen werde. Kur, um es leüchte aus seinem Verhalten gegen
uns ein födtlicher Haß heraus. Wickede faͤhrt for:: „Die Franzo⸗
ien haden üderhaupt in jeder Hinsicht im letzten Kriege sehr viel
Jelernt. Ernst und Entschlossenheit, Abneigung vor den Uebertrei⸗
»nngen deb Vuxus, angestiengte und mit Nichdenken gepaarte
Thätickeit ist in die Mehrheit der Bevölkerung eingekehrt, und
überall machen sich auh die Folgen dieser intellicenten Arbeitsam-
keit bemerkbar. Bezünstigt durch den seltenen Reichthum des Bo—
duns, die größkentheils seyr guten Ecnsen der letzten 5 Jahre und
die velen natürlichen Hilfsmittel des Landes sied die Spuren des
drieges 1870, selbst in den Theilen Frankreichs, welche am meisten
eiden mußten, bei Dijon, Orleans, Patis, an der Loire und
        <pb n="346" />
        Seine, in der Perche, auch bei Sedan und in den dstlichen De⸗
hartements, so gänzlich wieder vetwischt, daß man kaum noch die
Spuren dabon entdeden wird. Man findet fast nirgends gesunde
Menschen als Bettler, sieht keine zerlumpten, von Elend abgezehr⸗
sen Gestalten, dagegen im Ackerbau, bei Bauwerken und in allen
Fubtiken und Werkstätten und Kaufläden emsigen Fleiß und kann
sih überall davon überzeugen, wie sehr Handel und Wandel ge⸗
deihen müssen. Daher die dedeutenden Zuuahmen der Einlagen in
die Sparkassen, die wenigen Banteratte, die sich seit 1871 alljähr
lich mindernden Verbrechen gegen das Eigeuthum und die stets
srerer werdenden Gefängnisse, Arbeitshäuser und Zuchthäuser, der
geringere Besuch der Wirthshäuser, Cafes, Theater und besondees
zuch der so frivolen Concerte. Der Franzose fast aller Stäude
führt jetzt ein häusliches Leben. Es ist daher in den meisten fran⸗
zösischen Provinzialstädten jetzt für einen Fremden ziemlich öde und
jangweilig; er wird nicht die Hälfte der öffentlichen Vergnügen
aller Art daselbst finden, wie in einer deutschen Stadt gleichen
Ranges, und des Abends um 10 Ubr ist Alles wie ausgestorben.
Selbft Städte wie Lyon, Bordeaur und das so mächtig anwach⸗
sende Marseille, eatschieden jetzt weitaus die bedeutendste Hondels⸗
stadt des ganzen Mittelmeeres, sind am Abend verhältnißmäßig
sodt, und wenn man die Vergnügungsanzeiger dieset Stadt mit
denen 3. B. von Hamburg vergleicht, wird leßleres j den Abend
gewiß die doppelte Zahl von Theatern, Concerten, Schauvorstellun⸗
gen aller Art und besonders von Tingeltangels haben. Schleßlich
dird dann noch bemerkt, daß der Franzose in Folge seiner Spar⸗
samkeit die hohen Steuern und Umlagen leicht tragt, daß das
deben in Frankceich dabei wohlfeiler ist, als in Deutschland, so
Faß die Fremden dorthin J'ehen und daß die franzdsische Waare
an vielen Orlen die deutsche voͤllig verndrängt. —
Kussand. *

Die Gesellschaft zur Unterstützung aus zewanderter Elsaß Loth⸗
ringer, au deren Spitze der Graf d' Haussonville steht, hat den
Ueberschwemmten des Eisaß 10,000 Fr. überwiesen.

Paris, 18. Juni. Auf Beranlassung des Senators Vatemin
ift in beiden Kammern eine Substription füer die Ueberschwemmten
des Elsaß eröffnet worden. Die „Republ que francaise“ fordert zu
allgemeinen Zeichnungen zum Besten von Bevölkerungen auf, „welche
dieses neuen Ungläcks vicht bedurften, um uns ganz besonders
theuer und heilig zu sein.“

Brüfssel 21. Juni. Nach Berichten aus Löwen haden da⸗
selbst größere Uaruhen stattgefunden; in Folge feindlicher Kund-
gebungen gegen Studire ide, welche der lideralen Partei augehören,
sind die Universitätsvorlesungen unterbrochen; die Bürgerqa. de ist
uusammencezogen.
RVermisqhtes.

f Zweibrücken.“ (Schwurgerichtsverdandlung vem 21.
Juni. 83. Fall.) Angeklazt Christian Gampfet, 24 Jahre alt,
Detonom in Donsieders, wegen Todischlags und Mordversuchs.

Der Angeklagte verheirathete sich am 29. Okt. v. J. mit
Magdalena Gampfer von Donsieders und bewohnte von da an
gemeinschaftlich mit seinen Scwiegereitern zu Donsieders ein Haus,
das die letzteren im Ethevertrage dem jungen Ehepaar geschenkt
hatten. Wahrend die ersten Wochen ruhig verliefen, stellten sich
hald Streitigkeiten ein, deren Veranlassung die Trunksucht des
alten Gampfer war. Anfangs hielten die Frauen zu dem Ange⸗
flagten gegen dessen Schwiegervater; bald traten sie jedoch auf die
Seule des letzteren über, da idnen de Mißhandlungen desselben
ducch den Augeklagten mißfielen. Nun ging der Steeit täglich nicht
meht aus. Mehrfach wurde der Angetlagte bezichtigt, seine drei
Hausgenossen zu mißhandeln, so daß selbst die Ortspolisei zu Hilfe
Jerufen wurde. Endlich verließen die alten Leute am 21. Februat
die Wohnung und bezogen bei Friedrich Gampfer in Donsieders
eine Dachstube. Die junge Frau solgie noch au demselben Tage
dahin und zeigte, als der Augeklagte ñe zur Rücklehr aufforderte,
nicht die geringste Lust hiezu, sondern war in steter Furcht vor
ihrem Manne.

Der Angeklagte war kun allein zu Hause und hatte Niemand,
der sich seines verlasseren Hauswesens annahm. In seinem Un⸗
willen hierübet faßte er den Enischluß, seine Frau, wenn sie nicht
zurüdkehre, zu erschießen. Zu diesem Zwede kaufte er am 23.
der 25. Febr. einen sechaläufizen Revolver mit scharfen Patronen.
Alle seine nun sortwährend angestelßtten Bemühungen, seine Frau
zur Rückkehr zu bestimmen, schlugen sehl, werbalb er vorerst ein
aAderes Mittel versuchte; er traf namlich am 28. Febr. Vorkeh—
rungen zur Versteigerung seiner und Verpachtung der Güter seiner
Frau, worauf er dieser mit: heilen ließ, daß, wenn sie den andern
Tag Mittags zurücklehre, er diese Maßregeln wieder rüdaanaig
machen werde.

Am 29. Febtuar, dem Tage der That, stand er wie gewöhn⸗
lich um 7 Uhr auf. Wie er selbst zugibt, hatte er die Absicht,
in⸗KFrau nochmals zur Rückkehr aufzufordern und sie bei wieder⸗

holter Weigerung zu erschießen. Er lud deßhalb feinen Revolver
und versah fich außerdem mit 5 weiteren scharfen Patronen und
inem Rasicmmesser. Darauf besuchte er seine kranke Mutter urd
einen Schwager Weber, dem er sein vorräthiges Geld zum Auf—
jeben gab. In einer Wirthschaft trank er einen halben Schoppen
iBein. Ueberall, wo er hinkam, trat er ruhig auf und ließ keint
Drohungen fallen, und kein Mensch ahnie als er äußer'e, er wolle
zu seiner Fcau gehen, daß er eine so entsetz'iche That vorhabe.
Um 8. Uhr llopfte er an der geschlossenen Thüre der Woh⸗
aung seiner Frau. Diese oͤffaete ihm und trat auf sein Geheiß
auf den Vorplatz. Hier forderte er sie wiederum zur Rückkehr auf,
erhielt aber zur Aniwort, se gehe nicht zu ihm, sie traue ihm
aicht. Die Schwiegereltern hatten unterdessen die Stube verlassen
ind sich hinunterdegeben. Der Augeklagte und seine Frau berraten
run w'eder die Stube in ruhigen Gespräch⸗ so daß die junge
Frau, ohne etwas Arges zu denken, ihren Mann wieder auf den
Vorplatz begleitete. Hier erneuecte der Angeklazte seine Aufforde⸗
»ung zur Rückkehr, aber mit keinem besseren Eciolge als früher.
sun griff er in die Hosentasche und mit dem Rufe: „Da sahren
vir fort!“ oder: „Da fahre ich weiter!“ krachhte der erste Schuß.
Die Frau fühlte sich gleich getroffen, und wäntend sie sih der
Thüre zuwendete, gab er zum zweiten Male Fuer. In diesem
nugenbiicke kam die Schwregermuiter zut Thüre heraus. Ein
Zchuß streckte sie sojort todt nieder. Jetzt ging der Angeklagte zur
Thüre hinein, und während er Eiwas am Revolver machte, wie
zie Frau sagte, hielt diese de Thüre zu. Er riß fie jedoch sogleich
wieder auf und gabd ihr den vrerten Schuß, worauf sie zu Boden
ank. Der Augeklagte warf nun den Revolver weg, kniete auf
eine Frau und fuchte ihr mit dem Rasirmesser den Hals abzu⸗
chyneiden, oder, wie er sagt: „Ec fiag an zu säbeln.“ Sein
Ipfer vehrte sich, so daß er sich selbst am linken Zeigefinger ver⸗
vundete, Auf ihre Bitten, er möge sie doch gehen lassen, sie gebe
zerne mit, erwiderte er: „Ja, wenn du verteckt bift!“ Als sie
ich nicht meht regle, warf er das Messer weg und steckte den Re⸗
ßolver ein. (Schluß folgt.)
f—Zweibrücken, 22. Juni. In unserm Nachbarort Mittel⸗
—XE
all. Der Herr Buͤrgermeister Heinrich Schneider nahm in seiner
Zcheuer zwei Marder wahr, welch; sich über die Hühner herzemacht
hatten. Rasch entfernte er sich, um seine Flinte zu holen, und
etzte seinen Nichdar Hen. Jakohß Sutter in Kenntniß, welcher
vann ein Gleiches thai. Beide machten nun auf die Marder,
velche inzwischen die Scheuer verlassen halten, Jagd, und eins der
Thiere wurde auch sofort getroffen; dasselbe derkroch sich in einen
iaden Heckeuzaun. Um nun urgenirt nach'ehyen zu können, ob der
Marder tödtuͤch getroffen worden, legte Herr Schneider seine Flinte
nuf den Zaun Spater ergriff er dieselte weeder, leider aber an
deimn no geladenen Lruuf, der gespinnte Hahn, an einer Hecke
Widerstind findend, ging loz, uid der Shuß traf Irn. Schnerder
anglüclicher Werse in die linke Seite des Untecle:bs und verursacht e
eine, wie wir hoͤcen, lebensgefahrliche Verwundung. (3. 3.)

f Lambrecht. Tec 10. Verbandstag der pfälz. Benossen⸗
ichaften wird hier am 10. und 11. Juli abgedallen (Vorversam.n⸗
ung am 10., Haupwersammlung am 11.). Der Anwalt der
Genossenschaft, Schulze⸗Delitzsch, wird derselben anwohnen. Vor
aufiz, umfaßt die Tagesocdnung jolgende Gesenstände: Bericht
des Verdandsdirektors, Berichte aus den einzelnen Veceinen, Referat
üher d'e Beantwortung der Frazgedogen wegen der Realccedit⸗
zenosseujchafien, die Handhabung der Controle in den Vereinen.
Prüfung und Genehmigung der Verbandsrechnung, Wahl des Ortee,
in welchem der nächste Verbandstag statifinden soll, Wahl des
Verbandsdirektors und seines Stellbertretets, Wahl eines oder
mehrerer Abgeordnesen zum allgemeinen Vereinstag.

Neustadt. Der am 18. ds. hier abgehaltene Delegirten⸗
tag der piälzijchn Gewerbevereine hat sich eingehend mit der
Frage des Hausirhandels beschäftizt. Es wurden die entgegengesetzten
Standpunkte mit Ledhaft'gkeit vertrelen; am entsch edensten gezen
die Hausirer und die Wanderlage sprach Fadrikant Siern von
Zweidrücken, während Kaufmann Mann ven Grünstadt de freie
Erwerbsthätigkeit auch in dieser Richtung vertheid gte. Zu einem
Beschluß kam es nicht; es wurde deu einzelnen Bercinen anheim⸗
zestellt, sich bem Verbandstage über den Gegenstand und die damit
susammenhängenden Frazen zu äußern. — Besprochen wurde fernet
dre Adkürzung der Zahlungsfristen. Stern von Zweibrücken ver—
augte kurzweg, es sollte durg Gesetz verboten werden, Uber drei
Monate zu creditiren, und solle weiter durch Gesetz „eboten werden,
innen vier Wochen nach Aolauf der dier Monale Klage zu stellen,
vid tigensalls jeder Anspruch verloren ginge; eer stieß aber auf ent⸗
sch edenen Widerspruch, indem ihm bemerklich gemachht wurde, es
väre sehr traurig, wenn der Handels-und Gewerbestand sich in
dieser Sache nicht selbst helfen könnte. Man einigie sich schließlich
hahin, diese Frage den Gewerbevbereinen zu gutachtlicher Aeußerung
Jurzulegen und fie dann auf dem nächsten Verbandstaqe weiter a
        <pb n="347" />
        rxoͤrtern. Auf diesem soll auch der Anttag des Gewerbemuseums⸗
ereins erledigt werden. Die vom Reichzkanzleramt veranstaltete
ẽrhebung über die Verhältnesse der Lehrlinge, Gesellen⸗ und Fabrik⸗
srbeiter hanie den Berband veranlaßt, alle ihm angehörigen Vereine
u Berichten und Gutachten aufzufordern; es sind jedoch dieser
Aufforderung nur sechs Vereine (Neustadt, Kaiserslautern, Kirche
eimbolanden, Kusel, Grünstadt und Bergzabern) nachgekommen.
Dder auf Grund dieser Aeußerungen verfaßte Bericht des Vororts
vird durch den Reichstagsabgeordneten Dr. Zinn der Reichsregierung
ibergeben werden. Auf die Tagesordnung des nächsten Verbands
ags, der am 10. September in Speyer zusammentritt, wurde
ußer den vorerwähnten Gegenständen noch gesetzt, die Besprechung
sber Farbenblindheit und dessen Gefjahren bei'm Eisenbahndienst,
iber den Anschluß an den bahyrtrischen Gewerbevereintag, über Be⸗
oilligung von Reisekosten für die Delevitten, über Festsetzung der
gerbandsbriträge, über das Institut der Fabrikinspectoren in Bayern.

Im. Königreich Bayern sind im Jahre 1875 im Ganzen
.499 Eilroukungen an den Pocken zu verzeichnen, hiervon treffen
271 auf Unterfranten, 142 auf Niederbayern, 39 auf Oberbayern.
16 auf Viitielfranken, je 10 auf Obeiftanken und Schwaben, 8
zuf die Oberpfalz und 3 auf die Pfalz. Die Gesammtzahl der
Todesfälle an den Pocken bezifferte sich auf 75.

Wird eine Person bei dem Betriebe einer Eisenbahn durch
aigenes Verschulden und zugleich durch das Berschulden der Eisen⸗
ahn⸗Verwalrung berletzt oder getödtet, so schließt das eigene Ver⸗
chulden des Vernanglückten deu Entschädigungsanspruch nicht ohne
Weitttes aus, vielmehr hat der Richter das beiderseitige Verschul⸗
zZen hinsichtlich der Art und des Grades, sowie des Einflusses des⸗
elben auf den eingetretenen Unfall abzuwägen. Erkenntniß des
Reichs⸗Oberhandelsgerichts, 1. Senats, vom 9. Mai d. J.

fIn ben Tagen vom 3. bis 6. Seplember versammeln sich
die deuischen Forstwirthe in Eisenach.

fBismard-⸗Kultus. Auf seiner Reise nach Kissingen
zat sich der Reichskauzler auf dem Bahnhof,in Salzungen ein
Hlas dortigen Klosterbiers geben lassen, wonach die Vereinsbtauerei
Ht Bier nun, Bismarchbier“ nennt. Das Glas, aus dem Bis⸗
marck getrunten, wurde von einem Herrn für drei Mark gekauft.
Die Salzunger waren überhaupt gegen den Reitskanzler fehr zu⸗
hunlich; ein Stadtverordneter fragte ihn, ob der Europäische Friede
nun gesichert sei, auch der Brauereidirector stellte sich vor und ein
Oritter lud den Kanzler ein, doch das Soolbad Salzungen zu ge⸗
zrauchen, worauf er geantwortet, daz er, wenn die Aerzte es
dünschten, auch einmal hierher kommen könne. Die Unterhaltung
n Salzungen soll ihn sehr erheitert haben, unter den Hochrufen
zer Menge fuhr er freundlichst grüßend von dannen.

f Kiel, 16. Juni. Heute wurde von dem hiesigen Kreis⸗
zericht der Reichenags-Abgeordnele Liebknecht (Sozialdemoktat) wegen
inen im leßlen Winter zu Neustadt gehaltenen Vortrages, in dem
angeblich eine Beleid gung der deutschen Armee enthalten sein soli,
zu“2 Monaten Gefängutß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte 8
Monate beantragt.

Bretten. Ein Gemeindediener im Amisbezirk Bretten in
gaden hat in voriger Woche thatsächlich folgende Bekanntmachung
mit der Schelle verlündet: „Es wird hiermit bekannt gemacht, daß
eder Hund mit einer 3 Meier langen Blechinarke verseten wer en
muß. Wer einen Hund herrenlos herumlaufen läßt, der wird mit
2 Marl bestraft und nach einigen Tagen getoͤdtet'.

F Eilsässer und badische Blätter bringen Aufrufe zu Samm⸗
ungen für die Ueberschwemmten. Einem Aufrufe des Ersteiner
dreiscomites entnehmen wir folgende Stelle: Am 183. 14. und 15.
Juni c. sind die Ortschaften Rheingau, Frießenheim, Boofzheim,
Obenheim, Daubensand, Gerstheim, Kraft, Plobsheim in Folge der
Rhe ndammbrtüche bei Plobsheim, Kraft, Gersiheim, Rheinauer
Mühle, Schörau und weiter oberhalb in überraschender Weise über⸗
luthet worden. Hunderte von acuien Taglöhner-Fainilien haben
hre Wohnungen unter Zurücklassaug ihres Hausraths räumen, ihr
Vieh zum Theil im Freien unterbringen müssen. Sie sind aus
Wochen erwerbsunfähig. Die Ernte au Futter, Kartoffeln, Gerste
und Hauf ist vernichtet und nuc mit großen Kosten werden die
Felder wieder nwutzbar gemacht, die Häuser, Stalle und Scheunen
dieder hergestellt werden können. Auch ein Theil der Feldmarken
von Eschau, Erstein uad Illk rch-Graffenstaden ist übecschwemmt.
In Gersiheim sind 120, in Ober heim, 3, in Rheinau 8, in Plobs
deim 15 Häuser, Stalle ꝛc. eingestürzt, andere werden bein Ablauf
des Wassers nachfolgen; in Rheinau müssen gegen 250 Menschen
nuf dffeniliche Kosten gespe st werden. Eine Menge Familien ver⸗
riert fast die ganze Ernte.

pEin Berichterstatter der „Köͤln. Zig.“ in Konstantinopel
jat durch einen Beamien des kaistrl. Palastes erfahren, daß d'ie
Zahl der an die Adresse des Sultans aus Europa eingelaufenen
Zetlelbriefe und Schrifistücke ähnlicher Gattung sich auf mehrere
Tausende beläuft, unter welchen sich einige merlwürdige Sachen

Fefinden. So fragt z. B. ein kürkinnenfreundlicher Hamburger an,

ob nicht die ihres Herrn beraubten Shavinnen des verstorbenen
xx⸗Sultaus billig ins Ausland abgegeben werden koͤnnten, wobei
Fesich gleichzeitig nach den Preisen en gros und en detail er⸗
undigt. Wurdiger tritt ein englischer Landgeistlicher auf, der in
men medrere Bogen starken Hirtenbriese den neuen Herrscher zum
guten' ermahnt, ihn vor den böjen Wegen warnt, die sein Vor⸗
zänger zum Schaden des Landes und des eigenen Seelenheiles
jewandelt, und ihm jchließlich die ernstliche Prüfung der Wahrhei⸗
en des Christeuthums zur Pflicht macht, durch dessen An nahme
zas Türkenreich einzig und allein gerettet werden loͤnne. Am
riginellsten jedoch ist unstreitig ein Gesuch von einer Studenten⸗
erbindung einer holländischen Universität, welches den Sultan auf
em Wege der Posikarte benachrichtigt, daß auf dem ersten Kneip⸗
bende nach seiner Thronbesteigung auf sein Wohl ein kräftiger
zchluck getrunken worden sei, und — hier kommt des Pudels Kern
gleichzeitig um Uebersendung einer Quantität edlen Cyperweines
ttel, da it die Gejundheit des Padischah künftig aus besserem
Ziofft geirunken werden koͤnne.

p'In Yerres, einem Dorfe in der Nähe von Paris, wa⸗

en die Lusischiffer Sivant und Chausse beschäftigt, ihren Ballon
Francais“ zu füllen. Als sie nun im Begriffe waren, einzustei⸗
— großer Schäferhund mit blutunterlaufe⸗
en Augen, Schaum dor dem Munde, also unzweifelhaft toll, un⸗
er die Teute. Alles stod entsetzt auseinander, der Hund b's indeß
nicht um sich, sondern spang mit einem Satze in die Gondel und
lieb dort wie angewurzelt stehen, wüthend um sich blicend.
z yneidet die Taue ab, rief Herr Chausse, man gehorcht. Mit
inem Ruck war der Ballon zu einer enormen Hoͤhe emporgeschnellt
ind bald verschwunden. Französische Blätter, welche diese Sen⸗
ationsgeschichte erzählen, nielden noch nicht, was aus dem Ballon
ind seinem vollen Infassen geworden ist.

f Sturm auf der Insel Caprera. General Garibaldi
ollie nicht die Freude erleben, seine gel ebte Einsiedelei auf der
rcaprera in demselben behaglich mn Zustande wiederzusehen, wie er
ie vor sechszehn Pionaten verlassen hatte. Wenige Tage vor seiner
Unkunft hatte zwischen Ceprera und Maddalena ein Sturm gewüthet,
er Mauern und Väume niederriß, Dächer abdedte und das Wasser
veithin über die Felder und die Schwellen der Häuser trieb.
garidaldi's Gatten und Weiunberge, sowie die von ihm mit großer
Zorgialt gepfleoten Odstbäume wurden dermaßen heimgesucht, daß
vohl Jahre vergehen können, bevor sie wieder io dastehen wie früher.
Fin ticiner Boch, der durch die Insel fließt und kaum hinreichte,
inige Ochsen zu träuken, trat aus und richtete durch seine Ueber⸗
chwemmung enisetßlichen Schaden an.

Aus Si. Johns (Ouebed) merdet eine Reuter'sche Kabel⸗
epesche vom 18. d.: „Gestern brach hier eine Feuersbrunst von
normem Amfange aus, wodurch fast der ganze Geschäftstheil der
Ztadt zerstoͤrt wurde. Beide Seiten der Richelien-Strett und
ie Ostseite von Champlain⸗Street braunten in ihrer ganzen Länge
zieder, inck. sieben Hotels, neun Kirchen, das Zollamt, der Ge⸗
ichtshof, zwei Baulen, die XEEXV
grücke und mehrere Schiffe. Im Ganzen wurden ungefähr 200
Dagazine und Wohnhäuser ein totaler Raub der Flammen. Der
inge zjcherte Distriẽt hat eine Lange von einer (enal.) Meile (/⸗
Ztunde) und eine Breite von 600 Fuß. Mehreie Frauen kamen
n den Flammen um. Der angerichtete Vermogensjchaden wird
zuf Lis Millionen Dollars deranschlagt.

(Bon Newyort nach San Franziskoin 84
Ztunden.) Ein Eilzug, welchen die Herren Jarret und Pal—
ner arrangirt haben, verließ Jersey City am 1. Juni, um am 4.
Juni in San Franzisko einzuireffen. Die ganze Fahrt ist also
a achtzig und einigen Stunden —XVV—
ner haden für ihren Eilzug Arrangements mit der Pensylvania⸗,
z»er Pittsburg⸗, Fort Wayne- und Chicago⸗, der Chicago⸗ und
dorthwestern⸗ / der Union ⸗Pacific und der Central⸗Pacific Eisenbahn
zetroffen, welche ihnen die Benutzung dicset Bahnen und das
Wegerecht vor allen anderen Zügen sichern. Der Zug bestand aus
ine Lolomolibe, einem kombinirten Passagier-, Post und Gepäck⸗
bagen und einem der Pullmann'schen Palast⸗Hotel ⸗Wagen. Die

Fahrt soute nicht viel rascher sein, ais mit Expreßzügen; da aber
zur au einigen Punkten und zwar nur wenige Minuten angehal⸗
en wird, so ist viel Zeit gewonnen. Das Billet für die Reise
nit diesem Zag nach San Franzisko und zurück kostet allerdings
00 Dollars, aber man hau auch Etwas dafür. Das —XV
erechtigt den Besitzer zur Reise nach San Franzisko auf dem er⸗
oabnten Sp cialzig, zu eiuem Doppelbeit in dem Pullmann'jchen
Zalaftwagen, zu Mahlzeiten à la carte während der Reise in
em Hotelwagen, zu einer Woche Aufenthalt nebst Mahlzeiten im
HZrand Palace Hotel in San Franzisko und zut Rückfahrt mit
»inem Zug erster Klasse zu irgend einer beliebigen Zeit.
Fur die Redaction verantwortlich: FJ. X. Demeß.
— — — t —
        <pb n="348" />
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Ingbert in der Wirthsbehausung irztliche Praxis versehen.
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Wossang Kghn St Do. ßartholoms
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Martin Levy., Rentner in Puütt⸗ Paiter⸗Mi
lingen wohnhaft, und dieser als Arbeiter⸗Bildungs⸗
Cessionair der Kinder und Erben Verein.
von Elisabetha Lamaiche, im Montag Abend den 26. Juni
Leben Ehefrau von dem in St. Heneral⸗Versammslung.
Ingbert wohnhaft gewesenen und *
derlebten Metzzer Franz Wesß—
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funchen, Offenbach, Riga, Sehulitz, Stuttgart Warschau, Wien, Ungarn,
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Handelsblatt für Walderzeugnisse,
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fiur cie Interessen des Holzhnndels, 50 wie des
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Das Handelsblatt hat sich in der kurzen Zeit seines Bestehens durch
lie relehhalttigen und uvahrheitsgetreuen 13ériente
ꝛine allgemeino Verbreitung und eine Bedeutang erworben, welche wonl
lie Aeusserung rechtfertigt:

„Kein Gewerbtreihender, weleher Holz Kautft
ocder verkaufa, Kanm das BIlIatt, ohne sien Zu -
digen, ent behren.““

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flußreichsten Organen der deutschen Presse empfohlene, vor⸗
zügltch durchgejührte lithographische Kunstblätter aufmertsam
gemacht:

1. Elsa und Lohengrin im Brautgemach.
2. Hans Sachs r gzer pendants!

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2. ürst Bismarck auf der Jagd.
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roffeln 3 M. 35 Pf. Heu 4M.
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s5 Pf. Kornbrod Kilo. Pf. 74

ditto 2 Kilo. 50 Pf. dit!o1
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ßilo. 92 Pf. 1Paar Weck 190
Bramm 6 Pf. Spelzkeirr 0 M.
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F. X. Demetz,
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Redaktion Druck und Verlag von FJ. F. Demeß in St. Ingbert.

848
        <pb n="349" />
        St. Ingberlker Anzeiger.

„r St. Ingberter Anzeiger und das (Z mal wöhentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

ige), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
Sonntag, den 25. Ju ni 1876.

Deutsches Reich.

Was den diplomatischen Stand der orientalischen Frage be⸗
cifft, so handelt es sich, wie man der „Carlsruher Ztg.“ ausa
zerlin meldet, gegenwärtig für die Drei⸗Kaiser ⸗Mächte nicht um
men Vorwand jur Jatervention, sondern um den nachdrücklichen
Schutz der Verträge.“ Man nimmt h'er auf Grund sonst be—
dährter Informationen an, daß in Ems über diese Angelegenheit
ind über die militärischen Eventualitäten an der türkisch-serbisch⸗
nontenegrinischen Grenze Verhandlungen gepflogen werden, zu welchen
raiser Alexander die Iniative ergriffen hat. Von derselben Seite,
on der diese Mitthelungen herrühren, wird lebhaft bestritten, daß
ze Friedensl'ebe des Cjaren so weit gehe, daß er die Mission
tußlands im Ocient und die Traditionen seines Hertscherhauses
en Forderungen Englands opfern werde. Der russische Kaiser
all sich namentlich gegen den Vorwurf englischer Blätter verwahrt
aben, daß ihn das Schicksal Nikolaus J. und der Ausgang des
eriintrieges vor jedem; Zusammenstoß mit irgend einer Macht
arückschrecke. Et äußerte sich vor wenigen Tagen, daß Rußland
einen Esroberungskrieg wolle, aber daß es auch nicht das Vor⸗
rängen einer andern Macht im Orient zugeben werde.

Ausland.

—.. vourg, 19. JZuni. In den Docs von Kronstadt
orrd jetzt auch während der Nacht gearbeilet. Das nach dem
Mittellaͤndischen Meere bestimmte Panzerschiff „Peter der Große“ ist
einahe vollständi ebenso die Dawpf⸗Fregatte „Rur'k?.
die Monitor⸗-Flotille ist unter der Flagge des Contre⸗Admirals
Janafidin an Bord des Panze Batterieschiffes „Perwenez“ auf die
lußenrhede gegangen. Der Besuch der Docks und Kriegshäfen von
dronst adt ist Privatversonen ohne jede Ausrahme nicht mehr ge—
attet. (B. u. 9.3.) *

Dem Senat in Washington liegt ein Geseß-Entwurf zum
inwandererjchutze vor, der in unerträglicher Weise die amerikanische
ufsicht und Rechtipcechung auf deutsche Schiffe erstrecken soll.
)eutschland könnte sich einen derartigen Ueberfall un so weniger
efallen lassen, als es nur allzu wahrscheinlich ist, daß dahinter
ichta steckt, als ein neuer Plan, Parteigenossen mit fetien Pfrün⸗
en zu versorgen. Die Reichsssrezierung denkt deßhalb,, wie es
deint, daran, die vor fünf oder sechs Jahren abgebtochenen
rhandlungen mit den Vereinigten Staaten wegen eines Auswan⸗
erer · Verirages wieder aufzunehmer (H. C.)
Rermischtes.

fSt. Ingbẽril, 25. Juni. Ein Dienstlnecht der seinem
Henstherrn in Hagenau mit Chaise und Pferd (im Werihe von
a. 900 Pe.) durchgebrannt war und dieselben gestern einem herum⸗
ehenden Spengler von Rohrbach (Gem. St. Ingbetrt), um 40
ihlt. verkauft hatte, wurde durch die h'esige Polizei dingfest gemacht.
derselbe hat den Diebstahl bereits eiagestanden und hat seihder
„erdienten Strafe nun entgegen zu sehen.

F Zweibrücken, 28. Juai. ESschluz der Verhandlung
egen Christian Gampfer, 24 Jaht alt, Oclonom in Don⸗
ieders, wegen Mordversuchs und Todischlags.)

Der alte Gampfer wir auf die ersten Skhüsse herbeigeeilt,
zaite aber, als er seine Frau am Boden liegen sah, alsbald wieder,
mm Hilfe rufend, die Flucht vor das Haus ecgriffen. Er kehrte
rdoch sogleich wieder zurück und nahm sich seiner Ftau an. Er
and dabei am Boden das Rasirmesser, das er einstekkte. Der
Angeklagte stand nun auf und suchte nach demselben. Dabei rief
c, auf seine Schwiegermutter deutend: „Da liegt der Hund!“

Der Lärm hatte Leute herbeigelodt, denen sich der Angeklagte
une Sträuben erqub; er machte auch gar keinen Fluchtversuch und
eigte leine besondere Aufregung. Er erklärte fortwährend, daß er
»e That verübt habe, welche er habe verüben wollen. Er nahm
abdei an, daß beide Frauen todt seien. Als er vernahm, daß seine
zrau noch lebe, bedauerke er, daß sie aicht gleich gestorben sei.
zn oes Adjunkten Wohnung angekommen, erzählte er nun in aller

1
Ruhe den Hergang und zeigte keine Spur von Reue. Ja er äußerte
ozar, er thäte es noch einmal, wenn er es noch nicht gethan
zätte. Seine Schwiegermutter hahbe er absichtlich und nicht aus
Anvorsichtigkeit erschossen. Verschiedene Jeugenaussagen lassen über
zie letztere Versicherung nicht den geringsten Zweifel auftommen.
So z. B. sagte er: „Wenn sie nur hin ist,“ wobei er die Schwieger⸗
nutter meinte. Ein andermal bemerkte er, als er seine Frau ge⸗
chossen habe, sei die Shwiegermutter dazwischengekommen, und habe
ex dieser auch gleich Eins gegeben; er habe gedacht, es gehe in
Einem hin. In der Vorvntersuchung stellte er demungeachtet auf,
ex 'habe seine Sch viegermutter nicht tödten wollen, und hielt an
dieser Aufstellung in allen seinen Verbören fest. Den Mordversuch
auf seine Frau gibt er ohne jeglchen Umschweif zu, wobei er Nichts
zu verhehlen oder zu beschönigen sucht. Seinen Schwiegervater
jabe ex nach seiner Angabe auch födten köunen, derselbe sei ihm
iber zu dumm gewesen. Auch sich selbst habe er tödten wollen,
doch sei er durch Gegenwehr seiner Frau und Herzukommen der
Leute daran verh'ndert worden.

Die Wunde der Schwiegermutter mußte den sofortigen Tod
herbeiführen. Die Kugel hatte den rechten und den linken Lungen⸗
dügel durchbohrt und die Haupischlagader verlezt. Die Schnitt⸗
vunden der Frau, 11 an der Zahl, befanden sich besonders am
dalse, daun im Gesichte und an den Händen. Von den drei
—„chußounden ist es ungewiß, ob sie von drei oder zwei Schüssen
errühren, denn in einer Wunde am Arm fand sich keine Kugel
jor, und scheint deßhalb diese Verlezung von derselben Kugel herzu⸗
ühren, welche der jungen Frau an der linken Brust heraus⸗
eschnitten wurde. Eine andere Kugel ist in der Kreuzbeingegend
ingedrungen, wo dieselbe, da fie nicht herausgeschnilten werden
onnte, eingeheilt ist. Troß des großen Bluwerlustes und der
„chwatgerschaft der jungen Frau wurde deren Leben gerettet. Nicht
inmal eine Frühgeburt ist erfolgt.

Der Angeklagte fing im Jahre 1871 mit seiner Frau ein
Berhältniß au, das sich selbst durch dessen Militärzeit fortspann.
stachdem derselbe im Herbst 1875 eine andere Verbindung aus⸗
jeschlazen hatte, heirathete er fie, obmohl ihm seine sümmtlichen
Angehörigen abriethen. Sein Leumund ist übrigens ein ungetrübter;
⸗doch wird er als hitziger, rechtshaberischer, grober Mensch ge⸗
dildert, der, wie man sagt, mit dem Kopf durch die Wand will.
Seine Frau und deren Eltern besitzen ebenfalls keinen schlechten
stuf und haben ihr nicht unbedeutendes Vermögen durch große
S„patsamleit erworben. Von Streitigkeiten war, ehe der Angeklagie
n das Haus kam, troß der Trunksucht des alten Gampfers Nichts
u bemerken.

Auch in der Voruntersuchung war an dem Angeklagten keine
Spur von Reue zu entd'cken, ja er bemertte einmal, so leicht sei
»s ihm schon lange nicht mehr gepesen, und bei seiner Konfron⸗
ation mit der Leiche zeigte es fich wiederholt, daß die That auf
ihn fast gar keinen Eindruck mache.

Der Gedanke, daß die geistige Thätigkeit des Angeklagten
rgend wie gestört sei, lag nach Alledem nahe und wurde auch von
»en Angehörigen des Angeklagten eifrig genährt, obwohl vor der
That davon nie Jeniand Etwas wahrgenommen hatte. Gründliche
iratliche Beobachtungen während der dreimonagtllichen Untersuchungs—
jaft des Angeklagten haben jedoch zu dem Gutachten geführt, daß
»erselbe vollständig geistesgesand sei, und alle Anzeichen fehlen, daß
erselbe vor, während oder nach der That an Störungen des Be⸗
vußtseins gelitter, oder daß ihm die klare Einsicht in die Folgen
einer Handlung gefehlt habe.

Auch bei der zwei Tage dauernden Hauptvechandlung war bei
»em Angeklagten keiage Spur von Reue bemerkbar. Derselbe bestritt,
eine Schwiegermutter adsichtlich getödtet zu haben. Ebenso will
r das Mefsser nicht eingesteckt haden, um damit feiner Frau den
stest zu geben, sondern um es seinem Schwazer Weber wieder zu—
ustellen. Erst im kritischen Momente sei ihm das Vorhandensein
esselben in seiner Tasche vieder eingefallen. — Die lgl. Staatt⸗
        <pb n="350" />
        dehoͤrde, vertrelen durch den kgl. Staatsanwalt Hessert, führte aus,
daß der Angeklagte bei dem Mordvirsuche auf seine Frau mit
vollster Ueberlegung gehandelt habe, womit die Merkmale dieses
Verbrechens gegeben seien. Aber auch die Schwiegermutter habe er
absichtlich geiddtet, denn gegen diese, als der Haupturheberin seines
häuslichen Zwistes, habe sich hauptsächlich sein Unmuth richten
müssen. Von mildernden Umständen könne in Anbetracht der Hal⸗
tung des Angeklagten voꝛ, während oder nach der That keine Rede
sein. Die leitenden Motive des Angeklagten seien Starrheit, Eigen⸗
finn, verletzter Stolz und Sinnlichkeit gewesen. Die Vertheidigung,
der kal. Aoͤvokat-Anwalt Gebhart, suchte dagegen nachzuweisen, daß
die beständigen Zänkereien und ärgerlichen Vorgänge bei dem An⸗
gellagten einen Zustand des fortgesetzten Affektes hervorgerufen hätten,
die dessen Zurechnungsfähigleit ausgeschlossen. Daß er den Mord⸗
persuch mit Ueberlegung ausgeführt habe, sei teineswegs nachgewiesen
und deßhalb nur Todischlagsversuch anzunehmen, dem viele mildernde
Umstände zur Seite ständen. Der Angeklagte habe außerdem er⸗
miesenermaßen immer die Wahrheit gesprochen, so daß man seiner
Behauptung, seine Schwiegermutter nicht absichtlich getödtet zu
haben, allen Glauben schenken könne und müsse. Wolle man Dies
ihun, so liege nur fahrlässige Tödtung vor; nehme man aber ab⸗
sichtliche Tödiung an, so sei auch hier die Frage der mildernden
Umstände in ernstliche Erwägung zu ziehen. — Die Geschworenen
sprachen den Angeklagten schuldig, den Mordversuch auf seine Frau
adsichtlich und mit Ueberlegung begaugen zu haben. Ehenso wurde
derselbe des Todtschlags seiner Schwiegermutter mit Annahme
mildernder Umstände für schuldig erllärt, worauf der Schwurgerichts⸗
hof wegen der beiden Verbte ben üher den Angeklagten eine Gesammt⸗
strafe von 14 Jahren Zuchthaus und den Verlust der bürgerlichen
Ehrenrechte auf die Dauer von 8 Jahren aussprach.

H'ermit schließt die pfälzische Schwurgerichtssitzung pro II.
Ouartal 1876.

Zweibrücken, 23. Juni. Die diesjährige Preisver⸗
heilung am königl. Landgestüte dahier ist auf Samstag den 30.
September und unser Pferderennen auf Sonntag den 1. Oktober
festgefetzt. (Zw. 3tg.)

FPirmasen?e, 20. Juni. (P. A.) In der Papierfabrik
des Herrn E. Mann zu Apostelsmühle bei Rodalben verun⸗
glüdte heute Morgen ein Arbeiter, indem der Treibtiemen der
Sitrohschneidmaschine seine Kleider erfaßte, und den Unglücklichen
mit solcher Wucht an die Decke schleuderte, daß in Folge der schweren
Verletzung der Tod bald eintrat. Der Verunglüdte hinterläßt Familie.

FSeltene Hochzeiten. Am 24. Juni findet zu Paris

die Civiltrauung der beiden Sträflinge Mailard und Vrignautt
‚on denen jeder zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurtheilt ist, mit
»en Mädchen Piat und Contourier statt, deren jede ebenfalle auf
10 Jahren Zwangsarbeit kondemnirt ist. Vier Fiaker werden sich
un dem gedachten Tage aus dem Gefängnisse von Malzas nach der
Mairie des XII. Arrondissements begeben, wo die Trauung statt
indet. Acht Sicherheits Agenten werden dabei als Beistände fun⸗
iiren, die den Brautpaaren beständig zur Seite bleiben, und alle
hzorsichtsmaßregeln sind getroffen, um jeden etwaigen Entweichungs⸗
nersuch zu verhindern.

1 Die Gemahlia Murads V. ist dem „Weekly Dispatch
ufolge eine ehemauge englische Putzmacherin Namens Tomkins, die
ine Zeitlang Direktrice in dem berühmten Etablissement von Madame
Flise in der Regentstreet, London, war. Später ging Miß Tom—
ins nach Konstantinopel und elablirte dort ein Putzmachergeschäft,
das sie aber bald wieder aufgab, da ihre Reize Murad Effendi
zen jetzigen Padischah, gefesselt hatten.

fEin Niesen-CEhinese. Aus Honglong ist ein Chinese
ach San Francisco abgefahren, der für die Ausstellung in Phila
elphia bestimmt ist und von dort auch nach Deutschland reisen
dird. Ein Europäer hat ihn für billigen Lohn auf zwei Jahre
engeworben und zieht nun mit ihm durch die Welt, um ihn für
held zu zeigen. Der Mann ist 30 Jahre alt und mit seinen 7
zuß Z Zoll etwa 2/3 Zoll größer als der Riese Tschang, welcher
jot mehreren Jahren die Runde durch Europa machte. De
Mann wiegt 297 englische Pfund; auf der Reise derzehrte er 14
Teller voll Reiß und Gemüse zu jeder seiner beiden Mablzeiten.

r Ein sonderbarer Schwärmer. Ein der Fälschunz
berführter Haudlungs-Kommis der Baltemorer Firma Jenkins u
xhandler wurde von der Jury freigesprochen ea dem Ver
heidiger gelang, den Wahasinn seines Aliente geheuern SchacD.·-
zZeugenaussogen wurde erwiesen, daß der judnchlicher Schaͤßang
sabe, kaglich acht bis neun Mai seinen An“ das sich ein außec⸗
)en habe er sich sammtliche Backzähne /uusziethen da die Prie
das augenehme Gefühl, weches das Einathmen von Lachgar det
Fringt, zu verschaffen. Das Merkwürdigste an diesen sonderbarer
Wahnsinnsbeweisen ist aber, daß der horfnungsvolle junge Mann
ich alle Backzähne erst nach verübter Fäl 2Q3lassen
an Beispiel das andern Fälschern, die sirafftei *
schen, zur Nachahmung empfohlen ist.
Fuür die Redaction ver

Herstellung der Blies⸗
brücken bei Gersheim
und Reinheim.

In Folge des im verflossenen
Winter eingetretenen Hochwassers
sind die Bliesbrücken bei Gers⸗
zeim und Reinheim beschädigt
worden und soll die Herstellung
der Reparaturarbeiten, welche zu
64 M.7 Pf. veranschlagt sind, auf
dem Wege der allgemeinen schrift⸗
lichen Submission an den Wenigst⸗

nehmenden vergeben werden.

Solide verlässige Uebernehmer
werden eingeladen, ihre schrif
lichen Angebote verschlossen bei
der unterfertigten Behoͤrde bis
laͤngstens Donnersetag, den
298. 1. Ms., Vormittags
LI Uhr einiureichen, bei welcher
bis dahin der bezügliche Kosten⸗
anschlag zur Einsicht offen liegt.

Zweibrücken, 21. Juni 1876.
Kal. Bezirksamt:
Dowm.

AIBVO-

Wahrond der Abwesenheit
des Unterzeichneten, wird Nr.
Dr. med. EKraner dessen
irtliche Praxis versehen.
8t. Inghert, 24. Juni 1876.

De. Barthosomep,
Aütten- u. Knappschaftsarzt.

Hiermit nimmt Untetzeichneter
die gegen seine Tochter Louise
Drefsinger erlassene War—⸗
nung wieder zurück.

Peter Dreßinger,
Gallehäuschen, Gemeinde Kaisers⸗
lautern.

Angeboto u. Vorsteiger.u
Gesuehoe —00— Jubmission.
zowie deren Resultate. Holzhandelsberiehte der Robproducte
dchnittwaaren und Brennhölzer der Plütze: Berlin, Bremen, Breslan
Bromberg mit Nachweis der eingegangenen Flosshölzer, Cöln (f. d. Rh.
DPanzig, Hamburg, Hannover, Königsberg, Königstein, Kocsen, Mannheim
München, Offenbach, Riga, Schulitz, Stuttgart. Warschau, Wien, Ungarm
England, Frankreich, bripeet das:
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Handelsblott für Walderzeugnisse,
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BOIEIhABd Ier-Vereimne.

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FranIcfurtor BRörae
vom 22. Juni 1876.

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Rucsische Imperialss. 16 67-7
holius Gea 416-

ompfiehlt sich zur eleganten An-
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inschlagenden Arbeiten, als:
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Vertobunsgs- u-. Adress-
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Nnuncen as. sæ av. u. 58. cää.

Redaltion Druc und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Siezunillustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 26

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        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Inzberter Anzeiger und daz (2 mal wöochentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltunzsblatt, Sonntags mit illustrirter VBei⸗

lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

lMark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfaz. für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Reclamen
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Einladung zum Abonnement

auf das mit dem J. Jusi begiunende 3. Quartal des „St.
Ingberter Anzeiger.“ Die Bestellung wolle ungesärimt bei
den betreffenden Postanstalten oder Postboten gemacht werden.

Unsere geehrten Abonnenten, welche das Blatt durch unsere
Trägzer erhalten, betommen dasselbe wie bisher fortgeliefert, wenn
nicht vor Ende dieses Monats abbestellt wird.

Preis und Erscheinen des Blottes bleiben unverändert,

Zu zahlreichem Abonnement ladet höflichst ein

Die Expedition.

und bemerlt dann: „Wir geben uns hiebei der zuber sicht lichen Er—
vartung hin, daß beide Kammern bis zu dem erwähnten Zeit—
punkte die auf Unjferen Befehl an dieselben gebrachten Gegenstände
vollsändig erledigt haben werden.“

Schulzes Delitzsch verfügt sich am 8. Juli zur Generalver⸗
sammlung der Gesellschaft für Volksbildung nach Heidelberg, wo
diesmal besonders wichtige Beschlüfse gefaßt werden sollen. Von
dort begibt sich derselbe zur Abhaltung genossenschaftlicher Verbands⸗
tage nach der Pfalz und dem Unterrhein.

Berlin, 24. Juni. Nach einem Telegramm der National⸗
zeitung“ aus Wien kursirt dort in d'plomatischen Kreisen die Nach—
ri dt, Rußland habe für den Kriegsfalt Serdien seinen Besitzstand
garantitt. Der „Pester Lloyd“ schildert die Situalion ala höchst
tritisch; England fei in eine schiefe Stellung gerathen, indem es
die Türlei zu einer verderblichen Taäuschung über ihre Machtmittel
reführt, England rüste in grotzem Maßstabe und die Pforte sei
ntschlofsen. gegen Serbien Waffengewalt zu gebrauchen. Von
Zeiten Serbiens sehe die Kriegser“lärung bevor. Nach der „Kreuz⸗
zeitung wurde Ignatiew aus Constantinopel abberufen und werde
derselbe wahrscheinlich durch Rovikon ersetzt werden.

Ausland.

Wien, 21. Inni. Die türkisch- jerbischen Verhandlungen
sind abgebrochen. Die Pforte verweigert entschieden auf territo⸗
riale Arrangements irgend welcher Art einzugehen.
Paris, 23. Juni. Die Börse hat sich heute einmal wieder
durch eine Depesche, die der „Figaro? aus Konstanlinopel bekom⸗
men haben will, in Mugst versehen lassen. Es sollen nämlich zahl⸗
reiche Verhafiungen unler den Dfficieten und ein Wechsel der gan⸗
jen Garn son der tükisch n Haupistadt angeordet, große Aufregung
aunter den Softas vorhanden sein, es soll sogar Iguatiew seine
setinder nach Rußland in. Sicherheit geschickt haben und dergleichen
mehr. In officiellen Kreisen hält man diese Hiobspost sür minde
stens jeht übertrieben.

Der militärische Stand der Dinge ia Serbien ist kurz
folgender:

Nach der serbischen Wehrverfassung bestehen drei Aufgebote der
Milz, die zusammen eine Macht von 195,000 Mann repräsentiren
sollen. Nach den amtüchen Ausweisen ergaben die ersten Aufge⸗
dote ein waffenfähiges Coñntingent von 100,000 Mann, von dem
aber bei einer etwaigen Mobilmahung höchstens auf 75 pCt. mit
eniger Sicherbeit gezählt werden kann. Der Kriegsminister ließ
daher im Uzztverflossenen Winter alle nicht bereits konseribirten
Serben entolliren vnd es ergab sich, daß dieses dritte Aufgebot
noch 40 - 45, 000 Mann liefern lonne. Dieses Letztere hatte die
Vestimmung, ün Kriegsfalle die Referbe zu dilden. Die gesammte
Militärmacht des Fuͤrftenthums würde demgemäß etwa 115 —
120,000 Mann aller Waffengattungen betragen. Das erste wie
das zweite Aufgebot wird, seit Wochen brigadenweise, à 3—4000
Mann, nach den Grenzen dirigirt. Vom zweiten Aufgebot dürfen

nur mehr ger'nge Rstie sich noch zu Hause befinden. Dagegen ist
die dr'itte Klasse, oder „die Reserve? erst jeßt einberufen worden,
allerdings vorläuftg blos zum Zwecke von Lagerübungen, die bri—
gadenweise stattfinden werden. Es ist noch ungewiß, ob auch die
Reserve nach beendigten Uedungen an die Gerenzen ausmarschieren
werde, wiewohl in militärischen Kreisen eine derartige Anordnung
des Kriegsm nisters als wahrscheinlich erachtet wird.

Bei Alexinatz sind 40,000 Mann Serben zusammengelo⸗
gen, bei Schabatz an der Drina 18,000, bei Ußia. 40.000
Mann. 40 Batterien sind zur Armee abge gangen, außerdem die
entsprechenden Train⸗Colonnen. Ganz Serbien macht den Eindrud
tines Kriegslagers. Tag und Nacht werden Proviant und Muni-
von an die Grenze geschickt. Sämmtliche Schulen sind geschlossen,
man erwartet, wie der „A. B. C.“ geschrieben wind den Ausbruch
des Krieges füt den 27. d. M.

Die bei Nisch aufgestellte türkische Armee bat in der
mletzlen Zeit manche Wandlung durchmachen müssen. Vot ungefähr

— ⏑üä—
Deutsches Reich.

Juni. Der Ertrag der Hundesteuer, welcher
rung mit 1,500. 000 M. in das Budget ein⸗
om Finanzausschusse mit 584,600 Mart an—
on hen aber noch 116,920 M. für Bisitation.
—ichen und Erheburgagebühren, 238,840 M. Vergütung
an die Gemeinden und 7800 M. sonstige Auszaben ab, so daß
der Staat nur eire bogaus ichtliche Rein-Einnahme von gleichfalls
233.840. M.dei ist angenommen, daß 7,7350 Hunde in
— nati 10 VUi. im Zuhre 1876 — 58,125 um Jahre
i877 aber 116,250, im Durchschnitt also, 87,.187 M. ertragen;
in den übrigen Klassen wich der Ertrag für 1876 mit 331,609,
ür 1877 mit 663 240. . imn Durchschnitte also mit 497,414

Auaoerun⸗

Marl angenommem
Die Kammerdebatte ünt die pfälzischen Bahnen ging mit
einem herben Mißtone zu Code. Mit einer Stimme Mjorität
wurde das Lauterthal⸗Projekt, wohl eines der wichtiasten unter den
neuen Lienien, abgeworfen. Die vier ultramontanen Ausschußmit-
glieder, die im Ausschusse für diese Bahnen gestimmt hatten,
stimmten im Plenum dagegen. Der Mürchenec Correspondent ded
„Pf. K.“ bemerkt hiezu: Die Stimmung der pfälzischen Abgeord-
neten war nach Schluß der Situng leine rosige; solche Vorgänge
wo nach Clubbeschluß über wirthschaftliche Interessen einer ganzen
Gegend entschieden wird, verlriden der pfälzischen Deputation den
Aufenthalt in München gar sehr und kein, Wander, daß die Meisten
iich zu Muttern sehnen und den Schiuß des Landtages mit Fren—

den begrüßen werden.

München, 24. Juni. Die fämmtlichen Notare der Pfalz
baben sich in einer Eingabe an' ndtag mit der Bitte ge·
wendet, „ihnen gleich ihren Kollezen in bi'sieben andern Kreisen
als Gebühr für die Erhebung der Taxgefälle zuei Procent zu
bewisliger.“ Auf Antrag des Referenten Herrn Abg. Ciämer hat
nun der Finanzousschuß beschlossen, um eine Ausgleichung zu schaffen,
hiefͤr 28. 000 M. in das Budget einzusetzen. Da aber, auch ein
gleichs Verhaltniß bei den Berichtsschreibern und Obergerichts—
schreibern besteht, wurden euch für diese 2000 M. in Ausatz gebracht.

München, 24. Juni. Aus Kissingen ist deute die Mit—
heilung hieher çelangt, daß Fürst von Bismarck mit dem bis—
herigen Erfolg der Badekur sehr zufrieden ist und daß deßhalb
euch die weitere Kur zu den besten Hoffnungen berechtige. .— Der
Umstand, daß der Landtag nur bis zum 12. de verlängert werden
oll, zeigt, daß auch die Staatsregieruag die allgemeine Ansicht
theilt, es lasse sich über den Wahlgesetzentwurf eine Verstaͤnd gung
icht erzielen, denn a. ßerdem wäre hiezu — da derselbe in jeder
»er beiden Kammern in Zwischenräumen von wenigstens 8 Tagen
dreimal beralhen werden muß — die Zeit von wenigstens dis
Mitte August erforde lich. Es ist übrigens nicht möglich, das
Budget und die anderen noch vorliegenden Regierungs⸗Vorlagen
nis zum 12. Juli zu ecledigen; vielmehr werden hiezu wenigstens
noch weitere 8512 Tace erfjorderlich sein und sohin der bayerische
—X erst gegen Ende künftigen Monats zum Abschluß gelangen
onnen.

München, 24. Juni. Eine heute Mittag hier eingetreffene
ilerhöchste Entschließzung verlängert den Landtag bis zuin 12. Juli
        <pb n="352" />
        6 Wochen mag der Stand der hier konzentrirten Acmee wohl bei
40,000 Mann betragen haben. Sowie der Aufstand in Bulga«
rien, also im Rücken dieser Armee ausbrach, ließ d'er Seraskier
15,000 Mann von Nisch nach dem bulgarischen Injurreklions⸗
Schauplatze abrüden. Einige Tage jpäter wurden weitere 6000
Mann nach Bosnien und der Herzegowina detochirt. Die dort
zurückgebliebenen Truppen belaufen sich auf 20,000 Mann. Seit
einigen Tagen kommen aber neue, meist asiatische Regimenter in
Nisch an und dürfte in Kurzem wieder dec Stand von 35 bis
36,000 Mann erreicht sein.

Die kaiserliche Garde soll in 10 Tagen dort eintreffen; es
werden schon Zelie für sie vorbereitet.

Nisch ist furchtbar befestigt. Die groͤßten Krupp'schen Ka—
nonen befinden sich dort. Bis jetz: sind 56 solcher Schlünde ein⸗
geiroffen, und auf diese Artillerie bauen die Türken ihre Hoff—
nungen.
Bermischtes.

Zweibrücken, 24. Juni. Die Schwurgerichtsverhand
lungen für das dritte Vierteljahr 1876 werden am 25. Sept.
nüchsthin unter dem Vorsitze des k. Appellations gerichtsrathes Aug.
Schuler dahier beginnen.

F Zweibrücken, 24. Juni. Herr Bürgermeister Heinrich
Schneider von Mittelbach ist gestern Mittag um 11 Uhr der Tags
vorher erhaltenen Verwundung erlegen. Derselbe haite sich, wie
bereits gemelder. bei der Jagd auf zwei Marder durch einen
Schuß aus seiner eigenen Flinie verwundet. Zu ergänzen ist noch,
daß er, vorsichtig wie immer, tinem herbeigelaufenen Jungen, der
das auf der Hecke liegende Gewehr in die Hand nehmen wollte,
dasselbe wegnahm, wodurch das Unglück entstand. Alle, die den
Vetunglüdten gekannt haben, werden ihm ein ehreudes Audenken
bewahren.

Eisenberg, 24. Juni. Begünfligt vom stönsten Wette
und unter ftärkster Betheiligung von Seiten der Bevöllerung vor
hier und Umgegend wurde tzeute d'e Eröffnung der Bahnstrecke
Eisenhberg⸗Grünstadt festlich begangen. MN. W.)

Der „L. A.“ meldet unterm 23. Juni: Gestern feierte
der Verein pfälz. Aerzte des Bezirls Landau bei Gelegenheit seinet
Bezirksversammiung im „Pfälzer Hof“ dahier das 40jährige
Amis-Jubiläum des Hrn. kal. Bezirisarztes Dr. Bopp. — De m
„Pf. K.“ schreibt man aus Germersheim, 23. Juni. Unsere
benachbarten Orte Westheim, Ober⸗ und Niederlustadt, Bell heim
und Zeiskom beeilen sich auch, der unglücklichen Gemeinde Rheins
heim beizustehen; sie senden Futter, Kauoffeln ⁊c. in großen Quan⸗
fäütäten, gewiß ein schönes Zeichen freundnachbarlicher Gesinnung.
Leider muß noch alles auf Nachen über den Rhein gebracht werden,
eine harte Arbeit bei dem starten Strom; die Schiffbrücke konnte

Bekanntmachung.

In der Stadt St. Ingbert
an der Kaiserstraze und zwar
an der Stelle, wo die Distrikts⸗
straße von St. Ingbert nach
Hassel in die Kaiserstraße ein⸗
mündet, wird ein Kanal ange—
legt und kann diese Stroßenecke
an Freitlag, 30. Juni, Sams-
tag, 1. Juli und Sonntiag, 2.
Juli l. J. nicht befahren werden,
was hiermit bekannt gemacht
wird.

St. Inobert, 26. Juni 1876.

Das Bürgermeisteramt:
Custer.

Eine gebrauchte eiserne
Drehbank, eine Hobel-
maschine, sowie 28 Meter
Tranemifssions - Wellen
bon 70272 mm. stark,
Lager und Riemscheiben
werden zu kaufen gesucht

Raheres der Aug, Freu—
denberger in St. Jobann.

Hanf-Couverts,
mit jeder beliebigen Frma de—
druckt, sind billig zu haben in
der Druckerei von

. Demetaz.

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283354*8*
— — —

—53
—V

bis heute noch nicht aufgeführt werden und die Bahnstrecke Phi⸗
sipptburg-Rheinsheim ist auf Mongate hinaus unfuhrbar, da der
Bahndamm vom Wass'er auf eine große Strecke weggespült wurde.
— Die Direckon der Pfälz. Bahnen hat für die Besucher des
Musit⸗Festes eine Fahrpreis-S rmäßigung von 50 pCt. bew lligt,
und zwar haben die Samstags gelösten Billete für die Mitwirken⸗
hen eine Glluikeitsdauer von 4 Tagen, die von anderen Concert
dejuchern Sonntags geloͤsten eine solche von 3 Tagen.

Saarbrückea, 21. Inni. Gestern wurde ein Polizei⸗
agent von Namborn gefänglich ins diesige Justizarresthaus ein⸗
geliefert. Derselbe wird eines unzüchtigen Aitentals auf eine
dortige Lehrerin beschuldigt.

œa Heidelberg, 22. Juni. Ein betrübender Fall mahnt
wieder hon zur vorsichtigen Ueberwachung von Kiudern. Zwei kleine
Madchen, deren Eitern auf einen Tag verreist waren, machten einen
Spaziergang, wobei Beeren gepflücht und gegessen wurden. Mochten
aun giflige darunter gewesen oder unreife, von dem einem, dem
jüngeren Mädchen in allzugroder Menge genossen worden sein. kurz
dasselbe erkraulte alsbaid und mußte seine findlche Unbesonnen⸗
heit mit dem Leben büßen.

Kehl. Am 19. ds. Mis., Morgens 9 Uhr, versank ein
Steinschiff, zunächst am Nadelwehr bei Rupprechtsau, wobei ein
Schiffer das Leben verlor.

Meldorf. Laut Anze 'ge des h'esigen Landrathsamtes ist
an der Hannover'schen Elbküsie eine Flasche aufgefunden, in welcher
sich ein Zettel mit einer Notiz befand, die auf den Untergang eines
—A welche für die Rheder
eines Schiffes und für die Ang⸗hörißen der Schiffsbesatzung von
Interesse sein dürfte, lautet: „Wir sind durch Exlosion des Dampi⸗
lessels, John Laube? sämmtlch verloren.

p'In der Schweiz hat das Hochwasser:
angerichtet, im Canton Zürich ist er nach oberi
auf 7 bis 10 Millionen berechwet worden, so
ordentliches Anlehen, behufs Staatshilfe, nöthign
oathilf nicht ausreicht, um den Schaden nur ein'germaßzen
ut zu machen.

F Madrid, 28. Juni. Gestern entgzleiste der Postzug au
der Bahn von Sarragossa nach Barcelona zwischen den Stationen
Torrega und Ceirvra; 17 Menschen sind gerödtet und 57 ver ⸗
wundet worden.

Ernte in Spanien. Die Wein und Getreideernte in
Andalusien vecspricht, einer Correspondenz der „K. Ztg.“ zufolge
so vortrefflich zu werden, wie angeblich nicht mehr seit über hundert
Jahren. In den Provinzen Badajoz und Ciudad Real haben da—
degen die Heuschrecen fast allñ uufgefressen; 15,000 Mann von
der regulären“ Armee sind gegen diese Laudplage ausmarschirt und
haben in Badajoz an einem Tage 60,000 Arroben (13,800 Cir.
bieser Inselten mit Petroteum verbrannt.

Abonnements-Einladung.
Die ‚Muünchener Nachrichten“ treten am 1. Juli in dat achte
Quarlal ihres Bestehens. Der bisherige Erfolg verselben rechtfertigt die
Aunahme, daß sie auch ferner wachsen und gedeihen werden. Durchwe,
original bieten sie ihren Lesern steis das Neueste und Interessanteste au
allen Gebieten des öffentlichen Lebens.

Die „Munchener Nachrichten? bringen täglich orientirende Leit
artike über die wichtiasten Tagesfragen, in erster Linie über die Vorgäng
in Bayern und je nach Bedurjniß politische Uebersichten, welche einen klarer
Ueberblick uber die jeweilige Situation gewährn, feraer Feuilletons über
alle die Hauptstadt Bayerns berührende BVerhältnifse, insbesondere über da⸗
funstlerische Leben Münchens.

Die“ Rubrik Telegramme“ gibt ein prägnantes Gesammibild alle
Neuigkeiten auf bem Welttheater, weiches an Vollständigkeit nichts zu wünscher
uͤbrig laßt.

Außerdem enthalten die , Münchener Nachrichten“ alle wichtigen
Gerichtsverhandlungen, sie verbreiten fich über alle neuen und inte ressanten
Erscheinungen auf dem Gebiete der Kunfst und Wissenschaft und im Handels
theil finder der Kaufmann und Industrielle alle Nachrichten, welche für ihr
on Interesse sind. — Unser Bestreben geht überhaupt dahin, unsern Lesert
rinen vollstͤndigen Ueberblick über die Tagesereignisse in allen Phafen de
offentlichen Lebens zu bieten.

Indem wir uns erlauben zum Abonnement auf die „Münchener
Nachrichten“ höflichst einzuladen, bemerken wir, daß dasselbe

⸗ viertetjährliß nur 1 Mark 50 sg. *
beträgt, — ein Preis. der gegenüber der Thatsache, daß für denselben ken
dAs Blait nach Qualität und Quantität nerhältnißmäßig auch nur An
naherndes seinen Abonnenten gewährt, — gewiß erstaunlich billig
nennen ist.

Inserate haben bei der großen Verbreitung die nachhaltigsie Wirkun
und derechnen die viergespaltene Petitzeile zu 10 Pfennige.

Muünchen, im Juni 1876.
Erpedition der „Münchener Nachrichten“
13. Fürstenfelderstraße 18.
Redaktion Drud und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="353" />
        a49 2, 2228

222. 2 22 83222 — 5558

—23343522; 553333—55522353 38351355*

22323 2883323533383235— 355273 222* 533

5 855 —— 535383— —883 —238257. —

5 553 — — — 33—2 5368 2253355287

8 —— 22 2* — 278 —— —— 2* —A ——2*232

55 35s8s38533833 —323336 267 333323
222— 3233* * . 5232 234 — — J —

22 — 235385 —⸗ 83 6 3 *

222 *22 * EOSBEBREISR 22 ——— 252 52422 — 22

23525 A 2555 —— —A 28823.5 * 2
2 2 22 58582 32 —A——

525253 —— 35 522—23 —3553588 3 3*2 55
22 * * 22 2 230235 2 — — —

—— 2 —A—— — O — 8 * 2
235—5333 228 82 —z 23 333 35z —3 —553385
2B22850523 3 * — *253833 —2 258z352388 58 232 3536

* —8 — S 3 — * 2 222222
—— — 2522233225 525553332232 5323 5—22352
223 —A — — — —* 5 S848 232 822332 2 22 —A —355 323232322—
23373333 8 s —32323—— 552 5 2—53 33 *
53 — — 28 25 2* m—5233—532 ———— 2 52 2—* —
z2288 *7* * D —XX — 0 32 * — —3 —— ——
— —A EQO2 25 3 — *2 3— 32322 22 * 2 2 22 5*
— — 23233858
—8 — *2— —zz523236832 528 26 z 22 * 8 x
232 5 2585 — — — 52353272 255 23 62 533
28B23 —3 32 260 — —8 7 55 *335328
3232525 * 2822 — 87* 55 *—*821 * 53 7*8
523333* 7 5*58733 —.. 52 —223883 5*3 353
573583373 132333337335325* 232835 87c5*5
2—5*85 2 * —— — — * 2558 — 2 *
——522 33338 *5252 A 22
A 232272 7 2325828* 2 55, —2852232
2253 — 232252 —2— 2—22 — c —
25—23 52 E 2258 2322353 2 2 2 — — 35S6E
— — w——5—— 33— — 2— —5—227 2 —22
588 3 383532—3—535325——353332
52 5522 —
—ãA

8223 3
23253 —2 2232 ——2— 2238 * * —28* * —— ————
255535 BS 5 2 — 15 533 223 53 8 ———
5z72525 2222 — 15z5288582 3 55—5 23 37 3 3238
53535 353—358 3 35z—34335 —533 355 2353 2 —
232 23338638 5555535 —5353 33 376 3538* * XX *3*
2353585 282 8 2533—585 53 333 2723 37 183258
23333 5523822 —5552353 533 737 2223 3252 555* 2*85
z235 5555535357 3— z235 383588
22 — 2* —M 532 22 5 8—
522323 32363383533 85553338 2, ;757 7—3533 38233 53 5333
5225533 535 —A 5533232* 53535553*333533735 —A
— 33 * * 7 — 2
73353 5353353* 58 3222 55 533825 29823 2322 —
52* ——553 —, ——552 — 8 8* 8 s—823 85 53255 z5325 *
25 27 z2536558* 72* * Z2 2 * — 2 22 3875
22322 ——z3 —3 38325 223 ———2822 35807 2252 58323
2 —* * —3223833552332322 8 83 55258 222 532
5307 55555 72552333355 85733333333537* 5873233
—2 — — * —— — 3 T u 2 2 8*
33* 333—333335 25 35338
——— 33 *—225*5 25 2 25 535237
8 ⸗ 7 5 —3— * N— —
23228 7283 25223735 3 5535338235 *2*2*
23335 53822833238 —338* 37 153 7355535 23 52352
7 2 2 * 2 * 8 2 2 *
522232 3 333333333 —5323*
2235 15222 F — — — —222 —— 223585
— — 573533832588 28332355
383 33 8 883853356535 —
—A 5223535353355— 53355335553 85 * 228 —
25 2 — 5 3 — 8* *52 255 5 22 8*
3525835 3 32 B5FRGSEA 2 —— 2 * * 3232

2258 24
—I —2 22 5227
222— —8 2 322— 22222
—32833 35325323 558233 ——2——23 55
222 * * 32 258 22 23337232 — ———— 2 2
—— S 2 2 — kä 2 22 25233 525225 D 288 238
53535* 28542328538 — —— — 253553783 233522 27227* 3*
522532* —5328 —.532372 55 5352537 —— 5258 2558 282 83
—32* — 39 —2—2335553 —2 5* — —* — —2* 828
7 253 352 —— 555 32553 228057 5 *7 „2 22 8 3 * 2
5832 8 —235 228 — 532 5 3385383 . z3528 D
— — 52* 32353 2 2 B 8 23235 J 2
2285 — 23235* 8* 3 2 — 5 — — 2 8*
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2232 — 2—52 22 — 2822 —8 552— 2533 255 — — 2
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        <pb n="354" />
        s8833323855
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23200 353 —3 —355733—33535
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5823353 23293 225. 5 2. 7 323. 3253
52233 235823 E * 522 2257 553256525
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        Slb. Ingberler Anzeiger.

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Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wochentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
48 102. F * Donnerstag, den 29. Juni — X 1876.
Einladung zum Abonnement
auf das mit dem J. Inti beaiunende 3. Quartal des „St.
Ingberter Anzeiger.“ Die Bestellung wolle ungesäumt bei
den betreffenden Postanstalten oder Posthoten gemacht werden.

Unsere geehrten Abonnenten, welche das Blatt durch unsere
Träger erhalten, belommen dasselbe wie bisher fortgeliefert, wenn
ncht vor Ende dieses Monats abbestellt wird.

Preis und Erscheinen des Blattes bleiben unvberändert.
Zu zahlreichem Abonnement ladet höflichst ein J
Die Expedition.

Deutsches Reich.

München, 24. Tußi. Die von 76 Gemeinden der Pfalz
hei'm Dircktorium der zweiten Kammer eingelaufenen Petitionen
um Waldstreu sind dermalen zur Erstattung des Kammerberichtes
in den Händen der Referenten Kuby und Dr. Groß. Wie ver—⸗
ljautet, werden beide Herren die Sache, soweit möglich, entschieden
derlreten und dabei bon ihren pfälzischen Kollegen wenigstens, warm
anterstützt werden.

München, 26. Die Wiederernennung eißes Bischofs von
Würzburg dürfte sich aus dem Grunde noh einige Zeit verzögern,
veil höheren Ortes de Absicht bestehen soll, gleichzeitig auch den
Bischofssitz in Speyer wieder zu besetzen. —

München, 26. Juni, Abends halb 8 Uhr. D'e Abgeond⸗
aetendammer hat soeben die von dem Finanzausschusse in das Bud—
jet eingestellte Poßtion: Tantlemen für Ethebung der Taxen durch
zie Notäre der Pfalz, mit 66 gegen 61 St mmen abgelehnt.
Dafür stimmte die ganze Linfe, dagegen fämmtliche Ultramontane
mit Ausnohme der HH. Horn und Molitor.

München, 27. Jani. Das Abgeordnetenhaus lehnte den
Antrag auf Herabsetzung des Briefportos auf 5 Pfennig für den
zeschlossenen Brief in dem Bezirtksamtssprengel ab, genehmigte den
Etat des Malzaufschlages und der Post und überwies eine Pelilion
der Postkondulleure uin Erhöhung der Reisediäten der Staatsregierung
ur Wurdigung. Eine Peiition, Beseitigung des siebenten Schul—
sahres kommt demnécdst zur Berathung, da sich 21 M'talieder
janden, welge dieselbe unterstützken. W

Ausland.

Wien, 26. Juni. Die ungarischen Blätter sind fast ohne
Ausnahme der Ansicht, daß der Losbruch Serbiens nicht mehr auf⸗
juhalten sei, und war einfach deßwegen, weil das Fürftenthum
inen Vorwand zut Eiklärung des thaifächlich bereits eingetretenen
Bankrotis brauche.

Paris, 27. Juni. Die „Agence Havas? bringt folgende
Meldung, die ihr aus Bukarest vom 25. Juni zugegungen ist:
donstantinopel, 23. Juni. Im Win'sterrofh ist der Feld⸗
zugẽ?plan gegen Serbien und Montenegaro sestgestellt worden. Es
jeißt, der Ausbruch der Feindseligkeiten stehe unmittelbar bevor.

Die Nachtrichten aus dem Oriente lauten immer alarmirender.
In Belgrad ist die nur zum Schein cçep'ante Friedensmission in
donstantinopel aufgegeben, die schon zum so und sovielsten Male
ungesagte Kriegsertlärung Serbiens ist wirklich stündlich zu erwar⸗
ten und am Goldenen Horn hat jene Strömung die Oberhand
gewonnen, welche die „serbische Frage“ mit dem Schw'rte enischei-
»ea w'ell. Das bei Nisch aufgestellte Armeelorps wird dacch neue
Truppenzusc,übe fortwährend verstärkt. Gleichzeitig hat die Stim—
nung in Konstantinop'el einen bedenklichen Grad von Erregtheit er—
langt. Man befürchtet daselbst Krawalle des fürkischen Pobels,
venn die Regierung sich nicht zu energischen Schritten gegen das
n Waffen starrende Serbien entswließen sollte. Was uns schon
leich nach der Entthronung Abdul ˖ Aziz' gemeldet wurde, daß eine
Rebolution sich in Konstantinopel verbreite, erhält jetzt seine vollt
ttändige Bestätigung, denn nicht nur unter der Garnison, sondern
nuch unter den Softa's lassen deutliche Anzeschrn den nahe bevor⸗
tehenden Ausbruch einer Erhebung nicht mehr verlennen. Die

Rüstungen, wvelche Hussein Apvni noch angefangen, werden forkge⸗
»etzt und besonders in Aüen neue Mannschaften erhoben und ein—
xerziri.

In französischen Blättern wird die Situation sogar noch

bwätzer gemacht. Nach ihren soll der Aufstand bereits ausgebro—
hen sein, Midhat Pascha gefangen und ats Geißel zurückbehalten.
Die Truppen sollen an die Regierung seht entschiedene Bedingungen
tellen, und neue Christenermordungen hätten wieder stattgefunden.
Das ganze ferbische Heer ist mitllerweile an die Grenze gerückt
und in drei Adtheilungen detheilt; es besteht in seiner Gefammtheit
aus co. 100,000 Mann, die ausgezeichnet bewaffnei sind, und so
edenfalls den ihnen gegenüberftehenden Türken an Zahl und Aus—
üstung überlegen. Obschon die seit längerer Zeit stattfindenden
Interhandlungen den Türken erlaubt haben, unterdeffen Truppen
jeranzuziehen, so ist diese Zwischenzeit doch weit mehr den Serben
u Guie gekommen, denn diese waren bereits vollständig ausgerüstet.
Seit Monaten hat man alles in Bewegung gesetzt, das Heer mit
illem nothwendigen, mit einein vollständigen und guten Kriegsma⸗
erial zu versehen. Außer den requlären Truppen haben sich auch
Freitorps zebildet, um sich mit den Insurgenten zu verbinden und
am Kampfe Theib zu nehmen; ein solches Freikorps ist bereits
uüber die Drina gegangen und hat den Kampf mit den Türken auf⸗
jenommen. Allex Wahrscheinliükeit nach werden die Türken dem
ombinirten Angriff der Inurgenten und des disziplinirten serbi⸗
chen Heeres nicht zu wid rstehen vermögen; überdies wird sich auch
edenfaus Montenegro an dem Kampf belheiligen. Es ist allerd ings
n letzter Zeit vielfach die Behauptung verbreitet worden, daß
Monlenegro sich mit der Pforte verständigt habe und sich von dem
dampfe gegen dieje fern halten werde; die neuesten und zuverlässi—
jen Informationen bewreisen aber, daß dies unrichtig; Montenegro
jat mit Serbien ein geheimes Bündniß zu gemeinsamer Oper tion
eschlossen. Das Ziel, welches sie verfolgen, ist Einverleibung
Zosniens in Serbien, und der Herzegowina in Montenegro und
zollständige Unabhängigkeit pan der Türkei.
Sondon, 27. Juni. Im Fortgange der Sitzung des Ober⸗
hauses erklärte Lord Derby auf eine Anfrage von Straihdeden, betr.
die Vorgänge in Konstantinopel, er könne es nicht bedauera, daß
dasjenige, was Anlaz zur Uneinigkeit zwischen England und den
udeten Mächten werden konnte, beseitigt sei, und wolle seine
leberzeugung nicht verheimlichen, daß der ohne fremden Einfluß
vor sich gegaugene Wechsel in der Souverärität der Türlkei durch
die Driuglichkeit der öffentlichen Gefahr und die Unmoͤglichkeil,
tgend eine wirkliche Reform dom Sultau Abdut Rziz zu doffen,
zerechtfertigt sei. Der Stand der Verhandlungen zwischen der
Bforte und den Insurgenten sei unbekannt; sollten sie zum Fiele
ühren, so wäre darüber weiter nichts zu sagen; falls sich hingegen
ie Fe'ndseiigkeiten erneuern sollten, so sei die Angelegenheil weuer
n's Auge zu fassen. Ueber das Ergebuiß dec Vorschläge und
aihschläge Englauds lönne er nichts fagen, müsse indessen dringend
hünschen, inzwischen das Verhalten der Mächte nicht zu kritisiten.
England wünjche eine friedliche Beilegung der Insurrection, es ver⸗
ange nicht, jür den einen oder den anderen Theil Partä zu er⸗
zreifen; dies sei eine auch bei viel ernsteren Gelegenheiten festge⸗
haltene Neßel. England glaube, daß der Pforte in ihren eigenen
Angelegenheiten die Inifiat ve gelassen werden müsse, und sei bereit,
der Pjforte und den übrigen Mächten das zu rathen, was es der
dristlichen und türkischen Bevöllerung gegenüber für das Veste
halte. “ “ Heiauf äußerte Lord Granbille, er müsse sich seine
Meinungsäußerung vorbebalten, bis vollständige Information
vorliege.

Vermischles.

f Ataiferslautern, 26. Juni. (AQais. 319. In der
jeutigen Stadrathssitzung machte Herr Bürgermeister Görg Mit⸗
heilung über die leider ersolgte Absehnung der Lauterthal⸗
zahn durch die Abgeordnetenkammer sowie uͤber d'e beabsichtigte
        <pb n="356" />
        Petition an die Reichsrathskammer um Wiederaufnahme des ab⸗
gelehnten Paragraphen in das Gesetz. Herr Dr. Orth knüpfte
dierau folgende Bemerkung: Es habe ihn und gewiß alle übrigen
Stadtrathsmitglieder sehr unangenehm berührt, daß, nach Mittheilung
her Kaisersl. Ztg.“, der Mann, dem die Stadt die höchste Ehre
zugewiesen, Herr Kolb, die Interessen der Stadt dadurch schwec
geschädigt habe, daß er den Ultramontanen Bewe smeterial dafür
an die Hand gegeben habe, daß der Bau der Lauterthalbahn nicht
m Interesse der pfälzischen Bahnen liege. Diesem Gerüchte müsse
man näher auf den Grund gehen, und falls es üch bestätige. müsse
man das Ehrenbürgerrecht des Herrn Kolb füc erloschen erklären.
Er stellte deßdab den Antrag: „1. das Gerücht, das Herr Kolb
gegen die Lauterthalbahn agitirt habe, anf seine Wabrheit zu unter⸗
suchen; 2. im Felle, es sich als wahr herausstelle, Hetrn Kolb das
Ehrenbürgerrecht zu entziehen.“ Herr Bürgermeister Görg erklärte,
daß auch er leider in zwei Briefen, die aus München gekommen,
gelesen dbabe, daß Herr Kolb dem Oberapelltath Kurz alles uns
günstige Material gegen die Lautertbalbahn in die Hände geliefert,
was dieser denn auch in der Kammer mit Erfolg benugt habe.
Auch Herr Sommerrock, der heute von einer Reise aus München
zurückgekehrt ist, bestätigt, daß alle pfälzischen Abgeordneten dieser
Meinung iind, daß Herr Kolb seinem Vetter Kurz dieses Material
geliefert habe. Man solle deßhalb bei Kolb anfragen, damit er
Dies entweder zugestehe, oder desavouire. Es wurde einstimmig
beschlossen: 1. Herrn Kolb Mitheilung von dem gestellten Antrage
zu machen und ihn um Auskunft über die Sache zu bitten.

FKaiserslautern, 27. Juni. (Kais. Zig.) Das hiesige
Zuchtpolizeigericht, ald Appellger cht. sprechend, vertündigte heute das
Actheil in der Klagesache der hiesigen Volksschullehrer gegen den
für die Redaktion der „Pfälzischen Volkszeitung“ verantwortlichen
Herrn A. d'Angelo, der bekanntlich in erster Instanz wegen Be—
seidigenug der 42 Voltsschullehrer zu einer Geldstrafe von 42 mal
ß M. — 252 M. verurtheilt worden war. Das Zuchtpolizei⸗
gericht wies die vom Verllagten eingelegte Appellation in der Haupt⸗
sache als undegründet ab, indem es dem ersten Richter darin bei⸗
stimmte, daß durch das betr, Spoitged'cht die diesigen Volksschul⸗
jehrer schwer beleidigt worden sind, reformirt jedod das erstinstanzliche
Urtheil dahin, daß nicht 42 versch edene Beleidigungen vorliegen,
Indern das, die Beleidigaung der Lehrer in Gefammtheit als eine
rinzige, untheilbare, strafbare Handlung zu betrachten sei, und ver—
urtheilte in Folge defsen, den Verklagten zu einer Geldstrafe von
00 Mark, eventuell zu 30 Tagen Gefängniß, sowie in die Kosten
beider Justanzen.

Am Dienstag Abend braunte in⸗ Neustadt die Abresch'sche
Mühle total nieder und zwar reichten 1213 Stunden hin, das Zers
sörungswerk zu vollenden. Das Wohnhaus wurde gereitet.

FMünchen, 22. Juni. Das Hundest. uergesetz fängt bereits
zu wirken an; in Würzburg wurden vaͤmlich in der letzten Woche
nicht weniger als 337 Hunde vom Wasenme ster getsdtet.

PIn München beabsichtigt man, um dem häßlichen und
durch das Staubaufwerbeln äußerst gesundheitsgefährlichen Damen⸗
chleppea-Unwesen in möglichst wirksamer Weise entgegenzutreten,
nen Damenschlephenheruntertretungs-Verein zu gründeun.

Der Schwurgerichtshof für Oberbahern verurtheille am 26.
25. den 40 Jahre alten Diensiknecht Fleindt wegen Brandstiftung
u 12 Jahren Zuchthaus. Fleindl hatte seinem Dienstherrn das
daus über dem Kopf angestectt, weil ihm derselbe beis Austritt
ius dem Dienste statt, wie ausbedungen 2 Poar nur J Paar Stiefel
jegeben hätte. Bei dem Vrand waren zwei auf dem Heuspeicher
bernachtende Italiener, Brüder, im Alter von 13 und 18 Jahren,
nitverbrannt. J
7 In Zenting im baierischen Wald schlug der Blitz in
in einzelnssehendes Haus. Eben saß der Vauter (der Maurer
Michael Wiesenbauer) mit seinem Zjähriren Mädchen am Bett und
sielt dasselbe mit seinem rechten Arm umschlungen. Der über der
zimmerthür hereinfahrende Blitz erfaßt das Kind am Kopf und
äͤhrt min solcher Gewalt über den ganzen Körper desselben, daß
s verbrannut und verstümmelt todt in die Arme seines Vaters
aisst. Der Vater aber selbst ward fast wunderbar vom Blitz ganz
erschont; er wurde nicht einmal betäubt, so daß er das Feuer,
as durch den Blitz im Bett entstauden war und ihm leicht das
Leben häite kosten tönnen, in seinem ersten Entstehen noch löschen
onnte. (D. 3.)

F Guntersblum, 25. Juni, Heute Abend wurde unsere
hemeinde von einem schweren Unglücke belroffen. Mehrete der
Arbeiter, welche damit beschäftigt waren, an einem Abhange Erde
zür einen No hdamm zu graben, wurden, weil dieser Abhang all⸗
usehr untergraben wurde, von der sich plötßzlich loslösenden Erd⸗
masse verschüttet. Durch schnelie H'lfe gelang es, diselben bald
Jerborzuziehen, allein deei junge Barschen im Alter von 18 Jahren
varen todt und ein armer Familienvater liegt hoffnungslos dar⸗
nieder.

Frankfurt a. M., 28. Juni. (Ergriffener Moͤrder.)
Nach Langen Bemühungen der Polizei ist der Mörder des vor
inigen Wochen bei Nohrbrunn, unterhalb Aschaffenburg ermordeten
zchlächtergesellen H. Kuhlmann gesten von der hiesigen Polizei in
zZorahem abgefaßt und in ein sicheres Gewahrsam gebracht wor⸗
en. Es ist dies der Schneider Köhler von Nürnberg, ein
chon einmal zum Tode verurtheiltes und wieder begnadigtes
Indiv duum.

London, 24. Juni. Bei der heute bei Putney statige⸗
sabten Wettfahrt der Boote der Frankfurter Ruder⸗Gesellschaft und
des London Rowing Klub unterlag die erstere. Der London
towing Klub erreichte · das Ziel in 22 Minuten 283 Selunden.
vährend die Frankfurter Rudergejellschaft in 22 Minuten 838
—AI
vohnte der Wettfahrt bei.

—
Dienstes nachrichten.

Bezirksgerichtsassesssr Spach in Zweibrücken wurde vom J.,
Juli an zum Landrichter in Hornbach ernannt.

Der Notar Dimroth in Dirmstein wurde auf Ansuchen nach
Frünstadt versetzt und Rechtscandidat Cuny von Waldmohr, der—⸗
nalen Amtsverweser des Notars Gink in Dahn wurde zum Notar
n Waldfischbach ernannt.

——I ·ß —
In der „Karawanserei“ findet man bei Jänisch's berühmten „Dasel Lager“ die feinste Delicatesse
Erste Sendung neue Holländ. Matijes.

A
— —

achuzig. »nm Freilog 30. Juni, Sams-—
Belamum qBr — ag, 1. Juli und Sonntag, 2.
n Ber Kaiserstrade und zwar Juli 1. J. nicht befahren werden
der Sielle, * die Distrikts⸗ hiermit betannt gemacht
raße bou St. Ingbert nach w.
Ie in die Kaiserstraße eins St. Indberl, 28. Jont 1876.
Duntet wird ein Kanal ange,“ Das Bürgermeisterauit:
egt und kann diese Straßenstrecke CEuister. —
Bekanntmachung.
Gemäß hoher Entschließung der k. General-Bergwerks⸗
und Salinen⸗Administration vom 22. l. M. werden auf Dem Leter 1......
der kgl. Grube St. Ingbert vom 1. Juli 1876 an die uu seinem heutigen Namensfeste
Kohlen zu nachstehenden Preisen oerkauft: ein dreif ach donnernd
odertoble . Sualit. per 100 Kilogr. zu 1,40 Mark, Soch meeke“* em Biersaß
II. * 1.05 wiederhalli.
iif J 990 * Ein Freund.
u ä n r *
einschließlich des Ladgeldes. Dem FPeter D. ... zu
St. Inabert, den 28. Juni 1876. J ze
* fa onnernd Hoch, daß
Kgl. Bergamt St. Ingbert. die Schulbänke wackeln.
J. Kamann. Einer seiner Freunde.
——— — —— —— — —„ ——— — — — ———
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demek in St. Inabert

iermit dem verehrlichen Pub⸗
H lifkum dahier die Anzeige,
daß ich meine Gartenanlage
für den kommenden Freitag,
den 30. d8. M., der Gesellschast
AMERAMIONIE:
zur Verfügung gestellt babe, weß⸗
haib der Garten für Niechtmits
zlieder dieser Gesellschaft an
bigem Tage unzugänglich ist.
Juliue Grewenig.

J.

Zu verkaufen:
kiefern Bauholz, Zaun—
urd Baumpfähle, fichten
Rund⸗, Leiter⸗ und Wies—
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Breitermühle bei Riederwürzbach.
Theaterdecorationen,
Ballous, Lampions. Bon—
ner Fahnenfabrik, Bonn a. Rb—

Fraulk furter Börse
vom 27. Juni 1876.

Geldsortenm. M. Pfg
bistolen, doppelte. - —-æ 6.
ꝰistolen... —-—- 6.
JIollun. 10. fl. Stucke. 1665 6.
danddukaten... 957-62
20-Prankenstücke. 1619-23
Englische Sovereigns. 2039-44
Russische Imperiails. 1667-72
Dollars in Golde,. 4 16- 19
        <pb n="357" />
        —— 252 x
88311835155533537335
2552 — 2. 5 5—5 —5 2 3 .. 3553 595 — 22*
— —— 8 B 2 2 322 2535282 — —5
3 — 54 228—8*5 — 5333 5358383353337 2
A 88 — — 2* *æ3223 —35833337335 2*8 378* 32*
* — 5 2 * — ——8
62 36 323z538 358358 248
5528 —38— 355* — 238 28—2 655
228 3 33333333555357 33 3 32 8
275323556 53332 33358335362 — z222338*
— — —53 ——— — 2—322512 — —
5 — —272 282 3 25— — —z8535 * —22
—E .—25 * z22255* 523 — —3315 2323 — 333—
5z3 5 —2 5—2553—— 2*25 ———— 78 * 258
—352533—8—888 —2322— 7—5353825 SBS 8 5
28 3387 — — — 232385 581 ———
4 —3 T — — —2 J —2 — * ⸗ — 23
— —— — — * 323333733383.853
53232325* — 33 38—33535 s3—2—3338583827 2 5323
25235 533281335323235* 13 2 —— 8 583335355
2375 333* —28285—3 — — —52 —22823 — —
552536 5 5758 — —2— s 533 5238*
32553 — * 38322 2 523235 z21332353 —222 *8236
»6 —583553288 —5155388212 75 —5 ——32 225 — S325
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* — ——A 52528327 2 D 5722 — * *—37238228 222
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— — 5 585277 55375 —55— 3 8 ——
2 — — 3 —* 3 8 *
— 63 382355385243
2227 —— —— — 52328 — 35— 25376
—5—32257 —* — 8 F —3 “ — 8 253E— 59 22222
2*7 252535 5885 2 4222 225 —A— 5528 —8 —— 22 233
5 1556523334 5257 533225833635
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—33357
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—— —
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555352355 52355 8 ——— —— — — —7535 232 —*8 c
28535 —33 3338 7
* — — 2 * —57
337— 7238 38 320 —3—383 33 28*2 EIS —
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2533232 232— ——55353 —
23 .* —ERE — 2 7 —22 22 * 3 2 — 323 —2322
—35337 83383.535823 32 —38 ——88
5223—* — 232.328 — 2528* 25 2 727
z528535—* 35 27 —— — — 2B5 — ——— —A
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3 — — *25 5— 5 7*
2585* — — 25* 23 9 23 — — 2* 9 722
2 55895 *2*9 ——— * 3 *
33 3833 3837
—— 8233335383535 —32*88 3223
2322 53358 s 3033 353 22—3 3883322 235333303
2 8337 233273232
381 735533 *55* 282, —3 7523235725 338333533335*
— * —— 32 ñ24326 2
2 5 —13 22 5222 353359 32 55 O22
33185383S—333333352583 233 233923
2 — ——— — — 322 25 5222 2 23 553—55
— — 5 9—235, —55 35585203—2
2 * — 2 85 — — —
55* —3 2* 40 385 228 —
557 3—23335584 s2333333387 23322
332—3 —33—3333382— —A
———— 3 2* 8
23 422325 —5523253 53231583
*353 2— 3— — 22 52— 7— 3 328 —F
—158 * — — — —
3252 53 8 — *
225513535222328
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23553 333552535—8*
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— —A * 557 D
2— 5222 S 385 4 p 2*58 —AA ——
232.,5 — 2222 52 532322 — —A——
* 2 2 2*522555 2*8 S* — 5—5 3 76 2 — — ——
2855 2 —2222 ——255223535235 —255 —7 —A 2 5z52355855
— 25 —A —— — 25 —z55 33233 353333236 53
* 5* — 2 8 — *7* 5* *2 * * 2
552 322235 28328352 33533835377568725 —
5258 327 8 5582337527 3 —— 52325553552
—— 55353 35353352555 5533555859 z3358338 385325
5Sza 55535 —3 33333 223633 326
32325 33355 33333378 3 38
2 — —— — s 3225 — ——— —258328* 7 3
E —F 8 — 8 * —— 532 28 — —
* * 2 — 2 * 8 385 2223 3
22—22 8 QGQL c* 224 ——52 X5 —8— 6— S553228
—22 ;33 — S* —A — — ß 22 245 — 22
———— 322 —— —— ————— * * 2335285 *3 2* 2858 2223
32 75* 2 2*2 5—8 27 2235 D —— —223 2535229 * 52 52
53555533755* 5353——332538 z28B31333 —2553255
5 25 —3 A 2 23 3258387 —EE —— 2533 22 2 /2 ee
8 33 353373533 1433 —8
— 2 2 * 2 ——
s2,5532237— 33 358586355333332553 2e— z3753*3355
2222 —2328 * 5856 —„ 355238 08 5 ——— 8
—A — —A— 2 2 7—28— * 5252 — 2258 2222 ————
552 535353557 383 —5335733733825 3BSSS—3
— 2—2358356523523 — 5355—5332357 — 1332 32253*5* cx23588
* 5 3 2z3* 2 58 7 Ss5*5 22 2 z
— 22752 —25258 *2nB85752 5 5S 583
25 355 277 *05 58 — —2328* — 35 32883 875
2355355 33332353 — 75287— —358 —5—33553535838
— 535334 * 3 * —— — 2235 * —A— — — — 3733553
23 383332 3777285 ———— 233 555335*235353228 »1322822
S 2 32538328 —A—— — 33 222 5 *53 53— 35
522 5—— 22 5225523325 * 258355 8 —A
e 33 33 *3 83—
— —— ——— 255 —2232 228
32532* —33 755733*337
2 2 2— —2 4 — 2 Q E
—A — — 5* — 2 *
* 22 2532* 2. — —*
82562 *
X4

853 833. 222* —— 2222225 —X — —
»—75 7 6823 — —38525 2 253 35533233235 52252
8 —* 8 7 * E 2 8 —A 5325 —
235 23* ———— 32287738 2533 52352 35 55337
238 5323. *2323 z55 336235 3258 5583 25 23*33 3235
558 25 535258 — 2—33332*35375 27 —— Tur 53250
— 2577 29 2 255 2 3 2 2522 —2—2575 —A
5825 53255 * —— 5 359 8 3555* 5 255535—38 38
222 553855 * õ—— —* . * 3 * — B2 — —A
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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Inzberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhalkunasblati, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonn tag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Nart 20 R.⸗pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärts mit 15 Pfj. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NRecla nen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
43 103. I Samstag, den 1. Juli

1876.

Deutsches Reich.

München, 28. Juni. Bei Berathung des Wahlgesetzentwurfs
in der heutigen Sitzung der Abgeordneteukammer begründete Ab⸗
zeordneter Schels das Bedürfniß der Revision des jetzigen Wahl⸗
Jesetzes auf Grundlage directer Wahlen. Abgeordneter von Schauß
iebst 71 Parteigenossen brachten einen Antrag auf Uebergang zur
notivirten Tageßordyung ein. Nachdem dieser Antrag abgelehnt
vorden war, nahm die Kammer bei namentlicher Abstimmung den
Artitel 1 des Entwurfs mit 75 gegen 72 Stimmen (liberale) an.
Auf die Weiterberathung wurde jedoch, da die nothwendige Majo⸗
rität von zwei Dritteln nicht erreicht war, verzichtet, und ist dem—
nach der Jöcg'sche Antrag auf Wahlreform beseitigt.

München, 28. Juni. Vom Referenten üder der Etat des
CTultusministeriums, Abg. Domcapitular Dr. Schmid, werden an
inzelnen Positionen Abstriche, dagegen zur weiteren Aufbesserung
der Bezüge der Volksschullehrer die Einsetzung von 1 Mill. M.
in das Budget beantragt. Nach des Referenten Anträgen sollen
im Ganzen 20,950,564 M. vewilligt werden, wähtend das Regit⸗
rungspostulat 20,022, 116 M. beträgt.

Berlin, 25. Juni. Ueber die gegenwärtige Flottenbewe—
zung im Mittelmeere ist zu berichten, daß mit Beginn des nächsten
Monats die Geschwader dort vollzählig versammelt sein werden.
Ain zahlreichsten und stärlsten in Bezug auf Mannjchaft, Bewaff-
nung und Scheffsbau tritt selbstverständlich England in der Beauͤla ⸗
Bai auf. Bereits hat es unter dem Commando des Ndmirals
Drummond dort 17 Kriegsschiffe, wopon 6 Panzer, mit 107 Ka⸗
sonen und 3000 Mann Besaätzung vereinigt; in Gibraltar liegt
»as Kanalgeschwader, worunter 5 Panzer, mit 50 Geschützen und
2400 Mann Besatzung bereit und weitere 8 Panzer werden in
den heimischen Häfen seebereit gestellt. Frankreih hat unter Contre⸗
admiral Jaures ein Escadre von 9 Schiffen, worunter 4 Panzer,
ait 55 Geschützen und 2417 Mann Besatzung entsendet; weitere
3 Panzer werden zur Zeit in Toulon ausgerüftet. Deutschlands
inter Contre⸗Admiral Batsch, bestehend aus 9 Schiffen, worunter
Panzer, mit 70 Schffsgeschützen und 2700 Monn B satzung,
st gegennärtig bereils über Malta hinaus. Oesterreich hat untec
Fommando des Contre-Admiralz Barrey 4 Kriegsschiffe mit 32
geschützen und 1238 Mapn Besatzung in die kürtischen Gewässer
eordert; zwei weitere Panzer fol en noch. Italien ist mit 5
Banzer⸗Schiffen von 31 Geschützen und 1658 Mann Besatzung
inter dem Commando des Coptre⸗Admirals de Virch vertreten;
in weiteres Geschwader mit 29 Geschützen liegt in Tarent zum
duslaufen bereit.

Berlin, 28. Jun'. Das Geschwader ist on 25. d. M. in
Salonichi angekommen.

Berlin, 28. Juli. Der Kaiser wird sich am 6. Juli
von Ems zunächst auf einige Tage nach Koblenz, dann nach Hom⸗
zurg und hierauf über Karlsruhe nach der Mainau begeben, von
vo in der dritten Woche des Juli die Reise nach Gastein ange⸗
reten werden soll.

Berlin, 28. Jani. Der Gerichtehof für kirchliche Ange—
egenheiten erklannte deule gegen den Erzbischof Melchers von Koͤln
uf Absetzung vom Amte, weil sein Berhalten mit der öoͤffentlichen
Irdnung unverträglich sei.

Berlin, 29. Juni. Der Schluß der Landtagssession wird,
vie die ministerielle Provinzial-Corr. mittheilt, venn nicht schou
eute spätestens morgen in gemeinschaftlicher Sitzung beider Häuser
zurch den Bizepräsidenten des Staatsministeriums, Finanzminister
Famphausen erfolgen.

Die Mitgiieder des prenßischen Abgeordnetenhauses klassificiren
ich rach ihren Berufsständen wie folt: 109 Gutsbesitzer, 36 Kauf⸗
eute und Fabrikbesitzer, 32 Gelehrte und Privatleute, 18 Geistliche,
d Aerzte und Apstheker, 15 Lehrer (darunter 2 Elementarlehrer),
0O Prof⸗ssoren, 29 Provinzial- und Kommunalbeamte, 54 Ver⸗
valtungsbeamte (darunter 4 Ministech, 116 Justizbeamte, dadvon
39 Nichter, 24 Anwälte und 3 Staätsanwälte.

Ausland.

— Wien, 28. Juni. Nach Meldungen hiesiger Zeitungen aus
dagusa haben die Insurgenten der Herzegowina den Fürsten von
Montenegro zu ihrem Fürsten prollamirt und eine Deputation nach
Fettinje enisendet, um ihm diesen Beschluß mitzutheilen.

Einem Wiener Telegramm der „Post“ zufolge verlautet ge-
rüchtweise, „Fürst Gortschakoff werde wegen des nahe bevorstehen⸗
Ren serbisch-türlischen Krieges seinen Urlaub nicht antreten und den
Tzar auch ferner deglesten; in diesem Falle würde sich auch Graf
ndeassy zur Kaiser⸗Entrebue nach Reitstadt begeben — In Pest
errseti große Aufregung wegen der Agitation der ungarischen Ser⸗
en, ständlich treffen alarmirende Nachrichten ein. In Süd⸗Ungarn
ind zahlreiche Verhaftungen omladinistisch Verdächtiger erfolgt, die
ZJehötden verlangen Verstärkungen der Garnisonen. Das Stubl⸗
vchteramt in Mohacs hat vierzehn Kisten Gewehre konfiszirt.“

Hieraus ergiett sich zur Genüge, daß den guten Oesterreichern
vor ihrer Gottähnlichkeit ein wenig bange wird. Sie haben so
ange in Belgrad schüren helfen, daß sie nun die Angst überkommt,
ie tönnten am Ende die Geister nicht los verden, die sie gerufen
aben. Aber selbst bei dieser Angst läuft noch viel Humbug mit
uter: wenn man beispielsweise von den drei serbischen Aufgeboten
richt und sie auf zusammen 195,000 Mann bejiffert, während,
henn es hoch ?omimt, Fürft Milan mit Aufbietung aller Kräfte
rum im Stande ist, volle 50,000 Mann feldtuchtiger Truppen
die Schlachtline rücken zu lassen. Da nun Serbien gegen die
zürkei hin offen ist und sein Terrain dort nicht gestattet, einen
zuerillaktrieg zu führen, wie in Bosnien und der Herzegowina,
»ird man sich in Belgrad doch noch sehr besinnen, ehe man sich
uf das Abenteuer des Türkenkrieges einlätzt. Freilich sollte Ruß⸗
and im Stillen doch dieste kriegerische Aktion begünstigent, so wäre
er Krieg allerdings schon jetzt entschieden.

Pacis, 27. Juni. Tas „Journal ojficiel“ veröffentlicht
in Decret des Präsidenten Mac Mahon, wonach 87 Miitglieder
der Commune begnadigt sird.

Paris, 28. Juni. Die „Agence Habas“ meldet: Am 85.
Juni lief ein Muselmang durch das Judenviertel von Al-Kazar in
arocco mit dem Dolche in der Hand und ausrufend: „O
Oduselränner! rüchen wir uns an unsern Feinden!“ Er stach 11
Juden, von denen 2 sosort todt waren und mehrere toͤdtlich ver⸗
pundet wurden. Die Vice-Consuln von Amerika, Italien, England
ind Spanien haben Garantieen für Leben und Eigenthum der
ruropäer vetlangt und werfen dem Pascha vor, ts an der nöthigen
Wachsamkeit haben fehlen zu lassen.

Die Nachrichten aus Serbien lauten immer ernster, so ernst
jaß der Ausbruch der Feindseligkeiten als fast unvermeidlich erscheint.
das Kriegsmanifest soll bereits gedruckt und mit der Weilung ver⸗
jegelt in die Hände der Korpskommandanten gelegt sein, auf em⸗
jangene telegraphische Ordre die Siegel zu erbrechen und das
Manifest zu publiciren. torgen (Montag) schreibt man der „A. A. 3.“
interm 25. d., rücken die sämmilichen Reserven der Grenze näher,
zleichzeitig marschiren das zweite Aufgebot sowie die Gensdamerie
ind alle sonst militärisch organisirten Korps einschließlich der Feuer⸗
vehren; auch die Festyngsbatterien sind schon auf dem Marsch, und
wei ehemalie Minister haben die Intendanturgeichäste der Armee
hernonmen; drei Dwisionen endlich mit 28 Geschützen sind bis
sart an die Grenze vorgeschohen. Noch bedeutsamer werden diese
Meldungen, wenn es richlig ist, daß das unberechenbare Montenegro
ibermals eine Schwenkung vollzogen hat, daß die Insurgenten der
derzegowina unmittelbar an der montenegrinischen Grenze lagern,
ind daß die gesammte montenegrinische Streitmachzt, um bei dem
ersten Zusammenstoß zwischen Serbien und der Pforte gleichfalls in
uttion zu trelen, bei Ostrog, Podgorißa gegenüber concentrirt wird
ind der Ankunft des Fürsten Nibta selbst gewärtig ist. Am aller
»edeutsjamsten aber würde die — allerdings wohl mehr als ver—
äachtige — Meldung sein, daß freilich die westmächtliche Diplomatie
in Belgrad fortgesetzt energisch für den Frieden eintritt, daß aber
        <pb n="360" />
        der Vertireter Rußlands schon seit mehreren Tagen „für alle Welt
unsichtbar ist, daß auch der öͤsterreichische Generalkonsul sich an der
neuesten Friedenspression „nicht mebr beiheiligt“ hat, und der Ver⸗
treter Deutschlands sich „ohne jede Instruttion befindet“; die Hal—
ung Montenegros wird sogar auf eine bestimmte Weisung Ruß—
lands zurückgeführt, alle bisherigen Verhandlungen mit der Pforte
abzubrechen und in demselben Augenblick loszuschlagen, wo an der
Drina der erste Schuß gefallen.

In der Herzegaowina und in Bosnien fanden in den
lehen Tagen bedeutende Kämpfe statt, die fast saämmtlich zum Vor⸗
theil der Aufständischen ausfielen.

Die Akiion zwischen Serbien und der Türkei hat thatsächlich
begonnen. Aus Belgrad wird nämlich der „Deutsch-Ztg.“ unterm
27. d. telegraphirt: Vorgestern fielen bei Supovac in der Alexina⸗
cer Gegend 409 Tscherkessen ins serbische Gebiet ein. Ein Batail⸗
lon der Belgrader Brigade umzingelte dieselben im Walde und
wurden Alle niedergemacht. Die Serben haben den Verlust von
z Todte und 30 Verwundeten zu beklagen. Unter Ersteren befin⸗
det sich Major Tschelekant c. Gestern gingen zwischen Loschuica
und Leschnica 7000 (7) Mann Freiwillige unter dem Oberstlieute
nant Gruja Miskovic, Major Blajkoviec und Hauptmunn Putnik
libet die Drina nach Bosnien. Am Samstag überschritt der Me⸗
lropolit Ducit mit einer starken FreiweilligenLegion die Drina bei
Lubobja in der Gegend von Valjebo, dieselbe schlug sich glücklich
durch die türkische Grenzbesatzung durch.

In Montenegro sind alle Unterthanen vom 17. bis zum
60. Lebensjahre einberufen.

Pera, 20. Juni. Schon seit gestern früh eirculirten hier

unheimliche Gerüchte über eine Verschwörung, aber so kolossaler
Ari, daß ich mich scheute, ihrer auch nur zu erwähnen; es habe
sich um nichts geringeres gehandelt als Feuer an die Pulverfabrit
und an den Gasometer zu legen, und ganz Konstantinopel mit Vor⸗
städten und Palästen in- die Luft zu sprengen! Bei genauerer
Rachforschung ergab si d nun, daß diesen Gerüchten eine ganz arge
Uebertreibung zu Grunde lag, daß aber doch etwas wahres an der
Sache war. Eine sscherkessische Verschwörung existirte, und das
Pulvermagazin von Kyrgagatsch sollte in die Luft gesprengt werden;
aber die Behörde erhielt rechtzeitig Kunde von der Sache; es wurden
gegen 200 Tscherkessen verhaftet und die Wachen bei dem Pulver⸗
magazin wurden bedeutend verstärkt; der zur Zeit des Sultans
Abdui Aziz so gut wie unzugängliche taiserliche Palast war mit
dem Thronwechsel jedem anständigen Menschen zugänglich, mußte
aber in Folge bdieser Entdeckung sorgfältiger bewacht werden.

Pelersburg, 25. Juni. (Neus Berliner Tagetl.) Die

Auzeichen mehren sich, daß auch Rußland sich auf alle Eventuali⸗
säten einer Verwidlung in die orientalischen Wirren gefaßt maächt.
Nicht allein daß die russische F.otte im Piraeus neuerd'ngs durch
Armirung der Panzerfregatte „Peter der Große“ wieder verstärkt
wind, so ist nunmehr auch im Hafen von Nisolajew am schwarzen
Meer, der Bau und die Ausrüstung der dort in Angriff genom⸗
menen Panzerschiffe so beschleunigt worden, daß das größte dieser
eisernen, kreisrunden Kuppelschiffe, die nach ihrem Erfinder „Po
— Drehgeschützen ausgerüstete
Admiral Popow“,, der nach dem Erbauungsplan erst im Herbst
fertig gestell? werden sollte, bereits beendet ist und am 28. Juni
jeine Probefahrt machen wird. Es sind ferner im Charkow'shen
Gounvernement unweit der Stadt Wojnessenst zwei Kosakenbrigaden,
8 Divbistonen Infanterie und ein stattlicher Artilletiepark, dann
im Radom'schen Gouvernement unweit Konsl 7 Infanterie-Divi—
fionen, 7 Artillerie Brigaden, serner in den Sammellagern bei
Brest·Litewst und Nowogeorgiewsk die in polnischen Stationen bis
her zerstreut gewesenen Re. imenter zusammengezogen worden; und
es ist dabei zu bemerken, daß hier überall weder in früheren Jahren
Lager errichtet worden sind, noch in den urspründlichen Bestim⸗
mungen füt die diesjährigen Sommerübungen der Armee für diese
Nonjentrationen in Aussicht gestellt waren. In Warschau selbst
sind zu den alljährlich stattfindenden Manövern in dem dortizen
Lager, denen auch der Kaser diesmal beiwohnen wird, bereits 440
Dib sionen Infanterie, 2 Schützendrigaden, 3 Cavallerie Brigaden
und 2 Artillerie-Brigaden anwesend; so daß im Ganzen in diesem
Militärbezirk allein bereits 66,780 Mann Infanterie, 13,691
Manu Caballerie und 11,692 Mann Artillerie konzentrirt sind,
abgesehen von den Garnisonen der Städte und Festungen in diesem
Theil Polens.

———
PVermisqhtes.

Im Forstamte Kalferslautexrr sind vom J. Juni 1875
bis dahin 1876 geschossen worden: Sauen 52, Rehböcke 275,
Haselwild 8, Hasen 2942, Feldhühner 1131, Wildenten 24, Wald⸗
schnepien 41, Becassinen 1, Füchsfe 357, Edelmarder 8, Stein—
marder 2, Wudkaßen 5, Fuschottern 4, Dachse 16, Jitis 22.
Wachteln z3. Summa 4888 Stück Wild, die einen Geildwerth
von 7319 fll. repräsentiren.

F Kusel, 28. Juni. (Kus⸗ gtg.) Am Moutag machte
ein junger Maan von Haschbach, Namens Kreutz, auf die Tochler
des dortigen Wirthes Bonenberger einen Mordanfall in deren Be⸗
zausung. Der Beweggrund war Eifersucht. An der Ausführung
jeines Vorhabens wurde Kreutz durch die Angehörigen des Mädchens
zlücklicher Weise gehindert; eine dem Mädchen beigebrachte Schnitt⸗
wunde am Halse scheint nicht von großer Bedeutung zu sein. Der
Thäter ist, wie wir hören, verhaftet, die gerichtliche Unter suchung
im Gange.

F Landau, 28. Juni. Herr G. Vierling aus Frankenthal,
. Kapellmeister in Berlin, wird beim hiesigen Künstler-Concert am 2.
Tage des Musikfestes seine Komposition „Ouverture zu Schiller's
Maria Stuart“ selbst dirigiren.

7 St. Johann, 23. Juni. Aus Bous, Kreis Saarlouis,
meldet die b'esige „V.⸗Ztg.“, daß die dort befindliche Pulverfubrik
heute explodirte. Eine furchtbare Detonation verkündete das Unglück
der weiten Umgegend; acht Personen werden vermißt, wovon bis
jetzt drei vollständig verbrannt aus dem Trümmerhaufen hervorge—
bracht worden sind. Ueber die Ursache des Unglückes herrschen
nur Vermuthungen. Vor zwer Jahren explodirte daselbft das
Trockenhaus der Pulverfabrilk.

Straßburg, 20. Juni. Heute starb dahier im Hospitak
ein Elsässer, stud theol. Theodor Resch, welcher am späten Abend
des 11. ds. auf der Straße von einem Soldaten, mit welchem er
chon zuvor in einem Wirthshause gesessen und daun Streit gehabr
hatte, verwundet worden war.

* Straßburg, 28. Juni. Der Schaden, welchen die öffent⸗
lichen Dammbauten des Landes durch die zweimalige Ueberschwemmung
dieses Jahres erlitten haben, wird auf 6—700,000 M. abgeschätzt.

München, 17. Juni. Notar Ludwig Dettenhofer, wegen
5 Vergehen der Amtsuntreue angeklagt und gestäudig, wurde heute
»om igl. Bezirksgericht· dahier zu 5 Jahren Gefängniß und 3
Jahren Ehrvetlust verurtheilt. Die veruntreute Summe beträgt
45,286 fl. 37 kr.

München, 24. Juni. Von Kupferberg in Oberfranken
aunternahm kürzlich eine kleine Schaar eine Wallfahrt nach Göß⸗
weinstein. Dabei benutzten sie wegen des schlechten Weges in Folge
Ungunst der Witterung für einige Schritte den doppelgeleisigen
Bahnkörper zwischen Untersteinach uad Neuenmarkt. Der etwas
chwerhörige Fahnenträger blieb bei dieser Gelegenheit ein wenig
jurück und wurde bei der Dunkelheit von dem von Unlfersteinach
daherbrausenden Schnellzuge erfaßt und der Art zermalmt, daß der
Tod augenblicklich einirat.

München. Dritter deutscher Kriegertag. Aus
den Verhandlungen dahier ist hervorzuheben, daß der deutsche Krieger⸗
»und zu Berlin eine Vereinigung mit der allgemeinen deutschen
striegerkameradschaft nur in dem einen Fall eingehen will, daß die
allgemeine deutsche Kriegerkameradschaft diesen ihren Namen fallen
lasse und einen andern Namen annehme. Die Vertreter derselben
iprachen sich indeß dafür aus, daß an dem bisherigen Namen strenge
festgehalten werde, weil er schon einmal zu Gunsten des deutschen
riegerbundes geopfert worden war, ohne daß sich alsdann dieser
zum versprochenen Beitritte entschlossen hätte.

F In München hat sich die freundliche Mahnung der Hof⸗
theater⸗Intendanz bezüglich des Hutabnehmens im Theater bei ei⸗
nein Theil der Damenwelt ruchtlos erwiesen, und man fieht sich
nun zu einer strengeren Maäßregel genöthigt, indem man durch
Plakate dem schönen Geschlecht eröffnet, daß die Vertreterinnen
desselben, welche sich im Parquet der Hofbühnen einsinden, im In⸗
eresse der anderen Besucher dieses Platzes die Hüte abzunehmen
haben; denjenigen Damen aber, welche dieser Vorschrift zuwider⸗
sondeln, wird diefelbe von den Billeteurs entsprechend zu Gemüth
zeführt werden.

Die Wechselstempelsteuer hat vom 1. Jan. bis 31.
Mai 1875 in Bayern 173,586 M., im ganzen Reiche 2,825,379
M. ergeben (182,5891 M. weniger als im Vorjahr.)

eFrankfurt, 26. Juni. Das große Actienhotel zum
„Frankfurterhof“ ist heute dem vollständigen Betriebe übergeben
worden.

Die Kaiserin Augusta hal ihrer Tochter, der Großherzogin
bon Baden, 1000 M. für die Wasserbeschaädigten in Baden über⸗
sendet.

F Trarbach, 25. Juni. (Auffindung römischer Mürzen).
Fin äußerst ergiebiger Fund, der in der Numismatik sicherlich Auf⸗
sehen erregen wird, hat in Bad Biebrich, wo schon frühe: römjsche
Antiquitäten ausgegraben wurden, stattgefunden. In einem Felde
im Berge, neben dem Wege, der nach dem Forsthause führt, för⸗
derte der Pflug einen wahren Schatz römischet Münzen, der Zahl
nach ohngefähr 4000 Stück empor. Die Münzen lagen rollen⸗
weise in einer gleichsam zusammengepappten Masse beisammen, da-
neben ein Lappen, einem Kaffeesacke ahnlich. Münzen, ein ganzer
Korb voll, sowie die Reste des Sackes, befinden sich in dem Be—
sitze des Feldeigenthümers, Herrn Ortsvorstehers Berres. Die
Mäunzen sind dick mit Grünspin überzogen und müssen gereinigt
        <pb n="361" />
        verden, ehe man sie entz'ffern kanr. Judessen sind schon manche
rkennbar: Claudius, Aurelianus, Gallienus, Victorinus ꝛc.

F Bühl in Baden, 25. Juni. Geitrag zur Naturgeschichte
zer Kahe.) Eine in hohem Grade merkwürdige Todesursache hat
anläugst einen unserer Mitbürger dahingerafft. Herr Architekt
Roßkopf, städtischer Bauführer beim Bau der neuen Kücche hier,
jatte eine Katze, die er durch gute Behandlung ganz zutraulich
jemacht hatte. Auf einmal blieb de Katze auffallender Weise zwei
Tage aus und wurde deshalb bei ihrer H imkehr von ihrem Hrn.,
»er sie auf den Arm nahm, leicht gezüchtzt. Diese war, wie es
cheint, eine solche Behandlung nicht gewöhnt, gerieth in eine Art
yon Wuth und verbiß sich in den Arm des Hrnu. Roßkopf so sehr.
„aß man Mühe hatte, sie wiedet los zu macen. Der Arm schwoll
ofort stark an; es trat Blutvergiftung ein und nach wenigen Ta⸗
jen war der auf diese seltsame Weise Verwundeie eine Leiche.

F Nordhausen, 26. Juni. (Vergiftetes Rindfleisch.) Der
Polizei und den hiesigen Aerzten ist es gelungen, die massenhaften
Srkrankungen in unserer Stadt sauf eine Vergiftung durch Rind⸗
leisch zurückzuführen. Es sollen gegenwärtig gegen 800 Erkran⸗
ungen und drei Todesfälle vorgekommen sein. Am verw'echenen
Freitag wurde ein Leichnam wieder ausgegraben und werden e'nige
Fleischer gefänglich eingezogen. Der Fleischer H. aus G. hatie
yon dem Oekonomen Es auf einem Gute bei Sondershausen ein
chon geschlachtetes Stück Rindvieh (welches vorher krank und mit
Hedikamenten behandelt gewesen) für den Preis von 50 Thlr.
jekauft und dann den größten Theil des Fleisches durch den Fiei⸗
cher H. ia Aul ben nach Nordhausen zum Fleischer B. schaffen
assen, der einen Theil des Fleisches wieder an einen Fleischer und
Bastwirth verkaufte, in dessen schwiegerelterlichen Hause in Folge
Benusses von diesem Fleische 6 Personen erkrantten; außerdem
raten in der Stadt die Erktankungen massenhaft auf. Auch in
Börsbach und Auleben sollen viele Erkrankungen stattgefunden haben.

F Erbach im Odenwald, 25. Juni. Der Stadtrechner
Bolk, zugleich Rechner der hiesigen Volksbank und Gemeinderechner
mehrerer Landgemeinden, ist seit einigen Tagen mit einer sehr be⸗
»eutenden Baarsumme verschwunden. Bei der landgerichtlichen
Unterfuchung soll sich ein beträchtl'ches Defizit ergeben haben.

In Braunschweig wollte ein Einwohner sich behufs
einet Operation chlocoformiren lassen. Kaum als damit begonnen
var, stellten sich die Zeichen des Todes ein und in der That kam
nuch der Patient nicht wieder zu sich.

F Von den Meiningenschen Kasfsenanweisungen
ind noch über 36,000 Thaler ausständig. De Einlösungsftist,
»ie eigentlich mit Ende d. M. ablaufen würde, ist nochmals dis
5Ende September verlängert worden. Mit Ablauf dieser letzten
Frist werden die Scheine gänzlich werihlos.

tDer medicinisch-paͤdagogische Verein in Berlin hat in
einer lezten Sizung vom 17. Juni beschlossen, eine Petition gegen
die Luftheizung an den Magistrat, dee Stadtverordnetenversamm⸗
ung und an das Reichs-Gesundheitsamt abzusenden.

F Die vom Generalpostmeister Stephan beabsichtigte
Finholung der Wechselaccepte durch die Post wird in den Kreisen
jes Handels und der Industrie im Allgemeinen als wünschenswerth
degrüßt, do hH hält man dafür, daß die Postverwaltung eine Prü⸗
sung der Form des Wechsels nicht voczunehmen, sondein diesen
inter Beobachlung der Bestimmung des Wechselrechts, wonach die
Pcäsentation eines Wechsels im Geschäftslolale zu ecfolgen hat,
ur Annahme vorzulegen und im Falle der Nichtannahme Prolest⸗
nufnahme, wenn solche vom Auftraggeber vorgeschrieben sei, zu
neranlafsen habe. Eine Begrenzung der Wechselsumme wird allseitig
ils nicht empfehlenswerth bezeichnet; sollte ein solches Maximum
»ennoch festgehalen werden, so wünscht man diesen Betrag nicht
inter 10 000 Mark, von anderer Seite sogar nicht unter 15, 000
Dark augenommen zu sehen. Man glaubt es ferner dem Ermessen
)es Auftraggebers überlassen zu müssen, die Protestaufgabe mangels
Uunahme oder die Nichtaufgabe derselben vorzuschreiben und ist
ndlich auf der einen Seite der Ansicht, daß die Gebühr von 60
gzf. für die Accepteinholung hinreichend genüge und ohne Ansehung
er Höhe der Wecselsumme jin erheben sei, während man von
inderer Seite diese Summe als zu hoch gegriffen ansieht und einen
Satz don 10-20 Pf. für austeichend hält.

ef Zur Ermaßigung der hohen Telegraphen-⸗Gebühren, die
wischen Deutschland und England 8 Flancs für das einfache
Telegramm betragen, während zwischen Frankreich und England
ur halb so viel gezahlt wird, hat der General⸗-Postmeister Stephan
nei seiner jüngsten Änwesenheit in London einleilende Schritte ge⸗
Jan, und es stebt zu hoffen, daß der Sazt auch diesseits auf 4
irancz für die einfache Depsche herabgesetzt wird.

Der Aultusminister Dr. Fait dedenkt, sich m't seiner
familie urmittelbar nach Schluß des Landtages auf mehrere Wo—
den noch Schandau zu begeben.

7 Schwerte, 22. Juni. (Edler Zug einer franzoͤsischen
jamilie.) Ein Unteroffizier, der hiesige Bürgersohn Wildeim Fär⸗

zer, welcher den letzten Krieg gegen Frankreich mitgemacht haitte, ist
war von Kugein verschont geblieben, aber die Strapazen des Krie—
es waren doch der Keim des Todes. Er hat seit dieser Zeit
nielfach krank darnieder gelegen und ist kürzlich als ein spätes
Ipfer des Krieges heimgegangen. Em liebliches Bild wird durch
in Kondolenzschreiben einer französischen Familie, bei der F. in
Quartier gelegen, au die Schwestern des geschiedenen F, enltrollt
— ein glänzendes Zeugniß für ein edelmüthiges Beiregen des
kriegers sowohl als für die dankbare Anhänglichkeit der französi—
hen Familie. Eine Stelle in dem Schreiben lautet dem Sinne
ach: „Madame, wir können nicht viele schöne Worte machen bei
em Tode des geliebten Beschiedenen, dem unsere Herzen in Liebe
atgegenschlagen und dessen Scheiden uns mit Trauer erfüut; wie
»iel mehr wird Ihr Herz über des Geliebten Tod trauern! Weil
eies der erste Brief ist. den wir deutsch schreiben, so wird es uns
hwer, unserm Troste Ausdruck zu geben, doch mag der beifolgende
dranz, den wir auf des Todten Grab zu legen bitten, unser Dol⸗
aetsch sen.“ Dieser Zug reinster Menschlichkeit verdient unsere
hollste Anerkennung und st uns eine Bürgschaft dafür, daß der
)aß gegen die „Prussiens“ in Fraukreich im Weichen ist.

F Unter dem Titel „Der Unions-Stern“ (Deutsch-Amerikanische
Nachrschten für Landsleute von Hüben und Drüben), herausge⸗
seben von Dr. Müller von der Werra, erscheint jetzt in Leipzig
ine neue Wochenschrift. Dieselbe stellt sich die Aufgabe, vom 1.
Juli ab jede Woche das Interessanteste über Politikt, Handel, Kunst
iud Wissenschaft aus Amerika mitzutheilen und auf diese Weise
uin geistiges Band zwischen der alten und ueuen Welt herzustellen.
sllen, die sich für Amerika interessiren, sowie auch Lesecabinetten,
otels, Restaurants, Cafe's wird dieses neue Blatt, das viertel⸗
ahrlich nur 2 M. 50 Pf. kostet, besonders willkommen sein.

F Dr. Hans v. Bülow hat Amerika vor dem ursprünglich
ür seine Rücktehr nach Europa festgesetzten Zeitraum verlassen und
war theils in Folge mißlicher Gesundheit, theils weil sein Erfolg
zeringer war als er ervwartet hatte.

f Die bekannte Annonce der Gummi⸗Waaren-Fabrik von
ßeorg Mielck in Hamburg, in welcher u. A. sehr interessante
Urtikel aus Paris angepriesen werden und „die Beantwortung jeder
Unfrage zugesagt wird,“ stellt nach einem am Dienstag von der
echsten Kriminal-Deputation des Stadtgerichts gefällten Erkenntniß
„eine unzüchtige Schrift“ dar, deren Verbreitung nach 5Z 184 des
steichsstrafgesetzes mit einer Geldstrafe oder mit Gefängniß bis zu
3 Monaten geahndet wird. Angeklagt wegen dieses Vergehens
vrren der Geotg Mielck und der Redalteur der betreffenden Zei—
ung, in welcher dieses Inserat publicirt worden war. Der Letztere,
velcher seiner Entrüstung über den Inhalt des inkriminirten Publi⸗
andums Ausdruck gab, entschuldigte sich mit der Nichtkenniniß der
lufnahme diesselben und dersicherte auch, daß er die fernere Ver⸗
ffentlichung nach Keuntnißnahme sofort inhibirt habe. Die Ver—
jandlung entwarf ein düsteres Bild von der sittlichen Verworfenheit
rancher Gesellschaftskreise und der großen Gemeingefährlichteit der
BZerbreitung derartiger Irserate, indem der Sraatsanwalt einige von
ven beim Angeklagten Miielck mit Beschlag belegten Briefen ven
damen aus verschiedenen Städten zur Verlesung brachte. Diesem
trschwerungsgrunde entsprechend, wurde der Angeklagte Mielck zu
wei Monaten Gesängniß, der mitangeklagte Redakteur zu 50 Mark
Beldbuße verurtheilt. Diese dem öffentlichen Rechts dewußtsein ganz
ind gar entsprechende Entscheidung wird hoffentlich die fernere
Jublikation derartiget verwerflicher Anzeigen unmöglich machen und
o nit einen höchst wohlthätigen Einfluß ausüben.

F Paris, 22. Juni. Der letzte Ueberlebende von der
leinen Gruppe der Getreuen, welche Napoleon J. bis nach St.
delena gefoigt sind und ihm dort Gesellschaft geleistet haben, Graf
Louis Marchaud, aus einer Pariser Bürgerfamilie entspressen und
von Napoleon J. in den Grafenstand erhoben, ist zu Trouville im
Alter von 85 Jahren gestorben.

f Französisches vegetabilisches Leder.“ Unter
diesem Namen kommt augenblicklich ein von Jollifsaint Voneche in
Paris erfundener Stoff in den Haundel, der folgendermaßen her—⸗
zestellt wird. Gleichmäßig dicke Watte aus Baumwollabfällen oder
auch aus Baumwolle selbst wird auf ene polirie heiße Zinlplatte
gelegt und mit einer concentrirten Abkochung von Fucus crispus
»der Perlmoos oder einet andern Fucuzart üdergossen und alsdann
wischen zwei Walzen gepreßt, deren Abstand die Dicke des zu
abricirenden künstlichen Leders bestimmt, nach dem Pressen wird
»er Stoff mit kochendem Leinöl überstrichen und getroknet; endl'ch
rhält das getrocknete Blatt einen dünnen Ueberzug von v'geta—
ilischem Wachs und wird, um es geschmeidig zu machen, nochmals
wischen heißen geriefelten Walzen gewalzt. Um ein billiges Sur⸗
rogat für Sohlleder herzustellen, versetzt man die schleimige Ab⸗
ochung mit Baumwollfloden, his e'n dicder Brei entsteht, welchen
nan auf Zinlplatten ausbreitet, auf beiden Seiten mit Baumwollavbfall
ünn bedeckt, nach dem Trocknen mit kochendem Leinöl überzieht u. endlich
wischen zwei Zinkplatten in einer hydraulischen Presse stark preßt.
        <pb n="362" />
        Gesuchte Erben. Vor mehreren Monalen starb in Pa⸗
lerson in Newjersey Frau Johanna Friederike Cäcilie Imgrund
geb. Hartmann, deren nachelassenes Vermögen außer einem sehr
werthvoslen Haussonde auf 20 —25,000 Doll. geschätzt wird. In
ihrem Testamente hat die Frau Imgrund zu iren Unioersal-Er⸗
binnen ihre beiden Schwestern, die Frau Dorotheu Sick, geb. Hart⸗
mann, und die Frau Jette Kohlmeyer, geb. Harmann, ernanut.
Die deiden genanalen Frauen haben angeblich früher in Hamburz
Arbeiter-⸗RIdumgsvereim.

Einladung.
Unser Verein wird bis Ende August J. J. eine
Gewerbe⸗Ausslessung
ins Werk seßen. Bis jetzt bhaben sich 70 Theilnehmer ancemeldet
und ist hierdurch die Ausführung des Unternehmens gesichert.

Um allen Gewerbtreibenden Gelegenheit zu geben fich hierbei
zu betheiligen, werden dieselben hiermit höflichst eingeladen, sich bei
inem der Unterzeichneten bis längstens den 10. Jtili anzumelden.
Nach dieser Frist werden keine weiteren Anmeldungen berücksichtigt.

St. Ingbert, 29. Juni 1876.

J. Woll, Tüncher. Sereum. Umbehr. Köhl. Schlick.
Stutzmann. Kaiser sen. Müller. Demetz.
Ad. Beer.

ESonutag, deu Juli von Nachmittaas 8 Uhr ab
zr
von der Dudweiler Bergkapelle
in der Gartenwirt hichaft von
P. Weißgerber.

Eingang von der Meß und Haupistraze.
Theaterdecorationen,
Ballons, Lampions. Bon⸗
iner Fahnenfabrik. Bona o. Rh.

Versicherungsagenten
werden allerorts angestellt.

Schriftliche Anerbieten nimmt
die Exped. d. Bl. an.

gelebt, haben jedoch dort nicht ermittelt werden lönnen, und werden
deshalb von dem Erbschaftbamte in Hamburg, dem das Testament
der Frau Imgrund von Seiten der Behörde in Amerika in Ab—
schrift zugestellt worden, öffentlich aufgefordert, sich auf dem Aktua
Hriat der vorbezeichneten Behörde zu melden.
Für die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß.

AF Motto: Ihr habt
das Gute so nahe!“
dpitzwegerioh-
daft

allerhöchst sanctionirt; lieb⸗
lich zu nehmen, das sichersie,
billigste, gewiß auch dank—
barste Mittel, gegen Brust⸗
Hals⸗und Lungen⸗
leiden, Bronchialver
schleimung, Husten,
Catarrh ꝛe. ꝛce.

Die Resultate sind über
raschend.

Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 52 Pfg. 1 M.
3 Pf. und 1Mart 55 Pf.
St. Inabert bei Joh.
Friedrich, uud in der
Fabrik von Paul Hahu
Dettelbach a. M. bei
Hürzburga.

Eine gebrauchte eiserne
Drehbank, eine Hobel—
maschine, sowie 25Meter
Trausmissfions ⸗— Wellen
von 70—272 mm. stark,
Lager und NRiemscheiben
werden zu kaufen gesucht

Naheres bei Aug Freu
denberger in St. Johann.

ðFrut⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Stidt Zweibrücken von 29
Juni. Weizen 10 M. 82 pf.
Korn 8 M. 20 Pf. Gersite Zreih.
— M. — Pf. Gerste «Areihige
--M. — Pf. --Spelz M. —
Pf. Hafer 11 M. 50 Pf. Kar—
toffeln 3 M. 40 Pf. Heu 4M.
50 pf. Sinoh 4 M. 4d pf. per
Centner. Weiß rod 112 Ko.
54 Pf. Kornbrod 3 Kilo. 74 Pf.
ditto 2 Kilo. 50 Pf. ditto 1
Kilo. 25 Pf. Bemischtbrod 9
stilo. 91 Pf. 1 Paar Wed 190
Gramm 6 Pf. Spelzkern 0 M.
— Pf. Dinkel O M. - P. Misch
frucht M. — pf. Rirdfl. I.
Qual. 52 Pf. 2. Qual. 46 Pf.
Kalbfl. 40 Pf. Hamfl. 52 Pt.
Schweinefl. 56 Pf. Butter]
M. 10 Pf. per Pfund.

Hanf⸗ Couverts.
mit jeder beliebigen Firma be—
druckt, sind bislig zu haben in
der Druckerei von

V. X. Demecetzæ.
150
Abonnements-Einladung.

I
88
88

Li veginnt ein neues Quartals Abonnement auf das
—F
RBer 732g0blatt
nebst den Beigaben:
der belletristischen Wochenschrift dem illustrirten Witzollatt
Berliner Sonntagsblatt VUIIc
red. v. Dr. Oscar Blumenthal redig'rt von Siegmund Haber,
dessin Verbreitung in fortgesetzter Steigerung begriffen ist, und welches gegenwärtig
vh 6
39,300 Abonnenten
besitzt, eine Zahl, die bisher vohh von keiner deutschen Zeitung erreicht wurde. Diese Thatsache spr'cht am Deutlichsten
für die Gediegenheit u. Reichhaltigkeit seines Inhalts und zeigt. daß das „Berliner Tagelait“ allen Anfor—
derungen, weiche an

9

D S 0
eine groste deutsche Zeitung
gestellt werden, volllommen entsprich. Special Correspondenten auf allen wichtigen Vlaßzen bedienen das ‚Berliner
Tageblatt“ mit den neuesten und zuverläsfigsten Nachrichten.
Im täalichen Feuilleton des „Berliner Taaeblatt“ erscheint gegenwärtig
Fr. Spielhagen's
neuester großer Roman „Die Sturmsfluth“ welcher. wie alle Werke dieses gefeiecten Autors, in allen gebildeten Kreisen
große Sensation erregt.
Neu hinzutretende Abonneuten erhalten den Anfang des Nomans gegen Einsendung der Abonnemeuts
Quittung umgehend —*8* und gratis zugesandt.
Man abonnirt vro Quartal zum Preise von ur
MILAaTIS 25VS. — LS XTNMIV.
(für alle 8 Blätter zusammen)
jederzeit bei allen Neichépostanstalten und wird im Interesse der verehrlichen Abonnenten un reht frühzeitige Abonnements ⸗E
»nmeldung gebeten, um sih den Empfang des Blaites vom 1. Juli an zu sichern. v
Die Erxrpedition des „Berliner Tageblatt“ 8
Jerusalemer Straße A8
8
XK.

4

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— —— —— — — —— —— ——
Podobtigu Pruck und Nerslsag hyn FP. Pom⸗k ir Ep. Runahava
        <pb n="363" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.

——7
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstaz, Dongerztaz, Sanstag und Sonntag. Der Abonne mentopreis beträgt vierieljährlich

l Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pig., von Ausvärtz mit 15 Pfi. für die vierzesp ilteae Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recla nen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
AM 104.

Sonn tag, den 2. Juli 1876.

Deutsches Reich.

München, 28. Tuni. Das kgl. Kriegsministerium höt ge⸗
nehmigt, daß auf Maͤrschen, sobald bei großer Hitze nach dem
oflichtmäßigen Ermessen des Befehlshaber einer marschirenden Truppe
poraussichtlih Menschenleben auf dem Spiele stehen, die Tornister
der Mannschaften gefahren werden dürfen.

München, 29. Juni. Der König hat beute dem Staats-
rath im außerordentlichen Dienste, Herrn Regierungs-Präsidenten
zon Braun in Spehyer, zu dessen Namenstage die herzlichsten Glück⸗
vünsche zugesandt.

Muͤnchen, 29. Juni. Bezüglich des Gesetzentwurfes über
die Pfälzischen Eisenbahnen wird vom Referenten des Finanzaus⸗
chusses der Reichsraihskammer, Hrn. v. Niethammer, die unverän⸗
derte Annahme nach den Beschlüssen der Abgeordnetenkammer be⸗
antragt. Der Gesetzentwurf wird in der Reichsrathskammer in den
nächsten Tagen zur Berathung gelangen.

Man jchreiht dem „N. W. A.“ aus Jugenheim: „Die Hoff—
nung auf eine Verständigung zwischen Rußland und England hat
einen starken Stoß erlitten. Von Bedeutung in dieser Richtung
var der folgende Zwischenfall. Generalkonsul Jonin madhte die
Mittheilung, daß ein Schiff mit englischen Waffen für Muthtat
Pascha an seinen Bestimmunasort gelangt sei und daß ein Attache
zer englischen Botschaft in Wien Mukthar Pascha Geld überbracht
zabe. Der Zar, von dieser Mittheilung in Kenntniß gesetzt, ge-
ieth in solche Erregung, daß er ausrief: „Nun hat meine Friedens⸗
siebe ein Ende.“ Fürst Gortschakoff wurde auch sofort beauftragt,
nach Belgrad die Anfrage zu richten: Ob die Zwangsanleihe effek⸗
wirt sei und wie es mit den Gelemitteln stehe“ Die Antwort fiel
zegreiflicherweise so aus, daß der Zar noch an demselben Tage An⸗
jaß hatte, den Befehl zu ertheilen, es seien für Serbien vier Mil⸗
ionen Rubel flüssig mm machen. Es haben sich auch bereits zwei
erbische Beamien auf den Weg gemacht, um die genannte Summe
zuu bebeben.“

sie gehören zum zweiten Landwehraufgebote. In Smyrna sollte
»benfalls ein Lager von 70,000 Mann formirt werden; aber es
st beschlossen worden, daß die dort aus dem Inneren ankommen⸗
den Redifs (Landwehrleute) sofort eingeschifft und nach den ver⸗
chiedenen Punkten des Kriegsschauplatzes expedirt werden. Ferner
st schon das dritle Aufgebot einberufen, so daß bei etwaigem Wi⸗
»erbeginn der Feindseligle'ten nach Ablauf des Waffenstillstandes
mit den Aufständischen mehrere imposante Armeen gleich operiren
foönnen. K. 3.)

Bermischtes.

4 Slt. Ingbert, 1. Juli. Gestera Morgen gegen 2412
Uhr schlug der Blitz in das Dach des hiesigen Polizeigerichtsgefäng⸗
nisses, jedoch ohne zu zünden, wobei ea. 2 Quadrat⸗Meter Ziegeln
erschmetiert wurden.

T Zweibrücken, 28. Juni. Bei der gestern stattgefundenen
Beneralbersammlung des hiesigen Gaswerkes wurde beschlossen, für
»as abgelaufene Jahr eine Dividende von 12 0109 zur Ver⸗
heilung zu bringen.

Kaiserslautern. Den neulich im Stadtrath vorgebrachten
Beschuldigungen gegen Herrn G. F. Kolb war auch in der K. 3.“
lusdruck gegeben worden. Hierdurch veranlaßt, veröffentlicht Herr
dolb jetzt eine Erklärung, worin er sagt, es sei unwahr, daß er
iberhaupl in der Angelegenheit der Lauterthalbahn agitirt habe, sei
nach der einen oder der anderen Richtung; eben so wenig sei es
vahr, daß er die Stellung theile, welche Abg. Kurz zu dem ganzen
Besetzeniwurf überhaupt genommen habe. Nur in einem Punkte
sabe er nicht mit seiner Ansicht zurückgrhalten, er habe nämlich
nehrfach seine Entruͤstung ausgesprochen über die Verdächtigungen,
helche wiederholt und namentlich bei Gelegenheit des fraglichen
zesetzenwurfes gegen die Direction und den Verwaltungsralh der
Zfälzischen Bahnen unter der Hand ausgestreut worden seien. „In
ieser Beziehung,“ sagte er, „habe ich allerdings sowohl einen Ab⸗
seordneten von der nationalliberalen, als einen von der „ultramon—
anen“ Partei — und der letzte war allerdings der Abg. Kurz —
ffen, und so angelegentlich, als ich nun konnte, angegangen, beim
Wiederauftauchen irgend einer derartigen Verdächtigung auf strenge
intersuchung zu dringen, alt deren Resultat die Erklärung einer
Zerleumdung sich herausstellen müsse.“

F Kaiserslauptern, 29. Juni. (Kais. 3.) Gestern Nach⸗
nittag fand zu Olsbrücken eine sehr zahlreich aus allen Theilen
es Lauterthales und den an dem Bau der Lauterthalbahn interes⸗
irten Gemeinden besuchte Versammlung statt, die einen Beweis
avon gab, daß der Bau dieser Bahn einem wirklichen Bedürfnisse
ntsprechen würde. Nach längerer Debatte wurde beschlossen, sowohl
jon Seiten des Eifenbahn⸗stomites, wie von Seiten der belheiligten
hemeinden Petitionen an die Kammer der Reichsräthe zu richten,
n welchen gebeten wird, die Zinsgarantie für die Lauterlhalbahn
siedet in das von der Abgeordnetenkammer herübergegebene Eisen⸗
ahngesetz einzusetzen. De von den Herren Einnehmer Hartmann
uus Lauterccken und Pfarrer Reiffel aus Otterberg verfaßten Ent⸗
pürfe zu diesen Petitionen wurden verlesen und gutgeheißen; die
om Eisenbahn-Komite abzusendende Petiton wurde sofort unter⸗
eichnet; die Unterschriften zu der anderen Petition, resp. die Anschluß⸗
rtlärungen sollen von den betr. Bürgermeistern, resp. Gemeinde⸗
zertretungen schleunigst an das Bürgermeisteramt Kaiserslautern ein⸗
gesendet werden.

Sßeyer, 27. Juni. Der hiesige Gewerbeverein, dessen
ifriges Bemühen es ist, die Industrie der Stadt Speyer mehr und
nehr einer gedeihlichen Entwickelung entgegenzuführen, hat in rich⸗
iiger Erkenntniß des Nutzens, der dem Handel und Wandel einer
Stadt aus Gewerbe- uad Industrie-Ausstellungen erwächst, gegen
ẽnde des verflossenen Jahres den Plan gefaßt, im Laufe des Jahres
1876 in der Kreishauptstadt Speyer eine Lokal⸗-Gewerbe und
Industrie Ausstellung in das Leben zu rufen. Nach mühsamer Vor—⸗
arbeit, nach Ueberwindung vieler entgegenstehenden Hindernisse, deren

Ausland.

Belgrad, 29. Juni. Unter Kanonendonner und dem Zu⸗
rufe der Bevölkerung ist Fürst Milan heute Morgen nach der Grenze
abgereist. Der Fürst wird an der Grenze eine Proklamatin er⸗
assen. Der Meiropolit und die Bischöfe sind gestern abgereist, um
die Armee zu segnen.

Aus Belgrad erhalten die „D. A. C.“ folgende Notit
Zu den verschiedensten Conjecturen, die natürlich je nach der Seite
weschend. sind, von der sie gemacht werden, giebt der Umstand
Anlaß, daß vor wenigen Tagen der Großfürst Wladimir von Ruß:
sjand und der General Tadjeff hier im strengsten Incognito ein⸗
jetroffen sind und dann an die Grenze, in das Lager von Alerxinatz
deisten. Hier will man darin einen großen Beweis des Interesses
sehen, das Rußland am Erfolge Serbiens nimmt.

Die Rüstungen Serbiens üben ihren Rücschlag auch auf
—XX
zer ferbischen Grenze, nach einer Mittheilung der Presse, eine Er⸗
zebung stattgefunden. In der Nähe von Nisch und Widdin kam
s zu heftigen Kämpfen zwischen Bulgaren und Türken. Im
Illichen Baltan herrscht große Gährung wegen der Schandthaten
det Türken; ‚das Lapd isi vollständig dort verwüstet, 180 Dörfer
ingeäschert, in tausenden von Familien die Frauen entehrt und
u Sclaven gemacht und 200 Priester und Lehrer gefangen und
niedergemetzelt. Trostlosigkeit uad Verzweiflung herrscht im ganzen
Sandjack“ — so meldet die Ag. Russe. Nach der Versicherung einer
ürkischen Autorität sind nur 18,000 Menschen, Manner, Weiber
ind Kinder in Bulgarien umgebracht. Bulgaren taxiren die Zahl
auf 30,000.

Konstantinopel, 23. Juni. Nie sah man so viele Sol⸗
daten in den Straßen Peras und Stambuls. In Beicos am asi⸗
atischen User des Bosporus wird ein Lager von 70 -80,000
Mann errichtet; schon sind mehrere Tausende angekommen, und
die Dampfschiffe der Regierung bringen fort und fort Soldaten;

1
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        Größe an dem Gelingen der Ausstellung den Zaghaften verzweifeln
lassen wollte, koͤnnen wir heute die erfreul'che Thatsache mittheilen,
daß alle Hindernisse glücklich überwunden sind, daß am 25. Angust,
am Tage des Namens⸗ und Geburtefestes S. M. des Königs die
Local⸗Gewerbe⸗ und Industrie- Ausstellung zu Speyer feierlich er⸗
zffnet werden wird. Die Dauer derseleen ist bis zu den 24. Sep⸗
seinber vorgesehen, Mit dankenswerther Beseitwilligkeit hat die k.
Regierung der Pfalz die Räume des kal. Lyceums für die Aus⸗
deliung zur Versügurg gestellt, die den geeigneisten Plat biete; zur
zünstigen Aufstellung der in 8 Gruvpen eingetheillen Gegenstände,
velche von 174 Ausstellern geliefert werden. Zur Ausstellung werden
nur Fabrikate der hiesigen Gewerbetreibenden zugelassen, da der
Zwedh derselben lediglich ist: ein treues Bild der localen Leistungs⸗
ähigkeit auf den Gebieten des Gewerbes, der Industrie und der
Kuͤntt zu geben. Das allgemein? Interesse wird unserer Aus-
stellung um so mehr zugewendet werden, als mit ihr eine Geflügel⸗
Ausstellung verbunden wird, die zu den besten Erwartungen berecchtigt.
Tinen weileren Anziehungspunkt wird eine Collection von stuust
gegenständen aus dem Gewerbemuseum von Nürnberg bilden, die
bon der Direction des Museums dem Ausstellungscomite in freund⸗

ichster Weise zur Verfügung gestelll wurden. Wie bei allen der—
zrtigen Ausstellungen, wird auch hier eine Verloosung stattfinden,
on' deren Ertrag 70 pCt. für den Ankauf von Verloosungsgegen—
— —
Bei dem Ankauf werden nur die Aussteller berücksicht'gt. Ueber
»en jeweiligen Stand der Vorarbeiten zur Ausstellung werden wir
von Zeit zu Zeit Bericht erstatten.

F München, 26. Juni. Die Beneraldirection der bayerischen
Herkehrsanstalten hat verfügt, daß während der Aufführung der
Wagner'schen Bühnenfestspiele die Bahnzüge nach und von Bayreuth
»ermehrt werden und die Einfülherung von Rundreise-Billeten nach
Bahreuth von München, Wien, Lindau, Stuttgart, Darmstadt, Mainj,
Frankfurt, Berlin, Leipzig und Dresden aus genehmigt. Es be—
rägt der Preis enes Rundreise-Billets in 2. Classe auf Tour:
à Frankfurt am Main, Rschaffenburg, Würzburg, Nürnbern, Bam—
bera, Neumarkt, Bayreuth, Weiden, Regensburg, München, Ulm,
Nördlingen), Stuttgart, Bruchsal, Heidelberg, Frankfurt: 86 Mar
d0 Pf.; bDarmstadz, Aschaffenburg weiter wie sub 4: 85 Mart
30 Pin; c Maini Frankfurt und weiter wie sub a: 69 M. 75 Pf.

Fur e edaclion beranworilich: F. Xx. Demez. —

BERerliner EIora.
Die Ziehung beginnt am 1. Juli und dauert 8
Wochen.
7Todss

nzeige.

Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht,—
daß es Goit dem Allmächtigen gefallen hat, heute Morgen
4 Uhr unsern geliebten Gatten, Vater, Vruder, Schwager

und Onkel, den Kaufmann

Jedann Rarl Grewenig
nach 2monatlichem schmerzlichen Leiden im Alter von 87
Jahren, vorher gestärkt durch die heiligen Sacramente der
kath. Kirche, zu sich zu rufen.

Die Beerdigung findet am Dienstag, den 4. Julir
Vormittagßs 10 Uhr unter Begleitung von Herrer und
Damen stalt.

Um stille Theilnohme bitten 5

-r ne Hintertäebenen.
rbert u. Schnapphach. 1. Juli 1876.

J Verzeichniß
der von den Metzgern der Stadt St. Ingbert geschlach⸗
teten Thiere im Monat Juni 1876.

Namen * * 2 5 214

der —83333
*253506

Metzger. 318 66

Bemerkungen.

J. Hager

starl Shwarz
starl Schwarz, S.
don Jalob Schwarj
L. Weißgerber
Müllte

H. Weißgerber
Chr. Klinck

L. Kling

N. Weißgerber
Karl Kling
Heinrich Schwarz

28
20

5
4

re

2

St. Ingbert, den 1. Juli 1876.
Das Bürgermeisteramt.
Custer.
— Sonntag den 2. Juli 1876 von 8 Uhr ab in
Enmmrich's Garren
BELARMONIBE
sum Besten der Fahne des Krieger-Vereins.
Entroͤe 20 Pfennig.

— J. Friedrich.
Muünchener und Aachener Mobiliar-Feuer—
Versicherungs⸗Gesellschaft.

Der Geschäftsstaud der Gesellschaft ergibt sich aus den nach
stehenden Resuliaten des Rechnungsabschlusses für das Jahr 1875:
Brundkapita.... M. 9,000,000. —
Prämien⸗ und Zinsen-Einnahme füt 1875., 7.424,281. 40
—IXYVY— 10,138.912. 40

M. 26,563,193. 80
Versicherungen in Kraft am Schlusse des
Jaͤbres 1878.... M. 4, 152,310,566. —
4 Den 1. Mai 1876.
Die Haupt⸗A gentur für dio Pfalz:
einmr. Kermn zn Neustadt.
Die Agenten der Gesellschaft:
Jo. Friedriehn in St. Ingbert.
Joh. Meister in Hornbach.
Giust. Seharstenberger in Homburg.
H. Simomn in Zweibrücken.
J. Wannenmaceher in Ommersheim.

ain vuch, welhes h Auf⸗
7 erlebt hat, bedarf wohl
agen Da weiteren Em⸗
fehlung, diese Thatsache ist ja
er beste Beweis für seine Güte.
zür Kranke, welche sich nur eines
ewährten Heilverfahrens zur
Jiedererlangung ihrer Gesund
eit bedienen sollien, ist ein solches
Berk von doppeltem Werth
ind ein? Garantie dafür, daß es
ch nicht darum handelt, an
qren Koörpern mit neuen Arzneien
erumzuerperimentiren, wie dies
roch sehr häufig geschieht. —
Bon dem berühmten, 300 Seiten
tarken Buche: „Dr. Airy's Na—
zurheilmethode“ ist bereits die 60.
Auflage erschienen. Tausende
und aber Tausende verdanlen
der in dem Buche besprochenen
Heilmethode ihre Gesundheit,
wie die zahlreichen, daria ab⸗
gedructten Atteste beweisen. Ver⸗
ume es daher Niemand, sich
dies vorzugliche populär⸗medi⸗
inische, 1 Mark kostende Werk
aldigsi in der nüchsten Buchhand⸗
iung zu kaufen oder auch gegen
Finfsendung von 10 Briefmar len
a 10 Pfg. direct von Richter's
Verlags Anstalt in Leipzig kommen
u lassen, welch' Letztere auf Ver⸗
angen vorher einen 100 Seiten
rarien Auszug daraus gratis and
ranco zur Prüfung versendet.

Theaterdecorationen,
Ballons, Lampions. Bon
ner Fahnenfabrik, Bonn a. Rh.

Die
Buch- und 8gtein—
—I
von
F. X. DPMRETI
empfienlt sich zur eleganten An-
fertigung aller in dieses Pach
ainschlagenden Arbeiten, als:
eclusel, Oirculuirs, Visit-
Vertobunus- u. Adress-
Larten, Placute, Wein- u.
uaunren-Etiquettes, Rech
nungen u. s. u. u. S. t.

Frank furter BRörse
vom 30. Juni 1876.

—XXXX M. Ps
histolen, doppelto.. — - 6.
»istolen ... —-278.
tollãn. 10.N. Stucke. 1665 6.
danddukaten... 98746
Franenstucke.. 1617-2
nlische Sovereigns. 2035-40
udsische Imperiais. 16672-7
Doljlar« in Goid 416-19

Redaltion Druck und Verlag von J. X. Demeß in St. Ingbert.
Siezu „illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 27
        <pb n="365" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlich) mit dem Hiuptblatte verbundene Unterhaltunsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wochentlich viermal. Dieustaz, Donnerstaz, Samstaz nuad Sonutag. Der Abonne mentspreis beiträgt vierteljährlich

Mark 29 R.⸗Pfz. Amzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfi. für die vierzespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 830 Pfg. pro Zeile berechnet.
48 105. Dienstag, den 4. Juli 1876.

Deutsches Reich.

München, 1. Juli. Die Kanmmer der Reichsräthe hat in
hrer heutigen Sitzung den von der Abgeordnetenkammer angenom⸗
nenen Antrag des Abg. Dr. Freyburger und Genossen ebenfalls
ingenommen, wornach Art. 32 Abs. 1 der Brandversicherungs⸗
»rdnung für die Pfalz folgende veränderte Verfassung erhalten soll:
„Die Kreistegierung ist ermächtigt, vom Gesammtbettag aller Brand⸗
chaͤden jährlich bis zu 4 pCt. weiter zu erheben und im Benehmen
nit dem Landrath zur Förderung des Feuerlöschwesens zu verwenden.“

Munchen, 2. Juli. Die „Bam. N.“ melden, Fürst Gort⸗
schakow sei am 29. Juni incognito in Kissingen bei Fürst Bismarck
jewesen. Dekan Enzler soll für einen der zwei vacanten bayerischen
Bischofssitze bestimmt sein. Der Finanzausschuß hat nach ledhaftec
Debatte das Postulat für den obersten Schulrath gestrichen. Abg.
rugscheider hat sein Mandat niedergelegt. Der Gesetzentwurfe, die
dfälz. Bahnen betr.“ wurde vom Finanzausschusse der Reichsraths⸗
ammer in der Fassung der Abgeordneten angenommen. Der
Staatszuschuß für die pfälz. Bahnen von 1871 bis 1878 beträgt
122,891 fl. und wird für 1876 sich auf 500,000 fl. steigen.

München, 3. Juli. Die Reichsrathskammer hat die Linie
Zweibrüchen⸗Bitsch abgelehnt, im Uebrigen aber den Gesetzentwurf
über die Pfälzischen Bahnen nach den Beschlüssen der Abgeordneten⸗
ammer angenommen.

Kissingen, 29. Juni. Es verlautet, Fücst B'smarck werde
une Zusammenkunft mit König Ludw'g von Bayern haben, sobald
Letzterer sich zur Beiwohnung der Proben zu dem Wagner'scheß
Zuhneufestspiel nach Bayreuth begibt. (N. K. 3.)

Ausland.

Wien, 2. Juli. Von Serbien und Montenegro wurde der
drieg gleichzeitig oan die Türkei erkllärt. Das serbische Kriegsmani⸗—
est fordert zur Achtung des österreichischen Gebietes auf und sagt,
die unerträgliche Lage zwinge Serben, Montenegtiner, Herzegowiner,
Bosnier, Bulgaren und Griechen zusammen für die Freiheit zu
ämpfen. Das an die Pforte gerichtete Ultinatum, welches Ab⸗
retung von Bosnien verlangte, wurde abgewiesen.

Belgrad, 2. Juli. Heute wurde hier der Kriegszustand
oclamirt.

Cettinje, 2. Juli. Nach einem heute vor der fürstlichen
stesidenz abgehaltenen Gotteedienst wurde dem versammelten Volk
»erkündet, daß der Krieg an die Türkei erklärt sei. Hierauf hielt
er Fürst eine Ansprache, übhergab die Fahne dem in Schlachtord⸗
jung aufgestellten Heer und marschirte mit demselben gegen die
herzegowina ab.

London, 2. Juli. Der „Observer“ erfährt, daß der Bot⸗
chafter Lord Odo Russel in Berlin, der zur Zeit in Urlaub hier
st, wegen der Lage der Dinge im Orient demnächst nach Berlin
urückkehren wird.

(Die Deutschen auf der Weltausstellung in Phi—
adelphia). Allgemeines und verdientes Auffsehen erregt ein
Br'ef des eben zum Generalkommissar der deutschen Ausstellung in
Philadeiphia ernannten Prof. Reuleaux in der „Nat.«Z.“ Renleaux
zlaubt es lant aussprechen zu müffen, „daß Deutschland eine schwere
iederlage auf der Ph ladelphia⸗Ausstellung erlitten hat“ und fährt
»ann fort: „Unsere Leistungen stehen in der weit aus größten
Zahl der ausgestellten Gegenstände hinter denen anderer Nationen
urück, nur in wenigen erscheinen wir bei näherer Prüfung ihnen
zleich, in einem Minimum von Fällen nur Üüberlegen. Leider ist
denn auch die Presse, und vor allem die deutsch⸗amerikanische, scho—
uungslos über unsere Ausstellung hergefallen. Wir haben Wahr—
jeilen der bittersten Att hören müssen und noch zu erwarten. Wie
n einer Art von Wuth jund deshalb häufiz viel zu weitgehend,
verden die Schwächen der deutschen Industrie an unserer Ausstel—
ung demonstrirt, wird jeder kleine, wenn auch noch so verzeihliche
Mangel gerügt und herausgesucht. Der Grund dieser Gereizlheit,
welche wahrscheinlich in einiger Zeit einer wenigstens unpärteüschen

Auffassung weichen wird, ist einigermaßen erklärlich. Jahrelang
jaben die Deutsch Amerikaner von den Leistungen gesprochen, die
deutschland, das wiedergeborene, erstarkke, an den Tag legen werde;
nit Stolz haben sie prohpezeit, wie ihr ehemaliges Vaterland die
ibrigen Nationen, wenn nicht in Schatten stellen, so doch vielfach
iberflügeln werde. Und nun isl von alledem nichts, vielmehr mei⸗
tens das Gegentheil geschehen und darum sind die überführten
hemaligen Freunde nun unsere eibittertsten Gegner und Tadler
jeworden. Vielleicht sind sie aber dennoh indirelt unsere Freunde,
ndem sie Deutschland öffentlich den Spiegel vorhalten, den ihm
eine Freunde in Europa so oft schen im kleineren Kreise vorzuhal⸗
en gesucht, ohne daß ihnen geglaubt wurde. Aber das neue
Deutschland ist verwöhnt von seinen Schmeichlern, die Phrase von
deutschlands Bestimmung und Stellung ist ihm so oft ins Geficht
jesagt worden, das Lied seines Ruhmes so oft vorgetrillert worden,
aß es die Führung mit den Forderungen verloren hat, welche
in internationaler Wettkampf an seine Kräfte stellt. Thaitsache ist:
Unsere Niederlage ist unleugbar. Sie den Vandsleuten zu ver⸗
hweigen oder zu bemänteln, wäre gegen die patriotische Pflicht.
Ich werde vielmehr versuchen, im Einzelnen die shwachen Punkte
u charakte ristren. Für heute möchte ich nur in einigen Hauptzü—
jen die gegen uns geschleuderten Vorwürfe ausführen. Als Quint⸗
ssenz aller Angreffe tritt der Wahrspruch auf: Deutschlands Indu⸗
trie hat das Geundprinzipp, billig und schleiht“. Leider hat unsere
Industrie wirklich im Durchschmit diesen Grundsatz, wenigsteus
üdfichtslos in seinem ersten Theile und darum als Konsequenz in
einem zweiten. Soviel sich auch schon tüchtige, wackere Industrielle,
velche jenen Grundsatz verdammen, bei uns bemüht haben, ibm
entgegenzuvirken, soviel auch schon mancher, dem ein warmes Herz
ür unsere Industrie im Busen schlärt, dagegen gesprochen, er be⸗
zjält immer die Oberhand und ist denn auch in unserer Ausstellung
nur zu deutlich zum Ausdruck gelangt. Zweiter Satz: Deuischland
veiß in den gewerblichen und bildenden Künsten keine anderen
Motive mehr, als tendenziös⸗patriotische, die doch auf den Welt⸗
aunp'platz nicht hingehören, die auch keine andere Nation hinge⸗
eracht; sür die tendenzlose, durch sie selbst gewinnende Schönheit
jat es kein Sinn mehr. Ja der That, nachdem man uns dies
jesagt, beschleicht uns ein beschämendes Gefühl, wenn wir die Aus-—
tellung durchwandern und in unserer Abthe'lung die gradezu ba⸗
aislonsweise aufmarschirenden Germanien, Borussien. Kaiser, Kron
rinzen „red princes“, Bismarch, Moltke, Roon betrachten, die in
Jorzellan, in Biscuit, in Bronze, in Zink, in Eisen, in Thon, die
emalt, gestickt, gewirkt, gedruckt, lithographirt, gewebt an allen
ẽcken und Enden uns entgezenkommen. Und nun in der Kunstab—
jeilung gar zweimal Sedan: Was hat die Kommission für Kunst⸗
verke sich bei der Annahme dieser Bilder gedacht! Und wieder in
»er Maschinenhalle: sieben Achtel des Raumes, so scheint es, für
trupp's Riesenkanonen, die „Killingmachines“ wie man sie ge⸗
iannt hat, hergegeben, die da zwischen all dem friedlichen Wetrk,
ꝛas die anderen Nat onen genannt haben, wie eine Drohung stehen!
Ist das wirllich der Ausdruck von Deuschlands „Mission“ ? Muß
nan nicht den Chauvinismus und Byzaatinissmus als bei uns in
ochster Blüthe stehende annehmen? Zwingen wir nicht die fremden
dationen geradezu zu dieser Annahme? Dritter Satz: Mangel an
zeschmack im Kunstgewerblichen, Mangel an Forischritt im rein
Lechnischen. Wiederun wüssen wir an unsere Brust schlagen.
Viederun müssen wir auf die Wichtigkeit der Bestrebungen des
Hewerbemuseums, auf das geringe Entgegenkommen hinweisen,
»rlchrs der Handelsminister in se'ner waten Fürsorge für diese
frage bei der Industrie findet. „Bei allen Nalionen, die auf der
lusstellung vertreten sind'. sagen die Tadler, „haben wir etwas
u lernen gefunden, bei Deutschland nichts!“ Hart, aber beinahe
»ahr! — Diese sind die Hauptargumenie, welche gegen uns erho⸗
en werden. Ich werde nächstens versuchen, bei näherer Annalyse
ie trostreichen Ausnahmen hervorzuhebhen; im Allgemeinen aber
ermag ich den Voiwürfen nicht zu widersprechen und kann nur
—A
        <pb n="366" />
        —XEDD
wvir zu vergessen haben.“

gezeigt. Ein hiesiger Einwohner ergriff einen andern ihm befreun—
deien bei Gelegenheit unserer Kirchweihe in einem Wirthshaus, um
hn wider Willen zu einer hüpfenden Bewegung zu veranlassen.
DerßAngegriffene wich abwehrend zurück, fiel hinterrücks, der andere
auf ihn, so daß bei ersterem eine Beschüdigung der Unterleibsorgane
erfolgle, in Folge deren er unter den heftigsten Schmerzen starb.

4 Böohl, 29. Juni. (Sp. Ztg.) Eia Storchenpaar, das
schon mehrere Jahre hier nistet, wurde heuer in die traurige Lage
versetzt, sein durch den Sturm w'ederholt demolirtes Nest zweimal
aufbaͤuen zu müssen. Trotzdem gelang es ihm, 4 Juggen aufzu⸗
ziehen. Diesen Morgen nun in frühester Frühe erkletterte der
Maurer Ph. Gräber das Dach, um die armen Jungen zu rauben,
die, um sich zu retten, das Nest verließen, dabei aber auf das
Dach und von da auf das Straßenpflaster fieen. Die Empörung
der Nachbarn beim Andlick der trostlosen Alten ist nicht zu beschreiben.
Wie man hört, wurde der Maurer von einem h'esigen Wirth, der
die Thüre schnöden Vortheils halber nach Speher lieferte, zu dieser
Schandthat verleitet.

Speyer, 29. Juni. Die Gesuche um Zulassung zu der
im Herbste statifindenden Prüfung für den E'njährig Freiwilligen⸗
dienst sind von den betreffeuden jungen Leuten längstens bis zum
1. August bei der kgl. Prüfungskommission für Einjährig-Frewillige
einzureichen.

4 Offenbach, 29. Juni. Gestern Nacht nach zehn Uhr
lietz sich kurz hinter der Station Oberrad ein junges Mädchen von
dem heranbrausenden Zug der Bebtaer Bahn überfahren und blieh
auf der Stelle todt.

F In Salzungen grübelt man, der „Tribüne“ zufolge,
eit Bismarck's Durchreise nach Kissiagen über den Zusammenhang
wischen dem europaischen Frieden und dee Werrabahn. Da Bis—
narck auf dem Bahnhofe ein Glaz Bier der Verreinsbrauerei vor⸗
rrefflich schmeckte, faßte sich Einer der Braudirectoren ein Herz und
tragte den Reschskanzler auf's Gewissen, ob der europüische Frieden
gesichert sei. Europa hing an den VLippen des Kanzlers. Dieser
iber anwortete tiefsinnig mit der Gegenfrage, wie lange die Werra⸗
hahn schon im Betriebe sei. Das war der neueste Cursus in der
hoͤheren Diplomatie.

Straßburg, 29. Juri. Der Ka'ser hat, wie die „Straß⸗
hurger Zeltung? meldet, für die durch Ueberschwemmung Geschädigten
im Elsaß 10.000 Mark aus jseiner Privatschatulle bewilligt.

Bermischtes.

fKaiserslautern. Abg. Dr. Kurz hat jetzt der „Kais.
Ztg.“ auch eine Erklärung zugeschickt, worin er zugibt, daß er mit
rolb über die pfälzischen Bahnprojecte, an deren Rentabilitaͤt er
weifelte, gesprochen habe; dieser habe ihn auf die Erklärungen und
Dentschriften der Direction und des Verwaltungsrathes der Pfälz.
Bahnen verwiesen, aber keines dieser Actenstücke ihm mitgetheilt.
Im Uebrigen sagt er das Nämliche und fügt nur noch bei, die
Frage der Pfälz. Bahnen sei keine Clubsache der „patriotischen“
Partei gewesen; er, Kurz, habe den betreffenden Vorberathungen
des Clubs dieser Partei gar nicht angewohnt.

ꝓAus Winnweiler, 29. Junt, schreibt die „Kais. Ztg.“:
Nachdem die Eröoͤffnung der Gant über die Aktienbrauerei und
Mälzerer Winnweiler vom Handelscerichte Kaiserslautern abgelehnt
worden ist, da eine Ueberschuldung nicht nachgewiesen worden war,
ist nun auf Dienstag, den 25. Juli eine außerordentliche General⸗
versammlung der Aktionäre anberaumt worden, auf deren Tagesordnung
steht: 1. Auflösung der Gefellschaft; 2. Liquidation des Geschäfts.

Der „Pf. P.“ wird aus Dahn, 29. Juni, geschriebin:
In jüngster Zeit hoͤrte man hier mehrfach Klage führen, daß durch
Vilderer in den hiefigen Staats- und Gemeindewaldungen dem
ohnehin merkwürdig schwachen Wildstande beträchtlichter Schaden
zugefügt werde, ohne daß man bis jetzt der Thäter hätte habhaft
den koönnen. Gestern Abend endlic gelang es den fortgeletzten
Bemühungen des k. Forstgehilfen Bischoff in dem hiesigen Gemeinde—
schäfer den vermuthlich gefährlichsten der Wilddiebe dingfest zu
machen. Herr Bischoff faßte den Kameraden ab gerade als dieser
mit schußfertig geladener Dovpelflinte am Waldessaume sich dem
Wilde anpurschte. Auf den Waldaufseher Breinig, der von der
inderen Seite dem Wildschützen beizulommen suchte, soll letzterer,
aber vermuthlich in der Meinung, er sähe ein Wild vor sich, in
Anschlag gelegt haben und sei ein Unglück nur durch dessen Gegen⸗
part verhütet worden. — Auch im Schäferhäuschen des Betroffenen
fand sich eine geladene Puͤrschbüchse vor, die mit der ersteren natür⸗
lich confiscirt wurde.

pMusßsbach, 27. Juni. Welche traurigen Folgen unüber—
legte Spässe haben koͤnnen, hat sich in den letzten Tagen hier
Versteigerung eines
Hofgutes.

Montag, den 17. Juli nächst⸗
hin, Nachmittogs 2 Uhr zu
Reichenbrunn bei, Hofpächter
ut, vwird das Ziegler'sjche
Hofgut zu Reichenbrunn, Ge⸗
Reinde Encheim, bestebend in:

18 Dec. Fläche Wohndaus

nit Scheuer, Stallung,
Schweinfiällen und Hof—
raum;

56 Dec. Pflanz- und Gras-

garten dabei,

ca. 40 Tagwerk Ackerland;

da. 17 Tagwerk Wiesen und

ca. 18 Tagwerk Wald
uuf 6 Zahltermine oöͤffentlich an
die Meisibietenden zu Cigenthum
dersteigert.

Eigenthümer ist Julius Zieg⸗
ler, minderjähriger Sohn von
Mathias Ziegler, Gutsbesitzer in
Burbach bei Saarbrücken, und
dessen verstorbenen Ehefrau
xlisabeih Abel, welcher seinen
genannten Vater zum gesetzlichen
Zormund und Nitolaus Colignon,
stauimann in Burbach zum
Nebenvormunde hat.

Das Gut kommt — je nach—
dem sich Liebhaber firden —
m Ganjen oder in gee gneten
Loosen zum Ausgebot. Nähere
Aukunft ertheilt Muller Reidiger
n St. Ingbert und der, Unter⸗
zeichnete.

St. Ingbert, 30. Juni 1876.
Sauer, k. Notär.

z—
Bekanntmachung.

Arhbheĩter-⸗ ildrogs verein.
Am 17. Juli J. J., Nachmit⸗
ags von 3—7 Uhr im Stadi⸗
hause zu St. Ingbert und am
18. desselben Mts., Morgens
um 7 Uhr vor der Wohnung
»es Adjunkten zu Shhnappbach,
indet die Untersuchung der
dunde statt.

An diesen Tagen haben die
duadebesitzer jeden über 3 Mo⸗
date alten Hund bei der Orts—
»olizeibehöͤrde anzumelden und
ist bei der Aameldung zugleich
zie Gebühr für jeden Hund (für
die Zeit vom 1. Juli bis 1.
Januar) mit 422 Mark zu ent—
cichten.

Hundebesitzer, welche die ihnen
obliegende Anmeldung unterlassen
»der nicht rechtzeitig erstatten,
jaben außer der Gebühr den
„oppe.ten Betrag derselben für
eden Hund als Strafe zu ent⸗
eichten.

St. Ingbert, 3. Juli 1876.

Das Bürgermeisteramt:

Custer.

Einladung.
Unser Verein wird bis Ende August l. J. eine
Gewerbe⸗Ausstelslung
ins Werk setzen. Bis jetzt haben sich 70 Theilnehmer angemeldel
uad ist hierdurch die Ausführung des Unternehmens gesichert.

Um allen Geweibtreibenden Gelegenhe't zu geben sich hierbei
zu betheiligen, werden dieselben hiermit höflichst eingeladen, sich dei
inem der Unterzeichneten bis längstens den I0. Juli anzumelden
Nach dieser Frist werden keine weiteren Anmeldungen berückhsichtigt.

St. Ingbert, 29. Juni 1876.

J. Woll, Tüncher. Dereum. Umbehr. Köhl. Schlick.

Stutzmann. Kaiser sen. Müller. Demetz.

Ad. Beer.

H ermit zeige an, daß mir
2 für St. Ingbert und
mgegend der
Alleinverkauf von
—
Hoas
uͤbertragen wurde.
Vh. Klinck.
Bei Unterzeichnetem kann so⸗
bleich, oder auf 1. August, ein
Mädchen in Dienst treten.
Emrich, Wirth.

Trioger-Vorein.

Heute früh starb unser Ka—
merad
Jakob Strobel.
Die Kameraden werden hier—
mit unter Hinweis auf den Be—
schluß der Generalversammlung
»om 13. Mai d. J. zur Beer—
digung auf Donnerstag Nach
mittag halb 3 Ughr eingeladen.

Antreten um 2 Uhr am Ver—
ins lokale.

—— Ein brades Kinds.
mädchen findet Stelle.
Wo? sagt die Exped. d. Bl.

Theaterdecorationen,
Ballons, Lampions. Bon
ner Foßnenfahrik, Bonn a. Rh

Ph. Emrich.
ö—— ——— —— — — — — — — —
Fedamon Sud und Versag von F. X. Demeß in St. Ingbert

Der 1. Vorstand.
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        2 2 2 224 * 3 —222258 22 —— *
523333855 25 I5——8335—5—3 535—3—32583333553 — 2 *
—A 8 22 3 23523 2 * 8 — 5 —
—7 * —A ——3 6* —5 — 2*2 25 — 22 — —8* 5
—5535—5 55 5— 5232368 — 35 8327—355 553383 55
858—83 — 3 3—333333 38—3333 83
2323235758 83 3— 3— 3 5353 3
553 238 22 2553558 — *7 7 57232 EA 22 22
2558 ——— — 33 S —355— 3—I——338338 1355355 — 5
* * ẽ — 2— — 3 8 — — —
— 553 33 835 5333 5 335353 3333385 5
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M ——— — 22 3 532 2* 57 * —— 85 —x5 7
3— 25 35333 38s8033 —575
252375383 3* 33850 S333832—58352 5572 — 5*
253222 53 —5—355—3358232 —X 3 —8
25 . —383328 23—* 5585 85S E35 52555 — —— 22
—32 — —2 D 8 — — — —E 223 2 32* — 2 22 2
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2 27 — —8 — 2
5 ;33 23238. 5 53 7 —565 — —55825355 — 233 ——3538— 325 533328
2373 785828 25253 233535555534 —A 388 —552335 5*
53 2 * 2 3 — — — * * 22 2 2 22
22 S—2 29 22 2 7 — — — — —— 22 2 52 —— — — 83
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3 3 5 3 333383 3533345235 *2533335353
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2 5 225529 S288 5 — — 5 —— 3 — 2 2522* *
55332 535—8—23235 5 2333333 5——3255——5—386—3853553*5383
5888 *28532383 3353 3352333 — 55 *33—33
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2 335824 38 22 28 * —— 32 ——5* — 82*8 528 3
2 23 — 222 53 8 — 8 2
583 78 —3323——3 475838
553—3 55353253 658 —33——— —35 — 2553 335 3— 333353 5
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3 5533355—7 —5383 25333283 553 3553552823535
5 — —A — — —2 7 — 8 * —— 7 2 75 232 * —— —
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3 22 — — 2 —2 555 8 m2 82523 55*— mBx S3
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3 2 5533 2 A —525 —222222222 8 * 2 — 88 —
3523—3 3 33 33 3833——23835
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2 z257725 35513285 3218335583 383535 — 2537238 s*O *845
5 53523535 355358 3313—5 738383 s —3323 22
5 —A 282288 — 2 2 5s5332432 I3X 5355—
— 5 —5222 35 22 583— —— —53 —22 —— —A E65
2* 5* z 33233 * — 525352352 2232 — ꝰX 838 222 * —
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5 533 — ——333 3 38334
2 53323353 ——573 3 ——35—332 53 —233* 5238385
2 558 ———38* 533—333633 552333 353332238373*
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5 *3228 52 — —5 382 5—— 6— 58 235566

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55 2832 222 28*8* —

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—5 558 — We — 2522575 J 13532 25845 2
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2 5 — 2 — — 2 ——A 5238,3555 S 535 *2 — 2 —7

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2* 5 * E — E 8— 2 —— —X —23 E ——
52 52 —5557 558555 8 32 0 —— 252* —2 2 5*
5 ·3 x 5 * —— 3833247 * —— 572 —
3 225* 233535535* —R D 83 — —8— — 2 —— —— —
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5558. 583 — —— 22 c353 222 *
22 3228 285 253388 535 5355—835* 232 4 — * 38285 * —A 5z5
——— 9535 —; 5 527* 58 55 E 2323353 52 —— c5 22 — 2
—* 095 — 737 222— 28 2 5523232 5833533867 25235 J
57885 53883 * s 38575 — 5*525 38335853 —
2558 25328 23 233233 —— *2 238 3335 —— 3
278355338 22 2533838 BBBBX —A —— — 523253*6 3253 —
35535— 53335 * —— 55 525322 5285 —A
225333* 5*34 —— — O 2555 3232 0
22 — 283 * —A — — — 228 2 —* 2 0
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222 5 — * * * — * * * —
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—— 333255 8 33553*
———— ——* 722237 52 — —2
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3 258 — *225
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* 5 — — — 2E. 322285 —A — —A
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552235* 232 5.5 *25 53333 128
— — —7 —— 22235 * z28332 325 — 535* S
2 23 2 —— *53 123 353 — 3 — — *
233 — 5—7232 s 223 2383 25*5 7
83333*2233283 7—38333
32537 — —— 57* —82277— *
7* — * —— —
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53258 23523257 — 5238 5
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35333333333 2333533535353
z233553533*383 23233833338333. 8
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— —— 23*53533237 25332
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3353 83333338 2593 33 75338

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3— — 33—5 3233333 28535
3535335 —— 5 —.335. -52—33
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2 2—273 25*823553 533 *—27523338
3 — 553 552353522338
23 2 38 — —— * — — — 252 5355535
2 25 2 2. 2* *. 3. 7 2 —332235
* 5 2. 2. — 2 26 —A — —52 2225* —
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— 21 —A — 2—2235 *223
25 23325*85 32377 —8 28553 82 *
2 2Bc 232 iA r —3 22535 35338
2 *826 — 7323 755335 583 7272
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58 535 25 259 2335 2 * 853 935363332
* ———— 32 5359252— —— 55373 87 378 23 —
5 335 3
7 8 3 F

——335333255 38 838 — 72535 A
5325333233 132 —à3—333515556 335223
71533 z3 325* 35232 — 25
I533 68 —— —
283 330353 755 —35 245533233——883523*3

32231 852 —3— 837 * 32 8 * J 8
25 —552508 72 52553 305 * —
255 *38* 28 J— —A 9 752 52 —X
2333 25 22 828235 — 338338833

— 7 22 * 2 —— — ẽ 3

2 —23— —525550* —5535522587*

5— 2 8* 2 83. 2 ð 582623 —328
22238 1352355 23 3225 S 2
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A 251 332 35353533325 *525 2
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— —2 5— E. —3 — ð 233 2 83 355503238533 —
251 5233 232 — 233 35533 33355 Od
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        <pb n="369" />
        Hl. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wohentlich) mit dem Hiuptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonniags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstaz, Donnerstag⸗ Samstag und Sonutag. Der Abonue mentspreis beträgt vierieljährlich

eart 20 R.⸗Pfa. Auzeigen werden mit 19 Piqg. von Auswaäͤrts mit 15 Pfyfur die viergejpaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

M 106. Donnerstag, den 6. Juli

1876.

— 2

Deutsches Reich.

Muünchen, 3. Juli. Der Finanzausschuß ist seit mehreren
Tagen mit dem Kultusetat beschäftigt. Der Referent A. Schmid
jat den Antrag gestellt, für den Ausbau der katholischen Kirche in
zweibrücken 20,000 fl. in das Budget eirzuse ßen.

Am 3. d. hat der Finanzausschuß der Kammer der Abge⸗
ardneten bei fortgesetzter Berathung des Kultudetats die Postulate
ur die in Folge der neuen Schulordnung vom 20. August 1874
in den Lateinschulen errichteten 5. Klassen, beziehungssweise für die
in denselben angestellten 25 Studienlehrer mit 8 (ultram.) gegen
z (lib.) Stimmen abgelehnt.

München, 85. Juli, 8 Uhr Nachmittags. Die Kammer der
Abgeordneten hat heute die Wahl Zweibrücken⸗Pirmasens für un⸗
zilͤg erklart. (Die HO. Oberappeltath Karl Schmidt, Beiirksamt⸗
ann Gustav Schmiln und Gutsbesißer Jatob Höh sind demnach
hon heute an keine Abgeordneten mehr. Hoffentlich vird unser
Wahlkreis der ultramontanen Kammermehrheit dieselbe Antwort er⸗
heilen wie vor einiger Zeit München J.) G6w. 3.)

Berlin, 3. Juli. Einem Pariser Telegramm der National⸗
Zeitung“ zufolge wäre General Klapta in türkische Dienste getreten
ind bereils nach dem Kriegsschauplotz unterwegs.

Ausland.

Paris, 2, Juli. Es wird eine Nachricht des Londoner
Echo“ hierher telegraphirt, wonach Earl Derby wegen Meinungs⸗
zifferenz mit Disraeli seine Demission einreichen wollte, daß dies
iber in Folge hoher Jutervention unterblieb. — England wird
75 000 Viann für den Orient ausrüsten. — Der Konflikt unseres
Ministeriums mit der Linken ist noch nicht beigelegt. — Der „Agence
havas“ zufolge wird das Miltelmeergeschwader am Dienstag Tou⸗
on verlassen. —

Paris, 4. Juli. Der „Agence Havas“ zufolge ist im
Miin sierralh über die neuesten Ereign ffe im Orient Berathung ge⸗
oflogen: aus den eingelaufenen Informationen habe sich ergeben,
zaß die Politk, der Enthaltung, der Nichteinmischung am meisten
Aussicht habe, von den europäischen Mächten befolgt zu werden,
ine Politik, welche auch die der franzoͤsischen Regietung sei.

Belgrad, 83. Juli, Abends. An der Südostgrenze haben
nehrere ernste Gefechte statigefunden; nach dreistündigem Kampfe
erstürmte General Tschernajeff das von mehrer⸗en fürkischen Batail⸗
dnen vertheidigte befestigte Lager bei Babina Glawa; die Türken
hurden in die Flucht geschlagen und verloren Pferde und Gepäck.
Ranko Alimpics kämpft heute vor Bellina.

Belgrad, 5. Juti. (Ojficiell.) Der serbische General
Tschernajeff, gegen Pirot vorrückend, hat Akapalanka genommen.
Die Türten griffen Zaicar an, wurden aber zurückgeschlazen. Die
Zerben beobachten in Zaicar eine defensive Haltung. Ranco Alim⸗
Fics eroberte die Schanzen von Belina. Alle Vortheile sind bis
etzt allenthalben auf Seite der Serben.

Konstantinopel, 4. Juli. Eine Depesche der Turqnie“
rus Woddin meldet: „Die Serben griffen die rürkischen Truppen
in. Rach lebhaftem Kampfe wurden die Serben zurückgeworfen.
die Tücten drangen am 2. Juli Adends in Serbien ein; und
rückten siegreich bis Zajeka (Zaicar, Satschar) vor, indem sie alle
mliegenden Positionen der Serben besehzten. Die Serben wurden
n die Flucht gejagt; sie verloren 2000 Mann. Der Verlust der
Türcken ist verhältrißmätig gering.“

Ueber die Stärle der türkischen Streitktäfle, welche zut
Bertheidigung der bedrohten Landestheile, concentrirt wurden, ver⸗
affenilicht die „Corr. Orientale“ falgende Daten: Die Observations⸗
Urmee in der Herzegowiana zählt 82,000 Mann, jene an den ser⸗
hischen Grenzen in diei Corps, bei Widdin, Nisch und Nov'⸗-Bazar,
usammen 48,8317 Mann. Der Stand der in Ober Aldanien ver⸗
ammelten Truppen beträgt 11,520 Mann, also Alles zusammen

inschließlich einer auf 20,000 Mann veranschlagten Rejerve 112,000
Fombatlamen — Außerdem stehea in Konstantinopel 10,000 Mann,
muf Nrag 7000. in Macedonien, Epirus und Tessalien 7500, in

1
Syrien 17,000, in Kurdistan 20,000 und in verschiedenen Gar⸗
nisonen 10,000 Mann. Der GesammtEffectivstand der türkischen
Armee giebt dieselbe Quelle auf 206,000 Mann an, wozu jedoch
och in kurzer Zeit 10 Regimenter Redifs aus Kurdistan nund
„yrien, zusammen 30,000 Mann, und 43 Bataillonr Redifs zwei⸗
er Kategorie, zusammen 15,000 Mann stoßen sollen. Wie wir
sen Konsiantinopeler Journalen entnehmen, wurden in den letzten
Tagen des Monats Juni von Konstantinopel täglich mehrere Ba⸗
aillone theils nach Nisch, theils nach Kleck abgeschickt, so daß der
Ztand der operirenden Armee sich heute gegen die Angaben der
erwähnten Correspondenz wesentlich höher stellen dürfte.

Das serbische Heer hat am 2. Juli nach drei Richtungen
sin die türkische Grenze überscheitten: Die Hauptmacht unter Ge⸗
reral Tschernajeff (Morawa⸗Armer) ist, wie die Telegramme melde⸗
en, mit den Türken bereits westlich zusammengestoßen. Gegen
Westen rüchte die Drina⸗Armee (eine Division stark) unter Ranko
Alimpics am 2. Juli unbcehindert vor, am 8. kam es auch dort
um Kampf. Gegen Osten drang die Timok Armee (eine Division
tart) unter Oberst Rajko Beschjanin vor und soll sich des Forts
Adetale bemächtigt haben, welches die kürkische Besatzung räumte.
Die Namen der drei Armeen sind von den Grenzflüssen Drina
aind Timotk und der Serbien von Süden nach Norden durchfließen⸗
den Morawa genommen.

Aus Konstantinopel wird der „Vol. Corr.“ telegraphisch
gemeldet, die Pforte habe in Folge des serbischen Ultimatums eine
TFircularnote an die Pariser Signatarmächte gerichtet, welche besage,
»aß die Pforte, sich im Falle eiues serbischen Angriffes gegenüber
Zerbien jeder Beengung für enfbunden erachte und von dem Rechte
der Vertheidigung auq über die serbische Grenze hinaus Gebrauch
nachen werde. Wie amilich verlaute, sei von mehreren Seiten,
iamentlich auch von England, bereits billigende Antwort auf jene
Fircularnote eingetroffen, und sei heute auch aus Petersburg eine
ustimmende (7) Erwiderung Rußlands angekündigt.

Im Unterhause erklärte der Unterstaatssecreliär Bourke auf
eine Anfrage Simons, die Regierung unterhandle mit Deutschland
vetreffs gemeinsamer Schitte wegen den Ausländern auf Cuba
auferlegten Kriegßabgaben.

Vermischte.

F. In einem Schreiben an den Kaiserslauderer Stadtrath er⸗
lärt Herr Kolb die Behauptung, als habe er ultramontanen Ab—⸗
zeordneten Beweismaterial gegen die Lauterthälbahn geliefert, als
iine Lüge und sandte gleichzeitig sein Diblom als Ehrenbürger
urück. J

f Vom oberen Gebirg, 1. Juli, wird der „Rhpfe“ ge⸗
hrieben: Der geiürchtetete Wurm hatte streckenweise wieder stark
in den Weinstöcken sich angesetzt. Zum Glück hat das Blüthen
er Trauben bei der großen Hitze der jüngsten Tage sehr entschiedene
Fortischritte gemacht, so daß das schädliche Insect wohl wenig mehr
erdetben wird. Stellenweise sieht man schon bedeutend entwickelte
Traubenbeeren.

In München hat diesee Tage eine Versammlung von
Hertretern deutscher Kriegerverbände stattgefunden, um die Einigang
zmmilichetr Verbände anzubahnen. Ein Statutenentwurf war be⸗
reits von einer gemeinschaftlichen Commission des „deutschen Krie—
serbundes“ (circa 63,000 Mitglieder) und der „Allzemeinen deut⸗
hen Kriegerkameradschaft“ (c rea 22, 000 Mitglieder) ausgearseitet;
13 es aber zur Festtellun, des Namens kam, entzweite man sich.
die Vertreter des deutschen Kriegerverbandes verlangten einen neu⸗
ralen Namen und acceptirten als solchen die Bezeichnung: „Deutsch⸗
andkestriegerverband'. Die Vertreter der „Allgemeinen deutschen
dri⸗egerkameradschaft“ dagegen wollten diesen Namen nur verallge⸗
neinert wissen und verweigerten, als dennoch der Name „Deutsch⸗
ands Kriegerverband'“ angenommen wurde, ihrer Auschluß, sodaß
)er Vereinigungsversuch als gescheitert anzufehen isi.

*? Augsburg. 1. Juli. Die Zahl der Hunde, welche in
        <pb n="370" />
        Folge des mit dem Heutigen in Kraft tretenden Hundesteuergestzes
von ihren Herren dem Wasenmeister zur Tödtung übergeben wurde,
erreicht nicht einmal Hundert. Dagegen wurden von armen Leuten
sehr viele, namentlich fette Thiere, um Spottptrrise evstanden, um
dieselbe zu schlachten und zu verzehren.

F Wostalisches.) Laut Verfügung der Beneraldireltion der k.
bayr. Verkehrsanstalten ward bekannt gegeben, daß „offene Posi
karten“ mit dem Vordruck des Namens und bezw. der Firma des
Absenders auf der Adreßseite der Karte nicht als unzulässig zu be⸗
trachten find. Dagegen kommt es häufig vor, daß gedruckte Offer⸗
ten von Landesproducten, in denen die Producte wie z. B. Leim⸗
jamen xc. handschriftlich engetragen werden, ferner gedruckte For⸗
mulare zur Empfargsanzeige von Baar- und Postanweisun issen-
dungen, in welcher die Beträge und die Tage des Empfanges,
Formulare zur Aufforderung der Zahlung gelieferter Gegenstände
und der Rücksendung leerer Geschirre, wie Fässer, Kisten ⁊c., in
welchen die Coll's und die Nummern der rückstäudigen und einzu⸗
sendenden Gebinde, der Qualitäten bestellter Waaren handschriftlich
beigesetzt sind, mit der ermähßigten Taxe für Deucksachen frankiri
zur Aufgabe gelangen, welche unzulässig ebentuell von der Beför⸗
derung ausgeschlossen werden.

Eine empörende Thierquälerei hat fich in Frankfürt am
M. ein Wirth zu Schulden kommen lassen. Dieser Unmensch ver⸗
scharrte einen Wurf von 9 lebenden jungen Hunden in die Erde.
Ein rührender Anblick soll es gewesen sein, als die Hündin die
Neugeborenen ausspütte, ausgrub und durch Schülteln und Lecken
drei Hündchen in's Leben zurückrief.

r Die Wittwe eines Militärs zu Frankfurt a. M. hat
sich am 28. d. M. auf schreckliche Weise das Leben genommen.
A
Streichhölzern, eine gehörige Dosis Strichnin und einen Schoppen
Ameisenspiritus. Der Tod der Unglücklichen erfolgte, nachdem He
diesen Höllentrunk zu sich genommen, erst nach langer Zeit.

Gescha fts-Eroõsinung.
Den Bewohnern hiesiger Stadt und Umgegend

zur gefälligen Notiznahme, daß ich am 10. Juli
in dem Martini'schen Hause neben dem Schul⸗
hause im Josephsthal eine
Buchbinderei mit Schreib—
Materialwaarenhandlung
eröffne. IJ
Alle in das Buchbindereigeschäft einschlagenden
Arbeiten werden prompt und sauber ausgeführt.
Achtungsvoll
Poôteôr Raiseér, Budbinder.

Bureau- Eròoffnung.
Unterzeichneter beehrt sich hiemit zur allgemeinen Kenntniß zu
bringen, daß er im Quuse des Herrn Schreiner Vogelsang ein
Geschäfts- und Consul⸗
tations Burean
errichtet hat.
Adasselbe befindet sich parterro neben dem Möbelmagazin. *
St. Ingbert im Juli 1876.
Franz Hdolph Eckrich,
Geschettamann.
Für Anlegung
der neuen Trottdir dahier, halten Unterzeichnete Vorrath
in gußeisernen Trottoir⸗Röhren und Wasserabfall-
Rohren. Ebenso liefern dieselben jede Art Eisenguh
zu Vauzwecken, als Säulen, Träger, Pfeiler zu Schau⸗
fenstern resp. Ladeneinrichtnngen, eiserne Treppen, Geländer,
Thore und Gitter zu Hof- und Garten⸗nfcuingen.
Meyland, Meuth &amp; Comp.
in St. Ingbert.

F Maina, 29. Juni. Gestern ertranl beim Baden im
Rhein am jenseitigen Ufer ein Soldat der Stammmannschaft des
18. Reaiments. — —

ee Arnden neueften Nummera dee Illustrixten Frauen—
Zeitung (oerteljährlicher Abonnementspreis M. 2.50) enthalten:
l. Die Moden-⸗Nummer (25): Promenaden- und Strard Toi—
letten mit Jacken und Ueverkleidern; äcinellose Jacke, Umschlagtuch
und Umhang. Reisethut, Halbhandschuh, Morgenhauben, Cravbaten⸗
chleife, Kragen mit Manschetten, Kleidertaschen, Taschentücher.
Rachthemden für Damen und Herren. Anzüge für Mädchen,
Westenfichü, Turnanzug, Geradehalter und Corset. Anzug mit
Falterrhennd für Knaben. Trage⸗Mantel und Piqus-Hütchen.
Touristentasche, Hut- oder Haubenschachtel, Plaidhülle als Handtasste,
Bücher oder Arbeitstisch, Feustechehang mit Gardinen und Rouleau,
To lettenkissen, Lampen⸗ oder Flacont ller, Uhrhalter, Bardüten und
Streifenmuster in russischem Geschmack, Sp tzen (Sirick⸗ und Hälel⸗
arbeit), Tülldurchzug, Frivolitäten, Bunt- und Weißstickereten 2c. ꝛc.
nit 71 Aobildungen, einer Schnittmuster-Beilage, Vustervorlagen
ür Bunt— und Weißstickereien zc. 2. Die Unterhaltungs—
Nummer (26): Harzreise, Humoreskte von OttoGirndt. L.
— Marianne Brandt. Von Rud. Fiege. — Szireczno und
Arbva. Von Wolf Dux. — Skizzen und Scenen. Von Alex.
d. Roberts. — 4. Nur ein klein wenig! — Die Versorgungs—
anstalt für derwaiste Beamtentöchter zu Neuberghausen. Von Em—⸗
ma Ladey. — Verschiedenes: Literarisches, Tiroler Sommer—
frischen ꝛc. — Brief nappe. — Frauen-Gedenktage. — Ferner
'olgende Illustratignen: Marianne Brandt, Koniglich preußische
dofopernsängerin als Amneris in Verdi's Aida. Von A. Hot«
länder. — Gräfin Almaviva und Susanne. Von Carl Becker.
— Ruine Sztreczno im Waagthatke. Von G. Theuerkauf. —
Burg Arva an der Arva in Ober Ungarn. Von G. Theuerkruf.
— Die Versorguugsanstalt für verwaiste Beamtentöchter zu Neu—
berghausen.
Lriocer·Verein.

Miermit zeige an, daß mir
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kann bis den 1. Ottober l. J
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Musikalisches Bilderbuch.
Für Klavier componirt
von
Aexandor Dorn.
Op. 93. Preôis 8 Mark.

Inhalt: 1. Vorspiel. — 2. Savoyardenknabe. — 3. Verzauberte
Prinagssin. — 4. Kinder im Freien. — 5. Vaterlands-
lied. — 6. Wassernixe. — 7. Puppentänzchen. - 8.
Erotakopf. — 9. Abends auf dem See. — 10. Ans
alter Zeit. — I1. Erianerung. — 12. Schluss Er-
zählung.

Dieses von sast allen Musikzeitungen günstig
besprochene Werk bietet für fleissige, strebsame
Schüler neben angenehmen Melodieen vorzügliche
Bildung des Vortrages.

Etwas schwoerer als Kuh lau's und Clemen ti's
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Petor Jos. Tongor in Cöln uenh.

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— 53*337 —A * 23355333 ?

525 —A — — 2 * 22 * —— 5*

28 —A 36 * 28385 3
*5533 —5 *3 8* 5 3*836 2*
*5355 4 588 5

S 2 2 S. . — —8 2* 8 F F

382 —— —838 — E—— 8

—3 2* 358

282 ——— 3278— —

532853 7183 33 —

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5*7 0 533 —53

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21 — 27 AIASAS 75 77
2 15283 ——3 833532333003 —A 2553533553
5— 523—3553—35333 —9523 2338338
525—2323532585 *88 — 253.255
2**823 5258532 2 55525. 85 53853. 5 8*
A2* 25—285 ———33. 2*3553* s38533333 2
255385— 2323523 5853 5527 57527 —A—
— 232 *6328 JI 8233532335
35 33578* — — — 3— 5 253
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* 52235 5355558 2858 22 25 330 — 3
*568 23 33 2 2833. )2 833 393 522
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a58 2.3 3225. 2. — 8 88838
5 33— 7 q83353868
* 2 5 *7 —5*527
83335—7383533335 23—
5 583 3—338 6 552 33535
— —7 27— 25* —* 282*— 253* *2 55 5
357 3353—3 — 3 713338
2 *C 3 — * — — ** 7 * X
—— 2* 222 — * — — —* —A 3. — 2 — u *
2 * — —— — 22 —3— 2
83 *7 2— — 3335232 235 2532333238
— 38—33333382358 23 735. 23
* 2 52 3332 —A— 2 3 37532355
— * —8
— 3333 3383 38553337
38333—3333333 558* 3383 *5833
33353—533—338 27 33555538
2 54 —— 2 — 82 77 4 *8 2
3358 74 366
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333 338 333 538
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        <pb n="373" />
        St. Ingberler Anzeiger.

2 J am t

Oer St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchenilich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Veis

lage), erscheint wochentl ich viermalz Dieustag, Vonnerstaz, Samstag and Sonntag. Der Abonnementepreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Aazeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärrts mit 15 Pfg. für die viergespaltent Zeile Blatischrift oder deren Raum. NReclamen
mit 80 Pfg. pto Zeile berechntt

3 22 e , Vens eentz een en enn ee 9 2 4

M 107. * ee a be Samstag, den 8. Juli 78 1876.
—— — ——
⏑⏑ ⏑⏑⏑ ———

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Deutsches Reich.

München, 3. Juli. Durch die neue Studienordnung vom
0. August 1874 wurden in Bayern' an den Lakeinschulen fünfte
ciassen errichtet und an denselben 25 Studienlehret angestellt. Die
Budgetpostulate für diese Lehrer sind nun dei der Budgetberathung
es FinaußAusschusses det Kammer der Abçeordneten heute mit 8
lultt.) gegen 6 (liberale) Stimmen adgelehnt worden. Wenn die⸗
ier Veschluß. was sehr wahrscheinlich ist, die Zustimmmng der Kam⸗
mer erhalt, so ist jedenfalls ein ernster Kouflikt vorhauden. Die
Mehrheit des Finanzausschufses nimmt UÜberhaupt gegen das Budgel
des stultusministeriums ene statse opposationelle Stellung din, so
daß eine Vereinbarung große Schwierigkeit und jedenfalls lange
Debatten in der Kammer bieten wird, wie es dena auch außerdem
noch den Anschein gewinnt, daß die letzten Wochen des Landtages
nicht so glatt verlaufen sollen, wie es b Sher der Fall war. Daß
die Kammermehrheit einen entschiedeiun Schritt plant, scheint kaum
weifelhaft zu sein. Der Abg. Kopp als Referent über den außer⸗
»rdentlichen Milztärkredit fordert foggende Vorlagen von Seiten der
Staatsregierung für die Kammer zur Berathung und Beschluß⸗
'assung: 1. Aufschluß darüber a) welche Summen überhaupt aus
dem Erlöse alter bayerischer und erbeuteter französischer Waffen,
Munitien, Fahrzeuge, Montur⸗ und Ausrüstungsgegenstände zur
VBerfügung' stehen; b) welche: Bestände an soschem Material moch
bordanden, und welche Erldse etwa sofort zu erzielen find ? 2. D.e
Nachweisungen über die Ausgaben auf Rechnung a) des Minuär⸗
jäuptetats der Jahte 1872, 1873 1874 und, wenn möglich 1875
nebst der Abrechnung über die Einnahmen und Ausgaben der be⸗
sonderen Militärfonds; b) der durch die Gesetze vom 28. April
1872, 27. Juli 1874 und 15. April 1878 dewilligten Credite
für außerordentliche Bedürfnisse des Heereßzs

Kifsingen: 4. Juti. Gestern solb, w'e mit Bestimmtheil
vehauptet wird, Fürst Besmarck nach Ems gereist sein, von wo er
jeute wieder zurücktehren soll. Daß er von hier eintn Abstecher
zemacht, ist sicher, nur unsicher das Wohin.

Berlin, 4. Juli. Der Beginn des Kr'eges in der Türkei
mt hier In unsern Börsenkreifen kieferen Emdruck gemacht, als
»zrwartet wurde. Man vehauptet in diesen Kreisen, die am 6. u.
7. Juli zur Auflagé gelangende pteußische Eisenbahn-UAnleihe/ von
100 Millionen Mark, die vor ganz kurzer Zeit vielfach üderzeichnet
vorden waäre, werde jetzt nicht zur vollen Ztichnung gelangen.

Rerlin, 5. Juli. Der „Reichsanzeiger“ erllärt die aus⸗
änd'schen Blältetu eutstawmende Nachricht: Der deutsche General⸗
orsul Graf Bray in Belgrad sei bei dem Abschiede des Fürsten
Milan erschienen, um demselben eine siegreiche Röcktehr zu wünschen,
ür üncichtig.“ Graf Bray habe sich inmötten einer zarlreid en.
Zuschanermenge am Donauufer befunden, um der Einschiffung des
Fütsten Milan zususehen, und bel dieser Gelegenheit kein Wort mit
dem Fürsten gewechselt.

E'n gutgeichriebener Artilel der „Allz. Ztg.“, der die Even⸗
tualitat eines Krieges zwischen England und Rußland beipricht,
onmnit zu foltgendem Ergebniß: 1) daß ein Krieg zwischen England
ind Rußland wegen dir Lösung der sogenannten „Osientalijchen
Frage“ von beiden Staaten eine unverzeihliche Thorheit sein würde.
ud daß sie sich so beit erseitig zwat unendlichen Schaden zufligen,
»en Kampf jahrelang binziehen, aber nun und nimmermehr einen
entscheidenden Erfolg, der wirklich den besigeten Gegner zum Frie⸗
deneschlusse zwänge, erz'elen könnten; 2) daß aus diesen wichtigen
Bründen mit vollem Recht zu hoffen id: der Friede werde, trotz
aAller stark entgegengesetzten Absichten und Wunsch? in den Cadineten
don Vondon und St. Petersburg über das Schicksal der Türkei,
exhalten bleiben; 8) daß, sollte trotz alles Etwartens und Hoffens
urd aller Regeln der gesunden Vernunft, der Kr'eg zwischen diesen
deiden Großstaaken dennoch ausbrechen solcher entjschieden localisirt
ind, etwaige Blocaden der russischen Ostsee-Häfen abgetechnet, auf
den Boden der Türkri selbst beschränkt sein wird, eben weil nun
jeide Gegner ihrer geozraphischen Lage und der Beirkaffung ihret

Streitträfte wegen auf keinem anderen Punbte mit voller Kraft auf“
inanderzuprallen im Stand⸗ sind: 4) daß Deutschland abec so
eicht nicht in eine directe Mitleidenschaft in einen solchen etwaigen
drieg gezogen werden, ja sagar eher in seinem Handel und seiner
Schiffahrt ernen — wenn auch nur vorübergehenden — Vortheil
zjewinnen könnte, wenn beide genaunte Großmächte wirklich so thö⸗
icht sein sollten jhre Kräfte in einem laugwierigen stampfe gegen⸗
eilig zu schaädigenn. 4 Ie
ussfand.

Aus' Wien; 6. Juli wird der „Allg. Z.“ gemeldet, die
ziste Brigabe der 20. österreich. Div sion habe Besehl erhalten.
iunen 24 Stunden än die fürkische Grenzt abcugehen, um Grenz⸗
iberschreitungen ¶ van· Seite der Krieg führenden Theile qu
verbuten.

Wien, 6. Juli. Dem „Telegr. Corresp.Bureau“ wird äus
Lthen gemeldet: Die in dem Kriegsmanifeste des Fürsten von
Serbien ausgesprochene: Hoffnung auf Griechenlands Betheiligung
mi striege- ist absolun grundios, da zwischen Griechenland und Ser⸗
»ien weder Beziehungen noch Vereinbarungen bestehen. Die grie—
hische Regierung wit nicht iihret friedlichen Politik in irqend welcher
stichtung entjagen. ....

Mus Wien wird der „Fr. Zlg.“ gemieldet, die Kaiser von
Ddeuischland und Oesterreich würden Ende Juli in Salzburg
usammentreffen; feruer: KHraf Andrassy werde nach Reichstadt gehen.
Polnische Blätter, die in Galizien erscheinen betichten von
Küstungen Rußlands; das Geniecorps widme seine Aufmerksamkeit
ejonders der Prüfung der Wege urnd Verkehrsmittel in der Weichsel⸗
zegend. Mtan kann freilich den Nachrichten dieser Blätter nie recht
rauen; sie öffaen jedem Gerücht ihtr Spalten. r
In Oesterreich scheint es in gewissen Neçionen auch nicht
m Kriegslustigen zu fehlen. Eine Depesche aus Prag meldet, in
nilitärischen Kreisen sähe man den weiteren Ereignissen im Orient
wit hoffnungsfreudiger. Spanuung entgegen; an die Oijfiziere der
iesigen Guirmson seinbereits der Auftrag ergaugen, sich mit dec
uich Reglement vorzeschriebenen Feldausrüstung zu kompittiren.
Die in Prag garnisonirenden Regimenter ohne Ausnahme stehen
n voller Marschbereitschaft, Offisiere erhalten nur in äußerst dring—
ichen Fallen einen zweitägigen Urlaubi. Es scheint, daß die Hrn.
nu Zernegh sagen: „O, fraget nicht, wo Feinde sind, die Feinde
pommen, wie der Wind!:..

Paris, 5. Juli. Die ‚Liberte? läßt sich aus Versailles
erichten, daß man dort Grund zu der Ansicht habe, die Drient
rage hätte eine bessere Wendung genommen. Die, Unterhandlungen
wischen den großen Püchtes dauerten fort und in diesem Augen⸗
Rucke vollziehe sich eint merkliche Annäherung zwischen England und
ven drei Nordmäyten. Eiue hervorragende Persönlichteit sei gestern
zon London in pertrauli ver Mission nach Berlin abgegangen. Die
Fürlei endlich erkläre sich troz ihrer bdedeutenden Streitkräfte und
zer von ihr schon errungenen Vortheile (7) bereit, nicht weiter vor⸗
zudringen und die angekündigten Reformen durchzuführen, jobald
die serbischen Truppen die Waffen geftreckt hätten.

— Börstanachricht. Der türkische Telegraph meldet Sieg
auf Sieg, während der serbische immer kleinlautet wird; zuleßt
ꝛrhält das bekaunte Banthaus Camonds sogar eine Depesche, der⸗
‚ufolge der General Tschernajeff mit 6000 ann von den Türten
zefangen genommen worden wärt. Die Wörse scheint inischieden
iüt die Türken Partei zu nehmen.

Im Unterbhaus vrachte Jenkins einen Brief der „Times“
nus Wien zur Sprache, worin gesagt war, England willige darein,
daß Bosnien und de Herzegowina von der Türkei losgelöst und
eldstständig wiltrden. Der Premierminister Disracli erwiederte, das
sei nichts als Gevatterestlatsch.

Cettinje, 5. Juli. Der Fürst von Montenegro befahl,
Medun zu beschietzen und zu stürmen. Medun ist ein bedeutender
pefestigter Punkt auf einem Hügel unweit Podgoritza.

Belgrad, 6. Juli, Vorm. Nach hestigen, zweilägigen
        <pb n="374" />
        Kämpfen ist Bjelina von den serbischen Truppen genommen worden. f MünFen, 5. Juni. Im Laufe dieser Woche beginnt in
Ein Sturm der Türken auf Saitschar wurde neuerdings zurlck⸗ der Munchener Münzstätte die Ausprägung von Zweimäarkstücken.
geschlagen, wobei die Türken bedeutende Verluste erlitien. General /f Aus Biéemarcks Badeleben. Kissingen, 2. Juli.
Tschernajeff rückt gegen Pirot bor.. Anter den hunderten Neugiexigen, die täglich um die Zeit, da
Die Montenegriner haden sowohl im Süden, wie im Norden Fürst Bismarck eine Promenade macht, die Wohnung umflehen, um
ihres Gebietes die Türken zuerst angegriffen. Gegen Süden zu den Fürsten zu sehen,? befand sich Jestern auch ein Mann, im
roͤnnen sie indessen nicht viel ausrichten, da sie hier an Zahl zu wlichten Civilxocke, dessen Brust aber das eiserne Kreuz J. und II.
schwach sind; sie werden im Gegentheil sich düchtig zu wehren haben, dlasse, sowie drie goidene Medaille des bayerischen Pieititär Max⸗
wenn Ali Pascha angriffsweise vorgeht. Wenn Ober-Albanien alle Joseph⸗Ordens uetten. Uls der Furst das Haus verließ und den
seine Contingente stelit, kann es ihm 18 — 20, 000 Mann liesern, Betreffenden erblickte, schritt er sofort auf ihn zu und erkundigte
jauter Leute, die mit den Waffen dertraut sind, wovon mehr als sich, wofür ihm deese Auszeichnung zu Theil geworden. Der Delo⸗
Zweidrittel Christen sind, und zwar Katholiken. Letztere mahhen, »te erzählte seine militärischen Bravouistücke, die er uns auf Be⸗
wie in Bosnien gegen die Serben, so in ülbanien gegen die Mon⸗ ragen gleichfalls mittheilie und deren bedeiendste folgende zwei
senegriner Froni. Ali Pascha hat in letzter Zeit sich auf sehr lühne Thaten sind: Einmal wurde er zur Beobachtung allen in
quten Fuß mit den Gebirgsbewohnera von Oder⸗Albanien gesetzt, einen Park vorgeschickt und dort von drei Franzosen zugleich an⸗
indem er ihre Jahrhunderte alten Privilegien, die ihnen Selbstver⸗ gegr'ffen. Er überwältigte—die drei Gegner, machte fie kampi⸗
waltung gewähren, in ein förmliches schriftliches Statut fassen ließ unfähig und zu Gefangenen, Ein andermal war belannt, daß das
und sie auf's neue bestätigte. — Im Norden haben dagegen die Uufhissen einer Flagge auf einem Lim feindlichen Gediete gelegenen
Montenegriner vorerst leichtes Spiel; denn Mukhtar Pascha ist Thurme dem Femde das Signal zur Berwürtsbewegung geben
auf telegraphische Weisung aus Konstantinopel mit 18 Bataillonen dllte. Die Entfernung der Fahne mußte also beim Feinde gerate
setwa 10,000 Mann) in Eilmärschen aufgebrochen, um an die die entzegengesetzte Wirklung baben, und der Betreffende meldete sich
Drina zu rücken, wo gegen eine solche Macht die einzelne serbische reiwillig zur Ausführung dieser kühuen Thot, die ihm auch voll⸗
Div sion unter Alimpics allerdings einen schweren Stand haben wird. tändig gelang und die gewänschte Wirlung im feindlichen Hiere
Inzwischen hat Mukhtar Pasca nur 16 Bataillone in der Stel⸗ herbeisührte. — Allein der ehemalige tapfere Soldat ist jetzt bruste
jung zwischen Gaczto und Mostar zurückgelassen, die nun sehen leidend und nicht mehr in der Lage, sein Handwerlk, de Sqreinerei,
müssen, wir sie den Stoß der montenegrinischen Hauptmacht aus- auszuüben, und da er, als nicht mehr dem Melitärverbande au⸗
halten. Es scheint, die Türken wollen vor Allem eist mit Serbien zehörend, auch keinerlei Pension erhält, so nahm er Anlaß, diese
fertig werden und daher im Rücken der serbischen Hanptarmee von vedürftige Lage dem Fürsten zu schildern. Fürst Bismarck beschied
Osten und Westen zuleich in das Fürstenthum einfallen. — ihn in freundlicher Weise in seint Wohnung, beschenlte ihn mit
Bei der Erstürmung der serbischen Befestigungen vor Saitschar 100 Mark und entließ ihn unter fester Zusicherung, dafür Sorge
jollen die Türken sechs Bataillonsfah en und mehrere Geschütze er⸗ ragen zu wollen, daß ihm durch Gewährung einer Pension ein
beutet haben. 3 33* orgenfreies Leben geschaffen werde. Hochbeglückt und freudestrahlend
Wahhington, 5. Juli. Der deutsche Gesandte überreichte ral unser Held seinen Rückweg nach Kleinmüuster in Unterftanken,
dem Präsidenten Grant gestern ein Handjchreiben des Kaisers Wil- jeinem gegenwärtigen Domizil, ar.
helm, worin derselbe den Präsidenten zur Jubelfeier der Union Feantfurt. Voz der Straftammir kam dieser Tage
beglüdwũnscht. 'olgender Fall zur Verhandlung: Ein Nactwächter wurde in ein
Tafe, in welchem Exceffe stattfanden, gecufen. Er verhaftete den
cxzedenten, prügelie ihn aber ohne jeglichen Anlaß durch. Ter
Staatsanwalt bemerlie, im öffentlichen Interesse fordere er immer
lrenge Strafe gegen diejenigen, welche sich eines Wederstandes
jegen Schutzleuse und Nachtwächter schuld'g machten, tbenfo müsse
rdies dei Beamten, die sich ein Vergehen im Amte zu Schulden
ommen lieten,, verlangen. Er beantragte unter Ausichluß mil-
derndet Uristände 3 Monate Gefängniß. Der Gerichishof stimmte
desen Anteage bei.
7 Maunndheim.“ In Secdenheim wurden letzten Frestag in
einem Stalle 3 Kühe und 1 Pferd vom Bliß erschlagen und der
snecht erheblich verletzt; in Altlußheim schlug der Blitz ebenfalls
in einen Stall und tödtete eine Kuh; in Friedrichshafen wurde auß
aleiche Wejse dee Bespinnung eines vor der Eipenschied'schen Fabrik
stehenden Gefährtes eischlagen.
Caub.“ (Stand der Weinreben). Wer jetzt durch unsere
Weinberge wandert, der labt sich an dem herrlichen Dufte ihrer
uüppigen Blüthen. Unter, drm Einfloß des günstigsten Wetters ha⸗
ben dieselben sich herrlich entfallet. Die meisten in den besten
Lagen können als durchgeblüht ancesehen werden, und nur noch
einige Tage, so ist de, Blüthe ganz vorüber. Wenn alles zur
Reije gelangt, so dürste die 7Téer Crescenz der vorjährigen quantie
tatid nicht nachstehen. Hoffen wir, daß sie in Qualitat dieselbe
überhole. Deun des gewöhnlichen Rebensaftes fiudet sich roch ein
reiches Lager in unsetn Keern, obgleich fast täglich eine Moasse
nach Außen geht. Unsere Winzer gedenken schon jeßt mit Besorgniß
der erforderlichen Fasser, und dem Spekulanten dietet sich zur Zeit
günstige Gelegenheit, sein Lager mit 75er zu füllen, von welchem
sich hier noch recht schöne Proben vorführen lassen. Auch an 74er,
der sich imucer schöner entwickelt, in hier noch reide Auswahl.
FBingen, 4. Juli. Die uͤbetaus günstig vorübergegangene
Traubenblüthe in Berbindung mit den sehr hohen Faßpreisen ex⸗
weckt bereits in vielen Weindergsbesitzern den Wunich, für die
nächste Weinlese leere Fösser zu bekommen. Da es nun im Groß⸗
handel flau ist, so verlegt man sig auf den Kleinverkauf. Heer
und in der Umgegend fehlt es nicht an Straußwirthen, welche für
25 bis 35 Pig. einen recht angenehmen Schoppen 1875er ver—
zapfen. In Gau⸗Algesheim wird sogar der Schoppen zu 12 Pf.
alio zum Bierpreise verzapft. Auch in verschiedencn hi⸗sigen Gast⸗
und Weinwirthschaften ist ein sehr gutes Glas zu mäßigem Vreise
zu haben. Bei den jetzigen Seinpreisen rentirt sich die Weinfab⸗
rilation nicht mehr.
7 Darmstadt, 1. Juli. Die Erde rumort wieder in Hessen.
Der Darmstadier Zeitung“ wird hierüber geschrieben: Zwischen 5
und 6 Uhr wurde ein Erdstoß in uunserer Stadt deobachtet. —
Bessungen, 1. Juli. Nachmutags 5 Uhr 33 Miruten fand ein
seftiger Erdstoß mit wellensörnizer Bewegung statt. — Nieder—⸗

Bermischtes.

F Mehlbach, Kanton Otterberg, 4. Inli. (Pfaͤlzer Post.)
Gestern Abend wurde peötzlich unser ganzes Dorf in die größte
Aufregung versetzt. Gegen halb 4 Uhr ging der Feldschütz Daniel
Schneider hinaus auf's Feld, und schon um 5 Uhr kam die Kunde
in's Dorf, daß derselbe in der Nähe der Stroße gegen Schalloden⸗
bach zu ermordet aufgefunden worden sei. Man e'lie auf den an⸗
degeben Platz und faund den Schneider mit durchschnittener Gurgel
in seinem Blute liegen. Er muß sich gegen seinen Mörder ge⸗—
wehrt haben, denn Wamms und Wene waren ihm zerrissen. Die
Leiche wurde deßhalb so schnell aufgefunden, weil 2 Manner aus
Niederkirchen und ein Mann aus Mehlbach von dem früheren
Gänsdirten Joseph Weber, welcher dort jeine Geisen gehütet hatte,
aufmerksam gemacht worden waren, daß hatt am Walde der Feld⸗
schütz todt liege. Die henzugekommenen Leute faßten sogleich gesen
Weber Verdacht, da er schon früher einmal, als ihn Schneider
wegen eines Felddiebstehls dem Bürgermeister vorführte, gehigt
hatte: „Wenn die Leute nicht darum wären, würde ich Euch den
Hals abschneiden.“ Als man ihn näher untersuchte, fand man
seinen Wamms mit Blut befleckt, seine Hosen abgewaschen und sein
Messer noch voll Blut. Derselbe wurde gestern Abend noch nach
Olterberg und heute, nachdem eine Gerichtskommission von Kaisers⸗
lautern hier war, dorthin abgeführt. Die Erbitterung gegen den
Thäter ist um so größer, als Schneider ein nachsichtiger Mann
war, der den Weber schon oft wegen seiner Feldfrevel gewarnt,
aber aus Mitleid mit seiner Armuth nie bei Gericht zur Anzeigt
gebracht hatte. Der allgemein geachtete, von der ganzen Gemeinde
nief bedauerte 63jährige Feldschütz hinterlaßt Frau und 8 Kinder,
von denen 5 vberheirathet sind; sein Mörder hat Ftau and 3 Kinder

F. Der „Sp. Z.“ schreibt man aus Altrip, 4. Juli:
Hier wird noch bilter über die Wassersnoth geklagt. 61 Häuser
stehen im Wasser, die Hälfte der Gärten und des Ackerfeldes, sammt⸗
liche Wiesen find durch das Druckwasser überschwenmt, auf den
meisten Tabakäckern lonnte dieser noch nicht eingepflanzt werden.
Die Leute büßen viel ein und doch können sie zufrieden sein, daß
es ihrer Thätigkeit gelungen ist, den Bruch des Dammes zu ver⸗
hüten und dadurch noch viel größetes Eien) abzuwenden.

München, 3. Juli. Vor den hiesigen Bezirksgericht
begann heute Morgen eine Vethandlung gegen 17 junge und zum
Theil sehr reiche Bauernburschen wegen Landfriedenbruches und
bezw. Körperverletzung aus dem Landgerichtsbezirt Landsberg. Dee
Ursache dieser Zusammenrottung und Stürmung des Wiritbshaufts
von Scheuring bei einer Tanzmusik in der Nacht vom 16 Wiai
1875 war die — Wirthstochter. Nun konnen die rohen und
übermüthigen Burschen dafür mehrere Jahre ohne Tanzmusik leber.
Für die Verhandlung sind 2 Tage angesetzt.
        <pb n="375" />
        kamstadt, 1. Juli. Heute Abend 5 Uhr 80 Minuten wurde hier
in starkes Erdbeben mit dumpfen Getöse verspürt.

7 Am Lorelei⸗Felsen hat sich jüngst eine eigenthümliche
eligiöse Ceremonie vollzogen. Eine Anzahl Maänner und Fraueo,
iner letzteren eine Jungfrau, wurden in dem Rhein von zwei dap⸗
istischen Brüdern aus Codlenz unter frommen Gesaͤngen sammt
und sonders in Adams und Evas Gewande getauft. Die nahen
aebenblätter dertraten schmeichelnd das trockaende Badeleinen.

Tübingen, 28. Juni. Es ist eine verbreitete Unart,
»aß Kinder sich gerne an vorüdberfahrende Gefährte anhäugen. Dies
osiete gesteru in dem benachbarten Lustenau ein Menschenleben.
Fin fünfjähriges Kind, das sich om Ende eines Baumstammes, detr
ↄbbeigefuͤhrr wurde, festhielt, fil, als der Wagen über einen Stein
sing, mit zerdrocheüem G.nick todt mieder. Ob eiu Schlag des
Slammes oder der e nfache Sturz auf den Boden den Tod herbei⸗
ührte, ist uicht ermiteln.

FCrefeld, 4. Juli. In der letzten Zeit war in Crefeld
ind Umgegend Waizenmehl in den Handel gebracht worden, welches,
za es sich sehr schiecht verarbeiten ließ und auch schleht schmeckte,
)en Berdacht erregte, das soiches mi fremden Substanzen vermischt
ei. Verschie dene Untersuchungen, angestellt von Herren Dr. Hood
ind Dr. Ködnigs, ergaben, daß das Mehl einer Firma in der
Nähe Crefelds mit 222, 8, sogar 4140 pCi. kohlen- und schwefel⸗
autem Kalk vermischt ift. Das Rejultat der Untersuchungen ist
dem Herrn Oberprocurator zugestellt worden, und istgerichtliche
—

FMagdeburg. 3. Juli. In der Kohlenquube Froͤse bei
Aschersleben ist eine Ferersbrunst ausgebrochen. Von 40 Arbeitern
durden nur 13 gerettet, die übrigen sind erstickt. Bisher wurden
ur 8 Leichen aufgesunden. Die Arbeiten sind schwierig wegen der
Drken Gasentwicklung und der raschen Wasserzunahme.

In Ober⸗Köorten bei Solingen wurde am 29. Juni
un Mann vom Blitze gerödtet, als er neben seiner Frau auf dem
Zopha saß. —

.Die Legung des Tele zraphenkabels zwischen Berlin und
dalle, 22 Meilen, st beendigt. Die erste unter:rdijche Telegraphen;
unie im Reich ist somit dergest ilt.

Ein juͤnger vermögender Offitier, welcher ir Be rhin bei
einer Mutter wohnt, begab id, wie die Staatsb.Zig. meldet,
nach einem Case. Mütze und Degen legte er im Vorzimmer ob
und cing dann in das anstoßende Z mmer, wo seine Kameraden
giatz genommen. Als er nach Verlauf einiger Stunden wiedet
iach seiner Behausung zurückkehren wollte, vermißte er feine Mütze,
ind schte deshalb einen Aufwärker nach Hause, um eine andere
dopfdedeckung zu holen. Wie eistaunte er, als ihm sene abhan⸗
den gelommene Vütze gebracht wurde. Eiligst kehrte er in seine
Wohnuug zurück und erfuhr h'er, daß en anstäudig geklei etex
hert seine Mütze abgegeben und dafüt den Helm und 25 Thlr.
a Empfang genommen habe, indem er der allen Dame vorge⸗
hwindelt, der Hert Lieutenant müsse sofort in Dienstangelegen⸗
deiten nach Potsdam reisen.

f Der dieejahrige Juristentag bietet, wie die ‚Vossische
Ztg.“ hervorhebt, ein ganz besonderes Interesse dar, indem er die
p'chtige Frage wegen der Eutschädigungspflicht des Staates in
Bejug auf Untersuchungshaft ꝛec. in Berathung ziehen wird. Es
handelt sich vornehmlich datum, od im Falle der Freisprechung für
hie Untersuchungshaft ene Entschädigung zu gewähren se'‘, und
damt nebenber in Betracht, ob die Entschüdigungepflcht des Staates
sich auch auf die dem Angellagten erwachsenen Kosten zu erstrecken
—
Hutachten eingegangen, z. B. vom Prof Wodhlderg in Wien, Prof.

llmann in Junsbeuck, Appellationzrath Voltert zu Eisenach und

Brof. Nißen in Straßburg. Sämmtliche Gutachten sprechen sich

sür die Entschädigungspflicht des Staates aus, weichen ader im

Weiteren wesentlich don einander ab. Hecrt Volbert will die Ent⸗

chädigung nur im Falle gesetzw driger Verhängung der Untersuchungs⸗

zaft gewähren. Herr Ullmann will eine arbiträre Entschädigung
us Billigkeitsrücsichten eintceten lassen: 1) in den Fällen, in welchen
die Verhandlung ergibt, daß das Delikt nicht von dem Anneklagten,
ondetn von * nem Dritten begangen worden, und 2) wenn die

Handlung nicht überhaupt als strafbar im Siane des Strajgesetzes

tannt werde. Herr Wohlberg dagegen wünscht eine Entschädigung

in den Fallen gewährt zu sehen, wo die Untersuchungshaft lediglich
in Folge g'setzlicher Präfumtion des processual schen Ungehorsams

»der Widecstandes (3. B. wegen der Höhe der gesetzlich angedrohten

Strafe) verhängt worden ist. Herct Nißen tritt sehr ausführlich

ür das Entschädigungsprincip ein, will dasselbe jedoch nur einen

hne sein Verschuiden Verhafteten gelten lassen, indem die Unschuld
zinsichtlich der That wohl dereinbar sei mit einer Schuld hinsichtlich
det Zaft. Wer fliehe oder sich fälschlich beschuldige, der lade Schuld
nuf sich, vorauegesetzt, daß im Uebrigea die gesetzlichen Voraus⸗
ezungen der Verhaftung vorhanden seten; eben so habe derjenige,
welcher schweige, lüge oder erst zum Schlusse mit Vertheidigungs⸗

naterial hervorrüdde, welches die Freisprechung herbeiführe, es sich
selbst zuzuschreiben, daß die gesetztich zulässige Haft andauerte.

fVom Geldmarkte. Nach der Wochenübersicht der

steichsbank vom 80. Juni betrugen die Aktiva: Metallbestand Mk.

48 83 1. 000, Abnahme Mk. 8.023,000. Reichskassenscheine Mk.

1,3354. 000, Abnahme Mk. 878.000, Noten anderer Banlken Mt.

5883 000, Zunahme Mi, 476.000. Wechsel Mt. 456,678,000,

zunahme Mi. 50. 656,000, Lombardforderungen Mt. 58,007,000,

unahne Mk. 12,112, 000, Effetien dt. 622,000, Zunahme Mk.
88.000, sonstige Atttven * Nit. 37,225000,* Abbhahme Mark
129,000; die Passiva: umlaufende Noten Mk. 777,677,000,

zunahme Mk.“ 1,087,000, naglich fällige Verbindlichkeiten Mk.
68,537,000, Zunahme Mt. 1242.000. an eine Kündigungshrist
ebundeue; Werbindlichkeiten Mt. 66,298.000. Abnahme Mart
3,522. 000, sonstige Passiva Mt. 2.066,000, Abnahme Mark
145,000. Dieser Ausweis giebb den besten Belag für die zugeh⸗
nende Ktneppheut' des Geldmarktes aun Schluß des Vormonatis.
Insgesammt sind der Reichsbank etwa 72 Mill. Matk entnommen
borden, und der ungedeckte Notenumlauf hat sich bedeutend gehoben.
Ib jedoch wirklich eine Erhöhung deg Banlzindfußes in naher
Aussicht steht, wie Böͤrjenblaͤtter im Laufe der Vorwoche schon wi⸗
nerholt erwartettn! muß deßhalb pweifelhaft erscheinen, weil mit
dem Semesterwechsel ein bedeutender Geidrüdftuß in die Banlkassen
»egonnen hat..

Paris, s80o. Jun. Die Gemablin des —X
Mahon hat dem deutschen Botschastec Fürst Hohenlohe die Summe
on 25,000 Francs für die durch Ueberschwemmung geschadigten
Jewohner des Eisasses übersendet; dieselbe hat auch den auf gleiche
Peise Geschädigten in der Schweiz eene Unterstützung zugewendet.

London, 2. Juli, In der Nacht vom ·Samstag zum
Zonntage fand auf der unterirdischern Eisenhathzn zwischen den
Fianenen Kincecross und Farringdon ein Zusammenftoß von· zwei
Zügen dadurch statt, daß der reine durch einen Schaden an der
etdmotive unvorhergesehener, Weile, zum Holten IEX
ind so der nachfolgende Zug seinem Weg nicht frei fand. Gegen
10 Personen trugen mehr“ vder minder jchwete Zerletzungen davon.

7 Dien Juwelen des verstorbenen Sultans Abdul Aziz
vurden, wie man »aus Konstantiopel meldet, dem Finanz·
ninster übergeben. Sie werden auf 46 Mill. Franc geschätzt.

P Eing (besondere Vorliebe hatte der Aürkische Kriegs ninister
ttiza Pascha für ein gewisses Armeecorps u Asien. Den anderen
Truppen, namentlich ic Europanblied man den kargen Sold, sechs,
icht und zehn Veonate lang schuldig, für jenes Armeecorpa aber
veitn hinten in Asien erhod der Feriegsminister den Sold jeden
Monat aufs Punktlichste und es war beneidet in der ganzen Armee.
Zpäter freilich stellte es sich heraus, daß dieses Corps von 15.000
Mann niemals exstirt hat.“

Fürst Milan 4. von Serbien, welcher stark geneigt
heint, es mit der Tüͤrkei-aufzunehmeti, ist erst 20 Jahre alt. Sein
Jand zählt 1,338,000 Einwohner, ist also der Bevölterung nach
richt eiumal so groß als Baden, waährend de Türkei eine Gesammt⸗
evölkerung von 28 Mill sonen Serlen (O,20 n Europu, 183,20 in
usie) hat. *

7 Zu Chicago ist unlängst ein ganz eigenartiger Sonder⸗
ing, der angeblich baterische Kammerherr uud Teosop) Baton v.
Palm, Geroßlkomthur des Ocdens zum berligen Grabe, gestorben
ind mit „teosophischen? Ehren begraben worden. Der Verstor⸗
ene ging von det Ansicht aua, daß es manche Dinge gebe zwischen
himmel und Erde, von denen sich unsere Philosophen nichts träumen

issen. Dirsen Dingen aachzuforschen, setzte er sich zur Lebensauf⸗

abe, und auf sein System, das ägyptische und thessalische Zauberei,
ʒeisterbeschwörung und jouftige geheime: Wissenschaften umfaßt,
handte er den Ramen-Teosoph'e an. Von den Dingen dieser
erte vermochten ihn nur Wagner's Musit und baierisch⸗s Bier zu

»sseln. Seine Anhanger, die Mitglieder der teosoph schen Gesell⸗

haft, feierten sein Leichenbegaͤugniß mit zauberhaften Riten. Sein
reichnam wird, wenn die Beböeden nichts dagegen einwenden,
derdrannt werden.

Wie Du mir so ich Dir. Ein amerikanischer Reporter
-so serzaͤhlt die „N.Y. H.3.“ suchte am vorvergangenen Sonn⸗
ag einen der gegenwartig in Philadelphia weilenden chinefischen
rommissäre auf, um im Interesse seiner Zeitung eine „Interview“
nit ihm zu haben. Der bezopfte Sohn des Reiches der Mite
sieb aber auf alle Fragen stumm. Als der Reporter endlich den
zut nahm, um sich zu empfthlen, flog ein Läͤcheln über das gelbe

Untlitz des Chinesen, welcher fagte: „Dies ist ein christliches Land;

Imeritaner halten den Sonntag heilig, machen die Ausstellung am

Zonnabend nicht auf; Chinese zu höflich, um am Sonntag seinen

Nund mehr als nöibig außzumachen.“

Füür die Redaction verantworilich F. X. Demeß.

— — ——
        <pb n="376" />
        Musik·x“ Voroin.
sonntag, 9. Juli I876, Abends s Vnr
im Oborhauser'schen Saal *
musikalische und theatralische
Abendunterhaltung.—

Motto: Ihr habt
das Gute so nahe!“
dpitzwegerioh
daft
allerhöchft sanctionirt; lieb⸗
rich zu nehmen, das sicheiste,
dilligstegewiß audd dank⸗
varfte Mittel, gegen Brust⸗
Hals⸗ und Lungen⸗
leiden, Bronchialver
schleimung, Husten,
Catarrh ꝛ..
Die Resultate sind über⸗
raschend.
Nit Gebrauchsanweisung
Flacon 52 Pfg. 1M.
3 Pf. und 1 Mart 55Pf.
Bt. Inabert dei Joh.
Friedrich, und in der
Fabrik von Paul Hahmn,
Dertelbach a. At. dei
ürzbura. n

MAach derselbon 316
PRoer VOrB
Arheic ——sen.
s. —— —E
Einladung. α
Unset Vere'n wird bit Ende August k. J. eine
Gewerbe⸗-Ausstessung
ins Werk sehen, Bis jeßt haben sich 70 Theilnehmer anderieldet
und ist hierdurch die Aussührung des Unternehmens gesichert.
Um allen Gewerbtreibenden Gelegenheit zu geben sich hierber
zu betheiligen. werden dieselben hiermit höflichst eingeladen, sich dei
rinem der Unterzeichneten bis längstens den 10. Juli anzumel den
Nach dieser Frist werden keine weiteren Anmeldungen berücksicht igt.
St. Ingbert, 29. Juni 18756. UI —
J. Woll Tüncher Zereum. Umbehr. Köhl. Schlick.
Stutzmann. Kaiser sen. Müller. Demetz
—AA — Ad. Beer. ! — 6 —
Buréau- Eröffnung.
AUnterzeichneter beehrt sich hiemitezuk allgemeinen Kenmtniß zu
hringen, daß er im aufe des Herrn Schreiner Vogelfang einx
Geschäfts⸗ und Consul.
tationsBureau
ertichtet hai. .
AdDase selbe befindet sich partorre neben dem Möbelmagazin. 53
St, Ingbert im Juli 1876. ——— —
Iranz Adosph Eckrich.
Geschästsmann. zar
Für Anlegungg
der neuen Trottoir dahier, halten Unterzeichnete Vorrath
in gußeisernen Trottoir-Röhren und Wasserabfall-
Rohren. Ebenso liefern dieselben jede Art Eisenguß
zu Vanzwecten, als Säulen, Träger, Pfeiler zu Schau—
fenstern resp. Ladeneinrichtungen, eiserne Treppen, Geländer,
Thore und Gitter zu Hof- und Garteneinfaffungen.
NMayland, Meuth&amp; Comp.
— in St. Ingbert.
engl. Patont⸗Starke-Glanz.
Eine kleine Pornion dieses Proͤperates der Stärke zugesetzt,
»erleiht der Wäsche nicht nur einen schönen Glanz und elafstischre
Steifgeit, sondecn macht dieselbe hlendend weiß, ohne den geringften
schädlichen Einfluß auf das Gewebe..
In Packeten à 28 Pfg. bii ——
7.. Poters
ö e St. Ingbett. —
— — — — — —— — — — — —
Am Sonutag, den 9. Juü —XWV zeige an, daß mir
—* für St. Ingbert und
Umgegend der “
Alleinverkauf von
—
vartalas

Theaterdecorationen,
Ballons, Lampions. Bon—
net Fahnenfabrik, Bonnd. Rh.

Auszug
nus den Registera des Standes—
amtsbezirkes St. Ingbert pro

Monat Juni 1876.

M. Geburten:

I. Petet, S. v. Ludwig Ott⸗
nann. Georg, S. v. Elisabetha
Lindet. 2. Heinrich; S. von
zalob Schlickling. Karl, S. v.
Jeter Wagner. 4. Maria Louila,
T. v. Augufl Echner. 5. The—
esia, T. von Johann Joseph
Schweitzet. Magdalena, T. pp.
Jeinrich Schwarz. 6. Barbara,
T. d. Joh. Becker. Jakob, S
». Heinrich Barz. 7. Maria,
T. von Johann Flätchen. 8.
Fakob, S. v. Johann Deckarm.
J. Georg, S. v. Nitolaus Bauer.
Ddaniel, S. v. Ludwit Leßloch.
Moria,“ T. von Franz Lauet.
dJohann, S. von Jakob Jung
Johann Thomas, S. v. Elisab.
)ellenthal. Regina Barbara,
T. v. Friedeich Friedrich. 10.

Franz, S. von Peier Georg.
Beter, S. v. Johann Schmitf.
I. Jatod, S. v. Philipp Klein.
2. Jakob, S. 'v. Jalod Peters.
5. Anna. T. v. Jakob Gröschel.
16. Johann, S. v. Peter Bezz
7. Joseph, S. d. Joh. Bertzel.
8. Peter Val. S. v. Jak. Blees.
Seorg, S. v. Georg Schmitt. 19.
Friedrich Wilhelm, S. v. Peter
Weißgerber. 21. Peter, S. v.
Peter Bauer. Elisabetha, T,
yon Johann' Coristian Kuausch.
Mariag, T. v. Jalob Leininger.
23. Katharina, T. v. Wilhelm
S„chmidt. Barbara T. v. Wilh.
Schmidt. Anna Maria, T. v.
Joseph Weißgerber. Wilhelmina
Haria, T. v. Johann Klein. 25.
Maria, T. v. Mkolaus Wagner.
26. Jalob, S. v. Heint. Kaiser.
Anna Elisabetha Amalia, T. v.
Michael Kleemann. 27. Katha⸗
cina, T. v. Daniel Weber. 28.
— — ——— — — — . 77— —— — — —— ——
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in c7 Ingbert.

mit Gesang
J
Peter Juug.
Eintritt frei. 1

dei

starl, S. v. Jal. Kamp. Katha⸗
rina, T. v. Christian Abel. 29.
Paulina Karolina, T. v. Christ.
Fichter. Jakob, S. v. Jatkob
Zchunk. Peter, S. v. Peter
Hartz. 30. Louisa, T. v. Joh.
Lrob.

B. Verebelichungen:

8. Peter Schmitt mit Ger⸗
srauda Kaiset. 13. Carl Clé⸗
mens Schmidt mit Barbara
Karolina Spaniol. 17. Johann
opp mit Katharina Marx.
Franz Westrich mit' Katharina
Fftang. 20. Jodann Joseph
Wagnaer mit Maria Klein. 21.
Johann Hofmann mit VLouife
Zitt. 22. Peter Woll mit Elis.
Berrang. 27. Johann Kneip
mit Katharina Motgenstern. 29.
Joseph Metz mit Anna Maria
Fetzer. n
O. Stet bfäsle:
2. Amalia Kauß, 37 J. alt,
Ehefr. v. Gustav Zix. 7. Lud⸗
wig, 19 T. alß, S. v. Jatob
Jung. Mathias Salvamoset, 50
J. alt, Edem, vi Catharina
Schramm. 11. herrmann, 7 M.
alt, S. v. Audrens Gries.
12. Mariad Anua, 1 I. alt, T.
d. Gustav Zix. Julie, 11 M.
alt. T. v. Daniel Müller. 18.
statharimna Schtech, 62 Ir ait,
Wow. v. Peter Hooß. 16. Joh.
Friederila, 23. 3 M. alt, T.
b. August Eschner. 17. Marg.,
1 J. alt, T. v. Jakob Becker.
18. Anna, 2M. alt, T. v.
Johann sennerknecht. dPeter
1 J. 4 M. alt, S. v. Wilhm.
Brell. 19. Carolina Rohe; 32
J. alt, Eheir. v. Peter Lang.
Johann Peter Gebhardt, 88 J.
alt, Ehem. v. Elisabetha Schäfer.
Ludwig, 10 M. alt, S. v. Lud.
Reppert. 21. Andreas, 5 M.
ilt, S. v. Peier Ewerle. 23.
darolina, 3. M. alt. J. v. Pet.
Buhmann 24. Otto, 1.J. 18
T. alt, S. v. Mathias Kürten
27. Karolma, 2. J. 8. M. alt,
T. v. Jatob Becher. 4
Fär richtigen Auszug:
St. Ingdert, 5. Juli 1876.
Der Standesbeamte:
Custer.
Frucht⸗ Brode u. Fleisch·Preise
der Stadt Zweibrüden von 6
Juli. Weizen 10 M. 80 pf.
orn 8 M. 12 Pf. Gerste Zreih.
— M.— Pf. Gersle 4reihige
—M. —Pi. --Spelz M. —
Pf. Hafet 10M. 17 Pf. Kar⸗
offeln 3 M. 30 Pf. Heu 4 M.
50 Pf. Stroh 4M. 49 Pi. per
Tentner. Weißbrod 142 Ko.
32 Pi. Kornbrod 3 Kilo. 74 Pf.
ditno 2 stilo. 530 Pf. dit:d F
dilo. 250 Pf. Gemischlbrod 8
dilo. 89 Pf. 1 Paar Wech 190
Bramm 6 Pf. Spelzkers O M.
— Pf. Dinkel d M. -P. Misch⸗
rucht - M. — Pf. Rindfl. JI.
Qual. 58 Pf. 2. Qual. 52 Pf.
dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Pf.
Zchweinefl. 60 Pf. Butier 1
M. 10 Pf. per Pfund.
täιν

—*
äι
        <pb n="377" />
        Slt. Ingberler AAnzeiger.

Der. St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentl ich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beiragt vierteljäͤhrlich

i Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blatischrift ader deren Raum. Reclamen
mit 830 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 108. — ESounntag, den 9. Juli 1876.

— — — —

Deutsches Reich. P

München, 6. Juli. Der Laudtag wird nochmals eine
Berlängerung und zwar wahrscheinlich bis 29. oder 30. dse.
Mis. erfahren.

Nach einer- Mittheilung des „Nürnb. Corr.“ hat die Kon⸗
ierenz des Fürsten B'smarck mit dem früheren bayerischen Handels⸗
ninister v. Shlör in Eisenbahnfragen nach keiner Seite ein bprak⸗—
risches Ergebniß gehabt.

München, 6. Juli. Gestern Abend wurde von dem Finanz⸗
russchusse die Berathung über den Kullusetat fortgesetzt. Hiebei
stellte Abgeordneter Crämer den Antrag, den protestantischen Pfar⸗
rern eine weitere (5.) Ouinquennialzulage von 100 fl. zu geben,
jo daß diese also mit dem Gehalt bis zu 1500 fil. steigen und die⸗
selbe schon mit dem 10., anstatt (wie b's jetzth 15. Jahre beginnen
zu lassen und hiefür 135,340 Mark mehr in das Budget einzu
setzen, ebent: die bisherigen Alterszulagen zu belassen, jedoch so,
daß solche anstatt mit dem 15. schon mit dem 10. Ithre beginnen
und hiefür eine Erhöhung in das Budget: von 92000 Mark ein-⸗
zusetzen. — Leider wurde dieser Antrag abgelehnt, indem sämmt-
iiche 7 liberale Ausschußmitglieder dafür und die 7 ultramontanen
vagegen stimmten, so daß wieder der bekannte Stichentscheid des
Vorsitzenden Freitag den abwerfenden Ausschlag gab. Hiebei be⸗
nerlte Abgeordneter Kraußold, daß es doch endlich än der Zeit
väre, die Besoldungsverhälinisse der Geistlichen durch Gesetz zu
zegeln, damit diese einmal so gestellt würden, wie es sich gehoört.
Trämer betonte hiebei noch, daß doch auf Vereinigung der nicht
jelten vorkommenden mehr an einander liegenden kleinen Pfarreien
Rücksicht genommen werden sollte., Der k. Staatsminister v. Lutz
zxklärte sich damit einverstanden, bemerkte aber dabei, daß man sehr
zäufig auf großen Widerstand der Gemeinden stoße.

Ju Lündau fand am 30. Juni eine kameradschaftliche Zu⸗
jammenkunft von Offizieren aus Württemberg (über 40), Baden
130), Bayern (13), Oesterreich (9) statt.

Berlin, 5. Juli. Das scharfe Urtheil, welches der General⸗
commissär des Deutschen Reiches bei der Ausstellung in Philadelphia,
Professor Reuleaux. in dem bekannten Aufsaß der .Nationalzeitung“
Aber die deutsche Abtheilung der Ausstellung gefällt hat, konnie
natürlich nicht verfehlen. lebhafte Gegenkundgebungen hervorzurufen.
Wie Manches in demselben auch beigebracht werden mag, was zu
ziner Modisication jenes Urtheils dienen kann, in der Hauptsache,
vill uns scheinen, wird dasselbe nicht entkräftet. Man braucht nur
ju sehen, wie die Widerlegun 18persuche unter sih selbst in die auf⸗
allendsten Widersprüche gerathen. Auf alle Fälle aber hat der
Reuleaux'sche Aufsatz das Verdienst, das deutsche Volk eiamal gründ⸗
ich zu einer Selbsffkritik seiner industriellen Lage angeregt zu haben.
ks ist sehr gut, daß d'ese Fragen, statt, wie gewöhnlich, in der
Abgeschlossenheit technischer Vere nsversammlungen, einmal vor allem
Volk verhandelt werden, so daß Icder zu hören bekommt, wie vel
Schuld auch auf sein Theil fallt. Der Einwand, welch' teuflisches
Vergnügen alle Feinde des Deutschen Reichs an dieser Selbstauklage
jaben müßlen, ist denn doch zu schwächlich, als daß man ihm
rgend eine Beachtung schenken sollte. Die deuische Nation ist Gott
sei Daͤnk gesund und lebenskräftig genug, um auch ihre Fehler
offen eingestehen zu können; wäre sie es nicht, müßte sie auf Ver⸗
wuschung finuen, dann freilich würde der jungen deuischen Reichs-
schöpfung das S hichsal besch eden sein, welches alle Feinde derselben
so heiß ersehnen.

Belgrad, 6. Juli. Der Remorqueur der Donaudampf⸗
chifffahrtsgesellschaft „Tizsa“ wurde gestern früh 312 Uhr auf der
rahrt von Turnseverin nach Orsova in der Nähe des serbischen
Dorfes Spiz von serbischen Truppen mit Pelotonfener empfangen
md zum Umkehren genöthigt; weitere Unfälle kamen nicht vor. Der
sterreichische Generalconsul richtete sogleich aus eigener Entschließung
in die serbische Regierung in der entschiedensten Weise Beschwerde
und forderte vollste Satisfaction.

Pera, 4. Juli. In Sofia bildet sich eine neue Armee
don 40,000 Mann. Hier am Bosporus liegen 125 Balalllone;
75 Bataillone sind bereit zun Abmarsch. (6(6. 3.)

Russische Consulatberichte melden: Der griechische Patriarch
in Jerusalem wurde während einer Procession vom türkischen
Pöbel insultirt und sein Ornat zerr'ssen. Die griechische Grabes⸗
irche wurde aus Farcht vor Plünderung durch die Moslemin auch
ür christliche Pilger gänzlich abgeschlossen.

Wie die St. Petersburger Telegraphenagentur mittheilt, ist
der Befehlshaber der fürkischen Armee gegen Serhien, Ali Pascha,
zin geborener Preuße, Namens Freund.

Nach einem der „Allg. Z.“ aus Ween zugegangenen Tele—
zramm ständen 50,000 Russen mit einem Artillersepark bei Luck
in Volhynien) und wären alle in Bädern weilenden russischen Of⸗—
iciere einberufen. Letzteres mag richtig sein; erstere Rachricht
tammt wohl aus polnischen Blättern, die in dem Punkt höchsi un⸗
uverlässig sind.

Ein Telegramm der „Allg. Z.“ aus Wien, 6. Juli meldet:
Bestern ist der türkische Obergeneral in Nisch angekommen. Tscher⸗
ajeff steht östlich von Nisch. Eine freiwillige Legion von Soflas
st in der Bildung begriffenr. Von Rustschuk begeben sich ein Ka⸗
ionenboot und drei Transporischiffe mit 3000 Mann stromauf⸗
wärts.

Washington, 6. Juli. Ein Orean verheerte gestern den
nördlichen Theil des Stoatezs Jowa. In Rochdale sind einige
vierzig Personen umgekommen und 30 Hauser zerstoͤrt. Der Betrieb
)er Darlington-Eisenbahn. hat eingestellt werden müssen. — Nach-⸗
richten aus dem Süden zufolge erlitten zwei Truppenabtheilungen
inter General Custer und Major Rend, welche am 25. Juni 2800
Indianer in dem Engpasse von Littlehorn angegriffen haben, eine
mpfindliche Schlappe. General Custer, 16 Offiziere und 300
Maun sind getödtet. Major Rens zog sich mit dem Rest unter
zroßen Schwierigkeiten zurück und erwartet Veistärkung.

Vermischtes.
f Uus Kaiserslautern, 7. Juli schreibt die „‚Pfälz. P.“:
VBir haben den stenographischen Bericht über die Kammerperhand⸗
ingen, den Neubau mehrerer Linien in der Pfalz betreffend, ge⸗
esen und gefunden, daß in der Kammer ein tiefgehendes Mißtrauen
egen die Art, wie die pfälzische Direltion Eisenbahnen baut, besteht.
dasselbe wurde besonders herborgerufen, durch die ungeheuren Kosten,
velche der völlig unnöthige Viadukt bei Marnheim verursachte.
Für das Geld, was dieser Bau gekostet hat, hälte man recht gut
ie ganze Lauterthalbahn ausführen können. Wenn nun leider die
Hoffnungen vieler Pfälzer auf Eisenbahnverbindungen gescheitert sind,
o möͤgen sie, außer bei den Ultramontanen sich nebenbei auch bei
ger Direction der Pfälzischen Bahnen bedanken.

Vom Preisgerichte der Weltausstellung in Philadelphia
st der Schaumweinfabrik J. Oppmann in Würzburg für ihre aus
zestellten Wein⸗e die goldene Medaille zuerkannt worden.

In Engelshätt bei Lam Miederb.) haben einige Bauern⸗
zurschen einen 68jährigen Mann zu Tode gesteinigt, weil er nicht
eiden wollte, daß sie einen ihm gehörigen Zaun niederrissen und
jur Unterhaltung des Johannifeuers verwendeten.

7 Mänchen, 4. Juli. Zufolge eines heute erlassenen Be—
iehls sind in der Armee für die Dauer der Ernte — und zwar
zei den hiesigen Regimentern vom 9. ds. bis 9. k. Monais —
arßere Beurlauhungen angeordnet. Von den Infanterie-Regimentern

Ausland.

Brüfsel, 6. Juli. Det deulsche Kronprinz trifft morgen
Nachmittag zum Besuch der Ausstellung in Brüssei ein. Detselbe
wird am Bähnhofe vom Könige und dem Grafen von Flandern
fficiell empfangen werden. (GGrkf. J.

Turin, 6. Juli. Wie ‚Gajzzetta del Popols“ meldet, ist
der König plötzlich hier angekommen und hal einen Abgesandten
des Marschallz Mac Mahon empfangen; die Audienz dauerte zwei
Stunden. das Fraebniß i goch unbekannf
        <pb n="378" />
        werden 56 Mann per Kompagnie, ungefähr die Hälfte der im
Dienst befindlichen Mannschaft, beurlaubt.

f Aus Hessen. Das Erdbeben vom 1. Juli zeigt in seinen
Endpunkten Lindenfels östlich und Hamm jenseits Gernsheim west⸗
lich eine Kusdehnung von etwa 9 Stunden. Der nordsüdliche
Durchmesser Darmstadt-Auerbach-Wetterau beträgt etwa 15 Siunden.

F Nafsfaa, 3. Juli. (Ein glücklicher Fund.) Bei
Gelegenheit der letzten Regalta fand ein hiesizer Knabe, Nathan
Stein, auf der neuen Brücke in Ems ein Kästchen mit großen und
kleinen Diamanten und Perlen, im Ganzen 10 bis 15 Stuck, alle
von großer Schönheit. Da er nichts mit diesen glänzenden Den⸗
gen zu machen wußte, nahm er sie mit nach Hause. Eine eben⸗
falls in Ems anwesende Schwester hatte dort zufallig in einem
Hause erfahren, daß ein Kurgast Diamanten verloten habe. Diese
und der Vater fahren des Äbends nach Ems und benachrichtigten
den Verlierer, welcher um 12 Uhr Abends hierherkommt, und die
Preit osen, die einen Werth von 25,000 Thirn. repräsentiren, in
Empfang nimmt, den Eltern ein gutes Douceur und dem kleinen
Finder ein 20Markstück schenkt. Der Besitzer ist ein Kaufmann

aus Moskau und hat die Steine erst den Tag zuvor in Paris
gelauft.

Berlin. Die „Nordd. Allg. Zig.“ schreibt: Entgegen
den von einzelnen Correspondenten verbreiteten Nachrichten über
einen wenig befriedigenden Verlauf der Cur des Fürsten Reichs⸗
kanzlers in Kissingen wird in durchaus zuverlässigen Mittheilungen
erfreulicherweise ein günstiges Befinden desselben und ein hoffnungs⸗
boller Fortgang der Cur bekundet.

T Ein Mittel gegen Blutzersetzung beim Sonnenstich —
H'tzschlag. Wie der „Köln. Zig.“ don kompetenter Seite mitge⸗
theilt wird, wenden nach den Berichten der englischen Blaubücher
die Armeeärzte in Indien seit einigen Jahren das Chinin in
großen Gaben mit bestem Erfolge gegen die Blutzeretzung beim
Sonnenstich (Hitzschlag) an. Da sosche Vatienten meist nicht mehr

vhlucken köunen, so wird es in der Dosis von 15 Grains durch
Finspritzung unter die Haut beigebracht. Die günflige Wirkung
joll sich in ziemlich kurzer Zeit darnach deutlich darthun—

FEin Thomas in Paris. Auch Frankreich besitzt
jetzt sein Seitenstück zu dem Massenmörder Thomas. Ein in Paris
etablirter Kaufmann hat nämlich — wie „Gaulois“ schreibt —
um den Eingangszoll zu ersparen, die Sicherheit eines ganzen Stadt⸗
diettels aufs Spiel gesetzt. Dieser Mensch ließ sich direkt aus der
A
Zollamt in Paris schöpfte jedoch Verdacht und behielt die Fässer im Depot,
indem es zugleich eine Probe des Jahalts der Prüfung von Ex—
perten beim Handelsministerium unterziehen ließ. Der Chemiker
des Amtes kostete davon, ohne jedoch die Natur des Stoffes be⸗
stimmen zu können. Da kam ihm der Gedanke, eine Feuerptobe
anzustellen. Ein winziger Theil der verdächtigen Substanz wurde
der Flamme ausgesetzt und es erfolgte eine heftige Detonation.
Darauf gas man ein Korn des angeblichen Thones in einen Mörser
und es erfolgte eine neuerliche Explosion. Kein Zweifel mehr, der
Inhalt der Fässer war Dynamit. Natürlich wurde sogleich ein
Expreß in das Depot geschickt, um den Direktor von der furcht⸗
baren Gefahr in Kenntniß zu setzen, da bei der jetzt herrschenden
Hitze beim bloßen Rollen der Fässer oder dem Anstoßen an einen
Stein das entseßliche Unglück hätte geschehen köänen. Die Zoll⸗
administration hat eine gerichtliche Klage gegen den verbrecherischen
Urheber dieser Sendung eingeleitet.

F In Smyrna ging das Gerücht, die Insel Santorin sei
in Folge eines neuen Kraterausbruchs im Meer versunken.

fF Ein Schneider-Millionär. In London siarb vor
einiger Zeit der berühmteste der dortigen Schneidermeisier, Mr.
Poole. Wie aus seinem punmehr eröoͤffneten Testamente hervorgeht,
hinterläßt er außer hübschen liegenden Gründen ein bewegliches
Vermögen von 4. 200,000 fl.

ameyrvn

F

WGE

rösffrung.
Den Bewohnern hiesiger Stadt und Umgegend
zur gefälligen Notiznahme, daß ich am 10. Juli
in dem Martini'schen Hause neben dem Schul—
hause im Josephsthal eine
Buchbinderei mit Schreib—
Materialwaarenhandlung
eröffne.
Alle in das Buchbindereigeschäft einschlagenden
Arbeiten werden prompt und sauber ausgeführt.
Achtnngsvoll
Nofor Raigeor, Budhbinder.

3

Buroau- Eròffnung.
Unterzeichneter beehrt sich hiemit zur allgemeinen Kenntniß zu
bringen, daß er im Hause des Herrn Schreiner Vogelsang ein
Geschäfts- und Consul-
tatiouns Burean
errichtet hat.
AFdasselbe befindet sich parberro neben dem Möbelmagazin. A⸗
St. Ingbert im Juli 1876.
FIranz Adolsph Eckrich,
Geschäftsmann.
Jür Anlegung
der neuen Trottoir dahier, halten ünterzeichnete Vorrath
in gußeisernen Trottoir-Röhren und Wasferabfall-
Rohren. Ebenso liefern dieselben jede Art Eisengus
zu Vauzweclien, als Säulen, Träger, Pfeiler zu Schau—
fenstern resp. Ladeneinrichtungen, eiserne Treppen, Geländer,
Thore und Gitter zu Hof- und Garteneinfassungen.
MWeyland, Meuth &amp; Comp.
in St. Inabert.

Am Sonntag, den 9. Juli — H ermit zeige an, daß mir
yc für St. Ingbert und
ox ¶R Umgegend der
sba Pru gang. Alleinverkauf von
Eimtit frei Hartglas
übertragen wurde.
Ph. Klinck.
Im hiesigen Gefängnisse
wird Holz zum Kleinmachen
angenommen.

Aufklebezettel
(Signirzettel)
auf Bahncollis liefert per 100 Stück à 50 Pfg., bei
1000 Stück billiger
Die Buchdruckerei von F. XÆ. Demetz
in St. Inabert.

Musikalisches Bilderbuch.
Jür Klavier componirt
von
Alexander Dorn.
Op. 93. Preis 3 Mark.

inhalt: 1. Vorspiel. - 2. Savoyardenknabe. — 8. Verzauberte
Prinzessin. — 4. Kinder im Preien. — 5. Vaterlands-
lied. - 6. Wassernixe. — 7. Puppentäanzehen. — 8.
Trotzkopf. — 9. Abends auf dem See. — 10. Aua
alter Zeit. — 11. Erinnerung. — 12. SchlussUr-
zühlung.

Dieses von sast allen Musikzeitungen günstig
besprochens Werk bioetet für fleissige, strebsame
Schüler neben angenehmen Melodieen vorzügliche
Bildung des Vortrages.

Etwas schweror als Kuh lau's und Clementi's
Sonatinen.

Gegen Binsendung des Betrages versende ich franco.
ν Taog. Tonger im Cöli MUCVe.
ien- und qetre onten-Handlun

— —— — — — — — — — — — ⸗
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
sariarn rrfes Sonα
        <pb n="379" />
        8* h. Ingber ler Anzeiger.

MA

— 2
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sommtags mit illustrirter Vei⸗

age), erscheint woͤchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementopreis beträgt vierieljährlich

Mart 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
3 10l1. Diesstag, den 11. Juli

176.
— — —

Deutsches Reich.

München, 8. Juoli. Durch heute eingetroffene k. Entschließ⸗
ing ist die Verlangerung des Landtags bis zum 29. da. (nicht 28.)
illerzöchst genehmigt worden. (A. Z3.)

Straßbuüurg, 6. Juli. Die linksrheinischen Foris sind nun⸗
aehr vollständig fertig gestellt und die Abnahme derselben von den
Anternehmern durch die Baubehörde hat stattgefunden. Die Arbeiten
um Bau einiger Zwischenwerke, deren Anlage beab ichtigt se'n soll,
aben noch nicht bezonnen. Die drei Forts, welche auf dem rechten
Ufer liegen, sind in ihtem Bau auch so weit gifördert, daß deren
Hollendung zum Schluß dieses Jahres in Aussicht steht. K. 3.)

Ausland.

Wien, 8. Juli. Aus bester Quelle verlautet mit aller Be⸗
timmtheit, daß England und Rußland sich mit Frankreich nud
Desterreich dahn verständigt haben, den Krieg zwischen Serbien
ind der Türkei zu lokalisiren und, im Fall ersteres Sieger bleibt,
essen Unabhängigkeit von der Pforte zu erwirken. (A. Z3.)

Boͤhmifsch Leipa, 8. Juli. Der Kaiser von Oesterreich
ind der Kaiser von Rußland trafen hierselbst um 10 Uhr Vor⸗
nittags ein und wurden von dem Kronprinzen auf dem Bahnhofe
mpfangen. Nachdem der Kaiser Alexander die Front der von
»em Erzherzog Friedrich kom andirten Ehrenklompagnie abgejchritten
jatte, erfolgte die Abfahrt nach Reichstadt. Die beiden Kaiser
suhren in einem Wagen, ebenso Graf Andrassy und Fürst Gort⸗
chekoff. Nach dem Diner fand eine Konferenz der beides Kaiser,
»es Fursten Gortschakoff und des Grafen Andrassh statt.

Wie Weener Blätter wessen wollen, beabsichtigt Graf Andrassy
em Kaiser von Rußland ein Programm vorzulegen, dessen Umrisse
zarin bestehen, daß Oesterreich unter leiner Bedin ung in eine
Hergrößerung der türkischen Vasallen-Staaten willigen werde.
—A
sebhen, so wird Graf Andrassy seine Demission geben und das
Ddrei⸗-Kaiser-Bündniß ist als gesprengt anzusehen. Uebrigens sol⸗
en von Seiten des Fürsten Bismarck alle persönlichen Einflüsse
jeltend gemacht sein, den Grafen Andrassy zu bewegen, für alle
Fälle anuf seinem Posten zu bleiben, auch Kaiser Franz Joseph
jabe für alle Eventualitäten in diesem Sinne an die Loyalität und
»en Patriotismus des Grafen Andrassy oppellirt.

Danach wäre also die Kabineisfrage in aller Form gestellt.
dagegen skizzirt man unverfiänglicher von anderer Seite folgende
Zunlle als Gegeustand der Reichsstadter Berathungean: „1. Die
donaufrage; 2. Oesterreichs Verlangen, die Bildung von Groß⸗
Serbien nicht zuzulassen; 3. Gemeinsame Erwirkung einer Waffen⸗
uhe in einem gewissen Stadium des serbisch-montenegrinisch-türki⸗
chen Krieges...

Der zweite Punkt dieses Programus enthält allerdings auch
en kitzl chen Punkt, auf den es schließlich anlommt. Allein von
tücktruts · Velleitäten wird darin N'ichts verrathen. Die Enischei-
ung ruht allem Etrmessen nach einzig darin, ob der Czar und
fürst Gortschakoff meinen, mit einem auderen österreichischen Mi⸗
ester des Aeußeren sich besser verständigen, sich friedlicher ausein⸗
indersetzen zu können, als mit Andrassy. Glauben sie das, so
aͤllt höchst wahrscheinlich Andrassy kurze Zeit nach der Entrevue;
lauben sie das nicht, so bleibt Audrassy und mit ihm nicht nur
jas bisherige Einvernehmen zwischen Wien und Petersburg, son⸗
„ern auch das zwischen Wien und Berlin, welches unter jedem
dachfolger dez Grafen, wer immer er sein möge und welche Maske
caauch vornehme, fuͤr ernstlich gefährdet gelten müßte. Das ist
jas Juteresse Deutschlands an der Reichstädtet Zusammenkunft.

Nach einer Belgrader Correspondenz der „Allg. Zig.“ wäre
wischen dem Fürsten von Serbien und dem von Montenegro vor
kroͤffnuag der Feindseligkeiten verabredet worden, daß ersterer die
derrschaft über Bossnien, letzterer über die Herzegowing erhalten
ollier. Die Führer der Aufständigen in der Herzegowina haben
h damit einverstanden erklärt. J

donstantinopel, 8. Juli. Der Regierung ist vom Kriegk⸗

schauplatz folgende Nachricht zugegangen: Am 6. d. M. hat bei
Zienitra im Sandjak von Novibaras ein Kampf ftattgefunden.
Die ferbischen Streitkräfte, welche im Gefecht standen, beliefen sich
auf 15,000 Mann. Der Divisionsgeneral Mehmed Ali Pascha
onute derselben nur 8 Bataillone reguläre Truppen entgegenstellen.
Trotzdem wurden die Serben zurückgeworfen und von den Türken
is in ihre Verschanzungen verfolgt. Die Serben ließen auf dem
Schlachtfelde 16300 Todte und ebensoviel Berwundete zurück. Außer⸗
„em verloren Fie eine beträchtliche Unzaht von Gewehren und viele
Munition.

Konstantinopel, 9. Juli. (Offiziell.) Am Freitag wurden
die die Befestigungen Novibazar angreifenden serbifchen Truppen
miter Zurücklassung von 500 Todten und zahlreicher Verwundeter
ollständiz geschlagen. ESbenso erlitten die serbischen Truppen, welche
im Samstag die Stellung der Türken bei Lokidia angriffen, eine
zänzliche Niederlage und verloren 200 Tode, viele Waffen und
wei Kanonen. Der Verlust der Türken ist nur geringfügig.
RVermischtes.

F Verschiedene Sonntagsschüler und Eltern von Sonntags⸗
hülern in Kaiserslautern wurden in der dortigen Polizei-
erichtssizung vom 5. Juli wegen Schulverfäumnissen theils an
zeld, sheils an Haft bis zu 8 Tagen und mehrere Sonntags⸗
chüler wegen Wirthshausbesuchs mit je 1 Tag Haft bestraft.

7 Der ‚D. A.“ meldet aus Deidesheim, 8. Juli: Gestern
sachmittag zogen über unsere Flur nacheinander zwei Gewitter, von
denen das zweite mit starkem Hazel sich entlud. So ist denn auch
zieses Jahr wieder ein Theil unserer Gemarkung schwer heimgesucht.
Hlücklicherwejse sind die besseren Lagen verschont.

Aus der Südpfalz, 7. Juli schreibt man dem Pfälz.
durier: Der Jahrgang 1876 nimmt der nunmehrigen Lage der
Dinge nach doch einen ganz anderen Charakter an, als man vor
Wochen noch zu elauben geneigt war. Besonders waren es die
Winzer, welche schwarz sahen; die meisten hatten sich schon mit
dem Gedanken an einen völligen Mißherbst vertrauk gemacht. Gegen⸗
värtig ist nua aber der Stand unferer Weinberge ein durchaus
vefriedigender, indem die Reben die Biüthenperiode, welche unter
ꝛen günstigsten Witterungsverhältnissen verlief, in vortheilhaftester
Weise zurückgelegt haben. Vom Sauerwurm ist durchweg wenig
u bemerken. —. Die Heuernte ist sowohl qualitativ als auch quan—
itativ vorzüglich auscefallen. In Folge des Regens zeichnet sich
»er Stand sämmtlicher Futterpflanzen, sowie der Kartoffeln durch
seltene Ueppigkeit aus. Auch lassen sowohl Winter als Sommer—
rüchte durchgängig nichts zu wünschen übrig.

Aus Waldsee, 6. Juli meldet die „Rhapf.“ Im Sand⸗
lde auf der Straße nach Neuhofen wurde heute reifes Korn ge⸗
huitten.

Spezer, 8. Juli. Die Haupiprüfung der beiden Kurse
ner Schullehrer-Seminarien des Kreises mit gleichzeitiger Austritts-
xüfung für die Zöglinge der zweiten Kurfe wird fuͤr das prote⸗
zantische Seminar Kaiserslautern am 27. Juni l. Is., Vormittags
3 Utrr, für das katholische Seminar Speyer am 7. August Vor-
nittags 8 Uhr je an den Sitzen der betreffenden Semingrien ihren
Aufang nehmen. Nath jeweiliger Beendigung dieser Prüfungen
verden, gleichfalls am Sitze der Seminarien, die Prüfungen für
die Aufnahme in dieselben in der Art angeschlofsfen werden, daß
ie desfallsige Prüfung in der Anstalt zu Kaiserslautern am 3.
Uugust, früh 8 Uhr, eroffnet werden wird. Prüflinge, welche sich
an einer der beiden Prüfungen betheiligen wollen, ohne ein Seminar
und beziehungsweise eine Präparandenschule besucht zu haben,
nüssen sich über anderweitig entsprechend genossenen Unterricht und
ittliches Wohlverhalten ausweisen.

Am 7. Juli wurde in Dudweiler eine Frau und ihr
)reizehniühriger Sohn in einem Zimmer durch den Blitz gelödtet,
vährend ein kleines Mädchen, welches zu gleicher Zeit in derselben
Ztuhe war, un verletzt blieb.
        <pb n="380" />
        fChemnitz, 3. Juli. Eine fürchterliche Blutthat hält seit
destern die Bewohner von Chemnitz und Umgegend in Aufrequng.
Zu Reichenbrand begab sich am Samstag Abend nach 10 Uhr
ein dortiger Ortsangehöriger in die Restauration, nachden seine
Familie fich zur Nachtruhe niedergelegt hatte. Als er 1222 Uhr
nach Hause zurückkehrte, zeigte sich ihm ein entsetzlicher Anblick.
Seine Frau lag ermordet, durch einen Hieb, den fie in d'e rechte
Seite des Halses empfangen; seine Tochter, ein Mädchen von 16
Jahren, war auf dieselbe Weise getödet; der 13jährige Kinabe war
durch einen Hieb, den er mit einem stumpfen Insteument in die
rechte Seite des Halses empfangen, lebensgesährlich verwundet.
Das jüngste Kind, ein 2jähriges Knäbchen, war ebenfalls lebens—
gefährlich derlezt, denn die Kinnlade ist ihm zertrümmert, der
Mund und die Zunge beschädigt. Der Mörder muß mit der
Sicherheit eines Henkers seine Streiche auf die schlafende Familie
geführt haben. Der unglückliche Gatte und Vater machte sofort

Unzeige und die staatsanwalilichen Erörterungen sind im Vange.
Ueber die Art, wie das Schrecliche sich vollzogen hat, weiß man
noch nichts, denn der noch lebende ältere Knabe ist in seiner ge—
gdenwärtigen Lage nickt zurechnungsfähig. Die Möglichkeit des
Raubmordes ist eusgeschlossen, denn die Familie war arm, ein
Poord aus Rache ist ebeufalls schwer anzunehmen, da die Betrof⸗
jenen als ruhige, friedfertige und vor allem sehr ehrenwerthe Leute
zekannt sind. — Es sollen einige Verhaftungen votrgenommen wor—
den sein an Leuten, die in dem Hause wohren, in welchem die
Blutthat sich vollzog. — Hoffentlich gelingt es der Just'z, auf die
rechte Fährte zu kommen und den oder die Thäter zu eutdecken.

7 Bern, 7. Juli. Heute Morgen sind zwei Eisenbahnzüge
dei Palezieur zwischen Bern und Lausanne zusammengestoßen, wo⸗
dei 6 Personen ums Leben kamen.

— **

4 graααια L
Für die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß.

Ausschreiben.
Stipendien zum Besuche der Kreis⸗Baugewerkschule in Kai⸗
serslautern betreffend.
Zum Besuche der Kreis⸗Baugewerlhschule in Kaiserslautern be⸗
stehen für ärmere Schüler aus den Kantonen Zweibrüchen und
Blieslastel einige Stipendien aus Distriktsfonds, und zwar
a. im Distrilte Zweibrücken für Angehörige dieses Kantons
zwei Stipendien, von welchen jedes 200 Mark beträgt;
bp. im Distrikte Blieskastel fur Angehörige dieses Kantons
ein Stipendium im Betrage von 175 Mark.
Junge Bauhandwerker (Maurer, Steinhauer, Zimmerleute,
Tüncher, Schlosser, Tischler, Dach und Sqgieferdecker ⁊c. 1c. ⁊c.),
welche die Kreisbaugewertschule in Kaiserslautern, an welcher der
Unterricht in 3 Cursen am L. November l. J. wieder be⸗
ginni, während des Winteisemesters 18764177 (1. November 1876
bis 81. März 1877) zu besuchen gedenken, und um ein solches
Stipendium sich bewerben wollen, haben ihre Gesuche mit den amt⸗
lich beglaubigten Nachweisen über
J. zurückgelegtes 15. Lebensjahr,
2. feit dem Austritte aus der Volksschule bestanden e Lehre
oder weiter genossenen Schulunterricht,
3. fittliche Führung,
4. Dürftigkeit
bis zum 15. August Jl. J. bei der unterfertigten Bekörde
einzureichen.
Bewerber, welche bereits ein n Curs der Kreis-Baugewerkschule
besucht haben, müssen ihrem Gesuche nebst dem Nachweis über
sitiliches Verhalien und Dürftigkeit das vom kgl. Reciorate der
greis·Baugewerkschul⸗ ausgestellte Schulzeugniß beifügen.
Zweibrücken, den 4. Juli 1876. *
Königl. bayer. Bezirksamt,
— Damm.
*
Ausschreibung.
Stipendien zum Besuche der Frauen-Arbeitsschule in Speier
betreffend.
Die. Distrilisräthe des Amtsbezirls Zweibrüden haben für
ärmere kantonsangehoörige Mädchen zum Besuche der Frauen-Ar⸗
beitsschule in Speier Stipendien bewilligt, und zwar der Distrikts⸗
rath des Kantons
l. Zweibrücken ein Stipendium im Betrage von 200 Mark,
2. Hornhach ein Stipendium im Betrage von. 130 Mark, — —
3. Zliebkasiel ein Stipendium im Betrage von. 180 Mark, Der untere Stock
1. St. Ingbert ein Stipendium im Betrage von 180 Mark. in meinem Wohnhause an der
Unbemitielte Mädchen, welche sich als Industrie ˖Lehrerinnen deiserstraße neben dem katholischen
ausjubilden, oder aus der Anfertigung weiblicher Handarbeit einen Schulhause sammt Scheuer, Stal ˖
Erwerbszweig zu mochen gedenken, zu diesem Zwecke die Frauen- ung, Hofraum und Garten, von
arbeitsschule in Speier, an welcher der Untertrich am 1. Okt. Hhrn. Fr. Neumann bisher be⸗
J. J. wiederbeginni, im Schuljahre 1876,77 zu besuchen beabsich⸗ wohnt, ist zu vermiethen und
ligen, und um ein solches Stipendium sich bewerben wollen, haben ann bis den 1. Oktober l. J.
ihre Gesuche, belegt mit bdezogen werden.
a. einem Zeugnisse über die erfolgie Entlassung aus der Werk⸗ F. J. Ehrhardt⸗Jochum.
tagsschule, F
b. einem bürgermeisteramtlichen Sittenzeugnisse und Hanf Couverls,
c einem die? Durftigkeit vochweiserden Zeugnisse der Orts. nit jedet beliebigen Firma de—
bekhörde, 8 druckt, find billig zu haben in
bis längstens zum 13. August J. J. bei der unterfertigten der Druderei von
Behörde einzureichen. Jutz 107 m Demetæ.
Zweibrücken, den 4. Juli 1876. T eater ecorationen,
Königl. bayr. Bezirksamt, heebe Lampions. Bon
Damm. ner Fabnenfabrik, Bonn a. Rh
—M———— —— —————„—ü———— üü—— ———— 0⏑—⏑ — ——“—“——⏑ ————
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.

Bekanntmachung.

Der Müller Johann Reidiger von St. Ingbert hat
bei der unterfertigten Behörde um die Genehmigung zur Aufstellung
iines Dampfkessels mit einer Maximal-Spannung von 6
Atmosphären in dem Garten bei seiner Mühle behufs Betriebes
eines Branntweinbrennerei⸗Apparates, sowie einer Dresche mit
Futterschneidmaschine und zur Ersetzung der bei trockenem Weiter
ehlenden Wasserkraft seiner Mühle nachgesucht.

Dies wird andurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht mu der
Aufforderung an Jedermann etwaige Einsprache gegen die nachgesuchte
Benehmigung innerhalb längstens 14 Tagen bei dem Bürgermeister-
amte St. Ingbert, wo von einer Beschreibung und Zeichnung des
stessels, sowie von einem Situationsplane Einsicht genommen werden
kann, anzubringen.

Zweibrücken, den 5. Juli 1876. F

Königl. Bezirksamt
TDamm.
Local⸗Gewerbe⸗ &amp; Industrie⸗

Ausstessung.
Einladung.

Alle diejenigen, welche sich bei der Ausstellung belhiligen,
werden gebeten, nächsten Samstag, 15. d., Abends 349
Uhr im Obertzause r'schen Saale zu erscheinen, behufs naͤherer
Angabe der auszustellenden Gegenstände und des dazu nöthigen
Raumes. — Im Verhinderungzfalle wolle man diese Angabe ent⸗
weder vorber schriftlich oder an Versammlungsabend durch e'nen
Vertreter einbtingen.

St. Ingbert, 10. Juli 1876.

Der Ausschuß.
Warnung.

Da sich mein Sohn Peter
ahne meinen Willen und Wissen
von mir entfernte, so warne ich
hiermit Jedetmann, demfelben
auf meinen Namen ewas zu
botgen noch zu leihen, indem ich
weder Zahlung noch Garantie
für denselben leifte.
Win'b Andreas Nau.
Schierer Ziegelhütu

Die
Euch- und Stein—
deueker ei
von
P. X. DEMETZI
empfiehlt sieh xur eleganten An-
fertigung aller in dieses Fach
ainschlagenden Arbeiten, als:
Necliset, Oi reuluirs, Visit-
Verlobunuse u. Adress-
Larten, Placato, Wein- u.
Hacdren-⸗ Etiquettes, Itech⸗
nungerna u. s. . u. . v.
        <pb n="381" />
        * 22 — 2 4
53s55553385 5—232 s551353 35553—5—3352 338535385 5382
—32 —8 * 2 — *
s5323857 —333 3333 5——73—535 52 53 2358 —553
22 E88 2223585 5. 6 2 — 5 28 524 3 2 — 22 75 —F 8
3 333 —— 33283 238353 8338
* 257 5 *55 2237238335 52 —2*8 —35328 — 2232 5
288 5 232. 72 2235 32582238 88. 52 Sã * 25 — — 25 5 35 —
— —— 333 —5 ——— 53—2— —533 2506 ———55 233
5222325 8
333 3 3 3 358533 43333382 763
— — 7
82232328 — 4z 3— 13832383 55332353 558
— —— 27237 353 558—23535 55535 723338337* 353
—V — 28 2 3582 — 2 7 * 2 25 2 — — 2 5
»2 28 —25 2 * 2 * 3 25 — 2 9 —22
—2 8 2 —355 2 * — 2 2 * 2 * —5—
55— 5—853 22 238358383 —— 53883 2833
» z2 5 5 2 53522 5 — 55582 — — 5 *—5582333 — 8
— 333 3
— 2* — — S8
5 535523355238 32875 337 25z —737 3222228 A
—5 653502 ——— 553338 ——8—3335357 22355353 22338
* — *
—3233 53238 52383—32253 ———
2—5825852223 55232332 — —5323 ——35— —3— *38
5 ——— ————332 235*27 —2575383
—4 p 8 — *
5823 2332 32 —3— 358338
25533 2 55r228 : 5532322 — 323386 — —53258
5 —253——32323 26 — 5535*55 — — 22325855352585
232——2 52755 ——3523—353375237 s—5353533833
3— 3 33 3338— 333—3333—38383 8
2 —2c5——*20 285*2 22 — O — —[ — — 8 *77 88 —
—— 23⏑— —3— —333 33333555
* ẽ 532 * —2
— æoEE SSS 2 25 S— 50⏑— 25
LI
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2. 2 * 2. 2 —— — — — —
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        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene uUnterhaliungsblait, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementeopreis beträgt vierieljährlich

Nart 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
3 110. Donnerstag, den 13. Juli ** 1876.
— — ——
—
Deutsches Reich. J j um 11 Udhr in Begleitung des Fürsten Orloff dem Herrn Thiers

München, 11. Juli. Die Äbgeordnetenfammer stellt die einen Besuch abgestatter, welcher über eine Stunde währte. Aus
xisenbahngefaͤlle für ein Jabr der 13. Finanzperiode also fest: er Unterredung, die Hert Thiets mit dem Bruder des Kaisers
gruttoeinnabme 84,145,724 Vi., Ausgaben sür Verwoltung und Altxander gehabt, sagt der „Tewps“, ergibt sich, daß Raßland
ieb 4236330 Vr. Reineinnahne 29.789 8384 M. Die darchaus entschlossen ist, der Politik der Nichtintervention Geltung
helition der Eisenbahnconducteure um Gleichstellung mit den Poste hu verschaffen, darauf hinzuwirken, daß der Krieg loktalifirt bieibe,
nacieuten delrefs der Ausbieihgebühren wird einstimmig der 1und im Verein mit den audern Machten bei der Türkei Alles auf⸗
Ztaauzregierung zut Würdigung hiüber gegeben. ubieten, daß fie sich mäßige und den Krieg nicht länger fortführe,

Koönig Luüdwig kal angeordnet, daß für die Anwesenheit obaid einmal ihre Eigenliebe durch eine bedeutendere Waffenthat
es Kensers Wilhesme in Würzburg das k. Schloß und die kgl. efriedigt wäre.
rafel zur Verfügung gestellt werden. Der deutsche Naiser wird Damit stimmt Uüberein, was dem ‚.Journal des Debats“ aus
unttich am 10. Im' zur Tonferenz mil dem Fursten Neics⸗ Wien, vom 10. Juli telegraphirt wird.
anzler dort eintreffen, und es hat der k. Oberstallmeister Graf Die Reichstädter Entrevue hat ein volllommenes Einverständ⸗
holenstein als der z. Z. functionirende Obersthofmarschall den Be⸗ niß zwischen Oefterreich und Rußland herbeigeführt. Man hat in
ehl erhalsen, den Kaiser in die Gemächer des tal. Schloffes zu ieser Unterredung beschlossen, 1) das Princip der Nichtintervention
uhren. (Der Kaiser hat dankend abgelehnt und ist in Würzurg ireng aufrecht zu erhalten, 2) den Krieg zu lokalisiren, 3) wenn
m Gasthof „Zum Kronprinzen von Bayern“ —E0 Ereignisse in der Art um sich griffen, daß neue Entschl'eßungen

Würzburg, 10. Juli. Fürst Bismarck, von der Bevölker- „eboten wären, nichts ohne vorgängiges Uebereinkommen zwischen
ing mit Jubel begrüßt, ist heute Mettag 1 Uhr 5 Minnien hier immil'chen Garantiemächten zu unternehmen. Rußland erkennt
ingetroffen. in, daß eine Vergrößerung Serbiens den österreichischen Interessen

Wäürzburg, 10. Juli. Se. Maj. der Kaiser ist um 2 uw derliese und wird eine solche Combination nicht begünstigen.
ihr 20 Minuten Nochmutags hier angekommen und von dem Die Nachrichten von einer Concentrirung rufsischr Truppen sind
guüblitum enhußiastisch regrüßt worden. Die Stadt ist festlich ge- alsch; die von Oesterreich getroffenen militärischen NRaßregeln be⸗
chmückt; för heute Abend ist seitens der Einwobner ein großet hräuten sich auf das, was zur Bewachung der Grenze schlechter⸗
Fackelzug vorbereitel. zings nothwendig ist.

Wirzburg, 11. Juli. Bismarck ist gestern um 5 Uhc Phrladelphia, 6. Juli. Ueber die N'iederlage, die die
ach Kissingen zurückgereist. Kaiser Wilhelm gab den Spitzen Armee der Vereiniglen Staaten gegen die Indianer erlitten, wird
er Behörden im Hetel um 8 Uhr eine Tafel. Ein großartiger der „Times“ telegraphirt: Am 25. Juni erlitten die Truppen des
Fackelzug von über 1600 Fackeln, Bürgerschaft und Studenten ge⸗ Benerals George A. Custer in den Black Hills eine schreckliche
einsom mit bengel scher Beleuchtung des Schlosses solgie am Abend. stiederloge durch die Sioux⸗Ind'aner. Custer, der das siebte, aus
xẽs ging Alles unvorbereitet aus Würzburgs Bevölkerung hervor 2 Compagnien bestehende Cavallerie ⸗Regiment commandirt, hatte
ind hat den Kaiser sichtlich überrascht und erfreut. son einen mit 2500 Kriegern befctzten Lager dee Indianer am

Würzburg, 11. Juli. Der Kaiser ist na h Besichicung Litile Horn River, ungefähr 30 Meilen von dessen Mündung
et Stadt, der Residenj urd des Domes nach ein Uhr Mittaqs zehört, und griff mit 5 Compagien den festesten Theil desselben
bereist. an, während Major Reno mit 4 Compagnieen von der entgegen⸗—

Ausland. zeseßien Seite her anrückze und 3 Compagnieen ats Reserve dienten.

Wien, 10. Juli. Nach einer Depesche des „Tagbl.“ wird Illein die Augriffsmannschaft unter Custer fiel in einer tiefen
tronprinz Humbert von Italien am 19. de. die Kaiser von Deutich⸗ Schlucht in einen Hir teraut und wurde Mann füt Mann erjchlagen;
and und Hesterreich in Isckl besuchen. da uuter der General seibst, jeine zwei Brüder, sein Schwager,

Wien, 12. Juli.“ Doas Telegraphen-Correspondenz: Bureau ein Neffe und 17 Offiziere, im Ganzen 315 Mann; nur die auf
neldet aus Ragusa: Am Dienstag Nachmittag trafen 6000 In⸗ em Weg, den er genommen, überall zerstreuten Todten gaben den
urgenten unter Pecopavfevitz oberhalb Kleck ein, ohne geringsten inderen Truppenlheilen von ihm Kunde.

Widerstand seitens der mohamedanischen Bevölkerung gefunden zu Nach diese n Gemetzel umringten die Indianer Reno's Ab⸗
aben, wodurch nunmehr die Straße über Kleck gesperrt ist. Kleck, heilung und bielten ihnen einen Tag lang in den Hügeln fest;
en türkischer Seehafen an der dalmatischen Küste.) ider als es ihm gelang, sich mit der Resferve zu vereinigen, so

Ragusa, 11. Jutz. Aus rrkischer Quelle wird berichtet: rachen sie prötzlich ide Lager ab uad zogen foit, ihre Todten und
zei Podgorizza hat ein Gefecht zwischen zwei Basaillonen requlärer erwinoeten sich nehmend. Als man nach Custer fuchte, fand
urkischer Truppen, welche durch Freiwillige verstärktt waren, und nan leinen Leichnam unter einem Haufen von 207 Todten die an
3000 Montenegrinern stattgefunden. Letztere wurden aus ihren inem Platze jagen und begrub alle zusammen.
zefestigungen bertrieben und verloren 400 Todte und eben so viele Die Indiantt nehmen alle Weffen der Gefallenen an sich, die
Zerwundeie, darunter 30 Officiere. Der Verlust der Türken belief Todten verstummelten fie schreduch. Viajor Reno zog sich nach
id auf 11 Todie und ewa 25 Verwundete. der Mündarg des Little Horn zurüd „ von wo die Expedition auf⸗

Ungarische Blätzer melden gerüchtweise, die Montenegriner zebrochen war; er zuhlte in feiner Coloaane 31 Verwundeie.
nätten das verschanzte Lager der Tücken bei Gaczlko (Herze zowing)
rstürmt und die Verbiueung zwischen Stolac und tlek unterbrochen.
zestärgung bleibt abzuwarten.

Besonders vertrauenävoll muß die Stimmung in Belgrad ge⸗

ade nicht sein. Nach einem Bericht der „N. Fr. Pr.“ werden
htt die serbischen Genetale schon des Verrathes beschuldigt, und
amentlich der „Russe“ Tsshernajeff und der „Czeche“ Zach als
‚unzuverlässig“ bezeichnet.
Der Umstand, dasß Mehmed Ali Pascha, der Sieger von
Siencia, von Geburt Preuße ist, hat in Paris natürlich verstimmt.
die „France“ nennt Mehmed Ali Pascha bereits ‚Ie féroceo ré-
égat Allemand.“

der Großfürst Constantin von Roßland hat theute früh
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4 111. — — ar Samstag, den 15. Juli ee 1876.
— — — — —
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Deutsches Reich.3...
Maunchen, 11. Juli. Der Prutionsausschuß der Abgeorde
netenkammer beschloß in seiner heutigen Sitzung über die dus der
ßfalz in der Kammer imn elaufenen P-tinonen um Snen bgabe
uf den Antrag des Pic. Rußwnrmnemik 9gegen 7 Stimmen
jegen den gemeinschaftuchen Antrag der Referenten Kuvy und Dr.
Hedz: „Die Pelitionen seien nicht geeignet zut Etdrterung im
Plenum, nachdem die Frage der Streuabgabe bereits früher im
ßlenum gründlich erörtert und von Seite der kal. Staatsregterung
Fdie möglichste Veräcksichtigung der Vandwirthichaft zugesichert
vorden sei· 424645
Munchen, 11. Juni. Es ist ganz richtig', daß die ganz
orzüglichen Werdergewehbre durch die unlängst daran vocrgenommene
Abaͤnderung eine erhebliche Verschlechterung' erfahren haben. Der
Zedanke, das Mausetgewehr in der bayerischen Armee einzuführen,
vodurch die Unzformalität mit der Reichsarmee hergeltellt würde,
gewinnt immer mehr an Gestalt.
Aus Müuchen, 11. Juli, schreibt man der „N. Pr.“:
Wie ich aus sicherer Quelle vernehme, hat sich die k. Staatsregierung
etzt definitibv entschlossen, die Forstschule in Aschaffenburg aufzu—
jeden und sie mit der Universität Munchen zu vereinigen. — Die
jur Reoctganisation üder dieselbe in das Budget der 13. Finai.z⸗
Jeriode eingesetzten Postulate sind zurückgezogen.
Mäünchen, 12. Juli. Wie in militärischen Kreisen ver—
lautet, soll die Stellung des General-Verwaltungs-Direktors von
Feinaigle ziemlich erschuͤttert sein. — Nach einer Erklürung des
driegsministers im Finanzausschusse ind bei Uebernahme seines
hortefeuille's im Rechnungswesen Unordnungen vorgefunden worden.

Das „Neue Berl. Tagbl.“ schreibt: In Baiern und Wur⸗
emberg haben, worauf mit Rücksicht auf die gegenwärtige Reise⸗
zit besonders aufmerkfam gemacht werden muß, die Postwerthzeichen
der Reichspostverwaltung noch immer keine Geltunge, so daß von
dort kommende mit Reichswerthzeichen versehene Briefe genau so wie
infrankirte behandelt und init 20 Pf. Porto bdelegt werden, wobei
illerdings die aufgeklebte Marke nicht entwerihet wird. Es wäre
voch endlich an der Zeit, diesem Uebelstande ein Ziel zu setzen,
za die weniosten Leute wissen, daß innerhalb des Deutichen Reiches
roch zweierlei Postsysteme bestehen und die Reichtpostverwaltung
Bnern und Würtemberg nur' nach außen zu verkreten ecmächkigt ist.

Berlhin, 12. Juli. Die officisse „Prov. Cocresp.“ schließt
inen Artikel über die Reichstadter Zusammenkunft mit folgenden
Worten: „Der friedliche Eindruck, den die Nachtichten aus Reich⸗
Jadt zunächst in Wien hervorgebracht haben, ist bald überall zur
Seltuüg gelangt und hat die Zuversicht bestärlt, daß die mächtige
Friedensgemeinschaft, welche in dem Kaiserbunde ihren festen Mittel
Jankt hat, auch die Schvierigkeiten der gegenwärtigen Lage üder—
vinden werde.“

Baden Baden, 11. Jusi. Ka'ser Wilhelm ist heute Abend
im 714 Uhr her eingetroffen. Auf der Reise von Würzburg
Reher wurde der kaiserliche Zug auf allen Stationen mu enthu⸗
äastischn Kuundgebungen empfangen.

Zaden Baden, 12. Juli. Der Kaiser Wilhelm wird deute
zen türkischen Botschafter Edhem Pascha, welcher hier eingetroffen
st, in Aud'enz empfangen und sein Beglaubigungsschreiben, sowie
)ie officelle Anzeige des Thronwechsels in Konstantinopel entgegen-
jehmen. Der Minister des Innern, Graf zu Eulenburg, it hbier
ungetroffen.
Ausland.

Wien, 12. Juli. Das Telegraphen-Correspondenz⸗Bureau“
neldet aus „bssonde:eer Queller von Sexrajewo, 11. Juli:
gei Wessegrad fand heute ein größerer Kampf zwischen Serben
ind Tüͤcken statt, dessen Auszang noch unbekannt ist Die Serben
eschießen Rovibazar anhaltend; ferner von Skusati, 11. Juli:
Hheute fanden zwei größere Gefechte zwischen den Montenegrinern
Id den Türken statt, eines bei Kernica, in der Kraina, ein zweites
dei Podadricza. Die hier einlausenden Nachtichten lauten weniger

günstig für die Türken, welche stärkere Verluste erlitften haben sollen.
ar en, 13. Juli. Das Tageblatt will wissen, Fürst Milan
habe sich vorgestern an das St. Petersburger Kabinet gewandt,
Inn die Vermittelung Rüßlands zur Erlangung eines Waffenstill⸗
dandes nachzusuchen..—

Der „Gaulois“ klagt, daß ihm in-Zeit von einem Vierteliahr
sechs an ihn gerichtete Depeschen auf hoͤheren Befehl, namentlich
zuf die Weisung des Kriegsministers, vorenthalten worden sind.
Als Probe iheilt er eines dieser Telegramme, das ihm dann b rief⸗
ich zugestellt wurde, mit. Es ist von Marseille, 8. Juli, dalirt
und lautet allerdings bunt genug.wie folgt:——

In Marseille sind 21 ellaß-lothringische Soldaten angekommen,

welche aus deuischen Regimentern desertirt sind. Unter ihnen be⸗
indet sich ein Feldwebel, zwei Sergeanten und einige Korporale.
Sie sind alle bleich, adgemagert und in einem unbeschreiblich elenden
Zustande. Der Eine von ihnen trug an seinem Leibe noch furcht⸗
hare Spuren von Grausfamkeit, mit welcher die preußischen Offi⸗
ziere bei der Ausbildung der Rekruten vorgehen. () Diese Deserteure
werden der Fremdenlegion einverleibt werden.
VLondon, 10. Iuli. Mehe als hundert Mann der Miliz
bon Armaph (Irland) sind von ibrem Regiment desertirt. Das
Regiment sollte in Gemäßheit des Mobilisirungsplanes heute (Mon⸗
jag) nach England abgehen. Die Deserteure waren, wie es heißt,
iu dem Wahne, daß ihr Regiment nach dem Orient beordert sei.
Feinet derselben ist bis jetzt eingefangen worden.

London, 12. Juli. Lord Derby wird, einer Meldung des
Reuter'schen Bureaus“ zufolße, am Freitag eine aus vielen Mit-
Jliedern des Unterhauses bestehende Deputation empfangen behufs
lebetreichung eines Memorandums, welches die Regierung zur
Aufrechtechaltung vollkommenster Neutralität gegenüber den Ereig⸗
nissen im Orient bestimmen soll.

Belgrad, 13. Juli. Eine vificielle Meldung spricht von
inbedeutenden Zusammenstößen. Im Uebrigen ist die militärische
„ituation unverändert.

Ueber de Greuel, welche die irregulären türklischen Truppen,
zie Baschi⸗Bozuks und die Ticherkesfen in Bulgaren sich neuerdings
jaben zu Schulden kommen lassen, bringt ein Brief in der Times
iderraschende Aufschlüsse. Die Rezierung des Sultans wird direkt
ür diese Ausbrüche des Fanatismus verantwortlich gemacht, weil
je die Eutwaffnung der ganzen bulgarischen Bevölkerung befohlen
ind dann die Tschertessen und Baschi Bozuks bewaffnet und auf die
vehtlofen Döcfer losgeiassen hat. Was thaten diese Wilden?

1. Mehr als hundert bulgarische Dörfer sind von Grund
nus zerstort worden, obgleich ein Verdacht der Theilnahme an der
evoluͤtionären Bewegung nur gegen 5 oder 6 bestand.

2. Weuigstens 25,000 unbewaffnete Personen sind kaltblütig
nassakcirt worden. In den türkischen Zeitungen von Konstantinopel
vitd diese Summe sogar auf 40,000 angegeben.

3. Mehr denn 1000 Bulgarenkinder sind geraubt und in die
Ztlaverei verkaust worden. Man hat sie in den Straßen von
Adrianopel und Philipoppel öͤffentlich feilgeboten.

A.' Denen, die nicht ermordet sind, wurden schreckliche Martern

aller Art auferlegt.
Bf. Die an den Frauen begangenen Schandthaten übersteigen
in Gräßlichkeit und Brutalität alles bisher Dagewesene. Die
Breuel sind um so empörtender, als die Bulgarinnen höhere Begriffe
von Tugend uad Keuschzheit haben, als die Frauen irgend einer
inderen orientalischen Völkerschaft. Wüßten Englands Frauen das
Veschehene, so würde ein folcher Schrei der Entrilstung losbrechen,
zaß ganz Europa fich erheben würde, um Rache zu nehmen.

6. Wenigstens 600 Bulgaren schmachten jetzt im Gefängniß
uind erdulden Foltern, die größtentheits so furchtbar sind, daß
Futopa seit dem Mittelalter nicht Aehnliches mehr erlebt hat, und
doch ward die Aufhebung der Tortur in der Türlei durch den
Zultan Abdul Medschid feierlichst prollamirt.

7. Viele Tausend Flüchtlinge sind in den großen Städten
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        eingepfercht, wo sie allen möglichen Beschimpfungen seitens des tür⸗
lischen Pobels ausgesezt sind und Hungers sterben, weil die Bul⸗
garen nicht zu Hülfe kommen dürfen.

Ein Brief der Dailn News bestätigt diesen Bericht, beziffert
die Zahl der lebendig verbrannten Frauen auf 40 und zitiri den
Bericht eines Konsuls, der die Todten auf 12,000 bemißt. Wie
da die Mächte noch immer von Nicht;Interveation sprechen koͤnnen
ist dem gewöhnlichen Menfchenverstande kaum begreiflich.

New⸗Yort, 11. Juli. Der Kaiser und die Kaiserix von
Brasilien werden sich morgen, den 12. Juli, nach Europa einschiffen.
Die deutsche Industrie auf der Weltaus—
stellung zu Philadelphia ist aus Anlaß des absprechenden
Urtheils des Herrn Reuleaur (iu Nummer 105 d. Bl. mitgetheilt)
von dem Berichterstalter der „N. Frkf. Pr.“ über die Muͤnchenet
Kunsi⸗ und Kunstgewerbeausstellung zum Gegenstand einer inderes.
santen Besprechung gemacht worden; dieselbe lautet folgendermaßen:

„Wie ein erschütternder, dumpf verrollender Donnerschlag hal
Reuleaux's Bericht aus Philadelphia Deutschland erschredt. Er hat
das Kainszeichen „billig und schlecht“ der deutschen Arbeit als Sig⸗
natur gegeben, und olle Welt fragt sich: „Haben wir Das verdient?
Die Antwort lautet zunähst, daß Prof. Rteuleaux als Direktor des
Polhtechniluris in Berlin eine große Autorität und vor Allem ein
ehrenwerther Mann ist, der stets seine Ueberzeugung ausspricht.
Das Alles hindert uns aber nicht, sein Urtheil als falsch und sei⸗
nen herben Tadel als höchst schädlich zu bezeichnen. So reinigend
ein Gewitter wirlt so schlimme Folgen bat ein Hagelschlag. Die
Ausstellung in München ist die einzig richtige thatsächliche Wider⸗
segung der uns aufoktroyirten Marke „billig und schlecht.“ Seien
wir nur gerecht gegen uns und Andere und beschönigen wir keines—
wegs unsere Schwächen. Wir geben nun zu, daß Deuisschland
schlecht ausgestellt hat. Wer ist darau schuld d Zunächst die Ameri—

laner, die auf unsere Waaren 45 pCt. Schutzzoll legen und somit
im Brinzip uns den Markt verschließen und uns nur einladen, um
uns zu studiren. Für dieses Erxperiment bei so geringen Garan—
tieen der Sicherheit der Waaren und bei so kolossalen Versicher⸗
ungsprämien bedankt sich der „vorsichtige“ Fabrikant, zumal wir
doch keine Verpflichtuagen zu Opfern haben, da Amerika auch in
Paris und Wien spärlich vertreten war. E
Wer bat also ausgestellt? Zuerst eine keine Anzahl von Fa⸗
brikanten, welche den Wuͤnschen der Regierung gern Opfet brachten
und ehrenhalber ihre Schätze lieben, um zur würd! geu Vertretung
beizutragen. Dann aber lkam der große Trost Derjenigen, die in
Deutschland nicht minder wie in anderen Ländern an der Ueber⸗
produltion der Maschinenindustrie gelitien hatten und nun trotz 45
pCt. Schutzoll für ihre zweifelhaften Wanren ein Absatzgebiet su⸗
chen. Diese Leute, die belanntlich gerade in Berlin wie Pilse em⸗
porgeschosfen und nach dem Kroch in bedrängten Verhältnissen
leben, sind von der Rechtskommission biel zu nachsichtig behandelf
vorden, so daß fie jetzt in ihrer überwiegenden Mehrzabl Deutsch⸗
land repräsentiren und die schlechte Note verschulden. Wie kommt
aber ein hoher Beamter der kgl. Regierung daju, ganz Deutschland
mit dieser Halbwelt zu verwechseln? Warum hat er, der doch 1873
schon eine Ausstellung mit geleitet hat, nicht jene Erfahrungen an
hoher Stelle beiont, um einem abermaligen Mißerfolge vorzubeu⸗
zen? Nachdem Preußen schon 1857 durch seine tahle Ausstellung
in Paris eine Niederlage erlitten hatte, frug ich 1873 den seitdem
verstorbenen Ministerialdirektor v. Moser, 14 Tage vor der Eröff⸗
unng der Ausstellung in Wien, welche Dispositionen für die Kunst⸗
industrie getroffen seien. Die Antwort war: „dieselbe könne keine
Ausnahmsstellung erhalten und missse sich unter den übrigen Ge—
zenstäuden Platz suchen. Alles Weitere seien schöne, aber un mög⸗
lich zu beachtende Künstler-Illusionen.“ Wie der Erfolg dann
war und wie schwer man die Perlen der Kunst auf dem Miste
der alltäglichen P. osa finden konnte, ist noch in bester und trauti—
ger Erinnerung Es scheint aber, daß ein Jena auf diesem Ge⸗
biete nicht genügt hat, und daß erst das halbe Dutzend der em⸗
ofindlichsten Niederlagen voll werden muß, bevor die Regierung
einen ordenilichen Generalstab für die Kunstindustrie und für di
Ausstellungen organisirt.

Billig und'schlecht“ verdienen als Note freilich einige Schund⸗
fabrilanten, die nur Surrogate U'efern und das Verlrauen miß⸗
—XXD Kapital in ertlege⸗
nen Distrilten die billigeren Arbeitsträfte ausnutzen und dem Acker—
bau die nöthigsten Hänpde entziehen, welche das Proletariat der
Dörfer in die Städte locken und nach kurzer Zeit den Gemeinden
zur weiteren Unterstützung überlassen, sind auch in Deutschland in
der Gründerepoche zahlreicher als früher an's Licht getreten. Aber
fe sind in andern Landern auch vorhanden, und es herrscht nur
der Unterschied, daß bei unserer Gewerbefreiheit diese der Rellame
so bedürftigen Schwindler sich verdrängen, während eine ältere
Entwickelung der Kunstindustrie in den Nachbarländern das Prinzip
befestigte, daß nur die Aristokrat'e der Fabrika ten das Schönste

ausstellen dürfe. Die lässige Zurückhaliung unserer bedeutendster

Firmen wäre eigentlich schwerer zu tadeln, als die Rührigkeit der

Schundfabrikanten, wenn eben nicht die Ansicht gerechtfertigt wäre,

daß die egoistischen Yankee's mit ihren 45 pCt. Schutzzjoll kein—

Bemühungen unsererseiss verdienen.

Ist nicht unsere Vorliebe für Amerika mit der großvaterlichen
Liebe zum Enke! zu vergleichen, die von letzterem meistens mit Ün—
dank und Spott belohnt wird, da er beim Großdoter nur die
beralteten Gewohnheiten, nicht aber dessen Tagenden beachtet? Alle
strebt nach Entfaltung vorwrts. Nie lohrt das Tochterland der
Heimath die Opfer. Seien wir daher auch nicht ju blind in
unserer Liebe. — —

In Bezug auf Reuleaux's weitere Vorwürfe ist zu bemerken,
daß die von der Regierung viel zu nachfichtig behandelle Sozial
demokratie mit dem Pesthauche ihrer Lehren in Deutschland
chlimmere Früchte trägt, als in andern Landern, wo diese kommu⸗
aistischen Thorheiten fast nur als Modesache, bei uns aber mi
religibsem Fanatismus kultivirt werden. Gebt nur so weiter die
Rednerbühne in diesen von Tausenden beluchten Volksversammlungen
für diese Volksverführungen preis, und Ihr werdet zu spät sehen,
daß das Gift der Irrlehren unausrottbar ist, denn die Logitk der
R.echte ist einschmeichelader für Ohr und Herz, als die der Pflich
sen. Der wohlwollendste Fabrikant muß schließlich die Regungen
der Humanität zügeln und die eiserne Strenge vorherrschen lassen,
wenn die in solchen Versammlungen verführten halbreifen Jüng
Unge ihre Begriffe von Mitreden und Selblibestimimnung ins Prak⸗
nische übersetzen.

Wahrend in andern Ländern die Reellität und der Fleiß der
deutschen Kaufleute auf jedem Comptoir anerkannt werden, soll nach
Reauleaur gerade Deutschland selbst der Herd der Unreell tät sein?
Berwe hselt man da nicht einige Schwindler der letzten Epoche, die
sich gerade in Berlin zc. aufgebläht haben, mit den Tausenden von
ehrenwerthen Fabrikanten und Kaufleuten, die gottlob ohne Muůhe
in Deutschland zu finden sind?

Mit dem übertriebenen Patriotismus ist 18 auch nicht so arg,
wie Prof. Reuleaux es geschildert hat. In Athen war die Em⸗
der Minerva auqc so zahlreich aus Lokalpatriotismus vertreten, daß
der Witz davor warnte, neue · Eulen hinzubringen. Wenn in Eng⸗
'and „God sare the Queen“ gespieli wird, muß auch der Fremde
ven Hut abziehen. Napoleon Ul. war 1867 wohl nicht minder
»ft in Prris abgebildet, als unser Kaiser jetzt in Philadelphia.
Die Italiener hatten Viktor Emanuel 1873 als Kolossalbüste als
Vittelpuntt jür ihre Macmo: Arbeiten bingestellt. Und nun sollen
wir nach dem beispiellosesten Ecfolge, nach der Erfüllung unserer
lühnsten Traume gar so sehr Rücksichten auf de giftgeschwollenen
aeidischen Na hbarn nehmen, daß wir unsere Freud nicht durch
einige Germania's, Bismarch's und Moltke?s ausdrücken darfen?
Nur sei es nicht geschmackos, und Das ist Aufgade der Ueder⸗
wachung, daß die schlechten Kopieen nicht zugelassen merden und
die guten Arbeiten in würdiger Umgebung stehen. Wenn uns der
ungerechte Tadel der Feinde trifft, so müssen wir einsach und weh⸗
ren; wenn aber unsere Vertreter uns vor allen Nationen diskredi
tiren, nun, so inag Das zwur ehrlich gemeint, aber Nichts desto
veniger sehr schädlich und verletzend sein, denn der verminderte
kxport ist die uUnauableiblicht Folqe.“
Bermischtes.

Der am 10. und 11. d. in Lambrecht abgehaltene 10.
Verbandstag der pialzischen Genossenschajsten war von einer größeren
Anzahl von Vertrttern der 24 zum Verdand gehörigen Vetcine
besucht; auch der Anwalt der deuischen Genossenschaften, Hr. Dr.
Schulze (Delitzsch), sow'e der Direlior der Frantfuͤrter F üale der
deutschen Genossenschaftsbank, Hr, Meißner, und Vertreter mehrerer
badischen und hessischen Vereine waren zugegen. Am Montag
Abend dauerten die Verhandlungen von 7 bis 9 Uhr, am Diens⸗
tag von Morgens 8 bis Nachmittags 5 Uhr. Heir Schulze be—
heiligte sich lebbaft an den Debatten. Fum Verbandebertreter
purde Hr. Dr. Anecht von Neustadt und zu dessen Stellvertreter
Hr. Contad von Kusel wiedergewählt; mit der Vertretung des
älzischen Verbandes auf dem allgemeinen deuischen Vereinstag in
Danzig wurde Hr. Etitlinger von Kirchheimbolanden beauftragt und
als Ort für die Abhaltung des 1877er pfälzischen Verbaundstagb
Winnweiler bestimmt. .

FKaiserslautern, 12. Juli. Der Redacteur der „Pfälz.
Vollsztg.“, Anton d'Angelo wurde durch das Pol:zeigericht am 8.
vor gen Monats wegen Beleidiquag des Herrn Parquet-⸗Sectetärt
Bachmann hier zu einer Gefängnißstrafe don 14 Tagen verurtheilt.
Derselbe legte gegen das Urtheil Berufung ein, dieselbe vurde aber
durch Urtbeil des königl. Zuchtpolizeigerichts vom 11. do. als un⸗
degründet verworfen und hat es demnach dei der vom eisten Richter
nusgesprochenen Strafe sein Bewendea.

fKandel, 12. Juli Die Trauerlunde von dem gestern
erfolgten Ableben unseres Ehrenbürgi:s, des t. Landrichtets Müllet
        <pb n="387" />
        in Landaun, hat in allen Schichten der hiesigen Bevölkerung und
des Kantons d'e schmerzlichste Theilnahme hervorgerufen. Dieser
brave Mann hat sich eben bei uns ein bleibendes Denkmal gesetzt
durch seine Leutseligkeit und ausgezeichnete amtliche Werlksamkeit
wätrend eines Zeitraumes von fast 30 Jahren. Mit ihm verliert
die nationale Partei ein hervorragendes Mitglied, die pfaälzische
Justiz einen ihrer würdigsten Vertreter. Möge ihm die Erde leicht sein!

F Dem „N. A.“ schreibt man aus Würzburg, 8. Juli:
Zu Beginn des Frühjahrs erschien in hiesigen Zeitungen eine Mit.
theilung, wonach in dem benachbarten Frickenhausen ein Oekonom
beim Abfüllen von Most durch das plötzliche Einwitlen von Gasen
betäubt worden und sofort todt geolieben sein sollte; hieran wurde
eine Mahnung zur Vorsicht bei der Behandlung der jungen Weine
geknüpft. Es wurde jedoch alsdald ein Verdacht der Vergiftung
des Verstorbenen ruchbar, feine Leiche wurde ausgegraben, es ergab
sich, daß in der That eine Arsenik-⸗Pergiftung vorlag, und die der
Vergiftung verdächtige Chefrau des Verstorbenen wurde gefänglich
ringezugen. Inzwischen exhod sich gegen dieselbe der Verdacht, daß
sie auch ihren ersten Ehemann und dessen erste Ehefrau und noch
eine andere Familien-Angehörige vergiftet habe. Die Leichen oller
dieser Personen wurden ausgegraben, und die Untersuchung soll
orgeben haben, daß sie alle durch Arsenik vergiftet wurden! Die
Leichen-Beschau hatte zu seiner Zeit zu keiner Anzeige geführt.

F In Würzburg befinden sich bereits seit mehreren Wochen
die Mutter, sowie die Schwiegermutter des Fürsten Milan von
Serbien, außerdem noch eine Schwägerin desselben nebst ihren
heiden Kindern. Sie haben ihre Wohnung im Hoiel „Kronprinz“
zenommen. Das Eine der beiden Kinder besucht dahier ein Insti—
tut, während die eine der genannten Damen, d'e sehr leidend ist,
in der Behandlung hiesiger Aerzie sich befindet.

7 Ein Knecht zu Kelasch bei Heilssberg hat einem Kame⸗
raden mit Gewalt ein halbes Liter Schnahs einfiltrirt, dem er eine
Menge Rauch und Schnupftabak beigesetzt halte. Di se an Bestia⸗
lität streifende Rohhtit hatte zur Folge, daß der Unglücliche an
Aitohol⸗Vergiftung verstarb.

In Jena haben einige Comites den Plan zur Errichtung
eines „Denkmals zur Erinnerung an die Gründung der deutschen
Burschenschaft“ in Berathung çenommen. Es soll ein Standbild
in der alten Burschentracht mit der Wartburgsfahne werden, in
dessen Sodel die Medaillenbilder der drei Burschenschaftsmitbegrün⸗
der: Riemann, Horn und Sche Dler eingelassen werden sollen.
12,000 Mt. soll daßz Denkmal kosten und 4000 Mt. sind schon
dazu da. Wie die Jen. Ztig. hört, wird das Standbild auf dem
Eichplatß an der Burscheneiche aufgestellt werden.

F In Bad Reinerz haben 47 Kurgäste an die Bade-Direl⸗
tion eine Petition gerichtet, in der sie ein Verbot des Tragens der
Schleppkleider während der Lurstunden anläßlich des Verbotes des
Tabaksrauchens erbitten. Sie begründen das Gesuch damit, daß
der Zweck ihres Doriseins, Heilung und Linderung ihrer Leiden
zu finden, durch den mittelst der Schleppkleider aufgewerbelten
Staub vereitelt werde.

fKarlsruhe, 10. Juli. Prinz Karl, jüngster Bruder
des Großherzogs, schwebie vorgestern in großer Gefahr. In einet
belebten Straße wurden die Pferde seines Wagens scheu und gin⸗
gen durch; der Prinz und sein Begleiter sprangen heraus, und
Ersterer verletzte sich am Rücken und an der Schulter so, daß ge⸗
stern sein Zustand bedenklich war. Diesen Morgen ist Besserung
eingetreten. Der Begleiter kam mit dem Schrecken davon.

FEine Möricke-Unekdote. Man schreibt aus Stutt-
gart: Von Morickes jüngst verstorbener Tochter Marie erzählte der
Dichter einst seinem Freunde Fr. Fischer eine Anekdote, die in
weiteren Kreisen belannt zu werden verdient. Das Kind besuchte
zum etsten Male den Religions-Unterricht und kommt nach Hause:
„Papa, der Herr Lehrer hat uns gesagt, der Herr Christus sei ein
Sohn dvom lieben Gott; ist das waht?“ — „Ja, mein Kind, das
ist wahr.“ — „Aber, lieber Papa, dann muß doch der liebe Gott
eine Frau baben?“ — Möricke ist in peinlicher Verlegenheit, da
das Kind eine Antwort erwartet. Er sieht es eine Weile starr
an und sazt dann endlich: „Ganz recht! Aber er ist schon seit langer
Zeit Wittwer.“ —- Das Kind war mit der Antkwoct zufrieden,

fFGründerprocesse. Nach Mittheilungen der Berliner
Blaͤtter stehen nicht weniger als einige achtzig Gründerprocesse in
der Reichshaupistadt in Aussicht.

Reichs⸗Oberhandelsgericht. Der Empfänger eines
Frachtstückeß hat ein eigenes Recht aus dem vom Absender ge⸗
schlossenen Frachtvertrage auf dessen Erfüllung und auf Schadener-
atz wegen unterbliebener oder verzögerter Erfüllung gegen den
XX
dieferung zu einem bestimmten Wetrage declarirt, so bildet das ei⸗
nen integrireunden Theil des von ihm abgeschlossenen Frachtvertra⸗
zes, welcher seinem ganzen Inhalte nach von dem Destinateur
gegen die Eisenbahn geltend gemacht werden kann.

Die Deutsche Besellschaft zur Rettung Schiff—

zrüchiger hat an der deutschen Nord- und Ostseeküste von Me⸗
nel bis Borkum in den vergangenen zehn Jahren nach und nach
72 Rettungsstationen errichtet, durch welche 870 Menschenleben
lim vergangenen Jahre 1875 allein 104) dem Tode in den Wel-
len entrissen sind.

F Hamburgq, 8. Juli. Geschnittenes Reichsgold).
Borgestern Abend erhielt ein Goldschmeed ein Hamburger 20-Mark⸗
ctück, das auf einer Drehbank so kunstgerecht abgedreht war, daß
nur die Umschrift „Gott mit uns“ fehlte. Es war 1 Mark 80
Bfq. zu leicht. Kürzlich hatte derselbe ebenfalls ein 20-Markstück,
velches 2 Mark 20 Pfa. weniger werth war. Bei Zahlung eines
inzelnen solchen Stückes kann man den Unterschied zwischen einem
zollgültigen nicht merlen. Das Publikum möge also zur Vorsicht
gemahnt fein.

F Um eine Ermäßigung von Kohlenfrachlen nach den Nord⸗
eehäfen und nach den Hafenplätzen Kiel und Lübeck der Ostsee in
gerathung zu ziehen, hat vor Kurzem in Hamburg eine Konfe⸗
renz stattgefunden zwischen den Vertretern verschiedener Eisenbahn⸗
erwaltungen einerseits und einer Anzahl von Kohlenprodujzenten
ind Kohlenkonsumenten andererseits. Die Verhandlungen, welche
sauptfächlich ene Reduktion der Frachtsätze nach Kiel uad Lübec
um Gegenstande hatten, nahmen im Allgemeinen einen günstiger
Berlauf, sodaß Aussicht vorhanden ist, daß die Bahnverwaltungen
nuf die von den Kotzlenproduzenten und Konsumenten beantragter
Frachtermäßigungen unter den für Bremen, Hamdurg und Wil⸗
elushaben jestgestellten Normen. und Bedingungen (drei Zechen⸗
onen, geschlossene Züge ꝛc.) auch für den Transport nach Lübeck,
iel rc. eingehen werden. Die Erörterung der Fraze einer Er⸗
näßigung. der Kohlenfrachten nach den Häfen von Antweipen und
Bliessingen wird einer weiteren Konferenz mit den betreffenden bel⸗
zischen und niederländischen Bahnverwaltungen vorbehalten bleiben.

Wien, 10. Juli. Der deutsche Kaiser als Zeuge.
deute findet vor dem Schwurgerichte die Verhandlung über die
chrenbeleidigungsklage des deutschen Kaisers und des Reichskanzlers
Fürsten Bismarck gezen Dt. Springmühl auf Grund der vom
Letzteren verfaßten Broschüre: „Tie Reklame⸗Politik des preußischen
Staates“ statt.

Graf Lamezan wird h'ebei die beiden Kläger vertreien. Der
VBertheidiger des wegen eines unlauteren Deliktes in Haft befind⸗
ichen Angeklagten, Dr. Neuda, hat nun dieser Tage an das Landes⸗
zericht das Ersuchen gerichtet, es iaöge entweder Kaiser Wilhelm
uind Fürsten Bismaxa als Zeugen vorgeladen oder doch wenigstens
deren Vernehmung vor dem zuständigen Berliner Gerichte ver⸗
inlaßt werden.

Was den Fürsten Bismatd betrifft, so lann das Gesuch even⸗
uell Erfolg haben; allein welches Gericht sich für kompetent erklären
'oll, den deutschen Kaiser als Zeugen zu vernehmen, darauf darf
nman billig gespannt sein.

Bern, 10. Juli. In Elgz (Kanton Zürichj) sind 52
däuser abgebrannt, wobei zwei Frauen umkamen; ein der Brand⸗
iftung verdächtiger Mensch ist verhaftet worden. . Z.)

Um das Alter unserer heirathsfähigen Damen zu ermitteln,
zraucht man nur darauf zu achten, welche Lieder sie für den häus—⸗
ichen Gebrauch erwählt haben. hört man das Lied singen:
„Vom Himmel hoch, da komm ich her,“ so ist mit Bestimmtheit
mzunehmen, daß es eine junge Dame im Alter von 14-16
Jahren ist, die das Lied singt, 16-. 20jährige singen schon: ‚Liebster
Jesu wir sind hier.“ Das Lied: ‚Es ist gewißlich an der Zeit“
äßt auf ein Alter von 20- 25 Jahren schließen, während Damen
don 30 Jahren stille seufzen: „Herz, mein Herz, verzage nicht.“
30 — 35jährige singen mit gesteigerten Ton: „Erhör uns Gott,
echöre,“ bis sie von 835 — 40 Jahren crescendo das Lied an-
t'mmen: „Herr straf mich nicht in Deinem Zorn.“ Sollte diefes
died noch nicht die gewünschte Wirkung thun und einen Mann
Jerbeischaffen, so flehen sie von 40 — 45 Jahren mit tiefer Eme⸗
ofindung: „Aus tiefster Noth schrei ich zu Dir,“ bis sie von
15—50 Jahren ihre Hoffnungen mit dem Liede aufgeben: „Nun
ruhen alle Wälder.“

Amsterdam, 6. Juli. Die furchtbare Hiobspost des
Unterganges des „Steamers „Leutnant generaal Kroen“, das auf
der Rückkehr von Atschin über Badang nach Batavia unterging,
uind zwar sa rasch, daß von den 300 Personen, welche sich an
Bord befanden, nur 70 ihr nacktes Leben reiten konnten, hat im
Janzen Land Entsetzen und schweres Leid verbreitet. Es ist tin
grausenhaftes Unglück, und man fühlt es um so schmerzlicher, als
man dadurch wieder in bitterster Weise an alle schweren Schläge
und Verluste erinnert wird, welche Holland aus Ostindien bereits
eit dem Beginne der atschinesischen Erpedition zu verzeichnen hat.
Unter die Opfer des Schiffbruchs gehört auch der Haupt-Ingenieur
—E

In Liverpool wurden dieser Tage zwei franzöfische
diebespaare von dem Vater einecr der beiden jungen Damen und
bdon der unvermeidlichen Polizeibegleitung in dem AugendUde ein
        <pb n="388" />
        geholt und festgenommen, als sie eben im Begriffe standen, jenseits
des Oceans eine Heimaih für ihre Liebt zu suchen. Das Merk⸗
würdigste an der Sache ist, daß die jungen Damen, zwei Parise—
rinnen, aus wohlhabenden Familien stammen, schön und wohlerzogen
sind und sich, wahrscheinlich angeekell von der Blafirtheit der
jungen Pariser Mähnerwelt, zwei Bauecnburschen zu Entführecn
gewählt haben. Der verfolgende Vater stieß auf energische Preteste
Seitens seiner großjährigen Tochter, die durchaus den geliebten
Mann heirathen, wollte, aber schließlich doch über London mach
Paris zurückkehren mußte, wo sie wahrscheinlich die Erfüllung ihrer
Wünsche nicht fiden miͤdd.

Komisches aus Belgrad. So ernst und düster auch
jeder Krieg ist, kommen doch immer Dinge vor, die Knlaß zur
Heiterkeit geben. Das Drama hat noch kaum seinen Anfang ge⸗
nommen und schon gibt es etwas zumn Lachen. Die Nachtwächter
in Belgrad, sämmtlich im Alter von 30—40 Jadhren stehend,
mußten zur Miliz einrücken und mit dieser an die Grenze mar⸗

schiren. Die verwaißen Nachtwächterposten füllen nun — die Opern⸗
sänger und Schauspieler des Belgrader Theaters aaus.—
Ein Telegramm der Regierung von Holländisch-Indien
meldet, daß der holländische Dampfer General Kröfen? bei der
Einfahrt in die Sunda⸗Straße Schiffbruch ZFelitten habe. 230
Personen ertranken. M. Fr. Pr.)
— In der medicinischen Zeitschrift „Britisz Medical Journal“
—DDDDD
sönlichen Beobachtungen bei der Leiche des Ex⸗Sultans Abdul Aziz
mit. Der sehr eingehende Ber'cht trägt durchaus den Stempel der
Wahrheitstreue und hält an der Ausicht fest, daß Abdul Aziz sich
elbst den Tod gegeben habe.
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demetz. — —

——

*
Schwedische Kiefern und
Fichten Hobelwaaren.
Ich empfehle mein großes

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Bauten die Zimmer⸗ und Schrei⸗
nexarbeiten inel. Material und
leiste, indem ich die Arbeiten
nur durch tüchtige Meister aus—
führen lasse, für gute Arbeit und
schnelle Ausführung jede Garantie.
St. Johann a. S. 4. Juli 1876

In Folge Wohnsitz- und Geschäfts-Verän⸗
derungen, verkaufe ich men
reich assortirtes Waarenlager
a tout prix 2*
vollständig aus.
Leinrich ο2

Th. Lang.

dorgen, Sonntag
Grostes Coneert
9— im Mah er'schen Garten.
Ausgeführt von der Zudweiler Vergkapelle.
—— 46IG6 Mann).
Hiezu ladet höflichst ein ..,
L.. Meiricoh.
AB. Damen gehen frei.
welche noch Zahlungen an mich
Frioger Verein. in haben — diejelben
bis zum 1. August zu machen.
Seinrich Isaage.

— DD—————
ur die singendo Jugend!.
2
ißs Lãĩccder
für eino mittlers Singstimme mit Klavierbegleitimg, 5
componirt von
IOS. SChWicIx.
4. Auflage. Preis Maœrise. .*

Selten sind Lieder erschienen, die värmer em
pfohlen werdeon können, als diese Der Text ist
so ausgewählt, dass er Kindern in die —
Hand gegeben werden darf (Seine Liebeslieder),
jedom Prwachsenen werden selbe auch Freude be-
reiten. Die Melodieen sind innig und schön. Das
Werk erlebte binnen Jahresfrist A Auflagen.

Gegen Einsendung des Betrages versende ich
franco. J
Net. Jos. Tonger Cöln a. R. ⸗
Musikalien- und Inssstrumenten-Handlung.

N⸗

Sonntag, den 16. Juli 1876
findet in Neunkirchen das
*
Bezirksfest
dis 22. Besirks deutscher Krieger⸗
bundes statt, woran sich unser
BVerein betheiligen wird.
Aufstellung am. Vereinslokale
um 10 Vormittags.
Abmarsch mit Musik präcis
holb 11 Uhr.
Alle Kameraden werden zur
Betheiligung hiermit auigejordert.
Der 1. Vorstand
Aufforderung.
In nächster Zeit ich
meinen Wohnsitz, daher m'ir er⸗
laube, alle Diejenigen, welche
eine Forderung an mich zu
machen haben, um Einsendung
ihrer Rechnungen zu bitten.
Ehbeysa merden Dieienigen

T Meorto: Ihr habt
das Gute so nahe!“
dpitzwogerioh
gaft
allerhöchst sanckionirt; lieb⸗
lich zu nehmen, das sichersie,
billigste, gewiß auch dank—
barfle Mittel, gegen Brust—
Hals⸗ und Lungen⸗
leiden, Bronchialver
schleimung, Husten,
—XXX
Die Resultate sind über—
raschend.
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 52 Pfg. 1M.
3 Pf. und 1 Mark 55 Pf.
St. Ingabert bei Joh.
Friedrich, zad in der
Fabrik von Paul Hahnm,
Dettelbach a. H. be
arrhure

i

x

Frut⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Statt Zweibrücken von 18.
Juli. Weizen 9 M. 89 Pf.
Zorn 7M. 97 Pj. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste Freihige
—M. — Pf. — Spelz M. —
Pf. Hafer 9 M. 97 Pf. Kar—
offeln 3 M. 75 Pf. Heu 8M.
50 Pf. Stroh 4M. 40 Pf. per
Centner. Weißerod 112 Ko.
50 Pf. Kornbrod 3 Kilo. 73 Pf.
ditto 2 Kilo. 49 Pf. ditto1
Kilo. 25 Pf. Gemischibrod 8
Kilo. 87 Pf. 1 Paar Wed 190
Gramm 6 Pf. Spelzkern 0 M.
pf. Dinkel d M. —P. Misch⸗
feucht — M. — Pif. Reirdfl. 1.

Qual. 58 Pf. 2.Qual. 52 Pf.
Kalbfl. 48 Pf. Hamft. 52 Po.
Schweinefl. 60 Pf. Butter 1
M. — Pf. ver Pfund.
Frankfurter Börse

vom 12. Juli 1876.
Geldssoriem M. pig.
Pistolen, doppelte. — — 6.
Pistolen. — — 6.
Hohan. 10.-fl. Stüeke. 1665 6.
Randdukaten .. .937-62
20. Frankenstücke. 1619- 28
Pnglisehe Sovereigns. 2037-42
Russisho Imperials 1667-72
Dallars in Gola. 416-19
die M'Ie

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von Am- Ungen zun gleichen Preisen, wie Let
r 688 noneen den Zeitungs-Erpeditionen selbst, ohne
Porto und Spefen befindet sich
in der Annoncen-Ex⸗ R qq If M P xf M
n on ngee udolt Hosse., Frankfurt a. M.

—E—

— AIsiisssor i berlag von 1. Temeßt in St. Ingbert.
        <pb n="389" />
        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (N mal wöchentlich) mit⸗dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei,

age) erscheint. wöchentlich viermal: Dienstage, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementepreis beträgt vierteliährlich

Mark 20 RoPfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg, von Auswärts mit, W; Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattichrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

F d F — 2 r J * 2 J 4 * l —

453 112. Sonntag, den 16. Juiii 1876.
Deutsches Reich. —
Mäünchen, 13. Juli. Die Abgeordnetenkammer begann
sjeute die Berathung des Kultus-Etats. Abg. Jörg kam hiebei auf
ie Affärt Senestrey zurück und bezeichnete die Regierungsweise des
dultusministers Lutz als von Spionage und Denunziation umgeben;
zurch welche der Name der Characierlosigkeit in das Land getragen
oerde. Abg. Rußwurm unterstützt die Ausführnugen Jörg's. Abg.
traußold (liberal) plädirte hauptsächtich für ein freisinniges Kirchen⸗
egiment auf protestantischem Gebiet. Kultusminister Lutz recht⸗
ertigte die Grundsätze seiner bisherigen Verwallung, auf. denen et
uch ferner behatren werde. Zum: Reformator der protestantischen
tirchengesetzgebung fühle er sich als Kultusminister eines latholischen
ztaates nicht berufen; doch wünsche er eine egere Betheiligung der
zemeinden an der Kirchenverwaltung. Er hoffe, daß dieses Moment
hon bei der nächsten Generalshnode zuꝛ Geltung kommen werde.
— Es folgte hierauf eine zweistundige Debatte über den Fortbestand
es 2bersten Schulraihz, in welcher Rußwarm, Dr. Merkle und
Keferent Anton Schmid gegen dieses Institut sprachen, indem fie
jemselben Verbreitung des religiösen Indifferentismus vorwarfen.
Das katholische Volk wolle von diesem Schulrath Nichts wissen;
eßwegen sei das betreffende Postulat des Kultusetats zu streichen.
Für die Erhaltung des Schulraths sprachen Herz, Peßl, Haushofer
und Minister Lutz, welcher die ersprießliche Wirksamkeit dieses ech⸗
uischen Beiraths für das Kultusministerium hervorhob, Die Pofi⸗
ion für den obersten Schultath wirde schließtich mit, Der bekannten
Najorität abgetehnt, wornach derselbe vom 1. Januar 1877 an
ufgehoben ist. — e —
München, 13.. Juli. Der Anhrag des Reichrathes bon
homhard auf Gewährung von 210 M. Theuerungszulage für die
geamten ist vom Finanzausschuß der Kammer der Reichsräthe ab⸗
elehut worden.
München, 183. Juli. Der Kronvrinz und die Kronprin⸗
ossin von Italien, die gesters aus Rom hier ankamen, haben heute
—
hetersburg fortgesetzt. Sie beadsichtigen auf der Rückreise einige
Fage hier zu verweilen. In der 2. Abtheilung der Abgeordneten—
ummer hat die ultramontane Majorität gestern nach mehrstünd'get
debatte beschlossen, daß auch die Wadlen des Wahlkreises Würz-
urg J cassirt werden sollen, zwar nicht aus den von den Recla—
nanten angegebenen Gründen, die nicht erwiesen wurden, sondern
oegen angeblich „ungesetzlicher“ Eintheilung der Urwahlbezirke, ob⸗
oohl die Eintheilung in der Haupisache dieselbe war, wie seit dem
hestehen des Wahlgesetzes, ohne jemals angefochten worden zu'sein.
uhg. Langlois hat über die Würzburger Wahl der Kaummer schrift⸗
cchen Bericht zu erstatten.
—Aussand.
Wien, 13. Juli. Nach einer Meldung des hiesigen Tele⸗
te phen· Correspondenz: Bureaus“ wärten außer Klek auch sämmtliche
safen an der dalmatischen Küste für jede Art von Kriegscontre⸗
ande, sowohl den Türken wie den Montenegrinern gegenüder ge⸗
perrt. — Der „Polit. Corresp.“ wird aus Belgrad berichteh:
„Wenn von der Pforte die Abseßung des Fürsten Milan verfügt
verden sollte, so würde dies von hier aus mit der vollfländigen
laabhängigkeitserklärung Serbiens beanlwortet werden.““ Dieselbe
sotrespondenz meldet ferner: Viele griech sche Gemeinden Bulgariens
aben sich erboten, dem Sultan Freiwillige zu stellen. An mehreren
Aten in Bulgarien sind die Griechen mit bulgarischen Insurgenten
sandgemein geworden. Das Verhältniß zwischen Griechen und Bul⸗
laren wird immer gespannter. *
Wien, 14. Juli. Das Telegraphen-Correspondenz;Bureau
neldet: Nachrichten aus Bosnien signal siren, daß eine Anuschluß⸗
wegung an Oesterreich bevorstaände. Es seien demnächst in dieser
ichuuug Demonstrationen mit gleicher Unzweideutigkeit sowohl in
konstanfinopel zu erwarten, als nach Wien eine üdresse abgehen
IrkBe
1 *
Wien, 14. Inli. Das ‚Telegraphische Correspondenz—

Bureau“ meldet: Pewpovtovis schlug die Türken bei Bleck; letztere
zerloören 150 Todte, Verwundete, 180 Gefangene. Der Verlust der
Insurgenten ist unbedeutend.

— Belgrad, 13. Juli Nachts. (Amilich). General Lesch⸗
anin, gestern Nachmittag den türkischen General Ozman Pascha
neuerdings ungestüm angreifend, zwang denselben seine verschanzten
Stellungen aufzugeben. J
Konstantinopel, 11. Juli. Es sind in verschiedenen
Stadttheilen Einzelixcesse gegen Christen, vorgekommen, die auf
Schlimrieres in der nächssen, Zeit schließen lasser. Die Polizei
st nirgends eingeschriten.

Konstantinopel, 13. Juli. Zahlreiche Freiwillige, da-

unter auch einige aus der christlichen Bevölkerung, haben sich
inwerben lassen. Die Regierung hat an die militärischen Befehls
jaber die Weisung erlassen, die Freiwilligen gleich den regulären
Zoldaten zu behandeln, auch darüber zu wachen, daß sämmtliche
Neeresangehörige beim Einmarsche in Serbien und die aufständischen
gebiete die Pflichten der Menschlichkeit gegen friedliche Einwohner
jeobachten. Der, Sultan und dessen Mutter haben 20,000 Livres
ür Kriegszwecke gezeichnet. — Die Pest in Bagdad ist dem Er—
oͤschen na.
—Konsftauntinopel, 13. Juli. Einer Regierungsnachricht
zus Mostär zusolge traf Selim Pascha, mit. zwei Bataillonen auf
)em Marfche von Gacko nach Nevesinje begriffen, im Engpasse
Zallan auf eine bedeutende Anzahl montenegrinischer Truppen;
diese machten den Versuch, Selim Paschaeinzuschließen. Letzterer
erzwang aber nach hartnückigem zwölfstündigem Kampfe den Durch-
jug und nahm alle von den Montenegrinern besetzten Punkte ein.
Die Montenegriner zogen sich, nachdem sie beträchtliche Verlufte
rlitten hatten, zurück. Sonach ist die Straße durch den Engpaß
zallan nach Gackho frei.

Die von mehrteren Blättern gebrachte Nachricht, Zah sei in
Folge seiner unglücklichen Gefechte von seinem Kommando abberufen,
st in jedem Fall verfrüht, wenn nicht gar ganz zweifelhaft. Zach's
Forps überhaupt ist nur 8000 Mann stark and hat ergegen eine
edeutende Uebermacht gelämpft. Nach demn neuesten Briefe steht
Fsolak Antic nur in Linem sehrlöckern Verbande mit Zach und'
heint, sowie Capitän Illic, mit selbstständigen Aufgaben detrouk
zach und Antic stehen wieder auf jerbisckum Boden.
Vermischtes.

St. Ingbert 15. Juli. Gergiftung.) Ein Wein⸗
dergbesitzee aus Po n5-à2-Mousson hatte eine Taglöhnersfamilie
Vater mit zwei Söhnen) eines nahegelegenen Dorses dieser Tage
n feinen Weinbergen beschäftigt. In der Mittagsstunde brachte.
ie Taglöhnersfrau ihren Angehörigen das Mittagsessen mit einem
drug Wein und entfernte sich. Als der Weinbergbesitzer im Laufe
»cs Nachmittags nach seinen Arbeitern sehen wollte, fand er sänmt⸗—
iche todt; der Verdacht fiel Chen auf die Frau. Durch chemische
Untersuchung haf sich im Essen nichts vorgefunden, es hieß also
leich, der Wein ist vergiftet, Die Frau versicherte, daß sie den
Vein aus demselben Faß, wovon ltäglich detrunken, gezapft
rätte und zum Beweis ihrer Unschuld trank sie den noch vorhan-
euen Ueberrest aus dem Kruge und war nacqh wenigen Minuen
ebenfalls eine Leiche. Der Krug wurde zerschlagen und fand sich
sierin eine noch wenig lebende Eidechse vor. Daß diese die Ver—
ziftung hervorgerufen haben soll, ist nicht wohl anzunehinen, mög—
ich ist es vielleicht, daß früher der Krug mit irgend einer giftigen
Zubstanz gefüllt gewesen, was vermuthlich der Frau inbekannt war.
doffen wir, daß die Untersuchung nähere Auftlärung in der Sache
dringen möge.

7 Kaiferslautern, 14. Juli. Das Generalcapitel des
St. Johannisbereins in München hat beschlossen, zur Gründung
einer Kleinkinderbewahranstalt in Otterberg 600 M. zu bewilligen.

F In Speyer erschoß sich, wie schon kurz erwähnt, vor
einigen Tagen der 28jährige Sohn des Bierbrauers H. Weltz.

—
        <pb n="390" />
        Die Sektion hat einen Zustand des Gehirns ergeben, der in nicht
langer Zeit hätte zum Wahnsinn führen můssen.

t In Grünstadt hat sich ein Verein gegründet, der sich
die Bekaͤmpfung des im Geschäftsverkehr eingegrffenen Schlendrians
dezüglich der Zahlungsweise zur Aufgabe macht. Die Mitglieder
des Vereins derpflichten sih, am 1. Januar, 1. April, 1. Juli
und 1. Oktober Rechnungen auszugeben und ihre Verpflichlungen
zu regeln. 40 Anwesende erklärten sofort ihren Beitritt. Möde
das Vorgehen in hiesiger Stadt recht bald Nachahmung finden!

* München, 7. Juli. (B. Bl.) Um den Mängeln, welcht
die Portosendung der mangelhaft überschriebenen Soldateubriefe
nach sich zehen, wirksam vorzubeugen, sollen von jetzt ab durch die
fönigl. Postanstalten besonders hergestellte Couverts mit dem vor-
gedruckten Bemerke „Soldatenbrief — eigene Angelegenheit des Em⸗
pfängers“ an das Publikum zum Preise von 1 Pfennig pro Stück
abgegeben werden.

In Müncqchen hat am 11. do. die Verausgabung der
dort geprägten Zweimarkstüche begonnen. Die Präguno
wird als sehr gelungen bezeichnet.

jJ (Handels- und Gewerbekammer.) In der Sißung
der Hansels⸗ und Gewerbekammer von Oderbayern vom 12. d.
wurde beschlossen, bezüglich der Reform der kaufmännischen Zahl⸗
ungsweise 1. an die Staatsregierung die Bitte zu richten, dahin
pu wirken, daß bei Berathung des Reichscivilgesetzes die Verjähr⸗
ungsfrist für Forderungen aus dem gewerblichen oder kaufmännischen
Betriebe auf ein Jahr festgestellt werde, 2. an den bleibenden Aus⸗
chuß des deutschen Handelstages den Antrag zu stellen, sämmtlichen
handelskammern und Corporationen Deutschlands den Vorschlag
dezüglich Annahme des Trattensystems zu unterbreiten und die
übrigen bayer. Handelskammern zu gemeinsamem Vorgehen in die⸗
ser Angelegenheit einzuladen, 3. den hiesizen Gewerbeverein eben⸗
falls zu ersuchen, die Genossenschaften und Gewerbevereine zu ge⸗
meinsamen Schritten in dieser Sache aufzufordern, 4. in der Presse
den Gegenstand zu besprechen und die Frage fortwährend in Fluß
ju halten. Als Regel im Detailhandel wird Baarzahlung für
hothwendig gehalten, für säumige Zahler sollen Verzugsz'nsen be—
rechnet werden, im Großhandel dagegen sei, wenn Credit beansprucht
wird, die Regulirung durch 83 Monataccepte vorzuziehen.

4 Zu Darmstadt wurde am 11. d. Mts. ein Alt uner⸗
zörter Bestialität durch den Besitzer einer auf dem Exerzierplatz
zufgestellten Schaubude verübt. E'n ewa IIjähriges Mädchen
hatie nämlich aus Neugierde durch eine Oeffnung in die Bude ge⸗
sehen und wurde darauf, als der Unmensch dies bemerkte. mit ei⸗—

nem scharfen Instrument in's Gesicht gestochen, so daß die Nap—
und ein Theil des Gesichts fast vollständig zerschnitten sind und
das Kind per Wagen fortgeschafft werden mußte. Dasselbe wirt
wohl zeitlebens Entstellungen davontragen und wollen wir hoffen
daß der Urheber der verdienten Strafe nicht entgeht.

Aus Hamburg wird geschrieben: In den letzten 3 Tager
haben nicht weniger als 4 Mädchen ihren Tod in der Alster gesuch
und gefunden; ein fünftes Madchen, dem die Lust zum Leben
wieder erwachte, wurde auf sein Geschrei hin gereltet.

7 Eine Reise um die Welt. Aus Hannober, 30
Juni, schreiht man der „Boh.“: In einer Restauration Hannover—
empfingen gestern mehrere Freunde den Grafen Desfours⸗Walderode
einen böhmischen Cavalier. In 160 Tagen hatte nämlich Gia
Desfours die Reise um die Welt zurückgelegt und meinte, die Zei
iei kurz, aber genügend für Den, der eben nicht mehr Zeit dazr
»erwenden will. Seine Route war folgende: Brindisi, Suez
Dschedda, Aden, Bombay, Allahabad, Benares, Calcutta, Penang
Singapore, Hongkong, Yotohama, San Francisco, Kansas City
St. Louis, Philadelphia, New York, Queenstown (Irland), Dublin
Hoͤlybead, London, Ostende, mit Ausflügen zu den Pyramiden
ẽlefunta, Agra, Delhi, Futehpoor-Sikri, Canton, Totio, dem Jo—
Semite ⸗· Thal und Montreal. 10 Wochen zur See, 11 Wocher
ju Lande (8000 und 19,000 englische Meilen.) Die Ueberfaht!
yon Japan nach Kalifornien äußerst günstig in 19 Tagen und 16
Stunden. Die Neise von Calcutta nach Hongkong in 16 Tagen,
»on Suez üdber Dschedda, Aden nach Bombay (806 deutsche Meilen
nit öͤsterreichisgem Lleyddampfer „Juno“ (Kapitän Sturli) in
18 Tagen. Die schnellste Seefahrt auf dem Inmanline⸗Steame,
‚Cityh of Richmond) 5000 Tons), von Newyork abgefahren Sams
ag am 17. Juni, 2 Uhr Nahmittags, in Queenstown angelang
Montag, 26. Jani, 9 Uhr früh, 7123 deutsche Meilen. Di
angsamste Seefahrt auf der Reise von Hongkong nach Yokohama
zuf dem hölzernen Raddampfer „Colorodo“ 4000 Tonnen) in 24
2tunden 24 deuische Meilen bei fehr stürmischem Wetter. Den
19. Mai zählte unser Weltumsegler zweimol, da er den 180. Grad
on Greenwich passirte. In Ogden (1032 Meilen westlich von
Imaha und 2430 Meilen westlich von Newyorlh) begegnete er dem
zerühmten Eisendahnzuge, der in 80 Stunden von Newyork nach
San Francisco gehen sollte, eine Strecke von 3325 englischen
Meilen, die bisher in einer Woche zurückgelegt wurde. Das Ur—⸗
heil des Reisenden über die Weltausstellung in Philadelphia ist in
Allgemeinen kein günstiges.

525* — —

A. SchuIteĩs,
ERappenmacher im St. Inghert
(neben der lath. Kirche,)
afiehlt sein reichhaltiges Lager in allen Sorten

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en hilligsten Preisen.

wel·
Allen Kranken, g
möglichst kürzester Zeit durch ein
tausendfach bewaͤhrtes, ratio⸗
nelles Heilverfahren von ihren Lei⸗
den befreit sein möchten, lann
die Lektuüre des berühmien, bereits
in 60. Auflage erschienenen, 300
Seiten starken Buches. „IDr.
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thodde““ nicht dringend genug
empfohlen werden. Preis 1 Mark,
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dafür, daß Niemand dies illustrirte
Werk unbefriedigt aus der Hand
legen wird. Thatsachen bewei-
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unzählige Anerkeunungen von be
rühmten Aerzten und gexuesenen.
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Traubeubrust-Honig
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Johann bei F. P. Duden
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Saarlouis bei F. Altenkirch,
in Blieskastel bei Apothe
ker C. Richter, in Saarge
münd bei e H
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Apotheker A. eee

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der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei,

lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementopreis betraägt vierieljährlich

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mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
48 113. Dienstag, den 18. Juli 1876

Deutsches Reich.

München, 14. Juli. Die mit den Wehrpflichtigen des
Jahrganges 1875 vorgeuommene Prüfung hat Folgendes ergeben:
Niederbayern hatten von 2351 Wehrpflichtigen 79 ist 3.8 PCGt.
eine mangelhafte Schulbildung; dann tkommt die Oberpfalz, bei
1996 Pfuͤchtigen mit 61eist 3 pot., die Pfalz bei 2161 Pflich⸗
tigen mit 58 ist 2,6 pCt., Oberbayern bei 2625 Pflichtigen mit
69 ist 18 PCt., Oberftanken bei 1798 Pflichtigen mit 27 ist L6
pCt., Unterftanten bei 2195 Pflichtige: mit 29 ist 1,3 pCt.,
Scwaben bei 2092 Pflichtigen mit 16 ist 0. pPCt., endlich
Mittelfranken wo von 1951 Wehrpflichtinen nur 2 ist O mangel⸗
hafte Schulbildung hatten.

München, 15. Juli. Die Kammer genehmigte das Postulat
jür die polytechnische Schule und die Lyzeen. Das Postulat für
die fünften Klassen an den Lateinschulen wurde nach langer Debatte
abgelehnt. Minister v. Lutz erllärte, die Kammer habe das Recht
der Geldbewilligung, die Organisation bleibe ein Recht der Krone.
Die Summe von 127,749 Mark für Aufbesserung der Lehrer
wurde bewilligt.

München, 16. Juli. Der Abg. v. Münch hat im Berein
mit 17 liberalen Abgeordneten zum Budget des kgl. Leinister ums
für Kirchen? und Schulangelegenheiten den Antrag gestellt: an S.
M. den König die Bitte zu stellen, bis zu anderweitigei zefetzlicher
Regelung der Schulverhältnisse im Landtausabfchiede mit Gejetzes⸗
kraft aussprechen zu wollen: 1. Die inm Act. 3. des Besetzes vom
10. Nov. 1861, die Aufbringung des Bedarfes für die deuischen
Schulen bett., vorkommenden Gehaltsminima des Lehrpersonals an
den Volksschulen werden pro Gulden mit 1M. 80 Pf. umgerechnet
und um je 90 Me. erhöht. 2. Der hierdurch in den einzelnen
hemeinden entstehend? Mehrbedaif ist aus den Mittela der Schul-
oder Gemeindekasse, vorbehaltlich der Bestimmungen des Art. 6 des
erwähnten Gesetzes, aufzubringen. 3. Bei Zumessung der nach
Tap. 10 8 3 Tit. 3 der Budgeis für die 13 Finanzperiode zur
Aufbesserung des Esnkommens der wirklichen Lehrer, der Verweser,
weitlichen Lehrerinnen und Schulgehilfen zu machenden Zahlungen
verden obige gemeindl'che Gehalisaufbesserungen nicht in Anzequng
zebracht.
NAusland.

Belgrad, 16. Juli. Oifiziell wird geneldet: Die Nach—
aicht ,Idaß ein serbisches Detachement die österreichissche Grenze bei
Drenlowa verletzi habe, ist erfunden; ebenso die Nachricht von einem
erbischen Angriffe auf Akadali. Die Türken versuchten Klein⸗
Zwornik wiederzunehmen, wurden aber zurückgeschlagen. — Ver⸗
pundete Türken werden in serbischen Sp'rälern gepflegt. — Ein
Bericht des betreffenden Präfekten konstatirt, daß die Türken, als
storavaros von Ducic angegriffen wurde, in ihren Verschanzungen
die Weiber und Kinder von Christen aufstellten, von denen Viele
durch die serbischen Geschesse getroffen wurden.

Bukatest, 16. Juli. Um die Grenze von Rumänien zu
chützen, beantragte der Kriegsminisser die ganze active Armee zu
mobilisiren und einen Theil der Reserdve einzuberufen.

Ragusa, 15. Jui. (Sl visch: Quelle.) Der südöstlich von
Metokia legeude befestigle Ort Lipnin ist von den Montenegrinern
zesetzt worden. Die türlischen Ttruppen haben sich nach Medokia
urückgezogen, welches, obaltich von 6000 Türken besetzt, die weike
Fahne aufhißte. Die ganze Hochebene von Gacko ist von den
Monlenegrinern besetzt, ausgenommen die Bershanzungen oberhalb
Metokias, in welchen 2000 Türten blokert sind. Fürst Nikolaus
narschirt auf Nev sinje.

Nach Privatberichten, der „Agence Havas,“ wären die
Strafen der aus Anlaß der Mordthaten in Salonichi verurtheilten
Beamten erhöht worden; gegen den Polizeichef wäre Degradatron
und 15jährige Zwaggsarbeit, gegen einen Fregattencapitan Degra⸗
»ation und 10jährige Haft verhängt.

Ein Telegramm meldet die Ermorditng des Gouverneurs von
tustsguk. Assim Pascha, durch den dortigen Pödel.

—A—

P Nachdem im Bezirke Kirchheimbolanden zur Zeit 55
Vdännergesangvereine bestehen, hat der Bezirksamtsvorstand den
Sedanken aufgenr ffen, im Sommer des nächsten Jahres 1877 einen
Wettgesang auf dem Donnersberge zu veranstalten; vorausgesetzt,
daß dieses Vorhaben sowohl bei den beireffenden Vereinen, als
nuch bei der Bevölkerung Anklang findet. Für die beste Gesangs-
production ist eine Prämie bestimmt, welche von sachkundige n Preis⸗
ichtern zuerkannt wird.

7 Dem „Land. Anz.“ berichtet man aus Siebeldingen,
14. Juli: Gestern erlegte Jagdhüter Baudy von Eusserthal im
portigen Staatswalde emen Kapital-Keuler von seltener Stärke,
pelcher ausgebrochen nicht weniger als 180 Pfund wog. Seit
Januar 1874 ist dies die eiste erlegte Sau auf dortiger Jagd,
hoch zeigen sich solche in letzter Zeit wieder in größerer Zahl in
inseren Vorderwaldungen und wird denselben daher tüchtig zu
deibe gegangen.

F Seilens der pfälz. Gerber wurde am 10. d. eine Petition
mn das Ministerium des Innern nach München abgesandt, der eine
Aschrift der Eingabe der Petenten an den Bundesrath beigeschlossen
st, worin dieselde um Schutzzölle auf ameritanisches Sohlleder bitten.
Es werd die Erwartung ausgesprochen, daß die bayer. Regierung
neser Forderung zustimmen werde, narientlich aber um Vermehrung
jon Eichenschälwaldungen gebeten, da der Mangel an guter Lohe
uid deßhalb die hohen Preise derselben den einzigen Grund bilden,
varum die deutsche Sohlledergerberei nicht mit der gleichen ameri—
fanischen Industrie zu concurriren vermöge.

F München, 13. Juli. Das Zweimarkstück ist soeben in
den Handel und Verkehr gekommen und wird von allen Seiten
reudig be rüßt. Vor uns liegen zwei Ausgaben, eine solche mit
dem Bildniß des deutschen Kaisers und eine solche mit dem unseres
dönigs. Auf beiden zeigt die Reversseite inmitten des deutschen
keichsadlers mit der Umschrift: „Deutsches Reich 1877. Zwei
Dark.“ Was nun die Maßverhältnisse resp. Unterschiede betrifft,
so ist das Zweimarkstück um 2 Millmeter Durchmesser kleiner als
der Gulden jüdd. Währung, indem dasselbe 28 Millimeter Durch⸗
mnesser hat, der Gulden jedech 30 Millimeter hatte — und also
—X
„Zweimarkstück“ verhältnißmäßig dicker ausgefallen und schwerer.
Der Koͤnig erhielt am 10. Juli das erste Stück zur Vorlage; seit
dieser Zeit ist schon eine erkleckliche Anzahl an die Centrale Haupte
tassen gelauugt, indem dermalen täglich 34,000 Stück verfertigt
werden. In der nächssten Zeit wird die Zahl der Herstellung ver-
zrößert werden.

Das „Neus⸗ Berl. Tagebl.“ meldet aus Berlin: Vor einigen
Tagen fand im Grunewald eine Schlägerei auf Viensur statt, bei
velcher der eine Paukant acht „Blutige“ davon trug. Einen Hieb
erhielt derselbe in die Brust, und mußte die Wunde von dem Paut⸗
arzt mit acht Nadeln zugenäht werden. Trotzdem hat sich der
Recke, e'n Süddeuischer aus Landan, nicht absühren lassen. Der
Zustand des jungen Mannes ist kein unbedenklicher. Grund zu
der kleinen Ehrensache hat eine Dame gegeben, um deren Gunst sich
der eine Paukant vergeblich beworben haite.

F Solingen, 5. Juli. In verflossener Nacht brannte die
hiesige Dampfschleiferei total nieder. Der Brand hat le sder noch
eine weitere Katastrophe nach sich gezogen. Die Brandstätte wurde
heute Morgen vielfach betreten, zum Theil von solchen, die noch
hülfreiche Hand anzutegen hatten, da stürzte plötzlich — es war
etwa 9 Uhr — das Gesimse einer Giebelwand ein und überschüttete
eine Gruppe nahestehender Männer. 12 — 14 Personen sind dadurch
nehr oder miader schwer verletzt worden; 4 mußten vom Platze
getcagen werden. Nech hat man keinen Grund zur Annahme, daß
die Verletzungen für keinen der Betroffenen lebensgefährlich sind.

f Elberfeld, 8. Juli. Vor einiger Zeit wurde auf Clausen
in einer Zügelhütte einem dort stehenden Pferde die Zunge aus
dem Halse geschnitten. Diese viehische That war von einem jungen
        <pb n="392" />
        Burschen, dem Metalldreher Otto Hallbach von Barmen, aus purer
Grausamteit verübt worden. Er behauptet zwar, das Pferd habe
jihn beißen wollen, deßhalb habe er ihm die Zunge mit einem Stricke
von einem Zügel festgebunden und darauf habe das Pferd sich die—
selbe selbst herausgerissen. Diese Aussage dar jedoch unwaht,
denn es wurde constatirt, daß die Zunge herausgeschnitten war.
Die Zuchtpolizeikammer des kal. Landgerichts hierselhst verurtheille
gestern den rohen Burschen, wie die „Elbecrf. Zig.“ mittheilt, zu
einer Gefängnißstrafe von 18 Monaten, während der Vertreter des
offentlichen Ministeriums 2 Jahre beantragt hatte.

Der Ari. 2 des 8 21 des Betriebs-Reglements des Vere'ns
deutscher Eisenbahnen hat einen nunmehr in Kraft getretenen Zusatz
erhalten, der von der Erstattung für versäumte Anschlüsse bandelt.
Die Regelung der Rückzahlung des Betrages erfolgt fortan durch
die ursprüngliche Abgangsstation, nachdem sie allein über die Recht⸗
mäßigleit der Forderung entschieden hat. Die zurückgezahlten Fahr-
gelder werden ihr von den einzelnen Verwaltungen nach Maßgabe
ihrer für die Fahrt erzielten Einnahme zurückgewährt, wobei es
gar nicht auf den schaldigen Theil ankommt. Wer daher jetzt in
Folge einer nicht ducch höhere Gewalt herbeigeführten Verspätung
der Ankunft eines Zuges den Anschluß an einen andern Zug ver⸗
säumt und durchgehende B'llets hat, möge sich wegen Schadener⸗
satzes an diejenige Verwaltung wenden, zu welcher die ursprüngliche
Abgangsstation gehoͤrt.

Wien, 12. Juli. Am 10. wurde der Liederkomponist Des⸗
sauer begraben. „Komm herab, hier ist's so kühl“ und „Tonlos
werde ich hinuübergehen, man wird mich still zu Grabe tragen,“
heißt es in den beiden schönen Liedern „Lockung“ und „Der Schwan“
bon Dessauer, welche sich seit 50 Jahren auf dem Repertor der
deuischen Concertmusik in ungeschwächter Beliebtheit erhalten haben.
Der Mann, der sein ganzes Leben der edlen Musica geweiht, hatte
sich in seinem Testament jede musikalische Todienfeier verbeten und
so ging er tonlos hinüber und stille wurde er zu Grabe getragen.

FParis, 15. Juli, Der Bankier Hermann Oppenheim ist
gestern plötlich am Herzschlag gestorben.

London, 15. Juli. Gestern sprang der Kessel des
Panzerschiffes „Thunderer,“ dabei kamen 25 Personen um's Leben,
56 wurden verwundet.

London, 15. Juli. Vorige Nacht und diesen Morgen
starben noch mehrere Vecwundete vom Thunderer. Die Anzahl
der Todten betragt bisher 31.

Gemeinnütziges.

Wir entnehmen der „Berl. Klin. Wochenschrift“ aus einen

Bericht über eine Sitzung der Nederrheinischen medieinischen Gesell
chaft zu Bonn folgende, das Publikum intecessirende Stelle: Prof.
stöster theint einige Vorversuche mit über die Einwirkeng der Salicil
ääure auf das Knochensystem. Spong'öse (schwammartige) Knocher
sönnen in einer 2proc ntigen Lösung schon in wenigen Tagen
lederweich werden, während feste Knocheustücke sich nur all nähli,
auflöser. Der Zahnschmelz wird nur in geringem Grade, seh—
rasch aber das Zahnbein zerstört, das z. B. durch Caries (vei hohlen
Zahne) blosgelegt ist. Vortcagender bemerkt, daß auch schon der
Zahnärzten die schädliche Wirkung der Salicylsäure auf die Zähn—
aufgefallen ist. Daß nicht bloß todte Knochen, sondern auch di
lebenden Organismen durch die Salichlsäure ihrer Kalksalze beraub
werden, geht daraus hervor, daß schon wenige Stunden nach der
Einnahme von Salichlsäure e'ne vermehrte Aussche dung von Kalk—
jalzen durch Urin erfolgt.“ Man muß demnach mit dem Gebrauch—
der vielfach angeprieseren Salichlsäure als Zahnmittel sehr vor
sichtig sein. Nur bei vollständig gesunden Zähnen ist sie gefahrlots
angefaulte zerstört sie. —
IIAse Aen neuesten Nummern dee Ihlustrurten brauen
Zeitung (ierteljährlicher Abonnementspreis M. 2.50) enthalten
1. Die Moden-Nummer (27): Anzuge für Gebirgsreijen nebs
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Schutzvechen für den Waschtisch, Sessetl und Tonne als Negligé
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Nummer (28): harzreise. Humoreske von Otto Girndt. 2.
— Der Ring des Nibelungen. Ein Bühnenfestspiel von Richard
Wagner. Von H. Ehrlich. 1. Einige Kapitel über Spihtzen
Von Jakob Falke 2. Mit zwei Abbildungen. — Verschiedeneß
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strationen: Spruchbild. Von C. E. Doepler. — Unter dem
Regenschirem. Von G. Pernat. — Jüdin aus Tetuan. Vor
J. Portae s. Italienische Reticella-Sp tzze. Sechzehntes Jahr⸗
hundert. Zwei Abbildungen.
Ausschreiben von Straßenbau-
Arbeiten.
Herstellung 4 nach der

Bekanntmachung.

Durch Gesetz vom 13. März
und 12. April 1876 ist die
vrovisorische Steuer —Erhebung
pro J. und II. Quartal 1876
angeordnet.

Indem dies hiermit wiederholt
zur Kenntniß der Steuerpflichti⸗
gen gebracht wird, nmerden die—
selben aufgefordert, mindestens
de Häifte der nach den vorjäh—
rigen Steuererteln verfallenen
Steuerbeträge zu entrichten. Die
im Rückstande Berbleibenden ha⸗
bden nach Ablauf von 14 Tagen
Zwangskosten zu gewärtigen.

St. Ingbert, 15. Juli 1876.
Die lal. Steuer-Einnehmerei.

Meraler,. Stellvertr.

Zu verkaufen
kiefern Bauholz, Zaun—
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bäume bei

Louis Höh.
Breitermühle bei Riederwürzbach

Cie Arbeiten zur Herstellung der Distriktsstraße von Wals—
hausen nach der Kirschbawermühle mit einer Länge von 3006,86
Metern sollen im Submissionswege verçceben werden.
Dieselben sind veranschlagt, wie folgt:
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a. Forderunngg..
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. Verwendung..—
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Sa.
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a. Liniensteine. ..
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12300,00
3. Kunstbauten 2192,67
4. Absteinung WR 240,00
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ß. Walzeln und Sandeln der Straße.. 335000
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und das Bedingnißheft täglich während der Canzle stunden einge- zu re“ n uͤrtsfeste
jehen werden tonnen, 3. Juli n dreifach donnerndes
Zweibeücken den 15. Juli 4876. Hoch, daß oym die Notei ous
Kgl. bayr. Bezirksamt: er hand fallt
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vom 185. Juli 1876.

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Dollars in Gold 4 16-19
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        4

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⸗ 55335
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53535337 — 2*
5335358 5* 58235
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3553—523 —— 555352
* —8 ß — * *
85 34353333 3333353 —532 335533
A 233 383 ——— 3832
M F
33553355 3358 887 3353233 ——
532 32 235353733 52 233
— 3323383 28 —A 583 355 ———— ——
—— —X 8 *
52255 ———— 75326 —— ——
58 —— * 2 23 8 32 — 2 — l . — 2 5
A— 47 7 —A
235 A — 223* 55 2 57 9 * 3 575537* 537
25353 —ãA— — — 3 — Ban 5 2 — 5525355 8 2
.2 S 522838 75523533 2 2 2 — * 259 52* —— —A —
33 2 »32 * 25 — —— — 532 * 733728 — ———
—— 555— 2 2858 8 A — 2* E 3 5252 23353775
2 2 — * 3 — — 2 22 222 2 2753223 33
5528 7 — * — — * 58 32283
27— — 732 —5 225535 s * 535735 63 383—8 —
88 — 2 35535 3333* 23335 8 55 J2358 33583 —*
2 3 575355 252337 — 23. 2 — — 35—5357 * —
—* F 8 * D 2 23 3 —— 2
A 25—52 2338 — s387 327768568
525522 25 27 25322 33 ——V 8 733 —— 272 2* 33282387
2 22355 z 28383465 323338 33733
55323 38 —2 M —A ——————— * 732 1385338
2z828 — 35 — —— 225333 222 —X 8* 5 S 22 55
73532 3333527 27 —A— 2 2 * 335388 3
57 2 5.5 —3* 523 43 35838355 532
XIMSX 1322 5228 55552 S4 s553533 —A 5 25 —
233585 — —— 3 8 25 58 57 — 2235 32*
322 * 2—5 522 —F 2 25 3z535 33 35535
25 3235 —z585 * * 2 SúS— 55358 *
23*52* 8 ——— * 25332 — —— * O3 — —
A 2 23352577 x — 52 * 54 ——A * 2 S 2
5* 8 2 22 S. —— * — 2 3 —— — 353
A — 223* 28 ẽ 9 12233 2332234 28 8
3222 — 2553 — * 2 52
—— 32 A *— 2 35 525338
135253333 SE 28 3538 5322
3338 553323832 535 5*
* 92 * 7 — 3 52 5 *353
A 23337555
3753553 2— 2533332
* — — —— —
S
— T8777
— —
35535
32560
5833 353535
58 S*53 Ac
—3 —A 89
— — 2 — — 332322
538 —554 *38 5555 5333333 5232
—A —— — 535533338538
55 —A 528 — *7 33337 2228 *83
5— 323-S* 2* 2 5 553335 2 223 *32 —
3 5* 5535 58 22232 * 3 —z258 * 22* 2333235—88*
5** 32 —z5385233 233853375 A 333* 235528
87 3857 272335 2535537 37 337333333 3335*
28 533755355 —352734* * z7832 — 3337337 52423
833 — 7 — — 5323353 52.3 55 — 2 — 3 25335 —8 — —
F — 522 53556— 38* 2538233359 52 525
AZz5 5 287 * —A— 53* 5 25 —55357 — BE5 ⸗ 8
** ——— ——— 23333*
57 53552525 —5335* 2 77
2 — —— 5332553 — 8 2335 52853* — 21273 —A *
—— 25532 323*88 —5 —238 3235335535 —89838 585523
—A 5383—37 —— 33325537 —A 8 2538* * ss 5338
233 5353238 235335725*7 »332535 35353238 —
— —— 3353557 — * 232 —2532538588 523258
—55335 A — 2 33. 333386 2 5* * S BES 2
5 38583 2 39 33233 82323282 532 328— ——
3 — 5252 * 2 * 3 223283 22 8 2 ——— 2 —A 2 3* 2
—55 333 36 553833527 23 538 237 —ã— 8 —
x 35 — 2 2 —3 20 5 —8— 222 — — — 3 — 2 — — * —
— 255 55333 2288 * 3533336*53 — J328—78 55 62
* — 232275 252328 * 38532 333 —
7 33323
7 * * 2 322— 522 * 22 22 25
38 388 —33535*5375*833 3353 33333
—— 3535— 8 2358 68* —2273232 2538 153 537 2 * —3528 5 2380
55383—538336 — s38383557 5355
28526 533353593 2553
—2 2222 * —29 38 2 222 .25 58
— 23 7 3222 — — 233 7 523 3— 6
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i2 3 — —828 2
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— ————
55223

—— * ——
— —3 — — S — —— 2 2 — — 2822 * —
2* 2 2 7335 53333353 —525353332331555 —
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25 —58 555755 33 ——c ‘ 555 5535353585533
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3875* — —A 33 * —353—353392* —
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2 535 * 252 —55352 588 * — 5533355 3
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— *2—252835* 383533 332252—5375 335.22* 23585 — 225
——— 53323—33585
33367 33732
5355 — 28 —— —— —3—** — 8 —55 —A
255325—3880 58. 3 — 835537 — — — — — 3
35 553 5 2755325 58* 5553 — 735 7 53558 ——283—— 523
2 2 — —2 * —3 * 2 2 * 8 5* 2 5
2535 56——5822 252*53 333 *
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535332 232323 522 5 —53 22 526283 5232
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3 53323
523 535
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33 837 535572338
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* 227 22 2323 2* * 53 53883 3 58* —AA
222* 2 2 — 3 7383 *—825 *23 8 232060
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55 35338 2583833353 3 »2 —— rrr
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* 2* * —5 S —A— 5553 222

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225235 52232358
7523 32 255732323538
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2 23 s 7 — 755 2 52
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27 22 3 —2532. 2 —357 328
23825683533 — 222835 55552722
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38 53517353—3 —28333 3232 —222 2325
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252235 252. 2.42 22. ⸗ 32 2. 5355*85 53* —
— 05 25523 —— —
—A — J 23 2158 52 — 8 — ———— 2
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— ——2 323 533333357 3282355
25353—25* 3353325333 —333335—3—38233 R
— 223 535727* 2.2 — — —ä — — — 522 52 27 —2
23 5— 3 523 — — —333 —2 332335 3
232 * — 2—— —2————— — 836 ——33 —55 —3—
*283 55522258* 2282 3525—3 3232 225888 47
— 7—
— 2283825 2—23— ———35. — ——
3 53335 2332 78 2. 75 ——5 5—5327 5522
5325853 323 332 —55 3333. 33333355 322
ꝛ 25 2 3
25z22683 3*3 333 —3358832—8355 555
25* Fo 33 —35535 27283 —A
3 —— S. 5232. 2.2 25* S 35
3585 528*3 8 27 33 —5373725 ;X
5——38322 39 — 3——s — — 3— — 335252 832325
—4 * 2 2 2 ** *—
35.323—233—223 3. — 3 32533233 *3.3
—
— —338 5333 3333—53323555 5553
* 25 82 —52 * — 8 — 5
8 5325583353 * 22. 3 534527 — ———— —A— —
383s 5 33833325 228383873 2532523 355 3553
7 x*5 — 25 S 27 33— —
— — 2 2222—23 —22 * S — X.
ses 3338 33 153338 733
— 3 —3 23 333 533523335 1233
3232.2 3 25 2 27389 372 22
253353335585 53553553535 5333 553513 353533
5 *7. — 9 *2 4222 *52 —2 5 12722 7 —RD 3

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        St. Ingberler Znzeiger.

neä
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age), erscheint wöchentlich viermal: Dien stag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementopreis beträgt vierteljährlich

Mart 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 80 Pfa. pro Zeile berechnte.
M 114. Donnerstag, den 20. Juli I 1876
— 7572
αα—
Deutsches Reich.
Mänchen, 185 Juli.' Die Abgeordnetenkammer erledigte
jeute die Eiats der Staatsrealitäten, Grundzefälle, Pensionen,
Zustentationen 2c. nach den Ausschuß-Vorschlägen. Mor en Prü⸗
ung der Wahlen von Regensburg,. Sulzbach, Weißenburg und
Aschaffenburg. ⸗
Ausland.

Der „Pester Lloyd“ gibt sehr schätzenswerthe Andeutungen
über die naͤchsten Ziele des Drei Kasser Bundes. Wir erfahren,
haß zur definitiven Schlichtung der Wirren in der Türkei
nicht ein Kongreß in Aussicht genommen werde, zu wel⸗
hein nach den Bestimmungen des Variser Vertrages auch die
aͤforte hätte eingeladen werden müssen, sondern es sollen nur
veriraul'che Erdrierungen? von Kabinet zu Kabinet stattfin⸗
ꝛen, und sollen an den Berathungen nur die chr'stlichen Groß⸗
nächte theilnehmen. Dadurch erscheint die Türkei faktisch aus
»em europä'schen Staaten - Concerte ausgeschlossen. Weitet
tlärt der Pester Lloyd“, daß wenn sich die Gräuelthaten der
Türken in Bulgarien wiederholen sollten, es „allerdings nicht un⸗
»enkdar ist, daß die europäischen Mächte durch die beleidigte
zffentliche Moral rascher zu einer Einmischung gedrängt werden,
aiz dies bei den Reichstädter Besprechungen in Kussicht genommen
vorden zu sein scheint.“ Diese Sprache läßt an Deuthchkeit
achts zu wünschen übrig. Die Dinge entwigelu sich raich.

Paris, 18. Jull. Der „Agentur Havas“ wird aus Thera⸗
ina unterm gestrigen Dalum telezraphirt: Die Einnahme von
Zlek durch die Montenegriner wird oöffiziell bestätigt.

London, 17. Jult. Im Unterhause antwortete Disraeli
zuf eine Anfrage Baxters, die Depeschen des Botschafters Lord
ẽzlliot bewiesen. daß die Berichte von neuen Grausamkeiten in Bul⸗
arien stark übertrieben jeien; eine Depesche Elliots meldet den
Fintritt christlicher Freiwilliger in die türkische Armee.

Konstaniinopel, 18. Juli. Der „Agentur Havas Reu—⸗
er“ wird gemeldet: Die türkische Armee ist von Nisch aufgebro⸗
—
die türk schen Journale bestätigen, daß Tschernajeff von Babinag-
aba delogirt ist und sich auf dem Rückzuge befindet.

Vermischtes. J

— Die Ausweise über die Einziehung von deutschen Münzen
ür Rechnung des Reiches „eigen, daß bis Ende Juni d. Is. zur
kinziehung gelangten, Landes-Silbermünzen 476,671,0389 Mart
dupfetmunzen 2,702, 208 Mark, zujammen 476,373,302 Mark.
Inler den Silbermünzen befanden sich 39,218,180 Thlr. Zwei—
halerstücke, ferner Thalerstücke 29 225,569 Tholr.

f Ueber einen entsezlicen Unglücksfall wird uns vom 11. d.
N. aus Königshätte gemeldet: Die Ehefrau des bei der „Kö⸗—
aigshütte“ als Wächter angestellten Panczyk brachte gestern in Be—
lcitung ihrer 4wölffäͤhrigen Reichte und ihres acht Jahre zählenden
Sohnes, das Jüngste in den Armen haltend, ihtem auf dem Posten
ich befiodlichen Manne das Abendbrot. Die Familie setzt sich in
as Wärterhäuschen und, während der Vater das einfache Mahl
enießt, plaudern sie sorglos über allerhand gleichgilt'ge Dinge.
da nähert sich ein Wagen mit glühender, im flüssigen Zustande
efindlicher und nur in ihren außersten Schichten einigermaßen er⸗
tarrter Schlacke, die nach dem Ablad-platze, einem Teiche gefahren
vird, dem Wächterhäuschen. Plötzlich ein furchtbarer Knall, ein
ẽrdröhnen der Luft, und die Wächterfamilie ist über und über mit
der ladaähnlichen Masse bed ckt. Offenbar explodirt der noch nicht
ränzlich abgekühlte Schlackenkuchen und übergoß mit seiner flüssigen
Hluih die Panczyk'sche Familie. Der Vater, an Häuden und
Füßen verbrannt, mußte sofort in das Knappschafts-Lazareh ge
racht werden. Die Mutter, ihre Kinder und die angenommene
Nichte sind dagegen im Gesicht und am Leibe mit ausgebrannten
Löchern bedeckt. Bereits ist das erwähnte 12iährige Mädchen, dem

bei der Katastrophe buchstäblich die Augen ausgebrannt wurden,
dreu furchtbaren Qualen erlegen. Auch hinsichtlich der Uebrigen
ist sehr wenig Hoffuung vorhanden, daß sie am Leben erhalten
werden. Sie bieten einen schauderhaften, herzzerreißenden Anblick
dar.Erwähnung muß noch des Aufsehers Hytrek geschehen, der
heifend hinzusprang, aber auch verunglückte und gleichfalls ins
dazareth geschafft werden mußte.

F Aus der Junstruktionsstunde. Ein Unterofficier examinirt
einen Emjährigen und fragt unter Anderm: Was ist das Staats-
eigenthum? Dieser giebt eine Definition, welche indessen nicht be⸗
riediat, und an einen anderen Einjährigen wird die gleiche Frage
zestellt; dieser fucht eine andere Begriffserklaäͤrung zu geben, welche
benfalls nicht acceptirt wird, Nachdem noch ein dritter gefragt ist,
'obt der Instruktionsm:ister über die Einjährigen, „die sonst immer
nit gelehrten Wörtern und Ausdrücken um sich werfen,“ und giebt
un endlich selbst die authentische Definition: „das Staatseigen—
hum ist — zu schonen!“

f Der Blitz als Stiefelknecht ist die neueste Sensation
in Süd⸗Manchester (Conn). Dort traf der Blitz eine Kirche; an
der Mauer standen drei Knaben im Alter von 14 Jahren, denen
ämmtlich die Stiefel von den Beinen gecissen wurden, ohne daß
ie sonst Verletzungen erhielten.

F Kriegsdepesschen. In einem Telegraphenbureau
u Wien:

Ein Beamler zieht seine Uhr.

— Verdarimt, heute komme ich wieder nicht in den Prater.

— Weshalb denn nicht?

— Ich muß auf die Depeschen auf Belgrad warten, sie kom⸗
nen gewöhnlich zwischen 11 und 12 Uhr Nachts.

Der andere Beamte sinnt einen Augenbl'ck nich

— Hast Du schon die Depeschen aus Konstantinopel?

— Ja.

— Dann schreibe doch ganz einfach das Begentheil und geh'
tuhig spazieren!

Dienstesnachrichten.
Dem k. Rathe und Notar VMoré in Ludw'gshafen wurde auf
Anfuchen gestattet, den geprüften Rechts candidaten Ludw. Eswein
in Ludwigshafen auf ein Jahr zum Amtsverweser zu bestellen.
Für die Redaction verantwortlich “ R X Demes.

Die beiden neuesten Nummern deec Illustrirten Frauen⸗
Zeitung (vierteljährlicher Abbnnementspreis M. 2.50) euthalten:
. Die Moden-Nummer (27): Anzuge für Gebirgsreisen nebst
zacken, Rock- und Staubmantel, Promenaden-Toiletten, Ueberkleider,
zaden, Hüte, Hauben, Fichüs, Keagen, Cravaten und Haarnetz.
dohe und ausgeschnittene Tacllea für junge Mädchen. Kaatenan⸗
ug. Wirthschaftsschützen und Schutzärmel, Beutel für Klammern
ind gehäkelter Wäscheleine, Stärle- und Blaubeutel, Abreibedeckchen
ür Plätteisen, Cylinder zum Spißenwaschen, Wandschützer und
-„chutzvecken für den Waschtisch, Sessel und Tonne als Negligé—
der Wäschekorb, Fliegenglocke, Raudbekleidung für eine Speisen⸗
orm, Arbeitstasche, Prodianttasche. Schreibtischteppich. Bunte und
Veißst ckeresen, Hakelstrickarbeiten ꝛc. zc. mit 62 Abbildengen, und
inem großen colorirten Modenkupfer. 2. Die Unterhaltung⸗
stummer (28): harzreise. Humoreskte von Otto Girndt. 2.
— Der Ring des Nibelungen. Ein Bühnenfestspiel von Richard
Vagner. Von H. Ehrlich. 1. Einige Kapitel über Spitzen.
ßon Jakob Falke 2. Mit zwei Abbildungen. — Verschiedenes.
— Briefmappe. — Frauen-Gedenktage. — Ferner folgende Illu—⸗
tratioßen: Spruchdild. Von C. E. Doepler. — Unter dem
Regenschiin. Bon G. Peenat. — Jüdin aus Tetuan. Von
J. Porlaels. Italienische Reticella-Spitze. Sechzehntes Jahr⸗
qunder. Zwei Abbildungen.
        <pb n="396" />
        —
Ausschreiben.
Stipendien zum Besuche der Kreis-Baugewerkschule in Kai
serslautern betreffend,*

Zum Besuche der Kreis⸗Baugewerhschule in Kaiserslautern be⸗
stehen für ärmere Schüler aus den Kantonen Zweibrücken und
Blieskastel einige Stipendien aus Distriktefonds, und zwar
a2. im Distrilte Zweibrücken für Angehörige dieses Kantons
zwei Stipendien, von welven jedes 200 Mark beträgt;
— b. im Distrikte Blieskastel für Angehörige dieses Kantons
ein Stipendium im Betrage von 1785 Mark.

Junge Bauhandwerker (Maurer Steinhauer, Zimmerleute,
Tüncher, Schlosser, Tischler, Dach⸗ und Sqieferdecker ꝛtc. ?c. x.),
welche die Kreisbaugewertschule in Kaiserslautern, an weicher der
Unterricht in 3 Curfen am 1. November l. J. wieder be⸗
ginnt, während des Wintersemesteis 187677 (1. November 1876
bis 31. März 1877) zu besuchen gedenken, und um ein solch⸗s
Stipendium sich bewerben wollen, haben ihre Gesuche mit den amit⸗
lich beglaubigten Nachweisen über

1. zurückgelegtes 15. Lebensjahr, —

2. seit dem Austritte aus der Volksschule bestandene Lehre

oder weiter genossenen Schulunterricht,

3. sittliche Führung,

4. Dürftigkeit
bis zum 15. August Jl. J. bei der unterfertigten Behörde
einzureichen.

Bewerber, welche bereits einen Curs der Kreis-Baugewerkschule
besucht haben, müssen ihrem Gesuche nebst dem Nachweis über
sittlichs Verhalien und Dürftigkeit das vom kgl. Reciorate der
streis· Baugewerkschul⸗ ausgestellle Schulzeugniß beifügen.

Zweibrücken, den 4. Juli 1876. *
Königl. bayer. Bezirkamt
Damm 3
11332 »
Ausschreibung.
Stipendien zum Besuche der Frauen⸗-Arbeitsschule in Speier
betreffend.

Die Distriltsräthe des Amtsbezirks Zweibrücken haben für
ärmere kantonsangehörige Mädchen zum Besuche der Frauen-Ar
beitsschule in Speier Supendien bewilligt, und zwar der Distrilts—
rath des Kantons

1. Zweibrücken ein Stipendium im Betrage von 200 Mark,

2. Hornhach ein Stipendium im Betrage von. 130 Mark.

3. Blieskasiel ein Stipendium im Betrage von. 180 Mark

4. St. Ingbert ein Stipendium im Beirage von 180 Mark.

Unbemittelte Mädchen, welche sich als Industrie-Lehrerinnen
auszubilden, oder aus der Anfertigung weiblicher Handarbeit einen
Erwerbszweig zu machen gedenken, zu diresem Zwecke die Frauen
arbeitsschule in Speier, an welcher der Unterrich am I. Okt.
l. J. wiederbeginni, im Schuljahre 1876,77 zu besuchen beabsich⸗
tigen. und um kein solches Stipendium sich bewerben wollen, haben
ihre Gesuche, belegt mit

a. einem Zeugnisse über die ersolgte Enlassung aus der Werk⸗

tagsschule,

b. einem bürgermeisteramtlichen Sittenzeugnisse und

c. einem die Dürftigleit nachweiserden Zeugnesse der Ortz

behörde,
bis längstens zum 13. August J. J. bei der unterfertigten
Behörde einzureichen.
Zweibrücken; den 4. Juli 1876.
Königl. bayr. Bezirksamt,
Damm.
selben aufgesordert, mindestenẽ
Bekanntmachung. die Hälfte der nach den vorjäh—
Dauarch Gesetz vom 13. März rigen Steuerjelteln verfallenen
und 12. April 1876 ist die Sieuerbeträge zu entrichten. Die
prov'sotische Steuer — Erhebung im Rückstande Verbleibenden ha⸗
pro J. und V. Quartal 1876 ben nach Ablauf von 14 Tagen
angeordnet. Zwangskosten zu gewärtigen.
Indem dies hiermit wiederholt St. Jugbert. 15. Juli 1876.
zur Kennmiß der Sieuerpflichtie Die kal. Steuer-Einnehmerei.
gen gebracht wird, werden die— Meraler, Stellvertr.

* .
Todes Anzeigoe.
Wir erfũllon hiermit die traurige Pflicht, theil-
nehmenden Verwandten, Freunden und Bekannten, die
für uns so schmerzliche Anzeigo z2u machen, dass
unsoro innigst geliebte Gattin, Mutter, Tochter,
Schwester, Schwäger in und JTante
— J F
aond Demobe,
geb Janton,
beute Abend 9 Ukr, nach kurzem RKranksein, sanst
entschlafen ist.
2 MWir bitton um stilles Beileid. W
1 St. Ingbert, Zweibrücken, Otterberg und Colum-
„bus,. den 18. Juli 1876.
Die tieftrauernch Hhönterbliebenen.
Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag
4 Ubr statt.

—

J —

A. Schultheis,
AAæappenmacher im St. Ingberit
(neben der kath. Kirche)
pfieblt sein reichhaltiees Lager in allen Sorten
'appen, Filz, Stroh und Stoffhüte zu
den villigsten Preisen.
HSängerfest in Sulzbach.

Der Sängerbund des Sulzbach-Thales, bestehend aus neun
Vereinen feiert sein diesjähriges Fest am nie den 28.
Juli 1876, Nachmittags von 28 Uhr ab, in Sulz
bach. Der Festplatz befindet fich im Walde neben dem Appot
schen Weiher ganz in der Nahe des Orts.

Entroͤe für Nichtitglieer 25 Pfg. Damen frei.
Eine Wohnung
im zweiten Stock meines Hauset
(Gaupistraße) bestehend aus drei
Zimmer, Küche und Keller, so—
glech beziehbar, ist zu ver⸗
miethen bei
Ww. Bihn.

Verloren

wurde am Montag eine Uhr mit
gelbem Zifferblatt, Nr. 21,528,
auf dem Wege von St. Ingbert
nach Lautzkirchen. n
Der redliche Finder erhält
eine gute Belohnung.

Bei wem 7? Ist zu erfragen in
der Exped. d. Bl.

acð Jeden Bandwurm
entfernt in 3—4 Stunden vollständie
schmerz⸗ und gefahrlos; ebenso sichen
beseitigt Bleichsucht, Trunk
sucht Magenkrampf, Epilepfie
Veitstanz und Flechten — auck
brieflich.

Voigt. Arzt zu Cropvenstedt

Dee untere Stock meines
Hauses, 1. September be—
ziehbar ist. ganz oder getheilt

zu vermielhen.
Reidiger.

— — — — — —— — —

R
—

283
8*

*824*
333733 83
2238 5355

5328 2 9
2* 5
8 23* 258

— — . 235

zasz55 555

55 52533 823

253723 —

»555 75 2243
35328 —
32233 ——
5285 — 8

42 80

— —— *

23 475

*. 3333 3222
— ——— 3538
22 2 *

87 —3**
35383 —— 24
333* 8 2
2B3222

*
8e

5—

8*
236 —

—33 vor An⸗ für alle hetuen uon een Zei.
ei isen. wie bei 2
Die Annahmestolle c Zeil 45,
Porto und Spesen befindet sich
in der Annoncen-Ex— vV
—— Rudolf Mosso, Prankfurt a. M.
—————— — — — — — — — — ——
Redaktion Druck und Verlag von F. FX. Demetz in St. Ingbert.

— ——

——
        <pb n="397" />
        42* Rur 27 — * s * * * *84

2588 37 22 222292228 — — u 2 *24

753378337 23*58 333253 33535556333233 — ———

8— — * — 28 — —3 *

33 3353 33 33532

—— — *5 28 555 —538285*3 53 55253335

22 —2 — 825 — S53 2 —28 858 2.2 0 8. 2c2 — 8

553 224 8 8 — S 22 — * * —A 2385

235 38352538 985 s655 228*8* ———— 5258 8 2*2
333235 z8 529382 —287 5555 223825. 523323832357

7 — — —— — — 22 20 8 ** * 22
35238—255 5258 — 75*5338
—825 338 335257 833 1553333
2 ——— *2 —— — —— 27 592 5* —EE 8 —A 7
88 —523835 —5 23 —— 33 3855 8—563232

* Eæ552 — 3

— — 5 ——— —3 528285*

2B2 225 —28 — — —— —X — —25282 122 5285 — —
35*225 8 —3— 2322 7 53 57 —A —
—E 3 52222 — 555233385524 552 85355
3 5 T.2 7 — —— — z3*
353253 5* — —33335235325*33
2 2* 21 r
7 5385333 353 2*53 5353 33 — 33 533 —z25
523875 52 —8833 —3 832383538—353 —528 —335355—56023
23222 —2— — 783 — 28 2 —37 — 522 —33 22 — ⸗3830
— —— * 2 222 —A— — 255 53—5

5 * 5 53* — 7 533 — 2533235 2 252 222 XM
55383535228 —5355 —283235383 835525.* 8*3525 552 5

428 5z —5 ——52 7— 23233333 333 2——553 5. 555
* 745 23 2z35. 2 23 35 387326 2—333 8. 255 32

538 ——— 2855338* 333354833537383 5328
2 — 2., 25 2* 22223 be 25—— 3232355 2z 82 *2255
z 33 33

— 322333223 28233 5255557 — —z32338323832

223 3 8 8* — —5* — —— 3 25382235 —527 *
335 328465 —883 634— 536 — —
—X —8222 5
—*22 533 5335335335 2
⸗ — 583 2 — — 232E5EM 5*
52* 533z 5 23511 582252328 25352 —— 283 —A
2 —A 2352223 2338 32 ——2z5⏑ 5— 3 * —A c 8*
35 z335375 383388 358528 358 3332 2
5 25* 231335* —————— 35 23 78—5 5—
* 83 * XX
23 335 3358s385333383 53335 3 s388 38
27 22 — —— ⁊ * — — — 8* — *
2* 8 2—55*5 2 5 38 * 2 2 — *
5 533202 — 22*8 — —— 28* ——8 82215 —
3 — AA—— 2 2 2555 2 5 — 2228 282 858
28 — 38836 A3 883 3
—— —* — e — —287 ⁊ S 225 — — 8
55 32838z6—2353353—53 —3328 ⸗5388 25332236 „553 32
52 — —— —— 553 7——23 —— 8 5 * — — ———— ——
33 233333 33 —33383 3*8 538333523835* 35
8 — * * x —
— 3232 1 S! —— — —8 12 * 2 ——A 2 2*52 —23— —
* *
525 37 235*——23535 S22 z535 355 . —»822352 3z5853 2—
2 —— 2 2 * —A 5 25 * 15 ——A 522 S24 *5 * —
22 5 15 — 42377583332333135
82838 22 4* 8—— 26 7 J F —2 — * — 7
252352253 — 5233288 — *353531232* 53225 33835 5
——— — —— 535353 2272 5835 —3333⏑ 33
— —2 24 5 * * S *3 X — *
35 53555532 32342 — 33 7 —2382. 25583——33235 —X 3252
2 — 22 2 * 2 52 5
—2.37 —3—— — 53333357153323233
2 — — * 2 * *
53,538—333*3 53822—3557263535 s323383335823
353 —— 522223634 —— 323 — — —
7 i J 5 2 2 2326382 —223—355 53 — 5*
* —— 5 * 5255 — —— 523 3*2 8558 D — *
—533— —3 —3233532228 22553253 —35368332332323 538535
s6 253365053 25—33333533 53535 5— —233 —
3 3 —375355 —33 ES
253 533——— —58—
E S 5E5E

222522 552
553583355 55z353353 3575335 553383 3353338
*22 122422 —33 23533222223 13 27525 2282383833 23525 —7
838353 3373853 3353 335533 3333755 s—*228 37335*
— — 2 X —A — 22 8 * “v2 252 25 3834
55832 —3 33—33—535335253 *23z35355 3,233533 5335 2353 835
2252 —72 z235 7 535 3— 7 753 32335 2553 5—2 52355 — 28
——333255553 S — — 8 —235*8 22752 22— —56
—*53338353325 52223 332* 232239 A ——
23 233323—8 —3553 503——35353 5353232 33333
225 —5**85 2—2223 — —282— 25552* 353 3 29
35 873—3—252 — 32 52223 —22255 3 28 32—28
3 3 5533353 —27527 —8 *5—2 35333
7 3 538 2
* 25335 5*3 * 55555 —2 ———— ——— —XXX 5 —
33553— —— 338 3357 2553523
552222353555 — 38 * 22 8 —— 525 8 — V
53533535 —5 —5—7237 52322 — 123283 72257
* 3* 228230637 —E— O—22 ——— ——— — *07 —A
5 — — —25* * 27 —2 2 — * 827 — — 2 2 **
2 5 29 3537 52332237 222 23233 325* —A * 53232
2 25 —⸗ — 2 2 3 —A—
33553 —323233—0—60 22323 52 — 5 —
5z336 3325338
J 8 — 235 * 2 3 2* —*
z2332 —W— — — z2253355 —53535093 35233 R13325*
2** ——— — 5235 5 2288 22.„ 5 3—
* 5—123553— —28253—3227* 535 52 2282—524 —255
9 2* — — 2 53232 2 — — 224 — —
2525323—333 — 22325 —— *22
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3523 52*273 25533353353555 55385 22 —
23525 —A 32632222 82 723 2.5 2
2227 55*322 —27 2*7 — 2 2 *28 32 2 2
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233.35 225322 2 ⸗5353 223382 2 —A
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— 7353535 33535— —*517352 2 — 22558
2355 7 2235 322222 * — — 53323322
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        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wo hentlich) mit dem Daupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wochentlich viermalz: Dieustag Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonuementepreis betragt vierieljährlich

nNart 20 N.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 19 Pig., von Auswuͤris mit 15 Pfz. fur die viergespaltenie Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
Me 115. J Samstag/ den 22. Juli 1876.

Deutsches Reich. ———

Mänchen, 19. Jul. Der Finanzausschuß der Kammer der
Reichsrathe dat die Berathung des Budgets zum gropten Theil
etledigt, und beantcagt u. A., daß dem Beschluß der Abgeotdneten⸗
anmece, welcher die Wiederaushebung der fünfen Classe an den
Zoteinschulen bezweckt, nicht beizustimmen sei, daß vielmehr in d'eser
geziehung das Regierungspostulat urverkürzt bewilligt werden solle.
Dagegen ist der Ausschuß dem Beschluß der Abgeordnetenkammer
ezůglich des Obersten Schulrathes beigetreten, es wurde aber dieser
Bgischluß nur mit 4 gegen 3 Stimmen gefaßt.

Mänchen, 19. Juli. Kaiser Wilhelm ist heute Nachmittag
dier durchgereist, ohre ich aufzuhalten. In Rosenheim, wo er
zinirte, begcüßte ihn Prinz Luitpold im Auftrag des Koͤnigs.

Berin, 17. Juli. Obwohl nachgerade kein Zweifel mehr
bwalien kann, daß das Urtheil, welches Herr Reuleaux über unsere
Industrie gefällt hat, auf der schmalen Unterlage der höchst un⸗
‚ollständigen deutschen Ansstellung in Ph ladelphia viel zu sehr ins
Zreile sirett, um durchweg als haltbar gelten zu koͤnnen, so will
zech der Kampf der Vieinung, der sich aus ihm entsponnen, noch
nicht zun Abschluß gedeihen. Selbstoverstä dlich sind die verschiedenen
virthichaftuchen Richtungen möglichst bemüht, die Schuld ihren
HZegnern zuzuschieben, und so saumen denn aͤuch die Anhanger des
Schußzzolles nicht, in erster Linie die deutsche Zollpolitik für die
von Herrn Reuleaux hervorgehobenen Mängel verantwortlich zu
nachen. Ein Beispiel der Angriffe aus diesem Lager bietet ein
zon Fr. Pecht in der Allg. Zig. veröffentlichter Aufsatz, worin er
jen der deutschen Production gemachten Vorwurf, daß sie die Losung
dillig und schlecht“ befolge, mit nachstehender Bemerkung begleitet:
Daran ist ohne Zweifel oft etwas, wenn es aber so ist, so trägt
diemand anders die Schuld als diejenigen, welche den unvernünf⸗
igsten Zelltarif geschaffen, welchen die Welt je gesehen hat. Er
esizt nar eine Tugend, die: daß er für die Beomten überaus
„equem ist, da er die Einfuhr nicht nach ihrem Werthe, nicht nach
ein Maße der daranf verwandten Arbeit besttuert, sondern nach
ein Gewicht. Er drängt also dem einheimischen Producenten nicht
ur das „billig uad schücht“ mit aller Gewalt auf, da er ihn nur
n dusen Falle wirksam schützt, soudern er fetzt auch eine Prämie
darauj, daß uns das Ausland biessere Waaren schicke, als die,
in denen es den mesien Arbeitslohn verdient. Welche Weis⸗
Jeit, welche die feinste Tascheruhr, wo der Materialwerth durch
die Arbeit um's Tausendfache erhöht wird, mit eben so geringem
Hewichtszoll belegt als den Schwarzwä der Kutuk, diesen also hundert.
Mal mehr schüße! Sie hut es denn auch richtig dahin gebracht.
daß des Land, welches die Taschenuhten ersand — nut noch
zutute fabricert.“ Gegen dieses Urtheil legt die Nat.Lh. Corr.
Berwahrung ein, indem sie zuerst die am Schlusse angeführte Ein⸗
elheit üund sodann die allgemeine Behauptung in das richtige Licht
elln. Aus der eben erschienenen Zusammenstellung der Gutach'en
et Handelskammern übert die bei der Erneueruvg der Handelsver⸗
räge zu betrachtenden Tarifsätze geht herdor, daß über die Position
ühren“ Seitens der Handelskammern überhaupt keire Bemerkun
Jen gemacht worden sind, also auch betreffs einer Aenderung des
Tariss keine, wenigstens keine allgemein verbreiteten, Wünsche zu
destehen scheinen. Alsdann heißt es weitert: „Belannt ist jedoch
geworden, daß die Uhren-Industrie in Sachsen, Schlesien, Wür⸗
emberg, namentlich in feinen Taschenubren, sich mehr und mehr
der Schweizer und Pariser Industrie ebendüriig zeige, dieselben
ogar hier und da in der Accuralesse der Ausfuͤhrung überlrifft.
der Absatz ist steigend noch Oesterreich, Reßland, England und
»en übersee schen Platzen. In Nordamerika hat selbst der hohe
Wer!hzoll von 35 pCEt. dautsche Taschenuhren bestester Qualitãt
ucht verdrängen können.“ Was übrigens die Frage, ob Verzollung
jach dem Gewicht oder nach dem Werth im Allgemeinen tetrifft, so gehen
antet den Handelskammern die Ansichten darüber auscinander.
ẽs finden sich auf der einen Seite vielfache Klagen über Chikanen
and Veschwerden, welche das im Ausland und vorzugsweise in

— —

————

Frankreich gehandhabte System der Werthverzollung mit sich bringt,
duf der anderen Seite aber wird dem Wunsche nach Einführung
jon Werthzollen im deuischen Reiche mit dem Bemerken Ausdruck
zegeber, daß für gewisse Industriezwe'ge, vor ollen Dingen für
ʒꝛe Spinnerei, das gegenwärtig bei uns hertschende Zollsy st em
inen Schutz überhaupt nicht gewähre und namentlich der Entwick⸗
ung der Feinipinnerei hemmend im Wege stehe. Für Umsetuug
llet unserer Gewichtszölle in Werthzolle verwendet sich Heidenheim,
bährend wiederum Breslau bei Erörterung der Frage, ob Werth-
der Gewichtszölle den Vorzug verdienen, zwar der Theorie nach
ʒen Einfluß der ersteren nicht bestreiten will, praktisch aber den
gewichte zoͤllen, für welche Leipzig in der Regel das Kilogramm
uns Einheit vorschlägt, entschieden den Vorzug gibt. Man siehlt
ilfo daraus zum mindesten so viel, daß es die durch die „schrei⸗
ndsten Thatsachen nicht zu belehrerden Doctrinare“ nicht allein
ind, welche das Princip eines Zolltarifs billggen, den man als
den unveruünftigsten, welchen die Welt je gesehen hat“, schildert.
derr Pecht hält schließlich dem Reich und beziehungsweise den
kinzelstaaten das ganze Sündenregister in folgendem Sotze vor:
Wenn man die deutsche Industrie durch die verkehrtesten Maßregeln
uinitt, ihr durch die Gestattung ungemessener Papsergeldfabrikation
jud überflüffiger Eisenbahnbauten auf Staatskosten den Taglohn
uertheuert durch Differentialtarife und Herabsetzung der Zölle noch
Zraäͤmien auf die Einfuhr gesetzt, sich dei den Handels⸗
etrcägen auf wahrhaft unbegreifliche Weise nicht ein⸗
nal das Recht der Reciprocität gewahrt hat, dann steht
⸗ Einem wohl an, den Zustand den man mit aller Gewalt herbei⸗
eführt den dedurch Geopferten auch noch zur Last zu legen und
ie darob zu verhöhnen!“ Die Kritik ist ausdrücklich gegen Reichs⸗
ag und Reichsregierung gerichtet. Wie aber diesen gegenüber der
zorwurf begründet werden soll, eine ungemessene Papiergeldfabri⸗
ntion gestattet zu haben, ist schwer abzusehen. Nicht minder räthsel⸗
saft bleibt es, wie oder vrelmehr wo der Taglohn durch überflässige,
uf Staatskosten vorgenommene Eisenbahnbauten vertheuert worden
ein soll. In Preußen wird ja seit Jahren eher Klage geführt,
aß der Handelsminister auf die Ausführung der bewilligten Staots⸗
ahnlivien nicht Ardeitskräfte genug verwende! Im Uebrigen ist
—X
Hegenseitigkeit zu dringen sei, so weit nur irgend möglich, so wie
uch über die Aukwüchse des Differentialtarifwesens nur Eine Stimme
jerrschi. Der ferneren Behauptung, daß unsere Industrie durch
ie „derkehrtesten Maßregeln“, unter denen in erster Linie das
inseren Handelsverträgen zu Grunde liegende System angeführt
viid, ruinirt werde, tritt wiederum dis Urtheil der Handelskammern
nigegen, wilche zum weitaus größten Theil in lebhuften Worten
ie durchaus günstige Einwirkung jener Verträge auf Handel und
ßewerbe anerkennen und hervorheben.

Dir kleinlichen Chikaren, welchen das Deuischthum in Ruß⸗
and auscesetzt ist, erstrecen sich auch auf das irntellektuelle Gebiet.
Das königliche Gymnasium zu Lyk in Ostpreußen und das Helenen⸗
tift in Stutgart wollten neuerdiugs in russischen Zeitungen eine
Annonce eintücken lassen, welche diese Unterrichtsanstalten ewpfahl.
diese Anzeige wurde jedoch dem Ruftraggeber mit dem Bemerken
urückgesandt, daß die Poltzei-Censur jede Ankündigung von aus⸗
ändischen Lehranstalten in russischen Zeitungen auf das strengste
jerboten habe.

Nusland.

Wien, 17. Jali. Das Erdbeven, welches heute Nachmittag
.Uhr 22 Minuten hie: verspürt wurde, nahm die Richtung von
züdwest nach Nordofst und währte eiwa 3 Sekunden. Zahlreiche
S„chornsteine sind durch die Erschütterung eingestürtzt und viele Ge⸗
aude' erhielten Risse und Sprünge- Nirgends ist indeß ein be⸗
onderet größerer Unfall zu beklagen.

Paris. Der Oberhandelstatt hat in seinen letzten Sitzunzen
er Frage der Weinzdlle seige besondere Aufmeikfamkeit gewidmet.
Paͤhrend nämlich die ausländischen Weine. die b's 4 Grad Alko—
        <pb n="400" />
        hol enthalten, in Frankreich einen Eingangszoll von nus 80 Cent.

ber Hebktoliler bezahlen, sind die franzoͤsischen Weine je nach ihrem

Altohoigehalt mit 23 Fr. 55 CEts. vis 68 Fr. in England, mit

23 d in Belgien, Schweden und Norwegen, 42 Fr. 40 Cent.

in Holland, 31 æFr. 20 Cent. in Pottugal, 6 Fr. in Italien und

20 Fr. in Oestecreich belastet. Die französischenWeinbauer ver⸗

langen nicht, daß die ausländischen Weine in Frunkreich Achwereren

Tarifen unterzozen würden, sondern wuünschten, daß ihren Produl⸗

zen im Auslande annehribarere Bedingungen gestellt würde , Da⸗

gegen hat der Oberhandelsraih beschlossen, einen Zoll von d gr.
auf die gewöhrlichen ausländ schen, urd gar 20 Fr. auf jent

Weine zu legen, welche zur Liqueur⸗Fabrikation verwendet werden.

Was die Zuündholzchen detrifft, deren Einfuhr verboten aist, aber

bon dem Finanzminister in Ausnahmefällen erlaubt werdea kdaun,

so sollen sie je nach der Qualität einen Zoll von 12 oder 20 Fr.

her Doppel · Zeniner bezahlen. W

Belgrad, 19. Juli. (Amtliche Meldung.) Detaillirte

Berichte aus Saitschar besagen, daß d⸗ Tücken am 12. Juli von

den Verschanzungen zurückgeworfen seien und die Verfolgung der⸗

selben nur durch den Einbruch der Nacht verhindert worden; die

Serben erbeuteten viele Waffen und viel Vieh. Die Türken gaben

mit wenig Erfolg 500 Kanonenschüsse ab. Gefangene Soldaten

von der tuürkischen Garde sagen aus, daß sie für Abdul Aziz kämpfen.

Die Telegramme über die Meuterei einer serbischen Truppenab-

ihe lung und in Verbindung stehende Verurtheilungen und Hin⸗

iichtungen beruhen ganz und gar auf Erfiudung.

Konstantinopel, I8. Juli. Nach Meldung aus diplo⸗

matischen Kreisen weigert sich der Sultan, feine Binister zu em⸗

pfangen. In der Stadt ist das Gerücht verbreitet. Murad V. sei
heistesktank geworden.

NKonstantaänopél, 19. Jnli. Der Aunführer einer Frei⸗

wisligenbande wirrde wegen Verübung von Ranbereien u der Um—
degeinnd von Philippopel heute gehangt. Ver Secretar der bri⸗
rischen Botschaft, W. Baäriag, ist veute nach Bulgarien übgereist,
um selbst Erhebungen zu pflegen über die Grausanikeiten, die Bor!
berübt worden sein jolrln.

In Konstantiopel ist man mit der Durchführung der von
der ganzen Bevölkerung des Reiches in Aufpruch genommenen freit
willigen Unterstützung angelegentlich beschaäftigt. Es wurden zu die
sem Behufe dort und den Provinzial-Hauptftädien eigene Koni
missionen zur Entgegennahme der freiwill gen Gabea gebildet. Der
Sultan hat mit der Zeichnung von 460,000 Francs den Reigen
zröffnet, die Minister find seinem Beifpiele mit der Zeichnumg von
149,500 Francs gefolgt. Einige der Minister haben nuch Silber ⸗
sachen und Pferde dem Kriegsminister zur Verfügung gestellt. Die
Arinee wird von diesen gescheutrten alten Güulen verade nicht son
derlich profitiren. Die Bantiers von Galata wurden gelstern auf
die Pforte berufen, um zur Subskription eingeladen zu wedes.
Deute sind dieselben diefer Eintadang durch Aufle ung einer Lefte
dei der Ottoman-Bank nachgekommen. Die Beamten und auf dem
striegẽschauplaze vicht verwendeten Militärs überlassen der Regierung
sdeils eine halbe, theils eine ganze Monatsgage. In den Provin
zen wurden die Kaufleute, Rentiers und sonft halbwegs bemittelte
Sinwohner'nach Maßzabe ihrer Vermögensverhältn sse zur Subjkt p⸗
nion angehatien. Im Ganzen wird dir Substriphon kaum medt
als 10 Millionen Ftancs ergeben. —

Die Anwerbung von Freiwilligen nimmt ziemlche
Dimensionen an. Alle Lastträger, Ruderknechte, Gärtner, sind im
Vorthoß des scriegsminist riums zu sehen. Albanesen, Kufrden,
Araber, Tscherkessen, Anatolier, Zeibels, Zigeuner ⁊c. verlangen
nach Waffen, um zur Vertheidizung des Vaterlands zu eilen.
Bis jetzt find 18,000 Freiwillige angeworben worden, von welchen
jedo ð noch kein Eemziger zur Grenze abgegangen ist.

Die Platze voe den Moscheen hilden ein merkwürdiges Bild.
Da lassen sich die Softas als Freiwillige einschreiben, zu welchem
Zweche die Ulemas unter Baäumen ihre Werdet ische postitt haben
und die sich meldenden Sofias auf einem Stück Papier instribiren.
Die Softas werden ein eigenes Korps bilden und von Uemas
befehligt werden. Die Nachricht von Ankuaft egayptischer Truphen
in der Türlei bestätigt sich

Aus Marocco ist eine Begrüßungsdeptation eingelangt,
welche werthvolle Geschenke und das Versprechen überbringt, dem
„Khaͤlifen“ 3000 Mann Hilfstruppen beiznstellen. An die
Myridilen ia Albanien, in eine Botschaft der Pforte ergangen,

weiche zum Kampfe gegen den „Feind des Glaubens“ auffordert
und für die Vornehmen des Stammes Raug und Wurden in Aus⸗
sicht stellt. Dort Rang und Würden, hier e ne Koustitution; im
Berspiechen dleibt man groß. An dem am Sonklag hier stutge⸗
habten großen Rathe haben 76 höhrre Würdeuträger Theil genom⸗
men. Derselbe wird sich, wie verlaulet, demnächst wieder versan⸗
meln, um das Reformprojekt der Regierung endgiltig festzustellen,
welches jodann dem Sultan unterbreitet werden und veröffentlicht

werden soll. Kud so wird man mit guten Kussichten gefütter!
ohne daß irgend Jemand davon satit werden könute.
Ernmn Augenzeuge schreibt oom KrieasschauplaßzeDas ist nicht
mehr der Krieg, das ist die Verwüssung und Ausrottung, wie e
zur Zeit de Völkerwanderungen geübt wurden. Die Gluth des
Racenhasses ist emporgeflammt zur hellen Lohe und versengt Alles,
was in ihren Bereich fällt. Nicht mehr die Armeen kämpfen ge—
gen einander, sondern Alles was Mensch heißt und leider oft nicht
Mesnsch ist, mordet uud vertilat sich gegenseitig und vermchtet alle
chüter und Werlhe des Lebens in grenzenloser, unerhörter Barda—
rei. Der Fanat'smus hat die Sinne der Menschen verwirrk, sie
in Schakale und Hyänen verwandelt und namenloses Weh und un⸗
a baren Jummer über diefe unglücklichen Gegenden und ihre armen
Bewohner gebracht. ...“
Auch in Griechenland fängt sib's an zu reren.“ „Die
scheinbare Upthätigkeit,“ schreibdt man aus Athen, „der griechischen
stegierung gegenüber allen Vorgä'gen ist nichts als das Resultat
ve'ser und vorsichtiger Erwäzungen, deren Berechtigung wohl von
illen Regierungen Earopas enerkannt wird. Sollte es aber durch
die Unbefonnenheit und Undankbarkeit der fürkisthen Staatsmänner
»der durch ein einseitiges Vorgehen der Diplomatie zu kritischen
Sventualitäten kommen, so wird Greechenland wissen, was es zu
hun hat. Es wird sich in den Kampf um seime Exstenz nicht
türzen, ohne vorher für einen kräftigen Rücktalt cesorgt zu haben.
Begenwärtig aber betreibt es de Vorbere tungen zu einer natipna⸗
ien Bewaffnung, — nicht in offensiver Absicht, zu welch r im
Augenblicke der Anlaß nicht gegeden, fondern zur Aufrechthaltung
einer bisherigen Politik. wenn sich in der Folge d'e Nothwendig—
leit einet energischen Selbstvertheidig ung ergeben sollte.“ So spricht
nan gewöhnlich, wenn man schlimmen Gedanken im tiessten Herzen
derberge giebt. Darum erfcheint es auch Kanz glaublich, wenn
nan meldet, daß auch Griechenland 40,000 Mann mobilisiren
verde.

Bermisschhtes.

Steinwenden, 17. Juli. Gestern wurde hier das
Bau-Sängerfest umer großer Betheiligung avgehalten. 13 Vereine
uind eine große Zuhdrermenge waren erschiener. UIs die Leutt
nach heendigtem Concert sich jerstreuten, eniftaud glech an der über
den Moorbach führenden Eisenbabnbrücke ein Lätm — neven dem
inter der Beücke befindlichen Fufß pfade lag mit dem Kopisim Wasser
in todtes neugeborenes Kind. Da d'efer Pfad vor und wäbrend
des Festes begangen worden war, ohne die Leiche zu bemerlen, so
wurde offenbar die Zeit, wo Alle ihre Aufmerksämteit den Bor⸗
rägen zuwendeten, zur Verübung der That benützt. Ter Verdacht
zat bis jetzt noch keine bestimmten Anhaltspuntte, doch wird die
Mörderin ucht lange unentdeckt bleiben. (Ryeinpf.)

f Frankenthal, 13. Juli. Wie der ‚L. Anz.“ hört, ist
nn der Versammlung des „deutschen Vereins sür Gesundheitspflege“,
abgehalten in Düsselsdorf vum 29. Juni d. J., und der mit diefer
Bersammlung verbunden gewesenen Auestellung d'ie neu konstruirte
storinal⸗Schulbank der Firma A. Lickroth und Cie. dahier allsirig
aneclannt und mit erster Auszeichnung tedacht worden.

Würzbura, 18. Juli. Gestern starb dahier rach längerem
deiden die Frau Fürstin Obrenowich, de Mutter des gegenwartig
regierenden Fürsten Milan von Serbien. Dieselb; hielt sich in
den letzten Monaten hier auf, um die hiesi en Aerzte zu corsul⸗
iren. Die Leiche wird dier eittalsamirt und nach Belgrad über⸗
zejührt werden.

F Nurnberg, 18. Juli. Gefern Mittag 1 Uhr wurtden
hier zwei von Süden nach Nortden gehende leichte Erdstöße verspürt
lum daͤselbe Zeit, wie in Wien.)

Augsburg, 17. Juli. Der Modellschreiner B. Weber,
delcher mit Wagnermeistern in München um 1000 Mark die Wette
machte, in d'nem Tage ein Rad anzufertigen und nach Münthen
ju trei ben, begann gestern früh 3 Uhr in der Wagnerei des Herrn
Fühner mit der Fertigung des Wagenrades wodei er deständig
bdon Zuschauern umgeben war und wurde mit demselben bis 8 Uhr
25 Min. fernig. Das Rad ist solid gearbeitet. Um 8 Uhr 830
Min. trat er seine Reise an und setzte dieselbe über Metim,
Bruck ꝛc. nach München fort, woselbst er Abends 9 Uhr ein⸗
ireffen muß. (Augsb. Tobl.)

f In Dilfingen sind am 10. d. die deiden, 11 und 8
Jahre alten Knaben d⸗s Zollhauswirths Hörmann beim Baden
in einem Altwasser der Donau ertrunken.

1 In fungster Zei sind einzelne Brauer in der Nähe
Kulnibachs mit sehr erhelichen Strafen darnm belegt worden, daß
sie von auswärts (Sachsen, Potsdam,) Bierzusatzmittel kommen
lassen und sich über dem Einschmuggeln ertappen ließen.

F Straßburg, 18. Juli. Bei dem General⸗ Commando
des 15. Arm ecorps ist die Anzesge eingelaufen, daß der Kaiser

nunmehr bestimmt am 25. und 26. September den Cuvaliere-
        <pb n="401" />
        Mansövern bei Hagenau und Brumalh heiwohnen werde. Obder
staiser aus, Straßburg vesucht, weiß man nicht. *
—7ODarmstadt, 18. Juli. Ueber glänzende Ernt?aussichten
n Rheinhessen schreibt man der „M⸗Z.“ unterm Gestrigen. Ich
war einige Tage über dem Rhein. Heute hat die allgemeine
torn⸗Erne begonnen. Jedermarn ist entzückt über die Qualität
und Quantität der Körner. Fast alle Obst- befonders Aepfel⸗
bäume sind gestetzt. Man hofft allgemein, eine der besten Obst⸗
und Weinernlen zu erzielen. ⸗

In der Westendstroße zu Frantfurt, sank in voriger
Woche ein junger Mann entkräftet zusammen; kaltes Wasser von
Herbeieilenden ihm ins Gesicht gespritzt, verursachte, daß er die
Augen öffnete; herbeigeholten Wein schlürfte er in kräftigen Zügen.
Wie der Zusammengesunkene etzählte, war er ein Schullehrer aus
dem Nassauischen, der erfolglos nach Frantfurt gekommen war,
üm eine Turnlehrerstelle zu erhalten; seit 2 Tagen hatte er nichts
gegessen; es war der nahende Hungertod, der ihn auf die Straße
aeworfen hatte. Herbeigeholte Kost stärkie ihn sichtlich; reichlich
gereichtes Almosen nahm er dankbar an. Merkwürdig ifl nur, daß
sich dieselbe Scene desselben Merschen an demselben Tage und an
den nachfolgenden Tagen in verschiedenen Straßen Frantfurts
wiederholte, ohne daß derselbe von der Polizei auf seinen Schwin⸗
deleien ertappt wurde.

Frankfurt a. M. Ein junger Frankfurter⸗welcher
1872 rechtskräftig wegen Entziehurg der Mil tärpflicht als Heeres⸗
unsicherer zu 50 Thir. Geldbuße verurtheilt worden, schicle dieser
Tage mittels Wechsels das Geld aus der Havannah en. Der
erste Fall dieser Art.

J Zu Pforzheim sind am 15. d. Mis. zwei Familien in
fiefe Trauer versetzt worden. Die Töchler eines dort'gen Gold⸗
schmiedes, zwei blühende Mädchen im Alter von 21 und 23 Jahren,
wurden in der Frühe todt in ihrem gemeinschaftlchen Schlafzimmer
aufgefunden. Ein durchdringender Gasgeruch ließ sofort die Todes⸗
ursache errathen. Das Eine der Beiden hatte beimn Erwachen allem
Anscheine nach noch so viel Kraft gehabt, das Bett ju verlassen,
ohne sedoch das Fenster erreichen zu können, denn man fand sie
entseest auf dem Fußboden hingestreckt. Das Un lücdk betrifft auch
noch eine zweite Familie, da die Eine der auf so traurige Weise
des Lebens beraubte Braut war und da Termin der Hochzeit in
Kürze bevporstand.

F Aus dem Stollbergschen wird über ein Unglücksfall
AXX
Diefelben kamen durch ichlagende Wetter in Lebensgesahr. Vier von
den Verbrannten, die Bergleute Steinbach, Fränzei, Bochmann und
Foͤrster find ihren Verletzungen dereins erlegen; ein gemeinsames
Grad umischl'eßt bereits ihre Gebeine. Ob die Uebrigen dem Leben
erhalten werden können, ist noch ungewiß. Wahrhaft erschütternd
ist der Unmstand, daß Steinbach unter den Todten ist. Nicht nur,
daß seine Mutter, eine Wittwe, in ihm bereins den dritsen Sohn
verloren hat — der eine fiel dei Königgrätz, der andere war unter
den Verschütteten der Fundgrube, der dritte ist der eben begrabene
— sondern sie muß auch zitlern für das Leben eines vierten, der
dürzlich durch Dämpfe auf dem Helenenschacht berbrannt wurde und
schwer verwundet darniederliegt.

Schmalkalden, im Juli. Am 2. September soll die
Enthüllungsfeier des hierselbst dem stomponisten der Wacht am
Rhein, Karl Wilhelm, errichteten Denkmals statifinden. Daran
wird sich ein Concert schließzen, indem die herverragendsten Ton—
dichtungen des Verstorbenen zur Aufführung gelangen sollien.

F Dortmund, 14. Juli. Das patriotische Tonwerk,
dessen Geschichte so lange die Aufmerksamkeit der musicalischen Welt
weit über die Grenzen unserer Stadt und Provinz hinaus auf sich
gelenkt hat, die preisgetrönte Bismarck Hymne, gedichtet von Rudolj
Gottschall und componirt von dem Musikdirektor Karl Rheinthalet
in Bremen, ist gestern unter der Leitung des Componisten auch
hier, wo der Gedanke einer derartigen künstlerischen Verherrlichung
der Person des Fürsten Bismarck geboren, zur Aufführung gelangt,
nachdem dies zuerst vor einigen Wochen in Bremen geschehen. Veit
dem lebhaftesten Interesse und begestertem Beifall folgte die Zu⸗
vörerschaft jedem Theile der Hhmne. Die Solonummern — Arie
jur Bariton (Herr Bletzacher) und Arie für Tenor (Herr Lederer)
— wurden da capo verlangt. Der Componist, welcher jetzt die
Leitung übernommen hatte, wurde fust erdrückt von den Auszeich⸗
nungen, die ihm gleichzeitig vom Saale her in Gesialt ranschender
Beisalla«salden und von der Bühne aus in der Ueberreichung immer
neuer Lorberkränze durch die mitwirkenden Damen und in kröftigem
Tusch zu Theil wurden. Der Ertrag des Concertes ist jür die
Gejfellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger bestimmt.

F Berlin, 18. Juli. Die Verhandlungen, welche zur Ein⸗
zjührung eines Expreßzuges von Berlin nach Frantfurt am Main
im Gange waren, sollen jetzi abgeschlossen sein und derselbe am
13. Detober dieses Jahres ias Leben ireten. Die Strece soll in
nwaus liber acht Stunden zurücdgelegt werden. Der Zug soll zwei

Wagenclassen mit sich führen, was seine Benutzung nur um so
allgemeinet nachen wird. —

Die Präklusivfrift für die braunschweigischen Banknoten zu
l0. Thaler, welche am 80. Juni d. Is. abgelaufen ist, wird laut
hekannimochung der Dicektion bis zum 30 September d. Is. ver-
angert. Nach Ablau: dieses Termins sind die genannten Noten
vollständ'g werthloz.

— Eine Zamburger Dame 119 Jahre alt geworden.
Pragee Biätter von 14. d. M. ber'chten: Ein unansehnlicher, vom
Publikum kaum beachteter Leichenzug bewegte sich heute um 10 Uhr
Vormittags von der Kleinseite aus nach dem Wolschaner Friedhofe.
Voran schritt ein Kreuzträger und dem einfachen Leichenwagen
jolgten blos zwei Wagen mit Leidtragenden. Und doch war es
Aller Wahrscheinlichkeit nach die älteste Frau Böhmens, vielleicht
zanz Oeslerreichs, welch‘ heute in so einfacher Weise zu Brabe
getragen wurde. Frau Therese Fiedler von Hülsenstein hat das
höchst seltene Alter von 119 Jahren erreicht. Sie war 1757 zu
Zainburg geboren und verbrachte ihre Jugendjatte bei der Gräfia
Pilffy, Hoidame der Kaiserin Maria Theresia; spater heirathete sie
einen französischen Major und nach dessen Tode einen österreichischen
Postbeamten, dea sie jedoch ebenfalls bald durch den Tod verlor.
Zeit 1830 war iht der Tabacksverschleiß in der Bude „beim Mon⸗
ag“ im Gnadenweg verliehen worden; aus ihr bezog sie ihre
Zubsistenzmietel. Bis an ihr Lebensende erfreute sie sich einer ziem⸗
ichen Rüstigkeit ihre Stimme war wohlklingend, ihre Gesichtszüge
zeigten noch deutlich die Spuren einstiger Schönheit. Sie starb
ohne eigentlich krank. gewesen zu sein. Nach dem Genusse eines
haͤlden Eies und einer Suppe legte sie sich vorgestern nieder, ohne
wieder zu erwachen.

7 Ein blindes Mädchen aus der Schweiz; welches eine be⸗
vundernswürdige Geschicklichleit in der Feinstickerei besitzt, dandte
ine von ihr angefertigte Tischdecke mit einer Zuschrift, die, um
herdachte der Spekulation auf ein Gegengeschenk vorzubeugen,
nur die Unterschrift „Ein blindes Mädchen aus der Schweiz“ trug,
an Kaiser Wilhelm. Der greise Monarch wußte diesen Talt zu
vtrdigen; er ließ durch Vermittlung des deutschen Gesandten in
der Schweiz die Person des Mädchens ermitteln und ihr eine fehr
verthvolle Brosche mit einem huldvollen Schreiben als Zeichen sei⸗
nes Dankes überceichen.

4 Getreidebericht. Die Ernkeaussichten sind überall
zut und die Angebote besonders von fremdem Getreide bleiben
ortwährend stark. Aus N.weHYork bringen die neuesten Nachrichten
penere Preisrũckgãͤnge, und ebenso ift von England eine recht matte
daltung angezeigt. In Fraukreich sind die Conrse an allen
Märkten gewichen und am meisten haite hierunter das Mehl zu
leiden,. Von den gisß ren Hau' el plätzen in Norddeutschland ist
rs nur Berlin, das einen lebhafteten Verkehr meldet, während
'onst überall ein schleppender Geschäftsgäng vorherrschend war und
nuch in Oesterreich:. Ungarn blieb die Teundenz in Folge gänzlichen
Mangels an Kauflust sehr flau. (S. M.)

fVLondon, 18. Juli. Ueber die furchtbare Exploson an

Bord des Thurmschiffes „Thunderer“, welche 31 Menschen das
Leden gekostet dat, wahrend an 60 Personen mehr oder weniger
chwere Berletzungen davontrugen, bringt die „Daily News“ fol⸗
gende Einzelheiten: Das Saciff, eines der furchtbarsien Fahrzeuge
iu der Marine, hatte bei Beginn der Woche die Rhede von Spi⸗
head verlassen, unn Probefahrten in Stolles-Bay zu machen. Am

HDdittwoch wurden die Fahrten in Folge der Beschädigung eines
einer Cylinder eingestellt, aber gestern (Freitag) Nachmittagt
wurden sie wieder aufgenommen. Das Schef war kaum acht Mi—
auten in der Richtung von Stolles⸗Bay unterwegs, als eine fürch⸗
terliche Exptosion stattfand. In wenizen Minuten war die Be⸗

aßung an Bord in Dampf und Rauch gehüllt und es war unmög-
sich, nach dem Schiffsraum zu gehen, um die Ursache des Unglückes
zu ermitteln. Auf Befehl des Capitäns wurde ein Nothsignal

aufgehißt, das auf der Rhede sosori bemerlt wutrde. Vom Flaggen⸗
chiffe Duc of Wellingion“ wurden sofort Hilfsmannschaften, sow.e
eine Anzahl dvon Marine Chiturgen gesandt. Mittlerweile begann
der Rauch and Dampf sich zu verziehen, wodurch die an Bord

Befindlichen in den Stand geseßzt wurden, sich nach dem Maschinen⸗

aum zu begeben, aber es verging nah zu eine Stunde, ehe der

Feuerplatz gründlich untersucht werden konnte. Es wurde dann

zefunden, daß die ganze Vorderjeite des vordersten Steuerbo d⸗

gessels mit solcher Racht geborfsen war, daß dessen Trümmer alles,

vas sie berührten, demolirten und mit wegrefssen. Ein Theil des

Maschinenraumes war ein vollständ ger Trümmerhaufen. In allen

Richtamgen bagen die Leichen der Krieger, der Leute des Baunnter⸗

nehmers und der Arsenalarbeiter. Der Oberingenieur des Thun⸗

derer“ und ein anderer Ingenieur wurden ebenfalls todt gefunden.

Bielt der Unglückliichen waren fürchterlich verstümmelt und von

einigen der Leichen hingen die Kleider in Fehen herab. Ein Kopf

wurde in einiger Entfernung von seinem Rumpfe gefunden. Mau
fürchtet, daß mindestens die eine Hälfte der Verwundeten nicht
        <pb n="402" />
        wieder aufkommen wird. Die Ursache der Explosion ist bis jetzt
noch unbekannt. In Gosport hörte die auf der Ueberfahrt nach
der Insel Wight begriffene Königin von dem gräßlichen Unglücke
und sandte eine Beileidsdepesche an Adm'ral George Elliot, den
Marine-Oberbefehlshaber in Portsmouth, mit der Bite um Ueber⸗
mittelung aller Details. J

F Ueber die Ermordung des Sultan Abdul Aziz kommt
erst jetzt eine Erzählung in Umlauf, von der sich alle Welt über⸗
zeugt hält, daß ihre Details verbürgt seien. DTarnach wäre Hussern
Avni Pascha der eigentliche Urheber des Mordes gewesen. Abdul
Aziz soll mit Chloroform oder einem Narkotikum beiäutt worden
jein und dann erst hätie man ihm die Adern geöffnet, um an einen
AEV
soldat sollen das Verbrechen auegeführt haben. Dem Soldaten

Stadtrathosipung
am Montag, den 24 Juli 1876
Abends 6 Uhr.

Zur Berathung kommen:

1. Definitive Anstellung des
Schul-Verwesers Bünther als
Lehrer;

2. Ausstellung einer Dampf⸗
maschine durch Müller Reidiger;

3. Herstellung einer Rinue im
Distriki Hahnacker; 2
4. Reparaturen an der prot.
Kirch⸗, hier —vchuldentilgungs-
plan beziehungsweise Echebung
der Umlagen.

5. Aufstellung eines Brief⸗

kastens in der Oberstadt.

6. Ausgraben des Hofes im

Schulhause in der Unterstadt.

St. Inabert, 21. Juli 1876.

—A

Custer.

Hausversteigerung.

Donnerstag, den 24. Augusi
1876, Nachmittags 8 Uhr zu
—A
läßt Herr Heinrich Isaae,
Kaufmann in St. Ingbert
wegen Wohnsitzveränderung sein
nachbezeichnetes Anwesen auf
mehrjährige Zahliermine zu
Figenthum versteigern, nämlich:

Pl. Nr. 6333. 8 Decim.

Flaͤche, en zweistöckiges

Wohnhaus mit Stall, Hof⸗

raum, Garten mit laufen

dem Brunnen und sonstigen

Zugehörungen, gelegen an

der Kohlenstraße zu St.

Ingbert neben Ph. Klink

und Johann Grewenig.

In diesem Haufe, in einem
der belebtesten Stadttheile çelegen,
nit eleganter Ladeneinrichtung
wurde bisher ein Geschäft in
Schnittwaoren und fertigen Klei⸗
dern betrieben; dasselbe eignet
sich auch zum Betriebe jedes an⸗
dern Geschäfte. Bis zuc Ver—
sleigerung kann dasselbe auch aus
freier Hand verkauft werden und
ist bis 1. October nächstihin be⸗
zehbar.

Nähere Auskunftertheilt der Ei⸗
genthümer und der Unterzeichnete.
Si. Ingbert, 16. Juli 1876.

Sauer, k. Notär.

Zwangsversteigerung.
Mittwoch, den 26. Jul' nächst⸗
hin, des Morgens neun Uhr be⸗
zinnend, zu St. Ingbert in der
Behausung des Bierbrauere Ju⸗
lius Mayer weorden die nach⸗
berzeichneten Mobilien gegen baare
Zahlung im Wege der Zwungs⸗
vpollstreckung öffentlich verstegert,
Us:
1 Wagen mit? großem
Trankportfaß und 1 ande⸗
ret Wagen, 103 Schenk⸗
und Pressionsfäßchen, 2
ovale runde Tische, 84
Stüble mit ganzen Lehnen,
15 Swühle mit verkürzten
Lehnen und “8 eichene
Bänke.bh
Blieatastel, 19. Juli 1876.
Det k. Geri htsvollz'eher:;
Wolff.
Danksagung.

Für die zahlreiche Be—
cheiligung bei der Beerdigung
unserer lieben theuren Gattin,
Mutter, Tochter, Schwester,
-kchwägerin und Tante
Magdalena Demetæz,

veb. Janton F
agen wir hierdurchh allen Ver⸗
vandten, Freunden und Be—
annten, insbesondere dem ver⸗
ehrlichen Musikverein für den
ichönen Grabgesang unsern
nnigsten Dank.

St. Ingbert, 21. Juli 1876.
Die
tieftrauerud Hinterbliebenen.
Ich empfehle

mich bei beson⸗

dern Festlichkeiten als Köchin
in und außer dem Hause.

Auch sind Sonntags frische

sKuchen zu haben.

Charlotte Hammel,

wohnhaft dei Hin. Jak. Stief,

im 2. Stod.
Theaterdecorationen,
Ballons, Lampions. Bon—⸗
ner Fahnenfabrit, Bonn o. Rh.

deckle man eine Summe Geldes in die Tasche und schickte ihn
sofort nach Hedschas in Aradien; dann scheint man sich die Sache
jedoch besser überlegt zu haben, denn auf der Reise verschwand der
Soldat. Es verdient wohl erwähnt zu werden, daß diese Geschichte
gerade in kürkisch n Kreisen am stäeksten zirkulirt. Sie enthält
einige Wideriprüche, das läßt sich nicht leugnen, aber sie würde
dem Tode Hussein Auni Pascha's und dem Verbrechen des Tscher⸗
kessen Hassan ihren wahren Charakter geben. Vor Allem würde
sie die zablreichen Verhaftungen eiklären, die in letzter Zeit ihat⸗
ächlich stattgefunden haben.

⏑⏑
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demez.

A. Schultheis,
LLappenmaeher im St- Iughort
3 WMeben der kath. Kirch)
*empfietlt sein reichhaltizes Lager in allen Sorten
Kappen, Filz, Stroh und Stoffhüte zu
den bvilligsten Piessen.

Am Sonntag, den 23. Juli
hdält der Sterbverein von
Zt. Ingvert 9

Waldfest
in der Kobidölle an der Ober⸗
müdle ab, wozu höflichst ein⸗
adet

-

IF Monrtto: Ihr habi
das Gute so nahe!“
dpitzwegericoh-
daft

allerhöchst darctionirt; lieb⸗
lich zu nehmen, das sicherste,
billigste, gewiß auch dank⸗
barste Mittel, gegen Brust⸗
Hals- und Lungen⸗
leiden, Bronchialver
schleimung, Husten,
Catarrh ⁊c. ꝛe.
Die Resultate sind über⸗
caschend.

Mit Gebrauchsanweisung
4 Flacon 52 Pfg. 1M.
3 Pf. und 1 Mart 53 Pf.
3t. Ingbert dei Joh.
Friedrich, zud in der
Fabril von PIHahn,
Dettelbach a. N. bei
Rürzbura.

Der Vorstand.
Verloren
wurde am Montag eine Uhr mit“
Jeibem Zofferblait Nr. 21828.
nuf dem Wege von St. Ingbert
aach Lautzkirchen.

Der redliche Finder erhält
eine gute Belohnung.
Bei wem Ist zu erfragen in
der Exped. d. Bi.

Zu verkaufen:
kiefern Bauholz, Zaun⸗
ird Baumpfähle, fichten
Rund⸗, Leiter- und Wies⸗
häume bei

LCouis Höh,
BZreitermühle bei Riederwürzbach.

Frucht⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Stadt Zweibrücken vomn 20.
Juli. Weizen 10 M. 21 pf.
orn 7 M. 84 Pj. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste sreihige
—M. — Pfj. --Spelz M. —
Pf. Hafet 10 M. 78 Pf. Kar—
toffeln 3 M. — Pf. Heu 3M.
50 Pf. Sush 4 M. 4 Pf. pir
Centner. Weißbrod 112 Ko.
50 Pfi. Kornbrod 3Klo. 73 Pf.
ditto 2 Kilo. 49 Pf. ditto 1
Kilo. 25 Pf. Semischlbrod 3
stilo. 87 Pf. 1 Paar Wech 190
Gramm 6 Pf. Spelzkern 0 M.
— pf. Dinkel d M. . Misch⸗
frucht — M. — Pf. Rinrdfl. I.
Qual. 538 Pf. 2. Qual. 52 Pf.
Zalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Pf.
Schweinefl. 60 Pf. Butter 1

M. 5 Pf. per Pfund.

wel ·
Allen Kranken, xt
möglichst kürzester Zeit durch ein
tausendfach bewaͤhrtes, ratio⸗
nelles Heilverfahren von ihren Lei⸗
den befreit sein möchten, kann
die Lektüre des berühmten, bereits
mGO. Auflage erschienenen, 300
Seiten starken Buches. „Dr.
diry's Naturlei Ime-
ilnode““ nich dringend genug
empfohlen werden. Preis 1 Mark,
zu beziehen durch jede Buchhand⸗
ung oder gegen Einsendung von
10 Briefmarken aͤ 10 Pfg. auch
irekt von Richter's Berlags⸗
Anstalt in Leipzig. Soie
in dem Buche abgedruckten zahl⸗
reichen glänzenden Atteste bürgen
dafür, daß Niemand dies ill ustrirte
Werl unbefriedigt aus der Hand
segen wird. Thatsachen bewei-
en ⸗—3

— — —
für alle hiesigen und auswärtigen Zei J
von Anm- i —*—38388
bie Annahbmestellet en 4s.
Porto und Spefen befindet sich
in der Annoncen⸗Ex—⸗ J
eeree Rudolf Mosse, Frankfurt a. II.
Redatnon Druck und Verlag von F. F Dmeh in St Inabert.
        <pb n="403" />
        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wochentlichj mit dem Hauptblaite verbundene Unterhaltungsblati, Sonntags mit illustrirter BVei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonue mentopreis beträgt vierieljährlich

1 Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfa. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 830 Pfg. pro Zeile berechnet.
AMa 116. J n Sounutag/ den 28. Juli — 1876.

Deutsches Reich.

Muünchen, 19. Juli. Hr. Abg. Kopp hat heute nunmehr
auch sein Refecat über den außerordentlichen Militärkredit fertig gestellt
uind dem Finarzausschusse übdergeben. Sicherem Vernehmen nach be⸗
antragt Referent bei mehreren Positionen mehr und minder bedeu⸗
jende Abstriche, so daß von den geforderten 12 Millioner Mark ca.
bobgemindert würden und 8 Millionen M. zu bewilligen blieben.

Veeünchen, 20. Juli. De beanstandeten Mablen von
Schweinfurt und Würzdurg sollen nächsten Maontag in der Kammer
zer Abgeordneten zur Berathung gelangen, und da dieselben nach
en Anrägen der Abtheilung ohne Zweifel auch cassirt werden,
dicd die Kammet dann im Ganzen die Wahl von 16 Abgeordueten
rassirt haben. Da d'e Wiederwahl der 5 Abgeordneten Munchen
lschon erfolgt ist, werden noch Neuwahlen stattzufinden haben:
n Zweibtücken 3 Abgeordnele, Regensburg 1, Sul,bach 2, Schwein
urt 3 und Würzburg 2. Nan ist aoch die Wahl von Günzburg
zu erledigen, ein Antrag auf Cassirung derselben aber, wie wir
hören, nicht zu erwarten.

Muüͤnchen, 20. Juli.‘ Der Abg. Th. Tillmann, sowie
sämmtliche pfälzische Abgeordneten haben folgenden Antrag einge⸗
dracht: Hohe Kammer wolle beschliceßen: Es sei an Se. Maj- den
stönig die Bitte zu richten, dem nächsten Budgetlandtage einen Ge⸗
setzentwurf vorlegen zu lassen, welcher die Ausbildung des Eisea⸗
hahnnetzes der Pfalz auf Grundlage der wirthschaftlichen Bedürf⸗
aiffe dieses Landestheils zum Gegenstande hat.

Salzburg, 19. Juli. Der Kaiset Wilhelm wurde auf
dem Bahnhof vam kaisersichen Flügeladjutanten Frhrn. v. Salis⸗
Samaden Namens des Kaisers Franz Joseph begrüßt. Der deutsche
eiser erwiderte auf dessen Ansprache: „Er freue sich, den Kaifer
Franz Joseph wieder zu sehen; er selbst befinde sich so wobl, als
die ernsten Verhältnisse es gestatten.“ (A. 3.)

Salzburg, 20. Juti. Heute Vormiltag 9 Uhr fuhr der
Naiser von Oesiterreich bei Ka'fer Wilhelm in Begleitung des Flügel⸗
adjutanten von Sulis vor. Die Monarchen degrüßten sich herzlich
und zogen sich, nach Vorstellang des beiderseitigen Gefolges zur
Tonversation zurück, welche länger als eine halbe Stunde dauerte.
Hegen 98 fuhr der Kaiser von Oestetreich in die Nesidenz zurück.
3 Hunuten vor 10 erwiderte der deutsche Kaiser den Besuch und
verweilie eine halbe Stunde bei Franz Joseph. Nachmittag 8 Uhr
war Hoftafel und nach derfelben fuhren deide Kaiser zusammen
nach Helldrunn.

Ausland.

Wien, 19. Juli. Das Tasieblatt meldet aus Konstantinopel,
die Schwertumgürmng sei wir'lich wegen Krantheit des Sultans
Murad aufgeschoben werden, Murad leide am Delirium tremens.

Wisen, 20. Juli. Die „Polit. Corresp. meldet ans der
Herzegowina: In dolge der Zusammenziehung starker tückischet
Streuträfte oberhalb Mostar's und des Widerstandes, welchen die
Montenegriner bei den Blochäusern vor Newefinje und Metochia
sinden, ist die Gefahr eines montenegrinischen Angriffes auf Mostar
vorläufig deseitigt. Die Garn son von Trebinje ist durch 2 Batail⸗
oue ve stärit und Alles filr einen feindlichen Angriff vorbereitet.

Ein fleißiger Peitarbeiter der „Pr.“ hat fich die dankenswerthe
Mühe gegeben aus den widerspruchsvollen serbischen und türkischen
officiellen“ Telegrammen eine Verlustliste beider Armeen zusam⸗
nenzustellen. Das Resultat st hoͤchst bezeichnend. Nach den kür⸗
lischen Berichten sind bis jetzt 8100 Serben und 243 Türken
ampfunfähig geworden. Die serbischen Berichte geben dagegen an.
daß bisher 3600 Türken und 8350 Serben kampfunfähig gemacht
vorden seien. Aus diesen Zahlen lann man auf die Zuverläsfig⸗
sit der aus be'den Lagern lommenden Nachrichten schließen. Noch
interessanter ist eine von der .Cortespondance Orientale verbßent⸗
lichte Stalistil, die wir hier in der Uebersetzung wiedergeben. Es
deißt in der genannten Correspondenz: „Seit Erdffaung der Feind⸗
jeligkeiten sind an die hohe Pforte 11 officielle Depeschen gelangt
inß in Nonstantinovel öffentlich bekannt gemacht worden- Aus

—

denselben geht herbor daß 184 Türken und 6880 Serben gefallen
sind. Geböhnlich werden auf einen Todten sechs bis sieben Ver—
vundete hinzu gerechnet. Selbst wenn wir dieses Verhaltniß auf
ʒbeschräuten, hätten died Serben dis 9. Juli 834,400 Verwundete
zehabt, im ganzen alfo 41,280 kampfunfahig gemachle Soldaten.
Mithin wäre die Hälfte der serbischen Armee kampfunfähig.
Belgrad- 20. Juli.“ (Amtliche Meldung) Gestern bat ein
siebenstündiger Kampf zwischen der Truppenabtheilung unter Fuͤh⸗
rung von Ducsc und 4000 regulären türlischen Truppen zwischen
den Flüssen Lim und Uvaz stattgefunden; letztere wurden in regel⸗
ose Flucht gejagt und bdis zu den Verschanzungen von Novavvros
verfoigt. Die heftine Beschießung von Linbovia seitens der
Türken wurde in Folge des serbischen Geschützfeuers eingestellt.
Die Serben befestigen Ktlein-Zwornitf.
Bukarest, 20. Juli. Ja der grstrigen Kammersitzung zog
der striegsminister die Vorlage wegen Einberufung det Reserven zurück.
Konstauntinopel, 19. Juli. Am Dienstag rückten 18
gatoillone Secben von Saitsthar aus und griffen die Stellungen
sman Paschos vor Izwor bei Widdin au, wurden jedoch mit
zroßen Verlusten, unter Zurüdlassung von 5 Kanonen, Waffen und
Munition zurückgeschlagen. — Bei Wischegrad in Bosnien wurden
3000 Serben mit einem Verluste von 300 Todtien geschlagen und
zis an die Grenze verfolgt. — Ein montenegtinisches Corps steht
n der Umgebung von Podgoritzäa.
Arhen.: Der in Wiener Zeitungen verdffentlichte angebliche
Brief der Königin Olga, worin das griechische Volk zur Theil⸗
nahme an dem Krieg der Slaven gegen die Pforte augerufen wird.
vird officiell für eine Fälschung erklärt. Die griechischen Blatter
verden eine officielle Erllärung bringen. Die griechische Regierung
so wird der „Allz. Zig.“ aus Wien gemeldet) sei entschlossen, an
hrer Neutralität strengstens sestzuhalten. (Demnach wäre die neu⸗
liche Mobilisirungsnachricht eine Ente gewesen.)
NewPYorhk, 20. Juli. Don Carlos ist aus Mexiko hier
augekommen.
Vermischtes.

— Am 18. de. gegen 7 Uhr Abeuds gingen gerade vor dem
Wächter'schen Bieraarten in Kasserlaulern zwei vor eine
Thaise gespannte Pfecde durch. Ein wenige Schritte dador fahren⸗
er Kinderwagen, in welchem z vei kleine Kinder saßen, wurde
rfaßt und stark beschädigt. Die Kinder wurden aus dem Wagen
—XV daß sie keine schweren
Zerlezüngen davon trugen. Auf dem Schillerpiatz wurden die
Pferde zum Stehen gebracht. Auch das Dienstmadchen, welches
en Kinderwagen fuhr, kam mit dem bloßen Schrecen davon.

We die ‚K. Z.“ aus Paiherslautern, 18. Juli,
chreibt, hat der Parquetsecretar Hr. Fr. Bachmann gegen den für
e Redaction der „Pfälz. Volkszig.“ verantwortlichen A. d'Angelo
ine neue Beleidigungsklage angestelt, da die Verhandlung vor
dem Zuchtpolizeigerichi in höchst tendenziöser Weise und offenbar
n deleidigender Absicht entstellt, in det Pfäl,. Voikszeitung wieder⸗
zegeben worden ist. Hömcst eigenthümlich ist es übrizens, daß Hr.
I. d'Angeld immer noch als für die Redockion verantwortlich an
zer ·Sp tze der Volksze'tung genann: wird, während er doch bekannt⸗
lich seit's Tagen scine 141ägige Gefängnißstrafe angetreten hat.

Die Bahnl'nie Germersheim Lauterburg⸗Straß
zurg wird am Samstag den 25. Juli eröffüet. Stationen auf
erselben find: Germershe'm, Sondernheim, Bellheim, Rulzieim,
Rheinzabern, Jockgrim, Worth, (hier Abzweigung nach Winden und
Zarlsruhe) Hagenbdach, Neuburg. Berg, Lauterburg. Mothern, Selz,
stöschwoog, Sesenheim, Drusenheim, Herlisheim a. d. Zorn, Gambs⸗
deim, Wanzenau, Bischheim, Straßburg. Die Fahrzeit des Kurier⸗
uges beträgt 2 Stunden, jege des gewöhnlichen Zuges 313 St.

Der Kurietzug hält blos in Wörth und Lauterburg.

7 8Kreuznach, 17. Juti. Großes Aufsehen erregte heute

die plöhliche Verhaftung der Haushälterin eines alten, sehr ver—
        <pb n="404" />
        moͤgenden Herrn aus Binzen, der sich hier zur Cur befindet. Im
Besitze dieses Frauenzimmers, welches im Verdacht steht, den geistes⸗
kranken Zustand ihres Hecru zum Nachtheil seiner Kinder schon seit
Jahren auf unerhoͤrte Weise mißbraucht zu haben, befand sich im
Augenblicke ihrer Haftnahme eine Summe baaren Geldes von un⸗
gefähr 50,000 Mark, außer noch pielen sehr werthvollen Pretiojen,
sowie auch — wahrscheinlich zu ihren Gunsten erschlichenen —
Acten ußd Testamente. Hoffentlich wird die bereits eingeleitete
Untersuchung zur Folge haben, daß die Beschuldigte zur wohlber—
dienten Strafe herangezogen werden kannn. (V. 3)
Herr Heyl in Worms hit in großmüth ger Weise seinen
ämmtlichen heuer wasserbeschädigten Pächtern in Bobenheim und
Roxhem den Pachtzins im Betrage von 8700 Mark geschentt.
Straßburg, 19. Juli. De. Schneider, Giunder der
Heilanstalt Gleisweiler bei Landau, vermachte durch die am 13.
Juni 1874 errichtetes Tessament „der Stadt Straußburg, der Vater⸗
stadt seiner Frau 6000 Mark; dieses Capital soll von der städ⸗
tischen Verwaltung verzinslich angelegt und die Zinsen sollen all⸗
ährlich auf Weihnachten zum Ankause und zur Bescheerung von

s leidungsstücken an arme Kinder der Stadt Straßburg verwendet

werden.“

f Ems, 18. Juli. Am verflossenen Donnerstag Abend gab
umter großem Beifall des zahlreichen Publikums der bekannle Zauber—
künstler Bellachini eine Vorstellung im hiesigen Kursaale, bei welcher
er auch das Verschlucken und Wiedethervorholen eines Thalers pro⸗
oucitte. Ein Miitglied unserer Quicappelle wollte heute Hecrrn Bella⸗
hiui in Gegenwart einiger sriner Kollegen das genannte Kunsistück
aachmachen und brachte auch das Verschlucken so ausgezeichnet zu
Wege, daß ein Herausholen eiune reine Unmoͤglichteit ist. Der
Thaler gerieth dem Künstler in die Speiseröhre und von dieser in
den Ragen. Die Uerzte glauben, daß di⸗ Sache ohne Gefahr ihren
Verlauf nehmen wird, einige Schmerzen dürfte es indessen doch
absetzen. — Wie heute berlautet, beabsichtigt die Ex-Kaiserin Eugeu ie
im Monat August auf vier Wochen hierher zur Kur zu kommen.
Sie wird von ihrem Sohne begleitet sein und unter dem Namen

einer „Gräfin von Theba“ hier auftreten.

7 Die falschen Markstücke, die neuerdings vielfach im Verkehr
porkommen, haben, wie man der „Slaalsb. Zig.“ mittheilt, außer
)em eigenthümlichen Klang noch einen Fehler, durch den fie sehr
eicht von den ächten unterschieden werden lönnen. Von den 4
Quadraten nämlich, welche sich in dem kleinen Adler des deulschen
Wappens befinden, ist das ünke unlere und das rechte obere
schraffirt, die beiden unteren sind glatt gehalten. Bei den unechten
dingegen fehlt die Schraffirung der beiden Quadrate, so daß alle
1glau erscheinen. *

FParas, 17. Juli. An Bord eines der Lokaldampfer der
Gesellschaft Les Hirondelles“ machte gestern die Majorität der Pa—
rifer Gemeinderäthe in Begleitung von Abgeordneten, Ingen ieurs

ind Journalisten auf der Seine eine Fahrt von Paris nach Rouen.
yeren Zweck kein geringerer als die Erforschung des velerörterken
Broblems war, aus Paris einen Seehafen zu machen. Anderg
ormirt, lautet dieses Problem dahin, daß für die Seine von ihrer
Nündung in den Aermelkanal bei Havre bis zur Hauptstadt ein
Tiefgang von 3,20 Meiern geführt werden müsse. Die Sach⸗
undigen schätzen die Kosten des Unternehmens auf nicht mehr als
24 Millionen Francs. Es versteht sich, daß die gestrige Fahrt,
auf ber sehr viel gegessen, getrunken, getoastet und faternisirt wurde.
nur eine Reklame für das Project warl, dessen Ausführharkeit und
Kentabilität, jedoch von Nenmand mehr in Zweifel gezogen wird.
zIn Rouen gad der dertige Gemeinderath semen Pariser Kollegen
ein Bankett, welches bis um 124 Uhr Nachts wührte; in einer der
ielen Tischreden sprach Herr Baroden die Hoffnung aus, daß die
Arbeiten an der Seine nuͤr der Anfang eines grandiosen Kanalbaus
ein würden, welcher das Mittelmeer“mit dem stanal La Manche,.
Marseille mit Rouen und Havre verbinden wird.
t Tod durch Türken. Die orientalishen Wirren haben
n Paris einer unglücklichen alten Fran das Leben geraubt. Die
leimste, fie zärlt 70 Jahre, hatte fast ihr ganzes Vermögen von
V,000 Francs in türkischen Papieren vetloren. Im „hôtel de
a bourse“ miethete sie sich Donnerstag ein Zimmer; als sie Frei⸗
ag nicht herab kam, sah man im Zimmer nach und fand sie als
deiche.“ Mit einem Rebolbet hatte die Greisin dem Jammer über
en Verlust ihres Vermögens ein Eude gemacht.
FPhiladelphia 185. Juli. . Die Ausstellung wurde seit
hrer Eroffnuug von 2,2540714 Personen besucht, die 743,376
Dollars Eintriltsgeld zahlten.
Eist enbatzn Dienstesnachrichten.

In Folge der Eröffnung der Linie Germersheim⸗Lauterburg
ind nachstehende Aenderungen in der Eintheilung der Ingenieur—
ezerke erfolgt? 1. Dem Ingenieurbezirke Pirmasens wird die Bahn⸗
neisterei Rinnthal, bisher zum Bezirk Annweiler gehörig zugetheilt.
2. Dem Ingen'eurbezirie Aumwesser dagegen werden zu den früheren
Bahnmeistereien Albersweile? und Zeiskam noch die —QX
zellheim und Hagenbach überwiesen. 3. Als Bahnmeister in Bell
eim wird der bisherige Hilfe bahnmeister Franz Trauthwein mit
reier Wohnung im Güterschuppen angest Un. 4 Nis Bahnmei der
nach Hagenbach wird der bisherige Bahnmeister Peter Frobda, mi
ceier Wohnung im Güterschuppen versetzt. 5. Als Bahnmeister
jach Winden wird der bisherige Hilfsbahnmeister Michael Dem—
nerle von Sch'ifferstadt mit freier Wohnung im Statisnshause er⸗
anut. 6. Als Hilfsbahnmeister in Provisorischer Eigenschaft wird
er bisherige Bauaufseher Cari Joanni von Kusel der —XXL
Schifferstadt zugetheilt.

— I die Redaciion verantwortlich: . 4. Vemeß. —7

— — —

A. Schultheis,
Kappenmacher im St. Inghert
(neben der lath. Kirche,)
yfieblt sein reichhaltiagts Lager in allen Sorten
ppen, Filz, Stroh und Stoffhüte zu

ꝛen billigsten Vreisen.

er untere Stock meines —176 5
D Hauses, 1. September ber“Ein Buch, 2.60 Auf⸗
N n erlebt hat, bedarf wo
ziehbar ist ganz oder getheilt lagen vaedn woge
zu vermiethen. 3. fehlumg, diese Thatsache ist ja

Reidiger. er beste Beweis für seine Güte.

Fur Kranke, welche sich nur eines
ewährten Heilverfahrens zur
Viedererlangung —B
zeit bedienen sollien ist ein solches
Werk von doppeltem Werth
end ein Garantie dafür, daß es
ich nicht darum handelt, an
hren Korpern mit neuen Arzneien
)erumzuexperimentiren , wie dies
noch sehr häufig geschieht. —
Bon dem beruhmien, 300 Seiten
tarken Buche: Dr. Airy's Na⸗
turheilmethode? ist bereits die 60.
Auflage erschienen. Taufende
und aber Tausende verdanten
der in dem Buche besprochenen
Heilmethode ihre Gesundheit,
wie die zahlreichen, darin ab⸗
edruchten Atteste beweisen. Ver—
Aume es daher Niemand, sich
dies vorzügliche popular-medi.
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ngbert bei J.

Friedrich.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Hiezu „illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 30.
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        St. Inaberler AAnzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermalz: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentepreis beträgt vierteljährlich

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mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.

—“

M II]7. J 9 J Diens taa⸗ den 23. Juli — — — 1876.

Deutsches Reich.

München, 22. Juli. Die Kammer der Reichsräthe hat
nicht nur die Pragmatisirusg der Gehalte nach Beschluß der Abge-
o dnetenkammer beschlossen, sondern auch den Antrag des Re'chs—
raths Bomhard be üglich weiterer: 210 M. pragmatischer Zutage
jür jeden Beoamten mit 25 gegen 17 Stimmen angenommen.

Laut Bekanntmachung der Königl. Regierung der Pfalz,
se. d. J., vom 22. 1. M. Nr. 9761 J, abgedruckt in der neuesten
Nummer ˖ des Kreis-Antsblattes, behufs Neuwahl im 4. pfälzijchen
Wahlbezirko Zweibrücken-Picmasens ist in Folge böhster Entschließ⸗
ung' des k. Staatsministeriums der Innern vom 7. 1. M. und
aus Auftrag dieser höchsten Stelle von hoher kgl. Regierung als
Wahltag, und zwar:

l1. für die Urwahlen im Bezirksamte Pitmasens

Mittwoch dir 2. August ds. Is.,
2. für die Hauptwahl im Wablbezirke Zweibrücken-Pirmasentẽ
Donnerstag der 10. August d?. Is.
best mmt worden. —

Als Wahlcommissär für de Hauptwahl der drei Aboeordneten
und drei Ersatzmänner des Wahlbezirks Zweibrücken-Pirmasens
wurde der k. Regierungsrath Friedrich Scharnberger, als Wahlort
die Stadt Zweibrücken und als Wahllotal der Fruchthallsaal daselbst
hbestimmt und augeordaet, daß de Wahl Vormutags 98 Uhr zu
beginnen hat.
Aussand.

Paris, 22. Juli. Es bestätigt sich, daß eine Ministerkrifis
nicht eintritt. — Der Botschafter Italiens, General Ciald ni, über⸗
reichte heute dem Marschall-Präsidenten seine Creditive, wobei sehr
freundschastliche Verstcherungen ausgetauscht wurden. — In der
Deputirtenkammer brachte der Deputirte Raoul Duval einen Antrag
ein, des Inhalts, daß kein Deputirter oder Sennator zu öffentlichen
oder bezahlten Aemtern ernannt werden dürfe, außer sechs Monasen
nach Erlöschen des Mandats und ferner, daß keine Ernennungen
zur Ehrenlegion stattfinden sollen, außer für Kriegsthaten. Die
Dringlichkeit wurde angenommen.

—Belgrad, 22. Jult. Der Regierung ist solgende Meldung
oom Kriegsschauplatze zugegangen ? Nach dem Kampfe bei Beljina
am 20. d. M. haben die dort stehenden serbischen Truppen 200
Türken begraben und große Beute gemacht. Dieselben sind auch
den Befestigungen vor Beljina näher gerückt. — Der bei Widdin
stattgehabte Kampf war ohne Bedeutung. Eine Kompagnie Frei—
williger hat sich bei Novoselo auf türkischem Gebiet geuen eine
uüberlegene Truppenmacht der Türken geschlagen. Seit 3 Tagen
beerdigen die Türken ihre bei Saitchar om 18. d. M. Gefallenen,
lassen dagegen die gefallenen Serben ausgeplündert und verstümmelt
auf dem Schlachtfelde liegen.

St. Petersburg, 22. Juli. Die Geldsammlungen für
Serbien, Montenegro und Bulgarien nehmen in ganz Rußland
einen großen Umfang an. In allen Kirchen werden Priedigten
zu Gunsten der Sammlungen gehalten. Die Moskauer Landischaft
hat 1500 (7) Rudeh gezeichnet, die Moskauer Börsen Aeltesten
je 2000 Rubel. (A. 3.)

Die „Polit. Corr⸗sp.“ erfährt ans Petersburg, daß der neue
rürkesch: Boischafter Kabali Pashha bei Uebetreichung seiner Credi⸗
Uve von dim Kaiser Alexander persönlich mit allet Auszeichnung
dehandelt wucde; doch soll der Kaiser sich über die Verhältn'isse
in der Türkei in einer Weise ausgesprochen hüben, welche auf den
Boischafter den tiefsten Eindruck gemacht habe. Ltzterer sei nach
der Audienz sichtlich niedergeschlagen gewesen.

Malta, 282. Juli. Das französische aus 5 Panzerschiffen
bestehende Mitielmeergeschweder ist an 17. dieses von Tunis
kommend in Tripolis emgetroffen. In Tripolis sind Ttuppen für
Fonstantinchel eingeschifft.

J Vermischtes.
Speyer. An der Huf—»eschlagschule in Würzburg wird

uns

—

Jram 2. Oct. l. Is., Vormittags 10 Uhr, ein dreimonatlicher Lehr
eurs für Hufbeschlagschmiede eroöffnet, defssen Besuch den Schülern
nach e folgreich bestandener Schlußprüfung Anspruch auf Verleihung
eines Deploms verleiht, darch welches sie als geprüfte Hufbeschlag⸗
meister erllärt und zur Führung dieses Titels bei selbstständgem
Geschäftsdetrieb autorisitt werden. Zur Erleichterung dea Besuches
dicses Lehrcurses hat das landwirthschaftliche Kreiscomite der
Pfalz für junge Schmiede aus der Pfalze, welche die Lehrzeit
zeteits überstanden haben, sieben Stpendien im Betrage von je
100 Markt ausgesetzt. Bewerbungen um diese Stipendien sind,
dersehẽeͤn mit einem Leumunds-, einem Schulzeugniß, einem Nach⸗
weis über zurückgelegte Lehrzeit und einem Zeugniß darüber, daß
der Bevperber sich vorausfichtlich in der Pfalz niederlassen wird,
üngstens dis 15. Augustel. Is. bei dem betr. Bezirkscomite ein⸗
zureichen.

F Zu Fechenheim bei Offenbach hat sich d'e Frau eines
Arbeiters zu Tode getanzt. Sie stürzte durch Aufregung und
Hetze ecschöpft auf den Boden des Tanzsaales nieder, um sich nicht
meht zu erheben. Ihr letzter Walzer war ihr Todentanz!

F München. Für heuer ist den Rektoraten die Ermächti—
jung ertheilt, den Schluß des Siudienjahres schon am 5. August
sjtatt am 8.) eintreten zu lassen.

J Mänchen, 21. Juli. Es können nunmchr Brief—
umschläge Kuf Tarxbeträge von 3 Pfg., 10 Pfg. und
20 Pfg. abgestempelt werden und sind daher solche Vriefumschläge
mit joichen Stempeln nicht zu beanstanden.

fAschaffenburg, 19. Juli. Auf dem Main irug sich
gestern ein schweres Unglük zu, das zwei angesehene h'esige Familien
iu riese Trauer versetzt. Der junge verheirathete Buchhalter H
machte mit seiner Gemahlin und dem gewesenen Einzährigen Com⸗
mis G., eine Spnierfahet auf den Main. Bei Leider kenterte
das Boot, die Insossen stürzten in den Strom, der rasch die junge
Frau und den Commis G. in die Tiefe ziß, während üch Buch—
dalietr H. an Boote festhalten und geretiet werden konnte. Heute
Vormittag wurden die Leichen etwa fünfzig Schritte von der Unglücks
tätte aufzesanden und hiecher gebracht.

F Zu Bingen mußte einer Frau ein Bein abgenommen
verden. Zur Pflege war deren verheirathete Tochter herbeigeeili.
Diese hatte das stark durch Eiter berunreinigte Verbandzeug aus⸗
vwaschen, als sie, kaum damit fertig, Schmerzen in der Hand
⸗erspürte, welche zusehends anschwoll. Bald hatte die Beschwalst
den ganzen Arm ergriffen und der herbeigerufene Arzt constatirte
eine Blubergiftung. Sie hatte eine kleine Wunde an der Hand,
in welche etwas Eiter eiudrang und so das Ungiück herbeiführte.
Ob die junge Frau dem Leben echalten bleibt, ist sehr zweifel
Jaft
FChemnitz. Ueber eine Wunderfamilie, de des
Butsbesitzers Frauke im Dorfe Waldkirchen bei Chemnitz, welche
vegen ihter abnormen körperlichen Anlazen viel besuct und bestaunt
wird, berichtet man: Herr und Frau Franke sind zwar von starker
doch normaler Konstitution, aber wahre Wundermenschen sind deren
viet Kinder. Der 18jaährige älteste Sohn wiegt 304 Pjund, der
14 Jahre alte zwete Soha hat derens ein Gewicht ven 208
Pfund und gilt hinsichtlich der Körperlraft als der Stärkste im
Dorfe, der deute Sohn, 8 Jahre alli, hat auch schon eine Leibes
raft von 110 Pfund zu tragen und hat das Aussehen eines 15—
ahrigen Burschen. Doch das wunderlichste Gebilo einer freig bigen
Natur ist die 12jährige Tochter; sie hat die Große eines vollständig
twachsenen Weibes, ist auch wie solches entwid.it und wiegt die
tattliche Zahl von 225 Pfunden. Eltern und Kinder wünschen
don ganzem Herzen, die Natur möge ihre Freigebigkeit bald ein—
chtänken; auch haben die Eltern allen Verlockungen von Unter⸗
nehmern widecstanden, welche duarch Scaustellung diese Seltenheit
aushenten wollten.

Auch ein Zeichen der Zeit. Einem herunter—
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        gelommenen Handwerksmeffter in Berliu wurbe kürgtich zuf Antrag
seiner Gläubiger ein Theil seiner zum Geschäftsbetriebe nicht mehr
nöthigen Werkzeuge, darunter ein großer Balancier, im Wege der
Execution abgepfändet und zur zerichtiichen Pfandlammer gebracht.
Sämmfiliche Gegenstände waren zu einem Werthe ven 8600 Mark
taxirt. Im Laufe dieser Woche stend nun Auctioneteemin an, uud
brachten die sämmtlichen Gegenstände eine Auctionslosung von vund
125 Mark. Der größte Theil derjelben wurde für Kosten berechnet.
—A
Letztexe i sein Eigenthum logz, hat aber noch seine ganze Schuldeu.

FBasfel, 21. Juli. Im Dorfe Albenve (antan Freie
burg) brach gestern Nachmittag eine große Feuersbrunst aus, welche
innerhalb einer Stunde den Ort in einen Schutthaufen verwandelt;
üüber hundert Gebdude sind verbrannt, zwei Perspuen durch Erstickea
ums Leben gekommen.

* Die Abenteurerin Bertha Weiß aus Ragnit, von der
in allen Zeitungen schon oft die Rede war und die ihre Gauner⸗
streiche cewöhnlich in Mäunertracht ausführte, jst gegenwärtig in
die serbische Armee. wie es heißt, als Major eingetreten. — Außer«

cdem wird uns muigetheilt, daß eins holländische Dama, Namens
Deeitua, den Krieg gegen die Tünlen zu Pferde mitmacht. Früher
befand sie sich in den Reihen deer Insurgenten und unterstüzte sie
mit großen Geldsummen.

Dienstesnachrichten.
Der Schulberwiser Georg Feitner wurde zum Lehrer an der
11. prot. Schutstelle zu Pirmasens, der Lehrer Chr'stian Berdel
‚on Otterberg zum Lehrer an der untersten prot. Mädchenschule in
Zweibrücken, der Lehrer August Kiefer von Eulenbis zum vrotest.
Lehrct in Weunbirchen ernannt.

A—

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demeßz.

5
Freiwillig gerichtliche
—
Versteigerung.
Samstag, ig 12. ——
nüchsthin, Nachmitiogs 8 Ühr
bei Peter Bender in Rodhr⸗
bach laͤßt Wilhelm Theodor,
Bergmann in Rohrdach, eigenen
Namens und als gesetzlichet
Vormund seiner minderjährigen
erstehelichen Kinder Katharina
und Johann Theodor, welche
den Adam Lang, Tagner in
Selbach zum Nebenvormund
haben, hiezu ermächtigt durch
gerichtlich bestätigten Familien-
rathsbeschluß, gefaßt ver dem
tgl. Landgerichte St. Inubert
am 28. Märzul. J. — das
nachbeschriebene Haus im Orte
und Banne Rohrbach absoluter
Rothwendigkeit wegen öffenilich
an den Vieistbietenden zu Eigen⸗
thum versteigern, nämlich:
Pl.Nr. 68. 83 Dec. Fläche
1. Wohnhaus mit Stall,
hofraum und Zugehoͤr ge⸗
legen an der Schlawerie
zu Rohrbach.
St. Ingabert, 23. Juli 1876.
Sauer, k. Noiar.
Zwangsversteigerung.
Mütwockh, den 26. Juli nächst⸗
hin, des Morgens neun Uhr be—⸗
ginnend, zu St. Ingbert in der
Behausung des Bierbtauerẽ Ju—
lius Mayer werden die nach⸗
derzeichneten Mobilien gegen buare
Zahlung im Wege der Zwangs⸗
vollstreckung öffentlich verste'gert,
113:

Stüble mit ganzen Lehnen,
15 Srühle mit verkürzten
Lehnen und 8 eichene
Bänke.
Blieskastel, 19. Juti 1876.
Der k. Geri htsvollz eher:
Wolff.
Bekanntmachung.
Die Ortstraderse in St. Ing⸗
zert wird umgepflastert und kanv
vom Donnerstag den 27. ds
Mis. bis Sonntag den 80. d.
Mis. d'e Straßenstrecke, in welche
hie Hafselerstraße einmündet, nich!
zefah en werden, was hiermi
bekannt gemacht wicdh.
St. Indbert, 25. Juli 1876
Das Bürgermeisteramb:
Gusßer.
Die vberehr⸗
iichen Einwohner
der Stadt wer—⸗
den h'ermit er—

sucht, ihre Häuser am Sountag
den 30. ds. dei Gelegenhei
anserer Fahnenweihe mit
stränzen zu schmüden .zu be—
laggen und Abends zu illumi—
niren.
Der Ausschuß des Kriegervereind
Dem Hrn. Jak. ESchwarz,
Dreher, die derzlechsie Gratu⸗
latfion zum heutigen Festeskranze,
daß vor Freud die Bas Leß
ind der BVetter Jalob e schönen
Polka tanze.
St. Ingbett, 25. Juli 1876.
sticht gerannt und doch bekanut.
Berichtigung.
Am Sonntag, den 23. Juli
1. Wagen mit großem hat nicht der Sterbe—
Transportfaß und J ande- berein von hier, sondern der
rer Wagen, 103 Schenk- Rnappschafts Unterstütz
und Presffionsfäßchen, 2 ungs-Berein jein Waldiest
obale runde Tische, 34 gefelert.
fts- Im pfehlung.
Die Unterzeichnene macht heernit den
verehrten Damen von hier und Umgegend
die ergebenste Auze'ge, daß sie ihr Geichäft,
m Anfertigen von
2
Damenkleidern
am hiefigen Platz eröffnet hat, geneigtem
Wohlwollen sich destens empfohlen haliend.
Achtungsvollft
Frau Fieser, Kleidermacherin,
wohnhaft in der Kohlensttaße.

Einladung.

1
Lrioger-

Véroin

St. Inghert
begeht am Sonntag, den 80. Jali das Fest seinee
d —
Jahnenweihee
wozu alle Freunde und Bönner hiermit eingeladen werden.
Beginn der Feierlichteit: II Uhr Vormittags.
⸗4. Voraud.

Geschafts- Anzeige.

Der Unterzeichnete bringt andurch zur allgemeinen
Kenntniß, daß er sein Geichäft als

Ahrmacher
dahier angefangen dat.

Zugleich einpfiehlt derselbe sein re'chhaltiges Lager
in goldenen und filbernen Taschenuhren
aller Art; Negulateurs, Penduls und
Schwarzwälderuhren ꝛe.

Auch werden Reperaturen schnellstens und billig
besorgt.

Ach tungẽ voll
Franz Lieser, uhrmahher,
myshnhafe Kohlenstrake

AIIRGOIRCC.

Einem verehrlichen Vublikum die ergebene Anzeige, daß ich
uu meiner

Kunsltfärberei &amp; Druckerei
ine hemische Wasch und Fleckenreinigungs Anstalt
errichtet habe, in welcher Hetreu-Garde: obe, Unisormen, sowie Da—
menkleider, Costüm's, von den zartesten Geweben bis zu den schwersten
gewirkten Stoffen

unzertrennt1

mit fämmisichen Garniturer, sodann Teppiche, Cachemir, Shawls,
Goldstickerei, Fedetn, Schwanenvelt chemisch gereinigi und wie neu
hergestelli werden.
Ph. Bloch in Saarlouis.
Annahme für St. Ingbert und Umgegend befindet sich bei
derrn H. Fischer in St. Inahbert.

De⸗ früher Carl Weiß—
gerber'sche Haus ist
zu vermielhen.

Noheres bei W. Kahn
hier.

Taalich ind voch
50 Schoppyen
Milch abznaeben dei
M. Thiervy, Baͤder.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="407" />
        ——8——88
35235 33 3553 7333
23 * * ——— 5 * —

8 3333535 35335333253 3 2 383355 28
25 2323 5233 5338 — 223 5* 55 53 — 3z850538 * ⁊
5»328—833 2223227— —E—— 25.55 A 38
3 ——— 33 33 * J
s5s88535533 523353 535 332283 33333——— 7

S * * 2* — 332— 3383333 —— ——— 532538853 V
A 32353333275* 537333232 53 ö 34
233522553 2*2535 55558358 8 732238 z585*3 * F JFJ
33 525 5 — — *»—252682323 3535375355 — *
2 *2 222 245 — *. 78 553
337 3333 73833 335227275 53225383
33 —333353333 s 5333335 ⁊
235322 — — 33332382 R* 558 x53 —525523 523 ⸗
582758 —z52—833 —353 *4388 3

2525 5 33533333* 36335 3. — —— —555355 2833
— 25*55 73232 —A — s555 M 53 * ————— *8
535353 355333 2235228* ——— ———— 2233 23*
A ——— —z2533 3835335253 259 — 5225 * 323 X
338 —— * 28* 22 * * 2 — *
5238 ;58 23333382333.368 ẽ 23338333333 3
8337* 523 z3533335352 25738368 22 — — 353*5 2*
52737* 2233 —2353533 338538738 338373335 332747
38778 3253326 3333833333 34535*53836
23333*3233 3735 5353237 5323 32355 3333385 *

233—33 335335388 253353223235
1355322 333582
3 * —
— ——— 2 228
·53 2 —22* ——— 22 8 3
2B3 —2588—2353——32 5
2825 335353 357 53 3 * **7
—32 85 2558232 258 ;75z33533333575 252 * 2 55
—37355373 — 2 8 3333353 F A— 58 563
3353735 3 * 5522 *
7375 2534
355 25 22535652357⸗ S* * 52325 — ———222 2
576 22278 2 . —— * *58 * 4
53338 373 8 255.3
7 23* * 2 J 2 2* 5
35353 233 233333233237 257 —383223 ——783 333537
* * n *2 * 2 8238* —A *2 3332 X 2* 23 5253 22355
584233872 2 8 — —33 33323335 343834
34 7 223353
5 ⸗ — 228457 —828238* 525 5
EIBLS2 — —8—75532 522232332 2 52 35* —— —
25— 5 2EE * 5222 — — —— 2 * 225
2 — *82 7 23 5* F 2 —2 58 28* pF
135 52222 —— 8 5* 22 —— 8*5 3 5
—— 8 — — *53 — 3 — 2 323533 3
—— 32*387 e2—75 333833 3335 33335
3 363335 355238
z 253858
—— —— —2255833733523—8 538 325 3237 23352 53282
E —y ——2 ESSAES 35325575383 25 8 5c565.2 2538 558 3*235*
⁊ — * —8 ap* 2* 2 * * 8
23357 5 —— z—262 z58523532383 ⸗28312*5 mB—333
—A 27 25* 2255 22 »22 * S —
2333535
3583 * — 5*55325 EkI3S S — 38 8* *
55228 —*5 25E7IS 3 520533 538 ———3 3— —A—
1355 5257 — — 3 * 22 278 2S* 55— 332 32 *
— 38—5558525 353828 —33335337335358
—2 6 553552 86383333387
A —— —— 5— 23525 22—— 2837
325359 —7— — —2 *
2 55— ⏑—⏑ 525—
2 **

3833*858
—A *52532
———— 25* *
—8552.233 25665 — — ——
55s3 5535533 —— A
AMIXMI 23 5555 * 335385
355335*235835 3 23333 75858 85858
2 7 322 2 2 — S 22 8 —8
— 2 22225 3 23 —223 2535 —— — 2
2553323553535 * 20O 28 2 825223
228 255 x3 5825 ——
5 253 52 225 526 2275 3333237 5 2332 5X2 2222288ẽ
— 3 —2 22 2 * 2 2 z28 — 5z22857 — Ez—21257
s 87 ——— 53388 5355217735
538 — 5723 27 20—8*3 528 — 2228
z235 G6 23 32 5 235205* * —e — e— ; 4 5233335
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5 2 5—57 —523 5 525382— ——— 237 228 —z25 5355858
— 3 5555533252 22 53 2755 5235*5328 * —A —
7 3532 2 5 33853333 —A 153333538 * — 25 * — 8
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273 — 32252238 —253535.,5537 3535535832
——— 2378s—337 3338 725 578 2 5355 23358 2538
oue ⸗ 22 232 —23 * 2 5 * 32 222 5— 2 2
— —828 —A — 255338 5222 2532333 28733
228* 28532325 — 5235 ———— — —— * 22525 2
5— 555 356e8 J
—2 3 2* BASEAF 82 — —A — 25 2 ——2 —7 2 * 253322
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7 ẽ 353355 35 52553 5325 8553*2 ——
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3 * — — 5
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— —— 358 —— *
3 —— — 88 —— 22235 * 323 A—
3 — —— — 2* 2 64 — 7 F —3— 58
z58 245323883 ——— —— —— 233565
22* — — 383.272 — * 28*8 2. *
— 253 832 8 —A 532—33 2
* 553552537* —A ——— ——— .33 283 28. 5—
33333 5533333*5 8 SS 1533385 —
55 —z522 55 8 — 2238* 383 * 2 —2 222 25 *
——— 33233387 2332.4 2322332 58* *
3252 5322358 2,— 53— * *2 2 — 28 3 — —V —
332 ] 3333233 — 23 3587 2732224 *
—8 O 2 — 8
5538353*38 35237 —* 2555 233333 — —— 15 238
25*333* 5325 2 5*335 —A —A — 28*328 223338
———— 4 535 2328 s —3235355. aͤr
8 — * — 2 vä X5 J * I
2 58238 —* 5 2535 323 23 * * 5 *
323383 353*338 E
225 — 5535528 — 8 —A — *
233 3833838 —
—— 52*
7 — — 3 52232 * —A
—A — 8* *
117
8 2 ES *5
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        Sl. Ingberler Anzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wö hentlich) mit dem Qruͤptblatte verbundene Unterhaltun zsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei,

lage), erscheint wöchentlich vrermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abonne mentspreis beträgt vierieljährli ch

iel 20 Ra pir Anseizen werden mit 10 Pig., von Ausvaärts guit 15 Wir fur die viergein altear Zeile Blaitjchriit oder deren Raum. Reclauen
mit 30 Pig. pro Zeile berechnet.

RbeÑäñ

211838. Dounneretag, den 27. Juli/ * —X 1876.

αäααααν
—
Deutsches Reich.

München, 24. Juli. In ibrer heutigen Nachmittagssitzun;
hat die Reichsrathskammer die voun der Abgeordneienkammer gee
trichenen Beträge für den Obersten Schulrathe, die 5. Lateinschul⸗
Aasse mid das Regeusburger Schullehrerseminar wieder in das
Budget eingesetzt..

Munchen, 26. Juli. Bezüslich der Theuerungszulage, so⸗
vie aller and⸗ren Budgetbeschlüsse der Rei pstathsta mer, welche
jon den Beschlüssen der Abgeordnetenlammer abwerchen, beautragt
zie ultramontane Mehrheit des Finauzdusjchusses der Abgeordneteus
ammer Ablehnung. . 2* *323*

Mäünchen, 26. Juli. Abgeo dnetenka nmer. Der Präsident
heili mit, daß laut Anordnung Sr. Maj. des Koönigs Prinz Luit—
dold am 29. Juli den Schluß des Landtags vornehmen wird.

nussand. —

Belgrad, 23. Juli. Vom Kr'egeschauplatze wird officiell
zemeldet: Die Türken griffen am —AVV———
sauis und Art llexie die serbischen Verschanzungen bei Klein⸗Zwoͤrnik
an, indem sie die Hauptgewalt des Angriffs gesen die Redoute
Ittelen, drer das türtische Ufer der Drina beterrscht und, die Ver⸗
bindung zwischen Groß⸗Zwornik und Bjelina- erspwert. Obwotl
diese Redoute nur⸗von. 2 Combaguien pexiheidigt, warde. fo wircne
doch der türkische Angriff sowohl her, als auf allen anderen Puunlren
baeschlagen und zog“u fich‘ die Türken⸗‘ mit eiuem Veiluste. von
100: Todten zutückk. pa e⸗

Bei dem am 20. Juli von den Türken auf die serbischen
Herschanzungen unternommenen Angriff betrug ihr Berkust 1000
Mann, während die Serben nur 200 Manz Todie und Verwundete
zerloren. — Gestern faud bei Ratetnitza au Timok (auf tärkischem
Hebieie) ein Gefecht satt, bei welchem die Türken vollständig in
die Fluͤcht geschlagen wurden. In der Schlacht bei Yelike- Jiwor
im 18. Juli war das Feuer besouders heftig. Die serdische Ar⸗
illerie fügte den Türken einen Verlust zu, der auf 2000 bis 3000
Mann geschätzt wird, worunter mehrere höhere Offiziere. Die
Serben berlosen der dieser Gelegenheif keine Kanonen, wie kürkischer
—AVV
—X—— J

Konstantinopel, 25. Juli. Vom Kriegsschauplotze wird
ats oifiziell gemeldet: Ein von Sotschanitza abgegangenes uurkisches
Detacheinent hat die Grenze überschruten und die entgegenstehenden
eibischen⸗ Truppen geschlagen. Die Serben verloten 300 Wionn
in Todten. Drei serb sche Dörfer wurden angezündet. — Der
Heneralijssimas Abdul Kerim Pascha ist in Nissa eingetroffen. —
Fine große Schlacht steht bevor.

Zur Erhärtung-der von den Türken verübten enlsetzlichen
grausamkeiten d'ene folgende aus Kanstantinopel hetrühcence Zu—
chrift der Pariser „Fiassce“. Es war füuf Tage nach der Plün—⸗
ꝛrung von Tatar-Basardschik, nach deai, Massacre und der Ein
ijcherüung mehcerer harmloser Docfschaften, welch? um das Beute-
nochen zu erleschtern, in Brand gestickt waten. Ich war nach
datar-Basardschit gekommen, um mich durch Augenschein von der
Ungeheuerlichkeit der mir hinterbrachten Vorsänge zu über,eugen.
der erste Gegenstaud, auf den ueine Blicke fülen, als ich auf dem
—E
deuen un silbernen Ketten, Armbändern, Halsbändern und Ohr⸗
eingen bunt durchtinandet geworien, welche von türlischen Soldaten,
cegalären Soldaten zu niedtigen Preisen verkauft wurden. In
Bleite und Höhe maß dir Haufen' über einen Meter. Ein Obest,
nit dem ich e nige Worte wechselte, leitete den Verkauf dieset ge⸗
tohlenen Sachen. Neben ihm standen Suballernoffiztere, und der
Ptatz dar von Soidaten des stehenden Heeres umringt. Die
benachbarten Häuser lagen in Schutt und Trümmern, alles mit
Blut defledt. In einem derselben zählte ich 22 Frauen und 7
dinder unter diei Jahren, welche durch Bayonneistöße gelödtet
vaten.“ Mitunter kamen Soldaten dazu, welche lachend unser deu
ecwesenden Leichen umherwühlten. Des Alles würde ind ffen nichts

zu sagen baben 'und hätte ich weiter nichts auf dem Herzen, so
würde ich mich hüten, den Oprmismus Lord Derbys's zu wider⸗
jegen. Bei den Türken echauffirt man sich nicht so leicht. Das
Schrecklichsse kommt erst jetzu; Au jeder Ecke des Haufens von
Schmucksachen waren Bayonnetgewehre aufgepflanzt, an denen zwei
döpfe und vier Häude von Frauen stelten. Das habe ich, das
aben. zwanzig Auslaänder mit mir gesehen. Davon nmuß Sir
HDenry Elliot nothweudiger Weise Lord Derby in Kenntniß gesetzt
saben, weil ein von Europäern verfaßter Bericht über diese Vorkomm⸗
uisse den Boischaftern zugestellt worden ist. Unter diesen 8 Köpfen nud
32 Händen sehe ich noch den einer alten Frau von mindestens 60
Fahren, deren weißes Hatr von Blut durudrüngt war. Das eine
Uuge war aus der Höhlung gedrängt und hing herab und die
Soldaten trieden ihren Scherz damit, ohne daß der Oberst und
die Oiffiziere ihnen den geringsten Verweis ertheilt hätten. Da
var ferner non eine Hand von fast kindlich keinen Dimensionen,
don welcher drei Finger abgehackt waren, ohne Zweifel, um sich
der Ringe bemächtigen zu können. Genug, ich will nicht länger
der diesen Gräueln verweilen.“ Das Herz blutet mir in der Er⸗
inrerung des, Schrecklichen, das ich gesehen und was ich verbürge,
ohne Furcht, dementirt zu werden.
A
1244
euVermischtes.
uan Klingenmünster, 24. Juli. Der 43 Jahre alte

Zchuster Jakod Thurwüächter, ein angeblich dem Trunke und dem
ußiggange ergebener Mann, gerieth, wie herkömmlich mit seiner
Frau, einer gehorenen Zwipf, in Streit, wobei letztere mit einer
Zchusterkneipe demseshen einen lebensgefährlichen Stich in den
Unterleib versetzte. Das Untersuchungsgericht von Landau, tele⸗
zraphisch benachrichtigt, wir sefort zur Stelle.

f Alienz, 25. Juli. Heute Nachmittag erschlug der Blitz,
vührend eines starken Gewitters, in der Gemarkung von Oder⸗
moschel zwei Ochsen des Müllers; Jutzi.
7 Die „N. B. Zia.“ schteibt: Bei dem in Philadelphin siatt
gehabten amerikanischen Bundeeschchßen haben sich zwei Neustadter
herr G. Hartmmann und Herr Jul. Kirchner, rühmlich hervorgethan,
udem ersterer den zweiten allgemeinen Preis und eine gvoldene
Vedaille etrang, letzterer mit dem zweiten Preis auf der Stich⸗
sche:be beloh t wurde. So viel wir w'ssen, wurden diese Erfolge
mit einet Waffe unseres Mitbürgers Rheinberger erzielt.

F In Neuhofen wurde am 25. d. Nachmittags ein Bauer
in seiner Stube durch den Blzz erschlagen; eine außer der Stube
hefindlice ältere Frauensperson wurde gar' nicht beschädigt, ein
aunwesendes Kind nur beräubt.

7 Ueber die Verhecrungen, welche ein schweres Gewitter am
Sonutage in einem Theil der Vorderpfalz anrichtete, meldet der
.L. An.“: „Es zerstörte in Germersheim den zur Eröffaungsferer
der Luterburger Bahn errichteten colossalen Triumphsogen, so daß
man nur über Hals und Kopi Morgens die Trümmer zu dejeitigen
jatte, dumit der Verkeht am Festtage nicht gehemmt sei“ J Zeis-
am schlug der Blitz in den Kirchthum ein und r'chtete beträchtlichen
Schaden an, jedoch ohne zu züunden. Die Orge! und Bänke sind
ertrümmert u⸗d das Mauerwerk so stark deschadigt, daß man glaubt,
et Thurm muß aba tragen werden. Det Schaden wird auf 4000
i. geschätßzt. In Winden schtug der Blitz in das Wohnhaus des
Aceress Zeiß, ebenfalls ohne zu zünden. Ueberhaupt kamen die
Bewoqner des Hauses mit dem dloren Schrecken davon. Allerdings
nag er fuüͤr einzelne derselben ziemlich stark gewesen sein, indem der
Strabl durch die Decke eines Schlafzimmers und in unmittelbarer
Nahe des darin stehenden Bettes niederfuhr. Schloßen sind, soweit
uns bekannt, keire gefallen.

F Strabburg. Am 4. August findet bei Weißenburg, am
b. desselben Monats bei Wörcth die feierliche Enthüllung der
Seitens det 3. Armee auf den betieffenden Schlachtfeldern errich⸗
leten Denkmäler stett. Nach Beendigung der militätisch-kirchlichen
        <pb n="410" />
        Feier wird eine Besichtigung der Schlachtfelder vorgenommen werden.
F Trierz 25. Jultn Heute früh wurde am Krahnen, naach
dem man bereits gestern früh am dortigen Ufer einen Damenhut
und Faulard ,“ sowie Uhr und Keite gefunden, die Leiche eines
Mädchens gelandet. Dieselbe ist wie constatirt wurde, die 22
Jahre alte Johanna Ha.... aus Zweibrücken, wilche seit 9
Monaten als Ladenmädchen in dem Weißwaareugeschäft des Herrn
Haas in der Neustraße hierselbst diente und am Sonntag erst von
einet Befuchsreife aus ihrer Heimath hierher zurückgelehtt war.
eber die Veranlassung zu dem allem Anschein nach vorligenden
Selbstmorde ist nichts Näheres bekannt. (S.⸗ u. M.3.).
7.Frantfurte 25. Juli.. Während ein achtbarer höherer
Reichsbeamter mit seinen Kindern spaz eien ging, entfernte sich
dessen Ehefrau unter Mitnahme des größten Theiles des Haus—
standes. Wohin sie sich gewandt, ist noch nicht ermittelt.
— Bei⸗dem gemeldeten Brande in dem Schwarzwaldflädtchen
Todtnau sind im Ganzen 88 Häuser adgebrannt. Eine Frau
und zwei Kinder haben in den Flammen- hren Tod gefunden,
sernet wurde ein Feuerwehrmann todt vom Platze getragen. 202
Familien, 1200 Menschen sind obdachlos.
FezZu Paderborn bot ein äͤrmlicher Mensch einem Uhr
macher eine goldene Uhr zum Kaufe an. Diesem kum die Sache
herdachtig vor, er benachtichtigte die Polizei und diese stesllte fest,
daß Jener sich einen faljchen Namen beigeleat habe. Er wurde
ins Verhör gezogen und gestand, in der Schlacht bei Mars la
Tour, die er als Rese vist im 16. Infanterieregiment mitmachte,
die Uhe einen mit durchschossener Bruft am Boden liegenden jungen
Preußijchen Offizier abgenommen zu haben. Der Fabrikstempel
det Ühr trug die Firma!“ eikes Leipziger Uhrenfabrikanten. Auf
Jerichtliche Requisition stellte diefer fest. daß er die Uhr an Herrn
F. Bockilmam in Bielefeld verkauit habe, und letzterer wiederum
sannie aus seinen Büchern konstanren, daß im Jahre 1870 diese
Uhr von Herrn Piarrer Heidsiek in Herpen angekauft wornden war.
Fin Sohn des Pfarrers Heidfiet fiel in der Schlacht bei Mars ia

Versteigerung eines
Häuschens auf den
Abriß.

Montag, den 31. if. Mis,

des Nachmittaga um 5 Uhr, zu

St. Ingbert, in der Wirthsbe⸗

haufug des Peter Jun«, täßn

Bauusternehmet MPhilipp

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hier aufs'm Hahnacktt, in der
Nähe des Eisenbahndammes
flehende Arbeitethaäuschen auf Gesucht
den Abriß oͤffentlich verlteigern. Einfache v Wohnung

Aus Auftrag in einem Privathause von einem

Das Gefchaftsbureau Arbeiter. Nahetes in der Ex—
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durch ChristianGünther
Bäcker. sofort ve miethet.

ben 87
dtandke, op. 28 Hoeft III
Der OctAVvenhassr.
dammlung doer omten Nesodicen, als letechte

Cinvicτ—Nntasieen und mit Fingersatz verschen.
Nr. ISCIs à I MK. Zusammen in! Hefte 8 MKk.
Imali Nr. 18. Die blauen Augen. Nr. 14. Der Dreispann.

Sent inr drei Rosse.) Nr. 15. Der rothe Sarafan-
Naub' nicht, liebe Mautter.) Nr. 16. Santa Lucia. Nr.
7. Bleib bei mir. (Wenn die Blümleiu. Xr. 18.
Der Tyroler und sein Kind. (Wonn ich mich nach der
Heimath sehmn)
lieft erschien bereits in dritter Auflage.
Heft I83 liefere zusammen für den Subscriptions-
preis von Mk. 4. 50.

Alle Rerren Lehrer, welcho die bereits erschie-
nenen Nummern kennen lernten, üusserten, dass für
Anfanger im Clavierspiel kaum etwas gefunden werden
ronne, welches das Praktische mit dem Nöätzlichen
so verbinde, wie Standke's Octavenhasser.
Gegen Einsendung des Betrages versende ich franco.

7Tos. Tnger.
xor V
maonten · Handlung.
*

Tour unter der Fahne, die er dem derwundelen Fahnenträger ab
genommen hatte. Seine Uhr kommt jetzt als doppelt their⸗es An⸗
denken auf diesem merkwürdigen Wege durch die Hand der Gerichte
wieder in den Besiß ihres rechtmähigen; Eigenthümers.
— Ein Teil det Stadt Gardray im fran,zösischen Depar—
tement der Manche wurde am 21. Juli ein Raub der Flammen;
an 100 Häuser brannten ab, 400 Abgebrannte sind obdachlos.
7 An Warnungen vdt Auswanderung nach den sUdoamerika⸗
tischen Staaten dat es in etzter Zeit nicht gefehlt. In dem ioeben
heruusgegebenen Bericht des englischen Konsuls Covper über Buenos«
Ayres wird vor dem Auswandern nach dem La Plata gewarnt.
.Die argenlische Regieruug verdoppelt imn Verein mit vielen anderen
Ztaaten Südamerikas ihre Austrengungen, europässche Einwanderer
su erlangen?: ver“ obwohl sie (mit Cheli) das undecgleichlich beste
dand für Anbau biett, so ist doch die Unsiche heit von Leben und
kFigenthum so groß und die Straflosialeit esnes Verbrechens so de⸗
tkaännt, daß es“ — so sagt der Consfel Cowper — „die Pflicht
eines britischen Agenten ist, jseine Landsleute vor der Auswanderusq
dorthin zu warnen.“.

Die groͤßte Rellame, weniastens bezüglich des Ranvies
velchen die Annonce bedecki, und der Entjseenung, von welcher man
etztere lesen kaun, geht von einer in Glasgow erscheinenden Zei
tung aus. Der Name dieser Zeitung ist in einen Kallfelsen mil
10 Fuß hohen Buchstaben eingegraben, hat eine Länge von 323
Fuß und ist auf ene Eulfernung von neun Meilen leebar.

4 Einer schönen Quäkerin in der Stadt der Bruderliebe
jagte ein die Centennial⸗Ausstellumm besuche nder, lescht antzündlicher
und an Uebermaß von Beicheidenheit nicht eben leidender Spree⸗
Athener: „Sie sind so reizend, daß ich Sie küsfsen muß.“ —
„Das mußt Du mscht thun, Freund,“ lautete die Antwori. —
„och ich will, bei Gotte,“ rief det Liebeglühende. — Ja, di
Da geichworen haft, Freund,“ sagte die fromme Schöne, „so thue
es nur diesmal, doch Du mußt es nicht zur Gewohntzeit werden
lassen.“

Aufklebezettel
6(6ignirzettel/
auf Bahncollis liefert per 100 Stück à 50 Pfg., be
1000 Stüd billiger
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in St. Inabert.

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lichen Einwohner
der Stadt wer⸗
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sucht, ihre Häuser am Sonntag
den 30. ds. dei Gelegenheit
unierer Fahnenweihe mit
Kränzen zu schmücken, zu be—
JUuagen und Abends zu illumi⸗
riren.

Dder Ausschuß des Kriegervereins.

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        22 2228 — 22222 22 * —
25 3588 5z283353.533355 83 n 285358
—* 22 22 —2—72 —— — 28— 2.* 8 —2 *8
52 53z355 533237555333533 — 7 — ——
25 5525 25 223237 —26252 * * 232 — 5555
55 32 5253533323*3 25306323 233 388* 252332*
—X — A — 2252 5 * n 8 — S
33 2583338 — ——
5* 275538 — — 235538* 2* ⸗ »2 8c
——— 553 3 — 533238332355* 28 288 3*8
8* ——— — 2.2 538 z2535 4535 I* 2325 x32 5*
7333337 552 53* 25s83333335
27 —53—82152 0 35 82 28 2 22 2 *
— 7 —5 *51 5— 5553332*338 58 255 ——— 2525
z—5 F 2 35 2 8
28 — 8z85— S̊ z 5862 — 525
5583537 — 25352z585* 3
22 — D 22 38 52*9 33 —* ——— — 528595
535 252 353 —38577333 —— 2557 2 —
z25 55232355 —3223368 ————— 323 5 5*
2 — — — — * 7 * —— 1 * — 8 * 252
57 — 53282352732528 zs58 273333335—73
— 27 — — 2
—832737355535— 521 73332356 2853352 — 2 233
33 3313 332538s323353
F 2 — 22 — — 9 * *2 5 2 24 324 8 —
32 3 4333337238 33377
—2 24 —A — * 2 228 ———— — 52822 8
3 3* 3 343338333
2* 75— 568— 84 3 33 3562 *
3 — — 553—2235
752 28373—333233 —33533385333 8
2 — * * 2 * —
23752 —z5233 42— 83 8— — 5582225 266—

—
57 *
55
—
—A

54252
——298 — — 534
— 2353235323553355 — 2 5833833
422 X —A —— 52557 —* 3 * 85
— 23223
3235275* 53727 288832* F 33805 S8
7 525 — 222 ⸗ * 282 58 2 2323 3 —
z535 325 23—*55552333353322 5323538 —
2. 35 2258* —5——2535 —«5 2*23 383e25
2. 2 — * A⸗ 7 * S —* — * 5 —— *
5259ꝰ5 — — M— v 538 —A 3 22 —
—— 222227 *8— A — 23, 7753r —A 55535—3 — 5*5
5 — 223 232 —23—5—— — —2—————53 —2— 7—37 5553222
2 235 ———— —— ——82* 53385438 ——
5 8 J v 7 7 — — 2 3J — 3— * ⸗ * 2 —
5* 523755 7235533328 —— —2535853233—34
252 *5 — — 33 25 D —3 722 2· 7 T3 5
55 5823 — 3—532755 —832355327 8 B223825225
—3O — 5228 82 358—2 * 388 52327 28 — 2222 28
3 333 —X 83233233 38353 *
33 323 3 3 3538533
— —52222 —z2225 55* —* — 22
2 23 27 * 2*8252 —5*552253 —* 2 z2 — 32
—ã— ——— — — * 35—285882 35 —z54 cEAB 3. ——333232 3
— — 7322 ———— 21)2 6* —— 5—* — — * 8 — * — 52*
* —A — 5222 — 23, 5532 2 727 — 22 20 5z5.* 2 58 2223—k2 3
— —5 23 8332——26
28 852—275 * 552—253272 —555*3 8 5355 58 275355
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2 52z28 22 585— 5* 2 * * — 2 3 37 28 —— ꝑ * —E »222 α
3 —35 33 533 —3 —388 5
—53335—58——3383 3—333 —— ——
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35375——z33887— 335355 3 3 2
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3333333376358* 3833233355 5358
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2232* 5538235—* — — 2 3 * 2523
53232 27 *5 i2 287 —A 38 5322 55 5355235
23 5233 232 -223 7225 —A 52838 3 255
3253535 223 52385 552532337 53355 5 35 55
235538 5532 3 —X 1333 53333
28 2
—2 32 3333 365335 28253 —A — —— 32 25 533
5535325 22 3 2535377 43 222 25*3 2*2358 *8
55533 32
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28 —— * —A * 7 * 23757 3.2 J
532 —— 553533577 »23287 7 — 183333358
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—* 132 5533 37 — 123333
—— — 23 —A —— 2 235 3 22
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33353. 33 385237 525 — 23*. 22538 A38 29
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38 3535783 3 * * * 26 38 5 22 5 223235 25 —— —
V 52235 23— —A —— 53328532 228 865 433822 775
2 2— — 25372538233 —A— — 2 5 222835
7 — ——— 537* 2233525 22 —22 3222 2*7 22 2 2 —
22 272 5335532 2322 25 —232322332 —
352375337 — * 53z8 2223337 — 3 1 25559
— — —2 2 2 3 * * — 2 — —— * 2 8 * —
373333 37 z355338337533 233332
— ———— —— ——
2 828 23332* — — — — 33323
253— 5z23 —A 3 22323* 3z2
—— 53 —8 5 83 s225 3 ——
— —— — 1258233 — ——— —83 383
238* 333 533 33283 — 88333
7233 2 2 22 a 32322 28 2 — * E
25 88 *5355 552* z53336
2 5— 3 2* Iz53 225532 * *
22333 z57* 5282 4* 332z35303 *
353 33338 F ———— 5335 3 555 23358
72 4 * 2 — 9 —* 32 *
— — 22 * 2 —e — * — *2* 22 3 2 E
2255 53232 AA ES.37 25 58*
23235 5333 25* 3388 77
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34332337
* 282 3 * 22*2 5 822 222 ——— 7 8
31835753 3343*7 32352 — ——— ——
3205 535 535 8sz5308 533535 *5 52223* —
2 * —*8 2 5 —8 2 *2 2 —
235383 52573335 ß
228 322325 — 28533532353238 * 52* 535338 * 2 * ⸗
—38 27 5355235— *2 —e5225 — — 5 2 333
283 235583 2 53 s5 55 — 73 583 —A —
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2 5*——88 8 2 2*22 3355557 7 52322 7 538
28 —— —— ——— 2223 32235 —— 3535533 — E
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2228* — 35 2 —— 2 222 ⸗ —822* 3
— — 2 8 — 22 72 — 38 28
225 — 1747353 7 23233355
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8 52328* 523 3337
—82328 525223 52* —
—— 57522585 53 59 322332 553
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3323533383353 z333 —355277
38—233— 6653 3355 &amp;
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—25222353 — ——— — 22
22 32235 523355 383383 2
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22832352833324 553—35235337 —
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38 * — 2723 — —52224 —3
27 3224 —8 * * 2525
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— 25835 2885 2
5 2* 57 32 323* 533 23535 9— 7
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5—7 J 5 57 222
8. 5 22253 J 33
A— 8 —8——— —7
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57
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27
22

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        St. Ingberier Anzeiger.

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Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wo hentlich mit dem H rupt blatte verbundene Unterhaltunasblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage) erscheint wochentlich viermalz Dienstagz Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentopreis beträgt vierteljahrlich

1 Niart 29 R.⸗Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfi. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Necla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
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M 119. IJ —— Samẽtag, den 29. Juli

—
11rb.

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Deutsches Reih.

Maänchen, 24 Juli. Wie groß die Thätigkeit des Finanz⸗
ausschusses diesmal bei der Budgetberathung war, geht daraus hervor.
daß derselbe gestern (Sonntag) seine 86. Sitzung hielt, von denen
diele 4 und noch mehr Stunden daue⸗tten.

Munchen, 25. Juli. Die Kammer der Reichsräthe hat
heute die Bud zeidetrathung fottgefetzt. Die Bitte der Noiäre der
Pfalz um Gleichstellang mit den rechtsrheinischen Notären bezül'ch
der Gebühren für Erhebang der Taxen wurde von der Kammer
als degründet gefunden und die von der Abgeordnetenkammer ge
trichenen 28,000 Hark h'efür wieder in's Budget eingesetzt. —
Finstimmig wurde auch der Antrag des Prinzen Ludwig wegen
Aufbesserung der nach der älteren Norm pensionirten Oifiziere,
Unteroffiziere und Soldaten angeunommen. Feht. zu Frankenstein
richtete hierbei an die kgl. Staaisregierung die Bitte, die nöthigen
Schritte zu thun, damu durch de Orzane, des Reichstages die füe
den Arttag nothwendigen Mutel aus dem Reichsinvalidenfonds
gegeben werden koönnen. Bei Abwesenheit dis Kriegsministers, der
in der Kammer der Aßgeordueten beschäftigt ist, erklärte Minister
von Pfretzschner, daß et nicht in der Lage sei, eine maßgebende
Erklärung abzugeben. — Ueder den Antrag des Ausschusses, dit
Forstanstalt Aschaffenburg beizubehalten und zu reorganisiten, eut⸗
and eine Diskusssion, bei welcher Reichzrath v. Pösl, Minister v.
Berr, Fihr. zu Frankenstein und Dr. v. Haubenschmied gegen den
selben, der Prasident Graf v. Stauffenberg für denselben sptachen.
Shließlich wurde der Ausschußantrag mit allen gegen 13 Stimmen
angenommen. — Aus der gestrigen Nachmittassitziung ist no h zu
erwäh en, daß Erzbischof v. Scherr (München) gegen den Odersten
Schultath sp ach und Prinz Ladw'g für dessen Aufhebung stimmte.
Den Kaͤpläuen der Didzese Würzburg wurde auf Antrag des Reichs—
rathes Frhr. zu Frauteustein ihr Gehalt auf 350 M. aufgebessert,
was eine unene, erst von der Kammer der Reichsräthe mit Bewil⸗
ligung der Regierung eingejetzte Summe von 18907 M. erfordert.

DMäünchen, 26. Jali. Nach den Beschlüssen der Abzrord⸗
netentammer stelli sic dis Budget fürt ein Jahr der 13. Finanz
peciode (1876 und 1877) auf je 257,360, 703 Mark in Einnadme
und Ausgabe. — Auf der Tagesordnung für morgen steht de
Prufung der Wahlen in Schweinfurt, Würzbarg und Günzburg.

München, 26. Jul˖. Wie man vernimmt, soll der General⸗
taats-Ruwalt am oberstea Gerichtshof, Herr Reichsrath v. Hauben
ichmid, zum künftigen Präsidenten des Appellat' onsgerichts in
München bestimmt sein. — Der Landtags-Adschied soll bereits
morgen im Siaatsrathe zur Berathung gelangen und sich dang
hert Staatsminister v. Pfretzichner in das kgl. Hoflager begeben,
um dem Könige üoder den Abschied mündlichn Vortrag zu erstatten.
Man sieht unter den obwaltenden Verhatnissen dem Inhalt des
t. Asschiedes mu eryöhtem Interessen entgegen.

Kisfsingen, 26. Juli. Furst Bismarck ist nebst Familie
zeute Minag. begleitet von den Ho heufen des Pablikums, von hier
abgereist.

Berlin, 26. Juli. Der „Provinz.Corr.“ zufolge hat
Zeneral d. d. Tann dem Kaiser i Gastein ein Schr iben des
Zonigs von B.mern üdberbca hzt, welches eine Eiladung zur Theil⸗
aahme an den Bayreuther Festsprelea enttält. Fetner meldet die
„Prod. Corresp.“, Fürst Bismarck. dessen Cur in Kij ingen günstig
derlaufeu sei, werde sich nach einem kutzen Aufenthalt in Berlin
nach Barzin begeben.

Der Buchdrucker ist nach einem Erkenntniß det Ober⸗
Ttibunal⸗Senats füc Sirafsachen vom 29. Juni d. J. nur filr
die Angabe seines eigenen Namens (Firmi) auf der Drucschrift
haftbar, dagegen hat er für die Nichtaennung des Namens des
Verfassers, resp. Herausgebers der Deugschrift, falls er zur Be⸗
eichnung dieser Namen nicht beauftragt ist, necht einzustejen.

Die Belastung eines Grundstückes mit einer unkündbaten Hypo
defy, unter dem Vorbehalt, daß bei einer Veräußerung des ver—
Fändeten Grundstückeß die Hypoth;k gekündigt werden kann, raäumt

J dem Hypotheken⸗guhaber nur für eine anzemessene kurze Zeit nach
stenntnißnahme : der Veräußerung ein Kändigangkrecht ein. Läßt
dieser digegen einen längeren Zeitraum verstreichen, und acceptirt
er inzwishen vom neuen Besißer des Grundstückes die fällig ge—
wordene; Zinsen, so bat damit der Hypotheken⸗ Inhaber für den
ir · inigen VerLußerungsfall auf sein Kündigungsrecht verzichtet. Er⸗
leuntniß des Rechts ⸗Oderhandels gerichts, J. Senat von 23. Juni
dieses Jahres.
Ausland.

W'en, 25. Jali. Das Gerücht, die Staatseisenbahn habe
vom Kriegsministerium Weisung echalten, bis 15. August 100 Sa⸗
miats · Waggons bereit zu stellen, ist nach der „N. Freien Pr.“
zuf folgendes Thatsächliche zurückzuführen: Seit mehreren Monaten
hon schweben zwischen der Regierung und den Bahnverwaltungen
interhandlungen, damit für einen Kriegsfall 600 gewöhnliche
asiwaggons in Sanztätswaggons umgewaudelt werden können.
rs sind deshalb in Prag 6 Waggons in der gewünschten Weise
doptitt worden, deren Prafung bereits stattgefunden hat, und
eute wird im Kriegsministerium die letzte diesbezügliche Berathung
bgehalten. Nach den bdisherigen Unterhandlungen würden von
en erwähaten 600 Waggons 120 auf die Staatsbahn entfallen.
rin Termin füc die Ausführung wurde überhaupt nicht gesetzt,
zud schon daraus ist der Charakter der ganzen Maßregel als der
iner rechtzeitigen, durch die gewöhnlichste Vorsicht gebotenen Vor-
eteitung jür den Kriegsfall zu entnehmen. Was die ungarischen
Bahnen beirifft, io haben dieselben, wie unlängst in Pester Blattern
ju lesen war, ahnlsche Weisungen von der Regierung erhalten.

Wien, 26. Juli. Das „Fremdenblatt“ plaidirt für die
Unnexon Bosniens durch Orsterreich. Eß bezeichnet d'e zwischen
»er Türkei und Rumän en statifindenden Verhandlungen als nicht
esorgnitzerregend. — Nich dem „Tagblait“ ist die Abdankung des
zultans als sicher zu betrachten.

Wien, 26. Jul‘. Der „Polit. Corresp.“ werd telegraphisch
uus Türkisch-Brod gemeldet: Unter der muhamedanischen Bevölkerung
der Mutessariflihs (Gouoecnements) Baajaluka und Zwornit und
pesondets in den Kalwataneten Derveut und Teschany werden zahl⸗
reiche grüne Fahnen vertheilt. Die Hodschas bereiten die Recht⸗
zläubigen auf die Eutfaltung der Fahne des Propheten vor. Der
Schrecken unter der katholischea, griechischen und jüdischen Bevölke⸗
ung ist ungeheuetr. Die österreichrsche Grenze ist von türkischen
Wach‘ posten abgesperrt, dee Jederminn den Uebertritt auf das
osterreichijche Gebiet wehren. Die Verwirrung ist unbeschreiblich.

Paris, 25. Juli. In den beiden Kammern hat es in
den letzten Tagen heiße Kämpfe abgesetzt. Im Senate wurde das
Ministerium empfindlich geschlagen, das ein eben erst erlassenes
Gesetz um der Republikaner willen wieder abschaffen wollte. Na⸗
mentlich Labonlaye trat in gerarnischter Rede dagegen auf und
vird nun in der radkalen Presse in jceder erdenklichen Weise be⸗
chimpf:. So viel ist jetzt sichre, doß im Senate eine compakte
onserba!ip clericale Majornat bestedt, welche einen, Conflitt mit
der z veiten Kammer p.ovociren und deren Auflösung herdeiführen
pürde, wenn sie den Präsidenten offen auf ihrer Sene wüßte.
— In der Abgeordnetenkammer verlegt sich der Bonapartist Cassag⸗
nac darauf, die Radicalen zu ärgern und Scandalscenen hervor—
zurufen. Dadurch wird die Versammlung dacreditirt und die
Rechte coasolidirt. Als vor einigen Tagen dem Mmister des
Innern ein Vertrauensvotum gebracht werden sollte erhoben sich
oon 530 Mitgliedern nut 350, so daß auch hier eine nicht unde⸗
deutende Opposition bestedt. Wenn sich aber die Partesen noch so
jehr schimpfen und angreifen, in einem Pankte sind sie einig, wie
man es in den nächsten Tagen sehen wird, in der Bewilligung un;
zeheurer Summen für dis Heer. Für das Jahr 1877 werden
zu diesem Zweche 565,630,000 Fr. verlangt, 35 Mill. mehr alz
in diesem Jahre bewilligt sind, und weit meh?, als Deuitschland
für Kriegszwecke aus zibt. Dis Land ist aber auch unerschöpflich
ceich, es lom at mir fast vie ein Shwimm vor, der alle Reich—
        <pb n="414" />
        humer Europas aufsaugt. IDie Franzosen find nicht wenig stolz,
doß auf das Anlehen der Stadt Paris, die 100 Mill. Francs
jordert,s Milliarden gezeichnet wurden, und die „Ag. H.“ stellt
höhnisch XLDDDD
jchen Eisenbahnanleihe gegenüber das allerdings viel zu denken

gibt. Die Ernteberichte lauien im Ganzen ziemlich befriedigend,

man erwartet eine Mittelernte. Der Wein steht sehr gut, wo
die Philloxera nicht ihr Wesen treibt, die neuerdings wieder Fort⸗
schritie in der Gitonde gemacht hat..

Die franzoͤsische Regierung hat in Rußland eine bedeutende
Anzahl Pferde (wie es heißt, fünftausend) zu hohen Preisen an⸗
laufen kassen.

Paris, 25. Juli. Die Pariser geographische Gesellschaft
hat die große Medaille zur Erinnerung an den letztjährigen geo⸗
araphischen Congreß ausgegeben. Sie wurde unter Anderen zu
Theil 10 deuischen Gelehrten, dem deutschen Botschafter Fürsten
Hohenlohe und den Boischaftsmitgliedern Lindau und Stumm,
welche bei dem Congreß als Commissarien fungirt hotten. — Die
diretten Steuern vaben in diesem Halbjahr 45,.967,200 Francs
mehr als im gleichen Zeitraum des vorigen Jahres eingebracht.
Der Ertrag der indirekten Steuern war in den bisherigen 6 Mo⸗
naten dieses Jahres 983, 288,000 Francs, 70, 262, 000 Francs
mehr als im Budget vorgesehen und 14,193, 000 Francs mehr
als in gleicher Zeit vorigen Jahres.

Während russische und österreich sche Zeitungen sich gegenseitig
nit jenen Liebenswürdigkeiten regaliren, velche gewöhnlich die Vor⸗
länfer ernstlicher Verwicklungen zu sein pflegen, sucht man in den
oberen RNegionen nach Kräften abzuwiegeln. Die gleichzeitig rujs⸗
sischen und österreichtschen officiösen Mittheilungen gastlich geöffnete
Politische Correspondenz“ berichtet zu diesem Zwecke von einer
angeblichen Aeußerung, welche Kaiser Alexander in diesen Tagen
gdeshan hätte. „Es soll Niemandem so leicht gelingen, sagte der
That, zwischen uns und Oesterreich den Samen der Zwietracht
zum Aufgehen zu bringen.“ Dies eine jener Aeußerungen, bemerkt
die Correspondenz, aus den letzten Tagen, welche von Kreisen dem
Kaiser nacherzählt werden, die iin der Lage find, sie gehoört
haben zu können. In der That scheint auch, daß die bisherigen
HMittheilungen über den Inhalt der Reichstadter Verabredungen urcht
ganz erschoͤpfend gewesen seien.

Heute beginnt man bereits den Zeitpunkt zu fixiren, wann
die großmächtliche Intervention im Orient ihren Anfang nehmen
joll. Obgleich die dresbezügliche Nachricht noch nicht verbürgt ist,
derdient fie doch Beachtung, weil mehrfache Anzeichen darauf jchließen
jassen, daß man wieder einmal ver einem Wendepunkte steht. Es
heißt, die Großmächte würden in der ersten Hälfte des Vionats
August zuerst mit einer diplomatischen Fordecung an die Kämpfen-
den herantreten, eine Waffenruhe abzuschließen and die völlige
Beilegung des Konflikts den Großmächten zu üverlassen. In Reich⸗
stadt sei vereinbart worden, den Vorgängen einen Monat lang
vollständig passid zuzuschauuen, und diun Siellang zu nehmen.
Dieser Termin würde demnach am 8. August abzelaufen sein.
Auf die Thatsachen gestützt, daß der Krieg in eine furchtbare
Metzelei ausgeartet sei, und daß gleichwohl eine entsch ide de Wen⸗
dung dergedens auf sich wacten lasse, sollen die drei Kaisermächte
die Zulimmung der anderen Großstaaten zu einer Midiation in
dem angedeuteten Zeitpunkte erstrebt hahen. Os sie diese Zustim⸗
nung bereits erhielten und unter welchen Bedingungen, resp. auf
velcher Basis die Medtation statthaben solle, wird nicht gesat.
Gleichzeitig erfährt man, daß der serbische Vinister Rist es eine
Denkicht'ft ausacbeitet; welche allen europäuschen Cabinetten zugestellt
und bei den gedachten großmächtlichen Berathungen üdber die künftige
GRestaltung der Dinge im Orient berücsichtigt werden joll. Es ist
demnach nicht unmöslich, daß der vielfach vent'lirte und belanmlich
in verschiedenen Formen aufgetauchte „Theilungsplan“ wirklich
hald auf die Tagesordnung gesetzt werde.

Bestätigt sich dieß Meldung, so kann man getrost behauplen,
daß wir den Brennpunkt der Ocient-Eceianisse erst nock vor uns
qaben.

Bom Kriegsschauplatz. Die Serben verlegen sich auf's
Retiriten: ihr Hauptquartier ist schon nach Tschuprija an der
Morawa zurückverlegt. Dott wäre etwa der Punkt, wo die von
Osten (Saitschar) und von Süden (Nisch) her vordringenden tür—
tischen Arme. corps zusammentreffen müßten. Zwischen Tjchernajff
und Ljeschanin sollen Mißhelligleiten ausgebrochen sen, indem Er⸗
stserer Leßteren beschuldigt, er sei an allem Unalück schuld. Das
Gerücht, die Türken hätten die Höhen um Saitschar beseßt, hat in
Belgrad großen Schrecken verurjacht und schon veginnt man dort,
seine Werthsachen über die Donau nach Ungarn zu schaffen. —-
In Bosmien sollen. die Hadschas die muhamedanische Bevölterung
zuf die Entfaltung det Fahne des Propheten vorbereiten, was
anter den Christen einen großen Schrecken erregt hat, da sie den
Ausbruch des religiösen Fanatisumus furchten.

Während man aus Konftantinovpel telegraphirt: „Die

bom Kriegeschauplatz vorliegenden Nachtichten lassen eine entschei⸗
dende Aktion als unmittelbar bevorstehend erwarten,“ louthit aus
Belgrad, die niederschmetternde Veldung: „Der ferbise General—
stab hat beschlossen daß General Tschernajeff dlle bei At Palanta
und Babina Glava bisher inne gehabten Positionen verlassensolle,
da Abdul Kerim Pascha sich leicht in Besitz derselben setztu lönne.
Damit ist der Rüchzug der Serben eingestanden und die Kriegs⸗
kunst Tichernajeffs hat fürs Erste Fiasko gemacht, da woͤhl ange⸗
nommen werden darf, daß die geräumten Positionen n'cht: gutwellig
aufgegeben wurden. J

Die Offenüvbewegung des tkürkischen Heeres ist somit nach
abereinstimmenden Nachtichten aus beiden Legern mit sehr. glücklichem
Erfolge eingeleitet worden. Für die Beuriheiln g des tüürkischen
Operationsplanes ist namentlich das Gefecht bei Geamada,! nordost—
wärts der eben verlassenen serbischen Positionen, von hohem mili—
rärischen Interesse. Ddie serbische Heeresleitung scheint nach Allem,
vas über die Siellungen der serbischen Truppen bekannt geworden
it, in der festen Ueberz ujunz sich vetrannt zu haben, daß die
ürtische Armee ihren Haup'stoß entlang der Straße von Nisch nach
Deligrad führen werde. Und n der That — Nichts- konnte für
die Serben- erwünschter jein, als dieses. Von Topolitza augefangen
bis nach Altxinatz in einer Länge von W Vieilen, hätte Tschernajeff
vinter den aus der Kozren Planina der Morawa zufließenden Wasjer⸗
läufen nicht weniger denn 4 Positionen gefunden, von welchen jede
tinzelne derselben den Türken tagelangen Aufenthalt und Tausende
pon Leuten hätte kosten können. Ber Altxiuatz vollends, in jener
außerordentlich vortheilhaft siturten Veciheidigungsstellung, welche
in der Front durch die Stricsev tza, in der rechten Flanke durch
die Morava und im Rücken durch die Festung Deligrad marklirt
pird hätten die Serben bhürn felbst einen dreifach überlegenen
Pcht die Stirn zu bienen dermocht, ohne — gestützt auf das in
nächster Nähe gelegene Teligrad — bei einem ung instigen Ausgange
des Gefechts eine enticheidende Niederlage defürchten zu müßen.
Die Vorgänge bei Gramada, einem serbischen Orte am nördlichen
Abhange der Tori-Stars⸗Planina, beweisen, daß Abdul · Kerim⸗Pajscha
die Situanon ebenso richtig wie Tschernajeff beurtheilt hade und
zurchaus nicht gewillt sei, diesem den Willen zu thun. Der türkischt
Dpetauonaplan ist erfichtlich darauf angelegt, die Morava⸗Armee
hon der Timok ⸗Armet Leschjanins zu rennen, Letzteren — wie der
zu⸗ichzeitig mit dem Vormarsch auf Gramada erfoigte Sturm auj
die Verschanzungen Saichats zeigt — nordwärts zu drangen, mu
der Hauptarmee aber in der Richtung auf Razsan gegen die Bers
dindungen der serbischen Haupiarmee unter Tschernajesf loszugehen.
Daasß unier solchen Verdaltnissen Tjchernajeff, ohne sich einer
höcht pretären Lage auszusetzen, auf den füdwestlichen Abhängen
der KozrenPlanina — der vielgenaunten Babina Glava — nich!
lange verharren konate, leuchtet ein. Gleichze tig hat auch vom
Südwesten her an der Ibarliuie die Pforte die Offensive er zrijffer
RNach ener amtlichen Meldung hat eine aus Sotchaniza (soll wohl
he gen Sienitza) abgegangene Aothe lung turkischer Truphen die
jerbische Grenze überschritten und die Serben zurückgeschlagen, welche
300 Todte verloren. Drei serbische Dorfet wurden in Brano
gesteckt. Abdul Kerim ißt bereits in Nich eingetroffen.

Gerüchtweist verlantet, daß uoter den Gepuck, welches Sulei⸗
man Pascha den Serben dei Babina-Glava abgenommen hat, eine
orrespondenz Tjchennajeffs mit dem russischen Kriegsminifterium
auf zefunden worden sei. Tichernajeff soll sich darin üder die schlechte
Disiplin und ungenügende Bewaffnung det Serben bellagen. Offr
ziell wird dieser Fang keineswegs bestätig:.

In den Vereinigten Staaten gewennt der Indianerkrieg immer
mehr an Ausdehnung. Die Cyhayenne baben sich den Sioux an⸗
geichrossen, und nicht weniger als drei Generale mit 6000 Viann
werden gegen die Aufrührer ins Feid geschidt. Eit. sehr schwie⸗
riger Kcieg! Man hat augsgerechnet, daß jeder getoͤdtete oder
gefangene Indianer dem Staate Unlosten von 30,000 Dollars
derursacht. So vieler Umstande und Vorbereitungen drauche es,
um jeger wilden Kavallerie der Prairie, die heute hier. morgen dort
auftaucht. irgend einmal habhaft zu werdeen.

Einige Bemerkungen über die Neuleauzß'sche Kritik der

deuischen Industrie.

Die in Bonn erscheinende „Deutsche ereins⸗ Cotrespondenz“
nüpft: an das viel besprochene Reuleaux'sche Urtheil über unsere
Industrie einige treffende Bemerkungen, denen wir Folgendes ent⸗
nehmen nach dem Satze: Höre auch den andern!

Der große logische Fehler, welcher darin lag, das Verdammungs⸗
urtheil über die deutsche Industrie auf Ecund des in Philadel phia
Uusgestellten auszusprechhen und fomit jene mangelhafte Ausstellung
als treue Bertretung unserer ganzen Industrie hinzustellen, st schon
nehrfach getadelt worden. Was trotz der unglech zahlreicheren Bee
heitigung weder in Londoa noch in Paris und Ween statthaft war,
zas Ausgestellte als das wirkliche Spiege!bild der Production eines
Landes zu betrachten, trifft gewiß dei einer amerikanischen Aus—
        <pb n="415" />
        sellung am wenigsten zu, da specickl Deutschland in vielen'jeiner
esten Branchen Keine Vetanlafsung hatte⸗, die Ausstellung jenes
hutzzollumschlossenen Landes zu beschicken. Odm es ferner des Chefs
mer deutschen Commiffion, welcher die deutschen Interessen zu vere
desen und die nationale Würde aufrecht zu echalten hatte, Sache
var, schon jetzt mit cinem solchen Urtheil öffentlich hervorzugehen,
st doch mehr als zweifelhaft. Nicht als -ob wir Freunde eines
Julen Bertaschungssystems wären — solche Schüden werden ja
richt mit Rosenmasser geheilt — allein wie ganz andeis würde
as Urtheil werken, wenn es nicht, wahrend der Kampf noch
chwebt, jcheinbar. zm ersten Groll über die den Erwartungen nicht
ansprechende und auch die Stellung des Schreibers selbst drücende
naugel hafte Repräsentation der deutschen Industrie geschrieben und
neinen Feuilleton-Artikel aredergelegt, sondern in einer abschließen⸗
en Bewrachtung auf Brund der Aussprüche det Jury und eines
ingehe aden Studinms der Leistungen aller Lander in dem üblichen
mulichen Berichte veröffentlicht worden wäre! Jetzt beklagen sich
e deutichen Judustriellen mit Recht, daß man sie regierungsseitig
nit allen Mitteln zur Beschickkung der Ausslellung bewogen habe,
im fie dann dem uͤngerechten Urtheile nicht irgend eines Journa⸗
isten, sondern des Haupibertreters ihres eigenen Landes auszufetzen.
ind zwar ·˖ zu einer Zeit, wo momentan mit diesen Tadel wenig
u helfen, dagegen viel zu schaden war. Und niit dieser gerechten
Zlage drücken sie sich au der Verantwortlichkeit für das meiste von
denn, was in der Nulegaux'schen Kritik Richt'ges enthalten ist,
möglichst vorbei.

Udd nun erst alle reichsfeindlichen oder sonst mit uunserer
zutwicklung unzufrie enen Parteien, Richtungen and deren Organe!
Welches Wotser arf deren Rühle die tatwoüen Ausdrüdee des Di«
lors der Berliuer Gewerbeocademie über d utschen Patrotismus.
Chauvinismus und Byzontinismus, die deutsche Mijssion, Red
rinces und Krupp'sche Källing machines gewesen sind, davon
lberzeugt jeder Blick in jene edlen Blätter. Zwar ist es aus dem
ewundenen Wortlaute des Aufsatzes nicht ganz klar zu- ersehen.
bieweit sich Herr Reuleacx die von ihm reprod citten Urtheile der
merikanischen Zeitungen zu eigen macht, allein die çanze Tendenz
enes Aufsatzes maqcht ihn für den Mißbrauch der damit getrieben
dird deraniw⸗ctlich. Wer so wenig den Muth nunseres gewiß noch
ange nicht im Ueberfluß vothandenen Patriotismus hat, daß er
ich über 2 Sedanbilder uud die guten und schlechten Reproduc⸗
iomen unseter vaterläud schen Helden in allem möglichen und un⸗—
võglichen Material so aussprechen. kann, wie es der Vertreter
Deutschlands gethan hat, der ist grwiß niht der v ssendste Rann
ãr die ihm üderirazene Siellung, so groß et auch als Techniker
ein mag. Da nöze er nur zunächst einmal bei den Ultramon—
anen in die Schute gehen und von denen lernen, wie man selbst
den banalsten Ausdruck großer oder für groß gehaltener Id en
espectvoll behandelt, um eben diese Ideen auch nicht der geringsten
Gefahr der Mißachtung auszusetzen!

Und was soll die Nedewendung über die zu große Ausdehnung,
welche man dem Raume gegeben habe, der den strupp'schen Fab⸗
atalen, diesen Unicum dec deutschen Industrie, eingeräumt ist?
Meint Hert Reuleaux vielleicht, man habe diese Kanonen im West⸗
jascheniscmmat comprimiren konnen 7? Daß neben ihnen nicht eben
o gtroßartig deutsche Demspmaschinen ꝛc. gleichen Raum bean⸗
pruchen, ist doch sicherlich nicht Schuld einer q auvinistischen Auf
afsung der deutschen Pii sion seitens der deutschen Ausstellungs·
Tommastion, sondern einfach Folge des amerikanischen Schutz;zollsystems,
relches den Export solcher Maschinen nach Amerika berhindert.

Vermischtes.

fQaisferslautern, 20. Jul'. Heute Vormittag trat auf
vem hiefigen Stadthause unter dem Vorfitze des Regi rungsraths
Scharnberger eine Comm'ssion, bestehend aus Forstlenten, Zerbern
mnd Veriretern don Gemeinden zusammen, um die Marktordnung
ür den hier projectirten pfälzischen Lohrindenmarkt festzustellen und
zie soustigen Vorhereitungen für denselben zu treffen. (K. 3.)

' Kaiserslautern. Dem Infirumentenmacher Frauz
Ofaff dahier iß von der alusstellungs⸗Jury in Philadelphia eine
Medaille zuerkannt worden.

Ktirhheim a. Ed. Burgerme slet Chr. Deffine, welcher
wegea Faͤlschuag eines Wadlergebnisses vom Bezirlegericht Franken⸗
dal zu 14 Tagen Gefängnißß verurtheilt worden war, ist auf
rhobene Berufaug vom Appellat:onsgexicht freigesprochen worden.

Ixhein, 25. Juli. Das gesteen Nachmittag nach 2
Ahr uͤbe unsete Gemarkung gezogene Gewitter hat boe gehaust.
Die Getreidehalme liegen wie zerureute Büschel auf den Aedern
imher; die staetsten Obstbaäume sind im Stamme zerrissen und die
bedcend in wens Ferne geschleudert; 50 Poppelstamme an der
doönen Thalallee, von 120 —2 Fuß Durchmesser, liegen bis zur Erde
erfplitterr umher. Zum Glüde dauerte der Sturm nur wenige
Minnien, und die Kartoheln und andere Feldgewächse erlitten

veniger Schaden. Auch die Beschädigung an den Dächern im
Dete selbst ist erträglich. (Zw. 3.) J
Worms, 28. Juli. Die Landwehr⸗ und Reserve· Officiere
r benochbarien Landwehrbezirke von Baden, Bayern, Hessen,
Württemberg und Preußen beabsichtigen am 13. August nächsthin
a Vensheim eine Zusammenkunft zu veranstulten zum Zwed der
Anbahnung eines auch auf, persönliche Bekannischaft gegründeten
ameradschaftlichen Verhältnisses. (6W. 8.)
Worms, 26. Juli. Gestein gegen Abend kam ein patrouil⸗
itender Gendorm in der Gemarkung von Leifelheim, wo gerade
in Theil der hiesigen Garnison Felddienstübuugen machte in die
Nähe eines auf Vorposten stehenden Angehörigen dieses Truppen-
heiles. Der junge Krieger wart pon dem Ernst und der Wichtig⸗
in der ihm üderiragenen Dienstverrichtungen so erfüllt, daß er den
jarmlos daher reiterden Wächter des Gesetzes, als dieser weder Losung
noch Feldgeschrei wußte, kurzweg anhielt, vom Pferde heradsieigen ließ
ind mit verbundenen Augen ins Feldlager vor den Commandeur
ührte. Ob hier der junge Zrieger wegen seiner außergewöhnlichen
zeflissenheit in Ausubung der ihm Abertragenen dienstlichen Ver⸗
ichtungen besonders belodigt wurde;, blieb dem Berichterstatter mit
dem Schleier des Dienstgeheimnisses verdeckt. W. 3.)
FVier junge Leute machten in der Nähe von Konn auf
dem Rheine in einem Nachen eine Vergnügungsfahtt. Hierbei ge⸗
iethen sie auf das Tau, mit welchem der seitwärts voe Anlker
je ade Salondampfer . Deutscher Kaiser“ am Lande befestigt war.
der Nachen schlug um und sämmil'che Insaffen stürzten in den
„lrom. gZwei derfelben ertranlen. Die beiden anderen wurden
seretiet, und zwar der eine von einem Matrosen des Salonbootes,
zessen muthiges Verhalten öffentliche Anerkennung verdient.
Ein Schneider zu Obertirchen applizirte vor Kurzem
einem Schuster eine Ohrfeige. Der JInsultiri⸗ stürzte zu Boden
ind erlitt einen Schädelbruch, infolge dessen er 5 Tage darauf an
ʒehirnerschütterung und Entzündung starb. Der auch —X
eleumundeie Schneider hat sich dieserhalbe vor dem loͤniglichen
zZuchtpolizeigerichte wegen fahclässiger Todtung verantworten müssen,
u cuer jechsmonatlichen Gefangnißnißstrafe verurtheilt.
4.Berlin. Eine ergreifende Illustration zu unseren Zeit⸗
erbälinissen wird'uns in Rachstehendem mitgetheik: Am letztver⸗
lossenen Mittwoch saß der Major a. D. v. B. gegen Abend auf
ur Bant an kiner wenig beiebten Stelle des Thiergartens und
ahte von eiaem Spaziergange aus. Nach einer Weile zog er sein
hortemonnaie aus der Tasche, öffnele es und nahm den Ührschlüssel
ous, um seine Uhr aufzuziehen. Plötzlich, wähtend er noch das
edffrete Portemonnaie in der Hand hielt, griff eine Hand in
zasselbe, raffte im Nu einige Geldstücke zwischen die Finger, ließ
ber, bevor der Major sich von seinem Staunen erholt hatte, die
zeute 1w eder fallen. Die ganze Atiake war das Werk eines Augen⸗
l des, der Major, ein hochgewachsener Mann, war aufgesprungen
ind sah sich einem kleinen untersetzten Menichen gegenüber, welcher
itiernd mit, schlaff herabhängenden Armen vor ihm stand. Der
Mensch war schlecht gekleidet und doch von einer gewissen Saubder⸗
en. Als der eruste Blick des alten Soldater auf ihn fiel, saul
er noch junge Mann in die Kniee, hob die Hände empot, und
hränen der Reue rannen ihm üder die Wangen. „Stehen Sie
uf . herrschte der Major ihn an, „wie können Sie, zumal auf
ffener Landitraße stehlen wollen? Schämen Sie sich nicht d
Verzeihung,“ brachte der Measch mühsam heraus, — „das Elend
er Meinen ist zu groß; o fägen Sie dem Jammer nicht noch die
zchande hinzu, — ich würde sie nicht überleben.“ Hert von B.
serieth in Zweifel, was er beginnen sollte und ob der Mensch die
Wahrheit saue. „Wo wohnen Sie?“ fragte er plötzlich: „...Straße,
Nr..., 4 Treppen,“ autwortete der Mann. Kommen Sie mit
nit! Beide gingen nach det Chausse zu. Der Mensch erzählte,
er sei Handwerler und habe früher seine Familie auskoͤmmlich er⸗
nährt. Jgcht aber sei es nicht mehr möalich; die unsäglichsten An⸗
—E Freunde
danten nicht mebt helfen, Werthstücke hade er nicht mehr, der
Fxetutoe hade Alles abgeholt, das Elend in seiner furchibarsten
Hestalt sei an die Seinen herangetreten, und da habe er in einer
Auwandlung von Verzwe flung vochin beinah ein Verbrechen bi⸗
jangen. — Am großen Stern bestieg der Major mit feinem
Begleiter eine Deoschke und dirigirte den sutscher nach der ihm
vorhin bezeichneten Wohnung,“ indem er den jungen Vaann schatf
Feobachtete. Man kam und sltieg die vier Treppen hinauf. Zwei
dinder, im Alter von 2 und 3 Jahren sprangen dem Valer ent⸗
zegen, mit einer Froͤhlichteit, die seitsam mit ihrem Aussehen kon
rastirte. Eine junge abgehaͤrmit Frau saß mit einem Säugling
im Fenster und starrte den Gast verwundert an. „Was mitgebracht ?
iefen die Kleinen. Der Vater überhörte eb uund wehrte sie ab.
Der alte Soldat sah sig in dem Zimmer um und schüttelte mit⸗
eidia den Kopfj — der Mann hatte nicht zu vrel gesagt. Hier
errschte ein Uebermaß des Jammers, nicht einmal Betten waren
och borhanden und das Herz des alten Majots ward wrich. Ec
        <pb n="416" />
        legie, ohne ein Wort zu sagen, ein Zwanziomarlstüd auf den Tsch
und schrieb dem Manne auf einen Zeitel die Worte: Melden Sie
fich am Freitog früh beim Fabridbesizer B. in der W. straße uud
geben Sie ihm die beiliegende Karte.“ „Küßzt dem Herrn die
Hand!“ schrie der junge Mann und hielt die Hände vor's Gesicht.
Der Major war schon auf dem Flur, indessen die unschuldigen
Fleinen ihm naqhlicfen. Wir können noch hinzufügen,“ daß der
Mann seit Freitag beschäftigt ist. Um den Denlstein aber, welchen
——2—
Einladung.

d
Lrioger-

Véroéin-

SBt. 3l 6t —VV

begeht am Sonntaq, den 80. Juli Zas Fet jeiner
Fahnenweihe
wozu alle Freunde Tüd Bduner hiermit eingeladen werden.
Begunn der Feierlichteit: 11 Uhr ————
—* DHer I. Vorstand.
Das Hexrren⸗ Knaben—
Ritleider⸗Magazin
L. AcKer ma n
8t. Ingbert, neben der kath. Hirche, im Hause
des Hru. Kling

empfiehlt eine große Auswabhlefertiger
Herren⸗ EKnabenlbeleider,
Damenjaclen- Käcdehen,

Jaquets und Sacken
in allen Farben und Qualitäten und verkauft solche der
vorgerückten Saison wegen zu Pedeutend herabge-
—XRX Preisen.

—e, Anzüge nach Maaß—
werden in kurzer Zeit nach den nenesten Moden elegant
und billig angefertigt und steht hiezu Musterkarte zur
Verfügung.

Unm verschiedenen Anfragen zu begegnen, bemerke,
daß meine Filiale in St. Ingbert wie früber fortge⸗
führt wird.

B. Ackermann

Zweibrücken, St. Ingbert,
Mühlgäßchen neben der neben der kath. Kirche

Schloßmühle.

—AXXXXC
Einem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich
zu meiner;

⸗ 6 —
Kunstfärberei K Druckerei
eine chemische Wasch und FleckenreinigungsAnstalt
errichtet habe, in welcher Herrey-Garderobe, Unisormen, sowie Da⸗
menkleider, Costüm's, vou den zartesten Geweben bis zu den schwersten

gewirkten Stoffen

—— Zrunzertrennt4
mit sämmtlichen Garuituren, sodann Teppiche, Cochemir, Shawls,
Goldssickerei, Federn, Schwanenpelz chemisch gereiuigt und wie neu
hergestellt werden.

Ph. Bloch in Saarlouis.

Annahme für St. Ingbert und Umgegend befindet sich bei

Herrn H. Fischer in St. Ingbert.

Redaktion Druck und Verlag von

der altie: Major sich im Herzen der armen Familie ge'etzt hat,
dürsten Viele ihn beneiden. (. Tribũnt.“)
Hienstesnachrichten.
Bezirksgerichts rach Koch von Ktaiserslautern ist zum Bezirks—
Jerichtsdirettor in Frunkenthal, Landrichter Scheerer in. Wald mohr
Ind II. Staatsanwalt Woif in Frankeuthal find zu Bezirlsgerichts«
äathen in Kaiserslautern ernannt.

— — — — Xäà ôσ αασ.: —EIZCLXLCEMEECC
Fr e eeelen veramwocinih: U. *. Demeß.
—
Versteigerung eines Z8
Häuschens auf den 50 Schoppen
Abriß. Milch abzue ben bei
Montag, den 81. if. Mis, M. Thierny, Bader.
des Nachmmqgs um 5 Uhr, zu
St. Ingbert, in der Wirthsbe⸗
hausung des Peter Jung, läßt
Vauußternehmer Philipp
Bang von Landau das da⸗
hier auf'm Hahnacker, in der
Jdähe des Eifenbahndammes
stebende Arbeiterhäuschen auf
den Abr'iß öffenil'ch versteigern.
Aus Auftrag
Das Geschäfisbureau
k. Bechthold, St. Ingbert.
Fruwi⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Pieise
der Stadt Zweibrücken vom 27.
Juli. Weizen 9 M. 78 Ppi.
orn 7 M. 85 Pj. Gerste Zreih.
— m.— Pif. Gerste Areihige
M. — Pi. --Sreilz R. -
Bf. Hafet 9 M. 75 Pf. Kare
offeln 3 M. 20 Pf. Heu 3M.
50 Pf. Stiꝛoh 4M. — Pf. per
Fentner. Weißrrod Us3 Ko.
30 Pf. Kornbrod 3Kilo 783 Pj.
itio 2 Kilo. 49 Pf. dit:o 1
dilo. 25 Pi. BGemischlbrod 8
dilo. 87 Pf. 1 Paar Wech 190
Hramm 6 Pf. Spelzkera O0 M.
— Pf. Dinkel d M. — P. Misch⸗
rucht — M. — Pf. Rirdfl. J.
Qual. 58 Pf. 2. Qual. 52 Pjf.
salbfl. 48 Pi. Hamfl. 52 Pi.
Schweinefl. 60 Pf. Butict1
M. — Vf. per Pfund.

De jruher Carl Weiß—
gerder'sche Haus int
zu vernneihen.

Naheres bei W. Kahn
hier.

— — — —

ben erschien:
dtandko, op. 28 Hoft III
TPeI- OGCIMñVOnhASSCV.
Sammlung der schönsten Melodieen, als letehte
Uluvierfantasieen und mit Fingersatz versehen.
Nr. 13 —18 à 1 AMKk. Zusammen in 1 Hefte 8 Mk.
Inhalt:: Nr. 18. Die blauen Augen. Nr. 14. Der Dreispann.
(Seht ihr drei Rosse.) Nr. 15. Der rothe dvaratan-
(Nab' nieht, liebe Mutter.) Nr. 16. Santa Lucia. Xr.
17. Bleib bei mir. (Wenn die Blümleiu.) Xr. 18.
Der Tyrolor und sein Kind. (Wenn ieh mich nach der
Heimath sehn'n,)

Ileft 1 érschien bereits in dritter Auflage.

Heft 1-8 Befere zusammen für den Subscriptions-
preis von MKk. 4. 50.

Alle Herron Lehrer, welche die bereits erschie—
nenen Nummern kennen lernten, Ausserten, dass für
Antanger im Clavierspiel kaum etwas gefunden werden
xõnne, weleches das Praktische mit dem Nützlichen
so verbinde, wio Standke's Octavenhasser.
Gegen Finsendung des Betrages versende ich frapeo.

νν n. nger,
⏑—8⏑⏑⏑———
rnten- Aandlung.

—E

F. X. Demeß in St. Ingbert.
        <pb n="417" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (Z2 mil wöchentlich mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltun zsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei,

lage), erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sountag. Der Abonne mentopreis beträgt vierteljährli q

l Mart 20 R.Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärtsmit 15 Pfz. fur die viergesptene Zeile Blattschrijt oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pig. pro Zeile berechnet.
M 120. 4 Eonutag, den 80. Juli 9J 1876.

— öVAA
— e —

— —
.Deutsches Reich. —
Mäanchen, 24. Juli. Der Jahresbericht des General—
tomitoͤ des landwirthschafilichen Vereins in Bayern pro 1878
enthält über die Arbeiterverhältnisse! foigende Notizen: „Die At⸗
veiternoth ist nach unserer Ansicht auf ihrem Höbepunkt angelangt;
sie kang nicht mehr zunehmen, sondern wird unzweifelhaft wieder
geordneten Verhältnisen Platz machen. Sie war eine Folge der
übermäßin entwickelten Industrie und des unnatürlich gesteigerten
Baues von Eisenbahnen. Beide Ursachen sind zur Zeit nicht mehr
n solchenn Maße vorhanden und es ist vorauszusehen, daß die Ruck⸗
wirkung auf die Ardeiterv⸗rhältnifse nicht ausbieiben wird. Jũ
rinzelnen Gegenden, z. B. der Pfalz und Oderdayern hat man
dem Mangel an Arbeitern durch Herbeinehung von jfremden Ar⸗
veitern und zwar olchen aus Ostpreußen zu steuern versucht.
Solche Aushilfe ist jedoch immer nur ein Nothbehelf und kaunn
auf die Dauer de edel nicht gründtich abhelfen. Ferner; „Die
strediwerhältnisse sind unter dem Emdruck der allgemeinen Lage
der Lardwirthschaft nicht sehhr befried gend. Mau mächt leider die
Wahrnehmung, daß selbst wohlhäbende Landwirthe genöthigt sind,
Kapitalien rouiznehmen, um laufenden? Verbindlichkeiten nachzu-
lommen. Sobald de Verhälmisse im Allgemeinen sich bessern,
wird auch dieser Uebelsiand wieder schwinden. Die industrielle
crisis hat die leichtere Beschaffung des Kapitals auf Grund und
Baden itulll.e ααααιιαX,R Qqlch gemachi.. Allerdinge
leihen diese Banleu uur' als Hybothek dis zum halben Werthe.
des Pfandes; allein es lüßt sich zwe fela, ob überhaupt eine höhere
Belastung des Grundeigenthums noch ein Vortheil für! den Land⸗
ditth ist und sich wirthschaftlich rechtfertigen läßt. Die Hypotheken⸗
danken leihen in der Regel ihre Kapitaliern auf Annuitälen uus
und sichern dadurch den Landwirth vor unzeitiger · Auftündigung.
München,-27. Juli. AWie die . Korr. Westein“verichtet,
indet der Ausflug des Könige nach Bay: eath doch ftatt, und zwar
un den nächsten Tagen. Selbstserstäudlich entzieht sfich Tag und
Sltunde der Abfahrt noch der Offentlichkeit, obwohl alles bier vor⸗
drreitet ist. Ter König wird in seinem ganz kleinen Gefolge zu ⸗
nächst nur von dem Oderststallmeisser Graf bon Hohustein begieitet
ein.

weiteren Entwidelung des blutigen Deamas an der Drina und am
Tmok allerdings ernster werden! Verbieten, mit Strenge zurück⸗
)Rrängen und verbindern'kann die Regierung hierbei Nichiss··
Das ist klar und deutlich gesjprochen. Rußland wäscht sich
die Hände und sagt zu Oesterreich: Hiljst Du mir nicht ernstlich
msere Glaubensbruͤder vom Türkenjoch befreien, so werde ich ge—
wungen sein, die Geister des Panslavismus wider dich loszulassen,
aud dann Guade Dir Gott7 Mau kann nicht offener drohen,
und die Wiener und Pester werden später nicht sagen können, es
habe ihnen an Warnung und Mahnung gefehu. (B. Tabl.)
Der ‚Köln. Ztg.“ zufolge ist von Preußen ein Antrag beim
Buudesrath auf Beschtänkung der Gewerbefreibeit fur vie aͤrztliche
Biaris in Aussicht genommen; es soll nur noch das Ergebniß der
jatistischen Eihebungen über den Umfang der Knipfuscherei abge⸗
vartet werden. Die Uevbelstande, welche die bestehende Gewerbe⸗
reiheit in dieser Beziebung hervorgerufen, scheinen der preußischen
segierung in solcher Stärke' hervorgetreten zu fein, daß Abhilfe
geboten sei.
24

1234
— —
.Bermischtes.
, Zweibrücken, 26. Juli. In der heutigen Sißung des
Zuchtpolizeigerichts dahier wurde das Urlheil vertünder in dem
dteasprocesse gegen vie drei Beschuldigten, welche sich wegen Vetrugs
»urch Taäuschung des Rennkomite's verübt- am Tage der letzien
Wettrennen (September 1875), zu verantworten“ hatten. Ein
ckerer aus Moͤrzheim (Kantons Ländau) hatte nämlich beim vorigen
Kennfeste das Pferd eines Eljasser Laudwitthes mit dessen Einwil⸗
igung hierhergebracht, dasselbe vor dem Rennkomite als sein Eigen⸗
hum und als in der Pfolz geboren ausgegeben“und dadurch die
Etlaubniß erschhwindelt, doß sein Sohn sich mit diesem Pferde bei
den Rennen III und VI, bei denen nur pfalzische Pferde zugelassen
vurden, betheiligen kounle. Bei de den Rennen gewanndeeses
Pferd, das bei den Weißenburger Rennen schon mehrfach gesiegt
hatte, den ersten Preis. Vater und Sohn wurden wegen Betrugs
zu je ein Momat Gefängneiß, der Elsafser Landwirth, der Eigen⸗
hümet des Pferdes, aber wegen Begünstigung zu 8. Tagen Gefaͤng⸗
aiß verurtheiilit. 63Zwelb. 3.)

Dem „C. Anz.“ schreibt man aus A lherssswetler, 27.
Fuli: Bei hiesiger Station ereignen sich gestern Nachmit?ag ein
LUaglück, indem der Bahnarbener Neubauer dus Godramstein, als
ex. um einem einfahrenden Zuge auszuweichen, über das Geleise
urückgehen wollte, mit dem Stiefelabsatze bängen dlieb und hinfiel,
o daß ihm ein Schuttwagen über den Kopf fuhr und sein Tod
augenblicklich erfolgte. 7 .d

In Kirrweiler hal sich der Rhpf.“ zufolge in der
Nacht vom Sonntag auf Montag der etwa 17jährige Sohn des
voctigen Lehrers R. erhängte, nachdem ·er noch Rachmittags mit
einen Kameroden spazieren gegangen war. ...

F.Em Vergmann in Sulz dach neckte seinen Nachbar, emen
Schneiber, am offenen Fenster, während dieser auf dem Schneider⸗
ische saß, durch Kitzeln an der nackten Fußsohle. Darob ergrimmte
der tapiere Schneider und ergriff die Scheere, eine Waffen, die er
vohl zu führen wußte, und stitß dem Bergmann den spitzen Stahl
dicht am Schlüsselhein in die Brust. Erne Schlagader war durd
den Stoß durchgeschnitten und in bobhem Bogen speitzte das Blut
aus der Wunde des sodilich Getroffenen, der in wenigen Minuten
in Verblutung verstarbe Der he! denmüthige Schneider ist inzwischen
estgenommen und sitzt- h nter Schloß und Riegel im Arresthause
zu Saarbrücken. .

t Nach, dem antuichen Sanitälsberichte über eine plötzliche
und gleichzenige Erkrankung einiger Hundert Einwohnet der Stadt
Nordhausen unter Vergiftungosihmptomen äst diese Erktaulung
aach genossenem rohen, Braifle sch erfolgt. Die Schädlichkeit des
gehackten Schweinefleischs ist durch Beimengung von Rindfleisch entt
tanden, welches von einer krauken Kuh hertührte. Die Kub ka

— —
7

Berlin, 27. In Kreisen, die in der Regel für gut informirt
gelten, nimmt man au, daß General Ingnatieff nicht mehr nach
Konstantinopel zurüclehren wird. So schmeicheli man sich in Wien
und fteut' sich, diesen „befreundeten Feind', am Bosporus losge⸗
worden zu sem.“ Auen diese Freude wird schwerlich lange vor⸗
balten; denn Ingnateff ist nicht der Mann, der sich ohne Weiteres
ei Seite sieben ließe. Schreibt man doch aus Peiersburg an⸗
cheinend abwiegelud und doch drohend genug:

„Der all rdings allgemenne Wunsch, denbedrängten Stammes-
und Glaubensgenofssen wenißstens ducch Vetpflegung, Heilung und
Unterstützung der Ledenden unter ihnen, zu Hufe hu kommen.
cheint den Koryphäen des bereits emeritirt geglaubten Panslavis-
mus eine günst:ge Gelegeuheit, wieder in die Saiten der verklungenen
Leier möglichst rauschend zu greifen. Patriotismus, Nationalität,
humanität werden im Gespräch gedeuckt ins Gesecht geführt, um
u fragen, ob dem die Zeit noch nicht gelommen fei, um alle
Slaven in einem großen Slaveureich zu vereinigen? Wie ab⸗
wetzrend die Regierung sich seit Jahren zum“ Panslavismus, seinen
Aposseln: und Vereinen gestell,, ist ja nicht allein in Rußland, son⸗
dern auch im Auslande bekanut genug; es taun ihr daher wahrlich
nicht angenehm sein, zu sehen, wie diese ele gischen und gleichzeitig
nithyrambischen Ergüsse an der Theilnahme des Publikums für die
dlagen der Christen in der Türkei einen sehr ewmpfänglichen Boden
finden und emsig als Samen ausgestreut verden, um zugleich fur
das Slabenthum zu wirken. Selest das jetzt in England lauer
und machtiger werdende Gefühl der Theilnahme füt die üaterdrückten
und verzweifelnden Christen wird als Beispel gebraucht, das man
doch auch wohl in Nußland befolgen könne. Ddas Alles ist freilich
iür den Augenblick noch ungefährlich; aber es könnte i nach der
        <pb n="418" />
        am Milzbrand gelitten und wurde von zwei Fleischern gekauft und
zeschlachtet, und das Fleisch davon in den Handel gebracht. Dieser
empörende Unfall erbeischt die unnachsichtlichste gerichtliche Unter—
juchung und die strengste Bestrafung der Schuldigen.
F München, 27. Juli. Der Kurierzüg Nr. 164 ist
wischen Immenstadt und Oberdorf heute Nachmiltag 4 Uhr voli⸗
ständig entgleist. Zwei Damen erlitlen Beinbrüche, 11 andere
Personen erl'tien Contusionen; bedenklich verletzt ist Niemand.
Ursache ist vermuthlich ein Achfenbruch.
7 Auf der Oberpfalß. Der „Oberpfälz. Kür.“ schreibt:
In Holzäpfling bei Viechtach kamen die Herren Feiertagsschüler
uiit langen Messern in die Schule, welche ihnen der Lehrer Anton
Thürriegel nach erhallener Weisung abnahm. Darüber entbrangate
dei den Jurgen ein wilder Teotz und Grimm. Sonntags darauf
damen die dösen Rangen wieder mit langen Messern in die Schule
and alß der Lehrer abermals zur Abnahme derselben schritt, wurde
et das Opfer dieser Bestien: sie, seine Schüler, slachen auf ihn
ein und schlitzten ihm mit den Messern den Bauch auf, daß die
GBGedarme heraushingen, und wie wir vernehmen, ist er bereits diesen
Hieb⸗ und Stichvunden erlegen. Schöne Zustände Das! X
7Eine furchtbare Feuersbrunsi. Ueber die furcht⸗
dare Feuersbrunst, welche, wie bereits gemeldet, an Mitiwoch das
im badischen Sch varzwald gelegene Dorf Todtnau in Asche legte,
enenehmen wir den,, Basl. Nach.“ folgende Schilderung emes
Augeuzeugen Das Dorf liegt an zwei Straßen, zwischen welchen

von dem benachbarten Feldberg herabkommend die Wiese durchfließt
das Ganze ist von Bergen umgeben. An der Straße nach Zeli
ind an dem Flüßchen liegt Eingangs des Thales die Papierfadrit
Ziegler⸗ Thoma. Hier brach 12* Uhr Mittags, rpen die
'eute des Hauses beim Mittagessen waren, das Feues aus und
Jeilte sich dem Dorse durch den Wind begünstigt, in so rascher
ind umfangreicher Weise mit, daß bis Nachmiltags 8 Uhr 88
häufer in Asche lagen. Zwischen dieser Fabrik und fen andern
yabrikgebäuden im Dorfe liegt'eine grosie Wiese, und diese Ent⸗
ernung bewirkte, daß die letzteren Fabriken unversehrt erhalten
vurden. Der auf dem rechten Ufer bes Wassers geiegene Torf—
heil ist abgebrannt, der auf dem linken Ufer gelegene derschont
jeblieben. Die aun der Querstraße zwischen der Zeller⸗ und Frei⸗
zurgerstraße gelegenen drei Basthäuser sind abgebrannt, drei Bier⸗
axauereien, olle Pinten und Kträmerläden, alle Bäckereien, von den
Metzgereien ist noch eine vorhanden; endlich das Post- und Tele
Naphengebäude, das Rathhaus, das Pfarrhaus und die Krrche.
Es stehen auf dem rechten Wiesenufer nur noch die Baumwoll-
pinnerei und Färberei von Meinrod Thoma's Söhne, die Bürsten⸗
abrik von Eduard Faller, die Baumwollspinnerei von Willmann
ind die Weberei von Wolf. 248 Familien sind obdachlos. Ver⸗
uste an Menschenleben sind keine zu beklagen. Wäre dus Feuer
ur Nachtzeit ausgebrochen, so häite ein enlsetzliches Unglück die
zolge sein müssen. Allein auch in diesem Umfauge ist das Unglück
zroß und wendet sich an die allgemeine Milddbergigleit.

WBekannutmachung.

In der Stadtraths-Sitzung dom 24. Juu 1876 wurden fol⸗
gzende Beschlüsse gefaßt:

1. Die protest. Schulverweserstelle in St. Ingbert wurde nicht
u einer Lehrerstelle erhoben.

2. Gegen die Aufstellung einer Dampfmaschine durch Müller
Reidiger wurde ken Einwand gemacht, jedoch vorbehalten, daß
x. Retdiger für allen eiwaigen Schaden haften muß.—

3. Die Herstellung einer Rinne auf Hahnader ist der Weg ·
lommission übertragen. ——
4. Der Schuldentilgungsplan behufs der vorzunehmenden
Reparaturen an der prot. Kirche wurde genehmigt.

S. In der Oberstadt und zwar an der Weigand'jchen Apothele,
oll ein Brieflasten angebrachl werden.

6. Du Ausgraben und Ebenen des Hoses im Schulhause
——
choben. ee

7.Die Egtschädigung sür Reinigen der Schullokalitäten zu
St. Insberter Grube wurde von 10 fl. auf vd Vian sun jede
Schule erhoͤhtß.

Dann wurde dem Stadtrathe von der Einladung des Krie er⸗
Bereins⸗ Vorstandes hier zur Feier der Fahnenweihe am Sonntag,
den 30. 1. M. Kenntniß gegeben. J

St. Inabert, 28. Juli 18756.

Das Burgerme steramt:

— Euster.
Die Wormser Alademie für
Candwirthe, Bierbrauer &amp;Müller
1860. gegründet, zur Ausbildung von Gutsverwaltern,
Braumeistern und Obermüllern bestimmt, beginnt das
naͤchste Wintersemester am 1. Noveniber. — Programm

und Auskunft durch
1 Die Direction
Worms a. Rh. Dr. BCHhHRIdo—ä.
—— IXLTCCCCT
Avis.

Das Herren-S Knaben—
Kleider-Magazin
IXXX
s5t. Ingbert, neben der kath. Hirche, im Hause
des Hru. Kling,
entpfiehlt eine große Auswahl fertiger
MAerren KRnabenkleider.
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Anqguets uncdd STaclicen
in allen Farben und Qualitäten und verkauft solche det
vorgerückten Saison wegen zu pedeutemd herabge-
—XRX Preisen.
—Anzüge nach Maaß?
verden in kurzer Zeit nach den neuesten Moden elegant
ind billig angefertigt und steht hiezu Musterkarte zur
Verfügung.
Um verschiedenen Anfragen zu begegnen, bemerke,
daß meine Fil iale in St. Ingbert wie früher fortge⸗
führt wird.
B. Ackermann

Zweibrücken, St. Angbert,

Mühlgäßchen neben der neben der kath. Kirche.
Schloßmühle.

Heiraths⸗Vermit⸗

teolungen

erfolgieiche, sür erren und

Damen aller Stände unter

trengster Diecretion, und werden

Statuten gegen Einsendung von

30 R.⸗Pfg. franco übersandt

zurch das

Iuternationale Ehe-

vermittelungainstitut

romn Vh. Laube im Ber-

linn. S.O. Wiener⸗St.

Bestes Hustenmittel
Trauben⸗Brusthonig
von vielen Aerzten und gene
jenen Personen aller Siande
und Classen em⸗
fohlen, selbst E
dei Lungenlei⸗sW 2
den und Abzeh⸗ 3 5
rungshusten von Ka
»estem Erfolg X
Flasche 1, 124 und 38
Mark in St. Ingbert
ei J. Friedrich.

bi britftempel
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Außer den
feuerfesten Steinen T-
jür jede größere Feuerungsanlage, fabriciren wir auch
olche, für
Bäckerbacköfen, Ringöfen, Kesseleinmauerung,
eneb Kanäle, Kamine J
enebst dem hiezu erforderlichen Mörtel und halten uns
jum o d en bei billiger 3 Hanf * Couverls,
bestens empfohlen. nit jeder beliebigen Firma be⸗
Gaebrudoer Liofer, ——A
Fomburg. (Pfalz) am Bahnhofe. * FP. X. Demetæz.
Nedanion Diug imn Veriag von 3. Scmeß n

Theaterdecorationen,
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ner Fabnenfabrit, Bonn a. Rb.

Hiezu illustrirtes Sonntagsblatt Nr. 31.
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        Sl. Ingberler ZAnzeiger.

—e ——

Der St. KFagberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Eei

lage), ehein wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

lMart 20 R.Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfr. für die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum. Neclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet. da

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RVermischtes.

* St. Ingbert, 1. Augzust. (Das Fahnenweihsest des
‚esigen Kriegerdereins. Schluß.) Es übernahm nun Hr. Land-
pehrbezirks-Commandant Ament die Fahne, um dieselbe zu weihen.
In einer kernigen und wortrefflichen Ansprache, deren beher;igens
derthen Inhalt wir le'der wörtlich nicht wiederholen können, nannte
er Si. Ingbert eine der jüugsten Perlen in der Krone Bayerns,
darum aber n'cht minder werth als die ältesten, Er pites sie
erner als eine allezeit lohale Stadt und keanzeichnete dann das
Streben der Krieger, die aus dem Felde und von der Fahne
surückgelehrt, auch zu Hause in Gemeinschaft die edlen Tugenden
des Soldaten: Treue und Liebe gegen den König und das Vater—
jand — pflegen; wie sie sich auch hier um die Fahne als dem
Symbsl dieser Tugenden schaaren. Daun weihete er die Fahne
dem Könige, dem Vaterlande und dem Kriegerverein und übergab
ie dem Fahnenjunker mit detr Mahnung, sie in Ehren und treuem
Bewahrsam zu halten. Fest andächtig lauschte die Menge den
Worten des Redners und als er am Schlusse aufforderle mit ein—
zustimmen in ein drefaches Hoch auf Se. Maj. den König, da
ar auch nicht Einer, der dieser Aufforderung nicht Folge leistete
and donnernd brach sich ein tausendstimmiges begeistertes Hoch!
doch! Hoch! an den Mauern der gegenüberliegenden Gebäude.
Koch hatte' das letzte Hoch nicht ausgeliungen, daintonirtt
ie Musik und die Menge stimmte mit ein in das: „Heil Dir
im Siegerkranz, Herrscher des Vaterlands! Heil, Koönig Dir ⁊c.!“
VBahrlich, tin großartiger, ein erhebendet Moment!?!:

Die entfaltete Fahne, auf der einen Seite blau und auf der
uindern weiß, zeigte sich als eine prächtige Arbeit. Auf der blauen
Seite näagt fie das bayerische Wappen, darüber: „MMit Gott
ür Kaiser; Kdnia und Vaterhkand!“ derunter
„In Treue fest!“ Auf der andern Serte trägt sie üder
imner Eichen-⸗ uud Lorbterblatt⸗Schlese die Worte: Krieger⸗
8gorein Sit. Ingbert. 11876.“ Ihr Preis beträgt 500
wmark, vovon ein erheblicher Theil durch freiwillige Beitrage, von
niesigen Jungfrauen bei. der Burgerswaft erhoben, aufgebracht
vurde. 8 *

Nach der Uebernahme richtete der Fahnenträger, Ht. Emil
vrewenig folgende Worie an die Versammelten: ——
„Durch meine Kameraden vom Ausschusse des Kriegervereins—
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        und der rheinischen Uhlanen von Saarbrücken betheiliglen. Das , denselben Inhalt mit den Worten „zu Kaiser und Reich“ gm Schluff
war ein Musiciren, Trommeln und Pfeifen Abee auch * 317 Die „Sp. Zig.“ berichtet aus Otterbe r4*30. Juli:
Soweißtropfen mögen ‚de heiße Nachmittagssonue und der stramme?) Gestern ist hier ein unger Manus Peter Varon 'n trauciger Weise
Morsch ausgepreßt haben, ehe der Zug auf dem Feftplatze im Walde verunglüdt.“ Dersel be war als städtischer Taglöhnet in einem Kies⸗
angeiakgt war.“ Doche hier Warn, ede heicht. des Tages Hihesimn lager weschätign,wofelbst er vurch eine undersehens —XLXXC
Schatten unter dem kühlen Blaterdach schlanter Vuchen beim stiesschichte erdrückt wurde und den augenblicklichen Tod fand.
schuͤumenden Gerstensafte und einer wohlbesteuten Qüche zu er⸗ 7 In der Gemeinde Heuchel heim lieferten einige Knaben
zgessen. Das war aber auch ein Leben eund Treiben daselbiile Die. in ITagen der letzen Woche über 5000 Mause und 50 Hamfter
Zeeschicdenen Mufikcorps sucbten es sich; eines dem“ aindern im abt Filr Z Präuste werden 8 Pfg. bezahttn ι
Spiele zuvorzuthun WToaste auf; Konig, Kaiser und Reich folgten Der Kre4bauass ssor der kgle Regi⸗rumg der“ Pialz, Max
inander.“ Doch“ schon gegen 6 Uhr brachen' vnzelne auewärt: ge Siebert, wurde zum Nreisbaurathe dafelbst befördert. 4
Vereine auf, eine Strede von hiesigen Kamereden beglenet. Ruxr3 4Einnn Kind des Einnebiners Vergmann von Waldmoh,
XXEEEEEEEEEE Homburq beiin Baden erιιJε —
Juli ein Festtog gewesen jein, der St. Ingbert stets in angevehmer F Darmstadt. 26. Juli. Durch heute Racht gefaäͤlltes Er⸗
Fripnerung bei ihnen erhält und das Bewußtsein Richt erloöschen senntnez detz Schwurgerichtshofes wurden drei gewesene. Verwalter
laßt, in demselben gleichstrebende, vaterlandsliebende Kameraden zu und segs frühere Conducteure der Ludwigsbahn, melche au
daben. — Noch während des Nachmiltags waren Huldigungstelegramme. der Odenwaldstrecke Wiebelzbach Babenhausen fortgesetzie Billet—
deren Wortlaut wir unten fotgen lassen, an S. Maj. den Kön'g Uuterjsehleife beirieben, zu Gejängnißstrafe von 9, 6 und 4 Monoten
Ludwig II. bvon Bayern und an S. Maj. den deuischen Kaiser verurtheilt, obgleich nur rin ihilwe ses Geständniß vorgelegen.
abgegangen. Am Abend war Reunion in der Oderhauser'jchen rtqj. J)
Gariteubelle, wo bis spät in die Nacht bei der trefflichen Musik de xIn Frankfurta. M. wurd' der Thiecarzt Dr. Fischer
Leidner'schen Capelle die Mitglieder unseres Kriegervereins mit pon einem tollen Hunde gebissen. Der Unglückliche, den siche: en
hziesigen Freunden desselben und den noh anwelenden auswärtigen Tod erkennend, machte seineunr Leben freiwillig ein Ende.
Bästen froh vereinigt saßen. F Ein Resenfaß wird die Firma H. Willhöfer in Sachfen⸗
Fassen wir zam Schlusse unser Resume über das Fest kurr in hausen bei Gelegenheit des Brauertages ausstellen, welches 22
folgenden Worten zusammen? es war ein patriotisches Fest wie es Stück oder 76 Ohm faß'. An dieses schließen sich 3 etwas kleinere
in gleicher Großartigkeit St. Ingbert noch nicht sah; und iübhmend Fässer, welche durch die kunstvolle Arbeit all zemeinn ins Auge fallen.
darf von ihm gesagt werden, daß es vom Anfänge bis zum Ende der Boden desselben ist namlich reich mit Holschnitzereien verziert,
den ungetrüdt sien Verlauf jahm. Der Festtag war ein Ehrentag die Emblemen des Hant werts und der Brauerei darstellend. Die
für unsern Kriegerverein, besonders dadurch, daß der tgl. Landwehr⸗ choͤnen Gruppen und In'ͤchriften sind durch Künstlerhand aus dem
bezirss⸗Commandant He. Ament und der Bezieksamtmann Hr. Damm holze herauszestochen. Das erste Faß zeigt dis Bruftbild eines
ihn mit ihrer Gegenswatt beim Feste beehrten. Wünschen wir, daß durch den Genuß des Bieres zufriedengestellten Bayecn, der sich in
er für denfelben jein und bleiben möge ein kräftiger Jmpuls zut iller Betrachtung mit den Worten ergeht: ‚Ein Nachfolger. des
Pflege echtkameradschaftlichen und vatetländis hen Geistes. Mögt Bropheten verdot den Gläubigen das Bier, das ich lein Türle ge⸗
er darin eistarken und darum wachsen und blühen — worden. Herr Gott, wie dank ich Dir··.
Telegramm'an S. Maj. König Ludwig U. von 7 Dortmnund, 26. Juli. Auf der Zeche ‚Unser Fritz“ be
Badern: J W Wanne hat gestern ein bedeutendes Grubenunglück statigefundean.
„Mehrere Tausend Krieger und Festgenossen haben Ew. Durch eine Erplosion schlagender Wetter sind der Steiger Kerkdo
Nöniglichen Majestät bei Gelegenheit der soeben stattgefundenen und 8 Grubenarbeiter getödtet und 8 Personen mehr oder minder
Fahnenweihe des Kriegervereins St. Ingbert ein begeistertes schwer, jedoch dem Anscheine nach nicht lebensgejährlich verwundet.
Doch gebracht. F f Haren, (bei Meppen in Hannover,) 1. Aug. Hier sind
Dies⸗elben brirgen Ew. Königlichen Majestät ihre ollerunter-⸗ heute 31 Häuser durch eine Feuersbrunst zerstört worden.
fhänigste Huldigung dar und geloben hiermit die unerschütter⸗
II
Im Auftrage der Festversammlung
* Fischer, L Vorstand.
Das Telegramin an S. Maj. den deutschen Kanet batte

—
— 7—
Lie it ti n grum Theil in den Rechten von Pl.⸗Nr. 137.. 11 Dec. Flaͤche
ici u ton. dm stehend; 2. Elisabeth Jeue, Wohnhaus mit StallScheuer
Sammtog. den 19. August ledig und ohne Gewerbe, 3. und Hofroum. Pln⸗Nro.
nächsthin, Nachmittags 3 Uhr, Sophie Jene, ledige Dienstpr:ed; 13814. 75 Dec. Pflanz⸗
zu St. Ingbert in der Wirtb: 4. Geitrude, 5. Johaun und zatten in der Dell und
schaft von Peter Schweitzer, 8. Adam Jene, die drei letzteren Pl.⸗Nr. 138b. 48 D cim.
werden vor dem unterzeichneten, noch minderjährig, welche den Acker allda, das Ganze im
gerichtlich hiezu beauftrogten k. Johann Köhlhofer, Wirth in Orte Hafel çelegen.
—XX0— Eigentbümer sind: die Wittwe
Nachlasse der zu St. Ingbetrt den Johann Geotg Weiland, ind Kirder des genannt ver—
verlebien Eheleute Joseph Schneider, Jjum Nebenbormunde edten Carl Unbehend, als J.
Jene II., weiland Bergmann, daben. Alle, wo nicht anders dessfen genannte Wirnwe Louife
und Elisabeth Köhlhofer gebörigen angegeben in St. Ingbert wohn⸗ Bechle Jz ge Thefrau von Fried
Liegenschaften im Banne von haft. ich Huner Echuhenachet, I.
St. Ingabert der Abtheilung St. Inghert. 80. Jut 1876. die Kinder des Erblasserz, Ri—
wegen oͤffentlich zu eigen ver⸗ Sauer, t. Notar. nens. 1. Carl Unbehend zur
dee ie 4 p Z it Soldat in Barnison in
Pl. Nt. Vec. Nicitati Met; 2. Katharino Untehend,
zla he, Wohnhaus mit Licitation. — von Cheistian Unbehend,
Hofraum. Garten⸗ und Samstag, den 26. Augqust Bergmann; 8. Christian, 4.
Ackerland und soustigen nächtthin, Nachwmittags 4 Uhr, Jalob, 6. Johann, 6. Coarad
Zudehoͤrungen, gelegen zu zu Hasel in der Wirthschaft von dad 7. Moöaria Uabehend, die
St. Ingbert auf Hotels- Friedrich Bechle, wird vor dem anf Letzteren noch minderjährig,
ahnung. unierzeichneien, gerichtlich hiezu velche ihre genannte Mutter als
Pl.⸗Ntc. 1008. 43 Dec. veauftragten k. Notar, die nach: Votmünd rin ihtren Stiefdner
ucker auf der rothen Flur. »eschriebene, zu der iwij ven deu dis Mitpormund und den Jatob
Figenthümer sind: die Kinder u Haset verlebten Aderer Carl sadebend, pensionirter Bergmann,
und Erben der genannten Erbe Uubehend und seiner hinter; um Veivdotmunde haben. Alfe,
lasser, als: 1. Jakob Jene, dliedenen Witewe Louise Bechle do nicht anders angegeben n
Beramann in Boltimorein B eee ger daosel wohnhaft.“ ,
Nordamerika, vertreten durhe jörigen Liegenichaft der Abtheii 3 4
Ludwig Bechthold, Geschäftsagent. ung wenen öffentlich zu eigen St. Inabert, 3. August 1876
als Bevoll vächtiater desselden. vbetfie'gert. nämlich: Sauer, kal. Notär.
Pedaktion Truck und Verlag bon F. F. Demeß iun Et. Imober

Derloren
wurde am Sonn
tag auf dem Fest
platze im Walde
ein golderrer Ring
Näheres zu erfahren bei dem 1.
Vorstande des Kriegervereins.
Fischer
Sonntag Mittog don
Vbr an
Lanzmusik
Rehweitaer
Alle Dicjeni⸗
gen, welche eine
Forderung au
den Krieger
verein haben, vollen ihre
Rechnung bis Sonntag den 6.
da. bei dem Unt rzeichneten ein⸗
reichen.
Ficcher, 1. Vorstind.
Ein Haus —
am NKapiellensteinbruch hat
verkaufen oder zu vermiethen
Falcoh PHxon.
eaterderarationen.
Ballons, Lampions. Bou
RNner Fabnenfabrik, Bonn ad. Rb

A
        <pb n="421" />
        222*8 * 2
—— * 2282 *
— ——— 333323—22225 — ——— 24
52*32723225 333 3533335333838588
222——32* — ——————— 5355553528 —A
255335 73 3 3
75 — 7 2 2 7 *»—323223*8 38 —— 158 8
—A 33 33552 3323* s841 73*32823
* 22 — 2 —A 2. i
—— 32-5S B — —3783333522
83 25555 — ——— 257B32 7752 —— ——— 2
——22* 3553333 3333365 522—585 5*
——— 3552 35 3335 2337728 ———
75230. — z22253 35232225x* 53** 38
—A— 3 — 83 35— 353375 5x2
522*253838* —— 2.4* E 2 a—. —c22 ** 53858
— 55352— ———— 25583 55332—857* 32332*
——— 55 —— 221353 —8 —— — —
— 7 — — —— 83 23* ———— 588* 58
—3 —zk—70233. — — —A —A
22 52 2 — —— 3 2 2* 2 — 527256322
—— * 2 —J 53 * 8 — —A
2— 28222* — *2 — s 522 225 * 3 * 7—2
— — 5— 5225 258 — — Sc52 232*82 — 8 —2
——— 52 ——— — 25 — — 332834
22 32 —28— 2 .* * — — 8 7 —— J *
34 —A — 22322 * 2827 78 —A— 52 32
38*386 —
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32*2737
——87
35 —z583573 —733—3—335 — — 333333
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HDer St.“ Ingberter Anzeiger und das (Smal wöchentlichj mit diĩm Hauptblaite verbundene Unterhaltungsblatt⸗ Sonntags mit illustrirter Veibe

lage)“, erscheint wöchentlich viernralz. Dienstage, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der! Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

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M. 1I123. Samstag, den 5. August“ro ν 1876.
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P 3 2
ꝛααν »Deutsches Reich. 4α—
Manchen? 31. Juli. Fabritant · Bill'ng hat' sich ·heute
Abend zu dem in Köln stattfindenden Delegirtentag des Vereins
deutscher Hadwerker und Fodrikanten als Delegirter des hiesigen
Beroeibevereins begeben. Auf der Tagesordnung stehen: Die im
März dieses“ Jahres eingelaufenen fünf Anträge von Hamburg
betreffs Begufsichtigung des Lehrlinzswesens; Mittheilung über
—XED—
Wohlprogramms: Bericht über das vom Reichsstag angenommene
Hilfstassen⸗Gesetz und die Stellung zu der Aufstellung⸗ eines ein⸗
heinichen Lohnvertrages; Besprechung über Freihandel · und Schutz⸗
oll, Besprechung über die lange Creditgewährung, event. Vor⸗
lägt. ie—
⸗ Berlin, 31. Juli. Das s. g. Nothstandsgesetz, durch
welchez der Gemeinde Caub, sowie den durch die Frühiahrs Hoch-
Juthen beschädigten. Gemeinden eine Be'hilfe: von⸗ 6 Millionen
M. aus Staatsfonds zur Versügung geftellt werden sollen hat
nunmehr d'e königliche Sanktion erhalten? desgleichen Das Gesetz,
welches in dem früheren Fürstenthume · Hohenzollerr⸗Sigmaringen
jortan die Versicherunge des beweglichen Vermögens gegen Feuers⸗
zefahr bis: zumvollen Betrage des gemeinen Werths gestattet.
gIn den diplomatischen Benehungen der Staaten untereinander
scheint sich ein ganz patriarchalisches Verhältniß einbürgern« zu
wollen! Erst soll der Kaiser von Rußland' dem Vertreter“ der
Türkein in St. Petersburg und dann der Kaiser von Oesterreich
dem türkischen Botschafter in Wien ein Kapitel ans den Leviten
aelesen haben. Nun kommt die: Noachticht, daß der Herzog· Decazes
—XX
— vielleicht als siche do consolation für die Pforte — einer so
rückhaltslosen Sprache bedient haben jsoll; daß letzierer völlig erstaunt
war einen solchen Verweis zu erhallen,, während er nach früderen
Gunstbezeugungen zu uͤrtheilen;, die wärmfte Unterst —XV
hoffte ! — —
Bertin, 2. Aug.' Der Kaiser hate auf-die Einladung des
Königs Ludwig von Bahern,“ den Wagnet'schen Oper« vorstellungen
in Bahyreuth beizuwohnen, den General v. d. Tann mit Ueber⸗
re chuug eines überaus herzlchen Handschreiben beauftragt worin
er zusagt, so weit es sein Gesundheitszustand gestatte, den gedachten
Vorstellungen beiwohnen zu wollen.“ Wenn der Kaiset hiernach
eine Reiie nach Bayreuth unternehmen sollte, so würde er sich in
den Tagen vom 13. bis 16. d. dott aufhalten und, einem Theil «
der ersten Serie“ der Vorstellungen beiwohnen.Privatnachrichten
zufolge, ist das Befinden des Kaisers in jeder Beziehung zufriedenstellend.
Berlin.“ Dem Vernehmen nach wird der Reichstag gegen-
den 10. Rovember einberufen werden und hofft manze doß derselbe
mit dem ihm zu machenden Vorlagen, einschließlich der großen⸗
Justizgesetze bs Weshnachten fertig sein wird. αα
4 F NHussand.
— Wien, 2 August. Der rufsische General Fadefeff ist in
Belgrad eingetroffen und hat Audienz bei der Fürstin“genommen;
Wien, 2. Aug. Die Pol. Corrsp.“ meldet in einem Be⸗
cicht aus Pera, entgegen den Meldungen anderer Blätter, daß der
Vesundheitszustand des Sultans fortwährend zu den größten Besorg⸗
aissen Anlaßz gibt und von einer Besserung nicht das Geringfte
perlantet. — Die“. Pol Cortesp. dmeldet fernet aus Ragusas vom
A d.e: der Versuch Mouthtar, Paschas, dem, von den Montene⸗
zrinern bedrohlen Bilek von Trebinje aus zu Hilfe zu kommen,ist
Jescheitern, indem 8000 Momenegriner hei« Ljubemit Trebinje ber
drohen⸗ und die Verbindung zwischen Mostar und Bilek vereits
ibgeschnitten habenr — XF
London,; 83. Augn“ Dem „NReuter'schen Bureau“ meldet mon
aus Belgrad vom 3. August:« Die Türken verschanzten sicht bei
Velici Izwort. General Untitoch,, (Ceutrumsarmee) hat Pjelopolj
ingenommen und bedroht Sinitza?« Die den Belgrad stationitten
nerte schischen Monitors sind zurückgezogen worden.
Belgrad, 3. Aug. (Effiziel.). Aus dem Hauptquartiet

Deligrad wird, unter dem gestrigen Tage gemeldet? Die Türken,

unsere Tausgedehnten Vextheidigungtlinie. sich zu, Nutzen. machend,
drangen über Gramada, itgr mehre Oxtjchaften. des. Departements
tujqzebaz ein, richten, doxt unerhörte Verwüstungen an und bom⸗

bardiren die Kirchen. Die Ticherkessen sind in Banden von je vier
Bewaffneten organisiru, welchen ein Tscherlesse mit zwei Flaschen

Petroleum folgt um die. Dorfer niederzubrennen..
Aus' Rust schut; 26. Jall, schreibt man der Presse“ über
die Greuelthaten, welche die Tscherkessen in dem Dorfe Novoselo am
20. Juti verübten: Am Tage vorher war ein fliegendes Corps
von“Insurgensen dorthin gekommen und hatte in einem Gepläntel
ca. 400 Baschibozuls aus der Umgegend vertrieben.“ Anch die In⸗
jurgenten waren wieder abgezogen: man war“ froh, daß man nun
ungestött der Ruhe genießen konnte. Kaum war — so erzählt ein
Bewohner ds Vorses — es Nacht geworden und wit zur Ruhe
zegangen, fingen unsere Hunde zu bellen und zu heulen ang und
Bewehrgeknatter riß uns aus dem Schlafe. Der Ruf: ‚Uaser
Dorf wird von den Türken beschossen!“ erregse Line grauenhafte Ver⸗
wirrung. Alles rannte im Dorfe durch⸗inander, nirgends war ein
Ausweg zu finden, denn wir waren ringsherum eingeschlossen, und
»on allen Seiten sch ugen Kugeln auf uns ein, als ob es hagelte.
Thiere und Venschen drängten sich in die Mitte unseres Dorfes in
inen wirren Kuunet. Niemand wuß'ée weder zu rathen noch zu
delfen. Alles eschrie vurcheinander Rindvietz, Schafe, Pferde Alles⸗
dtungte sich am uns hecan⸗ und bildete eine *lebende / Schutzmauer
gegen die feindlichen Kugela. Noch hüllte uns de Finsterniß ein
und schützte uns ein wenig. Nachdem aber ˖ von allen⸗Seiten die
othm Flamdien aufloderten und die Türken uns sehen konnten, traf
Schuß auf? Schuß.“ Bald wälzte fich eine blutige Masse von Ver⸗
vandeten auf dem Boden.' Es war ein entsezlchet Anbliche Von
alie Seiten drangen die Tscherkessend in unser Dorf.Esnwaren
hrer 2000 unter Delikelhinr aus Plevna eingetroff ˖u.. Sir fielen
ber uns herz hieben den Greisen, Weibern und Kiudern die Köpfe
ab, rissen ihnen die Gedätme aus den anfgeschlitzlen Bäuchen und
warfen sie deijeite. Wir waren gegen 200. Dorfbewohner zusam⸗
mengetreten und schlugen uns mit Knüuueln und Hauen und was
wir sonst in der Hastergreifen konnten, durch die Reihe der Mor⸗
der. Da die Tscherkessen hinter uns den Durchzuq gleich wieder
perrten, so blieben Weibet, Greise und Kinder in ihrer grausamen
Bewalt,“die sammtlich massaltirt würden. Nachdem fie Ulles nieder⸗
gemetzelt und »sien es im hrennenden Dorfe nicht. mehr aushalten.
lonnten/trieben sier unsere Schafe Aund Ninder, die dem Dorfe zu⸗
gelaufen waten, czusammen und nahmen fsie mit den gebundenen
Veädchen mit sich, und wir wissen bis heute noch nicht,wohin sie
unsere; Madchen, es waren 42 amder- Zahl, gebracht haben. Die
Tscherkessen zogen von Nobosels nach dem eine halbe Stunde ent⸗
fernt gelegenen Dorfe Krivenik, Z00 Häufer zählend) welches dem⸗
elben Schicksale ver fiel. Von dort zogen! sie nach dem eine Stunde
entjermen Dorfe Batoschoff (250 Häufer); auch dieses Dorf wurde
der Erde gleich gemecht, auch dort hausten fie so wie in Novoseld.
Diese dre Dorfer hatten zusammen einen Viehstand von 70,000
Sltück, welchen die Tschetkessen, ausgenommen was! verbrannte, in
)er: ganzen Umgebung“ um Spolipre'se an die Türken verkauften.
Desgleichen unsere Mädchen, welche sie auf den Plätzen der tütkischen
Dörfer vrrkausten,, und die sie nicht verkaufen tonnten, um Geld
chauden ließen. Der Himmel erdarmtt sich der denden Rajah und
eß einen eisigkalten Notdwind? üder die Gegend streichen, der den
Regen in Eis⸗und Schnee verwandelte, eine zwei Schuh hohe Decke
iber die letzten Spuren der Bardarenwirihschaft legend (in Rust⸗
chuk war das Thermometer in jener Nacht auf 6 Grad unter Null
geiunken), dieses Wetter zwang diese Horde wilder Bestien, ihren
Raub zufammenzuraffen und ihre eigenen Häuser aufzusuchen. Tags
»arauf zogen :die Tscherlessen ñach ollen Gegenden, um ihre Beute
mn den Mann zu bringen und die dereits bemerlten Schändlichkeiten
mit unseren armen Mädchen- auszuführen.“ Summt und sonders
tetteten sich 100 Mann von unserem Dorfe Novoselo, 30 Versonen
        <pb n="424" />
        aus Batoschoff und 24 von Krivenil. Die anderen, die mit uns
waren, find im Kampfe gefollen. Wir trafen uns im Balkan, wo
wir eine entsetzliche Nacht darchwachten. Halbnadct, bis auf die
Haut dunchnaßt. irrien wir, bid an die Knie im Schnee watend,
herum, ohne zu wissen, wohin und wo aus. Wir waren des
Horgens, als wir ins Insurgentenlager kamen, nur mehr 85 Per⸗
sonen; was mit dea Anderen geschehen, od sie diese martervolle
Nacht zu überstehen vermochten oder zu Grunde gegangen, ist mir
unbekannt, und ich gehe jetzt, don Allem entblößt, nach Sislvo,
vohin meine Schwester vertauft worden sein soll.Vielleicht sinde
ich sie.“ Und der Kaimatam von Plevna telegraphirie uuterm 20.
desselben Monats an den Vali und dieser nach —XX
Ver Aufstand in Noboselo ist unterdrüdt und sämmtliche Auf ˖
jandische find · unseren glorreichen Waffen erlegen; Dank Allah, der
das Giack unsererseits sein ließ.“ Dieser Bericht wurde der eng⸗
ischen Regierung von dem hiesigen engtischen Berichter statter als Bei⸗
jrag zur Barbaren-Chronik des osmanischen Kasserreichs eingesendet.
Nonstantinopel,“ 2. Aug. Ein am Sonnabend hier
abgegangener Kurier stellte der rürlischen Botschaft. in Berlin ein
rigenhandiges Schreiben Murads zu, worin derjelbe den Koͤnigen
„on Bahern, Sachsen, Württemberg und den andern deuischen
Bandesfuͤrsten seine Thronbesteigung anjeigt. —7
Konstautinopel, 2. Aug. Der Regierung sind dom Kriegs⸗
cchauplatz folgende Meldungen zugegangen: Mulhtar Pascha ist,
nachdem er die Jusurgenten aus der Umgegend don Nevesinje zer⸗
greut hat, in Bilet eiugetroffen. Als er am Morgen seiner An⸗
zunft erfuhr, daß der Feind sich auf den Anhöhen bei Bilet concentrire,
andte er ein Corps zur Recognoscitung vor. Dasselbe rüchte uñ⸗
derzuglich ab, und traf auf jo beträchtliche Massen von Montene⸗
grinern, daß er nach Bilek zurüdtehren mußte. Die Avantgarde
des Corps, die zu weit vorgegongen war, erlitt bei der numerischen
Ueberlegenheit des Feindes einige Verluste und büßte 8 Kanonen
ein. Zwei höhere Offiziere siad gefallen.

J — Bermisqtes. —VV—

Zweibrücken, 8. Aug. Die. hiefige königl. Studien
anstau zählt am Schlusse des Schuljahres 1875,76 179 Sqauler,
hon denen 110 auf die Lateinschule und 69 auf das Gymnoßum
reffen. Am Ende des vorigen Schuljahres haute die Aastalt 206
Schũlern . eer3 6vw. 3ig.)

f Zweibrücktu.“ Für das Pferde-Rennen am 1. Oltober
ind foigende · Preise ausgejetzt: 400 M. Flachrennen für dreijähe
rige in der Pfalz geborene Pferde; 600 M., Flac, tennen für
Pferde aller Lander; 500 M., Tradrennen für 32, 4. und 5⸗
jahrige in der Pfalz geborene Pferde; 250 M., Unteroffiziers-
Hürdenremen (für Unteroffiziere des 5. Chevaurlegers-Regimenis);
750 M., Hürdenrennen für Oijfitsere der deutschen Armee; 400
M., Flachrennen süc 4.0, 8. und Gejährige in der Pfalz geborene
Pferde; Subscrtiptionepreis von 1000 M. dvon Freunden des
Sport, Jagdrennenfür Pferde im Besitz und geritten bon Oifi⸗
rieren der deutschen Armee; Preis der Stadz Zweibrücken 2000
M., Jagdrennen für Pferde aller Länder.

J Die General⸗Direktion der Igl. bayer. Verlehrsanstalten gibt
Nachstehendes bekannt: Vom 1. August 1l. Irs. anfangend wind die
Finrichtung der „Postaufträge“ versuchsweise dahin etweilert, daß
dieselbe, außer zur Einziehung von Geidbeträgen, auch zur Vor⸗
zeigung von Wechseln behufs der Aanahme durch den Bezogenen
henützt. werden lann.

Mittelst Ponauftrages konnen nur Wechsel über Beiräge bis
u 3000 M. dem Bezogenen vorgezeilgt werden.

Formulare zu solchen Postaufträgen werden bei allen Post⸗
anstalten zum Preise von 1 Pf. fuür je 2 Stück abgegeben.

Der Postauftrag nebst Wechsel ist unter Umschlag als Einschreib⸗
zrief an die vorzeigende Postanstalt abzusenden, mit 80 Pfqg. zu
rankiren und mit dem Vermerle „Postauftrag“ zu versehen. Als
Aufschrijt genügt die Bezeichnung „Postauftrag nach .
Mehrere Wechsel dürfen einem Postauftrage nicht beigefügt werden;
nuch ist die Beifügung von Briefen richt gestane:.

Die Vorzeigung des Wechsels behufs der Annahme ersolgt an
den Bezogenen oder an defssen Bevollmächtigten. —E

Der an, enommene Wechfel wird dem Auftraggeber unter Um⸗
schlag als Einschreiddrief zuzuckgesandt. Dabet wird das Porio für
denselben von 80 Pf. und eine Vorzeigegebühr von 10 Pf. von
dem Auftraggeber eingezogen. Verlangt der Auftraggeber, daß der
Poñiauftrag nach e nmaliger vergeblicher Vorzeigung an ihn zurüch,
der an eine dritte Person weitergejandt, oder an eine zur Auf⸗
aahme don Wechselprotesten befugte Perjon abgegeben werde, so
sn solches auf der Rückseite des Formulares durch die Vermerke
„Sofori zurück“, „Sofott an Nein N“ oder Sojsort zum Peotest“
u bezeichnen.

. Die Postverwaltiung daftet für die Beforderung des Postauf ·

lranbrieses, wie für einen Einschreibbrief⸗ I4

*IJSoiche Posiaufträge sind zulassig im inneren Verkehre von
Bayern, sowie im Bertehre nach und aus dem Gebiete der kaiserl.
Reichspostverwaltung, dann nach und aus Württemberg.“

Die weiteren Bedingungen find durch Anschlag vor den Schal⸗
tern der Postanstalten bekannt gemacht.

—7 Hammelburg, 29. Juli. Heute sind hier bei heftigem
Winde 17 Haufer sommt Nebengebäuden ein Raud der Fla nmen
aud uieist undemittelte Leute in die traurigste Lage versetzt worden.
Herdächtig der Brandstiftung und gefanglich eingezogen ist eine
Frau, gedürtig aus Unier-Erthal, in Hammelburg wohndaft, welche
Tags vorher durch verschiedene Aeußerungen, wie: „der Teufel
oll die Hütte holen, ich delomme doch noch in schönes Haus,
wenn das über mir zusammenbreunt,“ den Verdacht auf fich lentte.
fAus dem Rheingan, 29. Juli. Reife- schwarze und
ve se Trauben sind seit eimgen Tagen an sonnig gelegenen Garten
uind an Hausstöcken hei uns zu finden. Die wahrhaft wrop sche
Dihe der lezten Tage wirlt in der That bezaubernd auf die edlen
Zeeren, die zur Zeu fast allenthalben schon. ihre normale Grdße
rreicht haben. Fur die nachsten zwei Monate h dürfen wir aber
aoch ähnliche warme Witterung, welche nöthig ist, um die Trauben
zuch zu einer gleichmäßigen Reise zu bringen. In quantitativer
Hinsicht bieten der kommende Herbst auch sehr günstige Aussichten.
In Leinem, am 831. Juli auf dem deutschen Brauettage in
Frantfurta. M. von Prof. Dr. Neßler aus Karlsruhe über
zie Ursache des Trübwerdens und Trübbleibens von Flüssigkeiten
zehalteven Vortrag wird angegeben, daß das Trübwerden von Wein
in offenen sowohl wie in derlorkten Flaschen durch Hineinwerfen
von lleinen mu Paraffin und eiwas Salichlsäure getränkten Hblz⸗
chen verhütet werde.
.7 Mainz, 31. Juli. Das Schützenfest wurde gestern unter
nglossaler Betheiligung von auswärtigen Schüßen und sonftigen
Hasten bei herrlichstem Wetter eroͤffnet und suud im Laufe deß
Tages 7500 Eintritiskarten gelöst. worden. Junerholb des Fest⸗
ziages wurden 4000 Flaschen Schützenwein und 73 al⸗ Helloluer
Vdied consumirt. Standdecher gewannen von den Pjfälzer Schützen
Dbermaher (Lambrecht) und Schwind (Speyer). Feldbecher
VBR3 und Feldnet (Speyher), Lenz (Ludwigs⸗
ajen)d)d.

Mairz, 1. Aug. (Schützenfest. Die Z3: 91 der auswärtigen
Schötzen ist in⸗Folge der Zeuwerhäumisse himer den Erwariungen,.
e man gehegt datie, zurücgeblicbden. Unier denen, welche gestern
Becher auf der Ferdkehrscheibe herausschossen, inn Niederhoͤfer von
xkdenkoben. Der deste Schüte auf der Festscheibe Neustadt ist dis
jezt Pachmayer dou Kaiserslautern mit 35 Punkten. —

7 Sen Kurzem ist eine neue Sotte falscher Markstüce
nit dem Münzzeichen BB.. CC., in Umlauf. Diese Foalschmünzen
veiche aus Zint gegossen sein dürfien, sind klanglozs und haben
ein unvolllommenes Gepräge, sind jedoch zur Täuschung leicht geeignet.

Berlin, 21. Juli. Als am Montag eine Gesellschaft
unger Leute die Jungferndaide passirle, bemertte sie plöͤtzlich einen
Mann', der eben im Begreffe siand, sich aufzuhängen. Er hatte
en Kopf bereus durch die Schlinge gestecht und brauchte nur noch
jon seinem Fußhalt abzulassen, um seine Reise ins Jenseits anzu -
relen. Voller Schrecken rief de Geselljchaft dem Ledensmüden zu,
ꝛt jolle doch leine Thorhent machen, sondern hübsch vom Baume
Jeruntersteigen. Die Anmwort des „Selbstmörders? war indeß in
o naturalistische Qraftausdrücke gefaßt, daß wir sie nicht wiederzu⸗
zeben wagen. In Folge dessen geriethen auch die wohlmeinenden
Rathgeber in Zorn, und es entipann sich ein lebhafter Wortwechsel,
der insofern eines pitkanten Reizes nicht entbehrte, als der Hange—
tandidat jeinerseits an deu selben mit dem hanfenen Halsband theil⸗
iahm. Plolich aber entbrannte et durq eine Aeußerung zu solcher
WDuth, daß er seine Selbsimordgedanken in den Hiutergrund draͤngte,
den Kopf aus der Schlinge zog, vom Baume herabstieg und —
ju „hauen“ arfing. Es arraugirte sich alsdald eine großartige
Pruͤgelei, die scal ßlich den jrohlichen Abjchluß jnd, daß oer zornige
Seldmoͤrder“ seinen Stricd am Baum im Stich ließ und seine
durch diesen Zwischenfall wiedergewonnene Lebenslust durch jchleunige
Flucht dethatigfte. (Tagebl.)

CVermachtniß eines jungen Madchens.) Unter dieser Ueber⸗
christ war dieser Tage in Pariser Biättern folgende Minheilung
n leseu: Am letzten Sonntag jagten die Bewohner eines Haujegz
er Straße St. Honoré nach einem Kanarienvogel, der vor ihren
Fenstern umherflog und von dem Nemand wußte, woher er lomme.
Die Verfolgung war um so eifriger, als man bemerkte, daß der
Vogel einen Streifen Papier trug, welcher mit einem Drath um
einen Hals befeftigt war. Eadlich glückte es. das geängstigte Ge⸗
chöpf zu fangen und das ihm anveriraute Blaitchen zu entfalten,
x enthielt solgende erschũtternde Worie: „Arm und kiank, ohne
Arbeit und fonftige Hilfsquellen, weiß ich nicht mehr wohin. Ich
zin erst zwanzig Zahre alt und das Fiuzige, was ich vor mir sebe
        <pb n="425" />
        m ein Leben, vor dem ich schaudere Mein Entschluß it 65.

deule Nacht ist Alles vorbei. Der einzige Freund. den ich auf
der Welt habe, ilst dieser kleine Vogel, dem ich die Fxreiheit gebe.
Ich bitie Denjenigen, der ihn fängf, ihn recht sorgfaͤltig zu pflegen.
zr singt so süß. der liebe, lleine Kerl! — Marxie.“ HerrN. N.,
rigenthümer des Weißwaarenladens St. Honoio Nr. 14 der Fan⸗
Je des kleinen Wesens, das die inzige Lebensfreude hieses armen,
ngen Viadchens war, hal das Vermachtniß angetreten und pflegi
hn mil wabrer Pietat. — So die Pariser Jeilungsnotn. Uusere
deser aber werden seht enttauscht Fein, wenn sie erfahren, daß diese
Janz; rũhrende Geschichte die geschikte Erfiadung auf dem Gebietr
Detlame des Herrn N. R. war. Ide Erfolg war außeror⸗
ench. Die gange elegante Welt, gerührt von dem wehmülthigen
BZermächtniß der armen MNarie, strömte nach dem Laden, um den
verwaisten Vogel zu sehen und anstandshalber dabei Einkäufe zu
nachen. Schließlich ließ sich Hett N. N. noch durch die Bitten
ainer vornehunen alten Dame dazu bewegen, das ihm zugeflogene
Zermuchinit ihr für eine sehr bedeutende Summe u veriaufen.
ew⸗ort, 18. Juli. E Her dbetannte
—A Einwanderer in New-Yort, ist am Sonntag
den 9. Juli zum groß n Theil ein Raub der Flamen geworden.
Das auf der Sudspitze von New- York,. auf der sogenann. en Baltery“
dehende kieis sörmige Gedäude dicate in fheren Jahren als Festuns,
utde spaͤter von Barnum in einen Voncerigarien umngewandelt
and enduͤch im Jahre 1854 für seine jezige Bestimmung, zum
danbungẽplatze der Einwanderer hergeri diet. Das Feuer drach
nuf einer der Gallerien des Haupigebaudes aus und hatte bei der
antunft der Feuerwehr schon solche Forijchritte gemacht, daß leßtere
ach auf Rettung det Pcbeugebaude beschra nlen mußte. welche mit
Ausnadme des Lagerhauses cuch gelang. Dieses wurde ebenfall⸗
don den Flammen ergriffen And brannte nieder, doch war vorher
don der größte Theil der tn demselben aufbewahrten Bagage in
Sicherheit gedracht worden. Uebecr die Entsichung des Feuers il
nicht Raheres bekannt, doch nimmt man au . daß Unvorsichtigkeil
ein Rauchen die Veranlassung war. Zur Zeit befanden sich ea
209 Einwanderer im Gebäude deren Habseligleiten gerettet und
ur deren Umerbriugung nach dem Feuer sofort Serge getrooar

Freiwilig gerichtliche
Versteigerung.
Montag. vden 28. Auguht
nachsthin, Nachmittags 3 Uqhe,
u St. Ingbert auf seiner
Amtestube, wird von dem unter⸗
seichneten. gerichtlich hiezu beauf⸗
ragten kal. Roiar; in Gemaß
Jein zweier gexichtlich XXX
Fam lienxaihsbeschlüsse der eine
xefaßt vor dem igl. Landgericht
St. Ingbert am 8. August w.
J, der aundere vor dem lonigl.
dandgericht Annweiler am 28.
Jax. letzchin, das nachbezeichnete
WVohnhaus evidenten —XRX
vegen an den Meistbietenden
azffenilich zu eigen versteigertr
Pl. er. 781 und 733. 32
De. Flache, Wohnhaus

mu Hof, Stallung, Scheuet

und sortigen Jubehörden
nebst Garden⸗ Acker⸗ und
Wiesenland, gelegen zu St
Ingbert an der Kohlene
seahe neben Philipp Wentzel

und der neuen Synagoge.
Eigenthümer sind die stinder
und ẽrden det zu St. Ingbert
detledien Handelnanu bEarl
Lion beziehungsweise deren
Reprasentanten, alßs: Bertiha,
Adolph, Michuel und Fauny
Lion, dertreten durch ihre —X
della Aahn, ohne Gewerbe, jeht
n Albersweiler wohnhaft, Witwe
des genannten Carl' Lion, als
zeseziiche Vormünderin und
vudwig Beer, Muhbesitzer in
St. Ingbert wohnhaft als

71

Nehennormund. feruer Karxl Haber,
ninderjahriges Kind uud Re⸗
zraͤsentant der verstor benen Tochter
Regine Lion, im Lehen Ehefrau
don Salomon Haber, Handels;
mann in Albersweiler, vertreten
durch seinen eben genaunten
Bater, als gesehzlicher Vormund,
und Machol Kaha, Handelsmann
allda, als Nebervormund.
Su Ingbert. 4. August 1876.
. WEaue er, kal. Notär.
Heiraths⸗ Vermit⸗
tolungen
erfol greiche, für Herren und
Damen aller Staände unter
icengster Diecretion und werden
Ztatuten gegen Einsendung von
30 R.⸗Pfg. franco übersandi
—E—
—XIEIER
EXEXXEECEIER
mn h. Laube im Ber-
u⸗ iencet .
Seden Ewurm⸗
nt exut in 8⸗4 Stunden vollsiandie
chmerz⸗ und 6 ficher
eseitigt Bleichsucht ruuk.
ucht Magenkrampf, Epilepfie
Feitetanz und Flechten — aud
—X —
VAA Ai Sreνιιον,
134
runksueht —
he e ich aicher und gründlel
mit oder ⏑ Wisaen des
enkers, a0 dass demselben
Frinken total zꝛum Lxkol
lebder Aeu I
da, Glο in AGIaus Westf.

vurde. Der Gesammtverlust am Gebäude und Einrichtung belaufi
sich auf ca. 40,000 Doll. und ist groͤßlentheils durch Versicherunc
zedeckt. —3 3 33 (New. Handelsuig.)

Philadelnphia, 13. Juli. Die außerordentliche Hitze,
die seir Beginn den Juir in den Oststaaten der Union XX
hat vicht allein in den Siadten Rew⸗Yotk, Baltimore, Wahshington
—V Philadel ·
hia viele Opfer gesordert. In 4. Tagen sind nicht weniger alt
30 Personen theils durch Sonnenstiche, theils durch Ueberwaͤltigung
don Hitze gestorben. Am 9. 10. und 11 sfieg der Termometer
auf 1057 und 105 Grad Fabrenheit. Heute fiel er auf 80 herab
und die Menschen, die seit bereits einer Woche nur im Schatten
der Haufer langsam dahin schlichen, fangen wieder an aufzuleben.
cke fiarben in dieset Woche in Ph'ladelphia 268 Personen mehr,
gie in der? gleichen Woche im letzten Jahr. Am 11. starben in
Washington 14 Personen am Sonnenstich in Rew York am naͤm⸗
ichen Tag 42 Personen, in Baltimore 27, in Philadelphia 28.
Ju genannten Städien haben auch die Pferde der Straßeneisen⸗
ahnen sehr gelitten, und es sind in Philadel phia, wo der Verkehr
ehr starl war, innerhalb 8 Tagen 860 Pferde durch die Hit
getoͤdiet worden. I
BGemeinnütziges.

EinKlebmittel, welches an Weiße und Haltbarkeint sogat
Bummi arabicum übertrifft.“ Man bringt Milch durch Essigsäure
sum Gerinnen und loͤst den mit reinem Wasser gewaschenen Nieder⸗
cchlag von Casein in kalt gesattigter Boraxiösung auf und erhalt
zuf diese Weise eine klare Flüssigkeit von dicklicher Consistenz, welche
sich durch eine große Klebkraft und hohen Glanz auszeichnet. Die⸗
es Klebemittel ist den Herren Galantericarbeitern, unfsttischlern
Und Dalern bestens zu cinpfehlen.

Sonnlag, den 6. August F Sonntag. Mittag don '3.
VAanzmnusilz uhr —— Aα
—V——,—⏑—⏑, —— Jenzmusik
Anfang 8 Udr. Entree30 Pf. — e—

4 —XXEEE 28
— ι

Schnanvroche,

Eonntag, den 68. RAusi 2. 6. zur
Linweihung
meiner neu erbauten Halle J
bvbvon Nachmittags 2 Ubr aß

ausgefuhrt von ber Kapelle des —
3. bayt. Eevau⸗sim. in Laargersud.
A·—— AILMA 9
* Coneeri 30 FPI
Viohael Scheider.
—feng·
Die Unterzeichnete macht hiermit den
rehtien · Damen von diet und Umgegend
ergebenste Auzeige, daß fie ihr Geschäft,
Anfertigen doon
enkleidern
hiesigen Plaß eroffnet dat, geneigtem
vlwollen sich bestens empfohlen haltend.
Achtungevollt
»rau CLieser, Kleidermacherin.
wohnhaft in der Kohlenstraße.
        <pb n="426" />
        Heschäfts Empfehlung
u eRerei., —4

νν AnnnonCO. *..

Einem verehrlichen Puͤblikum die ergebene Anzeige, daß ich
ju meiner J 3 553 F 3 Th J J F

Zunstfärberei EDruckerei
eine chemische Wasche und Fleckenreinigungs Anftalt
errichtes habe, in welcher Herreu⸗Garderobe, Unisormen, sowie Da⸗
mentleider, Costüm's,, von den zartesten Gewehen bis zu den schwersten
gewirtien Sioffc u V —
LA.. n ,
mit sümmtlachen Garnituren, sodann Tephiche, Cacheinir, Sbawls,
Goldstickeret, Federn, Schwanenpelz chemisch gereinigt und wie nen
dergestellt werden. 3

Ph. Bloch in Saarlouis.

..Anpahme fur St. Ingbett und Umgegend befindet, sich, hei
herrn. H. Fischer in St. Inghersfs....

7
n hiesiger Stadt errichtet habe, Neurestes und derbesserte
Verfahren beim Färben ohne den geringsten Nach
theil der Stoffe, Färben und Drucken in den neuesten
und geschmackvollsten Mustern in
Leinen, Baumwolle, Wolle und Seide.
Hetrrengarderoben werden gewaschen und gefärbt,
ohne dieselben⸗ zu zernennen· Fransen, Baͤnder, Spißen
werden neu gesärbt in allen Farben, ebenso Glayez · und
audere Haudschuhe, auch noch. gewaschen, überhaupt alle
in Dieseß Geschäft einschlogendeg Arzikel im Farben Foder
Drucken werden rasch und schön ausgeführt. —ie
Einen geneigten Woblwollen empfiehlt sich bestens
D Achtunsoem — 75
Bund.

d
—V —
Gese —ιαα— Aso.
Der Unterzeichnete bringt andurch zut agemeirer
Kenntniß, daß er sein Geschäft a.
2 * 53
ν. Ahrmacher .
,,
dadier angefangen hat.534*
Zuzgieich kunpfieblt derselbe sjein rtechhaltiges Lager
in goldenen und filbernen Taschenuhren
aller Art; Negulateurs, Penduls und
Schwarzwälderuhren Jc c. —
.Auch, werden Reperaturen schnellstins und billig
—
senn daletdeh*3
t — —ZIMRRMBS -
ι Franz Liégor, uhraten
n rre a wohnhaft Kohlenstratze

4 — —

reiuer
M.

———— α
—D—— ,,ViS. nsc ! 41
us u—
Auber eenn—
souersesten Steinein
für jede größere Feuerungsanlage, fabriciren wir auch

solche, für
Bäckerbacköfen, Ringöfen, Kesseleinmauerung,
sKanäle Kamine .
benebst dem hiezu erforderlichen Mörtel und halten uns
zum Bezuge“ diefere Materialien bei. billiger“ Berechnung
bestens empfohlen. VV
ebruder Kiefer,
—GSomburg. falz am Bahnhofe.
Das Heumn⸗SKnaben—
51232 338e L3
Kleider Magazin
v.. *
ER. A A ,
st. Ingbert zneben der kath. Hirche, im Hause
des Hru Klting, *
empfiehlte dinerar ohe Auswahlfertiger
EIErroM-. AnAbenIcleider,
Damenjaclaen, Rädeehen.
u —l Iacelzen
in allen Farben und Qualitätent und, verlauft solche der
vorgerückten Saison wegen zus bedentend herabge-
—EX *
Anzüge nach Maa·⸗
werden in kurzer Zeit nach den neuesten Moden elegant
und, billig J angefertigt e und; stebt. biezu Musterkarte aur
Verfügung. e —
Ums verschiedenen Anfragen, zu. hegegnen ,bemerke,
daß meine⸗Feinli a 1lv in Stu Inabert wie früber fortge⸗
führt wird.

A

lerglöcicctien.
8alOnpoIKa für Iavier, co mponmirtv on-
Frume Litteraehei chci.
οp. A 2
Auffallend xchnell hrach sich obiges leichto Salon-
stũck Bahn und wurde die erato Auflago binnen k
Wochen ansverkauft hu
Gegen Finsendumgdes Betrages versende ich franoo.
. Pater Jos. Tonger
0 1 —XA AWA4 I J 78*
5 Musikalien- und Instrumenten · HAandluus,,
n e Cõoln cI. » a

Voito: Ihr habt
3 4. das Gute jo nahe!“
dpitↄwegeriob⸗
————
G1 daft .ͤk
allerhoͤchst sanctionirt; lieb
ich zuenehmen; das sicherste
billigste⸗ gewiß auch dank⸗
barsie Miltel gegen Briist⸗
Hals— und Lungen⸗
seiden. Brouchialver
schleimung. Husten,
Catarrh ⁊c ꝛe...
Die Resultate sind über⸗
ialhend
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon“582 Pfg. ,M.
3 Pf. und 1 Martk 55 Pf.
37 Inabera dei Joh.
edrich naud in der
—AXRIœII
Dertred b aich cn Md
MNürzburg.

Makulatur,
mehrere Centner, werden? abge-
geben in der Druckere' d. Bi.

Frucht⸗ Brod⸗ u. Fleisch Preise
det Stadt Zweibrücken vom 3
Aug.“ Weizen 10 M. 26Pf.
Korn 8 M. 29 Pf. Gerfte Zreih.
·M. Pf. Gerste Areihige
—M. —Pf. ⸗-Spelz M. —
Pf. Hafer 10 M. 48 Pf. Kar⸗
———
30 Pf. Snoh 3 M. 50 Pf. per
Fentner. Weißbrod I3 Ko
51 Pf. Kornbrod 8 Kilo. 75 Pf.
bdino 2 Kilo. 50 Pf. Dit:o 4
tilorn 252 Pf. Gemischibrod 8
silo. 89 Pf. 1 Paar Wech 190
Gramme6 Pf. Spelzlera 0 M.
Pi. Dintel d M.P. Wiisch⸗
irucht⸗ ⸗M. Pf. Rindfl. J.
Quat. 58 Pf. 2. Qual. 82 pf.
dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 62 Pj.
Schweinefl./60 Pf. Butier 1
M8 Vi., ver Niung.

— —
gweibrüs n
Mühlgöẽschen nehen der
Schloßmühle.

41*
n

tath. Kire

— — — — — — —
n e Redaltion Druck und Verlag von F. X. Demetz in

nabert.

— J
—8 ————
        <pb n="427" />
        der St. Ingberter Anzeiger und
age./ erscheint wochentlich viermal:
Mark 20 R.⸗PfzuAnzeigen werder

—Xo .
as (2 mal wochentlich⸗ mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Vet
Dienstag, Donnerstat, GFamstag und Sountag.(Her Abonnement ovreiqh baträgt- vierteljahrlich
nit 10 ꝓfg· vosn Aussodrts mit 15 Pfh. Fur die viergesp altene Zeile Blatgichrift oder deren Raum Reela neu
mit 30 Pfa. nro Zeile berechnet.
7 24 1 —— p —
324 —— 2* * * J 83225 — J— 7 13 dv A .N i.AI 424 —3—
— 0
— 7* ———— *
— —— ——

— ⏑ —
VVVV VVVVV VV VVVV—— — 2
Veutfches Reicht leider auch sechs Penschenlebenu bellagen, worunter sich der
Mänchen, e. 3 eien wird nächstens Waschinenwaeter. und e des Iopfermeisters Roll
imne Auzabl bon Lehrern für iateinische deumsche srengosis ve and befindenz Als Ursache 8 jchreclichen Kotastrophe. wird, die unge
5 3ẽp rahen Geschichte ¶ und Geogradhien in pragmatischer nügende Svusun des essels e g * ra Niu
kigenschaft. und mit den normativen Bezügen der Stüdienlehrer c B⸗x eeehste x. Ber ey ande in Nizda.
seun unde siad Bewerbangen unn solche Lehrerstellen binuen Aus Nin za 25. Juli. wird geschrieben . —
wochen beim Cullusministeriun“ einzureichen. seit einigen Tagen hier die Verhaffung einer Anzabl deutscher Ver⸗
Rusctand brecher, welche, drinaend. des Raubmordes werdachtig, schon seit
Wiem,4. Aug. Die ,Presse? fieht dem · baldigen Uedertritt Monaten in Nizia , vun die ee up
— —
eichisches Gediet entgegen. — Mulihar Pascha ist in Trebiuie dee yzg reich n⸗ aaumaosohlese us Perpignan mit fünf
urtig — 3 disselben · gegen Norden nicht eeijchissem, weron de n aer —*8* en —5
ritngn z aug. Rechrcchten eus Bengradetielden, Milaz hen unüng red men en d e
— B ———
ee eteteeeen sar ez n
Selgra d 8. Aua Abende. (Offiziell) Oeunt begann eine sr e 7 8 —8
Schlact vor. Eajasewatz (am Timot auf serdischem Gebier) deret . dssen va e ene ee ve re
Ausgang noch unbelannt ist. haise? woria der junge Matin sägle; er? wolle sich umbringen, weil
— —— er 20,800 sl. verspielt dade u. Fw., ergad sichbei— genauer
Prüfung, daß die Adresse von anderer Handschrift als der Brief,
unde dioser selbsb efaͤlscht waer. Weiten fand man im Gebüsch
zwischen den Felsen ein Täschenmuch uid einem eingemerkt. Fast
dleichzit gerfuht man, daß der junge Mann in Nonacõ war,
wo ?ẽti 30,000 Franes· gewonnen: hatte und sich dork in Besellschaft!
zinet Dame befaudea· Der; Vecdacht⸗ iarun Dem Verbrechtnirgenb
einen Antheil zu haben, fiel auf Fran Josephine Zepf gebotent⸗
Roesch aus Mainz zavelche. hitt. Jeit longer Zeit ein unsauberes
handwerl reibk. Man⸗verhastete in allet St. le· vm 18. d. M.
ʒie Zepi schenn Eheleuten und fandi Uchtza m deren Besitz dien goldeine
Ihn des Fruwordeten und hejnen Vrillantrinqu In Folgerder weiteren
Rechetchen wurden auch die Leute, welche letztere Zeit miß den
Hepf'ichen umgingen, verhaftet: ein gewesser F. Koller, welcher, sich
ann Abend des Mordes ull Jepf zusachmen desagde ebenso der
Premet ieutenan b.oSpurgar welcher · sich Albbaͤld ais der zulen
in Wiesbaden zu Zuchthausssrafe derurtheilte und vielsach? befirafit
Franz Alois Spurgat,, chemaliger? Postbeamtes inn Frankfurt am
HDtain, entpuppte. In derselbendißelelischast besaund sich der Banquier
uind Besitzec einer Abshnifabrik, Joques Dewisongatweichersich cals
Jakob Lewison aus Kawieh in Pofen heraussielliz, jimaln in Zürich
rhaftel und gegen Beiruges ausgeliefert an das, Gericht in Sion
Kauton Wallis). päter dort des Landes perwiesen wurde Lewifon
st derselbe J. VLewison, welchet in diefem Frühling nach der eid⸗
chen Aussago mehreter Zeugen-Linen“ großen Schwindel -au dem
deichstags · Abgeordnelen Schulrattz B. verirvte; dessen Sdhn hier in
Nigga edenfalts in diese Gefellschaft gerathen war. Ein Herri Lud⸗
dig aus Wien hat ebesfalls Pe Fraucs bei diefen Leuten ein⸗
zebüßtu, welche eine JörmlicheRoulette ia verschied nen Localen
ablirt hatten wq ste namentlich die Deuefchän ausptündetten.
Johame Zepfift aus Wurmeldingen in Wurnemberg gebülrtig, war
Ahemaqcer und hat 1878 sein ganges Vermbgen derspielt. Seithet
rieb er sich mit Spurgat, der fich in Ginf Wolff, in Sanpn
Sieber nanute ia der Welt herum. Dieselben hatzen den ungea
Mann, so schint ts, dehufs gines Liebesabentegerz In eine Fau⸗
gelockt und ermordet. Mehr ols fünfzig Zeuren sind schon der⸗
nommen wordent“

224

exmishte.

Spepyer, 2. Aug.“ In den lehzten Tagen wurden hier
aus dem Rheine die Leichen zweier jungen Leute gelaäͤndet, diß dver⸗
ahigehem. Voden verluuhiticen . Ciner deseiden sot aus
Phllipysturg der andere von Germersheim sein. ꝛ 8 —
Feaus der, Pfalz, JT. Augg, Dir Agitation gur Herbe⸗
uhrung kürzerer Zahlungsfristen ist e ze Ver
vandstages der pfälzischen Gewerhebdereine nunnehct in der Pfol
in Gange. Naqchdem der Gewerbeverein Frankenthal vorgegangen,
dat nun auch der Gewerbeverein Nusel eine freit Vereingung ge-
zründet; die es fich zut Aufgabe stellen soll, dvaß in jedem Jahr
venigstents zwei Mal (Anfangs Janudr und Juli) Rechnungen äus
jegeben und die empfangenen bald bezahit werden sullten. Dieses

Borgehem verdient allgerneine Nachahutung. 6
t Koln.“1. Aug. Der Rephrter eines hiesigen Blaites,
welcher am Sonntag dem gichwcirgen auf den Fersen folgieerb
p u. A.: „Fast eine halbe Stunde nach jeiner Ankunft in
zöln begab sich dex Kronptinz, pet Wageu ohne Begleitung zur
p. baler⸗Schwinmanstalt in Teutz, um ein Bad zu nehmen. Woblt
aine Vierteistunde derweilte derselde im Wasser. Als der hohe Gost
us das Sprungbrett zuginge, trat ein Herr, welcher gerade in das
Wasser springen wollte, zurück, um dem Kronprinzen die Präcedenz
ainzuͤräumen.“„Bitte,“ sprack der Kroubprinz, ‚nach Ihnen.“ Eist
achdent jeet Herr im Wosser war, prang auch der Kronprini
zerad umd ihm nach eine lange Reihe junger Leute; mit denen der
»euische Theonfolger dann, um die Wette schwimmend, sich sort⸗
vahrendein der sceundiichsten Weise wie mit Seincogleichen unter⸗
neld Alez derselde auf' den in der —ã—8
haume eine Reihe Schwimmer sah, heuerte er ufbdiese gu. nd
jetzz sich wie diese auf den Stamm vdrn an die Sp ze, zu Pferdo
mnd machte allen möglichen Ult mit, dier! hane man Gelegenheit,
ich don der ruͤstigen Gesßalt des Kronprinzen in nabura Hu über-
eugen.. Veine und Arme sind von ktafigem muskuldsen Bau, und
desonders ttitt die Stärte und Kraft der Brust hervor. Als man
hin ein — bringen wollie, bemerkie er: Iypr das
nur Iht mußt bei dem Rufen zu ihe schlucken, der
Wille allein' genugt mir und macht mir viel Freude“JIgn einer
uewöhntichen Jelle. worin derselbe sich auch autzgekteldet. lueidete er
ich wieder an“ und fuhr dann zurück zum⸗, Hotel du Nord.
kBerlint, I. Aud.Ueder eine bon⸗ schrecklichen Folgen
gerpesee erhalten —8 — Sommerfeld den nach⸗
oigenden kutzer —5 — In der' Maschinenbau-Anftalt von H.
Muller hier explodicie am Sonnabend Nachmittag umer furchtbarex
detonation der in“ einem kleinen Anbau aufgestellte Dampftessel
Die dedurchentstandenen Verwustungen find ungeheuerr, und sind

3424e *

NPienstesnachrichten. 6

Der Friedensricher Oud Jantok zu Keubreisach wurde
m das driedenegrici Colmar verfeht, der I Nichard
Syffert zu St. Amarin zum Friedensrichtec des Friedena-
gerichtsbezirks 3 der Rechtspralntant Wilh. Schäffer
zu Colmar zum Friedensrichter des —— Neubreisach
ind der Rechtspraktikant Fritz Pe bec zu Eltaßbuirt zum Friedens⸗
cichter des Frjedensgexichlebez ielß Truchlerheim ernahnt.
a Waea-
        <pb n="428" />
        2 ⸗ ⸗ Sonntag Mittag von 3
Königlicho Lateinschulou en n
Tenzmusik
bei Feter Sohweitaer
Ein Haus
am Kopellensteinbruch hat zu
verkaufen oder zu vermiethen
Aanlcob PHeger.

AFür Metzger

Wurst-Klötze.

Ich empfehle meine auf Lager
habende, oaus mehreren Theilen
—XL
Buchenholz gefertigte und mit
Reifen gebundene Wurst Klötze
in Wiegefläche von 0,95, 0, 15,
1,25 Meier zur geneigten Ab⸗
nahme bestens.

Auf Verlangen werden Nloͤtze
nach Maaß in kürzester Frist aun⸗
gefettigt.

Ph. Lang. 3 27 3
Solibandlung in St. Fo hann.

Sophia Maria, T. von Karl
Geyer. Thomas Georg, S. v.
Friedrich Schwarz. 12. Georg,
S. d. Jak. Selzer. 13. Jakob
S. v. Jakob Ochs. 14. Elisab.
T. von Geoig Allar. Maria,
T. d. Wilhelm Erb. Moritz
5. v. Joh. Val. Haus. 15
datharina, T. von Franz Bohn.
16. Joseph, S. v. Ludwig Stolz
Zatharina, T. von Karl Heß
douise, Tochter von Karl Heß
Johann, S. v. Peter Gehringç.
19. Helena, T. v. Peter Jos.
Fung. Georg, S. v. Nikolaus
Zintel. 22. Johann, S. von
Peter Fegei. 23. Anna Maria
T. v. Johann Nelz. Heinrich
S. v. Heinrich Scherff. 24. Joh.
S. v. Val. Gehring. Katharina.
T. von Karolina Ludas. 26.
Jalob, S. v. Jalob Zeitlinger.
29. Georg, S. v. Georg Schira.
30. Anna stath., T. v. Johann
Schieber. Elisabetha, T. von
Jakob Spohn. 31. Elisabetha,
T. dv. Philipp Nicolai. Karolina,
I. v. Georg Appel. 24
B. Verehelichungen:
4. Georg Jakob Gries mit
Magdalena Danzer. Johann
Quiring mit Barbara Nlein.
Nikolaus Weiland mit Sophia
Gehring. 6. Peter Lang mit
Elisabetha Gebhardi. 20. Fried⸗
rich Geyer mit Louisa Günther.
O. Sterbfälle:
—AR
bon Johann Becker. Margar.,
2 M. alt, Tochter von Daniel
Kemmer. Maximilian, 9 M.
alt, S. b. Philipp Munzinger.
3. Heinr. 11 M. a. S. v. Karl
Eich. August, 2 M. alt, S. v.
Johann Feller, Woe. Albert,
2 M. alt, Sohn von Valentin
Derschang. 4. Jakob Strobel
59 J. alt, Ehemann v. Maria
Gebhardt. Maria, 10 T. alt,.
—A
Elisabetha, 3 J. alt, T. von
Peter Wolf. 10. Johann, 1
J. 4 M. alt, S. v. Johann
Bieg. 13. Katharina Klaus,
55 J. alt, ledig. Ludwig, 1
J. 13 T. alt, S. von Ludwig
Oberlircher. 14. Jakob Hoff⸗
mann, 48 J. alt, Ehem. von
Elisabetha Rohe. 15. Johann
Joseph Uhl, 65 J. 5 M. alt,
Ehem. von Katharina Feichtner.
Magdalena, 2 J. alt, T. von
Johann Kihm. 18. Magdalena
Janton, 40 J. 6 M. all, Ehef.
von F. X. Temchz. 20. Barb.
27 T. alt, Tochter d. Wilhelm
Schmidt. Nikolaus, 3 J. alt,
S. pon Johann Mollen. 22.
Heinrich, 14 T. alt, S. von
Maria Ritter, ledig. Karolina,
Auszug 2 J. alt, T. v. Johann Heiser.
aus den Registern des Standez. 23. Heinrich, 6 M. alt, Sohn
amtsbezirkes St. Ingbert pro bv. Sophia Simon, ledig. 28.
Monat Juli 1876. Marg. Bech, 45 J. alt, Ehefrau
MA. Geburten: don Peter Badar. Johanna
1. Louise, T. v. Peter Lina. Barbara. 4 M. alt, T. von
9. Carl August. S. von Georg Beorg Seibel. 30. Ehisabetha
Rickel. 9. Nilolaus, S. von TConrad, 34 J. alt, Ehefrau
Peter Gehring. Heiprich, S. von Peter Schmidt. 831. Marg.
3. Maria Riller. Georg, S. v. Lurz, 81 J. alt, Wwe. von
Judwig Potdwien. 10. Elisab, Georg Düpont.
. von Peter Klein. Emma, Der Standesbeamte:
Tochter y. F. X. Demetz. 11. Custer.
— — — —— — — —— ————
Redaktion Drud und Veriag von meß in c Ingbert.
Stounu illuctrirton Zonnfafßnkhblatt Me, 22

St. Ing bert.

Das Siudienjahr 1876/77 beginnt Mittwoch, den 27.
September, an welchem Tage im Amtszimmer des Unterzeich—
neten die Inscription der Schüler vorgenommen werden wird.
Als Normalalter zum Eintritt in die umerste (I.) Classe ist das
oollendete neunte Lebensjahr und als Bedingung zur Aufnahme
ein für die vierte Klasse der Volksschule genügendes Maß von
senntnissen in der Religion, im Deuitschen und Rechnen sestgesezt.

Der neu auf;zunehmende Schüler hat bei der Anmeldung
seinen Geburts- und Impfschein, sowie seine früheren Schul⸗ oder
Studienzeugnisse vorzulegen.

Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß Dürf⸗
liakeit und dadurch bedingte Zahlungsunfäh gkeit vom Besuch der
Anstalt nicht abzuhalten braucht, da arme Schüler nicht nur An⸗
spruch auf ganze Befreiung vom Schulgelde haben, sondern auch
durch unentgeliliche Stellung von Büchern und Schreibutensilien
gerne unterflützt werden.

VDie Aufnahms und Nachprüfungen' werden am 28. und 20.
September abgehalten. —

St. Ingdert. den 5. August 18s78ss. —

VDer Rgl. Subrektor·····

—— Barniket. —
— 75 —75 J
Das Hereen S Knaben⸗
KleiderMagazin
W von .
B. mann,
St. Ingbert, neben der kathh. Hirche, im Hause
*8 des Hru. Kling, A
empfiehlt“ einegroße Auswahlefertiger
Herrene⸗ Rnabenleleider,
mamenjacken, Rädehen,
saquets und Sacken
in allen Farben und Qualitäten imd verkauft solche det—
vorgerückten Saison wegen zu pedeutend herabre-
uνναι αιν.. J—
Anzüge nach Maaß
werden in kurzer Zeit nach den neuesten Moden elegant
und billig angefertigt und stebt hiezu Musterkarte zur
Verfügung.
Um verschiedenen Anfragen zu begegnen, bemerke,
daß meine Filliale in St. Ingbert wie früber fortge⸗
B. Ackermann
Zweibrücken St. Angbert,
Müblgäßchen neben der neben der kath. Kirche.
Schloßmühle.
— F serachß
der von den Metßgern der Stadt St. Ingbert geschlach⸗
teten Thiere im Monat ARuli 1876
—
Namen
der
Metzger.

5

— * 8
? *
9 —

— 7
J. Hager
sarl Schwarz
starl Schworz, S
oon Jalob Schwar;
L. Weißgerber
Muller
d. Weißgerber
Chr. KRlincke
A

—A
arl Kling
heinrich Schwarj
St. Ingbert, den 31. Juli 70.
Das Bür⸗—rmeisteramt GEGuster.
        <pb n="429" />
        n B.35 ——780743 n35 — 1
— —7 44 34 134 WU .4 —9 —

g nn * —1
DHAnaqberler neiger.

* 7 ⸗ * 3* * ag *

der Sir: Ingberter Anzeiger!und bat (Zimal wöchentlich) mit! dem Hrubtblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonnlags mit illustrirter Bei
age) — viermal; Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonue inentspreis heträgt vierteljahrlich
Nu 20 Pfz. Anzeigen werdin mit 10 Pfaz., von Auzwarts wit 15 8f 1. für die viergesp allene Zeile Blaitschrift oder deren Raum. Necla nen
J mit 80 Pfgr pro Zeile berechnet.

—äAAA
— 151
Mei2838. DDiendtag den . August cbeeu 1876
, !
——
23 oh Deutsches Reich. 6
rigan Wünchen,“4:0 Aug. Wie wir vernehmen haben bereits
rn Reichstags Abgeordnete, iend zwar von liberalet und
von ultramontaner Seite, erklärt, daß sie eine Wiederwahl nicht
mnehmen werden, so daß man beiderseits sich noch um eine Anzahl
jeuer Kandidaten für die nächste Keichstagewahl umsehen kuß.
Berlin; 4. Aug. Die Urlaussreisen der' hiesi zen Botschafter
Inbe rin“ Zeichen der anhaltenden dolitischen Beruhigung.“Der
jriische Botschafter ist gessfern nach Engeand abgereistzur Fott.
kßung seines Urlaubs. Der russijche Botschafter v. Oudrik wird
joͤraussichtlich morgen nach Rußlaad gehen. Der franzöfische- Bot⸗
wafter dereitet sich gleichzeitig auf seine demnächstige Urlaudsreist
ot, Das“ dem Panzergeschwader im Miek lmeer einstweilen zu⸗
jetheilte Kanonenbost Nauiilus“ ist jetzt nach Hongkong ˖beordert.
Berlin. Die französiiche Regieruag' hat ihre im Auslande
jeglaubigten Botschafter uud Gesandten angewiesen, ihhrer betreffen⸗
jen Regieruag die Anzeige zu erstatten, daß die internationale Aus⸗
eg in“ Pariz am: In Aptil 1878 erdffaet werden wird Man
dird sich daher beeilen müsse n/ dem Reichstage eine Vorlage wegen
—*8*8* der Geld.nittel für die Pariser Ausstellung zu gachen.
a wird der Platz sein, sich über Ausstellungen im Allgemeinen,

vwia liber das, was die deutsche Abtheijung bei det Ausstellung
n Philadelphia geleistet hat, zu unterhalten. Hoffentlich wird dis
zabia ein amtlichet Bericht des Reichskauzleramis erstauet und dem
Keichttage vorgelegt sin. 8
BSerlim Vom striegsschauplatz liegt eine wichtige Depesche
jon' L. H. T. B. vor, welche von einer Niederlage der türkischen
Zaupiarmet der Knjazevacs am oheren Timok berichtet. Es heißt
a, die Serben verfolgen die bei Knjazevacs total geschlagene tür⸗
che Adantgarde. Der türkijche Operationeplan icheint vollständig
escheitert zu sein. Mehrere Foris' von Nisch sind geftern (4.)
wn den Serben angçegriffen worden. In Belgrad herrischt große
aegeisterung. Letzteres ist begreiflich. wean es sich bestätigt, daß,
dähtend die fürkische Atrmee gegen Knjazevocs porrückte, die Serden
jestetn in das türkische Laget voa Nisch draugen und die Festungs-⸗
sette pon Marainot bei Nisch eroberten.

Damit find die Serben, wie es scheint nun einer großen
atfaht entronnen. Nujasebacs follte ohne großen Kampf ninht
ufgegeben verden. Von dort läuft die breite Heeresstraße über
Zanjd nach Parasschin, Zuprija, Jagodin, Semendria und Bel⸗
rad; die Tschernajeff undedengt hauten muß. Hätten die Türken
njazebach und Saitschar geno nmen, dann nützten auch die Be⸗
ftigungen von Deligrad nichts mehr. Deshalb standen dei Ale⸗
naß nur noch zwei D.bisionen in der eiwaigen Stätke von 18,000
Kann, während dei Knjazevacs und Suitchar die größte Macht
»mentrirt wat. Die füdöstlich Armee zählt gegenwärtig, mit
en zu ihr gestoß nen Verstärkungen, dei 80,0000 Mann mit 120
peschüzen ured 6 Regimentern Cavallerie. Davon befinden fich
»i Saitchar etwa 835,000 Mann mit 40 Geschützen und bei
Znjazepach 45,000 Mann mit 80 Geschetz n. Wecen diese nun
e die Telegram ae besagen, gluck.ich, jo is der rürkischea Offen⸗
iwe an dieier Stelle Hali geboten. —7757

Ausland. J

Wien, 4. Aug. Siebenbürger Blätter welden, daß alle
Jionier-Abtheiljungen der dort gen Truppen zur Befestigung der
darpathenpuffe verwendet werden. Am Rothen: Thurmpaß und de'
Lromstadt werden größere Fortificationen augelegt. (A. Z.)

Wien, 5. Aug. Zwischen der östetreichischen Stiaatsbahn
ind der Regierung find ernste Verhandlungen im Zuze, über welche
iet Bahnverwaltung ausdrückiich auf Wunsch des Ministeriums
sen Journalen gegenüber strengste Diskretion auferlezt wurde.
xa heißt, es handle sih um Vorbeteitungen für Trudppoentrans
Ptte. Heute faud ein wchtiger Ministerrath stast, zu welchem der
a Gastein zur Kur weileade Handelsminister Chlumeziy eigent
Wien berufen wurde,

dondon, 3. Auz. „Der „Daily Telegrapy“ erhält von

seinem Pariset Specialcorrespoudenten unter der Usbers hrift“, Bheinre
Verträge von 1866* ein Telegrainm' mit Aufchlüssen uͤber dit
Enistehungsgeschichte des Krieges von 1866. Darnach bestanden
in den Tinerien zwei Partezen, die öslerreiche' der Kalserin und
die Bismatkische des Prinzen Napsleon. Der Kaiser fandie feinen
Vetter nach Florenz, am Italien zu einem Schutze und Trutzbandnisse
nit · Preußen zu bewegen uner der Vecsprechung Venetiens. Bleich⸗
zeitig war der Herzog von Gramont nach Wien gesändt, um vor⸗
zuschlagen, Venetien jollz an Italjen zurückgegeben werden ald Eat⸗
elt für seine Rutralität, falls Krieg mit Preußen ausbräche. Wider
Permuthen Napoleons II. nahm O sterreich diesen Vorschlag an,
der Kanser war rathlos unde rieth vann Italien zum Hinaugzschieben
ves Krieges,z mit Oesterreich.!) Die italienische Regierung hatte
Preußen zur Kriegberliärung gedrängt, änderte nunploͤßlich pihre
Politit, da sie Venetien schon so erhalten würde, und nun kam Bis⸗
nacck durch die schleugigße Kriegserkläruag zuvoe. Nach Sadowaä
tieth dann Drouyn de Lhuys Napoleon III. zum Kriege gegen
Preaßen. Die Decrete waxen zur Veroöffrntlichung im, Moniteur“
extig. Aber in derjelben Nacht trug danm Rouhte den Sieg über
Drouyn de Lhuys dabou und die Kriegsidee ward fallen gelassen.
Betgrabd, 8. Aug. Die Kämpfe um Saltschar, Mramo
und Kajajebatz dauern forꝛ. —WWM W
— Belgrad, 6. Aug. (Oifiziell) DOberst Hordatopsc vere
heidigte in fünftaägigem Kampfe die Trefibabas gegen einen Über⸗
i ae ricooe von den sae
mußten sich seine Truppen zurückgiehen und besetzten die Defileen
wischen Kujojevatz und Benja. 2000 Türten machten am 83. von
Sinißa aus einen Ausfal gegen unsern linken Flügel, wurden
edo znruckʒeworfen und·tehen 150 Toͤdte zurieee
Semlin, 5. August. Die Vorhut der wurtischen Armet
Achmed Ejub Paschas wurde bei Köojazevacs von den Serben total
zeschagen. Obderst Leschjanin sollte heute von Saitchar aus die
Türt·n unter Oaman Pascha bei Velili⸗Izwor angeeifen um die
Urtische Micht zu zersplittern. Der russische Oberst in serbischen
Dieusten Proloff griff gestern von Alexinatz aus die delachirten
Foits der iclischen Festung Nisch an, desehte das ein⸗ dieser Forts
der Maramar und eroderte fünf Krupp'sche Geschüt..
Semftiu, 6. Aug. Oberst Antisch schlug geftern eine von
Snitza nach Rovibazar marschirende eghpfische Dirision vollständig.
seonstantinopel, 6. Aug. Nach einer oifiziellen Mei—
dung nahmen die Tütken om b. Kugust nach zweitägigem Kampfe
die Stadt Gurgussovatz. Die Siabt wurde von den Frelwilligen
eingeäsn ert. Die Verluste, welche die Serbien in dem Kampfe er—
litien haben, sind beträchtlich,
11

Vermischte.

f Waldfischbach, 4. Aug. Der, Pirm. Anz.“ schreibte
Her hiesige Steuer⸗ und Bemeinde-Einnehmer Grünewald hat sIch
mit Hinterlassung eines bedeutenden Kassendeficits aus dem Staube

emacht.
J Der berühmte pfälzische Geschichttforscher Georg Leh mann
ist am 5. Auqgust zu Nußdorf, wo er feit einer iengen Reihe
von Jagren als protestantischer Pfarrer wirke, in hohem Alter,
aach laͤngerem Leiden verschieden. J. G. Lhmann war am 285
Dezenber 1797 zu Dürkheim geboren.

Am Sonniag wurde der Maurer Dietrich Fid von Oppan
don einer Fliege gestochen und war gestern eine Leiche. In den
Feldzügen von 1870 - 71 bueb derselbe unversehrr und dennoqh
mußte er auf- eine so elende Weise ums Leden kommen. Er hinter⸗
laßt eine Frau und drei unmündige Kinder.

7 In Wuüriburg ist gegen zwei angebliche, Weinhändler“
Untersuchung wegen Weinjälschung eingel itet

FSaoerdbdrücken, 6. Aug. Gestern wurde durch die
paderische Gendarmerie ein übelberüchtigten Sabjelt, Namens Peter
Zinnberger aus Ocmersheim eingebracht, welcher im Jahre 1870
Jum Nachtheile eines Gerichissekretärs einen Diebstahl verebte, dafat
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        zier zu zwei Jabren Gefängniß verurtheilt wurde, abes aus dem;— nicht daran, daß Sie mit liebenswürdiger Bexeitwilligkeil mein—
Arresihause zu entlommen wußte. ·. Saarbr. Zig.) ce Antwort in Ihr Blatt einrücen, —4*
FBian meldet mus Studigark, 81 Juli Heute Vor—⸗ Genehmigen S J
mittag bewegte sich ein feftlicher Zug, bestehend gus einem von 60 * la.' Direltor des, Cittadino“.“
Arbeilorn im Festgewand' geleiteten, hetanen sspännigen Wagen
hvon der Neckarstraße noch dem Bahnhof. Auf dem-Wagen war
das 10,000ste Instrument verladen, welches aus der Pianolorte⸗
Jabrit von. J. K. Schiedmayer Söhne, der ältesten 1809 gegrün⸗
Aen ber hiefien Klavierfabriken hervorgegangen ist. Das 1000te
—— ist zu Ende 1822, das 5000ste zu Ende. 857 fertig
aworden. Das 10,000ste Instrument geht nach Ostindien.
In Bealim wurden zwei Vädergesellen die aus Rache
rüber, daß ihnen der Meister gekündigt hatte, eine Menge
Schwmug und alte Fettloppen in den Brodteig gethan aund wil ven
haden hatten, je zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt.
5 fHSie ——
haben einen originellen Charaller. Der Direltor des „Cittadino“
(Bürger) wurde nach ——— von dem Direltor
zes Popolo“ von Genuͤagefordert. Eisterer wählte zur“ Waffe
die Wohlihätigkeit und schickie der Anfstalt, genannt, Armenherberge“
Ahpoergo dei Povori) 50 Francs. Er schrieb an den Dixelier
—
V .Genua, 16. Juli 1876.
ru Mein Herrl e
* Jag scder?cheutigen Nummer⸗odes It Popolon finde ich eine
zegen⸗ mich gerichtete Hetausforderung; ich beeilenrmich, Ihnen zu
wissen tzu hun, dabo meine Vieblinge waffen folgende sinde Gerechte
Bruͤrcde, höfliche Worte und gute Werle. Da ich bemerke;, daß die
veiden ersien Arten micht nach Ihrem Geschmad sind; hoffe ich, Sie
verden vdie dritte nicht oerweigernn Ich beehre mich aiso, Ihnen
zu Imelden,“ daß ich aum heutigen Tage dem Vorstand der Armen⸗
herberge von Genug50 Fres. geschickt habe uund wenn Sie ⸗das
Sleiche⸗ thun wotlenwird man sagen fönten',“ daß unsere obeider⸗
seitige Ehre befriedigt ist,undwir werden ein gutes Werkegetham
mstatt die Mussiggangernzum Lachen gebracht zu Haben. Ich zweifle

Danksagung.

Kaum wäre 6s uns möodlich
zewesen; unter der Wucht der
so herben Schichsalsschläge, die
und detroffer, nicht volltommen
darniedergebeugt Ju wel den, ivdre
uns nicht ein aufrichtiger, ein
wahrlich sußet Trost imLelden,
geblieben“ Und dieser war die
vᷣchrbaft herztiche, innige Coubo⸗
denz, die uns die hiesige Bucger⸗
schaft in ausgedehntestem Maße
—VX
ZIst es doch sicherlich kin hecz⸗
erhebendes Gefühl, Lin bester
Sporn guͤr“ Entfaltung der
hogsten doferwlligsten Thätig
eit, eine flählende Kraft; Altes
zu uibe dauern, wenn“ man fah,“
vie sich Viele uin 'uns schaurten
und nach bestemt Weffen —uns
aufzurichten und unseren Kummer
zu erleichtern suchten wenn mirn
zus Allem schließen konnle,udaß
dielleicht ·Nemand antheillos
dlieb. e
Ganz besonders glauben wir
der Bewohner des Josephsthales
und der. Schafgosse, erwähnen
zu müssen, die den so ichwer
Betruffenen eiligste uneigen⸗
nügichte Hilfe brachten zureiuer
Zeit, wo Minuten über das
Leben dreier Stheurer 7 Glieder
uuserer Familie entscheiden lonutene
J Für dies All.s sindewe du,
wigem Dant verpflichtetzden
vir hiermit allen Theilnehmens,
en aus Selstem Herzen dar⸗
pringen.

Gotl hat nun, J Aliches zum
Zesten gewendet Und in seiner

Vaterqüte das Anfangs n der
chrecklichsten Gestalt dräuende
LInglück gmädig und in günßligster
Weise vorübergehen kassen. —
Familie Thiery.

F

Zur gef. Beachtnung.
Unterricht in der*
lateinisgehen
griecehisechen u.
ramzöslschemn
Sprache ertheilt
Wer ? sagt die Exped. ds. Bl.
Ein Haus
am Kap⸗lleusteindruch hat zu
verkaufen oder zu vermiethen
AAAKob Hegeor.

ALeistonbruen
sowie Jedd m Brucenh? heile
—XVD

Veber 1000 geheilt.
F. Grone in Ahaus Westf
Die freisinnigen reichsstreuen Wahlmänner
des Wahlkreises Zweibrücken-Pixrmasens
verden freundiiast ersucht, sin Udituwoch den O9. d., Abends
3 Udr, zu einer Vorbesprechung und Donnerstag deu 10.
». Morgens 7 Uhr, zur, Hauptdesprechung über die an diesem
Tage 9 Uhr Morqgeus statifimende Abgeordnetenwahl im großen
Tvola-Saale dahier gefälhäste nfiaden zu wollen.
gZweibrücken, den 7. August 1876.“ 38
Im Auftrag der freisinnigen reichstreuen Wahlmänner

Zweibrückens, 2*7* 2 2*7

J. B. Wolff. — de 82

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253635 53— 5272 232533255*
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383* *558252 Is 2272
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2243 533323233238285 —e 22254
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*233332223 *53833 15 72
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2235223558 2234
252332—332322834*

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35352
8582533 53455 *8222
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—8 — 5. — 85293 2 8 532* s 223854
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———— 5535352 38 — —— 2225825 2333358537*
— 2— IT.“ ——— *2 52 32 2 7 —S *
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— —— — 222385 *2 2*.87 — 8 5238
8 5 2. 288 —— 2— X 2257 S. * — 22 2
52382— 2 22354; 22 53288 25223228
S1S352— — 77 268* 2S 7 2 5.2 52 522
* — —9 —— 78e. — 2wE —— 527 7
— S * —3 2336 2 255*7 222228 —
—3 28* * —22 2 — xX 2 — 282 *
35 8 — 5358* — 2 Ve —A — — 52
S28 * —7538 2* 22 8* 522 3.23
2583 7535 33528* 3— 528
23. * 283 zA —A — —— * 205225 22*
* —æ— * 2532453 2 2. —A —232— 25232 *
I .4 252 22 3 ES 6] 2532 2.225
1285 5 5335822323237 433532555372
83* 2 *»233323 338 357525
533557 ————— 2275335338 2585, 5235
—— 552— —2 6 0 8 —A
—8 822 152823 37 255338775
22. 152823835538538* 3288
7 23583 52255* 5z8228* ,3355*8
——— 22 2872* 2557 — — *
2 35528—— 83388 —X —X —5
7 7 585857 2.388 2 *2 s 2**
77* 22* 2 7— 2. 5 2.5 *22 227
8 v 55 1253287 2237 52238
8 60 —* 535358* —A 22.0 *
— 5— — 8 — 22238* *5
8222 226 230 2353253
* —— 8 2
2. 522522 3 23 5352327—
33532322 2535233
555235 225 2 *22 258353 ——3
2 32 ã— 3638 2 2*
——————
32*7

2232— * F
28 *57
735332853 75 53335——
572535 2753 183555 3
13*73572r 5 s283 22 .2 * J J E
J —— —A *
323 2* — * — 5253 2 a J
22 —— ð*
——— 23322 42338— 3 5828
—— S. 2 * 55* 23 85533338 5 —
23 533358 * 2 321582 222383 D3 22
33 3 z45332
23237* 33* 22588 28 v A
— 237553534 ** 2
A — J
—X 2203 23 238588 33
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— 23222 — —A *2
* 52383 3 *2 3 S* 2. 8 523 5
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5 232*33 2 333 25533
2* 25. — — *— * *
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3333555 ——— 3283337
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— 2* 25338377 23618 *5 23*8*5 537*
227 2838 2 2588 — *
258 * 32 8 355 2 2333-
——— 2228 *5334
83233 2838588 A
3352—25 75353
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2377
2522 *3
328533233

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—— — 22 5522372259 3237
35233 338286 255333385223—853
33353 83 423537
27 8 282 5723 3
2828223 3
—A —— 22223883 253532
25—53 5*33530 —255323— 3532332
22 2. —— 2553 232— 2533 322.,2823 *
3 5 23 324 27233 AS. 232. 3 ——25
3* — 25 205 7 —— 522
g 33333833*
2* — E * — 27 J— 2 *— c5
23273 352333——2338 22533338325383
* 22238 33—532323 227 — 5858
—8 5 22 3 *2558 —A 232
22 25322. *353 2 s3. *252332223
52338 38 322382333335
z555232— *—5 22 253332332372323
7 *ä225 5*3 22R52225 255 522322
G *53265 * 23 52 — 357 3 —
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—A — — 23 2 325 —— 3
— 252388532237, 222— *5222—* 52
z — 33 383
53232333 578 *5333333385 2432.3 552
22.238 nr. 23 — 23* 2 —
233832335 J —E
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—B— —— 3—3533514
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23 2323338 238 252225 5 12233 5533553 1821
*5 — 323*25 z32382 1322355 522 32 b
—22— 532—3——2333533355*

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Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wöͤchentlich; mit dem Heaupiblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonniagt mit illusterirter Vei

lage), erxscheint wchentlich viecraalz Dienstag, Donnertag, Samstag and Sonntag, Der Abonnementspreis beiragt vlerteljährlich

1Mark 20 R. Pia. Nazeigen werden mit, 10 Pfan von Auscuarts vzit 10 Pfa. für die viergesp altene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Decla men
mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.

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J — 3 73 14 —— * mu ν,
M 125. — Donnerotag, den 10. August id r ,, ιäIο 1876.
A de
— ——

mXXSä
— *
385 νι Deutsches Reich. 24 211911 3
Munchen, 8. Aug. Ein von dem Lrinister v. Berr ein⸗
gereichtes Entlassungsgeiuch wurde von dem Kauige micht angenommen.
Mäaͤnchen, 7, August. Der König und die Königin von
Sachsen sind soeben, von Ragag kommend, hier kingetroffen; Die
elben werden morgen die Aussellung besuchen. *3
Gastein, 7. August, Kaifer Wilhelm verldßt am' 11. Kug.
Vormittaas Gastein und trifft am 12. —TA in Beyreush
ein. Der Kaiser wird dort zwe Tage als Gast des Königs Lud
wig verweilen, am 13. und 14. den F⸗sispidden beiwohnen und or
14. Abends nach Berlin zurückreisen.
—— ANusland. gnr er 3
Wien 7, Aug. Die Fteiwilligenlegion· ungerischer SGerben
etmor dete ihr, sammtlichen Offi ziere.
Wien, 7. August. Einer angeblich gus zuverlässi ger Quelie
stamimenden. Konstantinopeler Meldung zufolge foll der, Sutton
Meurad unrettbat verloren fein. Der Direltor 'de hiesigen Privaß⸗
rrenaustalt; Hr. Liebesdors wurbe nach seianindn ——
33

London; 8 Aug. Im der hestrigen Sihung des Untet
hdauses inierpellirte Anderson die: Regiecung abermals wege i der
obn den Türken in Bulgarieun degangenen Graufasueiten. Nehrere
undere Redaer selundirten demfelbene umde dehnten ihre Angriffe
auch egen ·der Premier · Disrvett · unn Ven Vonj afner Elliot ur
welche die aus Bulgarien- gemeldeten Thatsachen als übertrieben
bezeichnet hätten. Det Unter⸗Siautssekretar Bourke nahm Disraeu
and den Botschasftet in Schuß und verlas einen? Bericht des Bot -
caftsselreiaͤrs Baring, in welchemn zugestanden wirb, daß von den
Türken Gtausamkeiten beganren und gegen 60 Vörfer zerstört und
au. 12,000 Persouen, welche der chrisilichen: Beböllerung angehören,
jetodtet wotden feien....

Konstamtanno preb 8 Aug. Die Besetzung Saitschars
durch die türkijchen Truppen ohne Schwerlstreich wird durch Prida
ↄepeschen aus Widdin vom 7. Augun bestätigt; danach habe Lesch⸗
ant mit seineci Corps Satschar gerdumt, weil er in Foige des
intischen Sieges bet stjacevatz don verschiedenen Seiten angegriffer
zu weiden besorgte, und beabsichtige sich dem Corps Tjschernajeff
anzus hlteßen;

Belgrad, 7. Aug.Authentij 95 derlautet, daß die als
Vorhut der Drina-Armee nach Bosnien eingedrungene Freiwelligen-
Legion, zumeist aus unaatischen, Serhen Kestehend, aegen ihre. Offi—
iere revoltirt und dieselben sämmtlich erschlagen habe. Als Ursache
wird angenommen, daß die Vorfchiehum der Freiwilligen als Ka⸗
onenfutter dieselbe erbittert pnd zut Rwolte getrieben habe. —
Aus seibischer Quelle) Die Laçe der süobstlichen Arm e wird
als eine sehr ecust,, aber keineswegs verzwe felie ängesehen. Dem
cijud Paschast hen zwei serbische Armeelorps gegenüber, Horvato⸗
o cs mit einer Division, weiche drei Stunden wert von Knjasebac
am Einoange des Difilesß Posto gefaßt bat und Tschernqjeff bei
Btatarnica mit dem Gros! seiner Armee.“ In serbischen Keeisen
vird die Lage Ejubd Paschas sogat als eine gefährdete bezeichnet. ()

Belgrad, 7. August. Horvatovich, von den Türten voi
dujazevac hart bedraigt, soll wiederholt an Tschernajeff um Vers
härkunzen telegrophiete d'ese jedoch nicht ethalten haden, was ihn
Gließlich zum Rückzuge zwang. Um diesen zu decken, haden die
Sarben jeldst Kuaztpac den Flammen üÜbergebe n. In Beigrad
setischt furchtbare Aufregung und wierd die verzweifelte Suimmung
n Verwünschangen. 4Kaut. Man hält die Eatscheidung gegen Serbien
uͤr nohe heborstehend. .. (R. F. Pr.)

Velgrad, 7. Ang. Hier herrscht große Aufregung. Eine
agesammelte Voltsmenge declhrugt Tschernajeffs Abstzunß. Die
Fuͤrssiin von Serb'en ist vot Aufregüng erltankt. Die Auelander
⸗erlassen Belgrad. Die Türken verbrennen jede erbberte Ditschaft.
Semendtia und Kragupoeng werden elleunds defestigt. Die deoplo⸗

matischen! Vertreter Serbiens sind angewiesen worben, ber den
Brotzmächten um eine Vermitttung anzusuchen. “
Nehotin., 7. Aug.Miorgens 10 Uhr“ Die Bewohner
allet O:ischasten des sereifes Negotin sind soeben aufgefordert
wocden,, ihre Familie und Habe“ indas Innete des Londes zu
schaff en. Der Kommondant derdferbischen Truppen fordert die
Befoigung dieses Befehles unter Androhung don Gewaitmaßtegeln
Die Gefahr der Einrückung einer türkischen Heeresabthe lung ist
—
Semlin, B8. Aug.“ Die“ serbischen Ostarmeen werden bei
Tschuprija eoncentrirt. Tjcherndjeff erhält den Oberbefehl. Eine
Proclamationabpellirt an den Patrioliemusß. 2757
—*
Vermischtes!
ve 4 Naiferblauf en n.“ Hiert hat sich ein Pfalzer Beflügel⸗
—QRW&amp; gebildet, der bereits über 100 Mitglieder zählt. Auf ·
nahagebühr 1 M., jährlicher Beitrag 2 M Der Verein wird
eine Aufmerksamkeit zunächst der Hühnerzucht, dann aber auch der
Tauben⸗. Singboͤgel und Kaninchenzucht zuwenden — sic in
jeme: nächsten Versammtung über die Beschickung der vemnachit in
Speyer abzubaltenden Giflügelaustzellung schlüffig machen·
f Landau“, 9. August. Heute Vorminag gegen 10 Uhr
erelgnete sich in der diesigen Arlie tie · Laserne ein gräßlicher Uns
ihdofall.“ Venn in nerosfi et. der Athilegie Secefeldw eden v. Toe
powoli. haue don Lechselde eine Granate miternonimen, die ex zu
eutladen dersucdter Vunhrend dieser Manipulation piatzie das Ge⸗
hoßz und zerriß dem Unglücklichen den Unterleib' in' arauenhafter
Beise. Ein awenet im Zimmer anwefenv gewesener Soid n botte
ich unmitielbax dor der Katastrophe eütfecnt. EEitbe)
7 Am 6. Auzust fond eine VerwaltungtratheSihung des
fälzischen Gewerbe museumg⸗Vereins statt, in welchem die Redhnung
dto 18785 vorgelegt wurde. Das Bereinsvermögen“ beträgt hiet⸗
nach 53, 992 vd. 86 Pf. Die Elaunahmen ivurden fur das Jahr
1876 mi 18,9238 M. o8 Pf. die Ausgaben mit'4895. M. in
das Budget · cingesehzi. Nach Frrngstellung des Gebäudes für nas
Bewerde Museum, das voraussichtlich noch biesed Jahr · unler Dach
ommen wind, find selbstoetständlich bedeutende Summen zur inneren
Erntichtung und fachzemäßer Aufstellung ber Sammlungen,. fowie
junn Ankauf hienzu geeigneten Gegenständen erforderlicht Det Ver—⸗
waltungsrath wollte aus diesem Grunde die Ausgaben jür dieses
Jahr auf das Unver ne dliche beschränkt wissen.“ Der Ausfchue
vurde ermächtigt. der loͤniglichen Staatsregienung für d'e hochherzige
Zuwen ung d-s Grunduugsbetrages pon 12,000 M. den ebrerbieng
sten Dank auszusprechen, urd eine Engabe an die köorigl. Staats
Regiexung um Portofreiheit zu richtem⸗Evbenfonsoll einen mouvite
Bitte ese be. en eines Beitrages zu den Kosten det inneren.
Ginrichtung und kun ilerischen Ausstanung des Museums-Gehäudee,
im Auftrate des Verwaltungsrathes getichtet werden. ¶4. 3.)
f Man jchreibdt aus dem Canton Bergzabern. In
Anbemacht der Erate darfdet Jchrgang 1876 dig vollig quatificirt
erachtet werden, in der Reihe der Jadrgänge Neden den guten zu
rangiren. Da die Einte qllec Getreideaiten;, der! Hafer natüclich
nussgeno amen; nun beendei ist so läßt sich nunmehr bezüglich der
tesp. Ergebnisse Endgültiges feststellen. Das Kornu wolln heuer
uicht auf dem Adcer, sondern velimehr zu Dause äuf der Tenne
deurtheilt werden .„denn der Anzahl der Garden nach, wate dee
ornerrte eine nus mituelmäßiue gewesen; AMein der Ertrag an
stöern ünd, was die Hauptsache ist, die vorzügliche Beschaffenhelt
der Körner deben jene weit über die Mittel mäßigleit hinaus. Dazu
ommt noch, daß in Folge des trockenen Welters das Unkraut vur
patlich austam und die Khrner deßzhalb jrei pon jeder Pesfallsigen
Beimischung sind. Wo Weszen und Speli vom , Brande“ besreit
zebl'eben sind, was leider nicht allenthalben der Fall war, in die
NQuotiia de ver Gettetocarten eint dusge richnere vnd Lanne das
krträ unc derselben von einem weniger reichlichen Ergebniß an
Stroh adgesehen, ein annähernd normalesß geuannt werden. So
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        ziemlich daß Gleiche gilt duch von der Gerste⸗ Eiuzelne Musna' men
n de eee ad ehecher Boderbescheegben oo du
FJysS— —— ——
bon fechtenr Jahrgangen Hie Aedet hr ftartere MQunglraft Zu⸗
mal solche mit — erb ee —
herungte im Vorthell dewesen. Die veiflossenen ekanutlich sehr
ausgiebig gewesenen Regentage bilden für sämmtliche —noch m
Wachhsthum befindlichen Gewächsen eine sehr günstige Epoche. So
ist 3. B. der Staud der Kortoffela. ein wor treffl cher uud man ver⸗
sprichte sich bei jehr guter, Quglitat eine jehr ergiebige Ernte. Die
Wiesen zeichnen sich durch recht üppigen Wachsthum aus und sseuer
einen reichlichen Ertxag an Ohmen in Aussicht. Auch was die
iibrigen Futlergewächse N sir beuer ind bar inãchste
Frühjahr ein desfallsi zer Mangel nicht leicht denlbbaren Wl
f, Die „Bgz. meldet aus Neustadet, 7. Aug.: Z vei in
dec beiden lehten Tagen ausgeführte Selt stmorde, beide Male durch
Erbangen, geben hier diel zu reden. Der eiste geschah von dem
dehrling eines israelitischen Fleischerẽ. Der junge Bursche hatle sich
(nicht erher liche) Untetschlagungen zu Schutden kommen lassͤn. Da
der unbermögende und von auswütis herbeigerufene Vater den ver⸗
uesachten Schade:i nicht zuü decken bermochte, so drohte der Lehrhert
mit gerichtlicher Verfolaung und in Aussicht —R Zuchthaus (),
so wicd wenigstens erzählt. Furcht trieb den Burschen zu der ver⸗
weifelten That, sich in dem Fleischleller zu erhaͤngen, Der zweite
Fall petraf einen hiesigen Weinwirth J. R., welcher mit einem
qualenden und unheilbaren Jörperlichen Leiden dehaßtet, diesem lehteren
nd ugieich seinem Lehen ein Ende machte.
Befsseringeng 7T. Aug. Das Bitreten der Platt
foemerrift verbotenVvifv sieht ·angejchrieber· in drn Salon⸗ Woagen
Bestern Abend 9 Uhr wollte ein Arbeiter aus Britien von Trier
dis nach Meitlach fahren. Auf der Fahrt, war er in Schlaf ge⸗
dalhen und verabsäumte' auszusteigen. Et fuhr also weiner und
wurde wahrscheinlich durch das Getöse im Tuͤnnel aufgeweckt. Auf
die Frage, wo er denn sei, hießz es in Besseringen. Er machte
sich“ zur Thür “ünd auf“ die Plattform. Er sprang im Taumel
heiab und dverlezte sich dabei so arg daß er heute Mittag ver⸗
sorben iß.52. 7 Scatuto
— vertin 40 aug.“ Zwei Beamte —eines diesigen Bank
instius wurden gestern frühe mit 100.000 Matk welche sich in
dreißig und einigen Beuteln befanden, nach der Reichsbaut gesch'ckt
und' bedienten sich dazu einer Droschke.“ Vor der Reichsbank an⸗
gelangt,' wurde ene Wache vor den Wagen gestellt und dann ein
Zeutei nach dem andern heneingetragen. Beim Revidiren; als die
Droschle bereits fortgefahren war fehlie jedoch rein Beutel mit
10,000 M. in Doppeltronen, also gerade det inhaltreichste. Leider
hat man versäumt, sich die Droschkennummer zu merken. Ein Vetr⸗
dacht gegen die Beamten, welche fich in dem —A
Jahre als treu dewähri, liegt nicht bot. Dee Polizei sucht ietzt
iachtt die Droschte zu exmittein.
Die erste deutjche Uhrmacherversammlung findet zu Hat z⸗
burg Gotel Ludwigslust) am 3.4. und 5. Sept. d. Is,. sait.
Fs joll u. a. über die Srage, berathen werden, wie dem immer
weiter greifenden Verfall der Uhrmacherkunst unter Berüdsichtigung
der gesetzlich bestehenden Gewerbefreiheit, zu steuern sei; im Anschluß
daran üder die Frage, ob Vereine der Kunstgenossen zu; bilden
seien, ob eine allgemeine deutjche Uhrmacherschule zu bilden sei,
ob freiwillige Lehruͤngsprüfuagen einzuführen seien Xx.; jerner über
die Frage, welches Berifahren sich für den Vertkehr mit Fabrikanten

ind Grossisten züt allgemeinen Antiähme empfehlen ꝛed Naheres
yp 15 des Allgemeineet Journals der Uhrmacheckunst“ Verlag

kunl Schwmider wink Naumbigrgh wie auch z. ber R. Stackel.

Magfatofzusreh· —

fAus Ischl Lond dir — —A
Am 29. v. M., Nachmittags, pafsirte der Kaiser Franz Joseph
don cin⸗em Adjutanien begleitet, die sog. Redtenbach-Wildniß in
EX
aufgellärte Werse An rien steilen Abhang —XV
die⸗ schwindelnde⸗ Tiefe stürzte. Auf das Geschvei des Kindes über?
setzte der Kasser als gewandier Gebergejäger ein ca. 5 Meter
areitea. Feli cutuff. οιι ιν. sicheιεν Ouud daα ⸗ααιαεανButʒæl
iüber dein Abgrund hängende Kind und hieß es durch den, mittler⸗
weret herbeigerruen Adutanten in die Redienbachmühle, hühren, wo
mih die Muiter des Kindes, ein Salinenarbeiterwerb, befand. Der
daiser erth ilte bet vor ihm änf die Knie stürzenden Mutter einen
trengen Verweis uͤbet die mangelhafren Beaursichtigung ihres
tindes. et
5 Golgen' der Hitze iß Newyork.) .Der Todesengel häallt eat⸗
etzliche Ernte in unserer Stadt, so wird aus Newyorl geichcieben.
Ju erschütternder Weise rufft er die Kinder dahin. In 25 Tagen
vom 26. Juni an gerechnet' — sind 2560 Kinder im Auter
hon weniger als 5 Jahren veerdigt worden, X in diesem Jahre
och weit siärker als sonst aufiretende Hitze, welche taͤglich auch
»ele Erwachsene als Opfer fordert, ist die Ursache dieser Calamilät.
In den don den ürmeren Volkstlassen vewohnten Staditheilen, in
denen die Familien in Miethskasernen wohnen, triit die Sterblich⸗
eit natinlich am hefugsten guf. Die Gesundheutsbehörde hat. ales
Hedgl che geihom, um dem Uebel zu steuern. Jeden Morgen gehen
50 Aerzte in deesen Districien von Hautg zu Haus, von Fau—ilie zu
Familie, theilen Med cin unentgeltlich aus, veranlassen. jofortige,
volizeilich vorzunehmende Säuberung det Häuser und veriheilen jer⸗
ner Hunderte von Billetten, welche die Piütter mit ihren, Kindern
zuͤ Vergnügungsfahrten per Dampfer mit sreier gesunderx Beköstigung
während eines ganzen Tages berechtigen. Außerdem ist ein Auf⸗
ruf an alle Apothefer ergangen, uunbemittelten Familien während
dieser“ Zein Medscin zum Kostenpreise zu verabreichen.“ Man hofft,
auf dieje Weise —* Elend einigermaßen zu mildet n. —N
Der Niagara⸗Fall warde am 8. Julievon Signorina
Spelterina, einzt jungen italienischen Künftlerin, auf einem über
denselbetg gespinnten Seile überschritten ιιν ι
24
Dienstesnachrichten, 8

Dem . Notur Phelipp Jatob Gint zun Dahn wurde auf sein
Ansuchen, gestattete dea geprüflen Rechtskandidaten Philipp Jüger
»om Bolfweilerhofe Gemeinde Quirnheim, uuß die Dauer enes
Jahres als Amisperweset gufzustellen; fernen wurde dem Notär
Fr. Bariels in Homburg auf sein Ansuchen gestattet, den geprüften
sechtskandidazen Theodor Ruff aus Speier aufßf ein weiteres —XRV
als Amtsperweser aufzustellen, ι ι
Der bigherige ẽ. Forgehiise Georg v. Besnard zu Harden⸗
zurg wurde in, gleicher Diensteseigenschaft auf die beim Revier
Neuheusel, kal. Focstamis Zweibrücken, erledigten Forstgehilfem
telle persetzt. nt e
, Züur die Redaction vexantworilich: F. X. Demcß. 1
αν ιν ι α

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Mem Kame radeu H- r Suten renen, weißen —8
Neo. 120 1V. pau feinem Pfẽ *
morgigen Mamensfeste ein älzer Wein
donnerndes Hochraue:utersyg derlauft. über die, Straße den

—
ist die 42 — * 331 3 F Bei Abnahnue pon 10 Luer

2. Lehrlingsstelle⸗ 33 9 νä
zu dejetzen. 2242* F . 2928

E. V. Hussong. . Lonis Koch.
—V Buꝛcelosel. l . S.äpphach
Pilsener Lagerbie.

vn picefein, —— —

ToII. Træα
im Engel'schen Garten.

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— 4 hoο Avis. ——
Cιαα ι
Auher den ——— α,. n —D
feuerfesten Steinen Lat,
jür jede gröͤßere Feuerungsanlage, fabriciren wir nauch
sosche fürn —— J c
Bäckerbacköfen, Ringöfen, Kesseleinmauerung,
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denebst dem hiezu erforderlichen Moörtel und halten uns
zum Bezuge dieser Materialien bei billiget Berechnung
bestens empfohlen113431* V
* 456 2— 2S * o 317 31
eébruder Liefer,
Gomburg. (Pfalz) am Bahndhofe.

9—

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e Redaktion Druch und Verlag von F. X. Demeh in St, Ingbert. uαι αν
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Sh. Ingberler Anzeiger.
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Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöͤ hentlich) mit bem Hrupiblatte verbundene Unkerhaltun zblatt, (Sonntags mit illuftrirter Bes
lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstagz, Donuerstaz, Gamstag und Sonntag.Der Abonnementspreis beträgt avierteljahrlich
UMNirk 20 R.Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfsz. fur die viergejpaltene Zeile Blattschrift oder: deven NRaum. Neclamen
mit 30 Pfs. pro geile berechnet.

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M 151 J — ESamstag, den 12. Augusi a J— 1876.
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Deutsches Reich.—
Zweibrücken, 10. Aug. Die bisherigen Abgeordneten,
Oberappellatiousgerichtsrath Kart Schmidt, Bezirtgamtmaun Gusftav
Schmitt und Bürgermeister Höh, wurden wieder gewählt, und zwar
ie ersten Beiden mit 117, Höh mit 116 gegen 71 Stimmen.
uch die bisher'gen Ersahz naänner wurden Umit 118 gegen 67
Stimmen) wiedergewählt.
München. Der Koͤnig hat dem Kronzrinzen des Deutschen
deiches und von Preußen, während dessen Aufenthalt bei den
Zabalerie⸗Nandoern nächst Regensbutg, die kgl. Villa zu Regens
zurg zur Verfügung gestellt und gleich dem Vorjahre auch wieder
gl. Wagen und Pferde. 5
Muüͤnchen., 9. Aug. Mutärpflichtige Deutsche, welche ihren
»auernden Aufenthalt im Auslaide haben und (nach 8 481 det
Behrordnung) dauernd untauglich oder nur bedingt tauglich sind,
find von der persönlichen Gestelluag don der Ersatzbehörde befreit,
dvenn sie Vorstehendes durch ein glaubhaftes ärztliches Zeugniß
nachweisen. Die Ermächtigung dur Ausstellung der vor bezeichneten
deperbeschaffeahe ten konstatirenden Zeugn sse für die in Katifor⸗
nen lebenden Deutschen wurde vom Reichskanzleramte den Dr.
med. Clemens Vaxim lian Richter zu San Franzisko ertheilt.
München, 10. Aug. Det König hat, wie die „Allg. 3.*
bernimmt, fammtlichen Ministern nach beendigter Landtagsseffion
jür ihre Vertretung des Regiexungsstandpunkies und für die nicht
müdende, hingebende Aasdauer, womit sie ihres Amies gewaltet,
eine lebhafte Anerkennung auszesprochen Und hat am Schluß de⸗s
Hhandschreibens fich wiederholt seines Bertrauens versichert.
Bahyreuth, 9. Auguste 8 Uhr. Der Kuaiser Pedro von
Brasilien hat soeben seine Hierherkunft mit Gemahlin angesagt.
Zaiser Wilhelm und der Großherzog' von Baden, werden auf spee
sielles Angebot König Ludwigs im Schloß Etemitage, nicht im
Schlosse zu Bahreuth wohthen. Hofequipagen und —n
pon König Ludwig dem Halser Witlherm angeboten, unb nccepiitt
Berlin, 8. Aug. Anläßlich'der Beendigung der Verdaud—
lungen in dex Angelegenheit vou Salonlcht, wodei die Pforte dir
Forderungen Deuichlands und Frankreichs in alleg ihren Puukten
erfüllt, briugt der MReichs Anz eint Uebersicht“ üiher den Gang
der Verhandlungen und schließt dann ulso Somit 'itt' bie Auge,
egenheit jetzt zu einem defriedigenden Abschlusse geführt worden⸗
unter festem Zusammenwirken der beiden zunächt berbeiligten Re⸗
zierungen, sowie im gemeinsamen Interesse der Ubdrigen bei det
Sühne eines so schweren Verbrechens — inlereffirien
Machte.“ — Die Nachricht. daß von serbische Seite Line Mediation
nachgesucht worden sei, hat sich bis jetzt nicht bestätigt. In gur⸗
unterrichteten Kreisen bezweifett mar, daß eine. Mediation der
Broßmächte dor einer endaültigen R des Kampfer gegen
Montenero eintteten werde. — Die NRordd, Alla. 8.*weist die
Angriffe des „Golot“ auf die deussche Presse entsch eden jutück
und erxinnert hochmals daran, daß die Freundschaft Rußlands und
Deutschlards auf Gegenseitigkeit und ber Gemeinsamkeit der Inte⸗
ressen ber uhe. —Die Landtagswahlen werden votaussi hrlch aus
den 20. Oktober ausgeschtjieben werden. .
Berlin vy. Aug. die „Vevv. Correlp.“ schreitt: Nach
der vorläufigen Absicht der Regierang find für die Wahlen] etw
zie jolgenden Termine in Aussicht genommen; Auflösung des
preußischen Abgeordnetenhauses am 10. Ockober, Wahl der Wahl⸗
männer 17. October, Wahl der Abgeordneten 24. Ocitober; einige
Tage datauf Ecöffnung des bishetigen Reichsiages, Dauer der
Session desselben bis Mitte Decembet, sodann Auflösung des Reichz—
nages; IResqh 3kagswahlen 5. Januar 1877, Eröffaung des pteuß ichen
Landtags 8. Januar, worzuf im Febrnar die Session desß neu⸗
dewahlten Reichztages solgen wurde.
Berlin. Die rujsishhe Fteundschaft giebt uns Deulschen
manche harte Nuß zu knaden. Die russische Presse trallirt uns zu⸗
weilen, als hielte sie uns — für Türlen. So schwingt sich jetzt
der „Golos“ zu folgender Diatribe auf: „Die unecrbörten Siege

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der, Deütscheu haben ihre Vorstellunzen bezüglich der ausdwärtigen
Beziehungen Deutschlands (mit, Ausnahme einiger weniger Staats⸗
maͤnner, welche, zu ihrer Ehre sei es gesagt, sich gesunden Men⸗
chenberstand bewahrt haben) so sfhr korrumpirt und die am aller⸗
wenigsten erwartenden verderblichen Einflüsse dieser Sicge auf den

Nationalwohlstand sie so seht irretirt, daß sie entschieden unfähig
werden, unparteüsch über die internationale Lage ihres eigenen Bag⸗
e rlandes wie auch anderer Staaten zu urtheilen. Sie haben die
Idee von der Allmacht deutscher Waffen, sowie ihres großen diplo;
natischen Geistes so sehr sich zu eigen gemacht, daß es für sie un⸗
denlbar ist, es sollten alle andexen Nationen vocr dieser Allmacht
aicht kriechen, und daß sie in der russischen Guimüthigkeit und Frit⸗
densliebe weiter nichts als Furcht vermuthen. Die deutschen Bläß⸗
er, welche bei aller ihrer Unabhängigkeit mit der Regierung Hand
a Haud gehen, und unbedingt vorzüglich deren auswättig« Politif
interstützen und dabei“ — im engsten Gedankenaustausch mit der
eitenden Berliner Presse esinden, ergießen sich jetzt in Schiwpf⸗
eden gegen Rußland; diese Erscheinung, d'e parallel mit den freuud⸗
ichen Zusammenkünften der Monarchen auftritt, ist so bemerlenz⸗
nerth, daß sie nicht spurlos an der europäijchen oͤffentliher Meinung
oxrũhergehen kaun und nothwendig Verwirrung in die Begriffe über
zie gegenseitigen Beziehungen zwischen“ Deutschland und Rußland
xagen muß.“. — Wenn der Golos, in Frankreich erschiene, hätte
ieser großer Staalsmann“ wodl bald einen „kalten Strahl“ zur
dand. Aber die Russen sind unsere guten Freunde, und mit Rück
icht darauf nehmen sie sich Freiheiten heraus, die wir uns schwer⸗
üich von Aunseren Feinden gefallen lassen würden. Die Freundschaft
hat. soiche Privelegien. Aber wir ino Hten die Herren vou Knute
und Wodki doch ersuchen, ünsere Lammsgehuld und unseren Freund⸗
daftsdasel nicht auf allzuharte Proben zu stellen. Ein deuischel
Spruchwort sagt: Auf einengroben Klotz gehört ein groder Keil“,
und de Fähigkeit der odinichen Grobhen uns wohl in unserm
„Siegestaasche.n cht abhauden gekommen... .

4 Da rad h. Nalen Samstag wird die biesige
Industrree Ausstelung in Anwesenhett des Großherzogs eröffnet. Die
Ausstellung — in den Räumen ded Saalbaues — überirifftalle
rid eren an Bedeutung. Die Dauer beträgt vier Wochen, die da⸗
nit verbundene Verloosung findet am 11. September stait. —
vutem. Veruehmen nach. ist. die Concession zur Errichtuug einer
Pierdebahn. daͤhier hereiis vergeben. Von Freitag (Nacht) auf
Zamstag wurde, abermals vei Auerbach eine Erderschütterung ve⸗
bachtet. — Miit. dem gesirien Tage übernahm. der Staat? alte
obe thess. Eisenbahnen ind traten demgemäß die bett. Beamten in
Staatadienst. — 9. 4

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Ausland. —1 2272*1

e wWien,' 8. Aug. Dus“ ,„R. W. T.?“ wmeldet? Die Pforte
hnt beschloffen ketae Vermittlung freinder Mächte auzunehmen und
alle Unterhandsungen mit dem Fürstea Milan abzulehnen. Da⸗
Jegen beabsichtigt dieselbe „nach der Einnahme von Belgrad: die
Stupfchtinu zut Wahl eineß neuen Fürsten von Serbben einzube⸗
rufen.“ Dir Türkei beansprucht keinen Gediettzuwachs, nimmt jeddch
das Befatzungsceqht· in Belgrade, Kragnjevatz und Semendtia für
ich in Anspruch. Den Montenegrinetn! wil die Pforte eine kleine
Blbietßerweiterung gewühren. —Die Meldung von einem Abschluß
det Baukfrage wied demerntiri. Kachrichte aus Belgrad koustatiten
hie dort hecrschende Panik.—Tschernajeff' ist zum Geueralissismus
zrnaunt. Fuuf aghptische Baterien find in Konstantinopel ange⸗
ommen. Die Miciditer, deren Wilaschen die Pforie nachgelommen
ist. leisten nunmehr Heercsfolge

Der Voranschlag für die Goithatd Bahn wird bekanntlich um
einer so beträchtliche Summe überschritien werden müssen, daß da⸗
dutch das Unternehmen selbst, nachdem es bereits so viel ver⸗
chlungen, noch beinahe in Frage geftellt zu werden droht. Neuer—
dings hat nun der Schweizer Bundesrath, um sich aus der Kleiume
zu ziehen; die deutsche und die ites lienische Reoietung zu einer
        <pb n="438" />
        niernationalen Konferenz eingeladen, in welcher MWer ein gemein-
chaftliches Borgehen derdandelt Derden follte⸗ Deide Regierungen
—E
gelasserz bielmehr nach vocheriger Vexrstaͤndigung der Schweizer
Kegierung in identhschen NRoten erktart, daß sse nach dein Wortlaute
des Vertrages die der Schweiz zuk Last fallende Veruntwortlichkeit
weder zu theilen verpflichtet noch gesonnen seien, daß ste duher vvn
der Schweizer Kegierumg anderweite Mittheilungen exwarteten Die
Schweig wird alfo ihre Verlegenheiten mit sich selbst c bzuwickeln
haben. Jedensalls wird, sich über die ganze Gotthard Bahn An⸗
jelegenheit diesmal auch im deutschen Reichdtage eine lebhofte Dis⸗
ufsion entspinnaeen. —
Spanien. Die D.R.s schreiben: Kaum auf spanschem
XX
dem Maunsterraihe des Könige Aifons. Die Meinungsvetschieden—
sdelt Derht sich um ein Heirathsprojret. Es steht fest, daß die Ko⸗
nigin⸗Mutter die Prinzessin von Montpensiet als Gemahlin für
hren Sohn ausersehen hatte; die Koͤnigin Isabella hat sfogar den
MNarschall Mac Mabon, als sie ihm die Abschiedsvistte machte, von
Jiesem Profecie in Kenntuißß gesetzt. Thahsache ist es ferner, daß
her Konseilsprasident Canobas de Kastillo feinen ganzen Einfluß
dufgeboten hat, um diese Heirath zu vethindern. Der Ministerrath,
welcher am 1. August in Madrid abgehatten wurde, und um def⸗
senwillen Konig Aisons und seine Schwefter so eilig nach Ma drid
jurückg ekehrt RPad, hat num in Betreff dieser Heirathsangelegenheiten
Sleltung gettommen. Wenn die ECorr. Universelle? recht unler⸗
chtel ist, hat die Mehrheit drs Konseils sich mit Bestimmitheit die
—ͤ I8 doß die Vermaͤhlung mit der Prinzeffin Luife.
Tochtet des Prinzen Friedrich Karl von Preußen, brillanter ware,
As jene mit der Tochter des Herzogs von Montpeusier. Dies er
lärt mit cinem Schlage eine ganze Kethe tleiner Begebenheiten. für
velche der Zusammenhang fehlte. Man degreift nuamehr, warum
ie Königin Isabena felbsi den Papst um seine Intervention etsuchte
vnd kann die Ablehnuag und 'den Kath, jeßt wenigftens nicht mach
Spanlen zurückzutehren, nur als eine vom richtigsten natürlichen
und politijchen Takte begleitete Haudlung des Papftes bezeichnen;
Belgrad, v8. Aug. ckbbische Quelle.) Der Moskauer
Millionar Fluddff, Tschernajeff's Freund, ist im Lager von Aletis
aatz eingekroffen hatte dort mit dem Kriegsminister eine läncere
Zonfetenz und kehrte Adends wieder. zuruck. Die verbreiteten
Waffenstlftardz:Geruchte find erfunden, denn vie Armeelicseranten
sJaben heue neue Bestellungen erhalten. Seibien erhielt vorgestern
* Millidnen Rubel · Privatgeschenke. Die Minister Ristics unb
Gruies verbleiben in Deligrad. Obeist Protirs erhielt die Stelle
ines Dwisionärs, mit Oberstlieutenant Jovanovies. Genetal Zach
vurde pensionirt. Der Dampfer „Deligrad“ brachte 100 Ver⸗
wundele von Zaitschar nach Belgrad.“ Zehn rußsfische Dffiiere,
darunter Garde Kapitan Vuche, sind heute zur Sildacmee abge⸗
gangen.
Belgrad, 8. August. W'ewohl die Regierung über die
Vorgange beĩ Zajcar das niefste Geheimgiß bewahrt, so geht doch
—V————
daß Leschjanin seine Position dei Zascar aufgegeben hat. Er foll
angs der Donau nach Milanovat hinaufmarschiren. Nur Tscher—
najeffs Armee soll intalt sein. Hlet behauptet man, Tschernajff
verde der Armee dis Mujchirz Äbdut Ketim Pascha eine Schlacht
liefern, jedoch wird in militaͤrischen Kreisen sehr daran“hezweifeit,
weil die moronische Verfassung' der Milizen“ kin folches Wagniß
nicht gestattet. Der große Beneralftab wurde total reorganifirt/
nachdem der dewesene Generalftabschef VBecker ein Divistonskom⸗
wando erhalten hat. — Bis jetzt find 42 russische Damen parumter
jeht hochgestellie Perfönlichkeiten, nach Serbien gelömmen, um sich
der Krankenpflege in den Spitälern zu widmen.
Bekgrad, 8. Aug. Mach dem Verluste hon Kniaschevaz
find auch die HPositionen, bei Zaitschar unhaitbar, geworden; su
urdeh don den Serben ithatsächlich verlassen; angeblich sei *4
Dit von Tültlen erstüemt worden. Die Stadt Knjaschevaz wurde
oon den Serben nach vollständiger Bergung alles Tranẽportablen
berbtannt und dieser Alt gerüchtweise dann den Tütken zugeschrieben.
Wie por einigen Tagen gemeldet, wurden in den e gegen
Banja schnell Befestigungen, ecbauta. um schon dort die energische
Vertdeidigung zu beginnen — Es! verlautzi, daß die Devensive
der ursprüngliche Plan General Zach's gewesen sei der eine nach⸗
balligere Opensibe nur gegen Bosnien .beabsichtigte.““ Am Timol.
Ibar und an der Morava sollten nur Beobachtungskorpt sein und
die eigentliche Landesvertheidigung in den Engpassen gführt werden.
Tschernaseff habe dagegen opponitt unde die neuesten Mißerfolge
fien nar den Zwisigkeiten der Führer juzuschreiben. Schon
früher wurden hier Stimmen laut über das Mißirauen gegen die
sremnbländ schen Tommahdanten. Nunmehr ist durch, die fuͤrstliche
Fnierdemion der Streit, wischen den Führecn, heseitigt, und ein
ener Dedensioplan, zur Vertheidigung der Enapaässe egtworfen
orden. Tschernaieff inn zum Oberbefehlshaber rnannt. Daß die

degierung Ristickß Wort: „Kcieg bin ans Messer“ einlösen wikß
eweiten angeblich die fartwährend baar bezahlten Lieferungsab⸗
hlüsse. Diese Versicherung verdient; nur dann Glauben, wenn
non luffischer Seite Gelducterftützungen zufließen, denn hier fließen
die Einzahlungen der — fehr langsam ein.
Die Fürst'n hat ein neues 3von 1000 Mann aus
rigenen · Perwatmineln ausgerüstet. Bisher. sind aber erst 400
Maun oangeworben und zumeist nur aus militärpflichtigen Reser⸗
visten, Milizen, die noch nicht einberufen, und Freiwilligen. Nach⸗
hein sich die Erkenntniß Bahn gebrochen, daß Serbien in Allem
undorbereitet den Krieg begonnen habe, werden Vorwürfe gegen
die Skuptschina laut, weil sie nicht genug Gelomittel bewilligte.
Wahrend äußerlich mit Ostenkarion“ die Fortsezunz des Krieges
zusgenirt wird, verlautet von gut informitter Seite, daß durch
Rußland Schritte wegen einer Mediation eingeleitet wurden, und
zatz mit denGroßmächten das bezügliche Einvernehmen gesucht
vird. Vorläufig werden noch die rächsten Kämpfe, die Thaten
Tschernajeffs abgewartet. — Von der Flucht v eler Familien ist
n Belgrad noch nichts zu bemerken, dagegen sollen einige pflichtige
hürgersöhne geflohen sein. Die Stadt Negotin ist von der Bevöl—
erung geräumt, es befindet sich nur noch eine kleine Besatzung
aselbst. Alles Land his zur Morava foll günzlich geräum
perden, damit die Türlen nichts Lebendes, nichts Werthbares vor⸗
inden. Wiener Preffe.)
—AR
Dinge uber die Greuelthaken der türkischen Gurgelabschneider in
zosnien. So schreibt er: Ich habe soeben mit Hetrn Schuyler dir
Ziadt Baͤtok befichtigt. Mr. Barring was gestern dort. Hier ist,
vas ich gesehen habe. Als wir uns der Stadt näherten, sahen
vir auf einem Hügel einige Hunde. Sie liefen fort und wir fanden
in dieser Stelle eine Menge zerstreut umherliegender Schädel und
—— graßlich anzuschauender Skelette in Kleidern. Ich
ahlte dom Sattel 100 abgenagte und abgeleckte Schädel, alle von
Frauen und Kindern. Wir betralen die Stadt. An jeder Seite
varen Schädel und Skelette von Mädchen und Frauen, von deren
zchädel langes braunes Haar herabbing. Wir näherten uns der
dirche. Dorl wurden solche Ueberreste häufiger, und schließlich
tschien der Erddoden buchstäblich mit Skeletten. Schädelx und in
dleidern faulenden Leichen bedeckt. Der Gestank war fürchterlich
Wir betraten den Kirchhof. Dort war der Anblick noch grüßlicher.
der ganze Kirchhof war drei Fuß hoch mit theils verhüllten Teichen
estrent — Hände, Beine, Arme und Köpfe ragten in graͤßlicher
PVerwirrung hervor. Ich sah viele kleine Hönde, Köpfe und Füße
»on dreijährigen Kindern ind Mädchen mit prachtvollem Kopfhaar.
Die Kirche war noch schleunmer. Der Flur war mit ganz un—⸗
»edeckten faulenden Leichen gefüllt. Nie habe ich mir so etwas
Fürchterliches vorstellen klönnen. Auf dem Kirchhof und in der Kirche
agen 3000 Leichen. Wir waren gendihigt, Tabak an unsere Naje
u halten.' In der Schule, einem schönen Gebäude, waren 200
Frauen und Kinder lebendig verbrauut worden. Allenthalben in
ʒer Stadt boten sich diejelben Scenen dar. An manchen Plätzen
varen Haufen Leichen begraben und dann von den Hunden heraus⸗
zescharrt worden. Die Ufer des kleinen Stromes waren mit Leihen
edech.“ Viele Leschen waren nach Taͤtar Bazardschik auf eine Ent ⸗
ernuag von 830 Meilen fortgeschleppt. Die Stadt hatte früher
)000 Einwohner. jetzt gibt es dort nue 1200.—
Wegen der Salonichi⸗Affaire schreibt das „Berl. Tubl.“
niserm 9. August: Wicr erfahren von guter Seite hierzu, daß die
Pforte den Betrag von 900,600 Franken, (deutfcherse:ts war die
Zumme bon 300,000 Francs für die kinderlose Wittwe des Con⸗
ul Abbot, bon Frankreich sind 600, 000 Francz für Frau und
dinder des ermordeten Konsul Mouliu gefordert worden) in ihren
Ztaaiskassen nicht aufzütreihen vermochte. Und nun den derekt von
Furst Bissmarck gesetzten dreiwöcheuilichen Termin einhalten zu können.
ec. am 6. August ablief mißte ein Bankhaus in Ronstantinope!
er deutschen Votschaft gegenüber die Bürgschaft für die Jahlung
ibernehmen,“ und erst nachdem das garanlirende Haus den betref—
enden Vorschuß geleistet, war am letzten Tage der gestellten Frast
die Pforte in der Lage, ihrer Verpflichtung zu genügen. Geellet
ind wohl die unhaltbaren Zustände in der Türkei noch selten be
euchtet worden, als in dieser Geldentschadigungsfrage. Wenn ein
roßer Staat um eiñne reldtiveso descheidene Summe in Verlegenheit
st, da heißt es wohl bald: Matthäi am Letzte
Amerika.“ Mit der jüagst gemeldelen Vethaftung von 88
Peißen, welche zu Hamburg, einem kleinen Orte Süd-Carolinas,
n der Nähe der Greitze von Georgia, eine Anzahl von Negern er⸗
nocdet zu haben, hat'es solgende Bewandtniße Seit längerer Zeit
zerbreitete sich in Hamburg das Gerucht, daß die Neger für den
4.' Jull einen Aufstand vordereiten. Dee Aufstand brach nur frei⸗
ich nicht los, aber als an diesen Tage die Negermiliz wie ge⸗
obhnlich durch die Stadt marschirte, eutstand ein Streit mil einigen
ungen Leuten, welche in einem Kabriolet durh den Zug hinducch⸗
ahten wollten, Am folgenden Tage erheden diese jungen Leut⸗
        <pb n="439" />
        beim Ortsrichter Liage gegen die Oifiziere jener Miliz-Kolonue und
gleichzeitig begann die weiße Bevölkerung sich zu bewaffnen. Von
Auswarts kdamen bewaffnete Schaaren mit Flinten und Kanonen
heran, und schließlich forderte man die Neger auf, ihre Waffen ab⸗
zuliefern. Diese weigerten sich, da fie alsdann hres Lebens nicht
mehr sicher sein würden. Daraufhin kam es zum Kampf, in dem
hon beiden Seiten mehrere Leute getödtet wurden. Schließlich
nahmen die Neger Reißaus, als nämlich die Weißen von ihren mit
Zartätschen geladenen Kanonen Gebrauch machten. 15 Neger wur—
den gefangen genommen, und am folgenden Morgen zum groͤßten
Theile ohne vorherigen Richterspruch erschossen: — Es dauerte einige
Zeit, ehe die Nachricht von diesem Gemetzel zum Norden gelangte,
Asdann aber beschälugte üch die öffentliche Meinung um so leb⸗
dafter mit der Sache, und im Senat setzie es heftige Debatten ub.
Obwohl der Vocjfall keine politische Bedeutung bat, so wirft er doch
kin gielles Licht auf die Stimmung der demolraüschen Partei in
den Südstaaten:
Vermisaqtes.

Zweihrücken, 6. Aus. Von den 22 Oberklässern des
hiesigen Gymnasiums haben 20, von den 14 Oberklässern des Gym⸗
aafiums Kaiserslautern 10. das Absotutorium bestanden. .

faeaiserslauem, 10. Mug. In einem in der Kln.
Zig.“ peröffentlichten ausührlichen Berichte des yvon der deutschen
Raͤchsregierung nominitt gewesenen Fabrikbesißers Dr. M. Weigert
dus Berlin über „die deuische Textil-Industrie auf der Weltausstel⸗
ung in Ph ladelphia“ heißßt es u. A.: Die deusche Kammgarn⸗
spinnecri ist durch die Spinnerel in Kaiferslautern in wuͤrdigster
Weise ·repräsentirt Uad bekundet die dohe Stufe, die sie im Vater⸗
land einnimmt.“ Ferner wird über die Pluschfabrikation gesagt:
Die sejdenen Hutplüsche von Escales und Hatrh in Zweibrüden
dilden die desten Fabrikate dieses Artikels in der Ausstellung.“

νν lu. Zig.).

⸗7erantern, 8. Auguft. Auf der Kunstgewerbe⸗

ausstellung in Munchen snd u. A. prämitt worden und zwar mit
der 3. Medaille: Möbelfabrlkant Kart Honig, Gebr. Votz und das
Fijsenwect Kaiferziautern(Director Eulers⸗Ersterer hatte ein Buffet,
der zweite einen Salonschrank und der dritte Ausesteller ein Nomin
— D 3.)
7 Wadldf isch ba ch. Die neuliche NRachricht des Pirm. Anz.
wirb in der Zwpesbr. 3dahin berichtet daß nicht der tgt. Ein⸗
nehmer don Waldfischdach, sondern dessen Gehilfe mit einer be⸗
deutenden Summe jum Rachtheil des ersteren durchgegangen ist.

e Neunn dux g b. W. (Oberpfalz); 7. Aug. Heute Nach—
mittag find in der Vorstat Ai gen 30 Huaser abgebrannt, in
elchen ineist geringbeminelte Familien wohnten. Als der Brand-
stistung verdächtig, ist ein ehemaliger Bezirisamtsschreiber verhaftet,
der wegen unverbesserlicher Truuksucht aus dieser Stellung und
später aus einer ähnlichen beiem Magistrat entlassen worden war.
Ais ihm in tinem; Wirthahaus, wo er schon einen starken Pump
halle, nicht mehr geborgt wurde, soll er aus Raghsucht dasselde an⸗
gezundet haben.

VDian muß sich nur zu belfen wissen! In Brud bei
Nitteau (Oberpfalz) hatte ein Nagelschmied einen Hund, dessen
Ledenb;ewid daris destand, durch cine Vortichtung mit enem Rade
den Blasdalgezu ziehen. Da kam die Hundesteuer und was that
unser Nagelschmied? Als grundsätßzlicher, Gegner aller directen und
indirecien Steuern schaffte er den biederen Caro ab, verschaffte
sich dagegen einen jungen Fuchs, richtete ihn ab und jetzt zieht
Meister Reinecke steuerfrei däglich viet Stunden den Blasbalg und
Meifter Ragelschmied freut sich bafz, daß es ihm gelungen, sich so
pfiffig aus der Schlinge zu ziehen. —W—

fWinnweiler, 8. Aug. Die hiesige Lateinschule jrierke
am 5. d08. ihren Jahresschluß mit musikalischen uud declamatorischen
Votlrägen der Schüler und einer Rede des ältekten Lehrers über
die Nüßzlichkeit des Studiums der classischen Sprachen.

7 Hof, 2. Aug. Am Sonntag Nachmitsagist in dem
Dorfe Romb endorf ein Feuet ausgebrochen, das 32 Wohnhäuser
nebst Wirthschafisgebauden einäscherte.« Hierdurch sind 51 Familien
brod⸗ und obdachlos geworden.

p Sicherem Vernehmen nach wird die Eröffnung der Jagd
auf Feldhühner und Wachteln für das Jahte 1876 auf Mittwoch
den 16. August, jene auf Hasen dagegen auf den 15. September
festgesetz. Dabei werden die Jagdausübenden dezüglich der Scho⸗
nung der bis dahin »och nicht abgeräumten Felder und unabgelesenen
Weinberge auf die Beftimmungen des 88'der allerhöchsten Ver⸗
ordnung vom 5. Oktober 1863 übet die polizeilichen Vorschriften
wegen Ausübung und Behandlung der Jagd hingewiesen, wonach
die Betretung verlelben unter,agt, die Begehung der Gras- und
ale eflächen, fowie det Kartoffel-, Krummet und Rübenfelder da—
en, byrbehalmich des Ersahes des etwa angerichteten-Schadens,
gest attet ist.

7 Beexkin. Der Ab geordnete Lasker weilt seit einiger Zeit
n der Schwein und befindet sich augenblicklich in Churwalden. Eben⸗
zaselbst trifft in einigen Tagen der Führer des Centeums, Herr
Windthorst · Nebpen, ein.

7 Trier, 7. Augut. In Folge des allgemeinen Drudes,
welcher auf dem Essenhüttenbetrieb lasset, und insbesondere durch
die Toncurrem der loihringischen Eisenindustrie, ist in der Jüngsten
Zeit eines der größten und altesten Hüttenwerte unserer Gegend,
sogenannte Quini bei Ehrang unerhalb Trier zur Betriebs-
instellung gendihigt worden, wodurch über 2000 Arbeiter brodlos
eworden sind. Auch, sind vier Holzlohlen - Hochdfen in der Eisfel
ußer Thanigteit, nämlich die Stahlhütte, Merltshausen, Wablberg
und Echeihune , deren Produkte zu Drahtseilen und Kabel ins⸗
besondere ir gukem Rüfe stehen.

F Der von Neuß nach Düren des Morgent tfahrende Zug
war in dem Orte Gustorf angekündigt, und der Schlagbaum pflicht⸗
gemäß vom Bahnwärter gejchlossen, Da liefen zwei Kinder unter
HRin Schlagbaum hin und spielien auf dem Geleise. Ein Schrei
des Entittzent Aller, die dabei standen, denn der Zug brauste heran;
der Lokomotivführer bremste, aber zu spät. Da stuͤrzie eine Bäuerin,
ie Ehefrau Joh. Peter Hedhausen, aus dem schreckengelähmten,
chreienden Haufen hervor und raffte die deiden Kindet von dannen.
cht, vor der vorbeibrausenden Lokomotive hinweg, die noch den
Saua hert Kledes streifte. Wären es die eigenen Kinder ge⸗
vesen. so hane wohl manche Mutter solche Gefahr nicht beachtet.
ibee fre ude ginder von Nochbarn waren es, die dielleicht nicht
einmal gedankt haben einer schlichten Bouerin, deren Muth dem der
Johanna Sebus ebenbürtig in. — 00—

Auf dem Mainzee Schlitzen⸗-Fest sind im Ganzen auf allen
Scheiben udenoamnen dje Fest-Scheiben, 70,800 Kugeln ver ⸗
chossen wordenn.
Das Mainzer Schltzenfest ist vorüber ¶und zut allge⸗
neinen Befriedigung ausgefallen. Welchen Umfang dabei der
heinische Schützendurst angenommen, kann aus dem Weinkonsum be⸗
rtheilt werdem Es wurden Auf dem Festplahe allein 23000 Si.
Schütenwein, 2600 Fl. feinere Weine, 750 FlaschenRothweine
at 1672 Fiaschen Champaguer sowie 4583 halbe und 2788
anze Kroͤge stütschex getrunlen. Rechnet man dazu die Opfer⸗
penden für König Gambrings. vo vervollständigt sich das Bild die⸗
ser Austigen Feier Maierei“ zu durstigster Vollkomrienheit.
7Da stabf, 7. Aug.' Vorgestern starb hier ein junger
hiann im Alter von 17. Jahren in Folge non Blutvergiftung,
zcranlaßt durch ein anfänglich unbedeutend erscheinendes Geschwür.
Ierztliche Hilfe erwies sich als erfolglos. Ein anderer junger Mann,
der vbn einemInsekt in die Haud geslochen wurde, daß dieselbe
Aabald furchtbar anschwoll, entging dem ihm drohenden gleichen
Schichsal durch schleunigste Zuziehung eines Arztes. Der erstere Fall
st offenbar gleichfallz durch einen Insektenstich veranlaßt worden.
Hie. Mainzig. macht dazu die Bemerlung: „Wiederholt weisen wir
varauf hin, daß große Vorsicht bei Fliezenstichen noth thut. Be⸗
jeuchten der Wunde mit Speichel, Ammoniak oder Ausbrennen mit
der Cigarre ist anzurathen. Eltern und Lehrer wollen ibre Schüler
auch belehren, datz Fliegen, Pdücken und andere Insekten, die auf
den bei der jetzigen großen Trockenhrit und Hitze zahlreich derum“s
liegenden Maulwurfsleichen ihte Nahrung holen und von hier ans
pater Menschen heimfuchen, das gefährliche Leicheagift auf ledtere
übertragen tdnnen. Alsvaldiges kiefes Einscharren der Thierleichen
sollte überall zut Pflicht erhoben werden ⸗

In Eßlingen wurde am 6. d. das schwäbische Landes⸗
turnfest, an dem ca. 1000 Turner theilnahmen, abgehallen. J

F Konstanz, 6. Aug. Der bisherige Direltor der h'esigen
Filiale der Rheinissen Kreditbank Langenbach, ist mit Hintetlassung
dedeulender Schulden flüchtig geworden. —

f Lemberg, 7. Aug. Geslern wurde die Siadt Horodeka
von einem großen Brande heingesucht. 72 Häuser dortiger Isrä⸗
liten sind abgebtannt. Der Schaden ist größtentheils versichert.
Bleichzettig brach ein greßetr Brand in Kristianopel aus. 45
häujer wurden ein Raub der Flammen. Zweis Einwohner sind
ums Leben gelommen. R N. fr. Pr.

4 Wie aus Rom gemeldet gird, ist dortselbst das seit laͤn⸗
jerer Zeit aufgestellte Projekt einer allgemeinen Weltausstell ung
einer endlichen Ausführung nahe gerückt. Eine französische So⸗
sietät hat sich gebildet zu dem Zwece, in Rom eine große inter⸗
atlonale Aussiellung vorzudereiten, ähnlich jener, welche zur Zeit
in Philadelphia stautfindet und jener, welche in Varis im 1878
öffnet werden soll. Die Ausstellung in Nom ist für das Jahr
880 in Aussicht genommen. Die Gesellschaft wird die nöthigen
—XXE
nit einem der Bedeutung des Unternehmens angemessenen Glanze
nuestalten. Di Regierung und die Municipalität von Rom sind
dem Unternehmen äußerst dünstig. Man hofft, daß die proieklirte
        <pb n="440" />
        Ausstellung ein mächtiges Mittel sein werde, Rom dunß seinem ge⸗
werblichen Verfalle herauszureißen, und die ewige Stadt auf bas
Niveau der Hauptstädte der großen Staaten stellen werde. Gleich
zeitig wird durch die Ausstellung der alte Streit wegen Verbindung
der beiden Wasserläufe der Tiber defiritiv entschieden“ Dik Ge—
sellschaft wird nämlich im Interesse der Ausstellung zwei Brücken
errichten. I

7 Nassirtes Urtheil. Im Territorium Wyoming' herrscht das
Frauenstimmrecht und eine Frau kann dort Geschwornendienste ver⸗
seheg. Neulich wurde daselbst ein junger Mann wegen Bruches
eines Heirathsbersprechens zu einer Geldstrafe verurtheilt. Er hat
appellirt, und das Uriheil wurde kassirt, weil sein Anwalt nack

Vertragkmäßige weiher neben Peler Andres
Wiederversteigerung. /und Johann Joseph Bub⸗
75 — 7675 mann J
u Aer e 1i ued wegen nicht bezahlten Kaufhreises
zu Si. Ingden auf der Amta— ffentlich an. den Meislbietenden
jtube des Ünterzeichneten, wird bu Eigentbum ege 876
auf Betreiben von Barbara St. Inedern. b5 *
Bosche, Winwe voa Johamn — Nuer⸗ i. Noiar
Flätchen in St. Ingbert gegen 3 3 Mmorr
die Wittwe und Erben des da— 2 immer
selbst verlebten Schuhmacherz und Speicherkammer hat zu
Adolph Haud das nachbezeichnete bermiethen
zu der zwischen den Haud'sden Wartin.
Eheleuten bestandenen Güterge ö 2 4*
meinschaft gehörige Grundftück Ein Lad en⸗
im Baane vone St. Ingbert oder Bureau⸗Lokal in gutet
nämlich: dLage mit Wohnung zu vermietyen.
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Wiesen ober dem Forellen⸗ F. A. Es tich F
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Wohlwollen sich bestens empfohlen haltend.
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wohnhaft in der Kobhlenstraße.

Gesehafts-Anzeige.
Der Unterzeichnete bringt andurch zur aligemeinen
Kenntniß, daß er sein Geschaͤft a V
I Ahrmacher
dahier angesangen hat. W
Zugieich empfiehlt derselbe sein reschhaltiges Lager
in goldenen und filbernen Taschenuhren
aller Art; Regulateurs, Penduls nud
Schwarzwälderuhren ꝛe.
Auch werden Reperaturen schnellstens und billig
besorgt. *
— Achtungẽvoll * e 86
Franz Lieser, uhrmahher,
mohnhoft Xa6—senfrak⸗

—
3522
— —*
2
138832
—3*
*27873
8358
53
38
—
—

—

wies, daß cine der Geschworenen eine „alte Jungfer“ ist und dem—
nach Vorurtheile gegen den Angeklagten haben müffe.
—
Dienstesnachrichten. I

Die erledigte Pfarrei Kallstadt wurde dem Pfarrer Friedrich
Wilhelm Bosch in Weisenheim a. S. verliehen. Zum Verweser
der Pfarrei Nußdorf wurde Candidat Oster, bisher Prwatvicar
daselbst, ernannt.
Füur' die Redaction verantwortlich: F. X. Demet.
Das Herren⸗S&amp; Knaben—
—Kleider⸗Magazin
BR. ARea
St. Ingbert, neben der kath. Hirche, im Hause
des Hrn. ᷑ ing,
entpfiehtt eine große Auswahlfegtiger
Herren⸗ ERnabenbleider,
Damenjiaceken, Rädehen,
Jaqquets undd Sacken
in allen Farben und Qualitäten und verkauft solche det
vorgerückten Saison wegen zu bedeutend herabge.

ne FPreisen.

*Anʒzüge nach Maaß *
werden in kurzer Zeit nach den neuesten Moden elegant
und billig angefertigt und stebt biezu Musterkarte zur
Verfügung.

Unm verschiedenen Anfragen zu begegnen bemerke,
daß meine Filjale in St. Ingbert wie früher sortge⸗
führt wird. .353..
B. Ackermann
Zweibrücken· St. Angbert,
Müuhlgäßchen neben der neben der kath. Kirche.

Schloßmühle.—

on·

A Morio: Ihr habi
das Gute so nahe!“
Spitzwegeriob
daft
allerhöchst sanctionirt; lieb
lich zu nehmen, das sichersie
billigste, gewiß auch dank:
barsie Mittel, gegen Brust
Hals und Lungen⸗
leiden, Bronchialver
schleimung, Husten,
Catarrh ⁊c. ꝛc.
Die Resultate sind über—
raschend.
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 52 Pfg. 1 M.
3 Pf. und 1WMart 55 Pf.
51. Ingbert dei Joh.
Friedrich, aud in der
Fabrik von Paul Hahmn,
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P. p-

Theaterdecorationen,
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Frudht⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
der Stadt Zweibrüchen vom 10.
Aug. Weizen 10 M. 73 Pi.
Kotn 8 M. 41Pj. Gerste Zreih.
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— M. — Pf. ⸗Spelz M. —
Pf. Hafer 9 M. 83 Pjf. Kor⸗
ioffeln 4 M. — Pf. Heu 3M.
50 pf. Suoh 3 V. 80 Pf. pet
Centner. Weißtrod 41423 Ko.
53 Pf. Kornbrod 8 Kilo. 76 Pi.
ditto 2 Kilo. 51 Pf. ditto1
Nilo. 26 Pf. Gemischibrod 8
silo. 91. Pf. 1Paar Weck 190
Gramm 6 Pf. Spelzkera 0 M.
— Pf. Dinkel O M. — P. Misch⸗
irucht — M. — Pf. Rindfl. J.
Duol. 58 Pf. 2. Qual. b2 Pf.
Aalbfl. 48 Pi. Hamfl. 52 Pi.
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        <pb n="441" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.
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Der St. Ingberter Anzeiger und das (A mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfa. fuür die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclan en
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
C 128. IJ IJ J Sonntag, den 18. August J — 1876.

——

— — —

Deutsches Reich.
Bauhyreutb, 10. Aug. Für den Empfang des Kaisers
verden hier große Vorbereitungen getroffen; am Sonnabend wird
eiin Fackelzug und am Sonntag eine glaänzende Beleuchtung ver⸗
anstaltet werden.

rückt gegen die Türken in der Richtung Banlo Loma vor. Die
Türken rücken nicht in die von den Serben verlassenen Plätze ein,
da sie befürchten, daß dieselben unterminirt seien.

Petersburg, 10. Aug. Aus Zimony vom 9. ds. wird
dem „Golos“ gemeldet: Despotovic, welcher das Oberlommando
der bosnischen Insurgenten übernommen hat, berichtet von Groho⸗
vopolje bei Grahobo: „Sieben Schanzen sind von den hosnischen
Insurgenten erstürmt und 50 Dörfer längs der Una von Kloster
Funanja bis Ticeva und Raznogladic durch dieselden besetzt worden.

Zur Berichtigung der Angaben des Hrn. Geh. Rath Reuleaux
über die deitsche Industrie in Philadelphia führt der dortige Cor-
respondent des Rheinischen Kouriers an, daß die Krupp'sche Aus-
tellung nicht, wie Herr R. behauptet, “/8, sondern nur a des
dem deutschen Maschinendepartement zugehörigen Raumes einnimmt
und außer sieben gezogenen Geschützen verschiedenen Calibers, einige
hundert Ausstellungsgegenstände bringt, die friedlichen Zwecken
ieren; Schweden, Brasilien und Rußland aber führen gleichfalls
Heschütz- Collektionen vor, von denen die beiden letzten ebenso zahl⸗
eich als die Krupp'sche sind, und Amerika tritt sogar mit 99, sage
eunundneunzig Mörsern und Kauonen auf, von denen einige dem
fssener Riesengeschütz, was Größe und Gewicht anbelangt, nur wenig
nachstehen. Wie waͤre es, wenn man dem Staatenbunde mit Chau⸗
niemus und Byzantinismus in höchster Potenz unter die Augen
zinge ? *

NAusland.

Basel, 10. Aug. Den „vBaseler Nachrichten“ wird aus
Bern über das bereits gemeldete Attentat auf den russischen Ges
andten Fürst Gortschakoff berichtet: Die verhaftete Frau verweigert
ede Auskunft; sie soll die Verfasserin des vor kurzen in Benf
xschienen Werkes , un des crimes du gouvernement russe, episode
ie la vie d'une semme* sein.

Paris, 10. Aug. Der „Agence Havas“ wird aus Bern
om heutigen Tage telegraphitt: Gestern Abend schoß eine Russin
weimal aus einem Revolver auf den rusüschen Gesandten, dFürsten
Bortschakoff, ohne ihn zu treffen. Die Frau ist verhaftet.

In Frantreich hat, wie der Schw. M.“ schreibt, die letzke
zählung im deutschen Reiche eine recht. rege Ausmerkjamleit erregt.
statürlich: wie die Stimmung bei unseren Nachbarn ist, sieht man
n derselben vor allem eine Zählung seiner Gegner. Diese poli⸗
ische Seite wird bei allen Besptechungen der wissenschaftlichen und
Tagesblätter zunächst hervorgekehrt: an der Hand der Ziffern, welche
zdie letzte. dutsche Aufnuhme geliefert hat, sielll man Vergleiche an
wischen der deutschen und franzöfischen Vollskraft In der ketzten
Nummer des Correspondant“, einer wissenschaftiichen Wochenschrift,
zespricht der ehemalige Abgeordnete Naudot dieses Thema vdon obi⸗
jem Befichtspunkt. Indem er einen Zuwachs der Vevölkerung des
eutschen Reiches von 1,700,000 Seelen in 4 Jaheen lediglich in
Folge des Ueberschusses der Geburten über die Sterbefälle und trotz
er Auswanderung constatirt, ruft er klagend aus: „Sind diese
Jeffern für Frankreich nicht schreckenerregend, dessen Bevölkerung,
bgesehen vom Verluste Elsaß-Lothringens, von 1866 —- 1872 fasi
im eine halbe Million Köpfe verloren hat?“ Gegenüber dem land⸗
äufigen Pochen auf den Geldreichthum Frankreichs und dem Ge⸗
ede von der Verarmung Deutschlands trotz der Milliarden bemerkt
Kaudot, dat urch lönne sich nut die Oberflächlichlichleit beruhigen
ossen. Heute zählte Frankteich 6,029,8990 Bewohner weniger als
Deutschland. Bleibe das Verhältnitz in den nächsten 16 Jahren
zleich, so werde sich im Jahre 1892 eine Differenz von über 13
Millionen Seelen zu Gunsten Deutschlauds ergeben. Dieselbe werde
ir Frankreich um so nachtheiliger sein, als die militärische und auch
roduttive straft eines Volkes nicht blos in der Zahl der Männer
eiferen Alters, sondern der Zahl junger kräftiger Männer bestehe.
Je mehr Geburten in einem Tande, desto mehr Rekruten nach 20
Jahren. Wie beredt sind diese Ziffern! Nur in einem Punti hat
kaudot Untecht. Diese Zahlen haben für Frantreich keineswegs
was „Schreckenerregendes“, denn unser Wunsch ist blos vor den
Franzosen sicher zu sein. Etwas Sareckliches lönnte er nur darin
ehen, daß die Aussichten auf einen erfolgreichen Angriff auf Deutsch⸗
and sich für die Franzosen mit jedem Jabre mindern. Darin er⸗
liden aber wir keineswegs etwas Beunruhigendes, sondern im
Begentheil eine sich ftets verstärkende Bürgschaft des Friedens, für
velche die Natur selbst sorgt. —

London, 10. Aug. Nach einem Telegramm des „Standard“
uus Trebinje hätte Muthtar Pascha am Dienslag bei Bilek seine
Bereinigurg mit einer Truppenabtheifung don 3000 Mann unser
Wustafa Pascha bewerkstelligt. Die Montenegriner hätten die Um⸗
stbungen von Bilek geräumt; ein Theil der montenegrinischen Streit⸗
räfte sei nach der Südgrenze Montenegros abgesendet, wo die
Türlen von Podgoritza her vorzudringen suchen.

London, 115 Aug. „Reuters Vnreau“ meldet aus Semlin
mierm Gestrigen: Im Widerspruch mit anderen Nachrichten über
e letztea ampfe wird gemeldet, daß die serbische Ceutrumsarmee
uner Tscholakantisch von Sicnitza zurücgegangen ist. Tschernajeff

—
Vermischtes. Mat — *
x Bei dem am 6. August in Oberwürzbach staltgehabten
Fest der Fahnenweihe zersprang ein Böller und verletzte einen
Zzurschen derart am Kopfe, daß sein Tod bald nach dem Transport
n das elterliche Haus erfolgte. — In Walsheim brannten am
. August die Gedäulichkeiten über dem Bierkeller der Brauereibesitzer
Z„chmidt und Guttenberger ab, wobei eine große Anzahl alter und
zeuer Fässer mitwerbrarnten. Der Schaden soll sehr groß sein;
iber die Entstehung des Feuers verlautet nichts Bestimmtes.
F Völklingen (bei Saarbrücken), 7. Aug. Ein entsetzlicher
Nord setzt seit gestern Abend ünsere ganze Gegend in Aufregung:
hegen 6 Uhr Abends fanden nämlich Theilnedmer einet Kriegers
ereinsfestli hteit zum 6. August, welche in der sogenannten Kirschen⸗
inlage im Gemeindewald abgehalten wurde, einen noch warmen
Leichna:n eines circa' 24jährigen hiesigen Frauenzimmers und da⸗
ieben den eines 2jährigen Kendes. Beiden Leichen war der Hals
is zur Wirbelsäule durchschaitten. Das frische Blut und die noch
richt erstarrten Leichen zeigten, daß die gräßliche That erst vor
durzem verübt worden sein konnte. Schrechicher Contrast: dort,
venige Schritte von der Unglücksstätte, vergnügten sich Hunderte
on Menschen bei Gesang nund Tanz, und hier mußten zwei Menschen⸗
eben unter dem Messer eines verruchten Mörders bluten. Denn,
aß hier ein Mord vorliegt, trotzdein neben der Lesche ein altes,
lutiges Rasirmesser gelegen war, daran zweifelte Nemand. Einige
zersonen erinnerten sich, das Mädchen, denn ein jsolches ist das
cmordete Frauenzimmer, mit seinem „Schatz“, dem Vater des
irmen K'ndes, zusammen in den Wald gehen gesehen zu haben.
der Schatz, ein Soldat von dem in Saarlouis garnisonirenden
30. Inf.“Regt., ebenfalls aus hiestger Gegend, soll später alleiu
en Wald verlassen haben. Er wurde in dolge polizeilicher Requi⸗
ition noch gestern Nacht in Saarlouis verhastet. Heute Nach⸗
aittag 3 traf das Untersuchungsgericht von Saarbrücken hier ein.
der verhaftete Soldar läugnet die That, die vorhaudenen Indicien
ider sollen ihn auf's schwerste belasten.
Reich-Oberhandelsgerichi. Die Nerweisung einer
Zrozeßsache in letzter Insteinz als Handelssache vom höchsten Landes—
erichishofe an das Reichs⸗Oderhandelsgericht in Lepzig zur end-
ilticen Entscheidung begründet nur die Kompetenz des Reichs-
Dberhandelsgerichts, dagegen ist diese Thatsache für die materielle
entscheidung, ob der zum Grunde liegende Fall als ein Handeis—
reschäft nach den Bestimmunge; des Allgemeinen deutschen Handels-
        <pb n="442" />
        gesetzbuches oder als ein gewöͤhnliches bürgerliches Rechtsverhältniß
zu betrachten, gleichgültig. — Hinsichtlich der Rechtsgültigkeit der
vom Mandator eingegangenen Geschäfte unter Ueberschreitung der
ihm gegebenen Vollmacht hat das Reichs-Oberhandelsgericht folgende
Sätze ausgesprochen: der (vom Kläge) in Anlehnung an den Act.
52 des Handelsgesetzbuches aufgeftellie Rechtsgrundsatz ,Mandats-
aberschreitung macht das vom Mandatar eingegangene Geschäft
nur soweit ungültig, als es nicht durch die vorhandene Vollmacht
gedeckt wird,“ bedarf einer Einschränkung dahin, daß dabei voraus⸗
gesetzt ist, es lasse die Natur des Vertrages eine solche Theilung
zu und fie verleße keinerlei Juteressen des Machtgeberä. Sodann
kann der Rechtssatz überhaupt nicht Platz greifen, wenn die Voll⸗
macht dahin aufzufassen ist, daß der Mandatar zum Abschluß des
Rechtsgeschafts überhaupt nur befugt sein soll, wenn er dei dem⸗
selben die aufgestellten Grenzen innehält. Endlich kann es slch
fragen, ob, selbit wenn das Geschäft eine Theilung zuläßt, es nicht,
um den Mandanten zur Erfüllung des vollmacdigemäßen Theils
des für einen bestimmten Zeitraum berechneten Geschäfts zu ver⸗
pflichten, innerhalb dieses Zeitraums der Erklärung des Drittkon⸗
traheuten bedarf, daß er in das geringere, auftragsgemäße Quan⸗
tum konsentire.
fDie englische Presse wird, wie man aus London schreibt,
bei den Bayreuther Aufführungen stark vertreten sein; „Times“,
Daily News“, „Telegraph“ „Morning Post“, Standacd“ und
von Wo hhenblättern „Academy“, „Athenäum“ und „Despatch“
jenden Berichterstatter. Auch die ständigen Musiktritiker der zwer
größten New- NYorker Blätter, des „Herald“ und der „Newhork
Times“, find bereits in Europa angelangt, um den Bayreuthet
Aufführungen beizuwohnen.

FLondon, 9. Aug. Ein gräßliches Unglück ereignete sich
in der vorgestrigen Nacht auf der Somerfet und Dorset-Eisenbahn
in Radstock, einer etwa zehn Meilen von Bath gelegenen Station.
Auf dieser Vahn, die nur ein einzigs Geleise hat, stieß gegen 11
Uhr ein von Bath nach Radstock bestimmier Passagierzug mit einem
von Bornemauth kommenden Pafsagierzuge zusammen. Obwohl
die beiden Züge nicht sehr rasch fuhren, war doch die Colliston von
fürchterlichen Folgen begleitet. Die ver ersten Waggons eines
jeden der beiden Züge wurden buchftäblich zertrümmert und nach

Aussagen von Augenzeugen bildeten die zwei Züce einen furchtbaren
Ruinenhaufen. Vierzehn Passagiere fanden auf der Stelle ihren Tod
und etwa hundert irugen mehr oder weniger erhebliche Verletzungen
davon. Das Unglüd soll durch irrige Signale entstanden sein.

Brigham Young, der Marmonenproßhet, ist der Vater von
83 Kindern, von welchen 45 am Leben sind. Das letzte Brigham
)Poung geborene Kind ist ein kleines, 6 Jahre altes Mädchen, eine
Tochter von Amalia van Cott, Brighams vierzehnter Gattin. Diese
selbst ift jetzt eine 40 Jahre alte, aber noch immer tübsche Frau
und nach Amalia Folfom, seiner achtzehnten Gattin, deß Propheten
Favoritin. Diese erste Favoritin soll ein überaus hitziges Tempera—
ment befitzen und mit dem alten Brigham umgehen, als sa sie
anstatt sein Weib, seine Schwiegermutter.

Die deiden neuesien Nummern der Il lustrirten Frauen
Zeitung (ierteljädrlicher Abonnementspreis M. 2. 50) enthalten
J. Die Moden-Nummer (31): Sommer⸗Toiletten für Erwach ⸗
sene, junge Mädchen und Kinder, Tücher in verschiedenen Formen
aus Kaschmir, Seidenkrepp, Spitzengewebe, auch Filet⸗ und Strich
atbeit, Kopfhüllen, Hüte, Morgenhauben, Sonnenschirme, fernen
Fichüs, Kragen, Cravaten (trina di lana) und Crabatenbander,
leidertaschen, Wirthschafts- und Gartenschürzen, Schränkchen mil
Malerei und Spritzarbeit, Notenständer mit Goldsi derei, Loffelkörb
hen mit Vuntsticerei, Decken in Häkel⸗ und Spitzenarbeit, getldp
pelte, gestrickee und gehäkelte Spitzen, gestrickte und Tülleinsatze
Madeirastickerei und ein colorirtes Modentupfer. — II. Die Un—
terhaltungs-NPummer (32): Harzreise. Humoreske von
Dtto Giradt. IV. (Schluß.) — Zwei Gedichte von Josept
Victor von Scheffel. — George Sand. Von O.v. Leir⸗
mer. — Das Kinderfeit im Neuen Palais zu Potsdam am 14
Juni. — Obecbayerische Charaktertoͤpfe. Von Karl Stielner
Schluß.) — Die Hausfrau und ihr Reich. Von Aglaia vor
Tuderes. 6. Die Wohnung. II. — Verschiedenes. — Wirth
chaftliches: Einmachen nach franzoͤsischen Recepien. Briefmappe. —
Frauen⸗-Gedenltage. — Ferner folgende Illustrationen: George Sand
NRach T. Couture. — Sonntagsjägerfreuden. Von Ed. Kurz
dauer. — Das Kinderfest im Reuen Palais zu Poisdam am 14.
Juni. Von Hermann Lüders.

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Bekanntmachung.

Mittwoch, den sechszehnten
August 1876,

Vormittags um 11 Uhr
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Ingbert werden auf Anfiehen
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M 129. Diienstag, den 13. August — —6 J J 1876.

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Deutsches Reich.
Münchern, 12. Aug. Im Gesetz- und Verordnungsblatt
Nr. 36 und folg. werden die Gesetze betr. einen Credit für außer⸗
ordentliche Bedürfnisse des Heeres, die pfätzischen Eisenbahnen betre,
die Erbauung weiterer Vizinal⸗Eisenbahnen und den Mehrbedarf
ür bereits cusgeführte Vizinal⸗Eisenbahnen, dann die Dotitung des
Virinal-Eisenbahnfonds, sowie die Abänderung einigec Bestimmungen
des Notariatsgesetzes betr., zur Pubiikation gebracht. *
Bayreuth, 12. Aug. Der Kaifer ist heute Nachmittag
5i. Uhr hier eingetroffen und wurde am Bahnhof vom Großherzog
bon Sachsen⸗Weimar, vom Obersistallmeister Graf- Holnstein im
Auftrage des Königs von Bayern, von den Spitzer der Behoͤrden,
sowie von Richard Wagner nebst dein Verwaltungsrathe des Bay⸗
euther Opernunternehmens empfangen. Der Kaiser gab seiner Be⸗
iriedigung über den geistigen Stand des nationalen Unternehmens
Ausdruck und fuhr demnächst im offenen Wagen nach der Eremitage
don dem dichtgedrängten Volk mit lebhaften Hohs begrüßt.
Bayreuth, 18. Aug. 11 Uhr 25 Minuten Nachts. Auf
Schloß Eremitage fand ein großer Fackelzug vor dem Kaiser siait.
Die Fomainen uad großen Bassins der Wasserkünste wurden ben⸗
Jalisch deleu htet. Zweitausend Fuckeln erhellien den Park. Unter
den Klängen der baherischen und preußischen Natisnalhhmne erschien
)er Kaiser mehrmals auf der Schloßterrasse und wurde flürmisch
»egrüßt. Mehr als 10,000 Menschen waren auf dem Platze.

Berlin, 10. Auguft. In den hiesigen diplomatischen Ktrei⸗
en begegnet man mehr als je dem festen Bertrauen, daß der Krieg
ein Orient ohne wetere Verwiclelungen seinem baldigen Ende eni⸗
zegengeht und nur sehr unbedeusende Territorialveränderungen zur
Folge haben wird. *

Berhin, 12. Aug. Der gegen den Grafen Arnim erlassene
Steckbrief ist dis auf Weiteres zurückgenommen worden. (Fr. Z3)

Ausland.
Wien, 10. Aug. Ein Telegramm der „Presse“ meldet:
Die Türken verbdraunten und pfünderten österreichtiche Orischaften,
)arunter Staroselo. Oefterreichische Truppen sind dorthin abge-
angen.

Wien, 11. Aug. Die „Polit. Corr.“, meldet telegrapyisch
nus Belgrad: Im jerdischen Kriegsministerium neige man sich der
deberzeugung zu, die türtische Armee werde konzentrisch gegen Bel—
zrad vorrücken, das deßhalbd im Umkreise von anderthalb Meilen
zefestigt werde. Alle in dem Arsenal von Kragufewatsch liegenden
roßen Geschütze würden nach Belgrad geschofft. Der Minjster des
Innern habe Rerträge wegen Lieferung großer Proviantvorräthe für
gelgrad gemacht, das man, wie es scheine, so lange w.e möglich
»)ertheidigen wolle. Der Fürst befinde sich in Deligrad. Zwischen
Bauja und Alex notz werde eine große Schlacht erwartet.

London, 13. Aug. Nach einer Mildung des „Reuter'schen
Buredaus“ aus Belgrad finden zahlreiche Zuzuge von Freiwilligen
ijus fremden Ländern zur serbischen Armee statt; das slavische
Tomite in Triest hat angeblich dem serbischen Kriegsministet 3000
Freiwillige angeboten, Garibaldie habe an den Kriegsminister einen
Brief gerichtet mit der Anzeige, daß er in dem Mailander Comite
ur Unterstützung dir verwundeten Sethhen und Montenegriner den
Vorfitz Ubernommen habe.

Belgrad, 13. Aug. Von der Drira⸗Amee ist folgende
Meldung eingetroffen: Zwei Vataillone unter Führung bon Jova⸗
nobicz, welche unterhalb Belina recognoscirten, haden die türtschen
Positionen bei Jovia (Javja ) eingenommen; als die Tuͤrken
sierauf einen Ueberfall versuchten, wutden letztere nach einem dreizehn⸗
itindigen Kampfe gänzlich zurückgeworfen. Während des Kampfes
vurde Javia beschossen; die serbischen Beobachtungstruppen standen
inweit Belina. (Diese Meldung ze'gt, daß die Drina⸗Armee noch
nuf türkischen Boden, doch hart an der Grenze steht; es ist das
ne einzige serb sche Armee, die noch nicht über die Grenze zurüch
tcdrängt ist.) (Pf. K.)

donstantinopel, 13. Aug. In einer Mittheilung an ihre

Vertreiler im Auslande erllärt die zuünrkische Regierung, daß die
zurch serbifche Agenten verbreiteten Rachrichten von der muthwilligen
Berbrennung serbischer Dörfer durch die Türlen vollfländig un—
egründet seien, dagegen hätten de Serben seit Beginn der, Feind⸗
eligkeiten eiwa 60 von Christen, sowie von Muhammedanern
ewohnte Doefer auf türkischem Gebiete in Asche gelegt.
Vermischtes. J
. . Kirchbeimbolanden. In hiesiger Stadt (ohne die
Höfe) befinden sich 180 Wittfrauen und 47 Wittmänner.

Fe Pirmasens, 12. Aug. Der hiesige Arbeitetbildungs-
zeren hat den Beschluß gefaßt im nächsten Frühlahr eine Local⸗
Industrie⸗Ausstellung dahiet zu veranstalten. W. A)
r.Kaiserslauteru, 12. Aaug. (Todesfall.) Geflern
tarb hierselbst der auch in weiteren Kreisen bekannte Instrumenten⸗
nacher uind Mufiker Friedrich Sauder im 67. Lebensjahre.
Die von ihm gefertigten Jastrumente haben einen bedeuenden Ruf
und die Leistungen der unter seiner Leitung gestandenen Kapelle sind
dekannt. Mais. 8.)

Am 11. d8. verunglückte der Locomotivführer Georg Mein-
jardt von Speyer auf der Fahtt von Ludwigshafen nach Zwei⸗
rucken. Deiselbe entdedie einen Schaden an seiner Maschine;
im größeres Unglück abzuwenden, wollte er denjelben in übergroßem
diensteiser waͤhrend der Fahrt ausbessern, flürzte herab und siarb
in Folge dessen um halb 7 Uhr in Zweibruͤden. M. ist 40 Jahre
alt und hinterläßt eine Frau und 3 kleine Kinder

7.Vom obern Haardtgebirge, 10. Aug. Die Trauben
entwigeln sich zusehends und fangen an hell zu werden. In Rhodt
und Edentkoben findet man schon reife Gutedel..

Neheim;, 9. August. Hier ereignete sich heute Morgen
»in betrübendes Unplück. Ein zugemäuerlet Brunnen war geöffnet
vorden. Es stieg zuerst Einer hinein, dann ein Zweiter. Beide
rstickten und fielen ins Wasser. Ein Dritter, Valer eines jener
ünglücklichen, nichts Gues ahnend, befestigt sich am einem Steia
ind steigt ebeufalls hinab. Er stützt auch, der Strid hält ihn
iber über Wasser und er konnte noch ftühzeitig genug heraufgezogen
verdeu. Ware die einfeache Vorsichtsmaßreget beobdachtet worden,
in ·breunendes Licht in den Brunnen hinabjulassen, ehe ein Mensch
ich hinunterwagte, so wurde das Verlöschen der Flamme in der
mothembaren Luft schon als Warnung gedient und dem Unglück
vorgebeugt haben.

FMit dem großen Bartholomäus-Markt zu Quirnbachist
ine Preisevertheilung verbunden, welche am 23 August vorgenom⸗
nen werden wird. Es werden aus Mitteln des Kreiscomtees des
and wirthschaftlichen Vereins je 83 Preise- für: Fassel, Kühe und
stinder in Betrage von 45 bis 25 M. und können hiedei ebenso
vie auf den Preis⸗Zuchtviehmärkten nur Mitglieder des landwirtd⸗
haftlichen Vereins concurriten.

F Der „Pf. V.“ schreibt man aus Billi gheim, 10. Aug.:
dieser Tage wurde ein h'esiges Madchen von einer Fliege in die
Appe gestochen, ohae daß dies besonders beachtet wurde. Doch
nach einiger Zeit trat eine von heftigen —A —
chwulst ein, welche sich bis zur Bruft und uͤber einen großen
Tbeil des Gesichtes, erstreckte. Der Saugrüssel der Fliege mußte
nit Leichenzift unmittelbat in Berührung gekommen sein, denn der

erbeigerufene Arzt konstatirte eine Bluwergiftung doch ist das Madchen
uis jetzt noch am Leben, welches demselben hoffentlich auch erhallen
verden kann. Am Sonntagem der AD junge
frau von hier sich- das Leben mittelst Ertrinkens zu nehwen.
zlücklicherweise aber gelang es ihrem Manne, der Verdacht ge⸗
höpft hatte und ihr deßhalb nachgeschlichen war, sie noch recht⸗
eitig aus den Fluthen zu ziehen. Mit dem unseligen Vorhaben
heint es der Frau bitterer Errst gewesen zu sein, denn sie wehrte
ch auf's Energischsse gegen die Hewäaltsame Inlervention ihres
ẽheherrn.

Münqhe
12

——
Aug.

Wie ich versehme, wird Adel«
        <pb n="444" />
        Spitzeder bald nach ihrer demnächstigen Entlassung ihre Memoiren,
in welche die Beschreibungen allet jener Person en mit verflochten
sein folien, die s. Z. in der Schoͤntfeldstraße, ihr näher standen,
veröffentlichen, und war soll ein Schweizer Buchhändler hohe
Angebote gemacht haben. ·

pphiltirpeburg, 9. Aug. Die Salmenfischer Odenwald
hier haben zeute im Rheine einen Stör von 170 Piund gefaugen.
7 Baden, 9. Aug. Gestern Abend traf die Nachricht hier
ein, daß in dem Dorfe Neichenthal im Murgthale aun Nachmittag
ein großer Brand ansgebrochen sei. Bis Abends 7 Uhr waren
das detannte Wirthshaus zum „Auerhahn“ und 11 Wohnhäuser
abgebrannt.

Koblenz 8. Auq. Ein Bewrtswie fehr die Eifen⸗
Indusirie darniederliegt, haben die Offertin jür die im Bau be—
griffene hiesige zweite Rheinbrücke ergeben; während früher das
Psd. grober Eisentheile zu 211 Sar. verkauft wurde, sind 21. Pf.
per Kilogr. — also 10 Pf. per Pfd. angeboten worden.

7 Berllin, 10. Aug. In nächster Zeit werden von der
Reichshauptbank Noten zu 100 Mark ausgegeben, welche in blauem
aupferstichdruck auf Hanfpopier hergestellt icnd.

(Zu St.⸗Benest Reiseberichten aus Deuischland, Im Som
mer 1874 saßen in einem eleganten Sommerlokal der Stadt Mann-
heim zwei Franzosen, die in unverschämt lautem. Tone eine eben
so unverschamte Unterhaltung führten,welcho in der Aeußeruug des
Finen gipfelte: „Die Deuifchen sind gut zum Kanonenfutter, die
deutschen Blondinen. aber sind gut zum — Küssen.“, Kaum war
das Wort gefaller, so stand ein badischer Oifizier neben den beiden
Burschen und forderte sie auf, den Schauplatz ihrer Frechheit auj
der Stelle zu verlassen. Der eine Patron gab eine vafeweise Ant⸗
sport. In demselden Moment hatte der Offizier, der sich einer rech
respectablen Armkraft erfreut, die beiden Schlingel im Genick gefaß
ng deraitig mit den Koöͤpfen zusammengeschlagen, daß sie halb ohn⸗

Mobilien⸗Versleigerung ·
Somstag, den 19. August
nächsthin, Nachmittaas 1 Ahr,
zu St. Ingbert im Sterbehause
der Erblasser, lassen die stinder
und Erben der allda verlebten
Eheleuie Joseb h Jene IIL.
ailand Bergmann, und Elisabeth
Köhlhofer, die zum Nachlasse
der letzteren gehörigen Mobiliar⸗
gegenstände abtheilungshalber öf⸗
fentlich auf Credit dversteig'rn,
darunter namentlich:
Belten, Tische, Stühle, 1
Kleiderschrank, 1 Küchen⸗
schrank, 1 Schneidbank m't
Messer, 1 Handkarren,
üchengeschitre und sonstige
Hausgeräthschaften, sowie
2 Ziegen.
St. Ingbert, 12. August 1876.
Sauer, kal. Notär.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den sechszehnten
August 1876,
Vormittags um 11 Uhr
bor dem Stadthause in St.
Ingbert werden auf Anßehen
don Heinrich Isaac, Kaufmann,
in St. Insbert wohnend, fol—
gende dem Georg Biermacher,

Bergmann in St. Ingbert, ge⸗
pfändeien Gegenstände auf dem
Wege der Zwangsvollstreckung
öffentlich an den Meistbietenden
versteigert, als:
SKleiderschrank, 1 Küchen⸗
„schrank, 2 Tische, 3 Käfige
mit 2 Kanarienvögeln, 1 Spie⸗
gel, 1 Wandubr und 1 Bett
lade.
St. Ingdert, 11. Aug. 1876
Der k. Gerichtsvollziehet
Faßbender.
Heute, Dieustag, X
mitiaas von 3 Uhr ab —V
aArenaomnoe
in Weißgerber's Garten.
Eintritt frei.
Eine feischmeltige
Kuh mit Kalb,
welche per Tag 8—29 Häjen
Milch gibt, hai zu verkaufen
Frau Offner.
—⸗Prunksueht —
heilo ich sicher und gründlich
mit oder ohno Wissen des
Frinkers, so dass demselhen
qas Trinken total zum Ekel
wird.
DVeber 1009 geheilt.
F. Grone in Abaus Westf.

— —— 77
Actien· Glashülle St. Ingber.
Die diesjährige ordentliche Generolversammlung findet am 22
August naͤchsth'n, Nachmittags holb 83 Uhr im Bartenlokale de“
Herrn Juliu 3 Grewenzig statt.
Tagesordnung:
Geschäftsbericht und Vorlage der Jahresrechnung.
Neuwahl des Verwaltungsrathes.
IEEXVE&amp;—
der Verwaltungsrath.

mächtig niedersanken. Eine Anzahl Mannheimer Herren umringte
die Giuppe, und während ein Theil dafür sorgte, daß Galliens
Zöhne schieunigst an die Luft gesetzt wurden, schüttelle die Anderen
dankend dem Ossizier die Hand, daß er so energisch für Deutsch—
lands Frauen eingetreten.“— Zwer Tage spater- sitzt der Offizier
in feinem Zimmer, als ihm fein Bursche meldet, daß zwei Herren
in. Cipil. ihie zu sprechen wünschten. „Aha,“ denkt Jener, „das
— einmal die Rei——
peitsche mit dem Bleiknopf her, und bitte die Hetren, einzutreten!
Dendae er sich an den Burschen. Es erscheinen zwei ganz fremde
Herren und bittet der Eine ihn sehr höflich in geläufigem Deutsch:
DOmein Herr, würden Sie die Güte haben, es us schriftlich
zur geben daß wir nicht die beiden Fran zoten sind die sich wor⸗
gestern so ungezogen betragen haben; wir sind auch Franzosen und
män'hält uns hier fortwährend für dis Beiden!“ „Mit Vergnügen
will ich dies thun!“ erw dirte der Offiser, legte die Reitpeitjche
fort und stellte das erbetene Zeueniß ans. Den ersten Theil dieser
Geschichte haben mindestens hundert Mannheimer Bürger mit an—
gesehen. Vrielleicht war SainteGenest einer von. jenen Vieren!“

(M. 3.)
523*5
2Dienstesnachrichten.
Die Pfarrei Minfeld wurde den Pfarrer Bähring in Wilgarts
wiefen, die Pfarrei Sippersseld dem Pfarrer Siegmeyer zu Hinter—
peidenthal, die Pfarrei Walsheim dem Pfarrer Herm. Jul. Risch
in Gerolsheim, die zweite Pfarrstelle zu Bergzabern dem Pfarrer
Joh. Mich. Lang zu Altleiningen verliehen.
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Dem eß.

— — —
Herstellung der Straße von
Hiedershausen nach Krähenberg.
Die Arbeiten zur Herstellung der Straßze von Biedershausen
nach Krähdenberg mit einet Länge von. 185 Meter sollen im Sub—
missionswege vergeben werden:

Dieselden sind veranschlagt wie folgt: M.
J. Ecdarbeilen zu .. . 606.90
FP II. Versteinungsarbeiten zu 1240,60
TI. Kunstbauten zu....133.44
Sa. 2040,94.
Solide tüchtige Uebernehmer werden eingeladen, ihre schrift
lichen Angebote bis längstens Montag, den 21. 1. Mis.
Vormittags 11 Uhr, verschlossen dei der untersertigten Be—
hörde einzureschen, vei welcher bis duhin die Pläne, Kostenanschlägt
und das Bedinanißheit eingesehen werden kbönnen.
Zweibrücken, 10. August 1876.
Königl. Bezirksamt:
Schäfer.
2.
7 7 — s[ — ——i — —
Brauerei-Versteigerung.

Julius Mayer in St. Ingbert, laßt sein mit Dampf⸗
hetried vollständig eingerichtetes Brauereianwesen, sammt Garien,
Bauplätzen, Matz-⸗, Jung⸗ und Lagerbierkellereien (Felsenkeller)
und Judentar öffentlich an den Meisthietenden versteigern. Der
Zuschlag erfolgt durch den kgl. Notar Herrn Sauer, im Amissitze
u St. Inabert, wo auch die sehr günstig gestellten Erstehungsbe
dingungen in Erfohrung gebracht werden loͤnnen. Die Versteige⸗
run findet in den Lokolitäten des der Brauerei gegenüber gelegenen
Café Seiter, Samstag, den 19. August nächst
hin, Nachmittags 3 Uhr statt, und werden gleichzeitig einige Morger
Acker, im Banne von Si. Inobert gelegen, versteigert.

St. Ingbert, den 12. August 1876.

Julius Mayer
Sonntag und Montag,
on 20. U. 21. ds. Mts
S3chnappbach
dozu freundlichst Jeinladet
C. B. Grafston
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
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        2283252
——
2 —A
573333
8 25 —
334555 5 * R 38 8
785 335 2 8 38
5. 53324 235 2322
33 7
F 357 23 253 85 *5
* 323 — 2 —— 98 ẽ8
——— ———
—
————— 512 —— —A
28 5 * *57 * 2*
3332* 253 25635
— —— 253725 33
8222
—5653 55353855535* 2 *
2* —A—— * J
22 — — — —X
— 543 35253355 223
538 828 —z2333 ——
52523 28 — — 25723 38
—— ———— 273
—22485
227 55
FJ —— 5—572 255 3* *
—A——— —8 785332338 52 5
527 5 8—
33 837 5232353
* —— *222 233737
25 22 2353 823353
3633 555
2 35833338
3 2 5333
—223 52
2536c
2

2 2* 222 2328
2555 838
—553—
322—7 —
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38 5
s 25
25
— *7
75

4 * 532
2353
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5*3 ——
———
233*8 2 53333
55 55 2 32 ——
z* 5860 2*
2382 * 8 3
3 — 52232
*8 38 —
— 3— — *72
3 —— * 7
—532 582
2 . 535
35533357
————— — — *
*E55 —E—— 3337
———— 353
— * — *— —2 *
w —3* 255538 372
D ⸗ —— — —
25 3*8 3
3 2255 8 58
* —512 255 25323388
— —A— — J —
—RX 332 2333533
—WM ; * 555
3225535 35238
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*
33 55 5 2 —
*S2

2—

— —— *

— 3— —33583322* * — 2 22 * —

— —25335— 3355323533—853 —

— ——— — — —— *
* ———— 2 * e— 8 —* — — *— —5*
325 3 3 —*335353 ——— ——2—33 —s 3— 335
52 3222 57 — — —A 3 5 —*

243 —A —5 3 55238 22 52 56285355 586228 —
— — 522323*55 —52 —825
——5 —25 —53—2223 527 —327* 853875353— 333233
S 235356 —835—485 253 532 —3383—8 578—2352383338 —
22 5833 2 855 28 — — 55*2855 322828 * 2 528 —.

—. 327—2335522 287 ———35 5—23 k2332383 *— — 83 —285287

s5.85 2533 F —33 —383 33885586—33352 — —

— 55723—883235 — — 558 —— — 5553235*

55 5553528—835 ——— 8 8252 — ——

—55 23533 5 25 52 S 2222 n — ⏑— 5 83*

— 333 353—385 55—33353—5838* 5*
7 n 3 22 * * — ß ——— 2 —27 7T

3 5 ——— —z53325 —5253328—22 — 333

8 233, 5725325 *»55— —383 52323— —— 53,—

—2 2 2 2 235 22355 — 255 —2 288 — 53532 78 — — ——

— 2 4—33825 357355 28 5 22328 25 3 58— 21

25588 —— 2 — — 32385 15851 2 — 8258

—AV — 2253325 —z555 — —3282 B5555 ——23*
— 53 553 53538858 —2355335*
253233 3 3232 — 3 — 5*2 55 *22 5 5*2
38 3373 —
5 334338335325337337 —2552853353533535—5 —
— 5725 —2— 2 533 3283755 — ———7 wE—3 20555

3 32 — —* —: 2 2 — 2 —*. —⸗ 5* —2 5*
33386—3353537 — »256883 —22536
522832 — —— 2* 555357 ——

—— —2 ———2——25532225 5532 5503 533233335 *
3—35 55 —33333555255335

— — —A — —5 06 s 25
* 4

—

22*
—222 —5.2 552 — armr 2 32— —2———— ——
— 8 7 — . 2 — — 2 2 2989 — 7
— 3 — —3 — 833355 —
—— 55 5⏑ 2385 8
—7— 2583 5 —2 2 2— 2 702 — * 538
52822733 2 — — 5 5 20 53
7 ——— 2 — 2282 8— —
— —2505582 3— —2 8 2 222 5 — ⸗
* 522553235 5z3 55 50 53333 ——1
5 52283 ——
3 2* * — 7332 * 2262* —
— 28828
75382535 ——
2—3 8 25 * 3— 25539 — —&amp;
52 8 —— 2— 232235 — —— — 2 —,*—* 5 5 9
22 7 5 2552. 2 2 — E —— — —* 232
23534 g — 328 5 ⸗ p 257—257 ——
128 —33 —— — 60 3* XXF 233 33 5
2* A —— ——— 5 J 2 5725 *ꝰ,35 * 2
— —— S * —— * »222 * * 523 — * 232*
552—*52 —2* 3222 —A — — —* 232 28 ——
55—5—55——5— 3 83 53— —35285588 —— — — 25322
3 53 8 —2— —3— —33—8—5252 5 5 5252 —32ö8 77233
3—— 3—— —23325* 58 25232 2823735
——— —5 255203 2833 *22255 22
— 85525 —3353 5583335— 252233 *2
2 * s222 * 38 3 — — * 25 15 2222* 22 * *
22253*8 — — —35—25 8 2625 55 8* 5335—5986
— — — —— 3 — 5— —— —5 6322353553 —A—
218 — *2
——3 3 —3303323232—
7 8 * 89 —A— 533 2 2 *
———
2 z25 ——2 5 — 2 —535222 8 —2 7 — — — — —
33 8383837537
J 8 * 5 5 J — — * *
383—33533555238— 2555 35 5553 ——
5 — —3—3228 —A 5802 5*822
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32*0 333
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2* *2 — 28
* 5355 — * 22*
0 s523; 533 82838
*527 F 2 52555 — 33535532
58 z54362 53 53383387
2955. 5 12 2* — 757232 2 2 525552375
7 537 28 * 5* — ——
2 2— 22 7 —28 * 2 7.* 8*
3353 235 253383 —A 2333553357
8358 33345825 s5*23327 .383 3 232338
3* —— 7— 7 22 8 5 7 2.2. 40 S —8
722 2B3323 85 * 525 5352335 — 5 — —————
72 2 336 25533335323538 23532232*
58535 5555 —28 2 5535 233577
* 2 —A — —— 52225 —A 2378 * H 3B522
— 3 25 —z522 3 —— 3227 — * —27 59 2 35
2 2222 — —A 523 *5 858 3 8 ——
* 2 V 2 * —Q28— — — 58 35* 8 522 2 — —— 22 * *
— 222 358* —— — 8 —* * 2853 * — e
2122 * * — —X 223 — 222 — B —
232 3 — 52 28 352 2 2 — 2* —— ————
s363 4 —33533557335* 388 —833535
7 * 2. * * 8* 2 * *
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2 2 2c—cnmaa82 22 —22727— * 355583 2 5288 — — cẽ — 8—
3 2 2 — 2 7 2 52 2 2 — * 2 3 222 —————— — —
1232*2 — 3s882773333333377 — —523 5*8535*
5 3 3333833533357* 555857
253 —A — 333333333 8 —— 8522723365 s 25 — 3
* —5 5 * —235 2 *2 * 3 28 E 25757 —— —
353622
2735323*5 253252 3323873 2 z388 z35560 26*
— 128335225 45528537—5853 138325358* —A 25500
—A 5 —* 8 * 5 »z5328 23
* 5525225 3963 20*85 5526 2 5
—32 S20O* 3* 272 225 3 —8
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22 423 53 5 . 4 * *
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        — 22 7 —
z3338388332 223335328—232 —
35 3 —388 — 0

5— · * —2. 52 2
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J58c *235 253828 * 58 8 —5—
53823835 —— 3 8—33 2
282 33—3338—
—— 55 2— — 5. * 22 52. 2*8 53.
5322— 5——553323342 2285.3 3.
22A — — — 2 ———— 2· X
— 5325 532 3308 ⏑⏑
8318573 35338533 238383337
2 22 — J — J

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— 53.52 3375772235 S· 55 525 — 532328

51553 7283 —3533—

8 — —·
2 2 3333887*
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* 32 3
* * —

22833 8—23328

8 2353353 —332283 83353 35 2333223

53823532353 53533353— 52233 55825

——5 —— —— 285 53 —332373
5358583 53233—358———3833332
2—5 52566— 325*33 22. 5 53 52
—2 * 28 — 3 — 272 — 223 —*

xXx— 5 S 8 3 2 75 * 235
— — 55257552358323*
5 532322 5 8*85 —*3535835
3— 3 —5 253 82343
—538— 283823533382383 2 *
5 —551 F
— —

82 p * 2
—2255333333. 88
—253523833362 ——225
53235 2522262457
232577 2*835233
2238 52325583 *2328

—— 5 322 8

218285333525885
2 2583327 ⸗ *S. 5
73
22* —8
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*835——3583
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3222532 —538288

5 53555 22368

— — 58255 22528
* 3333 3555 553
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28 J —— —82
335532328 57 2535*
— *55 3 n *
2525232.3535 28 *5
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25283 87 573

5 3 35 22 — E 22
528—238 55 287
—5z5538— 2383 573
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35—2 322—3362——83323333— —3353338 8
3322—3 335238 A
* 5—3323336 23858383343535 10
558 24 3 533332— 335322582 cz7 —*
223 23 *72. 532 5532 58. 525222 — * SG 7
53352. 2535 55 360 — 3233 —
588 33275 2338 3222323357 S — 2
555 2.328 5 2223* 2372* —A —I 85
— V— 27252. *—3533555337 2
2 *5a2 — 52223,.—24 — *3.2 — 8 222
2 —33 23 33222 22. 533 3 2232 6
253 32223 —23 33—2 —————, 32. 787
25 25 232 55 —228 23 5 2 ⏑ 8
233 2333 ** 535 328 25553*553535 73533
5* 2.— 3
5 4 33 2
255 —25—32. 55 53*32323* —3885 8 ⸗ —2
—B 2 — 5— 225 *— 5.3 33 2333 7 30 α
722 A——532 25753 523, 855 533 53. 55—-838
22865 —, 25 35 3333 * ——
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2 7 — 2525358 —A —. — « —
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* 22 — — . *
2323323323823 z55 825353 53283
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— 8 38338385 888
*235 5 22 — — 2 5*2. 8 28
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22352 32322 2 F —SR 33
3 3383 333 338 52 33738 755
2553 825 3288 F — 772. — *25* 238
35382335552335332 23855 383 2 53353 17
—* *7 * ? — 7 ẽ3—
3332—3533555— 287 25 —*2818
5 * »32.232338 * 2 A . 7 36 2252
3 833 ——— 3358353 253 3
53553338288323358 ——— 355 35555 5233 6
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— —
Der St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wöchratlich) mit dem Huupiblalte verbundene Unterhaltungsblatte (Sonntags! mit illustrirter Vei
age), erlscheint wöchentlich viermal: Dienstagz, Donnerztag, Sanstag und Sonntag. Der Abonne entepreisbeirägt vierleljährlich
1Mirl 20 *.Pfa. Aajelgen, werden mit 10 Pfa, von Azzwarts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. RNecla nen
vo vie veo deie deüchuec77 777

— * bn —1 v J 4 248 T

24 F. *4 2 2. 0 J —667.“ 7, J
42 130. Donnerstag, den 17. August —6 4876.
22

. Deutsches Reich

J Mü nchen, 14. Aug. S. M. der Abnig hat“ genehmigt,
»aß das Institut der Bahnaͤrzie das aͤuf det früheren Ostbahnkinie
zestand, mit Wegfall der Medicamegtenfreihcit“ vom J. Jahuar
1877 auf dem' ganzen Staatsbahncompler eingeführt werde.

München, 16. Aug. Der Köng don Württemberg ist heüte
incognito zum Besuche der Kunstausstellung hier angekommen

Bayreuth, 15. Aug. Heute triff Graf Andrafsy zuden
Bühnenfestspielen hier ein.

Berlin; 15. Aug. Kaiser Wilhelm ist wohlbehalien auf
Schloß Babelsberg angekommen. l gehenettt fue e

NANAussand.... J

Paris, 14. Aug. Aus Madrid wird das Gerücht gemeldet!
vaß in Folge eines gestern in La Gtanja abgehaltenen außeror⸗
dentlichen Ministerraths die Minister ihre Entlassung gegeben
hätten. J

Petersburg, 15. Aug. Die „Internakionale Agentur?
neldet: Doctor Sandwirih ist don Widdin nach Belgrade zurück⸗
zekehrt. —Abdul Kerim Pascha befahl, uuter Androhung der-Todes⸗
zrafe, das „rothe Kreuz“ zu respectiten uud zeigte dies der ser⸗
dischen Regierung an.

Zara, 185. Aug⸗ Gestern Fande, den ganzen Tag über ein
Zampf zwischen Turken uͤnd Nomenegtinertt bei Audci statt. Die⸗
Turten wurden zurüdgejchlagen. und von Fundinag vis Podgoriha
verfolgt. Sie verloren piele Waffen, Miunition undFahnen.
Auch dif Verluste an Todten uad Verwundeten sollen bedeutend
sein.

Newvpork, 12. Aug. In dem nördl'chen Theile don San
Dominga ist, wie die hiesigen Blätter melden, ein Aufftänd ausges
zrochen. Die Ausständischen sollen sich in der Umgegend von Pu⸗
exto Plata zusammengezogen haben. Für den Disirikt von Cibao
waͤre der Belagerungszustand verlündet worden. EK. Z3.)
WVermischtes.
Zweibrüchen, 12. Aug. Auf Veranlassung dez Bürger—
neistets hatten fich gestern die Vorstände der hiesigen Vereine ver—
ammelt, um wegen würdiger Begehung der Sedanfeier zu berathen.
Man einig!e sich zu solgender Festordnung: Am Vortabend Glocken—
zelaute und Bollerschießen; ebenso in der Frühr am Festtag selbst;
um 80 UhrSchmückung der Gräber der dihier ruhenden Krieger,
wobei Chorgejunge und Rede. Nachmittaas halb drei Uhr Festzug
durch einige Straßen der Stadt nach dem Schmwidt'schen Parke,
voselbst Musit, Gesang und Vorträge von Gedichten durch Schüler,
ind Schulerinnen der hiesigen Volksschulen. —B
fKaiferslautern, 10. Aug. Die Collecte fuür die innere
decorative Reftauration der diesigen katholischen Kirche hat mit den
mn anderer Weise für diesen Zweck verfüzbar gewordenen Mitteln
nahezu die Sitenme von 8000- Mirk erlrogen. In diesen Tagen
warde auch bereits m't einem Münchenet Künftler, Namens Spren-
ger, ein Accord über Anfertigung eines Hochaltars und Lieferung
von drei Charfenstera im Betragt von 8000 Mark abgeschlofsen.
,
fe Neustadt. (Zwei alte Brude) Hier libt dee frühere
dunst· und Handelsgartner Joh. Jak. Docnahbl, 89 Jahre alt,
ind in Saardrücken dessen Bruder, der Schuhmochermester Paui
Dochnahlz-⸗91 Jahre oit. Beide haben den spanischen Feld zug
nitgemacht, sind noch gesund und rüstig und in den genannzen
Stadten die letzten Veierdnen der Kaiserzeit des ersten Napoleon.
F Aus Speder, 14, Aug. schreidtman der Ep. 30
die Kapitäne Webb und Boyton haben auch hier Nachahmung ge—
unden.“ Gestern früh machte eine Gesellschaft von fieben Speierer
zchwimmern eine Schwimmparthie von Germersheim ab und legten
ne Strede von der dortigen Sch ffbrücke bis zur hieslgen Schwimm
qule (etwa 16 Kilometet) in 2a Stuuden zurück hei einet Tem
ratur von 18 Grad im Waffer. Die meisten Theilnehmer erklärten
uit Leichtigkeit noch eine größere Strece zurücklegen zu nnen

327.Die: Gasanstalt, Frankenthol erzielte im abgelaufenen

Geischäftsjahre einen Reingewinn von 11,8506 M. 54 Pf. Der
Gaspreis wurde von H M.B0 auf 6. M. 30 herabgesetzt.
»7 Ein Vrief aus Brückenau-vom 14. ds. Mis. gibt jol⸗
genderSchilderung:Beinahe die qanzeStadt ist abgebrannt,
Bezirksamt, Kirche, Alles bis auf“ einige Häuser.n Die Post steht
inoch theifweise, auch das VDockorhaus ist verschont!«Die Stadt hat
an vier“ Seiten zugleich zu brennen angefangen und brennt noch.
Die- Wiesen um Brückenau sehen äus wie ein Bivouak,es lagert
dott dalles im Bunten durcheinander.“ Das Feuer kam Nachts 12
Uhr bei Israel Strauß“ ober im Schwanen“ aus.

F Obertrisünaldentscheidungen.“ Nach früherem
dypothekenrechte lonnte der Hybothelengläubiger, der seine Hwpo⸗
helenforderung gegen den früheren, noch eingetrageken Besitzet des
ßfandgruadflücks ausgellagt hat, nachdem letzerer veteits das Ground⸗
fück einem Drilten übereignet hatte, auf Grund des erstrittenen
Indikats gegen den dritten Besitzer seine Forderung nicht beitreiben
jassen. Diese Bestimmung ist purch das Gesttz über den Eigen⸗
hümserwerh bom 5. Maf 1872 wesentlich abge ändett worden, wot
aach der eingenagene Eigenthümer kraft qjeinrt Eintragung befugt
st, alle Klagerechte des Eigenthümers auszuüben, vad verpflichtel
ist, sich auf die gegen ihn als Eigenthümer gerichteten Klagen ein—
jrlaffen. — In der Literatur ist die Frage, ob biese Vorschrift
tdwirtende Kraft dai, streitig; das Obertribunal hat nunmehr diefe
Frage verneint, Die erwähnte Bestimmung des neuen Hypotheken-
gefetzes findet uur auf dielenigen Eigenthümer Anwendung, welch
nach dem 4.October, 1872 eingetragen worden. — Der Verttag
eints Kaufmannes, mit einer anderen Person“ über abzutrennende
Früchte auf dem Halme oder abzuschlagenden Holzes auf dem Stamm
stats ein Handeltgeschaft zu erachten und-dedarf demgemäß nicht
ber Schriftform. 27
.t. Wir machen daronf aufmerksam, daß die:14, Groschensiücke
der. Thalerwahrung, die 30 inund n Thalerstücke nur noch
dis zuium 31.August d. J. bei den betreffenden Kafsen in Zahlung
erewrmen oder umgewech ell werden. ·

Von Seiten einhelner deuischer Regierungen ist, wie die
Wefer Z. meldet, der Wunsch ausgesprochen worden, die Wiiterungs⸗
Berichte der deutschen Seewarte in Hamburg in ähnlicher Weise
pie bisher schon füt die Schiffahrt. auch für die Landwirthschaft
utzbar zu machen. Die Erwädungen, welche in dieser Hinsicht dem
Leichskanzleramt unterbreitet worden sind, häben von dieser Seite
zünstige Aufnahme »gefunden, und der Chef der Admiralität, unler
dessen desondetet Leilung die Seewarte steht, hat sich im Allge⸗
meinen bereit erklärt, den im Interesse ber Landwirthschaft lam ge⸗
wordenen Wünschen zu entsprechen. 0000———

IBerdan. (Zur desseren Etzichung', der Jugend). Der
Vorstaud des Vereind für“; Reform der Schale vetsendet gegenwär
tig einen Aufruf. Ders⸗Ibe richtet daher an dllen: Leiter' ind ehrer
der pceußischen Volksschulen, sowiée an alle Bemeindemitglieder, denen
2as Wohl ihrer· Schulen am Herzen liegt, die drir gende Aufforde⸗
rung, zu Handen seines Schrififührers S. Arons Berlin S. W.,
Bernburgerstraße 18, Berichte daruder einzusenden.“ Alle eingegan⸗
denen Mittheilungen sollen vom Vorstaude des Vereins gisammelt
werden uad das geordnete Material zu: Agitation in der Presse,
in den Gemeinden, in dey Kreisvertretungen, sowie im Abgeotdne—
enhause zur Benutzung gelangen. —

F, Straßburg, 14. Aug. Außer der schretkligen Feuers
hrunst in Gemar bei Colmar, woselbsi am“ 10. Angust“ der vierte
Theil des Ortes, 25 Häuser nebsi Oekonomiegebäuden, Hausthiere,
debensmittel und auch ein Menschenleben vernichtet wurden, berichten
die elsassischen Zeitungen von. verschiedenen Bränden in Markols⸗
jeim, wo ein Wohnhaus nebst Stallung und eine gefüllte Scheune
n Asche gelegt wurden, in Gebweiler, wo drei Hauser abbrannten.
uind in Lautenbach, von wo nähere Rachrichten noch mangeln. Je
zroͤßer bei der jetzigen außerordenilichen Troclenbeit die Feuers⸗
nefahren sind, um so mehr Vorsicht ist geboten
        <pb n="448" />
        .Worms, 12. Aug. Die „N. WüZig.“ schreibl: Nach
genauen Ermittelungen beträgt hier der Werth der durch das lette
Hochwasser verloren gegangenen Erntt von siädtischem wie Privata
cigenthum über 243.000 Mark! Bei dieser kolossalen Summe sind
veder die muthmaßlichen Kosten für Herstellung der Häamme noch
für sonstige derlei Denolirungen nitgerechnet.

'Röln, 14. Aug. Der erkaiserliche Prinz Lauia Napoleon
ttaf gestern Nachmittag von Chislehurfi konimend, hier ein und fuhr
am Sa Uhr nach Arenenberg weitet. ..—
Wies baden, 18. Aug. Der Schiffer Baͤr von Bingen,
Fuhrer des Binger Trajecischiffes Louise, während auf diesem am
30. April der Kessel explodirte, wurde von der Straftammer der
fahrlässigen Menschentödtung schuldig erachtet und zu vieritthrigem
Befangniß verurtheilt. V

Sn. Goarshausen, 12. Aug. In dem Kestert“gegenüber
tiegender lintsrheinischen Orie Hirzenach entstand letzten Douners⸗
tag Vormittag Feuer, das bei der grellen Hitze rasch um sich griff
und 13 Haufer in Asche legte; auch elnige Stück Vieh sollen
derbrannt sein. ** a

Lsobau.Geicher Aindersegen) In dem nahen Klein⸗
Radmeritz wurden am 9. d. Mts. dem Gärtner Haschke'schen Ehe⸗
eulen vier muntere Knaben geboren. Am Na hmittage ihres Ge⸗
hurtstages erhielten die Vierlinge die heilige Taufe.

p'Aus Gleiwitz wird berichtet: Am 11. d. M. erschallten
vom Flußufer her herzzerreißende Hilferufe. Eine Frau stand
handeringend an dem reißenden Wasser. Leute eilten herbei, Nie⸗
mand wußte recht was geschehen sei. Da erschien. plötzlich ein
halberwachsener Zünabe; die Kleider abreißen und ins Wasser
springen war das Wert eines Augerblicks. Untertauchend erschien
er nach Kurzem wieder an der Oberfläche, ein etwa 4jähriges
sind über sich haltend.“ Er gewann mit diesem die Treppe und
hab das dem Tode entrissene Kind seiner vor Schreck halbtodten
Mutier zurück. Der Name des braven, muthigen, etwa elfjährigen
naben, der eine Schule besucht, ist Jgnatz Trzaskalik.
7 7 In Sulz dach K. Zürich) zündete ein gewisser“ A. Ka⸗
menzins nach vorhetrgegangenem obligatem Familienstreit nebst Kei⸗

lecein sein Haus au, ohne seiner Familie etwas zu sagen. Als

das Feuer im besten Gange war, holte er eines leiner beiden schla⸗
Jenden Kinder aus dem Bette, und öffnete den Schweinftall, um
dessen vierfüßige Inwohner herauszulassen, Damit war seine Thä«
tigkeit vollendet. Das zwe'te Kind und die Frau überließ er ihrem
Schicksale. Nach dem Brande wurden fie verkohlt unter dem Schutte
aufgefunden. —
.Dex betannte Kapitän Boyton war am vergangenen Sonn⸗
tag dei einer Vorstellung in Linz auf der Donau im Schwimm⸗
pofsin einer dortigen Badeanstalt in Lebensgefahr gerathen. Vovton
neichte verschiedene Kunststücke schoß, rauchte, speiste auf dem Waf—⸗
ser und ließ Rateten und Levchtsterne in die Höhe steigen. Die
etzte Probe:Nummer bildele die Zerstörung eines seindlichen Schiffes.
eopitun Sohton·hwamm/⸗· ein Pulversackchen zwischen den Zaͤhnen
jaltend, zu einem recht nett eonstruirten, mit Segel versehenen
Schiffchen und brachte an demselben insgeheim ein Torpedo an.
Plötzlich ein lufterschütternder Knall und das Schifflein geht in
Splitter und Teümmer — da entrang sich den Lippen der Zu⸗
ichauer ein Schtei des Entsetzens. — das zu früh explodirte Pul⸗
vder hatte dem in unmittelbarer Nähe des Zerstörungswerkes be find⸗
ichen Kapitän momentan die Besinnung geraubt. Drei Schwimm⸗
jundige fuͤhrten den Schwankenden auf das Festland, wo sich der⸗
elbe bald wieder sammelte und dann noch dreimal. im Bassin- auf⸗
und abschwammm. J
p'ondon, 11.“ Aug. Diese Nacht hat ein furchtbares
Feuer gewüthet. Die in Turnmill-Street, Cleetenwell, gelegene
Fabrik der Herren Grant u. Co. brannte ab. 800 Arbe ter sind
außer. Thätigkeit gesetzt. Der Schaden beträgt 225,000 Pfund
Sterling. I I
p'In den Bezirken von Sheffield, Rotterdam und Barnslei
in England werden neue Kehlenwerte eröffnet und alte so sehr aus⸗
gedehnt, daß sich in kurzer Zeit die Kohlenproduction um volle 314
Prillionen Tonnen im Jahre vermehrt haben wird. Die Wirlung
habon muß ein weiteres Sinken der Kohlenpreise und der Tag⸗
söhne sein. Jetzt übersteigt in den englischen Kohlendisteicten die
Produciion beträchtlich die Nachfrage und einige Tausend Kohlen-
arbeiter arbeiten auf kurze Zet.
J Tle Tdackon verrantwartlich —— — J —

X
Immobilien⸗Ver⸗
steigerung.
gZamstag. den 19. 1. M.
des NRachmitt. um 4 Ahr
zu St. Ingbert in der Wirths⸗
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unmituelbar nach der Jene'schen
Sicitotion, läßt Nicolaus Ochs,
fxüher Bergmann Njetzt Tagner
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Grundstücke St. Ingberier Ban⸗
nes öffentlich zu eigen versteigern:
Plan Nr. 1I43192 10*10 De-⸗
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und Indentar öͤffentlich an den Meistbietenden versteigern. Der
Zuschlag erfolgt durch den kgl. Notar Herrn Satter, im Am'ssitze
j St. Inubert, wo auch die sehr güunstig gestellten Erstehungsbe⸗
zingungen in Erföhrung gebracht werden können. Die Versteige⸗
run findet in den Lokalitäten des der Brauerei gegenüber gelegenen
Tafé Seiter, Samstag, den 19. Augu st, nacst⸗
hin, Nachmittags 3 Uhr statt, und werden gleichzeitig einige Morgen

Icker, im Banne von St. Ingbert gelegen, versteigert.
St. Jugbert. den 12. August 187s8s5.
Julius Mayer.
Schnannbacher Kirchweihe.
Nächsten Sonntag.,, von
Rachmittags 8 Uhr ab
CONCOBERI.
Abends 8 Uhr:
— —X—
Musik von der Capelle des kgl. bayr. 5. Jäget
Rataillonss
unter persönlicher Leitung erer Nixner.
zunn Concert 80 Pfgy.
Enkree —
Hiesu ladet erçebenst ein
J. Lisoel.

— —

——— — —

— —— —
Kirchweihe zu Schnappbach
am Sonntag, den 20. und Montag,' den 21. ds. Mis
wozu höflichst einladt 4 *

h. Spaniol.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
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*25 * 5 —* 388 *2 282

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*2 —— 2223 2532325* ——
6 — 9 2 2 2— uvo 2

—77 *— 23527* ——ã—

—3 — 2 2* —5 — —A— 22
— 18 7 — 25632
⁊ * — T—» 7222 — *222
J —22 5382383 — —— 3
* 3822. — 5523 2
* 28 z2528 — —
» — —33635.
53352—2.3 2282

82225 252353
* 5* *2 *—
32. 75385
52 * 2830 538 32
A —5 —A— —
— 7*2 — —
32 * —
8,,2
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— 252875
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2535—522

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222 78535
2 —— — — —

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52533255
3387 25358
232223—535
— 72 332323.

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        St. Ingberler AAnzeiger.
der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal woͤcheutlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblati. (Sonntagt mit illustrirter VRei⸗

age), erscheint wöchentlich viermal: Dienstaz, Donnerstag, Samstaz und Sonutag. Der Abonuementsovpreis betragt vierteljahrlich

Nat 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfa. fur die viergespaltene Zeile Blattichrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

——

41311.. Samstaa, den 18. August

—
Deutsches Reich.

Berlin. Ueber ein angebliches Projekt des Fürsten Bismard
ur Regulirung der orientalischen Frage laßt sich die „Gazz.
»Italia“ von ihrem Wiener Corr⸗ spondenten einige nähere Mit⸗
de lungen machen, die wir unsern Lesern nicht vorenthalten wollen,
oͤschon sie in der That nur dem Bedürfaiß nach interessanten“
steuigkeiten entsprechen. Nach d esem Projelt des deutschen Reichs⸗
anzlers soll Oesterreich Bosnien und die Hegemon'e über die Süd⸗
laven gegen entsprechende Eutschädigungsleistungen an Deutschland
chalien. Rußland, daß diesem Projekte zu Folge keinerlei Gebiets⸗
mschädigung und nur indirelte Vortheile erhielte, könne, wie es
veiter heißt, den deutschen Plan, der auch vou England unterstützt
vürde, schwerlich acceptiren, weshalb eine Koalnion Deutschlands,
cknglands und Oesterre chs gegen Rußland einen hohen Grad von
Wahrscheinlichteit sür sich habe, wenn Letzteres sich nicht darein füge
u erlauben. daß die oͤsterreichisch⸗ ungarijch · slabische Monarchie das
Testament Peters des Großen vereiile. Die Ungarn seien zwar
jegen das Projelt des Fürsten Bismarck sehr eingenommen, allein
er Kaiser Franz Joseph sei demselben perjönlich sehr günftig ge⸗
iunt. Freiüch bliebe immer noch die Klippe der Entschädigungen,
velche Oesterreich an Deutschland zu leisten habe und über diesen
Huntt walte das tiefste Dunkel und Niemand köune vorhersagen.
velche Transaktion man wohl aussinnen werde.

So weu wir unterrichtet sind und aus der disherigen Politik
nes Reichskanzlers Schlüsse auf jeine Stellung zur orientalischen
5rage ziehen ko men, erscheint es uns zweifellos, daß er nicht daran
Anten vird, ein Wohlwollen jür Oesterteich zu bethätigen, das zu
mem Bruch mit Rußland führen köante. J

Berlin. 16. Iug. Die deutschen Einzelstasten haben in
ctzter Zeit wiederholt die Gelezenhenn zum Aukauf von Privatbahnen
enutzt. In der „Schlesischen Pr.“ fiuden wir folsge de Zusfammen⸗
tellung der einzelnen bishet darüber mitgetheilten Nachtichten. Am
Iim siud die Bahnsltecken Halle - Zossel und Nordhausen- Nixei
uus dem Besitze der Magdedurg⸗Köthen · Holle-Leipziger Eisenbahn⸗
zeselljchaft in das Eigenthum des preuß schen Staates übergegangen.
don demselben Tage ab erwarb das Köunigreich Sachsen die Eisendahn⸗
irecke Leipzig⸗ Riesa⸗Dresden, Leipzig⸗Dödel-Dresden, Rfa⸗Röderau,
diesa- Eifterwerda, Roderau-Langenberg, Priftewth⸗Großenhaim,
dossen⸗Freiberg · Mulda von der Leipziger Eisenbaha⸗Kompagnie,
erner die Strecke Chemnitz Aue⸗Adorf und die Eisenbahn von
Wolfsgefährt über Berga, Greiz, Elsterberg und Plauen nach Weischlitz
uͤhrend, don der Sachsisch-Thüringischen Gefellschaft, so wie vom
5. Juli ab die Eisendahn —XELV
ie Vahnstreden Gießen Fulda und Gießen Geluhausen sind vom 8.
adugust ab aus dem Besitze der Oberhessischen Eisenbahngesellschaft
a das Eigenthum des großerzoglichen hejsischen Staates übergegangen.
yn Folge dessen kommt jetzt hinsichtlich des Verhaltaisses der Post⸗
erwältung zu diesen Eissnbahnen, das Eisendahn Postgesetz vom
20. Dezemnber 1875 nebst den dazu erlassenen Vollzugsdestimmungen
vom 9. Februar d. J. zur Anwendung.

Berrin, 16. Aug. Die „Prov.Corr.“ ft'ert die Ankunft
nes Kaisers in dir Heimath und wirft dabei einen Rückblick auf
ne Zusammenkunfte des Kaiseis mit dem Kaiser von Rußland in
5ms und mit dem Kaiser von Desterreich in Salzburg. Sie sagt:
Alle Welt erkenut, daß die Bedeutung dieser fürstichen Begegnun⸗
en über die Tragwete gewöhnlicher Höflichkeitsbeweise hinausragt;
ne gelten als wiederholte Besiezelung des dauernden Einvernehmens
wischen den 3 Kaisermächten, welches unter schwierigen Umständen
ich als Börgschaft des europäischen Friedens erprobt hat, und sich
uch in Zulunfn bewähren wird, um ernste Aufgaben zu einer fried-
chen Losung zu führen. — Die „VProv. Corr.“ trinisirt Profefsor
euleaut' Urtheil über die Leistungen der deutjchen Industrie in
ühadelphia und fühtt aus, daß die' dortige Ausstellung kein Bild
tutscher Leistungssahigleit darbiete. Sie erklärt den Mangel eines
forijchristes mancher Fabrikationszweige aus den Kriegsstürmen und
zus den wirthschaftlichen Erschütterungen, bezeichnet die Billigkeit

eutscher Erzeugnisse aicht als einen Irrweg, fondern als eine Lei⸗
ung für hohe Kulturzwecke und sagt hinsichtlich des Vorwurfes,
daß in dem Kunstgewerbe patriotische Motive vorherrschten, dieser
horwurf treffe das deutsche Volk, das sich dieses Lergehens gern
chuldig belennen dürfte. Der Artilel schließt: Man darf nicht be⸗
weifeln, daß Proftssor Reuleaux lediglich von dem Gedanken ge⸗
Aitel war, durch einen ernsten Mahmuf auf Selbsterkenntniß und
Debung des deuischen Gewerbefleißes hinzuwirlen — das Mahnwort
vird gewiß nicht ohne Wirkung bleibha.
Aussand.

Belgrad, 12. Aug. Die im Kriegkministerium zu sammen⸗
zestellten Verlustlisten weisen 6260 Todte und 5600 Verwundete
zuf. Ob diese Ziffer die richtige ist, mag dahingestellt bleiben.
Aber selbst vorausgejetzt, die Armee würde keine anderen Verlußte
rlitlen haben, so steüen sich dieselben doch hoch genug, indem sie
ingefähr 15Prozent der Gesammistärke ausmachen. Es dürfte
iber unzweifelhaft aoch biele Tausende an Vermißten, von den
kscherkessen Ermordeten und anderweitig zu Grunde gegangenen
zeben. Man wird schwerlich fehlgehen, weun man annimmt, daß
zei 18,000 Mann verloren sindd.

Entgegen der Pol. Corr.“ melden sümmiliche Blätter, daß
Serbien die Fortsehung des Krieges beschlossen habe. Wie die
D. A. B.“ erfähri, sand nach deim Bekanntwerden von der Rück⸗
Ihr des Fürsten Milan vor dem Schlosse eine großartige Demon⸗
zration des Volkes statt. Die dichtgedrängte Menge forderte stürmisch
zie Fortsetzung des Krieges. Fürst Milan trat heraus, und erklärte
inter großem und allgemeinem Beifall, daß ihm ein Prinz geboren
e; daß soeben die Nachrichten eingelaufen feien, wonach die Serben
in der Drina und am Javor die Türken besiegt haben, daß 120,000
Zerben in fester Stellung zwischen Paraxin und Alexinatz die Türken
rwarten, und daß er selbst entschlossen sei, den Kampf bis zum
jußersten zu führen, und nicht eher Frieden zu schüeßen / als bib
das Zel erreicht sei. Unter enthufiastischem Beifall fügte er hinzu,
daß er zum Heere zurückkehren und das Schichsal desselben theilen
veide. — Risuͤc bleibt auf seinem Posten. Fürst Milan begiht
ich zut Armee, zuerst nach der Drina und von dort nach Paraxin.

Zwischen den Türken und Monfenegrinern ist gegenwärtig eint
Bause, eine Art von stillschweigendem Waffnstillstand, eingetreten,
Ja Friedensunterhandlungen zwischen den Tücken und dem Fürsten
stikolaus startfinden. Indessen hat letzterer die Anerbietungen, die
hm von türkischer Seite gemacht sind, dis jetzt abgelehnt, weil
hmm die conceditien Abtretungen zu unbedeutend find. Fürst Nikita
verlangt angeblich namentlich: den Hafen von stlek, um den Zu⸗
zang zum Heeere zu gewinnen, ferner die Ausdehnung bis an die
Tara, und die Einverleibuag von Trebinje bis zur Höhe von Gaczlo.

Fürst Nikita, der nach der Schlacht bei Vucidol eine große
Anzahl gefallener Türken hatte beerdigen lassen, sendete übrigens
eser Tage an Moukhtar Pascha durch einen Boten ein Schreiben,
n welchem er ihn ersuchte, ihm seinerseits einen Parlamentät behufs
zegenseitiger Verabredung über die Art und Weise zu senden, in
velcher die große Anzahl der bei Bilek gefalleuen und noch nicht
egrabenen Tuͤrken beendigt werden könne. Die Türken feuerten
edoch auf den montenegrischen Boten, welcher, glücklicherweise un⸗
erletzt, in das montenegrinische Lager zurückehrte. Die Leichen
)er gefallsaen Türken verpesten somit noch fortwäbrend die Luft in
der Umgebung von Bilek.

Die Lage auf dem Kriegsschauplatze ist eine underänderle. Die
Futscheidung, falls noch überhaupt eine solche auf dem Schlactfelde
zu gewärtigen ist, dürfte im Moravathale erfolgen, wo auch alle
sethischen Kraͤfte lonzentrirt sind.
Das Verdammung:? urtheil Reuleaurs über die
deutsche Industrie
vird in der N. Züricher Zig.“ von deren Berichterstatter über die
Weltau-ssellung in Philadelphia, einem geborenen Schweizet —
1. On in Bern — wee folgt besprochen:
        <pb n="452" />
        Untletsuchen wir einnal, sagt derselbe unter Anderm, ob dad

Urtheil des Hetrn Peofessers und Wenerak⸗Kommissars ein so ganz
richtiges ist, ob er ulcht vielmehr an einer großen Einseitigkeit leidet,
die mas dem deutschen Profeßorttzum so ofr vorgemorfen hat. Wir
beginnen mit der chemischen Industrie, um dn hy Reihen⸗
foige einzuhalten. Und da dürfen wir gleich kech behaupien,
daß die deuische Abtheilung in dieser Branche Werthvolleres bretet,
ns alls Abrigen Ausstellungen zusammeugeaommen. So feine, na⸗
menilich organifche Prapatate bietet lein anderes Land und in Ani⸗
in⸗ und Alizarinsarben steht Deutschland einzig da; eine Thatsache,
die wohl geeignet ist, Staunen zu erregen, wenn man weiß, daß
Deutschland gezwungen ist. seine Rohprodukte für dieseiben aus
England zu beziehen, Waährend Amerika sie in Fülle befitzt. In
Bezug quf Blatimetalle und Bronzefarben, wodn Nirrnberg und
Fürth eine Kollektwv⸗Ausstellung veranstaltet haben, wissen wir nur
o viel, daß von Bayern aus im Jahre 1874 auf 1875 für
319,000 Mark in die Vereinigten Siaaten ausgeführt worden.
Die TerlileIndustrie ist vielleicht eine der best vertrelenen und Herr
Reuleaux wird uns doch nicht glauben machen wollen, daß die deut⸗
schen Tucher und Kleiderstoffe den englischen und französischen oder
jar'den amerikanischen nachstehen. Wie so kommt es denn, daß
zie Vereimaten Staaten z. B. im Jahre 1872 in den erwähnten
Fabrikaten ur aus Elberfeld, Barmen und Umgegend für 16 Mill.
Mark bezogen haben ? In Baumwollstoffen haden deusche Indu⸗
trielles eine Ausstellung veranstaltet, die sich neben jeder anderen
iehen lassen darf, so in Hand⸗ und Maschinenftrickereien. Ueber
die Gold⸗, Silber⸗ Spiel⸗ und Kurzwaaren haben sich amerikanische
aritiler in den leitenden Journqlen Heralde, Times“ und „Tri⸗
hüne“ sehr güustig ausgesprochen und das vor den beireffenden
Schaulusten sich einsindende kauflustige Publilum scheint wenigftens
Befallen daran zu haben. Aussiellungen wie die der Bleistiftkönige
Faber und Großbexger und Kurtz (Schwar häuser) stehen zudem einzig
da. Im Bezug quf; die Kollekune Ausstellung des Buchhandels und
der Quiuckgewerbe wüßten wir keine werthovollere und sie ist so oft
als einer der. Glanzpuulte der beireffenden Ausflellung hexvorge⸗
hoben warden, daß wir es gänzlich unnöthig finden, auf ihre Ob⸗
sekte einzugehen. Auch von den schwarzwälder Uhren mag das⸗
jelbe gesagt sein. Musikalische Instrumente sind ziemlich viele; wie
fie sich aber zu der jenigen anderer Länder varhalten, wagen wir
zicht zu enischeiden. In Bezug auf die Photographie, so glänzt
Deutschland vornchm im photographisch · n Pressendruck, der iür
onsi und Wissenschaft von ungeahnter Bedeutung zu werden ver⸗
spticht. Gigentliche Kunstwerke detreffend, so weiß man, daß die
Ausstellung deutjcherseitg darin seht schwach deschickt worden ist,
allein die Kuns hat ja mit der Frage wegen der, Industrie nichts
zu thun. Einzig und allein im Maschinenfache steht Deutschlaud
sehr schwach da und wermpßgen darin auch einen Grund zu finden,
weshalb der Professor der Maschintenkunde ein so vernichten des Ur⸗
theil über die deutsche Industrie gefällt hat. Allein, welden Grund
hätte denn eigeutlich Deutschland gehabt, die amerikanische Ausstel⸗
lung mit Maschinen zu beschicken ? Höchstens um d'ie Patente für
einige neue Constructionen an den Mann zu bringen. Was schließlich
die tendenzios⸗ patriolischt Seite kunstgewerblicher Erzeugnisse betrifft,
so ist Ein Ausstelletr, Bronzefabrikant Felsing, darin allerdings
ziemlich weit gegangen, indem seine Ausstellung fast nur Borussien,
Bermanien, Kaiser, Kronprinzen, Bismarch's und Moltke's aufweist,
jonst haben wir nicht gefunden, daß solche irgendwo „dataillons⸗
weise“ marschiren. Wie aus unserer Revue hervorgeht, braucht sich
das Deuische Reich mit seiner Vertrelung beim internationalen Weit ⸗
sampf durchaus nicht zu schämen nund wir wirden es im höchsten
Grade lächerlich finden, wenn die Schutzzöllner mit dem Brief von
Reuleaurx, den derselbe als nachmalig gewählter General Commis-
sar gewiß schon dereut hat, Kapital schlagen wollten. Wenn der
Schutzzoll wirtlich so piel vergiöchte, als man ihm andichtet, so
müßten die Nereinigten Staaten mit ihren unbegrenzten Reichthü⸗
mern fich in einer wahrhaft glänzenden Lage befinden. Abet was
finden wit? Stodung überall, noch nie dagewesenes Mißtrauen,
eine erschreckende Arbeitslosigkeit und als Folgen hiernon überau,
wohin wir blicken, entweder heimliche oder offene Armuth! Glaube
man ja nicht, daß d'ie amerikanische Krisis nnc eine Folge der
europüischen sei; sie machte sich bemerlbar, hevor letztere auftrut,
und wird, da sie durch diese nux verschlimmert wurde, allem An⸗
schein nach erst schwinden, wenn eine gesunde Finanze und Wirth⸗
Zaftspoliut angebahnt worden ist. Damit wird es aber auch noch
ine gute Weile haben.
Bermiscqtes.

4 Nach Meldung des,Pirm. Anz.“ ist der Waldfischbacher
affendefreudant Grunewald am Freitag in Zweibrücken beim Lir⸗
teigen in die Bahn abgefaßt worden.
35—Kalserslagutern. Zur Verhütung des Unfugs, daß auf
den Victualienmärkten die Händler große Aufläufe machen, um hin⸗

ennach theuer zu veckaufen, hal! der Stadtrath die Aufnahme des

sathstehenden in die Marklordnung beschlossen: „I. Der Verkauf

heginnt im Sommer Morgens um' 7 Uhr, im Winter um 8 Uhr.

zor dieser Zeit darf auf dem Markte nichts verkauft werden. 2.

Der Zwischeuhandel mit Lebensmitteln, Heu und Stroh auß dem
Markte ist verboten.“ Die von Händlern gekauften Waaren find
ofort · von Markte wegzuschaffen. Unter Zwischenhandel verfteht
pan jenes Geschästsgebahren, wonach einzelne Handler Lebensmittel,
deu und Sitroh im Stadtgebiete gewerbsmäßig aufkaufen und an
zʒemselben Tage auf dem Martie wieder verkausen“*

. Landau, 16. Aug. Gestern Nacht (Macid Himmelfahrt)
rurde in Ramberg ein Bursche todt gestochen. Das Untersuchungs—
gericht hat sich heuse früh dahin dvegeden. 6. —

. Aus einer größeren Besellschaft, welche sich auf den Zwiesel,
einen seiner Aussicht wegen viel besuchten Berg bei Reichenhall
zegeben —und vor Sounenaufgang die Bergspitze erstiegen hatte,
türzte ein junger Mann, Opernsänger Maier aus Darmstadt, auj
der noͤrdlichen schroffen Wand in die viele hundert Fuß betragende
Fiefe. Er hatte Aimenrausch pflücken wollen und sich dabei zu weit

vᷣrgewagt. Erst nach zwölf Stunden gelang“es, die bis zur Un⸗
enntlichleit verstümmelte Leiche aus dem schwer zugänglichen Gestein
serauszuhoten.“ —

Berbinz 15. Aug. Der staiser werlieh dem Feldmar-

chall Wrangel zu seinem 80jährigen Militärjubikiäum einen mit
Zrillanten geschmückten Ehrendegen, welcher dem Jubilar mit einer
juldvollen Kab inetsordre überreicht wurde.—

F Graubünden. Letzten Freitag Abend ereignete sich im
Brättigau ein erschütternder Unglücsfall. Der am Nachmittag von
dandquart das Thal- hinaufgehende Haupipostwagen pürzte derm
gad Serneus über die vorhandene Barriere in die Tiefe. Ein
unger Mann wurde daben aräßlich zugerichtet und blieb sofort
pdt. Drei andere Neisende sind dabei wehr oder weniger schwer
erwundet — kin Kend fand sich fast unversehri. Von einem
Augenzeugent wird der „R. 8. 3.2 mitgetheilt Als der Wagen
ei der Unglücksstätte anlangte, befand sich daselbst ein mit Brettern
eladenenes Fuhrwerk, das nur einen schmalen Durchweg gestolete.
der Conducteur stieg aus und begab sich zu den Vorpferden, um
ie nöthigenfalls zu führen. Der Wages hielt still und das Hol,«
uhrwerk seyte fich in Bewegung. Unglüclicher Weise ger eiht ein
sAinterrad desselben auf einen kleinen Hanufen Stroßenschutt, die
dadung überschlug sich und stürzte auf die Postpferde, weiche fofort
nit der Post über die Barriere segten und dem Adgrund zustürzten.
dweimal Aberschlug sich der Wagen und lag noch gestern, schauerlich
sertrümmert, in dert Tiefse. Die Pferde blieben auf der, Stelle
odt⸗ Der zerschmetlerie Junge Manu ist ein deutscher Med ciner
der vor kurzem in Heidelberg sein Examen rühmlich bestanden
zatte und mit feinem Vater eine Reise durch die Schweiz nach
Ftalien machen wollte. Der letztere ebenfalls Arzt, war mit dem
Tonducteur ausgestiegen und entging der Katastrophe, um seinen
eichbegabten dlühenden Sohn als Leiche wieder zu finden.

FHerr Krupp in Essen hat sich bdei einer friedlichen Aus⸗
tellung in Brüssel derjenigen für Gesundheitspflege und Retturgs
vesen betheiligt und in dieser einen ebenso ehrenvollen Platz einge⸗
nommen, als sonst auderswo mit seinen Kanonen. Er hat in sei⸗
nen Werkstätien unter auderen Einrichtungen auch einen eigenen
Feuerrettungsdienst eingerichtet und ausgestellt, sowie das Modet
eines Hauses eingesandt, in welchenm man seine Feuerwehrmänner
die verschiedenen Rettuugsaustalten treffen sieht. Dicht daneben hat
herr Krupp einen Reliefsplan der von ihm geschaffenen Arbeiter⸗
olonie Kronenderg ausgestellil. Aber was X jenes kleine beschei⸗
zene ländliche Häuschen ẽ schreibt ein belgisches Blatt. Es ist das
daus seiner Eliern! Von dort ist er ausgegangen, und indem er
zies Andenken ausstellte, wollte er allen seinen Leuten ein Beispiel
ind eine Lehre geben, wie weit es ein Arbeiter wmit Fleiß. festem
Dillen und geordnetem Leben bringen kann.

Lichtenfels, 15. Aug. Im Ghynnasialgebaude in
Schleusingen (preußisches Städtchen von ca. 3500 Einwohnern, im
Thüringer Wald gelegen) brach Feuer aus. 31 Wohnkäuser sind
ibgehrannt.

r Der Eberfel der Landwehr⸗Kriegerverein unternahm am
13. do. Mia. in zwei sogenanaten Gartenlauben“ mit 4 und 8
Pferden bespannt, eine Landpartie nach der „Grenze.“ Der Nadqh⸗
nittag wurde in fröhlichster Weise zugebracht. Auf der Rücfahrt
ach 10 Uhr Abends ader gingen nahe den Kucelsberg die Pierde
es Dreispanners durch und rangnten gegen einen an der Landstraße
dehenden Baum. Der Kutscher Ochel, verheirathet und Vater dreier
dinder, jowie der Schneidet Muller wurden in Folge des heftiger
Unprasls vom Bod geschleudert; Müller erlitt einen Schadelbtuch.
jarb sogleich; Ochel erlag seinen schweren inneten Vetletzungen und
inem Armbruch, Nachts im Krankenhaus. Die anders zahlreichen
zusasfen des Gefährts kamen glüdlicher Weise rit dem nicht ge
ingen Schrecken davon.
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        Ein upheimlicher Gal. In einem bielbesuchten. Biarlolal
in Berlin saßen am Sonnabend die Stammgäste am Kaisonirtisch
nei einander und debattirten über einen ee der laut
Zeitungsberichten in einem Dorfe bei Zofsen vorgelommen sein soll,
Bon den Gästen gab einer nach dem andern Mittel an, um das
Wiederaufwachen im Brabe zu, verhüten. Während des ziemlich
zauten Dispuia. trat'ein steinalt scheinender, ganz schwarz gekleide⸗
ler Herz in das Lokal. Sein Antlitz sah detwittert aus, die Stirn
war Kef geförcht, die wenigen Haare seines Schädels, sowie der
Bart schilerten in rothet nud graues Mischung. Nach einew lur-
sen Suten Morgen“?, das dumbf und hohl wie aus dem Grabe
jommend, klaug, setzte er sich sans sagon in die Reihe der Gaͤfte,
ergriff· das vom sKellner vor ihn hingestellte Glas und trant, ohne
bon der GesslIlschaft irgend weiter Notig zu nehmen. Das Gespräch
aber Sqcheintodt und Wiedererwachen hatte indessen seinen Fortgang
senommen. während der Alte düster auf sein Glas niedersah und
in Geust sich in einem gang andern Ideentteis zu bewegen jchien.
Zndlich stieß ihn ein dicker Fleischermeister ia die Seite und stellte
die Frage: „Na, wie ist denn Jhre Ansicht von der Sache d Blau⸗
den Sie, daß Jemand vom Tode wieder erwachen kann?“ Der
Berwitterie ah den Frager eine Weile starr an, dann gab er mit
efer Betonung zur Antwort: „Ich selbst bin ein vom Tode Er⸗
dandener!“ Alle sahen verwundern auf den Alten, der, nachdem er
en Glas geleert, fortfuhr: „Die Zeitungen wenigstens haben mei⸗
jen Tod schon mehrfach verkündet und mir Grabieden gehalten?
iber wie Sie sehen, lebe ich noch. Sie wollen ein sicheres Mittel
zegen den Scheintod; das untrüglichste ist doch immer das Kopfen⸗
affen.“ Die Gaäste sahen sich verstört an. „Zum Schwe... wer
ind Sie denn )2fragte wieder. der kuragite Sqalachtermeister,
Ind wo kommen Sie her?“. Der Alte holte tief Athem und er⸗
ahlten: Ich komme aus meinem einsamen Häuschen, das achtzig
Hreeilen von hier im Walde steht auf rother Erde. Die Sehnsucht
sog mich nach Berlin, um hier, im märlischen Museum, noch ein⸗
nal daa Richtbell zu sehen, mit dem ich in 50 Jahren 97 Koͤpfe
derat geschlagen habe, ich bedauere nur“, „jügie er mit einem
Zeitenblick auj den feuen Hals des Schlächters dei, „datz drei am
Hhuudert fehlen.“ Hier stand er auf und nahm seinen Hut: Meine
herren, der todt geglaubte, obec noch lebende Scharfrichter Reindel
empfiehlt sich Ihnen?“ Damit vrrschwand er höhnisch grinsend,
wie Miephifin; der dicke Metzgermeisser aber befühlte rosch seinen
hals und fing an — das Grufeln jzu lernen.

Die Sucht nach Festlichteiten Wwelche trotz der schlechten
Zeiten mehr und mehr überhand nimmt und leider in allzugroßenn
Maße befriedigt wird, geißelt nachstehende Inschrift, welche beim
Turnfeste in Vern an einem Hause ptangie; in treffender Weise:

Die Wasser hoben weite Strecken verheert.

Das Feuer Siädie und Dörfer verzehrtt.

Was Wasser und Feuer bis setzt nicht fand.

Berjubelt die Festsucht durchs ganze Land.

Dieweil man imi Ausland um Gaben fleht,

Man ein Fest unis andere hier festlich begeht.

pCapitän Boyton. Wien, 11. Aug. Capitän Boyton

hat das gewaltige Bravourstück, die Donau von Lirz bis Wien
ohne Unterbdrechung in seinem belannten Kautschuk⸗Apparate zu
durchschwimmen, in glüdlichster Weise gelöst. Nachdem er gestern
Vormitags 10 Uhr Lun verlafsen hatte, passirte er anstandslos
den gefahrvollen Strudel bei Grein, sywamm die ganze Nacht hin⸗
zurch und kam um R.1I1 Uhr bei Nußdorf in Sicht. Langs des
Wiener Donaukanalt sammelle sich vom „Hotel Metropole“ auf⸗
wärts bis zur Brigittabrlicke eine nach Tauseuden zäblende Menschen⸗
menge. Um 12 Uhr kündeten brausende Hochrufe, doß Boyton an
der Brigitabrücke angelangt. Er schwamm mitten im Strome,
lag glan mit dem Nucken auf dem Wasser und hielt in den Handen
ein kurzes Doppeltuder, welches er mit —IXXC Gewand⸗
heit handhabte, daß er trotz der starken Stromung mit Leichtigkeit
sich jede beliebige Direllion gab, wohl auch sich ganz umwendete
and mit dem Kopfe voraus weiter schwamm. An den fre bewege⸗
ichen Füßen war ein kleines Segel aufgeheßt, auf welchem das
amerikanische Sternendanuer wehte. Auf der Brust hatte Bohton
ein kleines Horn liegen, auß welchem er zeitweilig weithin hoͤrbare
Signale gaß. Das Gesicht des lühnen Schwimmers ist volllommen
—ER—
Als die jubelnde Zurufe der Zuschauer immer ledhafter wurden,
erdob Bohson den Kopf frei üder das Wasser und winlte mit den
dänden dankend zu. Um Karlsstege, wo er im weiten Bogen ans
uͤfer duderie und landete, war das Gedrange wie der Veifall am
lebhaftesten. Bohton wurde, nochdem er aus dem Wasser gestiegen,
oom Direkior des Hotels Metropole“, Herrn Speiser, begrüßt und
dann in das Hotel geleitet. Hintendrein drängte und dalgte die
Menge, so daß die Sicherheitswache alle Muhe haite, die Ordnung
zu erhalien. Bohion zeigte nur wenig Ermüdung. Troß der außer⸗
ordenilichen Tour stieg er mit elaslischen Schritten über die Stiege
degz Hotels, um sich in seinem Gemache des Soe Cniu⸗es er

miledigen. Derselbe besteht aus schwarzem Kauischuk und ist ganz
nach Ärt der Taucheranzüge geferiigt. Die Stadt Kramd hal Voyton
heute Nacht um 190 Uhr passirt. 3

In der Kuche St. Auanstin wurde am Dienstag Mitlags
im ·I Uhet“ die übliche Bonapartisten · Messe gelesen. Die Kirche
var ziemlich voll doch hatten fich nut wenige der, Notabilitaten
zer Partei eingesunden man gewahrte Herrn Rouher mit Frau
ind Tochter, die Cassagnact, Bugue de la Fauchoterie, Robert
Ritchell, einige Miliiars und etliche Veleranen min der St. Helena
Nedaille, waͤhrend die anderen den unberme dlichen Veilchenstrauß
m nopfloch rügen. Die Feierlichteit ist nicht ganz ohne Stdrung
er Außeren Nuhe verlaufen. Als nämlich nach Schluß der sirllen
Messe das Puablikum die Kirche verließz, bildeten sich gewohnter⸗
naßen auf dem Plate vor derselben Gruppen, welche der Führer
er Partei harrten, um sie mit ihren Zurufen zu begrüßen. Bald
eschien denun anch Paul de —3 „notre Paul“ wie ihn die
ungeren Anhänger Napoteon 1Y. mit Stolz zu vennen pflegen,
in der Seite seines Vaters und des. Adbokaten Lachaud und unun
var der Rufe: Vive Cassagnge des Schwenlens mit Hüten und
deilchensträußen kein Ende. Da die Nenge, sich immer tobender
eberdete, eilte auf den Larm eine Abtheilung Stadisergeanten, die
ur alle Falle in dem Hofe der naben Pepiniere⸗-Kaserne Posto
sefafft hatle, herbei, trennte den jungen Cossagnac von jeiner Be⸗
teinung und führte ihn, sich nur mit Mühe einen Weg durch die
demonstranten brechend, nach einem einige hundert Schritt von
er Kirche stebenden Fiaker, den der Abgeordneie des Gers⸗NPepur⸗
ements nolens volens besteigen mußte. Die bonoharhistschen Heiß⸗—
porne wollten sich diese Entsuͤhrnng nicht gesallen laffen und setzten
ʒen Tumuit forn; die Polizei verlox chlieslich die Geduld, nahm
inige der argsten Schreier seste nud führte sier nach den nächsten
—XLLER Die Ver⸗e
zasieten sind nach einem kurzen Verhör wieder in Freibeit gesetzt
vorden. Herr Rouher hatte sich dieser Odvation“ klüglich duxch
ine Hinterihue der — Am 20, Auguit soll in
Areneuberg ein kleiner Congreßz bongpartißischer Senatoren und
Abaeord clen slanfindei. —

Arhen, 12. Aug. Zu Patras find bei einem Erddeden
ine Unzahi Hanser eingestürzt. — Die Capitäne des „Hylton
Tastle* nad Agrigent“, jener beiden Schiffe, welche seiner Zeit in
er Nähe der griechischen Küste zusammenstießen, sind wegen fahr⸗
assiger Tödtung in Anklagezustand vers zt worden. 56

x Fünshundert und dreihig Frauenzimmer prackiciren in den
Bereinigten Staaten als Aerzte, viernadzwanzig als Zahnärzie, ünf
als Adbokaten und achtundiechszig als Prediger.
GBaAcLices.
Wir haben Wanzen!“ Diese drti Worte sind schob mancher
usfcau emschlupft . —diese drei Worte, haben — schon manche
nNaflose Nacht bereitet — schon manches schoͤne Stuck Geld dem
Familienvater gekosftet! Und doch gibt es zur Verneidung dieses
sen Schmutz lebenden, lichtscheuen Thieres ein ganz leichtes, billiges
ind sicher wirkendes Mittel, welthes wir hiermit im offentlichen
zuteresse bekanntgehe“ wollen. Man nehme * Kilogramm Salz,
oͤse es in einem ungefahdr 8 Liter kochendes Wasser enthaltenden
kopfe auf, Pinsele daun mit dieser Flüssigkent diejenigen Gegenstände
sder die betreffenden Stellen, wo sich die Wanzen aufhalten, ein,

ind man kann fichet sein, daß Brut und Wanze deraichtet ist.?
fDie Fliegen vertreidt man am einfachsten dadurch, daß
nan ileine Gefaͤhe (Napichen). mit Lordeerdl gefüll:. auf Tische,
Sumse und Schränte fiellt und dann eine Zeit, laug die Fenfter
noglichft wenig dffnet. Die Fliegen können den Geruch nicht er⸗
ragen und suchen ihm zu entfliehen. — Unendlich leiden die atmen
dühe und Pferde wahrend der heiten Sommerzeit von den Fliegen
ind Bremsen. Man nehme einen zugebundenen Topf mit Butter
ind stelle ihn im April und Mai bis Junl in die Sonne. Die
zutter wird natürlich ranzig, sauer, übelriechend werden. Mit dieser
zutter bestreiche man die Weschirre, was dem Leder dienlich, den
*liegen aber entseßlich unangenehm ist, wian kann auch, um die
senn zu schärfen, noch geschnuttenen Wermuth hinein thun. Ge⸗
nitiener Wermuth in Wasser ausgeweicht und damit Kühe und

cerde gewaschen, hält jede Fliege sarn.

2

Die Prrksungen zum einjäterigen Milinardienß, werden überal
srenger abgehalten und es ist gewiß rathsam, die jungen Leute.
velche wohl Talent, aber wenig Fleiß daben, in einem Pensionat
interzubringen, wo sie unzer sirenger Aufficht seben, besonders wenn
ie Lehrunstalt ihren Zöglingen, welche die IV. Kieffe absoldiren.
e Berechtigung zum einjährigen Militärdientt verleihen dann.
das Internativrnal⸗-Institut zu Vruchsal bietet diese
boriheile und hot jahrlich eine große Anzahl don Pensionären auf⸗
uweisen. Im Jahre 1874 wie in 1875 wurden sämmtliche Abi⸗
rienten der FF, Klasse ols bestanden erklart und dürfen ohne
nilere Prusung ais Cinjahrig-Feeiwilliae in deutichen Raichsß-⸗r-
denen.
        <pb n="454" />
        — .—

Hhausversteigerung.
Donnerstag, den 24. Augufl
1876, Nachmittagß 3 Uhr zu
Bt. Ingberf im Cas Ober hauser
laßt Herr Heinrich Isaae,
saufmann in St. Ingbert
wegen Wohnsitzveranderung sein
nachbezeichnetes Anwesen auf
mehrjährige Zahltermine hzu
Figenthum versteigern, nämlich:
Pl.⸗Nr. 63310. 8 Decim.
Fläche, ein zweistöckiget
Wohnhaus mit Stall, Hos⸗
raum, Garten mit laufen⸗
dem Brunnen und sonstigen
Zugehörungen, gelegen an
der Kohlenstraße zu St.
Ingbert neben Ph. Klint
und Johaun Grewenig.
In diesem Hause, in einem
oec belebteften Stadttheile gelegen,
mit eleganter Ladeneinrichtung
wurde bdisher ein Geschaft in
Schnittwasren und fertigen Klei⸗
dern betrieben; dasselbe eignet
—IIR
dern Geschäfts. Bis zuc Ver⸗
sleigerung kann dasselbe auch aus
freier Hand derkauft werden und
ist bis 1. October naͤchsthin be⸗
ziehhar.

Rähere Auskunfterlheilt der Ei⸗
genthümer und der Unterzeichnete.
St. Ingbert, 16. Juli 1876.

SZauer, l Notar.
In memem
zuse ist noch
eine Wohnnng!
mit 3 Zimmer, Keller und Wasch⸗
rüche, nebst halben Garten, zu
vermitthen und kann in 8 Tagen
bezogen werden.
Ww. Schnorr.

Ein Geselle
und ein Leee Stelle
bei Joh. Schmitt,

Zeugschm ed.
Morgen Sonntag 2

Harmonie-Musik

im Maier'schen Garten wozu
höflichst einlddeeeee
Lud. Weirich.

A; Morio: Ihr habi
das Gute so nohe!“
dpitzwegorioh⸗
daft
allerhöchst janctionirt; lieb⸗
lich zu nehmen, das sicherste,
billigsse, gewiß auc danf⸗
barste Mittel, gegen Brust⸗
Hals⸗ und Lungen⸗
leiden, Bronchialver
schleimung, Husten,
CEatarrh ⁊c
Die Resultote sind über⸗
rasch d
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 52Pfg. 1M.
3 Ppff. und 1 Mark 55Pf.
St. Ingbert dei Joh.
Friedrich aud in der
Fabrit von Paul Hahn,
Dettelbasch a. Oe. bei
Würzburg.

in beliebigen Quantiläten bei
4 Heu sser. 5.*

Urrentdon welche nun ·
miehr aus London,
woseibst sie zwei Jahre als
Lehrerin der deutschen und
fran, dsischen Eprache thätig
war, zu ihren Eltern (Ar⸗
zestberwalter dahier) zurück⸗
klehrte, empfiehlt sich zur
Ertheilung von Unerricht
in der ramcüsiane en
—XXIX
Apes Picxer.
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Zu verkaufen:
refern Bauholz, Zaun⸗
urd Baumpfähle, fichten
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teste allee
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das selbst bei den hartnäckig sten
Magenbeschwerden die vorzüg⸗
lichsten Dienste leistet uud deß-
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pfohlrn werden kann, ist die
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Feuerbach· Stuttgart be˖
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durch Kaufleute gestattet.
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der Zahne oft krankhafte Stö—
rungen und Zahnkrämpfe her⸗
vorruft, werden als vorzuglich⸗
tes Erleichterungs · und Vor⸗
eucungsmittel die Schrader'⸗
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usgeführt von der Sander'schen
Kapelle von Kaiferslautern.
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Geschaͤfts⸗Anzeige und Empfsehlung.
Der Unterzeschnete berhrt fich hiermit die ergebene Anzeige zu
nachen, daß er ein
Schuhmachergeschaft
zahier errichtet hat und alle in dieses Geschäft einschlagenden Ar—
ikel, unter Zusicherung billiger Preife bei folider Waare, anfertiat.
Auch hält derselbe Lager in allen Sorten und Größen von
Tinder⸗, Damen- und Herren Schuhe und Stiefel.
Sebauastiun Keßler, Schuhmacher,
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ntoernationalLehrinstitut.
Hsbhere Handelsschule mit der Boreehtigung zam
ꝛinjahrigen Mibitardienst: sammtliche Abiturienten in 1874
màô 1875 sind bestanden. — Vorbereitung zum einjahrigen
Militarexamen, Polytechnikum etc. (ũuber 200 Löglinge be-
ztanden). — Pensionat mit strenger Disciplin. — Prospectus
durch die Direction in Bruchsal. E. 62137)

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Nr. 25. Der Kleine Postillon.
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27. Ach., wie ist's möglich dann.
„28. Durch die Walder, durch die Auen.
„29. Der Carneval von Venedig.
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— i 4 — bu F nιν A—— — —— J
α AKe ey —* M M 7 v
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E ⸗ e α ν να— Iyr Ra zꝛg 5 F
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nιν ιι— J— ; αα x—*
Der St. Jugbereer Auzeiger und das (S mal dghentüchs mit dem Daubiblette verbundene ünler hallungblatt. (Sounlach mii iilastririer Bei⸗
lage)/ arscheint wochentlich viermal: Dienstag Donuerstag, Samstag aud Sougtag. Der Abonue ment apreis beltaͤgt wiertelighrli ch
i Mitt 20 R.pft. Anzeigen werdem mit 19 Pfac von Auzwatez it Is Pfy fur die diergespaltene Zeile Bleltschrin ober deren Ranm. Nec
α“ 7 νν mit ·30 Pfs. pro Zeile berechnct. .. .4
AM h α . α Vαα 2240
M 132. .. . if Sountag⸗ den 260. Au⸗ust 2νν e, α νο— 1876.
c. — uι ι α αα F
—ER — — — D——
wnn — uc Rermiĩ Gtes. aee7
77 Sdeln etu Sstern Na gmittag secete dien
an einem Neubau ein dort als Handlanget deschaftigter Jauge 9
Stocwerl hoch vom Gerüste hecab und örliut außer Arme und
Beinbruchen so schwere innere Verlehungen, daß an einem Auf⸗
om uen gezweiselt wird. Allgemein wird hier nicht an seinen
Anglückssall, sondern an eine doswillige That geglaubt und erzählt.
daß ein Maurergeselle vus Gudingen den Jungen vom Gerüste
Jeworfen habe. Der Geselle ist berhafiet und nach Saarbrucken
jebracht worden. L ...
Mangen, 16. Aug. Nach manchen Vorberhandlungen
st jetzt die Errichtung eines üunkonsdentman far die Rheim
falae gesichert. Prof. Konr. Knoll in München hat die Aus⸗
ührung uͤberno mmen. Es wird eine Gesaumthode von 25* erh nien
und sis aus einen 4* hohen Sockel aus röthlichem Marmorstein
vom Untersberge bei Satzbutg etheben. —
1Maanheim, 16. Aagust. Der außerordentlichen Hitze
st es zuzuschteiben, daß im Lauft des geftrigen Tages eine Anzahl
deute iheils auf der Sitaße, theils in oͤfennichen Lolalenvdon
lhlagartigen Anfaͤllen detroffen, umfielen. 23
.Zur Charalteristek der Guterbelbrherung per Daripf man
olgende im Wochendlatte von Cahbat (Saaldahm) enthalicne Au
eiae dieen; .. . .
sne Von hute den 25. Jull' ab wochentlich zweimal
Fahzrgelegenheit, mit Eseln Abex's Gebirge (Thüringet Wald⸗
zedirge). Es wird garantirt, daß die Frachiguter ut und schneller
xpeditt werden, als durch die Eijenbahn. Meyer.““
Tetc Vorwurf, welcher in diefer Offerte liegt und der junuchst
vohl an die Adiesse der kleinen Thüringer Bahnen gerichtet fein
oll, krifft Ubrigens und pwar in veit höherem Gtade die großen
Fisenbahnlinlen; denn es ist eine allgemein betannte Thatfache, daß
xrachtwersendungen eft · drei dis fuͤnß Tage gebrauche a bebol
olche auf Entfernungen pon zehn bis zwoͤlf Meilen den Bestimmungs⸗
tt crejchen. 22 3
Auͤch eine Genugthuung. Auf die Frage? welcheriei
Benugthuung der aus Irrthum der Frankfurter Staaisanwaltschaft
lecbrieflich verfolgte Friedrich Holberg erhalten habe, mag folgenges,
einem Bruder zugegangene Schreiben Auskunft geben. Franlfurt
10 M., A August 1876. Euer Wohlgedoren benachri htige ich, daß
die an den koniglichen Polizeirach Dr. Rumpf hier gerichtete Zu⸗
chrift vom 28, Juni de J. daß, nachdem die gehaltenen Necherchen
ergeben haben, daß der wegen Betrugs steckbrieflich verfolgie Hol⸗
berg. der KaufmannCasar Feador (C. F.) Holberg aus Lüdech,
nithin der hiater ihrem Bruder Friedrich Holberg erlaffene Steq·
drief ein irrthümlicher ist die kal. Staatsanwaltfch ift hier unterm
19. 5. M. die Reltifiziruug desselben beranlatzt dat. Die dem
Schreben vom 28. Jum. c. angeschlossene Phoͤtographie ihres
Bruders solgi mit dem Antzeimstellen andei wieder —ILX
don der Lage der Sache Kenntniß zu geben. Der Polizeipran dent.
. B. gez. John. Aa Herrn Guftav H., Wodlgeboren zu Gießen.“
— Also nicht einmal dem unschusdig Verfolgtenn, von einer Ent⸗
jchuldigung gar nicht zu reden, wird der behördliche Jerthum mit⸗
getheilt, sondern es wird seinen Bruder andeimgesteüt“ demselben
„von der Lage der Sache? Kenntniß zu geben! Dazu war das
Schreiben des Polizeipsäsidiums — unjtanti
f Benf, 11. Aug. Gestern Nachmittag näherten sich 4
Engländer und 2 englische Damen auf einem lleinen Boote dem
Quai des Papuis. Ploͤtz'ich fiel der Hut eines Herrn ins Wasser
und, burch die Bewegung in welche das Fahrzeng durch die Auf⸗
ischungsversuche dersetzt wurde, schlug dasse ide um und sammtüche
Insassen sammt dem Schiffsmann fielen ine Wasser. Leider lonmen
außer dicsem Letzztern nur vier Personen gereitet werden; ein
unger Engländer und eine 18jährige Dame wurden nach 25
Dinuten als Leichen ans Land gezogen.
teGine veue Art der Bauernfaͤngerei wurde Jüngst in einem
dotel in Veruronf ausgefühtt. Ein feingekleideler junger Mann,
den Niemand kannte, wohnte leit einigen Tagen im Gote gig nn

α ν !
iι Deutsches Reich. ——— 8
München, 16. Aug. Im Gesetz usd Verordnungeblatie
Nr. 87 wird die allerhöchsie Verordnung d. d. Hohenschwangau.
den 12. d. Mit. die Gehalter der Staatsdiener betreffend, durch
welche im Hinblick auf 599 des Landtagsabschiedes vom 29. bd
Mis.- die Gehartenormen fur die . Staatsdiener einet Revision
antetftellt wurden, publicirt ι),.
Berlin, 46. Aug. Wie gerüchtweise berlautet, beireibt
Naiset Alstander, dessen menschenf eundlicher Sinn empött ißß Uber
die darsarische Kriegssüͤhrung. auf der Baltan⸗Halbinsel, eifrigß
eine daldige Beendigung der Feindseligkeiten. Man spricht von
persönlichen Schritten, welche zu diesemm Zwecke der Zar bei seinem
Oheim, dem Kaiser Wilhelm unternommen haben soll und
wartet von denselben bereus in nächster Zeit ein definitives Resul⸗
jat. Im Zusammenhang mit diesen Geruͤchten, welche von gewöhm
sich glaudhafter Seite verbreitet werden, scheinen die Nachrichten zu
dehen, welche eine Mediation der Grohßmaächte für bevorfiehend er⸗
tlaären. U A. 8.)
Austande..
Kisfsingen, 17. Aug. die Krogaprinessin · des Deusschen
Reiches und die Vrinjessin Alice von Hessen min Gefolge hnd im
arengsten Incognito heute Mittag zum Kurgebrauche hier einge⸗
noffen und im Hotel Kaiser abgeßiege .—
Paris, 16. Aug. Gestern wurden in Paria funf bis sech
Bersonen wegen des Rufes Es lebe. der Kaiser 8 verhaftet.
Paris, 17. Aug. Das ‚ouxrnal officiel“ enthälteein
Decret, wodurch wiederum 68 Personen welche aus Anlaß des
Communeaufstandes verurtheilt wurden, vollstandige Bgnadigung
oder Adküczung der Siraszeit gewähyrt wird.—
Belgrad, 16. Aug. Noch dier eingegangenen Nachrichten
tieß am D'enstag Vorminag ein 5000 Mann starkes turtis ches
Truppencorps jensen der Jankowa⸗Passes auf d'ie Serben unter
Tscholak Antitich. Es ensspinn sich ein heftiges Gefechte welches
don Vorniitiage 10. Uhr dis Nachmittoaga 4 Uhr dauette. Die
Zücken wurden unter großen Verluften zurückgeschlagen.5
Belgrad, 17. Aug. Der Skupfchtina:Ausschuß enifchied
aich für die Forifetzung des Krieges und die Aujnahme einer An⸗
seihe von 2 Willionen Ducuten, in Nußland zu uegocirec....
Buta re st; 17. Aug. Das hiesige Kournal Teimpua“ bringt
oie Nachricht, die Tütken hätten die in Se bien befindliche ruma-
aische Ambulauz gefangen und aiedergemetelt. Bestaigung bleibi
abzuwarten. J * ι— ανα
Zonstantinopel, 17. Aug. Die Zeitungen veröffentlichen
ane Proclamation der Lurtischen Regierung an du Serben, worin
netziere aujgeforderr werden/ sich zu unterwerfen; es wird ferner
flaäͤrt die Pfocte derrachte alle chriulichen und muhamedanischen
Unterthanen ohne Unterscheed als ihre Kinder und wolle blos jene
Setben bellrafen, welche die Waffen gegen die Pforte führen, werde
abec die fritdlichen Einwohner schützen. Die Militärcommandanten
nd teaustragi, Leben und Eigenhum der sich unterwerfenden
Serben zu beschirmen. ü V
Aagusa, 17. Aug. Die Türken gestehen ein, dei Medum
geschlagen zu sein. Die Montenegriner. behaupten, daß sie 8000
gegen 20,000 gewesen feien. Die Türken sind bis Dinosi zurück:
Jeworsen. Im montenegrinischen Bulletin heißt es Jedes Batnil⸗
on mehelte uͤber⸗1000, das Motiniceet⸗Bealaillon all in 2000
—XRXE tüurlische Fahnen wurden erobert. Der tüt⸗
ische Verlust wird auf 10.000, der der Monleregriner auf etwa
100 angegeben. Einzelne Nontenegriner 1odieten 6 Tüͤrke⸗ den
Preis nder errang Rovnt WMiloser, der vn dem Hundfschuir 17
lLürten tödtete. Groher Jubel heerscht in Cettinje·.
Amereba. Die Rowydrter Journale vom 14. b. beröffem
Hen eine Depesche aus Cuba. welche meldet, daß die ceudanischen
Insurgenten ein kleines Fort im Distrilt Cienluegos in Brand
kegien, in Folge dessen die gus 14 Mann dehehende Bermson des
elben in den Zlannen vaftn.“
        <pb n="456" />
        Tages eine schoͤne junge Dame eintraf, der die anwesenden jungen
Herren jsofort ihre Aufme⸗t amkeit zuwandten. Der Fremdling that
uch darin besonders hervor, woruber die. ander en jungen Leute ihn
nedten; ein Wort gab das andere und der junge cMann erklaͤrte
rundweg, das Mädchen gefiele ihm so sehr, daß Ner sie auf der
Stelle heirathen würde. Als die Andern unzlaͤubig blieben, propo
gitle er eine bedeutende Wette, Rach der Aunaqhme derselben
mochte er der Dame einen Heirathsantrag, wurde angenommen,
durch einen herbeigeholten Pastor getraut, stelte sein gewonnenes
Feld in und verschwand mit seiner jungen Frau — die ganj ein⸗
fach schon frühet, seine Fraa gewesen und ihm schon oft zum Ge⸗
winn solcher“ Weiten gehoifen hatie.“ J J
FPoris, 14. Aug. Vor den südlichen Thoten von Par'
dat sih Jeftern (Sonmag) ein ·bellagenewer iher Aagluͤds all· uge·
ragen. Auf der Kirchweih der Vorstadt Issy war der Luftschiffer
Triquet mit seinem Sohne, welcher als Acrobat in den Luften
leine Künste zeigen sollte. in einem Ballon aufgestiegen. Alles ging
anfänglich gut von statten; als aber der Ballon sich auf der
Ebene von Montrouge niederlassen wollter, wurde er von einem
—XX Unschlittfabrik geschleudert; der juuge Triquet,
der sich in der Gondel bejand, sprang auf das Commando seint
Valers heraus, aber leidex ohne zuvor das Seil abzuschnallen. an
welches er, sich für quilibristisden Exercitien angebunden
haite. So wuͤrde er durch den im Winde Nfatternden Ballon hin
und her und mit oller Gewalt gegen die Mauern des Fabrikgebäudes
geschleuderi,Der Vater, nur noch darauf hedacht, den Sohn aus
dieser furchtbaren Lage au befreien, warf Ballast ab und der Ballon
nieg einen Augenblid wieder empor; ehe aber Teiquet noch das
Seu anziehen konnte, au welchem sein · Sohn ich vebte, senlte der
Ballon sich, wieder und wurde dutch den, Wind aufs neue an
Daufer, Baume, Mühlen u. s. w. gettieben. Nun stürzten einige
Zersonen, welche Zeugen dieses grausen Schauspiels waren, dem
HZallon nach; ein Mann war so muthig „das Seil zu ergréelfen;
warde eine Weile am Boden mit fortgeschleift, aber zuletzt gelang
es ihm doch, das Seil um einen Baum zu rollen, und nun konnte
er min Huse der Anderen den Ballon zum Stehen bringen. Der
junge Triquet war aber inzwischen an einen Stein geschleudert
int ennfeeit durch die rotirenden Bewegungen des Ballons von
diesem los geriffen worden., Triquet, Vater, war sjelbst pielfach
verletzt und in einem der Ohn macht nahen Ziustande. Man jchaffte
ihn in ein Bauernhaus, wo er gepflegt und der Tad jseines Sohnes
ihm noch verheimlicht wird. Der, junge. Triquet wat ersi achtzehn
Jahre alt..
7Paris, 17. Aug. Unter einer eigenthümlichen Auklage
erschlen gestern der Pole Berey', der, wie er sagt, nah London
mustͤndig und dessen Gewerbe ild, den reisenden Enaländern in
Paris als Cicerone zu dienen;, vor der hiesigen Zuchpolizeigericht.
cr girg, am 10. d, M. Abends gegen 10 Uhr durch die rue
Vivinne und sang aus vollem halje in deutscher Sprache: 4

Sie sollen ihn nicht haben,
Den freien deutst en Rhein u. s. w.
Zu fseinem Unglücke kam aber der Haupimann Carriere vom
21. Vnierregimem, weicher Deutsch versteht, des Wege. Er horqhte
betroffen auf und trat salutirend⸗auf Verry zu, um ihm die Un⸗
chicichkeit · eines solchen Gesangs in einer Straße der franzosisaen
Haupisiadt zu verweisen. Verey wollie sich dies nicht gefallen lassen
ind fahr nur noch heftiger zu singen fort. Carriere erblidckte
Jjietin eine Provotation, rief einen Siadtsergeanten herbei und ließ
Verey verhasten? Osgleich der Letztere dor dem Gerichte wiederholt
dat dm jede beleidigende Absicht sern gelegen habe, dar er unmoögs
iich haätte doraussetzen lönnen, daß die Vorüdergehenden Deutsch per
anden.e ttat das Gericht der Auffassung des Hauptmanns Carriere
Anb ecurxiheilie Verey. wie man. aden wird. Ewas hart, zu
drei Monaten Gefängniß. Wenn man in Berlin jeden bestrafen
vollte, der · die Marseillaise singt ....
7 In Italien ist ein Aurort zur radikalen Heilung Schwind
iuchtiger Nenidect worden. Nach einer Reihe von Beodachtungen,
veiche im Krater der Solfalara Woeg Neapel und Pozzuoli an⸗
zestellt worden sind, hot das ollegium dec Aerzte des neapoli⸗
anischen Spitals füe unheilbare Aranke beschlossen. ein Krankenhaus
ur Behandlung Schwindsüchtiger daselbst einzurichten und versuchs
beise einige Kranken, welche sich im exsten und zweiten. Stadium
vefinden, hinzuschicdeun. ⸗Der Daudf, welcher dem Krater entströmt,
st naämusch nicht allein mit Schwefelan jondera auch mit Arjenit⸗
heilen geschwangert. Der obeneiwähnte Entschluß ist gefaßt worden,
ruchdem verschiedene Fälle einer radikalen Heilunn Schwindsüchtiger
estgestelt / worden sinde- welche in der Umgegend des Kraters zeib
veilige nur auf mehrere Wochen Quartier dezogen hatien.“ Der
Zratet ist Staatse'genthum. Wie wollen hoffen, daß der Bersuch
sum Besien der dielen rausend Opfes eintt Krantkheit, weiche bishet
ür unhe lbat galt, von glüchlichem Erfolg gekroͤnt wird.
ar London, A5. Aug. Wahrend der letzien 18 Stunden
jaben in London nicht weniger als 18 Brände stattgefunden, von
zenen Ddie meisten durch die augenblicktich hereschende Hitze — das
Thermometer zeigte gestern IMontag) Nachmittag 96 Grad Fahren
jeit m Schalten und 140 Grad in der Sonne — verursaq
hurden, Die Wandsworiher Wese x im Süden der Haupistadt,
land am Sonnabend zweimal in Flam men. Seit 1868 hat in
dondon keine so große Hitze geherrscht, wie gegeuwärtig.
Wie der „Times“ aus Madrid gemeldet werd, herrscht
in Spanien kine fürchterliche Hitze, wie eine jolche seit 1800 nicht
dagewesen. In Madrid schlafen Hunderte von Personen auf den
Daächern don Zaufern und auf Balcons. In“ Sevilla schlafen vielt
deute auf der offenen Straße. Die Temperatur ist 1010 Fahren
heit in schattigen Zimmern. Madeid ist gänzlich verddet und seint
Straßen find schweijsam.“ In Sevilla sind 40 Feldarbeier dem
Sonuenstich erle gen. Die Weinstöcke perdorren in Folge der
Zlühenden Hite. —8 J v

— 82 2 8—

—“69* 3
2Häuser“
am Kapellenstrindruch und eins
in den Großgärten/ hat zu ver
taufen 21

113. Pfleager.

3

Fin Buch, welches 60 Auf⸗
An erlebt hat, bedarf wohl
lagen weiteren Em⸗
fehlung, diese Thatsache ist ja
zer beste Beweis fuͤr seine Güte.
Für Kranke, welche fich nur eines
ewaährten Heilverfahrens zur
Wiedererlangung ihrer Gesund
seit bedienen sollien, ist ein solches
Werk von doppeltem Werth
ind ein; Garantie dafür, daß es
ich nicht darum handelt, an
hren Körpern mit neuen Arzneien
yerumzuerperimentiren wie dies
noch fehr häufig geschieht. —
gon dem beruhmien, 300 Seiten
larken Buche: „Dr. Airy's Na⸗
urheilmethode* ist bereits die 60.
ufiage erschienen. Tausende
and aber Tausende verdanlen
der in dem Buche besprochenen
deilmethode ihre Gesundheit,
ie die zahlreichen, daria ab⸗
—edrudten Rtteste beicrisen. Ver⸗
jume es daher Niemand, sich
ies vorzügliche populär⸗medi
einische, 1 Mark kostende Werk
daldigft in der nüchsten Buchhand⸗
sung hu laufen oder auch gegen
Finjen dung von 10 Briefmar ken
1o0 pig. direct von Richter's
BZerlags·Anstalt in Leipzig kommen
u lassen, welch' Letztere anf Ver⸗
angen vorher einen 100 Seiten
jarlen Auszug daraus gratis and
jranco zur Prufung versendet.

* Heute', Sonn tag 1
Harmonie⸗Musik

im Maier'schen Garten, ausge—
übrte von der Dudweilet
XXD

—XD
Lud. Weirich.
A

Uennan welche nun ·
mehr aus London,
wojelbst sie zwei Jahre als
Lehrerin der deusschen und
franzoͤsischen Sprache thätig
war, ju ihren Eltern (Ar⸗
restwerwalter dahier) zurüd⸗
lehrtee, cempfiehlt sich zur
Titheilnng von Undterricht
in der framcös iaohou
und engl. Sprache.
Anna Ficker.

dommer-Lur.?
Frust- u. Lungen⸗Leidenden
ann iein angenehmeres und siche
reb zugleich rein diätetisches Haus⸗
und Genußmittel empfohlen wet⸗
den, als den rühmlichst bekann⸗
sen rheinischen Trauben-
Arus Ionig in Flaichen a
AIcc —

Mark; derselbe MAX

allein mit nebi⸗ 8*
gem Fabrikftem⸗ J *

vel auf dem 3 J

Kapsfelverschluß. e

st läuflich in St.

Ingbert bei J.

KRriede⸗

— Hénute, Sonntag, Nad—

miftags 3 Uh 3
Harmonie⸗Musik
5 ———

Ein groß. Waaren schrauf
eine Theke, ein Windofen
und ein Backöfchen werder
Umzugs halber, dillig berkauft.
Zu erfragen in dec Exded

sos. Bl. ..

—

—
— — ⸗ 26 I
Ein Geselle
und ein Lehrling finden Stelle
dei Joh. Schmitt,
Zeugschmed. —
Jür Tüncher und Tapezierer·

* v
VPreißelbeeren
versende nach erjolgter Reife
schönster Qual'tat. das Liter —
28 Pfa. J
Beflellungen erbittet
Frau Schmwitt.
— — — N Bütqenbach, pofllodernd.
— —— — — —— — — — — —B AATTLTTCSLCLA — MA
7 Redaktion Drud und Verlag von F. x Hemet in St. Ingbert.
Sountaaßsblatt“ Nr. 3N

24.. zum Tapez'eren der Zimmer wird abge⸗
Makulatur.an in der Druckerei des ISt. Irgberier
nzeiger
        <pb n="457" />
        St. Ingberler Anzeiger.
ι
der St. Ingberter Amzeiger und dan (Amil wöͤhrntlich; mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonnlags mit illustrirter Bei⸗

age),: erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Don aerbtag, Sunatag nuad Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

Nirt 29 R.Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfz., von Ali3 varta mit 15 Pf fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
— mil 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
—DDDDD—

1876.

— —
— — —
— U öÿ
Deutsches Reich.

Berlknuz 19. Aug. Nach einem Telgramm der „Post“ ent⸗
alten die Vertreter der europäischn Mächte in Belgrad eine rührige
Thätigkeit sür den Frieden. Serbien antwortet, daß mirr ein
zrenvoller Friede dentbar sei, wahrend die Türkei die Unter⸗
oerfung fordere.

Ausland.

Der „Pester Lloyd“ meldet die Verabschiedung oder vielmehr
ie für die serbische Kriegsdauer erfolgte Beurlaubung von
40 eussischen Garde Officieren. Mitgehende ausgedientt Soldatea
erhalten die Ausrüstung und 50 Rubel.

Belgrad. 20. Aug. Ojfficiell. Die Türken unternuhmen
zestern einen allaemeinen Angriff auf die serbische Südgrenze, und
iuf die Straße Risch-Alexinatz. 20000 Türken griffen die serbischen
Vorposten bei Supodaisch and Golesnico und sodann mit Heftig⸗
zit die serbische Armee bei Trschitza an. Der Angriff wurde
länzend zurüdgewiesen; ebenso wurden die Angriffe, die sich pon
Motgens4 Uhr bis Abends 4 Uhr wiederholten, immer energisch
urücgewiesen und die Türken bis über die Grenge hinaus verfolgt.
Die serbischen Truppen entwickellen eine; außerordentliche Tapferkeit;

Salfischar, 19. Aug. Zwischen einer türlischen Recognos
irungsabtheilung und serbischen Bataillonen fand ein Gefecht in
Zopolitza bez Negotia statt, wodei die Serbel unter Irvßen Ver⸗
usten zurückgeschlagen wurdenn. 575 wr ha

Korstantinopel, 17. August. Es wmunde hier solgendes
‚ekannt gegeben: „In Folge der von den serbischen Agenten ver⸗
reiteten Vachricht, daß die türkischen Truppen Orischaften ange⸗
sundet hätten, ist eine Unt⸗rsuchung an Ort und Stelle eingeleitet
vorden. Sie hat ergeben, daß de Serben seit Begina der Feind⸗
igkeilen 161 Häufer von Mohamedanern 50 christliche · Wohn⸗
aufer, eine große Auzahl vnn Hütten und Schrunen in den Bezixken
zon Novi⸗Varods, Sienicar und Pripoljer, dann im Bezirke von
Mitrovitza 80 Höuser und das Regierungsgebtinde, im Bezirke von
AltzPalanta eine mohamedanische Schule, 28 Kaufläden, 22 Mühlen
ind 20 Herbergen (Kans) in Brand gesteckt haben. In anderen
Bezirken ist die Untersuchung noch im Gange, und das Ergebniß
vird, sobald es bekannt ist, veröffentlicht werden.“

Keanstantinopel, 20. Aug. Auf der Insel Creta jsoll
eine bedenkliche Gährung unter den, Einwohnern herrschen.

Zonstantinobpei (Ossiziell), 21. Aug. Aus Nisch. vom
19. d. wird gemeldet, Achmede, welcher von Derwent abgegangen
war und Alisaib Pascha, welcher den Abolawafluß überschritten
atte, marschitten gleichseitig auf Alexinatz. Beide Divisionen
jehen gegenwärtig nächst Alexinatz. Alisaib Pascha nahm stürmend
die Besefiigunges ein, welche man alsa den Schlüssgl Alexinaß'
betrachtet. —

Peterzburg, 20. Aug. Die internationale Telegraphen⸗
Agentur meldet aus Danilowarad' vom 17. Aug.: Starke türkische
Truppenabtheilungen wurden auf dem Macsche von Vodgoritza nach
Medun von 2 Bataillonen der Monteregriner angegriffen. Nach
iußerst erbitlerlem Gefechte, in welchem die 1100 Mann starken
Mootenegriner 703 Leuie verloren; wurden die · Türken einem Ab⸗
zrunde zugedrängt, worin der größte Theil derselben — angeblich
3600 — zu Grunde ging.

Amerita. In Hamburg, Süd-⸗Carolina, wurde belanntlich
yor einiger Zeit eine Anzahl Neger auf die muthwilligste Weise
»on Weisen ermordet. In Columbia hat die Coroners Unter⸗
'uchung über die im Massacre gesallenen Opfer ihre Arbeiten be⸗
endigt und heute wurde das Verdict veröffentlicht. Dassjelbe be—
schuldigt den General M. C. Butler, Oberst A. P. Butler, Dr.
Hierce Butler, den Geistlichen T. Meeling und 5 andere Bürger
‚on Aiken und Edgesteld Counties und 80 Burger von Georgia
—A gründliche
ind erschöpfende und das Verdict wurde sobald als nur möglich
ogegeben. Es find nun die Verhaftsbefehle gegen alle die ange—
uroigten Personen in den Händen des Sherifis der Kiken Counth.

Bermischtes.

77 Die „Pf. Z.“ spreibtr. Der Lehrermangel scheint noch nicht
einem Ende nahe zu sein, da unternt Gestrigea aus dem kathol.
Zchullehrerseminar zu Speyer blos 14, aus dem prot. Seminar
n Kaiserklauiern sogar nur 12 (worunter 2 Virkenfelder) also nur
10 Pfälzer, entlassen und sogleich in die Praxis eingewiesen worden
ind. Dagegen hat der pfälzische Lehrersterbekassenverein allein pro
1875,76 25 Sterbefälle zu verzeichnen, abgesehen von den frühern
düchen, den Pensiouiruugen, Entlafsungen, freiwilligen Austritten
c. x. In Kaiserslauteen muß 1 Schüler des obern Curses wegen
ingeziemenden Betragens und mehrere Zöglinge des untern Cursus
vegen ungenügenden Fortganges den Cursus wiederholen.
Am 2. Sept. ds. Is. beginnt in Kaiserslautern ein
dehrcursus für Zeichnen und Buchführung, wozu, wie in den Vor⸗
adren, 17. Voltsschullehrer einberufen sind, von welchen jeder eine
hratifitation von 78 fhaus Kreisfonds erhält. Der Cursus endigt
am 30. September. I

7 In Albersweiler brannte am 18. dö. die Obermühle
oy 8 Keyser abd. —

f Walishausen, 18. Aug. Vestern Nachmittag ist beim
Zaden dahier in der Felsab ein elfjähriger Kuabe ertrunken. Es
st dieset Unglckzfall noch um so mehr zu beklagen, da den be⸗
Itnr Eitern vor einigen Jahren plötzlich einer von ihren dier
Ibhnen · starb und vor drei · Jahren ihnen der älteste von den drei
iach lebenden Söhnm, ein achtzehnjähriger Jüngliag, durch den
Lod entrissen wurde. Möoge dieser Fall doch die Orisverwaltung
wranlossen, an passenden Orten eine Badeanstalt zu errichten, da⸗
nit, da dad Boden aun doch einmal Bedürfniß ist, es ohne Gefahr
zeschehen kann.
7 Homburg. Am 7. d. Mis. wurde die neuerbaute Di⸗
lricisstraße von Homburg nach Kirrberg dem Verkehr übergeben.
gon den im Bezitke Homburg gegenwärtig im Bau begriffenen
Straßen werden im Laufe ße Jahres noch fertig: die Straße
on Bechofen nach Rofenkopf, die von Küshofen“ nach Wiesbach,
zie von Landstuhl nach Mittelbrunn, die von Steinwenden nach
dotiweilet, die von Ktähenberg nach Knopp. Im Bau sind weiter
egriffen: die Straße von Groß nach Kleinbundenbach und Käs⸗
jofen, die von Lambsborn nach Martinshöhe, die von Mitielbrunn
nach Oberhausen, die von' Neuhäusel au die preußische' Brenze, die
don Queidersbach noch Reichenbach. (H. A.)

7 Arzheim. 21. Aug. Gestern wurde im Birkweiler Walde
in in unserer Gegend setzr sellenes Wild, nämlich ein Hirsch ge—
chossen. Das Thier ist, allem Anscheine nach, aus irgend einem
Wildpark entkommen. —M— Albote.)

7 Gruünstadt, 19. Aug. „Gestern Mittag gelangte die
dachricht bierher, daß ver Frachtwagen des Fuhrmann's Christian
Setzer, weicher von hier nach Mannheim fährt, mit allen darauf
efindlichen Frachtstücken zwischen Dirmstein und Obersülzen ver⸗
‚rannt ist. Fuhrmann Setzer bemerkte bei seiner Rückfahrt auf
inmal Rauch und gleich darauf schlugen die Flammen lichterloh
rus dem Wagen. An Rettung der darauf befindlichen Waaren war
uiicht mehr zu denken und Setzer sowie sein Kunecht erlitten beim
VBersuche dazu viele Brandwunden. Das Fener war so intensiv,
»aß Zinktafeln (in Kisten verpackt) schmolzen und ganze Ballen
Kaffe, sowie Zucker, Leder ꝛe. zu Grunde gingen. Wie jetzt ermittelt
st, hatte ein Mannheimer Haus eine Kiste, angeblich Säure ent⸗
yaltend, verladen, welche in Wirklichleit aber eine Flasche Aether
m Gewichte von 8 Kilo enthielt und sich entzündet deenß mußte.
(R. W.)

F Nürnberg, 16. Aug. GVerband der deutschen Müller
ind Mühlen-Interessenten) In der heutigen Versammlung wurde
nitgerheilt, daß die gestrige gemeinschaftliche Sitzung von Delegirten
es Müllers und des Bäcker-Verbandes eine Einigung hervorgebracht
jat, indem in Zukunft Mehl nur gegen Kasse verkauft werden soll
ind bei Gewährung eines Credits Accept gegeben werden müsse, —
Als Ort der nächsten Generalbersammlung wurde Hannover gewählt.
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        4 In Heidelberg starb am 17. d. der Geh. Rath v.
Chelius, 83 Jahre alt, im' Fach der Chirurgie eine Notabilitat.
F Das sachsen⸗meiningen'sche Ministerium gibt bekannt, daß
meiningen'sche Kassenanweisungen in Stücken zu 14und 10 Thaler
bis 80. Sept. 1876 uingelöst werden können, nach diesem Termin
aber gänzlich werthlos sind. — Für die fürstl. schwar burg'schen 15
Thaler-⸗Kassenanweisungen ist der letzte Termin zur Einlösung' anf
30 Dez. I876 festgesett worden.5
Aachen 17. Aug? Die * große Nadelfabrik von Georg
Printz u. Comp. in' Aachen“ ist heute früh mit Ausnahme des
Hintergebäudes, worin sich das Maschinen- und Kesselhaus, jowie
das Härte ⸗und Stampfhaus ·befindon bis auf die Grundmauern
ausgebraunt. Es sind durch diese Katastrophe über 350 Arbeiter
brodlos geworden. TDoch sollen die Herren Printz bereits ein anderes
in der Nähe der abgebrannten Fabr! nelegenes Lotal angemiethet
baben und beabsichligen den Betrieb nach Verlauf von 14 Tagen
wieder aufzunehmen. 3
Fraustadt, 17. Aug.Eine' furchtbare Feuersbrunfi zer⸗
störte geftern“ däs Städtchen Schwetzkau binnen wenigen Stunden.
Etwa der vierte The'l des Ortes ist verschont geblieben. Nahe an
200 Häufer würden ein Raub der Flammen. Die hiesigen Mäüller—
und Bäckermeister sandten heute einen Wagen mit Brod, Mehl und
sonstigen Lebensmitteln nach der Unglückssiattie.
—7 Pauris, 18. Aug:“Wie man hört; sind in Folge der
gestrigen Hitze in Paris über 80 Fälle von Sonnenftich vorge⸗
fommen und drei Personen auf der Straße datan gestorben.
f London, 14. Auq. Wir haben bereits von einem kühnen
Seefahrer gemeldet,“ der von Ameritasin einem kleinen Boote den
Allantischen Ocean durchfahren wellte. Derselbe ist am Freitag in
Abercaftle (Pembrokeshite) nach einer Fahrt von 57 Tagen ange⸗
kommen.“ Sein Boot heißt.Centennial“, er selbst Alfred Johnson.
*434 In Waterford (Irland) kamen'zwei Matrosen an als
einzig Ueberlebende einer Veannschuft von 17.Ihr Dampischiff,
Mersey, von Maryport nach Antwerpen bestimmt“ stieß am Freitag
Nachmittag duf einen Felsen“ und nur jene-Beiden konnten sich
durch Schwimmen retten; der Cap iän und vierzehn Malroßen
ertranken

Todes-·Anzoige.
ZFreunden und Bekannten hiemit die Trauel⸗
nachricht, daß heute Morgen 3 Ubhr mein theurer
Bruder 9 *257
Stephan Boßle
Scliuler der I. GuUmndsiditkcdusse.
im Alter von 16 Jahren, in Spevyer am Typhus

gestorben isftt.

* Ich bitte, der Seelenruhe des Verstorbenen in

andächtigem Gebete zu gedenken. ——

St. Ingbert, den 22. Aug. 1876.
A. ROSs Lo. Caplan.
2Haäuser
VLodes⸗Anzeige.
Verwandten und Freun⸗
den die Trauernachrich!
daß es Gott dem Allmäch:
ligen gefollen hat unser
Jeinziges geliebtes Kind
AMaria Schuster
cheute Nachmittag 4 Uhr
zu sich abzurufen.
1 Die Beerdigung finde
Mittwoch Nachmittag 83
illhr statt. ID
asst. Inabert, A
Die trauernden Eltern
* Karl Schuster
J Maria Pflug.

am Kapellensteindruch und eins
in den Großgärten kbat zu ver—⸗
kaufen
— J5 Pfleger.
6i8
in beliebigen Quantitäten bei
Soeusser.
Allgemeine
Rechnungen
ã
(ohne Namen)
in s, 4, u. s Bogen sind
vorräthig bei
e.. . X. Memet
Für Tüncher und Tapezierer.
Wu
Unzeiger“
— MA———,—⏑»’», ——— —[2—22—2— — —“!“—“ — 77—
Redaktion Truck und Roo 6

*7 Man hat neuerdinzs mancherlei Versucht gemacht, das
hungerige Europa mit Lebensmitteln aus überseeischen Ländern zu
berproviantiren. Die Einfuhr von frischem Fleisch und Schlacht—
pieh nach England gehött unter die Letzten dieser, Bersuche. Nun
soll auch darauf hingearbeitet werden, den großen englischen Eierbe—
darf theilweise durch Einfuhr aus Canada zu decken. Canadische
Eier sind bereits in Liverpool angekommen. Bisher wurde dieser
Artikel,: so weit die englische Produktion nicht hinreichte, haupisächlich
aus Frankreich bezogen. das alljährlich 5300.5- 600 Millionen Eier
jür den englischen Markt liefert.n ——

Dienstesnachrichten.

Die an der Kreiegewerbschule in Kaiferslautern erledigte Lehr⸗
—E
geprüften Realienlehrantscandidaten L. Geiler aus Arnbaß über⸗
ragen; der bisherige Studienlehr x an der Studienanstalt Kaisers⸗
lautern, E. Reichenhart, aus administrativen Erwägunzen an die
isolirte Lateinschule in Frankenthal versetztz dem Studienlehrer au
der isolirten Lateinschuke in Frankeuthal, Ph. Sieber, die erledigte
Lehrstelle an der isolirten Lateinschule in St. Ingbert übertragen;
der bisherige Subrektor und Studienlehrer an der isolirten Latein⸗
schule jn Bergzabern, G. Oslhelder, auf Ansuchen als Studienlehrer
an die Studienanstall Kaiserslautern, der Studienlehrer an der
Studienanstalt Kaiserslautern E. Pohlmey aus admprstrativen Er—
wäqgungen an die isolirte Lateinschule in Pirmasens versetzt und der
Studienlehrer an der isolirten Lateinschule in Pirnasens, Kl. Hell—
nuth. an die Studien?rια OuAÄrsονfern berufen.
VPostalische.

Nachdem noch immer den bestehenden Beftimmungen entgegen
Briefe an Soldaten zur Aufgabe kommen, welche entweder nur
mit „Soldatenbrief“ oder nur mit „Eigene Angelegenheit des Em—
pfängers“? bezeichnet sind, wodurch diese Briefe der Portotare
anterliegen, hat diek. Postanstalt, um diesem Mangel abzuhelfen,
u diesern⸗ Zweck besondere Couverts mit dem bereits vorgedruckten
Bermerke, „Soldatenbrief — eigene Angelegenheit des Empfängers“
zerstellen lassen, welche bei allen k. Postanstatten zum Preise von
1 Pfg. pro Siück, adgegeben werden.

Geschäfts-Anzeige und Empfehlung.
.Der Unterzeichnete beehrt sich hietmit die ergebene Anzeige zu
machen, doß er eiin I
Schuhmachergeschäft
dahier errichtet hat und alle in dieses Geschäft einschlagenden Ar—
tikel, unter Zusicherung billiger Preise bei souder Waare, anfertigt.
—Auch hält derselbe Lager in allen Sorten und Größen von
Kinder⸗, Damen und SHerren-Schuhe und Stiefel.
Sebastian Keßler, Schuhmacher,
wohnhaft bei Frau Junafleisch.
— E[ ——
In allen ronommirton Musikalion- Handlungen
vor s
Pbpen erschien das V. Heft (enth. Nro. 25-30
der bereits alIgemein beliebten Sammlung
dor beston Compositionon
für Clavior leicht hearbeitet, mit Fingersatz versehen
und unter dem Titel: ,. Der Oetavenhasser“
herausgegoben von
Ottae Standke,
op. 28. NXNr. 25-30 à 1M. . z2u8ammen in Heft
V. nur 3 Mark.
Nr. 25. Der kleine Postillon.
26. Die Marseillaise
27. Ach, wie ist's möglich danmn.
28. Durch die Walder, durch die Auen.
20. Dor Carneval von Venedig.
30. Du liebes Aug', du lieber Stern.
Gegen Einsendung des Betrages erfolgt die Zu-
sendung franco. J
Verlags- und Lager-Kataloge werden auf Wurseb
gratis und franco geliefert.
met. Jos. Tonger in Cõölu a. R.
——
F. Pometz in St. Inohbope
        <pb n="459" />
        222. 53
3555553233235
2582 33585 —— —
5232 S38 3525 2333253 8*
—— — 2233 —A
— 33352853 2 22 32535535
33533333855 3537 53
3 3 e——
32 2 —— — — * 8 2 835 5
—A * — 258 ẽ —— 225 5535
282383 2858 ——532 — 52527 z3858
33333338383 22 2· 2. — — — 355c8 *4
5555333383 — 522 25 2 553 323555* * z23c558 25 5 7.
33733383755 2534 5835333* 228 5s535535 2552353853
5 * 713853 — ———— 332* Ai⸗ 552323
52238 —. * 3235 2 — 2O 3 2285 52 — 8 5
*2 2 * 3 — 2* 22 83 — 55385
28 4 RI 523 — 5335358 22 *8 8 —
8* — 25365 F * D8 22325 — 322— * 2 55 335*5833 25
EX 238 SWO 2653* 2533 22* —A — *5 *3
—3353—322* * * 55533335 * 55235558 — — 2 —
2 32 3 *8 335 32 53382 25832 7 55 58223238 558 S23238
z28 288 — —— 2 592 23 —A 258 — B82 *
— 28 22—3 522 322 B82 2 75 2532 2553823 —
»83553355 — — 5333 2 23 2* 2252 ——— 285 * 255
8 522 —328 7* — ———
78 78553328 —— —5538358 25 7 8 52—c5 ————— 22—
25225 — —35 * 4 53* Q ———— — — 325 2 8 858
2 * — 22 — 8 * 7 37— 2 323232 —3533335 E*2 —33 BS
* 5235 —— 2 2 — — —— E D — ——— 5* 2 332 23
83333753575 8337 33838 R
23833323338 z 533383 1833
32z282 32 c — 5255 — — 33— 2833233 5335*
33 —— 32 53323396
2 25 — * ** 5222 * J 5328 2 2 57 — 2
222 — 7 * 77 2 33333375 2 28 28 * 35
34* 38*
*22 2788 * 222 55838 —— 2 52 2
;Xx — — 0. 5 I2. 3 8 3 3*
15— ⸗ 588 28 — 3333338
22* —2— —E S 2* * 55583 *5 — — 52 8
58*2* 53 —— 232322 53 —A S 5B 55 5233 25 55 5
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        Slt. Ingberler Znzeiger.

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der St. Ingberter Anzeiger und das (2mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonniags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntaz. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fuür die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recla men
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 134. IJ Donnerstag, den —A 14876
— —
Deutsches Reich.

Mäünachen, 21. Auga. Die Einstellung der Rekruten des
jenrigen Jahrganges hat bei der Infanterie den Jägern, der Kavallerie,
Artilletie, den Pionieren und Sanitätskompagn'en zwischen dem
2:. und 8. Nosember, bei der Equitations⸗Austalt und Ouvriers
stompagnie am 1. Oktober zu geschehen; die als Oekono nie dand⸗
verter aubzuhebenden, sowie die erste Hälfte der ür die Verpflegs⸗
Abtheilungen bestimmten Rekruten sind am 1. Oltober l. J., die
weite Halfte der letzteren am 2. Januar k. J. einzuftellen. Drei⸗
ind dierjährig Freiw llige köunen in der Zeit vom 1. Ottober bis
31. Marz, auf Befördernng dienende und Musiter jederzeit ange⸗
ommen werden.

Berlin, 17. Aug. W'e früher skhon der Handelsministet
ie Staatsbahndirektionen, so hat jetzt das Reichseisenbahnamt die
eutschen Bahnverwaltungen im Allgemeinen darauf aufmerksam
jemacht, daß fie sich hüten sollen, lediglich um eine höhere Dividende
x erzielen, in den Ersparnissen an Ausgaben zu weit zu geheu,
za sonst die Besorgniß entstehen müsse, daß die Bahnunterhaltunq,
ie Beschaffenheit der Betriebsmittel, sowie die Si herheit des Be⸗
riebes darunter leiden köͤnne. Im Uebrigen wird auch den Bundes⸗
egierungen empfohlen, üherall da, ws sich aus den Rechnungs⸗
ibschlüfsen eine ungewöhnliche Verninderung bei den bezüglichen
Ausgadetiteln ergeben sollte, den Gründen sorgfältig nachzuforschen
uind gegebenen Falles einzuschreiten.

Ausland.

Wien, 21. Aug. Der „N. Fr. Pr.“ wird aus Ragusa
jemeldet: Verläßlichen Nachtichten zufolge betragen die Verlaste der
Türken in dem Gesechte bei Medun mindestens das Doppelte der
nontenegrinischen Berluste. Dlie Pontenegriner hüben nämlich den
herwundeten kein Pardou gegeben, sondern dieseilben in grauen⸗
jaftester Art verstümmelt und dann niedergemacht. Nikita hat
Befehl gegeben, keine Gefangene zu machen, da Gefangene Monte⸗
iegro zur Last fallen würden. Alle türkischen Nachzügler werden
riedergemacht. —

Wien, 22. Aug. Der „Polit. Correfp.“ wird telegraphisch
ius Belgrad vom 22. d. gemeldet? Zwischen heute und morgen
zürfte die serbische Regierung den hiesigen Vertretern der Gtoß—
nüchte in einer Note ihten Standpunkt bei eventuellen Friedens—
interhandlungen auseinandersetzen. Da die serbische Regierung
die Geneigtheit der Großmächte, den Status quo in Serbies zu
erhallen, votaussetzt, so kann ihr Standpunlt nicht wesentlich von
emjenigen differiren, welchen die Broßmnächte im Juterresse des
Friedens einnehmen werden. In Serbien selbst sind heute alle
faktaren, mit sehr geringen Ausnahmen, dem Frieden zeneigt, und
t daher von dieser Stite deine Opposition zu erwarten Die
fFrage betreffs eines etwaigen Waffenstillstandes blieb bisher unve⸗—
ührt, dürfte indeß, nachdem sich die serbische Regierung meritotisch
ztäußert; zut Sprache kommen.

Paris. Die „Tuileren-Commesson“ hat beschlossen daß
jor der Weitausstellung von 1878 alle Trümmer der Tuilerien
veggeraumt werden so4ken, um einem Gebaäude Platz zu machen,
essen Erdgeschoß als Promenade und dessen erstes Stockwerk als
Nuseum bervtzt werden könnte. .*

Die türkisch? Botschaft in Paris hat von dem Ministerium des
Aeußern in Konstantinopel solgende Tepesche erhalten: —

stonstantinopel, 21. Aug. 8 Uhr Abends.

Der Genexalissimus telegraphirt uns, daß er gestern auf den
Zergen, de anderthalb Siunden von Alexznatz entfernt liegen und
vo der Feind alle feine Streitkräfee zusammengezogen hätte, ein
nex ischer Aagriff auf die Serben gerichtet worden ist. Diese sind
»llstendig auf's Haupt geschlagen. Die kaiserlichen Truppen haden
ich der befestigten Stellungen, welche die Serben inne gehabt hatten,
emächtigt und ihse Verschanzung im Sturm eingenommen.

Semlin, 21. Aus. 40,000 Türken unter Addul Kerim
wascha erneuerten gestern dea Augriff auf die ber Teschitzu concen⸗

en Serben. Wiederholte Angriffe der Türken wurden abge⸗

schlagen, ein Flügel der serbischen Truppen hatte sogar einen
Hartiellen Erfolg und ging zur Offenside über. Das Gefecht
dauerte bis 6 Uhr Nachmittags an. Heute Früh fand ein neuer
dampf statt. Eine größere Schlacht wird erwartet. Auch an der
Drina und am Ibar ergriffen die Tücken die Offenfive, aber bis⸗
ger erfolglos.

Cettinje, 21. Aug. Abends. Vorgestern haben die Mon⸗
enegriver unter Marco Miljanov die Türken in Selistic angegriffen,
dieses Dorf erobert und 45 Albanesen zu Gefangenen gemacht.

gpr

Axsed tchethedttehttldrWetedtObu HG NAbheth unM
——
J Vermischtes. —.

7 In Dürkheim wurden am 17. ds. die ersten reifen
Trauden zu Markt gebracht.

Landau, 22. Aug. Der zweite Weinmarkt pro 1876
indet am Montag. den 2. Sepi. hier statt. —A

fIn Nr. 47 des Kreisamtsblattes wird darauf aufmerksam

jemacht, daß alle an oͤffentliche Stellen, Behörden, Verwaltungen
ind Beamten gerichteten Gesuche und Eingaben, selbst in Briefform,
tempelpflichtig sind (also wenigstens einmal auf Stempel geschrieben
ein muüssen.) Ausgenommen sind Unterstützungsgesuche; diese brauchen
ucht auf Stempel geschrieben zu sei. Gegen Solche, welche stempel⸗
aflichtige Gesuche auf ungestempelten Papier bei einer Behörde ꝛc.
eiurcichen, wird nach erwähnten bezüglichen Regierungsausschreiben
das Strafverfahren eingeleitet.

F Die Walerseheleute Karl und Friederike Schwarz in Auçs⸗
zurg denuncirten ihre ehemalige Hausfrau, die Schreinergattin
Schuster, aus Rache, weil ihnen dieselde die Wohnung gekündigt
zatte, vei dem Siaatsanwalt, daß sie sich in höchst beleidigender
Beise über den deutschea Kaiser geäußert habe. In der deshalb
ngeleiteten Untersuchung befchworen die Denuncianten ihre falsche
Angabe, doch wurden sie durch anderweitige Zeugenaussagen der
Lunwahrheit überführt und wegen Meineids in Untetsuchung gezogen.
Das Bez'irlsgericht Augsburg verurtheilte die deiden Ehegatten
vegen Meineids, und zwar den Karl Schwarz in eine Zuchthaus⸗
trafe von 312 Jahren und seine Frau Friederike Schwarz in eine
olche von 2 Jahren.

F Der Zuchthaussträfling Kuf zu München, an welchem
)emnächst die H'nrichtung vollzogen werden soll, hat sich einen
Speisezettel für seine drei Henkersmahlzeiten enlworfen. Der Bieder—
nann verlangt, bevor er das himmlische Manna oder die höllische
Naphtha genießen wed: Früh Chokolade mit Kuchen, eine Stunde
putet Kaffe mit guten Cigarren, nach zwei Stunden ein Deseuuer
la fsourchette mit Wein, sodann ein vollständig feines Mittag⸗
ssen mit einer Flasche Wein; Nachmittags Kaffte mit guten Ci-
zarren, endlich ein splendides Abendessen mit Champagner.

F Mehere begüterte Studenten Göltiagens machten vor einiger
Zeit eine Lustfahrt vach einem benachbarten Orte und kamen mitlen
n einen Liz tationstermin. Ohne zu wissen um was es sich handelt,
zieten sie mit, und ein junger Baron erhält für 540 Mt. ven
Zuschlag. Etst jehzt etfährt er, daß er ein Häuschen gekauft, das
iner armen Witewe im Wene der Zwangsberäußerung verkauft
vorden war. Sofort läßt er sich zur bisherigen Eigenthümerin
ühren und macht ihr nicht nur mit der längst verloren geglaubten
Hütte. sondetn mit der noch im Beutel übrig gebliebenen Baar—
chaft ein Präsent.

Schwetzingen, 21. Aug. Letzten Freitage wurde ein
iesiger junger Mann von einer Fliege gestochen. Alsbald schwoll
dand und Arm an und bis Samstag Morgen war er in Folge
»on Blutvergiftung eine Leiche. (Schw. W.)

Groß⸗Gerau, 28. Aug. Heute Nachmittag gingen der
Pfarrer und der Bürgermeister des Ortes Walldorff von der Station
dangen zurück; sie hatten einer Gerich Swerhandung in Darmstadt
ingewohnt. Sechzig Schritte vor dem Dotfe, an den letzten Bäumen
zes Waldes, fällt ein Schuß, der Bürgerme ster sinkt tödtlich ver—
vundet zusammen, nach wenigen Augenblicken seinen Geist aufge—
zend. Man vermuthet einen Racheakt. (N. Anz..
        <pb n="462" />
        F In neuester Zeit werden die Zwanzig⸗Markstücke holländische
Wilteimd'ors vom Jahre 1876 unterzuschieben gesucht und gelingt
diese Manipulation um so leichter, als die letzteren hinsichtlich des
Kopfes, namentl'ch sehr leicht mit den badischen Zwanzigmarkstücken
zu verwechseln sind. Die Betrügerei ist lohnend, da die unter⸗
schobene holländische Münze bekanntlich nur 17 M. werth ist.

F Sarlouis, 22. Aug. Nach genauer in Ars an der
Mosel eingezogenen Information beruht bdie in unserer NRummer vom
12. ds. Mis. enthaltene, aus der Frankfurter Zeitung übernom⸗
mene Notiz, betreffend die von einem Consortium übernommenen
Hüttenwerke auf Irrthum. Es ist daselbst weder von einem Ver⸗
kauf und noch weniger von einem Preisverlust wie der angegebene
pon 71/3 Millionen Franken die Rede, was wir zur Berichtigung
mitzutheilen nicht unterlassen wollen. (Saarz.)

F Thann im Ober-Esaß, 19. Aug. Am 15. ds. Mts.,
also am Tage Mariä Himmelfahrt (bekanntlich früher als Napoleons⸗
sag gefeiert), wurde den Bewohnern der nunmehr deutschen Grenz⸗
orte Obersulzbach, Mörzweiler und Aue, sämmtlich im Canton
Masmünster gelegen, eine seit dem Jahre 1870 nicht mehr da⸗
gewesene Erscheinung zu Theil. Es zeigte sich nämlich eine Ab—
theilung berittener französischer Artillerie von etwa 15 Mann
zusammengesetzt aus 1 Lieutenant, 2 Unteroffizieren, mehreren Ge⸗
freiten und Gemeinen auf ihren Dienstpferden in vollem Schmuck
der französischen Uniform und wohlvewaffnet. In Obersulzbach
wurde Halt gemacht und der kriegerische Muth mit einigen Litern
Elsässer Weines aufgefrischt. Ganz behaglich mag es jedoch den
kühnen Reitern nicht gewesen sein, denn fie frugen vorsichtig, ob
nicht preußisches Militär in der Nähe sei; die nächste Garnison ist,
beiläufig gesagt, in Mühlhausen, etwa sechs Stunden von den mit
dem Besuche beehrten Ortschaften entfernt. Als Zweck ihres Besuches
gaben die Herren an, das Elsaß, welches sie doch bald wieder erobern
würden, sich ein wenig ansehen zu wollen. Ein Abends zwischen

den Grenzaufsehern und Bauern entstandener Wortwechsel dürfte
lediglich auf den sicher nicht gewünschten Besuch zurückzuführen sein.
Ich kann noch hinzufügen, daß die Untersuchung in Betreff dieser
übermüthigen Grenzverletzung bereits inn Gange ist.

Beim Neubau der Moselbahn wird zur Zeit ein Tunnel
bei Cochem hergestellt, welcher fowohl wegen seiner bedeutenden
Länge, als auch wegen der Gebirgsverhältnisse und der Art der
Jusführung zu den interessantesten im Eisenbahnbau gezählt werden
muß. Der Tunnel wird nicht wenigçer als 4,2 Kilometer, also
aüber eine halbe deutsche Meile lang, während die um den au durch⸗
dohrenden Berg herumgethende Chausse 22 Kilometer, also beinah
3 deutsche Meilen lang ist.

FDer Verkauf von verdorbenen Getränkenoder
Ezwaaren wird mit Geldsttafe bis zu 150 Mark oder mit Haft

ß iß⸗ 2 Fläche, Wohnhaus mit
Fahruiß und Liegen Hintergebäude u. Pln.-Nro.
schafts-Versteigerung. 5180, 4 Deeim. Fläche

Montag, den 4. Sept. nächst⸗ Wohnhaus mit Hinterge⸗
hin, in ihrer Wohnung an der däude, Schweinställen und
Pfarrgasse zu St. Ingbert lassen Hofraum, Alles gelcgen in
die ledigen Geschwister Johann, der Pfarrgasse neben Ww.
deinrich, Mathias und Elisabeth Neuheusel u. Gemeindepfad.
Klemmer der Abtheilung we⸗ Pl..Nt. 3194, 36 Decim.
gen öffentlich zu Eigenthum Acker am Schafkopf;
bersteigern: Pl.⸗Nr. 30520, 25 Dec.

a. Vormittags 9 Uhr anfan⸗ Acker im Mühlenthal;
gend: ihr gemeinschaftlihes Mo— Pl.Nr. 3422, 23 Decim.
biliar, worunter namentlich: Ackerin den obersten Seyen;

1 Pfetd, 1 Kuh, Heu, Pl.Nr. 3423, 44 Decim.

Stroh, Haber, 1 Wugen, cker allda;

Pflug. eine Egge., dann Pl.Nr. 3424, 47 Dec.

Bettung, Getüch, Schrein⸗ Acker allda;

werk und sonstige Haus- Pl. Nr. 3426, 33 Decim.
wie Küchengeräthschaften; Acker allda;

b. Nachmittags 3 Uhr folgende Pl. Nr. 35332, 39 Decim.
Liegenschaften St. Jugberter, Acker in der 3. Pfahl⸗
Bannes: rieser Ahnung;

1. Pl.⸗Nr. 471, 8 Decimal. Pl.⸗Nr. 2902, 57 Dec.
Fläche, Wohnhaus mit Acker am Seyenrech;
Stall und Hofraum und 11. Pl.)Nr. 3262, 37 Decim.
Pl.⸗Nr. 472, 14 Dezim. Acker rechts in den Seyen;
Pflanzgarten dadei, das 12. Pl. Nr. 3383, 41 Dee.
Gunze gelegen an deri Acker alda;

Pfarrgasse zu St. Ingbert 183. Pl.⸗Nr. 781, 29 Decim.

neben Ww. Klemmer und Wicse in den Großwiesen.

Ww. Theobald. „t. Ingbert, 22. August 1876.
2. Pl.⸗Nr. 53182, 6 Decim. Sauer, kal. Notär.
RFedalnion Druck und Verlag von

bestrafl. In Beziehang auf diese strafgesetzliche Bestimmung har
das Obertribunal in einem Erkenntniß vom 5. Juli ds. Irs.
iolgende Sätze ausgesprochen: 1) Eßwaaren oder Getränke sind als
verdorben im Sinne des Strafgesetzbuches zu bezeichnen, wenn ihr
Zustand nicht mehr der normale und gewöhnliche ist, in welchem
ie von Menschen genossen zu werden pflegen, auch wenn mit ihrem
Genusse eine Gefahr für die Gesundheit nicht verknüpft ist. 2)
Die Strafbarkeit des Verkaufes derartiger Eßwaaren wird erst durh
den Umstand ausgelschlossen, daß der Kaäufer den verdorbenen
Zustand der Waaren gekannt und dennoch den Ankauf gewollt hat.
7 Lynchjustiz. Das Dorf Balinka im Weißenburger Co—
mitate (Ungarn) brannte letzten Sonntag Nachmittag gägzlich
nieder. Das Feuer kam durch Unvorsichtigkeit eines Mannes zum
Ausbruch, welcher mit brennender Pfeife seine Siesta auf einem
Haufhaufen hielt. Bald stand das Haus in Flammen und in
ungiaublicher Kürze das ganze Dorf. An Rettung war nicht zu
dentken, und auch ein Menschenleben, die Köchin des Pfarrers, fiel
dem Feuer zum Opfer. Der Mann, der die Ursache des Unglücks
war, wurde gelyucht. Das wüthende Voik ergriff denselben und
warf ihn in's Feuer, wo er verbrannte. Von den 70—80
häusern des Dorfes waren nur wenige assecurirt, und so kam, da
auch die Mobilien nicht zu retien waren, das gan,e Dorf buchftäb-
lich an den Bettelstab.

FOsman Pascha, der in der Schlacht bei Vebica von den
Montenegrinern gefangen worden, ist ein Ungar und heißt Farkas
recto Wolf. Er ist der Bruder des jüngst plözlich verstorbenen
Direktors der Steinbrucher Dampfziegelei, Bernhard Wolf. Osman
—XL Honve de⸗
Armee, und damals magyarisirte er seinen Familiennamen Wolf in
Farkas. Er socht unter dem Commando Bems und avancirte zum
Oberstlieutenant. Mit dem berühmten General ttat auch Farkas
auf türlisches Gebiet über und wurde Muselmann. Seine ausge-
eichneten Sprachkenntnisse verschafften ihm bald eine Stelle als
Professer an der Pilitärakademie in Konstantinopel; ihm wurde
auch die hohe Ehre zu Theil, die kaiserlichen Prinzen zu unter—
richten. Im Krimkriege hat der zum Bay avancirle Osman die
vichtige Aufgabe inne, die Correspondenz zwischen der türkischen,
englischen und jranzösischen Armee zu führen; nach dem großen Feld⸗
uge wurde Osman Bay zum Pascha erhoben. Osman Pascha isl
durch die Heireth mit der Tochter eines hervorragenden türkischen
Beamten in nahe Beziehungen zu den vornehmsten türkischen Familien
zetreten. Vor einem Jahre ungesfähr verheirathete Osman Pascha
eine dreizehnjährige Tochter an einen jungen Türken, welcher schon
jetzt eine hervorragende diblomatische Stellung inne hat.
Für die Redaction verantwortlich: F. X. Demezz.

Freiwillig gerichtliche
Versteigerung.

bietenden zu Eigenthum ver
steigert:

Pl.⸗Nr. 787, 23 Decimalen
Wiese in den Großwiesen
Bann St. Ingbert.

St. Ingbert, 18. August 1876
Sauer, t. Notär.
c 5 7*
2 Haͤuser

Mittwoch. den 13. September
nächsthin, Nachmitlags 3 Uhr
u St. Ingbert bei Heinrich
Schmidt wird auf Austehen
von Karl Michael Laur, Rent—
ner in St. Ingbert, als Vor—⸗
nund der minderjährigen Kinder
der daselbst verlebten Kaufmanns⸗
ꝛheleute Johann Woll und Ma—
cia Laur Namens Maria Louisa,
und Henriette Elisabeth Woll,
nit Ermächtigung des Familien—
ralhez öffenlich an die Meist—⸗

am Kapellenfteindruch und eint
in den Großgärten hat zu ver⸗
kaufen
J. Pfleger.
1 guter Arbeiter
kann sogleich eintreten bei
J. Stief.

————

— 33385

228

5535387

258734*

*

553332538
32836535355

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55,. 7383

582

252577
——

295—32

22 23232

4 235358

2

23232
—
2—22* 535383
13383655655333325
—— ——— 3

32— 5

.CSSS AAG EOS

J. Demeß in Bt. Ingbert.
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        2—⏑ä0&amp;
5———B—35382 — —
25*—35 22 5238 2299 2 — B
48333 648 —52383 —53838
—— 4 535 56 833335258* 2555 22825 322*, 2 522 2*
— 2 222 — — — 58 d— S — — —A 512575* — * —
— 5222258 .5225525 * 2 3 * 5 5228 —— 75 *
—755 387 s523233325 52525— —2 2 25833 2238 — —A—
25 335 — 5255 83—5355 228 55555 2353355 5 62 A
3838 8 58 8333 z33355098 *
532353 — 2— — 5 8* 2,5 2* 8 2 * —
553 5357 —A —— 2 — 22853 —2380 23* 8 —
e7 — — 58 7352232 23 — *2 5223 2* R3
— I— 523582 578 2* 22 235 22 235 2 — 2
22258 — —* 22552 52J532 255 55 J25326568 62 8 *
32 232338 s825 33338 2 58 258
— *—* 222 22* 8 — *2 —5 —* 27 —— 22 3—
z5 38s33385 83 33 333 33533 748 58 23835
* 3 7 9 23 Ze* 5235 — c *8 —58 52 358*
—25557 2238283 53323 5632 z355 —3538 8235
2232 2838 — * 3222 3 — ———— mS 1 55 — 5
23353535353368 25— 738 2 3 5 23835 — 3532 —* 25338
55 533 B3 —e—2 5 — 52 2385 ——238*5 U52 —E—
—R 3—8 252 —5525 322 223282458 — 2* — —
— 82.3 527553 sA 238285 — 55—85 —— 232—
—F— —A 5353335583* 5 687 —A —
282 53Ez—5S8 XFX 9 5* 2353823 —85 2* 2 — — 232
2 ——ã—— 287 22 3* 822832 — 2 * 2 3 *282
— 2228833 253 258 5z 858 2 356 35 6333338 538 3232
D — * —— — 2 * *
2533353527 38 — ——— 335 33538235
B * 5 * 2
— A 23383388 333223* 753
33575533 35383333 7388s3338 3533837
255372——53 2 —ãæA 5560 — 88en225353253
5325 —— —A0 * —22 2 —— —A — 5* 222 —
* 5 55556533856 * —— —— 26 ** — 373* —32 2
22 * 5262320 2823555 — ——— ———— — 2232 3582
8 3.5 35 58 2 *52* —— —— — 28
2 2. 2 — O 55283 2868*
— 23866 8* —
—A
—
—E 7*
22 . 22 2 32
3 335555353 —222
— 255538 28*
30 7 557 — 5535385733555
58 — 75 533 —
— — — 2* 2388232853 23232532 ——2383 255 2*
—— 25 * *5 D 62853 ———— — 25 522
—Z 22* 22 * * —E 2553 — 8 23532555
—52 — — 8 5 8 5538 7 32 58* 33333335587
— 5—233575 532538 — * —AF 25533387
5* 3 —— ssz35238 — 23232527 28 557 556382 58
—0 225 32 30 * 21352 * 333232353373 * 2 — 8 *
35 — — M 43333328* 533 3223333 752 ——
—— —5 5 — 2 * * 2 2328 2 2
— 2355355 5*2 —8 5 545 2 2 2 ——— 2822 8
2 553 — * 35 1 —8* * — 8
5 33533* 332333*85 z320 38 8 z 383 5 222
5 5552353 *25 22 B A 2574555 — 38 2* —A
*5. 5 — 55 535 83 558 — 23585 2322230 538 333*58
5 2
— — 8 352 225535 —358353338
——— 5755 23 28 32353353 —5z6 32332 5.5553 3
3 — X 5 238 2 25 258 E — —— —E 28
238 25353533 2553523 2553 553235 253255 A 23
2 522 * 8 *
55*38 235* 1525*5533 — — 33363325*3 28252
5* SA — — 5253 32322* — 2 2 8* 8 S — — 5
5 5 E — 833228 —2535283 533353
2822* — —2. 5 5552 8 5528 5s55 3 — *
222 5 55. 5 —2 282 — —— 25 3 832633255 —
2833 — 34 z 8 58558 323 52.55387 8 * 123
—23553 2233 *28 cᷓ ẽ 7332 ẽ 35558 237355 *
35788565 5 2 5* 3 A—— 23122337 323353323858
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2 272 ——— — ——A — 23* 3 2— — 23 222
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2832 —3820 — * —
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2. 222 — * —2 * 5 — 5* — 532
z535328 5322355335 52357557 —8338 32 1220 5553 38
A — * * S 2 2* *5522 5 5 2 5 522
2* 29 225 —*8 * — 82592 2 25 — 8 2 24 .0 32 * e
2253 —— —— —5—5332 237 3 33325 135572 8*

— D —3 — * ꝛ —282 2 — —
55 5— 6838 822 33255952 8. 3333385 55538 5*.8
* 3222 2 * 5 2 — 23 33 —e 23 33 ——255222 8 —
3 255 8 522 — — —74 3 25 —— — A
2 * 52.53233 *23 8 2232 — —A 225209 * —A — 538 2 c
532273* 2 333333 53535 33833582568

252 * 5 9 — — —AA 2* 8 — 7* * 2538 2 *2 2 28282— a
3 2 5* 2 —— * 5 3* —2 8 — —A——— 321
557—3 53 528322 — 2—*5538532 —— 333 28—
—— — 526—5—35— —322 —24 —— — 5322*
35357 3536332355 7353383353 5553333355
*3 3 323 58 —2 3z53 —2522—85 8 523552 —A —
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im⸗

— II
Der St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wöͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mil illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermalr Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteliährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfqg., von Auswörts mit 15 Pfy. für die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum. Necla nen
mit 80 Pig. pro Zeile berechnet.
M 135. Samstag, den 26. August J J 1876

—
Deutsches Reich.
München, 21. Aug. Vom Finaganzministerium wird im
Laufe dieser Weche die Ernweisung der Beamtengehaltsmeheung
(durch Unrechnung des Guldens in 1M. 80 Bfq.) und der
pragmatisirten Theurungszulage an die betreffenden Kassen erfolgen.

München, 21. Aug. Der Jahr sbdericht der Haudels⸗ und
Zewerbekammer für Oberbahern pro 1874/75 enthält folgende Be⸗
aerkungen: Die Beschlüsse des Reichstoges trugen den bayer. Rechts⸗
zuständen die gebührende Rechnung, gleichwohl können sie nicht
in allen Beziehungen vollständig befriedigen. Die Handels-⸗ und
Sewerbekammer hat sich vornehmlich gegen die Statuirung einer
Beitrauspflicht des Arbeitgebers zu den Hilfskassen auszesprochen.
Indessen hatle dieser Wunsch, welcher auch von anderen Handels-
jammern getheilt wurde, obwohl er in der Reichstagskommission
elbst mehrere Anhänger gefunden, keinen Erfolg. Im Laufe des
aächsten Jahres erreichen die meisten, für die bayer. Industrie be⸗
onders wichtigen Handels und Zollverträge ihr Ende. Es gehören
zieher insbesondere der Handelsbertrag mit Frankreih, welcher am
1. Juli 1877, dann die Verträge mit Oesterreich und der Schweiz,
velche mit Ende des Jahres 1877 ablaufen. Das System der
Handelsverträge übte im Allgemeinen, wie die auf Veranlassung
des deutschen Handelstag's veranstalteten Erhebungen ergeben, einen
zünstigen Enfluß auf Handel und Industrie des Beiirkes aus. Es
ehlt jedoch auch nicht an Stimmen, welche die Wirkung der bis⸗
herigen Handelsverträge auf e'nige Industriezweige als eine un⸗
zünstige schildern und insbesoadere auf die Rez'prozität der gegen⸗
jeitigen Abmachungen Gewicht legen.

Berlin, 21., Aug. Die Reichsgesetzgebung in Bezug auf
die Lage der arbeitenden Classen wird, wie der „Trib.“ mitgetheilt
wird, jedenfalls im nächsten Jahre die längst geplante Erweiterung
erfahren. Man hat die Ueberzeugung gewonnen, daß die bis⸗
herigen Versuche durch Einführung gewerblicher Schiedsgerichte und
trafrechtliche Verfolgung des Contractbuches nicht ausrteichen,
um wirklich vorhandene Uebelstände zu beseitigen. Erhebungen,
welche nach allu Richtungen hin inzweschen gemacht worden und
um welche das preußische Handelsministeriua besondere Verdienste
hat, werden auch jetzt noch forigesetzt und sollen, nachdem die ge⸗
wonnenen Resultate, wie dies zum Theil bereits geschehen, verdffent⸗
iicht worden, als Unterlage für die Gesetzgebung benutzt werden.

Nachstens wird Professor Reuleaux aus Philadelpohia zurücker⸗
vartet und soll decrselbe alsdann dem Reichslanzleramte einen um—⸗
iangreichen Bericht über seine Wahrnehcmungen in Philadelphia
erstatten. Wie man hört, wird das Reichskanzleramt mit einer
Beröffentlichtug und Beleuchtung des Reuleaur'schen Urtheils vor⸗
zehen. Die „Post“, wilche am allereifrigsten gegen die Ansichten
des Herrn Releaux zu Felde gezogen war, erfährt heute, wie sie
jelbst bemerkt, von offiziöfer Seite, seine Rüdkehr werde sich nicht
mehr lange verzöern können, da derselbe nur einen beschränkten
rlaub habe und „de Unterbrechung seiner amtlichen Thätigkeit,
jamentlich in Bezug auf die Verdandlungen wegen des zu errich⸗
lenden Potytechntkums lebhaft empfunden wird.“

Bechin, 23. Aug. Die Vermehrung der direlten Reichs⸗
einnahmen ist der Regierang im Reichstage empfohlen worden.
Wie die „Voss.Ztg.“ nun vernimmt, find die Vorarbeiten zu einer
Borlage, über Reichsstempelsteuern im Ginge, welche ebenso wie die
Wechselstempelsteuer zu erheben und an die Reichslasse abzuführen
ind. Es handelt sich dabei um Ueberweisung fast sämmtlicher Ge⸗
bühren oder Auflagen an das Reich, welche der Staat theils beim
Erwerb und bei der Ueberttagung von Privatrechten, theils für ein⸗
jelne Dienstleistungen bei Verhandlungen mit den Staats- und
BZerwaltungsbehörden erhebt. Unter Reichsstempelsteuer würde dem⸗
zach nicht blos der nach dem Werth, welcher die stempelpflichtige
Arkunde darstellt, zu ergebende Werth⸗«, Klassen⸗ odet Gradations⸗,
ondern auch der von den bei dea Behörden ein- und ausgehenden
Schriften zu verwerthende Schriftstempel zu verstehen sein. Beide
Arten des Stempels sind in allen Bundesstaaten eingeführt, und

hdedürfen einer einheitlichen Regulirung bei der bevorstehenden Reichs⸗
zefetzgebung schon des halb, weil das Reich ein einheitliches Handels⸗
ind Verkehrsg ebiet darstellt. Zieht man nun in Betracht. daß die
Ztempelgefetze in vielen Bundesstaaten LAußerst weitläufig und com⸗
olicirt, dern Laien oft unverständlich und sinnverwirrend sind, daß
elbst für sachkundigen Behörden ihre Anwendung mit großen
—„chwierigkeiten verbunden ist, so ergiebt sich, daß die Sammlung
ind Sichtung des zur Aufstellung eines Gesetzentwurfs über die Reichs—
tempelsteuer erforderlich n Materials eine sehrumfassende Aufgabe ist.

Die Arbeiten zur Herstellung des deutschen Civilgeseßbuches
iehmen, wie man schreibt, einen glüchlichen und jedenfalls schnelleren
Ber lauf, als man anfänglich doraussetzte. Das System der Ver⸗
heil ung der Arbeiten bewährt fich ganz außerordentlich. Besprech⸗
ingen uater den Referenten stellen in Aussicht, daß das Endziel
rüher erreicht werden wird, als man aufaänglich glaubte, gleichwohl
vird von kundiger Seite die Annahme, als ob bereits 1881 oder
1882 die Einführug des deutschen Civilgesetzbuches erfolgen könnte,
ils eine jedenfalls übertriebene Hoffnung angefehen, zumal da man
den Einfluß der bezüglich der Juftizgesetze zu erzielenden Resultate
auf den Gong der Arbeiten jedenfalls in Berüdsichtig ziehen müßte.

Die „Kreuzztg.“ veröffentlicht an hervorragender Stelle fol⸗
zenden Bericht aus St. Petersburg, 12. August, welcher nicht
zerfehlen wird Aussehen zu erregen: „Gestern deim Korpsmanöver
n der Gegend von Krasnoes⸗Selo stellie Se. Majestät der Kaiser
einen ältesten Enlel, den am 18. Mai 1868 geborenen Großfürsten
Nikolai Alexandroitsch in die Reihen des berühmten Pawlowsty'
chen Garderegi ments. Der junge Großfürst war in Felduniform
nit Sabel und Revolver und führte als Fähnrich den ersten Zug
der Leib Kompagnie. Darauf lud der Kuaiser die sämmtlichen Offi
siere in sein Zelt und hielt an fie in bewegter Stimmung eine
jerzliche Ansprache. Er sagte u. A.: Bis jetzt habe er seit Jahren
zas theure Blut seirer braven Pawlowsker schonen koönnen, bald
aber würde veell icht die Zet kommen, wo er auf ihre schon so oft
ewährte Tapf erkcit rechnen mößte in der Ueberzeugung, doß das
Kegiment wie früher seine Schurdigkeit hhun würde. Die Worte
des verehcten Mo archen wurden mit Begeisterung aufgenommen
und mit lautem Hurrah beantwortet. Der Kaiser trank dann auf
das Wohl seines Rgiments, dissen Chef er seit mehr als 30 Jahren
st; der Großfürst-Thronfolger brachte als zweiter Chef die Gesund⸗
zeit des Kaisers aus, worauf auch der junge Großfürst auf das
Wohl seiner Kameraden trank. Das Regiment hat nun die seltene
Ehre, den Kaiser, den Thronfolger und dessen ältesten Sohn als
Thefs zu besitzen. Die Worte Sr. Maj. des Kaisers werden von
den jüugeren Offitieren so ausgelegt, als ob eine Kriegserklärung
in die Türkei bevorstehe. Daran ist aber vorderband nicht zu
denten. Viele Rufsen, welche das Drei-Kaiser-Bündniß ein un⸗
ruchtbares nennen, wünschen eine Verständigung mit Engiand, um
n Gemeinschaft mit der englischen Flotte die politischen Verhält—
nisse der Balkan-Halbinsel zu ordnen. In Foige der Nachrichten.
velche täglich über die Gräuelthaten der Türken eintreffen, ist hier
die Stimmung eine ungemem erregte, und eine Kriegserklärung
zegen die Türkei würde von Heere wie von Volke mit Enthusias-
mus aufgenommen werden.

Wie die „Deuische voltsw. Correspondenz“ meldet, bereiten die
Schutzzöllner Rheinlands und Westphalens eine Hetze gegen die
„Kolnische Zig.“ vor, vie sie gehässiger und niederträchtiger kaum
gedacht werden kann. Ein zu bildendes Comite soll Unterschriften
von Industriellen und Gewerbetreibenden sammeln, welche sich ber⸗
flichten, der „K. Z.“ weder Juserate zukommen zu lassen, noch auf
dieselbe zu abonniren, um so das Weltblatt für seine freihändlerische
stichtung zu strafen und es zu einer Aenderung seiner wirthschafi⸗
lichen Politik zu zwingen. Die feinen Leute, die von ihrer eigenen
zeistigen Abhängigkeit vom Gelosack auf gleiche Eigenschoften dei
anderen schließen, hoffen, so sagt die „D. V. C.“, der „K. Ztg.“
3000 Aborienten zu entziehen und sie pekuniär erheblich zu schä—
zigen. Zum Glück ist die „K. Z.“ Üüber solche lächerl che und
zemeine Machinationen eth ab en.
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        Der Soziabist erbo agroß n6 odha. Nur späarliche
Daten sind uns visher über den Sozialistenkongreß H Goihn zu⸗
gegangen, aber selbst in dieser Spurl chlrit machen sie en Eindruck,
daß es eiwas Hochbedeutsames ist, was in Goiheria diesen Tagen
porgeht. Der Stadtrath wollte das Tagen des Roñgresses über⸗
haupt nicht zulassen, die Vertreter des Kongresses Ader rgriffen
den Relurs an die Regierung, und Dese hobe dem Beschluß des
Sindtrathes anf; der-Kongreß logute sich also versammeln. Die fet
Vorgangist nut der Wwerhalldessen⸗ was seit langer Zeit im
ganzen deutschen Reiche geschieht. Man fürchtet die Sozialdemo
aten und acht sie Durch. Polizeimaßregeln unschädlich zu machen;
überall, sind die sozialdemokratischen Vereine als politische Vereine
ertlärt und aufgelöst worden und wo sich die Pritglieder dieser.
Partei auch zusammenfinden, werden sie auf das Strengste überwacht,
und sede Vetsammlung wird Ppolizeilich aufgelöst, sobald sich nur
der geriagste Verstoß gegen die gefetzliche Bestimmung als Handhabe
darbietet. Wir haben diese Tallit von Anfang an jür verfehlt er—
achtet, e ne Bewegung von dee —
demotratischen laßt sich auf diese Weise nicht unterdrücen, und daß
dies unmöglich jst. beweißt die Thatsache, daß auf dem gegenwärtigen
—
nachsten Reichstagswahlen i Aussicht genommen sind. In Aus—
sicht nehmen und durchsetzen ist allerdings zweierlei und der Welle
ist noch nicht gleichbedeutend mit' der Kraft, aber das ist keider Un⸗
ieugbat, daß die Partei au Zahl der Mitglieder seit den letzten
i sehr bedtutend zugeüommen hat, 'und mit einer
Ausd zuet und Energie ag'irt, welche auf ein sehr zähes Leben
schließzen aßt. Das wirkfamste Agitationsmittel, was die Partei
besitzt. ist ihre Prasse, daz hat sie richteg erkanut und bietet des⸗
halb Alles guf, um die Zahl ihrer Orgaue zu vermehren'und
uchtige Redacteure zu gewinnen. Das Einsperten der Agitatoren
haf ch bisher stels ais wirkungslos erwiefen, as Sielle des zeit⸗
weise unschädlich gemachten Anitators tälen sofort audere auf und
alle Anstrengungen der Behörden ist die Thakfache nicht zu leugnen,
daß ein wiriliches Resultat dadurch miht erreich: wörden ist.

Das ungeheuer Gefährliche an der ganzen Beweguͤngeist, daß
die Führer die Sache so Varstellen, Als ob die Arbeiter die Parias
der Gesellschaft üwäten, welche von den Besitzenden in der scham⸗
losesten Weise ausgebeudet werden und daß es deshlhd ihr gates
Recht sei, einen Züstaänd anzustreben uid herbeizusühren, welcher
den Ausbeulungbshsteen ein Ende macht ünd dem Atrbeiter den vollen
Preis seiner Arbet gewaährt, mit anderen Worten: die Maht 'des
Kapilals unschädlich inacht. Die Sozialdemokraten sind fest über—
zeugt, daß dieses Ziel durch Ausdauer früher oder jpäler erreicht
erden werd, nach ihrem Slauben isst der so zialistische Staat nur
noch eine Frage der Zeit und iwenin sie nüc erst die Majorinät in
den Parlamenten haben, so wird sich das Nebeige schon finden.
die große Produktivge iossenschaft wird sich schon fertig brngen lassen.
Es st ja leider eine belaunte Erfahrung, daß Ekwas nicht wahr zu
sein brauͤcht, um weit verbreiteien Glauben zu finden, die Haupi⸗
fache ist, däß es mit den persönlichen Neigungen und Wünschen
dessen zusammenfällt,dem es 'als glaubwürdig dargestellt wird.
Welcher arme Abeiter, der mit Noth und Mühe das zu seitiem
Lebensunterhalt AUnerlaßliche erwirbt, möchte es nicht mit Freuden
begrüßen, wenn ihm die Moöglichket plausibel gemacht wird, das
Doppelte und Dieifache mit geringerer Mühe zu erwerben! Er
wird natürlich de Partet für die beste und für ihn zweckmäß gste
nertennen, die ihm solche Annehmlichteiten verspricht. Wie soll
man diesem Uebel abereimt Erfjolg entze ea virlen? Die Regierung
beantwoͤrtet die Frage dahia, daß man die Polizeigewalt und das
Sitafzesetz zur Bekampfung des Uesels sleißig benutzen müsse, Wir
meinen daͤgegen, däß man den Versuch wagen solle, die Herren von
der Uncichligkeit und der Unausführbarkeit ihrer Ideen zu über
zeugen. Daju erscheint uns aber zweierlei nothwendig, erstens, daß
inun in der Presse die sozial st schen Lerren bekämpft, und zweitens,
daß man ein Gleichs ig den Parlamenken thut. Nur weil die
soztaldemokratisch· Bewegung bisher in völliger Isolitung geblieben
ist, haben fich ihre Anhänger in ihre Theorien so verdissen und
berraunt, daß sie auf ihre Richtizkeit Stein und Bein schwören und
gegen die Stimme der Vernunft voll tändig taub gworden sind.
Man sprenge deesen Bann und der Eifolg tann nicht ausbleiben.
Es gab allerdings eine Zeit, wo de'nSozialdemokraten auf die
Beweiskraft des Knüppels provocrien, wo sie die Versammlutigen
der lideralen' Parter jeirorisirten une die Gewalt an die Stell der
Rede setzten. Diese Ziten sind vorüber; die Partei ist aus 'den
aenderschuhen herausgewachsen und hat angefangen, sich packamen
tarijcher Formen zu befleißigen. Umer solchen Umständen ist eine
Diskuͤssion möglich, in Versammlunger wie in der Presse kann der
Versuch gemacht werden, diee sozialist schen Theorien mu Gründen
zu drekämpfen und zu widerlegen. Es ist bisher Sitte gewesen, de
Leute reden zu lassen und teine Notiz von ihnen zu nehmen, da
Zurch ist aber das Ue el nicht bekringert worden, im Gegeuntheil isl
e3 gewachsen intensiv und extensiv. Das inuß anders werden.
Tursch vornehmes Janariren unmn Nhielrucken im Varlament werden

s

die sog aldemokratischen Abgeordneten zucht widerlegt und dadurch,

daß man ste wie seltsame Wunderthiere sprachlos anstaunt, kommen

wir auch nicht wetter, man muß der Gefahr ernstlich zu Leibe gehen,

sie mutbig bdaͤ den Hornecn paden, mit dhr ringen und der endliche

Sieg kang nicht ausbleiben. (Nunch. Nichc.)
Nusland.

Paris, 21. Auz. Bei einem, gestern zu Domfroaͤt Natt se⸗
ha bten Banletn erklärte, der Minister des Innern Marcdre, die Re⸗
publit werde Frapkreich die Ruhe geben,“ welche dasselbe wünfche;
die Republik bedrohe keineswegs Eigenthum und Religion. Nach
des Pinisters Wunsche solle die Regierung die Staotsbirger ehren
sich ohne Regi rung zu behelfen. Die sociale Frage werde egleich
ruderen Problemen durch die Fre'iheit gelöst werden.“ Die Repubkl
sei febegrundet 3. die Rechtschaffenheit und Geradheit Mac⸗Mohon?s
seien ihre Bürgschaft und Stütze und zugle ch ein —A

Parsrs, 28. Aug. Der Matschal Peäsident w'rd vis Sonnta;
in Paris verweilen, sich dann nach dem VLager von Chalons be—
Jeben und nach cinem kuczen Aufenthalt in Laforet seine Rund⸗
reise nach Dijon, Lyon, Grenoble antreten, wo bereits Klles auf
deinen Empfang vorbereitet w rd.

Paris, 28. Aug. Von den meu ertbählten Präsidentin
der Beneralräthe (gleich unsern Landräthen) find 48 Republikaner,
41 Gegner der Rebublik aus allen Parteien. Die republikanische
Idee gewinnt, wenngleich die Personen der Generalräthe sich 'feit
dem letzten Jahre nicht verändert haben, dennoch an Boden.
Der „Gaulois? läßt sich aus Brüssel schreiben: Germanomanie!

Das ist in diesem Augenblick in Belgien die Tendenz, welche Rich
oh des klerkalen Kabinets auf allen Gebieten des geistigen Lebens
geliend macht. Dteses Fieber hut Jich insbesondete in dem höheren
nterrichtswefen urd namentlich an der Brüsseler Ugiversität kund.
Man zählt hier eine Menge deutcher Professoren, die nur auf
Deuischlaicd sihwbren, nur auf deutsche Art unterrichten, nur deutsche
—
innert. Daß ist wicht edel voa Brüsset, das Frankreich so viel
berdantt,“ das sich schon im Jahr 1830 Frautreich in die Aume
warf, um sich von den Wunden zu erholen, welche das colländische
Regime ihm Jeschlagen;' das so viele Franzosen in Anfpruch nahm,
Um vor Allem neues Leben in sein Schuliystem zu br'ngen. Außer
den Professoren deumher Herkunft haben wir hier noch von ihnen
Jeb Idete AÄdepten: die auf die Jugend einen um so größeren Ein-
duß üben, als sie sebst Belgier strud. Sobald von der Besetzung
rgend eines Lehrftuhls die Rede iist, wendet man die Blicke nach
Deutschland, dem „einzigen Herde der Wijsenschaft“; ein deutscher
„Dottor“ braucht sich nur zu zeigen und er wird, auch wenn ihm
ucht der geringste Ruf vorausgeht, mit offenen Armen aufgenommen:
er ist ein Deuticher, damit ist Alles gesact und es bedarf keiner
weiteren Bürgschaft. Diese deutsche Invasion in unseren Hör'alen
hat natürlich zue Folge, daß Brüssel mit einer Anzuhl Hungei-
laider derschwemmt werd, die sich an die Fersen ihrer in Amt und
Vürde sterenden Landsleute beften und von ihnen Schitz und Bei⸗
stand verlangen. Diese machen wiederum ihren Einfluß geltend,
um ihnen L'iktionen zu verfnaffea, und die deutsfche Propaganda
zeht ncht nur au den hö jeren Anstalten, fondern auch in den Fa⸗
ihen vor sich. D'ie Spinne hat übderall ihe Netz ausgeworfen
iind überall fängt sie Fiegen. Diese Eingenommenheit für die
Deu schen ist wirklich unsegreiflich. Soll man sie etwa auf die
Rech ung ih es Charallers setzea? ... Oder ist ihr Unterricht fso
kostbar, daß man ihnen alle Katheder abtreten soll? Sie sind ge⸗
lehrt, aber ihre Gelehrsamkeit zerfplictert sich in Details undsie
sind nicht im Siande. ernstlich auf ven Grund einer Sache einzu⸗
Jehen ... Unsere Jugend hörtt ihnen ohne Interesse, o me Waͤrme
zu. Doch baumt fich in iht ein Gefühl der Würde, der Verehrung
jür ihr Land, wenn die deuischen Lehrer jede Gelegenheit ergreifen,
das große deutsche Vaterlaund in den Himmel zu erheden und Bel⸗
zien sammt Frankreich, „wo der Kaltechismus herrscht“ zu der⸗
sehren. Wie man sieht, sind wir in Brüssel vor den Deutschen
nirgends mehr sicher: wir denken nur noch durch Gehirn, umsere
Zaufladen weisen nur noch deutsche Commis auf, man will nur
joch deutjch? Dienstboten, an der Börse wimmelt es von Deutschen,
e Gerichtshöfe sind don Deuischen belagert, welche für ein hermische
Vribrecher keinen Platz mehe übrig lassen, alle zpeideut'gen Lokale
sind von ihnen besetzt . .. Nur eines kann uns Belgier für diefes
dekla zenswerihe Hinneigen zu Deuschland trösten, daß Bewnstfein,
daß es ni hi im Votle wurzelt, soudern daß die Auregung aus den
Rezierungsiteisen komnt, daß die ganze Beweiguag folglicheine
fünstliche ist und die Mossen gleichgültig läht. Ihre Urdeber steuen
ins Deutschland beständig als einen hochherzigen Beschützer unserer
LInabhängigteit dar und wollen uns mit dem G speust der fran⸗
zosisch a Aunection Fatcht tinjagen. Und die Maulaffeit lassen sich
das ruhig aufbinden!“

Madrid, 28. Aug. Der frilhere Intedant der Konigir
Isabella, Matfori, ist wegen eines bele digenden Schreibens an du—
Ninister vor das ordentliche Gericht gestellt.
        <pb n="467" />
        Dondon—, Es ist schon oft darauf hingewitsen worden daß die gegen
war tige Handelskrisis nichl nur das Deudsche Reich, sondern noch
viele andere Länder mil kaum geringerer Vehemenz heimgesucht hat.
Ainch in England ist die Klage über „hart times“, überschlechte
Zeiten“, ein stehender und nicht sehr erfreulicher Gegenstand ver
gffemilchen Aufmerksamkeit geworden, wenngleich die Art und Weise
seiner Besprechung und Affffassung e auf dete —,
eblen sich fehr vortheilhaft unte edet. So fällt es in Eng— — 27
land —3 ein, vn Liberalismus für die finanz'elle Misetee Vermischtes. B— ——
heraniwor nich zu machen. Vielmehr sucht man mit so viel Gleiche 4 Wansqreibt dem Nd. W.“ aus Einsellhvm, 21. Aug.: Bei
Auih und guter Manier als möglich, das Unangenehme ruhig zu em schweren Wettet, welches heude Muͤlog auch üͤber unfere Wegend
en und das Undermeidüche gelassen übet sich ergeen zu tassen. eeraufzog, schlug der Blitz, gialicherweise ohne zu zünden, 4In
ie Zurisel — meint z. B. die , Times,vei Vesptchung der nsecn Kirchthurgi ein, zerspuitterte Naiße Balken und tzotele tine
ehr ungünstigen Jahresberichte der großen Eisenbahn- Geseilschaften Ratie. Der ve rursachte Schaden ist man edihep
hne Zweisel definden wir uns in einer sihr ernsten und iuf de Eiscabehnteae zon en idind nheimbolanden
chweren Kruss, aber trotzdem sind keine Anzeichen dafür da, daß eignete sich. wie die ApPf. V.“ betichtet, am 260 folgender merk⸗
der Prozeß ein sehr peinlicher sein wird. D'esesß anscheinende ürdiger Fall. Der Jocomosidführer gewahrte schon don Weitem
—X sofort seiae Erllärung, wenn man die Lehren. agend Luf' den Gaeise des eainbauseaden Zuges. Detselbe
deiche uee Larcaibire, und Hortstire Handelsber chte uns gegeben, ot nun Alles auf, um den Zus dum Stehen zu deingen. Es ge⸗
in ihren Nutzanwendungen, verallgemeinern wils. DMie Einkünfle ng ihm de⸗ fi. ais die docomoide bere wm iber das Kind ge⸗
haben in sehr vielen Fällen fich gegen fruͤher bedeutend vermindert hren war. Ein her zdurchdringender Schreieder in der Rähe ve⸗
ind dadurch nothwendig zu gew ssen Einschraukungen und Ent duch a Moner mud das Dalten, des Zuges, wo Keine Statton,
behrungen führen müssen. Indessen hat das Leiden noch keinen xregte die Aufmerksamkeit —
bichen Grad ecreicht, daß es nicht mit Seichtigkeit ertragen werden heecken erfuh em was geschehen. Ii man natdz dem Linde sah,
onnle. Wir waren so reich und in Folge dessen so üppig geworden, Hndnte mian dasselbe abet inderletzt unter der Maschine hervorziehen
a wir es recht dut aber uns gewinnen tönnen, einige urerer noerftafz und der virzweiflungsdollen Munter übetgeben ⸗
igen Ausgaben zu beschränken, ohne schlechter wie vorher daran zu sein Dos „S. W.“ schreibt aus Berozabern, 23. August: UAm
ee e reee Eiee Iu rheen pereen, eyren HFreneg derteeh dan8 Zabre alte Kind des Putues Aibuo
jetzt die zweite oder dritte benützen müssen, so ist das kaum eine dahiner in einem unbewachten Momente in das Mühlwert und
merträgliche Beränderung; wenn wir, anstatt än's Ausland zu vurde sofort durch Findruden der Brust getödiet. — Dasselee Blatt
reisen, bemerkt haben, Daß es in der Heimath eben so sjehenswürdige reldet: Gesteru hatte der Knecht Uhl des Stadtmüllers Bahrt
—D D— —
gewonnen. Wenn wir mit geringeren Weinsorten vorlieb nehmen, ickerers a — ednen Wagen
Rean unfere Tische weniger berschwenderisch bedect sind, sogat wenn u überfahren, wodurch der Kopf zerdrückt wurd: und der Tod so⸗
alte Röcke und Hüte ciwas mehr als früher ihre Schul digkeit thun dort eintrai.
nüssen, so liegt darin noch lange kein Grund zum Murren. Das 7. Bei der Jubilãumsferer des Hry. Marxer Layg in Forst
Finkomalen aus Handel und Gewerbe muß inmer aus eine Bee um 21.d. passirie, wie der OD. M. Gerichtet, das Unglück, daß
chräntung gefaßt sein, wie sie die erwähnten Umstände bedingen. m Borabend beim Abfeuera dei Röller ⸗ainer: dexselken Zersprang
Wir fönnen uns nur freuen, wenn die entsprechende Beschränlung ind einem in der Nähe stehenden jungen Ranne das rechte Bein
da Auegaben so leicht geschehen kann und zwar ohne wesentliche erart zerschmettert, daß dasselbe wuͤhrfcheinlich gputirt werden muß.
Beeimraͤchtigung des wirklchen Comforts.“ Allerdings ist England pgaa dan, 21. Aug. Wie dewoöhnlich wird der hiefige
noch immer das Land de: Jatten Existenzen“, denen ein wenig weite Weimmatkt d. . Je nt vächsten · Monat abgehalteu. Am
Consumberm'nderning nicht all uviel Schaden thun wird. Aber die Nontag, ben 25. (nichi 2.) September im Theatersaale, wird dersel be um
Wahrheit, daß die gegenwärtige Calamität eine fast über die ganze 0 Uhr Morgens begtnnen. Zugleich ist die Bestimmung getroffen,
Weli verbreileie ist und weder der Gesetzgebung eines Landes noch aß die ausgestellten Proben vor 3. Uhr Nachmittags nicht zurück⸗
dem Wirken einer bestimmten Partei zur Last gelegt werden darf, jenommen werden dürfen. EGs hat sich bei früheren Märkten
kann nicht oft genug wiederholt werden. ezeigt, daß manche Käufer oft erst Nachmittags eingettoffen sind,
Dem Correspondenten der „Times“ in Belgrad zufolge halten u welcher Zeit die Wein vesizer ost unwillig, nicht im ersten Mo⸗
ich in difer Stadt russische Dffiztere in großer Anzahl auf. ient ihrt Geschäft gemacht zu haben, langft mit ihren Proben ver⸗
Die Theilnahme Raßlands für die serbische Sache — so schreibt chwunden waren. Vuch auf eine weitere Abweichung vom seit-
derselbe — gibt sich von Tag zu Tag auffallender zu erkennen. derigen Gebrauche woll en wir die Weinaussteller aufmertsam mochen.
Hier in der Daupistadt sind sehr viele Offiziere, welche ihre rujsische E8 wird von nun schon bei der Anmeldung von Proben eine Ge⸗
ifotin ragen, Wie vicl ihter ohne üniform da sind, ist fuür dühr von, 1 Mart erhoben und, dasegen aus Quiltunc eine Karte
inen Fremden schwer zu etkennen, aber ihre Zahl ist groß. Daun erabfolgt, welche zum freien Eintrit in's Marktlokal am 525.
haben wir hier russische „Schwestern der Barmherzigkeit,“ welche Sept. berechtigt. Eine Preisechöhung findet damit nicht statt.
in ganzen Aufzügen auf offenen Wagendie Stadt durchfahren und Die Anmeldung von Wemen, weiche im Kalaloge erscheinen
sich“ du Fuß in den öffentlichen Spaz'ergängen zeigen. Sie tragen ollen, muß spätestens bis 11. Sept. incl. bei dem Comite: Mite
ihre Klostettracht und die Abzeichen der Geufer Cocwent'sn. Rus⸗ jliede, Hert Otto Heitz, Weinhändler hier, erfolgt sein. Spätere
ische Damen, die keine Nonnen sind und die eine unzählige Zahl Unmldungen tonnen im Kalaloge keine Berüchsichtigung mehr finden,
non Cigarren aauchen, beleben die Hoteitafeln und sprechen in aus⸗ veil veffen recht zeitige Fertigstellung und Versendung an größere
Jezeichnetem F anzoösisch über die Heiligkeit der serbischen Sache.“ Weingschäfte dadurch in Frage gestelt würde. Es genügt, wenn
Der Beriwterstatter fpricht dann die Ansicht aus, daß es klüger die Proben, wie seither doppelt, in gehörig verstegelten und'eliquet⸗
Serbien sein wuͤrde mit den Türken Frieden zu schließen, irten Flaschen. am 24. Sept. im Theatersaole abgegeben werden.
unter deren nomineller Oberheit sie unabhäugiger Lgeslellt sein Gilb.):
würden, ols unter dem sie zu einer Provinz Rußlands herab⸗ 4 Das,„F. W.“ meldet aus Frankenthal, 22. Aug.: Die
drüdenden Schutze dieses Staates. Es sei num moöralisch sicher, um 1. August dadier begonnene Kartofftlausfuhr mimmt einen leb
baß eine der Großmächte sich auch im Fall eines Sieges Serbiens. sasten Auffjchwung. Die Kartoffeln, die nedenbei bemerkt, heuer
sedem Plaue, einen Theil Bosniens uunter dessen Verwaltung zu zusgezeichnete Qualitat sind, gehen theils nach dem Niederrhein,
bringen, widersetzt haben würde. Ganz Serbien sehe jetzt ein, heils nach der Schweiz. Der Preis per 100 Kilogramm war
daß dieser Krieg ein Fehler war und in dieser Ueberzengung liege in Anfange 6 Matk, jetzt ist derselbe in Folge der anhaltenden
wenigstens ein Pfaud, daß nicht fo bald ein neuer Friedensbruch Trockenheit auf 7 Mark gest egen. Nimmt man an, daß bis heute
zu befürchten. Dieser Gesichtspunkt müsse von den europaischeneitem Durchschnutspreise von 6 M. B50 Pf. bis 7 M. per
Ptächten nicht anzer Acht gelassen werden. 200 Kilo 80,000 seilo verladen worden find, so ergibt sich eine
Die verschiedenen Mesdungen, daß nicht blos die Friedensaus-⸗ Finnahme; von 532, 000 Marxk. Wir gönnen unseren Oekonomen
sichten wesentlich gestiegen seien, sondern daß eine eigentliche Friedens? deesen jchönen Erlös ⸗don ganzem Herzen und wünschen, daß ein
attion thaisächlich schon begonnen sabe, mögen in Einzelheiten nicht durchweichender Regen -den Späatkartoffeln nachhelfen möde, damit
zenau sein, aber im Allgeme nen icheinen sie der Begründung nicht üch die Einnahmen für die WVaterlandsvertheidiger“ noch exbeblich
zu eutbehreu. Einer der Wiener leitenden Staatsmauner soll gessteigerv.
außert haben? Eutopa will, die Türkei wird wollen und Serbien f.In Dierbaqch wurden innerhalb 3, Tagen 8832 Mäuse
wird wollen muüssen. gefangen jund abgeliefert, wobei die Gemeinde für je 2 Feldmäuse
KKonstantunopel, 23. Aug. Die Befehlshabet der ür⸗ ——— —⏑—⏑— ——
cschen Truppen in Serbien haben der Resierung angejeigt, Daß Speyer, 23. Aug. Die Direktion der pfälzischen Eisen⸗
inler allen Korps Verbindung bestehe. Das Bombardement von bahnen hat anläßlich der Lokale Gewerbe⸗ und Industrie⸗Ausstellung
Alexsnatz beginne demnä hst. Nach dem Falle dieser von den tür⸗ in Speyer für die Zeit vom 25. Auguß bis 23. Sepi. ds. Is.

ischen Kanonen behsrrschlen Stadt stehe Nichts dem geweinsamen
gormarsche in der Richtung auf Belgrad eutgegen. () Von
Seiten der degierung vetont man, daß rürlischersejts im Verlehr
nit den VBerlrelern der sremden Mächte bisher deineelei Proposi⸗
onen zur Unterlage für Friedensverhondluagen gemacht worden
eien.
        <pb n="468" />
        ane Fahrpreißermähßigung in der Weise bewilligt, daß die auf allen
pfälzischen Bahnen gelösten einfachen Billete nach Speyer zur Rück⸗
iahrt am nämlichen oder darauffolgenden Tage berechtigen, wenn
diese Eisenbahnfahrbillete im Ausstellungslokale selbst, nach Lösung
einer Eintritiskarte, auf der Nüchseite mit dem Stempel des Aus⸗
tellungskemite's versehen worden sind.

7 Die Prüfung für den Einjährig ⸗Freiwilligen-⸗Dienst vimmt
Montag, 18. Sept. Morgens 8 Uhr im Sacle des Wiltelsbacher
Hofes zu Speyer ihren Anfang.

7 Bei der mit dem Müllercongreß in Nürnberg verbundenen
Ausstellung von Maschinen ⁊c. erhielten folgende pfälzischen Firmen
Preismedaillen: a. die goldene Medaille (in der Gruppe Mühl⸗
steine, Mühlutensilien ꝛc.) H. Martin in Neustadt a. H.; b. die
silberne Medaille (in der Gruppe Mehlgänge, Motoren xc.) Gebr.
Pfeiffer in Kaiserslautern für Hochdi uckmaschinen.

F Aus dem anthropologischen Congresse in Jena berichtet Prof.
Virchow über die Haar⸗ und Augenfaibe der Schulkinder Deutsch⸗
lands und knüpft daran das Interessante Resultat der Untersuchung,
die sich bis jezt auf 6,619,7 29 Judividuen erstreckt. Davon haben
aahezu ein Drittel, 32.2 pCt., den reinen blonden Typus im mitt⸗
leren Norddeutschiand, in Hinterpommern, in Friesland erhalten.
Längs der Oder und det Rheines trete vom Süden die dunkle
Bevölkerung auf, die von Norden eine Linie längs des deutschen
Mittelgebirges scheidet. Bayern besitze 20.836 pCt., Preußen 35. 47 pCt.
helle Individuen. Auch unter den Ifraeliten Deutschlands seien
I1.2 pCt. blond, und zwar gerade in solchen Gegenden, wo die
anderen Leute dunkel sind, so in Oberschlesien.

——
gergatcun eeemweeauteur

2— v pb J — J
Wichtig für Viele!!
Neuserschienen!! in der
Annoncen⸗Expedition
ADOLF STEINER, Hamburg
Verzeichniss u. InSeærtionStarif der
r 253 hrif ιαÑαR
Pachzeitschriftoen *
IECalendeor. Coursbüeheor, Radeblã tter ete.
ienthaltend:
Bogen J. 197 Zeiischrifien für Handel und Verlehr!, Gewerbe,
Industrie, Afssecuranz und Finanzwesen.
Bogen II. 183 Zeuschriften für Haus-, Lande und Forstwirth⸗
chaft (Jagd und Sport) Gartenbau und Blurienzucht.
Bogen III. 50 Zeitschriften für Baus und Ingenieur⸗Wissenschaft,
Schifffahrt, Bergbau und Hüttenkunde.
Bogen IV. 92 Zeitschriften für Erziehung und Unterricht.
Bogen V. BS Zeitschriften für Heilwissenschaft.
Bogen VI. 79 Badeblätter und Coursbücher.
Bogen VII. 115 Kalender.
Bogen VIII. 39 Zeiischriften füt Militärwissenschaft, Schützenwesen
und Pferdekunde.
Bogen LX. 112 Zeischriften für Belletristit, Qunst, Musik, zTheater,
Unterhaltung.
Bogen X68 Zeiitschrifen für Naturwissenschaften, Pharmacie,
Mathematik, Astronomie, Metereologie.
Dieser mit großer Sorgfalt ausgearbeitete Insertions⸗Katalog
enthätt nicht nur alle deutschen, sondern auch die wichtigeren
englischen, französischen, italienischen und amerika⸗
I Fachzeitschriften nebst genauer Ungabe der Auflage
und bes Zeilenpreises.

Jeder Bogen wird einzeln abgegeben und an Inserenten gra⸗
tis und franco versandt von .
ADOIF Steiner, Annoncen-Expedition

IIanihurg, Neuerwall 12.
Officieller Agent sämmklicher Fachzeitschriften.
(Hauptagent der Presse“ in Wien.)

International Lebrinstitut.

Höôhere Handelsschulo mit der Berechtigung zum
ainjahrigen Militärdienst: sammtliche Abiturienten in 1874
und 1875 sind bestanden. — Vorbereitung zum einjührigen
Militärexamen, Polytechnikum etc. (über 200 Zöglinge be-
ztanden). — Pensionat mit strenger Disciplin. — Prospectus
qurch die Direction in Bruchsal (I 62137)

f Ein biederer Landbewohner, anscheinend unweit der dol⸗
nischen Grenze daheim, der in seinem kupferrothen Gesischt die Vor—
liebe für erwärmende Gettänke nicht verleugnete, wur de beim Ein—
sritt in ein Theater von dem Operngucker verleihenden Billetab⸗
nehmer gefragt: „Brauchen Sie em Glas 7“ worauf derselbe jedoch
infach erwiderte: „Nein ich trinke aus der Flafsche!“ I

Schlechte Seidenzeuge. In Frankreich werden seit
ꝛiniger Zeit schwarze Seidzenzeuge verfertigt denen man
vurch Anwendung oon Eisen⸗ und Zinnfalzen, adstreingirenden und
inderen Mitteln Körper und Gewicht verleiht. Solche Zeuge find
hne Haltbarkeit, nur darauf berechnet, auf kurze Zeit zusammen⸗
uhalten. Sie brauchen gar nicht getragen zu werden, sondern
jehen schon durch längeres Liegen zu Grunde. Diefe schwindelhaften
Zeidenzeuge sind meist für die Ausfuhr bestimmt. Ein großer
Theil derselben geht nach Deutschland, wo sie den zahlreichen
Schwindel⸗Geschäftsbetrieb liesfern. Wir jsehen uns zur Warnung
eranlatzt, beim Einkaufe von schwarzem Seidenzeuge sehr vorfichtig
u sein und nur bei anerkannt soliden Firmen dergleichen Einkäufe
uu mochen.

Ein neuec Insertions Katalsg für Fachzeitschriften, Kalender,
Fonrsbücher und Badeblätter ißt bei der Annoncen-Expedition
1dolf SteinerinHamburg erschienen, worauf hierdurch
esonders aufmerksam gemacht wird. (Siehe Inserat im heutigen
Blatte.)
Far die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeß. J

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In allen renommirten Musikalien-Randlungen
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Eben erschien das V. Heft (enth. Nro. 25-30
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und unter dem Titel: ,Der Oetaver hiusaser
herausgegeben von

Otts Standke.
op. 28. XNr. 25- 30 à 1 M., zusammen in Heft
V. nur 3 Mark.
Nr. 25. Der Lleine Postillon.
„26. Die Marseillaiso.
27. Ach, wie ist's möglich dann.
28. Durch die Walder, durch die Auen.
„ 29. Der Carneval von Venedig.
„30. Du liebes Aug', du lieber Stern.
Gegen Einsendung des Betrages erfolgt die Zu-
zendung franco.
Verlags- und Lager-Kataloge werden auf Wursek
gratis und franco geliefert.
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J. Friedrich, St. Ingbert.
3. Aug⸗ Seel, Zweibrücen.
5 PhioEhelins, Ludwigshafen

Frucht⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preis⸗
der Stadt Zweibrüchen vom 24.
Aug. Weizen 11 M. 23 pjpf.
dorn 8 M. 44 Pf. Gerste 2reih.
— M. — Pf. Gerste Areihige
— M. — Pf.--Spelz — M.—
Pf. Hafer 8 M. 15 Pf. Kar⸗
joffeln 4M. 60 Pf. Heu 8M.
50 Pf. Snoh 8 M. 3õ pf. per
Centner. Weißbrod 3 KKo
54 Pf. Kornbrod 3 Kilo. 76 Ph
ditio 2 Kilo. 51 Pf. ditto!
silo. 26 Pf. Gemischtbrod 8
stilo. 92 Pf. 1 Paar Wed 190
Bramm 6 Pf. Spelzkera O M.
— Pf. Dinkel 0 M. --P. Misch
tucht — M. — Pf. Rirdsl.J
Quol. 58 Pf. 2.2Qual. 52 Pf.
dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 62 Ph.
Z„chweinefl. 60 Pf. Butter!
M. 10 Pf, vper VBfund.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingber“
        <pb n="469" />
        ueed —6 Au: .* BB B

5 s Vn he rter 20 mneger

—— * —— ⸗ 2 d 1953 29 — 0

— E v

FJ —. — / —

Det St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Haupibl atte verbundene Unlerhaltungsblati, Sonnlags mit illustrirter Vei⸗
lage) erscheint wochentlich viermale Dienstag, Donunerstag, Sawmstag und Sonutag. Der Abonuementspreis beträgi vierteljahrlich
Mark 20 K.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärits wit 15 Pfs. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen

...mit 30 Pfg. vro Zeile berechnet.
———— — —
3 — —X A ae wn eet 4
AM 136. nen uu ιYνν Sonntag,/ den 27. August e e Niet æ . 1876
v 27* — —

32
—

Aaß

— —
——z——
—
266 Deutsches Reich. 337
Berlin, 24. Aug. Die Angaben, welche in den letzten
Wochen mehrfach über Verschärfung der Anforderungen für die
Berechtiguuge zum einjährigen Freiwilligendienst verbreitet worden
sind, sind nach Erlundigung an hestunterrichteter Stelle grundlos.
Man hat in den entscheidenden Kreisen an solche Maßnahmen um
so weniger gedacht, da man genöthigt war, in den neuen Provinzen
und vollends in den Reichslanden, wenn auch nur vorübergehend.
ich zu sehr hedeutenden Herabminderungen der Auforderungen zu
perstehen.
Berlin, 24. Aug. Hier eingegangenen telegraphischer Nach⸗
eicht zufolge sind die Panzerschifft „Kaiser“ und „Deutschland“ am
23. August Abends von Salonichi nach Malta in See gegangen
um nach Deutschland zurüchzulehrensnjn)d.

Gotha, 21. August. Gestern hat der socialdemolratische
Zongreß hex begonnen und hat folgende Resolution angenommen:

, Die sozialdemolcat'sche Partei wird mit aller Energie in den
Wohlkampf eintteten, um den Prinzipien des Sozialismus die
zrößimögliche Verbreitung zu geben und, unter Hinweis auf die
etige dionomische und politische Krisis, den Beweis zu liefern,
zaß Freiheit und Wohlstand nur in der sozialistischen Gesellichaft, zu
finden sind. . . .-.. J J

Aus dem Referal über den Gang und Stand der sozialistischen

Agitation in Deutj vland ersehen wir, daß dieselben durch 6 ssündige
Agitatoren (jetzt 8) gefördert wurde. RNeben den voll besoldeten
AIgitatioren werden an 14 Parteigenosien größere oder lleinere monat⸗
liche Zuschüsse im Betrage von Mark 25 bis 75 bezahlt, und es
haben dieseiben nach bestimmien Justruktionen ihre Reviere zu be⸗
arbeiten. Außer diesen stehen der Partei, als jast durchweg voll⸗
hesoldete und in Folge Dessen vollständig unabhängige Agitatoren,
aoch 46 Beamte (Redacteure und Expedienten r2c.) zur Verfügung,
von denen 37 auf die verschiedenen Parteiblätter kommen, so daß
man im Ganzen auf 54 vollbefoldete und 14 zum Theil besoldete,
der Rede vollfländig mächtige Agitatoren rechnen kann. Hiezu sind
noch 77 Redner zu zäͤhlen, welche sich als ein freiwillig Kontingent
zur Agitation stellen: Insgesammt 145 Redner, „welche alle die
Feueriause besianden haben.“ Was die Presse anbelangt, so wurden
n einem Zeitraym von 14 Monaten von den Sozialisten nicht
weniger als 12 politische und J belletristisches Organ (Die Neue
Weltij in's Leben gerufen. Insgesamumt derfügen dieselben jetzt
aber 23 polinische Organe und 1 Unterhaltungsblatt, mit zusammen
ast 100,000 Abonnenten. 15 dieser Blätter werden in Genossen⸗
cchaftsbuchdrucereien gedrudt, welche von Parteileuten gegründet
ind. Der Broschürenbetrieb, zählte nach Hunderttausenden von
Fremplaren.“ Der Parteilalender wurde in einer Auflage von 40,000

zertauft. — Man ersieht aus diesen Daten, daß die Sozialdemo⸗
tratie keineswegs unterschätzt werden darf.

Gotha, 23. Aug.Die hier tagende Versammlung deutscher

Sozial ⸗ Demokraten beschloß/ in der nächsten Reichstagssession ein

Arbeiterschugesetz durch die Abgeordneten der sozial stischen Waͤhler

u beentragen; ferner noch vor Schluß des diesjahrigen Kongresses

u den Fragen? Schutzzoll oder Freihandel? Schwurgerichte, Schöffen⸗
gerichte oder juriftijches Richter ⸗Kollegium d? und zur Eisenbahnfrage

—X—— (K. jr. Pr.)

Ausland.
Naris, 25. Aug. Die „Agence Havas“ erhält aus Wien

—X

amtlich das Consuiarcorpo zu sich und theilte demselben den Wunsch

mit, Waffenftellsiand und Frieden zu schließen. 2

Belgrad, 24. August, Nachmittags. (Offijiellet serbischer
Bericht.) Gestern am fünften Kampftag, griffen die Türken mit
aller ihrer Macht unsere Stellungen bei Sanct Stephan an, wurden
ader zurbckgetrieben. Unsete Infanterie focht mit großet Bravour,
die Artillerie verutsachte den Turken große Verluste durch ihr con⸗
urgirendes Feuer. Nachmittags griffen uns die Türklen auch am
linten Morawaufer-an, wurden aber überall unter Siegesrufen

mnseret Truppen zurlckgeschlagen. Heute Morgens 6 Uhr, als
ansere Truppen das Feuer eröffneten, rückte det Feind gegen unsere
Berschanzungen vor, wurde aber gezwungen, sich zurückzuzieh en. Bis
u dieser Slunde wurde der Angriff nicht erneuert.
Bermischtes.

4 Landau, 24. Aug. (L. A.) Gestern nahm der zwoͤlf⸗
ahrige Sohn der Wittwe M. einen durch Erbschaft in'g Haus
elommenen sechsläufigen Revolver, welcher, ohne daß man es wußte.
aoch 4 Schüsse enthielt, und drückte in dem Augenbliche im Zimmer
Pb als die Magd den Mitlagstisch dedte. Die Kugel drang der⸗
Aben dor dem echten Ohr aim Oberkiefer ein und fuhr im liuken
Winkel des rechtes Auges wieder heraus. Das Mädchen wurde
n's Spital gebracht. Da die Sehkraft des Auges sich heute wieder
angestelit hat, jo ist zu hoffen, daß dasselbe gerettet voirtdd.

754 Friedrichshafen, 22. Aug. Heute Abend wurde mit
dem Bahnzug von Bruchsal ein des 7fachen Mordes beschuldigter
Haftwirth Siega aus Maniago in Italien, welcher, seit zwei Jahren
luchtig, in Schmaltalden verhaftet worden ist, in Begleitung eines
reuß. Polizeibeamten und Gensdarmen hier eingelieferr, um in
Rotschach der schweiz. Polize behörde zum Weitertransport über den
Splügen überwiesen zu werden. EGchw. M.)
Das Okloberfest in München, mit welchem eine Auestellung
von Preisthieren und landwirthschaftlichen Geräthen verbunden ist,
»eginnt am 1. Oltobe..

4Worms, 21. Aug. Uls Beweis, wie schwunghaft von
dier aus der Zwetschgenhandel rheinabwärki beirieben wird, mag
zienen, daß am 17. d. 24,820, und am 20. ds. 44,275 RKilo
hier am Rhein verladen wurden.

In Gillenfeld in der Eifel brannten am 18. August
zs Wohnuhauser mit Oelonomiegebäuden vollständiz ab. Ein

Menschenleben ging dabei zu Grunde. — Ein am 20. in Var ne
sru p. Westphalen, ausgebrochener Brand legte 24 Haufer in Asche.
In Prag brannte am 22. die Abam Fischer'siche Oelsabrik.
die größte Oesterreich's, nieder. Der Schaden soll sic, auf 600000
I. belaufen. Entlassene Arbeiter sollen das Feuer gelegt haben.

rLondon, 22. August. Ein eigenthümlicher Unfall er⸗

ignete sich am vorigen Sonnabend Abend eiwa 1 1/4. Meile dvon
er Stanion Marthya der großen Wesbahn⸗ Die Gewäafser eines
eben dem Bahngeleise laufenden Kauals brachen durch ihrt Dämme

am Eingange eines Tunnels, als denselben gerade ein mit 200

hassagieten hesezter Zug passicte. Der Wasserstrom ldschte das

Feuer ver Locomoribe aus und der Zug getieth' innethalb des

unmels in Stillstand.! Das Wasser suüeg rasch und die Passagiere

nußlen auf die Dächer der Waggons steigen, von wo sie mittelst
zeiern in Sicherheit gebracht wurden. Um die an fich unangenehme

Zituatior zu erhöhen, raste zur Zeit ein furchtbares Gewitter.

Am 14. d. sand auf dem Bahndofe der Gree Western

Raͤlwah zu Bristol ein Zusammenftoß zweier Züge Katt. Es

vurden dabei 34 Personen verletzßt.

7 Athen, 19. Aug. Dem „Messaget d'Athenes, wird aus

Rhodus, 12. Aug., geschrieben Geftern Abend brach hier ein bis

um Morgen dauernder Brand aus. Ueber 100 Magazine und

guden sind ein Raub der Flammen geworden. Die türlische Gar⸗
nison vollendete das Unheil. Zum Löschhen herbeigernfen, hielt sie

g für besser, den Inhalt der Magazine auf eigene Rechnung zu

cuen und die armen Christen, die ihre Habseligleiten und Waaren

etlen wollten, zu vertreiben.
Gemeir u biges.

Ueber eine Neuerung in der Ausführung von
Rohrdeckenputz, die durch den Maurermeister Sembiner zu
Zatschtau in Schlesien seit mehreren Jahren angewendet wird; be⸗
ichtei Herr Kteisbaumeister Reuter in Streblen. Dieselbe besteht
in, daß daß Mauerrohr aus einem besonders consiruirten Wes-
        <pb n="470" />
        stuhle mittelst dünnen Vathes zu regelmästen Tafeln don beliebiger
Länge vereiidt wird, walsche —B 5— zur g
haben. Die Tafeln, welche sich betzuem zusammen-dllen und ver
sendets lassen, werden an de 2730 aufgerollt
und festgenagelt, Was selbstverständlich eine erhehliche Zeitersparniß
bei Ausführung des Putzes bewirkt, während gleichzeilig eine durch⸗
aus regelmäßige und Zleiche Lage der Rohrstangẽ FJarãnser Mi
ndetertfeitzn werdimefreili ide sortfalnige Coalrdie“ der Achtit: er·
sprdersich/ da die Wefahr qeht? nuhe Aegt- daß dier Befestigung der
Tafelnꝰ am · Holswertim ungenligender aend oderflächlicher Weije derfolgt
und der Puß dann in groͤßeren Flächen sich ablöst; zum Mindesten
—— ——
I gelegtes Netz von diagonal gespannten Drähten für un
itbehrich. Der Preis der Tafein vom Fubrikorte (Paishkauf steUt
sich auf 1,7 Sgr. pro Veter.
Meie Bausteine. Arnß in Plagwiß bel Leipg ecrhien
don den gieisten europäischen Staqten: ein atent aufgeinge neue
In vᷣn pelyc die — 9
ebigen Anep — — andigen.
Bulachten Ubern * —V80 deim ——— oleichlonimenden
Preßquadern sagt uͤber die consiructive Anordnung derselden woͤrslich:
Mar am vvrgervSwoßstacher nyebruchten
Fulze in zweckmäßiger Weise, zicht blos den Durchzug der Luft ber⸗
dindern, sondern quch gegen die Verschiebung der Quadern in
rgend ciner Richtinin vollsihndige⸗Sicherheit gewahrenne Da über
bie⸗ die Quader gunz! glalte Fiachen haden, witde die Anwendung
von Morrle sowbole sum Verfetzennals zum Verputzen Unnöthigh
Soll dein! Haus äus diesen Steinenro ekrichtete werden, so Ast! der
Vtunde bis jux Sogelhohe An gewohriticher· Weise, aber mit volleg
wagerechtet Obera he herzustetten unddun seden iwonig itdench
dhne daß s eies Wunkels odet eines Loihes bedarf dhnleldatt,
Kelle, Daͤmmer X. die Sleink aufeinusder mir eine⸗ Hebevorricht ung
if eee ginch Bewurf und! Putz ist unnggtthag md vaseHaa⸗
sofort bewbhnbar.r Ebenso konn Lin solches Haus abgettagen und
in jeder Entfetnung swicder auf hebluut wardene un ns
—
— — Predaction veragn wortlih : 8. —W —7

Arbeiter⸗Bildungsverein und e Gewerbe Nusstellung
resp.. Gettehzmigung -xffentlich ing Wirthslokajen ganz/ gemein
—E Solchen —8 — lose, auggeschüffe ne Mund
durch achstehende, wörllich 53 —A
hoffentlich gestopft wegem. De de puen 7
.„Da aus dem mit Bericht vom 11. :. Mis. vordekegten im
Anschluffe zurückfolgenden Verhandlungen hervorgeht, daß der Ar—
beitere ildungs Verein im St. Ingberto in: Wirllichlen die X
des Aebeiterstan des unde ie Focheruug ⸗er JIuterefen desselben am
strebte, oso wird hiermit diesem Verein die Genehmigurge zur Ver⸗
anstaltumg ainer im September Jl. J. statifindenden Beridosurg von
Vewerhes und Industciegegenständen nach dem porgelegten Verloo⸗
sunge—plan vom I1. Juu I. J. ertheut. Hiernaqh ist dem gedachlen
Berein. adie i Bezausgabung von Loosen im Mariniolee rage von
3000 Stüsk, das Stück à 50 Pfg. gestattet.
Die Soose sind ·much Art. 28 und detehimgswetfe Aet 6
Abs. 5 lit. a des Gesztzes bom 8. RNovember 1875 „Abänderung
des Tax⸗ und Stempeilgef zes betreffend,* bon der Stempel
puidee - n
Vien beiden neuesien Tiemera dee JNutst ra eiten

Zeitung (pierbeljaͤhrlicher Abonnementspreig y. A0)entyalten
t. Die ⸗Moden⸗ Nummer (83)2 Haus⸗ und Promenaden⸗ Thdi⸗
Aten, einzelne Nebetlleider, Fichl aue Spitzen Hüte gestrickte
Pelerin⸗, »VTuch aus Rahmenarbeit Unteckock mit Sriderei.
Unzge für junge Madchen und Kender, auch eine XD
Taille . Hütchen-nd Lätzchenfür⸗ hanz leine Kinder Ferner
Zirchenschnuck (Paramente) Albe, Casuia, Rochet, Stola, Manipel
Bursa. Velum, Purificatorium, Palla, mit verfchiedener: Slickerei.
Güriel⸗ und⸗ Arbeitstaschen aus Kaüpfarbeit und Suickere auf ge⸗
preßßtem Sammet, Koͤrbchen mit Holzmalereirund Stickerei, Fleisch⸗
beutel, Häkelarbeit. Stickereien mit und ohne Auflagen für Möbel
und Pantsffeln, Nreuzstichstikerer auf Teinwandin —7 Ge⸗
shmack für⸗ Dechen, Handilicher re Kreuzflichmuster auf Canevas ju
Schuhen,“ Kssen ꝛc. Trabaten-Ende (irische Spitzenarbeit ouf Tülh),
Spitzen, Eirsche, und Carregu in⸗irischet Spihenarbeit, Filet Gu⸗
bürt, »Durchzug; in Tulll, gehälkelke, wier auch gestridte und geknüpfte
Fransen/ mit7 1. Abbiidungen; und einer Beilage mit 18Schnitt⸗
nnstarnverschiedenen Sticke eiborzeichnungen und Namensch ffren.
2. Die Unterhaltungs-Nummer (84): Von der Hoͤhe von
OttilieWardermuih. Schioß VTirvi Von De. Eri gu
bergex. —Gmwas Aber 2, Unsere lieben Frauen“ auf der Phila⸗
delphier KRusstellungeVon Ado Brachys gel.Der Gorifla
des Berliner: Aquarivmsz. Von Dr. Otud Hermes Im
Deyidale von Denrig de — Einige Kopel uber Spihen
Bon Jakob Faͤlte 8. Vieschiedenesn Briefmappe. Frauen⸗
VZedenllage.“ 2Ferner! folgende⸗ Illustrationen? Weg zum Schloß
Tirol. Von Paul Burmeist er. — Gorilla und Chimpans⸗
im Betlkner Aquarium.“ Von Ernst Gefsner. * Der Umhauser
Basserfall im Detzthale. Von Georg Engelhatgit. gia⸗
lienische Reltef⸗Spihea foghami mit brided: “ iιuu

3. Eingesandte6
Porhzeffernkrafeniin enbch wie Genehmigung hetteffs der
e Sisete un ein. Das Wohllobtiche Burgermelster⸗
anit Uberindtielte diefegoe soförl dein Voörstander dez hiestgen Arbeiler
Vibungkoereinß der disbatd dad Winnde en
u. sich mit demselben dahin gussprach eine Bersamnhung ammmicher
Nussteller anuberaumen,“ um mit Uehereinftimming derfelben, ben Tag
der ntun zu fiiten. hrther Wuhr heinlichkeit nach wirb die Aucfe
lung erst in ben at ften Togen bez Vith. Ott. roffme werden thunenh urnd ha⸗
mit den Ausstellern zur Anfertigung ihrer Gegenständk meht Zen zu ge·
wahren.Wohl bitren l weden teter d Linige nichle huend ⸗
Vielschwͤtzet, Aie fut guten, dus Wohl der Etadt fordernde Zwech
teinen Sinn haben si gleichsam zum Geschafte gemacht, übee den
— —.— —
α — LI. LEMI .
3 GEinladuug
n
Zuf bee nte 7 —V — Ihr, im
Cafs Hobrer Aa n e r behufß Besprehung dir
J ne bν Qeodau reijer At
—— — 3 23 α
3 ,
wozu allen die sih dafüůr uteressiren.defouberd Prieger⸗
Arbeiterbildunga⸗ umd· Musikverein bhöflichst eingeladen
werden noe — —ED
iie ilti Ctt tits »a *283 5 3554 3
— M ehrere Deuitsch G esinnte.
Sehr wichtig für Zrauen1
Frauen, weiche an Senkungen, Vorfällen ieiden,
werden · odne Ninge⸗ ohnt Bandagen gründlich geheut von
Frau Braunin Eanstadt, Werdersicaße g, gin Vaunbefe.
Dieselbe kommt blos Rreitag, J. Bopt. nach Hom burg
e Zumr Pfal 3und ist pon Früb 8 Ugr an vog allen an
ungen Vorfällen, Krämpfen, und von allen Hä,
morrhoihenLeideDen zu sprechen. ——
Memen werheu Gonnetn und —— 55
M Kunden zur Nachricht, Vreißelbeeren
daß q Iu Irder Zeit mit Otafere versende Nach erforgter Rerife in
arbeit dienen lann, micht wie nfer Qualität, das Liter zi
jasuraer Meije ausanipreng · ⸗ gyfg· 3 44
wurde ich fei sokrault, daß ich Beftellunqen erbutes“
nicht arbeiten lönnte. J SFrau SDchmitt.
EEari Schütz. Giaset. » Bütgenbach, postlagernd.

»4278 1756
Axbeiter⸗Bildüngs⸗
e Verein. .
BZu der Samstag, 26.
August/ Abends haiß 0 Uhr
im Vereinslokale stattfindenden
General⸗VBersammsung
werden saͤmmiliche Aue fteller der
BGewerbeaussiellung hiermit freund⸗
bichst eingeladen. Um zahlreiches,
puͤnktliches Erschelnen wird! ge⸗
beten.
2 Tagesordnung: 25
Etöffnung der Bewerde-Aus⸗
stellung betreffend.

Das Ausstelluugs Eomite
Gleichzeitig werden zu der am
Montag Abend halb 9 Uhr statt⸗
findenden allmonatlichen

Generalverfammlung
die Mufoslieder, gedachten
Vereins höflichst eingeladen.
Dder Vorc .
HanufCouverls,
nit Njeder beliebigen Firma be
hruckt, sind billig zuß haben ip
der Druderei pon —EVR
XM.

.. —
Besßes Hustenmittel
Trauben⸗ Brusthonig
von vielen Aerzten und gene⸗
senen Personen aller Stände
und Clossen em⸗n —R
pohlen. ebn JAB
— 2
den 58 — 3* 5
rungshuflen von Vo 9
3.Dlasche 1 12 und 18
Mark in Strisnober
2. Friedrich·
Ohne vbigen Fabrif ——
n feint Fiusche 1.

Frank furter xνασ
vom 24. A4ugust. 1876.
——— — —*

Meæeαο A. Pe
—XEXE
Pistolonr... *.
onan 10.8. inct, 6668 6.
Randdukaten. 931462
0Frankent ue. G6 21425
—X
Rucische Inwerinlæ. 1869474
Dollar in Goid 4162419
—— — —

24 614—

22 —
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—

X
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        Slt. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage), erscheint wochentlich Viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonne mentepreis beträgt vierteljährlich
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mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 137. Dienstaa,/ den 29. August 1876

Jeuisches Reich.

München, 24 Aug.. Beseelt von dem Wunsche seinem
Bolk ein dauerndes Denkmal landesväterlicher Liebe zu hinterlassen,
und durchdrungen von der Ueberzeugung, daß die Förderung der
Jugendbiidung, insbesordere so weit sie für den Dienst des Vater⸗
andes geschieht, für das öffentliche Wohl den reschhaltigsten und
egensreichsten Erfolg verspricht, hat Se. Maj. des Königs in Bott
uhender Hr. Vater, König Max D. Majestät, die Errichtung einer
Anstalt beschlossen, welche bestimmt ist, die Etlanzung der zur
Losung der höheren Aufgaben des Staatsdienstes erforderlichen
wissenschaftl chen und geistigen Ausbildung zu erleschtern. Da es
zem Berblichenen nicht mehr beschieden war jene Anstalt selbst noch
ns Leben zu führen, so hat Se. Maj. der Koͤnig zufolge allech.
Stiftungsurkunde d. d. Hohenschwangau, den 20. d. M. die von
dem ollergnädiosten Stifter getroffenen Anordnungen vollzogen.
Der hierdurch vollzjozenen Stiftung (von 800,000 fl. — 1,871,428
M. 571 Pfa.) wird in der Eigenschaft einer selbständigen öffent⸗
ichen Unterrichtsstiftung unter der Benennung Kgl. Maximilianeum“
zie landesherrliche Bestätiçgung ertheilt. —

München, 26. August. Die Verwendunq der Kavaller'e⸗
—XVD—
der Kavallerie in einem von Franltireurs unsicher gemachten Lande
ießen das Bedürfniß einer guten, weittragenden Feuerwaffe für
ieselbe als unabweisbare Nothwendiglkeit hervortreten. In Preußen
vurde dem entsprechend ein von einer Kommission eingehend ge⸗
xrüfter, dem Infanteriegewehr Musser 70 entsprechend konstruirter
darabiner eingeführt, der nun auch für die bahyerische Reiteret un⸗
jenommen wurde und sonach der erste Repräsentant des Maufer⸗
Jewehres in der bayerischen Armee ist. Wie ich höre, sollen saͤmmte
iche Chevauxlegers -Regimenter, von jeder Eskadron der Uhlanen⸗
ind Kürassier-Regimenter 32 Gemeine, sowie die berittene Mann⸗
chaften der Trainbataillone und Administrationen mit dieser Waffe
usgerüͤstet werden. Als Ersotz des Kavallerie-Pistols wird ein
Kevolber in der ganzen deutschen Reiterei eingeführt werden.

München. Das Gesez⸗ und Verordnungs-Blatt Nr. 39
nthält zwei Allerhöchste Verordnungen, d. d. Linderhof den 17.
Jug. Die eine betrifft die dienstliche Stellung und Besoldung der
hauptlehrer an den Präparandenschulen des Königreiches und tautet
uso: 8 1. Den Hauptlehrern an den Piäpara denschulen des
dönigreiches werden die Rechte der Staatsdiener eingeräumt. 8 2.
dieselben werden hinsichtlich ihres pragmatischen Gehaites den
Zemmarlehrern an den Schullehrer⸗Seminarien des Köaigreiches
leichgestellt. 8 3. Den Haupilehrern an den Präparandenschulen,
pelche bereits vor dem Erlasse gegenwärtiger Verordnung angestellt
norden sind, verden Wir die in dieser Eigenschaft Screits zurück⸗
elegte Dienstzeit bei Bemessung der Dienstalterszulagen in Anrech⸗
ung bringen lassen. 8 4. Gegenwärtige, für alle Landestheile
iltige Verordnung tritt vom 1. Jan. 1876 an ia Wirksamkeit.
gleichzeitig erlöschen alle entgegenstehenden früheren Bestimmungen.

König Ludwig II. erhob zu seinem Doppelfeste, Namens⸗
ind Geburtstag. den Reichsrath Niethammer mit beiden Söhnen in
en erblichen Freiherrustand und ernannte den commandirenden
general des ersten Armee-Cotps, v. d. Tann, zum Großkanzler des
nilitärischen Mox⸗Joseph-Ordens.

Berlin, 25. Aug. Es verlautet in fonst gutunterrichteten
dreisen, daß die deuische Reichsregierung sich für die Betheiligung
ei der Par ser Weltausstellang von 1878 definitw entschieden. Die
Zräsidentschaft der deutschen Sektion soll nach derselben Quelle
Irinz Friedrich Karl übernehmen.
Ausland.

Paris, 26. Aug. Der „Agence Havas“ wird aus Wien
elegraphisch gemeldet: Dem Veinehmen nach würden nach den voraus⸗
egangenen Beiprechungen zwischen den Pariser Vertragsmächten
immtliche Machte, mit Einschluß von Rußland, als Friedensgrund⸗
»gde nachfolgende Punkte vorgeschlagen: Erhaltung des Fürsten

Milan auf dei Throne, Zahlung einer Kriegsentschädigung von
Seiten Serbiens, Einräumung des Rechtes an d'e Türkei, eine
in der rürlischen Grenze gelegene Festung Serbiens mit einer Gar⸗
nison zu besetzen.
.. Pactis, 27. Aug. Das ‚„Journal officiel“ veröffentlicht ein
Deeret des Präsidenten der Republik, demzufolge vor Ende diefes
Jahres in ganz Frankteich eine Vollszählung vorgenommen werden soll.
Belgrad, 27. Aug. (Amilsche Meldung.) Die Armee des
Beneral Tschernaseff hat gestern die Offensive ergriffen, im Vor⸗
ücken Stanzi besetzt und die türkische Stellung zwischen Dobrajewatz
ind Katun angegriffen. Mittags erhielt die Armer Fühlung mit
em über Arandjel herangerückten Corps des Oberst Horvatovicß.
Obwohl der Kanpfevon früh bis Abends dauerte, sind die Nerluste
der Serben, Dank dem unebenen Terrain, doch nur unbedeutend.
Bom 8. Verbandstag der deutschen Müller und
Mühlen⸗Interessenten. A —

Der deutsche Müllerkongreß, welcher vom 18. dieses Monats
zis zum 18. in Nürnberg tagte, war von allen Seiten her äußerst
ahlreich besucht, da die mit demselben verbundene Ausstellung der
neuesten Maschinen, Mühlsteine, Walzen und dergl. jeden nur
inigermaßen Interefsirten anlockte. Es ist daher nicht zu ver⸗
dundern, daß in Nürnberg fast kein Logis mehr zu fiaden war;
ille Gasthöfe waren schon in den ersten Tagen überfüllt, und es
sst nur der werllich großartigen Gastfreundschaft der Nürnberger
uzuschceiben, daß die Leute in Prwatlogis Unterkommen fanden.
An 2000 Müller von dem Verband selbst waren dort vnd wohl
an 800 Bäcker, welche ebenfalls ihren Verbandstag dort abhielten,
dußerdem noch biele Täusende, die weder dem einen noch dem
undern Bund gngehören, sich ader dennoch für die Sache interes⸗
irten. Das — tann in seinem ganzen Verlauf als ein in allen
Theilen sehr gelungenes bezeichnet werden. Hauptsächliche Erwäh⸗
zung verdienen der schöne Ausflug ach dem Schmausenbuck und
ie Abendunterhaltung auf der Rosenau, bei welcher ein drillantes
Feuerwerk abgebrannt wurde, für das die Stadt Nürnberg allein
00 M. beigesteuert hatte. Für den Fachmann war natürlich die
teruationale Ausstellung die Haupisache, um so mehr, als sich
eder Fabrikant ꝛc. die größte Mähe angethan hatte, un einen
zhrenpreis zu erringen. Die Ausstellung sollte, wie aus dem
Zrogramm hervorging, durch den Minister von Pfeufer eröffnet
derden — was aber in der That durch Se. Exc. den Regierungs⸗
crektor von Feder aus Ausbach geschah. Aus der Pfalz hatten
wer Firmen ausgestellt, welche beide als erste Sieger preisgekrönt
vucden; es find dies die Firma Aug. H. Marhiin in Neustadt
1. d. Haardt, wlhe für Champagner-Mühlsteine und Mühlenuten—
ilien die für diese Branche einzig bewilligte goldene Medaille er⸗
ang, und die Firma Gebrüder Pfeifer in Kasserslautern, welcher
ie silberne Medatle für Maschinen zu Theil wurde.

Die Firma Aug. H. Martin stand bei dieser Gelegenheit zum
tstenmal in einer größeren Ausstellung den ältesten und dedeutendsten
Fabriken von französischen Mühlsteinen gegenüber, und mußien selbst
ie Franzosen, die hervorragenden Leistungen anerkennend, derselben
)en Ehre. preis zusp echen, somohl für die bis jetzt nicht dagewesene
éeine Arbeit wie für die seltensten und besten Material en, die das
eichhaltigste uud bestassortirze Lager in Rohysteinen auf das Un⸗
we felhafleste beku.deien. Dieser erste Sieg der deutschen Muühls
teinindustcie gegenüber den bisher so sehr übermüthigen sranzösischen
Fabrikanten ist ein Triunh nicht allein für die pfälzischen Jndu—
triellen, sondern für gauz Deutschland, und hat Herr Aug. H.
Martin somit die fruher so oft bei uns aufzeworfene Frage, ob
nan in Deuischland französische Mühlsteine machen könne, de der
ranzösischen Arbeit ebenburtig seien, durch seine eifrigen Bestreb⸗
ingen in glänzendster Weise gelöst.

Die Herren Gebrüder Pfeiffer in Kaiserslautern hatten eine
Ddampfmaschine von 8 Pferdekräften ausgestellt, welche bedeutend
zrößeren Maschinen gegenüber den Sieg erranug durch elegante,
        <pb n="472" />
        saub ere z solide Arbeit, eine große Anerlennung in Anbetracht

der zahlreichen Bewerber um den Preis. J
Hocherfreut über die Erfolge unjerer pfälzischen Indußrie

wunschen wir derselben ein ferneres Wachsen und Gedeihen.

aih e, Rermischtes.

fAm Kaiserslauterer Polizeigerichte wird demnächst eine
dankenswerthe Neuerung in's Leben treten. Während bisher sämmt⸗
liche Parteien und Zeugen auf Morgens 8 Uhr geladen wurden,
was zur Folge hatte, daß Viele einen ganzen Tag versäumen
mußten, sollen die Ladungen tünftighin so dusgeftellte weeden, daß
die eing Hälfte der citirten Personen Morgens, die, andere Nach
mittags' zur Verhandlung kommt.

— 4 Die „Pf. Z.“ schreibt: Die Erhebuagen über die durch
das letzte Hochwasser entstandenen Schäden im Bez'rke Germershem
sind nunmehr beendet und beziffern einen Gesammtschaden von
772,628 V. Hievon treffen auf Germersheim allein 245,547
M. Im Uebrigen fsind die Gemeinden Sondernheim, Hördt,
Leimersheim, Neupfotz, Wörth, Hagenbach, Pfotz, Neuburg und
Betg, weiche an dem Gesammtschaden participiren, un so mehr zu
bedauern, als bis jetzt an eine Bestellung der Felder für Herbstfutter,
wegen der auf die Nässe folgenden Trockene, nicht zu denken war.

7 Die „Sp. Zig.“ schreibt: Welche Wirkung d'e Hundesteuer
im Bezirke Speyen ausgeübt hat, dürfte aus den folgenden Zahlen
zu entnehmen sein. Im Januar 1876 wurden in den 28 Gemein⸗
den des Bezirks 2418 Hunde der vorgejchrieben Visitation unterstellt.
Zur Hundesteuer wurden im Juli und August jedoch nur 1232
Hunde angemieldet, ergibt sich sonach ein Abgaug von 1186 Stüd.
In manchen Gemeinden gab es in den kritischen Hundztagen ein
heißes, den Hunden verhängnißvolles Schlachten. Speyer hat 106,
Ludwigshafen, 100, Mutterstadt 93, Friesenheim 74, Boht 74,
Mundenheim 73, Schifferstadt 68, Rheingönnheim 55, Otterstadt
44 Hunde durch die Hundesteuer verloren.“ Voraussichtlich wird
nach Neujahr eine weitere Reduttion erfolgenn, wenn der gunze Steuer⸗
betrag pro 1877 auf einmal erlegt werden soll.

7 Darmstadt. Hier hat man sogar im Militärstrafgeseßbuch
eine Lücke entdeckt, die man schleunig auszufüllen gedenkt. Ein Dra⸗
goner nämlich, welcher s. Z. eine freiwillige 6wöchentliche Internir⸗
ang bei seinem Schatze, einer Koͤchin in der Neckarstraßge, dem
Kasernemleben vorgezogen, konnte nicht wegen „Desertion“ verur—⸗
theilt werden, weil er die Garnison nicht verlassen hatte. Er kam
wegen „Kasernenschwänzens“ mit einer gelinden Strafe davon.

f4 Ein Toast *doltke's. Bei dem Festmahl, welches die
städtischen Kollegien von Chemnitz zu Ehren ihres hohen Gastes,
des General-Feldmarschalls Grafen 3. Moltle, veranstalteten, hat
der „große Schweiger“ folgenden Toast ausgebracht: „Es gibt
Zeitperioden, in denen einzelne Klassen des Volkes eine hervor⸗
ragende Rolle spieien. Eine solche Percode hat das deutsche Volk
yor sechs Jahren durchlebt. In denselben Tagen vor sechs Jahren,
in denen wir heute leben, von Vionville bis Sedan, sind eine Reihe
zlänzender Siege von den Deutschen erfohten worden, zu denen
zin General wosentlich be'getragen hat, der jetzt die Königskrone
zrägt. Jetzt leben wir wieder in einer Zeit des Kampfes, aber
eines Kampfis, der nicht auf blurigem Schlachtlelde ausgekampft
wird. Es ist ein Geisteskompf mit demselben Nachbar auf dem
friedlichen Boden der Völkerentwicklung. Möchte dieser Kampf mit

Sehr wichtig für Jrauen!!!

Frau Braun kommt blos Freitag, J. Sept. nach
Uomiburg Hotel „zur Pfalz! und ist von Früh 8 Uhr an
bon ollen an eeen Vorfällen, Krämpfen, und
don allen Hämorrhoiben Leidenden zu sprechen.
Die rottende Hand Jugendspiegel:: biotet, mogo
Jederergreifen, der anSchwache-
uständen leidet. Für 2 M.,
rersendet es W. Bernhar-
idi (jetzt in Presden-Bla-
sewitæ) discret in Couvort.

welche den unglücklichen Op-
fern der delbstbefleckung und
geheimer Ausschweifungen das
berũhmteé Original-Meisstetwerß

tbenso glänzenden Sicgen enden! Ich bin heute Gast'einer hervor—
ragenden Industriestadt, die diesen Geisteskampf mit durchzukämpfen
hat, und wünsche ihr als besten Preis des zu erhoffenden Siegs
rine fortdauernde, fröhliche und kräftige Entwicklung und bringe ihr
meinen und meiner Oifitiere Dank dar. Chemnit hoch!“

7 Aus Westfalen, 21. Aug. Wie man aus Dortmund
schreibt, ist die Zeche „Adolf von Hansemann“ bei Mengede gänzlich
ersoffen. Man war auf derselben noch mit Schachtabteufen beschäs⸗
figt und bis auf ungefähr 200 Lachter gekommen, als man eine
das Schachtgebirge wagrecht durchlaufende Kluft anfuhr, die in der
Minute 150 Kubitfuß Wasser lieferte. Die Wasserhaltungsmaschine
war mangelhaft und der Zufluß, daher nicht zu bewältigen; auch riß
zun Unglück noch ein Förderjeil. (Rh. u. R.⸗3.)

7Ratibor. (Ur-⸗Ur-Großmutter.) Dieser Tage erreichte
eine Altersgenossia des greisen Feldmarschalls Wrangel, die Wittwe
Auguste Krämer hierselbst, durch die Niederkunft der ältesten Tochter
ihrer ältesten Enkeltochter mit einem Mädchen, den seltsamen Titel
Ur⸗Ur⸗Großmutter. Die Greisin erfreut sich einer außerordentlichen
Frische und Lebhaftigkeit des Geistes, und ihr Gesundhe'tszustand
sst in Anbetracht des hohen Alters von fast 93 Jahren ein be—
riedigendet. Die Dame zäühlt 102 lebende Kinder, Enkel, Ur⸗ und
Ur⸗Ur⸗Enkel. —

f Aus Paris, 19. August, wird gemelden: Es findet für
die Fleischversorzung von Paris ein wichtiges Erperiment statt.
Uebermorgen geht von Rouin nach den La Plata-Staaten ein Schifj
ad, dessen untere Räume auch am A⸗quator nahezu die Temperatur
einer Eiegrube bewahren. Das Schiff ist zur Beförderung frischen
Fleisches von La Plata mach Paris bestimmt. — Da auch in
Frankreich der Wein mehr und mehr mittelst Fuchs ins gefärbt wird
wurden die hiesigen Mauthaächter beauftragt, aus jedem Faß Wein,
das die Schranken passirt, eine Probe zu entnehmen. Jede Wein
probe wird chemisch untersucht und die Fälscher werden strafrechtlich
verfolgt.

7 In Wool wich wurde der Bau eines nuen Tunnels unter
der Themse begonnen. Er ist dazu bestimmt, eine unterirdische
Berbindung zwischen den Grafschaften Essex und Kent herzustellen.

—
Gemeinnüttziges.

Kift zur Befestigung des Kautschucks auf Metall
Da man sich zur Herstellung, von Verbindungen zwischen Dampf
znd anderen Röhren-Apparaten gegenwärtig fast ausschließlich der
dautschukplatten u d Kaurschulringe bedient, so wird die Unmög
iichkeit eine dichte Verbindang zu Stande bringen, öfters sehr un—
maenehm empfunden. Durch Anwendung eiges Kittes, welcher
ebensogut am Kautschuk als Melall oder Holz haftet, läßt sich je—
doch der bezeichnete Uebelstand gänzlich beseitigen. Dieser Kirt
wird bere tet, inde a man pulvetisirten Scheslack in dem lOfachen
Bewichte stark Ammoniaks einweicht, wodurch man eine durch⸗
icheinende Masse erhält, welche in 3 bis 4 Wochen, ohne Anwend⸗
ang von heißem Wasser flüssig wird. Die Früssigkeit macht den
Zautschuk weich. Nach Verflüchtung des Ammoniaks erhärtet er
doch und wird für Gase und Flüssigkeiten undurchdringlich.

— 2 28——
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demetz.
— — —

Merg werthen Gönnern und
Kunden zur Nachricht,
duß ich zu jeder Zeit mit Glaser⸗
arbeit dienen kann, nicht wie
älschlicher Weise ausgesprengt
vurde, ich sei so krank, daß ich
nicht arbeiten könnte.
Carl Schütz, Glaͤser.

Die
Buch- und Stein-
deuekerei
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F. X. DEMENZ

Loistenbruch⸗

sowie Jedden Bruenh heile

ich schnell, sicher u. gründliech.
Ueber 1000 geheilt.

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tungen i sen, wie bei
die ANS. nestole
Porlo und Spesen befindet sich
in der Annoncen⸗-Ex⸗
neg uugortenae. Rudolf Mosse. Frankfurt a. M.

Megh nn
— —
BæAßææ ẽe—— ———— — ——— ———— ————— — ———————————,„ — DVDV
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
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*—3535 229 7553—5528
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* 75 2255 53 20 27 2 *28 — * 22
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—7 — 7282487* 3522 5 8 *8866 60 — — —
—— — 5 525 55 27 8 —38 —— * *
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5 3 5 535 3385* 5583 —A
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223 35352* 2—2—— 883 —7 * 2022,3 — 5*8SOO8— 2*
— —33 —33 233 3—— 35330—32 523558
5—— ——3332— 52— —238 5 —5322 2255
A—2253225 —2 2—* 2——2 3—7—28
——2 — 8 5520 ———2—5—25
— 5z25523 —5582 —— 5 52* ——
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2 6 38335553 ———
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z3 3 3 83 33 375
* 2 * 2* 232823. * — —
3 8 33 877
22 2 2 2 8
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35535385
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285*5 —z 23 553
* 3z235. 2*8 222 555
3B 7 * 3
28 53—
25z3335 3357 2323357*
8 i 2 — — * —A——— * — —
27555323 2335 —A E 255352 2 — *
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2 —
5 ——
— —3 22* — 2E —.3 852 22 35328 8
3351365 —5 32382 —— 8 — 336a3555
2 —— —A — 23: 2832238 523537 3 28 * 2.7 — * 53 —— —8
* 255 23— 32222 —A 23255838 55322 355535533 *2 a
5302 2538333 c 329 2 —A —8 52 5*
28 — — 2826 3
22 235 s 2 275563 *
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25323527* *53537* — — 12*8*2 5 53 0 R 377 2 * 33
4 8 23 55 — 82 — 8 —8 22 52 2 6 2 9 — —
5233 * — 8 5* 88 2 27 58 —2 232 —32 ⸗ 0* — 22
— — 223 28 53285 25 35 538 —— * 3657
78 *z523 22 * 3337 5828
7 — 5* * 38 — — 2 —— . 3 —2
2 3z3258 753z87 282 523 3833 2* e
53r — —— 8 *22 2 ⸗ ——853 53— 22 2553 25 — 3 8 ———
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55333 2 75 —233335 86383 —J——— 37 32333
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A 52 535733335
3 253553 353— — 5353 5 — 555235 33
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— — — 22 — 253 555 2 2 23 8 35
2 ——— —AVW 33353535333 — —A — 2 —38 SAÆ
—338387 —— —— — 32335 2 ⸗ 2522* 53 32
32 —— 325 7838 53235 — 53853232 3—32
— *6 5 5 5 * —2 35355553 — —A
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2* 2 — 232 — 2 — * —x
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253333553* * —A— 2 S ——— m35 32 5
255533235 33332533 252768 — ——— —
25* — 52 * 823 5 256253 *528 5
—— 282— — — atN * 2 2 —25 * * 5*— 25
23383 2353582* — OO —555 —A
—2323 5556 888 5 —— —5s5355 — 538
2* 35253 58353 * ——** 328 m—23 535 2 8 263
3333585 25538* *53835 57.E * —— — 85 22J
2* ⁊ * * * 2 * 2
— 326 88 3233 288383253 28 2 323
* —— 55 — — 383 — 3 55332* sü852838 8 A
353555257 —— * —— —5*2 3773335357 s *2538
⸗ 2 5* 53 2 2* 5* 2 55 —8 2 8 2 — 25 2
5888 58 7*8 323355 77 222
358 8B 55253 8 ——8837 3 63 E 553383 2583838
* 2 2 * ——— 2 —* 3 7 ——— * *
10 232 8 8 33 3253828 D 2 25 — — 3z225*
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* —— 535238338* — 35 5255 32 233 —— — ———
——38 35363558 28 57* : 55 8333 25*2
35 2 252 26 5 * 325 ẽ* — ⸗ —
22 3532383 28532 2 * 2 — z0 535372 —
—— 2 —3 2 — 23 — 2357 54 O
* 2 523 53553323 2 2828 —A — 352— —* 8
5555335 3835 — 22 25* 2 57 533332825 — 82 *
5358555 5 258 — 553 — 5 —8 5225373 O 28 5
183 —— 2558 258 3252 7533338 —X— 22333 5523
3 38 52 — 22 7 — — A —55338
——— 0 2 2 2 3722 2 555 3 * 8 55
2 * 2 22 2 52* — 233 — — 3* 2 aã 23828 2
285 s—5255 2 —22 — 5 202 —A 52 —— — —
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        St. Ingberler ANnzeiger.

bA

òàæXLIEwTIRI-IOOʒ
der St. Jugberter Amzeiger uind das e mmel woöchentlich'müt deim Hauptbkalle verbunvene Urderhaltur göbkatt. (Sonmtags mit illuistrirter Vel—

lagey, ascheint wochentlich viermalz Dienskag, Donnerstag, Samstag nud Sonntag. Der Abonnemeutspreis vetragt vierielsährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit10 Pfg., voti Aussvärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Rauni, Reclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 138. — *. —* Dounerstag, den 31. August — — J * 1876
——
Deutsches Reich. — und Waffen auf dem Sglachtfelde zurück. Namentlich erlitt die
In den betreffenden industriellen Kreisenmacht sich neuerdiügs — der ebri vn 7 eeeece ree an
oieder eine lebhafte Vewegung bemerkbar, um die Prolongation der wne 9 7 in ngtisf der Turken gegen Klemnen
xisenzölle herbeizuführen, welche den gesetzlichen Bestimmungen Zu— Zworni wur e zuru oisch agen. We
ige am 31. December d. J. ihr Ende erteichen sollen. Einine Petersburg. Drei hiesige Banken, schreibt die „St.
olg J 34Peieccsd. Zig.“, sollen unter fich ein Uebexeinkommen getraffen haben
er Pesenten halten eine Verläugerung auf 3 Jahre, andere auf eitego. 3n e n ederxen
„Jahre für dringend geboten, wenn der in Rede stehende Indi⸗ uur Realisirung fer serbischen Anleihr von 8,700. 000 Rubel.
rriezweig nicht einer völligen Deroutke entgegen gehen solle. Es deeen zugleich auf jeden Gewinn an der Operation
— — Vhee v i —Madrid-28. Aus. Der Gacetta“ zufolge hat die Re⸗-
oe chet grone Ardeltar und Velder eng nr vr zue sieruug mit verschiedenen spanischen Bankhäufern ein Abkommen
Fahren gewaltig darniederliegt, und daß de längere Dauer und —
hatsächliche Verschlimmerung dieser Lage zu bedenklichen Kata⸗ eiro Si⸗ erp ween teg rung bis
rophen führen dürfte. Auch ist die Behauprung der betreffenden Nillionen Piaster süt den Krieg auf uba vorzuschietzen; das
“ñ. Tapital soll in 10 Jahren getilgt. mit: 10 pCt. verzinst und durch
Industriellen an und für sich wohl nicht unbegrundet: daß es keine ———— — erhin
inchr u schuhzounerischen Principem bedemen wurdr, wenn in ie Zollerträgnisse Cubas garantirt wer en NR
AInbeiracht ganz außergewöhnlicher Verhältnisse, deren Eintritt ber — —
em Erlosse des fruglichen Gesetzes nicht berechnet werden —tkonnte, Jermischtes8s
ie Prolongation der noch bestehenden Zölle durch eines att det4 Pirmdsens, 28. Aug. Die heillose“ Verwilderung
teichsgesetzgebung auf einige Jahre erfolge. Ueber die Frage der niserer Jugend hat ein neleß Opfer gefordert. Western Abend
ltilitat und Wirksamkeit der gewünschten Maßregel scheinen indez erfolgte eig 16—17)ähriger Schusterjunge seinen Bruder, im
m Reichskanzleramt die Alten noch kemeswegs geschlossez zu sen. Zorne mit eeiner geladen nPistole. Lehterer soll' auf“ der Gafse
xs ist daher noch in hohem Grade. fraglich ob dem Reichscag. ninier einem Lieinen Kraben Schutz gefucht haben und fand tihn
oie in letzter Zeit vielfach behauptet worden ist, eine bezügliche zuch, denn statt seiner wurde dieser Knabe erschossen. Es ist ein
Horlage demnächst zugehen werde. Richtig ist nure⸗so viel, daß echsjaͤhriges Dun d vinnige feiner Eline * GVipy
— Faiftreaterus 89. nuüg 216 Sudiste haben
xlert wird. 48 J sich bereit erklärt, ihre Adtritigruben nittelst dir von der Stadt
Betreffs der Friedensverhandlungen bemerkt die „Norddeutsche ungeschaff en Maschine reinigen zu lassen. Die Eutkeerungötbsten
gugemeine Zeitung“, das Organ Eismards: Maßgebend flir die jetsen hich fite ine Haushaältivig don eiwa 8 Persohen auf cirta
ZRientpolitik der drei Kaiserreiche find nach wien voro die Stiput ) MNarl jahrtich. 54 —
ationen des Berliner Meinorandums. Wenn Englandreine Beit 7 ———— 27. Aug Vor eiwa 14 Tagen wurde
ang Lust bezeugte, dieselben zu ignoriren, so dücfte ihm“ mittlere inem jungen Wädchen vbonnder Magdalenen⸗Hütte bei Heiligen-
oeile die Erkenntniß aufgegancen sein, daß derlei Auffassungen der⸗ noschel auf dein Wege nach diesem Orte von unem⸗ videtaumten
Interessen einer gemeinschnftlichen diplomatischen Aktion unter keinem Panneé einer sedner , Haarzöpfe abgeschnitten. Am 24. ds. Mis5)
vesichtspunkte förderlich sind. vurde ab rmals einem jungen Mädchen aus Mehlboch in dear
Breslau, 26. Aug. Wie gemeldet wird, laßt der Czar“ Walde zwischen Mehlbach und Otlerberg äin Zopfabgeschnitten.
s sich angelegen sein, jene berühigenden Wo te zu wirderholen, mit. Das Mädaen fing iaut, zu schreien an, worauf zwei Muͤnner von
velchen er sich im Uebungslager vor feiner Abreise verabschicdete. —Schellodenbach herbei vd dem' Zopfabschneider nacheilten. Leider
ẽs si d dies die Schlußworte: „Ih will den Frieden erulllich zZeschränkee sich ihre Thätigkeit datauf, dem Thäter den Zopf ab—
rewahren.“ — Mit dem Gaat reisen der Großfürst Throafolger unehinen und dem heraunten Mädchen zurück zu bringen. Es
ind dessen Gemahlin nach Warschau. G. fr. Pr.) ind in Folgedessek die Frauenzimmer der Umgegend in Fniehtgee
Salzburg, 29. Aug. Die Seckionen des hier versammellen uge Aufregung dersttzt. —
reutschen Journolistentages haben heute ihre Arbeiten geschloffen. Man meldet dem „Pf. K.“ aus Neustadt, 26. Aug.:
die strafrechtliche Section sprach sich für Heranzichuns des Staates Der Ausschuß des'pfülztschen Kreissehrervercins, welcher heute da—
ur Leistung von Eatschädigung an Perjonen,, die, odue ihr Vere dier tagte, hal nunmeht desinitiv deschlossen, daß die heurige Generals
chulden in Unteifuchungshoft gezogen wurdezt, aus. dersammlung- der Bereinseritglieder um 29. September 7ädsthin,
Ausland. 2 ind zwar Vormittägs 9 Uhr beginnend, im Saalbau dahier ab
Pest, 29. Aug. 50 russische Freswilligewelche.cuuf der jehalten werden solt. Gegen Vortzeizung einet Eintrittskarte wird
durchreise nach Serbien hier augehalten iwurden, haben die Er- en Miitgliedern freie Rücksaurt auf den Pjälzischen Eisenbahnen am
aubuist eestalten, hier Wohnung zu wehmen, dürfen abet die Stadt 28., 29. und 30. September gewährt, äuisfetne sie nicht ver äumen,
richt verlassen bis weitere Eatscheidung des Menisteriums erfotgt, die einfachea Billele am Schaller abstempeln zu lassen. Die Tages—
velche heute erwartet wird. »cdnuntz fur die Generalversammlung lautet: 1) Beleuchtung der
London, 29. Aug. „Daily News“ veröff utlichen den Lehroidnung für die pfältzischen Volkeschulen, Referent Lezrer Fröbnch
ʒericht Schuyler's (des amerikanischen Generalconsulz) üder seine n Haßloch; 2) Voitslueratur, Vo.tebibliothekein' ünd' der Nolls—
tntersuchung in Bulgarien. Darnach sind 65 Dörfer ganz oder hullehrer, Refereat Lehter Gerhard in Haßloch; 3) ll aemein
jeilweise zerstört: und 15,000 Menschen getödtet; der oifictelle ßrundfätze über den Relig'oasunterricht ig der Volksschule, Reterent
jericht Ed h Effendi's, sagt er, erthalte lauter Lügen. (Nun lewt Zfabrer Gährmg‘ von Wilgartswiesen (jetzt in Menserd); 4) die
reilich abzuwarten, ob der Amerikauer, dec aus potitischen Gtünden ingetheilte dreitlassise Voltsschule, Reterent Lezrer Berrhirde in
d zu Rußland hinneigen wird, nicht übertreibt.) (Pf. K.) derrseim o. B. — Unter den Aaträgen, winde der cz nenoͤte
Belarad, 29. Aug. (Amtliche Meldung) Nahdemdes »ersominlung zur VBesalußrohme unterbreitet woeden sollen, hat ich
.7. August ohne Kawpf verlaufen war, ließ sich gestern douf „—der insbesoudere der Antrag des Lehrers Wink aus Dammheimt, deu
auzen Vinie dlxxinatz Nisch Geweheftuer vernedmen. Die Tütken Uatheilungsunterr. Ht in übetfüllten Sch nen, wiep. eutspiedhen de
tiffen unter Brautzung des Watdterrainz Mittags den lingten entschaoigunz für denselben betr., der Zistimenaug der Hreisaus—
zlüzel der Setben an. Der Kampf im Walde dautrte bis fünf, husses zu eifreuen; zut weiteren Behandlung deeses Anfrags wurde
ihr. Die beständig geschlagegen Türken 'erneuetsen ihre Angriffe ein Refetent in der Person des Lehrer“ Drescher uun Trippstad bestellt.
r großer Kraft; endlich warden sie ducch einen Bajounuetaugriff f. Ueber einen originellen Pherdehindel wird dem Pf. Kt“
xodatitt und liexen ihre sänmilichen Todten, auh viel Manition. uus Bruchmählbach berichtet? Lederhändlir FJ. verbauite
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        an Kaufmann S. ein zweijäbriges Fohlen und zwar nach dem
Bewicht, den Centner zu 80 Mark. Bei der vorgenommenen
Wägung ergab das Füchslein zum größten Erstaunen des Kaufers
ein Gewicht vor 754 Pfd., kostet mithin 600 Mark.

Der „Rheinpf.“ schreibt man aus Wald see, 26. Aug,:
Der Tabak, der durch die anhaltende Dürre schnell abzudürren
drohte, hat durch den in den leßten Tagen gefallenen Regen wieder
neues Leben erhalten, und die Pflanzer glauben deshalb auch auf
gute Waare hofsen zu dürfen. Die Berichterstaiter derschiedener
Blätter über den Stand des diesjährigen Gewächses haben über⸗
haupt zu schwarz gesehen, wenn sie dasselbe nur für Schnupftabak
auglich erklärten, denn es gibt vielfach große, schöne und auch
feinere Blatter. Auch sieht man noch vielfach jüngeren Tabak. der
noch schon auswachsen kann.

Speyer, 29. Aug. Die seit Freitag den 25. d. M.
eröffnete hiesige Lokal ˖ Industrie⸗ und Gewerbegaussiellung zieht zahl⸗
reiche Besucher aus allen Theilen der Pfalz an. Bis gestern hatsen
an 2500 Personen die Ausstellung befucht.

Ein Schreiben des Conmercienrathes Wegeler in Cob⸗
lenz über die zur Ausstellung nach Philadelphia gesandten deutschen
Weine und deren Prüfung durch die Jury, welcher letzteren der
Briefschreiber selbst angehörte, veröffentlicht in Ne 194 des Wies⸗
»adener „Rheinischen Kuriers“, enthält u. a. nachsiehende, auf
die Pfalz bezügliche Stelle: „Die bayerische Pfalz bot in der
Collectiv⸗Ausstellung der Herren L. A. Jordan, F. P. Buhl und
W. Schellhorn eine große Zahl Auslesen, welche gerechte Bewun⸗
derung erregten, hervorragende Fortschritte sowohl ia der Wein⸗
rultur wie auch in der Kellerbehandlung bewiesen. Außerdem
zeigten die Firmen Gebrüder Eckel, Friedr. Seiler in Deidesheim,
Bebrüder Labroisse in Neustadt hervorragend gute Weine.“

7 In ganz Rheinhessen wird der Sedantag als Schul⸗
feier begangen werder.

F Aus Gastein, 27. Aug. schreibt man der „N. Fr. Pr.“:
„Es ist in der Alpenwelt eine nicht seltene Erscheinung, daß man
des Morgens die Tags vorher im üppigsten Grün prangenden
Berge mit einer frischen Schneedecke bekleidet findet; aber an einen
Wilterungswechsel, wie er am 25. August hier eingetreten, wissen
ch selbst die vielgenannten „ältesten Leute“ nicht zu erinnern.

stach einem 24ffündigen heftigen Regen begann es am genannten
Tage um 9 Uhr Vormittags zu schneien. Anfangs blieb der
Zchnee auf den Bergluppen liegen, allmählich aber drang er tiefer
uu Thal. urd bald woren die Straßen mit einer schuhhohen Schnee—
chichte bedeckt, welche an Festigteit und Höhe immer zunahm. Die
och im vollen Laub prangenden Bäume ächzten unter der Schnee—
ast und brachen unter der schweren Bürde zusammen. Auf dem
Wege von hier zu dem Kaffeehause „Bellebue“ lag eine Gruppe
chöner, alter Bäume wie Strohhalme geknickt quer über die Straße,
uid so war es auch an vielen anderen Orten. Dabei sank die
Temperatur immer tiefer, und die Quechsilbersäule stand am Abend
Grad ober Null. Leider hat diese abnorme Witlerung auch
nige Menschenleben gekostet. Eben trifft nämlich hier die Nach⸗
icht ein, daß der Bauerngutsbesitzer Toferer und sein Bruder,
Beide aus Hoigastein, im Angerthasle erftoren sind. Einige andere
Personen, welche sich um die kritische Zeit auf dem Wege ins Naß
eld befanden, sind ebenfalls abgängig, und man höt Leute ausge⸗—
chidt, sie zu suchen. Heute ist in den der Sonne jzugänglichen
Straßen der Schnee verschwunden, und auch auf den Bergen be—⸗
sinnt er zurückzutreten.“ (Auch in den Tyroler Alpen ist ein
äher Wechsel in der Temperatur eingetreten. So derichlet man
us Gossenfaß am Brenner, daß auch dort am 24. d. ein starker
—A
bedeckt sind.)

* Der im Kanton Thurgau durch die letzten Ueber⸗
scchwemmungen angerichteie Wasserschaden deträgt nach niedriger
Zchätzung 6 Millionen Franken.

F Ein Mr. Scort in Dower hat eine Flugmaschine ver—⸗
sertigt, in weicher et Anfangs Oktober seine erste Luftreise unter⸗
nehmen wird. Ecr beabsihtigt von Dower nach Cala's und zurück
n vierzig Minuten zu „fliegen“.

Dienstesnachrichten.

Der Hypothekeubeamte v. Traitieur in Zweibrücken wurd—
nach Frankenthal verietzt, der Nentbeamte Wertensohn in Blieskasie!
XX
— Für die Redaction verantwortlich: F. X. Demeßz. —

Sedan⸗Feier.

In allen deutschen Gauen wird der Tag von Sedan
als nationaler Festtag begangen. Auch die deutsche Stadt
St. Ingbert wird ihre patriotische Gesinnung nicht ver⸗
leugnen und gewiß in würdiger Weise dieselbe bethätigen.

Mitbürger!

Wir laden Euch deßhalb ein, zu Ehren dieses Tages
Fure Häuser zu beflaggen und Euch recht zahlreich bei der
Festfeier zu betheiligen.

Bekanntmachung.

Der Bierbrauer Rudolph Munzinger von St. Ingbert
hat bei der unterfertigten Behörde vm die Genehmigung zur Auf—
te lluug einer Rundsäge zum Holischneiden in seiner Bierbrauerei,
velche durch die in derselben bereiis befindliche Dan pfmaichine be⸗
rieben werden soll, nachgesucht.

Dies wird andurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht mit der
Aufforderung, erwaige Einwendungen gegen die nachgesuchte Geneh⸗
nigung innerhalb längstens vierzehn Tugen bei dem Bürgermeister⸗
imte Ss. Ingbert, wo auch von einer Beschreibung und Zeichnung
er Rundsäge, sowie von einem Situationsplan Einsicht genommen
verden kann, mündlich oder jchriftlich anzuvriugen.

Zweibrücken, 25. August 1876.

Königl. Bezirksamt:
5Ichäfer.
v. V.

PrOgzrAMmm:
Am Vorabend:
Hiusikalischer Zapfenstreich mit Böller⸗
chießen.
Samstag, 2. Septemßer:

Morgens 6 Uhr: Tagreveille mit Böll erschießen.
Abends 7 Uhr: Grosssso Réunion mit Musik,
im festlich geschmückten Oer hause r'schen

Saale.
St. Ingbert, den 30. August 1876.
nas Comiĩte.

Menm werthen Gönnern und
Kunden zur Nachricht,
aß ich zu jeder Zeit mie Glaser⸗
irveit dienen kann, nicdt wie
ilschlicher Weise ausgeiprengt
vurde, ich sei so krank, daß ich

richt arbeiten könnte.

Carl Schiütz, Glaser.

Zwei Zimmer

ind zu vermieihen bei
Veter Weidmann,

Schuhmachtr.

Allgemeine
Rechnungen
(ohne Namen)
in Us, 4, u. Us Bogen sird

vorräthig bei
y X MHemeetæ.

Jeden Bandwurm

—N
entfernt in 3—4 Stunden vollständu
chmerz⸗ und gefahrlos; ebenso sichen
eseitigt Bleichsucht, Trunk
ucht Magenkrampf, Epilepsie.
Veitstaug und Flechten — auch
rieß i b.
Voict. Arzt zu Crovvenstede

Banksagung.
Allen Denjenigen, welche un⸗
jerem am Samstag Abend 11
Uhr verstorbenen lieben Gatten,
Vater, Bruder und Schwager
Joh. Mich. Geyer
die letzte Ehre erwiesen, sagen
sür die große Theilnahme am
gestrigen Leichenbegüngnisse herz-
ichsten Dank.
Die trauernd Hinterbliebenen.
Schnappbach. 80. Aug. 1876.
— — — — — — — — —
Redaktion Druck und Verlag von F. F. Femeß in St. Tnabert

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32* 85 223338228 — *238 * 3236 *23363353*8 ——
318 2535 37 5353 — 53852 — 523* 3 —— 82857
5 2 3.5 52 2532 558383 * —782225 82292 —— ——
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83322238 *38336 833337 —— 723—
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5232 2. 5 2 — —2227 25 *224 2833
— *2 2 *—223537222 2522 03
— — S * * 5752 323 22 — 22 *5
* —— —82 2 22 3 *7 *
202 * 53853 2723 33. „R 23 2533332
585* 32 5 5 ,8 72 —32322 23 2 — 532 22
B8. —— — 252536 35 5 2532 2
2353 222 533 * A332. 353. 7 5333
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— 28 ——— 5358283 25 2323* 22532
—— 2338358 23383
— * * 2
2853337 *53 3 386288
* J * S.
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23 *533233 ———8352
—33 38233353322
—ä—— 552 25 * —A 3. 8
* * * 35525 2 727 2 27 * — —n —
272* *5 23423 2* 733323353
2* — 8 — * * 2 8 2.2
2. 3*. 9 —V 52 8 — ———50352
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* 15z35 *568 3 52,., *376 25 — 5
— — 2⏑ 532363 —82.232 2325
*32— — 5 28 32288* 5533553 ——
2 23* 238 —5852 5 2225 * 2527287 3
——2 — 603832* 282—5 2234
5383 22. — 22 2 5 *275
— 6 **0 25 3.2 —— — —— c7 3 —
— * 7 2 3 23 2 — — F
— — — 75 2.7 258332388 2523
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8 — — 22 52— S E. 2 9 *8 2
3 * * 2. J827 226 3 2 *
23 7207 25 —E —X *7 33— 322
3285323365 887232 ———
* 5835 2753685 2. 53 57E 23525
28 —2328383 ** — — 1 22232
8 * 8— —— * 2 —— 2277
52335588 5 0 — ———— —
222 —575253 —88 27* 536032 22 —: *
2232 2 53325 sc— — 55
2BS 857.3 0 522 — —73 27 ——
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7 * — — 7—* —— 25 — —** eð * 2
—225 —533 —53233377 8355 23273
527 22 5255 —752232. 2* — 23 *
⁊ 8 4 ß — —— —— 8 222 — *
5 —5— 523. 2 *2 3383 3. *5 *5353 755222
8 —5 *77— * *32 — XXX 2723 2 23
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3355533553 3353335 333237335 S 32555 17
——52333*3 252752 3 252 ⁊ 32 2 5 53 2575 3

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        <pb n="479" />
        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bej⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnei.
43 139. Samstag, den 2. September 1876.

— — — ⸗

— ——⸗—
— —

Deutsches Reich.
München, 30. August. Der deutsche Kaifer hat dem Ge—
neral v. d. Tann das Großkreuz des rothen Adlerordens ver—
iehen.
München, 30. Aug. Das Staatsministerium der Finanzen
zbt unterm 24. d. M. bekannt: Für Einlösung der unverzins—
ichen Kassen-Anweisungen, welche zufolse der Gesetze vom 4. Sep⸗
ember 1866 und vom 21. Juni 1870 in Asschritten zu 50, 5
ind 2 Gulden ausgegeben worden sind, wird hiemit auf Grund
zer deßfalls im 8 19 des Finanzgesetzes vom 29. Juli 1876 4*
roffenen Bestimmungen eine mit dem 29. September 1877 endeude
Zräclusivfrist festgesetzt. Rach Ablauf dieser Frist werden alle kis
zohin nicht eingelösten Kassa-Auweisungen der bezeichneten Gitiungen
s gänzlich werthlos betrachtet; sie können daher nach dem, Frist⸗
blauf irgend einen Anjpcuch an den Staat oder die Staatsschul
ꝛentilgungsanstalt nicht mehr begründen und es darf weder nach—
caͤgliche Einlösurg notz eine Annahme an Zahlungsstatt bei deu
Staatstassen weiter stattfinden. Mit Rücksicht hierauf ergeht wieders
jolt die Aufforderung, derartige Kassa-Anweisungen während der
»bigen Aunahmefrist bei einer der Finanzv rwaltung unterstellten
dassa in Zahlung zu geben oder bei einer der noch na hbezeichneten
Stellen zur Umwechtlung zu bringen. Die Annahme und Um—
vechslung erfolge zu den nach Art. 14 8 2 des Prünzgesetzes ich
erechnen den Werthea, nämlich für einz'elne Stücke von 50 fl. zu
35 M. 71 Pfg., von 5 fl. zu 8 M. 87 Pfg., von 2 fl. zu 3M.
3 Pfg. Abgenützte und beschädigte Stücke werden nur daun
uagenommen und umgewechselt, wenn die Aechtheit und der Werth—
etrag unzweifelhaft zu erkennen sind und wenn die Gewißheit er—
angt wird, daß kein Mißbrauch mit den etwa fehlenden Stücken
tattfinden könne. Die Eatscheidung hierüber steht der k. Staats—
hhuldentilgungs Kommission dahier zzy. Die Kassen, bei welchen
ayerische Kassa-Anweisungen bis 29. Sepiember 1877 umge—
oechselt werder, sind: 1) kgl. Staatsschuldentilgungs-Haupttassa in
Runchen und k. Hauptbank in Nürnberg, 2) insowen die Kassen⸗
nestände der nachfolgenden Kassen ausreichen bei den k. Staats-
chuldentilgungs⸗ Spezialkassen in Augsburg, Nürnbeig und Würz⸗
uurg, kal. Kreiskassen in Ausbach, Augsburg, Bayreuth, Landshut.
München, Regensbvura, Speyer und Würzdurg, kgl. Filialbanken in
Imberg, Ansbach, Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Hof, Ladwigs—
afen, München, Passau, Rejensburg, Schweinfurt, Straubing und
Bürzburg, 3) vermittlungsweise bei allen k. Rentämiern, welde sich
icht mit einer der vorgenannten Kassen am nämlichen Orte befinden.

Alteglofsdein, 28. Aug. Der Aptheilungschef im Kriegs⸗
mnisterium Oderst Robert v. Xylander ist in Regensburg ein—
etroffen, um dem deutschen Kronprinzen während der Inspection
er Kavallerie-Divisionen zur Dienstleistung zugetheilt zu werden. —
im den Kevallerie-Manövern beizuwohnen, sind bis jetzt nach⸗
ehende fremde Offiziere hier engetroffen: Major v. Carras und
dittmeistet v. Moser der württembergischen Reiterri und Hauptmann
zadt des schwedischen Generalstabes. Wie ich höre, follen auch
och mehrere höhere preußische Offiziere erwariet werden.

Berhin, 29. August. Die Novelle zum Strafgesetzbuch
rdnet betanntlich an, daß Kinder unter 12 Jahren, die ihrer Un⸗
arechnungsfähigkeit halber dem strafrechtlichen Verfahren nicht untet—
vorfen sind, wenn sie sich einer strafbaren Haudlung schuldig ge—
lacht haben, in eine Erziehungs- oder Besfserungsanstalt verbracht
virden sollen. Nun wird von der Regierung die Frage erwogen,
dd, wenn die bestehenden Anstalten dieser Art nicht ausreichen, be⸗
ondere Erziehungsanstalten zu diesem Zwecke errichtet werden sollen,
der ob es statthaft erscheint, die jugendlichen Delinquenten auch in
jamilien unterzubringen. Zu einein Enlschluß scheint man einst⸗
neilen noch n'cht gekommen ju sein.

Unter deim Vorsiß des Minssterialdirektors im prieußischen Han⸗
isministerium Dr. Jacobi haben gestern (29.) Aug. im Foyher des
nstagsgebäudes die Verhardlungen zum Zweck der Patent-Eu—
eit degonnen und werden voraussichtlich bis zum Ende dieser

Woche andauern. Die zu denselben Seitens der Reichsregierung
eingeladenen Sachverstäadigen haben sich fast vollzählig eingefunden;
außer denselben wohnen den Verhandlungen auch die Mitglieder des
Ausschusses des Bundesrathes für Handel und Verkehr bei. Wie
üdrigens aus angebl'ch zuverlässiger Quelle gemeldet wird, soll die
Reichsregierung nach wie vor an dem Prinzip der Vorprüfung fest⸗
salten und das französische Anmeldeverfahren verwerfen. Was die
Irist anlangt, für welche die Patente ertheilt verden sollen, so wird
ich die Reg'erung voraussichtlich den Vorschlägen einer zehn⸗ bis
ünfzehnjährigen Dauer anschließen; dagegen sollen die Patente
ünftig nicht mehr gratis ertheilt, sondern nach dem Vorbilde anderer
Länder außer dem gesetzlichen Stempel auch ein entsprechender Be⸗
ührensetz erhoben werden.

Mainz, 27. Aug. Wenn auch vorauszusetzen war, daß
inser Platz von der allgemeinen Geschäftskrisis nicht unberührt
leiben würde, so hat doch die Wirklichkeit alle Vorstellungen über⸗
volt. Die meisten unserer großen Fabriken, die Essen bahnwagen-,
ie Leder-Fabriken, selbstverständlich auch die Möbel⸗Fabriken (letztere
icht in dem Maße wie die übrigen), die Schuh Fabriken und unsere
onstigen größeren Etablissements sind succesive zu einer so nam—⸗
jaften Reduction ihrer Arbeitskräfte gezwungen worden, wie sie
ihnlich in den früheren Zeiten kaum dagewesen ist. Abecr auch in
en Handels-Geschäften und selbst in dem sonst über alle kritischen
zeiten leicht hinweggleitenden Wein-Hagudel heerscht eine unerhörte
rlaue. Dazu sind keine Aussichten auf wirklich niedere Lebensmittel⸗
Zreise vorhanden. Unsere Ernte ist nur theilweise gerathen, und
nenn auch die Verkehrs-Mittel übermäßige Theuerung nicht auf⸗
ommen lassen, so steht diesen Preisen doch eine genügende Ein⸗
ahme der Consumenten für Arbeitslöhne nicht gegeüüber, und die
Zefürchtung, daß die herannahenve schlechtere Jahreszeit noch
chlimmere Zustände bringen könne, scheint nicht ungerechtfertigt
u sein.

Aus Sachsen, 27. Aug. Ein Mitarbe'ter des „Dresd.
Anz.“, der dieser Tage das odere und mittlere Erzgebirge bereist
Jjat, entwirft ein ziemlich düsteres Bild von der gegenwärtigen Lage
det Arbeiter aus fast allen Fabrikdistrikten. „Was zunächst Chemnitz
anlangt, so arbestet man in der Maschinenbranche mit beschränkter
Arbeitszeit und gegen früher sehr geringem Personal. Die große
ächsische Maschinenfabrik (Hartmann) beschäftigt nicht viel über die
Hälfte der früher angestellten Arbeiter und eine zweite große Fabrik
jat vor Kurzem an einem Tage 62 Eisenarbeiler entlassen. Fast
noch trauriger sieht es um die Weberei in Glauchn, Mteerane ꝛc.
nus und das Strumpfgeschäft in und um Chemnitz, sowie im
Zwönitzthale geht gleichfalls schleht. Ebenso wird das Weißwaaren⸗
ind Wolldamast- Geschäft als äußerst flau bezeichnet. Dabei sind
ille Lebensbedürfnisse höher im Preise, als z. B. hier in Dresden.
In Chemuitz z. B. ist auch geringeres Rindfleisch nicht unter 66
us 70 Pfennigen zu haben. Nur die Marknenkirchner Instru—
nenten⸗ und Saitenfabrikanten klagen nicht, da dieselben immer
noch sehr viel überseeischen Export haben. Eine andere Kalamität
Jat sich infolge der langdauernden Dürre in den Fabtikorten bezüg—
ich der fließenden Wasser herausgestellt. Da letztere durch allerhand
ugeführte Angangsstoffe vergiftet sind und nicht abfließen können,
o haben sich fast überall Schlammtümpel gebildet, die abscheuliche
Ausdünstungen verursachen.“

Ausland.

Wien, 30. Aug. Vorliegenden Nachrichten zufolge enlschied
ih das Gefecht bei Popovo zwischen den Türken und den Mon—
enegrinern zum Vortheil der Ersteren. Begenwärtig findet ein
neuer blatiger Kampf bei Bilek statt, woran der Senator Vucotiv
mit 8000 Muntenegrinern betheiligt ist.

Paris, 30. Aug. Der berühmte Komponist Felix David
(geboren 1810 in Cadenet) ist gestern gestorden.

Brüssel, 28. Aug. Nach einem Pariser Briefe der „Inde⸗
nendance“ hat Herzog Decazes im Ministerrath Mittheilungen ge⸗
nacht, aus welchen hervorgeht, daß Frankreich niemals angeboten
        <pb n="480" />
        hai, eine Vermittler-Rolle im Orient zu übernehmen, sondern sich
nur bereit erklärt hat alle Friedensversuche zu unterstützen. — In
diplomatijchen Kreisen hält man eine europäische Koͤnferenz für
unumgänglich, da man glaubt, daß Rußland nunmehr die bdulga—
rische Frage anregen werde. (F. J.)

Während zwischen König Alfons und der tugendsamen Isabella
in La Gronja und den Sardinern ganz im Stillen ein kleinee
Krieg geführi wird, rührt es sich plötzlich auch wieder an der fran⸗
zösischen Grenze. In Bayonne, wo viele Spanier den Sommer
jubringen, sollen am 20. d. Ruiz Zorrilla, Roque Barcia uud
Angulo mil einer hervorragenden Persönlichkeit aus der Umgegend
des Prätenden, dem Grafen Fuentes, eine lange Besprechung ge⸗
habt haben. In Biarritz hatten sich einige dreißig carlistische
Offiziere dieser Tage zu einem Festmahle im Hotel Lagardere ein⸗
gefunden, wo mit großer Begeisterurg auf die daldige Wiederauf⸗
nahme des blutigen Handwerls im Vereine mit den nördlichen un—
zufriedenen Provinzen toastitt wurde. Auch soll daselbst det Herzog
bon Parma, Bruder der Gemahlin Don Carlo's, weilen. Alle
diese Nachrichten stammen aus dem spanischen Ministerium des
Aeußern, wo man hoch und theuer deren Richtigkeit beschwört, sind
aber trotzdem verdächtig. Man darf eben nicht vergessen, daß
Canobas die Diktatur beibehalten bat und dafür bon Zeit zu Zeit
einen triftigen Grund vorbringen muß. Der Marquis v. Molins
soll delegraphisch angewiesen worden sein, beim Herzog v. Decazes
wegen der neuen carlistischen Umtriebe vorstellig zu werden.

Belgtad, 30. Aug. Nachts. (Offiziell.) Die Türken sind
auf allen Punkten des rechten Morawaufers und auf den Höoͤhen
von Prugoracs, Stanziz, St. Stephan und Yozeros; geschlagen
worden und der Gefahr ausgesetzt, daß ihr rechter Flügel umgangen
werde. Sie sind in voller Flucht, nachdem sie dem letzten serhi⸗
schen Angriff nicht Stand halten kdonnten. Ihre über die Morawa
geschlagene Brücke wurde soeben zerstört. Die serbischen Truppen
verfolgen den Feind und besetzen bereits auf den Höhen die Ver—⸗
schanzungen der Türken am rechten Ufer, von welchem der Feind
vollständig vertrieben ist.

Konstantinopel, 80. Aug. Die Regierung läßt die
Zeitungsmeidungen von einer Niederlage der türkischen Armee vor
Alexinatz für erfunden erklären; vielmehr habe bisher die rürkische
Armee ununterbrochene Erfolge gehabt, die vor Alexinatz er⸗
richteten Verschanzungen eine nach der anderen genommen und ein
serbisches Geschütz erbeutet. Die serbischen Streitträfte seien jetzt
in die sogenannien großen Bejfestigungen zurückgeworfen, deren sich
zu bemächligen die türtische Armee gegenwärtig Vorbereitungeu ireffe.
Die Dipvision unter Ali-Saib Pascha, die am liuken Morawa⸗Ufer
operitt, habe dort alle befesti ten Stellen der Serben genommen
und erleichtere dadurch die Herstellung der Vereinigung mit der
Armee von Risch (die am rechten Ufer vorgeht.)

In Utah besorgt man den Ausbtuch einer Revolution unter
den Marmonen im Falle des Ablebens Briham Young's. Brig-
ham jr. und Joseph F. Smith, ein Neffe des ersten Propheten,
find beide Kandidaten für die Nachfolgerschaft, und während das
jetzige Haupt der Marmonenkirche unzweifelhaft ersteren begüstigt,
werden die Ansprüche des letzteren von ener sehr mächtigen Partei
untecstützt. Im Falle eines Zwiespaltes wied Smith's Opposit'on
gegen die Vielweiberei ihm einen seht wesentlichen Vortheil über
den direcien Abtömmling des gegenwärtigen „Prophelen“ cewahren.

Die „California-Staaiszeitung“ schreibt über die amerilanische
Finanzlage: „Ein schlechter Hausvater gibt mehr aus als er ein⸗
dimmt. ESo war es bei uns, wir importirtin mehr als wir ex—
portirten, und daher die Krisis. Dieses Verhältniß hat sich aber
in Folge der letzten Krisis wunderbar zu unseren Gunsten geändert.
In den letzten elf Monaten haben wir nur für 426 WMiillionen
Dollars importirt. In den entsprechenden Monaten des Jahres
vorher für 490 Millionen, des Jahres vorher 579, und des Jahres
vorher 594 Millionen. Ausgeführt haben wir in den letzten elf
Monaten 541 Millionen, d. h. 115 Millionen mehr als wir ein⸗
führien. Wenn das Volt anfängt zu sparen, um dadurch die Ein⸗
fuhr sremder Luxusartikel zu vermeiden, so stellt sich bald die
Handelsbilanz zu unseren Gunsten und der Wohlstand kehrt wieder.
Ünser toller Uebe muth nach dem Kriege war unser Verderben und
Zat die letzte Krisis erzeugt. Darauf folgte Einschränkung und mit
ihr sfellte sich dann die Handelsbilanz wieder zu unseren Gunsten.
Ein Land, welches solche Stapelartikel, wie Baumwolle, Getre de,
Tabak, Provisionen u. s. w. in ungeheuren Massen ausführt, sollte
doch wahrlich die Handelsbilanz nie gegen sich haben. Das Wunder⸗
barste ist dei Aufschwung, den die Industrie, die Baumwollen⸗ꝛc.⸗
Fabrikaiion im gauzen Süden, namentlich in Georgia genommen.
Der Suden wird in wenigen Jahren mit Bezug hierauf von fremden
Märkten unabhängig sein.“

Vermischtes.
Zweibrücken, 831. Aug. In der Nacht vom 28. auf
den 29. Aug. wurde hier im Hause der Frau Ww. Flory am

dallplatz ein frecher Einbruchsdiebsiahl verübt. Der Thäter stieg
dden Keller ein und gelangte von da durch die Kellerfallthür in
das Wohnzimmer, wo er mittelsi Nachschlüssel den hier befindlichen
Setretär offnete, daraus 136 M. in Gold und 6 Mark in Silber
ntnahm und dann den Sekretär wieder schloß. Ein in demselben
Behälter befindliches Schächtelchen mit weit größerem Geldinhalt
sieß der Dieb, jedenfalls aus Versehen liegen. Die Stätte seiner
einnehmenden Thätigkeit verließ der Einbrecher auf deien 8
3. 3.

5 In dem zwischen Höheischwe!ler und Bärenhütte gelegenen
Blander Wald ist am 28. Aug. ein Mann folgendermaßen ver⸗
uglückt: er hatie das Seil, woran er eine Kuh führte, fest um
den einen Arm gebunden; wahrscheinlich durch irgend etwas scheu
Jeworden, riß die Kuh ihren Führer um, lief davon und schleifte
n eiwa 400 Meter weit fott. Er wurde schrecklich entstellt als
ackte Leiche aufgefunden; durch das Schleifen waren ihm alle
Zleider vom Leibe gerissen, worden. Die Kuh war noch an ihr
Opfer gebunden.

4 Zwischen den Orischaften Piesteritz und Reinssdorf
land inan kürzlich eine steinerne Kanonenkugel, welche einen Fuß
m Durchmesser hal. Sie gehört den Maitagen des Jahres 1547
mi, n denen Kaiser Karl V. mit seinem aus Spaniern und Italienern
»estehenden Heere noch der Schlacht auf der Lochauer Haide (ge⸗
voöͤhnlich nach der Stadt Mühlberg genannt) auf der sandigen Höhe
zei Piesteritz sein Lager aufschlug, um die Mesidenz des gefangenen
Zurfürsien Johann Friedrich des Beständigen, die zugleich die stärkste
Festung des Landes war, zu belagern.

FLandstuhl, 28. August. Gestern ist der Quellenfinder
Bernatz, ein geborener Pfälzer (wenn wir nicht irren, stammt der⸗
elbe von Speher) dah'er eingetrofsen. Bereits haben 9 Gemeinden
und 17 Privaten sich angemeldet, so daß sich die Kosten seiner Be⸗
rufung aus München nicht sehr hochnstellen werden. Pf. 3.)

In Schwabmünchen war am 21. ds. das 1. Bataillon
des 12. Infanterie⸗Regiments auf dem Marsche zum Lechfelde auf
holle Verpflegung eie quartirt. Ein Soldat hatte den unglücklichen
Traum, daß das Bataillon schon abmarschire, und sprang schlaf⸗
runken im Hemd und Unterdeinkleid durch das Feuster des dritten
Ztockes, blieb an dem Wirihshausschilde hängen, wobei er sich einen
Fußß gräßlich verstümmelte, bis er schl'eßlch zur Erde fiel. Da
Iles im tiefsten Schlafe lag, hörte man längere Zeit jein Hilfe⸗
ufen nicht, bis es ihm gelang, ein Fenster im unteren Stockwerke
inzuwerfen, worauf soaleich der Militärarzt gerufen wurde. Das
Baiaillon marschirte Früh halb 7 Uhr ab, wähgrend eine Sanitäts⸗
ablheilung zu seiner Verpflegung zurückblieb, de ihn mit dem Mittags
zuge in das Militärspital nach Augsburg befoörderte.

F Noch einer vomek. Staatsministerium des Innern herge⸗
dellten Üebersicht über das Ergebniß der Impfang in Bayern pro
1875 beträgt bei der 1. Impfung die Zahl der Impflinge
48,6536. die Zahl der mit Erfolg Geimpften 140,925, jene ohne
Erfolg: 951, de Zahl der Fälle, in welchem der Arzt von der
Impfung gänzlich Abftand genommen: 1388; vorläufig: 2867;
zie Zahl der der Impfung vorschriftswidrig entzogenen Pflichtigen:
2525, dagegen jene der im Jahre 1874 lebend geborenen 204, 089.
Bei der 2. Impfung beziffert sich die Zahl der Impflinge auf
101,045, mit Eifolg: 85,063, ohne: 13,115, von der Impfung
vurde dei 226 gänzlich, bei 780 vorläufig Abstand genommen;
der Impfung wurden vorschr'ftswidrig 1861 entzogen.

Meß, 28. Aug. Amletzten Freitag wurden beim Zoll⸗
amt im hiefigen Bahnhof 50 Hettoliler spanischen Weines wegen
ronstatirtet Fälschung desselben mit Arsenthaltigem Fuchsin mit
Zeschlag belegt und der Polizeibehörde zur weiteren Untersuchung
der Sache überwiesen. (N. B. L.-3.)

ꝓ Ein Arbeiter zu Gleiwitz bot seiuem Fabrikheren ein fran⸗
dsisches Terthpavter der Chemins de Fere de POuest über
2,500 Francs für 300 Mort zum Kauf an. Der Prinzipal fchöpfte
ofott Verdacht und machte der Polizeibehörde von dem Vorfall
Unzeige. Die polizeiliche Vernehmung ergab, daß der Arheiter im
ranzösischen Feldzuge 1870,71, welchen er als Landwehrmann mit⸗
Jemacht hatte, angeblich in L'Hay mit mehrerten Kameraden, als
je auf Vorposten zogen, in einem Holzschuppen mehrene Werthpapierr
Fejunden und daß sie dieselben unter einander getheilt hätien. Bei
iner vorgenommenen Haussuchung find verschiedene werthvolle Ge⸗
jenstaände, u. A. ein papstli er Orden, welchen der chrlose Krieger
auf dem Schlach:felde bei Chevilly in der Patro tasche eines ge⸗
fallenen Soidaten gefunden haben will, mit Beschlag belegt worden.

FStuttgart. Man hofft hier, das Canustatter Vollsfest
werde dom Kaifec Wilhelm durch jeine Anwesenheit beehrt werden.
In Cannstatt findet alljährlich Ende Septemder das „Landwirth⸗
shaftliche Fest“ statt, wie es offiziell benannt wird, das ‚Volksfest“,
wie es im Lande heißt, weil zu diesem Feste nach altem Brauch
biele Tausende aus allen Theilen des Landes zusammenstroͤmen, um
auf dem Festplaz, dem „Cannstat:er Wasen“, sich an Lustbarkeiten
aller Art, Schaubuden, Kunstreitern. Orgelmännern xc. auf solider
gasis ungezähllet Sauerkrautportionen zu vergnügen. Der offiziell
        <pb n="481" />
        Theil des Festes besteht aus einer landwirihs Haftlichen Producken⸗
und Geräthe-Ausstellung, aus Vorführung und Prämiirung aus⸗
gezeichneten, im Lande gezüchteten Viehes und Pferderennen. Dem
fesilichen Aufzuge der Preisthiere und dem Rennen, das sich darin
anschleßt, wohnt regelmäßig der Künig mit dem ganzen Hofe in
rinem idniglichen ZJelte anu, während das Volr auf den um die
Rennbahn errichteten Tribünen Platz nimmt. Der „Woͤslen“ ist
ein reizend gelegener, hinter der Stadt Cannstatt am rechten Neckar⸗
ufer sich hinzi⸗hender Wiesengrund, dessen Haupischmuck während
der Festzeit die „Festtribüne“ mit der „Festsäule“, ein riesiges, mit
Tannengrün verkleidetes, mit Baumfrüchten, Mais, Melonen ⁊c.
oerziectes, von einer Säule aus Früchten gekröntes Portal bildet.
Das Weiter ist bei uns um diese Jahreszeit meist beständig, heller
Sonnenschein und klare Herbstluft. Dazu bilden gutes altes Bier,
das für das Volksfest ausdrücklich von den Brauern aufgespart wird
und der erste neue Wein Anziehungspunkte, denen Arm und Reich
schwer wiedersteht. Versuche, den gesstigen Gehalt des Festes zu
Jeden, sind schon gemacht worden, haben aber keinen sonderlichen
xErfolg gehabt. Im Uebrigen ist das Caunstauer Festleben bei allem
därm der aus den Produttion schauerlicher Musikbanden und dem
Gejohle zechender Menschen entsteht, ein gutmüthiges und harmloses.
indlich⸗ fröhliche Menschen tummeln sich schaarenweise in leidlich
guter Ordnung; Betannte aus dem ganzen Lande schütteln sich die
Hände; nicht auf dem Volksfeste gewesen zu sein, gilt als fühlbare
kntbehrung. Hat der König einen fürstlichen Gast, so kann er ihn
an diesem Tage dem ganzen Volke vorstellen. So waren der Kaiser
Ricolaus und Ludwig Napoleon einst gleichzeitig Gäste des Cann⸗
statter Volksfestes unter König Wilhelm. Kommt diesmal der
deuische Katser, den sich die Schwaben auf den französischen Schlacht⸗
jeldern mit erstritten, so wird der Jubel ein unbegrenzter sein, im
hollen Sinne des Wories wird das ganze Land sich aufmachen,
den Kaiser zu sehen. (C. 3.)

Gegen Ende September erscheint im Verlage bon J. G.
Fotta in Stutigart: „Nach dreißig Johren. Neue Dor fgeschichten
von Berthold Auerbach. Drei elegante Bände à 15— 17 Bogen
in Oltavp. Broschirt M. 10 — ord.“ Diese drei Bände bieilen
drei neue dorfgeschichtliche Romane des Dichters, jeder Band ist
für sich abgeschloffen und enthäält: Band 1: Des Lorle's Reinhard.
Zand 2: Der Tolpatsch aus Amerika. Band 8: Das Nest an
der Bahn oder: Die Kinder der Sträflinge. — Diese Reuen DTorf⸗
geschichten sind in gewisser Beziehung die Fortsetzung und der Ab⸗
schluß dreier der desten ällesten Dorfgeschichten Berthold Auer⸗
zach's.

Obertribunalsentscheidung. Die Ueberschreitung
der Nothwehr ist nach einem Erkenntniß des Obertribunals vom
17. Juli d. J. nur dann straflos, wenn die Vertheidigung, deren
renen in Bestürzung, Furcht ader Schrecken überschritten worden
(g 333 des St.G.B.) eine gebotene, d. h. eine solche war, die
erforderlicher Weise einen gegenwärtigen, rechisw drigen Angriff von
ich oder einem Underen abwenden sollte. —

In Beziehung auf die gesetzlich zulassige Fahrgeschwindigkeit
von Fisenbahnzügen und leerfahrenden Locomotiven hat der Straf⸗
senat des Ober⸗Tribunals in einem Erkenntniß vom 7. Juli d. J.
jolgende Sätze ausgesprechen: Die höͤchst zuläͤssige Fahrgesc windigkeit
einer leer fahrenden Locomotive mit dem Teuder voran regelt sich
nach der im Bohnpolizei-Reglement vom 4. Januar 1875 gegebein.en
Voischrijt über die höchst zulässige Fahrgeschwindigkeit von leer
gehenden Locomotiven ohne Tender voran (30. 45 resp. 60 Kilo⸗
meler pto Stunde). Die im 8 24 des erwähnten Reglements
vorgeschriebene höchste Fahrgeschwindigkeit von nicht mehr als 24
stilometer pro Stunde bezieht sih nut aus die Fahrt der Locomotive
nit dem Tender voran bei Arbeitszügen und bei Güterzügen
wischen den Slationen und den gewerblichen Etablissements, sowie
auf Bahnhöfen.

— In den deutschen Münzstätten sind bis zum 19. August
1876 geprägt: an Goldmünzen: 1,087, 813,8300 M. Doppel-
lronen, 828,879,330 M. Kronen; hiervon auf Privatrechnung:
171345, 164 M.; an Silbermünzen: 64,279,355 M. beMark⸗
slücke, 15,648,876 M. 2. Marlstücke, 143, 412, 166 M. 15Mart⸗
ftücke, 33,740,47 1 M. 50 Pf. 50Pfennigstüde, 30,553,674 M.
40 Pffg. 20. Pfenniostücke; an Nickelmünzen: 19,951,110 M. —
Pfc. 10-Pfennigstücke, 10,749, 134 M. 98 Pfg. 8.Pfenniastücke;
an Kupfermünzen: 5,742, 198 M. 48 Pf. 2:Pfenn'gstucke; 8,256,015
M. 10 Pfg. 1-Pfennigstücke. Gesammtprägung: an Goldmünzen:
L416,692, 630 M.; an Silbermünzen: 287,634,241 M. 90 Pfg.;
an Nidelmünzen: 30,700. 244 M. 95 Pfg.; an Kupfermünzen:
8,998,213 M. 58 Pfg.

4 Eine zcologische Merlwürdigkeit wird aus Wesel gemeldet
In dem s. g. Dämmerwalde befindet sich ein Nestpaar ausgewachsener
schwarzer Störche. Schou seit Junf Jahren nisten diese äußersl
seltenen Thiere in diesem Revier, jedoch kehrt nur immer ein Paar
im Frühjahr zurüch um daselbst zu visten.

Aus Szegedin wird Pester Blätkern —X
gräßlicher Mord, dem vier Menschen zum Opfer fielen, setzt die

Ztadt in ungeheuere Erregung. Als nämlich vorgestern Mittags
vdie ziemlich wohlhabemde Bauersfrau, Wittwe Emerich Hajdu, vom
Zarioffelgraben nach Hause kam. lag ihr 14jähriger Sohn mit
gräßlich klaffender Halswunde todt im Keller, ebenso ihr zweiter
Sohn, während zwei Töchter im Alter von 12 und 2 Jahren,
sodt im Brunnen gefunden wurden. Geraubt wurde nichts. Als
dringend verdächtig wurde der 28jährige Oukel Fraaz Haidu ein—
zezogen, welcher die That wegen Erbgelüsie verübt haben soll. Die
Munher der vdier Opfer ist im Verscheiden.

f Auf dem Velociped. Das Bois de Boulogne (Paris) ist
am vorletzten Dienstag der Schauplatz eines bisher noch nicht da⸗
Jeweseaen Aufzugs gewesen. Eine Gesellschaft von Velocipedisten
eierte eine Hochzeit und bediente sich ihrer schwanken Fahrzeuge
zur Verhertlichung des Festes. Jeder der Herren hatte eine Dame
dinter sich auf seinem Velcciped. Nur der Riolinspieler, der den
Zug erdffnete, fuhr allein. Während er mit den Beinen das
helociped in Bewegung setzte, spielte er unaufhörlich auf seinem
Instrumente weiter. (4PO0 Ihm folgte der junge Gaͤtte, welcher
rine sehr hübsche junge Frau führte. Dann kamen junge Herren
nit den Brautjungfern in elegantester Toilette, die beiderseitigen
rxllern und kleine Knaben und Mädchen machten den Beschluß.
ẽs waren im Ganzen 30 Personen. Die sonderbare Cavalcade
machte, gefolgt von zahlreichen Equipagen, mehrere Touren um die
Basfins und begab sich sodann nach dim Chalet de la Cascada.
— wieder auf ihre Velo—
nipede und zog in derselben Ordnung nach einem Restaurant au
der Porte Mallot. Nur hatte der Musilant statt seiner Violine
eine brennende Fackel in die Hand genommen.

F Ein ertappter Sicherheitswachmann. Kürzlich wurde auf
dem Bahnhofe in Mailand einem Herrn Antonades eine Reise⸗
tasche gestohlen, welche fur 529.,000 Lire Werthpapiere, Baargeld
und Pretiofen enthielt. Der Dieb ist jedoch beteits ermittelt und
cast die ganze Summe herbeigeschaff! und zwar auf folgende Weise:
Zwei Tage nach dem Aufsehen erregenden Diebstahle und ehe noch
Fie Mailaͤnder Polizei eine Spur von dem Thäter hatte, erbat
ich ein Sicherheitswachmann beim Polizeidirektor einen zehntägigen
Arlaub, um seine kranke Munter in Modena zu besuchen. Der
Polizeidirektor fragte erst telegraphisch in Modena über das Befinden
zer krauken Mutter an und erhielt die Antwort, daß sich dieselbe
zer besten Gesundheit erfreue; er erfuhr üherdies, daß derselbe
Zicherheitswachmann seinet Schwester eben 500 Lire durch eine
Bosianweisung zugesender habe. Daruuf hin wurde bei dem zärt⸗
lichen Sohne und Bruder eine Durchsuchung vorgenommen und vor⸗
erst die ieere Handtasche des Antoniades aufgefunden. Dieser
Fund führte dann auch zur Entdsckung des geraubten Inhalts der
Tasche. Der Sicherheitswachhmaun st bereits dem Gerichte über—
gehen.

Das San-⸗Franzisko-Bulletin theilt mit, daß die diesjährige
Weizenernte in Kaliforaten vach den genauesten Schätzungen
ne Millson Tonnen bettägt, wovon 700,000 Tonnen exportirt
werden. Zur Beförderung dieser ungeheuren Masse von Geireide
rach Europa — sagt dasjelbe Blatt weiter — bedarf es 700
Sch ffe von je 1000 Tonnen Gehalt. Würde jedes dieser Schiffe
n einer Entfernung von 20 Seemeilen vom andern segeln, so
vürde sich diese Flotte auf 14,000 Meilen, fast *4 des Erdum⸗
'anges erstrecken. In Wagenladungen von je 2 Tonnen Gehalt
hefördert, würde die dazu nothwendige Wagenreihe, den Windungen
der Central-Pacific-Bahn folgend, die ganze Länge der Bahn von
Zan Franzisco dis Newpork einnehmen, wenn Wagen an Wagen
gereiht ist.

Mis. Robb in dem Orie Corpus Christi in Texas
tönnte sich mit Recht den Namen einer „Heerdenkönigin“ beilegen.
Dieselbe besitzt 785, 000 Tagwerk Land, wovon 23.000 Tagwerk
eingezüurt sind und worauf jährlich 156,000 Ochsen gefüttert werden.

F Nach einer in Newyork veröffentlichten Liste fanden in der
ersten Häifte des gegenwärtigen Jahres 4600 Bankerotie in den
Bereingten Staaten statt. Die Verbindlichkeiten betrugen die Ge⸗
ammtsumme von 108,415,429 Dollars. In Kanada waren 858
Bankerone mit einer Summe von 12,694,236 Dollar. Verglichen
dit der entsprechenden Hälfte des letzten Jahres zeigt die Zahl der
Hankerotie in den Vereinigten Staaten eine Zunahme von 1037.
Aber der Ausweis hat das Tröstliche, daß im Jahre 1876 die
Bankerotte des zweiten Vierteljahres um tausend weniger betragen
cis sie des Ersten; ein ähnliches Verhältniß ist in Kanada und so
scheint das Schlimmste überstanden.
dienstes nachrichten.
Der k. Bezirtsgerichtsraih Bauer in Landau wurde auf An⸗
suchen zum k. Landrichter daselbst ernannt, zum Landrichter in
Waldmoht wurde der zweite Staatsanwalt Seubert in Zweibrücken
        <pb n="482" />
        befördert. Der Vandgerichtsassessor Dauenhauer in Bergzabern
wurde zum Bezirksgerichtsassessor in Zweibrücken ernannt.

Der functionirende Staatsanwalt-Substitut Pfister in Landau
wurde zum Landgerichts-Assessor in Bergzabern ernannt.
Gemeinnütziges.

Gegen Motte.n. Das folzgende Recept, um Motten, vom
Pelzwerk und Kleidern abzuhalten, hat sich nach vieljährigem Ge—
brauche als vollkommen wirksam erwiesen: Man nehme Us Liter Wein⸗
geist, ebensobiel Terbeminspiritus und löse darin 30 Gramm
RKôniglicho Lateinschulo
St. Ingbert.

Das Situdienjahr 1876,77 beginnt Mittwoch, den 27.
AX
neten die Inscription der Schüler vorgenommen werden wird.
Als Normalalter zum Eintritt in die unterste (I.) Classe ist das
vollendete neunte Lebensjahr und als Bedingung zur Aufnahme
ein für die vbierte Klasse der Volksschule genügendes Maß von
Kenntnissen in der Religion, im Deutschen und Rechnen festgesetzt.
Der neu aufzunehmende Schüler hat bei der Anmeldung
seinen Geburts- uad Impfschein, sowie seine früheren Schul- oder
Studienzeugnisse vorzulegen.

Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß Dürf-
tigkeit und dadurch bedingte Zahlungsunfäh gkeit vom Besuch der
Anstalt nicht abzuhalten braucht, da arme Schüler nicht nur An⸗
spruch auf ganze Befreiung vom Schulgelde haben, sondern auch
zurch unentgeltliche Stellung von Büchern und Schreibutensilien
gerne untersiützt werden.

Die Aufnahms- und Nachprüfungen werden am 28. und 29.
September abgehalten.

St. Ingbert, den 5. August 1876.

Der KAgl. Suhbrektor:
Barnikel.
Aufforderung.

Diejenigen Eltern, welche beabsichtigen g. Kinder mit Be⸗
zinn des Wintersemesters in die höhere Töchterschule zu schicken,
werden hiermit ersucht, dieselbe bis längstens 7. l. M. auf dem
Bürgermeisteramte anzumelden.

Sollle die Zahl der jetzigen Schülerinnen nicht wenigstens
im 10 erhöht werden, so müßte die Schule bis Ende September
hre Auflösung finden.

St. Ingbert, 1. September 1876.

Das Bürgermeisteramt:
Custer.
ie neuesten Façons in
errenfilz⸗. Seidenhüten
ud eingetroffen und ewpfehle ich dieselben in großer
18wahl.
Hermann PFisohoer.
Verzeichniß
der von den Metzgern der Stadt St. Ingbert geschlach-
teten Thiere im Monat Auaust 1876.
⏑
Namen 2
7 — 8 *
der 55238— *
* — *
—FVV

W
—*5
7
0

Bemerkungen.
Metzger.

J. Hager

Karl Schwarz
Farl Schwarz, S.
»on Jabob Schwarz
2. Weißgerber

A. Müller

—A
Chr. Klinck

L. Kling

se. Weißgerber
darl Kling

deinrich Schwarz
St. Ingbert, den 31. August 1776.
Ds Bürgermeisteramt: Custer.

dampfer auf. Diese Flüssigkeit vird in einem Glase aufbewahrt
ind vor dem Gebrauche geschüttelt. Die Pelze werden in Lein—
vand eingeschlagen und wird in die Komoden oder Kästen, in
denen sie aufbewahrt werden, zusammengeballtes Fließpapier gelegt,
zas mit der Flüssigkeit befeuchtet ist. Auch in die Schränke, wo
dleider hängen, werden solche Papierballen gelegt. Der starke
Beruch vertreibt alle Insecten, ja er tödtet sie sogar. In der Luft
yerschmindet er dagegen sehr schnell aus den Kleidern u, s. w. Das
Berfahren muz alle Jahre ernenert werden.

cIur die Redaction veranlwortlich: F. X. Demch.

Anzeige und Empfehlung.

Der Unterzeichnete beehrt sich hiemit, dem hiesisen und aus⸗
värtigen Publ'kum anzuzeigen, daß er von heute, Samstag, m
einer Wein⸗ auch eine
VBier-Wirthschaft
ꝛerbunden hat.
Mein Bestreben ist, stets ein gutes Glas Bier und Wein 4
xerabreichen.
St. Ingbert, 2. September 1876.
Joh. Fries.
Kriooor· Veroin.
Eingetretener Hendernisse wegen
ällt der Zapfenstreschu. Tareveille
veg, dagegen bleibt die Réunion
deangezeigt, beibehalter.
Das Comiteé.
ensr-Oel beilt die Pa ub-
heit, wenn selbige nicht an-
758 und bekumpft sicher
alle mit Harthörigkeit ver-
bund. Uebel, à FI. 18 8gr
vrersendet
D. Chop, Apotheker, Hamburg.
Trostlos u. stech
vanken die unglücklichen Op-
er der delbstbefleckung und
geheimer Ausschweifungen da-
nin. Das berühmte Original-
Veisterwerß „der Jugend-
piegel möôge Jeder lesen,
der an Schwächezuständen
leidet. Für 2 IA. versendet
»s W. Bernhardi (jetzt in
Dresden-Blasewitæe) dis-
oret in Couvert.
Zu vermiethen
ein Ladenlokal im untern, und
mehrere Zimmer im 2. u. 3.
SZtod meines Hauses. Zugle'ch
yermiethe ich auch n meinem
ilten Hause ein schönes Lokal,
velches sich zu jrde Geschäfte
eignet. G. Flein.
Fruut⸗ Brod- u. Fleisch⸗Preise
der Statt Zweibrücken vom 31.
Aug. Weizen 11 M. 41Pf.
dorn 8 M. 29 Pf. Gerste Zreih.
— M. — Pf. Gerste Areihige
— M. — Pf.--Spelz 7 M. 66
Pf. Hafer 8 M. 10pf. Kar⸗
offeln 4.M. 60 Pf. Heu 3M.
50 Pf. Stroh 3M. 50 Pi. per
Centner. Weißbrod Uie Ko.
55 Pf. Kornbrod3 Klo. 75 Pf.
ditto 2 Kilo. 50 Pf. ditto 1
ilo. 25 Pf. Gemischtbrod 8
dilo. 93 Pf. 1Paar Weck 190
Bramm 6 Pf. Spelzkern O M.
— Pf. Dinkel d M. -- P. Misch⸗
rucht — M. — Pf. Rudfl. J.
Qual. 58 Pf. 2. Qual. 52 Pf.
dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Pf.
S„chweinefl. 60 Pf. Butter 1
M. 20 Pf. ver Pfund.

Die Kameraden werden hier⸗
nit eingeladen, sich bei der zu
khren des Sedantages, heute,
Zamstag den 2. Sepi., Abends
JUhr im Oberhauser'schen Saale
tattfindenden

Reunion
ahlreich (mit Mützen und Orden)
zu betheiligen.
Der 1. Vorstand.

A Uotio: Ihr habt
das Gute so nabe!“
dpitzwegerich
daft
allerhöchst sanctionirt; rühm—
lichst bekannt, lieblich zu
nehmen, das sicherste, gewiß
nuch dankbarste Mittel, gegen
Brust-Hals und Lun—
genleiden, Bronchial⸗
verschleimung Husten
Catarrh ꝛe. ꝛ⁊c.
Die Resuliate sind über—
raschend.
Mit Gebrauchsanweisung
d Flacon 50 Pfg. 1M.
und 1 Mart 50 Pfgq. in
—A
Friedrich, Zweibrücken
dei W. A. Seel, Hom⸗
„urg i.“Pf. dei Wilh.
Simon Oberwürzbach
bei J. Luck aud in der
Fabrik von Paul HIahmn,
Dettelbach a. N. bei
ürzhura.

Ein schon älleres
Mädchen
welches gut kochen kann und sich
allen häuslichen Arbeiten unter
ieht, sucht Anfangs September
uine Stelle, wenn möglich bei
einer ziemlich stillen Familie hier.
Nahberes in der Erb. ds. Bl.
— — — — — — r G — — — —— — äÛXàäXäÄòäOÄäO OισÆäää.αισαæ Oαα-:
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in Et. maben
        <pb n="483" />
        St. Ingberl
Anzeiger.

Da. St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lageh, erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich
Dark 20 R.-Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfar, von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recla men
n mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
A 140. I Sonntag, den 3. September I 1876.
ιO O O O.X OOX O SMDĩSOO.—
Deutsches Reich.

München, 31. Aug. Durch kgl. Verordnung d. d. Linder⸗
hof 17. Aug., ist den Notaren, sowie den Obergerichtsschreibern
in den Bezirksgerichten nund den Landgerichteschreibern in der
Pfalz aus jenen Einreg'strirungsgebühren, welche sie an das Rent—
amt für d'e vom 1. Oitober laufenden Jahres an zur Einregistri⸗
ung gelangenden Acte zu entrichten haben, eine Tautieme von 2
— XE
Ausland.

Paris, 831. Auqg, Die Agence Havas“ meldet aus Kon⸗
tantinopel von heute: In einem Ministerrathe, an welchem die
xsten Wärdeträger des Reiches theilnahmen, ist Abdul Hamid an
Slelle Murads V. zum Sultan ausgerufen worden.

Konastantinoped, 31. Aug. Gutem Vernehmen nach hat
der gestrige Minitfexrath dieg Beschlußfassung über die Einstellung
der Feindjeliskeiten ausgesetzt, um zuvor noch nähere Kenntniß
üher die Adsichten der Mächte zu erlangen.

Zara, 30. Aug. Derwisch Pascha ist mit 4 Tabors Mahren,
3 Tabors Egyhptern, 4000 Baschi-Bozuks und 3000 Zeybeks in
Bedgoritza, aagekommen, so daß gegenwärtig 56 Tabors mit 54
Zanonen in und um Podgoritza vereinigt sind. Von den Kanonen
wurden mehrere auf die Kulis zwischen Podgoritza und Spuz ver⸗
heilt. &amp; Eine Abtheilung Montenegriner drang am 28. August
zis in die Nähe von Podgoritza vor und verbraunte 80 Häuser.
Am Donnerstag zersprang in Podgoritza eine Kanone, wodurch eine
Quantität Mun fion mit in die Luft flog und 20 Türken getödtet
und 40 verwundet murden. Hierüber irritirt, massakrirten die
Türken von Podgoritza einen Geißlichen und einen Bürger.
*3
Vermischtes

Neustadt. Dem Mühlfteinfabrikanten August Martin da⸗
zjier ging vom Regierungspräsidenten v. Braun ein Anerkennungs
Dreiben dezüglich der ihm auf der inlernqtionalen, Ausstellung in
RPürnberg zuertannten goldenen Medaille zu, in welchem sich Se.
rrcellenz mit lebhaftem Vergnügen über die Bestrebungen Martins
Zusspricht und ihm zur dem. von ihm errungenen glanzenden Erfolge
Jon ganzem Herzen Glück wünscht. Um Schluß des Shreibens
eißt es wörtüch: „Woöocen sich an diesen ruhmvollen Sieg pfal⸗
schen Gewarhefleißes über fremdländliche Concurtenz auch noch
heilere Erfoige auf anderen Gebieten anreihen und so die auf
hebung und Foͤrderung der pfälzischen Industrie gerichteten Be⸗
— 5* ihr erhabenes Ziel sicher erreichen.“

PSpeyer, 31. Aug. Der Schaden, den das letzte Hoch⸗
passer in der Gemeinde Spehyer anrichtete, ist auf 500,000 M.
erechnet; es waren 3000 Morgen Ackerland unter Wasser gesetzt
ind die Frucht auf denselben vecnichtet; rechnet man hiezu noch
die üherschwemmlen und ihres Ertrages heraubten Wiefen, sowie die
Zerflörungen an Gebäulichkeilen, wie sie die Ueberschwemmung her⸗
zorrief, so wird man obige Summe nicht für üte g

Pf. 3.

f Witten, 26. Aug. Dieser Tage brannte ein Bauern⸗
auschen an det Bochumer Chausse nieder. Die Bewohner retteten,
zis auf einen siebenjährigen Knaben, das nachte Leben. Von dem
anglücklichen Knoben fand man nach der Kalastrophe das verlohlte
Znochengerippe unter den Trümmern.

t Eine Stultgarter Dame unternahm dem Vernehmen nach
am vorigen Dieustag das Wagestück, von Ermatingen über den
Bodenses nach der Insel Reichenau hinilber zu schwimmen, was ihr
m JStunde 5 Min. glücklich gelaug. Des Kahnführers Tochter
oon Ermalingen begleitete sie mit einer Gondel. (F. J)

fObertribunalseytscheidung. Wiewohl Diebstahl
und Unterschlagung unter Eheleuten sttoflos ist, gesetzlich demnach
uiIs Vrbrechen nicht betrachtet werden, so ist doch die unbegrundete
Beschuldigung eines Ehegaiten seitens des Anderen als grobe und
oiderrechiliche Kränkung der Ehre und demnach als Ehescheidungs⸗

zrund im Sinne des Allgemeinen Landrechts anzusehen. (Erkennt⸗
uiß des Obertribunals, JI. Senats vom 12. Mai ds. Is. „Die
jesetzliche Straflosigleit vor dem Kriminalrichter führt das Etr⸗
ienntniß des Obertribunals aus, „nimmt jedoch diesem Vorwurf
iner jedenfalls schimpflichen Handlung nicht den Charakter einer
roben und widerechtlichen Kränkung der Ehre, und dieser Vorwurf
srug wiederum (im vorliegenden Falle) nicht den Charakter eines
dloßen Schimpfworles an sich, weil eben derselbe zur Ueberführung
der schimpflichen That, mit speziellen Thatsachen noch näher moti—
virt wurde.“

Getreidebericht von auswärtigen Handels—⸗
plätzen. Die Ernteergebnisse von fast sämmtlichen Landern Eu—
opas sind nun ziemlich genau bekannt und der Durchschnitt ergibt
war bei Brodfrüchten keine vollständige Mittelernte, jedoch vermögen
ie größeren Produckionsländer, namentlich Rußland, Oesterreiche
Ingarn, sowie auch Bayern in den weniger productiven Ländern
»en Ausfall zu decken. Ferner wird die allgemein gute Qualität
)es Getreides für die geringere Quantität einigen Ersatz bieten,
ind ehenso sind die noch vorhandenen mitonte rsehr bedeutenden alten
Vorräthe nicht zu unterschätzen. Gerste und Hafer liefeite mit
venig Ausnahme in ganz Europa einen guten Ertrag. Amerika
jatte allerdings eine geringere Ernte als in dem vorigen Jahre,
vird aber tnotzdem noch eine bedeutende Erportfähigkeit entwickeln
ind man ist deshalb auch heute schon zu der Ansicht berechtigt, daß
n keinem Lande Europas bis zur nächsten Ernte weder Mangel
noch eine wesentliche Preissteigerung eintreten werde, wenn dies nicht
durch andere Verhältnisse hervorgerufen wird. Im Getreidehandel
eigt sich noch keine besondere Lebhaftigleit, indem sowohl Verkäufer
uls Fäufer eine ziemlich zurüchhaltende Stellung einnehmen und
zur in Gerste, sow'e auch mitunter im hafer fanden belangreichere
Umsaãtze statt. In England ist die Ernte noch nicht gänzlich bes
ndigt, übrigens scheint man mit dem Resultate nicht unzuftieden
u sein, was schon aus der dort herrschenden ruhigen Stimmung
erborgeht. Frankreich wird von seinem eigenen Prodult nichts ent⸗
ehren lönnen, dagegen wie gewöhnlich für einen Theil der Schweiz
den Impott vermittein.

J Paris. Gambetta ig an einem Karhunkel nicht unbedenk⸗
ich ertrankt.

F Paris, 28. August. Aus Philadelphia läuft heute die
elegraphische Rachricht von einem großen im Ausstellungsgebäude
vusgebrochenen Brande ein. Die Kisten der französischen Sektion
oslen dadei ganz, die der deutschen und belgischen zum Theil ein
staub der Flammen geworden fein. Nähere Einzelheiten will der
ranzösische Ausstellungs ⸗ Kommissar, Herr du Somerad, brieflich
nittheilen. Mat.3.)

F Iu Marseille wird eine chinesische Gesondtschaft erwartet;
je besteht aus 5 Mandarinen erster Klasse, datunter der Chef der
Polizei von Peking.

f London, 29 Aug. Dem „Marxchester Quardian“ ent⸗
ehnen wir die nachstehende, etwas sensationelle Notiz: „Mirts Browne
ind Robinson, die großen Bauunternehmer in Worship⸗street, Lon⸗
son, sind gegenwärtig unter Leitung des deutschen Botschafters am
dose von St. James, Graf Münster, mit der Errihtung eines
rächtigen Gebändes in Süd⸗Kensington beschäftigt, welches Furst
Zismarck, der, wie erwartet wird, im Februar nächsien Jahres in⸗
ognito in London eintrifft, wie es heißt, jedes Jahr vom Februar
is Juni bewohnen wird. Im Januar wird das Gedäude vollendet
ein und seine Kosten werden kontrakismäßig 70,000 Pfd. St. für
den Bau allein und 50,000 Pfd. St. für die innere Einricht⸗
ing betragen. ·“

4 Das Anwachsen Londons. Der Jahresbericht der
dondoner Polizei für das Jahr 1875 enthält interessante Angaben
iber das Anwachsen Londons. Die Riesenstadt dehnt und streckt
ich nach allen Richtungen hin. 10,023 neue Häufer wurden im
zaufe des Jahres gebaut, 169 neue Straßen und vier öffentliche
dläte angelegt und der Bau von 3775 Hausern angefangen.
        <pb n="484" />
        Die Bootfahrt über den Ocegan. Nachdem der
einsame Schiffer mit seinem Boote „Centennial“ am Montag in
Liverpool angekommen ist, erfährt man Näheres über dieses Wag
niß, den atlantischen Ocean in einem derartigen Fahrzeug zu durch—
kreuzen. Am 15. Juni verließ Me. Johnson unter herzlichem Zu⸗
rufen der Einwohner die Stadt Gloucester. Das anfangs gute
Wetter ward nebelig und windig. Am 22. legte er in Shate
Harbour mit beschädigitem Kompaß an. Am 25. ging er weiter
und hatte bis zum 7. Juli die beste Fahrt. Durch einen Sturm
gerieth er in Noth, lehnte aber das Anerbieten eines nach Liverpool
jahrenden Kapitäns, auf dessen Schiff zu gehen, ab. Alle dann
jolgende Noih überwand er glücklich und legte täglich durchschnittlich
70 Meilen zurück.

fRiesenaquarium. An der Ecke der Broadway und
der 35. Straße in New NYork wird dieser Tage ein Aquarium er-
öffnet werden, dessen Dimensionen Alles überste gen sollen, was bis⸗
her auf diesem Gebiet zu sehen war. Mehrere ansehnliche Wall⸗
fische, an den Küsten von Labrador gefangen und andere See⸗
Ungeheuer, werden sich in colossalen Bassins herumbewegen können.
Die Süßwasserfische werden in freiste jenden Glasbehältern ausgestellt
werden, um welche das Publikum herumgehen kann. Die Anstalt
wird zur Erleichterung wissenschaftlicher Arbeiten eine große Biblio
het, Laboratorlen, Zeichentische, Sectionssäle, photographische Ap

Das neue Schuljahr an der
Kgl. Präparandenschule
Blieskastel
beginnt am 16. Oktober nächsthin. Aufnahmegesuche sind
bis 1. Oßtober (. J. bei dem Hauptlehrer der Anstalt
einzureichen.
Blieskastel, am 1. Sept, 1876.
Bischof, k. Inspector. LeiPig, k. Haupilehrer.
—öIL
Landwirlhschaftliches Jest.
Morgens 8 Uhe TAuswahl
Samstag 380. Sept. der zur Konkurrenz bei der
Preisevertheilung des kgl. Laudgestüts der Pfalz
borgeführten Pferde; Nachmittags 8 Uhr: Versteigerung
vbon Geflütspferden, Musterung und Prämiirung
don Seuen des pfälzischen Pferdezücht-Vereins, Ankauß
der zur Verloosung bestimmten Pferde; Rennion auf Tivoli
bis 7 Uhr; Abends 8 Uhr: Festball im Zweibrücker Hof
Vormittags 893 Uhr: Von
Sonntag 1. Oktob. Seiten des Pferdezuchtver
eins Musterung und Prämiirung von Gespännen;
10 ubr im Gesülshof: Vorführen der Beschäler des k.
Landgestüts; 11 Udr: Preisevertheilung des k. Land⸗
Festüts; 12 ühr: Umzug der prämiirten Pferde.
Nachmittags 3 Uhr auf dem Exerzierplatze:
Pferde-Rennen. GeRerren,
Sumnma allet Preise für dasselbe 88300 Mark. Die
Anmeldungen zur Besheiligung werden vom 16. September aa aus
dem Bureau der k. Gestüts⸗Direktion angenommen. *
Nachm. 2 Uhr im Gestütsbof:
Montag 2. Oktob. Verloosung von Pferden
und landwirthschaftlichen Gegenständen. Werth
der Gewinnsie: eirca 17,000 Mark. Loose hiefür
find von Herrn Banquier H. Henigst in Zweibrüden zu beziehen
her Hundert zu 90 Mark. EinzelVerkaufspreis: 1 Mark
das Loos.

e Auf den Pfälzer Bahnstationen am 80. Seht.
und oOttober Verausgabung einfacher Fahrbillete mit
Giltigkeit zur freien Rückfahrt bis einschließlich
2.Okltober bei gleichzeitigem Zukauf einer Eintritts⸗
sarte A 1 Markß.
Die neuesten Facçcons in
herrenfilz⸗ Seidenhüten
ind eingetroffen und ewpfehle ich dieselben in großer

3wahl.
Hermann Fisoher.

arate ꝛc. enthalten. Im Erdgeschosse befindet sich ein Restaurant,
in welchem nur frische Fische und Crustaceen verabreicht werden.

f Nach Plymouth ist aus Sydney die Nachricht gekommen,
daß die Wilden der Salomo⸗Inseln das Schiff .Dancing Wave“
zrobert und dessen Mannschaft bis auf einen verzehrt haben. Dieser
eine eutfloh und machte Anzeige, in Folge deren man auf Verfol⸗
jung ausging und — so sagt der Bericht — die „Daneing Wave“
aner Fleischbant gleich wiederfand. Das Kriegsscheff Sandfly“
ist zur Züchtigung der Mörder ausgesandt worden. (A. Z.)

Dienstesnachrichten.
Der Hausarzt am k. Zuchthause Kaiserslautern, Dr. Chandon
vurde zum Bezirksarzt 1. Classe und der Hausarzt anl der königl.
Befangenanstalt Zweibrücken, Dr. Herold, zum Bezirlsarzte II.
Tlasse ernannt.
Der functionirende Staatsanwalts-Substitut Pfister in Lan⸗
dau wurde zum Landgerichtsassessor in Bergzabern vom 1. Sep⸗
ember an ernannt.
— —— —— — —
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demetz.

Anzeige und Empfehlung.

Der Unterzeichnele beehrt sich hiemit, dem hiesi ien und aus⸗
wärtigen Publikum anzuzeigen, daß er von heute, Samstag, mit
einer Wein⸗ auch eine

VBier-Wirthschaft
verbunden hat.
Wurein Bestreben ist, stels ein gutes Glas Bier und Wein zr
verabreichen.
St. Ingbert, 2. Scptember 18765.
Joh. Iries.
Zu vermiethen

rin Laderlokal im untern, und
uehrere Zimmer. im 2. u. 3.
Stod meines Hauses. Zugleich
dermiethe ich auch in meinem
alten Hause ein schönes Lokal,
welches sich zu jeden Geschäfte
eignet. G. Klein.

Allgemeine
Rechnungen
(ohne Namen)
in s, Ua, u. 3 Bogen sind
vorräthig bei
. X. Deme*

wel ·
Allen Kranken, g
möglichst kürzester Zeit durch ein
tausendfach bewaͤhrtes, ratio⸗
nelles Heilverfahren von ihren Lei—
den befreit sein möchten, kann
die Lektüre des berühmten, bereits
n60. Auflage erschienenen, 300
Seiten starken Buches. „Dr.
diry“s Naturhei Iine-
thocde“s nicht dringend genug
empfohlen werden. Preis 1 Mark,
zu beziehen durch jede Buchhand-
iung oder gegen Einsendung von
10 Briefmarken a 10 Pfg. auch
direkt von Richter's Berlags⸗
Anstalt in Leipzig. Fie
in dem Buche abgedrudten zahl⸗
reichen glänzenden Atteste bürgen
dafür, daß Niemand dies illustrirte
Werk unbefriedigt aus der Hand
legen wird. Thatsachen bewei—
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Zwei Zimmer
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Herren Sanitätsrath Dr. C. Rüst,
DHr. Graefe, Dr. Gesellius
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sicherstes να

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Frankfurter Börse
vom 31. August 1876.
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Jollün. 10.-fsl. Stücko. 1665 6.
Randdukaten... 957-60
20-Prankenstücko.. 1621-25
Englische Sovereigns. 2039 -44
Russischo Imperials. 1669-7
Dollats in Guid. .1 4162-109

— ————— —— — —— — — —⏑— —
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Sieru illusrirtes ZSonntaasblatt“ Nr. 86.
        <pb n="485" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.

—
Her St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblati, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viernal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnemeuntopreis beträgt vierteljahrlich

Mart 20 R.⸗Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswörts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren staum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 141. Dienstag, den 8. September 1876.
— —

Deutsches Reich.

Mänchen, 31. Aug. Die Ministerien des Innecn und
es Kriegs haben im Einverständnisse mit dem Cultusministerium
ie Anordnung ergehen lassen, daß die als außerordentliche Mit—
lieder zur Achaltung der Prüfung für Einjährig-Freiwillige beizu
jehenden Lehrer einer höheren Lehranstalt sich der Ertheilung jeg⸗
schen Privatunterrichts an Prüfungs-Adspiranten des betreffenden
Zrigadebezirks zu enthalten haben. (Fr. K.)

München, 81. Aug. Die Mehrheit der Abgeotdneten hat
‚ekanntlich die Mittel für die durch die neue Schulordnung von
874 ins Leben getretene fünfte Klasse der Lateinschulen an den
vymnasien verweigert. Wie man nun vernimmt, wird in Folge
Oessen eine Aenderung der Schulordnung keineswegs eintreten, viel⸗
nehr die fünftklassige Lateinschule erhalten bleiben. Allerdings aber
õönnen, da im Budget keine Mittel hiezu gegeben sind, an den be⸗
teffenden Lateinklassen Studienlehrer nicht angestellt werden, viel⸗
nehr muß bis auf weiteres der Unterricht an denselben durch Assi⸗
tenten ertheilt werden. (Allg. Ztg.)

München, 1. Sept. Wie uns heute derichert wud, dürfte
8 nunmehr nicht mehr zweifelbaft sein, daß der Dechant an der
. Hofs und Kollegiatstifi-kirche zum hl. Cajetan dahier, der l. geist-
iche Rath Enzler, zum Bischof von Speyer ernannt y wird.

Pf. P.)

Berlhin, 1. Sept. Die heutige Kaiserparade des gesammten
Sardecorps auf dem Tempelhofer Felde hatte trotz ungünstiger Wit⸗
erung einen glänzenden Verlauf. Der Kronprinz, die Prinzen Karl
ind Friedrich Karl, die Kronprinzessin in der Uniform ihres Hu⸗
arenregiments und Prinz Albrecht folgten dem Kaiser zu Pferde;
ie Kaiserin, die Prinzessin Friedrich Karl mit den Töchtern folgten
n Sechs⸗ und Vierspännern. Im Gefolge des Kaisers war auch
)er Feldmarschall Manteuffel. Ein Sohn des Prinzen Friedrich
darl stand als Offiszier beim ersten Garderegiment. Eine große
Anzahl fremdländischer Offiziere war anwesend.

Berhin, 2. Sept. Generalfeldmarschal v. Manteuffel reist
jeute Abend im Auftrage des Kaisers nach Warschau zur Begrüß—
ing des Kaisers von Rußland.

Berlin, 3. Sept. Uebet die Beränderungen in der Or—⸗
zanisation des Reichskanzler-Amtd sind neuerdings Mittheilungen
erbreitet worden, welche, obwohl sie sich sämmtlich auf „beste
Quellen“ berufen, doch vielfach mit einander im W edersptuch
tehen. Die „Nordd. Allg. Zta.“ hält es nur für zutreffend, daß
ine besondere Abtheilung des Reichskanzler-Amts für die Bearbei—
ung der Finan, sachen gebildet werden soll. Was das Reschs⸗
zustizamt betrifft, so steht die Errichtung desselben in naher Aus—
icht und der Reichsetat für das erste Quartal 1877 wird bereits
ie nöthige Dotirung in Ansatz bringen.

Ausland.

Wien, 2. Sept. Der „Politischen Correspondenz“ wird aus
donstantinopel vom 1. Sept. gemeldet: Hinsichtlich der Friedens⸗
»edingungen steht noch immer die Forderuug der tkürkischen Regier—
ing von Garantien gegen künflige Friedensstörungen nou Seiten
Zerbiens im Nordergrunde. Definitiv entschieden hat sich bereits
er Ministertath für die Forderung, daß die serbischen Eisenbahnen
»on der fürkischen Regierung zu erbauen seien, da Serbien keine
zewähr für den Bau bieten könne.

Wien, 3. Sept. Dem „Telegraphen: Correspondenzbureau“
oird von Zara unter heutigen Datum aus besondeter Quelle ge—
aeldet: Der französische Consul in Scutari ist über Castel Lasnia
as Lager des Fürsten von Montenegro abgereist. — Mut'har Pascha
it an der Grenze bei Grahowo angelangt, wo bereits gekämpft
dird. Die Kanonen- und Gewehrsalven werden bis Dragoll gehört.
der Marsch Mukthar Paschas erfolgte knapp langs der österreichischen
ßreaze. Aus Podgoritza wird eine gestern begonnene türkische
Offensibbewegung auf Montenegro bei Spitz gemeldet.

Zaris, 29. August. (Finanztalamitäly)y. Seit Anfang
„etes Monats vollzieht sich an der Börse vou Paris eine Bewe⸗

aung in den französischen Staatspapieren, deren Folgen die Staats-
Otonomen und einige Mitglieder be'der Kammern zu beunruhigen
anfangen. Auf das Gerücht hin, daß der Finanzminister beabsich⸗
ige, ir Kürze die nach dem Kriege ausgegebene 5procentige Anleihe
imzuwandeln, haben mehrere große Spekulanten sich angeschickt,
edeutende Summen der 5procentigen Anleihe zu verkaufen und
jafür Zprocentige zu erwerben. Das Gleichgewicht zwischen beiden
Anleihen ist in Folge dessen arg gestört worden und eine Abweichung
»on ungefähr 14 Fr. im Werthe beider eingetreten. Die kleinen
sentner in deu Departements folgten, durch einen Theil der Presse,
velcher von den großen Finanzmännern von Paris ganz abhängig
st, in Furcht gesetzt. bdald dem gegebenen Beispiel und suchen so
zut nud so schnell wie möglich ihren Antheil an der ö5procentigen
Anleihe an den Mann zu bringen. Die Lage spitzt sich von Tag
u Tag mehr zu, die Geschäfte der Bank in den Provinzen bleiben
eit Wochen immer dieselben, denn sie bestehen in nichts anderem,
ils in beträchtlichen Verkäufen der 5procentigen und in geringeren
Ankäufen der Zprocentigen Anleihe. So ist kine allgemeine Ver⸗
virrung entstanden, welche beiden Anleihen schadet. Das Publikum
pagt aus Furcht vor einer bevorstehenden Umpandlung keine An⸗
äufe mehr in der 5procentigen und der Preis der Iprocentigen
sält es für siark in die Höhe getrieben. Man kann demgemäß
hne Ueberireibung sagen, daß sich auf dem Geldmarkt der fran⸗
zsischen Anleihen eine völl ge Deroute vorbereitet. Einige Depu⸗
rte fürchhten daher auch bereits, daß die gesammten Finanzen des
dandes in Mitleidenschaft gezogen werden könnten, denn sie er⸗
ennen, mit welch unerhörter Frechheit die Spekulanten die Leicht⸗
läubigkeit des Publikums ausbeuten und tadeln entschieden das
indauernde Schweigen des Finanzministers. Mit vollem Rechte
jerlangen sie Auskunft datüber, ob die Gerüchte von einer beab⸗
ichtigten Umwandlung auf Wahrheit beruhen, und sie scheven sich
zicht, die Vorgänge an der Pariser Börse als einen Skandal zu
pezeichnen. ˖ Enatweder müssen die Absichten des Herrn Leon Say
in Geheimniß für Alle oder für Niemanden sein, wenn er nicht
ine sehr große Verautworilichkeit auf seine Schultern laden will.
dedenfalls wird er beim Wiederzusammentrilt der Kammern durch
ine Interpell ctinn aufgefordert werden, Rechenschaft über sein augen-
lickliches Verhalten abzulegen; haben doch schon jetzt mehrere große
gankiers bedeutenden Gewinn erz'elt, natürlich auf Kosten der kleinen
stentner, und wenn die Umwandlung nicht baldigst erfolgt, so
nöchte der Herr Finanzministir späler auf ernstliche Schwierigkeit
toßen, falls er sie wirllich durchführen wollte.

Semlin, 2. Sept. Gestern und heute soll man sich an
»em linken Morawa⸗Ufer schlagen. Genaue Nachrichten fehlen.
hente sind über 100 russische Officiere nebst vielen ehemaligen
Unterofficieren uad Soldaten eingetroffen. Seit acht Tagen sind
Tag für Tag russische Officiere in größerer Anzahl angekommen.
Man erwartet ferner die Anlunst von zohlreichen ausgedienten Ge⸗
neinen. Nach dem, was man heule gesehen, scheint sich diese Be⸗
sJauptung bewahrheiten zu wollen.

Koestanktinopel, 3. Sept. Die Botlschafter der Groß⸗
mächte haben sich gestern über die Form geeinigt, in welcher sie
der Türkei ihre Friedensvermittlung anbieten wollen.

New-York, 2. Sept. Der Prätendent Don Karlos hat
sich nach Europa eingeschifft.

Vermisqhtes.

ESt. Inebert, 4. Sept. Wie in den Vorjahren, so be⸗
zang auch den diesjährigen 2. Sep'. die Stadt St. Ingbert wieder
estiich. Böllerschüsse leiteten am Abend des 1. Sept. die Feier
ꝛin. Waren auch der schon angezeigte Zapfenstresch und die Tag⸗
eveille unterblieben und war auch die Beflaggung der Stadt nur
eine spärliche, so wucde doch dadurch bei denen, die der Feier mit
hren Sympathieen nahe standen, dieselbe in keiner Wesse beein—
rächtigt. Der Donner der Böller, der von nahe und fern über
die Berge zu uns herüber dröhnte, bewies, daß auch in der Nach—
        <pb n="486" />
        darschaft dankerfüllte patriotische Menschen den Tag festlich be—
gingen. Die am Abeud stattgehabte Reunion war außerordenllich
zahlreich besucht; dicht besetzt waren die weiten Räume des Ober—
hauser'schen großen Saales. Das erste Hoch brachte Hr. Subrektor
Barnikel Se. Maj. dem Koͤnig von Bayern; Hr. Einnehmer
Merg ler toastirte auf S. M. den deuischen Kaiser, Hr. Treitz
auf das deutsche Heer, Hr. Pfarrer Krieger auf den deutschen
Kronprinzen, Hr. Adolph Beer auf das deutsche Vaterland und
hr. Posamentier Kahser auf die fernere Entwicklung desselben.
Alle Reden durchwehte ein echt vaterländischer Geist. at
Die Festfreude wurde noch geboben durch Musik und Gesang.
Erst uach Mitternacht endete das Fest, dessen ganzer Verlauf ein
sehr gelungener und befriedigender war.

F Neustadt, 2. Sept. Ein fremder Mann logirte sich
gestern Abend spät im Gasthaus „zum Baierischen Hof“ ein. Der⸗
selbe war ohne Gepäck und verzehrte nur unbedeutend. Heute
Morgens 11 Uhr suchte sich derselbe durch einen Schuß aus einem
Revolber auf seinem Bett liegend, zu entleiben. Der Knall wurde
nicht gehoͤrt, sondern erst durch Stöhnen und Hilferufen wurde
man aufmerksam. Nach Einsprengen der verriegelten Thür fand
man den eitwa dreißigjährigen Nann in seinem Blute liegend.
Die Kuzel war dicht am rechten Ohr eingedrungen. Der Ver—⸗
wundete ist ohne alle Subsistenzmittel und gibt an ein Kaufmann
aus Lyon zu sein, Namens Jean M... r. (N. B. 3.)

F Den Besuchern des 6. pfälzischen Lehrertags, der am 20.
Sept. in Neustadt gehalten wird, hat die Direction der Pfälz.
Bahnen 50 pCt. Fahriaxermäßigung gewährt.

F Speyer. Laut Ausschreiben der t. Regierung der Pfalz,
Zammer des Inneren, vom 8. Aug. L J. im Kreisamisblatie
heginnt an der Frauenarbeitsschule in Speyer der Unterricht Mon⸗
tag den 2. Okt. 1l. Is., Vormittags 9 Uhr und sind Anmel⸗
dungen zur Aufnahme bis längstens 15. Sept. l. J. mit den
aöthigen Belegen schriftlich beim kgl. Vezirksamt Speyer einzu⸗
reichen.

fDen Ardeitern einer größeren Cigarrenfabrik in Speier wurde
mitgetheilt, daß nach 14 Tagen das Geschäft nicht mehr weiter ge⸗
führt werde. Die Zahl der dadurch beschäftigungslos werdenden
Arbeiter und Arbeiterinen ist eine beträchtliche.

F Bern. 21. August. Für die durch die Uebersdwemmung
im Juui Befchädigten der Schweiz find bis heute über 656,000
Franken von Privaten gesammelt worden..

In Pau (Frankreich) hat ein schredlicher Orkan gewüthet.
Die ganze Aernte, die noch nicht eingebracht war, wie Mais, Trau⸗
hen, Kastanien und andere Früchte, ist völlig vernichtet; Bdume
wurden aus der Erde gerissen und mehrere Stämme vollständig
erbrochen. Dabei fielen Hagelschlossen so groß wie Wallnüsse.

Rund um Alby war der Sturm auch ungemein heftig und da
ver Wein sehr gelitten.

f Cabrera. Man wWeldet aus Windsor den Tod dieses
alentwollsten und grausamsten Parteigängers aus dem ersten Car⸗
istenkriege. Don Ramon Cabrera, später Graf von Morella, lebt⸗
eit 26 Jahren als Privatmann in London, wo er Miß Marianne
datharina Richards, eine reiche Erbin, geheitathet hatte. Er 'si
echsundsechzig Jahre alt geworden. Ursprünglich zum Priesler be⸗
timmt, trat er, als ihm die höheren Weihen verweigert wurden,
n die Reihen der Carlisten ein, unter denen er bald durch seint
amenlosen Grausamkeiten sich einen blutigen Ruf erwarb. Der
Beneralkapitän Mina hatte am 16. Febr. 1836 seine 72jährigt
Mutter wegen geheimen Einverständnisses mit ihm erschießen und
eine drei Schwestern verhaften lassen; dadurch ward er mit einem
dachedurst erfüllt, den Ströme Biuses nicht stillen konnten. Der
Tiger vom Maestrazgo“ ward der Schreden Spanieus. Bei Ran⸗
on wurde er geschlagen und verwundet; zwei Hirten nahmen ihn
uuf und brachten ihn zu einem Psarrer, von weichem er verborgen
ind gepflegt wurde. Man hielt ihn für todt, da tauchte er plötz
ich wieder mit einem Heere von 49,000 Mann auf, besiegte die
christinos und drang bis an die Thore von Madrid. Im Jahre
838 ernannte ihn Don Carlos zum Grafen von Morella nach
cm Orte, bei welchem er neuerlich die Feinde geschlagen hatte.
Ais der Prätendent Spanien verlassen hatte, setzte er den Krieg auf
igene Faust fort, bdis Espartero ihn nöthigte, am 6. Juli 1840
zuf franzdsisches Gebiet zu flüchten. Ein Jahr saß er als Gefangener
n Ham, dann ging er nach Lyon und protestirte von dort aus
jegen die Abdankung des Don Carlos, indem er den Beweis zu
ühren fuchte, derselbe sei schon seit seben Jahren unzurechnumgs-
ähig gewesen. Im Jahre 1848 versuchte er noch einmal, den
Aufruhr nach Spanien zu tragen, wurde aber geschlagen und mußtt
liehen. Seitdem lebte er abwechselnd in Paris und London. Er
dar eine der blutigsten Gestalten des ersten Carlistenkrieges.

Dienstes nachrichten.

Der Lehrer Ludwig Müller in Roppenheim (Unter · Elsaß
vurde unter Wiederaufnahme in den pfälz. Schuldienst zum Lehren
in der kath. Schule zu Böbingen, der Lehrer Joh. Arbenius zu
Dimbach zum Lehrer an der prot. Schulstelle zu Appenhofen, der
Lehter Ludw. Dexheimer zu Friesenheim zum Lehrer on der con
esstonell gemischten Schule zu Kaiserslautern, der Lehrer Gottfried
Degen zu Luthersbrunn zun Lehrer an der oberen prot. Schult
zu Botienbach, der Lehrer K. Borisch⸗ller zum Lehrer an der kath.
Schulstelle in Maßweiler, der Lehret Ph. Lauer nann von Mühl⸗
Jeim zum Lehrer an der unteren prot. Schulstelle zu Wachenheim,
ver Lehrer Heinr. Gebhardt in Neunkirchen zum Lehrer an dei
beren prot. Schule zu Friesenheim etnannt.

BPresbyterwahl betrr.
D Gesetzlicher Vorschrift gemäß werden die Listen der wahlherech⸗
tigten protest. Gemeindeglieder für die Stadt St. Ingbert ein⸗
schließlich des Eisenwerles im prot. Pfarrhause dahier, und für
Schnappbach bei Presbyter Thomas Koch daselbst vom 7. bis 14.
. M. zur Einsicht der Betheiligten aufgelegt.
Die Bekanntmachung der Zeit, des Ortes und des Modus
der Wahlhandlung erfolgt später.
St. Ingbert, 5. Sepi. 1876.
Das prot. Rfarramt:
—D.
Der Speicher der
prot. Kirche
dahier, daif von heute on nicht
mehr zum Wäschetrocknen benützt
verden.
St. Inqabert, 5. Sept. 1876.
HDer Presbyterialvorstand:
Arieger, Piarcer.
Zu vermiethen
ein Laderlokal im untern, und Ein schweigsamer Freund
uehrete Zimmer im 2. u. 3. ür die unglücklichen Opfer
Stod meines Hauses. Zuglesch Jer Selbsthefleckung und ge-
»ermiethe ich auch in meinem heimer Ausschweitungen ist
alten Hause ein schönes Lokal, das berühmte Original-Meister-
welches sich zu jrde Geschäfte werk „der Jugendspiegel.“
rianet. G. Klein. Bestelle es Jeder, der an
dehwachezustünden leidet, bei
Makulatur, V. Fernhardi (jetet in
mehrere Centner, werden abge- Dresdem-Bilasewitz)
geben in der Druckerei d. Bl. Für 2 M. discret in Couvert.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demek in Et. Inobert

Kgl. Präparandenschule
Blieskastel
beginnt am 16. Oktober nächsthin. Aufnahmegesuche sind
bis 1. Okßtober JK. J. bei dem Hauptlehrer der Ansial'
einzureichen.
Blieskastel, am 1. Sept, 1876.
Bischof, k. Inspector. Leibig. t. Haupilehrer

Das neue Schuliahr an der

Zu verkaufen
kiefern Bauholz, Zaun
urd Baumpfähle, fichter
Rund⸗, Leiter⸗ und Wies
bäume bei
Louis Höh.
Breitermühle dei Niederwürzbach

— Trunksuoht —
heile ich sicher und gründliet
mit oder ohne MWissen des
Prinkers, so dass demselber
das Trinken total zum Eke
wird.

Ueber 1000 gebeilt.
Grone in Abaus Westf
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3 — 8 * 2 — —A 38 8 3
* 8 ———— 52225 223 38322*32 22 28
*382* 3553233532323 532 2 32
2 —— 3337—333335 * 2 62
—A 223 — —— —D —— 22 85
1523352 —338533 3857 3
* — — —2 * — *
5335333 58325258 —38353255 1 2 8
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2 7 * —A— 3 —22* 2. — 2 — 2 2 0—0— —
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22338 132833 533532355 *SE. 2 — * — 82
533232.* 2. 2273 522235 —A
5825 733 233 223325533253 3
5832 252338383—8—82.25 5257 2
227* 5532 38235 ———— 22 — — 2
2 2353 252555 * α
255* * 1275— —22688 *
* 82* VR — 2 —3 2 *
383 —32 23 2* 25232 338
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32. 58 2. 55572 — 2838335
* 5 5 2286 2237
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3— * 25 ——— 253253 — 2 32 32 z 62837

2 — 5355 2. ↄÚBR 22 ⸗ 2205 — 23 —* 2 5

5 22. 522 * 3 8* — — *375232

53 238338* —— 253 —8 222 —
222 — 5* 5853 * —A —8 23253 83* —— —

32 3 37 252 25322 — ——— 5 273* 282 —— 2
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— 3 x DZ237 2 — 2* — — 5

— 323 87 22 383253 S 2 8 —

252233 — *** 5522 2 AV — — — 2
33 — 2527 57 — 725* 3— 2* 2 8 —3 5272
533253333223 —— 2 1533—2 252233

* * 2 2 *

1322338 —533233383 2558;7333558
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— ——— 28. 253 22 — —— 5S 55535

38 3387 *5*—83 — —
5333552238 2 2555 c 232. 3383 35553 *
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228 7 33 268 2322 25 ; 2*232 2 27 F
323538837* S 22 6 2 * 2 * * 2. *
— Et 58327 — 2523 — 2*63
2538 2555 22 53237 8275 5533* 232332322*
.25 — 255 —63338*8 5 *5 38333
— — — * 3—22. 55 22382 8

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3 3253 A — 23 8 2 235* 2
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255 333353 235 538335555 A 5335685377

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        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblati. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donunerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis betragt vierteljährlich

1Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 142. Donuerstag, den 7. September J 1876.

Deutsches Reich.

München, 4. Sept. Das Ministerium des Inneren wird
emnächst eine Entschließung erlassen, daß die Aufertigung der Wähler⸗
isten für die kommende Reichsstagswahl zu bhethätigen und so zeitig
um Abschlusse zu bringen ist, daß deren Auslegung bis zum Monate
October erfolgen kann. Ebenso sollen die Vorb'reitungen für
zie Abgrenzung der Wahlbezirle durch die Bezirksamter Letroffen
verden. N. C.)

Leipzig, 5. Sept. In unserer Stadt herischt ein unge—
jeuer bewegtes festliches Treiben. Sämmtliche Stadttheile glänzen
in reichstem Festschmuck, in manchen Straßen sind die Gebäude
vegen der Massen von Fahnen und Flaggen kaum erkenntlich.
Biele Tausende von Fremden sind schon anwesend, fortwährend
angen auf aller Bahnen Extrazüge an. Gestern Abend trafen
zönig Albert und Königin Carola, am Nachmittag Graf Moltke
und über Nacht mehrere der a gemeldeten fürstlichen Personen ein.

Leipzig, 5. Sept., Abends. Der Kaiser ist heute Nach⸗
nittag halb 5 Uhr in Begleitung der Prinzen Karl und Friecdrich
darl mit Gefolge hier eingetroffen und auf dem Bahnhofe von
dem König Albert und dem Großherzog von Sachsen Weimar em⸗
fangen worden. Nachdem der Bürgermeister eine kurze Begrüßungs⸗
ede an den Kaiser gerichtet hatte, erfolgke unter dem Gelaute
ämmtlicher Glocken der Einzug in die festlich geschmückte Stadt,
n deren Straßen der Kriegerverein, die Kaufmannschaft, sowie die
Innungen mit ihren Fahnen Spalier bildeten. Die Miajestäten
purden von der unzählbaren Menschenmasse, welche den Weg vom
Bahndofe bis zum königlichen Palais erfüllte, mit stürmischem
Jubel begrüßt. Nach der Familientafel wird der Kaiser die Illu⸗
nination der Stadt besichtigen.

Ausland.

London, 4. Sept. Die Zahl der Meetings gegen] die
ßrausamkeilen dee Tütken nimmt zu. Ein Brief Gladstone's ist
zeröffentlicht worden, worin derselbe ankündigt er werde am Sonn-
bend auf dem Meeling in Breeawich eine Rede halten. Er spricht
den Wunsch aus, die Bewegung möge eine nationale werden. —
luf dem Meeting in Rochdale wurde ein Brief Brights verlesen,
votin die Nothwendigkeit betont ist, von der politischen Solidarität
nit der Türkei sich loszusagen. Jede Stadt müsse gegen die Miß—
virthschaft der Türkei protestiren.

Zara, 83. Sept. Seit hente früh wird, zwischen Türken
ind Montenegrinern, bei Kuci eine Schlacht geiiefert. Ausgang
inbekannt. —

Der „N. Fr. Pr.“ wird aus Semlin gemeldet: „In Bel—⸗
zrad herrscht große Aufregung. Russische Offiziere, welche daselbst
ungekommen sind, um an dem Kriege theilzunehmen, insultiren und
nißhandeln friedliche Bürger; unter Anderen haben sie in einem
hotel den Correspondenten eines preußischen Blattes verwundet,
velcher arglos über die letzte Niederlage der Serben sprach.“

Konstantinopel, 4. Sept. Die Botschafter der fremden
Mächte unterbreiten heute der Pforte die Vorschläge zur Verm't⸗
elung des Friedens. Der Sultan empfängt beute die Würdenträger
und hervorragende Banquiers.

Philadelphia, 1. September. Der „Times“ wird
elegraphisch gemeldet: Ausgedehnte indianische Räubereien, durch
erstreute S'oux-Banden ausgeführt, werden gemeldet. Die Post
don Dakota nach Sidney in Nebraska ward am Sonntag ange—
zriffen. Fünfzehn Weiße wurden getödiet und dier andere bei
Buffalo Gap todt aufgefunden. Acht andere wurden an zwei
Stellen nahe Custer getödtet. (A 2

Vermischtes
— Das Zuchtpolizeigerich Zweibrücken derurtbeille kürzlich
»en 483jährigen Christian Rung, Pächter der Weihermühle, und
zessen 530jährigen Taglöhner Peter Kettenring zu je 1 Monat Ge⸗—
aͤngniß, weil Keitenring auf Anstiflten des Mühlenpächters die

dem letztern zuerkaunte Gefängnißstrafe von 10 Tagen unter dessen
Ramen ab ebüßt hatte.

Vom Potzberg, 1. Sept. wird der „Rhpf.“ geschrieben:
Vor Wochen bereits kursirte die Mähr, daß in den Waldungen
auf dem Potzberge ein in Kaiserslautern entlaufener Bär jseinen
Aufenthalt genommen habe. In dem vermeintl'chen nordischen
Inholde fand d'ie geschwätzige Fama jedoch bald einen Wolf, auf
velschen auch wirklich schon Treibjagden abgehalten wurden. Zu der
etzten sollen 16 Schützen aufgeboten worden sein. Trotz solcher
Mufmerksamkeit war Freund Isegrimm so unfreundl'ich, sich nicht
sodischießen zu lassen, vielmehr zwischen zuwei kühnen Jägersmännern
dindurch das Welte zu suchen. Der Eine der Jünger Nimrods soll
vor Schrecken zu Boden gestürzt sein, der Andere aus der gleichen
Arsache das Gewehr nicht losgedrückt haben. Zur Beruhigung
vollen wir arch mittheilen, der in einen Wolf verlleinerte Bär sei
ein entlaufener Schäferhund.

Auch in Speyer ist eine Agitalion gegen das Ueber⸗
handnehmen dis Hausirens und der Wanderlager im Gang.

Man meldet aus Kreuznach, 26. Aug.: In der Nacht
jom 24. zum 25. August brach in der Wirthschaft ,Zum Spicherer
Zerg* dahier Feuer aus, welches das Wirthschaftsgebäude, so wie
ine Scheune gänzlich zerstörte. Leider ist hiebei der Neilust eines
Menschenlebens zu betlagen. Ein junger Kaufmann, Reisender
ines Berliner Hauses, welcher aus dem Weye nach seinem Hotel,
zas Feuer zuerst bemerkte und nach der Brandstätte eilte, wurde
jon einer einstürzenden Mauer getroffen, und zwar, ohne daß irgend
Jemand den Unfall bemerkte. Die verkoblten Reste seines Leich⸗
nams sind aufgefunden.

Aus Munchen schreibt wman der Wiener „Prefse: „Döl⸗
inger, der Nestor der deutschen Professoren, der alte, hochberühmte
Theologe, in dessen Hörsaale sich einstens Kopf an Kopf drängte,
essen Worten die Studenten auf den Gängen lauschten, hat sich
eranlaßt ge ehen, seine Vorlesungen aus Mangel an Zuhörern
inzustellen. Das ist wohl das Bitterste, was dem alten geehrten
Naune passiren konnte. Den Candidaten der Theologie war der
tzesuh der Döllinger'schen Vorlesungen untersagt, der Zufluß aus
»en übrigen Facultäten nahm von Tag zu Tag ab, und so geschah
ꝛs, daß Döllinger vor leeren Bänken stand, Professor und Audi⸗
orium in einer Person sein mußte. Da blieb ihm nichts Anderes
übrig, als zu schließen.“

F Nach 8 61 des Strafgesetzbuches beginnt die dreimonailiche
Feist für die Stellung eines Strafantrages bei s. g. Antragsdelikten
nit dem Tage, seit welchem der zum Antrag berechtigte von der
dandlung und von der Person des Thäters Kenniniß gehabt hat.
Iun Beziehung auf diese Bestimmung hat das Obertribunal in einem
krkenntniß vom 5. Mai d. Is. die Entscheidung gesaällt, daß bei
Injurienprozessen der verkiagte Beleidiger, welcher den Einwand er⸗
jedt, daß die Kenntniß der Beleidung seitens der Kläger länger als
drei Monale vor Anstellung der Klage zurückdatirt, diesen Einwand
zu bewe sen hat. „Die Behauptung des Ablaufs der Antrassfrist
hat im Cwilprozeß die rechtliche Natur eines Einwandes. Indem
der Appellationstichter diesen Beweis von dem Vorklagten erfordert,
hat er weder den 8 61 des Strafgetzbuches noch die Grundsätze
von der Vertheilung der Veweislast verletzt.“

F In Saaralben (Elsaß) ist innerhalb den letzten 8 Tare
3 Mal Feuer ausgebrochen und sind im Ganzen 13 Hauser nebst
Zubehör abgebrunnt.

F Köln, 5. Sept. Nach einer hieher gelangten Privatde⸗
desche ist heute Vormittog auf dem Rhein bei Emmerich der
Schraubendampfer „Vereinigung“ mit dem Personendampfboot
„Stadt Mannheim“ so heftig zusammengestoßen, daß beide Schiffe
janken. Leider sollen 2 Kinder, die sich auf dem Schrauber be⸗—
fanden, ertrunken sein.

. Vom Rhein. Seit Jahren ist man am Rhein gewohnt,
daß während der Monate Juni, Juli, August und September nicht
nur viele Fremde den Rhein vermittelst der Dampfboote befahren,
'ondern daß sich auch solche längere Zeit am Rhein aufhaälten.
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        Auffallender Weise ist dieses Jahr der Fremdenberkehr am Rhein
so still, wie es seit einer Reihe von Jahren nicht der Full war,
jedenfalls lediglich eine Folge Der gedrückten Geschäftsverhältnisse.
Die bieraus resultirte Mindereinnahme dürfte die verschiedenen
Gasthofbesitzer wie auch die einzelnen Städte empfindlich triffen.
Die Passagierboote der Köln-Düffeldorfer Gesellschaft, insonderheil
die Salonboote „Deutscher Kaiser“, „Wilhelm, Kaiser und König“,
„Humboldt“, „Friede“, „Loreley“ und „Prinz von Preußen“, die
in guten Jahren stets zum Erdrücken vall waren, sind den ganzen
Sommer hindurch spärlich besetzt. Eine Besserung scheint auch den
dermaligen Verhältnissen nach zu urtheilen, für dieses Jahr nicht
mehr in Aussicht zu stehen, zumal die Witterung kühl geworden ist.

fKarlsruhe, 1. Sept. Am Mittwoch wurde vor der
hiesigen Straffammer die Anklage gegen Julius Bauer und Julius
Seifer, beide Goldwaarenfabrikanten aus Pfortzheim, wegen Betrugs
perhandelt. Die Angellagten übernahmen die Leeferung eines Quan⸗
tums goldener Ringe für ein Handluagshaus in Paris und sollten
vertragsmäßig die Ringe aus 132 karätigem Golde aufertigen; statt
dessen lieferten sie mehrere Parthien Ringe, welche aus sogenanntem
Double, einer Composition von äußerst geringem Goldgehalie an⸗
gefertigt waren und dezeschneten diese Ringe in der Faktura als aus
132karätigem Golde und berechneten die Preise dafür. Die Fabri⸗
kanten wurden zu je zwei Monat Gefängniß und 100 Mart Geld—
strafe ebent. weiteren 20 Tagen Gefängniß verurtheilt.

F.Barmen, 31. August. In vergangener Nacht wüthete,
von heftigen Regengüssen begleitet, über unsere Stadt ein oican⸗
ähnlicher Sturm. Im Verlaufe desselben nahm die Kälte derari
zu, daß gegen 2 Uhr Morgens dicke Schneeflocken niederfielen. Das
Schneegestoͤber währte ungeiähr eine helbe Stunde.

7Prag, 80. Aug. Die Gattenmörderin Antonia Jeschek,
welche ihre That gestand und mit der schlecht n Behandlung von
Seiten ihres Mannes, den sie zu heitrathen gezwungen warde, moti⸗
birte, wurde von den Geschworenen in Trobor mit neun gegen drei
Stiinmen fteigesprochen.

F Das Kriegsgericht von DOran hat dieser Tage 6 Soldaten
der Fremdenlegion wegenMeuterei und grober Thätlichkeiten gegen
einen Offizier im Dienfie zum Tode verurtheilt. Von den Ver—⸗
urtheilten sind drei, Namens Rothel, Seudner und Richter, Elsaß⸗
Lothringer, zwei, Namens Kreutz und Deutschler, Preußen, und der
sechste, Namens Faglin, ein Belgier.

7 Von verschiedenen Stellen her werden heftige Stürme ge—
meldet. An der Mündung des Mersey zing die See so hoch, daß
viele Fahrzeuge nicht auslaufen konnten. Zu Fen Dinon bei
Cambridge fuhr am Donnerstag Nachmittag der Blitz in ein Wirtys—

aus vnd zersiörte mancherlei, darunter die Bilder und sonderbarer
Weise die Zähne im Munde einer Frau. Die Blumen⸗Ausstellung
in Bolton litt sehr. In Asyton wurden acht Kühe durch den
Bletz getödtet. In Plymouth ward eine hohe und 150 Fuß lange
Mauer (Theil einer im Entstehen begriffenen Rollschuh Bahn) um⸗
zeworfen und begrub drei Männer. —Das Dampfboot, welches am
Ddonnerstag. Morgen von Dieppe nach Newhaven fubr, fand die
See zu rauh, als daß es sein Ziel erreichen konnte, und fuhr nack
Dover, wo es gestern Morgen anlangte. Die Passagiere waren
nach einer so langen Seefahrt sehr ermattet. Die London-Chatam-
Dover-Bahn besörderte sie mit einem Extrazuge nach London. Noch
neunche Beschädigungen einzelner Schiffe werden gemeldet. Am
Mittwoch z. B. lief das preußishe Schiff Rezular bei Belhaven in
zet Nähe von Dunbar auf den Sand.

7 In San Franzisco zerstörte am Montag än gtoßes
Feuer 100 Gebäude, einschließlich des deutschen Hospitals. Der
Schaden beläuft sih auf 500,000 Dollars. 200 arme Familien
ünd obdachlos.

F Auch ein Preisgekrönter. Auf der in Kentucky ab—
gehaltenen landmirthschaftlichen Ausstellung war auch ein Preis für
den Häßlichsten ausgesetzt worden. Dieser Tage nun war die Ent⸗
cheidung in Betreff dieses Preifes getroffen und zwar von einem
stomite, das aus einigen der hübschesten Mädchen bestand, die au
dem Ausstellungsplaäze zu finden waren. Die Wahl machte den
Vädchen naturlich viel Spaß, fiel ihnen eber auch schwer, da sich
veuigstens ein Dutzend Männer auf dem Platze befauden, die an
däßlichkeit mit einander wetteiferten. Zaletzt entschieden die Mäd⸗
hen für den Colonel Joe Nison, der sich selostredend sehr — ge—
schmeichelt fühlte.
Für die Redaction verantwortlich: F. X. Demetz.
Eingesandt.

Einem musikalischen Publikur dahier, d'e Anzeige, daß der
blinde Pianist Louis Udhardt aus Erfurt, morgen
Freuag Abend im Oberhauser'schen Saale ein Concert geben wird.
Receusionen aus vielen Städten rühnen den fert'gen und gefühl⸗
vollen Vortrag desselben, und da der hiesige Musikverein so freund
ich ist in dein Conc⸗erte mitzuwirken, so ist um so mehr ein genuk
reicher Abend zu gewärtigen.

Möge deeses Concert im Hinblick auf die einem unglücklichen
Blinden gleichzeitig gewährte Unterstützung möglichst erfolgreich sein

FEUVERWVEMR-BALI.

25*2457

22 52

* —*
—— *5 18

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3

zZu dem am nüehaten Sonntag,
*O. d. M. Abends S Uhr
erhaufer'schen Saale stattfindenden

—

»werden hiermit sämmtliche Paasiven Mit-⸗
glieder aufs höflichste eingeladen.
Der Verwaltungsrath
—der freiwilligen Feuerwehr.
(Als passive Mitglitder werden nur solche betrachtet, die im
perflossenen Jahre ihren freiwilligen Beitr-n geroblt baben.)
Krieee

55323 2
qVx

55
—T

Aufklebezettel
(Signitzettel)
auf Bahncollis, 100 Stück zu 50 Pfg., bei Abnahm⸗
'von 1000 Stück entsprechend billiger, hat vorräthig
Die Buchdruckerei von F. X. Demet
in St. Ingbert.

wurde am Diens⸗
tazß, den 5. d8.
M., Abends gegen
10 Uhr, auf dem
Wege von St. Ingbert noch der
Schnapphach e'n großes
graues Damentuch.
Gegen eine Belohnung abzu⸗
zeben in der Redaction da Bl.
Allgemeine
Rechnungen
(ohne Namen)
in Us, a, u. e Bogen sind
horräthig bei

Sonrtag, 10. Sept. 1876
Nachmittags präcis halb 4 Uhr
Generas⸗Versammlung
»Nereinslokale.

Tagesordnuug:
Aufnahmen.
Rechnungsablage pro75/76.
Neuwahl des Vorstandes
und Ausschusses.

Der 1. Vorstand.
Makulatur,
mehrere Centner, werden abge—

geben in der Druckerei d. Bl.

Gesucht
unge: Dienst⸗
üädcheu, das
alle häuslichen

Arbeiten verrichten

kann. Näheres in der Exped.
. X. Demetæz. dieses Blattee.
Redaktion Druck und Versod von F. X. Temeß in St. Indobert

Zu vermiethen
ein Ladenlokal im untern, un—
mehrere Zimmer im 2. u. 3
Stod meines Hauses. Zugle'd
vermiethe ich auch in meinem
al:en Hause ein schönes Lokal—
welches sich zu jedenn Geschäft⸗
rignet. 6G. Fllein.
        <pb n="491" />
        —538353 53355755—83 53535 383 358 3 238
* 32 —— — 2·8 — —A Ty
—— — 5 *56— —8 25 — 3 8 8— — — 232
223553 5*8 5 c *8 E3 53 233—222* 5255523 — 5*
—5 S2 55588 * 758 X 2 — 3—55355 23*
3530. — 23—3 3 2—? 37233538 5z58 5382383
55 8 *8 — —— — * 323, 2 25—5 5 — *50 5323 ———
E ⸗ —AO— 2 s 2— 25— 2538— 5** 5 z53z28223 232
— — — ———— 6 ——— ——23 38 5655555232 —7—
— 8c5385* —55353 —3 2 —8 — 9 52 ——
2* 288 — — 52 3. 3 ——38 8* *588372
— 5. — 57 532 5*4 —2 7 —
— — 882 25. 3 22 3835 — ——

3 73 388 —z8 33 32—32 5383553—2
333 ——3 33 3 4

25* —— 22z55. 23 2* ðS · ¶ — —— — 5*

— 6 —
—2 282 — 83—22 —— —*8 ——— —A 8* —322— S 5358
27 *5 S—5. 22 220 ——6 5—3 —353 33272 —
——— 2 7 2823 28 — —522223 25* 25 — ———— — 2827
32. 33 333338 535 42853883 —— — —— 55533

— 5 cEDI2 B.5—52— —22 — SF
* 2 ——* 8 —— ——— 2 2 822
—— — 5258858
223222232 D 2 —X 3 * 2 5 3 22 — —

* 2585* 5cE ER S— 5 2——2— — —23 25562 E.2
—— 223 *22 —A —A —— —Ax ——4
—A—— 35— 3

— * —8 4 h 1 —3 *
— 2 25 —74 583— 268338 28 2556—2—2227
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— —— — — 2232 2555232
2 2 5—55255538858 — * 538
F — — »523 2523389 —
25—35555355382522 5533 2555 335 552225 — —
55 6 — 66 3 E E 53

—

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        St. Ingberler Anzeiger.

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Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementépreis beträgt vierteljährlich

1 Mark 20 R.⸗-Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswarts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 143. Samstag, den 9. September I — 1876.
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Deutsches Reich.

München, 5. Sept. S. M. der König hak genehmigt,
daß vom laufendem Jahre augefangen die Alterszulage der Postillone
bei einer tadellosen Dienstzeit von sechs Jahren auf 20 Mark sest⸗
gesetzt und für je weitere drei Dienstjäahre um 10 Mark dis zu dem
Meistbetrage von 120 Mark 7rhöht werden.

Berlin, 5. Sept. Generalfeldmarschall v. Manteuffel wurde
vom Kaiser Wilhelm abgesandt, den Kaiser Alexander in Warschau,
wo er den großen Manövern anwohnt, zu begrüßen. Vielfach wird
behaupfet, Manteuffels Sendung bezwecke mehr, als die bloße Be—
grüßung. Ein „unterrichteter“ Verliner Correspondent schreibt
darüber: „Am 1. d. M. Morgens war über die Reise noch nichts
»ekannt, und unmittelbar derselben voraus ging eine mehrstündige
Audienz, welche der General bei dem Kaiser hatte. Ferner war
eine ähnliche Mission weder im vorigen Jahre noch 1874 beliebt
worden, wo sich der Kaiser Alexander gleichfalls in Warschau
befand; eine der rtige Begrüßung nur Seitens Oesterreich durch den
Erzhetzog Albrecht erfolgte. Es braucht nicht daran erinnert zu
werden, daß General v. Manteuffel persona gratissima am rus⸗
äüschen Hofe ist und wiederholt in politischen Missionen sich in Petersburg
befunden hat. Es heißt — wie weit mit Grund, lassen wir dahin—
gestellt —, daß die Reise, welche auf den Rath des Fürsten Bis-
marck erfolge, hauptsächlich bewirken solle, den Kaiser Alexander in
den. Widerstande gegen die Einflüsse der russischen striegspartei zu
vefestigen, welche in den letzten Tagen entschieden die Obechand
zewonnen habe und an deren Spitze der Großfürst: Thronfolger und
der Großfürst Constantin Fhen follen. Die Vermittelung der
Gegensütze zwischen England und Rußland möchten bei der, Reise
des Generals v. Manteuffel erst in zweiter Linie in Betracht kommen.

Berlin, 6. Sept. Der Reichstag tritt nach der M.⸗Z.“
am 28. October zusammen. Die Reparaturbauten am Parlaments⸗
gebäude sind jetzt beendet; der Sitzungssaal des Bundesraths ist
mit neuen Heizungsvortichtungen versehen worden, die sich nach
Ansicht Sachverständiger gut bewähren werden.

NAusland.

Wien, 6. Sept. Die „Politische Corresp.“ meldet aus
Belgrad vom heutigen unter Reserve und mit Betonung der ser—
dischen Quelle, daß man dort die Grundlanen erfahren habe, üher
welche die Großmächie für eventuelle Friedensverhandlungen zwischen
der Pforte und Serbien sich untereinander geeinigt hätten. Die—
elben wären folgende: Wiederherstellung des „Status quo ante
dellum“‘, eine angemessene von Serbien zu leiftende Kriegsentschä⸗
digung, Zauhlung drei rückständiger Tributsraten Serbiens an die
Pfotte und Räumung von Mali⸗-Zwornik von Seiten Serbiens.

Wien, 7. Sept. Aus Koustantinopel geht der „Presse“
die Nachricht zu, daß Savfest Paschn den Vertrelern der Groß—
nächte mittheilte, die Waffenrutze sei nicht im Interesse der Pforte
und werde deshalb von dieser abgelehnt.

Paris, 6. Sept. Der Präsident der Republik ist gestern
n Begleitung seines Stabes zu den großen Manövern abgegangen.
Er hat fich zunächst über Dijon nach Sullh und Etang gewand',
um in der Gegend des letzteren Oris den Manövern des 8. Ar—
meecorps beizuwohnen, welches von dem Genetal Goliffet befehligt
vird. In der Begleitung des Marschalls befindet sich auch der
nglische Militärbevollmächtigte.

London, 6. Sept. Gladstone's Brochure über die Gräuel⸗
chaten in Bulgarien ist erschienen. In derselben wird ausgführt,
daß einer Eruenerung solcher Vorgänge nur vorgebeugt werden
lönne, indem Bosnien, die Herzegowina'und Bulgarien, der türkischen
Verwaltung entzogen würden. England musje vereint mit den
anderen Ttächten hierauf hinwirken.

Watschau, 2. Sept. Den Zeitungen Warschau's ist de⸗
ohlen worden, daß fie über die Anwesenbeit das Zuren nue das
nittheilen dürken, was h'erüber die „Grazeia Pol chjna“ berichtel.

Der „Phar- d'Alexandrie“ schreibt: „Der preußische Mafot
3. Vlök. welller in Begleitung des Prinzen Haffan nach Aeg meu

zekommen ist, wurde vorgestern (23. August) von dem Khedive in
Privotaudienz empfangen. Der Major v. Plötz, einer der distin⸗
ruirtesten Offiziere der deutschen Armee, ist von Sr. Hoheit zum
Direktor der Milttärschule von Abasseh ernannt worden“

Beigrad, 6 Sept., Nachts. (Amtliche Meldung.) An
den 3 letzten Tagen und in der verflossenen Nacht hahen bei Javor
artnäckige Kampfe stattgefunden. Der Feind, welcher die serbischen
rinien angriff, wurde überall zurüchgeworfen; als hierauf gegen
Mittag die Serben zum Angriffe übergegangen waren,‚ wurden. die
Türken aus 3 Verschanzungen und 2 Batterien delogirt, geschlagen
ind in die Flucht gejagt. Die Serben bemächtigten sich feindlicher
Fahnen, machten Gefangene und erbeuteten Munition und Gewehre.
Um 5. Sept. ward ein neuerlicher Angriff der Türken auf Klein⸗
Zwornik zurüchgewiesen. Bei Karpovnik, auf türkischem Gebiete,
purde der Feind angegriffen und trotz dreifacher Ueberlegenheit
eschlagen.

Semlin, S. Sept. Die, Stimmung, in Belgrad, ist ver—
weifelt. Der Zuzug der Nussen dauert fart und es kam gestern
u ernsten Conflicten mite denselben, weil fie verächtlich von Offi⸗
ieren der Serben sprachen. —WV Gr. 3..
Deligrad. ist mit zwanzig schweren Positions-Geschützen in
ben letzten Tagen armirt worden. Bei 3000 Mann arbeiten Tag
uind Nacht an den Verschanzungen von Cuprija, welches, nach Deli—
zrad, allein noch im Stande ist, den Feind aufzuhalten. Das
erbische Armee · Commando hat die Räumung der Stadt Alexinaz
ben Seiten der Einwohner angeordnet. Auch die Verwundeten
werden nach Cuprija transportirt. In den Kämpfen vom 1. ds.
ind abermals siebzehn russishe Offiziere gefallen. Der Zuzug an
Dffizieren, die täglich eintreffen, gleicht wohl die Verlusie aus.
Immerhin ist der Verbrauch an Offizieren in diesem Kriege ein
ingeheurer, well sich diese stets exponiren müssen.

Konstantinopel, 5. September, Abends. Die Pforte
jat das von den Broßmächien geltellte Waffenstillstandsvetlangen noch
nicht beantworte.

Wie das „Memorial diplomatique“ auf Grund besonderer
Informationen versichern kann, bereilen sich im hohen politischen
Personal zu Konstantinopel wichtige Aenderungen vor. Der Prä⸗
ident des Staatsrathes, Midhat Pascha, erfreut sich des besonderen
Vertrauens des neuen Sultans, Abdul Hamid, und er wird auf den
Bang dec ottomanischen Politik einen weit größeren Einfluß aus—
iben als seither.

Konstantinopel, 6. Sept. Der Herzog von Edinburg,
isher im Dienst auf der Flotte in der Besika-Bay, passirt morgen
konstautinopel, um sich nach der Krim zu begeben. — Ein Theil
ner vor Alcxinatz befindlichen türkischen Truppen marschirt gezen
»as verschanzte serbische Lager bei Deligrad, um im Falle der
säumung von Alexinatz den dort noch stehenden serbischen Batail-
onen die Rückzugslinie abzuschneiden.

Franzöfische Arbeiterdelegirte über die Weltaus—
stellung in Philadelphia.

Die Berichte, welche verschiedene Arbeiter-Deligirte über die
Beltausstellung von Philadelphia auf dem 27. August zu Par's
bgehaltenen Bankette erstattet haben, liegen aun vor. Veachtung
erdient unter denselben ein kurzer Vortrag des Herrn August Des—
noulins, der in Philadelphia den französischen Volksunterricht zu
ertreten batte, sich aber auch auf anderen Gebieten mit Verstand
umngesehen zu haben scheint.

Bei unserer Rückktehr, sagte Herr Dekmoulins, wurden wir
ron allen Saiten mit der Frage empfangen: Was holten Sie von
der Ausstellung? Nicht wahr es war ein Hiasko? Hierauf ant-
vorteie ich:. Ja, wenn man nur die von den Unternehmern ver⸗
angten Resultate in Betracht zieht. Sie zühlten in ded That ouf
runderttausend tägliche Besuche und es stellen sich deren kaum zwan⸗
igtacsend ein. Dieser Tage stieg die Zahl der Besucher auf
. 000 und der Telegraph dat die frohe Botschaft sogleich der
        <pb n="494" />
        zanzen Welt angetünd igte‘ Aber die Ausstelklung von Philadelphia
ist ein großer, ja ein sehr großer Erfolg, wenn man nur das Bei⸗
ppiel berücksichtigt, das die nordameritauischen Fadrikanten der ge⸗
sammten Weit vegeben baben. Ein Mitglied der englischen Kom⸗
nission, Herr Douglas-Dalton, schrieb ganz-kürztich der „Times“,
daß seinen Studien zufolge der Markt dieses Landes Dank seiner
eigenen Betriebsthätigkeit schon dem Eisen, der Baumwolleg den
dohlen aus England geschlossen ist und sogar zu befürchten steht,
aß es bald Eifen, Baumwolle. und. Kohlen auf den euglischen
Maͤrkt bringen wird. Wenn dies aber für Eügland wahr ist, so
jann es mit der Zeit auch für Frankreich wahr werden und nicht
eiwa nur für die genannten Produkte, sondern auch für gew'sse
duxusgegenstände, die bisher Frankreich eigen waren. Schon fin⸗
den die Erzeugnisse un serer Wagenbauer in Amerika faft kene Ab—
nahme mehr und was noch schlimmer ist, man verkauft in Amerika
französische Prdukte unter amerikanischen Namen. Ein traur'ges
Schaͤuspiel, das unser Land seit dem viel zu sehr gerühmten großen
Jahrhundert gegeben hat, wo der berüchtigte große König durch
die Aufhebung des Edikts bon Nantes den gräßten Theil der ge
jchidten Arbeiter und verdienftvollen Gewerbtreibenden, die Frankreich
damals besaß, verbanate. Dieses Schauspiel betrübt jeden ernften
Beobachter: wenn Frankteich all die Intelligenz und Schöpfungs—
kraft, die es dem Auslkande abgetreten hat, für sich hätte behalten
fönnen, so wäre der garze industrielle Aufschwung, der unsere
Bewunderung erregt, aus seinem Schoße hervorgegangen. Jetzt
haben wir in Philadelphia franzosische Erzeugnisse, die Arbeit einer
zanzen Race, unter amerikanischer Firma gesehen. Und wir würden
Ins darüber nicht beklagen, wenn Arbeitervereine dädurch gewannen,
aber statt dessen sind es Kapitalisten, die aus den Tal⸗enten unserer
hberbannten Brüder Nußen ziehen, und das erfüllt unser Herz mit
Betrübnißg. Was die Manufakturwaaren bettifft, so beznügt man
ich z. B. hinsichtlich der Porzellane dami alle Muster nachzuahmen,
iber man hat den nöthigen Rohstoff, man versteht iha zu hand⸗
haben und der Markt wird uns bald geschloffen sfein. Man glaubte
isher in Frankreich; daß die Porzellan-Kommisfionäte die ameri⸗
kamischen Vestellungen Sachsen zuwenden. Dem ist aber nicht so:
die Amerikaner beziehen nicht mehr Porzellanzaus Deutschland, denn
hon uns, ihre Bestellungen habene abgenommen, weil sie selbst
fabriziren. Sie arbeiten darauf hint, Alles selbst herzustellen; sie
dersuchen und verdollkommnen und es gelingt ihnen, unseren Eiporte
sandel überflüssig zu machen. Wenn wir uns daher über dem Wasser
halten wollen, müssen wir etwas füc unsere: Ausbildung thum, wir
nüssen unferen Eigendünkel fuhremlassen, sonst wirb man unsin
zen Werken des Friedns wie auf den Schlachtfeldrn besiegen.
Wir geten nicht mehr den Ton an und die Anderen überholen uns
Wir müssen uns als die Söhne jener Revolution bewähren, welche
die Welt die französische nennt und die sie sich wider ihren Willen—
zu Nutzen macht. Wer müssen Bildung schöpfen, wir verkommen
in der Unwissenheit und haden vierzehn Jahrhunderte Obecu⸗
iantiemus wieder gut zu machen. Richten wir uns an der
Bildung auf! — Herr Tesmoulins erzählte dann, wie schwer die
Ausstellungsgäste von der Hitze zu leden gehabt hätten, einer seinet
Benossen, Namens Normandin, Deligirter der Gespinnst -Industrie,
jei den Strapatzen erlegen und überhaupt sei die Stecdblichkeit in
Philade phia und New-Hott eine außerordentliche gewesen. Dann
schloß er: Sie sehen, es ist immer mit Opfern verbunden, der
Wahrheit nachzuforschen. Das ist nur ein Grund mehr, sie dann
saut zu verkünten, selbst wenn man damit der nationalen Esgen—
siebe du nahe trelen müßte. Die Wahrheit, die wir in Amerita
rxmittelt haben, ist diese: Wenn wir nicht entschiedene Maßregeln
reffer, um den Gemerbsunterricht dei uns ins Leben zu rufen,
vird es bald um unsere Ueberlegenheit in Kunst und Gewerbe ge⸗—
chehen sein.

Vermischtes.

f Zweibrücken, 58. Sept. Die Vertheilung der Presse an
die Eigenthumer der schönsten in der Pfalz gezogenen, sowie zur
Rachzucht verwendeten Pferde wird füt das laufende Jahr Sountag,
den 1. Oktober l. J. Vormittags 11 Ubr, im Gestütshofe dahier
tattfinden. Die Musterung und Auswahl der zur Concurrenz ge⸗
brachten Pferde wird am vorhergehenden Tage, Samstau, 30.
Sept., durch die hiezu ernannie Commission vorgenommen werden.
Die zur Vertheilunt kommenden Preise sind folgerde: I. 10 Vreise
fuͤr 42/zjährige Stuten, welche das erste Mal trächtig gehen: —1.
M. 170, 2. M. 150, 3. M. 130, 4. M. 120. 5. M. 110. 6.
M. 90, 7. M. 70, 8. M. 60, 9. M. 50, 10. M. 40, zus. M.
990. II. 10 Presse für Ssuten, wesche früher schon einen Preis
rhielten und mit einem Fohlen vorgefuhrt werden: 1. M. 100,
M. 90, 3. M. 80, 4. M. 70, 5. M. 60, 6. N. 50, 7.
. 45, 8. M. 35, 9. M. 30, 10. M. 25, zus. M. 885. III.
I2 Preise für Stuifohlen: 1. M. 90, 2. M. 80, 8. M. 70, 4.
w 60 M. 30 6 M. 40. 7. M. 35. 8. M. 30. 9. M.

25, 10. M. 20. 11. M. 20, 12. M. 20, zuf. M. 540. IV.

3 Preise für Hengstiohlen: 1. M.70, 2. M. 60, 8. M. 50,

4. M. 40, 5. M. 80, 6. M. 20, zus. M. 250. V. Für Weit-

yr eise im Betrage von M. 8 bis 16 nach dem Ermessen der Com—

mission sowie für Medaillen M. 1873 Summa aller Preise M.

2572. Für die Bewerber sind nachftehende Bedingungen festgefetzt:

a.Die Mutierstuten müssen von Haupt- und Erbfehlern frei, gut

jehalten sein, von Beschälern des Landgestütes kträchtig gehen und

348 4. Jahr berecits zarückgelegt haben; b. nar solche Fohlen

oͤnnen concurriren, welche von Hengsten des Landgestütes abstammen.

HDierbei wird besonders bemerkt, daß Sunt⸗ und Hengstfohlen vor

uͤrückgelegtem 2. Lebensjahre nicht zur Preisbewerbung zugelassen

»erden; 0. von den zur Concurrenz destimmten Pferden muß nach“
ewiesen werden, daß sie ansässigen Personen der Pfalz angehöten,
vas durch ein Zeugniß des betreffenden Bürgermeisteramtes bei der
kxperten commission nachzuweisen ist.

4 In Pirmafens haben sich über 50 Familien zur Grün⸗
dung einer GenossenschaftsSchlächterei vereinigt.

F Landstuhl. Der „Quellenfinder“ Bernatz hat in der
ziesigen Gemarkung mehrere Quellen, darunter eine sehr starke in
der Nähe des Kirchhofes, welche unsre wasserarme Gemeinde aus-
ziebig versorgen zu können verspricht, entdeckt. Darob große Freude!

F Kaiserslautern. Für 8 an der Eisendahnstraße ge—
egene, 128,4 Dej. umfassende städtische Bauplätze wurden bei der
Zersteigerung am 6. d. nahezu 60,000 Mark — 35,000 fl., mit⸗
vin per Dezimale 460,6 Mark, erlöst. Für dieselben Plähe nebst
rioh zweien, aiso für zusammen 10, waren vor einigen Jahren
ut 25,000 fl. geboten worden; es solste dort das Bezirksamts⸗
jebäude errichtet werden.

f Von vder Aisenz, 8. Sept. Bestern fuhr der Knecht
»nes Müllers von Rockenhausen in stark angetruakenem Zustande
hyon der Kirchweihe in Schweisweiler das Thal hinad; stürzte in
der Nähe von Imssweiler vom Wagen und warde von seinem
igenen Fuhrwerke überfahren. Zwei dazu gekommene Mauner hoben
hn auf den Wagen, um ihn nach Hanse zu fatzren; er verschied
vährend des Transportes.

FSpeyer, 6. Sepi. (Sp. Zis.) Gestern fand eine zahlreiche
VJersammlung von Interessenten statt, um sich über Mittel und Wege
zu besprechen, wie der Abhaltung von Wanderlagern und Wander⸗
uktionen, sowie dem Hausirhandel in hiesiger Stadt entgegenzutreten
ei. Die Versammlung ging von der Ueberzeugung aus, daß durch
diese Wanderlager ebensowohl der Handelsstand als auch das kaufende
Zublikum geschädigt werde, indem de Verkäufer durch Ankauf von
lusschußwäaren, welhe diese Lager führen, und dadurch, daß sie
ren Schund eegen Baarzahlung abzeben, scheinbar billiger ver—
aufen. Die Versammlung sprach sich dahin aus, daß diesem Unfug
nuc durch einiges Zusammengehen aller Bewohner unserer Stadt
utgegengetreten werden könne, und beschloß, an die Besitzer der zu
Wanderlazern geeigneten Localitäten die Bilte zu richlen, ihre
däume zu derartigen Zwecken nicht mehr abgeben zu wollen.
xẽbenso foll an die Herren Notarte, Gerichtsvollzieher, Rechtskonsu⸗
inten und Geschäftsagenten das Ansuchen gestellt werden, diese
Unternehmen nicht mehr zu unterstützen. Mit Vergnügen vernahm
»ie Versammlung von einem Mitglirde des Stadtrathes, daß die
tädt. Behörde beschlossen hade, auch ihre Lokale auswärtigen Händ—
ern für die Fo'ge zu verweigern und den Geschäftsdetrieb derselben
nönlichst zu erschweren. Von der Prefse wird erwartet, daß sie
i sen Bestrebungen nach Kräften eutgegenkommen werde. Während
der Verhandtung wurde den Anwesenden die Mittheilung, daß der
Verband der pfälz. Gewerbevereine sich diese Frtagen schon längere
zeit ang;eignet habe und daß wie auf den letzien Delegirten⸗
Zersammlungen so auch auf dem nächsten Sonntag hier stattfindenden
gerbandistage die Wanderlager, der Hausirhandel und andere, den
dandelssiand sehr nahe berührende Fragen auf der Tagesordnung
sehen und daß dieser Verband durch gemeinsome Vorstellungen an
eeigneter Stelle, auch auf dem Wige der Gesetzgebung, eine Rege⸗
ung dieser Angelegenheiten zu bezielen beabsichtigt.

7 Drel Münchener, zwei Nürnberger und ein Ostpreuße er⸗
tiegen am 2. September bei reinem Ka'serwetter die Ortlerspitze
ind feierten dort, auf dem hoͤchsten Pukte deutscher Berge, bei einer
dälte voo — 70 R. die Sedanfeier durch ein kräftiges Hoch auf
zas geeinigte Deutschland, den Kaiser, den deutschen Kronprinzen,
gismarck und Moltte. Die Payerhüt:e auf dem Hotn der Tara⸗
ettawand wurde von den Bergsteigern aus dem gleichen Anlasse
estlich beflaggt. (Augasb. Addz.)

F München, 4. Sept. Adele Sp'tzeder hat mit dem heutigen
kage die hr zuerkannte Strafe verbüßt und wird heute aus der
zaft entlassen werden.

Ein edler Mensch. Straßburg, 21. August. Einer
ꝛer edelsten und wohlthaätigsten Bürger unserer Stadt, August Ehr⸗
nann, ist am 20. August letzthin iu Donaueschingen, 90 Jahre 5
Rongite alt, gestorben. Laut letztwilliger Verfügung hat derselbe
ein bedeutendes Vermöden zum großen Thbeile dem erhabenen Ge—
        <pb n="495" />
        danken seines Lebens: „dem Unterrichte und der Wohlthätigkeit“ ge—
vidmet: Fast keine Anstalt dieser Art in unserer Stadt wurde da⸗
ei vergessen. Im Ganzen hat er 1,511,500 Fres. diesen Anstal⸗
en zugewendet. August Ehrmann wurde; am 15. März 1786 zu
Straßburg geboren. Im Anfange diestes Jahrhunderis trat der⸗
elbe als Geh'tfe in das Bethmann'sche Bankhaus zu Frankfurt a.
M. ein, allwo er sich auszeichnete. Zufolge Heirath wurde er Glied
der Beihmann'schen Familie und Theilhaber dieses großen Bank-
jeschäftes, in weschem er fast ein halbes Jahrhundert verblieb. Nach⸗
zem ihm seine Fiau in Franksurt gestorben, siedelte Ehrmann nach
einer Vaterstadt Straßburg über, wo er in größter Zurückgezogen⸗
jeit lebse. Sein ganzes Streben galt nur der ohlthätigkeit.
Zührende Beispiele hierbon kann der Direktor des hiesigen Pfand—
Jauses erzählen. Wie oft hat er vor dem Versteigerungstage die
zfänder armer Familien eingelöst und sie denselden zurückgeben
assen. All' sein Wohlthun geschah jedoch im Geheimen, vor die
Deffentlichteit durste davon ichts tommen Seiae Kinder — drei
Söhne, wovon einer verheirathet — waren sämmtlich ohne Hinter⸗
assung von Farmilien vor ihm gestorben. So stand er denn allein
a und tonnse Verfügungen über sein bedeutendes Vermönen treffen,
pie er wollte. Et hat übet dasselbe zum Wohl seiner Mitmenschen
rerfügt. Die oben genannten Schenkungen waren nurt kin Theil
cines Vermögens. Was er an verwandte und nicht verwandte
Familien gegeben, davon darf vor die Oeffenilichkeit nichts gebracht
cerden. Sorifilich sprach et in seinem lezten Willen den Wunsch
ius, ohne alles Gepränge begraben zu werden. Der Sarz, so
chrieb er, soll ganz einfach sein. Bevor er das Stetbehaus ver⸗
aßt. sollen wenige Worte gesprochen werden; von da soll man
hirect auf den Friedhof gehen, wo die Begräbnißceremonie durch
in kutzes Gedet geschlossen werden soll. Keime Einladungen sollen
azu ergehen, der Geistliche und der Testamentsvollstrecker genügen.
(B. L.83.

Einem Handlungklehrling lam zu oͤln ein Werthbrief
nuf der Pon abhanden. Der Verlust wurde oͤffentlich hekannt
jemacht und Belohnung für die Wiedererlangung ausgesetzt. Dieser
Werthbrief 2000 Mart enthaltend, wurde kurze Zeit darauf in
inem Postkasten vorgesunden. Der Finder hatte unter Beifügung
der: Zeitungsannonce sich die Velohnung selbst zugesichert, denn von
der Summe waren 1 Note à 100 M., 2 Scheme 3 20 M., 1
1 5Me, in Summa 145 Mark als Finderlohn entnommen, Der
Reft wurde unversehrt im Briese vorgefunden — und ein „Bissele
Faischheit“ wor auh wohl dabei!

Ein thruerer Paperdroche ist der dem Hauseigenthümer S.
muf ber Schönhauser Allee in Berlin gehörige zu nennen, denn der⸗
eide repräsentirt e nen „Werth“ von über 6000 Mark. Ditses
owohl von Freunden und Bekannten des Besitzers wie auch von
Sonniags Nachmittags:Spaziergängern bewunderte Un cum ist mit
Aktien der „Rordend-Baugesellschafr,“ des „Cyclop,“ der
nochenmehlfabrik Vilter“ ꝛc. in Appoints zu 100- 200 Thaler
usammengetlebt; der Schwanz des Drachen nebst sonstigem Zubehör
„esteht in seinen papiernen Theilen aus Zinecoupons der genannten
Werthpapiere,“ und getauft ist dieses auch für Erwachsene höchst
ehrreiche Kinderspielzeug — .Der groß? Krach?.

FZeitz, 3. September Auf dem Schuhmachertage in Zeitz
st der sehr herechtfertigte Beschluß gefoßt worden, den Kunden nur
zrei Monate lang zu borgen, dann aber 6 Prozent Zinsen für die
Schuld zu berechnen. Die übrigen hauptsächlid steu Fragen der
Tagesordnung, als die Lehrlingsfrage, Gründung von Productiv⸗
enossenschaften oder Lagermagazinen, Einschränkung der Wander⸗
ager fühtten nicht zu bestimmten Entschließungen. Dagegen soll
die Buͤdung von Rohstoff - Assoz'ationen angestrebt werden. Es
väre sehr erwünscht, wenn der den Handwerkerstand ruinirenden
nißbräuchlichen Ausnutzung des Kreditz üderall in der oben ange⸗
egten Art entgegengetreten würde.

4 Eme fuür die Handelswelt wichtige Entscheidung wurde
eulich vom Oberhapdeis-Gerichtshof zu Leipzig gefällt. Viele
daufleute schreiben nämlich auf ihre Rechnungsformulare: Bei
Rimessen auf Nebenplätze wird weder für Beibringung des Proiestes
nech“ für rechtzeitige Vorzeigung Verbindlichkeit übernommen.“
dach erwähnter Entscheidung „bleib! es dennoch PRerpstichtung, trotz
)es auf der Rechnung befindlichen Vorbehaltes, entweder mit der
Zotgfalt eines ordentlichen Kaufmannes die zur rechtzeitigen Protest⸗
rhebuag erforderlichen Schritte zu thun, oder die eihaltene Rimesse
ofort zurückzuschicken.

p'Wien, 3. Sept. Aus Graz kommt die betrübende Nach—
icht, daß der Dichter Anastasius Grünn (Graf Anton Auersperg)
esiern Morgen einen Schlaganfall erlitten hat. Diese traurige
dunde werd einigermaßen gemildert durch den Beisatz, daß heute in
em Befinden des Kranken eine Besserung eingetreten ist.

P Die verwittwete Fürstin Salm-Salm, die hingebende Ge⸗
ihitin der unglücklichen Prinzessin Charlotie von Belgien mährend
tes Verweilens in Mexiko und bis zu dem tragischen Ende ihres
»emahls, des Kaisers Maximilian, ist auf dem Punlle, sich mit

iinem Mr. Charles Heneage zu vermählen. Die Trauung wird in
durzem in der englischen Kapelle in Stuttgart stattfinden.

7 In dem Schweizer Bade Saxon hat üch ein Engländer, nach⸗
sem er an der Spielbank eine bedeutende Summe verloren, eine Kugel
zurch den' Kopf gejagt.

Die internationale Aussstellung für Industrite
end Kuünstgewerbe zu Utrecht hat sich einer so regen Be⸗
heiligung erfreul, daß die Ausstellungs-Kommi sion den Beschluß gefaßt
at, mit dem 1. Ottober d. J. eine permanente Kunst- und Industrie-
lusstellung in Amsterdam ins Leben zu rufen, wo u. A. auch all die⸗
enigen deutschen Fahrikate vertreten sein sollen, welche sowohl für
dolland, als auch für den überseeischen Export besonders geeignet
ind. Die Direktion will nur die Bertretung für Pirma-Waare
ibernehmen und hofft auf diese Weise eine dauernde und ersprießliche
zerbindung zwischen Deutschland und Holland sichern zu können-
AUnmeldungen für deutsche Aussteller“ besorgt Herr J. Wilhelmi,
zerlin; Ackerstraße. Auf der Ausstellung zu Uerecht sind übrigens
von den 81 deutschen Ausstellern durch die Jury qekrönt worden:
mit dem Ehrend ploin, 15 mit gotdenen, 21 mit sitbernen und
8 mit bronzenen Kreuzen.

Pparsser Weltausstellungim Jahre 1878.
Figaro“ l'iefert nach amtlichen Quellen einen allerdings noch sehr
suchtig umrissenen Plan des Palastes, welcher die Ausstellung, von
878 beherbergen soll, und dessen Bau soeben in Angriff genommen
borden. Die Form des Gebäudes wird nicht, wie jene des Aus—
tellungspalastes von 1867, einer Ellipse gleichen, da die krumme
zinie sich für die Zusammenfügung der einzelnen Eijentheile und
ür d'e Bewegung der Maschinen im Innern als sehr unpraktisch
serausgestellt hat, sondern“ die eines langgestrecten Oblongum sein,
essen kürzere Seilen nach der Ecole Maitärt und der Seine, die
änger? rach den Avenuen La Bourdonnaye und Suffren gehen
berden, welche bekanntlich die vier Seiten des Marsfeldes sind.
Im Inuern ist die ganze östliche Hälfie für dir franzößsche Ab—
heilung reservirt, d'e westliche dem Auslande zugewlesen. Der
talast wird sich beinahe dicht der Ecole Militäre gegeuüber erheben
ind mithin über 10,000 Quadratmeter für den Park frei lassen,
er diesmal eine ganz außerordentl'che Bedentung erhalten sotl
die fremden Wohngebäude, Kioste, Bazart, Moscheen, Maiereien
ind ähnliches Sprelzeug sollen davon ausgeschlossen bleiben und
agegen dem Naturfreunde das Schönste vom modernen Gartenbau
wie ein Gewimmel von seltenen Vögeln aller Zonen geboten
oerden. Desgleichen sind die Cafes, Restaurants, Bierstuben und
Virthéhäuser aus dem Ausstellungsgebäude verbannt und in die
Zeitenparterres des Parks verwiefen, den sie malerisch einschließen
ind so die Aussicht auf die prosaischen Häuserfronten verhüllen
»llen. Auch wird man auf dem Marsfelde ketn Theater finden,
has in der That bei dem Reichthum der Stadt Paris an Schauspiel⸗
äusern jeder Art sehr überflüssig wäre; dagegen werden sich auf
em Trocadero geräumige Säle für Monstre-Concerte und ähnliche
Festivitäten ergeben. Ein großartiger Wasserfall joll sich von diesem
hügel in die Seine ergießen; ferner wird derselbe die wissenschafilichen
Zammlungen, die Leuchthürme, Odbservatorien und Aquarien auf⸗
lehmen. Die Kunst-Ausstellung wird sich längst der Mittelgallerie
es Palastes hinziehen; auch hier hat sich Frankceich den Löwen⸗
inthell an Raum vorbehalten. Södlich und nördlich werden zwei
—XEVV
dallen von je 25 Meter Breile und 16 Meter Höhe den Gast
mpfangen; ihre von riesigen Karyatien getragene Dedcen sollen von
»en besten französischen Kuünstlern ausgemalt werden. Die Kosten
»es Baues sind auf 11,788,022 Fr. 93 Cent. angesetzt.

Neueste Art der Schhulden-Regulirung. Letzten
Zommier meldeien die Blätter, daß fünf junge Italiener, welche
ich bei Nyon eiage Barke gemiethet, in dem Genfer See verunglückt
zien. Da man die Barke umgestürzt und einen Hut und eine
dalsbinde, welche als Eigeithum der Fremden erkannt wurden,
hwimmend auf dem See fand, konnte man wenigstens nicht an⸗
ers annehmen; neuerdings hat man jedoch vernommen, daß die
ingeblich Verunglückten sanmt und sonders sich augenblicklich wohl
ind munter bei ihren Eltern in Piemont befinden. Ihr vorgeb⸗
iches Ertrinken im Genfer See war ihnen nur ein bequemes
Mittel gewesen, die zahireichen Schulden, welche fie in Nyon ge⸗
nacht, quitt zu machen.

London, 5 Sept. Wie aus Montreal unterm 4. ds.,
zurch das Reuter'sche Burcau telegraphisch gemeldet wird, brach am
„onntag in St. Hyatinthe eine größere Feuersbrunst aus. Im
vesttichen Theile det Siadt beginnend, griff sie um sich und äscherte
zie Hauptstraße sowie drei mit derselben parallel laufende Straßen
öllic ein. Das Postamt, der Markt, das Gerichtshaus, drei
ganken, mehrer Fabriken und 800 Magazine, sowie 500 andere
gebäude sind gänzlich nied rgebtannt. Hyondert Familien sind
zurch die Katasirophe obdachtos geworden und befinden sich in
roßem Noihstande. Der ungefähre Verlust wird auf 2 Millionen
dollats geschätzt.
        <pb n="496" />
        eEhGörM-Gel heilt dis Ta ub-
PR UVBER 9 R UR BALIL heit, vwenn selbige nicht an-—
va 32 —AJ ienn
Zu dem am näüchsten Sonntagg — pe A—
dden 10 Aαα s , ner bebel. 2H is ser
— Oberhaufer'schen Saale stattfindenden D. Chop, Apotheker, Hamburg,
LLBE
werden hiermit sämmtliche Passiven Mit⸗
glieder aufs höflichste eingeladen.
Der Verwaltungsrath
der freiwilligen Feuerwehr.
(Als passive Mitglieder werden nur solche betrachtet, die im
verflossenen Jahre ihren freiwilligen Beitrag gezahlt haben.)
Das neue Schuljahr an der
Kgl. Präparandenschul Blieskastel
heginnt am 16. Oktober nächsthin. Aufnahmegesuche sind
zis 1. Oktober [. J. bei dem Hauptlehrer der Anstalt
einzureichen.
Blieskastel, am 1. Sept, 1876.
Bischof, k. Inspector. ILei Dig, k. Hanptlehrer.
— swc I

c.. Moto: Ihr habit
das Gute so nahe!“
dpitzwegerich
daft
allerhöchst sanctionirt; rühm⸗
lidsst bekannt, lieblich zu
nehmen, das sicherste, gewiß
auch dankbarste Mittel, gegen
Brust⸗ Halsund Lun
genleiden, Bronchial⸗
verschleimung Husten
Catarrh ꝛe. ꝛ⁊e.
Die Resultate sind über⸗
raschend.
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1 M
und 1 Mart 50 Pfq. in
St. Ingberisbei Joh.
Friedrich, Zweibrücken
bei W. A. Seel, Hom—⸗
burg i./Pf. bei Wilh.
Simon, Oberwürzbach
»ei J. Luck and in der
Fabrit von Paul Hahm,
Dettelbach a. Na. bei
Rürzburg.

6
Fichtig für VNiele!!
querschienen!!!“ in der

Annonecen-Expedition
DOLF STEINER, Hamburg
hiSs u. IISeòàrIOonStarif der
2— o 7
Fachzoeitschriften *
eann
Kaleuder, Coursbüeher, Badeblä tter, ete.
enthaltend:

197 Zeitschriften für Handel und Verkehr!, Gewerbe,
Industrie, Assecuranz und Finanzwesen.
183 Zeitschriften für Haus-, Land- undt Forstwirih⸗
chaft (Jagd und Sport) Gartenbau und Blurienzucht.
30 Zeitschristen für Baus und Ingenieur⸗Wissenschaft,
Schifffahrt, Bergbau und Hüttenkunde.
32 Zeitschriften für Erziehung und Unterricht.
33 Zeitschriften für Heilwiffenschaft.
79 Badeblätter und Coursbücher.
115 Kalender.
39 Zeitschriften für Militärwissenschaft, Schützenwesen
und Pferdekunde.

Bogen IX. 112 Ze ischriften für Belletristit, Cuust, Musik, Theater,
Unterhaltung.

Bogen X. 48 Zeisschrifen für Naturwissenschaften ,Z Pharmacie,
Maͤthematik, Astronomie, Metereologie.

Dieser mit großer Sorgfalt ausgearbeitete Jusertions-Katalog
enthätt nicht nur olle deutschen, sondern auch de widtigeren
englischen, franzöfischen, italienischen und amerika—
nischen Fadzeitichriften nebst genauer Augabhe der Auflage
und bes Zeilenpreises.

Jeder Buogen wird einzeln abgegeben und an Inserenten gra—
tis und franco versandt von

Adolf dtoineor, Annoncen-Erpedition
IIXXVRBV—
Officieller Agent sämmtlicher Fachzeitschriflen.
iHauptoaent der ‚Presse“ in Wen.)

uruate Brod⸗- u. Fleisch⸗Preise
der Stadt Zweibrücken vom 7.
Sept. Weizen 10 M. 77 pf.
storn 8 M. 26 Pf. Gerste 2reih.
— M. — Pf. Gerste Areihige
—M. — Pf.--Spelz — M. —
Pf. Hafer 7 M. 77 Pf. Kar⸗
offelnx* M. — Pf. Heu 3M.
50 Pf. Stioh 3M. 50 Pf. per
Jntner. Weißdrod 3 Ko.
53 Pf. Kornbrod 3 Kilo. 75 Pf.
»tto 2 Kilo. 50 Pf. ditto 1
tilo. 25 Pf. Bemischlbrod 8
dilo. 91 Pf. 1 Paar Wed 190
Htamm 6 Pf. Spelzkern O M.
— Ppf. Dinkel dO M. — P. Misch
stucht — M. — Pf. Rindfl. J.
Qual. 58 Pf. 2. Qual. 52 Pf
dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Pf.
Schweinefl. 60 Pf. Butier 1
M. 20 Pf. per Pfund.
Auszug
us den Registern des Standes⸗
amtsbezirkes St. Ingbert pio
Monat August 1876.
A. Gebuͤrten:
1. August. Richard Ludwig,
S. v. Ludwig Weingardt. Fried—
—— rich, S. v. Marg. Ulm, ledig.
J — Peier, S. v. Jatob Wild. 3.
Pie Keusechheit des« atharina, T. v. Johann Spies.
fünglinmgs begründet das 5. Matia, T. von Bernhard
bhensglũck des Mannes. Weyand. 6. Katharina, Tab.
lõgen die unglũcklichen Opfer Johann Uhl. Jakob, S. von
ler Selbstbetlec kung und ge- dihnnn Jatob Venee7 Peter
neimerAusschweifungen, welche —A
in Schwächezustündeu leiden, arolina, T. v. Philipp Kahser.
Sonptag 10. Sept. 1876 Is bernn Original-Meister- —
Nachmittous —2 halb 4 Uhr verk „der Jugendspiegel von 10. Heinrich, S. von Christian
General⸗Nersammlung V. Bernhardi cjetet in, Stahi. Johann Peter, S. von
n Vereinslokale. Dresden-Blasewitz), für Mathias Bund. 11. Karolina.
Tagessordnuug: 1231. discret in Couvert be- on Jakob Schuster. 12.
Aufnahmen. s —— ee v. Winnn 8
* 48ablage pro75/76. Eiirab., T. v. Johann Mollen.
en 8 eg des Makulatur / 113. Maria, T. v. Peter Schwarz
und Ausschuises. ] nehrere Centner, werden abge- 4. Joß. S—. v. Georg Schwarz
Ter L. Vorstand. aeben in der Druckerei d. Bu 16. Christ. Adolph, S. von F
sedasnon drus md c eo —

Fuhrmeister. Johann, S. b
Johann Lauer. 18. Peter, S.
o. Joh. Jos. Ksling. Paulind
T. von Johang Houv g. 19.
Joseph, S. voh Joseph Jung.
Joseph, S. vd. Wendelin Felix.
20. Elisab., 2 v. Jakob Not-
hof. Joharn, S. von Jakob
Maurer. Gettauda, Tochter v.
Michael Georga 21. Elisabetha,
T. 3. Georg Spengler. Peter,
S. v. Nitolaus Weber. 22.
Johann, S. v. Nitolaus Grell.
25. Ludwig, S. v. Balthasar
Trier. Nitolaus, S. v. Nikol.
Dchs. 26. Elisab., T. v. Peter
Betz. Maria,“T. v. Jos. Gries.
Emilie, T. d. Georg Franz, Dörr.
27. Anna, T. v. Nitol. Leon—
hardt. Friedrich Carl, S. v.
Carl Seyb. 28. Katharina, T.
von Johann Butiermann. 29.
Barbara, T. d. Georg Lacas.
Angela, T. von Peter Heinrich
Latz. 30. Joseph, S. v. Bal.
Jung. 30. Magdalena, T. v.
Johann Schlickling.

B. Ehesschließungen:

4. Sebast. Keßler mit Maria
Jungfleisch. Phlipp Klebach
mit Elisabetha Bender. 8. Joh.
Schillo mit Margaretha Schmitt.
10. Wilheim Reppert mu Jul.
Dietrich. 18. Ludw. Friedrich
sdeßler mit Katharina Pfeifer.
19. Andreas Klein mit Maria
Fich. 22. Anton Marx mit
Barbara Bohn. 24. Paul Rees
nit Anna Letgner. 26. Ludw.
Zrück mit Katharina Schwartz.
18. Johann Erz mit Helena
Hertraude Vogelsang. 29. Franz
haas mit Maria Klein. 31.
zturl Uhl mit Magd. Hellenthal.

O. Sterbfälle:

4. Johann, 17. J. 7 M.
at, S. v. Paul Woll, Wwe.
53. Friedrich, 1J. 2 M. alt,
S. v. Carl Schwemm. 6. Heinr.
14 T. alt, S. v. Henr. Scheiff.
1. Daniel, 5 M. 10 T. aii,
. v. Jakob Werner. Kathar.
—E
Hraul. 12. Katharina, 2 Jahr
5 M. alt, T. v. Peler Jung.
13. Barbara Theery. 33 J. a.
Ehefrau von Johaun Quiring.
Jatob, 4M. alt, S. v. Chrisi.
Banster. 14. Katharina Osthof,
50 J. alt, Wwe. v. Joh. Peter
Unbehend. Anna, 4 T. alt,
T. v. Johann Quiring. 15.
Johann David, 8 M. 15. T.
ilt, S. v. Franz Dengel. 18.
deinrich, 1 J. 15. T. alt, S.
don Peter Lang. 21. Maria
Flisabeiha, 8 M. alu, T. von
Karl Schuster. Gorg Beorg,
54 J. alt, Ehem. v. Elisabetha
Schwarz. 22. Johann Jatob,
2 J. 6M. alt, S. v. Niolaus
kwerle. 26. Johann Joseph,
5 M. alt, S. v. Joh. Becker.
Johann, 3 M. alt, S. p. Elij.
dellenthal, ledig. 28. Marg.
Reuer, 32 J. at, Chefrau v.
Joh. Joseph Jungfle sch. 30.
Andceas Gries, 41 Jahr alt,
Ehem. von Marg. Grell.

St. Ingbert, 6. Sept. 1876.
Der Standesbeamte:
Custer.

— — —
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        — 5)3344.4.7 —
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Der St. Jaugber ter Angeiger und das (Zmal woͤchentlich) mit dem Haupiblatie verbundene Unterhaltungsblait. Sonntags mit illustrirter Vei.

lage), -erscheint vochentlich viermalr · Dienstag, Donnerstag, Samotag und Sonntag. Der Abonnementspreisbeträgt vierieljährlich

WMark20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswarts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blaitschrift oder deren Raum. Neclann en
mit 80 Wfs. pro Zeile berechnet.
yp —

— 2— 32*
J.. —— — —
MAAdJ. Sonutag, den 10. September 1876.

4

—JM—

—
Deutsches Reich. 7
Münzhen, 8. Sepf. NMul Ende. dieses Monats werden · den
Zeamten und Bedienßeren des Siaatsdieustes jene Beträge nach⸗
rezahlt werden, welche durch das Finanzgesch vom 29. Juli d. J.
edingtsind. — 24
e —— X Der Kronprinz des Deatschen Reiches
zot für die gastfreundliche Ausnahme in der lol. Villa zu Regens-
jurg in einem besonderen Schreiben an Se. Poj. den Köngein
jer verbindlichsten Weise seinen Dank ausg sproch mäà. 5
Berlen. Kaser Altruder von Rußland hat dem belannt
ich zur Zeit in Worschaus weilebden Feldmarjcholl d, Manteuffel,
a⸗ 4. Diagonerregiment (Tathatinoslaw) verlichen.
Die Freihändler blicken vicht ohne Besorgniß in die Zulunft.
x«s bestatigt sich, daß die Eisen⸗ Indusir'ellen Alles aufbieten, um
inen Ausschub der Keseitigung der Eisenzöll⸗ zu ermöglichen, und
— Ddaß man in den enischeidenden Kreisen mindestens schwaukend
vird.“ Es heißt serner, der neue Präsident des Reichskanzlergints
geige zu schutzzöllnerischen Ansichten,; gespannt ist man darauf, ob
ind wie weit der Finanzminister Camphaufeth, bekanntlich ein er⸗
lärter Freihändler, fich mit einer etwa scheitz öllnerischen Sirömung
zer Regiexung idenlifiziren wiöd
Dem Patent? Enquete-Ausschuß gelang ez in einer Woche mit
ninen Atbelen sersig zu werdent. Die leisten Beschlüsse in den
noch übrigen Fragen fielen in dem Sinne dig Entwurfes des Pa⸗
ent⸗SEchußvereins aus. — BvV. h. Palente an
Ausländer, die nicht seihst die Eifinder siad, sollen nicht ertheilt
weiden. Ebenso wenig soll die Dauer der Patente ebeut. auf die
enigen des auswärtigen beichträuft werden. Das würde auch einer
iufijgen internatidnalen Gesetzgebung hinderlich sein. Dauer 16
Jahre: Elsaͤß und Lothringen derlaugten 20 — wie in Pelhgien.
züt manche Sachen sind 15Jahre allerdings zu wenig: eine Ver⸗
uͤngerung in solchen Jällen dürfte sich empfehlen. Es soll, die
wegehendste Veröffentlichung der Beschreibungen und Zeichnungen
eingerichtet wecden. Als Appel: Instanz gegen Entscheide des Patente
Amues wird ein Patenthof gebeldet, der auch über Streitigkeiten
entscheldet, mit Ricucs an den höchsten Gerichtshof. Ausstellungen
lehen unter dem Schuß des Patentgefttzes. Die Taxen wurden
aestgestellt, wie sie vom Vatent⸗Schutzverein vorg schlagen: 80. 60,
Det.Ptennrie Wageen miffenuss Joche vezeschnei
deiden. Unberechtigte Wezeichnung unterliegt der Strafe. Die be⸗
lehenden Patente werden auf das Reich und den Jeitruum von 15
Jahren ausgedehnt, Joweit micht vorhandener Betrieb, der aushge⸗
ommen treibt, entgegenstezt. Mit dem Gtgennttz Der Snquek
cheint inan im Echooße des Musschusses aiemlich allfeitig zufrieden
uu sein und man hofft, auf Grund der Enquete, schon aͤm nüchften
Jahre ein gutes Palenigeset zu eihalte.
Leipaig, 7. Sept. Bün dem gestrigen MililäreGaladiner
im Schütze ihause hrachte König Albert folgenden Toast aus:
aniserliche Majesat! Sen dem unvergeßlichen Tage von Villiers
am 7. Witirz 1871 hot das ssächsische Corps nicht die Ehre und
Freude gehabt, feinen fieggelrönten Oberfeidherrn aus den großen
Jahren 1870 und 1871 n seiner Mitte ju sehen. Damals aoliten
iich Ew. Majestat von dem Zustande des Torpe nach einem dangen
vlutigen Feldzuge UÜberzengenz heute doffez wir, dezeigt zu haben,
occß die fünf verflossenen — E— feine arbeitslosen waren,
daß die Waffen nicht gerostet sind, daß das sächsische Corpt berei
ft, jeden Rufe Ew. Majestät jederzeit für die Shre und Sicher heit
ves deutschen Vaterlandes freudig zu folgen. Durfte ich damals,
us Führer. dieser Truppen, deren Dank für die anerkennenden
Borte, die Ew. Majesiat an sie richteten, aussprechen, se habe äch
seuse als ihr · Landeskriegshert aufs Neue zu vomen für die An;
vesenheit in unferer Mitle und 3 gnddige Wohlwollen, mit dem
ochdieselben die heutigen Leistungen aufgerontmen. Died Zuszu⸗
zrücken, fordere ich, die Anwesenden auf, die Glaäsct jur erheben und
ut leeren auf baß Wohl des Deuischen Kaisers, Se. Majestät
taner Wishelm lebe hoch! Pierauf erwiderle der Kater: Erlauben

mir Ew. Majestät, waß ich Ihnen sofort für die Uberaus freundlichen
Besinnungen, denen Sie eben so beredten Ausdruck gegeben haben
neinen Dank ausspreche. „Sie haͤben der Zeit gedacht, wo ich —*
vem Schlachtselde von Villiets Ihre von Ew. Majeftät und Ihrem
HZerrnBruder ruhm⸗und siegreich gefühtten Truppen zum letzten
Male duf dem Schauplatze ihter schweren Kümpfe sah, und daben
nabei geaͤußert daß ich eben heute die Wirtung der fünfjährigen
eorgakisireuden Arbeit hoffentlich demerkt haben würde. Ich kann
arauf nur erwidein, daß ich Ihnen gern mit voller Freuve am
helingen meine Anetlentiung für die Leistang nerhalb dieser fnf
Jahre und zugleich meinen Dank für: die Freisde ausfpreche, die es
nir gemacht Hat, „die Truppen in so vorttefflicher Berfaffung ge⸗
unden zu haben. Wennmein Dank sich an Alle richtet, die dabel
hätig gewesen, so gebühtt derselde doch vor Allem Ew. Majeftat,
Sie den Grund dazu gelegt, dann aber Ihtem Herrn Bruder,
et · das Werk so ersolgreich fortgeführt hat. Ich fordere Sie auf,
neine Herren, mit mir und mit derselben Zuchet wie ich, auf
as Wohl des Koönigsvon⸗Sachsen und des ganzen königlichen
dauses zu tinlen. —
—— Aussfand. —
Paris, ß. Seht. Bortsennachticht. Der Telegtaph fidnalisirt
inen Arhtel der Berliner Post“ welcher die Möglghkeu eines
tahen Welikrieges im Orlent voraussehen soll. DObgleich die euro⸗
‚ãaische Botsenwelt mit den kriegerischen Prophezeiungen çerade dieses
Biuttes schor mehr vls reinmut emne kostspielige Ersahrung gemacht
jat, schenkte der Markt doch noch inmal der Berliner Kafsandra
zehdr, vielletcht, well er zu der seit der Liqudation eingetretenen
Reptise Uwerhaupt kein techtes Zertrauen hat. Uebrigenẽe gingen
se Verlaͤufe oöhne jede Neberstürzung vor sich und für eine Panit
dat um so weniger Raum, als die Consols von London unver⸗
midert tamen· Schluß flaa 3
Paris, 7. Sepi. Die Ausslellungs! Commission flellle heute
efiniliv das ——— die Raumvertheilung an die freiden
stationen fest. Der Vertheilung wurde das Raumberhäliuiß vei
er Ausftellung von 1868. Ju Grunde gelegit. England und
Deutschland erhielten Ehren pliͤtzüe. u
Belgrad, 7. Sep. Der Minister Ristie hat an die bis⸗
jerigen Eonfuln hetite eine zweite Note gerichtet, welche von neuen
Alich die Tüclen verübten grausamen Haundlungen Kunde gibt.
ẽ2 wird darin constatirt, daß im Bezirke von Saitschar das Land
iystemdilisch verwilstet und unser den Uugen on Bedorden
illabendlich ganze Dörfet miedergebrannt werden. Ebenso seien im
Bezirk von: Alexinatz bereis 18 DHeischaften ingeäschert. Trot
iller Bersprechungen würde die Genfer Conperltion von den Türken
nich respectirt, da lehtete auj Ambulanzen schießen, sobald fie deß
othen Kreuzes ansichtig werden. Am Soputag dalten sie den
Zecretar des rothen Kreuzes von Alexinaz nachdem ihm zubor
der Arm abgebauen worden,, geiddtet. Die serbischen Offigiere
nersicherten einmülhig, daß die allgemein nach dem Kampfe fiatt⸗
indenden Brandstiftungen durch beinerlei strategische Noshwendiglei
jerechtfertigt seien. Das ganze Verfahren der stelle sich
dar als ein System unexrbittlichet beharrlicher Vrrfolgung eines
Werles der e und Ausrottung und nicht als Kriegssuͤhrung
rines ribilisirten Volles.
—A
der Ministerrath gestern über die Friedensbedingungen derhandelt,
weiche die Pforte demnahst den Trachten vorlegen wird.
ermischtes.

fDie „B. Zig.“ Ichreidt aub Neustadt, 6. Sept.. Der
Führer eines Wagens, Bachmann don Edenkoben, angeblich rin
Familienvatet von fünf Kindern, verunglückte gestern unweit bvou
ziet auf der Staaisstraße nach e Er hatte das Genick ge⸗
rochen; mil wie viel eigenem —A steht noch nicht fest.
7 LELin Speyerer Eiajahrig⸗ Freiwilliger, welcher sich gegen
Schluß des Vteisschießens marng betrug und schließiich gegen die
        <pb n="498" />
        anwesenden Schützen den Säbel züdte, wurde überwältigt, entwaffnet,
gewaltsam aus dem Schießhause entfeint und sieht nun seiner Be⸗
förderung zum „Dreijährigen“ entgegen. Zur Charaklerisirung des
Betreffenden vurde nach obiger Affaire den Schützen erzählt, daß
derselbe unlängst kurz nach dem Tode seines Vaters in Folge Erb⸗
schaftdifferenzen seine Mutter dermaßen mißhandelt haben soll, daß
sie heute noch das Beit hüten müsse.
r7 VMuünchen, 3. Sept. In mehreren ländlichen Bezirken
Baherns, besonders in der Salzachgegend, coursirt noch eine Mengt
alter bayerischer Münzen. Die Leute lassen sich durch nichts über⸗
zeugen, daß dieselben, besonders die Zweiguldenstücke, ein für alle⸗
mal ungültig sind. Sie sagen einfach: „Es gilt schon wieder.“
Der Schaden, der hierdurch den Leuten erwächst, geht selbstverständ⸗
lich in die Tausende.
7 Nuürnberg, 85. Sept. Es ist eine bekaunte Thatsache,
daß die Gewerbtreibenden sich oft Uber die Concurtenz beklagen,
welche ihnen durch die Arbeiten in den Strafhäufern enistehen.
Gestern hat nun in der Nachbarstadt Fürth eine von allen politischen
Parteien sehr zahlreich besuchte Volksversammlung beschlossen ein
Comite zu beauftragen, siatistisches Material über die Nachtheile
der Zuchthausarbeit zu sammeln und mit allen Interessenten in
Deutschland in Verbindung zu treten und dieselben zu reger Agita⸗
tion aufzufordern, um sodann mit genügend begründeten Forderungen
und bestimmten Vorschlägen an die gesetzgebenden Factoren heran—
reten zu fönnen. (A. 3.)

7. Der hochverdieute frühere preuß. Kriegsminister General ⸗
jeldmacschall Graf Roon ist auf seinem Besitzthum Neuhof bei
Zoburg nicht unbedenklich an Asthma (Athmungsbeschwerde) erkrantt.

F Man meldet aus Schmalkalden, 2. Sept.: Während
am heutigen Tage im ganzen deutschen Reiche de Gedenkfeier der
Schlacht von Sedan begangen wird, hat sich die Stadt Schmal⸗
lalden zu einem Doppeifeste gerüstet. Mit der Sedanfeier ber⸗
einigte sich hier die Enthüllung des dem Componisten der, Wacht
am Rhein“ gesetzten Denkmals. J
Obertribunals-Entscheidung. Der Kaufmann K.
hatte die Witifrau J. in Tagelohm und beschäftigte dieselbe auf
dem Boden seines Pferdestalles. Bei dieser Beschäftigung brach
unter den Füßen der Arbeitenden der Fußboden durch und sie
dürzte in den darunter liegenden Pferdestall. Sie teug von dem
Falle einen Beinbruch davon, der eine Kürzung des Fußes zur
Folge hatte. Seit dieser Zeit war die Unglüdliche genodͤthigt, mit
srücken zu gehen, und sie vermochte nicht mehr ihre bisherige Be—
jchäftigung, durch welche fie sich ihren Lebensunterhalt verdienl
hatte, fortzusetzen. Ihren Anspruch auf dauernde Unterstützun
seitens ihres damaligen Arbeitgebers, des Kaufmanns NK.,. wieil
dieser, als seines Erachtens unbegründet, zurück. Die Wittfrau J
kiagte demzufolge ihren Anspruch ein und das Appellationsgerichl

zu Magdeburg verurtheilte, nachdem es festgestellt hatte, daß der
Pferdestall alt und baufäͤllig, sein mangelhafter Zustand wahrnehm⸗
bar gewesen sei, daß der Boden kaum die Last der dort lagernden
Besen habe tragen, daß er nicht obne Gefahr des Durchbrechens
habe bett eten werden können, den Verllagfsen K., der Klägerin bis
zur wiedererlangten Arbeitéfähigleit Entschädigung in Höhe des
Verdienstes zu leisten, wie sie denselben zur Zeit des Unfalles ge—
habt hat. Die dagegen vom Verklagten eingelegte Nichtigkeitsbe⸗

Warnung.

Ich ersuche hiermit Jedermaunn,
meiner Tochter Loitchen auf
meinen Namen weder elwas zu
borgen oder zu leihen, indem ich
leine Zahlung für dieselbe leiste.

St. Ingbert, 8. Sept. 1876.

E. Ech⸗itz, Glaser.

„Jeden Bandwurr
entfernt in 8—4 Stunden vollständig
schmerz⸗ und gefahrlos; ebenso sicher
beseitigt Bleichsucht, Trunk⸗
e Magenkrampf, Epilepfie
eitstauz und Flechten — auch
brieflich.
Voigt, Arzt zu Croppeustedt.

—— —

αXιαααιÜU

Gegen Husten, Catarrheete
gibt es kein besseres, angenehmeret
und ficheres Mittel als der durd
unzählige Anerkennungen von be⸗
rühmten Aerzten und genesenen
Personen aller Stande ausgezeich⸗
nete rheinische
Fraubenbrust⸗Sovig
welcher
allein aͤcht W
mit nebigem Fa 8*
Wihece 6 * 7*
aschen 4 /z1 * &amp;
und 83 Mt. lauf- —E
lich in St. Jug ·
bert bei
A. Friedrick

*3

—

— —

chwerde, in welcher er unter Anderem rügte, daß der Appellanons—
eichler seine Verurtheilung nicht auf Ersatz des wirklichen Schadens
deschränkt habe, zu dem ein mäbiges Versehen nach dem Allge—
neinen Landrecht verpflichte, wurde vom Ober-⸗Tribunal, J. Senate
jurückgewiesen, indem der höchste Gerichtshvf in seinem Erkenntnisse
rusführte: „Bei mäßigem Versehen wird, gleich dem wirklichen
Schaden, auch ein solcher entgangener Gewinn vergütet, den der
Beschädigte durch den gewöhnlichen Gebrauch dessen, woran er ge⸗
räntt worden, erlangt haben würde. 8 13, Tit. 6. Th. 1., Allg.
L. R. Wejen verursachter Unfähigleit zur Fortsetzung des Ge⸗
verbes ist Vergülurg der künftigen Vortheile nach derjenigen Lage
ju leisten, in welcher sich der Beschädigte zur Zeit der Verletzung
wvirllich defunden hat.
fFEtwas über Französische Duellsucht. Ein ehe⸗
maliger Freiwilliger der Fremdenlegion in Afrika erzählt: Die Offi⸗
ziere meines Bataillons waren große Krakehler vor dem Herrn und
s verging keine Woche, ohne daß sich nicht zwei jener Hitzköpft
duellirt hütten. Der Oberst unseres Regiments, dem diese Schläge⸗
eien à propos de bottes höchlichst mißfielen, berief eines schönen
Tages das ganze Oifiziertorpe zu sich und hielt den Herren etwa
olgende Ausprache: „Meine Herren, ich höre jeden Augenblick von
Iweikämpfen zwischen Offizieren meines Regiments, und trotz dieser
inaufhörlichen Schlägereiez wird mir nie der Tod eines einzigen
Duellanten gemeldet. Verwundungen, mitunter auch schwere, kommen
vohl vor, nie bleibt aber einer auf dem Terrain. Dies beweist,
zaß die Duellanten die Sache nicht ernst genug nehmen. Von heute
in dürfen in meinem Regimente nur Duelle auf Leben und Tod
dattfinden. Veisagt das Pistol, so muß es von Neuem geladen
derden, find die von den Kampfenden erlittenen Verwundungen
nicht tödtlich, so muß der Kampf nach deren Heilung wieder auf—
jenommen werden, und zwar so oft, bis Einer von Beiden getödtet
vird. Dies mein Wunsch, meine Herren, und ich bitte, darnach zu
jandein.“ Diese Worte ricfen die größte Bestürzung unter den
Dffizieren hervor, aber der Oberst erreichte seinen Iweck: von
jenemn Tage ab fanden keine Dunelle mehr in unserem Regimente siait.
7q Ueber die kulturhistorische Bedeutung und Wichtigkeit der
Anzeigen belehrt uns der Amerikan Stationer“. Er sagt: Wer
Beschaͤfte machen will, ohne es durch Anzeigen belannt zu machen,
zerfährt wie der junge Mann, welcher ein hübsches Mädchen liebt
and ihm im Dunkeln Handküsse zuwirft. Er weiß wohl, was er
thnt, aber sonst Riemand.
BGemeinnuüutziges.

Ueber die Kierkonservirung gab jüngst Professor Ni⸗—
zeiller in der Monatéversammlung des Pfälz. Geflügelzuchivereins
nach Fühling foigende Notizen: Es wurden 10 Eier mii Leinöl,
i0 mit Mohnoͤl becht angestrichen, 2 andere nicht geölt, Alle blieben
uuf 83 Linien dohem trockenem Sande liegen. Das Resultat war
'olgendes: Die nichtangestrichenen hatten nach 6 Monaten 18 pCt.
in Gewicht verlgren, die mit Mohnöl angestrichenen 413 pCt. und
zie mit Leindl 8 pCt. Gewicht verloren. Beim Oeffnen der Ersteren
rgab fich der Geruch verdorbener Eier, die mit Mohndl angestrichenen
RVX
deinol angestrichenen den Geruch frischer Eier datten.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X Demelr.

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ranux furter Rorseo
vom 7. Sopt. 1876.
QelIdaortem. M. Pig.
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Pistolon 444 — G.
Jollãn. 10.f. Stucko. 1665 6.
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Russische Imperiala, 69-74
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13
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Redaktion Druck und Veriag von . . ene in c Innbert.
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        Slt. Ingberler Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unkerhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärtz mit 15 Pfi. für die diergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, NRecla nen
mit 30 Pfag. pro Zeile berechnet.
M 145. Dienstaq, den 12. September 1876.

— — —

— — —

Deutsches Reich.

München, 6. Sept. Die vorgestern stattgefundene Ver—
ammlung der Lehrer der bahyerischen Lehrerbilduagsanstallen war
on ca. 60 Mitgliedern besucht. Ueber die eiste These des Pro—
zramms: „Ist es besser, wenn Präparandenschule und Seminar
»xganisch mit einander verbunden sind, d. h. Eine Anstalt unter
cinem Vorstind bilden, oder eippfiehlt es sich, die Trennung beider
eizubehalten ?“ referirte Seminarlehrer Böhn (Altdorf). Nach
ingehender Debatie einigte sich die Versammlung dahin: 1) Es
su wünschenswerth daß Seminar und Präparandenschule in eine
nnigere Verbindung treten, als bisher. 2) Zur Durchführung
mpfiehlt sich die Vereinigung der Anstalten, die sich an ein und
»emselben Orte befinden, unter einem Vorstand und die ausjließ⸗
iche Beaufsichtigung der isolirten Präparandenschelen von Seite des
einschlägigen Seminars. 83) Es sollen die Schullehrer-Seminarien
als Fachschulen gesondert von din die allgemeine Budung vornehm—
ich vermittelnden An ialten, ebeaso 4) die Präparandenschulen als
Anstalten, füt Aneignung der allgemeinen Bildung gesondert be⸗
tehen bleiben, und 5) sollte, um die Bildungsgelegenheit zu mehren,
die allgemeine Vorbildung für das Seminar, wie schon bisher, auch
rnuf Gewerbe⸗ und Lateinschulen erworben werden können. Eben⸗
o nahm die Versammiung den Antrag an, daß gemeinsame Con⸗
jerenzen der Seminar- urd Präparandenlehrer wünschenswerth
vären. Hierauf referirte Seminarinspeltor Dr. Andrä (Kaisers⸗
autern) uͤber die Frage: „Ist die bisherige Uebung, der Lehrer
)»er Präparandenschulen und der Seminarien aus der Zahl der
Volksschullehrer zu eatnehmen, gut zu heißen, oder entspricht es der
Bedeutuug dieser Bildungsanstalten, daß die Lehrer derselben ihre
Weiterbildung an einer Universität oder polytechnischen Hochschule
u suchen und ihre Befäh'gung durch Bestehen einer besonderen
Früfung nachzuweisen haben?“ Die Versammlung einigte sich über
oolgende Thesen: 1) Das Streben des Volksschullehrerstandes nach
entsprechender Weiterbildang und dadurch dedingter Theilnahme an
zer Verwaltung und Leitung der Schule ist berechligt. 2) Es ist
vünschenswerth, daß die seminaristisch gebildeten Lehramtscandidaten
ür das höhere Volksschullehreramt ihre Sseiterbildung durch Studium
m einer Hochschule suchen, wozu die besset qualifizirten Abikurienten
zach einem praktischen Biennium und pädagogischen Studium das
stecht erwerben. 3) Es ist wünschenswerth, daß dieser Bildungs-
jang seinen Abschluß finde durch eine Prüfung, welche die Be⸗
ähigung für das höhere Volksschullehreramt, auch Kreisschulin-
pection nachweist. 4) Da der Weg zur Hochschule gewöhnlich in
jer Regel nicht durch das Schullehrerseminar führt, so muß auch
)en humanistisch und realistisch vorgebildeten Canditaten nach Etr⸗
ällung der vorgenannten Bedingungen der Zugang zur Prüfung
ffen sehen. Hiemit schlossen die Berathunzsgegenstände. Vei dem
zemeinsamen Diner brachte Seminarlihrer Heigenmoser (München)
in Hoch auf SZe. M. den König aus und wurde an den König
in Telegramm abgegeben, worauf die Antwort Abends noch ein⸗
raf. Auf die Herren Cultusminister Dr. v. Lutz und Minifierial⸗
ath Dr. Huller wurden gleichfalls Toaste ausgebracht. (Südd. R.)

München, 9. Sept, Se. kais. Hoh. der Krosprinz des
Deutschen Neichs hat betreffs der nunmehr zu Ende geführten dies⸗
aährigen Inspizirung der Kavalerie-Division sowohl hinsichtlich der
Führung der Truppen, als deren Leistungen und taktischen Aus—⸗
zildung nach jeder Richtung hin seine vollste Zaufriedenheit und An⸗
erkennung in einer für die bayer'siche Armee höchst ehrenden Weise
undgegeben. (Der Kronprinz soll ein diesbezügliches Schreiben an
insern König gerschtet haben.)

München, 9. Sept. Die oberbaherische Handels- und Ge—
derbekammer hat an das Staatsministerium der Justiz eine längere
Fingabe Betreffs Abkürzung der Verjährungsfristen mit dem Petitum
jerichtet: Hochdaselbe wolle dei Berathung des deutschen Civelge—
etzbuches dahin wirken, daß die Verjährungszeit für Forderungen
uex Handelsleute wegen Bezahlung der Waaren, die sie an Nicht
sandelsleute abgegeben, sowie für Forderungen der Künstler, Hand—

wverkler uad Gewerbtreibenden wegen Bezahlung ihrer Lieferungen,
Arbeiten, Dienste oder Verrichtungen auf ein Jahr festgestellt
werde.

—A
nach ist Pater Ambrosius, Prior der hiesigen Karmeliler, vom Mini⸗
terium zum Bischof von Würzburg ernannt. Pater Ambrosius ist
ꝛein seht würdiger Priestet. Seiner politischen Richtung nach gehört
er, wie schon seine Ernennung anzeigt, zu den Gemäßigten und steht
allem Parteileben ferne.

Berlin, 9. Sept. Der „Reichsanzeiger“ schreibt: General⸗
Feldnarschall v. Mauteuffel hat sich gestern bei dem Kaiser in
Nerseburg gemeldet und ist heute hier durchgereist, um sich nach
harzin zu bdegeben. (Manteuffel war im kaiserlichen Auftrag in
Watschau bei dem Kaiser von Rußland.) Der „Reichsanzeiger“
neldet ferner, daß d'e von der Türkei gezahlte Entschädigungssumme
»on 300,000 Fres. der Wittwe des ermordeten deutschen Konsuls
Abbot übergeben worden sei. Dieselbe habe in einem Schreiben
in den Reichskanzler ihrten Dank dafür ausgesprochen.

Ausland.

Zara, 10. Sept. In Folge des Eindringens der Türken
n Montenegro fliehen die in der Nähe von Grahovo sich auf⸗
saltenden Herzegowinesischen Flüchtlinge und viele Montenegriner auf
sterreichisches Geb'et.

Die „Ag. Hav.“ will wissen, die hohe Pforte verlange als
Friedensbedingung u. a. die Schleifung der Festungswerke von
Zelgrad und Semendria und die Beschräukung der serbischen Armee
iuf 20,000 PNann. Aus Wien hingegen wird der „Allg. 3.“
jemeldet, die Pforte habe die Bekanntgabe ihrer Friedensbeding⸗
ingen für den 11. Sept. verheißen und zugesichert, keine absolut
mannehmbaren Forderungen stellen zu wollen.

Vermischtes.

F Die „B. Zig.' schreibt aus Neustadt, 8. Sept: Der
zremde, der sich in Folge Selbstverwundung im Hospital dahier
efindet, ist keineswegs so Stockfranzose, daß er der deutschen
-Prache unkundig set, wie mehrfach verlautete; er spricht nicht
illein das Deutsche geläufig, sondern sogar mit Anklang von pfälzer
Dralekt. Nachdem er durch falsche Angaben mehrfach versucht hatte,
rre zu leiten, vielleicht in Erwartung eines baldigen Ablebens, hat
ꝛc sich endlich zu Mittheilungen verstanden, die richtig zu sein
cheinen. Danach heißt er G...ch und ist der Sohn eines
»fälzer Landmannes aus Weingarken bei Germersheim, der sich in
xrankreich als Bierbrauer verheirathet und ansässig gemacht hat.
Er selbst ist Buchhändler und war zu Paris in einer Firma an
der Chausse d'Antin in Condition, woselbst sein Bruder jetzt noch
in Diensten. Er ist mit der ausgesprochenen Absicht, Selbstmord
uu begehen, aach Deutschland gereist. Seine Ankunft soll unter
inderm einer Heidelberger Buchhandlung avisitt gewesen sein. Sein
zustand ist keineswegs ungefährlich, wenn auch die Hoffnung auf
heilung nicht ausgeschlossen ist. Die Kugel sitzt im Felsenbein an
»er Basis der Gehirnwölbung, konnte aber nicht ausgezogen werden.
Das Gehör ist auf der rechten Seite zersstört.

F Aus der badischen Pfalz. Hier kamen fremde Obst⸗
äufer an, welche Unterhändler anstellten und ihren Bedarf auf
nehrere tausend Centner Aepfel aller Socten feststellten. Da die—
elben seht hohe Preise in Aussicht stellen und ihren starken Bedarf
zinnen vierzehn Tagen ausgeführt haben wollen, so ist anzunehmen,
aß die seitherigen Preise sich sehr steigetn, und wer in unserer
Hegend kein eigenes Obst hat, auf dasselde verzichten muß.
Luch nach Württemberg werden mehrere tausend Centner Aepfel
ind Bernen verlingt.

F Aus dem Oberelsaß, 8. Sept. In den Orte Nieder⸗
nusbach spielte sich in voriger Woche eine heitere Scene ab. Ein
zauer wollte einem andern ein Pferd abkaufen, worauf dieser er⸗
särte: „Ich verkaufe das Pferd nicht, lieber verschenke ich es.“
Dies geschah im Wirthssause, und es trat dann der Pierdebesitzer
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        auf einen anwesenden Grenzaufseher hinzu mit den Worten: „Wollt
Ihr das Pferd geschenkt haben, Ihr seid mir der rechte Mann ?
Dieser bejahte es, und sofort überliefecte ihm der Bauer das Pferd
und gab ihm noch einen Zaum dazu mit. Der Bejchenkle überließ
dann das Pferd dem Wirth für 350 Fr. Dasselbe soll gut
5—600 Fr. werth sein. Der Bauer ist weder ein Narr noch
steht er unter Curatel. Dagegen ist er sehr reich, ledigen Standes
und lebt mit seiner VBerwandtschaft wegen angeblicher Uebervorthei⸗
lung in Feindschaft.

— Die amerikanische Presse hat den Festspielen in Bahyreuth
die größte Aufmerksamkeit gewidmet und den Telegraphen in einer
Weise benutzt, wie dies nur einer so reich dotirten Presse, wie die
amerikanische, möglich ist. Der „Newyork Herald“ hatie drei
Korrespondenten in Bayreuth und brachte an jedem Tage Auszüge
aus der Abends vorher in Bayreuth gehörten Musik. Daß man
eine Opernkritil am frühen Morgen nach stattgehabter Aufführung
in einer Entfernung von 3000 Meilen vom Orte der Aufführung
las, uad daß sie von da aus derselbe eleltrische Funke sofort über
weitere Tausende von Meilen bis an das entgegengesetzte Ende des
amerikanischen Kontinents trug, das ist auch eine Errungenschaft
unserer Zeit, und der deutsche Meister darf wahrlich stolz sein, sagt
ein amerikanisches Blatt, daß seinem Werlke diese außerordentliche
Auszeichnung zu Theil ward. Ein Berichterstatter eines amerika⸗
nischen Blattes halte sogar die Gewissenhoftigkeit, die Schwere der
„Brunhilde“ (Frau Materna) hinüberzukabeln; er konstatirt dieselbe
mit 280 Pfund. Sochverständige halten jedoch diese Schätzung
für um mindestend — 85 Pfund zu hoch gegriffen.

Das „G. T.“ berichtet aus Berlin: Die all gemeine Ge⸗
schäftölosigkeit und die daraus refultirende Noth zeitigt die trau⸗
rigsiten Früchte. Einen recht deutlichen Beweis dafur lieferte eine
am 8. Septemter vor der II. Criminal TDeputation des Stadtge⸗
richts gefühtte Verhandlung. Im August d. J. wußte der b's da⸗
hin unbescholtene Handlungsgehülfe Oswald Joseph Hugo Emmerich
seiner Nolh nicht anders abzuhelfen, als daß er eine Straßenla⸗
terne durch einen Steinwurf zerstörte. Es ward dadurch sein Wunsch,
im Gefängniß Obdach und die nothdürftige Nahrung zu finden,
erfüllt, indem er auf 14 Tage eingesperrt wurde. Kaum wieder
in Freiheit gesezt, zeigte ein Blick auf seine desolate Garderobe
dem Unglücklichen die ganze Misere seiner Existenz, — in den
Ochsenkopf wollte er nicht, — nur um Obdach zu haden. Das
Bericht hat ihm auch diesmal seinen Wunsch realisict und ihn
wegen Beschädigung von zum öffentlichen Nutzen dienenden Gegen⸗
ständen auf drei Monate in's Gefängniß gescickt.

F Eine ausgeschlagene Millionen-Erbschaf!. In
Berlin soll Jemand eine Erbschaft von einer halben Million Dollars
ausgeschlogen haben. Die „Ger.— Ztg.“ erzählt wenigstens über
dieses Curiosium Folgendes: „Vor etwa 35 Jahren lebte in einem
—AVV
und von Jedermarnn geachteten Frau und einem zehnjährigen Sohne.
Aus Gründen, die wir hier nicht erörtern wollen, entstaden gerade
zu jener Zeit Zwistigkeisten in der scheinbar glücklichen Ede und
führten — zwar nicht zur gerichtlichen — aber gewaltsamen Tren
nung. B. verließ Frau und Kind unter Mitnayme alles irgend
Werthvollen und hat sich nicht wieder sehen lassen. Seine Frau
kam durch Unterstützung milleid'ger Fteunde auch ohne den Mann

J
4

*

„TREAMNIEÆE.
Den verehrlichen Mitgliedern der UIarmmonie zur Kennt⸗
niß, daß von Mittwoch ab, das obere Lokal meines Hauses
wieder zu ihrer Verfügung steht.

J Julius Grewenig.
biermit den Empfang meiner neuen
I———
an, und empfehle solche unter Zusicherung der billigsten
Preisen.
HGarf Schanck.

Arfklebezettel
(Signirzettel)
auf Bahncollis, 100 Stück zu 50 Pfg., bei Abnahme
von 1000 Stück entsprechend billiger, hat vorräthig
Die Buchdruckerei von F. X. Demeit
in St Ingbert.

durch und erwarb sogat die Mittel, den Sohn anständ'g erziehen
u lassen. Derfelbe ist heute hier in Berlin in geachteter Stellung,
während seine Mutter bereits vor 15 Jahren verstorben ist. B.
var nach Südamerika gegangen und hat dort, wie der Sohn im
daufe der Jahre erfuhr, ein großes Vermögen erworben. Vor etwa
echs Wochen ist er gestorben und hat seinen Sohn Emil, dessen
Berbleib auch ihm bekannt war, obwohl er nicmals wagte, an ihn
zu schreiben, zum alleinigen Erben eingesetzt. Durch Consular—
zermittelang in Kenntniß gesetzt, hat der Sohn, der sich in be—⸗
cheidenen, aber gesetzten Verhältnissen glücklich fühlt, die Erbschaft
mnusgeschlagen, weil das besagte Vermögen nachweislich durch ein
chandliches Gewerbe, nämlich durch Mädchenhandel erworben ist.
der Erbe hat bestimmt, daß das Vermögen zu Gunsten aller Deut⸗
chen, welche Südamer ka mit der Heimath wieder vertauschen wollen.
iber mittellos' sind, verwendet wird.“

Piofessor Dr. Reuleaux ist mit dem Dampfer „Oder“ von
Newyork zurüdgekehrt. Bei seiner Ankunft in Bremen vom Prä—
idium der Gewerbekammer begtüßt, folgte er für den Abend der
Zinladung zu einer geselligen Zusammenkunft mit den Mitgliedern
r Gewerbekammer und hervorragenden Vertretern der bremischen
dunst und Kunstindustrie. In seiner Ansprache an den Gast betonte
der Präfident der Gewerbekammer, Herr H. M. Hauschild, daß
die hiesigen Gewerbetreibenden für die offene Sprache in den Reu⸗
eaux'schen Berichten danlbbar seien. Er hoffte, daß die gegebene
charfe Arznei zur rechten Zeit gelommen und ihre bessernde Wirkung
nicht verfehlen werde. Geh. Rath Reuleaux dankte für den ihm
in Bremen gewordenen unerwarteten Empfang, der ihm die Ge—
nugthuung gebe, daß man in Deutichland der Wahrheit das Ohr
zicht verschließen und Bahnen verlassen werde, die in's Verderben
ühren. Als Freund der deutschen Industi'e h abe er so schreiben
nauͤssen, wie geschehen. Dean einem Freu de sage man in
Dingen die Wahrheit. Herr Reuleaur ging daunn noch auf Ein⸗
elheiten ein und empfabl zur Hebung der deutschen Industrie vor
Allem eine bessert Theilung der Arbeit. Man habe in Deutsch⸗
and die amerikanische Industrie unterschätzt, allein die Amerikaner
eien geborene Industrielle, die ihre Industrie auf eine sehr vohe
Stufe gebracht haben, zum nicht geringen Theile eben durch jene
theilung der Arbeit, die wieder in der auch für Deutschland un⸗
entbehrlichen Patentgefetzgebung ein unentbehrliches Hülfs- und Sqhutz⸗
nittel besizt. Dem eingehenden interessanten Vortrage folgte eine
ängere gesellige Unterhaltung, die zu nicht minder interessanten
HMittheilungen über die Einzelheiten der Ausstellung in Philadelphia.
aamentlich der deutschen Adtheilung, Anlaß gab. Heute Mittag
ist Herr Geh. Rath Reuleaux, nachdem er am Morgen die verschie—
denen Sehenswürdigkeilen Bremens besichtigt, nach Berlm weiter⸗
rereist.

* T5
Aus allen Theilen der Welt
aufjen Aufträge auf das berühmte, mit vielen Illustrationen ver—
ehene Buch: Dr. Airy's Naturheilmethode ein, die Ber—⸗
agshandlung kann den kolossalen Bedarf kaum decken, und empfichlt
es sich in der nachsten Buchhandlung frühzeitig ein Expl. zu de⸗
tellen. Bei der Bestellung verlange man indeß um sich vor
Täuschung zu bewahren ausdrücklich die eise Mark kostende, illu⸗
trirte Ausgabe von Richters VerlagsAnstaltein Leipzig.

Ein⸗ Wohnung ist sofort zu

vermieihen bei Peter
Martini im Iosephthal neben
»em Schulhaus.

Ein fleißiger
Fuhrknecht,
der den Ackerbau durchweg ver⸗
teht, findet bei gutem Lohn so⸗
ort Stelle bei Muͤller Gros auf
der Scheidter⸗Mühle.
GelcniekKt von denmn

CL
loch schon zahlreiche unglück-
iche Opfer der delbstbefleck-
ing und geheimer Ausschweit-
ingen das verlorene Lebens-
zlück wiedergefunden. Lese
Jeder das berühmte Original-
Meissterwerk, der Jugendspiegel:
on W. Bernhardi (jetet
n Dresden-Blasewitz)
ür 2 M. discret in Couvert

2u beziehen.

—Leistonbruch⸗

zowie Jecden Bruen heile

ich schnell, sicher u. gründlich.
Deber 1000 gebeilt.

FP. Grone in Ahaus Westi
Allgemeine
Rechnungen
(ohne Namen)

in s. a, u. s Bogen sied
vorräthig bei

27
—M——elt.
Warnung.

Ih erfuche hiermit ug
neiner Tochter Loitchen auf
neinen Namen weder etwas zu
orgen oder zu leihen, indem ich

eine Zahlung für dieselbe leiste.
St. Jugbert, 8. Sept. 1876.

C. Schüuͤtz, Glaser.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="501" />
        22
—X 5285
»53552—353235 ——
75223325 z33335253338333553355 —A—
v 3383335555355338353* 232 5285 825
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5552 255535 ——8238 — —5888322 22265
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53855353 523853
—53 * * —Z 2 *
5—233 2535 5 858 333 3 32522 28 — 25337z3683585
55355 22 2z25 — 2 —55 — 2 ————— —R —
28 —— —— —— — 5 S5* — * * * 25*
—333728—3387— 25883338 3533—2585555 3*2 —823355587
— 7— — 9 — 2 ** —3 —* 7 322* —2338 2 8—
2z32 525 5 90—573 ẽ 272325 2 2 5355—263328 — — 53
22 5 —555 3 2222225 — J —E 2 *27 —
— —— —s — * —— * — 28 — — 2 *
— ——— 38323337333338336 s
—II **5
— 2225 * E 2
—— —e 8* — —s—cS2
238 E2
5852822 — * —
223538 —2— 855— 3— —52 522522 IE— — 5* 522
sz338833555 7—5—383587 —* *Rs22 27 22222 283755
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2 352 323 22 —* 27 — —— —58— — —
322 2222 23233333 5583 *3 — 22
ABRABR AS *522 5325 7 7 *
55 5253 5 3762

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        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj) mit dem Hauptblatte verbundene Unierhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermalr Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfa. für die viergespallene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recla men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 146. Donuerstag, den 14. Sevlenblerr 1876.

J n — *

— — —*
— —
Deutsches Reich. J
Die „N. L. C.“ sa reibt: Bei der für die nächste Reichstags-
ession aberwals in Aussicht stehenden Erörterung der Eisenzoufrage
vird u. A. aus den bedeutenden Rückgang in der Eiseneinfuhr Ge⸗
vicht zu legen fein. Nach den amtlichen Mitth-ilungen ist in den
rsteu 6 Monaten des laufenden Jahres der Zollertrag aus Material⸗
eisen aller Art im Vergleich zu demselben Zeitraum des Vorjahres
»on 418,909 M. auf 284,909 M., der Zollertrag aus vanz
zroben und groben Eisenwaaren. von 696,274 M. auf 586,205 M..
er Zollecrtrag aus Lokomotiven, Dampfkesseln und anderen Ma⸗
chinen von 406,7683 M. auf 315,990 M. zurlickgegangen. Evbenso
st die Einfuhr an Roheisen, welche in der ersten Hälfte des vorigen
zahres 5. 135,081 Etr. betrug, in diesem Jahre auf 5,147,90 7 Etr.
urückzegangen.

Sept.: Am Samstag Abend, kurz vor acht Uhr wurde in einer
der belebtesten Straßen im Schaufenster des Hrn. Uhrmacher Fink
'n der Fackelstraße ein ftecher Diebstahlsversuch gemacht. Nach Ein—
rückung der Schaufenster holte ein Lanofinger zwei Uhren heraus
ind suchte das Weite. Als er bemerkt und verfolgt wurde, warf
r die Uhren von sich, entkam aber leider. — An demselben Abend
twas später wurde dem Metzger Herru Luthringshausen in der
MNühlstraße gleichfallz aus dem Schaufenster zwei Schinken gestohlen.
luch deser Dieb ist bis jetzt noch nicht entdeckt.
rIn Kaiserslautern wird das Projekt der Genossenschafts⸗
zäckerei ernstlich ventilirt.
7 Der dießjährige Dürkheimer Wurstmarkt, findet am 2. vnd
3. Oktober statt.
f Am 12. Sept. gerieth ein Mädchen aus Ramstein, welches
n der Ziegelfabrik am lichten Bruch arbeitete, in d'e Maschine,
ind wurde ihr detr Kopf vom Rumpsfe abgerissen.

F Der protestontischen Gemeinde Kirkel-Neuhänsel ist
iae Freude bereitet worden. Die am 80. v. M. zu Prenziau ab
jehaltene Provinzialdersammlung des brandenburgischen Haupibereins
er Gustav. Adolph-Stiftung hat derfelben nämlich prachtvolle silberne
Lbendmahlgefätze, welche der dortige Frauenverein der Versammlung
ur Verwendng überlassen hatte, zugewiesen. Die Gefäße find am
). d. in Kirkel-Neuhäusel eingetroffen.

fIn Edenkoben wurde, wie die „Ggwt.“ meldet, am 10.
Sepi. die Gründung einer höheren städtischen Töshterschule beschlossen
ind joll dieses. Instiint am 1. October mit 3 Klassen erbffnet
verden. Herr Weinhändler Kuby hat für die innere Einrichtung
»er Schule die Summe von 1000 Mark zugesichert.

F, In der Gemarkung Essingen wurden 47,651 Stück Mäuse
ingeliefert, für welche 40 Pf. pro 100 Stück bezahlt wurden

f Aus Niederbayern wurde nmeulich berichtet, auf den
Salonwagen des Eisenbahnzuges in welchem Prinz Leopold von
ayern zu den Manövern bei Alteglofsheim fuhr, sei von einigen
Burschen zwischen Ergoldebach und Reufahren mil Steinen geworfen
vorden. Ictzt hört die „Pass. Zig.“, daß in dem Salonwagen
uicht Prinz Leopold sondera der Kropprinz Friedrich Wilhelin sich
»efand. Die Taäter wurden durch die Gendarmerie ermittelt, und
die eingelettete Untersuchung wird ergeben, ob ihre That eine bloße
Züberei oder gegen den Kronprinzen gerichtet war.

F Die Hondels- und Gewerbekammer in Heilbronn hat
nuf Neranlafsung der Centrolstelle für Gewerbe und Handel in
Ztuttgart in ihrer letzten Sitzung auch über etwaige Abanderungen
er Reichsgewerbeordnung betreffs Zulassung von Ausländern zuͤm
Bewerbebetrieb im Umherziehen Berathung gepflogen. Einftimmig
zing das Gutachten dahin, daß der gegendärtige Zustand dringend
eine Aenderung erheiscee; für diese Art des Gewerbebetriebes liege
nicht nur nach kiner Seite hin irgend welches Bedürfniß vor, viel⸗
nehr müsse sie als eine Belästigung des Publ kums und vor Allem
ils eine Schädigung des inländeschen und ansässigen Händlers und
Bewerbetreibenden bezeichnet und deßhalb möglichste Beschränkung
ind Erschwerung desselben empfohlen werden. In ähnlicher Weise
prach sich die Handelskammer auch über den Hausirhandei und die
WVanderlager im Allgemeinen — gleichviel ob von In- oder Aus—
ändern betrieben — aus.

fDas Cri⸗Cri macht, schreibt ein Berliner Blatt, nicht nur
unsere Straßen und Platze, sondern auch unsere Restaurationen,
infere Concerte und sogar unsere Schulen mit seinem nervener—
hütternden Lärm unsicher. In einem hiesigen Gymnasium find
mm Laufe der lezten Tage nahe an 100 Stück veser albernen
Dinger confiscirt, in anderen wird das Spielen mit denselben mit
Larzerstrafe geahndet. — Für die traurige Thalsache der Einbür—
zerung spricht üdrigens auch, daß man bereits die durchaus nicht
entsprechende Bezeichnung dieses Klapperinstrumentes: Crie Cri in

die voch weniger passende Benennung Kickerik germanisirt hat.

F Die diesjährige Versammlung der Gesellschaft für Reform
and Codifikation des Völtkerrechtes wird am 26. Sepi. und den
olgenden Tagen gleichzeitig mit dem volkswirthschaftlichen Kongresi

RKussand.

Warschau, 7. Sept. Die Finanzkrisis, die schon seit dret
Fahren auf dem westlichen Europa schwer lastet, ist im Koͤnigreich.
Polen und überhaupt in Rußland erst seit“ Kurzem zum verheeren—
en Ausbruch gekommen. Sie äußert sich in Kreditlosigkeit, Stag⸗
ration der Industrie und des Handels, und in zahlreichen Kone
ursen, von denen oft die solidesten Firmen betroffen werden.“ Die
inmitlelbare Beranlassung zu dieser Finanzcalamität hat der allge—
neine Glaube an einen nahen europäischen Krieg in Folge der
»rientalischen Wirren und die im Königreich eingeführte neue Fustiz-
eform gegeben, die dem Schuldner mehr Recht einräumt als dem
siäubiger und dadurch den Kredit außerordentlich erschwert. —
Ddie Sedanfeier ist auch hier in Warschau in deutschen Kreisen
ielfach gefeiert worden. In einer hiesigen Fabrik vereinigten fich
ammtliche deuische Arbeiter, gegen 70 an der Zahl, zur Feier
»es deutschen Nationalfestes, an der sich auch die Vorsteher der
Fabrik betheiligten. Die hiesigen polnischen Blätler, unter ihnen
ogar das Krounenberg'sche Organ „Gazeta polska“ nahmen gewal—
igen Anstoß daran, daß die Deutschen es gewagt haben, auf polnischem
BZoden ihr Nationalfest zu feiern.
J (Ostj.-3...

Nach der „Pol. Corr“ dätte Rußland an Fraukreich das
Ansinner gestellt, die Becufung eines europäischen Congresses bebufs
stegelung der orientalischen Frage zu beantragen, und hätte üch,
Us es in Paris den gewunschten Erfolg nicht erzielte, mit demselven
Unsinnen an Oesterreich gewendet, welches aber auch abgelehnt
jabe, da es die schwebenden Tagesfragen mit Cougreßprojekten, in
»ie man noch alles mögliche Andere hineinbringen könnte, nicht in
Lerbindung bringen wolle.

Belgrad, 12. Sept. Die serbische Regierung schloß neue
Lieferungen jür einen Winerfeldzug ab. Serbischen Angaben zus
rolge sind im Südosten Serbiens von den Türken 180 Orte ver—
rannt worden. — Bei dem Diner zur Namenstagsfeier des rus⸗
ischen Kaisers toastirte Milan auf den Czar als auf den mächtigen
ind natürlichen Beschützer Serbiens. Die Stadt war auf Polizei⸗
ꝛefehl beflaggt und erleuchtet. (Fr. 3.)

Belgrad, 10. Sept. Gestern wurde ein Gejsetz publicirt,
velches de Selbstverstäͤmmelung mit der Todesstrafe bedroht. In
üngster Zeit sind über 600 Fälle von Seibstverstümmelung vorge⸗
ommen. (Es scheint untet den ferbischen Milizen mit der Kriegs⸗
ust doch nicht weit her zu sein, wenn so viele auf diese Weise uich
em Kriegsdierst zu entz'ehen fuchen.)

Nach einer Meldung der „N. Fr. Pr.“ befand sich das
urlische Hauptquartier am 9. de bei Srezowatz, eine halde Meile
uͤdlich von der nach Deligrad führenden Brücke. In Alexinatz stehen
och immer 10 serbische Bataillone. (uUm 12. suchten die Türken
en Uebergang auf das rechte Ufer der Morawa zwischen Alexinatz
ind Deligrad zu forciren, was ihnen aber nicht gelaagg.
—
RVermischtes.
Die „Kais. Zig.“ schreibt aus Kaiserzlantern, LA.
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        in Bremen stattfinden. Als Verhandlungs-Gezenstände sind bisher
n Aussicht genommen: die einheitliche Regelung des Wechselrechtes,
)esgleichen des Patentwesens, die Vollstrekung ausländischer Richter⸗
průche, See versicherung und große Havarie, internafionales Münz-
wesen, die Auslieferung von Verbrechrn, internationale Schiedsge⸗
richte, Prisenrechte, Prohibitiozoll und Freihandel, die Grundsaätze
fsür die Beziehungen zwischen christlichen und nichtchristlichen
völkern.

4Prinzessin Agnes Saln⸗Salm. Die Londoner
„Morning⸗Post“ ist zu der Erklärung ermächtigt daß in der eng⸗
ifchen Kirche zu Stuitgart in Kurzem die Hochzeit des Herrn
Tharles Heneage und der Prinzessin Agnes von Salm-Salm voll⸗
zogen wird. Die Prinzessin, eine geborene Amerikanerin, Tochter
des Obersten Le Clerc, (geboren 28. Dezember 1840), Wettwe des
dei Gravelotte gefallenen preußischen Majors Prinz Felix don Salm⸗
Salm, spielte bekanntlich während des mexitanischen Krieges und
namentlich nach dem Falle von Quereitaro eine bedeutende Rolle.
Nur ihrem Einflusse bei dem Präsidenten Juarez war es zu danken,
daß die Erschießung des Kaisers Maximilian um einige Tage auf—⸗
zeschoben und ihr Gemahl, der zu dieser Zeit die Stellung eines
Flügeladjutanten beim Kaiser Maximilian einnahm, aus der Gefangen⸗
schaft entlassen wurde.

Aas Linz wird über einen traurigen Unglüdfall unterm

3. September Folgendes berichtet: „Vor einigen Tagen unternahm
ein im hiesigen Hotel Post abgestiegener Fremde aus Wien, respec⸗
libe Karlsroge, der Pflanzen⸗Physiologe Dr. Wilhelm Velten, unter
Zurücklassung sämmtlichen Gepäckes, einen Ausslug in die ob ihres
eltenen Reichthumes an Alpenpflanzen berühmte Kerschdaumer⸗ Alm
in den Linzer Kalkalpen, wahrscheinlich zu botanischen Zweden. Da
er über die projectirte Zeil ausblieb, begann man zu fürchten, daß
hm ein Unglück passirt sein möge. Die in Folge dessen angestellten
Nachforschungen ergaben heute ein Resultat. Einer der Suchenden
fand den armen Mann in wilder, zerklüfteter Felsen Gegend hinab⸗
gestürzt — todt. Er war nicht nur ohre Führer von hier ab und
in die Alm gegangen, sondern soll auch dem Hirten, der ihn wohl⸗
meinend auf die Gefahr des Weges, den er zu gehen gedachte, auf⸗
merksam gemacht, kein Gehör geschenkt haben. Es trifft also Nie⸗
nand auch nur' die geringste Schuld an dem bellagenswerthen
Unglück. Die alsbald abgehende Kommission wird Näheres zu
Tage fördern, und der entseelte Körper wahrscheinlich morgen aus
der fast unzugänglichen Schlucht heraufgeholt und hierhergebracht
werden.
7 Hans v. Bülow ist von seiner amerikanischen Kunstreise,
die ihm so manche Enttäuschungen und Aufregungen bereitete,
geistesirank nach Europa zurückgekehrt. Er befindet sich seit 14
Tagen ian einer Irrenanstalt in Brüffel.

F Nach dem, wie alljährlich, von dem Getreidehause B. Estienne
in Marseille über das Ernteerträgniß ausgegebenen Bulletin war
die diesjährige Ernte in Frantreich eine sehr gute in 2 Depar-
—EX
siemlich gute in 19, eine mittelmäßige in 39 und eine jchlechte in
5 Departements.

f Franzosische Reservisten. Aus Paris, 2. Sept. wird
zeschrieben: „Alle Eisenbahnhöfe und alle Friseur-⸗Etablissements
paren gestern gedrängt voll von Reservisten. Nicht nur an den
xisenbahn⸗Guichets, sondern bei den Coiffeurs machte man „queue“.
Han calculirt an 30.000 Reservisten. die sich die Haare schneiden
ind rasiren ließen, um dem Dieuste des Baterlandes während 28
Tagen zu genügen, was den Herren Coiffeurs der guten Stadt
1 30 cs. per Reservistenhaupt, ca. 15,000 frs. eintrug. Vielleich
—A
dournale constatiren, daß die Einkleidung und Ausrüstung dieser
deute überall von Statten ging, daß die Fortschritte der Armee
inverkeunnbar seien, daß ... noch ein Geringes und sie würden
‚à Berlin“ schreien, weil zu Bordeaux 2000 Mann von Mittag
nis 4 Uhr uniformirt wurden. Nur der „Francais“ sagt warnend:
Der Optimismus, mit welchem man vor 7 oder 8 Jahren vom
5tande der Armee sprach, wurde so schwer bestraft, daß man wohl
hun wird, die Sache erst näher zu besehen ꝛc.“ Der „Francait“
»ürfte Recht haben. So konnten zu Chalons⸗sur-Saone z. B.
iber 400 Reservisten nicht eingekleidet werden, weil die Magazin⸗
verwaltung nur Monturstüche für „kleine Leute“ geschickt hatte.
zu Bordeaur dagegen haben die 2000 vielleicht zu weite Capotes
ind zu lange rothe Hosen ... als Compenfation.

F Madrid, 8. Sept. Wie dem „Reuter'schen Bureau“
elegraphirt wird, wurde hente der bekannnte amerikanische Gauner
Villiam Tweed, der ungefähr 6 Millionen Dollars unterschlagen
at, im dafen von Vigo verhaftet, als er dort mit dem span schen
dauffahrteisch ffe „Carmen“ anlangte. Tweed reiste als Herr Secar
nin seinem Vetter Willam Hunt. Beide sitzen jetzt in der Festung
Bigo.

Aus Anlaß der Thronbesteigung Murad's wurde eine Art
Inventur aufgenommen und man zäolte da in den Ställen 700
zug⸗ uund Reitpferde mit dazu gehörigen 925 Stallme siern,
dutischern und Reitknechten; in den Remisen 236 Wagen, worunter
nanche die einen Werth von 4000 Pfund repräsentixen; in der
Menaçerie 170 Löwen, Tiger, Panther, Giraffen, Zebras u. d. m.
m Harem ungefähr 1200 Schö-heiten aus allex Herren Lander.

Miß Jeanene Benett, die Schwester von James Gordon
henett, dem jetzigen Eigenthümer des „New⸗VYork Herald“, und
inzige Tochter des verstorbenen Gründers dieses Blattes, hat kürz⸗
ich in New-York den Schleier als Nonne genommen. Miß Benet
vurde in dem Testament ihres Vaters mit einem Erbtbeile von 5*
is 6 Millionen Dollars bedacht.

— ———
Dienstesnachrichten.

Der k. Polizeianwalt Ludwig Trauth in Wolsstein wurde in
leicher Eigenschaft vom 16. Sept. an nach Germersheim versetzt
in dessen Stelle wurde der Rechtskandidat Ludwig v. Löwenich in
Ujchaffeuburg zum Polizeianwalt in Wolfjftein ernannt.

Der Landgerichtsafsessor F. W. Baumann in Pirmasens ist
um Bezirksgerichtsassessor in Kaiserslautern ernaännt.
Für die Redaction veraniworilich : F. X. De metz.
Bekanntmachungen. J Sonntag den 17. und Montag den 18. Sept.
Neuweiler Kirmes m Tanzmusik,
vozu boflichst einladet .

We an den Nachlaß d
verstorbenen Peter Abe!
des Blonden, von Rohrbach eine
Forderung zu machen hat, wird
ersucht, dieselbe innerholb 14
Tagen beim Unterzeichneten ein⸗
zureichen.
St. Ingbert, 11. Sept. 1876

Sauer, kal. Notär.

Nfälzer
Blummehl
Schwingmehl
reine Kornkleien
und eine Parthie noch
wenig gebrauchteSäcke
hat zu verkaufen
M. Haas.

Mobilien⸗Versteigerung.
Dienstag, den 19. Sept. 1876
Vormittags 9 Uhr, zu Rohrbach
im Sterbhause lassen die Erben
)es doct verstorbenen Peter
Abel des Blonden, weiland
Züufer, die zu dessen Nachlaß
zehoͤrigen Mobilien, der Abthei⸗
lung wegen, auf Credit ver—
teigern, darunter namentlich:
1 Pferd sammt Geschirr,
l Kuh, 1 Wagen mit Zu⸗
zehör, 1Pflug mit Egge,
Zartoffeln im Acker, Heu,
Stroh, noch stehendes Oh⸗
metgras, Küfergeschert, Bau⸗
holz, Daub⸗ und sonstiges
RNutzholz, Ziegel- und Bad⸗
steinbreuer, ferner Betten,
Weißzeug, Möbel und son⸗
tige Haus⸗ und Küchenge⸗
räthschaften.
St. Ingbert, 11. Sept. 1876
Zauer. k. Nolär.

Ich zeige hiermit den Empfung meiner neuen
twintersachen
an, und empfehle solche unter Zusicherung der billigsten
Preisen.
Karl Schanck.

——
—
2

Zu verkaufen
iefern Bauholz, Zaun⸗
und Baumpfähle, fichten
Tund⸗, Leiter⸗ und Wies⸗
bäume bei

Louis Höh,
Freitermüble bei Riederwürzbach.
sedaknion Druck und Versag von d. x. Demeß un St. Inaben
        <pb n="505" />
        v9
— 228 2 222 —
—8—235358—52335 2283 3553232 z235 533533328 22355 5—55
— 553——83—3——23583 »55 —— — z 5357—3 85
255 5322 2 * 2 28— 222 25 2 22842 —— ——
5555 — 8—385 —— 2. — 55 ——3 2338 5*8
2 * 55 552. 2 52 —A 2322 558
—55533 ——25375 — 23—2 — 8
Ex55 5 —22 — 5— 52 — —3 —5222 2 8*
33 — *3.* 3*8 2 5 —*—* — — 2* 9 —
— 53 —6—886 522383 58
3* ——— 5325355 3275 —J 52 * —
3382—3—38 282532* 325553 28 32858352222 52323 28
22835 5 2à 38322 S6. 5*7 — 555 —5533— 5 5— —V——— 8
— z25 32 433 S —* — — —&amp;S— *
— —5—33 22,5388ß 373233 5 3
E— —A 222 3 5325 8 2 — 2235365 * ——3852
225 2 * 8 — 5 —5 — 752222 583 23 — 557
*——33—— —— 5 55955
2255 —3325353 —35723 — 3 —
3 7 3——— —— 5 —— 5z T —* — —
*8 — 5325 5283223725 2* — 222383 73
—5 —. 3— 258—5—553 3* 8
w 8* * * 8 8228
33333 5533 85 5 33335 735
5 5 2 2 2 2 2 —8 2* — S 2*
—— zo —— —2 25 * * 3 —— — — *
22 — sz35334—55535233252 22 —35*, 7 5088 6 53
78 21232 18298 32 222 —25532 4 —A — 7 2
555223—335 525883 53353288 —27 557 —5252832
* — ⸗ — — — — —— 2— 2 —Z * 2
z — —
335358*8* 327—— 33385—— 533323283 — ———
—5 3— 2 2 2
85 33—3 333 333
22 — — 3 — S
8* * 3 505223 28c5562 — 222 —585 —A —
0 52525 55255 S⸗ 2 — 22 —A ——525 — 2 35
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35— 3 —25 6 8 588 2268 7
—Z —“
—2 *t
—222 2 8 *2
222 z * —A *
555 833 360 — 722322
5 2 2* — 5 — — 55223 3 ———
2 22 — 2 2 * — S 235 23722
5 585 — *3— —2 8 8 553 2 — 22 2382282388
— S8 4 35 233 — 228 235335535
5223 *8* 387 —3 4 58 —32883 53328 35 8
2 2* 2 e⸗ * * ** — — 8*
358 58 25 5 28 57 55 2s27—* 553532
v * * — 2
5*85 — 2——8 222555 ——— 323533*
— 53 — —m25227 — * * —z 2 * 228 —52 2* 5* —
228 2233 5.* 5— — —— — — *Nn23325
5232 225335 — m— * 5752 — 582 ——— 3 22*
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222 5 82 * 8 222 —2 20 2 88 24 ——— S
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—7 5 52583 22 5235 53 2z 3 3230 3388 8330 2323 V
2 52 5 5— 523 * 2 5222 *2 E2 — 18 82 F 282
2 85228 55 823 65332533237 8852* 58 5255553
822 5332 5 5— *e * —— 23553 2 7 8 355 5
*8 535 36 287 53335556523 z3553546 33838 538*33
7,5 3555 35235 22 232 52822338 573 52z583 53552757
32355 533355 555 253 355335535 1728255 35 5353275
335. 53855 58 52* 5557—53535s 332585 58657 23*33358
2— 523 2* 5* — 22 325 2 *2 2 5
528 —2 2 m3* 5 * 0 2 22 2 * 2. 2 D 552
* *» 35 3— 5 2 5* —— * —A
—— — 22—33228 222 28* A 553525 235. 5 55228
* 5335 3333675 52—33585 30 2 * I52 252358. ẽ38 58
* — *⸗ —
333233833837 3383 3 33538333
23552 52228357 383 33* 3öü ———
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* — g α 2 3422 2 2*2 5. 9 — 2555352
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2* — 333 BAVES— 2852 3 2— —2 2 —282 *322 ———— 4

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        Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger uͤnd dus (Z mal woͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

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Mart 20 R⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfgr, von Ausvärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recla men
mit 830 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 147. J J 9 I TSamstag- den 16. September F F 1876.
— — —
— —eï
Deutsches Reich.

Mäünchen, 13. Sept. Bei den Truppenühungen, welchen
der deurnsche Kaiser demnächst im Reichslande beiwohuen wird, werden
don Sr. Majestät auch baherische Truppen, namentlich das 5.
Chevaurxlegers⸗ Regiment, besichtigt werden, da dasselbe an den
abalerie-Uebuugen vom 14. bi 28. d. M. in der Umgebung
don Weißenburg Anthel zu nehmen hat und der Kaifer- am 25.
und 26. d. diesen Uebungen beiwohni. —

Betlin, 10. Sept. Die zwischen dem Präsidenten des Reichs⸗
tanzleramis, Staatsminister Hofmaun und dem Minister des Innern,
Grafen zu Eulenburg gepflogenen Verhandlungen wegen Auflösung
deyw. Erdffnung des Reichs und Landtages haben, wie wir aus
destunterrichteter Quelle mittheilen können, zu folgendem Resultate
Jefühtt. 14. Ottober: Auflösung des preußischen Landtages;
31 Otwber: Wahl der Wahlmämer; 28. Oktober: Wahl der
Abgeordneten; 30. Ottober: Eröffnung der Herbst ession des Reichs⸗
—ED—— 10. Januar: Er⸗
zffnung des preußischen Landtages. J

—8 15. September, Der letzie Vräklusivtermin für die
Einziehung des Landes⸗Papiergeldes in den verschiedenen Bundesstaaten
wird am 30. d. M. ablaufen und mit diesem Tage eine weder im
Bundesrathe noch im Reichstage bei Berathung des Gesetzes, beiref⸗
fend die Ausgabe von Reichskassenscheinen erwähnte Eigent: ümlich⸗
keit aus der Welt scheiden. In den fünfziger Jahren erließen
mehrere deutsche Staaten erpragen durch welche die Annahme
fremden Staats-Papiergeldes, sowie die Zahlung in demselben theils
dei Strase verboten, theils beschränkt wurde. Trotß des Vestehens
dieser Verbote wurden Verstöße gegen dieselben schon keit inchreren
Jahren nur sehr selten bestraft. J

Mit welcher Gleichgültigkeit die Bevö kerung der mitteldeutschen
Staaten den politijchen Wahlen gegenüdbersteht, mag die Thatsache
darthun, daß in voriger Woche bei einer Landtagswahl in Essenach
bon 1200 Berechtigten nur — 27 erschienen, de selbstwerstäudlich
unberrichteter Dinge wieder nach Hause gingen. Aus 28 Wablbe⸗
zirlen war kein einziger Wähler erschienen.

Auslaud.

Wien, 13. Sept. Die „Politische Carrespond enz“ sagt (in
Uebereinstinimmung mit der Meldung der „Allg. 3.“), daß nach
ihten Informationen die Pforte ihre ursprünglichen Friedensbe⸗
dingungen in einem neuerlichen Ministerrathe in einigen Punkten
nicht unwesentlich modificirt und die Mittheilung der modificirten
Friedensbedingungen an die Vertreter der Großmächte in Konstan⸗
aͤnopel für gestern (12. September) in Aussicht gestellt habe.

Pesthe 11. Sept. Den magyarischen Journalisten ist der
zuropänsche Kreg nur noch eine Frage der Zeit. Der offiziöse
„Hon“ erfährt aus vertrauenswürdiger Quelle ernste und beäng
igende Nachrichten. Die Pforte soll ihre Vertreter im Auslande
dadon verständigt haben, daß sie bis zum Aeußersten entschlossen
und nicht mehr willens sei, die in das Gewand der „guten Rath-
schlage“ gehüllten unwürdigen, oft unqerechten und in der Regel
zöswilligen Einmeugungen zu dylden. Der Hat des Sultans werde
demnächft, gleicham als Programm des neuen Herrschers, aus—
inandersetzen, wozu die Türkei als Staat berechtigt sei vnd worein
die Mächie sich nicht zu mengen haden. Ueberhaupt herrsche in
den türkischen Regierungskreisen eine sehr energische Stimmung,
welche in der Presse kräftig zam Ausdruck gelangt. Seit die Schwert
imgürlung Abdul Hamids vollzogen sei, habe diese Entschlofsenheit
is zu den leßten Konsequenzen im Divan das entschiedenste Uebet ⸗
gewichl erlangt. — „P. Naplo“ meint, Rußland werde demnächst
mit seinen Vorschlägen zur Theilung der Türkei abermals an Oester⸗
ceich herantreten. Im Falle der abermaligen Ablehnung sei der
srieg mit Rußland so gut wie fertig. „So lange Graf Andrafsy
und Koloman Tisza Mmister sind, wird Oestetreich nie im Bunde
nit Rußland die Pforte bekriegen und sich mit diesem iag die Türlkei
cheilen. Man wisse in Pelersburg, daß Oesterreich: Uugarn ent⸗
schlossen sei jedet Umgestaltung an seiner Gtenze, welche die Juie

ressen des Reiches verletzt, mit bewaffneter Hand entgegenzutreten.
Das Blatt jschliezt: „Graf Andrassy halte, wenn möglich Frieden,
r bleibe neutral, so lange er kann, wenn aber Rußland den Krieg
zeginnt, so möge Graf Byland-Rheidt darauf bedacht sein, daß unser
deer nicht nur imit Uchatius⸗-⸗Kanonen, mit Waffen und Munition,
soondern daß es auch mit Allem. was zu einem Winterfeldzuge gehoͤrt,
xrsehen se, damit es nicht erfriere.“
Paris, den 10. September. (Die Weltausstellung 1878.)
Das Amtsblait bringt heute die verheißenen Mittheilungen über die
JIusstellung für 1878. Ihre Dauer ist auf die Zeit vom 1. Mai
zis 31. Okiober bestimmt; ihr Umfang umfaßt Erzeugnisse der Kunst,
des Ackerbaues und der Industrie aller Nationen; ihr Ort ist das
Ftamp de Mars und der gegenüberliegende Trocadero.“ Vor dem
)auptgebäude auf dem Marsfelde und auf dem Abhang des Tro⸗
adero sollen Patks und Gärten für die lebend auszustellenden
Thiere und Pflanzen angelegt werden. Die Komissionen des Aus⸗
andes werden ersucht, sich moͤglichst bald mit dem französischen
heneraltommissär in Verbindung zu setzen oder sich bei demselben
»urch einen Deligirten vertreten zu lassen, so daß der Generallkom⸗
nissär nicht unmittelbar mit den Ausstellenden in Verkehr zu treten
raucht. In Jeder Abtheilung, die den Ausstellern aus einer und
)erfelben Nation angewiesen wird, siad die auszustellenden Gegen⸗
fände in neun Gruppen zu vertheilen. Jede dieser Gruppen wird
n Klassen untergetheilt. Es wird ein allgemeiner Katalog der Er⸗
eugn sse aluer Nationen auf Kosten Frankreichs verfaßt werden. Die
musländischen Nationen können für ihre eigenen Erzeugnisse und
zuf ihre Kosten einen Katalog drucken lassen; jedoch nut in ihrer
Sprache. Von Allem, was ausgestellt wird, darf nichts ohne Er⸗
aubniß des Ausstellenden abgezeichnet oder nachgemacht werden.
die Ausstellenden genießen die im Gesetze vom 28. Mai 1868
iber die Garantie der patentirungsfäbigen Ecfindungen und die
Fabrikzeichnunzen vorgeschriebenen Rechte. Keiner der ausgetellten
zegenstände darf ohne Erlaubniß des Generalkommissärs vor Schluß
»er Ausstellung z rückgenommen werden. Die Ausstellenden haben
ür den Platz, den sie einnehmen, keine Miethe zu zahlen; nur Ein⸗
ichtung und Ausschmückung geschieht auf ihre Kosten. Zulässig
ind Kunstwerke, die seit dem 1. Mai 1867 verfertigt worden sind,
inzulässig Kopien, nicht eingerahmte Gemälde oder Zeichnungen
ind die Sculpturwerke aus nicht gebrannler Etde. 4
London, 13. Sept. Die gegen die kürtische Regietung ge⸗
ichteten Cundgebungen dauern fort. Lord Granville hat sich in
iner veröffentlichten Zuschrift für Fortsetzung der Agitation aus⸗
zesprochen, welche unwiderstehlich werden müsse, damit die Regierung
ine energische Politik einschlage; er hoffe, das Ministerium werde
yvor allem die Wiederherstellung des europäischen Einverständnisses
instreben, da, im Falle dies nicht gelinge, die Schwierigkeiten der
zrientalischen Frage nur vermehrt würden.
vn. Der im serbischen Hauptquartier weilende Berichterstatter der
Daily News“ hat eine langere Unterredung mit Tschernajeff gehabt,
n welcher der Beneral ihm versicherte, daß alle Gerüchte über eine
eborstehende Einstellung der Feindseligkeiten auf Erfindung beruhten,
zaß er vielmehr binnen Kurzem selbst zur Offensive überzugehen be—⸗
ibsichtige. Die Stellungen von Delligrad und Alexinatz seien geradezu
meinnehmbar und auch die Armeen an der Drina und an der
Ibac würden jetzt wieder mehr und mehr in den Vordergrund
reten, seisden die große Anzahl der aus Rußland eiatreffenden
Offiziere es ermöglicht habe, auch diese Truppeutheile mit füchtigen
und geschulten Offizieren zu versehen.
Cettinje, 13. Sept. Voigestern überschritt Derwisch Pascha
v'e Gebirgshöhe von Veljebro und schlug zwischen dieser und dem
Orte Spuz sein Lager auf. In Folze des Anmarscheßs zweier
tarker Adtheilungen der Montenegriner zog sfich die türlische Armee
sestern fruüͤh auf Podgoritza und Spuz zurück.
Konstantikopel, 13. Sept. Sicherem Vernehmen nach
putde die Notification der Friedensbedingungen der Pfotte abermals
dertagt, angeblich auf Befebl des Sultans, was man in diploma⸗
        <pb n="508" />
        lischen Kreisen als gunstiges Zeichen für dis Nachgiebigleit der
Pforte deutet. —

Petersburg, 8. Sept. Aus Kerisch wird den Zeitgenös⸗
sischen Nachrichten gemeldet, daß alle Befürchtungen und Gerüchte
uͤher Unruhen in der Krim sich sehr fühlbar beftätigg haben. An
der ganzen Küste von Kertsch bis Sewastopel sind jetzt Cordons
bon 25 bis 30 Mann aufgestellt, so daß Truppen von seerisch,
Feodossia, Sewastopol im Wachtdienst stehen. In Jalta wurde ein
türkisches Schiff mit Waffen festgehalten, und man fürchtet eine
ühnliche Ausschiffung auch hier. Die Aufsicht ist so weit verichärft,
daß der Zutritt zue Meeresküste am Abend nicht gestattel ist.

Vermischtes. —

. Aus der Pfalz. (Pf. Ztg.) Fuür viele unserer Land⸗
leute mag der Paragraph 361 3. 9 des Reichsstrafgesetzbuches sehr
unangenehm werden. Nach demselben werden nämiich Diejenigen,
welche Kinder oder andere unter ihrer. Gewalt stehende Personen,
die ihrer Aufficht untergeben sind und zu ihrer Hausgenossenschaft
gehdren, won Begehung von Diebflählen, somie von der Begehung
strafbarer Verletzung der Zoll⸗ oder Steuergesetze oder der Gesetze
zum Schutze der Forsten, der Feldfrüchte, der Jaad oder der Fischerei
abzuhalten unterlassen, mit Hast oder mit Geldstrafe bis zu 100
Mark bestraft. Dieser Paragraph, des R.⸗Sa.⸗G..B. Ziffers H.,
welcher betanntlich erst seit dem Monate Marz d. J. in das Gesetz
eingefügt ist, sollte auch in den Forsigerichtssitzungen seine Anwendung
finden Zuf die Bestrafung Solcher, wilche Kender oder andere, oben
bezeichnete Personen non Forstfreveln nicht abhalten. Nun erklärte
sich aber der Richter eines pfälzischen Landgerichtes für inkompetent,
in einex Forstgerichtssitzung eine Strafe auf Grund eines Para⸗
graphen auszusprechen, welchen er nur in seiner Eigenschaft als
Kichter eines Polizeigerichtes anwenden könne, Die kgl. Staats⸗
dehörde schloß sich der Ansicht dieses Beamten an, und so haben
aun Diejenigen, welche sich gegen den betreffenden Parag: aphen
aerfehlen, die Anssicht, zuerst von dem Forstgerichte in den Ersatz
des durch den Forsifrevel verursachten Schadens und des Werthes
des gefrevelten Objeltes und dann nochmals vor dem Polizeigerichte
in eine eutsprechende Strafe verurtheilt zu werden. Da in manchem
QAuntone die Zahl der jährlichen Uebertretungen des Fostgesetzes
4-6000 beträgt und ein gutes Drittheil davon den Paragraphen
8361 3. 0. D. R.Si.⸗B.⸗B. berührt, so werden die Polizeiurtheile
eine bedeutende Mehrung erfahten. —

FSpeyer, 12. Sept. Die Gewerbebank Speyer, einge⸗
wagene Genossenschafi hielt gestern ihre Generalversammlung ab,
zehufs Darleguug der Geschäfisergebnisse im ersten Hälbjahr 1876.
Der Vereia, welcher seit etwas mehr als anderthalb Jahren besteht,
Fählte am, 81. December 1875 380 Mitglieder; bis 80. Juni
1876 waren uoch beigetreten 99, so daß nach Abgang der Aus-
geschiedenen 462 Mitglieder verbleiben, zu diesen find bereits weitere
34 im zweiten Semester nen eingetreten, Die e nbezahlten Stamm⸗
antheile betragen 119,8667 M. und der Reservefond 7409 M. Die
dei dem Vereine angelegten Depositengelder hetragen 442,390 M.;
es wurden im ersten Semester 1376 60,015 M. mehr eingelegt
ala zurückgezogen. Au Zensen und Provisionen wurden vereinnahmt,
25, 485 Vi. vecausgabt wurden 6020 M., verbleiben somit
19,415 M. Hiervon gehen die Zinsen der Depositengelder, welche
Jährlich berechnei wurden, für 6 Monate ab. Die Unkosten betragen
3160 M. Der Gesammtumsatz beträgt 5.764,834 M., was gegen
denselben Zeitraum 1876 ein Mehr von 1,844,37 1 Mark ergibt.

f—Quedlinburg, 11. September. Welche Vorsicht bei an
Milzbrand leidenden Thieren zu beobachten ist, zeicgt nachstehender
Vorsall. Einige einem hiesigen Oekonom gehoörige Schafe waren
an Milzbrand erkrantt verendet. Um den poltizeilichen Vorschriften
nachzulommen, wurde das Fleisch, nachdem das Fell abgezogen
wat, vergraben. In der Nähe des Platzes spielten einige Kinder,
die am nächsten Tage bedentlich erkrankten. Der herbeigerufene Arzt
lonstaterte die Ansteckung. Eines der Kinder ist bereits gestorben,
während die anderen bedenklich darnieder l'egen.

7Oels, 8. September. (Eigenthümliche Verkehrsstörung).
Der Abendzug, welcher am Mittwoch Abend um 624 Uhr von
Breslau hier eintreffen sollte, ware in der Gegend des Ollendoiff'schen
Magazins bald sitzen geblieben. Die Ursade war, daß sich auf den
Schienen eine unzahlbare Menge von Raupen aufhielt, d'e, zerfahren
eine solche Glätte verursachten, daß die Räder, ohne vorwärts zu
tommen, sich auf ein und derselben Stelle um die Achse beweglen.
Der Schaden, den die Raupen in hiesiger Gegend dem Kraute be⸗
reiten, scheint beträchtlich zu sein.

Serltin, 10. Sept. Das kaiserliche General-Postamt
macht Folgendes belannt: In den in Frankteich aus Deutschland
eingegangenen Päckereisen dungen sind seitens der franzoͤsischen Zoll⸗
dehoörden bei der zollamtlichen Revifion in letzter Zeit hausig Briefe
oder sanstige Mittheilungen, welche die Eigenschaft von Correipon·
denzen hatten, vorgefunden worden. Zur Fernhaltung von Nach⸗
heilen wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Einlegen der⸗

artiger Schriftstücker in die nach Frankreich destimmten Päckerei⸗
endungen gegen die sranzößische Postgesetze verstößt und Zuwider⸗
andlungen die Einleitung des Strafverfahrens in Frankreich zur
Folge haben.

F Die alten Berliner Originale sterben zwar aus,
iber es ist dafür gesorgt, daß immer neue auftauchen; das aller⸗
ieneste verdanken wir der Pferdebahn. Es ist (schreibt das Berliner
Tagdlatt) ein älterer Herr von etwa 35 Jahren, mit freundlichem
gesichte, der die Manie hat, so oft er mit der Pferdebahn fährt
- und er fährt des Tages über mehr als zehn Mal — neben
em Kutscher zu stehen, und die Glocke zu läuten. Man kennt ihn
chon auf allen Linien und nennt ihn den „Bimmelfritze“. Er er⸗
auft sich das Privilegium zu läuten durch regelmäßige Trinkgelder
ind ist bei den stutschern daher ein gerngesehener Gast. Wenn er
ꝛen Klöpfel anschlägt, verklären sich seine Züge; ging es nach ihm,
r würde die Bewohner der Straßen, durch welche die Wagen
ahren, durch ungusgesetztes Läuten zur Verzweiflung bringen. Seine
sarmlose Manie soll von dem Tage an datiren, an welchem er Zeuge
par; wie auf dem Bellealliance⸗Platze ein kleines Kind durch einen
Zferdebahnwagen überfahren wurde. Wenn er dereinst zur letzten
stuhe gebetiet wird, müßten ihm alle Glocken — der Pferdebahn
um Grabgeläutt erklingen.

Die „Berl. Boͤrs.Zig.“ bringt folgendes ächtes Handels⸗
asonnement: Der Getreideerport aus Ungarn nach Süddeutschland
ind der Schweiz ist dem „P. Bl.“ zufolge neuerlich in erfreulichem
lufschwunge begriffen utrd dürfte sich, wenn sonst keine Zwischen⸗
alle eintreten, auch danernd gestalten. Daß übrigens auch die
zoncurrenz anderer Länder wieder mächtiger auftritt, läßt sich nicht
tugnen. So theilt man aus verläßlicher Quelle mit, daß in letz⸗
rec Zeit viel Weigen vom Schwarzen Meere nach Marseille kommt,
belcher Umstand nicht verfehlen wird, auf die Preise in der Schweiz
mgzünstig einzuwirken. Ebenso sollen jür Mannheimer Rechnung
ungst größere Getreide-Einläufe in St. Petersburg effectuirt worden
ein und die Versch ffung dieses Getreides via Rotterdam bereits
degonnen haben.

4Graz, 13. Sept. Fürst Arton Auersberg, belannt unter
dem Dichternamen Anastasius Grün, welcher vor acht Tagen von
inem Schlaganfall betroffen wurde, der ihn der Sprache beraubie,
st heute Nacht im Alter von 70 Jabren gestorben.

f Capitän Boyton. Eine Scilderung der Erlebnisse
des Capitäns Boyton auf seiner Wasserreise von Preßburg nach
VBest eninehmen ungarische Blatier Folgendes: „Dienstag um 9 Uhr
Zormittags, verließ ich Preßburg. Tagsüber ging es gut. Als
ʒ finster wurde. leate ich mich ins Wasser zurück. Es herrfchte
todienstille; kein Lüftchen regte sich.“ Es mochte 9 Uhr gewesen
ein, als ich, von der enormen Hitze des Tazes etwas schwindlich
eworden, ein unwiderstehliches Bedütfniß nach Schlaf empfand.
sch legte mich zurück und verfiel vor Szapp in einen unrvhigen
zchlum ner. Plötzlich erweckte mich das heftige Rauschen eines
VBassers. Die Strömung hatte mich, das war mir im ersten Augen⸗
olide tlar, in eine Mühle getrieben, und es war schon zu spät,
nich aus der Strömung herauszuarbeiten. Instinctiv umklammerte
d den Balken der „Wehre“ vor dem Wasserrade, allein das Rad
zatte meine Beine schon erfant, ich ließ mich hinunterziehen und
am — freilich mit gebrochenem Ruder und zerrissener Kappe —
iuf der anderen Seite heraus, nicht ohne eine unbedeutende Con⸗
usion am Kopfe erhalten zu haben. Unwillkürlich mußte ich um
zilfe gerufen haben, denn der Müller ein aller bärtiger Mann
um mit einem Lichte heraus, um zu sehen was es gäbe. Etr sah
X
nich in meinem schwarzen Habit erblickte, muß er mich rein für
den lebendigen Gottseibeiuns gehalten haben, denn mit einem Angst⸗
hrei ließ er nicht nur das Talglicht, sondern leider auch die mir
ugeworfene Leine ins Wasser fallen. Plums, lag ich wieder im
Wasser und zwar nicht in der angenehmsten Situation. Was blieb
nir übrig? Ich nahm das halbe, mir gebliebene Ruder zwischen
die Beine und begann nun mit beiden Händen zu rudern, konnte
es jedoch nicht unterlassen, dem grauen Fesgling ein, Schäm' Dich
utes Weib!“ nachzurufen. Endlich wurbe es Tat, und gegen 7 Uhr
var ich vor Komorn.“ Nach vier Stunden schwamm der Capitän
veiter und kam um 1 Uhr Nachts nach Gran. „Alles war ruhig“
— erzaͤhlt er —, „ich hoͤrte kein Mählengeklapper und beschloß,
iin wenig zu schlasen. Im besten Schlummer wurde ich durch
Ruderschlaͤge geweckt; Sch ffsleute hielten mich für eine schwimmende
deiche und wollten mich auffischen. Ich hatte um so mehr Grund,
zen Leuten für ihre Absicht zu danken, als mich sonst der eben
ommende Dampfer gewiß zusammengefahren hätte, während sich
etzt fein Capitän damit begnügte mir Schnaps zu geben und hierauf
ein „Adieu“ zuzurufen. Um 8 Uhr früh begrüßte mich zwischen
Maros und Visegad eine aus 20 Booten bestehende Deputation
von Herren und Damen. Ein wunderschönes Mädchen brachte mir
inen Strauß blauer Blumen.“ — Die Antunft des Heren Voyton

rfoigte gegen Z Ubr Abends nach 5B8stündigem Schwimmen.
        <pb n="509" />
        f Die Eisenbahnunfälle in England in 1875
Der handelsamtliche Bericht über die Eisenbahnunfälle im Vereinigten
sönigreich während des Jahres 1875 ist soeben der Oeffentlichkeit
lübergeben worden. Es ist demselben zu entnehmen, daß die Zahl
der Personen, die während des verflossenen Jahres auf Eisenbahnen
getösdiet wurden 1290, und die der Verletzten 5755 betrug. Von
den Getödteten waren 134 und von den Verletzten 1806 Passa⸗
giere; 765 der Getödtelten und 3618 der Verletzsen waren Beamte
und Arbeiter der Eisenbahn⸗Gesellsichafien oder der Vauunternehmer
und 391 der Gesödteten und 331 der Verletzten waren Personen,
die Bahngeleise unbefugtermaßen betraten, oder solche, die Selbst⸗
mord verübten oder zu verüben suchten.
F Der ,Times“ wird aus Philadelphia Folgendes gmeldet:
In Northfield, Minesota, ritten am Donnerstag Nachmittag acht bis
zu den Zähnen hewaffnete Männer in die Stadt und iorderten
die Leute auf der Straße auf, sich in ihre Hauser zurüchzuzieden.
Nachdem sie zur Northfield Bank geritten, betraten deei das Gebäude,
wahrend die andern draußen blieben um Wache zu halten. Der
stasffiter, der sich mit zwei Buchhaliern in der Bank besand, wurde
aufgefordert, das Gewölbe zu öffnen. Da er sich weigerte, wurde
er erschosser. Einer der Buchhalter lief weg und sprang aus dem
Fenster. Et erhielt einen Schuß in die Schulter. Ehe die Räuber
dem andern zu Leibe gehen konnten, versammellen sich die Einwokßner
mit Gewehren und Pistolen bewaff et. Sie griffen die draußen
Wache haltenden Räuber an und tödteten zwei, worauf die am
Leben gebliebenen ihre Pferde bestiegen und davon galsppirten,
und zwar ohne die geringste Beute. Binnen einer halben Stuude
brachen 1850 Burger der Stadt zu hrer Verfolgung auf.
Unter den geoßen Berliner Zeitungen nimmt gegenwatng das
u „Berliner Tagblatt“ den hervorragendsten Rang ein.
er politische Theil des Blattes zeigt, daß es werihvolle Kraite zu

einen Mitarbeitern zählt und wohlunterichtete Spezial⸗Korrespondenten
an allen wicht' gen Plätzen unterhält. Bei entschieden liberaler Tendenz
ist das Be, üner Tagblatt“ nach jeder Richtung hin vollkommen
unabhängig und versolgt das Prinzip, fich durch keine Partei⸗
Rücksichten becinflussen zu lasffer, sondern alle zu tagetretenden poli⸗
fiischen urd nationaldkondmischen Fragen lediglich nach eigenem,
über den Parteien stehenden Ermessen zu behandeln. Daß diese
Vor züge, sowie die Vi⸗seitigteit und Reichhaltigkeit des „Berliner
Tageblatt“, welche sich auf alle Gebiete des öffentlichen Lebens
eistreckt, von dem zeitungslesenden Publikum gewürdigt werden, be⸗
veist seine gegenwärtige bisher von keiner deutschen Zeitung erreichte Auf⸗
age von laglich 41, 800 Eremplaren.

Eine besondere Pflege genießt das lägliche Feuilleton des
Berliner Tageblatt, welches die bedeutendsten und beliebtesten liter—
arischen Capacitäten zu seinen ffändigen Mitarbeitern zühlt. — Noch
st der seit VNonaten erscheinende Roman „Sturmfluth“ von Friedrich
Spielhagen nicht zum Abschluß gelangt und schon hat der Verleger
nit großen Opfern einen neuen großen Roman „die neuen
Serapionsbr der“ von Karl Gutzkkow, dem berühmtesten unserer
eutschen Erzähler, eiworben und wird mit dem Abruck im Laufe
des Monats October beginnen. Die Belleiristische Bellage „Berliner
Sonntagsblatt? bietet durch seinn Original-Romaue, Novellen,
dulturbilder, fwie⸗ mannigfaltigen Beiträgen unserer ersten Schrift⸗
Icller den Lesern fortlaufend eine unterhalsende und belehrende
Ldek:ure. — Das von H. Scherenberg meisterhaft iIIustrirte Wiß⸗
blatt „D LK ist mit se nem frischen ungekünstelten Humot den
Abonnenten des „Berliner Tageblatt“ ein allwöchentlich willkom⸗
mener Gast.

Der Abonnementepreißs von 5 Rink. 25 Pf. kfür alle drei
Blätter zusammen, incluñve Postprovision) ist gewiß als ein sehr
biPsliger zu bezeichnen.

————
—Aufruf an die Vrotestanten der Pfald!
Die unterzeichneten Protestanten der Pfalz erachten es für ge⸗
boten, an die Mitglieder des Protestantenbereins, sowie an alle
freistunigen Freunde der unirten Kirche einen Auftuf ergehen zu
lassen zu eiiet
Gesneral⸗Versemmlung
im Saalbau zu Neufladt
am Eonntag, den 24. Sept. Vormittags 11 Uhr.

Nachdem der pfalzische Protestautenderein seine lezte Hauptwer⸗
sammlung im Jahre 1873 zu Kaiserslautern abgehalten, erscheint
es wiederum an der Zeit, unserer protestantisch: unirten Kitche eint
kräftigere Theilnahme zuzuwenden, ihre freiheitliche Entwichlung in's
Auge zu fafsen und in gemeinschaftlichem Zusammenwitken aller
Gleichgesinnten ihre Wohlfahrt zu sichern.

Hiezu eidt ans der gegenwärtige Zeitpunkt dringende Veraa⸗
lassung.

UÜnter dem 17. Juni ds. Is. haben die wichtigsten Beschlüsse
der letzten Generalsynode die Allerhöchste Genehmigung erlangt.

Die directe Wahl der Presbyterien durch die Gemeinden, die
vollsländige Erneuerung derselben alle 6 Jahre, die Wahl von Sy⸗
nodalausschüssen, die Berücksichtigung der Gemeinden bei Besetzung
erled'gter Pfarrstellen: das sind schätzbare Errungenschgften für die
unirte pfalische Kirche, um welche seit Jahren gelämpft wurde.
Eben darum werden aber auch die proiestantischen Gemeinden mit
Freuden ihre Zustimmung geben zu einer Danlkadresse an Se.
Majestät den Koönig, welche der Generalversammlung in Neustadt
vorgelegt und von derselben beschlossen werden soll.

Einen weiteren Gegenstand der Berathung wird die Neuwat
der Presbyterien in den einzelnen Gemeinden bilden. Ein jeder
Protenant wiro die Wichtigleit dieser Wahlen erkennen. Aus den
Presbyterien geht die Dibcesan⸗ und Generalshnode hervor. Welcher
Beist nun in diesen Körßerschaften wallen und wie unsere unirte
stirche cegiert werden wird, ob ihre freih itliche Entwicklung gesichert,

NeAast adt a. d. H., den 25. August 1876.

Ackerman, Oeksnom in Marnheim. Arnold, Bürgermeister in Edenloben. Arnold, Privatier in Lachen. Barth, Heinrich I., Bürger⸗
meister in Dürkheim. Baßlet, Paul, Presbyter in Nußbach. Vauer, Bürgermeister in Steinbach. Baumgärtner, Stadtrath in Franken⸗
hal. Becker, J. L. in Freingheim. Bein, Christ. Presbyter in Neustadt. Bergdolt, Rentner in Edenkoben. Bleuler, Hospitalver⸗—
walter in Frankenthal. Bögel, Fabrikant in Annweiler. Braun, Nik., Ackerer in Niederkirchen bei Kaiserslautern. Braunsberg,
Zaufmann in Frankenthal. Brendel, Lorenz, Bürgermeister in Iggelheim. Burktardt, Adjunkt in Weidenthal. Catoir, Carl, Rentner
—
Landau. Damm, Oeksnom in Einselthum. Doll, Ph. J., Presbyter in Edenkoben. Ebel, Wilh., Presbyter in Neustadt. Erter,
Jakob, Presbyter in Neuftadt. Ferker, Georg, Presbyier in Mußbach. Fetzer, Joh. Gemeinderath in Niederkirchen bei Kaiserslautern,
Frank, Subrekior in Edenkoben. Freudenberger, Presbyter in Haßloch. Frey IV., Bürgermeister in Rheir gönteim. Friedrich, Fadritkant
in Gtoßkarlbach. Gelbert, Joh., Brauer in Kaisersiautern. Gerlach, J. Kaufmann in St. Julian bei Kusel. Göthel, Peter D.,
Adjuntt in Niedertirchen dei Kaiserslautern. Grohs, Clemens, Kaufmana in Ludwigshafen. Gros, Adjuskt in Böhl. Guth, Buüͤrger⸗
meißer in Insheim. Buth, Conrad, Delonom in Insheim. Haag, D., Gemeinderath in Weidenthal. haffen, Bürgermeister in

oder don gegnerischer Richtung gehemmt und der alte Kampf und
Unfriede wieder erneuert werden soll: das wird wesentlich pon den
Maännern abhängen, welche die Gemeinde in ihr Presbyterium
waählt. J

Zeruver wird sich die Generalversammlung in Neustadk mit
der Reorganisation des pfälzischen Protestantenvereinßz zu beschäftigen
aben.

Der Verein, weit entfernt, seine seitherige Thätigkeit einzustellen,
soll durch seive Neugestaltung zu frischerer und regerer Wirtsamkeit
veranlaßt mirden. I J

Seither als politischer Verein betcachtet und dem politischen
Vereinsge'etze unterstellt, foll er nun den Charakter eines blos kirch⸗
lichen Vereines erhalten.

Er sol sich gliedern in Zweig⸗ und Lokal⸗-Vereine, damit in
jeder pfalzischen protestantishen Gemeinde der Geist des fre'en, ver⸗
nünfligen Protestantismus sorgsam gepflegt werde, jener Geist, der
da fortschreitet auf der Bahn wohlgeprüfter Wahrheit.

In dieser Weise wird auch vnsere pfalzische unirte Kirche
beitragen zur Lösung der großen, religiöß-kirchlichen Frage, welche
die heutige Zeit und das deutsche Volt bewegt, immer hochhltead
die Errungenshaften unserer Vaͤter, fortarbeitend in ihrem Geiste
— zugleich uns einz wissend mit den freiheitlichen Bestredungen
auf dem religidsen Gebiete der übrigen Welt.

Die hohe Aufgabe und der Ernst der Zeit richten von selbft
den Mahnruf an die freisinnigen Männer, zusammenzustehen und
usammenzuwirken, daß dem deutschen Volle ebensowohl seine religiös⸗
ättlichen Güter erhaiten, als die fortschreitende Entwiclung des
protestantischen Geistes gewahrt und gesichert bleiben. Darun nach
Zräften mitzuwirken, ist auch die Aufgabe unferer pfälzischen Pro⸗
testanten. Darum ergeht an sie unser Aufruf und unsere Einladung
zur General-Versammlung in Neustadt und wir find überzeugt,
daß die Männer sich einmüthig und zahlreich einfinden werden, denen
die Wohlfahrt unserer pfälzischen unirten, wie der deutschen prote⸗
—IILI
        <pb n="510" />
        Frankenstein. Henrich, Fr. L., Kaufmann in Neustadt. Herbig, Carl, Fabrilant in AQaiserslautern. Herr, Abgrordneter in Harrheim.
Zeß, Christian, Ptesbyter in Frankenthal. Heß, Thomas, Brauer in Nußdorf. Heuser, Presbyter in Otterberg. Hirsch, Ludwig,
privatier in Homburg. Hbring, A., Kaufmann in Haßloch. Kappel, Joh. Gemeinderath in Mötzheim. Keller, Advotate Anwallein
Fandau. Kennel, Buͤrgermeister in Gommersheim. Kinkele, Presbter in Annweiler. Klein, L., Reutner in Wachenheim. Koch, Ed
Ferd., Stadtrath in Landau. Kohler, M., Bürgermeister in Gimmeldingen. Kranzbühler, Aug., Presbyter in Zweibrüden. Kranz⸗
rühler, D., Presbyter in Neustadt. Kuby, Abgeordneter in Edenkoben. Kuntz, Joh., Presbyler in Mörzheim. Kuterer „GBGeorg,
Hůrgermeister in Ludwigshafen. Linz, Einnehmer in Mutterstadt. Louis, Ludwig, Abgeordneter in Haardt. Mahla, Fr., Presbyter
Gimmeidingen. Maltern, Peter, Wirth in Neunkirchen bei Kaiserslautern. Maucher, Ferd. Nentner in Nenstadt. Metz, Andr.,
Presbyler in Speyer. Müller, Mich. Presbyter in Neustadt. Münch Rechnungecommissart und Presbyter in Speyer. Pix's, Fro
aufmann in Kaiserslautern. Pohly, R., Adjunkt in Frankenthal. Reiboldt, Wilh. Gemeinderath in Freinsheim. Renner, Michael,
Gutsbesitzer in Boͤbingen. R'el, Fr. Siadtrath in Frankenthal. Sahner, Rentner in Dürkheim. Schmitt, Abgeordneter in Kaisers
utern. Séhmitt, Apdjunkt und Presbyter in Ludwißshafen. Scheniti, Presvyter in Frankenthal. Scholler, Ph. J.. Presbyter in
Neustadt. Schönig, D., Presbyier in Reustadi. Schul, Joh., Oekonom in Frankenthal. Schüß, Oberförster in Landstuhl. Schwager
Rebifor in Ludwigshafen. Spicß, Carl, Oelonom auf dem Schmalfeldet Hof. Sieitz, Joh., Oekonom auf dem Hengsibacher Hof.
Streccius, Rentner in Annweiler. Sturm, Einnehmer in Iggelheim. Theiß, H., Tuchfabrilant in Lambrecht. Völcker, C. F., Ptes⸗
pyter in Neustadt. Wächter, Brauer in Kaiserslautern. Weintz, Joh. IV.. Presbyter in Häardt. Weldner Adjunlt in Haßloch.
Wernz, Joh., Privatier in Erpolzheim. Wolf, Ph., Bü germeister in uUnastein. Wolf, J. L., Renmer in Wachegheim. —Ax
Heinr., Bürgerme:ster in Wachenheim. Wuüsi, M., Bürgermeister in Niederhorbach. Zeiß, J. M., Presbyter in Langenlandel.
Ziegler, Adjunkt in Haßloch.
Ein junges 34
Hienstmädchen
jür häusliche Arbeiten findet so⸗
sort Sielle. Näheres in der
Frped. d. Bl. der den Aderbau durchwea ver⸗
Neuer steht, findet bei gutem Lohn so⸗
blauer Kleesamen fott Stelle bei Müller Gros auf
J. VRI, jun. der Scheidter⸗ Mühle.
n2000
vonnements⸗Einladun⸗
Mit dem 1. Ocetober beginnte
aeues QuartalsAbonnement auf das
Berliner Tageblatt
nebst den Beigaben: J
der delletristischen Wochenschrift
Berliner Sonntagsblatt
red. v. Dr. Oscar Blumenthal,
dem illustrirten Witzblaiit
———
redigirt von Siegmund Haber.
dessen Verbreitung in fortgesetzter Steigerung be⸗
griffen ist, und welches gegenwärtig
41,800 Abonnenten
besißt, eine Zahl, die bisher nos von keiner deutschen
Zeitung erieict warde. Diese Thatjghe spricht am
Zrumuchisen sur die Gediegenheit u. Reichhaltig⸗
keit des Juhalts und zeigt, daß das „Berliner Tage⸗
blaiut“ allen Anforderungen. welche an
eine große deutsche Zeitung
geftellt werden, vollkommen entspricht. Speeial ˖ Cor
respondenten auf allen wichtigen Plätzen bedienen
das , Verliver Tacebiatt“ mit den neuesten und zu⸗
verläsfigsten Nachrichten.
Im kaͤglichen Feuilleton des „Berhner Tage⸗
blatt beginns im Laufe des Monats Oectober
Gutzkow's
neuester großer Roman „Die nenen Sorapions-
bprüder?“, welcher, wie alle Werke diees gefeiecten
Aniis in allen gebildeten Kreilen große Sensation
erregen wird.
Man abonnirt pro Quartal zum Prieise von neir
5 Mi. LF. — LVCnIE. incl. Postprov.
(fur alle 8 Blätter zusammen)
jederzeit bei allen Reichspostanstalten und wird im Inte⸗
resse der verehrlichen Abonnenten um recht frühzeitige
Abonnements-Anmeldung gebeten, um sich den Empfaug
des Blattes vom 1. Ocjober an zu sichern.
x: tion des „RVerliner
·neblott
PMVqæaa⸗

Man sieht Todte
amherwandeln, wenn man die
inglũcklichen Opfer der Selhst-
efieckung. und geheimer Ju-
gendsũnden beobachtet. Lese
Jeder, der an Schwächezu-
gztünden leidet, das berühmte

Original Meisterwerk dor
Jugendspiegel,“ velches W.
Bernhardi (jetat in Dres
den-Blasewitz), füur 2 M.
discret in Couvert versendet.

2rua par cateo
vApPoth. J. Sehrades

Feuerbach Stuttgart.

Das vorzüglichste und erprob⸗
teste aller.

Magen⸗Mittel,
das selbst dei den hartnäckigften
Magenbeschwerden die vorzüg⸗
lichsten Dienste leistet uud deß
alb als schaätz barftes diätetisches
dausmitiei und als Magenli⸗
Jueur nicht warm genug em⸗
pfohlrn werden kann, ist die
bo · Apotheler Schrader in
Feuerbach· Stuttgart be⸗
teitete . 7*
Woisso Lobensessenz.
Verkauf laut Ministerial⸗Erlaß
durch Kaufleute gestatiet.
Fsasche 1 Marlk.

*
3
— Motio: Ihr habdt
das Gute so nahe!“
Spitzwegerioh
daft
—XX sauctionirt; iühm⸗
lichst bekannt, lieblich zu
nehmen, das sicherste, gewiß
aucd dankbarste Mittel gegen
Brust Hals und Lun
geunleiden, Bronchial⸗
verschleimung Husten
Catarrh ꝛe. ꝛ⁊c.
Die Resultate sind über⸗
raschend.
Mit Gebrauchsanweifung
à Flacon 50 Pfg. 1M.
und 1 Mark 50 Pfa. in
St. Ingbert bei Joh.
Friedrich, Zweibrücken
ei W. A. Seel, Hom⸗
»urg i./Pf. bei Wilh.
Simon Oberwürzbach
dei J. Luck aud in der
Fabrik von Panl Huhm.
Dettelbach«ô. A. del
ürzburg.

zur sehwer zahuende Kin⸗
der, bei denen der Durchbruch
der Zähne oft krankhafte Stö-
rungen und Zahnkraͤmpfe her-
vorrujt, verden als vorzüglich⸗
tes Erleichterungs ⸗ und Vor⸗
eugungsmittel die Schrader'⸗
chen elektromotor schen
Zahnhalsbänder
pr. Stück 1Mark. Allenforge
amen Mütstern bestens ein⸗
pfohlen.
Scliradæe rꝰas
hühneraugenmittel
Das Vorzuglichsie zur schnellen,
chmerzlosen und gäuzlichen Ent⸗
ser ung der Hühneraugen.
Schachtel 35 Pfg.
Robert's dtroupulver
zum Einstreuen wunder Kinder
das hifsreichste und heilsamste
Miuttel. Schachtel 35 Pf.
Trauben-Brust-Honig,
unübertrefflich bei Huften und
Heiserkeit, bei Erwachsenen und
Kindern. Flasche J Mark.
Die berübmten Schrader'schen
Malzextraot Brustzoltohen
or. Paquet 10 Pfg. sind vorräthig
me viese Artikel sind stets
ächt vorräthig bei
J. Friedrich, St. Ingbert.
W. Aug- Seel, Zweibrücken.
C. Ph. Ehelius, Ludwigshafen.

Fruqat⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise

der Stadt Zweibrücken von 14.

Sept. Weizen 11 M. 31pf.

storn 8 M. 28 Pf. Gerste Zreih.

— M. — Pf. Gerste Areihige

— Mm. — pf--Spe — m.

Pf. Hafer 7 M. 56 Pf. Kar⸗

toffeln 3 M. — Pf. Hen 43M.

20 Pf. Stioh 4M. 20 Pf. per

Centner. Weißbrod A2 Ko.

55 Pf. Kornbrod 3Klo. 75 Pf.

ditio 2 Kilo. 50 Pf. ditto1

sKilo. 25 Pf. Gemischtbrod 3

stilo. 93 Pf. 1 Paar Wek 190

Gramm 6 Pf. Spelzkern 0 M.

— Pf. Dinkel O M. — P. Misch⸗

frucht — M. — Pf. Rirdfl. J.

M f J t Qual. 58 Pf. 2. Qual. 52 pf.

atulatur, i s Pi prun ee

mehrere Cenmner, werden abge- Schweinefl. 60 Pf. Butter)]
neben in der Druckerei d. Bl. M. 25 Pf. per Pfund.
CCC ?
— — —
Fesciison Tcxcud und Verlag von . x. Demetz in St. Ingbert
        <pb n="511" />
        St. J ngberler Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhallungsblait, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementépreis beträgt vierieljährlich

Mark 20 R⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 148. Sonntaa, den 17. Septeniber J 1876.

Deutsches Reich.

Berlin, 14. Sept. Der „Reichsanzeiger“ veröffentlicht einen
Frlaß des Kaisers, wodurch derselbe für die ihm im Laufe des
Zommers, sowobl aus Preußen wie aus allen Gauen des Deutschen
seiches bei festlichen Veranlassuagen, insbesondere am Sedantage,
ugegangenen Kundgebungen treuester Gesinnung für Kaiser, König
und Reich seinen aufrichtigen Dank ausspricht.

Anus Berlin wird der .N. Fr. Pr.“ geschrieben, daß zur
Beurtheilung der Sendung Manteuffels nach Warschau der Umstand
jon Bedeutung sei, daß die leitenden Kreise Oesterreichs von seiner
Keise im Voraus unterrichtet waren. Fürst Bismarck wünsche ernst⸗
ich die Aufrechthaltung des Dreikaiserbündnisses, sehe aber die
Riöglichkeit seines Fortbestehens nur darin, daß Rußland von einem
elbstständigen Vorgehen gegen die Türkei abgehalten werde. Dex
Tzart habe dazu ohnehin keine besosdere Lust; Manteuffel aber
jabe in Waärschau Gelegenheit gehabt, auch auf jene Persönlich⸗
eiten in der Umgebung des Czaren einzuwirken, von denen man
zehauptet, sie seien in dieser Frage mit dem Czaren nicht eines
Sinnes. Allem Anschein nach, so schlleßt der Berliner Correspon⸗
nent der „N. Fr. Pr.“, habe Manteuffels Reise das gewünschte
Ergebniß geliefert (d. h. es wäre erreicht, daß die Hallbarkeit des
Dreikaiserbündnisses in nächster Zeit noch nicht auf die Prode ge—
tellt wird; mehr ist's wohl nicht.)

In Bezug auf die Eisenzölle schreibt die „F. Z.“: „Wie
oir hören, wird gleich beim Beginn der Reichstags-Session der
Antrag eingebracht werden, das mit dem 1. Jan. 1877 in Kraft
retende Gesetz betreffend die Ausfhebung der Eisenzölle zu sistiren,
und den Termin, an welchem mit der Aufhebung der Eisenzölle
dorgegangen werden soll, dem diskretionären Ermessen der Reichs⸗
egierung zu überlassen. Die Autragsteller werden diesem ihren
Antrag mit einem Hinweis auf die demnächst ablaufenden Handels⸗
derträge motiviren, bei deren Abschluß die Reg erung am bisten in
der Lage sein werde, für eine bessere Exportfähigkeit unserer hei⸗
mischea Industrie Sorge zu tragen. Auf einen solchen Antrag
würde sich die Regierung wohl einlassen, schweilich aber der Reichs⸗
lag, der, unter gewissen Umständen, wohl die Hinausschiebung des
Termins für einen bestimmten Zeitraum concediren könnte, aber
zewiß niemals der Regierung allein es überlassen wird, nach Be⸗
neben den Wegfall der Eisenzölle dekretiren zu können. Wie man
ans versichert, wären einflukteiche Mitglieder des Bundesraths von
der Einbringung des Antrags bereits unterrichtet worden.

NAusland.

Paruis, 14. September. Der „Ag. Havas“ zufolge häite
»er Minister des Auswärtigen, Herzog von Decazes, im heutigen
Ministerrath beruhigeude Mittheilungen über die Lage der Dinge
m Orient gemacht.

London, 14. Sept. E'ner Depesche der „Daily News?
ms Konstantinopel zufolage nehmen die Türken in der Gegend von
Tatarbazardjikt und Philipoppel aeuerlich eine drohende Haltung
jsegen die Bulgaren an und sprechen von baldigen weiteren Nieder⸗
metzelungen der Christen. Der Correspondent obiger Zeitung hat
»en britischen Botschafter in Konstantinopel Elliot davon benach⸗
ichtigt, daß die Muhamedaner bewaffnet, die Christen dagegen
dehrlos seien.

London, 14, Sept. Der alte Lord Russel (der vor lauter
Türken⸗Abscheu die russische Gefahr nicht sieht) schlagt in einer an
dord Derby gerichteten veröffentlichten Zuschrif— vor, den Boischafter
elliot von Konstantinopet abzuberufen; die Rückkehr Ellions durfe
icht vor strengster Bestrafung der in Bulgarien verübten Gräuel—
baten erfolgen.

Vermischtes.
Neustadt, 13. Sept. Am letzten Sonntag fand hier
e socialdemokratische Versammlung in der Chelius'schen Wirth-
qust, Brauerei Geijel, statt, abgehalten von dem Agitator Ehrhardt

q

aus Mannheim, in welcher über den socialdemokratischen Congreß
zu Gotha Bericht erstattet und über die nächsten Reichstagswahlen
erhandelt wurde. Er gab bekannt, daß für den Wahlkreis Neustadt⸗
dandau Agitator Dreesbach als Reichstagscandidat aufgestellt sei,
velcher demnächst behufs Gewinnung von Stimmen einen Cyklus
on Vorträgen in unserer Gegend abhalten werde, und Iwar? vor⸗
jugsweise zur Bearbeitung der Landleute, auf die man nunmehr,
da man gesehen, daß in den Städten kein großer Fang zu machen,
eine Hoffnung setzt. Der erste der Vorträge soll Sonntag den 24.
8. in Lachen gehalten werden, worauf weitere in rascher Folge in
)aßloch, Maikammer, Edesheim, Rhodt, Venningen, Kirrweiler,
ẽdenkoben, Hambach, Mußbach, Neustadt, Lambrecht. Weidenthal,
ẽlmstein u. s. w. gehalten werden sollen. Nach unserer Kenniniß
»es Pfälzer. Volkes, seines Charakters und seiner Intelligenz haben
vir nicht zu jürchten, daß diese Bemühungen von großem Erfokg
gekrönt sein werden. . Gr.⸗Z.)

Man .berichtet aus Pforzheim, 11. Sept.: Ein gräßliches
ünglück, hervorgerufen durch unvorsichtige Hantirung mit einer Schuß ⸗
zaffe, hat sich gestern früh ereignet. Der 15jährige hoffnungsvolle
zohn des Postschaffuers Brenner, spielle mit einem geladenen, von
zinem Bruder erst wenige Tage zuvor erworbenen Revolver. Auf
inmal entlud sich der eine Lauf desselben und drang die Kugel dem
inglücklichen Knaben-in den Hals, worauf der Tod sosort eintrat.

Man schreibß aus Worms, 11. Sept.: Welche große
Jusdehnung der Obsihandel in hiesiger Gegend angenommen hat,
nag daraus entnommen werden, daß im Monal August hier am
khein 18.911 Körbe Steinobst im Gewicht von ca. 810,700 Kilo
heinabwärts verladen wurden. Der Erlös hierfüt beträgt bei einem
Durchschnitis⸗Ertrag von 8 Mark per Korb ca. 152,288 Mark,
jewiß eine hübsche Summe, die nur dazu beitragen kann, die Grund⸗
hesitzer zu bestimmen, der Obstbaumzucht größere Sorgfalt, wie bieher,
angedeihen zu lassen.

teFalsche Zwanzigmarkstücke. Neuerdings sind an ver⸗
chiedenen Orten wiederholt falsche Zwanzigmarkstücke verausgabt wor⸗
»en. Namentlich bedient man sich hierzu vergoldeter Viergroschen⸗
tücke mit hannover'schem Gepräge, von denen die mit der Jahres⸗
ahl 1859 sich desonders dazu eignen, denn diese besitzen genau
ieselbe Größe der Zwanzigmarknücke und anf dem Revers ein Ge⸗
yräge, welches die Taäuschung nur noch begünstigt.

F Metz, 8. Sept. Gegen die von Jahr zu Jahr sich steigernde
Weinverfälschung schreitet das hiesige Polizeigericht mit anerkennens—
werther Energie ein. Ein Handlungshaus in Barcelona hatte kürz⸗
ich seinem hiesigen Bertreter zehn Fosser Wein geschickt, welcher, wie
die chemische Untersuchung ergab, mit Fuchsseĩn gefärbt war. Das
Holizeigericht veruritheilte nun das genannte Geschäftshaus zu einer
Beldstrafe von 1800 Mk.; zugleich wurde das 3000 Liter beiragende
Weinquantom confiscirt, um vernichtet zu werden.

. Die Köchinnen in Frankfurt müssen, wie man zu sagen pflegt,
das „Geriß“ haben, denn unter 1418 Damen, die in d'esem Jahre
in Frankfurt ualer die Haube kamen, oder, um uns „standesamtlich“
auszudrücken, die aufgeboten wurden, besinden sich nicht weniger
als 918 Köchinnen, also fast zwei Drittel. Gesch'eht es vielleicht
der guten Bissen halber, daß die Köchinnen ein so gesuchter „Artikel“ sind?

F Zu Frankfurt erregte ein merkwürdiges Siamesen⸗Paar
)e allgemeine Aufmerksamkeit, zwei feingekleidele, aneinander ge⸗
ettete Männer, welche nach dem Clesernenhof fragten. Es siellle
ich beraus, daß die beiden Kettenträger gar nicht einmal zusammen⸗
gehörten, denn der behäbig aussehende Hert schloß sich plötzlich
os und überlieferte seinen Genossen 4 la Bagno einen wirklichen
A
aus selbst angefesselt, der Polizei.

Die beiden neuesten Nummern der Illustrirten Frauen—
Zeitung lvierteljährlicher Abonnementspreis M. 2.50) enthalten:
. Die Moden-Nummer (35): Promenaden⸗ und Reit⸗Anzüge,
derbstmäntel und Paletot, gestrickte Tucher, hohe Taillen⸗ und
leiderärmel, Hüte, Hauben, Haarfrisuren. Kragen nebst Cravaten
        <pb n="512" />
        und passendem Taschentuch, Schleppenträger, Gürtelschnur mit Fächer⸗
zette, Rehfell⸗Teppich, Neglig⸗ oder Arbeitskorb und Wäschebeutel
mit Bunistickerei. Handtuch, verziert mit Kreuzstichbordüren, ge⸗
häkelter Schwammbehälter und Börse. Kleiderbürste, Arbeitskästchen
uͤnd Mappe mit Silberstickerei. Decke in venetianischer Stickerei
auf Leinwand. Zeitungshalter (Waldmosaik). Bunt⸗ und Weiß⸗
tickereien, gehäkelte Sp tzen und Einsätze. Bordüren und Spitzen
in Tülldurchsug. Verschiedene Muster und Ausführungen für gestrickte
und gehaäͤkelte Tücher c. ꝛc. mit 62 Abbildungen und einem großen
coloritten Modentupfer. 2. Die Unterhaltungs-Nummer
(36): Clara Ziegler. Von Emma Laddey. — Von der Höhe.
Bon Ottilie Wildermuth. (Schluß.) — Im Berliner Thier—
garten. Von W. v. Dünheim. X. ESchluß.) — Einige Kapitel

iber Spitzen. Von Jakob Falke. III. (Schluß.) — Verschie—
denes: Literarisches ꝛzc. — Wirthschaftliches: Candirte und glacirte
Früchte (nach französischen Recepten). — Briefmappe. — Frauen⸗
Bedentktage. — Ferner folgende Illustrationen: Elara Ziegler als
Medea. — Aus dem Berliner Thiergarten: Ansicht der Sieges—
Allee mit sechszehn Randansichten. Von Emil Doepler —
Alte Spitzen: Punto grosso; vom Taufkleid König Karls J. von
England. Venetianischer point do ross (Roselina). Allarbehang
in point de Gônes.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demetz.

Bekanntmachung.
Fie Vreisevertheilung beim pfälzischen Landgestüte
sür 1876 beir.

Die Vertheilung der Preise an die Eigenthümer der schönsten
ju der Pfalz gezogenen, sowie zur Nachzucht verwendeten Pferde
wird für das laufende Jahr Sonntag, den 1. Oci. l. Is.,
Zormittags 11 Uhr, im Gestütshofe zu Zweibrücken statt⸗
finden.

Die Musterung und Auswahl der zur Konkurrenz gebrachten
Pferde wird am vorhergeyenden Tage, Samstag den 30. Sept.,
zurch die hiezu ernannte Commission borgenommen werden.

Die zur Vertheilung lommenden Preise sind folgende:

L. 10 Preise für 4* jährige Stuten,

welche das 1. Mal trächtig gehen:

1. Preis 170 Mark, 6. Preis 90 Mark,

2. 150, 7.. 70

2 23) 8 60

4. 20 8. 5805-

5. 110 10., 40

990 Martk.
II. 10 Preise für Stuten,
elche früher schon einen Preis erhielten und mit einem Fohlen

vorgeführt werden:

1. Preis 100 Mark, 6. Preis

2.. 90 7.

3ß3. 80, B..

4. 70,9..

5. 60 10.—

EWweibrücelcen.

Tandwirtkhschaftliches Jest.
* Morgens 8 Uhe TAuswahl
Samstag 30. Sept. der zur Konkurrenz bei der
Preisevertheilung des kgl. Landgestüts der Pfalz
jorgeführten Pferde; Nachmittags 3 Uhr: Versteigerung
von Gestütspferden, Musterung und Prämiirung
von Seiten des pfälzischen Pferdeziicht-Vereins, Ankauf
der zur Verloosung bestimmten Pferde; Reunion auf Tivoli
dis 7 Uhr; Abends 8 Uhr: Festball im Zweibrücker Hof.
* Vormittags 83 Uhr: Von
Sonntag 1. Oktob. Seiten des Pferdezuchtver⸗
eins Musterung und Prämiirung von Gespännen;
10 Uhr im Gestütshof: Vorführen der Beschäler des k.
Landgestüts; 11 Uhr: Preisevertheilung des k. Land⸗
gestüts; 12 ühr: Umzug der prämiirten Pferde.

Nachmittags 3 Uhr auf dem Exerzierblatze:
Pferde-Rennen. GeRennen.)

Suͤmma aller Preise für dasselbe 388300 Mark. Die
Anmeldungen zur Betheiligung werden vom 16. September an auf
dem Bureau der k. Gestüts⸗Direltion angenommen.

Nachm. 2 Uhr im Gestütshof:
Montag 2. Oktob. Verloosung von Pferden
und landwirthschaftlichen Gegenständen. Werth
der Gewinnuste: eirea 17,.000 Mark. Loose hiefür
sind von Herrn Banquier H. Scuige in Zweibrücken zu beziehen
per Hundert zu 90 Mark. Einzel-Verkaufspreis: 1 Marf
das Loos.

IFAuf den Pfälzer Bahnstationen am 30. Sept.
und T. Dktober Verausgabung einfacher Fahrbillete mit
Giltigkeit zur freien Rückfahrt bis einschließlich
2. Oktober bei gleichzeitigem Zukauf einer Eintritts⸗
karte ⸗Mark.

»KFälzer
Blummehl
Schwingmehl
reine Kornkleien
und eine Parthie noch
wenig gebrauchteSäcke
hat zu verkaufen

M. Haas.
Hanf-Couveris,
nit jeder beliebigen Firma be⸗
druckt, sind billig zu haben in
der Druckerei von
X. Memeafe

50 Mark,
3553
25
30
25
585 Mart.
III. 12 Preise für Stutfohlen:
1. Preis 90 Mark, 7. Preis 35 Mark
2. 5 —8305
2. 25,
9. 20,
b. 20,
8.. 20 -
540 Mart
IV. 6 Preise für Hengstfohlen:
Pc.: 70 Mark, 4. Preis 40 Mark,
60 5., 30
3 50— 6. 20,
270 Mark.
V. Für Weitpreise im Betrage von 8- 16 Mark nach dem Er⸗
messen der Kommission, sowie für Medaillen. .. 187 Wark.
Summa aoller Preise 2572 Mark.
Für die Bewerber sind nachstehende Bedingungen festgesetzt:
Die Mutterstuten müssen von Haupt- und Erbfehlern frei, gut
Jehalten sein, von Beschälern des Landgestütes trächtig gehen u.
das 4. Jahr bereits zurückgelegt haben;
nur solche Fohlen können konkurriren, welche von Hengsten des
Landgeftütes abstammen. Hierbei wird besonders bemerkt, daß
Stut⸗ und Hengstfohlen vor zurückgelegtem 2. Lebensiahre
nicht zur Preisbewerbung zugelassen werden;
von den zur Konkurrenz besuimmten Pferden muß nachgewiesen
verden, daß fie ansässigen Personen der Pfalz angehören, was
durch ein Zeugniß des betreffenden Bürgermeisteramtes dei der
Frperten?ommission nachzuweisen ist.
Speyer, den 28. August 1876.
Königlich Bayerische Regierung der Pfalz,
Kammer des Innern.
In Abwesenheit des k. Regierungs-Präsidenten:
v. Lamotte.

ain Buch, welches 60 Auf⸗
erlebt hat, bedarf wohl
lagen keiner weiteren Em⸗
fehlung, diese Thatsache ist ja
er beste Beweis für seine Gute.
Für Kranke, welche sich nur eines
ewährten Heilverfahrens zur
Viedererlangung ihrer Gesund-
seit bedienen sollten, ist ein solches
Verk von doppeltem Werth
eind eine Garantie dafür, daß es
y nicht darum handelt, an
ren Körpern mit neuen Arzneien
„erumzuexperimentiren, wie dies
noch sehr häufig geschieht. —
—X——
tarken Buche: Dr. Airy's Na⸗
turheilmethode“ ist bereits die 60.
Auflage erschienen. Tausende
und aber Tausende verdanken
der in dem Buche besprochenen
Heilmethode ihre Gesundheit,
wie die zahlreichen, daria ab⸗
gedruckten Atteste beweisen. Ver⸗
säaume es daher Niemand, sich
dies vorzügliche populär⸗medi⸗
cinische, 1 Mark kostende Werk
baldigst in der nächsten Buchhand⸗
lung zu kaufen oder auch gegen
Finsendung von 10 Briefmarken
a 10 Ppfg. direct von Richter's
VerlagsAnstalt in Leipzig kommen
zu lassen, welch' Letztere auf Ver-
langen vorher einen 100 Seiten
tarken Auszug daraus gratis and
ranco zur Prufung verslendet.

7

8 dommoer-LRur.t
SBrust- u. Lungen⸗Leidenden
kann kein angenehmeres und siche-
res zugleich rein diätetisches Haus—
und Genußmittel empfohlen wer⸗
den, als den rühmlichst bekann⸗
ten rheinischen Trauben-
BRrust⸗ Homig in Flaschen a
1, Iu/ und 8

Mark; derselbe

allein mit nebi⸗

gem Fabrikstem⸗

hel auf dem

Kapselverschluß,

wkauflich in St.

ngbert bei J.

Friedrich.

Schild.
sPοσαααXà äαασααx)OXäαασαασααααÄXα αααααααÂααâαXαXOO ααασσëαααααααëäναααιααιαααααXιRαæαä. —Z— ”c —i —— neggeeecece“—— —
Fedolion Drud und Verlag von F. Demetz in St. Ingbert.
:Iusträrtek Sonntftaasblatt“ Nr. 88.
        <pb n="513" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.

IE

— —

—
der St. Jugberter Angzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatter verbundene Unterhaltungsblatt, ¶Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag and Sonntag.“ Der Abonnementsvpreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 19 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reela nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
* 37* e 3324 ! Fa ——
c I49. Dienstag, den 1s. Ceblember e —D — —
Einladung zum Abonnement
uuf das mit dem L. Ock. deginnende MA. Quartal des „St.
Ingberter Anzeiger mit illustr'rtem Sonntagsblatt.““ Die
Bestellung wolle ungesäumt bei den betreffenden Postanstalten oder
Bostboten gemacht werden. —

.Unsere geehrten Abonnenten, welche das Blatt durch unsere
Träger erhalten, bekommen dasselbe wie bisher forigeliefert, wenn
ucht vor Ende dieses Monats abbestellt wird. ..

Preis und Erscheinen des Blattes bleiben unverändert.

Zu zahlreichem Abonnement ladet höfliost eii 753
Die Expedition.

—
F F

.. Deutsches Reich.. 73 —

. München, 18. Sept. Der Könighat den Stiftsdecan
Enzler zum B'ischos von Speyer und Pater Ambrosius zum
Bischof von Würzburg ernannt . 7 4

Berhin, 16. Sept.“ Die Reichsregierung beabsichtigt die Ein⸗
hringung eines Gesetzentwurfs wegen prov'sorischer Verlängerung der
Fisenzoͤlle mit Rücksicht auf die gegenwürtige Lage der Industrie
ind die bevorstehende Erneueruug det Handeisverträge- (A8. )

— Berlin, 16. Sept.Abends. Nach der „Nordd. Alla. Zta.“,
ind die türtischen Friedeusbedingungen fast sämnmlich;osobohlefix
die europäischen Mächte als Serbien unanmehmbar.Die Rational-
eitung“ enthält ein Telegramm aus Wien; wonach dem dortigen
au⸗ wärtigen Ministerium ein fürkisches Memoire überreicht worden
ei, darnach ist die Pforte bereit, Frieden zu machen und Räth⸗
ichläge der Mächte über die Bedingungen entgegeüzunehmen. Feft⸗
gebalten wird am Besatzungsvecht, Kriegsentschädigung, Reduktion
»es Heeresstandes und Hulbigung des Fürsten Milan,

Aussand. 7

Wien, 16. Sept. Die von der Pfotte den Vertrekern det
Broßmächte mitgetbeilten Friedensbedingungen sind folgende:

1. Die Darbringung der Huldigung des Fürsten von Serbien
n Konstant'nopel. .77

2. Die Besetzung der vier durch“ der Ferman' des Jahres
1838 der Obhut Serbiens anvertrauten in türkischem Besitze von
Alters her gebliebenen Festungen nach den Bestimmungen des Proto⸗
rolls vom 8. Sept. 1862. . a4.5

3. Abschaffung der Milizen. Die Mililärmacht zut Aufrecht⸗—
haltung der Ordnung im Inunern wird 10,000 Mann und 2
Batterien nicht übersteigen.“ A — 3

4. Gemäß Ferman von 1249 wird Serbien die aus den
Rachbarprovinzen dahin ausgewanderten Einwohner zurücksenden und
ausgenommen die von Aliers her in Serbien bestandenen Festungen,
die später errichteten Befestigungen vollständig demol ten müssen.

5. Wenn Serbien nicht im Stande ist, die noch näher festzu⸗
zellende Keiegsentschädigung zu bezahlen, so wird der gegenwärt'ge
Tribut um die Zinsen der Kriegsentschädigung erhöht.

6. Das Recht der kück'schen Regierung, eine Belgrad mit der
Nisch'er Eisenbahn verbindende Bahnlinie dzu bauen und dieselbe
durch türkische Agenten oder eine Gesellschaft ihrer Wahl betreiben
zu lassen.

Bezüglich Montenegro's wird- man sich an dem „Status quo
ante“ halten. Sobald die Mächte ihr Urtheil über die Friedens—
bedingungen abgegeben haben werden, wird die Pforte in 24 Stunden
den Befehl zur Einstellung der Feindseligkeiten geden. .

Konstantinopel, 16. Sept. Bei einem in Seraskiate
ibgebaltenen Bankette sagte der Sultatu: Unsere Abächten sind stets
zuf den Frieden gerichtet. Doch muß maun die'es Ziel dutch eine
zut organisirte Armee erreichen.

Petersburg, 16. Sept. Die Nachricht der Pariser France“
iber ein angebliches Schutz⸗ und Trutz- Bündniß zwischen Rußland
ind Deutschland wird von bestunlerrichteter Seite als müßige Et—
indung bezeichnet. —

—
.
* Vermischtes. n

F Zweibrücken, 26. Sept. (Pf. K.) Diejenigen Staats⸗
zürcger, weiche als Geschworene für die Schwurgerichtsverhandlungen
es dritten Bierteljahtes 1876, beginnend am 25. 1. Mis., zur
kinbernfung gelangen, werden diesmal länger, als man es in der
gzfalz. seit, den letzten Jahren gewohnt war, durch die Ausübung
hres Ehrenamtes in den Mauern unserer Stadt zurückgehalten
werden. Es sind nämlich bis jetzt esff Fälle verwiesen und werden
die nachgenannten Personen an den dabei bezeichneten Tagen zur
Aburtheilung kommen, nämlich: 1) Am 25. September, Morgens
3Uhr: Franz Sauerhöfer, 24 Jahre alt, Dienstknecht aus Haß⸗
och, wegen Raubs, räuberischer Erpressung, Privaturkundenfälschung
und Betrugs; Vertheidiger: Anwalt Gießen. 2) UAm 26. Sepibr.,
Morgens 8Uhr: Susanna Steinbach, 80 Jahre alt, ledige Dienst⸗
nagd aus Stambach; wegen Kindsmords; Vertheidiçer: Rechtscan⸗
zidat Eugen Kieffer. 3) Am selben Tage, Nachmittags 3 Uhr:
dathariua Diehl, 23* Jahre alt, ledige Dienstmagd aus Moorbach,
uletzt in Neuhofen, wegen Kindsmords; derselbe VBertdeidiget. 4) Am
27.' Sepibr. Morgens 8 Uhr: Nikolaus Jost, 26 Jahre alt,
ediger Fabrikatbeiter von Hemshof, Gemeiade Ludwigshafen, wegen
kbrperverletzung mit födilichem Erfolg; Vertheidiger: Rechtscandidat
Dümmler. 5) Am 28., 29. und 80. Septbr., jedesmal Morgens
3Uhr: Daniel' Imo,“ 37 Jahre alt, Tagner von Sch'ffetsiadt,
vegen Todischlags, (eines Waldhüters) underechtigter Jagdausübung
ind Dienstbeleidung; Verthe diger: Anwalt Rosenberger (67 Zeuhen).
3) Am 2. Oktobet, Morgens 8 Uhr: Hesnrich Stengel, 68 Jahre
nit, Maurer von Birkenhördt, wegen Körperverletzung mit tödtlichem
Fefolg; Vertheidiger: Anwalt Tisch. 7) Am felben Tage, Nach—
mnittags 8 Uhr: Kathariua Christ, 27 Jahre alt, ledig, aus Kall⸗
tadt, wegen Kindsmords; dersebe Vertheidiger. 8) Am 3. Oktober,
Mor‘ens 8 Uhr: Lorenz Karl, 25 Jahre alt, lediget Bürstenmacher
»on Ramberg, wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit födtlichem
xrfolg; Vertheidiger: Rechtäcandidat Männer. 9) Am selben Tage,
sachmittags 3 Uhr: Katharina Spiegel, 27 Jahre alt, ledig, von
Steinwenden, wegen Kindsmords; Veriheidiger: Rechtscandidat
Ddürumter. 10) Am 4. Oktober, Morgens 8 Uhr: Joseph Weber,
16 Jahre alt, Taguner von Mehlbach, wegen Todschlags; Ver⸗
heidiger noch nicht destimmt. 11) Tag und Vertheidiger noch nicht
bestimmt: Karl Bregaldino, 1692 Jahre alt, Schuster von Pir—
masens, wegen Todtschlagsversuchsß. —.

F Aus der Pfalz. Der Abschied für den Landrath der
Pfalz ist erschienen und im Kreisamtéblatt Nr. 538 verbffentlicht.
Der Voranschlag der Kreis-Einnahmen und Ausgaben ist mit je
1,j881,154 Mark 57 Pifg. genehmigt. Die Kreisumlage für 1876
eträgt 46*2 pCt. der gesammten direkten Steuern des Regierungs—
vezirkes. Nachdem dos Verlangen des Landrathes um weltliche
Distriktsinsp ktören aus denselben Gründen wie im Landrathsabschied
von 1875 abschläglich beschieden ist, heißt es weiter: „Da nach
em gegenwärltigen Stande des öffentlichen Rechts eine Verbesserung
jer Schulaufsicht nur durch eine weitere Ausbildung des Instituts
er streisschulinshektoren, das sch während der kurzen Dauer seines
Bestaundes vollkommen bewährt hat, erreicht werden kann, so beauf⸗
ragen Wir Unsere Kreiscegierung, das Postulat auf Anstellung von
)rei weiteren Kreisschulmspeltoren, wilchem der Landrath dei seiner
ziesmaligen Versammltung die Zustimmung versagte, bei der nächsten
—XXD
Bedarf in das Kreis-Budget pro 1877 einzustellen.“

f In Kaiserslautern ist am Samstag ein noch im Bau
hegriffenes Haus eingestürzt, wodurch ein darin beschäftigter Arbeiter
io schwerverletzt wurde, daß er in das Hospital transportirt
verden mußte.

7 Der protestantische Pfarrer Weinmann in Kusel mußte,
vie die „Kus. Ztg.“ meidet, am vorigen Freitag nach der Kreis—
rrenanstalt Klingenmünster derbracht werden.

f Der „L. A.“ schteibt aus Billigheim, 14. Seph: Auf
Ainem Grundstüche des Tünchers Brechtel dahrer befindet sich ein
        <pb n="514" />
        Apfelbaum, der zur Zeit den interessanten Contrast darbietet von
Frucht und Blüthe auf einem Ast. Ju Anbelracht des nichts weniger
als sommerlichen Wetters dürfte ein sachck I zu den
—

7.Speier. 15. Sept. Der dieslahrigen theologischen Auf⸗
nahmsnrüfung, haben sich 2 Nandidaten un serzogen; deide daben
bestanden. —

F Paris. Die Syndikalskammer der Pariser Wrinhendier
hat an den Handelsminister ein Schreiben: gerichtetn. in welchemn: see⸗
üher die künstliche Färbung der Rothweine durch einen vern neuen
Theer-Farhestoffe, Fuchseĩn, klagt, und/ihn aufforxdert, dagegen strerge

Maßregeln zu treffen. Das Fuchsein wird bald mit, bald ohne
Arsenil zubereittkzin beiden Fällen ist es der Gesundheit schädlich;
im erlleten Falle fuͤhrt sie Bei kängerem Genuß Vergiftung, im zweiten
eine Zerr üliung deß Organismus herbei. Da es billiger ist als
andere Farbestoffe, und den, Wein ane dunklere Färbung gibt, ohne
einen Satz zu hinterlasjen, gbentg die Weinfabrikanten des
Südens und Ostens den Vorzug. ahrscheinlich in Folge dieses
Schrirtez der Wein-Syndikatskammer sind die Zollstellen in Paris
angeriesen worden, keinen. Wein mehr ingohen zu lassen, ohne jedes—⸗
mal ein Muster Dapon behufs chemischer Prüfung zurücktubehalten.
Fur die Redocnon verantwortlich: F. X. Demeß.
711557.
Licitation.
Mittwoͤch, den 4. October
nächfthin; Nachmittags 8 Uhr in
Sengscheid in dem Wohnhaufe
der Requirenten werden die
nachsteheude bezeichneten zum
Nachlasse des in Sengscheid ver⸗
lebten Ackersmannes Jot. Peier
Eich gehoörigen Lirgenschaften
im Banne Ensheim abtheilungg⸗
hatber öffentlich in— Eigenthum
versteigert, namlich
Von' g αα
Tagw. 6G8 Decim, Wiese hei
der großen Wiese — eine
Flaͤche von 73 Dezimalen;
— ⏑⏑⏑———
wert. Ader oben m Rachen
brunnerweg veben dein Weg;
Pl.Pr. 7189. 57 Tgm
Wiele unlen am Weithzerdamzn
uneben Peter Abell;
——————
Acker au großen Stiefel neben
Jakob Eich.
Eigenthümer sind die Kinder
und Erben, des genannten Erb⸗
lassers Ramens: J1. Johann Kich,
Aderer in Senoscheid; 2. Mar⸗
garetha Eich, gewerblose Ehefrau
bou Joh. Buttermann, Schlosser,
beide in St. Ingbert; 3. Hein⸗
rich, 4. Peter, 5. Jakob, 6.
NKatharina und 7. Karl Eich,
diese sunf noch minderjährig,
welche ihre Mutter, Margaretha
Schmelzer ohne Gewerbe ia
Sengscheid, Witiwe des Erb⸗
lassers, zur gejetzlichen Vormün⸗
derin und Valentin Eich, Ackerer
in Ensheim zum Beivormund
haben.
St. Jagbert, 15. Sept. 1876.
Sauer, kal. Notär.
Vertragsmässige
Wiederversteigerung.
Samstag, den 7. Okt. nächst
hin, Nachmittags 8 Uhr in St.
Ingbert bei Heinrich Schmit!
wird auf Betreiben der Firma
Gebrüder Stief, Weinbandlung
in St. Ingbert, Gläubigerin,
gegen Jatob Lohmer, früher
Ackerer in St. Ingbert, jetzt in
Straßberg wohnend, Schuldner,
die nachbezeichnete Liegenschaft im
Banne von St. Ingbert namlich:
Bl.Nr. 3050. 1,02 Tagw
Acker im Mühlenthal neben
Andreas Friedrich und
Winwe Beer weg'n nicht
bezahlten Steigpreises im
Wege dee vertragsmäßigen
Wiederversteigerung öffent⸗
lich an den Meistbietenden
zu Eigenshum verste gert.
St. Inabert, 16. Sept. 1876.
Sauer, kal. Notär.

*

Immobiliarverkaut. Bekauntmachung.
Durch den Unkerzrichnetensind p Die Feldtauben find während
twa 12 Morgen gutes Aderlande der Saatzeit und zwar von
'ammt 48 Ruthen Wiese, inm heute bis 14. Nov. ein eichlossen
Baune von St. Jugbert gelegen, zu halten.
inset günstigen Conditionen aus St. Ingbert 19. Sept. 1876.
freier Hund zu verkuufen. Das Palizritmmissarlat
Naderes bei J. Boos⸗Ge·Eckerlein.
* an , — — OrxF
SAusträger 5 Su a5 Pf. —⸗
sür den St Ingberler Anzeiger sind zu bdaben bei
Wollen sich mlen Weirien.
Rieferne Hobelspäne
werden per Korb A.10 Pig. abgegeben bei

Letzten Donnerstag wurde aus
dem Wege vom Hause des Hrnu.
W. Chandon sen. bis nach
Rohrbach ein goldener Trau⸗
ring mit den Buchstaben A.
doh. und- K. W. vechoren.
Der redliche Wiederbringer erhält
durch die Exp. d. Bl. eine an—
gemessene Belohnung.
Bekanntmachung.
Am Samstag. den 235 ds.
Mis., Abende um 5 Uhr zu
Hassel werden die Arbeiten- über
Herstelluug des laufenden Brun⸗
nens im Unterdorf veranschlagt
zu 87,81 Mact öffentlich aͤn
den Wenigstnehmenden versieigert.
Bis dahin kann der Kost⸗nan—
schlag auf. dem. Bürgermeister⸗
amse St. Ingbert eingeßehen
wepden. J
Sti Ingbert, 16. Sept. 1876.
e Das Bürgermeistera mit .
J Cuaster.
SFVFrisch ange⸗ —77
lommen 7
Pilsene
Lagert
brei
E. Engel.
Un die nöthige Zeit zu ge⸗
winnen, den vielen An⸗
fragen wegen Unterrichtsstunden,
in der französischen und englischen
Sprache entsprechen zu können,
zat sich die Unterzeichnele ent⸗
schlossen, neost separaien Stunden,
in welchen sie jetzt schon Unter—
richt ertheilt, noch ein ge Course
für 226 Schüler zu eröffnen,
und ladet die verehrlichen Eltern tc.
welche gesonnen sind, ihre Kinder
in diesen Sprachen unterrichten
zu lassen, ein, sich mit ihr oder
ihren Eltern in's Einvernehmen
zu setzen.
Achtungsvollst
Ficter.
Als eiu wahrer Schatæe
für die unglücklichen Opfer
der Selbstheflockung und ge-
heimor Ausschweifungen bdat
sich das berühmte Original-
Moisterwerk, derJugendspiogel,
bewährt. W. Bornhadi, jetzt
in Dresden-Blasewitz,
versendet diesen trouen Helter
in der Noth für 2 Mark.
- Trunksuobt —
heils ich sicher und gründlich
mit oder ohbne Wissen des
Trinkers, so dass demselben
das Trinken total zum Pkel
wird.
Ueber 1000 gebeilt.
F. Grone in Ahaus Wastf.

aea 7444 * * 65
Neues Beamtenvperzeichniß
7 p füt dem:t c
M * ⸗ J *
königlichen Regiexungsbezirk der Pfalz—
Der ergebenst Unterserugle exlaubt sich anmit bekannt zu geben,
daß die Vorarbeiten, zu dem neuen Beamieuverzeichnisse so we:rn ge⸗
diehen sind, daß demuäüchst mit dem Drucke desseiben Legonnen
verden skann. a
Durch die Freundlichkeit des Vorstandeß des kal. sigtistischen
Burtaus in Munchen wurde et ermöglicht, dem statistischen. Theile
des Werlchenz (die Gemeinden der Pfalz nach ibrer Seelenzahl und
politischen Eintheilung) die Resultate der neuesten. Volkzzählung zu
Brunde zu legen, was dem Ganzen um deßwillen einen größeren
Werth verleihen dürfte, weil die ofsicielle Belanntgabe dieser Resul⸗
tate durch das statist. Burcau eist diel später erfolgen kanm.
Schließlich erlaubt man sich noch darnuuf aufmerlsam zu machen,
daß, wie früher, den verehrl. Handelss und Geschäfts-Firmen im
Annoncensheile zur Einrückung von Empfehlnngen und Anzeigen in
zeschmachvollster Ausstattung und bei sehr inähß'gen Preisen beste Gr—
egenheit geboten ist; — bei der bedeutenden Auflage des Werlchens
dürften derartige Inserate besonders lohnend erscheinen.
NB. Die Herren Geschäftsagenten der Pfalz werden um gef.
Uebersendung ihrer resp. Adressen ersuchl.
Speher, im September 1876.
Ergebenst
Friedrich Gilardene,
igl. Kreiskosse⸗Officiant.
Abonnements⸗Einladung.
Wan herannahenden vierten Quartal erlauben wir uns zum Abonement
auf die
—
Saarbrücker Zeitung,
nebst dem Gratisbeiblatt ‚der Bergmanusfreund“
hiermit ergebenst einzuladen.

Die „Saarbrücker Zeitung“ wird wie bisher fortfahren, die politischen
Bewegungen der Zeit in liberalem und patriotischem Sinne mit Aufmerksam⸗
keit zu verfolgen und auch die wirthschaftlichen und iocialen Interessen aus⸗
führlich berücksichtigen.

Orig:nalcoxrespon denzen und Telegramme, sowie Ausgabe von Extra⸗
blättern bei wichtigeren Tagesereig nissen und ein sorgfältig ausgewähltes
Feuilleton, werden uns in den Stand setzen, den Anforderungen der Leser
an ein Tageblatt gerecht zu werden.

Der Abonnementspreis der Saarbrücker Zeitung bleibt derselbe, 8 M.,
sowohl in unseren Städten durch Träger, als durch die Post bezogen.

Inserate erzielen durch die Zeitung, dem gelesenssen Blatte nicht nur
des industriereichen Saargebietes, sondern des ganzen Regierungsbezirke
Trier, erfolgreiche Verbreitung. Local ⸗Anzeigen werden mit 10 Pf. die ein⸗
ache Petitzeile, auswärtige wit 15 Pf. berechnet. Reclamen kosten die Zeile
* Für Auslkunftertheilung durch die Expedition werden 25 Pfg. er-
oben.

Jur Vermeidung von Unterbrechungen in der Zusendung der Zeitung
volle man die Neubestellungen noch vor dem 28. d. M. den betreffenden
Postämiern rechtzeitig einliefern.

Die Expedition.
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        *
222 5 * —* 222 0— *
— 2 22 35—2 52 3 — 2 23* 23228 2 * 38
—333373533 — 5355 S 5
3.,5 5 5 *5523 528682— „7 2223232 2* 8 225 5 —
—— — 2283 — 322—2258 — F ——— 2 ——— „7
— —— — 22. 228 * — D 8
— 2385375 5333*—35—333385* 3323 2 23
—5.3 —2532 ——2 *3 2 53 2337 — — 52 22
—A — 23— 7333 „ z338 — 528 2 23 — 3 52— 28
y 33—3—32 ——— —
—* 5322 C —9* 22253 ————— 2555 25338
283575336 — A5 8 3538
33 3 33333353 3268 —336237
* 82 2 5— —338 2388 3
— 3 — —3———55 5333 5533388 53
35558383 3— —7855333 3— *25358353331 53225 352S—— *—
3— 333 228 —35 35338 5
5533722 A35855 —733 452655 4823 4
—— —r 3* ** —— XXAA — — —8* —8 55 552* 3* 3
—3235557 5 5285233357——238.3225 56 0 95*
35585 35335 — —3333 ———5— 33 388 83
—5353 ———33382555 — —55535 36— 28 283— 5z35523 7
5* —85 3 — * 3282 2
—— 223 72733 —— 555— *8* 2 28 ————— 722235 —
— 552—5382357* —233353553335832*55 255 *35 —A 24 *
*5s 343336535 555533 333
—7 * —S — ——— A ——— — 878— 5
3 — 838 3 37353
7 2 24 ẽ — ——
*335 — — 3 —3383—
— — — 5 ——5 — 386
—2——2——2 — ——3 22
BE — 5 — 83
S5 2 523
523888 *5 83
— ——— 223* ——
2 —— 388 223838573535* 532353232388
3. — — —— — 52 52*2
53 723 257 35
538 3833 5 ** — 5027 2333
—A 2 35 8 25 5c2 —* 5 — 555 —— 353353333 —222332
2— —ã— z22 37322 58 2 — 3533325 —
552 32738s323 62 33328337*
. 827 — J 3
⸗22. 8* —n—555 ——**2 * — —— S3 222 — 2— 8 2
—— — —— —
5532235 8531 5535 z8838 5358 33833383
— 78383 ——— — 25 z3853802 2. 533238
2 A— — 57 24 2 —33 2 —XE—— —— 322
335* 5.32 222 883 — 5 — — 352333 23
2 383 ——
— ü
2* 8 28 *8 * 4 27 * 88
25* 53287 32 3557 2*2 5 5* — 27 28 —555 533 — 25 —8 *
r 7 1 * — 2 —2— — * —— 9 — — * * ⸗— —2 —
2 53 — * — 22** * — —
38* ————
—A — * 8 —— 5* — * 2 5*34 25 F
5528 — 25322 —533 —«72322 575327 343583 — —
82 33 — — A—— — — 22* 52523 20 2 5.
323327 35525357 — —— — 2333
— 2 222 *2 5— —2— —3 3235 8 8 —A— — —
52335375 234 — — ——— 255229* 2 53 —
— 5 — 53228 8 23* 753833328
2 55 5855 2222 7253353* —— —— ——
8 5 —5 J
—S 528288 3 —2— * 2*
— S * 251558 333532 833*8
3282 s53323555 —333
* 3533352
— —[—

—
255335
— 33555
— — ⸗
2 — D2
22 5333557
— 3355333
— 2 52290 — —2⸗4
— — — —3355335
55*35 52 35353558
25553 ẽ 53352 552353
J 5335 36385388
c2555 3 —
525 — 2 9 — 855 —2 28222 3 A
58 23327 5—5837 ——ã— * 38533 28
α 282 * * — F 5—5257 — 37 553 255 28
*8* —— —z8322 * E E —A
— 7 5237 553353
25556 5235 v 3573447 33 877
52 8 5332 2 F 8 28* * A — 58*8 8 —5. 52
7 * 22 * I386 —23 * 22 6828 5258338 —AA
5* 2 2528388 5* 2325335 33 88 —
32128 333333 ? 337 525
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5 2* 5338535* 8 332358 87 32* 23 ——— 28 s*385
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5 28 2555 —A A 323258 54877 2336363 8
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2 —3 æ “— * — A
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525238 ————— 7 5238 6 5855333 255*885
* 5 55 2 — —— * 55533235 — 2
28 255 22533535 *— 4 * 13363324 52232 —— 72
— 55* 22 278 2 —— 23 7 7 25 32 135 2
—— — * 28 5 2 äß 8 5 2 22675 ——
— 5357 2 232 25. 357355 2238 568 53 23 —
—A 33553358 22525 38* 78 *5 —322283
— 29 2328 58 22 732 3
33373238 733353525* 75 55* — — — 2 28
222 53253 2 38383235 22 21 — 337 *3* 23
525535 32 — 335 2238 — 2283 8 A S
— 7583555* 8 3338 * — 533235 —
3333335 3332535 3 — 23 25 5 *
x 2 —A— — 353372 2334285* 3535 28
255 22 355433 2 —E 5 2238
A 555333332 — 5 —— 53
55535325 33332 —R 56 5
47 7
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55* 5 255333 2
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2527 333 823538
22 5* — 58 — —
58 F 5533233 —X 15385
2 532 * —2 D —F *2 8 * 35355
53523 538 533 0 . —— —A 2*
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53 353353 s 5355 2553 *2 5 27
23238 h — 3 * 5z323538 252532 — 8 5
8 2 2 2* 55885 25 8 — 525 — 2 a
552 — 552 8 * 383 28 5355 7 23
—V —— — 2 8 — 222 * 2238* — 2355233
335 358 12* 3 2 — 2358 29 — 32 3 z53353*
250 2233538 ** A — 32 3355 55* 55 8* 2 53 5 5335
3 25 —— 533 3 2 52 52 528 — 332 A — 533838
„ — 2 2 * 535 —— —— J — —X 22 * —38
3 —22 33283537 23 52223 62 — 6 554825
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2722 3235 ux —232 — 323833 2
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23 2 32 535328 —A —A *
2538 — 5273328—83 7
3 3—38—37
5 — z I 535 — 2 2327 2
33—3 —3
* 552 3833— 35823. 335 53 *
9 2 —27 — 8 8
—583— 8333 ——35383*
23 —5533 558* 33 — 2 — *247
———— 5353535235385 A *
—2. 5 35—3532. — 25255 A
c7. 2200.,3 282 583 27337 3 57
223*582377575 2338332235 23 332 23383 —
—B— 53238875* —8 355235
3535538533834255 5* 2.8323
⸗ 2 2. 53 * 22 2 27
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— 585333373335325533782
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— 68352—352532 22*
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33 — 75 2.322 22 7*ä 33228553
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228 —5 33 75533353
58557— 2.2 27 7— 25.2.23 352.3 3 85 3
8553533 2— 25 223 53233
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38 335 55335—
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533 — —383883*
527— — — —3* 233 257323
225 25 525575325 32328— 2308.
*2378 2 2 5353 — 33327 573 3 32858
37— 2 2 —233553 3358 57 —A 523855
. 335 —3 3 358 3583
—2223 — 2 —A — — J 7 —A 28 — —
5352235* 252 362.* 825327 5222..
3935 522. 558 53 * 23332 8 r 82322*
58— * —[ 55832 27 7 — 2383 524
2332. 5 33 60 33 — 537 3* XA—
2*355 82757 55688 2353 — 285 2
—58 * 583* — — — — ——
A 525*5— 55555387* 235 S— 52 35—8
2——.555 833335553333—525 75 —
5 * —5
F 2 73 5 88* — —2253*

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        <pb n="517" />
        St. Ingber ler Anzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Hauptblatle verbundene Unlerhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchenilich viermal: Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 pfz. fur die viergeipaltene Zeile Blattichrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. prs Zeile berechnet.
M 15390. — Donnerstag, den 21. Sertenbe 1376.
Deutsches Reich. J

Munchen, 18. Sept. Der neuernannte Bischos von Speyer
vird seine Consecration wahrscheinlich erst im Frühjahr erhalten
hugen, da das nächste Consistorium im December statifindet.

Maunchen, 19. Sept. Der Kriegsminister Generallieutenant
Maillinger, der Oberstlieutenant und Abtheilungs⸗Chef im
kriegsmin sierium Freiherr v. Godin, der Majot Freiherr von
Steinling vom 1. Cuir.Reg. und der Premieurl'eutenant Manz,
Adlurant des Kriegsministers, find zur Beiwobnung der Parade
d Mandver des dritten preußischen Armeelorps in Berlin einge⸗
roffen.

Den in Berlin erscheinenden halboifizidsen·, Deutsch. Nocht.“
vird aus Paris geschrieben, datz dort in einflußreichen patlamen⸗
rijchen Kreisen die Adsicht bestehe, den Kammern einen Vorschlag
umlerbreiten, vach welchem die im Jahre 1880 ablaufenden Ge⸗
valten des Niarschalls Mac. Mahon auf 10. Jahre verlängert
verden sollen. Aus dem Wortlaut geht nicht ganz kllar hervor
b damit gemeint ist, daß der Präsident dis zum Jahre 1883
der 1890 bleiben solle. Letztere Auslegung hat die geringere
nere Wahrscheinlichkeit, denn die heutigen Verhälmisse in Frank⸗
eeich sind nicht derart, daß irgend eine Partei ernsilich an die Möglich-
it eines so langen Interimistikums denken könnte. (Südd. Pr.)

Gerůchtweise verlautet, daß Professor Reuleaux die Propaganda
nir eine in, etwa 5—6 Jahren in Berlin zu veranstaltende Welt⸗
ausstellung in die Hand genommen habe, weil er eine solche für
das geeignetste Mutel halte, um das schwer darniederliegende
stenommee unser;s Gewerbefleißes vor dem Auslande wieder auf⸗
urichten.

In der .Nat. Zig.“ stellt Reuleaux für die kommenden Monate
ine Reihe von Briefen in Aussicht, in der er die wirihschaftliche
dage von Deutschland ‚wie die des Auslandes einer eingehenden
Rebision unterziehen will. Die Lechnischen und Geschäftsmax men
ver Fabrikanten, die Stellung des Arbeiterstandes und der Einfluß
ver sozialdemokratischen Agitanon auf denselben. der Zwischenhandel
die die Eigenarten des deutschen Publitums sollen zur Besprechung
lommen. EGüdd. Pr.)

J Ausland.

Patis, 19. Sept. Nach der „Agence Habas“ ist das Ge⸗
rücht, die serbische Armee habe den Fürsten Milan zum Könige
nusgerufen, durchaus unbegründet. Das Wahre bei der Sache ist,
zaß Tschernajew und seine russischen Offlciere bei einem Festmahl
den eisten Trinkspruch Fuf Milan als den König von Serbien
usbrachten.

Brüussel, 19. Sept. Nach einer Pariser Depesche der In⸗
dependane.“ würde die Pforte hre urspründlichen Friedensvor-⸗
chläge auf folgende 4 Friedensbedingungen ermäßigen: Vertheilung
er von Serbien zu zahlenden Kriensentschädigung auf 10 Jahre;
2. Besetzung zweier —D türkische Truppen
zis zur vollständigen Zahlung der Kriegsentschädigung; 3. Aner⸗
ennung des Fürsten Milan ohne vorherige Investilur in Constan⸗
ninopel, und 4. Bildung eines neuen serb schen Ministeriums.

F'opdon, 18. Sept. Die „Times“ setzt die Besprechung
»er türkischen Friedensbedingungen fort und halt daran fest, daß
nesilben nicht annehmbar seien. Die Wiederbesetzung serbischer
Festungen sei rein unmöglich, weil dieselbe einge siandige Drohunq
für den europäschen Frieden sei. Die Times“ plaidirt für
Regelung der Friedensbedingungen durch eine Konferenz der euro⸗
däschen Mächte.

Bukarest, 18. Sept. Bei den begonnenen Herbst· Uebungen
verden alle Truppen Konzentrationen absichtlich tetmieden, um
einerlei Grund zu Besuͤrchtungen oder Argwohn zu geben.

Konstantinopel, 19. Sept. Vurch Erlaß des Sultans
vird behufs Erleichterung der Friedensverhandlungen die Einstel⸗
ung der Feindfeligleiten auf 10 Taqge, vom letzten Freitag ange—
sangen, verfügt.

BVermischtes. —
Zweibrücken, 19. Sept. In der gestern stattgehabten
Feneralversammlung der Leinenzwirnerei Zweibrücken entnahmen die
mßergewöhnlich zahlreich anwesenden Alknonäre aus dem sorgfältig
usgearbeiteten, die Geschäftsführung von der Entstehung der Fabrik
is heute umfassenden Geschaftsberichte des Direktors, daß, trotzdem
ie jetzigen ungünstigen Zeitverhältnisse besonders auf der Leinen⸗
wirnerei so drückend lasten, daß im letzten Betriebs⸗Jahre Nichts
erdient wurde, dennoch im Hinblick auf die jetzige sorgfältige, spar⸗
ame Fabrikation und die anerkanot gute Waare, die das Renommee
er Fabrik immer mehr hebt und den Kundenkreis erweitert, das
deschäft einer gedeihlichen, für die Aktionäre Nutzen bringenden
zntwicklung fähig sei; dieselben beschlossen denn auch mit großer
Najoritaͤt, dem Vorschlage des Verwaltungsrathes, ein Prioritäts«
Insehen aufzunehmen, beizustimmen. Hierdurch wird das Geschäft
n die Lage gesetzt, die noch nothwendigen Masqhinen anzuschaffen
und mit eigeren Mitteln zu arbeiten. (Zw. Ztg.)

pZweibrücken. Wie die „Z. Z.“ mittheilt, haben saͤmmt⸗
iche hiesige Wirthe zugesagt, ihre Räumlichteiten n'cht mehr zu
Vanderlagern, Wanderauctionen u. dal. herzugeben. Die von der
eulichen Versammlung hiesiger Kaufleute und Gewewerbtreibenden
zewählten Vertrauensmänner werden nun auch andere h'esige Ein⸗
hohner ersuchen, sich diesem Schr'tte der Wirthe anzuschließen.
Im Laufe per nächsien Woche soll hier auch eme Besprechung be⸗
ufs Einführung kürzerer Zahlungsfristen stattfinden.

Eschbach. Am 185, ds. wurden bei Heren Bildhauer
crist dahier rothe Trauben Garitenstoch) geherbstet; der Most wog
»Z Grad nach Oechsle. Möge die liebe Sonne, der man diesen
Sommer so oft ausgewichen, uns wieder erfreuen, daß auch heuer
er am Fuße der Madenburg wachsende Rothwein zu seiner Reife
zelange und wanches gedrückte Gemuͤth wieder erfreue.

pꝛ Neustadt, 19. Sept. Dem Brauereikesitzer Jakob Kiel⸗
dfer hierselbst wurde die Ehte zu Theil, von der Jury der lottz⸗
ingischen Industrie⸗ und Gewerbeausstellung in Meß sür seine
Hienere umd Lagerbiere mit einer Medaille nebst Diplom aus-
lezeichnel zu werden, und zwar obgleich Kielhöfer, weil es nur eine
zrovinzialausstellung, nicht selbst Aussteller war, sondern Th. Klein
in Meß als Lieferant die Ausstellung mit den Kielhöfer'schen Pro⸗
zucten beschickle. Eine weitere Medaille soll dort einer Brauerei in
Zaiserslautern zugesprochen worden sein. (Bärgerztg.)

Qarlstuhe, 17. Sept. Dieser Tage wurde in einem
ziesigen Gasthofe ein Individuum verhaftet, welches sich in Rußland
ersciedene Wechselfälschungen im Betrage von 13,000 Rubel hatte
u Schulden kommen lassen und von den dortigen Behörden steck⸗
rrieflich verfolgt worden war. Der Wech'elfälscher wird nächster
Tage an die russischen Gerichtsbehörden ausgeliefert werden.

Aus Köln wird folgender Fall unmenschlcher Th'er⸗
zuälerei mitgeiheilt, welcher sich in einer Wirtbhschaft am großen
Hriechenmarkt zugetragen hat. Einem Hunde wurde daselbst ein
guͤndel, mit Petroleum getränkten Papieres an den Schwanz ge⸗
unden und daan angezündet. Das Thier stürzte, von den Flam⸗
nen gefoltert aus dem Wirthzhause auf die Straße. Die Unthat
hurde dem betreffenden Polizei Kommissär und dem Vorstande des
Thbierschutz⸗ Vereins zur Anzeige gebracht. Hoffentlich wird die Be—
zrafung eine exemplarische sein.

4Paris, 11. Sepi. Votgestern wurde der Canton Patay
Loirei) von einem furchtbaren Wirbelwinde heimgesucht. Der
Fleden Tournisis ist zum Theil zerstört, die meisten Häuser sind
hrer Dachbedeckung und ihrer Dachsparren beraubt. In Coinces
ind 23 Häuser zerstört. Die Schule hat nur noch das Erdgeschoß
Hehalten; die Kirche ist abgedecktt; alle Häuser haben keine Dächer,
Aele Giebel sind eingestürzt, Mauern umgefallen. Von den 103
hebaäuden, die Coinces enthält, sind 81 beschadigt. Ein Todesfall
st zu verzeichnen. Auch in den benachbarten Ortichaiten hat der
Ditan großen Schaden angerichten.
        <pb n="518" />
        Immobiliarverkauf.

Durch den Unterzeichneten sind
etwa 12 Morgen gutes Acerland
sammt 48 Ruthen Wiese, ini
Banne von St. Ingbert gelegen,
unter günstigen Conditionen aus
freier Hand zu verkaufen.

Näheres bei J. Boos, Ge⸗
schaftsngent

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mit jeder beliebigen Firma be—
druckt, find billige zu haben in
der Druckerei von

. X. Demetz.
Austräger X
für den St. Ingberter Anzeiger
wollen sich melden.

Vorschuße Jerein St. Ingbert
Dio Mitglieder werden hiermit zu der am
samstag. 80. Sept. 1876, Abends “28 Uhrnn
im Ford. Oberhauser'schen Localo stattfindendop
General-Vere amIlung

dingeladen.

St. Ing bert.

Das Studienjahr 1876/77 beginnt Mittwoch, den 27.
September, an welchem Tage im Amtszimmer des Unterzeich—
neten die Inscription der Schüler borgenommen werden wird.
Als Normalalter zum Eintritt in die unterste (I.) Classe ist das
vollendete neunte Lebensjahr und als Bedingung zur Aufnahme
ein für die bierte Klasse der Volksschule genügendes Maß von
Kenntnissen in der Religion, im Deutschen und Rechnen sestgesetzt.

Der neu aufzunehmende Schüler hat bei der Anmeldung
seinen Geburts ˖ und Impfschein, sowie seine früheren Schul⸗ oder
Studienzeugnisse vorzulegen.

Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß Dürf—
tigkeit und dadurch bedingte Zahlungsunfäh gkeit vom Besuch der
Anstalt nicht abzuhalten braucht, da arme Schuler nicht nur An⸗
—X
durch unentgeltliche Stellung von Büchern und Schreibutenfilien
gerne unterstützt werden. — .4
Die Aufnahms- und Nachprüfumgen werden am 28. und 29.
Sebtember abgehalten.

St. Ingbert, den 5. August 1876. *

Der Kgl. Subrektor—
VBarnikel.

e Ordunnug:
Vorlago des Geschaftsherichtes pro J. Somesto—
1876 und
Bericht über den letzten Verbandstag.
St. Iugbert, den 16. Sept. 1876.
Der Vervaltungsrath des Vorschuss. Venoins St. Inuberi
EMhMrhATAt TOCIhIUM. Vorsitzender.

Wirthschafts-Er öffnung.
Unterzeichneter erlaubt sich h'emit, die An⸗
zeige zu machen, daß er bis nächsten Samstag
den 23. d. feine *5*
Wein⸗ und Bier-Wirthschaft
eroͤffnen wird.
Unter Zusicherung guter Getraͤnle ladet hoflichst ein
F VDeter Wech,
gegenüber der prot. Kirche.
— —7—77— —
Abonnements-Einladung.
Bei dem Herannahen des Quartalswechsels ladet die unterzeichnete Administralion zur Erneuerung des Abonnemenis auf die
und ——
Münchener Nachrichten
ein. — Die Süddeutsche Pesse ist jetzt auerlanniermaßen das erste Orgän von München und eine der angesehensten liberalen
Zeitungen von garz Bayern und Süddeutschland. —
Die glängend geschriebenen Leitartilel, we die originell und lebendig gehaltene politische Uebersicht bilden eine von keiner
Seite bestritiene Spezialität dieser Zeitung. — Die genauen Beziehungen der Süddeutschen Presse zu mehreren der hervor⸗
ragendsten libet alen Reichstags- und Landtags-Abgeordneten verleihen ihr in Zetten, wo Reichstag und Kammer versammelt sind,
ein noch erhöhteres politisches Partei⸗-Interesse. Ein besonderes Gewicht wird jetzt auf den bayerischen und den lokalen Theil
gelegt, und ist diese Abtheilung des Blattes die reichhaltigste unter allen südbayerischen Zeitungen, wodurch die Süddeutsche
Presse zu einem hervorragenden Organ für Beurtheilung bayerischer Verhältnisse gemacht wird.
Die Süddeutsche Presse, welche seit dem 10. Sepenber in den „Wünchener Nachrichten“ ein angesehenes und
verbreitetes liberales Organ mit sich vereinigt hat, bringt von diesem Tage an*) in ihrem unterhaltenden Theile den neuesten Roman
Die Sturwmfluth“

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Friedrich Spielhagen,
eine meisterhafte Darstellung der Berliner Gründerzettmit theils iypisch, iheils portraitähnlichen Figuren, eine überaus spannende
Fabel, und in dem gewohnten glänzenden Style des berühmten Verfassers; außerdem fein und fachlundig gehaltene Theater⸗
Kunst⸗ und Literaturberichte, und eine allgemein beliebte kleine Chronik.
Wie bisher, wird auch ferner ein besonderes Augenmerk auf die Hebung der handelspolitischen Abtheilung der Süd⸗
deutschen Prefse gerichtet bleiben, um die Zeitung auch in dieser Beziehung den größeren süddeutschen Blättern ebenbürtig zu gestallen.
Der sehrt reichhaltige Annoncentheil der Süddeuischen Presse bewe st die
Wirksamkeit ihrer Inserate *
in den politisch und sozialhochstehendsten wie kauffähigsten Schichten des Publikums.
Man abonnirt pro IV. Quartal zum Preise von nur
2 Mark 50 Pfennige
incl. Postprovision jederzeit bei allen Postanstalten und wird im eigenen Interesse der verebrlichen Abonnenten um recht frühzeitige
Abonnements-Anmeldung gebeten, um sich den vollständigen Empfang der Suddeutschen Prefse am 1. Oktober zu fichern.
Die Administration der Süddeutschen Presse.
„Dise S 2 n f ——— enee Einsendung der X den Anfang des Spielhagen'schen Romans:
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Redaktion Druck und Verläg von F. X. Demetz in St. Ingbert.
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33 33 2—538333333—33 ——8 3
— 3 * zx. *
222 32 2 — 2
— 3
3 T8. —F— * 7 * 3. 2, *
2532 3223272 3.2 523 8333263 *
2533322523 2233—522362535
A
Sr — 3 22 2 2—*22 *
— 38525232 — 502 2—7
*8 80 12253383 23 *2— 3252* *
2*78335— 323 32283383353* 3533225775265
233353—38335 —2525 S3 353353573.
*3.5 53.233 53 355 2 — 3
22 — —3 8733—33323 23253. 8*
—A 2832233528 533264
23538 533323 325. 8238 2*8 338
23083 323. 235523223 z335888
202528 33 —78523 3—3538383
*0552 5322 2 222323 383 33253
—3 — 532 33375
53552 3233 2 *2 22* 2 * 8*—33 2
33233 2*533 33—33328322353353
2. * 223 331
355 3—3838333353533383

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— — 32827 2622 8
823700 233* 523335888
—AV 335235 —5 333-2
5335538852838338 23238353633755
— 2 *
25 A 2*53335
22 53 7 2. 2 * 7 — — 32—,5*857 2 2 8
2 —3 23 38 —A 8 24
7 22. * 8 25.* 28 324 232.5 27 22 — —
2D2 * —— 523260 2 2 —
3257*53 *5 g
*
25 *3 53 7 ** 35 323 2 58 2 323 2
*S *587538238 52 33287 *55 835 8*8 52257238
— 7 ——A — — A— 22. * 3823 57 —A 3
2 —5533 * uü —A 25 25 —— ——
2588 S 13 533323 5233 532 253 2
—A 352537 3335 223S* —A —
78 233553333 333 333353535 *3358355
5753235355 J
7 533833333533 —— 2553322 233
23328 553553234
—J —— 322 2.* 3853325338 3553 72 28
21* 3. —222 33372538 32— —A
2 — 3 222 3 D 2222 2335 22233
* 72 2* 8 g&amp;⸗- 2 228. 2— 8 3
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* * 55338 52 5*. . *575 2 * 28
5.2 28 — — 2 2 — 2 — —* 2
s 883
3*25 285 53 — 5825 25535258 —
27.6 3 53333—5 7—233 5 ẽ 535335753 *333
*. — 523535 2 2 2. 523 2 57532
5535855 3782* 2* 52383325 6Bẽ 25 832
238552 5s833—2 3 —A 228832
—— 32 5. 2 e3 — 2* A
— 5332 5223232 —* 353333628
8 — — *3 3 EVV —— 25 353 357353
X 333383333528 325733 75333833
* —3* 258533 ——A
2 23553 5 5383
58 »32338355
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        Slt. Ingberler Anzeiger.
2

der St. Ingberter Anzeiger und das (mal wöchentläch) mit dem Hauptblaite verbundene Unterhalkungeblalt, (Sonnlags snit iilustrirter Vei⸗

lage), erscheint wöchentlich Siermakz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abbnne meuntspreis vetraͤgl —D

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aiswärts mit 15 Pfi. fut die vletgespaltene Feile Blattschrifk oder deren Kaum. Necrla neu
mit 30 Pfg. vpro Zeile berechnet.

— —sf*

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Mę 151. B J —E den 23. September J J — 1876.
J
AäA5é“sL,5— — — — — —

Einladung zum Abonnement
mif das mit dem J. Ock. deginaeade A. Quartal des „St.
JaAgberter Anzeiger-mit illustrertem Sonntagsblott.““ Die
hestellung wolle umgesünat bei den betreffenden Postaustalten oder
Postboten genacht werden.

Unsere geehrten Abonnenten, welche das Blakt durch unsete
Träger erhalten, beklommen dasfelbe wie bisher fortgeliefert, wenü
nicht vor Gu de diese 8. Monats abbestellt wird. —

Preis und Erscheinen des Blattes dleiben unberändert·

Zu zahlreichem Abonnement ladet höflichst ein

Die Expedition.
A⸗

haben, ohne Zweifel dem Schattzzölls Der Schuhzoll hat in Nord⸗
Amerita Induftrieca hervorgerufenge großgezogendund zu hoher Vol⸗
lendung gebtacht, die frühet gar nicht betrieben wurden, und wirkt!
auch heute noch so forke BMand wird sich cdarüber in Deutschland,
nicht wundern dürien, denn dem Schutzzolb haben auch wir seinerzeit
zuganz demsaben Zweche mit dem größten Erfolge benutzt.

Im preußlichen Handels ⸗ Ministenum ist man uitt sehr umfassen⸗
den Vorgrbeiten beschäftigtz: welche sichd aufcklbanderring der Gewerber
orpnunge und namentlich nuf die Eiasetzung' gewerdlicher Scheds⸗
zerichte und auf die Verfolgungn des: Conttaktbtuches beglehen:
Febemfalls werden beids Angelegenhe ken nicht wieder inEinem Geée
etze veteinigt an den Bundesraih und Reichstag gelangen; söndern
—X—
welcher man die in den Commisfionsverhaudlungen des Reichstages
jervorgetretenen Ansichten und die über die Verhandlungen erstatteten
Berichte an vollem Umfang benutzen wirbl Die preußßische Regierung
viad die bezüglichen Anträge am, den Bundesrath richten, jedoche
vixd dies schwerlich vor Anfang des nächstenJahtes geschetzer, jeb
Henfalls wird beabsichtigt. de Angelegenheitein det ersten Sessior
eh neuen Letzislaturperiode an den Reichetuhezu bringen, osgleich
as fraglich bleipt, Ddaß sie ir derfelben auchschon ozum Abschluß ge⸗n
angen: kann zumal don vereinzelten Bundesregliesungen eine weitere
—

Die Betheil'gung: Deutschlands an der Parisets Welt⸗Ausstellüng
ron 1878 wird demnächst auch den Bundesrath beschäftigen. Die
Stiuemen über: Subvention: aus Neichemitteln sind seht getheilt:.
Man will von einigen Se ten“ die Reichsslasse in weit größeren
Lmfange in Anspruch genammen wifssen, als dies für die Aus—
sellungen in Wien und Phdiladelphia der? Fallwar. Die un—⸗
zünftigen Etfolge oer deutschen Judustrie auf beiden Ausstellungen
verden viel den halben Maßregiln dveigemessen,“ welche das Reich
rür, Untetstützung der Industrie ergriffen hatte

Mannheim. Die Rhe—u. N. Z.! enthält folgendes
cFingtsandt: „Aus Darwstadt verldutet: Die hiesigen Metzger
verden sich näuste- Woche m Gasthaus „Prinz Karl“ beyufs
Jündung einer „Jannung“ versammeln. In dieset Versammlung
'oll auch über die Gründangeines Verbandes mit den Metzgern
det benachbarisen Städte, Frankfurt, Mainz, Mannheim verhandelt
verden. — Das ist also die regelrechte Coalition, die Ausbeutung
ines Monopols zum Nachtzeil des Volkes. Da muß de Staats-
»ehörde einschreiten, der Einzelne kann das nicht. Man hat, die
Potigeitaxt abgeschafft/ aus einem mißverstandenen Begriffe bon
Freiheit; wir wünschen die Polizeitaxe zurück, damit endlich deser
chändlichen Monopol sirung der nothwendigen Lebensmittel ein Eude
esetzt wird.“ (Auch ein Ziichen der Zeit! Die Polizeitaxe hat,
vie Jedes Ding, ihre zwei Sciten. So viel ist aber gewiß, daß
nan die Regelung der Preise der freien Concucrenz nur da über—⸗
assen kaun, wo wirklich Concurtenz besteht, nicht aber da, wo die
rominelle Concurrtenz durch Verabredung in em Monopol umge—
oandelt wird. Freiheid ist saön, aber Mißbrauch der Freiheit,
dafür bedanken wir uns. Und' ledder spiren wir den schon seit
Jahren in sehr empfindlicher Weise.) (Pf. K.)

Stuttgart, 19. Sept. Dem Kaiser Wilhelin, der über—
norgen Nachmittag hier eintrifft, wird Abends ein großartiger
Facelzug gebracht werden, an dem sih die städtischen Kollegien, die
Schützengilde, die Turner, die Fellerwehr, der Kriegerderein, der
Indalidenverein. die Sängervereine, der Handelsverein, der Reuttlub
und der Sportklube betheiligen. Angenieldet sind übet 1000 Fackel-
sager, über 600 Flambeauxträger, über 1200 Träget von farbigen
Papierlaternen, dann etwa 200 Blasslaternen: und Glaskugein—
Teager.

1

— —
Deutsches Reich

Muncher, 18. Sept. Hert Teonhatd Enßler, jeßt Bisthof
‚on Speier, ist uach der „Allg, Ztg.“ den 13. April 1817 zu
Schonenbach in Schwaben geboren, hat am Gymnasium und Lyseum
u Augsburg studirt und seine theologijchen Studien mit Auszeich⸗
rung zu Villingen bollendet, wo ẽu am 27. Mai 1841 zum
Ariester geweiht wurd. Nach dreijähriget Wirksamkeitin der Siel ˖
orge als Benefiziat zu Starnberg wurde er Hoflaplan im herzog⸗
ichen Hause und 1847 Pfarrer in Feldafing. Von da im Jaure
1859 als Kanonikus in das Hof⸗ und Kollegiat-Stift zu Si.
dajetan bernsen, wurde er erst zum Prodekan u d am 386. Iqruar
1874 zum Dekan dieses Stifts ernannt Et genießt das Verttauen
des herzoglichen Hauses, in welchem er vieljährigen Religonsunter⸗
icht ertheille, und die befondere Gunst seines Königs. Vom Pali⸗
ischen Leben sich ferne haltend, widmete er sich der Administration
zer ihm ur terstehenden Kirchen und mit Vorliehe auch der ihm als
Zustos anvertrauten reichen Kapelle in der ek. Restdenz mit ihren
eltenen Kunstschätzen, bei deren Herausgabe in e nem viel bewun⸗
derten chromolithegraphischen Prachtwerk er sich allseitiger Anerkennung
zu erfreuen hatte. Die „Allg. Zig.“ rühmt ihm nach: „Ein Mann
von strengstet Loyalität und erprobter Charatteistärke mit administra-
ivem Talent und nie ermüdendem Fleiß ausgestattet, dietet Hofstifts⸗
detan-Euzlet Bürgschaft, daß seine Verufung auf den böfchöfl hen
Ztahl vou Speier dieser Didsese sowohl als dem gauzen Laude zum
Wohle gereichen werde.“

Berhin, 19. Sept. Die provisorische Verlängerung der
Fisenrzölle soll nun doch der Gegenstand eines Gesetzentwurfs werden,
o wird heute offiziös cemeldet, nachdem man gestern nicht minder
ffizißs versthert hatte, de Regierung halte an hrein frühecen' Staud⸗
vunkte in dieser Frage fest and werde fich durch die schutzzöllnerische
Agitation nicht beirren lossen. Freilich setzte man ausdrücklich hin⸗
u, daß der preuß sche Finanzminister sich in diesem Stune ausge⸗
prochen habe;, daß das auch die Ansicht des dentschen Reichskanzlers
ei, wurde freilich nicht behauptet. — Ettie andere Arbeit dagegen,;
)er Entwurf eines Paltentgesetzes scheint noch nicht so hald an den
Bundesrath gelangen zu solleu, wie allzemein erwartet und zuetst
nuch verheißen würde. Neuerdings wenig'sens wird offizds be—
nerft, dah die endgiltige Forwulicung- des Eatwurfs zu umfass de
Vorarbeuen rörhig mache, als daß das Gejetz noch techtzeitig für
ie Herbstjefsion des Rerchstags fertig gestellb werden könnte. —
Zestern ist hierseldst die Kommission zur Vorhetathung eines bürger⸗
ichen Gesetzduches sür das deutsche Reich zusammengetrelen. Die
us elf der he. vorragendsten Juristen Deutschlands bestehende Kom⸗
nission hatte zuletzt im Ottober v. J. gelagt. Ihre dies ährige
Session ist auj die Dauet von dier Wochen berechnet.- Voraus
ichtiich wird zu der eigentlichen Nedaktion erst gescheitten werden
onnen, nochdenn die Kommission im nachsten Jahre nochcinmal
usammen getreten sein wird.

Professor Reunleaux bricht einen Lanze, füt den Schutzzoll.
Er bemerkt in seinem lezten Berichte in. Bezug auf de nordameri-
Anische Industrie: Wean d'eselbe sich in den letzten Jahrzehuten auf
ine zum Theil bewundernswerihe Höhe emporgrarbeitet hat, so
Tdankt sie das neben der Tüchtigkeit, der in ihr wirkmden uil⸗
Jenten Kräfte, an welchen wir Deutsche einen beträchtächrn Antheil

Aussland.
Landon, 20.Sept. Die Gesammtzahl der ermordeften
Khriken wird in dem erwähnten Berichte des Boischafissekretärs
Bating auf 12000 geschätzt, während nur 200 Türken getödtet
seien; die Gesammtzahl der nmiedergebrannsen Dörfet beirage 58.
        <pb n="522" />
        Am Schluß des Berichtes heißt es: Die Art und Weise der Unter⸗
drückung des Aufstandes war höchst unmenschlich, für jeden Schuldigen
itten fünzig Unschuldige.
Paris, 18. Sept. Die neuen Forts von Paris sind jetzl
alle fertig und bewaffnet, fast alle haben auch bereits Garnisonen.

Diese Forts haben, ohne Ausnahme Hinterlader erhalten, welche
nach dem neuen, für das Belagerungsgeschütz angenommenen Sustem
angefertigt wurden. Die neuen Festungswerle, welche man im
Osten Frankreichs gebaut, sind ebenfalls sämmtlich feriig, so daß
man das, was man hier die „Herstellung der neuen Grenze“ aennt,
als eine vollendete Thatsache beirachten kann. J

Ragußa, 20. Sept. Privatberichte flellen d'e Niederlage,
welche Derwisch Pascha vor kurzem dei Ppert erlitten hat, als sehr
bedeutend dat. Als derselbe mit 7000 Mann die Morawa über.
schritt, stieß er auf 3000 Montenegriner. Da seine Truppen zurück⸗
wichen, ließ Derwisch Pasche auf die Flüchtlinge die Geschütze
cichten, wodurch die Verwirrung in den eigenen Reihen dermeht
wurde. Der Verlust der Truppen Derwisch's wird auf 1500 Mann
zeschätzt, von denen der größere Theil in den Wellen der Morawa
umgekommen ist.

Semlin, 20. Sept. Trotzoem Tschernajeff und Abdul
serim Pascha eine gegenseitige Waffenruhe bis zum 24. ds. M.
augezeigt hatten, griffen die Türlen doch vorgestern die serbischen
Vorposten bei Trnjan an. Es kam zu einem mehrstündigen Kampf,
welcher mit dem Rückzug der Türken endete. Gi. 3)

Tarkei. Wie der „Nat. z.“ aus London gemelden wird,
hat auch Lord Derby die kürtischen Friedensbedindungen im Verkehr
mit dem dortigen diplomatischen Corps als „unzulässig“ (inaä-
missible) bezeichnet. —

Piladelphia hat das zweifelhafte Glück, gerade zur Zeit
seiner Ausstellung zwei stark ausgeprägte nationale Eigenthümlich⸗
reiten zur Anschauung gebracht zu haben, welche in ihrer Zusammen⸗
stellung einen recht settsamen Eindruck machen, Daß dee Ausstellung
am Sonntag trotz der verzweifeltsten Anstrengung der: Deutschen
und vieler amerikanischer Freunde derjelben geschlossen blieb, um
der guten Sinme Vorschub zu leisten, ist bekanni. Nun ader wird
uns eine Illustration zu dem geliefert, was man in Philadelphiag

unter guter Sitte versteht. Die Polizei konnte, oder wenn man
in Betracht zieht, daß sich sehr viele einflußre che Persoönlichkeiten
dafür interessirten, woute wohrscheinlich einen der drutalsten Preis⸗
Ringkämpfe nicht verhindern, von denen man selbst in Amerika
jeit langer Zeit gehört. Etliche tausend Menschen wohnten wettend
nd begeistert der bestialischen Schaustellung dei, wie sich zwei Männer,
Koster und Wheeler, im Faustkampfe dearb iteten. Sechsundsiebenzig
„Runden“ wurden geliefert. Unter „Runde“ versteht man die Zeit,
ais einer der Kämpfer zur Erde stürzt. Dann wird er von seinen
Assistenten in eine Ecke geschleppt und durch Reiden mit Vraum—
wein und anderen Malteln in den Stand gefetzt von Neuem loszu⸗
schlagen. Es giebt einen ganzen langen Coder fur diesen Sport.
Am Ende der 16. Runde, nach. Verlauf von dreistündigem Kampfe,
olieb Koster von einem letzten Hieb seines halbtodten Geguers ge—
troffen, todt auf dem Platze liegen. Seine Lei he lud man in ein
tleines Boot und warf sie dann an entlegenen Stelle aus Ufer, um
die Polizer irre, zu führen. Die Zuschauer aber gingen vergnügt
nach Hause, sie hatten mehr Vergnügen gehabt, als sie ewarten
durften — nicht jeder Faustkampf endet eben tödilich. — Doch,
vie vesagt, die Ehre ist gerettet, die Ausstellung ist der guten Sine
wegen am Sonntag nicht geöffnet worden.
Aermischtes.
fFZweibrücken, 17. Sept. Nach erfolgtein Abschlusse der
Anmeldungen zu den Rennen Nr. II, V, VII und VIII ju Zwei⸗
brücken am 1. Oktober d. Is. bdesteht das Erçebniß derselben in
Folgendem:
Erdffrungsrennen, Preis 600 Mart.
Lt. v. Wrochem's Fleur de France, alt
Lt. Tepper:Laski's Carlolla, 6jähr.
Desselben Le Beau, 6jähr.
Rtim. v. Tresckow's Goldstaub, a.
bt. Zickwols's Aussicht, a.
Rtim. Moßner's Tempelherr, Hjähr.
Desselben Mästrilla, 4jähr.
Lt. Blesinger's Selma, öjahr.
Affiziers-Hürdenrennen.
dt. b. Wrochem's Fleur de Prance, a.
v. Tepper,Laski's Carlotta, bjähr.
Desselben Le Beau 6jähr.
Lt. b. Ruville's Jig, a. J
Ritm. v. Tresckow's Goldstaub, a.
Lt. Zickwols's Manolo, o.
Rttm. Moßner's Tempelherr, 4jähr.
Desselben Mästrilla, Ajdhr.
Lt. Grasheh's Neumarket, Giähr.
At. Hoffmann's Spitzeder, 5jähr.

Subfscriptions-⸗Jagdrennen.
Li. v. Wrochem's Fleur de Pranes, a. J
Li. v. Tepher-Laske's Carlotta, 6jähr.
Lt. Zcwoif's Ausficht a.
Ritm. Moßner's Tempelherr.
Desselben Mästrisla, 4jähr:“ —
eiten. Jagdrennen für Pferde aller Länder
Lt. v. Wrochem's Ethellana u n.
v. Tepper-Laski's Lo Beau, Gjährh.
Rttm. v. Tresckow's Goldstaub a.*
Lt. Zickwols's Oletzko, a.
Desselben Manolo, a. —F
Prinz Hatzfel's Monaco, a.
Desselben George, Gjähr. . 7755,
Retm. v. Tiele's Enhalt, djähr.
Li. Grashey's Neumartet, Gjähr.
Lt. Seitz's Sietta, a.
Li. Hoffsmann's Spißeder, sjähr: 1J
Desselben Doktor Eisenbart, 5..
Das vorstehende Verzeichniß bedarf keines Kommentars das⸗
elbe beweist, daß sich Zweibrücken here ts eines hochgenchteten
Namens in der Sporiswell rühmen darf. Eine solche Reuusiste
berechtigt zu Erwartun en, die jedem Freund des ritterlichen Sport
die Brust schwellen müssen. Wenn Sporisleute, wie sie hier ange⸗
meldet sind, unsere Rennen durch ihre Betheiligung beehren, so ist
damit Zweibrücken ohne Weiteres in die knappe Unzahlder be—
deutenderen deutschen Renuplätze eingereiht. In dieset Thatsache
iegt sowohl eine wohlihuende Anerlennung der seitherigen Renn⸗
hätigkeits Zweibrückens, als auch ein Sporn für di— Zutunft.
Bon hier wird ein Theil der ob'gen Sportsmen sich nach Baden⸗
Zaden vegeben, um bei den dortigen großen Reunen es mit andern
Zportsgidtßen aufzunehmen. Zweibrückeu Badn-Badent! Wenn
nan es nach 4 Jahren zu dieser Nebeneinand rstelling gebracht dan,
»ann darf man sich wirklich gratuliren. 7
FJufolge höchster Ministetiole Eutschliezung haben die Post⸗
anstalten von jetzt ab folgende Banknoten in Zahlungen am Schalter
anunebmen: —W
1. Die Reichskassenscheine zu 30, 20 und 5 Mark,.
2. die Noten der baher. Notenbank zu 100 8ß.
— Reichsbank zu 1000, 500 und 100 M.,
breuß. Bank. zu zu 1000, 500 un 100 M.,
Banknoten der Koͤlnischen Privaibant, —
Danziger Privat-Akrienbank, —P
ProvinzialAktiendaak des Großherzog⸗
hums Posen,
Conmerzbank in Lübeck,
Bremer Bank,
Frantfurtet Bank,
Sächsischen Bank zu Dresden.
Württembetg'schen Notenbant.
Badischen Bank,
Bank für Süddeutschland in Darmstadt.
Städtischen Bank in Breslau,
3. XX
F „Hannoverischen Bant,

128. „Chemnitzer Bank,

19.. des Le pziger Kassenvereins.

Die auf große Veträge — 100 Wiart und darüber — leuten⸗
den Bauknoten werden jedoch nur bei solchen Zahlungen angenommen,
deren Betrag dem Nennwerth der als Zablung augebotenen Bam—
udten ungefähr gleichkommt.

f.Rodalben, 18. Sept. Gestern Abend um 7 Uhr enl⸗
seibte sich dahier der 86 Jahre alte Nagelschmied Adam Krammer,
indem er sich den Hals durchschnitt. Das Motiv zu dieser unglüc⸗
jeligen That ist in der seit einiger Zeit eingetretentn Geistesstörung
des Selbstmörders zu suchen. (P. A.)

F Neustadt. Die Direction der pfaͤlz. Eisenbahnen hat
den Theilnehmern an der nächsten Sonntag hier sattfindenden
Protestanten-Versammlung freie Rückfahrt für die Strecken der
pfälz. Eisenbahnen in der Art bewilligt, daß ein einfaches Bille!
jur Rückfahrt berechtigt, wenn es von dem prot. Vereine abge⸗
stempelt ist. Diese Abstempelung erfolgt bei Ankunft in Neustadt
in der Vorhalle des großen Saales im Saalbaue. Ebendaselbst
wollen auch die zum gemeinschaftlichen Mittagsmahl berechtigenden
Karten frühzeitig gelöst werden. (R. 3.)

Die Windsberger Bursche haben unlangst gelegenllich der
dortigen Kirchweihe mi Erfolg gestreiti. Die Wirthe verlangten
für den Schoppen Tanzwein 835 Pfg., während die Bursche nur
30 Pfg. zablen wollten. Als nun die Wirthe nicht nachgaben,
verließen die jungen Leute wie auf Kommando die Säle, wo es be⸗
reits an's Tanzen gehen sollte, und entfernlen sich, um ihr „Ker⸗
wegeld“ in Gersbach los zu werden. Das sagte jedoch den Wirthen
durchaus nicht zu; sie sandten den Streikenden einen Boten nach
        <pb n="523" />
        mit der Meldung, daß der Wein nur 80 Pfg. koste. Hierauf Rück⸗
marsch und vergnüote Aufnahme der Kirchweiharbeit
F Für das vom 24. bis 27. September bei Weißenburg im
—E— Mansöver, welches Kaiser Wihelm
elbst inspiziren wird, ist folgendes otfiz elle Progranm aufgestellt:
Am Sonnutag, den 24. Sepf., Nachmittags 314 Uhr, Ankuust des
raisers in We ßenburg; Empfang auf dem Butznhofe; Logis im
reis-Direktions Gebäude; kleines Diner beim Kaiser; Abends Musit
ind großer Zapfenstreich, am Montog 25. Septet Abfahrt Tkorgens
jalb 9 Uhr nach Geitershof; daselbst Kadalerie Dibisions: Uebungen
inter Genetalmajor v. Witzendorf; Rüdkehr nach Weißenburg
3 Uhr; Ojfizier- Steeplechase und 2 Rennen elsäsischer Landleute;
ODiner beim Kaiser um 6 Uhr; am Dienstag den 26., Sepi.: Ab⸗
ahrt von Weißenbarg Morgeas halb 9 Uhr; Ankunft in Schlei⸗
hal Morgens 9 Uhr; dort Kabalerie-Exkerzitien; Rückkehr nach
Weißenburg 2 Uhr; Fahrt zur Besichtigung des Gefechtsieldes bei
Weibenburg; Diner um 6 Uhr mit den Spetzen der Bebbrden;
am Mittwoch den 27. Sept.: Abfahrt rach Sul, unterm Walde;
Ankunft daselbst 7 Uhr 20 Min.: von Sulz zu Wagen über Woͤrth
noch Elsaßhausen und Fröschweiler 12 Uhr 85 Min., . Dejeuner
veim Kaiser um 1 Ubr; Abreise von Weißenburg 2 Uhr Nach nit-
ags über Karlsruhe.
F Mögeldorf bdei Nürnberg, 18. Sept. Unser social
demotratischer Agitator Johann Hofmann, früher ein fleißiger und
uchtiger Arbeiter in der Cramer? Llett'schen Maschinenfabrit, durch
ocialdemokratische Irrlehren seinem ihn gut nährenden Berufe un—
reu geworden und diesen für die Colportage des „Socialdemo⸗
ratischen Wochenblattes“ veriauschend, der Einberufer aller sogenannten
Boltsdersammlungen? in Nürnberg, hat sich gestern in seiner
Wohnung erhängt. Die Ursache seines Seubstmordes wird folgender⸗
naßen angegeben. Hofmanu zatte sich von einem Gaftwirth in
Mögeldorf 20 M. geborgt. Als dieser das Geld bet dem Social—
ematraten· Führer Grillenberger in Rürnberg abforderte, gab dieser
die Antwort, Hofmann sei der socialdemokratischen Cassa selbst an
300 M. schuldig, sandte aber sogleich den Schneider (vulgo Redac⸗
eur) Baumann zum Cassasturz rach Mögeldorf, wo er gerade zur
echten Zeit eintxaf um einen — leeren Raum vorzufinden. Nach
der Abreise Biumanns erhängte sich der Unglückliche, welcher ein⸗
Wittwe und fünf Kinder hinterläßt. F
F Ju Trossingen (Württemberg) war man am 12. d6.
rifrigst mit der Grummet-Ernie beschäftigt, als Schree fiel, so daß
ich die liebe Jugend mit Schueeballenwerfen vergnügen konnte.“
t.Mainz, 13. Sept. Die Polizei entwekcelte gestern Abend
zroße Euergie gegen die Cri⸗Cri. Zahlreiche Passanten der Ludwigs⸗
ttaße wurden angehalten und bei ihnen auf das Ding gefahnder.
F Mainz, 17. Sept. Ver Velocipede traf gestern Nach nit⸗
ag ein Ma. E. Grah? aus England ein, welcher über Orend,
Bressel und Lüttichh am 14. Sept. in Köln, von da nach Gißgstün—
iger Fahrt auf der 1290 deuische Meilen langen Strecke au 15.
n Coblenz eingetroffen war. Diese Stadt verließ er gestern Vor—
nistag 11 Uhr und traf nach einem anderthalbstündigen Außfent—
jalte in Bingen kurz nach 4 Uhr hier ein, hat also die gegen 10
Meilen missende Strecke der Stcaße von Coblenz hierher in 4
nappen Stunden zurückelegt. Er hat heute seine Reise nach der
Schweiz und seinem vorläufigen Ziel, Mailand, fortgesetzh.
1Die Elterf. Ztg. hebt unterm 15. Sept. her vor, daß der
Elberfelder Bürger Rentner Gerhard Blank an diesem Tage sein
00. Lebensjahr vollendete.
feKöln, 19. Sept. Vergangene Nacht zwischen 1 und 2
Uhr ist das Cariol, welches die Pofstsachen vom letzten Elberfelder
Zuge nach Koln bringen sollte, auf dem Wege dom Bergisch⸗Mar⸗
aischen Bahnhofe durch Deutz über die feste Brüse bis zum hiesigen
Teatral: Persouenbahnhofe gewaltsazu erbrochen und aus demfelten
in Fahrpostbeutel mit einer erheblichen Geldsumme geraubt worden.
die Ergreifung des Diebes und die Wiedererlangung des
Beldes hat die kaiserliche Obeipostdirection eine Belohnung von
200 M. gesetzi. (K. 3.)
fe Die Agitation gegen d'ie Fälschung von Lebensmitteln
ummt nach der „D. R. K.“ immer größeren Umfang an, Neuer—
dings hat der landwirthschaftliche Verein für Rheinpreußen den
)eutschen Laadwirthschaftsrath erfucht, derselbe möge beantragen,
aß möͤnlichst bald ein Geseß erlassen werde, nach welchem Jeder,
er Rahrungs- oder Genußmitlel, denen fremdartige Stoffe bei—
emengt sind, wissentlich als reine Waare vertauft, mit hoher Geld⸗
trafe und im Wiederholugsfall mit Gefangniß destraft wird. J
fHamburg, Eine höchst interessante Persönlichleit, ein
)amburger Schiffszimmermann, welcher länger als 4 Jahre von
inem Indianerstamm im Innern von Süd-Amerika gefangen ge⸗
nalten worden und mit demse!ben die ungeheueren Urwälder am
beren Uruguah zc. durchzogen, ist dieser Tage mit dem Dampfer
tacnak“ hierher zurückgekehrt. Der Zimmermann wurde, als er
aweien seiner Kameraden am obeten Uruguah ans Land gestiegen
*Wum Cedernholz zu fällen, von dem etwa 270 streitbare Män—⸗

ier zählenden Stamm umzingeli, feine beiden Kameraden, sich zur
Behre setend, wurden ermordet, er selbst gefangen genommen und
war am Leben gelafsen, jedoch forian von den Weibern des Stam⸗
nes unter strengster Aufsicht gehalten, bis es ihm endlich nach
eichlich 4 Jahren doch gelang zu entkommen, und Montevideo zu
reichen. Die Nahrung des Stammes, also auch die seinige während
einer Gefangenschaft bestehend aus wilden Thieren, Schlagen,
zidechsen, Ratten, kurz „Allem was da fleucht und kreucht“, die
dleidung aus den Fellen der erleglen Thiere. Sonderbarer Weise
»fand sich bei dem Stamme, und zwar bereits seit 15 Jahren,
ine we ße Frau, eine Kölnerin, welche, dem Studium der Natur
ebend, in gutem Einernehmen mit den Wilden umherrog.
tt Der Religionslehrer Napoteon's DI. Vor
venigen Tagen starb in dem badischen Siädichen Alt-Breisach in
einem 80. Lebensjahre der erzb. Dekan Lender, kin liebenswuͤrdiger
Zeistlicher aus der Wessenbergischen Schule, der auch unter dem
ath. Klerus diesseits des Rheins zahlreiche Freunde hatte. Der
Jerstorbene war s. Z. Professor am Lyzeum zu Konstanz und als
ollher längere Zeit der Religions⸗ und Geschichtslehrer Napoleons
II., der damals mit seinec Nutter auf Schloß Arenenberg weilte.
Der junge Schüler holte seinen Lehrer' ets seibst zu den Lektionen
b, urd war nach dem Zeugniß des letzteren sehr fleißig, haupt⸗
ächlich im Studium der Geschichte. Später, nachdem Rapoleon
Zräsident geworden war, besuchte er aus Anlaß der Einweihung
er Skraßburger Essenbahn diese Stadt, wo er, durch die Straße
uhrend, fe nen ehemaligen Lehrer unter der Vollksmenge erblickte,
fort erkaunte und, wie Dankdarkeit einer der schönsten Charakter-
ige des vielgeschmähten Mannes war, denselben aurief und ihn
ur Tafel in der Präfeltur nöthigte. Lender schwärmite trotzzdem
urchaus nicht für Napoleon, wie es ja überhaupt bekannt ist, daß
ieser von allen edlen Freunden seiner Jugendjahre verlafsen wurde,
veil er deren Hoffuungen, welche sie seiner persönlichen Liebens—
vürdigkeit wegen auf ihn setzien, durch seine spätere Thaten täuschte.
7 Berlin, 18. Sept. Seit einiger Zeit sind falsche Ein⸗
balerstücke preußischen Gepräges mit der Jahreszahl 1867 in Um⸗
auf, die aus Zinn⸗ und Bleicomposition bestehen und an ihrer
chlechten Prägung und namentlich an dem abgefeslten Rande erkenn⸗
ar sind. Das Pablikum möge sich daher vor Nachtheil wahren
und etwa vorkommende derartige Falschstücke anhalten.
cundwirthschaftliches.
Aus Bexrlin wird officiss mitgetheilt, daß in Folçe der gegen⸗
värtigen Geichüftslosigkeit auf industriellem Gebiete ein massenhaftes
Zurückströmen der Arheiterbevölkerung auf das Land stattgefunden
jat; so daß der frühere Arbeitermangel vollständig aufgehoben,
heilweise sogar in das Gegentheil umgeschlagen und der Arbeits—
sohn bedeutend zurücktegangen ist. Diese ohne Zweifel auf zu⸗
Herlassigen Quellen beruhende Mitiheilung kommt gerade zur rechten
Zeit, um einigen Haupischlagwörtern der agrarischen Agitatoren die
kraft zu nehmen. Besonderes Gewicht aber ist auf folgendes in
ener officiõ en Notiz enthaltene Geständniß zu legen: „Es hat fich
Jierbei herausgestelli, daß die Arbeiter und das Gesinde bei weitem
—V
»ruch bedeutend abgerommen hat.“ Wo bleibt da die agrarische
deutschcouserpbatibe Behauptung, daß die liberale Gesetzgebung an
»er Zerrüttung der ländlichen Arbeitervechältnisse an der „allgemeinen
Entfittlichung“ und wer weiß was sonst noch schuld sei Man
vird sich nun wohl überz ugen müssen, daß die in Rede stehenden
Borgänge im Volkeleben auf Verhältnissen beruhen, welche mäch—⸗
tiger sind als alle Gesetzgebung und auf deren Regelung die letztere
tets nur einen bescheidenen, mehr formalen Einfluß aus, uüben im
Stande sein wird.
Dienstesnachrichten.

Ernannt sind: Caplaun Jacob Hein von Dackenheim nach
Steirfeld; Caplan Friedr. Kompter von Dackenheim nach Mittel⸗
bxbach; Caplan K. Deppisch von Offenbach nach Forst; Caplan
Jos. Kuhn von Kirchheimbolandin nach Offenbach; Caplan K. Th.
Adam von Neustadt nach Kirchheimbolanden; Caplan K. Lederer
von Herxheim nach Cusel; Caplan Fr. F. Baum von Maikammer
nach Herxheim; Caplan O. Croenlein von Ludwigshafen nach Blies
kastel; Caplan Leop. Wolf von Dürkheim nach Ludwigshafen; Cap⸗
lan Nic. Jefrie von Trulben nach Kirrweiler; Caplan Conr. Em⸗
nett von Schifferstadt nach Winnweiler; Captan Jac. Buorthard
von Winnweiler nach Schifferstadt; Priesier Jac. Sladtmüller don
Landstuhl als Caplan von Rupperisberg; RNeopresbyter Heinrich
Beiger von Herxheim als Caplan von Dürtkheum; Neopresb. Franz
Znoll von Hecxheimweyher als Caplan von Trulben; Neopresb.
Fr. Haffner von Oiterbach als Caplan von Vtittelberbach; Nespresb.
Heinr. Lau von Steinfeld als Caplan von Maikammer; Neopresb.
Nil. Redelberger von Lautzkirchen als Caplan von Neustadt; Neopresb.
It. Schaub von Deidesheim als zweiter Caplan von Ludwigshafen;
Leopresb. Jos. Schwind von Schifferstadt als Präfect des Con
picis zu Speher; Neopresb. Andr. Meisenheimer von Weilerbach
um zweiten Caplan in Zweibrücken.
        <pb n="524" />
        2
Vorschuß-⸗Verein St. Ingbert
Neingeéeracene e—SS—ensenart,

Pisô Nitgtiedor verden hiermit zu der am
Samstag. 80. Sept. (876. Abends 28 Uhrr.

im Perä. Obeérhauiso rschen Looale stattfindenden
Generas-Versammmlung
eingéladen. 9 —

“ — —— — J
e885Orduungs

Vorlago des Geschaftsberiehtes pro J. Semoester

—1876 und * J w Wr
Berieht ubor den letaton Verbandsstaxs. J
—— — 7 —73 2—— Ba —
8 Inghexe, den 16. Sopt. 18z76.
Der rbvrivaltungsratn des Vorsenuss Verelns St. Inqbert-
E-hæaxt ανινο, Vorsitiender.
Wirthschafts⸗Eröffnung.
VUntetzulchnetet erlaubt sich hemit, die An⸗
——
den 8. dꝛ feinmne
Wein⸗ und Lier⸗Wirthschas.
reröffnen wird B
gadUnter Zeficherung guter Getränke ladet höflichst ein
n üe eh e
—D Veler Beck.
32gegepüber der ptot Feirche.—
*5Allgemeines Deutschhes
2* ⸗ —5 I—T—M——
ReichsAdreßbucb
MDse Ausgabe pro 1877 erscheimnt Milte Januar' 178770 in kiner neuen
pollständig revidirten Auflage auf ca. 700 Seiten in groß Oetav und bleibt
der Preis trotz der bedeutend verstärkten Ausgabe 10 Martk.

Das im dvorigen Jahre zur Ausgabe gelangte Adreßbuch bedurfte einer
vollständigen Refotm und haben wir, soweit es in unseren Kräften fiand,
allen Wunschen und Rathschlägen der titl. Geschäftswelt und unseren Abon⸗
nenten durchaus Rechnung getragen und uns mit der unausgesetzten Correctur
aller in derzeit vorgekommenen Veränderungen auf das Gewissenhafteste be—
faßt. 9

Wir däürsen, nachdem die Ausgabe drö 1876 troß ihter noch vielen
Mäangel kurz nach dem Erscheinen vollständig vergriffen war und das Weiter⸗
erscheinen des Adreßbuches von allen Seiten angeregt wurde, die Versicheruna
abgeben, daß dies im Interesse des gesammten Deutschen Handelsstandes be⸗
jonnene Unternehmen, das vei seiner Begründung gesteckte Ziel: ein für
Berkehr und Seschäftoleben nuentbehrliches und moͤglichst
vollkommeues Handhuch herzustellen, bereits mit nächster Auggade
erreichen wird. — J

Hlachdem nun das regelmäßige Erscheinen des Ad eßbuches gesichert ist,
Joffen wir auch, daß in diesen: Jahre das Entgegenkommen der Deutschen
Geschaftswelt hinter den berechtigten Erwartungen nicht zurückbleiben wird
und unsere Anfragebogen wegen Richtigftellung der Adressen und Firmen sich
einer zuverlässigen Beantwortung erfreuen werden. Die Versendung der
Anfragebogen (i530.000) hat mit dem i. August begonnen und dauert bis
Milte Oktober; später eingehende Veründerungen können nur in den Nach⸗
trägen aufgenommen werden, welche am 1. März und 1. Juni jeden Jahres
in Drnch konmen und unseren Abonnenten gratis geliefert werden. Wir
ersuchen mit Gegeuwärtigem alle dieienigen Firmen, welche
keinen Anfragebögen erhalten sollten, uns ihre richtige Ad⸗
resse einzusenden oder Aufragebotzen von nus zu verlaugen.

Wir versichern hier nochmals, daß jede Firma, welche sich bei uns an⸗
meldet, jede Adresse, welche uns aufgegeben wird, richtig und unentgeltlich
—
ehmen durch rechtzeitige und zahlreiche Abonnements zu fördern.

Straßburg⸗ den 1. Septeinber 187203.

Die Ernmecdition.

Montag, den 25. Sept 1878 Frische vV
T — 1. F e

—8 ⸗ — * Essig⸗Hefe
wird immerwäsrend fabricirt von

A. Bangert⸗

Große Flute
Frumt⸗ Brod⸗ n. Fleisch⸗Preife

der Stadt Zweibrüchen vcin 21.

Sept. Weizen 13 M. 46 Pf.

dorn 8M. 32 Pij. Gerste Lreih.
8 M..40 Pf. Gerste Areihige
— M. — Pf. -Epel7 M. 80
Pf. Hafer 7 M. 4l1uPf. Kar⸗
offeln 2 M. 55 Pf. Heu4. M.
20 PfeStroh 4M. 20 Pif. per
Fentner. Weiß' rod. Ko.
5 Pi. Kornbrod 3 Nelo. 753 Pi.
attz 2 Kilo. 50 Pf. ditt?o 1.
diloe 25 Pf. Gemischtbrod n8
dilo. 93 Pf. 1 Paar Weck 190
svramm 6 Pf.Spelzlerr M.
— Pf. Dinkel O: Ma- Pꝛ Misch⸗
rucht — Mi — Pf Rerdfl. 1.
Quot. 58 Pf. 2. Quat. 32 Pf.
dalfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Ri.

Schweinefl. 60 Pfin: Butter 1

M, 20 Pf. per Pjund.“

Zu vermiethen
228 Zinmer deirh
BVogelsaug, Sgreiner.
Heimliche Gewohnheiten
rerderbliche Ausschweifungen,
s daraus entstehenden nor-
dgen oder körperlichen Sehwa-
chezustünde, sfinden tactvolle
—EXV
Driginal-Meisterwerko der
—
on W. —— jetzt in
Qresden-Blasewita, zu bo⸗
ehen it 79 —
OGOGADOC
Abonnements-Einladung

——

Mit dem l. Ocetober veginnttee
neues Quartals Abonnement auf das
Bôrliner Tageblatt
nebft den Beigaben;“
—9— der delletrjstischen Wochenschrft
— —44343665 25 —
„BGerlinet Sonntagsblatt“
red· v. Dr. Oscar Blumenthal,
dem illustrirten Mitz ksat
DLIce.
redig'rt von Sieamund Haber,
dessen Verbreitung in fortgesetzter Steigerung be—
grffen ist, iznd wesches egenwãr tig
41,800 Abonnenten
besitzt, eine Zahl, die bisher noch von keiner deutschen
Zeitung erreicht wurde. Diese Thatsashe ipricht am.
Deuthichsten für die Gediegenheit u. Neichhaltig
keit des Inhalts und jeigtt deß das „Berliver Tage-
blait“ allen Anforderungen, welche an
eiue große deutsche Zeitung
gesteslt werden, volllommen entspeicht. Speeial Eor⸗
respondenten auf allen wichtigen, Plätzen bedienen
das „Berliner Taceblott“ mit den neuesten und zu—
verläffigsten Kachrichten.

Im käglichen Feuilleton des „Beyliner Tage—
blatt, beginnse im Laufe des Monats October.
Gutzkow's
neuester großer Romane, Die neuem Serapions-
bri cler, welchet, wie alle Werk⸗ dieß 8 geferecten
Autors. in allen gebildeten Kreilen große Sensation
erregen wird.
Man abonnirt pro Quartal zum Preife, von uer
5AMAIKR. II. - LAM-.IMIT. inel. Postprov.

(für alle 8 Blätter zusammen)
jederzeit bei ollen Reiche postanstalten und, mird im Inte—
resse der verebrlichez Abonnenten um recht, frühitige
Abonnements-Anmeldung gebeten, um sich den Empfaug
e Blattes vom Ociober an zu sichern.
edifion des „Verliner
cñsafte
2IF MHLomMAs

*

2. *

—

— —— —.

— — — — —— —————— — *3 — — — —2·— α
... MNtedaktion Druck und Veriag pon F. .A. Demetz inSte Ingbert—

—

—241 *
——J — 24
        <pb n="525" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhalkungsblatt, Sonntags mil illustrirter Bei⸗

hage),erscheint wöchentlich viermalre Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteliährli ch

z Mart 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg. von Auswärts viit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclanm en
mit 80: Pfg.nvro Zeile berechneck

— — —

— ——
— 152 Sonntag,/ den 24. Septeniber 7 * 1876

nαα
Deutsches Reich.

Berlim 20. Sept. Die Einziehung der Zwei-Thaler⸗ resp.
Dreieinhalb⸗Guldenstücke (Südd. Wahrh vonn L. Nobad. J. ab
seine“ definitive beschlossene Säche. Dem Bundestaiha wird, eine
hierauf bezugliche: Vorlage schont inseiaer nächsten Sitzung zugehem
rotzdem nach Lage der gesetzlichen Bestimmungen die betreffende
Anordnunge vonn Seitender Reichsrogierung auch ohne Mitwiclung
g Bundestathsgelroffen werden könnten

Berlin, 22. Sept. Ob die deuische Industrie sich an der
hariser Ausstellung. betheiligen. solle oder nicht, diese Frage wird
roch vielfach erörtert unde man hött Zwe fel darüber äußern, welche
Zieslung die Reichssregierung zu der Angelegenheit, nehmen werde.
Zouviel man hört, herrsat in den leitenden Reg onen die Auffas⸗
ung vor, daß; die Eatscheidung über die Beschsckung der Ausstel⸗
ung den industrieslen Kreisen, die an der Sache unmittelbar, bes
heiligt; sind, selber zufallen müsse. Die Rriichs-Regierung, wird
wohl erst dann Gelegenheit haben, ihre Position zu nehmenwenn
uber dieSt mmung · und Absichten der deutschen Industrie ein zu⸗
verlässiges Urtheil wird- gefaßt. werden können.

Darmstadt, 215 Sept. Der Kaiser ist auf seiner Reise
mn Kassel, Frankfurtz und: hier auf, das hertzlichste begrüßt und em⸗
pfangen worden.

Stutgart, 21. Sept Heute Abend fand dem Käiser zu
Ehrew ein gewaltiger Fackelzug, wohlran 8000 Fackeln und Lam⸗
piorz·zählende, ima Schloßhof statt. Gledchzeitig teugen sämmniche
Besangbereinen, abwechselnde nin Militärmusit, Stücker vor, Der
zaiser und der König erschienen auf dem“ Balcon und wurden mit
Jubel begrüßt:.

Ausland.

Aus Bukeno s Ahres wird gemeldet, daß im Sendt ein
Besetz ducchgegangen ist welches die Regierung ermächtigt, aus
Furopa einwandernden Landleulen ganz 'oder theilweise freie Ueber⸗
ahrt zu geivähren, dieselben mit Saatkorn und Viehfutler zu ver⸗
ehen, und jeder Fämilie 100 Morgen Land unentgelnlich“ und für
eine Reihe- von Jähren abgabefrei anzuweisen.. —

l

pern zeigte der Polizeidiener eines kleinen Orteßs im Odenwald
die Ankunft der Einquartierung wie folgt durch die Schelles am:
„Morje giby's zwaa Companie Einquartieruige; Naturalverpflegung
verd net geliewert, awer doch genumme. Waer Kuche“ zum Kaffee
zibt, werd ach net verklagt.“ Das Resultat dieser originellen Kunbe
gebung war für die Soidaten ein sehr erfreuliche.
fDie Berliner “Gerichtsztg.“ schreibt; Die Abntigung, die
allgemein gegen die kleinen silsernen 20.Pfennigstücke herrscht, gibt
ich in ganz eigenthümlicher Weise kund. Maän findet nämlich im
Berkeht eine große Anzahl dieser Munzen durchschlagen. Bet der
Dünne dieser Silberstücke fällt nichts leichter, als sie zu durchlöchern.
Daher kommt es auch wohl, daß man im Publikum zu solchem'
Nittel schreitet, um diese Münze besser unterschenden und schon benn
ersten Griffe fühlen zu können, welches Geldstück man in der Hand'
Jat. Doch ist in dieser Beziehung auf Eins aufmerksam zu muchen“
)as Durchschlagen der Münzen ist zwar nicht verboten, ader Nie—
nand kann gezwungen werden, solches Geld in Zahlung anzunchmen;
rner liegt die Möglichkrit vor, daß der Werth des Geldstückz durch
jie Durchlöcherung vermindert wird, und in sölchem Fallk kann der
enige, der ein solches Geldstück jür 20 Pfennig ausgeben“ will, in
Zirafe des 8. 150 des SteG. B, verfallen, worin es heißt: Wer
chte, zum Umlauf bestimmte Metallgeldstücke durch Beschneiden, Ab
eilen e oder auf · andere · Art · verringert · und als · vollgultig in Verlehr
ringt. wird mit Gefängniß bestraft, veben welchem noch Beldstrafe
zis Jb0 Marte sowse Verinft der büͤrgersichen Ehreuvechieeramnt
werden kann. Der Vasüch! ist strafbar.“ —
7 Das Bittaan um Almofen unter Vorspiegelung falscher
Thatsacher, welche die Mildthatigkeit besohders wachrusen sohsen ist
nach einem Erkenntniß des Obettribungis, Senqis für Strafsachen
vom 6. Sept.d. J, als Betrug zu bpestrafey
1Pesth, 180 Sept. Heuie Abend hat der Dampfer, Nep⸗
un einen Kahn umgeworfen; cegen zehn Menschen, die sich im⸗
dahn 385 sind ert:unken.
7 Frau⸗enbuchdrucker.“ In Zärich hat der Buchhündler
ind Buchdrucket Hr. C. Schmidt eing Ftauen-Drucerei gegründet
nd macht nun in einem an Geistliche: und Lehrer aerichtelen Fluge
Alatt die Bedingungen bekanmt, unter welchen/ Mädchen indie:
Sehzer⸗Schute“ tteten können. Die Bewerberinnen müssen die
Zelundat⸗Schute; durchgemacht und wenigstens die deuische Gram⸗
natik und Literatur gründlich inne haben; Sprachkenntnisse im,
Franzoͤsischen und Englischen sind erwünscht“ jedoch nicht, noöthig.n
Während des ersten“ hatben Jäͤhres werden sie unentgeldlich au—
Uctat, wahrend des folgenden Hulbjahres wird ein Wochen-Lohn-
von 6 Fis. bezahn und-nach Ablauf des ersten Jahres jriiu die
Bezahlung * dernr Vethatniß der ogeleisteten /Arbeih nach einem
ꝛestimaten · Satz ein.“ Die⸗ Bewerberiunen muͤssen sich- auf. drei
Jahre fest verdflichtenee nach! deren Ablauf- sie eniweder bei Schmidi
aoleiben vder sich einen anderen Platz suchen kͤunen. Das Wochen⸗
Finkommen einer geübten“ Setzerin wirde auf' 20 Frs. und höher
teigen. Die Madchent sinde einer geübten Setzerin als L. hrerin
anberteaut; über welcher wieder ein perheiratheter Faktor steht
— I — Gr. J.)
fEin arithmetisches Problem. Eigenthümlich, ist,—
wie die sranzoͤsische Bauern, welche sich das Einmaleins nicht voll⸗
tändiz!, merken önnenß die Multiplikation: von Einern mit Einern
ausführen. Es wirde dah votausgesetzt, daß sie we nigstens das
Finmaleins der Zahlen 2 bis 5 auswendig können. Soll nun—
4. B. das Produkt von 6 mal 8 gesucht werden, so schlagen sie—
von den ausgestrekten 5 Fingern der linken Hand so viel mehr ein⸗
als die 6 mehr ist als 5 nämlich l, und von den Fingern der
rechten Hand⸗ sdo viel als die 8 mehr-ist, als 5, nämlich Z.. Die
eingeschlageneh Finger Pnd nun die Zehner und werden zusammen⸗
gtuählt: 1 Zehner und 3 Zehner ñud 40. Die in jeder Hand'
dehen gebliebenen Finger werden aber mit einander multiplizirt: 4
Finger linls mal 2. Finger rechts macht acht, unde das gibt mit
den Zehnern zusammen⸗ 480. — Anderes Beispielx 8 mal8. An
jeder Hande 30 Finger eingeschlagen sind 6. Heimner: 2 Finger links

“**
Vermischtes.

f Zweibrücken, 21. Septbr.“ Gestern Abend hat eine
in der Ch. Heintzischen Bierhallt stattgehabte, eiwar 850 Kopfe starke
berfammlung von Gewerbe⸗ und Handeltreibenden einmüthig sich
dahin schlüssig gemacht, als Einleitung zur Reform' des Zahlungs—
vesens zunächst halbjährige Rechnungnellungtein⸗ unde gewissenhaft
hurchzuführen“ und zum Anschluß an dieses Vorgehen alle dabei
Interessitten: einzuladen. Die schon früher gewahlten Veittäuens⸗
männer werden eine Liste in Umlauf setzen, in die Jeder, welcher
an diesem Reformbersuch mitzuwirken“ ernstlicht gewillte iste, seine
Unterschrift einzutragen hat. (633.

fDer Polizeikommissar von Pirmasens/ drohn in einer Be⸗
lanntmachung. Denjenigen, welche auf der Straße oder inöffent⸗
ichen Wirrbslokalitaien mit dem Cri⸗Cri „Skandal“ verursachen,
miti Protblollitung · odes nach· Uinständen mit Einfledung“ (3. 3.)

fuIn Lambrecht wird demnächst eine Webschule errichtet
verden, wodurch; es jedem kleineren Fabtikanten ermbglicht werden
vll, die Konkurrenz mit größeren und selbst mil ausländischen aut
wuhelten· An“ dieser Schule wirkt. ein wissenschaftlich gebildetet
Lehrer, den die ki Regierung anstellt und bezahli. Die Verwaltang
dieset Schule ist unter der Oberleitung der Regierung in die Hände
der Gemeinde gelegt. —

Ruppertsberg, 19. Sept. Die Zahl der hier gesan⸗
genen Feldmäuse eutziffert sich auf 55, 700; dazu 836 Häamsteret
FiSpeyhyer, 20. Sept. Von den 35' Candidaten' für den
Finjährig- Freiwilligen-Dienst wurden heute nach Beendigung der
chriftlichen Prüfung 16 zur mündlichen Prüfung zugelaffen, 19.
vegen ungensigender Kenntnisse zurückgewiesen: Hente Nachmittag
»egann die mündliche Prüfung, 6b. Ztg.)

rErnemedrrner Herold Ber den dietjührigen Manb
        <pb n="526" />
        mal 2 rechts ist 4, gibt mit den Zehnern 64. — Dieses Verfahren
wurde zuerst im Jahre 1851 von der allgemeinen deutschen Lehrer⸗
zeitung mitgetheilt; es ist aber nicht bekannt geworden, daß es
jerrandem gelungen sei, dasselbe wissenschaftlich zu erklären.

F Paris, 18. Sepi. Wie man dem „Journal des Debats“
aus Behfott meldet, soll der neue Schienenweg von Belsort nach
Delle schon im nächsten Sommer dem Verkehre übergeben werden;
Mülhausen werde dadurch den wichtigen Transit von Basel nach
Paris verlieren.

F Paris, 20. Sept. Die Pariser Blälter berichten über

die Entwendung von 12 Millionen Frcs., die in Calais zum
Nachtheil mehrerer Pariser Bankhäuser gemacht wurde. Von 13
aus London eingetroffenen Paqueien mit amerikanischen, russischen
und ägyptischen Werihstücken wurden 7 gestohlen und durch Paquete
ersetzt, die mit Lumpen gefüllt waren,
Zur Steuerung von Luftballons. Ein Herr
Menier i Bordeaur hat eine neuartige Konstruktion zur Steuerung
bon Luftballons erfunden. Die Steuerung befindet sich hinter der
Gondel und wirtt durch ein finureich angtordnetes Netzwerk auf
einen Gürtel, welcher mit 4 bis 5 Grad Abweichung vom Aequator
des Ballons diesen umschließt. Das Steuer selbst ist eben und
wird wie ein Segel tenutzt. Die Ballons bewegen sich je nach
der Stellung des Steuers, in schräger Richtung auf⸗ und abwärts,
jowie seilwärls. Die Seitenbewegungen werden wahrscheinl'ch durch
Verlegung des Ballastes unterstützt. Von besonderem Werthe für
die Praxis dürste die Thatsache sein, daß der mit diesem Apparate
versehene Luftballon beim Riedersinken in schräger Richtung fast gar
nicht an die Erdoberfläche aufstößt, sondern zuletzt dicht an derselben
hingleitet. Zu Brüssel hielt der Erfinder einen durch Experimente
anierstützten Vortrag, worüber im der „Belgique militaire“ Naͤberes
nachzulesen ist.

fF Auf dem soeben beendeten internationalen Congreß für Sanitäts⸗

zwecke in Brüssel hat die Generaldirettion der königl. bayerischen
Verkehrsanstalien für einen von ihr ausgestellten „internationalen
Signal⸗Apparat“ die höchste Auszeichnung, die goldene Medaille,
von der Preis⸗Juty erhallen.

Wie aus Postau mitgetheilt wird, wird die Verhandlung
im Proceß Dr. Strousberg am 14. Oct. beginnen.

FGroße Ereignisse scheinen sich aus dem Gebiete der Mode
vollziehen zu wollen. Wie die Geschichte von Osten ihren Weg
iiber die Weltkugel genommen hat, so nimmt, wie man weiß, die
Mode ihren Lauf von Westen gegen Sonnenaufgang. Von Paris
ommnt denn eine Nachricht, weiche darauf schließen läßt, daß die
Tage unbedingtester Herrschaft, welche das Chignon und die falschen
daare bisher über und auf den schönen Köpfen unserer Damen
uhrten, gezählt seien. Emige der tonangebenden Pariser Modes
damen haben bereits den Anfang gemacht, sich von Chignon und
Fem falschen Haare überhaupt volllommen zu emancipiren. Man
rägt zu der guten Mode unserer Mütter zuͤrückkehrend, den Kopf
Ia Titus frisirt, d. h., das eigene Haar leicht gekräuselt, wie
nan es in dem ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts allgemein
Jetragen hat. Für die Gesundheit unserer Damenwelt würde eine
erartige Aenderung der Mode geradezu maßgebend sein, denn es
st ärzilich constatirt, daß ein großer Theil der so häufig vorlom⸗
neaden Migränenleiden und anderer vervöser Zufälle, wilchen unsere
Damenwelt ausgesetzt ist, von der großen Hitze herstammt, welche
urch das Tragen falscher Haare verursacht wird und welche auf
die Kopfnerven ganz außerordentlich schädlich einwirken.

p'NewyYork, 21. Sept. Das gelbe Fieber in Savannah
st im Zunehmen; bisher sind 8000 Personen daran erkrankt und
aim gesirigen Tage allein 86 g'storhben. Der gröͤßte Theil der
Finwohner hat die Stadt veriassen. In Georgien ist ein ernstlicher
TFonflikt wischen Weißen und Negern ausgebrochen, wobei mehrert
Personen getödtet sind.

Dienstesnachrichten.

Der Schulverweser Heinrich Schmelzer in Martinshöhe wuroe
zum Verweser an der neu errichteten fünsten katholischen Schulstelle
in Zweibrücken, der Lehrer Georg Zipp in Hohenecken zum Lehrer
an der katholischen Schule zu Duttweiler ernann⸗. J

Die Pfarrei Wörth wurde dem Pfarramtscandidaten Friedrich
Zankele aus Annweiler, z. Z. Stadwicar in Kaiserslautern, und
die Pfarrei Spesbach dem Pfarramtscandidaten Ernst Fieissch⸗
mann, z. Z. Vicar' in Rüssingen, verliehen.

Fuüur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demez.
Bekanntmachungen.

Verpachtung.
Montag, den 9. Olt. nachst⸗
hdin, Nachmittags 2 Uhr begin—
nend, zu Hasel in der Wirth—
schaft Bechle, werden die den
stindern von Emanuel Hager
allda, ihre auf dem Banne von
Hasel gelegenen Aecker und
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durch deren Normund Peter
haberer, Oekonom und strämer
in Rohrbach öffentlich verpachtel.
St. Ingbert, 22. Sept. 1876.
Sauer. l. Nolär.
Soeben in frischer Waare
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Sardellen
Emmenthal. Käs
Neufchateler,
Limburger
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J. Wotors, St. Ingbert.

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Htdontaa, den 25. Sept. 1876

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Freiwillig gerichtliche
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Versteigerung.
WPlontag, den 16. Okt. naͤchu⸗
hin, Nachmittags 8 Uhr, zu
Hasel bei AdjunktKeßßler, werden
die zur Gütergemeinschaft, welche
zwischen Johaun Peter Dahlem
Zergmann, früher zu Hasel, jett
in St. Ingbert und seiner ver⸗
lebten ersten Ehefrau Sophie
Köhlhofer bestanden hat, ge⸗—
hörigen Liegenschaften im Banne
bon Hasel in Folge Ermächti⸗
zung durch den Familienrath,
oͤffentlich zu eigen verfteigert,
naͤmlich: I
l. Pl.⸗Ne. 103 und 104. 9
Dezim. Fläche mit Wohnhaus.,
Stall, Hofraum und Garten
zelegen im Orte Hasel;
Pl.„Nr. 481 und 482. 1
Tagw. Acker auf der Haide
UI. Ahnung.
Eigenthümer dieser Liegen⸗
schaften sind: J. Johann, Peler
Dahlem genannt; II. dessen mit
seiner genannt verlebten Ehefrau — —
rzeugten Kinder: 1. Maria, Frank furter Börso
2. heinrich, 3. Franz, 4. Jalob, vom 21. Sept. 1876.
5. Wilhelm und 6. Eleonore Geldsorsem. M. Pls.
Dahlem, sämmtlich noch minder⸗ Pistolen, doppelto.. -- 6.
jährig, welche ihren genannlen pistolen..... -- 6.
Vater zum Vormunde und den Johan. 10.l. Stücko. 1665 6.
— — von Randdukaten... 98674-72
erer in Rohrbach zum Neben⸗ 2 20· Frankenstücko. . 16 21-25
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Sieru illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 89.

S Austräger 3.
ür den St. Ingberter Anzeiger
wollen sich melden.
        <pb n="527" />
        Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag nud Bonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Wark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pf.— für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recela nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 153. Dienstag- den 26. September 1876.
—
——
Deutsches Reich.

Muünchen, 22. Sept. Miit Rücksicht auf die in Aussicht
stehende neue Reichsjustizgefetzgebung, die auch wesentliche Aenderungen
in der bayerischen Gerichtsorganisation zur Folge haben wird, ist
hoͤheren Orts beschlossen worden, daß bereits erledigte oder zur Er⸗
iedigung gelangende Stellen des Generalstaatsanwalts am obersten
Berichtẽhose, des Oberstaatsunwaltes an dem Ap⸗llationsgerichte und
verschiedene andere Stellen bis auf Weiteres nicht wieder besetzt,
vieimehr funktionsweise versehen werden sollen. Die hayerische Re—
zierung scheint sonach leinen Zweifel darüber zu hegen, daß die
Justizgesetzgehung in der bevorstehenden Session des Reschstages ihre
Erledigung finden wird.

MWäünchen, 22. Sept. Feldmarschall Graf v. Mauieuffel ist
mit dem Morgenschnelljuge heuie von Berlin hier angelommen und
setzte um 11144 Uhr Vormittags die Reise nach Schaftlach fort,
woselbst eine vom Herzog Carl Theodor entsandte Equipage bereit
dand und den Feldmarschall nach Tegerusee drachte. GRM. 3)

Berlin, 28. Scept. Die „Post“ erhält ein Telegramm aus
Wien, wonach am Montag sämmiliche Vertreter der Großmächte
der Pforte die Erklärung übergeben, daß die Friedensbafis ver—
einbart sei und sofort ein Waffenstillstand ahgeichlofsen werden müsse.
Trotz des Status quo werde Montenegro einen Streifen Laudes
erbaiten. — „Dailh Telegraph“ meldet, daßz die Serben und
Türlen bei Alexinatz fraternisiten und Brod und Tabak austauschen.

Berlin, 23. Sept. Die Reichs⸗-Commission für die Weli⸗
ausstellung in Philadelphea macht bekannt, daß die Preiavertheilung
am 27. Sepienber staͤttfinden werde.

Auslsand.

Wien, 23. Sept. Die „Politische Correspondenz“ meldet
aus Belgrad pom 23. Sepi.: Die serbische Regierung setzte gestern
die Vertreter der Großmächte in Kenntniß, daß die turkischen
Truppen nicht aufhören, die Waffenruhe zu verletzen. Solche Fälle
daben sich am 17. Sept. bei Alexinatz und Jankowa⸗Klissura, am
19. und 22. Sept. am Javor und der Drinag ereignet.

Wien, 23. Sept. Die „Deutsche Zeitung“ meldet den Bau
von 14 Kanonenbooten auf der russischen Werfte in Nikolajeff.
Dieselben sind für das Azow'sche Meer oder für Die Donau⸗Mün—⸗
dungen bestimmi. — Eine vertrautiche Erklärung der Pforte sichert
einen Gebietszuwachs für Montenegro zu. Auch die Mächte sind
einbarstanden, daß die Autonomie der christlichen Provinzen einen
hristlichen Chargeter erhalte. Die fernere Ansiedlung von Tscher⸗
Lessen wurde untersagt. (A. Z.)

Wien, 283. Sept. Die ‚Wiener Abendpost“ schreibt: Von
autoritativer Seite wird bestätigt, daß sämmtliche Großmächte sich
uͤber die der Pforte vorzuschlagenden Friedensbedingungen geeinigt
hahen. Die Baͤsis des Vorschlages beldet ein vom britischen Cabi⸗
nete formulirtes Programm. In Konstantinopel werden nun un⸗
vberzüglich Schritie dethan, um die Phorte zur Annahme dieser
Friedensbedingungen aufzufordern. Da Lettere bereits principiell
die Bereitwilligkeit ausgesprochen hat, den Wünschen der europaischen
Mächte, soweit dieselben nur immer mit den Interessen des türkischen
Reiches vereindar sind, lohyal zu entsprechen, so ist an dem daldigen
Zustandekommen des Friedens schwerlich mehr zu zwe feln.

Die famose „Enthüllung“ Emile Giradin's erlebt vielleicht
aoch ein interssantes Nachspiel. Herr Emili Girarden erzählt näm—
üch, daß die bekannte Beustsche Depesche dom 20. Juli 1870.
welche der „Temps“ im April 1874 brachte und in welcher der
chemalige Reichskanlzer die Sacte Frankreichs zu der seinigen machte,
nur durch einen Vertrauens-Mißbrauch erlangt worden sei und zwar
‚nach dem Originale, welches sich in dem Besitz des Herzogs von
Gramont befindet.“ Die Enthuͤllung wird nicht ohne Folgen bleiben
konnen, da gegen den Herzog Gramont dadurch indirekt die Anklage
ethoben wird, amtliche Schtifistücke unterschlagen und widerrechtlich
Zerdffentlicht zu haben.

Bukarest, 28. Sept. Die rumänische Regierung dat in
Slatina einen Extrazug mit einem General, 420 Offizieren und 130

Anteroffizieren anhalien assen. Auf Reclamation des russischen
Ton uls ließ jedoch die Regierung den Zug passiren, nachdem sie die
Wrigen Consulate davon in Kennlniß gesetzt hatte.

Belgrad, 22. Sept. Eigem Gerüchte zufolge stünde der
Aübschluß eines 30tägigen Waffenstillstandes bevor. — Fürst Milan
oll sentichlossen sein, abzudanken, falls die Armee auf seiner Erhebung
um Koͤnige bessleht.
Vermischtes.

— Das Zuchtpolizeiger cht Zweibdrücken verurtheilte am 5. ds.
ꝛinen dortigen Tagner zu 8 Monaten Gefängniß wegen Abschneidens
don Obstbäumchen an einer städtischen Straße.

7 In einem hessischen Blatte lesen wir: Am 28. Sept. wird
ehufs Inspection der Donnersberger Gegend der große Generalstab,
estehend aus 28 höheren Stabsofficieren und einer größeren Anzahl
Zubalternofficieren und Bedienung in Alzei Rast halten und am
olgenden Tage sich an den Ort der Inspection begeben.

F Dürkheim, 22. Sept. Bei der gestern stattgehabten
Weindersteigerung von F. C. Herding Witiwe in Dackenheim, wo⸗
ci nur 1874er Weine zum Ausgebote lamen, wurden folgende
Zreise pr. 1000 Liter erzielt: Dackenheimer M. 580 — 9605, Dacken⸗
eimer Niesling M. 820 - 1040, Herxheimer M. 950 bis 1125,
zreinsheimer M. 980 - 1000, Freinsheimer Riesling Auslese
M. 1400. (D. A.)

Pirmasens. Fast ohne Unterbrechung hat hier seit dem
Frühjahr das Scharlachfieber gewüthet und viele Kindex, in mancher
Familie 2 bis 3 weggerafft.

F Speyer, 22. Septbr. Heute ging das Examen für Ein⸗
ührig⸗Freiwillige zu Ende. 35 Candidaten hatten sich demselben
interzogen, 12 bestanden. Von den 6 Schülern des Knabenin⸗
tituts zu Ingenheim, welche Anstalt auch diesmal ihren alten Ruf
vahrte, haben 4 den Berechtigungsschein erhalten.

F Nach dem 1. Hefte der k. bayr. statistischen Bureaus vom
Jahr 1876 beträgt die ortsanwesende Bevölkerung der Pfalz, ge⸗
mäß der Volkszählung vom vorigen Jahre:

1. männliche Einwohner .. 3183,332,
2. weibliche . 328.,235,
zusammen 641.567.

Diese Bevölkerung vertheilt sich auf die Gerichts⸗ und Ver⸗
valtungsbezirke, wie folgt:

1. Bezirksgerichte: Frankenthal: 179,814, Zweibrücten:
B35,848, Kaiserslautern: 155, 486, Landau: 150,419.

2. Landgerichte: Neustadt 39,952, Kaiserslautern:
39,244, Ludwigdhafen 38,546, Landau 34,087, Speyer 28,210
Dörtheim 27,948; Kander 27,822, Germersheim 26,222, Pirma-
ens 24,912, Edenkobea 23,993, Frankenthal 23,491, Zweibrücken
23,328, Bergzabern 22,941, Grünstadt 21,667, Landstuhl,
19,877, Kusel 19, 000, Waldmohr 18,707, Annweiler 15,854,
Ibermoschel 15,039, St. Ingbert 14,920, Kirchheim 14,403,
Winnweiler 18,018, Otterberg 12,928, Blieskastel 12,856, Wolf⸗
tein 11,845, Homburg 10,948, Waldfischbach 10,820, Rocken⸗
hausen 10,882, Hornbach 9971, Böllheim 9860, Dahn 9509,
dauterecken 9472.

3. Bezirksämter: Neustadt 67,900, Speyer 66,756,
Zaiserslautern 65,190, Zweidrücken 61,075, Landau 88,080,
Bermersheim 53,544, Kirchheim 49 889, Homburg 49,632,
Pirmasens 45,241, Frankenthal 45, 158, Kufel 40, 407, Berq-
abern 38,795.

Eine Bevölkerung über 1000 Seelen haben folgende Städte:
Zaiserslautern 22,092, Speyer 14,318!, Ludwigshafen 12,092,
Neustadt 10,231, P'rmasens 10,189, Zweibrücken 9349, St.
Ingbert 9220, Frankenthal 7905, Landau 7579, Germersheim
5456, Dütkheim 8848, Edenkoben 4889, Homburg 3620, Grün⸗
tadt 3531, Oggersheim 3469, Landstuhl 3453, Kirchheim 3138,
Annweiler 2956, Kusel 2863, Deidesheim 2688, Otterberg 2607,
Wachenheim 2349, Berazabern 2304, Blieskastel 1083, Hornbach
1448, Obermoschel 1281, Lauterecken 1236.
        <pb n="528" />
        Sonstige Gemeinden mit mehr ols 2000 Einwohnern sind:
Haßloch 5069, Schifferstadt 4122, Herxheim bei Landau 3748,
dandel 3445, Mutterstadt 3259, Lambsheim 8100, Lambrecht
Grevenhausen 2980, Bellheim 2832, Mundenheim 2642, Friesen⸗
heim 2528, Mußbach 2377, Albersweiler 2205, Offenbach 2183,
Freinsheim 2144, Rheinzabern 2180, Weißenheim a. S. 2112
Hambach 2107, Oppau 2081, Jagelheim 2072. Edesheim 2018

Eingesandt.
St. Ingbert, 26. Sept. Die Lokal-Gewerbe· Ausstel⸗
suug mußte wegen zu späüten Eintreffens der Genehmigung von

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iceh schnell, sicher u. gründlich.
Deber 1000 gebeilt.

F. Grone in Ahaus Westf.
Motto: Ihr habt
das Gute so nahe!“

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dpitzwegeorioh

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allerhöchst sanctionirt; tühm⸗
lichst bekannt, lieblich zu
nehmen, das sichersie, gewiß
auch dankbarste Mitte!. gegen
Brust⸗ Hals-und Lun⸗—
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Simon Oberwürzbach
»ei J. Luck and in der
Fabrik von Paul Hahm,
Dettelbacha. MN. bei

ürzbhura.

Männer jeden Alters,
velehe an den traurigen Fol-
zen der Selbstbefleckung und
zeheimor Ausschweifungen lei-
den, strecken nicht mebr ver-
gebens die Hand nach Hälfe
aus. Das bérũhmte Original-
Meisterwerk „der Jugendspie-
zel,“ für 2 Mark zu beziehen
ron W. Bernhardi, jetzet in
dresden- Blasewitz, zoigt ihnen
len Rettungsweg.

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vron
F. X. DEMETA
ꝛmpfiehlt sich zur eleganten An-
iertigung aller in dieses Fach
einschlagenden Arbeiten, als:
echsel, Oi rcuιrus, Visit-
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nangen u. s. W. . 8. .
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Seiten der kgl. Regierung bis zum nächsten Frühjahre verschoben
verden. Gleichzeitig sollte das Stiftungssest des hiesigen Arbeiter—
Zildur gsbereins zu dieser mit eingeflochten werden. In Folge
dessen mußte dasselbe nun auch um einige Wochen vertagt und die
Abhaltung gedachter Feier auf nächhsten Sonntag, den 1. Oktober
estgesetzt werden. Herr Professor Baumblatt von Kaiserslautern,
allgemein bekannt als Schriftsteller und besonderer Verehrer des
Arbeiter⸗ und Handwerkerstandes, wird an diesem Nachmittage dei
Zeginn des Festes über Gewerbefreiheil und die Arbeiterverhält⸗
aisse der Gegenwurt einen Vortrag halten.

..Allgemeines Deutsches
6
Reichs Adreßbuch.

Die Ausgabe pro 1877 erschesnt Mitte Januar 1877 in einer neuen
zollständig revidirten Auflage auf ca. 700 Seiten in groß Octav und bleibt
»er Preis trotz der bedeutend verstärkten Ausgabe 10 Mark.

Das im vorigen Jahre zur Ausgabe gelangte Adreßbuch bedurfte einer
ollständigen Reform und haben wir, soweit es in unseren Kräften stand,
allen Wünschen und Rathschlägen der titl. Geschäftswelt und unseren Abon—
ienten durchaus Rechnung getragen und uns mit der unausgesetzten Correctur
7 in derzeit vorgekommenen Veränderungen auf das Gewissenhafteste be—
iaßt.

Wir dürsen, nachdem die Ausgabe pro 1876 trotz ihrer noch vielen
Mängel kurz nach 8 Erscheinen vollständig vergriffen war und das Weiter—
erscheinen des Adreßbuches von allcn Seiten angeregt wurde, die Versicherung
bgeben, daß dies im Interesse des gesammten Deutschen Handelsstandes be—
onnene Unternehmen, das bei seiner Begründung gesteckte Ziel: ein für
Berkehr und Geschäftoleben unentbehrliches und möglichsi
ollkommeues Handbuch herzustellen, bereits mit nächster Äusgade
rreichen wird.

Nachdem nun ·; das regelmäßige Erscheinen des Adreßbuches gesichert in
soffen wir auch, daß in diesem Jahre das Entgegenkommen der Deutschen
heschäftswelt hinter den berechtigten Erwartungen nicht zurückbleiben wird
ind unsere Anfragebogen wegen Richtigstellung der Adressen und Firmen fich
iner zuverlässigen Beantwortung erfreuen werden. Die Versendung der
Infragebogen (150,000) hat mit dem 1. August begonnen und dauert bis
Ritte Oktober; später eingehende Veränderungen können nur in den Rach⸗
rägen aufgenommen werden, welche am 1. März und 1. Juni jeden
n Druck fommen und unseren Abonnenten gratis geliefert werden. ir
ersuchen mit Gegenwärtigem alle diejenigen Firmen, welche
einen Anfrageboͤgen erhalten sollten, uns ihre richtige Ad
eesse einzusenden oder Anfragebogen von nus zu verlaugen.

Wir versichern hier nochmals, daß jede Firma, welche sich bei uns an⸗
neldet, jede Adresse, welche uns aufgegeben wird, richtig und unentgeltlich
ur Aufnahmce kommt und sprechen schließlich die Bitte aus, unser Unter«

nehmen durch rechtzeitige und zahlreiche Abonnements zu fördern.

Straßburz, den 1. Sepember 1876.

Die Eupecition.

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8525 35388—825 83333333535337555 8523 85535 — —
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55252 5358 53532355 575s —83 5535 —3552 22
553 73558 3325 535838 58 232353835 3535353 53
zs52585 3333 23875 33255533255383 3885 2528 53887
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22* — —53 832 —235 5 5 — 2375 35 * 9 — 24 —A 28 5
—z353325—255 28525 838 3 2263 552 5258
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2753 —— *232233528 —A— 522
3 23 323— 5 — 3535 333328 3355353 3322
3833833 — 3 —335533238
—— 2 — *522325x232 2 25533. 2 — ꝝ
2. * 2. 8 2 732 5. *
26832 —A— — ——
——— 5555333583 3333335883 3 3 5* 2.· 2
* 2355* 5 353 5223 —A ——— 53
3235 — — 5335237 535 — —32—332 —
— 2. 08 z.8æ . .22. 2 3 —537 —5——8353
* —— — — 2 J uvr — 2 2* 2
5253533 3283338 335 2 5233332333
—233 2. *. 0 2 3*
3 3 83323* *
3 —2*353 *, 7 *25 805 2 *5532.23 232
538 2553233 2825 5235852533 3
2 —— 2 z253 5—8335 8 8 — 523225 2
—88393 5333232353 2333 353 55585— —
3 *2 222258353565 555 —232 2752382

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        <pb n="531" />
        St. Ingberler Acnzeiger.

7
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unkerhaltungsblatk. Sonnlags mit ilusteirter Vei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag and Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfy. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
umnmn
M 14. Donnerstag, den 28. September ——— 1876.
— —
— *
Deutsches Reich.

München. Wie man der. „A. Z.“ schreibt, wird S. M.
der König dem Ottoberfest nicht beiwohnen.

Aus Elsaß. Der „Land. Anz.“ schreibt: „Die berzliche
Aufnahme, deren sich der Kaiser Seitens der Landbevölkerung er⸗
freut, übertrifft alle Etwartungen und fand am gestrigen Tage
25. Sept.) mehrere Male beredien Ausdruc. So erwarteten zur
Fahrt nach dem Rennplatz des Nachmittags um 3 Uhr an dem
Triumphbogen vor dem Kreisdirectionsgebäude über 100 elsässer
Bauernbursche zu Pferd in Nat onaltracht (schwarze Jacke und weiße
Hosen) den Wagen, in welchem der Kaiser und der Großherzog
hon Baden sich befanden. Die jubelnde Schaar umringle den
kaiserlichen Wagen und geleitete ihn in rascher Fahrt nach dem
Rennplatz. Bei der Fahrt durch den Wald warfen Bauernmädchen
ZSträuße aus Feldblumen gewunden in den Wagen und auf dem
Rennplatz hatten vor der prachtvollen Tribüne wiederum elsässer
Bauernmadchen, theis in Weiß, theils in Nationaltracht, Aufstellung
zenommen ˖und begrüßten den Kaiser mit einem Blumenregen. Bei
Zer darauffolgenden Officiers steople-chase trugen ein Dragoner ·
Dfficier aus Hagenau und ein Bonner Koͤnigshusar die ersten Preise
radon. An dem elsässer Bauernrennen betheiligten sich zehn Bauern
in faxbigem Costüm. Die beiden ersten Preise (Galcepp⸗ und Trab⸗
rennen) erhielt ein Bauer aus Riedselz. Von lebhaften Zurufen
der zahllosen Menge begleitet, kehrte der Kaifer etwa um halb
tßz Uhr nach Weißenburg zurück.

Weißenburg, 26. September. Der Kaiser vertheilte
gestern eigenhändig die Preise an die Sieger im Pferderennen. Es
mochten 20,000 Personen anwesend sein. Am Abend brachte der
Straßburger Männergesangverein dem Kaiser eine Serenade. An
eine Deputation desselben richtete Se. Maiestät eine sehr freundliche
Ansprache. — Heuie findet Gefechts: Exercieren der Cavalerie und
odann Besichtigung des Schlachtfeldes statt.

Weißenbiera, 27. Sept. Eine einer Person der vor⸗

Conventionelle
Hausversteigerung.
Dienstag, den 17. Oltober

i. J. des Nachmittags um halb
1Ühr, zu St. Jagbert in der
Wirthsbehausung von Heinrich
Schmitt, wird auf Betreiben
bdon Otto Weigand,
Aaufmann in St. Ingbert, in
seiner Eigenschaft als subrogirter
Bläubiger von dem allda wohn⸗
haften Kaufmann Joh. Joseph
Zrewenig und dieser als Rechts⸗
inhaber von dem in Kaisers⸗
lautern wohnhaften Weinhändler
und Gutsbesitzer Peter Müller,
jun., — Letzterer in den Rechten
der Weinhandlung Gebrüder Stief
non hier.

jetzt ein darauf erbautes
Wohrhaus mit Scheuer,
Stall, Keller und Hofraum,
Garten und sonstigen Zube⸗
hörden neben Nikolaus
Weber und Weg.

Das Nähere auf dem Ge—
chaͤsts · Bureau L. Bechthohd
in St. Ingbert.

Sauer. k. Nolkär.
Wiederversteigerung.

D'enstag, den 17. Oktober
. J., des Nachmittags um 3
ühr, zu St. Ingbert, in der
Wirthsbehaufung von Heinrich
Schmitt, wird auf Betreiben
der unter der Firma Geber.
draemer auf dem zur Stadt
Zzt. Ingbert gehörigen St. Ing⸗
zerter Eisenwe:ke bestehenden
Fommanditgesellschaft, in ihrer
kigenschaft als angewiesfene Gläu⸗
digerin urd Rechtsinhaberin von
)en dahier wohnhaften Ebe u.
Privatleuten Wiihelm Ehan—
don und Louise Schaller

ca
die in St. Inabert wohnhaften
ẽhe⸗ und Ackersleute Jakob
Lohmer und Katharina Ries⸗
deck die nachdezeichnete Liegen⸗
schaft wegen Nichtbezahlung des
Acquisitionspreises zu eigen
niederversteigert nämlich:
Pl.Nr. 2863. 15 Decim.
Garten auf der Meß, Ge⸗
mortunag von St. Ingbert,

ca
dudwig Harth, Uhrmacher,
'rüher in St. Ingbert nun in
Glanmünchweiler wohnhaft, die

gestellten Ritterschaft in Stutigart gegenüber vom Kaiser gemochte
Leußetung über die polinsche Lage hatte nach authentischer Mil⸗
heilung solgenden Inhalt: Er sei erfreut, sich der Hoffnung hin⸗
jeben zu können, daß nun der Frieden gesichert erscheine. Die
Zosung der Aufgabe sei freilich keine leichte gewesen, man möge nur
zedenlen, wie schwer es Kaiser Alexander gemacht worden sei, diesen
euen Beweis seiner Friedensliebe zu geben; setzt scheine aber die
Hrundlage für die Politik der großen Mächte gefunden, welche
hoffentlich zu einem gedeihlichen Ziele führen werde.
Ausland.
Konstantinobel, 28. Sept. Wie dem Wiener „Tele⸗
zraphen Korrespondenz; Bureau“ von hier gemeldet wird, hat die
Hforle eine Verlangerung der Waffenruhe um 8 Tage (vom 28. d.
ib), zugestanden, in der Hoffnung, daß die Maͤchte ihre Friedensbe⸗
ingungen innerhalb dieser Frist bekannt geben werden.
Rermischtes.

F Bei Gelegenheit des Pferberemens am 30 Sept. und 1.
Ddät in Zweibrücken werden nachbezeichnete Ermäßigungen
ewähet: Die am 80. Sept. und 1. Oct! 6. nebst einer Eintritts⸗
arte zum Rennen äà 1 M. geldsten einfachen Fahrbillete nach Zwei⸗
)rücken haben Gitigkeit zur steien Rückahrt bis incl. 2. Oct. Die
Fahrbillete, weiche von den betr. Ausgabestationen mit dem Stations⸗
sempel auf der Rückseite zu ver sehen sind, bered tigen nur zur ein⸗
maligen Hin⸗ und Rückreise, Kurier⸗, Eil⸗ und Schnellzüge können
nur mit Schnellzugsbilleten benützt werden.

Fur die am Freitag den 29. September in Neustadt siatt⸗
udende VI. Hauptversammlung des pfälzischen Lehrervereins ist
solgende provisorische Tagesordnung aufgestellt worden: Beginn der
Bersammiung: Vormittags 10 Uhr. Eröffnungechor. Begrüßung.
Prolog. Tagesordaung der Verhandlungen: 1. Jahresbericht;
2. Vorträge; 3. Anträge; 4. Rechnungsablage, Schlußchor. Aus⸗
chußwahl.

aachbezeichnete Liegenschaft wegen
Nichtbezahlung des Erwecbspreises
zu eigen wiederversteigern:

PlNr. 3976. 4 Togw. 1

Dec. Acker in der Au⸗Dell,
neben dem Weg und Phi⸗
lipp Weigand, St. Ing⸗
berter Bannes.

Das Nähere auf dem Ge—⸗
chaͤfts⸗ Bureau L. Bechthold,
in St. Ingbert.

Sauer, kal. Notär.

jaft, der einfachen Beleidigung
des Klägers Jakob Fatscher,
Maurermeisters in St. Ingbert
vohnhaft, über führt vnd verur⸗
heilt den Beklagten in eine
Heldstrafe von neun Mark, even⸗
uell für den Fall der Unein⸗
zringlichkeit umgewanbelt in eine
daftstrafe von drei Tagen, er⸗
nächtigt zugleich den Kläcer,
»en dispositiven Theil dieses
Artheils einmal in der zu St.
Ingbert erscheinenden Zeitung
„St. Ingberter Anzeiger“ inner⸗
jalb 4 Wochen nach eingesretener
Rechtskraft dieses Urtheils zu
jeröffentlichen und legt die
osten beiden Theilen je zur
Hälfte zur Last.
Für richtigen Auszug:
Der Rechtsbeistand des
Klägers:
Dümmler.

Bekanntmachung
eines Urtheils des k. Zucht⸗
Polizei⸗Gerichts Zweibrücken

vom 22. August 1876

in Sachen

Jakob Fatscher, Maurer⸗
meister in St. Ingbert wohnend.
stiäger

gegen

Jakob Mtayer, Bergmann
in St. Ingbert wohnend, Be⸗e
klagten.
rc. rc.
Aus diesen Gründen
Erklärt das k. Zuchtpolizeige⸗
icht den Beklagten Jakob Mayer,
Bergmann in St. Ingbert wohn⸗

Mehrere Sorten
schöne Aepfel
ind zu verkaufen bei
J. Guth
in Reichenhrunnen.
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        Vorschuß Verein St. —

Kgl. Kreisbaugewerkschule Kaiserslautern.
2745. Der Unterricht an der Kreis:Baugewerkschule beginnt Freitag
den 3. November und dauert vom Novenber his Ende Märj.
Die Schule erbält in diesem Jahre durch Creirung eines 3. Curses
ihren vorläufigen Abschluß. Sie bezweckt jungen Leuten, welche
dem Bauhandwerke sich gewidmei haben oder zu widmen beab—
ichtigen, demnach Mauerern, Steinhauern, Zimmerleunten, Schrei⸗
nern, Schlossern, Glasern, Spenglern, Tünchern, Dach- und Schiefer⸗
»eckern die zum rationellen Betriebe ihres Handwerkes erforderlichen
Zenntnisse zu vermitteln. Der Unterricht erfolgt derch theoretische
und prakiische Anleitung, sowie graphische Darstellung in thunlichsi
ↄpopulär gehaltener Weise. Zugleich wird bemerlt, daß auch junge
Jeute von Kunstgewerben, als: Möbelschreiner, Gold- und Silber⸗
chmiede, Metallarbeiter, Töpfer, Holzschneider, Tapezierer c. als
dofpitanten Aufnahme finden lönnen, um im Zeichnen und Entwerfen
von in ihr Gewerbe einschlagenden Kuustgegenständen geübt zu werden.
Für den eintretenden Schüler ist erforderlich, daß er das 151e
debensjuhr zurückgelegt und seit seinem Austritt aus der Volksschule
entweder in der Lehre gestanden oder weiteren Schulunterricht ge—

nossen hat.

Die Inseription findet am 30ten und 3Iten Oetober lauf.
Jahres auf dem kgl. Rektorate Vormitlags von 9 bis 12 Uhr und
sNachmittags von 4 bis 6 Uhr statt, wobei die betreffenden, amtlich
»eglaubigten Schul⸗ und Lehrzeugnisse milzubringen sind. Das
Schulgeld beträgt 20 Mark und ist bei der Inscription zu entrichten.
Zur Befreiuug von demselben ist die Vorlage eines Dürftigkeits-
eugvisses nothwendig.

Lebrprogramme und Statuten können durch die Tascher'sche
Buchhandlung hier jeder Zeit bezogen merden.

Kaiserslautern im September 1876.

Agl. Rectorat,

O. SPpatZ.-
Geräucherter Lachs
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Sardellen
Emmenthaler Käs
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engl. Porte

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„CakesuBiscuits
soeben in frischer Waare ange—
ommen.
J. Reters in St. Ingbert.

Die Mitglioder werdon hiermit zu der am
samstag, 80. Sept. 1876. Ahenchis 28 Uhre,
im Ferd. Ob orhauser'schen Localo statisfindondon

General-Ver mlung
ingeladen. :
3⸗Ordruunng: —
Vorlago dos Geschaftsberichtoess pro J. Semestor
1876 und
——
8t. Ingbert, don-16. Sept. 1876. J
Der Vervattungsrath des Vorschuss. Vereins St. Inubert-
— Ehrhardt Jochum, Vorsitzender.
Aweibhrüclcen.
Landwirlhschaftliches Jest.
* Morgens 8 Uhe Auswahl
Samstag 30. Sept. der zur Konkurrenz bei der
Preisevertheilung des kgl. Landgestüts der Pfat;
vorgefürten Pferde; Nagqwiitags 8 Uhr: Versteigerung
von Gestütspferden, Musterung und Prämtirun
von Seiten des pfälzischen Plerden ht Vereins —*
der zut Verloosung bestimmten Pferde; Reunion auf Tivoli
bis 7 Uht; Abends 8 Uhr: Festbaill im Zwei brücker Hof
* E66Vormittags 84/3 Uhr: Von
Sonntag 3 38—
eins Musterung und Prämiürung von Gefpännen;
10 Uhr im Gestütshof: Vorführen der Beschäler des k“. Danksagung.
Landgestüts; 11 ühr? Preifevertheiiung des fF. Land. Wir sagen hiermit allen denen,
gestüts; 12 ühr: Umzug der prämiirten Pferde. velche bei dem Leichenbegängnisse
Nachmittags 3 Uhr auf dem Exerzierplatze: inseres lieben Gatten und Vaters,
erdeeunen
2 a 6 en. il kundeten,
Summa aller Preise für dasselbe 88300 Mark. Die Dee 5 — ieeb
Anmeldungen zur Betheiligung werden vom 16. September an auf iber danken wir dem Sierbe
»em Bureau der k. Gestüts-Direktion angenommen. dasse-Verein für den uns er—
Nachm. 2 Uhr im Gestütsbof: Wohlthätigkeitssinn.
Montag 2. Ottoh. ee
und landwirthschaftlichen ede Werth dKimer
der Gewinuste: eirea 17, 000 Mark. Loofe hefitt— und Kinder.
find von Herrn Banquier H. Henigst in Zweibrücken zu begiehen Die neuen
gorde — ,e 1 Mart Winterkappen
E Auf den Pfälzer Bahnstationen am 30. Sept. änd soeben eingetroffen und em⸗
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iltigkeit zur freien Rückfahrt bis einschüeßlich *
nzbre gleichzeitigem Zukauf einer Eintritts⸗ zu ag —* appen
arte à 1 Mark.
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35258355 256363 8577 355 66 56z858 352 5 535*38
5252 *25 257 2285 323 2 235 535 535332
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238 8358. — — —2 — * 22 — — * 2 — 2
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525* — I 52 —222 50 8* * 5—
555—3823335 2—57 53.* —A6 — 58 225 —* RE”ESS
35255 33356753 7*33 555* 83 238 —5 —AV—————
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—A 8 2 B3 2 — S 2 —3— 2 * * —
2.5522 258 2213 3—2* 5—52* 8 —A 56 258223 8
383533865 —— — 22 * 32328
2 —— — 255 2* — *2 2c2 552 53332382 —
6358 z5— 333325
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3585 5 8 — —— 733355 57523325 5525435 8 ——
—535355* 5883338*3 582 23255 52 5253 5535 5358758
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327—3 5238532587 — 35 —z83—333 225333353—388 2 ——
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260 2 2 22* 3255—83 12 5 — —— — ⸗ * * 22 * *
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— 58* — —552 2— 255 5 —X 555 —* 2 *
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232 3 53335337 55838 2582358 328* 22232 2* z0228
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—* *8 —
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—— 2 32 322e5 2555 — * —— — T.2— —2
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23 3. —33 3—332553 5 522875
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3 2 333 58 —333372 838* * 553
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53555 5582 532235—3653255328 — * 523
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lage)·erscheim wochenttich vietmali o Senmtage Der Abonne mentspreis betraͤgt vierteljahrlich
Mark 20 Re⸗Pfg. Amzeigen werden mit 1d Pft.,'von Auswatts nit 15 Bfz. fur die viergespaliene Zeile Blattschriit oder deren Raum. Reclamen
F mit 30 Pfg. vro Zeile berechnet.
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AMse 155. Samstag, den 30. September 143876.

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Deutsches Reich.

Muünchen, 26. Sept. Die direkien Berlübrungspunkte
wischen den deiden bayerischen Arweekorps und dem übrigen deut⸗
schen Heere we den immer wehr; außer dem schon seit einigen Jahren
deim Großen Generalstabe auf unbestimmt; Zeit kommandirten Mjor
A. Frhr. v. Asch werden vom 1. Oktober an noch nachstehende
Difiziere des bayerischen Generalstabes uach Berlin beordert: d'e
Majore Max'milian Weinig, Heinrich Ritter von Xylander und
Hauptmann Eugen Keller.

Muünchen, 26. Sept. Se. Maj. der Koͤnig hat genehmigt,
daß für die Abgebrannten von Brückenau im ganzen Königreich
mit Ausnahme der Oberpfalz Sammlungen vorgenommen werden.

Berlin, 25. Sept. Es wird als ausgemacht angenommen,
daß der Feldmarschall von Manteuffel dem Kaiser Alexander nach
Warschau die Versicherung überbracht hade, Deutschland würde im
Falle eines Krieges zwischen Rußland und der Pforte nentral bleiben.
Wir erfahren nun, daß das deutsche Kabinet keineswegs die Neu⸗
rralität der übrigen Mächte zur Bedingung gemacht hat. Vielmehr
oll erklärt worden sein, daß Deutschland nicht in der Lage sein
würde, eiwaige Maßnahmen Englands und Oesterreichs zu verhin⸗
dern. Diese Mittheilung, welche ungz aus ziemlich guter Quelle
zugebt, scheint durch die seit der Warschauer Reise des Feldmarschalla
don Manteuffel eingetretenen Ereignisse bestärkt zu werden. Es ist
eine Thatsache, daß Rußland sich im Einverständnisse mit den übri⸗
gen Mächten bifindet und auch die russische Prefse ist plötzlich sehr
tid und friedliebend geworden. Wir wollen es vorsichtiger Weije
dahin gestellt sein lassen, ob die Reise des Freiherrn v. Manteuffel
mit aedachter Erscheinung in einem ursächlichen Zisammenhange steht.

(Fränk. Kur.)

Die „Nordd. Allg. Z.“ schrebt: „In Berl ner Correspondenzen
ist wieder einmal das Projekt einer Weltausstellung zu Berlin nach
der Pariser eltausstellung zur Sprache gebtacht und als Mittel
zur Hebung unserer Industrie empfohlen worden. Solche Pläne
finden nur einen kleinen Kreis von Jateressenten zur weiteren Ver⸗
solgung bereit, während die Last und Verantwortlichkeit der Durch⸗
führuug auf andere Schultern gewälzt wird. Die letzten Weltaus⸗
stellungen haben thatsächtich dew esen, als auch zu zahlreichen directen
Aeußerungen darüber Anlaß gegeben, daß im Allgemeinen eine zu
rasche Folge von Weltausstellungen von den Industriellen keineswegs
zewünscht wird, weil man erfahrungsmäßig die Erfolge nicht den
Opfern entsprechend gefunben hat. Auch in maßgebenden Kreisen
dürfte die Opportunilät der Aufnahme eines solchen Projectes unter
den jtzigen Berhältnissen wohl überwiegenden Zweifel degegnen“

Berhin, 27. Sept. Der „Provinzial-Korrespondenz“ zufolge
iinden die Wabhlen der Wahlmänner in den ersten Tagen nach dem
20. Oktober, die Wahlen der Abgeordneren in den letzten Tagen
des Odltobers statt.

Die zum 13. Okltober er. vom Handelsministerium einberufene
Tonferenz der Preußischen Fabriken-Inspectoren wird sich speziell
mit Berathungen und gegenseitigem Austausch der Erfahrungen in
Betreff der Bestimmungen der Gewerbeordnung bezüglich der jugend ⸗
lichen Arbeiter beschäftigen. Die im Uebrigen im Handelsministerium
ttattfindenden Vorarbeiten, welche auf Reformen gesetzlicher Bestim—
mungen hinausgehen, betreffen Wohlfahrtseinrichtungen und speziell
kintichtungen zum Schutz von Leben und Gesundheit der Aroeiter.

Weitßtzenburg, 26. Sept. Nachdem das heut'ge zweite
Mandver bei Schleühal ebenso wie das gestrige ohne Unfall bei
zutem Weiter v rlaufen war, besichtigten der Kaiser, der Kronprinj
und Prinz Korl mit Gefolze den Gaisberg und dessen Umgebung.

Sulz, 27. Sept. Der Kaiser langte heute mit hohem Gefolge
um 7 Uhr Morgens zur Besichtigung des Shclachtfeldes von Woörth
zei gulem Wetter hier an. Die Bauerschaften in Sulz, Woͤrth und
Fröschweiler begrüßten den Monarchen unter lebhafter Betheiligung
bei Glockengel iute und Böllersthießen. Um 12 Uhr kehrte der Kaiser
nebst Gefolge nach Weißenburg zurück, von wo er um 12 Udhr nach
Stuttgart abfähti. Als Zeichen seiner Zuftiedenbeit mit dem Auf⸗

enthalte hierselbst hat der Kaiser eine große Anzahl von Orden ver⸗
liehen und zahlresche Gnadenbeweise ertheilt. Unter den durch die
Ordensverieihungen Ausgezeichneten biefindet sich. der Kreisdireltor
v. Stichaner, welcher den Kronen⸗Orden dritter Classe erhielt; für
die Armen der Stadt Weißenburg ist von dem Kaiser die Summe
don 2000 Mark angewiesen worden.

Aussand.

Wien, 27. Sept. Der „Politischen Korrespondenz“ zufolge
vurde der heute eiagetroffene Generaladjutant des russischen Kaisers,
Braf Lumarokof, um 10 Uhr Vormittags von dem Kaiser empfangen.
Der serbische Minister Ristics übermittelte gestern den Vertretkern
der Großmächte in Belgrad eine Note, worin die serbische Regie⸗
rung eine fernere Woffenruhe ablehnt, da dieselbe in der von der
Pforte bestimmten Form ohne Bestimmung der Demarkationslinie
ind neutralen Zone nicht durchführbar sei. Die serbische Regierung
vünsche übrigens, sehnlichst den Abschluß eines regelrechten Waffen⸗
dillstandes herbei. IJ J

Kounstantinopel, 27. Sept. Die Pforte wird morgen auf
hie Friedensvorschläge der Großmächte antworten. Sie jeigte sich
ehr geneigt, alle wünschenswerthe Reformen zu gewähren. Der zu
diesem Behufe einzusetzende Nationalrath foll aus 35 Moslemin und
30 Christen zufammengesetzt sein.

Konstantinopel, 27. Sept. Die Militärbehörden melden
vom⸗ Kriegsschauplatz: Am 24. d. Nachts überfielen die Serben
»as türlische Dorf Kerdja, gegenüber von Dogbolan, und vernich⸗
eten die Vorräthe; zugleich griffen sechische Abtheilungen Pernitza
an; überall wurde geplündert und wurden die christlichen Einwohner
her bosnischen Dörfer Schtadeowa, Jocodora und Issovika gewaltsam
aach Serbien mitgeschleppt. — Die Montenegriner zündeten einige
däuser bei Kolaschin an und griffen erfolglos einen Lebensmittel⸗
Transvort für das türkische Herr 4wwischen Brana und Rogora an.
Reuleaux über die deutsche Industrie.

Professor Reuleaux hat noch auf der Rückrerse nach Europa
inen letzten (10) Brief über die Ausstellung in Philadelphia an
zie „Nationalzeitung“ gefchrieben, welchen diese jetzt veröffentlicht.
Er hält darin eine kurze Rundschau über die Angriffe, welche ihm
ein erster Brief eingetragen hat, und da der Mann sich bewußt ist,
ucht mehr gesagt zu haben, als er verantworten kann, so hat er sich
zurch diese Angriffe nicht aus der Fassung bdringen lassen. Er
eichnet mit köstlchen Humor die Uebertreibungen und Unge'chicklich⸗
eiten, zu welchen sich jeine Widersacher in der Hitze des Gefechtes
saben hinreßen lassen; „und endlich gar die Freunde im Schwaben⸗
ande,“ sagte er, „die Tuttlinger! Sie haben, wie die Zeitungen
nelden, meinen ersten Brief — widerlegt? — nein, verbrannt!
dui! welche Gefahr ich da gelaufen bin, uad wie glücklich davon
jekommen, da ich zufällig so weit weg war! Ich werde mich freilich
in Acht nehmen müssen, doch denke ich, daß ähnlich den Nücnbergern
in einem verwandten Falle, die Tuttlinger auch keinen verbrennen,
ie hätten ihn denn zuvor! Wie nun allem dem auch sein möge,
ch denke, man darf die bis zur Eutflammung gesteigerte Hitze aͤls
in gutes Zeichen ansehen; möge sie nur auf die Industrie und die
dusmerzung von deren Schäden verwandt werden, dann darf ich
elbst das Tuttlinger Eiferfener als ein gutes Omen für künftige
Freundschait ansehen.“ — Als allgemeine Anwort auf die Gesammt⸗
Jeit der Anariffe erklärt er, daß er seinen ersten Brief, wie er ge⸗
chtieden steht, aufrecht hält und ganz und gar für denselben ein⸗
steht. Des Streites darüber aber, meint er, sei es nun genug,
und man jolle sich jetzt mit der Frage beschäftigen, wie das zu
Tag' getretene Uebel mit Erfolg zu bekämpfen sei. „Das Leiden
unserer Industrie,“ sagt er, „ist ein sehr zusammengesetztes. Da
gidt es keine einzelne Panocee, wie itwa Schutzzell oder Freihandel,
oder Gewerbezwang oder den Patentschutz u. s. w. Diese sind alle
nur Mittel, die in dem einen und anderen besonderen Falle ihre
jute Wirkung haben und mehr oder weniger allgemeine Dienste
Keisten können. Es nüssen vielmehr nach meiner Ueberzeugung eine
        <pb n="536" />
        oung fommen, deren Grund- und Zielgedanke der folgende sein sollte:
Deutschlands Industrie muß sich bon dem Princip der bloßen Con—
currenz durch Preis abwenden und entschieoden zu demjenigen der
Toncurrenz durch Qualität oder Werth übergehen. Um dennoch
dillige, verlaufhare Waare zu erzeugen, muß sie die Maschine, oder
allgemein gesprochen, den wissenschaftlich technischen Apparat in allen
denjenigen Füllen zuziehen, wo dadurch die Menschenhandmit Vor⸗
theil für das Product ersetzt wird. d. i. wo dadurch namentlich die
körperlichen Anstrengungen beseitigt oder erleichter; werden und, wo
nie masfenhafte Wiederholung die Grundlage der Produckion bildet;
dagegen muß sie die geistige Kraft und das Geschick des Arbeiters
auf die eiçentliche Fertigstellung des Erzeugnisses verwenden und
dies in um so höherem Grade, je mehr sie sich der Kunst nähert....
Der Fackoren, welche, dazu mitzuwirken haben, sind nicht wenige.
Da sind die einzelnen Industriellen, da sind deren Gesammtheiten
oder Vertretvngen, wie Gewerbekammern, Handelskammern, Gewerbe⸗
vereine, da ist die Staatsregierung als verwaltender, belehrender
und gesetzgebender Factor, da ist auch das kaufende Publikum, dem
ein Theil der Aufgabe zufällt, da ist endlich, und nicht als letzter,
der Arbeiter, dem wegen der Vortheile der Verbesserung auch Pflichten
wegen derselben erwachsen.“

Vermischtes.

F Zweidrücken, 25. Sept. (Schwurgerichtsverhandlung
der Pfalz. 3. Quartal 1876.) Verhandlung der Auklage gegen
Franz Sauerhöfer, lediger Dienstknecht von Haßloch, wegen Raubs,
räuberischer Erpreffung, Privaturtundenfälschung und Beitruget.

Der Angeklagte genießt einen sehr schlechten Leumund und
wurde schon öfter u. A. wegen Diedstahls und Privaturkuuden⸗
fälschung, bestraft. Am Morgen des 13. Februars abhin wurde
er aus dem Gefänznisse in Landau entlassen. An demselben Taçe
Nachmittags traf er in der Nähe von Otlershe'm bei Landau auf
der Landstraße bei heftigem Schneegettober den jungen Michael
Liebel, der gerade auf dem Wege nach seinem Heimathsorte Rül;z⸗
heim begriffen war. Er schloß sich sogleich demselben an unter dem
Vorwande, sein Weg führe ihn auch nach Rülzheim. Mitten aus
dem Feldwege zwischet: Ottersheim und Rülzheim packte er plötzlich
seinen Begleiter an der Brust, bedrohte ihn mit einem dolchartigen
Messer und verlangte von ihm die Herausgabe seines Geldes und
seiner Uhr. Dieser bat ihn um Schonung, wurde aber zu Boden
gerissen, worauf er, um loszukommen, dem Angeklagten eine Mack
bersprach und sie ihm auch, nachdem er sich wieder erhoben hatte,
gab. Damit war der Angeklagte jedoch nicht befriedigt, sondern
rief: „Sie haben noch mehr, heraus damit und die Uhr her!“
Dabei riß er die Uhr aus der Westentasche des Liebel, so daß
dieser die Nußlosigkeit weiteren Widerstandes einsah und ihm sein

vorräthiges Geld nämlich vier Sechstelsthaler und einiges kleinere
Geld, aushändigte. Der Räuber eilte dierauf mit seiner Beute
quer über die Felder nach der Germersheimer Landstraße davon.
Längere Zeit blieb der Thäter unentdeckt, da man seinen Namen
nicht kannte und deßhalb seine Spur nur bis Zeiskam verfolgen
konnte. Erst als derselbe in Schwegenheim und Germersheim ver⸗
schiedene Schwindeleien verübt hatte, wurde man auf idn aufmerk
sam und ließ ihn, als der beraubte Liebel ihn wiedererkannte,
sogleich verhaften.

Neben diesem Raube hat nämlich der Angeklagte außerdem

noch verschiedene Betrügereien mit Zuhilfenahme von gefälschten
Privaturkunden zu Schulden kommen lassen. Zuerst haite er am
5. Mai abhin, pachdem er seinen Dienst bei Ziegler in Schwegen⸗
heim an demselben Tage verlassen hatte, dem Kaufmann Walther
daselbst vorgespegelt, sein Herr habe ihn geschidt urd lasse den
Kaufmann ersuchen, ihm einige Kleiderstoffe auf seines Herrn Rech⸗
nung abzugeben. Zum Beweise dieser Behauptung zeigte er dem
Aaufmann einen angeblich von seinem Dienstherrn geschriebenen,
in Wahrheit von ihm selbst gefälschten Bries gleichlautenden In—
haltes vor. Der Kaufmann kraute jedoch nicht recht und gab ihm
nur einige Waaren geringeren Werthes, womit dieser verschwand.
Aehnliche Kunstgriffe gebrauchte er, um sich in Germersheim auf
Kosten seines dortigen Dienstherrn Bäckers Vollmer bei dem Schuh⸗
macher Koch ein paar Stiefel zu verschaffen. Den Kleiderhaͤndler
Jahraus in Germersheim bewog er durch das Vorgeden, sein Herr
lasse ihn ersuchen, ihm auf Kredit einen vollständigen Anzug zu
geben, zur Abgabe eines solchen, ebenso den Rappenmacher Kämmeren

zur Lieferung einer Kappe. Als dieser zur Sicherheit von dem

Dienstherrn des Angeklagten etwas Schrifiliches veriangte, schrieb

der leßtere einen Zettel, wie er ihn brauchte. Die drei letzteren

Geschaftsleute ließen sich jedoch nur kdurze Zeit hinters Licht führen
und noͤthigten den Betrüger zur alsbaldigen Hecausgade der abae⸗
gebenen Gegenstände.

Sowohl den Raub wie die Betrutgereien gesteht der Angeklagte

ohne Hinterhalt ein; das erpreßte Geld hat er in Bellheim und
Zeiskam ausgegeben, währlend er die geraubte Uhr ersßt seinem Bruder

Undelannten verkauft haben will.

Die heutigen Debatten zwischen dem k. Staatsanwalt Hessert
und dem Vertheidiger, dem k. Advolat-Anwalt Giessen, drehten sich
haup!sächlich um die Frage, ob sowohl bei dem Raubanfalle, wie
dei den Betrügereien mil dernde Umstände anzunehmon seien. Die
Beschwornen verneinten das Vorhandenfein derseiben bezüglich des
Raubanfalls und der räuberischen Erpressung, während sie binsichtich
der beiden · lehzten Reate, der Privaturtundenfälschung und des Be—
truges, solche, annahmen. Det Gerichtshosße verurtheilte auf Grund
dieses Wahrspruchs den Angeklagten zu einer Gesammtstrafe von
s Jahren und 6 Monaten Zuch thaus, zu dem Verluste der bürger⸗
lichen Ehrentechte auf die Dauer von 5 Jahren und zu den Kosien.

F Der „Pf. Z.“ meldet man aus Landstuhl, 21. Sept:
Die von dem Quellenfinder Bernatz bezeichnete, angeblich in einer
Tiefe von 27 Fuß sich befindliche Quelle konrte bis jetzt nicht
nufgefunden werden, obwohl die Ausgrabungen bereits bis auf eine
Tiefe von etwa 40* vorgenommen sind. Herz Bernat behaupiet
irotzdem, daß sich an der betreffenden Stelle eine Quelle vorfinden
musse. In Lauterecken und anderen Orien soll derselbe glücklicher
gewesen sein.

F Neustadt, 27. Sept. Als Seltenheit verdient erwähnt
zu werden, daß in dem Garten der Klein'schen Obermühle zu Lam⸗
brecht eben ein Apfelbaum in schönster Blüthe sieht.

In Dürkheim wurde dieser Tage ein Probemähen mit
einer verb⸗sserten Mähmaschine von Jul. Weil in Mannheimn ange⸗
sellt und wurde damit in a Stunden eine 2 Morgen große
Wiese abgemäht. Au nächsten Dienstag (Warstmarkt) soll der in⸗
teressante Versuch wiederholt weiden, um den Fremden, welche
den Markt besuchen, Gelegenheit zu geben, sich von der Leistungs⸗
ähigleit der Maschine zu überzeugen. “

t Dem „N. W.“ schreibt man aus Resborn, 22. Sept.
Bestern fiel das Söhnchen des Heinrich Renner, Zimmermann don
hier, ein Kind von 5 Jahren, in den Glan und ertrant, da leider
Niemand zu seiner Rettung zugegen war.

r Landau, 20. Sepi. Gestern tagte dahier der Verwaltungs
rath des pfälzischen Lehrer Sterbtkassevereins, um die Jahresrechnung
jür 1875476 definiuiv festzustellen. Das Ergebniß war höchft er—
freulich. Die Zahl der Mitglieder betrug im vorletzten Rechnungs⸗
jahre 1198; hiervon 25 gestorben und Z ausgetreten, deigetreten
aber find 33, so daß die Zahl der Miiglieder nunmehr 1203 de⸗
hrägt, welche einen Jahresbeiteag von 9015 M. geleiftet haben.
Das admassirte Stammvermögen des Veteins beträgt 42,800 M.
An die Relicten von 25 verftorbenen Vereinsmitguedern wurden
7187 M. Unterstützungen hinausbezahlt. — Die Granewaldftiftung
hat nunmehr ein Stammvermögen von 1360 M. und der Jinsen-
ertrag von 53 M. wurde einer bedrängten —— 4

—ð

f Der „L. Anz.“ schreibt aus Landau, 25. Sepu: Die

Weinbesitzer zeigten sich ain heutigen Weinmarkte zurüchhaliend. Es
onnte sich daher ein besonders lebhaftes Geschäfi nichi entwickeln.
Berkauft wurden ausweislich Prototolles nur 20 Fuder. Uebrigens
vurden manche Geschäftsabschlüsse nicht zu Protokoll gegeben, und
ziele Geschäfte eingeleitet, deren Abschluß, wenn nicht dereits erfolgt,
so doch in Bälde ersolgen wird. Einige Posten waren vor dem
Markte schon verkauft. Nach 1875er, welche verhältnißmaͤßig am
wenigsten am Markte waren, zeigte sich die stärkste Frage und
wurde für dieselben je nach Qualität 200 bis 275 Martk bezahlt.
Fuür 1874er wurden 8350 bis 430 M. verlangt. Eine kleine Pattie
1868er dedang 455 M. Für 1874er Gräfendauser wurden 950
M. — Alles pro 1000 Liter — bewilligt.

I Die Bollsbant in Speyer erzielte im 1. Semester 1876
einen Gesammtumsatzz von 7,287, 100 MN., beinahe 1 Mill. mehr
als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Am 30. Juni zählte
die Volksbank 702 Mitglieder.

fIn Bergh ausen wurde am 286. Sept. ein Heiligensieiner

Bursche, welcher seine dortige Braut besuchen wollte, von einem
Mechtersheimer derart in das Genick gestochen, daß an seinem Auf⸗
lommen gezweifelt wird. Als Motid wird Eifersucht angegeben.

FWeißenburg, 25. Sept. Die in der Nähe des außeren

Perrons uuseres Bahnhofes und des kaiserlichen Wagen sich befin⸗
»erden Zuschauer demerkten gestern schon lange vor Aniunft der
jöchsten Herrschaften einen schlichten Landmann nebst Frau und
einem in Husarenuniform gekleideten kleinen Knaben, welche nicht
nur mitten unter den Spitzen der Behoͤrden und Ojficiere geduldei,
ondern sehr aufmerksam behandelt und in den Vordergrund gestellt
wurden. Als der Kaiser aus dem Wartesaal trat, wurde er von
der laͤndlichen Familie begrüßt, worauf er unter herzlichem Haͤnde⸗
druck dankte, und ebenso der Kronprinz, welcher sogar den ileinen
dusaren küßte. Die Familie war die des Kohlenhändlers und
Dekonomen Günther aus Zeislam. Als im Jahre 1870 der Kron⸗
prinz durch Zeiskam kam, hatte Kohlenhändler G. Gelegenheit, dem⸗
jelben eine Erfcischung zu reichen. Im Laufe des Gespräches er⸗
juhr der Kronprinz, daß die Gattin seines freundlichen Wirtges in
        <pb n="537" />
        ι,, Ar . A age
derweilen und eventual Pathenstelle übernehmen zu können. Als
die Frau eines Knaben genas, erinnerte der Mann den Kronprinzen
in seinen Scherz und bat denselben, Vatbenstelle zu übernehmen.
Dieser sagte sihr huldvoll zu und die Eltern erhielten auf ihre An⸗
jrage dieser Tage die Erlaubn ß, mit dem Kleinen nach Weißenburg
iu kommen. Mit diesem „Freibriefe“ in der Hand war es der
ichtlich beglückten Familie moͤglich geworden, Vor⸗ und Zutritt zu
rxhalten, und wir können als Augenzeuge bestätigen, daß fowohl
der Kaiser als der Kronprinz die Begrüßung⸗in dir freundlichsten
and berablafsendsten Weise erwiederten. 6gpjf. 3.)

F Vom Fuße des Geißberges, 25. Sept. Eine hohe
Fhre aͤst dem katholischen Pfarrhause zu Schweighofen heute Abends
zu Theil geworden durch den Besuch des Kronprinzen von Preußen.
Derselbe war sehr erfreut im Frieden diese stille Wohnung wieder
zu betreten, welche ihm am 4. August 1870 zum Haupiquartier
zedient hatte. Desgleichen besuchte der Kronp inz das Kirchlein in
Zchweighofen, zu dessen Ausbau Steine von einem niedergelegten
Weißenburger Festungsthore verwendet werden.

fMünchena, 26. Sept. Aus der Pacdklammer des hiesigen
Hauptpostamtsgebäudes wurden ia vergangener Racht 55,200 M.
itweudet, unn zwar ein Sack von 2000 M. in Einmarkstücken und
33,200 M. in Banknoten. Diese Geldpsendung soll gestern Nacht
uus Würzburg hier eingetroffen sein. Das Oberpostamt hat auf
die Entdeckung des Thätecs eine Belohnung von 500 M, ausgeseßt.

FKronach, 21. September. Gesiern Nachmittag wurde
ane GIjährige Dienstmagd aus einem Bacofen, in welchen sie auf
Anrathen bon Leuten gekrochen war, ud eine Geschwalst an ihren
Füßen zu vertxeiben, förmlich gebraten herausgezogen. Dieselbe
jatte zu diesem Zweck sogar auch Bettwaare mitgenommen. In
aem Backofeun war während desselben Tages piermal n Peben

(FIr. W.

In Mannheim stürzten am 23. ds. bei der Räumung
uiner Dunghrube der Dunghäudier N. Rheinhardt und der Land⸗
virth J. Kimmel, durch die Stickluft betäubt in die Tiefe und
lonnten nur mehr als Leiche herausgezogen werden.

FMannheim, 27. Sept. Die Hundertmarkscheine der
Beraer Banf sind zum 30. d. MNRis. ausgerufen und werden von
oiesem Tage ab vböuig werthlos.

Sammiliche Meßger in Nekargemünd ließen jüngst
ourch die Schelle bekannt machen, daß das Pfund Rindfleisch 40 Pfg.
tostet, was einen Abschlag von 25 Procent ausmacht und mit dem
zegenmärtigen Einkaufspreis in Eintlang steht. (Zur Nachahmung
mpfohlen.) I

Uainz, 20. September. In Bingen wurde leztzthin
pier Netzgern eine Quantitat von etwa 150 Pifod, Wurst confiscirt,
weil diesebe mit Kartoffelmehl und Waffer versetzt war.

* Ein pfiffiger Weinhandler zu Köln, dem am Wobhlbehagen
seiner Gäste gelegen war, hatte sich über einen Laffen geärgert, der
aus der Hosentasche heraus das kindische Spielzeug Kri⸗Kri erroͤnen
ieß. Silllschweigend trat er an diesen Blech⸗Musikanten heran und
egte ein Kinder ⸗Trömmelchen und eine Sechepfennigsflöte vor ihn
muf den Tisch, um sich dann wieder zu entfernen. Doch da rief
1as angehende musikalijche Talent entrüstet: „Herr, was wollen Sie
damit?“ „O, geniren Sie sich nur nicht,“ entgegnete dieser, „wenn
Ihnen de eine Dummheit nicht mehr ausreicht, daum können Sie
jon diesen beiden Keindereien Gebrauch machen!“ Die Gäste schlugen
ine helle Lache auf, und der Kri⸗Keri Jüngling drüdte sich wie ein
degossener Pudel eiligst an die frische Luft.

kEin seitenes Paar erschien vor dem Standesamte zu Elber⸗
eld zum Aufgebote. Der Bräutigam war 63, die glückliche Braut
0 Jahre alt; Er hatte die Freude der Ehe schon einmal, Sie
chon zweimal gekostet. Unsere herzlichste Theilnahme!

7 Ju Stetin wurde dieser Tage ein Weinhändler zu drei
Monaten Gefängniß verurtheilt und sofort in Haft genommen, weil
x moussirende Rheinweine für ächten Rheinwein verkauft hatte,

fw Vach der deuischen Reichsgesetzgebung darf die Niedetlassung
eines approbirten Arztes auct auf Grund einer von der dazu be⸗
ugten Laudes-Centralbehörde ausgefertigien Approbation erfolgen
ind letztere hat den Nachweis der durch die geordnete Staats⸗
rüfung erslangten Befähigung zur unerläßlichen Bedingung, Dieses
krforderniß erstreckt sich auf alle ärztlichen Kategorien ohne jeden
Unterfchied, während sonst die Ausubung ärztlicher Verrichtungen
reigegeben ist, ohne jedoch, daß die solche Praxis treibenden Per⸗
onen sich auch nur entfernt als Arzt bezeichnen und so den Glauben
zrweden dürfen, daß sie wirkliche Aerzte sind, Die jeßt in Angriff
Jenommene medizinische Statistik hat sich auch den Zweck gesetzt,
ille diejerigen Personen, so weit es angeht, zu ermittein, welche die
kLurbfujscherei gieichsan ais Gewerbe beireiben.

In einer Wechselprozeßsache hat daz Reichsoberhandelsgericht,
Sen., in einem Erkenntniß vom 7. Sept. d. J. folgende Ent⸗
deidung gefällt: Der Einwand der Verjährung in Bejziehung auf
en Regreßan spruch des zahlenden Indossanten gegen den Aussteller
zad die übrigen Vormänner, ist von dem Aussteller, desp. dem⸗

emge ROInuc, Deα, Cinos Aã l Eljt
ibstantiiren, daß er den Zeitpunkt der Zahlung des Wechsels
itens des regreßnehmenden Indossanten, von welchem die Ver⸗
aihrungsfrist anläuft (Art. 79, 2 der W.O.) nachweist.

Gesñorben in Berlin am 25. der bekaunte Humorist Adolph
vlasbrenner. Herausgeber der „Montagszeitung“.

. Der sechste umfangreiche Band der parlamentarischen Reden
des Fürsten Bismarck ist hier soeben in französischer Sprache er⸗
hienen. Das Gesammtwerk umfaßt eine Periode von 15 Jahren,
eit dem Eintritte des Herrn von Bismarck in das preußische Mini⸗
texium bis zum heutigen Tage. Die Reden behandeln die preußische
ronfliktsperiode; die polnische Insurrektion, die schleswig holsteinische
zrage, den deutsch-dänischen Krieg, den Krieg mit Oesterreich, den
Zrager Friedensvertrag, die Schöͤpfung des norddeutschen Bundes,
ie Militär⸗ und Zollberträge mit den süddeutschen Staaten, die
uxemburgische Frage, den Krieg mit Frankreich, den Frankfurter
Friedensvertrag, die Organisation des deutschen Kaiserreiches, den
kdulturfampf und die Dreikaiserallianz. Das Werk bietet für die
eitgenössische Geschichte wichtiges Material, weil der deutsche Staats⸗
mann seinem polit schen und diplomatischen Wirken stets durch seive
darlamentarische Wirksamkeit und ein charakteristisches Relief verliehen
hat. — Dennoch wird die parlamentarische Persönlichkeit des Reichs⸗
anzlers erst vollklommen verständlich, wenn man auch seine oratorischen
Anfange aus dem vereinigten Landtage und der Nationalversamm⸗
ung mit in Beriracht zieht, Leistungen, welche sich die Herausgeber
einer Reden leider haben entgehen lassen.

Cleve, 20. Sept. Das hisiege Zuchtpolijeigericht hat den
daufmaun Scherer zu St. Tönis wegen Verfälschung von Mehl
zurch Zusatz von Gyps, Schwerspath 2c. zu 6 Monalen Gefängniß
und 1000 M. Geldbuße verurtheilt.

Die Berichte üuber den Schaden welchen ein heftiger Sturm
im vorigen Sonntag in dem deutschen, amerikanischen und britischen
Theile der Weltausstellung zu Philadelphia angerichtet haben sollie,
jaben sich zwar, insbesondere was die britische Abtheilung betrifft,
als übertrieben heruusgestellt, der Ockan hat aber doch läugs der
düste in verheerendet Weise gewüthel. Mehr als hundert Schiffe
zingen zu Grunde und der Verlust vieler Menfchenleben ist zu be⸗
lagen. Unfälle werden von allen Seiten gemeldet. Der schottische
Dampfer Rebelka scheiterte an der Kiste von Karolina und zwölf
Zersonen kamen ums Leben. In der Chesapeale Bay ertranken
ichtzig Personen in Folge des Umschlagens mehrerer Barken, die
der Dampfer Juniata im Schlepptau hatte u. s. w.

r London, 16. Sept. Nicht weniger als vier bedeutende
Feuersbrünste wütheleten gestern in London. Bei einer derselben
gelang es nur mit genauer Noth mehrere gefährdete Menschenleben
zu retien.

Der Hafen von New⸗Pork war am vorigen Sonntag
die Scene einer großartigen Felsensprengung. „Hell Gate“ wurde
jegen 8 Uhr am gedachten Tage in die Luft gesprengt. Nach
iebenjähriger Ardeit ist jetzt eine schiffbare Durchfahrt fuͤr Ocean—⸗
ampfer von Lorg Island Sund uach der Rhede von New VYork
ergestellt. Füafzigtausend Pfund Dynamit waren zur Untermi⸗
nirung der Felsen derwendet und durch Electriciiät entladen worden.
Die Explosion war in einer Entfernung von zehn Meilen hörbar
ind veruisachte in New-York und den Ortschaften in der Nähe von
dell⸗· Gate eine erdbebenartige Erschütterung. Der allgemein em⸗
ffundenen Besorgniß der Bevölkerung fowie der Voraussagung
zieler hervorragender Ingenieure zuwider verlief die Sprengung
hne jeden Unfall und ohne irgend welchen Schaden anzurichten.
Ungeachtet der regnerischen Witterung hatten sich an verschiedenen
Punkten Tausende von Menschen eingefunden, um Zeugen der Ex⸗
losion zu sein. Tausende hatten aber auch ihre Wohnungen in
der Nachbarschaft von Hell Gate, viele sogar Rew: Yorl verlaßen.

Dienstesnachrichten.

Der Vorstand des Laadbauamtes Speyer, Bauamtmann F.
—XB
hetenen Ruhestand versetzt worden.

Der praktische Arzt Dr. A. Model zu Nördlingen wurde zum
Bezirksarzt zweiter Klasse in Annweiler ernannt.

Gemeinnütziges.

f Exsparung im Haushalte. Manche Hausfrau, der
die Vorzüge des Liebig'schen Fleischertrakts zur Geaüge bekannt und
welcher dasselbe schon fast unentbehrlich geworden, wird eine wieder⸗
holte Empfehlung dieses vorzüglichen Fabtikateß, das sich überall
bewährt, wo es richtig angewandt, für ganz unnöthig halten. Den⸗
noch ist es Thatsache, dad ein grozer Theil der mittleren Volks⸗
lassen, für welche das Extrakt in Anbetracht der hohen Fleischpreise
doch recht eigentlich vorhanden, immer noch den Werth desselben
zanz unterschatzt. Das Liebig'sche Fleischextract gibt mit geringen
Zuthaten eine vortreffliche Fleischbrühe, verschafft uns den Vortheil
des nicht oder nur wenig ausgekochten Fleisches und ist, richtig an⸗
zewandt, von großer Oekonomie im Haushaite. Wir meinen, daß
dor Allem die erzielte Ersparung im Haushalte mehr noch eine qus⸗

—
        <pb n="538" />
        grurhnie Berwenoung zur Jorge uuen unn.
Verkäufern erhältlichen Prospekte ist in Zahlen dargethan, wie bei
regelmäßiger Anwendung des Extralts, im Laufe des Jahres eine
wesentliche Summe erspart wrd. — ——
Die beiden neueften Nummern dee Filurirten vrauen—
Zeitung (vierteljährlicher Abonnementspreis M. 2.50) enthalten
l. Die Moden-Nummer (37): Braul⸗, Gesellschastze und Prot?
menaden Anzüge, Paletots; Filze und Sammethüte Capoten,
Fichns; Damenhemd mit verfehiedenen Garnituren; Her renweste
mit Uhrschnur. Anzüge zur Tanzstunde für Knaben und Mädchen,
Mäntelchen, Jacken, hohe Schoßtaillen und Unterjäckchen für kleine
stinder. Ruhebett, Schlafdecken, Schlummerrolle, kleine Decken,
sissenbezug und Ueterschlaglalen mit Namens:Chiffren, Wandtafche,
Staubtuchkorb, Tintenwischer, Tischbürste nebst Schaufel, Arbeits⸗
oder Tabacksbeutel, Kinderstuhl, Lampenteller, Cylinderhütchen, Lam⸗
penschirm und Chylinderputzer. Verschiedene Strick und Häckelar⸗

— — —
Arhbeĩfer⸗BRiIduBm —νrin.
Sonntag, den 1. Oltober, Nachmitiags 8 Uhr, im Sagle
des Herrn Oberhauser, Vortrag durch Herrn Prof.
Baumblatt aus Kaiserslautern über Gewerbefreihent und die
Arbeiterverhältnisse der Gegenwart.
Abends 8 Uhr: BALI..
Zu genanntem Vortrage laden wir alle Arbeiter, so wie Hand⸗
werkler und Freunde der Sache höflichst eirn.
Der Vorstand.
Anmerkung: Alle diejenigen Arbeiter und Handwerks-Gesellen,
die Glieder des Vereins find und nicht gezeichnet, haben
freien Zunilt.
.. BBiältzishe
Annoncen-Agentur
(herrmann Kayser/—/
Kaisorslautern, Lud wigstrasso Nr. b,
Abernimmt die Befötderung von Inseraten in alle Zetungen
des In⸗ und Auslandes zu Original⸗Preisen.

— —— — — —
— 244

IELEARLELL—
24 der schönsten Tänze von
Strauß, FJaust, Cabitzy. Lanner,
Sumbnye ꝛc. ꝛc.
Für Klavier leicht bearbeitet von
O. T. Brunner.
Op. 208 VNr. 1 bis 24 à 60 Rpt.
Zusammen in binem Bouande nur Kmic.
(Dieselben 204 Händen â Nummer 60 Rpf., zus. in
1 Bande 6 Rmx.)
Gaegen Finsondung, des Betrages versende ich franco.
Ret. dJos. Tonge in Cöln.

VJ

Wilne. aαν urDCqhoruchat beitenn, Yolzmalereit.
Spritzarbeiten ꝛc. ꝛc. mit 77 Abbildungen und einer Beilage mil
18 Musterborlagen für Bunt und Kettenslichstickerei, Filet Guipure,
Spitzenarbeit. Durchbruch in Leinewand, Namenchiffren und 8 Schniti⸗
mustern nebst verschiedenen“ Stickerei- Vorzeichnungen. Sire
Unterhältungz-NRummer (838): Wie ich sie denndch geheirathet
— —
Denfmäle der Fonigin Luse Von Ludwih' Pie tsche WBene⸗
liatiische Frauen, Von Ileränder voniRoher ebn Die
—XV——— und Nanftgewerber⸗ Ruͤ ftelfutig in
München. Von K. A. Regnet. — Verschiedenes. — Briefmappe.
— Frauen⸗-Gedenktage. — Feruer solgende Illustrationen: Böses
Gewissen. Von Carl Kronberger. — Das projectirte Dent-
mal der Kömgin Luise im Berliner Thiergarten. Von Erdmann
Encke. Nach dem Modell gezeichnet von F. Weiß. — Benetianische
Frauen. Von Alexander Zich.

Heute, Sams⸗
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des herũhmten Irrenarzies Dr
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Folgen der delbstbetteckung
und geheimer Aussehweifungen
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53 1565. SEonntag/ den 1. Oetober ———— 1876.
J — F 29* 78 *

— —
—
Deutsches Reich.

.Munchen, 25. Sept. Heute Morgen begannen im kleinen
Odeonssaale die Verhandlungen deutscher Künstler, Kunstindustriellen
und Freunde derselben, wie sie vom Directorium unseret Kunst⸗
gewerbeausstellung. vorbereitet waren. Es hatte längere Zeit den
Anschein, als ob eine Anzahl von Theilnehmern, die der weit⸗
tragenden Einladung auch nur einigermaßen entspreche, sich über⸗
haupt nicht zusammenfünde. Nach langem Zuwarten aber konnte
doch mit den Verhandlungen begonnen werden. Zuerst gelangte
ein pon Erzgießer v. Miller, dem Prasidenten des Ausstellungs⸗
directoriums, eingereichter Antrag zur beinahe einstimmigen Au⸗
nahme, dis Inhalts: es sei an alle deutschen Staatsregierungen die
Bitte um Errichtung, Förderung und Unierfstützung von Kunst⸗
gewerbe⸗“ und Fachschulen in den größeren deutschen Staaten und
Industriebezirken zu richten. Als Gegner des Miller'schen Antrages
rat ein einziger Redner auf, Architekt Feder von hier, der befürchtet,
es mangle an den nöthigen rüchtigen Lehrkräften, und bei dieser
Gelegenheit ziemlich unbarmherzig die bisherige Wirksamkeit der be⸗
stehenden Schulen der angedeuteten Art vor Gericht zog. Director
Lange und Prof. Krell von hier, sowie der Antragsteller erwiderten
ihm sehr nachdrücklich, ohne übrigens alle seine Eiawände zu ent-
kräften. Dann kam ein Antrag des Oberbauraths Neureuther von
hier zur Besprechung, die Versammlung wolle den Wunsch aus⸗
drücken, daß alle Staatsregierungen, Landesvertretungen und Gemeinde⸗
dehörden die Mittel bewilligen, öffentliche Bauten, welche höheren
Zwecken dienen und also am besten geeignet sind, die Bildungsstufe
und den Charakter der Zeit, des Landes und des Volkes auszu⸗
prägen, auch künstlerisch würdig auszustatlen, also der Plastik, der
Malerei uad dem Kunstgewerbe dei Ordnung des inneren und äußeren
Schmuckes angemessenen Raum zu gewähren. Die Begründuug
dieses Antrages war sehr interessant. Kurz, aber treffend zeichnete
der Redner das Jahrzehnte lang geübte Sparsamkeilssystem bei
allen öffentlichen Bauwerken, das jede künstlerische Ausschmückung
als entbehrlicher Luxus fernhielt, und dem gegenüber das System
der Alten, das gerade durch den wahrhaft künstlerischen Schmuck an
und in monumentalen Bauwerken den Sinn für das wahrhaft Große
und Sqhöne im Volke stets rege erhielt. Sein Antrag wurde ohne
Debatte einstimmig angenommen. (S. M.)

Berlin, 28. Sept. Sowelt bisher Nachrichten vorliegen,
sind nachfolgende Aus steller aus Süd⸗-West-Deutschland in Phila⸗
dephia prämiirt worden: Die Bauer'sche Gießerei in Frankfurt
a. M., Reinhold Hanke in Höhr bei Coblenz, Gebr. Gundlach zu
Broßalmerode (Provinz Hessen-Nassau), Gebr. Lotzbeck zu Lahr,
Heinrich Keller Sohn in Dacmstadt, Adolph Noll in Gießen, P.
J L. Landfried in Wiesloch in Baden, August Ganz in Baden⸗
aden.

Cannstadt, 28. Sept. Die höchsten Herrschaften (Kaiser,
Koͤnig ec.) trafen vor 11 Uhr auf dem Bolksfestplatze ein, stürmisch
begrußt von dem trotz des Regenwetters in ungeheurer Menge aus
den entferntessen Landestheilen versammelten Volle. Sie wohnten
hierauf der Preisvertheilung des landwirthschaftlichen Haupifestes
sowie dem Weitrennen bei und fuhren um 2 Uhr nach Stutt⸗
zart zurück.

Stuttgart, 28. Sepi. Das Kaiserpaar, der deutsche Kron⸗
prinz und das dadische Großherzogpaar sind um, 5 Uhr mit Extra⸗
zug nach Baden-Baden abgereist. Der Abschied am Bahnhof war
sehr herzlich. Eine ungeheure Menschenmenge grüßte bei der An⸗
jahrt am Bahnhof sowie bei der Zurückfahrt des Koͤnigspaares nach
Abgang des Zuges in enthusiastischer Weise.

Karlaruhe, 27. Sept. Feldmarschall Giaf Moltke hat den
daiser nicht nach Eülsaß begleitet, sondern traf am Sonntag Nach⸗
mittag in Heilbronn ein, wo sein unerwartetes Erscheinen auf dem
derbstfeste des Veieranenvereins unendlichen Jubel hervorrief. Abends
orachten dann die Sänger des Vereins dem berühmten Feldherrn
ein Fackelständchen, und bei dessen Abreise am anderen Morgen
vparen die Straßen beflaggt. Graf Moltle hielt sich auch kurze

Zeit in Heidelberg auf, besuchte das Schloß und reiste nach Frant ⸗
surt weitert. —
Aausfand.
Wien, 28. Sept. Der Missien des General-Adjutanten
Sumaroff, welcher eiv Haudschreiben des Kaisers Alexander hiertzer
iberbruchte, wird in hiesigen Regierungekreisen ein die Herstellug
des Friedens entschieden begünstigender Charalter beigelegc
Paris, 28. Sept. Eine Meldung der A pbe
widerspricht auf's Bestimmleste der Nachricht, daß — —— ürlei
ine Allianz angeboten habe. Persien sei nicht im Entferntesten
zewillt, seine Neutralität aufzugeben. 733
Uesber die von Tag zu Tag wachsende Erregeng in deu ruß⸗
ischen Volkskreisen scheeiht man der »D. Z.“ von der xufsische
sterreichischen Grenze: „Die Theilnahme an den Kriegsereignissen
in Serbien könnte hier nicht größer sein, wenn Rußland direkt an
enselben beiheiligt wäre. Alle öffentlichen Behörden und Anftalten
ammeln mit russischer Energie Gelb; von den Bauern werben zehn
dopeken per Kope neben den Steuern als Zuschlag für die Brüder
n Serbien“ zingehoben. Freiwillige slroͤmen gus allen. Orten
nassenhaft zur Bahn. Allgemein wird behauptet Rußland trete
zemnächst in die Altion, und man spricht ganz ungescheut davön,
daß das Volk die Regierung dazu zwingen werde. Die Popen
hun das Ihrige, um die Masse in fortwahrender Aufregung zu
rbalten. In der vorigen Woche bekam die Kreispolizei die strengste
Ordre alle Straßen umd Brücken in den hzesten Justand zu ver⸗
etzen, auf allen Stationen Heu und Hafer vh andere Vorräthe
aufzuspeichern und dafür zu sorgen, daß die Getreide⸗Magoine
der Gemeinden geflillt werden. Die Reservisten erwarten säglich
Marschbefehl.“
— 00

2
VBermischteitsesss.

f Neustadt, 28. Sept. Die definitibe Tagesordnung sür die
norgen dahier statifindende sechste Haupwersammlung des pfälzischen
dreis Lehrervereins wurde heute durch den Kreisausschuß, wie foigt,
estgestellt: 1) Vortrag des Lehrers Bernhard von Herxheim über
»ie ungetheilte dreiclassige Volksschule; 2) Voitrag des Lehrers Ger⸗
jard von Haßloch über Volksliteratur, Vollsbibliotheken, Vollaschul⸗
ehrer; 3) Referat des VLehrers Drescher von Trippstadt über den
Antrag des Bezirksvereins Landau⸗Annweiler, Entschädigung sür
den Abtheilungsunterricht in überfüllten Schulen deir.

F In Maikammer wurde in der letzten Woche Gartenmost
verkauft, das Fuder zu 145 Gulden (). Derselbe wog 66 Grad.

7 Kusel. Zur Prämiirung von landwirthschaftlichen. Dienst⸗
ʒoten beiderlei Geschlechts, welche üͤber 10 Jahre bei einer und der⸗
elben Herrschaft gedient und sich durch Fleiß und Treue ausgezeichnet
„aben, hatten auf Anregung des landw. Bezirlslomites die Distrikte
dusel, Lauterechen und Woifstein zusammen 200 M., und zwar der
erstere 100, die beiden anderen je 50 M. bewilligt. Mit dieser
Zumme wurden im Distrikte Kusel 4 männliche und 5 weibliche,
in Distrikt Lautereden 4 männliche und im Disirikt Wolfstein 2
nännliche Dienstboten mit Preisen von 12 und 10 M. bedacht.
Die längste Dienstzeit unter den Prämiirten haben Friedrich Gebert
von Schmittweiler bei Jalob Metzger daselbst 33 Jahre, Elisabetha
Müller von Quirnbach bei Wwe. Müller von da 27 Jahre, Sophie
Schmitt von Gumbsweiler bei Abraham Drumm in Ulmet 24
Jahre, Daniel Linn V. bei Jakob Werner in Horschbach 22 Jahre,
Philippine Frank von Fockenberg bei Jakob Ddebel sen. in Kusel
21 Jahre- und Jalob Lensch in Frutzweiler bei Jalob Breith in
Rehweiler 16 Jahre. 9.

F Die „Rhpf.“ schreibt aus Edenkoben, 26. Sept.: Hier
vurde vor einigen Tagen eine 74jährige Frau von einem Vit⸗
zewohner des Hauses so mißhandelt, daß man an ihrem Auskommen
weifelt. Als Grund wird angegeben: weil die Frau Sitz im Hause
zabe und — zu lange lebe.

FSpeyer. Bei der am 27.d. zu Ende gegangenen Schul⸗
ienstexspektanten⸗Prüfung sind von 55 Kandidaten 19 durchgefallen.
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        München, 27. Sept. Die Einjahrig ⸗ Freiwilligen · Prüfung
dahier ist nach dem speben bekannt gegebenen Rejultat sehr un—
gunstig ausgefallen. Von 38 Gepruüften haben nur 4 bestanden.
In Bahreuth haben von 65 Theilnehmern an der Vrüfung
—A

Augsbutg, 25. Seplember. Bei der Prüfung für den
einjährig- freiwilligen Dienst sind dahier von den 18 soondidaten,
weiche saͤmmtlich dem Handelsstand angehoörten, nicht weniger als
14 durchgefallen. — 9

7 Die Legende von Richard Wagner erzählt ein belgisches
Blott folgendermaßen: Eines Tages erinnerte sich der Herr, daß
er einen Ürtheilsspruch zu fällen habe; er winkie deßhalb einen
Mitgliede der himmlischen Miliz uͤnd uͤeß den Engel Gabriel her⸗
heiholen. „Eile zur Erde“ — sprach er zu ihm — und bringe
mir den Richard Wagner herauf, denselben, der für den größten
darimacher unter den Componisten gilt.“ In weniger dern einer
Sekunde war der Engel im Konigreiche Bayern, hatte Wagner an
eimam feiner Haare ergriffen und den Erschrockenen an den Fuß
des diamantenen Thrones gebracht, auf welchem der große Bau⸗
meister des Unibersums fitz. Wagner“ — sprach der Ewge
mit einer Stimme, weiche die Erde in ihren Grundvesten erbeben
machte — der Wiensch; den ich aus Staub erschaffen habe, wird
immer undantbarer in musikalischer Hinßcht. Ich habe ihm das
Weit mit seiner zaubervollen Stimme, habe ihm die Nachtigall,
daa Zeisig, den Dompfaffen, den Bus fink und andere Vogel mit
junen Liedern geschentt; ich habe die Sphären mit Harmonsen ge
fuüut und Muñf helegt in das Rauschen det vom Winde bewegten
Blatter der Baume; ich habe ihm den Orpheus, den Rönig David,
Cimarosa Roffint, Meyerbeer und Halevy gegeben — und wat
thut er ? Er amilsitt fich an Operetten, er geht hin und erfindet
das Cri⸗CtiRicard Wagner, geh' zurück auf die Erde, nach
Curopa, und schreibe zur Züchtigung des Menschengeschlechts eine
neue Oper?“ Und einen Augenblick darauf war Wagner wieder
ijn Bayerlanb und schrietz seinen „Ring der Nibelungen,“ der dieser

Tage in Bayreuth aufceführt worden ist : »3
—7 Frankfurt, 27. Sevt. Oeute —XE
rin Bankier in feiner in der Haasengafse gelegenen Wohnung (Ecke
der Zeil und der Hagsengassc. —

Murhausen (Elsaß), 25. Sept. Eine eigenthümliche
Begebenheit trug sich, wie die M. M. Z. meldet, gestern in der
Ziegelgafse zu. Der Knecht eines Megers aus der Diedenheimer⸗
gasse wollte um 9 Ubr Morgens einen Dehlen schlachten und hatte

diesen im Schlachthausstall kauvm loẽgebunden, als das Thier mit
inem Sprung über den Kopf des Knechtes nach der Ziegelgafse
dürzte, wo es in den Hausgang der Herren Fichter und Heinis
inschwenkte. Dort stieg der 6 Cenmer schwere Ochse die 20
Staffeln der Stiege hinauf, schritt durch den oberen Gang an
einem Kasten mit Glasfenster vorbei, ohne diese zu beschüdigen und
prang durch das offene Fenster mit einem Satz in den Hof, wo
mu gebrochenen Beinen and Rippen liegen blieb und auf dem
Platze geichlachtet werden mußte. Der Schaden, den er am Hause
angerichiet, besteht im Zerbrechen von 2 Fenstersteiben, merkwür⸗
zigerweise ist der Mittelpfosten, der das Fenster in zwei Theile
heill, unbeschadigt geblieben.
pLondon;- 27. Sept. Der Luftschiffer Stott, der über

den Canalfliegen wollte, hat sich anders besonnen. Er ist mit⸗
sammi seiner Maschine heute Morgen ruhig zu Schiffe gegangen,
im sich nach Deutschland zu begeben, da er, wie er versicherte, dem
Fürfien Bismarck versprochen habe, den ersten Flugbersuch in dessen
hegenwart zu machen. Ob dem wirklich so ist, darüber wird aus
Barzin das Weitere abzuwarten jein. (Q. 3.)
Aus Sydmney meldet ein Telegramm vom 14. do., daß
vährend eines Ockans, der daselbst betrachtlichen Schaden anrichtete,
— Reise von Melbourne nach Sydueh,
mwen Jervies Bay scheiterte, wobei 60 Personen — Passagiere
wie Mitglieder der Bemannung — ertranten. —B
7 g den Holzregionen des Innern von Pensylpanien
gingen am 22. Sept. dutch ueberschwem mungen 21 Menschen⸗
leben verloren.

BZahn⸗diensternennngen.
Güterexpeditor A. Rheinheimer in gleicher Eigenschaft nach
Zweibrücken, Güterkassier Joseph Bohm von Neustadt, als Güter⸗
axpeditor nach St. Jugbert und Einnehmer Adam Wagner in Ann⸗
icz als Gulier tassser nach Neufladt a. d. H.
Für die Redaction veraniwortlich: F. X. Dem ehz.

Im allgemeinen Interesse finden wir uns veranlaßt, auf die

im heutigen Blatte enthaltene Amonce des „Phenol““, welcher von

den bedeutendsten medicnischen Autoritäten geprüft und empfohlen,
ganz besonders hinzuweisen.
— —

23 Vertragẽmäßige
Wiederversteigerung.
Samstag, den 7. Ott. nächst
hin, Nachinitiags 8 Uhr in St.
Ingbert bei Heinrich Schmitt
wird auf Betreiben der Firma
Gebruͤder Stief, Weinbandlung
in St. Ingbert, Glaubigerin,
gegen Jalob Lohmer, früher
Aaͤerer in St. Ingbert, jetzt in
Straßberg wohnend, Schuldner,
vie nachbezeichnele Liegenschaft im
Banne von St. Ingbert naͤmlich:
Ppl.⸗Nx. 8050. 1,02 Tagw.
Udker im Mühlenthal neben
Andreas Friedrich und
Winwe Brer wegen nicht
bezahlten Steigpreises im
Weye“ der vertragsmaßigen
Wiederversteigerung offent⸗
lich an den Meistbie tenden
zu Elgenthum versteigert.
AIngbert,“ 16. Sept. 1876
—Aner, kall Mothr

Aeistenbruoh⸗
sovie Jedem Brueceh heile
ieh schnell, sicher u. gründlich.
Vaeber 1000 geheilt.
F. Grone in Ahaus Westf.
Frugt⸗ Brod⸗ u. Fleisch⸗ Preise
der Stadt Zweibrüchen vom 29
Sept. Weizen 11 M. 24 Pf
Korn 8 M. 34 Pf. Gersie Zreih
0 W. — Pf. Gerste Areihige
O M. — Pf.--Spelz O M. —
Pf. Hafer 7 M. 88 Pf. Kar—
toffeln 2 M. 50 Pf. Heu 5 M.
— pf. Snoh 4M. 30 Pf. pei
Centner. Weißbrod 2 Ko.
55 Pf. Kornbrod 8 Kilo. 75 Pf.
ditto 2 Kilo. 50 Pf. ditto!
Zilo. 25 Pf. Gemischtbrod 8
silo. 93 Pf. 1Paar Wedc 190
Gramm 6 Pf. Spelzletn O M.
— Pf. Dinkel o M. — P. Misch
srucht — M. — Pf. Rindfl.J
Quol. 68 Pf. 2. Qual. 32 Pf
dalbfl. 48 Pf. Hamfl. 82 Pf.
Schweinefl. 60 Pf. Butier
M. 20 Pf. per Pfurd

cranL urter Börse

vom 27. Sopt. 1876.
Geliusore n. M. Fsg

Pictolen, doppelto.. —6.

Pistolen...... —-26.

Hollãn. 10.. Stucko. 16685 6.
a Fimne d Randdukaten... 9

mit jeder beliebigen Firma bee 20Prankenstücke .. 16 212
wird gegen hohen Lohn di sind billig zu haben in LUnglische Sovereigns, 20 37 40
zu baldigem Eintritt gesucht von der Drucberei von Ru⸗sischo Imperials. 70-7
Frau Prof. Schlid. X. Demetz. Pohlaars in Gvld.. ⸗16421
2 s u⸗

. demetz in St. Ingbert .
Sotlaftte Mer. A0—-

32 Pos.,mit viel· in dengert
edruͤttten anatom Abbild.
Ireis Wart erschienen be
nichter' Ver pete ir
—
ee e Die se
ↄrigicce Wert laun auer
rantan Hlechviel au welcher
trankheit leidend, umsomehr
Depeed werden,
als ds betreffende Heiuverfah⸗
ren fich ais juberlassig bewã hzrt
det wie die in dem Buqhe ab⸗
gebruckten — nzen⸗
den Netef⸗ beweisen.
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        St. Ingberler ANnzeiger.

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—E —157. Dienstag, den 8. Oetober J 1876.
— — — —

S——
Deutsches Reich.

Berlhin, 29. Septi. Tie „Nat.-Ztg.“ schreibt officiös: Die
in hiesigen Zeitungen enthaltene Notiz, daß die Auflösung des Ab—
geordnetenhauses schon in den nächsten Tagen erfolgen würde, dürite
iich nicht bestätisen. Der Termin der Auflösung hängt ja mit dem
Termin der Berufung des Landtages eng zusammen, da nach der
Berfassungder Zujammentritt des Abgeordnetenhauses fpätestens
90 Tage nach erfolgter Aufiösung stattfinden muß. Da nun der
Landtag nach der unerläßlichen Rüchssicht auf die Reschstags⸗Session
und die Reichstagswahlen erst gegen Mitte Januar wird berufen
werden können, so steht die Auflösung nicht früher als um Mitte
Dkiober und der Termin der Wahlen erst in der letzten Oltoberwoche
uu erwarten.

Berlhin, 830. Sept. Von verschiedenen] Seiten wird ge⸗
meldet: Der Vorschlag, den der Kaiser von Rußland durch General
Sumarokow dem Kaifer von Oesterreich habe machen lassen, bestehe
darin, daß Oesterreich Bosnien und die Herzegowina und Rußland
Bulgarien besetzen solle. Die Antwort, so deißt es, sei heute Morgen
zwischen dem Kaiser Franz Joseph und dem Grafen Androssy fest⸗
zestellt und Sumarokow kehrte unmittelbar nach Livadia zurück. Es
ind erst die Friedensbedingungen der Mächte der Pforte überreicht
nad sie hat sich geneigt gezeigt, alles zu bewilligen, was man ver—
angt; der Deutsche Kaiser und der englische Minister des Aus⸗
wärtigen haben erklätt, daß sie den Frieden für gesichert ansehen;
unter diesen Umständen muß Rußlands Vorgehen, wenn es mehr als
tine eventuelle Drohung sein soll, aufs höchste besremden. Es war
ein verhängnißvoller Schritt des Kaisers Nikolaus, als er türkische
Provinzen als Pfandobjekt besetzte; möge dessen Sohn sich wohl
dedenken, ehe er einen solchen Schritt wiederholn!“

Mannheim, 26. Sept. In einemn im hiesigen Arbeiter⸗
Bisdungs-Verein gehaltenen Vortrage wurden die Bekämpfung ver—⸗
erblicher Gewohnheiten und die Ane'gnung größ'rer peofessioneller
Tuchtigkeit als die Hauptaufgaben bezeichnet, welche jeder vernünf⸗
uige deutsche Arbeiter verfolgen müsse, wenn er dazu beitragen wolle,
)as gesunkene' Ausehen der deutschen Arbeit zu heben. Es wurde
xcrechnet, wie viel kostbare Zeit ein großer Theil der deutschen Ar⸗
zeiter vergeude, daß in dielen Fällen nach Abzug von 52 Sonn⸗
agen, 12 Festtagen, 52 blauen Montagen und 25 blauen Diens⸗
agen, während zwei Fünfteln dis zur Hälfte des Jahres nicht allein
nicht gearbeitet, sondern Lust und Liebe zur Arbeit für die andere
hälfte des Jahres zerstört werde; es wurde daran erinnert, daß,
venn auch die durchschnittliche Schulbildung des deutschen Arbeiters
inen höheren Grad erreicht habe, als die in anderen Ländern, er
zoch mit immer seltener werdenden Ausnahmen in professioneller
beziehung untenan stehe, daß die Unfähigkeit und Pfuscherei mehr
ind mehr die Regel, gewissenhafte, saubere und schöne Arbeit immer
ꝛeltener geworden sei. Unter Himweisung auf die Ausstellungen,
iamentlich die in München, wurde bemerk!, daß es leineswegs an
Anlagen und Fähigkeit fehle; daß ader die Nothwendigkeit einer
allgemeinen Besserung von innen heraus und von unten he auf noch
veil entfernt sei, überal eingesehen zu werden, und daß wir aus
)er herrschenden Krisis nicht eher herauskommen würden, als bie
ich eine bessere Selbst · Disziplin in allen Produltions Sphaären Bahn
zebrochen habe. Es ist gewiß mit Freuden zu begrüßen, wenn der
deutsche Arbeiter sich heute solche Dinge sagen läßt. Vor Jeahr
und Tag durfte man es nicht wagen, solche Sprache zu führen;
a führten die sozial stischen Reise-Apostel, welche das Thema vom
daumen auf's Auge und vom Kuie auf die Brust“ behandelten,
as große Wort. Wir sind auf besseren Wegen; die Schule der
Noth fängt an, sich fühlbar zu machin. In den Werlstätten fängt
nan an, wählerischer zu werden, und die Arbeiter, wesche es
estern mit der Maurer-Kelle, am Tag zuvor mit dem Hobel, einen
Tag früher mit der Feile versuchten und sich für Maurer⸗, Schreiner⸗
und Schlosser: Gesellen ausgabhen, ohne von nur einem Handwert
iwas Rechtschaffenes zu verstehen, sehen sich mehr und mehr auf
Tagloͤhner · Dienste angewiesen. Und Die, welche etwas gelernt

1

haben, lasseu mit sich sprechen. Aber mit dem Aufhören des blauen
Montags allein in nicht geholfen. Die Zeit hat außer den Arbeiter⸗
dreisen in Deutschland voch lange nicht ihren gebührenden Werth.
Man frage die dielen Ausländer, die in Deutschland umherreisen.
Der größte Theil derselben kommt zu uns, um sich zu amüsiren.
leberall Theater, Concerte, Sänçer-Feste, Fahnen Weihen, Turner⸗
Fefte,, Schutzen:Feste, Bälle, Kirmeß, Fastnacht, Tingel-Tangel,
Felsen Keller, Saolbaue, Café's chantants, Hühner-Jagd, Hasen⸗
JFaund und andere Gelegenheit, sich die Zeit angenehm zu vertreiben.
Wan kommt wobl auch zu dem Volke der Denker, um seine Uni⸗
ꝛersitäten und andere gelehrte Anstalten anfzusuchen, aber nicht, um
zu sehen, was Tüchtiges und Großes in unseren Werkstätten ge⸗
eistet wud, um von uns zu lernen, was Hände und Werkzeug
Porzü liches zu Stande bringen. Die gemüthliche Bummelei, die
eiitödtende Plaisir-Michelei, welcher die Hälfte der deutschen Nation
roͤhnt, ist es, die uns hindert, unsern Wohlstand in einem ähn⸗
ichen Verhältniß zu vermehren, wie der Franzose und andere ge⸗
verblich vorang schrittene Völker. Soll der Arbeiter diesen blauen
Montag aufgeben, so wicrd man sich in ganzen Kreisen der bürger⸗
ichen Gesellschaft auch entschließen müssen, die überhand genommene
debsucht zu mäßigen, jeine Zeit mehr zu Rathe zu halten und pro⸗
duktiver zu werden. (Fr. J.)
Ausland.

London, 1. October. ‚Reuters Bureau“ wird aus Bel⸗
zrad telegraphict, England und Italien seien gegen Serbien sehr
nufgebracht wegen der Adlehnung der ferneren Waffenruhe.

Konstantinopel, 80. Sept. Die Pforte miachte ihren
Pertretern im Auslande folgende Mittheilung: „Die serbische Re—
zierung zeigte den diplomatischen Agenten der Machte in Belgrad
ain, daß die Türken am 17. September bei Alexinatz und Jankowa⸗
dlissura, em 19. bei Javor, am 21. bei Javor und an der Drina
ie Waffenruhe verletzt hätten. Hiermit wollte Riste die Thatsachen
imdreben urd die Verantwortlichkeit auf die Pforte wälzen. Wie
ekaunt, nahmen gerade die Serben eine aggressive Haltung an
ind griffen die Türken auf der ganzen Linie an. Die Pforte kann
nicht umhin, gegen jene Mittheilung formell zu protestiren.“

Konstantinopel, 1. October. Der zur endgiltigen Ent⸗
cheidung über die Friedensvorschläage auf Samstag anberaumte
zroße Ministerrath wurde auf heute vertagt. Der russische Bot⸗
cchufter Ignasieff kehrt am Montag hierher zurück.

Petersburg, 1. October. Die „Internationale Telegraphen⸗
igentur“ meldet aus Semlin vom heutigen Tag: Vorgestern wurden
zie Serben durch eine von Nisch aus erfolgte Verstärkung der Türken
ze öthigt, die am Morgen von Horvatovics eroberten Positionen
vieder aufzugeben. Beide Theile haben ihre früheren Positionen
vieder eingenomennen. Gestern ist der Kaupf von Neuem entbrannt.
Bisher sind 22 Offiiere russischer Nationälität gefallen.
Vermisihtes.

— Bei dem am Sounntag 1. Olt. in Zweibrücken stattge⸗
jabten Pferderennen, kamen durch die ungünstige Witterung hecbei⸗—
Jeführte stellenweise Bodenlosigkeit und Blätte der Bahn, 8 Stürze
vor (ein Landmonn, ein Underoffizier und ein Offizier) ohne sich
edoch glücklicher Weise zu beschädigen. — Der Taglöhner und
Wilderer Daniel Imo von Schifferstadt, wescher im April d. J.
den Woldhüter Martin Witt erschoß, wurde von dem Schwurge⸗
richte zu 15 Jahren Zuchthausstrafe verurtheilt. Ein Abschreckens—
beispiet, wie weit die Befriedigung dieser ungleckseligen Leidenschaft
zur Wilddieberei zu führen vermag.

Wie der „Pirm. Auz.“ hört, ist der der Oberstlituktenant
b. Sauer, Kommandeur der 2. Feldabth. des 2. bayer. Art⸗Rgts.,
sum Regiments-⸗Kommandeur in Würzburg befördert worden.

Neustadi, 80. Sept. In den Kreisausschuß des pfälzischen
reislehrervereins wurden heute gewählt: Hammel von Bergzabern
nit 407 Stimmen, Krebs von Weidenthal mit 390, Thirdlf von
Rheingönnheim mit 407, Hildebrand von Kaiserslautern mit 383,
Berger von Speier uit 360, Dessoje von Schifferstadt mit 326.
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        Dreschee von Trippstadt mit 313, Trautmann von Ingenheim mit
274, Walter von Dürkteim mit 250, Börtzler von Kaiserslautern
mit 213, Bregel von Schneckenhausen mit 206 Stimmen.

F. Die Herren Heinr. Weltz und Chr. Sick, beide von Speher
erhielten bei der am 26. Sept. in Ppoiladelphia stattgehabten
Preisevertheilung, Medaillen für bayr. Biere.

Aus der Südpfalz, 28. Sept. wird dem „Pf. K.“ ge⸗
schrieben: Es dürfte wohl Ihre Leser interessiren, zu wissen, daß
sene Frauensperson zu Klingenmünster, welche seinerzeit, als des
Mordes an dem pensionirten Foistwart Friedrich Herbst dortselbst
Zringend verdächtig in Untersuchungshaft genommen wurde, jedoch
wegen mangelnder Beweise wieder in Freiheit gesetzt wecden mußte,
inzwischen dem Wahnsinn verfallen ist. Ju der dortigen Irren⸗
heilanstalt erwies sich ihr Zustand zwar als unheilbar, sie konnte
edoch als nicht gemeingefährlich aus der Anstalt wieder entlassen
verden. Ihr verwirrter Gedankenkreis scheint sich nun hauptsächlich
um den Aufenthalt im Gefangnisse zu drehen. Häufig flößt sie
auch die Worte aus: „Ich bin verloren, ich bin verloren!“

4 Elberfeld, 26. Sept. Am 2. ds. wurde bei den Ma⸗
advern ein Kind auf den Armen seines Vaters von einer Kugel
getroffen und so schwer verletzt, daß es bald nachber starb. Bei
iner spätern genauen Rebision der Gewehre wurde dann der, Barm.

Zztg.“ zufolge ermittelt, daß aus dem Gewehr eines Unteroffichers
scharf geschossen war. Derselbe hatte die Patronen auf dem Ueb—
ungsschießplatze entwendet und mehrmals scharf geladen, um seinen
Lieutenant zu erschießen, wobei er jedoch jedesmal fehltraf, bis
ndlich eine der verhangnißvollen Kugeln dem Leben eines Kindes
ein Ziel setzte. Bei seiner Verhaftung legte der Unterofficier jofort
ein offenes Geständniß ab, ergriff aber, ehe es verhindert werden
onnte sein Gewehr und schoß sich eine Kugel durch den Kopf, so
daß er augenblickich todt niederstürzte.
Dienstesnachrichten.

Der Förster Rudolph Janton wurde zum kaiserlihen Revier
försser in Watsche'd (EisaßLothringen) ernannt. —

Noch seulen hat en rntes sich so rasch das allgemeine An⸗
seben erworben, als der seit einiger Zeit in Handel gebrachte
Phôèæol.“ Das demselben überall entgegengebrachte Vertrauen
drückt sich — gerechtfertigt — wohl am Besten durch die massen—
daft einlaufenden Dank— und Anerkennungsschreiben aus. .- Beit
euch⸗ (oder biauer) Husten, Heiferteit, katarrhalischen Affectionen,
hronischen Brustle den, Verschleimung ꝛc. bewährt sich derselbe als
ein vorzüglich linderndes Mittel. Der genannte „Phènol“ ist
dets auf Lager bei J. Friedrich in St. Ingbert.

——
Freiwillig gerichtliche
Versteigerung.

Zugehoͤrungen neben Vo⸗
rigen;

Pl.⸗Nr. 442, 443 und 444.
11 Dez. Fläche Wohnhaus
mit Stall, Scheuer, Dresch⸗
tenne, Einfahrt, Hofraum,
Garten daselbst, den vorigen
Häusern gegenüber gelegen

St. Ingbert, 1. Ott. 1876.

Sauer, k. Notär.
Verpachtung.
Montag, den 9. Okt. nächst⸗

sin, Nachmittags 2 Uhr begin⸗
jend, zu Hasel in der Wirihschaft
Zechle, werden die den Kindern
»on Emanuel Hager allda,
hre auf dem Banne von Hasel
gelegenen Ascker und Wesen anf
veitere 6 Jabre durch deren
Bormund Peter Haberer, Oeko⸗
iom und Krämer in Rourbach
yffentlich verpachtet.

St. Jagbert, 22. Sept. 1876.

Sauer, k. Notär.

Gewerbliche Fortbildungsschule.
Der Unterricht an dieser Schule beginnt Miftwoch, den
1. Oktober, Abends 7 Uhr. Die Unterrichtszeit fuür das
Wintersemester ist festgesetzt:
Sonntag Morgen von 38-10 Uhr.
Montag Abend von 729 —E
Mittwoch Abend voon 7—9 —
Samstag Abend von 7—-9 2*
Dee Eltern und Lehrherrn der Schüler werden ersuhht, diest
um regelmäßizgen Besuche der Schule anzuhalten.
St. Ingbert, den 30. Sept. 1876.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.

Dienstag, den 17. Oktober
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr
in Si. Ingbert bei Heinrich
Schmidt lassen PhilippWei⸗
gand, früher Schceiner in St.
Ingbert, jetzt Wirth in Meß
ind dessen erstehelichen Kinder
die nachbezeichneten Liegenschaften
m Banne St. Ingbert des
nugenscheinlichen Nutzens wegen,
zffentlich zu Eigenthum ver⸗
teigern als:

. Pl.Nr. 206, 4 Dez. Fläche,
ein zweistöckiges Wohnhaus
mit Stallung, Küche und
Brennhaus und sonstigen
Zubehörungen, gelegen an
der Blieskasteler Straße
zu St. Ingbert;

2. Pi.Nr. 205. 2 Dez. Fläche
e dasciüt nedtne!

Der frõhliche DTamnzer.
24 der schönsten Tänze von
Strauß, Jaust, LCabitzky. Lanner,
Iumbnye ꝛc. ꝛc.
PũrKlavier leicht bearbeitet von
O. T. Brunner.

Op. 208. Nr. 1 bis 24 à 60 Rpt.
Zusssuammen in einem Bande nur c Emic.
(Dieselben zu 4 Handen â Nummer 60 Rpf., zus. in
1 Bande 6 Rmk.)

Gegen Finsendung des Betrages versende ich franco.

Pet. dJos. Tonge irn Gölmn.

Kgl. Kreisbaugewerkschule Kaiserslautern.
2745) Der Unterricht an der Aereis-Baugewerkschule beginnt Freitag,
den 3. November und dauert vom November bis Ende März.
Die Schule erbält in diesem Jahre durch Creirung eines 3. Curses
ihren vorlaufigen Abschluß. Sie bezweckt jungen Leuten, welche
dem Bauhandwerke sich gewidmet haben odet zu witmen beab⸗
sichtigen, demnach Mauerern, Steinhauern, Zimmerleuten, Schrei⸗
— Schiefer⸗
dedern die zum rationellen Betriebe ihres Handwerkes erforderlichen
Kenninisse zu vermitteln. Der Unterricht erfolgt durch theoretische
und praktische Anleitung, sowie graphische Darsiellung in thunlichst
bopulär gehaltener Weise. Zugleich wird bemerkt, daß auch junge
deule don Kunstgewerben, als: Möbelschreiner, Gold- und Silber—
schmiede, Metallarbeiter, Töpfer, Holzschneider, Tapezierer ꝛc. als
Hospitanten Aufnahme finden tonnen, um im Zeichnen und Entwerfen
hon in ihr Gewerbe einschlagenden Kuustgegenständen geübt zu werden.
Für den eintretenden Schöler ist erfoderlich, daß er das 15te
debensjauhr zurückgelegt und seit seinem Austritt aus der Volksschule
niweder in der Lehre gestanden oder weiteren Schulunterricht ge⸗
nossen hat.

Die Inscription findet am 80ten und 31ten Oetober lauf.
Jahres auf dem kgl. Rektorate Vormitlags von 9 bis 12 Uhr und
— amtlich
beglaubigten Schul⸗ und Lehrzeugnisse mitzubringen sind. Das
Schulgeld beträgt 20 Mark und ist bei der Inscription zu entrichten.
Zur Befreiuug von demselben ist die Vorlage eines Dürftigkeits⸗
eugvisses nothwendig.

Lebrprogramme und Statuten können durch die Tascher'sche
Buchhandiung hier jeder Zeit bezogen werden.

Kaiserslautern im September 1876.

Kgl. Rectorat,

O. SPpatz-
— — — — — — —— — — —
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert

Ernuken seher Art tann aus
ooller Uebergeugun die Anwen
oung des ae bewãhrien
in Dr. —RX Satuthrinen
beschriebenen Seilverfahren⸗ em⸗
ofohlen werden Dieses in ꝓgt
als 60 Aufi eschienene, 00 .
arke Buch rofien aur Mark n.
ist durch sede Zud banbiung oder
direet von Richter⸗ Vetlags
anstalt in Leipzig zu —8
welch Leßtere auf Ver angen
auch einen ioo Seit. starken Aus.
zusn daraus Eratis u. francs zur
Vrufung versendert

Himn Sehritt vom WVege
hat Tausende in das Verderber
der Selbsthefleckung und ge
aeimer Ausschweifungen ge—
rissen, ihro Arme gelahmt u.
zie verzweifeln lassen. Möge
kein Unglücklicher den Ret-
ungsweg verfehlen, don da—
peruùhbmte Original-Moisterwer
„der Jugendspiogol“ (lüt 2M
von W. Bornhardi. jetet ir
Dresden-Blasewitz 260
beriehen) mit Sicherheit nach-
weist.
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        * — * — 22. 5 8 2
83285 555553233— —55323585 53325 55558 358 3 8368683*
253535 5—5335353 5— —878—— 2358658 —35333 555 38 53523
— 7 * 3 *
—— W2228 — 525 8222 2*5738 ——— 53 * 28333
3255 55—53358 —2 — ———— —73 5—7 353535 —3228 2 2
533 533— 3333827338 35133 32353535 *—833 533 533532338
233—33—8383 — 52 38 338355 —— 752 57338
—A s563336882 2258 55—7 35 258 2 —A——
— 5*8* 535 53532 235 —z2583— —3* 35335
—55—225538 2 55555 —08 — 338—
—8275 2235 2 24 532 82 2 223 2 5553S—25 232 25
253232 — —— —A * 8 22 52 2 2757 —A —
2 — — 2 832 2 *2 82 2 2 r —3 22 53 * 2*
— *—*35 38 52 22225 S 5c42 —8 —35 2 22* * 23
S 2 822 2222358 5 — 2,335523 — —— * 2 25 3—
285335853—25 838* 2 535 82 22523 2833 — 68
3 — 33 —3 2333
—A 23335 2* 232 3—2
VS — — —2 2 2332 * 5533 228 3 * 3 2388 5338
z835 — — 23855 553553833z53—353535532 528
—A 7 322 3 5—2 R 2 5 — 682 — — — 2
5 2 25 8* —— — — 2 5* 23 2 28223
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23752* 35256 * —— — 3 7—522 * 8 —— —R —
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55353 —25368568 3—334 — — 3368
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55353*853 52
2* — 2 — J 225745 82
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2 — 2 *** *
—— — 575553 — 523—35835 25338 . 553 88
22 —222 2222* 2.3 59 — 23 —z258. 55
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5525* 2 2528 9— 2 2 5332 —— — 2535 2
383385383 38235533 25535 375 335553 5* *2283535 583537
—8* 555* 523323332 5753 33 5*52323 5355
—A 22*8* —2 ——5333 —— 3 2233535237 —— z25333 2222
23 — — 33533557 25 *»3 2232 — 53—5 5332233
* ——— — 2255335385 525583525 25 75 — 335332
2 353356 5 5533888 53 s83 ——— J— 33323333588
—A s383358 ——— 3343233353 —⏑— 527*552*
—— * 282 S * — — 58* — * 8* — — X 232 23 7*
3532533 3 — 553333537 23523535333
— —— — — v 3* —2 — —— 22
38 235353338 37332532737
33833323 357 z538 6848.55 —— 33323333333
—*2 226 — 58233 3238** — 2*358 —888 —A 552
23 256 7 22228 e — s—723555 323 7337 —A
29 22 — S —— 22 22 — —5z5 225 33 755 —— 8
2233238 — 32328 33338 —33338 5353530
222 58 E äAXX * —3 — * 0 3 —3 2 — F
553575 555233533322 336332535 —z—2358 222855235335
—A 3555358 5822 5357 55533527 2353352
23 8237 — 3 5222 53327 22 A 5 5 35 22 32c— SX2
3 7 5357 5 3 —
2 —— 52 — 2 — 272 322 —3 —3— —2 32 —2— —EXA
325565335653 5353522325 227 2332838380 * 2323 —— 2. 5
3223 *853 * 22385 22 —— 5222 2
258 02 23 33—323532 * s 20228 — 38
232 —85— 2* 2 5* 3* 3— 238 553 8
— — 22 5232 *2 32332 255*
5383332383 5 55 833
8 35355
ä22

2222 A — — 22 *— 22 *
—— 2223 * 82 352.* —— — — 32322 52 528 23 5 2 9*
53323555 3253 32 35338 335383 383 33335535 5 —35387 55
* —— 22 — 57 3 5 8 3 2 223
527232253 353533 33355 0333 55 33335335 3353 *
5z253533 25355 2828 22 2837 333*6 2 5323537 83
25 555 523532 —528 332555525 2323238 533 5353858 3—
228292 52 — 3222 S82 2*2 c— 2 Q8 —2— 3232 2 —A
— —— z325 —5—3 333 3— ———— 335335— 3—83835 25
—A — 5*25 53222 333—— 3323 —
2. * 2 22 * —
85 5525 ——8385 383355233 ——— — 25283 25
57 — — —— * —* * — — 3 28
2 — 2S2 23 23 2 8 * —A—— — 5 82 — — —
— * —— *533 852 8 2 —E—232 5322222 232 3—552 —X
2 32538 5336 —8333583—3 53
23555753 35253 —3335.. 3 323733328 5
2 82 22 7 253 2cr—822* ——— —V “ S — 2 2
233388 2—35373725 2325527523—7535 28357258—6 2
323532 2 8 38 25* 2*7 2274 * 282 320 — 7 *5
25 22 8 — 228 2, 7 558 528 253222 —32 * 2
35283* —22223255* 27222 — — — — *87 8. — —*
528 5— 56555655 — 3B 85358* 3 * 2 22— 2—— 78532 S2
3 383333 32—35 —
2 * *
—533333853235— —2332383538583 5— 353835—3——8333335—385
5555 ——3 —3533323—2 5—2 2525 —5835355533233353325
—5872 * *—2327 23 —— 28——88 52 —223 8 5
—— —. — 8 * 2* — 222
—23 53333352535* 25332 2Z5s 8 23 58 2333353235
— 2 — 5 * — 58 — —vE — 2 — 228 —252
—858358255—32— 33 738* 3225 —3323553853
523 —3 758313532 535—224— 223 — z23335328 5325
— — 35583338 6
223 368 2 —— — —332—25 1 —128
— 5 —38 55 325 5— 553355—3 353 35532 5
—2 —2 228 0— — 2* 5æ —— — s. —

— —2235 22*
5232584 — — ———
248
532 28 332 * 855
* 555 2238 5
25238223. * — 58358533 23558 — —
8 23222 * — 5 7 —2 3 —A— 53
— * 52355 — * 8222 —
S —— — * — — 3*88
*2 8* 2 2222 *253 — —
*238* wa 5352535553 —*8 6833
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22. 527 3222322 2* F —— z22 .
55 —* — 8 322*81 55— z 35 33623 337 —5782
35253 53 623288 3 28 * 15 25255 555
252 * — 2* — — 52 58 — 535822 — 2 *8
22 —*2 32232 22 - ——— —5 2 2 IESS 3 ———
9 8 5 17 8 — 8 * 2 — *2 — 3
5 2 —2 * — * —A 25
7 ———— — 52 22558 522
5258 5523 555 * — 235 28 3 2
*22 —3 9 * — 32 * — — — — 0
3557 382253338 25887* —*58 1322333538 s3..38
— * * * * * *
535 55235328 35 5535 85 237—333335 5333364
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        St. Ingberler Anzeiger.

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Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt. GSonntags mit illustrirter Beei

lage), erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donnewstag, xXV— Abonnementsopreis beträgt vierteljahrlich

WMark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von A nwarts mit 13 Pf. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren KRaum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
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M 1588. Donnerstag, den 5. Oetober n 1 J 1376.

Deutsches Reich.

Berlin, 3. Oltober. Wie das „Berl. Tgbl.“ von mehreren
Reichstagsabgeordneten erfahren, wird der von der Justizkommission
Jerworfene Antrag, betreffend die Verpflichtung des Staates zur
Zahlung einer Entschädigungssumme an widerrechtlich verhaftete
hHersonen, im Plenum von Neuem eingebracht werden. Es dürfte
on Interesse sein, zu erfahren, daß der Antrag in der Komm' ssion
hon dem dvor einigen Jahren zum badischen Justizminister ervannten
Abgeordneten Dr. Grimm gestellt worden ist. In seinen Motiven
außerte Herr Geimm, „er verlange nicht blos, doß die Beamten
wegen widerrechtlicher Verhaftung persoönlich haftbar seien, sondern
auch, daß ebentuell der Staat im Unvermögensfalle für sie eintrete.
Diese Haftpflicht des Staates rechtfertige sich durch die Erwaͤgung,
daß die Allgemeinheit den Einzelnen bei Eingriffen in seine persön⸗
riche Freiheit, welche er seitens der Organe des Staats erleide,
bensogut entschädigen müssen, wie bei Eingriffen in sein Eigenthum,
welche von Slaaiswegen erfolgen. Ter Richter üde sein Amt kraft
jaailicher Autoritaät aus, der Verhaftete sitze im staatlichen Gefäng—⸗
aisse, und jede Verhaftung sei gewissermaßen der Ausfluß einer
seilens des Staais dem Beamten übertragenen Gewalt, für deren
Mißbrauch der Staat einzustehen habe. In einer Reihe von deut⸗
schen Stoaten (Württemberg, Baden, Oldenburg, Sachsen, Thüe
rringen) sei das, was der Antrag erreichen wolle, geltendes Recht,
und alienthalben sei die Unverletzlichkeit der Person verfafsungsmäß'g
Jarantirt.“ So der badische Justizminister Dt. Grimm, der
als Mitglied des Bundesraihs für seinen Antrag dort, wie im
Reichstage gewiß mit Wärme eintreten wird. Der Ausspruch des
Juristeniages, und die in letzter Zeit vorgelommenen flagranten
Faälle werden überdies, wie wir hoffen wollen, ihren Einfluß auf
die Entscheidung der Majgrität nicht verfehlen.

Die nationale Partei in Frankfurt a. M. wird als Can⸗
didaten für das preußische Abgeordnetenhaus Dr. Lasler und den
dortigen zweiten Bücgermeister Dr. Berg aufstellen.

(Zuchthausarbeit.) Ueber die Konlurrenz, welche na⸗
mentlich dem Kleingewerbe durch die Zuchthausarbeit gemacht wird,
ind aus den davon betroffenen Berufskreisen wiederholt lebdafte
dlagen laut geworden. Auch eine Nummer der „Suddeuischen
Arbeiterzeitung“ vom 16. Sept. bespricht eingehend diese Kalami⸗
iat unter besonderer Bezugnahme auf die durch das Zellengefängn ß
in Nürnberg geschaffenen Verhältnisse. Bekanntlich wird auch der
im Oktober zu Nürnberg stattfindende „Verbandstag der deutschen
Hewerkdereine“ die Frage der Zuchthausacbeit ausführlich behandeln.
Die Großfabrikanten erhallen diese Arbeiten um einen Preis, wie
iie kein fieier Arbeiter zu liefern im Starde wäre und ziehen
elbstverstündlich daraus den größten Nutzen. Nach Mittbeilung
derArbeiterzeitung“ werden im Nürnberget Zelliugefüngniß für
die Konfellionsgeschäfte Kleider um einen Spoitpreis angejfertigt,
ebenso werden Stiefel in Masse fabricitt. .Wer kann es — heißt
s weiter — dem Handwerkir und Ardeiler verargen, wenn er
nicht begreifen kann, daß er nicht nur Steuer zu zahlen hat, um
die Verbrecher zu ernähren, sondern auch noch durch deren Beschäf⸗
ligung seine Existenz untergraben lassen solld“ Die Gewerkvere ne
Jahen sich denn auch widerholt mit dieser ihre dtalsten Interesser
erührenden Frage deschäftigt und steht demnach zu erwarten, daß
der nächste Verbaudstag die Sake einer defininiven Entscheidung
näher rücken wird.
KRusland.

Wien, 2. Oktober. Der Pforte wurde die Moͤglichtein nahe
zelegt, daß bei fortgeletzter Verzögerung der Wille des geeinigten
Luropa einen icharferen Ausdruck erhalien werde.

Paris, 28. Sept. (Eine Enthüllung.) Die .Kott. Havas
berichtet: „In der Nanonalbibliothek konnte man unter dem Kaiser
zeiche niemals das zweite Halbjaht der „Gazette des Tribunaux“
des Jahres 1831 zur Duichsicht erhallen. Der Grund dezu lag
darim, daß dieser Theil der Gerichtszeitang unter der Rubrik Aus⸗
ländische Trbunale“ ein Dokument enthielt, ans welchem herdor⸗

zjeht, daß Mme. Montijo nie mehr als zwei stinder aus ihrer
rkihe hatie, eine Tochter, die, im Alter von 9 Monaten, im Jahr
1823 und einen Sohn, der, 15 Jahre alt, im Jahr 1827 starb;
aß Herr de Montijo den 30. Otlober 1823 gestorben ist. Die
kaiserin Eugenie aber ist am 5. Mai 1826, folglich drei Jahre
rach dem Tod ihres angeblichen Vaters, geboren. Man bemerlt,
aß es nur durch kühne Fälschung der Crwilstandsalten gelang, den
Franzosen den Glauben beizubtingen, ihre Herrjscherin sei die che⸗
iche Tochter eines spanischen Edelmanns.“

Partis, 30. Sepi. Die Gräfin Montijo, die Mutter der
rxkaiserin Eugenie, ist gegen mehrere franzoͤsische Blätter, so na⸗
nentlich gegen die „Didils de l'Hommme? und den „Courrier de
Aisnes“ kiagbar genorden, weil dieselben, wie sie behauptet, auf
hrund falscher Urkunden die schon ziemlich alte Sage wieder auf⸗
netischt hutien. daß Eugenie, die spaätere Gemahlin Rapoleon III.,
irst drei Jahre nach dem Tode ihres angeblichen Vaters, des
Hrafen von Montijo, das L'icht der Welt erblidt habe und also
vie Frucht eines illegitimen Verhältnisses sei. Der Prozeß wird
jor den Zuchtpoliz⸗iger chte zur Verhandlung gelangen, wo der
tZeweis der Wahrheit nicht gestattet ist.

gParis, 2. Ottober. Im urrtischen Ministerrath herrscht grdßte
Unein'gteit. Medrere Mitglieder fordern Widerstand dis aufꝰs
Vefser. Dennoch erwartet man in hiesigen Regierungskreisen schließ⸗
lich eine günstige Antwoct auf die Friedensbedingungen der Mächte,
umsomehr, als der hiesige turkische Boischafter, Sadyk˖ Pascha, eine
jußerst jriedliche und versöhnliche Sprache fübrtt.

Budapest, 2. Oktober. Sicherem Vernehmen nach hat Eug⸗
sand vertraulich ertlären lassen, es werde eine militärische Olkupation
ürkischer Provinzen in keinem Falle gutheißen, und wenn solche
rennoch erfolgen sollte, den englischen Interessen entsprechend handeln.
Deute Nacmittag soll Abdul Kerim Pascha w'eder die Offensive
rgreifen. Für morgen oder übermorgen wird eint entscheidende
S„chlacht erwartet.

Ragusa, 1. Oktober. Fürst Nikolaus von Montenegro über⸗
nohm es, aus eigenen Mitteln für die Verproviantirung der tür⸗
jchen Garnison von Medun zu sorgen, welche dem Verhungern
nahe war.

Die ‚N. Freie P.“ schreibt: „Von verlassiiger Seite geht
ins die Nachricht zu, daß Anfangs August zwischen den Vereinigten
Slaaten von Notdamerita und Rußland ein Vertrag abgeschlossen
vurde, demzufolge die Ver. Staaten in Kamtschatka einen Hafen
iebst zugehötigem Terrain erhalten haben, wogegen Amerika än Ruß—⸗
and 16 Monitors im Werthe von 16 Millionen. abgetreten hat.
der Vertrag in bereins in Ausführung begriffen, und sind kürzlich
G00 russische Seeleute, darunter 600 Ofsiciere und Unterojficiere,
ämmtlich in Eivil, nach' den Vereinigten Staaten abgereisst, um
ie Kriegsfloite, welche v elleicht bestimmt ist, bei der Lösung der
rientalischen Frage ein großes Wort mitzusprechen, nach Europa
u bringen. Der Hafen in Kamtschatka soll wegen seiner nahen
Zage zu Nord-VJapan einen beionderen Werth sür die Vereinigten
Staaten haben.“

Vermischtes.
fZweibrücken, 2. Oct. Der wegen Todtschlags am
Samsiag, den 30. Sepi., zu 18jähriger Zuchthausstrafe verurtheilte
Daniel Imo aus Schifferstadt hat gestern der k. Staatsbehörde ein
Feßandniß abgelegt, daß er den Waldhüter Witt erschossen und das
Hewehr in der Nahe des Ortes, wo er nch von seiner Frau trennte,
herborgen habe, wo man es nun auffinden wird. (Das Gewehr
vurde im Schifferst dterwa'de gesunden.)
eJun Edenkoben übetritt ain Freitag ein betrunkener
dusar des dort einq artirten Hasaren-Regiments ein Mädchen,
delches eine lange klaffende Kopiwunde erliit, ohne daß jedoch der
Zchädel verlezt wurde. Der Soldal war dabei vom Pfecde ge⸗
türzt, ohne sich zu verletzen.
PAus'der Näht des Reichslandes. (Pf. Ztg.) Nach⸗
        <pb n="546" />
        dem am 25. Sept. Se. kais. Hoheit der Kronprinz. des Deuischen
Reiches dem kath. Pfarrer. Schäfer, vog Schweighofen seinen Besuch
abgestattet, wurde dem Pfarrer am Tage der Abreise des Kaisers
don Weißenburg die Ehre, zu Theih daß der Kronprinz den Pfarrer
Schaäfer — in dessen, Wohnung »er am Tage des Treffens bei
Weißenburg gastl'ch bewirthet wude — einlud, mit“ ihm in der
bereit gehaltenen Chaise zum Bahnhof zu fahren, um den Pfarrer
persönlich dem Kaiser vorzustellen. Aus autheutischer Quelle habe
ich erfahren, das der Kronprinz bei gegebener Gelegenheit den
Pfarrer Stchäfer ausn dem Wartsaale geholt und, dem Kaiser mit
den Worien vorgestellt habe: „Majestät! H'er mein l'eber Freund,
Pfarrer von SchRigholen. ma ich am. beißen Taae des. Teeffens
von Weißenburg so gastliche Aufnahme gefunden, und von dem ich
schon so oft erzählt habe; bitte, denselben recht herzüch zu begrüßen!“
worauf der Kaiser mit demselben einige recht freundliche Worte ge⸗
wechselt habe. Für den Neubau einer katholischen Keirche in Schweig⸗
——
die Hoffnung, aus, hei, der Eigweihung der deuen Kirche wieder
kommen au wellen, Für die, Bewohnet von Sshweighofen ahet
— —
für den Nzubau ihres jetz so arinseligen Kirchleinge überaus
nützlich sein*
fMüuünchen, 1. Oct, (Prüfung für den einjährig frei⸗
willigen Dienst.! Die Herbslprüfung ist eiwas günstiger ausgtfallen,
als d'e Prüfung im letzten März. Nach den nuum:ht vorliegenden
Resultaten der diesmqligen Prüfung baben sich zusammen 229 Kan⸗
didaten der schriftlichen und mündzichen Prüfüng uünterzogen, von
welchen 103 oder 43 Proz, bestauden; bei 4 Frühjahrsprüfung
hatten nur 42 Proz. bestanden, Iu. Würzhurg, hiben von 47 Ge
prüften 32 (70 Proz.) bestanden, in Bayreuth von 18 8 (66 Proj.)
in Landshut von 82 (66 Pyoz.), in Regengburg von 14 9
(64 Ptoz.), in Ansbach von 66 29 (44 Proz.), in Speier von
35 12 64 Proz., in Auggburg von 184 (22 Proʒ.) in Miluchen
pou 35 7 (20 Prop...
7Brückenau, 80. Sthi. Da: seit 5 Wochen mit Aus—
nahme von 2 Tagen forttobende Unwetter scheiat in der vergan⸗
genen Wocht seine ganze Heqft aufgeboten zu haben um die lehten
Hoffnungen der abgebraunten Brückeiquer zu zerstören. Der Hafer
ist total qusgemauch en, dag Grijm uet in Folge der Regengüsse
— en daz Obst von
dem wüthenden Sturmpinde schon länßst in halbreifem Zuflaude
bon den Bäumen geschüttelt kurz, es schenen, sich alle Elemente

oerschworen zu haben, ihre Wuth an dem unglücklichen Städtchen
zu stillen; es fehlt uns nur noch, daß sich die Erde aufthät und
den stehen geplighenen, Rest verschlängf, dann wären, freilich alle
Befürchsungen füt,, den Wimzer in rgutbalster Weistz beseitigt. Von
den eing-gangenen Liebeßaäaben muß ein Toyeil für Herstellung von
Nottwohnungen, Spitalbaracken ꝛc. verwendet werden, den Rest
wird die Beschaffung von Viehfutter aufzehren, so daß wir im
Frübjahre bei Beginn der Bauperiode mij der Hand in der leeren
Tasche. daslehen werden. X
Unier diesen, Umständen, ist eß nicht zu, vervundern, wenn
zuch dem Hoffnungsreichsten der Muth zu finken beginnt.
Au. unlexer traurigen Lage wird man es ung auch nicht ver—
argen, wenn wir alle edlen Menschenfreunde bitten, bei der aller⸗
höchstau Oris genebmigten Landes Collecte der armen Ahgebrannten
Brückenaus mit reichlichen Beiträgen bedenken zu wollen.
7 Mannheim, 29. Sept. Das „Mannh. Tagbl.“ schreibtr
leber einen Vorfall mit tragischem Ausgang, welcher sich gestern
ziet abspielte und der beweist, wie sehr die Corruption unter einem
Theile der hiesigen Besölaerung Platz gegriffen hat, wird, uns von
uverlässiger Seite folgendes exzählt: Die nach jugendliche Tochter
ines hiesigen. Arbeitsmannes war verschiedener Betrügereien und
Diebstähle bezüchtigt. Ein Theil der entwendeten Sachen wurde in
hrem Besitze aufgefunden. Die Haushäliecin des Vatens des jungen
Mädchens schien an dem Treihen, desselden nicht unbetheiligt gepesen
ju sein. Vermutthich der Absicht, diese, gla, Zeugin unschädlich zu
nachen, locte die Haushälterinhre, Pflegetochter gesteru. Ahend auf
die Muhlain, woselbst sie, einen mißlungegen, Morddersuch, auf die—
elbe machte, indem sie das-Mädchen mit Gewalte in die Fluthen
u stürzen fuchte; diese konnte aber durch Schiffsleute rechtze tig noch
eretset und in das Krankenhang verbracht merden. Die Urheberin
zicses Verbrechens, eintz ledige Weibsperson, aus dem Rheinbayrischen
vurde durch die Polizei feligenommen, um vor, den Richter gestallt
u werden; sie entzog sich aber dessen, indem sie eine große Dosis
Arsenit verschludte, woran sie heute im alhgeineinen Kranlenhaus starh.
F. Mannhbeim, 80.Sepl. Juwelser, Boldschmidt, Besitzen
»es größten hiesi gen. Goudgejchäftes, vexeste vor eintgen Tagen in
Beschaften“. Alse aber, dessen, Faumlie ebeufalls:verreiste“, de⸗
virlte ein Glaͤub gen gerichtlichen Beschlag, fur seine Fordexung doa
00,000. M. Der. Beamte fand aber gestexn das Geschäfis local
eer, die Brillanten, und die wexthvollslen, Gegenstände waren ver⸗
chunden. Die Passihen soslea, bs jetzt. 300. 000. M betragen
yur die Redaction verauworllich F. &amp; Demeß

— BZ2Z2
— — 7
⸗
VBie Presbyterwahl
wird am kommenden Sountage, den 8. Oktober, abgehalten
wexden.
Für die Stadt St. Ingbert mit dem Eisenwerke urd den
kleineren Annexen sind. 5 Presbhter zu wählen, und ehegsoviele
Frsatzleute; ein Preshhter und, ein Ersatzmann sou in dem Siopt.
theile Eiseniwerk mohnen
SFür Schnappbach sind 3 Presbyter und 8 Ersatzleute zu
wãhlen. J
Die Waht für die Stadt St. Ingbert mit dem Eisen⸗
werke u. s. w. wird in der prot. Kirche gehalten und, bde—
ginnt um halb II Uhr. Vormittags.
Die Wahl für Echnappbach wird im prot. Schul⸗
saale daselbst vorgenommen aund beginnt um 8. Uhr Nach—
mittags.
Die wahlberechtigten Gemeindeglieder werden zur Betheiligung
an der Preshyiexwahl eingeladen mit dem Bemerken, daß die Wahl
der Presbyter und Ersatzleute in einem Wahlgange vollzogen
wird, und daß die Wahlzeltel persönlich abzuholen und abzuliefern
sind. Nach 8 4 der revidirten Wahlordnung von 1873 find zur
Theilnahme an der Wahl berechtigt: alle diejenigen männlichen,
v rbeiratheten und unverheiratheten selbstständigen Gemeindeglieder,
welche das 25. Lebensjahr vollendet haben, bayerische Staatsange—
——
Rechte befinden und nichl wegen irgend eines Verbrechens oder aber
wegen eines Vergehens, das den Verlust der bürgerlichen Ehreurechte
nach sich ziehen muß oder kann, verurtheilt worden sind.
Nach 8 7 derselben Wahlordnung sind zur Bekleidung des
Amtes eines Presbyters berechtigt: alle diejenigen mehr als 30
Jahre alten Hausväter der Kirchengemeinde, welche die oben be⸗
zeichneten zur Theilnahme an der Wahl nöthigen Eigenschaften
haben und außerdem als sittlich unbescholtene und kirchlich gesinnte
Männer bekannt sind.
St. Im'sbert, den 3. October 1876.
Das Presbyterium: hu vermiethen
Krieger, Vorstand. ein Zmemner bei Ww. Schwarz.
—————— —— — —— — — — —— —
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in . iber

2 Ich zeige hier⸗
mit ergebenst an,
»aß ich wieder,
wie früher das
Bügeln, in und außer dem
dquse, so wie das Hauben⸗
machen vetreibe.
Catharina Roth,
wohnhaft Blieskasteler Straße.

Wohnungsaänderung.
A. Holzner, Schieder
und dessen Ehefrau Caroline
Holzner, Hebamme, wohnen
nicht viehr gegenüber der Post—
expedition, fondern auf der
Meß, gegenüber dem Brunnen.
* n W —
Pfälzer Kabpes

jortwährend zu haben- bei

Peter Lang,
Bäͤcker.
Mehrexe Wagen

guter Dung
hat zu verlaufen

Jakob Kreischer,

Schuhmacher.
Eine tuchtige Magd
wird gegen hohen Löhn
uu baldigem Eintritt gesucht von
Frau Bryf. Schirfd.

Die
Zuch- und 8Stein-
druckerei
ron
F. X. DEMR7

mpfiehlt sich zur eleganten An-
fertigung aller in dieses Fach
vinschlagenden Arbeiten, als:
IVecliset, Oivculairs, Visit
Verto bunus u. Adress-
carten, Placute, Vein- u.
audren-⸗ Ptiquettes, Kech⸗
nunqgen u. 8. u. 8.
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*5 35833 38 585 5 * * *8533* S2 2*
—33 2235—25 33 2—5.3 — 5225 ⸗2288 222 223 7
22 332 33 23*8 — s 33331 3 23535
5 23 A — 227 53233*887 —
22 2.55 238 7* 1 2 —72 58 532525 283 23
5*55 2.* 55333 3 —2 *89 — 1* 7 — — 28 ———
28 32 254 5* 22 7 55*25 68 57 585
— —* * *3 5— 53 2 — 3 * 268 7 — *58 * *
73 23 2533 TS5S 555 25 223 2. 5732 3 53 3
2 — ——— 255 — ? 2—82 55235 5 — 52 25

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23 I2.2. 2 8
233 22 7 *25583
—— 2532 282 *
228 352322
— — 8.
53283 556253755
5352 578355838
* 3752.2 3 7*«6
—
323 2392 * 238327
— 72 — 2 3 — 2
— 8 — 255 5
2838 338238285
——
⁊* 2 5332552— * 3
2 3 53 m2 28 3
»2527 23 5736
2*7 55 8 3* — 2
z. 5 2 823. 23.3 322.532
22 253323335
238.G 2323 572
288 22 *
23278 — 222778
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535382 —A
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227 222 8
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55z235 25332337
75 732 — —

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4 22 22
* 22 3 535333
5 2 s. 255
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23 77 23328
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3837* —
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— * * 55
155 — 5353 38
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—835.*2282 20935 5 39335886758235
555323353528233 2328878375
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23558353 3325835— 338255 533
32553 —33852823833 A
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2525353555 —— 93335337535—
2838 5522 2282325 22.3 27*
35532— 332223227 22385353 —3333*
—15 —3333533— 533353338233
—— —
532*83 — 22352 3339
3536835335373 ——78,2253. 252 S
833333 33333
33333735 57333333
325.83*823. —A T553 7277
23853 ——— 23 222 4T
5235592233 5285355 227
— * 5 555 7553 52—37 54
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2323 552358 7 153323 — * J 8
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        St. Ingberler AAnzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöoͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Damstag and Sonntag. Der Abonnementépreis beträgt dierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswörts mit 15 Pfi. für die viergespaltene Zeile Blaitschrift oder deren Raum. Neela nen
mit 30 Pfg. vro Zeile berechnet.
M 159. P Samstag, den 7. Oetober * 1876

Deutsches Reich. J

Berltia, 4. Olt. De „Provinzial⸗-Kottespondenz“ schreibt:
Die Auflösuug des Abgeordnetenhauses erfolgt voraussichtlich am
14. Oktobet, die Wahl der Wahlmänner am 20. und die Wahl
zer Abgeordneter am 27. d. M.; für die Berufung des Reichs⸗
ags ist der 830. Oltober in Aussicht genommen, Betreffs der
Reichtbtagswahlen dürste die Auflösung des Reichdtags nicht erforder
ich erachtet werden, nachdem die Auffassung zur entscheidenden Gele
ung gelangt ist, dahß die dre jährige Dauer des Reichstagsmandais
om Tage der allgemeinen Wahl an zu rechnen ist. Die Reichstags⸗
vahlen dürften, wie vor drei Jahren, am 10. Januar stanfinden,
aad. könnte dann die Einberufung des preußischen Abgeordneten⸗
zauses auf den 12. Januar erfolgen. Die „Provingzial ˖ Kotrespon⸗-
enz“ kündigt ferner an, daß die Justizminister det Bundesregterungen
demnächst in Berlin gemeinsame Berathung halten werden zur Vor⸗
jereitung der Beschlußnahme des Bundesrathes über die Anträge
der Reichsjustizkommission. J

Unter dem Titel „Die Eisenzölle, Flugschrift der frese
ändlerischen Vereinigung“ ist sorben eine Broschüre (Berlin, Lieb⸗
zeit u. Thiesen) erschienen, welche als die erste systemathische Abwehr
zegen den Anproll der schutzzöllnerischen Bestrebungen zu betrachten
st. Die Flugschrift weist in ihrem ersten Abschnitte den innigen
Zusammenhang der Eisenzoll⸗ mit der gesammten Schutzzollfrage nach
und spricht die Ansicht aus, daß der Versuch, die Eisenzölle noch
einige Jahre länger zu behalten, nur eine vorgeschobene Operaton
sei, und daß es sich um eine Enischeidung von principieller Be⸗
deutung für die zukünftige Handelspolitik des Deutschen Reiches
zandle. Es wird fsodann die Entstehung des Gesetzes vom 7. Juli
873 desprochen, welches bekaantlich die principielle Aufhebung der
Fisenzölle aussprach, aber sie durch Kompromiß bis zum 1. Januar
1877 aufrecht erhielt. Die Frage, od die deutsche Eisenindustrie
ines Schutzzolles bedürfe, wird sodann im Hinblick darauf, daß
ie nicht durch die Konkurrenz des Auslandes, sondern durch die
nländische Konkurrrnz selbst herbeigeführt sei, daß also eine Hilfe
mr in der Esnichränkung der Produktion und in einer verbesserten
donjunktur für einen erweiterten Absatz nach dem Auslande ge⸗
schaffen werden könne. Nach beiden Richtungen hilft allerdings die
Aufrechterhaltung unserer Zölle gegea das Ausland nichts. Wenn
omit der Rachweis für geführt erachtet wird, daß ein Nothgesetz,
wie es eine Sistirung des Gesetzes vom 7. Juli 1873 sein würde,
dieser Noth in keinem Falle abhelfen werde, so tritt damit die
Forderung derjenigen, welche das Gesetzt auftecht erhalten und die
Zolle abgeschaft wissen wollen, desto bedeutungsvoller in den Vorder⸗
srund. „Selbst wenn jener Beweis nicht geliefert werden kaan —
o schließt die FJlugschrift — stände immer dagegen die Ueber⸗
eugung der unbetheligten und gewissenhaften Voltswirthe, daß der
Preis für diese Leistung dem gesammten Gemeinwesen zu theuer
uu stehen käme.“

Düsseldorf, Ende Sept. Die hiesige Regierung veröͤffent⸗
icht folgende Warnung: „In neuester Zeit mehren sih die Klagen
Aber häufig und in großartigem Umfange vorkommende Mehlver⸗
älschung. Es ist Mehl confiecirt worden, das bis zu 10 pCt.
Hips, Kalk. Schwerspath u. dgl. enthielt, welcher Mischstoff sogar
uu einem desonderen Handelsartikel unter den Bezeichnungen Kunst⸗
nehl“ oder auch „Lenzin“ gemacht worden ist. Zuderläfsigen Mit.
heilungen zufolge soll namentlich von Holland aus die Einführung
ogenannten Kunstmehls exfolgen. Indem wir bemerken, daß wir
inseren Polizeibehörden scharfe Ueberwachung des Mehlhandels und
derbeiführung getichtlicher Bestrafungen desonders ewmpfohlen haben.
parnen wir die Veikäufer vor solchem betrugerische Handel und
empfehlen dem consumirenden Publikum Vossicht beim Einkoufen
zicht nur des Mehles, sondern auch der Bockvaaren.

Ausland.

Wien, 4. Otlober. Die Großmächte unterhandeln eiftg
cher ein verbündetes Weitervorgehen; eine gemeinsame Flotten⸗
Demonstration gewinnt an Wehrscheinl'chkesit. DTer Peftet Acyd

meint, eine Verstimmung Rußlands gegen Oesterreich sei so lange
zleichgültig, als Andrassh am Ruder bliebe, denn so lange ver⸗
weifle auch Bismark nicht an einer friedlichen Verständigung. So⸗
ald aber Graf Andrassy ftürze, begünne das Verderben.
Wäen, 5. Ott. Rach Informat'onen aus bester Quelle
bird in biesigen Regierungskreisen nicht daran gedacht, mit Rusland
u brechen. Das „Fremdenblatt“ erachtet die diplomatische Action
ils beendet; es schiebt die Schuld, die Herstellung des Friedens
m gegebenen Augenblicke vereitelt zu haben, der Türkej zu und
ält die Somnation der Großmächte für die Einleitung einer Ac⸗
ion,, welcher eine gemeinsame Flottendemonstration folgen köante.
die Großmächte pflogen hierüber Pourparlers. Nicht, auf Orster⸗
eich und Europa, auf die Türkei falle die volle Verautwortung.
Pest, 4. Okt. Ein offiziöser Artilel im Pester Lloyd, dem
Irgane des Grasen Andrassy, koustatirt, daß die Drohung Ruß⸗
ands, Bulgarien zu besetzen, den Dicikaiserbund hinfällig zu wachen
rohe. Es würden aber infolge dessen neue Konstellationen zu
Tage treten, denen Oesterreich ausweichen werde.

Pest, 4. Olt. Hier betrachtet man noch immer die Situa⸗
ion so, daß ein Bruch mit Rußlard voiläufig noch nicht bevor⸗
ehe, doch sollen sich die leitenden Kreise Oenerreich⸗ Ungarns ent⸗
hdlossen haben, fallz die Russen in Bulgarien einrücken, Serbien
ind Bosnien durch öͤsterreichische Truppen okkupiren zu lassen, um
en Türken vorerst von dieser Seite freie Hand zu schaffen.

Paris, 4. Oct. Der „Temps“ sagt: Der russische Bot⸗
hafter dahier, Fürst Orloff, hat den Marschall Mac Mahon,
hiers und den Herzog Décazes besucht und sich darzuthun bemüht,
aß der Kaiser Alexander lebhaft wünsche, durch das Einvernehmen
ver Mächte zur Wiederherstellung des Friedens zu gelangen. Ein
Irmlicher Vorschlag zu einer Gonferenz der Mächte ist aber bisher
uicht gemacht worden. — Der „Temps“ sagt ferner: Die russische
degierung hat heute Morgen an die Botschafter in Paris, London,
zerlin, Rom und Wien eine Note gesandt, worin das Bedauern
er Regierung üͤber die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten durch
S„erbien und über dessen Wieigerung, die Waffenruht fortzusetzen,
usgedrückt wird. Zugleich habe Rußland in dieser Note seinem
VBunsche nach einem Einvernehmen der Mächte, um den Krieg-
ührenden die Einstellung der Feindseligkeiten aufzuerlegen, unum-
»undenen Ausdruck gegeben. (Da wäre also der Congreß in Sicht,
von dem England bisher nichts wissen wollte, weil da alle möꝗq⸗
ichen Fragen in die Erörterung hereingezogen werden körnen.)

Belgrad, 4. Ockt. Alle Kampfe während der letzten Tage
ndeten mit Behauptung der alten Posititionen. Ein Theil des
Ibarcorps ist nach Deligrad gezogen. Auch d'e Drina-Arm:e hat
etzt Milan zum König proclamirt. Heute findet die Taufe des
Irinzen statt, dei welcher dec russische Generalkonsul Karzow den
Fzaren vertritt.) (Fr. 3.)

Konstantinopel, 3. Okt. In der gestrigen Sitzung
des außerordentlichen aroßen Rathes wurde der Entwurf beireffs
her zu ver eihenden Reformen und Einfühtung eines Nationalraths
n 120 Mitgliedern mit Einstimmigkeit angenommen; dieser Be—
dluß ist det Genehmigung des Sultans unterbreitet. Nunmehr
oll die amtliche Mittheilung der Antwort der Piorte an die
Möchte erfolgen.

Konstantinopel, 5. Oct. Der Sultan hat die letzte
entsche dung des groß n Kathes janctionirt und wird dieselbe heuͤte
fficiell den Botschaftern mitgetheilt werden. — Wie der „Levant—
derald“ persichert, wird der gesetzgebende Körper aus 150 ge—
dählten Mitgliedern und ein Senat aus 50 von der Regierung
rnannten Mitgliedern gebildet werden. Die Contrele der Provin-
'awerwaltung würde durch eine gemischte Commission ausgeübt
vetden, bestedend aus Beamten und Vertretern der veischiedenen
Bemeinden. Dieses System das den Mächten mitgetheilt wurde,
olle auf das ganze Reich angewendet werden.

Die Pforte hat die englischen Friedensvorschläge indirect, in
uwas zaghaftet Form, aber thatsächlich abgelehnt. Sie macht
        <pb n="550" />
        Gegenvorschläge, die darauf hinauskommen, daß sie den aufständigen
Provinzen keine gesonderte Selbstverwaltung bewilligen, sondern Ver⸗
waltungsreformen im ganzen Reiche einführen will. Die Grund⸗
lagen dieser Verfassung soller sein: In Konstantinopel tritt eine
Versammlung zusammen, welche aus Wahlen hervorgeht; das Wahl⸗
system gliedert sich du der Weise, daß das VolkDeputirie für
einen Sandschakatsrath“wählt, die Mitglieder des Sandschakatsraths
wiederum Depufirte für einen Provinzialtath wählen, uad dieser
sodann die Deligirten für die Nationalversammlung in Konstantinopel
wählt. Sonach würde Bosnien 6, die Herzogwina4 und Bul⸗
garien 8, je zur Hälfte mohamedanische und christliche Vertreter in
Konstantinopel haben; während der Ferien des Parlaments hätte
eine permanente, zur Hälfte aus Christen und zur Hulfte aus
Mohamedanern bestehende Ueberwachungscommission die Alte der
Localregierung und die Entscheidungen des Nationalraths zu kon⸗
zrolixen. Endlich sollen alle Zweige der Verwaltung reorganisirt
werden.

Daß es der Pforte mit diesen Reformen: Ernst- ist, wird ihr
wohl Niemand glauben. „Die europäischen Mächte, schreibt die
„Nordd. A. 8.“, welche die Herstellung einer neuen, auf den Grund⸗
lagen der Gerechtigkeit beruhenden staatlichen Ordnung im türtischen
Neiche in die Hand genommen haben, können und werden weder
eine Ablehnung ihrer Vorschläge annehmen, noch sich durh neue
Ausflüchte hinhalten lassen. Der entgültegen Regelung dieser An⸗
gelegenheiten ist der gegenwärtige Augenblick günstiger denn je, und
allem Anschein nach besteht der feste Entschluß, ihn nicht undenutzt ver⸗
streichen zu lassen. Die Einrichtungen, welche die Tücken nicht
ireffen kann oder nicht treffen will, werden in ibrem Namen · oder
im Namen der europäischen Mächte von diesen seldst getroffen wer⸗
den. müssen. Die Respeklirung der Autorität des Sultans kann
nicht länger ein Hinderniß für eine unaufschiebbar gewordene Auf⸗
gabe sein, nachdem diese Antorität läugst durch diejenigen“ am
Meisten lompromitirt worden, welche ihre berufensten und obersten
Hüter sein sollten, Das Interesse des Friedens unter den ehrisitichen
Machten Europa's steht für dirse höher als jedes andere, und sie
—
hötlich in Frage gestellt werde.“

Washington, 4. Okttober. Der Staatsseccetär des Aus⸗
wartigen erklaͤrt, daß ihm von dem (durch die „Neue Freie Ptesse“
zemeldeten) Vertrag zwijchen Rußland und Nordamerika, wornach
etzterer Staat/ gegen Abtretung eines russischen Hafens in Kamt⸗
schatla eine Anzahl von Kriegsschiffen an Raßland, absolut nichts
hekannt sei.

Permischtes.

4 Zweibrücken, 4. Okt. (Schwurgerichtssitzung III. Quart.)
Verhandlung gegen Joseph Weber, 46 Jahre alt. Tagnet von
Mehlbach, wegen Todtschlags. Vertheidiger: Auwalt Gebyart.

Der Angeklagte leidet schon seit seinem 10. Ledensjahr an
Epilepsie. Wahrend der Anfalle ist er bedußtlos und ist unfahig,
irgend etwas zu unternehmen. Vorher und naqchher aber ist sein
Bewußtsein ungeschwächt vorhanden. Dies bezeugen Alle, de ihn
kennen, und es spricht sich in diesem Sinne auch die Ansint der
Aerzte aus, welche namentlich auch dahin geht, daß der Angeklagie,
wenn auch dessen Veistandskräfte etwas unter dem gewönnlichen
Maze der Entw'ckelung zurückgeblieben sein mögen, doch außer der
Zeit der Anfälle hinlänglich Beuttheilungskraft besitzt, um das
gesetzlich Etlaubie vor dem Unerlaubten unterscheiden zu könuen.
Er wird als roh und grob geschildert, gewohnt, bei dem geringsten
Anlosse das Messer zu ziehen und damit zu drohen. Se'n Ruf
ist überhaupt ein schlechter. Gegen den Getödteten, den Feldschützen
Daniel Schneider don Mehlbach, einen braven, pflichtireuen Vtann,
der ihm als Feldschütze bei seinen Feldfrevela häufig in den Weg
trat, war er deßhalb sehr erbittert und hatte schon wiederholt ge⸗
zußert, er bringe den Schützen doch poch um, er schneide ihm den
Hals noch ab u. s. w. Diesen Vorsatz hat er nach der Anklage
am 2. Juli abhin Nachmittags ausgefuüͤhrt, an welchem derFeld⸗
schütze Danit! Schneider in seinem Blute wimmend auf dem
Banne von Mehlbach todt aufgefunden —5 Lie die Anklage

sagt, traf der Getödtete an diesem Nachmitlage in der Nähe von
Mehlbach den Angiklagten, als dieser seine Gaisen in einem Klee⸗
acher weiden ließ. Während er ihn noch von dem sog. Lutzen⸗
wäldchen aus beobachtete, muß der Angeklagte ihn bemerkt haden,
auf ihn zugesprungen sein und mit dem Messer in der Hand ihn
angegriffen haben. Es habe nun — stellt die Anklage auf — wie
aus bderschiedenen Anzeichen zu schließen, im Walde eine Rauferer
stattgefunden. Von da habe der Angeklagte sein Opfer, nachdem
er ihm mehrere leichte Vexletzungen beigebracht, auf den ganz dahe
vorüberziehenden Weg gezogen, dort niedergeworfen und mittels
Durchschneiduag des Halses förmlich abgeschlachtet. Die Anklage
stützt diese Aufstellung auf den Befund am Orte des Vorfalls, auf
das Resultat der Obduction und Section der Leiche des Feldschützen
und auf die Aussagen don 18 Zeugen, welche zur Vernehmung in

der öffentlichen Sitzung dorgeladen sind. Der Angeklagte stellt in
Abrede, die That verübt zu haben; unmittelbare Augenztugen waren
bei derselben nicht zugegen.

.Die Vernehmung der gegen Joseph Weber von Mehlbach vor⸗

zeladenen Zeugen ergab Folgendes:
.Am Nachmittaa des 2. Juli abhin um 4 Uhr wurde der
Feloschütze Dan sel Schneider von Mehlbach auf dem Ortsbanne
zon zwer Mädchen gesehen,, wie eram sog. Kirchenwäldchen eine
Zeit lang auf einem Steine saß: und dann über einen Acker hinüber
n das sog. Lutzenwäldchen ging. Nicht lange nachher hörten sie
hn·crufen: „Ach Golt, laß mich gehen!“ Gleich darauf hörten
ie des Annellaaten Stimme, der einen Fluch, ausstieß. Um. die
nämliche Zeit hörte auf der andern Seite der Waldung eine Zeugin,
velche anf der Landstraße von Schallodenbach nach Mehlbach zuging,
aus derselben Richtung her ein dumpfes Geschrei und den Ruf:
„Laß mich gehen!“ An demselben Nachmittag weideie der Gänse⸗
zirte Franz Burgey von Mehlbach mit seinen beiden Knaben Johann
uind Andreas die Gänse an der genannten Straße. Gegen bier
Ahr — also vor obigem Vorfall — trieb der Augeklagte seine
»rei Ziegen an ihnen vorüber nach den in der Nähe des Lutzen⸗
väldchens gelegenen Aeckern und Wiesen zu. Rach etwa*4 Stunden,
vährend Vurgey au der Straße bei dem Lutzenwaldchen seine
Bänse weiden ließ, kamen plötzlich die Jiegen des Angçellaaten den
in diesem Wäldchen vorbeiziehenden Wegallern herausgesprungen.
Ddies erregte bei Burgey die Meinung, der Aageklagte sei von feiner
krankheit befallen worden, und es seien deßhalb die Ziegen ohne
Wufficht, weshalb er letztere durch seine Knaben einfangen ließ.
stach etwa 10 Minuten kam der Angekllagte den nämlichen Weg
allein herauf und bemerkte, er habe seine Krankheit gehabt und
eien iim dabei seine Ziegen ˖durch zegangen. Da setue Knie und
zer eine Aermel naß waren, so vermuthete Burgeh, er habe sich beim
Fallen beschmutzt und dann seine Kleider an der nahen Lauer ge⸗
vaschen. Burgetz folale nun seinen an dem Weg, den der An⸗
Jjeklagte heraufgekommen war, weidenden Gansen, anfänglerch degleitet
von⸗ dem Angeklagfen, der duffalle⸗d verstört aussah und einmal
zie Bemerkung machte: „Wenn sie michnur nach Frantenthal schaffen
vürden.“ Auf einmal wich der Angetlagte vom Weg ab und trieb
eine Ziegen an⸗ ernen⸗Dornbusch. Etma 25 Schriite weiter stieß
Burgey ploöͤtzlich auf die Leiche eines Mannes, der auf dem Gesichte
i semem Blute lag. Auf sein Rufen eilten seine beiden Knahen
nzu und auch der Angeklagte lam herbei. Auf den Austuf des
dnaben Burgey, als dessen Vatar den Kopf der Lesche herum⸗
vendete: Das list ja der Schütze!“ bemerkte der Ungellagier „Ja
pas ist er, da liegt sein Stock.“ Während nun Burgey in's Dorf
zilte., um Anzeige zu machen, kamen Leute herbei und vermutheten
ofort in dem Angeklagten deun Thater, da dieser frische Kratz⸗
vunden in dem Gesichte trug und eisichtlich aufgeregt war. Als
nan ihm den Verdacht vorhielt, zog er wiederholt drohend das
Nesser. Als man dirses ihm abnahm, zeigte es sich, daß es frisch
jereinigt und theilweiset noch bluiig war. Er wurde, nachdem man
Zlut am UAermel seines Wammses und nach Entfernung desselben
such an semnem Hemde wahrgenommen hatte, das erfichtlich von
rußen eingedrungen war, sofort verhaftet und abgeführt. Dem
etödteten war der Hals durchschnitien und zwar in einer Weise,
»aß er sich rasch hatte verbluten müssen. Auf der einen Seite
ag seine Kappe und die eine Hälfte seiner abgerissenen-Weste, auf
er anderen Seite sein Sitock und die beiden Theile seines durch⸗
chnittenen Halstuches. Unmittelbar daneben im Walde fanden sich
HYlutstropfen an einer Stelle, auf der etwa zwei Meter hneit das
Bras zertreten war. Dieser Befund spricht für die Aufstellung
»erek. Staatsbehörde, wie wir sie bereits mitgetheilt haben, daß
rämlich der Angeklagte, von dem Getödleten bei einem Weid⸗
revel etappt, diesen sofort im Waldchen angriff, nach kurzer
Hegenwehr auf den Weg herauszog, hier niederwarf und ödtete.
Nach dem ärztlichen Gutachten hatte der Getödtete gegenüber seinem
mit dem Messer bewaffneten Geuner einen sehr ungleichen Kampf
zu bestehen. Außer mehreren Hautabschärfungen und kleinen Schnitt⸗
vunden fand sich ein Stich in der Brust der Leiche, sodann die
ürchterliche Halswunde, welche über den ganzen Hals verlief mit
Durchtrennung aller hier bestüdlichen Muskeln und Nerver. Der
Angeklagte trug einige geringere Verletzungen an sich, die wohl durch
die Gegenwehr des Getödteten — wenn man diesen als von seiner
Hand gefallen annimmt — herrühren möchten.

Der Angeklagte läugnet die That. Die Wunden in seinem
Besichte rühren na h seiner Angabe von Schnitten mit dem Rasit⸗
nesser her. Den Getödteten will er am fraglichen Tage gar nicht
zesehen haben. Er habe damals seine Krankheit bekommen und
eien ihm in Folge dessen seine Ziegen durchgegargen, die dann
Burgey eingefangen habe, mit dem er den Weg hinuntergegangen
ind auf die Leiche gestoßen sei. Er selbst habe den Kopf der
deiche herumgedreht und sei dabei über die Leiche hingefallen. wo⸗
don seine Kleider beschmutzt worden seien. Diese letztere Angobe
Fudurch die Aussagen mehrerer Zeugen, welche die Ankunft des
        <pb n="551" />
        Zurgey und des Angeklagten bei der Leiche aus der Ferne mit an⸗
sahen, widerlegt.

Der Angeklagte blieb auch in der öffentlichen Sitzung bei
seinem Läugnen.

Der Bertreter der k. Staatsbehörde stellle in seinem Vortrag
die Beweismomente zusammen, indem er darauf hinwies«daß nach
den vorhandenen feststehenden Thatsachen nur der Angeklagte der
Thäter gewesen sein könne. Den Ausführungen der Vertheidigung,
daß der Angeklagte wenn er das Verbrechen begangen habe, wegen
seines Leidens nicht für zurechnungsfähig gehalten und für dasselbe
derantwortlich gemacht werden dürfe, trat die k. Staatsbehörde ent⸗
Jegen unter Hinweis auf das von dem k. Bezirlksarzte in Kaisers⸗
autern lin gründlichster Weise abgegebene Gutachten, wonach decr
Angeklagte wohl während. eines Ansalles bewußtlos und gänzlich
anfähig sei, gegen irgend Jemand etwas zu unternehmen, in der
uͤbrigen Zeit aber seiner Verstandesträfte vollstandig mächtig und
urtheilsfähig sei. Nach diesem Gutachten, sei bei dem Angellagten
in Folge seines Leidens nur eine erhöhte Reizbarkleit vorhanden;
diese könne aber den Angeklagten nicht sttafftei machen, sondern im
günstigsten Falle nur Veranlassung zur Annahme von mildernden
ümständen geben. Der Wahrspruch der Geschworenen lauteie auf
Schuldig“ unter Annahme inilderer Umstände, worauf der Gerichts⸗
hof die hoͤchste Strafe, welche hienach zuläͤssig war, fünf Jahre Ge⸗
aͤugniß, aussprach. F

f'Kaiserslautern. Ein Unglücdsfall ereignete sich
am verflossenen Samstag in einer hiesigen Bierbrauerei, indem ein
darin beschäftigter Arbeiter, Namens Beder, durch das Schachtloch
in den Keller fiel, was seinen Tod zur Folge hatte.

Waldfischbach, 2. Oct. Vorige Woche schoß doer
Blechschmied S'mon Stein dahier eine fremde Taube, welche sich
schon mehrere Wochen unter seinen Schlagtauben aufhielt und gauz
zahm wurde. Beim Rupfen sad man erst, daß es eine Brieftaube
war. Fünf Federn des rechten Flügels nagen verschiedene, sehr
schon ausgeprägte Stempel und Wappen mit verschiedenen Nummern.
Auf der langsten dieser Federn ist z. B. ein Stempel mit der In⸗
chrift· „Societo* les amis du roi Berghem lez Anvers“ und
die NRümmer 224 ganz deutlich ausgedrückt. Zwet Federn des
linken Flügels sind ebenfalls mit Nummern und verschiedenen, theils
senkrecht, iheils wagrecht stehenden Chiffern bezeichnte.

Laudau. Am 2. d8s: begann vor dem hiesigen Handelsge⸗
cicht der Proceß, welchen einige Actidnäre der falliten „Baumwoll⸗
—
dann A. Baum in Mainz) und der Kaiserslauterer Vorschußverein
gegen die gewesenen Mitglieder des Verwaltungsrathes dieser Actien⸗
—
erslautern, Fabrikant Jakob Raab und Heinrich Raab, bezw. dessen
Wiuwe, in Mainz, Gutsbeñtzer L. A. Jordan und Dr. A. Buhl
n Deidesheini, Hüttenwerkbesitzer K. Frhr. v. Gienanth auf Hoch stin
und Fabrikant Jul. Dingler 'n Zweibrücken) angestrengt haben. Die
slage der genannten Actionäre stützt sich auf die Behauptung, daß
die Verwaltungsraihsmitglieder die ihnen als solchen obliegenden
—öX
hätten, wo nichts verdient, vielmehr verloren wurde, was zur Folge
gehabt habe, daß schließlich die Actionäre an ihren Actien bedeuten⸗
den Verlust erlitten hätten, dessen Ersatz sie nun fordern; der Vor⸗
chußnerein aber will durch die erwähnte Dividendenvertheilung ein
die Meinung versetzt worden sein, daß er es mit einem zahlungs⸗
sähigen Schuldner zu thun habe; in dieser Meinung habe er Vor⸗
schüsse bis zum Betrag von 24,476 fl. gegeben, deren Rüchzahlung
ex nun von den Beklagten fordert, eventuell wenigstens Zahlung
enes Betrags, welcher dem Vorschußverein im Follimentsvorfahren
noch zugefallen wäre, wenn die zu der erwähnten Div dendenverthei⸗
ung derwendeten Gelder noch bei der Actipmasse gewesen wären.
Mach der „Ksisl. 3.“)

feFrankenthal. (Zuchtpolizeisitzung vom 26. Sept.) Adam
Jugenheimer, 58 J. a., Händler in Frankenthal, fuhr am 28.
Juni abhin von Osthofen per Bahn hierter zurück. Als der
Schaffner kam, zeigte er ihm ein 3.Kl.-Billet vor, welches am 26.
in Frankenthal gelbst worden und dessen Datum er ausgekratzt hatte.
Er wurde wegen Fälschung und Gebrauchs des Billets zum Zwed
der Täuschung in eine Gefaͤngaißstrafe von 2 Monaten verurtheilt.

Das Miuiärbezirtsgericht München hat am 2. ds. den
Gendarm Meier von dort wegen thätlchen Vergreifens an einem
Vorgesetzten (er hatte seinem Slationskommandanten mit der Faust
ms Gesicht geschlagen) zu 4 Jahren Zuchthaus, auf einer Festung
uu erstehen, verurtheilt.

p'Frankfurt, 2. Olt. Gestern konnte man auf der Zeil,
in der Ällerheiligengäss, und am Zoologijchen Garten auffallend
lleine Brödchen an Bendfaden an den Hausthüren aufgehängt sehen
und dabei die Namen der Bäcker, welche das winzige Gebäck ge⸗—
liefert. (Frf. Zig.)

pGSrerrin, 1. Oct. Die „N. Stett. Ztg.“ erzählt fol⸗
—XXED —XC
jfter Gäste aus seiner Nachbarschaft. Unlängst suchte ihn ein solcher

Hast zu bestimmen, seinen Einfluß gegen die Türkei geltend zu
machen und die Grausamkeiten in der Bulgarei eventutll durch eine
riegerische Unterstützung der Serben Einhalt zu gebieten. Der Fürst
erwiederie lachelnd darauf: „Wenn Sie mir beweisen koönnen, daß
die pommerschen Laudgüter durch einen Krieg mit der Türkei in
hremt Wertte um ein oder mehrere Procente sich hessern würden,
väre ich nicht abgeneigt, in Ihrem Sinne vorzugehen.“ Der
Rathgeber, — schwieg.“ — J

Berlkin, 2. Ott. Die neuen 100 Markscheine der Reichs-
vank sind vor Kurzem zur Ausgabe gelaugt. Von den gleich⸗—
werthigen Banknoten der preudischen Bank unterscheiden sich dieselben
hauptsächlich durch einen auf Rauhseite angebrachten rothgedruckten
steichsadier, sowie dadurch aus, daß die Nummer ebenfalls roih
vorgedruckt ist.

F Reichs-Oberhandelsgericht. In einem Rechtsstreit
wischen einem Kaufmann und der Bersisch⸗ Märkischen Eisenbahn⸗
Befellschaft, betr. die Ersatzpflcht dieser Bahn für ein dem Kauf⸗
nann abhanden gekonimenes Frachtgut hat das Reichsoberhandels-
nericht im Gegensatz zu der bisherigen —XEXV
Rechtssatz ausgesprochen, daß bei Streitigleiten über die Höhe der
xẽntschädigungssumme für ein abhanden gekommenes Frachtgut, welches
dem Nerinalsoß ron 20 Thlr. pro Centner unterliegt. der Absender
die Höhe des Gewichtz des abhanden gekommenen Gutes nachzu⸗
weisen hat.

4 Laut Verfügung des preuß. Handelsministers werden sämmt—
liche Placatfahrpliäne der deutschen Eisenbahnen. vom 15. October
d. J. wo der Winterfahrplan in Kraft trut, auf den Stationen
der eigenen Bahnstrecke in gelber Farbe angeschlagen sein, wogegen
die Fahrpläne der angrenzenden Bahnen sämmtlich weiß siade So⸗
zald der Reisende auf der Stalion, von welcher er abreisen will.
aach dem Fahrplan sucht, brauvt sich derselbe nur nach dem gelben
um zuschauen, um den richtigen ˖ zu treffen.

J Erfolg der Galvanoplastik. Der „Schl. —A
iber einen glüctichen Erfolg der Galvanoplastik folgende Muttheilung
zu: „Ein Knabe haue sich, wie dies nicht selten geschieht, eine
Schmintbohne? in den Gehörgang rechterseits gestedt, die bei allzu
zasiigan geftellten Ertrattionsversuchen bis in die Paukenhbhle gelangi
var und dort wie festgekittet festsaß. Dieser Noth, der man in
inem verwandten Falle durch Ablösung der˖ Ohrmuschel zu begegnen
senöthigt war, half Professor Dr. Voltolini durch Anwendung der
Halvanoplastik ab, mit deren Hilfe er mittelst eines eigens hierzu construir⸗
en Galoancauster oder Brenner die Bohne von innen heraus all
nählig durch Brennen im wahren Sinne des Wortes verödete, so
daß endlich au dem Tage, an dem vor vier Wochen die Bohne in
das Ohr gelangt war, die eine Hälfte derselben mit herauslam,
und am anderen Tage schon die andere Hälfte und die Schale
olgten. Da diese Cauteriesationen für den Patienten völlig schmerz⸗
os waren, konnten sie in einer Sitzung oft zwanzigmal hinter⸗
einander vorgenommen werden. Es iehrt dieser interessante Fall,
daß inan sich also selbst ber quellenden Körpern, welche in die Pauken⸗
höhle getathen, nicht mit deren Herausbeförderung zu überstürzen
zraucht, soawie daß, wenn alle anderen Mittel und Ipstrumente
nichts leisteten, die Galvanoplastik noch auf eine einfache, sichere
ind schmerzlose Weise solche derbrennliche Körper zu entfernen vermag.

FParis, 2. Okt. Wie das „Journal Officiel“ heute meldet,
jaben die vielen, bei der Polizei-Präfektur über die Fälschung der
Weine eingelaufenen Klagen diese Verwaltung bestimmt, eine strenge
leberwachung aller Weinwirihschaften, aller Weingroßhändler und
Natler anzußellen. Alle PolizeiKommissäre haben Befehl, in ihrem
etreffenden Viertel mit Hilfe eines Sachveiständigen die von Wein-
virthen und Händlern verkauften Weine zu untersuchen und die
Ztücke, welche ihnen verdächtig vorkommen, unter Siegel zu legen.
Fine Probe wird alsdann der Analyse einer chemischen Kommission
der „Aris et Metiers“ unterbreitet und das gerichtliche Verfahren
jegen die Schuldigen eingeleitet, det Wein selbst aber in die Rinn⸗—
jeine oder in die Seine geçcossen. Eine größere Masse gefälschter
Weine wurde in Paris berecits mit Beschlag belegt und führte auch
zu Beschlagnahmen bei den Händlern in den Deßzartements, welche
die Weine nach Paris geliefert hatten.

Phirlddelphie, 19. Sepibr. Ueber 230.000 zahlende
gesucher waren gestern in der Ausstellung. Im Ganzen ist die
Ausstellung bis jetzt 119 Tage offen gewesen uad hat 5,996,786
Besucher gehabt, darunter 4,083, 465 zahlende, deren Eintrittsgeld
'asi 2, 100,000 Doll. brachte. Die Gesammtzahl der Besvcher ist
iel größer als in Wien. Am 10. November Schluß. (A. 3.)

F Laut Mittheilungen aus Philadelphid ist der höchste Preis
Nahmaschinen der Singer-⸗Panufacturinge Campany in New York
zuerkannt worden.
Dienstesnachrichten.

Der Bezirksgerichtsrath Scherrer in Kaiserslautern wurde nach
dandau verseht, der 2. Staatsanwalt Brünings in Landau wurde
zum Bezirlsgerichtsrath daselbst, und der Bezjirksgerichtsassessor
Peilher in Landau zum 2. Staatsanwalt daselbst ernannt.
        <pb n="552" />
        Bekanntmachungen.

AXXXEEELL
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die be⸗
trübende Nachricht, daß unsere liebe unvergeßliche Schwester,
Schwäger'n und Tante
Helena Stief,
heute morgen nach laͤngerem Leiden im Alter von 45 Jahren
ruhig entschlafen ist.
Um stille Theilnahme bitten
St. Inabert u. Sgaarbrücken, 6. Okltober 1876.
Die trauerudd Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet heute, Samstag den 7. Okt.
Nachmittag 35 Uhr vom Hause des Herrn Jalbob Stief
aus, hier statt. F

Wohnungsänderung.

A. Holzuer, Schneider
ind defssen Ehefrau Earoline
Holzner, Hebamme, wohnen
aicht mehr gegenüber der Post⸗
xpedition, fondern auf der
Meß, gegenüber dem Brunnen.

Conventionelle Haus⸗
versteigerung.

Dienstag, den 24. if. Mts.,
des Nad mittags um 2 Uhr, zu
St. Ingbert, im Café Ober⸗
haufer, wird auf Vetreiben
von Abraham Lion, Kaufmann
in Geffle, in Schweden wohn⸗
haft, in seiner Eigenschaft als
angewiesener Gläubiger der Erbe
masse des verlebten Handels—
mannes Theobald Lion von
Spiesen

Auszug
aus den Registern des Standes
amtsbezirkes St. Ingbert pro
Monat September 1876
A. Geburten
4. Sept. Karb, S. v. Jof.
dutz. 6. Jakob, S. v. Rikoiaus
Fich. Jos pbina Anna, T. v
Foseph Hellenthal. 7. Maria,
T. v. Peter Stolz. 9. Jakod
5. v. Michael Schmut. 12
datharina, T. von Ersabetha
Zubertus, ledig. 14. Gustav
Ldoiphy, S. v. Karl Schöffler.
15. Franz, S. v. Mich. Jung.
Foseph, S. v. Pet. Jos. Fischer.
22. Wilhelm, S. v. Carl Hooß.
23. Jakob, S. v. Joh. Weber
25. Georg, S. v. Jos. Schmelzer
26. Kath., J. v. Peter Joseph
ẽWerle. Georg August, S. v.
Scorg August Schmelzit. 27.
Maria, T. v. Ludw. Bucheit.
Maria, Tocht. von Peter Kuhn.
Julius Emil, S. v. Joh. Hein⸗
ichsdorf. Peter, S. d. Georg
dopp. 28. Maria, T. v. Jod.
AUugust Stichert. J
B. Ebeschließungen:
5. Sept. Jakod Bauer mit
Maria Rohe. 12. Geoig Zintel
mit Elis. Thies. 19. Johann
Bries mit Maria Selzer. 21.
Peter Hager mit Magdalena
dager. 23. Wilhelni Schunt
mit Maria Unbehend. Ludwig
tuß wit Kath. Marx. 27.
Johaun Franz Palm mit Mag—
dalena Spantol.
C. Sterbiälle:
2. Heinrich, 6 M. alt, S.
b. Heinrich Becker. 4. Wilhelm
Thrittian Pfeilstücker, 43 J. alt,
xẽhemann von Kath. Tschunky.
J. Marg., 7 M. alt, T. von
Jeter Schuhmacher. 13. Mar q,
10 M. alt, T. v. Peier Theo—
»ald. 15. Barb., 1 J. alt,
Tochler v. Nikolaus R'pplinger.
Joseph, 15 T. alt, S. bv. Bal.
— zung. 186. Johann Schäjer,
Frudt- Brod⸗ u. Fleisch-⸗Preise »0 J. alt, Themann von Elis.
her Stadt Zweibrücken von 5. OIsthof. Nikelaus Schoinn, 58
Ott. Weizen 11 M. 41 Pf. J. alt, Wittwer v. Katharina
dorn 8 M. 63 Pf. Gerste Zreih. Bauer. Peter, 1I J. 9 M. alt.
d M. — Pf. Gerste 4reihige 5. v. Heinrich Stief. Clara
M. — Pf.--Spelz O M. — Vaaria, 5 M. alt, Tochter von
Pf. Hafer 7 M. 28 Pf. Kar⸗ deinrich Martin. 22. Peter
offeln 2 M. 50 Pf. Heu 5 M. Ptetz, 46 J. 6 M. ali, Edzem.
— pf. Stioh 4M. 60 Pf. per von Katharina Karch. Jakod
Fentner. Weißerod Ahhz Ko. J. 8 M. alt, S. p. Ludwig
55 Pf. Kornbrod 3 Klo. 75 Pf. Feichtner. 24. Johann, 11 J.
itto 2 Kilo. 50 Pf. dit'“ 1.10 M. alt, S. v. Peter Schuh⸗
dilo. 25 Pf. Bemischtbrod 3 macher. 27. Barbara Bastian,
dilo. 93 Pf. 1 Paar Wech 190 75 J. alt, ledig. 29. Franz,
hramm 6 Pf. Spelzkern O M. 10 J. alt, S. v. Bernhard
— Pf. Dinkel O M. —- P. Misch⸗ Weidmann. 30. Johann Rees,
tucht — M. — Pf. Rerdfl. 82 J. alt, ledig.
Quat. 58 Pf. 2. Qual. 52 Pf. Für richtgen Auszug:
dalbfl. 48 Pr. Hamfl. 52 Pf. St. JIngbert, 3. Oct. 1876.
3chweinefl. 60 Pf. Butter 1 Der Standesbeamte:
Der Ausschuß. M. 20 Pf. per Vifund. Custer.
— ——— — — —
— —ssisie ———

contra

die in St. Ingbert wohnhaften
Eheleute Georng Schmitt,
Schmelzarbeiter, und Katharina
Schmitt bie nachbezeichnete Lie⸗
genschaft wegen Nichtbezahlung
des Erwerbspreises zu eigen
wiederverstelgern:

Pl.⸗Nr. 172 24 u. 172 Ih.

4 Dec. Flaͤche, enthaltend
ein Wohnhaus mit Pflanz⸗
garten, gelegen zu St.
Ingbert, im Hirteneck, neben
Heinrich Reitelftürz.

Das Nähere auf dem Ge—
schäftsbureau L. Bechthohd in
St. Ingbert.

Sauer, k. Noltär.
Freiwillig gerichtliche
*
Versteigerung.

Dienstag, den 17. Oktober
nüchsthin, Rachmittags 2 Uhr in
St. Ingbert bei Heinrich
Schmidi lassen PhilippWei-
gand, früher Schreiner in St.
Ingbert, jetzt Wirth in Mezz
und dessen erstehelichen Kinder
die nachbezeichneten Liegenschaften
im Banne St. Jagbert des
augenscheinl chen Nutzens wegen,
offentlich zu Eigenttum ver—
deigern als:
1Pl.Nr. 206, 4 Teʒ. Fläche,

ein zweistöckiges Wohnhaus
mit Stallung, Küche und
Brennhaus und sonstigen
Zubehörungen, gelegen an
der Blieskasteler Straße
zu St. Inghert;

Pl.⸗Nr. 205. 2 Dez. Fläche
Wohnhaus daselbost nebst
Zugehörungen neben Vo⸗
rigen;

Pl.⸗Nr. 442, 443 und 444.
11 Dez. Fläche Wohnhaus
mit Stall, Scheuer, Dresch⸗
lenne, Einfahrt, Hofraum,
Garten daselbst, den vorigen
Häusern gegenüber gelegen.

Das Nähere auf dem Ge—
schäfts-Bureau L. Bechthold

in St. Ingbert.
Sauer, k. Notär.
Gemuthlichkeit.
Sonntag, den L.Okiobder
1876 im Jun g'schen Saale
Aeatfer
mit darauffolgender

Tanzunterhaltung.
Nur Eingeladene haben Zu—⸗

ritt.
        <pb n="553" />
        er Anzeiger.

—
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonnsags mil illuftrirter Vei

lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag and Sonntag“ Ver —— —— belragt vierleljahrli ch

Matk 2d R.⸗Pfu Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts iit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Vlaltschrift oder deren Raum. Reclamen
7 mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 160. eonutag- den s. Oetebetßt114816.
— —
J Deutsches Reich.

Mundcwden, 6. Ott. Die SHatsregierung hat die Frage
ʒezuglich der· Theilnuhme ander 1878 in Paris stattfindenden
Weltausstellung den Haudels⸗ und Gewerbkammern dets Landes nuir
Bequtachtung vorgelegn In gleiches Weise verfährt auch“ die
oxenßische Regierun g.

Berlin, 5. Olt. Der Staatsgerichtshof, unter dem Vor⸗
ize des Vicchräsidenten des Kammergerichts p. Mühler, exäöffnete
deute die Verhandlung des Processes gegen den ehemaligen Bot⸗
chafter zu Paris, Graf Araim, welcher nicht eischienen war, hatte
in aus Ouchh datirtes Vertagungsgesuch eingereicht, da' ihm die
ange beschwerliche Reise dei jetziger Witlerüng unmöglich sei. Der
Berichtshof befchloßß da die Kraͤntheit des Angeklagten nicht ordnungs⸗
mnußig bescheinigt, die Vorladung aber richtig erfolgt war, auf Au⸗
rag des Oberstaatzanwalis die Eröffnung des Contumacial-Ver-
ahtens. umd eenizog ferner bel Abwefenheit des Angeklagten, nach
Ait. 23 des Gesetzes von 22. Ottober 1882den Vertheidigern
Rechtzanwalten Quenstebt und· Munkel das Wort, veschloß guch
ie Ausschließung »der Oeffeitlichteit' während der Verhandlüngen
Diefe!ben dauerten drei Slunden; sodann wurde das ülttheil ber⸗
sndel da much hiethei die Deffentl ichteir ausgeschlossen war, so in
zer Inhalt des Uriheils micht vekanntee
Ankrüpfende an ven Besuch des Kaisers än den Reichslanden
hreibt die Prbre Kort. AV Fiutt die Kräftiaung ächt deutfchet
Befinnung und ernfter Hingebinige fur Kaifer und Reich gibles
rinen besseren Sendboten ais den alfer feldst; welchet durch. die
inmittelbare Wirkung seiner vom Zauber deretöchsten Keaft und
ugleich der reinsten Veilde umgebenen Persoönlichteit mit unwider⸗
teblicher Macht die Einzelnen unbedie Voltsassen, welche in seine
Naͤhe ·lommen vfesselt und begeistert. Diefe wunderbare Kraft hat
ich in d eensee Weise auch an der Bevoölkerurg don
xtfaß Lolhringen dewahrt7 die kurzel Auwesenhe tOdes staisers in
enen ält deutschen Landschaften hato die nersten hoffn hsvoll n An⸗
jeichen eines pertrairensvollen d e se fuͤr die
veder erneute nationgfe nh pu pdee Lebendigkeit
eidbrireten laffen.“ Wohl ird fe vch Uange ver hingebenden
renen Ardeit? von alleit Seiten, und wie der Kaiser wiederholi
»ctonte, der Geduld bedüurfeti, um die Augaa zen gedeihen
u iassen.“ Aber dieft jüngsten Tage von· We ßenbinß und Wörth
jaben die Zuversicht auf das Ichließliche Gelingen der friedlichen
— ————— um hetnein befestigi.“

Datmftade,“ M Olt iDik “hiesige Haudelskammer spräch
ich e eede eee des Ausschusses im
eutschen 80 eletages ni nd gegtn s Stimmen fur das Brincip
— Gr. 393

Freiburg,“3. Olt. Der hiesige Bargerausschuß hat dem
—XE —*298 Seh Ehrenbargerrecht hiesiget Stadt vetliehen.

ussand.

Wien, 5. Oll. Nach einem von fürlischer Seite den hiesigen
zeitimgen zugegangenen Commlinictie würde! die Pforte ven Slhiffen
temdet Maͤchtẽ die Durchfahrt durch die Dardanellen verwehren;
ls jedoch Gewalt angewendet werden fotlte, wirde der Sultau
unmt der Rchietung nach Adrianoper üherndeln.

Jetzt. Mit großer Beredsamkeit entrollie er ein deuiliches Bild in
Beziehung auf die Zustände des veralteten Zunftwesenß und wußte
n gewändter Weise das Gute und Schlimme jener Berhältnisse
—AI
tandes in ihrem Lichte und Schalten kreflichst klatr und deutlich
u machen. Eine volltönige, weithin vernehmbare Stmime und ein
angebornes Rednertalent verliehen dabei dem gediegenen Vottrage
tine erstaunliche Lebendigkeit und Frische. Man sah es, man hörie
s dem Maune an, daß er sprach waßs sein Herz fühlte und
vollte; denn solche warme, väterliche Belehrungen und Ermah ⸗
ungen konnen nut aus einem wahrhaft guten Herzen lommen.
Uind als das letzte Wort des weiß ergtauten, 70jahrigen Greises
erllungen und ein lang anhaltendez , Bravoe in dem“ Saal
diederhollte, da wünschte sich Jeder, diesen bescheidenen, geistreichen
derrn vald wiedet zu Hören. (Die ausführliche! Rede des Herrn
baumblant folgt in nachster Nummer wörnich. DeR.y α
FDudweiler. Den Freunden der Kirchenmussk dimen
vir vorläufig mittheilen, daß am 22. d. Sonntäg Nachmitiags 8
Ahr in hiesiger kathol. Kirche ein Kirchenconcert stauufindet in
nelchem ausgewählte Proben klassischer Gesänge aus alter und
neuerer Zeit“ vorgetragen und verschiedene Orgelstüͤcke thzerübmtet
Reister von bewachrien· Kraften? gespielnnwerden solleh. Außer
unferm gut geschulten Kirchenchere wirken einige rühinlichst beklanmen
Zanger der Nachbarschaft mir vone welchen namenttlich die Solo⸗
zarihieen Nr. 43046 aus dem hetrlichen Mesia a von HA inde
efungen werden Das veichhaltigẽ Progrämm, Ddas Juro Feitder⸗
iffem licht wird, verheißt in allen seinen Thesten wirilichea Kunft
zenuß. 7 — 2 —— —— 7 ——
:Maänchen, Q. MOtt.. Es wird Der deutschen Handels⸗ und
Perlehrzwelt nicht urangenehm ein zu erfahren . daß eine. nall⸗
dändige Einigung sämmtlicher deutschen Eisenbahnverwaltungen
iber ein geinhemiches. Sarifsyftem so guk yig elchldfepr Thatsehe
Amnd wir yfvesig deriter — aud gegledt, ein GBeund
aran zu jwäifelu —jo, wird disser —⏑⏑ —0&amp; fuͤr
—6 Tatfftzita Ichen fuc den 1. Jabbot: I8 7n Witrt⸗
amnfe treten und jn ⸗ sern auch —X Sitri Ao0
—V wirde, Lint —— —*— —*
n eu —A ———,—
.München, 4. Okt. Der Hönig hat zwet pom
ayerischen Schwurgerichtshof eechet ——
efällie Todesurtheile beslätigt. —A beariffr hen! ledigen
Metzgergesellen Valentn Gläsgen! von Friedenheim, Kandgecchlg
Nünchen 1. d. J., welchet am 28. December na 30 dei Siraße
wischen Forstenried und Sendling den —8 iue ——
daspar erschlagen und dessen, mit Holz deladeaed Feitrwerl Nch
aingeeinet, sowie dem Ermordeten Vaarschaft, Uhr a. 4. w. ab⸗
jenommen hat. Val. Gläsgen hatte dvereits — dstiftüng
m Zuchthauts 124 Jahr verbrachi, Daͤb' Iweile —— wurde
zegen den bvormaligen Tagloͤhner und nunmehrigen Zuchtt aus strafling
zoh. Ruf von dier erlassen. e hatte am 4. Febe. d. J.
dem Gefängnißwärter Lud. Waller mit Leinet Schneibersche⸗ce der⸗
artige (27) Wunden beigebracht, daß derselbe nach weuigen Stunden
tarb. Im Jahre 1870 ermordete der damals i9 Jahre alte Ruf,
ein mit Laufzettel aus dem Leibregigient gestoßener und bereits
wanjzigmtt gestrasfer Tambour, die Vesseherin Natierer in der
Nariagasse dahier., Damals konnse die Todezstrafe wegen seiner
Minderjäbrigkeit über ihn nicht verhängt werden. (A. 3)
reFreiburg, keBe.. 8. Olt. Heute wurde in Gegenwart
»es deutschen Kaisers, deß Kronprinzen, des Großherzogs von Baden,
es Generals d. Werder und des preußischen Kriegöministers v.
damele die Endhüllaͤng des Denkmals dorgenommen, welches das
adische Land dem tapferen 145 Armee Corps und feinem Führer
heneral v. Werder — Waffen⸗
haten errichtele, wodurch In den Kämpfen ves 18. 16. und 17.
Januar 1871 bei Belfott die Schacgten Bohhrtatz'd zurlidceschlagen
und deren beabsichtigtet Finbruch in Vaden dereleit wurde.
Das Denlmal Ast vin-Ohelisl aus Bronze. der sich auf einem

——
Vermischtes.

D SuInabert. Herr Professor Baumblatt von Kaisers⸗
autern hielt am verslossenen Sonntage Nachmittage bei Gelegenheit
es Stiftunggfestes des hiefigen Arbeiter-Bildungs ;Vereins einen
Stunde Jangin Vortiah uber Wewerbefreiheit und die Ardeiter⸗
snwe de Gegenwart. Schon kurz nach 8 ur ae
tiher ein zahlreiches Vublitum im großen Dberhauserschen Saalt,
in 44 Ühr erschien der Etwartete. Erbegann seinen Vortrag
nit einet kernigen Vorrede und führte allmählich zum Haupithema
ber Die gauge Verfammtumg doigte ihm mit der gespauntesten
iufmertfamtenne Et“ Jog eine Parallele zwischen ee
mm Mitielalter und der jetzigen Gewerbefreiheit, zwischen Sonst und

12 31 *

43,
        <pb n="554" />
        graniinen Unterbau 15 Meter hoch erhebt. An den vier Ecken des
Sockels siehen vier Krieger in mehr als Lebensgröße: links vorn
ein badischer Artillerist, den, trotzdem ihn eben eine Kugel in die
Brust getroffen, fester Kampfesmuth beseelt; rechts ein Grenadier,
der mit aufgepflanztem Bajoneit sich dem Feinde entschlossen ent⸗
gegenstellt, in seiner Miene die trotzige Losung: „Sie dürfen nicht
durch“; auf der Rüchseite des Sockels rechts ein eben abgesessener
Dragoner, der fich mit Pistol und Säbel vertheidigt, und links ein
preußisher Landwehrmann auf der Wacht. Der Raum zwischen
diesen Gestalten wird durch vier Tafeln mit folgenden Widmungen
ausgefüllt. Vorn: „dem 14. Armee⸗-Corps und seinem Führer
General v. Werder das daulbare dadische Volk.“ Rechts — „Tele⸗
gramm. Der Kaiserin Königin Auguste in Berlin: Bourbarki hat
aach dreitägiger Schlacht sich vor dem Werder'schen heldenmüthigen
Widerstand zurückgezogen. Werder gebührt die höchste Anerleunnung
und seinen tapfern Truppen. Versailles, 18. Januar 1871 Wil⸗
helm.“s Auf der hintern Seite: „Den Soöhnen des badischen Landes
und ihren Kampfgenossen. Den Siegern zur Ehre, den Gefallenen
zum Andenken, den kommenden Geschlechtern zum Beispiel.“ Links:
„Schlacht bei Belfort, 15., 16. und 17. Januar 1871; Belagerung
von Straßburg, Schlettstadt, Neubreisach, Belfort; Gefechte bei
Etivah, am Ognon, bei Dijon, Pasquer, Autun, Nuils. Langres.
VBillefaux, Villersexel ..
7 Berlin, 4. Olt. Der General⸗Feldmarschall Frhr. v.
Manteuffel wird am 29. April 1877, der General der Infanterie
b. Blumenthal, kommandirender General des 4. Armeckorps, am
29. Juli und der General der Infanterie v. Schwarzenkophpen,
ommandirender General des 18. württembergischen Armeekorps,
am 15. Januar lommenden Jahres das fürnfzigjährige Dienstjubi—
iäum begehen.
Bei Cork in letzten Sonnabend bei einem Sturme ein
Boot mit 25 Insassen umgeschlagen; 16 Menschen verloren dadurch
das Leben. F
7Banz nmach Belieben. General Benjamin Butler em⸗
ofiehlt sich seinen Ritbürgern zur Wiedererwählung in den Kongreß
olgendermaßen · Wenn ihr mich nach Woshington schickt, koste ich
zuch nur 2000 Dallars per Jahr. Behaltet ihr mich aber hier,
so zihe ich euch als Advokat das Zehnfache aus der Tasche. Was
vollt ihr lieber???
7Eine dentsche Rothhaut. Vor dem Polijzeigerichte
in Chicago erschien kürzlich ein junger Mann in dem romantischen
Zostüme eines Nevada⸗-Indianers und hatte fich wegen Trunkenheit
uind unordentlichen Betragens zu verantworten. Aus seinen Aus⸗
jagen ging hervor, daß er Johann Dunkel heiße und in Deutschlaud
jeboren sei. Er sei jetzt 29 Jahre alt und Als ein kleiner Knabie

nach dem Tode seiner Eltern mit einem Onkel ausgewandert. Bi⸗
zu seinem 20. Jahre blieb er in Cincinati, dann machte er sich auf,
im in Colorado sein Glück zu verluchen, wurde aber von Indianern
nufgegriffen und von ihnen so genau bewacht, daß an ein Ent—
'ommen nicht zu denken gewesen. Sie hatten ihm wegen seiner
Behendigkeit den Namen „Wirbelwind“ beigelegt und er hatte sich
m Laufe der Zeit vollständig an das w'lde Leben der Söhne des
Waldes gewöhnt, wie er auch die Sprachen mehrerer Judianerstämmt
'ertig spricht. In verschiedenen Kämpfen ist er verwundet worden.
Der Richter strafte die „deutsche Rothhaut“ um 5 Dollars.

Reise um die Welt. Am 13. Mai d. J. sandte
ein Kaufmann aus Tilsit eine Postkarte nach San Francissco, mit
zer Weisung, sie dort in einen Briefumschlag zu thun und nach
-„changhai in China abzufertigen, von wo aus sie wieder nach
rilsit an den ursprünglichen Absender gerichtet werden sollte. In
einer Zein von 135 Tagen ist das auch geschehen: am 3. Juni
raf die Karte auf ihrer ersten Station ein, ging am 9. desselben
Monats weiter über das stille Weltmeer, war am 1. August in
Schanghai und trat am 5. mit dem Dampfer „Indus“ die Heim⸗
reise an. Die Poststenpel auf der Rückseite des Briefumschlags
geben an, daß man am 10. August in Hongkong, am 21. September
in Brindisi (Italien) gewesen ist. Au 25. Septeriber langte die
Zarte in Tilsikt wieder an.

*32* Gemeinnütziges.

( Die Zähne und die Salichlsäure.) Von lompetenter Seite
geht Jemand folgende Mittheilung zu als eine allgemeine Antwor
auf tagtaͤgliche Fragen des großen Publikums. Nach mehrfach ge—
machten Erfahrungen ist man zu der Ueberzeugung gelommen, daß
Salichlsäure so gut wie eine jede, ja selbst die sowächste Saure,
das Zahnemail angreift und den Zahn dadurch empfindlich macht.

Karioffeln für die Küche lange gut zu erhalten. Das Mittel.
am dies zu erreichen, besteht ganz einfach darin, die Knollen 526
Peinuien laug in einen Backofen zu bringen, gleich nachdem das
Drod herausgenommen ist und sie hernach in einen trockenen
deller zu schaffen. Durch diese Operation wird ein Theil der
—XXXV
verden kann. Dies schadet aber nichts, denn diese Runzeln ver⸗
ichwinden nach einigen Tagen wieder. Die Operation zerstöri
eibstwerständlich auch d'e Keime, so daß diese Kactoffeln zur Pflan⸗
ung nicht mehr dienen koönnen, abec jür den Küchengebrauch um
o vortrefflicher sind.
Sur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeß.

— —
Geräucherter Lachs 4 Heute von 6 Uhr ab
rufs. Sardiuen xpor Aæ Bler
Sardinen à Ruile po— c5.
Sardellen 34 M. Paul.
conservirte Hummer
Emmenthaler Käs
Orangen
Frische Citronen
engl. Vorter

Ase Je — 9

Calesn. Biscuits
oeben in frischer Waate ange⸗
ommen. —D—
I. ⸗42rs, St. Jmbert.

— —

—

Ledaklion Druck und Versag von

vantag, IäX
nd von 6. Sonntag, den 8. Oltobe—
9 1876 im Ju a g'schen Saal—
yheater mit darauffolgen
20horr r Tauzunterhaltung.
vẽm Faß bei hpee Eingeladene haben Zu
Weisgerber. Der Ausschussß.
—A
Sonntag, den 8. Oktober
Harmonie Musik
ausgeführt von der Sande r'scher
Haavelle.
Abends AILI
Michael Schneider
en zur geneigten Beachtung empfohlen.
Wegen seiner ausgezeichneten und be⸗
währten Heilkraft bei
Keuch⸗ (oder blauer) Husten,
chronische Heiserkeit, Verschleimung, Katarrh,
kranken Brustorgaren, Lungen⸗, Hals und
Brustentzündung, Auhma, Brustkrampf ist der
Rheinische MalzExtract
ahritinaarkze. das beste und ein vorzüglich linderndes Mittel.
Die enorme Nachfrage ist der beste Beweis für dessen ausgezeichnett
Wirksamkeit. Der genannte „Phèônol'“ ist in Flaschen à 75 Pf., M
J und Mt. 1,50 stets zu haben bei J. Friedrich in St. Ing⸗
A. Seel in Zweibrücken und Jul. Sprenger in
—XR
é. X.

Demetz in St. Ingbert.
Diezu illustrirtes Sonntaafsbla««s“

Ar
        <pb n="555" />
        St. Ingberler Anzeiger.

αα Z33
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Rei

lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag: Der Abonne mentsopreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aas värte mit 15 Vir. für die vlergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recla nen
mit 30 Pifg. pro Zeile berechnet.
M —161. p Dienstaaq, den 10. Ocetober I 1876
àα xäà αιι
—
Deutsches Reich.

Müpchen, 7. Olt. Der König von Württemberg hat dem
Preinzen Ludwig von Bayern das Großkreuz des Ordens der
würtlemb. Krone verliehen. — Kriegsminister Generallieutenant v.
Maillinger wurde bei feiner ueuliben Anwesenheit bei den Truppen—
mandvern in Berlin und Veipzig von dem Köaige von Preußen
durch Verleihung des rothen Adlerordens 1. Kl. und von dem
Könige von Sachsen durch Verleihung des Großkreuzes des Albrecht⸗
Ocdens ausgezeichnet.

Berlin, 6. Ott. Der Staats Gerichtsbof verurtheilte den
Grafen Arnim zu fünf Jahren Zuchthaus.

Auslaud.

Wien, 8. Okt. Die „Montagszeilung“ veröffentlicht einen
Artikel, welcher das Zusämmengehen Oesterteichs und Rußlauds als
fesistehend erklärt.

Pest, 6. Okt. Entgegen Pariser Nachtichten, Rußland habe
in Berlin um den Preis einer wohlwollenden Neutralität angefragt,
schreibt der Berliner Korrespondent des Pester Livyd: Das deutsche
Keich als solches habe bei der Löͤsung det orientalischen Wirren
michts zu derlieren oder zu gewinnen. Die Aufgabe Deutsch ands
besiehe darin, auf eine gute Flanken— und Rückendeckunz nach
Westen bedacht zu sein, was am besten gelingt, wenn ein gutes
Tinvernehmen zwischen Oesterreich und Rußland aufrecht erhalten
bleibt. (N. Fr. Pr.)

Paris, 8. Otkt. Dem Tempo“ zufolge nehmen die Ver⸗
handlungen wegen des Waffenstillstandes zwischen Serbien und der
Türkei einen günstigen Verlauf.

In England hat der türkische Krieg einen heftigen Kampf
der beiden großen Parteien des Landes, der Tory's und Whig's
angeregt Die Tory's die am Ruder sitzen, sind für die Erhaltung
der Türkei und die Whig's, die an's Ruder möchten, wollen nicht,
dasßß England zum zweiten Mal Geld und Blut far den kranken
Mann kinsetze. Mag er sterben, sagen sie. So haben denn d'e
bedeutendsten Männer und Redner der beiden Parteien, Terby für
die Tory's und Bright für die Whig's gewaltige Reden gehallen,
und letzterer verlangte, daß das Parlament eingerufen werde, damit
es der Regierung in Betriff der schwebenden Frage auf die Finger
seben kann.

In Semlin wurden mehrere Pulver und Bleisendungen
deutscher Firmen nach Serbien saisirt. Die Absender reclamirten
dei dem ungarischen Ministecium, da kein Durchfuhrverboi erlassen
sei. Diefelbden wurden abgewiesen. Die Reclamation wird nun
durch die deutsche Reichskanzlei erfolgen. (N. Fr. Pr.)

Belgrad, 8. Okt. General Tschernajeff fordert dee Ein⸗
berufung der sämmtlichen noch übrigen waffenfät aen Männer vom
18. bis zum 50. Lebessjahre.

Petersburg, 7. Okt. Die „Irtetnattonale Telegraphen⸗
agentur“ meldet aus Ragusa vom 6. Oltober bestätigend, daß
Montenegro die Berlängerung der Waffenruhe bis zum Aoschlusse
eines Waffenstillstandes bewill gt hade. Die Pforte habe nech
4iägigem Zuudern gestern die Bedingung Montenegro's, daß die
Verpsoviantitung der einreschlossenen türkischen Forts nur unter
sNoürole von Montegegro geschesen dücfe angenommen. Somt
bestehe zvisch n der Piorte und Monsenegro neuerdings auf unde
ummnte Zein Waff nruhe, und sei dies Resuliat den —A
des englischen Konsuls Mousson zu danken.
Das Zunftwesen und die Gewerbefreiheit
mit Bezugnahme auf die Arbeiterverhältnisse der
Gegenwart.

Ein Vortrag, gehalten im Ar deiterbildungsverein St. Ingbert am 1. Oltober
1876 von Professor Baumblatt von Kaiserslautern.
Meine Hetren! Etne brennende Fraze der Neuzeit ist die

Arbeiterfrage. Der Hand verkerstand bild.! eines dec wichtigften

Glieder der modernen Gesellschaftsordnung und dadurch eine der

Saulen, quf denen das Staalsgebäude tubht. Es' ilf daber die

Aufgabe eines Jeden, dem der Nationalwohlstand am Herzen liegt,
aber die Gebrechen nachzudenken, die heutzutage am Gewerbestand
haften, Um aber mit einigem Erfolg etwas zur Besserung der Lage
deitragen zu können, ist es nothwendig, eine Parallele zwischen
Sonst und Jetzt zu ziehen. Aus diesem Grunde habe ich meinem
Bortraße ‚das Zu fwesen und die Gewerbefreiheit? als Thema
vrangestellt.

Zümen Sie mir nicht, meine Herren, wenn ich ein verpontes
und so sehr geschmähtes Wort, wie das „Zunftwesen“ ausspreche.
Ich neöchte nicht mißberstanden und dem Vorwurfe ausgesetzt sein,
als wolle ich ein todtgeschlagenes System von neuem beleben und
zur Geltung bringen. Weit entfernt, diesem glücklich beseitigten
mittelallexlichen Zopfe neue Nahtung geben zu wollen, erscheint es
mir doch zweckmaͤßig, Sie mit dem einstigen Innungswesen vertzaut
zu machen, um einen Vergleich anzustellen zwischen dem Znustande
der Arbeiterverhaltnisse in jener Zeit, wo manchem strebsamen Geiste
die Flügel unterbunden waren, und der Jetzizeit, wo dem Gewerbe⸗
reibenden die zügellose Freiheit in seinem Betriebe gestattet ist.

AILI. Die Zunftfverfassung.“

Die Nothwendigleit einestheils, daß das Handwerk erlernt
werden müsse, daß aiso dem selbststandigen Betriede eine Lehre und
lebungszeit vorangehe, anderntheils der Umstand, daß die Gleichheit
des Gewerbebetriebs wegen der Gleichartigkeit der Interessenten ein
enossenschaftliches Zusammenhalten bedingt, rief schon im Alterthum,
mehr aber noch ,im Mittelalter, wo zuerst dag Handwerk sich zu
men wesentlichen Gliede der gesellichaftlichen und staatsbürgerlichen
Ordnung durchbildete, die Zünfte und Brüderschaften in's Leben.
Die Gesetzzebung sanctionirte dieselben und gab ihnen Halt. Da—
durch wurde das Zunftwesen die erste Form, in welcher eine Rege⸗
ung des Handwerkbetriebs stattfand.

Die Zunfteinrichtungen bezogen sich aber theils auf die Er—
ecnung und Uebung des Gewerts, theils auf die Beziehungen der
Bewerbsgenossen untereinander. In erster Reih: setzten sie fest,
wer das Gewerbe erlernen könnte, bei wem und wie lange der
Lehrling lernen mußte, und die Bedinzungen, durch deren Erfüllung
er aus der Lehre entlassen werden konnte; sodann wie lange und
auf welcht Weise das Gewerbe nach der Lehrzeit noch geübt werden
mußte und welche Bedingungen zu erfüllen waren, um zum seldst—
ständigen Betriebe desselden zugelassen zu werden. (Forts. f.)

———
LLLLTTT
VermisHhtes.

F St. Ingbert, den 9. Oktt. Bei der gestern Vormittag
in der prot. Kirche dabier für St. Ingbert und Eisenwerk statt—
gehabten Wahl des Prestyteriuns machten nur Wenige mehr als
ein Drittel der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrechte Gebrauch.
Gewählt wurden

a. als Presbyter für St. Ingbert die HH.:

Weyland, Fabrikint, mit 58 Stimmen
Krämer H., Hüttenwerkbes. 51 *
Scheinck, Raufmann, mit 75
Sonn, Steiger, mit 78 F
fürs Eisenw.: Eisenacher, Factor, mit 77 9
b. Als Ersazmänner für St. Ingbert die HH.:
Umbehr, Schlosser, mi 50 Stimmen
Scheimesster, Steiger mit 45
Weigand, Thierarzt, mit 45 F
Möllendick, Schastet mit 483
ürs Sisenw.: Eckert, Faktor, mit 77 F

Für Schnappyach fand die Wahl des Nachmittags im protefl.
Schulsaale dortselbst ftatt. Die Betheiligung war ebenfalls eine
zetinge..

Als Presbyter wurden gewählt die HBp.: .*

Georg Koch, Glasmacher 27 Stimmen

Neumann, Bergamtsassistent 25 F

Zimmermann, Steiger 23
Ersatzmänner wurden die HH.: Fritz Günther, Maschi—
        <pb n="556" />
        nenwärter, Ludwig Günther, Glasmacher und Lud vig Koch, Glas⸗
macher.

ar Frankenthal, 6. Okt. Das „Fr. W.“ schreibt:

Eman. Strauß von Ludwigshafen war vom dortigen Polizeigericht,
weil er bei der Häusersteuerfassion von seinem Miethertrag 50 fl.
derschwiegen hatte, zu einer Geldstrafe von 270 M. verurtheilt
worden, wogegen er Berufung zum hiesigen Bejirksgerichte ergriff.
Am 16. Mai kam die Sache zur Verhandlung, und wurde Strauß
wegen Verjährung des Reats von Strafe und Kosten freigesprochen.
Der Staatsanwalt legte hierauf Kassationsrekurs ein, und es wurde
nun durch Urtheil des obersten Gerichtshofes vom 11. August abhin
dieser für begründet erklärt,. das freisprechende Urtheil vernichtet und
die Sache zur no hmaligen Verhandlung und Aburtheilung an einen
inderen Senat des hiesigen Bezitksgerichtes verwiesen. Demgemäß
wurde die Sache am 28. September wieder zur Verhandlung ge⸗
zracht und nach Plaidoher, welches wieder auf Verjährung der von
Strauß begangenen Handlung basirte, auf heute zum Spruch vertagt,
welcher denn auch die Berufung des Strauß als undegrüudet ver⸗
warf und ihn zu den Kosten verurtheilte.

F Frankenthal. Reinhard Koch, Oekonom und Müllex in
Asselhein, wurde vom Bezirksgericht Frankenthal des Meineids,
in einer Cipilsache geschworen, schuldig befunden und deßhelb zu
5 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Verlust der bürgerlichen
khrenrechte verurtheilt.

f Landau, 5. Okt. Vor dem hiesigen Handelsgericht be⸗
jann am Montag der Prozeß von Aktionären der fallit geqangenen
„Baumwnllspinnerei Kaiserslautern (Sampertsmühle)“,, sowie des
Vorschußbereins Kaiserslautern gegen die früheren Verwaltungs⸗
raths-Mitglieder der genannten Aktiengesellschaft. Dieser Prozeß
dietet deßhalb ein größeres Interesse, weil in demselben die Frage
sur Enfsscheiduzg kommen wird, in wie weit die Verwaltungstaths⸗
Mitgl'eder von Actiengefellschaften den Gläubigern und den Aklio-
nären gegenüber perantwortlich sind; die dabei in Betracht kom⸗
nenden Summen und die daraus enistehenden Konsequenzen geben
dem Prozeß eine erhöhte Bedeutung. Die Kläger sind durch Hrn.
Anwalt Kuhn vertreten, die verklagten Verwaltungsräthe durch die
dH. Anwälte Mahla, Scholler, Keller von Landau und Hatry von
ꝛaiserslautern, die Rebisions⸗Kommissions-Mitglieder, welche von
den verklagten Verwaltungsraths: Mitgliedern als Garantie-Verklagte
zeigeladen worden sind, durch Herrn Anwalt Ney.

F München, 6. Okt, Die Mörder Gläsgen und Ruf haben
die dreitägige Gnadenfrist erbeten. Die Hinrichtung findet sohin
künftigen Montiag früh 7 Uhr statt.

München, 6. Okt. (Nürnb. Korr.) Wegen eines in der
heutigen Nummer der „Neuesten Nachrichten“ enthaltenen Artikels
aͤber eie Nichtbegnadigung der beiden Aörder Ruf und Gläsgen
ist gegen den Redatteur des genannten Blattes wegen Majestäts-
veleidigung Unterfuchung eingeleilet,

F Berlin, 4. Okt. Es liegt in der Absicht, demnächst auch
mit der Einziehung der Fünfsilbergroschenstücke (Einsechstel-Thalerstücke)
otzugehen, nachdem die öffentlichen Kassen schon früher die Anwe sung
rhalten haben, die bei ihnen eingehenden älteren Jahrgänge dieser
Pünzstücke nicht wieder auszugeben. Ein Gleiches gilt auch von

J

den Eindrittel-Thaler⸗ (Zehngroschen) und den Zweithaler.Stücken,
velche letzte alsbald eingezogen weiden sollen.

F Berhkin. Der endzglische Luftschiffer Mr. Stott ist mit
sammt seiner Flugmaschine, mit der er über den Canal von Dover
nach Calais fliegen wollte, hier eingetroffen, um, wie er angibt,
Flugversuche in Gegenwart des Fücsten Bismarck und des Grafen
Moltke zu unternehmen. (2)

f Amerikanische freie KleidungsLiga. Die eman⸗
cipationslustigen Frauen Amerikas gedenken siih von der Tyrannei
nicht nur der Männer, sondern auch der Möde frei zu machen. In
)er lezten Woche des vor'gen Monats tagte zu Vhiladelphia die
„Amerikanische freie Kleidungs-Liga“, welche dem Unterrocke unber⸗
öhnliche Feindschaft geschwoören hat. Mit ihm sollen alle unge—
unden und lästigen Kleidungsstücke, welche bisher dem zarten Geschlechte
igen zu sein pflegten, verschwinden und an ihre Stelle soll eine
„dualistige Form der Bekleidung für die Beine ebenso wie für die
Arme gesetzt werden.“ Mit andern Worten die Anhängerinnen der
neuen Bewegung wollen nichts meht wissen von langen Schlepp⸗
leidern und dergleichen Modetand — Hosen wollen sie haben, in
zen Hosen erkennen sie die allein menschenwürdige Form der Bein⸗
»ekleidung. Nur eine einzige Rednerin, Fraa Merriwether aus
Tennessee fand sich, die den verpönten Frauenkleidern das Wort
edete und erklärte, sie sei der Ausicht, ein Schleppkleid verleihe der
frau einen größeren Einfiuß in der Welt als Pantalons. Aber
dre Stimme ging unter in dem Sturme der Opposition (die gro
zentheils schon mit Hosen bekleidet war). und de unterrockfeindlichen
stesolutinnen wurden mit gewaltiger Majorität angenommen, worauf
ich die Kleidunags ;Reform ˖Liga auf unbestimmte Zeit vertagte.

Gemeinnuͤtziges.

Unreines Eis, Man nimmt gewöhnlich an, daß das Fis
zurch den Gefrierungsprozeß von allen Unreinigkeiten, die das
Basser enthält, gereinigt werde. Dies ist aber ein Irrthum, der
azu führt, daß man der Beschaffenheit des Eises, das in der
Zaushaltung berbraucht, besonders aber zur Kühlung von Ge
ränken benützt wird, zu wenig Aufmerksamkeit schentt. Wohin
das führt, zeigt der folgende, vollkommen beglaubigte Vorgang.
JIun einem großen amerikanischen Hotel wurden auf einmal alle
Häste von Schwindel, Uebelteit, Erbrechen, Diarrhde, Fieber, Ap⸗
zetitverlust, Niedergeschlagenhdeit, kurz pvon allen Symtomen e'nes
yphösen Fiebers, mehr oder weniger ergriffen. Nachdem man
nehrere Tage vergebens der Ursache dieser beunruhigenden Er⸗
cheinung nach espürt hatte, fand es sich endlich, daß das Trink—⸗
vasser mit Eis gekühlt war, oas aus einem sumpfigen Teich stammte,
efsen Wasser noch überdies mit allerlei Unreinigkeiten versetzt war.
Als man darauf das unreine Eis nicht mehr anwendete, hörten
lie bedenklichen Zustände ganz auf. Wie oft wicd Eis aus Weihern,
Teichen und selbst aus Flüssen genommen, deren Wosser gewiß
iemand trinken möchte!
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demetz.
e — ee — ——

—— m—
Landwirthschaftliche
m̃ 6 6
Kreis-Winterschule.

Die mit der Kieisgewerbschule verbuͤndene Landwirthschaftliche
Winterschule beginnt den Unterricht am S. November.

Die Einzeichnung der Schüler, welche das 15. Lebensjahr
erreicht haben sollen, geschieht am 2. November Vor⸗ und
Nachmittags im Amtszimmer des Rektots.

Betrag des Schulgeldes für den fünfmongtlichen Unterrichts⸗
Furs 8 Mart 57 Pfennig.

Berichte über die Thätigkeit des Wintercurses können vom
Rektorate bezogen werden.

daiserslautern, den 6. Okltober 1876.

Das kgl. Rektorat der Kreisgewerbschule.

EOBEG. tgl. Rektor.

Ein Dienst⸗ Klein gemachtes
mädchen für häus„ RPuchen Br
iche Arbeiten sofort gesucht. uch c 333
Wo? zu erfragen in der Exp. haben bei
3. Bl. Ph. Munzinger.
Die enorme Nachfrage
und die von allen Seiten ein;
gehenden Zeugnisse und Dank⸗
chreiben von durch den Rhei⸗
nischen MalpeExtract
—X

ollsändig geheilten Leidenden
st der beste Beweis für dessen
janz vorzügliche Wirksamkeit.
derselbe bewährt sich gegen
deuch⸗ oder blauer Husten,
hronische Heiserkert, Verschlei⸗
nung, Katarrh, kranken Brust⸗
xganen, Lungen⸗, Hals⸗ und
Urustentzündurg. Asthma, Brust ·
rampf vortheslhaft. Der ge⸗
aannte Phènol ist in Flaschen
1 75 Pf., M. 1, M. 1,50 zu
Jaben in St. Ingbert bei J.
—A

Mit bester Küche
und Hausarbeit vertraut, sucht
mit guten Zeugnissen versehen
ein Frauenzimmer in einer stillen
Familie sogleich Stelle. Adresse
uu erfahren in der Exped,. d. Bl.
ie Geahhren des

nSters zeigen sich auf's
Praurigste an den unglück-
ichen Opfern der Selpstbe-
deckung und geheimer Aus-
zchweifungen Lese Jedoer,
ler an Schwächezuständen
eidet, das berühmte Originab
deisterwerk „der Jugendspie—
zel,“ welches für 2 M. ron
V. Bernhardi (jetzt in Dres-
len-Blasewitæ) discret versandt
rird.

Pfälzische
Annoncden-Agentur
(Herrmann Kayser)
Caiserslautern, Lud wigsstrasso Nr. b,
abernimmt die Befötderung von Inseraten in alle Zeitungen
des In- und Auslandes zu Originol⸗Mreisen.
Redaktion Druck und Bersag bon J. x. OVemetz in St. Ingbert.
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—22 * 22 * 278 535 25 352
—22.7 —— — 53*8
53 5. 35353 — 25335 — 383— 3353*8
3 * 23838382 —7 2333528 5*
—* 323 7* — 22 55 ẽ—
A 233 A82 — 32335*
8.53 35 3— 3 x 523 —————— 23585
* S7V 332 22 — — 5
—— 23 3 8 2*
25 3289023 ——
* — ꝛ * 2 23 25287 8*
—— 8255 —z53 01 285
2355 252 253 527 35 535
F —— 2.8 77 —AA—
7 ẽ 3233 783 5 22552 2
552 2 5 23 531353353533
3* — 335 2. 323 *33 225
1* s—3 2787* 25 27 5338
*8 53 —
553 333537385335383
*5352 23 5*53
— 25. 33378 — 2 *22
2 252 7 353 235237
s3 33 7* 35332352
*25 333238 28253*833
73 —A 5332 42
—528 35 —7 3 ⸗
238 537333355* s8332537
* 2 225.3357 * —72
253 3353333335778
—8* 2* 23 3
2538 —3335353535855
7 757333535
2

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55238233388 .
228* 38
10 3383 ——— 2 324 2 28
— ⁊ — 23 8 22223
8 e— — *227 22
— 33288 53383272 5 —— ————
— 2 — 23 a
7833382335 32255583 *
* 553 7*8 22 23 2, 28 24 230837
2 —723 g —22 23. 8 s537
2* 2 2 — 2 325 ——
3 358 —— 7556 282 333 23
58 3— —— ——
25883. S *5328383 — ——
2222 3338383 28453
* — 2 * —2. 7 2. 25— a7
53 5323233 — — 23833
— 2— 2 2 —2 —2— —F s
* * ⸗25 2 * 8 2883
—8 — 2 32 J
5 ———— 5*325 7535*
57 38585 223268 32358
2. 38* *5 525 —77234 —
52 — 2 3157 A
— — 3— 353 53
52 — — — * ——
7 753 22 327 3 —*
— 3.7 8I — — 2 55
——— 3832 S F 5253
— 285 35532325 355
—— 55 35333257 23
7 *533 2363338 2 275
3 2 277 * 3
2523 *325386 —»735323 555
22 * 29 23555332325 3 55
e— — 355 235535335
7z 7z3272 — 225
522352 *527
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        Slt. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger und das (Z2. mal wochentlich]j mit dem Hauptblatte verbundene Unkerhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter VBei

lage), erscheini wöchentlich viermal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Marl 20 R.⸗Pfz; Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neecla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
*—*
M 162.. Donnerstag, den 12. Oetobheeer 14376.

— — —
Deutsches Reich.

Berlinn, 9. Ott. Dem Vernehinen. nach. heautragt. dex. Reiche-
anzler die Erhöhung des auf Gruud des Münzgesetzes auszuprägenden
zetrags an Reichssilbermünzen von 10 M. pio stopf der Bevöl⸗
erung auf 15. M., da nachweislich der Berkehr eines größeren Ve⸗
rags an Silbermünzen bedürfe. A. 3...

Der „Hamburger Cotrespondent“ schreibt über Deutichlands
zaltung in der Orientfrage u. P.

„Die Hauptjache ist, daß unsere Stellung zur orientalischen
5rage naturgemäß eine ganz andere ist, als die der Enqgläuder,
tussen oder Orsterreicher. Während jene Völker,i jer nachdem sie
ne unabwendbar ç(ewordene orientalische Katastrophe richtig oder
intichtig benutzen, von derselden Vortheil oder Schaden zu erwarten
aben, koönnen wir, wenn wir uns vorschnell in⸗ den Handel ver⸗
oickeln lasien, nur verlieren und in keinem Fallt gewinnen. Der
zchlüssel zum Verständniß der Stellung, welche Deutschland in
Zachen des Orients einnimmt, läßt sich in eine höchst einfache
zormel schmieden: weil wir wissen, daß Frankreich im Voraus
ntichlossen ist, in dem bevorstehenden Konflikt die Partei derjenigen-
Macht zu ergreifen, zu welcher Deutschland in Gegensatz tritt,
zebietet unser Interesse uns, jede direkte Parteinahme'so weit wie
rgend moöglich hinauszuschieben. Für eine Nation, wie die deutsche,
ie im Drient keine Erwerbungen zu machen hat und für welche
er Beurtheilung des fürkisch-flam schen Streites keine anderen als
Agemeine Gesichispunkte in Betracht kommen. hätten Meetings und
dational · Demonstrationen im Stil der englischen oder russischen nur
men Sinn, wenn ˖ denselben enisprechende Thaten solgen sollen.
Wer den Wunsch hegt, Bosnien und die Bulgarei vom türkischen
5laatsorganismus völlig abzulösen und in der einen oder andern
rorm selbstständig zu konstituiren, mag zu Gunsten dieser Länder
emonstriren. Der Ecreichung eines solchen Zieles in die Hand
irbeiten, heißt für den Deutschen, Oelterreich in die shwierigsten
herhältnisse hineinstoßen, die germanische Völkerfamilie in einen
rohen slawischen Ring hineinpressen und die Wiener Staatsmänner
dihigen, Fraukreich zu einem Bünduiß die Hand zu bieten, dessen
Spitze gegen unsere Herrschaft in Elsaß-VLathringen gerichtet wäte.
Peil wir dag nicht wollen, weil uns ernstlich an der Aufrechthaltung
es Friedens. gelegen ist, unterlassen wir Demonstrationen und
xchaustellungen, welche der Akltion der deutschen Volitik vorgreifen.
zlawen und Slawenfeenuden aber in keinen Falle von wirklichem
dutzen sein können. Noch weniger wird uns freilich in den Sinu
mmen können, für die hoffaungslos gewordene Sache des Türken⸗
sums ins Feuer zu gehen und ein Regiment zu stützen, das sich
iglich selbst den Stab bricht. Die Nothwendigkeit und Unabwend-
arkeit einer radikalen Umgestaltung der Zustände auf der Balkan«.
dalbinsel steht für nüchterne Zeugen der jüngsten Eregnisse über
ller Diskujfion, und vernünftiger Weise kaun nur noch darüber
estritien werden, wer diese Umgestaltung in die Hand nimmt. Zur
entscheidung diesrs Streites sind wir — wenigstens für jetzt —
iicht berufsen, und weil wir ganz genau wissen, daß jeder Versuch
u einer Entscheidung, welche Rußland in den Arm fallen wollte,
ien Abschluß einer russisch⸗französischen Allianz zur direkten und
ugenblicklichen Folge haben würde, le sten wir auf die Rolle, Eu⸗
oba's Vorsehung zu spielen, Verzicht.“

Ausland.

Wenn in neuerer Zeit von maßgebender Stille dem weelt⸗
eCchichtlichen Humore Rechnung çetragen wrd, dann darf
ich der gewöͤhnliche Erdene und Staatsbürger demselben nicht ver—
hließen, sondern hat ihn dankbaren Herzens entgegen zu achmen.
Desterreichs Voͤlter werden inz Augenblick von schnerer Sarge bee
roffen, hier der Ausgleich uut Ungarn, dort die immer drohender
berdende orientalische Kresis, inwitten aber des Meeres von Sorgen
itzt gelassenen S'nnes Fürst Adolph Auersperg, Orsterreichs Premser⸗
ninister, und — st'ckt, stickt höchsteigenhändig schöne neue Teppich⸗
nuster und Altardecken für Dorfkirchen in Nieder; Oesterreich. Wie
sterreichiijche Zeitungen melden, ist er neulich erst nah Maria-gZoll

0 —

Rereist; und hat einen von ihm selbstgestickkten prachivollen Teppich
ür den Hauptaltar der doxtigen Kapelle gespendet. Es mag ein
ührendes Bild sein zu sehen, wie der ð derreichische Ministerpraͤsident
ei dem Vorsitz im Ministerrathe plötzlich, eiße Sticknadel hervor⸗
solt, um in den Ernsie der Staatsgeschäfte die bunten Wollrosetlen
er Andocht zu weben. Der, Fürst jedenfalls ist gehoben von dem
vefühl daß er selbste inm. schlimmsten Falle, wenn er einst dem
Rinistexportefeuisle entsggen müßte,, noch im Stande ist, der Welt
urch seiner ehrlihen Hände Ardeit, zu beweisen — aus welchem
dolze die Männer geschnitzt sind, aus dem man in Oesterxeich,
Ninisterpräsidenten macht. 4.0
K.onstantimod ela 10. Olt. Die hiesige⸗ Agenes Havas“
neldet: Die Piotte wird, vertrauend auf: die Absichten der Mächte,
nahrscheinlich den von allen Möchten üÜdereinstimmnend verlangten
innonatlichen Waffenftillstand bewilligen.
Konmstanmtinopeh. 10. Okt. Die Ag. Hab.* meldet:
der heutige Ninisterrath beschloß, einen fechsmonatlichen, Waffen⸗
tillstand (bis Ende Märy) zu bewilligen.
Phidadelheira, 22. Sept. Der seit einiger Zeit beobachtele
lufschwung der Vereinigtey Staaten scheint Stand zu balten. Ueberall
eigt sich regeres Leben, und größerer Umsatz wird bexrichtet; das
illgemeine Vertrauen kehrt zuruc, und dem Handel und Wardel
teht eine günstige Zeit bepor. Die hetzten draͤ Jahre lagen wie
iu. drüchender Alp auf dem geschäftlichen Leben, und unsere Arbeiter
nußten entwederdie Hände in den Schooß legen oder am Hungero
uch nagen. Die Panik zerstörte das Vertrauen, wirkte laäͤhmend
nuf den geschäflichen Berkehr und raubte ihm seine wichtigste Stütze.
Die Preist der Fabr kate sanken unter den Betrag der Herstell ungs⸗
osten, und doch wollte Niemand kaufen. Dec Capitalist zog seine
velder ein und ließ sie müßig liegen, und daraus entstand der,
urchibere Geldmengel, der so drückend auf die Verhälinisse eine
pirtte. Dieser traurige Zustand hat jetzt drei Jahre gedauert und
heint den Schluß erreicht zu haben. Es muß besser werden. Es,
errscht jetzt nach dreijähriger Produktionslosigkeit ein allgemeiner
zedarf nach Waaren; es regt sich jetzt üderall im kommerziellen,
eben. Ein anderer Grund zur Hoffnung auf bessere Zeiten liegt
n der guten Eente dieses Jahres. Der Wohlstand des amerikanischen
Zolkes rängt am meisten von dem Landbebauer ab. Vermehrt sich
ein Worlstand, so vergrößert sich auch sein Konsum. Er nimmt
ieses Jahr meht Gelo ein und gibt deßhalb auch mehr aus. Ueber⸗
isl herrscht eine günstigere Stimmung, und wir gehen einer gefegneten
zeit entgegen.
Das Zunftwesen und die Gewerbefreiheit.
(Fortfetzung.)

Nur wer das Gewerbe vorschriftmäßig erlernt und auf vor⸗
hriftsmäßige Weise die Meisterschaft erlangt batte, konnte zum
Zetriebe zugelassen werden. Personen, welche diese Bedingungen
nicht erfülliten, durften auch nicht ein Gewerbe daraus machen,
Waaren zu verfertigen, die demselben angehörten. Wurden nur
diese Bedingungen erfordert, so nannte man die Zunft eine
ofrene.

Oft aber war die Zahl der Messter, welche an einem Orte
e'n bestimmtes Gewerbe betreiben durften, eine bestimmte und fest⸗
Jesezte, Velche nicht überscwritten wetden durfte. In diesem Falle
dor die Zunft eine geschlofsene. Dazu tam nicht selten auch
noch, daß der Betrieb eines Gewerbes an eine bestimmte Locolinat
bunden war, eine sogenannte Reabrerechtigkeit bildete. In diesem
Falle mußte zur Ausübung des Gewerdes auch diese Locallät
noch etworben verden.

Außßerdem hatten die Innungen noch das Recht, sich als
Toxporationen zu gestalten, einen eigenen Vorstand zur Besorqgurg
der gemeinsamen Geschaäfte einzusetzen, einen Sachwolter zur Fuh—
vng ihret Rechtsstreitigkeiten zu bestellen und in einem eigenen
Hause ihre Zusammenkünste zu halten. Sie durften gemeinsamez
Vermögen besitzen und zut Bestreitung der gemeinsamen Ausgaben
        <pb n="560" />
        die Zunftgenossen besteuern. Die erhobenen Geldet wurden nebst
den Urkunden und anderen Zunftsachen in einer gemeinschaftlichen
Lade, die Zunftlade, aufbewahrt.

Damit verband man noch Einrichtungen zur Unterstützung der
Gesellen, Krankenkassen, Sterbeladen, Einrichtungen zur Fürsorge
der Witiwen und Waisen ⁊c. ꝛc. Die Zunfteinrichtungen haben,
trotz des darin verwaltenden Monopolgeistes, doch ohne Frage zur
Eniwicklung des Gewerbebetriebes in den europäischen Staalen
sehr wesentlich beigetragen. Schon der Umstand, daß sie sich so
aligemein verbreiteten, bezeugt, daß sie keine wesenlose Form waren.
Zuerst wirklen sie auf eine tüchtige und gediegene Ausbildung
Die selbstständigen Handwerker waren wirklich, was sie sich nannten,
„Meister“ in ihrem Fache. Sie lieferten auch meisterhafte Arbeit.
Es war dies theils die Folge der Lehr⸗ und Wanderzeit, welche
damals um so nöthiger war, als bei dem Mangel anderwentiger
Bildungsmittel nur auf diese Weise eine vollständige Kenntniß des
Hewerbes, seiner Betriebsformen und Hülfsmittel erlangt werden
konnte, theils der Beschränkung auf einzelne Arbeitszweige, indem
hier natürlich, wie überall, bei der Arbeitätheilung das Sprichwort
Uebung macht den Meister“ seine Berührung fand. Die erschwerte
Selbstständigmachung und die Einschrankung im Betriebe wirkten
auf Verminderung Concurrenz und dann auf groͤßeren Wohlstand
der Meister. Dieser Wohlstand mußte rückwirlend dem Gewerbe
wieder zu Gute kommen, indem er den Meister befähigte, sich gute
Werkzeuge und einen Vorrath von Rohstoffen zur zweckmäßigen
Auswahl anzuschaffen. Auf diese Weise genossen auch die Kunden
die Vortheile mit.

So wurden durch die Zunfteinrichtungen zugleich technische
und sociale Bortheile vou unberechenbarer Bedeutung gewährt. Die
corparatide Verbindung wverlieh überdies dem Einzelnen Kraft und
gab ihm Selbstgefühl. Er fühlte sich als Glied eines größeren
Ganzen und erkannte sich dadurch in seiner Bedeutung für das
Ganze des bürgerlichen Lebens. Dadurch wurde das Gewerbe
selbst erhöht; es war eine Ehre, ein Handwerlsmeister zu sein. Auch
hatie das Individium übetall die Unterstützung und den Beistand
seiner Genossenschaft zu erwarten. Nicht isolirt, sondern Glied eines
Ganzen, genoß es die Vortheile eines Ganzen.

Indessen haben die Zunfteinrichtungen im Laufe der Zeit zu
manigfachen Ausartungen und Klaçen Veranlafsung gegeben. Die
Lehrlinge wurden von den Meistern oft mehr zu Hausatdeiten und
Gesindediensten, als zur Ausbildurg in ihrem Gewerbe benutzt. Die
Freisprechung derselben gab Veranlassung zu Trinkgelagen und Aus—
schweifungen. Das Wandern der Gesellen gab vielfach Gelegenheit
zu einem trägen vagabundirenden Leben. Die Verbindung der Ge⸗
jellen machte es möglich, sich zum Widerstand gegen diejenigen zu
dereinigen, welche sich ihren Wünschen nicht fügten. Die Meister
einer Stadt benntzten ihre Verbindung, theils um gewisse Rechte
gegen andere Stüdte zu üben, burch die sie die gemeinsamen Inter⸗
ressen für beinträchtigt hielten, theils um deinen Fremden unter sich
aufkommen zu lassen. Nur Meistersöhne, oder solche, die sich herbei—
ließen. Meistertößter oder Wittwen von Meistern zu heirathen, wur⸗
Für Damen!
Regenmäntel, neuester Fahon, sowie
Regenräder sind in schönster Auswahl
zu haben be
V
Vermiethung.
Der untece Stock ig

Wohnhauses dahier, vis-à-vis

dem kgl. Landgerichte auf dem

Markiplatze, in welchem bisher

Wirthfschaft, Bäckerei
und Metzgerei mit glen en⸗
dem Erfolge betrieben wurde,

ist auf weitere drei Jahre zu

hermiethen, beziehbar bis 1.

Januar 1877.

Näheres bei dem Eigenthümer
P. Schmidt zu erfragen.
Kesesse —75*

esselschmiede
vehmen an
Weyland Meuth &amp; Cie.
St. Ingkert.

ela Fο-
Flein gemachtee
Buchen Brennholz
WEEper Ctr. 1 Mark — 9
ist zu haben bei
Ph. Munzinger.

32Bog., mit viel. in den Tert

edruckten auatom. Abbild.
Freis 1 Mark; erschienen be
dichteru Verlagtanalt r
eipzig, ist in — allen vu
andlüngen eee e
ese Werk lann aller
ranken, gleichviel an welcher
zrankheit Leidend, umsomehr
enz ee werden
als As betreffente
ten fich ale gugerlanghen —X
we die J ab⸗
edruckten zahlreichen en

den degge san

den zugelassen, alle anderen aber zu sogenannten „Muthemeistern“
zebracht, und wenn diese während der Probezeit ihnen das Meister⸗
werden noch nicht verleidet hatten, so ließ man sie ein so unbrauch⸗
bares und kosispieliges Meisterstück aufertigen, und besuchte sie während
der Anfertigung desselben so oft, unter dem Vorwande der Beauf—
siatigung, zum Frühstück, daß der neue Meister, wenn er auch alle
diese Hiadernisse beseitigt hatte, kein gefährlicher Mitbewerber mehr
werden konnte. Diese Uebelstände, so sehr sie dem Handwerke nach—
theilig wurden, hätten doch durch eine bessere Handhabung des In—
nungswesens und durch eine strengere Aufsicht seitens des Staates
und der Gemeinden wenigstens bis zu einem gewissen Maße beseitigt
werden können. Seit dem Unfange des vorigen Jahrhunderts
machten sich indessen Ansichten geltend, welche jeder Art des ge—
nossenschafllichen Lebens feindselig waren und den Schwerpunkt aller
Thätigkeit in das Individium verlegt wissen wollten.

Diese Ansichten wendeten sich daher auch gegen die Zunftge—
nossenschaften, zumal die Uebelstände, welche sie erzeugt hatten, vor
Jedermanns Auge lagen, (Fortsetzung folgt.)

Vermischtes.

F Zweibrücken, 11. Dtt, Das Schwurgericht der Pfalz
für das 4. Quartal 1876 wird am Montag den 11. Dezember
dahier eröffnet; das Prasidium desselben ist dem kgl. Appelations—
gerichtsrath Htrn. L. A. Molitor übertragen.

Landau, 8. Ott. (K. A.) Nachdem der Proceß , Baum—
wollspinnerei Kaiserslautern (Kampertsmühle)“ das hiesige Handels⸗
zericht die ganze verflossene Woche in Anspruch geaommen hat, sind
nunmehr für die Fortsetzung des Plaidoyers Donnerstag der 12.
und Freitag der 18. Oktlober fixirt worden. Alsdann wird wohl
eine Vertagung des Processes eintreten.

.München. Zu der Mittheilung des „Nüinb. K.“, daß
zegen den Redalteur der „Neuesten Rachrichten“ eine Untersuchung
ingeleitet sei wegen Majestätsbeleidigung, die in deren jüngstem
Artitel gegen die Todesstrafe enthalten sein soll, bemerken die „Neueflen
Nachrichten“, daß dexen Redalteur hierüder nicht das Mindeste be—
kannt sei.

rAusder Instruktiona«asfstunde. Unteroffizier:
Das Haubajonnet macht das Geweht zur Stoßwaffe, es kaun aber
zuch jurm Wirthschaftsgebrauch dienen. Meyer, was denten Sie sich
inter Wrihschaftsgebrauch ? — Soldaue Wenn in einer Wirth—
schaft Jemand übers Militär raisonnitt, hau' ich ihm mit dem
Vajonnet eins über.

Dienstes nachrichten.
Rechtskandidat Otto Ley in Landau wurde zum funklionirenden
Staatsanwaltssubstituten am Bezrksgericht Landau ernanm.
Für die Redaction verantwortlich: F. X. Demetz.

— — —“— —

—
das Gute so nahe!“
dpitzwegerich-
daft

allerhöchst sanctionirt; rühm—
lictst bekannt, lieblich zu
nehmen, das sichersie, gewiß
auch dankbarfte Mittel, gegen
Brust⸗ Hals und Lun⸗
genleiden, Bronchial⸗
verschleimung Husten
Catarrh ꝛe. ꝛ⁊c.

Die Resultate sind über⸗
raschend.

Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1M.
und 1 Mart 50 Pfa. in
Sit. Ingbert bei Joh.
Friedrich, Zweibrücken
der W. A. Seel, Hom
burg i./Pf. dei Wilh.
Simon Oberwürzback
bei J. Luck aud in der
Fabrit von Paul Hahn
Dettelbach a. Rt. bdei
9 ürzburg.

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sowie Jecdemn Brucenh hbeile
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        * X * — * ——— 282. *2 —
55z25 *3535 5582355 7 38253 33555 5638833 333535
2 53 — 2 252 252225 * r 2 —
* 2927 2 —A——— 9 2 52 22 — * — * S 2 92*
2— 8B— — — —8 2. —— * 2 R 2 5 286 23
— 258525 7 3 ; 5 * D22 — — —Z —— 858 232 *2
—555552 2— 573573535 — 53532 —883 7833.53 3
—5—*—355 —88 3 53305 5 57375 z33525 328 —S— 3
— —— s 33378 5z 3585
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55355—8— 355333 35328 38332 35—383 5553 5*
——855—8 3383235 3—338 23533 335383333 532
33353 383 23383335* 23733 332555 337358
— * —5 p 2 8 2 —
3 3852 5 53. 553 333838 5333 55
3 —

—25——— — 55 — — —822 535533 5335 538 565
35 23569 28 376 —5— — 3z2* ——5—8532—5

— z 22 2 262 22 2⸗ —52 5735 28 223 5

S 28 2* — — — 22* — 5 82 S 8 53 2 —
2238523*83 — 3 3538333 552583253323 5535
55z552832353 2395 — — S353 23. 525255 533333335 35
7 * 2 8 —8 — * —
383 S3 2 555
2 * — — 2 — 22 3 — 2* Z2 2 —
3 —— — 72 —* —52 523 323 2 55 —* — 55255 78 3 —
—— — —8258822* s——3558382 2
s 33833 53555
2 * — —* 2 22 2 58 — * * 2 22 —3— v ẽ
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        Sl. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

1Mart 20 R.Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts viit 15 Pfn. für die viergespaltene Zeile Blattichrift oder deren Raum. Necia nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

—2

M 163. Samstaa, den LA. Oetober 1876.

Deutsches Reich.

München, 11. Ott. S. M. der Koͤnig ist gestern Nacht
um holb 2 Uhr von Sqaloß Berg kommend. in hiesiger Residerz
eingetroffen und wird heute Nachmittag die Aussiellung besichtigen.
Die auf vorgestern Abends bereits angesagte Ankunft Sr. Majestäl
wurde um einen Tag verschoben.

Der k. preußische Staais⸗ und Handelsminister De. Achenbach
ist am 11. Oklt. in München angekommen und im ‚Hotel Na—
tional“ abgestiegen.

Baden-Baden, 11. Olt. Der Konig von Griechenland
ist hier eingetroffen und wurde am Bahnhof von dem Kaiser Wil⸗
helm und dem Großherzog von Baden empfangen.

Aussand.
Paris, II. Ott. Senat und Deputittenkammer sind auf
den 30. Oltober einberufen.

Paris, 11. Olt. Die „Agence Havas“ verdffentlicht fol—
zendes Telegramm aus Konstantinoßel vom 10. OÖktt. Abends:
In dem heutigen außerordentlichen Ministerrathe machte sich anfangs
eine lebhäfte Opposition gegen einen Waffenstilltksand geltend. Schließ
aich erkannie der Ministerrath an, daß ein Waffenstillstand von 6
Wochen wie er verlangt wird, wegen der kurzen Dauer ernstie
Zefahren für die Türkei in sihh berge für den, wenu auch unwahr-
scheinlichen Fall, daß die Verhandungen scheitern sollten. Tie
Pforte hat auf alle Fülle beschlossen, den Mächten die Bedingungen
mitzutheilen, unter welchen sie in einen Waffenstillstand von 5 nder
ʒ Monaten, willigen würde, welcher ihrem Dafürhalten nach einen
dreifachen Vortheil für sie, die Türlei haben würde. Erstens: die
Pforte könnte in der Zwischenzeit den lebhaft aufgeregten mosle⸗
mitischen Fanatismus beruhigen; zweitens: die Pforte besände sich
nicht in der Lage, die Feindseligkeiten in einem Augenblick wiedet
aufzunehmen, wo die Witte ung die Operationen erheblich erschweren
wird; endlich drittens: diese Frist wuürde rs erleichtern, über die
Friedent bedingungen und die allgeme'nen, im Reiche einzusührenden
Reformen zu einer Einigung zu gelangen. — Die Miittheilung

dieses Beschlusses au die Botschafter wird morgen erfolgen.

Aus Rom, 10. Ott., wird der „N. Fi. Presse“ gemeldet!
Die von hiesigen Blältern gebrachten Ausstreuungen über einen
angeblich gehe men Vertrag zwischen Deutschland und Rußland und
der augeblich an Italien ergangenen Aufforderung, sich demselben
anzuschließen, beruen auf Erfindungen; nicht minder die Veldung,
»oß der russische Gesandte Urxküll eine Unterredung mit Herrji
Melegari gehabt, in welcher er Letzteren aufgefordert habe, einen
Fongreß in Vorschlag zu bringen.

London, 11. Okt. „Reutec's Bureau“ meldet aus Belgrad
von heute: Der serbische Ministerraih beschloß, eien regelrechten
Waffennillssand anzunehmen, sobald die Consuin der Mächte e.nen
ꝛezüglichen Antrag stellen.

Ragafa, 11. Ott. Derwisch Pascha drang über Sputz in
Lontenegro ein und bomdadirte Martinici. (Sr. 3.)

Cettinuje, 11. Oklt. Gestern wurden aus Grahodo 17
iürkische Gefangene hierhetr gebracht. Von den Truppen des Woy⸗
voden Dakfowics wurde nicht blos Ljubinje, sondern auch alle
ürkischen Dörfer des Ljubinjer Bezirkles niedergebrannt. Dabei sind
1500 Türken gef len und in ihren Häusern perbrannt. Der Ver—
ust der Montenezriner beirägt 1830 Pann an Todten und Verwundeten.

Belgrad, 11. Okt. Die serbische Regierung erklärte durch
hre Preßleitung, sie werde die sechsmonatliche Wafsentuhe, welche
)ie Pforte vorschlug, nicht acceptiren. Deun die Türker werde in
pieser Zwischenzeit alle ihre Streitmassen vereinigen, um Serbien zu
rdrücken, und letztetes ginge aller C. ancen detlastig, du ihm ein
Winterfeldzug berspreche.

Konstantinmopel, 11. Ott. Wie d'ie „Agence Havas“
nesdet, sind die Bedengungen des gestern gewährten sechsmongllichen
VWaffenstillstandes heute den Mächten mitqetheilt worden.

Peltersburg, 8. Okt. Hier hertscht große Verstimmung
zegen Deutschland, weil man Gewißhe't erlangte. daß üch dieste in

der leßten d'plomatischen Phase auf die Seite Oesterreichs gestellt
hat. Man argumentirt hier, daß diese Parteistellung, sowie die
Englands von großem Einflusse auf die abiehnenden Entscheidungen
bezüglich der Sumarokoff'schen Vorschläge gewesen sei. (N. W. T.)

Ueber die russischen Kri— 64reitungen der—
lautet Folgende.

Wie die „Donische Bühne? meldet, maschirte am 28. d. M.
die 41. Artillerie-Brigade, welche in Zostar am Don in Garnison
jag, von dort aus iit der Bestimmung nach dem Kaukasus.

In der Kanonengießerei zu Permsk wird in letzter Zeit mit
doppelter Energie gearbeitet. Die Garnison von Sebastopol soll
demnächst bedeutend verstärkt werden' und wird, um geeignete Räum⸗
ichkeiten zur Aufnahme der einrückenden neuen Truppen zu gewinnep,
das Gebäude der dortigen militärisch- technischen Schule geräumi
verden. ⸗

Der Kommunikations. Minister Passet inspizirt gegenwärtig die
kisenbahnen und wird auch den befestigten Platz Dunaburg be⸗
uchen. — Die Festung Kronstadt wird gehörig in Stand gesetzt,
»esgleichen Pezakow, welches mit Krupp'schem Geschütß größten Ka⸗
ibers versehen wurde.

„Die Pferde:Konfkription findet in allen größeren Städlen und
wuf dem Lande statt — Die Bevölkerung der an die Tuͤrke gren⸗
enden Bezirke wurde bereits theilweise bewaffnet. — Kriegsministec
Mitjalin und General Fürst Masalsky inspizirien jüngst Sebaftopol.

Die donischen Kosaten, Offiziere wie Soldaten, mit eigenen
Voffen und Pferden, melden sich massenhaft bei den betreffenden
domitees, um als Freiwillige nach Serbien geschidt zu werden. Be⸗
zeutende Sendungen von Pelz und sonstigen Winterkleidern werden
ast täglich aus allen Gegenden Rußlands nach dem Kriegsschauplatze
xpedirt. Geldsammlungen zu Gunsten der Serben werden jetzt
ogar in Sibirien unter den dortigen Arrestanten veranstaltet.

Seit ewa 8 Tagen find auf russischer Seile die nach Königs⸗
berg bestimmten Züge bedentend eingeschräukt, indem auf höheren
Befehl die Wagen zu militärischen Transporten nach dem Innern
)es Reschs verwendet werden. Den Bahnbeamten in Eydtkuhnen ist
eindeß mitgetheilt worden, daß diese Aenderung nur vorübergehend
und auf den Verkehr nicht besonders störend wirken soll.

Der „Deutschen Ztg.“ schreibt man „von der russisch galizischen

Brenze“: „Die russischen Truppenbewegungen an der galizischen Grenze
sind nunmehr eine nicht zu bestreitende Thatsache und treten mit
sedem Tage offenkundiger auf. Marschbewegungen, deren Ziel Ge—
zeimniß bleibt. werden fast käglich unternommen, Konzentrirungen
irden in auffallig planmäßiger W.ise statt, Winterquartiere werden
jart an der össerreichischen Grenze bezogen. Urlauber und Reservisten
ücken in alle bedeutenderen Garn'sonsstadte ein. Im Zamoscier
kreise wurden alle Urlauber und Reservisten für den 4d., nach
Zamosc beschieden. Kein Wunder, daß angesichts solcher ungewöhn⸗
icher Rührigkeit in militär'schen Kreisen überall offen vom baldigen
Ausbruch des Krieges gesprochen wird. Aus dem Husiatyner Grenz⸗
»ezirk laufen täglich beunruhigende Nachrichten ein, von Brody aus
ignalisirt man fotwährende Militärbewegungen. In Radziwillow,
Dubus, Olschowczik, Kosminczik und Jatoidince dis hart an die
»olnisch · galizische Grenze beziehen ansehnliche Truppenmossen ssabile
Quartiere, Artillerie und Kaballerie rücken in ungewöhnlicher Stärke
n die Grenzgegenden ein; die kleinen jüdischen Städtchen sind mit
Militar vougepfropft, Generale und Stabs offiziere logiren in elenden
Hütten. Am 5. Oktober wurde in die Grenzgegenden das 12. rus—
ische Dragonerregiment beordert und sind dessen einzelne Eskadronen
in den fast unmittelbar an Oesterreich, grenzenden Ortschasten ein—
Juartitt. Reisende aus Kongreßpolen erzählen, es sei in der Pic—
vinz eine Kavalleriemasse von mehr als 80.000 Maunn stationirt.
Der Durchzug der Freiwilligen, welche aus Rußland nach Serbien
ach begeben und Szczakowa berühren, wird mit jedem Tage starker.
Am 5. Okteber passirte die Grenze eine volle Waggonladung von
Soldatenmänteln und sonstigen für einen Winterfeldzug berechneten
quipirungsgegenständen.“
        <pb n="564" />
        Das Zunf twesen und die Gewerbefreiheit.
Kortrüung
3. Dig Gewoerbefreiheit.

Der freie MNitbewerb ist dig natürliche Ordnung der Dinge
er ist schon um dekwillen die Grundlage für die gewerbliche Ent⸗
wicklung, weil er einem Jeden erlaubt, von seinen Fähigkeiten und
Zräften denjenigen Gebrauch zu machen, welchen er sür angemessen
erachtet; er setzt den Menßschen in sein natürliches Recht ein.
Jeder muß die Befugniß haben, seine Kräfte zu seinem Rutzen zu
Febrauchen, wenn er nur Andern vadurch nicht schadet und zu nahe
ritt. Dadurch aber, daß Jemand strebt und erwirbt. beeintruͤchtigt
NRiemand in seinen. Rechten. Jeder Audere kann ja cheuialla
von diesem feinem Rechte cinen freien Gebrauch machen.

BDi volle Freihen der Gewerbe ist zugleich für dis Entwidlung

des Gewerbbetriebs felbst vortheilhaft; sie stachelt den Wetteifer der

wemecbirebenden an; Jeder sucht den Anderen zu übertreffen.

Dadurch werden die Erzeugnisse aufs Veste hergestellt.

ANus demselben Grunde sucht Jeder alle Vortheile des Petriebeß
zuf, macht rfindungen und sördert dadurch. den Fortschritt des
Rewerbes.

Dag Ppblifum zieht hieraus die grökten Vortheile; denn durch

hen diese Toncuerenz werden ihm die besten Waaren zu den bil·

ligsten Preisen geliefert.

Zu diesen positiven Gründen kammen noch die negativen,
welche gegen die Zünfte sprechen. Das Vorschreiben einer bestimmten
Lehra und Gejellenzeit ist keine Gewähr dafür, daß die Zeit auch
un zum Lernen benützt worden jei; auch ist bei der Verschiedenheit
der Anlagen bei dem Einen ejne viel kürzere Zeit hinreichend, um
aß Handiert zu erlernen, als dei dem Anderen.
die bei der Prüfung ahgelegien Proben bürgten nicht dafür.
daß der Arbeiler auch fuͤr seine Kunden mit derselben Sorgfal⸗
eiten werde. wie für das Gesellen⸗ und Veeisterstück. Auch ift
5 nicht. die Fühigkeit zu arheiten allein, welche den tüchtigen
Neister macht, sondern eben jo seht und noch uehr die Fähigkeit,
—

Aus allen diesen Gründen versuchte zuerst der Minister Turgo
m J. 1774 die Zunfteinrichtungen in Frankreich aufzuheben.
Rach seinem kurz nachher erxfolgenden Austritt aus dem Ministerum
wurde indessen das darauß bezügliche Edicte zurückaenommen. Als
sber die Rauonalversammlung am 4. August 1789 auen mittel ·
Aierlichen Cinrichtungen ein Ende machte, fielen mit den Vorrechten
er Kuche und des Adels auch die Genossenschaften des bürgerlichen
Jewerbes, und es wurden nicht nur die Erxclusivtechte qufgehoben,
—X die Innungsgenossenschasten v rboten.
Mit der Eroberung des lintken Rheinufers durch die Franzosen
purden ihre Einrichtungen auch dorthin gebracht. Im ehemaligen
Zönigreiche Westphalen wurde ebenfalls die Gewerbefreiheit 1808
tingesührt und das Vermögen der Innungen 1809 als Staatsber⸗
mögen eingezogen.

Allein die Bortheile, welche man sich von der Gewerbefreiheit
nersprach, haben sich bei weitem nicht alle bewähtt. Im Gegentheil
führte dieseibe sehr bald wesentliche Nachtheile im Gefolge.

Zuerst ist es eine nicht wegzuleugnende Thatsache, daß beson⸗
derz in den Gewerben, welche ein geringes Anlagekapital erfordern.
ich Leute fesisetzten, die noch nicht die gehörige Befähigunge zum
Vetriebe besahen, daß anderen, welche zwar die Faäbigleit aber nicht
die Miltel hatten, das Gewerbe zu betreiben, ebenso wenig im
Stande waren, gute und fertige Waare zu liefern.

Sodann ergab es sich als nicht richtig, daß die freie Con⸗
rurrenz unbedingi vortheilhoft auf den Gewerbebettieb wirke. Im
Gegentheil führte die allgemeine Ueberbietung dazu, das, was nicht
durch Uebertreffen der Concurrenten etteicht werden konnte, durch
Sgeein zu ersetzen. Aeußerlich anfehnliche und verhältnißmäßig
‚och nicht brauchbare Wagre zu liefern, wurde ein allgemein an⸗
ewandies Mittel, die Mitbewerber aus dem Felde zu schlagen.
Tas Urtheil des Pubkikums bot kein Hinderniß dar; denn das
Publikum urtheilt meist nur nach dem Preise, vergleicht weniger
die Güte, und läßt sich wiederholt in dieselde Falle locken, wenn sie
nur anders gestellt wird.

H'ezu kommt noch die Ausbeutung der Arbeilslkraft durch das
Capitol. Der geringe Meister kommt nicht auf, weil der groͤßte
Theil des Gewinns in die Tasche des Capitalisten fließt, der Ver⸗
mögende, auf seine Mittel und seinen Credit sich ftützend, treibt
jein Handwerk fabrikmäßig.

Die Nachtheile, welche dieraus für die Communeent stehen,
sind unkeugbar. Das Armenbudget gibt davon die unwidersprech⸗
lichsten Zeugnisse.

Das Handwerk hut daher unstreitig heute die Bedeunmg nicht
nehr, welche es ehedem hatte; es ist nicht mehr der Mittelpunkt
des gesammten technischen Gewerbebettiebs, und jiehen wir eine
Barallele zwischen Sonst und Jetzt, so müssen wit, so seht es auch
m Geiste der modernen freiheitlichen Bestrebungen unseres ganzen

ocialen Lebens widerspricht, doch ungescheut belennen, daß der
dandweckerstand im Mittelalter besser situirt war, als er es heut—
sutage ist. — — Doch was nützen alle Reflexionen, was alle Ver⸗
zleiche zwischen Sonst und Jehzt, wenn wir keine Mittel finden,
um die heuligen Mißstände zu veseitigen? Versuchen wit es daher,
in das sich schnell drehende Rad, das heutzutage alle unsere gewerb⸗
lichen Verhältnisse mit mächtigen Schwingen bewegt, einzugreifen
und Mittel außzusuchen um die eingerissenen Schäden thunlichsi
auszu dessern.

Weit entfernt, dem veralteten System des Zunstwesens das
Wort reden zu wollen oder die wohlthätige Wirkung der Gewerbe⸗
reiheit u derkennen, dürfen wir doch die Augen nicht schließen,
venn uns die Gebrechen, die letztere im Gefolge hat, entgegenireten.

Nicht die Gewerbefreiheit seibst soll beschtäntt werden, sondern
die Zersaͤhrenheit müssen wir zu beseitigen suchen, welche in Folge
desfelden bei dem Handwerlerstande eingetreten ist und nief zu be⸗
lagende Mißstände herbeigeführt hat; nicht die Zünfte und ihre
Zwangsrechte sind weeder herzustellen, wohl aber müssen, da die
gnfte aufgehoben sind Haudwertsgenossenschaften
un ihre Sielle treten. Gortlsetzung solgt.)

Vermischtes

St. Inabert, 183. Ott. Bei dem vorgestern Nacht statt⸗
zehabsen starken Gewitter mit heftigem Regen, schlug der Blitz in
zas Wohngebäude des Bergmannes Joh. Ad. Reif, wo er zwei
hallen im Dachfirste zersplitierte, durch die Decke in ein Zimmer
uht, welches von einem Hüttenarbeiter bewohnt wird, dessen Frau
gerade die Lampe anzünden wollte; det Schlag war ein so heftiger.
ohue jedoch zu zünden, daß Mann und Frau gauz betdubt wurden
— Am 12. d. erschoß der Tuncher J. B. Adt von Ems.
he im einen jungen umherlaufenden Spitzhund', dem Heinrich
Fron vom Neumühlerhofe gehörig, welcher, nach thierürztlichemn Be—
und, wuthkrant gewefen sein foll.

Die pfaälzische landwirthschaftliche Winterschule zu Kaiserslautern
yesteht seit 10 Jahren;während dieses Zeitraums wurden in derselben
148 Schüler unserrichtet; dieselben vertheilen fich auf die Bezirbãmten
— 2, Germersheim
. Homburg 28. Kaiferslautern 44, Kirchheimbolanden 19, ufel
Sandau 9, Neustadt 7, Pirmasens 8, Speier 8, und Zwelbrüden
3. Das Schuljahr 187576 zählte in deiden Kursen 22 Schüler.
Die Kosten berechnen fich ungefähr folgendermaßen: 1. Schulgettd
s M. 60 Pf., 2. Koft und Logis sür 5 Monate 170 2250
MN., 3. Bucher, Zeichnen⸗ und Shhreibmaterialien 30 — 35 Mi
Taschengeld 28 — 85 M., 5. Reifegeld für Exkursionen 12 —
0 M.“, im Ganzen 245 M. 60 bis 348 M. 60 Pf. — Der
Zzweck der Winterschule ist den Söhnen von Landwirthen zu
iner Ziit, in der sie in der elterlichen Wethschaft entbehrt werden
dnnenm, auknüpfend an das in der Volksschul Erlerate, sowie am
as in der Praxis Erfahcene, allgemeine und fachliche Bildung
angedeihen zu lafsen. Der Unterricht beginnt Anfangs Novbembert
iad dauert dis Ende Maärz; derselbe umfaßt im 1. Kurs: deutjche
Sprache, Geographieund Geschichte, Arithmetik, Naturgefchichte Physik,
zandwirthschaftskunde in Verbindung mit Chemie und Mineralogie,
dehre von den landwirthschaftlichen. Hausthieren, Zeichnen und
ʒ hönschreiben, im Ganzen wöchentlich 36 Stunden; im 2. (obern)
dara jallt das Schoönschreiben weg und kommen hinzu Geomeirie,
Buchhaltung und Wechstllehre; im Ganjzen gleichfalls 36 Stunden
pec Woche. Die Anstalt unternimm von Zeit zu Zeit kleinere
Nusfllüge zur Besichtigung von Stallungen und technischen Etab lisse⸗
nenis, sowie aud größere Excursione Voriges Jaht wurde die
nternationale Molkerei⸗Ausstellnung in Frankfurt a. M. besucht. Wer
n die Winferschule eintreten will, hat sich bei dem k. Rektorat per⸗
oͤnlich anzumelden und sich einschreiben zu lassen. Das von der
. Regierung genehmigte Schulgeld, von dessen Entrichtung nachge⸗
viesen⸗ Düiftigkeit befreit, wird bei der Einschreibung hinterlegt.
Zur Aufnahme in den J. ars ist erfotderlich: 1) ein Auet von
nindestens 15 Jahren, 2) Der Besitz der in der obern Klasse
einer guten Volksschule zu erlangenden Kenntnißze, über die sich der
Betreffende durch ein Schulzengniß auszuweisen hat, 3) ein Zeug⸗
niß bon der Orisschulbehoͤrde über sittliches Wohlverhalten. In
den 2. Kurz können nur solche Jünglinge aufgenommen werden.
die den 1. Kurs mit Erfolg besucht haben, oder die durch eiat
Prüfung den Nachweis der zum erfolgreichen Besuch dieses Kursel
tforderlichen Kenntnifse liefern.

In Kaiserslaut ern gerietben verflossenen Sonntag Abend
zuf der Siraßen der 19jährige Eisengießer Carl Diebl und der
18jährige Schlosser F. Westenburger von hier in Sireit, wobe
zegenseinig von Messern Gebrauch gemacht und Letterer so schwer
herleßzt wurde, daß et heute starb. Der Thäter wurde verhaftet und
war zur Zeit der That von seinem 16jährigen Bruder asfistirt,
welcher kürzlich eine einmonatliche Getängnißstrafe verdüßte, weil er
„seinem Lehrer das Hirn za Wasser schlagen? wolltie.

PHochspeyer, 10. Olt. Eine Hochzeit auf Wette wurd
        <pb n="565" />
        heute hier in Hochspeyer abgehalten. Gelegenslich der letzten Hoch
peyerer Kirchweihe machten einige biesige Bürger dem Gemeinde⸗
ziener N., wilcher noch Junggesell von bereits 50 Jahren ist, die
Bemerkung, er millsse als Polizeidiener verbeirathet seigt, nad er⸗
zoten sich zugleich, wenn er sich verpflichte, bis halben Oktober ver⸗
ehelicht zu sein, die Gesammthock zeitskosten zu decken und dazu min⸗
destens I Cte. Blumenmehl zu berbacken, 2 Ohm Bier, 75 Flaschen
Wein. 100 fl. für Haußsteuer zu liefern, der übrigen Odbjelte an
Braten, Hähnen, Bratwürsten, Cigarren at. nigt zu gedenken. Im
Falle des Nichtzustandekommens einer Brrehekichumg müsse Hecr N.,
venn wir nicht irren, 50 M. zahlen. Eine Wiitwe bon ca. 44
Jahren erbarmte sich“ des Bedrängten und wurde heute unter ein⸗r
Begleitung von ca. 60 Perfonen zum Altar geführt. Diesen Abend
aber mögen einige Hundert Personen unter —* und Klaug am
Festmahle Theil genommen haben. ———

St. Martin, 8. Ott. Gestern wurbde hier bereitsz ver—⸗
taufter Gartenmost geherbstet. Fur die Hotte wird 8 M. 57 Pf.
(s fl.) gezahlt. Das Gewicht schwankt zwischen 57 und 64 Grad
nach Deqchsle. Ggt)e

rVBonmmittleren Gebirg, 10. Okt. (Pf. K) Was
nan während des anhaltenden Regens in der letzten Hälfte des
porigen Monats kaum mehr zu hoffen wagte., wirb nun allem An.
chein nach dennoch der Fall sein: wir werden' einen brauchbaren,
sa, wenn die günstige Witteruag Stand hält, einen recht guten
Mittelwein erzielen. Die Traminer sind sämmilich roth, und selbsi
die hartnächgen Rieslinge gehen ihrer Edelreift entgegen. Leider
isf in den meisten Lagen die Menge der Trauben geting und nur
anmittelbar an den Abhängen unserer Weinberge und Hügel etwas
zrößer. Unier solchen Umständen koͤnnie jedoch die Qualitit die
zes vorjahrigen Produlis leicht überireffen; noch 14 Tage gutes Werter
vurde Dies bewirlen.

F Von der persdalichen VLiebenswürdigkeit des Kaisers Wihelm
heilt die „M. Zig.“ eia Beispiel aud den jüngstes Tagen mit
ils der Kaiser in Weißenburg weilte, hatten piele Herren seines
Hhefolges bei Bürgern Quaruer aegewiesen belommen; besonders
jreundlich Aufnahme aber fand einer der Vertrauten des Kaisers
deim Gymnosial⸗Direltor Groheim. Die Familie schwärmte für
den Eoiser und ließ keine Geiegenheit vorüberzehen, den hohen
derrn u sehen und ihren Suthustasinus auszudrücken. Vor früh
s spai war man auf den Beinen, man lebte und webte nur für
den Kaiser. Da fiel es dem bei oben gedachten K. einquartierten
deern (Hofrath Schneider. Die Red. d. Zw. Ztg.“) eines Tages
uf, daß der Sohn der Familie überaus still und betrübt war,
ohne einen Grund dafür angeben zu wollen. Endlich aber gestand
er, daß sein Geburtstag sei und dauß die Eltern Dies ganz ver⸗
gessen. Sie hätten ihzn weder gratulirt, noch ihm beschenkt. Es
sollte ihm indeß geholfen werden. No h an demselden Tage erzählte
der ecwaͤhnte Hosbeamte dem Kaiser das kleine Unglück, das seinem
Schützling widersahren, und der Aaiser unahin sosort eines seiner
Bilder, schrieb eigenhändig. darauf: „Zum vergess. nen Geburtstag!“
ind überjandie es dem Knaben, det nunmehr hoch eifreut war und
gewiß Zeit seines Lebens an diesen vergessenen Gehurtstag denken wird.

pPMuünchen, 10. Olt. Der Postvorschußberkehr zwijchen Deutfch⸗
land und Oesterreich-Ungarn ist bis auf Weiteres ausgesetzt worden.
Postvorschußfendungen nach Oesterreiche Ungarn werden daher zur
Zeit nicht angenommen. Postanweisungen nach Oesterreich- Ungarn
werden zwar einstweilen noch angenommen; es dürfen jedoch von
inem Aufgeber au einen und denselben Empfänger an einem
Tage hoͤchstens zwei Postanweisungen abgesandt werden.

fVDer Winterfahrplan wird auf. den, deutschen Eisen⸗
hahnen am 15. Ottober ins Leben treten. (Siehe Annoncentheil.)

4 Die „N. Fr. Pr.“ erzahlt die Leidensgeschichte eines baye⸗
rischen Schullehrers, Franz Wiesbachet von Ainxing, der sich nach
dem Laude der Rumänen verlocken ließ. In Reichenhall, wo er
angestelli war, lernte er eine vornehme Herischaft aus der Moldau,
Ruter d. G., kennen, der ihn beredete, den bayerischen Dienst zu
derlassen und als Hausledrer seines Töchterchens zu ihm zu kowmen,
Achtzig Dukaten Jahresgehalt, steie Verpflegung und bedeutender
Nedenverdienst war ihm vetsprochen; siatt dessen erhielt er alle
udglichen Grobheilen, und wenn er diese nicht ruhig hinnahm,
nißhandelie ihn der Haushers. Seine Hitien, ihn zu entlassen und
nit dem noͤthigen Reisegeld zu versehen, blieben unbeachtet. End⸗
lich, am 18. September d. J., schlug die Stuude seiner Befreiung;
aber unter welchen Umßänden! Mit der Drohuug, ihm im Weige—
zungsfalle fünfzig Stocstreiche aufzaulen zu lassen, zwang man ihn,
rin Schrifstück zu unterzeichnen, worin er erlläten mußte, er habe

uch unmoralisch, nichtswürdig und undankbar benommen, bejzeuge
das freiwillig und sei ganz damiteinverstanden, daß man ihn weg.
age. Zum Abschied, gleichsam als Wegzehrung verabreichte ihm
Kitter d. G. noch einige Maulschellen und Fußtritie, dann warf
non den armen Deutschen hinaus, der, ohne Geld, und der Sprache
zes Landes unkundig, leicht völlig hätte zu Gtunde gehen konnen.
P. Rach in Bayreuth e'ngelroffenen Nachtichten weilt Richard
Wagner mit Familie gegenwättig in Neabel und wird die zweite

älfte des Monats Olktober in Sorrent zubringen. Auf der
Durchteise durch Italien hat der Meister mit der iönigl. Oper in
Turin ein Abkommen betreffs Aufführung seines Lohengrin“ ge⸗
roffen. Die Inszenesetzung dieser Oper ist auf spezielle Empfehlung
Waguner's von Seite der königl. Theater Intendantur in Turin,
velche von ihm einen mit seinen Intentionen vertrauten Regisseur
ich erbar, dem herzodlichen Balletmeister Herrn Richard Fricke in
Ddessau übertragen word en.

Aexztlicher Befund der Leichen der Hingetichteten. An den
orperlichen Theilen det vorgestern Morgens nach der Analomie in Mün⸗
hen verbrachten zwei Leichnome der h'ngerichteten Delinquenten Val.
sßläsgen und J. Ruf wurden durch den Hru. Direktor v. Ziemssen
ind Hen. Prof. Rüdinger unter Anwesenheit mehrerer jüngerer
Lerzte im Laufe des gestrigen Tages mit möglichster, von der
humanität selbst vorgeschriebenen Schonung experimentale Unter—
uchungen gemacht. Es wurden die Kehllopfmuskeln gereizt, und
die Wirkungen der sehr interessanten Experimente studirt. Hierauf
pvurden von Hrn. Direktor v. Ziemssen einzelne Nerven geprüft in
Beziehung ihres Einflusses auf verschiedene Organe. In patholo—⸗
uischer Hinsicht haben die Untersuchungen der einzeinen Körperthelle
olgendes Resultat geliesert. Bei Gläsgen waren die Lungen krank
mid eine hochgradige tuberkulose Bauchfellentzundung vorhanden.
Der Magen Ruf's, sowie der Darmkanal desselben war durch viele
sahrungsaufnahme überfüllt, ferner eine Niere hochgradig krant,
zie üdrigen Theile des Körpers aber gesund. Dir Nierenkrankheit
dimmt auch mit der wasserfüchtigen Anschwellung seiner Fuße und
nit dem Wasserergusse in die Bnuchhöhle überein. Dieses Oedem
st johin höchst wahrscheinlich nicht auf die Folgen des Tragens
chwerer Ketien zurückzuführen. Soweit das Gehirn Gläsgens
anterfucht worden ist, zeigte es sich in allen Beziehungen normal,
asjenige Rus's wird noch einer genauen Unteesuchung unterzogen
verden. Die Durchschneidung- der Hälse des beiden Delinquensen
nittelst des Follbeiles hat ganz regelmähig statigefunden: Der
terlust des Kdtpergewichles nach drm Tode war eim sehr geringer;
eder der deiden Leichname wog etwas über 100 Pfß. ES. P.)

7Mannheim. Am 15. ds., nächsten Sonmag, wird der
neut Personenbahnhof dem Berkehr Ubergebden. J—

7 Philippsburg, 10. Oltp. Gestern Abend 10 Uhr exrb
schien dahier der Bürgermeister Feuerstein aus Rheinhausen, requirirte
die hiesige Gendarmerie in größter Eile und Auftegung, besagend,
daß in seiner Gemeinde hestiger Standal ausgebrochen sei und die
kinwohner mit Feuerwaffen gegeneinander im Kampfe legen. Dem
Bürgermeister selbst wurde nach dem Leden gekrachlet und dey Gin⸗
jang in sein Wohnhaus verwehrt; alles in Folge- der belannten
Vahlvorgänge. Der Ortsdiener wurde, aus dem Dorfe flüchtig.
erfolgt. Herr Bezirksrath Bastian verfügte sich ebenfalls augen⸗
Ilicllich zur Sielle.

fDarmstadti, 9. Ott. Das Kreisamtsblatt Bingen hat
n der „Darmstädter Zeitung“ unterm 2. ds. Mis. bezüglich einer
zeläudeten Leiche wörtlich Folgendes: „Bekeidet war die Leiche mit
iner schwarzen Tuchjacke von grauem Stoff u. s. w.“

Berhin, 8. Oti. Nach einer Entscheidung des Reichsbank⸗
Direttoriums werden von der Reichsbant nur solche Wechsel ab⸗
Jelehnt, welche auf „Marken“ oder „Reichsmarken“ lauten, weil
die Einheit nicht „Varle“ sondern (ebenso wie die Mehrheit), Mart“
autel. Dagegen unterliegen solche Wechsel, welche auf „marks?
»der „mares* ausgestellt sind, keiner Beanstandung, da ein Zweifel
arüber nicht aufkommen könne, daß unter dieser Bezeichnung aus⸗

hhließlich Münzsorten zu verstehen sind.

Eine interessante Wette auf dem Gebiete der Pferdedressur
jürfte demnächst zum Austrag kommen. Direltor Renz, der gegen⸗
värtiz in Köln Vorftellungen gibt, behauptet nämlich auf feinen
uffichen und in seinen Zeituns annoncen, daß außer ihm Niemand
m Siande set, 12 Rapphangste zu gleicher Zeit vorzusühren. Der
Zircusdirekttor Carre, der augendlicklich mit feiner Gesellschaft in
klberseld weilt. nimmt nun den Handschuh auf und proponirt nun
einetseits eine Weite von 10, 000 M., wobei er eklärt, dieselbe
as verloren zu geben, wenn Direltor Renz im Stande ist, mit
einen so ausgezeichnet dressitt sein sollenden 12 Rapphengfien u.
I. nur das eine nachmacht, daß alle 12 Hengste sosort auf Kom⸗
nando auf den Hinterfüßen sich erheben und auf den'elben siehen
zleiben — eine Produinon, die fast taͤglich in jeinen Vorftellungen
u sjehen sei, Man darf wodl annehmen, daß Alimeister Renz diese
Herausfordernng nicht unbeachtet lassen wrird.

p Paris, 7. Olt. Heute Abends feierie der hiesige Deutsche
Turnderein sein dreizeynjähtiges Stiftungsfest in seinem in der Rue
Zt. Marc gelegenen Local, in dessen mil Blumen, Laubwerlund
Inschtiften geschmücktem Saal sich des Abends um 8 ein halb Uhr
ungefhr 200 Personen, Turner und eine çtöͤßere Anzahl von
dalten eingefuuden hatten.

r Die Kaiftrin Eugenie wird den 16. ds. Mis. in Florenz
awartet. Sie hat dort eine kleine Villa auf drei Monalegemielhei
gad im Falle ihr das Klima gut bekommen sollle, gedenlt sie nach
Florenz ganz überzusiedeln.
        <pb n="566" />
        Schiffssunfälle. Dem Bericht des „Bureau Veritas“
sufolge sind im Monat August auf offener See 76 Segelschiffen!
otal zu Grunde gegangen, darunter 10 deutsche.

wurde der Lehrer Friedr. Märtz zu Zeislam, der Lehrer Jatob
Ruthig von Knopp zum Lehrer an der katholischen Schulstelle zu
Zeselberg, der Lehrer Inlob Louis von Iggelbach zum Lehrer an
der protestantischen Schule zu Mühlheim ernannt.
Dienstesnachrichten. TDer Vehrer Wilh. Müliler von Maßweiler wurde zum Lehrer
Zum Lehrer an der dritten protestantischen Schulstelle zu Iggel · an der protestant. Schule zu Niedermohr ernannt.
Wiederversteigerung. Versteigerung eines
Dienstag, den 17. Oktiober ofautes.
Jedes Nachmittass um s —W und Diens⸗
Ahr, zu St. Ingbert, in der ag den 31. Okttober nächsthin,
Wirthsbehausung von Heinrich Vormittags 9 Uhr beginnend, zu
Schmitt, wird auf Vetreiben steichenbrunn bei Witiwe Schmidt
er unter der Firma Geber. Fir dag Ziegler'sche Hofgut
Drr gem er auf dem zur Stadt u Reichenbrunn Gemeinde Ens—⸗
St. Ingbert gehörigen St. Ing⸗ seim beflehend in
berter Eisenwerke bestehenden 18 Dej. Fläche Wohnhaus
Commanditgesellschaft, in ihrer —
Eidenschaft als angewiesene Gläu⸗ Schaf⸗ und Schweinfiallen
bigerin und Rechteinhaberin von Broenuhaug umd Dofraum
den dahier wohnhaften Ehe- u. 36 Den Pflang. unh Gras
Privatleuten Wilhelm Chan⸗ gatuen dbet
don und Louise Scaller ra. 40 Tagwerk Ackerland,
a. 17 r iesen
udwig Harth, Uhrmacher, ca. 18 Ae Dehen un
srüher in St. Ingbert nun in nit Ermächtigung des zusssän⸗
Glanmünqdhweiler wohnhaft, die digen Vorinundfchafts Gerichtes
aachbezeichnete Liegenschaft wegen zes augenscheinlichen Nutzens
Nichtbezahlung des Erwerbspreises vegen auf 6 Zahltermine affent⸗
zu eigen wiederversteigern: ch an die Meistbietenden zu
PlNe. 3376. 4 Zogw. 1 rigenthum versteiget.
Dec—. Adder in der Au-Dell, Eigenthümer ist Julius Zieg—
—0 minderjähriger Sohn von
uipp Weigand, St. Ing-⸗ giathias Ziegter Gutebesiher in
berter Bannes. . Burbach dei Saarbrücken, und
Das Nähere auf dem Ge⸗ essen verstorbenen ersien Ehefrau
— flifabeth Abel, weicher feinen
in St. Igbern 534 enannten Vater zum gesttßlichen
Sauer, kal. Notär. hormund und Nikolaus Tolgnon,
Tonvdentionelse daufmann in Burbach zum Ne⸗
33 envormunde hat.
Hausversteigerung. Sn Gu ant — je noch—
Dienstag, den 17. Olfober dem sich Liebhaber finden — im
. J. des Nachmittags um halb Hanzen oder im geeigneten Loosen
bUhr, zu St. Jagbert in der um Ausgedote.
Wirthsbehausung von Heinnich Das Aderland eignet sich zum
Schmitt, wird auf Betreiben Unban aller Getreidegattungen,
don Otto Weigand, dohl und Kartoffeln Der
Kaufmann in St. Ingbert, in Valdbestand enthält Stämme
jeiner Eigenschaft als subrogirter u starkem Bauholz, Grube-
Bläubiger von dem allda wohn- lempeln und Essenbaähnschwellen.
haften Kaufmann Joh. Joseph St. Ingbert, I1. Okt. 1876.
Giewenig und dieser als Rechts⸗ Sauer, t. Notär.
inhaber von dem in Kaiserss — .. —— —
autern wohnhaften Weinhändler Sonntag, den 15. Otlober
und Gutsbesitzer Peter Müller, COhBCOH
jun., — Letzterer in den Rechten dei Peter Jung.
der Weinhandlung Gebrüder Slief Eintritt frei.
Nen dien — Franzoͤsische ⸗
Holzschuhe
ind eingetroffen ber
G. Linn.

Mehrere tüchtige
P We Makulatur,
Kesselschmie e me hrere Centner, werden abge—
rehmen än neben in der Druckerei d. Bli.
Weyland Heuth &amp; Oie. Frutt- Brod⸗ u. Fleisch⸗Preise
— SEt· Jugbhert. — der Sladt Zweibrüden bamn 12.
Dor Verniehtunguahe, Ott. Weizen 11 M. 27 pPf.
ruaben doch. vielo unglükliche rorn 8 M.“33 Pf. Gersie Zreih.
)pfor der Selbsthefleckung und 0 M. — Pf. Gerste Areihige
geheimen Aussehweifungen doch b M. — pfl-- Spelz 0 M.
dettung gefunden. Möge Jeder, Pf. Hafer 7 M. 42 Pf. Kar—
ler an Sehwachezustanden ffeln 2M. 80 Pf. Heu 5M.
eidet. das herũhmto Originat 30 pf. Slroh 4V1. 60 Pf. per
— 13 Ko.
zel“ von W. Bernhardi 35ppf. KornbeodsK lo. 77 pf.
detet in Dres don-Bla se- Ano 2 Kilo, 52 ppf. ditio“i
vitz) für 2 Mark discret in dilo. 26 Pf. Gemischtbrod 3
Douvert zu beziehen. Zilo. 94 Pf. 1 Paar Wec 190
A Gramm as pf. —A
Allgemeine In n
3. ftucht — M. — Pf. Rirdfl. J.
Rechnun gen Zu be 2. α—
⸗ (ohne Namen) albfl. 48 Pf. Hamfl. 52 Pj.
n s, u. Us Bogen sird Schweinefl. 60 Pf. Butier 1
dortäthig bei F. X. Demmetz. M. 30 Pf. per Pfund.
Für Damen/“)
Regenmäntel, neuester Facon, sowie
Kegenräder sind in schönster Auͤswahl
zu haben bei

Theinrich Isaac,
—

Plan
over 1876.

vom 15.
Abfahrt von St. Ingbert nach Zweibrücken und
Homburg:
418 6856 868 1250 526 718
Abfahrt von Zweibrücken nach St. Ingbert:
6*0 980 12236 360 818
Abfahrt von Homburg nach St. Ingbert:
4eo 61 q40 110 4988
Abfahrt von Schwer wacer nach St. Ingbert:
440 7320 68 123 418 960
Abfahrt von Zweis rucken nach Purmasens⸗
Landau:
526 10144 1280 32, *
Abfabhrt von Homburg in der Richtung nach
Ludwigshafen:
Gis giis 1144 218 640 917
Abfahrt von Landstuhl nach Kusel:
663 9 3809.

ca
die in St. Inabert wohnhaften
Ehe⸗ und Ackersleute Jakob
Lohmer und MAatharina Ries—
bdeck die nachbezeichnete Liegen⸗
schaft wegen Nichttbezahlung des Klein gemachtes
—B n eigen Buchen Brennholz
wiederversteigert nämlich: 255 1ñ
—
Garten auf der Meß, Ge⸗ Bh. Munzinger.
markung von St. Ingbert, eng.
etzt ein darauf erbautes * Dienst ⸗
Wohr hats win Saeu mũ chen fuͤr häus⸗
Stali, Keller und Hofraum, uche Abeden sofort gesucht.
Garten und sonstigen Zube- Wo zu erfragen in der Erp.
yörden neben Nikolaus de BB. e—
Weber und Weg. — sKeuch⸗(oder blauery Husten.
Das Nähere auf dem Ge— Zur sofortigen Beseitigung der Ge⸗
qhaͤsts ⸗· Burcau L. Bechthold ahr,ist der ärztlich empfohlene Pud-
nSi. Inobert. nol detz dorzüglichste und wirlfamste
i3 HQhittel, 7Zu, haben bei J. Fried
Sauer, k. Rotär. vich in EteIntet
— AB—o—o...Cc—öü—ee————— üeé⏑⏑⏑ —2⏑ œæZ—----2— &amp;
3 Riedaktion Druck und Verlag von

Abfahrt von Kusel nach Landstuhl:—
758 980 116 5*0
Die mit ?* bezeichneten Züge find Schnellzüge und führen nur
Wagen 1. u. 2. Classe.
ü— — —— — —
F. X. Demetz in St. Insbert.

—

—8
        <pb n="567" />
        Sl. Ingberker Auzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei

lage), erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neelamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 164. — Sountag, den 158. Oetober — — 1876.
Am

Deutsches Reich.

München, 12. Ott. Das Kadettenkorps war früher eine be⸗
siebte Unterkunftssiätte für die Sohne unseres Adels, um diese sicher
ind auf dem bequemsten Wege als Offiziere in die Armee zu bringenz
n den letzten Jahren, seit welchen die Privilegien genannter Anslalt
o ziemlich aufgehört haben, ist das Verhältniß zwischen der Zahl
er bürgerlichen und adeligen Frequentanten ein umgekehrtes. Von
zen für das Studienjahr 1876 —77 aufgenommen, bezw. verblie—
»enen 165 Zöglingen (um 3 mehr als im Vorjahre) sind 118
rgerlicher und uur 47 adel'ger Herkunft; die Gesammtzahl ver—
heilt sich auf die einzelnen Klassen wie folgt: 33 Eleven in der
27 'in der 2. Klasse, je 31 Kadetten in der 3. und 4., 23 in
zer 5. und 20 in der 6. Klasse. Die Zunahme der bürgerlchen
zöglinge rührt auch dadon her, daß seit dem Jahre 1848 das bür⸗
serliche Element in dem Offizierskorps überwiegend vertreten ist.

Berlin, 12. Ott. Das soeben durch Aushang an der Tafel
»es Kammergerichts veröffentlichte Urtheil gegen den Grafen Arnim
rtennt denselben des Landesverrathes sowie der Beleidigung des
daisers und des Fürsten Bismarck schuldig und lautet auf 5 Jahre
Zuchthaus.
— Aussland.

stonstantinopel, 12.Okt., Abends. Die weiter
von der Psorte aufgestellten Bedingungen für den Waffenstillstand
ind folgende: Es soll verhindert werden, daß die gegenwärtig von
zer türkischen Armee besetzten Positionen von den Serben wieder
esetzt werden; jede Einfuhr von Waffen und Munition in die
eiden Fürstenthümer Serbien und Montenegro ist zu untersagen,
esgleichen der Zuzug von Freiwilligen aus dem Auslande wirksam
zintanzuhalten; der serbischen und der montenegrinischen Regierung
oll untersagt werden, den benachbarten nufständischen Provinzen
rgend welche Hilfe zu leisen.

Pera, 12. Olt. Die Pforte hat Waffenstillstand bis zum
15. Rärz beantragt und gleichzeitig an die Großmächte das Ersuchen
jerichtet, behufs Regelung der einzelnen Punkie ihrerseits Offiziere
u delegiren; die türkischen Befehlshaber werden beauftragt, sich
nit letzleren, sowie mit den serbischen uad montenegrinischen Truppen⸗
ührern in's Einvernehmen zu setzu. Die Demarcationslinie soll
muf Grundlage des derzeitigen Besitzstandes festgestellt werden, doch
oäre die türkische Regierung bereit, ihre Positionen auf serbischem
gebiete zu räumen, falls man sich von serbischer Seite verpflichten
oürde, dieselben nicht zu besetzen.

VPermischtes.

Otterberg, 11. Okt. Die hiesige Leinenzwirnerei
jal vor etwa 14 Tagen ihr gesammtes Arbeiterpersonal entlassen.
Um 14. Novp. nächsthin kommt das gesammte Anwesen, Immobilien
und Mobilien zur Versfeigerung.

fF Edesheim, 12. Ott. Heute wurde der Gartenwingert
w Peter Hammer dahier geherbsiet; det Most wiegt 750 nach

echsle.

4 In Gräfenhausen beginnt die Weinlese am nächsten
Dienstag. Der berühmte Rathe verspricht von sehe guter Qualität
l werden.

f Bockenheim, 12. Okt. Gestern Mittag trug sich in der
bertzel'schen Marmorfabrik ein großes Unglück zu. Ein ca. 50
Str. schwerer Marmorblock stürtzte beim Verarbeiten um und zer⸗
chmettette vier Arbeitern Atme und Beine; einer ist bereits todt.

GSrf. 3.)

Wuürzburg, 12. Okt. Das Schwurgericht verurtheilte
den Redakteut Dr. Rittler wegen Majestätsbeleidigung zu einer sechs⸗
nonatlichen Gefängnihstrafe.
pVombayerischen Walde. Innerhalb 3 Monaten
ind in der Nähe des Bahnbaues Deggendorj-Zwiesel 6 weibliche
Leichname aufgefunden worden, ohne daß bis jetzt der Mörder trotz
er täglichen Streifzüge durch die Wälder und trotz der von der

degierung ausgesetzten Belohnung entdeckt werden konnte. Auch
Donnersliag, den 28. September soll in der Nähe von Viechtach
in Bauernsohn seiner Baarschaft von 514 M. 29 Pfg. beraubt
ind als erdrosselt liegen gelassen worden sein.

7 Madrid, 9. Ott. Die Exkoͤnigin Ifabella begibt sich
norgen zum Besuche der Prinzessiin Adalbert von Bayern nach
Nünchen. U

7 Pauline Lucca, welche auf einen Monat für die ilalienische
Dper in Petershurg engagirt ist, hat für jede einzelne Vorstellung
3000 Fr. kontraktlich zugesprochen erhalten.

Utopiaeuntdeckt. Dem ‚Boston Advertiser“ ist es
jeglückt, dieses vielgesuchte glüchliche Land endlich aufzufinden. Es
st genanntem Blalte zufolge, der Staat Vermont. dessen Vetwaltung
ine so einfache und wenig kostsp'elige ist, daß die Besteuerung von
Zeiten des Staates fast nur eine nominele zu nennen ist und
veniger als 50 Cents per Kopf und per Jahr für jeden Einwohnet
eträgt. Die Zufriedenheit des Volkes mit den bestehenden Gesetzen
vird am besten durch die kurze Dauer der nicht häusigen Sitzungen
zer gesetzgebenden Körper illustrinrt. Die Leere in den Gefängnissen
virft das beste Licht auf die socialen Verhältnisse der Bevölkerung;
zie gänzliche Abwesenheit öffentlicher Atmuth erregt den Neid der
Behörden der Nachbarstaaten und jedem Reisenden wird sofort der
ibsolnte Comfort, dessen sich die Bevöllerung dieses Staates erfteut,
n die Augen fallen. Es würde schwer halten, fährt genanntes
Zlatt fort, auf der Erde eine vollständigere Illustration des Er⸗
olges reiner republikanischer Institutionen, ausgeführt unter den
rinzipien einer wahren Demokratie, zu finden als die durch den
S„taat Vermont dargebotene. f

Fæ Din Bier⸗Krawall in Arabien. Einem Privatschreiben
uus Aden (Arabien) ist zu entnehmen, daß dort die Stimmung
ine sehr erregte ist und daß der serbisch-türkische Krieg, den Gegen-
atz zwischen den Muselmanen und Christen bedeutend zugespitzt hat—
zu Beginn des Monats gab ein an sich unbedeutendes Ereigniß
lnlaß zu blatigen Szenen, welche glücklicherweise ohne ernste Folgen
jeblieben sind. Seit einiger Zeit wird durch eine, Tritster Firma
'n starket Import böhmischet Biere nach Arabien getrieben. Darob
errschte unter den eingebornen Wirthen eine große Erbitterung,
»ad dise hetzten die muselmännische Bebölkerung auf, die Bierlocale,
n welchen nicht englisches Ale, sondern böhmisches Bier verlauft
u behelligen. Die Folge davon waren wiederholte Angriffe auf
zie Bier!ocale. Das englische Militär mußte zur Herstellung der
Irdnung gegen die aufgehetzte Bevölkerung einschreiten, da die
ritische Behörde eine jener Christen⸗ Massacre befücchtete, an welchem
ie arabische Geschichte so reich ist, und welche in dem gegenwär⸗
igen Zeitpunkt mehr als je zu fürchten sind. Die Ruhe wurde
n wenigen Tagen wieder hergestellt und det mohamedanische Kampf
jegen das böhmische Bier erwies sich als fruchtlos.

Tandwirthschaftliches.

Zur Beherzigung. Den hohen Werth einer guten Obst⸗
aumpflege würdigend, haben viele Staaten die Anordnung getroffen,
as die einzelnen Geme'nden Gelände zur Anlegung von sogenannten
yemeindebaumschulen zu stellen haben, die von den betreffenden
ʒzemeindelehrern unterhalten und als Lehrmittel benutzt werden sollen.
luch wird fast in allen Seminarien für Lehrerbildung dem Unter⸗
ichte über Obstbaumzucht theils mehr, theils weniger Sorgfalt ge⸗
vidmet. So lobenswerth auch diese Anordnungen genannt werden
nüssen, so bedauerlich ist es auf det anderen Seite, daß demselben
ast allgemein in ungenügender Weise entsprochen wird. Hervor⸗
agende Fuͤlle verdienen daher allgemein bekannt gegeben zu werden.
die Gemeinde Moßbach a. H. besaß von jeher an ihten füdwest⸗
ichen Bergabhängen sehr ausgedehnte Oedungen, meistens naus losem
Sieingerölle bestehend und eine kurze Zeit des Jahres als Schweine⸗
rift dienend. Dem dermal'gen Lehrer Müller war es vorbehalten,
n die unwirthlichen Verhältnisse Ordnung zu bringen und für die
hemeinde eine Quelle wahret Wohlhaͤhenheit zu begründen. Etr
        <pb n="568" />
        legte eine neue Baumschule an, die bald eine große Auswahl ver⸗
edelter sterne und Sieinobstsorten in sich faßte und so die Möglichkeit
bot, mit der Bepflanzung der Oedungen zu beginnen, ohne daß
die Gemeinde Kosten gehabt hätte, denn wie die Veredlung der
Stämmchen durch Herrn Müller mit seinen Schülern stattgefunden
hatte, so auch die Verpflanzung und zwar in sorgfältigster Weise.

Die Oedungen wurden nach und nach bepflanzt und prangt da, wo
irlüher das Auge des Wanderers sich unbrfriedigt wegwandte, ein
jerrlicher Obstbaumwald, der schon einen durchschaittlichen Reinertrag
von über 6000 Thlr. gewährt und nicht verfehlen wird, die klein
BZemeinde schon- innerhalb weniger Jahre zur reichsten der Gegend
zu machen.

34 Muehrere tüchtige
Licitation. 67641
Donnerstag den 2. Novbem⸗ esse schmie e
her nächsthin Nachmittags 2 Uhr nehmen an
zu Rohrbach bei Wirth Johan Weyland Heuth &amp; Cie.
Abel fwird die nachbezeichnete St. Ingbert.
zum Nachlasse der zu Rohrbach
verlebten Tagnersehelrute Georg
Miedel und Katharina Appel

gehörige Viegenschaft im Baune
und Orte Rohrbach nämlich:
Pl.uNr. 2364.1 Decimale
Flaͤche, einstoͤckiges Wohn⸗
haus neben Johann Joseph
Jung und Gemeindegut
bor dem unterzeichneten damit
gerichtlich beauftragten k. Notar
er Abtheilung wegen öffentlich
an den Meistbietenden zu Eigen⸗
hum versleigert. —
/Eigenthümer find: 1. Katha-
rinci Miedel, gewerblose Ehefrau
pon Johann Jacob II. Kessel⸗
schmied, beide in Rohrbach wohn⸗
haft, und 2.Joseph Miedel,
minderjähriger Sohn des zu
Rohrbach vecstorbenen Bergman⸗
nes Georg Miedel und dssen
hintetbliebenen Wittwe⸗Katharina
Schmitt, heutigen Ehefrau von
Ishann Werle, Tagner, beide
in Hühnerbrunnenfeld in Rhein⸗
oreußen wohnhaft, welcher Minder⸗
ährige seine Mutter zur gesetz⸗
lichen Vormünderin, seinen Stief⸗
bater⸗Werle zum Mitvormund
und genannten Johann Jacob
zum Nebenvormunde 1876
St. Ingbert, 18. Olt. 42
Sauer, kgl. Notär. Hanf Couverls,
— 4— —T nmit jeder beliebigen Firma be⸗
Buchen Spähne drudt, find billig zu haben in
sind zu verkaufen bei ider Drucderei von
WMb. Munzinger. F. X. Demeta.
Gogen Husten und Heiserkeit
bewährt sich — selbst in den hartnäcigsten
Faällen — der J
Phônol,
als ein vorzüglich linderndes Miltel bei katar⸗
chalischen Affectionen und chronischen Brust⸗
leiden. Geprüft von den größten Autoritäten
der Medizin, wird der Phènol mit groß
artigem Erfoig bei Keuch odec blauer Husten
und Brustkrampf angewendet. Glaänzende Heil⸗
erfolge bei Verschleimung der Luftröhre, kranken
Brustorganen, asthmatischen Beschwerden. Der Phoônol zeichnet sich
or ähnl'chen, zu gleichem Zwecke gebräuchlichen, Mitteln durch einen
ingenthmen fühßen Geschmad aus. Zu haben in Flaschen à 78 Pf.,
ir y und Me 150 bhei J. Friedrich in St. Inabert

Lirchen-Concoert
in der katholischen Kirche zu Dud weiler-
Sonntag, den 22. October 876.

—XX IJ
IX
1. Fuge von M. Clementi, Gradus ad Parnassum; vorge
tragen von H. Thinnes]
23. Regina coeli, gem. Chor, 16. Jahrh., Verfasser unbek
3. Arieé aus dem Messias v. Haendel: „lch weiss, dass mein
Erlõöser lobt,“ mit dem darauf folgenden Chor. Die Arie
vorg. von H. Sartorius.
4. Orgelsonate v. F. Mendelssohn, vorgetr. v. H. Imsp
V BBischo.
5. Choralsatze aus „Lauda Sion.“ Solosatze vorg v. H
9 Langauer.
6. Ave, Mari a, Sopransolo und gem. Chor mit Orgel v. C
— Greith. ——
7T. Orgelvariationen uber , O sanctissimas v. Imx; vor
getr. v. H. ThinnesI.
II. AhthefIunggggg
8. Orgelsonate v. Dr. W. Volkkmar, Weihnacht;“ vorg
x. M. Frana Woll.
9. Oredo aus der Missa sanctae Clarae, v. C. Greith; Sop
ran und Alt mit Orgell.
I0. Adoraté v. Aiblinger, Mannerquartett. —*
II. Lauda Jerusalem, gem. Chor v. Dr. Fr. Witt.
12. Orgelsonate v. Dr. W. Volkmar; vorgetr. von H
—— HLitterscheid.
13. „Sie s hallt die Posaum ,e aus Messias vot
NBandel, vor. v. U. Herrig
14. Maria Kônigin, gem. Chor v. OG. Greitn.
15. FIGßGnCOnGCert v. Rink (wiederholt); vorg. won H
Thinnes J.
Anfung Nachmittaus s Uhr.
Preise der PI Ü2z :::.
I. Plata 15 Sgr., II. Plata 10 Sgr. III. Platas Sgr.
Für Damen!
Regenmäntel, neuester Fahon, sowie
kKegenrädes änd in schönster Auswahl
zu haben
inrieh.

3AMäCG.
I erlaubt sich hiermit ergebenst zur Anzeige n
bringen, daß den Verlauf von
Angarischen Jaßhölzern
agenturwesse übernommen habe und haite mich den Herren Bräuer
und Küfer billigste Preise versichernd, bestens empfohlen.
Zweibrücken, 12. October 1876. J
Jadob Rraàmoer.

248 28
8 2
238—5
* 2528 QG?*
—————
J —

—
—

2
*
—F

—

⁊
68

*8*—
—
183588 * J—
—327
.* 3
*28
5533
378

22
2580

3

2*
5320*
75

r
Dedalftion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
illustrirtes Sonntankhbilatt NMr. A42
        <pb n="569" />
        Slt. Ingberler AAnzeiger.

E—
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mit dem Hauptblatte verbundene Unterh altungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei

lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donnevatag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aaswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechneit.
M 165. Dienstag, den 17. Oetober 1876.

Deutsches Reich.

Mäünchen, 13. Oktober. Das Generalcommando des 1.
AIeme⸗corpe hat die Bestimmung erlassen. daß die Recruten heurigen
Jahrgangs, welche zum Dienste mit der Waffe eingereiht wurden,
im 5. Rovember dei ihren Abtheilungen einzurücken haben. Da
»er 1. Oktober der gewoͤhnliche Einstellunz stermin ist, haben wir in
iesem Jahre wieder eine fünfwöchentliche Recruten-Vacanz, welche
oibohl hinsichtlich des Militärbudgets als für die Landwirthscaft
ind das Gewerbe von Interesse ist. (N C.)

Berklin, 14. Okt. Der „eichsanzeiger“ publizirt eine
zbnigliche Verordnung vom 14. Oltober, wodurch das Abgeordneten-
jaus aufgelöst wird. Eine Bekannt machung des Ministers des
Innern seht die Wahlmännerwahl auf den 20. Ottober und die
Abgeordneteuwahl auf den 27. Oktober jest.

Aussand.

Paris, 14. Okt. Die „Agence Havas“ meldet: Rußland
jat den Waffenstillssand von 6 Monaten abgelehnt und vou Neuem
herlangt, daß den Kriegführenden ein Waffenstillstand von 6 Wo⸗
hen auferlegt werde; es kommt somit auf die der Türlei von Eng—
and vorgelegten vnd von den Großmachten unterftützten Vorj chläge
urũck.

Paris, 14. Ott. Der ‚„Temps“ schreidt: Indem Fütst
Sortschakoff den sechs monatlichen Waffenstillstand, der nach seiner
—X
er die Unmöglichkeit auseinander, Serbien und Montenejro zu
zerpflichten, eben so lange in einer kutischen Situation zu verbleiben,
x gibt zu bedenken, daß Europa während dieses Zeitraums in
ZBezua auf Handel und Verkehr schwer le den würde, und schließt
eme Argumentation, indem er sagt: Der Waffenst'llstand von sechs
Wochen könnte verlängert werden, wenn der Gang deir Verhandlungen
Solch s als nöth'g darthun sollte. — „Temps“ glaubt, daß die
Türkei Verhandlungen über die Dauer des Waffenstillstandes nicht
blehnen wärde; die Pforte habe in London versöhnliche Erklärungen
n diesem Sinne adgegeben.
Das Zunftwesen und die Gewerbefreiheit.
Fortsetzung.)

Aber,“ werden Sie fragen, „ist das richt wieder ein Stück
om alten Zopf, der die individuelle Freiheit beschränken soll ? Ist
s nicht ein Stück mittelalterlicher Einrichtung ? nicht wieder das
ilte Zunftwesen, nur unter einem andern Namen?“ Allein, m.
d.! schütten wir das Kind nicht mit dem Bade aus, sondern
verfen einen Blick auf den Stufengang der Bildung, den der Lehr—⸗
ing und der Geselle im Mittelalter eiaschlagen mußte, und den,
velchen der heutige junge Gewerbtreibende verfolgt, und Sie
verden finden, daß eine Zusammengehörigkeit der Stände, ein
nges Aneinanderschließen der Gewerbtreibenden nothwendig ist,
venn es mii den heranwachsenden Industriellen vnd dem ganzen
Ztande besser werden soll.

Die alten Zunfteintichtungen sorgten für die Ausbildung des
ungen Handwerkers durch Votschrift einer Lehrzeit und das Wan⸗
dern der Gesellen. Pllein wie die Bedürfnisse, so waren auch die
gildungsmittel, welche die frühere Zeit besaß, weit weniger um⸗
assend, als die der Gegenwart es sind. Damals mochte es sich
zicht nur als zweckmäßig, sondern selbst als nothwendig erweisen,
)ah der junge Handwerler, nachdem er dei seinem Vehrmeister
inen tüchligen Grund gelegt hatte, die verschiedenen Atten, sein
HZewerbe zu betreiben, durch Wandern kennen zu lernen und mit
er lechnischen Bildung ich zugleich eine allgemeine Bildung zu
yerschaffen bestrebt sein mußte. Heute ist diese Art der Bildung,
venn nicht schon entbehrlich, doch durchaus uxzulänglich, Sie ist
iher zum Theil enthehrlich, weil durch Unterticht in den Schulen,
urch Bücher und Zeitfchristen jetzt diele von den Kenntnissen erlangt
oerden fönnen, welche man früher durch Reisen und petjduliche
Anschauung erlangen mußte. Dagegen ift jede bloß auf prattische
ichung detuhende Kenniniß des Handwerkers zur Befriedigung der

Ansprüche, welche jetzt an ihn gemacht werden, unzulänglich. Ehe⸗
mals war das Handwerk die fast ausschließliche Form des Gewerbe⸗
hetriebe. Wenn daher ein Handwerker die verschiedenen Verfah-
⸗ungsweisen, welche man in seinem Gewerbe anwendete, durch
Lebung hatte kennen lernen, so war er nicht nur im Stande, allen
Anforderungen zu entsprechen, die an ihn gemacht wurden, sondern
r besaß zugleich alle Fäbdigkeiten, welche nöthig schienen, um das
8.werbe selbst zu vervollkommnen. — Heute dagegen ist das
Zandwerk nur noch ein Theil des technifchen Gewerbebetriebs
und muß sich Überall au die Bedürfnisse der Fabrikation anschließen
und den Bedingungen derselben solgen. Kenntnisse, wie sie durchs
Wandern und überhaupt durch praktische Uebung erworben werden,
vie hoch auch sonst man deren Werth anschlagen mag, sind daher
leineswegs für die Bildung des Handwerkers zulänglich; denn wenn
er auch im Stande ist, das, was man bereits anderswo gemacht
benfalls zu machen, so beũtzt er damit doch nicht die Fähigkeit,
uch das zu machen, was man demnächst bedürfen wird und
worin er sich darum im Voraus eine Uebung nicht verschaffen kann,
veil man die Fortschritte nicht im Voraus erlernen kann. Was
zaher der Handwerker noͤthig hat, ist außer einer tüchtigen prak⸗
ischen Uebung die Fähigleit, mit den sieis sich erneuernden An—
orderungen Schritt zu hallen und seine Arbeiten den Bedürfnissen
mzupassen. Diese kann er aber nur erlangen durch eine bessere
heoretische Bilduug und durch Unterricht in denjenigen Wissen⸗
chaften, mit welchen sein Handwerk in Beziehung steht, namentlich
»urch Unterricht in den mathematischen und Naturwissenschaften,
im Zeichnen und den graphischen Kenatnissen überhaupt. Schon
vährend des Bestandes der Zunftordnungen kam es zuweilen vor,
daß das Durchlaufen der Lehr- und Wanderjahre nicht für zu—
änglich erachtet wurde, um einen jungen Mann in den Stand zu
etzen. seinem Gewerbe als Meister ehrervoll vocstehen: zu können.
Die Meister ließen daher in vielen Fällen ihren Söhnen eine bessere
illgemeine Bildung geben und kürzten dafür die praktische Lehrze't
ib, so sehr, daß sie für dieselzen das Vorrecht in Anpruch nahmen,
ie an einem und demselben Tage als Lehrlinge ein- und aus⸗
hreiben zu dücfen. Wenn aber schon damals für einen Hand⸗
verker, der seinen Platz ehrenvoll ausfüllen sollie, eine andere
Bldung für nöthig erachtet wurde, als die bloße praktische Uebung
ie geben konnte, wie viel mehr ist dies jetzt nothwendig, wo von
»er Bildung dis Handwerkers die praltische Uebung nur noch
inen Theil und kaum den wichtigeren Theil bildet.

Für den Handwerker, wenn er den Bedürfnissen der Zeit ent⸗
prechend gebildet werden soll, ist daher neben seiner praktischen
noch eine theorethische Bildung erforderlich.

„Aber,“ werden Sie fragen, „hängt denn die theoretische Bil⸗
ung der jungen Handwerker mit den angeregten Handwerks—
zenossjenschaften zusammen?“ Allerdings, m. H.! Um
ene zu erzielen, ist eine enge Verbindung der Gewerbsgenossen
beils unter sich selbst, theils mit ihren Pflegbefohlenen unumgänglich
otbwendig. — Unsere Fortbildungsschulen sind als obligatorische
Unterrichtsanstalten gegründet und müssen von den Lehrlingen
ais zu einem gewissen Alter befucht werden. Ich saze: sie müssen
esucht werden. Wird es aber auch genügen und den angestreblen
Zielen entsprechen, wena der von harter Händearbeit ermüdele Knabe
Ubends gegen 8 Uhr die Schule besucht, dem Unterrichte schlaf—
runken beiwohnt und seinem Schöpfer dankt, wenn ihm die Glocke
zetktündigt, daß seine Erlösungsstunde geschlagen habe? Nie und
nimmermehr wird auf diesem Wege etwas Ersprießliches erzielt
verden boönnen. (Fortsetzung folgt.)
——
— ——
Vermischtes.

St. Ingbert, 16. Ott. In Folge des in Ensheim ge⸗
ödteten wuthverdächtiaen Hundes ist durch das tgl. Bezirksamt
Zweibrüden auf dem Neumühlerhofe und den Gemeinden Ormesheim,
ẽnsheim und Eschringen eine 6wöchentliche Hundesperre angeordnet.

Webenheim. (Z3w. Zig.) Esim hiesiger Dienstknecht
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        fuhr dieser Taze ijt der zweispännigen Fuhre seines Herrn von
St. Ingbert nach Hause, Lei Lautzkirchen angekommen, hatte er
das Vorbeifahren des leßten Zuges abzuwarten. Durch daß Licht
und das Gebrause »des nächtlichen Zuges wurden die Pferde schon
in gehoͤriger Entfetnung von der Haltestelle scheu, konmen mit aller
Kraft nicht mehr gehalten werden und jagten über den mit einer
Kette abgesperrten Bahnübergang, in welchem Augenblicke die Fuhre
von dem hetanbrausenden Zuge erfaßt und Pferde sammt Wagen
in schreclicher Weise verstümmelt wurden; der Fuhrmann setdst
blieb unbegreiflicher Weise undeschäd'gt. Ueber diefen Vorfall be⸗
richtet ein Korrespondent aus Lautzkir hen der „Rheinpfalz“nfraglicher
Fuhrmann habe geschlafen und in Folge dieses hochst sträfl chen
Leichtsinnes sei die Fuhre unter den Zug gerathen und so das Un⸗
glüch veranlaßt worden. Wie nun Scheeiber Diefes von Augen⸗
zeugen des geschilderten Unfalles weiß, hat jener Korrespondent aus
dautzkirchen dien,Rheinpfalz“ mit einer recht oberslächlichen Dar⸗
stellung der Sachlage bedient. Der hetreffenda Fuhrmann hat nach
Aussage der Augenzeugen nicht geschlafen zund ist an dem Unplück
vollständig ünschuldig. Wie bereits bemerkt, sind die Pferde schon
in gehöriger Entfsernung vor. der Haltestelle durch den Zug scheu
gemacht und in einen solchen Zustand versetzt worden, daß sie nicht
zu halten waren. Wäre nun der Bahnübergang statt mit eiger
uͤnzureichenden Kette durch eine binreichende Barriexe ahgeiperrt,
dann hätten die Pferde nicht unter den Zug gerathen können
Ueberhaupt hört man seitens der lündlichen Bevölkerung allgemeine
Rlagen darüber, daß die Absperrugg der Bahnübergänge durch
stetien böchst unzureichend sei, und, wird deßhalbe driugend nach
einer Sicherheit gewährenden Absperxung verlangt.
7 Die Weinlese be innt in Rechtenhach am⸗174 in Leins-
weiler am 18., in Ilbesheim Siebeldingen,, Rhodt und Edesheim
am 19., ebenso der Rothheroͤst in Eschdach l. m.—
7 In Bellheim kam am 13. dé. ein schredlichez Ver⸗
drechen dor. Ein Vatex und sein verheiratheter Sohn, melche bei⸗
sammen in einem Hause, aber auch schon längere. Zeit in Uneinig⸗
keit leben, geriethen wieder in Sueit, wober der Erstere seinem
Sohne eine derartige Wunde heibcachte, daß man an dessen Aufkommen
weifelt. Der Mann wurde verhaftet. ..
7 Einen neuen Beweis dafür, wie häufig Bricfe verloren
gehen oder verspätet anlommen, ohue daß die Post irgend.ein Vere

chulden⸗trifft, liesert folgender Vorfall: Vor Kurzem ist in einem
dondoner Dock ein Paket aufgefunden worden, welches daselbst als
Frachtstück fast, neun Jahre gelagert hatte und welches, wie sich bei
der Eroͤffnung herausstelite Briefe enihielt, die dem Fuͤhrer eines
Dandelsschiffes zur gelegentlichen Beförderung übergeben gewesen
varen. Ueber das Schissal dieses Pakets ist nur so viel erm ttelt,
daß dasselde in November 1867 mit dem Schiffe „City of Lime⸗
rick“ von Rio de Jaueiro in London angekommen und im Dock
mit der übrigen Schiffsladung als Frachtstück abgegeben worden war.
Welteres hat nicht festgeftellt werden können, da das Schiff inzwischen
Antergegangen und der Führer desselben gestorben ist.
Die beiden neuesten Rummern deer Jlustrurten Frauen—
Zeithnqg (iorteljährlicher Abonnementspreis M. 2.50); für Oester
reich fl. I. 50. Oe. W.; für die Schweiz Fr. 3. 35.) enthalten:
l. Die Moden-⸗Nummer (39): Promenaden- und Hausanzüge,
Moderne Regen- und Wintermäntel für Erwachsene und Kinder.
Paletots in vecschiedenen Lanzen, Ueberkleidet, ärmellose Jachn,
Harnirte und ungarnirte Filzhüte, Schltier, Haarfrisuren nebst Aus—
ührungen derselben, Schürzen, Kragen nebst Manschetten und Cra—
daten. Azüge für gröhere und kleine Müdchen, Hüte, Jacken,
Paletots, letztere auch für Knaben. Sessel mit Stickeret, Etanre
nit Spritzar deit, Briefhalter, Schreibmappe und Fußkissen. Passe⸗
nenterien, Kudpfe, Franzen und Borten als Garnituren fütr Kleider,
Mäntel, Paletots ꝛc. ꝛc. Weiß⸗ und Buntstickereien, Tülldurchzug
and ijrische Spitzenarbeten mit 93 Abbildungen einer Beilage mit 18
Shniitmustern, versch edenen Stickerei⸗sVorzeichnungen und Namens
hiffren und einem colorirten Modenkupfer. 2. Die Unter—
Faltungs-Nummer («40.) Wie ich fir dennoch geheirathet habe.
Zumoreske von Watter-Sichwarz. Schluß. — Der Allerstelen—
ag in Madrid. — Skizzen und' Szenen.“ Von Ahepander von
Koberts. 5. Prosit! — Eimge Kapstel über Spitzen. Von
Jascob Falte. IV. — Berschiedenes. — Wirlhschaftliches: Auf—
bewahrnng ves frischen Obstes. — Briefmappe. — Frauen Gedenk
lage. Ferner folgende Illustrationen ? Zwei Scenen aus der „Brau
don Messina.“ Von A. dron Hey den. — In der Klosterzelle
VBon Ferenez Webet. — Kasten zur Aufbewahrung von-Obsit

— Ständer zur Aufbewahrung von Weistrauben.
** *54ür' die Redaction verantwortlich: F. X. Demeßz. J—
αä E —E J *
Hausversteigerung. — —5 Abend.
Dienstg, den 17. 1. Lits. ch
zu St. Ingbert in der Wirths- un ner Bier
hehausung von Hrch. Schmitt,
unmitteldar nach der Weigand'“
schen Versteigerung, lassen die
Ehe⸗ und Schuhmachersleute
Peter Weidmann und Anna
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gelegene Hätfte ihres Wohnhauses
in der Bliestasteler Straße zu Ts—
rigen versteigernr. Trunksuoht *
Aus Auftrag heile ich sichere und gründlich
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2. Bechthoid Si Jugbert. J Trinkors, s0 dass demselben
— ———— das Trinken total. zum Ekol
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oben festgesetzten Zeit verschlossen nund gebörig bezeichret auf dem nd angewendet mit großartigem
Bercau des underzeichneten Amtes abjugebep,wofelbst auch die Be, öerfolg bei Keucht oder blauer
dingungen zur Einsicht offen liegen und die Subdmissionsformulare in dusten, chronischer Heiserteit,
Empfang genommen werden können. Verschle:mung, kranken Brustor⸗
StIngbert, den 16. Ott. 18786. nhnee — hen
in nñ 9.,
—2 Bergamt St. Ingbert und Mik. 1,50 in St. Ingbert
. XBMMAnm. bei J. Friedrich.
Bd&amp;v—————— —————————cc&amp;k——1çæç—7—7—
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.

Jirthschaft-⸗Eröffnung.
Ich beehre mich hiermit ergebenst anzuseigen
)aß ich am nüchsten Samstag, den 21. d. M
die bigher von meinem Vater beiriebene Gast—
Wirthschaft eroffnen werde.
Es wird mein Beftreben sein“, die geehrter
Besucher durch gute Speisen und Getränke besonders
mit einem sehr guten Bier und reinem Alsenz
chaler Wein zufrieden zu stellen.
Um geneigten Zuspruch bittet
Larl Best.
sre duun erlaubt sich hiermit ergebenst zur Anzeige
bringen, daß den Verkauf von J
Angarischen Zaßhölzern
genturwesse, übernommen habe und hnite mich den Herren Bräuen
und Küfer billigste Preise versichernd, bestens empfohlen.
Zweibrücken, 12. October 18765.
Jacob Rràmor.

— —

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rit alIgemenem Bei-
falil wurde das berühmte
Original-Meisterwerk „der Ju-
gendspiegel bei seinem ersten
Prscheinen begrüsst. Jeteæt sind
an 200, 000 Exemplare abge-
setzt. Versuumo kein unglück-
liches Opfer der Selbstbe
fleckung und geheiwer Ans-
zchweifung, dieses Büchlein
für 2 Mark von W. Bero-
hardi in Dresden- Bla
zewit?7 zu beziehen

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Makulatur,
mehrere Ceniner, werden abge
geben in der Druckerei d. Bl.

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2 — —— 5 * 25 — * 38 —— ——— 222 228
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232 29 — 5 —233285 —— — ——8 —— *6— —8 25 — 25
58 z2575260 533325 3 33—63 —— 2
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—8 2 * * * * 2 —8 2 *52 22* 4 —
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5 53335 35 285 3858—23325 5355587 3 558 2— 53*
* * 8 —— — —2 J — — —
5—55 ——553657— —— ——— — — 252* 35
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3 * 5* 322 5322 c52 —4 28 — — 2
5506 322 77 ——— 22* — 52282 —
— —2 5233555 2 3 — 533—258 22 328
* 28 —— 2 ——— 55 75 ——225. 0 8
5 353— ——335356 8255 228 —V— 2 * —V — —A—
52—235 — 8—225 2 * — — 323 9 2
— 5—5 8 n 2 2 — 3.5 55 23222 — — 52. z 535 3 2
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— 538 * — »8—* 282 238 33 35 5755*2. 338
225533 —37835 ——— 25*57
35558 —335 25328 5858 — 2373533233338 — 255
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3535355 *258 553 253 2538
* * * 5*8 2 2.5 E * *
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37 28 2 55 52* 2 5828
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—— —8 2 522 82* 283 Q2 *,9 ẽ25 55
23 5 28 5 8 z88 255 2 — E23 —2 5553
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S3 555*2 283 —— 55 5352 28
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2 53835 332 25553 235 ——
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333537 318* 3 553 —
382 2222 57 s538355 23 — —— 3* 2337335
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23 8 5 — — —— 58 3 2355. —A * 338
* 2...5 555533 523838538 3838* —
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372* *7 25833 3223 5. *23 528353058 95
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— 53222 * 55 232725 2 — 3 55225 —— 3 —A
53153* 2825335228 8 8 553755 229 53288 2535*7 5z5,77 —
2 — — — 2 —.
3 3 3253233553 54 * 22328 23 582 s6358* 325352 22327
— — 555323 2 — — 2 — 22277 —A 2223
—252—5322 337 3235362 38 —27* —*9 ——
222* 255 222 —— 3323 23 5827.53 8888
819027 22 553 — 222 3 * 6232 523. 532 —z8253
2* 22 — — 38 7 22385 25583
* 3335825 223 282 59 z 5353237
— * 2 —
A 232353332 30553 — 33533 5375 38323258558
— 552553 353 3 238 37 ——
* — J —3 — J — —
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33335388 3775 8 38 38288 255233 ——
—255 238 2* 53 3328 2328378 2528 —
32 2 8322* 78 89 s85 57 2 — * 252323. 2. 5842 234
*5537 —— 325 28 58353 5*8* 2325 7
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*8 22253 32E 78. 5 2 53 33
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528238 æ5 *33537 302 3233 * 827
52 38 S* —A 8 5 — 25
3253 223* 38 S3 53338
2v8T5. A 38 22 — —
* 277 533232333 — 7 7
2 23—z 25.335* —2 *
3 323 25 335 28 83*
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2335 55353389 535353355322338
4 382282 2538 z53584538558355
252835387 332 3 35335 3253733559
* ñ23 — 8*
— 383 2255— 35
2 3533323268 — 3— 222357 525227
*e 5 2* 2553 2380 152* — 12522323
2 535 33 53 952 5283 82
28075 533 2 5875 1 2553S567 2.3
— 222538 232 33378 25
* 5272355 8, 55* 2525 23598
37 35355432333633
— 2882 2222 5*2
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52257285235* 7 555853 —522 22 232
25 5z353 53523* * —52— 3
28558 — 525752352 — ————
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23 2238. 2 2 25535—553237 —A
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—253343383*8——38333272.325357 2
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25256. 826* 3* — — 82
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323 23 2 532— 2— 52 23222 3 28
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25 —28 23 50 —E
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22 —— — 22328 324 2
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154
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

—WMW

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—— —
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöhhentlich) mit dem Hauptblatter verbundene Unkerhallungsblatt. (Sonnlags mit illustrirter Bei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Diensstag, Donnevstag, Bambtag nud Sonutag. Ver Abonnementspreis beträgt vierieljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Aaswärts mit 15 Pfz. für vie viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NReclamen
mit 20 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 166. — Donnerdtag, den 18. Oetoberr 1376.
——
Deutsches Reich.

Berlin, 13. Okt. Die Nachricht, daß die Reichsregierung
absichtren, demnächst zu der Einziehung der Silderthaler überzus
jehen, ist eine irrthümliche. Die Reichssregierung verlangt nicht
ie Vollmacht, die Silderthaler außer Kurs zu setzen, sondern die
m ihren Kossen sich anhäufenden Thaleistücke in Reichssilbermünzen
imptägen zu dürfen. Die Einziehnug der alten 52 und: I0-
Hroschen stücle wird ebenfalls nur mögzlich sein, wenn der Betrag
xer überhauyt auszuprägenden Reichssilvermünzen erhöht werd.

.A. 3.

Berlhin, 17. Oltt. Der „Reichsanzeiger“ schreibt: Ade
geitungen erwähnen eine Depesche, worin die rufssische Regierung
hbre Ublehnung des von der Pforte vorgeschlagenen sechsmonatlichen
Waffenstillstandes mittheilt; der Text des betreffenden Telegrammes
zus Livadia vom 2./14. Okt. lautet 'ndeutscher Uebersetzung:
Wir hatten e nen Waffenstillstend von sechs Monaten nicht für
rothwendig oder günstig für den Abschluß des dauernden Friedens,
velchen wir wünschen. Wir sind nicht im Stand, auf Serbien
ind Montenegro einen Druck auszuüben, um ihre Zustimmung zu
einer so beträchtlichen Verlängerung ihrer. ungewissen und schwierigen
Lage berbeifüdien. Endlich fieden wir, daß die üherdies schon
inerträgliche finanzielle und commercielle Situation Europas unser
olchem Aufschube noch mehr leiden würde. Wir müssen auf
Wafsenflillstand von 426 Wochen, wie ihn En land ursprünglich
jorgeschlagen, bestehen, vorbehaltlich weiterer Verlängerung, wenn
er Gatg der Verandlungen die Nothwerd'gkeit einer solchen dar⸗
hun wird.
Ausland.

Wien, 16. Olt. Das hochoffi iösen, Frembenblatt“ cinrt
us einer soeden erschienen Broschüre, die den Titel führt ,Projekie
ur Lösung der: Orientfrage“ den Plas einer Theilung der Türkei
wischen Rußlond, Griechenland und Oesterreich. Letzteres soll
onturll Bosnien, die Herzegowina, Serbren, Alt-Serbien, Montene⸗
ro und Nordalbanien anneltiren.

Wien, 17. Oktt. Der „Presse* zufolge wäre gestern ein
ussischer Feldjäger mit einem Handschreiben des Kaisers von Ruß⸗
and an den Kaiser Franz Joseph hier einget toffen.

Brüssel, 16. Ott. Die in Antwerpen mit Beschlag be⸗
egten Krupp'schen Kanonen, welche dort für Rechneng der Türkei
ingeschifft werden sollten, sind wieder freigegeben worden. Sie
jehen mo gen an ihren Bestimmungsort ad. Es sind nicht, wie
nan verbreitet hat, 300, sondern nur 41 Geschütze, für welche der
Zultan 123 Million Francs bezahlt hatte. Die Beschlagnahme
var übrigens nicht auf Antrag der Pfortengläubiger erfolgt. Der
Zwischenfall schrieb sich vielmehr von einer Mißhelligkeit her, welche
ich zwischen den Spediteuren entsponnen, durch deren Hande die
herfrachtung dieser Geschütze gegangen war.

Lemberg, 16. Oti Polnische Blatter bstätigen, daß Ruß⸗
and auch in dem Gouverpenent Polen die schleunigste Mobilifirung
orhereitei.
Das Zunftwesen und die Gewerbefreiheit.
(Fortsetzung.)

Aber wie, was soll noch geschehen? Diese Ftage wird mn
ann genügend gelöst werden, wenn die Lehrherren selbst mehr
zateresse für die Sache an den Tag kegen, als es disher geschehen
st. So lange sie aver nichts Anderes thun, als ihren Lahrsingen
estsatten, Abends nach vollbrachter Arbeit eine Stande in der Schult
uzubringen, die Je zu besuchen d2erpflichtet sind, — so lange fie
elbuuicht durch Er unterung und Belehrung beittagen, daß ihre
Ilegebefohlenen Liebe zur Sache bekommen — io ange der Lehe⸗
ing den Schulbesuch als eine Pflicht und nicht als eure Ad dee
hat detrachtet — wird alle Mühhe vergebens sein. Er geht in
ne Schule und geht wieder heim, schleppr fich mühsam und lang⸗
zeilig durch, bis das lang erfehnte 16. Lebensjahr errrticht ist.
ind witd als Geselle bei wertem nicht mit den stennmissen ausge⸗

rüstet sein, die die Staatsregierung bei ihrem fürsorglichen Stichen
m Auge hatie.

Wie ganz anders würde es kommen, wenn ein corporatives
Zusammenwirken bestände, wenn von Seiten der Meister dieser
Auterricht als ein integrirender Theil der Ausbildung im Handwerk
zetrachtet, wenn eine gemeinsame Negelvng der Sache angestrebt
vürde, was nur durch eine Verständigung mit der Gesammtheit
er-Vehrherrn geschehen kann.

Freilich würden zur Erreichung dieses Zieles einige Opfer
dothig sein, darin bestehend, daß die Lehrherren ihren Lehrlingen
nußer dem Sonntag noch zwei Nachmittage, etwa am Mittwoch
ind Samstag, freigeben und der Unterricht an der Foribildungk⸗
hule stan an den späten Abendstunden dreimal in der Woche in
e 2 oder 3 Stunden ertheill würde. Was den Meistern dadurch
zerloren ginge, würde reichlich ersetzt werden durch den theoretijschen
LUnterricht. Es muß dadei bedacht werden, daß der Lehrling dem
Reister nicht al Aubeiter, sondern in erster Linie als Lehr⸗
inmg, als Lernender übergeben wurde.

Die Fortbildungsschulen sollen aber n'cht blos für die Lehr⸗
ange eingedichtel sein, sondern auch dem Gesellen die Möglichteit
eten, seine Kenntnisse zu erweitern und fich zu vervollkommnen.
Sie werden dadurch zugleich ein Mittel, nicht nur die freien
Stunden, welche den Gesellen übrig bleiben, nützlich autzufüllen,
oudern auch viele andere Unzuträglichkeiten, die sich mit dem Ge—
ellensande verbinden, zu beseitigen.

Verbinder man damit eine Bibliorhek und Mustersammlungen
hvon Gegenständen, die in die Handwerke einschlagen, so wie ange⸗
nessene Borträge, so körnnen solche Anstalten sogar die Grundlage
ür die Weiterbildung der Gewerbe und Erfindung von Verbesser—
mngen werden. Nur auf diese Weise scheint es uns möglich, dem
h)andwerkerstande die Bildung zu geben, welcde die Gegenwart von
hin fordert und, ihm zugleich die Stellung neben dem Fabrikherrn
su sichernn.

Da ich gerade die Fabrikherren erwäͤhne, so kann ich nicht
unhin einen Gedanken wiederzugeben, den ich kürzlich von einem
uinferer Publizisten äußern hörte, der sich viel mit dem Wohle des
Arbeiterstandes befaut. Derselbe bedonte in einem. lurzen Vortrage
mit beredten Worten, daß es recht und billig wäre, wenn Fabrik⸗
direktoren,, die reichliche Divdenden unter die Actionäre vertheilen,
illjährlich einen mäßigen Betrag auswürfen, um nach und nach
eine namhafte Arbeiterbibliothet damit anzuschaffen.

Der Gedanke ist ein kerngesunder und verdient alle Beach—
ung.

Die Corporationen hahen aber außer der theoretischen Bil—
zung ihrer Pflegebesohlenen noch etwas anderes ins Auge zu fassen,
ind zwar die Fürsorge, daß Gehorsam, Zucht uad Sitte wieder
eingeführt werden. (Fortsetzung folgt.)

Vermischtes.

F Sit. Jugbert, 18. Olt. An dieser Stelle brachten
wir s. Z. die Nachricht, daß der Distriktsrathsausschuß gegen die
Kegietungsverfügung, wonach der im Kauton St. Ingbert öngestellt
vetden sollende Bauschaffner von kgl. Regierung nicht genehmigt
wurde, bei hohem Ministerium Relurs ergriffen hat.

Heute nun können wir die Minheilung inachen, daß hohes
Ministerium den Rekurs des Distrikisraths-Ausschusses genehmigte,
Aso die Ansiellung eines eigenen Bauschaffners, mit d.m Wohnsiß
in St. Ingbert, stattfinden kanm

7Kaiserslautern, 17. Okt. Der Pfälzische Saar⸗
zeũüdee Bezirlsverein des Vereius deusscher Iugenicure feiertt am
achsten Sonntag (22. Oct.) hier in Kaiserslautern sein zwanzig⸗
Ahriges Stiftungsfest. (K. 3.)

f Mußdach, 16. Okt. Gestern in der Frühe war unser
Vemeindewald der Schauplatz eines dlutigen Ereignisses. Ein Jagd-
züter wurde von drei Wilderern angegriffen, schoß zu seiner Ver—
head'gung fein Gewehr ab und traf einesn der Wilderer, Kauf—
        <pb n="574" />
        mang von Haßloch, in den unteren Theil des Koͤrbers, worauf der
Maun niederstürzte und die Andern die Flucht ergriffen. Der
Jagdhüter eilte in das benachbarte Speherdorf, um dort Anzeige
zu machen, und fand, mit einem Polizeidiener in den Wald zutück-
gekehrt? den Verwundeten in den letzten Zügen liegend mit ver⸗
schiedenen Schyittwunden bedect, deren eine die Hauptpulsader an
einem Arme geöffnet hatte. Da bei dem Vorgange sehr Vieles
räthselhaft erscheint, so wurde der Jagdhüter in Folge der unver⸗
züglich engeleiteten Untersuchung einstweilen in dehe ueepwen

f Auf dem Ludwigshafener Bahnhof wurde am Dienstag
Abend ein Mann aus Mundenheim, der trotz Verbots über die
Beleise ging, von einet Locowotive erfaßt und überfahren.“ Schwer
beschädigt wurde er in das Krankenhaus gebracht, wo er, wie wiz
hören, in der Nacht verichied.

7. Man nheim. Der vor etwa deei Wochen von hier flüchtig
gegangene Juwelier David Goldschmidt(aus Frankenthal gebürtig)
ist mit seinem ältesten Sohn in New⸗NYork verhaftet worden.

München, 16. Okt. Die Kunst- und Kunstgewerbe⸗
Ausstellung ist während ihrer viermonatlichen Dauer von etwa einer
halben Peillion Menschen besucht worden.

F Falsches Geld. Je mehr neues Reichsgeld unter die
Menge kommt, deslo häufiger tauchen auch faliche Münzen auf.
Namentlich 50.Pfennigstücke und 20-Pfennigstückc scheinen besonders
nachgeatemt worden zu sein. Erftere bestehen aus Nikel und sehen,
so lange sie nocheneu sind. den echten täuschend ähnlich. Befühlt

man dieselben jedoch genau, so merlt man schon an der eigenthüm—
lichen Weiche des Geldstückes, daß es nicht echt ist. 20Pfennig-
dücke werden theils aus einer pappenen Masse, theils aus Com⸗
»osit'onsmetall hergestellt. Bei der Niedlichkeit und maun woͤchte
sagen, Giwichtlosigkeit d'eses kleinen Geldes ist es schwer, sosort
»Hies und falsches zu unterscheiden. “Man sei also aufmerksam,
ejouders aber, wenn man eine größere Anzahl solcher 20-Pfennig;
zücke bekommt, da dann die Täuschung fast nie entdekt wird.
Dienstes nachrichten.

Der Gymnasialassistent J. Fürmer in Speher wurde zum
ztudienlehrer in Edenkoben ernannt.

Zu Sludienlehrern am Realgymnasium in Speier wurden der
Lehrer der Gewerbschule in Bamberga, Herm. Voß, danm der Assistent
am Realgymnasinm in Speier F. Franziszi ans Allkofen ernannt.
Zu Studienlehrern ander Lateinschule zu Landau siud ernannt
Stud enlehrer Kaspar Hammer, bisher in Günzburg und Georg
Gurthofer, die herx Assistent an den Gynnasium zu Freising.
Der Notar Vh. Becker in Odermoschel wurde auf Ansuchen
in gleicher Eigenschaft uach Mutterstadt versetzt, der Notar Hochreuther
von Germersheim nach Zell.

Der Rechtskandidat David Frenckel von Kaiserslautern wurde
zum Advokaten in Zweibrücken ernannt. Dem Landrichter Koch in
Zaiserslautern wurde der erbelene Ruhestane gewährt.
Der: Guisbesitzer Loais Pasquay aus Wasselnheim wurdt
zum laiseelichen Genüts-Direltor tu Elsaß-Lothringen ernanni.

4
]

Bierbrauerei, Branntwein⸗
breynerei, Schoppen, Scheuer
Donnerstag, den 26. October Remise, Stallung und
1876, Nachmitlags vm 3 Uhr Hofraum, ferne
im Cafe Seiter in St. Ing⸗ Pl.⸗Nr. 517. 30 Dez malen
bert werden auf Betreiben der Garten und *
Rheinischen Hypothekenbank in Pl.⸗Nr. 5181. 5 Dezim.
Mannheim, welche den k. Advo⸗ Garten. Das Ganze ge⸗
daten Gulden in Zweibrücken zu legen. an der Haupistraße
ihrem Anwalte auäfgestellt hat, zu St. Ingbert in Mitte
gegen die Wittwe und Kinder der Stadt, sammt allen
des zu Diemste'n wohnbaft ge⸗ zum Betriebe der Bier⸗
wesenen Gutsbesitzers Friedrich brauerei gehoͤrigen Ein⸗ u.
Joseph Mayer, hier insbe⸗ Vorrichtungen;
sondere gegen Jutius Benedilt 2. 405 Dez. Ackerland in 8
Christian Mayer, Bierbrauer und Parzellen;
defsen Ehefrau Katharina Buscher, 3. Pl.-Nr, 4187. 73 Dejim.
beide in St. Ingbert wohnhaft, Acker mit Bierleller auf
zurch den unterzeichneten, ge⸗ dem Hobels.
richtlich ernannten Versteigerungs⸗ Die unter Nr. J1 bezeichnefen
Commissär d'ie nachbezeichneten Liegenschafien werden zusammen
Liegenschaften im Banne St. als Ganzes, die übrigen aber
Ingbert zwangsweise öffentlich einzeln versteigert.
an die Meistbietenden zu Eigen⸗ Der Zuschlag erfolgt sogleich
hum dersteigert, nämlich: endgiltig und findet e'n Nachge⸗
1. Pl.Nt. 526. 27 Dezim. bot, Enlösungs⸗ oder Ablösunqs-
Grundfläche, ein zwe stöcki⸗ recht nicht statt.
qdes Wohnbaus mit Einfahrt, Sauer, k. Notar.
Landwirthschaftliche
Kreis-Winterschule.

Die mit der Kieisgewerbschule verbundene Landwirthschaftliche
Winterschule beginnt den Unterrichtt an 8. November.

Diee Einzeichnung der Schüler, weiche das 15. Lebensjahr
erreicht haben sollen, geschieht am 2. November Vor⸗ und
Nachmittags im Amtszimmer des Rektots.

Betrag des Schulgeldes für den fünfmonagtlichen Unterrichts⸗
Curs 8 Mart 57 Pfennig.

Berichte über die Thätigkeit des Wintercurses können vom
Rektorate bezogen werden.

Kaiserslautern, den 6. Oltober 1876.

Das kal. Rektorat der Kreisgewerbschule.

T OhG- älql. Rekitor.
Pfälzische
(Herrmann Kayser)
Caiserslautorn, Ludwigstrasse Nr.b,
äbernimmt die Befötderung von Inseraten in alle Zeitungen
dea In⸗ und Auslndes zu Original⸗Preisen
——— — — — ä à σXÑXσAXαXÄAXαXääÇSÑαÑααÔOO-S
Redaktion Druck und Verlag von F. X. DTemeß in A. Inobert.

Lirchen-Concort
in der Katholischen Kirche zu Dudvweiler,
Sonntag, den 22. Cotobeb 1876.
*1 J 2 Srogramm. dee —
I. Abtheilung:
I. Fuge von M. Clementi, Gradus ad Parnassum; vorgo-
tragen von H. Thinnes J
2. Regina coeli, gem. Chor, 16. Jahrh., Verfasser unbek.
3. Arie aus dom Messias v. Haendel: „lch weiss, dass mein
Prlôser lebt,“ mit dem darauf folgenden Chor. Die Arie
vorg. von H. Sartorius.
4. Orgelsonate v. P. Mendelssohn, vorgetr. v. H. Insp
o Bischof.
5. ChoralsAtze aus , Lauda Sion.“ Solosãtze vorg. v.
AHAangauer.
6. Ave Maria, Sopransolo und gem. Chor mit Orgel v.
— Greith.
7. Orgelvariationen über ,O sanctissima“s v. Lux; vor
getr. v. H. Thinnes II.
II. Ahthei lIung?
8. Orgelsonate v. Dr. W. Volkmar, Weihnacht;“ vorg
v. H. Franz MWoll.
9. Credo aus der Missa sanctae Clarao, v. C. Creith; Sop
ran und Alt mit Orgel.
IO. Adorate v. Aiblinger, Männerquartett.
II. Lauda Jerusalem, gem. Chor v. Dr. Fr. Witt.
12. Orgelsonate v. Dr. W. Volkmar; vorgetr. von
Litterscheidl.
13. „Sies schalit die Posaun', aus Messias vor
Hàndel, vor. v. U. Herrig
14. Maria Koônigin, gem. Chor v. OC. Greith.
15. FIöte nconcert v. Rink (wviederholt); vorg. von B
Thinnes L.
Anfung Nachmittuqs Unir.
Preisoe doer PIläatze:
I. Plata 15 Sgr., II. Platz? 10 8gr. III. Platæ 5 Sgr.
Empfehlung.
Den geehrten Damen hiesiger Stodt und
Umgegend, die ergebene Anzeige, daß die Unter⸗
zeichnete ihr Geschäft als
2
IOocdliste
exroͤffnet hat.
M't der Versicherung, ihre Besucher in jeder
Beziehung zufrieden zu stellen, zeichnet ergedenst
Anna Peétors.
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— 23 * » * 222. 2592 5* 22 8 — —2
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33 33558 —825 235 3353 535 — — 38
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sz 3 — 383 3 5 758 3 3 8 538533
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2223 531. 3773 3 577. Ä553 32358733 555* 55 25
—— 32. 5 — —755 3 332 3.2 —553 533853 558338 58
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— —— —55532 283—33 — 5— — 5 32 72352 5—5383 2
88 — * 2 225 22 * 32385— *22 2 2
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8 ———— 2* —23 * 12 35 —5 * 2 —8
35 3333333 —33833333 —335 —A—
53522 22* 3812123*8322 —330 — *2833*2327 —
3356 3 3233— —8 335323 3332852
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—— —— 3333338—3 —535232828 58. 25
7 3.2 28 * — *
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5283 353 73

— —— 3558 5— 33332833 5

238 2723 56 58323

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* 833 25638 32338 5353 —33 33232 8

— 725 2 25 3 8 2323 3 582558 S·

555 8 42 8 — —332 225 35383253 xM

2 — * —2— 22 p J 32

35555 552 3333835 3238 227 8 535* ——

—,— * — 8 —2 3— —e 8 28 J 13557558 *

25337 5 235532 1883 8558 25 3553327

* 5852 —— 2 ⁊ 23532 — 2 5 2 * —— 2258 88 22« 32353

— JJ6882 * 73333* 22 —22 ẽ s 5 8* 2 — — *

— 87 55523 158557 22 2 E 8 52 22

28520 2* 2 — —— — ——— ——— — — 22
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2 *85 5235355 525 532 — 32 353335335 —2*82 8— 323*

2 — —5 —8 — 7 — S5 * * 2 27 53353 2 2* —2 — —— 3 —
5. 5 2 —55 7 5 2* 35222 32532 53332338 * 3282 4 223

54 A 133233557* 43 6335 —— 553—
560 5. 725. 8 —A— 3585335 5 —E — 8 ——

87 358857 55 —A —— . 5 z2 5 8 7
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82552 5 —A — —— — ——32— — * 2 5

8 2 8 — 28— 55 52 5 —— — * 25 3328 2 2

—2732 322583 235338 J

—A 3 —22 1 * — —32

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5 58 “ 23* 738 553383857 25 53 25 * 528 ——A—

—

3 553553 23332533 5878 22 52 225 —— —

— —A— 2322 53 22282 —Q 3 853 SSEs

253582 525 28 53285—3 52 325 253 2.

5* 582— — —— 73357 —A 833 3

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5222 333555 —
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5 5555 —23 2252 —* 258358
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53 —A — 3 — 2 532 —— 235 55 —
232 575 5225 52 5 528232 23553 3* 5 2 4
233 235* 25322525* 5.32355 525352 * . 555
58585 *— 235 5*83233 — 25333 — *3 E 25 553,38
— 2383522 3 55 2238 —53 —552555 52328*2 5* *
2 2* 2522 3323328 2 328 247 255— 25855 —
3233235 —33 15555 5. 5358 57 2752. —ã—
—A — 827 2 — — 32 E 257
—A 23 3 2 — 22825 28327* 2253 8 — 8222
5*23 *7 5 532335832355 —5575 3532 533 8 5
⸗2 — * 5 222 552 —z4235* — — .* 2 51
525 —A —25 2 — 8 5 23 258
55333 — 82* 23Bu3523 * 2535* —z38385323 0
—226 3353555 *2322 5535 253 — 5338333587 ?
53*3583 S35233 25— * 792 22 55535 — 222 2 — — — *
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73*3 — * * 2 3222 2338333332 2B2885232 52
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O — —— —— 8— 2233 2 —A 2 82 A4öꝶ x —
—AA 55 25 225*22 22 32— 3330 32283 2538 —
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578 * 5* 583583 — 222 —235 * 6 e7
*z155*— 5325 55 232355 223 75 23 5 2 5 5* 38— — 8
7 s533S5*525553 3243 58 3535227 63 23537 — *
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—* 53323583* — 75 33332 36 538EE
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5332 5* 23823 — 38—2. 5335— — 555— —385 583 3
333*5—358538 228 2573 8533833352 5 53 7
2 2 2 —52253 82 — 58 22.
1 x— 252235 5* — 228 582323 — — 5— 85
25 *5 —55— 2323 580 kx58——35535—— 567
325 7235 — — 2 — 4 —A 3 2* 25
—52 —228—55352—5 7 —— — 257—5 —û — 28 288
z25—35 ——5—55355 575 53538333 733538338 522,3 532 25
* 5 —53 F 528 —X 5222223 — 2 — 55 —
S 25 2 322 *5 —2 28 2 5 25
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23 553525 25223233 5335558 —A — — 225 5 23
—A— 5223838 5255223 53 5*5325* 533565253 * 5
529 5 —D3222 5— 2 535323 * — 23220 * — 2252
33 48583 3* 33333353 353
*2 * —*—
28 338 335755 7, 2752 22. * 5255 3825835—25 — 33
—58* —2 3— 5——3—5525 —535 325—5382 A85 S8
s82z23. 2535 2535 5535 33555533 3333* 223534 222* 2
32333353753535 53338338383 2333833
2 325 * 22 *2* 8 — — 5 3 31 s 22
3 33623— 20 33638 ——— 2582. —23
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— 23 2329 235 2553 753533 432332 *32283
*2 52223 8385338—3338 323 553352583.337 273 23
— 3528 32335245333833353 ————— 383555532387
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72 —1 — 8 3 2553 233 7*5333587 2*37 *
— *775 —— ——— — *2*2 —338 227
582 33535—2333 —333338433 3337
153 3333 2*558. 7 2233 —253323385 222355325
* 33333355 3 23393553253 8 *723333
2 232. 58* 23 —32825* 2323. 3322532 4
23 — —A— 22 7582 25 222 32 ——
— 2222* 23 238 23* 2332 2235x 734
2 4252* — 8 325 5338 23 523*3 2228 S 2. **
*8 * J * 2 8* — * 8 222*
J533 . 32835 255885533322 — 2352*
* 52353824 —A 22 2253 53535
38 22*383 83337333 533
—A 7533 3323352383 3532
22 5323 3322228
52 325 727 8*
„E52.. 53532
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2. 322
253528 2 .282783
23852255* 2323 287—38232
- u3 552 * 77222 —* 2 2 533552325
18222* 5327 228225 283,323 2 5553322
J57885 75753 7* —533 7 52 5—3285 28276 25
35 X— —A — — 27 — 57 — —* 3* —
2* s. 282 525285433 72532 527277 2 — 222
4252333333* 553378333* 35525*33535
S 123—3 23535 2 227 F5 * 7* 5253* 5 * 2525 5
83535383687 52889 2223 J—— 25323 60
3* 273 833283— 52323 s 33
*983233 5558 52
b —5 5B26 58. 3 3* 25 . 8 22 2
2525225 —A — * RB—— — *53232332
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232332355573535 ——— 85523333855 53285225 — 8 * —
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z258328383 23733 * —33332553 258 —
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22. 3 **3 7* * 3 ß 22z255223 ——AIx
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——— —— — 2853282 22 52 522558
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4337 35 323 —32226
* 2.8 21253 z333838356 —5* 2383
5323 2552382 2. 58255 32232
5328 2525. 238 22333233338 M2332
52 25 2138 —28* S 5S322 *8323232
22 — 8 23 ———— 582 ——ãæ — — — 3
—— 28 8 7 2 225 * 22*2S5 28 —

*23 27 5.3 25 — * *2 22 —2727 —

2 35 39 2308 —— 228
*5 32 — —28. 23230 5233357 22
252. 55333 358 -8 253 —523237
25 2 3— 52583 — 2833,22332

325555 3333366* ẽ 5253332388
»53 253382 538398 755—5—— s35223353
86583 — —B33332 33832
2 — 222 * —52. *4 2 23558
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2 2 * 2.2
23*3.2 8 7 —— AM5* 75 — — 3
235 27323 2576 25532 23
8B* 3 — 2 — 558 25535X.
233395 52283 23 334 5253555232333
533533285 15232323 553 3. 5335533
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        Sl. Ingberler Anzeiger.
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der St. Insberter Anzeiger und das (2 mal wo hrullich) mit deim d rupiblatte verdanderne Unlerhaltun zsblatt— (Sonntags mit illustrirter Viei

laͤge), erscheint woͤhentlich vierm A: dienztaz, Ouadestag, Sanstaß unnd Sonttag. Der Abonnementspreis betxägt viertetgährlich

Mart 29 R.⸗Pfz. Anzeigeun werden mit 19 Vfa., voa Aausz vaerlz nit 14 35f1. fuür die vierzespaltene Zeile Blattschriit oder deren Raum. Necla nen
mit 80 Pfq. pro Zeile berethnet.
Ac I67. Samstaag, den 21. Oetober 1876.

—
— — —
Deutsches Reich.

Müncheen,“18. Olt. Fir dit Dauer dir Abwesenheit des
Heu. Staatsministers Dr. v. Fäustle, welcher henute Nachmittag
nach Berlin abreste, ist de Leitung des Stoatsinitisteriumsß ver
Juftiz Hrn. Staatsrath v. Botnha d übertrauen.

Boͤrkin, 16. Okt. Die „Nordd. Aln. Jig.“ dementirt dee
Gerüchte von der Abdankung des Kaisers Alcxander, fügt äber
hinzu: Alles ist özlich; auch das Unwahrscheinliche kann gegebenen
Falles Wuhrheit werden, und An ärztlicher NAusspench kann unter
uständen“ schwerer wiegen als Memoranda von Mimitern.

Berxrllin. 17 Ott. Der Reichskanzlen, Fürst Bismarck hüllt
ich üher die Politzk Deutschlands in der Orientfrage noch immer
u riefes Schweigen. Von einem gewöhrplich gut unterrichteten
Bewahramann geht mir die Mütheilung zu, daß der Reichskanzler
in der orientalischen Frage Rußland gegenüber jne coörrekle Politik
perfolge, welche, Preußen seit einem Jabrhundert beobachtet hat.
Danach würde Deuischland Rußzland gegenüder eine wohlwollende
Reutralitat beobachten. Spitzen sich die Verhältnisse in aküttr
ee, und tommt es zu einem ruisisch:türkischen Kriege, so
würde Deutschland in seiner Rrütralität verharren, i doch we mein
GBewahrsinatin wissen will, mit keiber Mart Geides sich NRußland
ee er zu cinem aktiven Beostande en ag ren. Die Kavineté
von Berlin und Wien waren völl g d'accord, und es köunte im
gegebenen Fade das Drei-Kaiser Bünduißß ldeicht zu einem Zwei⸗
aisesn⸗Bündinßß werder. Die in Umlauf gesetzten und spaͤter durch
deu dific dsen Telegraphen deucntirten Nachrichten von der Ab
dankung des Katsers Aiexueder zu Gunsten des Großsürsten Thron⸗
folger werden in hiesizen unterrichte:en Keisen für durchaus bee
aründet erach et. Js gebe alle diese Mittheilungen meines Ge⸗
währsmänues unter Reserve wieder. Die Autwort der deutschen
Regterung alif die Votschläge der türküchen Regierung betreffend
den Gmonailichen Waffeustillsftard, d.e am Sounabend der hiesige
türlische Boischaiter, Edheim P scha, dem Staatésetretiär von Bülow
anterbteitet hat, wied in enwa 5 bis 6 Tagen erfolgen. Es st
oegreiflch, daß man derj bben mit der größten Spannung enigegen
sieht. J (Fr. 3.)

Berlin, 18. Ott. Durch kanerliche Verordnung dalirt
Baden⸗Baden, 16. Oki., ist der deuische Neichstag auf 80. Oliober
einbervfen.

Bertla, 18. Olt. Der „Reichsanzeiger“ meldet, daß Kaiser
Wilhelm dem König Karl von Württemberg das Geoßkomthurkreuz
des Hausdrdens von Hohemnolleru verlieben hat.

Berhim, 18. Ott. Die „Prov. Cortesp.“ schreibt, es
dehe durch d'e Wahisbewegung ein-Zuz ernftet Besorgn'ß in Betreff
der nächsten werthschafilichen Entwecelnug . So schwer aber der
jähe Umschlag ron dem vorhecigen kurzen Aufs hwung zu dem
Jetzigen -Dtuck fist alle Schichten der Bebolkerung betroffen-habe,
so sei doch das Vernauen unerschüuert, daß Preußens Konig ein
llares Auge und ein warmes Herz füt die B.dürfnisse dis Landes
habe und daß die Regierung auch jctzt Alles daran potzen werde,
das Land, sowent dies die' staatliche Fursorge gestatten durch die
augendlicklichen wirihschaftl chen Nothstände zu neuer gewerblicher
Bloͤthe hendurchuführen. Dazu sei aber nöihig, daß die Landes⸗
dertreiung aus VPaunern bestehe, die don schtoff in Parteiwesen fern,
euts glossen seien, in vertrauensvollem Zasammenwirken mit der— Re⸗
gierung des Vandes Wohl und Gedeihen zu fsoͤrdern.

Im nächslen Reichstage w'rd, wee wir höcen, abermals der
Anttag eingeblacht werden, die Gebühren für Dep schen auf der
tleineren Zone wiederum auf den alien Satz von 50 Pfentigen
festzuse zen und fur dieie Zone von dem jetzi gel enden Worttarif
Abjtandezu nehmen. Die Antragsteller motiviren diesen ihren An⸗
ttagedamit, daß mit der Einführnug des Woriturifs die Gebuhren
auf der fle neren Zone so vertheuett wordes sind, daß em Depeschen⸗
zerlehr zur Unreoglichkert wird. Man will dem Generalpostmeistet
hadurch entgegenkoumen und die Gebühten von 50 Pfennigen fut

ein Tesegramm von nur 15 Worten verlangen, während früher 20
Worte gestatiet waren. I

Nach der sorben erschienen Rang- und Quartierliste der deut⸗
chen Mixine für das Jahr 1876 zählt diese (einschließlich der im
Banm begriffenen) folgende Schiffe: A. Schlachtschiffe: 8 Panzer⸗
regatten, 3 Panzerkorvetien. B. Kreuzer: 9 gededte. 5 Glattdeds⸗
orpetten, 2 Kanonenboote: „Albatroß“-Klasse, 7 Kauounenboote L.
Zlasse. O. Küstervertheidigungsfahrzeuge: 2 Panzerfohreuge, *
Paozei · Kanonenboote, 11 Torpedoboote, 8 Kanonenboot IIJ. Klasse.
. 86 Nvisos. P. 2 Trausportfabigeuge. P. Schulschiffe: JLinien
shiff, 1 Segelfregatte, 2 gedectte, 2 Glatideckskorvetten, 8 Segel-
brigs.
Nusland.

Wien, 17. Ott. Das neue Handschreiben des Czaren wurdr
vem Kaiser Franz Jostph. heute durch den russischen Adjutanten
Taschkow üderreicht. Der Btief war machträglich durch einen sturier
wus Livadia überbracht, nachdem Taschkow einen günstigen Fort⸗
zang seiner Verhandtungen in der kaiserlichen Hofburg -gemeldet
haͤtte. Die Verständigung zwischen Oecsterreich und Rußland kaun
als völlig hergestelt detrachtet werden,

Wie'u, 18. October. In einem Artikel des „Fremdenblatte
vird Itäͤlien auf das eindringtichste'vor Agitationen gegen Oester⸗
reich gewarnt. — Das „Telegraph. Cotresp.-Bureau“ bejzeichnet
die Mattheilung des „Reuter'scheu Bureau“ üser eine russische öster⸗
reichijche Abmachung als unrichtie. — Die vesterreichifche Antwort
auf das tückische Waffenstillstands-Anerbieten ist nunmehr an die
TFabime te mitgetheilt.

Paris, 18. Okt. Heute setzie schon das Gerücht, Rußlands
Finmarsch in die Türkei stehe unmettelbar bevor, ja, habe vielleicht
schon stattgefunden, die Börse in Schrecken. Indessen glaubt man
n'ruhiger urtheilenden Kreisen nicht, daß Rußland vor der end⸗
zültigen Verwerfung der neueren Vorschläge durch die Türkei die
Waffen ergreifen weede. — Im heutigen Ministerrath wurde be—
Hlossen, de der Eröffnung dir Kammer keine Votichaft des Präsi—
»enten zu erlassen. Auch über die orientalische Frage wurde be—
»athen. Der „Moniteur“ zeigt immer noch Hoffnung auf eine fried—
iche Ldiung, er schreibt: „Der Krieg darf nicht als nahe bevor⸗
tehend betrachtet werden, keine politische Richtung steht bis jetzt
Janz fest; die Cabinette erbliken in dem. was vorliegt, noch keines⸗
begs die Elemente zu einem Casus belli; es bedarf der Umsicht,
ber mit Klugheit hoffen wir nach wie vor, daß man aus den
etzig u Schwierigkeiten im Feieden hervorgehen wird. Es wird
zersi ert, daß ein Vertrag zwischen Rußland und Rumänien bestehe,
wwer dicser Vertrag habe blos den Fall eines Bruches zwischen Ruß—
and und Oesterresch im Auge.“ (K. 3.)

Paris, 18. October. Der „Moniteur“ sagt, daß keine
neue Thatsache die Panik an der Börse rechtfertigt. Tas Blatt
sagt, der strieg sei durchaus nicht unvermeidlich.

London, 16, Ott. Es ist erwähnenswerth, daß innerhalb
zer letzten vierzehn Tigen, seildem der russische Vorschlag, Bulzarien
zu besetzen, die orientalische Frage einen gefährlichen Asp-kt annchmen
ließ, Mundvorräthe und Kriegsmaterial in sehr ansehnlichen Quan—

itäsen uach Malia verschft worden sind. Bedeutsam ist auch der
Uanistand, daß Lord Naprer von Magd-la' der vellernannte Gou—
derneur von Gihraltar, sich etliche Bochen eher auf seinen Polten
bdegab, als er beabsicht gt halte.

London, 18. Oc'ober. Das von Wien aus verbreitete
Berücht, wornach Eaglaud der Pforte bereits militär:sche Unterstützung
zugesagt habe, wird von informirter Seite als unrichtig bezeichnet;
die englijche Regierung stehe noch immer in diplomatischen Verhand⸗
uugen, welche zu eine: Feindseliglent gegen die bishec gemeinschaftlich
mit ihan handelnden Mächte nicht berechtigen.

Lo don, 18. Okt. Die Börse eröffnete in vollständiger
Panit. Die russischen Papiere fielen 7 pCEt., die italienischen 8
pCt., die ungarischen 6 pEt.

Madr'id, 18. Ockober. Vorgestern uͤberreichten hier die
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        Vertreter Englands uünd Frankreichs Noten ihrer Regierungen, wor'n
diese lben gegen die ihren Nafionalen in Cuba bereitete Sitnation
protestiren, und. zwar aus Aulaß der durch den Zusatz zu dem
deutsch⸗sp mischen Handelsvertrage vom 24. Juni 1863 den Deut
chen gewährten Befreiung von der Kriegssteuer. —

Ueber Rußlands Kriegsrüstungen meldet der Berliner Corr.
der „Times“: „Die in Deulschland und O,sterreich wohnhaften
dienstespflichtigen Rufsen haben Befetl erhalten, sofort in ihre
Heimath zurückzukehren. Das Geschwader der russischen Schwarae
Meer⸗Dampfschifffahrts-Gesellschaft die zwischen 1858 und 1870
für commercielle und militärische Zwecke gebeldet wurde, ist bereit,
6,000 Mann von den nördlichen nach den westlschen Gessaden
des Schwarzen Meeces zu führen. Ein Detachement von Marine—
ind Artillerie-Officieren ist von Kronstadt nach Nitolajew gesandt
worden, um diese Schiffte zu equipiren und die Führung derselben
u übernehmen, somie auch die Errichtung von Batterien in Kertsch.
Ddessa, Nikolajew und Poti zu beaufsichtigen. In einigen wosi
sichen Provinzen Rußlauds wird die Reserbve eingezogen und
Truppen nach der nördlichen und dalichen Grenze Galiziens dirigirt.
In Russisch-Polen befinden fich etwa 20,000 Mann Cavallerie
auf dem Kriegsfuße. Russifche Freiwillige, Lrönche, Nonnen, Doks
horen, Telegraphen beamte und anderce für die Führung civiler und
militärischer Geschäfte erforderliche Personen werden bestäͤndig nach
Serbien gesandt. Russische Agensen kaufen ungeheuer große Quan⸗
ritäten Getreide in Rumänien auf. Die rumänischen Eisenbahnen
hereiten sich für den Transport von Truppen vor, ob russische oder
umänische bleibt abzuwarten.“

Der Berichterstatter der „Times“ teleg: aphirt aus Belgrad
pom 16. Okt.: Die Regiecung bestätigt officiell die Ankunft von
1000 Kasaken in Kladowa. Belgrad schwärmt von Russen und
Zosaken; um den Eindruck zu mildern, welchen diese mosdowitische
Einwanderung in Europa hervorgerufen bhat, wurde von Zeit zu
zeit die Nichricht in Umlauf gesetzt, daß sich hier eine größere
Anzahl von Freiwillißen aus verschiedenen Ländern aufhalte, und
daß eine deuische Legion seit einiger Zeit in der Bildung begriffen,
iber noch nicht vollendet sei, was gauz und gar erfunden ist.

Ferner ist viel von Garibaldianern erzählt worden, die im Ganzen
15 Mann zählen. Es ist ungerechtfertigt, den vollftändig russischen
Tharakter der ganzen Bedegung zu verhehlen.

Nach in New-York eingezangenen Nachrichten ist es am
Montag in einer in der Nahe von Charleston abgehaltenen Wahl⸗
Versammlung abermals zu einem Zusammenstoß zwischen Weißen
aund Negern gekowmmen. Letztere machten von ker Schußwaffe
Gebrauch, die Weißen zogen sich, nachdem mehcere von ihnen ge⸗
zödtet oder verwundet worden waren, nach Cbarleston zurück. Re—⸗
polber und Bowiemesser als Wahlagitationsmittel sind allerdings
Erscheinungen, von denen Europas übertünchte Höflichkeit noch
nichts kennt.

Das Zunftwesen und die Gewerbefreiheit.

(Fortfetzung.)

Unser blindes /Streben nach individueller Freiheit hat die
dage des Arbeiterstandes nicht unbedingt gehobden. Ueber der äugst⸗
lichen Besorguiß, daß ja dem Einzelnen nicht zu nahe getreten
werde, daben wir aus den Augen verloren, was zum Gedeihen des
Hanzen nothwendig ist, von dem doch an Eade auch das Wohl
jedes Einzelnen abhängt; danit ja Niemand aufgehallen werde,
jedes beliebige Gewerbe treiben, jedes Individuum den Weg zum
Reichwerden frei wählen könne, haben wir die nothwendige Ord-
nung des Gewerbewesens entweder völlig aufgelöst oder doch sehr
zelockert. Nirgends ist mehr wohlthätige Zucht und deßwegen
überall Schlaffheit und Charakterlosigkeit im Uebermaß. Die Zucht
muß wieder hergeflellt und, don oben angefangen, das alte Wort
des Schmieds von Ruhla: „Landgraf werde hart!“ wieder die
Losung werden. Strenge gegen Einen ist Wohlthat für Hundert
und für das Ganze. Die Le rer müssen die Schüler, die Innung
oder der Verein muß die Meister oder Mitgleder in die Zucht
nehmen, Meister und Herren die Gehülfen, die Gesellen die Lehr⸗
linge. Die öffentliche Autorität mu, durch alle ihre Handlungen
beweisen, daß einem Befehlenden ein Gehorchender gegenüberstehe.
Dann wird aum in die Familien, unter Kinder und Gesinde wieder
Zucht kommen und schließlich die Staatspolizei gute Tage haben,
die sich jetzt abarbeitet, um nur die äußerlich hervortretenden Aeußer⸗
ingen der Zuchtlosigkeit zurüczudrängen, niemals aber die Ursache
derselben zu hebeu im Stande ist. „Freiheit ist nur möglich in
der Beschränkung,“ sagte Johannes Müller, und wo wir die größte

Freiheit finden — in England — da fiaden wir auch die Herr⸗
schaft der, Sitte am strengsten. Die Satte aher schwebt nicht in
der Luft, fondern haftet nur da, wo sie feste Organisationen findet,
in denen sie wurzeln kann. Die Unzebundenheit des Einzelnen
ist der Tod der Sitte des Ganzen.

Allein alles Streben des Einzelnen, eine bessere Zeit für
unsere beklagenswerthen Arbeiterverhältnisse herbeizusühren, wirde!

nutzlos sein, keinen einzelnen Fabrikhetn, keinem einzelnen Meister
vird es gelingen, eine dessere Stellung se ner Mitarbeiter zu er—
ielen, so lange nicht sein Nachbar und Concurrent in gleichem
Sinne verfährt und kraftig einwirkt.

Sollen die mangelhafien Einrich'ungen unseres Gewerbewesens
vieder geordnet werden, soll der Gewerbestand wieder zu dem
vürdigen Ansetzen gelangen, den er ehedem beanspruchen kounte,
'd dürfen wir nicht vor der Ansicht zurückschrecken, daß es rathsam
ei, aus dem Schlimmen, das das Zunftwesen in sich faßte, das
Bute, das es in sich schloß, zu entnehmen; wir meinen die Zu—
ammengehörigkeit des Standes, das Festhalsen unter sich, das An⸗
inanderschließen der Meister und Fabrikherren, d'ie, als Repräsen—
niten ihres Standes, streuge Wacht belten sollten, über die ihrer
Iohut Anvertrauten. Sie müssen sich verbinden und verpflichten,
»afür Sorge zu tragen, daß Geöellen sowohl als Lehrlinge Achtung
»or ihrem Stande haben, daß sie aushalten bei dem Meister oder
jabretherrn, dem sie anve traut sind, was dadurch erz'elt we den
‚ürjte, daß es jeder Meister und Fabrikhert als eine Eutwürdigung
eines Standes ansieht, einen Arbeiter aufzunehmen, der ein anderes
ẽtablissement vor Ablauf der bedungenen Zeit verläßt. Fibritherr,
Heistee, Gejellen und Lehrlinge müssen fortan eine Familie bilden,
kiner uunterstütze den Andern, der Aeltere derathe den Jüngeren,
der Thatkräftige ermuntere den Schwachen mit Rath urd
That.

Haben wir aber durch die angedeuteten Bildungsmittel dahir
zewirst und es eizielt, den jungen Arbeitern Sinn für Zucht und
Sitte einzuflößen, so werden sie seltst zu dem sittlichen Bewußtsein
ommen, das es unwürdig eines anständigen Arbeiters sei, ein
ẽtahlissement zu verlassen, um ein anderes zu betreten, das ey
ber kurz oder lange wieder verrassen wird. Aber wie geslagt
zßor Allen müssen die Arbeitgeber dahin wirten, daß den Arbeit.
jehmern die Lust an diesem v gabundirenden Wanderleben benommen
perde, was nur dadurch bewirtt werden kann, daß Meistet und
jabrikherren sich jolidarisch verbeuden, kräftig vorzugehen, und sich
zurch Manneswort verpflichten, diefem Unfuge zu steuern und ihn
un der Wurzel auszureißen.

Und verfahren wir auf dese Weise, so tragen wir sicher viet
»ei zut Hebung des Handwerkerstandes, zur Kräsft'gung der Sitte
er heranwachsenden Generation, zur Bidung der arbeitenden
zugend, die es bald einsehe und zu würdigen wssen wid,. daß
nan nur ihr Bestes wollte und sie zu brauchbaren und ehceuhaften
Zürgern des Staates heranziehen möchte.

Denn täuschen wir uns nicht, m. H.! es hiegt imwerhin ein
jesundet Kern in unserer deutschen Jugend, der von geübter Hand
aur gepflegt zu werden braucht. Der große Schlachtenlenker hat
das im letzten Kriege bewiesen. Unsere Jün linge haden sich unter
einer Leetung auf dem Felde des Ruhmes nuud der Ehre ausge⸗
zeichnet und die allgemeine Bewunderung auf sich gezogen. Soute
es in friedlchen Zeiten vicht auch möglich sein, sie auf eine Bahn
zu lenken, auf der sie sich als echte deutsche und ehrenhafte Jüng—
inge bewähren F Bewiß, m. H.! Sescen Sie die Lenker ihrer
BHeschicke und es wird Ihnen gelingen, sie zu tüchtigen deutschen
Mänuern heranzuzichen, geachtet vor ihren Mitbörzern und ge⸗—
chätzt vom ausländischen Nachbar, der die leberzeugang gewinnen
nuß, daß der denische Arbeiter dieselbe Achtung verdiene, wie der

deuische Jünglina mit der Waffe in der Hand. (Schluß f)

Nermisihtes.

*Blieskastel, 18. Ott. Die kul. Praparandenschule da—
dier wird im laufenden Schuljahre von 70 Zonlingen defucht. Der
II. Curs zählt 17, der Il. 24 und der J. 29 Schüler; gegen
zas Schuljahr 1875,76 hat sich die Frequenz der Anstalt um 18
zöglinge erhöht.

Göll heim, 16 Oct. Wie wir kören, wurde heute Nach⸗—
nitag bei der Gemeinde Budenheim, in einem Strohhaufen hinter
einer Mühle die Leiche eines jungen Mädchens im Alter von 16
»is 19 Jahren auftesunden, welche bereits schon in Verwesung
ibergegangen ist. Daß hier eher ein Unglücksfall als ein Verbrechen
orliegt, ist seht wahrscheinlich. Die gericht'iche Untersuchung wird
zarüber wohl Auftlärung geben. (Pf. Volksz.)

F Zu Mühlhofen brachte dieser Tage eine Kuh nach nor⸗
naler Dauer der Trächtigkeit statt eines Kalbes ein sodles Etwas
ur Welt, das dusch die Beine an die Gaitung der Zweihüfer oder
Wiederkäuer erinnerte, sonst aber, zumal was den Kopf a.belangt.
»ie größte somatische Aehnlichkeit mit einem Hunde hatte. (RKb.)

fVon der Haardt, 17. Ott. Ueber die Tödtung eines
Wilderers im Mußbacher Gemeindewalde, welche unsere Gegend in
Aufregung versetzte, können wir Folgeudes als zuverlässig mittheilen:
Fin Jagdhüter, Namens Dosec, hatte sich Sonntag Morgens um

z Uhr in den Wald begeben und sah sich plötzlich drei Wilderecn
jegenüber, die ihn aufforderten, das Gewehr abzulegen. Da er
dies nicht that, so legten die Wilderer auf ihn und schossen au
eine Entfernung von 10 Schritten ihre Gewehrte gegen ihn ab
        <pb n="579" />
        Der Mann war wie instinltmäßig auf die Seite gesprungen und
choß nun selbst nach der Richrung des Pulverdampfes. Mit dem
Rufe: „Ab Gott, ich bin geschossen!“ stürzte einer der Wilderer
u Boden, die anderen entflohen. Als der Jagdhüter in Begleisung
eines Polizeidieners nach etwa einer Stunde auf den Schanplatz
der That zurückktehrte, fand er den Verwundeten einige Schritte
eatfernt, gerade ausgestreckt auf dem Bauche liegend, im Verscheden.
Ob der Sterbende sich die Schnittwunden, welche sich am Arme
ind Halse vorfauden, im Schmerz der Verzweiflung selbst beigebracht,
»der ot dieselben von Anderen herrühren, ist zwe felhaft und wird
offentlich durch die gerscheliche Untersuchung festgestelt werden. Die
gefstern Abend stattgehabte behördliche Obdult on des Leschnams hat
ergeben, daß die Schußwunde im Schenkel, welche eine Hauptaterie
erriß, eine absolut ödtliche und die Verblutung unberme dlich war,
Der Getödtete he ßt Kaufmann, ist von Speierdorf gebürtig und
eit 2. Jahren nach Haßloch per jeiratht. Er henterläht Wesb und
dind. Seine Genossen siad bs jetzt roch micht mit Bestimmtheit
zusfindig gemacht. Jagdhüter Doser ist aus der Untersuchungshaft
vreder entlassen. J

F Speier. Unsere Stedt bat in 1876 an dem Gaswerk,
welches städtisch ẽ Egenthum ist, 24000 fl. verdient.

Aus dem Schwarzbachthale. In der Nacht
pom 15. auf den 16. October hat in der Gemeiude Rieschweiler
eine grode Ueberschwemmung siaitgefunden, Ein wokenbrucheniger
Bew etterregen war Urjache, daß ein Theil des Dorfes schnell unter
Wasser gesetzt wurde. Dasselbe drang üderall so rash ein, daß sich
ziele Bewohner in die oberen Haustäume flüchten mußten, um das
deben zu retten.

F München, 16. Okt. Die eben geschlossene „Deutsche
dunste und Kunstgewerbe-Ausssellung“ zählle nnch den vorhandenen
Brotokollen der Tourniquets vom 16. Inni bis 15 Oktober an
ahlenden Besuch⸗ ra 273,581 Personen. Ferner waren an 2267
Bersonen Saiso karten abgegeben. Begreiflicherwei'se kann die Haupt⸗
abrechnung über das Unternehmen erst fpäter stottfi dden. So viel
ich aber jetzt schon übers-hen läßt, dürfte sich s. 3. ein Aktivüber—
chuß von nahe an 70,000 M. ergeben, welche. dem Kunsigewerbe⸗
derein dahier zuzufallen hätte.

FBaden-⸗Baden. Die Fremdeniste führt unter den
Badegästen Frl. Adele Spitzeder aus München auf.

F Mainz, 16. Okt Eine Verordnunge, die wohl geeignet
st, im Jabre 1876 Aufsehen zu erregen, ist am gestrigen Tage
aunsern Polizeimanischaften bekannt gemacht wor en. Es ist näm—
iich toͤheren Orts dis Verbot ergangen, daß sich ein Voliz'st weder
casiren, noch den Bart scheeren lassen darf.

F In einem Orte hei Köln hatten Jäsger einen Einwohner
ils Wilddieb bei der Polizei beschuldigt. Der Maunn sollle des
sachts der Widd eberei nachgehen und in der Umgebung seines
dauses im Felde Hasen schießen. Zwei Potizeibeamsen lauerten
aun dem angeblichen Raͤuber an seinem hinter dem Zause gelegenen
Harten auf. Diesem aber war schon mehrmals während der Nacht
rus seinem Garlen Kappus gestoglen worden. Er pißte deßhalb
in derselben Nocht, in der die Polizeibeamten an seinem Garten auf
)er Lauer standen, auf die Diebe auf. Kaum haätte er d'ie Dieger
des Gefetzes bemerkt, als er diese für de Kappusdiebe hielt und
sofort, nur mit dem Hemde bekleidet, mit der Flinte in den Garten:
ilte. Har wurde er von den Polize beamten als der gesuchte Wild⸗
dieb empfangen. Natürlich mußte der Sanscülotte mit zum Poli—
eibureau, wo er bis zum andern Morgen engesperrt blieb, und
rann nach aufzenommenem Prototolle wieder entlassen wurde.

F In dem Dioguen-Geschäft von Gebe u. Co. zu Dresden
st dieser Tage eine Anfrage aus dem Orient eingegangen, ob das
haus im Stande sei, binnen kurzer Zeit 5000 Centner Charvie
u liefern.

F Das Reichseisenbahnamt leukte, wie der ‚Reichsanzeiger“
nittheilt, die Aufmeiksamkeit der Bahnyerwaltungen Behufs schleu⸗
niger Abhilfe auf den Uebelstand, daß die Coupes der Personen⸗
oagen nur mangelhaft gesänbert, nint selten mit schmutzigen, ver⸗
etteten Polsterbezügen, ungestützten Fenstern, auch nicht gehörig
jelüftet in die Züge eingestellt und ebensowenig unterwegs auf den
»azu geeigneten Stationen abgestäubt werden. Nicht selten befiaden
äch die Utensilien derselben, wie Gardinen, Teppiche, Aschbecher,
dalernen 2c. in sehr mangelhaftem Zustande. Hauptsächlich sind
ieje Etscheinungen beobachtet ber Wagen durchgehender Routen.

fDer Hund des Ministers verloren. Im „amt⸗
ichen“ Theile des „Osthavelländischen Kreisblattes“ vom 4. d. M.
indet sich folgende eigenthümliche Bekauntmachung: Nauen, den 3.
Atober 1876. Si. Erxcellenz dem Staats; und Handelsminister
hen. Dr. Achenbach ist am gestrigen Tage ein neun Monale alter
eonberger Hund entlaufen zꝛc. Die Ortepotizeibcthörden und Gen⸗
zarmen werden ersucht, auf den Hund zu vegiliren und denselben
vent. Sr. Ercellenz wieder zuzustellen. Deir Landrath, Graf v.
dönigsmark.“ Die „Stbg. Z.“ macht jetzt folgende zutreffende
Bemerkurg. Menn oinem andern Sitaatszürger sein Sund fort⸗

äuft, so zeigt er dies der Polizeibehörde an, und liegt ihm viel
in seinem Thiere, so erlaßt er in den öffentlichen Blättern ein ent⸗
prechendes Inserat. Wie ader ein Landrath dazu kommen kann,
die Orispolizeibehörden und Gendarmen zu ersuchen, auf den Hund
zu „vigiliren“ — selbst wenn es der Hund eines Ministers ist ——
st uns vollständig unerfindlich.

Wie man der „Presse“ schreibt, hat die vielgenannte Gründerin
der Dachauer Bank, Adele Spitzeder, sich in Salzburg niedergelassen
und gedenkt dort den Rest ihres Lebens zuzubringen.

Moskaun, 5. Okt. Nächstens beginnt hier der Prozeß
Jjegen d'n berüchtigten „Corur⸗Buben Klub,“ eine förmlich gonsti⸗
uirte Gesellschaft von Gannern und Spielern, welche ihre Betrüge⸗
eien in großartigem Maßstabe durch Bauernfängerei, falsches Spiel
Wechselfälshung ect. bektrieben. Fast alle Mitglieder — darunter
such „Damen — gehören der sogenannten gebildeten Klasse an.
Die Zahl der Ungeklagleu beläuft sich aus 48, worunter 36 aus dem Adel.

F Moskau, 14. Oktober. Der Prozeß gegen Strousberg
vor dem Schwurgericht ist heute wieder aufgenommen worden. Als
Beschworene sind einberufen 17 Kaufleute, je 2 Beamte, Handwer⸗
ker und Bauern und ein Kleinbürger und ein Kaufmann erster Gilde
uls Sprecher. Hierauf wurde di. Anklage gegen Sirousberg, die
Direktoren Landau und Poljanski, den Buchhalter Loshetschnikow,
jen Direktot Millio i und die 16 Aussichtsräthe der Leih- und
ommer;banl verlesen.

Sparkassenwesen. Europa zählt in seinen Sparkassen
jach den letzten Ausweisen einen Vermögensstand von 6950 Mil-
nonen Francs und eine Klientel von über 12 Millionen Einlegern.
ẽcin Spartassenbuch kommt in der Schweiz auf 5 Einwohner, in
Dänemark auf G, in Schweden und Norwegen auf 8, in Exgland
nuf 10, in Deutschland auf 14 und in Frankreich auf 18 Ein—
vohner, Letz'eres zählte vor dem Kriege 2, 130,000 Einlagen mit
20 Millionen Francßs. — Englud hatte vor der Reform von
861 für seine ländlichen Arbeiter uur 628 Sparkassen, heute besitzt
nabhezu 6000.
—EXX

Erkennung gefärbter Rot weine nach Mellius. In ein gläsernes
Proberodr von eiwa 20 K.C. Inhalt gießt man 5—6 K. C. des
u prüfenden Weines und setzt demselben 84 dieses Volumens
lether zu. Nach einigen Minutlen steigt der Aether an die Ober⸗
läche des gefärbten oder nicht gefärbten Weines. Erscheint der
lether gelb gefärbt u d nimmt er durch Zusatz von einigen Tropfen
Lamoaiak eine bochrotse Färbung an, so ist dem Weine Campesche⸗
olz zugesetzt. Färdt sich der Aeiher röthlich bis ins Violette, und
ehält er seibst bei Zugabe von sehr viel Ammon'ak diese Färbung
ei, so enthält der Wen Färbermoos, Verliert der rothgefärbte
lether, weun er mit Ammoniak vermiseht wird, leine rothe Farbe,
hne jzus Violetle überzugehen, so ist nur der natärliche Farbstoff
»es Weines, Oenolin vorhanden. Verliert der rothgefarbte Aeiher
nit Ammoniak se ne rothe Farbe, ohne daß letzterer sich färbt, so
su dem Weine Fuchsin beigefügt. In dem Falle endlich, wo der
let er ungefärbt aufsteigt, nimmt man eine neue Probe des zu
prüfenden Weines und gießt das zweifache seines Volumen Wassers
und das 13 Volumen Ammoniak hinzu. Nimmt nun der Wein
eine braunrothe Faärcbung an, so enthält er Cochenille, färkt er
iich dagegen grün, so kann man annehmen, daß keine der ange⸗
führten Substanzen darin enthalten ist.

Die Gefährlichkeit der Perlsucht (Franzosenkrankheit) des
Pindes, wurde neuerdings durch Herrn G. M. N. Gerlach, Direk—
or der kgl. Thierarzneischule in Berlin, constatirt. Gerlach machte
Impiveisuche mit der Tnberkelmasse, den traubenförmigen Gebilden,
velche auf der Brust⸗ und Bauchhaut der mit Perlsucht behafteten
Thiere entstehen; und gelaugte dadbei zu dem Ergebnisse, daß sowohl
)urch Uebertragung die es Stoffes in die Haut und in das Fiesch,
wie durch die Fütterung sol er Tuberkelm sse Ansteckung und der
Tod bei den Versuchsthierru hervorgerufen wird. Dem ertsprechend
ind auch, wie Prof⸗ssor Dr. Falke, der diesem Gegenstande im
Rheinischen Pionier“ einen Artikel widinet bemerkt, diejenigen
Renschen, welche mit dem Fleisch solcher Thiere mittelst wunder
hände zu thun haben, oder die sol hen Tuberkelstoff in den Ver⸗
auungskanal bringen, namentlich Flesscher, welche beim Ausschlachten
olcher Thiere nach altem Brauche das Messer hie und da in den
MNund nehmen, schon sehr gefährdet. Deszleichen ist die Milch
on solchen perlsüchtigen Thieren sehr gefährlich für den Genuß.
Welchs Unheil dieselbe namentlich in der Kinderwelt anrichtet, da⸗
yon bekommt man im Hinblick auf d'e Versuchresultate, eine Ahnung,
venn man die Milchwirthschaften großer Städte beitachtet. Fast
mmer findet man hier perlsüchtige Thiere, welche sich schon durch
zen auffälligsten Husten verdächtig machen. In diesen Milchwirth⸗
chaften stehen aber die Ammen der meisten Kinder in großen Städten!
xbenso bedenklich ist die Milchkur, das methodische Trinken der nicht
ibgesottenen Milch geworden. Was aber von der Milch solch
chwindsüchtiger Kühe nachgewiesen ist, läßt sich auch von der Milch
schwindsüchtiger Mühter horaussetzen
        <pb n="580" />
        Bekanntmachungen.
Convenfionelle Haus⸗
versteigerung.
Dienstag, deu 24, If- Mts,,
des Nacmittags uun 2 Uhr, zu
—A
haufser, wird auf Velreiben
von Abraham Lion, Kaufmann
n Geffle in Schweden wohn⸗
haft, in seiner Eigenschaft als
angewieseuer Gläubiger der Erb⸗
nasse des verlebten Handels
manues Theobald Lion von

Sp esen *
eontra
die in St. Ingbert wohnhaften
ẽheleute Geo·g Schmitt,
Schmelzarbeiter, und Katharina
Schmitt die nachbezeichnete Li⸗
genfchaft wegen Nichtbezahlung
zes Erwerbspreises zu eigen
viederversteigern ::
PMt. 1724α u. 172 V2b.
4 Dec. Floͤche, enthaltend
ein. Wohnhaus mii Pflanz⸗
garten, gelegen zu St.
Ingbert, im Hirtencck, neben
Heinrich Reitelstürz.
Das Nähere auf dem Ge—
chaäftsbureau L. Bechthold in
St. Ingbert.

Sauer, i. Notär.
Mobilien⸗Versteigerung.
Samstag, den 28. Olt. nächst⸗
zin, Vormittags 9 Uhr in seiner
Wohmung zu St. Ingbert an
det Kohlenstraße läßt Jakob
Behr, Sauler und Fuhrmann
n St. Ingbert wegen Aufgabe
zed Fuhrwerls auf Credt ver⸗
deigern ꝛz::.. 3*

2 Pferde. 1 Zweispänner⸗
und 1 Einspänner Chaise,
3 vollständige Reitzeuge,
Chatsfen⸗ und Fuhrgeschirr,
I neuen Zweispänner- und
Einspannerwagen, 1 Paar
Sadleitern mir gepolsterten
Sitzen, 1 Schlitun, Schlit⸗
teniäufe, Heuleitern, 1
Schnappkarren, 2 eiserne
Eggen, Pflünße und ver—
schiedene sonstige Fuhr: und
Ackergeräthschaften. —
St. Iaghert, 18. Okt. 1876.
Eauer, kaul. Notär.
Versteigerung eines
GBofgutes.
Montag den 30. und Diens⸗
lag den 31. Ottober nächsthin,
Vormittags 9 Uhr beginnend, zu
Reichenbrunn bei Wirtwe Schmidt.
wird das Jiegler'che Hoefgut
zu Reichenbrunn Gemeinde Ens—
heim befteherd in
18 Dez. Fläche Wohnhaus
mit Scheuer, Stallung,
Schef⸗ und Schweinstallen,
Brennhaus und Hofraum;
56 Tez. Pflanze Kud Gras
garten dabei
ca. 40 Tagwerk Ackerland,
za. 17 Taqwertk. Wiesen und
ca. 18 Tauwerk Wald
nit Ermächtigung des zustän⸗
digen, Voctmundschafts:Gerichtes
des augenscheinlichen Nutzeus
wegen auf 6 Zahltermine äffent⸗

ich an, die Meistbielenden zu
Fidemhum berfieigett.
Eihenidumer ain Julius Zieg—
er, Tinderjahriget Sohn von
Nalhigs Ziegier, Guisbesitzer in
zurbach Fei Saarbrücken, und
essen derstorbenen ets en Ehefrqu
zlabetß Abel., welcher seinku
enannten Vater zum gesttzlichen
zoͤrmund und Rikolaus Conznosi,
kaufmann in Burbach zum Ne—
enyormünde hot.
Dat Gut kammt — je nach⸗
em sich Liebhaber finden — im
Hauzen oder iu getigneten Loosen
um Ausgebote. —
Das Agexrland eignet sich zum
Inbau aller Getreidegattungen,
Lohl und Kartosseln. Der ..
Woldb stand enthaͤst Staͤmme —c Gehörleiden, A
u starkem Bauholz, Grube, Taubheit heilt sicher und
lempeln und Eisenbaͤhnschwelleͤs gründlich, wenn nicht angeboren,
Er Ingbert. 11. Ott. 1876. VFF. Kattepoel-
Sauer, k. Rotär. in Abaus, Westialen.
Bekanntmachung.—
Freitag, 27. Olt. 1876, Nachm. 2. Uhr,
oll duj dem Burcau des t. Bergamtes St. Ingber!t
die Beifuhr von —
800 Kubikmetern Eichenstammholz,
250 4 Buchenstammholz u.
950 Stempelstaugen
aus den k. Forstrebieren Neuhäusel und St. Dugbert zur
. Grube St. JIngberi (Rischbach) im Submissionswege an den
Mindestnehmenden vergeben werden. —
Uebernahmslustige sind eingeladen, ibre Angebote bis zu der
oben festzesetzten Zeit veischlossen und geboͤrig bezeichr et auf dem
tureau des untetzeichneten Aintes abzugeben, woselbst au d die Be—
inqgusagen zur Tinsicht offen liegen und die Submisionsformulare in
Empfang genommen werden können. —
St. Ingbert, den 16. Ott. 1876. **
Agl. Bergamt St. Ingbert:
KKaAamæa riam.
* 2 —M
schaft-Eröffnung.
Ich beehre mich hiermit ergebenst anzuszeigen,
z ich am nächsten Samstag, den 21. d. M.
en bisher von meimem Vaier betriebene Gasu
Wir hschaft eröffnen werde.
Es werd ein Bestreben sein, die geehrten
Besucher durch gute Sprisen und Getränke besonders
mit einem sehr zuten Bier und reinem Aljenz⸗
haler Wein zufrieden zu slellen.
Um geneigten Zuspruch dittet
Karl Best.

Keuch⸗-(eder dlaue Husten.

Zur sofortigen Beseitigung der Ge⸗
ahr ist der ärztlich empfohlene Plad-
mol das vorzüglichste und, wirkfamste
Mittel. gr datu bei 4 Fried⸗
rich in St. Ingbert.

g
Mivoli in At. Johann.
Guter Mittagstisch um 12 Uhr.
Restauration zu jeder Zeit.
MAINIER AGTIEN-BIER.
——
Moterze cuetet gt aubi sich hiermut ergebenst zur Anzeige zu
bringen, daß den Verlauf vonn
Angarischen FJaßhöl
Angarischen Faßhölzern
agenturwesse Übernommen Hahe und hte. mich den Herren Bräuer
und Küfer bill aste Preise versi herud, bestens empfobtlen.
Zweibruden, 12. October 1876.
Jadob Lrämor.

„Buchen Spähne
sind zu verkaufen bei
Ph. Munzinger.
A Moinno: Ihr habi

. das Gute so nahe!“
dpitzwegeriob⸗

daft

allerhöchst danctionirt; rdühmn⸗
lickst dekaunt, steblich zu
nehmen, das sichetsie, gewiß
anch dankbarste Mittel, gegen
BrustHals und Lun
genleiden, Bronuchial⸗
verschleimung Husten
Catarrh ꝛre. ⁊c.

Der Resultate sind über⸗
raschend.
Min Gerriuuchssaaweisung
à Flacon. 50 Pfg. A M.
und 1 Muart 560 Pia. prin
Sit. Ingabhertabdei Joh.
Friedrich, Zweibrüchken
bdei W. A. Seel, Hom⸗
burg i./Pf. dei Wilh.
Simon, Oberwürzbach
bei J. Luck aud in der
Fabrit von Paul Hahm
Dettelbach a. OH. vei
arzbhuro.

Brust⸗- und ungen-
Leidenden
kann kein angenehmeres und siche-
res zugleich tein diätetisches Haus-
und Genußmittel empfohlen wer?ꝰ
den, als den rühmlichst betann⸗
ten rheinischen Traubeu-
Zrust⸗ AIomige in Flajchen s—
1, L/ und 8
Mark;“ derjelbee
allein acht mi
nebigem dabrit· 8
stempel auf dem
Kapsfelverschluß, —— —
ist läuflich in St. —AV
Ingbert bei J.
Friedrich.
Die rettende Hand
welche den unglücklichen Op-
sern der Selbsthetleckung und
gohermer Ausschweifungen das
berühmte Original-Meisterwerk
„Jugendspiegel hbietet, möge
Jederergreifen, der anSchwaãche—
zustünden leidet. Für 2 M.
versendet es W. Rernhar
di (jetzt in IPresden-Bla
sewitz) discret in Couvert.
Frucht- Brod⸗ u. Fleisch⸗Preis
der Stadt Zweibrücken vom 19
Ott. Weißen 11 Me. 332Pf
Korn 8 M. 538 Pjf. Gerste Zreih.
0 M. — Pf. Gersste Areihige
M. — Pf.-. Spelz 8 M.zs
Pf. Hafer 7 M. 5 Pf. Kar—
toffeln 2 M. 60 Pf. Heu 5M.
50 Pf. Stroh 4 M. 75 Pf.'pet
Fentner. Wesßetod e t
55 Pf. Kornbrod 3Kelo. 77 Pf.
detio 2Kilo. 52 Pf. dittor4
Qulo. 26 Pf. Gemischtbrod8
ilo. 94 Pf. 1 PaarWick 196
Gramm 6 Pf. Spelzkern 0“ M.
— Pj. Dintel d M. — P. Misch
ftucht — M. — Pf. Rwdfl 1.
Qual. 58 Pf. 2. Qual. 32Pf
dalbfl.48 Pe. Hamfl. 52 Pf.
Schweinefl. 60 Pf. Butler1
M. 30 Pf, per Pfund.
— E9
noen ma ind e on vemeh in Et. Isoen
        <pb n="581" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltun 8blatt, (Sonntags mit illustrirter Bei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dieunztag, Donnerstag, Saustag und Zonnutagz. Der Abonnements⸗preis beträgt vierieljährlich

Mart 20 R.Pfz, Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Aas virts uit 15 Pf. far die viergeso ilterne Zeils Blatischrift oder deren Raum. Reclannen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
AM 168. LSZ2onutag⸗ den 22. Oetobee — ——— —F 876.

— ———
PDeutsches Reich. X
WMuünchen, 18. Okt. Die schon seit einiger Ze't in Ere
vägung genommene Einführung des Gewehres M 71 Systern
Mauser) ist nugmehr zur Thatsache geworden. Tiotz der ancrkannten
Vor üge des Gewehres M 69 wurde, im Hinbleck auf die großen
Voilheile einer einbeitlichen Bewaffnung des, deutschen Hecres, ge⸗
nehmiat, daß dee erforderlichen Einlestungen und Vorbereilungen
ngetroffen und die auf den Kriegssollstand abgängigeü und olle wener
u beschaffe nden Gewehre als Gewehre M. 71 hergestellt merden,
Wena in Folge hiepon noc, emige Zeit zwe erlei Gewehre bei der
dayerischen Armee bestehen so kann dierin im Hinblick guf die be⸗
reits hergestellte Eiuheit der Punition und-die große Einfachhet
er Handhadung beider Modelle ein⸗Nachtheil nicht gefunden werden,
In Bezug auf die Parisser Westaunssteilung scheint
die Betheiligung Deutichlands nunmehr. ziemseche gesichetl Hu sein?
Wenigstehs haven sich die meistn Händels kammern inm den darüber
ingeforderten Berichten, so weit sie bis jetztin Betlin e:ugelaufen.
ind,'dajür ausgespro hen. —
—— Ausland.

W.isen, 18. Oktt. Difieids.) Eine Erklärung der Pforte
über den Vorschlag eines sechewöchentlichem Woffenflillstandes un
Stelle des vorgejchlagenen se Hsmongtlichen liegt noch micht vor
und ist nech Lage der Sache noch nicht zu erwärten gewesen. —
Un unterrichteter Stelle werden die Gerüchte, daß die Siellvug
des Grafen Andrafsty heule gder überhaupt im dem letzlen·Tagen
argende exjchüttert gewesen mit voller Bestimmtheit als unbegründet
und-Als Ausgeburt des Sensotiosbeduürfuss8bezeichnet. Der
Pester Lioyd! dementirt ebenfalls eutschieden die Gerüchte über
eine Dennssion des Grafen Andtassh, und demerkt, die Politik An—
drassy's ertreue nig an maßgebender Stelle unhedingter Zustim⸗
awug.)“* .

e 19. October Die .Forresp. Habas“ theill mit,

doß zw schen London und Livadia Unterhandlungen schweben, deren
zuter Ansgang von ganz Europa dankbar verro nmen werden würde.
Die gegeuwärtige a der Pforie rechtfertige nicht die Besorguiß
eines verbleudeteii Wderstandes von ihrer Sene; man lönne sonach
nstlich auf das Zustandekommen eines Eindernehmens hoffen.
Die Gerüchte von neuen Allianzen in Auesj dm auf einen Kei 9
jeies, was Frankreich hetreffe absolut falich. Die fraͤnzösische Re—
mernng hade eine Stelluͤng genommen, welche fie im Nothialle davor
bewahren wurde in die Verwickclungen der allgemeinen europäischen
Lage min hineingezogen zu werden diese Slellung würde sie uner-
cittlerlich festhalten, zu zkeich aber fortfahren, sich allen Vorschlägen,
welche auf ein Eia verhrehirenn bezüglich det Friedensachon der Mächte
hictziekten, daiznschlieheln.“ Franfreich widme sich ausschließlich und
mit voller Entschlossenheit seiner inueren Reorgan satian und würde
sich von d'eser auf seine Sammlung gerichteten Arbeit nicht losteisen
lassea. Seiner eigenen Uneigennüh gkeit sicher .— bezweifle daffelbe
nicht die Aurchgkein der, itz gleichem Maaße friedlißbenden Gesin—
nungen, welqe olle auderen Viächte bekunden, und sei berechtigt.
auf die LWerlsamkeit der Bemühungen zu rechuen, welchen seine Mit
virkung Förderung beisprecher —
— Brarsel, Ass. Ot. Tas Journal „Le Rord? (russisches
—X Pforte einen Waffenstiustand vou für—
erer Dauer oder einen länger dauernden, aber rut gleichzeitiger
Zust mmung zu administtatwer Autonomie für die drei aufständischen
—XX europäischer Controle annehme, würden alle weileren
Berw'celungen wegfallen. . .

Amsterdam, 19. Olt. Russische Regierangslommissare sind
nit dem hicsigen Bankhaus Hope wegen Aufnahne efnet 5procen⸗
igen Kriegs-Anleihe in Verhandlung getreten, gaugenscheinlich indeß
ihne Ecfoig. In hiesigen Finanztreisen glaubt, man zu⸗ wiffen,
naß infoigedesser Rußland eine innere sechsprocentige Anleihe auf⸗
ehmen werde. ——

Petersburg, 19. Oktober. Dem Ministerium sind für
ax diesjährige Einstellung der Rekruten ca. 1,000,000 Rubel mehr

als im Vorjaht bewilligt worden. — Nach Livadia find »an das
kaiserliche Hoflager durch telegraphischen Befebl die herbarragendsten

Adwmiralltatsräthe owe de Spitzen sHes Geueralstabes“ herufen
worden: Der Praͤsbent der MilttaunAushebungs-Kommission,
Vene N wotuscnn Fist gleichsalls, dahin ab⸗ egangen.“Die
Zoͤglinge der Petersburger, Maxinejchule werden ihren Lehrlurfus
demnächst vor Ablauf des dorgefchrie benen, Termins beendigen, um
in:; Dieust zu triten.5

Petertburg, 19. Okt. Der hiesige Svritische Botschafter,
dord Loflus, begüöt sich demnaächst nach Livadia zum KNaisot Ale—
randoͤt. Dies wird hier als Anzeichen. einer moͤglid en Verständigung
swischen Englard und Rußland betrachtet.

. Zum Kriege Lutschlossen scheint, Ruß la n d mehr als ljed In
Belgrad treffen“ jetzt aktiven russische Soldaten in voller Uniform
eius Nach dem' NWe. Togbloit sind in Vessaxa dien zwei
ussische Armeekorps n Sa von, 120,000, Maum onzentrirt.
Die 14. türkische Divislon mit 12 Batollanen worde nach Sil istr ia
dirigirt,In Etzeram sammeln, sich umer Riza Pascha Buiail-
one mit 84 Gefchütz n. Tschernajeff soll die Befehle zum aber⸗
maligen Angriff rthalten baben, ugürlich aus Rußland, dauFürst
oder König Milan nichts mehr zu besehlen hat. Die Serben wollen
bereits iun einigen Gefechten gefiegt“: haben, was wohl wieder nicht
wahr sein wird.

Auf jeden Fall sind die Fing in das Rollen gekommen. Wie
1858 sieht · zunachstoe in solirierrsisch iurtisher Lrjeg an der
Donau wie in Kleiugssen unmittelhat, depor.n
ypra
Rermischtes. J
fWolffteine 162 Okte Gestern Abendereigneten sich, in
yer Venter'schen Wicthichaft in Roßheoch xin sehr hedauekliches Un⸗
zlüd. Der Müllttssohn Jocob“ Stephau, von Roßbachtnne mit
Andern von der Hühne jagd zurücklehrend übends in obige Wirih⸗
chait. Stephan n — betrunken war, holte in Gegenwart vieler
—X — ——— 103. die Hahnen auf rund legte Zünd—
ütchen qufet Dett Mahming. dab⸗ Gowehr wegzulegen, leistete er
zine Folge, vielmehr. zielte er auf' sinen Jaudgenossen Heinrich
gauer, Färber von Wolsstein . wobei · der Schuß losging tiad den⸗
elben an der linken Wange verletzte, häite Bauer sich micht grbückt,
d wäre er zweifel tohne ehshosf zu worden. Ver Verwundelte befindet
ich in ärgcher Behandlung Pe zur Anwendung gehrachte Ge⸗
vehr wurde der Poligei übertieffet. IEin EX
nach dent Vorfalle udag Wirthaznnmer dam uud eine Aeußcturg
ber daß Bethatt i Steshang sich erzlaubdle, wurde bon diesein miß-
andelt. d. h. auf den 8 gzewoisen. 7 4. 84
Pirmasens.“ Der, „P. P.re wizd von hier berichtet:
Unsere Wäasserleitungsangelegenheit ist nun do weit gedirhen, daß
in Herr“ Lindemann die Konzessiqn auf vieczig Jahce: hiefün er—
alten wird, wenn er in eene Jahre den Nachweis erbtacht
aben wird, daß er Alles loweit geordnet hgt, um den Bau ohne
Betzugin Angriff nehmen zu konnen. Wie man vernimmt, stehen
im englifche Kapitalisten zur Seile, Das Wasser soll aus einer
ehr starken der Eisenbahn gehdrien. und in der, Rahe bon Rod⸗
Aben furudtinden Qese dergeleiten werden.“
7In Duͤtkheim hesinnt die Wesnlese Mouiag den 28. Ott.,
in Warhenbeim am 23., in Ellerstadi am, 19.. in Kellstadt am
25.; am Montag und Dienstag dürfen die sog. „Vorleser“ herbsten.
J Deidesheim, Friedelsheim und Gönpheun am 255 I
Edents ben. Hier wurden bejeit, Mohlaufe za 210
275 M. die 19000 Liser von der Keller weg,abgeschlossen—
f'oFexontenthal, 13. Oll. Gestern Nacht verangiückte det
daufmann Karl Gahring von Ludwicshafen in der- Nahe von
Dirmsteindadurch‚“ daß ein von ihsin selbst geführter Fuhrwagen
hme über der Leid giug; der Unfall geschah umn 11 Uhr UnduUm
Udr Morgens starh der unglückliche Mann, der einer krauernde
Witiwe und zwei kleine Kinder hinterläßt?
Vandau. Im ,Lamperismühle“-Prozeß sind am 18. d
        <pb n="582" />
        die Plaidoyers, welche 10 Tage in Anspruch genommen haben, zu

Ende gegangen. Der aus den HH. Direktor Foöll, Räthen Böcking

und Stichter und den Handelsgerichtsassessoren Kaufmann Levi und

Banquier Müller zusammengesetzte Gerichtshof hat am Schlusse der

Verhandlungen die Hinterlegung sömnitlicher Akten und Bücher

vecordnet und den Ausspruch des Urlheil— auf unbestimmte Zeit

bertagt.

F.Geldpostdiebstahl. Wie aus Köln mitgetheilt wird,

ist es einem höheren Postbeamten gelungen, dem Diebe des vor
Kurzem auf der Brücke Nachts aus der Carriolpost vermttelst
Einbruchs gestohlenen Geldes auf die Spur zu kommen und ihn
zur Verhaftung zu bringen. Um feinen Zweck zu erreichen, hat
der Beamte sich in ein Arbeitercostüm geworsen, den Bart wachsen
lassen und Wirthshäuser niedrigsten Ranges besucht, jedoch lange
Zeit ohne gewünschten Ersolo. Endlich begab er fich auch in ein
vor der Stadt liegendes Tanzlokal. Er machte hier die Bekannt⸗
schaft e ner Darme, von weilcher er erfuhr, daß sie bald heirathen
und daun von Koöln wegziehen wolle; ihr Bräutigam werde dann
ein Haus kaufen; derselibe habe sein gutes Auslommen. Bei noch
näherer Eikundigung erfuhr er ferner, daß der Verloble in Deutz
in der Artillerie-Werkstälte arbeite. Schließlich machte er auch noch
die persönliche Bekanntischaft des bald eischeinenden Mannes. Aus—
allen dem Gehörten schloß der Beamte, daß er hier auf der rich⸗
ligen Fährte sein könne, und jetzte die Polizei in Kenntniß, worauf
Verhaftung und Haussuchung serfolgte. In der Wohnung des
Diebes soll man noch fast die ganze gestohlene Sumue Geid' vor—
gefunden hoben.

1. Aus dem heffsischen Oderwald. Werber für Serbien wurden
in unserer Gegend don den Behörden festgenommen. Zwei eni⸗
—RO— Handgeld hatten dieselben bereus
geworben, einer dieser Geworbenen ist auf dem Marsche nach Bre⸗
genz, wo ihm der Rest des Handgeldes ausbe,ahlt werden soll.

F Zu Reichenba ch i. Schl. verstarb wiederum eine Frau
von den daselbst an der Trichinose erkrankten 76 Personen. In
dem Zwergfell, den Zwischenrippen, Hals⸗, Kehlkopf⸗ Lungen⸗ und
Dberarmmuskeln, von denen dus der Leiche Proben eninommen
waren, wurden unter dem Mikroskope sich lebhaft bewegende Tri—

h nen befunden. Eine allgemeinc obligatorische Fleischschau ern
sich als dringend geboten.“
F Aus Zynaim, 9. Okt., wird der Brünner Zeitung berichs—
Am 9. d. M. um 4 Uhr früh wurde in dem Otte Zuckerham
ein Verbrechen rerübt, uͤber welches Folgeudes verlautet: Der do
tige Schaffner Namens Lutz war zur gedachten Slunde aus de
Gasthause nach Hause gekommen, wo er im Vorhause plötzlich b
einem dort auf ihn lauernden Manne mit Petroleum beschü⸗
vwurde. Der Augreiser entzündete rasch ein Zündholz und stes
die KHleider des mit Petroleum Uebergossenen in Braud Lutz stan
fofort in Flammen und wurde am ganzen Körper so entsetzl
perbrannt, daß er am selben Tage Nachmittags 3 Ur seim
Wunden bereits erlag. D'e Unlersuchung wird über d'eses, thei
weise noch in mysteriöses Dunkel gehüllte Verbrechen Licht verbreiten
fParis, 19. Ott. Aus dem südlichen Frankreich, besond
aber aus den westlichen Pyrenaͤen, werden groß⸗ Ueberschwemmung
gemeldet.

T Vornehme Gläubiger. Wie die Petites Affiches
chreiben, ist in Paris ein Holzvergolder, Nsire Enault wegen de
»escheidenen Schuld von 500 Fraucs gepfandet worden. Anmu.
ür sich wäre dies eine dunz natiürliche Sache, wenn ihr nicht d
Personen, wesche dese gerichtliche Verfolgung eingleitet haben, ein
nusnahmsweises Interesse guüben. Es sind nämlich: Der —R
don Montpensier, der Graf von Paris der Herzog von Chartie
der Herzog von Newmours, der Prinz Joinville, der Herzog von
Aumale, der König Leopold von Belgien, der Braf von Flandern
die Kaiserin Charlotte, die Herzogin von Sachsen⸗Koburc⸗ Goih⸗
und der Herzog von Württemberg, also ein König, eine Kaiserin,
ein Thronerbe, zwei Prinzen und eine Prinzessin, fünf Herzoͤge und
in Graf aus koͤniglichem Geblüt!

— ur die Redaction erant Fich . x. VDemetz.

Noch silten va em suc so rusc̃ sich etnen all emeinen R
erworben, als der seit einiger Zeit in Handel gebrachte „Nher
nische Malz-Eriract.“ — Im allgemeinen Interesse finden
wir uns veranlaßt, auf die im hentigen Blaite enthalrene Annonce
des — von den bedeutendsten mediciuifchen Autoritäten gepruften
und empfohlenen Phènol ganz besonders hinzuweisen.

Empfehlung.

Den geehrten Damen hiesiger Stadt und
Umgegend, die ergebene Anzeige, daß die Unter⸗
seichnete ihr Geschäst als

FIOdâs to

Heute, Sonntag 22. Okt. Kauflustigen zur
Hartnonie Naun daß der
ꝛei M. Eberhard. Herbst in Ensheim
am 21. d. M. seinen
Anfang genommen

dt.

Urrteneichneur erlaubt sich,
den hiesigen Bewohnern
die ergebenste Anzeige zu machen,
daß er sich zur Besorgung aller
Art Commisfionen in wie
außerhalb der Stadt unterzieht,
unter Zusicherung der Pünktlich⸗
leit vnd vollster Berschwiegenheit,
und bittet er um geneigle Auf⸗
träge. Achtuneẽ voll
G. Eh. Kahser,
Vosamentier.

deroͤffnet hat.
Mit der Versicherung, ihre Besucher in jeder
—Beziehung zufrieden zu steilen, zeichnet ergebenst
Anna Petors.
Sehr wichtig fuͤr Jedermann.
Von ärztlichen Notabilitäten geprüft und
emipfohlen ist der
Phôæmol,
Rheinischer RalzExtraet,
ein vorzüglich und bewährtes Hausmittel,
welches von Hals- und Brustkranken selbst in
Fällen, wo andere Mittel und Arzneien er⸗
folg os waren, nie ohne den größlen Erfolg
Fabrilamarice angemendet worden. — Derselbe wirkt schleim⸗
jösend, mildert die Trockenheit und Huslenreiz. — Einzig sicheres
Mittel bei Keuch⸗ oder blauer Husten der Kinder, sofortige Besei⸗
ugung der Gefahr. Rasche Hilse bei kranken Brustorganen, Hals—
entzündung, Verschleimung des Kehlkopfes, langandaueruder Heiser⸗
keit, hartnäck gem Husten, asthmatischen Beschwecden und katurrha⸗
lischen Affectionen. Der Phèno zeichnet sich vor ähnlitden — zu
gleichen Zwecken gebräuchlichen — Muͤtteln durch einen angenehmen
Geschmack aus. Derselbe iß stets zu haben in Flaschen à 75 Pf.
Vt. 1 und M. 1,50 bei J. Friedrich in Si. Ingbert.
A—S— —— —,
Anlerleibs Bruchleidenden
wird oie Bruchsalbe von G. Sturzeuegger in Herisau, Canton
Appenzell, Schweig, bestens empfohlen. — enthält keinerlei
schadlich en STöoffe und heiIt jelbst ganz alte Brüche, sowie Mutter⸗
vorfälle in den allermeistenn Fällen vollstaändig. Zu be—
iehen in Töpfen zu Mark 5 nebsli Gebrauchsanweisung und überraschenden
Zeugnissen sowohl durch G. Stun zenegger selbst, als durch die Nieder-
hage von Dr WW. Straufe, Mohrenapotheke, Min 3. Auch ist Nä⸗
beres zu erfahren durch die Versandtstelle von Earl Malzacher in Caris.
uke.

Die Ronmer XXE
Fu bri Ix in Bonn a. Rh. lie—⸗
ert auch Theater: Dekoratonen.
nuf Stoff gemalt.
Gegen Husten, Catarrhoete.
gibt es kein befseres, ange nehmeres
und sicheres Niittel als der durch
unzählige Anerkennungen von be⸗
rühmten Aerzten und genesenen
Personen aller Stande ausgezeich⸗
nete rheinische
Traube ubrust · Honig
— de
allein ächt
mit ebigem Fa— 8* —
brikstempel in 2 —
Flaschen a 1, Li/2 2 J
und 3 Mk. käuf- — X
ich in Et. Jug. J
ert bei
IJ. Friedrich.

Den geehrten Damen
don hiet und Umgegend hiermit
die ergebene Anzeige, daß ch
on meiner Einlkaufsreise zurück⸗
gekehrt bin und di Nonvenau-
teꝰs in Modellhuten u. Wimer⸗
sachen zur gefl. Ansicht ausge⸗
ellt habe.
Elise Jischer,
Plodine

Die
Buch- und Stein⸗
Ieuekene
von
F. X. DEMPETZI

32 Bog., mit biel. tu deu Tert
gedruckten anctom. Abtila.,
vae Mark; erschienen bci
hter's verlageansalte w
netpzig, tst in fas allen Vuch⸗
andlungen vorräthlg.— Diefcs
orzügliche Werkekann nuen
ranfen, gleichviel an welcher
rantheit Leitend, umsemehr
uringend empfohten werden,
als * betreffente Heilverfah⸗
ren sich als zuverlüssig bewährt
jat, wie die in denn Vuche abt
jedruckten hreaen glaͤnzeu⸗
den Atteste 3
—

mpfiehlt sich zur eleganten An-
fertigung aller in eses Fnach
ainschlagenden Arbeiten, als
ecliset. —
rertohunus- u. Adress-
curten, Pltucate, Meinc
——
nitucnen ve e 70. vr.
Redaktion Drud mo Terg ven F. X. Demeß in EIngsert.
Siern iülluα4

2

199
IIA

—7
        <pb n="583" />
        Won

X

14.

St. Ingberler Anzeiger.

— —
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöhhentlich) mit dem Haupltblatte verbundene Unterhaltun 186latt. (Sonntags mit illustrirter Bei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienztaz, Dounuerktag, Saustag nud Sounatag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mart 20 R.⸗Pfz. Auzeigen werden mit 190 Pfa., von Uazvictz nit 19 Ven. fir die diergefo ilteae Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclasnen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

in
u
1
»jl
op

M —169. i Dienstaa, den 24. Oetober 1876.
Deutsches Reich.

Berlhin, 22. Oktober. In dem Geriatsverfassungsgesetze ist
die Streitfrage über den Sitz des küufticen obersten Gerichishofes
des „Neichsgerichts“! za beseitizen. In d'ieser Hensicht köunen drei
Städte in Beugacht kommen, Berlin, Leipzig und Frankfurt a. M.,
indessen hit sich im Laufe der Jahre die Ueberzeugung tesestigt, daß
das Reichsgericht seiaen Sitz nur in Berlin haben kann.

NAussand.

Paris, 21. Oft. Heute wacr der Migsisterrath wie er
persammelt. In officiellen Kressen wird versichert, England mache
gjegenwärtig die letzten Austrengungen zus Erztelnng eines Einder⸗
ttaͤndnisses mit Rußland.

Belgrad, 22. Olt. (Amtliche Meldung.) Vorgestern und
gestern schritten die Tücken auf der ganzen Lenie zum Augriff vor,
namentlich am User der. Morawa bei Krewet (7) wurde aufs hart⸗
näckigste gekämpft; die wiederholien Angreffe der Türken wurden
aberall zurückgeschlagen. Dasselbe war der Fall bei den am 16.
und 17. de. gegen die Idararmee gerichteten Ang iffen der Türken.
Am Timok haben erneute Recognoscirungsgefechte stattgefunden.

—Kaonstantinopel, 20. Ott. Der bierher gemeldete
Artikel der „Times“ und die Nachrichten, denen 3 folge Englaud
es ablehnt, der Pforte unter allen Umständen zulnärijchen Vesstand
zu leisten, machen hier erh⸗blichen Eindrrck. Die Slimmung ist
gedrückt. — General Ignatteff überrescht seine neuen Creditive am
nächsten Dienstag.

Konstaniinopel, 20. Ott. Heite firdet bei dem tu'sischen
Besandten General Ignatieff eine Berashung der Vertreter der Mächte
Statt. Die Konferenz will eine Uebeceinstiumung zum gemein—⸗
samen Haudeln für e'ne Verständiaung über den Waffenstillstand
und die Fr'edensbedingungen herbeiführen.

— Konstantinopel, 21..Ott. Die Türken haben am
Donn retag bei Alsxinatz die Offensive ergriffen und dreizehn be—⸗
fest gle Positionen der Serben besetzt, die vollsiändig geschlagen wurden.

q

Sie die junge Generation zu sich heran; mit einem Worie:
haffen Sie eine moralische Kraft, die mächt'g gegen Schlaffheit,
Zuchtlosigteit und Trägheit ankämpft, und sorgen Sie für eine
augeniessene Bildung Ihrer Pflegebefohlenen. Gemeinsame Inte⸗
ressen, gemeinfame Ziele, geineinsame sittliche Grundsätze müssen
Sie selbst beseelen und diese Grundsähze müssen auf Ihre Arbeiter
übertragen, ihnen gleichsam eingeimpft werden. Und dann, m. He!
wird und muß es besser werden! Ich bin dessen gewiß, so ge⸗
wißg, als in unseren Tagen und vor unseren Augen durch das
enge Aneinanderschließen der deutschen Stämme ein Reich gegründet
vuide, vor dessen Groͤße, Macht und Würde der neidische Nachbar
saum den Blick zu erheben wagt.

Nun zum Schlusse meines Vortraas, dem ich noch den Wunsch
anfüge, daß meine aus dem Herzen kommenden Worte auch Auf⸗
nahme in Ihren Herzen finden mögen! Prägen Sie sich die⸗
eltben tief ein und seien Sie eingedent, daß Fleiß, Belehrung und
Bildung zum Segen gereichen. Fassen Sie diefe inhalisschweren
Worte zusammen, befolgen Sie den in ihnen ruhenden Sinn, und
ZSie werden, unbeirrt von fremden Einflüssen, mit sich selbsi und
Ihren Verhältnissen zufrieden sein, und Ihre Kinder und Kindes⸗
inder werden Sie segnen und eingedent sein der Worte des
Dichterz:
„Arbeit ist des Vürgers Zierde,
„Segen ist der Mühe Preis;

„Ehrt den König seine Würde,

„Ehret uns der Haͤnde Fleiß.“

Doch wir haben noch manchen Zampf mit dem Auslande zu
zestehen; noch ist der Boden nicht geebnel, der unsere deutsche In⸗
dustrie auf ein gleiches Niveau mit der auswärtigen stellte, und
die gegenwärtige Stockung der Geschäfte lastet drückend auch auj
dem Arbeiterstande. Daher Muth gefaßt, und — ich bin dessen
zewißz: deutsche Kraft und deutsche Befonnenbeit, deuischer Muth
ind deutsche Beharrlichkeit, deutscher Fleiß und deutsche Biederkeit
verden der deutschen Industrie und dem deutschen Handel eine
ervor agende Stellung im großen Welthandel eirräumen.

Drum, deutsche Arbeiler! setzet euern Stolz hinein, euch
vürdig zu machen euerer Vrüder, die für Deutschlands Ruhm und
ẽhre ihr Blut vergossen habhen. Denn was wars wohl, das sie
em behaglichen heimischen Herd entzoꝛ, um der Fahne zu folgen?
Was war es, das sie ermush gte, Gut und Blut einzusetzen, um
)en übermüthigen Nachbar in die getörige Schranke zurückzuwesen?
Deutschlands Ruhm und Ehre galt es, Deutschlands Ruhm und
khre opferten sie willig und freudig ihr Heim, ihr Wohl, ihr
ut und Blut. Den Manen der Gefallenen wollen wir ein
Tenkmal setzen, indem wir uns auf ihren Gräbern geloben, uns
)urch Fleißß, Berufstreue und Valterlandsliebe jtrer würdig zu
machen. Richt mit dem Schwerte in der Hand sollt ihr käupfen,
euer Kampf soll ein unblutiger, friedlicher sein: Ihr sollt kämpfen
egen die Anmaßung Unberufener, die euch ablenten möchten vom
Wege des Rechtes und hiueinziehen auf eine Bahn, die wihrlich
nicht zum Heile führt. — Maßigleit und Sparsamkeit, ——A
heit und Arbeitsamkeit jeien euere Losungsworte. Said eingedent
der Worte:

Das Zuuftwesen und die Gewerbefreiheit.
(Schluß.)

Das ist meine Arsicht, m. H.! „Aber,“ werden Sie
fragen, „wird der schlichte Handwerksmann auch das Selbstbe⸗
wußtsein ia sich tragen, auf d'ese Weise wohlthätig wirken zu
können ? Wird er sich setbst so viel moralischen Gehaͤlt zutrauen,
daß er mit seiner sittlichen Autorität seinen Lerbeitern zu impo
niren vermag?“ Sicherlich, m. H.! wird er das vermögen, wenn
er sich aufrafft und der Würde seines Standes in seiner ganzen
Tragweite dewußt wird. Die Zeiten sind Gott Lob vorüber, wo
die sogenaunten bevorzugten Stande gerngschätzend auf den Hand⸗
verksneann her iedetsahen, die Nasen rünpften und den „kleinen
Mann“ von ihrer Höde herab mit einem huldvollen Lächeln be—⸗
lückten. Der Handwerkerstaad ist heutzutage höher gestelln, er ist
rin Glied der großen Kette geworden, die sich um das ganze sociale
Leben zieht, er hitft imin, das Gebäude zu errichten und zu er—
halten, welches die Wohnstätle unseres Wohlergehens, uaseret Fa⸗
nilie, unserer Existenz ist! Und so wie gegen das Eade des
vorigen Jabrhunderts darch eine mächtige Unwälzung in ugserer
Probinz die Uebermacht des Adels gebtochen warde und die Wuürde
des ehrfamen Bücgersta des zur Gestung kam, so ist auch in der
neueren Zeit für den ehrsamen Handwerkerstand, eine neue Aera
angebrochen und es liegt nur an ihm die Stelle, die ihm die
Neuzeit angewiesen, mit Winde zu behoupten.

Er strebe daher, dieses siitche Selbstewußllsein pur Geltung
zu bringen, indem er dasselbe auf seine Pflegedefohleren in der
Weise uüberträgt, daß er Sitte, Zucht, Ordnung und Liebt zur
Arbeit in ihnen erweckt und aufrecht erbält.

Ich wiederhole daher mit wenig Worfen den Sinng und den
Wunsch meines Vortrags. Bilden Sie Corporctionen in der don
nir angegebenen Weise, schließen Sie sich eng aneinander, ziehen

„Ehrt den König seine Würd;,
„Ebret uns der Hände Fleiße“
Vermilhtes.
7 Kaiserslautern, 21. Ott. Die in hiesiger Stadt er⸗
obene Häaujersteuer betrug im Jahre 1875 nur 17,3144 Mark,
vwährend sie für da? Jaht 1876 nach der neuen Veranlagung
37,135 M. beträgt. Rechnet man dabon die in diesem Jahre neu
hinzugetretenen Häuser ab, so bleibt immerhin eine Erhohung von
ca. 100 pt. — Am 19. d. wurden hier zwei Taubstummen
getraut, der Drechssler u. Krämer M. Jos. Knill von hiet mit Frul. Louise
        <pb n="584" />
        Elise Hoffmann von Manaheim. Die Formalikäten wurden schr'ift⸗
lich erfüllt.

feFehr. Karl v. Gieaamtihhat die Altienbrauerei Winn⸗
weiler um 118,000. M. eisteigert.

Kaiserstautern, 22. Oll. Ver Lehrer der Handels⸗
wissenschaften an der Kreisgewerbschule. L. Baumblatf, erhielt vom
Reichskanzleramt ein freundliches Dankschreiben für einen an das—
selbe abgesandten Vortrag über die Ausbildung der Gewerbtreibenden,
den er in mehreren Gewerbvereinen der Pfalz gehalien hat.

In der Gemarkung Ger ümsfta⸗d k wurden bis jetzt 124,180
Mäuse und 105 Hamster gefangen und von der Stadilasse dafür
1252 M. 30 Pf. bezabli.

x. Einem in Rixdorf ansässigen Landwirth ist dieser Tage von
einem Spaßvogel ein übler Streich gespielt worden. Da sich das
Gerücht verbreitete, der Landwirtd habe zwei Enden seines Kohl⸗
landes den armen Bewohnern des Orts zum Abernten übe lassen,
so ströͤmte Jung und Alt in Schaaren nach dem Atler und süuberte
ihn so meisterlich von dem schönen. Weiß.⸗ Rothe und Wierfenglkohl,
daß der höchstlich erstaunte Besitzer. am nächsten Tag keinen Kopt
meyr vorfand. Ein großer Theil der Thäter wurde entdeckt, micht
aber der Kohlporteur. d'esez Gerüch

f. In Friedberr g versuchten die Hündler die Butter auf
dem Markte für eben solch hohen Preis, 1Mi 80 bis 2 M. zu
verlaufen, als in Frankfurt. Die dortige: Einwohnerschaft war
über eine solche Forderung. zu wolcher auch nicht der mindeste
Grund vorliegt, einig und kaufte auch micht ek Loth Butter; als
man · diesesbe um 14 Uhr hausnen trug, bekamen dee Banern erst
recht nichts abgenommen, und schließlich boten sie ihre Waare zu
LM. 20 - 30. Pf. aus und fanden auch hierfür kaum einige Ad⸗
nehmer. (Wenn des⸗ hiesige Pablikum auf denr morgigen Markte

rbenso verfährt, dann wird die Hausfrau ihre Butier auch billiger
jaufen koönnen.)

Am 20. ds Mis. kam in der Sitzung des Cassetionshofes
zu München, die stlage der 42 Kaiserdlauteret Lehrer gegen die
Redaktion der „Pfälz Volkzzeituag“? zur Verhandlung und wurde
letzere zu 145 M. Strafe (voriges Urthel 100 MN.) und zu sämmt⸗
icher Koren verurtheilt. — Sonntag den 29. Oct. werd in
daiserssautern das durch den Bildhauer Jacob Penzes jun, fertig
zestellte Kriegerdenkmmab auf dem neuen Kirchhose feieruch euthüllt
werden.

4 Der Bedarf an Lehrern ist für die Berliner Gemeit deschu⸗
sen ein so großer geworden, diß am l. ds. nicht weniger als 58
sunge Lehter von der Schuldeputation zunächst als Anwärter in
—XEI

F Paris, 20. Ott. Zusolge der unaufhörlichen Regengüsse
zer ketzten Wochen fird im' füdtichen Frankreich, alle Flüsse aus⸗
getreten. Perp'anan ist ganz überschwemmte, und die Eisenbahn
wischen dieser Stadt und Narbonne st fünfnal unterbrochen. Alle
Urücke u in der Umgegend sind zerstört. Der Tarn wächst in be⸗
inruh gendet: Weise und von Carcassonne lommen schlechte Nach⸗
richten. Im unleren Theil der Departements der Aude hat ein
eftiges Gewitter großen Schaden angerichtet und am Zusammene
lusse der Aude und des Orbien hat die U berschwemmuug ein hohes
Maß erreicht. Die Weinderge haben sehr geltien; mehrere Fabriken
ind zerstört und in einigen Gegenden haben die Gewässer viele
Bauernhäuser waggeipült, so daß die Roth sehr groß ist. Bis jetzt
ind jtdoch nur materielle Schaden zu beklagen.
ö— — — — — — — — — — — —
Für die Redaction verantwortlich: J. X. Demeß.

— 5CAAA

——
45409— — —
Bauschaffnerstelle u St. Ingbert.
Fur den Canton St. Ingbert: soll laut Jenehwigten
Distrilieratbsbeschluffes ein eigener Bauschaffner angestellt werden,
dessen jährliche Gehalisbezüge bestehen in einem aus der Dist'ilts⸗
tafse des Cantons St. Ingbert zu bezieheuden fixen Geldgebatte
vonnnnnnnn. 1123300 Mart.
und einem Bureaue Aversum von. 100
Zuß mmen 1900 Mart.
Ferner in einem Zuschusse aus der Gemennde⸗
kasse von St. Ingbert im Betrage von. 430
im Ganzen 238330 Mart.

Die Diäten, welche derselbe bei auswärtigen Tienstvertiche
uumngen im Cantone St, Ingbert, und bei authelfeweiser Verwen-
dung im Cantone Blieskastel. zu beziehen hatt, sied festgesetzt auf
den Betrag von 9 Mark für den ganzen, und vou 4,50 Mart
für den halben Tag.

Polytechnisch und prat:isch gebildete Vewerber. wollen ihre
Cesuche um Verleihung dieser neu geschaffenen Bausch ffnestelle
mit dem Wohnsitze in der Stadt St. JIvgbert nebst Zeugnissen
über theorectische Studien, praktische Verwendung und bisberizes
sittliches und bürgerliches Verhellen bis läugstens 1358. Nov.
näch sthin, bei der unterfertigten Behörde eiureichen.

Zweibrüden, den 22. Ottober 1876.

Königl. bayr. Bezirksamt:
ODamm.

—
Die
ICOFrIASSOPfFEM-U. HOIE-
Spunden-Fahbrila
von

J. *

P. J. Woll &amp; Sohn, St. Ingbert
empfiehlt ihre Fubrikate, als: Korkstopfen in jedem
Naliter und jeder Qual'tät, fichten und eichen
Holzspunden, sichten, eichen und buchen
Querscheiben zu Fabritpeeisen.

Lag⸗r in: Brauerpech, Flaschenlack, Me⸗
tallkapselu, Korkmaschinen und verkorkt en
Krahnen.

Empfehlung.

Den geehrten“ Damen hiesiger Stodt und
Umgegend, die ergebene Anzeine, daß die Unter⸗
eichnete ihr Geichäft als

VIOdiste
eroͤffnet hat.
Mit der Versicherung, 'hre Befucher in jeder
Beziehung zufrieden zu stellen, zeichnet ergebeuft

Anna Peters.
Leistenbruoß
—X
ich schnell, sicher u gründlich.

Ueber 1000 geheilt.
EErne in Ahaus Waestf.

— —— t — —— —

—B——üüüü—üüüü
Große
Aehgermeister⸗Versammlung
im Hotel KAmiisch in Neunkirchen,
am donntag, 20. Oct. Mittags 3 Uhr.
Es werden alle Herren Meßzgermeister
aus der Gegend von Saarbrücken, Sulzbach,
St. Ingbert, Zweibrücken, Homburg, Ott⸗
weiler und St. Wendel zu dieser Versamm⸗
lung eingeladen. Zur Besprechung kommt
in erster Reihe die „Häuteverkaufsfrage“.
Es wird um zahlreiches und pünktliches
Erscheinen gebeten, damit die Herren die —E ———
Abendzüge zur Rückreise benutzen können. u —588 Rh. lie⸗
Die Metzger von Neunkirohen a , n uedeloratonen—
—I—⏑8,. —

Trostlos u. siech
vanken die unglücklichen Op-
fer der Selbsthefleckung und
reheimer Ausschweifungen da-
nin Das berühmte Original-
Moisterwerk „der Jugend-
zpiegel môge Jeder lesen,
der an Schwächezuständen
leidet. Für 2 M. versendet
es W. Bernhardi (jetet in
Drosden-Blasewitz dis-
oret in Couvert.
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        —25238
25 2353
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358 3533335
333353 338 233
— 253337 —z7 5357 2 528
X 4 5320 * 7 * 53357 222
52557 —5 52 532353353338
*32 — 5335335—— 378 ———— 35333233
737 52523335 337 22333 3 z333 —X
5 23 353333
237323 225 —A 56 S 33353238
2232 52 537 —253253 8333 3535* *
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3333285287 333 8 5332355
75243 —— 333553875 225 75353 83353853 558535
5523 335 —252 — 53 —— ——— 58 — 52
*223335 533 553223 338 —— 532235 25535 20
2333333 ** 132535 5325337 2358* 523233 5593 —— 7
*2283 5 752 25332 — 73 358 253352338 333333
3 32 52 33337557 —
5 2 58 3363438 35333586433— 3
r 274 133533 3333 33984 35 13
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32232 887 5339383
2755 5838 33233 x8
qę' 3 8
3853 5355553 12533553525
— 7 222 9 * x —7
— 523683538 223352*588
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3830 858 —29 63 555 35* 5328
28 532255 2 *5325 z35 F 89
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78 333 55 20855—53 537523 — 3
2 —2—* 22. 2 72 —2 25. 7285* A
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* 5—52235 2.33—

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        St. Ingberler AAnzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hiuptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei

lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dienztag, Donnerstag, Saustag und Sonutag. Der Ab⸗unementszpreis betraͤgt vierteljahrlich

Mart 20 R.⸗Pfg. Auzeigea werden mit 10 Pfa., von Aazvartz uit 15 Pfy. fur die diergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclanen
mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.
A⸗ 170. —— Donunerstag, den 26. Oetober 1876.

— — —
—
Deutsches Reich.

Mänchen, 24. Olt. Der Siiftsdecan Enzler, zum
Bischof von Speyer ernannt, hat auf das Bisthum thatsächtch
Zderzichtet und sein deßfallsiges Gesuch bere is dem König eingereicht.

Berlhin, 24. Okt. Der deuische Botschafter in Petersburg,
Beneral v. Schweinitz, wurde gestern in längerer Audienz vom
daiser eipfangen und ist Abends nach Petersburg abgereist. Der—⸗
elbe begibt sich von dort nach Livadia zu Kaiser Alexander, von
vo er in etwa drei Wochen nach Berlin zurüchzukehren gedentt.

Berlin, 24. Olt. Heute Nachmittag 1 Uhr hat im könig⸗
ichen Pala's unter dem Vorsitze drs Kaisers ein Minssterruih stau⸗
jefunden.

Für den Fall, daß die Eröffnung des Reichẽtages nicht vom
daiser in Person vollzogen werden wird, soll der Präsident des
Reichskanzleraintes, Hr. Hofmann, in Abwesenheit des Reichskanzlers,
die Veilefung der Thronrede vornehmen. Ein hiefiges Biatt bringt
die Nachrihht von einer für den 80. Geburtstag des Kaisers (22.
März 1877) bevorstehenden umfassenden Amnessie.

Seitens der sozialdemokratischen Abgeordneten wird im Reichs
ag der Verfuch gemacht werden, die jetzige polinsche Lage Europas
ur Dedatte zu br'ngen und über die von der Reichsregierung ein—
gehaltene Politik Aufschlüsse zu erlangen. Viel werden sie dabri
vobl nicht erfahren, das Fragen aber ist ja ein billiges Vergnügen.

NAusland.

Wisen, 23. Ott. Aus offinösen Kreisen transpirirt, Igna⸗
neff werde morzen, Dienstag, von sämmtlichen großmächtlichen Ver—
retern in Konstantinopel der Pforte ein Ultimalum übecre chen.
Wenn d'eser letzte diplomatische Schritt erfolglos bliebe, würden die
Rordmächte, gemäß der Reichsstädter Abmachung den Weg der be⸗
vaff eten Intervention befchreiten, deren Modus nach O'sterreichs
und Rußlands Vorsch,ag — Deuischland zu bestimmen hätte. (29)

Pest, 24. Okt. Im Finanzausschutz erklärte der Landes—
nettbeidigungs-Minister v. Szende auf eine Anfrage, es könnten
nöthigenfalls 217,000 Honveds binnen 8 Tagen voliständig aus—
jerüstet und mobilisirt werden.

Bukartest, 28. Olt. Wie hier verlautet, drängt Minister⸗
»räsident Bratiano darauf hin, we in Serbien so auch in Rumä—
nen eine Königs-Protlamation in's Werk zu setzen, die natürlich
uuch von einer Aufkündigung des bisherigen Verhältaisses zu der
Turkei und den Mächten begleitet sein würde. Falls Roußland ein
Schutz⸗ und Trutzbündniß mit Rumäni⸗en kingeht, wütden 100,000
Rann rumänijcher Truppen zur Verfügung gesielll werden können.

Madrisd, 28. Olt. Amtlich wird gemeloet: Vereits seit
ange hat die Regierung die sozial stische Verschwörung uberwacht,
velche von Rutz Zorilla und Salmeron mit Unterstützung einiger
örderalistischen Miltäts organisirt war. Nach eirer an der Grnze
rfolgten Beschlagnahme eines Briefes don Ru'z Zocrilla, worin
derselbe den sofortigen Lesbruch andefithlt, beschloß die Regierung
u handeln und verhaftete die Hauptschurdigen, darunter die Generäle
Mereto, Areyro, Patino und Acosta, welche nach dem Mililärgesetz
iestraft werden sollen, sowie mehrere förderal:stische Deput rte. Einige
B. rjchworene haben sich geflüchtet.

Konstantinopei, 23. Okt. Die Regierung hat ein
damplott gegen dos Leben des Großveziers und Midhat Pascha's
zdeckt. Die Rädelsführer, zwei Ulemas vom höchsten Range, und
damiz Pascha sind verhaftet und nach Rhodus deport rt. Weilere
Berhaftungen werden erwariet.

A—
»en Oberbefehl des Großfürsten Michael, Bruders des Kuifere,
isherigen Staithalters im Kaulasus geftelln; 60,000 Mann seien
ereit, die türkische Grenze zu überschreiten.
— —
Vermischtes.
fKufel. Von dem kgl. Landgerichte Kusel wurde am 17.
Oltober der Metzget Phil:pp Schloffer von da wegen Verkaufs von

fehlerhaftem (nicht bankwürdigem) Fleische zu 14 Tage Haft, und

vegen Unterlassung der Anzeige an den Fieischbeschauer zu 20
Mark bestraft.

F Rüdesheim, d. Rh., 22. Okt. Ende dieser Woche
vird man hier mi dem Auslesen der Trauben beginnen müssen.
Die Erute verspricht vorzüglich zu werden. Auch die Quantitüt
st reichlich. Die Eibinger (vulgo Eilinger genannt), deren Ge⸗
narfung zwischen der unserigen und der Geifenheimer liegt, be⸗
zjinnen bereits morgen den Herbst. In Aßmannsdausen ist man
afrig beim Einthun der rothen Trauben, mit denen man fehr zu⸗
rieden ist. In Lorch wird Qualität und Quantität des 1876er
denfalls gelobt. Ueber dem Rhein, in der Gemarkung Bingen's
at man vorgestern mit der Lese angefangen; man erwartet dort
allgemein einen guten Mittelwein. EGr. J.)

7 Frankfurt, 21. Ott. Wiesbadener Blaͤner schreiben:
Fin in seiner Art in der That seltenes Werk der Eisenindustrie
zalten wir heute in dem Hofraum des Herrn Fabrikanten H. C.
dalkbrenner (Friedrichstraße Nr. 10) Gelegente zu besichtigen:
inen circa 28 Fuß langen und 515 Fuß breiten eisernen Koch⸗
jeerd mit, einem Gewicht von über 8000 Pfund. Außer seiner
omfortablen Einrichtung hat der Heerd, der irsdtz seiner colossalen
Bihße durchweg wohlproportionirt erscheint, auch eine c'rculirende
Wasserheizung. D⸗rselbe ist für das neue Restaurations-Gebäude
)es Zoologischen Garsens in Frankfurt a. M. beftimmt. Eine
Besichtigung des Werks dürste für Freunde der Kunst ⸗ Industrie
Jewiß interessant srin.

tBerlin, 16. Olt. Wie gemeldet wird, ginge der General⸗
postmeister Stephan mit dem Plane um, eine Mitwirkung der Post
ur Förderung des Sparkassenwesens eintreten zu lofsen. In Eng⸗
and besteht bekanntlich die Einrichtung der Pofliparkassen seit langer
Zeit und hat außerordentlich günstige Resultate aufzuweifen.

fVon Seiten der Berliner Vegetarianer wird lebhaft dafür
gitirt, die Anwendung der deutschen Sprache den Aerzten bei Ab⸗
zassung der Recepte zur Pflicht zu machen.

F Eine schreckiiche Ep sode trug sich am Monkag in der gegen⸗

värtig iu Linum der Berlin zur Schau gesiellten Menagerie zu.
Der 16 Jahr alte Sohn des Menageriebesitzers bgab sich, wie ge⸗
röhnlich, in den Kafig zweier Bären, um mit dense!ben Produk⸗
onen in der Dressur zur Aufführuug zu bringen. Sobald er die
Thür des Käfizs hinter sich gischlossen hatte, packte der eine der
zären ihn am Saenkel, warf ihn zu Boden und zerriß ihm die
Fleischtheile an den Armen und Beinen. Nur dadurch gelang es,
»en Unglücklichen vor dem gänzlichen Zerreißen zu retien, daß die
Menageriediener und Wärler die wuülhende Bestie mittelst Eisen⸗
langen erstachen. Der andere Bär konate nut dadurch von der
Zeute abgehalten werden, daß, während der erstere erstochen wurde,
iner der Augenzeugen der enisetzlichen Scene ihn mit eincr anderen
Fiseustange derattig bearbeitete, daß er vor Schmerz in einet Ecke
ich kümmte. Der Schwerverletzee mußte anderen Tages in das
drankenhaus nach Neu ˖ Ruppin gebracht werden.

4J Mr. Rilph Stotit will die Leistungsfähigkeit seiner Flug—
naschine am 4. Nov. d. J., Mittag 12 Uhr,in Weißensee be⸗—
veisen. Mr. Stott will aus der Lufi herab durch Werfen von
Jefüllten Bomben u. s. w. auch beweisen, wie gefohrbringend seire
Maschine für die Kriegsschiffe, wie für die Armeen in Zeiten eines
drieges werden kann; er wird ferner fich in einer längeren ge—
)ruckten Ansprache über den Werth seinet Mischine und über die
Folgen seiner Erfindung an die öffentliche Meinung wenden. Ein
»ctannter und wohlhabender Rentier, nuter den Luͤden wohnhaft,
wird Mi. Stott bei seinem ersten Fluge begleiten.

Bern, 18. Ott. Im Schangnauer Wald im Canton
Bern stehen gegenwärtig zwei Bäume übervoll von reifen schwarzen
de Im Frühjahre trugen die gleichen Bäume fast gar keine

itschen.
F In Wien wurde am 17. da. der Briefträger Guga, dem
das Austragen der Werthpackcie, sowie die Auszahlung der Post«
        <pb n="588" />
        anweisungen obliegt, von einem Jialiener, der sich Mendoza oder
Mendoja nannte, durch einen Dolstich und Erdross-lung ermordet
und einer Baurschaft vor 14500 fl. beraubt. Der Nord ging
in der Wohnung Mendoja's vor? sich. Den Anstrengungen der
Beheimbolizet gelang es, den Moͤrder, der sich als Heindich Frances-
coni, zuletzt Kommis in Klagenfun eatpppre, in Franzeusfeste zu
verhaften.

Der Dampfer „England“ der National-Dampffch fffahrts⸗
Compagnie (Linie von C. Messing), welcher vor ungefahr 14
eeee ee n hatle eine Reise, reich an
Begebenheiten: Am I8. Sept. halb J Uhr Nachmitags, als sich
der Dampfer 38 Grad w. L. und 28 Gr. n. Br., alsd gerade
östlich von Neusundlaud befaud, wurde von · demfetver ein Fuhrzeng
—XXXXDVX
steuerte auf das Fahrzeug zu und es siellte siih herauss, daß vas
selbe der Schooner „Middlesez“ war, welcher sich auf der Reife
von Milwaukee (Wisc.) nach Leith (in Schottland) befand. Der
ersie Ofsizier des-,England“ ließ das Rettungsboot herunter und
ging an Bord des Schooners. Der Kapitän und die Mannschaft
des Schooners waren gänzlich erschöpft, in hoffnungbloser Lage,
und daher gezwungen, ihn Schiff zu; verlassen. Der „Eugkand“
nahm sie auf und setzte seine Reise weiter fort. Zwen Tage später,
am 21. Sept.“ passirte der „England“— drei ungeheure Gisberge,
— Am folgenden Morgen entdecket der England“ ein zweiles
Schiff, welches ebenfalls das Rothsignal zeigte und zwar ein wenig

noͤrdlich von dem' eingedaltenen Kurste des Dampfers, 48 Gr. 2
D. n. Br. und 52 Gr. 50 M. w. L. Man erkaußte den Dampfer
„St. Germain.“ Die See ging seht hoch, das Sch'ff arbeilete
mächtig. Dee Ste Getain“ haite sein Steuerruder verloren und
war den Wessen preisSzegeben. Man begann, die Passag'ere bon
dem „St. Germain“ auf den „Engländ“ zu bringen. Damit
nußßzte man jedoch we en des zunehmenden Windes aufhören.
Der „England“ nahm daher den „St. Germain? ins Schlepptau
und steuerte nach, Et. Johns, Neufundland, wo das Schiff ducch
den „England“ in den Hafen geschleppt wurde. Hier wurden
die noch übrigen Passagiere desselben an Bord des „Eunland“
zenommen; edenso die Postjäcke und das Passagiergut, um —
amer vetaden — seine Reise weiler sorkzusetzen.
——
Dienstesnachrichten.

Der Gewerbschule in Traunstein wurde der Realien-Lehramts-
kandidat L. Stenimer aus Pottmes, zur Zein an der Lateinschule
in Winnweiber verwendet, als Assistent beizegebet. Zum Studien⸗
ehrer an der Lateinschule in Annweiler wurde dier⸗Kit ssenderweser
Th. Simmeldauer in Schweinfurt ernannte

—öüRüRüüüüü—»üBRBRüöꝰỹWBBB8
Fur die Reduction veraniwortlich: F. XDemetz.

————

—“—— —*

B

—

— — —

— — 2
— — ——
IVXLIVRL
—— —
Berichtigung.
Die in Nr 157 d8. Blaties
pom 8. Oktobet J. J. angekün⸗
digte freiwill'g gerichtliche Ver ·
IIIVV
Phlipp Weigande Weth in
Metz.e. und seiner erstehelichen
sinder findet nun
JIreitag, 3. Novpember
nächsthin, Racdhmitiags 2 Uhr;
dei Hrch· Schmidt dahier statt.
Zur Versteigerimg bommen:
Ptk.⸗Nu. 206. 4* Desdimalen
Fläche:;, ein— zweistöckiges
Wohnhaus mit Stallung,
Küche und-Brennhaus und
sonstigen Zubehörungen, ge⸗
legen an der Blieskasteler
Straße zu St. Ingbert;
Pl. Nr. 205, 2 Dez. Flüche,
Wohnbaus daselbst. nebst
Zugehörungen neben Vo⸗
rigem;
Pl.⸗Nr. 442, 443 und 444.
11 Dec. Fläche, Wohnhaus
mit Stall, Scheuer, Dresch⸗
lenne, Einfahr, Hofraum,
Garten daselbsu, den vori⸗
gen Häusern gegenüber gelegen.
St. Indbert, 25. Otl. 1876.
Sauer, k. Notar.
v 84
Licitation.
Samstag, den 11. November
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr zu
Enshe m, bei Wilhelm Quirin
Wittwe, werden von dem hiezu
gerichtlich beauitragten unte⸗
zeichneten kgl. Notar die nach—
stehen.d bezeichneten Liegenschaften
im Banne von Ensheim ab—
theilungshalber öffentlich an die
Meistbietenden zu Eigenthum
versteigert, nämlich:
l. Pl.⸗Nr. 977. 3 Tez. Pflanz.
garten in den Meifengärten.
2. Pl. Nt. 1608. 8 Dez. Wiese
oberhalb der Thalmühle.
Pli⸗Nt. 265 nm. 266. 55
Dez. Wiesengarten im Hof⸗
oder Postgarten.
Eigenthümert sind:
1. Margaretha Marx, Ehefrau

von Peter Cung. Buchhalter, in

Ens heinn;

2. Jehann Marx der Junge;
Aderer alldarz:

3. Andrease Marx, Allkerer

dastibst;

4A6. Petet Marn, Schneider in
Monthier Saint⸗Jean in Frauk⸗
reich; —F
54 Nitolaus Marx, Ackerer
in Ejchringen;

B6. Kathorina Marx, gewerb⸗
lose Wittwes von Jakob TDegel
in Selbach;

7. Anna Maria Marx, ge⸗
werblose Ehefrau von Peter
Jung IIE. in-Eneh⸗im;

8. Barbara Marx, gewerblose
Fhefrau von- Johann Erch in
rnsheim.

St. Ingbert, 25. Oll. 1876
Sauer, tkgl. Notäs.
Wir gedeutra das Fest der

Grundsteinlegung

* e e 2 ⁊ 3 7 s
zur prot. Kirche in Kirkel-Neuhbausel
am 307 Oktober näasthin, Vormltlaqs 10 uhr, zu feiern und
uden hierzu freundlichst ein.

Neuhäuset; den 24. Ottober 1876.
Im Auftrasge dees Presbyferiums:
JIurig, Pfarrer.

Für dien

— 220 1222348 —* —M
Süddeutsche Presse u. Münchener Nachrichten
wird füt die Monate Noveinber und Detem: er ein Abonnement au
dem' geringen Preise von 2 Mark eröffnet. J

Das genannte Blalt hat sich unter feiner jeß'gen Redaktion
aus geringen Anfängen in kürzer Zeit' zu enem der angeschensten
üddeutschen Blättet erhoben und nimmt speziell unter den baherischen
liberutest Zeitungen' eine der ersten Stillen ein. J

Für die bevorstehende Reschsagswahl' wird die „Süd—⸗
dentsche Prefse? bei ihren nahen Beziehungen zu den liberalen
dayerisch · m Parteiführern eine besondete Wichtigkeit haben und in
den Wahlkampf inner⸗ und außethalb Bayeras energisch eintreten.

Die politische Stellung der Süuddeutschen Presse“ und
ihre publ ezistischen Leistungen sind bekannt und bedürfen keiner
weiteren Hervorhebung.

In ihrem Feuwilleton bringen die ‚Suüddeutsche Presse“
und „Muünchene Nachrichten“ den neuesten Roman' von
Friedrich Spielhagen „Sturmfluth“, welcher auch den neuen
Abonnenten, soweit der Vorrath reicht, nachgelrefert wird.

München, im Oktober 1876.

Die Administration der Süddentschen Presse‘ und Münchener
Rachrichten.“
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in Et. nabert.

Uun erlaubt“ sich—
den hiesi zen Bewohnern
ie ergebenst· Anzẽeige zu mächen,
aß er sich zur Besorgung aller
Aer Eommissfionen in' wie
mßerhalbe der Stadt umterzieht,
unter Zusicherung der Punktlich
keit vnd vollster Verschwiegonheir⸗
und bittet er um geneigte Auf⸗
cträgh“ Achtune? voß
G. Eh. Kayset
Vosamentier.
— ——

Enpunken sJeder Art rann aus
voller Ueberzeugun die Anwen.
dung des ————— bewaͤhrien
in Dr. Alryꝝs Ra turhcine e
beschrirbeuen Heilverfahren em⸗
pfohlen werden Dieses in mehr
als 60 aiu erschlenene 500 8
starke Buch kofer Zur 1 Mart J
aist durch e Zughandiung oder
direet von Ricier Verlage.
anstau in Leipzig zu beziehen,
welch· Lektere quf —*
auch einen 100 Seit ftarten Aus
zug daraus eratis —XX aur
Vrufum versender.
AXXXXV
Rnheinischer Malæ-Extraot
zegen Krampf, blauer Husten,
Brustschmerzen, Asthma, Ver—
schleimung der Luftröhre, des
Kehlkopfs. Gegen Husten Heiser⸗
keit, Katarrh, Halsentzün⸗
dung, Asthma, ein vorzüg lich lin—
derndes Mittel, ist stets zu haben in
Flaschen 73 Pfg., R. L. RLßo
gEu Jugbert bei J. Fried⸗

Die Cor I'alr emn
Dr rilc in Bonn g. Rh. lie⸗
jert auch Theater⸗Dekor at'onen
auf Stoff gemalt.

— —un
XRRV
vom 24. Oct. 1876.

Geidsorten I- vbeg
Pistolen, doppeltee.. — —-6.
Pistolen.. ——6.
Hollän. 0.-st. Stücko. 1665 6.
Randdukaten... 971-76
20- Frankenstücko.. 1621-25
Angnische Sovereigns. 20 8838
kRussische Imperials, 1674 - 79
Dollars in Gold.. 416-19
        <pb n="589" />
        *— 2 8 — — — 5 * —
—2 * 22 — 22 * 2 — * 24 —BR 8
* 53 23 — 22 55355 3—3 35 — 2
. 589 —5 —838 72 7 — — 5 53 22253383 523*
* * —5 — 235
8383 3333 58535 ——— 35 45553
335 355*8 — 713 52—2255 „3556 53 ——A
2.5 * 23 528 —c S82 E * 5. 5 5 V 2 62 * *6 *8 7— —28 72 2..
5 22 27 253—— 522 2 ——7
— 5 7—835 2228 ——— 522 *5* 5353 82 *2
—— 5 2 3—— — — —2 —— — 55 2
23 SBRZ. —F* — * —1 E —2 * 8 * — 22
55 5 33 532838 sse 3 22
88 2 22 225 — * * T 2 322⏑ O 232 52 87 28* 4 — 72 S *
8538 3 — 8
*525 — — E 2. — * R[ —A — 2.
—— 2 — 8 —————— —A — —
— — 56 —33 355 —35 7 3 ⏑ 335
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— *— 7 — 333 35 225275—53
* 233378 2 2 228 5 38 — 2223 — —— —
252.* 2. 283*3335 5— 57 —553 22628
3 23 833883
— * 3 *
—33 225257— 2 — 3 — 353 Z6*
86 5 223 5 v* — 73 * 522527 3 5 807
775* —A 2 — — 28 2. 52* —22387 x .
25223 225 32528 2 R —55523
32353 —A 55 2—82—— 523— 2—2823352
2333 Svv ——— 8 5 3 36 2 5535*
2 28 23 S 8* — —382 52222522
55 —2375882532 5 7 .5 5 55 23. 3
* —— R8627 6 —— 32 —
X 222.2 5 2* 272 2. * 72 8 2. 52—83
223 * * 2 — —— 3 2* 2 22539 52260 ——
— 3* 5 z— 252— 2 —72 2* 5* 2.532 3.
8 255255 2*8* * 5.52 z2 S * 2** —
*8 0 555 T5555 55 8—— 233 285
— — 5. 32775 —A 5 273 332
2 53535 5 —535833 215538 25. 5 52 —2353
225757832555323235 c —2*33 2232235 8

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        St. Ingberter Anzeiger.

—ναανα,
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöhnilich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltun 186latt. (Sonntags mit illustrirter Bei

lage), erscheint wöchentlich pierm al: Dienztaz, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Aboanementszpreis beträgt vierteljährlich

Mart 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Aar virt? nit 13 Pf. far die viergejpilteae Zeile Blattschrijst oder deren Raum. Necla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M Irt. Samstag, den 28. Oetober 1876.

Für die Monate November und December werden;
Abonnements auf den St. Ingberter Anzei—
ger von allen Postanstaltn, sowie der Erped tion
ntgegengenommen.

— —
Deutsches Reich.

Berlhin, 22. Ot“. Der gesamimte Etat für das ersnte Quar ⸗
al 1877 vird in der nässten Sitzung des Bundescathes am künf
agen Donnerstag fertig gestellt und dann sofort dem Reschstage
ermintell werden. Der Eutwurf des Etatsgesetzes sür das Viertel⸗
aht vom 1. Januar bis 81 März 1877 liegt jetzt vor; derselbe
imfaßt vier Paragraphen, er steht in Ausgabe und Einnehme mit
102,116,560 M. und zwar zerfallen die Ausgaben in 98,652,420
au fortdauernden und ir 8,764,149 M. au einmaligen Ausgaben.
DDem Bundes?ath ist eine Nachweisung über de den einzelnen
Bundesstaaten bis Ende Septembet ds. Is. überw'esenen Beträe
n Reichs⸗, Silber-, Nickel und stupfermünzen zugegangen. Danach
eläuft sich die Gesammt'umme dieser Berräge auf 304,067, 888
D. 68 Pf., und zwar au Fünf⸗Mart-Siücken 58,633, 140 V.,
uin Zwei-Mart? Stücken 19, 357.600 M., an Ein-Mark Stücken
133 600,721 M., an Fünfzig-VPiennig Stücken 29,699,174 M.,
iu Zwanzig⸗Pfennig⸗Stücken 28,583, 862 M. 80 Pfj., an Zehn—
Pfennig⸗Stücken 16,957,048 Vit. 80 Pf., an Fünf⸗-Pfennig⸗ Stücken
342883 W. 40 Pf. an Zwei-Pfennigz Stücken 4,882,073 .
34 Pf., an Ein-Pfenn'g-Stücken 2,7589,954 M. 94 pf. (K. 3.)

Berlin, 24. Od. Die Kreuzztg.“ vermuihet, daß der
Jeulige Cabivetsrath unser Vorsitz des Kassers mit der Berlänge⸗
ung der Eisenzölle in Zusammenhang staud. — Die neueste Vers
artheilung des Grafen Harry v. Aruim hat den Schwager des⸗
elben, din Oberpräfidenten der Provinz Schlesien, veranlazt seine
Sutlossung aus dem Staaesdienst zu beautragen.

Vertin. 25. Ott. Die ‚Prov.Corr.“ meldet, der Kaiser
Jedenke den Reichstag in Person zu cröffnen, und habe gestern
zine S'tzung des Ministerconseils abgehalien, um vor Beginn der
Reichstagssession sich über ein ge der wicht geren schwebenden Fragen
nit dem Staatsministerium zu verständigen.

Berlin. Peof. Reultaux vefiht die Anficht, daß die
eutsche Industr'e sich au der Pariser Ausstellung im Jahrt 1878
zetheiligen solle, daß ferner dei dieser Gelegenheit die Vertreier
der ausstellenden Nationen unter si h gemeinsam die Aufeinander—
jolge der künftigen Weltausstellungen und zwar so festsetzen sollen,
daß die nächste in Berlin statisinde.

Ausland.

Wien, 24. Oklt. En Si. Pelersburgre Brief der offic ösen
W. Abendpost“ gesteht zu, daß die russisthe Armee auf den Kriegs⸗
juß gesetz wird, erklärt aber, daß der Kaiser Alexander prine piell
um Frieden festhalte. — Der öslserreich. Handelsminister kündigte
im Reichsrath dee Absicht an die neu aufzust llendea —A
u erheben. (I. 3.)

Pessi, 25. Oklober. Ein russisch-serbischer Emissär hat hier
ven Versuch gemacht, Kadetten der oͤ te rreichtschen Arm.e zur Felouie
zu verleiten. Der Fall erregt ungeheuces Auffehen.

Pess. 25. Ollobetr. Die jüngste Nummer des „Ellenöhr“
meldet, der Kreegsminister h be an den Karer berichtet: alle— Trup⸗
pentötper seien vollstandig ausgerüstet für Aktion oder bewaffnete
Neuirailat. Von einer Mobilisitung, bemerktt das Blatt dazu, sei
jedoch keine Rede.

Paris, 24. Olt. Im heuizen Ministerrathe, der im
ẽlysee gehallen wurde, beschaͤftigte man sich mit der Etllätung, die
Igaeticff heute dei der Pforte abgeben sollte, so wie ant der De—
desche über die vorbereitende Conferenz des rusijchen Botschafter⸗
nit den fürkischen Ministern. — Die Pelition, welche die Aus⸗
veisung der Jesuiten aus Frankresch fordert, soll schon 500,000
Unterschriften erhalten haben. In bongpaitistschen Kreisen ift eine
Belifion in Umlauf geseßt, welche den kaiserlichen Prinzen ditiet,
eine Politit durchaus zu andern. — Das Transporischff —XX

welches morgen in Toulon erwartet wird, bringt die Gesuche der
Deportirten ous Neu⸗Catedonien mit, welche die Milde des Präsi⸗
denten dre Republik anrufen.

In französischen Regierungskreisen zeigt man sich über den
möglichen Ausbruch des muselmannischen Fanatismus und über die
zu bifürchtenden Massacres von Christen sebr beunruhigt. Der
rommanditende Generaldes französischen Geschwahers, Admiral
Jaures, der von seiner Mission vach Salonichi zurüdgekehrt ist,
oll dem französischen Gouvernement sehr ernste und besorgniß
rregende Schilderungen von der im höchsten Grade aufgereizten
S„timmung der Muselmänner gegen die Christen urd gegen alle
Fremden gegeben haben.

Maderid, 25. Ociober. In Folge der Verschwörung haben
26 Verhaftungen stat. gefunden, darunter 18 Generäle.

Konstantinopel, 25. Ott: Die „Agence Havas“ erfährt,
zeneral Ignatieff werde nach stattgefundener ojfiziell r Audienz
och um eine Pesvataud'enz bei dem Sultan nachfuchen. — Drei
siesige armenssche Journale wurden susspendirt und deren Redakteure
vegen Verbreitung falscher Nachrichten verhaftet. J
Pera, 25. Okt. Es bestätiat sich, daß die Pforte eiklärte,
ie sei bereit, den 6wöchentlichen Waffenstellstand auzunehmen, wofern
ie Mächte sich ve pflichteten, falls nach Adlauf dieser Frist die
friedeusverhandlungen noch kein Resultat ergeben hätlen, eine
bermalige Frist von weiteren sechs Wochen, und wenn auch dann
ioch keine Einigung erfolgt sei, eine zweimonatliche Verlängerung
jes Waffenstillstandes zu bewilligen. Ignatieff hat, wie verlautet,
dierauf erklärt, er glaube nicht, daß Rußiand diesen, wenn auch
erstecht, auf einen fünfmonatlichen Waffenst Uktand hinauslaufenden
Forderungen der Pforte zustimmen würde.

Wie der „Pel. Korr.“ aus Konstantinope! gemeldet wird,
verlangen d'e national⸗türkischen Blätter ohne Ausnadme von der
Bebötferung Opfer und rufen laut, daß die Existenz des Staates
n Gefahr sei. Diese Ausbrüche haben zur Unteidrückung des
Basfiret“ geführt, welche unter dem Titel ‚Si vis pacem, para
»ellum“ e'nen der le denschaftlichsten Artikel ve öffentlichte, in
veichem die mahamedanifche Bevöltkerung aufgefordert warde, sich
u bewaffsen und zum striege gegen Rußland vorzubereiten. Gleich⸗
ertig teizte das Blatt die Bevöllerung gegen die reichen Muha⸗
nedauer auf, welche zu den Kriegsauslagen wenig beigesteuert
jaben. „Ihr Geld, iht Vermögen“ — sagte „Bassiret“ —- „ge⸗
sört der Nation, die es sih aneignen kann, zu Zwecken der Ver⸗
he idigung des Vaterlandes und der Religion. Das Volt möge
sich bewaffnen, um zu den äußersten Opfern berent zu sein, wenn
z nicht, wie seine Glaubens enossen in Central-Asien, der Sklaven
dieset Sch..... von Russen werden wolle.“ — Das , Bas⸗
iret“ wurde auf Exaschreiten des englischen Boischafters Elliot
unterdrüdi.

Nach Berichten des „Pester Lloyd“ aus Pera tritt Ignatieff
'eit seiner Rücklehr nach Konstantinopel mit auffallender Ruhe und
Zurückhaltung auf. Er erklärte seinen Kollegen, er habe keine
andere Jnstruktiion, als der Pforte gegenüber die Ablehnung des
sech zmonatlichen Waffenst Istandes zu motiviren, die Abkuͤrzung
desselden auf 6 Wochen vorzuschlagen, welcher Termin übrigens
herlängert werden könnte, und mit den Vertretern der Mächte über
zie Friedensbedingungen und über die Präcisirung der lokalen
administrat ven Autonomie der türkischen Nordprovinze zu berathen.
Bon einem Ultimatum spricht Ignatieff so wenig mie von einer
Fxekution. Rußland greife nue auf das Berliner Memorandum
uruck, wenn es verlange, daß die Resormen in Bosnien, Herze—
sowina nud in Bulgar'en unter Uebecwachung einer europäischen
Fommissisn gestellt werden sollen. England und Oesterreich haben
angesichts dieser Hältiung ihre Vertreler angew'esen, der eventuellen
Abtürzung des Waffenstellstandes nicht entgegenzuwirken.

Nisch, 24. Olt. Djunis wurde heute nach zehnstündigem

hzartnäckigen Kampfe von den türkischen Truppu genommen; die
meisten Verschanzungen langs des Tjunisbaches kamen in türlischen
        <pb n="592" />
        —
statt. Es herischt zeitweilig Regenwetter. (Nach einem Telegramm
—
auch Bobowiste — am rechten Ufer der Morawa — geräumm)—
Tiflis, (dautasien) 24. Okt. Der türkische Consul und
seine Frau sind gestern ermordet worden. Ob der Thäter ein
Russe ist, weiß man noch nicht. J
Perersburg, 21. Ott. (Die VTimes“ und —R—
Die Meue Zeit schreibt in ihrer Rundschau: Womit lodt das
Ci Organ den Kanzter? Mit tommetziellen Vortheilen an der
Donau. Aber das ist eine Luftspiegelung. Selbst wenn die Dondu
von der Brundumg bis Serbien ein rufsischet* Strom Wirdezjo
hindert das die Hadelsfreiheit auf ihm gar nicht. Es ist lächerlich
ju behaupten, die Türtei biete in dirser Hinficht mehr Garantten
ols Rußland, Es ist nicht zu vergessen, daß seit Eniw ckluag der
Eisenbahnen und der Dam'pfschifffabre zur See die Flußschifffahrt
jelbst auf großen Strömen im internat'onalen Handel eine Auge
legenhejt/ zweiten Grades geworden ist, wobei sie ein allerdings
wichtiges Hülfemittel bleibt. Die „Times? sagi auch der Krieg
zweschen; Rußland und Oesterreich werde Deutschlands Handel einen
großen. Schaden zufügen. Das st offenbar geschraubi. Ein Arieg
Rußlandz mit Oesterreich, besonders aber mit England, wird dem
deutschen Handel gewaltigen Nutzen bringen, worüber man in
Deutschland ausgezeichnet nach dem Krimkrieg urtheilen lann. Wenn
Deutschland neutral bleibt, so geht unser ganzer auswärtier Han⸗
der schonzaus rein geographischen Gründen über Deutschlaud, dor⸗
nehmlich über Preußen; in jener Zeit machie Preußen nicht nur
im Binnenhandel kolossalen Gewinn, sond⸗in auch seine Haudels⸗
flotie entwickelte sich damals zusgroßer Bedrutuung. Damals führten
wir nicht mit Oesterreich Krieg, damals haten wir noch micht
gegen, 20,000 Werft Eisenbahnen, damals war unser auswärtiger
Handel voöoch gicht so entwickelt wie jetzt, Ein neuer Krieg mit
Eagländ und Desterreich wird Deuschiaud Handelsbortheile ver ·
schaffen, wie sie sich jeßt noch gar nicht ge lassen. Die
„Times“ veistelli sih, als fuche England den Frieden“ durckas
nicht im eigenen Interesse, sondern im Interesse Europas. Daa
ist ejne so frech? und ungeschickte Lüge daß sie keiner Widerlequng
bedarf. Unter der jetzigen Unruhe Europas leidet der englische
Handel, der in den slabischen Länbern der Türkei einen Mann suür
feine Produkte verliert, leidet die englische Industrie so sehr, daß
über dem Haupt ⸗ Inidustrie ⸗Bez'rk Englands, Lancafhire, sich eine
Krisis zu entladen droht; leiden die englischen Kapitalisten, die
Millionen durch das Fallen der Prozentpapiere verloren haben;
der Krieg wird diese Verluste verzehafachen und Euͤgland zwingen,
tine neue Staatsschuld sich auf den Nacen za laden, um des Ver⸗
juchs willen, sich den Balkan⸗Pearkt zu erhaiten. Aber selbst die
Befetzung Konstantinopels, wotauf die Times“ anspielt,bedeutet
noch nicht, an von Rußland befreite Slaven englische Procutte
mabfettz.
New' York, 24. Oklt. Laut Berichten ans Haiti ist in
San:; Domingo eine weue Revolution usgebrochen vnd wurde der
Prasident Espaillat durch Gonzales erfetzt.

gramm innerhalb der angesetzten Zeit, von 527 Uhr, Erl⸗digun

findet, so daß zu so 'derechtigten Klagen, wie sie bei dem jüngster

A—

FBuy ereurh. 24. Oktober. (Zoodloalsche Merlkwürdigleit.)

Wie den ‚Vayreut ser Tagblatt“ aug Aitenkundstadt von glaubwũr⸗

diger Seste mitgetheilt w'rd, hat dortselbst eine seit Langem mil

einem Ilinen Königshunde zusammengelebte Katze 2 vollständig aus—

gebildete junge Hunde und Kaätzchen gewörfen. Stan diefe Sa—
tenhet zur wissenschaftlichen Unteisuchung szu bringoen, haben die

Figenthümer derbeiden Thtete die Juigen sofort gelödtet und inv

Wafser geworfen, weil sie fürchteten, „es köanten dieselben ihnen
—EXXE—

7 Datlingen, 23. Ott. Gestern Nachts 9* Uhr wurden

viif der Vaynstrecke unweit dem Dorfe Haufen 43 Plück meisi
tragende Schafe durch den daherkommenden Zug getödtet. De
Zchafe Aud aus der Hürde gebrochen, wo sie sih auf deim Scheenen ·
zeleije lagerten. . Zum G.ücke warde der Bahnzug zum Stehen ge⸗
hracht. Der Anbid der getödte:en Schafe war atahlob.
7 Augsburg. Wir eisahren „gus verläsffiger Duelle Maß
in dei Befinden des Medicinaltathes Dr. Schmauß dahier eine
etfreuliche Tendenz zur Besserung eingetreten ift; das Fieber isi
eltener und weniger hochgradig, der Apprit hat stth ehoden;
raͤfte zustand aber noch niedrig.

FRüdes heim a.“ Rh. 22.Okt. V'de dieser Woche wird
man hier mit dem Auslesen der Trauben deginnen; müssen. Die
Ernte verspricht vorzüglich zu werden. Auhh die Qunitat in
reichuich. Die Eibinger (ulgo Eillktger genanut), derrn Gematkung
wischen der unsetigen und der Beisenheimer hegt, veginnen bereus
norgen den Herbst. In Aßmaunshaufen ist man eifrig deim Ein
hun·der “rormhen Trauben, mit denen man sehr. zufrisden ist. In
dorchewird Qualität uind Quantitat dis 1876 ebenfalis gelobt.
Ueber den' Rhein, in der Gemarlung Bingen's,/ hat mun vorg estern
mit der Lese angefangen; man erwartet dort ällgemein einene guton
Mittelwein.

FiMainz, 20. Otl. Das im Sommer hier nabgehattene
Schittzenfest ergab einen Ueberschuß von 24,000 9N.

FIn Beutel bei Bonn feierte am 16. ds. der Mentier
Münch seinen O9. Geburtksag.Der deutsche Kronprinz, ver sich
den Jubelgreis bei Gelegenheit des Godesberger Feftes Hadte dor⸗
stellen lassen, sandte ihm ein Glückwunschs:elegtamm.

Boppard, 28. Okt. In veiflossener Nucht entstand im
oberen Stadtiherl Feuer, welches begünst gt wom Winde14 Ge⸗
däude in Röche legte.

Aus Köln verlautet: Juüngst stellte sich ag einer Eisenbahn⸗
station in unserer Nähe ein Pedant zum Adt von St. Gallen, dem⸗
nach drei Bürger den Bauch des“ Mannes nicht umfaßten. Allen
Bemuhungen, ihn in eine der vier Wagenklassen zu spediren, vor⸗,
rück oder seutwäris, spottete seine Corpulenz deharrlich. Der Mann
mußte sich mit einem Platz im- Packwagen begnügen.

Der Raubwbider Francesconi hat im etsten Ver⸗
hör ein umfassendes Geständni abggelegt. Auch das geraubte Geld
ist bis auf einen geringen Rest zu Sta de gebracht; in Klagenfurt
hat man 10.000 fl. in österreichischen, 4000 M. in deuischen
Noten aufgefunden.

* Ein Pariser Blatt bringt folgende Mittheiluagen“ über die
Civillisten der Oderhäupter der europässchen Mächte: Der bestdotirte
Herischer ist der Kuiser von Rußland, welcher läglich. 125,000
Francs dezieht; der Suttan Hamid ILbezieht tägnich 90 000 Fics.,
der Kaiser von Deuischland 41,000 Fraucs, der Kaiser don Oester⸗
teich 40,000 Fraucs, der König von Italien 32,000 Francs, die
Königin von England 31,350 Francs.

FWeinfälschung in Frankre'sch. In einem Rund⸗
chteiben, welches der frarzösische Justizminister Dufaure üder diesen
Segenstand an dee Generalproturatoren bei den Apellhdien gerichtet
zat, heißt es u. A.z« „Die kunstlihe Farbung der Weins geschlehi
auf zwei Arten: durch die Mischung der verschiedenen Weine und
durch die Auwendungz von Färbessoffen, die leine der coloxirenden
Egenschaften gewisser Weintrauben besihzen. Das Mischv⸗rfahren

ist an und⸗ für sich- nicht als eine Fälschung zu-betrachten und
darf daher nicht gerichtlch verfolgt werden, es sei denn. daß der
äufer von dieser Behandlung des Weines keine Ahnunghatte.
Ju einem solchen Falle wäre je nach den Umstauden gegen die
Verkäufer nicht auf Grund der Fälschung, sondern von Vetrug in
»er Qualitat oder Quantität der verlauften Sache vorzugehen.
Daregen ist es eine Fälschung, die den Betrug nicht ausschließt,
venn die Weine mit Stoffen, die nicht von der Weintraube kom⸗—
men, gefärbt werden. Einzelne dieser Stoffe können unschädlich
sein, während die andern wieder höchst gefährlich sind Sie
haben daher Verfolgungen gegen alle diejenigen axzuord ien, wesche
den Wein auf diese Art falschen, so gefalschten Wein in ihren
Magazinen aufbewahren oder zum Verlauf feilbieten und ver⸗
aufen .... Die künstliche Fälschung des Weines wird in zahl⸗
eichen Zeitungen und Flugschreften gelehrt und in weit verbreuͤefen

Vermischtes.
r Zweibrücken, 24. Ott. (3w. 3.) Heute wurde den
Hausfranen unserer⸗ guteu Stadt Zweibrücken von den biederen
Landbewohnern und Landbewohnerinnen für ein Pfund Butter der
Bekrag von 1. M. 50 pf. bis 1M. 60 Pf., anfänglich sogar
von 1 M. 70 Pf., also von einem Gulden näch unßerem früheten
Gelde gefordert und theilweise auch bezahlt. Wo soll Das hinaus?
Wollen sich unsere Hausfrauen diesen exorbitanten GForderungen
ruhig fligen, dann würde es ihnen ganz recht geschehen, wenn die
Bäuerinnen ihnen demnächst für ein Pfund Butter 2.M. abver
langen würden. Gestern meldeie der Kurier“, daß in einer pfal⸗
zischen Stadt den Frauen ebenfalls für die Butter auf dem Wochen⸗
markte unbillige Preise gefordert wurden. Jene Fraden waren
aber einmüthig, boten mir 1. M. 20 Pf. kauften nicht. höher und
hartten dadurch den glänzenden Ersolg, daß die Verdauferinnen ihnen
die Butter in⸗ die Haufer nachttru en und dort um 1M. —A
willig abgaben. Wie wäre es, wenn unsere Hausfrauen sich auch
zu solchem Widerstand aufraffen und sich einmuthig vornehmen
wolten, am nächsten Wochenmarkte nicht mehr als 1M. 20 pPf.
für das, Pfund Buster zu zahlen? Deeser Preis ist dem Wetthe
der Butter nach Quolitat und Quantilät mehr als entspiechend,
und was darüber ist, ist vom Uebel. Auf also, ihr werthen Haus⸗
frauen, rüstet Euch zum Kampfe, ihr werden, wern ihr einmüthig
seid, fiegreich daraus herdorgehen.
Meustadt a. H.24. Ociober. Die berühmte Sangerin
Earlotta Patti, die eben wieder die halbe Welt concertirend durch—
wandert, wird Sonniag Aber Tage, den 5. Nopember, im
Saalbau zu Neustodt fingen uub boneden“ pedcutenden Instrumen:
taliften Raphael Josessy, Concertmeister Heermann um gotet de
Swert begieitet, ingen. Es iß Vorsorge getroffen, daß dag co⸗

— — —
        <pb n="593" />
        Prospekten und Ar noncen angebpriesen. Diejenigen, welcht in einem
bestimmten Falle durch ihre Anleifungen zu einer derartigen Fäl—⸗
schuug Anlaß gegeben haben, müssen als Complicen bestraft werden;
endlich gestattet das Gesetz auch die Besträfung Solcher, deren An
leitungen wirkungslas geblieben sind. Die Staatsanwälte haben
ganz vesonders eine nachdrückliche Ahndung zu beantragen, wenn
Ju Zer ffünstlichn Farbung erwiesenermaßen shädliche Stoffe var⸗
wendet worden sind·
fBwßlfSchiffe im Eise verloeren. Ein Telegranm
aus San Franzisklo vom 22. ds. meldet: Der Wuallfischfahrer
Glorenet ist wit 200 Maun an Bord hier ceingetroffen, welche
qu einer man der Vehringfstratze abgegangenen. Flo se von Walfisch-
fahrern gehöören. Nach der Angabe derselden ind von den 1d
Schiffen, nus welchendie Flotie bestand, 12 verloren⸗ gegangen.
Von der Besauungdieser 12 Schiffe bleb ein Theuu an Bord, ein
underer Theil der Mannschaften kam bei dem Veriuche, sich zin
Sichethen zu bringen, um's Leben, und nur demek.cneren Theile
cluckie nach großen Mühzseligkeuen, au Boid der „Flovence“ und
eines and ren Swheffes zu gelangen. Fer die Retiung der ver—
undlückten Mannschaften oder Scheffe ist keine Hoffnung vorhauden.
Vor nus uige in emi amp
wande ein aͤller, lieber Hausfreund, der uns scon in unsere
frühesten stindheit vom Weihnachtstische mit hellen freundlichen

Augen anblickte und, mit Jubel empfquigen I Hindes Geist und
Beinüth Dguernd zu fesseln wußte. Es find W. Hey“a Fabenn
mit Bildern von O Spedter“, (Goiha, Friebrich ündreaß
Perthes; 2 Boe. a Bbd. in großer Ausgabe M. 3. 30,' in leiner
Ausgabe M. 1. 50), ein in seiner schlichten Einfachheit und in
seinen nie veraltenden Geistesformen wahrhaft classisches Kinderbuch.
Wenn der selige Verfasser d'eses Jagendschahes, der schlichte Pfarrer
hon Ichtershausen, wühte, wie viel Dankihm im Geifse fuür seine
Gabe von den Eltern gespendet worden ist und wie viel Freude
er den Kindern mit seinem Faheljhatze bereitet hat und immet
bereiten wird, dam hätte er wohl sein Recht, von sich sagen zit
dairfen: Igs habe gewirkt nach besiem Wissen und Gewessen; aber
daß ich deses Büchtein für die Kleinen schrieb, ist wohl eines
Menschen Lehen werth! — — Draußenstürmt es und der Regen
clägt rauschend gegen die Fenster, es ist traulich am warmen
Deein; bald werden Dücher und Straßen die weiße Schneehülle
lrggen und das hristterde wird wieder dei uns einkehren. Die
stiuderhetzen sch agen idm schon jetzt erwartungsvoll entgegen; wer
den Klejren nicht allein eine große Freude bereiten, sondern auch
die ersten Sameukörner geistiger? Erziehung in die jungen-Herzen
streuen will, der lege „Hey's Fabeln“' in die kleinen Hände
— er wird fsehr bald dre junce GeistessSaat aufgehen seben.
(Thüringer Hzuetfreund 1875, Nr. 46.)

Versteigerung eines
Hofguteẽs.
Montag den 30. und Diens⸗
tag den 31. Ottober nächsthin,

Vormitiags 9 Uhr beginnend, zu

Reichenbrunn bei Witiwe Schmidt

wird das Ziegler'sche Hofgut

zu Reichenbrum Gemeinde Ens⸗
heim bestehend in
18 Dez. Flaͤche Wohnhaus
mit Scheuer, Stallung,
Schaf⸗ und Sch veinställen,
Brenuhaus und Hofraum;
66 Dez. Pflanz· und Gras⸗
garten dabei,
ca. 40 Tagwerk Ackerland,
ca. 17 Tagwerk Wiesen und
ca. 18Tazwerk Wald

mit Ermächtigung des zussän⸗

digen Vormundschafts Gerichtes

des augenjcheinlichen Nutzens
wegen auf 6 Zahltermine affent⸗
lich an die Meistbietenden zu

Eigenthum versteigert.

Eigenthümer ist Julins Zieg⸗
ier, ninderjähriger Sohn von
Mathias. Ziegler, Gutsbesitzer in

Burbach bei Saarbrückenund

dessen verstorbenen erssen Ehefrau

Elisabeth Abel, welcher seinen

genannten Vater zum gesttzlichen

Vormund und Nitolaus Colignon,
Kaufmann jin Barbgch zum Ne⸗

benvorwmunde hat.

Das Gut kommt- —je nach⸗
dem sich Liebhaber finden — im
Ganzen oder in geeigneten Loosen
zum Ausgedote.

Das Ackerland eignet sich zum
»Aubau uller Getreidegattungen,
Kohl und Kartoffeln Der
Waldb stand enthalt Stämme
zu starkem Bauholz, Grube-
stempeln und Eisenbahnschwellen

ESt. Ingbert, 11. Ott. 1876

Sauer. k. Notar.
Eonventionelle

Hausversteigerung.

Momag, den 13. Nodember
4. J.“Vormittags 10 Uhr auf
der Amtsstube des untet zeichneten
Notars wird auf Betreiben von

OfttoWeigand- Kaufmann
in St. Ingbert, in seiner Ergen⸗
schaft als subrogirter Gläubiget
von dem allda wohnhaften Kauf⸗
mann Joh. Joseph Grew:nig

mund dieser als Rechtsinhaber 8. Pl.Nr. 2377 und 2378.
hon Pem in/ Kaiserslautern wohn⸗ 15 Dezim. Garten in den
haften Weinhändler und Guts⸗ Bruchrechgärtent, an der
besitzr Peter Müller, jun. — Kohlenstraße neben Fried⸗
Letzterer in den Rechten der rich Seib, u Bauplaßz ge
We nhand ung Gebrüder Stief eiguet;
von hier, Pli⸗Ntr. 4515. 93 Dezim.

contra Wiese auf dir Spick neben
die in St. Ingbert wohnhaften Georg Bleif und Johqnn
Ehen und Ackersssleute Jakob Adam Peterz Wwn
Lohmer und Katharina Rees⸗ Pl.Nr. 838. 30 De,imn.
»ech die nachhezeichnete Liegen— Weese in den Großwichen
schaft wegen Nichtbezahlu gdes auf dem Dilmesbruch neben
Acquisitionspreises zu eigen Frang Jakob Ehrhardt
wienerversteigert nämlich : und Johann Hilleͤthal.
Pl. Nr. 2863. 15 Decimal. Eigentoümer-sind:
Garten auf der Meß, Ge 1. Johann Thiery, Kaufmannn
markung von St. Ingbert, gzin Schnappbach;
jetzt ein darauf erbautes 3. Michael Thierhe, Pocker
Wohnhaus mit Scheuer ain St. Ingbert;
Stall. Keller und Hofraum, 3. Jo ann, Georg und Harl
Garten und sonstigen Zu- Grauvogel, mjuden jährige Kinder
dehörden neben Nekolaus der perstorben Katharina Thierh,
Weber und Weg. Eh frau von Georg Grauvogel,
Sauer, kal. Notär. Werksührer in Homdurg in Deutsch:
vothriugen,, weiche diesen ihren
Bater zum gesetzl chen Vormund
und genannten igo.l Thiery
sum Nebenvormurde khaben;
4. Elisabeth Thierh, gewerb⸗
lose Eheirau, pon Franz Appre⸗
deris / Kaufmann, beide in Metz,
32 Bectha-Veriner, minderjoh
tige Tochter der verstorbenen
Cheleute Peter Bermer, Tech
niker und Josephine Thierh von
dFraulautern, welche den Kauf⸗
maun Karl Bermer in Saarlouis
jum Vormunde und genaunten
Johann Thierh zum Nebenvor⸗
munde hat;
6. Sophie Thiery, gewerblose
Ehefrau von Heinrich Holzer,
Professor in Lüttich;
—— edig und
ohne Gewerbe in St. Ingbert u.
8. Mathilde Thierh, ledig
und ohne Gewerbe allda, eman⸗
ripitte Minder jabr'ge, welche ge⸗
naagten Johang Thiery zum
Guatot bat.
16t: Ingbert, 26. Oll. 1876
Sauer, k. Notar.
neGCouneris.
mit jedet, beliebigen Firma be—
drudt, find billig zu haben ir
der Druckerei von
—αιι—

Eine yeue leichte
Halb Chaise,
solid und elezans gehaut,, hat
zu perlaufenn 75*
LE. Reinhart, Wagenschmied.
Zweibrücken,
vis-a-vis dem Pfälzer Hof.

Die beriuhmte Echrader' che
8
Weiße

Lebensefsenz
pon Apotheler Schrad er, Feuer
bach Stutigart, welche schon Tau⸗
senden, die mit den langwierige
slen und shwersten 9
Magenleiden
behaftet waren, allein Ferr
hat und die in den meiften Fa«
milien als diätetisches Haus
mittel danz imentbehrlich ge⸗
worden ist, wird Jederniann drin⸗
gẽn empfohlen. F
In der heißen, Sommerzeit
und auf Reisen ist die Essenz

auch das beste Vorbeugungs
mittel gegen die Ruhr. pr. Fl.“
1War bi73
F Friedrich, St. Ingbert.

VAug. Seel, Zweibrücken.

E. Ph. Ehelins, Ludwigshafen.

12127
Licitation.
Montag, den 18. November
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr zu
A
zaufer werden oor dem unter
zeichneten hiezu gerichtlich beauf⸗
xagtenek. Notar die nachst hend
ze zeichreten Liegenschaften im
Banne von 2 St. Ingbert der
Abtheilung · wegen⸗ öffentlich zu
Eigenthum versteigert nämlich:
A. Zum Nachlosse des Peter
Thiery, weiland Kaufmann
in St. Ingbert, gehörig:
1. Pl. Nr.4. 4, Dez. Flaͤche,
ein ane der Ka'serstraße zu
St. Inghert gelegenes 2
stöckiges Wohnhaus mit
Keller ‚neben a Hermanu
Fischer und — dem Café
Oberhauser; und Pl.Nr.
10. B. Dez Flache, Scheuer
mit Stall an . der: Muͤhl⸗
gasse neben, Philipp Gott⸗
maun und — Stief;
B. Zum Nachlasse der Katha⸗
rina Dreßler, Wittwe von
Johann „Baptist Thierh allda
gehötig:
2. Pl⸗Nr. 952. 18Dezim
Garten in den Dilmes?
gärten neben Gustav Zix;

isa Motio: Ihr habt
— das Gute so nobe!
dpite wogerioh
8aft
allerhöchst janctionirt; rühm⸗
liast bekannt, lieblich zuͤ
nehmen, das sichersie, gewiß
auch dankbarste Mittel. gegei
Brust⸗ Hals und Lun
genleiden, Bronchial⸗
verschleimungHusten
Catarxh ꝛe. ꝛc.
Die Resultate sind über;
raschend. ⸗
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1M.
und 1 Mart 50 Pfg. in
Si. Ingbert bei Joh.
Friedrich, Zweibrückeh
bei W. A. Seel, H0 m⸗
burge in/Pf. bei Wilh.
Simon Oberwürzbach
bei J. Luck zud in da
Fabrit don Baiul —*
Dettelbasch'a. Mebe
Mürzbura. 1
        <pb n="594" />
        Kgl. Kreisbaugewerkschule Kaiserslautern.
2745) Der Unterricht an der ereis⸗Baugewerlschule beginnt Freitag.
den 3. November und dauert vom November bis Ende März.
Die Schule erbau in diesem Jahre durch Creirung eines 3. Curies
ihren vorläufigen Abschluß. Sie bezweckt jungen Leuten, welche
dem Bauhandwerke sich gewidmen haben oder zu witd men beab⸗
ichtigen, demnoch Mauerern, Steinhauern, Zimmerleuten, Schrei⸗
vern, Schlossern, Glasern, Spenglern, Tüuchern, Dach⸗ und Schiefer⸗
dedern die zum ratonellen Betriebe ihres Handwerles er sot derlichen
Kenntnisse zu vermitteln. Der Unterricht erfolgt derch iheoretije
und prakiische Anleitung, sowie grophische Darsiellung in thnunlichn
populär gehaltener Weise. Zuglesch wird bemerkt, daß auch junge
deute von Kunstgewerben, als: Moͤbelschreiner, Gold- und Silber⸗
schmiede, Melallarbeiter. Töpfer, Holzschneider, Tapezierer xX. als
hospitanten Aufnahme finden loͤnnen, um im Zeichnen und Entwerfen
hon in ihr Gewerbe einschlagenden Quufigegenstanden geübt zu werden.
Für den eintretenden Schuͤler ist ersforderlich, doßß er das 15te
debensjuhr zurüchgelegt und seit seinem Austritt aus der Vollksschal⸗
entweder in der Lehre gestanden oder weilteren Schulunterricht ge⸗
nossen hat.

Die Jusceiption findet am ZOten und 3Uten Oetod er lauf.
Jahres auf dem kal. Rektorate Vormislags von 9 bis 1242Uhe und
Rachmittags von 4 bis 6 Uhr statt, wodei die betreffenden, amtlich
beglaubigten Schule und Lehrtengnisse minzuhringen sind. Das
—AV und ist bei der Inscription zu entrichten.
Zur Befreiung von demselben ist die Vorlae eines Dürftigkeis⸗
eugrisies nothwendizß. *»

Lebrprogramme und Statuten können durch,die Tafch er'sche
Buchhandiung hier jeder Zeit bezogen weden.

Kaiserslautern im September 1876.

Agl. Reckorat.
. SPatæ-

pfälzische
Annoncen-Agentur
(Gerrmann Kayser)
Taiserslautorn, Ludwigstrasse Nr. b,
enen de Befdiderung von Juseraten he Ze tungen
des In⸗ und Auslendes zu —A I

HDepositâr-Ge.
Lohnendes Ekommon ohne Botriebs-Capital bei 40 pot.
sRaAbatt. Gewahrung ganz besonders Apothekern, Droguen-

Geschâften oder feinen Delikatess-Handlungen.

Die Kais. u. Köonigl. Hof⸗Malæprã paraten-ahrik
ron Johann Hoff in Berlin suclit. für ihre seit dreissig
abren welthekannten Malæpräparate, aB Malzextrakt.,
MalzChocolade, Brust-Malaονσ und Victoria-Choeo-
Hue mit Gewuræ und Vanillo eine geeignete Vertretung

Ofterten mit Angabe von Referenon detebe man
u richten an —XRXRIX

Lvropũischer Hoflieferant in Bern.

Für die
Züddeutsche Presse u. Münchener Nachrichten
vird für die Moadte November und Dezemn er ein Abonnement zu
Xem geringen Preise von 2 Mark eröffnet.

Das genannte Blats hat sih unter seiner jetz gen Redaltion
nis geringen Anfängen in kurzec Zeit zu e nem der angesehensten
üd: eutschen Blätier erhoben und nimmt jpegiell unter den bayeris hen
beraleit Zeitungen eine der ersten Siellen ein. —

Für de bevorsteheude Re chzta zsw ihl wird die „Süd⸗
eutsche Pressse“ bei ihren nahen Beziehzungen zu den liberalen
ayer'sch ·n Parteiführern eine besondere Wichtigkeit hꝛben und n
»en Wahlkampf inner⸗ und auß rhilb Bayeras energisch eintreten.

Die politische Stessung det Süddeutschen Presse“ und
hre publ zistischen Leistungen siud bebannt und bedücfen beiner
veite reu Hervorhebung.

In ihrem deuilleton bringen die „Suddeutsche Prejse“
ind Muͤnchene: Nachrichten“ den neuesten Roman von
zriedrich Spielhagen „Srturmflurh“, welcher —X
boune iten, sowe it der Vorrath resch', nachgelrefert wird.

München, in Ottober 1876.

Die Administration der Süddeutschen Presse“ uud Münch ner
Nachrichten.“

J * F— Die
IOEIAAM- u. EBEOIE-
nmunden-Fabrsc

J don
P. J. Woll K Sohn, St. Ingbert
mpsiehlt ihre Fabrikate, als: Korkstopfen. in jedem
dasie und seder Qualltate, fichten und eichen
—A sichten, eichen und buchen
Querfcheiben zu Fabritpreisen. A

Lagn in: Biauerpech, Flaschenlack, Me⸗
Mkapfeln, Korkmaschinen und verkorkt en
⸗rahnen.

307
—225 27
13
— *
I Große
fMekßgermeistere Versamm lung
im Hotel ICauscba in Neunkirchen.

12
am sonntag, 20. Oot. Mittags 3 Uhr.
Es werden alle Herren Meßgermeister
aus der Gegend von Saarbrücken, Sulzbach,
St. Ingbert, Zweibrücken, Homburg Ott⸗
veiler und St. Wendel zu dieser Versamm⸗
lung eingeladen. Zur Besprechung kommt
in erster Reihe die gHaͤuteverkaufsfrage“.
Es wird um zahlreiches und puůͤnktliches
Erscheinen gebeten, damit die Herren die
Abendzüge zur Rückreise benntzen können.
Metzger von Neunkirchen.
Anterleibs⸗ Bruchleidenden

vird o Bruchsalbe von G. Sturzeuegger in Herisssau Canton
Appenze U, Schweiz, vestens empfohlen. Dieselbe cnthält kein ertei
schädlichen Sit offe und heilht selbst ganz alte Bruche, sowie Mutter⸗
vorfälle in den allberem eisteen Fällen vo rustandig. Zu be⸗
iehen in Töpfen zu Rark 5 nebsit Gebrauchsanweisung und überraschenden
Zeuauisien soͤwaht Turg G. Sturzenegger seibst, als durch die MNieder⸗
ahe van Vre W. Stranß, Nohrenapothete, Maainz., Auch ist Rä⸗
eret zu erjalzremdurch die Kersandtflrlle von Carl Malzacher in Carla⸗
uhe. w

——

—
—

Die
BZuch- unch Stein-
druobhereĩ
von
P. X. PEMRETDZ

Weizen 11 M. 87 Pf. Korn
3 M. 99 Pi. Gerste Zreihige
— M. — Pf. Gerste —*—
— M. — pf. Spelz 0 M.
— pPf. Spelzkern — M. —
pfg. Dintel — M. — Pls.
Prischfrucht — M. — Pf. Hafer
7 M. 983 Pf. Heu 5 M. 50
Pf. Stroh 4 M. 75 Pf. Kar⸗
offeln 2 M. 60 Pi. per CEtr.
Weißbrod 1 Ko. 57 Pi. Korn⸗
rod 3 Ko. 79 Pf. ditto 2 Ko.
53 Pf. ditto 1 Kilo. 27 Pf.
Bemischtbrod 3 Kilo. 96 Pf. 1
Paar Wech 190 Gramm 6 Pf.
Ritdfl. 1. Qual. 58 Pf. 2.
Auali. 52 Pf. Kalbfl. 48 Pf.
amfl. 52 Pf. Schweinefl. 60
i. Buiter 1 M. 30 Pf. ver Pid.

empfiehlt sieh zur eleganten An-
fertigung aller in dieses Fach
inschlagenden Arbeiten, als:
nechset, Circittuirs, Visit-
ertohunues t Adresx-
rten, Pticeate, Væin- u.
Vauren-Etiq uettes, Itcch
Anqen ta. 8 ιU . 8. .

Frucht. Brod⸗ und
eisch Preise det Eiat.
weibrücken von 26. Okt.
— — — — cc1* — — — T777—
I Mr Im im Verlag von J. X· Demeß in St. Jugbert .
        <pb n="595" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und dat (Z mal wöͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltunzsblatt. (Sonntags mit illustrirter Rei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Saunstag nuud Sonatag. Der Aboanementzpreis betraͤgt vierteljahrlich

ark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von A43 vartz mit 13 Bfrfur die vier zeso altene Zeile Blattschrift oder deren Kaum. Necta nen
mit 30 Pfaq. pro Zeile berechnet.
4 172. 9F J ESonutag, den 29. Oetober J : nn: 1876

Für die Monate November und December werden
bonnements auf den St. Ingbertet Anjzjei—
der von allen Postanstalt n, sowie der Erpedtion

zntgegengenommen.

Deutsches Reich.

Müncqhen, 28. Olt. Der preußische General⸗Feldmärschall
Frht. v. Manleuffel kam gestern Abend von Tegernsee, wohin er
iich von Gastein aus zum Bejuche der Familie des Herzogs Karl
Theodoz begeben hatte, hier an und setzte heute die Reise nach
Berlin fort. — Der Militär⸗Attache der hiesigen preußischen Gesandt.
chafl, Majer d. Stülpnagel,. hat sich heute mit der allesten Tochter
des Generals d. d. Tann derlobt.

Berlhin, 26. Olt. In einer Correipondenz der Nordd.
Aslg. Ztg.“ aus Petersburg wird die Nachricht bon angeblich in
stußland, schon statifindenden bedeutenden Truppenzusammenziehungen
uund don Colonnenmärschen nach der türkischen Grente als unrichtig
»ezeichnet; bis jetzt seien noch niegends Reserv sten und auf un⸗
vestimmte Zeit beurlaubte Mannschaften einberufen worden, die
Truprenlörper also noch nicht auf Kriegsfuß; nur seien alle Ein⸗
eitungen getroffen, um eventuell schleunig eine bed utende Armee
n Marschbere tichast setzen zu können.

Rach dem Pester Lloyd hat Deutschland erklärt, eine öster⸗
reichisch:russische Jnkervention im Orient gutheißen zu wollen, weun
rorher zwijchen beiden Mächten eine Einigung über Umfang und
Ziel der Interdention vereinbart wird.

Karlsruhe, 26. Ott. Die General-Synode beschloß,
der Oberlirchenrath möge nur das Gesangbuch für die nächsie Sh—
aode vorbereiten und dabei 150 Lieder, die allen Landeskirchen ge⸗
meinsam seien, wählen, um so den vationalen Gedanken durch ein
allgemeines deutsches Gesangbuch besördern zu heifen.

Ausland.

Rom, 27. Ott. D'e Italie“ meldet: „Die russische Re⸗
merung hat beschlossen, ein Panzergeschwader unter dem Commando
des Vece Admirals Bouiakow in einem jfüditalienischen Hafen über—⸗
wintern zu lassen. Die iralienische Regierung hat diesem Vorhaben
leinerlei Hindernisse entgegengenellt.“ Die Italie“ fügt hinzu,
die rufsische Regierung habe den italienischen Hafen gewählt, um
eine ansehnliche Streitmacht zu concentriten urd noͤthig⸗nfalls rasch
nach dem Orient dirigiren zu können.

Konstantinopel, 26. Ott. Nach einer Depesche aus
Tiflis hätten die Moöͤrder des dortigen türkischen Konsuls und seiner
Frau es auf Naub abdgesehen gehabt. — Allgemein glaubt man,
daß bezüglich des Waffenstillstandes ein Einderstäudniß erzielt werden
dird. General Ignaneff datte gestern nut die felerliche Audienz
ei den Sultan. Die Vrivataudienz ist auf Samstag festgesetzt.
Bermischtes

fZweibrücken, 27. Olt. Belanntlich sind bei dem Brande,
velcher in der Nacht dom 13. auf den 14. August l. J. den größeren
Theil des Ortes Brücke nau zerstört hat, 142 Hauptgebaude,
darunter das Rathhaus, das Schuhau“, die Kirche und der Pfarr⸗
jof, und 80 Rebengebäude ein Raub der Flammen geworden.
Der Bauwerth der meisten abgebrannten Häuser war ein sehr ge⸗
ringer und bleibt daher de zur Auszehlung gelangende Brand⸗
ntschädigung hinter den Neubaukosten weit zurück. Ferrer haben
die Brandbeschädigten nahezu ihre gesammte bewegliche Habe ver⸗
oren, da bei der raschen Verbreitung des Feuers, welchem
zuch fünf Menschenleben zum Opfer fielen, de Rettung des
Mobiliarß unn dalich war. Ebenso sind fast sämmiliche Ernte⸗
gorcäthhe zu Grunde gegangen. Die Beschädigten sind daher mit
wenigen Ausnahmen in der trostlosesten Lage und würden der Ver⸗
armung entgegen gehen, wenn ihnen nicht ausgiebige fremde Bei⸗
jülfe gewährt wird. Zur Lindecung der in Folge dieses Brand⸗
inglücs im Otte Brückenau entstandenen großen Roth haben Seiue
Majestat der König die Vornahme einer Haussammlung zu Gunsten

der Abgebrannten durch sämmtliche Gemeindebehorden des Konig⸗
reiches mit Ausnahme jener des Regierungsbezirts der Oberpfalz
and don Regensducg allergnäd gst zu genehmigen geruszt. Diese
Sammlung, welche wir im Hiudlick auf den einbrechenden Winter.
der die Noth und das Elend der armen Leute noch bedeutend
deigern müßte, den besten Erfolg wünschen, wird in diesem Augen⸗
hlick auch mm den Gemeinden des Amtsbezirkzs Zweibrucken, an
deren Thüren das unvrschuidete Unglück noch nie vergeblich bittend,
angellopft hat, vorgenommen. und hat bis jetzt solgendes Ergebniß
zeliefert: 1. Altheim 11,05 M., 2. in Althorubach 7.41 M.,
3. Böckweiler 14, 46ß M. 4. Neualtheim 4.94 M..8 Rieschweilet
17,15 M., 6. Ensheim 37,22 M. 7. Eschringen 10,78 M. 8.
Echmitishausen 4,10 M., 9. Oberhausen 2,30 M., 10, Ir heim
38 M.; Summa: 147,40 vi. Mochten doch die Gaben auch in
den übrigen Gemeinden des Amtsbezirke reqt reichlich fießen;/

Düxrtheim, 26. Ott. Hier hat der Herbst am Montag
ʒegonnen. Die Quantität detieffend, bleibt der Ertrag noch hiater
den Erwartungen, die ohne in nicht sehe groß waren, zurück und
vird es kaum einen Viertelherbst geben. Die Qualiat dagegen ist
iber Erwarten und wird v'elfach dem 1874er gleichtommen. Der
Moft wiegt 90 - 1050 nach Oehele und wieß zu M. 14 220
dx. 40 Liter v rkauft. In den meisten Orten der Umgegend hat
der Herbst ebenfalls am Montag seinen Aufang genommen. Ju
Ungstein wurde die Logel za M. 18-24 vertauft. (D. Anz.)

fe In Franukfurt sollen jezt auch die Droschken geheizt
werden.

T. Mulheim, a. Rh. 24. Oli. Wie hoch die Wogen poli⸗
lischen Parteihaders in hiesigen Stadt geben. moͤge folgender Vor-⸗
jall erlennen lassen. Als am Tage nach der Wahl der Wahlmänner
der libetale Bader B. zu dem ultramontan gesinnten Wirth K.
dam, um in gewohater Weise den täglichen Bedarfean Brödchen
abluseßen, wurde derselbe von seinem politischen Gegner mit den
Worten: „Scher dich weg mil deinen liberalen Brödchen hinaus
omplimentitt. Der breve Backer leistete d eser Aufforderung Folge.
zing nach Hause und ließ die für den frommen Wirth destimmten
Biödchen auf's Neue so lange backer, bdid dieselben total schwarz
jebrannt waren. Dann kehrte derselbe wieder zum Wirih K. zurink
and bot demselben unter der Frage: „ob ihm die Couleur der
Brödchen nunmehr bisser gefi⸗le“, dieselden uf's Neue an. Ob
der fromme Wirth die Brödchen nun in Empfang g enommen, da
rübher waßte mein Gewährkmarn mir keine dinläng liche Auskuni
u geben.

tJubitaum des Katsers. Der deuissche Kaiset
eiert am 1. Januar 1877 sein 70jähriges militärisches Dienst⸗
'udiläunt, hau jedoch den Wunsch za eilennen gegeben, den Tag
hne Entfaltung eines größeren m litärijchen Glanzes zu verleben.
In Folge dessen werden nur, wie man hoͤtt, von sämmtlichen deut⸗
schen Regimentern Deputationen am 1. Januar, in Beclin enr
ireffen, wilche die Gückwünsche der deuschen Armee üb erbringen
werden.

t Berlin, 25 .Olt. Der zweite Hauptgewinn der breußi⸗
schen Lotterie (300, 000 M.) ist in die Fischer'jde Kollekte in ko
nigsberg gefallen. Es haben an demselben mit einem Viertel ein
Bahnhofepackmeister in Königsberg und ein Bahnhofs ⸗Unterbeamter
in Bart nuein Antheik.

tDie Berl ner, Montags-Zeitung? bringt zur Waff nstislstand4DA
frage solgendes Verschen, welches Rußland der Türkel widmel:

Sechs Monde kann ich nicht ertrauen,
Sechs Monde sind kein Kinderspiel.
Laß' mich es dir ganz offen saten:
Mir ist a⸗-Mond jschon zu viel.

— 78
3—
Dienstesnachrichten.

Der Gouverneur der Festung Germers eim, Generallieutenant

J. d. Dietl, und der Gouverneur der Festung Ingolstadt. General⸗
major M. Limbach, wurden geg'nseitig verseßt.
        <pb n="596" />
        Iuteressani
ist die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich besindende Glücks,.
Anzeige von Samuel Heésscher senr. in Hamburg. Dises? Haus hat sieh
durch seine promptę und verschwiegens Auszuhlung der hier und in der
Umgegend gwonnenen Petrüge einen dormassen sguten Ruf erworben
dass vwir —— auf desson heutiges Iuserat schon an dioeser Stolls aut-
merkgam machee

Fine besondere Beachtung verdient d'e im heutigen Blatte be⸗
findliche Annonce des von hyohen medicinischen Autoritäten gep üften
und wegen säuer danz vorzüenchen Wirksau keit auf's Angelegent⸗
lichst? empfohtenen Rheinischen Malz-Ertract? Phènol.

— s“ —

ngen hiermit zur Anzeige, daß unsere
*mmtlichen Neuheiten für die Haison. *
⸗men⸗Kleiderstoffe, Mäntel, Regenmäntel, Morgenkleider und Chäles
uder⸗Mäntel, sowie Teppiche, Teppich-⸗, Möbel- und Vorhangstoffe,
— RKeisedecken ꝛc. ꝛce...
in großer Auswahl eingetroffen ind. Ferner einpfehlen wir
MPelz⸗WMaaren
e. Rons νννN ν

elegant und fsolid gearbeitet, in gewöhnlichen/ mitile ren bis zu den hochfeinsten Gattungen.

7 — —— . —

—R

St. Johann.

— ——

Har- Gewimu
e garantirt ·
375, 00 8ta a t.“
21 A nIa dung æur Bothei ligung au die —
Gewinn-Chancen
der vom Staate Hamburs garantirten grossen Geld-
J Lottérie, in weleber sber 7*
1. 3J8 5233
iII. E., OOO Marlc

SI0her gewonunen rdden miissen,
e riny dieser vorthoillaften Geld Lotterię „xelehe planger
mãss nur 79,000 Loosẽ euthalt —F—
375 000 Mart pecieii dMiark 250, 000, 125, 000 88 000,
60,000, 50, 000, 40,000, 36,000, 4 mal 80,000 ubd
25.000, 4mal 20, 000, 25 mal 15, o00.12,000 und
7d ο. mH 68ο, 66 mal 4000 und, 3900, 206 inal
2860, 2100 nud 200ò, 415 mal iIsSoob. 1200 and ioov,
1856 mal voo. 300 uind 250, 248638 wal 2001 50. 188. 124
und 120 14839 wal 94, 873 55, 1505 40 und 20 Mart
und Rommoen voleho in Fenigen Monaten' in7 Abtheilungen 2u s nα
Eatscheidung.““ * 7 R

Dic creis Gewinnæiehtung ist amtlieh festgestellt, und Lostet
hierzu 38
das ganeq Originalloos nur 6 Reichsmarß,
das albe Originalloos nur 3 Reichsmarß,.
das viextel Originalloos nur Lia ReichsmarKk.
und werdon diess vonn Stante garantirten Original-
Lqcose (koine vorbotenen Promessen) gegν sranlcirtie Lim-
aendung des Betrages odei zgexen POSAtvorsCEiSS
selhot nach den Emat serniesten Gegeαν vοn mir versandt.
ιαα de Betheiligten erhalt von mir neben seinem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenom Original- Plan
grntis unq nach ztattgehabter Ziehung Sotort die amtliche
ziehungaliste unttrisge tlordert gesandt. *
hie An uu Vιεε—ng der qeuinngetder
grfolgt von mir. ditoot. an dioᷣ Interossonten. prompt und unter
Arengster Versphwiegenheit — J
Tode ———— scann man einfach auf ne Postæin-

—

Vin endde en daher mit den A4Aufträgen
er nae herorstehenden Ziehung halber
e bis zuunmnnnmnn *
15. Novomber d. J.
rertrauens voll an 4 68 αα
ινÄ αι eeααιαν νO.....

Banquiér &amp; Wechsel-Comptoir in IIMam hiurg.

n
Blechschmied-Geselle
fiodet dauernde Beichäftignug bei'!
N. Eisenhut, St. Jügbeit.

Jestes Hustenmittel
Trauben Brusthonig
von pieien Aerzten und gene.
seten Personen aller Slände
und Classen empfohlen, selbst
bei, Lungenleiden und. Abzeh
rungth steu bon *
bestemm Erfola a —E
Flasche J, * 2
und 3Mark in * SF.
242 *
Szt. Inabder bei WAn
J. Friedrich·

IWhne obigen Fabritstempe
2 e e e *

Puümpen betr.
Bel demn Hecannahen, des
Frosteß, bitic, die an den Pum⸗
den!“ bist dliche Arähnwven zun
hffaen uud außerdem d'e Puinpe
gehdrig mik Stroh ꝛc. di um⸗
wickeln üm. dem Zerplaten por⸗
zubeugen .. 757—55

M— Scher, F

Pumpenmacher in Sarloais.
Ein schweigsamer Irkund
für die unglücklichen; Opfer
der Selbsthefleckung und, ge-
neimer Ausschweifungen ist
das berũhmte Original-Meister-
verk dert Jugendspiégel.“
Bestello es Jeder, der an
Schwachezustäânden leidet, bei
V. Bernuhardi (jelzt in
Drésden-Bilasewitæz.)
hür 2 M. discret in Conrert.

Atanten seher Art rann —*
—X eugung die Anwen
ung des e bewůhrien
in Dr. Airy⸗ —R —
beschriebenen Heilverfahrcu em⸗
ofohlen —XR Dieses in ggt
ase 60 Au schtenene, do
—XR Buch koßet Zur Mart d
ist durd sode Zusbanbii oder
direet von Ribiera⸗ Vertago.
anstalt in keipzig zu Bejiehen
—FV —— auf —*cæc
auch einen oo Seit. starke Aus-
darauq oratis u. frauts⸗ aur
Prafung ver sen bet.

Ein neuer Beweis
für die wunderbare Heilkraft des Phènol

— — — ⸗ ——ñ

Wegen seiner dusgezeichneten ündebe—
währten Huilkraft bei Keuch? oder blauer Husten,
—XX
—XLX&amp;
JBrustentzundung ist der von hohen medieinischen
—— geprüfte und wenen seiner gan
vorzüglichen Wirtkfamkeit auf's Angelegentlichste
empfobdlene „Rheinische Malj Exttgete
Mageun— Art wollen nur so viel Ver⸗ P 1 1 .
Magen umd. Darm⸗ cauen fussen und alles Nähere, 2. 10 494
katarrhe e dihe üütice hen dinest,, “74brilcmarlae das beste und ein vorzũͤ glich linder /des Miltel—
oder chroniste Verschlelmung der eren Ausstelier. nicht öffentlich die enorme Nachfrage selbst. aus den entfentesten Welttheilen und
Verdauungs Organe unh deken. jenannt stin wollen, gratis u. die von. allen Seiten ein eheuden Zeugnisse und Danlschreiben sind
o zahlreichen Neben⸗ und Folgez“‚iranco in Empfang nehmen. der beste Beweis für vessen vorzügliche Heilkraft. Der Phènol iß
eiden werden init bestem Etsolge s H ride IHoͤlsteinJ). mn: Us und s Flassen a 75 Pf., Mt. 1 und Pit. 1,50 1
ründlich gebeilt. Krauke dleser A. J. M. Popp. haben bei J. Friedrich in St. Ingbert.
BAAM———————D———— ——— 2——2„„eœe———(—“— ———c„——————
Redaktion Druck und Veriag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
HSiezu „illustrirtes Sonntagsblatt“ Nr. AM.
        <pb n="597" />
        St. Ingberler Anzeiger.
—*8* S —— —9

— 7
— — F

14 2*1
Der St. JIugberter Anzeiger und das C.mal m h: li) nde Zauptblalte virbundene“ Unlerhaltuna8blatt Sonntagt mit illustrirter Vei

lage), erscheint wöchentlich viermabr Dienatag, Oßanersntag, Sambtazg und Sountag. Der Abssauementszpreis betrãgt vierteljahrlich

Mart 29 R.⸗Bfa. Anzeigen werden mit 10 Bige, vori Aanvirts nit 15 Pfr für die bieczesoalkene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Recia nen
mit 30 Pfgẽe pro Zeile berechnet.“
48 173. 4
— Dienstag, den tober
— — a, den 31. Oe
gr⸗

W

Deutsches Reich.

Munchen, 26, Oct. Die baherische Kriegsberwallung'bat
oehcit unter güuft gen Bedengungen eine Partie von 28,000 Chas—-
sepots an die preußische Kriegäverwaltung verkauft iind erhält daßür
ine entiprechende Anzahl Carabiner für die Cevbalerse uach dem⸗
Systein M 71 aus der . preuß schen Gewehrfabrik zu Sutzl gelie⸗
ert. .

Berlin, 28. Ott. Die am Freitag (27. Okt.) staltgehahted
Wahl der 433 Abgeordneten für den preußischen Landtag hatte!
olgendes Grcehniz: 117 Natronalliberatt, 86 Uür an vntaue (,Feu-
rum“), 66. Angehbrize der Fortschrutspartei, 86 Fre konserdative,
34 Konservative verschiedener Schattiruingen, Föo: Polen, 5 Parti—
utlaristen ; dan 15 st De Parl istellung unbestiunnt. Die liberale
Kichtung versügt dem ach über eine staxke Mehtheit. VDie mit
zrosem Getrommel in den Wahlkampf marschirte deutsch-ronservande
Barlei hat, wie man fieht, so gat we Nichs ausgerichttt. »*

Berlin, 29. Okt. Ueder die Stellung des F namzmiristers
d den Eisenzöllen schrecht die⸗ „Post“, daß Herr Campzausen Felbit
m schten Berntsterrath erklärt baben foll, er vermöge ener vorüder⸗
denden Verlbaͤngetgag der Eisenzölle eine princvielle Bodeutuug
uicht beizulegen. 388 5

Berlhin, 29. October. Das ‚Berlißer Taqblott“ eldet
ud Paris: Der bedauerliche Zwifschenfall, nämlich die schimpfliche
Behandlung eines jungen Deutschen ducch seine Mitschiler in der
fcole des Beaux Arts,*x) veraunlaßte einen höfl'chen Menungsgus—
ausch zvischen dem deutschen Geschäftsträger Grafen Wesdeblen und
»eu Hetzoz Decazes. Letzterer veriproch dem gektänkten Deulschen
»en wirksamsten Schutz und sprach die Haffkung aus, daß der Zwischen⸗
all Deutschlitud in Hinficht auf die Ausstellungssrege nidt ungünstg
ee uflusfen werde. —

Der Vater und Vorkäm; fer des deutschen Genossenschaftswesens,
ↄculze Delittzsch, hat dem ihnmr vom alliemeinen Vere nstage zu
Zanzig ertheilten Auftrage gemäß eire Nobelle zum deutschen Ge—

ossenschaflsg setz bom 4. Juti, 1868 ent vorfen, welche gegenwärtig
er Begntachtung hervotragender Juristen, auch aus dem Reichs-
anzteramte, unterbreitet ift und nach einer Mittheslung von „K.
5. &amp;C.“ schun im der nächsten Session dem Reichskage vorgelegt
verden fokl. Die Novelle soll nicht allein die bei Liqaidetion⸗n
und Concursett einzelner Genossenschaften hervorgetrete en Mangel
»es Gesetzes beseitigen, sondern auch den unrichtigen Euische dungen
et Handels esichte bei Eintragungen in das Genossenschaftsregister
»urch Deklaration vorbeugen. Zu diesem Zweck schlägt der Ab⸗
jeocdnete Schulze-Delitzsch bei 14 der 72 Paragraphen des Besetzes
Aenderungen vor.

Ueber die Vetrdältn sse der Lebrlinge, Gesellen und Fabrik—
abeitet haben im Laufe des vorigen Jahres an einer großen Zahl—
von Orten Erhebungen stattgefunden; die Ergebnisse sind in Proto—
ollen niedergelegt und litztere dem Reichskanzleramt eingesendet
vorden. Dasselbe hat eine Zisam nenstellung der Erhebnisse, welche
zuf Grund de? Protokolle angefertigt worden ist, dem Bundesrath
uur weiteren Beschrußfassung vorgelegt.

Aussand.

Londou, 28 Ott. Die politischen Aussichten lasfen fich
voffnungsholler an; dtußland scheint ernzuletken. Gwund' heeiür
ind die letzten Niederlagen des serbischen Heeres, d,e Ste gecung
er antirusstichen Stimmung in Eutopa und die Furch der rus⸗
ischen Regserung, daß die Slawenpartei des eigenen Landeß ihr
ber den Kopf wachse. Die Moruing Post, weiche Beziehungen zu
)er türk schen Botschaft oflezt, hofft auf einem Comptomiß detreffé
»er Wuffenruhe und auf e nem Coufetenzmodus, wodurqh die Piforte
ci der Conferenz beiheiligt, weangleich u'dt stimmfähig wäre. Die
Iperationen des türksen Heeres gegen Deligrad siad auch gestern
narch Regen vechindert worden. Die Stinmung im serdischen

Heere ist gedrückt, Selbstwerstümmelungen,, um den Kriegsdienft zu
entgehen, kommen massenhaft por,

Loudone 30. Okt. „Reüters Burrau“ meldet aus Konftan⸗
tinopel: Der Sulian hat in der am Sonnabdend Janotieff erlhaͤlien
Privataudienz in eine bedingungẽelose Annahme eines sechswöchent⸗
liihen Waffenstillstandes g-willigi
34*
Bexmiischtes.

7 Si. Ingbert, 20. Olt. Unfere nachbarlich: Lage zu
deinn preußischen Wahlbezixke Saarbrücken-Ottweiler-St. Wendel
aͤtzt es gerechuftrligt erscheinen, den Ausfall der am Freitag zu
Otwepler stattgehabten Abgeordaetenwahl an dieser Stelle mitzu—
heilen. Durch Compromiß den liberalen und conserdal ven Parteien
wurden guvählt: Landgerichtsrath Selhlo von Saarbrücken, Justip—
ralh Heyl von St. Johanu und Glashüttenbesitzet R.Vopelius
von Sulzbach; die beiden etsten der liberalen ünd der Letzte der
jre Konjerbaniven Partei angehör'g. Der Kandidat der Klerikalen
erhielt nicht einmal ein Driltei aller abgegebenen Stimmen.

Wie dier, Saarbrücker Jeitung“ meldet, versammelte fich nach
heendigter Wahl eine große Zahl— re Hstreuer Wahlmaͤnmr'aus den
tessen Otsweiler und St. Wendel und prottamirte den Essenhütten⸗
werksbesitzet und Geh. Commerzienratkh Stumm von Neunkirchen
zu ihrem Kandidaten sür die hevorstehenden Reichstagswahlen. Nach
ben derselben hat fich auch beeets fuͤr den Kreis Saarbrücken ein
ↄrobisoriches Comite gebildet, welches für die Wiederwahl des Geh.
Bergrathe Pfähber zu Sulzbach als Reichstagsabgeordneter zu
wirken gedenkt. —

Sit. In gberkʒ 81. Olt. Am Sonntag verüble zu Rohr⸗
bach der Bäcer Kunz auf seine von ihm getreant lebende Ehefrau
eia Attentab, indem ec durch das Fenster auf dieselbe einen Schuß
abfeuerte und sie. im Rücken, jedoch nicht lebensgeführlichverwün—
»ete. Kunz ist flüchtig. „Wie gefagt wird, ist die von seiner Frau
zjegen ihm eurgele tete Gütectrennungsklage das Moltid zü seiner
ruchtosen That. * 8 —

FQuitnbach, 26. Ock. Durch Ealschließung der k. Re⸗
gJerung von 12. ds. wurde der hiesigen Gemeinde die Genehmigum
ur Anhaltunz von Pfer demärkten — und zwar zugleich mit
Rindviehmärlten am ersten Deitiwoch im März, am dritten Mitl—
voch im October und am dritten Mittwoch im November — ertheilt.
Es wird damit ennein längft gehegten Bedürfniß abgeholfen, da in
er Pfalz ein BPierdemark bisher überhaupt nicht besiand und ungfere
Züchter zum Verkaufe ihrer Pferde und Fohlen auf die entlegenen
Märkte von St. Wendel und Berkenfeld angewiesen waren.

fF Weissenburg (Vittelfranken), 258. Ott. In dem benach—
harten Dockfe Kehl hat sich dieser Tage folgender traurige Foll er⸗
ignxt: Ein Bauer hatte Schweine, welche frank wurden. In Foige
essen schlachtete er dieselben und machte Würste. Sei es nun in
roige der Kraukheit der Thiese, sei es in Folge unrichligen Ver—
ahrens beim Wurstmachen, kurz es entwickelte sich Wurstgift in den
Würsten und wer davon in recherer Menge genoß, erkraukte und
tatrb. Es war d'es zuerst ein 4140 jähriges Kind des Bauern,
dann der Bauer selbst, dann dessen Taglöhnetin. Die Bäuerin
war Wöchnerin und hatte in Folge dissen keine Wurst zenossen.
Möge der Vorfall anzeren zut Warnung dienen! (Fr. K.)

F In Frankfurt findet gezenwärtig eine Jendue Controle
der zu Marlt gebrachten Lebensmittel statt.

F Berlin, 20. Olt. Es sind falsche Einmark—
dätscke mit der Jahreszahl 1875. im Umlauf. Die Prägimg ist
auschend gut nachgemacht, das Gewicht aber geringer als das der
chten Stücke. Sie sind scheinbar von Btet und namentlich an
dem hohlea Klange, sowie daran zu ersenren, daß sie auf der
Hand gerieben einen schwatzen Strich auf derselben zucücklassen.

fF Bestrafter Vorwitz. Als Wrangel zum Befehlshaber
ämmtlicher Truppen in der Mark ernannt worden war, erließ er
einen Vefehn, welcher den Offizeren das Tragen der vorschrifts—
mäßigen Sboren zur Pflicht machte und die sogenannten eigenen

u e, Sie wollten ihn, weil er ein Deutschet sei, absolnt zum UAustritt nöo⸗
bigen.
        <pb n="598" />
        Sporen verbot. Andessen kehrten sich die Herten Lieulenunis wenig
oder gar nicht an den Befehl, und so geschah es, daß Papa Wrau—
gel eines schönen Tages einen der Herren, welchermit undoe⸗
chriftsmäsßzigen Sporen unter den Linden spazieren ging, zu sich
jeranwinkte und ihm im Hinweis auf seinen Befehl dres Tage
Stubenarrest zu diktirte. * — *

„Aber Excellenz“, platzte der Offizier verdrießlich über die
Strafe heraus, „Excellenz tragen ja selbst unvotschriftsmäßige
Sporen.“

„Wa Was!“ rief der alte Wranzel, indem er nach seinen
Absätzen guchte, , Wahcrhaftig, das ist wahr! — Schwerenoth, dafür
derdiene ich mindestens 14 Tage Stubenarreft; und diese machen
AO——

F Falsche Zwanzigmarkstücke. Es wird aus Kralau
nitgetheilt, doß außer den feit einiger Zeit dort zirkalirenden

alschen Zehnmarkflücken in neuerer Zeit auch viele Zwanjigmark⸗
dücke im Umlauf find. Das Gepräge soll so vorzuüglich —nachge⸗
ahmt sein. daß diese Müszen nur an dem Klang e lennbar sind.
D'ie Po izei daseibsi ist in voller Thätigkeit die Falschmünser zu
mtdecen welches bis jetzt jedoch ohne allen Erfolg war. Es
pitd angenummen, daß Schlesien oder Süddeutschland der Herd
diefer Falijchmünzerei jsei, von wo aus die Falsifikate dorth u ein⸗
Jeführt worden.
Dienstesnachrig en.

Der. Bezirktsamtmann zu Landau, A. Frhr. d. Hatold, wurde
jum Regierungsrathe in Speher, an dessen Seclle der Regierungs-
assessor Th. Pfender in Speyer zum Bezirksamtmann in Landau,
)er Regierungsassessor R. Frhr. v. Ro nan zum Bezirksamtmann
n München links der Isar und der Bezirtsamtsassessor C. A. Hän⸗
ein in Amberg zum Regierungsassessor in Speyer ernanni.

**
Freiwillig gerichtlichhe neben Aostößern und Joseph
Schm'tt Erben;
Versteigerung. qu— 5 8* 8
Dienstag, den 14. November 8
aachstbin, Rachminags 2 Ubr zu de n dee
St. Ingbert dei Heinrich Sthmit deeeee ait
wird vor dem unterzeichneten 34 * J Ieh
hiezu gerichtlich beauftragten kgl. —*— ichae Hartz und Joh.
Notar die nachhin bezeichnete zum B. 33
Nachlasse des in St. Jugbert po idene be p3
derlebten Bergmannes Johann 4 n t
Joseph dintel gehhrige Legen —8 Cotillon gewerb⸗
enen r e ose Ehefrau von Johann Beder,
rathes desaugenscheinlichen Nutzens —6
vegen oͤffentlich an die Meist⸗ n — ldhn
bieenden ju Eigenthum bersieigert Peter Cotillon. Tagldhner
ich: 34
3 267 und 268. 5 8. Mathias Cotlon, früher
Dezim. Fläche Wohnhaus MNaurer in Oberwürzbach, jetzt
d doftaum und vsan hne bekannten Wohn⸗ und
zärtchen, gelegen in den Aufenthaltsort abwesend, welcher
Nobelsgürten an Blies kasteler Fen Wnr 7 —
Fi —“ Inzet zerichtlich ernannten Curator hat.
igeuwen E Jugbert. 30. O. 1876
ährigen Kinder des verlebten 8 g ucc ene“
Johann Jofeph Zintel als: Sauer. . Rotär.
J. aus dessen erster Ehe mit
Katharina Doll:
Barbara Zintel, Dienstmagd
in St. Imdbert, welche den Peter
Zintel, Vergmann allda zum
Vormunde und Jalob Selzer,
Schmelzarbeiter iun St. Ingbert
zum Nebenvormunde hat;
I. die zweitehelichen Kinder
des Verlebien mit Maria Gre⸗
wenig, als: Katharlna, Georg
und Peter Zintel, welche den
Zensionirten Bergmann Johann
Zintel in St. JIngbert zum
Vormunde und genannteu Jalob
Selzer zum Nebenvormunde
aben. J
St. Ingbert, 29. Ott. 1876.
Sauer, t. Notar.

1875er Maikammerer Eine neue teche
Wein Halb.Chaise,
a 14 Pfennige der —XE solid und elezand gebaut, har
F7 I um verkaufen
Alsterweiler Most k. Reinhart, Wagenschwied
kennlige ber Uan Zweibrücken,
* gge se Aier vis·a· vis dem Pfälzer Hof.
Hcuprichis Karcuanserai. p Gehorleiden,
De Unierzeichneter macht Taubheit heilt sicher und
diermit befannt, daß er einen zründlich, wenn nicht angeboren
Handel F. RKattepoel-
⏑ in Ahaus, Westfalen.
n Porzellau⸗ und irden
Seschirr angefangen hat.
Franz Uhl, Schmelzarbeiter.
Richt durchsichtige, aber wirtlich
gehaltvolle
Univeraal-
Eyceorinseifen.
Von Autoritäten geprüft und
uls vorzüazlich befunden. Diese
Zeifen, aus ganz gereinigtem
Blycerin und Feit bereitet, sind
bei längerer Auwendung) das
vohlthätigste und unfehlbarste
Oittel gezen rauhe, sprode und
ankhafte Haut. Sie verleiht
ibechaupt derselben die größte
Zartheit und klare Weiße Die⸗
elben sind durch ihren bohen
Blyceringehalt vollständig neutral
und enthäll keine Spur mehr
der geringsten Schärfe, deshaib
zesonders zum Wuschen für
dinder, offene Wunden und bei
erletzter Haut sehr zu empfehlen.
Durch ibre Billigleit und natür—
lichen, angenehmen Geruch sind
dieselben allen anderen Seifen
dorzuzieden und für Jdermann
— — um allgemeinen Gebrauche zu
einpfehleu. Preis per Stück 15,
Neuftadter UI 20 und 80 Pfg. Fabrik von
5tme S. P. Beyfchiag uebug
ür die hi sijge Kirchweihe eme Ulleinige Niederlage bei Herrn
fiehlt P. Jepp. J. Friedrich, St. Jnabert.
Bekanntmachung.
Die Anlieferung vun
30000 Kilogr. Rüböl für die k. Grube St. Ingbert u.
3000 do. do. „„k. Grube Mittelbexbach
oro 1877 soll im Submissionswege an den Wenigstneh⸗
nenden vergeben werden.
Die Oiferten sind verschlossen und gehörig bezeichnet
zis zum 11. November 1876, Nachmittags 2 Uhr, bei
em unterzeichn eten Amte einzureichen, woselbst auch die
Lieferungsbedin gungen eingesehen werden können.
St. Ingbert, den 27. Oktober 1876.
Kal. Bergamt St. Ingbert:
J3. Mawann.

Trunksuoht —
neile ich sicher und gründlich
nit oder ohne Wissen des
Trinkers, so dass demselben
das Trinken total zum Eke!
wird.

Ueber I000 geheilt.

F. GOrone in Ahaus Westf.
PDPfse FKeresheit des
sünglings begrändet das
bensglũckt des Mannes.
Mögen die unglücklichen Opfer
ler Solbsthefleckung und ge-
aeimoerAussehweifungen, welcho
an Schwächezuständeu leiden,
las berüũhmte Original-Meister-
verk „der Jugendspiegel von
W. Bernhardi qjetet in
Dresden-Blasewit2), für
2 M. discret in Couvert be-
iehen.

* *

Licitation.
Donnerstag, den 16. Nov.

i. J. Nachmittogs 3 Uhr zu
Oberwürzbach bei Franz Eecker
verden vor dem unserzeichneten
hiezu gerichtlich beauftra tennuk.
Notar die nachhin bezeichneten
zum Nachlasse der in Oderwütz
hach verleblen Maria — genannt
Marianne — Cotillon gehörigen
Liegenschaften im Vanne von
Dberwürzbach der Abtheilunz
wegen öffentlich an de Meiste
zietenden zu Etgenlshum ver—⸗

teigert, naäͤmlch:

1. Pl.eNe. 691 und 6092.
13 Dez. Acker im Schindthal—
*Aktion Drud und Verlag von

J.

e
Demehß in St. Inooden
        <pb n="599" />
        —AX 2 52322 8282 — 83 — — 3 22 —A — 3283 227232 8
535s 6 653 7335355 53335.3 63555533
A 833* — 7 — — 8 r
—2—— 53838 —JJI—⏑ — 8
2526 2* 58255* — *78 2522 — 235 — S
* — 55 — 22 — 232222
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533455—7—5 8 82337 8——333 2 *
585. s S 2 8 7 E.62 51 14 —A 252
— 33—333 85333—8.353372
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52—822 —5 222252222 — *53 * * SS— 2 3— — S S*2 75 — —
5833355 22 5 —2288 2 5— 3 5—35 52*5 52525
22325 * —2* — 328 ð 8 — 32 2 X — 8
3———— — 823 —333 338 52233 —5352
—— 3.5 ——726 — ——— * 525—255355 2B5562353 —FV——
—5 — 85 333 —z8
5353 —3533 32—338 »583 3 233 5 53352
* * F F — —* * — —53
—» E 5 55 —— Ac S E
—
22
— — — —2 —
5——z332553555553553 552383*55
2 2282 —3835—332533353 55323 2B52 834
—2 2—23—3322222 —34 S — — —— 42 ——5 525 —8 22
55——3 3383 323*67 574335-5738 ————
22 — 8 2 * 8 34 T * æ
13864533535 ET. —— —58553532— — —528355 3
555608 0 *2* 522553 * *238 *5523 55383522 — *
——3260 — Z 522 33*æ— 523 22 3223 5— 252346 ——— 5

5 2 — 5— 2·55 2282 —2528— 8 * 3 ———

* * —* * * — RFP 9
—A — 2223 5*555 5 2 32355 — 252 3 —3
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—— 533 33333 — 55—28—35833,338 5
82 53275585 238 5222223 —33533222 2 — 52 — —
———— 32 323 —821522335 223 52322322325 —A— —A
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5357523258357 5 52 25535525—53537 — — 228
383*82773— 532355733 — ——— 153535 3285533233 8
2235325 — 335553583
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55z553775535 — 332s55323325335735* 535533 535523838 58223
35338—558523255 * — 2 — 822 —A — 22388
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3355 53 3 535325 5552—.5k — — 55 255
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— 38* —A 53832 325555 — 2 35
255— 2383 5532 5582
* 55573335 3333583556
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385357 5* 2535535 25* 527 23833338 7355357 5333*2
25 — —7 8 5535 — — — 228 322348 5— 7*8 35532375*
* * 25 — 3* 3322 533228255— 2 86 5383337 3E5 —— 52 ——
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75 *2 — z23 5522 22 J5S 225 83238 255 55 —7
2* 5* 3 —X — — 525 — — 5 /⸗ 22283 * 55355375588
2323 —A 8 22 * 3 33875 8 55*5333 — 753335 2 522
253 5* 5528 —5*85 33835337538 5555 —z3*82578 73 258558
— 7 5 —T. 2 *8 5535533 3 — — *8 8 —
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2558 5 5338353 2822 5 2534 5* 53335 0 —— —— 3252
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5.355 — 36 555— 232255255 87 5288 553375
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223 333 — —

73 352 33333 23538 537

3— 352 38533 —— 3253 2272

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83—27 73 .3522397 273538

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5 33362. —2532523 — 25573 3 02 —2538
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255 — 2 * —28
— 72 2 772 325
727 572 — 1 *5 S 8* 2
2888* 733335
— — ——— 7 * 87 23 *
3527 * 18 ð * — 82*7583 8
35355 23.5.1 * *23 3533335 ——33
82 21 2 S— — 7385—552—435353
2. * 2 ——— *
2 67* 3 —5,33 22 3
235. 8243 2733238 s —8
——— 2 25 * 35— *355353398
— 58 r 3 — *582 3353558288322
2*53*32833 2*2. 2*223 —
25 5 7 — 8 ——— 2 * — 33* 3
2252 7 2 2 53 7 * 2 72—
2—53883 —23833 —————
2 2533 *53 * * 2235 2* —
z323892— 3353383 33533 582358
2855 . v —A— 23 * 23328 88
7 *238 78 5235382 553 833 53538335
7 o⸗ 2 * * 3 22.2 —33533*
2 6 32* O 33238 255 83833338
—8 25323 29 538 2285 235827
„12 7 53 33 — — ——— 332335.3
757 27227 35 — 22 22. *522327 8 87
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5*58 5*53 55

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        <pb n="601" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.

—
er St. Ingberter Anzeiger und dus (2 mal wö hentlich) mit dem Dauptblatte verbundene unterhalt ungeblait. (Sonntagt wit illustrirter Veĩ
lage), erscheint wochenttich vlermul: Dienstag, Dennevdtag, Samstag urnd Sonntag. Der Abonnementsopreia beträgt viertellährlich
XVXRO— viit 13 Pf. für die viergespaltote Zeile Blatlschrift oder deren Kaum. NRecla nen
mkt 8d Pfoq. pro Zeile berechnet,
AM 174. — Donnerstag, den 2. November 5* — 1876.

—

XůC
—
Deutsches Reich.

VBexlin, 30. Du. Ver Prasident des Reichskanzleramtes.
Hoffmaun, eröff iete den Reschstag mit einer Rede, in welcher es
heißt: „Die auswärtigen Beziehungen Deuischlands entsprecher,
Angeachtet der augenblicklichen Schwierigkeit der Lage, der friedfer⸗
igen Politik des Kaifers, dessen Bestreben es ist. mu allen Mächten,
inzresoudere mit den Deutschland nachvarlich und geschichtlich näher
stehenden, qute Beziehungen zu pflegen und auch unter ihnen Frieden
durch freundschaftliche Vermittelung zu erhalten. Deutsches Blut
daͤrf nur für Deutschlands eigene Ehre und Inkeressen eirngelehzt
werden.“

Berlrn. 31. Dti. Der Baschemwurse, veireffeind Vermed⸗
runz der Scheidemünzen von 10 auf 45 Mäark per Kopf wird
nicht eingebracht werden. Die Reichsregeeriug hut denselbel in
Fotge allseitiger Opposi ion zurückgezogen.

Dir Nordd. Allg. Ztg.“ geht nachstchendes Schresben Jur
Berdffentlichung zu: „Firr viele Glückwünsche zu meinem 77.
Geobnatetage, welche ich nicht alle schriftlich fu⸗beundworten wermug,
statte ich auf diesem Wege meinen aufrichtigften Dauk ub. Gräj
b. Moluke, Genkrab Feldmarschäll.“ —

ANussand.

Wern, 30. Dkiober. Osfiziell w rd hierher geme!det, daß die
Morte den fechswöchentlichen Wuffe ft'llstund jedoch meit der Bedingung
angereanmen hade, daß eine dreiwö dentliche Verlängerung von Ruß
and im Prinzipzugegben werde. De Demarkationskinie soll durch
eitte ferdoerürt sche Kowm ssion äbgesteckt werden.

Ein Wiener Telezramm aus anheblich guter Quelle meldet:
Jin Gespräche mit dem Großvezier forderte der rufsisve Botschafter
den Letzteren auf die Türkei möge sich mit Nußland einigen und
sich inn die Rathschläge der übriven Mächte nicht weiter kümmern;
eine mit Rußland getroffene Vereinbarung werde von ganz Europa
gutgeheißen weirden, fichere der Türkei einen dauernden Frieden und
ordere jedesfalls vee! weniger Opfer als der fortdauernde Krieg.

Loudon, 831. Dit. „Reuters Bureau“ meldet aus Betgrad
vom 30. Oki.: Der russische Generallonsul Kartzoff hat vergangene
Nacht 1 Uhr eine Depesche nach Livadia abgesendet, worin er im
Namen des Fürsten Milan buttet, daß entweder Ignatieff fosort
den sechswöchentlichen Waffenst Istand ecwirke, oder rujfische Inter⸗
ventwn rintrete.

Belgrad, 31. Olt. Es wicd officiell beftätigt, daß die
Turken sich der serbischen Positionen bei Djunis demächtigt haben.
80,000 Türken mit einem großen Belagerungsmaterial hänen eine
so ungeheure Uedermacht gebildet, daß die serbischen Streitkräfte
nicht hästen Widerstund leisten können. Horvatovie habe sich nach
druschevatz zurüchezogen.

Bukarest, 30. Oltober. Das in Rumänien und in Serbien
umlaufende Gesücht, der preußische General Blumenthal sei zur
Uebernahme des Kommandos der rumänischen Armee hierherberufen
worden, wird von amtlicher Stelle entschieden dementirt. Ebenfo
gilt als unwahr die Nachricht, Rußlaud habrdem dürsten Karl
swei Mill onen Pfund Stetling als Subsidien angeboten. I
——Konstantinopel, 831. Oti. Alexingh ist von den Türlen
genommen. Nach einem der Regierung von Rustichnk zucegangen
Telegramm vom heutigen Tag hat die rückischt A mee heute Akexinatz
mit Stutm genommen.

1

Vermischtes

p Die polytechnischen Schulen zu Dreͤden, München, Stutt⸗
gart, Karlsruhe, Tarmftadt, Wien und Zürtich siad laut Verfügung
des preußischen Handelsm nisteriums in Zukunft den Pteutischen
lechnischer Hochschulen gleichgestellt. In Bezug auf die Vorbildung
wird unter den deutschen Gymnasien kein Unterschied gemache. (Pract.
Maschinenconsttukleur.) U ——

Marinz, 28. Okt. Ein gräßlicher Mord, der heute Nicht
dier verübt wocden, rief am Morgen allgemeine Bestüczung in der

**

Besblirrurng hervor. Der hier im jog. Steine wohrende Schreiner⸗
geselle A. P.Koche aus Zerbst hat dus Eifersucht seine bei ihm
vohnende Geliebte Einberte Freisinger aus Rottweiler mittelst eines
Rasirmessers ermordet. Die Un bäckliche, die jämmerlich zugedichtet
war (der Unmensch hatte ihr wmüttelft des Rafirmesser den Leib auf⸗
zeschlitzt, einga Schnitt ĩin den Halz und außerdem zahlreiche Ber⸗
wundungen beigebracht) ist eine halbe Stiunde nuch der Thot im
Rochuthospital gestorben.

Neife um die Welt.) Das bekaunte Stangen!sche Roeise-
zureau in Berlin wird im na dsten Jahre eine Reise um die Erde
ↄeranstalten. die ingesführ 8 Monate dauern und 10, 000 M. tosten
virde in welcher Summe Fahrt, Führung, Verpflegung und saͤmmt⸗
liche NRedenausgaben inbegt ffen find.

.Iff Pax ius, 29. October. Hente wurde im CToncect von Pus⸗
eloup die Gonerdämmerung“ vwon Wagner aufgesührt, wobei xs
woßen Lärm abjezte. Brium Beginn der Aufführung klatschte ein
leines Hauflein von Warne rinern Beifall, worauf von allen Seiten
8j ffen wurde. Als die Aufführung beendet war, refvn die Wag⸗
nesianer Da Capo, morauf die Gegnerentfetzlchen Spectutel erbhoben.
Die Kundgebung war aber nmicht gegen Wagner inabesondere, viel⸗
mehr gegen die Deutschen überhanpt gerichtet, Von allen Seiten
·Afmten die Ru*e: Rwanche! Nirder mit den Deutschen! Wer wol⸗
en leine Deutsche!“ und dergl. Pasdeloup versuchte zu fprechen;
r meinte, ex wolle auch die Revanche, aber dieselbe habe init der
Wagnen'schen Musit nichts zu ihun. Der räßliche Skandal lLegte
9 erst, als die Polipen Miene machte, einzuschreiten. (K. 3.)

FEin schreckliches Verbrechen hat die Bewohner von Morges
im Genfer See in Aufregung versetzl. Richt weit von eiander
and magn auf offe em Felde die nackten Leichname zweier jungen
fFrauen, deuen beiden die Stirn ˖eingeschlagen war. Dieselben müs—
en in Hen auf einem Karren dorlhin gebracht worden sein, da man
Zlunjputen weit auf der Straße verfolgen konnte. Außerdem ente
eckte man noch die Leiche eines Mannes und ein ausgesetztes Kind
guf einenr dortigen Felde. womit man die Ermordung der beiden
Frauen in Zusammenhang hriugt.

F.(Getreideberict von auswerrtigen Handelsplätzen.) Nachdem
ie politischen Verhältnisse täglich eine ernstere Stellung einnihmen,
jat sich nun auch die Situation des Getreidehandels in den letzten
Tagen etwas verändert, indem in Folge deffen rege Kauflast eim rat
ind die Kauflust befestigt wurde. Es ift hauptjächlich die Befürch⸗
ung, daß durch den Ausbrach eines Krieges der Import emwrder
zanz aufbören oder doch wesentlich vermindert werde,“ und d'efe
Jesorgnisse gelen der Spekulation genügend Anlaß, in das Geschäft
ernster einzugreifen. Trotzdem haben aber die Preise dis Jcagt keine
erhebliche Steigerung erfahren, und es wird wohl auch eine sosche
nicht eintreten, so lang noch fremde Zufuhren stattfinden. Die An⸗
ünfte an den englischen Rüstenplätzen waren in letzter Zeit mäßig
ind dieselben fanden um so williger zu etwas erhöhten Preisen
UÜbnehmer, als die neuesten Berichte aus Amerika eine bedentend
estere Tenderz mesden. An den französischen Märkten war die
zaltung xbenfalls durchweg fest und nameutlich von Paris ist eine
Furasteigerung augezeigt. In Norddeuischland herischte an rtallen
naßgebenden Plätzen ein ziemlich starkee Verkehr und besonders
anden auch »m Termingeschäft belangreiche Abschlüsse statt. Von
Zesterreich-Ungarn wird ber'chtet, daß die Angebote immer noch
chwach seien, während sich die Kauflust vermehrt habe und in Folge
st neuerdings eine lleine Preissteigerung eingetreten.

fF Ein' Riesenpaar, weldes vor einigen Jahren auf der
zisher gesondert betriebenen Sqgaureise in“ London zusammenträf
und die Gelegenheit benutzte, um sich am Traualtar zu einem ver⸗
eucigten Gang durch das Leben zu verbinden, hat sich nunmehr,
nach Erwerbung eines genügenden Vermözens im Schauzelte, in
Rohester bei Newyork, zur Ruhr gesetzt. Der Mann ist Kapitüän
Bates, 743 Fuß messerdd, die Frau, geboxene Anna Swan, einen
Zoll läuger. Jeder der Beiden wiegt übet 400 Pfd.

Gein Kalbols Gerichtszeuge. Das in KNonstantind⸗
        <pb n="602" />
        el erscheinende armenische Blait Abdedaper? erzahlt uns folgenden
interessanten Gerichtefall: Ja der türtischen Probinz Didos ging
einem armenischen Pächter eine Kuh verloren, die bald darauf von
hrem Eigenthümer bei einem seiner mohamedanischen Nichbarn ent⸗
dedt wurde. Er reklamirte nun sein Eigenthum, das der Musei⸗
mann aber unter keiner Bedingung zurückstelien wollte. Die Sache
lam daher vor den Kadi (Richter) des Orzes zur Enischeidung.
Diejer derlangte vor Allem von dem Armenier, er möge Zeugen
bringen, daß die Kuh ihm gehöre, was de selbe auch so-leich 1hat,
jedem er drei seiner Nachbarn in den Gerichtssaal führte, die seine
Angaben vollkommen bestätigten. Deren Worten wollte aber der
sadi keinen Glanben beimessen, weil sie aus den Munde von Chriften
samen. In seiner Bedräugniß bat nun der Armenier man möge
die Kuh in den Gerichtssaal bringen, und ihm zugleich auch gestatten,
hr Kalb hierher zu führen. Beides wurde ihm auch bewill'gt. Kaum
zatte aber die Kuh ihr Junges erblickt, so eilte sie schon auf dasselbe
ju und überhäufte es sozusagen mit Zärtlchkeiten. Der NKadi de—
ahl hierauf, die Kuh ihrem früheren Eigenthümer zurückzustellen.
Das Zeugçniß eines Kalbes hatte arso bei ihm mehr BGiltigkeit. als
das dreier Christen. —

fRew⸗-NYort, 28. Oct. Nach einer hier eingegangenen Mel-
dung huben in Central⸗Amerka am 83. und 4. d. heftige Stürme
zewutthet. Durch dreselben ist die Stadt Managua umer Waffer
gesetzt worden. Circa 400 Häuser sind zerstört worden. Vule
Personen sind umgekommen. Der angerichtete Schaden wird auf 2
Millionen Tollars geschätzt. Der in Bluefields bei der Kaffee ˖ Ernt?
angerichtete Schaden wind anf 8 Millio ien Doslars ängegebden.

F Als einen Beweis des musikalischen Verständuisses der Ameri⸗
aner erzählt ein französisches Blatt solgende Gechichte: Erne fremde
Dame wollte in einer Stadt der Union ein alles abgenutztes Piand
derkaufen. Auf ihre deßallsige Annoace fauden sich zwei Ameri⸗
aner ein, un das Instrument zu sehen uad zu hören. Ein Freund
der Dame hatte ihr hereits vorder den Rath gegeben, wenn sie idr
Piano recht vortbeilhaft verlaujen wolle, jollie sie nur auf dem⸗
selben ein amerikanisches Voltslied vortragen. In der That exe⸗
kdutirte dieselbe, übrigens eine ausgezeichnete Klab erspielerin, als sich
die Käufer einstellten, in brillamer Weise das .Heil Columbia?,
das bei ihren Zuhörern rasenden Beifll fand. Nachtem fie ge⸗
endet, erhob sich der eine der Amerkaner qeit den Worten: „Ich
gebe Ihnen 200 Dollars für das Instru ent; wenn Sie darauf
ringehen wollen, kbier ist meine Adresse“ — Es war Dies gerade
das Doppelte Dessen, was das Piano werth war, und Fraͤu xX.
wollte schon den Handel abschließen, als der zweite Zudso er ihr

rin Zeichen machte und zurückblieb. „Madame,“ sagte er darauf,
als sein Konkurrent das Zimmer verlassen hatte, „spielt das Piano
auch der „Yanlkee doodle?“ Frau X. verstand ihn und bejahte.
„Lossen Sie ein mal hören!“ — Der Yankee doodle“ ertöne so⸗
jort in hinreißender Weise. — „O, Das ist dercuch!“ rief der
bezauberte Enthusiast, „ich biete Ihnen 800 Dollars.“ — „An—
zenommen!“ „Wissen Sie, ich würde gern das Doppelte zuhlen,
wenn das Piano deide Lieder zugleich spielen könnte. — ve—
dauece, aber Das geht leider nicht,“ war die mit einem Seufzer
gehauchte Antwort der Fcau X. während sie getührt die 300 Dal.

iars einsteckte.

f Em aͤcht heidenmäßiges Geschenk wollte bor einiger
Zeit der König der F dichi-Inseln durch Verm ttelung des eng⸗
lischen Gouverneurs an Dr. Mullen, den Vorsteher der englischen
Mission gelangen lassen. Der König, welcher an den enalischen
Trakiätchen und hauptsächtich an den dieselben perenden Biidern
in ganz besonderes Wodlgefallen gefunden hatte, wußte seinem
Dankgefühl keinen besseren Ausdruck zu geben, ais sieben junge
Mädchen auszuwählen, um dieselhen dem Dr. Mullen als Gattinnen
zu verehren. Die für den Kön'g unbegreiflche Weigerung dies
Bouverneurs dieses Geschenk anzunehmen und an seine Adresse
ve'ter zu befordern, haf den zartfühlenden Mo rchen in eine so
urchtbare Auftegung versetzt, daß aus Angst vor dem königlichen
drüppel es keiner seiner Unterthanen want, sich Sr. Majestät auf
lehu Schritte zu nähern.

—
Dienstesnachrichten.

Auf das erledigte Rentamt Blieskastel wurde der Rentbeamte
von Zauterecken, Hub. Pfirrmann auf seine Vitte versetzt; zum
stentbeamten von Lauterecken der Rechnungscommissär der Regierung
»er Pfalz Fr. L. Arnsperger befördert, und die hierdurch erledigte
Zielle eines Rechnungéecommissärs der Regierung der Pfalz Fr. L.
Urnsperger defö.dert, und die hierdurch erledigte Stelle ein s Rech⸗
zungecommifsärs der Regierung der Pfalz dem Rathsaccefisten
84. Fr. Specht in Speyer verliehen.

Der Bezerksgerichts ˖ Assessor Dauenhauer in Zweibrüden wurde
jum 2. Staatsanwalt am dortigen Bezirkegericht ernanut.

undwirthschaftliches. 29

Ein Fehler bei der Salzfülteruna. Fast alleuthalben Häben
s die Landieute in der Gewohnheit, das für das Riubvieh be⸗
stiamte Salz auf den Boden Zes Gefäßes zu streuen, aus welchem
das Rindvieh sein Getrünke zu sich genommen hat. Man will damit
»ekanntlich bezwecken, daß das Veh kein ausleckt;; allein man bedenkt
nicht, daß durch dieses Verfahren der Durst der Thiere erst. recht
zereizt wiid, wenn man ihn befriedigt glaudt, denn. das Salz
virtt bekanntlich austrocnend auf die Zunge, den Gaumen ꝛc. ein.
Benn man, wie es tzäufig geschieht, den neuen Durst sofori durch
Darreichung von Wasser zu befr edigen sucht, so nehmen die Thiere

nehr Flüssintert in sich auf als gut ist; deun sie verlieren dann,
was namentlich bei jungen Thieren zu beachten ist) hre schöne
westalt, indem sie sackg oder bauchig werden, und überdies wird
die Verd iuung dadurch sehr geschwächt. Wenn man aber den
»urch die unpraktische Verabreichung des Salzes erzeugten Durst
nicht befriedigt, jo ist dies eine Th'erquälerei, die sich ditter rächt.
Die landwir hichaftliche Lehranstalt zu Worms veranlaß'e weeder⸗
olt die Ausführung von Versuchen, welche stets zum Reiultate
jatten, daß Küre von einer bestimmten Futtermenge mehc Milch
Zzuzten, wenn man das Salz mit dem Trockenfütter vor der
Tränke verabreichte, als dieselben Milch gaben, wenn das Salz
uls Lecke in das Tränkgefäß gegeben wurde.

Ffür die Redaction veranworisich F 1

Citronen per Sug us p
Sardinen à Huile
russ. Kron⸗Sardinen
Holländ. Kronbrand⸗
Voll⸗Häringe
ronservirte Hummer
vei

J. Peteis, St. Ingbert,

Bei Gelegenhet des letzten
Harmonie⸗Concertes wurde ein
neuer Hut mit einem gleich
jalls neuen Hute von beinahe
Jleicher Form und Farbe ver⸗
wechselt. Das Nähere im Lokale
der Haronie⸗-Gesellichaft zu er⸗
ahren.

Die enorme Nachfrage
uind die von allen Seiten ein⸗
jehenden Zeuznisfse und Dank—
chreiben von durch den Rbei⸗
nischen Mal, Extract
THhEMIGOI««

ollsäudig geheilten Leidenden
st der beste Beweis für dessen
anz vorzügliche Wirksamktit.
derselbe dewährt sich gegen
deuch⸗ oder blauer Hussen,
hronische Heiserlent, Verschle?⸗
nung, Katarrh, kranken Brust⸗
rganen, Lungen⸗, Hals und
Lrustentzündurg. Asthina, Bruft
tumpf voriheslhaft. Der ge⸗
jannte Phèônol ist in Flaschen
2 75 Pf, M. 1, M. 1,50 zu
Rl

Dis
Buch- und Stein-
—X
von
FP. X. DNMF7—

paren eder Set tann aue
oller Uebergeugnn die Anwen
ung der ian—, dewa ricn
Dr. I i
eschriebenen Seilverfahren⸗ em⸗
fohlen werden. Die ses in æge
ale 60 Aufi Tschienene, 200 8.
tartke Buch iosier Jur 4 Marr
st durch sede uια oder
Areet von &amp;idler⸗ Verlags.
anstalt in —R&amp; zu uden
welꝙ Lehter. auf] Ver angen
— 100 Si gute Au⸗a.
n Fers eratis . tanes zur
e⸗ —— bersen⸗ a

empfiehlt sich zur eleganten An-
ærtigung aller in dieses Fach
inschlagenden Arbeiten, als:
eclisel, Oirculcaires, Visit-
vertobungogs u. Adress-
carten, Plucaute, Wein-u.
uuc ren—Etiquettes, Rech-
nunngen u. .
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ert auch Theater⸗Dekorat onen,
auf Stoff gemalt.
Zu verkaufen:
kiefern Bauholz, Zaun⸗
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Rund⸗, Leiter⸗ und Wies
bäume dei
Couis Höh,
Breitermüble bei Niederwürzbach.
Redaktion Vruck und Verlag von F. F. Demeß in Et. Zicbe

Frank furter Rörse
vom 80. Oct. 1876.
Geldssorien. M. Isg.
ꝰistolen, doppelte. --6.
distolen... —-—-— 6.
Jollän. O.f. Stücke. 1665 6.
Randdukaten... 971-76
20. Frankenstücke.. 1624-28
nglische Sovereigns. 2033-38
Russische Imperialæ 673- 78
Dollars in Gold.. 14164-19

2 N
Ein Taglöhner
um Drehen des Schwungrades
an einer lithograph. Schnellpresse
vird gejucht. 2 Mart pro Tog
verden bezahlt.
F. X. Demetz.
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        — * 25 — — 23 * 2 34 —
—— 22 * — * — 24 *8 2228 —A—— 2 —A —
55z3 5553 33828 3—S
253 —23 3252 —335353—857 — 2 7— 3
—A — 52232 52235 3 55538322 35 —AA *
— —38 53 — — 33 53235 5
——82283 8 252 *2 523525 225 * 5 —2 —23* 7 *85852
3335753 335732 35353332 88 9
5175 23 8 — — 2* 7 —XAÆX 222 3B8— 5
ẽ 5 — 43— 28 5252 222 — —— 8 — ⸗
52325358 323557 73 3*
—A— * 8 RS S. . 253 22 S2 25 5 —— * 5. * 5 358
8323255—5 3525—525 AS S5 —53353—553 3 8—2.28* —
— — 552 — —A 2. —A 52* F
22— — — 3 — 23—3— —5 535—
225— 557 2 — 5— 2. 238 8 258333 —55—35—
2*8 6* 33425 525*52 2—, 53575* 22 522 2235 —
—— —— —A „857 58324 *
73 3 — 3—337
— 2 * — —3— —— * —ú 2* 7 2— 52 *22 2 S⸗ — 258—2—
55325 33 38— 3 353 8
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s883338* 5225— —32——6 — ——— —
WN — —2 — 27 —55 * A 2 N * — * — — 22
— * — * 58 8 *⸗ð —A O 7* 22 2. 5
* — 535 28 —X— * — 52322 ?
33 3 3
3. ⸗ — — — * X —2 — — — —9
* — — 55 32 — 2 N— 8 * 7 —52 50 522 225
282343 — —
* 2 7 * * 3— * — 2 —
525253 3533 3 3 338757
* *. 23 72 53 T 5355 2* 2— . MAAcA 2
8* * 2* — O 52S 525 — — * — 2 * 228337268
8— — — * * —A ———— —23— 583— 2 232 35
— —— — 22 5— —2—232337—
225 358 325— —5356— —533355237555 ——XXAMX
B 8
4 — 2222 22 * 2 4 2 22 5 2 25822 22222
* 55 71555355535853 553— 353336
F
3 —— — — s2 —8 — * —
8 53 2223533373 257 —F
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5 * S525 — 8 —*8 K — 8 * ———522
7 A 52*0 ———— 88320—3 — ⁊ 33* 23822 — 2* —— ⸗
2 2— 25 —A —2224 2. ** 2* —— 55 2 —*
—A ——— * 28 —A 535 3 522—223—23822
——— 5255 335257* 233533—52355333 533 3532233
— — 7 7S D 27 5 — 2 5 5 7 *—* 8 —2
528 —32 5 5 S 533233532 55 —8 5322 5238 52522323 —
— —52 —* * 2 *62 —X —2—22.57 5* — 2
3336383536 3388775273 3 3
J S —5 — —B 22 — 5 * 5 87* — 8 28
5* 5338— 8533—5 53332325 —233353555 238535233
*5—332335565 5225332. 55522 232z383535 — — — 25 *—58
— —— 356233 83367
— 55 — 55 s835 55 *52 552 —25552238
*—5SRꝰE ——4 —A
E282327578 35z— 723038 —23552— —33335— 5325—3523835
2553 5— 3323 * 0 —2252835235 85232 — SB 235328* 2*
— 83 58538375653 23237 75333 5387877
—— — — 2 — — 22 » * 1J 9* *z —?z? —8 *
22 —8 8* 2 2 * * — * 2 — 7
— * T —2 2*2 23 32 ðꝛ — — 7 s 28 2 — 294 2
2 5* —— pr —8 —— — 2 ** 222
338 2333355355 333338 88333855
—3— 5 5.2 5— —23—— 2 525 —2 —— T 2* 28535 — 2
253587 — — —2273
— — — —5332 —5 — 5——23———85222
587 5—358 33535532 2555 Z253383538385
25 —5525.5 5 2252 5 55 *— 23555 2 3 — 8
— —2 58 55 — — 7 —*—* — — —2— 220 — 2
2 2253557 —A 2 53553387 — 2 * —A 22 — —— — ———
22 3 * — — 2 — 2 53
—2

— —AA ——
J 2 22288 2232 —5
2 5*5253538832 3238558332335 55555355285 3
22* 2 22c 22 oͤß 5232822 22 —z —— — 55282 582* —— —
25255852 588 83355333 5—5333 5s2223
25 2 55 — 3 — ** — — 25385*8 7 ——— 2
325235 —A 35 z53 2 5—8508* —
J — 5 822222 —A —— 5352 —— —
A —— 225*53 59835 s853 23532355 — —— —75353
* — 2 — * * — * — —* * 83
555555 5322535 —A 552 58535355 53525
52282 55 235 52 52343 G —A 25 3
—A ** — 238*82 —— —— 2 2* * —— ——
— —E — 2 29 * 2 2 7 8— 2 22 *2232 28* 4ÿ
582 557 8* 7 —A 25823223 5388
—2 — 25 —82 IäESSA- 5 222287 0222 —2IR3
2852 — ——— 3523533355337 283285 3885 8
2 — 2 22 — 3 — 2 22 * 2 3 — —2
—A 52B8 *5 7 59 5s—2 — 329 2 8W
—— —3 —A 228 — * 2 2 2 — 2*2* — —A
5 3 3 3 33338 ———
35388358 32585532333253 58 53355 573555
—3253 8326 33233 355253337833583
55585358 75 —2535—*555 — — 2353*832
2 52 —— A 2 —— — — 7 * 8 —— 8
* 38323 — 323 —2 82 2 * —3 — V C. —A — 22 X
— 32 * — —222.32* —A— 5 225 * 2*—
—A 5355533823—83 28 3*5587 —— — — 253232
555 —— 2 8* — —— — —532* 588 553
8 — 353z552535 * 33335 528255
3 4M27 —A 53283 —3 —3573835 —J—
— — 22527 532—55325 —— —X —A ——— 22
3 5352334 —55 5—3——5 352238 5z58 225 758
A— — 332555—3335555253235 m532538 5355*383535 —
* 252 3553532585— 372 25 —1362 — 253 5—312 252572*
2 —8 57 * 2 2 *— — * — * 2522 2M55333353523557 56
2 532*5 2 54 22 x 52 2 82 2255 823 4
— 735 —2255533353332325552 5552 8522 3553 35385 2275*
5 —— 2 * 7 0 532 —— 5382 5* * —8 ——— 2 3
—** ?269 2 —— — 3 — — 3 23235822 553 à———82BE523
5 2228—838 —55532 2 5587* —533— ——5 32832——832*
— 3 233532 —3 3—3535 —A——
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5*83 —A —— 2222225 —AX—— —
—533 —8—23 5355——5 ———33—3— — 333237555 53532
5735 —5 2— — ——35 3 3——33 —3 88 8——
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533 3252 338352 83—— 35 3—
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252532 222 233357 53232222 235 — ——— 2 —
58 65232 —— 55835 28338— 533—3—5———323 —52335 23383 52
32 3 22 22 3228 — 2— —3 2. 5 538 3— 533 —53 — 3
2 2 ———— 255 ——23233 35552222 558527 23
2BE32 22 53 24 —* 2— 2* — 2. α — * 2 —
8* 25 — 2 —8 — 8* E— 2 42 25 —— 25
—A — 53355-. 5533—25236232 5*715
222 5 32 * 2*88 8 — ——— 2* — 26
—A ——— — *2 5 57253532 22 Ex 32 * —
— — — —— 2 3 8 2 * * * 2352 225 3
5 * * — — 22 —* — 4 — 8 —8 — 38
232 23 53 8—335 35383— 5555
2 * — * — — — 328 2 32
55 —— —2—3 552—2838 ——27—25258535—35533 —235 355
z3238 53353 3 3—3 333353 3557
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— 22 25 —A * 8 — * 22 x 82 * 2 5533 558282252 2 38
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32260 —— 86GG *53,;3353.3 2535833*3 2828* 58347 S2 50
3* 25 F 2 * 23 — 8 2 ⸗ E 5—
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2532 52 52885 282 23— 2252 25— 5 35— 2325325
23525385 68 — 82332——3522—8255326 —A
5 233333 ——32 333 *5327
5353 — — 5533538 S 2* 7 55 25 — 232352 — 22
32 0 — 536333 23*
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        — 87* — ar
57 — 52835528
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5573225374 333323
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333335235 — *
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737 3235333 33 —532885
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2. 553 38333387
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—477— 235381 8
3 4333354 —
— 225 25*
—23358 33343383 32383*
—13433522389 2875
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225 *6*83833365
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* 332326 3 2233333
323 5525353 32377 22*
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—253437567 338343333253
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* 228 525 28827 22355268
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5288 535323333 53— 3235853
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2 * —3853 —35332 46 55533
3 883— 2833338335* ⁊ *2 225 2 7 333237
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        <pb n="605" />
        — —
Det St. Jngberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblati. (Sonntags mit illustrirter Bei—

lageh, erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounnement spreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfga. pro Zeile berechnet.
M 175. J Eamstaa. den 4. November — J J 1876.
——

Deutsches Reich.
Mänchen, 31. Okt. Der „oberste Schulrath,“ der
n den jüngsten Wochen sehr thätig war und eine Reshe Sitzungen
uinter dem Vorsitze des Herrn Staatsministers v. Luß hieln, wird,
»bwohl die Abaeo⸗dneteikammer bekanntlich für das Jahr 1877
die Mittel für deuselben verweigerte, mnicht aufgehoven werden
ind das um so weniger, als alle Mitglieder desse Iben erklärt haben,
ie werden ohne jede Entfschädigung ihre Funklion auch sernerhin
usüben.
Berlin, 29. Ott. Dem Bundeẽrath sind jetzt vom Reichs—
anzleramt die Ergebnisse der über die Verhältnisse der Lehrlinge,
Heselien und Fobr'karbeiter augestellten Erhebungen vorgelegt worden.
Dieselben gewähren einen sehr interessanten E'nblick in das ganze
Bediet der Arheiterfrage. Der Vorbemerkuntz, welche das umfang-
reiche Schriftstück einleitet, entnehmen wir folgende Ausführungen:
Die Erhebungen verfolgten den Zweck, für eine Prüfung der in
den letzten Jadren immer lebhafter gewordenen Kiagen über den
Zustand des Lehrlings- und Gesellenwesens im Handwerk und über
zie Beziehungen des Arbeiters und Arbeitgebers under Großindustrie
uverlässige Unterlaven zu gewinnen. Es kam einerseits darauf an,
zie thajächliche Gestaltung der Arbeiterverhältnisse in den verschie⸗
denen Gegenden Deutschlands festzustellen und dabei zu ermitleln,
velchen Einfluß die Bestimmungen der Gewerb-⸗ordeung auf ihre
ẽwicklung geübt haben. Andererseins e schdien es richtig, Geweß⸗
jeit darüber zu erha'ten, welche Anschauungen in den gewerblichen
reisen selbst über die Mängel der bestehenden Zustände urnd uͤver
»as Bedürfniß einer Abänderang der geltenden Gesetz ebung'“ die
errscheuden sind. Die Erhebungen haben sich mit Ausnahme von
clsaß Lothringen auf das ganze Bundeszebiet erstreckt. Die Reichs⸗
ande siad außer Betracht geblieben, weil es sich wesentlich nur
im die Erörterung der gegen die Gewerbeordnung gerichteten Be—
chwerden handelte, Für die verschredenen Bezirken wurden Beamte
erufen, welche die ihnen bezeichneten, mit Rücksicht auf die Kennk⸗
uß des Gewerbewesens ausge vählten Männer zu vernehmen hatten.
Die Sachverständigen waren überwiegend aus dem Ssande der
Urbeitzeber oͤer Arbeitnehmer ausgewählt. Neben ihnen wurden
iber auch andere, mit dem gewerblichen Leden vertraute Personen
ernommen. Es haben an 559 Octen Vernehmungen Siatt ge⸗
unden. Ueder die das Lehrlingswesen betreffende Fragen sind mihr
us 4000 Arbeitgeber und mehr als 2000 Urbeitneh ner zum Wort
gekommen. Eine ähnliche Auzahl von Vertretern beider Theile ist
ider die Verhältn'sse des Gejellenwesens gehört. Zu den üder die
Lerhältnisse der Fabrikarbeit festgestellten Fragen hiegen mehr als
32000 Erklärungen vor. Die Antworten der Sachverständigen sind
a Protokollfoem dem Reichskauzleramt eingesandt. Wo es für die
Vürdigung der abgegebenen Meinungsäußerungen von Bedeutung
vien, ist in der Zustammenstellung bemerlt, welche Stellung die
Urtheilenden einnehmen. Zur besseren Uebersicht sind aus dem
ceußisaen Staalsgebiere sünf Gruppen gebildet worden, vonwelchen
yie erste Preußen und Pommern, die zweite Schlesien und Posen,
ne dritte Berlin, Brandenburg und Sachsen, d'e vierte Schleswig⸗
olstein, Hannover und Wesifalen, die fünfle Rheinprovinz und
desser · Nass u umfaet. Für Voyern, Sachsen und Würthemberg
d die Zusammenstellungen gesondert bewirlt. Eine gesonderte
darst llung der übr gen Siaaten erwees sich als un hunli d Ueber
nas Lehrlingswesen heißßt es: „Nach dem Ausfall der Echebungen
zarf im Allgemeinen gesagt werden, daß die neuere gewerbliche
atwicklung die alte Bedentung des Lehrl ngs⸗Verhältrisses iar
Vesentlichen unberührt gelassen hat, soweit das eigentlice Handwerk
a Beittacht kommt. Hier beiteht no d überall eine feste Grenze
wischen Lehrling und Geselle. Anders ist es dagegen dort, wo
as Handwerk seine alle Natur eingbüßt hat, indem en wider de
Arb iser auznahmslos in Tagelohn stehen, wie namentlih in den
zaugewerben u. dosl.“ Im Uebrigen wird fasl allgemein zu einer
ꝛesonderen geseßzlichen Vorsorge für die jüngeren Alterellassen der
Lehrl'nge ein Vrdürfriß nicht empfunden. Bezüglich des Gesellen—

7
wesens scheint die Frage des Kontralibruches von besonderer Be⸗
deutung. Es hat sich da die Meinung geltend gemacht, daß die
Besetzgebung jeden Einschreitens sich zu enthalten habe, weil das⸗
elbe uunöthig, weil es erfolglos oder unmöglich sei. So ist die
Stimwung vor Allem vielfach in den Kreisen der Arbeiter. Ueber
enselben Puult heißt es hinsichtlich der Fabrilverhältnisse, daß gegen
den Vertragsbruch der Ardeiter Elwas geschehen müsse, da Dies ein
unter den Arbeitgebern sehr weit verbreitetes Gefühl ist. Vor
Allem wud zu dem Behufe die Einführung bon Eutlassungsscheinen
»der Arbditsbüchern befürwortet. Auch uͤnter den Arbeitnehmern
Jit dieser Vorschlag viel Anklang gefunden. Für die Beur theilung
nes Ergeonisses der Erhebungen ist es von Wichtigkeit, daß in den
Meinungsäußerungen häufig große Unkllarheit lich kundgegeben hat.
er den Veruehmungen sind die Bemühungen augenscheinlich nur
elten dahin gerichtet gewesen, mittelst eines näheren Eingehens auf
ie Fragen die Ansichten zu klären und den Wünschen und Be—
hwerden einen bestimmten Gebalt zu geten. Zaum Töüeil hat
ener Mangel freilich in der Niur der Verhältn'sse seinen Grund.
Die Unklarheiten treffen nicht uur Tas, was gesch⸗hen soll, um
ie Beseitigung angetlicher Mißstande zu erreichen. sondern sie zeigen
ich edensowohl in dem Urtheil über die Ursachen und über die
Tra weite der berührten Uebel.

Berlin, 80. Ott. Die heut'ge Beschlußunfähigkeit des Reichs⸗
ags hat allgemein unangenehm berührt. Die meisten Lücken zeigten
äch im Centrum, die Bayern sehlen noch in ziemlich großer Zahl;
nuch die Württemberger siad noch spärlih anwesend und die Elsaß⸗
Lothringer sind noch nicht erschienen; auch Sozialdemokraten fehllen
noch. Hoffent'ich wird man morgen vollzählig sein und zur Wieder⸗
wahl des Präsidiums und der Bure ux schreiten lkönnen. (K. 3.)

Berlin, 30. Olt. Der Mirisier des Innern und der
dultusmin ster haben der Schles. Presse zufolge die Verbrennung
von Leichen als unverträglich mit dir bish rigen Gesezgebung und
untr allen Umständen unzulässig bezeichnei. (Girtj. 3.)

Berlin, 1. Nov. Das Plenum des Bundesralho sprach
ich gestern für Beibehaltung der Handelsgerichte und gegen Ab—
vaffung des Zeugnißzwanges in Preßprocissen, und degen Ueber⸗
deisuag der Prehzvergesen an die Schwurgerichte aus Für den
Lommissionsbeschluß d. h. für Ueberweisurg der Preßvergehen an
die Schurgerichte stimmten Bayern, Württeinberg u d Baden.

Berlin. Die deutschen Regierungen sind nunmehr dahin
ibereinagekommen, zur Erle'chterung e'ner geordneten Actenjührung
un gleichmäßiges Papierformat von 33 Centimeter Höhe und 21
Lentimeter Breite für den Gebrauch der sämmilichen Reichs⸗und
Staatsbehörden einzuführen. Wahrscheinlich wird nun. auch allen
nicht staatlichen Verwaltungéstellen der Länder empfohlen werden,
sich desselber Fotmates zu bedienen.

— Ausland.

Wien, 80. Ott. Die „N. Fr. Pr.“ schreibt: „Die Thron⸗
ede, mit welcher der deuische Reichstag eroͤffnet wurde, enthält be⸗
üglich der beborstehenden Erneuerung der Handelsverträge einen
ochst bemerlenswer'hen Pessus. Nachdem di⸗ Thronrede der noch
mmer herrschenden Krise gedaht und hervorgehoben, daß eine Ab⸗
IAlje durch den Staat kaum moglsch sei, fähri sie folgendermaßen
ort: „Wohl aber wird es als Aufgabe der deuischen Handels—
olitik zu betrachten sein, von der he mischen Judusttie Benachthei⸗
izungen abzuwnden, welche ihr durch die Zoll- und Steueceinrich-
ungen anderer Staaten bercitet werden. Auf dieses Ziel wird
die kaiserliche Regierung namentlich bei den bevorstebenden Ver—
andlungen über die Erneuerung von Handelsvertraägen hinzuwirken
emüht sein.“ Dieser Passus ist nicht mißzuverstehen. Er bezieht
ich mit fast handgreiflicher Deutlichkeit auf Oesterreich Ungarn und
st das starke Patolt, welches den Bestrebungen unserer (österreichisch
ind ungarischen) Schutzzöllner entgegengesetzt wird. Die deuische
Negierung will, das steht nunmehr fest, sich auf's entschedenfte
jegen die von der üsterreichischen Regierung geplanten Zoll · Erhöh⸗
ungen wenden und keinen Vertrag abschließen, in welchem dieselben
        <pb n="606" />
        zum Ausdrucke gelangen könnter. Aber auch von den Steuerein⸗ —
richungen wird in der deutschen Thronrede gesprochen, vnd meen
braucht keinen großen Scharffinn aufzuwenden, um zu erkennen,
daß hier die Ausfuhrsprämien gemeint ünd, welche sactisch unseren
Zucker⸗ und Spiritus · Induftrie lsen gewaͤhrt werden. Die Schutz
uner mögen aus dieser Stelle der deutschen Thronrede erschen,
ob wir Recht hatten, als wir vorausfagten, daß ihre Beftrebungen
an der Macht der Thatsachen zerschellen müssen, Wir haben von
Teutschland genug Zugeständnifse zu fordern und an Teu schland
genug zu bieten, um wit Energie und Erfolg die österreichischen
Interessen beim Abschlasse des Vertrages zu wahren. Aber wie
dürfen nicht wegen tines Häufleins von Tuch- und DrucdkIndu⸗
striellen“ Deutschiand zwingen wollen, eine relrog?ade Richtunqg
unserer Volkswirthichaft gutauheißen. Die Herren Sch z;bilner
mögen fich jetzt überzeugen, ob ein Staat wie Oesterreich sich auf
den Isolirschemen setzen könne. Genau so wie Italten feine protec⸗
tionistischen Ziele nicht erreichen konnte, ebensowenig werden zum
Heile Oesterreichs jemals die Bestrebungen umerer Wollburone durch
nternutionale Verträge besiegelt werden. Von Riederlage zu
Niederlage! heißt die Zukuaft des Schutzzolles. Die No hwendig⸗
teit, mit Ungarn zu pPackren, brachte die Schuß öllner nicht zut
Besinnung. Sie müssen erft don Auzen über das wahrhaft .Un⸗
prattische* ahrer Besrrebungen beletzrt werden. Jetzt tönt das
Mahnwort aus Deutschland. Vielleich; solgen ähnliche sundgebuugen
aus anderen Staaten. Aber was kümmert dis die Zwingherren
umserer Schlosburgen? Mag Oesterreich seine Kräfte müßig ver
deuden, um iuren eigennützigen, dem Gesammtwohle widersprechenden
Urtopien machzufagen, mögen wir uns mit der gauzen Welt verfetnden.
ihre Dwise bleibt dennoch: Thu' nur Geid in meinen Beutel.“

In Paris findet man die Stelle der deuntschen Thronrede
über die dußeren Angelegenheiten nicht sehr berudigend, und zwar
deßhalb, „weil sie die Lage für ernstlich genug 'halte, um versichern
zu müssen, dasß Deutschland in der orientalischen Angelegenheit nur
dann eingreifen werde, wenn feine eigenen Inreressen bedroht seten.
Vielfuch wies man auch darauf hin, wie sehr sich die Verhältnisse
geündert, da heute, wo zu Ileicher Zeit die Kammeen in Berlin
und Paris eroffnet worden, unan sich, selbst in Versailles, fast nu
mit Berlin beschäftige, während sonst der Tag der Eröffnung des
französischen Parlaments n'icht allein für Frankreich, sondern für
ganz Europasals hochwichtiger erachtet wurde.

Paris, 1. Nov. Der „Ag. Havas“ zufolge ist das ruf⸗
sische Ultimatum an die Pforte gestern Abend durch Ignatieff über⸗
reicht worden.

Belgrad, 1. Ott. Die Antwort der Pforte spricht die
Geneigtheit aus, eine Wassenruhe von beliebitzer Dauer auf zwei
Monade doder zwei Tage anzunehmen, jedoch will sie vorherige Be—
fanntgabe der Friedenspunkte, die geeignet seien, einen desinitiven
Frieden zu garantiren. Die Pforte will Wafsenruhe für den Frieden,
nicht für den Krieg.

(Kagusa, 1. Nos. Die Montenegriner haben gestern Pod—
goritza eingeschlossen und beschießen den Ort mit dn bei Medun
croberten türkischen Geschützen. Medun ist von den Montenegrenern
gaänzlich zersidet. Die montenegrin'schen Truppen, welche früher
Medun cernirten, sind tiefer in Albanien eingedrungen und haben
vie Verbindung mit Podgoritza abgeschnitlen.

Aus Petersbuerg meidet ein Schreiben der oificiosen „W.
Abendpost,“ daß eine besondere Commission zur Regelung der
Militärztige eingesetzt wurde; serner wurde der Getreidetransport
ins Ausland bereits ganz sistirt. Dos Commando der Reserve—
armee in Südrußland übetnimmt der Großfürst-Thronfolger.

Der „Ruski Mir“ bricht in ein Wehe⸗ und Wuihgeheul da⸗
tüber aut, daß gegenwärtig auf dem serbisch:türkischen striegsschau—
platze Ströme rein russischen Blutes“ vergossen werden, denn jetzt
„fallen dem türkischen Schwerie nicht Cyhristen üterhaupt, sondern
uns nahestehende, blutsverwandte, gebürtige russische Mauner zum
Opfer.“ Rußland sei jetzt nicht mehr bloser Zauschauer des
Krieges, sondern fuctischir Theilnehmer an demselben. „Was sollen
wir nun ihun, wenn Russen durch die Türken zum Tode genwrtert
werden ? Unter solchen Umständen ist es nicht erlaubt, zu sagen,
daß Rußland nur dann gegen die Türkei einschreiten daff, wenn
es hierzu voa Europa b vollmächtigt wird.“ So weit das Blatt.
In der That sucht solche Unverjchämtheit vergebens ihresgleichen.
Nachdem man die bethörten Leute zur Schlachtbank geschickt,, ver⸗
gießt man jetzt Krokodilsthtänen darüber, daß sie wirklich zu Grunde
gingen, eiwähnt aber dessen nicht, daß ganz Europa dagegen, als
eine politische Perfidie vom völkerrechtlichen Standvunlte, lau
protestixt hat.

In Folze Weisung der rassischen Regierung dürfen in Odessa
die Schiffe nicht mehr mit Getreide befrachtet werden, obgleich em
ausdrückliches Getreideauseubr⸗-Verbot noch nivt erlassen wurde.

Bermischtes
73weibrücken, 1. Nowr. Die Hauscollette für Bruckenau
oat weiter ergeben:

Uebertrag 14740.M

NRohrbach.. 186,55

Ernöd⸗ Ingweilet 20,20

Hornbache, 64 10

Mitelbach 350

Medelstheim. 20,50,

x. Peppenkum. 8,40,

5. Seyweiler 6,50,

». Uweiler. 642,

9. vebelshein. 701

20. Blieswengen⸗Bolchen 20.14,

51. pablirchennn.... 190,54,
22. Wittershein 661 777

Summa 843 90 V.

7 Dörrenbach, 28. Okt. Es ist immerhin interessant
uin der Hard von Urtunden rinen Blick in vergangene Ziten zu
hun, be welcher Gelegenheit wir dann oftmals staunen über mancht
uns ganz unerklärliche Verhältnifse der „quten alten Zeit “ wie
vir auch zum dfteren uns eines Lächelus nicht erwehren konnen,
venn wir das „Sonst“ mit dem „Jetzt“ vergleichen. Diefer Tage
durchblätterte ich einmal wieder die im hiesigen Gemeinde. Krchive
ʒeponitten Gemeinde- refp. Vürgerme sterrechnungen aus der Zeit
dor mehr als 100 Jahren z. B. eine folche von 1704. Von
dieser Rechnmig, die aber itzrer Einrichtung nach auf keinen heutigen
Bemeirde Voranschlag paffen würde, soll nun behufs Vergleichung
ener Zeit mit der unsecigen besonders bezüglich der Werthrerhält⸗
aisse und ganz besonderer Ausgabeposten ein Autzug folgen und
vitz man dabei die einzelnen Kapitel dec Rechnung jedes insbe⸗
ondere behandeln und das Interefsanteste daraus mitiheiten. Die
cfinnahmen der Gemeinde in damaliger Zeit anlangend, so waren
dieselben sehr gering, was daraus hercorgeht, daß bei einet Hotz-
ersteigerung die Summe von 48 fl. erlöst wurde. GJetzu 3 bis
000 fl.) 2 Eicherstümme uund 1 Buchenstamm gab man um 10
Batzen ab. Und heute? Vom Burgereinzugsgewd wurde die
Bemeindekafse auch n'cht übermäß g angefüllt. Da zablte z. B
zin frembder“ 12 Botzen und 12Heller, ene Frau, die von aus⸗
värts hieher heirathete, O Heller und ein „rembder“, der eine
burgerstochter“ heirathte, d Batzen und 6 Heller. — Darnach
daren auch die Ausgaben bemessen. An Besoldung hatte der
Dorfdittel“ jährlich 1 Gulden, die „Schuldiener“ 2 fl. 10
Batzen 15 Heller. Der Bürgermeister erhrelt für Pobier und
Dinte ꝛc. auch 1ufl. jährlich. Eine besondere heu zutage nicht mehr
nöthige Ausgabe war die fur daß „ftundenglaß“ des Rachtwächters
mit 8 Boetzen und 8 Heller, ebenso eine jolche als Enischädigung
für 150 stereter an den Herrn „Over- Ambtwann“ zu —A
Botzen 8 Heller. Dabei heißt es, die „Amdis-Kösten“ (Kastanien)
siudt din natara gelieff⸗ rt worden. Die Herren vom „ambie
jo sie hier eintehrten, zehrten auf Gemeindeloften, ebenso
die Gemeinderäihe und Schöffew, so sie im Dienst waren
vas eine Zeche von 1ufl. 12 — 4 Heller nachweist. Die
Zosten für die Holzfabrikation anlangead sei hier vur ein Posten
der Rechnurg erwähnt. Derseibe kautet: Atem dei Ernrichtung des
gemeinen Holz-Zeduls Golzaccords) in ein Glaß wein auffgangen
1Baßzen 12 Heller. Bezüglich des Kapitels der Wohlthätigken
wird aufgezäult, daß einer Frau, so ihren Mann in dir Schlach
verloren, 16 Hellen, zwei Mannern, welche von den Türtken ge.
'angen gewssen, 2 Batzen und einem armen „Schuttknecht 12
Heller Unterftühuͤng verwilligt wurde. — Das merlwürdigste Ka
pitel ist ader das über die Ausgaden für die Viehzucht und will
nan hier duchstäblich referiren. Da helßt es z. B. Item atß auff
Michaelis ein frembder schwein Hirth zur gecreinen Herdt gedingt,
ju wein Kauff verzehret worden 9 Botzen. Item, werlen obiget
schwein Hirth nicht eingestanden und darauf Nikolaus Hahn wieder
umb angenohmen worden zu wein Kauff aufgangen 1fl. 8 Batzen.
Item Johann Grießingers Sohn für ein Tag, so er die schwein
„in gemeiner Waldung mit Hüthen helffen zu Lohn zahlt 2 Baßen.
Jiem als denen Ktüden die Hörner abgeschnitten, an Wein getrunen
JViertel. Item dem Johdann Bucher, so den gemeinen Herdtfassell
unterhalten für 1 Simmer Saltz 1 fl. 8 Batzen. Item für den
gemeinen Herdifassell zu vetsch edene Mahl Hey, Rübe und Ohmel
gekaufft und dafür zahlt 6 fl. 6 Bazeu. Jiem für Honig und
Artzueh vor gemeinen Herd fassel uusgelegt 8 Beazen 8 Heller.
Item Peter Juich dem Waßen-Menster ein Maaß wein gereicht, de
Fr den Creppitten Herdifaffell verscharret 3 Baten. Item gemeeine
Fühehitten für sei Müh, daß Er für gemeine Herdtfarren graßen
iassen zahlt 3efl. — Das aus der ,guten alten Zeit. Pf. Post.)
F'Aus der Nordpfalz. Wie die „Landwirthschaftlicher
Blätter“ in Nr. 18.5 mittheilen, dat Hr. Gutsbesizer K. Spiet
duf dem Schmalfelderhofe zu Gunsten des pialzischen Diensthoten—
ziftes auf die A nahme des ihm auf dem Preiszuchtviehnwrlte zu
Atsen, jüngsthin für eine Kuh zuertannten ersten Preises von 70
M. verzichlet. Diese ansehnliche Zuwendung verdient neben vollste
Anerkennung eine um so grötzere Beachtung, als man darin wob
        <pb n="607" />
        nenneuea Beweis erblicken darf, wie r'chtig man auch in den
dreisen der landbautreihenden Bevöllerung die Voriheile des ges
naunten Instituts für alle Zweige des Dienftbotenwesens zu wür⸗
digen weiß. Damit dürfte sich von selbst die Hoffnung rechtfer⸗
tigen, daß das gegebene Zute Beispirl nicht ohne Nachahmung
bleiben werdee.. ((G. R.).

4 Speyer. 31. Ott. (Pi. Zta.) Unsere Siadt bezahlte
n vorigen Jahre an Häujersteuer 9,605 M. 43 Pf.; für 1876
hat sie in Folge der Neures knung der Häusersteuer 34,857 M.
27 Pf. aufzubriugen, aliß ein Meht von 15.791 M. 84 Pf. Es
st ssomit dem Finanzministerium trefflich gelungen, ohne Et höhung
der Steuersimpia die Steuerschraube üchtig anzuziehen.

St. Jobann, 26. Ott. Der Sordat Karrenbauer, wel⸗
hver seine Geuͤebte und deren Kind erntoidete, ist vom Krie gsgericht
zum Tode verutth ilt worden.

Weitze rüwhurg Elfaß), 24. Ocrobet. Wührend des Auf⸗
enthalies im Kreise Wehenburg äußerte der Koiser sein Gefallen
an den hübschen Trachten, wilche nvch in ennen Gemeinden üblich
sind und desonders an den kleidsamen werschiedenen Häubchen, von
welchen er eines der Kaiserin mitbriugen wolle. Auf die Nachricht
hiervon, fanden sich vor der Abreife des Kaifers * Maädchen uus den
Bemeinden Oberkeebda.d, Schle ihal, Hunsbach und Aschdach an dem
aiserlichen Absteinequartier ein, um Abschiedsgrüße darzubringen
mt Sreinplare der rothen, weißen, schwatzen und blauen Kopiber
deckungen zu überreichen, welche der Kaifer mit großer Freundliwleit
jelbst entgegenna m. Vor einigen Tagen num wurden jene Müdch n
durch emm kais rliches Dantez- und Erinnerungszeichen überrascht. Das
Beschenk besteht in prachtvoll x gotdenen Brochen, auf welchen sich
der kaiserliche Adlec in erhaberer Acbeit befindet. Auf einem vber⸗
chlungenen Bande., welches der Adler hält, ist das Datum: 28.
September 1876 in blauem Email angebracht. — Auck in Frösch
peiler hatte der Kaiser die ihn begrüßen en Landleute aus dem Kieise
Dagenau ermahut, die schönen, alten Trachteu ihrer Heimath
tets beizubehalten.

äIn Amberg werden neuerdings Versuche zur Gewinnung
jon Steiukohlen durch Zerrn Fabriktbetitz r Kick gemacht; das Vor⸗
handensein eines erg ebigen Lagers sosl durch Bohrbersuche bereits
jestzestellt worden sein.

Mainz, 30. Ott. Um Samstag Nachmittag fand in dem
Rochushospital die Obduction der Leiche der ermo deten Fre ssin er
tatt. Ncht weniger als 35 Stich⸗ und Schnittwunden hatte der
Unmensch dem Mädchen beigebtacht, das Herz, der Herzbeutel und
die Leber waten durchschnitten, so daß es ein Räthsel ist, wie die
Verletzte noch ungefähr eine halbe Stunde nach vollbrachter Thut
am Leben bieiben konnte. Der Mörder ist bereits von seiner
Wunde so weit hergenellt, daß er am Samstag Mittag um 12
Uqhr in Uuters chungkhaft genouimen wurde. Tas Zeuger verhor
Uber den giäßlichen Fall fand heute Vormittag um 8 Usr statt.

Ein Taglöhner in Massenhansen bei Fre sina l'eß
seinen dreijährigen Knaben, um ihn einzuschläfern, eine große Quan⸗
zität Bianntwein trinken. Der Knabe schlief darauf auch ein,
xdoch um mnimnxrer zu erwachen.

Die itheuren Lebensmittel!preist in Fraukfurt a. M, haben
diele Familien best mut, ihr weibdl ches Dienstheronal thets zu
permiudern, Heus hänzlech abzuschaffen, in Folge Vessen das An—
zebot die Rachijrage de Weitem übersteigt, — zu einer kürzlich
ausbeschriebenen Stelle meldeten sich im Laufe des Vormittags 20
Maägde. Die Löhne sind erheblich zu ückgegangen.

SFranffurt a. M. Brirrr! Die Polizeibehörde zu
Frantfun a. M. hat gegenwärtig ein,u sehr myysteridsen Menschen
in ihrem Gewahrfam. Derselbe hatte sich ku z vor feiner Ein
logirung in der Stadt einen alten Geldschrank don außethalb kom⸗
men lassen. Darauf hatte er zu einem Schlosser vefchicki, mit der
Bine, denselben zu öffnen, da er ihn unvorsichtigerweise zergeworfen
und den Schlüssel hineingelegt habe. Der Schlosser kam und will ˖
fahrte dem Wunsche, aber die Sache kam ihm perduchtig dor, und
er machte der Polizei Anzeige von seinen Wahrnehmungen, Die
Behörde sand Dean auch bald, daß der Eigenthümer des Geld⸗
srantes denselben nur zu dem Zwecke hatte zffnen lässen, um es
einem Fachmanne abzusehen, w'e es gemacht wird, wofür eine Ab⸗
eichnung des Boh rers in seinem Notizbuch spricht. Außerdem aber fand
man bardemseiden eine große Menge auf's Feinfte und Genaueste
geardeitetes Diebshandwerkszeug, Nachichlüssel, Diebelaternen. Diu⸗
manten zum Glakschneiden ꝛc. Dieser Fund aslein und die Mani⸗
pulation mit dem Geldschrank dürfte zur Genüge beweisen, daß hier
zroßartige Verbrechen geplant waren. Interessanter aber noch war
ein anderer Fund: die Korrespondenz des Bienschen. Man ent-
nahm aus derselben, daß er sich dielfach darum bemüht hatte,
Dynamit und audere Spreugstoffe zu erhalten, daß er auch ein
Jerauschlos geheudes Uhrwetk zu beftellen versucht hattt; das aber
nur den Umfong einer großen Taschenuhr haten sollte. Er hatte
horgegeben, daß er das Werk für Amerika gebrauche. Ohne
Zweifel aber war dasselbe bestimmt, kleine Dynamit-Explosionen in

dellern Gewölben ec. zu veransicitten. Sodann fand man bei dem
Manne sammiliche auf das Thomas'sche Verbrechen bezügliche Druck⸗
achen; auch hatte er nach Berlin um die Todtenmaske desselben
pprriceben (7) Aus Allem diefem geht hervor, dahß der Verhaftete
nöglich rweise Verbrechen à la Thomas im Schilde fübrte. Der⸗
elbe it wie man dereits ermittelt hat, ein vielgereister Mensch, war
n der Schweiz, in England, in Amerika und foll vor Jahren von
‚ort mit einem großen Vermögen vach Deutichland zurückzelehrt sein.
Sein Nationale anzugeben, verwrigert er selbstverständlich. Man
darf wohl degierig darauf sein, was über den Abenteuerer ermittelt
vird. Jedenfalls darf man froh sein, daß er vorläufig bis auf
Weüeres huuter Schloß und Riegtl sitzt. (B. B. C.)

f In Hamburg ffürzte am 289. Okt. ein altes, seht bau—
jälliges Haus in der Reichensiratze zusammen, welches mehr als 20
Juwohner unter seinen Trümmern begrub. Bis zum Abend waren
Z daboun ols Leichen, 11 mehr ader minder schwer vorwundet aus
dem Trümmerhaufen ausgegraben.

Die beir RMorges ermoidet gefundenen zwei jungen Frauen
siad als Elsaßerinnen von den Behörden identifizirt worden, welche
am Tage vorher um Be—oilligung für Betrieb des stot bshandels
eingekommen waren.

Dienstesnachrichten.

Durch allerhö vsie Eatjchließung vom 15. Okt. wurde der
Siudienlehrer F. Duͤrschl an der Lateinschule zu Ludwigshafen in
leicher Eigenschaft nach Pirmasens versetzt; an dessen Stelle
durde der Stud enlehrer F. Böhm von stirchheimbolanden. und als
er Studienleurer Ph. Keiper, zur Zeit Afsistent am Gymnasium
u Erlangen, nach Ludwigshafen berufen.

Der Lehramscandidat O. Lang, dermalen Assistent an der
Stud enanstalt Landshut, wurde zum Studienlehrer an der ijolirten
Zateinschule zu sKitchvermbolanden ernann!.

Tem Beschluß des Bezerksgerichtes Landau, durch welchen der
Rechtecandidat Ludw. Munzinger von Landau zum erfien Unterge⸗
richtzschreiber am geannten Bezirksgerichte begutachtet wurde, ist
die Bestärigung ertheilt worden.
Tundwirthfchaftkiches.

Das Oktoberheft der Zeitschrift des andwirthschaftlichen Vereins
in Bohern schreide unter Anderem: Die warme Winterung wird
die Karioffetfaulniß begünstigen; es sind uns in dieser Richtung
chon Klagen bekannt geworden. Wir önnen geren diese Uebel
nur unsern schon früher ertheilten Rath empfehlen und wiedethol:n:
man bringe bei dieser warmen Witterung die Kartoffeln nicht sofort
in den Keller, sondern schütte sie an einem luftigen Orte im Freien
auf höchstens 1 bis 1,85 Meter hohe Mieten, dedeck · diese leicht
dut Soh, damit der Regen abgthalten wird, und bringe sie erst
n den Keller, wen dauernder Frost eintritt. Es ist dies nach
anserer Erfahrung das Einzige, aber unfehlbare Mittel, das Faulen
der Kartoffeln zu verhindern. Bringt man bei warmer Witterung
die Kartoffeln, selbst ia kleinen Mengen, in den Keller, so erhitzen
sie sich und fangen an zu faulen. Wir müssen bedenken, daß die
Zarioffel eine Frucht ist, die zu 46 aus Flüssigkeiten besteht, und
Hak durch diese Eigenheit die Aufbewahrung ienr etschwert wird.

rie Redactson vcranswortlich: ern.

Vor uns liegt in e nem einfachen aber ansp echenden Ge⸗
wande ein alier,lieber Hausfreund, der uns sHon in unserer
rühesten Kindhett dom Weihnachisische mit hellen freundlichen
Augen anblickte und, mit Jubel empfaugen, des seindes Geist und
Gemüth dauernd zu fesseln wußte. Es sind.„W. Hey's Fabeln
mil Vildern von O. Specter“?, otha, Friedrich Anditas
Perthes; 2 Bye. a Bd. in großer Ausgabe M. 3. 50, in kleiner
Ausgabe M. 1. 80), ein in seiner schlichten Einfachheit und in
seinen nie beraltenden Gestesformen wahrhaft clafsisches Kinderbuch.
Wenn der selige Verfasser dies⸗s Jagendschatzes, der ichlichte Pfarrer
von Ichtershausen, wühte, wie viel Taut ihm im Geiste für seine
Gahe von den Eltern gespendet worden ist und wie viel Freude
teden Lindern mit seinem Fabelschatze b.reitet hat und immer
eteitin wird, darn häue er wohl ein Recht, von sich sagen zu
zürfen; Id habe gewirkt nach desten Wissen und Gewessen; aber
zaß ich dieses Büchlein für die Kleinen schrieb, ist wohl eines
Nenschen Leben werth! — — Draußen stürmt es und der Regen
hlagt raufchend gegen die Feuster, 8 ist traulich am warmen
Dfen; bald werden Dächer und Strasen die weiße Schneehülle
ragen und das Christlind wird wieder dei uns einlehren. Die
einderherzen schlagen ihm schon jeßt erwartungsvoll entgegen; wer
en Kienen uscht allein eine große Freude bereiten, fondern auch
die etsten Sawenkörner geistiger Erziehung in die jungen Herzen
reuen will, der bege Hey's Fabeln? in die kleinen Hande
wird seht bald die junce Geistet-Saat aufgehen seben.

Thbüringer Hrutfreund 1875, Rr. 46.)

—
        <pb n="608" />
        Wi bringen hiermit zur Anzeige, daß unsere
sämmtlichen Neuheiten für die Saison,
namentlich: Damen⸗-Kleiderstoffe, Mäntel, Regenmäntel, Morgenkleider und Chales,
Kinder-Mäntel, sowie Teppiche, Teppich⸗ Möbel- und Vorhangstoffe,
J Meeisedecken ꝛc. ꝛ.
in großer Auswahl eingetroffen sind. — Ferner empfehlen wir. 2
Pelz-Waaren: —
— Auffe., Rons Ianschetten —
elegant und solid gearbeitet, in gewoͤhnlichen, mittleren bis zu den hochfeinsten Gattungen.
Gehr n St. Johann.

J

W

*
Im Verlage des Unterzeichneten erscheiut gegen End Nov. 1.
Jahres, das enen sich in den letzten Bogen uner der Presse be⸗
findliche erste pollständige,
Gewerbes u. Handels-Adreßbuch
der bayer. Pfal
nach zuverlässtgen Quellen bearbeitet bo
3 F. J. Dochnahl sen in Neuftadi a. H. —E
In Jabre 1865 erschen zwat in demselben Verlage bereits
ein Hande!e⸗Adreß und Firmenbuch für die Pfalz, das jedoch nur
die in dem Registern der 4 pfälzischen Handelsgerichte eingetragenen
Firmen enthieu, wührend das demnächst erscheinende Wert in“
circa 50 Bogen gr. 888
ämmttiche steuerzahlende Geschäfie der ganzen Pfalz — in
Städten sowohl wie in den kleiusten Ortschaften — enthält und
auf das Sorgfältigste a'phabetisch geordnet ist.
Es durfte wohl kaum ein anderes bis jetzt erschienenes Ad reß⸗
buch denselben Anspruch auf Vollständigkeit machen, wie das dem⸗
näͤchst erscheinende pfälzische. —
Der Subscriptionspreis stellt sich auf M. IO. --und werden
Subfcriptionen bis zum 15. Nobember à c entgegeugenommeu,
na, welchem Toge der Ladenpreis von V. IS nein.“
Edenso werden noch Anzeigen für dieses Gewerbe— uid
daudels · Adreßbuch der Pfalz bis zum 15, Novemder bvon da
intersertigten Verlagsgandlunng entgegengenommen und mit M. 12
die gauze Seite, M. Thdie halwe nd M. S die drittel Seue
berechnet.
Recht zohlreicher Betheiligung sieht eutgegen
PHh. RoD in Kaiserslautern,
Verleger der „Pfälischen Volfezeuung.“
Neustadter Hanf-Couverls,
witjeder betieb gen Fema be—
sür die hi sige Kirchweshe em— drudt, sind bellig zu haben in
fiehl P. Jepp. der Druckerei von
— — — . X. Demetæ.
Seit 5 Jahren liut ich an ———
rinem furchtbaren Frucht. Brod⸗ und
M f t h Fleisch Preise der Statt
agen d arrh, Zweibrücken von 2. Nob.
gegen den jegliche ärztliche Be- Weizen 11 M. 68 Pf. Korn
handlung ohne Esfolg blieb, so 8 Wi. 79 Pf. Gersle Zreihige
daß jede Hoffnung e ner Wieder. — M. — pf. Gerste 4reih.
genesung geschwunden war. Durch — M. — pf. Spelz 0 M.
eine Annonce veranlaßt, wendeie — Pf. Spelzkern — M. —
ich mich an Herrn J. J. F. Pfg. Dinkel — M. — Pfg.
Popp in Heide (Holstein), durch Wisschfrucht 8 M. 75 pf. Hafer
dessen Mittel ich in kürzeste“ 8 M. 80 Pf. Heu 5 R. 50
Zeit volltommen wieder herge: Pf. Stroh 4 M. 75 pf. Kar—
22 stelt wurde und zwar so, daß offeln 2 M. 30 pi. per Cir.
WPfäẽlzische htz n repeet ine iih so. dö pgut,
2 t wieder verdauen kann. Ich halte brod 3 Ko. 78 pf. ditto 2 Ko.
A IOICOMn- A 8 e6GCnbur —e Pflht, aden ahn. 82 Ppf. ditto 1 Kilo, 26 pf
J lich Leidenden dese Kurmethode Gemischtbrod 3 Kilo. 93 Pf. 1
(Gerrwann Kayser) dringend zu —— Wegi 2h Ax 2 dinn 6
3 Günzburg. Bayern, 7. Mai 76. iudfl. 1. Qual. 58 Pf. 2.
Kaiserslautorn, Ludwigstrasso Nr. b, Sιu z al en pe
üͤbernimmt die Befötderung von Iuseraten in alle Zeitungen Hoiges bestatigt N. Baum-. daml. 52 Pf. Schweinefl. 60
des In⸗ und Auslendes zu Origtual:Preifen. lgärtner, Zimmermstr. Bi. Butter 1 M. 30 Pf. per Vid.
— 7 ————
        <pb n="609" />
        er Anzeiger.
der St. Juügberter Anzeiger und das (Z mal wochentlich) mit dem Hauptblatte verbunden⸗ Unterhaltungsblatt, Eonntagt wite illustrirter Eeil

lage), erscheint wöchentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sounutag. Der Abonne ment sreis detragt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfag., von Auswaärts nit 18. Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blaltschtift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
— 176. Sounutag, den s5. November 32 1836.
ö
Deutsches Reich. UW
München, 31. Ott. Nachdem Se. Mal. der König qn⸗
zeordaet hat, daß in der Folge bei der Aulage neuer Staatsstrusßen,
jowie bei Etweiterung oder Ümlegung bestehender Staatsstraßen fut
die in Auspruch genommenen Ausuichtungsflächen den betreffenden
Brun deigenthünern Entschadigung gewährt werde, hat das Minisiecium
des Innern zum Vollzuge dieser Anordnung verfügt: 1) bei Aus—
arbeitung der Proen für die Aulace neuet dann füͤr die Er—
weiterung · oder Umlegung bestesender Siagsltestraßen haben die
Straßen⸗ und Flußbauämiet die erforderliche Brejte der Auslichtung
nnerhalb der uniiberschreitbaren Grenze von je 7 Meter auf deiden
—A oͤrtlichen und sonst gen
Berbättnisse unch Mußzabe des una hwe sburen Bedürfnissetz festzu⸗
llen. 2) Gleichzenig ist mit den deir ffenden Gruͤnd⸗ und Wald⸗
igenthũuiern siber die eigenthümliche Erwerbung hes erlotderlichen
Urcals, einschließlich der in Anspruch zu nehmenden Auslchnungs ·
Aache, in Unterhandlung zu treten. Hierbe; Jollen die Bauämter
uicht unterlafsen, die besonderen Vortheile der detieffenden Sttaßen ·
antage sge das angrenzende Srundeigenihum in Berug auf die
Erleichtexung des Verkehrs gehörlg zu berücsichtigen und die be⸗
heiligten Grundeigenthümer hierauuf unter Hinlpeig Kuf die No Alchteit
der Vereneluug des Projectes im Fahe ——6
anspiulche geeignet gufmerkfam zu machen 8) Kommt ue ernn
baruag auf der Grucdlage eiuer die vZuilichen WWerthaverhalttisse
nicht übersteigenden Entjchaͤdigungsforderung ju Sltande⸗ont der
Vertrag vorbel alttich der Genehmigung det Elgats regierang auf
kosten des Staͤatsarars aorarieh —XX πůπ und der
Lotschadiaunngsbettag In den Kofienboreinfchlag. aufy gehmen. 4)
Wird dagegen eine WVereinbarung nicht etzielt,so ist eine Approri⸗
maide Wenhschedung det sragcen Doleee r dn e
und gigleich eventzell diurch die von dem Retheͤligten etwa —XRX
Eulschadiguugssungine in den Vsranschlag einzistellen.
Berdin, 2. Rov. Reich stag.“In her heutigen Sitzung
ergab der Nammnsauftuf 220 Aßwesende. Zum ersten Präsid men
wurnde v. Foxtkenheck mit 216 von 218., zum ersten Vicepräsi demen
2. Stauffenberg mit 189 von 217 Stimmen wiedergewähn Bei
der Wahl des zweiten Vicepräsidenten krhielt yon 212 Stimtgen
dowe 118 Hanel 89.MNachdem Lowe adgelehnt hatte und in
Antrag auf Vertagung verworfen war, wurde die Wahl wiederholt,
wobdei 207 Stimmjeulel abdgegeben wiuden; hiernon erhielt Hän
1115 Schwartz 88, unbeschrieben waren'81, die udrigen zeispit⸗
erten sich. Nachdem Hänel ebensallz abgelehnt halte, wurde die
Berlagung guf morgen beschlossen..
Ausland.

Wien, J. Rev. Das rnerwartete Nstimaijm Rußlands
isdet den Gegeustand allgemenner Besprechung Seitens der heutigen
Zeitungen. In einem Leitartilzt des Tagblatt,“ Des Bqrs
Donnerteil“ überschtieben, wird das Ultimaum als der Ausdruc
der derzweifelten Lage, ain die sich Rußland seldst gestürzt hade,
ozeichnet, womit indeß noch nicht aus geschlossen sei datz dennoch
der Tag Allerheiligen die Waffenruhe bringe Aurh die“, Deussche
Zeitung“ st zucht genejgt, das Ultimatum tragisch zu“ nehmen.
Nan darfte“, ent das Blati, es wmit kinem didlomasschen
knalleffect uu thun hzaben, der dazu destimmt sei, den Leuten eine
ohe Veinung von der russischen Vochtfülle beizubringen und durch
ine heroische That das in den Augen der Slaiwenweinn schwindende
Ansehen zu stärten.“ Weniger darmlos beurtheilen die ijbrigen
Zeitungen die brüale cufsische Fofdetung. Die R.ugr Pr.“ ist
Aderzeuat, daß auch die Annahme des Ultimatumd teine Gewahr
jüur den Frieden bleten werde. Behallen wir in Allem,“ zuft sie
aus, „so schwer es uns auch werden mag, ruhig Blur; Fantpfen
pit den Zorn, der uas deeser rujhischen Duppelzungigleir und Frech⸗
jeit gegenüber ergreift, nieder!“ Die NMaorge apost sagt Alerx⸗
nder Il. hat on heute ab auf den Tetel A

vorzichtel. Wer ein Ullimatum unterzeichnet, jeßt feinen Namen
auch unter eine Kriegserllärung.““ Die Vorstadtenunge in v.

Jußg die eschrhte verde ig der Lag sein, binnen 24 Stunden
den Auͤsbruch des üussischetürkifchen Krieges in verzeichnen.

, Wign, 2. Nor Die Pforne erwiderte auf das Ultimatum:
ie betrachti die Forderunz Ruͤßlands durch die bedingungslose An⸗
nahme des Woffenstilsstanges exledigt und babe Besehl au erngen
Finstellen der Feiidseligkeiten ertheilt. Man furchtet hier; daß
Rußland, da Kerim Pojcha, entgegen dem Pfortebeschl Vorrücdi⸗
und insbesoudere Deligrad besetzte, nicht zufrieden sein wirde Daß
die Armee nicht den Befehlen don Koustautinohel gehorchtist
aemiß. 23 —M— *

Belara d. 2. Popembet. Die Serden orenglien ehle Morawa-
Brijchen und zůndeten zur Erschwerung der Annäherung au die
483 und Stodt Deligrad, Jabulowatg und Vraskoway an.
A⸗ —58* — Burger — 20. bia Jum So. Jahr müssene hen
nhe —A
Petersburg 2 Rop. Em heute Abend ersch enenes Extra⸗

qzlatt des Regerungsanieigers beröffentlicht ein Telegranum Igna⸗
lieffis, daß de Pforte sich bereit eillärte, auf den Abschluß“ eines
weimonatlichen, Von gestern an laufenden Waffenstillstandes einzu·
jehen. und doß die Befehlshaber der türt schen Truppen angewiesen
vorden seien, die Feindseügleiten auf dem ganzen Kriegsschaͤuplatz
dioxt einzußellen. * 38aupi
If Der Jabrezbetiht des S —55 r —A—
ꝛemselben B buen zu Blleskastel Kuͤchheim⸗
wlanden und peyer ibber das Schuliahr 187546, erstat lel durch
Sewingrinspecior Dr. Kitiel umd die Huptiehrer Leibig Eron⸗
erger und Ki us i im Druck ers ienen. Wir entae men dem⸗
* eee 5 die in — legten In — en
des Seminars an Shnua und Fe ertagtaege ahrlen dreten —*
auge, hei welchen der Besuch eines Vauhauses und das Einnehmen
aeee —R weeder —8 werden nußten,
veil czausstestze Haß die Vorthettr,Eelche diefe wohlgemeinte
sePehe de n für —— hat —8* den
Nachtheilen Uber ogen werden welche de Mißbrauch derseiben mit
sich führt.Beigedehen ist de in Beicht ein⸗ schaßenswerihe Ab⸗
handtung über die Hflege der dußecen Bildungin det Voils schule
ein Gegenstand, auf welchen swon die Aufinerlsamkeit gang besondert
lenlen öchten, da de soelben die erlorderliche Bea htung nicht üverall

in wünschenswerther eeeh wird. 7

t Ein Hohfapler m bo beren Fare Am 20.
Ock. wurde in Begleitung Bexluer riuai r ruͤheret
dehnrer der opueg —— nach Saarbraceu gebrachte der
tecbriefl ch * folat wak. “ Der Verhaftele hatte fich dort Dia vor
durzem Aals Lehrer an der hoͤheren Tochterschule befunden und foll

iqch der Falschung werschiedener Uauidersitats unde aderer Zeuchisse
shusdig gemacht baben, auf Grund de en sesne Antellang eshine
Auf Grund aefais hier 3 erhielt er, nachdem er ein Jahr
ang in Saazbrücken gewirkt, auch gine Steile an dem großherzog⸗
Toͤchtexnstisut jn Karlsruhe. Duch eine zufallige Rücfrage
voͤn dort. dani d ene i den Tag. Der Adeneurer verschaffte
———————— —X s Zugang in die besten Kreseer gab
ich für einen Kandidaten der Theologie aus und hanass solcher
auch in der Kirce eins Nachhatortes von Saarbrücken ˖ gepred gt,
and. nun steut sin oiles alg ð H ndel heotne H gecese sub
Am ntich falsch gestatt sich ee bran— aß der dere
dand dat. aingn icinli ch loderetu Lehe nomaihe deführe . und daß er
—XV eine· Univerfitt bejucht hat. Der
Fal errzat geoßes Auflehen nud jpild dentsähtte derigttich derhan
delt werden e —

.Pa ris. 29. Ott. Die Pariser Polizei digiliri eiftig auf
zefätschien Wein. 350 Fösser soichen imit Fuchsin defaͤrblen · Welne
ind bereits bei ihrer Antunst aus der Prodin huit Veschlag Pelegt
porden und arzog dideie, die in den nächsten Tagen eintreffen
sollen. sind der Behörde als berdächtig fanalifit Da an
        <pb n="610" />
        von einer Kommission der Ministerial⸗Abtde'lung für Kunstewerbe
unterfuhht, und wenn er sich als gesundheitsschädlich herausstellt,
hwe Weieres in die Seine egossen.

(Ginegesarnd r) Unler den körperhchen Gebrecheu,
unter Umständen sehr gefährl ch werden können und bei Groß ua

Zlein sogar häufig vorkommen, st hen in vorderer Reihe die Unter—
leibsbrüche. Als ein vielfach mit außerordentlich gunstigem
Erfolg begleitetes, ganz und gar unschädliches Mitiel dagegen wird
die Bruchsafbe don Gotttieb Sturzenegger in Herisau,
Kantons Appenzell. Schweiz, bestens empfohlen.

ir bringen hiermit zur Anzeige, daß unsere J ae
üämmtlichen Neuheiten für die Haison, —
amen⸗Kleiderstoffe, Mäntel, Regenmäntel, Morgenkleider und Chales,
nder⸗Mäntel, sowie Teppiche, Teppich⸗, Möbel- und Vorhangstoffe,
Reisedecken ꝛc. ꝛ⁊c.
in großer Auswahl eingetroffen sind. — Ferner empfehlen wir.
Pelz-Waaren:—
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elegant und solid gearbeitet. in ge wöhnlichen. mittleren bis zu den hochfeinsten Gattungen.
Gebrüder Brach in St Johann.
Die in diesem Blatte am
Dienstag angezeigte Mobilienver⸗
fteigerung des Andrtas Frei⸗
dinger zu Rothenbau findet am
6. dieses von Morgens 11Uhr
an statt *
Es wird dabei eine Dreisch-
maschine mit Manege versteigert.

rport⸗
Fier
von der
kKtien-
rauerei
Mürnuberg
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bheii

JFür Damen.

Das schönste, prattischste und
lebenswürdigste
Weihnachtsaeschenk

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silver steel) enthaltend: Zu⸗-
chneide⸗⸗ Nagel⸗, Stick.,
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uverwüstlich bei fleißigstem
Bebrauch. Garantie der Vor⸗
züglichkeitdurch eventuelle franco
RKücknahme Depot für Deutsch⸗
land bei Win. Heuser, 18,
Rehmplatz, Aachen. Versandt
der Kürze halber gegen Nachnehme.

Von den vielen eingegangenen
Auerkennungsschreiben lasse
rines derselben folger:

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die Gefälligkeit mir noch 4 Stück
Nähtisch⸗Scheeren⸗Garnituren äãM.
5 gegen Nachnahme einzusenden.

Kochentin (Oberschlesien), den
18. Oit. 1876. Emma Huͤppe,
bei der verwittweten Prinzessin
zu Hohenlohe-Ingelfingen.

7
Ein Buch, welcheg 68 W
erlebt hat, bedarf wohl

lagen keiner weiteren Em⸗
pfehlung, diese Thatsache ist ja
der beste Beweis für seine Güte.
Für Kranke, welche sich nur eines
ewährten Heilverfahrens zur

Wiedererlangung ihrer Gesund ;
Jeit bedienen sollien, ist ein solches
Werk von doppeltem Werth
und ein˖ Garantie dafür, daß es
ich nicht darum handelt, an
hren Körpern mit neuen Arzneien
„erumzuerperimentiren, wie dies
noch sehr häufig geschieht. —
Bon dem berühmten, 300 Seiten
tarken Buche: Dr. Airy's Na⸗
turheilmethode“ ist bereits die 68.
Auflage erschienen. Tausende
und aber Tausende verdanken
der in dem Buche besprochenen
Heilmethode ihre Gesundheit,
wie die zahlreichen, daria ab⸗
gedruckten Atteste beweisen. Ver⸗
säume es daher Niemand, sich
dies vorzügliche populär⸗medi⸗
rinische, 1 Mark kostende Werk
baldigst in der nächsten Buchhand⸗
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Einsen dung von 10 Briefmarken
a 10 Pfg. direct von Richter's
Verlags Anflalt in Leipzig kommen
zu lassen, welch' Letztere auf Ver—
angen vorher einen 100 Seiten
tarken Auszug daraus gratis and
vanco zur Prüfunag versendei.

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Se Sardinen à Tuile

V. Brill. Seun russ. Kron⸗Sardinen

Montag, den 13.1Holländ. Kronbrand⸗

November 1876. Voll-Häringe—
Jahrmarkt rservirte Hummer

in St. Ingbert. 13. Peters, St. Ingbert.

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Non hohen medicinischen Autoritäten ge⸗
prüft und gegen Kench— oder blauer Husten,
chronische Heiserkeit, Verschleimung, Katarrh.
kranken Brustorganen, Lungen˖, Hals⸗ und
Brustentzündung, Asihma, Brustkrampf vor⸗
theilhaft bdewährr ist der Rheinische Malz⸗
Extract

PhòènOI.

Rkheinischer
Trauben⸗-Brust⸗
FHonig
5438 mit beigedruck⸗
allein ächt temFabrikstem
zel von vielen Aerzten wie den
derren Sanitätsrath Dr. C. Rüst,
Dr. Graefe, Dr. Gesellius
Dr. Lange u. s. w. als bestes,
angenehmstes und
icherstes —
—XXRC * 2
—XXX 7 J
empfohlen; zu h· R
hen in St. Ing⸗
jert bei J. Friedrich, in St
Johann bei F. P. Duden⸗
öffer und KarlThiriot, in
aarlouis bei F. Altenkirch
n Blieskastel bei Apothe
er C. Nichter, in Saarge
nünd bei H
Rirchner in Sulzbach be—
Apotheker A. Treffon

Glelcnielat von den
Sit i rnnemn des Lasters, haben
loch schon zahlreichse unglück-
iche Opfer der delbstbefleck-
ing und geheimer Ausschweif-
ingen das verlorene Lebens-
lũck wiedergesunden. Lese
Jeder das berübmte Original-
Meisterwerk, ler, Iugendspiegel
von W. Bernhardi (jetet
in Dresdem-Blaueνν
für 2 M. discret in Couve ri
zu hbeziehepn.

ein vorzüglich linderndes Mittel, welches der⸗
FPabprilimarce. qIrtig Leidenden nicht genug empfohlen werden
kann. Die enorme Nachfrage und die von allen Seiten eingehenden
Zeugnisse und Dankschreiben ist der besse Beweis für dessen ganz
dorzüaliche Heilktaft. Der Phèôènol ist in Flaschen à 75 Pf., Mk.
1 und Mt. 1,50 stets zu haben bei J. Friedrich in St. Ing⸗
bert, W. A. Seel in Zweibrücken und Jul. Sprenger in
Neunkirchen.

2
Ankerleibs Bruchleidenden
vird oije Bruchsalbe von G. Sturzenegger in Herisau, Canton
Appenzell, Schweiz, bestens empfohlen. Vieselbe enthält keinerlei
sch Adlichen Stoffe und heilt selbst ganz alte Brüche, sowie Mutter⸗
vorfälle in den aAllermeisten Fallen vollständig. Zu be—⸗
iehen in Töpfen zu Mark 5 nebft Gebrauchsanweisung und überraschenden
Zeugnifsen sowohl durch G. Sturzeneg ger selbst, als durch die Nieder⸗
age von Dr. LWV. Strauß, Mohrenapothele, Main z. Auch ist Nä⸗
eres zu erfahren durch die Versendtstellen von Fr. Böhm, Kaifer s⸗
wuteren und Garl Malzacher in Carlsruhe.
— — — — — — — —— — —ñ— — ⸗—
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Giorus illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 453.

Allgemeine
Rechnungen
(ohne Namen)
in s, Ua, u. 2 Bogen si

norräthig bei
—J. X. MDemetz.
        <pb n="611" />
        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und daß (2 mal wöchenilich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei

lage), erscheint wochentlch viermale Dieustag, Donuerstag, Samstag naud Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vlerteljährli ch

acrtk 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts it 15 Pfz. für die viergespalbene Zeite Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
48 177. J Donnersstag, den V. November 1876.

AAl

—

Deutsches Reich.

München, 6. Nov. Bei der Berathung des Strafpro⸗
esses im Reichstoge, werden sich sämmtliche bayetische Abgeordnete
sür de Aburtheilung der Preßceate durch Schwurgerichte erklären
und sohin die Voltsvertresung mit dem von Unferet Stauss regie⸗
ung in deeser Frage im Bundesrathe abgegebenen Votum übercin⸗
mmen, was wohl auf die schließliche Erledigung dieset Angekegem
eit im Reichssstage und Bundesrathe nicht ohne Einiluß bleiben
vird.

Warzburge, 4. Nob, In einer Sitzung des Auäsjchuffes
zes fränkischen Weinbauvereins am 1. Noövembet wurde eine Ein⸗
abe an das Reichskanzleramt berathen, welche eine Verschärfung
zer Paragraphen des Polizeistrafgesetzes dezweckt, ivelche sich gegea
zie Versäischung der Nahrungsmittel und Getränke richten,· Man
var der Anficht. daß diefelben zu allgemein gehalten find, nin speciell
en ehrlichen Weinbau gegen die Wenschrüerrret zu schützen daß
wer leßlere einen solch n Umfang çewonnen, daß dadurch ein be⸗
ulender Zweig d'r landwirthschaftlichen Thätigkert arg gefchädigt
eird. Beirachten wir insbesondere die neuck Weinschmietktertar /
erstaunt man über die Mannichfaltigkeit der Recepte für die der⸗
chiedeusten Getränke, aber das Kechste wird doch wohl geliefert, wenn
nan schreibt: Recept: „Rheiue, Mosels und Frankenweine zu fabrn
icen, ohne Trauben, aus Wasser urd verjch'evenen Zufüätzen.“
Auserer Ansicht nach wäre die bloße Anzeige schon strafbar, da sie
zum Vetrug auffordert; denn man kann wohl ein jenen genannteu
Weinen ähnliches Gebräu hersi llen, aber nmatermehr Rhein⸗, Mosel«
ind Fraukenwein. Der Ausschuß ging von dem Grundsatze aus,
zaß das Nachmachen von Nahrungsmitten und Getränken, wobei
nicht allein ihre Waare betrügrrisch unter anderer Firma verkauft,
sordern anch oft genug der Gesund eit sädliche Waare geliefert
vird, gänzl'ch zu verbieten und zu deme Zorcke mit broßen Geld⸗
ind Freiheitsftrafen zu belegen sei. Der dieser Eingabe beigelegte
Fntwurf einer Novelle zum Straf,esetz will sowohl die Fälschung
her echten Weine mit einer Strafe bis zu 2000 M. oder 2 Jahre
VBefängniß belegen, ald auch die Fabrikation von Schmierwein ohue
inen Tropfen echten Weines, wenn sie gewerbsmäßig betrieben
werd; sind die Fälschungs⸗ vder Fabrilationbmittelber auch der
Fesundheit schadlich, so soll bei besonders grav Tenden Fällen, auf
le doppelte Steafe erkannt werden können. (W. Pr.)

In der Art, wie von Frankreich her jeßt der Geschäfts
bertehr mir Deutschland betrieben wird — vatürlich soweit es
ucht gilt, französische Waaren in Deufschland abzusehen — bringt
ole „Berl. Bürgerztg.“ folgenden Beitrag:

Die hiesige dirma Brand und Nawrockii halte einen eigen⸗
züml'ch und neuconftruirten Frisirßuhl vom Eifi der erwor ben
und ein Exemplat der Erfindung an den Besitzer eincs großen Pariser
Frisitsalons geschickt, mit dem Anheimst llen, davor Gebrauch zu
mochen. Als Amwort auf diese Offerte hat genannie Firma nun
in Schreiben erhalten, das in wortgetreuer Uebersetzung lautet wie
jolgt: „Meine Herten!“ Sie müssen jedeß Gefühl von Würde und
Sqhambaftigkeit enwehren, um als Preußen die Ftcchdeit zu —XRwbX
ins ein Prrdakt Ihrer Industrie anzubi ten. Setzen Sie denn
doraus, daß man in Frankreich so leicht veraißt und daß man sich
aicht mihr eriunert aller jener Ausschreuungen derr ve schudensten
Arl, deren sich Ihre Landsleute und Sit selbst vielleicht m mserem
Halerlande schuldig gemacht haben“ Wissen Sie denna, daß jedes
zatriotifthe Herz in Frantreich Nichts meht haßt und decachtet als
den Namen„Preuße“? Wissen Sie nicht, daß diese Preußen ge-
raubt und geplünderr, Weiber und Kinder geschändet und gelödtet
haben in allen Städten und Törfern, wohin fie gedrungen sind?
Fim Namen der Cortoration, deren einflugreichstes Mitglied ich bin,
hleudert ich Ihnen mit der Verachtung, weldde Sie veedienen, Ihr
Anerbieteun eines Geschäftes zu ück und sage Ihnen, daß ich- mit
illen meinen Kräsften bemüht sein werde, meine Landsleate zu gleichen
Ansichten zu bekehren.“ 9—

Die 3B. B. Zig.“ ihrerseits fügt dem von ihr veröffentlichten

Schreiben die folgende Bemerkung an: ‚Wie man angesichts solcher
Thatsachen noch eine dewische Betheiligung an der Pariser Aus⸗
stellung empfehlen will, ist uns unerklärlich.“
V Ausland.
VParis 6. Nov. Privatnachrichten aus Konstantinopel zu⸗
'olge fiaden Verhandlungen statt behufs Erzielung einer directen
Verständigung zwischen Rußlaud und der Pforte, welche eine Con⸗
erenz unnöthig mache. Ein höherer türlischer Beamter würde dem⸗
nuͤchst nach Petersburg geben.
—Constantinopel,6. Nov. In den letzien Tagen
saben mehrere außerdrdentliche Ministerräthe und Botschafterbera⸗
hungen stattgefunden: Jgnatj⸗weschlägt morgen seine Residenz in
Pera auf. Rußland ist gegenwärtig, mit der Ausarbeitung des
Broijeltes üder: die Friedensbedingungen auf Grundlage der eng—
ischen Propositionen beschäftigt. Die Militärattaches Frankteichs,
Desterreichs und Rußlands gehen morgen nach dem Kriegsschau⸗
Newyork,. 3. Novbr. Der neue General⸗Gonverneur von
Havanna, Martinez Campos, ist daselbst eingetroffen.
— VPermischtes.
F Zweibrücken. Die Hauskollekte für Brückenau hat
weiter ergeben:

————

28. Biesingen
24. Reifenbere
25. Moßweile
26. Rieschweiler
27. Anopp⸗Lab
23. Walshemm
29. Breitiurth
29. Contwig —
51. Dellfeld 234
2. Oberauerbe 6,
23. Stambach 32
34. Brenschelbach 6.80
838. Niederwürzubah.. 32,00.
Summa 518.511,
4Kaisertautern. 7. Nov. Gestern Abend 7 Ubär gelang
es dem Friedrich Hornuag aus Ramsen, einem öfters bestraften und
ehe sicherheiusgesährlichen Individuum, aus dem Zuchthause zu
enifliehen. (Pf. P.)
Spewer, 4. Nov. Das „Amtsblatt“ vom 3. November
enthalt folgende Entschließung der kgl. Regierung der Pfalz: „Aus
den Vorlagen über die Visitation der Sonne und Feiertagsschulen
vurde entnommen, daß fast durchgängig je ein größerer Theil der
uchin bnapp bemessenen Unterrichtszeit der Sonn⸗ und Feiertags-
chule dem Religions Unterrichte gewidmet wird. Die Schulhe⸗
zjöcden und das Lehrerpersonal werden darauf hingewiesen. daß
die Ertheilung des gesammten Religions-Unterrichtes für die Sonn⸗
und Friertagsschule zur Aufgabe der Christenlehre gehbrt welche
nach Art. b8 des Polizei⸗Straf-Gesetzbuches und wiederholten Allet⸗
jöchsten und höchsten Entschließungen einen integrirenden Bestandtheil
ieser Schule bildet. In den von dem Lehreipersonal abzuhalten-
en Unterrichsestunden der Sonn⸗ und Fesertagsschule ist deßhalb
ürderhin ausschließ.elisch Unterricht in den Kealien zu
rtheilen.
—F AAαν vrrworu 5 8
Die beiden neuesten Nummern dec Jilustrirten Frauens
Zeitung (Goierteljährlicher Abounementspreis M. 2.50); für Oester⸗
reich fb. T. 50. Oe. W.e; für die Schweiz Fr. 83. 35.) enthalten:
. Die Moden-Nummer (41): Ballb und Gesellschasts-To leiten,
Ball⸗Coiffüren nebst verschedenen Schmuckzegenstünden. Paletots,
ebertle der, Morgenröcke und einzelne Kleiderrocke, Hüte, Hauben,
Fichus. Tucher und Jatols. Aazuüge für Mädchen. Ferner Strid-,

—A

z,90 M.
307
30
80
8
20
        <pb n="612" />
        Hälkel- und Rahmen-Arbeiten: Wiegen oder Wazeadede, Mäntelchen,
Jäckhen, Weste: Unterziehärmel, Gamasche, Laufgürtel, Unterz eh⸗
jäckchen, Unterrock ꝛc. ꝛc. mit vielen Ausführungen und Details.
Toilettenlissen, Arbeitslörbchen, verschiedene Decken, Garten⸗ oder
Marktkorb, Rost⸗ oder Nadelkissen, Arbeitsbehälter und Ueberzug
für ein Bindfadenkaäuel. Bunt und Weißstickereien, irische Spitzen-
arbeiten, Tülldurchzug, Knüpf⸗ und Spritzenardeiten mit 63 Ab
bildungen. 2. Die Unterhaltungs-Nummer' (42.): Im
Schnee. Eine Geschichte aus dem amerikanischen Holzfällerleben.
Von F. Meister. — Blücherbriefe. Von Hans Herrig. —

Der alte Matrose.“ Ein Balladen-Cyclus von Coleridgk, übersetz
oon Ferdinand Fre ligrath, illustrirt von G. Doeé, von Albert
Ldindener. — Anastasus Grün. Von H. Lambel. — Einige
apitel über Spitzen. Von Jacob Falke. IV. Schluß — Verschie⸗
denes. — Briefmappe — Frauen-Gedenltage. — Ferner folgende
Illustrationen: Katharine Fürstia Biücher von Wahlsstatt in ihren
Jugendjahren. — ‚Die Braut betritt den Hochzeitssaal, roth wie
ne Rose ist sie. Von G. Dorsé. — Die Dorfpost. Von
dubert Salentin. — Besatzspitze von Alergon. 18. Jabr⸗
jundert. — Couvrepied von Argentan. 18. Jahrhundert, 1. Halfte.

iJ
Wobiliar⸗Versteigerung.
Mitmwoch, den 22. November
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr
zu Schnappbach in seiner Behau⸗
sung bei Wirih Schuster allda
laßt Ludwig Mutz, Factor
auf der Vopelius'schen Glashütte
zu Schnappbach, nachhbezeichnete
Mobilien, wegen Umzugs öffentlich
auf Borg versteigern, nemlich:
1. Zwei Springfeder und
zwei Seegras-Matratzen
nebst einem Kopflissen, 2.
zwei Bettladen, 3. einen
stleiderschrank, 4. einen
runden Tisch, 5. einen
Züchenschrant, 6. einen
viertckigen Tisch, 7. ein
Pfeilerschräntchen, 8. einen
Spiegel mit Goldrahmen, 9,
acht Stühle, 10. ein Küchen⸗
schaft und 11. ein Nacht⸗
nischchen.

Nuͤhered auf dem Geschäfts⸗
und Consultations⸗Bureau J.
Boos zu St. Ingbert.

Kirchweih⸗Sonntag
Freimusik.
Montags

hei Georg Jung.
* *
Kirchweih.

Sonntag und Montag, Nach-
mittags von 3 Uhr ab
Frof nusi Ic
bei ESchweitzer,

auf'm Höͤfchen.
Wer Fische.
Karpfen, Hecht
zur Kirchweihe wünscht, wolle
iolche spätestens bis Freitag
Abend beftellen, welche sodann
Samstag Mittag bei mir hier
abgenommen weiden koͤnnen.
Louis Beer.
Frisch gekelterter süßer Alsenz⸗
haler

Al —.
Sonntag, den 12. November von 5 Uhr Nachmittags an⸗
angend
Freimusik.
Montag. dien 13. November —
BurgeorBall.
Anfang Abends 7 Uhr.
Hiezu ladet freundlichst ein
Friedrieh Lehnert.
òEITCACCCIIFFA —
St. Jugberter Kirchweihe.
Samstag, den 14. d. Mts. Abendsz 7 Uhr
———
e tit' schen Gesellschaft.
Zonnte 2 d. M. Abends
460
Montag, den 13. d. M., Rach
nittags von 3 Uhr ab
Tanzunterhaltung.
Abends Freimusik.
F. Oberhauser.
Arbeiterbildiangs-Verein

Die projectirte und durch bohe koͤnigl. Reg'erung genehmigte

LokalzGewerbe⸗Ausstellung
wird Ansanas Mait. J. eröffaet.

Der Ausschuß.

Im Verlage des Unlerzeichneien erscheiut gegea Ende Nov. IJ.
JFahres, das esen sich in den letzten Bogen unter der Vresse be⸗
indliche erste vollständige
Gewerbe⸗ u. Handels-Adreßbuch

der bayer. Pfald,
nach zuverlässigen Quellen bearbeitet von
F. J. Dochnahl sen. in Neustadt a. H.

Im Jabdre 1865 erschien zwat in dewselben Verlage bereils
in Hande!e-Adreßß⸗ und Firmenbuch für die Pfalz, das jedoch nur
ie in den Registern der 4 pfälzischen Handelsgerichte eingetragenen
Firmen enthieit, während das demnächst erscheinende Werk in

circa 50 Bogen gr. 80
sämmtliche steuerzahlende Gesdäfise der Fanzen Pfalz — in
—A
uuf das Sorgfältigste alphabetisch geordnet ist.

Es dürfte wohl kaum ein anderes bis jetzt erschienenes Adreß⸗
zuch denselben Anspruch auf Vollständigkeit machen, wie das dem
rächst erscheinende pfälzische ⸗

Der Subseriptionspreis fiellt sich auf M. I0. — und werden
Subserptionen d's zum 15. November 4. 0. entgegengenommen,
na wuelchem Toge der Ladenpreis von M. L2 enriti.

Ebenso werden noch Anzeigen für dietses Gewerbe⸗ und
daudels Adreßbuch der Pfalz bis zum 15, November von der
unterfertigten Verlansgandlung entgegengenommen und mit M. 12
die ganze Seite, M. 7 die halbe und M. B die drittel Seite
derechnet.

Peibt blreicher Retheiligung sieht entgegen

ROIIV in Kaiserslautern,

Verleger der „Pfälzischen Vollszeitunqg.“

Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Inobert.

—B
R. MALA-
Weinhandlung,
Qaiserslautern.
Leistonbruoh⸗
zowie Jjedéen Bruen heile
ich schnell, sicher u. gründlich.
Deber 1000 geheilt.
F. 4422 in Ahang Wagtf
Die Trner Fahnen-
Fabril in Bonn a. Rh. lie⸗
sert auch Theater⸗-Dekorat onen,
zuf Stoff aemalt.

VNMorio: Ihr haͤbt
das Gute so nahe!“
dpitzwegerich
daft
allerhöchst sanctionirt; rühm⸗
lbast bekannt, lieblich zu
nehmen, das sicherste, gewiß
auch dankbarste Mittel, gegen
BrustHals und Lun
genleiden, Bronchial⸗
verschleimungHusten
Catarrh ꝛe. ꝛc.
Die Resultate sind über⸗
raschend.
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1 M.
und 1 Mark 50 Pfa. in
Sit. Inabert bei Joh.
Friedrich, Zweibrücken
bei W. A. Seel, Hom⸗
burg i./Pf. dei Wilh.
Simon Oberwürzbach
bei J. Luck and in der
Fabrik von Paul Hahin,
Dettelbacha. At. bei
Bürzburg.

Gehörleiden,
Taubheit heilt sicher und
gründlich, wenn nicht angeboren,
F. Kattepoel,
in Ahaus, Westfalen.
Ueberflüssig
erscheint jede weitere Anpreisung
des Rheinischen Malz Extracts
S nhenol.

Derselbe bewährt sich selbst ?n
den hartnöckigsten Fällen. Ge⸗
prüft von den größten medici⸗
nischen Autor'täten, empfohlen
und angewendet mit großartigem
Erfolg bei Keuch- oder blauer
Husten, chronischer Heiserkeit,
Verschlemung, kranken Brustor—
aanen, Asthma rc. Zu haben
in Flaschen à 75 Pig., M. 1
und Pi. 1,50 in St. Jugbert
bei J. Friedrich.

—

ANte*
32 Bog., mit viel. in den Tert
edruckten auatam. Abbild.
1 Mark; erschienen bei
XXX Verlagbanait in
ꝛeipzig. ist in faft allen Du
handluüngen vorraͤthig. — Dieses
orzügliche Werk lann allen
ranken, gleichviel an welcher
Zrankheit leidend, umsomehr
er een werden,
als oo betreffende Heilverfah⸗
ren sich als uberlahne bewährt
hat, wie die in dem Vuche ab⸗
gedruckten — guanzen.
den Atteste beweilsen
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58 55 —* * 253— 7555— 2—5388 — 275 25222
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52—24 5 3 —, 5 E
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2 532 253 — —3 —— 22 2 — —
—63 — —2388 — —I
—— —— *2383 c⸗ *
553 8 33 553238 — 087
2228 822 558 2 2552 — — —
23 * 2* —2 38 *222 7— * 8 8* 3
— — * J — 232 —
22235 2322 22** 22333,3 3— 868
—A 8232. * — 236 — —— —
75 232. 7* — — 2 —2555— — 822
———— — 2 252323. 22357
* * — ʒ. * 2. — —— S ——
9e —ö— *36838 8 52 2
— 22.— — 3 —— —
* E. —2 535 * 82
* ——— —3*58 332 3 —
3227 I 7 3
25 25 523 88—
713 * — 37— *
*
52 2.23 823 2
35352* —2
22 — 2
206 3 —
22 7
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32

⸗
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2. SRa
* *
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2 257 23—
2—237*
23775 2
—
2* 2
* 5533
222
2555 3
283 753
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——
72
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2* .2

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215233
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4

22. 24

5
        <pb n="615" />
        St. Ingbe rler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sonntaz. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

1 Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärtz wit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 179. Samstag- den 11. November .5373 1876.
*

— — — —
2
Deutsches Reich.

Berlin, 6. Nov. Der ‚„Post“ zufolge wird Fürst Bismarc
Mitte dieses Monats hier wieder eintreffen. Sein Befinden ist gut,
ur leidet er immer noch au andauernder Sqlaflosigkeit.

Berlin, 8. Nov. Der Kaser empfängt heute Nachmittag
m besonderer Audienz das Präsidium des Reichstages, dann den
Voischafter in Paris, Fürst Hohenlohe z die so Empfangenen sind
nuch zur Tafel geladen.

Wenn ein Wort wahr ist, welches man dem Fürsten Bismark
n den Mand legt, so darf man aunchmen, daß unsere Regierung
von schutz öllnerischen Anwandlungen fehr weit entfernt ist. Der
Reichstanzlet soll dem deutschen Botschafter in Wien nämlich esagt
haben: „Die Hochfluthh der schutzzöllnecischen Wasser verläuft sih
wieder, sobald die Leschäftliche Lage sich bessern wird. Ede die
deutsche Regierung Defferenzialzölle im Sinne der Schutzzöllner sich
nläßt. behalten wir lieber, was wir haben, die Stellung des meist⸗
degünstigten Staates.“

Der Antrag auf Annahme eines Gesetzentwurfes, betreffend
den Schutz nühlicher Vogelarten ist von dem Reichstagsabg.
Fürst Hohenlohe:Langen?urgt unleistützt von Mitgliedern der rechten
wie deider Fractionen der linlen Seite, dem Reschstage unterbreit⸗t
vorden. Das Goesetz enthält 7 Piragrapsen, Welch⸗ des Tödten
hon einigen 80 Vogelarten, das Ausnehmen ihrekẽ Eier, Zersörung
hrer Nesier dei Strafen verbetet, auch den Handel mit solchen
Thieren bestraft wissen will.

deutsche Boischafler v. Schweinitz verließ gestern Yalta und trifft
Freitag in Peteréburg ein.

Wie aus Petersburg gemeldet wird, ist der Abschluß einer
ruisischen Anle:le in Holland nicht zu Stande gekommen. Noch in
etzter Stunde scheiterten die mit dem Hause Hope und Comp. ge⸗
»flogenen Verhaudtungen. Bekanntlich handelle es sich daber umn
ine öprec. Anleihe im Betrage von 60 Millionen Ruübel. Nun⸗—
nehr dürfte der russischen Regierung im Krjegsfalle nichts anderes
abcig bleiben, ols Bankbillets hinausgeben, soviel eben das Pub⸗
ikum aufnimmt.

Zara, 7. Nov. Gefilern überschrilten eine Anzahl Baschi⸗
ozuks die oͤsterreichische Grenze un d zündeten ein Haus an, wurden
odanau aber durch von österreichisch n Soldaten gegebenes Feuer
»ertrieben. Ein österreichischer Waarentransport ward auf lürkischem
Bebiete von Insurgenten angefallen und beraubt; hierbei wurde ein
Dalmatiner erschossen.

Bezüglich der militärischen Aussichten der Türlen im Falle
er Erneuerung des serieges fällt ein Korrespondent der „Times?
olgeundes treffende Urtheittt!

Ein erneuerter Krieg würde tin ganz anderes Ansehen tragen
ꝛis der erste Att, den wir jetzt hoffentlich für geschlossen hallen
ürfen. Wenn die Serben, die gut für andere Dinge sein mögen,
iber sehr wenig in einen Kampf zu taugen scheinen, unter der
Führung russissder Offiziere im Stande waren, der türkischen Armee
ziven solchen Woderstand entgegenzusetzen, daß letztere nicht mehr
als zeha Meilen in ein paar Mongaten vordringen konnie, wie
würde der Kampf deschoffen sein, wenn die gesammte geqguerische
Aemee gänzlich ru sisch würde? Daß die Türken fortfahren würden
hre traditionelle Brabour zu zeigen, mag leicht geglaubt weiden;
iber dir Vorthe! würde bei einer ernsil'chen Schätzung der Keiegs⸗
zeschscke kaum auf inrer Seite sein. Die Türken haäben sich als
apf⸗re, standhafte Soldaten gezeigt, bereit, Stroͤpazen ohne Murren
uu ertragen, und ohne Zaudern zu folgen, wohin sie geführt werden.
Mag 'alles dies von ihnen mit fso viel Emphaäse als möglich çgesaqt
verden, aber wer immer kraft dessen dazu schreitet, die Pforte zu
dem Glauben zu ermu tern, daß die türlijchen Waffen fortfahren
nüssen, uvüberwindlich zu sein, gleichviel, welcher Art die Umstände
des Ktrieges werden dürften, und so den Ministerrath verleitet,
jartnäckig alle Frjedensbedingungen abzulehnen, mag ein eifriger,
vünde aber nur ein autzeist indisereter Freund der Türkei sein.“
Die nordamerilanischen Indianer scheinen sich von den Gewohn⸗
neiten des kaun eist verlassenen Kriegspfades noch nicht so bald
ossagen zu lömen. Ihr Zorn richtet sich gegeßwärtig allerdings
veriger gegen die Weißen, als gegen d'ie denselben verbündeten
Zztammesgenossen. So überfielen am 80. Ottober 1200 Sioux
iu Dorf der Shoshoces, eines den Weißen befreundeten Stammes,
ju Poinied Rock, in Wyoming belegen. Fast alle Beworner wurden
ziedergemacht. Die Regierung wird nicht umhin können, die Ur—
jeber dieser Metzelej zu strenger Rechenschaft zu z'een.

Ausland.

Wien, 7. Nob. Die Debatte über die oriental'sche Frage
wurde heute im Abgeorduetenhause durch die als Generalredner auf—
gestellten Abgeordneten Greuter und Herbst zum Abschluß gebracht.
erficter sührlie aus, mit der Ann xion Bossniens und der Herzego⸗
wing würde Oesterreich nur eine ihm gebührende Erbschaft antreten.
Derbst erblickie die wahre Aufgabe Oestette cha in der Verbesserung
Jes Looses der slavischen Cdristen in der Türkei und drückte den
Wunsch aus, der Monarchie möchte die Erhaltung des Friedens
o rgönnt sein.

Wien, 7. Nov. Die „Pol'tische Correspond.“ meldet? ous
onstant'nopel: Bestern vereindarten die Botschafter die Justruktionen
für die heute zur Festelung der X
m ssare. In der Thalsache der Vereinbarung der Justruknonen
liege die sichersie Gewähr, daß die Demarkationsfrage keine weiteren
Schwierigkeiten verursache. Betreffs des Konferenzortes scheinen
Rußland und die Türtkei größtres Gewecht datrauf zu legen, die
Friedensfrage nicht durch eine Kouferenz der Boischafter in Konstan⸗
inopel verhandelt zu sehen, waährend die audern Großmächte geneigt
nd für Fonstontinopel als eventuellen Konferenzort einzutreten.

Ween, 8. No⸗dember. Das „Tasklatt“ will aus Belgrad
erfahren haben, daß Tschernojeff sich nach Nußland zurückbegeben
werde; das Obercommando der serbischen Armte habe Horvatovlc
uübernommen.

Die englischen Wochenblätter sprechen sich übrigens trotz des
geschlossenen Wusfenstellstandes wenig offnungsvoll für die Erhaltung
es Friedens aus. „Der Krieg,“ sagi die Saturday Review, ist
nur aufgeschoben. Aber über den Haup steeupnkt wijchen Ruß⸗
and ind der Türker kann n'cht du:rch d'ie Annahme eines Waffen⸗
wAstandes entschieden werden. Die Pforte wird nicht in eine
russische Besetzung der Bulgarei will gen, und andererseits wird die
russijche Regierung kaum mit türkeschen Reformbersprechungen zu ·
ftieden sein; ader nichtsdestoweniger werden, wenn Rußland nicht
auf Krieg vorbereitet isi, einiee vorläufige Admachungen als Vor⸗
vand für Auftechterhaltung dez Friedens zurecht gemacht werden.“

Petersburg, 7. Nop. Dem „Golos? zufolge reist das
russische Karserpaare h ute von Livodia ab und wird am 15. oder
.6. Rovemter in Zarskoje ⸗Selo erwattet. — Der ru nsche Bot—
chafter Fürst Quloff reiste gestern von Paris nach Moskau, um
haselbst ährend des Aufenthalts des Kaisers zu verweilen. Der

Vermischtes.
7 Zweibrücken. Die Haustellette für Brückenau hat
weiter ergeben:

M

Uebertrag 518,51 M. —
38. Dietri vingen . 4,6600,
377 Mauschbade iio —.
38. Großsteinhaufen 6,408,
J 39. Walshausen —XR— —
09 Bottenboch .. —X
Ruͤbelberg5 36871
Bliesdalheim 5,22,
UAUßweiler.3 6.00,
ẽrfweiler ˖ Ehlingen. . 6.77,
Irmeshein. .. 8,10,
Bliestastee.... 55,30,
zu übettragen 639,81 M.
        <pb n="616" />
        WUebertrag 639,31 M.
47. Ballweiler: Wecklingen. 8,04 .
48. Bierbach1456 M.
49. Blickweiler·. 13, 21*
50. Loußlirchen... 27,.41
51. Wolfershein. 26,75 —*
Summa 739688..

7 Naiserslqulern, 7. Nov. Der piälzische Saigerbund

hat soeben seinen 15, Jahresbericht über das Vereinzjabr 1878

bis 76 veröffentlicht. Zu deinselben gehören zur Zeit 839 Vereige

mit 997 atliven Mitgliedern als ordentliche und 130 Vereine miit
3842 Sängern außerordentliche Mitglieder, im Ganzen 169

Vereine mit 4839 Saängern. — Von der vom Sängerbund heraus

gegebenen Liedersammlung ist die 14. Lieferung etschienen, de 15

und 46. Lieferung werden noch in diesem Wirter ausgegeben.

F Godramstein, 6. Nov. Gestern Nachmittag ereignete

sich hier ein Vorfall, der in der Gemeinde viel von sich eden

macht. In dem Weinkellet des Handelsmannes David Weil wurde
der Schlauchzapfen des an einem 8800 Liter haltenden Weinfaß
ausgestoßen, so daß sich dessen ganzer Inhalt in den Keller ergoß.

Ein anderes Faß wurde durch Zertrümmerung einer Bodendaube

ebenfalls treilweise entleert. Als man darch das Plätschern auf—⸗

merksam gemacht wurde, schwamm der Keller buchstäblich im Weine.

Ueber den Thäter verlautet nochh nichts, doch wird es hoffentlich

der Untersuchung gelingen, denselben zu ermitieln. (ilb.)

x In Folge Erlasses des kgl. Oberst atsanwalies vom 11.
Oktober i. J. haben wegen sorgfältiger Führung der Cib istands—
Register pro 1875 die Civilstandsbearnten von. J. Bisterschied
(Gemeindeschreiber Christian Amman, quiesi. Lehrer allda), 2. Gau⸗
grehweiler ( Gemeindeschreiber Philipp Ludwig Dexheimer, Lehrer
allda), 83. Niderhausen (Gemeindeschreiver Wilhelin Dexheimer,
Lehrer allda), 4. Ramsen (Gemeindeschreiber Philipp Leopoid Wit
ding, Lehrer allda) eine Belobung erhalte. —

74 Edenkoben, 6. Nov. Ein Fabrikant von Bruchsfal be⸗
zahlte 4 M. für den Trester, hier genommen, worauf er noch dop⸗
pelte Fracht und Rollgeld zu tragen hat. Das beweist, daß die
Waare einen hoheren Werth hat, als bisher dafilr bezahlt worden ist.

— Leimen. Ju der Bierbrauerei von Endlich dahier fanden
beim Kelleigroben beschäftigte Arbeiter zwei. Zähne, wovon jeder
7 Pfund schwer, 7 Zoll lang, 3 Zoll breit und 5 Zoll hoch ist.
Hert Endlich gedenkt dieselben dem Heidelberger Naluralien⸗Cabinel
zur Verfügung zu stellen.

FWiesbaden, 4. Nov. Vor einigen Tagen versch ed
dähier Herr Oberst v. Witzleben, welcher 1813 als preußischer
Lieutenant im Kriege gegen Frankreich am Unterschenkel verwundet
worden war. Derselbe behauptete in seinem Leben immer, er habe
noch eine Kugel im Beine. Auf Wunsch wurde nun die Leiche
nach seinem Tode gestern untersucht und es fand sich wirklich am
Unierschenkel zwischen Schien⸗ und Wadenbein eine Musketenkugel
eingekeilt, welche den langen Zeitraum von 63 Jahren hindurch
sich in dem Körper des Herrn Odersten befuunden hat. (Fef. 8.)

7 Gestern Abend wurde auf der Taunusbahn zwischen Castel
und Biebrich einem anständig gikleideten, ältlichen Manne, der sich
offenbar in selbstmörderischer Absicht auf die Schienen legtee, der
Kopf abeefahren. Papiere trug derselbe nicht dei sich und konnte
er, da das Gesicht völlig zerquetscht war, bis jetzt nicht relognoscirt werden.
Der Inhaber einer hiesigen Spezereihandlung wu:de gestern wegen
Wechfelfälschung zur Haft gebracht.

7 fAbln, 4. Nov. Den Eisenbahnresenden war bigher in
den Coupes während des Sommers mehr oder weniger nur eint
Wahl zwischen Staub und belästigender Hitze und im Winter zwischen
talten vuftstromungen und gefährlichen Heizungsgasen wönlich. Dir
Direction der Rh in schen Eisendahn versuchte nun einem Ventilat ons
system Gellung zu verschaffen, welches zur Befe tigung dieser Uebel—
inande geeignel scheint. Durch dieses System, von einem aus—
wärtigen Ingenieur erfunden, das proveweise an einem zwischen
hier und Bonn laufenden Waggon zur Anwendung gebracht ist
tfönnen in der Minute mehr als 300 Kubikmeter gereinigter Luft
in jedem Waggon ohne den geringsten fühlbaren Zug eingeführt,
und so ein sieter, für die Gesundhent der Passagiere erforderlicher
Luftwechsel herbeigeführt werden. Die in der Mitte der Coupes
Sitzenden erhalten de fr'sche Luft in eben so reichem Maße wie
die üdbrigen Fahrgaste. Die vorbenannten Uebeistände sind durch
die Anwendung dieses Ventilationssistems beseitigt; ferner wird der
lästige Tabalrauch sofort aus den Fahrräumen entfernt, und Er⸗
kaltungen sind, da die Waggonfenner bei Anwendung der in R.de
stehenden Methode gänzlich geschlossen bleiben idnnen, wohl auq
taum mehr ju befürchten. Die Anbringung der Einrichtung an
fertigen Wogen soll nur einen Kostenaufwand von 800 Moark pei
Wagen verursachen. Wie man hoͤrt, schentt das Reichsgesundheits-
amt dieser neuen Erfindung ein besonderes Interesse.

Eines schönen Sonnlages lagen mehrere Köhner Nimrode

dem edlen Waidwerk ob. Es war ein prächtiges Treiben, an

welchem sich die gewaltigen Jfger hor dem Herten baß ergdtzien.

„Bei' dem, letzten Gange kam Finem aus der Gesellschaft ploötziich

innoch ein ansehnliches Wild in den Schuß. Die Flinte krachte los,
und dus der Ferne vernahm man einren Schmerzeneschrei. Eimem
aus der Jagdzesellschaft war die volle Ladung in die Wade ge—
fahren. Dex Schuß, der seinen Weg nach der Weiche des Verleßten
genommen, hätte diesem den Tod bringen müssen, wenn er nicht
zlückticher We fe das Portemonnaie in der Tosche des Mannes
getroffen und ou diesem abgepraflt wäre. Der treffliche Schütze
entschuldigte sich in naivster Werse damit, daß er seinen Jagd
gefährien stür einen Rehbock angesehen.

— Mühlhaufen;, 3. Nov. Vor Kurzem ereanete sich hier
der traurige Vorfall, daß ein zwölfjähriger Knabe Abends sput
jn vdiliz betrunkenem Zustande auf der Straße lag und von einen!
Jerade des Wezes fahrenden Milchmaune, der erklärte, den Kaaben
—D
ager niedergelegt wurde. Als der Milchnann am folgenden
Morgen in den Siall trat, 1ig der Kaabe todt da und die Ob⸗
zuction der Leiche etwies, deß er in Folge des übermäßigen Ge—
aufses vom Alkohol gestorben, denn die Eingeweide waren ganz
chwarz und verbrannt und der Unglücktiche mag, ehe ecr verschied,
chredliche Schmerzen erduidet haben. Jetzt nun hat derselbe Milch—
nann, wahtscheinlich von Gewissensbissen gepinigt, bekanut, daß er
den Knaben selbst in iin Wirihshaus geführt und ihm dort hat
eine solche Masse Branntwein geben lassen, bis der AUnglücklicht
zulezt jeiner Sinne beraubt war. Bede, sowohl der Milchmann,
als acch der Wirth, der in seinem Lokale solches zugelassen, werden
nun von dem Gerichte fur ihre leichtsinnige Handlungsiveise zuf
Berantwortünc, geʒogen werden.
7Mühlhausen, 3. Nov. Gestern Abend ereigret sich
in PetitzCro x auf dem neu erstellten französischen Grenzbahn?of
ein bedauerliches Unglück. Der um 6 Uhr 21 Avbends hier ab-
gehende B.iforter Schnellzug stieß dort auf eine Rangirmaschine,
weiche in Folge falscher Weichenstellung auf dem Foöhrgeleise stand.
Die beiden Maschinen und vier Wagen tgingen in Stücke. Von
dem Fahrpersonal wie von den Vassagieren sind nur wenige um—
verletzt davon gekommen. Ein Reisender, ein Kaufmann Levy aus
Colmar, wurde geröotet und ein He zer so schwer verwundet, daß
er diesen Morgen starb. 28 Garlsr. 3.)

F Berlin, 7. Nov. Ein Gymnasium für Mädchen wilf
demnächst dir Lettevertin ins Leben rufen. Dasselbe soll seim
Schülerinnen zur Aolegung der vorschrijtsmäßigen Abiturienten-
—XL
7 Die Einwohnerzahl Berlins betrug nach einer Wahr—
scheinl chkeitsberechnung des dortigen städtischen statistisshen Bureaus
am 1. Oktober cr. 490, 881 männliche und 490,591 weibl'che
zusammen also 981,472 Personen. Die Einwohnerzahl zur Zeit
der letzten Volkszäbluug berechnet das Bureau in einer jeßzt veröf—
jentlichten Zusamm nustellung auf 966. 858 Persauen. Darunter
befanden sich 19,505 Mislitär personen. Die Zarl der bebauten
Grundstücke betrug 15,704, die der Hanshaltungen 214,132.

F Mr. Ralph Stott wird nicht fliegen, sondern wie ander⸗
sterbliche Menschen per Eisenbahn Berlin verlafsen, ohne die enorm
Sumne erhallen zu haben, de er für seine angebliche Erfindung
verlangte. In England eingezogene Erku digungen haben nämlick
ergeben, daß Mri. Stott keineswegs eire neue Maschine erfunden,
sondern led'glich jene nachgeahmt hat, miß welcher vor mehrerer
Jahren der Belgiee Degtoof jämmerkich verunglückt ist.

F Unglück zur See. In Danzig hat äm Samdtag denu4
d. M., Nachmittags, ein furchtbar r Schneesturm stattgesu den und
die in Folge desselben aufgeregte See großen Schaden an den in
der Danziger Bucht defindlichen Schiffen angerichtet. Auch Mem
schenleben find dabei verloren gegangen. Zwei große Dampfer.
ein Engländer und ein der Danziger Rhederei gehöriger, strandeten
bei Hela. Die Mannschaft des einen Scheffes rettete sich mit
Ausnahme des Kaprtäns und Steuuermanies, welche auf dem Wrac
perbdlieben, ans Laud; die auf dem andecen Schiffe befindlicher
14 Pafsagiere derloren im Augenblick der gidßlen Cefahr di⸗
Ruhe, stü zten nach den Booten und ertranken angesichts der an
Ufer mit Retlungsanstalten beschäftitten Strandbewohner. Di⸗e
übtigen auf dem gesttandeten Dampfer verbliebenen Matroser
wurden am Sonatag früh gegen 8 Uht, als die See ruhig ge—
worden, durch einen Biigsitdampfer halb erijroren von dem jest—
liegeuden Schiffe gerettet.

7 Waldshut, 4. Nov. In Lienheim hüteten ein 10, äb
riger Kaade vnd sein 313jahriges Schwesterchen das Vieh. S
machten ein „Fürli“ an und das Mädchen verbrannte mit, währenb
der Knabe um Hilfe nach Hause e'ilte.

Wie die „Academy“ aus Paris erfährt, wird Anfang
nächster Woche eine Expedition unter dem Befehl eines französiichen
Ingenieurs, Nomens Celler, St. Naizaire berlossen, um sich nad
X
angl über die Meerenge von Tarien zu erforschen.
        <pb n="617" />
        4 Paris, 6. Nop. Der letzle der Grenadiere, welche
ju Siärte von 800 Mann Napolcon nach der Insel Elba als
Leibwathe begleitet hatten, Lou's Buruin. ist vorgestern in dem hohen
Ater pon neunzig Jahren in dem Zufluchtshaufe Larochefoucauld
u Patis gestorben. Burtin war Ritter der Ehrenlegion. Das⸗
selbe Asyl beherbergt noch einen dreiundachtzigjährigen schr rüstigen
Freis, Namens Gase, welcher de Schlacht von Waierloo mit
gemacht hat.

F'In Madrid spelt sitd eben ein neuer Spitz der Bank⸗
schwindel ab. Auch h'er ist es ein Frauenzimmer, das unter dem
Bersprechen einet 20procentigen mongtlichen Verzinsung dem Publi⸗
sum seine Kopitalien ablockt. Vergebens fucen die Bankiers und
Sparbanken dem enigegen zu arbeiten; das Pablikum holt seine
Depositen ab und bringt sie der Schwindlerin, so daß sie schon
Millionen bekommen hat. Der Zudraug ilt do groß, daß die Auf⸗
bieinng der Palizei sich noͤthig gemacht bat, um die Ordnung unter
den Hunderten auftecht zu erhalten, welche Stunden lng Motgens
warten, bis die Thüren dec Bank ich offnen. Das Ende sagt
sich jeder Vernünftige selbst.

rDie Kosten des Krimkrieges. Angesichts der russisch⸗
cürtischen Kriegsbeänistigungen dürfte die Mintherlung der Kosten
des Krimktieges nicht uninleressant fein. Dieser Krieg hat ernen
Aufwand erheischt für Großzbritarien von ca. 78 Millionen Pfund
Sterlang. für SFrankreich ca. 1348 Milliouen Frauken, für Rußz⸗
sand, dach der Funahme der Staatsschuld bemessen, ca. 600 Mil⸗
lionen RAubel,

Wasfhinugton, 3. Nov. Der Oktober ˖Bericht des land⸗
w'rihschaftiichen Bureaus veranschlagt die Getreide⸗Eruie auf 245
Mullionen Bushel, ein Sechstel weniger als im Voriahr. Die Qua⸗
iitat ist dagegen besser. Haberernte gegen Borjahr 23 PCi. g erin
gzer, aber doch gute Mittelerute,

Bauamtmann kn Weiden MOberbfalz) der Assessor des Straßen⸗
ind Flußbauamtes Kaisers lautern L. Jakob befoͤrdert.
Iie Vedeck on ver⸗·it· — n
Intereasanit

at die in der heutigen Nummer underer Zeitung sieh befindendo Glueks-
æeige von Samuei Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
ureh seine prompte und verschwiegene Tusccahlun der hier und in der
ngegend gewonnenen Betrãge einen qermassen guten Ruf erworben,
ααν π3lsesS Inserat vehon an dieser Stelle auf-
uerksam machen.
— — M — — —— — — — —

„Dor uns siegt in e nem einfachen aber ansprehenden Ge⸗
bande ein alier⸗, liebet Hausfreund, der uns shon in unserer
rüheflen Kindhet vom Weihnachtstische mit hellen freundlichen
lugen andlickite und, mit Jubel empfaugen, des Keindes Geist und
gemisih dauernd zu sesseln wußse. Es sind „W. Hey's Fabeln
nit —A v'on O Spekter“, Gotha, Friedrich Andreas
Zerthes; 2 Boe. a Bd. in großer Ausgabe M. 3. 50, in kleiner
lusgabe M. 1. 50),ein in seiner chlichten Einfachheit und in
nen nie veraltenden Geistesformen wahrhaft elassisches Kinderbuch.
PWenn der selige Verfasser d'eses Jagendschatzes, der schlichte Pfarret
son Ichtershaufen, wüdte, wie viel Tant ihm im Geiste für seine
Jabe von den Eltern gespendet wörden ist und wie viel Freude
7 den Kindern mit stinem Fabelschatze bereitet hat und immer
ereien wird, da n hänener wohl ein Recht, von sich sagen zu
ürfen:“ Ich habe gewiekt nach bestem Wissen und Gew ssen; aber
zah ich dieses Büchlein für die Kleinen schrieb, ist wohl eines
Menschen Leben werth! — — Draumfen stürmt es und der Regen
hlägt rauscheud gegen die Feuster, es ist traulich am warmen
Zfen; bald werden Dächer und Seraßen die weiße Schneehülle
ragen und das Ghristkerdd wird wieder bei uns einkehren. Die
Tiederherzen sch'agen ihm schon jezt erwartungsvoll entgegen; wer
den Hienen wicht allein eine großze Frerde, béeteien, fsondern auch
die erssen Samenlörner geistiger Eczichung in die jungen Herzen
sireuen will, der lege Hey's Fabelu? in die Ueinen Hände
— er wird sehr bald die junce Geister⸗Saat aufgehen sehen.

¶ Thütinger Heutfteund 1876, Nr. 46.)

Dienstesnachrichten.

Die beim Landbauamt Amberg erled gte Assessorsstelle wurde

dem Staatsbaupraktikanten F. Strassec, z. 3. Abtheilun gsbaumeister
dei den Eisenbahnen in Mühlhausen in Elsaß, verliehen, unnd zum
—

Conventionelle
Hansversteigerung.
Denlag, den 183. Nodember

. J. Vormittaas 10 Uhr auf
der Amtsstube d's unterzeichneten
Notars wird auf Beteeiben vou
Oftto Weigand, Kaufmann
in St. Zugbent, in seiner Esgen⸗
schaft als iubtogirter Gläubiger
bou dein alda wobuhafien stauf⸗
manu Joh. Joseph Grew nig
and dieser als Rechtsinhaber
von dem in Kaiserslautern wohn-
haften We nhändler und Guis⸗
besitzer Peter Müller, jun. —
Lezierer in den Rechten der
Weinhandlung Gebrüder Stief
bon hier.

Blieskasteler Straße gele⸗
genes 2stöckiges Wöhnhaus,
dofraum nebst Keller, neben
Schuhmacher Weidmann und
Peter Schwarz.. 3 Tecim.
Fläfe enthaltend.
Das Haus rebst Hof ist voll
fändig abgetdelt.
Sauer, kgl. Noter.
Kirchweih-Sountag
Freimusik.
Montags

22 13
Kirchweih.
Sonutag und Montag, Nuch
nittaas von 3 Udhr ab

A— l'α—

P. Schweitzer.
aus'm Höfchen.

Ter Umierzeichnete empfiehlt
sein Lager und grobe Auswahl in

—
Holzschuhen
nit und oͤhne Filz von den
seinsten bis zu den 'ordinärsten
Sorten.

P. Brill, Seiler.
Tis ein wahrer Sehatæ
r die unglücklichen Opfer
jer Selbsthefleckung und ge-
reimer Ausschweifungen hat
ieh das berühmte Original-
Meisterwerk, derJugendspiegel',
bewahrt. W. Bernhardi, jetzt
in Dresden-Blasewite,
rersendet diesen treuen Heltfer
in der Noth für 2 Mark.

Magen⸗ und Darm⸗
latarrh
der chr onische Verfchleimung der
Berdauungs⸗-Organe und deren
o zahlreichen Neben⸗ und Folge⸗
eiden werden rit bestem Erfolge
zründlich geheilt. Krauke dieser
ilrt wollen nur so viel Ver⸗
rauen fassen und alles Nähere,
owie die zahlreschen Atteste,
zeren ˖ Aussteller nicht öffentlich
jenannt fein wollen. gratis u.
ranco in Empfang nehmen.
Heide Golstein).
IJ. J. F. X
Mehrere Jahre bitt ich bereits
in heftigem
Magenkatarrh,
er allen at ztlichen Mitteln trotzte,
ind ich glanbte schon, es gebe
eine Hülfe mehr; da las ich
n der „Augsb. Abendztg.“ die
LInnonce d.s Herrn J. J. F.
Zoppen Heide (Holstein), wandte
nich an deaselben und bin durch
eine Pulver von meinem Haupt⸗
eiden befteit, wosür ich Herrn
Popp nicht genug danken kann!
Freilasstng. 1.April 1876.
Amalia Schauer,
Zohlmeisters Wwe.
Obiges bestätigt die Gemeinde⸗
—XX
L. 8.) Eperl, Bürgerm.

Georg Jung.
eonra
die in St. Ingbert wohnhaften
Ehe⸗ und Ackerbleute Jatob
Lohmer und Katharina Ries⸗
deck die nadhezeichnete Liegen⸗
schaft wegen Nichtdezahlu g des
Acqtisitionspreises zu eigen
wiederverste:gert nämlich:
PlNr. 2863. 15 Decimal.
Garten auf der Meß, Ge⸗
matkung von St. Ingbert,
jetzt ein darauf erbautes
Wohnhaus mit Scheuer,
Stall, Killer und Hofraum,
Fatten und sonstigen Zu⸗
dehötöden neben Nolaus
Weber und Weg.
Sauer, kal. Nokär.
Hausversteigerung.
Dienstag, den 14. If. Mis.
Nachmittags halb 2 Uhr, zu St.
Ingbert bei Wirth Schmitt laßt
deschaftsagent Bechthold von
da zu eigeu versteigern:
ein zu St. Inabert in der

Frisch dete lierter suüher Alseng⸗
—X
WMWo st
ei EB-·. MaALxa,
Wernhandlung.
»gisersläutern.
Diee
IOrIStopfen-u. IoIE-
Spunclen-Fabrile
von
P. J. Woll &amp; Sohn, St. Ingbert
ewpsiehlt ihre Fabrikate, als: Korkstopfen, in jedem
Zealder und seder Qualität, sichten und eichen
Soizspunden, sichten, eichen und buchen
Querfcheiben zu Fabrilpreisen.
Lager in: Brauerpech, Flaschenlack, Me⸗
callkapfeln, Korkmaschinen und verkorkten
Krahnen.

Hanf -Couverts.
nit jedet beliebigen Firma be⸗
rudi, sind billig zu haben in
»er Druckerei von

F. X. Demetæz.

—

äñ
        <pb n="618" />
        AAGICEEI Aæ.
Sonntag, den 12. November von 5 Uhr Nachmittags an⸗
fangend

Im Verlage des Unterzeichneten erscheint gezen Eude Nov. ..
Jahres, das esen sich in den letzten Vogen unler der Presse be⸗
findliche erste vollständige
Gewerbe- u. Handels-Adreßbuch

der bayer. Ptalz,
nach zuverlässigen Quellen bearbeitet von F
F. J. Dochnahl sen in Neustadt o. H..

In Jaure 1865 erschen zwat in demselben Verlage bereits
tin Handels⸗Adreß— und Firmenduch für die Pfalz, das jedoch nur
die in den Registern der 4 pfätzischen Handelsgerichte eingetragenen
Firmen enthieit, während das demnächsi erscheinende Werk in

circa 50 Bogen gr. 80
fämmtliche steuerzahlende Geschäfie der Janzen Pfalz — in
Städten sowohl w'ie in den kleinsten Ortschaften — enthält und
auf das Sorgfältigste a'phadetisch geordnet ift. —

Es dürfte wohl kaum ein anderes bis jetzt erschier eaes Adreß⸗
duch dens Iben Anspruch auf Vollstärdigkeit machen, wee das dem—
nächst erscheinende pfälz'sche. —

Der Subscriptzonspreis stellt sh auf M. 10. -- nund werden
AD entgegeugenommen,
na beld em Toge der Ladenpreis von M. 12 ennit.

Ebenso werden noch Anzeigen für dises Gewerber und
daudels · Adre ßbuch der Pfalz bis zum 15, Novenber von bder
anterfertigten Verlagsgandlung entgegengenommen und mit M. 12
die ganze Seite, M. 7 die halbe ud M. F die drittel Seite
berechnet.

Recht zoblreicher Betheiligung sieht eutgegen

TTI. RoOlur in Kaiserslautern,

Verleger der „Pfälzischen Voltezeitung.“

Freimusik.
Monlag. din 13. November 22..
BurgorBall.
Aufaung Abends 7 Uhr.
Hiezu ladet freundlichst ein
Friedrich Lehnert.
Sonntag und Montag
Freimnsik.
Dienstass IA ILVMONIE
mit splendidem —A
Heflügel⸗u. Wildpretessen
Peter Jung.
Glücks-Die Gewinne

Anzeige. garantart.

—X

— zur Bet heiligum Aun diceẽ

Goewinn-Chancden
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
Lotterie, in weleher über
7? TjII. ᷣ20, OO0 FIArI
sicher gewonnen werden mbessen.

Die Gewinne dieser vortheilhaften Geid Lotterie, veiehe plange-
mãss nur 79, 000 Loose enthaält, sind folgende: nümlieh 1 Gewinn er.
375.000 Mark, speciell Mark 250000, 125,000, 80,000,
60,000, 50, 000, 40,000, 836,000, 4 mal 30,000 und
25,000, 4 mal 20,000, 25 mal 15,000 12,000 und
I0, 000. 26 mal 6000, 56 mal 4000 und 8000, 206 mal
2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500. 1200 und 1000.
I856 mal 500, 800 und 250, 24863 mal 200 150, 138. 124
und 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und' 29 Mart
und kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur Siche-
ren Entscheidung.

Die ersto Gewinnziehung ist antlieh festgestellt, und kostet
hierzu

Haupt-Giewimm
ev.
375. O0000 Mar

Auszug
aus den Reg stern des Standes⸗
amtsbezirkes St. Ingbert pro
Monat Oktober 1876

A: Geburten:
Ott. J. Heinrich Johann, S. v.
deinrich Jodann Piers. Ba—
entin, S. v. Val. Väcker. 2
datharina, T. v. Kalih. Peters,
edig. 3. Georg, S. v. Georg
Dchs. 4. Hermann, S. von
Joh. Reidiger. 7. Margaretha,
T. v. Peter Weiland Heiurich,
5. v. Philepp Metz. 8. Karol.,
Tc. v. Joh. Gebhardt. Jatob,
-. d. Maria Brutsch, ledig. 9.
henrich S. v. Anton Betz
darl Peter, S. v. Joh Heib.
0. Ludwig Sohn v. Mihael
Zimmermann. Kaih., T. von
Joh. Steinderger. 11. K. rol na
T. v. Wlhelu G.ell. Soph'e,
T. v. Peter Juag. 12 Kaͤth.,
T. v. Ludwig Gries. Carl Leo
August, S. von Cail Kramer.
14. Ntol., S. v. Pete: Alahm.
Unna Maria, Tochter d. Alois
dolzner. Macia, T. v. Daniel
Schorz. 15. Maria, Tochter v.
Johaun Scholl. Franz August,
—A
T. von Ludwig hade er. 18.
Talhatina Magdalena, T. von
Senst Peter Ludw. Mutz. Georg,
S. v. Georg Siief. 19. Emu—
AO—
Johann, Se v. Johann Jung⸗
leisch. Barbara, T. v. Johann
Selzer. 23. Katharina, T. v.
Joseph Bleif. 25. Anna, T.
v. Adolph Supwatz. Georo,
5. d. Viichael Ritter 26. Mag⸗
dalena, T. v. Johann Menges.
27. Bernh., S. v. Peler Gries.
Maria, T. v. Ludwig Ruppert.
Georg, Sohn v. Johann Jung.
Joseph, S. von Joseph Stolz
28. Anna, T. v. Mathias Grits
Maro. T. y. Josend Neimerts

hofer. Citara, T. von Johann
Georr Franz Hauck. 29. Karl,
5. v. Pter Möllend c. Elis.,
T. v. Matia König. Aung,
T. von Sctus Schub. 30.
Adolph, S. v. Johann Just.
31. Phil pp S. v. Franz H'rsch.
B. Edeschließungen:
Ott. 5. Johann Steinberger
und Elisabeha Wamer. 7. HFarl
Strin und Elssabetha Unkehend.
O. Peser Kopp und Miaria
Auna Nickäs. 14. Jakob Kaiser
und Maria Scherer. 19. Ma—
bias lemmer und Kalharira
Robine. Karl Adam Schreck
ind Elisabetha Klemmer. Joh.
Peters und Helena Sch varz. 25.
deinrich Leonhardt und Maria
datharina Setzer. Peter Juna—
leisch und Sophia Veder. 31.
Fohann Christian Th odor Thiel
ind Barbara Weis.
C. Sterbfätle:
Olt. 3. Peter Valentin, 8 M.
1. S. von Jalbob Blees. Natha⸗
nina Appel, 38 J. alt. Ehefrau
on Joh. Molslen. 4. Georg
Schrepfer, 37 J. alt, Ehem. v.
EFlijabetha Schein. Kathar'na
B.ünnagel, 89 J. alt.Ehefrau
y. Andteas Kemp. 6. Helena,
IJ. 5 M. alt, T. von Georg
Jene. 10. Franziska, T. v.
Farl Harth. 115 Heintich, 8
W. alt, S. v. Goiuob v. Au.
17. Peter Schäfer, 67 J. alt,
Fhem. von Susanna Dreistadt.
25. Nikolaus Eich, 74 J. alt,
Ehem. v. Maria Keßiet. 28.
Maria, 4 M. alt, T. v. Joh.
FJlatchen. 29. Maria, 27 J.
alt, T. v. Karl Thiery. 31.
Elisebetha 34 J. alt, ledig, T
—AI
Für richtgen Auszug:
St. Ingbert, 6. Novb. 1876.
Der Standesbeamte:
Custer.

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,
das viertel Originaltoos nur 193 Reichsmark
und werden diess vonn Stante garantirten Original-
LOGSe (keine verbotenen Promessen) Fegem framiri in—
sendung des Betrages odei g Poνα
selbst nach den ent serntéesten Gegenden von mi ent
Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original⸗
Loose auch cten mit dem Staatswappen vergehenem Original-Plan
gratis und nach stattgehabter Zienung Sofort die nιινα
Ziehungsæliste Unnusge ftordert zugesandt. J
Die Auszuldang und Versendang der Gervinngetder
erfolgt von mir direct an die Interessenten prompte undunte-
st rengsster Verschwiegenheit.
IJedę Bestéllung kann man einfach auf eine Posstéim-
—AXVIXL
7 Unm vwende steh daher mit den Amnftrigen
der nahe bevorstehenden Ziehung halber
his Zumnn
IG. Novomben d. J.
vertrauensvoll uan
sSAmel Hecltezeher senr,.
Banquier &amp; Wechsel-Comptoir in HEan burg.
— — — —
Nicht duichsichtige, aber wirtlich Geyceringehalt vollgand:g neutral
gehaltvolle und enthält keine Spur m · hr
Univensa le der geringsten Schärfe, deshalb
3 . besonders zum Waäschen. für
—D ZAnder, offene Wunden und hei
Von Autoritäten geprüst und derletzter Haut sehr zu empfehlen.
als vorzüclich befunden. Diese Durch ihre Billig'eit und natür
Seifen, aus ganz gereinitem ich⸗en, angenehmen Geruch sind
Giycerin und Fett bereitet, sindd dieselben allen anderen Seifen
bei lärgerer Anwenduug) das dorzuzieden und für Jedermann
wohlthätigste und unfehlbarste um allgemeinen Gedrauche zu
Mutel geven rauhe, sprode und empfehleu. Preis per Slück —15,
nanfhaf·e Haut. Sie verleigt 20 und Zo Pfa. Fabrik von
überhaupt derselben, die größte P. Beyfchlag, Augebuig..
Zartheit und klate Weiße Die⸗ Alleinige Niederlage bei Herru
jelben sird durch ihren bohen J. Friedrich, St. Jiadern.
——— — — —
Redaktion Truck und Veriag von *5. 1.

* . ———— —— —
demetz in St. Iungber.
        <pb n="619" />
        St. Ingberler Anzeiger.
— 114
der St. Ingberter Anzeiger ünd das (Z maß wöͤchentlich mit dem Hauptblatle verhundene: Untorhallungtblali, (Sountagt, mit iustrirter Sei⸗
lage), erscheint wöchentlich viermalr Dienstag Donnerstag Samstag nud Sonutag Der Abonnementopreis betraͤgt, vierieljahrlich
l Mark 30 R.-Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg. don Auswärts vnlt Ib Pfz. fur die viergespaltene Feile Blattschrift gdex deren Raum. Neclamen
J mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
vn e ' 57— — 323 7865 n , .*
—D
— — 244
.7 Deutsches Reich.
Mümnchen, 8. Nov: Vone Cultusministerium wurden die
Districtsschulbehörden beguftcagt,, das Lehrpersonal an den Volts⸗
schulen und an den denselben gleichstehenden Unterrichts: und Er⸗
ziehungsanftalten anzuweisen, die Principsen des Thierschutzes wie
solchen in, den Satzuggen Und den Schriften des Müncheret Thier⸗
schugbeteins niedergelegt sjad, in den nschläuigen Unterrichtzkächern
je ngach Perznlassung, und Umständen, enisprechend ju hehandeln
und die Idee di ser Prjne pien unter Erkläruing der' Ziels derselden
vesonders zu betonens und deg Schülerü giachdtiücklicv einzuptäen.
Dez Ausschuß des Münchener —— hat sich beren
ertlärxt Zie Satzuggen und Sgriften des Vereinße dem einzelnen
Schulborstabhen aul Begehr in —V——— —
Auslande
Wie der Moniteur universel“ melder ist dem Versailler
stabinet Seitens der deutschen er vfficielle: Mitthenlung
von der Theilnahme Deutschlands an der Parijer Weltausstellung
im Jahte 1878 zugegangen.
London, 9. Rov. Es st ist nun bestimmt, daß die Kou
fercuz iu Könstantigober Natifindet; daß jedoch mur die Boischaster
der sichks Graßnachte aun ihr.iheilnehzuen,, von henen jeder elaen
Speialdelegir en zugktheilt ethãlt. Die Turkenn werden nicht“ zu
den KHonferen Verhondlungen jugelasfen. Das Programmi begreift
— —
AI Den Frudensschluß der Pforte mit Serbin unde Non⸗
lenegro. — 55 3 —“
2) Vie Redelung der Situation der drei aufsftänd schen Pro⸗
vinzen, also Bosniens, der Herzegowina und Bulgariens. ι

— 77 —

—— —
W
Mon
g

Diese Ditposisionen sind' im Prinziß angenommen.
TDer Hauptgrund, aus welchem die Ausschließung der Türlkei
don der Konferenz erfolgte lag in der Erwägung, daß wenn tür⸗
kische Bevoll nachtigte den Berathungen anwohnter, sie von allen
——SS sich etda zwischen den Mächten
zrgeben könnten, z0 profitiren und somit das Einpernehnien zu er⸗
chweren suchen solrden. Da, bie Btxathungth aehem· gehalten
verden sollen s. mitd sich die Piarie. sallt es gelngt eine Ent⸗
cheidung zu Stande zu. bringen gined- Enische schung Gesammt⸗
uropas gegenübersehent⸗die jeden X XRX machen
müßte. *4 10 3
emischtes.

7 St. Ingberte. Pig Hauecollecie dür die Abgebrannlen
in Brucktyau bat hier, dit Summe von 380 M. 82 pjf. ergeben.
t Kaiferetate ind 8. Rod. Die landwirthschastlich⸗
Bimerfchule. dahier zäblt im gegenwärligen Wintersemester in zwei
sursen 24 Schüler, die Baugewerlschule jn drei Kuisen 66 Schuller.
f Uuf den Bahnlbofe Bor aͤn 1. November
———
gefunden, dir vermuthlich wiezn Der Eigenthümet haͤt
fich bei der kgl. Stagtaauwaltschaft jn Kaiserslauterng zu melden.
An xinem Couflien —— — un
dersi, Kheinpfalre wor der — — Blaͤme bet
Letteren vor diun fie aus einem Vrehfond, framjdfischet Isuiten
rino. mwn diliche Untersiu hung von 200 Franton beniehe ideecbor
ichVNes .vret Vartzoten⸗ mannern, gfothiͤbeg in, dewrisen.Dir
Rbeinpfalze hat die Beweisiühruigagcoptirt, ühpe darf man auf

dens Ausgang dieser Affnite miu diedt gespant ——

i α. Iνα i i

———

TXC
terversteigeruug.nnu. pit 8828. 70 Denim. 26. blehen 8201. 80. Denen
Güterversteigerung. . e 9 27* an den Seyen; —A ————
Ventag. den 18 Rovunber 12. Mane g 76 —E 27 Mgr. Za 30 De — ⏑ ———
nãchsthin, Nachmitlagt 4 Uhr zu * 7 anb — Ader lintsin des Seyen; din enehe bei
St. Ingdert bel Job. Jos/ph is I n e dr Zo8. zun Der nie nen ne gug
Heingad iassen die Ebeleute 8 Jen in den Psuhliehen, Ader am Forellenwe her 5 eh igßte Feam Jatwd Ehr⸗
Ah ser eud Gattaus 14. Iehe eeee 20 bir i e, ardt see allda/ die
Echmelzer in St. Iughert dep hin ve Set zl Den Attet. in der 8 Addesei hagen —ccc
ihre nachdezeichneteu Legenschaften vb a9 nt * r, Pfuhlwiesetahnnig —2— n. Inobert auf —*
m Baune don Su. Insbert — ——— —J— —W — in
dffeutlich an die Vleisthietenden 8* — —838 — Adet bllda 9— —X—
zu Eigenthum versteigtn vwec e —A— — plRr 83 ae a6
1I. PlNr. v987. 80 Zuim. I Acker allda; F 853 5 Ader linls zu den · Kastele —53 n
Iey an —* 8 —A 5 3 —8 I — Denim wiesen bei der Obermühle
e 8 I In nhiniein 58 in n Slegnisn nehtn VPeter Hellenthal *
—— 383 im mittlecen ———
—— — — — —2
—V der Ri qhbbac .I. F F J 8x* —* 4 ð —X alida zw en
* * is. e e R 8 Hauspersteigerung. den Bachen in 2.Parzellen
5. Pl.t. 1897. 360 Denm.l 20. m · gie 3011. 32 Dezim. Dienstag he den L4A.:-If. Mis., un Garsen geeicnet,
Ader im Rodenthal, mittlere Ader lints in den Kosteler Navmiinge dre unn m St. ι αα -αια.
uAhrungz Rodern Ingbert bei Wirth Schmil 14ßt licee inte in den Sches
Wiese in der kleinen Ahnung i? 32* 63 Rockenthal min⸗nu eigen versteigern: 8 Eann, par-
em Schmektanatt —— 3..3. rin hut St. Indbert in der ———
—V——— 7ι αιJBα Be. ez etz an i en Dan
Wiese aldo⸗ 87 — ———— enes sibdiaes. Wohnhaus, Xr. 297
8,Pl.Nie 2857 A2Bu. Dez! — 328 i n dofraum nebfi Keller, neden —X untex, dun bu
Wiese in den Stegwiesen, e vee vzote Del. Shuhmoacher Wan maten ud neben Jeh. p
—— 3 * 3 * Peter Schwarz, 3 Decim. Peter Uhl. iv. A Parzellen.
d. PleRt. 8384. 30. Del. Weese auf der Sid Peter —— —**
Ader in der Azfeltait; —A 2726. 88 Nus Den p Fläche 238 7 — 3 e
A I— 20 ———— Da hann ——8 — Michath Paul deiderseits, in
Adex in der .Pfuhl Bl.Nr. 22/α anm u eieg3
wieserahnung; Ader allda z un Sauer dal. No

10

3*8
d— 272 —7
        <pb n="620" />
        6. Pl.⸗Nr. 3000. 1 Tegw. Acker in den Seyengärken Neber die Kirchweihtage
90 Dez. Acker in derLehm- neben Heinrich Schmitt, 3 ch —8
caut die Spie neben baderseusß Mün ner Bier
Aufstößern u. P. Schmelzer. PlPr.8281714 Dez. bi M· Weißsoerber
Pl.⸗Nt. 2901. 80 Dezim. Acket allda —eben Peter Von hrute ab 5
Acker am Seyenrech neben Custer und Franz Fichtec 4.
Peteir Schmelzer und dt 1 zer Most
Feeteeree u II. Pl.“Nr. 141456. 13 ab⸗ ⁊ F *
ee Parzel n ¶ Zesheiune Vauplähe am Schef / (Traminer)
u aupläten. weiher. daus dem. Rhein gau bei
PANr. 2929.* 29 Dezim. wpruua.
Acker in der Krummefuhr 12. Pl.eNr. 468. 8 Te im. — —
nehen —⏑⏑— Garten in den Gassengärteg 24r Unterzeichnete empfiehlt
und Jos. Beer. neben Joh. Schmelzer. sein Lager und große Auswahl in

O. Ph.-NAr. 3287. 28 Dezim. Sauer, k.Notar Holzsechuhen

o el J MI 0 mit unde ohne Filz von- den
Sonntag, den 12. November von-85 Uhr Nachmittags an⸗ Vihen bis zu dea ordinärstenn,
fangend —V⏑⏑ ——— Sorten.
7 2343 d ken J P- Brill, Seiler.
* Freimusi * e li * ä J Für Zamen.
Montog, den 13. Nobember 3ν das swonste, vratinone u:d
*4 22 * — .pete ee ebenswürdigste.
— U o0 1 4 —D — Weihnachtsgeschenk
epn 23 —XV — — ——
3 M 4. . Meusers
Anfang Abeunds 7 Uhr. b nähtischlcheeren « Garnitur
Hiezu ladet freundlicst ein 1 — —— Filwersight
4 7T — silver steel) enthaltend: Zu-
——
— — — — nopflochscheere mit Stell⸗
Sonntag und Montag 7 dahn und ein hochfeines
3 3 1 2458376— rennumesser.

F re ua m u si b Preis für Garnitur: 4 Scheeren
Dienstaas EAIXMIOMXNIE., Wesser in feinem Etui 5 M.
vit. jplendiden 4 e r ——

—2 8 . Naähtisch. Dauerhaft un
Heflügel⸗ u. Wildpretessen pstueseasten

— 4 —25 Garautie der Vor⸗

3327 2 —zuüglichkeitdurch eventuelle franco

VWeter Jung. htücknahme Depot für Deutsch

land bei Win. Heuser, 18,

Rehmplatz, Aachen. Versandt

der sürze halber gegen Nachnehme.

Von den vielen eingegangenen

ndechrtden lasse

eines derselben folgen:

Ew. Wohlgeboren erfuche um

die Gefälligkeit mir noch 4 Stück

Nähtisch-Scheeren⸗Garnituren äM

5 gegen Nachnahme einzusenden.

AMochentin Oberschlefien) den

18. Oit. 1876. Emma Hüppe,

zei der verwittweten Prinzessin

u Gohenlohe c α

Zrust⸗ und Cungen-
Leidenden

kann kein angenehmeres und fiche-
res zugleich rein diätetisches Haus⸗
und Genußmittel empfohlen wer—
den, als den rühmlichst bekann⸗
ten rheinischen Trauben⸗
Zrust⸗ HIonixe in Flaschen a
1 I/ und B3.

Mark; derselhe *
allein acht· mit X
nebigem Fabrik⸗ 8W *
tempel auf dem * *
Kapfelverschluß ẽ8
st kaäuflich in St. —AV
zngbert bei J.
Friedrich, insSt. 9
Johann bei F. P. Duden
qöffer und KarlThiriot, in
Zaarlouis bei F. Altenkirch,
in Blieskastel bei Apothe—
ker C. Nichter, in Saarge—
nünd bei Apotheker H.
Kirchner in Sulzbach bei
Anotheker Teeν
ie 0nnr L'a hne-
Fabrilc in Bonn a. Rh. lie⸗
fert auch Theater⸗-Dekorat' onen,
auß Stoff gemalt.

— Die
Buch- unch Stein-
deuebered

2
on g
P. X. DEMEIUNDZI..
ↄmpfiehlt sieh dur eleganten An-
kertigung aller in dieses Fach
ꝛinschlagenden Arbeiten, als:
Veclsel, Ci rculdirs, Visit-
Vertobungs . Adtress-
væarten, Placctte, Wein⸗ u.
Vac ren⸗ Etiq uettes, Itecis
A . A. -· . A t—

XX
e—
875. 000 Mari
2 —z, A—
—Asmad ue zur Betheiligeug anu die
ee X J 2 * .
Gewinn-Chancen ·
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
Lotteris, in weleher über
SO., OOO FIAIc
siceher gewonnen werden miüssen
Die Gæwinne dieser vortheilhaften Geld Lotterie, welehe plange-
mãass nur 789,000 Loose out halt· sind folgende: nämlieh 1J Gewinn ev.
375, 000 Mark, speciell Mark 250,000, 125, 000, 80,000.
60. 000, 50,000, 40,000, 86, 000,. 4 mal 80, 000 und
25.000 4“ mai 20,0004 23 mal 15, 000 12, 000 und
IOOOO. 260 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal
2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500. 1200 und 1000,
1356 mal 500. 300 und 250, 24863 mal 200, 150, 138, 124
und 120, .14889 mal 94, 67, 65, 50, 40 und 20 Mark
und kommonm solche in wenigen Monaten in7 Abtheilungen 2ur SIMn&amp;α-,
ren Pntscheidung..7
Die erste Gewinnziehung ist Antlich festgestellt, und kostet
hierzu — ———
das: ganze Originalloos nur. b. Reichsmar...
das halbe Originalloos nur 39 Reichsmark,
Gas viortel Originalloos nur: 13 Reichsmarß.
und werden diese · Vonn Stante garnntirten Original-
Loose (keine verbotenen Promessen)j gegen frankirte Bin-
sendung des Betrages odei gegen Postvorsehuss
selbst nach den ent feruteæsnten Gegenden von wir versandt.
Jeder dèr Betheiligten erhült von mir neben seinem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen verschenom Origina-Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehung s0fort die ntliche
Ziehungslsiste Unnusgetordert zugesandt. ———
Die Auscudung und Versendung der Cewinngelder
erfoligt von mir direct an die Inteéressenten prompt und unter
atrengster Verschwiegenheit, * 7
d Resteliun kann man einfach auf eine Postein-
IBEe machen. 2

AIin wende nieh daher mit den Aufträgen
der nahe bevorstehendden Ziehung halber
bis Zzum F 32

I3. November d. J.
veriranensvoll an qz

Samuol Heelkseher senr.,
— Bancouier &amp; Wechsel⸗CGomptoir in nian buræg. 2

Frucht⸗, Brod⸗ nnog
Fleisch Preise der Stadt
Zweibrücken vom 9. Nov.
Weizen 11 M. 92 Pf. Korn

8 M. 67 Pj. Gerste Sreihige
8--M. 88 Pf. Gerste Areih⸗
8 M. 40 pf.. Spelz 8 M.
80 Pf.' Spelzkern — M. —
Pfg. Dinkel — M. — Pfg.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
7 M. 83 Pf. Heu 5 M. 50
Pf. Stroh 4. M. 75 Pi. Kar⸗
offeln 2 M. M0 Pi. per Cir.
Weißbrod 113 Ko. 67 Psf. Korne⸗
»rod 3 sto. 78 Pf. ditio 2 Ko.
52 Pf. ditto 1 Kilo. 26 Pf.
Gemischlbrod 3 Kilo. 96 Pf. 1.
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf.
Rindfl. I. Qual. 58 Pf. 2.
Qal. 52 Ppf.Kalbfl. 48 Pf.
damfl. 52 Pf. Schweinefl. 60
Vf. Butter 1 M. 20 Pf. per Psd.

32 Bog. mit viel. in den Ter
edruckten anatom. Abbilbd.
reis 1 Mart; exrschienen be
chrer·⸗ —
deipzig. ist in fast allen Dr
andlungen 9
arzügliche Werk lann «
ranken, gleichviel an welchen
rantheit leidend, umsomehr
Vgend epe werden,
us Ges betresffende Heilverfah⸗
—AX
dat, wie die in dem Buche ab
uckten zahzreichen guünzer
den Atteße beweisen

Allen Samilien zur geneigten Beachtung empfohlen.
Wegen seiner au gezeichnelen und be⸗
währten Heilkraft bei J
Keuch- (oder blauer) Husten,
chronische Heiserkeit, Verschleimung, Katarrh,
kranken Brustor zaren, Lungen⸗, Halẽk und
Brustentzündung, A hma, Brusitrampf ist der
Rheinisshe MalzExtract *
PPheènol,
FAbritiamnrie. das beste und ein vorzüglich linderndes Mittel.
Die enorme Nachfrage ist der beste Beweis für dessen ausgezeichaete
Wirksamkeit. Der genannte „Phènod“ ist in Flaschea à 75 Pf., M.
und Me. 1,30 stets zu haben bei J. Friedrich in St. Ing⸗
ert, W. A. Seel in Zweibrücken und Jul. Sprenger in
— WMeunhirchen.
I —
Redaftion Druck und Beriod von F. xXx. Demetz in St. Ingbert.
Raßrzn 0144Jpirtüe nntAA*“ NMr,. Ac—

——

—
        <pb n="621" />
        8* t. Ingbe rler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheini wöchentlich viermal: Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sonutaz. Der Aboanementspreis beträgt vierteljährlich

1 Mark 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M ISBI. I Dienstag, den 14. November 1876.

Deutsches Reich.

Augsburg, 11. Nov. Der „Allgem. Ztg.“ wird aus
München geschrieben: Bezüglich der vom Abg. Järg in der Reichs⸗
agssitzung vom G. ds. aufgestellten Behauptung, daß Graf Bray
hm eine angebliche Aeußerung des Fürsten Bismarck mitgetheitt
hace, der nächste Krieg würde gegen Rußland geführt werden,
sind wir vom Grafen Bray zu der Erklärung bemächtigt, daß hier
en Irtthum vorliegen müsse, denn niemals habe Fürst Bismarck
dem Grafen Bray und nie habe dieser dem Abg. Jörg oder souft
rgend einer Person Aehtlich s gesagt.

Die Mittheilung des „Monileur“, daß Preußen eine offizielle
—X
zegeben habe, wird von der „Post“? als falsch bezeichnet. Weder
im preußischen Staalsmine strium noch innerhalb der Reichsbebörde
zabe eine Beschlußfassung stattgefunden.

Aussand.

Ragusa, 12. November. Der Muttiessarif (türkistte Statt—
halter) von Gacko und Trebinj, Kostan Pascha, ist in palirischer
Misfsion nach Cttinje abgegangen. Vorige Nacht erfroren in Tr
dinje 37 fürkische Soldaten und 20 Pferde.

Rossische Blätter berichten über eine angebliche Verschwörung
in Polen wit dem Beifügen, daß an derselben namentlich die pol-
aischen Ecsenbahnbeamtfen stark betheiligt sein souen; solche gibt es
ader nicht nur in überwiegender Anzahl bei den Lintien im König⸗
esche felbst, sondern sie sind auch bei dem Betriebspersonale der
uüͤbrizen russtschen Bahnen zahlceich vertreten. Die Reichsregierung
soll deßhalb für den Mobilisirungsefall Befürchtungen wegen Stö—
ungen der Truppentransporte hegen und die Entfernung der Eisen⸗
»ahubeamten polniser Nationalität sowie jener österreichisa er Unter⸗
hanenschaft in's Auge gefaßt haben. Die ‚Neue Zeit“, welche
nach dem „Golos“ diese Gerüchte erwähnt, fügt hiniu, die Reglerung
Jabe aber von einer solchen radikalen Maßregel Abstand genom nen,
da dieselbe eine Desörganisirung des ganzen Bahndienstes nach
ich ziehen müßtie. Es handelt sich nämlich dabei um nicht weniger
us 12,000 Beamic! Allein auf der stiiew⸗-Vrester Linie besiden
iich unter 4000 Bediensteten 2400 Polen.

Peterburg, 11. Nod. Dem „Golos“ zufolge empsing der
dasser gestetn in Moskau die Vertreter det Stände. Ec hielt dabei
ine Rede, in welcher er sagte, daß er während des ganzen Ver—
aufs seiner Regierung bemüht gewesen, für die Cyristen im Orient
u erlangen, was Recht und Gerechtigkeit eif iderten. Leider hätten
eine friedlichen Bemühungen keinen Erfolz gehabt; jetzt trete die
Conferenz in Konstautinopel zuiammen, und werde Rußland dort
eine Forderungen aufrecht erhalten. Solllen dieselben sich nicht
perwirkhchen, werde Rußland gezwungen sein, die Waffen zu er—⸗
zreisen. Er zähle dann auf die Unterstützung feiner Unterthanen.
Diese Rede wurde mit enthusiastischen Hurrabs aufgenommen.

Vermischtes.
F St. Ingbert, 14. Nov. Von morgen den 15. Nob.
m, wird eine dritte Briespostverdindung in die Pfatz ꝛc. durch ein
Kartenschluß auf Kaferslautern mit Zug 6 Uhr 535 früh eirgeführt,
wobon das correspondirerde Publ kum in stevutniß gesetzt wird,
F Zweibrücken. Die Hauscollekte für BRrückenau hat
peiter ergeben:
.7729,58 M.
. 5,20,
147;
.17,70
5150
380,82
12001
1050,
Sa. 1172,77 Ve.
Aus Godramstein, 7. Noy. meldet der „L. A.“: Zur

Untersuchung des berichteten Attentats auf den Wein des Herrn
David Weil aus Albersweiler war gestern Hr. Untersuchungsrichter
Brünings hier. Bis jetzt wurde aber nur ermittelt, daß in das
ine Faß, bessen Schleuchzapfen mit der eisernen Brechstange nicht
rreicht werden kounte, mit einer Kugel, weliche man im Fafse vor⸗
and, ceschossen worden war.

fe In Frontenhaufen befindet sich im Besitze des Herrn
Brauereibesitzers M. Erber eine Turteltaube, die nicht weniger als
10 Jahre alt ist. Das weiß d'e Familie mit Sichecheit.

Sigmaringen, 9. Nov. Beim Bau der Bahnlinie
hon hier kach Ebingen wurden heute Morgen 8 italienische Arbeiter
hdurch eiuen Sprengschuß getödtet, 7 audere mehr oder minder schwer
eiwundet.

fDer Zoologische Garten zu Frankfurt a. M. hat dieser
Tage eizen Affen erworben, der Kavallerist gewesen ist und den
leßzten Feldzug mitgemacht hat! Als während des Krieges im
Jahre 1870 bayerische Truppen bei Wörth den Wald von Turkos
äuberten, kam ihnen ein kleiner Affe zu Gesicht, der sich unschwer
fangen ließ. Der Hauptmann der betreffenden Kompagnie nahm sich
des Thieres an und gab ihm seinen Jahdhand zur Gesellschaft, an
»eij er sich alsbald arklammerte und der gutmüthig genug war, den
natt auf seinem Rüchen zu dulden. Auf diese“ Weise beritten,
iahm der Affe an dem ganzen Feldzug Thell und gelangte bei
»er Heimkehr der Truppen nach Schweinfurt, von wo er jeht nach
Freantjurt übergesiedelt wurde. Er gehört der in Nordaftika und
außerdem in“ der Nähe von Gibraltar deimischen Spezies Magot
Imuus ecaudatus) an und ist ein ziemlich starkes, jetzt wohl völlig
iuxgewachsenes Exemp ar.

F In der Kemöperg wurde vor Kurzem eine interessante
Wette verabredet. Der zu dem Offizierkorps der dortigen Besatzung
ehörende Lieutenant Baron v. Schutter vom Magdeburgischen
Dragonnerregiment Nr. 6 war mit einem Verwandten über seine
ind seines Pferdes Leistungsfähigkeit verschiedener Meinuna und
ibernahm, auf diesem als flotter und ausdaueruder Gänger be—⸗
annten Thiere den WBeg von Kemberg bis Frankfurt a. M. (ca.
33 Deuische Meilen) in 120 Stunden zurückzuleg n. Zur be—
immien Stunde erfolgte der Abritt von dim Garnisonocse. An
»en beden ersten Tagen wurden gut je 16 Meilen zurüchgelegt.
Uan Llde de des zweiten Tages war das Pfeid stark abgespannt
ud wou'e nicht wener. Sein Bsitzer ließ es zur Kräftigung mit
rwärmtem Speritus einreiben, worauf sich der Renser bold wieder
nunter und geneigt zeigte, die anstrengende Reise fortzusezen. Das
Ziel wurde deun auch lange vor der gestellten Frist, nämlich in
noch uicht voll 100 Swusden, erreicht. Re'ter und Pferd haben
ꝛen Forceritt gut überstanden. Dem Vernehmen nach betruge das
Objekt der Weite 400 Thlr.

. Man schreibt aus Paris: Eiu 101 Jahre alter Herr hat
ich mit einer 99 Jahre alten Dame verherrathet, während ein
Hreis von 85 Jahren eise Braut von 18 Joöhren heimführt.
kine seit 9 Jahreu verhe'rolhete Frau st nun zum acdten NMabe
nit Driklingen medecaekomment, »st daraem Mätter pvon 24 sehben—⸗
digen Kindern, sämmittechz Madhen.

F Lin so gläne ves Heteen dat riobl beiten ein Mysiker
erhablen als jünenn i beatent alæ Jom—
ponist und Sauree e 1 ee h i ner
Concerse on et Teaeen
rehtin rm e een, e ra, als Zunbe bereits
wieder im Beane wrr, inen Soare iltte. Ter Riuniter pahm
ich des jausen inechen, uelchter tehe!e Bon Sant Eyr
ejuches seilie, in ltbentiebe eie on und true ihin, uis der
od die gatzt Femiiie dnn egenetnnn ie tin Vaster zur
Seite. Der jauge Rimetr hrug jiets bie Froßee Dantbarktit zur
Schen und bhebemit seinem Wohirhater, natdea er Pars wieder
derlassen in lebhaftem Briefwechtel Dirsen Tige nun echielt Vhul⸗
ier die Nachticht, doß sein junger Freund, der iun kürkischen Diensten
stand, in den Kämpfen von Deligrad gefallen sei und ihn zu seinem
        <pb n="622" />
        Universal Erben eingesetzi, habe. Tas Erbe beträgt eiwa zwei
Millionen Franks, — vorausgesetzt, daß es nicht in türkischen Pa⸗
pieren angelegt isht.

F Nom, 9. Nov. Das Begräbniß Antonelläas ist gestern
früh in aller Stille vollzogen worden. Der päpstlich— Adel, die
Diplomaten nahmen aun den heute Statt gehabten Exequien Theil,
die Bevöllerung verhielt sich gleichgittiga. Das Testament ist bis
jetzt nach nicht aufgefunden. Der Nablaß soll über 50 Millionen
Franken detragen.

F In dem chinefischen Theater in St. Franzisko enthand
am 30. Okt. falscher Feuerlärm und verurfachte eine furchtbare
Aufregung. Alles eilte nach den Ausgängen und in dem Gedränge
wurden 20 Personen erd ücht und 70 mehr oder meniger verieß
Die Chinesen verweigerten jedwede Hülfeleistung und die Schau—⸗
spieler wollten das Stück zu Ende bringen, bis die Polizei ein⸗
ichritt und das Herablassen des Vorhangs befahl.

4 Man schreibt aus Kairo: Die mysteribse und höchst
bellagenswerthe Seuche, die den Pferdestand Euhptens ergriffen hat,
lüßzt au Heftigkeit noch immer nicht nach und wied viellecht übere
haupt erst dann aufhören, wenn sie michts mehr zu zerstören vorx⸗
findet. Nach einem amtlichen Rapporte, dir vor kinigen Tagen
qusgegeben wurde, waren, die Kavaleriepferde inbegriffen, nicht
weniger als 15,000 dieser edlen Thiere der Eeuche zum Opfer
gefallen. Bedenkt man, das Kapitel pes Budgets des Auswärtigen
angenommern.

f Nach der „D. landw, Pr.“ ist die Einfuhr frischen Fleisches
us Amerika nach Englaud während der großen Somm erhitzi dieses
Jahres wit bestein Erfolg und zwar ohne Chemikaliez: and Sal,
Jux Ausführung gekommen. Die Rinder werden zu dem Zweche
bon den Weideflächen Chicago's 120 Meilen weit per Bahn nach
Mew⸗Nork geliefert, dort geschlachtet, de Halbseiten iu Calico gehüllt
und darguf in d'e Hald eines der schnellen ZehenTage-Dampfer
aujgehüͤugt. In diese das Fleisch bergeuden Sch fferäume wird be⸗
sändig kalte Luft g pumpt, die mittelst Schwefeljaure und Kollk ge⸗
trocknet, durch in Eis liegende eiserne Röhren streihl, eine Tem ˖
peratux von 10 C. nicht übersteigt und das Fleisch vor jedem An⸗
flug von Zersetzung bewahrt. Die gesammte Reise und Procedur
wahrt eiwa 14 Tage und es wird die Qualität des Fleisches als
eine vortressliche bezeichnet. Es ist die Lieferung von wöchenlich
400 Tonnen zu 20 Centner in Aussicht gestellt. Auch d'ie von
Tanada versuchte Einfühtung von lebeuden Ovsen nach England
ist mit Erfolg gekrönt gewesen, doch weniger profitabel, da der
Transport von 100 Stück 7 Pfd. St. per Kopf betraaen bat.

LAieustesnachrichten.

Der Assistent am humanistischen Gymnosium in Spcyr, J.
G. Jungwirth, wurde zum Studienlehrer an der isolirten VLatein⸗
schule Winnweiler ernannk
Gemeinnütziges.

4 Pflanzen im Schutzimmer sind ein ausgezeichnetes Mittel
zur Verbesserung der in denselben oft herrschenden sclechten Luft
und ist in padagogischen Zeitschriften hierauf schon vielfach hinge⸗
wiesen worden. Durch das Athmen von oft achtzig Kindern in
einem Raum wird nämlich eine Menge Kohlensfäure erzeugt, die von
den Blättern der Pflanzen begierig eingesogen und unter der Ein⸗
wirkung des Sonnenlichts in ihre Bestandtheile, Kohlenstoff, und
Sauerstoff, zerlegt wird. Da die Pflanzen den für ihr Wachsthum
notbwendigen, auf unsere Gesundheit aber schädlich einwirkenden
Kohlenstoff behalten und den für unser leiblihes Gedeihen so unge⸗

nein wiwtigen Sauerstoff der sie umgebenden Luft wieder zurückgeben,
auch durch ihre Ausdünstung von Wasserdämpfen die Schulstuvenluft
vor allzugroßer Trockenheit schützen, so jollte man sich dir Aufst:llung
von Blattpflanzen in Schulzimmern, besonders in denen durch heiße
duft erwärmten, recht angelegen sein läfsin. Es werden sich gewiß
iele Eltern finden, die in dieser Beziehung die Bestrebungen der
Schule udlerstützen und fördern helfen.
Oelfarbenzunstrich der Fußböden. Zur
derstelklung eines solchen bediene man sich ausschließ'ch der Erde⸗
sarden, Alle Ferhben, denen Bleiweiß zugefetzt wurde, sind zu
veich und treten sich leicht ab. Be' einem mit Oelfarbe ancestrichenen
Fußdboden, der sich unverhältnißmäßig rasch abtritt, kann man sicher
ein, duß die Farbe mit Btesweiß versetzt wurde. Es gesfchieht
dieses in der Regel, weil solche Farben besser decken und sich bes
quemer ftreichen lassen. Selbst die Anw⸗ndung des mit Blieiglätte
jekchten Fermesses ist zu v rwerfen und Firxniß vorzuziehen, der
nit bdorsauerem Manganoxydul gekocht ist. Man gibt in der Regel
wei Anstriche. Hierhei hat man vor Allem Sorge zu tragen, daß
nan den 3zweiten Anstrich nicht ehec aufträgt, als bis der erste
döllig trocken.
Soll der mit Oelfarbe angestrichene Fußboden noch einen he⸗
onderen Glauz und die obere Decke eine größere Festigkeit erhalten,
o überstreicht man ihn wohl auch noch mit einem sogen. Fuß bodeu⸗
ack. Einen sehr guten Lack d'eser Art bereitet man sich auf folgeudz
Weise: Man löse 30 Gramm Schellack in 125 Gramm Spixitus
„on 80 Proc. auf, sfüge der Losung 4 Gramm Kampfer zu und
iterire dieselbe durch ein leineues Tuch von dem Bodensotze ab,
Nit diesem Lach bestreicht man den Fußboden. Die obere Dede
vird durch den Schellak fester. Tritt üch dieselbe ab, so hat mon
nur von Zeit zu Zeit den Lacküberzug zu erneuern, um einen stets
glänzenden und leicht abwaschbaren Fußboden zu besitzen.
net ”ü —
Aeber Spie werke.

Im Inseralentheile unseres Tiaties finden unse e verehrten Leser und
chönen Leserinnen wiederum, wie alljährlich, die Empfehlungen der weltbe⸗
rühmten Spielwerke von Herrn J. H. Heller in Bern. Derselbe liefert
ese so alljemein beliebten Werke in einer geradezu staunenerregenden Voll⸗-
ommenheit, wir können daher Jedem, der nur ein wenig Freude an Musik
zat, nicht warm genug empfehlen, sich ein Spielwerk anzuschaffen, und bietet
ie bevorstehende Weihnachtszeit die schönste Gelegenheit hiezu, auch kann
lein Gegensiand, noch so kostbar ein solches Werk ersetzen.

Waͤs kann wohl der Gatte der Gattin, der Bräutigam der Brant, der
Freund dem Freunde Schöneres und Willkommeneres schenken? — Dem
deidenden, dem Kranken gewährt es die größte und angenehmste Zerstreunng,
ergegenwärtigt glücdlich verlebte Zeiten; dem Einsamen ist es ein treuer
Zeselschafter. es erhoöht die Gemüthlichkeit der langen Winterabende im häus⸗
ichen Kreise u. s. w.

Hervorheben möchten wir noch ganz besonders die nur zu lobende Idee
zieler der Herren Wirthe, die ig ein jolches Werk zur Unter haltung
hrer Gaste augeschafft. Die gemachte usgabe hat dieseleen, rie uns von
achreren Seiten bestätigt wird, nicht gereut; es erweist sich somit auch deren
zraltischer Nuzen auf's Evidentesie und möchten wir allen Herren Wirthen,
zie es his dahin unterließen, anrathen, sich ohne Säumen ein Spielwerk
anzuschaffen.

Wir bemerker noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine ganz fein
zurchdachte ist; die neuesten, sowie die beliebtester älteren Opern, Operetten,
Tänge und Lieder heiteren und ernsten Genres finden sich in den Heller schen
Werten auf das Schönste vereinigt. Kurz wir können keinen aufrichtigern,
und wohlmeinenderen Wunsch an die geneigten Leser und Leserinnen unseres
Blattes aussprechen, als den, sich recht bald in den Biitz eines solchen Spiel⸗
verkes zu jeßen; reichhaltige illustrirte Preis-Courante werden Jederman
franco zugesandt Auch ist direkter Bezug schon deßhalb zu em
pfehlen, da vieleroets Werte fur Heller'sche ausgegeben werden
die es nicht sind.

— ** —
Geschäfts-Empfehlung.

Waschen und Bügeln — Trunksucht —
vesorgt Ww. Th od. Schneider heile ieh sicher und gründlich
vohnhaft ver Iik. Alingel, mit oder ohne Wissen des
Hopelius'iche Glashütte. Prinkers, so dass demselben
Heimliche Gewohnheiten das Trinken total zum Ebke!
rerderhliehe Ausschweifungen, wird
lio daraus entstehendon ner- Ueber 1000 gehält.
dean daer korper siohen Sehvi- F. Erone in Ahaus Westl.
hezustände, finden tactvolle 1
Zesprochung in dom herühmten Makulatur,
Riginal -Meisterwerke „der mehrere Ceniner, werden abge-
Jugendspiegel, das für 2 M. geben in der Denckere' d. Bl.
von W. —— jetat inn Augemeine
Dresden-Blasewitꝛ, zu ho— 4
Rechnungen
Die Tronner Fahnen- (ohne Namen)

Fabrâ ic in Bonn a. Rh. lie⸗ Nin As, Laun. le Bogen sird
jert auch Thealer-Tekorat onen, vorräthiag bei

P. BReru hardi, Baͤcker. auf Stoff gemalt. —AXXI

— —— — — —— — — — — — —

Fedallion Truck und Veriag von F. X. Temet in St. Ingbert.

Ennem geehrten Publikum von St. Inghert uud Umgegend
wache ich hiermit de ergebene Mitthilung, daß ic das auf der
reuen Schmelze gel gene Haus von meinem Satwiegervater C.

xisenacher kauflich übernommen hahe. — Die bis
etzt von Hen. Mih. Volk doꝛtselbst betriebene und
on mir übernommene
—72
—elas chaafit
dich am Donnerstag, den 16. Nov.
»fnen und verbunden mit meiner
Icereĩ
und Lebkuchenbacken fertbetceiben.
Es wird mein Bestreben sein, nebst einem guten Gias Bier.
sawie reinem Nieder: und Obermoicheler Wein (eignes Gewachs)
den verehtlichen Besuchet in jeder Weise zufrieden zu stellen.
Um geneigle Kundschaft bittet
        <pb n="623" />
        58— —
——— 22— — *24
333333335558533 — — —
—— — — S 2 * * —X 8 — —
—2 —3— —2522 2 2323 222 — 25
3335533383 325 355333735753345335333355 22
23353368 3227 2 F 3 *
5575535332338 e 7 2
522* 232322 —2525 553 33285235— *82* — B 525 2322
—53 3235 522 8235 5535 52353* T362 5* 3 * 237 7E
5338532* 233832* 5263823 583 2232 3 3 53352335 —
352 —I52 3* —z 22 28 z2*3 2522333 —
2553 2323 8 53 3 337 X
—Ax A 57—22 5222 — — 2 8 2 25855 *
* ——— — 3*823538* — — ——5 — 338
23 — 229 52 282 2 55—255 25 * * 3538322 25822—
522 S * — 527 * 2 —e 8 —A 23 * 5333228 — —— —
5333533533355535 *2 22 —— —— 2 — 38355 —5252 Z
337 522 235555 2353—335 75 28522 352 35—
— 225 52527 — 52 5355 8 — 9— 3 —X —
* 225 A * —52 2522 25—7—2625 —X ————— —22322 222
*57 753352333588 555835 5222 3553* — —7
8 2* * 8232 — — * — 53

— —
5 5* 32223 — J 3 4 7 * — —z25332 232 2 55 42 E 8 2
45 — 2—7 —53852 73 8327 — — ——
—“ 5 — — 33 — —A ———— 2* 5233757 3 8 — — 2*7—
—— — 5225 * 22 — 9 *2 23753355 552 * 2226

28*— —8 — — — 8* —
5552 7
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        St. Ingberler AAnzeiger.

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—⸗
— —88
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöcheuilich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich Viermal: Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sonutag. Der Aboanementspreis beträgt vierteljährlich

1 Mark 20 R.⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aaswörts wit 15 Pfy. für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pig. pro Zeile berechnet.
AM 182. Donnerstag, den 16. November 1876.
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Deutsches Reich.

Berlin, 14. Nov. Das Zustandekommen der Civilprozeß⸗
ordnung kann nunmehr als gesichert erachtet werden. Es ist dies
ein Werk, welches nicht nur der Form, sondern auch dem Wesen
der Sache nach die Verschiedenheiten der Hauptrechtsgebiete sowohl,
als auch die der einzelnen Staaten in einer einheitlich gemeinjamen
Gestaltung aufgehen zu lassen bestimmt ist. Darin lagen die
aroßen Schwierigkeiten, welche sich der Ausarbeitung des Eutwuris
entgegenstellten.

Unten den süddeutschen Abgeordneten des Reichstages steht es
ohne Unterschied der Parteirichtung fest, daß die Aburtheilung der
Preßvergehen den Schwurgerichten übergeben werden soll, wie die
Justizkommijssion (entgegen dem Bundesrath) beschlossen hal. In
Süddeutschland, wo die Zuständigkeit der Jury für Preßdergehen
schon zu Recht besteht, ist die öffentliche Meinung für diese Ein⸗
richtung so eingenommen, daß z. B. selbst der deutsche Gesandte in
Paris, der Reichstagsabgeordnete Fürst Hohenlohe, seinen Wählern
das Versprechen gegeben hat, für den Beschluß der Justizkommijssion
in dieser Richtung einzutreten.

ANuscland.

Wien, 13. Nov. Der ‚„Pester Lloyd“ sagt, daß nach der
Zaren-Rede für Oesterreich kein Platz mehr im Drei-Kaiser-Bündniß
sei. — Nach dem ‚Tageblatt? werden b's zum 1. Dezember sechs
Armeckorps am Pruth aufgestellt. — In dplomatischen Kreisen
glaubt man, die Konferenz werde nach der Vorberathung resultatlos
austinandergehen. (Frf. 3.)

Wien, 13. Nov. Wie die ‚Neue Freie Presse“ erfährt,
wären die Schwierigkeilen bezüglich der Demarkationslinie nunmehr
beseitigt, indem Rußland die Forderung wegen Zurückverlegung
der Linie und Räumung don Alcxrinaz fallen gelassen habe.

Belgrad, 13. Nou. Das Urtheil des Zaren über die ser⸗
hbische Armee hat hier die größte Erbitterung herborgerufen. Ticher⸗
najeff erhielt von Petersburg Befehl, binnen 83 Wochen dem rus⸗
sischen Kriegsminister den Eatwurf einer Neubildung der serbischen
Armee einzusenden. (A. 3.)

Rom, 12. November. Der Cardinal Simeoni, gegenwärtig
Pronuntius in Madrid, ist an Stelle Antonelli's vom Popst zum
—A

Petersburg, 13. Nov. Der Kaiser Alexander ist heute
Vormit!ag in Zartkoje Selo eingetroffen. Die von ihm in Mosskau
gesprochenen Worte habven im ganzen russischen Reiche einen allge—
meinen, lebhaften Wiederhall gefunden. Zahlreiche Stadtdertretungen,
Landtage, Gewerke, Kaufmannsgilden und die Geistlichen haben
ihre vollste Bereitwelligkeit erklärt, mit allen Kräften dazu beizu—
ttagens, die Anforderungen, welche der Kaiser und das Keich zur
Wahrung der Juteressen Rußlands an sie stellen sollte, zu erfüllen.
Ueb rmorgen wird der Kaiser hier eine große Truppenschau
dalten.

Petersburg, 14. Nod. Das „Journal de St. Petersbourg“
beröffentlicht ein Rundschreiben des Reichskanzlers Fürsten Gort⸗
schokoff, worin die Mobilisirung eines Theils der russischen Armee
angekuͤndigt wird. Tabei bemerkt Gorischakoff, der Kaiser wolle
nicht den Krieg und werde ihn möglichst zu vermeiden suchen;
aber er sei enischlossen, die von ganz Europa als nothwendig er⸗
lannten Principien der Gerechtigkeit in der Türkei verwerkricht und
virksam garantirt zu sehen.

Peterbeburg, 14. November. Der ‚Räassische Inbolide“
veröffentl'cht eine kaiserliche Verrordnung von 1./13. NRovember über
die Formirung von sechs Armeecorps aus den in den Militärdistricten
Odessa, Charkow und Kiew stationirten Divisionen. De Activ-Ar
mee wird gebildet aus dem 7., 8., II. und 12. Corps; Oberbe⸗
jehlshaber ist Großfürst Nicolai Nikolajewitsch der Aeltere.

Mostau, 14. Nov. Das heute verkündete Urtheil im
Prozeß Strousberg lautet wie folgt: Strousberg wird ins Ausland
verwiesen, Landau und Poljansti werden nach Tomsk, Borris⸗

sowely nach Ownetz verbannt, Schuhmacher zu Gefängniß von
zinem Monat verurtbeilt.

Rermischtes.

F Zweibrücken. (Zuchtpolizeigerichtssitzung vom 25. Okt.)
Um Abend des 9. Juli abhin waren in der Wirthschaft zum
„Tivoli“ zu Rohrbach viele Burschen aus diesem Dorfe beisammen,
darunter der Beschuldigte Jatkob Allmannsberger, 18 Jahre alt.
uind seine beiden älteren Btüder Johann und Jaktss (also zwei
Soͤhne in einer Familie, beide mit dem Vornamen Jakob), sowie
die beiden Bergleute Georg Gehring und Max Bastian. Gehring
und Johann Allmannsberger geriethen mit einander in einen Wort⸗
sreit der durch das Dazwischentreten der Wirthin geschlichtet wurde,
vorauf die Brüder Allmannsberger die Wirthschaft verließen. Als
leich nach diesen auch Gehring und Bastian ihren Heimweg an⸗
raten und dabei an der Wirthschaft „ur Sonune“ vorbeikamen,
rafen sie hier auf die Brüder Allmannsberger, von denen Johanu
Allmannsberger den Gehring mit einem Schimpfworte empfing und
dafür von diesem mit einer Ohrfeige bedacht wurde. Als nun
Biide handgemein wurden und Bastian zu Gunsten des Gehring
ich in den Streit einmischte, eilte der Beschuldigte seinerfeits mit
inem offenen Messer in der Hand seinem Bruder zu Hilfe und
jersetzte dem Behring drei Stiche in den Rücken, don denen Einer
o tirf eindrang, daß anfänglich Gefahr für das Leben des Verletzten
estand. Doch verlief die Heilung fo glücklich, daß der Verletzte
nach 22 Tagen bereits w'eder seiner Arbeit na heehen konnte.
Das Gericht zog zwar bei Ausmessung der Strafe in Betracht,
haß der Beschuldigte, der noch in sebr jugendlichem Alter steht,
either gut deleumundet war und zur That sich hinreißen ließ, weil
er seinen Bruder im Handgemenge mit zwei Gegnern sah. Ander⸗
eits erheischten aber auch der Gebrauch des Messers und die Ge—
ährlichkeit der beigebrachten Verletzungen, welche leicht die schwersten
Foigen hätten haben können, eine ernste Ahndung. Die Strafe
aute e auf acht Monate Gefängniß.

F Zweibdrücken. Die Hauscollekte für VBrückenau hat
weiter ergeben:
Uebertrag. .1172,77 M.

59. Niederauerbach 29 08,
60. Niederigailbach 84,
61. Webenheim.. 8,64,
62. Mimbach..14,42
Sa. 1246,17 M.

F Aus dem Kanton Landstuhl, 14. Nov. Vor einigen
Tagen wurde in einer Kapelle bei Kirchenarnbach — in der so⸗
zenannten Bildeiche — der Opferkasten gewaltsam geöffnet und
Jas darin befindliche Geld, mit Ausnahme von einigen Pfennigen,
entwendet. Dieser Opferkasten wurde bis jetzt schon mehrmals er⸗
rochen und scheint der Thäter stets den Zeitpunkt abzuwarten, an
welchem sich nach seiner Ausicht irgend eine Summe im Opferkasten
befindet, um sich dieselbe auzueignen. Uehber die Thäterschaft konnte
noch n'chts ermittelt werden. (Rh.)

f Neustadt, 14. Nov. Heute Morgen wurde Waldhüter
Nit. Handrich von Haßloch erschossen und Schlaghüter Mich. Scholl
chwer verwundet in der Nähe der Pfalzmühle bei Haßloch aufge⸗
unden; bei letzterem soll Hoffrung auf Wiederh rstellung sein.
Zwei der That verdächtige Personen von Haßloch sind bereits ver⸗
haftet.

Landan, 15. Nov. Im Piozeß der Baumwollspinnerei
Lampertsmühle wurdc heute Morgen das Urtheil gesprochen. Das⸗
elde lautet auf Abweisung der Ktlage des Vorschußvereins Kaisers⸗
autern, sovie der Klage der Firma Holtzbacher u. Etienne (Namens
der Aklionäre).

4 Au 18 ds. wurde in München der tgl. Polizeidirektion
ur Anzeige gehracht, daß in dem Schlosse zu Biederstein nächst
Schwabing an dem Herzog Mox Emanuel und dessen Gemahlin ein
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        großarliger Diebstahl an Schmuckgegenstanden verschiedener Art im
Besammtbetrage von übder 100,0007 Mark verübt worden war.
Die Verdachtsspuren, welche sich auf einige in letzterer Zeit im
Schlesse beschäftigte Tapezierergesellen richteten, wurden sofort energisch
verfolgt und führten zu dem Resultate, daß nach wenigen Stunden
der Dieb mit beinahe sämmtlichen gestohlenen Werthgegenständen in
polizeilichen Gewahrsam gebracht war. Derselbe ist ein 18 Jahre
alter Tapezierergeselle aus Thüringen, hatte in der That die ihm
durch das erwähnte Acrbeitzverhältniß gebotene Gelegenheit dazu bes
nützl, durch Erbrechen verschiedener Schränke und Kassetten die
kostbaten Brillantgesfchmeide ꝛzc. an sich zu nehmen und dieselben
in seiner Schlafstelle in der Gabelsbergerstraße verwährt. Er hat
bereits ein eingehendes Geständniß abgeleg:;“:. Inwitweit ein ealeich—
zeilig verhafteter Arbeitsgerosse desselben an dem Verbrechen betheiligt
ist, muß sich wohl herausstellen.

FStultgart. Für Krupp in Essen scheint die im Allge—
meinen schlechte Zeit eine Goldgrube iu Besonderen zu sein, wie man
wohl daraus schlicßen kann, daß derselbe eine ganze Anzahl diessei⸗
tiger Staatsbeamten mit hohen Gehalten für fein Etablissement
angeworben hat. Seine neueste Erwerbung ist die des Dreklors
der sraatlichen Eisenwerke in Wasser Alfingen, dem er nicht weniger
als 30,000 Mark Gehalt nebst freier Wohnung und Pensions Be—
rechtigung gewährt. Ein noch höheres Angebot hatte die Firma
Krupp dem Regierungs-Präsidenten in Ludwigshafen, einem bereits
älteren Beamten, mit 45,000 M. jährlich, jedoch vergeblich, gemacht,
da dieser vorzog, in seiner bisherigen Späre zu verbleiben. (Fr. J)

F TDie „Berliner⸗Volls-Ztg.“ schreibt: „Zu den Mißbräuchen,
durch welche sich der deutsche Kleinhandel und theilweise auch die
deutsche J. dusterie unvortheilhaft cuszeichnen, gebört der Verkauf
einer ganzen Reihe von Gegenständen des täglichen Bedarfs nach
angeblichem, mit der Wirklichkeit ucht übereinstimmenden Gewicht.

Die Hausfrau, welche ein Pfund Chocolade kauft, erhält nicht 500
vramm, sondern nur 435; das Pfund Stearinkerzen, welches sie
jolen läßt, w'iegt kein halbes Kilo; das viertel Thee, das ihr ge—
nefert wird, ist kein Viertel. Wenn sie Wollengarn im Laden holt
aund nicht ausdräcklich ßzewogenes Gewicht verlangt, gibt man ihr
aominelles, weniger als sie fordert. Für das gewogene Pfund
vird 'hr ein anderer Preis abverlangt, als für das nicht gevogene.
Der Mann, der sich 4 Pfund Tabak kauft, bekommt ebenfalls
ur ein nominellet. Und es gibt noch andere Schäden, d'e bei
uins gang und gäbe sind. Das Publikum sollte die Wagge zur
hand nehmen, sich das nominelle Gewicht nicht länger gefallen
assen, vçlles Nettogewicht zablen, aber auch überall verlangen; dit
eutschen Consumenten aussländischer Fabrikate follten sich die Fak—
uren zeigen lassen. Der ehrliche Kaufmann wird das gerne thun,
deun er leidet unter diesen schlechten Praktiken nicht am wen'gsten.“

FObertribunalsentscheidungen. Der zur Räumung
»er gemiethe'en Wohnung verurtheitfe Miether, welcher das vom
Wirth für die rücksfändige Miethe zurücbehalsene Mobiliar heimlich
rus der Wohnung entilernt, ist nach einem Erkenntniß des Obe-Tri—⸗
»unals vom 18. Oktober d. J. auf Grund des 8 289 des Strafge—
epbuches mit Gefängniß bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe
dis 900 Mark zu bestrafen. — Ein Glaubiger. welcher ungeachtet
der Aufforderungen des Schuldners, seine Wohnung zu verlassen,
arin verwelt, 'um in Beziehung auf fein Guthaben Etwas kei
»em Schulduner durchzusetzen, statt das Weitere zur Beitreibung seiner
Forderung den dazu berufenen Gerichtsbehörden und Beamten zu
äüberlossen, macht sich des Hausfri densbruches schu'dig. Auch seinem
Bläubiger gegenüber hat der Schuldner das Recht, d'e Achtung
seines Hausrechts zu verlangen.
Für die Redaction verantwortlich: F. X. Demez.
— —

—
* M 3 *
Geschäfts-Empfehlung.

Einem geehrten Publikum, von St. Inghert und Umgegend
rache ich hiermit die ergebene Mittheilung, daß ich das auf der
neuen Schmelze gel gene Haus von meinem Schwiegervater C.

ftisenacher käuflich übernommen hahe. — Die bis
jetzt von Hrn. Mih. Volk dortjelbst betriebene und
hon mir übernommene
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Donnerstag, den 16. Nov
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Industrie, Assecuranz ünd Finanzwesen.
Bogen II. 183 Zeuschriften für Hauss, Land- und Forstwirth—
chaft (Jaad und Sporth) Gartenbau und Blarienzucht.
Bogen III, 50 Zeitschriften für Bdus und Ingenieur⸗Wissenschaft,
Schfftahrt, Bergbau und Hüttenkunde.
92 Zeitschriften für Erziehung und Unterricht.
83 Zeitschriften für Heilwissenschaft.
79 Badeb!ätter und Coursbüchet.
115 Kalender.
39 Zeitschriften süt Militä w ssenschaft, Schützenwesen
und Pferdekunde.
Bogen IX. 112 Ze ischtiften für Belletristik, Zunst, Musik, Theater.
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Z23 z5 5 — 5325355 22 5* 22 2222322
52 252 232 2 275 522— — — — —
3 —297 * — — — 82222 —— 8822 *
222353835 256353322 556358558* 5323 53, 3335*» 32355353332
5355 — 23—23 227 25 8 22 z2523—333 25—
25 E — —238B5.25238053 5220 8 536 53 5 235235
— 333345 5 s8 8388322385825
3222 —A— —— 22 232* — 33,—, * — * —A 2 *22 3 —
—25523828 33555533 2—85535355 55— —335332— —
25522 — —— 2 25 —833—38* — 72 3 —622 8* 2538
———38—333—357 533232565352 8 525 253333223 32
— ——— 2538383 *35 523, — 2318235388
— 573 —3535—3 —2833535 58—735335323 23358
sc26 55335 322 — —— *2 2 5 — — 5 z586
— —55 2375536338535* 25322— ————— 8
—5—233 57 255 X —B—— 22 — 73728 5—53234 —
3 8* 555355533553332835 220535553 ——
22 * — — 06 27 e 232 — * 55 — 2
* — —— — —5335 73233535357 ——— 22232 23 23555
5 — 5—28 53335—232533 258 5523 28237
* 2 5S*5 224 —— 5 n 2* — * —
255*2 —5328 —72325 —2—2 3523227 — RC — 3— 5 — —32 3S55 —3 —
15235* — 75335— —335533355305 2 —— 22
55 75—58535 2 2 5225— 38372785—25332755 —25 533 32 —55833832
5— 2388—33555355 3233—282356 355 38
* —32—2 —5558—3 535583 —325502333283823
255535 *38 * 552230 ——— —
53 2 353328 5238633 — 335585333583853333
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        Slt. Ingberler Anzeiger.

—————
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donuxerstag, Samstag und Sonntag. Der Abouanementspreis beträgt vierteljährlich

1 Mark 20 R.⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfsg. fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. NReclamen
mit 830 Pfg. pro Zeile berechnet.
Me 183. SEamstag, den 18. November 1876.
— —
Gvtkkeenondg
Deutsches Reich.

München, 14. Nov. Der kgl. Justizminister Hr. Dr. v.
Fäustle ist heute Noachmittag über Regensburg und Eger nach
Berlin abgereist. Für die Dauer seiner Abwesendeit leitet Hr.
Staatsrath v. Vomhard das Justizminister um.

Herr. Dr. Jörg iheilt der „Germ.“ mit, daß er auf das
Dementi, welches der Graf Vray in der „Aussb. Alla. Ztg.“ et⸗
lassen, eine Gegenerklärung in demselben Glatte veroͤffentlichen
werde. „Ich bleibe bei meiner Behauptung entschieden siehen, wie
natürlich,“ schreibt er der Germ.“ Nur Schade, daß Herr Jörg
schon so oft „mißverstanden hat“ und mißberstanden worden ist“
nud daß seine Glaubwürdigkeit hiedurch so sehr gelitten hat, daß
er gegenüber dem bestimmten Dementi des Grafen Bray, der be⸗—
kanntlich kein Liberaler ist, einen schweren Staud haben' wird,

München, 15. Nov. Der Chef der Abtheilung für all⸗
gemeine Militär-Angelegenheiten in unserm Kriegsministerium, Oberss
v. Xylauder, ist von einer speziellen Sendung nach Berlin, wo er
bom Kaiser empfangen wurde und im preuß schen Kriegsministerium
konferirte, dorgestern wieder hier eingetroffen.

München. Das Finanzministerium erläßt folgende Bekannt⸗
machung: „Die in Bayern bestehenden Flächenmaße können nur
noch bis 1. Jan. 1878 in Gellung bleiben. Von da ab iritt au
Stelle der seitherigen Tagewerte und Dezimalen das Metermaß
wit der Bezeichnung: „Hettar, Ar und Quadrafmeter.“ Es isst
unbed'ngt nothwendig, daß der Gruudoesitzer bis 1. Januar 1878
genau wisse, in weichen Flächengrößen sich sein Grundftück nach
Hektar, Ac und Bruchtheilen des Ar (oder Quadratmeter) berechne
Die Umrechnung erfolgt am Geeignetsten in den Katasterauszügen.
Sie ist zunächst Sache der Grundbesitzer, allein nach den Um rech
nuugsderhältn ssen: 1 Tagwerk — 6 Hektar, 34 Ar, 07 Qud,
XL Hilfe amtlicher Tabellen die Umwandelung
uicht leicht zu vollziehen. Irrungen hierbei köanen aber für den
dünfteigen Verkehr mit Grundstücken zu erheblinen Nachtheilen, ja
zu Rechtsstrestigkeiten führen. Damit' die Grundbesitzer rechtzeitig
und in den richt'gen Zeffern die neuberechneten Flächen aus ihren
Fatasterauszügen entnehmen körnen, ist das Staatsmin sterium der
Finanzen bereit, die Herstellung gegen maß'ge Vergütung auf amt⸗
lichem Wege anzuordnen. Diefe Anordnung kann aber nur unter
der Voraussetzung recht zahlreicher Betheiligung erfolgen, weil hier—⸗
von die Möglichteit abhängt, die erforderlichen Arbeitskräfte aufes
austellen. Die Gedühr befrägt 10 Pf. für jede mit Plannummern
beschriebene Seite d.s Auszuges. Es ergeht die Aufforderung an
jeden Grundbesitzer, binnen 14 Tagen 'bei der Gemeindebehoͤrde
den Antrag auf amtliche Vornahme der Flächenumrechnung zu
nellen und hierb i de Anzahl seiner Grund ücke anzugeben, worauf
das Weitere beschlossen und deröffentlicht werden wirß“

Berlin, 14. NRov. Reichskanzler Fürst Bismarck wird
morgen (Mittwoch) in Berlin erwartet.

Berlin, 15. Nov. Die offic oͤse „Provinzio! Correspondenz?
ichließt einen längeren Artikel über d'e Reichsjustizgesetze mit dem
Satze, die Summe der Bedeutung dessen, worüber der Reichstaq
mit den Regierunzen einig ist, sei zu groß und gewaltig, als daß
man es für mögilch halten sollte, daßz an den noch vestehenden
Deffererzen das Ganze scheuern lonne. Der Gewin für die
deutsche Nation bestehe nicht in diesem oder jenem einzelnen Punkte,
ondern in dem ganzen großen Werke. Wer auf dieses Ganze den
Blick richte, werde an die letzte Berathung mit der Ueberzeugung
und dem Willen herantreten, es müsse gelingen, darum werde es
gelingen.

Berlin, 15. Nov. Die Frage, ob Jemand, der widerrecht⸗
ich verhaftet worden, einen Anspruch auf Geldentschadigung aus
der Staatskasse habe, ist in der Reichs-Justiz- Commission schließlich
doch unerledigt geblieben. Sie sollte nämlich, nichdem em dahin
zehender Antrage der Abgeordneten Geinen und Gaupp abgelehnt
var, noch einmal in Erwägung gezozen Awerden, es ist aber nicht
Dazu gekommen. Inzwischen hat fich nun, neben bielen anderen

Autoritäten auch der deutsche Juristentag in seiner diesjährigen
Bersammlung zu Salzburg mit dieser Frage beshäftigt und di—
Berpflichtung des Staates, für widerrechtuͤche Verhaftungen Ent⸗
chädiaung zu gewähren, ausdrücklich anerkannt. Jedenfalls wird
»er Reichstag nicht umhin können, auch seinerseitz die Frage in
Erwägung zu nehmen, da, wie wir erfahren, von verschiedenen
Parteien des Hauses Anträge in diesem Sinne werden eingebracht
verden. Wir haben uns im Verlauf des letztoergengeren Sommers
an der Hand eines konkreten Falles, der die Unzuträglichkeit des
bisherigen Verfahrens in das grellste Licht setzte, für die Haftbar⸗
seit des Stacates ausgesptochen und konnten damals auf Grund
iner vom Vorsitzenden ber Reichs-Juftizkommission unterzeichneten
Zuschrift an die betreffende Persönlichteit, worin die Berüdsichtigung
)er in Betracht kommenden Rechtsfrage zugesichert wurde, nicht
nders als die Erwartkung aussprechen, daß die Kommssion voraus⸗
ichtlich die Verpflichtung des Staates in diesem Punkte anerkennen
vürde. Leider hat sich nun diete Erwartung nicht bestätigt; wir
volsen aber die Hoffnung noch nicht aufzeben, daß das Plenum
)es Reichstags diese durchaus becechtigte Fotderung nicht von sich
veisen, vielmehr eine Ergänzung in diesem Sinne zur Strafproz⸗ß⸗
rdnung beschließen weinde.

Es scheint, die Andeutung in der Thronrede daß unsere
Zandelspolitik bedrohte indusirielle Jateressen Deutschiands zu
chützen wissen werde, solle uun Gestalt annehmen. Ein⸗ Vorlage
st auegearbe'tet worden, welche die Ermächtigung des Reichstages
u eventuellen Maßregeln gegen den Mißbrauh, der mit den fran⸗
ösischen titres d'acquit à caution getrieben wird, in Anspruch
nimmt. Wenn Franut eich deese verschleierten Ausfuhrprämien, die
den Verträgen zuwiderlaufen, nicht alsbald aufheßt, soll der Zoll
uuf franzölische Weine erhöht werden. So berichtet.der Hannöversche
Zurier, dem wir die Verantwortung für seine Angab⸗ überlassen
nüssen. Unsere Schutzzöllner verlaage'n, daß die künftigen Handeis⸗
»erträge stets das Prine'p der Gegense'tigkeit im Auge behalten.
Ob ihnen aber mit dieser Art der Reciprocität gedient sein werde,
vollen wir dahin gestellt sein lassen; denn „jeder deutsche Mann
mag keinen Franzmann leiden, doch seine Weine trinkt er gein.“

Königsberg, 15. Nov. Die „Ostpreußische Zeitung“ ent—
hält eine Bekanutmachung der ostpreußischen Südbahn, daß nach
den Stationen der Kiew-Brester Eisenbahn und darüber hinaus bis
auf Weiteres nur Eilgutsendunzen zulässig seien.

Ausland.

Wien, 14. Nob. Das hodhoffiziöse Wiener Fremdenblalt
ichreibt: Europas Interesse erheischt gebieterisch die Erhaltung des
Friedens. Das Vorhandensein Eauropas werde derjenige Staat
erfahren, der zuerst aus der geschlossenen Reihe der Mächte hervor⸗
zrechend, seine Anschauungen dem Willen des aanzen Welttheils zu
ubstitniren vecsuche.

Wien, 15. Nov. Die Mittheilungen hiesiger Blätter über
angeblich erfolgten innigeren Auschluß Oesterreichs an England,
wvelchen eine gegen Rußland gerichtele Spitze gegeben wird, werden
fficizs als falsch ertiärt. — Ein Speyialbevollmäch! igter Oester⸗
reichs zur Conferenz ist noch nicht ernaunt; zugestimmt hat es zu
der Conferenz.

Wien, 15. Nov. Die heutigen Morgenblätter sind mit
Berichten über russische Rüssunger angefüllt. Tschernajeff wird nicht
nach Serbien zurückehren. — Dem „Pesti Naplo“ zufolge will
Rußland den Herzog von Leuchtenberg zumm Gouberneuer von Bul⸗
zarien einsetzen. (A. 3.)

Cardinal Antonelli. Ein römischer Correspondent der
Wiener „Presse“ theilt einige Daten aus dem Veben des verstorbenen
Tardinals mit, die um so interessanter, als sie bisher nicht bekannt
gewotden. So schildert derselbe des Cardinals Haltung während
der Flucht des Papftes nach Gaeta ganz anders als dies bisber
vekannt gewotden. Nach des Jesunen Liebel Aussaqe, der als
Diener verkle'det den Papst auf seiner Flucht nach Gaela begleitete,
atte Antonelli vorher gar keine Kenxiniß von der Flucht der
        <pb n="630" />
        Popfles; sie geschah also nichts weniger als wit seiner Einwilligung.
als der Wagen, in welchem Pius IX. entflohen war, bei Tages⸗
anbruch in Terracina die Postpferde wechfelte, trat ein bärtiger
Mann in einen weiten Mantel gehüllt an den Wagenschlag und
dab sich dem Papste als Cardinal Antonelli zu erkennen. Dieser
Zug von persönlicher Anhänglichkeit, der nicht ohne Gefahr gewesen,
rührne Pius IX. derart, daß er Antonelli einluz, mit ihm nach
Baela zu kommen. Zwei Tage spater lamen Antonelli und sein
Zruder Angelo verkleidet in Mola bi Gaeta au, wo sie in dem
Vasthause zum Giardinetto“ abslegen und einen Diener beauf⸗
tragten, sie bei der Gräfin Spaur anzukündigen. Diese Botschaft
galt dem Pagpfte, welcher in einem kleinen Stübchen wohnte, zu dem
dios der Jesuit Liekel Zugang hatte. Am nächsten Taze führte
Ferdinand, Koͤnig von Neapel, den Papst feierlich in die Festung
von Gaeta und der einzige Cardinal, der ihm zur Seite, war und
blieb Antonelli. Ju den mit den Mächten eröffneten Verhand⸗
lungen, welche Antonelli, zum Protosegretario die Stato einaunt,
mu der größten Klugheit und Ueberlegen eit führte, leistete Aato⸗
FJelli damals für Pius IX. unvergeßliche Dienste. Von diesem
Zeithunkte an durch beinahe dreißig Jahre stand Antonelli dem
Papfte in allen schwierigen Lagen zur Seite und wußte den schwie⸗
rigen Charakter Pius IX. zu behandeln. Seiner Familie auf das
Innigste ergeben und seinen Freunden unerschütterlich treu, war
Anlonelli weder geizig noch freigebig, unbeweglich in seinen Ansichten,
fireng gegen seine, Untergebenen, maßig in Sp eise und Schlaf, und
hinterlaͤßt er viele Feinde, so fehlen ihm auch nicht aufrichtige
Thränen.“ In einem Berichte des „Vollsfreund“ aus Rom über
die letzten Stunden Antonell's lesen wirz „Schon seit einigen
Tagen wachten die männlichen Berwandten bei ihm und so kam
i8, daß sie sich alle am Sterbebette besanden. Wenige Minuten
dor seinem Tode wollte der Cardinal noch mit seinem Bruder
iprechen, allein er hatte nicht mehr die Kraft dazu. Seine lebten
berstaͤndlichen Worte waren: le chiavo (oie Schlüssel), darauf schloß
er bie Augen, um sie nie wieder zu öffa⸗n. Antonelli wucde in
dem geheimen Confsistorium am 11. Juni 1847 vom Papst Pius
L. zum ersten Diacon von Sta. Maria in Via Lata, zum Com⸗
meabatorio von Sta. Agoatha, zum Präfecten der apostolischen
X Prafecten der lauretanischen Congregation ernannt.
Ee bueb bis an sein Lebensende Diacon; die Priesterweihe hat er,
eine seltene Ausnahme unter den jetzt lebenden Cardinälen, nicht
empfangen. 3— *
FIndon, 14. Nov. Die ofsizielle Beitrittserllärung Oester⸗
reich zur vorgeschlagenen Conferenz ist gestern eingegangen.
Konstanltin⸗opel, 16. Nov. Gulem Bernehmen nach sind
setzt alle Mächte bezüglich der Conferenz einig, deren Arbeiten Ende
dieses Monais beginnen sollen, Die türk'sche Regierung hat zwar
einige Einwendungen erhoben, doch glaubt man, daß sie solche auf
dringendes Anrathen Englands fallen läßt.
vgratau, 15. Nov. Polizeiplakate in Warschau verbieten
das Zusammenstehen auf den Straßen. Die Proklamation des
Belagerungszu: standes für Russisch Polen ist bevorstehend. Die ruf⸗
sischen Bahnen haben den Frachtverkehr eingestellt und überall
finden großartige Truppentransporte statt. Die Südarmee wird
450,000, die Weichsel rmee 3530,000 Mann zählen. (Fikf. Z.)

Warschau, 14. Nov. Die Rüstungen fangen an, ihren
hisherigen vorbereiten den Charakter zu verlieren; die parielle Mo—
bilisirung dee Armee hat thatsächl ch degonnen. Den hiesigen Oifi ·
zierkreisen ist Mittheilung gemacht, daß d'e Mobilmachunge⸗Ordre
dieser Tage erscheint. Die Gestellungsorte der Neservisten werden
schon amtlich belannt gemacht. Im Odessa⸗ und Kaukasus-Bezirk
Perden Reserven und Landwehr bereits einberufen. Die nächstjäh⸗
rigen Rekruten müssen sich noch in diesem Jahre stellen. — Zwei
poinische DoamenLehrinstitute sind hier wegen „nationaler Regun⸗
hen“ geschlossen worden.

In Warschau wurde durch Polizei⸗Placate das Zusammen⸗
stehen auf den Straßen ve boten. Man ergcuartet, daß demnächst
jur ganz Polen der Belagerungszustand verlündigt, wird. — Nach
der IFr. Zig.“ ist am 14. d. Abends in London ein russischer
Fabinelscutiet mit einem Brief des Caar an die Königin Victoria
angelommen.

Peterbburg, 15. Nov. Der heutige „Staatsanzeiger“
dertündet nunmebr das Vecbot der Pferdeausfuhr über die westliche
und südliche Grenze.
Fermischtes.

pSt. Ingbert, 17. Nob. Wie aue dem deutigen Infe⸗
ratentheil ersichtlich ist, gibt der hiesige Musikverein nach lang erer
Pause wieder ein Lebenszeichen von sich, aber auch ein so kraͤsnges,
daß man witklich erfreut davon sein kann. Derjelbe führt namlich
zur Feier des Cacilientages am Sonntage, den 86. ds. die Kip⸗
erische Operene: „Der Quacksalber oder Dr. Sägebein und sein
Famulus“ auf und hat hiezu das berühmte, aus 20 Mann be⸗
Jehende Kaiserslauterer Stadt⸗Orchester unter Leitung des Herrn

en

Burthardt engagirt. Es steht den Mitgliedern demnach ein rech
enußreicher übend in Aussicht, der für die verflossene Ruhepause
zew'ß reichlich entschädigen wird 5ein Ball wird die Feier schließen.

Bei dieser Gelegenheit sei noch erwäahnt, daß obgenanntes
Dechester am Samstag, den 25. ds., Abends von 8 Ubhr ab im
Dberhauser'schen Saale ein Concert geben wird, zu dem jeder Ein⸗
rrittzahlende Zutritt hat. Die Burkhardt'sche Kapelle steht von
der Synagogea⸗Einweihung her noch in so gutem Audenken, daß
an einem starten Vesuche des Concertes daher auch dieses Mal
nicht zu zweifeln ist. J J

7 Kaiserslautern, 15. November. Gestern Abend fand
jni der Hoffmann'schen Wirthshaft eine äußerst zahlreiche Versamm⸗
ung h'esi ger Milchhändrer statt, uni zu berathen, was gegenüber
)er von den Viehbesitzern beabsichtigten H naufschraubung der Milch⸗
zreife u thun sei. Nachdem darauf hingewiesen wurde, daß z. B.

n der Gegend Neustadt und anderen Gegenden die Milch einen so
zill gen Preis hat, daß man sie mit Vortheil von dort beziehen
aun, nachdem ferner namentlich darauf hingewiesen wurde, daß
»ꝛe Zeit des „Aufschlagens“ vorüber und daß ein jeder heute
hnehin schon schwer unter dem Drucke der Verhältnisse seufzt,
inigte man sich dahin, die Milch nicht zu 20, sondern zu 18 Pfg.
per Liter zu verkaufen und sich nach anderen Bezugsqeuellen umzu⸗
hun, falls die Producenten von ihren hohen Forderungen nicht
bgehen. Uebrigens scheinen Letz re nicht ganz einig zu sein, indem
in der Versammlung constatirt wurde, daß einige Lieferanten zum
ilten Preise fortliefern, andere nur einen unwesentlichen Presauf⸗
chlag verlangen. Schließlich wurde den Hausfrauen empfohlen, sich
zadurch recht thatkräftig an dem Widerstande zu betheiligen, daß sie
hren Bedarf nach Möglichkeit reduciren, indem haupisächlich die
)erm'nde te Nachfrage im Stande ist, die Preise zu drücen. (Pf, V.)

Otterberg, 14. Nos. Bei der heute Vormitta statt⸗
gehabten Versteigerung der in L'quidation befindlichen Leinenzwirnerei
ind Weberei wurde em Gebot gethaun, auf das auch der Zuschlag
erfolgte. De gesfammten Fabrikanlagen mit all m Inventar wurden
»on Sigismund Kohn⸗Speher aus Frankfuct a. M. um 119,8375
Mark ersteigert. Für etwaige Nachgebote ist eine Frist von acht
Tagen eröffnet, nach welcher Zeit der definitioe Zuschlag erfolgt.
Da der bisherige Geschäftebetrieb der Leinenzwirnerei sich als wenig
ruchtbringend erwies, düefte wohl die Anlage und der Betrieb
ines anderweitigen Fabrikationszweiges beabsichtigt sein.

Haßloch, 14. Nov. Eine Bande frecher Wuddiebe macht
ur Zeit unsere Gegend unsicher. Nachdem erst vor einem Monate
in Kampf iw'schen ungefahr 4 vermummten Wildschützen und
einem Jagdhüter einem der Spießgesellen das Leben gelostet, wurden
vir heute früh durch die Nachricht erschreckt, daß die verbrecherische
Fagdleidenschaft wieder zwei Menschenleben gefordert habe. Im
Felde bei der Pfalzmühle fand man heute Morgen gegen 8 Uhr
zurch die Stirne geschossen den Leichaam des braven Waldhüters
Zandrich, und bei der Brücke dortselbst den tödtlich in die Bruft
eschossenen Jagdrüter Scholl, deide von hier. Scholl, welcher noch
prechen kann, soll zwei der Wildschützen erlannt haben, von denen
iner ihn meuchlings, ohne anzurufen, geschossen habe. Nach seiner
xrzählung soll Handrich die feige fliehenden Lumpen sofort muthig
zerfolot haben, wodei er niedergeschossn wurde. Die That geschah
jestern Abend 6 Uhr. Verlässigen Mittheilungen zufolge sollen 8
Fußspuren, außer der des Handrich, in fraglicher Gegend durch
zas Feld gehen. Die deiden vor Scholl Bezeichneten sind bereits
in Gewahrsam; hoffentlich gelingt es auch, die übrigen Strolcht
uus,umitteln und der Hand der Gerechtigkeit zu überanmworten.

F Neustadt, 15. Nov. Ueber das schreckliche Haßlocher
Drama erfahren wir noch Folgendes: Der gelödtete Waldhüter
andrich hat 28 Schiote in's Gesicht, bez. in den Schädel erhalten
ind sind ihm beide Augen voöllig ausgeschossen. Der Schlag⸗ und
Waldhüter Michael Scholl erhielt die ganze Schrotladung in Bruft
ind Unterleib. Die beiden Männer lagen 57 Schritte auseinander.
Als die Thäter hat Scholl zwei frühere Jagdhüter, Georg Brand
ind Phil. Jac. Ziegler, bezeichnet. Sie sind beide verhaftet und
)em Bezirksgericht Frankenthal vorgeführt. Bürgerʒtg.)

fF München, 15. Nowp. Zur Umwechslung der außer Kurd
zesetzten Zweithalerstlückeund Eindrittelthalerstüc
eutschen Gepräges werden die sammtilichen k. Kreiskassen, die b
Rentämter und in den rechtsrheinischen Regierungabtzirken auch di
k. Haupt⸗ und Nebenjzollämter bestimmt. Auch find diese Münzen
sur Zahlung bei den übrigen Staatslassen einschließlich der Zoll—
jassen, der Aufschlageinnehmereien und der Kaffen der k. Verkehrs
unstalten, während der dreimonatlichen Einlösungsfrift anzunehmen
hon der Annahme der Zahlung und Umwechslung bleiden aus—
zeschlossen die durchlöcherten und anders als durch den gewöhnl chen
Amlauf im Gewichte verringerten, ferner die verfälschten Münzstüce

F Nach amtlicher Meldung ist in der Nacht des 12./13 Nov
zurch Sturm die Telegraphenlinie Heidelderg-Wiesloch total umge—
srochen. 140 Stangen sind auf dieser einen Linie umgeworfen.
avon 60 zerbrochen. Die Wiederherftellung is mu 50 Arbeitern
        <pb n="631" />
        im Bange. Auch au der Main-Reckar-Bahn sind ganze Stangen⸗
reihen aus der Erde gehoben. Dersetbe Sturm hat in Ostfriesland
sümmtliche Leitungen! zvischen Emden und der Nordseeküste gestoͤrt;
auch von Bremen und Oldenburg werden weitgreifende Störungen
gemeldet. I

— Die Schillerstiftung Augsburg derleiht ein Spipendium
von 200 M. au einen jungen Mann, welcher durch besondere
Leistungen auf dem Gebiele der Poesie oder der deuischen Literatur
fich auszeichnei.

Fe In Wimpafing bei Wasserburg starb der 90jährige Ve—
eran Austragsbauer Feichtt, derjelbe hatte den Feldzug in Ruß
land und den Uebergang über die Beresina mitgemacht.

F Der Name Schiller. Bekanntlich ist der in Graz lebende
penfionirte 1.k. Vajor Freiherr v. Schiller, der Enkel Schillers,
der letzte Träger dieses Ramens, da keine männliche Nachkommen⸗
schaft des großen Dichters weiter exist ri und der genannte Major
kinderlos ist. Der gegenwärtig in Wien anwesende Freiterr von
Gleschen Rußwurm, aleichfalls ein Enkel Schellers mütterlicherseits,
hat nun, wie dem ‚W. Fremdbl.“ mitgetheilt wird, um den Namen
Schiller in der Familie ju verewigen, seinem ältesten Sohne den
Vornamen „Schiller“ gegeben und gleichzeitig bestimmt, daß in
seiner Nachlommenschaft, der freiherrlichen Familie Gleichen Rußwurm,
stets ein männlicher Sprosse auf den Namen Schiller getauft werde.
F Ein derr, der für zin berühmtes Bijouter egeschäft in Pforz⸗
heim reist, erregte durch seine bostbaren Br'llantringe in einem Hotel
zu Glogaugerechtes Aufsehen. Ein anderer Hert, von elegantem
Aeußeren, ließ sich, indem er laut seine Bewunderung äußerte,
dieselbe zut näheren Ansicht zeigen und gab Fe alsdann weiter —
aber wer beschreivt das Erstaunen der Tischgenossen, als ein werth⸗
doller Ring plötzlich verschwand und nicht mehr aufzufinden war.
Endlich nach langem Suchen präsentirte der elegante Herr mit ver⸗
schmitztem Lächelu das Kleinod dem bestürzten Eigenthümer mitten
in eine Semmel hineingebacken. Die allgemeine UNeberraschung Aegte
sich erst, als der elegante Herr sich vorstellte, als Herr — Bellachini.

FStraßburg, 11. Nov. Die Industriellen von Mühl⸗
hausen haben dem Oberpräsidenten auf an sie gestellie Anfrage er⸗
widert, daß sie sich an der Pariser Weltausstellung im Verein mit
der deutschen Judustrie nicht betheiligen wernden. —

Die Ergebnisse der letzten Vollszählung vom 1. Dezember
p. J. liegen nun im amtlichen Berichte vor. Die orlsanwesende
Bevolkerung bettug am 1, Dezember 1875 nach Staaten und
Propinzen:

18. Preußen . 3200.,484
D. Brandenburg. 3, 132, 483

c. Pommern .. 262,310

d. Posen... 1,608,956

o. Schlesien .. 3,851,960

f. Sachsen.. 2171,858

g. Schleswig⸗Holßein 1,026 004

hb. hannober .. 2,018,868

j. Westfalen.. 1,907, 195

K. Hessen Noassau 14469,902

J. Rheinland .. .3,807,120
m. Hohen;zollein... 66,614
VBayern355024, 832
Sachsen. 27760,8342
Würtlemberg..48815505
Baden... 5306,531
dessen... 882,349
Necklenburg⸗Schwerin. 553. 843
Sachsen⸗Weimar... 22.,833
Mecklenburg⸗Steelitz .. 95 648

. Oldenbura. 292.933
. Braunschweigg.. 427, 493
12. Sachsen-Me:ningen .. 194, 494
13. Sachsfen⸗Altenburg .. 35,844
4. Sachsen⸗Coburg · Gotha. 182,673
5. Anhaltt. 2113,.989
16. Schwarzburg-Rudolstadt. 76,676
.7. SchwarzburgSondershausen 67.480
13. Woldekt.44673
19. Reuß ältere Lnie .. 46, 975
20. Reuß jüngere Linie 92,375
21. Schauniburg-⸗Lippe 32 941
22. Lippe.. 14 254
23. Lauenburg.. 48.808
24. Lübeck.... 566,912
25. Bremen... 143 645
26. Hamburg 388,618
27. klsaß ˖ Lothringen. .. 1,624,4068
Deutschet Reich Summa 42,756;910

Qactlsruhe, 15. Noobr. In der Presse wiad heftig
Alage geführt über schamlose Beraubung der Weintransporte auf

J

der Eisenbahn. Die Arf der Ausführung dieses Diebstahls —
lussaugen der Fässer durch einen Gummischlauch, der regelmäßig
m Faß gefunden wird, weist auf ein förmliches System, eine or⸗
anifirte Indastrie hin. Die Behörde hätte- olle Veranlassung zu
ttengen Rachforschungen. — In vergangener Nacht wurden auf
»em Frankfuct⸗Baseler Nachtschnellzug zwei Kisten mit zusammen
20. 000 M. baarem Geld gestohlen. Eine der nach Säckingen be⸗
timmten Kisten fand man heute leer zwischen hier und Beiertheim.
xs scheint, daß das Zugspersonal compromitt'rt ist. Wenigstens
vurden unter demselben Verhaftungen vorgenommen.

—7 Durch bdorgängige Bestellung einet Woare Seitens des
Zäufers oder Verläufsers wird, nach einem Erkenntniß des Obe r⸗
Tribunals vom 13. Ottober d. J., zwar das Erfotderniß eines
oltzeilichen Legitimationsscheines zum Gewerbebetrieb im Umher⸗
ehen, nicht aber die Sieverpflichtzeit eines derartigen Gewerbe⸗
hetriebs generell ausgeschlossen. „Der Z 5 des Hausirregulativs
pricht vielmehr die Steuerpflichtigleit des durch Aufkauf zum Wieder⸗
jerkaus im Umherziehen beiriebenen Viehandels unbedingt und ohne
Züchsicht auf eine eiwa vorauegegaugene Bestellung seilens des Käu⸗
ers oder Verläufers aus.“

p Quischkte ausgewandert. In Nr. 264 des Reichs-Anzeigers“
vird unter niehreren Reservisten und Landwehrmännern, welche ohne
dehördliche Erlaubniß ausgewandert sind, vom königlichen Kreisgericht
in Stolpe durch öffentliche Vorladung verfolgt; Der Landwehr⸗
nann Wilhelm Jacob Kutschtle ans Schönwald, geboren am 24.
Japuar 1847. Kutschke, Kutschke, wohin bist Du mit Deinem
hatriotismus gekommen und wo gedentst Du in Zukunft ‚im Busch
jerumzukrauchen ??. Ist das wohl ein Benehmen für eine welt⸗
erühmte historische Persönlichkeit?

.Am Fuße dieses.“ Dire „Leipziger Nachrichten“ erzählen
olgendes kleine Vorkͤmmniß, welches sich vor einigen Tagen dort
reignete: Ein Spediteur hat einen alten. im Ganzen wohl brauch⸗
aren, aber ziemlich beschränkten Rollknecht im Geschäft. Derselbe
—X
uholen gibt, so auch im letzten Falle. In dieser Nachricht fehlte
ber der Name der Firma, zu welcher ein Waarenstück gebracht
verden sollie. Aus diesem Grunde schrieb der Spediteur ein Paar
Zeilen an die betreffende Bahnverwaltung, laut welchem dieselbe den
stamen der Firma dis Empfängers „an Fuße dieses“, also am
intern Rande des Papiers, vermerken solle und übergab den Zettel
iffen seinem Rollkuecht mit dem Bedeuten, nach der Bahn zu gehen,
ich die Waaren nebst Adresse aushündigen zu lassen. Der Knecht
geht damil bis vor die Thüre, liest den Zettel, siutzt und sieht fich
berwundert jseine — Stiefel. Er schüttelt wiederholt den Kopf
and kommt darauf zurück zu seinem Chef, und fragt diesen ganz
bderwundert, indem er auf sene Aufschlagstiefeln deutet: „Da sulln fe
mersch wuhl uf de Stewweln schreibn?“ Der Prinzipal häli diese
sonderbare Frage für einen schlechten Wiß seines biederen Rolllnechts
ind heißt ihn sich schleunigst sortrollen. Rachm'ttags kommt der
Herr aber auch auf die Bahn (baherische) und hier erzählt man
ym, daß man nicht gewußt habe, was mit dem alten Rollknecht
mnzufangen fei, derselbe habe mit aller Gewalt verlangt, man solle
chm den Namen jenes Waarenempfängers „uf de Stewweln jchreib'n“;
—XD
sich heraus, daß der guie Mann in der That dies im vollen Ernst
gemeint hatte, da er den Passus „am Fuße deeses“ nicht anders
gu denten wußte.

F Finderlohn. Eine arme Frau in Luzern, die einea
Beutel mit 200,000 Fe. Inhalt an Banknoten dem Eigenthümer
desselben zurückbrachte, erhielt von diesim 20,000 Fr. Belohnung.

k* Rußtzland hat neben seiner Kriegsaufregung wieder einen
ener scheußlichen Prozesse erlebt, die ein grelles Streiflicht ouf
einen Kulturzustand werfen. Der jüngfte große Prozeß gegen die
Sekte der Skopzen ist, wie der Odessaer Anzeigen aus Melitopol
nildel, jetzt veendigt worden. Von din 128 Angeklagten sind die
daupischuldigen „der Erlöser“, die Jungfrau Marias, der „Prophet
clias? und Andere zu sechsjähriger Zwangsarbeit in den Berg⸗
verken Sibiriens, die Uebrigen zur Deporlanon verurtheilt. Frauen⸗
wyerr unter 24 Jahren müssen ihre Strafzeit in Klosterhaft ab⸗
büßen.
Dienstesnachrichten.

Die neugegründete dritte Stadipfarrstelle in Kaiserslautern ist
dem Pfarrer Philipp Heß in Jettenbach verliehen worden. Zum
Privatvicar in Essin en wurde Candeidat Oster, zur Zeit Pfatrver⸗
weser in Nußdorf, ernannt.

Der Regierungsaccessist in Speyer Th. Vaillaut wurde zum
Fr'edensrichter in Deuze ernannt.

Der Stud'enlehrer Jos. Gallenmüller von Aschaffenburg wurde
um Professor und die Lehramtscandidaten Heibelnnd Englerih zu
Asfistenten am humanistischen anasum zu Speyer ernanni.
e Der Lehrer Jat. Sdrod don Clausen wurde zuu Lehrer der
ath. Schule zu Voalliheiler der Lehrer an der unteren Schule zu
Gurrweiier, X. Riester, jum Lehter an der kath. Schule zu Freins
        <pb n="632" />
        heim, der Schulderweler Aug. Albert von Neuhemsbach zum Schul—
verweser an der unteren prot. Schule zu Ellerslodt, der Schulver—
weser P. NKnauber in Erfenbach an der kath. Schulverweserstelle zu
Börrstadt ernannt.

„Vor uns liegt in enem einfachen aber ansp echenden Ge⸗
wande ein alter, lieber Hausfreund, der uns schon in unserer
frühesten Kindheit vom Weihnachtstische mit hellen freundlichen
Augen anblickte und, mit Jubel empfaugen, des Kindes Geist und
Gemüth dauernd zu fesseln wußte. Es sind „W. Hey's Fabeln
mit Bildern von O. Speckter“, (olha, Friedrich And eas
Perthes; 2 Boe. a Bd. in großer Ausgabe M. 3. 30, in kleiner
Ausgabe M. 1. 50), ein in seiner schlichten Einfachheit und in
seinen die veraltenden Geistesformen wahrhaft classisches Kinderbuch
Wenn der selige Verfasser dieses Jugendschates, der schlichte Pfarre

oon Ichtershausen, wüßte, wie viel Dank ihm im Geisie für sein—
Babe von den Eltern gespendet worden ist und wie viel Freude
ir den Kindern mit seinem Fabelschatze bereitet hat und immer
bereiten wird, darn hätte er wohl ein Recht, von sich sagen zu
dürfen: Ib habe gewitkt nach bestem Wissen und Gewffen; aber
daß ich dieses Büchtein für die Kleinen schries, ist wohl eines
Menschen Leben werth!l — — Draußen stürmt es und der Regen
schlägt rauscheud gegen die Feufter, es ist traulich am warmen
Dien; bald werden Dächer und Straßen die weiße Schnee hüll e
hragen und das Christtird wird wieder bei uns einkehren. Die
Kinderherzen schlagen ihm schon jetzt erwartungsvoll entgegen; wer
den Klesnen nicht allein eine große Freude bereiten, sondern auch
die ersten Samenkörner geistiger Erziehung in die jungen Herzen
streuen will, der lege Hey's Fabeün“ in die kleinen Hände
— er wird sehr bald die juncçe Geister-Saat aufgehen sehen.
(Thüringer Heusfreund 1875, Rr. 46.)

Vorein.
roIn.
Sonntag, 26. Nov. I820 4bends präücis S Ubr
im Oberhauser'schen Saale
wird zur Feior des Ccilientages aufgefũhrt:
rν err
oder:
Dr. Sägebein und sein Jamulus.
Operette in 1 Act von H. Kipper,
mit Begleitung des aiserslauterer Stadtoreéehesters
(20 Mann).
Jierauf:
..

Musik-

Hanf-Couverts,
mit jeder beliebigen Firma be⸗
druckt, sind bellig zu haben in
der. Druckerei von

F. X. Deméetæ.

Magen- und Darm⸗

katarrh

oder chon sae Verschleimung der
Verdauungs-Organe und deren
so zahlreichen Neben⸗ und Folge⸗
leiden werden mit bestem Erfolge
gründlich gebeilt. Krauke dieser
Art wollen nur so viel Ver⸗
hrauen fasseneund alles Nähere,
owie die zahlreschen Ulteste,
deren Aussteller nicht öffeutlich
zenannt sein wollen, gratus u.
iranco in Empfang nehmen.
Heide (Hotstein.

J. 4. F. Popp.

Herrn J. J. F. Popp, Heide
Holste n).

Ich kaun nicht unterlassen und
Ihnen mittheilen, daß ich die
bon Ihnen erhaltenen 3 Sen⸗
dungen Pulvert mit Zoijchen
pausen, aber sonst gauz nach
Vorschrift genommen und JIhnen
bestes Yesultat zustelen kann.
Vene chronische WW
Magenverschleimung
ist gespoen, und mein Befiuden
in so, wie seh es set 10 Jahren
nicht mehr war, ich bin gern
bereit, Ihnen auf Verlangeneen
Attest zuzusenden und meinen
wätmsten Dant anzufügen u. sw.

Stra-bing 456 (Bahera), 22.
Febt 1876.

Ludwig Mayer, Privalier.

Nit durchsichtige, ader wirtlich

gehattvolle
Universal
CIyoerinseifen.

Von Autornäten geprüft und

als vorzüßlich befunden. Diese

Seifen, aus ganz gereinigtem

Hlycerin und Fett bereitet, sind

bbei längerer Anwendung) das

wehlthaͤtigste und unfedibarfie

Pirtel gezen rauhe, spröde und

tcanthafie Haut. Sie verleiht

übechaupt derselben die größte
Zartheit und klace Weiße Die—
selben sind durch ihren hohen
G!yceringehalt vollstaändig neutrol
und enthäll keine Spur mehr
der geringsten Schärfe, deshalh

besonders zum Wuaschen für
rinder, offene Wunden und bei
derletzter Haut sehr zu empfehlen
Durch ihre Billigkeit und natür—
lichen, angenehmen Geruch ind
dieselben allen anderen Seißen
porzuzieden und für Jedermann
zum allgemeinen Gebrauche zu
empfehleun. Preis per Stüch 15
20 und 30 Pfg. Fabrik von
2. P. Beyschlag, Augebuig.
Alleinige Niederlage bei Herrn
J. Friedrich, St. Jadert.

Motio: Ihr hab
das Gute so nahe!“
dpitzwegerich-
daft
allerhöchst ianctionirt; rühm—⸗
l.ast bekannt, lieblich zu
nehmen, das sicherste, gewiß
quch danfbarste Mittel, gegen
Brust Hals und Lun
genleiden Brouchial⸗
verschleimung Husten
Catarrh ꝛe. r⁊c.
Die Resultute sind über—
raschend.
Mit Gebreuchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1 M.
und 1 Mart 50 Pfe. in
St. Inabert dei Joh.
Friedrich, Zweibrücken
bei W. Al. Seel, Hom—
burg i./Pf. dei Wilh.
Simon Oberwürzbach
dei J. Luck aad in der
Fabrik von —XRXLX
Dettelbach a. M. dei
Würzhurag.

vis wird dringend darauf aufmerksam gemgoent, dass

schulpflichtige Kinder unter 16 Jahren

beinen Zutritt haben und strengstens abgewiesen werden.
LeTVOrStAan d.
»(.L. 23
Ergebene Anzet;.
ævir Unterzeichnele beehren uns ergebenst anzuzeigen, dap unsere
Geschäfte, näͤmlich das
Karroussel und die Schaubude
am Mühlened noch über Sonntag geöffnet sind, wözu höflhschst
einladen 2Die Befitzer
Muüller u. Völzel.
23383238
2323882
* * *
252
3233
282*
28222
82538
. 5272338
125
—
——
355833
——— 28
15525
22——5
233338
325222
8* 2 2359
W*7—8*
2 525
73* 5
222232 8
—52 85* 28
* 224
—— — 82
5 5560 2535 23

Allgemeine
Rechnungen
n (ohne Namen)
in s, Ua u. u Bogen sind
vortäthig bei
* X. Demetæa.

Geschäftsvermiethung
Die Wohnung im untern Stod
des Pel. Schmidi'schen Hauses
neben der kath. Kirche, welche
Heinrich Weisgerber bisber be—
wohnle und eine Metzgerei
mit bestem Erfolg darin detrieben,
ist, bis 1. Jan. 1877 beziehbar,
zu vermiethen durch
Peter Lang,
Bäcker und Wirih.
r Gehörleiden, — —
Taubheit heilt sicher und 22*
gründlich, wenn nicht angeboren, Makulatur, J
F·. Icatienoel, mihrere Centner', werden abge—-
in Ahaus, Westfalen. geben in der Druͤckerei deB

aänner jeden Alters,
welehe an den traurigen Fol-
gen der Selbst'eflackung und
geheimer Ausschweifungen lei-
den, strecken nicht mehbr ver-
gebens die Hand nach Hülfe
aus. Das berühmte Original-
Meisterwerk „der Jugendspie-
gel,“ für 2 Mark zu beziehen
von W. Bernhardi, jetzt in
Dresden-Blasewitz, zeigt ihnen
den Rettisgsweg.

3nmmi vbrer. in den rert
edruckten anatom, Abbiid.,
reis 1 Mart; erschtenen bei
ichters Verla tanstalt in
ꝛeipzig, ist in — allen Suß
andlüngen Wae Die set
rzügliche Wert lann allen
ranten, gleichviel an welcher
Zrankheit leidend, umfomehr
Minen end werden,
als Sas betreffende, Hellverfah⸗
ren stich ale —RB
hat, whie die in dem uche ab⸗
gedruckten eheeew laͤnzen⸗
den Atteste —
Saltion Druck und Verlag von F. x. Demeß in St Ingdẽrt
        <pb n="633" />
        St. Ingberler Anzeiger.

dir St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblati. ESonntags mil illustrirter Eel⸗

lage), erscheint wöchentlich vViermal: Dieustag, Donxerstag, Samstag aund Sonntazg. Der Ab⸗unementzpreis belrägt vierteljährlisch

l Mark 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

— — — — ⸗

M 184. Eonntag, den 10. November — 1876.

Deutsches Reich.

Mänuchen, 16. November. Die unter dem Vorsitzze des
Staatsmen sters v. Lutz im Laufe dieser Woche statigehabien Be⸗
rathungen des durch die Reckoren mehrerer Gewerbeschulen verstärkten
Obersten Schultathes über eine neue Organisation dieser Schuleun,
nd gestern Abend zum Adschluß gelangt. Es ist, wie wir vernehnen,
die Absicht der Staatsregierung, die sämmtlichen Gewerbeschulen des
Zandes in sechscursige Realschulen, die von Schülern vom 10. bi⸗
zum I6. Sesensjahre besucht werden können, umzubilden, und es
vperden Vorlagen hierüber den Laudräthen in deren bevorstehenden
Bersammlungen gemacht werden. ,

Berhin, 16. Ros. In det gestrigen Sitzung der nalional⸗
ibetralen Fraction des Reschstagen wurde nahezu einstimmig be⸗
chlofssen, den Borschlägen der Reichsjustizklommitsion bezüglich der
Frage der Haudelsgerichte beirutr-ten; ferner sprach sich die Fration
ur die eventuelle Pnbloc-Annahme des Gerichtsverfossungsgesetzes
uus; ferner trat, dem Vernehmen nach ait großer Medhrheit, auf
dringende Becfücwortuug der daherijschen Frackionsongehörigen, dem
Zommissionsbeschleß wegen Berweisung der Preßvergehen vor daß
Schwurgericht beee.

Berliu. Der Entwurf des Patentischutzgesetzes soll, sobalb
er von dem Bundesrathe endgültig angenommen sein wird, durch
jen Reichsanzeiger veröffentlicht werden, damit die weitesten Kreisfe
ch darüber zu äußern, im Stande sind. Vermuthlich werden auch
die Molive, welche dem Entwurfe zu Grunde liegen, gleichzeitig
nit veroͤffentlicht.

Rach dem Beschlusse dee Justizlommission sollen Kammern für
handelssachen auch an Orken ihcen Sitz haben önnen, welche kein
dandgericht haben. Die Kommission ist der Ansicht, daß damit
dem wirklich vorhandenen Bedürfnißß vollauf genügt sei, während
die Vertreter des Bundesraths, insdesondere der preußische Juftiz-
minister, noch immer Bedenken geltend machen. Den Mitgliedern
des Reichssstags seid auch noch die Verhandlungen der außerordent⸗
lichen General Versammlung des Deutschen Handelslages vom 29.
Mai 1875 jugestellt worden.

Berlin, 16. Nod. Die Frage wegen der Theilnahyme
Deutschlands an der künftigen Pariser Industrie⸗Ausstelluung nimmt
imwer mehr eine akute Form an. Die Gegenjätze platzen, wie
x scheint, in den maßgebenden Kreisen auseinander und die Folge
zapon sind eigenthümliche Gerüchte, welche als seltsame Blaßen in
Patis an die Oeffeutlichkeit treten. Unser Pariser Spezial Corre⸗
pondent sendet uns darüber folgende telegraphische Meldung:

.Das in Parifer Blättern verbreitele Gerücht. Deutschland
dabe bereitt amtlich der französischen Regierung notifizirt, daß es
ãch weigere, die Ausstellung zu beschicen, ist einfach Erfind 1ug.
Da dem deutschen Bundesrath noch nicht einmal eine Votlage über
diese Angelegenheit zuging, ist Niemand im Siande, die Entschließung
der deutschen Reichsregierung schon heute zu charalterisiren. Den⸗
roch ist es schlechterdings Thatsache, daß die letzten Berichte des
VBicomte de Gontaut-Biron an Herzog Decazes einige Zweifel durch⸗
zalicen lassen über die Geneigtheit Deutschlande, sid an der Aus⸗
dellung zu detheiligen.“

Die Weltgeschichte ist nicht ohne einen gewissen Humor. Früher
lickte man bei uns jeden Augenblidck ängstlich nach Paris und fragte
dei jeder Kleinigkeit, was wird Frantreich dazu sagen! Heute
scheint das Ungekehrte ber Fall zu sein und es stünde uns übel an,
uns darüber zu beklagen. GBerl. Tobl.)

Wie die ollwöchenlllch im „Centralblatt füt das deuische Keich“
veroͤffentlichten Uebersichten über die in den deutschen Münzstätten
zatigehabten Ausprägungen von Reichsmünzen deweisen, ist schon
seit geraumer Zeit die Prägung von Einmarkstücken eingestelll. Am
i. Nobember wacen deren 113,512, 165 Stück vorhanden. Da⸗
zegen verlassen immer mehr Zweimarkstüce, die beim Püblikum
chnell beliebt geworden sind, die Münze. Am genannten Tage
vaten schon für 54,944,904 Mark geprägt, also für beinahe den⸗
selben Betrag, wie silberne Fünfmartstücke. non denen nech mehr⸗

*

*— *

jähriger Ausprägung für 69,936,655 Mark vorhauden waren.
Bon einer Ausprägung goldener Fünfmarkstücke ist, trotzdem sie
neuerdings im Reichstage und in der Presse wieder gefordett ist,
n Münzkreisen nicht die Rede. Ueberhaupt hat man in letzter Zeit
die Fabrikation von Coldmünzen wesentlich beschränkt. In der
Woche voin 29. Oktober bis 4. Rovember ist unter den neuen
veutschen Münzstätten nur. in Darmstadt ein kleiner Betrag aus⸗
geprägt worden: 300,000 Peaut in Krogen. Damit hat die Ge⸗
ammtoaus prägung von Gold den Betrag von 1,429,647,280 M.
erreicht, aiso ziemlich genau 33 M. auf den Kopf der Bevölkerung
des deutschen Reichs, die nach der letzien Volkszaählung im Dezember
des vorigen Jahres 42 726,844 Scelen betrug. Die Silber Aus-
Nägung hat mit 345, 404, 288 M. die ihr im Reichsmünzgesetz
nit der zehnfachen Zahl der Bevöllerungsziffer gesetzte Grenze noch
auge. nicht erteicht und auch die Nickel⸗ und Kupferausprägung
st mit 34,8386887 verw. 9, 268,800, zusammen also 44, 1050 687
M. noch weit under dem gesetzlich bestimmten Moximum der Zip-
achen Bevöllerungtziffer geblieben. Daß die Regierung überhaupt
noch die Ermächtigung nachsuchen werde, füt 15 Mark Silber pro
dopf der Bevdllerung ausprägen zu lassen, wird hier allgemein
ezweifelt; daß wenigstens denr gegenwärtigen Reichstage keine Vor⸗
age dieses Sinnes mehr zugehen wetde, gilt als sichert.

7 Aetan

London, 16. Nob. Der Globe“ meldet aus sicherer doch
nicht offizieller Quelle, daß 21 Bataillone Infanterle, J Kavallerie⸗
stegimenter und 80 Kanonen bereits ausgewätt find, um nach dem
Orient (wohint) zu gehen falls die Regierung die Einscheffung
azͤthig erachte.

London, 17. Nov. Die Morgenblätter melden: Im Ar—
senal von Woolwich ist der Befehl des Kriegsministers eingelaufen,
bon jetzt ab wöchentlich zwei Millionen Gewehrpatronen anzufertigen,
anstatt der bisher üblichen halben Million. In allen Departements
des Arsenals herrscht rege Thät'gkeit. In Devonport werden die
Panjerschiffe Cyclop? und „Hydra“ sosort in Dienst gestellt.

Petersburg, 16. Nob. Bei der gestrigen Truppenrevue
agte der Kaiser zu den ihn amgebenden Geuerälen und Officieren:
„Meine Herren! Wunschen wir dem Oberst Commandirenden den
desten Erjolg!“ Diese Worte des stuisers wurden mit einstimmigen
Hartah aufgenommen.

Bermischtes

*.* Sit. Inaber!. Man erlaubt sich andurch, die ver⸗
hrlichen Bewohner der Siadt St. Jugbert und der Umgegend auf
in selten gebotenes Vergnügen aufmerliam zu machen, nämlich auf
zas am 26. d. M. in hesiger Kirche statifindende Concert.
dasselbe fiadet unter sehr günstigen Umstanden statt. Denn die
siesige Kirche besizt ein Orgelwerl von 23 Regisßern, das nach
dem übereinstimmenden Urthele von Kennern durch seltene Ton⸗
ülle, nicht minder durch Weichheit des Tones sich auszeichnen;
erner tritt uns auf dem Programm, welches die Namen verschie⸗
ener Meister in der kirchlichen Musik aufweist, eine reiche Mannig⸗
altigkeit entgegen; deßgleichen lassen die verschiedenen Kraͤfte, sowohl
ie hiesigen, wie die auswärtigen, welche die Ausführung des
Hanzen übernommen haben, das Beste hoffen. Es gelang nämlich,
uat das Concert auch einen vollendeten Künstler auf feinem Instru«
nente, der Violine, zu gewinnen, nämlich Herra Wies aus Blies⸗
astel, der sich in hiesiger Stadt bereits auch schon biele Freunde
rworben hat. Fernet sagten ihre Betheiligung zu Herr Nied⸗
ammer, Praͤparandenlehrer zu Blieskastel, Herr Henrich, Te⸗
zorist und Herr Croner, Baritonist, beide Heren aus Frankenthal.

So verspricht das Concert ein höchst genußreiches zu werden,
ind werden alle Freunde kirchlichen Gesanges und kirchlicher Musik
nicht verfehlen, demselben am genannten Tage beipuwohnen.

Das Bürgermeisteramt Dürkheim veröffentlicht folgenden
Martini-Mittelhpreis: Aus der Gemarkung von Dürkbheim sind 3276
        <pb n="634" />
        Logel Tradermost zum Gesammipeeise von 84,641 M. 10 ppf.
als verkauft angezeizt worden. Hiernach berechnet sich die Logel
im Durchschnilt szu 16 Mareky Pir Vons. hellem Most sind enur
5560 Luter zuĩ Bettagt von 8310 M. 45 Pf. angemeldet, woraus
sich durchschnittlich von 14 oo Litetr 595M. 40 Pfæ ergeben.
FrankenaAhal', 16. Noy. Gestern wurde ab rmals
ein Iͤdividunm von“ Häßloch hierher zut Haft bebracht, wesches an
dem vor drei Wochen dort geschehenen Mord betheiligt sein folb
Dus Nähere wirs die Untersuchung eigeben.. (F. We)u
79ß loch, 16. Nop, Der Salagdüter Scholl- ist gastern
Nacht uner großen Schmertzen stinen Wanden eber falls. erlegen
Vor seinein Tode konnte er noch Angaben über den Kampfe mit
den Wilderern machen. Darnach hätten sechs Wilderer auf Schotl
und Handeich nahe ain Waldessaumgeschossen. Scholl serF zuerff
eiroffen woiden uud gefallen, worauf die Wilderer, die Flucht er⸗

zriffen und im Fliehen aach auf Haudrich anlegten, wobei dieser
einen Schuß in den Kopf erhielt, der, ihn sofott lodtezu Boden
Astreckte Scholl blieb die Nachtrübex in seinem Blute liegen? Heute
—138 abermals zwei der That derdächtige —A
Se'lt acht Tagen sind die Leute im —
förmlich zugeschne. Während bis dehin das Thermomeser noch
mierht⸗·anf⸗ den Gefrierpauft heruntergegangen war, die Winde,
Geocginen ee. inn Freteitu ühpg bljhte,„ die, Baumg, miest noch in
griument Blältericanuce prangten , Wurde, die Lagdlchaft, ganz, uner
paurtet doui, Schnae üherallen, mig, — 58. RVa, so daß der Schlitten
herrl'ch gebt. Solchet abnornien Witterungsverhältnsse mögen sich
die äliesten Leute daselbst nicht erinnern. Der Teutoburger Wald
var schon zu den Noͤmerzeiten das deutsche Sibirsen. —
IA AFuer die Nedaction veramiworilich: F. X. De me⸗

—
Rirchon-CGoncert.
Sonntag. dot 26. NMov. h. J. Ngolrm. 8 Ehrr
wird z—EStTäιl ERirche dahier
n Orxel-Concent veraustaltet wobei hiesigo und mehrere aus-
vartige Kraste mitvwirken werden. *
has: Nahero besagt das Programm..

BRilletęé sind im Kat Ffarrhause und am Con-
certtage au der Rasso zu hahen. 0
5 * —2 bPre 8s 34 — — ——

Blauta b MBG PIIE. Plccæ ö. III PIu:æ So. PI8

In weht zahlreiohem Besuche werdem die Böwohner der
Stadt uvnd Umgegend freundlichat eingeladom ν
—8 —* ———* — — — —
Die Mariaunenthaler Glashütte verkauft:
Gasprascheg zu M. 1vbro 100 Ko.
Hůttenpraschen 00
—7 — A- Waguer⸗

ntetleibs Bruchleidenden
wird o Bruch?albe von G. Sturzeuegger ür Heerr IUsSn u, Cantou
Appenzell, Schweiz, bestens Dieselbe enthält keinerlei
sch a dlischen S gf4e und heil! selbst ganz alte Brüche, sowie Wuiter-
hotfane in den alnier eisten FJalten valttandir Zu be⸗
fehen in Wofen zue Marl 5 uebsi Gebrauchssauweisung und überraschenden
Zennien sowohl durh G. Surzanme g ger selbit olz durch die Pieder⸗
— —
heres zu erfahren dutch die Versondtstelle n von Fr Böhm, Haiser ß
annern und Cari Malzacher in Carlsruhe. —

Verleget det . Pfahischen Volte zeiwne. ·
Gegen Husten und Heiserlet

dewährt sich — selbste in den hackrädigsten

Fälleu — der —WM
ats ein vorzüglich linderndes Mittel bei katar—
rchaͤlischen Affectidnen und chronischen Brust—
leiden. Ge.rüft von den groͤßten Autor taten
der ⸗ Medigin 7wrdder Phonol mit groß⸗
artigem Erfola bei Keuch odec blauer Husten
und Brustktrampf angewendet. Gläuzende Heil—
eirfolge bil Verschleimung der Luftröhre, kranken
Btustorganen, asthmatischen Beschwerden. Der Phenol jeschnet sich
vor ahnlchen, zu gleichem Zwecke gebräuchlichen, Ptitteln durch einen
dagen hmen süßen Geschmac aus“ Zu kaden in Flaschen à 75 Pf.
Vn l'und Mi. 1850 vel J. Friebrich in St. Ingbert.
Zus mittel von Gummi um
—., Hambrra

* 141

Zu miethen
zefuchi vom⸗ L. Janur 1877
an·ro. Ränme (partorro), zux
Srrühtung; eiues chamischen
Laboraforiums. Frauto⸗
Diffan suh- De Bec nut An-
rabe des Michlhreises, bef. die
—F—

Das vorzuglichste und erprob⸗
teste aller 4.. *
Ragen⸗WMittel,
das selbst bej den hartnäckigsten
Magenbeschwerden die vorzug⸗
lichsien Diensie leistek und deß
halb als schag barfies diatetisches
Hqusinittel. und als Magenli⸗
quenx nicht warm. genzig eng
n werden kann, ist die
vo; Apotheker Schrader in
FeuerbachStuttgart be⸗
—
Woeissoa Lobensoasonæ.
Vexkauf laut Minißerial⸗Erlaß
duxch Kaufleute gestattet,

Zlasche J Maxf.

J

oneiicne Aner
enn n nge inder heilsamen
Winkungen der Joh. H o fichen
Malzoraparate zu Berlin. In
Beit iüsiigung derselhen he
fllkt Seine Hoheit der Erbprinz
von Hoben olhernwieder hott
Hoffsdes Mallextratt Gesund
sertebier und Vialz Gesund⸗
hdeits docolude, unter Bezeich⸗
nung: „Prinzlche Angelegen⸗
heit.“ — Tig ausgeze Hnete
Heilwrlung“ Ihres —
— —
nerseitz an. Ernestine,
Prinzefsin v. Lowenstein ꝛtc. ꝛc.
—Mit Freuden habe' Ich
„ die wohltthuende Wirkung
Ihrcs Malzexitaltes bei Vir
Wa dieu u. Vekaͤnnten Meinezs
7 HDaͤuses wahrgenonsmeü: Chrit
—A
I. Ver kaufostelle bei
IAeau Peters, St. Inobert.

7
ur schwer zahneude Kin⸗
der, bei denen der Durchbruch
der. Zähne. oft krankhafte Si
rungen und KZahnkrampfe hexr
vorrust, werden als vorzüglich-
des Erleichterungs und Vor⸗

ugungsmittel die Schrader'⸗
en ele romotor schen
Zahnhalshänder
pr. Stück e aeeere
zamen Mütdern bestens ent⸗
pfohlen. ve
—
sühneraugenmittel
Das Vorzuglichsie zur sMiellen,
schmerzlojen und gänzlichen Eat⸗
fer ung der Huhneraugen.

Schachtel 35Pfg.“e

Pruerg
vnüulbertrefflich bel Huften und
He iserkeit, bei Erwachsenen und

Kindern. Flasche 1 Wark.
Die berühmten Schrader'schen
Malzextraot Brustaoltolon

or. Paquet 20 Pfg.
diese Artikel vei
J. Friedrich, St. Inabert.

Für Damen.
Das schönste, prattijchste und
lebenswin digfte
Weihnachtsgeschenk
—7
Hetserꝰs 5
Rahtischltheerene Garnitur
aus Solinger Silberstahl
worge stsel) enthaltend; Zu⸗
chneide⸗Magel⸗EStick⸗
Anopflochschrere mit Stell
chranbe und ein hochfeines
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Nähtisch. Dauerhaft vnd
nverivüstlich bei fleißigstem
Gebrauch. Garantie der Vor⸗
zuglichkeitdurch eventuelle franco
Rücknahme Depot für Deufssch⸗
land bei Win. Heuser, IS,
Nehmplatz, Aachen. Versand
der Kuͤrze halber gegen Nachnehme.
Von den vielen eingegangenen
Anerkennungsschreiben lafse
eines dersolben folgen:
Exw. Wohlgeboren derfuche um
die Gefälligkeit mir noch 4 Stüch
Nãhtisch Scheeren⸗Garnituren aM
3 gegen Nachnahme einzusenden-
kochentin Oherschlasien) ‚den
18. Oit. 1876. Emma Hüppe,
i der verwittweten Prinzessin
ru Hohenlohe-Ingelfingen.
— — e
Tedattion Druck nud Werrag von F. X. Demetz in Kt Ingbert.
Siezu illustrirtes

Crucht· Brod⸗nud
ereise der Stadt
Zweibrücken“ von 16. Noy,
Weizen 11 M. 89' Pf. Kor
8 n. 72 Pj. Gerste ZSreihigt
Di. 60 Ppf.WGerse
8. 0 Vf. Spelʒ 9..
59 Pf. Spelztern M. —
pfa.“ Dintet M. —Pfs.
aenet 0 M. — pf. Hafet
7 Vi. 82 Pf. Heu b Mi50
Pf. Sitoh 4 M75 Pjf. Kar—
toffeln m. 80 Pi. per Tir
Weißbrod 1*3 Ko. 36 Pf. Kotn⸗
brod 8 No. 78 Pf. ditto 2 Kol
52 Pf.ditid IKilon26 Pf
Gemischibrod 8 Kilo. 95 Pf. 1
Pani Weck 190 Gramm bPf.
Ritdfl. J. Quat. 58 Pf. 8.
i s2 Pf.aalbfl. 18 Pr
Damfl. 32 Pf. Schweinefl. 60
Pi. Butter 1M. 40 Pf. per Psd.

Gegen Husten, Catarrhoote
gibt es kein besseres, ange nehmeres
und sicheres Muel ain der durd
unzählige Anerkennungen von vbe—
vühmten Aergten undegenesener
Perfonen allet Stande ausgezeich
8 rheinische
raube abrust· Honig
welcher
mit ebigem Fa
britfftempel. in Je
Flaschan 44, 122 *
und 3Mk. a —BS
luch in Et. Fug· VAvvu⸗
vbert bei
IJ. Friedrich

d
— 4 —

SEonntanasblatt“ Nr. 7.
        <pb n="635" />
        Der Sc. Ingberter Anzeiger und das (S mal wöchentlichj mir dem Dauptbiglie derbundene Unterhaltungsblati, Sonntags mit ilustrirter Veis
lage). erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sonntag. Der Aboanenentpreis vettain viectetjährlich
l. Mark 20 R.Plg. Auzeigen werden mit 19 Pfg., von Aaswärts wit 15 3f3. fur die viergespalteue-Jeile Blattshrift odber deken Raun. Nerla nen

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet. —8—

—
V
— 8Vy —D —— 1 ————— ⸗ * —D—
* 184 2527 Ni — —QQQ 2 — n 18 ö
— 84. —WM Eountag,⸗ den 19. MRovenher 18768
. J ene e — —
Pentssses Reich — jahriger Ausprägung für 69936,655 Plark vorhanden waren.
WaaGen, 16. Node ibtt. Die unler. dem Vorsitze des Von einer Ausptagung vire es erd sie
aathomn sters v. Luß imVanfe, dieser Woghe stasfigehaten Ver neuerdinas inr de. iheiage dunb ju⸗ der Prefse Hieda⸗ gefordert ist
hungendes durch die Rectoreht mehrerer Gewecbejchulen verfiäiteneun Vuoane nie die Rede. Uterupt hat man in letzter Zeit
Ohersten Schulrathet Abet ejne eue Otuasisatson — r sabitaton v. —— — graute I ve
sind gestern —Bs— Es ist wie wir beruehuten, Wocht van Htobtt to Rodetwet a intret denneutn
n n de eeeeee e dee Ton Gon.n G.cwerhenicen der undern Dun stannnutr d dutnrt un een wreu
Undee in saechesee Reestea de von See n evränt worden: 800, o00 Patt.i buen: Dimn ht die Go
fnn 16. drziae eug werden konnen, unizabilden, cundd 38 ammtausragung woun — Zertin van —S—— .
verden Vorlagen hiergberewen Vndraunen in deren hevotstethenden terht. ao hiuulqh geiiuera ———
ih — 7——— — 306 binene dbes deutschen Reichs, die ae — —
weet i e tZn dder gestrigen Sitzung der national⸗es —A— 736 Seelen betrug · Die Silbet Aus⸗
ueralen Frachjon des Rescht tagen shurde' ndhezue Linstimmige der ägüng — “ — My ðRe iht im Reich kanitngarfet
—A atbafachen Zeht der Dehetnnugestter. üeetee Gn ne
ade der Handelsgerichte bennutt. leu feiner shrach sich die Frcioe uge micht erreicht ub aüch die — X Nunferauͤsprägnug
ur die evenluetle Wuhloc- Anttihaare des Gerechshesoffemsasrhez ufit 39386887 besw. Rsz 8Zod gesaurmen niset 4A41056887
eferner“Caz? dein Vern tzuten — ——— M. noch weit — — seuiminien Morinum dit 2
Zugen de Baan wortnn bet Ieg riden geaetdaeineedoricen derd agen . wevoeum gar uar gebl loen o Dane due i er erhahpi
üommiiieuegeschluß weger Wersdeisuig iet Preßvergehen vor dask 2, die Erma vtig ung nachsuchen werde Hfücyz ah Muyxt Sitves eo
— —B—— ausprägen zu iasen, wird hier allgemkin
Der Entwurf des Patentschitz gesetzes soll, sobald ezweifett; daß wenigueng der degenwurtigen Reichs age keine Vor⸗
zotf dein Banherathe 8 angenbannsen seim wird, gug —A—
RPachs nen herbfenilcht werdentt damit die — —
Zuh 5 ußten, im Stande sind. Berianthlich werben“ aug * ndon, 16. Rop. DerrGrobe“ meldet aus ücherer doch
Pidlive, —34 dem Emwurfe gu Graude liegen, gleichein ucht flgteler Quite⸗ wuißt A Batnillose Infattterke, d awallertes
rresene 53 —92 — —DV ———— und ʒ0 Kandnen —X —V sihtd uhr nuch vrit
ach dem Befchluffe dee Justizkommisston sollen Kammern füt, Orient Wodin ye gehen falls die Asniving die Eiuichiffunig
ur ereathen auch an Orten — —* ihlhig agg —
ndger che habenr Die Komutsston iKeders Ansicht, dasff “ dami *Vbnbon; 1. Rov. Die Morgenhztgtter molben Im Ar—
— Vebuttuße voltauf gene 5 : wähtens enal von Wool wich ift der Vefehl des e Adem nisterseeingelcufen;
Bertreter dez Kundesratze, inz3besoirdere der prei re jon jetzt ab wpo chentlich zwei Millionen Gewehrpatronen anzufertigen,
nister, noch immer Bedenken! gellend' ukächen. — s instatt der blahet e Debpartements
3 Reichttass gze noͤch Berhandiingen dek auerordente des Arsenals herrschtckgh Tha gken unn Devonßori Rwerden die
ben zae 5 dez Deutscheac Hindel giagek jvom 2 Bnferschiffet Cyclope Und IPydede sosoen m Dienst gestelt
Wigl i87 Ie If' ideg. Petersburg, 16. Nowß Veindergestuigen Trüppentebue
Bersinn ig' Pohen Die Frate wegen der Theilnahme agte der ise den 4; Untsebenden Generäse und Officteton:
Heutschlands an der tuustigen arifer Indüfft iců I Iostesltung simmt Meine diete! 2Wanschen bwir dem Oberst Eommandirenden den
imere nehr eine alute Forig as. Die Gegensahe Plahen, wil 473 Erfoln!“ Diese Worte des Kaisers wurben mit Enstimmigen
scheint. in den maßkgedeichen“ Qreisen qusemander nd die Folgt — aufgenomnisn. ι νι —
zuen snd ggenthunntde Gert gie Jwethe cissestfame Siaerig nitea
sans an die Veffenilschteste icrtten. Unser Pariser Spezial Corre⸗
honbenk sendet üne daͤrüiber foldeude telegraphische ¶ Mestrant: *
n Paͤr! Fne Ferbteuete Geücht. Deutschlaud
ig sahzestschescuierurhendttet y
weer e ag sr
em dasen B udesrath doch uicht eiumal eine 2 uͤbet
f Ange e — im Stande, ———
eehe Rei gtegifrung deun n gMaratrersfiresee Dem
joch iste 88 aißs Tha achs, daß — I
hicomte! de 53 an Her jog Maʒeẽ einne Zwpefel burcht
ñ lassen über hie Geneigihent Deutshlande; Ah un der Aus
bAuvo dae e — derng —* 273 eet
die Werrge chl ʒt Iunese einen gewiffen — Frůher
nan her uns!jeden Kügenb i⸗ aͤngsilich nach Väriz undefrägtz
Atingfeit, pas wird ——— dazun sagen? Heut
9 —8W der Fal — und es Nunde ang übel *
— bellagein. nn 2 GBeth. a,
Vit die“ osslioͤchentllch „Centralblati für 8 e Reich“
veroffentuchten — übet de den dentschen Vanzstätten
iantehabien“ une von sthoh
eit e ie Pragung v Eohl Itftueterendeste g. An
Noyember wachu Feren 443.312468 ιιι vorhanden. Deh
— herlaffen igumge n Zwgimartstüge·die: beim Puirblcdum
vhen hehebt geworden siud —* Mamenn ann gengunen Iugi
dn thue hi en e e e
elben Betrag, wie silberne Funfmarlsstiicke, bon, denen näch meht
        <pb n="636" />
        Logel Träbermost zum Gesammtpreise von 84,641 M. 10 Pf.
als verkauft angezeizt worden. Hiernach berechnet sich die Logel
im Durchschnitt zu 16 M. 4 Pf. Von hellem Most sind nur
5560 Liter zun Betrage von 3310 M. 45 Pf. angemeldet, woraus
sich durchschnittlich von 1000 Liter 595 M. 40 Pf. ergeben.
FFrankenthal, 16. Nos. Gestern wurde abermals
ein Indibviduum von Haßloch hierher zut Haft bebracht, wesches an
dem vor diei Wochen dort geschehenen Mord betheiligt sein soll.
Das Nähere wird die Untersuchung ergeben. (F. W.)
FHaßloch, 16. Rov. Der Salagdüter Scholl ist gestern
Nacht unter großen Schmetzen seinen Wunden ebenfalls erlegen.
Bor seinem Tode konnte er noch Ungaben über den Kampf mit
den Wilderein machen. Darnach hätten sechs Wilderer auf Scholl
und Handrich nahe am Waldessaum geschossen. Scholl sei zuerst
„eiroffen worden uud gefallen, worauf die Wilderer die Flucht er⸗

griffen und im Fliehen auch auf Haudrich anlegten, wobei dieser

rinen Schuß in den Kopf erhielt, der ihn sofort todt zu Boden

streckte. Scholl blieb die Nacht über in feinem Blute liegen. Heute

wurden abermals zwei der That verdächtige Brischen anho-
Pf. 3.

7 Seit acht Tagen sind die Leute im Teutoburger Walde
ormlich zugeschnet. Während bis d hin das Thermometer noch
nicht auf den Gefrierpunkt heruntergegangen war, die Winde,
Beorgine ꝛc. im Freien üppig blühte, die Bäume meist noch in
zrünem Blättersamuck prangten, wurde die Laudschaft ganz uner⸗
vartet vonr Schnee überfällen mit —509 R., so daß der Schlitten
herrl'ch geht. Solcher abnormen Witterungsverhältuisse mögen sich
die ältesten Lente daselbst nicht erinnern. Der Teutovurger Wald
var schon zu den Röͤmerzeiten das deutsche Sibirien.

Fur die Redacion veramworilich: F. X. Demes. J

—
—
—W
Kirchon-Concert.
Sonntag,. den 26. dMov. h. J. Nacktumn. 323 Uhrr
V»
ain Orgel-Concoert veranstaltet, wobei hiesigo und mehrero aus-
vartigo Kratte mitwirken werden.
Das Nahere besagt das Programmm.
Biileteæ sind im Kath. Pfarrhause und am Con-
ceritago an der Kasse zu habenn.
J br8is 6: . 33i.
I. Plautæ J M. 80 Pt. II. Plutaæ M. III Platæ vo t.
7u recht zahlreichem Besuche werden die Bewohnor dor
dtadt und Umgegend freundlichst eingeladen.
Die Nariannenthaler Glashütte verkauft:
Gasprascheu zu M. 1pro 100 Ko.
Hüttenpraschen 0,70
B— A. Wagner.
d 0 — 9
Anterleibs Bruchleidenden
wird oi Bruchsalbe von G. Sturzenegger in Herisau, Canton
Appenzell, Schweiz bestens empfohlen. Dieselbe enthält keinerbei
scqh and 1a ch aen Sfoffe und heilt selbst ganz alte Brüche, sowie Mutter⸗
hotfälle in den allerem eisteen Fällen vo Elst änd ing. Zu be—⸗
siehen in Töpfen zu Mark 5 nebft Gebrauchsanweisung und überraschenden
Zeuͤgniffen fowohl ·durch G. Sturzenegger sselbst, als durch die Nieder⸗
age von DPr. W. Strauß, Mohrenapotheke M a ien z.. Auch ist Nä⸗
heres zu erfahren durch die Versandtfiellen von Fr Böhin, Kaifser s⸗
Rnseren und Cari Malzacher in Carlsruhe. J
VWVerleger der „Pfaͤlischen Voltszeiung.
. Gegen Husten und Heiserkeit
bewährt sich — selbst, in den hartnäcigsten
Fällen — der
Phènol
als ein vorzüglich linderndes Miltel bei kalar⸗
rhalischen Affectionen und chronischen Brust⸗
leĩden Gerüft von den größten Autorstäten
der Mebizin wird der Phènol mit groß⸗
artigem Erfolg bei Keuch odec blauer Husten
und Brustkrampf angewendet. Glänzende Heil⸗
vahriiinarie, erfolge bei Verschleimung der Luftröhre, kranken
Brustorgar en, asthmatischen Beschwerden. Der Phenol zeichnet sich
dor ühnl'chen, zu gleichem Zwede gebräuchlichen, Mitteln durch einen
angenehmen füßen Geschmack aus. Zu haben in Flaschen à 75 Pf.,
Mi. 1und Mi. 180 bei J. Friedrich in St. Inabert.
Cchutzmittel von Gummi und
Pase. 13.
A. Hirschmann, Hambura.

egon Husten, Oatarrhoete.
gibt es kein besseres, angenehmeret
und ficheres Mittel als der durd
unzählige Anerlennungen von be⸗
rühmten Aerzten und genesenen
Personen aller Stände ausgezeich⸗
nete rheinische v
Traubenbrust⸗Honig
—2
allein ä
mite ebigem Fa- A
ne 7
—XL 5
und 3 Mk. läuf- 23
lich in St. Jug 4g
bert bei
J. Friedrich

ↄoller ebergeug —
—V tausen di⸗4 —XX
*7. Alrp νν
iebenen Seilverfabren⸗ er
foblen werben Diese⸗ i mi⸗
7o aun. —A 5
Sugioñe nur 1Mar
Arch sebe —— — ot
et von Kichter· Verlag
nalt in Leipsig zu —8—
sbeßztere auf] Ver ange·
Ainen 100 Seit. starie nge
Asc grati x. fra
—XR vpe7

unson Druck und Verag von

Zu miethen
jefuchn vom 1. Janurr 1877
an ca. 3 Raͤume (parterre) zur
krrichtung eines chemischen
Laboratorium's. Franco
Dff. sub. D. B. 92 mit An—
zabe des Miethpreises bef. die
erp. d. Bl.
⸗oneitliehe Auer-

Ee: numngenunder heilsamen

Wirkungen der Joh. Ho f4'schen

Malzpiaparate zu Berlin. In

Berücksichtigung decselben be⸗

dellt Seine Hoheit der Erbprinze

von. Hohen:ollern wiederholt

Hoͤff'sches Malzextralt · Gesund⸗

herisbier und Malz Gesund ·

heitschocolade, unter Bezeich⸗

nung: „Prinzlsche Angelegen⸗
heit.“ — Die ausgezeichnete

Heilw rlung. Ihres Malzer⸗

raltes erlenne auch ich mei⸗

nerseits an. Ernestine,

Prinzessin v. Lowenstein ⁊c. ꝛtc.

— Mit Freuden habe Ich

die xohlihuende Wirlung

Ihres Malzextraltes hei Ver⸗

wandten u. Bekannten Meines

Hauses wohrgenommen. Chri⸗

stian (Nönig von Dänemark.)

Ver kaufsstelle bei
eνrs, St. Ingbert.

Für DZamen.
Das schonste, pratuischsi? und
Uebenswürdigste
Weihnachtsgeschenk
ist
Heuser“s

Aãhtischschetrtu⸗ Garnitur
aus Solinger Silberstahl
silver steel) enthaltend: Ju⸗
chneide⸗Ragel⸗, Stick.
Anopflochscheere mit Stell⸗
chraube und ein hochfeines
renumesse.

Preis fur Garnitur: 4 Scheeren
Messer in feinem Etui 5 M.
Unentbehrlich für jeden
Nähtisch. Dauerhaft und
unverwüstlich bei fleißigstem
Bebrauch. Garantie der Vor⸗
züglichkeitdurch eventuelle franco
Rücknahme Depot für Deufsch⸗
sand bei Win. Heuser, 18,
Nehmplatz, Aachen. Versandt
der Aurze halber gegen Nachnehme.

Von den vielen eingegangenen
Anerkennungsschreiben lafse
eines derselben 533
Ew. Wohlgeboren erfuche um
die Gefälligkeit mir noch 4 Stud
Rähtisch⸗Scheeren ⸗ Garnituren aM.
5gegen Nachnahme einzusenden.

Kochentin (Oberschlesien), den
18. Olt. 1876 Emma Hüppe,
hei der verwitiweten Prinzessin
u Hohenlohe-Ingelfinagen.
.. x. Demehß in St Ingbert.
Säezu „illustrirtes

Das vorzüglichste und erprob⸗
teste alie
Magen⸗Mittel,
das selbst bei den hartnäckigsten
Magenbeschwerden die vorzüg⸗
lichsten Dienste leistet und deß-
jalb als schätzbarftes diätetisches
Hausmittel und als Magenli⸗
queur nicht warm genug em—
pfohlen werden lann, ist die
d · Apotheker Schrader in
Feuerbach Stuttgart be⸗
eitete 7
Woisso Lebensessenz.
Verkauf laut Ministerial⸗Erlaß
:durch Kaufleute gestattet.⸗
Zlasche 1.Mark.

xür schwer zahnende Kin-
der, bei denen der Durchbruch
der Zähne oft krankhafte Stö—
rungen und Zahnkrämpfe her-
porrust, werden als vorzüglich⸗
stes Erleichterungs -und Vor⸗
eugungsmittel die Schrader'⸗
hen elektromotor schen
Zahnhalsbänder
x. Stück 1Mark. Allen sorg⸗
amen Muttern bestens em⸗
fohlen.

F Bæ lradæru 53
Zühneraugenmittel
Das Vorzuglichsie zur schnellen,
chmerzlosen und gänzlichen Ent⸗
fer ung der Huhneraugen.
Schachtel 35 Pfg.
Trauben-Brust-⸗Honig,
unübertrefflich bei Husten und
de iserkeit, bei Erwachsenen und
Kindern. Flasche 1 Mark.
Die berühmten Schrader'schen
Malzextraot Brustzoltohen
or. Paquet 20 Pfg.
diese Artikel biii
A. Friedrich, St. Ingbert
Frucht⸗,, Brod⸗ und
Fleisch ˖ Preise der Stadt
Zweibrücken vom 16. Nov.
Weizen 11M. 59 Pf. Korn
3 M. 72 Pf. Gerste Sreihige
8 M. 60 Pf. Gerste Areih.
7 M. 30 Pf. Spelz 8 M.
59 Pf. Spelzkern — M. —
Pfg. Dinkel — M. — Pfgs.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
7 M. 82 Pf. Heu 5 M. 50
Pf. Stroh 4 M. 75 Pf. Kar⸗
offeln 2 M. 80 Pf. per Ctr.
Weißbrod 1 Ko. 56 Pf. Korn⸗
zrod 3 Ko. 78 Pf. ditto 2 Ko.
52 Pf. ditto 1 Kilo. 26 Pf.
Bemischibrod 3 Kilo. 95 Pf. 1
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf.
Rirdfl. 1. Qual. 58 Pf. 2.
Qua. z2 Ppf. aalbfl. 18 Pf.
Zamfl. 52 Pf. Schweinefl. 60
Rf. Buiter 1M. 40 Pf. per Pfd.

Sonntaasblatt“ Nr.

47.
        <pb n="637" />
        St. Ingberler Anzeiger.

tzatthäcchtktaben
Der St. Ingberter Anuzeiger and das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauplblatte verbundene Unkerhaltungsblatt. Sonntags mi illastrirter Bei—

lage). erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag and Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljährlich

Mark 20 X.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfag., von Aasswärts vmit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

,,— —
M 185. Dienstag. den 21. November

1876.

— —
— A
Deutsches Reich.

Mäunchen. Die Landräthe der säumtlichtn Regierungbe
ezirke werden auf den 4. December zu ihren regelmaßigen Sitzungen
inberufen.

Aus München, 17. Nov., geht der „Allz. Zig.“ folzende
»ffizibse Minheilung zu: „Se. Maj. der König hat, der Bitte des
Stiftadecans Enzler entsprechend, dessen Errennung zum Bischof
zon Speyer außer Wirlsamkeit gesetzt.“ — Weiter wird demselben
Blati unterm 18. November aus München gemeldet, Pater Am⸗
rosius Käs habe bei Sr. Maj. dem stönig um Genehmiqung
einer Resignation auf den bischöflichen Stuhl von Würzburg nach-
jesucht, da er die für ihn als Ordensmann erforderliche päpstliche
dispense nicht erlaugen konnte.

Berlin, 18. Nev. Deutschland wird sich au der Pariser
Ausstellung nicht betheiligen. da Frankreich auf eine Verlegung auf
yas Jahr 1880 nicht eingegangen ist.

Berlin, 19. Nod. Die Fortschritt? partei hat ihren Antrag
zuf Ge wahrung von Reiselosten und Tagegeldern wieder enrebracht.
Ferner hdat der Abgeordnele Schulze⸗Delitzich seinen Autrag auf
ine Nodelle des Gesetzes, betreffend de privatrechtliche Stellung
zer Errerbs⸗ und Wirthschafts-Genossenschaften eingebracht. Die—
elbe will die Abänderung von 13 Paragraphen des üesherigen
hesetzes.

4

Zammere!“ Bis jetzt hört man nicht, daß die Bebörden Maßregeln
gegen diese vielleicht ganz erwünschten Ruhestoͤrungen ergriffen
haben.

Ueber die ärkischen Kriegspläne verlautet, daß
chon jeit Anfang des Monais in das Donau-Vilajet 60 Bataillone
Lizams, 24 Bataillone Redifs und 18 Ordus Baschi-Bozuks ein—⸗
zerücht sind. Die Truppenzuzüge nehmen aber erst jetzt noch größere
Dimensionen an. Besonders zahlreich ist die Feldarlillerie, welche
Jier kdonzentrirt wird. Bis jetzt stehen der Operations Armee 240
Bronze und Gußstahl⸗Geschütze zur Versfügung. Auch auf die An⸗
ammlung von größerern Kavolleriemassen ist man bedacht. Im
dager von Schuma soll ein Kavallerie-Korps von 22,000. Mann
onzentrirt werden. Man glaubt, daß innerhalb vierzehn Tagen
nie türkische Vonau ˖ Armee über 180,000 Mann start fein werde,
vas um so wahrscheinlicher ist, als die gegen Serbien und Mon—
enegro operirenden Truppen sehr start reduzirt werden. Die Truppen⸗
zewegung nach der Donau wird mit großer Eile betrieden. was
Fer als ein Symptom gilt, doß die Pforte auf etwas mehr als
ine bloße Defensive bedacht in. Es wird viel davon gesprochen,
»aß die Pforte, wenn sie einmal die Ueberzeugung von der Un—⸗
rusweichlichkeit des Krieges mit Rußland hat, daran denkt, der
ussischen Invasion zuvorzukommen. Es soll der Plan bestehen,
rie türtische Armee in der Gegend von Kalafat die Donau über-
hreiten zu lassen, urd den Krieg auf rumärnisches Gebiet hinüber⸗
uspielen. Der Formation von türkisch-polnischen Kosaken-Regi-
nentern ist im vollen Gange. Es heißt, daß der betannte Langie⸗
yils das Oberkommando derselben übernehmen werde. Aus dem
Westen, namentlich aus der Schweijn, sind mehrere hundert Polen
jier angelommen, die sämmtlich auf Offizierstellen aspiriren.

Peftersburg, 19. Row. Das Journal St. Peters⸗
zutg spricht in einem Leitartikel die Hoffnung aus. daß die Türkei
inter dem einstiaim gen Druck Europa's den Forderungen der Lage
jachgeben warde. Die Rüstungen Rußlands seien keine Bedrohun
es Friedens, dielmehr ein schweres Opfer, welches das een
ich auferlege, um d'e Wohlthaten des Friedens zu sichern und die
Thristen im Orient zu schützen. Wenn aber der Krieg unver⸗
neidlich sei, werde die rufsische Nation denselben um so energischer
interstützen, da er erst nach der Erschöpfuag aller friedlichen Ver⸗
uche erfolgen werde.

Ausland.

Wien, 18. Nov. Auf das Börsengericht einer bevorstehenden
Mobilisirung der österreichischen Armee steigt der Werih der Nabo⸗
econs auf 10 Gulden 18 Krenzer (reeller Werth 8 Galden). —
Der österreichssche General-Konsul in Rumänsen, Baron Kalice,
ach Wien berufen, langte heute hier an.

Wien, 18. Nov. Das auswärtige Amt verbreiten folgendes
Jot d'ordre: Oesterreich werde keine Entscheidung gegen seine
Interessen acceptiren, weder auf noch außerhalb der Konferenz.

Wien, 18. Nod. Rußland stellt 600,000 Mann auf. Die
Stadte und Stfände offeriren 200 Millionen Nubel. Die Unter-
drechung des Bahnberkehrs dauert mindestens sechs Wochen. Die
kleven der Militärschulen wurden ohne Schlußprüfung als Ojsiziere
eingereiht. Der ungari'sche Konseilspräsident erklärte: Oesterreich
stehe auf dem Boden der englischen Vorschläge. Morgen kommt
Andrassy hierher. Don Carlos ist hier eingetroffen.

Nach einem Telegramm der „Aussb. Allg. Ztg.“ befindet sich
sschernajew bereits auf ungarischem Gebiet und wird in Wien er⸗
ooriet. Die Rückkehr nach Rußland wurde ihm angeblich durch
in Handichreiben des Kaisers Alexandec verbolen.

Pest, 18. Nov. Der offiziöse „Naplo“ will aus verläßlicher
Quelle erfahren haben, England mobilisire ein indisches Armee⸗
Torps von 50,000 Mann, bestehend aus russenfeindlichen Muha⸗
nedanern, welche der Sekte der Sunnilen ancehören. Der ebenfalls
xfiziöse „Ellenor“ dehauptet, die englische Canalflotte habe Befehbl
rhalten, nach Malta abzugehen.

Im Gers- Departement ist es zu bonopartkistischen Demon-
rrationen gekommen. Wiederholt rorteten sich die Bouern dver—
chiedener Dorfer zuuammen und durwzogen das flache Land. Sie
varen mit Gewehren dewoͤffnet, hatten Fahnen mit Adler und
elbsigewaählte Anfuhrer. unter decen Befehl sie militärische Uebungen
nachten. Dabei wurden Hochs auf den „Empereur“ ausgebracht
ind Drohungen gegen die Republikaner ausgestoßen. Eine dieser
Banden begab sich am 22. Okt. nach dem Flecken Ollin, wo Pey
russe der bonnpart stische Deputirie wohnt, dessen Wahl noq nicht
utgeheißen worden ist. Die Bande war ungefähr 800 Mann
tark, von denen 700 bewaffnet waren. Vor der Wohnnng des
Ddeputirten wurden, nachdem, Vive PPmpereur“ gerufen, die Ge⸗
oehre abgefeuert und dadei gedroht, Jeden niederzuhauen, der zur
—XI
s Morgens früh wieder ab, ind'm sie die Rufe ausstieß: „Es
ete der Kaiser!“ „Nieder mit der Republikt!“ „Nieder mit der

Vermischtes.

FeRaisertzhautern, 17. Norb. Der Wagenwärter Jakob
dittelberger von hier ist gestern früh anf dem Bahnhofe in Reun⸗
irchen verunglückt, indem derfelbe bei einer Kreuzung oder Weiche
wischen vorbeifahrende Wagen gerieth und erheblich derletzt wurde.
dittelberger ist ein noch junger Mann und Valer eines Kindes.

rHaßloch, 17. Nov. Wir haben schon berichtet, daß zwei
veitere Individuen des Mordes verdächtig nach Frankenthal ab⸗
eführt wurden. Bei einem derselben, Namens Ph. Ullmer, sollen
ioch Schrot und Zünddütchen in der Tasche gefurden worden sein.
Dessen Stiefeln passen genau in die Sparen, die vom Platze des
Berbrechens bis auf die Neustadter Straße reichen. Allgemein
zlaubt man, daß letzterer den Waldhüter Handrich erichossen habe.
1In Mannheim wurde ain 16. d, auf dem Markt die
Hutter zu 1 M. per Pfund verkauft, eine Folge der zurückbalten
en Takt'k der Hautfrauen.

F. In Stuttgart stehen gegenwärtig über 700 Wohnungen
eer; die Miethen sind im Preis gesunken, die Lebensmittel da—
jegen encrm theuer.

Wiesbaden. Das Appellationsgericht hat am 16. d.
ie auf 4 Jahre Gefängniß lautende Strafe, welche der Schiffer
J. W. Bär von Bingen wegenfahrlässiger Herbeiführung des
„intens des Ueberfahrisscheffis, Luise“ bei Rüdesheim und wegen
ahrlässiger Tödung von Menschen in 13 Instanz erhalten, auf 8
Jahre ermäßigt unter Anrechnung von 8 Mongaten Untersuchuugs
aft.
        <pb n="638" />
        f Man schreibt aus Alimünsterol (Elsaß): Seit Kurzem
werden die französischen Reserven entlassen und kehren dieselben in
ihre Heimathe, Viele nach Elsaß Lothringen zurück. Während die
deutsche Militätverwältung in schätzenswerther Sparsamkeit in ren
entlassenen Mannschaften nur die noihdürftigsten und adgetragensten
Kleidungsstücke mitgibt, so daß sie wie Bettler einhergehen, bringen
die französischen Reservisten theilweise und nicht gerade vereinzelt,
neue Stiefeln und Hemden, sowie fast noch neue Uniformen mit
nach Hause; so traf ich beispielsweise einen französischen Arlille⸗
risten, Einwohner vou Kolmar an, der 3 paar vollständig neue,
mit der Regimentdnummer versehene Reitstiefeln mit sich führte.
Rach Eintritt der kalten W'tterung bringen die Leute sogar ihre
Mäntel mit. Derartige Mittel werden franzdsischerseits ang wendet,
um das nach und nach erlahmende fanzösische Bewußtsein in den
Elsässern wieder wach zu rufen.

FBerlin, 15. Nov. Ein hiesiges Blatt will wissen, daß
für Hrn. Strousberg, dem die Erfüllung seines sehnlichsten Wunsches,
aus Rußland herauszukommen, als „Strafe“ zudickirt ist, in einem
der ersten Gasthäuser bereits Zinmmer bestellt sein. Vermuthlich
werden alsbald nach seiner Ankunft einige Durchlauchten ihrem ver⸗
urtheilten ehemaligen Compagnon eine Condolenzvesite abstatten.

F Wien. Francesconi, der Moͤrder des Briefträgers Guga
wurde am 16. d. vom Schwurgericht des Raubmordes schuldig
erkannt und zum Tode ducch den Sirang verurtheilt.

F Paris. 18. Novp.. Die Pariser Musik-Patrioten begnügen
sich jetzt nicht mehr damit, Richtrd Wagner auszupfeifen, sondern
suchen ihn auf eine indirelte Art zu ärgern, indem sie seinen künst
lerischen Autipoden Meyerbeer recht demonstrativ duf den Schild
erheben. Neben den Pasd loup,schen Concarts populaires werden
seit einigen Jahren jeden Sonntag auch im Chatelet-Theater Sym⸗
phonie⸗Concerte gegeben, deren Dirigent ein so verb'ssener Deutscher
ist, daß nicht einmal Robert Schumann, der Längstverstorbene, bei
ihm Gnade findet. Dort wurde gestern der Trauermarsch aus dem
„Struensee“ von Meyerbeer aufgeführt und dieses dem-Publikum
längst belaäannte Werk, wie wenn es etwa ein Konkurren;stück zu
dem Trauermarsch aus der Götterdämmerung wäre, plötzlich mit
einem n'icht enden wollnden Beifell aufgenommen. Jetzt ist Richard
Wagner hossentlich genügend bestraft.

Musib

Véreoin.
SOnntag, 26. Xov. E, Ahends prñceis S Uhr
im Ohborhauser'schon dSaale
wird zur Feier des Cũñcilienmtages aufgefũbrt:
2—ν—
oder:
Dr. Sägebein und sein Jamulus.
Operette in 1 Act von H. Kipper,
mit Begleitung des Kaiserslauterer Stadtorehesters
(20 Mann).
Persouen:
Dr. Säügebein, ein herumziehender Quacksalber.
Crispin, sein Famulus.
Anton, ein junger Bauer.
Blasius, ein Knopfmachergesell.
Cyprian. ein verrückter Leinenweber.
Bauern und Jahrmarkthbesucher.
Scene: Ein Jahbrwarkt.
Hierauf:

XB. Es wird dringend darauf aufmerksam gemaent, dass
schulpflichtige Kinder unter 16 Jahren
keinen Zutritt haben und strengstens ahgewiesen werden.

DVOrStand.
Die Mariannenthaler Glashütte verkauft:
Gaspraschen zu M.1 pro 100 Ko.
Hüttenpraschen, 0,70
A. Wagner.

2 Zimmer, —Leistenbrueue
sowie Jedden Brueh heile
dis 1. Dezember beziehdar, hate jeh schnell, sicher u gründlich.
zu vermiethen Ueber 1000 gebpeilt.

Carl Engel. F. Gronéo in Ahaua Westf.

.4

4

7 Das Vermsögen Antonellis. Der Pariser Figars
theilt von einem seiner Mitarbeiter, der sich mit dem Leben des
Kardinals Antogelli besonders vertraut gemacht habe, unter Auderm
Folgendes mit: „Das Vermögen Sr. Emmenz w'rd auf 80 bis
100 Millionen auf fran öñisch-, amerikanisch, enalische und rufsische
Staatsrenten kommen, sodann über eine Million in „Türken“ und
30 Millionen in Edelsteinen, Diamanten und Geschmeiden. Testa-
mentarisch bermachte der Kardinal seinen Brüdern, serrer älteren
Schwester und seinem Neffen sein Geldvermögen, seine Sammlung
von Edelsteinen dem vatikanischen Museum, sein Geschmeide seinen
Privat-Erben und seine Diamanten dem Pexrerspfenniz.“
Fur die Redaction verantwortlich: — x. emetz.“

Die beiden neueften Nummern dee Illustrirten Frauen—
Zeitung (veerteljährlicher UAbonnementspreis M. 2.50); für Oester⸗
reich fl. 1. 50. O-. W.; für die Schweiz Fr. 8. 35.) euthatten
l. Die Moden-Nummer (43): Haus-, Besuchs- und Gesell
chafts⸗To letten, Ueberkleider, ärmellose Jacke, Kieiderärmel, Hüre,
Spitzeushawl, Häubchen, Coiffüren, Chemiset, Haarschmucknadel,
Schuhe, Stiefel und Strümpfe. Auzüge für Knaben und Mätchen,
mit Paletots⸗ und Jacken. Negligee- oder Nibeitskorb, Decke in
hinesischem Geschmack, Laffelkörbchen, Scheerenetui, Toilettenkasten,
kleines Sopha, Lehnstuhl mit Schutztuch, Ofenschitm, Schlummer—
rosse und Kammtasche. Weiß,, Bunt⸗ und Perlstickereien, Tüll—
durchzug, Spitzen- und Häkelarbeiten mit 67 Abbildungen. 2.
Die Unterhaltungs-⸗Nummer (44): Im Schnee. Einé
Beschichte aus dem amerikauischen Holzfallerleden. Von F. Meister.
Schiuß). — Gedichte in oberbairischet Mundart. Von Karl
ZStieler. L Die schwarze Kud. — Angora Meerschweinchen. Von
F. Lichterfeld. — Die Lieblingsstätte Barbarossa's. Von M. von
Zumbracht, — Caroline Herschel. Biozraphische Skizze von
Auguste Scheibe. —- Verschiedenes. — Wirthschaftlich s: Ein eng—
lisches Wesynachtsgericht. — Briefmappe — Frauen-Gedenktage
— Ferner folgende Illustrationen: Anzora-Meerschwe nchen. Von
D. Leuktemann. — Ein Korb. Von J. M. Burfield. — Die
Zarbarossa-Burg bei Gelnhausen. Gelnhaufen, Die Kagelle in
zer Barbarossa-Burg bei Geluhausen. Von M. v. Humbract.

Samstag, den 25. Nov., Abends 8 Uhr, im Ober
hauser'schen Saale
des Kaiserslauterer Stadt-Orchesters (20 Mann)
unter der D'rection des Herra Burkhardt.
Programm:
l. JubelMarsch...
2. Ou verture zu Ruy Blas.
8. Ein Tropfen aus dem Rhein
Walzer...
4. Fantasie aus Jesonda...
5. Ouverture zu Tell.....
6. Concert für Flöte.....
7. Carnevallino, Conrcert-Polko.
8. Balnetaus Rienn-.. —E—
9. Ungarische Rhapsodien.
Eintrittspteis: 50 Pfa.
Billets sind bei den Herrn V. Seiter und H. Fischer
zu haben.
Zu Weihnachten werden zwein
hrave
Fuhrknechte,
velche gute Zeugnisse haben für
die Würzbacher Mudhle von L.
Beer gesucht.
Zu miethen
gesucht vom 1. Jannar 1877
in ca. 3 Räume (parterro) zur
Frrischtung eines chemischen
Labvratorium's. Franco
Off. suh. D. E. 92 mit An—
rabe des Mietbpreises bef. die
Erp. d. Bl.
Makulatur,
mehrere Centner, werden abge-
geben in der Druckerei d. Bl.

Frankfurter Rörse

vom 17. Nov. 1876.
Geldsorten. M. Peęe

Pistolen, doppelte..

Pistolen.

Hollün. 10.-fl. Stũücke.

Randdukaten...

20-Frankenstũcke..

Englische Sovereigns.

Russische Imperials.

Dollars in Gold..

- — 6.
— — 6.
1665 6.

971- 76
16 24 - 28
20 33 -86
16 70 - 76
416—- 19
modaktion Druck und Vertag von F. x. Vemeß in Er Ingbert.
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        *
J — ——22 5 5553
— —2222 222 272 82 252 —
2 2535812** 33335—5333553357533338 582225
3 383573 7 — —
225 252852 —— — — · — 2 22 238 * — * ——
5522985 5255 J 2 278.S3 —3 — —28 7 —48 2·*2
25 ·3 — 5 —535* 2*8* —3353582 *2 —— —
5 — 33832S 3332 —25 83328 8 —A
— 225 3321 3 3 52 2 227 —A ä 5 — 3 * —
—— —3535 s56573 * 2. 5.7 —5. 82— *2058 — —885
2 — 2 * 2—— 7 — 22 22 — — —ä—
533883. 533 5523853 3683 3338 35383 —A
2* 5z23 583537 25323335— 55 * 3558
—AA 523—5 55233 — 23 3 — * 2332
522258—* — 28 53 2 2 35 * a 2 —A—— *222 —1225
* — * 7 — — 5 2 ——2 2* —
53 —75323 —— 52z33335 53533338 225 27533238
——23 2— —2—055328 — 5 »5—2555 — s535* *
3 —333255 8 3323875 355376 232825
—2 53 22 2 25 2 — 2 S2 — 2 2 — 2 —88 —353 — * —
2 555 —55 ——A ———— 5 —5 *55. 55358 8 523 58
227 — 58* 25 2535 7 23823 — 5225 ⁊ 7 83 —3
—7 3— 2 — be 2 — * — 26 5 — MRMSe
* — 2* ꝛ 2252 —— 2 —A— — —
33 3338 —3333 7 Sag 3 55
—7 * z23352 * 2— 73237 — *
337 833735553535533 333333 ,32 57553*
23535 —3 53555 23*260 — —E 22255
2722 »32 3883X53 53233 *—8. 557385333 53— 535
2553253 235 7 533353383358 AÄE235533 17323 —A
3333353355 333383 38
2 8 — * 27z2 3 — —— 2 — — —
55232 —5 — 553 8 — **52 8 5 2* —* 7 —3 ——8 —— —
333333353553 33353—3—3332533585 553555
22— 53 73 558 553525 »—2z533., 3323322255 255,555322352 —255
5 8 * —222 —— — 2353383 —55535335353— 32 —55555— 2
— 5 88 —— 2228 22 55335 55—3555 ——————— —D— REXLAS
——— 552 53533353 53 522 3252* 5*8 385
— 8* 22 8 2 * * *2 5 * —
——533553533535383333 —
2. 25 * 2 22 2. —*
155385353587 8
3*
— 5274.2 —
·⸗2 * 5 — B2 22282 822—22 22—5 5 —83523522*
—3333355—753333 —38335553832533538 532583835335352
1534327 2 — * * 32 2 —A — * z2322 * 5
23 — 25 — — 8 558 E—— ———
* 2 — — 8 2 — — * — “ 5 9 — *232
— 335332—32303335 5383333530 30
41535 —335582 z5f 58 3—325332233337 228 23232 32
55325 2452523 —E — 6223585525
5—2234335 — 5533533— — — 23 J —2—572—53323
3—382 —2*22 7 8 — 53 33352232 3 55255552 .
— ——— ——— [ xz 285—8*772
53* — — ——— 356 2330— 355 52 8c28 53 —5333*
34 2 * — — 8 2 2 * — * * 2 * — 53
— — — — 233320 3553233
—2 22532558— 32.35 —253 .522 2737 S— 2535 7283 —W
* 23585 —223 535 322 * 82..2 2535 572 * —A
5237235835 — 332835235
* 22 — * 8 — 2 —* 8
38 — 33333353333332563 35822885
538 — —— — 2 3* 383528375 22* —— 5358225
8 — 5352322 7T2 2238 282 —2 83 —2 7 235 *
2582 A 225 2 2 53 —232353 5— * 232 322*
53 38333—33583 3333—35383553 55 32355333433
28 3— 222 238— 2 32* 32*8* 2 22 Z— 38 2*
z 333335 5— 33—8 —3 5337535*
253*22 —5— —33—z535353325 — —A 2548 23 —A 72
8—8—855—8 333—33 3 5 523 5733333328
— 2552—28. 5 — 5*32325533238 — —
2 * 2 — 52 2 3 * — * —
—— —535———327 33 —3298 385 23755357
5—33—8535—5 35* 63375—3232 3355 85355
—— 573 ———2 —A — S— 52 533 * — — —
333 —3—2—33 6875 3353 3
— 533—3835 — — —33882333522— 223255 —2 5232332 2
E—535 53 —23——353 3835552333258 55335 5

22 23 5723 32333325 2—5——— —3335——3— —Æ»575552»535228
— —A 552255 5353—255—3652353— 53335 * —33—2 3653 35
5* — —— 555 ——5—— ———— 8 —5338 B
* 5525 — 22 522 22 —23 —3 8 — — * — 2 *6
2* *— S222 22 588 525225 2—5 325355 25 285 8 25*
28 7222 23 33 2557 2333 235260 533 —22 522 —— —
53 — —2—8 52——33 3——2—5355 — —»——2 —555 5*525858.53
2 6—33583383 5 535255 725 7533 36 35 — 5—2 5523233235
7 93 5 2 — — 2 * 2 — —
T *8 8 — * —37 22 2 * 52 —
—— à5—23— —38— —3555 ——3553 —* 5387 —3543223
23 — 358— 3 22 — * 28 — —*. 2 32 52322 2* — 3 3 72 38
52 2 575 223 — 2 272732 —52532 22323 S5 — 2525 —5—
5 55—533272 — —— 25 37 — 22*2225* —OO s 238
09 3 7 5 * * * 2 — —— — 8 E
F 5 55 —3533,5237 53323353288
2 — 7 — — 7 — 22 * — * 2 — 5 — —
— 275 7 232 — 87 538—255 — 2 —— 5 * —A ——
3* 5 — 53335 352—5 —32333——383553 —333564333535
—7 2 —34
Z 2 * —A 52258* S5 22 23 2 2— —32 * —23
—z—2—355 535 33— 8—3—— —352 53533 58 3282
—2 523 —52 53 528 S22 3 5 5325533 25——327 —
53 5 3 5 5— *533283 5*c . —3283—3 ——0 32—2325 3322 5534
—A 8 —A 252335 — 3 2 7 —53285 —22——5—2222
3 —* 2 —22 —z535235325 — 53237 —— ———
2357 558323533 3 5—— —783 ——8 5——227
252232325 —529 * i — —3532 — 32328* — ———
2 2 225 * —— 2* — —A 36
— 532 5— —8 323337 232232 2522 322 55723 555 3
25 A z8335 —5530—33325 .25 — 252 — 535 — —— —3235 2
252—32* — —
—— 5—— — ——5—3—3 —3 633 ———
22*535 —33 2— 288.5 25 — 2 7222 28 55
—23 5—— 3— — ——3238233
—7 * 8 3 — 3
— — — 4360
253 8055 O 3 —22 — —58333 33222 —2 22* *
— 22* 5*73 S 2 22 8* — * BD 57
s—25— — 5533 —— —58533 2 555 —»2 23 355—325
228 —2. — 5⏑ 5 ——7— — 3 5— 0

7

8* 7
33373 2
3383533353 2 —
2 37
555338 677 *
2 2 —523 5532— 228
33;53523353 5 33 8
3 535 23255 23 — ——
—— 2 * 55333278 —* 53 — *
555533558 —3253 352 35372353683 —
2*2355* 5232 223 255 528 5353255 535 — 8
3 3B 5 — E 753385 852 22
—X * —— — 2 — — 2 23* * 2 — — 8
* — 2 * 53338 5236 2328338 * —A 2 5 ———————
385 — 22 —S 5 28233 3*8*3 2 5 — 338 3
3 33 25 3 —A S — 3 8 5 * 282
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*2*55 5828 9 5*2 XFIXN —A— 8535 * z27 3
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3533325 5335338 * 822 54 233 —3 —
2 —* —HM — * 8 —8 — * S 2 5*3
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— 28855 8* * * 5 2322 — —AF ——— — 5525 2*
3* * 573 — 2355 —Z 2 8 — 8— B S 55 24 555555*
2 2 * — 32 — 75 3155 2 — * 5585 5232 —„X. X — 2
25253 2285 228 — 38 —— 22* 37 —— F 525 — 2 R
27 — 5 —— —— — 223 53 3523 2 3 8 * —— *
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22*2 — * 25 252 525 2 — 2 2335 — — 3535528
2 5 — 33 13555 —A — — —2 22*
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2 * —5 — — 2* 2 232 3 2* —7 255 2
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J
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— 22 3 2333353535
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        —— s 2.
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* 522332
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38 2233
338 388383
2. 23* —
J —2—
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5
53

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5
— 547 58683 3233385
7332757 ——— 3
—— ——
428353 533337 538 3333335 5338
*32*53 25573 38 35532 2*23*837
22 3228275— 55222 29. * 19322 35*8*33
*52 3224 222 2 25 —
33733 8 12387 2522 — *32 2552 252
2333535 — 72 3.* *582 283 *82 *
535 — 23823 7*8 s
S. 2 *278 723 2232 8 272 3*
J—— ———— ———
72332 35332 2357 52233 *2*
—2 — * J 2 6
— 2v 383833 *
1353733 5216 7 252332. 285*
38333555 353 5 33331 211
235233 * 53 — 2203 *55228
35 335355 — 575383
33 * »37
—— 8
—— — . 22 *8 * 254
—
7. 55333
77
3353354

3

2 ,8
88 123 — 232
72 338 53333*
—* 38 * 5333
—8 — 323* F 28
3338 33322 —
2 ** 1538 358 . 5 F 77358
— 2* 537 53
—* * v 2 2 ⸗ * *
* 77 2. —— e 8 ——— — 553
4* *353 ete 3333558
* NR 5ã 3* ——s— —J— — s353537553
53533* * 5 222335 553335 5 3— 3577
3857 552 58 357 28 S—S 2.7— — 85527 —— 2—
J3 33 5337 3543 2* —
—F —A 33* J 2557 J
——— — 333 25352 28 53833237
22. 22533 3233 —22 32353
72532 2 — 52535 * * 223
257523 587 ẽ 32 * 8 55 2335 9 5 —15
A— — 758334
* — 2**
I433 3777 —— 8335
5233 * 822 —23337 3235 28 23353
* *5 55 48 —— 2225 2 — — —8
22 253 538 — —— * X 232
—* 555 8332 253253* 2* 2 25
555 7 3 2525 3387
334 3338 r 35 * 535 337 58
3 123588 12** 258233
37 — — ——— 23
— — ————— 33
—— 238533
72* 3 2. * 2.338
72323 3272558
* 2357 8 2553
522 53 —
*3537
533
2

———

2
9
20

578
572,3 5
—— 52333. 2326
27 —7* ——
—AA 3 3.53, 233 33 F
2332272 2* — 2228
—— 323525 332*33 * —
z A 25 5233537 3235 z5*
— — 288 * 5333*3
2 — 2 538
z27 5 325 25238 * 33583 77
* — 72.0 5 z J
2 52 *232 —— — 2 *33738
7733 52 3 8333 *57 575733
J —8 3353*825383 3 — J 552
——— 55752 553 —— —
2 225 552335353 8 ——
2 3225 ——— 238 — 32353233
— 7 8 *— 2 QSQ* —————
— 8 »F 5* 75 83 52.
* 238 — 2* 2* *52 2* 22
2 * 255 233 —— 3332 39
2* 5 5237 8 3 *8 53
37 3355327335 2 222353 8
F 3 —«⸗ *
* 225 2553 23
— 2.2 * n
— 332S3 258
F 8 32 *
43853 332387 ——
3 —2 2 9
42588 2 3 A 353
228 23 20353 ——
—4
233 *8 122833 53
3 27 5533535
2355 335 3283
333 3 5;
— — 3
1J1 225 2
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5 5 33323
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252 2537 22*2 358 O⸗ —A 3
* J
7 — 22232 8 * x 56
J
*5323. v 2* 3
33 2333 5 3202373
2353838 235332 25280 252933
— ——
—J —— 8373 —
8* 38 2 * 828 — *18 — 22
gt
527358 8 5523* 53553 *88 27421277
— 22 233338 25433
33835 — *3 233388 53
* —A 533 235325
26 285 23853 3* 52333
37 333 2822338 74 3357— 3; 228338
—— —
53333 2 — 3 525 —9— 3 8
*583 33 23373753 7 553 z533535
7388 333358 ——— —— A— ——— *
* —— — — 23838 2233
43553 — A
3 13333335
668 123**
33333333328
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saad
*7
        <pb n="641" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.

A
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donuerstag, Saustag und Sonntagz. Der Aboanementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Ifg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Recla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 186. Donnerstag, den 238. November 1876.

Deutsches Reith.
Beclkin. 23, Nov. Fürst Bismark kraf heute Abend kurz
vor 6 Uhr mit seiner Gemahlin und Tochter aus Varzin dier ein.
Berlhin, 21. Nov. Die „Nordd. Alla. Z.“ schreibt, die
zeitungsnachrichten von einer angeblichen definitiven Ablhrung
der Betheiligung Deuischlands an der Pariser Ausstellung würden
oon berufener Seile als zu weitgehend bezeichnet; bis jetzt hätte
nur Preußen sich schlüssig gemacht, beim Reich sen die Angelegen—
jeit noch nicht verhandelt; von einem d'finit ven Beschlusse fönue
»aher jetzt noch nicht die Rede sein, obschon die gegenwärtig in
naßgebenden Kreisen herrschenden Stinmungen veon der Presse
ichtig bezeichnet würden.
Aussand.

Wien, 20. Nov, Eine poltisch-nationale Kundgebunz im
ucti⸗rujsischen Sinne sicht für die nächften Tuse bevor.

Paris, 16 Nov.' Die aufgeregte Zeit treibt wunderliche Blasen.
steulich erzählten französische Blätter ganz ernsthaft, daß Bismark eines
choͤnen Morgens dem Versailler Kabinet einen Theil von Elsaß⸗Loihringen
zuf dem Präsentirteller angetragen hätte, mit diesem Danger-Geschenk
der schnöde abgewicfen worden wäre. Hrute veröffentlichte die
nonarpartstische „Nation“, die sonst gar nicht übel redigirt ist, an
jervorragender Stelle folgendes Privattelegramm: Berlin, 16. Nov.
Ich erfahre aus guter Quelle, daß zweschen dem Fürsten Bismart
und dem Fürsten Gortschakoff ein Austausch von Depeschen äußerst
vschtigen Inhalts stattgefunden hat. Den Gegenstand dieser Depe—
chen bildet die W.ichsel Linie, nach welcher Preußen schon fseit
ängerer Zeit gelüstet, weil es daun gegen Rußland eine ebenso
tarke offensive Stellung hätte, wie es mit Straßburg, Metz und
»em Ryhein schon gegen Frankreich hat. Man versichert mit, daß
derr von Bismart seine Neutralität an d'ese Bedingung knüpft
ind sich außerdem noch seine vollkommene Handlungsfreiheit gegen
»ollaud und Frankreich vorbehält. Diese Unterhandlungen siud
ucht ganz geheim gebleden: nach der Ansicht der Staatsmänner
pird der Czar auf diese Foiderungen schwerlich eingehen und in
folge dessen dücfie die Situation binnen Kurzem eine minder ge—
paunte sein. — Die „Nation“ knüpit an diesen Unsinn noch die
ntiprechenden Conjekturen; der „Rappel' seinerseits behauptet mit
»rnselben Zuv rsilt, daß Deutschlaud und Eagland unter einer
Decke spilten und daß alles Betreffende schon letzten Sommer in
»et Unterredung wischen der Köngin Vikloria und dem Kaiser
GW.lhelm abgemacht worden sei.

Paris, 20, Nov. Man ist in Regierungskreisen hier sehr
mruhig darüber, daß sowoyl von Schweden und Norwegen, wie
on Oesterreich noch keine Erklärung über die Beschickung der Welt—
zusstellung eingelaufen ist. In gut unterrschteten Kreisen vird
nittetheut, daß beide Läuder ihre Entschließungen erst nach der oft
iziellen Erkrärung Deuischlands kundgeben würden und daß sie im
Falle der Ablehnung von Berlin aus ein Gleches thun würden.
Für Schweden soll dabei der Kostenpunkt, für Oelterresch die volitisch
insichete Lage maßgeberd sein. e

Paris, 20. Nov. Her geht das Gerücht, Italien ver—
nittle gegenwärlig zwischen Rußland um ei gendemsaues mulitä-
isAes Vorgehen uneben- staut gegeneinander.

Rom, 20. Nov. Die Blaͤiter sprechen von der Möglich—
eit einer italienischen thelweisen Mobilmachung, für den Fall
mer ähnlichen Maßnahme von Seiten Oeisecteich?.

Lemberg, 20. Nov. De Besorgniß vor gusbrechenden
Unruhen in Volen ver nlaßfe die russisde Regierunz, de Kaukasus-
ruppin an die polnisch österreichische Geenzt zu verlegen, und alle
inberufenen Soldaten polnischer Mat:nonalität dageaen uach dem
Innern Rußlands zu drigiren.

Petersburg, 21. Nov. Nachdem die Haupiftädte des
fteichs an den Kaiser Dankadressen gerichtet haden, welche die volle
zustimmung zu den Aeußerungen desselden in Moskau bekräftigen;
legen 3unmeßr auch von einet Anzähl anderer Städte und Korpo⸗

—— —— — — — — —— —
—
rationen aus Groß⸗ und Klein-Rußland gleiche Vertrauenslundge⸗
hbungen vor.

— —⏑ —
Nermischtes.

F St. Ingbeit, 22. Nov. In seiner heutigen Sitzung
erurtheilte das hiesige Landgericht 4 Sonntagsschülerinnen von
sier, die während der Kirchweihe wegen Besuch der Tanzmusik pro—⸗
otollirt worden waren, zu je 1 Tage Haft.

FZweibrücken. Die Haus-Collekte für Brückenau hat
erner ergeben:
Ueber rag 1246,17 M.
Ommersheim 30258,
Dberwürzboch ——
decken dalheim 3,54 5
Wattweiler 82,
Herbitzheim 2,00.
stlein: einhau 9,33 ,
Winterbach 6,908
—A 6,00,
Ernstweiler 28,00 —
Zweibrücken 164,308. J

Sa. 1832,52 M.

f Nach det „Pf. Volkszig.“ soll der Wirih Keller von Nieder⸗
nohr. Kanson La. duhl, in einem Wäldchen zwischen Münchweiler
ind Niedermohrbach erschlagen aufgefunden und ein der That Ver⸗
ächtiger (von Liebs hal) bereiis verhaftet worden sein.

F Dürtheim, 19. Nov. In Freedelsheim verletzte sich
or etlichen Tagen ein junger Maunn unvorsichtiger Weise mit einem
duochensplitter an der Hand. In Folge Erkaältung trat in hohem
hrade Entzündung und Blutvergiftung ein, und, unter rasenden
S„chmerzen folgte der Tod. (GDürkh. Anz.)

F In Mor bach (bei Niederkirchen) fand am 20. de. Peittags
Uhr eine „Versammlung der deutsch conserpativen Partei“ statt,
n wescher u. a. die Stellang der Partei zu din bvorstehenden
Reichstagswa len bezw. die Aufstellung von Candidaten besprochen
vorden sein soll. Weiter ist eine Erörterung über Reform der
Zteuergesezzebung, die in Voerminderung der Grundsteuer und
tärkerer Hrauziehung des Geoßcapitels zut Capitalrentensteuer be—
tehen soll, in Aussicht genommen. In der Einladung wird neben
nöglichst zahlreicher Betheiligung auch darum gebeten, nur zuver⸗
assige Männer mitzubringen.

F Aus dem Neustadter Thal, 17. Nov. Bei der öffent⸗
ichen Versteigerung det Bauarbesten des neuen protestantischen Pfarr—
sauses zu Weidenthal wurden bei einem Kostenanschlag von 30.000
Yt. neun tausend Mark abgeboten!

Adam Metzzer von Böchinmgen, welcher am 7. d. Mis.
wischen Böchingen und Frankweiler enen Raubmorddversach gegen
»en Fuhrmana Ratt von Sacnstall unternahm und sich bei der
Verhaftang einen Schnitt in den Hals beibrachte, befinder sich jetzl
im Spital in Edenloben, von wo er nach Heileng seiner Wunde
n's Arristyaus verbrabt wird.

Bie gegen die Wahl des Fehr. K. v. Bienanth zum Pcees⸗
yter in Ludwigshafen erhobene Reclamotion wurde vom Con—
istorium abschlaägum dveschieden.

7 Speier, 29. Nav. Nach einer Mitth ilung des Bundes-
usschusses der bayennehen Feueri-hren zählt die Pfalz derzeit 75
deuerwehres mit zusteren 13,390 Mitgtiedern, eavon 3982 frei—
v e und 9788 ,lte. TDaa Grsawmint pahenstand der pfäl⸗—
ishhen Feneeeeenn aele sich auf 243 Spritzen, davon 117
Druckipatze untb 2 ibrißen neutren Shüernis.

Bürza 3. id. Der Einjähr 4- Freiwellige v.
dutzenberget s . Infanictie-Kegements ein höffnungesveller 18-
ähtiger Jücglintz, hat sich gestern früh 11 Uhr, nachdem er vom
zxerceren heimgelehrt war, in seiner Wohnung erschossen. Der
unge Mann war von sernem JInstructions Officier (Seckondelleu⸗
        <pb n="642" />
        tenant Faß) mit der Strafe des Sandsacktragens belegt worden,
d. h. er mußte während des Exercierens einen 17pfülndigen Sand—
sack im Tornister milschkeppen. Am gestrigen Nachmittag sollte
dieses Gewicht auf 20 Pfund erhöht und der Bedauer swerthe
überdies während der Nacht in Arrest gesperrt werden. Der junge
Mann zog es vor, sich zu erschießen.
F Stuttgart, 20. Nop. Im „Staatsanzeiger“ wird die

Verlobung des präsumtiven Thronfolgers. Prinzen Wilhelm, mit
Prinzeß Marie von Wnldeck, pweiter Tochter des regierenden Für⸗
sten von Waldeck, bekannt gemacht.
Seitdem in Veusschland' die“ Goldwährung eingeflührt ist,
haben wir an der Aufdeckung und Unterdrückung der Fulschmiln⸗
zerei bezüglich der Goldstüche ein geößeres Interesse ats fricher.
Deßhalb verdienen die außerordentlich interessanten Enthüllungen,
welche darüber in der letzten lateinischen Münzkonferenz gemacht
wurden, aber erst kürzlich durch einen Bericht der schwenzerischen
Comm ssäre in die Oeffentlichkeit gedrungen sind, besondere Beach—
tung. Der Präsident der Conferenz, Herr Dumas machte Eröff-
nung, welche man den Geständnissen e nes Galeerensträflings in La
Roquette verdankte. Die franz. Regierung hat daher ihren Münz—
alliirter d'e Unterfuchungsakten mitgeweilt, und die Folge war der
Beschlutz, nach welhem die verbündeten Negierungen ein scharfes
Auge auf die Falschmünzerei in ihren Staaten und an ihren
Grenzen haben sollten. J

Karoline Jarn'iig, die Gelieble Francesconi,s, reiste am
17. ds. nach Wien, um beim Kaiser Gnade für den Vruriheilten
zu erflehen. (N. Fr. Pr.)

Die Zwanzigmarkstücke haben in Frankreich jetzt offiziell den
Namen „Guillaumes“ erhalten. Das „Journal oifiziel de Paris“
notirt im Courszettel einer seiner ẽeuesten Pummern diese Goldstücke
unter der beregken Bezeichnung, welche ofjenbar nach Analogie der
.Napoleons“, der „Louis“ u. s. w. gewählt ist. Ganz richtig ist
diese Benennung nicht, da bekanntlich nur die preußischen Zwanz'g⸗
markstücke das Porträt des Kaisers, die übrigen aber die Bildnmisse
der betreffenden Landesfürsten, resp. das Wappen der freien Städte
tragen.

Richard Wagner ist in Rom eingetrossen. Der

deutsche Botschafter v. Keudell veranstaltet ihm zu Ehren eine musi⸗
ralische Seire.

fF Der amerikanische Schwimmkünstler Kaptän Boytonm wollte
auch in Po sein Glück versuchen und von Turin nach Ferrara
ichwimmen.“ Nachdem er 78aberkü diesent Flusse 83 Stunden
ausgehalten, mußte ex terra firma betreten und kam mit einem
Schüttelfieber davon.

London, 14. Nov. (Stürme.) Berichte aus Oft ˖Bengalen
vekunden, daß der Sturm vom 81. Okt. schrecklichen Schaden an
Menfchenleben und Eigenthum ängerichlel hat. Seit 1814 hat
tin solcher Sturm in jenen Gegenden uüscht mehr stattgefunden.
Dder Sch'iffbruch des „Prince Waldemar‘ ist bereits veczeichnet.
In Burrifant wurden 8000 Häufer vomr Sturm umgetissen. Der
Besammtverlust an Menscheuleben wird von den e'nen⸗auf 20,000,
von aedeten ans 40. 000 angegeben. Noaktholly st ganzüberschwemmt
vorden, und sehr vele Menschenleben sind dort zu beklakden. Das
'olchergestalt dereingebrochene Elend wird auch beeinträchtigend auf
»ie Proklamationtfeier in Dekhi wirken, da die Gouverneure und
domissionäre nicht lange von ihren Posten entfernt sein können.
Uuch in Eenttal ⸗Amertika richtele der Sturm vom 31. Ott., resp.
2. Rov., enormen Schaden un. Die Stadt Bmnefields wurdr
yöllig zersiört. Sodann ist die Hauptstadt don Nicaragua (DNanagua,
zurch eine Sturmfluth so gut wie vernichket. 500 Häufer sind ein⸗
restützt. Ueber eine Mission Dollars Schadett ist angerichtet und
k5Menschen sind ums Leben gekommen. Ferner sind in Kingston
Jamaica) 170 Häuser vom Sturm demolirt worden. (A. 3.)

New⸗Yort, 16. Nov. Rach Machrichten aus Cubo be—
nachtigten fich 11 angebliche Reifende aus Puerto Plata murh⸗
maßlich enbanische Flüůchtlinge, des zwischen Habaung und den
Antillen fahrenden Dampfers „Montezuma“; tödteten den Tapitän
und die Offiziere, setzten die übtigen Passagiere an der ubanischen
Züste ans Vand und gewannen dann das Weite.
Dienstesnachrichtenn.
Der Appelationsgerichtsrath Serini in Zweibrücken wurde
unter Anerkennung feiner langjähr'gen ersprietzlichen Dienstleistung
in den eibetenen Ruhestand verfetztzt

Hausversteigerung.
Montag, den 27. 1. Mits, des
Nag, wittags um 3 Uhr zu St.
Ingbert, in der Wuthsbehau—
sung des Heinrich Schmitt,
läßt Gefschäftsagent Ludwig
Bechthold von hier zR eigen
auf tangjährige Zahltermine ver⸗
—X
Pl. Nr. 199. 28410 Dezim.
Fläche, enthaltend ein zw i⸗
stöckiges, vollständig abge⸗
iheiltes Wohnhaus mit
Hofraum und 2 Kellern,
gelegen zu St. Ingbert in
der Blieskastelerstraße neben
Beruhard Weidmann und
Peter Schwarz.
Sodann in Gemeinschaft mit
Bernhard August, Handelsmann,
und Joseph Beer, Kaufmann,
hede von hier:
Pl. Nr. 2654 9980 Dezim.
Fläche, enthaltend ein zu
St. Inpbert an der Kaiser⸗
straße, neben Johann Jos.
Jungfleisch und Johann
Toussaint gelezenes, neun
bergerichtetes zwei—⸗
stöckiges Wohnhaus mit2
ausgezeichneten Kellern, Hof
rnum, Pflanzaarien und
ionstige Zubehörden.
Sollten auf diese Immobilien
keine annehmbare Gebote ge⸗
schehen, werden dieselben auf
längere Zeit unter günstigen Be⸗
dingungen vermiethet.
Sauer, kal. Notär.

——i 7 — —
Kirchon-Concert. 23immer,
8 T. Tezeuber beziehbar, gu—
Fonntag, den 26. Nov. l. J. Nachm. 223 UOhr a vermietteneat
wvird z Besten der Eath. KiTOhe da hier Carl Engel.
ain Orgel-Concert veranstaltet, wobei hiesige und mehrere aus-
wärtige Krafto mitwirken werden.
Das Nähere besagt das Progamm.
BIIIete sind im Kath. Pfarrhæause und am Con-
rerttage an der IKasse zu haben.
Préise: IJ
L Plautæ l M. 50 Pf. II. Plute M. III Pluia svo Pt.
Zu recht zahlreichem Besuche werden die Bewohner der
Stadt and Umgegend freundliebst eingeladen. —
dDie Nariannenthaler Glashuͤtte vertauft:
Gaspraschen zu M. 1 pro 100 Ko.
Hüttenpraschen, 0,70
A. Waquer.

n Für Damen.

Das schönste pratiscsie und
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ist

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der Kürze halber gegen Rachno hme.

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Anerkennungsschreiben lasse
eines derselben folgen:

Ew. Wohlgeboren etfuche un
die Gefälligkeit mir uoch 4 Stück
NähtijchScheeren⸗Garnituten a M

5 gegen Nachnahme einzusenden.
Reochentin Oberschlesien), den
18. Olt. 1870. Emma Huͤppe,
bei der verwittweten Prinzessin
a2u Hohenlohe-Ingelfingen.

Ein tücht· ger
Schlossergeselle
findet bei hohem Lohne dauernde
Beschäftigung, bei
Georg Weyland,
Zechenschmied, auf' der Grube
St. Ingbert.

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sind gegen gute Sicherheit aus⸗
uleihen.

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dogen Husten u. Heiserkeit,
Keuch- oder blauer Husten
bewahrt sich der
BReCnoOI
As ein vorzüglich und ausge⸗
eichnetes Hausmittel, welches
amSonntan, 12. »n Hals⸗ und Brust⸗
nuf Montag, 135. kranken, selbst in Fällen, wo
d. M., von St. indere Mittel und Arzeneien er⸗
— Ingsbert bis Slglos waren, nie ohne den
Würzbach ein veu seidener, sowee groͤßten Erfolg angewendet wor⸗
lgewöhnlicher Regenschirm. den ist. Der genannte, Phonol“
Der redliche Finder wird ge⸗ st in Flaschen a 75 Pf., Mt.
— Ute Ivon Gn eeten;, dieselben bei Hertn P. 14und Mik. 1,50 stets zu haben
Jsuhewittel von Gumnn une Lang in St. Ingbert, gegea bei J. Friedrich in St.
A. Hirschmann, Hamburg. j qule Belohn ng abjngeben. Ingbert.

Hanf -Couverts.
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* —32 — 3 2* 2 52 27* —— — 8 3 2
S 2237 * 3 2 25. —25
37 33333833352557 3 * 55382
55 *8 22 22 — — 5255 2
* 8223. 93 75* 533883357355 3
2 *3227 3 7* 3. 2 2nr 555 2.7 8 ẽ 7 8
57*8333355 33557355333382
3235 * 2257 22.3 253 06837 —3 — 8 2
3 2 3 —3 A— 035 *
z3833835335 35 3337523338 2656
ß8I382873782 3535 *85552625 2322832
8 2 — 7* — — — — — * —
5535707 258 3535533
— 5255533 *5* 5.3 2723 783.282 23
55755 A 223935 s —*75*2 2 3
— 2 52225 * 252528 * 2 —9 61 *
2 22 87 x —22. 533272 59 —
552 3—S2 523 25535 5553337 A 5 *
— 3 355826*55* * 2* 5—12823 237 5258
3 2235.728 * 5228 —A 52c.3 * 3. 3 7
7255 25249 533763 357255 229
—— ——— 2 2285385 —7 *
* — 3 —2 2 4 56053 2*
x * —23 22 3 22 —* 2 2 — * 35
— 28 3* 5223 22 *5523 — *
22 2335 —3— 283 3883* 223 2
? 3, 72 32 —8* 2* — 22 —— F
2 J 323522 * —22 * 2
3 A 578 7 38 5253 278
r — 5585 255 332 52
*22323 7 753— *222 *
—2 —D5D522 5233 7332535 — —2 709
7 —2 2222227 S. 22.

S
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7
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—5

—
z8
53 7 2 — — 2 7
—— J— . 275— 32—52—57 53222 *7 5
27 2532 22 55—22 2—255235828 —X2 G
z3 53 333. 27.
* J dz 32 7— 25 2
—213 2308 532 2855—23 2252
—— *2582.27 237731* *23 95*
5 2232—287 — — —
575 55238288 —52 35—58 ———
* — — —* — 7— * ——A 2
— 42583835329 — 3 2535—333328*
—A I823* ——— — 8 5582. 2*
2*3 272 —2. 3 .5— 523— — 5278
333 338 255—5 28327— 7** 8 —22
—A 27* 23232 2 2. — 7 2285 2 —— 5.532
23322755 — —— S u J— 522*5S. 288 — 2223 2.5 225
53353 8853 S7278537 ue —25588 5—33533355
5*2838 552352533355 5—5 8383 2*285827*
2223 5323 5.* v E3*77— — ——
— 338 — — —22 *237 2 u — — 55*8
— — 22855 2 —383233*—755
868 —— 5833722 5——7——555— 3532825 2 —
5256837 23223585* — 23— 2—5
53588222 532583538 — 5537 55723835572
2. —227 7 2. 822 2* — —232
— 53 5227 5 6 *387*
*5 527 5253 —D——— 2S
7 27272 7 2 — * .7 *8*5827 232352. 8 58*
A ——— A — —5 —533 5335
—* * * 8. 295 * 23 —* — —
5365 823277 7 —— — 23 *52 3 —
— 7 x *57 J— — 72.5 5755 * *
2 — 2 — 2 9 — 2 2 7 2. * 2 ⁊*
53, *533 * 535.5 452 542753 *5. 5323
235 2533578 v 060 238* —— 5203 325
535 333388* —738 32778 2237*8953 3
2523 23353233 35327 2557— 3— 5333 —A—
—A — — 54252288 — 3 5 2 2** ———
—7;82—272—— 2 2527 —5
—R 557 22 *

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—*8
        <pb n="645" />
        2i. Ingberler AAnzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungbblatt, Sonntagsmit illustrirter ERxei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Dounerssstag, Samstag nud Sonntag. Der Aboanementspreis beträgt vierteljcchrlich

Mtark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa-, von Aas värts mit 153 Yfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum. Reela nren
mit 830 Pfg. pro Zeile berechnei.
— — — — — —
—2 —187. Samstaa, den 25. November 1876.

XαôX&amp;ÔäÄäQQα-

—
Deutsches Reich.

München, 21. Nov. Mit allerh. Ermächtigung wurde
en sämmtlichen Regi rungen, K. d. J.⸗ anheimgestellt, die Vsitation
der Voltsschuten künftig entweder ausschlietzlich durch die Kreisschal-
irekioren vornehmen zu lassen oder neben diefen auch andere Kreis⸗
—XVVV Visitationen heranzuziehen. “Ettenso
bird cs dem Ermessen der Kreisregierungen, K. d. J. anheim⸗
gestellt, ob uud inwieweit feruer noch eine kollegiale Berathung der
Fahresberichte und Schulvisitat onen stattzufiicden habe.

Mäünchen, 21. Nov. Zu den Reichstagswahlen hat das
Staatsministeuum des Innern weitere Anordnungen erlassen. Jo
Bemaßhert des Gesetzes und des Wahlreglements sind die Wehl⸗
reise voun der einschlägigen Distriksspolize behörden zum Zweck der
Stimmadgabe in klesneie Bezirke — Wahlbezirke — zu tteiler.
Diese Abarenzung der Wadhlbezirke ist munmehr festzustellen, so daß
veren Veröff nichung nach Bekenntgabe des Wabrliags rechtzeitig
rfolgen faun. Hiebei sind nachstehende Gesichtspuskte zu deachten:
1) kein Wohlbezirk darf mehr als 83500 Seelen enthalten. Ge⸗
meinden mit höherer Bevölkerungszadl zerfollen daher in zwei oder
ehrrzre Besirke, wee dies bereits für Aufstellang der Wählierlisten
das Auge zu fassen war; 2) abgeiehen hievon ist für die Ab⸗
zrenzung als Regel festzuhalten, daß jede polit sche Bemeinde, gleich⸗
el ob sie aus einem Otte oder aus mih eren kleinen Oe schaften
»esteht, einen Wenhlbezerk zu bilden hat; 3) jedoch können kleine
Hemlinde, in welaen Personen, die zur Bisdun des (aus den
Wahivo steher, einein Potokollführer und 3—6 Be—sizern bestehenden)
Wahlvorstandes geeignet find, sich nicht in genügender Anzahl vor—
inden, mit benachbarten Gemeinden zu einem Wahlbez rt veceinigl
verden, für jnde der so veceinigten Gemeinden bestehl eine gesonderte
Waͤhlerliste. Silbsuverständlch darf auch bei dieser Zusammen ˖
legung von Gemeinden zu e nemi Wablbezirk die Max malzahl von
35300 Selen nicht überschritten werden; 4) der Wahlbezirkein-
heuung ist de Votkszählung vom Jahr 1875 zu Grunde zu legen.
Hiusichtlich der Erlangung des etwa benöthigten statistischen Mate—
Jals ward auf die Entschließung vom 13. d. M. verwiesen. Ein
Berzeichniß der gebiloeten Wadldezirke ist bis längstens 15. December
d. J. der vorsesetzten Kreisregieruag anzureichen.

München. Das neueste ,Aerziliche Jniell genzblatt“ eathält
olgende Cotrespondenz: In dem Auzenblicke wo die Aerztekammer
zon Oberdayern sich einstunmmig dahin ausesprochen hat, daß die
Aufmerksümkeit der d. Regterung auf die drohende Ueberhandnahme
der Curpfuscherei zu leiten sei, wird eine Zusammenstellung der⸗
enigen Personen bekannt, welche im Laufe der diesjährigen Saison
das Bad Mariabrunn bei Dachau besucht, d. h. de bekanule
Doclor-Bänerin“ Amalie Hohenester, in deren Besitz sich dieses
ogenannie „Bad“ bfindet, consultirt und tezw. sich ihrer Behand⸗
ung unterworfen hatten. Die Zabl derselben ist nicht nur beträcht-
uch der Zffer nach, sondern duch inieressant mit Rücksicht auf die
n' derselben vertretenen Rangklassen und Naionalitäten. Unter
den 1200 Curgästen — so hoch brläuft sich nämlich die Zahl der
Patienten — b sindet sich eine österreichische Eczherzogin nebst Prin ·
essin Tochter, worl in Folge des Vertrauens, weiches die angeslich
glückliche Cur einer voch höher gestelllen Periönmateit des öster—
eich schen Kaiserh ruses eing flößt hat. Außerdem figuriren noch
i6 Fuürsten und 7 Grafen und Barone unter den Curoösten der
erühmten Rauderhaup'mannstochter. Nach Nationaluäten vertheilt,
zat Rußiand das größte Contingent gestellt, wehr als die Hälfte
det ganzen Curliste. Es erklätt sich diese hohe Zifft neben
velcher sozar die Zahl der in Bahern selbst woyhntzaften Cutgässe
ogleich auĩ 212 falli, ohne Zwenisel daraus, daß Amalit Hohenester
dor einigen Jahren au einer längere Zeit und wirderholt dort ge⸗
vesenen resicen Großfurstin eine glückliche Gur gemacht hoben
oll; exempla trahunt uud gar das Beispel, welches eine Prin—
essin ihren dirssen ibl Miu dir Uekeisied düng derselben nach
Wuͤrfteib:r, unelrun sin dee Auziehungekeaft für Mariabruun
ruch dahin, denn das kleine Württemberg schickte 94 Patiealen,

vovon 36 allein aus Stultgart, also 18 mehr als ganz Nord⸗
reulschland, welches nur 81, wovon 12 aus Preußen, dahin ziehen
ab, und mehr als noch etnmal so viel denn Oe jerreich, welches
rur 44 ousweist. Unter den 212 Bayern befinden sich nur 27
MNünchener, was im Vergleich mit den 36 Stuttgattern und an
ich verhälttißmäßzig sehr wenig ist und beweist, daß Amaliens
Slern in der Nähe bereits stark erblaßt ist.

Berlin, 21, Nov. Im Anschkusse an die Eroͤrterimgen,
iber die bevorstehende Aufhebung der Eisenölle sind in den Jetzten
Tagen Nahrichten in den Vordergrund getreten, welche an Sielle
rer bisherigen Eiseuzölle anderweite handelepolitifche Begünstigungen
Fer deutschen Eisenindustriellen in Aussicht stellen. Nach einer der
Post“ zu Theil gewordenen Mittheilung entoehren diese Nachtichten
icht der Begründung. Die besoadere Inschutznahme der deutschen
Industrie in hondelspolitischer Beziehuug sei betanntlich schon in
er Thronrede als Zielpunkt der Reichs-Regierung hingestellt worden.
ind eben so set es ausgesprochen, daß diese Infchutznahme nunmehr
urch Erwirkung günstiger Ausfuhrbedingungen für Deutschland
n's Werk gesetzt werden solle. Man dürfe insbesondere daraus
echnen, doß der den deutfchen Eisenindestriellen hochtoihtigen Aus⸗
uhr nach Rußlund bei der ersten sich bietenden Gelegenheit die
Wege geebnet werden.

Sertin, 21. Nov. Zum einjährigen Militärdienst soll in
zZutunft soschen jungen Leuten, die mit 20 Jahren die Reise für
enselben noch nicht erlaugt haben, aber von dem Direttor der
ZWule, die sie besuchen, die Bescheinigung beibringen, daß ihre ge⸗
ügende Ausbildung bis zu einer beftimmten Zeit mit Gewiheit
aerwarten stehe, eine Verläugerunz der Meldungsfrist hewilligt
Ferden. Gesuche dicserhalb sind an die — R
on zu richten.

Nach der Mittheilung eines hiesigen Blattes follen nächstens
rzünfmarkstücke in Gond unter dem Namen ‚halbe Kronen“ und
war im Betrage von 80 M.llionen Mark ausgeprägt werden.

Berlin, 22. Nov. Ver Reichstag hat mit 212 gegen 105
„timmen den 8 592 (Berweisung der Preßvergehen an die Schwur⸗
erichte) angenommen.

Berlin, 23. Nov. Lord Salisbury ift gestern Abend von
Zaris hier angekommen und wurde, da der Boischafter Rufsel un—
aßlich ist, vom Boischaftssekretär Donnel empfangen. Er ist im
Kaise hof“ abgestiegen und noch gestern Abend 984 Uhr zu Fürst
3 8marck gefahren.

Königsberg, 22. Nos. Die „Ostpreußische Zig.“ ver⸗
ffentlicht eine B.kannimachung der ostpreußischen Südbahn, wonach
ur die Stationen der Morkau-Brester Bahn der Frautgutverlehr
ia Prosken-Grajedo wieder freigegeben wurde.

Straßtzburg, 21. Nov. Der Chef des Eisässer Jour⸗
als, Herr Schneegans, befindet sich in Berlin be den Verhand⸗
ungen des deuischen Reichstages und sendet seinem Blatt ebenso
ntereissante als verständ'ge Briefe, worin er seinen Landsleuten
ehörig in den Bart fährs. Man kann in der That die Lage des
dandes nicht besser scheidern, als er es am Schlusse seines vor—
ten Briefes ihut. „Der Sthluß“, sazt er, „den ich Elsaß: Loth⸗
ingen in's Gedächtniß einprägen möchte, besteht in der Lehre, daß
s für unser Land hohe Zeit ist, in andere Behnen einzulenken,
ind Abgeordnete zu wädlen, welche weder auf die Weise derjenigen,
e von den Sitzungen fern bleiben, noch derj nigen, d'e an den⸗
elben theilnehmen, Abstentionisten sind (die ultramontanen Ub;
Jeordneten haben den Einlrittein die Comm'ssion abg lehni) und
;bendrein keine Ultramontanen fein dürfen. Der Reichstag, das
sabe ich, und zwar mit eigenen Augen, gesehen, ist gar nicht taub
jegen unsere Beschwerden; er hat sogar das Gefühl, es müsse etwas
sethan werden, wir hätten Recht, Beschwerde zu führen und unftre
dlagen seien nicht grundios. Jedesmak aber, wenn die eliaß ·
othringischen Ange'egenheiten vor den Neichstag gelangen, so sicht
Fefer entiweder Abgeordnete vor sich, welche gegen die Auneriva
»rolestiten und von dannen gehen, oder vor Vertrelern, welthe die
        <pb n="646" />
        Hausversteigerung.
Montag, den 27. 1. Mis, des
Nad mittags um 83 Uhr zu St.
Ingbert, in der Wirihsbehau⸗
sfung des Heinrich Schmitt,
läßt. Geschäftsagent Ludwig
Bechthold von hier zu eigen
mif langjährige Zahltermine ver⸗
steigern:

Pl. Nr. 199. 25410 Dezim.
Fläche, enthaltend ein z i⸗
—XX
theilies Wohuhaus mit
Hofraum und 2 Kellern,
gdelegen zu St. Jugbert in
der Blieskastelerstraße neben
Bernhard Weidmann nund
Peter Schwarz.

Sodann in Gemeinschaft mit
Bernhard August, Handelsmami,
und Joseph Beer, Kaufmann,
be de von hier:

Pl. Nr. 2654 9910 Dezim.

Fläche, enthaltend ein zu

St. Ingbert an der Kaiser⸗

straße, neben Johann Jos.

Jungfleisch und Johann

Toussaint gelegenes, ne u

hergerichtetes zwei—

stöckiges Wohnhaus mit 2

ausgezeichneten Kellern, Hof

raum, Pflanzaarten und

onstige Zubehörden.

Sollten auf diese Immobilien —
eine annehmbare Gebote ge— CLeissstenbruon -
schehen, werden dieselben auf sowie jedden Bruenh heile
längere Zeit unter günstigen Be⸗n ieh schnell, sicher u. grũndlich.
dingungen vermiethet. Jzâe Deber 1000 geheilt.

Sauer, kal. Notär. F. Grone' in Ahaus Westf.

Bekanntmachung.

Die Lieferung der für die kgl. Steinkohlengrube St.
Ingbert im Jahre 1877 nöthigen Nägel und Draht-
stiften, als:

5000 Kilogramm kleine Hackennägel,
350 große Hackennägel,
15 Speichernägel,
120 Drahtstiften 160 mim,
300 108 mim,
250 80 mim,
300 67 mim,
20 53 mim,
soll im Submissionswege an den Wenigstnehmenden ver—⸗
geben werden.

Die Angebote sind verschlossen und gehörig bezeichnet
bis Samstag den 2. Dezeub. 1876. ddachm. 2Uhr,
hei dem unterzeichneten Amte einzureichen, woselbst auch
die Lieferungsbedingungen eingeseben werden können.

St. Ingbert, am 23. November 1876.

Kaͤl. Bergamt St. Ingbert:
J. Kamann.

RNeune
J * rr
Holl. Häringe
mpfi⸗hlt P. Zepp.
Ein tüchtiger
Schlossergeselle
andet bei hohem Lode dauernde
Beschäftigung, bei
Georg Weyland,
Zechenschmeed, auf der Grube
St. Ingbert.
Zu Weih achten werden zwei
hrave J
Fuhrknechte,
wvelche gute Zeugnisse haben für
die Wuͤrzbacher Mühle von L.
Beer aefucht.

— — —
25
22*58
53

—

Anterleibs Bruchleidenden
vird oic Bruchsalbe von G. Sturzenegger in Herisau, Canton
Appenzell, Schweiz, bestens empfohlen. Vvieselbe enthält ke inerlei
chadlichen Stoffe und heilt selbst ganz alte Brüche, sowie Mutter⸗
ocfälle in den allerm eist en Fallen vollständig. Zu be⸗
iehen in Töpfen zu Mark 8 nebfi Gebrauchssanweisung und überraschenden
Zeugnissen sowohl durch G. Sturzenegger selbst, als durch die Nieder⸗
age von Dr. LV. Strauß. Mohrenapotheke, Maimnz. Auch ist Nä⸗
eres zu erfahren durch die Versendistellen von Fr Böhm, Ka ifer 5⸗
— Matzacher in Carlsruhe. J
Frische Orangen Magen⸗ und Darm⸗
X Stöd 20 Wi. katarrh
Frische Citronen odersch onise Verschleimong der
er Stüch 10, 15 und 20 Pf. Verdauungs:Organe und deren
bei IJ. Peters. d zahlreichen Neben⸗ und Folge⸗
*eiden werden iit bestem Erfolge
zründlich gebeilt. Krauke dieser
Urt wollen nur so viel Ver⸗
scauen fassen und alles Nähere,
owie die zahlre chen Atieste
deren Aussteller nicht öffentlich
genannt sein woslen. gratus u.
franco in Empfang nehmen.
Herde (Holstem).
J. J. F. Fopp.
Herrn J. J. F. Popp, Heide
(Holste n).
Wie ich Ihnen ihon früher
furz bemerke, bin ich durch ben
Bebrauch Ihrer Pulver von
me nem, vorher von verschiedenen
Aerken eriolglos behandesten
32 8ährigen
Magenkatarrh,
fruͤudlich Feheilt. In den ersten
Tagen der Kur verspürte ich im
laterseih etwas unbrhagliches
Sefühl, wahricheinlich veranlaßt
urch de Winde (Blähungen).
d'e früber aufrärts gingen und
itzt dea natürliche: Weg nach
miten nahmen. Diese Geföhle
nachten bald behaglicheren Ptatz
Ich danle Ihnen deszelo vom
Hrunde meines Hercens und
vünsche nur, daß Sie verlen
Leidenden so glücklich helfen
wie mir.
Ve ltenderg a. M. (Bayern)
30. Nov. 75.
Wh. Eichelmann.

Nurnt durchsichtige, aber wirilich
gehaltvolle
Universale
Oycerinseifen.
Von Auto itäten geprüft und
als vorzüglich befunden. Diese
Seifen, aus ganz gereiniatem
Biycerin und Feit bereitet, sind
sdei längerer Auwe duvg) das
vohlthätigste und unfehlbarite
Mütel gegen rauhe, spröde und
rauthaf:e Haut. Sie verleiht
ibechaupt derselben d'ie größte
Zartheit und klace Weiße Die—
elben sind durch ihren bohen
glyeeringebalt vollständig neutral
ind enthäll keine Spur mhr;
er geringsten Schärfe, deshalb
»esonders zum Wasschen für
Auder, ossene Wunden und bei
berletzter Haut sehr zu empfehlen.
Durch ihre Billigleit und natür—
lichen, angenehmen Geruch sind
dieselben allen anderen Seifen
voczuzieben und für Icdetmann
zum allgemeinen Gedrauche zu
empfehlen. Preis per Stücd 15,
20 und 30 Pfo. Fabrik von
H. P. Beyschlag, Auesburg.
Alleinige Nicderlage bei Hertu
J. Friedrich, St. Inabert.

2

eranken seder Art kann aue
oller Ueberzeugun die Anwen.
vung des aneeg bewůhrien
n Dr. Alrym Ratuthelimeen
eschriebenen Heilverfahren⸗ em⸗
fohlen werden Die ses in —
ls 60 Aufi tfschtenene, 500 8
arke Buch kostet nur j Mark u.
st durch sede Zuchhanblung vder
urteet von Richter“z Verlags.
anstalt in Leipzig zů wezeben
welch· ¶ Letere auf Ver angen
auch, einen Iob Seit —B
* daraua gratis u. fraute zur
—1 versen d⸗e—

—XXVIRI
vom 22. Nov. 1876.
— Geldsorten. M. Pso
pistolen, doppelte.. —- 6
pistolen.... — — 6.
Jollin. 10.-f. Stücke. 1665 6.
—XDD
20- Prankenstueke.. 1624 -28
Englische Sovereigns. 20 3388
Zussische Imperials 16702-76
Dohars in Gold.. 416-19

Makulatur,
mehrere Centner, werden abge-
geben in der Druckerei d. Bi.“
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St Ingbert.

—
        <pb n="647" />
        Ss. Ingberlker Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit idustrirter Ver⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Aboanementspreis beträgt vierteligtue

4 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Nera e
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 188. Sonnutaag, den 26. Novem ber

*
— —* *
—

*

Deutsches Reich.

Muünchen, 23. Nov. Diekgl. Verordnung vom 20. De⸗
cember 1868 bestimmt, daß die Wählbarkeit für die Handels- und
Gewerbekammern sowie für die Handelz-, Fabrik und Gewerberäthe
von dem Besitze des bayerischen Staatsbürgerrechts abhängig sei.
D'iese Bestimmung wird durch eine heute erlassene kgl. Verord—
nung mit Rüchsicht auf das jetzt bestehende zemeinsame deutsche
Indigerat aufgehoben.

Berlin, 23. Nobv. Marquis Salisbury hatte heute Vor—
mittag wieder eine längere Unterredung mit dem Fürsten Bismarck
in dessen Wotznung und wucde um 1 Uhr vom Kaiser empfangen;
die Audienz dauerte eine halbe Stunde. Nachmittazs nahm der
britische Minister in seinem Absteigequartier den Besuch des Reichs—
tanzlers entgegen und wird auch bei letzterem diniren.

Ein Anttag Preußens, betreffend die Reform der Aktiengesetz-
gebung, nebst einer erläuternden Dentschrift, liegt dem Bundesrathe
vor. Der Antrag stützt sich auf die Ende März 1873 im Reichs-
tag eingebrachte Interpellation des Abgeordneten Lasker, welche
darauf hiuauskam, eine Abänderung der jetzt bestehenden Alten⸗
gesetzgebung herbeizuführen. Es wird danna darauf hingewiesen,
wie in Folge dieser Interpellation Seitens der Reichsregierung
Erhebungen angestellt worden und das preußische Adgeordnetenhaus
am 29. März d. J. auf Grund des Berich's der Untersuchungs⸗
dommission eine Reform des Aktienwesens durch die Reichsgesetz-
jebung beantragt habe.

Ausland.

Wiener Blätter wollen wissen, ein russisches Armercorps werde
demnächst über Rumänien in Serbien einrücken und die serbischen
Truppen würden unter dem Oberbefehl des russischen Generals
Semeka an der Drina concentrirt, um nöthigen Falles in Bosnien
einzurücken.

Prag, 23. Nov.' Ein Reikkript des Handelsminsters an
alle Bahndirektionen verpflichtet Reselben 50 pCt. ihres Fahrparks
in gedeckten Lastwagen für ebentuelle Truppentransporte zur Ver—
fügung zu stellen.

Petersburg, 22. Nov. Noch einer der „Internationalen
Telegrophen · Agentur“ aus Semlin zugegangenen Meldung hätte
das gesammte serbische Ministerium gistern seine Enilassung gegeben.
Dieselbe sei noch nicht von dem Fürsten Milan angenommen
worden, doch beharrten die Minister bei de selben. Der Grund
der Demission sei noch unbekannt.

—Petersbdurg, 23. Nov. Der Kaiser empfing vorgestern
den österreichischen Botschafter und erneuerte auch bei diesem Anlaß
die Versicherungen seiner Friedensliche.

habe und sichert er dem, der ihm über ihren jeheen
Miltheilung macht, 36 Mark Belohnung zu. 3

Gegenüber der geschmacklosen Mode, die Danie 1
Vogelbälgen und Flügeln zu verzieren, macht ein Curipe
der „Rheinpfalz“ den Vorschlag, wenn undbedingt etwat
zaftes die Schönheit erhöhen foll, mit den Bälgen oder *
der drei altbayrischen Singvögel „Bans, Ant'n (Eunte) urv —
Spanferkel“ die Hüte beliebig zu garniren oder zu verzieren. E
vürde dabei der Mode gehuldigt und den Singvogel⸗-Liebhahern
hliebe ein schmerzlicher NRabl'ick erspart.

FWeingartsgreuth, 17. Nov. Das neu entdeckte Stein⸗
tohlenlager. Die im hiesigen Flur, Abtheilung Buchfeld, auf-
refundenen Steinkohlen wurden vom Bergamte Vayreuth unter⸗
ucht und den rbein'schen und besseren sächsischen Kohlen gleich
rachtet. Auf Requisition der erstgenonnten Behörde hat der lgl.
h)err Bezirksamtmann von Höchstadt ein größeres Quantum Kohlen
in Ort und Stelle ausgraben iassen und wicderholt nach Bahreuth
jesandt. Bohrversuche werden, wenn in diesem Herbste nicht mehr
nöglich, kommenden Früsnling angestellt werden. Möchter sich bald
ndusteielle Männer finden, die sich der Sache annehmen; denn die
ßrundbesitzer in B. sind nicht in der Lage, größere Kapitalien
)aran zu wagen.

F Das Göttingen⸗Grubenhagensche landwirthschaftliche Wochen⸗
»latt theilt mit daß am 13. September in Lübben die Enefrau
ines wohlhabenden Bauern aus Schlepzig wegen Fälschung von
tzutter ⸗die sie, mit geriebenen Kartoffeln gemengt, in der Stadt
verkauft hatte, vom königlichen Kreisgericht zu drei Monate u Ge⸗
ängniß, 300 M. Geldbiße, Verlnst der bürgerlichen Ehrentechte
zuf ein Jahr und Treagung der Kosten verurtheilt wurde.

F In Deutz wurde kürzlich eiu' Krakehler, der seinen Gegner
zus Anlaß eines Wirthshausgezärkes einen „Marpinger“ genannt
Jatte, dieserhalb zu einer Geldstrafe von 15 M. verurtheilt.

Berlin, 22. Nov. Der angebliche Vuftschiffer Ral p'h
Stott hat Berliu mit sreiner Gattin am Samstag Abend ver⸗
assen, nachdem auch das k. Kriegsministerium jede Verbindung mit
»emselben abgebrochen hatte, da Stott jeder ernstlichen Aufforderung.
inen Flag zu unternehmen, stets nichtige Vorwände entgegenzusetzea
atte. Stott's Maschine uund Sachen sind aber hier zurückgeblieben,
da er die ziemlich bedentende. Forderung seines Hoteliers nicht de⸗
ahlen konnte und mehrere Hundert Thaler dort unbezahlte pur
frinnerung an sich zurückleß.“ Stott hatte nicht einmak das Nesse⸗
jeld für sich und seine Frau, und mußte erst die Gesellschaft zur
Unterstützung helfsbedürftiger Engländer hierselbst einschreiten und
hm die Mittel zur Heimreise nach Dsver gewähren. I

Ber der in voriger Woche in den großeu schlesischen Forsten
des Fürsten Pleß stattgehabien Jagd, welcher der Kaiser anwohnie,
vurden neben dem kleinen Gethiere von 15 Jägern 11 Hirsche.
2 Rehe, 29 Stück Dammwild und Schanfler und 82Sauen
rlegt. Darunter befand sich ein durch den Kaiser beim, zweiten
Schuß niedergestreckter capitaler Achzehnender, welcher 495 Pfund
vog, und der stärkste Hirsch ist, den der Kaiser je geichossen hat.

F Wien, 21. Nov. Am 11. Nov. logirte sin hier im
Hotel zur ungarischen Krone“ ein Fremder ein, der sich als Kaut
F5yrhr. v. Härtl, Privatier aus Stuitgart“ ins Fremdenbuch behreh.
die Polizeibehörde brachte jedoch heraus, daß deeder Nomte etn
alsster und der angebliche Härtl identisch sei mit dem am 14.
zuniel. J. aus Gmünd in Württemberg nach Unetschlagung einer
„umme von 70—-80,000 M. flüchtig gewordenen Hospitalver—
valter Eduard Pichlet. Der Defraudant wurde gestern verbaftet
ind wird nach Ueberstehurg einer Strafe wegen Falschrmelzung an
as württembergische Oberamtsgericht zu Gmünd'“ auszelzeiert
veiden. Cudets )

F Der Schwurgerichlshof in Znaim hat am 17. ds. zwei
—5cheusale in Menschengestalt, Maria Lutzz und Frauz WMijelnek,
oegen des Verbrechens des Meuchelmordes (sie haiten gemeinschaft⸗
ich den Gattlen der Ersteren überfallen, mit Petroleum begoössen

RVermischtes.

7 St. Ingbert, 25. Nov. Um mehrfachen Fragen ent⸗
gegenzukommen, erlaubt man sich die Eiklärung, daß bei dem beu—
tigen Concerte des Kaijerslauterer Stadtorchesters im Oberhauser'schen
Saale jede Eintritt zahlende Person, Herren und Damen, wenn
auch nicht Mitglieder des Musikvereins, Zutritt hat.

r Landshut, 17. Nov. In veiflossenet Racht haben sich
Ratten in einem Schweigeranwesen nahe der Klötzlwützle über ein
in der Wiege liegendes Kind hergemacht und bereits dessen Finger
abgenagt. Glücklicherweise wurden · die Eltern durch das Geschrei
des verletzten Kindes wach und derscheuchten die gefräßigen Bestien.

F Pappenheim, 21. Non. Gattenmord. Diesen
Vormittag wurde durch die Gendarmerie von Rothenstein ein Schuh⸗
macher von dort an das kgl. Landgericht dahier eingeliefert, weil
derselbe schen vor wehreren Wochen seine Frau erschlagen, auf
einem Mistwagen auf seinen Acker hinausgefahren und dort ver—
sccharrt haben sol. In dem Wahn wahrscheinlich, daß diese ent⸗
etzliche That nie an das Tageelicht kommen werde, hat derselbe
A
ziesigen Wochenblatt eine Bekanntmachung einrücken lassen, nach
velcher sich seine Frau seit 7 Wochen heimlich von ihm entfernt

57
        <pb n="648" />
        and ane zündet, so daß derselbe in entsetzlicher Weise derbrannte)
nach dem Veedicte dec Geschworenen zum Tode durch den Strang
perurtheiit.... I
FeIn Madrid ist am 13. d. M. das Cirkus-Theater abe
gebtangt. Das Feuer brach auf der Bühne während der Vor—
dellung aus und bei der allgemeinen Pan'k, welche unter den Za⸗
schauern enistand, wurden mehrere Personen erdrückt.
Fur die Redacuien xuwectiih 3. Dne —D
Noch sellen har ein Arnlel so rasch sich einen allgemeinen
Nuf erworben, als der seit einiger Zeit in Handel gebrachte
Meinische Malz⸗Extkract.“ — Im— allgemeinen Interesse

finden wir uns veranlaßt, auf die im heutigen Blatte enthaltene
Annonce des bon den bedeuter dsten medicinischen Autoritäten
zeprüften und empfohlenen Phödol ganz besondets hinzuweisen.

nteressa mt 7
at die in der heutigen Nammer unserer Zeitung siek befindende Glnexs-
(zeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat steh
jorch seine prompte und versehwiegene Auszahlung der hier und in der
Iingegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
i i IJcden ant dessen heutiges Inserat ßohon an dieser Stello nal-
nerkgam machen.

1000 Gulden
sind gegen gute Sicherheit aus
zuseihen.

F. A. Eckrich. Geschäsism.
Zu Weihnachten werden zwe
be ade

Fuhrknechte,
welche gute Zeugnisser haben ür
die Wuͤrzbacher Pühle von L.
Bexrt gesucht.

Sonntag, den 26. November
Streich⸗Quartett-
ausucführt von der Gesellschhaft Dahm,
M. Eberhard.

Ein Buch, welchegz 68 W
erlebt hat, bedarf wohi
lagen keiner weiteren Em⸗
fehlung, diese Thatsache ist ja
der beste Beweis für seine Güie.
Jür Kranke, welche sich nur eines
ewährten Heilverfahrens zur
Viedererlangung ihrer Gesund
jeit bedienen sollten, ist ein solches
Werk von doppeltem Werth
und ein; Garantie dafür, daß es
ich nicht darum handelt, an
hren Körpern mit neuen Arzneien
jerumzuexperimentiren, wie dies
noch sehr häufig geschieht. —
Bon dem berühmten, 300 Seiten
tarken Buche: „Dr. Airy's Na⸗
irrheitmethode? ist bereits die 68.
Auflage erschienen. Tausende
und aber Tausende verdanlken
der in dem Buche besprochenen
deilmethode ihre Gesundheit,
wie die zahlreichen, daria ab—⸗
gedruckten Atteste ber risen. Ver⸗
dume es daher Niemand, sich
dies vorzügliche populär⸗medi⸗
einische, 1 Mark kostende Werk
hzaldigst in der nächsten Buchhand⸗
lung zu kaufen oder auch gegen
Einsen dung von 10 Briefmat ken
a 10. Pfg. direct von Richter's
Verlags AÄnflalt in Leipzig kommen
zu laffen, welch' Letztere auf Ver-
angen vorher einen 100 Seiten
tarken Auszug daraus gratis and
ranco zur Prüfung versendei.

—B
Haupt-Gewian Glücks⸗ Die Ge w imue
e..... Ruzeige garantirt der Staat.
x 198 BHBrste Ziehung:
375. 000 —2— 13. u. I4 Decémb.
Tinsadouut xZur Ræetheiligung nn cdie —*
Gewinn-Ohancen
der vom Staato Hamburg garantirten grossen Geld-
Laotterio, in weleher ũber J
—— *

7 II. ar-

alcher gewonnen werden mussen,

PDie Gevisme dieser vortheimaften Geld Lotterie, welehe plange-
mãss nur 79, 000 Looso enthält, sind folgende: nämlieh 1 Gewinn ev.
375,000 Mark, speciell Mark 250, 000, 125, 000, 80, 000.,
60,000, 50,000, 40,000. 36,000, 4 mal 30,000 und
25.0003 4 mal 20,000, 25 mal 15,000 12,000 und
I0. Oo0. 26 mal 6000, 56 mal 4000 nnd 8000, 206 mal
2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500. 1200 und 1000.
I556 ma 500. 3800. und 250, 24868 mal 200, 150, 138, 124
und 120, 14839 mal 94. 67, 65, 50, 40 und 20 Mark
und xommon soleho in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen ꝛur siche-
ren Entscheidung. *
Die erste Gewinnziehung ist amt lieh auf · den

B N IS. December d. J.
festgestellt, und kostot hierzu

das gaio Originalloos nur 6 Reichsmark,

4das nalhe Originalloos nur 3 Reichsmark,

das viertel Oricinalloos nur 113 Reichsmark
und werden diese vonn Stante garantirten Original-
LGOse (kreine verbotenen Promessen) gegemn —XRE
—EX gegen Postrurscehuss
et nan den ener εε Geειιen von mir versandt.

Jeder der Betheigten erhalt von mir neben seinem Origiml-
Looae ek den mit dem Staatswappen versehenen Original-FPlan
rntis und nach tattgehabter Ziehung so fort die amtliche
Ziehungaliste unansgetordert zugesandt. u—
nie Ausaniun—o und Versenduno der Cewinngelder
arfoigt von mir direct an die Interessenten prompt und unter
atrengster Verschwiegeneit. 3 —WV
HJειιnc kann man einfach auf eine Postein-

EIIXI
F Man wonde stoh daher mit den Auftraägen
rertrauensvoll am W
BSamuel Heelcscher senr-
Handuier &amp; Wechsel⸗-Comptoir in Hamhuræ.

BK———8

ur Damen.

Das scoͤnfte, pratuschsie und

2lebenßzwürdigste
Weihnachtsgeschenk

is * *

euserr
ANãh tischscheteen Garnitur
aus Soliuger Silberstahl
** gteel) enihaltend; Ju⸗
chur ide⸗ NRagelESEtick
stuopflochscheere mit Stell⸗
chraube und ein hochfeiues

Trenumesser.—
Preis für Garnitur: 4 Scheeren
1. Messer in feinem Etui 5M.
Unentbehrlich für je den
ONaäht i sch. Dauerhaft und
unverwüůstlich bei fleißigstem
—*8 Garautie der Vor⸗
zuglichkeitdurch eventuelle franco
Rücknahme Depypt für De ulsch⸗
laud bei Win. Hruser Is,
Nehmplatz, Aachen. Versandt
der Aurze halber gegen Nachne hme.
Von den vielen eingegangenen
Anerkennungsschreiben laffe
eines derselben solgen:;
Ew. Wodhlgeboren erfuche um
die Gefalligkeit mir noch 4 Stüd
Rahnisch⸗Echeeren · Garniluren a M.
s gegen Nachnahme einzusenden.
tochentin (Oberschlesien) , den
18. Oit. 1876. Emma Hüvppe,
bei der verwittweten Prinzessin
uä HohenloheIngelfingen.

Sesies senuttei
Trauben Brusthonig
don vielen Aerzten und gene⸗
seren Personen cller: Stände
and Ciassen enpfohlen, selbst
bei Lungenleiden und Abieh—
—XX
bestem Erfola'a ι—
Flasche'1, I *
und 3 Mark in 7 * 5
St. Inaberi bei ꝰ
J. Friedrich. 2

Ohne obigen Fabrikstempe

2 wr woe aee 0

Spielwerke
4 bfs 200 Shücke spielend;
mit“ oder ohne Expression,
Mandol:ne, Trommwel,glocken
Castagnetten, Himmeistimmen,
harjez icl

Shieldosen
2 bis 16 Stüde spielend;
fernet NRecessaireh Cigarten⸗
stünder, Schweißerläuschen,
Phologrophiealbums, Schte b⸗
uge, Handschuhtasten, Brief
beschwerer, Blumendafen,
Cigarten⸗ Etuig, Tabalsdos⸗m
Arbdeitätsche, Flaschen, Biet
aszr, Portemonnates, Stühle
ic. adea mu Musit. Stets
das Reneste empfiehlt
IJh S. Beller, Beru
Illustrirte esen ene ver⸗

sende frorco.

Nur wer direct bezieht,
erhaäͤlt Heller'sche Werle.

—8 iKtig tür n Frucht,, Brod⸗nud
3 p

Sehr wichtig für Jedernann. zo preitee

Von ärztlichen Notabnitäten geprüft und Iueeen vom 23. Rodb.

e pfohlen is de Zeiten 11M, 50 pf. Korn

——— Phè 01 83. 68 Pf. Gersse Sreihige

F I Gecste, —8

3 0 yf. Epetz 8M.

Kheinischer Malz⸗Ertract, ine

eim vorzüglich, aund bewahrtes Hsusmittel, Pfg. Dintet — M.— Plg.

welches pon Hals⸗ und Brusfitranken seibst in Viischfrucht DM. — Pf. Hafer

Falten, mo dodere Mitlel und Arzneien ere J. Vi. 80 Pf. Hen s Moßo

folg'os waren, nie ohne den grötzten Erfolg p Siroh 4 M. 75 Pf. Kar⸗

FνMιν—ανüe. anhemendet worden. — Derselbe wpirkt schlein⸗ offeln 2 M. 89 pi. per Csr.

ose ne ainden bie Trocenhein und Hustenreig, — Einig bicheres Weißbrod 19 Ko. 96 Pf. Korn⸗

Matel ber Keuch⸗ oder blauer Husten der Kinder, sofortige Besei⸗ »rod 8Ko. 78 pf ditto 2 Ko.

ngung der Gefahr. Rasche Hilfe dei kranken Brustotaanen, Hali⸗ 68 Pi. ditto i Kilo. 26 5f.

eniundung, Verschleimung des Kehliopfes, langandauernder Heiser⸗ Gemijchibrod 8eilo. 96 Pf.nni

keit, hartnäck gem Huften, aftbmatuschen Beschwecden ind katurrhae Paai Weg 190 Gramm 6phf.

ischen Aff ctionen. Der Phènol zeichnet sich vor ähnlja en — zu vexdfl. I. Quat, 58 Pf. 2.

zleichen Fwecken gebräuchlichen — Mitteln durch einen angenehmen Qual. IR3 48 96

Beschmack aus. Derselhe ift stteis zu haben in Floschen à 75 Pfi, daufl. 82, Pf. Schweinefl. 80

vi.1 und M. 1,50 dei J. Friedrich in St. Ingbert. Bi. Butter MN. do Pf. per Pso.
edainon ud und Verlag von Xx. Demeß in⸗St Ingbert. 13—
Biezu illustrirtes Sonntaasssblatt“ Nr. As.
        <pb n="649" />
        St. Ingberler AAnzeiger.

—B
der St. Jugherter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Fauptblatte vorbundene Unkerhaltungsblatt, (Sonntags mil illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Dauueratag, Saubtag nuud Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfa. Anzeigen wexden mit 10 Pfg., von Aaswörts nit 15 Pf3. für die viergejpaltene Zeile Blattschriit oder deren Raum. Reciamen
mit 30 Pfg. vrd Zeile berechnet.
MI 189. — Dieustag, den 28. Novem ber J 1876.

Deutsches Reich.

Berlhin, 25. Nov. Der „Nationalzeitung“ zufolge wird der
Bundesrath allernächstenss die Frage wegen Betheiligung Deutsch⸗
ands an der Pariser Ausstellung zum Austrag bringen und seine
Brschlüsse dem Reichstage vorlegen.

Berlin, 25. November. Die angeblich angeordnete Aus⸗
»tägung von goldenen Fünfmarkstücken wird wiederrufen.

Parlamentarisches. Im Reichskanzleramt wird zum
Artilel 11 der Maß und Gewichtsordnung vom 17. August 1868
in Zusotzartilel ausgearbeitet, dahin gehend, daß im Spiritus⸗
»erkehr nur amtlich geeigte Gewichtsalloholometer und Thermometer
Seltung haben sollen. Die Pelitionsktommission des Reichstages
etaudelte in ihrer vorgestrigen Sitzung denfelben Gegenständ. Es
ag ihr eine Petition des Vereins deutscher Speritushündler und
Spritfabr kenten vor⸗ dieselbe bezieht sich auf die Beschlüsfe det
Vereins, nach welchem 1) d'ie technischen Vorlehrunzen für die Gin⸗
ührung des Spiritushandels nach Gewicht von der kaisetl. Rormal⸗
ẽkichungs Comnuision getroffen werden knnen, ohne mehr als einen
ichtigen Gewichtsalloholometer nörhig zu haben und 2) der Maß-⸗
jandel krine Garante bielet, währeud der Gewichtshandei die größere
steellität verbürgt. Die Commission beschloß, die Petitionen der
steichsrenictung zut Erwägung zu empfehlen und dem Hause münd⸗
ichen Bericht zu erstalten.

Die Kommission zur Vorberathung. der vom Abgeordneten
Schultze: elitzich vorgeleaten Novelle zum Genossenschaftsgefetz bielt
„eute und gesteen eine Sitzung ab. Im 8 2 wurde die naqhh eug⸗
schem Muster entlehnte Bestimarung, daß es zur Gründung einer
genossenschaft der Betheiligung von mindestens 7. Meitgliedern be⸗
arf, angenommen. Dem 83 des E twurfs gemäß wurde beschlossen,
aß bei Credite und Produktiv-Geuossenschaften die Geschäftsanthtile
uf mindestens 100 Mark bemessen und seitens der Mitglieder
„urch Boll- oder Theilzahlung in die Kasse eingebracht werden müsse,
edoh soll die Theilzahrung n'icht uner 5 pCt. des Ganjzen all-
ägurlich betragen dücfen; dagegen wurde beschlossen, daß bei anderen
Benossenschaften die Geschäfisantheile auf mindestens 30 Mark
emessen sein müssen,, wahrend der Entwurf 50 Mark fixirt wissen
oisl. Als Riferent fungirt Abg. Oppenhe'm, die Regieerung ist
zurch die Kommisserien Geh. Räthe Hagens, Heid und Hauser
ertreten.
NAusland.

Wien, 25. Nov. Der Marquis Salisbury betonte hier

jeines Unterhaltungen, England erscheine auf der Konferenz
eineswegs als p incipieller Gegner Rußlands. Es werde darauf
inkommen, doß Rußland feine Forderungen, in einer Weise for—
anlitt, wilche dem. Zvecen, die Rechte der christlichen Unterthauen
u garantiren, Genüge leißet, ohne die Souveränetät der Pforte
ufzuheben, Soiche Souvberänelätsverletzung könne nicht darin ge—
unden werden, wenm die Pforle Enropa gegenüber bestimmte Ver—
flichtungen rücksichtlich ihrer christlichen Untecthanen übernehme
ind die Mächte bei den einzufübrenden garantirenden Einxschungen
elbst an Oct und Stell mitwirken

Wien, 25. Nop mber. Der Manqis. von Salisbury reist
aorgen von hiet at und begibt sich nach Nom. DeAussi dten
uf einen ersprießlichen Crfolg der Konferenz habe sich keineswegs
erbessert.

Mit lebhaftem Interesse folgten die Polifiker dem Marquis
Salisbury auf feiner Reise durch die Hauptstädte Curopa's.
der „Daily Telegraph“ weiß bereits Näheres über die Unterredung
wischen ihen und dem Fürsten Bismark zu berichten. Fürst Bis
ark versicherte den englischen Abgesandkéuf der freundlichen Gefühle
Deutschlands gegen Cygland, allein er bemerkte, Deutschland sei
urch Fam lienbande, vertraute Beziehungen und Empfindungen der
dankbarkeit mit dem Kaiser Al xauder verknüpft. Es würde unter
en Umständen unmszlich für Deuischland'sjen, sich auf England's
Se'te zu stellen oder auch nur Rußland Rathschläge zu erlheilen.
deutschland, fügte er hinzu, wird Fagland herzlich in all' seinen

Bemühungen zur Erhaltung des Friedens unterstützer.. Allein im
Falle ein Krieg ausbrechen soute, wird es eine Haltung strenger
dentralität beobachten. Der Fürst gingso weit anzudeuten, Deutsch-
and würde keine Einwendungen gegen die Besetzung eines Theiles
ürkischen Gebietes durch russische Truppen erheben. Frankreichs er⸗
vähnte Fürst B'smark mit keinem Worte. Obschon er den Wunsch
nussprach. daß der Friede erhalten bleiben möge, äußerte er doch.
eine sonderliche Hoffnung hinsichtlich des Gelingeus der Conferenz.
Ich döre, meldet der Berichterstatter weikter, daß Lord Salisbury
ie Aufiten des Kaifers bezüglich des Friedens als weit günstiger
scun die des Fürsten Biswark aufgefallen sind. Beide indessen er—
viesen fich stark in dem Entschlusse, die strengste Neuttalität zu wah⸗
en. Sollte die Mittheilung auch auf Kombination beruhen, so
arechen doch alle Anzeichen dafür, daß die Politik der deutschen
deichsregierung in der That eine solche ist, wie sie oben angegeben
nurde.

Paris, 25. November. Gestern fand in der Deputirkenkam—⸗
ner zu Versasles eine sehr stürmische Situng stalt. Triftan Lambert
in enthusiastischer Bonapartist, rief in offener Sitzung: „Vive I'Em-—
sreur!“ Der Praͤsident sprach sofort die übliche Verwatnung gegen
hu aus. — Prinz Napolcon dielt eine antillerikale Rede, in welcher
ruder ultramontanen Kamarilla vorwarf, im Jahre 1870 die
Allianz Italiens-mit Fraukreich hintertrieben zu haben. Gambetta'
enutzte sofort diese. Aeußerung des Schw'egersohnes des Königs
zictor Emanuel, indem er gegen die verderbensvolle „Spanierin“
ttans rin Eugenie) donnerte,

London, 23. November. Die hiesizen Zeitungen wollen
em. Ehrenwort des Kaisers Al-xander,, womit er seine friedliche
zesinnung und. Useigen — bekräftigt hat, nicht recht ttauen.
zie erinnern daran, daß ———— Schuwaloff extra zu dem
weck nach London kam, um im- Namen des Czaren zu versichern.
kußland denke nicht mehr an die Eroberun; von Chiwa — nach⸗
er aber wurde Cyiwa doch annectirt. Sie erinaecn daran, daß
ngeblich „wingende Nothwendigkeiten“ die schössten Versicherungen
dußlands schon zu wiederholten Malen habenvin Rauch aufgehen
assen, ud sie meigen, wenn einmal die Russen in' Bulgarien
anden, könnte sich leicht wieder eine solche „wingende Nolhwen—
igkeit fi nden, welche sie nöthige, es zu behalten und gar; um ihrer
Zicherheit wilen auch, noch Konstantinopel zu nehmen, trotz der Ver⸗
icherung des Czaren und natürlich sehr wieder Willen, 'aber weil—

die „Verlältnisse“ sie eben dazu drängen wücden. Ein solches
drängendes Verhältniß“ sei jetzt auch die Volksstimmung in Ruß—
and, welche sich die russische Regierung nach Bedarf hergetichtet
abe, und welche sie schon als-, zwingende Nothwendigkeit“ gegen
)ie anderen Regierungen auszespelt hate; cs sei aber zu permuthen,
daß sie sich gern „wingen“ lasse, zumal sie sich den Zvang offen—
bar bestelli habe.

London, 23. Nop. Daß Rußlands und Englands Inte—
ressen nicht allein am goldenen Horn, sondern auch in Centralasien
und an der britischeindeichen Grenze aufeinanderplatzen, lehrt die
erregte Sprahe der dem indischen Amte besonders nahe stehenden
Bläuer, Pall Mall Gazette nnd Manchester Gunardian. Tet hiesige
Berichterstaiter des lezteren gibt an, daß dem indischen Auie gerade
aus der éllerletzten Zeit neue, sprehende Beweise dafür dvorliegen,
jaß die russijge Politik in der Richtung gach Indien hin mit den
riedlichen Versiberungen des Kalsers durchaus ucht im Einklang
teht, daß russische Agenten den Emir von Kabal gegen Eogland
baebracht haben. Das indische Amt hat Beweise dafür, daß Ruß—
und tein Bündniß mit Afghanistan aubahut, welches Eugland
xhaden bereiten müßte, und der genannte Korrespondent ist in
er Lage zu versichern, daß das indishe Amt auf Grund diefer
Zeweise sich zur Aufgabe seiner bisherigen rein abwartenden und
»assiven Politik entschiossen hat. Es hat sich für die Sicherheit
»es Bolaupasses entschieden und beabsi htigt eine Expedition gegen
zje Afridis, um eine bessere Deckhung für den Kaiberpaß zu erlangen.
Wenn Rußland seine Kräfte in Asien mit keinem mächtigeren
        <pb n="650" />
        Feinde zu messen beabsichtigt, alz mit den Jomuden und Turk⸗
menen was sollen ihm d'e 50 großen Transportschffe, welche zur
Zeit für die Wolga und das kaspsche Meer gebaut werden und
deren jedes eiwa 2600 Mann fassen soll?

Petersburq, 25. November. Die Subseription auf die
100 Mill. Rudel 5proc. Bankbillets wurde allein schon in Peters⸗
durg und Moskau überztichnet. Der Betrag der Zeichnungen bei
den Provinzialfstellen liezt noch nicht vor.

Aus Warsschau wird der ‚Pol. Corr.“ geschrieben: Das
ungefähr 42/3 Meilen von Warschau entfernte Sitädtchen Sierock
wird seit einigen Tagen befestigt. Sierock liegt am Einflusse der
Narew in den Bug und bildet im Verein mit Warschau and Mod⸗
lin ein wichtiges strategisches Dreieck, auf welches schon die polnisten
Gexerale während des Revolutionskrieges im Jahre 1830 bis 1831
ein besonderes Augeumerk richleten.“

vieder ein Unglücksfall. Beim Steinbrechen entzündete sich in einem
Bohrloche die Pulverladung zu früh und fuhr einem Arbeiter in's
Besicht. wodurch bedeutende Verletzungen verursecht wurden. Durch
den plötzlichen Schreck scheint der Arbeiter rückwärts getrieben worden
zu sein, was ihn zum Fallen brachte, wobei er einen Beinbruch
erlitt. Ein zweiter Acbeiter wurde durch das Pulver ebenfalls
jedoch nicht bedeutend veiletzt.

t Der schottische Eilzug entgleiste am 22. d. auf der Reise
yon London nuch Edingburg in der Station Heeley (unweit Sheffield)'
wobei zwei Schlafwaggons gänzlich zertrümmert wurden und 14
Versouen mehr oder weniger erhebliche Verletzungen erlitten.
—er —— — — — — — —

Eingesandt.

St. Ingbert, 27. Nod. Das Lebenszeichen, das der
Musilvetein gestern durch Aufführung der Operette. Dr. Säge bein
und sein Famulus“ und der darnach folgende Ball gab, war schon
por einigen Tagen im „Anzeiger“ als ein kräftiges in Ausficht
gestellt worden. Heute müssen wir constatiren, daß es wirklich ein
sehr kräftiges war. Ließ doch schon die engagirte Musik —
das Kaijerslauteret Stodtorchester unter Leitung des Cap llineisters
Dr. Burlhardt — das Beste hoffen. Das von derselben veran⸗
taltete und zahlreich besuchte Concert am Samstag⸗Abend hinterließ
denn auch sowohl durch das gewählte Programm, wie die präcise
und treffliche Ausführung desjelben allgemeine Befriedigung.

Die Eimnübung der oden genannten Operette war von Seiten
der activen Mitglieder des Musikvereins mit einem großen Auf⸗
wande von Fleiß geschehen; denn es galt eiwas Gules zu leisten.
Und daß die passiven Mitglieder so zahlreich wie noch selten zur
Auffühtrung sich eingefnuden hatten, war Beweis, daß man dieses
zordussetzte. Die Aufführung selbst ist als eint sehr gelungene zu
hezeichnen, um so mehr, da nur eine zweimalige Probe mit Or⸗
h. sterbegleitung hatte stattfinden können. Dr. Sagebein wurde als
der alle Schmerzen stillende und Alles heilende Viarktschreser ganz
raturgetreu gesphelt, trefflich assistirt durch dꝛie drastische Komik des
Famulus. Die Solis — besonders das Eröffnungslied des Dr.
Zägebein — wurden, wie auch die Chöre, ginz exakt und dabei
söchst ungezwungen gesungen. Die Zuschauer geizten ader auch
zurchaus nicht mit ih em Beifall; nur die größte Befriedigung gat
ich kund. — Der Auffährung der Operette folgte nach kurzen
hause ein solenner Ball, der hoffentlich auch nut die angenehmsten
Findrücke binterlassen hat.

Vermiscqhtes.
Zweibrücken. Die Hausccollelte für Brückenau hat
weiter ergeben:
Uebertrag. 1832,52 M.
73. Wörschweiler .. 8,000
74. Alschbach 58
75. Biedershausen... 1
76. Weiter aus Zweibrücken 59
Gesammtbetrag der Hauscollekte im
Amtsbezirke Zweibrücken. .184790 M.
fZweibrücken, 25. Nov. In der heute Statt gehabten
General-Bersammlung der Altien-Brauerei Tipoli dahier, wurden
jämmtliche Gegenstände Ser Tagesordnung unter einstimmiger Zu⸗
stimmung der Aktionäre genehmigt. Obgleich nur 500 D'didende
zur Vertheilung gelangen, konnte doch konstatirt werven, daß das
erflossene Betriebsjiahr unter den obwaltenden Verhältnissen ein
gutes genannt werden darff. (3w. Z.)
Fæ Otterberg, 24. Noa. Leinenzwirnerei. Roch in letzter
Stunde vor Ablouf der Frist ist ein weiteres Nachgebot gemacht
worden, und zwar von einem Fabrikanten Leoni aus Mainz. Für
die Schlußbersteigerung ist mithin eine dreifache Konkurrenz in
Aussicht. Kais. Zig.)
F Die „K. 3.“ schreibt aus Kusel unterm 24. Nob.: Am
letzten Dienstag ereignete sich im Steinbruche zu Rammelshbach

Bekanntmachung.

Die Lieferung der für die kgl. Steimohlengrube St.
Ingbert im Jahre 1877 nöthigen NRägel und Draht⸗
stiften, als:

3000 Kilogramm kleine Hackennägel,
350 große Hackennägel,
15 Speichernägel,
i20 Drahtstiften 160 mm,
300 108 mim,
250 80 miim,
300 67 mim,
20 —F 53 mim,
soll im Submissionswege an den Wenigstnehmenden ver—⸗
geben werden.

Die Angebote sind verschlossen und gehörig bezeichnet
is Samstag. den 2. Dezemb. 1876, Nachm. 2Uhr,
bei dem unterzeichneten Amte einzureichen, woselbst auch
die Lieferungsbedingungen eingesehen werden können.

St. Ingbert, am 23. November 1876.

Kgl. Bersaut St. Ingbert:
J. Mamann.

—— —00
Todes-Anzeige.
Ich erfülle hiermit die
traurige Pflicht, Ihnen er⸗
gebenst anzuzeigen, daß es
Gott dem Allmächtigen ge⸗
fallen hat, unsern innigst
geliebten Gatten, Vater,
Bruder, Onkel und Schwager
Zohann Hager
J. Adjunkt und Rentner,
nach längerem Leiden im
Alter von 58 Jabhreu heute
Abend 4 Udr in ein besseres
Jenseits zu sich zu rufen.
Um milles Beileid bittet
Für die trauernden Hinter⸗
bliebenen:
Theresa Hager.
geb. Alf.
St. Ingbert und Blies⸗
kastel. 25. Nov. 1876.

30 bis 40 Schoppen
frische Milch
ist täglich zu haben bei

P. J, Ubl. Bäcker.
A Vornio: Ihr habt
.das Gute so nahe!“
dpitzwegerich
daft
allerhoͤchst sanctionirt; rühm⸗
licost bekannt, lieblich zu
nehmen, das sichersie, gewiß
auch dankbarste Mittel, agegen
Brust Hals und Lun—
genleiden, Bronchial⸗
verschleimung Husten
Catarrh ꝛe. ꝛe.
Die Resultate sind über—
raschend.
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1M.
und 1 Mart 50 Pig. in
Sit. Inabert bei Joh.
Friedrich, Zweibrücken
bei W. A. Seel, Hom⸗
burg i./Pf. bei Wilh.
Simon Oberwürzbach
bei J. Luck Aand in der
Fabrik von Paul HUnhi
Dettelbacha. M. bei
Nüirihnro

8*
— Trunksucht -
heile ich sicher und gründlich
mit oder ohne Missen des
Trinkers, so dass demselben
das Trinkon total zum Exke!
wird.
Uober 1I000 gebeilt.
. in Ahaus Wastf.

Frische Orangen
—
Frische Citronen
ber Stück 10, 15 und 20 Pf.
vei J. Ab⸗⸗α.

Mehrere Tausend

Mark sind auf 1.

)ypothek sogle ch ab⸗

geben, Briefliche

Nachfragen untet P.

J. 0 an Frau August, St.
Ingbert.

Ein weiß und grauer Dachs—
hund entlaufen. Der Wieder⸗
bringer erhält eine gute Beloh⸗
nung zu Scheidtermühle.

VPor Ankauf wird gewarnt.

Hanf-Couverts.
— — — nit jeder beliebigen Firma“
druckt, sind b'illig zu haben in
¶ Jsnewittel von Gummi und —3
A. Hirschmaunn, Hambneg. P. X. Demetæ.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St Ingbert—

Für unsere hiesi—

gen Abonnenten lieg!

Oericht des Augenarztes Hrn.
Dr. Roder bei.
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geass 238335353 2835337 5 237535553 5386 38
52 55222 225 *25 552*5 5 — 2 7 2353 352832 — 55
—*253356333* 32483335 55383385323 333383357 3332235
— 25 232 — 22 332—3 —5523535 2 5q5 5 — — ——
528 7— — 3232 23 223 ——75353 ——— — *5253
—— 2 22375 284232— ⸗ 822 52 — 2* ã 58 235 * ——
35723555—53585 25553758 —I 33253323 2355332
22332 325 — 8222355 22552—. 522 853 —A — s25558
322 722 32 2 — 25535355523 — — — U2 55 * — —— — —
2555 5508 32 — —— 5552353— —8 25— S * 22882*
553 —A —A —— 28. —A 52 — ———
72223 — 252 8 22 285 73383 578
—52—53232 — 22 —A—— —— —AA—— 5203 32
—— * 2* — 2 8 28 — —3 3
5 2325356 S5558523337 53232* 3252565 5233 8 — 8
233533 235 —538333333533 23 52 52338 82358 335555
374 — —— — 22 J — * 2.5 * 22
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32233233223230 5 — 53533353253 * 2523
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* 5 —»—223223 525 58854 * —25 255 —A —— 25352
S2 — 235 — 23538* 553223 32 2 ⸗ñ 33 2252 522 552 —*
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522332532— —— 2 —A— —552 5323 * 2 822 5 —A * 2 82
53522222 28 — 1*3 55 22 —A— OS 225 323* ——x
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* — * 2.5 222 — 22 —
— 530 —523535 * —2782723—2 2732 —A——— — 2 — * 22223
e —A — — 23 — 5 82 —— vÔ 2 —3 2 2 ——
23825 3353288 2333556
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—8 0 * * — * — 222 — * * — ——— 52 —2 ẽ
22 — — 20 — 2 22 830 2758 52 ——— * A
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28 2—5 752 —8 25 3* TA. — 22 5325
* 322 *25 — — — 323
222 — 2* — ——— 5 3 — 5 5 2
—A — —2 * 2 *28255 — 2528 —— —
s332 3333 3385 285 85 3 53323533 33
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225* 253323. 5585 253 — 25353332 3
3 2 —A z3 8 2 3 8 * 2525 3 2
s3z5 333347 5353255 8 23533 —5833833533 z328232
553 —5255273558 — 555 38 ẽ —A———— 325353253355553
5255 —3535335537 832 2537—35668 52 5533 533353
855 73383 —58 ——— 58—3753335 283
53 2152 —3 5753 —A 5383325 5* 32835 552533
* S 2* v —— — — 5 222 w —— *
5 5 * ẽ 8355—37c72 2 7 * 2
—A 8 — 28355 —A——— S85*23 532 — 5* —, 532222
2 * — —— 9 2722892 5 2 228 A
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3833238735— — x* 5388—3 53532 —A — 7328—
5553323 2* 55325353538* 338283 2—235 ——
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5* 206— —3332287 —A 335 28— —8325 3335535 58*
——52073 22538355 33733238367338 833388
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333 — 33223355355 24 —
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2855 5233
2 —22— —
22 22325 555 332— 2325335353 *
552 555 5525 56385 5335358535 —35—223535 522353555 —5——3——335535
— 235 232 —5 553 836 ——3—53338* 5535— —3555335
32 7 — 58 2— — —
555 —283 3557 35835 —383337 355s5*5323 5332658 A
— * ——5 585335 53353 52 —E — — —— 522* 8*
— 8* —7 33 5353 —A— 58*82 *
55385 532* 73553 5x332 33533383 —33
—55 5 52 5378 53385 2355253 S5255 *58632 32323325
557 385 83388 387 685335 s5238 —0 235 3352835335
2 * 5 8 — — 2 —*723 5 * — C
2 55 * —8* 5535 Sc — 22 — 20 22 S
8 833 532238 53533 5537 53388333— 3
2* 2 ⸗ 25* 2 m * 2 — ——
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—25. —»2—2 2—7c3 753 52332—532 — —25 3322.. 8355
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325 —— — 3323335 388 * 2* 253* S
——— 58 32583 3383385 2333 35 5 A
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8 —— 2 2 ——— — 2 —— 2 62
28 533833 22 — — —52 * 55522 — 354 25255 3 a —AA
34 — * — — 2 Ss 2 —— 2567 — —55 252 5828 *585 —5557
7555357* 8 *7 3 5* O 5583 — 35 38355
æ 5333 22 x 5522 —— * 53553 75288 2
23 — — *2 * 2 ? 3 23 5238 358 3555
2 * ——— 22338 78 ——— 283 52 8
X 3 x 28 55 538 332* * — 2 558 352 * 258
33 85 —A 832 *3 2 535355 25 —A
235325 — 3353383 ——— —— — 2 * —
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—5252 2 2 F — — —5 7 J2 A 55
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23. 32 57 *
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* 2 —2 7 2* —E
36 * *
777 33533 55. — 7172 8 2 5 *
238 *
* 317 2* —123 255538555* *
4. 2 — 25752833 *5 252*
57 2332 2354 3.
J —— 75383*8* 833
* 55 72*38 3 5 — 3 b
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5233538 37 5558 32.8 —A 3
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3333353 2 523 *2778 32., 2. 3
2*28 E 2 — —32 — 22323382 ⁊
—— 5 87 22 —— 2 *8
—2 — — 5*
— 8325— 8
* — — * 7 — 83— 25*. * Ek»3 *—
35357
255 233 32833325538 ——
3*73327 333335 * 232—553
32 3 Se 33 2. 2 8
— 537— 8* 535 z3383 2523
—* 2 2 33— 253523
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* „237—2. —— 25 * 757 5 5 783 —A—
s533 3353335— 5 238223
5353332553533 *82* * — —— 527
2585 — —833333 227
8383228335 —2233
3333732245 — —— ⸗
— 8 — S. * 25 * *

58 S8 28 52 —2 22 * — 2
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52322322838 8—5 2 ——23 5838 3
—3—352 2 5 5735—5 —527233 J2
. — —527 27 —55 2*
2 5.8 7* ——53* 223835225 58
— — 9 27 — 2. — 2 —— —E
2 22. 352 — J — — X
6835535 — 525227 —782 22 —
c —25, —25 23532 2—252553 2

— — 2 7 J 7
558*33 553553757835538 75
22 5—55 — 77 —3 E 8— —— — 27
55335523535 53—353
—— 2— —— 8 —A —— 3 — 2 ⁊ 2
22 852353 2553 * 2 63 — —
58 255338 —2 2 55 25 * ——* *

23225 *2 **3 — — 2 2 *
— 2 22.22 *?38*5* —— 6
2357358 — 5
** 252 : — 272.2 — * —2
—— —83388 3 7 —
222*8 328 2. 2.2 88 522 —588
2533 228 23553518353733558 —
52355—2835335 **267 ĩ *527

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—— — —
272 — 2877 —
2. 22 —A 28555 — 223 02
25597537 *55 525833; ——

55 —3 3 — *82* 55582 77 2 7 1
—5 8 3 25332535 — 5 35 8*
— 23 S—,3 2 8 J — 7 73 9
7 5.* *53233— 2238 2 8 811

53 333533 233 5—
* 3 ⁊ 3 * J . 2.8 8 —
—— — 22 53353 2 8 —
58 * S 287 —2832 2523 845
—z577535528 3378 ?883 3327 2656
* 553585* 8 23 3382 *28* —— — —
2 722 * —3— — J
2253 28N X R 277 *5252 538 2 * — J 3 S 7
—— 323353 353353 —35235 F833723
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82 28683 —V — — — 22 5
—— 2 —2 22 23* 5 * 255
2580553825 * — XTR Z5 605*52*
5 — — 52 2
383233 3853 32528283 5253 —55—
3 * 5252 2.8— *7 3205 2
53 583 82. 335252 353335 ———— X 7
5 3.55 353 22358235* * 3
2 537 — — J— 2 2 —2* *8 — 2
2 378 — 2 2 2 *
* 223* 221352 3 ** * ⁊
2 — — 22 2 — —— — *
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—25382 — * 3268
— — 22332 2 2322.2
7 —5*83253*37
7253 535* 25 —““
2 *8 5 * 225333523323
—3 3226 — — 23 2.22
* 2 222 53 352 7 2225 5
7358 —28 7275532333—3827 223
22 — — 238288233 583822—
— 3—72832382 —252 358 875 272 3
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—B ———
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235538733333 5583 5*
2832. *5333 2—3—25*2
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233 533 558333342725
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32 —— 2025 73 83
3* — 2. 522 20 3 **
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2— 7583— 3323353 53252552225 72
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        Hl. Ingberler Anzeiger.

αααν
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchecutlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungkblatt, (Sonntagß mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich piermal: Dienstag, Doennerstag, Samstag nud Sonntag. Der Aboanementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aasvörts mit 15 VPfz. kür die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NRecla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
4ß 190. Dounucrstag- den 30. November 1876.

—

Deutisches Reich.

Berlhin, 28. Nob. Die ‚Nauional Zeitung ist von compe⸗
enter Seite in die Lage gesetzt, die Mittheilung des Wiener
Fremdenblattes“, Füest Bismard habe dem Marquis Salisbury
zegenüber kein Hehl daraus gemacht, daß der Gedanke der Besetzung
Zulgariens als einzige w'rkungsvolle Garantie sich der Conserenz
nit Gewalt aufdrängec werde — als vollitändig aus der Luft
‚egriffen zu bezeichnen.

Berrin, 28. Nov. Die von Preußen dem Bundesraih vor⸗
‚elegte Zollgesenovelle, unterschrieben von Camphusen und Achen⸗
ach lautet: „Gegenstände, deren Ausfuhr in einem anderen Lande
»urch eine Ausfuhrpraämie begürstigt w'rd, können bei deren Ein⸗
uhr na v Deutischland mit einer Abgabe belegt werden. Die Aus⸗
neichsabgabe darf den Betrag der Ausfuhrprämie nicht übersteigen.
Dieselbe kann ent.oeder für Erzeugnisse eines bestimmten Landes
»der füt alle oder bestimmte Grenzstreclen augesrdner werden. Die
Ausgleichssabgabe fallt fort, sobald ein Anlaß dazu nicht meht
»orhanden ist.“ Die sehr kurzen Motive nehmen Bezug auf den
Wortiaut der Throntede. (GIr. 3.)

chen wegen Beleidigung des Königs von Bayern zu 9 Monaten
Zefängniß.

4 Die Kosten der von dir Distriltsgemeinde des Bezirksamts
Zusel beschlossenen Straßenn ubauten belaufen sich für den Dist rikt
Zusel auf beinahe 1,400,000 M., für Woljstein auf etwa 400,000
M. und für den Distrikt Lauserecken auf nahezu 300,000 Mark,
m Ganjen also auf 2,100,000 M.

pBergrzabern, 27. Nov. In der Polizeisitzung am 23.
d. M. wurde abermals eine Frau von Billigheim, die sich beigehen
ieß, in das dortige Schullokal zu dringen und den Lehrer zu be⸗
AKimpfen, wel er ihr Soͤhnchen mehrere Stunden zurückbehalten
jatte, ween Hausfriedensbruchs und Dienstbeleidigung in eine Ge⸗
ammigefüngnißstrafe von 6 Tagen verurtheilt. (S. W.)

In Edenkoben wurde am Wiittwoch eine Feuerlöschprobe
nit dem Zuber'schen Extincteur vecanstaltet, die sehr befriedigt hat.
Han hanie einen Holestoß, der vorher mit Petroleum übergossen
var, angezündet, so daß die Feuerslammen hoh aufschlugen, und
»ann den Äpparat angewendet, wodurch das Feuer sofort geldicht
vurde. Im Innern des Extincteurs ist kohlensaures Wosser, das
hemilch zubereitet die Luft von dem im Brand befindlichen Gegen⸗
tand trennt.

p Die Zuckerfabrit Frankenthal vertheilt als Ecgebniß
hres letztverflossenen Geschästsjahres 15 pCt. Dididende.

F Der nachste deuische Lehrertag wird am 1. August 1877
n Kempten abgehalten werden. Man nimum an, daß rca
500 L hrer sich hiezu einfinden werden. Für ih e Unterbringung
verden schon jetzt Anstalien getroffen.

Metz, 27. Nov. An Sielle des verlebten hiesigen Gou—
derneurs General v. Schmidt wurde der bishecige Kommandeur
der 6. Jufanterie-Divbesion, General Graf Schwverin, zum Gouver⸗
nenr ernannt.

f Bockenheim, 27. Nov. Heute Nacht wurde dahier ein
chauderbafter Mord verübt. Der Ermordete, ein bei dem Post-
amte in Frankfurt beschäftigter Postassistent, wohste in der großen
Saud asse dahier. Vor einiger Zeit soll in dasselde Haus eine
Dame fehr zweifelhaften Rufes eingezogen sein. Der Postbeamte
machte dem Hausherrn darüber Vorhalt, mit dem Bemerken, daß
venn diese Person die Wohnung nicht verlasse, er ausziehen werde.
Uls der Beamte nun heute Nacht von seinem Dieuste in Frankfurt
e mlehrle, warde er von drei Louis überfallen und durch ver⸗
viedene Stiche in den Hals gerödtet. Er schleppte sich noch bis
n die Nähe seiner Wohnung und wurde vor dem Wirthshause
„JZu den drei Hasen“ todt aufgefunden.

f Essen, 19. Nov. Die Krupp'sche Gußstahlfabril ist um
inen neuea, mit der Bußstahlfabcikation keineswegs verwandte7
Industriezweig vergrößert resp. erweitert worden. Es ist dies näm—
ich die in der Colonie Nordhof eingerich ete Bürftenfabrik, in welcher
den Arbeitern, die durch irgend welche auf der Fabrik erlittene
Hehrechen ihrem erlernten Berufe nicht mehr nachgehen. können,
Belegenheit gegeben, sich eiwas mehr zu verdienen, als die eventuelle
Inval:denpension vetragen würde. Det Betrieb soll bis zu achtzig
Mann ausgedehnt werden und es wird zunächst nut Hand leswaare
abricirt. Wie verlautet, soll aus gleichem Grunde auch eine Tabak—⸗
tesp. Cigarrenfadrik eingerichtet werden.

p Berlhin, 27. Nobenber. Der „Reichsanzeiger“ schreivt:
Nach einer Bestimmung des kaiserlichen General Telegraphenamts
vird versuchsweise nachgegeben, daß die Telegtophenanstalten auf
Zerlangen auch Telegramme mit zwei Worien, also solche, welche
rut aus einer Adrsse bestehen, annehmen und beföcdern.

F Vom 1. Dezember ds. Is. au werden bei den Reichs—
elegraͤphenanstalten auf Verlangen des Absenders versuchstwe se Tele⸗
ramme nach Orten innerhalb des Reichstelegraphengebietes zur
Beiterhefoͤrderung mit der Post auch als gewöhnliche, nicht ein⸗
eschriebene Briese angenommen werden, insofern die Weiterbefdede⸗
ung vor einec Reichstelegraphenanstalt aus etfolgen soll. Der Ab⸗

ender hat das Verlangen durch einen entsprechenden Vermerk vor

Ausland.

Wien, 28. Rov. Der „Pester Lloyd“ sagt: Salis dury habe
ich überzeugt, daß ein europärsch-s Collectiv-Veto gegen die russische
Occupatioa nicht zu erlaugen sei, Rußland werde die Occupatiou
ucht fallen lassen. Der „Lloyd', welcher darum das Scheitern
»r Conterenz und einen russischetürkischen Krieg für wahrjcheinlich
ält, schließt mit der Bemerkung, daß Oessterreichs Intecesse einen
Fauftpfsaud verlange (Besetzung Bobuniens?). Bukarester und Wid⸗
diner Depeschen sagen, daß die Türken Ället zum Einfall in Ru—
nänien vorbereiten. ) — —V —

Wie aus Wien gemeldet wird, hat die österreichische Regierung
»eim Reichsrath eine Creditforderung von 700,000 fl. zur Be—
chickung der Pariser Ausstellung eingebracht. Entweder wird also
)e Beschickung der Auestellung aus O⸗sterreich ein- sehr beschränkte
ein, eder die össterreichischen Indust iellen haben eine sehr viel
Irößere Opferwill kenn an den Tag gelegt, als die Mehrzahl der
»eutjchen. (Nach öjterreichischen Blättern solle das Hauptgewicht
uuf die Veriretung der Kunstindustrie gelegt werden.)

London, 28. Nov. Hiesige Blätter veröffentlichen eine
zuschtift Thomas Carlysle's Uber die orientalische Frage, in welcher
3 hoaßt: Sich für die Türkei in einen Krieg gegen Rußlaud zu
tfürzen, würde ein Alt der Nircheit fein. Man dürfe hoffen, daß
'olche Polink für jedwedes englesche Ministerium unmoͤzlich sei,
denn die Türkei habe troß aller Versprechungen keine einzige Reform
ingeführt, selbst nicht einmal den Versuch dazu gemacht. Jetzt sei
»at einzige Mittel die unverweilte fummarische Vertreibung der
serrschenden türkoch n Volksklafsen aus Europa und das Zurückbe⸗
Jalten der friedlchen mongolischen Bevötterung, die dann auf voll
tandig gleichheitligem Fuße zu bebandeln wäre. Eine solche Even⸗
ual tät sei unvermeidlich, auch dürfte eine Theilung des türkischen
Bebiets zwischen Oesterreich und Rußland ernsthafte Schwierigkeiten
nicht erregen. England habe nur ein Lebentiuteresse, u d zwar
daß der Sicherung des Weges nach Indien durch Eaypten und
den Suezkanal. Das Einverständniß Englands mi Rußland und
Desterteich bleibe dringe d zu wünschen. Schließlich scwlägt Car—
hale dor, die Frage dem Schiedsspruche des Fsuͤrsten Bismarck zu
unterbre ten.
Vermischtes.

fSi. Inghert, 29. Nowp. Am Sonntan, 16. ds. Mis.
nilh 6 Uhr faude der Kallbrenner Paul Kempf von FEschrinzen
in seinem Raltesen daselbst den ledigen Jalod Rachel, Maurer von
f,lengen als Leiche. Wie es scheint; leqgte si derselbe au den
daltofen, um sich zu wärmen oder um zu shylafen und fand den
cod durch Ersticken.

— Das Zuchtpolizeigericht Kaiserslautern verurtheilte in
einiet Sskung vom 25. d. den Schuster Adam Fesse von Lauter⸗
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        der Adresse, welcher durch das als ein Wort auszutaxirende Zeichen
(P. U.“) (Post uneingeschrieben) eisetzt werden kann, auszudrüden
und das entfallene Porto mit 10 Pf. bei der Telegrammaufnahme
im Voraus zu entrichten. Eine Haftung wird von der Verwaltung
bei diesen Telegrammen nicht übernommen.

f Wie der „N. fr. Pr. geschrieben wird, hal der Kaiser von
Desterreich das Todesurtheil gegen den Mörder Franzeskoni auf⸗
gehoben und den obersten Gerichtshof angewiesen, eine zeitliche Strafe
zu bestimmen. Dieser bestimmte nun eine 20jährige schwere Ker⸗
tierstrase.

Genf. In der Gemeinde Satigny, an der genferisch
französischen Grenge, ist in der Nacht vom Dienstag auf den Min—
woch ein Haus, in velchem ein dem Dynamit ähnlicher Spreng⸗
stoff aufbewahrt wurde, in die Luft geflogen, wobei drei Personen
um's Leben kamen und mehrere Personen verwunder wurden. Die
Frau des Hauseigenthümers wurde aus ihrem Bette durch das
Fenster auf das Feld geschleudert und kam ohne Verletzung davon;
ihr Mann dagegen wurde schwer verletzt. Die Erschütierung wu de
in einem weiten Umkreise verspüri. Glücklicherweise wurde die in
einer gewissen Entfernung stehende Fabrit selbst von den Folgen

der Explosion nicht betroffen. Zu bemerken ist, daß der Stadis.
rath die Fabrikation diefes Sprengstoffe s wiederholt verboten hat,
gie es scheint ohne Erfolg.

7 Ein Kriegerbund von Deutschen, die den Krieg gegen
Frankreich 1870 571 mitgemacht haben, hat sich in Chich 90
gebildet. Der Voistand desselben hat sich nun küczlich an den
aiser mit der Bitte gewendet, ihm eine Fahne zu schenien. Sene
Majestaäͤt hat deser Bitte gern entsprochen und ein prachtvolles
Banner mit din entsprechenden Emblemen durch den Hofwappen⸗
maler von Glinski anfertigen lassen, welches demnächst nach Amerika
abgebt und drüben sicherlich mit enthusiastischet Dankbarkeit in
Empfang genommen werden wird.

FeKaltutta, 25. Nor Im Bericht des Gouberneurs
bon Bengalen über seine Reise durch oas von dem großen Wirbel
sturm verheerte Gebiet werd de Zahl der durch das Naturereigniß
um's Leben gekommenen Personen auf 215.000 veranschlagt.
— —
Fur die Redaction veraniwortlich· F. x D eme ß.

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at dio in dor heutigen Nummer unere Seitung sich befindendo Glũucks-
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Imgegend gewonnenen Botrũge einen dermasscen guten Ruf erwvorben
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375. 000 Mark, speciell Mark 250,000, 125,000, 80,000.,
60,000, 50,000, 40, 000 36,000, 4 mal 30,000 und
25,000, 4 mal 20,000, 25 mal 15.000. 12,000 und
10, 000. 26 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal
2500, 2400 und 2000, 415 mal I1500. 1200 und 1000,
I356 mal 500. 300 und 250, 24863 mal 200, 150, 138, 124
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vortheilhaft bewährt gegen Husten,
Asthma, Heiserk-it, Halsentzünd
ung, Brustschmerzen, Katarth,
Verschleimung des Keelkopfes,
blauer Husten, in bekannter aus
zezeichneter Güte zu haben in
Flaschen à 75 Pf. und Mi. 1
dei J. Friedrich in St.
Ingbert,

ist
Heuseras
Nãhtischscheeren⸗ Garnitur
ius Soliuger Silberstahl
silver steel) enthaltend; Zu⸗
chneide⸗,/ Nagei⸗ Stick

Knopflochscheere mit Stell

schraube und ein hochfeines

Trenumesser.

Preis für Garnitur: 4 Scheeren

J Messer in feinem Elui ß M

Unentbehrlich für jeden

Nähtisch. Dauerhaft unvd

muverwüstlich bei fleißigstem

Hebrauch. Garantie der Vor—
üglichkeitdurch eventuelle franco

nückna hme Depot für Deutjch⸗

iand bei Win. Heuser 18,
NMehmplatz, Aachen. Versandi
der Kürze halber gegen Nachnehme.

Von den pielen eingegangenen

Anerkennungsschreiben lasse
rines derselben folgen:

Ew. Wohlgeboren erfuche um
die Gefälligkeit mir noch 4 Stück
Nähtisch· Schee ren · Garniuren aM.
gegen Nachnahme einzusenden.

Kochentin Oberschlesien), den
8. Ott. 1876. Emma Huͤppe
ei der verwittweten Prinzesfin
zu Hohenlohe-Angelfingen.

ta uren feder — ——
oller Lebereugun die Anwen.
ung des —58 bewa hrten
n Dr. Alry⸗ Atur
eschriebenen — — —— em⸗
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anstalt in ketprig zu —
velch⸗ Leßtere auf Ver angen
uꝝ etnen i06 Seit. Aati Aus.
Daraus ratißeu. —X aur
Pufunq dersent⸗

iedaklion Druck und Verlag von

.8. Demetz in St Ingbert
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        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donaeretag, Saünstazg nud Sonutag. Der A⸗34 u1rment spreis betraägt vierteljährlich

mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auzvarts mit 153 Pfz. far die diecgespiltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Necla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
48 19411. ESamstaa, den 2. December 1876.

Deutlsches Reich.

Berlin, 28. Nov. Eine neue Ecrfiidung Krupp's, die soj.
Panzerkanone, erregt in militärischen Kressen groß⸗s Aufsehen. Sie
löt das Problem, den beim shweren Geschütz so störenden Rücklauf
zu beseitigen, dadurch, daß um den Kopf derselben eine Kugel ge—
schraubt ist, die genau in das Kugelgelent einer feststehenden Panzer—
platte paßt. Die Schildzapfen des Geschützes ruhen in einer ein;
fachen eisernen Lafette, welche mit Rollrädern versehen, auf einer
sreisschiene läuft. Diese Schiene gestattet in Zusammenwirlung
mit dem Kugelgelenk eine ausreichende Seitenrichtung des Geschützes.
Bei Versuchen mit unserm Feldgeschütz (8.7 Cim.) wurden aus
dem aptirten Rohr 203 Schuß mit 1,5 K. Ladung und 6.8 K.
schweren Geschossen verfeuert, ohne daß Panzeplatte oder Rohr
Schäoden gezeigt hätten. Selbst das scheiubar so gefährdete G winde,
welches stugel und Geschützkopf zusammenhält, hatke nicht gelitten.
Die Kugel ließ sich nach dem Schießen eben so leicht abschreuben
wie vorher. Mit dem genannten Geschützt hat man in 60 Schuß.
die in 15 Minuten abgefeuert wurden, ein geradezu frappirendes
Refultat erbalten. Das Scheibenbild zeiet sämmiliche 60 S düsse
eng gruppirt auf der linken Seite der Scheibe in einem Rechtecke
bon 395 Em. Höhe und 2,20 Cu. Breue. Man schoß auf
1521 Meter und nur beim ersten Schuß wir gezielt worden.
Dann hatte man, ohne sich um die Nichtung zu kümmern, weiter
gefeuert.

Berlin, 28. Nop. Die Reichstagscommission zur Vor
»erathung der von Schulzes Delitzsch beantragten Rev-sion des Gesrossen—
chatsgesetzs hat bisher unter dem Vorsitz des Adg. v. Vahl zwei
Sitzungen gehalten. Zam Berichterstatter ist der Abg. Oppenneim
rnaunt. Erne Masse von Pelitionen der eingetragenen Genossen-
scheften füt Annahmne des ganzen Gesetzentvurfs ist gleich in den
etsten Tagen beim Reichstaze eingelaufen. Ver Entwurf vösteht
wer aus sehr verschiedenen Bestandtheilen; einige der vorgeschlagenen
Aenderungen sind äberwiegend von interpretator scher Tragweite und
edürfen dairum der steiengelen jurist shen Paufung; andere, welche
äch auf die Feststellang von Geschäftsantheilen, die Ausschließung
yvon Procuristen bei der Geschäfsführusg der Genossenschaften und
namenilich auf eine Umgestaltung des Umlageverfahrens bei Leaqui⸗
dationen und Corcarsen beziehen, erheischen die eingehendste sachliche
Debatte. Die Frage, os und in we weit jur stifche Personen oder
Handlunzsfirmen an Genossenschasten the'lnehmen können, wurde
nach einer lärgeren Debatte in ener proviiorischen Weise enischieden,
velche einer Bertagung auf die zweite Lesung gleichkommt. Der
»51 Shalze Delitzsch beantragten Fix rung einer minivalen Mite
zliederzahl (von 7 Mann) hat die Commission in ecuer Lsung
sugest mutt, ebenso der Fesisetzung minima'er Geschäftsanzheile von
100 M. für Credit- und Productiv Genossenschaften, und von 30
M. für Consum- und andre Vereine. Der Ansra,steller, welcher
ür letz'ere 50 M. vorgesch'agen hatte, schloß sich selbst dem Antrage
Oppenheim's für die geringere Zahl au. Damit wäre die Frage
beautwortet, welche auf Anlaß der Ruffeisen'shen Darlebenskassen
—D00
eine selbst schon die Nothwendigkeit best'mmter Geschäftsantheil⸗
unerkannt. Den Comnissionsberathungen wohren als meg'erungs-
dertreter de Herren Geh. Rähe Hazgens, Hid und Hiufset bei.

Berlhin, 29- Nosd. In der heutigen Sazung der Petitions—
Tomm'ssion dis Reschstags erklärte der Bundescommissar bezüglich
der Petition umn Aufschiebung des Ternins für Wiederaufhebung
der Eqsenzölle, daß weder die Reitsregierung noh Preußen inen
Termin für die Hinausschiebung die Aufhebung der Esenzölle be—
antragen, auch keinen dahin zielenden Autrag unterstützen würden.
Der von den Zestungen veröff utlchte Wortlaut decr Vorlage über
die einzuführende Ausgleichungsahgabe sei richtig, über desen Vor—
schlag Preußens habe aber der Bundesralh non zu veünnecßen.
Die Pel'tions-Commission beschloß hierauf inre iennnng dis

um Eingang des Gesetzentwutrses über de A tezube zu
vertagen

Berlin, 29. Nov. Bei Besprechung der gegenwärtigen Lage
der Reichsjust'zaesetze weist die officisse „Provinzial Correspondenz“
darauf hin, daß mehrfach Beschüsse gefaßt worden seien, deren
Unnadmne für de Bundesregierungen nach deren Ueberzeugung hin—
ichtlich der Bedinzungen, von welchen dad öffentliche Wohl abhänge,
ind bei ihrer Verantwortlichkeit für dieses geradezu unmöglich sei.
Die Regierungen dürften und würden das hohe Gut der nationalen
sechtseinheit nicht mit Zugeständn ssen erkaufen, durch welche die
Rechtssi herheit erichüttert würde. Das Eatgegenkommen der Re—
Jieruagen finde vielmehr unbedingt seine Grenze an ihrer Verant⸗
votlichleit für die Wahruag des Staatswohles und der Staats-
iherheit. Das Blatt gibt schließlich dem Wunsche Ausdruck, daß
nicht die Punke des Zwieipeltes immer weiter gehäuft würden;
chon jetzt bedürfe es der ernstesten Arbeit und einer vertrauensvbollen
Berstä digung vor der entgältig'n Beschlußnahme, um die schließl'che
Dere nbaruag zu sichern. Der Schluz der Session des Reichstags
verde kaum vor dem 20. Deeember erfolgen.

Berlin, 29. Nov. In der heutigen Sttzung der Pelitions⸗
om nission erllärte der Bundeskommissär, daß bezüglich der Peti—
ionen für Wieder Aufhebung der Eisenzölle weder die Reichsregie⸗
ung noch Preutz'n einen Termin zur Hinausschiebung der Eisenzölle
eantragen, auch keinen dahin zielenden Antrag unterstützen würden.
Der von den Zenungen veröffentlichte Wortlaut der Vorlage über
ie einzuiührende Auszleichssaugabe sei richtig, über den bezüzlichen
Vorschlag Preußens habe aber der Bundesrath noch zu beschließen.
Die Petitionskommission bischloß hierauf, ihte Bera'haug bis zum
kingaug des Gesttzeaktwarfes über die Ausgleichsabgabhrn zu ver—
agen.
Ausland.
Wien, 29. Nov. In diplomatischen Kreisen verlauket, Graf
Undrassy habe dem Manquis von Salisbury auf dissen E öffaungen
infach erwidert, er müusse sih England gezenüber eiac Politik der
ceien Hand vorbehalten und dabei betont, daß es ihn für seine
ßerson lediglich auf die Festhallunz des Decikaise bündnisses
inkomme.

Nom, 29. November, Abends. Margais Salisbury ist h'er
eingetroffen.

Konstantinopel, 29. Nov. Die P'orte ließ die rumä—
zische Regierung bedeuten, sie könne die Neutraltat Rumäniens
nur so lange respektiren, als dieselbe von anderer Seite uscht ver⸗
egt werd:.

Konstantinopel, 29. November. Gutem Vernehmen
iach ist eine Ministerkr sis ausgebrochen, indem der Broßvezier seine
Zustimmung zu Midhan Pascha's Verfassungs-ntwurf aus princ'piellen
Bründen verweigerte und auf die Eutscheidung des Sultans drang.

Konstantinopel, 29. November, Abds. Die französischen
Bevoll nächtigten zur Conferenz Grafen Ehaudordd und Bourgoing
ind heute hier angekommen.

Warschau, 28. Nov. Die beabsittigte Verstärkung der
Truppen des Warschauer Militärberks ist vorläufi sistert, da zegen
iind die in Polen eingezogegen Reserven theilwesise schon zu den
nobilen Truppen abgesandt worden. Voraussichtlich konmmt die
werte Garde: D vision nach Polen. Als Haupsquartier der „Weichsel⸗
Armee“ wird Sklerniew'c, Knotenpuakt dec Warschau, Wiener und
Bromberger Bahn, bezeichnet. Die erste Garde-Div sion geht nach
Reval und Riga.

Petersburg, 29. Nop. Di'e Mittheilungen über den dem
Marquis Salisbury in Berlin und Wen gewerdenen Empfang hat
nan hier mit großem Interesse verfolgt. Die Besprechungen,
welche der Masquis hotte, werden ihm de Gewißheit gegeben haven,
»aß in den inumen Beziehnngen zwischen den 3 Kasserhöfen keine
lenderung eingetreten ist. Rußland hat wicht als Hauptforderung
„Occopation“ auf der Confercenz zu vertreten, aber bestimmt zu er—
lären, daß die türkische Zerfassung und'stuterdar sei, daß die Aus
onome licherg stellt werden müsse, daß für diese Sicherung als Mit⸗
lel zum Zweck die Occupation ersfordersich erschine. Wollen sich an—
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        dere Mächte daran betheiligen, so wünscht Rußland auch jetzt noch
nichts Besseres; wenn nicht, so muß Rußlaad zur Erreichung der—
seiben Zwecke, welche im Berliner Memorandum gebilligt sind, seiner⸗
seits execunv'sch vorgehen.

Die russische Kaukasus⸗Armee ist nun ebenfalls mobil
gemacht und der General-Adjutant Loris⸗Melikoff zum Ober Com⸗
mandanter derselben ernanut worden. Der kaiserliche Ukas nennt
die an der russisch- türkischen Grenze aufzustellende Armee das
Iclive Corps an der kaukasisch-ürkischen Grenze‘“,, und dasselbe soll
aus drei Abtheilungen bestehen. Tie tauk«siiche Armee besteht aus
der sogenannten kaukasischen Grenad'er-Dibisfion mit 16 Bataillonen,
serner aus der 20., 21., 39. und 41. Jufanterie Division mit je
Is Baraillonen der taukasischen Schützenbrigade a 4 Batéillone,
zer taukasischen Dragoner-Division mit zusammen 16 Esc dronen
and der laukasischen Sappeur⸗Brigade. Sowohl der Geenadier⸗
vie den Infanterie D visionen ist je eine Festungs Artillerie · Brigade
—X Gesammistand der kaukasischen Arniee veziffert fich
demnach auf 80 Infanterie- und⸗ Schützenbataillone, 16 Es
adronen und 32 Batuerien, das sind 82,320 Mann Infanier e,
2464 Reiter und 252 Geschütze. Außerdem dücften auch die
—X ftrachan-Kosasen in die Mobili-
firung mit einbegriffen sein, da sie ebenfalls zur Kaukasus-Armee
jerechnet werden. Dieselben zählen, und zwar die Kudan'schen
dosalen 6 Schützenbata llone, 182 Eskadroneun und 5 reitende Bats
—D 61 Escadronen und 2 Batterien und die
Astrachan⸗Kosaken 12 Escadronen. Selbsiberständlich werden diese
aosaken⸗Heere niemals ihre auf dem VPapier sostemisirten Stände
erreichen.

—1
Vermischtes.

4 Zweibrüchen, 29. Nov. Ein Einwohner von Ludwigs⸗
ßafen hane im Jahre 1863 mit der Versicherungsgesellschaft Azienda
eicuratrioe in Triest einen Lebensversicherungsvertrag abgeschlossen
and die diernach zahlbaren vierteljährlichen Prämien b's Ende 1873
regelmäßiag bezahit und zwar, wie des ausbedungen war, anfänglich
an die Hauptagentur dir Gesellschaft in Ludwigshafen. Diese
wurde jedoch bald aufgelöst, worauf er die zu zahlenden Prämien
an die Hauptogentur zu Kaiserslautern und, als auch diese aufs
gehobden wurbe, an die Generalagentur der Gesellschaft füt Bayern
a Mäünchen einsandte. Zu Anfang des Jahres 1874 öste die
Besellschaft auch diese letztere Agentur auf, so daß sie nun in
Bayern überbaupt har keipe Verltreuung mehr hatte', obwohl sie
sierzu nach dem Inhan ihrer Zulassungsurkunde verpflichtet war,
ind wies den Ludwigshafener an, tünftig die Zahlungen an die
Bertretung in Innsbruck einzusend vw. Dieser, dent das lästig war,
seitete nun unterm 14. März 1874 briefliche Unterhandlungen ein,
im die vierteljähtlichen Prämienraten in einmalige Jahreszahlungen
mzuwandeln. Am 25. März daraus sand e er dann die am 21.
desselben Monats fällig gewordene Ptämie ein, welche auch au⸗
zenommen wurde, und ersuchte dabei die Vertrenung der Gesellschaft
n Innsbruck schriftlich, den vollen J hresbetrag von 831 fl. 48 kr.
bei Ablauf für die Folge per Postnochnahme zu erheben. Da er
süiber bierauf keinerlei Antwort erhielt und auch die Erhebung des
Betrags nicht erfolgte, so sandte er om 10, August 1874 den
Jahresbetrag der P amie an das Bureau in Innsbruch ein, erh elt
in aber von dort wieder zurück mit dem Bedeuten, daß, da nach
Urt. 2 der Versicherungsbedingungen die Police außer Krast reie,
venn eine Prämierrate am Verfalltage nicht bezadlt werde, er seiner
Rechte verlustig geworden und der Vertrag schon am 21. Juni
1874 erloschen sei, weil er die an dielem Tage faͤllig gewesene
Pramie nicht rechtzeitig bezahlt habe. Hiermit nicht zufr:eden, trat
e nun bei dem Handelsgerichte —XV die
Szienda assicuratrice auf, indem er verlangte, daß sein Ver⸗
icherungsvertrag von dem Gerichte als nach wie vor zu Recht
heftehend erklärt werde. Die Veklagte ertlärte die Klage jür un⸗
bdegründet, indem sie sich auf den sLon erwähnten Paragraph der
Siatuten berief. Das Handelsgericht Frankenthal erllärie jedoch
durch Urtheil vom 9. Juli 1875 unter Beurkundung des An—
erbielens des Klägers, die noch geschuldeten Pramsen jederzeit
nachzuzahlen, dessen Versicherungsvertrag nach wie vor zu Recht be⸗
stehend, und legte der Beklagten die Proceßlosten zur Last, indem
s enischied, daß einerseins die betlagte Gesellschaft nach Urt. 1230
J. c. veipflichtet gewesen wäre, den Klager, was nicht geschehen,
dor Verlustigerklärung seiner Rechte an die Zadlung der dallig
zewordenen Praͤmie zu mahnen, da aus dem Versicherungsvertrage
nicht unzweideutig zu entuehmen sei, daß die bloße Thaisache der
nicht rechtzeitigen Prämienzahlung den Verlust jedes Versicherungs⸗
anjpruches nach sich ziehen solle; daß andererseits die Gesellichaft
aber auch nicht berewtigt gewesen sei, den vertrarsmäßigen ursprüng—
lichen Zahlungsort nach einse tigem Belieben zu verlegen, zumal
oz Ausland, was sogat den Concessionsded ngangen zuwiderlaufe.
Aus beiden Gesichlspunkten betrachtet, zeige sich daher die erhobene
Fge begründet. Gegen dieses Urtbeil erhob die bellagte Gesell⸗

chaft Berufung, welche jedoch durch Urtheil des Apellhofes vom
2. 1.. Mis. als unbegründet verworfen wurde und zwar ohne
ähere Prüfung der Frage, ob die Gesellschaft verpflictet ewesen,
en Kläger in Verzug zu setzen, ehe sie den Vertrag für erloschen
tlaren konnie, einfach um deßwillen, weil einerseits die Gesellschaft
urch Aufhebung der Vertretung in Bayern, die ihr durch eller⸗
öchste Verordnung aufeclegt war, den contractmäßig und durch eine
seihe von Jahren geschäfteüblich im Inlande fesigestellten Ort,
voselbst die Prämie zu entrichten und in Empfang zu nehmen war,
nseitig und entgegen der Coucessionsbewilligung in's Ausland ver⸗
egt, johin selbst eines Vertraasbruchs sich schuldig gemacht habe,
bährend ardererjeits die Uebersendung des erwähnten ganzfährigen
— welcher die Unterhandlungen
soer den künftigen Zahlungsort der Prämien durch das eigene Ver⸗
chulden der Gesell'chaft, weil diese dem Versicherien auf seinen
etzten Bref jede Anwort schu'dig geblieben, noch nicht abgeschloffen
varen, sohin Kläger mit gutem Grunde die Annahme des an die
Hesell chaft abgeschickken Betrages darch diese erwarten durfte, und
ichts weniger vermuthen konnte, als daß die Gesellschaft den in
dete stehenden Lebensversicherungsbertrag auf Gruud der Statuten
ür erldichen erklären würde, zumal ja schon die Zahlung im Maͤrz
874 verspaͤter geshehen, zleichwohl aber angenommen worden war.
Wi. K.)

p Pirmaserns, 29. Nodp. Der Voistand der biefigen
Henossenschaftsscächterei macht heute Nachstehendes bekannt: „Ochsen⸗
leisch 36 Pf., Sawemefleisch 64 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Kessel⸗
vurst 70 Pf., Schwartenmagen 80 Pf., Fleischwurst 96 Pf.
Ldiackwurst 10 Pf., Bratwurst 20 Pf. Für Ochsenfleisch werd
Jarantirt, da Kühe und Fassel vom Ankauf ausgeschlossen sind.“

f Die „Pf. VeZig. schreibt aus Kaiserslautern, 27.
Nov.: Einem croßen ünglüde wurde gestern hier nur durch glück
ie Fagung dorgereugt. Eine Frau juchte nämlich ihr sind und
rug ein HMädchen, ob sie dasselbe nicht geseben hätte; das kleine
Heädchen verue nte die Fraqge, bemerkte jedow daber, daß ein anderes
Madchen in den Abort des Spt tzengaufes gefallen sei. Die Frau
ilte sofort datin und sah mit Eutsetzen, daß nur koch das Händ⸗
hen ein⸗s Kindes aus der Kloake hervorragte. —A
ind zog auch wirklich ein etwa 9jähriges Maͤdchen aus der mit
einem Sitzbrette versehenen Kloate. Es war das Tochterchen eines
inserer dochgeachtesten Lehrers der höheren hiesigen Lehranstalten.
as nur durch diese Fügung dem sichern Tod entging. An der
eregten Stelle am Sprihenhaufe freilich hat man — dem alen
S„prichworte folgend: .Daß man das Stallthor schließe, wenn das
Bserd eutlaufen ist? — heute Morgen schon ein Schloß an die
Thüre gelegt.

F In Katzweiler gerieth am 26, ein Schustermeister in trun⸗
enem Zustande unter Pferd und Wagen und wurde derart beschö
digt, daß er sosort iodt am Plotze blieb.

Der D striktsrath von Kusel hat beschlossen, die Regierung
u bitien, dahm wirken zu wollen, daß die pfalzijchen Bahnen im
sordwesten und Westen an die benachdarte Rhein⸗Rahebahn ihren
Anschiuß finden mögen. Daß das pfälzische Bahnnetz noch einige
ucken jeigt, deren Ausfüllung nothwendig, ist in allen Kreisen
inbestritten; am meisten ist die Entwickelung in dem Noidwestlichen
Theile der Pialz zurückgebl eben und es hat daher schon vom Stand⸗
zuntt der Ausgleichung der Interessen der betreffende Distt lus⸗
allsbeschluß seine Berechtigung.

Ingenheim, 27. Nov. Das Hängen scheint hier nach
jerade Mode zu weden. Am Fre'tag vor 8 Tagen erhängte sich
jer Hand l3maan M. Weiß, um sich den Händen der Strafjustis
u entziehen und am verflossenen Sonntag machte eine verheitathete
Frau einen Selbstmordversuch, indem sie sich auf dem Speicher
Thängte, aber noch im letzten Momente von ihrem Ehemann ent⸗
Fecht und abgeschnitten wurde. Die Mornve zu dieser That ijollen
ünsliche Zwistigkeiten gewesen sein.

Aus der Pfalz. Am 4. nädbsten Monats treten in den
Zaupistädten der 8 Kreise die Landräthe zu ihrer jährlichen Ve——.
ammlung zusammen. Ein Hauptgegenstand soll die Bewilligung
er Mittel für die neu zu organisirende Gewerbeschule dilden. welcht
iner drätlasfigen Schuͤle zu einer sechsklassigen Realschul—⸗
verden soll, theils aus inneren Gründen, indem die Gewerdjchul—
ie ihr gesiellte und früher schon herabgesetzte Anfgabe nicht voll—
fändig dewältigen kounte, theils zu dem äußeren Zwecke, daw.t die
Lbsolventen das Recht des einjährigen freiwilligen Militärdienstes
n ganz Deutschland erlangen tönnen. Dem psaälzisven Landrath—
vird vielleicht auch Gelegenheit gegeben werden, sich bezüglich des
In dem durch seine lebhasfte Fürsorge fuͤr die verschiedenen Inte
»ssen der Pialz beliebten Prasidenten protegirten Dienstbotenstiftes
u ußeren, das, so gut als geneint ist, keinen rechten Anklang
ird Fortgang finden will, indem der praltische Sinn der Bevol⸗
erung meint, wenn Prämien helfen, so müßten wir in den letzten
Jahren lauter vorzügliche Dienstboten gehabt haben, da Jeder für

aücngen Diensiboten fodel Pramien schon zum Lohne geleg
        <pb n="659" />
        hat, als durch jahrelang fortgesetzte Sammlungen nicht zusammen⸗
gebracht werden kann.

F'Rärnbera, 27. Nov. Nach einem bei der hiesigen Poli⸗
zeibehörde eingelaufent Teletzramme hat sich aus Stuttgart ein dor⸗
iger Postbeamter mit Unterschlagung von 220009 Mark geflüchtet.

fPassau 26. Nov. Vom bayerischn Wald wird mitgetheilt,
daß dortselbst seit gestern wieder bedrutender Schneefall statigefunden
hat. Es sieht heillos aus im innern Wald⸗. Viele Wege und
Siege sind gänzlich unfahrbar und haben die Leute Noth. von einem
Dorfe in das andere zu ktommen. Allerlei verdachtiges Gesindel
treibt sich im Walde umher. — Trotz der dagegen ergriff /nen an⸗
tzerordentlichen Maßnahmen hat die Lungensucht unter dem Rind⸗
Jeh im boyenjchen Walde eine bedenkliche Verbreitung etrreicht und
ist dieselbe nun auch in den Orischaften Lanzendoif und Rettenbach,
Igl. Bez.⸗Amt Passau, sowie in einem Gehbite der Gemeinde Grub⸗
wveg ausgebrochen.

F Frantfurt, 27. Ncv. Die drei Keile, welche in ver⸗
flossener Nacht in Bockenheim einen Possbeamten durch mehrere
Suͤche tödteten, — der eine in den Hals war absolut todil'ch —
wurden heute Morgen schon ermittelt und zur Heft gebracht. Auch
Je indirekt in die Angcelegenheit verwickelie Dirne wurde heute
Mittag verhastet. Der Mörder hat eingestanden,, gestochen zu
haben; er schützt indeß Nothwehr vor. Derselbe ist jeines Zeichens
Bierbrauer, aber ein Faullenzer.

Bertin. Auch eine Folge des Börsenkrachs. Im Jahre
1871 starb hier in Berlin ein Ober Steuer: Controleur B., welchei
in Ermanzlung eigener Kinder als Erben 4 schon verheiratheté
Sohne feiner ihm im Tode vorangegangenen Geschwister hinterließ.
Der letzte Wille des E blassers war in einem Testamente niederge—
legt — die lachenden Erben sahen sich im Besitze von je 25
Tausend Thalern. Das Testament enthielt aber noch ein ver—⸗
schlossenes Cod cill, welches — so lautete ein Paragraph des Te—
stameutes — dem Justizrath S. üb⸗ rgeben werden sollte, der es 5
Jabre jpäter zu öffnen und danach zu handeln hätie. In den
ersten Tagen des vergorgenen Mongats fand die Eröffnung des
Codicills Fatt, weiches folgenden Inhalt hatte: „Um meine Erben
vor der Möglichkeit — Nichts zu habta — zu bewahren, hate
ich mein Vermögen, welcheß aus 200, 000 Thaleru besteht, in 2
Halften getheilt. Hundernausend Thaler, welche sich in Händen
dz Diretors D. definden, sollen bei Eröffrung dieses Codicius
Wermals an meine 4 Erben vertheilt werden, doch soll jeder nur
donn seinen Theil erhalten, wenn er dotamentirt, daß er noch im
Besitze von mindestens der Hälfte der etgten Erbschaft sei; ist Dies
nicht der Fall, so soll der Erbe nur din Nießbiauch bis an sein
Zebentende haben, das Kepital aber erst seinen Erben auszuzahlen
sein. — Merkwücd'g war das Resultat der auf das Codicill be⸗
züglichen R cherchen. Jene vier Erben waren vollständig ruinirt
zwei Brüder waren an Quistorp, der dritte Etbe an Puessener
Aktien zu Grunde gegangen, der vierte endlich nach Amerika flüchtig
gewoiden, nächdem ei gleichfalls durch Boͤrsen Experimente ruinirt
dorden; also nicht Einer war mehr im Besitz der Berechtigung,
jeine Erkschaft am Kapitale heben zu lönnen.

Koum hat Me. Ralph Stott sein Project, über der deutschen
Qaiserstadt in de Luft zu fahren, auigeben müssen, so kündigt sich
dem preußischen Kregsmimsterium schon wieder ein fliegender Mann
an, der mit einer von ihm ersundenen Maschine einen P obeflug
angesichts aller Welt und dedingungslos unternehmen will. Dies⸗
mal ist es ein Deuischer Namens Haͤnlein aus Wien, der ein
teuerbares Lufisch ff erfunden hat, das sich im geichlossenen Raume
auch schon erprobt haben soll. Ueber die Construction dieser neuen
Flugmuschine liegen folgende Mittheilungen vor; Es ist ein walzen⸗
prmiger Ballon, an be.den Enden zugespitzi wie eine Cigarre, tragt
an einem Netz⸗ und Rahmenwerke eine Gondel mit archimedischer
Schraude, welche letztere durch einen Gaßmotor vmgedreht wird,

Dessen Cylinder bezieht aus dem Ballon selbst das kleine Ouantum
Gas, wel hes mit amosphärischer Luft vermengt und durch Elektri⸗
qitat entzundet, den Kolben hebe und die Maschine in Gang setzt.
Man hoͤtte bei ener in Wien angessellten Production nichts als
das leise Knistera des elektrischen Funkens und sah. wie das Fahr⸗
zeug mit eingestellten Steuern durch die Schraude vorwärts bewegt.
im Saale seine luftigen Kreise zog. In einer osterreichischen Stadt
erhod sich das in einem großen Maßstabe ausgeführte Lufischiff in
freiem Raume, mit 2 Insassen belastet bis zu einer Hoͤhe von circa
20 Metern, zeigte sich nach allen Richtungen, mit dem Wind und
Jegen den Wind, entbat, verweilie 2 Stunden hendurch in der
Luft und erreichte eine mittler⸗ Geschwindigkteit von 3 Metern in
der Sekunde. Hänlein rühmt an seinem Fahrzeuge als unfehlbare
Mittel den walzenförmigen Ballon, den im Vergleiche zu Dampf—
maschinen uͤberaut leichten Gasmotor neuecster Vervolllommnung und
ain Brennnaierial, näml.ch Luftgas, das leichter ist, als Luft,
fernet die Schroube, welche das Schiff vorwärts bewegt und das
Steuer zum Lenken. Der Erfinder empfiehlt in feinem Prome—
doria das lenkdare Lufisch'ff zu Kriegszwecken, zum Kundschafts-

dienst, zu außergewdnli
Expeditionen. w
In Paris beoinnen die Wogen des mnusikalischen Deutschen⸗
Jasses sig wieder zu gläiten. Nachdem neulich in dem Concert
‚opulair des Herrn Pasdeloup außer Wagner auch Weber ausge⸗
ischt worden, wurde unlängst in einer Matinee des Theater Lyrique
die Musit des „Oberon? mit außerordentlichem Beifoll aufgenommen.
Es schien hast, als ob das dei dieser Gelegenheit versammelte gebil⸗
dete Publikum Protest gegen die kürzlich vorgeko nmenen Roheiten
inlegen wollte. — Ehestens wird übrigens Pasdeloup die „Goͤtter⸗
dämmerung“ nochmals zur Afführung bringen.
— — — — — — — — ——
Fur die Redaction veraniwortlich: . X. Demetz.
— — ——e
Die beiden neuesten Nummern deec Illustrirten Frauen⸗
Zeitung (orierteljährlicher Abonnementspreis M. 2.50*) enthalten:
. Die Moden-NMummer (45): Haus⸗ und Morgenanzüge,
Pall Toilenien, auch einzelne Taillen, Paletots, Jacken, Kleiderröͤcke,
dleiderärmel, Unterröcke, Fächer, g ftricktes Tuch, Corset. Anzüge
ür größere und kleine Maädchen. Knabenanzug (Beinkleid mit
Autenauie und Bicuse). Jagd Garderobe (Poncho, Beinkleid, Weste,
dute, Muff ꝛc. ꝛc.) Toiletten, und Haarnadelkissen, Tasche zum
AÄnhängen, Uhrhalter, Räucherlampe, Visiten⸗ oder Schmudschale,
Nähnadel-Etui, Sitäuder für Notizblätter, Reisetasche, Fußlack,
Rückentissen und Arbeitsstäuder. Tülldurchzug, geknüpfte Franzen⸗
dorte, Typeumuster, Languettens und Buntsuickereien, irische Spitzen⸗
uud Hälelarbeiten ꝛc. 2c. mit 77 Abbildungen und einer Beilage
nun 12 Schnittmustern und verschiedenen St' clerei Vorzeichnungen
ind Namens Chiffern. — 2. Die Unterhaltungs-Rummer
46): — NMiarie Nathusius. Von Emil Taubert. — Gedichte in
becbairischet Mundar:.. Von Karl Stieler. 2. Der Berg. —
Das Göthe Dentmal von F. Schaper. Von AMemil Fendler.
Deutschezs D'ichterloos (Ida von Dücingsfeld und Ouo von
deintberg, 4am 25. und 26. Oktoder 1876.) Von Albert
indner. — Die Feier des Geburts⸗ und Namenstages. Von O.
Frhrn. von Reineberg-Düringsfeld. — Das Zinmer⸗Aquarium.
Zon Marx Holborn. 8. Die Thierwelt 1. — Verschiedenes. —
Wirthschaftliches: Weihnachtsbäckereien. — Briefmappe. — Frauen⸗
Bedeuktage. — Ferner iolgende Illustrationen: Marie Nathusius.
Rach einer Radirung von Hugo Vurkner. — Das Göthe-Denkmal
bone F. Schopir. Nach dem Modell gezeichnet von J. Ehrentraut.
— Sockelzruppen von Schaper's Göthe:Denkmal: Die Lyrik, die
Tragödie, die Wissenschaft. Nach dem Modell gezeichnet von J.
Ehrentraut. — Mutterglück. Von R. Eypp.

*) Für Osterreich fl. 1. 50. Oe. W.

Für die Schweiz Fr. 3. 35

„Vor uns liegt in e'nem einfachen aber ansprechenden Ge⸗
wande ein alier, lieber Hausfreund, der uns schon in unferer
rühesten Kindhe't vom Weihnachistische mit hellen freundlichen
Augen anblickte und, mit Jubel empfaugen, des Kindes Geist und
Hemüth dauernd zu fesseln wußte. Es sind „W. Hey's Fabeln
mit Bildern von O. Spedter“, Gotha, Friedrich Andreas
Perthes; 2 Bde. a Bd. in großer Ausgabe M. 3. 50, in kleiner
Ausgabe M. 1. 50), ein in seiner schlichten Einfachheit und in
einen nie veraltenden Geistesformen wahrhaft classisches Kinderbuch.
Wenn der selige Verfafser d'eses Jagendschatßes, der schlichte Pfarret
don Ichtershausen, wüßle, wie viel Dant ihm im Geiste für seint
Gahe von den Eltern gespendet worden ist und wie viel Freude
F den Kindern mit seinem Fabelschatze bereitet hat und immer
hereilen wird, daun hätte er wohl ein Recht, von sich sagen zu
dürsen: Id habe gewirkt nach besiem Wissen und Gewissen; aber
haß ich d'eses Büchlein für die Kleinen schrieb, ist wohl eines
Menschen Leben werth! — — Draußen stürmt es und der Regen
chlägt rauschend gegen die Fenster, es ist traulich am warmen
Djen; bald werden Dächer und Straßen die weiße Schneehülle
ragen und das é6hristkind, wird wieder bei uns einkehren. Die
inderherzen schlagen ihm schon jetzt erwartungsvoll entgegen; wer
den Klenen nicht allein eine große Freude beteiten, sondern. auch
die erssen Samenkörner geistiger Etziehung in die jungen Herzen
streuen will, der lege Hey's Fabeln in die kleinen —8
er wird sebr bald die junçe Geistes-Saat aufgehen sehen.

(Thurinder Hausircund 1875, Nr. 46.)

— 5
(Eingesandt.) Unter den körperlichen Gebrechen, die
inter Umständen sehr gefahrl'ch werden können und bei Groß uad
dlein sogar haufig vorkammen, st hen in vorderer Reihe dit Unter⸗
ibabrüuche. Als ein dvielfach mit außerordentlich gunstigem
xirfolg begleitetes, ganz und gar uͤnschädliches Mittel dagegen wird
Fe' Vruchsalbe von Gottlieb Sturzenegger in Hauisau.
*antons Appenzell. Schweiz, 'bestens empfohlen.
        <pb n="660" />
        — w
kauf.
Ansverkauf.“
Von heute ab bis 1. Januar verkaufe ich, um mit
meinem großen
Wintor Lagoer
Herren- u. Knaben-Kleidern,
sowie EPAICB-FIABCGI (nene Façons)
zu räumen, den sämmtlichen Vorrath zum Kostenpreise.
B. Achkermann,
St. Ingbert,
im Hause des Herrn Christian Kling neben der
katdholischen Kirche.
Bei obigem Ausverkauf empfehle gleichzeitig mein reich—
haltig sortirtes Lager in
Muürtzen und Filzhüten
zu den billigsten Preisen,

Samstag
Abend t
—9
Bier.
bei
—— Greweuig.
Frische Orangen
per Stöck 20 Pi.
Frische Citronen
per Stück 10, 15 und 20 pf.
bei II. Peters.
Herrn J. J. F. Popp, Heide
Holste'n).
Ich fühle mich verpflichtet,
Ihnen den tiefgefühltesten Dank
abzustatten, denn Ihre Heilme⸗
hode hat mich vorr einem lang⸗
wierigen drückenden
Magenkatarrh
den ich füt unheilbar hielt, be—
freit. Ich wünsche, daß Alle,
welch⸗ an ähnlichem Le den krän—
leln, Ihre Heilmethode gebrauchen
ind gleich günstige Resultate da—
»urch er ie ei möchten. Ich
veree Ihre Mettzed- empfehblen.
Mit freun dlichem Gruße ze'chnet
ich hochachtungsvoll Euer Wohl⸗
jeboren ergeberster
J. Jakob Schmid, Piarrer.
Hegnenbach, Poeft Geldern.
Boöyern). 6.Okt. 1875.

Allgemeine
Rechnungen
(ohne Namen)
in s, a, u. !s Bogen find

vorräthig bei
F. X. Demetz.

—ALeistonbruch ⸗

sowie jecden Brutenh hbeile

ich schnell, sicher u gründlich.
Ueber 1000 gebeilt.

F. Gromeo in Ahaus Waestf.

Frucht,, Brod⸗ und
Fleisch Preise der Statt
Zzwerbrücken von 30. Nov.
Weizen 11 M. 86 Pf. Koru
Ut. 21Pf. Gerste Zreihige
O0 M. — Pf.'“ Gerste Areih.
0 M. — Pf. Speiz 0 W.
— Pf. Spelzkern — M. —
Pfge Dintel — M. — Pig.
P.ischirucht O M. — Pf. Hafer
7 M. 82 Pf. Hen 5 30
Pf. Siroh 4 M. 75 Pi. Kar⸗
offeln 2 M. 80 Pi. per Etr.
Weißbrod 14 Ko. 57 Pi. Korn—
»rod 3 Ko. 80 Pf. ditto 2 Ko.
54 Pi. ditto 1 Kilo. 27 Pif.
Gemischibrod 8 tilo. 97 Pf. 1
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf.
Rendfl. 1. Qual. 58 Pf. 2.
Qal. 52 Pf. Kalbfl. 48 Pio
Hamfl. 52 Pf. Schweinefl. 60
WBi, Butter 1M. 20 Pf. per Psd.

n

8ohulthoiss.

— —

— — —

—

*

75*
pr q alE-
-

j
bon F
P. J. Woll &amp; Sohn, St. Ingbert
empsichlt ihre Fabrikate, als: Korkstopfen, in jedem *
Kaliber und jeder Quolität, fichten und eichen ä
Holzspenden, sichten, eichen und buchen
Querscheiben zu Fabrilpreisen.
Lager in: Brauerpech, Flaschenlack, Me—
allkapseln, Torkmaschinen und verkorkt
255847 A

—
für Biele!!“
richienen!!, in der
Annoncen-Expedition
23. 7
D S)EINER, Hamburg
Verzeichniss . InSeιIoMnstarit der
o 2 F.
PFachæeitschrifbon *
Fachzeitschriften
RKaleuder. Coursbiseher, Raddeblätter ete
entholtend:
197 Ze tschriften für Handel und Verkehr, Gewerbe,
Ii Industrie, Assscuranz und Finauzwesen.
J. J. Fiack, Jun. —V000
—8 —— . A schast (Ja. Spori) G ud Blurenzucht.
44 ch d ichzst (Jaad und Sport) Gartenbon und lurienz
Anterleibs⸗Br u hleiden en 50 Zeinhritten füe Baus und Ingenieurs Wissenschaft,
wird oic, Bruchsalbe von G. Sturzenegger in Herisgu, Canton Scheff ahrt, Berghau und Hüttenkunde.
Appenzell, Schweiz, bestens empfohlen. Dieselbe enthält keinerlhei Bogen IV. 92 Zeitschriften für Erziehung und Unte-richt.
schädlischen Stoffe und heil t selbst ganz alte Brüche, sowie Mutter⸗ Bogen V. 33 Zätfschriften für Heitwessenschaft.
norfälle in den allexrem eist en Fällen vollständig. Zu be— * yt. 79 — Forbra
iehen in Toͤpfen zu Matk 3nebft Gebrauchsauwesung — und überrashenden. Bogen VI. 79 Badeblätter und Coursdücher.
Zeugnissen fowohl durch G. Sturzenegger seibst, als durch die Rieder⸗ Bogen VII. 115 Kaseder.
age von Dr. W. Strauft Mohrenapotheke, Maien z. Auch ist Na- Bogen VIII 39 Zeitschriften süt Militäcwissenschaft, Schützentw. sen
herer zu erfahren — . ——— von Fr Bohm. saisfers— und Pferdrkunde
t d CKarl Malzrocher in Carls erttet 5 W
au n un alꝛccer arlsruhe· Bogen IX. 112 Ze isch iflen für Belletr'stik, Kuust, Musik, Theater,
Nicht durchsichtige, aber wirtlich G yceriugebalt volistandeg nentrel Unterhaltung.
gehaltvolle und enttän hire Spar mhr Bogen X. 48 Zer'schtisen sür Naturwissenschaften, Pharmacie,
Universal- der geringsten Schärfe, deshalb Mathematik, Astrenomie, Metereologie.
Elyoorinseifen. besonders zum, Waschen für Dieser mit großer Sorgfalt ausgearbeitete Josert ons Katalog
frteredet a— Ander, oifene Wunden ugd bei nthätt nicht nur dole deutschen, sondern onch d'e wichtigeren
Von Autoritäten gebrüst und letzter Hanut jehr zu empfehlen. englischen, franzöfischen, italienischen und amerika⸗
als vorzüalich befunden. Diese Durch ibre Billig'eit und natfür: nischen ho jenichentten nedst genaner Aadahe der Auflage
Seifen, aus ganz, gereinigtemn üchen, angenehwen Geruch sind und bes Jeilenpreifes.
Giycerin und Fett bereitet, sind dieielben allen anderen Seifen Jeder Bogen wird einzeln abgegehen und an Inserenten gra—
(bei längerer Anwendung) das oorzuzieben und für Jdermann tis und franco versandi bon
wohlthätigste und unfehtbarsse zum allgemeinen Gekrauche zu — jti
Mittel beßen rauhe, spröde unde emp'ieclen. Preis per Stück 15, Adolf dtoinoer, Annoncen⸗Exrpedition
kranlhafte Haut. Sie vertetet u 30 Piq. Fabrik von — 12. *
überhaupt derselben, de runte . . Veyschlag, Augsburg. Ofic eine t un: licht Fachzeitschriften.
Zartheit nud kiare Beige Tien tiree itederiuge bei Herru — h —tetan Idresse“ in Men)
3. .. 2. 5 — ——
cen fsind durch inn 5* —V — —— zt. Jabert. —
77 ———— — ⏑ —— —
Revottien Truck und Veriag von F. X. DTemeß in Sn Ingbect.

X
        <pb n="661" />
        St. Ingberler AAnzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag uund Sonntag. Der Aboanementspreis beträgt vierteljährlich

1WMark 20 R.-Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aaswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neckannen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
Mę' 192. Sonn tag, den 8. December 1876.

AHG

— —— —
Deutsches Reich.

München, 80. Nov. Der J. Vizepräsident des deutschen
Reichstaged ec., F. Frhr. v. Staufenberg, hat die ihm von der
liberalen Pariei Münchens angekragene Kandidatur für den Reichs-
asswahlkreis Münchens J durch Telegramm dankend angenommen.

Berlin, 80. Nov. Der „Reichsanzeiger“ veröffentlicht eine
caiserliche Verordnung, durch welche die Reichstagswahlen auf den
19. Januar festgefetzt werden.

Im „Reichsanzeiger“ wird vor ungültigen Banknoten gewarnt.
Dieselben sind angeblich von der luxemburgischen Nationalbank aus—
zegeben und lauten auf deutsche Reichswährung in Abschnitten von
b, 10 und 20 Mark. Rach dem Bantkgesetz dürfen ausländische
Banknoten, wenn sie (ausschließlich oder neben anderen Werth⸗—
bestimmungen) in Reichswährung ausgeftellt sind, innerhalb des
Reichsgebietes bei Strafe zu Zahlungen nicht gebraucht werden.

Die im Handelsministerium abgehaltene Konferenz der Fabrik.
inspekloren ist hinsichtlich der Beschäftigung jugendlicher Arbeiter
in Glashürten zu dem Ergebniß gekommen, daß, wenn auch
die Klagen der Glasindustriellen vielfach übertrieben erscheinen, doch
in einzelnen Punkten Mod fikationen jener Bestimmungen für den
genannten Judustriezweig nothwendig seien. Es soll nun untersucht
werden, ob ähnlich wie für die Glas'ndustrie, auch für andere
Industriezweige einzelne Modifikationen der gesetzlichen Bestiimmungen
in Aussicht zu nehmen sind, und sodann sollen diejenigen Beschäf⸗
jigungen festgestellt werden. bei welchen wegen der damit verbundenen
zesonderen Gefahren die Verwendung jngendlicher Arbeiter über⸗
haupt auszuschließen sein würde.

Berlin. Der Reichskanzler hat den Bundesrath, nachdem
die Erhebuugen der verbündeten Regierungen bezüglich der Beschickung

der Pariser Ausstellung beendigt sind, aufgefordert, sich darüber
scchlüssig zu machen, wie die Einladung zur Beschickung zu beant⸗
worten sei und was eiwa für Gelder dazu zu hewelligen seien.
Ausland.

Wien, 30. Nov. Nachrichten zufolge, die aus Konstanti—
aopel hier eingetroffen sind, daben die Demarcations Comm'ssäre
aus Alexinatz nach Korstantinopel gemeld⸗et, daß keine Aussicht vor⸗
janden sei, ihre Aufgabe vor Mitte December zu lösen. (Und mit
steujahr soll der Waffenstillstand zu Ende gehen!)

Petersburg, 1. December. Nach Meldung der hiesigen
Zeituugen erfolgt die Abreise des Obercommandirenden der Südar⸗
mee, des Großfücsten Nikolaiewitsch, heute.

— TD
Stadtrathosttzung
aim 5. December 1876 Abeuds
8 Uhr.
Tagetordnung:
Die Wahl eines J. Adjunkten
betreffend.
Alignement in der Pfarrgasse
und an der Hasselerstraße betr.
Abtheilungsunterricht in der
obern kathol. Knaben⸗ und
Mädchenschule betr.
Heimaihgebühren bilr.
Erhebung von Gemeindege⸗
fälle betr.
Herstellung eines Verbindungs⸗
weges cuf die Meß betr.
Schullocalitäten zu St. Ing⸗
bertergrube betr.
St. Inubert, 2. Dec. 1876.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.

Wasserdichte
agen— und
Pferde-Decken
zu haben bei

Jakob Behr, Satiler,
—— St. Ingbert.
Zu verkaufen:
kiefern Bauholz, Zaun⸗
uird Baumpfähle, fichten
Rund—⸗, Leiter⸗ und Wies
bäume bei 9

TIouis Höh.
Breitermühle bei Niederwürzbach
die Ronner Fahnen-
Fabrilc in Bonn a. Rh. lie⸗
ert auch Theater-Dekorat'onen,
nuf Stoff gemalt.

Vermischtes.

F St. Ingbert. Das am veiflossenen Sonntiag hier ab⸗
gehal:'ene Kirchenkonzert war stark besucht und fiel zur all⸗
zemeinen Zufriedenheit aus. Die Haltung von Seiten des Publi⸗
ums war musterhaft. Die vorgetragenen Orgelspitcen gaben Zeugniß
or der großen Feitigkeit und der Virtuosität der Spielenden und
varen allseitig ansprechend. Man konnte sich überzeugen, daß auch
die vielseitig verkannte Kirchenmusik das Herz des Menschen erheben
ind fesseln kann. Ungemein reizend und bezaubernd schön sp elte
derr Wies aus Blieskastel auf seiner Violine unter meisterhafter
Irgelbegleitäng des Herrn Präparandenlehrers Niedhammer aus
Zzlieskastel. Nicht minder hinreißend waren die beiden Gesangs⸗
piecen aus „Paulus“—, weiche die HH. Henrich und Croner, be de
ius Frankenthal, vortrugen. Einen erhebenden Abschluß des Ganzen
ildete ein Hhmnus für Männerchor von Herm. Mohr, der mit
iner Präzision und Feinheit durchgesungen wurde, die Nichts zu
vünschen übrig ließ. Abgesehen von allem Anderen, konnte man
jesonders aus diesem Stücke entnehmen, mit welchem Geschick und
nit welch' rastlosem Eifer Herr Organist Fr. Woll von hier arbeitete,
der das Arrangement zum Konzerte traf und überhaupt als die
Seele des Gonzen zu betrachten ist. (Nachr. f. St. u. L.)

Eine besondere Beachtung verdient die im heutigen Blatie
refindl'che Annonce des von hohen medicinischen Autoritäten ge—
»rüften und wegen seiner ganz vorzüglichen Wirksamkeit auf's An⸗
elegenttichste empfohlene Rbein. Walz Extract Phénol.

— Interessanu
st die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sieh befindende Glucks-
Azeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
lurch seine prompte und verschwiegene Auszablung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Betrügo einen dermassen guten Ruf erworben,
lass wir Jeden auf dessen heutiges Inserat sehon an dieser Stelle auf-
merksam machen.
„RWie in unserem heutigen Blatte befindliche Gewinn⸗Mittheilung det
dertn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders ju beachten.
Dieses weltbekannte Geschäft besteht weit über 580 Jahre und hat den bei
hm Betheiligten schon die größten Hauptgewinne von Matk 360,000,
70,000, 246,000, 225,000, 183,000, 180,000, 156,000, ostmals 1852000.
50,000, 90,000, sehr häufig 78, 000, 60,000, 48,000, 40, 000, 36,006, 4,
c. ic. ausbezahlt, wodurch viele Leute zu reichen Capitalisten geworden sind.
Es sind nun wieder für einen kleinen Eindatz große Capitalien zu gewinnen
bis z4 ev. 375,000 M. Auch bezahlt dieses Haus durch seine weilverbrei—
eten Verbindungen die Gewinne in jedem Orte aus. Da durch die getroffene
großartige Einrichtung in Vermehrung und Vergrößerung der Gewinne eine
große Betheiligung zu erwarten ist, möge man dem Glüdke die Hand bieten
ind sich vertrauensvoll an die Firma Laz. Sams. Cohn in Hamburg
wvenden, bei der man gewissenhaft und prompt bedient wird.“
GEin neuer Beweis
für die wunderbare Heilkraft des Phèpnol.
Wegen seiner ausgezeichneten und be—
wöährlen H.ilkraft bei Keuch· oder blauer Husten,
chronischer Heiserkeit, Verschleimung, Katarrh,
kranken Vrustorganen, Lungen-, Hals- und
Brustentzündung ist der von hohen medicinischen
Autoritäten geprüfte und wegen seiner ganz
vorzüglichen Wirksamkeit auf's Angelegentlichste
empfohlene „Rheinische MalzExtract“
PhènoOl.,
Fabrilcmarlke das beste und ein vorzüglich linderndes Mittel.
Die enorme Nachfrage selbst aus den entferntesten Welttheilen und
die von allen Seiten eingehenden Zeugnisse und Dankschreiben sind
der beste Beweis für vessen vorzügliche Heilkraft. Der Phènol ist
n s, 4 und s Flaschen a 75 Pf., Mt. 1 und Mt. 1,50 zu
aben bei J. Friedrich in St. Ingbert.
        <pb n="662" />
        JTür damen.
Das schönste, prattischste und
l ebenswürdigste
Weihnachtsgescheuk
n
Heéuser?s
Rahlischscheeren Garnitur
aus Solinger Silberstahl
Gilver stoel) enthaltend; Bu-
schne ide, Ragel⸗, Stick.,
Knopflochscheere mit Stell⸗
schraube und ein hochfeines
Trenumesser⸗.. —
Breis für Garnitur: 4 Scheeren
l Messet in feinem Etui 5M.
Unentbehrlich für jeden
Nähtisch. Dauerhaft und
unverwüstlich bei fleißigstem
Gebrauch. Garantie der Vor⸗
züglichkeitdurch eventuelle franco
Rücknahme Depot für Deutsch-
land bei Win. Heuser, 18,
RNehmplatz, Aachen. Versandt
der Kürze halber gegen Nachnehme.
Von 'den vielen eingegangenen
Anerkenuungsschreiben lasse
eines derselben folgen:
Ew. Wohlgeboren erfuche um
die Gefälligkeit mir noch 4 Stück
Nähtisch-Scheeren⸗Garnituren äM.
5 gegen Nachnahme einzusenden.
Kochentin (Oberschlesien), den
18. Oklt. 1876. Emma Hüuppe,
bei der verwitkweten Prinzessin
zu Hohenlohe-Ingelfingen.

J Die riehtige Ver-
bimdumg des Malzextrakts
7 mit der Chocolade hat vielen
Tausenden Heilung gebracht;
37 in gleicher Weise- die des
Malzexkrakis mit dem Zucker
3 zu Brustmalzbonbons; erstere
J als magenstärkendes Mittel,
— d'e letztere zur Beseitigung
des Huͤstens und der Hals⸗
A verschleimung. — An den K.
und K. Hofliefer. Herrn Joh.
Hoff in Berlin. Ihre Malz⸗
Chocolade wirkt wohlthatig
auf das Brustübel meiner
Frau. J. Folmus, Theater⸗
direltor in Arad. — Ihr
Mallixualt und die Brust⸗
malzbonboug daben den Schleün
von meiner Brusl gelöst, der
Husten ist fort, ich athme
freier. Ziethen, Rechnungs⸗
führer in Schönwerder.
Verkaufsstelle bei
Jean Peters, St. Ingbert.

Bekanntmachung.

Gestern Nochmittag wurde don
rinem armen Maädchen im Haus—
gange der Postexpedition dahier,
eine Rolle von 25 Mark, be⸗—
stehend in 20-Pfennigstücken ver—
loren 7 *
Der redliche Finder wied de⸗
zeten, diesetbe gegen gute Be—
sohnung auf dem Polizeibareau
abzugeben.

St. Ingbert, 2. Dez. 1876.
Das Potizeikommissariat

Eckerlein.

Rheinischer
Trauben-Brust⸗
Honig

4 3 mit beigedruck⸗
allein ächt tem Fabrikstem⸗
pel von vielen Nerzlen ⸗wie den
Herren Sanitätsrath Dr. C. Rüst,
Hr. Graefe, Dr. Gesellius
Dr. Lange u. s. w. als bestes
angenehmstes und
—XE ——
IIusten-4 2
mittel 8 9— 5
empfohlen; zu ha⸗ —
ben in St. Ing⸗
bert bei J. Friedrich, in St
Johann bei F. P. Duden—
hoͤffer und KarlThiriot, in
Saarlouis bei F. Altenkirch,
in Blieskastel bei Apothe⸗—
ker C. Nichter, iu Saarge
münde bei Apotheker H.
Kirchner in Sulzbach bei
Nvhotheker A. Treffon.

Die berühmte Schrader sche

Weiße

Lebensessenz
von Apotheker Schrad er, Feuer-
bach⸗Stuttgart, welche schon Tau⸗
senden, die mit den langwierig-
sten und schwersten

Magenleüden
behaftet waren, allein geholfen
hat und die in den meisten Fa—
milien alt diätetisches Haus
mittel ganz unentbehrlich ge—⸗
worden ist, wird Jedermann drin⸗
gend empfohlen. Flac. ) Mark.
— Schrader's —
Traubenbrusthonig
angenehmstes und sicherstes Haus⸗

mittel gegen Husten.

Flac. 1 M. bei J. Fried⸗

rich St Ingbert.

Makulatur,
mehrere Centner, werden abg e—
„geben in der Druckerei d. Bl.

P
2 Bog., mit biel. in een Text
edruckten auatom. Abbild.
Ircis 1 Mark; erschienen bei
lichtersVerlagtagiait in
neipzig, ist in ug allen 33
andlüngen vorraͤthig. — Dieses
orzügliche Werk lann allen
ranken, gleichviel an welcher
drankheit leidend, umsomehr
end empfohlen werden,
als e8 betreffende Heilverfah⸗
æen sich als zuverlässig bewährt

at, rhie die in dem Buche ab⸗

edruckten —V Manzen⸗

den Atteste beweisen.

J 3 Cc7—
Glüuck-auf zum Feste!
Die vom Staate Hamburß garantirte und interessante
zroße Lotterie von über
7 Millionen 420,000 R.⸗M.,
ist nunmehr derartig eingerichtet worden, daß die Ge—
winne vermehrt und selbst die kleinen Gewinne ganz be—
deutend vergrößert worden sind; dieselbe enthält nur 29,800
Loose, und werden in wenigen Monaten in 7 Abiheilungen folgende
Bewinne sicher gewonnen, nämlich: Jgroßer Haupt-⸗Gewinn
rια. 37 dööα Mart, speciell M. 250, 000
125000,80.900, 60, 000, 50, 000, 40,000, 36000,
3 mal 80,000, 1mal 25,000, 4 mal 20,000, 7
mal 18, 000, 2 mal 12,000, 16 mal 10,000, 26
al 6000, 34 mal 4000, 2 mal 30900, 1 mal 2500,
200 mal 2400, 5 mal 2000, 3 mal 1500, 410
mal 1200, 621 mal 500, 35 mal 300, 700 mal:
250, 42 mal 200, 46 mal. 150, 22,450 mal 138,
17164 mal 124, 120, 94, 75, 67, 50, 40 und
20 Mark.
Die Gewinnziehung der 1 Abtheilung ist amtlich auf
den 13. und 14. December d. J.
sestgestellt, zu welcher
zas ganze ODriginal-Loos nur 6 M. — Pf.
das hals. Original Loos unur 8 M.
e. das viertel Original-Loos nur 1 M. 530
ostetz Diese mit Staatsspappen verehenen Original-Loose
sende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuß
etbft nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
sofort zu. Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge—
winugelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
en prompteund verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin⸗
ungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
ausbezahlt erhalten·
Vstein Geschäft fuhrt die Devise:
6IGP,IS IMd. Sg i COnM-F-«
und ift bekanntlich das Aelteste und Allerglücklichste, indem die
bei mir Betheiligten schon die größten Hauptgewinne von Mark
0 bö, 270 000, 246,000, 2285, 600 188,000,
80,000, 156,000, ꝛc. ⁊c. gewonnen haben und beträgt die
Gesammtsumme der in den Ziehnnugen der Monate Oktober / No—
bember d. J. von mir ausbezahlten Gewinne laut amtlichen
Bewinnlisten diesumme von über
R.-Mark 360,000.
Bestellung auf diese Original⸗Loose kann
* einfach auf eine Bosteinzahlungaskarte

—*

XVVXXXXV Glücks- Die Gewinne
ey. Anzeige. garantirt der Staat.
* Prstè Zichung:
375. O000 Mari Ia. u. 14. Docemb.
LEiImcãu ue r Betheiligiing an uié
Gewinn-Obanocon
der vom Staato Hamburg garantirten grossen Geld-
PLotterie, in welcher ũber —
7 VCII.- 2, CG FIATIc
sieher gewonnen werden müssen,.

Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie, vwelebe plange-
mãss nur 79, 000 Loose enthält, sind folgende: nämlich 1J Gewinn ev.
375, 000 Mark, specien Mark 250,000, 125, 000, 80,000,
60,000, 50,000, 40,000, 36,000, 4 wal 30,000 und
25,000, 4 mal 20,000, 25 mal 15,000, 12,000 und
10,000, 26 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal
2500, 2400 und 2000, 415mal 1500, 1200 und 1000,
1356 mal 500, 300 und 250, 24863 mal 200, 150, 188, 124
und 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
und kommon solehe in wenigen Monaten in 7 Abthæilungen zur α-

rem Entscheidung.

Die ersto Gewinnziehung ist aAmtlIieh auf den

I3. und. Id. Doecomber d. J.
festgestollt, und kostet hierza ,—

das ganze Originalloos nur 6. Reichsmark,

das halbe Originalloos nur 3. Reichsmark,

das viertel Originalloos nur IIjs Reiehsmark,
unde werden diess vom Stante gurantirten Original-
LOose (koeine verbotenen Promessen) gegen frankirtée EFin—
sendung des Betrages oder gßegen Postvorsehuss
solbst nach den entserntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen verschenen Original-Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die anitliücehe
Zziehungsliste unnnsfgetfordert zugesandt.

Die Auszæctlung und Versendunq der Gewinngelder
erfolgt von mir dircet an die Intéressenten prompt und unter
strengster Verschwiegenheit.

Jecdlé PestelInuge kanqg man einfach auf eine Postéim-

nIIEM rte machen.“
Ann wende sieh daher mit den Aufträgen
vertrauenav ol an
8a Hecekiseler senr,
—

vurg.
da: u*Fechsele⸗Geschu
— Ac —
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St Ingbert. .2N e ꝛ
Sieru illustrirtes Sonntaosblatt“ Nr. AN.
        <pb n="663" />
        —Eo———
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstaz, Oumerstag, Sanstaz und Sonntaz. Der A⸗ oanementzpPreis beträgt vierteljährlich

Muart 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aas värtz mit 15 3f3. far die diergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

—— —

— u—

M 193. DDiendtaa/ den 3. Deeember 16.

Deutsches Reich.

München, 1. Dez. Die;„Hoffmm. Corr.“ fbreibt; Aus
zuter Quelle vernehmen wir, daß in den letzien Tagen im Kriegs⸗
ninisterum Conferenzen stattfanden zur Berathung über die im
Falle einer Mobilisirung der daheriichen Armee zu erare isenden
Maßregeln. —DVV——,, —

Mäünchen: 2. Dez. Nachdem zufolge kaiserl. Vero dnung
hom 23. d. M. die Wahlen zum Reichstage am 10. Januar 1877
‚orzunehmen sind, hat das k. Staatsministerium des Innera⸗ Fol⸗
—E 31.
MNai 1869 wird als Tag, an welchem die Auslegung der Wählet⸗
aisten in Bayern beginnt, Montag, der 11. Dez.d. Jr, bestimmt.
die im F 2 aAbs. 2 des Wahlreglements vom 28. Mai 1870 vors
jeschriebene Bekanntmachung hat spätestens am Tage vorher in orts⸗
Ibliver Weise zu erfolgen. D'ek. Bezirkzämter sind verpflichtet,
»en Vollzug diefer Anorduunz-zu kontroliren und sich zu dem Ber
hufe von jeder Gemeinde ihres Bezirles Anzeige erstatten zu lassfen.
Senanntes Ministerium hat außerdem sehr weitgehende Anordaungen
erlaffen. *

Bei dem Diner, das am Freitag (1. Dec) der Reichskanzler
Fürst Bismarck dem Voistande des Reichstages gab, äußerte sich
Ferselbe über de Or'entalische Angelegenheit folgendermaßen:

Deufchlands Bemühungen für die Aufrechterhanung . des
Friedens hätten den Ecfolg gehabt, daß der Mereques von Selis⸗
bury dei seiner Anwesenheit in Berlin ——
mehr zugeneigt hat und somit wadrscheinlich gemacht, daß England
gegen die Lolalisirung des Krieges zwischen Rußlamo uns det Türkei,
der allerdings ktaum zu vermeiden seing, werde, uich:s zu Untexuehmen
Jedenke. Oesterrich befinde sich*in⸗ überaus schw'eriger Lageé
Deutschland habe das Interesse, die Freundschait O⸗sterreichs sid
erhalien zu sehen; sollte dieses in schwierige Lagen gerathen ore
gar „lebensgefährlich verwundelzwerden“, so würde für Deuilschlauf,
die Möglichteit einer Unterstüzung Oesterreichs Jicht rausgesch ossen
sein. Dieser akute Fall werde jedoch erst eintreten? wenn Oester—
keich in den striea verweckelt und seine Integrilat bedroht würde.
Man unterschätze Oesterrelchs Widerstangskraft und überschätze seine
konstitutionellen Schwierigleiten. Deuischland werde veutral beeiben
ad dnter allen Umständen für Lokalisirung des Irieges zwischen
Mußland und der Türkei eintreten, damiil nicht neue Schw'erig⸗
teiten in Asien und Indien entständen! Ju Rußland sei eine große
Anzahl höherer Militärs gegen den Krieg, der vornehmlich von der
Presse und den panslav stischen Altions Komiltees geschürt wede. In
der Throntede sei von deu mit Deutschland histotisch und durch
Bündnisse befreundeten Natiogen die Rede; unter diese ser E gland
mit einbegtffen. Die Nachricht, daß er, Bismarckh, Salisbury
gegenuber von seiner Zustimmuag zut Besetzung Balgariens durch
Rußland gesprochen, sei nicht richtig. — Die ganzenAeußerungen
Biamoards ließen keinen Zweifel darüber, daß Deutschland die Freund⸗
chaft Oesterreichs sihh erhalten und im gegebenen Folle demfelben
deisiehen werde, und hinterließen auf die Anwesenden den Eindruck,
daß Deutschland sich in leine Aktionspolitih, Rußland gegeuühet,
engagirt habe. Fücst Bismarck betonte ausdrücklich, daß Deutsche
land sich nach keiner We se hin gebunden hade. Wenn Veutschlaͤnd
in poliltisches Prestige hätte zeigen wollen, so ware jetzt die paf⸗
endste Gelegenheit dazu gewesen, allein die Zutunft werde die aroße
Uneigennützigkent der Politik Deutschlands klar zu Tage foördern.
Von 'verschudenen Seiren sei Dentschland aufgefordert worden, als
Friedensvermittler aufzutreten, Deuischland habe diese Rolle abgelehnt,
weil dasselbe keine akademischen Unterhaltungen pflege, und eßhaßb
genöthigt gewesen wäre, mit seiner Macht sür seine Vermittelung⸗
Borschlaͤze einzutreten. Deutschland gleiche dec Sltetnarnitur in
rinem Siehaufmännchen, mittels welcher das ent opauche Gleichgewicht

chließlich schon zum richtigen Stehen gedracht werden winde. Die
Verstimmung, welche zvischen den Nationen herriche, sei viel schwerer
su überwinden, als die Spannung der Zabinette. Nodh bemerlle
Zismarck gegen Joörg, er und Deutschland hätten nie daran grdacht,

Deutsch⸗Oestetreicher zu sich herüberzuziehen, was auch Deutsch⸗
Desterteicher ihrerseits nicht wollen.“

In der Krupp'schen Fabrik in Essen werden augenblicklich
ille Anstengungen gemecht, um den Rest des für die Türkei be⸗
limmten Geschützmaterials an Kansnen und Lafetten in kürzester
Frist fertig herzuͤstellen. Wie eilig es plötzlich der Sultan Abdal
ham'd hat, nun auch in den Besitz des letzten Viertels der bei
kdrupp vor etwa 3 Jahren in Auftrag gegebenen Feuerwaffen zu
omuen, mag aus der von der Essener Volks-Ztg. mitgetheillen
Thaisache herborgehen, daß in den Kanonenwerkstätten des Elablisse⸗
nents Tag und Nacht gearbeitet wird, um das schwerwiegende
driegemalerial baldigst an die Adcesse des kranken Mannes am
Vvoldenen Horn gelangen zu lafsen.

Ausland. J

Paris, 3. Dez. Das amtliche Blatt wird morgen den Rück⸗
uitt des Ministeriums melden, (weil dessen Präfident Dufaure von
er Mehrheit der Abgeordnetenkammer bei der Berathung des Cultus⸗
zudget wegen seiner Nachgiebigkeit gegen den Klerus mehrfache
Mißtrauensvota geerntel hatte) welches jedoch vorläufig im Amte
leiben wird, bis Marschall Mac Mahon über die Ersetzung desselben
Herfügung trifft. Dem „Moniteur“ zufolge hätte der Herzog Audiffret⸗
Zasquier (linkes Centrum) die Bildung eines neuen Cabinets ab⸗
elehnt.

London, 2. Dez. JIai Sinne der mehrfach befürworteten
Zarallel Besetzung lürkishhen Gebiets durch Rußland, Oesterreich und
zuglaud taucdhte hier die Anregung aufte, Oesterreich sollen, falls
zẽngland Kosstantinopel besetze, nicht Bosnien, soandern geradezu
zelgrad oalkupiren.

Kom, 2. Dez. Der Marquis of Salisbury verwahrt sich
ier gegen den idm zugescherebenen Reitezweck, eine antirussische
ittion der Mächte in Scene setzen zu wollen. Seine Aufgabe sei

dielsch, si d direkt über die Anschauungen der Kontinental-Mächte
u informiren. Dem italienischen Minister des Aeußern, Melegari
egenüber deurcte Salisvury an, daß falls Italien gelegentlich der
Rentwirren, eine Gebieiserweiterung erstrebe, es sich darauf gefaßt
nachen müsse, dem lebhaften Widerspruch Englands zu begegnen.

Petersburg, 2. Dezember. In den Ostseeprovimzen hat
estern schon die Aushebung der erst im uächsten Jahre zu stellenden
dekruten staugefunden. Den dem Ort der Aushebung nahe woh—
enden Rekrulen ist ein kurzer Urlaub zur Ordnung hrer Angele—⸗
enheiten gegeben; die anderen siad sofort zur Einkleidung zurückbe—
alten worden. Die Aushebung wurde sebr streng duschgeführt.
B Vermischtes.

Otterdberg, 30. Nov. Bei der heutigen Schlußbverste ger-
eigerung der Leinenzwirnfabrik-Anlagen war einer der drei Concui⸗
enlen, Leoni aus Mainz, nicht erschienen. Von den zwei übrigen
hat Sigismund Cohn⸗Speyer aus Frankfurt das letzte Gebot und
warde ihm das Anwesen um die Summe von 147.,000 M. desin⸗
iv zugeschlagen. (Kaisersl. 3.)

F Dirmstern, 29. Nos. G stern hat die hiesige Feldjagd
ei schö stem Wetter staugefunden; es zogen 150 Schützen zu der⸗
elben aus und wurden 750 Hisen geschossen. Nach der Jagd war
un Jagdessen bei Hrn. Stocke mit musikalischer Unterhaltung.

p Guͤtsbesitzet Theod. Steinmetz von Forst hat dem Max-
tift in Dürkleim 3500 Mark zugewiesen bedufs Schaffung eincs
Freiplatzes für ein armes Forster Kind. Bravo!

'In Bielefeld wurde — nach der „K. 3.“ — der
Lehtling einer Leinen- und Waschefabtek, A. B. aus Lüttich, ver⸗
haftet. Er hatte seit Monaten die meisten ein— und ausgehenden
Zriefe unterschlagen (bei seiner Verhofiung fanden sich noch 200
decselben vor), Anfangs wenen der auf denselben befindlichea Marken,
päler aus Rache über die ihm angetlüüadigte Entlassung. Diese fott
esetze Unterschlagung übte wegen Ausbleibens der Bestellungen eĩnen
erait ungünftigen Einflaß auf das Geschäft, daß die Arbeitsträfie

erselben vermindert werden mußten.

— —
—
        <pb n="664" />
        Ueber Spielwerke.

Im Inseratentheile unseres Blattes finden unsere verehrten Leser und
schönen Leserinnen wiederum, wie alljährlich, die Empfehlungen der weltbe⸗—
rühmten Spielwerke von Herrn J. H. Heller in Bern. Derselbe liefert
diese so allgemein beliebten Werse in einer geradezu staunenerregenden Voll-
ommenheit, wir können daher Jedem, der nur ein wenig Freude an Musik
hat, nicht warm genug empfehlen, sich ein Spielwerk anzuschaffen, und bieiel
die bevorstehende Weihnachtszeit die schönste Gelegenheit hiezu, auch kann
kein Gegenstand, noch so kostbar ein solches Werk ersetzen.

Was kann wohl der Gatte der Gattin, der Bräutigam der Brant, der
Freund dem Freunde Schöneres und Willkommeneres schenlen ? — Dem
Leidenden, dem Kranken gewährt es die größte und angenehmste Zerstreunng,
vergegenwärtigt glücklich verlebte Zeiten; dem Einsamen ist es ein treuer
Besellschafter, es erhöht die Gemüthlichkeit der langen Winterabende im häus—
lichen Kreise u. s. w.

Hervorheben möchten wir noch ganz besonders die nur zu lobende Idee
vieler der Herren Wirthe, die sich ein solches Wert zur Unterhaltung
ihrer Gäste angeschafft. Die gemachte Äusgabe hat diefelsen, wie uns don
mehreren Seiten bestätigt wird, nichi gereut; es erweist sich somi auch deren
praltischer Nutzen auf's Evidentefie und möchten wir allen Herren Wirthen,
die es bis dahin unterließen, anrathen, sich ohne Saumen ein Spielweri
anzuschaffen.

Wir bemerken noch, daß die Wahl der einzelnen Stüde eine ganz fein
hurchdachte ist; die neuesten, sowie die beliebtester älteren Opern Operetten,
Tänze und Lieder heiteren und ernsten Genres finden sich in den Heiler 'schen
Werken auf das Schönste vereinigt. Kurz wir können keinen aufrichtigern,
ind wohlmeinenderen Wunsch an die geneigten Leser und Leserinnen uneres

Blattes aussprechen, als den, fich recht bald in den Vesltz eines solchen Spiel—
werles zu setzen; reichhaltige illustrirte Preis⸗Courante werden Jedermann
franco zugesandt. Auch ist direkter Bezug schon deßhalb zu em⸗
pfehlen, da vieleroris Werke für Heller'sche ausgegeben werden,
die es nicht sind.

Die in unserem heutigen Hlatte vefindliche Gewinn⸗Aarheilung des
dertn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders gubeachten.
Die ses weltbekannte Geschäft besteht weit über 30 Jahre und hat den bei
hin Betheiligten schon die größien Hauptgewinne von Mack 360,000,
70,000, 246,000, 225, 000, 183, 000, 180, 000, 156,000, ostmals 152,000,
50.000, 90,000, sehr häufig 78,000, 60,000, 48,000, 40,000, 36,000, a
ie. ausbezahlt. wodurch viele Leute zu reichen Capitalisten geworden find
Es find nun wie der für einen kleinen Einsatz große Capilalien zu gewinnen
hbis zev. 875,000 M. Auch bezahlt dieses Haus durch seine wenverbtei—
jeien Verbindungen die Gewinne in jedem Orte aus. Da durch die getroffene
zroßartige Einrichtung in Vermehrung und Vergrößerung der Gewinne eine
zroße Betheiligung zu erwarten ist, möge man dem Glülde die Hand bieten
ind sich vertrauensvoll an die Firma Laz. Sams. Cohn inF mburg
venden, bei der man gewissenhaft und prompt bedient wird.“
nteresasamnt
ist dio in der heutigen Nummor unserer Zeitung sich befindendo Glnexs-
Anzeige von Samuel Hetkscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat vreh
lureh seine prompte und versohwiegens Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Betrüge einon dermassen guten Ruf erworben,
lass wir Jecden auf desson heutiges Inserat schon an dieser Stelis auf
ney ksam machen.

—
Unterzeichneter hat seine
KinderSpielwaaren,
sowie vlele andere zu Geschenken sich eignende Artikel“ zum Ner—
aufe ausgestellt, auch empfiehlt derfelbe Filzstiefel und Pan⸗
toffel, sowe Galoschen und silzgefütterte Lederschuhe
mit Holzsohlen.
Fiack, jun.
52122 e — C
Glück-auf zum Xeste!
Die vom Staate Hamburg garantirte und interessante
rroße Lotterie von über
7 Millionen 420,000 R.-M.,
ist nunmehr derartig eingerichtet worden, daß die Ge—
winne vermehrt und selbst die kleinen Gewinne ganz be
deutend vergrößert worden find; dieselbe enthält nur 8
Loose, und werden in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen folgende
Gewinne sicher gewonnen, nämlich: J großer HaupteGewinn
und'Prämie ev. 375,000 Mark, speciell M. 250,000,
125,000, 80. 000, 60,000, 530,000, 40, 000, 36,000,
3 mal 30,000, 1 mal 25,000, 4 mal 20,000, 7
mal 15,000, 2 mal 12,000, 16 mal 10,000, 26
mal 6000, 54 mal 4000, 2 mal 3900, 1 mal 2500,
200 mal 2400, 5 mal 2000, 3 mal 1500, 410
mal 1200, 621 mal 500, 35 mal 300, 700 mal—
250, 42 mal 200, 46 mal 150, 22,450 mal 138,
17164 mal 124, 120. 94, 75, 67, b60, 40 und
20 Mark.
Die Gewiunziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf
den 13. und 14. December d. J.
festgestellt, zu welcher
das ganze Original⸗Loos nur 6 M. — Pf.
das ßaug OriginalLoos nur 3 M.
das viertel Original-LSoos nur I M. 30
kostet. Diese mit Staatswappen versehenen Original⸗Loose
sende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuß
elbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
sofort zu. Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge—
vinngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
en prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin⸗
zungen überall kann man auch jeden Gewinn in seiuem Wohnort
usbezahlt erhalten.
Mein Geschäft führt die Devise:
6Ick UPT1OMC.I. SoSOn DORi COMMST
und ist bekanntlich das Aelteste und Allerglücklichste, indem die
sbei mir Betheiligten schon die größten Hauptzewinne von Mar!
360,000, 270,000, 246,000, 225,000, 183,000
180,000, 156,000, ꝛc. ꝛc. gewonnen haben und beträgt di⸗
sßesammtfumme der in den Ziehumngen der Monate Oktober / No
»eꝛrmber d. J. von mir ausbezahlten Gewinne laut amtlichen
zewinnlisten diezumme von über
R.-Mark 360,000.
Fede Bestellung auf diese Original⸗Loose kann
n auch einfach auf eine Wosteinzahlungskarte

un Hamburg.
AuptComptoir, Banf und Mechsel⸗CEeschäft

Dankse
anksagung.
Seit 6 Jahren litt meine
Frau an einer schmerzlichen
krankhent an der linken Brust.
Durch eine vor 6 Wochen vor⸗
genommene Operation der Herrn
Dr. Bartholomae und De.
Rausch und einer äußerst sorg⸗
jamen Pflege in dem Kramer'schen
Hospitale, gelang es denselben,
meine kranke Frau von ihrem
Uebel gänzlich zu befreuen und
erfreut sich dieselbe wieder einer
pollklommenen Gesundheit. Ich
'ühle mich deßhalb verpflichtet.

den obengenannten Herren, den
Herren Gebrüder Krämer, so—
wie den beiden Spitaljchwestern
und Krankenwärtern für die Be—
mühungen, Pflege und das freum⸗
tiche Entgegenkommen meiner
Frau hiermit öffentlich meinen
innigsten Dank anszusprechen.
Friedrich Joseph Koch,
Wirth. u. Schmelzarbeiter.
ALoeistonbruoh⸗
sowie Jjedém Brucenh heilé
ieh sehnell, sicher u gründlich

Deber 1000 gebeilt.
V. Gromne in Ahaus Westt

Glücks Die Gewinne
Anzeige. garantirt der Staat.
Erste Zichung:
— 13. u. 14. Déecémb.
⸗ ur Bæet hei ligung au die
Gewinn-Chancen
der vom Staato Hamburg garantirten grossen Geld-
Lotteris, in wolcher über
7 FIIII. A20, O00 FIarIc
mieher geronnen werdenm miüssen.

Die Gewinue dieser vorthelhaften Geld-Lotterie, welehe plange-
mãss nur 79, 000 Loose euthult, sind folgende: nämlich 1I Gewinn ev.
375. 000 Mark, speciell Mark 250, 000, 125, 000, 80, 000,
60,000, 50,000, 40,000, 36,000, 4 mal 80, 000 unôd
25,000, 4 mal 20,000, 25 mal 15,000. 12, 000 und
10, 000. 26 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal
2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500, 1200 und 1000,
I356 mal 500, 300 und 250, 24863 mal 200, 150, 138. 124
und 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
und kommen solecho in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur S1Che-
rem Entascheidung.

Die ersto Gewinnziehung ist AmtlIieh auf den

13. und Iæ. Doecember Vd. .

festgestellt, und Kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das halbe Originalloos nur 3 Roichsmark,
das viertel Originalloos nur 118 Reichsmark.

und werden diesse vom Stante garantirten Originnal-
Looneo (Koino verbotenen Promessen) Fegen franicirté Eimn-—
sondung des Retrages odei egen Postvorsehuuss
selbst nach den ent ferntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhult von mir neben seinem Original-

Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen OriginaPlan
gratas und nach stattgehabter Ziehung sofort die auntliehe
Ziehungsliste unau sgefordert zugesandt.

Die Aus2cdunog und Versendunq der CGewinngetder
erfolgt von mir diréct an dise Intéressenten prompt und unter
strengster Verschwiegenheit.

F Jede Bestellung kann man einfach auf eine Postéin-

XXVIIR

Ann weonile stlieh daher mit den Anftrügen

ertra usns voIl an
— mel Heekseher senr.,
Banquier &amp; Wechsel-Comptoir in UIamhurg.
öVJC—— — ————⏑—... — — —
Redaktion Druck und Verlag von F. Fdemetn
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8323 3 2383 8335
53 2
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—5 522 755 238 3575753 53833
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329 232 532322 — 23 72 2 ——5—5 2 2233 255— 2353
52 253325—53 73* 2* 7 5285 52 — 253252255
2z322335 523 8 2 8 —223 — 5 55— 62 2353335532
28533235 —550. 585 2532 525533 65 —— 5 532353 72556
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25535 —5328 573 558 2 —A 532, 557355235
* 25. 5—75——535 *22 53398932 222 82—3523 5553553533238
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2 287535 — 2 *
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33752838 —7333* 35s,8333233 3533337353538
55538222 — 22 — —— 338325 257 25 2 332c6
— 53228556538 2533235333727 535553535337
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—333563558556 5553235 35238 553 372323388 53333
22 —ú—* — 7— 7 * 5
333323255 3 63 33 5 33335
2 8 ———— —E 3 2 2 222 * 8 2
—z7338335438* 23353828 33 373333733255
— — 527 S2 — 3735 3—z— 5—5528 ——532352
588588 66822 338 535353535358 288832822 —— —
— 22 2335 533252 — ————— — 52232362
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—z2325 23232 56 z28 —328 8 *83
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5532331 2588
* — 22 5— 38 — 8*
2 22 328288 *z33577585—33353335 —* 22
232 2 — 232— * * 28 —— 2 27 2 32 32 —2
S⸗ 2 5223 »22388 — —71* —A — —— 82— 22 22 —
55 233 —7555 — ———— 88838
32328 55585*855 225 58 7537325 —z—2222 8
2 — 85
— — —353 —352358 —— 2 2 5223222 z5—58 m25
2* — — — * — 222 2 — —— — 5 5
35 55332 333533 3z33853383332533838 3*25* ——A
58 23523227 2 382733332337323385 23283555 —X
2 — ⸗ — — 53 —
* 535 53z532535 32333235 733532553538325* —
83 2753553182535 32833333533 3223335,35 —«5533
* 5 7 * —— * 2 8 2* — *
—25 —35523 —z53227 — — 32 2
—— 5287228 z26 2*532 35——38333232 ——
5 —A 52535 —z2. 5—3 37275 253322— —2 26
69 s85 ——5 5 —E 8 23231 323335238 *8 2
* — — — 5238 —52351 *57—8 2*8
2 55385328* 553 86 205 223** 5* 52 57523353 ——588 —— 2
82 7 I5 557325325535 93—335—828 —
* 3283s553— 2755 3 33333233755583 2255335
* * * —z22* —5282 55 55523 3 2 8 ⸗** 8 5
S 22* 5 * 225 5—2cc33225 6 535585
S80 55 53 —— 2 333 3253 — R —522532652 2 — 855
— * 2225 — 8 252 2 —225 — — —A
2E”E5S-.32655 2283 2 5 *—22 — 8 * — 2 S
22 —— 52 2228 53335533335758* 8 23 5 852
53 2538 ⸗287 559 —A —A z2565552535 755 82
— —3* — 2 —3 * * — 8
72333133*853 382 588 2585*57323—sz38335333 2 8 258
—A 575325— * — —— —8 — — * —— — BB 2 2 —5
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55335—2357 z8532237? 5535—5 — —5552 72883 2532* 5———— 8557
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6* 55553—328—335 A— 525 5 —IXä
— 833553 —3 8 38353585 2657 55868
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— 555537 8552337253 —22533328* — ———
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— 533 535555253 5535 5533325
333333357 532 56533332* 2553 ————
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338362—333 355 33s835375233287 383335
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7 * — 55 — 322 222 —
—33533533—5582558 ———— — —— 83333323325
253532*5535 2533352 — 7—s5558232332 — ————
—— —7 2353523837
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3 36 332333633
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——2355— 552 —32232353 2 55 135553328 2222
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222 223.7 32 7 — 722
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23 82 28 22— —293222 822*
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255333358 232735 733285 388 2
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5 2 ——
28858 3888 85883 533858557
285 28 * 55— * 2 — 2837
——— cw I —2 2 2255525
— —353
28 33853 338585 — 2* 2388*
—8— 2. 2 582 — * 235233
25 Z2533 5 5 ——
2 277 8* —ú— — 2 8* * *
.* 525 553 75938
—— 32—— —2—8B2 2 —2—522355
2 — 5728 * 538 2332232
J 3353 33358 23 3223853
2 2*572 25822 5 — —
2 — *522.3 2S253
—c8 — 32* 22385272
* , 52 23 25 z. 525228
* 2383*8* 5* 0 — 22 —A— * ve
2 — s 2525 382323 2
»333 —A z35233838
2* 0542 — 2 77 E 2.
2 oꝛz * S2 53 * 532.
c.... 2 —323—7— 2232353
. x —— —— — * —
233 5 *55652
d 227 *8 82 EE
7 22 —8 *22. 2 575 *
2 *—* 273557
25 227 27
523 5522 58825357
23 — 5 12— 55550
2 * 2323 53*
—9* — 2 2 —
2 7 5252
—535335
* 8 2 *
5 —223 232 27

ẽ0
—
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77 53*
8* —
2557 72
5382388 74277
252*5 5
—— 55* F
— ———
*87 8 —3536
e757 22 2 22
233383 5385
*5 38 2285
*255 735
F 287 5—8*
553398* I7
25 * 3
2325 253 —
72537 z3357
—— 2520
3335246 5332*
7 — XIM
732 255 525
77 3257
8 —F 7 *
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288 25 27
3233 555
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5 * 257
1223 * 353
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— ————— 338
3 —3 *32 *83 J
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71 .* 222383
2 23255 3558
4 — 25 3 * —
823535 5328
—2 ẽ
—VF— —23257535 3
22 7 7 2 —— 75 27
* 25 8*7 * 3 ——— 257
538552* 53 35, 5 53* — 7835—
5333238 5557 78
* 3 —? * * — —
— — 7
28322583 23557555 „—2 2 —*
4 85
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72 223357 2333 73
5 738535 s 23
* * —
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J 33335. 3— 5.*
*735335337 8
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* 58 255 ——.7* 82
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257c 257 285
553552528 888
— —733258 28553288
35338333
., 233 73— 2835 28
* ⸗ 22 28 * —
8636 55 553
5*88* 6062—33*3
3 8 2 3838 55
2828 sA 22 8 535538
533237 3 * 2355
5 2 ——66
253* 558535 *
5 23 333*
75 37338* 2*
—
3* 32. 3222
5 358 . S7 2*8*
—eA— — 2332833385532 5
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523 2 — 5*52 —7 3 2575 25 53583
—A — 3
28 3* 22* 232*
383 2 2 53858 3 7*
2 2 — 522355
28 ———— 587 237*
2 *
3* 53 72223 6583*33
12 5 —R 34 —
3 J 78 25*
z2575 233537 s5317338
2732 25355 A 5*
25532523 — 52
22 25 5 2 52
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— — ** —9— 2
3353 323855*
3 D * 3— 528 o
3.5 —2— 438——.3
*8 — 5—22823 5*3— 32
278 7*— * * 7 — ———
538 2 53 — 7—
— 2 2323285323*
32355 325333385*
—A 8 5—526
— 552*22* 553
—23 22 6 —A —54 3*
5222828 38323366—
5——25 2 35—35—2233
285 *82 2 *A 857* —9

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        <pb n="667" />
        St. Ingber

*5
Anzerger.
e

— a
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblati, Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abonnementopreis beträgt vierieljährlich
Mark 20 R.⸗Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit. 18 Pfs. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfqa. pro Zeile berechnet.
— * * ,'J ᷣ — — ——— — — —
/* 2* F —66 7 F
— 195. — Donnerstag, den 7. Deeeube — 1876.

Deutsches Reich. —V
Landrath der Pfalz. Speyer. 4. Dez. Di⸗
Eröffnung des Lasdraths sand in der Aula des Lyceams heute
Mittag statt. Herr Regierungspräsident v. Braun thette der Ver—
ja u nlung die zu beracherden Vortagen mit. Dieie ben umnfafsen:
) Die Umwasdlung der Gewerbseaulen in jechskursige Reulichulen.
»), Die (schoa wiederholt abgelehnte) Aust lung von drei weitereii
rreisschumspekroren. 3) Errichtung eines dritten Kurses der Kreis;
augewerkschule. 4) Beittag zu der in Lamdbrecht erricht⸗ten Web;
chule. 5) Wiedereinstellung des frügeren Betrags für Neubildung
der Handels- und Gewerbekammer in das Budget. 6) Austellung
des Tuttur-Ingen'eurs in ständiger Eigenschait mit pragmatischen
Rechten. 7) Bewelligung der Mi tel für fuccesse ve Ausfügrung der
durch das Hochwasser noth vend g gewordenen Verstärkungen ar den
Rheiudämmen. 8) Gexehmigung des zur Unterstützung armer Familien
iheilwe se berwendeten Reservefonds. 9) Abgabe einer Ertldrung,
daß de pro 1875 angefall nen Zinsen des Maxim lians-Getreide—
Fonds zum Besten des pfälz schen Dienttbotenstifres verwendet werden
sollen. 10) Eiustellung eines Betrages von 1080 Mark in das
Budget von 1877 für Begrüadung vog deei Freiptatzen füc Kreis⸗
angehörige in der neuen —A — kruͤppelhafte Kinder
in BPlüuchen. J

In Folge der Neuwahl wurden dann fäumtliche Mital:eder
des Lund aths beeid.gt.

Unler Letang des Alterspräside nen Podecan Ny wurde
hierauf die Wahl des P äsidenten und Seceiärs vorgenommen
und wurde Herr Rothhras mit 19 von 21 Stiumen zum P äsi—
denten und Heer Heydenreich mit 20 Stemmen zun Sectetär ge—
wählt. Die Wahlp üfunzen warden einem Ausschusse von 5. Miit—
gliedern übertragen und zu letz'ecem die Herren Vollner,, Janson,
Heyenreity. De. Beger u d Sr. Hanttz durch Reckhamtian gerahlt.

aänchen. Bezüglich der Reichztagswahl hat das Mui—
sterium des Inneren A ocdnuagen erlassen, wilhen wir Fol,endes
eatneymin: Zar Eatscherdung der nach 83 Aos. 1 des Wahlreg⸗
leinents erhobenen, nicht sofort für begründet erachtelen Ecinneraugen
gegen die Wahle-isten siad in der eines ———0
dat untergeordneten Gemeinden die Magistrate, in dea übrigen
D striklsderwaltung?bezitken die koal. Bezirksäämter zuständig. Die
Wahlhand'urenw muß un 10 Uyr Vocmutags begonnen und darf
pder vo 6 Uhr Nichmeatags gschloisen goch üb⸗r dese Stunde
hinaus verlängert werden. Der Wahlvorstand (eutsp echend dem
LWahlausschusse bei den Landtagswahlen) wird nich: gewahlt, sondern
bon Wahdlvorsteder gebildet, hinsihelich der Art der Bidung wicd
auf 8 10 und auf 8 12, Abs. 1 des Wahlreglemen!s deudeesen,
wornach der Wahlvosst her dea Proto'ollführer und —A
sitzer mindestens poei Taze vor dem Wahliermene einzula)en und
dese Personen sodann bei Eröffnung der Wahlhandlung mittelst
Hanoshlages an Eidesstatt zu verpflichten hat. Zur Eruennung
dec Wahlkommissäre für die einzelnen Waͤhlkreise sind die kgl. Re—
gierungen, K. d. J. zuständig; diese Erneanung ist sofoet zu be—
hätigen und öffentich bdelannt zu maͤchen. Es erscheint als ange⸗
zeigt, daß die Vorstande der Dstricisverwaltungsbehö-den einige
Tage vor dem Wihliermine die eruan den Weh vorsäede im
Wege müsndlicher Bprechung auf dee einzelnen Bostemunitgen in
dea'z3 9—18 des Wahlgesetzes und den 883 8, Abs. 2, 9-22
und 25 des Wahlreglements besonders aufm'erksam machen. Her—
dei ist namentlich auch durauf hinzu vessen, daß ei der Reichstags
waͤhl (im Gegentheil zur Land!aqs vayl) die Wahlzetlel nicht zu
unterschreiben sind.

Berilnn, 3. Dez. Wir erfahren aus vorzügl'cher Quelle,
daß der Adjutant des Marschalls Mac Mahon, Marquies d'Ab
zac, welcher in diesen Tagen in Berlin war und von Kaiser, wie
vom Kronprinzen in Privat· Audienz empfianzen ward', her einen
besonderen Auftrag zu vollziehen hatte. Er üderreichte dem Kron.
prinzen ein eigenhändiges Schreiben des P asi enlen der französischen
Republik, in welchem der Maͤrschall-Pcasident den Kronpriazen dee

1

drutscheu Reiches persöntlich und ganz speciell zur Pariser Weltaus—
ttellaug des Jahres 1878 einladet. Nach der Audienz beim Kron⸗
»rinzen begab sich der Abgesandte des Herzogs von Magenta zum
Zaiser Wilhelm, um ihm mündlich d'ie feste Zuversicht des Präsi—
»enten der französischen Republik auszudrücken,, das deutsche Reich
auf der Pariser Ausst⸗llung vertreten zu sehen.
Uekrber die vom Kaiser und dem Kronprinzen ertheilte Ant—
wort, ist Zaverlässijes nicht bekannt geworden. J
ANussand.
». Antweesrpen, 4 Decebt.“ Wie „Precutseur“. mittheilt
melden hier eingetroffene Depeschen den Ausbruch einer Revolation
in Buenos Ayces, die Stadt sei in Belagerungszustand ertlärt.
BVermishtes.

7 St. Ingbert, 6. Dez. In der am Dienstag 5. Dez.
vier statigehabten Stadtrathssitzung wurde Her P. J. Woll, Kauf⸗
nann dahier, als J. Adjunkt gewählt, und an dessen Stelle als
Stadtrath: Herr Jog. Jos. Hellenthal, Maurermeiste.

— (Vorgestera), 5. Dez. exeignete sich ein höchst bedauerlicher
Unglückefall, der mit se nen Folgen eine ernste Mahnung enthält,
dindern siets die größte Aufmerksamkeit zu schenken. In einem
indewachsen Auzenbticke fil hämlich das zwe jährige Söhrnchen des
Zchneiders Holzuer in ein Gesöß mit kochendem Wasser und be—
wädigte fid dabei so stark, daß es an den Folgen gestern Nach—
niitag nach dem schmerzhaflesten Leiden verstarb.

FSt. Jugbert, 6. Dez. Das Ergebniß der heutigen
Poltze gerichtssitzunz dahier ist folgendes: 41 so utagsschulpfl chtige
Zuaben und BNäochetn aus den Gemeinden Ensheim (19), Ober—
varzbach (17) und Rohrbah (5), welche es an der Kirchweihe nicht
ibers Her, brinzen koanten, von der Tanzusik fern zu bleiben,
vurden mit Haftstrafen von 1 und bezw. 2 Tigen — zuammen
nit 58 Tagen — dstraft. Auch warden gegen 2 Personen,
vesche Hren sountansschulplichtigen Kindern den Bezuch der Tanz—
nusik nach'ahm aungemessene Geldstrafen erkannt.

Da ia Moh bach an der diesjaͤhrigen Kirch veihe 6 Burschen
bon doet 19 18 bei Anbringueg des sog. Krchweihstraußes, thels
»eim „Haametherumtanzen“ Freudenschasse abgeftuert, odne daß ste
zu d'esem Schleßen zuvor die ersorderliche Erlanbniß desk. Be—
rlsamis einzeholt huten, so wurden sie zu Geldstrafen von je
3 Mark verfatlt. Beim Ausspruch deser an sich geliuden Strafe,
Jatte das Gerich, wie es ausdeückltich erklärlte, in diesem Falle noch
die bishecige Sitte mildernd in Betracht gezogen.

Soaun wurden außer einigen unbedcutenden Geldstrafen,
wegen verschiedener Uebertretungen, und wegen Mißhandlung gegen
2 Metz jer aus St. Johann bezw. 4 Tage Gesangniß und 6 M.
Beldstrajse ausgespsochen. Bei Ausmessung dieser Gefängnißstrafe
ijel de ungemeine Rohheit, mit welcher der eine Metzzer, der üb-
rigens eines sehr guten Leunundes sich erfreute, die Mißgandlung
»ollführte, gebührend ins Gewicht.

Endlich wurde über einen Dierstknecht aus Aischbach, wegen
allzaschhnillen Fahreas, der wehec Gelezenheit eine aute Frau unter
den Wazgen gerielh und vberlkezt wurde 2 Tage Haft — Ma—
trag wegen fagrläffizer Korperverletz ing war nicht gestel — uund
äzer ein shbon oft bestraftes Ind vidaun von hier, wegen Unfugs
»ine Lägige Haftstrafe verhängt. In letzterem Falle hatte der Poli—
zeianwalt 8 Tage Haft beantragt.

Schließlich dütfte noch erwähnt werden, daß bezüalich zweier
Personen Freisprehung erfoigte.

Würzburg, 3. Dez. In Folge des Selbstmordes seines
Soh ses ist Herr v. Lutzenberger geiftesktraak geworden und mußie
in die Irrenanstalt Werneck gebracht werden.

F In Kassel warde jüngst eine „Schülerverbindung zum
Zwecke gemeinsamer Diebstahle? aufgehoben. Die 12—-114jährigen
Deitglicder desselben, Sohne angefehener Eltern, stahken Schinken,
Fleisch extract, Wein, Lqueure ꝛc. Sie wurden zu Gesängniß von
3 Monaren, bis herunter zu 2 Tag, verurtheilt.
        <pb n="668" />
        Interesaant
ist die in der hentigen Nummer unserer Zeitung sieh besindende Glücks-
Anzeige von Samuel Heckscher sonr. in Hamburg. Dieses Hans hat sten
durch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Umgegend gewonnenen Betrüge einen dermassen guten Ruf erworben,
dass wir Jeden auf descon heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf
merksam machen.
„Die in unsexem heutigen Blatte befindliche Gewinn⸗Mittheilung des
Heryn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz bdesonders Iu beachten.
Die ses welibekannte Geschaͤft besteht weit über 50 Jahre und hat den bei

—

Todoes Anzoigo.

Echte Mainzer
Honiglebkuchen
enpfieult billigst
P. Zepp ·
Keuch⸗oder dlauer Husten.

Zur sofortigen Beseitigung der Ge⸗
fahr ist der ärztlich empfohlene Pldo-
nol das vorzüglichste und wirkfamste
Mittel. Zu haben bei J. Fried⸗
rich in St. Ingbert.

Allgemeine
— 4
Rechnungen
2
(ohne Namen)
in Us 4, u. ijs Bogen si d
voriräthig bei
F. X. Demetæ.

Freunden und Bekannten
die Trauerkunde, daß gestern
Morgen um 6 Uhr unser
innaft geliebter Vater

Heinrich Gah.,

pens. Lehrer,
nach langem Leiden, in
einem Alter von 65 Jahren
sanft verschieden ist.
Um stilles Beileid pitlet
—A

Die Beerdigung findet
Freitag, den 8. Dez. Pit⸗
tags um halb 1 Uhr vom
Sterbehaus aus statt.

Achtungs vosl
N. Gaß.

48 F C
Glück-auf zum Fg8este!
Die vom Staate Hamburg garautirte und interessaute
große Lotterie von über
7 Millionen 420,000 R.⸗M.,
ist uunmehr derartig eingerichtet worden, daß die Ge—
winne vermehrt und selbst die kleinen Gewinne —— be
deutend vergrößert worden sind; dieselbe enthält nur 729,3800
Loose, und werden in wenigen Mongten in J Abiheilungen folgende
Gewinue sicher gewonnen, nämlich: J großer HaupteGewinn
und Prämie ev. 375,000 Mark, speeciell M. 250,000.
1253,000, 80. 000, 60,000, 50, 000, 40, 000, 36,000
3 mal 30,000, 1 mal 25,000, 4 mal 20,000, 7
mal 15,000, 2 mal 12,000, 16 mal 10,000, 26
mal 6000, 54 mal 4000, 2 mal 30900, 1 mal 2500,
200 mal 2400, 5 mal 2000, 3 mal 1500, 410
—
250, 42 mal 200, 46 mal 150, 22,450 mal 138.
17164 mal 124, 120, 94, 75, 67, 50, 40 und
20 Wark.
Die Gewinnziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf
den 13. und 14. December d. J.
festgestellt, zu welcher
das gauze Original-Loos nur 6G M. — Pf.
das halbe Original-Loos nur 8Z M.
das viertel Original-Loos nur 1IM. 30
kostet. Diese mit Staatsipappen ver ehenen Original⸗Loost
jende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Post vorschuf
selbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggeberr
sofort zu. Ebenso erfolgen die anitlich Gewiunliste und die Ge
winngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
ten prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin⸗
dungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
rusbezahlt erhalten.
Mein Geschäft führt die Devise:
6GrIWGk uUnd Sg DCOMMSS
uund ist bekanntlich das Aelteste und Allerglücklichste, indem die
bei mir Betheiligten schon die gröten Haupt zewinne von Mar!
360 600, 270.000, 246,000, 225 6000, 183000
180,000, 156,000, 2ꝛc. ꝛc. gewonnen haben und beträgt di
Gesammtsumme der in den Ziehungen der Monate Oktober / No
vember d. J. von mir ausbezahlten Gewinne haut amtlichen
Gewinnlisten dieSunme von über
R.-Mark 360,000.
Jede Bestellung auf diese Original⸗Loose kanr
*n auch einfach auf eine Posteinzahlungskarte
—

2

—
in Hamburg.
Haubt. Comptoir, Bank und Wechsel⸗-Geschäft
Redattion Druck und Veriag von

iym Betheiligten schon die größten Hauptgewinne von Mark 860,000,
270,000, 246.000, 225, 000, 188, 000, 180, 000, 156, 000, ostmals 152,000.
150 000, 90, 600, sehr häufig 78, 000 60,000, 48, 000, 416,000, 86, 000 4
2c. 2c. ausbezahlt, wodurch viele Leute zu reichen Capitalisten geworden sind
Es sind nun wie der für einen kleinen Einsatz große Capitalien zu gewinnen
bis z3. ev. 875,000 M. Auch bezahlt dieses Haus durch seine weilverbrei—
leten Verbindungen die Gewinne in jedem Orte aus. Da durch die getroffene
großartige Einrichtung in Vermehrung und Vergrößerung der Gewinne eine
große Betheiligung zu erwarten ist, möge man dem Glücke die Hand bieten
und sich vertrauensvoll an die Firma Laz. Sams. Cohn in Hamburg
wenden, bei der man gewissenhaft und prompt bedient wirb.“

— ——
jJ Jür damen.
Das schönste vpratnschsie und
l ebenswüdigste
Weihnachtsgeschenk

Uotito: Ihr habr
das Gute so nmahe!“
dpitzwegerioh-
daft
allerhoͤchst sanctionirt; rühm⸗
läast bekannt, lieblich zu
nehmen, das sicherste, gewiß
quch dankbarste Mittel, gegen
BrustHals und Lun⸗
genleiden. Bronchial⸗
verschleimung Husten
—RX
Die Resultate sind über
raschend.
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1 M.
und 1 Mart 50 Pfa. in
Si. Inabert bei Joh.
Friedrich, Zweibrücken
bei W. A. Seel, Hom⸗
vurg i./Pf. bei Wilh.
Zimon Oberwürzbach
bei J. Luck and in der
Fabrit von Panl Hahm,
Dettelbach a. N. dei
Würzburg.

aisl
Heuser“s

Rählischschetren⸗ Garnitur
aus Solinger Silberstahl
ilver steel) enthaltend; Zu
schn ide⸗, Nagel⸗, Stick.,
Knopflochscheere mit Stell⸗
ichraube und ein hochfeines
Treunumesser.

Preis für Garnitur: 4 Scheeren
1 Messer in feinem Etui 5 M.
Unentbehrlich für jeden
Nähtisch. Dauerhaft und
unverwüstlich bei fleißigstem
Bebrauch. Garantie der Vor⸗
züglichkeitdurch eventuelle franco
Rücknahme Depot für Deutsch⸗
land bei Win. Heuser, 18,
Rehmplatz, Aachen. Versandi
der Kürze halber gegen Nachnehme.

Von den vielen eingegangenen
Anerkennungoschreiben lasse
eines derselben folgen:

Ew. Wohlgeboren erfuche um
die Gefälligkeit mir noch 4 Stück
Nähtisch⸗Scheeren⸗Garnituren a M
5 gegen Nachnahme einzusenden.

Kochentin (Oberschlesien), den
18. Otlt. 1876. Emma Hüppe.
bei der verwitiweten Prinzessin
zu Hohenlohe-Ingelfingen.

Iĩe Glewinne
garantirt der Staat.
Prste Zichung:
I2. u 4 Demb.
Finladunt zur Retheiligung an vie
CGewinn-Chancden
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
Lotteéris, in welehor ũüber
2
7 FEII. ASO., GOO FIAIc
sicher gewonnen weréden miilasen.

Die Geæwinne dieser vortheilhaften Geld Lotterio, welche plange-
mãss nur 79. 000 Loose enthillt, sind folgende: nũmlich I Gewinn ev.
375. 000 Mark, speciell Mark 250, 000, 125, 000, 80,000,
60.900, 50. 000, 40,000, 36, 000, 4 mal 30,000 und
25. 000, 4 mal 20,000, 23 mal 15,000. 12, 000 und
10.000 265 mal 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal
2500, 2400 und 2000. 415 mal 1500. 1200 und 1000,
IS356 mal 500. 300 und 250, 24863 mal 200. 150, 138, 124

und 120, 14839 mal 94, 67, 635, 50, 40 und 20 Mark
und kommen solehe in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur —-
ren Entscheidung.

Die ersto Gewinnziehung ist Antlich auf den

IGB. and Id. Docember d. .
Lestgestellt, und kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,
das viertel Originalloos nur 194 Reichsmark.
und werden diese vonn Stante garnntirten Original-
LoOose (keine verbotenen Promessen) Fegenm frankirté Ein-—
sendung des Betrages odei geen Postroörschuss
selbst nach den ent serntensten Gegenden von mir vorsandt.
Jeder der Betheiligten erhült von mir neben seinem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen Origina Plan
gratitss und naoh stattgehabter Ziehung s0fort die a20tIehe
—AXEV
Die Auszallung und Versendung der Gewinngetder
erfolgt von mir direct an die Intéeressenten prompt und unter
strengster Verschwiegenheit. —
T Jode Hestelliung kann man einfach auf eine Postéin-
NIIIEVSEICGAFte machen.
Man vende sien daher mit den Aufträgen
ertrauens voll an
Samuel Hecetkscher senr.
Ranqmeér &amp; Wechsél-Comptoir in IIamhurz

.*. Demetz in St Ingbert.
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        *222
*2* * 4 25
— 33223233835353
2532322 23355
—AVV— —555555 *
8 222535832 —— 25325
5555223538 —A ** 8 3
—A 335 25
287 3 23—25 *258 5
223855358 33538 —
— 5732 — 8 ⸗ 8 —2 * — 25
23227 s555532355* z88
—A 82 G * 2 2 28 28 ———— 2 * 87 * — 5— — —
5*«3x232 2 525 55 * —5s527 —E I32553 5*7 —3z 338682
* —z2252—88535 — —— 5—5 —5—22335 55 3258 52x3538* 5
—A— 5535353356 5555, 552—5— 3354 s222587 5 5558
* 25 — * 28 — 2 2553383* —— 23 —*7235 *
—A 25c5252 55* 2 — 2—3275 3323328* 8 5
55—58 — 575—528* 5523 2 52 5535533 I233425 *227 5
— 3 25 —— — 82* 21 54 7 255 282 *
22. 5 — — — 27 —— — 5 *
228 332*5553 5535 25232 —— ———— — 5 53* 52357
7.553 533 — ——— e s255 4333
53553
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—A — —258275 82 122234 25 535 —A 5 3 * — 325
* 2* —3 5 222322 —A — —J 5* .55 8 — * 85*2 *
2 * * D 2 * — E E 8 EDS
5383 ——— ——— 33727
5535585 5*75 25 —25885* 9y*5*5 2235 3 3z5 2
23257 —35 —822 —*22 3288 — — 25**2372857 —A *
b 8 * — 5252 — 5 —3 —— 57 8* z— —5— S
53*255 —553875 — 285 5—525 S z33235562828
3 z535535—4 —— 5 ; 5* 288 — 3556* 2
5838 533353 38. —3—25325
—A—— 333— 63543
—— z 85 —
—A * 5573355752338 — 23 *7 558 32 2 —A
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* * 5* 8 285 2— —— — 2* 2—52 EECE
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3 33385
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* —— 3 222 55 s36
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33 — 53—25 3 27* 35*237 — 555 3232
2 — 25— 2— — 2 ———— 522 S* — —s 32
22 375—3 *23355 23388 3 33583 .338 236857
* — —— —* 5* — 577 3* * 22 328
— —— — 25 —5 72 2* 52 * — * S22 22 78 222
2* — — — * 22 — — 7 2 * — * —BÚ552 5 2 ⁊*
— 58 532. —7 —5 —— — * 2 —2 — F 2 ———
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3 25555589 —28 2—— s—2383 42—2—8——2 2825
5 283282 *5— —3—538 —355 2323 3z7525 558 *
2* *886 —A —— — 3 * —A— — — 60 —A —— —S5
* ẽ * —— 26 3 —3 5322 ——*82 —
558 —55 28EX —832 — 7 —5 — 25582
2* 2 — ——— —— — — —— 368—285 —2—2332228 3228*
324 —A 282 IEE 5 — 2 —2— * 5*— 58 3* 5232
28 28 — 52— 5— —8858—5282 — 328
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25— — — —332 — 53237648 —c—25 253 58
—E 5z8 8 —A 583—3587 225 * —— —7 8
——557 5524 582* ——38 —AA ——
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—— 2 2 — x 2 — — — 2 5 8 * * — 2
5535532325755 538353 —3— 255 35383 533353*3233533
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— E5 8 5 3— —z58 23353323 ẽ S S
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—— —2337 338525—3528 — 535553555— 55553 —
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—2 8 225 5352327 22232 — —A
23 2. ——— 55 57 2235 e 7 * * — 22
235355 33 —33— 3323335— 55353553— 3285*235 583253435
3355 8383377 —25555—553 88332338 352533*85 2333 33236
225 32522——8* —A —— 2852222 ——2523555 5553257*
—— 222— .* 22 — 2 — SS2238 8
5557 3225 33257 5528 A————— 5*555 *
* 8 —* * 7 4 ——
7 3 322 23335—3 535552
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—— — 3373385—6823333232 *25*253 8883— 87
7223 52323232 3832 73 35 585 5832223735 552832
——55 83573333 533323 553325 533 ——38835333 ———
5*22 —3535536—5553 A 322 —A — —5S32855
— 2 z — — 85 .
1555 —53335 15 282 z32 3522 2 s3533 385453332853
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S — 25 * 222 ⸗ 3 8 * — 5 — 8
5—3322255 5737 —2368235—3—5558 3833353578* 5225
—A —V — 52222 233233 23385—2 55 2 20
— — 73 23525*2 — —z52 3783—8838
—3 287 aa 2, *—25 2320 —— — 8 — — — 2
—A— 2 33 * 5 532325 23 7853 32—352225
—5 — —5352232 *2 —— — 3 — 2272* — —A
5335 5735*5358333—32333 — — . 52 5835 —
— z285522253* — 3585 —
1253535s5323372333535358 5758 575 38 355*5
83 B 2 3 8 —3 32232 * J
—— — — 2855233 25855 353555
5 —— 2— —53252—8 — 55 53—5 538 2 255535383
2588 27 833385335336
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355 58 — — —55—3253323—
28553 562— — —— 125 35353533355—2355
52255 —5 7 25 ——2732 2 —* 3*55 5833——223 ——323325
2 — F 12 2 252728 5232 228 *85 255323 — 2*58 582
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525 42725 222553832535555 25 — 55 35*— ———
z . * 2 2238333333 52 2353355332—53388
5—1 — 8* —2 * 2282* —— 8* —E c 5338 322 5
23* 3 —542 ——— —3232—327705333 * 35 ————
* 7 5 * — 5 5 — 28 —8 — —
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—— 738 52 33 ——z5z533 53552523 — —— 3253382—325
258 52233552— 535 35—*22 2225 35 ———
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252— 535 —A ——— 5— — 33538333 ——— 522 58 5 2535 52 3
333533835*323 383 553233 233 3 683—
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533 535383523
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22 — 22 8 — S3 5
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25*855 — 2 55 2— — 5

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53 7*72*82 22— 5452 —

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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und dat (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt mit illustrirter Eei⸗

lage), erscheint wöchentlich vViermal: Dienstag, Donnerostag, Samstag unud Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

lMark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswörts nit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
AS 196. Samstaa, den 9. December 1876.

Deutsches Reich.

München, 4. Dez. Das Ministerium des Innern hält
angesichts der vielfachen Klagen, welche über Verfälschung von Lebeuns⸗
nitteln, insbesondere von Bier und Wein, im Publikum und in
der Presse laut werden; es für unabweisbar geboten, daß diesem
Zweige der Vciualieupolizei von den mit Handhabung derselben
bdeauftragten Behörden eine unausgesetzte, eingehende Aufmerksamkeit
zugewendet werde. Soweit richt nach den Umständen des einzelnen
Falles andere Strafbestimmungen, insbesondere über Betrug, über
das Verkbot von Malzsurrogaten ꝛc. Anwendung finden oder con⸗
curriren, wird 8 367 Ziffer 7 des Reichsstrafgesetzbuches, welcher
das Feilhalten und den Verkauf verfälschter oder verdorbener Ge⸗
tränke oder Eßwaaren ꝛc. mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder
Haft bedroht, eine ausreichende gesetzliche Handhabe zur Eiuschreitung
bdiet n. Nach Ans. 2 1. o. kann neben der Geldstrafe oder Hafi
auf die Einziehung der verfälschten oder verdorbenen Getränke ꝛc.
etfannt werden. Ferner hat gemäß Art. 20 Abs. 2 des Polizei⸗
strafgesetzbuches die Polizeibehörde das Necht, in allen Fällen, in
welchen die Einziehung einzelner Sachen zulässig ist, diese mit vor⸗
läufigem Beschlag zu belegen. Die Distrikis⸗ und Ocrtspol zeibehoͤrden
wurden auf diese Bestimmungen mit dem Auftrage hingewiesen,
non der Beschaffenheit der Lebensmittel durch häufige und unver—
muthete Vifitationen foöͤrtgesetzte Kenntniß sich zu verschaffen und
wahrzenommenen Fälschungen mit allen gesetzlich zulässigen Mitteln
entgegenzutreten.

München, 5. Dez. Die Aeußerunzen des Fürsten Bis-
aiarck über die orientalische Frage und der Stellang des deutschen
Reiches zu derselden hat bei uns nicht nur in reichsfreundolichen
Zreisen den befriedigensten Eindruck gemacht, vielmehr scheint dies
auch innerhalb der ultramontanen Pertei der Fall zu sein. Nach—
dem schon gestern dr ,Bayer. Kucier“ die Ansicht geäupert höotte,
daß diese Politikt des Reichskanzlers die Zustimmung der Mehrheit
des deutschen Volkes finden werde, bemertt die heute eingetroffene
Nummer der Donauzestung, indem sie die verschiedenen Depeschen
mitthellt: „Wenn dies all s wahr ist und der deutsche Reichskanzler
de in diesen Depeschen angeordnete Politik auch wirklich verfolgt,
id könnte man ihm dazu nur gratulireo, weil dieie Politik gewiß
auch von allen Parteien in Deutschland gutgeheißen würde, indem
dieselbe allein Deutschland würdig wäre.“ Das Blait will übrigens
päter den Reichskanzler beim Wort nehmen, wenn etwa wider Er⸗
warten die Dinge im Oxtient gleschwohl einen anderen Verlauf
nehmen sollten. E3 will die „Donauzeitung“ aber jenen Pessi⸗
misten keinen Beifall zollen, die hier wieder ein Stück pol'tischer
Heuchelen wittern, weil sie der preuß'schen Politik überhaupt kein
Vertrauen ent,zegen bringen koͤnnen. Wir können nicht wissen,
welchen Werth der Reichskanzler einer Anerkemmung seiner Politik
zurch bayerische klerikaie Blätter beilezt, glauben aber, daß solchen
Aeußerungen dieser Presse, zumal in Mitte der Agitation für die
Reichstagswahl, immerhin eine größere Bedeutung beigelegt werden
muß. Wie sich die Hecrn Dr. Jörg besonders besfreundete Presse
über die vom Reichskanzler verfündete Politik, die jener des Herrn
Abg. des Reichswah kre ses Augsburg echnurrstracks entgegen ist,
lußert, ist uus zir Zeit noch nicht bekannt. (Fr. K.)

Berlin. Der „Post“ wird noch ein charalter st sches Wort
hes Fürsten Bissmarck mitgetheilt, dessen neuliche Nachtitch Unter
haliung natürlich von den Hötern nur in dürftigen Umrissen
wiedergegeben werden konnte. Der Kanzler verglich nämlich Eng-
land und Rußland mit dem Fisch und dem Wols,. welche in Streit
gerathen, ohue sich an dea Leib kommen zu können. Sie schlügen
mit langen Stangen aufemander, ohne sich etwas zu thun.

Berlin, 7. Dez. Der „Nationalzeitung“ zufolge hat der
Bundesrath gestern beschlossen, die Betheiligung an der Pariser
Weltausstrilung abzulebnen.

Ausland.

Wien, 6. Dez. Nach Meldungen der hiesigen Abendblätter
gaben heute in Prag abermalige Exzesse von Studireaden der

1
Universität stallgefunden, so daß die Polizei einzuschreiten genöthigt
war. In einem Aufrufe des Rectore der Universität werden für
den Wiederholungéefall die schärfsten Maßregeln angedroht. —
Die „Politische Cotrespondenz“ meldet aus Bukarest, daß seil
em vor einigen Tagen begangenen Selbstmord des dortigen Ban⸗
juiers Jaques Poumey nicht nur die Zahlungsfähigkeit des Bank⸗
jauses Poumey, sondern auch noch überdies der Besitz eines Ver⸗
nögens von 2 Millionen constatirt sei.

VPrag, 6. Dez. Die Zusammenrottungen in und vor der
Lniversicät haben zwar gegen Abend größeren Umfang angenommen,
doch ist keine erhebliche Ruhestörung zu beklagen. Die Zugänge
jum Universitätsgedäude waren von der Polizei besetzt, die auch jede
zrößere Ansammlung der Massen hintanhielt.

Rom, 6. Dez. Der König reist heute nach Florenz zum
Besuche der dort weilenden ehemaligen Kaiserin Eugenie. — Der
zum päpstlichen Staatsjecretär ernannte bisherige Ptonuntius in
Vdadrid Cardinal Sianerni ist in Rom eingetroffen.

Petersburg, 6. Dez. Laut Telegramm des „Regierungs⸗
mzeigers“ ist der Großfürst, Oberbefehlshaber der activen Armee,
Nekolaus Nikolaiwitsch in Aischenw am 5. Dezember, Morgens 6
Uhr, mit allen Feldäwtern angekommen.

Das „Berl. Tagbl.“ schreibt: Die Erdff ung der Vor⸗Kon⸗
erena in Konstantinopel ist auf nächsten Montag festgesetzt
vorden. Wie erinnerlich, bleibt die Pforte von der Konferen;
rusgeschlossea. Die 6 Großmäshte sind dahin übereingelommen,
zei ihren Besprechungen von dem durch die Pforte pltötzlich in die
Diskussion geworfenen türkischen Verfafsungs-Entwurf vorläufig keine
Kotiz zann hmen. D'eser Entwurf wird bis auf Weiteres völlig
gnorirt bleiben und soll nicht einmal in den Vourvarlers zur
3prache kommen.

Die J'olirung Englauds wird diplomatischerseits als eine vol⸗
endete Thatsache betrachtet. Diplomatische Kreise wissen jetzt als
zossitiv, daß der Graf Andrassy dem Lord Salisdary erklärt hat,
Desterreich „werde die Ereignisse ruhig gehen lassen,“ das heißi
nit anderen Worten, Ende dieses Jahres wird Rußland wahr⸗
cheinlich den Einmarsch in die Türkei beginnen. Wenn aber Eng⸗
and protestirt, wird es mit seinem Protest allein dastehen. Binnen
dutzem ist die schon früher erwähnte „erklärende“ Note des Fürsten
Hortichakoff zu erwarten, in welcher derselbe unter Darlegung der
Bründe den,rujssischen Einmarsch in Bulgarien den Kabinetten mit⸗
theilt.

Der Gropfürst Oberkemmandant der russischen Süd⸗Armee hat
vor einigen Tagen dem Cjaren einen Vorschlag unterbreitet, welcher
dahin geht, der Staat solle sich der bei dem beborstehenden Kriege
hrer Familien beraubten Ernährer annehmen. Der Kaiser Ale⸗
zander hat den Antrag genehmigt und wird der Senat die Höhe
)er betreffenden Pensionen norm ren. Großfürst Nitkolaj hat sich
dadurch die Sympathien seiner Armee erobert. Eine Kundgebung
üür ihn wird in den Armeekreisen vorbereitet. Der Kommandam
er Truppen des Aiewer V'steiktes hat an dieselben folgenden
Tagesbefehl erlassen: Nach dem Willen des Czaren ist diesem Ar⸗
neelo ps die Ehre zu Theil gevorden, als das erste die kürkische
Brenze zu überschteiten und die ruhmvolle Waffenthätigteit zu be⸗
zinnen. Inobem der Kaiser dieses Korps in die vorderste Reihe
vies, geruhte er die Erwartung auszusprechen, daß es die Aufgabe,
velche ihm geworden, zum Heile Ruklands und der heiligen Sache
erfüllen werde.

New⸗PYortk, 6. Dez., Abendz. Die Prüfungstommission
für die Wahlen in Florida erklärte die repudl kanischen Wahl⸗
maäͤntet ⸗Kand: daten für die Päsi ventenwahl a'ss mt 903 Stimmen
Majotität gewählt, demnach sind die Stim nen jenes Staates für
die Wahl von Hayes gesichert. Der oberste Gerichtshof von Süd⸗
Carolina hat die von den Demokralen konstituirte Rebräsentanten⸗
sammer für die legale erklärt.

Ueber die Wahl Umtriebe in Nord-Amerika liegt heute
aus New⸗ MPork eine Depesche vor, welche besagt: In der am
        <pb n="672" />
        Montag staltgehabten Versammiung der Nepräsentantett-bon Süd-
karoilna donstatirte der Speecher der demolratijch: u Ab eotduneten,
daß sich 190 Noönstabler in der Versamminng befänden, un die“
demofratischen Abgeordneten mit Gewalt aus dern Sißungsjaale zu
entfernen. Da numu ein derarliger Berjuh leicht Blutvergreßen zur
Folge haben könne sprach der Sprecher der Demokraten die Ver—
taqung der von ihm als legale stammecr bejeichneten Versammlung
aus. Die republikanischen Depurirten blieben in dem Gebaude der
Legislative zur Szung zurüuck..

In Waihington ist inzoischen am Montaag bestimmunasgemäß—
der Kongreß zusammengetreten und hat seine Organtjaundu bewerk⸗
stelligt. Vom Senat und der Repräsentantenkammer wurden Kom—
missionen ernannt, um Abser dic Wahleire in Südkartoliage, Flotida
und Louisiana eine Untersuchung vorzunehmen. Eie Botschaft
des Präsidenten ist dem Kongreß nicht zugegangen.
—— —5e2
Rermischtes.

FSt. Ingbert, 8. Dez. Wir verweisen auf die im In—

ieratentheile stehende Abonnements-Einladung anf die Pfalzijge

Geftügel-Zeitung, welche im Vetlage von herrn Hermann Kaifer

in Kgijerslautern erscheint.

FZweibrücken. Nächsten Montag den 11. Dez. beginnen
die Schwurgecichtsverhandlungen des 4. Quartals unter dem Pra—
sidium dis Appellrathes Molitor, vach der Quiszirung des Herrn
Serini der älteste Rath des Appellationsgerihts. Die ganze Sef—
sison wird voraussichtlich nur zwei Tage daueru, indem nur zwei
Sachen zur Adurtheilung verwiesen sind, in welven die Auklage
auf Körperverlezung mit nachgefolßgtem Tode gerichtet ist.

7 TDer k. bayer. Hauptmann M. Mieg, zur Zeit ia Spandau

hat für Bayern ein Patent auf eine neu konftrurrte Schußwaffe
erhalten, welche vermöge einer besonderen Vorsichtung mit der, der
Waffe als Stützpuukt dienenten, linkfen Hand abgefenert werden dann.

F Amberg, 27. Nod. Von Sormtag Nachts bis Montag
Morgens hat sich an einem kinderlosen Ehepaar dahier eine schreckliche
Szene abgespielt. Der Mann, Max Bauer, Fubritarbeter, kam
Abends in angetrunsenem Zestande nach Hause, worüder die Frau
hm Vorwürfe mochte. Der Zwist steigerie sich bis zu dem Grade,
duß er ihr Rit dem Messer drohle und wirklich gegen dieselbe einen
Stoß führte, der durch das Bett dreng und die Frau ins Herz traf,
so daß fie heute todt gefunden wurde. Beim Rrwahen sah der Un⸗
glückliche seine unselige That, verließ die Wohnung, verabschiedete
sich von seinen Arbeitsgenossen in der Gewehrfabeike, kaufte einen
dtevotver, legte ich unch der Heinkeht zu jeiner sodten Frau ins
Beft und schoß nun gegen sich den Reveldeet ab. Der Schuß ging
in die linke Lunge, beachte aber bis jezt dicht den Tod, sondern
nur eine Ohnmacht, aus welcher ihn der Arzt zurücktiet. Bautr
wurde in das städlische Krazfenhaus, seine Fraß ins Leichendaus
gebracht.

F In Gerabronunm (Württemb.) hatte ein Mann wegen
Schlaflosigkeit s. g. Schlaftropfen erhalten. Statt, wie vorgeichrieben,
nur einige Tropfen zu nehmen, tranl er das ganze Gläschen auf
einmal aus, entschlief und ecwachte nicht mehr..

Mannheim, 6. Dez. Nach ziemlichet Pauie eine kleine
Etinnerung an die Danie! Goldschmidi'sche Affaire: Dessen Commis
Kahn sol in der Hrvana festzenommen worden sein. Spanien
liefert an Deutschland aus. (Mb. J.)

F Mannheim, 6. Dez. Drei Gymnasiasten der untean
—A
zucht nach dem Pleer, die jedenfalls durch das Lesen von Sterten-
teuern bei ihnen geweckt wurde, nicht zu wiederstehen und verab—
schiedeten sich vergangenen Sonntag brieflich von ihren Eltern, um
dem Wnunsche ihres Hetzens gerecht zu werden. Sie hatten sich hin⸗
reichende Reisenittel zu verschaffen gewußt und schön träumten sie
sich an dem Ufer des „weithinzusglänzenden Meeres“, alß der böte
Telegraph ihnen in Frarkfurt a. MN. „halt“ gedvot. Der nächste
—D
jedenfalls die Reijelust auf längere Zeit benehmen werden.

F Eine Obsthändlerin in Frankfurt hat auf ein ungarisches
Loos die schöne Summe von 150,009 ft. gewonuen.

F Zu Frankfurt fand ein zweites Billardtiournier statt.
Ten Sieg erraug diefmal ein Vteister aus dem Bürgerverein,
wercher den Propositionen zufolge drei verschiedene Gegner auf drei
betschiebenen Stoßballtischen nit je 100 Karaubolagen zu schiagen
hatte. Er besorgte des mit großer Ruhe und Eleganz in 158
Minuten, während der Sieger im vorigen Wetijpel 164 Minuten
gebraucht hatte. Dem Cafe Schierholz, wo das Tournier stutt—
faud, verblieb der zweite Preis mit 280 Karambotagen in 150
Vtiuuten. Diese Nederlaze der sieggewohnten Biltardgrößen des
Cafe Schierholz wird weitere Preisspiele zur Folge habe!,

Mainz 30. Nov. In unserer Stadt hetricht unter
den Fammien ein panischer Shrecken. Die Kindersterdlichkeit hat
in einer Weise zugenonimen, die Besocgniß erregend ist. Nach arzt
ichet Busammenssellung ünd geagenwärtig über 2000 Kinder an dem

Scharlach und der Diphieritis erkrankt und der une butliche Tod
forderl maßenhafie Opfer. In munchen Familten siud oft drei bis
vier Kiadetr ia wenigen Tagen ihren Leiden erlegen.
7.Berhin, 4. Dez. Vei den Versuchen, die vocgestern zwijchen
hier unn iheeg mit der Steel'schen Luftdreckbremsen ge—
macht warde, waren sämmtliche Füllenso gewählt, wie sie seht wohl
in ⸗Nomeniender höchsten Gefahr bei Personenzüfen vortomwen
können, und die Leistungen der Breinse üdertcasen jedes Male weit—
dus die Leistungen eines geschullen Bremserbersonals. Prötzliches
Rothlignat. gleichdel ob die Fahrt mit Personenzugs. oder Cour'e:s
zugegeschwindiglent gius, daun Anhalten des Zuzs von jdem be—
liebigen KCoupe aas. Zerreißen des ganzen Tratus in zw Hälften,
wobeĩ die Locomdtive mit dem vörderen Thetle eine Stercke weiteer
juhr, während die hinteren Waggons ain Fuße eines Abfealles ven
1: 200 jsofort gebremit wurden, bis der Zug wirder vereinigt
war, UeA. m. waren die haupisächsichsten -MPomenten d efer Fahrtt
Die größte Leissung faud statt, »ls ein voe der Station Feeders⸗
dorf auf lelearaphischem Wege vorher vestelltes Haltesimaf gegeben
wurde, während das Zugperfonal vorher Weisnug erthalten hatte
»Hue Aufenthalt dutchzufahren. Hier staud der Zug, welcher mit
»er Beschwindiakeit von menr als 1Ktlometer auf die Minute fuhe,
nnerha:b 18 Secunden auf 180 Schritte Entfernung stell.

Berlhir, 30. Rod. Gegen die Gründer der Siichweiles
Tuchf ibrit soll Staatsanweit Tefsendocf die Einleitung der Vorunters
uchung dbeantragt haben.

TDer vor etwa 1 Jahre mit 700,000 M. flüchtig gewordern
Zankier A. Veyer von Goslar ist am 27. d. in Hermannstad⸗
Siebenbürgen) festgenommen worden.

7 Jru Wien sitach im September 1874 der Prpaner Jah.
Ztümel nut Hinterlassung eines Vermögens von zwei Villonen
vusden. Die Verläassenschaftsauszinandersetzung wurde von den Erben
»em Notar Dr. Sterzinger übertragen. Naueza z'isei Jahre legtt
ijeser deinen Antletlungsausweis vor. Jetzt kommt derselhe —
vie das „Fremdendlatt“ verichtet — mit einer Ktostenrech nung von
04, 700 ft., sich zusammensfetzerd aus 33,080 fl. Auslagen lein
hireßirch 6900 jl. Kanzleiregustten) und 74. 629 il. Berwaliungs—
ond'ar.

FEin Kuciosum im Eisenbahnwesen ist die am 17. Janua«
tamfirdende Versteigerung der bankerotten Vern-Luzerner Bohn, de
4 llonen tostete und wahrscheinlich um 8ß Villionen (au Vern,
osgeschlanen wird.

F Einsredeln, 1. Dez. Man meldet von hier ein Elsen:
ahnunglück. Gestern Vormittag fauden zwischen Wädens:uyl und
zchindellegt Proben der Weitlichen Lokomotive statt. Die Bergfahr
zjing außerordentiich günstig vor sich; die Rücfahrt dagegen war in
hren Foigen um so unglücklicher. Man sagt, daß in Folge nicht
Snhüngens der Mütenoage der Zug nicht mehr aufgehalten wirden
lonnte, so daß derjeire in wildem Laufe nach Wädetnsa yl zurückfuhr;
nor letzterer Station warf der Schienenwagen mit den noch darin
»efiud ichen Persöunen um; die Losomotive überwarf sich bei der
kinfahrt in die Stution und warde totah zertrümmmert. Es dar
wei Todte, 7 schwer und 7 leicht Berwundeie,

Palermo, 24. Novbr. Der jünast von Raubern gefangen
zenonimene Englander Rose ist wohlbehalten zurückgetehrt, nochoen
eine Freunde curch ein Viitglied der Mafia 60. 000 Lire aund
stäuber ausgezahlt batten.

FAus sfonstantinobel wird gemeldet: In Bagdaden—
die Pest aus ebrochen. Der europaische Gesundheitscath pro estirt
pishert vergebens gegen fernere Aushebungen für die eucchärsche Ar.
nee der Türkei. (Fr. 3.)

f Denu Statistilen des „Bureau Veritas“ zufohre gingen im
Monat Ottober auf offener See nicht weniger als 155 Segelschiife
und 14 Dampier sotal zu Grunde. Die deutsche Flaggze Partizt
pitie an diesen Berlusten mit 13 Segelschiff x Und 1 Dabier
die öfierreich'sche mit 2 Segelschiffen.

F Brooklyn, (Eei Rew-York) 6. Dez. Das hie
ige Theater ist gestern Abend gänzlich niedergebranut
dabei ist eine beträchtliche Anzahl Menschen veruuglückt.
Bis heute Abhend waren 245 Leichen unter den Trüm—
mern aufgefunden.)

F In der Nahe des Cabz Lincent wurde von dem Ver. Staa—
teu⸗ Dampfer „Settysburg“ eine bisher nicht bekannte Horallenban:
mit werthvollen heUrothen Korallen entdeck:.
— — —
Dienstesnachrichten.

D'e kal. Forstmeister Benno PMarim in Speyer und Gunar
Fötjich in Lingenberz wurden beice au? Arsuchen, sowie unter n.
clennung ihrer langjahrigen treu geteisteten Diensse perstonitt, du
eiden Forstämter Speher und Langenberg vereinigt und der bis
zerige Kreisforstineister Ecus Martin zum Forstnieister dieset beider
ereinigten Forstämter mit dem Sitze in Speyer ernannt, *
Zyier Haßloch vom jrorstamte Syrher abakeuenn! und dem Foru—

——sAMAiumm᷑nnccdH
        <pb n="673" />
        und Triftamic Neustadt- zugetheilt, die Rev'ere Hambach und Neiden—
sels vom Forftamte Neustadt gogetrenut und dem Forstamte Elme
stein überwiesen, Alls vom 2.Janunar 1877 an.

Ter interimu:. Verweser der unteren kathol. Knabenschule zu
Steinfe!d, Jac. Karch, der interimist, Verweses der 2. kathol. Lehrer⸗
stelle zu Dahn, Phil. Benz, der interimist. Verweser der 3. Lehrere
ftelle zu Moorlautern, K. f. Rhrig, wurden zu Vehrern, der Lehrer
au der 2. kathol. Schulstelle zu Muütterstadt, Ade Wörner, zum
Lehrer an der L. kathol. Schalstelle dafelsst ,“Elisib. Ehrhart, mit
dem Oedensnamen M Cäcitia, zur Lehrerin on Der Untren dathol.
Maädchenschutstelle zu Ramstette, der VBerw-ser Friede. Keßler zum
dehrer an der unterea proteste Mäd henschule in Spcher ernanut
— ——Isr vie edactien berantwortlih Fewueß. X
— — ——⏑—i⏑ — —

„Vor uus liegt in enem einfuchen aber ünijpechenden Ge—
wande ein —liere, lieber Hausfreund ,“der üns shon in unserer
rübesten Kindhet vom Werhöachtslische- mit hellen freundlichen
Augen anblickte und, mit Inbel empsaugen, des Keudes Geift und
Bemüih dauernd zu fesselr wußte. Es sind ‚, W. Hey's Fabetn
Zit Bildern von O. Spedter“, (Gorha, Friedrich And eas
Perthesj 2 Boe. a Bd. in großer Ausgabe W. 3. 39, in kleiner
Ausgabe A. 1. 80) ., ein in seiner schlichten Einfachheit und in
jeinen Jie veraltendet Ge si⸗ jormen wabrhaft clasitsches Kinderbech
Weann derschige Verfaßer dieijes Jagendschatzes. der schlichte Pfarret

—ꝰî

bon Ichtershausen, wüdte, wie viel Danlk ihm im Geisie sür seine
Zabe von den Eltern gespendet worden ist und wie viel Freude
rden Kiunders mit säntem Fabelschotze bereifet hat und immer
ereiten. wird, da nm hätte er wohl ein Recht, von sich sagen zu
urfen: Id habe gewielt nach besiem Wissen und Gewessen; aber
aß ich deses Büch‘ein für die Kleinen schries, ist wohl eines
Henschen Leben werth! — — Draußen stüürmt es und der Regen
dblägt rauschend gegen die Fenster, es ist traulich am warmen
Daen; bald werden Dächer und Straßen die weiße Schneehülle
ragen, uund das ghrisikird wird wieder bei uns einkehren. Die
diederherzen schlagen ihm schon jetzt erwartungsvoll entgegen; wer
en Klenen uiht'allein eine große Freude bereiten, sondern auch
die ersten Samenkörner geistiger Erziehung in die jungen Herzen
irenen will, der lege „Hey's Fabeln“ in die tleinen Hände
— er wird sehr bald die jusge Geistes-Saut anfgehen seben.
Thüringer Hausfreund 1875, Nr. 46.)
D ·-—— —— —— ———
e ge Lapteresnxa n

ist die in der heutigen XNummer unserer Zeitung sich befindende Glũcks-
ecige von Samuel Heckscher senr. in Hainburg. Iieses isans hut sten
laruh seine prompte und versehwiegene Suszahlung der hier und in der
Imgegeod gewonusuen Baträge eiuen dermussen guten RKuf érworben,
αεα ααeSÜs Inxerat seh!n àn dieser Stelle uut-
ner leeturr αιαPαn.

— ———“ ———— —**]rrköu”rĩr—

— ⸗
—————
—— — —2mm

UUnampt-ewrnn GGlüchs- ie Geune
ey. Auzei ge. garantiri der Staut.
4. * Prsta 7ichnug:
3123 ⏑—— 13. u 14 Dν.
TIicun rur Bot eigumn a
Gewinn-Chancen
dor vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
otterie, in welcher ühber
ze
2 *
— —

Die Gewinne diccur vortheilhuften Seld. Lotterie, welelie plange-
mãss nur 709. 00 Loose enthalt, sind folgende: nämliech 1 Gewinu er
375, 000 Mark, specioll Mark 260. 600, 125, 000, 80, 000.
60. 0GO, 20, 660, 40, 000, 36. 060, 4 mal 30,000 und
25. 000, 4 mal 20, 260, 285 mal 15. 000 12. 900 und
I0.000 26 maul 6000, 56 mal 4000 und 3000, 206 mal

2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500. 1200 und 1000
I8336 mal 500. 3200 und 230, 24863 mal 200. 150, 1388. 12
und 120. 148329 mal 34 67, 55, 50, 49 und 29 Alurb
und komnen solehe in wenigen Vonaten in 7 Abtheilungen zur sSietae-
rGur Entascheidung.

Die erste Gewinnziehnng ist αν ιν nul den

I2. ι Deε*Eν . .
festgtetet, unä koetet hierza
das ganze Origintlioos mur 6 Reichsmark,
das hathe Originallaos mor 3 Reichewark,
J das viertel Originallaos nur 12 heicheruuth
nma werden diezs Veypan Sler öιräνν riu-

LGoOoSe keine verbuenen Prumæsser) kᷣSxvnn syr ilirte Bin,
sen inng des B, den gegen POMαBσ
olet vach den entfwrettesten Gegenden veu mir verszandt
dJeder der Betheisigten erhült von inir neben seinem Origint
Lous, uc den inin dern dtantewappten verbelineue Original-TPlan
rntis und naen stattzohattor iehune εαννN dä zrrutbi nte
ziehungsliste Hnιαα äνααν !αααεανοX.
nie Auseontung in ι der GeιUmhgeltder
arfulgt von mir dirént an die Interessnten, pronpt und und«n
rιster Verschwiegenieit.

AGα ι a kbann man einiuthauf eine PoStEM-

Z Ix IIIMαα äιιαα mινν.
AMan vende sien auher mit den Aii si ri 20n
vertrane is a
Sn inel ιιιιAν νν-
Banqdurer &amp; ,αι utoir in ETRAIBiur

Fenfter? —168 befreit und betenne hiermet. daß
22 25 diese so hartfnäckige Krantkheit

ei J. Woll. zuch bis jetzt nicht wiedergekehrtist.
ndirer. Müuqzen, 1. Sert. 1876.

— ———2— — — Pe 16ii 3 4f8

Zengniß. eschenbachste. 30,3, lints.

* —8— —M
Der Unterzeichnete litt vollen Jacobi,

zehn Jahre an einem sehr schaerze kal. Oberisester a. D.

daften chronischen

M

7 n 1 * 98

Magenkatarrh,

wogegen alle erdenklich angwen⸗—

deten Miltel ersolglos blieten

Bereits ien Jahre 18574 ward

Hh durch Herrn J. J. F. Popo

n Heide (Holstein) diefes Leidere

—5
E

JF

mit jeder beliebigen Firma be—
druckt, sind billig zu haben in
der Drückerei von

X. Dm.

Nicht durchsichtige, aber wirklich, Glyceringebalt vollständig neutral
gehattvolie and euttält keine Spur mehr
Tinivernsaae drer geringslen Schärfe, des⸗zhalb

—114 5—2 hesonders zum Waschen für
Clycerinssitfen. Kender, ojfene Wunden und bei
Von Autoritäten geprüft und verletzter Haut sehr zu empfehlen.

als vorzüßlich befsunden. Diese Darch ihre Billigkeit und natür—
—esen, aus ganz gereiniztem lichen, angenehmen Geruch sind
B:yceria und Fen bereitet, sad dieselben allen anderen Seisen
sbei längtrer Anwerduug) das dorzuzieben und für J dermann
vehlträtiste und unfehlbarste zuen allgeieinen Geororche ziu
Vdutel cczen rauhe, Pröde und cupfehlen. Preis per Stück 15,
keaulhafte Haut. Sie verkeiht 20 und 30 Pfqd. Fabrik von
uiberhaupt derselben die größte . W. Beyschlang, Augsburg.
Zarthet und klace Weiße Die- Alleinige Nicderloge bei Herrn
selden sind durch ihren bohen AJ. Friedrich. St. Imbert.

8

In IIen bedentenden Musikalen-Dandjungen
su hahem;
—
———
zwöelf der belisbtesten Klgvierstücke
in erleichterter Bearbeitung von
C. E. I1BhUnnæi..
Op. 152. Neue Aufl. Preis jeder Nummer 75 Rpig.
vr. 1212 in 1 Bande elegant ansgestabtet uur
3 AXacrk hbetto.
Inhalt:

Nr. 1. Bie Elien. Walzer von Labitzkr.
. dargen muss ien fort von hier. Fantasie. F
2 bie Tronladours. Walzor von Lanner.
2—uss i denn zum Stadrle n'aus. Fantasis

5 4lpensangermarseh.
6. Ach wenn du waärst insin eigon. Galopp.
7 Roandto üher die beliehtesten Madacien ans
der Oper „Slartha.
8. Variationen über die Oper „Siradella?“. 85
98. s„oriel Stern am Himmet stehen. Trans-
criptiom.
10. An deém' schensten Frühincemorgen. Mo-
ledie von Himmel.
1I. Avrthenwalzer, von Strauss.
12. Polonaiss über behehte Melcdiæn. *
higes Alhhum beliebter Stlanetirks, velches ẽ

Brunner unter dem Tuele, Prheiternugen“ herausgint,

—

waæaloho dar renonimirte Vertasser getruiten. hald ebanso

groxser Beliehtheit erfreuen, al , Iber fröhiene

Tñnrer“, serachien ehen in 17. Aullage, 24 be tietete

Tanas zusammeu nur 3 Mark) de-elien Cotiponisteu

Gogen FEinxenlung von 3 rk er ν die Zu-

Hadung partotrei —

Peter Losephi Tonger in Cölinne 1B. F
Muæcikalien- und Iustrumicuteu-Haudluug.

2*227

22* ο . — -. *
757*———7 7 —⏑—
— ⏑ *
⏑ ——— ⏑ ⏑ ———— —⏑⏑ ⏑ ⏑ — —
        <pb n="674" />
        Stadtrathsbeschluß vom 5. Dezember 1876.

1. An Stelle des verleb en 1. Adjunkten und Stadtrathsmit⸗
gdliedes Johann Hager wurde der achte Ersatzmann Joh. Joseph
Hellenthal. Manrer, als Stadtrath einberufen und das Siadtratbs⸗
mitglied Peter Joseph Woll, Kausmann, zum 1J, Adiunkten ge⸗
wählt.

2. Der Gerber Beno Müller wurde als Bürger St. Ingberts
aufgenommen.

38. Dasa Stadtrathsmitglied P. J. Woll wurde an Stelle det
verlebten Hager in den Armenpflegschaftsrath und das Stadtiaths⸗
mitglied Michael Paul in die Commission für Aufstellung des Bud⸗
get gewählt.

4. Der Credit für Unterhaltung und Ergänzung des Mobiliars
in den Schulen wurde erweitert.

5. Dem Polizeikommissar wurden süt 1876 200 Mark Gra⸗
tifikation angewiesen.

6. Fuͤr Ertheilung des Abtheilungs Unterrichts in den oberen
Schulen wurde entsprechende Remuxeration bewilligt.

7. Die Herstellung der Verbindungsstraße von der Kaiserstraße
auf die sog. Meß wurde vertagt bis zum Eintreffen des neuen
Bauschaffners.

St. Ingbert, 8. Dezember 1876.

Das Bürgermeisteramt:
Custer.

D
Ausverkauf.
Von heute ab bis 1. Jauuar verkaufe ich, um mit
meinem großen
Winter Lager
u Herren- u. Knaben-Kleidern,
owie Pamen-Maäantel (neue Façons)
zu räumen, den sämmtlichen Vorrath zum Kostenpreise.
B. Ackermann,
Et. Jugbert,
im Hause des Herrn Christian Kling neben der
kat dolischen Kirche.
Bei obigem Anusverkauf empfehle gleichzeitig mein reich
zaltig sortixtes Lager in F
Mützen und Filzhüten
zu den billigsten Preisen.

Noll u. Persen Gersie, Peler Sqherer. 7. Iosepo.
Bohnen und —AX
Linsen T. von Peter Lambert. 28.
einpfieblt P. Zepp datharina. T. v. Georg Heinr'ch
Asse Sorten deht. aedne T. v. zam
Peetz. Karolina, T. v. Fried—
ZpPletuhren Veufikwerke, ich Philipp Koch. Maxia, T.
Orchestrions Drehorgeln . Philipp Klebach. 29. Mas-
ind Harmoniums werden halena, T. v. Juftus Hasenfratz.
sebaut sowe reparirt bei Sophian, T. v. Chrstian Geb⸗
Sabas Hock, Edenkoden. jardt. 30. Margaretha Augufta.
Ro. 490. T. v. Ludwig Klärt.
— — B. Ebheschließungen:
Auszug 7. Rov. Peter Jaͤcker mih
aus den Registern des Standez⸗ darolina Hauck. 10. Friedrich
amtsbezirkes St. Ingdert pro Stegmann mit Marta Maurer.
Monat November 18765. 4. Karl Schweitzer mit Kath.
A. Geburten: Weiland. Jakos Kroll mit
1. Nob. Sera. T.d. Philipp Ddaria Katharina Kobis. Joh.
Fon —28 7 3 Jung mit Katharina Weiland.
August Friedrich. 2. Roihanne, Pikolaus Kiehm init Katharina
T. d. Johann Grewenig. 4. vnene teiare t
Valentin Karn, S. von wi nit Christina Fcher. 28. Job
—B a Ludwig Fr'edeich Martin Schlegel mit
ustadt. 6. Anna, T. v. Joh. .*
hager. 8. Barbara een Sophia Seamanp. 30o. Jalob
— Selaxad mit Sophie Maadalena
ina, T. von Georg Woll. 9. Schn pp.
hdeinrich S. v. Adam Schenkel⸗ . Sterbfatte:
»rger. 11. Emil, S. v. Adam 5. Nov. Magdalena Reidel⸗
dlein. 12. Elisabeiha, T. v türz, 83 J. alt, Wwe. v. Peter
Farl Ruppert. 13. Elisabetha, dellenthal, 6. Jateb Bender,
ẽ. v. Peter Selgrad. Joharu 31 J. elt, Ehem. von Anna
—A Staß. 15. Peter, stipplinger. 9. J'hann Schmitt,
S. von Cor stian Trier. 16. 11 3. alt, ledeg. 23. Nilolaus,
Par'd, T. v. Peter Rippl ager. 2 J. 2 M. alt, S. v. Peier
1 Elisabetha, T. von Franz Weidmnn. 24. Adam Peter,
Zujer. Karl Jalod, S. v. Joeh J. 5M. alt, S. v. Michael
Jakob Sattler. 18. Jakob, S. BVeber. 25. Karolina Dörr,
d. Valeatin Weirsch. 19. Jakob, 33 J. alt, Ehesrau von Gottlieb
. v. Peter Legner. Nikotaus, Zonntag. Johann Hater, 58
F haent un — * hend v. Aeris
v. Ludwig . Maria 36. Johanun Quiring,
Magdaleua. T. von Rudolph uilt, Tagner, Wittwe von Elis.
Anzeigen u 20. Georg, S. von Rohe. 28. Anna, 4J. 10
sinden deßhalb in dieser und den folgenden Nummern e'ne sichere, ee du —A Fr aut nd, Zinriv greid.
sehr großze und weite Verbreitung und wird die einfache Zeñ ins F 9 Pin 90 Dhrhaceihe oer 8.
Perit·geile oder deren Raum mit 15 Pfennigen berechnet. . 3 —— S. d. Alt, Ehefrau v. Johann Schwarz.
Anzeigen für die erste Nummer wollen deßhalb güt'gst um. Riia?a 8 de id. 2 Zarolina Webernags Js alt,
gebend an die unterfertigte Verlags⸗Druckerei eingesendet werden. —“ 51 wFre Perer 128
eu oe epe S. Für richtgen Auszug:
Herrmann ane kerei Ludweg Georg Wagner. 28. Si. Ingbert, 7. Der. 1876.
Imanr aph Ix rei. datharina, T. von Chriftienj Der Slandesbeamte:
„Ludwigstr. 5. dohlweck. 26. Jalob. S. v. Custer.
Redaktion Druck und Verlag von F. X- Demeß in niscer

Unterzeichrreter hat feine
Kinder⸗Spielwaaren,
sowie piele andere zu Geschenken sich eignende Artikel zum Ner—⸗
kaufe ausgestellt, auch empfiehlt derselbe Filzstiefel und Pan⸗
toffel, sowie Galoschen und silzgefeterte Lederschuhe
mit Holzsohlen.

A. 8Sohulthoiss.
        <pb n="675" />
        St. Ingberler AAnzeiger.

α
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wichentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donmerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljahrlich

l. Marl 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts vit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfq pro Zeile berechnet.
M 197. Sonutag, den 10. Deeember 1876.
2**
*
—
Deutsches Reich.

Ssdeyer, 8. Dez. Der Landrath hat der Umwandlung
der Gewerbschulen in 6kurfige Reasschulen zugestimmt und die be—
lreffenden Wittel bewiligt..

Berlin, 7. Dez. Die Rede des Fürsten Bismard in der
Drientfrage bat den Berliner Telegraphendraht stark in Contribution
zesetzt. Seit der Nede Bismariks über die Annex'on Elsaß und
dothringen im Jahre 1872 und dem Siegeseinzuge der deulschen
Trupper ist hier eine so starke Depeschenausgabe nicht vorgekominen.
Fine vorlaufige Berechnung auf dem Haupttelegraphenamte gibt die
Wortzahl der Telegramme, welche die Rede des Reichslanzier nach
allen Weligegenden, insbesondere in diplomatischer Mission und an
die verschiedenen polit schen Zeitungen, verbreiteien, auf 88,980 an.
In unserlürztem Worllaut (derselde enthalt nach einer ungefähren
Schützung 4500 Worie) ging die Rede an die „Kölner Zeitung.“
die Times“, die „Daiy News?, die „Indepedance Belge“ und
an zwei Wiener Zeitungen ab. Mehr als 350 Telegramme, welche
die Rede Bismarcks zum Inhalt hatten, waren Börsendepeschen. Bis
spãt in die Nacht börten die Aufträte nicht auf und beschäftigten
unausgesetzt das in dieser Voraussicht verstärkte Personal.

Aussand.

Wien, 7. Dez. Der „Presse“ zufolge soll die Vorconferend
in Konstantinopel am nächsten Dienstag erdffnet werden; am Sams
ag bereits würde eine gemeinsame Besprechung der Mitglieder der
Tonferenz statifinden.

Aus Pest, 4. Dez., wird der „N. 3.“ gemeldet: Im gegen⸗
värtigen Augenblicke ist der populärste Mann in Ungarn weder
Sraf Audrassy, noch Tisza, sondern Furst Bismarck. Selbverftändlich
egt sich jedes Parteiblatt die bei dem parlamentarischen Diner
zefallenen Aeuperungen des Fürsten über die Orienifrage und
Oesterreich Ungarn in dem Sinne aus, wie des den Wünschen
and Bestrebungen einer jeden Partei am besten euntspricht. Die
nagyar'schen Chauvins möchten sofort gegen Rußland vom Leder
ziehen, denn sie meinen Oesterreich Ungarn könne durch den Arieg
xegen Rußland nur gewinnen, indem die Integrität der Monarchie
ür alle Fälle garantirt sei. Dagegen ist man ig den gemäßigten
Zreisen durch die Aufschlüsse des Fücsten Bismarck noch friedlicher
jestimmt, als früher, da nun die geheimen Befürchiungen, daß ein
wentucller Sieg Rußlands in einem localisirten russisch⸗tückischen
Zriege für die Machtstellung Oesterreich Ungarnz gefährhche Folgen
aach sich zieh⸗n lönnte, geschwunden sind.

Bukarest, 7. Dez. Unter der Bevalkerung, insbesondere der
der Donaustädte, ist Fercht vor einem Einfall der Türken ein⸗
rerissen, diele Familien flüchten. Der „Romanul“ brachte gestern
und heute beruhigende Artiktel: in weichen diese Furcht als un⸗
vegründet bezeichnet wird, da die Beziehungen Rumaͤnienß und der
Türlei die allerbesten (7) seien.

Petersburg, 7. Dez. Die russische Regierung verfandte
ane Instruktionsdepesche an ihre diplomatischen Agensen bei den
Beoßmachten, in welcher sie ihre Botschafter anweist, die Otkupation
Bulgariens als unvermeidlich hinz stellen, nicht nur, um die Re—
oemen für die christlichen Beyoͤllerungen zu garantiren, sondern auch,
aim neue Christen⸗Massacres wirksam zu verhüten. Separat Ver⸗
jandlungen zwischen Rußland und England führten dazu, daß das
dabinet von St. James versprach, der Pfotte anzuraihen, gegen
,ine in solcher Wesse motibirte Otkupation jeden bewaffneten Wider⸗
taud auf zugeben.
Sermischtes.
fSt. Jugbert. Ein Brief von einem Mannheimer Hause,
r an einen hiesigen Geschäftsmann adressirt sein sollte, dessen
Adresse jedoch irrihümlich geschrieben:
berrn E. Grewenig
in Et. Grewenig
nachte eine famose Reise, die nicht weniger als Monate
uerte, dis derselbe nach und aus Grewensd in Albanien über
Loustautinopel au inen Auesteller na Nannheim nurüdiam.

„Mannheim, 4. Dez. Hier fand sich vorgestern ein zu⸗
zereister Arbeiter auf der Polizeiwachtsture mit der Selbstanklage
ein, daß er soeben auf der Rheinbrücke seinen Begleiter, mit dem
er in Wortwechsel und dann in Thaͤtlichleiten gerathen, mit dem
Stode so uuglüdlich an den Kopf getroffen habe, daß derselbe sodt
niedergestürzt seiz die Leiche habe er in den Rhein geworfen. Bis
etzt ist diese nicht aufgefunden worden.

, Am 1.9 d. M. wurde polizeilicherseits die Jahl der Fuhr⸗
verke festgest Ut, welche durch die engen, vielgewundenen Thor⸗
zaffagen der Stadt Kdln ihren Weg nahmen. Nach dieser amt⸗
ichen Aufnahme fuhren aus der Stadt nicht weniger als 2828
dast? uad 505 Fersonenfuhrwerke, im Ganzen also 3333 Gefährte.
Die dvon außerhalb eingetroffenen Fuhrwerle sind in dieser Ziff⸗r
nicht mit aufgezählt. Angesi his dieser Thatsache ist wohl die Frage
xlaubt, schteibt die K. 3.*: ‚Wird denn nicht endlich die längst
angestrebte Niederlegung der jede Ausdehnung unseer Stadt un⸗
noͤglich machenden alten Festungsmaunern und der den Berkehr im
zöchsten Grade beengenden Thorburgen und Thorpassagen verwirl⸗
licht werden?“
fEin tragikom scher Unolüd ssall — so etzähll der .O.
B.“ vom Blauen — passirte dieser Tage einem Weinverbesserer“,
velcher, um den Neuen? auf eine hoͤhere Stufe zu bringen, dem⸗
elben ein ziemliches Quantum Spiritus zugesetzt halte. Aber der
Mensch versuche die Gotter nicht! Der kortigirie „Neue“ lag an⸗
che nend ruhig und harmlos, sich dem Prozeß der Gahrung über⸗
assend; tief im Innern jedoch vrütete er RXache. Die Zeit der
PVergeltung ließ nicht warten. Eines Tages, nichts Boͤses ahnend,
raht sich der „Weinverbesserer“ dem Fosse; bewaffuet mit einetr
weiten Flasche Spiritus. Jetzt ward es dem , Reuen? doch zu
unt — mit Gekrach sprengte er die bölzerne Hülle, den Bex—
esserungslustigen mit einer wahr n Sündfluth seiner trüben Flüssig⸗
eit, vermischt mit den Bruchtheilen des zerirümmerten Fasses, über⸗
hüttend. Seither liegt der Verunglückt wund darnieden Nehmt
in Exempel d'ean
f, Scit Wochen ist Parisß durch eines jeuer außerordentlichen,
inheimlichen Verbrechen aufgeregt, deren Scheußlichteit Alle empört,
ind die mit einem Dunlel umgeben sind, wie dies nur iu großen
Ztädten möͤglich ist. Umterhalb Paris, bei Saint⸗Quent, wurde
er in Stüde zerlegte, der Eingeweide entledigte Korper einer etwa
30 Jahte allen Frau aus der Seine gefijcht, worin derselbe kaum 214
„tunden verdlieben sein konnte, toh der dicken Steine, welche an
enselben gebunden waren, um ihn auf dem Grunde des Flußbettes
u erhaten. Ueber eine halbe Mill on Menschen haben die Leichet
n der Morgue gelsehen, wo jezt noch eine zum Verwechsein ähnliche
Maske ausgestellt ist. Das Vild ders⸗lben ist in mehr als einer
Million Erxemplaren im ganzen Lande verbteitet worden, und trotz
dem ist es nicht gelungen, die persönlichen Verbältnisse der Ermor⸗
ꝛeten fest zustellen. noch we niger den Moͤrder zu eutdecken. Ein
dienstmadchen erllärte, die Genordete sei ihre Landsmännin heiße
Tlemenee Barbara und habe als besondere Kennzeichen ein Mutter⸗
nal an der Stitu unter den Haaren und atntßerdenn an den beiden
danden den kleinen Finger etwa einen Ceutimeter kürzer, als das
gerhaltnisß erfordert. Man fuͤhrte sie des Nachts bei Lampeuschein
n den schaurigen Raum zu der Todten und hier bestätigte sie von
Neuem ihre Erkennung; die angegebenen e ehe
anden sich genau, wie sie diejselbe im Voraus beschrieben. Es bleibt
die Frage, wer ist der Moͤrder? Und um dies zu ermitteln, muß
uerst fesigestellt jerden, wo sich die Gemordete in den letzten drei
Monaten aufgehalten, während deren sie ihrer Landesmannin un⸗
ichtaar gewe n. Namen und Adresse der Dienstherrschaft ist bald
jefunden, Polizeikommissär und Untersuchungsrichter elen hin. Aber
zier tritt ihnen die wirkliche Clemence Bardaro leibhaftig entgegen;
e hat mit der Gemordeten nicht nur eine täuschende Aehnlichkeit,
ondern auch die bezeichneten besonderen Meilmale gemein! Der
Moͤrdee ist noch nicht entdedt.

* Wie aus London telegraphirt wird. wüthen seil Sonn⸗
        <pb n="676" />
        abend furchtbare Stürme aus der ganzen Insel und an deren
Züsten. Es sind bereits zahlreiche Schiffbrüche gemeldei, bei deuen
ein sehr beträchtlicher Verlust an Menschenteben stattfand. Durch
undauernde und heftige Regengüfsse ist der Themsestrand stark über⸗
schwenmt und wicd ein Ueberlritt der Themse über ihre Ufer be⸗
fürchtet.

Madrid, 28. Nov. Die Exr⸗Königin Isabella leidet an
einem hartnäckigen Gallenfieber, welches sie an's Bett fesselt.

p'Neworleaus, 2. Dez. Durch eme Feuersbrunst sind
hier eiße Kirche und gegen 90 Häuser zerstoͤrt worden.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Dome

Spielwaaren,

Gesang-, Gebet-, Schul⸗ und

Bilderbücher,
Farbenkasten, Reisszeuge,
sämmtliche Schreibmaterialien,
überhaupt alle in dieses Fach einschlagende Ar—
likel, um damit aufzuräumen, zu den äußerst
billigsten Preisen.

Jakob Friedrich.

1

9

1 e J C *
Glück-auf zum FReste!
Die vom Staate Hamburg garautirte und interessante
große Lotterie von über
7 Millionen 420,000 R.-M.,
ist nunmehr derartig eingerichtet worden, daß die Ge—
wvinne vermehrt und selbst die kleinen Gewinne oarʒ be⸗
deutend vergrößert worden sind; dieselbe enthält nur 79,300
Loose, und werden in wenigen Monaten in 7 Abiheilungen folgende
Sewiune fsicher gewonnen, nämlich: J großer HaupteGewinn
Pr . 37800 Mark, speciell M. 250, 000,
125 000, 80.000, 60, 000, 50, 000, 40,000, 86000
3 mal 30,000, 1 mal 25,000, 4 mal 20,000, 7
mal 15,000, 2 mal 12,000, 16 mal 10,000, 26
mal 6000, 534 mal 4000, 2 mal 3900, 1 mal 2500,
200 mal 2400, 5 mal 2000, 3 mal 1500, 410
mal 1200, 621 mal 500, 35 mal 300, 700 mal
250, 42 mal 200, 46 mal 150, 22,450 mal 138,
17164 mal 124, 120, 94, 75, 67,. 50, 40 und
20 Mark.
Die Gewinnziehuug der 1. Abtheilung ist amtlich auf
den 13. und 14. December d. J.
festgestellt, zu welcher
das ganze Original⸗Loos nur 6M. — Pf.
das — Original-Loos nur 8 M.*
das viertel Original⸗Loos nur JI M. 530
ostet. Diese mit Stoatsivaypen ver sehenen Original⸗Loose
iende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Post vorschuß
elbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
dfort zu. Ebenss erfolgen die amtliche Cewinnliste und die Ge⸗
vinngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
en prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin⸗l
dungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
usbezahlt erhalten.
Mein Geschäft fuhrt die Devise:
GIGCGEK Und Sgοαν GOMM-S-
und ist bekanntlich das Aelteste und Allerglücklichste, indem diel
bei mir Betheiligten schon die größten Hauptgewinne von Mark
οο, 270 000, 246,000, 225 600, 183,000,
180,000, 156, 000, ꝛc. ꝛc. gewonnen haben und beträgt die
Gesammtsumme der in den Ziehungen der Monate Oktober / No⸗
dember d. J.von mir ausbezahlten Gewinne laut amtlichen
Gewinnliften diezsumme von über
R.-Mark 360,000.
Jede Beftellung auf diese Original⸗Loose kann
—Nauch einfach auf eine Wosteinzahlung okarte

nauvftE⸗

9

2

neaqsyelzGeschaff
sedaktion Druck und Versag von

„Die in unserem heutigen Blatte befindliche Gewinn⸗Mittheilung des
herrn Laz. Samf. Cohn in Hamburg ist ganz besonders zu beachten.
— Fahre und hat den bei
hin Betheiligten schon die größten Hauptgewinne von Mark 360,000,
70,000, 246,000, 225, 000, 188, 000, 130, 000, 156,000, ostmals 152,000,
50.000, 90 600, sehr häufig 78,000, 60, 000, 48,000, 40, 000, 36,000, a,
c. ic. ausbezahlt, wodurch viele Leute zu reichen Capitalisten geworden sind.
—AV große Capitalien zu gewinnen
is Ja ev. 875,000 M. Auch bezahlt dieses Haus durch seine weitverbrei⸗
eten Verbindungen die Gewinne in jedem Orte aus. Da durch die getroffene
zroßartige Einrichtung in Vermehrung und Vergrößerung der Gewinne eine
roße Betheiligung zu erwarten ist, möge man dem Glücke die Hand bieten
ind sich vertrauensvoll an die Firma Laz. Samf. Cohn in Hamburg
denden bei der man gewissenhaft und prompt bedient wird.“

Vorkrag für Jedermann.
Tiate, Sonntaq, Nachmittaas 3 Uhr, in Hrn. Ober⸗
ier's Snale:

Vortrag über Entstehung nud Verm hrung

des Eigenthums.

Kurzer“ Rückblick auf das Volksbildungs⸗

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kann kein angenehmeres und fiche-⸗
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Saarlouis bei F. Altenkirch,
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münd bei, Apotheker H.
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gegen Nachnahme einzusenden.

Kochentin (Oberschlesien), den
18. Oit. 1876. Emma Hüppe,
hei der verwittweten Prinzessin
zu Hohbenlohe-Ingelfingen.

Frucht,, Brod⸗ und
Fleisch Preise der Stadt
Zweibrücken von 7. Dez.
Weizen 11 M. 73 Pf. Korn
9 M. 42 Pf. Gerste Sreihige
0 M. — Pf. Gerste creih.
d M. — pPf. Spelz 8 M.
44 Pf. Spelzkern — M. —
Ppfg. Dinkel — M. — Pis.
Mischfrucht · ¶ M. — Pf. Hafer
7 M. 47 Pf. Heu 5 M. 50
Pf. Stroh 4 M. 75 Pf. Kar⸗
toffeln 2 M. 80 Pjf. per CEtr.
Weißbrod 192 Ko. 57 Pf. Korn⸗
drod 3 Ko. 81 Pf. ditto 2 Ko.
54 Ppf. ditto 1 Kilo. 27 Pf.
Gemischtbrod 3 Kilo. 98 Pf. 1
Paar Weck 190 Gramm 6 pf.
Rirdfl. 1. Qual. 58 Pf. 2.
Qual. 52 Pf. Kalbfl. 48 Pf.
damfl. 52 Pf. Schweinefl. 60
Pf. Butter 1 M. 353 Pf. ver Pfd.
g. X. Demeß in St Inqbert.
Hiezu illustrirtes Sonntaasblaft“

—M —
        <pb n="677" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (S mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementépreis beträgt vierteljährlich

l Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 197. Sonntag, den 10. December 1876.
—
Deutsches Reich.

Speyer, 8. Dez. Der Landralh hat der Umwandlung
der Gewerbschulen in Gkursige Realschulen zugestimmt und die be—⸗
treffenden Mittel bewilligt.

Berlin, 7. Dez. Die Rede des Fürsten Bismarck in der
ODrientfrage hat den Berliner Telegraphendraht stark in Contribution
gesetzt. Seit der Rede Bismarcks über die Annex'on Elsaß und
Lothringen im Jahre 1872 und dem Siegeseinzuge der deutschen
Trupper. ist hier eine so starke Depeschenausgabe nicht vorgekommen.
Eine vorlaufige Berechnung auf dem Haupttelegraphenamte gibt die
Wortzahl der Telegramme, welche die Rede des Reichskanzler nach
allen Weltgegenden, insbesondere in diplomatischer Mission und au
die verschiedenen polit schen Zeitungen, verbreiteien, auf 38,980 an.
In unverkürztem Wortlaut (derselbe enthält nach einer ungefähren
Schätzung 45600 Worle) ging die Rede an die „Kölner Zeituig,“
die Times“, die „Dasy News“, dio „Indepedance Belge“ und
an zwei Wiener Zeitungen ab. Mehr als 350 Telegrammie, welche
die Rede Bismarcks zum Inhalt hatten, waren Börsendepeschen. Bis
spät in die Nacht hörten die Aufträge nicht auf und beschäftigten
unausgesetzt das in dieser Voraussicht verstärkte Perfonal.

NAusland.

Wien, 7. Dez. Der „Presse“ zufolge soll die Vorconferend

in Konstantinopel am nächsten Dienstag eröffnet werden; am Sams

tag bereits würde eine gemeinsame Besprechung der Mitglieder der
Conferenz statifinden.

Aus Pest, 4. Dez., wirb der „N. 3.“ gemeldet: Im gegen⸗
wärtigen Augenblicke ist der populärste Mann in Ungarn weder
Graf Audrassy, noch Tisza, sondern Fürst Bismarck. Selbverständlich
legt sich jedes Parteiblatt die bei dem parlamentarischen Diner
gefallenen Aeuperungen des Fürsten über die Orientfrage und
Oesterreich Ungarn in dem Sinne aus, wie dies den Wünschen
und Bestrebungen einer jeden Partei am besten entspricht. Die
magyarischen Chauvins möchten sofort gegen Rußland vom Leder
ziehen, denn sie meinen Oesterreich Ungarn könne durch den Krieg
gegen Rußland nur gewinnen, indem die Integrität der Monarchie
für alle Fälle garantirt sei. Dageigen ist man in den gemäßigten
streisen durch die Aufschlüsse des Fürsten Bismarck noch friedlicher
gestimmt, als früher, da nun die geheimen Befürchiungen, daß ein
eventucller Sieg Rußlands in einem localisirten russisch-türkischen
Kriege für die Machtstellung Oesterreich Ungarns gefährliche Folaen
nach sich zieh mm könnte, geschwunden sind.

Bukarest, 7. Dez. Unter der Bevoͤlkerung, insbesondere der
der Donaustädte, ist Fercht vor einem Einfall der Türken ein⸗
gerissen, viele Familien flüchten. Der „Romanul“ brachte gestern
und heute deruhigende Artikel: in welchen diese Furcht als un⸗
begründet bezeichnet wird, da die Beziehungen Rumäniens und der
Türkei die allerbesten (7) seien.

Petersburg, 7. Dez. Die russische Regierung versandte
rine Instruktionsdepesche an ihre diplomatischen Agenlen bei den
Großmächten, in welcher sie ihre Botschafter auweist, die Otkupation
Bulgariens als unvermeidlich hinz stellen, nicht nur, um die Re⸗
formen für die christlichen Bevölkerungen zu garantixen, sondern auch,
um neue Christen-Massacres wirksam zu verhüten. Separat Ver⸗
handlungek zwischen Rußland und England führten dazu, daß das
Kabinet von St. James versprach, der Pforte anzurathen, gegen
eine in solcher Wesse motibirte Okkupation jeden bewaffneten Wider⸗
stand aufzugeben.
Vermischtes.

St. Jugbert. Eiu Brief von einem Mannheimer Hause,
der an einen hiesigen Geschäftsmann adressirt sein sollte, dessen
Adresse jedoch irrthümlich geschrieben:

Herrn E. Grewenig
in Et. Grewenig
machte eine famose Reise, die nicht weniger ala OMonate
dauerte, dis derselbe nach und aus Greweno in Albanien über
Konstantinovel an seinen Aussteller nach Mannheim zurückkam.

„Mannheim, 4. Dez. Hier fand sich vorgestern ein zu⸗
gereister Arbeiter auf der Polizeiwachtstuke mit der Selbstanklage
rin, daß er soeben auf der Rheinbrücke seinen Begleiter, mit dem
er in Wortwechsel und dann in Thätlichleiten gerathen, mit dem
Stocke so uuglücklich an den Kopf getroffen habe, daß derselbe todt
niedergestürzt sei; die Leiche habe er in den Rhein geworfen. Bis
jetzt ist diese nicht aufgefunden worden.

Am 1. d. M. wurde polizeilicherseits die Zahl der Fuhr⸗
werke festgest Ut, welche durch die engen, vielgewundenen Thor⸗
passagen der Stadt Köhn ihren Weg nahmen. Nach dieser amt⸗
ichen Aufnahme fuhren aus der Stodt nicht weniger als 2828
dast- und 505 Fersonenfuhrwerke. im. Ganzen also 3333 Gefährte.
Die von außerhalb eingetroffenen Fuhrwerke sind in dieser Ziff⸗er
nicht mit aufgezählt. Angesichts dieser Thatsache ist wohl die Frage
erlaubt, schreibt die „K. Z.“ : „Wird denn nicht endlich die längst
ingestrebte Niederlegung der jede Ausdehnung unserer Stadt un⸗
nöglich machenden alten Festungsmauern und der den Berkehr im
zöchsten Grade beengenden Thotburgen und Thorpassagen verwirl⸗
icht werden?“

Ein tragikom'scher Unglückssall — so erzählt der „O.
B.“ vom Blauen — passicte dieser Tage einem , Weinverbesserer“,
welcher, um den „Neuen? auf eine höhere Stufe zu bringen, dem⸗
selben ein ziemliches Quantum Spiritus zugesetzt haite. Aber der
Mensch versuche die Götter nicht! Der korrigirte „Neue“ lag an⸗
che nend ruhig und harmlos, sich dem Prozeß der Gährung über⸗
'assend; tief im Innern jedoch brütete er Rache. Die Zeit der
Bergeltung ließ nicht warten. Eines Tages, nichts Böses ahnend,
aht sich der „Weinverbesserer“ dem Fosse, bewaffnet mit einer
‚weiten Flasche Spiritus. Jetzt ward es dem „Neuen“ doch zu
»unt — mit Gekrach sprengte er die bölzerne Hülle, den Ver⸗
ʒesserungslustigen mit einer wahr n Sündfluth seiner trüben Flüssig⸗
eit, vermischt mit den Bruchtheilen des zertrümmerten Fasses, über⸗
chüttend. Seither liegt der Verunglückt“ wund darnieder. Nebmt
in Exemvpel d'ran!
f Scit Wochen ist Paris durch eines jener außerordentlichen,
anheimlichen Verbrechen aufgeregt, deren Scheußlichkeit Alle empört,
ind die mit einem Dunlkel umgeben sind, wie dies nur iu großen
Ztädten möglich ist. Unterhalb Paris, bei Saint-Quent, wurde
er in Stüce zerlegte, der Eingupeide entledigte Körper einer elwa
30 Jahre alien Frau aus der Seine gefischt, worin derselbe kaum 24
Ztunden verblieben sein konnte,eteotz der dicken Steine, welche an
enselben gebunden waren, um ihn auf dem Gtunde des Flußbettes
u erhalten. Ueber eine halbe Million Meuschen haben die Leiche
n der Morgue gesehen, wo jetzt noch eine zum Vetwechsein ähnliche
Maske ausgestellt ift. Das Bild derselben ist in mehr als einer
Nillion Exemplaren im ganzen Lande verbreitet worden, und trotz⸗
em ist es nicht gelungen, die perfönlichen Verbältnisse der Ermor⸗
eeten festzustellen. noch weniger den Mörder zu entdecken. Ein
dienstmädchen erklärte, die Geordete sei ihre Landsmännin heihe
Flemence Barbara und habe als besondere Kennzeichen ein Mutter⸗
nal an der Stirn unter den Haaren und außerdem an den beiden
dänden den kleinen Finger etwa einen Centimeter kürzer, als das
Zerhältniß erfordert. Man führte sie des Nachts bei Lampeuschein
n den schaurigen Raum zu der Todten und hier bestätigte sie von
steuem ihre Erkennung; die angegebenen besonderen Merlmale
anden sich genau, wie sie dieselbe im Voiaus beschrieben. Es bleibt
zie Frage, wer ist der Moͤrder? Und um dies zu ermitteln, muß
uerst festgestellt )erden, wo sich die Gemordete in den letzten drei
Monaten aufgehalten, während deren sie ihrer Landesmännin un⸗
ichtaar gewe n. Namen und Adresse der Dienstherrschaft ist bald
Jefunden, Polizeikommissär und Untersuchungsrichter eilen hin. Aber
dier tritt ihnen die wirtliche Clemence Barbaro leibhaftig entgegen;
ie hat mit der Gemordeten nicht nur eine täuschende Aehnlichkeit,
sondern auch die bezeichnelen besonderen Merkmale gemein! Der
Mördee ist noch nicht entdeckt.

Wie aus London telegraphirt wird, wüthen seit Sonn⸗
        <pb n="678" />
        abend furchtbare Sturme aus ver ganzen Insel und au deren
Austen. Es sind bereits zahlreiche Schiffbrüche geme!dei, bei denen
ein sehr beträchtlicher Verlust an Menschenteben Kattfand. Durch
andauernde und heftige Regengüßße ist der Themsestrand stark über⸗
nne und wiced ein Ueberttitk der Themse über ihre Ufer de⸗
irchtet.

F Madrid, 28. Nov. Die Et-Köͤnigin Isobella leidet an
einem hartnäckigen Gallenfieber, welches sie an's Bett sesselt.
frNeworleaus, 2. Dez. Durch eine Feuersbrunst sind
hier eike Kirche und gegen 90 Häuser zerstört worden. *

Für die Redaction verantwortilich: J. X. Domeß.

Lιιιειιιν αννιen Blatte befindliche Gewinn⸗Mittheilung des
herrn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders zu beachten.
Dirses weltbekannte Geschäft besteht weit über 50 Jahre und hat den bei
hiu Betheiligten schon die größten Hauptgewinne von Mark 360,000,
270,000, 246,000. 225, 000, 1883, 000, 180, 000, 156, 000, ostmmals 152, 000
150.000, 90,000, fehr häufig 78,000 60,000, 48,000, 40,000, 36,000, 4,
2c. ꝛc. ausbezahlt, wodurch viele Leute zu rrichen Copitalisten geworden sind
Es sind nun wie der für einen kleinen Eindatz grohße Capitatien zu gewinnen
bis 34 ev. 375, 000 M. Auch bezablt diejes Haus durch seine weilverbrei-
eten Verbindungen die Gewinne injedem Orte aus. Da durch die getrofftat
Iroßartige Einrichtung in Vermehrung und Vergrößerung der Gewinne ein—
zroße Betheiligung zu erwarten ift, möge man dem Glüde die Hand bieten
ind sich vertrauensvoll an die Firma Laz. Sams. Cohn in Hambutg
venden, bei der man gewissenhaft und prompt bedient wird.“

Vorktrag für Jedermann.
eute, Sonntag, Nachmmags Z3 Uhr, in Hrn. Ober⸗
er's Snale:
Vortrag über Entstehung und Verm hrung
des Eigenthums.
durzer Nückblick auf das Volksbildungs⸗
we sen.
Tintriit unentgeltlich und zahlteicher Besuch eiwünscht.—
5chlick.

Spielwaaren,
Gesang-, Gebet-, Schul⸗ uͤnd
Bilderbücher ,
Farbenkasten, Reisszeuge,
sämmtliche Schreibmaterialien,
überhaupt alle in dieses Fach einschlagende Ar⸗
tikel, um damit aufzuräumen, zu den äußerst
billigsten Preisen.
* Jaßob Jriedrich.

Sprechstunden
fir Angen- u. Gæ-
IXXLXXERXRXXAX
brücken, deutsches
Haus an der Bahn, jeden
Donnerstag von 9
dis 1294 Uhr.
Dr. Elvenioh,
Augen⸗ und Gehoͤrarzt in

Kaiserslautern.

Brust⸗ und Lungen-
Leidenden

kann kein angenehmeres und fiche-
res zugleich rein diätetisches Haus⸗
und Genußmittel empfohlen wer—
den, als den rühmlichst bekann⸗
ten rheinischen Trauben-
Rrust⸗ Homig in Flaschen a
1, 1/ä und 3

Mark; derselbe t
allein ächt mit

aebigem Fabrik⸗ &amp;
tempel auf dem — —
Kapselverschluß, 3*
ist kaͤuflich in St. V
vngbert bei J.

riedrich, inSt.

ohann bei F. P. Duden-
Gffer und KaͤrlThiriot in
aarlouis bei F. Altenkirch,
u Blieskastel“bei Apothe⸗
ker C. Nichter, in Saͤarge⸗
münd bei een 5.
Kirchner in Sulzbach bei
Auotheker A Treffon.

—

— — — — — — —

BGluück-quf zum Feste!
Die vom Staate Hamburg garantirte nud interessaute
große Lotterie von über *
7 Millionen 420,000 R.M.,
ist ununmehr derartig eingerichtet worden, daß die Ge—
winne vermehrt und selbst die kleinen Gewinne —— be⸗
deutend vergrößert worden sind; dieselbe enthält nur 29,300
Loose, und werden in wenigen Monaten in 7 Abiheilungen folgende
Bewinne sicher gewonnen, nämlich: J großer HaupteGewinn
and Prämie ev. 875,000 Mark, speciell V. 250,000,
125,000, 80.000, 60, 000, 50, 000, 40, 000, 36.000,
3mal 30,000, 1 mal 25,000, 4 mal 20,000, 7
mal 15,000, 2 mal 12,000, 16 mal 10,000, 26
mal 6000, 54 mal 4000, 2 mal 3900, 1 mal 2500,
200 mal 2400, 5 mal 2000, 3 mal 1500, 410
mal 1200, 621 mal 500, 35 mal 300, 700 mal
250, 42 mal 200, 46 mal 150, 22,460 mal 138,
—I
—*
Die Gewinnziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf
den 13. und 14. December d. J.
festgeste lt, zu welcher
das ganze Origiual-Loos nur 6ß M. — Pf.
das ßau Original⸗Loos unur ß .,
das viertel Original⸗Loos uur 1I M. 30
kostet. Diese mit Staatsswappen vereheuen Original⸗Loose
jende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuß
elbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
sofort zu. Ebenss erfolgen die amtliche GBewinnuliste und die Ge—
vinngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
len prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin⸗
dungen überall kann man auch jeden Gewinn in seluem Wohnort
ausbezahlt erhalten. 2
Mein Geschaäͤft führt die Devise:
6H!iclx Und Seg bei COhmns«“
und ist belannilich das Aelteste nud Allerglücklichste, indem die
bei mir Betheiligten schon die groͤßten Hauptgewinne von Mark
360 000, 276,000, 246, 000, 226 600 188,000
180,000, 156,000, xc. 2c. gewonnen haben und beträgt die
Gesammtsumme der in den Ziehungen der Monate Oktober / Ne
vember d. J. von mir ausbezahlten Gewinne laut amtlichen
Gewinnulisten dieSumme von über »*8*
R.⸗Mark 360,000.
⸗»Bestellung auf diese Original⸗Loose kaur
uch einfach auf eine Vosteinzahlung skarte
Co b

&amp; rinrche
Honig-· Lebkuohen
Fensterglas
dei J. Woil, Lagirer.

Echte Mainzer
Honiglebkuchen
inpfiehlt billigst

M. Zepp.

— eder ger kann au⸗
voller —8 die Anwen
y, —M — — 34 —
. Airpua ——
beschriebenen Seiiverfahren em·
fohlen werden Dieses in ꝓ
le co sGienene —W
rke Sug koftet nur Mart n
durqh sed⸗ SZug banbinen oder
sreet vo Kigic⸗ Verlagt
instalt in keipsig zu —8
wvelch keßtere auf Ver angen
auqh — * Auu-
ran gea E frauto pu
——* der sen

Jür Damen.
XXV
lebenswürdigste
Wei hnachtsgeschenk
ist
Heuser“s
Nãhtischschetren⸗ Garnitur
aus Solinger Silberstahl
silver steel) enthaltend: Zu⸗
schueide⸗ Ragel⸗, Stick.,
Knopflochscheere mit Stell⸗
schraube und ein hochfeines

Trennumesser.

Preis sür Garnitur: 4 Scheeren
1 Messer in feinem Etui 5 M.
Unentbehrlich für jeden
Nähtisch. Dauerhaft und
unverwustlich bei fleißigstem
Gebrauch. GSarantie der Vor⸗
züglichkeitdurch eventuelle franco
RKücknahme Depot für Deutsch⸗
land bei Win· Heuser 18,
Nehmplatz, Aachen: Versandt
der Kürze halber gegen Nachnehme.

Von den vielen eingegangenen
Anerkennungsschreiben laffse
eines derselben folgen:

Ew. Wohlgeboren erfuche um
die Gefälligkeit mir aoch 4 Stück
Nahtisch⸗ Scheeren ⸗ Garnituren a M
gegen Rachnahme einzusenden.

Kochentin (Oberschlesien), der
8. Olt. 1876. Emma Hüͤppe
nei der verwittweten Prinzesfit

in Hohenlohe Inge sen.
— — —— — — — — ——— — — —
Redaktion Drud und Verlaa von F. X. Demeß in Imbveri.
XLIXVIXVAESD

Frucht, Brod⸗ und
Fleisch Preise der Stadt
Zweibrücken vom 7. Dez.
Weizen 11 M. 73 Pf. Korn
9 M. 42 Pf. Gerste 2reihige
0 M. — Pf. Gerste reih.
0 M. — Pf. Spelz 8 M.
44 Pf. Spelzklern — M. —
Pfg. Dinkel — M. — Ppls.
NMischfrucht O M. — Pf. Hafer
7 V. 47 pf. den b
Pf. Stroh 4 M. 75 Pf. Kar⸗
hoffeln 2 M. 80 Pi. per Ctr.
Weißbrod 124 Ko. 57 Pf. Korn⸗
brod 3 Ko. 81 Pf. ditto 2 Ko.
54 Pf. ditto 1 Kilo. 27 Pf.
Gemischlbrod 3 Kilo. 98 Pf. 1
Paaur Weck 190 Gramm 6 Pf.
Rirdfl. 1. Qual. 58 Pf. 2.
Qual. 32 Pf. Kalbfl. 48 Pf.
damfl. 52 Pf. Schweinefl. 60
Bf. Butter 1 M. 35 Pf. per Psd.

—281
Mqn5
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        Sl. Ingberler Anzeiger.
Azeras

— 1 —

— ——
— 2—2
der St. Jugberter Anzeiger und das (2mal wöchentlich) mij dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lageerscheint woͤchentlich vlermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag uund Sonutaz. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20: R.⸗Pfg. Anuzeigen werden mit 1d Pfg., von Aus wãrte mit 15 Pfg. für die piergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Recka men
amit 30 Pig. pro Zeile bexechnet.

Berlain, 10. Dez. Heute versancmetkn fich die fämmttichen
Fratilonin des Rächstages, um fich git der dritten Lefung der
— D—
Dienstag werdeit die: Besprechungen forigefetzt. — Fürst Bismard
xertangt ftt bie deite Lelung' Der FJiist zgeseße Preissgehung der
gresse sowohl bei der Frage der Schwurgerichie, wie der der des
Zeugnizwanges unnd weilgehende Nithgicbigleit An Berug auf den
Fompeten zkoaflikt e e dom Reichstagk mit der etdrücken⸗
ven Mapotitaͤt vön 280 grgen 18 Stimmen vetwocfen wurd⸗nn

Rusfand.

Pe —D Dez. Es MNals festste hend ju betrachten, doß eine
Ollupation, die von Desletteich ousghein würde, genau diestlbe
Dauer hätte als dꝛe von Rußland für Bulgarien, projekt'rte.
Wahricheinlich würde Osesterreich erft Serbien und dann Bosnien
»esehen. Für diesen Full soll bereits eint Okkupatioasfrist von
Rei Jabren ins Auge gefaßt worden sein.

Belarad, 10. Dez. Der ryssijch-serbische Militärvertrag
perfelt. Tschernajtweist nach Kischmew gereist; er bieidt Kormẽ
nandant decr durch eine russifche Div sion versigekten serbischen
Armeeabtheilung welche dem Kischiuewer Oberkommands untersteht.
Bei Scitschar fand am Mittwoch ein blutigee Kampf statr. Die
fürten plüuterten und Füaideten die ia der deut alen Zone lezenden
Dörser anm. J

Bukarest, 9. Dez. Ter russisdetükische Arieg gilt hier
As ünbermeidlich und'man fürchtett, daß, hach den, gegenseitigen
stüstungen zu u'the len;, Rumänsen das Schlachtfeld abgeben werde.

FWonstantinopteir.A. Dez, Es st eine neite Kreeststeite:
usgeschrieben wocdent? auf jedes mannluhe Ird v duumn vom 8.
»is 60. Lebensjaht Areffen As Pinstet lewa 3 Pi.) Weiter wurde—
»e Aushebung aller Männer vom 21. bis 40. Letensjanr zum
trregsdrenft n geororer wos ⸗B xIFurmmurng unter der Bevor ie ·
ung Hervorrief.

Konstantinopte,'9. Dez. Es faucht hier mit großer Be⸗
rimmtheit die Version cuft, daß Geucral Ignat ff sich auf der
kdoufererz mit der Ernennung eines qristlichen Gouderneurs für
Butzarien begnügen weröt. *

Konstantinopel, 10. Deceiaber. Am Miswoch wurden
—DD—
erhaftete, mid, aun Dienktag vin Complott, die Entjührung des
ẽxsultans Muxad nach, Odessa bezwetkende, entdeckt und vier In—
wviduen verhaftet. J

Warschdu, V. Dez. Der Typhiuß st ier mit grzeßet Ger
valt ausgedrochein; die Sptäler reicheuüsh cht mehr; die Squlen
nußten geschlissen werden. Jufolgedessen wicd die Hierherd rlegung
on Truppeñ ?⁊c. bis auf Westeres nihrhirkt. — Im Gonvernement
tfa't sind türkifche Em ssare wegen Aufwiegelang der tartarifschen,
Bevoͤllerrug verhaftet worden. — In Süudrußland hetrscht von
drew an fast pöll ge Telegraphenstockurg. ‚Die Lihjen findpurch

Feifeiß gquf Hunderte von Werfi zerstört.
— ⸗ — — — F
7 Vermishhtes. en e .73
r Dürktheim, 8. Dez. »Vor ein'gen Togen machte ein
—
nider- Absi u vusgegangen, e nen Dachs zu graben, der einen
Bau frisch beginge? Jarwenigeur Stunden erbeureie er jedoch mebst
)em Dachs, und zwar in demfelben Bau, nosh ennen Jachs und⸗
ine schonennbilde Katze. M ——
rpeEs wird Frühiahr, sagt das . Frankenshaler Tagbl.“ An
»et Prommenade in der Nahe des Vahthores steht ein junges
Lirndaumchen zu schönster Blüthenprgyut; an zäylie 21 pollstän
ig sentwidelte Blüchhen.
. Drünschenz B. Dez. Seit langer, Zeit ist der Preis des
ralbfleisches in hiesiger Stadt nicht Jo Vesuglen, als in diesen
Tagen.Der Preis Reo Pfund Berechnet· ih berule nur aus. 28 Pf.

Einestheils ist an diesen niederen Preisen der in den Wirihschaften
allgemetn fühbar gewordene schwache Besuch, sowie eine Ueberfahrung
des Mark!es mit Kalbfleisch, anderncheils de warme Temperatur,
wesche eine läugere Ausbewahraung des Fleisches unmöglich macht,
Schuid. In den letzten Tagen haben die Kälberhündler Tausende
au Mavt verloren. —DDD——

—F In Schmidtweiler wurde diejer Tag eine Mädchen von
wei Hunden zämmertich zugerichtet, jd daß an Feinein Auffkommen
gezweifelt wird. 2422

—F In Bayreutheethieiten 11 Lehrlinge, welche die dortige
—XE—
Itien. Deplome und Geldbeträge im Gesammtwerthe von: 200 M.

Brückenan, 4. Dez. Von den 141 Wohdhäusern, die
uui I4. August abgebrauat sind, stehen bis jetzt außer dem Pfarr⸗
gofe orst dre urnd können dieselben hei günstiger Frühlingswitterung
»ælleichtgegen Sommeranfang bezogen werden. Alle auderen Ab—
zebrannten können noch nicht mit dem Bren beginnen, indem vou
»urer Anzahl hiestäer Bürger gegen die bereits festgestellte Baulinie
»Aur Protest æingereicht urde, auf dessen Bescheideng Jedermann
nit größzter Spannung hartt. Wie wollen hier nur noch demerken,
daß An der Spitze der Protestler zwei nicht abgehrannte Protestler
stehen, autiche Pei der j tzigen Jahrtszeit in ihteu waftmen. Betten
von der Wohnungsnotßh der armen,, eng zusammeng pferchten Ab⸗
drändter Richts empfinden. acnm Wad

F Sarurxelouis, 2. Dez. .Es wird auns qoeben miizzethrilt,
daß gesteen rrin Bergmaun bei der Küdkehr aus der Grube, von
rinem audern Bergiaann, mit dem er auf dem Heimweg in Wori—
ne hiel gerathen, erschlagen worden. Das Gercht wird für hente
etwarzel. *

F Kürzlich wurde — »wie die Schl. Pr.“ unter Vorbehalt
nitiheilt — im Warubrunn (Regsbez. Liegnitz), cine Frau Dr. F.
eccdigt, welche cine Shwester des belannten Findings Kaspar
»anser sein soll.“ Dieselde ist — nach ihren eigenen Mistheilungen
einue Tochier der versiorbenen Prinzessta Maria Wlugusta, Herzogin
a S., und bdes kel. preußischen Gesandten am, sächsischen Hof,
arl Grafen von G., werche auch die Eltern Kasbar Hauser's jein,
ollen.

—Lourahutte; 6. Dez.“ Wirkung der Freude. Ein hiesiges
—AVV——
hatte prötztich dDee Stinme- berloten und konnte kein für das Ohr
ihrer Umgebuag verstaad!iches Wort herbvorbringen. So blieb inr
Zustand wohl ein halbes Jihr lang, bis sie vor einiger Zeit nach
Breklau zur Heilung ürerführt war. Aber quch hier wollte sich
trotz aller augewandten Mattel der Klakgz der Stintme nicht wieder
zurückzewinnen lassen, und so „urde erst vor kitrzer Zeit ihre Rück⸗
ehr ann die Hermath beschlossen. Das Madchen empfaud hierüber so
zroße Freude, daß sie von dem Augenblick an ihre Stimime wpieder
erhielt und- vor der Adreise noch den glückiichen Wechsel in ihrem
Zustaudé mit beredtein Munde allen ihren Freuaden und Bekanatea
versönlich mittheileu ounte.

Oertgansdelsgerischt. Der Mandgtar,
veschen. dür eruen Ruitraggebet ‚einne Geldssumme Erhebt', und deren
Ablaeferuug ßu, den Auftraggeber verzögzert, ist zur Verzjnsung der
ingehaluenen Summe pon dem Taze, an vurpflihtet, an welchem
er pom Auftraggeoer zur Aaliesecuug des Empfngenen ufe
gesordert worden. v —.*8*

F In eineni der größeren Bahnhöfe Wiens werden demnächst,
Versuch? mit Beleuchtung durch elekirisches Licht gemacht werden.
Wenn dieselben, sich bewähren, wird auf sämmtlichen Wiener Bahn⸗
jöfen anssatt der bisher Udlichen Gasdeleuchtung der Gebrauch des
ektrischen Lichtes in Anwendung kommen. 3—

Weltausstellung in Paris.“ Paris beginnt für die Welt⸗
vusstellung Toilette zu machen. Die öffentlichen Bauten werden
‚egenwärtig mit besonderem Interesse gefötrdert, man will damit
is zur Eroffnung der Weltausstellung fertig sein. Der Durchbruch
x. die Apcume de POpera wird in großertigem Waßstabe betrieben.

44
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        An das Hotel de Dien werd Zeuietzte Hund angelegt, man ist
eben mit der Dekorat'on der Nebengebäade desselben besch iftigt,
das Ganze ist mehr massiv, als schön. In Haupthofe des Ge—
päudes wird eine Art Tertasse anzelegt, ein Garten zum Spazieren
für die Kranken. Sobald dieses neue Hotel Deeu fertig sein wird,
wird man mit dem Abbruch des alten beginnen, um die Kathe⸗
drale von Paris freizulegen. Auf dem Boulevard Saint Ger—⸗
main, welcher die Hauptstraße des linken Seine-Ufers werden
wird, erheben sich an beiden Seiten die Neubauten, und diese An—
lage wird bald vollendet sein. Die monumentale Fontaine in
der Straße Grenelle St. Germain wird abgetragen und an der
Ecke des neuen Boulevard Saint Germain und au der Straße
du Bac wieder aufgehaut werden. Man verschönert auch die Ume
gegend des Pantheon. Auf der linken Seite der Straße Souiflot
wird eifrig am Abbruch gearbeitet; kurz, die Pariser könnten
dlauben, daß Herr Heußmann wieder am Werke sei. Während
des Monats Oktober allein sind zun Zwicke der neuen Straßen⸗
jührung 211 Häuser niedergelegt worden, an denen fre:lich in ars
chitettonischer Beziehung Nichts verloren ist; nimmt man aber an,
datz in jedem dieser Häuser etwa 80 Meunschen woh iten, so haben
also an 17,000 Personen sich ein neues Unterkommen suchen
müssen. Auch die folgenden Monate wirnd man in gleichem Maße
mit dem Niederteißen fortfjahren. Alle diese Uuternehmunzen haben,
wie zur Zeit des Kaisersthums, eine große Anzahl von Arbeitern
nach Paris gezogen, und die Bauten füt die Weltausstellung werden
die Zahl derselben noch vermehren.

F Die „Liberta“ veröffenilicht einen Auszug aus dem Testament
des Kardinals Antonelli. Das ganze, sehr große Vermögen
fällt an die drei Brüder des Kardinals. Diefelben erhalten auch
die kostbaren Sammlungen von Juwellen, geschnittenen Steinen und
Kunstsachen, die also nicht dem Vatikan verbleiben, wie es zuerst
dieß. Außerdem sind alle seine Verwandten und Mitglieder seines
Haushalts mit Legaten bedacht worden. Der Papst erbte nur ein
Crucifix von Laps-Lazul und Elfendein im Werthe von nicht mehr
als 2000 Lire. Das Testament schließt mit einer Erklärung, in
velcher der Kardinal die Vergebung aller seiner Feinde anruft, und
persichert, daß alle seine Handlungen zum Wohl und Ruhm der
dl. römischen Kirche geschehen seien; er vertraue auf das unpar—⸗
teische Urtheil der Geschichte, daß dies derenst werde anerkannt
werden. — Augenblicklich liegt ein anderer Kardinal im Sterben,
Kardinal Patrizi, Gegeralv car St. Heiligkeit. Mit ihm stirbt
einer der letzten noch von Gregor XVI. cre tien Kardinäle. Nach-
dem Antonelli gestorben ist, und er nicht mehr sein wird, hleiben
von den Gregorianern nur noch zwei, der gre se Kardinal de Angelis
und der Kardinal Riario-Sforza, Erzb schof von Neapel, übrig,
bon denen vielleicht nur der letz ere, ein noch rüstiger Sechsziger,
gegründete Aussicht hat, den Papst zu überleben.

*London. 6. Dez. Die Sitürme dnuern mit Heftigkeit

ort. dci Sonmag scheuertrn bei Peterdead drei norwegische Sdiffe
deren ganze aus 24 Personen bestehende Mannschaft debei umkam.
7E nem englischen Blatte entnehmen wir dice Nachricht, daß
nan auf Island die Trümmer eines Luftballons aufgefunden hat,
der dem außern Anscheine nach vor meh eren Jahren needergefallen
iein muß. Die Se de war vollständig zerfetzt, die Stricke verfault
und das Scheff zertrümmert. In dem Schff⸗ lagen Menschen«
mochen, eine zerbrochene Flasche und eine Tasche mit zusammen⸗
—
uscht entziffert werden konnte. Nun ist seit geraumer Zeit kein
zufischiff von Beruf verunglückt, über desser Ende man nicht genau
interrichtet wäre. Möglich aber ist es, dag jetzt jener Ballon auf⸗
jefunden wurde, in welchem während der Belagerung von Parie
einn Matrose Namens Prince in einer stürmischen Nacht aufstieg,
uim n'e wieder von sich hören zu lassen. Für diese Annahme
dürften namentlich die aufgefundenen Papiere sprechen, welche wohl
Fichts anders sind als photographirte Depeschen und Briefe, wie
ie aus dem eingeichlossenen Patis au Behörden und Freunde durch
dustpost befördert wurden.

f Aus den Ruinen des Theaters in Brootlyn sind bis
tzt 326 Leichen hervorgezogen worden. In einer Depesche der
„Dailh News“ vom 7. os. heißt es: Die Scenen heute Motgen
n den beiden Leichenhäusern waren schrechich und jammervoll.
Tausende von Personen standen vor den Thüren, Einlaß begehrend,
un die Frea unde, deren Verlust gemeldet war, zu recognoszirer.
Im Innern waren die Räume gedrängt doll, Männer, Frauen und
dinder lehnten sich über die verkohlten Menschengebeine, in der
Hoffnung, einen der Ihrigen erkennen zu können. Mehr als die
Zätft⸗ von den Verbrannten ist jedoch in einem Zustande, der jede
Erklennung unmögl'ch macht; in manchen Fällen streiten sich zwei
Parteien um den Besitz eines Leichnams. In einem Falle ist eine
ganze Familie um's Leben gekommen, so daß das Haus vollständig
er steht. In einem andern Fall hinterläßt ein Familienvater ach!
voslkommen hitflose Personen. Ein Dienstmädchen, das man. mit
wei Kuindein in das Theater hatte gehen lassen, fand man, die
Zdeichen der Kleinen sest umschlossen haltend, ale drei woren zu
Asche verbrannt. Von der Stadt Brooklyn und dem Vorstande
»es Theaters sind Schritte zur Unlerstüßung der Hinterlassenen ein⸗
geleitet worden.“

—
Dienstesnachrichten.

Die 2. Lehrstelle für deutsche Sprache, Geschichte und Geo—
graphie (Realien) an der Gewerbschult in Zweibrücken wurde dem
Ldehramtstand:dalten G. Bär aus Kulmbach, und zwar in der
Figenschaft eines Lehramtsverwesers, die Lehrstelle für neuere
-zprachen an der Gewerbschule zu Neustadt a. H. dem geprüften
dehramtskandidrten und Verweser jener Lehrstelle, G. Butiers aus
Zweibrücken, übertragen.

*
riegerverein.
Sonntag, den 17. Dezember, Abends
Uhr, im Oberhanser'schen Saale
*
Christbaum⸗Ver⸗
loosung.
Nach derselben
alisehe und theatralisehe
Interaaltunng,
wozu d'ie Mitglieder mit ihren Familien eingeladen werden. E'n⸗
führung von hiefigen Nichtmitgliedern ist nicht gestattet.
Der 1. Vorstand.

I —D8
Als Weshnaentsgeseßente
ewpfehle ich:
Herrenkragen in allen Weiten,
Manschetten
Cravatten und Shlips,
Ruxkin-⸗Handschuhe.
EHEHermann EDische r.
Noll⸗ u. Perlen Gersie,
Bohnen und
Linsen
empfieblt P. Jepp.
Ein weißes Eisgarutuch
purde dieser Tage hier verloren.
Dee redliche Wiederbringer er—
hätt bei Abgabe desselben in der
Exped. d. Bl. eine gute Beloh—⸗

Danksagung.
Wir sprechen gung
denen, welche unserm unvergeß⸗
ichen Vater die letzte Ehre zur
Ruh⸗stätte erwiesen, unsern ver⸗
hindlichsten Dank aus.
Besondets aber danken wir
den Herren Lehrern von St.
Ingbert und Umgegend, welche
den erhebenden Gesang am Grabe
inseres Vaters aus führten.
Die trauernd Hiuterbliebenen
Schaabphach. 11. Der. 1876

0000000000000000000

De Unterzeschnete empfi⸗hit sein Lager in Portefeuilles

CEigarren-Etuis, Geschichts- und Bilder⸗

bücher, Gesang- Gebet⸗ und Schulbücher, Farben—
kasten, Reißzeuge, sowe sämmtliche Schreibmate⸗
rialien zu den billigsten Preisen.

Ferner empfehle mein

nornes FHusila-Lager

in CIarimetten, Flöten, EUarmonilca's, Mund-
IIarmonila's, in allen Größen, zu den billigsten
Preisen.

Die Stahl⸗
stich Prämit
zum illustrir

— eͤM ten Eonn
az hlatt des „St. Ingberter
* Trunksuoht — Andeiger pro 1876

heile ich sicher und gründlich Das Frühstück
mit oder oblne Wissen des, gemalt von A. Stodmann,
Trinkers, so dass demselbene gestochen von Jonanin, ist
das Trinken total zum Ekel zju dem Preise von 1 Markt zu
wird. beziehen in der Drucerei d. Bl.,
V Ueber 1000 geböeilt. wo Exemplare eingesehen werden

οοο αι
Redaktion Druck und Veriag von FJ. Xx. Demeß in St Ingbert. 7**
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        a
2353222 238
222 —5——528
28 2 22832 23328 E *5585538
2 2* 52 2 322
—8— —25—53— 333353 53283555572—73 2532248 588 2
2 5537222 s35553853 —— 8338 —
—55 —535853* *32557 22275 — S8 238553533
* 3355535 35357355 3333575 3358236 25* 533 28*.
— 8*5 5— 3533375 *525 z2532583 5———2 853 2
55325835 528735335 538233553735333375 38s38
529 5225 8* 5525325 — D —5—*565 — ⁊T — — — 38
25— 25585* 2 555 225855 5 —8*— —A — 5*5
553556 —8 — 257 6 *— 3 555 —A — 3* 0
— * 285858 2 5 5 7—23 * — *SSEEF — — — *
e
— 2 7 — 25 —22 — 2 7 2* —3— 52 —— 3
2 555 5322 3 * 83 — 2 55 —58355 S 228 2 *7 5
58—5255 A682 576 — * 5 24 * 2—2 5E 2 2 * 2.
— — 3— 5— 1322322 2 Q 522 * 24 2 2 5 &amp; — 2 —*
—A —— ——2288 —32332——5 37252335 538532
—353355558333 3323225 3 333
— — — —232537535585 3553525838 8223
— 2755 2 —— 2 533523535 — cZ32 * Q 2 D
3 3 — —s33335233757 53325
25 222
* —— 322 * 5 * * * — 52 57 M * * ⸗
—A— — ——*7 2—333355238 5 2553237
* * 2 2 5— 2522 — 22 * ** —58 B25 2222
52 253335352— 2 2* — 3 I33 373 3 S — —22
— 33—2535323 55 —25322335 * 2 2 2255 32
— —8 ʒ. 5222 — —— s3 328 —— 2 — 522 ——
38 3 33 —A——— ——526—2*53
—28 — 252 55 522X 5 — * * —A— —
2z25255 *5—533528 22* z868 38 553 8 282 — 8* 2 3
25 —A — XX 2233 753575 — — ẽ 23552322 — —— 25E5
2 — B25e253 2335587 — 252 533—z— 358358 8533 /8
52255353*533555 82 3338288 25338333 s3252 5223*222
52 — — — 572335 3538 —52* — *3 235235 55
2555283222 — 2 *2 — 25223 2 7 22 53 5538——553
—A — — 355 835 S00 3
———— 353772353; 38722373 —322 —5523
5 252 223286
5 * * * — 2 — — 25
2 23 3z35553 855 5335 5353
—5 532 337535335833 z55 53385— 58
—— 2328 —8— —— —— 2 7 32 *
zass 5538533575—55553 2385 5338555
—A —2585335 5755 52523558 22 2 25523* *5 ——— 525—
5*2 —A ——— 5x553323 2 * 5253225 52 25—S 72* —
—— 2 — —— ẽ 5 3 — c7455 72,32 55 —332*7 223
228* —— 2 2— 252 2328 2323 5 — 26 33 252* 27
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2222 32322 552583 2532357 335575333253 — — —
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588553 ——— w 38

3
        <pb n="683" />
        St. Insberler Anzeiger.

der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlichj mit dem Hauptblatte verbündene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonanementspreis beträgt vierteljährlich

1. Mark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswarts viit 15 Pfz. fur die? viergejpaltene Zeile Blattichrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 199.

Donnerstag, den 14. Deeember —477876.

DDeutsches Reich.

Berhin, 12. Dez. Der Abgeordnete Wiidthorst, upterstützt
bon den Mitgliedern des Centrums hat einen Antrag eingebracht,
wonach das Gesetz wegen Aufhbung der Eisenzoölle auf zwei Jabre
fuspendiet werden soll. Der Antrag gelangt wahrscheinlich bereits⸗
heute zur Berathung. —

In ter Montags-Sitzung. des Reichsstags wurde der von
Schulze⸗Delitzsch wiederholt eingebrachte Antrag auf Gewähruncç
pon Diälen an die Reichstegs-Abgeordneten mit großer Majoritä
angenommen. Lerder steht zu erwärten, deß dieser Beschluß, wi
die früheren in der gleichen Angelegenheit, wiederum in den Pa—
perkotb des Bundesraths wandern wird.

ANANuslaud.

VLondaon, 12. Dez. Der russische Botschafter Graf Schu⸗

waloff ist heute nach dem Continent abgereist.

stonstantinopel, 12. Dez. Heuie (n'cht am 11.) fand
die erste Vorconferenz statt. Ignat'eff wurde zum Präsidenten
und Graf Mory, welcher Secrttär der französsischen Botschaft,
zum Secretär für die Conferenz erwählt. Weinere Verhandlun en
der Vorconferenz firden morgen und vahrscheinlich noch än einigen
folgenden Tagen siait. Die Dispositionen sind versöhnlich und es
ehmen die Verhandlungen eine gute Wendung. Es wird versichert,
über die haup sächlichsten Fragen herrsche „im Princip“ Emveständ-
nizß. Wenn die Geundsagen im geme'nsamen Einvernehmen fest
gestellt sein werden, wird die Conferenz unter Zuziehung der tür—
kischen Bevollmächtigten ihre Arbeit beginnen. F

New. Hork,“ II. Dez. Zehn Schwarze, welche auf Grund
der Beschuldigung, einen We'sen ermordet zu haben, in Louis⸗velle
(Südkarolmo) ergtiffen und verhäftet waren, wurden den Häuden
des Sheraffs entrssen und fämmtlich erschossen.

sussion nech Schluß des Vortrags noch einzelne Aufschlüsse ertheilte.
Zum Schluͤsse verlas Redner einige Capitel aus einem interessanteu
Werte des engli chen Schriststellers Smiht über Sparsamkeit,
sich vorbehaltend, in einem späteren Vortrage zur nähern Ausführung
vieder auf diese Materie zurückzukohmmen. —
Ju seinem zweiten Vortrage warf Herr:Ssach lick einen Blick
daf das Volksbildungswesen in Deutschland. dabeinicht die Bil⸗
dungt, wie sie in den verschiedenen niedern und höhern Schulen
Aworben wird, im Auge behaliend, sondern diejenige, welche sich
inzelne Vereine zur Hebung und Förderung als Ziel gestellt haben.
Als besonders verdent muß hier genannt werden der Verein zint
Verbreifung von Volksbildung in Deutschland, an dessen Spitze der
derühmtfe Schulze- Delitzsch neben anderen bekanmmten und verdienten
Maänner als Vorstand steht.Trefflich orgonisirt verbreitet sich der
Verein nach kaum sechsjährigem Bestand bereits als eine Macht
iber ganz Deutichland, Tausende von Mitgliedern zählend nuud in
dunderie von kleinen Vereinen sich gliedernd. Ihm hat sich auch
mil. J. der-hiesige Arbeiter Bildungs-Verein angeschlossen. Das
Bild, das Redner nun über d.s Bestreben und die Thätigkeit des
Arberter-Bisdungs Vereins entwarf, war nur geeigenschaftet,, dem⸗
elben neue Mitglieder zuzufühten und mehr Freunde und Gönner
ju gewinnen. Bedauernd wurde hervorgehoben, daß es dem Ver—⸗
ine bis jetzt leider qu e nem Haupifacror zur Fortbildung und
zeistigen Uaterhaltung seiner Mitglieder fehle: an einer Bibl'othek
interhaltender und, belehrender Schriften. Um dem Vereine eine
olche zun schaffen, wurde oder Vorschlag gemacht, bei seinen Mit⸗
zliedern, Freunden und Gönnein die denselben entbehrlichen Büchern
ju sawmmeln. Ich win die Zweckmäßigkeit des Vorschlags nicht
infechten, sondern wünsche von Herzey, daß der Arbeiler-Bildungs⸗
Lerein bald eine ansehnliche und recht fleißig, benutzte Bibliothek er—
—IXL *
7 Von der k. Regierung der Pfalz wurden für den Reichs!?ag
als Wahlkommissare ernannt: für den Reschztags-Wahlkreis Zwei—
»rücken GBezirksämter Zweibrückez und Pirmasens) der. k. Bezirlks⸗
amimaun Hr. A. Damm in Zweibrücken u. für den Fall der Verhinide⸗
ung dessebben der k. Assessor Hr. Fe. Schäfer, lür den Wahlkreis
domburg (Bezirkäämter Homburg und Kusel) der k. Bezirksamt—
nann Hr. V. Spöhrer in Homburg und füüt den Fall der Ver⸗
Inderung desselben der k. Assessor Hr. E. Dilg dasel ost. ,
. Nisedermohr, 12.. Dez. *Der Leichnam des. sest eini-
gen Wochen vermißten Wirtdes Helber von Niedermohr, wurde heute
bei der Münchweiler Mühle im Glan aufgefmppegn
Für den, bevorstehenden Weihnachtspäckere verlehr auf der
Post empfehlen sich dem Publitum folgende beide Grundsätze in
erster Linie zur Nachachtung: 1) DienVerpuckung der Packete muß
in jedem Falle fest und dauerhaft sein⸗ 2) De Päckereien müssen
mit ener dauerhafttnn, deutl chent und vallständigen Aufschrift ver—
sehen sein, so daß nöthigenfalls das Pack.t aug ohne die Begleit—
adresse bestellt werden kann..Die Packetaufschrift muß alle wesente
lichen Angaben der Beglatadresse enthalten: demgemäß auch den
ekwaigen Francovermerkeden Betrag des etwaigen Vostvporschusses ꝛc.

VBermischtes. 2**

F St. Ingbert, 12. Des. Am Sonntag Nachmittag
dielt vor einer recht zuhlreichen Versammlung im Orerhaufer'schen
lleinen Saale Herr Professor Ssch huck zwer Vorträge über die im
„Anzeiger“ schon bekannt gegebenen Themate. Der erste Vortrag
behandelte als Thema: „Die Enistehung und Vermehrung des Eigen⸗
thums.“ Nachdem Radner einleitend kurz die Gründe erwähnte, die
hn veranlaßten, öffentlich zu sprechen, erörterte er zuvorderst den
Begreff „Eigenthum? und zeigte sodann wie jeder Mensch von
seiner Geburt bis zum Tode, sowohl der wilde Neuseeläuder wie
der civilisirte Europäet „Eigenthümer“ sei, daß dies tief in der
menschlichen Natur begründet liege. Nach 'ihm ist alkes Eigenthum
der Lohn und Segen der Arbeit. Eine Vermehrung desselben ann
nur stattfinden, wenn der Verbrauch den Zugang und Eiwerb nicht
ubersteigte Heer gelte es den Zugang durch viele, gute und billige
Arbeit auf das möguichst höchste Voß zu steigern, ohne Schädigung
der körperl chen Kraft“ und Gesundheit. In Beziehung äuf den
Berbrauch gelte als hösyster und einziger Grundsatz: Sparen:
hier befürwortete ·er den fleiß gen Gebtauch dex Sparkassen⸗ (Vor⸗
schuß Vereine, worüber dann Herr Conrad in einer kuraen Dis—

Christbäumchen
mit und ohne Gestell, sind zu
haben bei Gäürtrer KIaben

Feigen ·
Citroͤien
Orangen
Emmenthaler Schwei⸗
zer⸗Keaz
—A
Sardinen à Huile
Hummer conservirt

Holl. Häringe
Sardellen“
grüne Kerneß
——
7 Boeters. Et ZJngheri

saraniiss
sind wieder angekommen bei
Tranz Foos.
Frifche —
— — 1232
7BHefe
ist fortwährend zu haben bei
Gseeorg Klein.
Perlen Gerste,
Bohnen und
Linsen
en vfichlt P. Zepp.

Citronat —*
Drangeat —8
Mandeln !
gemahl. Zucker
Hasel-Nüsse
Kern-Nüsse

HonigsLebkuchen.
große und kleine,
find zu haben bei
—BP. Bernhard,
neue Schinelz.
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        riegerverein.
Sonntag, den 17. Dezembet, Abendt
Uhr, im, Oh erhanserschen Saale:
Christbaum⸗Ver⸗
loosung.
Nes denseiten
J —— JF
——
wozu de Miiglieder mit ihren Familien eingel den werden. E'n
führung von hie sigen Nichtmitgliedern if nicht gestgtiet.
J—— er LVorftand.

Bu 3 4.
WeihnachtsIGeschenken
rvmbfedle ich in schönster Auswabl:

Gesang⸗, Gebet⸗ und Bilderbücher, Photographie⸗
zoesie⸗ Egreih · ind Postmarken Albums

Zeichnen⸗ Musike und Schreib⸗ Wappen, Ci⸗
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sicher Schreibgeugt. Vachertrget Ferblaen
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brechliche Puppen und Puppenköpfe ⁊c.
Zugleich mache ich auf mein F—
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fFnenz Woll.
Mufikalien⸗ und Schreibmateriglien⸗Handlung.

ind

— » — y—y— »»q ——
kaubsägebogen
eagen ꝓ ee Ausfchneid
aubsägenholz zum Aussfchneide
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Bettflaschen in Zinn
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Puddingformen

Zuckerkasten

Messer⸗ u. Geldkörbcher

—3

Wandwa —

—— ——

Zteh und Häuge

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Salg, Mehl⸗u

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Freilich ist diese Heft- Ausgabe nur Surch Buckhhandlungen und
nicht durch die Post z0 verlangen. Die Post besorgt nur die Num-
mer-Ausgabe. Im Unterhaltungsblatte lanfen drei grosto Norellen
neben einander, von denen dieé erste phantastisoh tpannnend die
Wirkung noch unerforaehtor geistiger Krafte mit in die Brzählung
eingreifan läsat. Die z2weite Novelle ist ein Treffer für veiche om-
pfindungsvollo Gemũther. wahrend die dritte betitelt: Swölf Procent,“
abenteuerreiche Erzahlungen vorziehende Lesor au Dank verptliohton
wird.
Der Nachveis des Abonnemehts berechtigt zu nofortigem Bezug
der beiden Prümien, direct von der Verlagshandlung, venngleich die: e
directe Prãmien-Versendung, wie aus untfenstehender Anzeige ericht-
lieh, die dazu angestellten —E beinahs bis xur Grausambeit
anwanut bewirken also
ten.

un ausgegeben nat,
—A—— — —

Wie nieht anders u erwarten war, ist . Verlagahandlung,
veitdem sie sich erhoten hat die beiden Prãmien, Dis gute Tunté
and Die atrenge Tonte,“ den Reflectanten au ch —
senden, mit Posst-An weisungen geradean üherschuttet warden, so awar,
dass die hierauf erfolgta Expedition nicht ohne Aufragung und Auf-
xohen und namentlieh nicht ohne vesentliche Verstäarkung der Eape-
djtionskräste bewirkt verden konnte. Gleich die allerersten Versen-
dangen wurden sosort mit Aousaserungen der Anerkennung erwiedert,
wovon taglieh mehr und mehr einlanfen. Dabet ist der Zuspruch 10
den Prämien ron Tag a0 Tag noch im Wachaen begritfen. Keine
Post trisst ein, ohne âass aich die Kinrichtung dar PostAnweisungen
als schne lstes und handlickates Zahlungsmüttel, namentliech Tur
masasenhafte Einzelversendungen, trefflien bevährt. .5.

Die Verlagshandlunz vo A. H. Payne in Leipzig.
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empfioklt aieh rur eleganten An-
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einschlagenden Arbeiten, als:
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeigor und das (2 mal wo chentlich) mit dem Hauptblaite verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag Dounerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

WMart 20 R.⸗Pfʒ. Auzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswörts mit 13 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
4 200. Samstag, den 16. Deeember 9 1876.
Deutsches Reich. d J

Aus Muünchen, 13. Dez., geyt der „AIg. Ztg.“ folgende
fficiöse Notiz zu: Eine größere Anzahl von Blättern beschäft'gt
ich mit einer aus der „Hoffmann'schen Corresponden“ ühben
zegangenen Notig, nach welcher der Entwurf einer Stenerreform
reiner Vollendung eutgegengehe und zur Berathung desselben eine
urze Frühjahrssession des Landtags beranlaßt werde solle. Wir
ind in der Lage zu erklären, daß hiusichtlich der Anberaumung
einer solchen Frühjahrssession zu dem besagten Zwick zur Zeni
veder eine Anregung gegeben noch ein Beschluß gefaßt ist.“

Zu den Reichstagsmahlen wird aus München ge⸗

hrieben: Gedenktafeln, die in den Kirchen uud Rathhäusern rr⸗
richtet sind, nennen die Namen unserer Gemeindeungehöt'gen, die
vore6 Jahren für das Benerland gefallen si tdd. Sse“ habenden
Sieg miterrurgen und durch ihre Waffenthat den Grund zum
eutschen Reiche gelegt. Napoleon L. hatte das alte deutsche Reich
n Teümmer geschlasen; die Hoff nung aber, daß „Kaiser und
kesch“? einmal wieder eruͤehen verden Ekonnte er den Deutscheu
ucht entteißen. Der Arieg von 1870771 gas uns wieder ein
daiser und ein Reich; das damalz von sammtlichen deutschen
olksstämmmen vergossene Blut hat diese langersehnte Frucht ge⸗
eitigt. Seien wir dankdar dafür! — Wi— tief der Wunsch nach
kdaiser und Reich in allen Deutschen ledte, das wissen wir ja
elbst. Wurde nicht im Jahre 1870 das Wiedererstehen des
eutschen Rechs b grüßt und davon die Sicherheit gegen so große
»ortomuinisse erwaret, wie sie am Anfang des Jahrhunderts unser
aud zerrissen haden? Wir ehren das Andenten der Todten am
esten, iudein wir das, wofür sie gestocben sind, hochhalten. Was
»arn alle die schönen Steze vom Jahre 1870 merth, wenn die
eutsche Einheit — das deutsche Reich — je wieder Schaden litte?
Die Erinnerung au unsere Valer, Soͤhne, Bruder und Freunde,
nie in Fra kreich ihr Lehen ließzen, fordert von uns, daß wir treu
um Renche stehen. Wir dürfen nicht wieder zum Spotte des Aus⸗
andes werden, indem wir ge,en uns selbst und gegen unsere
ige en Inte essen zum Nitzen der Feinde handeln, die beständiq
un den Grenzen Unseres Landes lau⸗rn.

Der eine oder der andere unter uns erinnert sich ans seiner
genen Jugendzeit und wer Uebrigen haben es wohl dutzende
Dale don unsern Vätern und Großvaterr erzäblen hö en, daß zu
lafang des Jahrhunderts unter Napoleon J. ganz Deusschlaud
Jahre lang von den Franzosen besetzt war. Brave, ehrliche Männer
ie ihe Vaterland gerne gereitet haälten wurden stedbr eslich ver⸗
olgt, gefangen gehasten und standrectlich erschossfen, Frauen und
Nädchen wurden ncht geschont; den Bürgern vnd Bauern wurde
er letzte Keeuser abgenommen uͤnd ebenso wurde der Schmuck der
dirchen für Kriegszwecke eingesch nolzen. Als im Jahe 1870 der
jranzosenkaisser Napoleon III. es wieder so machen wollte, da ging
e Sache ganz anders. Das srauzösische Heer kam gar nicht über
en Rhein und der von Frankreich frevelhaft begonnene Krieg wurde
uf seiren eigenen Feldern in einigen Monaten zu Ende geführt.
doer kam das große Unglück am Anfange des Jahrhunderts und
ꝛet tasche Sieg im Jahre 18707 Zuͤ Anfang des Jadeh inderts
daren die Deutschen unter sich uneinig; kein Land kümmrie sich
in das andere und so konnte jedes einzeln der Reihe nach ganj
icht Uberwunden und geknechtel werden; erst als die Noth am
roͤßten war, fanden sich damals die deutschen Staaten zusammen.

im Jahre 1870 dagegen waren die Drutschen von Anfang an
ug;z sie rückten miteinander ins Feld und zeigten dem Franzosen,
au sie sUh die ftüher erhaltene Lehre, daß sie nur durch Einig⸗
it flegen könnten, gemerkt hatten. Diefe Einigkeit ble bend zu er⸗
alten, das ist der Zwed des deutschen Reishes Wer es mit sich
ind seinem Lande gut meint, der muß daher —R
innt sein.

Berlin, 11. Dez. Nach der Wes.Zig.“ ist der Herzog
jugen bon Württemberg in preußische Kriegsdienste uͤbergetreten.

kr wird mit seiner Gemahlin, der Großfürstin Vera, nach Breslau

ibersied ⸗Iin und dort die Führung eines Regiments übernehmen.

Berlin, 11. Dez. Von zuverlafsiger Seite wird bestätlgt,
uß Kaiser Wilhelm geleg⸗entlich seines am 1. Januar 1877 zu
ziernden siebenzigjährigen Militärdienstjubiläums eine urnfassende

Amnestie erlassen wird. J

Berlin, 13. Dez. Geichstag.) Der Antrag Windthorft

etr. die Susbendirung des Gesetzes über die Eisenzölle wurde mit

3201 gegen 116 St. abgelehnt. J J —

Berlhin, 18. Dez. Der „Prov.Korr.“ zufoͤlge dürfte sich

er Schluß der Session des Reichstages bis zum 21. oder 22.

Ddezember vrzögern. —

Berlin, 13. Tez. In dem Schreiben des Reichskanzlers

on 12. c. welches dem Präsidium des Reichsstags die Beschlüsse
es Bundesraths gegenüber der zweiten Lesung der —A
utihete, heißt e8; Der Bundesrath sei bestrebt gegenüber den
jeschtüssen des Reicbztages in der weilen Lesung die Differenzpunkte
if ein moͤzlichst geriuges Maß zurückzuführen, und habe bei vielen
Junkten, vbgleich dieseiben zu begründeten Bedenken Veranlassung
eageben hätten, verzichtet, diese Bedenken weiter zu verfolgen. Ander-
is seien die verbündeten Regierungen verpflichtet, in ihrem Ent⸗
genkommen diejnigen Grenzen einzuhalten, deren Ueberschreitung
ls Gefährdung der ihrer Oohut vorzugsweise anvertrauten öffent⸗
cheu Interessen erscheinen müßte. Der Reichskanzler hofft, es
erde auf Grund dieser Besch'üsse des Bindesrathes gelingen, das
roße nationale Werk der deutschen Justizreform gedeihlich abzu⸗
tzließen. Nachdem der Präsident des Reichslages obiges Schreihen
s Reichslanzlers verlesen, beschloß das Haus auf den Vorschlag
»es Präside iten, die dritte Berathung der Jastizgefetze auf einige
dage zu verschieben.

Die Nachricht von dem Plane Bismarks zur Gewinnung der
Zayern und Badenser durch Beibchaltung der Schwurgerichte bei
Ireßvergeben für ihre Läuder soll sih nach der „Süod. Pe.“ de⸗
ätigen; die letztere soll in der Form bewerlstelligt werden, daß die
leberweisung der Preßvergehen an die Schwurgerichte auf dem
VBege der Lindesgesetz gebung erfolgen kann. Also nene Ausnahme⸗
estimmunzgen in einem zur Herstellung der Rechtseinheit bestimnten
hzesetze, und das lediglich wegen der nervosen Abneigung des Reichs⸗
anzlers geaen die deutsche Presse. Hoffentlich oder vielmehr gewiß
leiben die libecalen Abgeordaeie der beiden genannten Lander bei
er für den 15. d. Mts. erwarteten Wiederaufnahme der Debatte
zurch die dritie Lesunz der Reich zjustizgesetze standyaft; 'n diesem
JZunkt datf nun einmal nicht nachgegeben werden!

Ausland.

Pest, 13. Dez. Man erwartet, Rußland werde verlangen
ind wahrscheinlich duch erlangen, daß auf der Konferenz ausdruück⸗
ich erklärt wird, daß im Falle die debotenen Garantien sich un—
virlsam erweisen, sofort auf Oklupation zurückgegriffen werde.

Auch Ludwig Kossuth hat in der orientalischhen Frage ge⸗
prochen. Der Posi wind darüber geschrieben: Dir Exdiktator
rudwig Kossath hat von Codleguo aus 'an einen Freund in Ungarn
inen langen Brief über die Orientfrage gerichtet. Dieser Brief,
m Ocgan der ungarischen 1848.r Partei veröffentlicht, macht
ugenblicktich in Ungarn diel von sich reden. Kofsauth ecklärt, was
reilich nicht überraschen kann, daß Oesterreich Ungatn sofort gegen
Lubßland marschiren müsse. Als merkvürdig muß belont werden,
»aß Angesi zts der Orienifrage Kossuths Heß gegen das „Haus
Oesterreich“ erlischt, und daß selbst er ein engis Zusamwengehen
det beiden Reichshälften, allerdings ge jen Rußlaud, predigt.

Paris, 10. Dez. Die franzoͤsische Depulirtenkammer hatte
Dank den Bemuhungen der Bongpartisten gestern wieder ihr kleines
-zkandälchen. Während der Rede des Deputirten Menier über das
Iudget ereignete sich ein sehr anstößiger Zwischenfall, zu dem Paul
»e Cassagnac wieder Anstoß gegeben hatte. Derselbe unterbrach
»en Redner in feiner ungezogenen Weife und rief ihm schließlich zu,
zas ein einfacher Chotolaner“ qgar nichts von finanziellen Dinden

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        vestehe. „Ja, Herr Cassag nac.“ entgegnete Menier. dessen Geduld
zu Eude war, jn, ich bin „Chofolat er“ und ich mache wir eine
Fhre daraus; ich war sogar der Lieferant ihres Vaters, und ich
rlaube Ihren', mir die Schuld zu bezadlen, in der er bei mir
noch geblieben ist.“ Paul ne Cassagnac rief Menier zu: „Sie
find ein grober Kerl!“ Furchtbarer Lärm. Der Praͤñdent ruf!
Paul de Coassagnac zur Ordnung. Letzterer will nun sprechen,
aber die Kanimer läßt ihn nicht zu Worte tommen, worauf er zum
Präsidenten hineilt. Der Tumult wird immer groͤßer, als ploͤtzlich
uͤn aifriger Vonapartist im zweiten Range in den Ruf ausbricht
Es lede Frantreich! Es lebe Napoteon IV.!“ Der Präasiden!
hbefiehlt die Räumuug der Loge, die Huissiers aehmen den Waus
ejt, und führen ihn nach dem füe die Journalisten bestimmten
Saal, wo ihn einer der Quästoren verhöͤrte. Die Rammee ließ
sich durch diesen Zwischenfall sehr aufregen und schenkte den weiteren
Verhandiungen sehr veringe Aufmerksamkeit. Das Judividuum ist
rin gewisser Jaubert, ehemaliger Grenadier der kaijerlich u Gaede
sund als solcher mit der Krim Medaille geschmückt, jetzt Gäruser in
Montmartre. Der Mann verwahrte sich ausdrüchlich dagegen, daß
man ihn für einen Toslhäusler nehme; erx hätte sich vielnehr nach
raflicher Uebtrlegung vorgenommen, seines Gefüblen für das ge⸗
qutzie Regime einmal in recht ellatanrer Weise Luft zu machen.
Die Quastoren übergahen den Mann dem Poiizeilonmissaiär.

Die Erthülungen, die kürzlich der Prinz Napoleon auf der
Tribüne ver französischen Kammer öber ein zwischen Frankreich
Oesterreich und Italim so gut wie fertiges Bundniß im Jahre
I868 gemacht bot, werden quch von italienischen Blättern bestätigt
und verbollstandigt. So schreidt die „Italie“: 6ck ist ganz richtig,
vaß Fraukreich damals die Hife Oesterreichs und Italiens gegen
Breußen häue haben loͤnnen, wenn es den Italienern Rom übrr-
sassen dane Das Cabines Menodteas hatte die Juitiatine der Ver⸗
handlungen sowohl in Wien als in Paris ergriff⸗n. Das war im
Jahre 1868, unmittelbar vach der Madrider RKevolution und der
durxemburger Vezwickelung. Nach langen Schwankungen tonute sich
ober Napoleon zulezt nicht entschließen/ Rom an jrine Verbündeten
zuszuliesern. Er wagte es vicht, die kierilale Partei vor den Kopf
zu schlagen, die man gegen Preußen ebenfalls brauchte. Im Jahie
1869 wollte er auf das Projelt zurüdklommen, aber jetzt war es
zu spät. Fürsi Bismard hatte ihn überholt und inzwijchen der
alienischen Regiervng jeden Grund benommen, mittelst eines
Waffenbündnisses aus der Hand Frankreichs das anzunehmen, was
is durch die Macht der Exeignisse, ohne Opfer, um den Preis bloßer
Reutrauität erlangen konnte.

An die französischen Präfelten sind neue Instruktionen ergongen,
welche noch dem „Journal des Debats? eine durch die Auslegung
des Frantfurter Friedens nothwendig gewordene, füt Elsaß Loth⸗
ringen wichtige Bestimmung enthalten, die nach dem genönnten
Blatt also lautet:

Die aus den an Deuischland abgetretenen Ländernn gebürtigen
jungen Leute, welche, wie iht Vater, ihre Mutier oder ihr Vor⸗
unnd, für die jranzösische Rationalität opiirt haben, werden auf
dia Rekrulrungslisten der Gemeinde gesetzt, in welcher ihre Familie
zhren gesetzlichen Wohnsitz hat. Dagegen werden diejenigen von
diesen jungen Leuten, deren Vater, Mutter oder Vormund nicht
selbst die französij ve Rational äl reclamirt oder ihren Wohnsitz auj
dem abgetretenen Gebiel behalten haben, nur auf ihren ausdrück
lichen Antrag zur Gestellung zuge assen. Dieselben werden dedeuitet,
daß die deutsche Regierung die Rechtsgül tigkeit ihrer pe soönl hen
Opuion bestreitet und daß sie sich, inden sie in die Reihen unserer
Armee einireten, der Gefahr aussetzen, don der deuischen Behörde
als Refractäre verfolgt zu werden, wenn sie in ihr Geburtsland
zurückkeyren. Sie werden, damit uns⸗re Regierung von jeder Ver
antwortlichkeit frei bleibe, auf den Geftellungslisten durch ihre Unter
schrift bestätigen, daß man ihnen dese Erdffnung gemacht hat.“

Madrid, 7. Dez. (Donna Baldometa de Larra — die
panische Spitzeder.)

Die dffentliche Aufmerksamkeit ist in diesen Tagen durch ein
längst vorhergesehenes und stünd ich erwartetes Ereigni⸗ von den
Fammerverhandlungen abgeleitet worden. —onna Baldomera de
darxa, die Schöpierin der berüchtigten Casas de imposiciones,
aner Nachahmung der Dachauer Banken im großartigsten Maßstabe.
ist verschwunden. Amm Sonnabznd Abend zeigte sich die „Freundin
der Armen,“ wie sie fich zu neiuen pflegte, zum leßzten Male dem
arglosen Pudl kum der Hauptstadt in einer Loge der lomischen
Oper. Zwei, Tage später, am darauffolgenden Montag, versammelte
sich eine große Menschenmenge vor ihrem Hause, die Einen in der
Ursicht, neue Ersparnisse anzulegen, Andere, um die Zinsen der
rens ejngezahlten Summen in Empfang zu nehmen. Die Thür
zlieb. ind ssen berschlossen, und da die Menge immer ungeduldiger
ind der Lurm bedenklich ward, schidte sich die Porizei schleßlich au,
zen Platz zu säubern,, um erxnstlichen Ausschreitungen vorzudeugen.
Fin Richter ließ nunmehr die Thür aufbrechen, um gmtlich festzu⸗
Faß Dang Balbdomera mit ihrer Kasse und allen Werthob⸗

klen das Weite gesucht. Nach der m'edrigsten Schätzung herfferten
iich die Einzahlungen auf 19 Millionen Reolen; davon hatte die
reigebige Dame 5 Mill onen für Zusen (monatlich 30 pCt.)
urückvezahlt, so daß idr immerhin noch 14 Millionen Regolen,
ingesähr 2 800,000 M. bleiben. Ganz Madeid und ein girßet
Theut der Umgebung sind an dem Verluste detheiligt. Wobl hal
die Tagespresse die Verblendeten rechtzeitg zu warnen gesucht, aber
der Tricb auf irgend eine Weise Geld zu verdienen, ohne arbeiten
zu müssen, ist bei der jetigen spanischen Generation zu mächtig.
Iis daß zute Lehren einen fruchtbaren Boden fänden. Dazu komm
aun noch. daß kum 22 pCt. der Bevölkerung lesen koͤnnen. diese
aber in ihrer Mehrzahl an Alles eher als an die uneigennützigen
Rathsch äge der heimischen Presse glauven. Das Wetner war mii
Donna Baldomekta, weunngleich sie dessen gar nicht bedunte num
vor den Nachstellungen der spanijchen Potizei füther zu fein—. Das
unaufhö liche Regnen hat näamlich zur goßen Freude der Beamten
die Thätigtet des Telegraphen für unbestimmte Zeit gelͤhmt. Es
Jehöet ja mit zu der berüchtigten Cosas de Espanus, doß jtede—
eiue Platztegen jrgend eine eleltrische Leisung für mi desteus 24
Stuuden fört. Der Minister des Innern hat nun srotzem 200
Telegramme an alle Polizeibebörden deq Koͤnigreichs aufsetzen laffen
Dieselben harren ibrer Befdederung in Madrid, während die
Schwindlerin wahrscheinlich längti die Pyrenaen hinter fich hat.

Batatz, 13. Dez. Der eunglische Konsul befahl den ena
lischen Hndelsscheffen die Station zu verlassen wegen wachseude;
—AX

Buͤtarest, 13. Dez. Die Tarker erkläcte, im Falle einen
tremden Invasion in Rumänsen den wichtigsten stiategischen Punkt.
dalafatt, zu ottupiten, auf Grund des abgeschloffenen Suze. änctäts
Txattats.
Vermischtes

fSi. Ingbert, 14. Der. Geftern ereianete sich in
Walde zwischen Ewersberg und Friedrichsihal ein erschütterndes
AInglück. Ein Holzhauer war nämlich mit Abhauen eines Baume—
eschäfngt, weich ietzterer deim Fallen die in der Nähe sich aufe
haltende 16jährige Tochtee des Holzoauers derart deschadigte, dai
sie in Folze der erhalienen Verletzungen alsbald stard.

IKaiserslaufern wurde am verflofss nen Sonm
ag Nachs ein Polizeibediensteter, der zwei Raufende trenner
vollte, vou einem derselben in den Rücken gestochen, so daß er voraus
ichtlich mhrere Wochen dienstunfähg jein wird.

Kaiserslautern. Der Postwagen von Lauteredcen
ommend stürzte am Sonntag Abend zwischen Olsbrücken und
dir chhorn in den Chausseegraben; glückücherweise wurde keiner —X
Hassagtere verletzt. Dieselben wurden mittels eines riquirntez
HMullerwagens weiter befördert und kam dieser neue Postwarn um
9 Uhr statt unn 7 Uhr Abends hier an.

Der Voront des pfatzischen Gewerbevereins; Verbandes ha
die Verbandsvereine zu einem am Sonntag, den 17. d. M. in
Hotel Zarlsberz“ in Kaiserslauseen Vorm. 2 10 Udr statiftnd. nder
Delegittentag eingelader.

FePirmasens, 11. Dez. Die Genossenschafte⸗Schlächtere
hat aufgehött. — Nach dem „Pirm. Wochenbl.“ soll ein Gerbe
Tagner) von Fehrbach am 2. 1. M. zwischen 7 und 8 Udr Abend⸗
don drei vermunim'en, mit füchtigen Prügeln versehenen Mönnern
in der Nähe von Pirmasens angehalten und nach Geld durchsuch
pvo' den sein. Glückli verweise datte derselbe, da seine Hoseutasch
zertissen war, den Betrag von 34 M. im Stiefel, wo fsie nid
uchten.

p In der Sitzung des Polizeigerichts Landau vom 5. be
vurden mehrege Burschen von Siebeldingen wegen durch Haber
Adtreiben verübten Uafugs zu empfindlichen Geidstrafen verurtheilt
Dieselben hatten von Siebeidingen nach Birkweslet einen Umzus
nit Wagen und Pierden gehalten, welche mit Sprichwoöͤrtern und
Zunbleinen geziert waren, die auf bestimmte Personin von Siedel
dingen urd Birkweiler, d. 1. auf deren Thun und Treiben hm
nielten.

München, 11. Tez. Aus Abgeordnetenlreisen vernimm
die „Hoffmann'sche Korrespondenz“. daß der Entwurf erner Stenerte
form seiner Vollendung entgegengehe und daß Minister v. Beri
zur Berrathung desselben e ne kurze Frühiahrsfession des Landtage
heranlossen will, weil er beadsichnge. das nächste Büdaet berein
nach den ucuen Steuergefetzen aufzustelle

Bateuth. (15 Mmionen!) In Tabiti ist ein ge isen
J. C. Brenuer gesiorbin und hat 10 bis 18 Mill:onen —W
Ruterzassen ohne Erben. Er ist aus Bayreuth gebürtig. Keir
Hetingeret als der deuische Boischafter in Paris ist's, der dien
Rachticht an das Stadt zericht Bavreuth üdermittelt hat. Ma
ans sich denken, wie's in allen Köpfen brennt. 10 bis 15 Mi
jonen! Das ist Musit! Die geht woch über Richord Wagne
ind alle Nibelungen. Wenn's nur mit dem gewissen Brenner ee
vfz ff Huͤdbh. VDorfztg,)
        <pb n="689" />
        Adele Spiteder doll sich zur Ze't in Berl'n aufhallen
und beubsichtigen, zum Theater zurückukehren.

Drre den. 11. Dez. Nach einer dem Dreedener Journol
pugegange en Meldang siud in ver anoener Nacht im iahen Wind⸗
detglhachte des Polschappeler Ac tienvereias 25 Bergleute verunglüct.
20 derselven sind bereits iodt zu Tage eesö dert.

Eigenthümltiche Bergiftung. Oscar W., der 19—
ährige Sohn einer unbemittelten Wittwe in Berlin, welcher in dem
huͤte ichuppen eines do tigen Bahnhoses deschäftigk ist, klagte vor
Qurzem über heftiges Reißen im Arm. Derjelve schwoll über Nacht
oom Handgelent bie zr Schulter sehr start an, und bedreckte fich
gleich zeit g mit einet fd bedenllich n Meage kleiner Pickeln und Blae
hen, daß schleun:gst ärztliche Hülfe in Anfpruch genommen werden
mußte. Nacdem der zugezogene Arzt den kranken Arm untersucht
salte. agte er den Patienten, ob er in letzier Zeit vielleicht mit
ebe den oder todten Thieren in unnitt lbare Berührung gekommen
waäre. Dies war zwar nicht der Fall, dage en gab der Kranke an.
daß er in der letz en Woche auf dem Güterschuppen häufig Thier⸗
jälle expedirt hätte, wesche aus übetsecischen Läudern hierher gekom—
men jeen. Das war es, was dem behandelnden Arztie die Gewiß⸗
zeit gab, daß hier eine Ansteckung von Milzbrand vorl ege. Glück.
licher Weife gelang eß diesmal noch, dem Uebel derart zu begegnen,
vaß der Patieut aus gller Gefaht ist. wenn er auch voraussichtlich
noch an harten und langwieregen Nachwehen der schrecklichen Blut ·
vergifiung zu liden haben wird. Das vom Arzt ausgestellte Zeug⸗
niiß lautet auf Milzbrand, hervorg rafen durch Anstelung- beim
Verladen von Fellen.

FHirfschbera, (Schlesien). 8. Tez. Küärzlich erschoß sich
gier ein zehnjährig r Gymnasiost, Sohn eines geachleten städtischen
Benmten, wegen einer ihm zuerkannten zwe slündigen Caꝛe tstrafe.
Die Augel durchdohrte die Brust und draug zum Rücker wieder

zeraus, ohne jedoch den Unglüdlichen zu lödten. Die Aerzte hoffen
noch, ihn am Leben zu erhalten.
Fur die Redaction verantwortlich : F. X. Dome
„Vor uus liegt in e'nem einfachen aber ansprechenden Ge⸗
vande Nin nerlieber Hausfreund, der uns scon in unserer
rühesten Kindhett vom Weihnachtstische mit hellen freundlichen
Iugen anblickte und, mit Jubel empfaugen, des Kides Geist und
Hemürh dauernd zu fesseln wußte. Es sind „W. Hey's Fabeln
iidern von Q. Spedter“, Gotta, Friedrich And ecas
Perihes; 2 Bde, a Bd. in großer Ausgabe M. 3. 50, in kleiner
Aunsgabe M. 1. 60), ein in seiner sqlichten Einfachtzeit und in
inen nie veraltenden Gesstesformen wabrhaft classisches Kinderbuch.
Wenn der selige Verfasser d'eses Jagendschatzes, der schlichte Pfarrer
‚on Ichterkhausen, wüdte, wie viel Dant ihm im Geisie für seine
Jabe von den Eltern gespendet worden ist und wie viel Freude
den Kindern mit seinem Fahbelschatze bareiten hut und immer
hereiten wird, daen haͤtte er wohl kin Recht, don sich sagen zu
ürfen: Id habe gewinkt nach besiem Wissen und Gewessen; a ber
zaß ich d'eses Büchtein für die Kleinen schr'eb, ist wohl ei nes
Menschen Leben wertih!l — — Draußen stürmt es und der Regen
dlagt rauschend gegen die Fenster, es ist traulich an warmen
Dien; bald werden Düchet und Straßen die weiße Schn eehülle
ragen und das Ehristtiind wird wieder bei uns einkehhren. Die
kinderherzen schlagen itim jchon jetzt erwartungsvoll entgegen; wer
zen Ni⸗ nen nicht allein eine große Freude bereisen, fondern auch
ie erßlen Samenkörner geistiger Erziehung in die jungen Herzen
meuen will, der lege Hey's Fabelnf in die lleinen Hände
- er wird sehr bald die junçe Geistet-Saat aufgehen sehen.
( Thüringer Heutfreund 1875, Nr. 46.)

Citronat

Drangeat

Mandeln

gemahl. Zucker

hasel⸗Nüsse

Kern⸗-Nüsse

Feigen

Citronen

Orangen

Emmenthaler Schwei⸗
zer⸗Käs

Limburger Köäs

Sardinen à PRuile

Hummer conservirt

Holl. Häringe

Sardellen

grüne Kerne

empfieblt

J. Beters, St. Ingbert.

ů
In allen bedentenden Musikalien-Handlungen
zu haben:
Erheiterungen.
Zzwölf der beliebtesten Clavienstũcke
in erleichterter Bearbeitung von
O. H. Brunnéer.

Dp. 152. Neue Aufi. Preis jeder Nummer 75 Rpfg.
Nr. I-12 in 1 Bande eélegant ausgestattet nur
3 Mark netto.

Inhalt:

Die Ellen. Walzer von Labitaky.
Morgen muss ieh fort von hier. Fantasieo.
Die Troubadours. Walzer von Lanner.
Muss i denn zum Städt'le n'aus. Fantasie.
AMpensangermarseh.
Feh wenn du wärst mein eigen. Galopp.
Rondo über die beliebtesten Melodien aus
ler Oper „Martha“.
Variationen über die Oper „Stradella?“.
Joviel Stern am Himmel stehen. Trans-
zeription.
An dem schönsten Fruühlingsmorgen. Me-
lodie von Himmel

11. Myrthenwalzer, von Strauss.

12. Polonaise ũber beliebte Melodien.

Obiges Album peliebter Salonstũcke, wolches
Brunner vunter dem Titel Erheiterungen“ herausgibt,
vird sieh dureh die virklich glückliche Auswahl,
elche der renommirte Verfasser getroffon, bald ebeus
grosser Beliebtheit erfreuen, als , Der fröhliehe
Tnæzer“, (erschien eben in 17. Auflage, 24 boliebte
Tanze zusammen nur 3 Mark) desselben Componisten.

Gegen Fingendung von 8 Mark erfolgt die Zu-
aendung portofrel.

Feter Joseph Tonger in CSin a. Rh.
Musisalen- und Instrumenten-Handlung.

Nicht durchsichtige, abet wirklich
gehaltvolle
Universal-
Aycerinseifen.

Von Autoꝛitäten geprüft und
als vorzüglich befunden. Diese
Seifen, aus ganz gereinigtem
Giycerin und Fett bereitet, sind
cbei längerer Anweundung) das
wohlthaäugste und unfehlbarste
Mittel gegen rauhe, spröde und
krankhaf'e Haut. Sie verleiht
übechaupt derselben d'e größte
Zartheit und klace Weiße Die⸗
jelben sind durch ihren bohen
Glyceringetalt vollständig neutral
und enthält keine Spur mehr
der geringsten Schärfe, des halb
besonders zum Waͤschen für
Qnder, offene Wunden und bei
verletzter Haut sehr zu empfehlen
Durch ihre Billigkeit und natür⸗
lichen, angenehmen Geruch sind
dieselben allen anderen Seifen
horzuzieben und für Jedermann
um allgemeinen Gebrauche zu
mpfehleu. Preis per Stüd 15,
20 und 830 Pig. Fabrik von
H. P. Beyschlag, Augsburg.
Alleinige Niedertage bei Herrn
J. Friedrich, St. Jiabert.

—
Sprechstunden
rfitr Anugen-u. Gle-
mö r lran lae zu Zwei⸗
brücken, deutiches
Daus an der Bahn, jeden
Donnerstag von 9
vAs 12. ubr.

Dr. Elvenich,
Augen⸗ und Gehoörarzt in

Kaiserslau tern.
———2

— Trunksucht —
heile ich sicher und gründlieh
mit oder olnq Wisson des
Trinkers, so dass deomselben
das Trinken total zum Ekel
wird.

UVeber 1000 geheäilt.
P. Grone in Ahaus Waestf.

— ——
60
Anlerleibs⸗Bruchleidenden
vird or Bruchfalbe von G. Sturzenegger in Heris au., Lauton
Appenzell, Schweiz, bestens empfohlen. Dieselbe enthält keiner! e i
ch ädlischen Skoffe und heilt selbst ganz alte Brüche, sowie Mutter⸗
»oifälse in den allerm ei stein Fallen vo⸗ UUlständig. Zu be—
iehen in Töpfen zu Mark 5 nebf Gebrauchsanweisung und überrascenden
Jeugnissen pepree 6. Sturzenegger selbst, als durch die Nie der⸗
age von Dr. Strauß, Mohrenapotheke, Mainz. Auch ist Nãä⸗
eres zu erfahren durch die Versandistelen von Fr. Böhm, Kai sse r3⸗
Ase rn in Carl Malzacher in Carlsrube

Allgemeine
Rechnungen
(ohne Namen)
—

borräthig bei
F. X. Pemetæ.

——
Hanf -Couverts,
mit jeder beliebigen Firma be—
druckt, sind billig zu haben in
der Druckerei von

X. Demebæa.
        <pb n="690" />
        V
890
Ausverkauf.
Von heute ab bis 1. Jannar verkaufe ich, um mit
meinem großen
Winter Lagor
u Herren- u. Knaben-Kleidern,
sowie DPaνανν- änI Gene Faqonsj
zu räumen, den sämmtlichen Vorrath zum Kostenpreise.
B. Ackermann.
St. Ingbert, .8
im Hause des Herrn Christian Kling neben der
kat dolischen Kirche.
Bei obigem Ausverkauf empfehle gleichzeitig mein reich⸗
haltig sortirtes Lager in 2
Mützen und Filzhüten
zu den billigsten Preisen.
A. 8Scohultheiss.

FB — — 2

fe ate,,
welehe die Verlagsbuchhandlung von A. H. Paync in Leipzig zu
ihrem jetzt begonnenen Jahrgange der illuctrirten Zeitschrift: Das
Neue Blatt“
-Aↄö⏑⏑
gegen die geringe ang von 8 M. pro Blatt. ses sin grosse
ierrliche Oeldruckb?“-or] liefert,
so Ketom Veihnaehtstisehe fehlen.
Ner daher anf ciess o assgeruüstete Zeitsc hrit
„Das Neue Blatt“ noch nicht abonnirt t, voüte Sbonnement ent ·
wedær bei der Post oder bei der nächsten Buchhandlung sofort be
ztolleu.

Das Neue Blatt erscheint in 2wei Ausgaben:
Vummer-Ausgabe. Jede Woche eine Nommer. Preis Mark
oau M— 1,50 vierteljührlich.
Heft-AuSAhæ. Alle 14 Tage ein iIseft à 40 Pfg. Diese Heft-

— Ausgabe schliesst eine élegante Moden -Zeitung
mit ganz neuartiger Darstellung grosser Sehnitt
theile, betitelt: Neueste Moden für unsere

Damen, gratis in sieh ein. ↄ

Freilich ist diese Heft-Ausgabo nur Scurc Bumenen und

nicht durch die Post zu verlangen. Die Post besorgt nur die Num-
mer-Ausgabe. Im Unterhaltungsblatte laufen drei grosse Novellon
neben einander, von denen die erste phantastisch spanimend cbe
Wirkung noch unerforschter geistiger Kräfte mit in die Erꝛãhlung
eingreifen lässt. Die 2weite Novelle ist ein Treffer fur weiche cin
pfindungsvolle Gemüther. wahrend die dritte betitelt: Zwött Procent,“
abenteuerreiche Erzuhlungen vorziehende Lesor 2u Dani verpflichten
wird.

Der Nachweis des Abomnements berechtigt zu aofortigem Beꝛug
der boiden Prümien, direct von der Verlagshandlung, wenngieich die —
directe Prämien-Versendung, wie ans untensstehender Anzeige ersicht-
lich. die dazu angestellten Arbeitskräfte beinahe bis zur Grausunmreit
anspannt. Das bewirken also

3*

FPie e

—ren.

Wen es God defur fene
25
der soll urtheilen.
—— ———

Wie nicht anders erpae lie Verlagshandlung,
zeitdem sie sich orboten hat die beiden Prümien, Dle ιαN α.
und Die atrenge Tonte,“ den Retlꝛetanten e— —

SDò . *

ʒonden, mit PocAnιιοιααν geradezu überschüt tet worden, so 2war,
dass die hierauf erfolgte Rxpedition nicht ohne Aufregung und Auf-
ehen und namentlieh nicht ohne wesentliche Verstarkung der Expe-
jtionskrüfte bewirkt werden ronnte. Gieich die alererten Ver
dungen wurden sofort mit Aeusserungon der Anerkennung erwiedert,
wvoron tãglieh mehr und moehr einlanfen. Dabei ist der Zuspruch zu
den Prämien von Tag 2u Tag noch im Wacktsen begriffen. Keine
Post trifft éein, ohne dass sich die Einriehtung der Post- Anweisungen
als schne lstes und haudliehstes Zahlungsmittel namentlich für
massenhafte Finzelversendangen, trefflieh bewährt.

Die verlagehandlung vo A. H. Payne in Leiprig.

do n at,

Zwei Zimmer Honig Lebkuchen
im oberen Stocke unserts Hauses große und kleine,
sind zu verm ethen, duch können sind zu haben pei
dieselben möblert werden. P. Bernhard,
Gebr. Stief neue Schinelz.

Spielwaaren,
Gesang-, Gebet-, Schul⸗ und
Bilderbüche,
Farbenkasten, Roisszouge,
sämmtliche Schreibmaterialien,
überhaupt alle in dieses Fach einschlagende Ar⸗
tikel, um damit aufzuräumen, zu den äußerst
billigsten Preisen.
Jakob JIriedrich.

s —xs
enrpfehle ich:
Herrenkragen in allen Weiten, —
Manschetten
Crapatten und 5hlips,
Ruxkin-Handschuhe.
Hermæana FDischer.
Unierzeichneter hat sieee
KinderSpielwaaren,
jowie piele aedere zu Geschenten sich eignende Artikel zum Ver⸗
laufe ausgestelln, quch empfiehlt derselbe Filzstiefel und Panu⸗
toffel. sowe Galoschen und filzgefütterte Lederschuhe
mit Holzsohlen.
I. J. Fiack, jun.
Die Druck- und Schön-Faͤrberei
Ool
VN. Deemel, St. Ingbert,
empfiehtt sich in Farben und Diucken aller Sieffe und in allen
Farben; besonders wird
Gerren⸗Garderobe,
wie Hosen, Röcke, Ueberzieher ꝛc. gewaschen und Lefärbt, ohne die⸗
jelben zu zertrennen.
Damenkleider
in allen Farben wenden mit den neuessen und geschmackvollsten
Viuster bedruckt.
Uner Zusicherung reeller und billiner Bed'enung sieht geneigten
Auftiaäzen entgegen s
2M. Bund,
wohnbaart im Nühle ech.
Sot meqgreren Jahren an
Magenkatarrh
eidend, ger im Verlaufe
etzten Winters trotz aller ärzt⸗
chen Miitt mich dem Tode
auhe drachte, gebrauchte ich auf
Aurathen von Hrn. Benz dah'er,
der durch Gehrauch der von Hrn.
J. J. F. Popp in Heide (Loꝛr⸗
tein) bere teten Pulver kurirt
zeworden, auch dieses Magen⸗
n tiel. Der Erlolg war: Der
Druck im Magen, de Appetit⸗
und Schkaflosigkeit, Blähungen
mit Eingenommenheit des Kopfes
derringerten sich täglich mehr,
'o daß ich mich jetzt der besten
Gesundheijt bei einem Alter von
57 Jabren erfreue. Dank daher
hderen Popp auf immer!
Oberuau bei Aschaffenburg
(Bavern). 17. Oct. 1875.
Joerg, J. Lehrer.
Christbäumchen
mit und ohne Gestell, find zu
vahen bei Gärtner Klahm.

Motio: Ihr habi
das Gute so nahe!“
dpitzwegerioh-
daft
allerhöchst sanctionirt; rühm⸗
bast bekannt, lieblich zu
nehmen, das sich rsie, gewiß
auch dankbarste Vitel, gegen
Brust ˖ Halsund Lun—
genleiden, Bronchial⸗
verschleimungHusten
Catarrh ꝛe. ꝛc.
Die Resultate sind über
caschend.
Mit Gebruchsanweisung
1 Flacon 50 Pfg. 1M.
aund 1 Mart 50 Pfg. in
St. Inabert dei Joh.
Friedrich, Zweibrücken
ei W. A. Seel, Hom—⸗
rurg i./Pf. dei Wilh.
Simon Oberwürzbach
ei J. Luck aud in der
Fabrik von Paul HIulbn,
Dettelbach a. M. dei
Pürzhurg.
—— — —— — —
Redattion Druck und Veriag von . —. Demetz in St Jugbert.
        <pb n="691" />
        St. Ingberler Anzeiger.

àααæαä
Der St. Ingberter Anzeiger und das sS mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mil illustrirter Bei⸗

lage), erjcheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

WMark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 80 Pfa. pro Zeile berechnet.
M 201.— Sonutag den 17. Deeenber — J —*æ J 1876.

Deutsches Reich.
Manuchen, 13. Dez. Die beabsichtigt? Verlegung des Forst—
amts Winuweiler noch Kirchheimbolanden ist definitiv aufgegeben.

Mänchen, 13. Dez. Allerhöchst wurde genehmigt, da, bei
hen Ulanen -Regimentern sämmtliche Mannschaften, ausschließlich der
Anteroif ciere, Trompeter, Pioniere. neben der Lanze mit dem Ca—
abiner M. 71 zu dewaffnen, dann in ptov'sor scher Weise bei den
ürafsier Regimentein unter Wegfall des Kürasses für Officiere
ind Manpnschaft, leßtere, ausschließlich der Unterofficiere, Trompeter
und Pioniere gleichjalls mit dem Carabiner M. 71 zu bewaffnen
und für Recrutirung and Rernontirung dieser Regimenter die für
die Aanen gegebenen Normen maßgebend seien. GR.C.)

München, 14. Dez. Das Otrdinariat des Erzbisthums
MüncheneFreising beauftragt — durch gewisse schmerzliche Vorfälle
zeranlatzt — sämmitliche Seelsorgpriester, nicht blos im rel giösen
Unterricht der Jugend die Lehre von der Bedeutung und Heiligtkeit
»es Eides, sowie von der schrecklichen Sünde und den entsetzlichen
Folzen des Meineides eingehend und nachdrücklich vorzuiragen,
ondern auch speziell in den mit dem öoffenslichen Sonn- und Fesl⸗
agsgottesdienste verbundenen Religionsvorträgen alljährlich wenigstens
rin Mal diesen Gegenstand mit gebührender Eindringlichkeit zu be—
jandeln.

Zwischen dem deutschen Reiche und Lutemburg ist am 11.
Oktober eine Uebereinkunft über die Herstellung und den Betr'eb
riner Eisendahn von Esch a. d. Alzene nach Rüssingen und Audun
eTische. und von Rüssingen nah Rediugen abgeschlossen worden.
Diese Uebereinkunft ist ratificirt, und hat die Auswechselung der
Rstatifilationsurkunden stattgefunden.

W HAussand.

Paris, 14. Dez. Das Gericht in Versaisles verurtheilte heute
den Menschen, der während der Kammersitzung tief: „Es lebe
Papolon IV. ! zu sechstägigem Gefängniß. —

Konstantinopel, 14. Dez. Eggland verlangt auf der
konfereuz dem Vernehmen nach die Verlängerung des serbisch⸗
montenegrinischetürkischen Waffenstillstandes bis Ende Februar.

Rewsyork, 14. Dez. Beide National-Com'tes, das re
ublilanische und dad demokratische, haben oͤffentliche Adressen er—⸗
assen, worin jedes seinen Kandidaten als zum Präsidenten der
ünion gewählt erklärt.
—
Vermischtes. **
fF Sit. Ingbert 16. Dez. Wit machen darauf aufmerk⸗
am, daß die Wählerlisten für die Reichstugswahl nur bis nächsten
Monlag Abend aufliegen. Wer sich nicht der Gefahr ausletzen will,
eines Wahlrechtes verlustig zu gehen, wolle sich vergewissern, daß
ein Rame im der detreffenden Liste stehi. Wablberechtigt ist jeder
ünfundzwanzigjährige deutsche Reichsbütrger. Die Zahlung eines
jewissen Steuerbetrages ist nit nöthigc.. 4
— Bei der vorgestern in Zweibrücken stattgehabten Ge⸗

neralversammlung des Wahlvereins der Fortschritispartei für das
Zezirksamt Zwe'brücken wurde Herr Oberappelrath Schmindt! von
Zweibrücken eun stimmig als Reichstagskandidat aufgesiellt.
Die Vermuthung, daß an dem im Glan— aufgefundenen
Wirihh Keller von Niedermohr ein Verbrechen verübt wurde.hat
ich, der „K. Z.“ zufolge, nicht bestätigt. Alles, Geld⸗ welches
)erselbe besessen, wurde bei ihm vorgefunden, selbsi eine 100 Mart
note war noch vollständig erhalten, trotzdem sich der Verunglückte
einen ganzen Monat unter Wasser befunden halte. —3
Ueber das — bereits —gemeldese — Gruben a n—
11lückim Plauen'schen Grunde theilen dierDresdener.
Lachr.“ Folgendez mit; „Die Schicht auf deui den Poischappler
uktiene Verein in Liquidalion gebörigen Windbergschacht war won
12 Uhr Mittazs bis Abends ausgesetzt gewesen, wie sich Dies
Jäufiz Sonntags ereignet. Um 8 Uhr Abends fuhr, die aus 27
Bergleuten beste hende Belegmannfchaft an, ohne jedod das Erscheinen
zes Obersteigers abzuwarten. Kurze Zeif darauf (die Arbeit mochie
ꝛben aufgenonimen worden sein) bemerkte man auf der Oberfläche
der Erde eine unterirdisch · von einem dumpfen Rollen begleitele
Bewegung und ducch die Luftöffuung dis Schachtes strömien in
vahrnehmbarer Weise Gasströmungen ab. Sofort fuhr der Ober⸗
teiger mit einem Manne in den gefahrdrohenden unheilvollen Schacht
in. Welch ein grauenboer Anblick bot sich seinen entsetzten Augen
»ar. Da lagen die 27 Bergleute, in verschiedener Stellung, wie
ie das Geschäft des Häuers mit sich bringt, an einer Arbeit be«
zriffen, von einem bosen Weter jäh betroffen daz 24 hatte die
riftige Gasexplosion sofort getödtet, ein weiterer Unglücklicher ist
am Sonntag gestorben, nur zwei der Bellagenswerthen fanden sich
ioch am Leben vor. Sofort wurde mit aller Energie an der
herausschoffung der Verletzten und Todten gearbeitet und dieses
raurige Werk noch in der Sonntagsnacht zu Erde gebtacht. Die
Leichname der Verunglückten vurden in einem Schuͤppen geborgen
ind zeigen die von solcher Todesart uͤnzertteunlichen grauenhaflen
ẽrscheinungen: kupferoͤraune Färbung der Haut und Aufgetriebensein
»es Körpers. Das ganze Mitleid wendet sich natürlich den Ver—
inglückten und ihren Hinterlassenen zu. Von den ersteren war die
dälfte aus Deuben, die andere aus Niedertdäßlich und den benach⸗
arten Orten. Es sollen 60 Wittwen und Waifen ihre Ernährer
»erloren haben. Wenn anch das Kohlenwert bei det Unfall-Ver-
icherungs Geteuschaft in Leipzig delheiligt ist, so wird sich doch
in Hilfs Comite bilden. Wer den herzzerreißenden Jammer sich
noistellen. kann, wie die Mütter mit ihren Kindern sich an den
Zeichenschuppen drängen, der wird seine Hand mildeihätig öffnen.
scoch erwähnen wir daß unter den Verunglücten sich jener Verg⸗
naun Beier aus Deuden befand, der vor einem Jahre in derselben
Brube verschültet wurde und sich sieben volle Tage dert erhielt.
um endlich geretlet und jetzt doch getödiet zu werden.“
Fur die Redaction verantwortlich: F. X

—

—
Mäntel- und Decken⸗
Versteigerung.
Donnersta;, den 21. Dezember
876, Motgens 10 Uhr, im
WBieghauschen auf dem Markiplaße
a Zweibrücken, werden durch
zen Unterzeichneten freiwillig
egen Baarzahlung versteigert:
Circa 150 Militärmäntel
in allen Größen und besten
Qualitäten circa 115 alte
and neue, weiße und far⸗
»ige wollene Decken, zu

Bett-Bugel⸗ und Pferde⸗
Decken sehr geeignet, ferner
1Kanapee, 1 vollständiges
Bett mit 2 Mootratzen,
Bettzeug, Manns⸗und
Frauenkseider u. s. w.
Völkel, Gerichtsvollzieher,
Eine große Auswahl EStott“
sche, sowie Halifax-Pa—
Schlittschuhe
empfiehlt
Otto Weiganidd.

Zucker Trompeten,

Mandeln' und

Hasselnuüsse
einpfiehit P. Jepp.

“—
Frucht,, Brod⸗nnd
Fleisch Preise der Stadt
Zweibrücken von 14. Dez.
Weizen 11 M. 54 Pf. Korn
M. 49 Pf. Gerste 2reihige
M67 pf. Gerste Areih.
M. — pf. Spen s vi.
77 Pf. Spelzkern — M. —

Pfg. Dinkel — M.“— pPig.
Heischfrucht O M. — Pf. Hafer
7 M. 39 Pf. Heu 5 M. 50
Pf. Stroh 4.M. 75 Pf. Kari
soffeln 2 M. 80 Pf. per Cir.
Weißbrod Le Ko. 86 Pf. Korn⸗
brod 3 Ko. 82 Pf. ditto 2 No.
55 Pf. ditto 1 Kilo. 28 Pi.
Gemischtbrod 3 Kilo. 97 Pf. 1
Paar Weck 190 Gramm 6 Pi.
Rindfl. 1. Qual. 52 Pf. 2.
Qual. 48 Pf. Kalbfl. 40 pf.
amfl. 52 Pf. Schweinefl. 66
Bf. Butter 1 M. 35 Pf. per Pfd.
        <pb n="692" />
        Veiĩlimachts-MusstelIung.
Unterzeichneler hat unterm Heutigen seine Ausstellung in
35 — XLol
in reichhaltigster Auswahl eröffnet und ladet zu einem recht jahl—
reichen Besuch ergebenst ein.
Ferner empfiehli derselbe sene Asmig, Basler- aint
Nürnherger-Lebuenen und besonders das betannte
Hausgebackene.
— —— 6. Ridlxel- Conditor.
Gos —9αç —⏑.
n Hiefigen und auswärtigend Kunden die ergebensse Anzeige, doß
ich von Neujahr an das Geschäft als
Maurermeister
auf eigene Rechnunghbetreibe und bemüht sein werde alle in dieses
Fach e uschlagenden mir anvettrauten Arbeiten auf das pünbtlichfte
und rascheste auszuführen, um meine geeheten Kur den in jeder
Weise zu befriedigen und das mir geschenkte Vertrauen zu recht⸗
fertigen. — —
Joh. Jofs. Hellenthal I. E. Schmelzer,
wohnhaft am Forellenweiher.

— .*
Weihnachts-Geschenken
empfehle ich in schönster Auswabi:
Gesang⸗, Gebet- und Bilderbücher, Photographie?,
Poesie⸗ Schreib⸗ und Postmarken⸗; Albums,
Zeichnen⸗ Musik⸗ und Schreib⸗Mappen, Ci—
garren Etuis Geldbörsen Brieftaschen, Notiz⸗
bücher, Schreibzeuge, Bücherträger, Farblkasten
Reiszeuge, Hefte, Schreib⸗ und Zeichenmate—
rialien jeder Art. Gummifiguren, unzer⸗
brechliche Puppen und Puppenkypfe ꝛc.
——— — —
aufmerksamg ferner empfehle Maund⸗ und Zie-
Harmonika; alle anderen Instrumente werden
chnelsstens besorgt unter Garantie für richtige
Stimmung.
43 Besoudere Beachtung
verdient die Riederlage der Fabrikate der Hrn.
Gebruder Acit in Forbah.
Die feinsten japanesischen und chinesischen Garde—
rob⸗Echlüssel und Handtuchhalter, Mappen,
Schmuckkaften. Dosen, Notizbücher, Cigarren-
Ituis, Theebecher, Handschuhkasten, Kalender ec.
sind zur Ansicht ausgestelt
ESErpranze Woll.
.Musikalien⸗ und Schreibmaterialien HAandlung.

Das vorzüglichst e und erprob⸗
tefte aller
Magen⸗Mittel,

das selbst bei den hartnäckigsten
Magenbeschwerden die vorzüg⸗
lichsten Dienste leistet und deße
halb als schätzbarstes diätetisches
Hausmittel und als Magenli⸗
queur nicht warm genug em-
pfohlen werden kann, ist die
vo· Apotheker Schrader in
Feuerbach Stuttgart be⸗
reitete ——
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Verkauf laut Ministerial⸗Erlaß

durch Kaufleute gestattet.

» Flasche 1J Mark.

Ein Buch, welches 68 Auf⸗
Aon erlebt hat, bedarf wohl
lagen leiner weiteren Em⸗
fehlung, diese Thaisache ist ja
der beste Beweis für seine Gule.
Für Kranke, welche sich nur eines
⸗ewährten Heilverfahrens zut
Wiedererlangung ihrer Gesund-
heit bedienen sollten, ist ein solches
Werk von doppeltem Werth
und eine Garantie dafür, daß et
sich nicht darum handelt, an
ihren Körpern mit neuen Arzneien
herumzuexperimentiren, wie diet
noch sehr häufig geschieht. —
Bon dem berühmten, 300 Seiten
starken Buche: „Dr. Airy's Na—
turheilmethoder ist bereits die 68
Auflage erschienen. Tauseude
und aber Tausende verdanlken
der in dem Buche besprochenen
Heilmethode ihre Gesundheit
wie die zahlreichen, daria ab⸗
gedruchtten Atteste bewrisen. Ver
sjäume es daher Niemand, sich
dies vorzügliche
rinische, 1 Mark dostende Werl
baldigst in der nächsten Buchhand⸗
lung zu kaufen oder —— gegen
Einsen dung von 10 Briefmarken
a 10 Pfg. direct von Richter's
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zu lassen, welch' Letztere auf Ver-
langen vorher einen 100 Seiten
tarken Auszug darqus gratis and
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*gen und Bohrerr
Abfägenhol 7 Aus schn eiden
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Steh⸗ und Hänge
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Saiz,Mehlu.
Gewürzkäst⸗
then und

Für schwer zahnende Kin-
der, bei denen der Durchbruch
der Zähne oft krankhafte Stö—
rungen und Zahnkrämpfe her—
vorrust, werden als vorzüglich⸗
stes Erleichterungs- und Vor⸗
ugungsmittel die Schrader'⸗

Hen elektromotor:schen
Zahnhalsbänder
x. Stück 1 Mark. Allensorg⸗
famen Müntern bestens em⸗
vyfohlen

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ichmerzlosen und gänzlichen Ent⸗

ferrung der Huühneraugen.

Sgachtel 38 Pfg.“

Trauben-Brust- Honig,
unubertrefflich bei Husten und
He iserkeit, bei Erwachsenen und

Kindern. Flasche 1 Mark.
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Malzexrtraot Brustzoltehen

dr. Paquet 2 Pfg.

iese Ertikel bae

IJ. Friedrich, St. Inaberi.

J Blureungemittel .
Eat krü ftete.

J Dr. Thies, pratte Arj
in Lupow, an den Koiserl—

g und Königl. Hoflief. Johaur

J Hoff in Rerlir:: Ihr Malz

icait und JIore Nealnch,
colade dabe ich wegen ihre⸗
außer ordentlich slärlen den Kral
qait zu perordnen Gelegenhei
aehabt. — Dant der Iu—
ordnnng des Herrn Dr. Ben
dide. — dur h —
Malzextrakt von meiuer voll⸗
ständigen Entträftung wieder
hergestellt. Frau Paez in
Berlin, Linienstt. 197. —
Filehne, 28. Juli 1876
Sowohl Itr Moneruoli au
Ihre Malzchocolade haben sid
als heilsam bewährt. (Neut
Bestellung.) L. B. Bosc
wi

—* Auũchenartikel cubfehu **7*
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De Vorgeee empfiehlt sein Lager in Portefeuilles, dibt es lein besseres angenehmeres
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b Gesaee Gebet, und Echnibücher, Farben⸗ Watuge ucenngen
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Kedasien ud in erleg von F. x. Demeß in St Ingbert.
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        Sl. Ingberler Anzeiger.
—* — w⸗ — 24

der St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblati. (Sonntags mit illusteirter Eei⸗

lage), erscheint woͤchentlich piermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag aud Sonntag: Der Abonmementspreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.Pfꝛ Anzeigen werden mit 10 Pfg. von Auswärts mit 15 Pfz. fürdie viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum. Neclamen
mit 80 Pfs. pro Zeile berechnet.

Aihnt

— 00—

Deutsches Reich.
Speher, 16. Den Bezüglich der Eisenhahn⸗Antiäge faßte
der. Landrath gestern folgenden Beschluß: Der Landtath spricht sich
einstienmig dahin aus, daß er die wirthschaftlichen und Verlkehrs⸗
nteressen der Pfalz nicht für genügend berückfichtigt hält, innso
auge nicht die von ihm schon mehrmals betonten Bahnprojecte als:
Zweibrücken⸗Betfch. Kaiserslautern Lauterecken, mit Abzweigung vach
Otuerberg. Fortjetzung der Landstuhl⸗Nuseler Linie nach Trier ihren
Ausbau zefuuden haben, er empfiehlt daher abermals diese lden der
al. Staatsregierung aufs Dringendste und stell die Bitte, hoch⸗
dieselbe wolle dem zunächst zusammentretenden Landiäge wiederholt
die Zinsgarantieborlagen bezüglich derselben machen“ und aufst
Wärmste vertreten. Nachdem auch die übrigen Anträge erled'gt
vorden, wurde der Landraih heute Vormittag 10 Uhr durch den
derrn Regierungspräsidenten von Braun mit folgender Anjsorache
geschlossen:

„Giehrte Herren? Herzlich habe ich Sie beim Begiane Ihret
Arkiten Namens der kgl. Regierung willlommen geheißen; herz-
liqh danke ich Ihnen heute beim Schluß derselben. Mit der größten
Bereuw lligkeit sind Sie den Vorlagen der kal. Regierung entgegen⸗
zekommen, mit jener bewährten Opferwilligkeit, die nur in der
Rücksicht auf die Steuerlast ihre Sdranke fiudet. Die gewonnenen
Resultate werden mit Ihren Wünschen sofort der allerh. Bescheidung
anterstellt. werden. Ohne diejer irgeundwie vorzugreifen, begrüße
ich freudiz Ihren Befchluß bezüglich der Reorganisation der Gewerd⸗
schulen. Die weitere Ausbildung des Instituts der Kreis Schulbe
nsp kioren wird der Volksschule sehn förderlich sein. Gerne gedenke
ch der voun Ihnen gutgeheißenen Erweiterung der Kreide Raugewert-
chule. Ihrer Unterstützung sihher wird die neu gegründete Weber;
schule in Lambrecht eine gedeihliche Entweckelung nehmen. Meine
pollste Anerkennung spreche ich Ihnen dafür aus, daß Sie das
ofälzishe Dienstdotenstift als Kreisanstalt erklärt haben. Für die
Bewilligung der Matel zur Vesstärkuug der Rheindämme werden
Ihuen die Bewohner der Ryein Niederung stets dankbar bleben.
Den wachsenden Bedürfnissen der Kreisanstalten sind Sie nach
—X—
zegleite Sie bei Ihrer Rücklehr in die Heimath mit dem Wunsche
jrohen Wiedersehens im nächsten Jahre. Im Namen Seiner
Majestät des Könias erlläre ich die Verhandlungen des Landrat es
der Pfalz pro 1877 geschlossen.“ BF J

Bersin, 16. Dez, Die nalional-liberale Fraltion faßte
aach zweistündiger. Debatte mit allen gegen vier Stim aen den Be—
chluß, dem Kompromiß über die Justtzgesetze, welchen M'quel,
dasker und Bennigsen mit der Regserung vereinbart haben, zuzu⸗
limmen. Nach diesem stompromiß fanen all bisherigen-Reichstags-
veschlüsse über die Presse; die Verweifung der Preßvergehen vor
»e. Schwurgerichte bleibt den resp. Landesregierungen vorbehalten.
Die Verfolgbarkeit der Beamten soll von der. Zustimmung des
Berwaltungegerichts ofes über Amtsitberschreitungen abhängen, Kom⸗
zetenzgerichte sollen durch landesherrliche Verordnung errichtet werden
Das Monopol dee Staatsanwaltes wird nach dem rheinischen
Berfahren dahin modifiziti, daß es zulässig wird. Als Einsführungs-
ermin der Gesetze foͤ der 1. Ottober 1880 im Gesetz aufgenommen
derden, unter der Voraussetzung- daß bis dahut auch das Gerichtse
osten⸗Gsetz zu Stande getommen ist... *4

Beriun; 16. Dez. Wie die Dffisibsen verkünden, rechnet
ie Regierung mit Bestimmth⸗it darauf, daß der Reichstag noch
vor Weihnachten. mit seinen Ardeiten Fextig werden wird.“ Von
einer Wiederaufnehme dire Sitzungen zwijchen Weihnachten und
Neujahr perspricht man sich nichis Gutes, well zu fürchten sieht,
daß die beschiußfahige Anzahl von Mitgliedern nicht mehr zusammen⸗
ommt. Nach Reujaht aber verhretet ẽ4 ein nochmaliges Tagen
chon aus Rucksicht auf die Wah.ren. Da iühr gens jetzt einge Ver⸗
tandigung Uber die Justi gesetze außer. Zveifel zu stehen scheint, so
verden die Verhandlangen im Plenum auch voraussi hilich nicht
illzu viel Jet mehr in-Anspruch nehmen, und der Abschluß der

4

4

——

Arbeiten vor Weihnachten gewinnt somit an Wahrscheinlichkeit.
Der Umstand, daß in Straßburg und in Metz Gemächer für
»en Kaiser hergerichtet werden läßt mit ziemlicher Sicherheit darauf
chließen, daß derselbe ernstlich beabsichtigi, im nächsten Jahre noch⸗
aals eine Reise nach dem Elsaß zu unternehmen und dann auch
die alte Reichs⸗ und jetzige Landets Hauptstadt zu besuchen. Es isi
»ekannt, daß der Kaiser diesen Wunsch schon seit langer Zeit ge⸗
ygt und nur wegen der politischen Lage im Elsaß dies unierlassen
at. Jetzt. nachdem die Zustaäͤnde sich wesentlich gebefsert haben,
vas die Tage von Werßendurg dargethan, soll das Vorhaben nicht
aänger aufgeschoben werden. J .66
IXV
Salisbury und Jgnatieff verkehren sehr cordial wit einander
und spazieren Arm in Urm in Pera umher — meldet ein Coc⸗
espondent der D. Zig.“ Wohrschenlich haben die beiden Herren
hre Spaziergänge auch vorgestern und gestern fleißig fortgeseßt,
enn am 15. und 16. sind die Sißzungen, wie der Telegraph be⸗
ichtet, ausgefagen, um erst morgen wieder aufgenommen zu
verden.“ Warum̃ die Sitzungen ausgefallen sind, verschweigt der
Telegraph wohlweislich. Die „Pol. Corr.“ bestätigt uusdrücklich,
aß auf den Vorv⸗rhandlungen von einer Festsezung der Friedens⸗
edingungen für Serbien und Monlenegro disher nicht die Rede
emefen ist. Die Berathungen blieben auf eine „Erledigung der
Ungelegenheit der Demarkationslin'e auf deiden Kriegsschauplähen
ind der in Vorlage gelommenen einschlägigen Consularderichte“ be⸗
chrantt. Nach dem bisherigen Programme für die Vorlonferenz,
oweit von einem solchen die Rede sein Kann, bildet die Garantiene
Frage den letzten Berathungspunlt. .
Mostau, 17. Dez. Die „Moskauer Zeefung“ weist darauf
sin, daß Frankreich gegenwärtig eme gewefse Sympathie für die
cückei zeige, pahrend dasselbe srühet Rußlands Freundschast ge⸗
ucht habe.“ —

M
RPermischtee.
7StInabert, 18. Dez. Am 16. ds. Mis., Abends
wischeu b und 6 Uhr wurde die ledige, 20jährige Auna Rohe von
dohrbach, von dem ledigen, 17jährigen Bäcker Mathias Bohneri
on dort. mittelst eines Schtotschusses ins Gesicht lebensgefährlich
erwundet. Der Thäter wurde alsbald darch die Gendarmerie
erhaftet, jedoch, nacdem der l. Untersuchungtrichter den Vorfall
ritersucht hatte, am folgenden Tage wieder auf freien Fuß gesetzt
a. wie man hoͤrt, nur eine Fahrlässigkeit vonegen sol.
FAus der Pfalz. Die Sqhwurgerichtsverhandlungen für
as 1. Quattal 1877 unter dem Vorsitze des Appellationsgerichts⸗
athes Nosfel beginnen am 12. Närgg. .

7 In Homburs wurde Sonntag den 17. d. Mis. unter der
reiwilligen Leitung des Bezirksthierarzies Kopp eine unentgeliliche
dufbeschlagschule erdoffnet, die die jetzt von 24 Zoͤglingen besuscht
vird — ein sehr erfreuliches Jeichen, daß auch die Schmiede unseres
Bezirkes das Bebürfaiß fühlen, voch eiwas Besseret im Hufdeschlag
u etleknen. Mo en dexart ge Unternehmungen recht zabtreiche
Nachahmungen finden.· GWGWi. K!“IAn8

fAm Sonniag den 17. Dei. fand in Bergzabern die all⸗
ährige Delegirtenversammlung des Dertschen Kriegerbundes der
Ifalz stan. Haupefächlicher Theil der Tagesordnung ist die Be⸗
prechung des zu Pfingsten daselbst abzuhaitenden Xtiegertages des
Bundes. Bei —8 soll ein, din sämmtlichen Pfälzer
driegern gewidmetes Denkmal auf dem Weindiet, dessin Grundstein
chon waährend des Krieges gelegt worden ist, einge oe ht werden

7 Die „Pf. Post“ schreibt: Dem Vernehmen nach sind dem
Decan Hofer in Frankenthal neuerdings Anerbietungen wegen
lebernahme der neu zu bestteaden Consistormlrathstelle gemacht
vorden und hat sich derselbe Bedenkzeit ausgebeten.
7 SFrankfhuri, 12. Dez. Ein ältereir Mann dem aus
erster Ehe bereils ein heirathsfähiger Sohn erwachsen war, wollt⸗

.—
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        sich wieder verheirathen. Alles war vorbereliet, ass des Sohn eine
ihm arvertraute Kasse sammt der Mufter in spet entführte. nde
fObertribumnalseuthicheidungen. Das un⸗
defugte Jagen kann nach Z 292 2e8 Strafgesezbuch*nur bestraft
werden, wenn strafgerichtliche Verfoigung beantragt wird. Der
nächste Paragraph, 8 293, erhöhlt die Strafe für den Fall, daß
nicht mit Schießgewehren, so dern mit Schlingen, Nijen, Fallen
n. dgl. dem Wilde nachgestellt wird, er sagt aber nicht, daß auch
in diesen Fallen die Verfolgung nirr auf Antrag eintrinn. Das
Dbertriaunal scheidet daher genau die Beftimmungen dieser Para⸗
graphen und hat wiederholt ausgesptochen, daß es bei Uehertretungen
dea 8 202 eines Strasanttaga nicht. hedatß. — Wer. durch leint
Handlungen den Beirieb einer Telegraphenanstalt stort, wird nach
3417 Jes Strafgesezbuches mit Gesangniß bis zu bdror Jahren
vestraft. Nach dem Obertribunal finden diese Bestimmungen indeß
ñur ber thatfächlichen Betriebsstdrungen Anwendung, anderwerte
Beschädigungen einer Telegraphenanstalt können aus diesem Para⸗
grapben nicht bestraft werden.
7Bochum. Falschmünzerei Leßztere Tage wurde bei
hem Buchbinder Lukaj, der wegen Falschmümenei dereitg 8 Jahre
uee abgebüßt hat, eine Haussuchung vorgenommen und bei
berselhen eine guoße Anzahl falscher Zweimar!stücke nebst Präge⸗
geräthsschaften norgefunden. Ein Schubmacher. Namens Trilleng,
der in den leßten Tagen wiederholt solche Geldstücke auszugeben
hersucht hatte, wurde alt Mitschutdiger edenfallz in Gewahrsam ge⸗
bracht. Auch der letztere hal wegen eines schweren Vergehens gegen
die Sittlichkeit eine längere Zuchthausstrafe abgesesfsn.

F Wien, 16. Dez. Der Raubmörder Francesconi ist heule
hingerichtet wo:den. * —
57 In Brüffel'in der Virecton der Banke. DUnion du Credit“
mit einem Deficit von etwa ẽ5 Millionen entflohen. Das Ham
delsgericht hat der Bark eine provisdrische Zahtungsfrist bewilligt,

und es find Seitens der Regierung Maßregeln getroffeu, daß die
Nationalbaut die Acceple der Baul honoriri. W
re beiden r.euestenun mern des JIblwust virten Frauen—
Zeitung (vierteljährlicher Abonnementspreis M. 2.50*) euthalten:
1. Die Moden-Nummer (47): Haus-, Gesellschafts⸗ und
Jall Toiletten, hohe Taillen mit vieithe ügem Rücken und eckigem
nusschnitt. Rerschiedene ausgefrhnittene Tallenz Blumen⸗Arram
zemont fürr Ball Tonetten. Ball⸗ unde Gesellichafts Coiffüren., Ma—
daillon, Fschns, Taschentücher, Cravatem, Hüte uind Schürzen.
Anzüge für Mäadchen und stnaben, Hüte für junge Madchen. Ser⸗
aixder. Theet sch uebsi. beweglichem summem Diener und verüertem
Seded. Schutz-⸗, Tisch⸗ oder Korb⸗Decchen, Schlummerkissen.
bebeiicstander Staubruchlorb, Zeitungshulter, Nähkäsichra, Uhr—
jalter,. Sch'üsseltasche, Rekleidung für eine Fußbauk. und Cylinder⸗
zütchen. Ausstattung für Puppenstuben, Wickel: Puppe als Wunder
näuel und Weihnachte puppen aus Bacobst, ferner Bunt-Weiß⸗
dicereien und Tüsldurchzug mit 99 Abbitdungen. — 2. Die Unter—
altungs⸗Nummer (48): Skizzen und Stenen. Von Alex.
wn Noderts. 6. Ein Druckfehler. 72 Am kleinen Tisch imb am
großen Tisch. — Gedichte in oberbdairischer Mundart. Von Kark—
Stieler. 3. Auf der Wiefen. — Zur Geschichte der Silhouette
Bon Adolfß Rosenberß. — Bilder vom der Hnnde⸗Ausftellung
Bon Hermann Masius. — Am Grade von Werthers Lone.
Erinnerungsblatt von E. Bety. — Berschiedened. — Wirthschaft⸗
liches: Warme und kalie Punsch ˖ Bowken und dergl. — Briefmappe
— Frauen Gedenktrage. — Ferner fofgende Illustrationen: Sil⸗
houetten von Heinrich Braun. — Zu Werhnachten. Von Heinrich
Braun. — VDon der erfien internationalen Hunde-Ausftelluug wu
Berlin. Von Guftav Mützek.—

e) Finr Oesiekreich fun T. 530 Oe. WBWw.

Füut die Schweiz Ir. 3. 35.

aeschãüftæs-An zeige.
Hiesigen und auswärtigend Kunden die ergebenste Anzeige. daß
C don Neujahr an das Geschäft als —V———
Maurermeister
muf eigene Rechnungsjbetreibe und bemübt sein werde alle in dieses
Fach einschlagenden mir anvertrauten Arbeiten auf das pünltlichste
und rascheste auszuführen, um meine geeheten Kurden in jeder
Weife zu befriedigen und das mir gescheutte Vernauen zu recht⸗
sertigen. —ãR
73vh. Jos. Bellenthal II. E. Schm elzer,
7 wohnhaft am Forellenweihergr..
RAT75 — 53 ——
Mantel⸗ und Decken⸗ pNittwoch LAbende—
Versteigerung. 5
Donnersta', den 21. Dezember Münchner Bier
1876, Morgens 10 Uhrzim Hausge⸗
Wieghauschen auf dem Markiplatße machte
in Zweibrücken, werden durch —
den Unterzeichneten freiwillig mit
gegen Baarzahlung versteigert: Wurst⸗;
Tirca 160 Militärmäntel suppe u. Sauetkraut bei
in allen Größen und beften i Weinagerher.
Dualitaten circa 116 alte —
und neue weiße? und far⸗ Zwei Zimmer IJ
bige wollene Decken, zu im oberen Stode unseresHauses
Bette⸗ Bugels und Pferde- ind zu verm ethen, auch loͤnnen
Decken sehr geeignet, fecner dieselben mobliri wer den.
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Bett mit2 Mottazen —8 —
Vettjeug. Manns⸗und Leistenbruu
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Weihnachts Geschenken u r — as Wentt
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8 und 4 empfiehlt in n , u. d Bogen d
J Friedrich. hyvorrätbig bei
Ene große Auewahs Etptto — ——0 020— —
sche, sowtie Halifax⸗ Pa em anonymen
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ichtegedichtes die ergebene Viit⸗
Schlittschuhe heilung, daß wir dasselbe zur
empfieblt Aufnahme nicht passend erachten.
E „ αι. Die Erped.
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lieh. die dazu angestellten Arbeiteskräüfte heinahe bis zur Grauaaint eir
anspaunt. Das bewirken alse

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5
Pthetic

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aeitdem aie aieh erboten hat die boeiden Prüũmien, DPie gute Taunté
and Die strenye Tunte den Reflectanten c ————
XX — F ubersohuttes worden, so 2war,
dass die hierauf orfolgte Expedition nieht ohns Aufregung und Auf
ehen und namentlieh nieht ohns wesentliehe Versstärkung der BPape-
ditionskrüfte bowirkt werden konnte. Gleich die allerersten Versen-
dengen worden sofort mit MAeussserungen der Anerkennung erwiedert,
wovon taglieh mohr und mehr einlaufon. Dabel ist der 22
den Prämien ron Tag au Tag noch im Maecbsen degriffen. Keme
Post trifft ein, ohne 2 rieh die Finrichtung det Post Anvweisungen
als sehne lstes und bandlichstes Zahlungsmittel, nanentlieh für

maasenhafte Einzelvorrendungen, trofflieh bewährt,
Die Vorlagshandlung vo A. H. Pavne in Leipzig

———

— 2 36
        <pb n="695" />
        ẽ

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221 5F 228
* 2 — 3335* 2** 238333
323 2323 72353 ——— n 8 J 7
— 5 z22353 2583533 — — —2* 28 232
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* 8 —F — 3287235 ——
23 — 233528 73,3330 233235 2*
5283 *—* ———— — 558333 —— — 8
35 2558 52 2253 —58
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23 z35 5528 * * *
222*4 22 5255 —73333253 466
3 4 33—
531 231454136 33533———
45312733 234
* 58 7 555 —
— — 28 1235 „2 ———— J
55 33 * 538 23
8388 3—*333—
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3225 8 —332333
225 8* 2E
6858
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— ——2 — 227*
228* 22 * 33353332264353286 —
5* 7 ⸗ —J —538Tæ4 3 5* — 4
— 533353557 —A
333 5—23 333— 726
,1332 338873 7 23313538 3 *338 — *8
33535 338 —333 33 3
— 52 * — 1332 s—792 —6 * 555 &amp;i &amp; 88 — 383
2727 2335 238383385 —F 2558858 4 —38 z35322 23 *8 F
*55ñ5 3—z55 5—33 8 73 —3 . —3—— 2
2* ———— —8 * 23233;5—83383 33—3852 —
33 —33 3 3
p — — * 6 28* —2222* X 5
AA —— ⏑—— —— — —32352355—25553 2* 533535
—5533 37353357735 28357 A z35235338
—— ———— zz573 —3253*7233 14383—
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        St. Ingberler Anzeiger.

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Der St. Ingberter Anzeiger und das (S mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementopreis beträgt vierteljährlich

1 Mark 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 203. — 8* Donuerstaa, den 21. December 133376.
—
Deutsches Reich.

München, 18. Dez. Der Landrath von Oberbayern hat
heute mit 29 gegen 10 Stimmen die zur Reorganisation der Ge⸗
werbschulen nöthigen Mittel bewilligt. Die Opponenten beh up⸗—
teten, dem Kleiugewerbe werde dadurch nicht aufgeholfen, und das
wäre das Noth vendigste. Die Vertreter der Städie Freising und
Ingolstadt (beide klerikal) erklärten, daß sie der Reorgauisation zu⸗
stimmen. Es haben also jetzt sämmtliche Landräthe, mit einziger
Ausnahme des oberpfälzischen, d'e Reocganisation angenommen.

Berlin, 16. Dez. In der heutigen Versammlung der
nationall:beralen Fraction waren ungefähr 120 Adgeordnete an⸗
mesend. Das Compromiß mit der Regierung ist mit allen gegen
4 Stimmen angenommen worden.“ Es ist auf folgende Weise zu
Stande gekommen. Bennigsen ging zu Bismarck, um ihn zu
iragen, ob ihm überhaupt am Z standekommen der Jufktizgesetze
ulegen sei, weil soust alle Verhandlungen vergeblich sein würden.
Der Reichskanzler bejehte die Frage. Wenn die 18 Punkte als
unanneh nobar dezeichnet wären, so solle das nicht heitzen, daß die
Regierunjen auf dim ganzen ihrer Forderungen betzarren würden,
einzelne Bestim pungen könnte sie allerdings nicht opfern, die Ab—
geordneten möchten zum Justizm'nister Leonhardt gehen und sich
mit ihm verstäudigen. Dies geschah; der Justizminister bewilligte
jelbst einige Zugeständnisse wegen der Presse, die Bismasck aber
wieder zurücknahm. J

Die Soiree bei dem Fürsten Bismark am
letzten Sonnabend war wiederum fehr zahlreich desucht und d'e Stim—
mung, da die guten Aussi hien für die Justizgesetze bekaunt waren,
—DD00
Sinne geäsßert, daß nachdem der Kampf zur Sicherstellung« der
Rechte des Staates gesen die Kirche seinen Hödepunkt üdberseritten
und das große Wert des gemeinsamen Rechles in ben Hafen gebracht
sei, er sich, wenn tir in seinem Amt uund gesurd bleide, mit wirlh—
schaftkichen Fragen eingehender befassen werde, vorausgesetzt, daß er
dader die Unterstütze ng seiner soollegen in preußischen Ministerium
(von denen übrigens mehrere u. A. der Kriegsminister und der
Minister der landw'rthschutlichen Angelegenbeiten auf der woirte
anwefeud waren) erhalte.

Feldiaarschall Moltke soll den bevorstehenden Krieg Rußlauds
mit der Türkei als ein großes und. schwieriges Unterneamen be—
jeichnet haben. Ein Berl'ner Blatt berichtet daruder: „Zum Be—
veis führt er u. A. an, daß die Türkei sich im Jahre 1828 in
einer noch viel fataleren Lage befunden habe als gegeuwärtig. Die
Janitscharen existirten nicht mhr; die Offiziere der akt ven Armee
waren junge Menschen ohne jede mililärische Bildung, die Kanonen
repräsenlixrsen das mistrabelste Materiat; die Flotte wer zerslört
und der Sultan konnte zuerst nur 35 bis 40,000 Mann dem
Feinde entgegenstellen. Und denno h widerstand diese erbärmlich
ausgerüstele Armee den russischen Kolonnen, die 120,000 Mann
wol iequipirter Truppen repräfentitten, sehr lange Zeit, trotzdem
—XV
Zzlick auf die jetzigen mititärischen Verhältnisse in Rußland und der
Türkei faßte Feldmarschall Moltte seine Meinung dahin zusammen.

Stadtrathssitzung
am Freitag, den 22. Dezember
1876. Abends 6 Uhr.
Tagesordnung:
Aufstelung des Budgets bro
1877.
Wahl eines Distriktsrathes.
Herstellung eines Fußweyes
von der Kaiserstraße (beim
Hause des Bäckers Greß)
auf Großenflur.

4. Heimaihgebühren- Erhebung
betreffend.
St. Ingbert, 20. Dez. 1876.
Daus Bürgermeisteramte:
Euster.
Eine große Auswahl Stotz'⸗—
sche, sowbie Halifax-Ma—
tent
—
Schlittschuhe
empfiehlt
Otio Weieganud.

1

‚daß er unter keinen Umständen einen schnellen und leichten Sieg

der russischen Wagen erwarte. Der Kampf, so glaube er, werde

wahrscheinlich ein langwieriger und mühsamer für die Soldaten ˖sein

und ohne große Refultate für die Commandirenden.“
Ausland.

Nachdem die französische Regierung in offizieller Weise von
der Ablehnung der dentschen Reichsregierung, an der Weltausstel-
ung theilzune imen, benachrichtigt worden, hat sich die französische
Benerallommission, wie die „N. Z.“ erfährt, mit den Vertretern
der auderen Länder in Verbindung gestzt, um sich mit denselben
zünsichtlich der Vertheilung des ursprünglich für Deutschland be⸗
timm en Raumes zu verständigen. Der Handelsminister hat ferner
de Generalkommission angewiefen, etwaige Anfragen und Anmel⸗
dungen deutscher Industriell r dahin zu brantworten, daß sie gemäß
der Ocganisation der Ausstellung, namentsich auf Grund des Ar—⸗
tikels 7 des Reglements, nicht im Stande wäre, deutsche Aussteller
uzulassen.

Pera, 19. Dez. In der gestrigen Sitzung der Verkonferenz
vurden die Antworten der Regiecungen in Betreff der bisher be—
ralhenen Punkte verlesen. Dieselben lauten sämmtlich für den
Frieden günstig. Heute soll der Waffenstillstand besprochen werden. Ruß⸗
land ist für eine Verlängerung von 6 Wochen, England für 8 Monate.
Bermisqhtes.

F Kaiserslautern. In der am Sonntag dahier Statt
zehabien Versammlung von Delegirten des Verbandes der pfälzischen
Bewerbevereine wurde, wie die „Kaisersl. Ztg.“ meldet, in Sochen
des Hausirhandels, der Wandlager und Wanderversteigerungen der
neulia mitgetheilte Antrag des Gewerbebereins Kaiserslautern mit
dem von Hin. Stern (Zweiidrücken) beautragten Zusatze angenom-
men, daß zuerst der Versuch gemacht werden solle, ob nicht auf
GHrund der Ministerialverordeung vom 14. Jul 1876 eine ge—
nüzende Bisteuerung der Wanderlagerinhaber dadurch herbeigeführt
verden könne, daß sie an jedem Orte, wo sie ihr Wanderlager
nufschlagen, zur vierteljähtlichen Bezahlung der entsprechenden Ge⸗
werbsteuer herangezogen werden. Vor der Heranzieyung zu den
Fommunaisteuern schützt sie leider der 87 des Freizüg gkeitsgesetzes,
warnach dieselben erst nach Z monatlichem Aufenthalt zur Zahlung
der Komniunalsteuern angehalten werden können. —

F.Mäünchener Blättern zufolge sind bei der letzten Aufnahms⸗
prüfung für den Postdienst 15 Pfäczer betheilizt gewesen, von denen
10 die Präfung bestanden haben, nämlich Bosselt und Schollmayer
aus Frankenthal, Schreiner von Bründstadt, Wenz von Lambrecht,
Blaul?von Deidesheim, Brunion von St. Inebert, Kuntz von Mai—
tkammer, Rieth und Müller von Speier und Fix von Lachen.

Der Haupftreffer der Umer Dombau Loiterie M. 35.000
fiel auf Nr. 160,597.

FBei einem unlängst stattgefundenen Brande eines Bauern⸗
hofes in der Nahe Burghausens verbrannte eine Wöhnerin
sammt dem armen Kinde. Charakteristisch ist, daß der Bauer eher
dem Sialle als seiner armen Frau und dem Kende zulief, indem
»r diese umkommen ließ, das Vieh aber rettete

Frische
Honig-Lebkuchen
im Großen und Kleinen,
hei —AX Grew⸗nig.

Frische Butter
per Pfund 1M. 15Pfg..
zarantirt rein, fortwäbrend zu
haben bei

RBhilipp Klinck.

Zu
Weihnachts Geschenken
geeignet:
Bremer Cigarron
in Kistchen von 50 Stück à M.

3 und 4 empfiehlt
A. Friedrich.

Frische
Essig Hefe
ist foriwährend zu haben bei
Geora Klein.
        <pb n="698" />
        Ges eafts- Anο.

Hiesigen und auswärtigend Kunden die ergebenste Anzeige, daß

ich von Neujahr an das Geschäft als
Maunrermeifster

auf eigene Rechnung betreibe und bemüht sein werde alle in dieses
Fach e'nschlagenden mir anvertrauten Arbeiten auf das pünktlichste
und rascheste vuszuführen, um meine geehcten Kurden in jeder
Weise zu befriedighen und das mir geschenkte Vertrauen zu recht⸗
ertigen. 1— n

Joh. Joss. Sellenthal I.. E. Schmelzer,

wohnhaft am Forellenweiher.

Die Druck- und Schön-Färberei

Mitglieder der bayr. Kammer der Abgeordnetea zählen zu den
Mitarbeitern des Blattes. Die Zahl der Abonnenten hat 30,000
üÜberstigen; de „Neuesten Nachrichten“ siad daher zegenwärtizg das
verbretetste Blatt Deutschlands.

Mit derselben Ausdauer und Energie wie bisher, werden die
„Neuesten Nachrichten“ auch künftig ftit Erhaltung der natisnalen
kinheit, Erringung der Freiheit, Förderung des materiellen und
Jeistigen Forischrities und für die Sicherung der berechtigten Siel⸗
lung Bayerns wirken. Undeklimmert um die Kothwürfe des Geg⸗
ners werden sie fsorifahren, die Verderben drohenden Pläne der
altramontanen wie der socialdemokratischen Partei zu betäͤmpfen.

Möge das Vertrauen und die Mitwirkung ihrer Leser und
Freunde sie hierin wie bisher, so auch künftig unterstüthen ?

Wir ersuchen unsere auswärtigen Abonnenten um rechtzeitige
krneuerung ihres Abonnements bei der nächstgelegenen kgl. Poster
»edit on, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintritt.

München, im Dezember 1876

EXxpeditiom der „Nenesten aehriehten“

oon
VI. KEunmcl, St. Ingbert,
empfiehlt sich im Färben und Drucken aller Stoffe und in olleh
Farben: besonders wird —
Herren⸗Garderobe
wie Hosen, Roͤcke, Ueberzieher ꝛc. gewaschen und gefärbt, ohne die⸗
selben zu zertrenneen. J J
Damenkleider I

in allen Farben werden mit den neuesten 'und zeschmackvollsten
Muster vedruckt.

Unter Zusicherung reeller und villiger Bedienung sieht geneigten
Aufträgen entgegen

43 3 1 *
ĩe we tten,
welche die Verlagsbuchhandlung von 4A. H. Payno in Leipzig zu
ihrem jetzt begonnenen Jabrgange der ällustrirten Zeitschrift: Das
—X
aIls Prümieæ1

gegen die geringe Naelan Biatt. ses sin grosse
nerrliche Oeldruckbilder] liefert,

A na—etstäsche fehten.
Wer daher anf diese mit so vielen Vorzuũgen ausgeνSstet Zeitschut
„Das Neue Blatt“ noech nicht abonnirt ist, solite Abonnement ent-
wegge bei der Post oder bei der vächsten Buchhandlung sofort be—
telleu.

Daes Neue Blatt erscheint in zwei Ausgaben:
vVInmaner-AM uα‚. Jedeo Woche cine Nummer. Preis Mark
— — —— 1,50 vierteljãhrlieh.
HeféAn. -- Alle 14 Tage eéin Heft à 40 Pfg. Diese Heft-

Ausgabe schliesst eine elegante Moden-Zeitung
nit ganz neuartiger Darstehlung grosser Schnitt-
theile, betitelt: Neueste Moden für unsere

Damen, gratis in sich ein. 2

Preilich ist diese Heft Ausgabe nur dureß Buchnandlungen undd
nicht dureh die Post au verlangen. Die Post besorgt nur dis Num-
mer-Ausgabe. Im Unterhaltungsblatte laufen drei grosse Novellen
neben einander, von denen die erste phantastisch spannnend die
Wirkung noch unerforschter geistiger Kräfte mit in die Erzählung
eingreifen lässt. Die 2weite Novelle ist ein Preffer für weiche em-
pfindungsvolle Gemũther. während die dritte betitelt: „Zwölf Procent,“
abenteuserreiche Erzählungen vorziehende Deser zu Dank verpflichten
wird.

Der Nachweis des Abonnements berechtigt zu sofortigem Bezug
der beiden Prümien, direct von der Verlagshandlung, wenngleieh diee
directe Prüûmien-Vorsendung, wie ans untenstehender Anzeige ersicht-
lich. die dazu angestellten Arbeitskräfte beinahe bis zur Grausamkeit
anspannt. Das bewirken also F

— 5 D5nter.

M. Bund,

WWwohnhaft im Mühleneck.

J — —
Laubsägebogen

Zägen und Bohrer

Laäubsägenholz zum Ausschneiden

Zimmetwaffeleisen

Feuergeräthständer
Regeunschirmständer
Lackirte Ofenschirme
Bettflaschen in Zinn
Kaffeebrenner
Küchenwaagen
Puddingforman
Zuckerkasten
Beesser⸗ und Geldkörhbchen
Lackirte Wafssereimer
Wandwaschgefäße
Briefkasten mit Schrift
Steh⸗ und Hänge Lampen
Salz-⸗, Mehl und Gewürzkästchen
und sonstige Küchenartikel empfiehlt
OOOtto Moigand.
Abonnements-Einladung.
Am 1. Januar 1877 beginnt der dreßiaste Jahrgang unserer
MNeuesten Nachrichten“
Derlag von Juhius Knorr. Redattion von A. Vecchioeni.

Abonnementspreis: ganzjährig 5M. 20 pf.,
zalbiährig 2 Tt. 60 Pf., vierteljährig 1 M. 30 Pi.

Inseratenpreius: 185Pf. die A4fach gesp. Colonelzeile.

„Müunchener Anzeiger“
wird den Mänchener Aboanenten des Hauptblattes gratis abge⸗
zeben, nach auswärts: Abonnementspreis: ganziährig
2 M. halbjährig I M. Inseratenbpreis: 12 Vi. di—⸗
gierfach gespaltene Colonelzeile.

Seit die „Neuesten Nachrichten“ in gegenwärtigem Verlage
sich befinden, haben sie treu, unermüdet und opferfreudig mitge«
arbeitet an der Erringung der Einheit und Freiheit, an der Hebung
der materiellen und geistigen Wohlfahrt Deutschlands und damit
auch Bayerns. Wolchen Antheil die „Neuesten Nachrichten? an den
Wahlen zum Zollparlamente; zur Kammer der Abgeordneten, zum
»rutschen Reichstage, zu den Mirchenwahlen nahmen, wie sie im
Jahre 1870,71 die Begeisterung für den großen natonalen Kumpf
zu stärken strebten, selbst die größten Opfer bratuten und Andere
zu solchen anregten, und welche Anerkennung sie wiederholt dafür
in großen öffentlichen Versammlungen w'e in den liberalen Zeitungen
Deutschlands fanden ist bekaunt.

Auch im gegenwärtigen Kampfe für die Reichsstagswahl stehen

Neuesten Nachrichten“ in vorderster Reih⸗

Das Stteben der Redaltion und des Verlegers hot aber auch
die unzweideutigste Anerkennung gefunden. Die hervorragendslen
— — — J — ———— — — — — — ————————— — *

Redaktion Druck und Verlag von J. X. Temeß in nsobert.

—— — — —
Geltd dane guegegeben hat,
—
den goll untheiten. J
Wie nicht anders 2u erwarten war, ist die Verlagshandlung,
zeitdem sie sieh erboten hat die beiden Prämien, Die gate Teenteé“
ind LDie strenge Tante,“ den Reflectanten au er et zurn
enden, mit Post Anweisungen geradezu üherschüttet worden, so 2war,
lass die hierauf erfolgte EPxpedition nicht ohne Aufregung und Auf-
ehen und namentlieh nicht ohne wesemtlichs Verstärkung der Expe-
litionskräfte bewirkt werden kKonnte. Gleich die allerersten Versen-
lungen wurden sofort mit Aeusserungon der Anerkennung erwiedert,
vovon tüglich mehr und mehr einlaufen. Dabei ist der Zuspruch 20
len Prämien von Tag zu Tag noch im Wachsen begriffen. Keine
Post trifft ein, ohne dass sich die ERinriehtung der Post- Anweisungen
als schne lstes und handlichstes Zahlungsmittel, namentlieh für
massenhafte Rinzelversendungen, trefflich bewährt.
Dio Verlagsbandlune vo A. H. Pavne in Leipri—
Limburger Keaz
Sardinen à Huile
Hummer conservirt
Holl. Hüringe
Sardellen
grüne Kerne
empfieblt
J. Peters, St. Ingbert
Zwei Zimmer

zu vermieihen bei

Johannes Becker

Saarbrücker Straße.
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        228
33538
232
5555535355 82
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z5515525— 5555 2574 — *
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23283
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2335 5357 355* 28 25 * 52335 Sa⸗g *
328
8 33535388 23 58*
3 2 A 4 * — —3
— —— 38 2 352553233 —A
822 *5 — 3 — 38 —A ——82 — 5 22
43 55
—— 2 5 — ——— —SF——— 522 5.* — —
58 38 — — —B— * T 8 ——— 252 — 5353
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———
* * 5525 78* * 222 — —* 2538 — 22 —
57 —A — »57 87 * 8* *
58 2 55 885522 —325553 55 2 233 — ———
8 —2E752 —5 * 7255 D 2 7 32385428 &amp; — D
28 53 — 523 258 zc —A — — 2 5 —A *
358 2532 28 * 223 * * ———— 2— — .
*
333 52 — 2 I3232* 2 53573 2 A S 3 —
J 2555 — ESEc7 — 5*32—5z
3 — 58 —e 753358533 333858257 ———
38* 53352385— z29*—58 —2* 5226 — A — 5558
* 55 8 — j — — 5 8 —— — 5 3
2325 383223332 283835583
—— 32223 3533 8 33 52 —7*8. — *
2 z355535 83 8 57 25255 4
5355 2227 —8 28*8 2533 —W 231* 13535383285
*—* 3 * — — — ——— —A —— 522** —— J — 52
———— 977 — — — — *—37—8 8 5735355
322 25680 — — — g 5525 — 6 2X 7 — —
X — ———— *86 — 56* — 788 ——25
—— 552* 252243* — —— 2* 82 2 **
—— 2 — 8 —B——— 2322 2* 2
E — 255 2* 522
55 —— 573 2333355
335333 2—7872* 3235332 3378
53 2* — *237 5
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* 5 5— * — —*
3 337— —3
34333355*
— ———
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—2 — 4 5* 282 — 8 23
—— 5237 51 33—2 * * 21 *55
225 — —1 5 3* 2 —5—2 9 —8 52
— — * 5232 — —7 8* — — ——225
—52* —* —3—* 12 — 558
S* — *2 —5 9 * * 5355 —
388 5 3— ——— 1255*588
* 575 — ——— 3
— 275 2 2 ——37 —— 33376
2 53 2 — — 52—5228 — 4 —5— — —— 532 *
2 525 25 —3822 x255582232* —
—728384 ** —— ⸗ 55
—2* R ẽ ——— 55333372 —— *
A 3 S“ —2* — ? 52* —2 7 3
S ——— — 38 ——581 2856
—E— 25 — 85335— 55 —5823237 —323
5 223 5——8—33373
— 8 3 — 3285
2 72* 7z. — 25 5525 —25 * 2352* — 3
28523 — 2 2——5 —3835 — —— 2—5—
2 * 2* 7 ——
—5835 — — — —2 — —— 53 3— —65*
z 3 —3—————53 33—3 33—
4 — B —A — — 2 * —— * 8 E —— 5*
— —— 3
852— —8—— 3 — —— —8—88 28
23 35—3377— 5 —833 6
2 2 —2 27 — * 2 D 5 D 2 2222 5—2 5—2 — * 25235 ——
2* 2 * 0 5 2 D5c 22 —— V22 ꝓ
. 3 —— — 3 3 3 —5—552355
2, —3587 —— —c28 —85— 23238 2555* 52235
53 — 3 33 —8365
8* 2 * 2 2 —8 —228 8* —2 **
——232 257 8325 3 ——2——8 ——323353 5383—355 2
—— 2 — — 525 8 2563* 55 5z —5 — 3 5I5 —22——35 —5552
9252 552 25 83—*5 55 SEGES . 5 33 5 28

2* 2
— * 8* 2 * 2 2822 2 * 2S—8.2582
—335 3— — —— — — ——3—5 53 — 52523 4 135S 2
— 3 33385355 — 35 3235525 523535353
522 3 ——— 55575— 9 —532 — —— — —— — 8
2575 * * 23* 25257 3*8 —— 3 —2 —3 33 —
—— —356——553588 * 55 75 —A—————
8 — —33»33532 —5—5 — 35225 — — 7 2 * * 2
—— — 2570 3 5 *553258 5383 235 37— —A R53322552
2257 255325323* 25323S55 8273 533 75—* *2235 —
2 32282 ——52 — 2 222 2 25 J 8* D * M
— — 8 5553 755 —85* —8 i*s 7 8
—27533 — —3 —53 —
——23 5533535 355 78 — 55853 285383 53835655*
— 323 — 22 2 2 2 3 5
535 388 5252 353 855* — ——— — 25*
355 —5 2 820 225 3 2 — 22 22 e— 262 32 *
82555— 532523 527z53 3238 52—3352— —3863853
8252355 —A — —— —2——35— 6* 5328 2
2252 2 253 32—53 — 52. — * * * — 3. —
—22524 3525 2 — —— 22 2* — * — ——— — —
3383 7 ———3333533 235 3 3337
— —55—*8 * 22 328 3S555 —2 — — 23 2556 — *
2. 2 e — — 3— 8 * —2 2 22 25 — — — — 2 —2 —
— 53 3 3333335 3328
3523555353 2 —A—— 8 2 * 82* 525523— m38285—
—3233855723 * 85——2—2—8— —534502 32 533* —A—
s22 —3355335 3 38383 3333 333 358
22 —2538 5—383— 22358 3 238 52 * — * 2 7 aa 3 8282
22 2* 3 22 ——A —A— 5— * 2 —A 72 239
23 — 5—2 —55333535 55 52822 —A—— —75 —
*27 — 58 —2 552 2536252 * 5 — 2 2 32. 2 *5
z22 5 5323 62582 53355 — — 3532—5553—553
3*3353* —5—25 —557355—55 —33*
52052 * * * 2 2 * 3 — 7 —Z — —*8* *2* 82 * *
3 * 2 —2DC8 — —— 2352 24 2.4 2*
— 3 —53325 322 —525 5 2 — ä3 23 — — —m7 22 25 * *557
5 3 —— 3 52358* 338*25 228
— — 3 —* *
5 — * 5
ü—— —— 2— — 2555 —2 2 5—72
25 2 *2 225 — * 3— * * * 2 222 A —

——5 —5 —7 —535— 5353—83852355 833 — — —3——3—858
522 2862 23 5587 —83083335 * — J—
2 »2 2 — m5 * 22 * * * — 22 —*8
3 7334335 333 3 3 333838565
2350 65—z3—23 52233 53 5325 52 5325 580557
—55 5285 8 —— 5 8 —2 8 2 *7 —A 5
3———8 3388 —62 33383833— 335
2232c5 — — — 5287 — 22 3
2323 5332 5585255365 —»25 57——527245 8—23 —
33 3337383

* * —* 8 2 * —
22 228 ——33 — 3333 25 2c2*22 522 —A 5 7
35 5 3— —228258*35 7 — 598 — —
— 3532 5—2858 325335335—3335553—85*83
3 * 2* 252 2 23*5 8 8 — —22 3 2 —529
22335373553 5 3—— 4388
——27 27 — *
— — A—
*5 3 2 3 33 52 7 —5 —— 2* —58 — 352 *
* 5282 8 582835 55 PBEF * 5285535525
— — —5833335—
— — 5* — — 3 552325 25 3 3 2
538 575— 8332332 —7 —2——2—533
3 7 3333533 333337
7 5 * *5 07
55 3333—3 333—32— —323378— 535383
——2— 3 3 383—38383 5523333 —8 33336 *
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553 555 — 72 * 5* 5 * 8 24 2 2 —8 5 2* 7 328 8* —
32 556 s5— 258 2 *52 22 2
— 3255256— —25583330* 5282332 — ẽ 23 33345
—5J — 202 23292*3 5*856—,57533335 *55 — ——585533233835
55 *5 3368— 335 8 * 2,2 —— —E — — 25222
2227 — S K S23 * S22 ——— 72 5 5 — —
— — 3 ———————— ————— 32 —333 62 5535 *
55—535353752357 225 2 —A — — * —„
7 5** —2322 2 ——ö— ———— — — 522
—55 ⏑ 838
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        3 272 8* —522 8— 2.2 —6— — — 3 533555
3835555332725538 ——3333358—3 367
233 —253 2 — ——— — *
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2 2 S * * —E 2 Z.,. 3 F — — —3 — 22 5
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—— * * — 5ñ55 77 — 253 7 — *
* 5235 2532323227 — — 7 5—25
— 22 — — 22 — — 2. 5 7 25*
s532358 *5358* 3288 — —— 2255 A
* 27 * * —22 2 —— 3 7* 2777
2135388882
7 23 — 535 — — * —7 8
215. 2373385555355232 ——2—5— ——2— —2—232
* — 7 — * 23— * — — — — x
2 57 — — 7 * — — —2 * 32 2* 7 8 *
* ——— s 2555——
* —8 22 2 —
—178 5332 5325527 —35*58 *5525338*55355 s335335535
— — 52—2 5 E * — —32. 2 — * 27 — 2
— 212 3* — 52. * —— 5 * d * 2 3 —2228
8 2 *55325* 522* 1523723 ES — 560* 2 527 — —— 2352 * 272
0538 22 555385535533 28E 2325 — — —3.
*5 —— 2 27 2. 53 2 * 2* —22 E
— 28 * 828 —*8 —3 222 — — ——— —— 227 — —
21532253 8255838* 228538 —A— 25 2237 —A—
2 5 5. 532 222 8 — 2372 — 55 * —
S 3 3———538 —2—5—358 53—5 3223
5 7 —A —— 2 . — — —— 268 — 2 2. —
— — * —565532.2 5 — 5— 5580 —* — 252 — —m“.3 5222
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8 2333 —z533557 *52* —355— 3333—355222733.53
*583385385353 332 355— 553233 32—738— 5733—5357
—553—3—5—5 553 — —
A7 — 5 *
2258 25385* 33*——233283— —52335555
. 25323 533522 35523—55555535—535—33338*
— V c23—— 5555 558522 J
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— 2 5* 2358375 22275355532355
33333 745—573333* 2532 3z3555 55 3—2333
— 3 ze2 22232323 28238 —525568 —— 52525
5*8* 8322 8 2252 — — 22 52 525 5222538
2 553 ʒ
2555 15—522235 85237575 —7833 2532532358*
17198 Ge 252233225 2527357— „3822 * —2522
22255 23583. 2233 283*755 —288636 25552
2., 55 538 ——— 58 527 55 8*52
2* 2 * 4 — —2 — —
75—— — — — 3 — 8832 —523383855583—
22555* 2532257* 253 — 28 — —9855283533*
2522 323 2.32 5* 233585 535253 —
22 2* * 52 — 2. 887 — 223 S8—32355 z 62. —A—
253208 2583 725 5252. ẽæ 235 235.3 53357 — 2,5—22
3853 —25523 3 3 —— 3855
* ⸗ *55 3. 2* 2 5* 3223 —A —A
—— —— — 7 323—32—762255 —2—2 — —— 223 332
— — 22 2 7 2 * —2 35253
3 53 5 3333355
2532 255 — 2 37 —
252* — s 7 2623.6 7 — —A— * —c5.2— —2 — —
* 3— 52 2* E — 3— * * 252 EF
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23 2 5352 8 5* S 257 2 —352 5
5532235 *2573 332388 SS 533 22325 5 325.2573
222 5232 — —*— — r —3— * —* — —
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28738* * 255388 3232.57 —55. 3 — —87—
553238 —— —„c 53 —
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— — 52. 8325835. 25 — 255 25. —7 7 —5 533358
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22232588 2228 5 23 22325823275
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2 553232232 —A m*22
2*2252357 2 — 3 322. 5* 233 3 7**
223595* *—325228 —2 5 *
2* 55358* * — 32.35 —35535575—
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2 Z828575 2* * * —A — 232
—3 ——— — 52 — — — ——7335
2885. 5820 36 05—33233 2
33333555 —A 3*— 255 275 78
25323*3382322 9 A—— — —
22223 —52— 5272 —— *
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7 —2——83585572 253323532.58328
252 5. * 223 5 232 7 255328
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23z35533 *227 — —72— — 3
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* * *
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— * — S 2 ——A 2
23—523 *255——3 529253235 23
5 22 8 —— 2 5 13 2 — —252
2c. 5368 z 222 2 —8 83 —
— 3 52 6282 .— 52275— 23523 558 2
*358823 *5233 32 9 5332323. —X 5*8322
* E — 2325 55 6 — — 2222.6—*
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2 *8 2. — 220 * 585 —A 222
23 * 53 2375535353 * * 2233685*—2*
2260 55 383252 —— S&amp; 5
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55575 —238 5 2533287
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2 7 — 235. —A —c —— — 222
28 22. * 5 — 2— 72 2 * 325 523335
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552— v EA— 72322 838 23 572 3*7
37 23 25 — 213572* * 25 *F 2 —— S — 2 —
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3533373 —73 2*23523358 z582 3535 52
553 3222 522 5552583 —ú— *— 525235 —2
23338 25355* 55377* 3 52 338355*
3333355555 —— —— 2253877
—2 —55553 S 7 , 3585
3353335 2552 23 8 3235*22 525—38
535*23* 522 —22 3 — — 2 —— 82 8
5532 — 33353355 3 —— 533557
— 524.58 532 2*3 — 5390 23 25303
53533335 33 83255
353535385 253373 602 3 2. 3 5 * 826*
3773553335 23 — BB—
333337 2033 ——55535 22
—353553535— 322 2 272— 575
7 335* 8*
* 22. * 3 5
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253333533555
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181
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

—ESO—
Der St. Jugberter Auzeiger und das (A mal wöchentlich) mit dem Hauptblatke verbundene Unterhaitungsblaßt, Sonniags mit illustrirter Vei

lage), erscheint wöchentlich viernaal; Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abomnnementspreis beträgt vierteljährlich

WMark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 150 Pfg. für die diergespaltene Zeile Blauschrift oder deren Raum, Neclamen
mit 30 Pfg. vpro Zeile herechnet.
A 2Oö4.. ESaustaa, den 28. Deeeniber14876.
22

—.. Einladung zum Abonuement.

Zu dem mit dem TJanuar 1877 beginnenden neun
Quartale, auf den „St. Ingberter Anzeiger“ mit „Ilnu—⸗
strirtem Soanntagsblatt“ beehrt sich die unterfertigte
Erpediuion ihre auswärtigen Abonnenten, welchedas Blatt durch die
Post beziehen, mit der Bitte freundlichst einzuladen, füt rechtzeit ige
Bestellung debselben Sorge tragen zu wollen.55

Unsere geehrten Abonnensen, welche das Blatt. durch unsere
Träger erhalten, bekommen dasselbe wie bisher-forsgeliefert weun
nicht voz Epde dieses Monats abbesiellt wrde.—

Das dem Hauptblatte beigedruchte Unterhaltungese

blatt“ wird auch im nächsten Vierteljahre durch Abdruck ged e—
zeuer Novellen und Erzählungen sich d'en Guust der Leser za er—
jalten juchen. Piit Neujatr beginat dasstlde min dem löchst span-
nenden Rowane von Emili.e Heinrichs: „Im Irren—
hause.“ J

Preis und Erscheinen des Blaͤttes bleiben und: rändert.

Zu zahlreichem Abonnemeunt ladet böflichstein *

Die Expedition des St. Juaberter Anzeiger.“

Deutsches Reich.

München, 19. Dez.. Die somohl während der letzten Krietje,
als auch ber den seither von größeren Kavallerie-Massen bei den
derichedenen Manöbdern gewachten Crjahrungenleßen die Werth—
losinkeit, ja den Schaden des Kürasses, deser m'itedalterlichen Aus—
rüsiung (Schutzwaffe nannte man- die Dinger) klar zu Tage treten,
und sprachen bewäbrte Kaballeristen, sowe alle Fachdlätter für die
Ablegung desselben; daß man nicht schon früher mit dieser militaä—
cischen Bzarrerie, die viel Geld kostete, brach, lag und liegt bezie—
hungsweise noch beute in persönlichen Gründen. Nach Ablegung
des Harnisches und Bewoffnung dieser Neiterregime ter, welche bald
Dragouer heißen werden, mir einer weätiragenden Plaz sionsweffe
sind dieselben nun doch auch zum Sicherheits- und Kundschaftsdienste
gee gnet, wenn sie auch nicht niehr. das frühere theatralische Aussehen
jabeun.

Münchenu, 19. Dez. In der Komission, welcher die Frage
wegen Wegfalls der Kürasse u serer Kürassier Regimenter vorgelegt
wurde, ist, wie man in uilitärischen Kre sen verninimmt, auch über
eine andere Kopfbedickuug der Kürassiere berathen worden. Nach
dem nun angeordnesen Wenfall der Kürasse erscheint der bisherige
Metallheim auch nicht als passende Kopfbedeckung, not weniger aber
als zweck näßig, da die Mannschaften jehzt bekanntlich mit dem Cara⸗
bdiner bewaffnet werden, ein ficheres Anlegen deser Weffe zum
Feuern aber nicht möglich erscheint, so lange die Mannschaft diesen
Helm trägt. Man erwartet deßhalb, diß füc die Mannschaflen der
veiden Kürassier Regimenter in nächster Zeit eine neue Kopfbedeckung
estimmt werde.

Berlin, 20. Dez. Alle pfälzischen Abgeordneten stimmen
für die Justizgesetze nach dem Miquei'schen Kompromiß.

Berlhin, 21. Dez. Der Reichstag hat heute in der Schluß—
abstimmung die Justizgesetze mit 194 gegen 100 Stimmen an⸗-
senommen. Dagegen stimmten das Cintrum und die Fertschritts-
darte'; alle anderen Früctionen waren einstiaamig daflür, ebenso die
Bruppe Löwe⸗-Zinn.

Die O,fiziö en bestreiten, das über einen Besuch des Kaisers
m Me und Straßburg séon irgendwelche Bestimmungen
getroffen seien; jedoch wird eing:räunt, daß der Kaiser wiederholt
den Wunsch zgedußert, hat, den Reichslanden einen neuen Besuch
zuu schenken.

Nach einer Miltheilung der „Post“ ist der Zusammenstoß der
Abgeordneten Lucius uünd Bamberger in der Sonnabendsitzung des
Reichstags durch das Dazwischentreten beiderseitizer Bekannten ohne
weitere Folgen geblieben.

Gutem Vernehmen nach wird sofort nach dem Schlusse der
A

Gestern zirkalitie im Reichstage das noch unbdestimuit⸗ Gerücht,

— 5———22—[——
ööÜEfREE
daß jene v'er Mitzlisder der nationalliberalen Fraktion, welche gegen
den Kampromiß gestinmt haben, ihren Austritt aus der Fraktion
ertlären wosllen. —

Dee Regietzing legt“nach der „W.-Z. großen Werth auf eine
nochmalige Plenatbejprechung der Vorläge betteffend Einführung der
Follausg e chungsabgaben, dor Schluß des Reichslages. Die vom
Reichstage zur Vorberathung der Vorlage eingesetzte Komission von
21 Mitgliedern hat ihte Befhrechüngen beendet. Durch die Lässig⸗
keit und ungenügende Vorficht der leilenden Parleien ist es geschehen,
duß die Schutz zöllner die Majorikät in' der Komm'ssion erlangt
jaben, indem 11 Mitglieder für und 10 Miiglieder gegen die Vor—
—VVVV— — des Entwurfes
ju sichern, hat die Regierung die handelspolitischen Maßnahmen zu
aur rein vol'tijchen zu machen versucht, was ihr auch insofern ge—
Pückt ist, als einige füte den Freihandel geneigte Abgeordnete in
Jet speziellen Frage der Einfuhr vom Ausland mit Exporiprämien
»egünstigter Eisenwaaren, namentlich grober Gußwaaren der Maß—
ahie von Zollausgle chungsabgaben zustimmten. Trotz des voraus⸗
ichtlich dee Annahme der Vorlage befücwortenden Komissionsberxichtes
st nicht zu erwarten, daß die Mehrheit des Reichstages dem Vor—
hlage der Komission entsprechen wird.

Der Beschluß der deutschen Reg'erung, die Einladung zur
Theilnahme aw der Pariser Weetausstellung abzulehnen,
vird ven den Parisern Blättern vielfach kommentirt. Die „Patrie“
nßert in einene Deutschtaud und die Ausstellung“ überschr'ebenen
Artikel: „Mit oder ohne Deutschland wird die Ausstellüng eine
zlanzeude sein, und Frankreich wird durch se ne Einladungen be—
viesen haben, daß es von den verfsöhnlichsten Gesinnungen beseelt
st. Jetzt wird den deutschen Blättern hoffentlich jeder Vorwand
zenommen seimn, wenn sie wieder die Lust anwandeln sollte, sich über
insere friedlichen Absichten zu täuschen. Vom philosophischen und
ystorissen Stundpunkte ist es sogar sellsame, welche Bitterkeit
infere Nachsarn in Ecinnerung an ihre eigenen Erfolge bewahrt
hjaben; das läuft offenbar uller Gewohnheit, dem Zauber des
Sieges und dem Genie des glücklichen Voskes zuwider.“

Im pre ßischea Staate waren Ende Ottober d. J. 118 Kreis-
Schul: Inipe:toren definiliv angestellt.

ANusland.

Wien, 20. Dez. Das Telegratzy. Cortesp.-Bureau meldet
aus Semlin: Auf dem MonitotMaros“ wurden iin Folge
Platzens einer Granate beim Laden im Thurm ein Schiffsfähnrich
und ver Matrosen schwer, sieden Mann leicht verwundet.

Loudon, 20. Dez.- Der Staatssecretär der Colonieen,
Earl of Carnarvon, hielt gestern in Dulberion eine Rede, in welcher
er hervorhob, die Regierung setze das größte Vertrauen in die
Mission Salisburys. Der gegenwärtige Augendlick sei zwar sehr
tritifch, doch sei es das Zei der Negierung, den Frieden trotz der
driegsrü ungen zu erhallen. Die Regierung hoffe, die Conferenz
werde eine friedliche Lösung der schwebenden Fragen herbeführen.

(Euglische Rditungenu.) Die neuesten Nacheichten über
die euglischen Kriecszüstungen für Konstantinopeh, Gibraitat und
Malta sind folgende: Oberst Stockes vom Geniekops ist mit enem
vollen Stabe nach der Levante gesandt worden, um die Vertheidigung
von Konstantinopel zu organisiren. Die 20. Genie-Kompa wie
wird mit einem der Pen. und Otient.Postdanpfschiffe von Malta
nach Konstantinopelargehen und das Teuppen— Trausporischiff
„Assistance“ wird das 60. Rifle Regicrent dahiun bringen. Sobald
die russische Armee den großen Balkau UÜUberschreitet, werden ˖· von
England 50. 000, Mann Truppen nach Varna, am Schwarzen
Meere, gesandt werden, von wo aus den Russen der Weg nach
Zonstantenopel verlegt werden wird. (72) Die Flotte wird' darn
auch nach dem Borzporus abgehen. Ferner sollen dann auch die
Garnisonen in Gibraltar und Malta sofdrt verstärtt werden. Oberst
Pasley vom Geniekorps ist nach ⸗Gihraltar gesandt worden, wo
dedeutende Bauwerke vorzunehmen sind, unt⸗r denen auch der Bau
tines neuen großen Werftes für Kriezsschiffe. Die dortigen Forts
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        werden Kanonen von 150 Tonnbn Aaliber erhalten, womit der
Eingang ia's Mittelländische Meer vollkommen beherrscht werden
kann. Der Plan, den Isthmus oon Suez seiner Zeit mit auglo—
indischen Truppen zu besetzen, wird vordechand in aller Stille be—
trieben; in Indien wird man jedoch Näheres darüber wissen.

Konstantinopel, 20. Dez; Auf drr Hohen Pforte wurde
heute ein kaiserlicher Erlaß verlesen, durch welchen die Ernennung
Midhat Pascha's zum Großvezier (an Stelle des abgesezien Nuchdi
Pascha, welcher den Resormplänen Midhat's widerstrebie) motivirt
und der Wunsch des Sultans nach einer guten Verwaullung der
Staatsangelegenheiten und nach einer befriedigenden Loͤsung der
schwebenden Fragen durch Sicherstellung der Rechte unb der legi⸗
simen Interessen des Reiches vor den Angen der ganzen Welt,
owie endlich nach einer Verbesserung der finanziellen Lage des Reiches
ausgedrückt wird.

Konstantinopel, 20. Dez. Sapfet Paescha bat die
Vertreter der Pforte im Auslande benachrichtigt. das der Ructritt
Ruchdi Juv vom Großvezierposten aus „Gefjundgeitsrücksichten“
erfolgt sei.

IAans achs war ein Echũh ·
Macher aber kein Socialdemokrat dazu!

Wenigstens hat er denen, so sich mit Hirngespinnsten abgeben
und wirklich oder nur zum Schein daran glauben, Feindschaft ge⸗
ichworen und züchtigt sie mit der Geißel seiner Saiyre. Unsere
wothen Professionsredner glauben nun allerdings selbst nicht an den
paradiesischen „Voltsftaat,“ wo der Einzelne Nich:s hat aber auch
nichts braucht, weil die Gesammtheit für ihn sorgt, während er
jelbst täglich nur ein paar Stunden für die Bedürfnisse der Kom⸗
mune zu arbeiten hat. Ueberproduktion und Speiulotion find
ebenfalls sireng verpönt, Conjunktur und Handel auf Rechnung
Einzelner hören nataͤrlich auch auf, müssen aufhören; Profit gibts
aicht mehr, sondern nur Verdienst: reinen gerechten Verdienst!
Die Commission, welche das Geleistete zu prüfen und den Entgelt
dafür festzusetzen hat, dürfte sich freilich schwer thun und um ge·
legentliche Prüsel braucht ihr nicht bange zu sein. Auch werden
fich die glücklichen Cooperativgenossenschaftler und Volksstaatsarbeiter
bei jeder Stockung des Austauschgeschäftes in die Haare kommen.
Wenn es auch kein Kapital mehr gibt, Münzen braucht man doch,

und da möchte Mancher eine klebrige Tasche heben; ja wir be
haupten: die socialistische Menschheit haut sich gegenseitig gerade
jo über die Ohren, wie die kapitalistisch organifirlte. Unddann
erst die gegenseitigen Anklagen und Verfoigungen !“ Man hat's ja
bei der von unsern Socialdemokraten so drelbelobten Pariser Kom—
mune erlebt. Die leitenden Perfaͤalichteiten haben einander der—
maßen angefeindet und arretirt, daß die Versailler Truppen, venn
sie noch ein bischen länger ausblieben, Nemand mehr in Freiheit
angetroffen haätten! Republikpräsident Bebel und Gouverneur
Pröbst würden sich bielleicht Mühe geben zu helfen und Ordnung“
in ihrem Sinn herjustellen, aber es würde nicht gelingen und die
zJegenwärtigen Führer müßten bald ‚in den Sack niesen“ — (fran
gösisch revolutionärer Kunstausdrud für Guillotinirtwerden) — um
Andern Platz zu machen. Wer aber zuletzt triumphiren würde,
das wäre der Säbel und die Knute. Und das geschühe den
Deutschen Recht, wenn fie sich jemals einer so großen Dummheilt
und Lahmheit schuldig machten, daß es dem social stischen Schwin⸗
del n.dglich würde, sich auch nur momentan an's Breit zu schwinge«.
Ja furchtbar wäre das Elend, das diese Hetzer über Siadt
und Land heraufbeschwören würden. Und doch malen sie den Ar⸗
beitirn eine rosige Zukunft vor, ein wahres Schlaraffenland von
velchem der Schusterpoet Hans Sachs singt, wie folgt:
Um jedes Haus geht rings ein Zaun,
zeflochten aus Bratwürsten braun;
nom besten Weine sind die Bronnen,
lommen einem selbst ins Maul geronnen.
An den Tannen hängen süße Krapfen,
vie hier zu Land die Tannenzapfen;
muf Weidenbäumen Semmeln ssehn,
anten Bäche von Milch hergehen,
in diese fallen sie herab,
daß Jederman zu essen hab',
Auch schwmmen Fische in dem Lachen,
gesotten, gebraten, gesalzen, gebachen,
die gehen bei dem Gestad so nahe,
daß man sie mit den Händen fahe.
Auch flicgen um, das möcht ihr glauben.
gjebratene Hühner, Gäns“ und Tauben,
wer sie nicht fängt und ist zu faul,
dem fliegen sie von selbst ine Maul.
Die Schwene, fett und wodl gerathen.
aufen im Lande umher gebraten,
jedes hat ein Messer im Rüch,
damit schneidt man fich ab ein Stüd
und flect das Messer wieder hinein.

Na'e liegen umher wie die Stein'.

Bei den Leuten sind allein gelitten

nühelose, bequeme Sitten.

So zum Zel schießen die Gäst',

der am meisten fehlt, gewinnt das Best',

Der, welcher lebt ein lustig Leben,

kriegt für den Trunk einen Batzen Lohn.

Für eine große Lüge g'bt man eine Kron',
Verstand darf man nich‘ lassen sehn,

aller Vernunft muß man mußig gehen;

wer Sinn und Wizt gebrauchen wolli',

dem wär kein Menschh im Lande holdz
Wer also lebt wie obgenannt, e
der ist gut im Schlaraffenland, —V — —
in einem andern aber nicht. —
Drum ist ein Speegel dies Gedich

darin Du sehest dein Gesicht. —
Bermischtes.

F St. Ingbert, 22. Dez. Es wiro vielen der Leser
yon Interesse sein, zu erfahren, daß Herr De. Krieger; der
»urch seine mehrjährige Wirksamkeit dahier als praktijscher und
düttenwerts⸗Arzt, trotzdem er schox vor beinah fünf Jahren als
. Kreisarzt nach Stroßbutg versetzt wurde, noch in gutem Aat
enken steht, fich Ende Oktober ds. Is. als Priva!docent an der
Iniversinat zu Straßburg dabilitirt hat. Das Programm jeiner
zygienischen Vorlesuugen umfaßt insbesondere die Lehre von dea
dahrungsmitteln, vom Trinkwasser, von der Luft und der Venti—
ation, von der Wohnung, Kleidung, Heizung, von Wafsfser und
ßoden, von der Abfuhr und Canalisation, von der Anlage ze.
»er Bauten, von dem Leichen⸗ und Beerdigungswesen, von gesund
eitsschädlichen Gewerben, von Schul⸗, Krauken- und Gefangen⸗
üufern, voun der medicinischen Statistef im werteren Sinne u. ĩw.
Ddas Gebiet ber hygienischen Wissenschaft ist, wie man sieht, ein
ehr weites. Wie wir lasen, gebührt Hr. Dr. Kriezer' das
Berdieast, der Erste zu fein, der der Hyg ene als solcher in Deuisch⸗
ljand an einer Universität einen eigenen Lehrstuhl errichtei.

— In der hiesien Polizeigerichtssitzung vom 20. d. wurden
aber nals fünf sonntagsschulpflichtige Knaben und ein Madchen
von Oberwürzbach wegen Tanzmusikbesuchs zu Haft von ein und
wei Tagen verurtheilt und gezen ein Mädchen der Urtheilsspruch
ertagt.

f Kaiserslautern, Die Actiengesellschaft ,Eishaus Lai⸗
erslautern? hat im 1. Betriebsjuhr einen Reinzewinn von 624 M.
70 Pfg. 6 90) erzielt; derselde wird nicht vertheilt, sondern
fließt ungeschmälert in den Reservefond.

F Die Mafien'sche Maschineufabrik ia Müncher lieferte am
DPontag, 18. dé. WM. die 1182 Lokomotive Queich“ ab.

FLobenswerthe Energie. Wie der „Auge?burger
Pollswille“ meldet, hat das lönigl. bayerische S:aaisminisserim
»es Innern angesihts der vielen Klagen, welche im Pablekum und
in der Presse über die Verfälschung von Lebensmitteln, insbesondere
»on Bier und Wein, laut werden, die Distrikts und Ortspolizei⸗
eborden angewiesea, von der Beschaffenheit der Lebensmiitel durch
jaufige und unvermuthet⸗ Viñtationen bei den betheiligten Gewerbe⸗
reidenden fortgejetzte Kenntniß sich zu verscheffen und wahrgenom⸗
nenen Fälschungen mit allen gesetzlich zulässigen Mitteln entgegen
u treten.

fVBVom Rhein, 16. Dej. Amerikanische Blätter melden,
daß der Mörder der vor 10 Jahren auf eine schauderhafte Art
ermordeten Julie Schäfer von Trippstadt bei Aaiserslautern endlich
doch in die Hände der Geredhtigkeit gefallen und in Amerika ver—
jaftet worden ist. Möze es der Unsicht und Thätigleit unseret
Behörden gelingen, auch recht bald Licht in das geheimnißvolle,
plötzliche Verschwinden eines Mannes unserer Nochbarschaft zu
bringen, da hier offenbar ebenfalls ein schauderhaftes Nerbrechen
vorliegt.

f Kunstre ter oder Amazone muß man werden, um seir Aus—
lommen zu haden. Nachdem Renj in Koln so und so viele Wochen
zeritten und hat reiten lassen, zählte er sein Geld und erschrack,
denn er hatte 240,000 Pa:k — reinen Ueberschuß. Was sind
die anderen hohen Schulen gegen die hohe Schule der Reitkunst.

fF Aus Hamburg schreibt man den zu Altoaa erscheinenden
Neuen Nachrichten: Menschenhandel in Amerika. Laut einet Privat⸗
nittheilung soll auf dem zwischen Frankreich und Amerika der—
ehrenden Dampfer „La France“ unfer anderen Passagieren ein
zewisser Adolf Honig, etablirt zu Buenos Ayrez Mairot, sich be⸗
unden haben, der sich mit dem Handel nit weißen Sklaven befaßt.
Er schleppt arme Mädchen, nicht selten von gulen Familien, nach
Rio de Janeiro; dort sperrt er sie in eine Art Gefängniß oder
Harem mit e sernen Thüren, wo sie unfähdig sind, ihre Freiheit zu
erlangen, und während die Unglüdliche nicht entrinnen kann, miß⸗
zraucht er sie bis auf das Aeußerste und verkauft: sie dann in da,
        <pb n="703" />
        Imere der Probinz an der Grenze der Pampas, wo sie die Beute
roher, wilder Soldaten wird. Wir hören, daß auch manche Nord⸗
reutsche d'esem Niederträchtigen zum Opfer fiel und warnen deshalb
das Publikum.

F Krieg der Schiefertafel. Ueber den Gebrauch der Schie⸗
ertafel bemerkt der „Pädagog. Beobachter“: „Der Uebelstaud, daß
»ie Kinder rasch nach einander und immer und immer wieder
die Augen von der weißen Papierfläche des Buches auf de schwarze
Tafel richten und dieselben so einem raschen Wechsel von hell und
unlel aussetzen müssen, dat dieselbe Ueberreizung zur Folge, wie
ie grelle Gegenfaͤtze bei künstlicher Beleuchtung. Dazu kommt, daß
nie Schiefertafel nicht schwarz sondern grau, und die graue Griffel⸗
chrift von diesem Grau nur wenig abfticht. Es müssen die Schü⸗
er ihre Augen der Tafel nähern, um deutlich zu sehen, und durch
dieses Sehen Uand den Blutandrang nach dem Kopfe, den die schlechte
Lörperhaltung. zu der sie genöthigt sind, derurfacht, wird dos Seh⸗
jermögen abermals deeinträchtigt! Ferner ist die Tafel ein Augen⸗
)erdreher, denn die mit dem Graffel gekritzelten Schriftzüge sind
zesser sichtbar, wenn man jchief auf dieselben sieht. Die Tafel ist
lrsache, daß sich die Kinder schiefe Achselr, krumme Rücken, einge—⸗
)rüctte Brust und kurzsichtige Augen ausitzen, selbst bei den bestton⸗
truirten Schulbänken. Tafel und Grieffel verderben auch die Hind.
Hutes Papier, gute Federn und schwarze Dinte an die Stelle von
Tafel und Griffel und ein Grundübel der Schule ist beseitinu.

f Die ‚Grazer Tgsp.“ vom 17. ds. berichtet: Gestern Vor⸗
nittag hat ein Lojähriger Schullnabe, der Sohn eines Ge⸗
perbsmannes, einen Selbstmord begangen. Er ging mit mehreren
damecaden aus der Schule die Wieneistraße entlang und gab den—
elben die Absicht kund, sich das Leken zu nehmen. Die Knaben
zlanbten, er mache Spaß, sollten je och bald eines Andern über—⸗
eugt werden. In der Nähe der Papiermühle fing er zu laufen
an, warf auf der Müblgangbrücke seine Schulhüsver von sich und
»praug mit dem Rufe: „Behüt' Euch Gott!“ ins Wasser. Er ver⸗
chwand spurlos und die Leiche wurde noch nicht aufgefurden.

f London, 18. Dez., Abends. In Folge einer bei New-
Boct (Ponmouthshire) stattgehabten Kohleugruben⸗-Explosion sind
niele Veenschen um's Leben gekommen; die Zahl der bisher aufge⸗
undenen Todten betiägt 17; noch mebr Perjonen sind erbeblich
eschädigt.

F Waͤhrend in Mittel und Westeuropa der Winter bisher
nemlich mild aufgeteeten ist, herrscht er in Rußland mit erschreckender
deftigkent. In Wologda hatte man am 13. Dez. — 308 Grad,
n Vetersbuig 18 Grad.

f Getreidebericht. Es bekunden die auswärtigen Bes
richte von der letzten Woche fast sämmtlich einen schleppenden
Heschäftsgang und es haben auch die Preise mitanter eine rück⸗
zngige Bewegung angenommen. —e —

Fur Zeitungstleser.
Als ein staunenswerthes Ppänomen in der deutschen Journa⸗

——ã

—
Lie zWei anten,
velche die Verlagsbnehhandlung von 4A. H. Payne in Leiprig 20
hrem jetzt begonnenen Jahrgange der illustrirten Leitschrift: .Das
Neue Blatt“
M2ls Prümie

zegen die geringe Nc ,r Bloett. ses ain grosse

rerrliche Oeldrackbilder] liefert,

OIIften anu fkeinenm Veihnagebtstäsehe fehlen.

Ver daher auf diese wit so vielen Vorzugen ausgerüstet Zeitschrit

.Das Neue Blatt noch nieht abonnirt ist, sollte Abonnement ent-

— bei der Post oder bei der nüehsten Bnchlandlung sofort be

cdellen.

Das Neue Blatt erscheint in 2wei Ausgaben:

vum mer-⸗MAusgabe. Jede Woche eine Nummer. Preis Mark

— — ZBö2232322—————L— 1,50 vierteljahrlich.

Jest-A usægahe Alle 14 Tage ein Heft à 40 Pfg. Diese Heft-
lusgabe schliesst eine elegante Moden-Zeitung
nit gana neuartiger Darstellung grosser Schnitt-

theile, betitelt: Neueste Moden für unsere
Damen, gratis in sich ein. 20

Preilich ist diesce Heft- Ausgabe nur ee len und
aicht durch die Post 1u verlangen. Die Post besorgt nur die Num-
wer-Ausgabe. Im Unterhaltungsblatte laufen drei grosse Norellen
reben cinander, von denen die erste phantastiseh epannnend die
vVirkung noch unerforsehter geistiger Rräfte mit in die Erzählung
ingreifen lässt. Die zweite Novelle ist ein Treffer für weiche em-
»findungsvolle Gemüther, wahrend die dritte betitelt: „Dwölt Procemt,
benteuerreiche Erzablungen vorziehende Leser 2u Dank verpflichten
rird.

Der Nachweis des Abonnements borechtigt ⁊u sofortigem Bezug
ier beiden Prämien, direct von der Verlagshanälung, venngleich dieso
lirecte Prumien-Versendung, wie aus uptenstehender Anzeige ersicht-
ien. die dazu angestellten Arbeitskrüfto beinahe bis 2ur Grausamkeit
inspannt. Das bewirken also

än 7wei Vanten.

e

stik, wie solches bisher einzig dasteht, dürfte die großartige Aus⸗
ehnung, welche die in Berlin seit 5 Jahren bestehende Zeitung:
Berliner Tageblatt“ gegenwärtig erreicht hat, zu bezeichnen sein.
Die gegenwärtige Auflage des „Verliner Tageblatt“— beträgt ca.
19, 000, eine Ziffer,, welche bisher in Teutschland keine Zeitung
tuch nur aunädernd erreicht. — Nur in England und Amerika
estehen noch Zeitungen, welche eine ähnliche Verbreitung besitzen.
— Frägt man nach den Ursachen dieser enormen Erfolge, welche
as „Berliner Tageblatt“ zu verzeichnen hat, so genügt die Kenntniß⸗
ahme von dem reichen und interessanten Inhalt des ‚„Berliner
Angeblatt“ nebst dessen Beigaben „Berliner Sonntagsblatt“ und
zein illustrirten Wetzolatt „Ulk.“ Der politische Theil des „Ber⸗
iner Tageblatt“ zählt die bervorragendsten Publizisten zu seinen
Nitarbeitern und wird von Spezialkorrespondenten an allen wich⸗
gen Plätzen steis mit den neuesten und zuverläfsiasten Nachrichten
ersehen. Als vbesonderer Vorzug dürfle- noch die Thatsache zu be—
chten sein, das das „Berliner Tageblatt“ bei seiner entschieden
beralen Tendenz nach jeder Richtung hin unabhänzig ist, und sich
urch keine Parteirücksi sbten bei der Beurthetlung politischer uud
ational · konommscher Fragen beeinflussen läßt, sondern dieselben le⸗
iglich nach seinem eigenen über den Parteien stehenden Ermessen
eleuchtet. — Nächst deu umfaängreichen Lokalnochrichten, welche
l s Wissenswerihe über die Ereignisse in der Reichshaupistadt in
voalaesi yteter Form bringen, enthält das „Berliner Tageblatt“
ime alle Zweige des Handels umfassende „Handelszeitung“, mit
ynpletem Kurszettel der Berliner Börse. — Eine besondere Zierde
es Blattes bildet das „Fenilleton“, in welchem die neuesten Ro⸗
nane unserer ersten Schriftsteller, we Spielhagen, Gutzkow ꝛe.
lufnahme gefunden haben. Für das kommende Quartal hat das
—A
kitel „Franz Staten“ erworben, welcher sich gleich allen bisherigen
Verken des gefeierten Erzählers durch seinen spannenden und fesseln⸗
en Inhalt auszeichnet und die Leserwelt in hohem Grede befrie-
gen wird. Sodann finden in diesem Theile des Blattes Theater,
kunst, Wssenschaft durch Originalkritiken und Berichte sorgfältige
zeachtung. Die besondere Sonntagsbeilage „Berliner Sonntags⸗
latt* bringt vornehmlich kürzere Novellen, Humoresken und Skizzen,
jberhaupt Arnkel belehrenden und unterhaltenden Inhalts. —
-chleeßlich erhalten die Abonnenten des „Berliner Tageblatt“ jeden
Donnerstag das meisterhaft illustrirte Wizblatt „Ulk,“ welches durch
einen frischen Humor für die Erdeiterung der Leser sorgt. Nach
Aufzählung dieses reichhaltigen, den Abonnenten des „Berliner
Tageblatt“ gebotenen Lesistoffes ift die dol ssale Verbreitung dieses
Zlattes erklärlich und zweifeln wer nicht daran, daß dei fortgesetzter
Innehallung dieses Programms die Leserzahl sich noch weiter ver⸗
nehren wird. Der Abonnemientspreis ist als ein sehr mäßiger zu
zezeichnen; derselbe beträut für alle drei Blätter zusammen nur 5
MN. 25 Pf. pro Quarial intlusive Postprovision.
J Für die Redaction —ER
. KRleinere und auch
gröoͤßere
445 *
Kapitalien
sind stets durch den
Unterzeichneten gegen gute bypo
bekarische Sicherung auszuleihen;
nuch gibt derselbe auf einfache
dandschrift hin gewisse Beträge ad.
J. Boos, Geschäftsagent
zu St. Ingbert.
Frische Butter
per Pfund 1 M. 15 Pig.
garantirt rein, fortwährend zu
haben bei
PVhisivv Klinck.
8 Gotd d usgegeber »at,
der solb uethetlten. F
Wie nicht anders zu erwarten war, iS die Verlagshandlung,
seitdem sie siebh erboten hat die beiden Prämien, Die gute Tanté
and „Die strenge Tante,“ den Reflectanten auch
enden, mit Post-Anveisungen geradezu tberschüttet worden, so 2war,
dase die hierauf erfolgte Pxpedition nicht ohne Aufregung und Auf—
mehen und namentlich nicht ohne wesentliehe Verstärkung der Expe-
ditionskrüfte bewirkt werden konnte. Gleich die allerersten Versen-
dungen wurden sofort mit Aeusserungen der Anerkennung erwiedert
rovon täglich mehr und mebhr einlaufen. Dabei ist der Zuspruch
den Prämien von Tag zu Tag noch im Wachsen begriffen.
Post trifft ein, ohne dass sich die Einrichtung der Post-Anv-
als schnellates und handliehbstes Zahlungsmittel, nam
massenhafte Binzelversendungen, trefflieh bewährt.
Die Verlagshandlung vo A. H. Payne

Von Sams—⸗
g (Gheute)
d ab
sener
ODO 7

Allgemeine
Rechnungen
(ohne Namen)
in s, 4, u. Us Bogen sind

vortätbig bei
        <pb n="704" />
        —
Rusberkauf.
X A.

Von heute ab bis 1. Januar verkaufe ich, um mit
neinem großen

—— * ——
ArE-Mil νινI.
Moöontag Abend punkt 7 Uhr a
FELXMN — F —5
Christbescheerung Vereinslokal.
—. ——— * Der Unterzesamete constatirt,
Frische Dattelun daß er durch⸗ die Heilmethode
asen vdern r
IMPeters St. Irgbert.“ Herde (Holstein) in“ kurzer Zei
bon einem harinckigen · J
Eprechtunden Magenkatarrh
Ar Augen- i1B. Go- g
— — ——— besrert uad gebeilt wurde, vach
este e h
Haus —E Gehräuch wieler. anderer Medi⸗
67* 4 * —88 cinen und selbspeder Karlsbader
bols 12Uhle Inpren nicht dehoben · werden
—8 onnte. *
— Dr. Evenich, Enchenreuthein Oderfranken
Augen und Gehoͤrarn in. (Boͤhernd, 200 Spe. 1878
———— (L. SAKrug, Pfarrer.
—⏑ Vorsteherdes bestängt auf Ber⸗
8Bwei. Zim mer ⸗ ee inDne —9 flaus
m oberen Stocke, unseres Hauses“ Das Bürgermeisteramt duhier.
sind zu verm ethen, auch können (J. S)*8 wotr, Buürgerm.
dieselhen möblatt we den ⸗ Herru Pfärrer Kruß's Leiden
Gebr. Stief vähet⸗ angeblich668 7 Jahr.
Nicht durchsichtige; aber wirtlid
gehatwolle⸗
UnmniversaIs
—
Von Autocitäten veprüft and
As vorzüßdich befunden. Diese
Sefen, aus gauz gereindatem
Glycerin und Fell bereitet, sind
ltei läugtrer Anwe duug) das
wohlthätigste und unfehlbarste
Htietel zenen rauhe, ipröde und
krauthife Haut.Sie verleiht
überhaupt derselben de größte
Zarthest und klare Weiße Die—⸗
elben sind durch ihren bohen
Giheeriugehalt vollftänd:g neutral
und enthätle keine Spur mihr
der gerengster Schücfe, deshalb
besonders zum Waschen für
Kinder, offene Wunden und bei
berletzter Haut sehr zu ewpiehlen
Darch ihre Billigkeit und natür—
lichen, angenehmen Geruch sind)
dieselben allen anderen Seifen
dorzuzieten und für J dermann
zjum allgemeinen Gebrauche zu
empfeyleu. Preis per Stück 15,
20 und 30 Pfo. Fabrik von
ʒ. P. Beyschlag, Augsbuig.
—
J. Friedrich, St. Jnabert.

Winter Lagor
„Herren- u. Knaben-Kleidern,
sowie Dapunnν mnl (uene Facons)
zju räumen, den fämmtlichen Vorrath zum Kostenpteise.

B. Ackermann.
— St. Iugber. —
im Hause des Herrn Christian Khling neben der

kat dolischen Kirche.
Bei obigem Ausverkauf empfehle gleichzeitig mein reich-
haltig sortirtes Lager in *8
Muützen und Filzhüten
uu den billigsten Vreisen.
A. Sohulthoiss.

Im Interesse der Abonnenten
wird um wöglichst frühzeilige Abonnements Anmeldung gebeten, damit die prompte Zuiendung
des Blattes vom 1. Jannar ab erfolgen kann. — F —

Deutschlands gelesenste und verbreitetste Zeitung

ist das
Berliner Tagoeblatt
reð st
der dellestischen Wochenschreft dem illestrirten Witzblent
„Berliner Sonntagsblatt 69Eαα
dessen Auflage in den 5 Jahren se'nes Bestehens die euorme Höhe vn
48,7000 Eremplaren
erreicht hat, eine Abonnentenzahl, welche bisher keine andere deutsche Zeitung-besitzt.
Diese großartigen Erfolge verdanktedas „Beerhiner Tageblaut“! vornehmlich
der Reichhatigkeit u. Gediegenheit seines Irhalts. 5
Der politische Theil, welcher sich beso ders d-durch auszeichnet, daß er bei ent—
schieden liberalet Tendenz vollkommen unabhängig von allen Parteirücksichten ist, euthält
n. A.: populdre freisinnige Leitartifel. — Peluische Tagesüt ersicht. — Vermischte Nach-
richten aus dem Neich. — Original Correspondenzen as dem In⸗ und Ausl une —“ Ep
cial Telexxzamme. — Kammerberhandlungen 2c. und wird von allenn wichtizen Platzen durch
Specialcorrespondenten mit den neu sten und zuv rlässigsten Pachrichten versehen.
Der locale Theil enthält in wohlgesich'eter Foom alles Wisenswerthe ''aus der
Re'chshauptftadt, Gerichtsverhandlungen, Vereimsnachrichten ꝛc. 7*8
Der Handelstheil erttreckt sich auf olle Gebiete des Handels usd der Industrie
und bringt unparteiische und ausführliche Berichte über den Geidmarkt, einen compreten Cours—
zettel der Betliner Börse, Verlocsungslisten, Verkehrtnachrchten ꝛc.
Dert Feuilleton, welches die hervorragendster und populä sten Schr'ftsteller zu
se'nen Mitarbeilern zählt, wird besondere Aufmertsamkett gewidmet. Dasselbe enttält außer
der Fortsetzung eines größeren Romans, Origmalkritiken und Bericht üter Theater, Kuust
und Lueratur, Miscellen, xc.
Unter der Rubriß: Unterricht und Erziehung erscheinen gediegene Auflätze aus
der Feder eines herborragenden Fachmanuns.
—Auch werden die Gewinnlisten der Kul. preuß. Lotterie unmittelbar rach
der Ziehung veröffentticht.
Im täglichen Fenisleton des „Berliner Ta eblatt“ begigut im Januar 1877 —
August Bacheyr'sßss— J
neuester Roman in 3 Bänden unterdem Titel: „Framæe tarom“, der wie alle bishe—
rigen Werke des gefeierten Erzählers durch seinen spannenden und fejj. luden Juhalt die Leser—
welt in hohem Grade befriedigen wird. —
Abonnemtnus auf das „Berliner Tageblarntt“ nebst „Berliner
Sonntagsblati' und ‚Ult“ nehmenalle Karserl. Reichtpostämter zum Preise von nur
S MIL. 25 I. fur alle 8 Blätter Risammen
puo Vierteljobt eugegen.

rucht VBrod⸗ ũnd
Fleisch Preise der Stadt
Zweihdrücken von 21. Dez—
Weijen 11 M. 49 Pf. Koörn
) Yt. 53 Pf. Gerste ZSreihige
8 M. 47 Pf. Gerste Areih.
0 M. — vif. Speiz 8 Mi.
— Pf. Spetzkern — M. —
Pfa. Dinkel — M. — Pig
Peischfrucht O M. — Pf. Hafet
7 M. 6BPf.e. Heu 5. M. 50
Pf. Stroh 4 M. 75 Pf. Kar⸗
soffeln 2 M. 80 Pjf. per CEtr.
Weißbrod L2 Ko. 566 Pf. Korn⸗
brod 3 Ko. 82 Pf. ditto 2 Ko.
55 Pf. ditto 1 Kilo. 28 Pf.
Gemischibrod 3 stilo. 97 Pf. 4
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf.
Rirdifl. 1. Qual. 52 Pf. 2.
Q.al. 48 f. Kalbfl. 40 Pf.
hamft. 52 Pf. Schweinefl. 66
Pi. Buiter1 M. 40 Pf. per Pfd.

Zestellschein.
An das Kaiserl. Postamt zu * W
Unterzeichneter abonnirt auf 1Treuplar des Verlüner Tageblatt“ neöst
„Berliner Sonntag2blaté“ und „UOIKk“proi,. Quartal 1877 und
Ubersendet beifolgend den Abonnementspreis von 5 Mark 25
Wohnort und Dalum:

Nme....
—

——
dattion Druck und Verlag von . x. Temetzz in St Hligbes:

*.

1014

Jer
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De
lich
Wer⸗
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        <pb n="705" />
        der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unlerhaliungablati, EGSonntagt mit illustrirter Bei

lage), erscheint wöchentlich vlermal: Dienstag, Donxerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljahrlich

1Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfo. von Auswarts mit 18 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neciamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
187
M 205. 3 Sountag, den 24. Deeenber J * * 1876.
Einladung * Abonnement.

Zu dem mit dem . Januar 1877 beginnenden neu⸗n
Quartale auf den „St. Ingberter Anzeiger“ mit „JIllu⸗
strirtem Sonntagsblatt“ beehrt sich die unteifertigte
Erxedition ihre auswärtigen Abonnenten, welche das Blatt durch die
Poft beziehen, mit der Bitte freundlichst einzuladen, für rechtzeit ige
Bestellung desselben Sorge tragen zu wolen.

Unsere geehrten Abonnenien, welche das Blatt durch unsere
Trager erhalten, bekommen dasselbe wie bissher fortgeliefert, wenu
nicht por Ende dieses Monats abbestellt wird.

Das dem Hauptblatie beigedruckte Unterhaltun g 80
blat tE wird auch im nachsten Vierteljahre durch Abdruck gedee⸗
xner Novellen und Erzaͤhlungen sich d'e Gunst der Leser zu er⸗
dalten suchen. Mit Reujahr beginat dasselbe mit dem höchst span-
enden Romane von Emilie Heinrichs: „Im Irren—
hause.“ —

Preis und Erscheinen des Blattes bleiben unberaͤndert.
Zu zahlreichem Abonnement ladet hoͤflichst ein
Die Expedition des St Inr erter Anzeiger.
— Deutsches Reich.
Berlin, 20. Dez. Eine Anzahl lireraler baderischer Reichse
agsmitglieder beschloß, folgende Ertlärung zu erlussen gegenüber
den Mißverständn ssen,, welche über die Vereinbarung bez. der
Fustungeseze laur geworden sind: Die Untertzeichneten erklären,
vaß sie sämmtlich in voller Ueberzeugung dem Ausgleiche zustimmten
Es geschah Dies erst dann, als zweifellos festsland, daß ohne Ab⸗
veichungen von den Beschlüssen zweiter Lesung das Scheitern der
Justizgesetze erfolgen müsse und damit der nach der Reichsverfassung
v'chtigste Fortschritt auf dem Gebiete unseres nationalen Lebens
nuf lange versagt würde. Weiter heißt es: Es sei für die Unter—
eichneten nicht maßgebend gewesen, daß die Beschlüsse über die
Presse fur Bayern odne pratt sche Bedeutung seien. Auch für die
Abrigen deutschen Länder werde durch die Just'zgesetze lein einziges
bollsrecht auf egeben oder Rüchschritie geinocht; dagegen enthalte
as große Gesetzgebungswerk aAeben dem hohen Gute einheitlicher
sechteorganisation und einheitlichen Prozesses viele Verbesserungen
vöchsten Werthes. Alle diese Vortheile wörde beim Scheitern des
vesches die Nation auf unübersehbare Zeit haben entbehren müssen
vährend wenige Punkte, in welchen der Reichstag von jinen For⸗
erungen abstand, dann auch ohne Verdesserung blieben. Nach
zieser Sachlage durfte unsere Eutscheidung nicht zweifelhaft sein.
vuhl. Groß. Jordan. Maiquardsen. Papst. v. Schauß. Schmitt.
zvath. d. Stauffenberg. Stenglein. Völl. Zinn.
Die Probinzial-Korrespondenz faßt das Kombromiß über das
justandelommen der Justizgesetze in ihrer Weifse näher in's Auge
ind feiere dafselde als die größte und erhabenfste nationale That,
velche seit Errichtung des deutschen Reiches dollbracht worden. Das
afbamtliche Blatt qu'turt sodann üder die Fügsamkeit der neuen
degierungepartei in folgenden Dauk⸗sworlen; Diejenigen Männer
unerhalb der Regierungen und des Reichstages aber, deren redlichen
Nüähen es gelungen ist, „dem deutschen Volke d'ie einheitliche nationale
Herichtẽ verfassung und das gemeinsame Rechtsverfahren als Weih⸗
nachtsgabe“ zu sichern, dürfen trotz aller Parte wühlereien des
Daules und der Anerkeunung der Nation gewiß sein ·“··
Beclhin, 22. Dez. In der Throntede, mit welcher heute
er Kaiser den Reichstag schloß, heißt es über unsere auswärtigen
beziehungen: Der bisderige Fortgang der Verhandlungen der
Rochte ürer die Orienffrage herechtigt zu der Hoffnung, daß es
MNeinen Bemühungen und den einander entgegenlommenden fried ·
ichen Intentionen der unmitlelbar betheiligten Mächte gelingen
derde, die schwebende Frage ohne Beeinträchtigung der gulen Be
ithunaen zu ldösen, veiche gegenwärtig unter ihnen obwalten.
deutschland wird im Wege freundschaftlicher selbstloser Vermittelun⸗
uich ferner dauu mitnirten“

Bermischtes.
rKaiserzlauikern 2i. Dej.“ Die in bden letzten
Tagen durch pfälzische Blätter derbreitete Nachricht von der in
Amerika erfolgteu Verhaftung des angeblichen NMoͤrders der vor
inigen Jahren auf dem Pfaffenberg ermordeten Jul⸗ Schäfer aus
Trippstadt ist, wie wir von uünterrichteter Sile hören, bis jezgt
eider unbegründet. Es war allerdings die Unteriuwung gegen
in der That verdächtiges Individnum, das sich jetzt in Amerika
zufhält, wieder eröffnet worden; bis jetzt wurde aber kein Antrag
nuf Auslieferung desselben an die amerikanischen Bebdrden gestellt.
*5 ¶Kirl. 39**
r Die erste Probenummer der „Pfaͤlzischen Geflügehze tung“
st erschienen. Dieselbe hat einen recht reichen Inhalt, der für olle
Beflügelzüchter und Freunde nicht nur ein Anteresse, sondern auch
Belehrung darbieten dürfte. Das Blatt ersch/int vont J. Januar
877 vorldufig 2 Mal monatlich und kostel pro Quartat sinn63
bfjgg.

FUnler der Protection des kath. Pfarrers von Omerbach
ollte der .Pf. P.“ nach in Mehlbach, Kanton Onerderg, eine
Communalschule gegründet werden. Bei der Abslimmung beihei—
igten fich 111 Einwohner des kleinen Dorfchenẽs wovon 88 gegen
ind 25 für' die Cominunalschule ftimmien. Erstiete waren sammts
ich Vrotestanten, letztere sämuitlich atholifen.
AKuser, 15. Der. Eint gestern stgehabteee vin twa
30 Burgern besuchte Gemeindedersammlung genchmigte einstimmig
)en Anttog des Stadiraihs betreffs Aufnahme eines Aaleheus voñ
15.000 Martr. 63w.Itg.)⸗

Frankentballs 19. Dez. Gestern legle sich in der
Nahe der Leimfabrik auf dem Hemc hose ein VNamt auf das Schen u⸗
eleise und ieß sich von dem daherbrausenden Rangirzutze Udere
ahren, so daß der Unglüdtiche ir der Mitte des Norpers getheilt
var. Wie man dem „Frith. Tabl.“ mittheilt, sei der Mann bei
runlen gewesen und soll eine Frau mit stind dinterlassen.

(Nhetibt)

— —
Dienstesnachrichteun.
Die an der Gewerbschule in Ketziugen erledigte Lehritelle für
)'e neueren Sprachen wurde dem Lehramiscandidaten B. Meeß duus
Dagersheim und die neuerrichtete vierte Lehrerstele an der Präpa-
andenschule in Kaiserslautrn dem Lehrer an der dortigen oberen
Naͤdschenschule. Vh. Reuther. übertragen.

4 —9 —

— —— * — ZBßBeee——O
Der Ehriftbaum.. 2
Sie stehen wie verkläret
In Baumleins Lichterschein F
Und sühlennn All' das Höchste
WMuß doch die Liebe sein.

ks ist ein Baum erstanden
rin Baum in jedem Hauß,
der strahlet Fried und Freude
in Mer Herzen aus.

Ddie Alten und die Jungen
Umsteh'n den lichten Baum;
Dort weckt er froh Erinnern,
dier reicher Zukunft Traum.

Durch Fenster und durch Läden
Dringt dann des Vaumes Pracht;
A
dinaus in dunkle Nacht.

Sie reichen sich die Hände,
Sie schau'n sich in das Aug'
Und ihre Seelen schwellet
Vom Himmel her ein Hauch.

Ja, leuchte trauies Baͤumlein
In Lebens Racht und Noth,
kntzund' erldschte Augen, et
Farb' bleiche Wangen roth;
Verklar' mit mildem Glanze
Des Lebens dunkle Bahn,
Und leit' uns, Stern des Lebens.
Fu lichtem Ziel binan *
n—
        <pb n="706" />
        Betanntmachungen.

Liegenschaft im Banne von St.
Jugbert offentlich an den Meisi-
bielenden zus Eigenthum ver—
steigern nomlich 2 ——
PlNr. 442.“ 53*180 Dezimalen
Flache, Wohnhaus, Stall—
Scheuer.. —A7TT
Pl.Ne. 443. 8 Dez. Pflanz⸗
garten und
Pl.Ne. 444. 1 Dej. Einfahr
dabei. —R—
Das Ganze gelegen in den
Bossengärten zu St. Ingbert.
St. Ingbert,“ 28. Dez. 1876.
TZSauer, !l. Notär.

Die 3
Herstellung neuer Dachkändel
—aan der prot. Kirche dahier/⸗/⸗
soll im Submissionswege vergeben werden. Angebote sind bis zun
80. 1. M. einzureichen bei

Freiwillig gerichtliche -
Versteigerung.

Pfarrer Krieger.
St. Ingbert, 28. Dez. 1876.
Montag, 8. Januax nachiten
Jahres, Nachmittags 2 Uhr zu
Si. Jagbert bei Michael Paul
lassen Philipp Weigand, srüher
Schreinet in Ss. Ingbert jetz!
Tafetier/ in Metz, und dessen
ersieh liche Kinder, vom Familien
catbh hieau ⸗rmächtigl,folgende

Kleinere und auch VUeber die Feiertage —
größere —3
— Kaͤpitalien Münchner Bier

— J Mittwoch Abend vom Faß

sind stets durch den bei Weisgerber.
Unterzeichneten gegen gute hypo⸗· — Da
ihekarische Sicherung auszuleihen; Frische atteln
auch gibt derselbe auf einfache mipfiehli
Handschrift hin gewisse Beträge ab. A. Meters, St. Ingbert.
J. Bovs, Geschäftsagent
2u St. Inaber

Bekanntmachung.
Der Siadtrath von Si. Ingbert hat in seiner Sitzung von
22. Dezember 1876 solgende veschlusse gesaßßt:

1. Den. Boranschlag der Einnahimen und Ausgaben pro 1877
aufdestellt. Derselbe liegt, 14 Tage von heute an auf, dem Bürget
meisteramt zur Einficht offen. —
2. Der projtctirie Verbiudungsweg von der Kaiserstraße auf
Großenflur wurde im Voranschlag nichi aufgenommen. —

Z. An Sielle des vderlebten Distrilisrathsmitgliedrs Johann
Hager, wurde der jettige 1. Adiunlt und Kaufmann P. J. Woll
gewaht. — 7
»AAuch wurde Lehlerer als Mitglied in die Commission zur
Clossisinirung des Laleinschulgeldes gewaͤhlt.

. Ein Gesuch der Herren Lehrer, wegen Umrechnung des
Guldens zu 1,80 M. wurde abgewiesen. 5—

Si. Inabert, den 23. Dezembec 1876. wn ee

Das Buͤrgermeistecami:

Easter.

Verein.
G roum. 3
Aumm a- Weihnaehiatage, (26. Dezember) 1876.
Abenus s Uhr..
liinn Oberhausorschon Saalddd
musikalscho und theatralischo
Abendunterhaltung.—

Schulpfliehtigo Kinder und nmiesige Nichtmitglieder haben
keinen Zutritt.

estes Busienn
Trauben Brusthonig
don vielen Aerzten und gene⸗
senen Personen aller Stände
und Classen empfohlen, selbsi
bei Lungenleiden und Abizeh—⸗
rungehusten von
bestem Erfola a ——
Flasche 1, 123 8* 2
und 3 Mark in * ?
St. Ingbert bei R
Igeiebrich ⸗
Er en geemenwege
ine Flaiche J

32 Bog., mit vien. in den Tert
edruckten anate Abbild
Markt; erschienen de
ichters Verlagtannalt v
deipzig, ist in 4 allen vr
handlüngen a Die ser
6 Werk lann allen
ransen, gleichviel an welcher
rantheit leidend, umsomehr
eer enpfohlen werden,
als G3 deeeee Heilverfah⸗
ren fich al⸗ — — ———
—X de die . 3 ab⸗
gedruckten zahlreichen glaͤnzen⸗
den I n

3
— — F
bie zwei ænten-
velcho die Verlagebnchlandlung von A. H. Payno in Leiprig 2u
jetat begonnenen Jahrgange der illustrirten LZeitschrift: Das
Gua Rlati
als PADBIJ..

gegen dio geringe Nae Tie ITTA Blaett. ses sin grosse
Rerrliche Oeldruckbilder) liefert,

—A nu Keinemn WVeihnachtstische febles.
ger tet Zeitsri
Das Neue Blatt“ noch nicht abonnirt ist, sollte Abonnement ent-
pei der Fost oder bel der nächsten Buchhandlung sofort be
atollou. * —

Das Neue Blatt erscheint in 2wei Ausgaben:
Numiuer-αια Jedo Woche eine Nummer. Preis Marb
— — — — 1,50 vierteljũhrlieh.
Heit-Ana-Alle 14 Tage ein Heft à. 40 Pte. Diese Heft

Ausgabe schliesst oine elegante Moden Zeitans
mit gana neuartiger Darstellung grosser Schnitt·
theile, betitelt: Neueste Moden für unsere
Damen, gratis in sich ein 2—
Freilich ist diese Heft-Ausgabo nur durch Iacmaacen und
nicht durck dis Post u verlangen. Die Poat besorgt nur die Num-
moer Aausgabe. Im Vnterhaltungsblatte lausen drei grosso Norellen
neben cinander, von denen die erste phantaetisch vpannnend die
Wirtung noch anersorsehter geistiger Xrufte mit in die Erzahlung
eingreifen lasst. Die ⁊weito Norelie ist ein Treffer für weiche ew-
pfindungsvolle Gemũuther. vahrend die dritte betitelt: Zwölf Procent,“
———6 Grratinogen vorziehendo Leser xu Dank rerpflichten
o. her Nachweis des Abonnements berechtigt zu sofortigem Boꝛug
der beiden Prãmien, direct von der Verlagshandlung, wenngleieh diese
directe Präãmien-Versendung, wie aus untenetehender Anzeige ersicht-
UM dis arzu angestellten Arbeitskraste beinshe bis ꝛur Grausamkeit
anspannt. Pas bewirken also —
TAnton.

nHHe- VOrSIMVG.
rihschaftsEröffnung.
Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich in
mein emm Hause (fruhert Thiery'jche) neben Herrn
Naufmann Steinfeld eine
Zier⸗ und Weinwirthschaft
rroffnet habe und lade zu recht zahlreichem Besuche
höflichtt eiin.
Nur gute Getranke werden verab reicht ·· 78
Die Küferei wird wie bisher fortbetrieben.
Beter Friedrich, Kuler.
Die Druc und Schön · Färberei
ampfiehl Rund,
ehlt sich i
ee im Faͤrben und St. Ingbe t *
: besonders wird Drucken aller Stoff r —
F e und in — 7
allen — —— 22 — .
wie Hosen, herren⸗ J —ü—— 44
8 8 Ueberzieher 8 arderobe. Wie ni ———— eben
Lernennm gewaschen und itã nicht anders urtheifeo at,
Dam saarbt, ozne die 3 —28 —ãâ— — ——
in oll 3 —Sä —— ide A id
—* en Farben werden mi enkleider — 77 —8 Zantæ 43 — — 2
“ d mit den neueten 273 — ungen —X — ———
n e eradeau uberschi ĩ
ine Zudung reela und bu und gelcmadholthen —— —— — 5
egen illiger Bedi — tverãe verentiens at one
—DV — — ——
FL rämien und mehr ei n der A rsten Ve
Post tri von 7Ta einlaufe nerkenn ersen-
S—— ——
wohnhaft 8 achne nie⸗ wa aieh 58 im —8 — Zuspruch æm
VAC uhlened cenhafte Ei nd handlichstes inrientung d Friffen Koin
F 9 33 inzelversendun 8 —368 c FoA: Anvei eine
ruck — io V gen, treffli gsmittel isungen
ind Verl erlagahandi tresfslich bevi nament!i F
— Vglacopandiur— von A 5 ieh für
Demetßß i S a 3
41n St Imse vno in Jeipeig
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42 8his
a“uœf V x0

10
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        St. Ingberler ANnzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (Zmal wöochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags mit illustrirter Bei

lage), ericheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donunerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Feile Blattschrift oder deren Raum. Recla men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 206. Dienstag, den 26. Deeember

1876.

Deutsches Reich. der Verhältnisse im Inlande, sei es durch eine Modifikation des Steue⸗
München, 20. Dez. Nach den vom Justizministerium rungssystems, sei es durch eine Vermehrung der Kommunikationsmittel
oeben veröffentlichten Ergebnissen der Stirafrechtspflege im König⸗ and eine Verbill gung der Frachten den leidenden Industrieen zu
eich Bayern während des Jahtes 1875 wurden von den Gerichten uu heisen als durch Verlassen eines handelspolitischen Prinzips, dem
»es Königreiches, abgesehen von den durch die Stadt- und Land. Deutschland feine ganze gewerbliche Entwickekung zu verdanken haft.
zerichte abgeurtheilten Uebertretungen der Forstgesetze, 807,728 Aussfsand ·...
itrafbate Handlungen abgeurtheilt. Von diesen wurden 5368 als Petersburg, 21. Dez. Nach einem hier in unter⸗
Berbrechen, 53,965 als Vergehen und 238,397 als Uebertretunzen Lichtetften Areisen mit großer Beftimmtheit auftretenden Gerücht ist
erklärt. Au der Zahl der Verbrechen sind die einzelnen Regierungen Zaiser Alexander infolge einer heftigen Erkältzzng nicht unbedenklich
n folgendem Verhältnisse betheiligt: Ob rbayern mit 1387 Ver— ꝛxtcankt. (Telegraph'sch als uawahr widerlegt.)—
nrechen oder 25,84 pEt., Niederbayern mit 755 oder 1407 pCt., „In der Frage wegen Sicherstellung der Christen in der
Schwaben mit 691 oder 12,81 pCt., Untecfranken mit 634 oder Türkei und besonderer Garantie hierfüe in den drei insurg'rten
51,87 pCt., Mittelfranken mit 543 oder 1013 pCt., Oberfrauken ürkischen Provinzer wird die türkische Regierung. die inzwischen in
nit 531 oder 980 pCt., Oderpfalz mit 514 oder 9,87 pCt. und »em Freunde allaemeiner Reformen, Midhat Pascha, eine neue Sptze
zie Pfalz mit 313 oder 553 pCt. jefunden hat, bei ihrer Zuziehung zu den Konferenzen ihre entschei—
München, 22. Dez. Das Finanzministerium erinnert ende Erklärung abzugeben haben. Durch diese Erklärung wird
viederholt daran, daß die Reschskassenscheine zu 5, 20 und 50 ich die Situation präzisiren. Rußland hat inzwischen bei den Vor—
Mart bei allen kgl. Kassen zum Nennwerthe angenommen werden Nuferenzen, füür weiche General Ignatieff grotze Attionsfreiheit hatte,
nüssen. — 8 sich auf * rrt bestuntn— — n
München, 23. Dez. Am 27. ds. Mis. werden bei der entabsche Frage auregt, sondern allein wirtsame Garantien für
ayer. Vereinsbank dahier die Zutheilungsanttäge für die dermalige e Sicherheit der Christen in den orei Provinzen fordert. Bei dem
Begebung von fünf Millionen M. aus dem 41procent. Prioritäts⸗ uhigen Verlaufe der Vorbesprechungen unter den Reprasentanten
Anlehen der Akliengesellschaft der pfälzifchen Norddahnen im Betrage et Näahte in Ko stantivobel sningie es um so ehr auff allen, wenn
— as hier am meisten verbreitete Blatt, der „Golos plötzlich einen
Nordbahnen zum Bau der Bahn von Gränsiadt nach Eiseaberg at aggreffiven Artikel gegen Oesterreich brachte. Es möge solchen
ß w. cnigegengenommen. en meaer Stimmung zur Choratterisitung die Thatsoche
Die kal. Staatsminister v. Pfretzschner und v. Fäustle, Anen geheien werden, daß der „Golos? nie einen officidsen
velche gesteru noch dem feierlichen Schluß dis Reichslages bei⸗
wohuten, sind von Berlin heute Mittag hier eingetroffen. — In
nilitärischen Kreisen vernehmen wir steben, daß im allerhöchssen
Auftrage des Königs sich die kommandirenden Generale der beiden
dahderischen Armeekorps nach Beilin begeben, um dem deutschen
caiser die Glückwünsche der Armee zu dessen 70jährigem mil lä—
rischen Dienstjubilaäͤum zu überbringen.
Berlhin, 23. Dez. Der „Reichsanzeiger“ publizirt die
VBerleisung des Grotzkreuzes des Rothen Adler⸗Ordens mit Eichen⸗
ljaub an den Justizminister LKeon har dt. — Die „Norddeutsche
Allgemeine Zeitung hätt den Meldungen anderweitiger Ze fungen
zegenüber daranß fest, daß der preußische Landtag am 12. Januar
1877 zusammentrete.
Berlin, 24. Dez. Die Voraussicht des Abgeordneten Hrn.
Dr. Lucius, daß der von der Reichsregierung vorgelegte Gesehent—
vurf betreffend die Ermächtigung zur Etablirung von Aus ie ch⸗
angszöllen iu der abgelaufenen Session nicht mehr zur Verhandlung
zelangen werde, hat sich vollständig bewährl. Bei dem hohen Werthe,
velchen der Reichskanzler auf die Ertheilung jener Ermächtigung
notorisch legt, ist nicht daran zu zweifeln, daß das Gesetz beim Be—
ninn der nächsten Session sogleich wieder zur Vorlage celangen
wird. War in dem diesjährigen Entwurfe nur die Rede von
Zöllen auf Eisen und Zucker, so wird der nächste Entwurf eine
zrößere Reihe von Gegenständen bezeichnen, welche den Ausgleich
»der die Retorsion nach der Ansicht der Reichsregie ung dringend
erbeischen. Damit würden wir dann nicht mehr min einem Aus—
iahmegesetze von beschränkter Dauer und für bestimmte Fälle zu
hun haben, sondern vor der Adoptirung des schutzzöllnerischen
Brinzips zum leitenden Prinzipe unserer Handelspolitik stehen.
Unterdessen werden einige Monate der Erfahrung hinter uns liegen,
dꝛe die mit dem 1. Januar uunmehr defiastiv eintretende Äuf—
jebung der Eisenzölle wirkt. Wir leben der frohen leberzeugung,
»aß die Befürchzungen, welche die Interesseten daran geknüpft und
der Reichsregierung plausivel zu machen gewaßt haben, sich als
ehr übectrieben erweisen werden. Es verbleibt dann auch noch
senügender Spieiraum in der Zeit, die thatsächlsche Lage anderet
Industeicz'v ige naher zu prüfen, wie z. B. die der Juckerfabrikation,
iad zu erwägen, od es nicht vottheilhafter wäre, durch eine Verbessetung

Rermischtes.

F Wie man dem ‚N. W. Tgbl.“ aus Breslausschreibt,
ühlte sich der achtzigjührtige Earl v. Holtei, der Patriarch unler
)en deutschen Schriftstellers,, in letzter Zeit körperlich so herab⸗
sekommen, daß er im Kloster der Barmherzigen Brüder um Auf—
iahme bitten mußte. Die Herren Patres waren so menschen⸗
reundlich, dem müden, hinsälligen Greis seine Bitte — wohl die
zie in seinem bunten wechselvollen Leben — zu erfüllen, und
äuneten ihm ein Zimmer ein, wo er, umgeben von mitder Pflege,
eine Tage ia Ruhe beschließen kann. Auch ein Ende eines deutschen
Dichters!

F Ein Glückklicher.) Man schreibt aus Paris Deer
daupttreffer der 1864er Loose in der Ziehung vom 1. ds. Mis.
nat der Pariser Brillantenhändler vom Boulevard Sebastopol Ochs
jemacht. Es ist doch sonderbar, wie Einen Fortuna manchesmal
»erfolgt. Ochs hat vor einigen Jahren in Wiesbaden einige tausend
vulden in Prente et Quarante gewonnen. Er ktaufte dafür öster⸗
eichische 1864er Loose und hat bereits einen Treffer von 10,000
L., einen von 20,000 fl. und jetzt den von 200,000 fl.

Parie, 29. Rov. Ein Weinstubenwirih in der Rue
Saint Mederic in Versailles, Herr Lelong. erzählt das, Baelletin
rancais“, befand sich kurzlich in seinem Keller, als ihm plötzlich der
Boden unter den Füßen wich und er etwa vier Miter tief in eine
Ait von Brunnen fiel, von dessen Ex'stenz er bis dahin keine Ahnung
jatte. Auf seine Hilfernfe lief man min Stricken und Lichtern her⸗
»ei. Lelong, der sich, schwer verletzt, wie er war, nicht rühren konn-
e, blickte um sich und sah zu seinem Erstausen in esnem weiten
reller eine Reihe meihodisch geordueter Weinfässer. Seine Gesellen
apften dieselben au und enideckten, daß fie mit den besten französ⸗
ischen und span'schen Weinen gefüllt waren. Wie sich nachträglich
rrausstellte, gehörte dieser Kellet zu einem Padillon, dem sogenannten
dendez-vous d'Amour, welchen sich Ludwig XVI. in dem berüch—
igten Herschpark ang legt hatte. Man glaubi unicht, daß die Re⸗
ublick das Eigenthum dieses Weines reklamiren wird.

F In den letzten Tagen kam vor dem Gerichtshofe zu Nizza
»ie seinet Zeit auch im deutschen Reichstage zur Sprache gekommene
elannte unerquickliche Affaire Schenking zum Austrag. Herr B.
        <pb n="708" />
        I. Schenking hatle in feiner ehentallgen, Stellung als deutscher
Consul in Rizza erwiesenermaßen seine Schußzeekahlenen üuber vor⸗
theilt und unrechtmäßiger Weise erhöbene Gelder für sich behalten.
Er wurde auf Grund einer Klage, welche eine deutsche Lands⸗
männin gegen ihn bei den französischen Gerichten anftrengte, bei
allen Instanzen verurtheilt. Herr Schenkinqg, damit aicht zufrieden,
beschuldigte nunmehr öffentlich seinen früheren Substifuten Weber,
sowie den Professor Schäffer der Verläumdung. Der Ersigenannte,
dem Schenking gleichzeitig Betruͤgercien nachfagte, machte die Sache

indessen kurz und rief sich den Staatsanwalt zur Hilfe. Zehn
Zeugen, unter Andern der Oberbisrgermeister von Nizza fagten sehr
gravirend gegen den deutschen Exkonsul aus und der Ge—ichtshof
verurtheiste in Folge dessen denselden außer der gefetzmäßigen
Strafe, zu 15,000 Franken Schadenersatz.
Fuͤr die Redaction veranlwortlich: F. X. De me z.

— — —

Aufruf.
Miktbürger!
Unser Reichse und Landtagsabgeordneter, Herr Ober⸗Appellations-Gerichtsrath
Ssch umi i det in Munchen, will der Einwohnerschaft von hier und Umgegend über seine
Thaugkein n Reichgiage Bericht erfiattem.

Welche Vasdiente sich deiselbe bereits nicht nur in Allgemeinen um den Bezirk,
spdern Hn hesdnee e n en Saen Se Zactert eine ben hat wir en
nern nur an seine Bemühungen uin die Laäuschaff nerstelle, um die Umpflaster⸗
ung der Kaiserstrahe, vorzüglich aber an seine Bemühungen um die Eisen—
bahn von hier nuch Saarbrücken — ist zu bekannt, als daß wir weiter davon
Erwähnung zu thun branchen. — J
Der in Aussicht ste ende Bericht, welcher gewiß für Alle von dem größten Inte—
resse sein wird, findet

Donnerstäg, den 28. 8. M. Nachmittags 8 Uhr.
im Ohær hAuSerꝰselae Saαl— statt
und fehen wir in Anbetracht der Wichtigkeit der Sache einer zahlreichen Betheiligung en
gegen.
Mehrere Bürger von St. Ingbert.
auhenbrusthonig

Schradors vorzdglioher
allen anderen Hustenmitteli vorrie
Kleinere und auch
zrößerte
Kapitalien
Wsind siets durch den
ünterzeichneten gegen gute bypo
hekarische Sicherung auszuleihen;
auch gibt derselbe auf einfach⸗
Handschrift hin gewisse Beträge ad.
J. Boos, Geschäftsagent
zu St. Jugbert.
Verforen.
Am 283. dé. ist in Altem
walhd ein schwarzdeflecktes ca.
90 Pfund schweres Schwein
entlaufen. Der ehrliche Wieder⸗
beinger erhält bei der Eigen—
humerin, Steigers-Wintwe Jieg ·
ner in Altenwald eine gute
Belohnung. — Vor Ankauf wird
gewarnt V
⸗Prunksueht —
lieilo ich sicher umnd gründlich
mit oder dune Wissen des
Trinkers, so dass demselben
das Trinken total zum Pkol
wird. D¶
Ueber 1000 gehöeilt. F
ac. Grone in Anaus Westf. A dohultheiss. 7
m annus wer —
Redainon d in Eriag von .1. Temeß in St Ingbert

ñÑ sölchen in stets frischet Fülluna J. Friedrich, St. Jnabe;
— ——
IMotid: Ihr habt
das Gutesso nahe!“
Spitzwegerich
daft

allerhöchst sanctionirt; iühm—
lcast bekannt, liebrich zu
nehmen, das sichetste, gewiß
auch dankbarste Mittel, gegen
Brust Hals und Lun⸗
genleiden, Brouchial⸗
berschleimungHusten
Catarrh ꝛe. ⁊c.

Die Resultate sind über—
raschend.

Mit Gebrauchsanweisung
d Flacon 50 Pfg. 1M.
und 1 Mark 850 Pfg. in
—A
Friedrich, Zweibrücken
ei W. A. Seel, Hom⸗
„urg i.sPf. bei Wilh.
Simon Oberwürzbach
dei J. Luck uud in der
Fabrit von Paul Hahn
Detrelbac a. M. v⸗
Würzburg.

— —
— —
—————————— —
        <pb n="709" />
        22322
35553355335 2338 5 223. 2
25 3*5 — J 838 32 *
333:32s573223 353 3 332535 337 5 2223*255 385555
—2 — ——3—582 253 725 2 — 5z522— 55 — — 55555
223353 —33 2838 2585 553 5854 3258
—* — 2822325* 8* 7— 8 558 235
22 248 —A 22 —A — 2525 3 57 * — * 8* 5538
24 22*25 8* 822 * 2325 2 7 — — 5 8827
235733755233 58 — 238 — 28 —2337*
552760 2 —— 555 *8235 — —z5*5 42 8
2 2 *352 8 ———— — — 532553575
22 553225 25275 582 52755 52 2553 —65458857*
5358 2 25 555 58 556 5 352 26058
—— ——— 987 8 52 — 2— — 2 —— 355
3 5522 E —— ———— —A— —253
553333855835 *2552 35358 S8 * 55ö
—A —X — —757 —z32 77 —— 5 5*
2 — 22238 J 2 8 5ä — 5 — 3 —A ———
2228 2 S — —* —5x 557 * —F — 575375
533533355238 —5855 283—8 535 27 48328322
33833335777 5 —585. 52332 388 385582368
7553 353522 x 25325 s3 538 27 5332522 25
58335353853753. —A — 335 79 2* DV——— S5
— 5235—8 —5338 535 5
— 2 A — 27 2322* 8 5* —235 — 235 * *
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        Sh. Ingberlher Anzeige r.

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Untierhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter BRei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sounntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

1.Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Necla men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
AMfs 20.., Donnerstag, den 28. Deeember 1876.

*

—u

Einladung ger Abonnement.

Zu dem mit dem J. Januar 1877 beginneaden neuen
Quartale auf den „St. Ingberter Anzeiger“ mit „Ilhu⸗
jttrirten Sonntagsblatt“ beehrt sich die unteifertigte
Erpedition ihre auswärtigen Abonnenten, welche das Blatt durch die
Post beziehen, mit der Bitte freundlichst einzuladen, für rechtzeitige
Bestellung desselben Sorge tragen zu wollen.

Unsere geehrten Abonnensen, welche das Blatt durch unsere
Träger erhalten, bekommen dasselbe wie besher fortgelieferr, wenn
aicht vor End⸗e dieses Monats abbestellt wird.

Das dem Hauptblatte beigedruckte Unterhaltfung?⸗
latt“ wird auch im nächsten Vierteljahre durch Abdruck ged'e⸗
zener Novellen und Erzaͤhlungen sich d'e Gunst der Leser za er⸗
jalten suchen. Mit Neujadr beginat dasselbe mit dem köchst span-
nienden Rowane von EmilieHeinrichs: „Im Irren—
hause.“

Preis und Erscheinen des Blattes bleiben unverändert.

Zu zahlreichem Abonnement ladet höflichst ein

Die Expedition des „St. Jugberter Anzeiger.“

die zur benachbarten Gemeinde Winzeln gehörige Rebmühle (Wohn⸗
jaus mit Mühle) in Abwesenheit des Besitzers Herrn Fr. Schindler
vollständig nieder. Daz Feuer soll durch Leerlaufen eines Mahl⸗
janges entstanden sein. Die etwas entfernt stehenden Oekonomie-
zebäude mit ihren Vorräthen und dem Vieh blieben vom Feuer
perschont.

Der langjährige Bürgernieister von Edenkoben, Herr Ph.
Arnold hat um Enthebung von seinem Amie nachgesucht.

Das Kreisgiricht in Gera erläßt ein Edikt, wodurch
Prinz Heinrich Reuß XX. als Verschwender erklärt und ihm in
»er Person des Grafen Castell in Bayern eis Vormund gesetzt
purde.

FBremen, 22. Dez. Als Herr Gehe'mraih Prof. Reu⸗
taurx vor einigen Monaten von Philadelphia zurückkehrte, brachte
er bei einer ihm zu Ehren stattfindenden geselligen Zufammenkunft
siesiger Gewerbtreibenden den Gedanken in Anregung, zur Hebung
uind Aufmunterung des Bremischen Gewerbes alljährlich in der
Idventszeit eine Aus stellune kunstgewerblicher Gegenstände zu ver⸗
instalten, ebentuell die Gründung eines Gewerbemuseun:s in Aus⸗
icht zu nehmen. In der Folge hatte sich denn auch von Mit—
il'edern des Gewerbeconvents der Presse ꝛc. ein Comite gebildet,
velches die Sache in die Hand nahm, so daß schon in diesem
zahre eine Ausstellung eröffnet werden konnte. In den letzten
agen war nun Prof. Reuleaux selbst h'ier anwesend, um dieselbe
a Augenscheia zu nehmen. Bei der Unterhaltung mit Mitgliedern
er Gewecbekammer und der Ausstellungscommission äußerte er sich
zueführlich über die Zukunft Deutschlands in gewerblicher Bez'ebung
ind rieth dazu, in einigen Jahren eine Forischritts-Ausstellung,
twa in Frankfurt a. M. zu veranstalten, und so mehr und meir
»arauf hinzuwirklen, daß Deutschland wieder wie vor dem dreißig-
ihrigen Kriege in kunstgewerblicher Beziehung in Europa mit
benan stehe. Die Idee hat hier allseitigen Beifall gefunden.

7 Heftige Stürme haben in der Nacht vom 20-21. Dej.
un den englischen Küsten gewüthet und besonders an der Nordküste
großen Schaden angerichtet. Der Dampfer „Tyne“ aus North
SZhields scheiterte und die aus 16 Prsonen bestehende Mannschaft
ettrank. Zwölf Meilen nördlich von Aberdone strandete eine nor⸗
vegiiche Beigg, deren Ramen nicht bekannt ist. Von ihrer 10
Nitglieder zählenden Mannschaft fanden 4 ein Wellengrab. Der
apitain mehrerer in Forth of Forth angekommenen Schiffe berichten,
daß in der Nordsee ein furchtbarer Orkan hause. Fasi alle daselbst
intreffenden Scheffe raben mehr oder weniger Beschädigungen erlitten.
Schfforüche, indeß ohne Verlust an Menschenleben werden auch
rus Sunderland, Dunbar, Tynemouth und anderen Häfen gemeldet.
In Warwickshire, Portshire, Yorkshire und anderen Binnengrafschaften
vaben Uebersch demmungen echebliche Schäden angerichtet. Aut
Uberdone wird starter Schneefall gemeldet, der den Verkehr auf
ämmilichen Eisenbahnen zeitweilig unterbrochen hat.

7.Dundee, 26. Dez. Weiteren Nachrichten zufolge er—
jöht sich die Zahl der am Freitag und Sonnabend an der schot⸗
ijchen Küste gescheiterten Scheffe; mindestens 100 Menschenleben
ziugen dabei zu Grunde. Die Anzahl der Scheffe, die in den
etzten vierzehn Tagen Schiffbruch litten, beziffert sich auf 120
abei siad 200 Menschen umgekommen. Unter den verunglückten
Refinden sich mehrere deutsche Schaffe.

Deutsches Reich.

Mäünchen, 25. Dez. Da der Landrath der Oberpfal,,
vie bekannt, die Mittel für die Reorganisation der Gewerbschulen
orweigert hat, so wird nun Seitens der Staatsregierung zunächst
an die Gemeind verwaltungen der oderpfälzischen Städte, in welchen
sich bisher Gewerbschulen befiaden, die Anfrage gerichtet werden,
ob diefelben geneizt si d, die Mittel, bezw. den Mehrbedars, welche
die Gewerbsshulen neuen Styls, die Realschulen, erfordern werden,
zu übernehmen. Von dem Ausfallen der Anwort auf diese An⸗
'cage werden daun die weiteren Schritte der Staatéeregierung ab⸗
zängen.

Posen, 28. Dez. Für französische Rechnung werden in
der Provenz Posen bedentende Pferde Ankäufe gemacht. Vas hiesige
Polizei-Präsidium hal an das Ministerium davon Anzeige gemacht.

Ausland.

Wien, 21. Dez. In Philippopolis sind zwei franzdösische
Unterthanen ermordet worden, desgleichen die Zeugen des Mordes.

Wien, 26. Dez. Die „Politische Correspondenz“ meldet
elegraphisch aus Petersburg vom heuugen Tage: Nach den hier
eingetroffenen Nachrichten ist von der Pforte auf die ihr gemachten
Eröffnungen über das Ergebniß der Präliminar-Conferenz eine aus⸗
weichende Antwort zu gewärtigen. Dieses macht die Siltuation
leineswegs hoffnungslos, da in den leitenden russischen Kreisen die
der Pforte vorgelegten Bedingungen nicht für unabänderlich ge⸗—
jalten werden. — Eine Verlängerung der Waffenrube bis zum
15. Januar ist proponirt worden.

Paris, 26. Dez. Die „Agence Havas“ meldet aus Kon⸗
tantinopel: Marquis Salisbury wird heute vom Sultan die An⸗
iahme der von den Mächten gemachten Vorschläge verlangen,
undernfalls het derselbe Befehl abzureisen und die Abfahrt der
zritischen Floite zu veranlassen.

Konstantinopel, 24. Dez. Die ottoman sche Verfassung
st feierlich proklamirt worden; die Vorrechte des Sulltans sind
ziesel?en, wie jene der konstitutionellen Souveräne des Occidents.
Im Ganzen sind alle andern in konstitutionellen Landern best henden
Freiheiten gewährt; insbesondere die Bild eng zweier Kammern und
»rovinzielle Verwaltung auf der Grundiage breitener Dezentra⸗
isation.

Petersburg, 26. Dez. Der „Herold“ meldet, die Ver⸗
ängerung des Waffenst llsitandes könne als gesichert betrachtet werden.

Dienstesnachrichten.

Der Advocat-Anwalt Eug. Löw in Zweib'ücken ist zum Rathe
am kön'gl. Bezirksgericht daselbst ernannt worden.

Der Schuldienstexspektant Andreas Schmitt wurde zum Lehrer
in der lath. Schulftelle zu Hohenecken ernannt, die Umwandlung
»er Verweserstelle an der prot. Schule in St. Ingbert in eine
Ldehrstelle genehmigt und zugleich der Vecweser Philipp Günther
zum Lehrer ernannt, der interimistische Verweser der prot. Schul⸗
telle zu Schnappbach, Theobald Becker, zum Verweser an der
uinteren protestantischen Schule zu Ellerstadt, der Schuldienster⸗

———
Vermischtes.
F Kaiserslausern ist von der deutschen Seewarte als
Wetter⸗Beobachtungs⸗Station aufgestellt worden.
Pirmasens, 22,. Dez. In vergangener Nacht brannte
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        spektant Georg Dudenhöffer zum Lehrer an der 2. kathol. Schul⸗
delle zu Burrwerler, der Lehrer Wilhelm Wagner von Heltersberg
zum Lehrer an der oberen kath. Schale zu Clausen, der Schul⸗—
verweser Aug. Albert von Ellerstadt zum Verweser an der unteren
protest. Schule in Neuhemsbach ernannt.

Die beiden neueften Nummern der Ihlustrirten Frauen—
Zeitung (oerteljährlicher Abonnementspreis M. 2.50*) enthalten:
. Die Moden-Nummer (1): Gesellschafts⸗ und Peomenaden
Anzüge, Paletots, Mäntel, Theatermäntel Fichüs, Capoten und
Coiffüren, Schleppenträger, Fächerhalter Pantoffel und Corset.
Anzüge, Hüte und Capoten für Knaben dund Mädchen. Ober—
hemden für Herren. Lehnstuhl sür Jubilare „Deckelplatte füc No—
izbücher, Arbeitskorb, Tönnchen als Cigarrenbecher. Verzierte
handtücher mit verschiedenartiger Stickerei nebst einzelnen Bordüren
und Franzen. Bunt⸗ und Weißstickereien, F let Guspüre. Tülldurch

jug und Hätelarbeiten mit 76 Abbildungen 'und einer Beilag
mit 13 Schnittmustern, 82 Typenmustern für Stickerei und Leine—
vand 2c., verschiedene Muster ⸗Vorzeichnungen zund Namenschiffern.
2. Die Unserhaltunzs-Nummer (2): Die Belenntursse
einer armen Seele. Rovelle von Ernst Wichert. — Jugendlieder
von Emanuel Geibel. — Aus den Leiten eines ersten Kammer—
Reners. Von Alexander von Roberts. — Die Marmorbrüche von
Farrora. Von Ludwig Pietsch, — Tüͤrlische Frauen. Von Dr.
darl Braun Wiesbaden. — Verschiedenes. — Wirthschaftliches:
Fin parlamentarisches Fischessen. — Briefmappe — Frauen⸗Ge⸗
)enktage. — Ferner folgende Illustrationen: Belauscht und Er—
appt. Von K. Koegler. — Aus den Marmorbrüchen von Car⸗
tara. Von Rudolf Schick. — Türkische Frauen. Von Adolf
Böhm. — Ein ächter und ein nachgemachter Silberling.

*) Für Oesterreich fl. 1. 30. De. W. J
Fiür die Schweiz Fr. 3, 85.
Aufruf.
AMitbürger!

Unser Reichs— und Landtagsabgeordneter, Herr Ober⸗Appellations-Gerichtsrath
Scchem i dit in München, will der Einwohnerschaft von hier und Umgegend über seine
Thätigkeit im Reichstage Bericht erstatten.

Welche Verdienste sich derselbe bereits nicht nur im Allgemeinen um den Beazirk,
sondern ganz besonders auch um unsere Stadt St. Ingbert erworben hat — wir erin—
nern nur an seine LGemühungen um die Bauschaffnerstelle, um die Umpflaster⸗
ung der Kaiserstraße, vorzüglich aber an seine Bemühungen um die Eisen—
bahn von hier nach Saarbrüchen — ist zu bekannt, als daß wir weiter davon
Erwähnung zu thun branchen.

Der in Aussicht ste ende Bericht, welcher gewiß für Alle von dem größten Inte⸗
refse sein wird, findet
Donnerstag, den 28. d. M. Nachmittags 5 Uhr.
im OberanSe— Sanale statt
und sehen wir in Anbetracht der Wichtigkeit der Sache einer zahlreichen Betheiligung ent⸗
gegen.
—R/A
Hiacla.

2, Dorctuna, Eiofer, ICireher, J.
*πιι, Düstler, Rarnilcel, FIchi.
0 — —I — J
tel e.
Sordtag, den 31. Dezember
Freimusik.
M on tag, den 1. Januar 1877
IIFBOCFA-RAMAII.
Freundlichst ladet ein
— Friedrich Lehnert.
Eylvester Arend. MNicht zu übersehen!
J an 3 mu si k Montag, den 1. Jan. 1877.
Gevrg Jung. Besprechtzngmn Herren—
Zonntag, 831. Dezemb. 1876 wegen eines Hoshbundes.
—— z Lappentäscher⸗Hof.
ß a. VBangeri voeß.
Allgemeine
Rechnungen

Herstellung neuer Dachkändel
ba e 8 der prot. Kirche dahier,

osll im Submissionswege vergeb den. Angeb d
rcere,rheben werden. Nyaebeis dud bus zum
Pfarrer Krieger.
St. Inabert, 28. Dez. 1876.
Abonnements-Einladung!

Am 1. Januar 1877 beginnt der dritte Jahrgang des „Ifs⸗
raelitischen Boten“. Herausgegeben von Moritz Ba'um,
Söln, unter Mitwirkung namhafler Schriftsteller und Gelehrlen.

Derselbe erscheint wöchentlich einmal und kostet per Quartal
franco zugesandt 2 Mark pränumerando, für das ganze deursche
Reich. Für das Ausland 2 M. 50pf. Tendenz conservativ.
Reichhaltiger Inhalt, spannende und gediegene Feuilletons aus dem
üdischen Leben ꝛc.

Inserate firden durch den ‚„Israelitischen Boten“ weite Ver-
breitung und kosten per Petitzeile oder deren Raum 10 Rpf.

Bestellungen auf den „Ifsratlitischen Boten“ werden von der
xñxpedition dieses Blattes entgegen genommen.

Neue Abonnenten erhalten die bereits begonnenen Feuilletoxs
—XL

3 S?weinchen
2 schöne (Frischlinge)
ind zu perkaufen.

Mo? saqgt die Exved, d. BVI.

(ohne Namen)
in Us, 4, u. U2 Bogen si-d
vorräthig bei

. X. Demetæ.
Nedaktion Drudk und Verlag von F. x. Semeß n 6
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55 58 525 883 29222

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* * 2 3 —73 * 2 — 3 — 2583*— —22 233B32 2222*

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— 3 23832535— 32 83838 553—6* ——— 5553
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* — —A ———— 5282 ———— S2 —5 2823 5 52355357 328
522 *S8S57* 8 85227286 8 332 78x28 — 5352
2235*7 3733337333255 53 .8 —2588233522 28 — 55955
55222 2327 *5222 57533253 3383383533385757 55 268235
⸗ 23 2* 2 * 3—

— 5* 553552355 — —— 2—3—55273 56* 255225358 2
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3 35785335331135365 — ——— 2555 8 322832 2332
—— 5253572333538 323 —5233 —— 25533333533* 2357—3837

—3 * 2 53 * 5322385 — — FXXMAA *2 —

T 2357 — *2255 * — — — * ⁊ 25322 — 2 2
78353—383355 58585 25 —»5523 9355 —72.272 555558
33755355 —AS 25825 5 ——35328585 5525—27358 —

—2 2 2 —227 52— 5 —A 52583 — 22 8

* 35 3 — 2325 3 * 23 — —2 358 2
12335552385 — —27 52353322* —A 5838 335385 EI53825

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2 * — 7 — 2 — 2 — 3
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22 3E523. 33522 —2325322283 2 * — 25352353* —R 527
2372235— 22 — * —— 252 —A — —— — — —
3 3

—2 ——— —— ⸗ — — — —
J —— —A 3

2 2253 8 2 5

— *2 255SESS 23333353575677 —55 — * 28
— — * 5 2 7 * * — 532—* * ——

585525335353 222 177 5—3333 —A 5z3 223**

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33—333335 35325533

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3—5533—5538— —83 8315355355 53553555 3355558553
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— 5—3 ———3— — 8— 385 —28885
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2* * 255535232 2 —e * * — 2 3z8335 5 — 532 2
255235523533 385 553228 —A —n— 7287 B88855* 5
8 5725 27 7 —— 7 53525 2 A 25 5—532 * 25358
3233 —35 5583255 5225 — 233355 55832 53—2—553583
—— — C 2 — * — * —⸗— 7 2 *—
335 833785 ——35

z3 —55 5*5 2—25*2 2 — 1333 3778

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        St. Ingberker Nnzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntagt milt illustrirter Vei

lage), erjcheint woͤchentlich viermal: Dieustag, Donxerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrli

1 Marhk 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift vder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
— 208. ar Eainstag den 80. Deeember

6 1876.
— —— —
diegenen Vortrags in ziemlich geireuen Worten wiederzugeben ver⸗
buchen: — F
Meine Herren! Sie erwarteten den Vertreter unseres Wahl⸗
reises im Reichstag heute in ihrer Mitte zu sehen; Sie erwarteten,
daß er ihnen Bericht erstatlen werde über die Art und Weise, wie
rx das ihm geschenlte Nertrauen zum Wohl ünserek ere ses und
unt Wohl des Ganzen ausgeübt hat. Wie sie schon gehött, war
OHen. Such mi dit leider unmöglech, heute vor ihnen zu er⸗
che nen da ihun ein ploͤtzliches Unwohlsein an das Bett fesselt.
Wir kommen von seinem Krunkenbelt und bringen Ihnen seine
Brüße. Hr. Schmidt bedauert es recht sehe, daß er das gegebene
Wort nicht einlösen kann; er bedaueri es um so mehr, da er ge⸗
disse Interessen des Ortes St. Ingbert vor Ihnen gur
Sprache bringen wollie. Doch sagte mir Hr. Schmid't „Ich
verde später, sobald es mir nur moͤglich ist, nach St. Ingbert
'ommen und dann soll Alles nachgeholt werden.“ Erwarten sie
iber nicht von mir, daß ich Rechenschaft über das Wirlen unsered
Abgeordnelen Hrn. Schmidt ablegen werde, dies ist unmöglich:
denn Rechenschaftsablage ist eine höchst persönliche Sache. Gestatten
Sie mir jedoch, da Herr Schmidi leider zur Berichter stattung über
ein Wirken im Reichstag nicht erschienm ist, Rechenschaft abzulegen
iber das Wirken unseret Parlei. Da wird man uns zuerst fragen,
yb die bayer. Fortschrittspartei auch in der verflossenen Sesston
»as Richt ge getroffen hat. M. H ! Wir wissen recht wohl: die
national-iberale Partei ist zur Zeit wohl die best verleumdete im
Vaterland; es wirken da viele Nomense zugleich. Nun gegen alle
Borwürfe wollen wir uns nicht vertheidigen. Wenn man der na⸗
ional⸗liberalen Partei zum Vorwurf macht, daß fie an der Ent⸗
ittlichung, an dem Rain des Vaterlandes Schuld sei, wenn jene
derren, welche die Verleumdung vorbringen, fuͤr sich in Anfpruch
nehmen, als wahrec Hort der burgerlichen Feeiheit und Unabhän⸗
zigkeit dazustehen, so fürchten wir, wir verstehen uns wechselfeitig
uicht. Doch gegen andere, schwerere Vorwürfe muß sich unsere
Partei vertheidigen, weil sie lesder bon einer Seite kommen, die
ins feüher nicht so feindlich gegenüberstand, mit der wir in guten
ind schlechten Tagen sozar zusammen gekämpft haben; dieses hef⸗
ge Gegner der national⸗liberalen Partei ist die Forischrittspartei
n Preußen. Die Ursachen dieser feindfe ligen Stellung sind wohl
auptsüchlich persönl cher Natur und die Nachwehen jenes erditterten
Barteiktampfes in Preußen dvor 66 und bis jetzt. Doch hoffen wir,
aß jene Herren, welche gegen unsere Partei vorgehen, in nicht
allzu ferner Zeit einsehen werden, daß die viel zeschmãhren Haäupter
ʒet nati oral⸗liberale Partei Realpolitit getrieben haben.

Ee sind im verflossenen Reichstag Gesetze gewesen, welche die
Zorwürfe hervorriefen, die Vorwürfe welche immer dahin klangen:
u große Henneigung nach dem Ministerium, Schwanzwedeln und
Abhängigkeit vom großen Bismarg. Nun, meine Herren, die Er—
olge find jetzt schon auf Seite der nationalliberalen Partei.
Wie groß war der Kampf um das Wehrgesetz: „Das ift ein
örmliches Aufgeben der bürgerlichen Fre'hert; unsere ganze Jugend
egt man in die Kaserne; 18 st unerträglich; unser Nachbar wird
irawöh isch und stait des Friedens werben wir den Krieg haben.
Meine Herren! Die Anstrengungen der mächtigsten Partei im
Reichstag haben uns allerdings ein machtiges Heer geschaffen, ein
Heer, das Deuischland den Einfluß nach Außen hin sichert. Nun,
meine Herren! es dürfte bekann sein, daß Deuischland nach dem
Urtheil der unbefangensten Voölker der Hort des Freedens gewesen
st und seien Sie überzeugt, ohne diesen Frieden wäre die Kriegs⸗
ackel, die dott im Osften entbrannte, auch in andere Länder ge⸗
tagen worden. Der schwerste Vorwurf aber ist in der jüngsten
Zeit gegen de Liberalen erhoben worden. Es sind Veriäumdungen,
velche den Vertretern derselben in allen möͤngl chen Veiwünschungen
n 'die Heimath nachgesandt wurden. Und das ist geschehen?
Dantk der Haltung der nationalsüberalen Parhei ist volbracht, was
n unserem deuischen Vaterlande die Sehsucht aller verstandigen
derzen war. Wir haben eine Macht nach Außen, die Regulirung

ZDeutsches Reich. F IJ
Berlin, 23. VDez. Wie nachträglich bekannt wird, hat
der Kaiser gestern vor dem feierlichen Schluß der Reichstagssession
Gelevenhe it genommen, dem Justizminster Leonhardt vor dem ver⸗
sa nmelten Bundesraihe seinen besonderen Dank und seine lebhafte
Ane kennung sür die grotzen Verdienste auszusprechen, welche fich
der Minister um das Zustandekon men der Justizgesfetze erworben
hat. Belanntlich hat der Kaiser den Minisier gestern auch durch
Verleihung des Großlreuzes zum Rothen Ad erorbden ausgezeichnet.
Mit diesen Vorgängen zerfallen die von einem Provinziotblatt
verbreiteten Gerüchte über den Rücktritt des VPiinisters. Leonhardt
in sich zusammen; im Gegentheil erfahre ich, daß derselbe sofort
Anordnungen in seinem Ministerium cetroffen hat, um die Aus—
führungsgesetze zu den Justizgesetzen für Preußen vorzubereiten.

Berlin, 27. Dez. Dvie Verleihung des Sterns zum
Zronen-Orden zweiter Classe an den Prasidenten des Reichstags,
m. Forckenbeck, wird in hiesigen politischen Kreisen als er⸗
seuter Ausdruck der karserlichen Genugthuung über das Zusta de⸗
lommen der Justizgeseze aufgefaßt. Der Kaiser empfing vor⸗
gestern Herrn v. Forckeubeck in besonderer Audienz.

Nusland.

Wien, 27. Dez. Nachrichten aus Belgrad bestätigen,
daß der vorgestern dort angekommene russische General Nkin dee
Stell: Tschernajew's, der nicht uach Serbien zurückkehrt, ühernimmt.
Nelitin hat eine Rebue über sänmtliche, aus russischen Freiw elligen
hestehenden Absheilungen der serbisnen Armee abgehalten und dem
versammelten Difiierkorps erklärt, er sei auf Befehl des Kaisers
gekoumen, um das tommando der Acmee zu übernehmen. Die
Korpskommandanten erhielten den Befehl, sich u verweilt an ihren
Best⸗mmanzsort zu begeben. Säumtliche Freiweslige murden an⸗
newiesen, an die Dring abzug'hen.

Bukarest, 26. Dez. Die Kammer nahm einen Gesetzentwurf
an, der die Gemenden verpflichtet, diee Felder der einberufenen
Reserbisten zu dest llen und für deren Familien zu sorgen.

London, 27. Dez. Die „Tines“ warnt gelegentlich einer
Bespcechung der nenesten Nahrichten aus Konstantinopel die Pforte
wiederholt vor den Folgen eints Wide:standes gegen das Reform⸗
programm der Couferenz: weder Englard noy andere Mächte
würden die Türkei von sicherem Verde ben retten; sie durfte sogar
mit mehr Feinden als Rußland abzurechnen haben.

Konstantinopel, 28. Dei. Die Agenece Habas“ meldet:
Die Pforte scheint nicht, wie gerüchtweise verlautete, beschlossen zu
haben, die Vorschläne der Mächte forinell abzulehnen. Midhat Pasha
desuchte heute die Boichifter und Bevollmächtigten, sprach adet bon
keiner Ablehnung. Marquis Salisbury erklärte heute dem Sultan,
daß alle Mächte dar u einig seien, auf der Annahme ihrer For—
derungen zu bestehen und daß im Falle einer Ablehnung alle Bot⸗
asier abreisen wärden. Die nächste Conferenzũtzung wurde auf
Donuerstag feftgesetzt und die Pfo ie wind aleden ihre Entschlie⸗
zungen bekanat geben. Sir Heurh Elliot reis demnächst ab O—
dian Effendi geht in besonderer, wie es heihßt finanzieller Mission

nach Paris und London. Er soll verfuchen, Geld zu beschapen.
New-York, 25. Dz. Nach Berich en aus Sas Do⸗

mingo ist daselbst Revolution auszebrochen. Der Präsident Gon⸗

Jalez wurde abagesetzt und ist flüchtig. (I. M

r St. Ingbert, 29. Dez. In der gestern Ahend
im Oberhauser'jchen Saale abgehaltenen zahlreich besuchten Bürger⸗
dersammlung erstatteten die Hr. Advokat Anwai' osenberger
und Hr. Wolff aus Zweibrücken, die an Stelle unseres plößlich
erktantten Reichstags-Ad eordneten Hr. Sh midt erschienen und
pon dem Präsidenten der Versammlung, Hr. Schauck, vorgestellt
worden waren, ziemlich ausführlich Bericht über die Bedeutung und
datz Wirken der national⸗liberalen Partei. Zunächst wollen wir im
Folgenden den Inhalt des von Hr. Rofenderger gehaltenen ge·
        <pb n="716" />
        d s Geldwesens besteht, aber nos fehlt die Eirheit des Rechts:
und es ist ein wahres Wort, daß nächst der Muttersprache nichts
wichtiger ist als die Einheit des Rechis für ein Volk und Dank
dem Wirken und der Thätigleit der national-liberalen Partei sind
wir ein mächtiges Stück auf diesem Gebiet vorangeschritten, ist es
vereitelt, daß die saure Arbeit in einem einzigen Momente ver—
nichtet wurde. Hat nicht Jeder, der eine Zeitung liest, mit ge⸗
spannter Aufmerksamkeit d'e Verhandlungen im Reichsage verfolgt?
Es wissen's wohl Alle. Es sind 4 Gesetze, welche einheitlich für
das deutsche Reich geschaffen werden sollen, nämlich Zwilproeceß,
Sirafproceß, Gerichtsverfassung und die Concurs-Ordnung. Ueber
diesen letzten Puakt erhob sich kein Zwieipalt, obwohl wir Pfälzer
dieses Slück der Gesetzgebung noch lange gern verm ßt hätten.
Alleln den Werth der übrigen Punkte werden wir wohl Alle an⸗
ettennen, wir die wir hier an der Grenze wodnen, die wir sehr
oft ungewiß darüber waren, wie man sich austellen, wie man es
machen müsse, um rasch und prompt zum Ziel zu kommen. Wir
fühlien am lebhaftesten den Mißstand, daß ein Beschuldigter hier
auf diese Weise dort wieder anders abgeurtheilt wurde.
(Scluß folgt.)
Vermiscqhtes.

FKaiserslantern, 27. Dei. (Ein schoͤnes Weih“
nachtsgeschenk.) Im vorigen Jahre starb in Sourabaya (Java)
die Wume Friederike Jacobe Sternkamp mit Hinterlassang eines
dedeutenden Vermögens. Die glücklichen Erben derselben wohnen
zum größten Theile in der Pfalz. Der deutsche Consul in Soura⸗
baya, welcher im Interesse der Soche eine Reise in die Pfalz machte,
ließ im Laufe dieses Jahres einen Theil der Verlassensch ftsgüter
versteigern, wofür circa 500,000 M. erlöst wurden. Unter den
Erben befinden sich 14 in der Pfolz, und zwar in den Kantonen
dudwigshafen, Pirmasens, Wolfstein. usel, Landstuhl, Dahn,
Zweibrücken und Kaiserslautern. Die Erben im hiesigen Kantone
sind: 1. Josephine Wilhelmine Rösler, resp., da dieselbe inzwischen
verstotben ist, deren Ehemann, Herr Weißwaarenhändler Becer in
Raiserslautern, und 2. Sophia Mathias, Ehefrau des Schneiders
Jungert hierselbft, und zwar erhält Becker js, die Jungert UNan
des vbigen Erldses, Becker also 71,428 M. 86 Pf., die Jungert
25210 M. 7 Pf. — Kurz vor dem Weihnachtsfeste ist den
Frben mitgetheiit worden, daß das Geld jederzeit zahlbar ist.
(Kais. Ztg.) (Weitere vns betannie Erben sind Herr Carl Rösler in
Zweibrücken, früher lange Jahre hier in St. Ingbert, Herr Ernfi
Rosler, Frau Wwe. Rösler und Frau Wwe. F. Saneider, dieste
drei lehzteren in Ludwigshafen. D. Red.)

F Auf den piälzischen Bahnen wird vom 1. Januar 1877
ab eine spec'elle Betriebs controle zur Ueberwachung des Fahr
dienstes, des Statious— und Erpeditions Dienstes und zur Aufrecht ⸗
haltung der Regelmäßigkeit und Sicherheit des Dienstes eingerichtet.
Das pfälzische Bahnnetz werd zu diesem Behufe in dre Control-
bezirke: Lud vigshafen, Neustadt und Kaiserslautern eingetheilt und
die Bahnhof · Verwalter dieser Stationen zu Controleuren ecnannt.

p'Neusiadt, 27. Dez. In der Nacht vom erst⸗n zum
zweiten Feiertag erfror ein Mann von Königsbach am Glmmel⸗
dinger Weg, zwischen dem hiesigen Kirchhof und Gimmeldingen.
So viel verlautet, kehrte derselbe von einem Familienfest nach Hauft
zurück, wurde wahrscheinlich von Müdigkeit befallen und ließ sich
Tnvorsichtiger Weise am Wege nieder, um nicht wieder zu erwachen.

(N. 3.)

pNeustadta. H., 24. Dez. In unserer Stadt gehlt

man mit der Absicht um, einen Verein der Baarzahlung zu gründen,

um eine höchst nothwendige Reform im Credite und Zadlungs⸗

berfahren durchzuführen. Das Projeet verdient alle Anerkennung

und auch Nachahmung und es wäre zu wünsshen, wenn der in
Rede stehende V.rein röglichst an Verbreitung gewinnt.

Edenkoben. In dec Rheinpfalz“ findet sich die auch
bereits in andete Blätter übergegangene Nuchricht, daß Hert Bürger—
meister Arnold von hier um jeine ẽnthebung vom Amte nachgesucht
habe. Obwohl diese Notiz noch nicht widerlegt wurde, können wir
voch zu unserer Freude mittheilen, daß dieselbe mindestens verfrühl
in.“ dNhier von dem beabsichtiglen Rücktrest nichts bekunnt ist.

(Ggwi.)
fLudwigshafen, 28. Dez. Am 2. Dez. d. Irs. wurde
hier eine socialdemoktatische Versammlung abgehalten und in derselben
durch einen gewissen Phil. May aus Mannheim eine Flugschrifl
bertheilt, betilelt „Agitationsnummer, Hierin wurde das Reat
der Aufreizung erblickt und derselbe daraufhin heate verhafter und
nach Frankenthal in's Untersuchungscefäsgniß abgeliefert.
pPf. K.)

Weißenburg Mittelfranlen), 26. Dez. Ein Mün⸗
chener Handelsmann Ramens Lechner hatle von dort einen Doppel⸗
wagen mit Sdweinen hierher verladen, denselben aber der einge⸗
setenen Kälte wegen mit Brelterschwarten dich: ver schlossen. Als
sbe zum Ausladen der Wogen detnet wurde, welch' ein Anblich

im aberen Theile dess lben lagen 87 Stück Schweine erftidt, ein
Schaden von 2800 M. M. Pr.)
Wiesbaden, 22. Dez. Das koͤnigliche Kreisgericht
zahier verurtheille heute den Mudlenbesitzer D. aus Weißkirchen,
velcher beschuld gt war gefälschtes Mehl (durch Beifügung von
Schwerspaty) zum Verkaufe gebracht zu haben, zu 3 Monaten Ge⸗
ängniß, 1000 Martk Geldfirafe, Verlust der bürgerlichen Ehren⸗
rechte auf ein Jahr und Tragung der Koflen; Fuhrmann O. von
dort, welcher Veihilfe hinzu geleistet hatte erhielt 1 Monat Ge—
jängniß sowie Tragung der Kosten. Die Verurthe'lten werden
dagegen appelliren.

. Berlin. Die letzte parlamentar sche Vereinigung in
zieser Legislakurperiode, welche am vorigen Minwoch nach Schluß
der Abendsitzung stattfand, währte bis an den frühen Morgen.
Man trank Sismarkbier“. Der Reichskanzler hatte näm'ich dem
ReichstagsRestaurateur Schulze ein ansehnli Les Fäßchen Nürnber ger
Bier zur Disposition gestellt mit der Bestimnung, daß es zum
Besten des unglücklichen Mühlknappen Schrader, (der auf ein fal⸗
ches Zeugniß hin mehrere Jahre unschuldig im Zu dibaus saß) am
letzten parlamentarischen Abend verabreint werden sollte.
7 Am Milttwoch Abend blieb der Bahnzug von Dundee nach
Forfar im Schnee stelen. Bei Forfar war der Schnee auf der
Bahnlinie 8 Fuß hoch.

F Ern ähnlich⸗s Unglück w'e im Thiater zu Brooklyn wird
aus Socramento in Cal fornien gemeldet. Bei der Inaugurirung
es Oderhauses, welches erst in juüngster Zeit vollendet worden war,
—D löschte
us und es entstand Feuer unter den Trümmern. Naqh Lösch ung
desselben zog man sieben Leichen und mehr als Hunderte Verwundete,
wotunter diele im verzweifeliem Zouffand, aus dem Schutte. Der
Saal war geräumig genug, um Tausend Zuschauer zu fassen.

F Bleivergiftungdurch Pflanzen. Bei einer Familie
in England, die in der Nähe eines Platzes wohnte, auf dem 12
Jahre zuvor eine Bleiweißfabrik gestanden hatte, stellten sich nach
nedicischen Blättern Symptome von Bleivergiftung ein. Man unter⸗
suchte einige Exemplare der in der Umgebung des Hauses wachsenden
ind von der Familie benutzten Gemüse und fand in einer rothen
Rübe von 6560 Gramm Bewicht circa 1 Ctgr. Blei, in 6 Mor⸗
rüben von zusamm'n 272 Gramm Gewicht 184 Ctgr.: ebenso
jand sich das Metall in Endiviensolat.

F (Canalverbindung zwischen dem Atlant'schen und dem stillen
Dcean.) Odgleich bis jetzt bekanntich alle Versuche gescheitert sind,
ruf irgend eine Weise den Anlantischen Ocean mit dem Stillen
Deran in eine direkte Verbindung zu setzen, so haben dieselben
namentlich die franzssischen Kapitalisten doch nicht abschrecken konnen,
bermals eine Gesellschaft zu gründen, welche sich mit der Ab—
chätzung der Kosten beschaftigen soll, die die Aulage eines Canals
on' 110 Kiloweter Lange durch den Isthmus von Darien erfordern
vürde, ungefähr in derselben Gegend, in der bereits amerika—
desche Ingenieure zoei Jahre Austnessungen machten. ohne daß die—⸗
eiden leider zu einem Resultate führten.

ꝓ Eingekellerte Kartoffeln gut zu erhaltn. In Bezug auf
den Kartoffelbau muß es für Jedermann von Interesse sein, zu er—
'ahren, daß die eingekellerten Kartoffeln fich bis in das späte Früh—
ahr hin gut erhalten, wenn man den Boden des Kellers mit pul—
»erisirten Holzlohlen eiwa 1 Zoll hoch bestreut. Für diejenigen
Zattoffeln. die man im Früjahre zum Setzen verwenden will, ist
es, ganz neuen Erfahrungen zufolge, sehr zu empfehlen, sie saichten⸗
weise mit Holzkohlenpulver zu bestreuen, weil dadurch das dem
Wacdhslthum so schadliche Keunen im Keller verbütet wird.

Dienstesnachrichten.

Der Aisistent an dein Realgymnafium zu Speyer, Wald⸗
schmitt, wurde zum Studiealehrer zu Wunsiedel ernannt.
dDer Areisforstrath M. Grohe in Sp yer wurde aus Ansuchen
inter Anerkennung seiner langjährigen ireu geleisteten Dienste in
zen wohlverdienten Ruhestand, und an dessen Stelle der Kreisforst
meister von Unterfranken L. Friedrich versetzt.

Der Forst ehilfe Joh. Mantel zu Stahlberg wurde auf An⸗
suchen zum Rev'er Dannenfels versetzt.

Die kathol. Pfarrei Böhl wurde dem Pfarrer Kattenfeld in
Zeiskam verliehen.

Wir machen unsere verehrten Leser ganz besonders auf die in
unserem heutigen Blatte enthaltene Anzeige des belcebten illustr rien
Familienblattes Om nibus aufmerlsam.

Wer da wünscht, sich in stiller Häuslichkeit im trauten —W
immer während seinet Erholungsstunden angeuehm und lehrreich
u unterhalten, wer seine Gedaulen nach des Tages Mühen in die
weiten Gebiete der Erzählung, Wissenschaft und Kunst einführen
will, der kann solchem Wursche leicht Genüge leisten — der Om—
ditüs“ bringt ihn rasch zum Ziele.
        <pb n="717" />
        Hervorzuheben ist, daß der „Omnibus“ dieses Jahr nicht nur
ein schözes Oeldruck Prämienbild, sondern auch eine jährlich sechs⸗
mal erscheinende Musitbbeilage alg Pꝛämse zur Besgabe
zrhänu.

Die äußerst gecinge Nahzahlung für die Prämie, welche den
Abonnenten im Laufe tines Jahres mindestens 24 sorgsam aus⸗
zewählte Musikstücke zum Gessimmtpreise von Mark 1. 20 sichert,
nacht es JI dem möglich, sich einen hübschen Musikalienschatz zu
erwerben.

Wir können des popuäte Unternehmen bestens empseblen.

Für Zeitungsleser.

Als ein staunenswerthes Phänomen in der deutschen Journa⸗
istik, wie solches bisher einzig dasteht, dürfte die großartige Aus-
hehnung, welche die in Berlin seit 5 Jahren bestehende Zeitung:
„Berliner Tageblatt“ gegenwärtig erreicht hat, zu bezeichnen sein.
Die gegenwärtige Auflage des „Beclkiner Tapeblatt“ beträgt ca.
49, 000 eine Ziffer, welche bisher in Teutschland keine Zeitung
nuch nur annädernd erreicht. — Nur ig Eugland und Amerika
zestehen uoch Zeitungen, weiche eine ähnliche Verbreitung besitzen.
— Frägt man nach den Ursachen dieser enormen Erfolge, welche
das „Betliner Tageblatt“ zu verzeichnen hat, so genügt die Kenntniß⸗
nahme von dem reichen und iunteressanten Inhalt des „Berliner
Tageblait“ nebst dessen Beigaben „Berliner Sonntagsblatt“ und
zem illustrirten W'tzviatt „Uik.“ Der politische Theil des „Ber⸗
liner Tageblatt“ zaͤhlt die lervorragendsten Publizisten zu senen
Mitarbeilern und wird von Spezialkorrespondenten an allen wich ⸗
tigen Plätzen steis mit den neuesten und zuverlässigsten Nachrichten
dersehen. Als besonderer Vorzug dürfle noch die Thatsache zu be⸗
achten sein, daß das „Berliner Tageblatt“ bei seiner eutschteden

SylvesterAbend
Tanzmusik
ben Georg Jung.
Sonniag, 31. Deʒzemb, Hro
Freimusik
hzei

Sonntaa, den 31. Dez.
ABE-IISI
usgeführt von der Kapelle des
30. Infanterie Regiments in

Saarlouis.
Entree 50 Pf. Anfang 4 Uhr.
Weter Jung.
Von heute Samstag Abend ab
Kulmbacher
Bockbier
risch vom Zapfen täglich zu
jaben bei
Georg Klein.
D——
Sprechstunden
fir Angen- u. Ge-
hörlramke zu Zwei⸗
vrücken, deutiches

Haus an der Bahn, jeden

Donnerstag von 9

5is 1214 Uhr.

Dr. Elvenich,
Augen⸗ und Gehörarzt in
Kaiserslautern.

Ferd. Oberhauser.
Frisch eiungetroffen:
Ghocolade, Cognacé,
Argasé, verschiedene Sorten
biqueure u. Punsche
Essenzen in der Condi—
torei G. Rickel.
Eiue jfrische Sendung F
Limburger Käse
¶. Qual tät)
empfiehlt
P. Zepp.
Für Syivester⸗ Abend und Neu
gahr empfiehlt der Unterzeichnete
— t
Lorten
u. sonstiges feines Backwerk.
Auch werden auf Bestellung
Nenjahrde-Kränze zum
Backen angenommen.
G. Rickel.

2 3 Schweinchen
schöne e
sind zu berkaufen.

Wo? sagt die Exped. d. Bl.
Einladung zum Abonnement auf den —
OMNIBVOS.
bilIIigstes iIIustrirtes Fæam ilieun bIatt.
Der Jahrgang 1877 wird eroffnet mit ciner vortrefflichen
—A .Am Sprudel“
und einer spannenden Erzählung von Tuqdwig Hahbicht;:
„eenlt“; ferner beginnt in No. LTeine höcht interessaute
Imieung αεr Carneval von W. Kaudlem, eine
Bographie des englischen Tiplomaten Salusbury nebst Por⸗
trait, sowie die Rubrik: Glegenwart“, worunter in Kürze
die wichtigsten Ereignisse auf dem Gebiete des öffentlichen Lebens
Erwähnung finden; endlich enthält No. J eine Reihe von originellen
Discellen und humorist schen Bildern. Noch im Laufe dieses Qur⸗
als folgt eine ergreifende, dem Leben abgelauschte Criminalnovelle

sheralen Tendenz nach jeder Richtung hin unabhängig ist, und sich
X bei der Beurtiheilung politischer uud
rational · ötonomischer Fragen beeinflussen läßt, sondern dieselben le⸗
aiglich nach seinem eigenen über den Parteien stehenden Ermessen
eleuchtet. — Nächst deu umfangreichen Lokalnachrichten, welche
—D— der Reschshaupistadt in
voalgesichteter Fortm bringen, enthält das Berliner Tageblatt?
ine alle Zweige des Handels umfussende „Handelszeitung“, mit
ompletem Kurszettel der Berliner Börse. — Eine besondere Zierde
Viaties bilder das Fun lleton?, in welchem die neuesten Ro⸗
nane unserer ersten Schrijtsteller, wee Spielhagen, Gutzkow ⁊c.
Aufnahme çefnnden haben. Für das kommende Quartal hat das
„Berliner Tageblati“ August Beckers neuesten Roman unter dem
Titel „Franz Staren“ erworben, welcher sich gleich allen bisherigen
Werten des hefeierten Erzählers durch seinen spannenden und fesselu⸗
en Juhalt auszeichnet und die Leserwelt in hohem Grede befrie⸗
rgen wid. Sodunn finden in diesem Theile des Blattes Theater,
zuüuste, Wssenschaft durch Originalkritiken und Berichte sorgfältige
geachtung. Die besondere Sonntagsbeilage „Berlmer Sonntags⸗
latt“ bringt vornehmush kürzere Novellen, Humoresken und Skizzen,
berhapt Artikel belebrenden und unterhaltenden Inheltẽ. —
Schleßlich erhalten die Abonnenten des Berliner Tageblatt“ jeden
Donnerstag da; meisterhaft illuftr'rte Witzblatt Ult,“ welchtes durch
cinen frischen Hamot für die Erheiterung der Leser sorgt. Nach
Aufzählung dieses veichhaltigen, den Abonnenten des ‚Berliner
Tagebiatt?* gebotenen Lesestoffes ist die kol ssale Verbreitung dieses
Flattes erklärlich und zweifein wir nicht daran, daß bei fortgesetzter
Funehaliung dies⸗s Programms die Leserzahl sich noch weiter ver⸗
uehren wird. Der Abonnementspreis ist als ein sehr mäßiger zu
erichnen; derselbe betränt für alle drei Blätter zusammen nur 5
Me25 Pf. peo Quartal inklusive Posiprov sion.

» n J. Duf

des Scheins.

Anmeden s Dd vbellemistische Beiträͤge, sowie kelehrende Artikel
ind Abbandlungen von E. A. König, Temme, Friedrich
Friedrich, Otto Girndt, Gustav Rasch, Carl Zastrow,
Belot, Dr. K. Ruß, A. Mels u. A. in Aussicht genommen.

Trotz des reichhaltigen Inhalts und der Neuerungen bezüglich
zielseitiget Leistungen bleibt der „Omnibus“ auch ferner das bil⸗
igstealler illustrirten Wochenblätter, da der Preis desselben nach
vie vor

pr. Quartal nur M. 1. 30 inel. Posiaufschlag
oder pro Heft 40 Pf.
»eträgt. Jäbelsch erscheinen 52 Nummern oder 17 Hefte, letztere
nmillustrirtem Umschlage.

Zu dresem billigen Preise, der einem Jeden die Anschaffung des
Omnibus? lecht macht, id umt noch, daß die Verlagsbuchhandlung
auch in diesem Jatre, wie bisher. ein F

—
gegeg die geringe Nachzahlung von nur NITSbo liefers. Das⸗
be'ist ein prachtvolles Oeldrudbild: „Das Zu⸗
bettegehen nach der Weihnachtsbescheerung,“ welches
ine lubuche Familen⸗ Idylle darstellt und sich besonders zum
Schmudk des Familienzimmers eignet.

Außer dem Prämienbild wird dem Abonnenten eine b's jetzt
roch nirgends gibotene Extra⸗Prämie gewährt. Diejelbe
desteht in einer F

Musũlæ-Ræeilageo-
velche in Hefien von 2—3 Foliobo en jährlich 6 mal erscheint
ind nur bel'edte, selbst klassische Musitstücke enthalten wird. Die
Nachzahlung für diese zweite, außerordensliche Pramie ist nur auf
20 Pf, pro Heft festgeseßt.

Hest 1, welches mit No. 7 oder dem 3. Heft des Omnibus“
rusgegeben wird, enthält:

Spindler, Fritz, op. 288, Die Naqctigall,“ Fantasie für
Pianoforte;

Abt, Franz, op. 4050, „Mein Engelskind, gute Nacht,“
Lied für Sopran;

Pathe, C. E. op. 295, No. 4,,Reizende Landschaft,“
Salonstück für Pianoforte;

Herrmann, F.,, Guadeloupe⸗-Mazur tka“ für Pianoforte.

Selbsiverstäändlich bleidt jedem Abonnenten die Abnahme der
Praͤmien vbllig freigestellt.

Mit dinweis auf die vorstehend erörterten Vorzüge, welche
den Omnsibus“ gegenüder sesnen Concutrenten im neuen Jahre
eftens empfehlen, laden wir hiermit zum Abonnement höflichst ein
Bestellungen auf den ‚Omnibus“ nehmen alle Kaiserl. Postanstalten
und Buchhandlungen entgegen.

Hamburg.

Die Verlagshandlung M. Rosenberg.

—AUin oder Die Welt
        <pb n="718" />
        Ausverkauf
Von heute ab bis 1. Janu ar verkaufe ich, um mit
meinem großen
Winter Lagor
n Herren- u. Knaben-Kleidern,
sowie PAen FIämtl (uene Facçons)
zu räumen, den sämmtlichen Vorrath zum Kostenpreise.
B. Ackermann,
St. Ingbert,
im Hause des Herrn Christian Kling neben der
kat dolischen Kirche.
Bei obigem Ausverkauf empfehle gleichzeitig mein reich⸗
haltig Hortirtes Lager in 2.. 329
Mützen und Filzhüten
zu den billigsten Preisen.

JJ

sßtel Laur.
Sonntag, den 31. Dezemhber
Freimusik
Vox tag, den 1. Januar 1877
BiTBeP-LRAII.
Freundlichst ladet ein
Iriedrich Lehnert.

Abonnements⸗Einladung!
Am JI. Januar 1877 deginut der dritte Jahrgang des Is⸗
raelitischen Boten“. Herausgegeben von Morn z Baum,
—A— Witwirkung namhafter Schriftsteller und Gelehrten.
Derselhe ersche'nt wöchentlich einmal und koste! per Quartal
franco zugesandt 2 Mark pränumerando, für das ganze demsche
Reich. Für das Auslaude2 M. 580 pf. Tendenz conferdativ.
Reichhaltiger Juhalt, spannende und gediegene Feulletons aus dem
XVX
Inserate fieden durch den „Israeletischen Boten“ weite Ver⸗
breiturg und kosten per Petitzeile oder deren Raum 10 Ppf.
Bestellungen auf den „Ifraelitischen Boten“ werden bon der
Expedition dieses Vlattes enigegen genommen.
— Neue Abonnenten erhalten die dereits begonnenen Feuilletons
AM dohultheiss. gratis nachgeliefert. —
Im Interesse der Abonnenten
wird um moͤzlichst frühzeitige Ahonuements Anmeldung gebeten, damit die prompie Zusendung
des Blattes von 1. Jannar ab erfolgen kann.
Deutschlands gelesenste und verbrentesse Zeitung
ist das
Berliner“ ageblatt—
nebst
der belletristischen Wochenschrift dem illustrirten Witzblait
„Berliner Sonntagsblatt' DMXTX
dessen Auflage in den 5 Jahren seines Befich⸗ns die enorme Hohe don
48,700 Eremplaren
erreicht hat, eine Abonnentenzahl, welche bisher keine andere deulsche Zeitung desitzt.
Diese großartigen Erfolge verdankt das „Berliner Ta geblaut“ vornehmlich
der Reichhaltigkeit u. Gediegenheit seines Inhaits.
Der politische Theil, welher sich besondersdadarch auszeichnet, daß er bei enl—
schieden liberaler Tendenz vollkommen ungabhängig von allen Parieirücksichten ist, enthält
u. A.: populäre freisinnige Leitartikel. — Polische Tagesübersicht. — Vermischte Nach⸗
richten aus dem Reich. — Original Correspondenzen a.s dem In und Auslnde. — Sper
cial Telegramme. — Kammerverhandlungen 2c. und wird von allen wichtigen Platzen durch
Specioleorrespondenten wit den neussten und zuv rläsügsten Pachrichten versehen.
Der locale Theil enthält in wohlgesichreler Form alles Wssenswerthe aus der
Reichshauptstadt, Gerichtsverhandlungen, Vereinsnächrichlen ⁊c.
Der Handelstheil erstrecht sich auf alle Gebiete des Handels urd der Industrie
und bringt unparteiisthe und ausführliche Berichte über den Geidmarkt, einen completen Couis⸗
zettel der Berliner Börse, Verlocsungslisten, Verlehrsnachr chten ⁊c.
Dern Feuilleton, welches die herborragendsten ued populs sten Schriftfteller zu
seinen Mitarbeilern zähit, wird besondere Aufmerksamkeit gewidmel. Dasselbe enthält außer
der Fortsetzung eines größeren, Romans, Originalkritiken und Bericht ürer Theater, Kunst
und Literatur, Miscellen, ꝛc.
Unter der Rubriß: Unterricht und Erziehung erscheinen gediegene Auffätze aus
der Feder eines herborragenden Fachmannmss.
Auch werden die Gewinnlisten der Kel. preuß. Lotterie unmittelbar nach
der Ziehung veröffentlicht.
Im täaglichen Feuilleton des „Berliner Taseblatt“ beginnt im Januar 1877
August Beéosers
neuester Roman in 3 Bänden umer deu Tneh: „Franæ Staron?“, der wie alle bishe⸗
rigen Werke des gefeierten Erzählers durch seinen spannenden und jesseinden Inhalt die Leser⸗
welt in hohem Grade befriedigen wird. *
Abonnements auf das Berliner Tageblati? nebst Berliner
Sonntagsblati? und „Ut“ nehmen alle Kaiferl, Reichspoftämier zum Preise don nur
M. ↄ25DDFI. fur alle 8 Blätter zusammen
pro Vierteljahr eutgegen.

Frucht, Brod Inß
Fleisch Preise des Stadi
Zweibrücken vom 28. Dez.
Weizen 11 M. 56 Pf. Koru
9 31. 17 Pj. Gersle Zreihige
0 M. — Pf. Gerfste 4reih.
o0 M. — pf. Speiz 8
60 Pf. Spelzkers — M. —
Pfge. Dintei — M. — pfg
Mischtrucht O M. — Pf. Hafer
7 M. 83 Pf. Heun M. 30
Pf. Snoh 4 M. 75 Pf. Kar⸗
toffeln 2 M. 90 Pf. per CEtr.
Weißbrod 10 No. 56 Pf. Lorn⸗
brod 8 Ro. 81 ppf. ditio 2 Ko.
54 Pf. ditto 1 Kilo. 27 pf.,
Gemischibrod 3 Kilo. 97 Pf. 1
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf.
Rindfl. 1. Qual. 532 Pf. 2.
Wal. 48 Pf. Kalbfl. 40 pf.
amfl. 52 Pf. Schweinefl. 66
8gf. Butter 1M. 48 Bf. per Psd

———— ———— —
Befesllschein.
An dis Kaiserl. Postamt zu
Unterzeichneter abonnirt auf 1 Exemplar des Berliner Tageblatt“ nebst
„Berliner Sonntaasblatit“ und „D Ix pro 1. Quartal 1877 und
übersjendet beifolgend den Abonnementspreis von 5 Martk 25Pf.
Wohnort und Datum: Name;:

*

000000000000000000000
Redaktion Drutck und Verlag von J. X. Demeß in ugbert
        <pb n="719" />
        II. A An .

——

—————
Dder St. Jugberter Anzeiger und das' (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donneréetag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

4 Mark 20 R.⸗Pfa. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift odet deren Raum. Necla nen
mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.

—3532*
M 209. Eonntaa, den S1. Dee euber 111876.

—2
2

Neujahrs⸗Gruß.
Verklungen find der Glocken Toöne,
Der laute Gruß dem neuen Jahr;
In Wehmuth schaut des Geistes Auge
Nach der entfloh'nen Tage Schaar.
Da ziehen Bilder trüb und heiter,
A

Da schaut; aus den enischwundenen Tagen
Die Seele schmerzlich mancherlei. —
Uvd wer des Schicksals hartée Schläge
In dem entfloh'nen Jahr empfand:
Wietr ist sein Blick vo suher Hoffnung
Dem neuen Jahre zugewandt!''
Und wem in den vergangnen Tagen
Das Glück gelächelt immerdar,

Der ahnet nicht der Dinge Wechsel
Der lanernd schläft im neuen Jahr
D, sei willklommen allerwegen,
Du junges Jahr im deutschen Land,
Bib uns den heißersehnten Frieden,
Streu Gutes aub mit voller Hand
Laß holde Eintracht bei uns walten,
Ihr Segen folge jeder Spur,

Gib Freude allen Menschenherzen
Und segne Berg und Thal und Flur.
Vernichte nimmer eine Hoffnung,

Wenn edlem Herzen sie entsprang,
Otrockne Thraͤnen, lind're Schnierzen,
Mach' froh, was vor dir trub und bang
So grüßen heute dich Millionen
Du junges Jahr, bei deinem Nah'n,
Das rechte Heil von dir erwartend,
Beginn' und ende gut die Bahn!
Deutsches Reich. —

Beerrlim, 28: Dez. Die offigöse Provinzialcorrespondenz“
heble iir einem Artikel mit der Aufschrift Kaisers⸗“ und⸗ „Volkes⸗
Dank“ die Vedeutung des Abschlusses der Justiagesetze hervor und
demertte daß hiermit die gesetzgehenden Kräfte des Reiches-Muße
ethwlien haben, sich nun um so mehr anderen wichtigen, namentlich
wirthichaftliche: Aufgaben zuzuwenden, fur deren gedeihliche Lösung
es auerdings nothwendig sei, daß Volksvertreter gewählt werden,
welchen es Ernst ift, eine Verstärd gung über die Bedürfnisse und
Juletessen? des Volkes mit den Regierungen herbeizufühten.

aussland.

We'o stau, 285. Dez. Die „Mostkauer Zeilung nennt die
neue türkische Verfassung eine bloße Verspottung der Mächte, welche
die Noth der Christen legalisire und die Verantwortlichkeit der Re⸗
gierung beseitige, nur durch eine ernstliche Occupation und Verlei⸗
hung des Rechtes an die christliche Bevölkerung, im Frieden Waffen
zu tragen, im Falle den Türken dieses Recht nicht zu nehmen sei,
— die Lage der Christen verbessert werden.

Sit. Jugdert, 29. Dez. Schluß des in vor ger
Wiinmer an d'eser Stelle gebrachten Vortrags des Hrn. Anwält
Rosemberger.)

*Das ist die innere Seite dieser Gesetze. Die äußere und
haupisächliche Seite jedoch ist das Bewußtsein: wir bekommen ein
sicheres Recht; und daß dieses Werk nicht mißlungen ist, verdenken
wirre den Häuptern der nutionalliberalen Partei, die sich mit Hint.
ausetzung alletr Schwierigkeiten aufrafften und Tag für Tag, gear⸗
beitet haben, um das große Werk zu fördern. Es hat viele Com⸗
promisse erheischt, bdis das Werk so weit gediehen war, daß es in
den Reichstag kommen konnte. Und nun schien es in hohe Gefahr
gebracht durch den Widerstand von Seilen der Regierung, und
die bestimmte Erklaäärung: diese 17 Punkle sind nicht. annehmbar,
schien das Schichal derselben besiegelt zu haben. Da waren es

Edu⸗ rd Ios

einige wenige Männer, herborragend an Intelligenz und von großem
Ansehen bei ihren Parteigenossen, welche es übernahmen, sich an den
Mann, auf den sich alle Erwartung stüßzte, mil der Frage zuwenden, ob
ez ihm wirklich ernst sei um das Zuftandehringen der Gesetze. Auf die
Antwort desselben, es sei ihm hoöchster Ernst damit, und der Kaiser
dabe selbst das größte Interesse dafür,- beriethen sie sich mit den
Vertrelern der Regierung und endlich kam es durch wechselseitiges
Nachgeben dahin, daß von diesen 17 Punkten sehr bedeuiende von
Seiten der Regierung zugegeben wurden. Zwar kosteten esngroße
Opfer, ader — und das darf ich mit voller Gewißhtit sagen —
es ist ein großes, mächtiges Werk die deutsche Rechtseinheit und
ein weiteres Band für das Gedeihen des Landesn Warum uns
also solche Vorwürfe von allzugroßer Hinneigunge nach dem Mini⸗
sterium und Abhängigleit von demfelben ins Geficht schleudern *
Jst ja das Zustandekommen jener Gesetze wiederum ein Beweis,
daß nuc darch wechselseitiges Nachgebennrine Vereinbarung gewon⸗
nen werden klann. Blicken wir nur hinüber in das Land jenseits
des Ocean, nach Amerika: Dort: hate der schroffe Gegensatzu und
der Widerstand der einzelnen Parteien Zustände herbeigeführt, die
deineswegs beneidenswerth sind. Meine: Herrnl Wenn alss unserr
Vertreter, wenn die Häupter der nationalliberalent Partei die Hand
zu einer Vereinbarung mit dem Ministerium boten, so haben. sie
fich damit den Dank des Vaterlandes erworben, der bereits aus sehr
angesehenem Munde ihnen gezollt. wurde. Und wir leben der Ue⸗
berzeugung, daß auch das Voll sich daukbat zeigen wird durch die
Wiedetwahl unjerer bisherigen Abgrordneten. Wir stehen vor der
Wahli! Koönnte: sich da unser Wahllreis undankbar zeigenn einem
Manne gegenüber, der“ unter erheblichen Opfern nicht nut bezüglich
der Annehmlichkeiten des Familienlebens, sondern auch an Zeit und
Geld durch zwei Wahlperioden hindurch und schon früher im Zoll⸗
baͤrlament unsere Vertretung immer zu unserer vollsten Zufr eden⸗
beit geführt hat ? Gewiß nicht!' Ich widerhole dahen: Wir sBnnen
unferem zur Wiederwahl vorgeschlagenen. Reichstagsabgeordnelen
Dr. Schmidt nur so unstrn wärmsten Dant bezeigen, daß wir ihm
iortdauernd unser Vertrauen schenken, das er in so hohem Grad
berdient.« Ich bin daher der Ueherzeugung, daß unsere, Partei, die
disher sich ducch puuktliches. Erscheinen am Wahltisch ausgezeichuet
hat. es an nichts fehleu, lassen wird, um auch diesmal den Sien
dabonzutragen. Und so hoffe ich um Siane Aller zu handeln, wenn
ich sie auffordere, mit mir einzustimmen in ein Hoch auf unseren
werthen Reichtagsazgroxdneten. Unsec, Reichta sabgeordneter Herr
Obeꝛappellationsgerichtsrath Schmidn ausMäünchen, er lede Hochl⸗

Rach Hr. Rosenberger nahm Herr Fabrikant Wolff- das Wort
und theilte niit, daß Herr Schmidi sich betreffa derr Etsenbahnlinie
St. Ingbert - Saarbrücken mit Hr. Herzoge, der die Neiths-Eisen⸗
bahn- Angelegenheiten' zu leiten hat, besprochen habe und. auch ser⸗
nerhin die Sache weiter verfolgen werde. Nach diesem kurzen Be⸗
richt des Hr. Wolff, sprach Hert Schanck den- beiden Herrn⸗ für
ihre gediegenen Vorträge im Namen Aller feinen Dank aus, was
die Auwesenden durch Echeben vom ihren Sitzen bethätigten. He⸗
cauf trennie sich die Versammlung.
Vermisujtes. ——
fSit. Ingbert, den 80. Der Gestern wurde in einem
hiesigen Laden versucht, ein falsches 20 Markftück auslugeben. Da
anz mehmen ist, daß der Versuch wiederdolt wird, so ist⸗bei Au—
nahme don 10 und 20 Markstücken Vorficht anzutaihen.
7 Vom 1. Januar 1877 ab werden bei den Vahn⸗Einneh⸗
mereien Dürkheim, Frankenthal, Homdurg, Kaisferslemntern Hptoh.,
Landau Hpibh., Ludwigshafen, Neustadt, Speier und Zweibrüden
„Retourbillete? II. lasse zu. Schnellzügen und, III. Qiasse zu ge⸗
wöhnlichen Zugen mit 75tägiger Gittigkell nach Munchen autgeneben
uF S. M. dir deutfsqe Kuiser übersandte der ältesten Tochter
des Generals v. d. Tanm (Braut des preußischen Militaär· Attaches
MNalor⸗ von Stütpnaget) zu Weihnachten eine küustlerisch grarberlete,
außerst prachtvolle Stochubkr.
        <pb n="720" />
        * — *
Lieitation.
Montug den 15. Januar
aaͤchsthin Nachmittags 2 Uhr zu

St. Ingbert bei Johann Adam

Beck Wittwe werden von dem

damit gerichtlich beauftragtenek.

Notar Sauer in St. Ingbert

die nachbezeichneten Liege nschaften

im Banne St. Ingbert der Ab⸗

theilung wegen öoͤffentlich an die

Vleistbietenden zu Eigenthum

dersteigert nämlich:

l. Pl. Nr. 273. 4 Dei. Fläche,
Wohnhaus mit Hoftaum
in den Hobelsgärten, Hs.Nr.
ios. p̃l.ar. 274 7 Dez.
Pflanzaarten dabei und
PlNr4131. 15 Dezim.
Acker dabei, das Ganze ge⸗
legen an der Bliestasteler
Straße in St. Ingbert neben
Peter Bader und Heinr'ch
Ehrlich Aitiwe.

2. PlNe. 3987. 43. Dezim.
Acker hinter'm Hobels neben
Peter Jochum Wittwe.

3. Pl.⸗-Rt. 38818. 37. Dez.
Ader rechts in den Kasieler
Rsoern neden Peter Kneip.

Eigenthümer sind die Witiwe und

Kinder des in St. Ingbert ver⸗

lebten Bergmannes Peter Kopp als:

1I. Magdalene Schmitt, ohne

Bewerbe, Wittwe des Verlebien.

2. Johann Kopp, Bergmann,

3. Nathatina Kopp, ledig und

ohne Gewerbe. 4. Gertraud
Zopp, minderjährige durch die
Ehe enancipirte Ehefrau von
Peter Lampel, Schmelzarbeiter,
dieser der ehelichen Ermächt' gung
vegen und als gesetzlicher Cu⸗
rator seiner Ehefrau selbst be⸗
heiligt.

Alle in St. Ingbert wohnhaft.
St. Inobert, 29. Dez. 1876.

Sauer, kgl. Noter.

Bekanntmachung.

WVom 1. Januar 1877 an werben bei der k. Steinkohlen⸗
grube St. In gbert die Kohlen zu folgenden Preisen verkaust:
Förderkohle I. Qualität 1,85 Mark per 100 Kilogr.
VVVD II. u 1,00 — 100 —P

IIII. 0,88 —. 100*
einschließlich des Ladgeldee. —

St. Ingbert, den 30. Dezember 1876.

Kgl. Bergamt St. Ingbert:
J. Kamann. J
Atel Laur...
Sonntag, den 31. Dezember
Freimusik.
Von tag, den 1. Januar 1877
miiI FE-EBAII.
Freundlichsi Jadet ein
Iriedrich Lehnert.
Ausik. Verein.
Am Sylvesterabend
große Kneiperei
in Seiter's Sälchen.
Eylvester⸗Abend
Tanzmulik
beꝛ Georg Jung.
Sonntag, den 31. Dez.
Nanæ-Musi Ic
ausgeführt von der Kapelle des
30. Infanterie-Regiments in
Saarlouis.
Entree 50 Pf. Anfang 4 Uhr.
Neter Jung.

Bekanntmachung.

Zum Zwede der Aufrecht
—XXV0
und Ordnung in der Neujahrs
nacht und um dem die Sicher⸗
heit der Personen bedrohenden
Unfuge des Schießens in der⸗
elben entgegenzutreten, wird fsol⸗
gendes bekannt gemacht: Die
Führung nachstehender Waffen
als: 15 von Dolchen, Stilleten
und anderen im Griffe feststehenden
»der mittels einer Vorrichtung
'eststellbaren Messern, 2. von zu⸗
zespitzten Streichern upd Pfriemen,
z. von Terzerollen, Sacpistolen
und Revolvern, 4. von Ab⸗
schraubgew?ehren, 5. von Rauf⸗
ringen oder Schlageisen ist allen
inselbstständigen Personen ver—
oten.
St. Ingbert, 29. Dez. 1876.
das Polizeikommissariat

Eckerle in.

Rheinischer
Trauben-Brust⸗
Honig

2413 mit beigedruck⸗
allein ächt temFabrikstem⸗
»el von vielen Aerzten wie den
herren Sanitätsrath Dr. C. Rüst,
ßr. Graefe, Dr. Gesellius
Dr. Lange u. s. w. als bestes
ungenehmstes und —
vieherstes ——

RLuStemn- * IF *

mittel 3 —

empfohlen; zu ha⸗
ben in St. Ing⸗
ert bei J. Friedrich, in Si.
Johann bei F. P. Duden⸗
söffer und KarlThiriot, in
Saarlouis bei F. Altenkirch,
in Blieskastel bei Apothe—
ker C. Nichter, in Saarge-
münd bei Apotheker H.
zZirchner in Sulzbach bei
Avot beker A Treffon

Bekannmtachung.
uber Eintheilung der Wahlbezirke in der Stadt Sj. Ingbert bei
der am 10. Januar 1877 stattfindenden Reichssstagswahl.
J. Wahlbezirk:
(Stadthaus:)

Dieser erste Wablbezirk umfaßt das ganze I. Stadtviertel von
Haus Nr. 1bis Haus Nr. 194 d. einschließlich; ferner das ganze
IV. Stadtviertel von Haus Nr. 1 bis Haus Nr. 172 einschließlich.
II. Wahlbezirk:

(Schulhaus im Josephsthal:)

Dieser ID. Wahlbezirk umfaßt das ganze III. Stadtvierlel don
Haus Nr. 1 bis Haus Nr. 114 einichließlich; serner di. St. Ing⸗
derler ⸗Grube, Mariannenthaler-Glashütte, Sulzbacher Glashütte,
Nußhutte, Schloß Elsterstein, Seifensiederei, Obermühle und Schürer⸗

Fiegelhütte.
III. Wahlbezirk:
(Schulthaus in der Untersiadt an der Kaiserstraße :)

Dieser III. Wahlbezirk umsaßt das ganze U. Stadtviertel
bon Haus Nr. 1 bis Haus Nr. 204 2. einschließlich; ferner das
ganze St. Ingberter Eisenwerl incl. der Haͤuser an der Kaiser⸗

stroße unterhalb des Bahndammes und den Sizweilerhof.

Si. Ingbert, den 29. Dezember 1876
Das Bürgermeisteramt
Custer.

kranken Jeder Art kann qus
ooller Ueberzeugun die Anwen.
unß des lan bewaͤhrien
Dr. Airyv ——
deschriebenen Heilverfahren⸗ em⸗
fohlen werden. Dieses in ꝓAgr
als 60 Auft teschienene, 800 8.
darke Buch kostet ur 1 Mart d
ist durch sede Zuchanbluee oder
direet von Richter Verlags
anstalt in Leipzig zu —
welch· Letztere auf Ver angen
auch einen i00 Seit. statien Aus-
2B2araug gratis u. frauta aur
VNrufuna ber sen
7 LEIiIfe s0II der Aermste
XRXLC
3 Arm ist jeder Kranke, auch
im Reichthum, und jedem ist
die Quelle zu seinec Gene—⸗
sung in den Malzfabrikaten
des Kaiserl. und Königl.
p Hoflief. JohannHoff in
JBerlin offen. — Berlin, 24.
Juli 1876. In meinem lei⸗
J denden Zustande nach Hilfe
J mich umschauend, pries mir
eine belanate Dame Ihre so
— außerordentlich heilsamn Fas
brikate (Malzextrakt, Malz⸗
Jdocolade, Brustmalzbonbons)
2daß ich den Versuch mit
Malzextrakt machte, und be
lenne mit Freuden dissen Hel⸗
wirkung. M. Roth, Scharn⸗
jorststraße 36. — Meine
lungentranke, schon aufge⸗
gebene Frau fand die einzige
Hilfe im Gebrauch Ihrer
Malzfabrilate. S. Ball⸗
sch u ß in Przytullen.
Verkaufsstelle bei
ean Peters. St. Ingbert.

Die berühmte Schrader'sche
Weiße
Lebensessenz
von Apotheler Schrad er, Feuer-
hach⸗ Stuttgart, welche schon Tau⸗
jenden, die mit den langwierig-

ten und schwersten
Magenleüdem
behaftet waren, allein geholfen
hai und die in den meisten Fa-
milien als diätetisches Haus⸗
mittel ganz unentbehrlich ge⸗
worden ist, wird Jedermann drin⸗
zgend ö— Flac. 3 Mark.
—ESEchrader's —
Traubenbrusthonig
angenehmstes und sicherstes Haus⸗
mittel ge gen Husten.
Flac. 1 M. bei J. Fried-
35 St Inabert

Abonnements-Einladung!

Um 1. Januar 1877 beginnt der dritte Jahrgang des „Is⸗
raelitischen Boten“. Herausgegeben von Moritz Baum,
Colin, urter Mitwirkung namhafter Schriftsteller und Gelehrten.

Derselbe erscheint wöchentlich einmal und kostet per Quartal
jranco zugesandt 2 Mark pränumerando, für das ganze deutsche
Reich. Für das Ausland 2 M. 50 Pf. Tendenz conser vativ.
Neichhaltiger Inhalt, spannende und gediegene Feuilletons aus dem
lüdischen Leben ꝛc.

Inserate firden durch den „Israelitischen Boten“ weite Ver⸗
breitung und losten per Petitzeile oder deren Raum 10 Ppf.
Bestellungen auf den „Ifraelitischen Boten“ werden von der
Erpedilion dieses Blattes entgegen genommen.

Neue Abonnenten erhalten die bereits begonnenen Feuilletons
gratis nachgeliefert.

Des Nenjahrs-
tages wegen erscheint
nuchste Anzeiger am Donners⸗
tag. Die Expeditioa.
Dem heutigen Blatte ist ein
Wandkalender pro 1877 bei⸗
gegeben.
—— — — — — — — — — —
Fedalion Ai und Verlag von F. X. Demeß in St Ingbert.
Sierzu Lillustrirtes Sonntaasblatt Nr. 1.
        <pb n="721" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.

A Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Veil

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donxnerstag, Samstag nuund Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierteljährlich

1Wacrk 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Recla nen
mit 830 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 209. F Sonntag, den 31. Dee euber — —W 1876.
— ⏑—

Neujahrs-Gruß.
Zerklungen sind der Glocken Töne,
Der lauie Gruß dem neuen Jahr;
In Wehmuth schaut des Geistes Auge
Rach der entfloh'nen Tage Schaar.

g

einige wenige Männer, hervorragend an Intelligenz und von großem
Ansehen bei ihren Parteigenossen, welche es üͤbernahmen, sich an den
Mann, auf den sich alle Erwartung stützte, mil der Frage zu wenden, ob
n ihm wirklich ernst sei um das Zustandehringen der Gesetze. Auf d'e
Antvort desselben, eb sei ihm höchster Ernst damit und der Kaiser
dabe selbst das groͤßte Interesse dafür, berieihen fie sich mit den
Bertrelern der Regierung und endlich kam es durch wechselseitiges
Nachgeben dahin, daß von diesen 17 Punkten sehr bedeutende von
Seiten der Regierung zugegeben wurden. Zwar kostete es große
Dpfer, aber — und das darf ich mit voller Gewißheit · sagen —
eß ist ein großes, mächtiges Werk die deutsche Rectseinheit und
rin weiteres Band für das Gedeihen des Landes, Warum uns
also solche Vorwürfe von allzugroßer Hinneigung nach dem Mini⸗
zerium und Abhängigleit von demselben ins Gesicht schleudern *
Ist ja das Zustandekommen jener: Gesetze wiederum ein⸗ Beweis,
daß nuc dearch wechselseitiges Nachgeben eine Bereinbarung gewon⸗
nen werden kann. Blicken wir nur hinüber in das Laud jenseits
des Ocean, nach Amerika: Dort hat der schroffe Gegensatz und
der Widerstand der einzelnen Parteien Zustände herbeigeführt, die
jeineswegs beneidenswerth find. Meine Herrn! Wenn also unsere
Vertreter, wenn die Häupter der nationalliberalen Partei die Hand
zu einer Vereinbarung mit dem Ministerium boten, so haben sie
fich damit den Dank des Vaterlandes erworben, der bereits aus sehr
angesehenem Munde ihnen gezollt wurde. Und wir leben der Ue⸗
berzeugung, daß auch das Volk sich daukbar zeigen wird durch die
Piederwahl unserer b'sherigen Abgeordneten. Wir stehen vor der
Vahl! Könnte sich da unser Wodlkreis undaunkbar zeigen einem
Manne gegenüber, der unter erheblichen Opfein nicht nur bezüglich
der Annehmlichkeiten des Familienlebens, sondern auch an Zeit und
Hheld durch zwei Wahlperioden hindurch und schon früher im Zoll⸗
jarlament unsere Vertretung immer zu unserer vollsten Zufr eden⸗
jeit geführt hat ? Gewiß nicht! Ich widerhole daher: Wir können
inserem zur Wiederwahl vorgeschlagenen Reichstagsabgeordneten
Ir. Schmidt nur so unsern wärmsten Dank bezeigen, daß wir ihm
ortdauernd unser Vertrauen schenlen, das er in so hohem Grad
jerdient. Ich bin daher der Ueherzeugung, daß unsere Partei, die
isher sich durch pünkiliches Erscheinen am Wahltisch ausgezeichnet
jat, es au nichts fehlea lassen wird, um auch diesmal den Sieg
avonzutragen. Und so hoffe ich im Sinne Allec zu handeln, wenn
ch sie auffordere, mit mir einzustimmen in ein Hoch auf Unseren
verthen Reichtagsabgeordneten. Unser Reichta:sabgeordneter Herr
Iberappellationsgerichtsrath Schmidt aus München, er lebe Hocht“
Nach Hr. Rosenberger nahm Herr Fabrikant Woiff das Wort
ind theilte mit, daß Herr Schmidt sich belreffs der Eijenbahnlinie
St. Ingbert -Saarbrücken mit Hr. Herzog, der die Reiche Eifen—
ahn? Angelegenheiten zu leiten hat, besprochen habe und auch fer⸗
jerhin die Sache weiter verfolgen werde. Nach diesem kurzen Be⸗
icht des Hr. Wolff, sprach Herr Schanck den beiden Herrn für
hre gediegenen Vorträge im Namen Aller seinen Dank aus, was
zie Anwesenden durch Erheben von ihren Sitzen bethätigten. Hie-
auf trennle sich die Versammlung.

Da ziehen Bilder trub und heiter,

An unserm Geistesaug' vorbei,

Da schaut aus den entschwundenen Tagen
Die Seele schmerzlich mancherlei. —
Uvd wer des Schicksals harte Schläge
In dem entfloh'nen Jahr empfand:
Wie ist sein Blick voll süußer Hoffnung
Dem neuen Jahre zugewandt!
And wem in den vergangnen Tagen
Das Glück gelächelt immerdar,

Der ahnet nicht der Dinge Wechsel,
Der lauernd schläft im neuen Jahr!

D, sei willkommen allerwegen,

Du junges Jahr im deutschen Land,
Hib uns den heißersehnten Frieden,
Streu Gutes aus mit voller Hand!
Laß holde Eintracht bei uns walten,
Ihr Segen folge jeder Spur,

Gib Freude allen Menschenherzen
Und segne Berg und Thal und Flur.
Vernichte nimmer eine Hoffnung,

Wenn edlem Herzen sie entsprang,
Dutrockne Thränen, lind're Schmerzen,
Mach' froh, was vor dir trüb und bang!
So grüßen heute dich Millionen

Du junges Jahr, bei deinem Nah'n,
Das rechte Heil von dir erwartend,
Beginn' und ende gut die Bahn!

Eduard ost.
Aeutsches Reich.

Berlin, 28. Dez. Die offiziöse „Prodinzialcorrespondenz“
hebt in einem Artikel mit der Aufschrift „Kaisers-“ und „Volkes⸗
Dant“ die Bedeutung des Abschlusses der Justiagesetze hervor und
demerkt, daß hiermit die gesetzgebenden sträfte des Reiches Muße
erhalten haben, sich nun um so mehr anderen wichtigen, namentlich
wirthschaftlichen Aufgaben zuzuwenden, fur deren gedeihliche Loͤsung
e8 allerdings nothwendig sei, daß Volksbertreter gewaäͤhlt werden,
welchen es Ernst ist, eine Verstärd:gung über die Bedürfnisse und
JIuderessen des Volkes mit den Regierungen herbeizuführen.

Ausland.

Mostau, 28. Dez. Die „Moskauer Zeitung nennt die
neue türkische Verfassung eine bloße Verspottung der Maͤchte, welche
die Noth der Christen legalisire und die Verantwortlichleit der Re⸗
rierung beseitige, nur durch eine ernstliche Occupation und Veilei⸗
hung des Rechtes an die christliche Beboͤllerung, im Frieden Waffen
ju tragen, im Falle den Türken dieses Recht nicht zu nehmen sei,
oͤnnte die Lage der Christen verbessert werde..

rrGSit. Jugbert, 29. Dez. Schluß des in vor ger
Nummer an dieser Stelle gebrachten Vortrags des Hrn. Anwalt
Rosenberger.)

Das ist die innere Seite dieser Gesetze. Die äußere und
hauptsaäͤchliche Seite jedoch ist das Bewußtsein: wir bekommen ein
icheres Recht; und daß dieses Werk nicht mißlungen ift, verd nken
wir den Häuptern der nationalliberalen Partei, die sich mit Hint-
ausetzung aller Schwierigkeiten aufrafften und Tag für Tag gear—⸗
beilet haben, um das große Werk zu fördern. Es hat viele Com⸗
promifse erheischt, bis das Werk so weit gediehen war, daß es in
den Reichsstag kommen konnte. Und nun schien es in hohe Gefahr
zebracht durch den Widerstand von Seilen der Regierung, und
die destimmte Erllärung: diese 17 Punlie sind nicht annehmbar,
schien das Schicksal derselben besiegelt zu haben. Da waren es

Rermischtes.

fSit. Ingbert, den 30. Derz. Gestern wurde in einem
hicsigen Laden vecsucht, ein falsches 20 Markstück auszugeben. Da
anzunehmen ist, daß der Versuch wiederholt. werd, so ist bei An⸗
ahme von 10 und 20 Markstücken Vorsicht anzurathen.

f Vom 1. Januar 1877 ab werden bei— den Bahn-Einnehs
nereien Dürkheim, Frankenthal, Homburg, Kaiserslantern Hptbh.,
zandau Hpibh., Ludwigshafen, Neustadt, Speier und Zweidrücken
„Netourbillete“ II. Alasse zu Schnellzügen und III. Klasse zu ge⸗—
vöhnlichen Zügen mit 7ägiger Giltigkeit nach München ausgegeben.

4 S. M. dir deutsqhe Kaiser übersandie der ältesten Tochter
des Genetals v. d. Tann (Braut des preußischen Militär-Attaches
Major von Stülpnagel) zu Weihnachlen eine künstlerisch gearbeitete,
uußerst prachtvolle Stockubr.
        <pb n="722" />
        Licitation.
Montug den 18. Januar
aächsthin Rochm;nugs 2 Uhr zu
St. Ingbect bei Johann Adam
Beck Warwe werden von dem
damit gerichtlich beauftragtenek,
Notar Sauer in St. Ingbert
die nachbezeichneten Liege nschaften
im Banne St. Ingbert der Ab—
heilung wegen öffentlich an die
Meistbietenden zu Eigenthum
dersteigert namlich:

b. Pl. Rre 2783. 4 Deij. Fläche,
Wohnhaus mit Hofraum

m den Hobelsgärten, Hs.Nr.

103. Pl.⸗-RPr. 274 7.Dez.
Pflanzaarien dabei und
Ple Nr 41315 15 Dezim
Acker dabei, das Ganze ge⸗
legen, an der Blieslasseler
Straßte inSt. Ingbert neben

Peter Bader und Heintich

Ehrlich Witiwe.

2. PloNe. 3987. 48. Dezim.
Acker hinter'm Hobels neben
Peter Jochum Wittwe.

Vl. MRr. 3881/. 37. Dejʒ.
Acer rechts in den Kasseler
Roͤdern neben Peter Kneip.
Eigenthümer sind die Witiwe und
stinder des in St. Ingbert ver⸗
leblen Bergmannes Peter Kopp als:
. Magdalene Schmitt, ohne
Bewerbe, Witiwe des Verlebten.

Rn Johann Kopp, Bergmann,

Z.. Kalhatina Kopp, ledig und

ohne Wewerbe. 5. Wertrauo
doßp, minderjährige durch die
khe erancipirte Ehefrau von
Peter Lampel, Schmelzarbeiter,
dieser der ehelichen Ermächt' gung
vegen und als gesetzlicher Cu⸗
tator seiner Ehefrau selbst be⸗
chelligt. A
Auͤe in St. Ingberl wohnhafl.
St. Ingbert, 29. Dez. 1876.
Sauer, kal Notäre

Bekanntmachung.

Zum Zwecke der Aufrecht⸗
zaltung der öffemlichen Ruhe
ind Ordnung in der Neujahrs
racht und um derr die Sicher⸗
sdeit der Personen bedrohenden
Unfuge des Schießens in⸗ der⸗
elben entgegenzutreten, wird fol⸗
jendes bekannt gemacht: Die
Führung nachstehender Waffen
iUs: 1. von Volchen, Stilleten
und anderin im Griffe feststehenden
der mittels einer Vorrichtung
eststellbaren Messern, 2. von zu⸗
jespitzten Streichern und Pfriemen,
3. von Terzerollen, Sadpistolen
und Revolvern, 4. von: Ab⸗
schraubgewehren, 5. von Rauf⸗
tingen oder Schlageisen ist allen
unselbstständigen Personen ver⸗
boten. 3
St. Ingbert, 29. Dej. 1876.
das Polizeitommissariat
. Eckerlein.
Bekannmtachung.
Aber Eintheilung der Wahlbezirke in der Stadt Sp. Ingbert bei
dar am 16. Januar 1877 stattfindenden Reichstagswahl.
I1. Wahlbezirrf:
EGtadthaus:)

Dieser erste Wahlbezirk umfaßt das ganze J. Sitadtviertel von
Haus Nr. 1 bis Haus Nr. 194 9. eiaschließlich; ferner das ganze
Y. Siadiviertel von Haus Pr. Jbis Haus Nr. 172 einschließlich.

II. Wahlbezirk:
ESchulhaus im Josephsthal:)

Dieser V. Wahlbezirk umfaßt das ganze III. Stadtviertel von
Haus Nr. 1 bis Haus Nr. 114 einschließlich; ferner die St. Ing⸗
derter⸗⸗Grube, Mariannenthaler-Glashütte, Sulzbacher Glasdütte,
Nußhütte; Schloß Elsterstein, Seisensiederei, Odbermühle und Schürer⸗

Ziecelhütte.
III. Wahlbezirk:

ESchulhaus in der Untersiadt an der Kaiserstraße:)

Dieser III. Wahlbezirk umfaßt das ganze B. Stadtviertel
von Haus Nr. 1 bis Haus Nr. 204 a. einschließlich; ferner das
Janze St. Ingberter Eisenwerl incl. der Höufer an der Kaiser⸗

straße unterhalb des Bahadammes und den Sizßzweilerhof.

Si. Ingbert, den 29. Dezember 1876

Das Bürgermeisteramt
Custer.
Abonnements-Einladung!

Am 1. Januar 1877 beginnt der dritte Jahrgang des „Is⸗
raelitischen Boten“. Herausgegeben von Moritz Baum,
TC s enz unter Mitwirkung namhafter Schriftsteller und Gelehrten.

Derselbe erscheint wöchentlich einmal und kostet per Quartat
jranco zugesandt 2 Mark pränumerando, für das ganze deutsche
Peich. Für das Ausland 2 M. 50 Pf. Tendenz conserbativ.
Neichhaltiger Inhalt, spannende uad gediegene Feuilletons aus dem
üdischen Leben ꝛc.

Inserate firden durch den ‚„Israelitischen Boten“ weite Ver⸗
vreitung und kosten per Petitzeile oder deren Raum 10 Ppf.
.. Befstellungen auf den „Israelitischen Boten“ werden von der
Erpedition dieses Blattes entgegen genommen.

Neue Abonnenten erhalten die bereits begonnenen Feuilletons
gratis nachgeliefert.

———

Octuuntimuchung.

Vom 1. Januar 1877 an weiden bei der k. Steinkohlen⸗
grube St. In gbertt die Kohlen zu folgenden Preisen verkaust:
Förderkohle I.Oualität 1,85 Mark per 100 Kilogr.

T. 1LOOo 1I00
II.. 08838.,, 100,
einschließlich des Ladgeldes.
St. Ingbert, den 30. Dezember 1876. 24
Hgl. Bergamt St. Ingbert:.
3.· Kamann. *.
Htel Laur...
Sonutag, den 31. Dezember
Freimusik.
M on tag, den 1. Jonuar 1877
irBEPALEAII.
Freundlichst ladet ein
Jriedrich Lehnert.
Quusik. Verein.
Am Sylvesterabend
großeKneiperei
in Seiter's Sälchen.
Sylvester⸗Abend
Tanzmuslik
beis Georg Jung.
Sonntag, den 81. Den
æ I
ausgeführt von der Kapelle des
30. Infanterie-Regiments in
Saarlouis.
Entree 50 Pf. Anfang 4 Uhr.
Weter Jung.

s Icherstes —
Austen-8 5 7
— 82
mittel —* *—
empfohlen; zu ha⸗ V
ben in St. Ing⸗
bert bei J. Friedrich, in Sit.
Johann bei F. P. Duden-⸗
höffer und KarlThiriot, in
Saarlouis bei F. Altenkirch,
in Blieskastel bei Apothe—
ker C. Richter, in Saarge⸗
münd bei Aeeee H.
Kirchner in Sulzbach bei
Avpot heker A. Tueffon

7
*
Kraufen leder Art tann aus
vollert Ueberzeugun die Anwen
vung dee lane ,, —
in Alryꝰg alutbenne
beschriebenen Heilverfahren⸗ em⸗
pfohlen werden Dieses in ꝓgr
ale 60 Ausi schienene, 800 8&amp;

starke Buch kosiet Jur 1 Mart a.

ist durch sede Puchhanblung oder
Areert von Rigterus Verlags
anstalt in Leipz ig zu binden

welch Letztere auf Ver angen
auch einen 100 —— aus./
zun daraug gratis u. fraucs aur

Vrufung dersendet.
4 iufeo sol der Aermeste
Anden.
4 Arm ist jeder Kranke, auch
Nim Reichthum, und jedem ist
3 die Quelle zu seinec Gene—
sung in den Malzfabrikaten
des Kaiserl. und Königl.
Hoflief. FJohannHoff in
Berlin offen. — Berlin, 24.
Juli 1876. In meinem lei⸗
denden Zustande nach Hilfe
mich umschauend, pries mir
eine bekanate Dame Ihre so
außerordentlich heilsamen Fas
brikate (Malzextrakt, Malz⸗
chocolade, Brustmalzbonbons)
daß ich den Versuch mit
Malzextrakt machte, und be—
kenne mit Freuden dessen Hel⸗
wirkung. M. Roth, Scharn⸗
horststraße 36. — Meiae
lungenkranke, schon aufge⸗ TRau.
gebene Frau fand die einzige q 3
dilfe im Gebrauch Ihrer a⸗ ges weg d
dotfabetan SeBann —pue Anzenget gu Donners
ch ueß in Przytullen. Le Exxpeditioa·
Verkaufsstelle bei Dem heutigen Blatte ist ein
ιοers, Si. Ingbert. alalendet pro 1877 bei⸗
AIschamen Druc und Verlag von h. X. Demeß in St Ingbert.
Hiezu „illustrirtes Sonntagsblatt“ Nr. J.
        <pb n="723" />
        und war in der dorligen Gesellschaft weegen seines heiteren und
siebenswürd'gen Wesens sehr beliebt. Wie man ferner mittheilt,
jatte Abbot auch eine Heidelbergerin, ein Frl. NI als Braut
heimgeführt. Abbot studirte in Heidelberg Rechtswissenschaft urd
rat später in pceußische Staatsdienste. F
Fundon, Jô. Mai. Das Handelzamt hat, ein Telegramm
bon dem britischen Konsul in Rio de Janeiro erhalten, welches

jarke Caswell“ aus Swansea auf dem
Meuterei ausbrach und daß die Meu⸗
Steuerleute des Schiffes ermordeten.
beraniwortlich: F. X. ODemeh.“N

* * *
Licitation.
Mogtas, den 29. Mai nächst⸗
hin, Nachmittags 3 Uhr zu St.
Ingbert bei Joh. Schmelzer,
Schreiner und Wirth, wird vom
unlerzeichnelen, gerichtlich hiezu
beauflragten k. Notar das nach—
—D
der in Sit. Ingbert verlebten
Maria Mütller, Wittwe
bon Peter Beder, g hoͤrige
Wobnhaus abtheilungshalber öf⸗
fentlich zu Eigenthum verfteigert:
nämlict
Pl.⸗Nr. 500. 0.048 Tagw.
Fläche Wohnhaus mit Stall
und Leller und Pl.Nr.
301, 0, 067 Tꝗw. Garten
auf der Meß, das Ganze
gelegen zu St. Ingbert in
der Pfarrgasse neben Peter
Schmelzle Witwe u, Joseph
Fischer. —
Eigenthümer sind:
Peter Beder, 2. Jalob
Beder, 3. Johann Becer, alle
drei Bergleute; 4. Katvarina
Deffland, ohne Gewerbe, minder⸗
jährige durch die Ehe emancipirte
Witiwe von Michael Becker,
veiland Bergmann, Sohn der
Erblosserin, als Testamentserbin
hres Ehemannes, welche den
Tüncher Nikolaus Woll zum
Curator hat; Alle in St. Ingbert.
St. Ingbert, 11. Mai 1876.
Sauer. k. Notör.

Mineralwasser

ein St. Inghert.
Mai 10ä von Nach⸗
alb n, —E

natürliches
in frischer Füllung als;
Emser Kränchen RKrügen
ditto Vietoria
sunyady Janos Bitter⸗
wasser
Friedrichshaller ditto
Wildunger ditto
Tarlsbader Schloßbrun
nen 1 Krügen
Racoczy Kissinge
Frankfurter Seiters Ta⸗
felwasser
doppelt kohlensaures in
Flaschen ——
Frankfurter Selters Ta
felwasser in 11 und
rügen empfieht
Philipp Kiinek.
Seschäftsempfehlung.
Ich zeige andurch ergebenst
ain, daß ich mich als
düncher u. Anstreicher
zier etablirt habe und empfehle
nich in allen in diesem Geschäfts⸗
weige vorkommenden Arbeiten,
ünluliche Bedienung zusichernd.
Ludwig Kuß,
wohnhaft dei Jat. Kißling
im Hirteneck. —

ührt durch die

rer Stadtkapelle.

ids 8 Uh—

“ TIb. 3

haben keinen Zutritt.
Der 1. Vorstand.

ẽ

— — — ——
QOpcaxp
vBierbrauerei
Ieuss er.

vator

ö— — — —— — — — —

— ——

—— —

——— —

Malzextradt
dto. mit Kalk
dio. mit Eisen J
Fleisohextractu
Tondenfirte Schweizer⸗
milch sieis vorräthig bei

Ein trefflicher Schmuck des trauten
Daheim!

Der Leser dieses Blattes sei auf folgende, von den ein⸗
flußreichsten Organen der deutschen Presse empfohlene, vor⸗
zügltch durchgejührte lithographische Kunstblätter aufmerksam
zemacht:

. Elsa und Lohengrin im Brautgemach.
* 0 Sachs —3 — d pen dants!

Hermann un orothea.

8 woe Aeere d.“ pendantsl

.uürst Bismarck auf der Jagdg.

E Furft Bismarck in Varzin. s pendanta
Papiergroße à 68/78 Cent. Preis pro Kunstblait 3 M.!
Nr. 7 sei als—

Luise. ua von Preußen⸗ Mittelst. Nr. 8u. (

Wilhelm, Kaiser von Deutschland. s9 als je eines der

Friedrich Wilhelm, Kronprinz des beiden Seitenst. d. b

Deutschen Neichs. Mittelst. bestens
„empfohlen!
Papiergroße à ca. 40/50 Cent. Preis pro Kunstblatt 1M.!
Jedes dieses Bilder bildet auch für sich allein einen
trefflichen Zimmerschmuck.

Iedes dieser Bilder ist auch einzeln für sich allein in

jcder Buchhandlung zu haden!
Berlin, Besselstraße 17.
Werner Girosse's Kunstodetlag.
250 0 00 0000O DCOC D 2 2*

Holzver steigerung
aus dem Gemeindewalde
Ommersheim.
Mitiwoch, den 24. Mai,
Nachmittags 2 Uhr, im Schul⸗
hause zu Ommersheim, weirden
nachbenannte Holzsortimente öf⸗
fentlich dersteigert:

1. Schlag Oberthalerhang:

11 liefern Stempel.

2 Schlag Knöpfchen:
Baustämme 4. Cl. 20
bis 26 Cent. mittlerer
Durchmesser.

Schlag Hieldscheidterberg:

35 Ster buchen Stangen⸗
prugel.

15 Ster buchen Krappen.

4. Schlag Knöpfchen:

30 eichne Wagnerstangen

40 Ster buchen Scheitholz

2. Cl.

8 „irken Scheitholz

86, biuchen Stangen⸗

prügel

37 , weichholz Stangen⸗
prugel

182 9, gemischte Krappen

5 biefern Prügel

138 .Krappen.
Ommersheim, 11. Mai 1876.

Das Buürgermeisteramt:

Wack.

denie, Sonntag 14. Mai
Haͤrtenwirthschaft⸗Eröff-
sung mit Salvator⸗RBier
vozu höflichst einladet

Mh. Emrich.
Fichtennadelextract
Karmelitergeist und
Mutterlauge

X
PHh. KInese.

3.

Bürgerverein
St. Ingbert.
Mittwoch, den 17. Mai
876 Abends 8 Uhr:
Vereinskränzchen.
Zusammenkunft bei Herrn
Joh. Grewenig.

Der I. Vorstand.
Straßburger Caffee
und Essenz
n Gläser, sowie Fistes
LEMTCEISAMÆIZ in 1Pfund⸗

Paquet bei
Ph. Klinck.
vedahtion Druck und Verlag von

— —— —

— — — 7—7——7— —
ihne Kosten und srenco

Prankfurter Börse
vom 11. Mai 1876.

versenden wir auf Franco⸗An⸗ J
gpagt einen über 100 Seitent
Henen, nut vielen Zeugnissen
Nena Geheilter verjebenen
ang aus r. Airr's Ratur
ethode. Jeder, weiwer sich
ABorzuglioteit des iu nistr.
20 Ecnen starten Original⸗
»es (Preis nur 1 Mart. p
hen durch alle Pudanr *
—enaen will, lasse sich den
iugv Achter o Vertago⸗
27e Leibain tbommen.

—I— — — —
XXX 6.
Aetoion1- - 6.
roan. 10.f. Stucte. 1665 6.
nadukaten 1850-66
o Prantenestücke 1617-21
nlische dovereigne 20 80-86
dussischo Imperiaio. is 63- 68
honi in Gesa. . 1416-189

ruoa

F. X. Demetz in St. Ingbert.
Hiezu „illustrirtes Sonntagsblatt“ Nr. 20
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
